11. Dezember 2025
- Aus dem Grazer Gemeinderat - Kinderbüro richtet sich neu aus - Insolvenzen sind rückläufig
- Aus dem Grazer Gemeinderat
- Kinderbüro richtet sich neu aus
- Insolvenzen sind rückläufig
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Grazer11. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
9°
Es bleibt trocken
und den
ganzen Tag
über wechselnd
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erreichen 9 Grad, in
der Nacht kann es frieren.
Neuer Kurs
Dem Kinderbüro wurde die Basisförderung
gestrichen. Es gibt jetzt eine Neuausrichtung
für 2026. 4
In Konkurs
Der KSV1870 hat heute die aktuelle
Insolvenzstatistik für die Steiermark und
Graz veröffentlicht. 4
Neue Parks,
Millionenklage
und eine neue
Bim-Linie
HOHENSINN ARCHITEKTUR, KK, GETTY
Politisch. Im letzten Gemeinderat des Jahres wurde unter anderem hinterfragt, wie es zur Millionenklage im Zuge der Neutorbaustelle kam. Die
Planung für die Linie 8 und viele neue Parks (im Bild die Kirchner Kaserne), sowie die Grüne Meile Kaiserfeldgasse wurden beschlossen. SEITEN 4/5
2 graz
www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025
Der Sanierungsplan für den Thomawirt
wurde angenommen. STREET VIEW
Sanierungsplan
angenommen
■ Dem für das Restaurant
Thomawirt angestrebte Sanierungsverfahren
haben die
Gläubiger am heutigen 11.
Dezember mehrheitlich ihre
Zustimmung erteilt. Damit ist
die Fortführung des Unternehmens
vorerst gesichert. Derzeit
sind 10 Dienstnehmer im Unternehmen
beschäftigt. Insgsamt
wurden 29 Forderungen
mit einem Volumen von rund
780.000,00 Euro angemeldet,
wobei quotenrelevant in etwa
750.000,00 Euro sein werden.
In Frohnleiten dürfen sich die Zuschauer
auf ein Improtheater freuen.
KK
Weihnachtliches
Improtheater
■ Am Sonntag, 14.Dezember,
um 19 Uhr lädt Buch & Co in
Frohnleiten zu einem besonderen
Erlebnis ein: dem weihnachtlichen
Improtheater mit
der Impromenadenmischung.
Die Zuschauer dürfen sich auf
einen humorvollen und spontanen
Abend freuen, bei dem
die Darsteller direkt vor Ort
und ohne festes Skript überraschende
Geschichten entwickeln.
Karten sind im Vorverkauf
um 15 Euro erhältlich.
An der Abendkasse kostet der
Eintritt 17 Euro.
Aus dem Gemeinderat:
Millionenklage,
Bimlinie 8
und neue Parks
Im letzten Gemeinderat des Jahres standen noch einmal zahlreiche wichtige Punkte auf der Tagesordnung.
POLITIK. Ganze 49 Punkte standen auf der Tagesordnung des letzten Gemeinderates
des Jahres. Neben dem Planungsbeschluss der Straßenbahnlinie
8, wurde unter anderem die Millionenklage zur Neutorbaustelle diskutiert.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Die heutige Gemeinderatssitzung
begann mit einem
traurigen Moment. Bürgermeisterin
Elke Kahr bat nicht nur
zur Gedenkminute für den kürzlich
verstorbenen Juristen Gerhard
Peternell, sondern erinnerte
auch mit Tränen in den Augen an
die ermordete Grazerin Stefanie P
und forderte eine verstärkte Männer-
und Burschenarbeit. „So lange
bei Männern solche Besitzansprüche
vorherrschen, wird diese
Spirale kein Ende nehmen.“
Auf den Zahn gefühlt
Dann ging es ans Eingemachte:
FPÖ-Gemeinderat Günter Wagner
und ÖVP-Gemeinderat Peter
Piffl-Percevic machten die exklusive
„Grazer“-Geschichte von
Sonntag über die Millionenklage
der Acoton gegen die Stadt (siehe
Infokasten) zum Thema und fühlten
der Koalition auf den Zahn.
Bereits vor zwei Jahren wurde vor
der drohenden Klage gewarnt
(auch da berichteten wir exklusiv),
was Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner als „Falschinformation“
abtat. Darauf angesprochen,
stellte sie nun klar, damals nicht
die Klage gemeint zu haben. Sie
wollte vielmehr nur darauf hinweisen,
dass es sich nicht um eine
Fehlplanung handelte, sondern
der Gemeinderatsbeschluss zum
Bau der Trasse in der Neutorgasse
genauso umgesetzt wurde. Warum
man an diesem punktgenau
festhielt, obwohl man von der
drohenden Millionenklage wusste,
blieb offen. Diese drohende
Klage abzuwenden und finanzielle
Belastungen von der Stadt
fernzuhalten oblag hingegen Finanzstadtrat
Manfred Eber. „Seit
2019 wurde die Acoton darauf
hingewiesen, einen neuen Fußgängertunnel
zu bauen, zudem
wurde sie mehrfach dazu aufgefordert
ihre Rechtsmeinung zu
untermauern.“ Beides sei nicht
geschehen.
Weiters kam es zum Planungs-
GETTY
beschluss für die neue Straßenbahnlinie
8 von Gösting über den
Griesplatz nach Wetzelsdorf und
Straßgang und die Grüne Meile
in der Kaiserfeldgasse, insgesamt
entstehen fast 2,5 Hektar neue
Grünflächen in den dicht bebauten
Bezirken Jakomini und Lend.:
der neue Ivanka-Huber-Park am
Areal der ehemaligen Kirchner
Kaserne, die Umgestaltung des
Metahofparks, die Generalsanierung
des Fröbelparks sowie ein
neuer Park in der Flurgasse und
der Daungasse.
Millionenklage
■ Im Zuge der Neutorbaustelle
wurde die Fußgängerunterführung
geschleift, die aber
auch als Notausgang für die
Tiefgarage Andreas Hofer Platz
diente. Garagenbesitzer Acoton
musste einen neuen Ausgang
bauen und klagt die Stadt
nun auf zwei Millionen Euro
Schadenersatz.
11. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 3
Hündin Liza
sucht Familie
Grazer
Pfoten
Seit Jahren setzt sich der Huchenfranz für die Renaturierung der Flüsse und
die Fische ein. Auch in seinem neuesten Film „Fluss frei für Huchen & Co“. KK
Film zur Renaturierung
■ „Die Öffentlichkeit hat ein
Recht darauf, zu erfahren, dass
es nicht zu spät ist, sich für die
Natur und unsere Flüsse einzusetzen“,
argumentiert Franz
Keppel, der sich als „Huchenfranz“
einen Namen gemacht
hat. „Renaturierungen sind extrem
wichtig, nicht nur für die
Natur und die Lebewesen, sondern
auch für uns Menschen“,
ist er überzeugt. Dass es auch
tolle Erfolge zur Wiederbelebung
der Mur gibt, zeigt sein
neuester Film „Fluss frei für
Huchen & Co“. Besonders stolz
ist er auf die positiven Rückmeldungen:
Bereits nach kürzester
Zeit hat das Video mehr
als 18.000 Aufrufe und über 700
Likes. Mit seinem Appell hofft
der Huchen-Franz noch mehr
Menschen zu überzeugen und
ein Umdenken zu erreichen.
Liza ist eine intelligente und aufmerksame Hündin.
Liza wurde in der Arche
Noah abgegeben, da ihre
Vorbesitzer keine Zeit mehr für
sie hatten. Die neugierige und
aufmerksame Hündin braucht
etwas Zeit, um bei fremden
Menschen Vertrauen zu fassen.
Sowohl beim Training als
auch an der Leine zeigt sich die
Hündin sehr brav. Eine konsequente,
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Präsident Gerhard Fruhmann, Finanzvorständin Michaela Lukmann und
Geschäftsführerin Waltraut Chimani (v.l.) haben die Agenda präsentiert.KK
Kinderbüro richtet sich
nächstes Jahr neu aus
KÜNFTIG. Dem Kinderbüro wurde die Basisförderung
gestrichen. Es gibt eine Neuausrichtung.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Dem Kinderbüro wurde
die Basisförderung von
214.000 Euro durch das
Land Steiermark gestrichen. Dadurch
steht der Grazer Verein
zur Förderung der Kinderrechte
im kommenden Jahr vor einer
umfassenden Neuausrichtung.
Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz
wurde dazu die
Zukunftsagenda „Kinderbüro
2026“ präsentiert.
„Wir möchten uns langfristig
so aufstellen, dass unsere Arbeit
nicht mehr von öffentlichen Förderstrukturen
abhängig ist. Das
Kinderbüro soll dauerhaft eigenständig
und tragfähig agieren
können – damit Kinderrechte
auch dann stark bleiben, wenn
sich politische Rahmenbedingungen
verändern“, so Finanzvorständin
Michaela Lukmann.
Das Kinderbüro setzt sich seit
25 Jahren für die Sichtbarkeit,
Umsetzung und Weiterentwicklung
von Kinderrechten ein, beispielsweise
durch Projekte, Bildungsangebote
oder politischen
Einsatz.
Schwerpunkte
Der Wegfall der Förderung
führte im Kinderbüro bereits
zu Kündigungen. Im kommenden
Jahr sollen zudem
folgende Schwerpunkte gesetzt
werden, um sowohl finanziell
als auch organisatorisch
unabhängiger zu werden:
• Mitgliedschaften, Spendenprogramme
und Partnerpakete
• Crowdfunding-Initiativen und
Kooperationen mit Unternehmen
• Neue Formate für Kampagnen
und öffentliche Auftritte
• Stärkung von Ehrenamt, Expertenrat
und Mitgliederforum
• Angebote, die Dienstleistungen
und Expertise des Kinderbüros
professionell nutzbar machen
Die Firmenpleiten sind leicht rückläufig. Bei den Privatkonkursen zeigt
sich laut aktueller Statistik des KSV1870 eine Stagnation.
GETTY
Insolvenzen im Land
sind leicht rückläufig
PLEITEN. Der KSV1870 hat heute die neue Insolvenzstatistik
für die Steiermark veröffentlicht.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mit einem Minus von 2,4
Prozent oder 723 Fällen
ist die Zahl der Firmenpleiten,
ausgehend von einem
hohen Niveau und gemessen am
Vorjahr, leicht rückläufig. Auch
die Passiva sind im Vergleich zu
2024 um 88,6 Prozent auf rund
476 Millionen Euro gesunken.
Aufgrund der jahrelangen Negativspirale
schlittern aber weiterhin
zwei Unternehmen pro
Tag in die Pleite. „Das Insolvenzaufkommen
ist auch im historischen
Vergleich unverändert
hoch und eine Abflachung der
Kurve steht unmittelbar nicht
bevor. Angesichts dessen, dass in
den vergangenen zwölf Monaten
zahlreiche staatliche Förderungen
beendet wurden und es in
den letzten Jahren jeweils rund
11.000 Neugründungen gab, ist
das derzeitige Insolvenzniveau
nicht völlig ausgeufert“, erklärt
René Jonke, Leiter KSV1870
Region Süd. Die größte Pleite in
Graz hat die myWorld hingelegt,
mit Passiva in der Höhe von 32,4
Millionen Euro.
Privat
Keine Bewegung gibt es bei den
Privatkonkursen. Laut der aktuellen
Statistik des KSV1870
wurden im Jahr 2025 in der
Steiermark 985 Schuldenregulierungsverfahren
eröffnet. Das
sind rund drei Fälle pro Tag. Die
vorläufigen Passiva sind zudem
um 2,7 Prozent auf 108 Millionen
Euro gesunken. Das sind im
Schnitt etwa 110.000 Euro pro
Schuldner. „Die Situation gestaltet
sich unverändert schwierig.
Es hat den Anschein, dass es den
meisten Menschen noch gelingt,
mit ihren finanziellen Mitteln
über die Runden zu kommen.
Wie lange dieser Zustand anhält,
ist angesichts der zuletzt wieder
gestiegenen Inflation jedoch
fraglich“, so Jonke.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
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Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
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80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
graz
6 www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025
Koralmbahn
Die Chance nicht liegen lassen
Anton Maresch,
Claudia Kocher-
Peschl, Bernhard
Bauer, Thomas
Böck und Markus
Ritter (v.l.) appellieren
einmal
mehr an die Stadt
die Jahrhundertchance
Koralmbahn
zu egreifen.
FISCHER
ZUG UM ZUG. Ab 14. Dezember fährt die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Dies nahm die
WKO Graz zum Anlass noch einmal auf das enorme Potenzial der neuen Bahnstrecke hinzuweisen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wir ddürfen diese Jahrhundertchance,
die sich
uns derzeit bietet, nicht
liegen lassen. Die Stadt Graz hat
enormes Potenzial, das wir nutzen
müssen“, appelliert WKO
Graz Obmann Bernhard Bauer
einmal mehr an die Grazer Stadtregierung.
Bauer verweist einmal
mehr auf eine aktuelle Studie, die
den enormen Besucherrückgang
in der Stadt aufzeigt. „Die Frequenz
gehört belebt. Wir müssen
die Kärntner nach Graz bringen“,
so der Obmann.
Finanzen
Gemeinsam mit Unternehmer
und Finanzexperte Anton Maresch
macht Bauer auch auf
die prekäre Finanzsituation der
Stadt aufmerksam. „In den letzten
24 Jahren hattet die Stadt ein
reales Kommunalsteuereinkommen
von 6 Prozent. In den Umlandgemeinden
von Graz lag
dieses bei 84 Prozent“, erläutert
Bauer. Maresch ergänzt: „Die
Haushaltsrechnung scheint in
der Stadt ein wenig vergessen
worden zu sein. Sie schaut nicht
auf die Einnahmen. In den letzten
24 Jahren betrug das Wachstum
der Kommunalsteuer nur
0,24 Prozent. Zudem haben wir
um zehn Prozent weniger Handelsbetriebe
in der Stadt. Die
Verschuldung ist hingegen seit
2002 von 470 Millionen Euro auf
1,9 Milliarden Euro gestiegen.“
Die schwindende Kommunalsteuer
bereitet auch Markus Ritter,
Geschäftsführer der Marienhütte,
Sorgen. „Graz hat auch
eine Tradition als Industrie- und
Produktionsstandort. Seit 2000
ist jedoch die Anzahl der Industriebetriebe
um 17 Prozent gefallen.
Das muss man sich schon
die Frage stellen, was bedeutet
es in der Stadt einen Leitbetrieb
zu haben? Dazu braucht es
ein klares Bekenntnis und eine
neue und bessere Raumplanung.
In der Vergangenheit sind
hier schwere Fehler gemacht
worden.
Selbstbewusst
„Graz muss wieder mehr Selbstvertrauen
bekommen“, gibt sich
Bauer nachdenklich. Auch die
Ideenlosigkeit der politisch Verantwortlichen
machen ihm Sorgen.
„Wir brauchen wieder Belebung
in der Stadt. Mit der
Bewerbung für den Song Contest
und das Ö3 Weihnachtswunder
haben wir bereits große Chancen
vertan“, so der WKO Graz Obmann.
Laut Bauer ist Graz zudem
die letzte Landeshauptstadt in
Österreich, die im Sommer eine
Gastgarten Sperrstunde vor 24
Uhr hat. Auch in Klagenfurt haben
die Gastgärten bis 00:00 Uhr
geöffnet. „Ich kann mich nur wiederholen,
wenn ich einmal mehr
eine Attraktivierung der Mur fordere.
Bei einer von uns durchgeführten
Umfrage unter Gewerbetreibenden
wünschen sich 60
Prozent eine Belebung der Mur“,
weiß der Obmann.
Für Thomas Böck von Kastner
& Öhler erhöht zwar die Koralmbahn
die Erreichbarkeit, aber
aus seiner Sicht gibt es noch viele
verkehrstechnische Baustellen.
„Man muss Dinge wie den Ausbau
der P&R-Fläche in Weinzödl
umsetzen. Wir haben zudem bei
Fölling gesehen, dass P&R ohne
Öffi-Anbindung nicht funktioniert.
Der geplante Nahverkehrsknoten
Gösting wird hoffentlich
entsprechend ausgebaut. Immerhin
haben wir täglich 90.000
berufliche Pendler und 20.000
Schüler, die nach Graz kommen“,
weiß der Unternehmer. Aus seiner
Sicht muss die Erreichbarkeit
der Innenstadt auch für den
Individualverkehr gegeben sein.
Dazu braucht es aber auch Zentrumsnahe
Parkplatz Alternativen.
Böck nennt hier als Beispiel Maribor,
das eine Verkehrsberuhigte
Innenstadt hat, mit einem entsprechenden
Parkplatzangebot
außerhalb.
Die in Graz und Kärnten tätige
Unternehmerin Claudia Kocher-
Peschl sieht in der neuen Koralmbahn
nicht nur eine Zugverbindung,
sondern eine Lebensader.
„Es braucht mehr Bekanntmachungen
und Emotionalität von
Land und Stadt. Klagenfurt hat
hier Pakete geschnürt und Möglichkeiten
geschaffen und diese
auch massiv beworben. Das fehlt
mir leider in Graz. Hier zu warten
bedeutet, dass der Zug abgefahren
ist“, so die Unternehmerin.
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STARKE STEIERMARK –
STARKES EUROPA
Europa? Gerade jetzt!
Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter
nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr
denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten
Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer
Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass
die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale
Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!
8 graz
www.grazer.at 11. DEZEMBER 2025
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
PKW stieß gegen
einen Linienbus
Am Samstag, dem 13. Dezember, treffen der GAK 1902 und der LASK aufeinander.
Aus diesem Grund wird ein Sicherheitsbereich eingerichtet. LPD STMK
verletzt, an beiden Fahrzeugen
entstand jedoch ein erheblicher
Sachschaden.
Frau (39) beging
über 47 Einbrüche
■ Am 1. Oktober 2025 wurde eine
obdachlose Französin festgenommen,
weil sie im Verdacht
stand, in den letzten Monaten
Einbruchdiebstähle begangen
zu haben. Die 39-Jährige soll in
Geschäfte und Büros in der Stei-
■ Am Mittwoch, dem 10. Dezember,
kam es zu einem Verkehrsunfall
in Graz. Gegen
8:50 Uhr war ein 26-jähriger
Deutschlandsberger mit seinem
PKW am Griesplatz unterwegs.
Dort wechselte er vorschriftswidrig
auf die Busspur. Zur selben
Zeit fuhr ein Bus der Linie
40 auf der Busspur. Es kam zu
einer seitlichen Kollision zwischen
den beiden Verkehrsteilnehmern.
Der PKW wurde
einige Meter mitgeschleift. Im
Linienbus wurden acht Fahrgäste,
darunter fünf Schulkinder,
leicht verletzt. Zwei der erwachsenen
Fahrgäste mussten ins
UKH Graz eingeliefert werden.
Die Fahrzeuglenker blieben unermark
eingebrochen sein und
Diebstähle begangen haben.
Im Rahmen der Ermittlungen
konnten die gesicherten Spuren,
Telefonate, Kontobewegungen,
Zeugenaussagen und Videos
ausgewertet werden. Ihr konnten
insgesamt 47 Einbruchsdiebstähle
in den Bezirken Graz-
Umgebung, Voitsberg, Leibnitz
und Mürzzuschlag nachgewiesen
werden, weshalb sie in die
Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert
wurde. Dort beging die
Verdächtige weitere Delikte wie
Körperverletzungen, Sachbeschädigungen
und Widerstand
gegen die Staatsgewalt. In weiterer
Folge wurde sie in die Justizanstalt
Klagenfurt überstellt. Die
Schadenssumme der Einbrüche
beläuft sich auf mehrere zehntausend
Euro.
Sicherheitsbereich
rund ums Stadion
■ Am Samstag, dem 13. Dezember,
treffen um 17 Uhr der GAK
1902 und der LASK aufeinander.
Aus diesem Grund hat die Landespolizeidirektion
Steiermark
einen Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche
Abteilung verordnet.
Dieser gilt von 13 bis 21
Uhr rund um die Merkur Arena.
Dort haben Sicherheitskräfte
das Recht, Personen zu verweisen.
Wer sich dem widersetzt,
dem droht eine Geldstrafe von
bis zu 1000 Euro oder eine Ersatzfreiheitsstrafe
von bis zu vier
Wochen. Wer sich dem weiter
widersetzt, kann festgenommen
werden.
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Neue Regel
Schön für die. Wenn man genug
Geld und den Kontakt hat!
Es ist ja nicht schlimm, ab heute
darf jedes Kind ab 12 operieren.
Terezia Teri Barry
* * *
Geld regiert die Welt
Bei uns kann man machen
was man will (was hat ein
Kind überhaupt in einem OP-
Bereich verloren?). Es hat den
Anschein, dass kleine Delikte
größer bestraft werden. Mit
genug Geld kommt man eben
weiter.
Gitti Ks
* * *
Frechheit
Also bei den Hinterwäldler in
der sogenannten „Sankt Eiermark“
geht es ja wohl lustig zu.
Hugo Habicht
* * *
Ungut
Eine Frechheit ist das. Wo sind
wir hier nur gelandet.
Tina Weber
* * *
Scherzhalber
Ich denke, dass da auch das
Kind von der Richterin das Urteil
gefällt hat.
Robert Janger
* * *
Fraglich
Gibt es deshalb keine Videoüberwachung
im Operationssaal,
weil so eventuelles Fehlverhalten
der dort Agierenden
dokumentiert werden würde
und gegebenenfalls als Beweis
vor Gericht dienen könnte?
Raimund Fleischer
* * *
Geht gar nicht
Das ist doch eine bodenlose
Frechheit!
Tina Weber
* * *
Frage
Was ist los mit den Ärzten in
Graz?
Isabel Baumann
* * *
Zusatzfrage
Das frage ich mich auch!!!
Terezia Teri Barry
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Fall endet
mit einem
Freispruch
Der Fall, der sich im Jänner
2024 im Grazer LKH ereignete,
sorgte auch über die Landesgrenzen
hinaus für Schlagzeilen.
Eine 12-Jährige war bei
einer Not-OP im Saal und soll
sogar selbst in den Schädel gebohrt
haben. Nun gab es ein
Urteil vor dem Bezirksgericht
Graz-Ost: Die beiden Ärzte, ein
35-Jähriger und die 48-jährige
Mutter, wurden freigesprochen.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
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graz 11
Ausblick
Was am Freitag in
Graz wichtig ist
■ Das „Jahrhundertprojekt“ Koralmbahn ist so gut wie Realität: Graz
und Klagenfurt sind ab sofort nur noch rund vierzig Zug-Minuten
voneinander entfernt. Zur Eröffnung mit offizieller Premierenfahrt
findet am morgigen Freitag ein Festakt statt – mit Zwischenszenarien,
wie dem Ein- und Aussteigen der Ehrengäste und der Jungfernfahrt
durch den Tunnel. Im ORF kann man ab 9.30 Uhr live dabei sein.
Morgen fährt die Koralmbahn zum ersten Mal von Graz nach Klagenfurt.
ÖBB
■ Im Museum für Geschichte läuft passend zum Start der Koralmbahn
ab morgen die Ausstellung „Aufbruch! Kärnten – Steiermark“.
Es handelt sich um ein länderübergreifendes Projekt mit dem kärnten.museum
in Klagenfurt.
■ Außerdem gibt es den ganzen Tag freien Eintritt in einige Grazer
Museen: ins Kunsthaus, das Graz Museum und Schlossberg Museum.
■ Am 17. Dezember wird im steirischen Landtag das Budget fürs Jahr
2026 beschlossen, dem die KPÖ nicht zustimmen wird. Morgen geben
die Kommunisten bekannt, wieso und präsentieren ihre „gerechte
Alternativen zur blau-schwarzen Kürzungslogik“.
■ Das Akademische Gymnasium feiert seinen Maturaball unter dem
Motto „Sherlock Holmes – unser letzter Fall“ im Congress.
■ Im Orpheum Extra geben die Grazer Panamapanda ein Heimspiel.
Support gibt‘s von Amargo. Um 20.30 Uhr geht‘s los.
Zwei Jubiläen.
Ein starkes Zeichen
für die Steiermark.
Der Grazer prägt seit 40 Jahren den regionalen Journalismus.
Der Wirtschaftsbund blickt auf 80 Jahre Einsatz für die steirischen
Unternehmer:innen zurück.
Beide stehen für Engagement, Regionalität und Leidenschaft. Werte, die
verbinden. Wir gratulieren herzlich zu diesem großartigen Jubiläum.
Werde Teil unseres einzigartigen Netzwerkes
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