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14. Dezember 2025

- Gries wird grün - Ein Jahr steirische Landesregierung - Problemzone Grazer Stadtpark - Hilfe für Grazer Wintergastgärten - Die Koralmbahn wurde eröffnet

- Gries wird grün
- Ein Jahr steirische Landesregierung
- Problemzone Grazer Stadtpark
- Hilfe für Grazer Wintergastgärten
- Die Koralmbahn wurde eröffnet

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2 graz

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025


14. DEZEMBER 2025, AUSGABE 48

Auf Schienen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

taufte die Koralmbahn und eröffnete

damit das Jahrhundertprojekt. 34/35

Auf Rädern

Im Stadtpark hat man mit vielen Radfahrern

und schlechter Beleuchtung zu

kämpfen. An Lösungen wird gefeilt. 10/11

Gries

wird grün

Neu. Im Frühjahr soll sich die Belgiergasse mit 25 Pflanztrögen mit Sträuchern, Stauden und Blumen in Abstimmung mit den ansässigen Unternehmen

in eine innerstädtische Flaniermeile verwandeln (siehe Bild). Schrittweise soll anschließend das ganze Griesviertel begrünt werden. SEITEN 4/5

A14 STADTPLANUNGSAMT, FOTO FISCHER, FEDOROVA


2 die seite zwei

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Ziemlich

beste

Freunde

D

ie Steiermark und

Kärnten haben eine tiefe,

gemeinsame

Geschichte, die in der

slawischen Fürstentumszeit

Karantaniens im 7. Jahrhundert

wurzelt. Erst um 1040

wurde die Mark Krain

abgetrennt, und um 1180

wurde die Steiermark ein

eigenständiges Herzogtum,

das von Kärnten unabhängig

war. Durch die Eröffnung der

Koralmbahn in dieser Woche

rücken die beiden Bundesländer

tatsächlich wieder näher

zusammen. So braucht man

(laut Routenplaner) ab sofort

mit den Öffis gleich lang vom

Hauptplatz zum Flughafen

Graz wie vom Hauptbahnhof

nach Klagenfurt. Nämlich 41

Minuten. Wirtschaftlich sind

wir miteinander schon länger

stark über Alpe Adria und den

„Silicon Alps Cluster“ eng

verbunden und werden diese

Zusammenarbeit mit Area

Süd noch deutlich weiter

vertiefen. Und auch diese

enge historische Verbundenheit

hallt bis heute nach.

Nicht zuletzt in den Witzen,

die man übereinander gerne

erzählt. Zumindest das wird

sich trotz aller neuen und

tieferen Freundschaft so

schnell bestimmt nicht

ändern, dafür sind sowohl die

Steirer als auch die Kärntner

immer gern zu haben. In

diesem Sinne, hier ein ganz

neuer Kalauer: Wissen Sie,

was das Schönste an Kärnten

ist? – Die Koralmbahn in die

Steiermark!

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Elisa-Maria Steinberger

Elisa-Maria

Steinberger

ernährt sich

sehr bewusst

und regional.

Ein ausgiebiges

Frühstück

gibt es nur am

Wochenende.

LUEF

Die neue Citymanagerin von Graz über ihren Lieblingsplatz in der

Stadt, wie sie Weihnachten verbringt und ihre Vision für die Stadt.

Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?

Ich bin eine Wochenendfrühstückerin. Da liebe ich

es dann aber ausgedehnt. Ich ernähre mich sehr

bewusst und versuche auf Weizen zu verzichten.

Daher gibt es bei mir Dinkel und wenig Wurst. Unter

der Woche bin ich leider eine, die das Frühstück

auslässt. Den Kaffee gibt es bei mir nur mit Hafermilch.

Ich achte beim Essen zudem sehr auf Regionalität

und darauf, was ich zu mir nehme.

Was schätzen Sie an Graz besonders?

Ich bin eine gebürtige Kapfenbergerin, habe aber

mein ganzes Leben Verbindungen nach Graz.

Während meines Studiums habe ich auch hier gelebt.

Heute schätze ich an Graz tatsächlich diese

Vielseitigkeit und Weltoffenheit. Man kann hier

alles sein. Zudem habe ich hier das Stadtleben,

die grüne Umgebung, ich kann bis fünf in der Früh

fortgehen, aber auch die Oper genießen, wenn ich

es ruhiger mag. Auch den Hang zum Mediterranen

mag ich an Graz.

Haben Sie einen Lieblingsplatz in Graz?

Tatsächlich suche ich mir immer einen Platz am

Wasser. Ich bin gerne an der Murpromenade unterwegs.

Seit einiger Zeit bin ich jetzt aber, was die

Aufenthaltsqualität und die Bewegung betrifft, in

den Lendplatz verliebt. Vielleicht auch, weil sich

dort alles trifft. Das ist genau das Graz, das ich so

mag. Der Lendplatz ist für mich auch ein Ort, der repräsentiert,

was möglich ist. Von einem Viertel, das

nicht so gut bewertet war, zu dem, was es heute ist:

hip, modern und cool.

Weihnachten steht quasi vor der Tür. Wie

verbringen Sie die Feiertage?

Ich bin eine absolute Weihnachtsliebhaberin. Es

kann für mich gar nicht kitschig genug sein, und

ich kann Last Christmas auch dreimal am Tag hören.

Ich verbringe Weihnachten mit Familie und

Freunden. Es ist für mich ein Fest der Begegnung.

Für mich geht es zu Weihnachten um das Zusammensein

und um Rituale. Man nimmt sich Zeit für

gutes Essen und Gespräche.

Als neue Citymanagerin, welche Vision

haben Sie für Graz?

Eine schwierige Frage. Das Thema Atmosphäre ist

wichtig in einer Stadt, die pulsiert, die lebendig ist, in

der ich mich sicher und geborgen fühle, aber gleichzeitg

kann ich was erleben. Ich würde mir wünschen,

dass junge Menschen das auch wieder erleben können

und in die Innenstadt eintauchen. Auch, weil die

Stadt einen Mehrwert hat. Ich sehe etwas Neues, ich

erlebe etwas Neues. Momente zu schaffen, die die

Menschen in die Innenstadt ziehen, um sie davon

zu überzeugen, wie cool das ist und dass es Sinn hat,

wiederzukommen. Das wäre meine Vision für die

Stadt. Sabrina Naseradsky

Elisa-Maria Steinberger wurde am 18. Juni 1981

in Kapfenberg geboren. Die Mutter zweier Kinder

hat das Studium der Rechtswissenschaften und

den Diplomlehrgang Mediation und Konfliktmanagement

absolviert. Viele Jahre war sie in verschiedenen

Funktionen bei Kastner & Öhler tätig.

Die letzten Jahre war sie in Kapfenberg unter

anderem für die Stadtentwicklung zuständig. Seit

1. Dezember ist sie Citymanagerin von Graz.



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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Die Fahrt vergeht so gschwind,

man hat gar keine Zeit zum

Zeitunglesen.“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der

Eröffnungsfahrt der Koralmbahn FEDEROVA

Pflanzungen in ganz Gries geplant

Doch nicht unmöglich:

LH Mario Kunasek empfing Alexander

Van der Bellen. LAND STMK/BINDEER

Van der Bellen zu

Gast in der Burg

■ Im Vorfeld der Koralmbahn-Eröffnung

begrüßte

Landeshauptmann Mario

Kunasek Bundespräsident

Alexander Van der Bellen zu

einem Spitzengespräch in der

Grazer Burg. Das Gespräch

bot die Gelegenheit, sich

über über aktuelle bundesund

landespolitische Themen

sowie die Zusammenarbeit

zwischen dem Bund und dem

Land Steiermark auszutauschen.

25 neue Pflanztröge: So soll die Belgiergasse im Bezirk Gries ab dem Frühling aussehen. A14 STADTPLANUNGSAMT, STADT GRAZ

Lukas Schnitzer begrüßt die Verlängerung

der Grenzkontrollen. STVP KUB

Verlängerung der

Grenzkontrollen

■ Die nun von Innenminister

Gerhard Karner angekündigte

Verlängerung der Grenzkontrollen

zu Slowenien bis 15. Juni

2026 sind aus Sicht des steirischen

ÖVP-Klubobmanns Lukas

Schnitzer ein wichtiger Beitrag

für die Sicherheit in der Steiermark.

„Die Maßnahmen der

vergangenen Jahre wirken: Die

Aufgriffszahlen sind massiv zurückgegangen

und illegale Migrationsbewegungen

wurden deutlich

eingedämmt“, so Schnitzer.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Haben Sie einen echten, einen künstlichen oder keinen Christbaum?

■ Am 10. Dezember öffneten die

Christbaummärkte in Graz ihre

Pforten. Wir wollten von unseren

Lesern wissen, ob sie heuer einen

natürlichen oder doch lieber

einen künstlichen Weihnachtsbaum

aufstellen – oder vielleicht

überhaupt keinen. Von insgesamt

926 Teilnehmern gaben 49 Prozent,

also beinahe die Hälfte, an,

sich für einen echten Christbaum

zu entscheiden. Der natürliche

Baum punktet mit einem authentischen

Duft und Tradition, während

der künstliche Christbaum

wiederverwendbar ist und auch

keine Nadeln verliert. Nicht ganz

ein Drittel gab an, sich für keinen

Baum entschieden zu haben.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

29 %

keinen

22 %

künstlich

49 %

echt

926 Teilnehmer, nicht repräsentativ, Stand:

Freitag, 12. Dezember, 12 Uhr, Foto: Getty


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 75

TOP

GETTY; ARCHE NOAH

Graz hat wieder eine Skatehalle

Auf mehreren hundert Quadratmetern

entstand ein Platz zum Skaten

und für Begegnung.

Hundewelpe ausgesetzt

Freitagfrüh wurde vor der Arche Noah

ein ausgesetzter Hundewelpe in Eiseskälte

vorgefunden.

FLOP

Die Belgiergasse wird begrünt

GEHT DOCH. Obwohl es jahrelang als unmöglich galt, wird die Belgiergasse im kommenden Frühling

begrünt. Überhaupt soll das ganze Griesviertel durch Pflanzen und Bäume aufgewertet werden.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Jahrelang haben sich Bewohner

und Geschäftstreibende um

eine Begrünung der Belgiergasse

bemüht. Immer wurden sie

enttäuscht: Aufgrund des engen

Straßenraums und der Leitungen

sowie neuerdings auch der Straßenbahn

sei das technisch nicht

möglich, hieß es. Doch sie haben

nicht locker gelassen und sind mit

ihren Forderungen weiter bei den

Verantwortlichen bei der Stadt

vorstellig geworden. Und siehe

da: Es ist doch nicht unmöglich!

„Wir haben zugehört und

Wege gesucht, um eine Lösung

für die Menschen vor Ort zu finden“,

ist die zuständige Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner

stolz. Im kommenden Frühling

verwandeln dort, wo unterirdische

Leitungen keine Bäume zulassen,

25 Pflanztröge mit Sträuchern,

Stauden und Blumen die

vielbefahrene Straße zwischen

der Griesgasse und dem Bad zur

Sonne in eine Flaniermeile.

Die Standorte wurden bereits

mit den ansässigen Geschäften

abgestimmt – sowohl optisch,

was die Fassaden und Portale betrifft,

als auch praktisch: Lieferzonen,

Barrierefreiheit und der

Straßenbahnbetrieb bleiben weiterhin

uneingeschränkt möglich.

Grünes Gries

„Eine Straße gewinnt, wenn

Menschen gerne dort sind. Mehr

Grün bringt Ruhe, Schatten und

ein freundlicheres Bild – und das

fühlt man sofort“, so Schwentner.

Deshalb soll es auch nicht dabei

bleiben. Schrittweise soll das ganze

Griesviertel, das in den letzten

Jahren zusätzlich zum hohen

Verkehrsaufkommen auch durch

große Baustellen geplagt war, grüner,

schattiger und angenehmer

für Fußgänger gemacht werden.

Im Zuge des Baus der Neutorlinie

wurden kürzlich bereits einige

weitere Begrünungsmaßnahmen

gesetzt: drei Bäume vor dem Hotel

Weitzer, drei Schwammstadt-

Bäume vor dem Mangolds

in der Griesgasse, zwei

Staudenbeete bei der

Stadtbibliothek sowie

ein Staudenbeet und

eine Entsiegelung

beim Alpenvereinslokal

in der Annenstraße

bzw. Vorbeckgasse. Am

Platz der freiwilligen

Schützen wurden drei Baumstandorte

saniert.

Am morgigen Montag startet

nach mehr als 25 Jahren Diskussion

die EU-weite Ausschreibung

zum Wettbewerb für die Neugestaltung

des Griesplatzes. Und

auch da steht die Steigerung der

Aufenthaltsqualität durch Bepflanzungen

besonders im Fokus.

Das war ein vielfach genannter

Wunsch im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses.

Durch die

Judith Schwentner

geplante Verlegung der Regionalbus-Endhaltestellen

wird Platz

für Grünflächen und Bäume frei.

Das Siegerprojekt soll im Frühjahr

gekürt werden. „Gemeinsam

mit den Menschen

vor Ort machen

wir den Griesplatz zu

dem, was er einst war

und wieder sein soll:

zu einem zentralen,

schönen Platz im Bezirk.

Ein Ort, an dem

man sich gerne aufhält

– mit mehr Grün, mehr Platz

für Begegnung und mehr Lebensqualität

für alle.“

Weiters fiel am Donnerstag im

Gemeinderat ja der Planungsbeschluss

für die Straßenbahnlinie

8, die über den Griesplatz,

durch die Karlauerstraße zum

Citypark und weiter Richtung

Don Bosco führen soll. Auch im

Rahmen dieses großen Ausbauprojektes

sollen Begrünungen

mitgedacht werden.


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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

K O M M E N T A R

von

Verena

Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Eigentümer

haben eine

Verantwortung

G

anze 19 Leerstände gibt

es momentan in der

Annenstraße. Dadurch,

aber auch durch Vandalismus

und achtlos weggeworfenen

Müll ist die einstige Prachtstraße

inzwischen an vielen

Ecken alles andere als

prächtig. Mit dem Projekt

AnnenStar (Seite 16) will „der

Grazer“ Unternehmer dazu

bringen, die Straße durch

schöne Schaufenster zu

bereichern. Jetzt sollen

außerdem auch die Hauseigentümer

ihren Beitrag

leisten. Studierende der Uni

Graz starten gemeinsam mit

dem städtischen Umweltamt

und der Wirtschaftsabteilung

das Projekt Re:Space Annenstraße

(Seite 13). Durch die

Gründung einer Eigentümergemeinschaft

sollen alle an

einem Strang ziehen, ihre

Gebäude renovieren, Leerstände

herrichten und

letztlich endlich wieder

vermieten. In den USA und

Kanada gibt es viele positive

Beispiele für dieses sogenannte

BID-Prinzip. Bleibt zu

hoffen, dass es auch bei uns

nicht an der österreichischen

„Wieso ich?“-Mentalität

scheitert. Schließlich haben

auch Eigentümer eine

Verantwortung für die Stadt:

Ihre Immobilien bestimmen

das optische Erscheinungsbild

und damit die Aufenthaltsqualität

maßgeblich mit.

Jetzt ist es an der Zeit, diese

Verantwortung auch zu

übernehmen!

Ein Jahr

blau-schwarze

Landesregierung

Umfragen sehen Mario Kunasek bislang als Gewinner der bisherigen Regierungsarbeit mit Manuela Khom.

BILANZ. Nach einem Jahr Regierungsarbeit zeigen sich Landeshauptmann

Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom

zufrieden. 2026 wird der Fokus unter anderem auf der Wirtschaft liegen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Vor einem Jahr, am 18. Dezember

2024, wurde die

steirische Landesregierung

aus FPÖ und ÖVP im Landtag

gewählt. Seitdem ist durchaus

viel passiert. Neben massiven

Einschnitten unter anderem im

Sozial- und Kulturbereich setzte

man einen harten Integrationsund

Asylkurs, schaffte den umstrittenen

IGL-Hunderter ab und

verankerte die Landeshymne

trotz massiver Proteste aus Slowenien

im Steirischen Landessymbolegesetz.

Einsparungen

„Wir haben die ungesunde

Dynamik der ständig steigenden

Neuverschuldung endlich

durchbrochen und verzeichnen

erstmals seit vielen Jahren eine

sinkende Neuverschuldung“,

zeigt sich Landeshauptmann

Mario Kunasek zufrieden. Die

akkumulierten kostendämpfenden

Maßnahmen belaufen

sich insgesamt auf 300 Millionen

Euro. „Hierzu haben alle

Regierungsmitglieder in ihren

Ressortbereichen einen bedeutenden

Beitrag geleistet. Jeder

eingesparte Cent schmerzt, denn

er fehlt dann sowohl bei den Investitionen

wie auch im Sozialoder

Gesundheitsbereich.“ Bei

den Kürzungen will man auch

vor sich selbst nicht haltmachen:

„Wir wollen die Parteienförderung

um 15 Prozent kürzen.“ Die

bisherige Amtszeit Kunaseks

kommt bei den Steirern gut an,

Umfragewerte attestieren ihm

bis zu sagenhafte 40 Prozent der

Stimmen, während der Koalitionspartner

ÖVP auf rund 20 Prozent

abrutschte.

Landeshauptmann-Stellvertreterin

Manuela Khom ist trotzdem

guter Dinge: „Wir haben

bereits früh zentrale Themen

und Forderungen aus dem Wahlkampf

umgesetzt – vom ersten

Deregulierungsgesetz bis zur Reform

der Sozialhilfe mit der Einführung

einer Sachleistungskarte,

vom Handyverbot an Schulen

bis zu Erleichterungen beim Bau

von Kinderbetreuungseinrichtungen,

was gerade die Gemeinden

entlastet.“ Im nächsten Jahr

will sie den Fokus auf den wirtschaftlichen

Aufschwung der

Steiermark legen und das zweite

Deregulierungsgesetz auf den

Weg bringen.

KK

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0

316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer

(DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß (0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Leonhard

Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at |

VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/

80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner |

VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Stadtpark kämpft

Für das AMA-Gütesiegel: Bauernbund-

Direktor Bernd Brodtrager MICHAELALORBER

AMA-Gütesiegel

verschwindet

■ Laut neuester Erhebungen des

Vereines Wirtschaften am Land

verschwindet das AMA-Gütesiegel

zunehmend von österreichischen

Fleischprodukten. „Das

AMA-Gütesiegel steht für kontrollierte,

österreichische Herkunft

und Qualität für die Konsumentinnen

und Konsumenten.

Wenn diese Transparenz fehlt, ist

die Herkunft der Produkte jederzeit

beliebig austauschbar und

die österreichische Qualität und

Wertschöpfung geht verloren“,

so Bauernbund-Direktor Bernd

Brodtrager.

ERHALTUNG. Viele

Radfahrer, schlechte Beleuchtung

und die Wegerhaltung

– im Grazer

Stadtpark hat man mit

Problemen zu kämpfen.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Im Stadtpark gilt ein Radverbot,

eingehalten wird es

aber kaum. Schon seit Jahren

macht darauf ein Grazer Anwalt

aufmerksam, immer wieder berichtet

er von Vorfällen, bei denen

rücksichtslose Radler für

gefährliche Situationen sorgen.

„Wir werden laufend Zeugen von

Kollisionen und Fast-Kollisionen“,

schildert er.

Die zuständige Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner versteht

die Sorgen der Fußgänger.

„Der Stadtpark ist ein wichtiger

Erholungsraum, den viele Menschen

jeden Tag nutzen. Wenn es

hier zu Konflikten kommt, schauen

wir uns das ganz genau an. Mir

ist wichtig, dass wir sorgfältig prüfen,

welche Maßnahmen wirklich

helfen, um die Situation zu entschärfen“,

meint Schwentner.

Aktuell sei die Kennzeichnung

des Radverbots nicht ausreichend.

„Die Bodenmarkierungen

werden von vielen Nutzern

offensichtlich nicht wahrgenommen

oder überfahren“, heißt es

aus dem Büro Schwentner. Klar

sichtbare Bodenmarkierungen

sollen zeitnah umgesetzt werden,

ebenfalls ist ein Informationssystem

mit Schildern geplant. Neben

Infos über den Park sollen dort

auch die „Spielregeln“ vermittelt

werden.

Bei zukünftigen Wegsanierungen

soll der Belag für Radfahrer

bewusst unattraktiv gestaltet

werden. Konkret wird dabei der

Asphalt schrittweise entfernt und

durch „wassergebundene Wegedecken“

– also einen unbefestigten

Belag – ersetzt.

LED-Umrüstung

In eine ähnliche Kerbe schlägt

die Volkspartei. Der Gehweg zwischen

Paulustor und Parkstraße

biete einige Stolperfallen und sei

nachts zudem sehr schlecht ausgeleuchtet.

Während bei einer

Begehung bereits der Belag überprüft

wurde, ist auch die Beleuchtung

im Stadtpark ein Thema. Die

historischen Gussmasten sollen

auf LED-Technik umgerüstet werden,

aufgrund des Denkmalschutzes

kein einfaches Unterfangen.

Die Optik soll dabei der früheren

Gasbeleuchtung entsprechen.

Erste Beleuchtungsversuche sind

für kommendes Jahr geplant.

Wenn diese abgeschlossen sind,

können konkrete Adaptierungen

überlegt und damit Kosten geschätzt

werden.

Weihnachtliches

Konzert

■ Am vierten Adventsonntag,

dem 21. Dezember, laden die

Grazer Keplerspatzen zum

weihnachtlichen Konzert ins

Stift Rein. Ab 19 Uhr geben die

jungen Stimmen vertraut traditionelle

und stimmungsvoll

neue Chorsätze, die von der

freudigen Weihnachtsbotschaft

künden, zum Besten. Karten

gibt’s unter tickets@keplerspatzen.at.

Neues Kindercafé

SUPER. In Seiersberg eröffnet im kommenden

Jahr ein Kinder-Café. Eine Wohlfühl-Oase,

buntes Programm und auch ein Salzraum werden

geboten.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Kinderfreundliche Cafés

gibt es in Graz einige, dennoch

stehen die Kleinsten

in den meisten Lokalen nicht

im Mittelpunkt. Das ändert sich

im kommenden Jahr, denn in

Seiersberg eröffnen die beiden

Freundinnen Kim und Corinna

ein eigenes Café, das voll und

ganz auf Kinder ausgelegt ist.

„Es soll so sein, dass die Eltern

sich wie daheim im Wohnzimmer

fühlen“, erzählt Kim voller

Vorfreude. In der Mitte die Theke,

rundherum niedrige Tische,

das Wohlfühlen steht im Fokus.

Aktuell laufen in den Räumlichkeiten

in der Kärntner Straße die

Umbauarbeiten; da dort vorher

eine Bank untergebracht war,

sind sie bis Februar oder März

geplant. Dann hat das Lokal von

Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18

Uhr geöffnet.

Breites Angebot

Für die Kinder gibt es im Café

dann einiges zu tun. Dauerhaft

kann man mit Puppen und einer

Bauküche spielen oder klettern,

zusätzlich wird auch ein

erweitertes Programm geboten.

Kasperltheater, Kinderyoga,

Pizzabackstunden, Babyturnen,

Bastelstunden und vieles mehr

verspricht Kim im Gespräch.

Auch für Geburtstagsfeiern steht

das Lokal zur Verfügung.

Ein weiteres Highlight wird

der Salzraum sein. Dieser wird

mit Meersalz gefüllt, über ei-

Betreiberinnen Kim und Corinna mit

ihren Kindern Felia und Elina KK

nen Generator wird Meeresluft

in den Raum gepumpt. „Das ist

gut fürs Immunsystem, hilft gegen

Erkrankungen wie Neurodermitis

oder auch Erkältungen“,

so die Betreiberin.


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 9

mit Radfahrern

Spendenaktion

Erst im letzten Gemeinderat wurde

ein millionenschweres Paket

für Grazer Parks beschlossen. Für

Verwunderung sorgte bei manch

einem daher ein Spendenaufruf

der Stadt Graz für den Stadtpark.

„Nun liegt die Zukunft des Stadtparks

in unseren Händen“, heißt

es dort.

Dass der Stadtpark ohne Spenden

verkommen würde, sei „natürlich

nicht“ der Fall. Vielmehr

kann man konkrete Projekte unterstützen,

wie die Sanierung des

Kieselsteinmosaiks in der Maria-

Theresia-Allee oder des Nordufers

des Ententeichs. „Es wird

jedenfalls saniert“, ohne Spenden

dauere dieser Prozess länger. Damit

setze man auch eine Tradition

fort, immerhin ist der heutige

Stadtpark, insbesondere der historische

Brunnen, im vergangenen

Jahrhundert nur aufgrund

von großzügigen Spenden der Bevölkerung

entstanden.

Nach 203. Grazer Derby

Zahlreiche Radfahrer fahren trotz Verbot im Stadtpark.

FISCHER/GETTY

B. Werle, J. Schwentner, C. Unger,

M. Stampfl und T. Drage (v. l.) FISCHER

Dingeborg der

Stadtbibliothek

■ Seit mehreren Jahren kann

man in der Stadtbibliothek Graz

nicht nur Bücher, sondern auch

Dinge ausborgen. 206 Gegenstände

und Geräte aus den Bereichen

Freizeit und Fitness, Haus

und Garten sowie Kreatives und

Technik hat man im Angebot.

Neu hinzugekommen ist nun ein

Paket des Klimaschutzreferats der

Stadtbaudirektion. Es beinhaltet

eine Wärmebildkamera, Energieverbrauchsmessgeräte,

Fahrradtaschen

und -reparatursets und

fünf Klimatickets zum Ausborgen.

Mehr Raum für Fans des GAK

ENG. Überfüllte Sektoren, blockierte Fluchtwege und kaum ein Durchkommen bei Gastronomie

und Toiletten. Nach dem 203. Derby fordert der GAK 1902 eine Evaluierung der Sanitäranlagen.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Am Sonntag, dem 7.

Dezember, fand das

203. Grazer Derby statt.

Weil der Bereich rund um die

Sekoren 22, 23 und 24 stark

überfüllt war, fordert der GAK

1902 mehr Raum für Fans.

Überfüllt

Im Sommer wurden in der Merkur

Arena in den Sektoren 22, 23

und 24 neue Steh-/Sitzplatzmodule

installiert. Beim 203. Derby

wurden sie das erste Mal als

Auswärtssektor genutzt.

Die GAK-Sektoren waren

überfüllt, die Fluchtwege blockiert.

Vor den Toiletten und

der Gas tronomie bildeten sich

so lange Schlangen, dass ein

Besuch dort kaum möglich war.

Manche Fans konnten die Sektoren

gar nicht betreten und

verfolgten das Spiel auf dem TV,

während andere Schwierigkeiten

hatten, die Sektoren zu verlassen.

Dem GAK ist das Problem bewusst:

„Wir sind der Meinung,

dass die behördlich genehmigte

Kapazität der neuen Steh-/Sitzplatzmodule

auch in Bezug auf

die sanitären Anlagen erneut

evaluiert werden muss.“ Weiter

heißt es: „Aus unserer Sicht

sollte den Fans des GAK mehr

Raum gegeben und zum altbewährten

System ,Sturm-Norden,

GAK-Süden‘ zurückgekehrt

werden.“

Die Stadionverwaltung sieht

keine Schuld: Die Kapazität

wurde von Polizei, Bundesliga

und UEFA genehmigt. Vielmehr

liege es daran, dass Reihen in

Sektoren frei bleiben – dadurch

wurde es enger.

Ähnlich erklärt es der SK

Sturm Graz. Die behördlich zugelassene

Zuseherzahl für die

betroffenen Sektoren wurde

nicht überschritten, das Fluchtwegkonzept

sowie die Evakuierungsstrategie

wurden eingehalten,

Teile der Tribüne aufgrund

von Sichteinschränkungen

durch Transparente nicht genutzt,

und Ordnerpersonal der

Vereine war in den Auswärtssektoren

präsent.

Aber: „In den kommenden

Wochen wird es – wie es auch

in der Vergangenheit stets praktiziert

wurde – auch zu diesem

203. Grazer Derby ein gemeinsames

De-Briefing sowie Erfahrungsaustausch

mit dem GAK

geben. Die Vereine befinden

sich in gutem Austausch.“

Obwohl live dabei: Besucher mussten

das Spiel am TV verfolgen. KK


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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Der Schneemann in der Sonne

steht für die Vergänglichkeit. KEIMEL

Neue Single von

Grazer Musiker

■ Markus Keimel ist ein österreichischer

Musiker, Künstler,

und Schriftsteller und wurde in

der Steiermark geboren, wo er

bereits mit 14 Jahren im Grazer

Orpheum sein erstes Konzert

spielte. Sein neues Lied „Snowman

in the sun“ erschien am

5. Dezember über das Plattenlabel

Timezone Records und

thematisiert das rasante Tempo

unserer Zeit sowie die Vergänglichkeit

des Lebens und lädt

dazu ein, innezuhalten und das

Wesentliche bewusster wahrzunehmen.

Neue Sammelbehälter in Graz

Recycling leicht gemacht

Alice Loidl, Judith Schwentner und Ewald-Marco Münzer stellen den Container am Lendkai vor.

RECYCLING. Altspeiseöle

und -fette können

seit kurzem in ganz

Graz in den 170 neuen

gelben Containern

abgegeben werden.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Häufig werden Altspeisefette

und -öle einfach in

den Küchenabfluss gegossen.

Damit ist nun Schluss,

denn in den vergangenen Wochen

stellte die Holding Graz

Abfallwirtschaft gelbe Container

– Sammelbehälter für

Altspeisefette und -öle – an öffentlichen

Sammelstellen in allen

Grazer Bezirken auf.

Großer Erfolg

Bereits 2021 wurde dieses Entsorgungssystem

mit weißen

Containern im Bezirk Andritz

getestet. 2023 expandierte das

Projekt aufgrund seines großen

Erfolgs nach Eggenberg, Gösting,

Mariatrost und Ries. In den

vergangenen Wochen wurden

die weißen Container durch gelbe

ersetzt und flächendeckend

in allen Grazer Bezirken aufgestellt.

Insgesamt wurden 170 Container

mit jeweils 240 Liter Fassungsvermögen

platziert. Die

genauen Standorte sind auf der

Graz-Abfall-App abrufbar.

„Mit den neuen gelben Sam-

melbehältern machen wir die

Entsorgung für die Grazerinnen

und Grazer einfacher. Je kürzer

der Weg und je klarer das System,

desto eher wird es genutzt

– und davon profitieren am

Ende alle“, betont Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

Falsche Entsorgung

Oft werden Altspeiseöle falsch

entsorgt. Das Gießen in den

Abfluss führt zu Mehrkosten:

Altspeisefette und -öle verstopfen

das Kanalsystem. Es kommt

zu aufwendigen und teuren

Reinigungsarbeiten. „Die neuen

Sammelbehälter bieten eine

einfache und nachhaltige Alternative

und tragen gleichzeitig

zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

bei“, so Holding-Graz-Vorstand

Gert Heigl.

HOLDING GRAZ/FOTO FISCHER

Rohstoff

„Das gesammelte Altspeiseöl ist

kein Abfall – es ist ein wertvoller

Rohstoff, der in spezialisierten

Anlagen zu hochwertigem,

nachhaltigem Bio-Diesel verarbeitet

wird“, erklärt Alice Loidl,

Spartenbereichsleiterin der

Holding Graz Abfallwirtschaft.

Gemeinsam mit dem Projektpartner

Münzer wird aus einem

Kilo Altspeiseöl ein Kilo Bio-

Diesel – und das spart drei Kilo

CO₂ ein.

„Mit den neuen gelben Sammelboxen

wird Kreislaufwirtschaft

im Alltag der Grazer

Bevölkerung sichtbar. Jede abgegebene

Flasche Altspeiseöl

ist ein kleiner, aber messbarer

Beitrag zum Klimaschutz. Aus

vermeintlichem Küchenabfall

machen wir einen Energieträger,

der direkt wieder in der Region

eingesetzt werden kann.

So zeigen wir gemeinsam mit

der Stadt Graz und der Holding

Graz, wie einfach es ist, Verantwortung

zu übernehmen – ein

paar Tropfen reichen, um viel

zu bewegen“, so Geschäftsführer

Ewald-Marco Münzer.

Abgabe: So funktioniert es

Recycling von Altspeisefetten und -ölen

■ Altes Speiseöl nach dem Abkühlen in kleinen, gut verschlossenen

Plastikflaschen sammeln (die Containeröffnung hat einen Durchmesser

von 19 cm)

■ Auf der Graz-Abfall-App informieren, wo sich der nächste gelbe

Container befindet

■ Die volle Flasche in den Container einwerfen

■ Nicht geeignet sind Fetty-Kübel oder sehr große Gebinde. Diese

können weiterhin im Ressourcenpark Graz, beim Giftmüllexpress oder

in der Problemstoffsammelstelle Maggstraße abgegeben werden.


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 11

Stadt versucht BID-Modell zur

Aufwertung der Annenstraße

INNOVATIV. Erstmals in Graz wollen die städtische Wirtschafts- und Umweltabteilung

mit „Business Improvement Districts“ arbeiten. Eine Eigentümer-Gemeinschaft

soll in Eigeninitiative die Annenstraße attraktivieren.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Stadt Graz selbst hat in

den vergangenen Jahren

einige Versuche gestartet,

die Annenstraße aufzuwerten

– die Gehsteige wurden verbreitert,

eine Einbahnregelung sollte

den Autoverkehr reduzieren,

Bäume und Sitzgelegenheiten für

mehr Aufenthaltsqualität sorgen.

Gemeinsam mit dem „Grazer“

wurde außerdem kürzlich das

Projekt AnnenStar (siehe auch

Seite 16) gestartet, um ansässige

Unternehmer zu motivieren, die

Straße durch kreative Schaufenster

zu verschönern. Und jetzt will

man auch die Gebäudeeigentümer

abholen. Diese sollen sich

zusammentun und ihre Häuser

sanieren, damit es leichter zu

neuen Nutzungen für Leerstände

kommen kann.

Im Rahmen der interdisziplinären

„Sustainability Challenge“ an

der Uni Graz wollen die städtische

Wirtschafts- sowie Umweltabteilung

als Praxispartner erstmals

ein völlig neues Modell ausprobieren.

„BID“ steht für „Business

Improvement Districts“ und bedeutet

im Grunde, dass Eigentümer

gemeinsam versuchen, die

Standortqualität durch Renovierungen

und andere Maßnahmen

zu verbessern. Ziel ist die Aufwertung

der Immobilien, leichtere

Vermietung und damit Steigerung

des Umsatzes. In den USA und Kanada,

aber auch in Deutschland

wurde das Modell in Innenstädten

als Reaktion auf die Konkurrenz

durch Einkaufszentren bereits

vielfach erfolgreich angewandt.

Auch in Wien gibt es Beispiele.

Re:Space Annenstraße nennt

sich das Projekt in Graz, das die

Gründung einer Eigentümerstandortgemeinschaft

zum Ziel

hat. Aufgrund der Gesetzeslage

in Österreich wäre das durch einen

Verein oder eine Genossenschaft

möglich.

„Es heißt so oft: ,Wieso soll ich

anfangen?‘ Durch dieses Modell

können sich alle darauf einigen,

gemeinsam anzupacken,

und Trittbrettfahrertum kann

ausgeschlossen werden“, erklärt

Roland Kloss, Referatsleiter für

nachhaltige Entwicklung und

Ökoprofit vom Umweltamt.

Aufwärtsspirale

Aktuelle Grundbucherhebungen

im Rahmen des Projektes zeigen:

40 Prozent der Eigentümer in der

Annenstraße kommen aus Graz

– ein relativ hoher Wert, weshalb

man sich verspricht, viele überzeugen

zu können. Kommende

Woche lädt man als Auftakt

zu einem ersten Punschtreffen

(15. Dezember, 18 Uhr, Annenstraße

20). Danach sollen einige

weitere Veranstaltungen folgen,

bei denen auch Leerstände –

ganze 19 gibt es aktuell – bespielt

werden, um zu zeigen, was möglich

wäre. „Unser erklärtes Ziel ist

es, bis zum Sommer zwei bis drei

Leerstände einer Nachnutzung

zuzuführen“, so Kloss. „Seitens

der Stadt können wir da auch beratend

zur Seite stehen, etwa was

Förderungen betrifft.“

Danach soll das Projekt idealerweise

von den Eigentümern

selbst übernommen werden, sodass

eine positive Aufwärtsspirale

in Gang gesetzt wird.

J. Sommer (DBC), der Nikolaus und

S. Burgschwaiger (Brickcomplete) KK

Die Gartenbahn

trifft Tradition

■ Die Nikolausaktion „Nikolausdampf“

ist eine der beliebtesten

Veranstaltungen des

Dampfbahnclubs Graz. Heuer

fand das vorweihnachtliche

Event am 6. Dezember statt.

Der Nikolaus war in der Gartenbahnanlage

zu Besuch und

hatte für jedes Kind ein Sackerl

dabei. Diese waren voller

Geschenke, wie zum Beispiel

Playmobil-Figuren von Brickcomplete.

Die Idee dahinter:

ein kleines Dankeschön an die

treuen Fahrgäste.

Jetzt

sind die

Hauseigentümer

gefragt,

ihren Beitrag

zur

Attraktivierung

der Annenstraße

zu leisten.

LUEF

M. Schobel-Kollmann,

L. Lovepeace und B. Haas KK

Kunst am LKH

Graz II, West

■ Am LKH Graz II, Standort

West eröffnete die Ausstellung

„reLease – Art for Good’s Sake“

von Lisa Lovepeace – eine

Künstlerin, die nach Singapur

in Graz ihre Heimat gefunden

hat. Nach mehr als 25 Jahren

im Leadership- und Coaching-Bereich

hat die Künstlerin

eine 180-Grad-Wende

hin zu Farben, Kurven und

kreativer Energie gemacht. Mit

„reLease“ lädt Lovepeace zu

einem unmittelbaren, energiegeladenen

Erleben von Farbe

und Form ein.


12 graz

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Zehn Jahre Energie

SOZIAL. Die Energie

Graz stellte über die

Aktion „Energie gegen

Armut“ bislang

300.000 Euro an

Unterstützung bereit.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Die Energie-Graz-Geschäftsführer Josef Landschützer (l.) und Boris Papousek

setzen auf soziales Engegement und individuelle Beratungen. FISCHER

Seit nunmehr zehn Jahren

unterstützt die Energie Graz

mit ihrer Initiative „Energie

gegen Armut“ gezielt Haushalte

in finanziellen Notlagen in

Graz. Dieses Engagement, das

gemeinsam mit dem Sozialamt

der Stadt Graz und der Caritas

umgesetzt wird, umfasst verschiedene

Hilfsmaßnahmen, um

sicherzustellen, dass niemand in

der Stadt auf essenzielle Energieversorgung

verzichten muss.

Beliebtestes Musikfestival

MUSIK. Das Perseids Festival wurde zum „beliebtesten Musikfestival der

Welt“ gewählt. Organisiert wird die Veranstaltung von einem Grazer Team.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Ein kreatives Team aus der

steirischen Landeshauptstadt

organisiert das

Perseids Festival, das inzwischen

auch international Anerkennung

gewonnen hat. Es

handelt sich um ein viertägiges

Underground-Electronic-Music-Festival

auf der kroatischen

Insel Cres, das sich rein durch

die Community finanziert und

auf Sponsoren verzichtet.

Das Team hinter dem Festival

konnte heuer einen großen Erfolg

verzeichnen: Die Plattform

„Music Festival Wizard“ krönte

das Perseids Festival 2025 in

der Kategorie „Top 50 Favorite

Fests 2025 – Voter’s Choice“

zum beliebtesten Musikfestival

der Welt.

Was macht das Festival der

Das Motto: „Off the Comfort, off the Map, off the Mainstream.“

Grazer Veranstalter so besonders

und beliebt?

GETTY

300 Menschen

Das Festival ist auf 300 Gäste limitiert

und möchte damit eine

intime und authentische Atmosphäre

schaffen. Außerdem gilt

auf dem Festival das sogenannte

BYOD-Prinzip („Bring Your Own

Drinks“). Dabei können Teilnehmende

ihre eigenen Getränke

auf das Festivalgelände mitbringen.

Gecampt wird direkt in der

Natur am Strand. Das Festival

steht somit für eine bodenständige

und ehrliche Umgebung,

die den Underground-Charakter

wahrt. Ein Festival für all jene,

die Einfachheit, Authentizität

und elektronische Musik schätzen.


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 13

gegen Armut

Bisher wurden knapp 300.000

Euro an Unterstützung bereitgestellt.

Insgesamt profitierten

mehr als tausend Haushalte von

der Initiative. Zum zehnjährigen

Jubiläum stockt die Energie Graz

die Aktion zusätzlich um 20.000

Euro auf. Die gesammelten Mittel

werden zur Begleichung von

Zahlungsrückständen oder für

Energie effizienzmaßnahmen

verwendet, um nachhaltige Hilfe

zu leisten. Spenden sind bereits

ab fünf Euro über die Website des

Unternehmens möglich.

Härtefallfonds

Als Reaktion auf die Energiekrise

richtete die Energie Graz zudem

einen Härtefallfonds mit einem

Gesamtvolumen von einer Million

Euro ein. Dieser Fonds ermöglicht

unbürokratische Soforthilfen

von bis zu 800 Euro für

Haushalte mit niedrigem Einkommen.

Rund 1400 Haushalte

erhielten bereits Unterstützung

in Höhe von etwa 450.000 Euro.

Die Beantragung und Auszahlung

erfolgen ebenfalls über das

Sozialamt der Stadt Graz und die

Caritas.

Ergänzend zu den finanziellen

Hilfen bietet die Energie Graz

persönliche Energieberatungen

an, bei denen Experten Tipps

zur Reduzierung des Energieverbrauchs

geben. Bei Zahlungsschwierigkeiten

werden im

Rahmen dieser Gespräche auch

Lösungen wie Ratenzahlungen

vereinbart. „In so gut wie allen

Fällen finden wir hier auch eine

Lösung“, erzählen die Geschäftsführer

Boris Papousek und Josef

Landschützer. „Mit gezielten

Hilfen und Beratungsangeboten

stehen wir all jenen zur Seite, die

auf Unterstützung angewiesen

sind, damit niemand in Graz auf

Strom oder Wärme verzichten

muss.“


14 graz

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Hilfe für Wintergastgärten

BESCHLUSS. Gute Nachrichten für Gastgartenfreunde! Im Gemeinderat wurde einstimmig beschlossen,

die Gebühr für große „Schanigärten“ im Winter zu senken und die Gastronomen so zu entlasten.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Das Problem ist altbekannt,

jetzt wurde endlich

eine Lösung gefunden.

Gas tronomen, die einen

Gastgarten besitzen, müssen

für diesen auch Gebühren an

die Stadt bezahlen, deshalb

schließen ihn auch die meisten

im Winter. Die großen, permanenten

Gastgärten hingegen

können kaum beziehungsweise

nur unter großen Anstrengungen

weggeräumt werden. Diese

Betriebe sind dadurch gezwungen,

ihren Gastgarten im Winter

stehen zu lassen, obwohl er in

dieser Zeit kaum oder gar nicht

genutzt werden kann. Die volle

Gastgartengebühr fällt jedoch

weiterhin an, obwohl kein oder

nur ein sehr geringer wirtschaftlicher

Nutzen entsteht. Auf eine

Initiative der ÖVP hin wurde im

Gemeinderat nun einstimmig

beschlossen, dass jene Gastgartenbetreiber

in den Wintermonaten

von 1. November

bis 31. März nur die Hälfte der

anfallenden Gebühr bezahlen

sollen. Wie das im Detail funktionieren

soll, wird nun geprüft.

Starkes Signal

„Das ist ein starkes und wichtiges

Signal für unsere Grazer

Gastronomiebetriebe“, meint

Wirtschaftsstadtrat Kurt Hohensinner.

„Wer seinen Gastgarten

aus baulichen oder technischen

Gründen im Winter

nicht abbauen kann, darf dafür

nicht auch noch finanziell bestraft

werden. Mit einer Halbierung

der Gebühren schaffen wir

mehr Fairness und entlasten

jene Betriebe, die ohnehin mit

steigenden Kosten zu kämpfen

Die Gebühr für Gastgärten soll im Winter nur noch die Hälfte betragen. GETTY

haben.“ Auch SPÖ-Klubvorsitzende

Daniela Schlüsselberger

ist von der Richtigkeit dieser

Maßnahme überzeugt: „Die

Gastronomiebetriebe brauchen

derzeit jegliche Unterstützung

durch die Stadt, die sie nur kriegen

können.“

Die Jury ist bereit zum Voten

ANNENSTAR. Die Jury für den AnnenStar 2025 steht bereits

und ist schon mitten im Bestaunen, Überlegen und Bewerten.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Nicht mehr lange

und wir wissen,

wer der Annen-

Star 2025 ist. Mittlerweile

steckt auch die Jury

mitten in den Voting-

Vorbereitungen. Die

Schaufenster werden

aufmerksam betrachtet

und nach persönlichen

Eindrücken bewertet.

Die fünfköpfige Jury

besteht aus Barbara

Nußmüller von Creative

Industries Styria, Künstler

Tom Lohner, der

neuen Citymanagerin

Graz Elisa-Maria Steinberger,

Advent-Organisation-Verantwortliche

Verena Hölzlsauer und

Marketingleitung Kastner

& Öhler Andrea Krobath.

Für den AnnenStar haben

20 Unternehmer der

Annenstraße ihre Schaufenster

mit viel Kreativität,

Liebe zum Detail

und weihnachtlichem

Zauber gestaltet.

Die Straße präsentiert

sich in ihrer schönsten

Festtagsstimmung und

lädt Kunden, Passanten

und Besucher ein, den

Winter auf besonders

stimmungsvolle Weise

zu erleben.

Letzte Chance

Noch bis zum 24. Dezember

können Kunden

mitvoten und gleichzeitig

am Gewinnspiel teilnehmen:

Dafür einfach

ein Foto vor dem Lieblingsschaufenster

machen

und an office@

grazer.at schicken.

Unter allen Einsendungen

werden mehrmals

100-Euro-Graz-Gutscheine

verlost.

Beim Jury-Treffen

haben sich Verena

Hölzlsauer (l.)

und Elisa-Maria

Steinberger alle

Betriebe angesehen,

die am

AnnenStar 2025

teilnehmen. KK

Der renommierte

Künstler Tom

Lohner freut

sich auf das

Voting. KK

EINE ENTGELTLICHE KOOPERATION MIT DER STADT GRAZ

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16 graz

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Femizide benennen

In den vergangenen Monaten haben

sich in Österreich erneut Morde

an Frauen ereignet. Was jedoch

ebenso alarmierend ist wie die

Gewalt selbst ist die Art und Weise,

wie diese Fälle medial dargestellt

werden. Immer wieder lesen

wir Begriffe wie „Familiendrama“,

„Eifersuchts-Tat“ oder „Tötung aus

Leidenschaft“. Doch all diese Formulierungen

verschleiern, worum

es in Wahrheit geht: Femizid. Ein

Femizid ist nicht einfach ein „Mord

an einer Frau“. Er ist das Ergebnis

von Machtstrukturen, Kontrolle,

Besitzansprüchen und tief verwurzelten

gesellschaftlichen Vorstellungen

darüber, was Frauen dürfen,

wie sie zu sein haben und wem

sie „gehören“. Wenn in Artikeln

stattdessen von „Eifersuchts-Tat“

oder „Streit eskalierte“ die Rede

ist, wird genau dieser Hintergrund

unsichtbar gemacht. Solche Begriffe

verharmlosen, verzerren und

lassen die eigentliche Dimension

dieser Gewalt verschwinden. Die

Medien sind nicht bloß neutrale

Beobachter. Sie prägen Diskurse,

beeinflussen Wahrnehmung und

können aktiv dazu beitragen, dass

Gewalt erkannt und bekämpft

wird. Femizide sind kein Randthema.

Sie sind Ausdruck tief verwurzelter

Ungleichheit. Nur wenn wir

sie als solche benennen, können

wir sie gesellschaftlich, politisch

und strukturell bekämpfen.

Marco Romor

* * *

Sorge

Als langjähriger Bewohner des Bezirks

Eggenberg beobachte ich mit

großer Sorge die jüngsten Veränderungen

im öffentlichen Raum. In

den vergangenen Wochen wurden

im unmittelbaren Wohnumfeld

mehrere dringend benötigte Parkplätze

entfernt bzw. umgewidmet,

um neue Baumpflanzungen vorzunehmen

– und auch im Geviert

rund um die Rochelgasse ist eine

weitere Reduktion der Parkflächen

geplant.

Die Parkplatzsituation war bereits

bisher äußerst angespannt. Viele

Haushalte verfügen weder über

eine Tiefgarage noch über einen

privaten Stellplatz und sind daher

auf die öffentlichen Parkmöglichkeiten

angewiesen. Die ersatzlose

Streichung von Stellflächen

bedeutet für zahlreiche Anrainer

eine massive Einschränkung im

Alltag – besonders für Familien,

ältere Menschen und Personen mit

eingeschränkter Mobilität. Grundsätzlich

unterstütze ich selbstverständlich

Maßnahmen zur Begrünung

und Klimaanpassung. Diese

dürfen jedoch nicht zulasten der

Lebensqualität der Bewohner gehen.

Nachhaltige Stadtentwicklung

braucht Lösungen, die Umweltziele

und soziale Bedürfnisse

gleichermaßen berücksichtigen.

Genau das scheint hier nicht gegeben

– zumal keinerlei Alternativen

oder Ausgleichsmaßnahmen kommuniziert

wurden.

Erwin Zibert

* * *

Fahrlässig

Graz liegt bundesweit bei den

Feinstaubwerten an letzter Stelle.

Zudem macht das Grazer Umweltamt

auf die Halbierung erlaubter

Grenzwerte im Jahr 2030 aufmerksam,

es brauche somit ein ganzes

Maßnahmenbündel. Der deutsche

Bundestag hat am 4. Dezember

ein Gesetz zur Beschleunigung des

Ausbaus von Geothermieanlagen,

Wärmepumpen und Wärmespeichern

für den klimaneutralen

Ausbau der Wärmeversorgung beschlossen.

Es ist fahrlässig, dass die

Politik es bisher nicht schafft, das

bis 2030 realisierbare Geothermieprojekt

für die Wärmeversorgung

von Graz auf Schiene zu bringen,

und stattdessen mit viel Werbeaufwand

auf eine schadstoffmäßig

problematische, nicht klimaneutrale

und teure Müllverbrennung

mitten in Graz setzt.

Viktor Pölzl

* * *

Kein Verständnis

Für die weitere Umgestaltung der

Kaiserfeldgasse sollen rund fünf

Millionen Euro investiert werden,

diese sollen in erster Linie der Gesundheit

einiger zugutekommen.

Für den Erhalt der Burgruine

Gösting, jahrzehntelang eines der

beliebtesten Nahausflugsziele der

Grazer mit prächtigem Blick auf

die Stadt (und 100.000en Bäumen),

ist hingegen keinerlei Geld

vorhanden.

Gerhard Ofner

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Neue Citymanagerin

■ Der Fall rund um eine Not-

OP, bei der eine Zwölfjährige ein

Bohrloch am Schädel gesetzt

haben soll, endete am Mittwochnachmittag

mit einem Freispruch

für die beiden diensthabenden

Ärzte. Das Kind war dabei, soll

aber nicht selbst gebohrt haben.

Aus dem Gemeinderat

■ Am Dienstag stellte Elisa-Maria

Steinberger als neue Citymanagerin

von Graz gemeinsam mit

Stadtrat Kurt Hohensinner ihre

Visionen für die Stadt vor. Eine davon

ist, einen Hörsaal in der Stadt

zu machen, um wieder mehr junge

Leute hineinzubringen.

Urteil: Freispruch

■ Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen

Donnerstag ging es ans

Eingemachte. 49 Punkte standen auf

der Tagesordnung. Neben dem Planungsbeschluss

der Straßenbahnlinie

8 wurde auch die Millionenklage

zur Neutorbaustelle diskutiert.

KK, KK, GETTY


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 17

14 Bäume für die Fröhlichgasse

LEBENDIG. In der Fröhlichgasse werden im kommenden Jahr zahlreiche Bäume im Schwammstadt-

Prinzip gesetzt. Bei allen Neupflanzungen können Interessierte eine Baumpatenschaft übernehmen.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Auch die Fröhlichgasse

wird im nächsten Jahr

deutlich grüner. Voraussichtlich

im März werden vier

neue Bäume bei der Bushaltestelle

auf der Nordseite und zehn

auf der Südseite gepflanzt. Ein

Großteil dieser Bäume wird nach

dem Schwammstadt-Prinzip gesetzt.

Dieses Prinzip unterstützt

Städte bei der natürlichen Wasserregulierung:

Die Grünflächen

nehmen das Regenwasser auf

und speichern es. Die Kanalisation

wird dadurch entlastet, und

gleichzeitig steht das Wasser den

Pflanzen später zur Verfügung.

In den vergangenen drei Wochen

wurden rund hundert

Bäume in Graz gepflanzt, heißt

es seitens der Fachabteilung für

Grünraum und Gewässer der

Stadt Graz.

„Bäume sind kein Luxus, sondern

Teil einer lebenswerten

Stadt. Darum setzen wir laufend

neue Pflanzungen um“, betont

Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner.

Patenschaft

Für alle Neupflanzungen können

Baumpatenschaften übernommen

werden – eine Aktion der

Stadt Graz, die seit vergangenem

Jahr läuft. Solange es noch keinen

Paten gibt, ist auch für alle

Bestandsbäume eine Pflegepatenschaft

möglich. Die Patenschaften

starten bei 50 Euro und

werden für 15 Jahre übernommen

– gepflanzt wird im Herbst

oder Frühling. Mehr Details zu

der Aktion gibt es auf der Website

der Stadt Graz.

Die Fröhlichgasse bekommt voraussichtlich im März nächsten Jahres 14 neue

Bäume. Die Straße wird dadurch um einiges grüner und belebter. GETTY


szene

graz

20 www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

18

Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Wenn die Musik kickt, ist es, als würden

wir zeitreisen. Wenn wir danach zurück

ins Hotel kommen und versuchen, aufzustehen,

tut alles weh.“

Kevin von den Backstreet Boys beim Konzert in Schladming H. HINTERDORFER

Das Diskurs-Programm

widmet sich

unter dem Leitmotiv

„Vital Signs“ den

Lebenszeichen einer

Welt zwischen Krise

und Neubeginn. POLYGONIA

Elevate: Musik,

Kunst und Diskurs

FESTIVAL. Vier Tage

voller Klänge, Kunst

und Kreativität. Das

Elevate kommt auch

2026 wieder nach Graz.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Musik, Kunst und politischer

Diskurs: Das Elevate

Festival kehrt von

5. bis 8. März 2026 zurück. Das

spartenübergreifende Programm

vereint Performances, Konzerte,

Installationen und DJ-Sets mit

Workshops, Film-Screenings,

Vorträgen und Diskussionen.

Internationale Ikonen treffen

auf aufstrebende Talente, lokale

Szenen auf globale Perspektiven,

ein Zusammenspiel, das dem

Festival seit Jahren seine besondere

Dynamik verleiht. Das Musikprogramm

des Elevate 2026

verknüpft wie jedes Jahr mannigfaltige

ästhetische Strömungen

zu einem musikalischen Melting

Pot: von progressiven Club-

Sounds über Avant-Pop und

melancholischen R&B bis hin zu

immersiven Performances und

ekstatischer Improvisation.

Der Stargast dieses Jahr ist niemand

Geringerer als Marc Almond,

der legendäre Frontsänger

der 80er-Jahre-Kultformation

Soft Cell. Er präsentiert ausgewählte

Soft-Cell-Songs wie „Tainted

Love“ sowie eigene Werke.

Auch die heimische Musikszene

ist stark vertreten. Unter den

bekanntesten Acts findet sich die

gehypte Eli Preiss, die am Samstag

im Orpheum auftritt. Ebenfalls

dort zu sehen ist der österreichische

Musiker, Produzent und

Komponist Aki Traar mit Band.

Opening

Auch jenseits der poppigen Klänge

gibt es viel zu entdecken.

Zum Festival-Start präsentiert

das Elevate in Zusammenarbeit

mit der Kunstuniversität Graz

und unter der künstlerischen

Leitung des Klangforum Wien

Steve Reichs Schlüsselwerk

der Minimal Music. Hinter dem

klingenden Namen DÄ LIVER

stecken die zwei interdisziplinär

aktiven Künstlerinnen Maja

Osojnik und Stina Fors.

Das Diskursprogramm widmet

sich den Lebenszeichen unserer

Zeit und der Frage, wie sich Lebendigkeit

in Systemen finden

oder herstellen lässt, die vielerorts

erschöpft wirken und unter

großem Druck stehen.

Sprecher sind unter anderen

die freie Journalistin Seyda Kurt,

Ärztin Gilda Sahebi, der Medien-

und Technologietheoretiker

Douglas Rushkoff, Simon(e)

van Saarloos, Theologe und

Konfliktforscher Wolfgang Palaver,

Journalist Christian Schiffer,

Künstlerin Mary Maggic, Politikwissenschaftler

Sven Biscop,

Künstlerin und Forscherin Birgit

Bachler und Soziologin und Klimawissenschaftlerin

Ilona Otto.

So verspricht das Elevate Festival

2026 wieder intensive Erlebnisse,

neue Impulse und unvergessliche

Momente.

Elevate-Programm

■ Aki Traar

■ Amnesia Scanner

■ Anika

■ Anna Z

■ Benedikt Alphart

■ Cabaret Voltaire

■ Carrier

■ DÄ LIVER

■ Dame Area

■ Darwin

■ DJ Spinn

■ DJ Storm

■ Eli Preiss

■ gyrofield

■ Josey Rebelle

■ Kittin

■ KUNTARI

■ Marc Almond

■ Maria Somerville

■ Mitra

■ Modeselektor

■ OJOO

■ Pinch

■ PLF

■ Polygonia

■ Spekki Webu NL & Woody92

■ Stenny

■ Steve Reich

■ Toupaz


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

szene graz 19 21

KANIZAJ, FISCHER

Barbara Riener

GEBURTSTAGSKINDER

Helmut List

Wir wünschen der ehemaligen

ÖVP-Klubobfrau alles Gute zu ihrem

morgigen 63. Geburtstag.

DER WOCHE Der AVL-Chef wird am 20. Dezember

84 Jahre alt. Wir sagen

Happy Birthday!

Happy Birthday!

Kreischalarm in Schladming

HIGHLIGHT. Am vergangenen Wochenende gastierte die amerikanische Kult-Popband Backstreet

Boys für drei Konzerte in Schladming. Zahlreiche Grazer Promis ließen sich das nicht entgehen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Wenn Millenials wieder

zu Teenangern

werden, dann ist Ski-

Opening in Schladming mit den

Backstreet Boys. Rund 50.000

durchwegs weibliche Fans aus

der ganzen Welt pilgerten sehr

zur Freude von Veranstalter

Klaus Leutgeb in die Steiermark,

um die ersten Auftritte

der Kult-Popband seit mehr als

einem Jahrzehnt live zu erleben.

Und die Besucher wurden

nicht enttäuscht. An drei Tagen

feuerten die Jungs ein Hitfeuerwerk

ab, das die zahlreichen

Fans wieder in ihrer Jugendzeit

zurückbeamte. Auch die Tanzschritte

saßen nach 30 Jahren

Karriere noch perfekt.

Zudem merkte man den Amerikanern

an, wie sehr sie es

genossen, nach so langer Zeit

wieder in Österreich aufzutreten.

„Wir haben in Österreich,

Deutschland und der Schweiz

unsere Karriere gestartet. Dafür

sind wir sehr dankbar“, so die

Backstreet Boys während des

Konzertes.

Promidichte

Die Hits der Backstreet Boys

sangen lauthals mit: Landeshauptmann

Mario Kunasek

mit Gattin Sabrina, die Landeshauptmann-Stellvertreterin

Manuela Khom, die Landesrätinnen

Simone Schmiedtbauer

und Claudia Holzer,

FPÖ-Klubobmann Marco Triller,

STG-Geschäftsführer Michael

Feiertag, Musiker Paul

Pizzera, Cheyenne Ochsenknecht

mit Gatte Nino Sifkovits,

die Vizepräsidentin der

Österreichischen Notariatskammer

Marcella Handl, „Motion

Cooking“ Gerhard Dragschitz,

das Ivents- Trio Astrid Perna,

Markus und Alexandra Lientscher,

Ex-Sturm-Goalie Christian

Gratzei und Agenturchefin

Kristin Orthacker, die von Gabriela

Kinzer begleitet wurde.

Landeshauptmann Mario Kunasek (2. v. l.) mit Veranstalter Klaus Leutgeb (r.)

und den Backstreet Boys Howie, AJ, Nick, Kevin und Brian (v. l.) PETRA MITTEREGGER


20 szene

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Neue Sanitary Lounge

■ Mit Humor, Stil und überraschend

viel Ästhetik eröffnete die

Bar Amouro am Mittwochabend

ihre neue Sanitary Lounge. Was

auf den ersten Blick nach einer

ungewöhnlichen Idee klang –

eine Party zu Ehren der neuen

WC-Anlagen –, entpuppte sich als

stilvoll inszeniertes Design-Event

mit ironischem Unterton und hoher

Aufmerksamkeit der geladenen

Gäste. „Wir wollten zeigen,

dass selbst Orte, die normalerweise

keine Bühne bekommen,

mit der richtigen Gestaltung eine

ganz eigene Präsenz entwickeln

können. Die Sanitary Lounge ist

ein Statement – funktional, aber

mit Haltung und Humor“, erklärt

Judith Schwarz, Designerin der

neuen Räume und Geschäftsführerin

des Aiola Living Store.

Begleitet wurde der Abend von

DJ-Sounds, ausgewählten Drinks

und einer entspannten Atmosphäre.

Der Cirque Noël 2025 präsentiert zwei gefeierte neue Produktionen, die

den Facettenreichtum in einzigartiger Weise widerspiegeln. ANDY PHILLIPSON

Cirque Noël verzaubert

■ Das Festival Cirque Noël Graz

präsentiert heuer zwei internationale

Spitzenproduktionen, die

den Facettenreichtum des zeitgenössischen

Zirkus in all seiner

künstlerischen Breite zeigen. Von

20. Dezember bis 10. Jänner verwandeln

FLIP Fabrique aus Québec

und Circa aus Brisbane das

Orpheum Graz in eine Bühne für

Staunen, Emotion und außergewöhnliche

Akrobatik.

Den Auftakt rund um die Weihnachtszeit

macht FLIP Fabrique

mit Six°. Die gefeierte Gruppe ist

bekannt für ihren enormen Ideenreichtum,

ihre Spielfreude und

ihren unverwechselbaren Humor.

In Six° treffen fünf Menschen in

einem geheimnisvollen, tief im

Wald gelegenen alten Gemäuer

aufeinander. Aus diesem zufälligen

Zusammentreffen entsteht

eine poetische, zugleich kraftvolle

Sternstunde der Akrobatik, die

die Grenzen zwischen Theater,

Bewegungskunst und Zirkus verschwimmen

lässt.

Zum Jahreswechsel übernimmt

die australische Compagnie

Circa mit der Produktion Wolf.

Unter der Regie von Yaron Lifschitz

widmet sich Circa großen

Themen wie menschlicher Entwicklung,

Beziehungen und dem

inspirierenden Chaos des Zusammenlebens.

Wolf gilt als ein Stück,

das die Freude an Körperlichkeit,

die Intensität menschlicher Verbundenheit

und die Kraft des zeitgenössischen

Zirkus unmittelbar

und berührend erlebbar macht.

Mit diesen beiden Produktionen

bestätigt der Cirque Noël

Graz einmal mehr seinen Ruf

als Festival, das internationales

Spitzen-Niveau nach Österreich

bringt.

Alle Fotos auf

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Geschäftsführer der Bar Amouro Alex Knoll und Judith Schwarz, Designerin

der neuen Räume und Geschäftsführerin des Aiola Living StoreANJA KAUFMANN


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at szene

Nikolai Soritz, GF Long Living Immobilien, Fabio Urban, Junior-

Chef San Pietro, Franz Rößl, GF Long Living Immobilien (v. l.) KK

Feiern wie früher für 40+

■ Die TV- und Radiomoderatorin Verena Schneider

fragte sich: Wohin in den 40ern, um richtig zu feiern und

am nächsten Tag trotzdem fit zu sein? So entstand die

Idee zu Shorty Forty, ein Club, der früher startet, aber

genauso viel Energie hat. Seitdem feiern hunderte Menschen

über 40 jeden zweiten Samstag im Monat in Wien

im U4. Am 24. Jänner findet Shorty Forty das erste Mal in

Graz statt. Ganz nach dem Motto: feiern wie damals, nur

heute und früher im Univiertel im Kottulinsky. „Ich hab

viele Nachrichten bekommen, dass ich doch unbedingt

nach Graz kommen soll. Und weil Graz und die Steiermark

schon ewig einen Platz in meinem Herzen haben,

war die Entscheidung einfach“, erzählt Schneider.

Long Living Charity-Event

■ Long Living Immobilien veranstaltete bereits zum

dritten Mal sein Charity-Event zugunsten der Steirischen

Kinderkrebshilfe. Insgesamt konnten beeindruckende

19.000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden.

Wie in den Jahren zuvor wurden aus der San-Pietro-

Weihnachtshütte Punsch und Glühwein ausgeschenkt.

Das Küchenteam verwöhnte die Gäste mit köstlicher

Pasta und Pinsen, bevor Kaiserschmarren serviert wurde.

Nicht entgehen ließen sich das unter anderen Star-

Anwältin Karin Prutsch-Lang, WIGA-Geschäftsführer

Dominik Konrad, Primarius Werner Maurer-Ertl, Prokurist

Sebastian Pongratz und Martin Benesch, Vorstandsmitglied

Steirische Kinderkrebshilfe.

Die Veranstalterin Verena Schneider bei Shorty Forty in

Wien – und nun auch bald in Graz

KATHARINA STIFFLER

Rudi Roth, Cattina Leitner, Nina

Vaskunlahti, Peter Riedler (v. l.)

21

Finnland feiert

Unabhängigkeit

R

■ Cattina Leitner, Honorarkonsulin

der Republik Finnland,

lud auch heuer wieder zu

einem Empfang anlässlich des

finnischen Unabhängigkeitstages

ein. Finnland wurde bereits

zum 18. Mal zum glücklichsten

Land der Welt gewählt. Es gratulierten

die Botschafterin der Republik

Finnland Nina Vaskunlahti,

Peter Riedler, Präsident

der Österreichisch-Finnischen

Gesellschaft in der Steiermark,

sowie zahlreiche Konsules mit

Doyen Rudi Roth an der Spitze.


22 szene

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Gerhard Vollmann, Brigitte Wohlmuth

und Susanne Jagsch (v. l.) HYPO VORARLBERG

Hypo Vorarlberg:

Vernissage

■ Am 4. Dezember wurde in der

Grazer Filiale der Hypo Vorarlberg

die Vernissage von Brigitte

Wohlmuth eröffnet. Menschlichkeit

liegt ihr sehr am Herzen,

deshalb war es der Künstlerin ein

Bedürfnis, ein Bild zugunsten des

Vereins Help4Kids zur Verfügung

zu stellen. Ebenfalls mit dabei

waren Help4Kids-Präsidentin

Susanne Jagsch und Ehrenpräsident

Helmuth Gruber. Die

Ausstellung wird in den nächsten

Monaten in den Räumlichkeiten

der Hypo Vorarlberg am Joanneumring

7 zu sehen sein.

Rotary: Spendenübergabe

■ Der Rotary Club Graz-Fortuna konnte im Rahmen

seiner Black-Tie-Charity am Internationalen Tag der

Armut ein starkes Zeichen regionaler Solidarität setzen.

Dank der Unterstützung zahlreicher Spender

sowie der engagierten Partnerunternehmen Aiola,

Bergfuchs und Legero wurden aus 10.000 Euro an

Geldspenden beeindruckende 30.000 Euro an dringend

benötigten Hilfsgütern generiert. Diese wurden

nun an die Vinzi-Häuser übergeben – Hilfe, die unmittelbar

ankommt! Der Rotary Club Graz-Fortuna

lädt zudem zum nächsten Rotary Clubbing am Freitag,

16. Oktober, ein – eine weitere Gelegenheit, sich

zu vernetzen und gemeinsam Gutes zu tun.

Mark Seibert, Missy May, Alfons Haider, Hannes

Kartnig, Maya Hakvoort, Lukas Perman (v. l.) MARTIN WIESNER

Matthias Reckenzaun, Andreas Miller, Björn Pildner-Steinburg,

Nicola Baloch, Martin Stihsen und Barbara Goricki-Gubo (v. l.) KK

Ein Abend der großen Stimmen

■ Am 11. Dezember brachte der ehemalige Sportfunktionär

und Unternehmer Hannes Kartnig mit der großen

Weihnachtsgala der Musicalstars Stimmung in die Grazer

Stadthalle. Ganz nach seinem Motto „Die stillste Zeit des

Jahres muss nicht wirklich leise sein“ erwartete die Besucher

ein Abend voller Glanz.

Nach der Gala fand noch ein Meet and Greet mit den

Künstlern statt.

Nicht entgehen ließen sich die Veranstaltung die ehemaligen

Landeshauptmänner Hermann Schützenhöfer und

Christopher Drexler, SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz,

Geschäftsführer der Bühnen Graz Bernhard Rinner, Johann

und Grete Umschaden und Designer La Hong.



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eco

graz

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Sabrina Naseradsky

24 sabrina.naseradsky@grazer.at

Es ist in unserer Stadt ja schon fast

verpönt, groß zu denken.“

WK-Graz-Obmann Bernhard Bauer anlässlich

des Starts der Koralmbahn über die Jahrhundertchancen,

die die Stadt womöglich verpasst KK

René Jonke

Insolvenzen

leicht rückläufig

Die Firmenpleiten sind leicht rückläufig. Bei den Privatkonkursen zeigt sich laut aktueller Statistik des KSV1870 eine Stagnation.

PLEITEN. Der KSV1870

hat diese Woche die

neue Insolvenzstatistik

für die Steiermark

veröffentlicht.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Mit einem Minus von

2,4 Prozent oder 723

Fällen ist die Zahl der

Firmenpleiten in der Steiermark,

ausgehend von einem hohen Niveau

und gemessen am Vorjahr,

leicht rückläufig. Auch die Passiva

sind im Vergleich zu 2024 um

88,6 Prozent auf rund 476 Millionen

Euro gesunken. Aufgrund

der jahrelangen Negativspirale

schlittern aber weiterhin zwei

Unternehmen pro Tag in die Pleite.

In Graz sind heuer 210 Unternehmen

in die Pleite gerutscht.

Das ist ein Minus von 18 Prozent

gegenüber 2024. Da waren es 257

Unternehmen. Die Passiva beliefen

sich auf 127 Millionen Euro.

70 Unternehmen mussten in

diesem Jahr in Graz-Umgebung

Insolvenz anmelden. Im vergangenen

Jahr waren es noch 99. Somit

ergibt sich ein Minus von 29

Prozent.

„Das Insolvenzaufkommen ist

auch im historischen Vergleich

TopJobs

■ Buchhalter (m/w/d)

- Jugend am Werk sucht einen Buchhalter als Karenzvertretung. Voraussetung:

absolvierte Buchhalterprüfung. Das kollektivvertragliche Mindestgehalt

beträgt zwischen 2.794,50 Euro und 3.210,60 Euro (Basis Vollzeit).

■ Inklusiver Elementarpädagoge (m/w/d)

- Die Stadt Graz sucht einen Elementarpädagogen. Abgeschlossene

Ausbildung mit Zusatzqualifikation Inklusive Pädagogik. Das

Mindestgehalt beträgt 3.123,90 Euro (pro Monat).

In Kooperation mit

www.

unverändert hoch, und eine Abflachung

der Kurve steht unmittelbar

nicht bevor. Angesichts

dessen, dass in den vergangenen

zwölf Monaten zahlreiche

staatliche Förderungen beendet

wurden und es in den letzten

Jahren jeweils rund 11.000 Neugründungen

gab, ist das derzeitige

Insolvenzniveau nicht völlig

ausgeufert“, erklärt René Jonke,

Leiter KSV1870 Region Süd.

Die größte Pleite in Graz hat

die myWorld hingelegt, mit Passiva

in der Höhe von 32,4 Millionen

Euro. In Graz-Umgebung

war Julius Mario Krenn mit 11,4

Millionen Euro die größte Insolvenz.

GETTY, FURGLER

Privat

Keine Bewegung gibt es bei den

Privatkonkursen. Laut der aktuellen

Statistik des KSV1870

wurden im Jahr 2025 in der

Steiermark 985 Schuldenregulierungsverfahren

eröffnet. Das

sind rund drei Fälle pro Tag. Die

vorläufigen Passiva sind zudem

um 2,7 Prozent auf 108 Millionen

Euro gesunken. Das sind im

Schnitt etwa 110.000 Euro pro

Schuldner. Auf Graz entfielen

von den 985 Insolvenzen insgesamt

293, das ist ein Minus von

10 Prozent. 2024 waren noch

325 Privatpersonen in die Pleite

geschlittert. Die Passiva beliefen

sich auf 23 Millionen Euro. Weit

schlechter stellt sich die Situation

in Graz-Umgebung dar. Hier

sind heuer 118 Menschen in eine

Insolvenz gerutscht, das ist ein

Plus von 26 Prozent gegenüber

2024. Hier waren es nur 94. Dafür

sind die Passiva von 15 Millionen

auf 10 Millionen Euro gesunken.

„Die Situation gestaltet sich unverändert

schwierig. Es hat den

Anschein, dass es den meisten

Menschen noch gelingt, mit ihren

finanziellen Mitteln über die

Runden zu kommen. Wie lange

dieser Zustand anhält, ist angesichts

der zuletzt wieder gestiegenen

Inflation jedoch fraglich“,

so Jonke.


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz eco 25 27

TEURER

GETTY (2)

Backwaren +8,3 %

Schlechte Nachrichten für alle weihnachtlichen

Naschkatzen. Backwaren

sind um 8,3 Prozent teurer geworden.

Finanzexperte Hannes Dolzer rät Unternehmen dazu, noch bis zum 15. Dezember

ihre Investments zu tätigen, um Vorteile zu lukrieren.

FISCHER

Investments noch tätigen

■ Unternehmen, die heuer noch

investieren wollen, sollten sich

beeilen, denn der Stichtag für viele

Fonds und institutionelle Produkte

ist der 15. Dezember. „Wer sich

noch bis zum 15. Dezember zum

Ankauf von Investmentfonds entscheidet,

profitiert von vielfältigen

Vorteilen“, betont Hannes Dolzer,

Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister

der WKÖ. Nach

diesem Stichtag besteht ein erhebliches

Risiko, dass Transaktionen

nicht mehr vor dem Jahreswechsel

verarbeitet werden können.

Wer sich hingegen noch rechtzeitig

zu einer Investition in Wertpapiere

entscheidet, kann dadurch

eine erhebliche Steuerersparnis

lukrieren, so Dolzers Tipp.

Erdäpfel –3,2 %

Gute Nachrichten für die Liebhaber

der tollen Knolle: Kartoffeln sind um

3,2 Prozent billiger geworden.

Wo ist Unternehmergeist?

■ Im Auftrag des Wirtschaftsbunds

Steiermark hat das Institut für Demoskopie

& Datenanalyse (IFDD)

mit dem „Unternehmerradar Steiermark“

das Gründungspotenzial

unseres Landes erhoben. „Ziel des

Unternehmerradars Steiermark ist

es, den Unternehmergeist in der

Steiermark zu erheben“, erklärt

Wirtschaftsbund-Direktor Jochen

BILLIGER

Pack. Und ergänzt: „Wir müssen

darauf achten, dass genug Unternehmer

selbstständig werden. Es

soll mehr Gründungen geben.“ Die

Umfrage zeigt, dass 49 Prozent der

Befragten ihren Unternehmergeist

als ausgeprägt einschätzen. Allerdings

planen nur sieben Prozent,

sich in den nächsten drei Jahren

selbstständig zu machen.

WB-Direktor Jochen Pack (l.) und IFDD-Geschäftsführer Christoph Haselmayer

präsentierten den ersten „Unternehmerradar Steiermark“. FISCHER

Anton Maresch, Claudia Kocher-Peschl, Bernhard Bauer, Thomas Böck und Markus Ritter

(v. l.) appellieren an die Stadt, die Jahrhundertchance Koralmbahn zu ergreifen.

FISCHER

Die Chance nutzen

■ Ab 14. Dezember fährt die

Koralmbahn zwischen Graz und

Klagenfurt. Dies nahm die WKO

Graz zum Anlass, noch einmal

auf das enorme Potenzial der

neuen Bahnstrecke hinzuweisen.

„Wir dürfen diese Jahrhundertchance,

die sich uns derzeit bietet,

nicht liegen lassen. Die Stadt

Graz hat enormes Potenzial, das

wir nutzen müssen“, appelliert

WKO-Graz-Obmann Bernhard

Bauer einmal mehr an die Grazer

Stadtregierung. „Graz muss wieder

mehr Selbstvertrauen bekommen“,

gibt er sich nachdenklich.

Auch die Ideenlosigkeit der politisch

Verantwortlichen machen

ihm Sorgen. „Wir brauchen wieder

Belebung in der Stadt. Mit der

Bewerbung für den Song Contest

und das Ö3 Weihnachtswunder

haben wir große Chancen vertan“,

so Bauer. Gemeinsam mit den

Unternehmern Anton Ma resch,

Thomas Böck, Markus Ritter und

Claudia Kocher-Peschl fordert er

mehr Mut von der Stadt ein.


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viva

graz

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Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

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Feiertage und Co

Seuchen kennen keine Grenzen

– unsere Maßnahmen dürfen es

auch nicht.“

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer bei der

Landesveterinärreferentenkonferenz in Graz KK

Stress für Vierbeiner

Mit der

richtigen

Vorbereitung

werden die

Feiertage

rund um

Weihnachten

und Silvester

auch für

Haustiere ein

besonderes

Erlebnis.

GETTY,

FEIERTAGSSTRESS. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Umso mehr müssen wir auf

unsere Fellfreunde achten. Wir haben mit Katharina Gründl von der Arche Noah gesprochen.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Feiertage sind nicht nur für

Menschen stressig, sondern

auch für Haustiere. Wir haben

mit Katharina Gründl von

der Arche Noah über die Tage

rund um Weihnachten und

Silvester gemeinsam mit dem

Haustier gesprochen.

Stresssignale

Geschenke werden gekauft,

Kekse gebacken, die Wohnung

weihnachtlich geschmückt und

die Liebsten eingeladen. Feiertage

sind eine Ausnahmesituation,

und die Nerven laufen

schnell aus dem Ruder. „Ein Tier

spiegelt unsere Emotionen. Es

merkt, wenn die Menschen nervös

werden“, weiß Gründl und

holt aus: „Angst sollte man nie

ignorieren. Ruhiges Ansprechen

und Körperkontakt beruhigen

Hunde, sollten aber nicht aufgezwungen

werden.“

Gestresste Hunde ziehen sich

zurück, können „aber auch mit

Aggression reagieren. Weitere

Stresssignale sind etwa starkes

Zittern oder Kratzen an sich

selbst“, so Gründl. Auch Katzen

zeigen Stresssignale, indem sie

flüchten, verändertes Fressverhalten

zeigen oder sich übermäßig

putzen.

Gefahren

Gerade rund um Weihnachten

lauern viele Gefahren auf unsere

Vierbeiner. Neben brennenden

Kerzen kann auch festliche

Dekoration zur Gefahr werden:

Glasschmuck kann zerbrechen

und die Pfoten verletzen, Lametta

und kleine Dekofiguren

werden nicht selten verschluckt.

Aber auch Süßigkeiten, die Tiere

nicht vertragen, und hochgiftige

Pflanzen, wie Mistelzweige und

Weihnachtssterne, können für

die Vierbeiner gefährlich werden.

Rund um Silvester sind es

die Lichtblitze und lauten Knaller,

die die Tiere schrecken und

in den Panikmodus versetzen.

Vorbereitung

Die Vorbereitung ist das A&O.

Katharina Gründl gemeinsam mit

ihrer Hündin Runa

ARCHE NOAH

Bei allem, was man Tieren beibringt,

sollte man kleinschrittig

vorgehen. Die Expertin empfiehlt

gemeinsame Treffen mit

Tieren, Familie und Freunden

im Vorfeld. Auch den persönlichen

Rückzugsort, wo das Tier

nicht gestört wird, sollte es bereits

vor den Feiertagen kennen.

„Neben einer Höhle oder einem

Hundebett dürfen Wasser und

Futter nicht fehlen. Düfte und

Musik können die Tiere zusätzlich

beruhigen“, erklärt Gründl.

Auf Dekorationen muss nicht

verzichtet werden. Anstatt Glaskugeln

eignen sich Plastikkugeln,

Süßigkeiten sollten nicht

den Baum schmücken, sondern

separat aufbewahrt werden, und

unbeaufbesichtigte Kerzen sind

mit Tieren ein No-Go.

Wenn zu Silvester zu Beruhigungsmitteln

gegriffen wird, sollte

das unbedingt mit dem Tierarzt

abgeklärt und Tage zuvor

getestet werden. Außerdem sollten

Freigängerkatzen zu Silvester

am besten eine Nacht zuhause

bleiben. Außerdem rät Gründl

Katzenbesitzern, „ihre Fenster

nicht zu kippen“, denn Katzen

können darin hängen bleiben

und sich schwer verletzen.


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graz viva 29 27

IN

GETTY (2)

Cloud Dancer

Die Pantone-Trendfarbe für das Jahr

2026 lässt sich am besten als warmer

Off-White-Farbton beschreiben.

Mocha Mousse

Das gemütliche Braun ist 2026 nicht

mehr in. Inspiriert wurde die Pantone-

Trendfarbe von Schokolade und Kaffee.

OUT

Ehrenhafte Leistungen

WICHTIG. Im Rathaus wurde der Menschenrechtspreis festlich verliehen.

■ Der Menschenrechtspreis wird

seit 2007 alle zwei Jahre verliehen.

Am Mittwoch, dem 10. November

und dem Internationalen Tag

der Menschenrechte, ging der

Preis an Irina Karamarkovic und

Dietmar Dragaric.

Karamarkovic ist nicht nur

Künstlerin, sondern auch Vorsitzende

des Migrant:innenbeirats.

Sie setzt sich unter anderem für

die Rechte von Grazern, die aufgrund

ihrer Herkunft aus einem

Nicht-EU-Land nicht wahlberechtigt

sind, ein.

Dragaric war Direktor des BG/

BRG Oeverseegasse, Vizepräsident

des Landesschulrats Steiermark

und Lehrbeauftragter an

der Pädagogischen Hochschule

Steiermark. Seit 2016 ist er Vorsitzender

der Österreichischen

Liga für Menschenrechte. Er verfasste

zahlreiche Publikationen

über Themen wie etwa die Geschichte

Zentraleuropas, Schicksale

von Jugendlichen in Krisenzeiten

sowie Kriegstagebücher

und Feldpost aus dem Ersten

und Zweiten Weltkrieg.

Der zehnte Menschenrechtspreis wurde im Grazer Rathaus in festlichem

Rahmen an Irina Karamarkovic und Dietmar Dragaric übergeben.

KK

Robert Krotzer gemeinsam mit

den Community Nurses FOTO FISCHER/STADT

Fortsetzung des

Projekts 2026

■ Die Community Nurses der

Gesundheitsdrehscheibe sind

ein fixer Bestandteil der Stadt. Sie

stehen Menschen beratend zur

Seite. Die Stadt Graz setzt das erfolgreiche

Projekt 2026 fort. „Die

Community Nurses stärken unser

Netz in der Gesundheitsversorgung

und ermöglichen vielen

Menschen, länger gut versorgt

zuhause zu leben“, so Stadtrat

Robert Krotzer.

Das Kinderbüro 2026

■ Das Kinderbüro, der Verein

zur Förderung der Kinderrechte,

setzt sich seit 25 Jahren für die

Sichtbarkeit, Umsetzung und

Weiterentwicklung von Kinderrechten

ein. Nach der Kürzung

der Basisförderung von 214.000

Euro steht das Kinderbüro im

kommenden Jahr vor einer umfassenden

Neuausrichtung.

Dementsprechend wurde diese

Woche die Zukunftsagenda

„Kinderbüro 2026“ präsentiert.

„Wir möchten uns langfristig so

aufstellen, dass unsere Arbeit

nicht mehr von öffentlichen

Förderstrukturen abhängig ist“,

heißt es von Finanzvorständin

Michaela Lukmann. Dies soll

unter anderem durch Mitgliedschaften,

Spendenprogramme,

Kooperationen, Crowdfunding

und die Stärkung des Ehrenamts

passieren. Zudem sollen Angebote

geschaffen werden, die die

Dienstleistungen und Expertise

des Kinderbüros professionell

nutzbar machen.

Präsident Gerhard Fruhmann, Finanzvorständin Michaela Lukmann und

Geschäftsführerin Waltraut Chimani (v. l.) haben die Agenda präsentiert. KK


28 viva

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Von der Schoko bis

Andrea Springer und Wolfgang

Grimus am Graz Airport GRAZ ARPORT

Griechenland

entdecken

■ Springer Reisen fliegt im

Sommer 2026 wöchentlich

auch ab Graz auf mehr als 20

griechische Inseln. „Wir freuen

uns auf die Zusammenarbeit

mit dem Graz Airport und

starten mit attraktiven Angeboten

in die neue Flugsaison.

Wir legen Wert auf kurze Flugund

Transferzeiten und bieten

sorgfältig ausgewählte, familienfreundliche

Hotels auf kleinen,

authentischen Inseln“, so

Andrea Springer, Geschäftsführerin

von Springer Reisen.

Josef Zotter (2. v. l.) zeigt mit seiner Tochter Julia (2. v. r.) und dem Team den Besuchern, wie Schokolade entsteht. GRAEME-KENNEDY


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at viva

29

zum Whiskey

KULINARISCH. Fast

jeden zieht es im

Winter in die Therme.

Dabei gibt es in den

Thermenregionen so

viel mehr zu erleben.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Genuss und Kulinarik werden

neben Thermenspaß

und Skigaudi in der Steiermark

großgeschrieben. Gerade

abseits der Thermen findet man

in den Regionen ein umfangreiches

und abwechslungsreiches

Angebot.

Genussvoll

Etwas ganz Besonderes für Groß

und Klein ist ein Ausflug in die

Zotter Erlebniswelt. Auf die Besucher

wartet eine spannende

Verkostungstour durch das Schokoladen-Theater.

Zudem erlebt

man live, wie Schokolade entsteht.

Im Schokoladen-Theater

wird man auf eine „Safari zum

Kakao“ in Tansania und Uganda

mitgenommen.

Hochprozentig wird es im

House of Whiskey, Gin & Rum

von David Gölles. Hier kann man

in die Welt voller hochprozentig

aufregender Geschichten eintauchen.

Insgesamt warten 700 Fässer

auf die Gäste.

Bier und Whiskey auf höchstem

Niveau erwarten die Gäste

im Lava Bräu. Im Rahmen einer

Führung durch die Brauerei wird

einem der Brauprozess nähergebracht.

Im Anschluss können

die Biersorten verkostet werden.

Auch der Whiskey, der seit 2003

produziert wird, kann natürlich

verkostet werden.

Zahlreiche Winzer bieten in

der kalten Jahreszeit Fassprobenverkostungen

an.


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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Vom Nightrace zum Skifliegen

SPORTLICH. In der Steiermark jagt ein Wintersportereignis das andere. Nach dem Ski Opening in Schladming

mit den Backstreet Boys stehen in den kommenden Wochen zahlreiche Sportveranstaltungen an.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Jahr für Jahr kommen die Skisportfans

in der Steiermark

voll auf ihre Kosten. Nicht

nur, dass sie sich über herrlich

präparierte Pisten freuen können,

auf denen sie sich selbst

sportlich betätigen können, es

warten auch zahlreiche spannende

Sportveranstaltungen auf

die Besucher.

Abfahrt

Klassisch wird es Anfang Jänner

im Ennstal. Bei der Planai-

Classic, Österreichs beliebtester

Winter-Rallye für Oldtimer,

kommen nicht nur Autofans

voll auf ihre Kosten. An drei Tagen

cruisen rund 50 Oldtimer

durch die Winterlandschaft des

Enns tals. Die Veranstaltung erweist

sich jedes Jahr aufs Neue

für die Fahrer sowohl navigatorisch

als auch fahrerisch als

Herausforderung. Ganz nach

dem Motto „Autofahren wie zu

Großmutters Zeiten“.

Auch 2026 gastiert der internationale

Skizirkus wieder in

Schladming. Skifans können

sich zuerst auf den Riesentorlauf

der Herren freuen. Ende

Jänner steht dann das Highlight

des Rennkalenders auf

dem Programm: Beim Nightrace

stürzen sich die Athleten

beim Slalom mutig die Piste hinunter.

Ebenfalls Ende Jänner verwandelt

sich Judenburg in das

Zentrum der Red Bull Ice Cross

World Championship.

Ende Februar steht der Kulm

wieder ganz im Zeichen des

Skiflug-Weltcups. Die besten

Skiflieger der Welt gastieren in

Bad Mitterndorf.

Winter-Highlights

2026 wird es sportlich

■ Planai-Classic: von 8. bis 10

Jänner. Winterabenteuer mit

Autos bis Baujahr 1972.

■ FIS-Nacht-Riesentorlauf

der Herren: am 27. Jänner in

Schladming als Ski-Hotspot

■ The Nightrace in Schladming:

am 28. Jänner. Das

Highlight im Rennkalender.

■ ATSXE Ice Cross World

Championship: von 30. Jänner

bis 1. Februar in Judenburg

■ Skiflug-Weltcup: Von 28.

Februar bis 3. März gastiert die

Skiflug-Elite wieder am Kulm

in Bad Mitterndorf.

Auch 2026 ist das Nightrace in Schladming

ein Highlight. WSV SCHLADMING | RAFFALT


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mobil

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www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Ich komm aus einer Familie, in der

das Herz für die Eisenbahn hoch

schlägt. Mein Mann hat keinen

Lukas Steinberger-Weiß

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Führerschein und mein Sohn auch nicht.“

lukas.steinberger@grazer.at

Bgm. Elke Kahr bei der Koralmbahn-Eröffnung CHRISTIAN JUNGWIRTH

Die Koralmbahn ist jetzt

LH-Stv. Martin Gruber, Bürgermeister Christian Scheider und Elke Kahr, LH Mario Kunasek, ÖBB-CEO Andreas Matthä, Bundespräsident Alexander Van der

Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, LH Peter Kaiser, Vizekanzler Andreas Babler und Verkehrsminister Peter Hanke (v. l.) LAND STEIERMARK/ROBERT BINDER

LH Mario Kunasek, LR Claudia Holzer, LH a.D. Waltraud Klasnic, Bundesminister Peter

Hanke, LH-Stv. Manuela Khom und AK-Präsident Josef Pesserl (v. l.) LAND STEIERMARK/ROBERT BINDER

ÖBB-CEO Andreas Matthä und Bundespräsident Alexander

Van der Bellen bei der Zugtaufe am Hauptbahnhof ÖBB/CHRIS ZENZ


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mobil graz 35 33

GETTY, ÖBB/HARALD EISENBERGER

... vor der Koralmbahn

Zuvor dauerte die Reise von

einer Stadt in die andere rund

zwei Stunden mit dem Bus.

MIT DEN ÖFFIS VON GRAZ

NACH KLAGENFURT

2 Stunden : 41 Minuten

... mit der Koralmbahn

Mit der Koralmbahn geht es

jetzt in schnellen 41 Minuten

von Graz nach Klagenfurt.

auf Schiene

SCHNELL. Die Koralmbahn

hat diese Woche

Fahrt aufgenommen.

Graz und Klagenfurt

trennt nur noch eine

41-minütige Zugfahrt.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Am 12. Dezember war

der Vorplatz des Grazer

Hauptbahnhofs voller

Menschen – und das nicht ohne

Grund. Die Koralmbahn wurde

offiziell eröffnet und fährt nun in

41 Minuten von Graz nach Klagenfurt.

Mit ihren 130 Kilometern

Bahnstrecke ist die Koralmbahn

die größte neu errichtete Bahnstrecke

in Österreich seit mehr

als 100 Jahren. Durch die Inbetriebnahme

eröffnen sich viele

neue Möglichkeiten für Wissenschaft,

Bildung, Wirtschaft, Kultur

und Tourismus. „Ein Projekt

mit vielen Superlativen, das auch

international heraussticht: kostenstabil,

umweltfreundlich und

technisch auf höchstem Niveau.

Österreich bleibt Europas Bahnland

Nr. 1 – mit dichtem Angebot

und höchster Qualität“, so Bundesminister

Peter Hanke.

Bundespräsident Alexander

Van der Bellen und Bundeskanzler

Christian Stocker haben

im Beisein zahlreicher wichtiger

politischer Vertreter die Bahnstrecke

gemeinsam symbolisch

eröffnet. Anschließend folgte die

Zugtaufe durch den Bundespräsidenten

und die lang ersehnte

Premierenfahrt nach Klagenfurt.

Am Nachmittag konnten erste

Interessierte die Koralmbahn

testen, zwischen den zwei Landeshauptstädten

hin- und herpendeln

und sowohl in Graz als

auch in Klagenfurt ein vielfältiges

Veranstaltungsprogramm

genießen.

Ein Festtag

Im Rahmen des Festakts hat Landeshauptmann

Mario Kunasek

gemeinsam mit Arbeiterkammer-Präsident

Josef Pesserl zu

einem Empfang in die Kammersäle

geladen. Zahlreiche Ehrengäste

aus Gesellschaft, Politik,

Wirtschaft, dem Verkehrsbereich

sowie Projektbeteiligte und die

Bürgermeister der Gemeinden

rund um die Koralmbahnstrecke

ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

„Die neue Koralmbahn

ist ein Meilenstein der steirischkärntnerischen

Geschichte.

Mit der Inbetriebnahme dieses

Jahrhundert-Projektes rücken

die beiden Bundesländer noch

enger zusammen. Nicht nur geografisch,

sondern auch menschlich“,

freute sich Landeshauptmann

Mario Kunasek.

Der Premierenzug bei der Abfahrt am Grazer Hauptbahnhof

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Koralmbahn

Zahlen, Daten, Fakten:

ÖBB/FINKER

■ Auf der Strecke liegen zwölf Tunnel mit einer Gesamtlänge von

50 Kilometern. Der Koralmtunnel ist 33 Kilometer lang und somit

der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt.

■ Auf der Bahnstrecke kann eine Betriebsgeschwindigkeit von bis

zu 250 km/h erreicht werden.

■ Es wurden 5,9 Milliarden Euro in den Bau der Strecke investiert

und 27 Jahre wurde gebaut.

■ Heute ist der Startschuss für Personenverkehr mit Fahrplanwechsel.

Rätsel-Lösung vom 7.12.2025

W M H E K P H

E L E F A N T A L I B I

R A I M Y A N M A R M

K A S E M A T T E N A B

S T C E S O L A N G E

A B K E H R A O I E E

A E R O B I C T I H R

A H A S A C H A T G A S

N I O C E S L E N A

M A N C H E E G O N F

Z U G H H A N S L I S T

S U E S S E N

G E N R E L A B

K U H N E O E

M O B I S I S

L E I N T E Lösung:

L A D I E S R U N RIELTEICH

Lösung:

RIELTEICH

Sudoku-Lösung

vom 14.12.2025

3 8 4 2 7 9 5 6 1

5 6 7 3 1 8 9 4 2

9 1 2 5 4 6 7 8 3

1 3 8 4 5 2 6 9 7

4 7 5 9 6 3 1 2 8

6 2 9 7 8 1 3 5 4

2 5 6 8 3 7 4 1 9

8 4 3 1 9 5 2 7 6

7 9 1 6 2 4 8 3 5


34

sport

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Je älter ich werde, desto

mehr vergisst der Körper

meine Wehwehchen.“

Abfahrerin Conny Hütter vor dem ersten

Saisonrennen in St. Moritz GEPA

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

Nach dem bei

weitem besten

Jahr seiner Karriere

steht Filip

Misolic in Australien

erstmals fix

im Hauptbewerb

eines Grand-

Slam-Turniers.

GEPA

Misolic und die harte Tour

BILANZ. Nach seinem bislang besten Jahr als Tennis-Profi zieht Filip Misolic Bilanz und erklärt,

warum er jüngst in Graz trainiert hat und warum er im neuen Jahr den Fokus auf den Hartplatz legt.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Auch wenn der Tennis-

Herbst ein wenig durchwachsen

war – 2025 war

das bislang beste Jahr in der

Karriere von Filip Misolic. „Bei

weitem sogar“, sagt der Grazer,

der aktuell im kroatischen Zadar

trainiert und vor kurzem auch in

Graz Bälle geschlagen hat. Und

zwar auf der Breakball-Anlage in

Andritz. „Es ist cool, dass es dort

jetzt drei Hartplätze gibt“, sagt

der 24-Jährige. „Ich würde auch

gerne helfen, mehrere gute Spieler

hierherzulocken, dann würde

ich auch öfter nach Graz zum

Training kommen“, sagt Misolic.

„Aktuell gehen die meisten aber

noch eher nach Wien.“

Misolic hat sich in Graz für die

ersten Turniere des neuen Jahres

in Australien eingeschlagen. Am

26. Dezember hebt er zum Turnier

nach Brisbane ab, danach

geht es zu den Australian Open

nach Melbourne. Dort steht er

als Nummer 79 der Weltrangliste

erstmals fix im Hauptbewerb

eines Grand-Slam-Turniers.

„Das ist ein cooles Gefühl.“

Vorbild Djokovic

2026 steht der Hartplatz voll im

Fokus von Österreichs Nummer

1. „Es gibt einfach viel mehr

Turniere auf diesem Belag als

auf Sand. Und wenn man auf

Filip Misolic beim Training auf der

Breakball-Anlage in Andritz KK/GÖRÖG

Hartplatz gut ist, hilft das auch

dem Spiel auf Sand. Umgekehrt

ist das leider nicht so“, erklärt

Misolic. Daher feilt er jetzt am

Timing, das auf dem schnellen

Belag anders ist als auf dem

langsameren Sand. „Und ich

muss noch mehr zu den Linien

spielen“, sagt er. „Im Fitness-Bereich

habe ich auch noch Luft

nach oben.“

Neben zwei Siegen bei Challenger-Turnieren

in Posen und

Prag war das absolute Highlight

der Einzug in die dritte

Runde der French Open in Paris

mit dem Duell gegen Novak

Djokovic. „Von so einem Spiel

kann man sehr viel mitnehmen,

weil man sieht, was einem noch

fehlt.“ Der „Djoker“ hat ihn beeindruckt.

„Ich durfte ihn ein

bisschen besser kennenlernen.

Er ordnet wirklich alles dem

Sport unter. Vor allem aber ist es

beeindruckend, welche Motivation

er nach so vielen Erfolgen

immer noch hat.“

Was die eigenen Ziele betrifft,

so schielt Misolic mit einem

Auge Richtung Top 50. „Das

Wichtigste ist aber, dass ich die

Punkte aus der Sandplatzsaison

möglichst gut verteidigen kann

und damit weiter eine Platzierung

habe, die mich direkt in die

Hauptbewerbe bei den Turnieren

bringt.“


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

sport 35

OHA!➜

Zurück bei den Riesen

Football-Coach Daniel Schönet

kehrt als Offensive Coordinator

wieder zu den Graz Giants zurück.

Nächster Ausfall bei Sturm

Nach Verteidiger Dimitri Lavalée fällt

Stürmer Leon Grgic mit einem Kreuzbandriss

die restliche Saison aus.

GEPA (2)

Ende eines bewegten Jahres

OJE!

BASKETBALL. Mit dem Heimspiel gegen DBB Wels endet für die Damen von UBI Graz heute ab

17.30 Uhr im Sportpark das Jahr 2025, das mit zwei Trainerwechseln reich an Turbulenzen war.

Einmal noch treten die Titel-Aspirantinnen

von UBI

Graz in diesem Jahr aufs

Parkett im Sportpark. Im letzten

Spiel vor der Weihnachtspause

empfangen die Grazerinnen DBB

Wels. Mit der Partie ab 17.30 Uhr

geht ein bewegtes Jahr zu Ende.

Erst hat Tanja Kuzmanovic nach

dem verlorenen Meisterschafts-

Finale den Hut genommen, und

die Grazerinnen haben Dejan

Rodic als Nachfolger installiert.

Der Slowene hätte die neuerlich

umgestaltete Truppe zum

Meistertitel führen sollen. Hätte,

denn schon Mitte Oktober hat

man sich von Rodic getrennt.

„Die Vorstellungen in Bezug

auf Struktur und Philosophie

des Coachings zwischen Verein

und Headcoach lagen weiter

auseinander, als zu Beginn absehbar

war“, erklärte Obmann

Sebastian Eger-Mraulak. Seit

damals coacht Boris Virag UBI

Graz – und die Mannschaft hat

nach acht Spielen sieben Siege

zu Buche stehen und ist ins

Cup-Halbfinale eingezogen.

Wels sollte im letzten Spiel des

Jahres kein Stolperstein werden,

zumal UBI mit Simone Sill die

beste Werferin und effizienteste

Spielerin der Liga in seinen Reihen

hat.

Simone Sill soll UBI Graz heute zum Sieg über Wels führen.

GEPA

Tennis für den guten Zweck: Bernd Kindermann (DSG), Doris Prasch

(Kinderkrebshilfe), Andrea Nießner und Heinz Steinlechner (GAK, v. l.) GAK

Nächtliche Tennis-Charity

■ Mit einer ganz besonderen

Tennis-Veranstaltung haben

GAK-Tennis und die Diözesansportgemeinschaft

Steiermark

(DSG) Spenden für die Steirische

Kinderkrebshilfe gesammelt: Am

ersten Adventwochenende wurde

von Freitagabend um 20 Uhr

bis Samstagfrüh Tennis gespielt.

„Wir wollten einmal ganz etwas

anderes machen“, sagt DSG-

Geschäftsführer Bernd Kindermann.

Gegen eine freiwillige

Spende konnten rund 30 Tennis-Begeisterte

in wechselnden

Konstellationen Doppel spielen

– so oft sie wollten. Dazwischen

gab es zur Stärkung Chili und

Getränke. „Die Aktion ist sehr

gut angekommen“, sagt Philipp

Hochstrasser, Leiter der GAK-

Tennis-Akademie. „Der letzte

Ball wurde um 4 Uhr früh gespielt.“

Insgesamt sind 1400 Euro

zusammengekommen, die Präsident

Heinz Steinlechner an

Doris Prasch von der Kinderkrebshilfe

übergeben hat.

Allianz mit Weltmeisterin

■ Einen neuen Partner hat Nici

Schmidhofer – auf beruflicher

Ebene. Die Super-G-Weltmeisterin

von 2017, die jetzt als ORF-

Expertin bei Damen-Speed-

Rennen tätig ist, hat mit ihrer

Firma SN Sports GmbH eine Kooperation

mit „zwanzgleitner

impools“ geschlossen, und zwar

in den Bereichen Markenpositionierung,

Kommunikations-

Strategie, Kreativ-Strategie und

Content-Management. „Als Skifan

und gebürtiger Obersteirer

freut es mich besonders, mit

Nici Schmidhofer zusammenzuarbeiten“,

sagt Johann Zwanzgleitner.

„Ich schätze ihre Professionalität,

ihren Zug zum Tor

und gleichzeitig ihre Coolness.“

Neben Schmidhofers SN

Sports GmbH betreut Zwanzgleitner

auch den gemeinnützigen

Spendenverein „Tor.

Chance“ von ÖFB-Teamspieler

Michael Gregoritsch.

Johann Zwanzgleitner mit Ex-Super-G-Weltmeisterin Nici Schmidhofer KK


36 grazer sonntag

www.grazer.at 14. DEZEMBER 2025

SO ISST GRAZ

Omas Teekanne am Nikolaiplatz

präsentiert ...

... Rooibos-Vanille-

Marillenpunsch

Die Betreiber Peter Lerchner &

Yuno Khripunova EVGENIA RIEGER PHOTOGRAPHY (2)

Es gibt im Advent wohl keinen besseren

Platz, den Abend ausklingen

zu lassen, als auf einem Christkindlmarkt.

In Graz hat man dafür ja

bekanntlich reichlich Auswahl, ein

Geheimtipp ist der Grieskindlmarkt

am Nikolaiplatz. Omas Teekanne lädt

hier ein, alles ist

hausgemacht

und wird ausschließlich

mit regionalen

Zutaten

zubereitet.

LEO

Zutaten:

500 ml Wasser, 150 g

Zucker, 50 g loser Rooibos-Vanille-Tee

(von Omas Teekanne), 1 l Marillennektar,

0,5 l Apfelsaft, Punschgewürze

(z. B. Zimt, Nelken, Sternanis, Orangenschale)

Zubereitung:

Zuerst wird das Wasser in einem Topf

aufgekocht. Sobald es sprudelt, wird

der Zucker eingerührt, bis er sich vollständig

aufgelöst hat. Dann kommt

der lose Rooibos-Vanille-Tee dazu.

Diese Mischung lässt man etwa 15 Minuten

ziehen, damit ein kräftiger Sirup

entsteht. Anschließend wird der Tee

abgeseiht und der aromatische Sirup

wieder in den Topf zurückgegeben.

Nun wird der Marillennektar zum Sirup

gegossen, danach der Apfelsaft.

Anschließend kommen die Punschgewürze

hinzu. Die gesamte Mischung

wird langsam erwärmt, ohne sie zum

Kochen zu bringen, und darf einige

Zeit sanft ziehen, bis sich der Duft der

Gewürze vollständig entfaltet hat.

GRAZWORTRÄTSEL

Grünanlage

über dem

Südgürtel

modern

Grazer

Schauspielhaus

& Co.

SUDOKU

ein

Wasservogel

Ortschaft

12 km

westlich

von Graz

Staub,

Puder

Nephrolith

poetisch

für "in

Richtung"

lateinisch

für

"Stadt"

leidenschaftlicher

Ärger

Fahrtrichtung

eines

Schiffes

extrem,

gewaltig,

ins Auge

4 5

11

Auerochse

Schützlinge,

Günstlinge,

Lauf-Serie

in Graz

zur kalten

Jahreszeit

medizinischer

Fachbereich

frz. Märchenriese

sehr nett,

reizend

Vorliebe

steir. Halbleiter-Firma

(Ams-...)

7

3

13

Verkehrsweg

zw. Uni

und Leonhardstraße

nördlichste

Shetlandinsel

Eggenberg,

Sparbersbach

& Co.

Zores

15

frühes

Computerbetriebssystem

Held der

Artussage

öst. Ex-Ski-

Ass (Hans)

engl. für

"Gebiet"

Zeichen

für Zinn

erörtern,

diskutieren

altes Zeitmessgerät

anwesend,

zugegen

Abk. f. "vorgelesen,

genehmigt,

unterzeichnet"

Protegés

fallend 6

1 Rätsellösungen: S. 33

6 4

3 6 1

5 7 4

2 6 3

8 5

4 3 2 8

2 9 7 1 3 4

3 9

2 7

554

9

Leitfahrzeug

in der

Formel 1

Zeitmesser

"trocken"

beim

Sekt

Zeichen

für Astat

Tatendrang

Lichtsinnesorgan

Gipfel i. Grazer

Bergland

Wind am

Gardasee

Fanclub von

Sturm Graz

8

Pflege

des

Wildes

10

Nachbarn

der Israelis

engl. für

"kurz"

Zeichen für

Hassium

Finale im

Fasching

100 qm

Antriebsschlupfregelung

"schwarzes

Gold"

Blume

der Liebe

Mittelpunkt,

Zentrum

schwer zu

beißen

größeres

Futtergefäß

Gesamtheit

des

Fühlens u.

Denkens

Seebad in

Schottland

aktueller

Bestand

2

16

3,1415...

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn

nicht übertragbar. Einsendeschluss: 17.12.2025.

Gewinner werden telefonisch verständigt und

sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

Jede

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Reihe in

jedem

Quadrat

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14

12


14. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

grazer sonntag 37

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 14. DEZEMBER

77 Zwerge in der Oper

Der Oper Graz statten 77 Zwerge einen

Besuch ab. Das Familienmusical

„Schneewittchen und die 77 Zwerge“

wird um 11 Uhr auf der Hauptbühne

aufgeführt. Schneewittchen nimmt

ihr Leben selbst in die Hand und will

der Stiefmutter entkommen. Ein

Abend für die ganze Familie.

Die Paldauer-Weihnachtskonzerte

Heute laden „Die Paldauer“ zweimal

zu ihrem Weihnachtskonzert in den

Stefaniensaal im Grazer Congress.

Um 15 und 20 Uhr verwandelt sich

der Saal in einen festlichen Raum für

Verbindungen und Gemeinschaft.

Eine Winterwelt im Zentrum

Die Grazer Winterwelt lädt am

heutigen Adventsonntag wieder

zum Eislaufen ein. Von 9 bis 19

Uhr können Slots für die Eisfläche

gebucht werden. Am Genussmarkt

gibt es Getränke und die Möglichkeit,

etwas zu essen.

Theater für die Kleinen

Im Kindermuseum Frida & Fred wird

heute im Rahmen des Knopftheaters

das Stück „Frederick“ vom Theater

Asou gespielt. Die Feldmaus Frederick

sammelt bunte Erinnerungen,

während die anderen Mäuse Vorräte

sammeln. Empfohlen ab vier Jahren.

Der Beginn ist um 16 Uhr.

Adventkonzert in St. Peter

Das diesjährige Adventkonzert der

Helmut-Schmidinger-Musikschule

in der Pfarre St. Peter wird von

Künstlern der Kunstuniversität Graz

verstärkt. Es werden adventliche

Weisen und Musik von Gustav Mahler

und Johann Sebastian Bach aufgeführt.

Eintritt: freiwilliger Spende.

Um 16 Uhr.

Lumagica

Auch der Lichterpark Lumagica hat

SCHNEE-

WITTCHEN

11 Uhr

Oper Graz

Um 11 Uhr wird das Familienmusical „Schneewittchen und die 77

Zwerge“ in der Oper Graz aufgeführt.

WERNER KMETITSCH/OPER GRAZ, GETTY

heute wieder seine Tore geöffnet.

Das Motto „Colors of Life“ verspricht

eine bunte und leuchtende Reise

durch das Areal. Rund 300 leuchtende

Objekte können bestaunt werden

– ein Erlebnis für die ganze Familie.

Timeslots können online gebucht

werden.

Erwin Steinhauer

Im Theater der Komödie Graz wird

es besinnungslos und humorvoll.

„Jingle Bells! – Die unheiligen drei

Könige“ von Erwin Steinhauer ist für

alle, die jetzt schon keine Lust mehr

auf die Weihnachtszeit haben. Ein

literarisch-musikalischer Abend. Um

16.30 Uhr.

Hirten- und Krippenlieder

Seit 1916 werden jedes Jahr in der

Antoniuskirche des Volkskundemuseums

die „Hirten- und Krippenlieder“

aufgeführt. Die Lieder stellen

den gesamten Weihnachtszyklus

dar und stimmen Besuchende auf

eine besinnliche Weihnachtszeit ein.

Um 19 Uhr geht es los.

Sounding Jerusalem Festival

Das Sounding Jerusalem Festival findet

heute in der Schutzengelkirche

statt. Jüdische mittelalterliche Tänze

verschmelzen mit arabischen Melodien

und christliche Gesängen. Es

entsteht ein vielfältiger Klangteppich.

Das Festival steht

für Respekt, Menschlichkeit

und Freude am Miteinander.

Beginn ist um 18 Uhr.

Impro X-mas

Heute um 19 Uhr lädt

Buch & Co in Frohnleiten

zu einem besonderen

Erlebnis ein: dem weihnachtlichen

Improtheater mit der

Impromenadenmischung.

WOHIN AM SONNTAG

Die Zuschauer dürfen sich auf einen

humorvollen und spontanen Abend

freuen, bei dem die Darsteller direkt

vor Ort und ohne festes Skript überraschende

Geschichten entwickeln.

Adventkonzert im Dom

Heute findet das Adventkonzert der

Dommusik im Grazer Dom statt.

Johann Sebastian Bachs „Magnificat,

BWV 243“ und Georg Friedrich

Händels „Ode for St. Cecilia’s Day“

stehen auf dem Programm und werden

von der Domkantorei und der

Capella Leopoldina unter der Leitung

von Domkapellmeisterin Melissa

Dermastia präsentiert. Von 19 bis

21 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf

sowie an der Abendkassa.

Humorvoller Abend

Viktor Gernot und Thomas Stipsits

kommen mit „Lotterbuben“ in die

Grazer Stadthalle. Die zwei Komödianten

sorgen für einen Abend

voller Humor, Musik und Parodien.

Um 19.30 Uhr.

Superliga Damen

Die Basketballerinnen von UBI Graz

treten heute zuhause gegen DBB

Wels an. Nach zuletzt sechs Siegen

in der Superliga am Stück soll auch

heute ein voller Erfolg her. Tip-off im

Raiffeisen Sportpark ist um 14 Uhr.

Weihnachten mit dem Kasperl

Der Kasperl ist heute wieder im Orpheum

Extra auf Besuch. Um 11, 15,

und 16.30 Uhr wird „Kasperl und

die Weihnachtskekse“ gespielt.

Vintage-Weihnachten

Die „OldSchoolBasterds“

sind heute mit ihrer „Vintage

Christmas Music Show“ in

Graz. Musikbegeisterte können

sich in die (weihnachtliche)

Musik der 50er Jahre zurückversetzen

lassen. Um 19 Uhr.


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