14. Dezember 2025
- Gries wird grün - Ein Jahr steirische Landesregierung - Problemzone Grazer Stadtpark - Hilfe für Grazer Wintergastgärten - Die Koralmbahn wurde eröffnet
- Gries wird grün
- Ein Jahr steirische Landesregierung
- Problemzone Grazer Stadtpark
- Hilfe für Grazer Wintergastgärten
- Die Koralmbahn wurde eröffnet
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2 graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
14. DEZEMBER 2025, AUSGABE 48
Auf Schienen
Bundespräsident Alexander Van der Bellen
taufte die Koralmbahn und eröffnete
damit das Jahrhundertprojekt. 34/35
Auf Rädern
Im Stadtpark hat man mit vielen Radfahrern
und schlechter Beleuchtung zu
kämpfen. An Lösungen wird gefeilt. 10/11
Gries
wird grün
Neu. Im Frühjahr soll sich die Belgiergasse mit 25 Pflanztrögen mit Sträuchern, Stauden und Blumen in Abstimmung mit den ansässigen Unternehmen
in eine innerstädtische Flaniermeile verwandeln (siehe Bild). Schrittweise soll anschließend das ganze Griesviertel begrünt werden. SEITEN 4/5
A14 STADTPLANUNGSAMT, FOTO FISCHER, FEDOROVA
2 die seite zwei
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Ziemlich
beste
Freunde
D
ie Steiermark und
Kärnten haben eine tiefe,
gemeinsame
Geschichte, die in der
slawischen Fürstentumszeit
Karantaniens im 7. Jahrhundert
wurzelt. Erst um 1040
wurde die Mark Krain
abgetrennt, und um 1180
wurde die Steiermark ein
eigenständiges Herzogtum,
das von Kärnten unabhängig
war. Durch die Eröffnung der
Koralmbahn in dieser Woche
rücken die beiden Bundesländer
tatsächlich wieder näher
zusammen. So braucht man
(laut Routenplaner) ab sofort
mit den Öffis gleich lang vom
Hauptplatz zum Flughafen
Graz wie vom Hauptbahnhof
nach Klagenfurt. Nämlich 41
Minuten. Wirtschaftlich sind
wir miteinander schon länger
stark über Alpe Adria und den
„Silicon Alps Cluster“ eng
verbunden und werden diese
Zusammenarbeit mit Area
Süd noch deutlich weiter
vertiefen. Und auch diese
enge historische Verbundenheit
hallt bis heute nach.
Nicht zuletzt in den Witzen,
die man übereinander gerne
erzählt. Zumindest das wird
sich trotz aller neuen und
tieferen Freundschaft so
schnell bestimmt nicht
ändern, dafür sind sowohl die
Steirer als auch die Kärntner
immer gern zu haben. In
diesem Sinne, hier ein ganz
neuer Kalauer: Wissen Sie,
was das Schönste an Kärnten
ist? – Die Koralmbahn in die
Steiermark!
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Elisa-Maria Steinberger
Elisa-Maria
Steinberger
ernährt sich
sehr bewusst
und regional.
Ein ausgiebiges
Frühstück
gibt es nur am
Wochenende.
LUEF
Die neue Citymanagerin von Graz über ihren Lieblingsplatz in der
Stadt, wie sie Weihnachten verbringt und ihre Vision für die Stadt.
Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?
Ich bin eine Wochenendfrühstückerin. Da liebe ich
es dann aber ausgedehnt. Ich ernähre mich sehr
bewusst und versuche auf Weizen zu verzichten.
Daher gibt es bei mir Dinkel und wenig Wurst. Unter
der Woche bin ich leider eine, die das Frühstück
auslässt. Den Kaffee gibt es bei mir nur mit Hafermilch.
Ich achte beim Essen zudem sehr auf Regionalität
und darauf, was ich zu mir nehme.
Was schätzen Sie an Graz besonders?
Ich bin eine gebürtige Kapfenbergerin, habe aber
mein ganzes Leben Verbindungen nach Graz.
Während meines Studiums habe ich auch hier gelebt.
Heute schätze ich an Graz tatsächlich diese
Vielseitigkeit und Weltoffenheit. Man kann hier
alles sein. Zudem habe ich hier das Stadtleben,
die grüne Umgebung, ich kann bis fünf in der Früh
fortgehen, aber auch die Oper genießen, wenn ich
es ruhiger mag. Auch den Hang zum Mediterranen
mag ich an Graz.
Haben Sie einen Lieblingsplatz in Graz?
Tatsächlich suche ich mir immer einen Platz am
Wasser. Ich bin gerne an der Murpromenade unterwegs.
Seit einiger Zeit bin ich jetzt aber, was die
Aufenthaltsqualität und die Bewegung betrifft, in
den Lendplatz verliebt. Vielleicht auch, weil sich
dort alles trifft. Das ist genau das Graz, das ich so
mag. Der Lendplatz ist für mich auch ein Ort, der repräsentiert,
was möglich ist. Von einem Viertel, das
nicht so gut bewertet war, zu dem, was es heute ist:
hip, modern und cool.
Weihnachten steht quasi vor der Tür. Wie
verbringen Sie die Feiertage?
Ich bin eine absolute Weihnachtsliebhaberin. Es
kann für mich gar nicht kitschig genug sein, und
ich kann Last Christmas auch dreimal am Tag hören.
Ich verbringe Weihnachten mit Familie und
Freunden. Es ist für mich ein Fest der Begegnung.
Für mich geht es zu Weihnachten um das Zusammensein
und um Rituale. Man nimmt sich Zeit für
gutes Essen und Gespräche.
Als neue Citymanagerin, welche Vision
haben Sie für Graz?
Eine schwierige Frage. Das Thema Atmosphäre ist
wichtig in einer Stadt, die pulsiert, die lebendig ist, in
der ich mich sicher und geborgen fühle, aber gleichzeitg
kann ich was erleben. Ich würde mir wünschen,
dass junge Menschen das auch wieder erleben können
und in die Innenstadt eintauchen. Auch, weil die
Stadt einen Mehrwert hat. Ich sehe etwas Neues, ich
erlebe etwas Neues. Momente zu schaffen, die die
Menschen in die Innenstadt ziehen, um sie davon
zu überzeugen, wie cool das ist und dass es Sinn hat,
wiederzukommen. Das wäre meine Vision für die
Stadt. Sabrina Naseradsky
Elisa-Maria Steinberger wurde am 18. Juni 1981
in Kapfenberg geboren. Die Mutter zweier Kinder
hat das Studium der Rechtswissenschaften und
den Diplomlehrgang Mediation und Konfliktmanagement
absolviert. Viele Jahre war sie in verschiedenen
Funktionen bei Kastner & Öhler tätig.
Die letzten Jahre war sie in Kapfenberg unter
anderem für die Stadtentwicklung zuständig. Seit
1. Dezember ist sie Citymanagerin von Graz.
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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
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redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Die Fahrt vergeht so gschwind,
man hat gar keine Zeit zum
Zeitunglesen.“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der
Eröffnungsfahrt der Koralmbahn FEDEROVA
Pflanzungen in ganz Gries geplant
Doch nicht unmöglich:
LH Mario Kunasek empfing Alexander
Van der Bellen. LAND STMK/BINDEER
Van der Bellen zu
Gast in der Burg
■ Im Vorfeld der Koralmbahn-Eröffnung
begrüßte
Landeshauptmann Mario
Kunasek Bundespräsident
Alexander Van der Bellen zu
einem Spitzengespräch in der
Grazer Burg. Das Gespräch
bot die Gelegenheit, sich
über über aktuelle bundesund
landespolitische Themen
sowie die Zusammenarbeit
zwischen dem Bund und dem
Land Steiermark auszutauschen.
25 neue Pflanztröge: So soll die Belgiergasse im Bezirk Gries ab dem Frühling aussehen. A14 STADTPLANUNGSAMT, STADT GRAZ
Lukas Schnitzer begrüßt die Verlängerung
der Grenzkontrollen. STVP KUB
Verlängerung der
Grenzkontrollen
■ Die nun von Innenminister
Gerhard Karner angekündigte
Verlängerung der Grenzkontrollen
zu Slowenien bis 15. Juni
2026 sind aus Sicht des steirischen
ÖVP-Klubobmanns Lukas
Schnitzer ein wichtiger Beitrag
für die Sicherheit in der Steiermark.
„Die Maßnahmen der
vergangenen Jahre wirken: Die
Aufgriffszahlen sind massiv zurückgegangen
und illegale Migrationsbewegungen
wurden deutlich
eingedämmt“, so Schnitzer.
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Haben Sie einen echten, einen künstlichen oder keinen Christbaum?
■ Am 10. Dezember öffneten die
Christbaummärkte in Graz ihre
Pforten. Wir wollten von unseren
Lesern wissen, ob sie heuer einen
natürlichen oder doch lieber
einen künstlichen Weihnachtsbaum
aufstellen – oder vielleicht
überhaupt keinen. Von insgesamt
926 Teilnehmern gaben 49 Prozent,
also beinahe die Hälfte, an,
sich für einen echten Christbaum
zu entscheiden. Der natürliche
Baum punktet mit einem authentischen
Duft und Tradition, während
der künstliche Christbaum
wiederverwendbar ist und auch
keine Nadeln verliert. Nicht ganz
ein Drittel gab an, sich für keinen
Baum entschieden zu haben.
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
29 %
keinen
22 %
künstlich
49 %
echt
926 Teilnehmer, nicht repräsentativ, Stand:
Freitag, 12. Dezember, 12 Uhr, Foto: Getty
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
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➜
TOP
GETTY; ARCHE NOAH
Graz hat wieder eine Skatehalle
Auf mehreren hundert Quadratmetern
entstand ein Platz zum Skaten
und für Begegnung.
Hundewelpe ausgesetzt
Freitagfrüh wurde vor der Arche Noah
ein ausgesetzter Hundewelpe in Eiseskälte
vorgefunden.
FLOP
➜
Die Belgiergasse wird begrünt
GEHT DOCH. Obwohl es jahrelang als unmöglich galt, wird die Belgiergasse im kommenden Frühling
begrünt. Überhaupt soll das ganze Griesviertel durch Pflanzen und Bäume aufgewertet werden.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Jahrelang haben sich Bewohner
und Geschäftstreibende um
eine Begrünung der Belgiergasse
bemüht. Immer wurden sie
enttäuscht: Aufgrund des engen
Straßenraums und der Leitungen
sowie neuerdings auch der Straßenbahn
sei das technisch nicht
möglich, hieß es. Doch sie haben
nicht locker gelassen und sind mit
ihren Forderungen weiter bei den
Verantwortlichen bei der Stadt
vorstellig geworden. Und siehe
da: Es ist doch nicht unmöglich!
„Wir haben zugehört und
Wege gesucht, um eine Lösung
für die Menschen vor Ort zu finden“,
ist die zuständige Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner
stolz. Im kommenden Frühling
verwandeln dort, wo unterirdische
Leitungen keine Bäume zulassen,
25 Pflanztröge mit Sträuchern,
Stauden und Blumen die
vielbefahrene Straße zwischen
der Griesgasse und dem Bad zur
Sonne in eine Flaniermeile.
Die Standorte wurden bereits
mit den ansässigen Geschäften
abgestimmt – sowohl optisch,
was die Fassaden und Portale betrifft,
als auch praktisch: Lieferzonen,
Barrierefreiheit und der
Straßenbahnbetrieb bleiben weiterhin
uneingeschränkt möglich.
Grünes Gries
„Eine Straße gewinnt, wenn
Menschen gerne dort sind. Mehr
Grün bringt Ruhe, Schatten und
ein freundlicheres Bild – und das
fühlt man sofort“, so Schwentner.
Deshalb soll es auch nicht dabei
bleiben. Schrittweise soll das ganze
Griesviertel, das in den letzten
Jahren zusätzlich zum hohen
Verkehrsaufkommen auch durch
große Baustellen geplagt war, grüner,
schattiger und angenehmer
für Fußgänger gemacht werden.
Im Zuge des Baus der Neutorlinie
wurden kürzlich bereits einige
weitere Begrünungsmaßnahmen
gesetzt: drei Bäume vor dem Hotel
Weitzer, drei Schwammstadt-
Bäume vor dem Mangolds
in der Griesgasse, zwei
Staudenbeete bei der
Stadtbibliothek sowie
ein Staudenbeet und
eine Entsiegelung
beim Alpenvereinslokal
in der Annenstraße
bzw. Vorbeckgasse. Am
Platz der freiwilligen
Schützen wurden drei Baumstandorte
saniert.
Am morgigen Montag startet
nach mehr als 25 Jahren Diskussion
die EU-weite Ausschreibung
zum Wettbewerb für die Neugestaltung
des Griesplatzes. Und
auch da steht die Steigerung der
Aufenthaltsqualität durch Bepflanzungen
besonders im Fokus.
Das war ein vielfach genannter
Wunsch im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses.
Durch die
Judith Schwentner
geplante Verlegung der Regionalbus-Endhaltestellen
wird Platz
für Grünflächen und Bäume frei.
Das Siegerprojekt soll im Frühjahr
gekürt werden. „Gemeinsam
mit den Menschen
vor Ort machen
wir den Griesplatz zu
dem, was er einst war
und wieder sein soll:
zu einem zentralen,
schönen Platz im Bezirk.
Ein Ort, an dem
man sich gerne aufhält
– mit mehr Grün, mehr Platz
für Begegnung und mehr Lebensqualität
für alle.“
Weiters fiel am Donnerstag im
Gemeinderat ja der Planungsbeschluss
für die Straßenbahnlinie
8, die über den Griesplatz,
durch die Karlauerstraße zum
Citypark und weiter Richtung
Don Bosco führen soll. Auch im
Rahmen dieses großen Ausbauprojektes
sollen Begrünungen
mitgedacht werden.
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K O M M E N T A R
von
Verena
Leitold
✏ verena.leitold@grazer.at
Eigentümer
haben eine
Verantwortung
G
anze 19 Leerstände gibt
es momentan in der
Annenstraße. Dadurch,
aber auch durch Vandalismus
und achtlos weggeworfenen
Müll ist die einstige Prachtstraße
inzwischen an vielen
Ecken alles andere als
prächtig. Mit dem Projekt
AnnenStar (Seite 16) will „der
Grazer“ Unternehmer dazu
bringen, die Straße durch
schöne Schaufenster zu
bereichern. Jetzt sollen
außerdem auch die Hauseigentümer
ihren Beitrag
leisten. Studierende der Uni
Graz starten gemeinsam mit
dem städtischen Umweltamt
und der Wirtschaftsabteilung
das Projekt Re:Space Annenstraße
(Seite 13). Durch die
Gründung einer Eigentümergemeinschaft
sollen alle an
einem Strang ziehen, ihre
Gebäude renovieren, Leerstände
herrichten und
letztlich endlich wieder
vermieten. In den USA und
Kanada gibt es viele positive
Beispiele für dieses sogenannte
BID-Prinzip. Bleibt zu
hoffen, dass es auch bei uns
nicht an der österreichischen
„Wieso ich?“-Mentalität
scheitert. Schließlich haben
auch Eigentümer eine
Verantwortung für die Stadt:
Ihre Immobilien bestimmen
das optische Erscheinungsbild
und damit die Aufenthaltsqualität
maßgeblich mit.
Jetzt ist es an der Zeit, diese
Verantwortung auch zu
übernehmen!
Ein Jahr
blau-schwarze
Landesregierung
Umfragen sehen Mario Kunasek bislang als Gewinner der bisherigen Regierungsarbeit mit Manuela Khom.
BILANZ. Nach einem Jahr Regierungsarbeit zeigen sich Landeshauptmann
Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom
zufrieden. 2026 wird der Fokus unter anderem auf der Wirtschaft liegen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Vor einem Jahr, am 18. Dezember
2024, wurde die
steirische Landesregierung
aus FPÖ und ÖVP im Landtag
gewählt. Seitdem ist durchaus
viel passiert. Neben massiven
Einschnitten unter anderem im
Sozial- und Kulturbereich setzte
man einen harten Integrationsund
Asylkurs, schaffte den umstrittenen
IGL-Hunderter ab und
verankerte die Landeshymne
trotz massiver Proteste aus Slowenien
im Steirischen Landessymbolegesetz.
Einsparungen
„Wir haben die ungesunde
Dynamik der ständig steigenden
Neuverschuldung endlich
durchbrochen und verzeichnen
erstmals seit vielen Jahren eine
sinkende Neuverschuldung“,
zeigt sich Landeshauptmann
Mario Kunasek zufrieden. Die
akkumulierten kostendämpfenden
Maßnahmen belaufen
sich insgesamt auf 300 Millionen
Euro. „Hierzu haben alle
Regierungsmitglieder in ihren
Ressortbereichen einen bedeutenden
Beitrag geleistet. Jeder
eingesparte Cent schmerzt, denn
er fehlt dann sowohl bei den Investitionen
wie auch im Sozialoder
Gesundheitsbereich.“ Bei
den Kürzungen will man auch
vor sich selbst nicht haltmachen:
„Wir wollen die Parteienförderung
um 15 Prozent kürzen.“ Die
bisherige Amtszeit Kunaseks
kommt bei den Steirern gut an,
Umfragewerte attestieren ihm
bis zu sagenhafte 40 Prozent der
Stimmen, während der Koalitionspartner
ÖVP auf rund 20 Prozent
abrutschte.
Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom ist trotzdem
guter Dinge: „Wir haben
bereits früh zentrale Themen
und Forderungen aus dem Wahlkampf
umgesetzt – vom ersten
Deregulierungsgesetz bis zur Reform
der Sozialhilfe mit der Einführung
einer Sachleistungskarte,
vom Handyverbot an Schulen
bis zu Erleichterungen beim Bau
von Kinderbetreuungseinrichtungen,
was gerade die Gemeinden
entlastet.“ Im nächsten Jahr
will sie den Fokus auf den wirtschaftlichen
Aufschwung der
Steiermark legen und das zweite
Deregulierungsgesetz auf den
Weg bringen.
KK
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0
316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer
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Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at |
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Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
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Recyclingpapierprodukte“
„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
papierprodukte“
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Stadtpark kämpft
Für das AMA-Gütesiegel: Bauernbund-
Direktor Bernd Brodtrager MICHAELALORBER
AMA-Gütesiegel
verschwindet
■ Laut neuester Erhebungen des
Vereines Wirtschaften am Land
verschwindet das AMA-Gütesiegel
zunehmend von österreichischen
Fleischprodukten. „Das
AMA-Gütesiegel steht für kontrollierte,
österreichische Herkunft
und Qualität für die Konsumentinnen
und Konsumenten.
Wenn diese Transparenz fehlt, ist
die Herkunft der Produkte jederzeit
beliebig austauschbar und
die österreichische Qualität und
Wertschöpfung geht verloren“,
so Bauernbund-Direktor Bernd
Brodtrager.
ERHALTUNG. Viele
Radfahrer, schlechte Beleuchtung
und die Wegerhaltung
– im Grazer
Stadtpark hat man mit
Problemen zu kämpfen.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Im Stadtpark gilt ein Radverbot,
eingehalten wird es
aber kaum. Schon seit Jahren
macht darauf ein Grazer Anwalt
aufmerksam, immer wieder berichtet
er von Vorfällen, bei denen
rücksichtslose Radler für
gefährliche Situationen sorgen.
„Wir werden laufend Zeugen von
Kollisionen und Fast-Kollisionen“,
schildert er.
Die zuständige Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner versteht
die Sorgen der Fußgänger.
„Der Stadtpark ist ein wichtiger
Erholungsraum, den viele Menschen
jeden Tag nutzen. Wenn es
hier zu Konflikten kommt, schauen
wir uns das ganz genau an. Mir
ist wichtig, dass wir sorgfältig prüfen,
welche Maßnahmen wirklich
helfen, um die Situation zu entschärfen“,
meint Schwentner.
Aktuell sei die Kennzeichnung
des Radverbots nicht ausreichend.
„Die Bodenmarkierungen
werden von vielen Nutzern
offensichtlich nicht wahrgenommen
oder überfahren“, heißt es
aus dem Büro Schwentner. Klar
sichtbare Bodenmarkierungen
sollen zeitnah umgesetzt werden,
ebenfalls ist ein Informationssystem
mit Schildern geplant. Neben
Infos über den Park sollen dort
auch die „Spielregeln“ vermittelt
werden.
Bei zukünftigen Wegsanierungen
soll der Belag für Radfahrer
bewusst unattraktiv gestaltet
werden. Konkret wird dabei der
Asphalt schrittweise entfernt und
durch „wassergebundene Wegedecken“
– also einen unbefestigten
Belag – ersetzt.
LED-Umrüstung
In eine ähnliche Kerbe schlägt
die Volkspartei. Der Gehweg zwischen
Paulustor und Parkstraße
biete einige Stolperfallen und sei
nachts zudem sehr schlecht ausgeleuchtet.
Während bei einer
Begehung bereits der Belag überprüft
wurde, ist auch die Beleuchtung
im Stadtpark ein Thema. Die
historischen Gussmasten sollen
auf LED-Technik umgerüstet werden,
aufgrund des Denkmalschutzes
kein einfaches Unterfangen.
Die Optik soll dabei der früheren
Gasbeleuchtung entsprechen.
Erste Beleuchtungsversuche sind
für kommendes Jahr geplant.
Wenn diese abgeschlossen sind,
können konkrete Adaptierungen
überlegt und damit Kosten geschätzt
werden.
Weihnachtliches
Konzert
■ Am vierten Adventsonntag,
dem 21. Dezember, laden die
Grazer Keplerspatzen zum
weihnachtlichen Konzert ins
Stift Rein. Ab 19 Uhr geben die
jungen Stimmen vertraut traditionelle
und stimmungsvoll
neue Chorsätze, die von der
freudigen Weihnachtsbotschaft
künden, zum Besten. Karten
gibt’s unter tickets@keplerspatzen.at.
Neues Kindercafé
SUPER. In Seiersberg eröffnet im kommenden
Jahr ein Kinder-Café. Eine Wohlfühl-Oase,
buntes Programm und auch ein Salzraum werden
geboten.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Kinderfreundliche Cafés
gibt es in Graz einige, dennoch
stehen die Kleinsten
in den meisten Lokalen nicht
im Mittelpunkt. Das ändert sich
im kommenden Jahr, denn in
Seiersberg eröffnen die beiden
Freundinnen Kim und Corinna
ein eigenes Café, das voll und
ganz auf Kinder ausgelegt ist.
„Es soll so sein, dass die Eltern
sich wie daheim im Wohnzimmer
fühlen“, erzählt Kim voller
Vorfreude. In der Mitte die Theke,
rundherum niedrige Tische,
das Wohlfühlen steht im Fokus.
Aktuell laufen in den Räumlichkeiten
in der Kärntner Straße die
Umbauarbeiten; da dort vorher
eine Bank untergebracht war,
sind sie bis Februar oder März
geplant. Dann hat das Lokal von
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18
Uhr geöffnet.
Breites Angebot
Für die Kinder gibt es im Café
dann einiges zu tun. Dauerhaft
kann man mit Puppen und einer
Bauküche spielen oder klettern,
zusätzlich wird auch ein
erweitertes Programm geboten.
Kasperltheater, Kinderyoga,
Pizzabackstunden, Babyturnen,
Bastelstunden und vieles mehr
verspricht Kim im Gespräch.
Auch für Geburtstagsfeiern steht
das Lokal zur Verfügung.
Ein weiteres Highlight wird
der Salzraum sein. Dieser wird
mit Meersalz gefüllt, über ei-
Betreiberinnen Kim und Corinna mit
ihren Kindern Felia und Elina KK
nen Generator wird Meeresluft
in den Raum gepumpt. „Das ist
gut fürs Immunsystem, hilft gegen
Erkrankungen wie Neurodermitis
oder auch Erkältungen“,
so die Betreiberin.
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 9
mit Radfahrern
Spendenaktion
Erst im letzten Gemeinderat wurde
ein millionenschweres Paket
für Grazer Parks beschlossen. Für
Verwunderung sorgte bei manch
einem daher ein Spendenaufruf
der Stadt Graz für den Stadtpark.
„Nun liegt die Zukunft des Stadtparks
in unseren Händen“, heißt
es dort.
Dass der Stadtpark ohne Spenden
verkommen würde, sei „natürlich
nicht“ der Fall. Vielmehr
kann man konkrete Projekte unterstützen,
wie die Sanierung des
Kieselsteinmosaiks in der Maria-
Theresia-Allee oder des Nordufers
des Ententeichs. „Es wird
jedenfalls saniert“, ohne Spenden
dauere dieser Prozess länger. Damit
setze man auch eine Tradition
fort, immerhin ist der heutige
Stadtpark, insbesondere der historische
Brunnen, im vergangenen
Jahrhundert nur aufgrund
von großzügigen Spenden der Bevölkerung
entstanden.
Nach 203. Grazer Derby
Zahlreiche Radfahrer fahren trotz Verbot im Stadtpark.
FISCHER/GETTY
B. Werle, J. Schwentner, C. Unger,
M. Stampfl und T. Drage (v. l.) FISCHER
Dingeborg der
Stadtbibliothek
■ Seit mehreren Jahren kann
man in der Stadtbibliothek Graz
nicht nur Bücher, sondern auch
Dinge ausborgen. 206 Gegenstände
und Geräte aus den Bereichen
Freizeit und Fitness, Haus
und Garten sowie Kreatives und
Technik hat man im Angebot.
Neu hinzugekommen ist nun ein
Paket des Klimaschutzreferats der
Stadtbaudirektion. Es beinhaltet
eine Wärmebildkamera, Energieverbrauchsmessgeräte,
Fahrradtaschen
und -reparatursets und
fünf Klimatickets zum Ausborgen.
Mehr Raum für Fans des GAK
ENG. Überfüllte Sektoren, blockierte Fluchtwege und kaum ein Durchkommen bei Gastronomie
und Toiletten. Nach dem 203. Derby fordert der GAK 1902 eine Evaluierung der Sanitäranlagen.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Am Sonntag, dem 7.
Dezember, fand das
203. Grazer Derby statt.
Weil der Bereich rund um die
Sekoren 22, 23 und 24 stark
überfüllt war, fordert der GAK
1902 mehr Raum für Fans.
Überfüllt
Im Sommer wurden in der Merkur
Arena in den Sektoren 22, 23
und 24 neue Steh-/Sitzplatzmodule
installiert. Beim 203. Derby
wurden sie das erste Mal als
Auswärtssektor genutzt.
Die GAK-Sektoren waren
überfüllt, die Fluchtwege blockiert.
Vor den Toiletten und
der Gas tronomie bildeten sich
so lange Schlangen, dass ein
Besuch dort kaum möglich war.
Manche Fans konnten die Sektoren
gar nicht betreten und
verfolgten das Spiel auf dem TV,
während andere Schwierigkeiten
hatten, die Sektoren zu verlassen.
Dem GAK ist das Problem bewusst:
„Wir sind der Meinung,
dass die behördlich genehmigte
Kapazität der neuen Steh-/Sitzplatzmodule
auch in Bezug auf
die sanitären Anlagen erneut
evaluiert werden muss.“ Weiter
heißt es: „Aus unserer Sicht
sollte den Fans des GAK mehr
Raum gegeben und zum altbewährten
System ,Sturm-Norden,
GAK-Süden‘ zurückgekehrt
werden.“
Die Stadionverwaltung sieht
keine Schuld: Die Kapazität
wurde von Polizei, Bundesliga
und UEFA genehmigt. Vielmehr
liege es daran, dass Reihen in
Sektoren frei bleiben – dadurch
wurde es enger.
Ähnlich erklärt es der SK
Sturm Graz. Die behördlich zugelassene
Zuseherzahl für die
betroffenen Sektoren wurde
nicht überschritten, das Fluchtwegkonzept
sowie die Evakuierungsstrategie
wurden eingehalten,
Teile der Tribüne aufgrund
von Sichteinschränkungen
durch Transparente nicht genutzt,
und Ordnerpersonal der
Vereine war in den Auswärtssektoren
präsent.
Aber: „In den kommenden
Wochen wird es – wie es auch
in der Vergangenheit stets praktiziert
wurde – auch zu diesem
203. Grazer Derby ein gemeinsames
De-Briefing sowie Erfahrungsaustausch
mit dem GAK
geben. Die Vereine befinden
sich in gutem Austausch.“
Obwohl live dabei: Besucher mussten
das Spiel am TV verfolgen. KK
10 graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Der Schneemann in der Sonne
steht für die Vergänglichkeit. KEIMEL
Neue Single von
Grazer Musiker
■ Markus Keimel ist ein österreichischer
Musiker, Künstler,
und Schriftsteller und wurde in
der Steiermark geboren, wo er
bereits mit 14 Jahren im Grazer
Orpheum sein erstes Konzert
spielte. Sein neues Lied „Snowman
in the sun“ erschien am
5. Dezember über das Plattenlabel
Timezone Records und
thematisiert das rasante Tempo
unserer Zeit sowie die Vergänglichkeit
des Lebens und lädt
dazu ein, innezuhalten und das
Wesentliche bewusster wahrzunehmen.
Neue Sammelbehälter in Graz
Recycling leicht gemacht
Alice Loidl, Judith Schwentner und Ewald-Marco Münzer stellen den Container am Lendkai vor.
RECYCLING. Altspeiseöle
und -fette können
seit kurzem in ganz
Graz in den 170 neuen
gelben Containern
abgegeben werden.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Häufig werden Altspeisefette
und -öle einfach in
den Küchenabfluss gegossen.
Damit ist nun Schluss,
denn in den vergangenen Wochen
stellte die Holding Graz
Abfallwirtschaft gelbe Container
– Sammelbehälter für
Altspeisefette und -öle – an öffentlichen
Sammelstellen in allen
Grazer Bezirken auf.
Großer Erfolg
Bereits 2021 wurde dieses Entsorgungssystem
mit weißen
Containern im Bezirk Andritz
getestet. 2023 expandierte das
Projekt aufgrund seines großen
Erfolgs nach Eggenberg, Gösting,
Mariatrost und Ries. In den
vergangenen Wochen wurden
die weißen Container durch gelbe
ersetzt und flächendeckend
in allen Grazer Bezirken aufgestellt.
Insgesamt wurden 170 Container
mit jeweils 240 Liter Fassungsvermögen
platziert. Die
genauen Standorte sind auf der
Graz-Abfall-App abrufbar.
„Mit den neuen gelben Sam-
melbehältern machen wir die
Entsorgung für die Grazerinnen
und Grazer einfacher. Je kürzer
der Weg und je klarer das System,
desto eher wird es genutzt
– und davon profitieren am
Ende alle“, betont Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner.
Falsche Entsorgung
Oft werden Altspeiseöle falsch
entsorgt. Das Gießen in den
Abfluss führt zu Mehrkosten:
Altspeisefette und -öle verstopfen
das Kanalsystem. Es kommt
zu aufwendigen und teuren
Reinigungsarbeiten. „Die neuen
Sammelbehälter bieten eine
einfache und nachhaltige Alternative
und tragen gleichzeitig
zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung
bei“, so Holding-Graz-Vorstand
Gert Heigl.
HOLDING GRAZ/FOTO FISCHER
Rohstoff
„Das gesammelte Altspeiseöl ist
kein Abfall – es ist ein wertvoller
Rohstoff, der in spezialisierten
Anlagen zu hochwertigem,
nachhaltigem Bio-Diesel verarbeitet
wird“, erklärt Alice Loidl,
Spartenbereichsleiterin der
Holding Graz Abfallwirtschaft.
Gemeinsam mit dem Projektpartner
Münzer wird aus einem
Kilo Altspeiseöl ein Kilo Bio-
Diesel – und das spart drei Kilo
CO₂ ein.
„Mit den neuen gelben Sammelboxen
wird Kreislaufwirtschaft
im Alltag der Grazer
Bevölkerung sichtbar. Jede abgegebene
Flasche Altspeiseöl
ist ein kleiner, aber messbarer
Beitrag zum Klimaschutz. Aus
vermeintlichem Küchenabfall
machen wir einen Energieträger,
der direkt wieder in der Region
eingesetzt werden kann.
So zeigen wir gemeinsam mit
der Stadt Graz und der Holding
Graz, wie einfach es ist, Verantwortung
zu übernehmen – ein
paar Tropfen reichen, um viel
zu bewegen“, so Geschäftsführer
Ewald-Marco Münzer.
Abgabe: So funktioniert es
Recycling von Altspeisefetten und -ölen
■ Altes Speiseöl nach dem Abkühlen in kleinen, gut verschlossenen
Plastikflaschen sammeln (die Containeröffnung hat einen Durchmesser
von 19 cm)
■ Auf der Graz-Abfall-App informieren, wo sich der nächste gelbe
Container befindet
■ Die volle Flasche in den Container einwerfen
■ Nicht geeignet sind Fetty-Kübel oder sehr große Gebinde. Diese
können weiterhin im Ressourcenpark Graz, beim Giftmüllexpress oder
in der Problemstoffsammelstelle Maggstraße abgegeben werden.
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 11
Stadt versucht BID-Modell zur
Aufwertung der Annenstraße
INNOVATIV. Erstmals in Graz wollen die städtische Wirtschafts- und Umweltabteilung
mit „Business Improvement Districts“ arbeiten. Eine Eigentümer-Gemeinschaft
soll in Eigeninitiative die Annenstraße attraktivieren.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Die Stadt Graz selbst hat in
den vergangenen Jahren
einige Versuche gestartet,
die Annenstraße aufzuwerten
– die Gehsteige wurden verbreitert,
eine Einbahnregelung sollte
den Autoverkehr reduzieren,
Bäume und Sitzgelegenheiten für
mehr Aufenthaltsqualität sorgen.
Gemeinsam mit dem „Grazer“
wurde außerdem kürzlich das
Projekt AnnenStar (siehe auch
Seite 16) gestartet, um ansässige
Unternehmer zu motivieren, die
Straße durch kreative Schaufenster
zu verschönern. Und jetzt will
man auch die Gebäudeeigentümer
abholen. Diese sollen sich
zusammentun und ihre Häuser
sanieren, damit es leichter zu
neuen Nutzungen für Leerstände
kommen kann.
Im Rahmen der interdisziplinären
„Sustainability Challenge“ an
der Uni Graz wollen die städtische
Wirtschafts- sowie Umweltabteilung
als Praxispartner erstmals
ein völlig neues Modell ausprobieren.
„BID“ steht für „Business
Improvement Districts“ und bedeutet
im Grunde, dass Eigentümer
gemeinsam versuchen, die
Standortqualität durch Renovierungen
und andere Maßnahmen
zu verbessern. Ziel ist die Aufwertung
der Immobilien, leichtere
Vermietung und damit Steigerung
des Umsatzes. In den USA und Kanada,
aber auch in Deutschland
wurde das Modell in Innenstädten
als Reaktion auf die Konkurrenz
durch Einkaufszentren bereits
vielfach erfolgreich angewandt.
Auch in Wien gibt es Beispiele.
Re:Space Annenstraße nennt
sich das Projekt in Graz, das die
Gründung einer Eigentümerstandortgemeinschaft
zum Ziel
hat. Aufgrund der Gesetzeslage
in Österreich wäre das durch einen
Verein oder eine Genossenschaft
möglich.
„Es heißt so oft: ,Wieso soll ich
anfangen?‘ Durch dieses Modell
können sich alle darauf einigen,
gemeinsam anzupacken,
und Trittbrettfahrertum kann
ausgeschlossen werden“, erklärt
Roland Kloss, Referatsleiter für
nachhaltige Entwicklung und
Ökoprofit vom Umweltamt.
Aufwärtsspirale
Aktuelle Grundbucherhebungen
im Rahmen des Projektes zeigen:
40 Prozent der Eigentümer in der
Annenstraße kommen aus Graz
– ein relativ hoher Wert, weshalb
man sich verspricht, viele überzeugen
zu können. Kommende
Woche lädt man als Auftakt
zu einem ersten Punschtreffen
(15. Dezember, 18 Uhr, Annenstraße
20). Danach sollen einige
weitere Veranstaltungen folgen,
bei denen auch Leerstände –
ganze 19 gibt es aktuell – bespielt
werden, um zu zeigen, was möglich
wäre. „Unser erklärtes Ziel ist
es, bis zum Sommer zwei bis drei
Leerstände einer Nachnutzung
zuzuführen“, so Kloss. „Seitens
der Stadt können wir da auch beratend
zur Seite stehen, etwa was
Förderungen betrifft.“
Danach soll das Projekt idealerweise
von den Eigentümern
selbst übernommen werden, sodass
eine positive Aufwärtsspirale
in Gang gesetzt wird.
J. Sommer (DBC), der Nikolaus und
S. Burgschwaiger (Brickcomplete) KK
Die Gartenbahn
trifft Tradition
■ Die Nikolausaktion „Nikolausdampf“
ist eine der beliebtesten
Veranstaltungen des
Dampfbahnclubs Graz. Heuer
fand das vorweihnachtliche
Event am 6. Dezember statt.
Der Nikolaus war in der Gartenbahnanlage
zu Besuch und
hatte für jedes Kind ein Sackerl
dabei. Diese waren voller
Geschenke, wie zum Beispiel
Playmobil-Figuren von Brickcomplete.
Die Idee dahinter:
ein kleines Dankeschön an die
treuen Fahrgäste.
Jetzt
sind die
Hauseigentümer
gefragt,
ihren Beitrag
zur
Attraktivierung
der Annenstraße
zu leisten.
LUEF
M. Schobel-Kollmann,
L. Lovepeace und B. Haas KK
Kunst am LKH
Graz II, West
■ Am LKH Graz II, Standort
West eröffnete die Ausstellung
„reLease – Art for Good’s Sake“
von Lisa Lovepeace – eine
Künstlerin, die nach Singapur
in Graz ihre Heimat gefunden
hat. Nach mehr als 25 Jahren
im Leadership- und Coaching-Bereich
hat die Künstlerin
eine 180-Grad-Wende
hin zu Farben, Kurven und
kreativer Energie gemacht. Mit
„reLease“ lädt Lovepeace zu
einem unmittelbaren, energiegeladenen
Erleben von Farbe
und Form ein.
12 graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Zehn Jahre Energie
SOZIAL. Die Energie
Graz stellte über die
Aktion „Energie gegen
Armut“ bislang
300.000 Euro an
Unterstützung bereit.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Die Energie-Graz-Geschäftsführer Josef Landschützer (l.) und Boris Papousek
setzen auf soziales Engegement und individuelle Beratungen. FISCHER
Seit nunmehr zehn Jahren
unterstützt die Energie Graz
mit ihrer Initiative „Energie
gegen Armut“ gezielt Haushalte
in finanziellen Notlagen in
Graz. Dieses Engagement, das
gemeinsam mit dem Sozialamt
der Stadt Graz und der Caritas
umgesetzt wird, umfasst verschiedene
Hilfsmaßnahmen, um
sicherzustellen, dass niemand in
der Stadt auf essenzielle Energieversorgung
verzichten muss.
Beliebtestes Musikfestival
MUSIK. Das Perseids Festival wurde zum „beliebtesten Musikfestival der
Welt“ gewählt. Organisiert wird die Veranstaltung von einem Grazer Team.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Ein kreatives Team aus der
steirischen Landeshauptstadt
organisiert das
Perseids Festival, das inzwischen
auch international Anerkennung
gewonnen hat. Es
handelt sich um ein viertägiges
Underground-Electronic-Music-Festival
auf der kroatischen
Insel Cres, das sich rein durch
die Community finanziert und
auf Sponsoren verzichtet.
Das Team hinter dem Festival
konnte heuer einen großen Erfolg
verzeichnen: Die Plattform
„Music Festival Wizard“ krönte
das Perseids Festival 2025 in
der Kategorie „Top 50 Favorite
Fests 2025 – Voter’s Choice“
zum beliebtesten Musikfestival
der Welt.
Was macht das Festival der
Das Motto: „Off the Comfort, off the Map, off the Mainstream.“
Grazer Veranstalter so besonders
und beliebt?
GETTY
300 Menschen
Das Festival ist auf 300 Gäste limitiert
und möchte damit eine
intime und authentische Atmosphäre
schaffen. Außerdem gilt
auf dem Festival das sogenannte
BYOD-Prinzip („Bring Your Own
Drinks“). Dabei können Teilnehmende
ihre eigenen Getränke
auf das Festivalgelände mitbringen.
Gecampt wird direkt in der
Natur am Strand. Das Festival
steht somit für eine bodenständige
und ehrliche Umgebung,
die den Underground-Charakter
wahrt. Ein Festival für all jene,
die Einfachheit, Authentizität
und elektronische Musik schätzen.
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 13
gegen Armut
Bisher wurden knapp 300.000
Euro an Unterstützung bereitgestellt.
Insgesamt profitierten
mehr als tausend Haushalte von
der Initiative. Zum zehnjährigen
Jubiläum stockt die Energie Graz
die Aktion zusätzlich um 20.000
Euro auf. Die gesammelten Mittel
werden zur Begleichung von
Zahlungsrückständen oder für
Energie effizienzmaßnahmen
verwendet, um nachhaltige Hilfe
zu leisten. Spenden sind bereits
ab fünf Euro über die Website des
Unternehmens möglich.
Härtefallfonds
Als Reaktion auf die Energiekrise
richtete die Energie Graz zudem
einen Härtefallfonds mit einem
Gesamtvolumen von einer Million
Euro ein. Dieser Fonds ermöglicht
unbürokratische Soforthilfen
von bis zu 800 Euro für
Haushalte mit niedrigem Einkommen.
Rund 1400 Haushalte
erhielten bereits Unterstützung
in Höhe von etwa 450.000 Euro.
Die Beantragung und Auszahlung
erfolgen ebenfalls über das
Sozialamt der Stadt Graz und die
Caritas.
Ergänzend zu den finanziellen
Hilfen bietet die Energie Graz
persönliche Energieberatungen
an, bei denen Experten Tipps
zur Reduzierung des Energieverbrauchs
geben. Bei Zahlungsschwierigkeiten
werden im
Rahmen dieser Gespräche auch
Lösungen wie Ratenzahlungen
vereinbart. „In so gut wie allen
Fällen finden wir hier auch eine
Lösung“, erzählen die Geschäftsführer
Boris Papousek und Josef
Landschützer. „Mit gezielten
Hilfen und Beratungsangeboten
stehen wir all jenen zur Seite, die
auf Unterstützung angewiesen
sind, damit niemand in Graz auf
Strom oder Wärme verzichten
muss.“
14 graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Hilfe für Wintergastgärten
BESCHLUSS. Gute Nachrichten für Gastgartenfreunde! Im Gemeinderat wurde einstimmig beschlossen,
die Gebühr für große „Schanigärten“ im Winter zu senken und die Gastronomen so zu entlasten.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Das Problem ist altbekannt,
jetzt wurde endlich
eine Lösung gefunden.
Gas tronomen, die einen
Gastgarten besitzen, müssen
für diesen auch Gebühren an
die Stadt bezahlen, deshalb
schließen ihn auch die meisten
im Winter. Die großen, permanenten
Gastgärten hingegen
können kaum beziehungsweise
nur unter großen Anstrengungen
weggeräumt werden. Diese
Betriebe sind dadurch gezwungen,
ihren Gastgarten im Winter
stehen zu lassen, obwohl er in
dieser Zeit kaum oder gar nicht
genutzt werden kann. Die volle
Gastgartengebühr fällt jedoch
weiterhin an, obwohl kein oder
nur ein sehr geringer wirtschaftlicher
Nutzen entsteht. Auf eine
Initiative der ÖVP hin wurde im
Gemeinderat nun einstimmig
beschlossen, dass jene Gastgartenbetreiber
in den Wintermonaten
von 1. November
bis 31. März nur die Hälfte der
anfallenden Gebühr bezahlen
sollen. Wie das im Detail funktionieren
soll, wird nun geprüft.
Starkes Signal
„Das ist ein starkes und wichtiges
Signal für unsere Grazer
Gastronomiebetriebe“, meint
Wirtschaftsstadtrat Kurt Hohensinner.
„Wer seinen Gastgarten
aus baulichen oder technischen
Gründen im Winter
nicht abbauen kann, darf dafür
nicht auch noch finanziell bestraft
werden. Mit einer Halbierung
der Gebühren schaffen wir
mehr Fairness und entlasten
jene Betriebe, die ohnehin mit
steigenden Kosten zu kämpfen
Die Gebühr für Gastgärten soll im Winter nur noch die Hälfte betragen. GETTY
haben.“ Auch SPÖ-Klubvorsitzende
Daniela Schlüsselberger
ist von der Richtigkeit dieser
Maßnahme überzeugt: „Die
Gastronomiebetriebe brauchen
derzeit jegliche Unterstützung
durch die Stadt, die sie nur kriegen
können.“
Die Jury ist bereit zum Voten
ANNENSTAR. Die Jury für den AnnenStar 2025 steht bereits
und ist schon mitten im Bestaunen, Überlegen und Bewerten.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Nicht mehr lange
und wir wissen,
wer der Annen-
Star 2025 ist. Mittlerweile
steckt auch die Jury
mitten in den Voting-
Vorbereitungen. Die
Schaufenster werden
aufmerksam betrachtet
und nach persönlichen
Eindrücken bewertet.
Die fünfköpfige Jury
besteht aus Barbara
Nußmüller von Creative
Industries Styria, Künstler
Tom Lohner, der
neuen Citymanagerin
Graz Elisa-Maria Steinberger,
Advent-Organisation-Verantwortliche
Verena Hölzlsauer und
Marketingleitung Kastner
& Öhler Andrea Krobath.
Für den AnnenStar haben
20 Unternehmer der
Annenstraße ihre Schaufenster
mit viel Kreativität,
Liebe zum Detail
und weihnachtlichem
Zauber gestaltet.
Die Straße präsentiert
sich in ihrer schönsten
Festtagsstimmung und
lädt Kunden, Passanten
und Besucher ein, den
Winter auf besonders
stimmungsvolle Weise
zu erleben.
Letzte Chance
Noch bis zum 24. Dezember
können Kunden
mitvoten und gleichzeitig
am Gewinnspiel teilnehmen:
Dafür einfach
ein Foto vor dem Lieblingsschaufenster
machen
und an office@
grazer.at schicken.
Unter allen Einsendungen
werden mehrmals
100-Euro-Graz-Gutscheine
verlost.
Beim Jury-Treffen
haben sich Verena
Hölzlsauer (l.)
und Elisa-Maria
Steinberger alle
Betriebe angesehen,
die am
AnnenStar 2025
teilnehmen. KK
Der renommierte
Künstler Tom
Lohner freut
sich auf das
Voting. KK
EINE ENTGELTLICHE KOOPERATION MIT DER STADT GRAZ
www.grazer.at
www.grazer.at
16 graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Femizide benennen
In den vergangenen Monaten haben
sich in Österreich erneut Morde
an Frauen ereignet. Was jedoch
ebenso alarmierend ist wie die
Gewalt selbst ist die Art und Weise,
wie diese Fälle medial dargestellt
werden. Immer wieder lesen
wir Begriffe wie „Familiendrama“,
„Eifersuchts-Tat“ oder „Tötung aus
Leidenschaft“. Doch all diese Formulierungen
verschleiern, worum
es in Wahrheit geht: Femizid. Ein
Femizid ist nicht einfach ein „Mord
an einer Frau“. Er ist das Ergebnis
von Machtstrukturen, Kontrolle,
Besitzansprüchen und tief verwurzelten
gesellschaftlichen Vorstellungen
darüber, was Frauen dürfen,
wie sie zu sein haben und wem
sie „gehören“. Wenn in Artikeln
stattdessen von „Eifersuchts-Tat“
oder „Streit eskalierte“ die Rede
ist, wird genau dieser Hintergrund
unsichtbar gemacht. Solche Begriffe
verharmlosen, verzerren und
lassen die eigentliche Dimension
dieser Gewalt verschwinden. Die
Medien sind nicht bloß neutrale
Beobachter. Sie prägen Diskurse,
beeinflussen Wahrnehmung und
können aktiv dazu beitragen, dass
Gewalt erkannt und bekämpft
wird. Femizide sind kein Randthema.
Sie sind Ausdruck tief verwurzelter
Ungleichheit. Nur wenn wir
sie als solche benennen, können
wir sie gesellschaftlich, politisch
und strukturell bekämpfen.
Marco Romor
* * *
Sorge
Als langjähriger Bewohner des Bezirks
Eggenberg beobachte ich mit
großer Sorge die jüngsten Veränderungen
im öffentlichen Raum. In
den vergangenen Wochen wurden
im unmittelbaren Wohnumfeld
mehrere dringend benötigte Parkplätze
entfernt bzw. umgewidmet,
um neue Baumpflanzungen vorzunehmen
– und auch im Geviert
rund um die Rochelgasse ist eine
weitere Reduktion der Parkflächen
geplant.
Die Parkplatzsituation war bereits
bisher äußerst angespannt. Viele
Haushalte verfügen weder über
eine Tiefgarage noch über einen
privaten Stellplatz und sind daher
auf die öffentlichen Parkmöglichkeiten
angewiesen. Die ersatzlose
Streichung von Stellflächen
bedeutet für zahlreiche Anrainer
eine massive Einschränkung im
Alltag – besonders für Familien,
ältere Menschen und Personen mit
eingeschränkter Mobilität. Grundsätzlich
unterstütze ich selbstverständlich
Maßnahmen zur Begrünung
und Klimaanpassung. Diese
dürfen jedoch nicht zulasten der
Lebensqualität der Bewohner gehen.
Nachhaltige Stadtentwicklung
braucht Lösungen, die Umweltziele
und soziale Bedürfnisse
gleichermaßen berücksichtigen.
Genau das scheint hier nicht gegeben
– zumal keinerlei Alternativen
oder Ausgleichsmaßnahmen kommuniziert
wurden.
Erwin Zibert
* * *
Fahrlässig
Graz liegt bundesweit bei den
Feinstaubwerten an letzter Stelle.
Zudem macht das Grazer Umweltamt
auf die Halbierung erlaubter
Grenzwerte im Jahr 2030 aufmerksam,
es brauche somit ein ganzes
Maßnahmenbündel. Der deutsche
Bundestag hat am 4. Dezember
ein Gesetz zur Beschleunigung des
Ausbaus von Geothermieanlagen,
Wärmepumpen und Wärmespeichern
für den klimaneutralen
Ausbau der Wärmeversorgung beschlossen.
Es ist fahrlässig, dass die
Politik es bisher nicht schafft, das
bis 2030 realisierbare Geothermieprojekt
für die Wärmeversorgung
von Graz auf Schiene zu bringen,
und stattdessen mit viel Werbeaufwand
auf eine schadstoffmäßig
problematische, nicht klimaneutrale
und teure Müllverbrennung
mitten in Graz setzt.
Viktor Pölzl
* * *
Kein Verständnis
Für die weitere Umgestaltung der
Kaiserfeldgasse sollen rund fünf
Millionen Euro investiert werden,
diese sollen in erster Linie der Gesundheit
einiger zugutekommen.
Für den Erhalt der Burgruine
Gösting, jahrzehntelang eines der
beliebtesten Nahausflugsziele der
Grazer mit prächtigem Blick auf
die Stadt (und 100.000en Bäumen),
ist hingegen keinerlei Geld
vorhanden.
Gerhard Ofner
Jetzt App downloaden!
Vergangene Woche
im täglichen E-Paper
Neue Citymanagerin
■ Der Fall rund um eine Not-
OP, bei der eine Zwölfjährige ein
Bohrloch am Schädel gesetzt
haben soll, endete am Mittwochnachmittag
mit einem Freispruch
für die beiden diensthabenden
Ärzte. Das Kind war dabei, soll
aber nicht selbst gebohrt haben.
Aus dem Gemeinderat
■ Am Dienstag stellte Elisa-Maria
Steinberger als neue Citymanagerin
von Graz gemeinsam mit
Stadtrat Kurt Hohensinner ihre
Visionen für die Stadt vor. Eine davon
ist, einen Hörsaal in der Stadt
zu machen, um wieder mehr junge
Leute hineinzubringen.
Urteil: Freispruch
■ Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen
Donnerstag ging es ans
Eingemachte. 49 Punkte standen auf
der Tagesordnung. Neben dem Planungsbeschluss
der Straßenbahnlinie
8 wurde auch die Millionenklage
zur Neutorbaustelle diskutiert.
KK, KK, GETTY
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 17
14 Bäume für die Fröhlichgasse
LEBENDIG. In der Fröhlichgasse werden im kommenden Jahr zahlreiche Bäume im Schwammstadt-
Prinzip gesetzt. Bei allen Neupflanzungen können Interessierte eine Baumpatenschaft übernehmen.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Auch die Fröhlichgasse
wird im nächsten Jahr
deutlich grüner. Voraussichtlich
im März werden vier
neue Bäume bei der Bushaltestelle
auf der Nordseite und zehn
auf der Südseite gepflanzt. Ein
Großteil dieser Bäume wird nach
dem Schwammstadt-Prinzip gesetzt.
Dieses Prinzip unterstützt
Städte bei der natürlichen Wasserregulierung:
Die Grünflächen
nehmen das Regenwasser auf
und speichern es. Die Kanalisation
wird dadurch entlastet, und
gleichzeitig steht das Wasser den
Pflanzen später zur Verfügung.
In den vergangenen drei Wochen
wurden rund hundert
Bäume in Graz gepflanzt, heißt
es seitens der Fachabteilung für
Grünraum und Gewässer der
Stadt Graz.
„Bäume sind kein Luxus, sondern
Teil einer lebenswerten
Stadt. Darum setzen wir laufend
neue Pflanzungen um“, betont
Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner.
Patenschaft
Für alle Neupflanzungen können
Baumpatenschaften übernommen
werden – eine Aktion der
Stadt Graz, die seit vergangenem
Jahr läuft. Solange es noch keinen
Paten gibt, ist auch für alle
Bestandsbäume eine Pflegepatenschaft
möglich. Die Patenschaften
starten bei 50 Euro und
werden für 15 Jahre übernommen
– gepflanzt wird im Herbst
oder Frühling. Mehr Details zu
der Aktion gibt es auf der Website
der Stadt Graz.
Die Fröhlichgasse bekommt voraussichtlich im März nächsten Jahres 14 neue
Bäume. Die Straße wird dadurch um einiges grüner und belebter. GETTY
szene
graz
20 www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
18
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Wenn die Musik kickt, ist es, als würden
wir zeitreisen. Wenn wir danach zurück
ins Hotel kommen und versuchen, aufzustehen,
tut alles weh.“
Kevin von den Backstreet Boys beim Konzert in Schladming H. HINTERDORFER
Das Diskurs-Programm
widmet sich
unter dem Leitmotiv
„Vital Signs“ den
Lebenszeichen einer
Welt zwischen Krise
und Neubeginn. POLYGONIA
Elevate: Musik,
Kunst und Diskurs
FESTIVAL. Vier Tage
voller Klänge, Kunst
und Kreativität. Das
Elevate kommt auch
2026 wieder nach Graz.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Musik, Kunst und politischer
Diskurs: Das Elevate
Festival kehrt von
5. bis 8. März 2026 zurück. Das
spartenübergreifende Programm
vereint Performances, Konzerte,
Installationen und DJ-Sets mit
Workshops, Film-Screenings,
Vorträgen und Diskussionen.
Internationale Ikonen treffen
auf aufstrebende Talente, lokale
Szenen auf globale Perspektiven,
ein Zusammenspiel, das dem
Festival seit Jahren seine besondere
Dynamik verleiht. Das Musikprogramm
des Elevate 2026
verknüpft wie jedes Jahr mannigfaltige
ästhetische Strömungen
zu einem musikalischen Melting
Pot: von progressiven Club-
Sounds über Avant-Pop und
melancholischen R&B bis hin zu
immersiven Performances und
ekstatischer Improvisation.
Der Stargast dieses Jahr ist niemand
Geringerer als Marc Almond,
der legendäre Frontsänger
der 80er-Jahre-Kultformation
Soft Cell. Er präsentiert ausgewählte
Soft-Cell-Songs wie „Tainted
Love“ sowie eigene Werke.
Auch die heimische Musikszene
ist stark vertreten. Unter den
bekanntesten Acts findet sich die
gehypte Eli Preiss, die am Samstag
im Orpheum auftritt. Ebenfalls
dort zu sehen ist der österreichische
Musiker, Produzent und
Komponist Aki Traar mit Band.
Opening
Auch jenseits der poppigen Klänge
gibt es viel zu entdecken.
Zum Festival-Start präsentiert
das Elevate in Zusammenarbeit
mit der Kunstuniversität Graz
und unter der künstlerischen
Leitung des Klangforum Wien
Steve Reichs Schlüsselwerk
der Minimal Music. Hinter dem
klingenden Namen DÄ LIVER
stecken die zwei interdisziplinär
aktiven Künstlerinnen Maja
Osojnik und Stina Fors.
Das Diskursprogramm widmet
sich den Lebenszeichen unserer
Zeit und der Frage, wie sich Lebendigkeit
in Systemen finden
oder herstellen lässt, die vielerorts
erschöpft wirken und unter
großem Druck stehen.
Sprecher sind unter anderen
die freie Journalistin Seyda Kurt,
Ärztin Gilda Sahebi, der Medien-
und Technologietheoretiker
Douglas Rushkoff, Simon(e)
van Saarloos, Theologe und
Konfliktforscher Wolfgang Palaver,
Journalist Christian Schiffer,
Künstlerin Mary Maggic, Politikwissenschaftler
Sven Biscop,
Künstlerin und Forscherin Birgit
Bachler und Soziologin und Klimawissenschaftlerin
Ilona Otto.
So verspricht das Elevate Festival
2026 wieder intensive Erlebnisse,
neue Impulse und unvergessliche
Momente.
Elevate-Programm
■ Aki Traar
■ Amnesia Scanner
■ Anika
■ Anna Z
■ Benedikt Alphart
■ Cabaret Voltaire
■ Carrier
■ DÄ LIVER
■ Dame Area
■ Darwin
■ DJ Spinn
■ DJ Storm
■ Eli Preiss
■ gyrofield
■ Josey Rebelle
■ Kittin
■ KUNTARI
■ Marc Almond
■ Maria Somerville
■ Mitra
■ Modeselektor
■ OJOO
■ Pinch
■ PLF
■ Polygonia
■ Spekki Webu NL & Woody92
■ Stenny
■ Steve Reich
■ Toupaz
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
szene graz 19 21
KANIZAJ, FISCHER
Barbara Riener
GEBURTSTAGSKINDER
Helmut List
Wir wünschen der ehemaligen
ÖVP-Klubobfrau alles Gute zu ihrem
morgigen 63. Geburtstag.
DER WOCHE Der AVL-Chef wird am 20. Dezember
84 Jahre alt. Wir sagen
Happy Birthday!
Happy Birthday!
Kreischalarm in Schladming
HIGHLIGHT. Am vergangenen Wochenende gastierte die amerikanische Kult-Popband Backstreet
Boys für drei Konzerte in Schladming. Zahlreiche Grazer Promis ließen sich das nicht entgehen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wenn Millenials wieder
zu Teenangern
werden, dann ist Ski-
Opening in Schladming mit den
Backstreet Boys. Rund 50.000
durchwegs weibliche Fans aus
der ganzen Welt pilgerten sehr
zur Freude von Veranstalter
Klaus Leutgeb in die Steiermark,
um die ersten Auftritte
der Kult-Popband seit mehr als
einem Jahrzehnt live zu erleben.
Und die Besucher wurden
nicht enttäuscht. An drei Tagen
feuerten die Jungs ein Hitfeuerwerk
ab, das die zahlreichen
Fans wieder in ihrer Jugendzeit
zurückbeamte. Auch die Tanzschritte
saßen nach 30 Jahren
Karriere noch perfekt.
Zudem merkte man den Amerikanern
an, wie sehr sie es
genossen, nach so langer Zeit
wieder in Österreich aufzutreten.
„Wir haben in Österreich,
Deutschland und der Schweiz
unsere Karriere gestartet. Dafür
sind wir sehr dankbar“, so die
Backstreet Boys während des
Konzertes.
Promidichte
Die Hits der Backstreet Boys
sangen lauthals mit: Landeshauptmann
Mario Kunasek
mit Gattin Sabrina, die Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom, die Landesrätinnen
Simone Schmiedtbauer
und Claudia Holzer,
FPÖ-Klubobmann Marco Triller,
STG-Geschäftsführer Michael
Feiertag, Musiker Paul
Pizzera, Cheyenne Ochsenknecht
mit Gatte Nino Sifkovits,
die Vizepräsidentin der
Österreichischen Notariatskammer
Marcella Handl, „Motion
Cooking“ Gerhard Dragschitz,
das Ivents- Trio Astrid Perna,
Markus und Alexandra Lientscher,
Ex-Sturm-Goalie Christian
Gratzei und Agenturchefin
Kristin Orthacker, die von Gabriela
Kinzer begleitet wurde.
Landeshauptmann Mario Kunasek (2. v. l.) mit Veranstalter Klaus Leutgeb (r.)
und den Backstreet Boys Howie, AJ, Nick, Kevin und Brian (v. l.) PETRA MITTEREGGER
20 szene
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Neue Sanitary Lounge
■ Mit Humor, Stil und überraschend
viel Ästhetik eröffnete die
Bar Amouro am Mittwochabend
ihre neue Sanitary Lounge. Was
auf den ersten Blick nach einer
ungewöhnlichen Idee klang –
eine Party zu Ehren der neuen
WC-Anlagen –, entpuppte sich als
stilvoll inszeniertes Design-Event
mit ironischem Unterton und hoher
Aufmerksamkeit der geladenen
Gäste. „Wir wollten zeigen,
dass selbst Orte, die normalerweise
keine Bühne bekommen,
mit der richtigen Gestaltung eine
ganz eigene Präsenz entwickeln
können. Die Sanitary Lounge ist
ein Statement – funktional, aber
mit Haltung und Humor“, erklärt
Judith Schwarz, Designerin der
neuen Räume und Geschäftsführerin
des Aiola Living Store.
Begleitet wurde der Abend von
DJ-Sounds, ausgewählten Drinks
und einer entspannten Atmosphäre.
Der Cirque Noël 2025 präsentiert zwei gefeierte neue Produktionen, die
den Facettenreichtum in einzigartiger Weise widerspiegeln. ANDY PHILLIPSON
Cirque Noël verzaubert
■ Das Festival Cirque Noël Graz
präsentiert heuer zwei internationale
Spitzenproduktionen, die
den Facettenreichtum des zeitgenössischen
Zirkus in all seiner
künstlerischen Breite zeigen. Von
20. Dezember bis 10. Jänner verwandeln
FLIP Fabrique aus Québec
und Circa aus Brisbane das
Orpheum Graz in eine Bühne für
Staunen, Emotion und außergewöhnliche
Akrobatik.
Den Auftakt rund um die Weihnachtszeit
macht FLIP Fabrique
mit Six°. Die gefeierte Gruppe ist
bekannt für ihren enormen Ideenreichtum,
ihre Spielfreude und
ihren unverwechselbaren Humor.
In Six° treffen fünf Menschen in
einem geheimnisvollen, tief im
Wald gelegenen alten Gemäuer
aufeinander. Aus diesem zufälligen
Zusammentreffen entsteht
eine poetische, zugleich kraftvolle
Sternstunde der Akrobatik, die
die Grenzen zwischen Theater,
Bewegungskunst und Zirkus verschwimmen
lässt.
Zum Jahreswechsel übernimmt
die australische Compagnie
Circa mit der Produktion Wolf.
Unter der Regie von Yaron Lifschitz
widmet sich Circa großen
Themen wie menschlicher Entwicklung,
Beziehungen und dem
inspirierenden Chaos des Zusammenlebens.
Wolf gilt als ein Stück,
das die Freude an Körperlichkeit,
die Intensität menschlicher Verbundenheit
und die Kraft des zeitgenössischen
Zirkus unmittelbar
und berührend erlebbar macht.
Mit diesen beiden Produktionen
bestätigt der Cirque Noël
Graz einmal mehr seinen Ruf
als Festival, das internationales
Spitzen-Niveau nach Österreich
bringt.
Alle Fotos auf
www.grazer.at
Geschäftsführer der Bar Amouro Alex Knoll und Judith Schwarz, Designerin
der neuen Räume und Geschäftsführerin des Aiola Living StoreANJA KAUFMANN
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at szene
Nikolai Soritz, GF Long Living Immobilien, Fabio Urban, Junior-
Chef San Pietro, Franz Rößl, GF Long Living Immobilien (v. l.) KK
Feiern wie früher für 40+
■ Die TV- und Radiomoderatorin Verena Schneider
fragte sich: Wohin in den 40ern, um richtig zu feiern und
am nächsten Tag trotzdem fit zu sein? So entstand die
Idee zu Shorty Forty, ein Club, der früher startet, aber
genauso viel Energie hat. Seitdem feiern hunderte Menschen
über 40 jeden zweiten Samstag im Monat in Wien
im U4. Am 24. Jänner findet Shorty Forty das erste Mal in
Graz statt. Ganz nach dem Motto: feiern wie damals, nur
heute und früher im Univiertel im Kottulinsky. „Ich hab
viele Nachrichten bekommen, dass ich doch unbedingt
nach Graz kommen soll. Und weil Graz und die Steiermark
schon ewig einen Platz in meinem Herzen haben,
war die Entscheidung einfach“, erzählt Schneider.
Long Living Charity-Event
■ Long Living Immobilien veranstaltete bereits zum
dritten Mal sein Charity-Event zugunsten der Steirischen
Kinderkrebshilfe. Insgesamt konnten beeindruckende
19.000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden.
Wie in den Jahren zuvor wurden aus der San-Pietro-
Weihnachtshütte Punsch und Glühwein ausgeschenkt.
Das Küchenteam verwöhnte die Gäste mit köstlicher
Pasta und Pinsen, bevor Kaiserschmarren serviert wurde.
Nicht entgehen ließen sich das unter anderen Star-
Anwältin Karin Prutsch-Lang, WIGA-Geschäftsführer
Dominik Konrad, Primarius Werner Maurer-Ertl, Prokurist
Sebastian Pongratz und Martin Benesch, Vorstandsmitglied
Steirische Kinderkrebshilfe.
Die Veranstalterin Verena Schneider bei Shorty Forty in
Wien – und nun auch bald in Graz
KATHARINA STIFFLER
Rudi Roth, Cattina Leitner, Nina
Vaskunlahti, Peter Riedler (v. l.)
21
Finnland feiert
Unabhängigkeit
R
■ Cattina Leitner, Honorarkonsulin
der Republik Finnland,
lud auch heuer wieder zu
einem Empfang anlässlich des
finnischen Unabhängigkeitstages
ein. Finnland wurde bereits
zum 18. Mal zum glücklichsten
Land der Welt gewählt. Es gratulierten
die Botschafterin der Republik
Finnland Nina Vaskunlahti,
Peter Riedler, Präsident
der Österreichisch-Finnischen
Gesellschaft in der Steiermark,
sowie zahlreiche Konsules mit
Doyen Rudi Roth an der Spitze.
22 szene
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Gerhard Vollmann, Brigitte Wohlmuth
und Susanne Jagsch (v. l.) HYPO VORARLBERG
Hypo Vorarlberg:
Vernissage
■ Am 4. Dezember wurde in der
Grazer Filiale der Hypo Vorarlberg
die Vernissage von Brigitte
Wohlmuth eröffnet. Menschlichkeit
liegt ihr sehr am Herzen,
deshalb war es der Künstlerin ein
Bedürfnis, ein Bild zugunsten des
Vereins Help4Kids zur Verfügung
zu stellen. Ebenfalls mit dabei
waren Help4Kids-Präsidentin
Susanne Jagsch und Ehrenpräsident
Helmuth Gruber. Die
Ausstellung wird in den nächsten
Monaten in den Räumlichkeiten
der Hypo Vorarlberg am Joanneumring
7 zu sehen sein.
Rotary: Spendenübergabe
■ Der Rotary Club Graz-Fortuna konnte im Rahmen
seiner Black-Tie-Charity am Internationalen Tag der
Armut ein starkes Zeichen regionaler Solidarität setzen.
Dank der Unterstützung zahlreicher Spender
sowie der engagierten Partnerunternehmen Aiola,
Bergfuchs und Legero wurden aus 10.000 Euro an
Geldspenden beeindruckende 30.000 Euro an dringend
benötigten Hilfsgütern generiert. Diese wurden
nun an die Vinzi-Häuser übergeben – Hilfe, die unmittelbar
ankommt! Der Rotary Club Graz-Fortuna
lädt zudem zum nächsten Rotary Clubbing am Freitag,
16. Oktober, ein – eine weitere Gelegenheit, sich
zu vernetzen und gemeinsam Gutes zu tun.
Mark Seibert, Missy May, Alfons Haider, Hannes
Kartnig, Maya Hakvoort, Lukas Perman (v. l.) MARTIN WIESNER
Matthias Reckenzaun, Andreas Miller, Björn Pildner-Steinburg,
Nicola Baloch, Martin Stihsen und Barbara Goricki-Gubo (v. l.) KK
Ein Abend der großen Stimmen
■ Am 11. Dezember brachte der ehemalige Sportfunktionär
und Unternehmer Hannes Kartnig mit der großen
Weihnachtsgala der Musicalstars Stimmung in die Grazer
Stadthalle. Ganz nach seinem Motto „Die stillste Zeit des
Jahres muss nicht wirklich leise sein“ erwartete die Besucher
ein Abend voller Glanz.
Nach der Gala fand noch ein Meet and Greet mit den
Künstlern statt.
Nicht entgehen ließen sich die Veranstaltung die ehemaligen
Landeshauptmänner Hermann Schützenhöfer und
Christopher Drexler, SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz,
Geschäftsführer der Bühnen Graz Bernhard Rinner, Johann
und Grete Umschaden und Designer La Hong.
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eco
graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Sabrina Naseradsky
24 sabrina.naseradsky@grazer.at
Es ist in unserer Stadt ja schon fast
verpönt, groß zu denken.“
WK-Graz-Obmann Bernhard Bauer anlässlich
des Starts der Koralmbahn über die Jahrhundertchancen,
die die Stadt womöglich verpasst KK
René Jonke
Insolvenzen
leicht rückläufig
Die Firmenpleiten sind leicht rückläufig. Bei den Privatkonkursen zeigt sich laut aktueller Statistik des KSV1870 eine Stagnation.
PLEITEN. Der KSV1870
hat diese Woche die
neue Insolvenzstatistik
für die Steiermark
veröffentlicht.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Mit einem Minus von
2,4 Prozent oder 723
Fällen ist die Zahl der
Firmenpleiten in der Steiermark,
ausgehend von einem hohen Niveau
und gemessen am Vorjahr,
leicht rückläufig. Auch die Passiva
sind im Vergleich zu 2024 um
88,6 Prozent auf rund 476 Millionen
Euro gesunken. Aufgrund
der jahrelangen Negativspirale
schlittern aber weiterhin zwei
Unternehmen pro Tag in die Pleite.
In Graz sind heuer 210 Unternehmen
in die Pleite gerutscht.
Das ist ein Minus von 18 Prozent
gegenüber 2024. Da waren es 257
Unternehmen. Die Passiva beliefen
sich auf 127 Millionen Euro.
70 Unternehmen mussten in
diesem Jahr in Graz-Umgebung
Insolvenz anmelden. Im vergangenen
Jahr waren es noch 99. Somit
ergibt sich ein Minus von 29
Prozent.
„Das Insolvenzaufkommen ist
auch im historischen Vergleich
TopJobs
■ Buchhalter (m/w/d)
- Jugend am Werk sucht einen Buchhalter als Karenzvertretung. Voraussetung:
absolvierte Buchhalterprüfung. Das kollektivvertragliche Mindestgehalt
beträgt zwischen 2.794,50 Euro und 3.210,60 Euro (Basis Vollzeit).
■ Inklusiver Elementarpädagoge (m/w/d)
- Die Stadt Graz sucht einen Elementarpädagogen. Abgeschlossene
Ausbildung mit Zusatzqualifikation Inklusive Pädagogik. Das
Mindestgehalt beträgt 3.123,90 Euro (pro Monat).
In Kooperation mit
www.
unverändert hoch, und eine Abflachung
der Kurve steht unmittelbar
nicht bevor. Angesichts
dessen, dass in den vergangenen
zwölf Monaten zahlreiche
staatliche Förderungen beendet
wurden und es in den letzten
Jahren jeweils rund 11.000 Neugründungen
gab, ist das derzeitige
Insolvenzniveau nicht völlig
ausgeufert“, erklärt René Jonke,
Leiter KSV1870 Region Süd.
Die größte Pleite in Graz hat
die myWorld hingelegt, mit Passiva
in der Höhe von 32,4 Millionen
Euro. In Graz-Umgebung
war Julius Mario Krenn mit 11,4
Millionen Euro die größte Insolvenz.
GETTY, FURGLER
Privat
Keine Bewegung gibt es bei den
Privatkonkursen. Laut der aktuellen
Statistik des KSV1870
wurden im Jahr 2025 in der
Steiermark 985 Schuldenregulierungsverfahren
eröffnet. Das
sind rund drei Fälle pro Tag. Die
vorläufigen Passiva sind zudem
um 2,7 Prozent auf 108 Millionen
Euro gesunken. Das sind im
Schnitt etwa 110.000 Euro pro
Schuldner. Auf Graz entfielen
von den 985 Insolvenzen insgesamt
293, das ist ein Minus von
10 Prozent. 2024 waren noch
325 Privatpersonen in die Pleite
geschlittert. Die Passiva beliefen
sich auf 23 Millionen Euro. Weit
schlechter stellt sich die Situation
in Graz-Umgebung dar. Hier
sind heuer 118 Menschen in eine
Insolvenz gerutscht, das ist ein
Plus von 26 Prozent gegenüber
2024. Hier waren es nur 94. Dafür
sind die Passiva von 15 Millionen
auf 10 Millionen Euro gesunken.
„Die Situation gestaltet sich unverändert
schwierig. Es hat den
Anschein, dass es den meisten
Menschen noch gelingt, mit ihren
finanziellen Mitteln über die
Runden zu kommen. Wie lange
dieser Zustand anhält, ist angesichts
der zuletzt wieder gestiegenen
Inflation jedoch fraglich“,
so Jonke.
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graz eco 25 27
➜
TEURER
GETTY (2)
Backwaren +8,3 %
Schlechte Nachrichten für alle weihnachtlichen
Naschkatzen. Backwaren
sind um 8,3 Prozent teurer geworden.
Finanzexperte Hannes Dolzer rät Unternehmen dazu, noch bis zum 15. Dezember
ihre Investments zu tätigen, um Vorteile zu lukrieren.
FISCHER
Investments noch tätigen
■ Unternehmen, die heuer noch
investieren wollen, sollten sich
beeilen, denn der Stichtag für viele
Fonds und institutionelle Produkte
ist der 15. Dezember. „Wer sich
noch bis zum 15. Dezember zum
Ankauf von Investmentfonds entscheidet,
profitiert von vielfältigen
Vorteilen“, betont Hannes Dolzer,
Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister
der WKÖ. Nach
diesem Stichtag besteht ein erhebliches
Risiko, dass Transaktionen
nicht mehr vor dem Jahreswechsel
verarbeitet werden können.
Wer sich hingegen noch rechtzeitig
zu einer Investition in Wertpapiere
entscheidet, kann dadurch
eine erhebliche Steuerersparnis
lukrieren, so Dolzers Tipp.
Erdäpfel –3,2 %
Gute Nachrichten für die Liebhaber
der tollen Knolle: Kartoffeln sind um
3,2 Prozent billiger geworden.
Wo ist Unternehmergeist?
■ Im Auftrag des Wirtschaftsbunds
Steiermark hat das Institut für Demoskopie
& Datenanalyse (IFDD)
mit dem „Unternehmerradar Steiermark“
das Gründungspotenzial
unseres Landes erhoben. „Ziel des
Unternehmerradars Steiermark ist
es, den Unternehmergeist in der
Steiermark zu erheben“, erklärt
Wirtschaftsbund-Direktor Jochen
BILLIGER
➜
Pack. Und ergänzt: „Wir müssen
darauf achten, dass genug Unternehmer
selbstständig werden. Es
soll mehr Gründungen geben.“ Die
Umfrage zeigt, dass 49 Prozent der
Befragten ihren Unternehmergeist
als ausgeprägt einschätzen. Allerdings
planen nur sieben Prozent,
sich in den nächsten drei Jahren
selbstständig zu machen.
WB-Direktor Jochen Pack (l.) und IFDD-Geschäftsführer Christoph Haselmayer
präsentierten den ersten „Unternehmerradar Steiermark“. FISCHER
Anton Maresch, Claudia Kocher-Peschl, Bernhard Bauer, Thomas Böck und Markus Ritter
(v. l.) appellieren an die Stadt, die Jahrhundertchance Koralmbahn zu ergreifen.
FISCHER
Die Chance nutzen
■ Ab 14. Dezember fährt die
Koralmbahn zwischen Graz und
Klagenfurt. Dies nahm die WKO
Graz zum Anlass, noch einmal
auf das enorme Potenzial der
neuen Bahnstrecke hinzuweisen.
„Wir dürfen diese Jahrhundertchance,
die sich uns derzeit bietet,
nicht liegen lassen. Die Stadt
Graz hat enormes Potenzial, das
wir nutzen müssen“, appelliert
WKO-Graz-Obmann Bernhard
Bauer einmal mehr an die Grazer
Stadtregierung. „Graz muss wieder
mehr Selbstvertrauen bekommen“,
gibt er sich nachdenklich.
Auch die Ideenlosigkeit der politisch
Verantwortlichen machen
ihm Sorgen. „Wir brauchen wieder
Belebung in der Stadt. Mit der
Bewerbung für den Song Contest
und das Ö3 Weihnachtswunder
haben wir große Chancen vertan“,
so Bauer. Gemeinsam mit den
Unternehmern Anton Ma resch,
Thomas Böck, Markus Ritter und
Claudia Kocher-Peschl fordert er
mehr Mut von der Stadt ein.
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viva
graz
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
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Feiertage und Co
Seuchen kennen keine Grenzen
– unsere Maßnahmen dürfen es
auch nicht.“
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer bei der
Landesveterinärreferentenkonferenz in Graz KK
Stress für Vierbeiner
Mit der
richtigen
Vorbereitung
werden die
Feiertage
rund um
Weihnachten
und Silvester
auch für
Haustiere ein
besonderes
Erlebnis.
GETTY,
FEIERTAGSSTRESS. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Umso mehr müssen wir auf
unsere Fellfreunde achten. Wir haben mit Katharina Gründl von der Arche Noah gesprochen.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Feiertage sind nicht nur für
Menschen stressig, sondern
auch für Haustiere. Wir haben
mit Katharina Gründl von
der Arche Noah über die Tage
rund um Weihnachten und
Silvester gemeinsam mit dem
Haustier gesprochen.
Stresssignale
Geschenke werden gekauft,
Kekse gebacken, die Wohnung
weihnachtlich geschmückt und
die Liebsten eingeladen. Feiertage
sind eine Ausnahmesituation,
und die Nerven laufen
schnell aus dem Ruder. „Ein Tier
spiegelt unsere Emotionen. Es
merkt, wenn die Menschen nervös
werden“, weiß Gründl und
holt aus: „Angst sollte man nie
ignorieren. Ruhiges Ansprechen
und Körperkontakt beruhigen
Hunde, sollten aber nicht aufgezwungen
werden.“
Gestresste Hunde ziehen sich
zurück, können „aber auch mit
Aggression reagieren. Weitere
Stresssignale sind etwa starkes
Zittern oder Kratzen an sich
selbst“, so Gründl. Auch Katzen
zeigen Stresssignale, indem sie
flüchten, verändertes Fressverhalten
zeigen oder sich übermäßig
putzen.
Gefahren
Gerade rund um Weihnachten
lauern viele Gefahren auf unsere
Vierbeiner. Neben brennenden
Kerzen kann auch festliche
Dekoration zur Gefahr werden:
Glasschmuck kann zerbrechen
und die Pfoten verletzen, Lametta
und kleine Dekofiguren
werden nicht selten verschluckt.
Aber auch Süßigkeiten, die Tiere
nicht vertragen, und hochgiftige
Pflanzen, wie Mistelzweige und
Weihnachtssterne, können für
die Vierbeiner gefährlich werden.
Rund um Silvester sind es
die Lichtblitze und lauten Knaller,
die die Tiere schrecken und
in den Panikmodus versetzen.
Vorbereitung
Die Vorbereitung ist das A&O.
Katharina Gründl gemeinsam mit
ihrer Hündin Runa
ARCHE NOAH
Bei allem, was man Tieren beibringt,
sollte man kleinschrittig
vorgehen. Die Expertin empfiehlt
gemeinsame Treffen mit
Tieren, Familie und Freunden
im Vorfeld. Auch den persönlichen
Rückzugsort, wo das Tier
nicht gestört wird, sollte es bereits
vor den Feiertagen kennen.
„Neben einer Höhle oder einem
Hundebett dürfen Wasser und
Futter nicht fehlen. Düfte und
Musik können die Tiere zusätzlich
beruhigen“, erklärt Gründl.
Auf Dekorationen muss nicht
verzichtet werden. Anstatt Glaskugeln
eignen sich Plastikkugeln,
Süßigkeiten sollten nicht
den Baum schmücken, sondern
separat aufbewahrt werden, und
unbeaufbesichtigte Kerzen sind
mit Tieren ein No-Go.
Wenn zu Silvester zu Beruhigungsmitteln
gegriffen wird, sollte
das unbedingt mit dem Tierarzt
abgeklärt und Tage zuvor
getestet werden. Außerdem sollten
Freigängerkatzen zu Silvester
am besten eine Nacht zuhause
bleiben. Außerdem rät Gründl
Katzenbesitzern, „ihre Fenster
nicht zu kippen“, denn Katzen
können darin hängen bleiben
und sich schwer verletzen.
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz viva 29 27
➜
IN
GETTY (2)
Cloud Dancer
Die Pantone-Trendfarbe für das Jahr
2026 lässt sich am besten als warmer
Off-White-Farbton beschreiben.
Mocha Mousse
Das gemütliche Braun ist 2026 nicht
mehr in. Inspiriert wurde die Pantone-
Trendfarbe von Schokolade und Kaffee.
OUT
➜
Ehrenhafte Leistungen
WICHTIG. Im Rathaus wurde der Menschenrechtspreis festlich verliehen.
■ Der Menschenrechtspreis wird
seit 2007 alle zwei Jahre verliehen.
Am Mittwoch, dem 10. November
und dem Internationalen Tag
der Menschenrechte, ging der
Preis an Irina Karamarkovic und
Dietmar Dragaric.
Karamarkovic ist nicht nur
Künstlerin, sondern auch Vorsitzende
des Migrant:innenbeirats.
Sie setzt sich unter anderem für
die Rechte von Grazern, die aufgrund
ihrer Herkunft aus einem
Nicht-EU-Land nicht wahlberechtigt
sind, ein.
Dragaric war Direktor des BG/
BRG Oeverseegasse, Vizepräsident
des Landesschulrats Steiermark
und Lehrbeauftragter an
der Pädagogischen Hochschule
Steiermark. Seit 2016 ist er Vorsitzender
der Österreichischen
Liga für Menschenrechte. Er verfasste
zahlreiche Publikationen
über Themen wie etwa die Geschichte
Zentraleuropas, Schicksale
von Jugendlichen in Krisenzeiten
sowie Kriegstagebücher
und Feldpost aus dem Ersten
und Zweiten Weltkrieg.
Der zehnte Menschenrechtspreis wurde im Grazer Rathaus in festlichem
Rahmen an Irina Karamarkovic und Dietmar Dragaric übergeben.
KK
Robert Krotzer gemeinsam mit
den Community Nurses FOTO FISCHER/STADT
Fortsetzung des
Projekts 2026
■ Die Community Nurses der
Gesundheitsdrehscheibe sind
ein fixer Bestandteil der Stadt. Sie
stehen Menschen beratend zur
Seite. Die Stadt Graz setzt das erfolgreiche
Projekt 2026 fort. „Die
Community Nurses stärken unser
Netz in der Gesundheitsversorgung
und ermöglichen vielen
Menschen, länger gut versorgt
zuhause zu leben“, so Stadtrat
Robert Krotzer.
Das Kinderbüro 2026
■ Das Kinderbüro, der Verein
zur Förderung der Kinderrechte,
setzt sich seit 25 Jahren für die
Sichtbarkeit, Umsetzung und
Weiterentwicklung von Kinderrechten
ein. Nach der Kürzung
der Basisförderung von 214.000
Euro steht das Kinderbüro im
kommenden Jahr vor einer umfassenden
Neuausrichtung.
Dementsprechend wurde diese
Woche die Zukunftsagenda
„Kinderbüro 2026“ präsentiert.
„Wir möchten uns langfristig so
aufstellen, dass unsere Arbeit
nicht mehr von öffentlichen
Förderstrukturen abhängig ist“,
heißt es von Finanzvorständin
Michaela Lukmann. Dies soll
unter anderem durch Mitgliedschaften,
Spendenprogramme,
Kooperationen, Crowdfunding
und die Stärkung des Ehrenamts
passieren. Zudem sollen Angebote
geschaffen werden, die die
Dienstleistungen und Expertise
des Kinderbüros professionell
nutzbar machen.
Präsident Gerhard Fruhmann, Finanzvorständin Michaela Lukmann und
Geschäftsführerin Waltraut Chimani (v. l.) haben die Agenda präsentiert. KK
28 viva
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Von der Schoko bis
Andrea Springer und Wolfgang
Grimus am Graz Airport GRAZ ARPORT
Griechenland
entdecken
■ Springer Reisen fliegt im
Sommer 2026 wöchentlich
auch ab Graz auf mehr als 20
griechische Inseln. „Wir freuen
uns auf die Zusammenarbeit
mit dem Graz Airport und
starten mit attraktiven Angeboten
in die neue Flugsaison.
Wir legen Wert auf kurze Flugund
Transferzeiten und bieten
sorgfältig ausgewählte, familienfreundliche
Hotels auf kleinen,
authentischen Inseln“, so
Andrea Springer, Geschäftsführerin
von Springer Reisen.
Josef Zotter (2. v. l.) zeigt mit seiner Tochter Julia (2. v. r.) und dem Team den Besuchern, wie Schokolade entsteht. GRAEME-KENNEDY
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at viva
29
zum Whiskey
KULINARISCH. Fast
jeden zieht es im
Winter in die Therme.
Dabei gibt es in den
Thermenregionen so
viel mehr zu erleben.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Genuss und Kulinarik werden
neben Thermenspaß
und Skigaudi in der Steiermark
großgeschrieben. Gerade
abseits der Thermen findet man
in den Regionen ein umfangreiches
und abwechslungsreiches
Angebot.
Genussvoll
Etwas ganz Besonderes für Groß
und Klein ist ein Ausflug in die
Zotter Erlebniswelt. Auf die Besucher
wartet eine spannende
Verkostungstour durch das Schokoladen-Theater.
Zudem erlebt
man live, wie Schokolade entsteht.
Im Schokoladen-Theater
wird man auf eine „Safari zum
Kakao“ in Tansania und Uganda
mitgenommen.
Hochprozentig wird es im
House of Whiskey, Gin & Rum
von David Gölles. Hier kann man
in die Welt voller hochprozentig
aufregender Geschichten eintauchen.
Insgesamt warten 700 Fässer
auf die Gäste.
Bier und Whiskey auf höchstem
Niveau erwarten die Gäste
im Lava Bräu. Im Rahmen einer
Führung durch die Brauerei wird
einem der Brauprozess nähergebracht.
Im Anschluss können
die Biersorten verkostet werden.
Auch der Whiskey, der seit 2003
produziert wird, kann natürlich
verkostet werden.
Zahlreiche Winzer bieten in
der kalten Jahreszeit Fassprobenverkostungen
an.
30 viva
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Vom Nightrace zum Skifliegen
SPORTLICH. In der Steiermark jagt ein Wintersportereignis das andere. Nach dem Ski Opening in Schladming
mit den Backstreet Boys stehen in den kommenden Wochen zahlreiche Sportveranstaltungen an.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Jahr für Jahr kommen die Skisportfans
in der Steiermark
voll auf ihre Kosten. Nicht
nur, dass sie sich über herrlich
präparierte Pisten freuen können,
auf denen sie sich selbst
sportlich betätigen können, es
warten auch zahlreiche spannende
Sportveranstaltungen auf
die Besucher.
Abfahrt
Klassisch wird es Anfang Jänner
im Ennstal. Bei der Planai-
Classic, Österreichs beliebtester
Winter-Rallye für Oldtimer,
kommen nicht nur Autofans
voll auf ihre Kosten. An drei Tagen
cruisen rund 50 Oldtimer
durch die Winterlandschaft des
Enns tals. Die Veranstaltung erweist
sich jedes Jahr aufs Neue
für die Fahrer sowohl navigatorisch
als auch fahrerisch als
Herausforderung. Ganz nach
dem Motto „Autofahren wie zu
Großmutters Zeiten“.
Auch 2026 gastiert der internationale
Skizirkus wieder in
Schladming. Skifans können
sich zuerst auf den Riesentorlauf
der Herren freuen. Ende
Jänner steht dann das Highlight
des Rennkalenders auf
dem Programm: Beim Nightrace
stürzen sich die Athleten
beim Slalom mutig die Piste hinunter.
Ebenfalls Ende Jänner verwandelt
sich Judenburg in das
Zentrum der Red Bull Ice Cross
World Championship.
Ende Februar steht der Kulm
wieder ganz im Zeichen des
Skiflug-Weltcups. Die besten
Skiflieger der Welt gastieren in
Bad Mitterndorf.
Winter-Highlights
2026 wird es sportlich
■ Planai-Classic: von 8. bis 10
Jänner. Winterabenteuer mit
Autos bis Baujahr 1972.
■ FIS-Nacht-Riesentorlauf
der Herren: am 27. Jänner in
Schladming als Ski-Hotspot
■ The Nightrace in Schladming:
am 28. Jänner. Das
Highlight im Rennkalender.
■ ATSXE Ice Cross World
Championship: von 30. Jänner
bis 1. Februar in Judenburg
■ Skiflug-Weltcup: Von 28.
Februar bis 3. März gastiert die
Skiflug-Elite wieder am Kulm
in Bad Mitterndorf.
Auch 2026 ist das Nightrace in Schladming
ein Highlight. WSV SCHLADMING | RAFFALT
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graz 33
mobil
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Ich komm aus einer Familie, in der
das Herz für die Eisenbahn hoch
schlägt. Mein Mann hat keinen
Lukas Steinberger-Weiß
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Führerschein und mein Sohn auch nicht.“
lukas.steinberger@grazer.at
Bgm. Elke Kahr bei der Koralmbahn-Eröffnung CHRISTIAN JUNGWIRTH
Die Koralmbahn ist jetzt
LH-Stv. Martin Gruber, Bürgermeister Christian Scheider und Elke Kahr, LH Mario Kunasek, ÖBB-CEO Andreas Matthä, Bundespräsident Alexander Van der
Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, LH Peter Kaiser, Vizekanzler Andreas Babler und Verkehrsminister Peter Hanke (v. l.) LAND STEIERMARK/ROBERT BINDER
LH Mario Kunasek, LR Claudia Holzer, LH a.D. Waltraud Klasnic, Bundesminister Peter
Hanke, LH-Stv. Manuela Khom und AK-Präsident Josef Pesserl (v. l.) LAND STEIERMARK/ROBERT BINDER
ÖBB-CEO Andreas Matthä und Bundespräsident Alexander
Van der Bellen bei der Zugtaufe am Hauptbahnhof ÖBB/CHRIS ZENZ
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
mobil graz 35 33
GETTY, ÖBB/HARALD EISENBERGER
... vor der Koralmbahn
Zuvor dauerte die Reise von
einer Stadt in die andere rund
zwei Stunden mit dem Bus.
MIT DEN ÖFFIS VON GRAZ
NACH KLAGENFURT
2 Stunden : 41 Minuten
... mit der Koralmbahn
Mit der Koralmbahn geht es
jetzt in schnellen 41 Minuten
von Graz nach Klagenfurt.
auf Schiene
SCHNELL. Die Koralmbahn
hat diese Woche
Fahrt aufgenommen.
Graz und Klagenfurt
trennt nur noch eine
41-minütige Zugfahrt.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Am 12. Dezember war
der Vorplatz des Grazer
Hauptbahnhofs voller
Menschen – und das nicht ohne
Grund. Die Koralmbahn wurde
offiziell eröffnet und fährt nun in
41 Minuten von Graz nach Klagenfurt.
Mit ihren 130 Kilometern
Bahnstrecke ist die Koralmbahn
die größte neu errichtete Bahnstrecke
in Österreich seit mehr
als 100 Jahren. Durch die Inbetriebnahme
eröffnen sich viele
neue Möglichkeiten für Wissenschaft,
Bildung, Wirtschaft, Kultur
und Tourismus. „Ein Projekt
mit vielen Superlativen, das auch
international heraussticht: kostenstabil,
umweltfreundlich und
technisch auf höchstem Niveau.
Österreich bleibt Europas Bahnland
Nr. 1 – mit dichtem Angebot
und höchster Qualität“, so Bundesminister
Peter Hanke.
Bundespräsident Alexander
Van der Bellen und Bundeskanzler
Christian Stocker haben
im Beisein zahlreicher wichtiger
politischer Vertreter die Bahnstrecke
gemeinsam symbolisch
eröffnet. Anschließend folgte die
Zugtaufe durch den Bundespräsidenten
und die lang ersehnte
Premierenfahrt nach Klagenfurt.
Am Nachmittag konnten erste
Interessierte die Koralmbahn
testen, zwischen den zwei Landeshauptstädten
hin- und herpendeln
und sowohl in Graz als
auch in Klagenfurt ein vielfältiges
Veranstaltungsprogramm
genießen.
Ein Festtag
Im Rahmen des Festakts hat Landeshauptmann
Mario Kunasek
gemeinsam mit Arbeiterkammer-Präsident
Josef Pesserl zu
einem Empfang in die Kammersäle
geladen. Zahlreiche Ehrengäste
aus Gesellschaft, Politik,
Wirtschaft, dem Verkehrsbereich
sowie Projektbeteiligte und die
Bürgermeister der Gemeinden
rund um die Koralmbahnstrecke
ließen den Tag gemeinsam ausklingen.
„Die neue Koralmbahn
ist ein Meilenstein der steirischkärntnerischen
Geschichte.
Mit der Inbetriebnahme dieses
Jahrhundert-Projektes rücken
die beiden Bundesländer noch
enger zusammen. Nicht nur geografisch,
sondern auch menschlich“,
freute sich Landeshauptmann
Mario Kunasek.
Der Premierenzug bei der Abfahrt am Grazer Hauptbahnhof
Alle Fotos auf
www.grazer.at
Koralmbahn
Zahlen, Daten, Fakten:
ÖBB/FINKER
■ Auf der Strecke liegen zwölf Tunnel mit einer Gesamtlänge von
50 Kilometern. Der Koralmtunnel ist 33 Kilometer lang und somit
der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt.
■ Auf der Bahnstrecke kann eine Betriebsgeschwindigkeit von bis
zu 250 km/h erreicht werden.
■ Es wurden 5,9 Milliarden Euro in den Bau der Strecke investiert
und 27 Jahre wurde gebaut.
■ Heute ist der Startschuss für Personenverkehr mit Fahrplanwechsel.
Rätsel-Lösung vom 7.12.2025
W M H E K P H
E L E F A N T A L I B I
R A I M Y A N M A R M
K A S E M A T T E N A B
S T C E S O L A N G E
A B K E H R A O I E E
A E R O B I C T I H R
A H A S A C H A T G A S
N I O C E S L E N A
M A N C H E E G O N F
Z U G H H A N S L I S T
S U E S S E N
G E N R E L A B
K U H N E O E
M O B I S I S
L E I N T E Lösung:
L A D I E S R U N RIELTEICH
Lösung:
RIELTEICH
Sudoku-Lösung
vom 14.12.2025
3 8 4 2 7 9 5 6 1
5 6 7 3 1 8 9 4 2
9 1 2 5 4 6 7 8 3
1 3 8 4 5 2 6 9 7
4 7 5 9 6 3 1 2 8
6 2 9 7 8 1 3 5 4
2 5 6 8 3 7 4 1 9
8 4 3 1 9 5 2 7 6
7 9 1 6 2 4 8 3 5
34
sport
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Je älter ich werde, desto
mehr vergisst der Körper
meine Wehwehchen.“
Abfahrerin Conny Hütter vor dem ersten
Saisonrennen in St. Moritz GEPA
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
Nach dem bei
weitem besten
Jahr seiner Karriere
steht Filip
Misolic in Australien
erstmals fix
im Hauptbewerb
eines Grand-
Slam-Turniers.
GEPA
Misolic und die harte Tour
BILANZ. Nach seinem bislang besten Jahr als Tennis-Profi zieht Filip Misolic Bilanz und erklärt,
warum er jüngst in Graz trainiert hat und warum er im neuen Jahr den Fokus auf den Hartplatz legt.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Auch wenn der Tennis-
Herbst ein wenig durchwachsen
war – 2025 war
das bislang beste Jahr in der
Karriere von Filip Misolic. „Bei
weitem sogar“, sagt der Grazer,
der aktuell im kroatischen Zadar
trainiert und vor kurzem auch in
Graz Bälle geschlagen hat. Und
zwar auf der Breakball-Anlage in
Andritz. „Es ist cool, dass es dort
jetzt drei Hartplätze gibt“, sagt
der 24-Jährige. „Ich würde auch
gerne helfen, mehrere gute Spieler
hierherzulocken, dann würde
ich auch öfter nach Graz zum
Training kommen“, sagt Misolic.
„Aktuell gehen die meisten aber
noch eher nach Wien.“
Misolic hat sich in Graz für die
ersten Turniere des neuen Jahres
in Australien eingeschlagen. Am
26. Dezember hebt er zum Turnier
nach Brisbane ab, danach
geht es zu den Australian Open
nach Melbourne. Dort steht er
als Nummer 79 der Weltrangliste
erstmals fix im Hauptbewerb
eines Grand-Slam-Turniers.
„Das ist ein cooles Gefühl.“
Vorbild Djokovic
2026 steht der Hartplatz voll im
Fokus von Österreichs Nummer
1. „Es gibt einfach viel mehr
Turniere auf diesem Belag als
auf Sand. Und wenn man auf
Filip Misolic beim Training auf der
Breakball-Anlage in Andritz KK/GÖRÖG
Hartplatz gut ist, hilft das auch
dem Spiel auf Sand. Umgekehrt
ist das leider nicht so“, erklärt
Misolic. Daher feilt er jetzt am
Timing, das auf dem schnellen
Belag anders ist als auf dem
langsameren Sand. „Und ich
muss noch mehr zu den Linien
spielen“, sagt er. „Im Fitness-Bereich
habe ich auch noch Luft
nach oben.“
Neben zwei Siegen bei Challenger-Turnieren
in Posen und
Prag war das absolute Highlight
der Einzug in die dritte
Runde der French Open in Paris
mit dem Duell gegen Novak
Djokovic. „Von so einem Spiel
kann man sehr viel mitnehmen,
weil man sieht, was einem noch
fehlt.“ Der „Djoker“ hat ihn beeindruckt.
„Ich durfte ihn ein
bisschen besser kennenlernen.
Er ordnet wirklich alles dem
Sport unter. Vor allem aber ist es
beeindruckend, welche Motivation
er nach so vielen Erfolgen
immer noch hat.“
Was die eigenen Ziele betrifft,
so schielt Misolic mit einem
Auge Richtung Top 50. „Das
Wichtigste ist aber, dass ich die
Punkte aus der Sandplatzsaison
möglichst gut verteidigen kann
und damit weiter eine Platzierung
habe, die mich direkt in die
Hauptbewerbe bei den Turnieren
bringt.“
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
sport 35
OHA!➜
Zurück bei den Riesen
Football-Coach Daniel Schönet
kehrt als Offensive Coordinator
wieder zu den Graz Giants zurück.
Nächster Ausfall bei Sturm
Nach Verteidiger Dimitri Lavalée fällt
Stürmer Leon Grgic mit einem Kreuzbandriss
die restliche Saison aus.
GEPA (2)
Ende eines bewegten Jahres
OJE!
➜
BASKETBALL. Mit dem Heimspiel gegen DBB Wels endet für die Damen von UBI Graz heute ab
17.30 Uhr im Sportpark das Jahr 2025, das mit zwei Trainerwechseln reich an Turbulenzen war.
Einmal noch treten die Titel-Aspirantinnen
von UBI
Graz in diesem Jahr aufs
Parkett im Sportpark. Im letzten
Spiel vor der Weihnachtspause
empfangen die Grazerinnen DBB
Wels. Mit der Partie ab 17.30 Uhr
geht ein bewegtes Jahr zu Ende.
Erst hat Tanja Kuzmanovic nach
dem verlorenen Meisterschafts-
Finale den Hut genommen, und
die Grazerinnen haben Dejan
Rodic als Nachfolger installiert.
Der Slowene hätte die neuerlich
umgestaltete Truppe zum
Meistertitel führen sollen. Hätte,
denn schon Mitte Oktober hat
man sich von Rodic getrennt.
„Die Vorstellungen in Bezug
auf Struktur und Philosophie
des Coachings zwischen Verein
und Headcoach lagen weiter
auseinander, als zu Beginn absehbar
war“, erklärte Obmann
Sebastian Eger-Mraulak. Seit
damals coacht Boris Virag UBI
Graz – und die Mannschaft hat
nach acht Spielen sieben Siege
zu Buche stehen und ist ins
Cup-Halbfinale eingezogen.
Wels sollte im letzten Spiel des
Jahres kein Stolperstein werden,
zumal UBI mit Simone Sill die
beste Werferin und effizienteste
Spielerin der Liga in seinen Reihen
hat.
Simone Sill soll UBI Graz heute zum Sieg über Wels führen.
GEPA
Tennis für den guten Zweck: Bernd Kindermann (DSG), Doris Prasch
(Kinderkrebshilfe), Andrea Nießner und Heinz Steinlechner (GAK, v. l.) GAK
Nächtliche Tennis-Charity
■ Mit einer ganz besonderen
Tennis-Veranstaltung haben
GAK-Tennis und die Diözesansportgemeinschaft
Steiermark
(DSG) Spenden für die Steirische
Kinderkrebshilfe gesammelt: Am
ersten Adventwochenende wurde
von Freitagabend um 20 Uhr
bis Samstagfrüh Tennis gespielt.
„Wir wollten einmal ganz etwas
anderes machen“, sagt DSG-
Geschäftsführer Bernd Kindermann.
Gegen eine freiwillige
Spende konnten rund 30 Tennis-Begeisterte
in wechselnden
Konstellationen Doppel spielen
– so oft sie wollten. Dazwischen
gab es zur Stärkung Chili und
Getränke. „Die Aktion ist sehr
gut angekommen“, sagt Philipp
Hochstrasser, Leiter der GAK-
Tennis-Akademie. „Der letzte
Ball wurde um 4 Uhr früh gespielt.“
Insgesamt sind 1400 Euro
zusammengekommen, die Präsident
Heinz Steinlechner an
Doris Prasch von der Kinderkrebshilfe
übergeben hat.
Allianz mit Weltmeisterin
■ Einen neuen Partner hat Nici
Schmidhofer – auf beruflicher
Ebene. Die Super-G-Weltmeisterin
von 2017, die jetzt als ORF-
Expertin bei Damen-Speed-
Rennen tätig ist, hat mit ihrer
Firma SN Sports GmbH eine Kooperation
mit „zwanzgleitner
impools“ geschlossen, und zwar
in den Bereichen Markenpositionierung,
Kommunikations-
Strategie, Kreativ-Strategie und
Content-Management. „Als Skifan
und gebürtiger Obersteirer
freut es mich besonders, mit
Nici Schmidhofer zusammenzuarbeiten“,
sagt Johann Zwanzgleitner.
„Ich schätze ihre Professionalität,
ihren Zug zum Tor
und gleichzeitig ihre Coolness.“
Neben Schmidhofers SN
Sports GmbH betreut Zwanzgleitner
auch den gemeinnützigen
Spendenverein „Tor.
Chance“ von ÖFB-Teamspieler
Michael Gregoritsch.
Johann Zwanzgleitner mit Ex-Super-G-Weltmeisterin Nici Schmidhofer KK
36 grazer sonntag
www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025
SO ISST GRAZ
Omas Teekanne am Nikolaiplatz
präsentiert ...
... Rooibos-Vanille-
Marillenpunsch
Die Betreiber Peter Lerchner &
Yuno Khripunova EVGENIA RIEGER PHOTOGRAPHY (2)
Es gibt im Advent wohl keinen besseren
Platz, den Abend ausklingen
zu lassen, als auf einem Christkindlmarkt.
In Graz hat man dafür ja
bekanntlich reichlich Auswahl, ein
Geheimtipp ist der Grieskindlmarkt
am Nikolaiplatz. Omas Teekanne lädt
hier ein, alles ist
hausgemacht
und wird ausschließlich
mit regionalen
Zutaten
zubereitet.
LEO
Zutaten:
500 ml Wasser, 150 g
Zucker, 50 g loser Rooibos-Vanille-Tee
(von Omas Teekanne), 1 l Marillennektar,
0,5 l Apfelsaft, Punschgewürze
(z. B. Zimt, Nelken, Sternanis, Orangenschale)
Zubereitung:
Zuerst wird das Wasser in einem Topf
aufgekocht. Sobald es sprudelt, wird
der Zucker eingerührt, bis er sich vollständig
aufgelöst hat. Dann kommt
der lose Rooibos-Vanille-Tee dazu.
Diese Mischung lässt man etwa 15 Minuten
ziehen, damit ein kräftiger Sirup
entsteht. Anschließend wird der Tee
abgeseiht und der aromatische Sirup
wieder in den Topf zurückgegeben.
Nun wird der Marillennektar zum Sirup
gegossen, danach der Apfelsaft.
Anschließend kommen die Punschgewürze
hinzu. Die gesamte Mischung
wird langsam erwärmt, ohne sie zum
Kochen zu bringen, und darf einige
Zeit sanft ziehen, bis sich der Duft der
Gewürze vollständig entfaltet hat.
GRAZWORTRÄTSEL
Grünanlage
über dem
Südgürtel
modern
Grazer
Schauspielhaus
& Co.
SUDOKU
ein
Wasservogel
Ortschaft
12 km
westlich
von Graz
Staub,
Puder
Nephrolith
poetisch
für "in
Richtung"
lateinisch
für
"Stadt"
leidenschaftlicher
Ärger
Fahrtrichtung
eines
Schiffes
extrem,
gewaltig,
ins Auge
4 5
11
Auerochse
Schützlinge,
Günstlinge,
Lauf-Serie
in Graz
zur kalten
Jahreszeit
medizinischer
Fachbereich
frz. Märchenriese
sehr nett,
reizend
Vorliebe
steir. Halbleiter-Firma
(Ams-...)
7
3
13
Verkehrsweg
zw. Uni
und Leonhardstraße
nördlichste
Shetlandinsel
Eggenberg,
Sparbersbach
& Co.
Zores
15
frühes
Computerbetriebssystem
†
Held der
Artussage
öst. Ex-Ski-
Ass (Hans)
engl. für
"Gebiet"
Zeichen
für Zinn
erörtern,
diskutieren
altes Zeitmessgerät
anwesend,
zugegen
Abk. f. "vorgelesen,
genehmigt,
unterzeichnet"
Protegés
fallend 6
1 Rätsellösungen: S. 33
6 4
3 6 1
5 7 4
2 6 3
8 5
4 3 2 8
2 9 7 1 3 4
3 9
2 7
554
9
Leitfahrzeug
in der
Formel 1
Zeitmesser
"trocken"
beim
Sekt
Zeichen
für Astat
Tatendrang
Lichtsinnesorgan
Gipfel i. Grazer
Bergland
Wind am
Gardasee
Fanclub von
Sturm Graz
8
Pflege
des
Wildes
10
Nachbarn
der Israelis
engl. für
"kurz"
Zeichen für
Hassium
Finale im
Fasching
100 qm
Antriebsschlupfregelung
"schwarzes
Gold"
Blume
der Liebe
Mittelpunkt,
Zentrum
schwer zu
beißen
größeres
Futtergefäß
Gesamtheit
des
Fühlens u.
Denkens
Seebad in
Schottland
aktueller
Bestand
2
16
3,1415...
Gutschein
englisch
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"früh"
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Gewinner werden telefonisch verständigt und
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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
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los geht’s.
Viel Spaß!
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14
12
14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
grazer sonntag 37
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 14. DEZEMBER
77 Zwerge in der Oper
Der Oper Graz statten 77 Zwerge einen
Besuch ab. Das Familienmusical
„Schneewittchen und die 77 Zwerge“
wird um 11 Uhr auf der Hauptbühne
aufgeführt. Schneewittchen nimmt
ihr Leben selbst in die Hand und will
der Stiefmutter entkommen. Ein
Abend für die ganze Familie.
Die Paldauer-Weihnachtskonzerte
Heute laden „Die Paldauer“ zweimal
zu ihrem Weihnachtskonzert in den
Stefaniensaal im Grazer Congress.
Um 15 und 20 Uhr verwandelt sich
der Saal in einen festlichen Raum für
Verbindungen und Gemeinschaft.
Eine Winterwelt im Zentrum
Die Grazer Winterwelt lädt am
heutigen Adventsonntag wieder
zum Eislaufen ein. Von 9 bis 19
Uhr können Slots für die Eisfläche
gebucht werden. Am Genussmarkt
gibt es Getränke und die Möglichkeit,
etwas zu essen.
Theater für die Kleinen
Im Kindermuseum Frida & Fred wird
heute im Rahmen des Knopftheaters
das Stück „Frederick“ vom Theater
Asou gespielt. Die Feldmaus Frederick
sammelt bunte Erinnerungen,
während die anderen Mäuse Vorräte
sammeln. Empfohlen ab vier Jahren.
Der Beginn ist um 16 Uhr.
Adventkonzert in St. Peter
Das diesjährige Adventkonzert der
Helmut-Schmidinger-Musikschule
in der Pfarre St. Peter wird von
Künstlern der Kunstuniversität Graz
verstärkt. Es werden adventliche
Weisen und Musik von Gustav Mahler
und Johann Sebastian Bach aufgeführt.
Eintritt: freiwilliger Spende.
Um 16 Uhr.
Lumagica
Auch der Lichterpark Lumagica hat
SCHNEE-
WITTCHEN
11 Uhr
Oper Graz
Um 11 Uhr wird das Familienmusical „Schneewittchen und die 77
Zwerge“ in der Oper Graz aufgeführt.
WERNER KMETITSCH/OPER GRAZ, GETTY
heute wieder seine Tore geöffnet.
Das Motto „Colors of Life“ verspricht
eine bunte und leuchtende Reise
durch das Areal. Rund 300 leuchtende
Objekte können bestaunt werden
– ein Erlebnis für die ganze Familie.
Timeslots können online gebucht
werden.
Erwin Steinhauer
Im Theater der Komödie Graz wird
es besinnungslos und humorvoll.
„Jingle Bells! – Die unheiligen drei
Könige“ von Erwin Steinhauer ist für
alle, die jetzt schon keine Lust mehr
auf die Weihnachtszeit haben. Ein
literarisch-musikalischer Abend. Um
16.30 Uhr.
Hirten- und Krippenlieder
Seit 1916 werden jedes Jahr in der
Antoniuskirche des Volkskundemuseums
die „Hirten- und Krippenlieder“
aufgeführt. Die Lieder stellen
den gesamten Weihnachtszyklus
dar und stimmen Besuchende auf
eine besinnliche Weihnachtszeit ein.
Um 19 Uhr geht es los.
Sounding Jerusalem Festival
Das Sounding Jerusalem Festival findet
heute in der Schutzengelkirche
statt. Jüdische mittelalterliche Tänze
verschmelzen mit arabischen Melodien
und christliche Gesängen. Es
entsteht ein vielfältiger Klangteppich.
Das Festival steht
für Respekt, Menschlichkeit
und Freude am Miteinander.
Beginn ist um 18 Uhr.
Impro X-mas
Heute um 19 Uhr lädt
Buch & Co in Frohnleiten
zu einem besonderen
Erlebnis ein: dem weihnachtlichen
Improtheater mit der
Impromenadenmischung.
WOHIN AM SONNTAG
Die Zuschauer dürfen sich auf einen
humorvollen und spontanen Abend
freuen, bei dem die Darsteller direkt
vor Ort und ohne festes Skript überraschende
Geschichten entwickeln.
Adventkonzert im Dom
Heute findet das Adventkonzert der
Dommusik im Grazer Dom statt.
Johann Sebastian Bachs „Magnificat,
BWV 243“ und Georg Friedrich
Händels „Ode for St. Cecilia’s Day“
stehen auf dem Programm und werden
von der Domkantorei und der
Capella Leopoldina unter der Leitung
von Domkapellmeisterin Melissa
Dermastia präsentiert. Von 19 bis
21 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf
sowie an der Abendkassa.
Humorvoller Abend
Viktor Gernot und Thomas Stipsits
kommen mit „Lotterbuben“ in die
Grazer Stadthalle. Die zwei Komödianten
sorgen für einen Abend
voller Humor, Musik und Parodien.
Um 19.30 Uhr.
Superliga Damen
Die Basketballerinnen von UBI Graz
treten heute zuhause gegen DBB
Wels an. Nach zuletzt sechs Siegen
in der Superliga am Stück soll auch
heute ein voller Erfolg her. Tip-off im
Raiffeisen Sportpark ist um 14 Uhr.
Weihnachten mit dem Kasperl
Der Kasperl ist heute wieder im Orpheum
Extra auf Besuch. Um 11, 15,
und 16.30 Uhr wird „Kasperl und
die Weihnachtskekse“ gespielt.
Vintage-Weihnachten
Die „OldSchoolBasterds“
sind heute mit ihrer „Vintage
Christmas Music Show“ in
Graz. Musikbegeisterte können
sich in die (weihnachtliche)
Musik der 50er Jahre zurückversetzen
lassen. Um 19 Uhr.