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12. Dezember 2025

- Koralmbahn nimmt Fahrt auf - Offenes Bücherregal in Mariatrost - FPÖ verliert in erster Instanz gegen KFG

- Koralmbahn nimmt Fahrt auf
- Offenes Bücherregal in Mariatrost
- FPÖ verliert in erster Instanz gegen KFG

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Grazer12. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

Tagsüber

bleibt die

Wolkendecke

morgen

geschlossen bei

Werten von -1 bis zu 1 Grad. In

der Nacht ist es bedeckt.

Sitzung geschlossen

Der KFG klagte die FPÖ Steiermark zivilrechtlich

auf 20.700 Euro – und bekam

Recht, Berufung ist angekündigt. 4

Regal geöffnet

Bei der Endhaltestelle der Linie 1 gibt

es ein neues offenes Bücherregal zum

Schmökern für Bücherwürmer. 4

Jahrhundertprojekt

abgeschlossen

LAND STMK/BINDER, KK(2)

Abfahrt. Allerhöchste österreichische Polit-Prominenz kam heute nach Graz, um die Jungfernfahrt der Koralmbahn zu absolvieren. Mit einem

großen Fest in der steirischen Landeshauptstadt und in Klagenfurt wurde die neue Strecke auch für den Personenverkehr freigegeben. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 12. DEZEMBER 2025

Lukas Schnitzer begrüßt die Verlängerung

der Grenzkontrollen. STVP KUB

Verlängerung der

Grenzkontrollen

■ Die nun von Innenminister

Gerhard Karner angekündigte

Verlängerung der Grenzkontrollen

zu Slowenien bis 15. Juni

2026 sind aus Sicht des steirischen

ÖVP-Klubobmanns Lukas

Schnitzer ein wichtiger

Beitrag für die Sicherheit in der

Steiermark. „Die Maßnahmen

der vergangenen Jahre wirken:

Die Aufgriffszahlen sind massiv

zurückgegangen und illegale

Migrationsbewegungen wurden

deutlich eingedämmt. Diese Erfolge

dürfen nicht verspielt werden“,

so Schnitzer.

Vize-Bürgermeisterin Judith

Schwentner in der CvH. STADT GRAZ

Mehr Sicherheit

in der CvH

■ Die Stadt setzt nun den

nächsten wichtigen Schritt für

mehr Verkehrssicherheit entlang

der Conrad-von-Hötzendorf-Straße.

Der Gemeinderat

hat gestern die baulichen Maßnahmen

zur Neugestaltung der

Querungsstelle bei der Brockmanngasse

beschlossen. Ziel

ist es, die Sicherheit für Fußgänger

und Radfahrer deutlich

zu erhöhen und schwere

Unfälle – insbesondere im

Bereich der Straßenbahn – zu

verhindern.

Die Koralmbahn

nimmt Fahrt auf

ÖBB-CEO Andreas Matthä und Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der heutigen Zugtaufe am Grazer

Hauptbahnhof. Anschließend startete die Bahn die Premierenfahrt in Richtung Klagenfurt.

ÖBB / CHRIS ZENZ

ZUKUNFT. Die Koralmbahn wurde heute feierlich

in Betrieb genommen. Graz und Klagenfurt trennt

jetzt nur noch eine 41-minütige Zugfahrt.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Der Vorplatz des Grazer

Hauptbahnhofs war am

Vormittag nicht ohne

Grund gut gefüllt. Nach fast drei

Jahrzehnen voller Visionen, Planung

und Bau war es am heutigen

Freitag soweit: Die Koralmbahn

wurde feierlich eröffnet.

Direktor Eric von Breska (Generaldirektion

Mobilität und

Verkehr der EU-Kommission),

Bundesminister Peter Hanke,

Vizekanzler Andreas Babler,

Bundeskanzler Christian Stocker,

Bundespräsident Alexander

Van der Bellen, ÖBB-CEO

Andreas Matthä, Landeshauptmann

Mario Kunasek, Landeshauptmann

Peter Kaiser (Kärnten),

Bürgermeisterin Elke Kahr

sowie Bürgermeister Christian

Scheider (Klagenfurt) nahmen

die Koralmbahn gemeinsam

symbolisch in Betrieb.

Im Anschluss taufte Bundespräsident

Alexander Van der

Bellen den Zug, bevor die Koralmbahn

ihre Premierenfahrt

in Richtung Klagenfurt aufnahm.

Am Nachmittag konnten die ersten

Fahrgäste die neue Strecke

bei mehreren Sonderfahrten testen.

Chancen

Mit ihren 130 Kilometern Bahnstrecke

ist die Koralmbahn die

größte neu errichtete Bahnstrecke

in Österreich seit mehr als

100 Jahren. Sie verbindet die

Landeshauptstädte Graz und

Klagenfurt in nur 41 Minuten

und eröffnet damit neue Perspektiven

für Wirtschaft, Kultur

und Bildung. „Die Eröffnung der

Koralmbahn ist ein Meilenstein

in der Geschichte österreichischer

Infrastrukturprojekte. Als

Teil der neuen Südstrecke lässt

sie die zwei Zentralräume rund

um Graz und Klagenfurt zusammenwachsen

und schafft einen

neuen, leistungsfähigen Wirtschaftsraum“,

betont Bundeskanzler

Christian Stocker.

Koralmbahn

■ Die Koralmbahn erstreckt

sich über eine Länge von 130

Kilometern und ist somit die

größte neu errichtete Bahnstrecke

in Österreich seit mehr als

100 Jahren.

■ Entlang der Strecke liegen

zwölf Tunnel mit einer Gesamtlänge

von 50 Kilometern. Der

Koralmtunnel ist 33 Kilometer

lang und somit der sechstlängste

Eisenbahntunnel auf der

Welt. An der Strecke befinden

sich über 100 Brücken und 25

Bahnhöfe.

■ Auf der Bahnstrecke kann eine

Betriebsgeschwindigkeit von bis

zu 250 km/h erreicht werden.

Zudem ist die Strecke mit modernster

Zugsicherung ausgestattet.

Mit dem European Train

Control System lassen sich die

Züge kontinuierlich von außen

überwachen und steuern.

■ Die Fahrzeit zwischen Graz

und Klagenfurt wurde von zwei

Stunden auf 41 Minuten verkürzt.

■ Es wurden 5,9 Milliarden Euro

in den Bau der Strecke investiert.


12. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 3

Ein Platz für

Bohano

Grazer

Pfoten

Im Gemeinderat wurde die Änderung des Fläwis 4.08 einstimmig beschlossen

und ein Schritt Richtung Klimafreundlichkeit getan.

STADT GRAZ/FISCHER

Meilenstein für‘s Klima

■ Mit dem einstimmigen Beschluss

des finalen Pakets (zur

Änderung des 4.08 Flächenwidmungsplans

im Grazer Gemeinderat

wurde ein entscheidender

Schritt zur Umsetzung des

Stadtentwicklungskonzepts 4.08

(STEK) gesetzt.. „Mit dem dritten

und letzten Beschlusspaket zum

Fläwi sichern wir die Erweiterung

des TU-Campus ab, schaffen

neue öffentliche Grün-, Park- und

Sportflächen und sichern weiterhin

freie Durchwegungen für die

Grazer. Dieses Paket ist ein gemeinsamer

Erfolg – mein Dank

gilt den Fraktionen im Gemeinderat

für die konstruktive Zusammenarbeit,

den vielen engagierten

Bürger sowie den Abteilungen

der Stadt, die diesen wichtigen

Meilenstein möglich gemacht haben“,

so Vize-Bürgermeisterin Judith

Schwentner. Der neue Fläwi

soll zudem mehr Grünraum,

mehr öffentlichem Raum und gestärkter

Wissenschaftsinfrastruktur

schaffen.

Der Abenteurer Bohano sucht eine aktive Familie.

Bohano ist ein neugieriger

Rüde, der liebend gern

unterwegs ist und die ganze

Welt erkunden möchte. Mit

etwas Training würde er sich

gut als Wanderkumpel eignen.

Dennoch muss mit ihm noch

geübt werden, um die Grundkommandos

zu festigen. Er ist

sehr bemüht, alles richtig zu

machen.

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4 graz

www.grazer.at 12. DEZEMBER 2025

Klubobmann Alexis Pascuttini (l.) und Rechtsanwalt Andreas Kleinbichler

freuen sich über das (noch nicht rechtskräftige) Urteil gegen die FPÖ. KK

FPÖ verliert in erster

Instanz gegen KFG

URTEIL. Der KFG klagte die FPÖ Steiermark zivilrechtlich

auf 20.700 Euro – und bekam Recht.

In Mariatrost wurde beim Sportplatz eine neue offene Bücherbox von Jukus

aufgestellt. In ganz Graz gibt es mittlerweile weit mehr als hundert.

KK

Offenes Bücherregal

jetzt neu in Mariatrost

ERLESEN. Bei der Endhaltestelle der Linie 1 gibt es

ein neues offenes Bücherregal zum Schmökern.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

die Staatsanwaltschaft

Klagenfurt

​Während

noch immer strafrechtlich

relevante Aspekte im Finanzskandal

rund um die FPÖ Graz

ermittelt, gab es am Zivillandesgericht

im Sommer bereits einige

Prozesse. Geklagt hatte meist

der Korruptionsfreie Gemeinderatsklub

rund um Klubobmann

Alexis Pascuttini, der ja im Zuge

der Affäre aus der Freiheitlichen

Partei ausgeschlossen wurde. Am

heutigen Freitag hat der KFG in

erster Instanz Recht bekommen.

Konkret ging es um die Kosten

für Bezirkszeitungen aus dem

Jahr 2022: Diese wurden von Pascuttini

– damals noch Mitglied

des FPÖ Gemeinderatsklubs – für

die Landespartei vorgestreckt.

Die FPÖ Steiermark wollte die

Kosten aber nicht rückerstatten.

​Pascuttini und KFG bekamen

recht: Die FPÖ Steiermark hat

die Kosten in der Höhe von EUR

20.690 sowie die angefallenen

Kosten für den Prozess binnen

14 Tagen an den KFG zu zahlen.

Das Urteil ist allerdings noch

nicht rechtskräftig und die Anwälte

der FPÖ haben bereits angekündigt,

in Berufung gehen zu

wollen. Dann geht der Fall an das

Oberlandesgericht Graz.

Klubobmann Pascuttini freut

sich trotzdem über den Sieg: „Mir

war von Anfang an klar, dass wir

in der Causa gewinnen werden,

da es ein glasklarer Sachverhalt

ist. Es freut mich, dass das nun

auch durch ein mündliches Urteil

eines Gerichtes bestätigt wurde.

Wieder einmal zeigt sich: Der

Rechtsstaat, insbesondere die

Gerichte, funktionieren tadellos.“

​Pascuttini und der KFG wollen

weiter gegen die FPÖ ins Feld

ziehen. „Zahlreiche weitere Klagen

gegen die FPÖ sind bereits in

Vorbereitung,“ so Pascuttini.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Zwischen Spielplatz und

Sportplatz gibt es bei der

Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie

1 in Mariatrost

jetzt ein neues offenes Bücherregal.

Betrieben wird dieses vom

Jugend- und Stadtteilzentrum

Jukus, das in Graz mehrere Bücherboxen

aufgestellt hat.

Die Regale laden zum Schmökern,

Tauschen und Verweilen

ein. Wer zuhause ausmistet,

kann seine ausrangierten

Schmöker anderen Lesern kostenlos

zur Verfügung stellen.

Weitere Standorte

Insgesamt gibt es in Graz bereits

weit über hundert offene Bücherregale

– sogar mehr als 140 dürften

es sein. Neben den bunten

Boxen von Jukus wurden vielerorts

auch einfach Regale aufgestellt

oder sogar alte Telefonzel-

len umfunktioniert. Diese sind im

gesamten Stadtgebiet verteilt. In

Mariatrost gibt es bereits Standorte

beim Gasthaus „Das Lorenz“,

beim Studierendenheim Am Rehgrund

sowie bei Renés Enoteca.

Das erste offene Bücherregal

in Graz wurde bei der Pädagogischen

Hochschule am Hasnerplatz

aufgestellt.

Neue Regale

Neben Jukus sind es oft Vereine,

Nachbarschaftszentren, Cafés

oder Pfarren, die offene Bücherregale

aufstellen. Aber auch Privatpersonen

oder Unternehmen

können grundsätzlich neue Bücherboxen

aufstellen. Im öffentlichen

bzw. halböffentlichen Raum,

wo diese ja am meisten Sinn machen,

sollte man aber unbedingt

um Erlaubnis fragen, denn es

wurden bereits Regale entfernt,

wenn sie Fluchtwege oder Feuerwehrzufahrten

verstellt oder eine

Unfallgefahr dargestellt haben.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8

bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß

(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/ 80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/

80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


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www.europa.steiermark.at

STARKE STEIERMARK –

STARKES EUROPA

Europa? Gerade jetzt!

Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter

nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr

denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten

Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer

Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass

die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale

Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!


6 graz

www.grazer.at 12. DEZEMBER 2025

Jahrhundertchance nutzen

IV Präsident Kurt

Maier (l.) und

WKO Steiermark

Präsident Josef

Herk freuen sich

über die Jahrhundertchance

Koralmbahn fordern

aber auch

eine Strategie

und Kooperation.

KANIZAJ, WOLF

WIRTSCHAFT. Am heutigen 12. Dezember wurde die Koralmbahn eröffnet. Einmal mehr weisen IV

und WKO auf diese Jahrhundertchance hin. Eine klare Strategie und Kooperation wird gefordert.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Die Eröffnung der Koralmbahn

ist ein Meilenstein

und der Beginn einer neue

Ära der Standortentwicklung und

Mobilität im Süden Österreichs,

wie die beiden IV Präsidenten

Kurt Maier (Steiermark) und

Timo Springer (Kärnten) betonen:

„Mit der Koralmbahn wächst

ein Wirtschaftsraum, der Kärnten

und die Steiermark näher zusammenrücken

lässt. Aber nur weil

der Zug fährt, fährt die wirtschaftliche

Entwicklung nicht automatisch

mit. Es braucht Strategien,

gemeinsame Initiativen und eine

klare Abstimmung, damit dieser

neu entstandene Großraum sein

Potenzial voll ausschöpfen kann.“

Chancen

„Die Koralmbahn eröffnet neue

Chancen für Unternehmen, Bildungs-

und Forschungseinrichtungen

sowie Fachkräfte. Damit

Kärnten und die Steiermark diese

Möglichkeiten optimal gemeinsam

nutzen können, und der

neue Wirtschaftsraum national

und international sichtbar wird,

sind eine abgestimmte Standortentwicklung,

eine effiziente Verknüpfung

mit bestehenden Wirtschafts-

und Industriegebieten,

gezielte Ausbildungsinitiativen

und die Koordination zwischen

Ländern und Gemeinden erforderlich“,

unterstreichen Claudia

Mischensky, Geschäftsführerin

der IV Kärnten und Christoph Robinson,

Geschäftsführer der IV

Steiermark.

Um die wirtschaftlichen, infrastrukturellen

und gesellschaftlichen

Auswirkungen systematisch

messbar zu machen, haben

IV Steiermark und Kärnten vor

zwei Jahren den Koralmbahn-Index

entwickelt. Dieser soll Politik

wie Verwaltung eine objektive

Entscheidungsgrundlage bieten.

„Die Industrie ist bereit, diesen

Weg aktiv mitzugestalten und den

südlichen Wirtschaftsraum als innovativen

und international vernetzten

Industriestandort weiter

zu stärken“, bekräftigen Springer

und Maier.

Neue Ära

Auch aus Sicht der Wirtschafts-

kammern Steiermark und Kärnten

beginnt mit der Koralmbahn

eine neue Ära. Denn diese löst

einen starken Impuls für den gemeinsamen

Wirtschaftsraum

aus: die Area Süd. „Für den Süden

Österreichs ist das eine Jahrhundertchance“,

betonen die

Präsidenten der Wirtschaftskammern

Steiermark und Kärnten,

Josef Herk und Jürgen Mandl.

Schließlich erstreckt sich die Area

Süd über ein knappes Drittel der

Fläche Österreichs, rund 1,8 Millionen

Menschen leben hier.

Der Wirtschaftsraum umfasst

mehr als 50.000 Arbeitgeberbetriebe

mit 730.000 Beschäftigten

und erbringt eine Wirtschaftsleistung

von knapp 70 Milliarden

Euro. Die Unternehmen im neuen

Wirtschaftsraum sind sich der

Chancen durchaus bewusst, wie

eine Umfrage der beiden WOKs

in ihren 1.085 Mitgliedsbetrieben

zeigt. 90 Prozent bewerten die

verstärkte Kooperation zwischen

den beiden Bundesländern „positiv“

oder zumindest „überwiegend

positiv“. Als größte Chancen

werden die höhere Arbeitskräftemobilität

(61 Prozent), die bessere

Erreichbarkeit des jeweiligen

Bezirks (59 Prozent) und dessen

wirtschaftlicher Bedeutungsgewinn

(52 Prozent) gesehen.

„Für den Süden Österreichs ist

die Koralmbahn eine Jahrhundertchance.

Denn durch sie entsteht

entlang der Achse Graz-

Klagenfurt der - neben Wien

- zweitgrößte Ballungsraum des

Landes, der auch im internationalen

Maßstab eine Größenordnung

darstellt. Nun gilt es, eine

gemeinsame regionalpolitische

Agenda umzusetzen, um den

Wirtschaftsraum zu einem Vorzeigestandort

in Europa zu machen“,

so Herk. Mit der Koralmbahn

wächst zusammen, was

zusammengehört. Kärnten und

die Steiermark bilden einen neuen

wirtschaftlichen Ballungsraum,

der in dieser Form einzigartig

in Österreich ist. Das schafft

Chancen für Kooperationen, für

Betriebsansiedlungen, für Innovation.

Für Kärnten ist das ein

echter Quantensprung – wir sind

nicht länger peripher, sondern

mittendrin in einem neuen Zentrum

wirtschaftlicher Dynamik“,

erklärt Mandl.


www.grazer.at

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8 graz

www.grazer.at 12. DEZEMBER 2025

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ clarissa.berner@grazer.at

Ein PKW drohte

abzurutschen

■ Am Donnerstagnachmittag,

dem 11. Dezember, war ein PKW

in Frohnleiten unterwegs. Auf

Höhe Steindorf Weg/Römerstraße

kam der PKW durch ein Ausweichmanöver

von der Fahrbahn

ab. Das Fahrzeug blieb auf

einer steilen Stelle zum Liegen

und drohte in die Böschung zu

rutschen. Die Freiwillige Feuerwehr

Frohnleiten sicherte und

barg das Auto. Danach konnte

der PKW-Lenker seine Fahrt unbeschadet

fortsetzen.

Pferd wurde nach

Sturz geborgen

Am heutigen Freitag, dem 12. Dezember, stürzte ein Pferd in eine Wildbachverbauung.

Feuerwehrleute bargen das Tier schonend. FF DEUTSCHFEISTRITZ

feistritz im Ortsteil Zitoll ein Tier

gerettet werden. Ein Pferd war in

die Wildbachverbauung gestürzt

und verharrte bewegungslos darin.

Die Freiwilligen Feuerwehren

aus Deutschfeistritz, Gössendorf

und Eisbach/Rein ermöglichten

gemeinsam eine möglichst

schonende Rettung des Tiers:

Das Pferd wurde in Anwesenheit

durch einen Tierarzt ruhig

gestellt und anschließend aus

dem Wildbachverbau behutsam

gehoben. Der Einsatz konnte

■ Am heutigen Freitag, dem 12.

Dezember, musste in Deutschnach

rund zwei Stunden beendet

werden.

Kontrollverlust:

PKW kippt um

■ In den Abendstunden des

Donnerstags, 11. Dezember,

war eine Frau mit ihrem PKW in

Sandberg unterwegs. Aus bisher

ungeklärter Ursache verlor sie

die Kontrolle über das Fahrzeug.

In weiterer Folge kam das Auto

von der Fahrbahn ab, kippte um

und blieb auf er Straßenseite

liegen. Die Frau musste medizinisch

versorgt werden. Sie

wurde unbestimmten Grades

verletzt. Auch über den Zustand

des Fahrzeuges gibt es keine näheren

Details.

Dieselaustritt nach

Verkehrsunfall

■ Am Mittwoch, dem 10. Dezember,

kam es in den frühen

Morgenstunden zu einem Verkehrsunfall

auf der A2 Südautobahn

zwischen den Anschlussstellen

Graz-West und

Unterpremstätten. Ein PKW

kam ins Schleudern und stieß

mit einem LKW zusammen.

Dabei wurde der Tank des

Lastkraftfahrzeugs so schwer

beschädigt, dass eine massive

Menge Diesel aus dem beschädigten

LKW-Tank austrat. Durch

das schnelle Eingreifen der Freiwilligen

Feuerwehren Werndorf,

Unterpremstätten und Seiersberg

konnte der Treibstoffaustritt

gestoppt und somit Schlimmeres

verhindert werden.

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graz 9

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Das ist nichts

2,5 Hektar ist nichts, im Gegensatz

zu dem, was sie verbaut

haben unter der Duldung

von KPÖ/Grün. Und

nein, das waren keine Projekte

mehr aus der Nagl-Zeit. Es

ist halt reine Symbolpolitik.

Aber keine Angst, ich alleine

stellte den Grazerinnen über

1 Hektar Natur zu Verfügung.

Als Unterstützung dazu gabs

nen feuchten Händedruck

und die Ansage der Grünen:

Da gibts aber viele Insekten.

Christian Jany

* * *

Megabauten

Dafür haben sie in Puntigam

den höchsten Anteil an

durch Megabauten versiegelten

Flächen erzeugt und

in Mitten von kleinstrukturierten

Wohngebieten jedes

freigewordene Grundstück

mit flächenoptimierten Betonburgen

ohne Rücksicht

auf das Ortsbild verbauen

lassen.

Helmuth Scheuch

* * *

Fraglich

Wie viel Hektar Wald hätte

es beim Kauf der Burgruine

Gösting noch gleich dazu

gegeben? Wertvoller Besitz

und Grünraum, der in Betreuung

der Stadt gekommen

wäre (das heißt, mit

Verpflichtung zu nachhaltiger

Waldwirtschaft für Generationen

gesichert hätte

werden können).

Wolfgang Wagner

* * *

Super

Das ist eine tolle Sache! Die

größte Grünraumoffensive

der Geschichte!

Tristan Ammerer

* * *

Meinung

Und auch in Liebenau

werden die letzten

Freiflächen versiegelt

und sogar ein

seit Ewigkeiten bestehender

Fußballplatz

zubetoniert! Zeit für

einen Regierungswechsel in

Graz, meiner Meinung nach!

Gerhard Maier

* * *

Parkplätze

Macht lieber mehr Parkplätze

in Graz und nicht so eine

große Wiese.

Robert Neukam

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Beschluss

von Grazer

Park-Paket

Der Grazer Gemeinderat beschloss

ein umfassendes

Park-Paket. Insgesamt entstehen

neue Grünflächen in den

dicht bebauten Bezirken Jakomini

und Lend. Doch es werden

nicht nur 2,5 Hektar neue

öffentliche Grünflächen entstehen,

sondern es werden auch

zwei bestehende Parks saniert

und für Familien, Kinder und

Anrainer attraktiver gestaltet.

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graz 11

Ausblick

Was am Samstag

in Graz wichtig ist

■ Ein Highlight im Grazer Kulturkalender steht am morgigen Samstag

an: „Let‘s Spend the Night Together“ ist seit mittlerweile Jahrzehnten

auch ein Fixpunkt für alle, die in der Weihnachtszeit etwas

Gutes tun wollen. Denn das Ticket für den Abend im Orpheum ist

gleichzeitig eine Spende für die Leukämiehilfe Steiermark, die Marienambulanz

der Caritas Steiermark, die Österreichische Krebshilfe

Steiermark, Steirer helfen Steirern und die Steirische Kinderkrebshilfe.

Unter den 13 hochkarätigen Acts sind heuer Josef Hader, Avec,

Julian le Play, Candlelight Ficus oder Johannes Silberschneider.

Beginn ist um 19 Uhr, Einlass um 18.30 Uhr.

■ Das Kabarett-Duo Gernot & Stipsits tritt um 19.30 Uhr in der

Stadthalle mit ihrem Programm „Lotterbuben“ auf.

■ Das Seebacher Gymnasium feiert seinen Maturaball unter dem

Motto „007/008 Die letzte Mission“ im Congress.

■ Der GAK bekommt es in der Fußball-Bundesliga mit einem harten

Gegner zu tun. In der Merkur Arena ist um 17 Uhr der LASK zu

Gast, der mit Cheftrainer Didi Kühbauer das aktuell formstärkste

Team der Liga ist.

Morgen wird das Orpheum wieder zum Bersten voll sein, wenn Let‘s Spend

the Night Together für den guten Zweck in die nächste Runde geht. LUEF

■ Im Sportpark steigt wieder ein Volleyball-Doppel mit dem UVC

Graz. Um 17.30 Uhr geht es für die Männer gegen Union Waldviertel,

danach treffen die Damen um 20 Uhr auf die Wildcats aus Klagenfurt.

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