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11. Dezember 2025

- Aus dem Grazer Gemeinderat - Kinderbüro richtet sich neu aus - Insolvenzen sind rückläufig

- Aus dem Grazer Gemeinderat
- Kinderbüro richtet sich neu aus
- Insolvenzen sind rückläufig

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Grazer11. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

Es bleibt trocken

und den

ganzen Tag

über wechselnd

bewölkt. Die Tempertaturen

erreichen 9 Grad, in

der Nacht kann es frieren.

Neuer Kurs

Dem Kinderbüro wurde die Basisförderung

gestrichen. Es gibt jetzt eine Neuausrichtung

für 2026. 4

In Konkurs

Der KSV1870 hat heute die aktuelle

Insolvenzstatistik für die Steiermark und

Graz veröffentlicht. 4

Neue Parks,

Millionenklage

und eine neue

Bim-Linie

HOHENSINN ARCHITEKTUR, KK, GETTY

Politisch. Im letzten Gemeinderat des Jahres wurde unter anderem hinterfragt, wie es zur Millionenklage im Zuge der Neutorbaustelle kam. Die

Planung für die Linie 8 und viele neue Parks (im Bild die Kirchner Kaserne), sowie die Grüne Meile Kaiserfeldgasse wurden beschlossen. SEITEN 4/5


2 graz

www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025

Der Sanierungsplan für den Thomawirt

wurde angenommen. STREET VIEW

Sanierungsplan

angenommen

■ Dem für das Restaurant

Thomawirt angestrebte Sanierungsverfahren

haben die

Gläubiger am heutigen 11.

Dezember mehrheitlich ihre

Zustimmung erteilt. Damit ist

die Fortführung des Unternehmens

vorerst gesichert. Derzeit

sind 10 Dienstnehmer im Unternehmen

beschäftigt. Insgsamt

wurden 29 Forderungen

mit einem Volumen von rund

780.000,00 Euro angemeldet,

wobei quotenrelevant in etwa

750.000,00 Euro sein werden.

In Frohnleiten dürfen sich die Zuschauer

auf ein Improtheater freuen.

KK

Weihnachtliches

Improtheater

■ Am Sonntag, 14.Dezember,

um 19 Uhr lädt Buch & Co in

Frohnleiten zu einem besonderen

Erlebnis ein: dem weihnachtlichen

Improtheater mit

der Impromenadenmischung.

Die Zuschauer dürfen sich auf

einen humorvollen und spontanen

Abend freuen, bei dem

die Darsteller direkt vor Ort

und ohne festes Skript überraschende

Geschichten entwickeln.

Karten sind im Vorverkauf

um 15 Euro erhältlich.

An der Abendkasse kostet der

Eintritt 17 Euro.

Aus dem Gemeinderat:

Millionenklage,

Bimlinie 8

und neue Parks

Im letzten Gemeinderat des Jahres standen noch einmal zahlreiche wichtige Punkte auf der Tagesordnung.

POLITIK. Ganze 49 Punkte standen auf der Tagesordnung des letzten Gemeinderates

des Jahres. Neben dem Planungsbeschluss der Straßenbahnlinie

8, wurde unter anderem die Millionenklage zur Neutorbaustelle diskutiert.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Die heutige Gemeinderatssitzung

begann mit einem

traurigen Moment. Bürgermeisterin

Elke Kahr bat nicht nur

zur Gedenkminute für den kürzlich

verstorbenen Juristen Gerhard

Peternell, sondern erinnerte

auch mit Tränen in den Augen an

die ermordete Grazerin Stefanie P

und forderte eine verstärkte Männer-

und Burschenarbeit. „So lange

bei Männern solche Besitzansprüche

vorherrschen, wird diese

Spirale kein Ende nehmen.“

Auf den Zahn gefühlt

Dann ging es ans Eingemachte:

FPÖ-Gemeinderat Günter Wagner

und ÖVP-Gemeinderat Peter

Piffl-Percevic machten die exklusive

„Grazer“-Geschichte von

Sonntag über die Millionenklage

der Acoton gegen die Stadt (siehe

Infokasten) zum Thema und fühlten

der Koalition auf den Zahn.

Bereits vor zwei Jahren wurde vor

der drohenden Klage gewarnt

(auch da berichteten wir exklusiv),

was Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner als „Falschinformation“

abtat. Darauf angesprochen,

stellte sie nun klar, damals nicht

die Klage gemeint zu haben. Sie

wollte vielmehr nur darauf hinweisen,

dass es sich nicht um eine

Fehlplanung handelte, sondern

der Gemeinderatsbeschluss zum

Bau der Trasse in der Neutorgasse

genauso umgesetzt wurde. Warum

man an diesem punktgenau

festhielt, obwohl man von der

drohenden Millionenklage wusste,

blieb offen. Diese drohende

Klage abzuwenden und finanzielle

Belastungen von der Stadt

fernzuhalten oblag hingegen Finanzstadtrat

Manfred Eber. „Seit

2019 wurde die Acoton darauf

hingewiesen, einen neuen Fußgängertunnel

zu bauen, zudem

wurde sie mehrfach dazu aufgefordert

ihre Rechtsmeinung zu

untermauern.“ Beides sei nicht

geschehen.

Weiters kam es zum Planungs-

GETTY

beschluss für die neue Straßenbahnlinie

8 von Gösting über den

Griesplatz nach Wetzelsdorf und

Straßgang und die Grüne Meile

in der Kaiserfeldgasse, insgesamt

entstehen fast 2,5 Hektar neue

Grünflächen in den dicht bebauten

Bezirken Jakomini und Lend.:

der neue Ivanka-Huber-Park am

Areal der ehemaligen Kirchner

Kaserne, die Umgestaltung des

Metahofparks, die Generalsanierung

des Fröbelparks sowie ein

neuer Park in der Flurgasse und

der Daungasse.

Millionenklage

■ Im Zuge der Neutorbaustelle

wurde die Fußgängerunterführung

geschleift, die aber

auch als Notausgang für die

Tiefgarage Andreas Hofer Platz

diente. Garagenbesitzer Acoton

musste einen neuen Ausgang

bauen und klagt die Stadt

nun auf zwei Millionen Euro

Schadenersatz.


11. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 3

Hündin Liza

sucht Familie

Grazer

Pfoten

Seit Jahren setzt sich der Huchenfranz für die Renaturierung der Flüsse und

die Fische ein. Auch in seinem neuesten Film „Fluss frei für Huchen & Co“. KK

Film zur Renaturierung

■ „Die Öffentlichkeit hat ein

Recht darauf, zu erfahren, dass

es nicht zu spät ist, sich für die

Natur und unsere Flüsse einzusetzen“,

argumentiert Franz

Keppel, der sich als „Huchenfranz“

einen Namen gemacht

hat. „Renaturierungen sind extrem

wichtig, nicht nur für die

Natur und die Lebewesen, sondern

auch für uns Menschen“,

ist er überzeugt. Dass es auch

tolle Erfolge zur Wiederbelebung

der Mur gibt, zeigt sein

neuester Film „Fluss frei für

Huchen & Co“. Besonders stolz

ist er auf die positiven Rückmeldungen:

Bereits nach kürzester

Zeit hat das Video mehr

als 18.000 Aufrufe und über 700

Likes. Mit seinem Appell hofft

der Huchen-Franz noch mehr

Menschen zu überzeugen und

ein Umdenken zu erreichen.

Liza ist eine intelligente und aufmerksame Hündin.

Liza wurde in der Arche

Noah abgegeben, da ihre

Vorbesitzer keine Zeit mehr für

sie hatten. Die neugierige und

aufmerksame Hündin braucht

etwas Zeit, um bei fremden

Menschen Vertrauen zu fassen.

Sowohl beim Training als

auch an der Leine zeigt sich die

Hündin sehr brav. Eine konsequente,

aber liebevolle Erziehung

wäre für Liza optimal.

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4 graz

www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025

Präsident Gerhard Fruhmann, Finanzvorständin Michaela Lukmann und

Geschäftsführerin Waltraut Chimani (v.l.) haben die Agenda präsentiert.KK

Kinderbüro richtet sich

nächstes Jahr neu aus

KÜNFTIG. Dem Kinderbüro wurde die Basisförderung

gestrichen. Es gibt eine Neuausrichtung.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Dem Kinderbüro wurde

die Basisförderung von

214.000 Euro durch das

Land Steiermark gestrichen. Dadurch

steht der Grazer Verein

zur Förderung der Kinderrechte

im kommenden Jahr vor einer

umfassenden Neuausrichtung.

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz

wurde dazu die

Zukunftsagenda „Kinderbüro

2026“ präsentiert.

„Wir möchten uns langfristig

so aufstellen, dass unsere Arbeit

nicht mehr von öffentlichen Förderstrukturen

abhängig ist. Das

Kinderbüro soll dauerhaft eigenständig

und tragfähig agieren

können – damit Kinderrechte

auch dann stark bleiben, wenn

sich politische Rahmenbedingungen

verändern“, so Finanzvorständin

Michaela Lukmann.

Das Kinderbüro setzt sich seit

25 Jahren für die Sichtbarkeit,

Umsetzung und Weiterentwicklung

von Kinderrechten ein, beispielsweise

durch Projekte, Bildungsangebote

oder politischen

Einsatz.

Schwerpunkte

Der Wegfall der Förderung

führte im Kinderbüro bereits

zu Kündigungen. Im kommenden

Jahr sollen zudem

folgende Schwerpunkte gesetzt

werden, um sowohl finanziell

als auch organisatorisch

unabhängiger zu werden:

• Mitgliedschaften, Spendenprogramme

und Partnerpakete

• Crowdfunding-Initiativen und

Kooperationen mit Unternehmen

• Neue Formate für Kampagnen

und öffentliche Auftritte

• Stärkung von Ehrenamt, Expertenrat

und Mitgliederforum

• Angebote, die Dienstleistungen

und Expertise des Kinderbüros

professionell nutzbar machen

Die Firmenpleiten sind leicht rückläufig. Bei den Privatkonkursen zeigt

sich laut aktueller Statistik des KSV1870 eine Stagnation.

GETTY

Insolvenzen im Land

sind leicht rückläufig

PLEITEN. Der KSV1870 hat heute die neue Insolvenzstatistik

für die Steiermark veröffentlicht.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Mit einem Minus von 2,4

Prozent oder 723 Fällen

ist die Zahl der Firmenpleiten,

ausgehend von einem

hohen Niveau und gemessen am

Vorjahr, leicht rückläufig. Auch

die Passiva sind im Vergleich zu

2024 um 88,6 Prozent auf rund

476 Millionen Euro gesunken.

Aufgrund der jahrelangen Negativspirale

schlittern aber weiterhin

zwei Unternehmen pro

Tag in die Pleite. „Das Insolvenzaufkommen

ist auch im historischen

Vergleich unverändert

hoch und eine Abflachung der

Kurve steht unmittelbar nicht

bevor. Angesichts dessen, dass in

den vergangenen zwölf Monaten

zahlreiche staatliche Förderungen

beendet wurden und es in

den letzten Jahren jeweils rund

11.000 Neugründungen gab, ist

das derzeitige Insolvenzniveau

nicht völlig ausgeufert“, erklärt

René Jonke, Leiter KSV1870

Region Süd. Die größte Pleite in

Graz hat die myWorld hingelegt,

mit Passiva in der Höhe von 32,4

Millionen Euro.

Privat

Keine Bewegung gibt es bei den

Privatkonkursen. Laut der aktuellen

Statistik des KSV1870

wurden im Jahr 2025 in der

Steiermark 985 Schuldenregulierungsverfahren

eröffnet. Das

sind rund drei Fälle pro Tag. Die

vorläufigen Passiva sind zudem

um 2,7 Prozent auf 108 Millionen

Euro gesunken. Das sind im

Schnitt etwa 110.000 Euro pro

Schuldner. „Die Situation gestaltet

sich unverändert schwierig.

Es hat den Anschein, dass es den

meisten Menschen noch gelingt,

mit ihren finanziellen Mitteln

über die Runden zu kommen.

Wie lange dieser Zustand anhält,

ist angesichts der zuletzt wieder

gestiegenen Inflation jedoch

fraglich“, so Jonke.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8

bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß

(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/ 80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/

80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.



graz

6 www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025

Koralmbahn

Die Chance nicht liegen lassen

Anton Maresch,

Claudia Kocher-

Peschl, Bernhard

Bauer, Thomas

Böck und Markus

Ritter (v.l.) appellieren

einmal

mehr an die Stadt

die Jahrhundertchance

Koralmbahn

zu egreifen.

FISCHER

ZUG UM ZUG. Ab 14. Dezember fährt die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Dies nahm die

WKO Graz zum Anlass noch einmal auf das enorme Potenzial der neuen Bahnstrecke hinzuweisen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Wir ddürfen diese Jahrhundertchance,

die sich

uns derzeit bietet, nicht

liegen lassen. Die Stadt Graz hat

enormes Potenzial, das wir nutzen

müssen“, appelliert WKO

Graz Obmann Bernhard Bauer

einmal mehr an die Grazer Stadtregierung.

Bauer verweist einmal

mehr auf eine aktuelle Studie, die

den enormen Besucherrückgang

in der Stadt aufzeigt. „Die Frequenz

gehört belebt. Wir müssen

die Kärntner nach Graz bringen“,

so der Obmann.

Finanzen

Gemeinsam mit Unternehmer

und Finanzexperte Anton Maresch

macht Bauer auch auf

die prekäre Finanzsituation der

Stadt aufmerksam. „In den letzten

24 Jahren hattet die Stadt ein

reales Kommunalsteuereinkommen

von 6 Prozent. In den Umlandgemeinden

von Graz lag

dieses bei 84 Prozent“, erläutert

Bauer. Maresch ergänzt: „Die

Haushaltsrechnung scheint in

der Stadt ein wenig vergessen

worden zu sein. Sie schaut nicht

auf die Einnahmen. In den letzten

24 Jahren betrug das Wachstum

der Kommunalsteuer nur

0,24 Prozent. Zudem haben wir

um zehn Prozent weniger Handelsbetriebe

in der Stadt. Die

Verschuldung ist hingegen seit

2002 von 470 Millionen Euro auf

1,9 Milliarden Euro gestiegen.“

Die schwindende Kommunalsteuer

bereitet auch Markus Ritter,

Geschäftsführer der Marienhütte,

Sorgen. „Graz hat auch

eine Tradition als Industrie- und

Produktionsstandort. Seit 2000

ist jedoch die Anzahl der Industriebetriebe

um 17 Prozent gefallen.

Das muss man sich schon

die Frage stellen, was bedeutet

es in der Stadt einen Leitbetrieb

zu haben? Dazu braucht es

ein klares Bekenntnis und eine

neue und bessere Raumplanung.

In der Vergangenheit sind

hier schwere Fehler gemacht

worden.

Selbstbewusst

„Graz muss wieder mehr Selbstvertrauen

bekommen“, gibt sich

Bauer nachdenklich. Auch die

Ideenlosigkeit der politisch Verantwortlichen

machen ihm Sorgen.

„Wir brauchen wieder Belebung

in der Stadt. Mit der

Bewerbung für den Song Contest

und das Ö3 Weihnachtswunder

haben wir bereits große Chancen

vertan“, so der WKO Graz Obmann.

Laut Bauer ist Graz zudem

die letzte Landeshauptstadt in

Österreich, die im Sommer eine

Gastgarten Sperrstunde vor 24

Uhr hat. Auch in Klagenfurt haben

die Gastgärten bis 00:00 Uhr

geöffnet. „Ich kann mich nur wiederholen,

wenn ich einmal mehr

eine Attraktivierung der Mur fordere.

Bei einer von uns durchgeführten

Umfrage unter Gewerbetreibenden

wünschen sich 60

Prozent eine Belebung der Mur“,

weiß der Obmann.

Für Thomas Böck von Kastner

& Öhler erhöht zwar die Koralmbahn

die Erreichbarkeit, aber

aus seiner Sicht gibt es noch viele

verkehrstechnische Baustellen.

„Man muss Dinge wie den Ausbau

der P&R-Fläche in Weinzödl

umsetzen. Wir haben zudem bei

Fölling gesehen, dass P&R ohne

Öffi-Anbindung nicht funktioniert.

Der geplante Nahverkehrsknoten

Gösting wird hoffentlich

entsprechend ausgebaut. Immerhin

haben wir täglich 90.000

berufliche Pendler und 20.000

Schüler, die nach Graz kommen“,

weiß der Unternehmer. Aus seiner

Sicht muss die Erreichbarkeit

der Innenstadt auch für den

Individualverkehr gegeben sein.

Dazu braucht es aber auch Zentrumsnahe

Parkplatz Alternativen.

Böck nennt hier als Beispiel Maribor,

das eine Verkehrsberuhigte

Innenstadt hat, mit einem entsprechenden

Parkplatzangebot

außerhalb.

Die in Graz und Kärnten tätige

Unternehmerin Claudia Kocher-

Peschl sieht in der neuen Koralmbahn

nicht nur eine Zugverbindung,

sondern eine Lebensader.

„Es braucht mehr Bekanntmachungen

und Emotionalität von

Land und Stadt. Klagenfurt hat

hier Pakete geschnürt und Möglichkeiten

geschaffen und diese

auch massiv beworben. Das fehlt

mir leider in Graz. Hier zu warten

bedeutet, dass der Zug abgefahren

ist“, so die Unternehmerin.


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STARKES EUROPA

Europa? Gerade jetzt!

Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter

nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr

denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten

Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer

Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass

die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale

Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!


8 graz

www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ clarissa.berner@grazer.at

PKW stieß gegen

einen Linienbus

Am Samstag, dem 13. Dezember, treffen der GAK 1902 und der LASK aufeinander.

Aus diesem Grund wird ein Sicherheitsbereich eingerichtet. LPD STMK

verletzt, an beiden Fahrzeugen

entstand jedoch ein erheblicher

Sachschaden.

Frau (39) beging

über 47 Einbrüche

■ Am 1. Oktober 2025 wurde eine

obdachlose Französin festgenommen,

weil sie im Verdacht

stand, in den letzten Monaten

Einbruchdiebstähle begangen

zu haben. Die 39-Jährige soll in

Geschäfte und Büros in der Stei-

■ Am Mittwoch, dem 10. Dezember,

kam es zu einem Verkehrsunfall

in Graz. Gegen

8:50 Uhr war ein 26-jähriger

Deutschlandsberger mit seinem

PKW am Griesplatz unterwegs.

Dort wechselte er vorschriftswidrig

auf die Busspur. Zur selben

Zeit fuhr ein Bus der Linie

40 auf der Busspur. Es kam zu

einer seitlichen Kollision zwischen

den beiden Verkehrsteilnehmern.

Der PKW wurde

einige Meter mitgeschleift. Im

Linienbus wurden acht Fahrgäste,

darunter fünf Schulkinder,

leicht verletzt. Zwei der erwachsenen

Fahrgäste mussten ins

UKH Graz eingeliefert werden.

Die Fahrzeuglenker blieben unermark

eingebrochen sein und

Diebstähle begangen haben.

Im Rahmen der Ermittlungen

konnten die gesicherten Spuren,

Telefonate, Kontobewegungen,

Zeugenaussagen und Videos

ausgewertet werden. Ihr konnten

insgesamt 47 Einbruchsdiebstähle

in den Bezirken Graz-

Umgebung, Voitsberg, Leibnitz

und Mürzzuschlag nachgewiesen

werden, weshalb sie in die

Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert

wurde. Dort beging die

Verdächtige weitere Delikte wie

Körperverletzungen, Sachbeschädigungen

und Widerstand

gegen die Staatsgewalt. In weiterer

Folge wurde sie in die Justizanstalt

Klagenfurt überstellt. Die

Schadenssumme der Einbrüche

beläuft sich auf mehrere zehntausend

Euro.

Sicherheitsbereich

rund ums Stadion

■ Am Samstag, dem 13. Dezember,

treffen um 17 Uhr der GAK

1902 und der LASK aufeinander.

Aus diesem Grund hat die Landespolizeidirektion

Steiermark

einen Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche

Abteilung verordnet.

Dieser gilt von 13 bis 21

Uhr rund um die Merkur Arena.

Dort haben Sicherheitskräfte

das Recht, Personen zu verweisen.

Wer sich dem widersetzt,

dem droht eine Geldstrafe von

bis zu 1000 Euro oder eine Ersatzfreiheitsstrafe

von bis zu vier

Wochen. Wer sich dem weiter

widersetzt, kann festgenommen

werden.

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Neue Regel

Schön für die. Wenn man genug

Geld und den Kontakt hat!

Es ist ja nicht schlimm, ab heute

darf jedes Kind ab 12 operieren.

Terezia Teri Barry

* * *

Geld regiert die Welt

Bei uns kann man machen

was man will (was hat ein

Kind überhaupt in einem OP-

Bereich verloren?). Es hat den

Anschein, dass kleine Delikte

größer bestraft werden. Mit

genug Geld kommt man eben

weiter.

Gitti Ks

* * *

Frechheit

Also bei den Hinterwäldler in

der sogenannten „Sankt Eiermark“

geht es ja wohl lustig zu.

Hugo Habicht

* * *

Ungut

Eine Frechheit ist das. Wo sind

wir hier nur gelandet.

Tina Weber

* * *

Scherzhalber

Ich denke, dass da auch das

Kind von der Richterin das Urteil

gefällt hat.

Robert Janger

* * *

Fraglich

Gibt es deshalb keine Videoüberwachung

im Operationssaal,

weil so eventuelles Fehlverhalten

der dort Agierenden

dokumentiert werden würde

und gegebenenfalls als Beweis

vor Gericht dienen könnte?

Raimund Fleischer

* * *

Geht gar nicht

Das ist doch eine bodenlose

Frechheit!

Tina Weber

* * *

Frage

Was ist los mit den Ärzten in

Graz?

Isabel Baumann

* * *

Zusatzfrage

Das frage ich mich auch!!!

Terezia Teri Barry

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Fall endet

mit einem

Freispruch

Der Fall, der sich im Jänner

2024 im Grazer LKH ereignete,

sorgte auch über die Landesgrenzen

hinaus für Schlagzeilen.

Eine 12-Jährige war bei

einer Not-OP im Saal und soll

sogar selbst in den Schädel gebohrt

haben. Nun gab es ein

Urteil vor dem Bezirksgericht

Graz-Ost: Die beiden Ärzte, ein

35-Jähriger und die 48-jährige

Mutter, wurden freigesprochen.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

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graz 11

Ausblick

Was am Freitag in

Graz wichtig ist

■ Das „Jahrhundertprojekt“ Koralmbahn ist so gut wie Realität: Graz

und Klagenfurt sind ab sofort nur noch rund vierzig Zug-Minuten

voneinander entfernt. Zur Eröffnung mit offizieller Premierenfahrt

findet am morgigen Freitag ein Festakt statt – mit Zwischenszenarien,

wie dem Ein- und Aussteigen der Ehrengäste und der Jungfernfahrt

durch den Tunnel. Im ORF kann man ab 9.30 Uhr live dabei sein.

Morgen fährt die Koralmbahn zum ersten Mal von Graz nach Klagenfurt.

ÖBB

■ Im Museum für Geschichte läuft passend zum Start der Koralmbahn

ab morgen die Ausstellung „Aufbruch! Kärnten – Steiermark“.

Es handelt sich um ein länderübergreifendes Projekt mit dem kärnten.museum

in Klagenfurt.

■ Außerdem gibt es den ganzen Tag freien Eintritt in einige Grazer

Museen: ins Kunsthaus, das Graz Museum und Schlossberg Museum.

■ Am 17. Dezember wird im steirischen Landtag das Budget fürs Jahr

2026 beschlossen, dem die KPÖ nicht zustimmen wird. Morgen geben

die Kommunisten bekannt, wieso und präsentieren ihre „gerechte

Alternativen zur blau-schwarzen Kürzungslogik“.

■ Das Akademische Gymnasium feiert seinen Maturaball unter dem

Motto „Sherlock Holmes – unser letzter Fall“ im Congress.

■ Im Orpheum Extra geben die Grazer Panamapanda ein Heimspiel.

Support gibt‘s von Amargo. Um 20.30 Uhr geht‘s los.

Zwei Jubiläen.

Ein starkes Zeichen

für die Steiermark.

Der Grazer prägt seit 40 Jahren den regionalen Journalismus.

Der Wirtschaftsbund blickt auf 80 Jahre Einsatz für die steirischen

Unternehmer:innen zurück.

Beide stehen für Engagement, Regionalität und Leidenschaft. Werte, die

verbinden. Wir gratulieren herzlich zu diesem großartigen Jubiläum.

Werde Teil unseres einzigartigen Netzwerkes

und besuche uns auf wirtschaftsbund.st!

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