HEIMATLIEBE-BIGGESEE Ausgabe 27 Winter 2025
Die Ausgabe für die Region Biggesee - Heimatliebe – Dein Magazin, Deine Region, Deine Geschichten. Region: Attendorn - Drolshagen - Olpe - Wenden
Die Ausgabe für die Region Biggesee - Heimatliebe – Dein Magazin, Deine Region, Deine Geschichten. Region: Attendorn - Drolshagen - Olpe - Wenden
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Winter 2025
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Im Licht
der Erinnerung
Neuer Bildband erzählt vom Biggetal
Die Valentinskapelle
Zeugin einer versunkenen Welt
Zwischen Himmel
und Abgrund
Am Limit – mentale Balance in extremer Höhe
9 783982 648255
Editorial
THE SHAPE OF BEAUTY
Liebe Leserinnen und Leser,
Was bedeutet es heute, Heimat zu fühlen? Vielleicht ist es die Sehnsucht nach
Beständigkeit in einer Welt, die sich täglich wandelt. Vielleicht auch der Mut,
Neues zu wagen, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren. Zwischen diesen
Polen – Tradition und Fortschritt, Erinnerung und Aufbruch – bewegt sich
diese Ausgabe der Heimatliebe.
Unsere Region lebt von Menschen, die genau dieses
Spannungsfeld gestalten. Von denen, die Altes bewahren,
weil sie wissen, dass Geschichte Orientierung schenkt. Und
von denen, die mit Ideen und Leidenschaft Zukunft schaffen,
weil sie glauben, dass Heimat nur dann lebendig bleibt,
wenn sie sich verändert.
Es geht um das Gleichgewicht zwischen Stillstand und
Bewegung, um das bewusste Handeln im Moment, um den
Wert von Geduld und innerer Stärke. Um Orte, die
Geschichte atmen, und um Menschen, die zeigen, dass
Fortschritt kein Gegensatz zu Verbundenheit sein muss.
Heimat entsteht dort, wo Verantwortung übernommen wird – für die
Landschaft, für die Gemeinschaft, für das, was uns trägt.
Heimat ist kein festes Bild. Sie ist Bewegung. Sie wächst, verändert sich, fordert
uns heraus. Sie ist Erinnerung, die Zukunft möglich macht. Ein Weg, der
uns lehrt, achtsam zu bleiben – mit der Natur, mit uns selbst, mit dem, was
wir lieben.
Diese Ausgabe lädt ein, hinzuschauen: Auf die Kraft, die entsteht, wenn
Vergangenheit und Gegenwart sich begegnen. Auf das Engagement derer, die
anpacken. Auf den Mut, der nötig ist, um loszulassen und dennoch verbunden
zu bleiben.
Heimat – das ist der Raum zwischen Gestern und Morgen. Und vielleicht liegt
ihre wahre Schönheit genau darin, dass sie sich nie ganz festhalten lässt.
Ihr
Markus Frey
Westenhellweg 7, 44137 Dortmund
Tel. +49 231 525 491 ‧ pletzsch.de
1
INHALT
Heimatliebe – Winter 2025
4
Zwischen Himmel
und Abgrund
Extremsport als mentale
Präzision: Disziplin,
Fokus und innere Stärke
1 Editorial
4 Zwischen Himmel und Abgrund
Über Disziplin, Angst, mentale Stärke
und den schmalen Grat zwischen
Leidenschaft und Risiko
10 Haustüren als Spiegel der Zeit
Zwischen Schwelle und Seele
12 Im Licht der Erinnerung
Unveröffentlichte Fotos lassen
ein verlorenes Tal und seine
Menschen aufleben
15 Die St.-Valentinskapelle
am Ufer des Obersees
Zeugin einer versunkenen Welt
10
Haustüren als Spiegel
der Zeit
Die Villa am Südwall 67 in
Attendorn erinnert an die
Geschichte der jüdischen
Familie Stern
12
Im Licht der Erinnerung
Ein neuer Bildband zeigt
unveröffentlichte Fotos des
versunkenen Biggetals
15
Die St.-Valentinskapelle
am Ufer des Obersees
Stille Zeugin eines
versunkenen Dorfs –
Symbol für Erinnerung,
Glaube und Gemeinschaft
22 Wo Zukunft nach Zimt duftet
Weihnachten trifft Digitalisierung
44 Dem Himmel so nah
Sternschnuppen und Himmelskörper
50 Wandern mit Hütteneinkehr
Wintermomente im Sauerlandnd
Freiheit zwischen Bergen, Wäldern
und Trekkingplätzen erleben
22
Wo Zukunft nach Zimt duftet
Digitale Weihnachtswerkstatt:
kreativ und praxisnah
und für jedes Alter
2 3
Lebenskunst
Zwischen
Himmel und
Abgrund
Man muss erkennen,
wann es reicht. Berge
laufen nicht weg.
Über Disziplin, Angst, mentale Stärke
und den schmalen Grat zwischen Leidenschaft und Risiko
Extremsport ist mentale Präzision in Reinform. Für Fabian Arens bedeutet Bergsteigen, unter
Druck klar zu denken, in Grenzsituationen strategisch zu handeln und emotionale Balance zu
bewahren. Seine Stärke liegt nicht nur in Muskeln, sondern in der Fähigkeit, Gedanken und
Energie zu lenken.
EIN WEG, DER NACH OBEN FÜHRT –
UND NACH INNEN
Es begann unspektakulär – mit Klettertouren im
Sauerland. Im Unteren Elberskamp bei Heggen, einem
der traditionsreichsten Klettergebiete der Region. Über
50 Routen bieten hier alles vom Genussklettern bis zum
Extrem – darunter die legendäre Katharsis (10+), eine
der schwierigsten Linien in Nordrhein-Westfalen.
Damals ahnte Fabian Arens aus Röllecken noch nicht,
dass diese ersten Griffe an grauem Felsen der Anfang
einer lebensprägenden Leidenschaft waren.
Der Mont Blanc de Cheilon (3870 m) vereint alles, was eine
beeindruckende Hochtour ausmacht: elegante Firn- und
Felsgrate, genussvolle Kletterpassagen sowie anspruchsvolle,
steilere Abschnitte über Firn und Gletscher. Damit
man ihn nicht mit seinem großen Bruder oberhalb von
Chamonix verwechselt, hat man die lokale Bezeichnung
Cheilon (= steiniges Gebiet) beigestellt.
Heute lebt der 31-Jährige in der Schweiz, arbeitet als
Seilbahnmechatroniker und Teamleiter bei der
Zermattbergbahn – der höchstgelegenen Bergbahn
Europas. Umgeben von Viertausendern wie Matterhorn
und Monte Rosa hat Arens seinen Platz gefunden. Seine
Freizeit gehört den Bergen. Vom Fußball über Trailrunning
und Alpenüberquerungen führte ihn sein Weg zu
Expeditionen in die höchsten Regionen der Erde – dort-
Der Dom erhebt sich mit seinen 4545 Meter Höhe als
markanter Viertausender in den Walliser Alpen und ist der
höchste Berg, dessen Basis vollständig in der Schweiz liegt.
Die anspruchsvolle Route verlangt besonders bei harten,
vereisten Passagen sichere Technik und routinierten Umgang
mit Steigeisen und Pickel.
4 5
Packen für die Expedition:
Entscheidend sind Sicherheit und Funktion.
Expeditionen kann man sich fast nur mit
Sponsoren leisten.
8163 Meter hoch – wagte er den Aufstieg ohne
Sauerstoff. „Ich wollte wissen, wie weit mein Körper
gehen kann.“
TRAINING, DISZIPLIN
UND DER MENTALE MUSKEL
Arens trainiert fast täglich: sechs Laufeinheiten pro
Woche, rund 170 Kilometer mit täglich bis zu 1500
Höhenmetern. Krafttraining ersetzt er durch Klettern –
ein ganzheitliches Training für jeden Muskel. Sein
Motto: „Wenn du denkst, du kannst nicht mehr, hast du
noch 40 Prozent. Ich will die 60“, sagt Arens. Mentale
Stärke sei das wichtigste Werkzeug – geformt durch
Disziplin, akribische Vorbereitung und die Fähigkeit,
Stille auszuhalten. „Wenn ich solo unterwegs bin,
studiere ich jede Passage im Detail. Das Restrisiko bleibt,
aber ich kann es verkleinern.“ Der Körper folgt dem
Willen – doch es ist der Kopf, der entscheidet, wann
man umkehrt.
Abendessen auf dem Manaslu: Bergsteigen verursacht
einen sehr hohen Kalorien- und Flüssigkeitsverbrauch.
Die Mahlzeiten bestehen oft aus einer Art Astronautenkost,
wobei Pulver in verschiedenen Geschmacksrichtungen
mit Wasser angerührt wird. So bekommt man dann
auch sein Chikken Tikken Masala. Der Manaslu im nepalesischen
Himalaya ist der achthöchste Berg der Welt.
Auch Ernährung ist Teil seines Systems. Kein Gluten,
kein Alkohol, kein Schwein. Dafür Aminosäuren,
Omega-3, Magnesium, hochwertiges Fleisch, grünes
Gemüse und Möhren. 3500 bis 4000 Kalorien pro Tag –
genau berechnet, dokumentiert, optimiert. Zucker
streicht er konsequent. Selbstoptimierung als Überlebensstrategie,
nicht aus Eitelkeit.
Der Zustieg zum Mont Blanc de Cheilon erfolgt über
den Cheilongletscher, ein rund drei Kilometer langes abwechslungsreiches
und teils spaltiges Eisfeld, das aus zwei
Seitenarmen entsteht.
hin, wo die Luft dünn ist, das Licht grell und jeder
Schritt zur Prüfung wird. „Man muss erkennen, wann es
reicht. Berge laufen nicht weg“, sagt er. Eine Erkenntnis,
die über Leben und Tod entscheiden kann.
E-REZEPT EINLÖSEN
BEQUEM
SCHNELL
VON ÜBERALL
App hier
downloaden
Gerne liefern wir Ihre Medikamente
und Hilfsmittel auch nach Hause!
Foto: adobe stock ¡S. Ettmer
Die Camps am Manaslu umfassen das Basislager
(4800m), das als Ausgangspunkt für Expeditionen dient,
sowie die verschiedenen Höhenlager auf der Besteigungsroute.
Wegen der hohen UV-Strahlung sollten
Körper und Gesicht so gut wie möglich bedeckt sein.
IN DER TODESZONE
Ab 8000 Metern beginnt die sogenannte Todeszone.
Kaum Sauerstoff, minus 40 Grad, ein Körper am Limit.
„Da oben funktioniert nichts mehr wie gewohnt“, sagt
Arens. „Der Kopf wird träge, jede Bewegung schmerzt.
Aber gerade dort fühle ich mich frei.“ Auf dem Manaslu –
DIE APOTHEKE FÜR DIE GANZE FAMILIE
Christian Springob · Naturheilverfahren & Homöopathie · Geriatrische Pharmazie
Ennester Straße 20 · 57439 Attendorn 02722 2031 · meine-nicolai-apotheke.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa: 8.30 - 13.00 Uhr
Mo, Di, Do, Fr: 14.30 - 18.30 Uhr
6 7
Kompromisslos zuverlässig.
AKTION
AKTION
DAS PURE
STARTVERGNÜGEN
Kompromisslos zuverlässig.
Die Spaghetti-Tour im Monte-Rosa-Massiv fordert
Kondition und sichere Technik: viele Viertausender,
lange Tage und steile Firnpassagen. Ihren Namen verdankt
sie den italienischen Hütten, in denen abends
Spaghetti serviert werden – ein Genuss zwischen anspruchsvollen
Etappen.
Jetzt:
BATTERIE-
Jetzt:
CHECK
BATTERIE-
CHECK
FREY
Am
AM ZOLLSTOCK
Zollstock
13 · 57439
13
ATTENDORN
· 57439 Attendorn · Fon 02722/639980
Fon 02722-639980 · www.autofrey.de
info@autofrey.de · www.autofrey.de
FREY
Mit der Elektrifizierung des Pendelverkehrs verbinden
wir das Sauerland und Hohenlohe CO₂-frei. Das hat
positive Auswirkungen auf den Scope 3 der Kunden.
Sammelgut europaweit
NEU !
CO₂-freier Pendelverkehr
zwischen Sauerland und
Hohenlohe
Nachhaltige Logistiklösungen
Professionelle Logistik aus Attendorn:
XXL-Stückgut
Teilladung
Komplettladung
Altersschwache Batterien
sind der Hauptgrund für
Ausfälle.
Damit Ihr Fahrzeug nicht
liegen bleibt, lassen Sie
Ihre Batterie rechtzeitig
durch uns prüfen, denn
im Pannenfall kann es
nervig und teuer werden.
AM ZOLLSTOCK 13 · 57439 ATTENDORN
Fon 02722-639980 · www.autofrey.de
NEU !
Rüdinger Spedition GmbH
Askay 21 · 57439 Attendorn · www.ruedinger.de
Tel.: 02722 / 65736-0 · dispo-attendorn@ruedinger.de
Altersschwache Batterien
sind der Hauptgrund für
Ausfälle.
Damit Ihr Fahrzeug nicht
liegen bleibt, lassen Sie
Ihre Batterie rechtzeitig
durch uns prüfen, denn
im Pannenfall kann es
nervig und teuer werden.
Maschinentransport
Werkverkehre
Luft- & Seefracht
Zolldienstleistungen
ZWISCHEN ADRENALIN UND RISIKO
Was treibt Menschen wie Fabian Arens an? Die Suche
nach dem Kick, nach Adrenalin, nach diesem kurzen,
alles überstrahlenden Moment, in dem Angst in
Euphorie kippt. „Es ist Therapie“, sagt Arens. „Wenn ich
am Berg bin, bin ich frei. Dann denke ich an gar nichts.“
Doch dieser Rausch birgt Gefahr. Arens begegnet dem
mit Selbstkontrolle. Er trägt eine Notfalluhr, die im
Ernstfall seine GPS-Daten versendet. „Das ist meine
Versicherung – und mein Anker zur Vernunft.“
TEAMGEIST UND EINSAMKEIT
Am Berg ist Vertrauen überlebenswichtig. „Du musst
wissen, dass dein Partner dich hält, bei dir ist.“
Gleichwohl zieht es Arens immer wieder ins Alleinsein.
Solo-Touren sind für ihn ‚reine Fokussierung‘. Kein
Gespräch, kein Geräusch – nur Atem, Schnee und Fels.
Diese Einsamkeit ist ambivalent. Ein Fehltritt bleibt
unbemerkt. „Ich war einmal fünf Meter tief in einer
Spalte. Mit zwei Eispickeln habe ich mich selbst befreit.
Danach bin ich umgekehrt – der Gipfel war nur 50 Meter
entfernt.“ Ein Moment, der Demut lehrt.
DIE VERANTWORTUNG
GEGENÜBER DER NATUR
Bergsteigen ist längst auch ein ökologisches Thema.
Der Klimawandel verändert die Berge sichtbar.
Der Permafrost schmilzt, Steinschlag nimmt zu.
Arens kennt den Widerspruch seines Tuns. „Meinen CO₂-
Fußabdruck möchte ich lieber gar nicht wissen. Aber ich
versuche, bewusst zu handeln. Ich trage meinen Müll
wieder runter. Jeder Beutel zählt.“ Er glaubt an
‚sanftes Bergsteigen‘, an Eigenverantwortung
statt Massentourismus.
GRENZEN – UND WAS DAHINTER LIEGT
Fabian Arens hat viele Ziele: alle 14 Achttausender, die
großen technischen Berge wie Annapurna, Nanga
Parbat, K2. Doch der wahre Antrieb liegt tiefer. „Es geht
nicht um den Gipfel“, sagt er, „es geht um das, was man
auf dem Weg dorthin über sich selbst lernt.“ Er weiß,
dass jeder Aufstieg ein Spiel mit dem Risiko ist. Und dass
Bergsteigen ein Luxus ist. Doch für ihn ist es mehr als
ein Hobby. Es ist sein Lebensentwurf. „Man muss ruhig
bleiben, nichts überstürzen, jedes Projekt mit Klarheit
angehen“, sagt er. „Ich habe eigentlich nichts zu verlieren.
Nur mich selbst zu beweisen.“
Extremsport – das ist ein Spiel auf der Grenze zwischen
Leben und Tod, zwischen Vernunft und Rausch.
Menschen wie Fabian Arens zeigen, dass Stärke nicht
bedeutet, keine Angst zu haben, sondern sie zu beherrschen.
Bergsteigen ist Meditation in Bewegung. Eine
Schule der Geduld, der inneren Stärke, der Disziplin.
Und vielleicht ist das größte Ziel nicht der Gipfel, sondern
die Erkenntnis, dass der wahre Sieg im Bewahren
der eigenen Menschlichkeit liegt.
Text: Birgit Engel, Fotos: Fabian Arens
Die schönste Zeit
des Jahres.
Wir wünschen Ihnen
eine frohe und besinnliche
Weihnachtszeit im Kreis
Ihrer Liebsten.
Weil‘s um mehr als Geld geht.
s
Sparkasse
Attendorn
Lennestadt
Kirchhundem
8 9
Türgeschichten
Zwischen Schwelle und Seele
Haustüren als
Spiegel der Zeit
Wer vor einer Haustür steht, blickt auf mehr als auf ein Stück Architektur.
Türen trennen nicht nur innen und außen – sie sind Zeugen ihrer Zeit.
Sie spiegeln Epochen, Lebensentwürfe, Hoffnungen – und manchmal auch
Verlust und Zerstörung.
In unserer Serie nehmen wir sie mit auf eine kulturhistorische Spurensuche.
Wir stellen besondere Türen vor und erzählen, was sie zu erzählen haben.
EINE HAUSTÜR ALS
ZEUGIN DES DUNKELSTEN KAPITELS
ATTENDORNER STADTGESCHICHTE
Am Südwall 67 in Attendorn – von 1939 bis 1947 hieß die
Straße Hindenburgwall – steht eine wunderschöne kleine
Villa. Hier lebten einst Emil (*1877) und Betty Stern
(*1890), Geschwister von Hermann Stern, Inhaber des
Kaufhauses Lenneberg.
Im Frühling 1942 waren sie die letzten noch verbliebenen
Juden in Attendorn – manch anderem war vielleicht
die Auswanderung gelungen, andere waren längst vergast
oder fristeten noch ein unmenschliches Dasein in
Ghettos und Lagern vor ihrem sicheren Tod. Zu der Zeit
wohnten Emil und Betty bereits zur Miete im alten
Böheimerschen Haus in der Breiten Techt 97, mussten
sie doch nach den Pogromen am 9./10. November 1938,
das den Übergang von der Diskriminierung und
Ausgrenzung der Juden hin zur systematischen
Verfolgung und Ermordung markiert, ihr eigenes Haus
am Südwall veräußern.
Massive Gewaltaktionen gegen die jüdische Bevölkerung,
die Zerstörung und Plünderung der Beträume, Geschäfte,
Häuser und Wohnungen rund um das Pogrom gab es
auch in Attendorn. Noch heute erzählt die Haustür am
Südwall 67 von diesen Gräueltaten. In ihrem Holz haben
die Beschädigungen gleich einem Mahnmal bis heute
überdauert. Dass das so ist, ist den heutigen Bewohnern,
Eva und Otto Kersting, zu verdanken.
„Ich finde die Tür als Zeitzeuge sehr wichtig“, sagt Eva
Kersting, deren Großeltern, Rudolf und Helene Heller,
die zu der Familie Stern ein freundschaftliches Verhältnis
pflegten, das Haus in den 1950er Jahren erstehen
durften.
In „Jüdisch in Attendorn“ von Hartmut Hosenfeld berichtet
Karl Heuel: „Am Tage der Reichskristallnacht ging ich
am Haus der Geschwister Betty und Emil Stern vorbei.
Fräulein Stern stand vor der zerstörten Haustür.
Ein Trupp Hitlerjungen kam vorbei, der Anführer warf
einen Stein und traf Fräulein Stern an der Stirn, das Blut
rann über das Gesicht.“
Am ehemaligen jüdischen Betraum in der Innenstadt
erinnert eine Bronzeplatte an die damaligen Geschehnisse.
Unter anderem ist darauf eine kaputte Scheibe
und ein Frauenkopf zu sehen. Dazu der Künstler Karl-
Josef Hoffmann: „Als ich an der Villa Stern vorbeiging,
schaute Fräulein Stern, die später mit ihrem Bruder den
Freitod suchte, um der Deportation zu entgehen, angstvoll
durch die zersplitterten Scheiben der Haustür."
Am 27. Juli 1942 sollten Emil und Betty Stern ins Altersghetto
Theresienstadt deportiert werden. Nachdem
beide davon wussten, nahmen sie ein stark wirkendes
Schlafmittel ein, das ihnen ein befreundeter Attendorner
Apotheker verschafft hatte. Emil wurde am Tag des
Abtransports tot in seinem Bett aufgefunden, Betty war
bewusstlos. Auf Anordnung der Gestapo wurde sie von
Die Villa am Südwall 67, einst Wohnhaus der Geschwister Emil
und Betty Stern. Sie markiert einen zentralen Ort jüdischen Lebens
in der Attendorner Stadtgeschichte.
Die Haustür mit ihren erhaltenen Beschädigungen aus den
Novemberpogromen von 1938. Sie dokumentiert bis heute die
beispiellose Gewaltherrschaft der Nazis.
der Sanitätskolonne des Roten Kreuz in bewusstlosem
Zustand in das gefürchtete Gestapogefängnis "Steinwache"
in Dortmund eingeliefert, wo sie zwei Tage
später verstorben sein soll.
Text und Fotos: Birgit Engel
10 11
Heimatgeschichte
Im Licht der Erinnerung
Unveröffentlichte Fotos lassen ein verlorenes Tal
und seine Menschen aufleben
Hohenhagen
Listernohl
Alt Sondern
EIN ALT-LISTERNOHLER
SAMMELT DAS GESTERN
Hans-Werner Scharioth, geboren im
alten Listernohl, trägt diese
Geschichten seit seiner Kindheit in
sich. Als Zehnjähriger erlebte er den
Wandel wie ein Abenteuer: Hinter
dem Haus wuchs die Listertalbrücke,
die Eisenbahnlinie entstand.
Die Kollage zeigt das frühere Hohenhagen und Listernohl. Im Hintergrund sieht
man die Dumicketalbrücke. Auf der Doppelstockbrücke werden sowohl die
Landesstraße als auch die eingleisige Bahnstrecke geführt. Zusammen mit der
Listertalbrücke ist sie eine nahezu einmalige Besonderheit in Deutschland.
ZWISCHEN AUFBRUCH
UND ABSCHIED
Als der Ruhrverband in den 1950er-
Jahren den Bau der Biggetalsperre
erneut vorantrieb, ahnten die
Menschen wohl kaum, wie sehr sich
das Leben zwischen Olpe und Attendorn
verändern würde. Die Pläne von
Energie und Hochwasserschutz wieder
laut. Mit dem Biggegesetz 1956
startete das gigantische
Infrastrukturprojekt: Höfe wurden
geräumt, Dörfer abgetragen,
Friedhöfe umgebettet. Am 4.
November 1965 verschwand das
Jedermann wusste, dass die Zeit des
Tals ablief. Die neu gegründeten Orte
Listernohl, Sondern und Eichhagen
boten Verbesserungen, doch reich
wurde niemand.
BILDER, DIE ZURÜCKFÜHREN
In den 1990er-Jahren legte Scharioth
den Grundstein seiner Sammlung, als
der Nachfolger des fotografierenden
Pastors Wilfried Müller ihm Kisten
voller Dias übergab. Seitdem digitalisiert
er, ordnet und ergänzt – und
immer wieder gelangen neue Fotos
Alt-Sondern, 1685 erstmals urkundlich erwähnt, war ein Ort, in dem
Generationen lebten und ihre Geschichten webten. Als der Biggesee
gebaut wurde, mussten mehr als 2500 Menschen das Biggetal,
ihre Häuser und ihre Heimat verlassen.
Perspektiven, die das Bild des alten
Tals weiter vervollständigen.
Sein Buch „Versunken, aber nicht vergessen“
ist erst das zweite umfassende
Fotobuch über das untergegangene
Biggetal – nach Achim Gandras’
Bildband „Jahrhundertprojekt
Biggetalsperre“ von 2012. Jedes Kapitel
Lage von einst klar wird. Viele Aufnahmen
sind bisher unveröffentlicht.
Zu jedem Bild liefert Scharioth eine
Legende, oft ergänzt durch kleine
Anekdoten. Sein Werk macht sichtbar,
was unter der Wasseroberfläche weiterlebt:
die Geschichte eines Tals, das
Menschen geprägt hat – und das bis
Infos
„Versunken, aber
nicht vergessen –
die Orte des alten
Biggetals“
Eine Sammlung
von Hans-Werner
Scharioth, 2025 /
Verlag und Medienhaus
FREY PRINT &
MEDIA GMBH &
CO. KG, Attendorn
Softcover, 220 Seiten, 30 Euro /
Die Orte des alten Biggetals
Versunken - nicht vergessen
Die Orte des alten Biggetals
1938 waren durch den Krieg gestoppt
worden, doch mit dem Wirtschaftswunder
wurde der Ruf nach Wasser,
Biggetal unter den Fluten – mit vertrauten
Wegen, Häusern und
Geschichten.
aus privaten Archiven zu ihm. Erst
kürzlich tauchten hunderte
Aufnahmen aus Sondern auf, mit
beginnt mit einem Doppelbild: der
heutige Biggesee, darüber exakt projiziert
die frühere Ortschaft, so dass die
heute nachklingt.
Text: Birgit Engel,
Fotokollagen: Hans-Werner Scharioth
Erhältlich in der Buchhandlung
FREY BUCH & PAPIER,
Schüldernhof 2, Attendorn
12 13
ADVERTORIAL
Heimaterbe
Zeugin einer versunkenen Welt
Wirtschaftsprüfung | Steuerberatung | Rechtsberatung | Notariat
Das fünfzigjährige Jubiläum konnten wir im letzten Jahr leider nicht so richtig feiern. Daher haben wir
uns in diesem Jahr um das einundfünfzigjährige ein wenig mehr gekümmert.
Die St.-Valentinskapelle
am Ufer des Obersees
Seit 1972 sind wir in Attendorn und an drei Standorten im Westerwald Ihr verlässlicher Partner in
Sachen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung (inklusive Notariat). Und das soll auch
noch ein paar Jahre so bleiben …
Seit 1972 und damit seit mehr als 50 Jahren
steht die HTR für Verlässlichkeit, Vertrauen
und ganzheitliche Beratung.
Unsere sechs Partner und über 80 Mitarbeitenden an vier Standorten verbinden Fachkompetenz
aus Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung zu einer Einheit – persönlich, menschlich
und zukunftsgerichtet.
Bei der HTR verstehen wir uns nicht nur als Berater, sondern als langfristige Begleiter unserer Mandanten.
Wir hören zu, denken mit und liefern Lösungen, die rechtlich, steuerlich und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Übrigens – wir haben uns personell verstärkt und können daher wieder Aufträge aus den
Bereichen Finanz- und Lohnbuchhaltung annehmen.
Und natürlich auch Aufträge aus allen anderen unserer Tätigkeitsbereiche.
57439 Attendorn
Westwall 31-33
Tel.: 02722/69080
htr.attendorn@hansa-treuhand.de
HTR Hilgers, Kunz, Koch und Partner mbB
Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Notare
57610 Altenkirchen
Frankfurter Straße 9
Tel.: 02681/98360
htr.altenkirchen@hansa-treuhand.de
www.hansa-treuhand.de
56593 Horhausen
In der Dell 6
Tel.: 02687/91580
htr.horhausen@hansa-treuhand.de
57537 Wissen
Hachenburger Straße 24
Tel.: 02742/93130
htr.wissen@hansa-treuhand.de
Valentinskapelle um 1930
Stadtarchiv Olpe/Slg. Fotoplatten Pfarrarchiv
Die St.-Valentinskapelle in Olpe-Ronnewinkel erzählt vom Untergang eines Dorfes und von Menschen,
die bewahren, was in unserer schnelllebigen Welt manchmal dem Vergessen anheimzufallen droht.
Das Kirchlein ist ein Ort, an dem Geschichte atmet und Gemeinschaft weiterlebt. Vor 300 Jahren wurde
sie erbaut.
14 15
DAS LETZTE HAUS
VON RONNEWINKEL
Still steht sie da, am westlichen Ufer des Obersees und
unterhalb des Kreuzbergs: die kleine St.-Valentinskapelle.
Sie ist das letzte erhaltene Bauwerk des einstigen Dorfes
Ronnewinkel, das durch die Flutung des Biggetals im
Jahr 1965 von der Landkarte verschwand. Nur die
Kapelle blieb, trotzig und anrührend zugleich, als steinerne
Zeugin einer versunkenen Welt. Als Beispiel für
die Veränderung von Landschaften und Dörfern durch
Infrastrukturprojekte, aber auch für die Kraft der
Erinnerung und des Engagements.
AUSSTELLUNG
IT’S
TEA
TIME
MESSING
DER GLANZ
DER SCHÖNEN
DINGE
AUSSTELLUNGSDAUER
28.11. – 22.02.2026
Alter Markt 1 · 57439 Attendorn
www.suedsauerlandmuseum.de
Im Jahr 1725 ließ Johann Peter Stupperich mit
Genehmigung der Äbtissin der Zisterzienserinnen von
Drolshagen als Grundherrin auf dem Hof Ronnewinkel –
den das Kloster neben vielen anderen zur Sicherung seiner
wirtschaftlichen Existenz betrieb und der
Durchreisestelle für die Ordensschwestern war – das
Gotteshaus zu Ehren des heiligen Valentin errichten. In
der Stiftungsurkunde bat er um göttlichen Beistand für
sich und seine Nachkommen. „Zur Beförderung Gottes
Ehr, meines und meiner Nachkömmlinge Heils“, heißt es
dort. Und in der Tat: Es waren künftige Generationen
seiner Familie, die die Kapelle über die Jahrhunderte
hinweg bewahrten und ihr Überleben sicherten.
VON FRÖMMIGKEIT,
VERFALL UND NEUBEGINN
Die erste Kapelle überdauerte das 18. Jahrhundert, verfiel
jedoch allmählich. Als 1831 das Urkataster angelegt
wurde, war sie bereits eine Ruine. Doch die Nachfahren
des J.P. Stupperich, die das Erbe in Ehren hielten, errichteten
1849/50 einen Neubau – schlicht, aber mit aufrichtigem
Glauben und der bis heute existiert. Irgendwann,
im Laufe der Zeit, wurde die Kapelle Eigentum der
St. Martinus-Gemeinde Olpe, blieb indes weiterhin in
der Obhut der Linie Stupperich und damit auch der
Familie Valpertz.
Bis in die 1950er Jahre war die Kapelle Station für den
ersten Sakramentalen Segen bei der Himmelfahrtsprozession.
Dann kam der Wandel. Die Flutung des
Biggetals ließ das Dorf Ronnewinkel untergehen.
Nur die Kapelle, auf einer Anhöhe gelegen, überstand
die Wassermengen. Doch die Wege dorthin gerieten in
Vergessenheit und mit der Abgeschiedenheit kam der
erneute Verfall.
DER HOF VALPERTZ – HERZ EINES
VERSCHWUNDENEN DORFES
Die Ortschaft Ronnewinkel hat eine lange Geschichte.
Seine Ersterwähnung datiert sich auf das Jahr 1355.
Ältere Bürgerinnen und Bürger werden sich indes heute
an die Gaststätte der Familie Alfons Valpertz erinnern.
Sie war Treffpunkt, Nachrichtenzentrale und Wohnzimmer
der Dorfgemeinschaft, ein beliebter Anlaufpunkt
für Einheimische und auch Reisende, führte
doch die Bundesstraße 54/55 direkt an ihr vorbei.
Der Hof Ronnewinkel gehörte einst zu den Liegenschaften des Zisterzienserinnenklosters in Drolshagen. Die Abtei
wurde im 13. Jahrhundert gegründet und mit der Säkularisierung 1803 aufgehoben. Im Besitz der Familie Valpertz
ist dieses Glasbild. Es zeigt den (Gast-)Hof Valpertz. In direkter Nachbarschaft steht ein Speicher, gebaut im 17.
Jahrhundert, der dem Kloster als Getreidespeicher diente. Er wurde vor der Flutung abgetragen und ist heute Teil
des Sauerländer Dorfes im LWL-Freilichtmuseum Detmold.
Die Gastwirtschaft war das letzte Gebäude der kleinen
Ortschaft, das innerhalb des Vorstaubeckens abgeris-
sen wurde.
Bis heute erhalten ist jedoch der alte Speicher aus dem
17. Jahrhundert der Zisterzienserinnen, der direkt neben
der Wirtschaft stand und zum (Gast-)Hof gehörte.
Er diente einst der Lagerung von Getreide, später der
Familie Valpertz als Vorratsraum für Kartoffeln,
Zwiebeln und Gerätschaften und als Standort für einen
Räucherschrank. Den Erzählungen nach suchten auch
die Dorfbewohner von Ronnewinkel in ihm Schutz während
der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg. Als die
Biggetalsperre gebaut wurde, trug man ihn ab.
Beauftragt damit war der Olper Alfons Ament. Der
Speicher fand seinen Weg ins LWL-Freilichtmuseum
Detmold, wo er heute im sogenannten Sauerländer
Dorf steht.
Privatbesitz Familie Valpertz
16 17
Alfons Valpertz, seine Frau Klara und ihre Kinder –
Marlies, Ulla, Johannes und Klaus – zogen nach dem
Verlust des Hofes auf den Kreuzberg in Olpe.
Die Landwirtschaft führten sie fort, doch für den
Gasthof gab es keinen Ersatz. Mit der Flutung verschwand
nicht nur ein Dorf, sondern auch ein Stück
gelebter Gemeinschaft.
DAS WUNDER VON 1975
In den 1970er-Jahren schien auch die Kapelle endgültig
verloren. Der Kirchenvorstand erklärte den Bau für
unrettbar, die Mauern drohten einzustürzen. Doch dann
geschah, was man das „Wunder von Ronnewinkel“ nennen
könnte.
Im Inneren findet sich ein Bild des heiligen Valentin im
Bischofsornat, wahrscheinlich stammt es ebenso aus
dem 19. Jahrhundert, dazu eine filigrane Muttergottesfigur
aus Metall. 1978 gelangte aus der Basilika Minor in
Kiedrich im Rheingau eine Reliquie des Heiligen nach
Olpe, die in einer Monstranz aufbewahrt und zu
Festtagen zur Kapelle getragen wird. Seitdem verbindet
auch eine herzliche Partnerschaft die Valentinsfreunde
beider Orte.
EIN ORT DER ERINNERUNG
UND GEMEINSCHAFT
Die Kapelle ist heute weit mehr als ein Baudenkmal.
Sie ist Pilgerstätte des Franz-Hitze-Pfades, Andachtsraum
und Sinnbild bürgerschaftlichen Engagements zugleich.
Sie ist letzte Verbindung zu einem Dorf, das es nur noch
in Erinnerungen gibt. Täglich steht sie Besuchern offen,
die den Uferweg entlangwandern. Über Jahrzehnte hinweg
leitete Johannes Valpertz, Sohn von Alfons Valpertz,
den Förderverein. Seit 1987 war er dessen Vorsitzender
und kümmerte sich bis zu seinem Tod im August 2025
LWL/Säck
Der ehemalige Getreidespeicher des Klosters im LWL-
Freilichtmuseum Detmold, das eines der bedeutendsten
seiner Art in Europa ist. Er entspricht in seiner Ansicht der
Zeit um 1920.
WIR SUCHEN
KFZ-MECHATRONIKER (m/w/d)
Willkommen bei Plugge, wo Erfahrung,
Know-How und moderne Technik aufeinandertreffen!
Dich erwarten eine wettbewerbsfähige Vergütung,
Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Tankzuschuss, Jobrad,
betriebliche Altersvorsorge, 30 Tage Urlaub im Jahr und
vermögenswirksame Leistungen in einem familiären
Umfeld mit Vertrauen, Teamgeist und Wertschätzung.
Plugge tec GmbH
bewerbung@plugge-attendorn.de
Kölner Strasse 111
57439 Attendorn
+49 2722 9384 0
Im Sommer 1975 ergriff der Olper Schneidermeister
Adolf Müller die Initiative. Mit Gleichgesinnten gründete
er die „Gemeinnützige Bürgerinitiative zur Instandsetzung
und Betreuung der St.-Valentinskapelle Olpe-
Ronnewinkel“. Binnen weniger Wochen wurden Spenden
gesammelt, Baumaterialien organisiert und unzählige
Arbeitsstunden geleistet. Der Bedarf lag bei rund 50.000
D-Mark. Bereits im September feierte man Richtfest, im
November 1975 schließlich die feierliche Weihe mit dem
aus Olpe stammenden Weihbischof Prof. Dr. Scheele.
Aus dem fast Vergessenen war wieder ein lebendiger Ort
des Glaubens geworden – schlicht, würdevoll und
voller Symbolkraft.
ARCHITEKTUR MIT SEELE
Der Wiederaufbau von 1975 orientierte sich an der
historischen Form des 19. Jahrhunderts. Der sechseckige
Grundriss, das kleine Türmchen auf dem Dach, die
Glocke über dem Eingang – all das verleiht der Kapelle
ihre zurückhaltende Schönheit. Besonders eindrucksvoll
ist der Altar: Er wurde aus den Balken des alten
Dachstuhls gezimmert. So trägt jedes Stück Holz die
Geschichte der Jahrhunderte in sich.
Ihr persönlicher Hörakustiker in Olpe
Kardinal-von-Galen-Straße 1 | 57462 Olpe | Tel.: 02761 942 30 70
info@habig.-hoergeraete.de | www.habig-hoergeraete.de
18 19
um das Kleinod, das fester Bestandteil der Biggesee-
Region und seiner Geschichte sowie der Olper
Identität ist.
ADVERTORIAL
Wo Leidenschaft
Fahrt aufnimmt
Dein Rad. Dein Freiheitsmoment.
Ihr Bestehen verdankt sie Menschen, die nicht bereit
waren, Geschichte preiszugeben. Menschen, die wussten,
dass Heimat mehr ist als ein Ort – sie ist
Erinnerung, Verantwortung und Glaube zugleich. Und
ein Zeugnis dafür, dass Wandel nicht immer Verlust
bedeutet – manchmal ist er auch Bedingung für Bestand.
Die St.-Valentinskapelle in Olpe heute. Sie ist beliebtes Ziel
für alle, die Ruhe, Geschichte und schöne Ausblicke schätzen.
Dank gebührt all jenen, die sich für ihren Erhalt einsetzen
und dieses besondere Stück Heimat lebendig halten.
Infos
Ein Beitrag zur St.-Valentinskapelle erscheint im
neuen Jahrbuch des Heimatvereins für Olpe und
Umgebung „Olpe in Geschichte und Gegenwart“,
Bd. 32.
Text: Birgit Engel, Fotos: Nachweise am jeweiligen Bild
SO ERREICHEN
ÖFFNUNGS
Mo.
gesc
/ Bei Immobilien im Sauerland
können Sie ruhig uns Ortskundigen vertrauen
Boris Faust
Dirk Japes
Stefanie Balzer
Annika Neubert
NEUE GENERATION, NEUE ENERGIE
Mit LUPO BIKES führen Luis und Fabio die Leidenschaft
ihres Vaters Martino weiter. Mit Herz, Erfahrung und
dem Wunsch, Menschen aufs richtige Rad zu bringen.
Im ehemaligen Baumhaus-Showroom in Dünschede
verbinden sie Bodenständigkeit, Technik und ehrliche
Beratung. Nicht das Logo auf dem Rahmen entscheidet,
sondern das Gefühl auf dem Rad. Ob Rennrad, Gravel
oder E-Bike: Entscheidend ist, dass du dich wohlfühlst.
Ergonomisch, sicher und mit Freude an der Bewegung.
BERATUNG, DIE BEWEGT
Zwischen Sauerlandkulisse und offener Atmosphäre
beginnt jede Beratung mit einem Gespräch und bei
Bedarf mit einem Bikefitting, das Sitzposition und
Ergonomie berücksichtigt. So finden Luis und Fabio
gemeinsam mit dir das Rad, das wirklich passt. Marken
Sa.: 09.00
wie Merida, Centurion, Hercules, Giant, MaxCycles, Nox
und Raymon stehen für Qualität, Design und Zuverlässigkeit.
Jedes Modell lässt sich individuell anpassen,
denn nicht jeder Mensch fährt gleich, aber jeder will gut
sitzen und ohne Schmerzen das Fahrradfahren genießen.
LUPO BIKES steht für Service mit Herz: Probefahrten im
Grünen, Reparaturen für alle Marken, Leasing-Angebote
und eine Kaffeeecke für Gespräche unter
Gleichgesinnten. Wer hier reinkommt,
merkt schnell: Hier leben Menschen, die
Fahrräder lieben und diese Leidenschaft
mit anderen teilen.
HIER FINDEST DU UNS!
Scannen & Route öffnen.
Di. - Fr.: 09.30
und 14.00
SCAN ME
LUPO BIKE
HIER FIN
Scannen
Partner für Immobilien auch in Lennestadt/Kirchhundem und Attendorn/Finnentrop – die-volksbank-makler.de
Öffnungszeiten: Mo. geschlossen | Di.-Fr. 09.30 - 13.00 Uhr + 14.00 - 18.00 Uhr | Sa. 09.00 - 14.00
+49
Uhr
2722 65617
LUPO BIKES OHG | Zur Leye 24, 57439 Attendorn-Dünschede | Tel. 02722 6561714 | info@lupo-bikes.de
www.lupo-bikes.de
info@lupo-bike
Zur Leye 24
57439 Attendor
20 www.lupo-bike
21
HeimatDigital
WO ZUKUNFT
NACH ZIMT
DUFTET
Weihnachten trifft Digitalisierung
Zwischen Holzspänen, surrenden 3D-Druckern und flackernden LED-Lichtern entsteht in der
InfoTastic Academy in Attendorn eine digitale Weihnachtswelt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene
tüfteln, fräsen, drucken und sticken – und gestalten so ihre eigenen Geschenkideen. Kreativität trifft
auf Technik, Ideen werden greifbar und die Werkstatt zu einem Ort, an dem Lernen Spaß macht.
EIN RAUM, DER SICH VERWANDELT
Wenn draußen der Frost an die Fensterscheiben klopft,
wird es in der Kölner Straße 14A warm. Zwischen
Werkbänken, Kabeln und Computern funkeln
Lichterketten, Kerzen spiegeln sich in den Fenstern,
aus Lautsprechern erklingt leise Weihnachtsmusik.
Die Weihnachtswerkstatt ist längst ein Termin, der
Neugierige aller Generationen anzieht. Kinder,
Jugendliche und Erwachsene kreieren Figuren aus Holz
und Keramik oder gießen Kerzen. Andere wagen sich an
technische Miniaturen: fahrende Roboter mit roter
Zipfelmütze, leuchtende Sterne aus dem Lasercutter,
Wichtel aus dem 3D-Schokoladendrucker. Die Werkstatt ist
erfüllt vom Surren der Maschinen und vom Murmeln konzentrierter
Stimmen.
TECHNIK ALS ERFAHRPROZESS
Der Ansatz der Academy ist eindeutig: Technik wird verstanden,
indem man sie benutzt. Besucher lernen, digitale
Vorlagen anzulegen, Parameter zu verändern und
Maschinen einzurichten. Wer ein Ornament auf dem
Lasercutter erstellt oder eine Figur im CAD modelliert,
erlebt unmittelbar, wie sich digitale Entscheidungen im
Material niederschlagen. Das Ergebnis ist nicht nur ein
fertiges Objekt, sondern ein technisches Verständnis, das
aus eigenem Tun entsteht. Fehler gelten dabei als Teil des
Lernprozesses, nicht als Hindernis.
ZWISCHEN SÄGESPÄNEN UND SOFTWARE
Die Weihnachtswerkstatt ist ein Ort der Kontraste:
Wo Technikbegeisterte mit CAD-Dateien jonglieren,
riecht es nach Zimt und Vanille. Neben dem Lasercutter
„Mr. Beam“ stehen Teller mit Plätzchen und Tassen mit
heißem Kakao. Wer mag, stellt sich vor den Greenscreen
und gestaltet seine eigene Weihnachtskarte mit digitalem
Schneefall, Nordlichtern oder dem alten Marktplatz.
Und im Tonstudio können Besucher ihre liebsten
Adventslieder einsingen.
INNOVATIONSORT DER REGION
Seit 2021 hat sich die Academy zu einem Ort entwickelt,
an dem die digitale Zukunft der Region greifbar wird.
Schulen nutzen sie als Labor für angewandte
Technikbildung, Unternehmen als Schnittstelle zu
Vanessa Körn, zweite Vorsitzende der InfoTastic Academy, freut sich auf die Weihnachtswerkstatt. Am Samstag,
dem 6. Dezember 2025, ab 10 Uhr wird gebastelt, gebaut und getüftelt.
jungen Talenten, Privatpersonen als Werkstatt für eigene
Vorhaben. Robotik, Mikrocontroller, 3D-Druck, CNC-
Bearbeitung, Lasercutting und Modellbau bilden das
Fundament eines Programms, das sowohl Grundlagen als
auch komplexe Anwendungen ermöglicht. Die Academy
ist bewusst ein Raum für Entdecker, nicht nur für
Spezialisten. Das Prinzip lautet: ausprobieren, erfahren,
verstehen – für alle, die glauben, dass Neugier keine
Altersgrenze kennt. Wer eintritt, spürt, dass Zukunft keine
Theorie ist, sondern mit den eigenen Händen formbar.
22 23
ADVERTORIAL
JAHRE
06.
12.
Die Infotasten können ihre Füße einfach
nicht stillhalten. Neue Projekte
sind längst unterwegs Ein gutes
Beispiel ist das Format „erFAHRwerk“.
Mit modularen Fahrzeugbausätzen
konstruieren Schülerinnen und
Schüler Modelle, die Mechanik,
Sensorik und Bewegung verständlich
machen. Das Projekt zeigt, wie technische
Bildung funktionieren kann,
wenn Praxis, Forschung und
Kreativität zusammenfinden. Die
Academy bietet den Rahmen für ein
Lernen, das ebenso zugänglich wie
anspruchsvoll ist.
ZUKUNFT IM
WEIHNACHTLICHEN GEWAND
Wenn am Abend die Maschinen verstummen
und die Lichter gedimmt
werden, bleiben Objekte zurück, die
mehr als Dekoration sind. Sie stehen
für eine Lernkultur, die aus Neugier
entsteht. Die Academy zeigt, wie ein
regionales Zentrum für digitale
Forschung aussehen kann. Hier wirkt
Technik nicht distanziert, sondern
nahbar. Zukunft zeigt sich nicht als
abstrakter Fortschritt, sondern als
Erfahrung, die im eigenen Tempo
wachsen darf. Was hier geschieht,
ist mehr als vorweihnachtliche
Betriebsamkeit. Es ist eine Begegnung
zwischen Tradition und Zukunft,
zwischen analogem Handwerk und
digitaler Präzision. Und vielleicht
liegt genau darin der Zauber: In der
Erkenntnis, dass Fortschritt Wärme
haben kann.
Text: Vanessa Körn, Fotos: InfoTastic Academy
Illustrationen: adobestock
EURE DRUCKSACHEN –
SCHNELL UND PROFESSIONELL!
Ob Wertmarken, Eintrittskarten, Bauzaunbanner oder Plakate –
vereinsdruck.shop bietet euch maßgeschneiderte Drucklösungen
für jeden Vereinsbedarf.
25 Jahre Handschlagqualität
Vielseitig – zuverlässig – aus Attendorn
DIENSTLEISTUNGEN
Maler- & Lackierarbeiten: Die Stärke liegt in der außerge-
VOM EINMANNBETRIEB ZUM STARKEN TEAM
Vor 25 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Dienstleistungen
Koch mit einer mutigen Idee und einem Ansprechpartner, der alle Gewerke koordiniert und
wöhnlichen Vielseitigkeit. Kunden profitieren von einem
Rasenmäher. Was als kleiner Hausmeisterservice auf der Projekte effizient zum Ziel führt.
Mühlhardt startete, ist heute ein vielseitiger und gefragter Das elfköpfige Team steht für Qualität, Präzision und
Dienstleistungsbetrieb. Transparenz und Verlässlichkeit termingerechte Umsetzung. Als Ausbildungsbetrieb
bilden das Fundament.
sichert das Unternehmen den Nachwuchs im Handwerk
Nach den ersten Jahren folgte der Umzug in ein landwirtschaftliches
Gebäude an der Milstenauer Straße, zehn und Leidenschaft.
und gibt seine Werte weiter: Verlässlichkeit, Fairness
Jahre später der Kauf des heutigen Standorts am Holz- Das Jubiläum wurde mit einem Familienfest gefeiert, das
weg – ein Meilenstein hin zu einem modernen Unternehmen.
2022/23 wurde dort eine neue Lagerhalle
Bodenständigkeit und Vertrauen. Heute blickt man stolz
zeigte, wofür Dienstleistungen Koch steht: Zusammenhalt,
errichtet, 2024 kam die Büroerweiterung an der Mühlhardt auf ein Vierteljahrhundert Erfolg und zufriedene Kunden
hinzu – ein klares Zeichen für Zukunftsorientierung. zurück – und mit derselben Energie in die Zukunft.
Jetzt bestellen und
15 % Rabatt sichern
Rabattcode: Heimatliebe15
WWW.VEREINSDRUCK.SHOP
EIN ANSPRECHPARTNER, VIELE GEWERKE –
VERLÄSSLICHKEIT AUS EINER HAND
Ob Haus- & Gartenpflege, Garten- & Landschaftsbau oder
Maler- und Lackierarbeiten | Fassadenbeschichtungen | Fußbodenverlegung | Putzarbeiten
Dienstleistungen Koch | Mühlhardt 77 | 57439 Attendorn | Telefon: 02722 632691 | info@hms-koch.de
24 www.hms-koch.de
25
BLICKWINKELAus einem anderen
FLYCAM
SAUERLAND
Gemeinsam stark
in Print und Digital
DER NEUE
ONLINE-SHOP
Das Reel als Teaser. Die Broschüre als Story
LUFTBILDAUFNAHMEN
FILMPRODUKTION
SOCIAL MEDIA BETREUUNG
LIVESTREAMING
EVENTTECHNIK
„Wir zeigen, was andere übersehen – aus der Luft,
auf Papier, im Netz.“
Was wie ein Slogan klingt, ist in Wahrheit eine regionale Medienpartnerschaft
mit großem Potenzial: FREY PRINT+MEDIA und
Flycam-Sauerland bündeln ihre Stärken, um Unternehmen,
Vereinen und Marken in Südwestfalen neue Sichtbarkeit zu
verschaffen – in Print, Web und Bewegtbild.
EINFACH.
GUT.
GEDRUCKT.
TRADITIONELL IM HANDWERK. MODERN IN ALLEN MEDIEN
Seit 1879 steht FREYMEDIA für Qualität – von Menschen für Menschen. Aus
dieser tiefen regionalen Verwurzelung heraus bieten wir heute die gesamte
Bandbreite moderner Kommunikation.
Unsere Onlineplattformen www.frey-druck.de, www.sonderfarbendruck24.de
und www.vereinsdruck.shop sind längst feste Anlaufstellen für Unternehmen,
Agenturen und Vereine.
Doch zeitgemäße Kommunikation braucht heute mehr als Papier: Sie lebt von
Bildern, Videos und digitalen Erlebnissen. Genau hier kommt Flycam-
Sauerland ins Spiel – ein Medienpartner mit Perspektive.
Gemeinsam stark: David Frey, Markus Frey, Daniel Frey! (v.l.)
Veröffentlichung auf Social Media oder im Heimatliebe Magazin.
Redaktionelle Inhalte, Anzeigen, Drucksachen, Instagram Ads und
visuelle Highlights werden so optimal aufeinander abgestimmt.
MIT DER
RICHTIGEN STORY
ZUM ERFOLG.
www.
FREY-DRUCK.de
INDUSTRIE & ARCHITEKTUR
WWW.CRAMER-FOTOGRAFIE.DE
LUFTAUFNAHMEN, DIE GESCHICHTEN ERZÄHLEN
Hinter Flycam-Sauerland steht David Frey, Neffe von Markus Frey und Bruder
von Daniel Frey – und ein echter Spezialist für Drohnenaufnahmen,
Imagefilme und Eventdokumentationen.
Ob Luftbild vom Firmengelände, stimmungsvolle Veranstaltungsaufnahmen
oder Reels für Social Media – Flycam-Sauerland macht Marken erlebbar.
„Was wir aus der Luft zeigen, ist oft der erste Eindruck – und der bleibt.
Unsere Aufnahmen schaffen Emotionen, Überblick und eine neue
Perspektive“, sagt David Frey. „Gemeinsam mit den Druck- und
Gestaltungsleistungen von FREYMEDIA entsteht ein echtes Komplettpaket.“
DAS KOMPLETTPAKET: CROSSMEDIAL & KREATIV
Unter dem gemeinsamen Motto „Druck trifft Kamera. Gestaltung trifft
Perspektive“ bieten FREYMEDIA und Flycam-Sauerland kombinierte
Medienlösungen an: für Unternehmensauftritte, Kampagnen, Jubiläen oder
Imagepflege. Printprodukte, Bewegtbild und Onlineinhalte greifen dabei
nahtlos ineinander über – immer mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe.
VOM FLYER BIS ZUR FILMSEQUENZ
Das Besondere an dieser Kooperation: Kunden erhalten alles aus einer Hand –
von der Gestaltung einer Broschüre über professionelle Imagevideos bis zur
Wir haben die Frische und die Leidenschaft eingefangen, mit der bei
Fisch Jakob Burger und Fischbrötchen gemacht werden!
Wir gestalten, drucken und entwickeln!
Zwei Generationen, zwei Unternehmen, eine Vision –
für Marken mit Weitblick.
Weitere Informationen:
www.freymedia.de
www.flycam-sauerland.de
Jetzt bestellen und
10 % Rabatt sichern
Rabattcode: HEIMATLIEBE
Ihre Drucksachen –
schnell und professionell!
Ob Flyer und Folder,
Bauzaunbanner oder Plakate –
maßgeschneiderte Drucklösungen
für jeden Bedarf.
www.FREY-DRUCK.de
26 27
Echte
Heimathelden
ausgezeichnet
Volksbank Sauerland vergibt
100.000 Euro an junge
Engagierte aus der Region
In der Hawerland-Halle Wormbach feierte die
Volksbank Sauerland ihre Aktion #Heimathelden2025 –
ein Abend voller Dankbarkeit und Gemeinschaft.
Unter dem Motto „Wahre Helden gehören in das
Rampenlicht“ erhielten 95 junge Ehrenamtliche aus
dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe finanzielle
Unterstützung in Höhe von insgesamt 100.000
Euro. Vorstand Michael Griese betonte die Bedeutung
des Engagements: Ehrenamt sei das Herzstück einer
lebendigen Region. Aus 112 Bewerbungen wählte die
Jury Projekte aus Sport, Musik, Feuerwehr, Kultur und
Sozialarbeit. Die Preisträger TuS Calle-Wallen und
Musikverein Grevenbrück erhielten Sonderpreise für
besonders kreative Filmbeiträge. Die Gala, begleitet
von Musik und Poetry-Slam, zeigte eindrucksvoll, dass
Ehrenamt nicht nur förderwürdig, sondern inspirierend
ist – getragen von jungen Menschen, die das
Sauerland mit Herz und Verantwortung gestalten.
Kulturveranstaltungen in Olpe
Sonntag | 14. Dezember 2025 | 11:00 Uhr | Stadthalle Olpe
SWINGING CHRISTMAS mit Brunch-Option
Weihnachtszauber pur in der Olper Stadthalle mit dem Kokopelli Saxophon Quartett, das
mit seinem Programm „Let it snow“ den Wunsch nach Schnee ins tropische Kuba verlegt. Die
klangliche Vielschichtigkeit des Saxophons sorgt für ein stimmungsvolles Spektrum weihnachtlicher
Musik. So treffen traditionelle Weihnachtslieder innovativ auf amerikanischen
Christmas-Jazz mit vielfältigen Improvisationen. Genießen Sie ab 11.00 Uhr ein köstliches
Brunch-Buffet der „eventfreunde“, das keine Wünsche offen lässt. Das begleitende Konzert
beginnt um 12.00 Uhr. Tischreservierungen werden bis 6. Dezember entgegengenommen.
Eintrittspreis: 49,00 € BRUNCH & KONZERT - nur Konzert: 14,00 €
Donnerstag | 19. Februar 2026 | 20:00 Uhr | Stadthalle Olpe
DIE DREI ??? - KABINETT DES ZAUBERERS
Die berühmten Detektive Justus, Peter und Bob sind zurück – und diesmal wird es richtig
magisch. In diesem neuen Abenteuer verschwindet der Zauberer Pablo während seiner
Vorstellung spurlos in einem Schrank – und taucht nicht wieder auf. War es ein harmloser
Scherz oder eine ausgeklügelte Entführung? Justus, Peter und Bob sind sich sicher: Das ist
alles andere als Hokuspokus. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Verschwundenen
müssen sie tief in das magische Kabinett eintauchen – und dabei stoßen sie auf mehr als
nur Zaubertricks. Das Stück verspricht ein actionreiches Abenteuer voller überraschender
Wendungen, Rätsel und dem typischen Wortwitz des Trios.
Copyright: Kokopelli-Quartett
Eintrittspreis: 14,00 - 17,00 € - Schüler & Studenten: 50 % Ermäßigung
Copyright: G2 Baraniak
Freitag | 28. Mai 2026 | 20:00 Uhr | Stadthalle Olpe
HG. BUTZKO - „Der will nicht nur spielen“
Kabarett auf schmalem Grat: Wenn zwei Seiten unaufhörlich gegeneinander antreten,
braucht es jemanden, der sich mitten dazwischen wagt: HG. Butzko, der Erfinder des Kumpelkabaretts
und Preisträger sämtlicher bedeutender Kleinkunstpreise, präsentiert sein Programm
„Der will nicht nur spielen“. Ein Mann, ein Stehtisch, eine Meinung – ohne Schnickschnack,
ohne Gedöns. In einer polarisierten Welt jongliert Butzko zwischen Jung und Alt,
Stadt und Land, West und Ost, ohne Gnade für eine Seite. Mit scharfem Witz und kompromissloser
Ehrlichkeit zeigt er, wie absurd die spaltende Schwarz-Weiß-Debatte unserer Zeit
ist – und wie befreiend es sein kann, dazwischen zu stehen.
Eintrittspreis: 20,00 € - Schüler & Studenten: 12,00 €
Copyright: Wins_Butzko
Ticket-Service: Besuchen Sie uns in unserer Geschäftsstelle
Stadtmarketing & Kultur am Marktplatz, rufen Sie uns an unter 02761 83-1902 oder
Kulturabteilung der
schicken Sie eine Email an kultur@olpe.de. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Kreisstadt Olpe
28 29
ADVERTORIAL
WIRTSCHAFT
BRAUCHTUM
NATUR
PROGRAMM STADTHALLE ATTENDORN 2025/26
13
12
28
03
Ingrid Kühne –
Ja, aber ohne mich!
16
01
Festival der Travestie in Attendorn –
Maria Crohn & Friends
02
05
31
01
03
05
The 12 Tenors – “
Songs of Eternity”
Udomat & die
Panikgenossen –
06.06.2026
Udomat & die Panikgenossen gilt als Deutschlands größte
Udo-Lindenberg-Tribute-Band. Eine Reihe von Geheimräten,
die bei Bedarf Verstärkung von Tänzerinnen
und auch mal einem Barkeeper bekommen, präsentieren
eine Show ganz im Sinne von Udo Lindenberg. Der typische
Lindenberg-Sound und die Performance sind in
der zweistündigen Show ganz nah am Original. Bereits
im Gründungsjahr 2018 feierte die „Nordhessische Panik
Power“ ihren ersten Erfolg, als sie beim Deutschen
Rock & Pop Preis in Siegen als „Beste Rock ‘n Roll &
Beste Tribute Band Deutschlands“ ausgezeichnet wurde.
Die Formation Udomat & die Panikgenossen spielt die
größten Songs von Udo Lindenberg und nimmt ihr Pub-
likum mit auf eine galaktische Reise: Mit dem Kompass
in der Hand geht es mit dem Sonderzug von Norden bis
Süden, von Ost bis West. Es geht über die Reeperbahn
mit Jonny Controletti und Dr. Feel Good und dazu einer
ordentlichen Portion Honky-Tonky-Show, und hinterm
Horizont geht’s weiter…
Die Schlagzeugmafia präsentiert:
Backstreet Noise
08
05
03
06
30 Jahre Still Collins
Zeiglers wunderbare Welt
des Fußballs – Live
09
05
06
06
WDR 4 sing(t)
mit Guildo Horn
Pawel Popolski –
PolkaMania!
Udomat & die Panikgenossen
Informationen zu allen Veranstaltungen
www.stadthalle-attendorn.de
16
05
09
10
Nightwash Live
Völkerball –
Engel Tour 2026
Bounce (Bon Jovi Tributeband)
Björn Heuser -30 Jahre
Jubiläumstour 2026-
Kölsches Mitsingkonzert
Der „kölsche Mitsingkönig“ Björn Heuser ist wieder auf Tour
und dieses Jahr gibt es etwas ganz Besonderes zu feiern!
Seit sage und schreibe dreißig Jahren ist der sympathische
und urkölsche Liedermacher unterwegs, singt mit den Menschen
gemeinsam, schreibt Songs für sich und viele andere
Interpret*Innen der Domstadt und gilt als „Berufskölner“.
Dass er damit sogar mal „vum kleine Kneipejung en de Arena
un et Stadion“ kommt, hätte der kleine Björn sich wohl
selbst nicht träumen lassen, als er 1996 im provisorischen
Kellerstudio seinen ersten Song schrieb und – zunächst
noch fünf Jahre lang mit seinem Vater – auf kleinen Veranstaltungen
die Leute zum Singen brachte.
Grund genug also, die „30 Jahre“ mit einer entsprechenden
Jubiläumstour zu feiern – und natürlich mit einem neuen
Album! Denn neben seiner Funktion als Vorsänger, ist Björn
Heuser auch fleißiger Liedermacher für sich (12 Studio-
alben!) und andere Interpreten. Anders, als bei den Brauhauskonzerten
und Partyformaten, sind diese Kleinkunstabende
bestuhlt und der Fokus liegt nicht nur auf dem Mitsingen,
sondern auch auf dem Zuhören. Heusers charmante,
humorvolle und informative Ansagen und Geschichten zu
den Songs, sind das Salz in der Suppe! Auf der Setlist stehen
die großen kölschen Hits, aber auch neue Songs aus
seiner Feder.
30 31
Schutzgebühr 4,95 €
1
Deine Stadt. DEINE APP. Dein Impressum Winterberg.
PrintPartner vor Ort
BÜRGER
Kreativ.Persönlich.Einzigartig
HERAUSGEBER:
Beratung & Gestaltung
Frey Print + Media GmbH & Co. KG
Bieketurmstr. 2 · 57439 Attendorn
Druck & Verarbeitung
Telefon: 02722 9265-0
APP
www.heimatliebe-magazin.de
Logistik & Lettershop
REDAKTIONSANSCHRIFT
Frey Print + Media GmbH & Co. KG
Bieketurmstr. 2 · 57439 Attendorn
heimatliebe@freymedia.de
0 29 83 666
info@kraelingdruck.de
www.kraelingdruck.de
www.gildehaus-attendorn.de
Weitere Informationen auf
www.rathaus-winterberg.de/app
REDAKTION:
Birgit Engel
GESTALTUNG:
Michaela Kozik
DRUCK:
Kräling Druck, Winterberg
FOTOS:
Fabian Arens, Birgit Engel, Hans-Werner Scharioth,
Stadtarchiv Olpe, LVL/Säck, InfoTastic Academy, AdobeStock
LandLeben und Sauerland Tourismus-Teil:
B. Lütke Hockenbeck; Pröbsting; Schildmann; Birgit Geuker; Calvin
Vorsmann; Drießen; Gießelmann; Schlotmann; Püning; Wirth; Dorda;
Sauerland-Tourismus e.V.- Klaus-Peter Kappest; Ferienwelt Winterberg;
Sauerland-Wanderdörfer - Klaus-Peter Kappest; Klaus-Peter Kappest;
Alexandra Zander; Wintersport-Arena Sauerland; Stephan Peters; Skiliftkarussell
Winterberg; privat; freepik
HEIMATLIEBE ABONNIEREN?
Wir erscheinen 4 x im Jahr,
die nächste Ausgabe erscheint
am 25. Februar 2026.
Jetzt anmelden per E-Mail
heimatliebe@freymedia.de
oder 02722 9265-0
ANZEIGENVERKAUF:
Frey Print + Media GmbH & Co. KG,
Markus Frey, Tel.: 02722 9265-21,
m.frey@freymedia.de, in Koopera-
tion mit Heimatliebe-Magazin GbR,
Hauptstraße 169, 59846 Sundern,
c/o Gabi Scheffer, Tel.: 02933 90970-50
gabischeffer@mues-schrewe.de
LEKTORAT:
Birgit Engel
JETZT HERUNTERLADEN!
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Leben in den
Goldenen Zwanzigern
Von der Liebe zu einer anderen Epoche
„Filmmusik war
von Anfang an
mein Ding"
Filmkomponist Lukas Steinberg
André Stahl –
blinder Richter
mit Durchblick
Ein Produkt vom
Der Unterschied von Erfolg und Glück
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Im Bauerngarten
Obst und Gemüse für Selbstversorger
Update
aus dem
Cockpit
Tim, Mario und Alex
und das maximale
Flugerlebnis
Sommer 2024
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Ein Aushängeschild
für
die Region
Manfred Sawatzki
restauriert historisches
Fachwerkhaus
Wo Stadtgeschichte
lebendig wird
Wie engagierte Stadtführende
Olpe und Attendorn wahrnehmen
und präsentieren
9 783982 648200
Sagenhaftes
Attendorn
Animationsfilm
gibt Einblick in
die Stadtgeschichte
Knaller
zu Silvester
„Dinner for One“
in Wendsche Platt
648217
Winter 2024
LandLeben
32 33 33
www.standpunktverlag.de
© B. Lütke Hockenbeck
Haushalt
Leckeres
Spekulatius-Pralinen
Die Spekulatius-Pralinen sind ein süßes Mitbringsel.
Sie halten sich gekühlt gut eine Woche.
Aber wer kann ihnen schon so lange widerstehen?
ZUTATEN:
für gut 30 Stück
• 150 g Spekulatiuskekse
• 150 g weiße Schokolade
• 100 ml Sahne
• 2 EL Sahnelikör oder Rum
• 1-2 Tropfen Vanillearoma
zum Garnieren
• Kakaopulver
• Kokosstreusel
• Zimtzucker
• Gemahlene Nüsse
für die Lieben
Tipp
Die Pralinen beispielsweise in
Papierförmchen setzen.
ZUBEREITUNG:
Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben und mit einer
Teigrolle zerkleinern. Eventuell die Kekse mit einem
Blitzhacker weiter zermahlen.
Die Krümel mit Sahnelikör oder Rum und Vanillearoma
mischen. Die Schokolade hacken und mit der Sahne im
Wasserbad schmelzen. Die Mischung zum Keksmehl
geben und mit einem Handrührgerät verrühren.
Die Masse etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen,
damit sie fest wird. Dann mit einem Teelöffel kleine Teigportionen
abstechen und zu Kugeln rollen. Zum Garnieren
die Kugeln in Kakaopulver, Kokosraspeln, Zimtzucker
oder gemahlenen Nüssen wälzen.
Foto: B. Lütke Hockenbeck
Fruchtige
Weihnachtskonfitüre
ZUTATEN
für etwa 6 Gläser à 200 ml
• Tiefgekühlte, gemischte Waldbeeren
wie Himbeeren, Brombeeren,
rote oder schwarze Johannisbeeren
• 1 Glas eingekochte Pflaumen ohne Saft
• 0,5 TL Zimt
• 500 g Gelierzucker 2 : 1
• 1 Glühweingewürz im Teebeutel
ZUBEREITUNG
Die Beeren auftauen, die Pflaumen abtropfen
lassen. Beides muss zusammen 1 kg wiegen. Die
Früchte in einem großen Topf mischen, Zimt und
Gelierzucker unterrühren. Glühweingewürz im
Teebeutel in die Fruchtmischung hängen. Die
Masse aufkochen und 3 bis 4 Minuten unter
Rühren sprudelnd kochen lassen. Das Glühweingewürz
entfernen. Die Gelierprobe machen und die
Konfitüre sofort heiß in vorbereitete Gläser füllen
und verschließen.
Tipp
Foto: B. Lütke Hockenbeck
Die Beeren können nach Geschmack gewählt
und gemischt werden. Lecker ist
auch eine Konfitüre aus Brombeeren und
Pflaumen. Zum Würzen eignet sich statt
Zimt Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz.
Lebkuchenlikör
Der Lebkuchenlikör ist ein tolles Geschenk aus der
Küche in der Advents- und Weihnachtszeit.
ZUTATEN
für etwa 750 ml
• 100 g Puderzucker
• 100 g Zartbitterschokolade (60 % Kakaoanteil)
• 400 ml H-Sahne
• 50 ml Vollmilch
• 2 gestrichene Teelöffel Lebkuchengewürz
• 200 ml Weizenkorn
LIKÖR-VARIATIONEN
Kaffeelikör: Statt Lebkuchengewürz
Espressopulver verwenden.
Zimtlikör: Lebkuchengewürz durch
Zimtpulver ersetzen.
Vanillelikör: Statt dunkler Schokolade
weiße verwenden und das Lebkuchengewürz
gegen Vanilleextrakt oder -mark
austauschen.
● Beratung & Gestaltung
● Schilder- & Werbetechnik
● Fahrzeugbeschriftung &
-folierung
● Stick, Textil- &
Werbemitteldruck
● Offset- & Digitaldruck
● Display- & Bannerdruck
● Konfektionierung & Versand
● rossinova –
automatisierter Bestellkomfort
Wir unterstützen Sie bei
Ihren Projekten und beraten
Sie gern, natürlich auch vor Ort.
Zögern Sie nicht,
sprechen Sie uns gern an.
Isabelle & Markus Roß
Bleikaule 11 | 59929 Brilon
Wernsdorfer Str. 1 | 59955 Winterberg
Telefon: 02961 7869816
34 LandLeben
35
www.rossimedia.de
Tipp
ZUBEREITUNG
Schokolade in Sahne und Milch
über dem Wasserbad
schmelzen. Puderzucker hineinsieben
und so lange
rühren, bis er sich aufgelöst
hat. Lebkuchengewürz
und Korn unterrühren.
Den Likör sofort in eine
saubere Flasche füllen und
verschließen.
Im Kühlschrank lagern
Foto: Pröbsting
Gut zu wissen
Tipps zu Weihnachten
Snackplatte in
Weihnachtsoptik
Wohin mit dem
Geschenkpapier?
In diesen Tagen wechseln viele hübsch verpackte Präsente
die Besitzer. Schnell sind sie ausgepackt und das Geschenkpapier
bleibt übrig. Kurzerhand wandert das meiste davon
in den Papiermüll. Doch da gehört längst nicht alles hin.
NUR REINES PAPIER INS ALTPAPIER: In die
Papiertonne dürfen nur Kartons und einfaches Geschenkpapier,
das zu 100 % aus Papier besteht.
BESCHICHTETES PAPIER IN RESTMÜLL: Mit
einer häufig glänzenden Kunststoffbeschichtung, eingearbeiteten
Metallfäden oder Aufklebern, die sich nicht
entfernen lassen, ist es nicht zu recyceln und muss ebenso
wie Geschenkfolie in den Restmüll.
REISS-TEST VORNEHMEN: Um herauszufinden,
um welches Papier es sich handelt, eine Ecke abreißen.
Bei reinem Papier sind die entstehenden Ränder faserig.
Beschichtetes Papier fühlt sich stabiler an und ist nicht
so leicht zu reißen. Eine Folienschicht dehnt sich unter
Druck und zeigt sich an der Rissstelle.
DEKO WIE BÄNDER, SCHLEIFEN ODER
NAMENSSCHILDER ENTFERNEN: Dies alles gehört
in den Restmüll und ist vom Papier abzutrennen. Geschenkanhänger
lassen sich teils noch nutzen. Klebeband muss
dagegen nicht entfernt werden und darf mit ins Altpapier.
Es wird beim Recyceln abgefischt und einzeln verwertet.
AUF „BLAUEN ENGEL“ ACHTEN: Wer Geschenkpapier
kauft, sollte dabei möglichst auf das Umweltzeichen
Blauer Engel achten. Es garantiert, dass die Ware
aus Recyclingpapier besteht, nicht mit Aluminium oder
Kunststoff beschichtet und gut recycelbar ist. Darauf
weist die Verbraucherzeitschrift „Öko-Test“ hin.
KREATIVE LÖSUNGEN SUCHEN: Aber muss es immer
Geschenkpapier sein? Mit etwas Kreativität lassen
sich auch andere Verpackungsmaterialien finden, zum
Beispiel alte Comics, Zeitungspapier, Stoffreste oder
Schuhkartons. Praktisch sind außerdem wiederverwendbare
Geschenkboxen.
Was wäre die Weihnachtszeit ohne Kerzen? Sie sorgen
für gemütliche Stimmung. Damit sie sicher abbrennen
und möglichst wenig gesundheits- und umweltschädliche
Stoffe dabei entstehen, helfen diese Tipps:
STABIL AUFSTELLEN: Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt
lassen. Vor jedem Anzünden eine nicht brennbare
Umgebung sicherstellen und sich extra vergewissern,
dass sie nicht umfallen und Adventsgestecke nicht
in Flammen aufgehen können.
VOR ZUGLUFT SCHÜTZEN: Besonders wenn eine
Kerze flackert und rußt, können schädliche Stoffe entstehen.
Diese daher immer windgeschützt aufstellen.
DOCHT ABSCHNEIDEN: Den Docht stets auf 1 bis
1,5 cm Länge kürzen. Ein zu langer Docht führt zu einer
unruhigen und rußenden Flamme, die vermehrt Schadstoffe
freisetzt.
RAND KÜRZEN: Bei Exemplaren mit mehr als 4 cm
Durchmesser den Rand, der beim Abbrennen entsteht,
auf 1 bis 2 cm herunterschneiden. So bekommt die Flamme
besser Sauerstoff.
IN WACHS TAUCHEN: Zum Löschen ohne Qualm den
Docht kurz ins flüssige Wachs tauchen und sofort wieder
aufrichten, etwa mit einem Streichholz. Kurz lüften,
damit Raucharomen verfliegen.
Für einen besonderen Blickfang sorgt eine solche festlich
dekorierte Aufschnittplatte an den Feiertagen. Aus
verschiedenen Zutaten lassen sich hierzu mit etwas Fantasie
weihnachtliche Motive auf ein Käsebrett oder eine
Servierplatte legen.
Tomaten- und Mozzarellascheiben mit etwas Basilikum etwa eignen sich gut für eine
rot-weiß gestreifte Zuckerstange.
Auch ein Weihnachtsbaum oder ein Stern sind einfach zu gestalten, beispielsweise
aus grünen und roten Trauben, kleinen Tomaten, Oliven, Käse, Fetawürfeln,
Schinken, Mettwürsten und anderen Leckereien.
Schöne Hingucker sind dabei auch Sterne aus Käse oder Schwarzbrot, die mit einem
Plätzchenausstecher in Form gebracht werden.
Text und Fotos: Birgit Geuker
Mit diesen Aufschnittplatten wird es
weihnachtlich auf der Festtafel. Beim Brunch
oder Abendessen laden sie zum Snacken ein.
So brennen Kerzen
am besten ab
AUF DUFTKERZEN VERZICHTEN: Wenn Duftzusätze
verdampfen oder verbrennen, können sie zu Allergien,
Kopfschmerzen und
Übelkeit führen und es kann
vermehrt Feinstaub in die
Luft gelangen. Besser sind
Produkte ohne Duft.
GLITTER MEIDEN: Dekore
auf Kerzen in Form von
Glitter, Lack, Schnee oder
pflanzlichen Bestandteilen
belasten die Raumluft beim
Verbrennen zusätzlich. Verbraucherschützer
raten zu
schlichteren Varianten.
Text: Birgit Geuker
Foto: B. Lütke Hockenbeck
Damit Kerzen nicht flackern und rußen,
diese vor Zugluft schützen. Zum Löschen später den
Docht mit dem Streichholz kurz ins Wachs tauchen.
Beim Kauf von Geschenkpapier
Text: Birgit Geuker
schon ans Entsorgen Foto: Schildmann
denken: Nicht alles darf in die
36 LandLeben
Papiertonne. Ein Reiß-Test hilft
später, den Müll zu sortieren.
37
Anzeige
30 Jahre Barrierefreiheit
- Jubiläumsfeier mit Blick
in eine starke Zukunft
Mit einer Jubiläumsfeier hat das Familienunternehmen
Ango Lifte mit System GmbH
aus Sundern-Stemel im August dieses Jahres
sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem
Motto „Gemeinsam Hindernisse überwinden“
versammelten sich Partner, Mitarbeitende und
Wegbegleiter, um auf drei Jahrzehnte Firmengeschichte
zurückzublicken und zugleich den
Blick nach vorn zu richten. An ihrem Standort
in Sundern-Stemel hat die Firma eine hauseigene
Ausstellung, in der man Lifte kostenlos
Probefahren kann – was die Besucher*innen
fleißig nutzten.
VON DER GARAGE ZUM ETABLIERTEN
LIFTEXPERTEN
Die Erfolgsgeschichte von Ango begann am 25. August
1995 in Hatzfeld/Eder. Gegründet von Angel Gonzales,
dessen Initialen auch den Namen „Ango“ prägen, übernahm
Michael Heymer im Jahr 2000 den Betrieb und
verlegte den Firmensitz nach Sundern Langscheid.
Was als Zwei-Personen-Betrieb mit Lager in der
heimischen Garage startete, entwickelte sich zu einem
führenden Anbieter für barrierefreie Liftlösungen in
Nordrhein-Westfalen. Mit der Errichtung einer modernen
Halle, großzügigen Büroräumen und einer großen
Liftausstellung in Sundern-Stemel im Jahr 2016 schlug
Ango ein neues Kapitel auf.
GENERATIONSWECHSEL UND
NEUE PERSPEKTIVEN
Ein wichtiger Meilenstein war der Generationswechsel
Anfang 2023: Oliver Heymer, Sohn des langjährigen
Geschäftsführers und bereits langjährig leitender Mitarbeiter,
übernahm die Führung und das Unternehmen.
Unterstützt wird er von ebenfalls langjährigen Mitarbei-
tern: dem Vertriebsleiter Daniel Wünnenberg und dem
technischen Leiter Florian Schulte. Beide wurden mit
der Firmenübernahme durch Oliver Heymer zu Gesellschaftern
des Unternehmens. Gemeinsam setzen sie die
Werte des Unternehmens fort – persönliche Beratung,
regionale Verbundenheit und höchste technische
Qualität – und entwickeln Ango gezielt weiter.
BETRIEBSERWEITERUNG 2025
Direkt auf dem bestehenden Firmengelände entstand
in diesem Jahr eine weitere 1.200m² große Lagerhalle.
Diese Investition schafft nicht nur Raum für weiteres
Wachstum, sondern auch neue Arbeitsplätze in der
Region. „Wir verstehen diese Erweiterung als klares
Bekenntnis zum Standort Sundern und zur heimischen
Wirtschaft“, betont Geschäftsführer Oliver Heymer.
Daher sind sie auch stets auf der Suche nach neuen
Mitarbeitenden, die sie bei ihrer Expansion und den
wachsenden Projekten unterstützen können.
VIELFALT UND KOMPETENZ
Heute beschäftigt das Unternehmen über 30 Mitarbeitende
und bietet mehr als 40 verschiedene Liftsysteme
für private und öffentliche Bereiche an – vom klassischen
Treppensitzlift über Plattform- und Hublifte bis
zu individuellen Sonderbauten und Hausaufzüge.
Als Gründungsmitglied der Liftunion ist Ango zudem
bundesweit und in der Schweiz vernetzt.
Besonders hervorzuheben ist der Fokus der Firma Ango
auf „die Wichtigkeit einer ausführlichen Nutzeranamnese
im Rahmen einer umfassenden und kostenlosen
Beratung, da nur so passgenaue Lösungen entstehen
können, die den persönlichen Alltag nachhaltig
erleichtern.“ so Vertriebsleiter Daniel Wünnenberg.
BLICK IN DIE ZUKUNFT
Die Jubiläumsfeier machte deutlich: Ango bleibt seinem
Ziel treu, Menschen durch innovative Liftlösungen
mehr Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit zu
ermöglichen. Das Unternehmen versteht sich als
Partner von Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen
sind – sei es im privaten Umfeld, in öffentlichen
Gebäuden oder in Unternehmen. Ango verkauft nicht
nur Lifte, Ango liefert Lösungen. Das Ziel bleibt dabei
unverändert: Menschen durch intelligente Liftlösungen
mehr Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit zu
ermöglichen.
Text: Julia Bankstahl
Fotos: Calvin Vorsmann
Wir verstehen diese
Erweiterung als klares
Bekenntnis zum
Standort Sundern
und zur heimischen
Wirtschaft
Oliver Heymer
Ab sofort
Monteure m/w/d
gesucht!
Auf DICH
kommt es an!
38
39
38 LandLeben
Jetzt bewerben!
Kinder
In vier Schritten vom Samen zum Baum
WO DIE
WEIHNACHTSBÄUME
WOHNEN
1. Die Samen stecken in den Zapfen.
Und die kommen aus dem Kaukasus. Das
ist ein Gebirge zwischen Asien und Europa.
Baumkletterer pflücken dort die Zapfen ganz
oben in den alten Nordmanntannen. In
Säcken kommen die Zapfen nach
Deutschland zu den Baumschulen.
© Gießelmann
Hast du dich schon mal
gefragt, woher Weihnachtsbäume
kommen? Vom Baumkletterer
über die Baumschule bis zum
Baum-Frisör: Hier erfährst du,
was alles passieren muss, damit
dein Weihnachtsbaum so schön wird!
3. Im Herbst werden die Bäumchen
mit drei Jahren dann eingepflanzt. Der
Trecker zieht die Pflanzmaschine. Dort sitzt
ein Helfer und setzt die Bäume in die Erde.
Immer mit einem Meter Abstand, ganz
gerade und ordentlich. Dahinter läuft noch
jemand und tritt die Erde neben den Pflanzen
fest.
© Püning
© Schlotmann
2. In den Baumschulen entstehen
aus den Samen kleine Bäume. Im Gewächshaus
wachsen sie ganz langsam. Mit drei
Jahren reichen dir die Bäumchen nicht
einmal bis zum Knie.
© Drießen
4. Die meisten Tannen bleiben, bis sie zehn Jahre alt sind. Dann sind sie etwa zwei
Meter hoch. So passen sie noch bequem unter die Zimmerdecke.
40
41
40 LandLeben
Weg mit dem Unkraut: Unkraut nimmt den
Bäumen Licht, Nährstoffe und Wasser weg.
Darum soll es verschwinden. Zum Einsatz
kommen dabei Hacke, Mulcher und
Freischneider. Manchmal wird auch
Pflanzenschutzmittel gespritzt.
Das perfekte Weihnachtsgeschenk
für neugierige Kinder
Wie wird der Baum
besonders schön?
Der Baum wächst zwar von allein. Doch damit er zum
perfekten Weihnachtsbaum wird, ist viel Handarbeit
nötig.
Bäume beim Frisör: Sind die Bäume fünf Jahre alt,
bekommen sie ihren ersten Schnitt verpasst. Es geht
einmal rundherum mit der Akku- Heckenschere. Auch
später sind sie nie vor der Schere sicher. Doppelte
Spitzen oder quer wachsende Zweige müssen ab.
Schön grün: Die Bäumen brauchen Nährstoffe. Damit
werden sie besonders schön grün. Wasser brauchen die
Tannen nicht. Ihre langen Pfahlwurzeln finden auch
im trockenen Sommer Wasser.
Snippen mit dem Fingernagel: Mit dem Fingernagel
werden oben die jungen Seitentriebe abgeknipst. Jedes
Jahr im Frühling, bei jedem Baum. Das nennt sich
Snippen. So wird der Baum oben nicht zu breit.
Dreimal kneifen: Mit einer besonderen Zange wird jeder
Baum im Frühling dreimal in die Spitze gekniffen.
Dadurch wächst er langsamer und bekommt keinen
langen, kahlen Hals.
© Schlotmann
Jetzt 12 x Lesespaß + Prämie verschenken*
*bis 15.12.2025 bestellbar
© Schlotmann
shop.matsch-magazin.de/hl-weihnachten25
oder telefonisch unter 0 25 01/8 01 31 40
Text: Elisabeth Morgenstern
Landwirtschaftsverlag GmbH, Hülsebrockstr. 2 – 8, 48165 Münster, www.lv.de
42
43
42 LandLeben
Naturphänomene
© Dorda
die Gestaltung und das Aufstellen der Schilder. Wieder
andere Dorfbewohner widmeten sich der Internetseite
und einem Flyer.
Anfahrtsbeschreibung
Dem Himmel so nah
Sternschnuppen und Himmelskörper leuchten in
Sundern-Meinkenbracht besonders hell. Das Sternendorf
im Sauerland liegt idyllisch auf einem Hochplateau und
ist bei Tag und Nacht einen Besuch wert.
Die Infotafeln am Sternenweg
sind bewusst kurz und knapp,
aber dafür sehr informativ
gehalten.
Rinderhirte, Jagdhunde und
Drachen gibt es in Sundern-Meinkenbracht
zu sehen. Nicht unten im Dorf,
sondern oben am Abendhimmel. Eine
besondere Eigenschaft sorgt dafür,
dass die Sterne in dem 200-Seelen-
Dorf besonders gut zu erkennen sind.
© Wirth
BESUCH VON DER STERNWARTE
Der innerhalb von zwei Jahren entstandene Sternenweg
ist 3,6 km lang und weitestgehend barrierefrei. An zwölf
Stellen stehen jeweils zwei Tafeln, die ein Sternbild beschreiben.
Symbole verdeutlichen, zu welcher Jahreszeit
das Sternbild am besten zu sehen ist, und wie gut
es dann zu erkennen ist. Finden lässt sich die jeweilige
Sternenkonstellation mit einer einfachen Handtechnik,
die auf den Schildern erklärt ist. Ein kleines Männchen
auf den Tafeln erklärt Kindern beispielsweise, wie sie
ohne Kompass Norden finden, oder warum Sterne nicht
immer gelb, sondern auch in anderen Farben leuchten
wie bläulich oder rötlich. "Am besten geht man den Weg
erst bei Tageslicht, um die Informationen zu lesen. Und
abends kann man dann von den Liegebänken aus die
Sternbilder anschauen", rät Angelika Gliesche. Wichtige
Voraussetzung für abends: Der Himmel muss klar sein.
Den Start und das Ziel des Rundwegs teilt sich der Sternenweg
mit dem Planetenweg. Hier werden auf 5,6 km
Länge alle Himmelskörper als Modelle im Maßstab
1 : 2 000.000 000 dargestellt, ebenso wie deren Entfernung
zueinander. Auch hier erhalten Spaziergänger interessante
Informationen rund um das Sonnensystem.
Immer mal wieder nehmen Astronomen Kontakt mit
den Ansprechpartnern des Sternendorfs auf, um von
Meinkenbracht aus in den Abendhimmel zu schauen.
Vor ein paar Wochen waren es beispielsweise Sternengucker
von der Sternwarte in Soest im Sauerland. Dabei
durften auch die Bewohner einen Blick durch die Teleskope
werfen.
Der Start und das Ziel des Sternen- und Planetenwegs
befinden sich in Meinkenbracht
am Wanderparkplatz Romecke. Dieser ist vom
Ort aus mit blauen Schildern gekennzeichnet.
Er liegt unmittelbar hinter dem Spielplatz.
Adresse fürs Navi: Zur Rohmke,
59846 Sundern-Meinkenbracht
© Dorda
Zwei große Holzbänke stehen auf dem Spielplatz
in Sundern-Meinkenbracht. Nichts Ungewöhnliches.
Doch diese Bänke lassen sich
drehen und sogar nach hinten kippen. "Hier
liegen wir abends gerne und schauen in die
Sterne", erzählen Angelika und Udo Gliesche,
beide 56 Jahre alt. "Im Sommer haben wir in
einer Nacht mal Sternschnuppen beobachtet
und bei 45 aufgehört zu zählen", schwärmt
die Hobby-Astronomin.
"SAUBERE" LUFT
Dass die Sterne in dem 200 Einwohner zählenden Ort im
Hochsauerlandkreis so hell leuchten, hat einen Grund:
"Wir haben hier wenig Lichtverschmutzung", sagt Udo
Gliesche. Es gibt nur wenige Häuser, keine Leuchtreklame,
keine Industrie und auch keine größeren Städte
in der Nähe, die hell leuchten. "Urlauber hatten uns auf
dieses Phänomen hingewiesen", erinnert sich Angelika
Gliesche. Das ist rund zehn Jahre her.
In einer Bürgerversammlung sprachen die Meinkenbrachter
seinerzeit über diese Beobachtung. Sie entschieden
deshalb im Jahr 2016, "ihren" Sternenhimmel
auch anderen Interessierten näher zu bringen. Die Idee
eines Sternendorfes war geboren. Viele Bewohner aus
dem Dorf packten mit an, so auch Angelika Gliesche.
Bei ihrem Mann kam die Begeisterung für die Sterne
erst später.
Es entstand unter anderem ein Sternenweg. Dafür
wurden Ideen gesammelt und in kleinen Projektgruppen
umgesetzt. Einige Bewohner waren für die
Finanzen zuständig. Meinkenbracht bekam aus dem
EU-Förderprogramm für ländliche Räume 11.600 € für
das Projekt. Eine weitere Gruppe kümmerte sich um
EIN TELESKOP FÜRS DORF
"Es ist schon beeindruckend, wenn man die Krater auf
dem Mond, die Saturnringe oder die Monde des Jupiter
erkennen kann", sagt Udo Gliesche, der anfangs noch
wenig Interesse an den Sternen hatte. Erst, nachdem
das Dorf sich ein Teleskop angeschafft hatte, wuchs
seine Begeisterung für den Sternenhimmel. "Wir haben
uns daraufhin das gleiche Teleskop gebraucht zugelegt
und fahren nun regelmäßig abends zum Sternenweg",
erzählt er. Dort seien die Sterne noch besser zu sehen
als vom eigenen Garten aus.
Dass Sundern-Meinkenbracht ein Eldorado für Hobby-
Astronomen ist, hat sich inzwischen herumgesprochen.
Alleine ist deshalb kein Spaziergänger. "Bei klarer Sicht
trifft man abends oder auch nachts eigentlich immer
Leute, die die Sterne beobachten", verrät Angelika
Gliesche.
Das Projekt "Sternendorf" machte Angelika und
Udo Gliesche zu Hobby-Astronomen.
Text: Mareike Dorda
44
45
44 LandLeben
Gesundheit
Was gibt es heute bei Ihnen zu Essen? Ein
klassisches Menü aus Fleisch, Kartoffeln und
Gemüse, Spaghetti Bolognese oder vielleicht
eine vegetarische Bowl? Und wer kommt überhaupt
zum Essen? Fakt ist: Essen nimmt eine
zentrale Rolle in unserem Leben ein, gestern
wie heute. Gewandelt haben sich jedoch die
Einstellungen zum Essen, die Gestaltung der
Mahlzeiten sowie die Auswahl und Zubereitung
der Lebensmittel. Und der Wandel geht
weiter.
Wie sich diese Veränderungen zeigen und wie die Zukunft
aussehen könnte, verdeutlicht ein aktuelles Forschungsprojekt,
das die Heinz Lohmann Stiftung in Auftrag gegeben
hat. Der erste Teil des Projekts ist die Studie „Essen in
Deutschland: Wünsche und Wirklichkeit – Gestern. Heute.
Morgen“, die von der Marktforschungsagentur rheingold
salon durchgeführt wurde. Die Ergebnisse stellte Diplom-
Psychologe Jens Lönneker, Geschäftsführer rheingold
salon, auf dem 10. Ernährungssymposium der Heinz
Lohmann Stiftung Anfang September in Hamburg vor.
Gemeinschaft und Geselligkeit
beim Essen werden voraussichtlich
auch in Zukunft
einen hohen Stellenwert
haben. Das kann die Mahlzeit
mit der Familie, aber ebenso
mit Freunden oder
Kollegen sein.
Wie sich Essen verändert
Qualität, Gesundheit, Bequemlichkeit oder Gemeinschaft – was ist den
Deutschen beim Essen wichtig und wie hat sich die Einstellung seit 2006
verändert? Informationen dazu liefert eine aktuelle Untersuchung.
DIE BEDEUTUNG VON ESSEN
Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass in der Nachkriegszeit
beim Essen die Gemeinschaft im Mittelpunkt
stand. Was romantisch klingt, hatte aber auch Nachteile.
Über die Gemeinschaft, meist die Familie, wurde klar
bestimmt, was, wie und wann man isst, beschreibt Jens
Lönneker. Diese strikten Vorgaben wurden vielen Menschen
später zu eng. Sie wollten individueller und mit
mehr Vielfalt essen und trinken. Möglich wurde das auf
Basis einer „paradiesischen Vollversorgung“, wie Lönneker
es beschreibt. Mit dem beginnenden Wirtschaftswunder
erlebten die Menschen eine reichhaltigere und
permanent verfügbare Fülle an Lebensmitteln.
KEHRSEITE DES ÜBERFLUSSES
Seit einigen Jahren werden jedoch zunehmend die
Kehrseiten des „immer gedeckten Tischs“ deutlich:
„Übergewicht, gesundheitliche Probleme, aber auch zu
viel ,Ego‘ und soziale Kälte durch den Verlust von sozial
einbindenden Ritualen rund um Essen und Trinken“,
zählt Jens Lönneker auf. Außerdem wirke sich die Überfülle
zerstörerisch auf Klima, Umwelt und Tierwohl aus.
Angesichts dieser Kehrseiten habe sich in der Gegenwart
das Gefühl durchgesetzt, dass es so nicht weitergehen
kann. 73 % der Befragten sind davon überzeugt, dass es
in Zukunft wichtiger wird, maßvoll zu essen. Gleichzeitig
falle es den Menschen aber schwer, auf die angenehme
Fülle zu verzichten. Das Dilemma zwischen Übermaß
und schlechtem Gewissen hat viele Ratgeber und vermeintliche
Experten auf den Plan gerufen, die verschiedenste
Empfehlungen geben. Extreme Ernährungsmuster,
wie Veganismus oder eine Ernährung mit dem Ziel,
den Körper zu perfektionieren, sind heute verbreitet.
Viele Menschen versuchen, solchen Idealen zumindest
ein Stück weit gerecht zu werden. Ein gutes Beispiel dafür
ist der „Flexitarier“, der zwar seinen Fleischkonsum
reduziert, aber nicht vegan lebt.
FOKUS AUF GESUNDHEIT
Aber auch abseits extremer Idealvorstellungen rücken
gesundheitliche Aspekte von Essen und Trinken mehr in
den Fokus. 87 % der Befragten wünschen sich für die Zukunft
bessere Möglichkeiten, über die Ernährung gesund
und gut in Form zu bleiben. Im Vordergrund stehen
dabei Aspekte wie Body Shaping, Achtsamkeit und ein
langes und erfülltes Leben. Mitunter sind die Ziele sehr
ambitioniert und werden von Einzelnen zugespitzt auf
das Ziel der Unsterblichkeit. Dabei geht es nicht mehr um
lustorientiertes Essen. Proteine, Vitamine und Mineralien
werden in Form von Pillen und Kapseln konsumiert.
Populär sind beispielsweise der Ratgeber „How not to
die“ (Wie man nicht stirbt) oder die Netflix-Serie „Don’t
die“ (Stirb nicht). Sie zeigen eine vermeintlich ideale
Ernährungsweise auf, mit der es gelingen soll, jünger zu
werden. Das spiegelt jedoch nicht die Mehrheit der Bevölkerung
wider. 85 % der Befragten sehnen sich nach einem
entspannteren Verhältnis zum Essen und Trinken.
ESSEN 2006 VERSUS 2025
In einem zweiten Untersuchungsteil verglichen Forscher
des Instituts für Ernährungspsychologie der Georg-
August-Universität Göttingen die Einstellungen der
Deutschen zu Lebensmitteln und Kaufverhalten in den
Jahren 2006 und 2025. Grundlage dafür war die Studie
„Zukunft der Ernährung“ aus dem Jahr 2006. Dabei wurden
gut 1000 Personen zu bestimmten zukunftsrelevanten
Aspekten der Ernährung befragt. Ein Update dieser
Befragung erfolgte Anfang 2025. Die Ergebnisse des
Vergleichs stellte PD Dr. Thomas Ellrott, Leiter des Instituts
für Ernährungspsychologie, auf dem Ernährungssymposium
vor. Auffällige Veränderungen gab es bei der
Einstellung zu Lebensmitteln mit Zusatznutzen. 2006 lag
der Fokus darauf, den Cholesterinspiegel zu senken und
die Abwehrkräfte zu stärken. Heute ist die Palette der
Zusatznutzen viel breiter. Immer beliebter werden High-
Protein-Produkte zum Muskelaufbau und Body-Shaping
sowie probiotische Milchprodukte zur Verbesserung der
Darmgesundheit. Als Lebensmittel mit Zusatznutzen gelten
auch sogenannte „Free-From-Produkte“ wie laktosefreie
und glutenfreie Lebensmittel. Der Markt für diese
Produkte ist seit 2006 stark gewachsen. Weitere Ergebnisse
der Studie sind im Kasten links aufgeführt.
BLICK IN DIE ZUKUNFT
Kaum geändert haben sich die Zukunftsprognosen. In
beiden Befragungen stimmten etwa zwei Drittel folgender
Aussage zu: „In den nächsten 20 Jahren werden das
Esserlebnis, der Genuss und das gemeinsame Essen
einen hohen Stellenwert haben. Essen ist als Teil der
Lebensqualität wiederentdeckt worden.“ Essen ist und
bleibt also mehr als Gesundheit. Es ist zugleich Lebensqualität,
Gemeinschaft, Lifestyle und Haltung.
Text: Ursula Wulfekotte
WANDEL IN ZWEI JAHRZEHNTEN
Halbfertig- und Fertigprodukten: Der Markt für
diese Produkte hat zugenommen, ebenso wie die
Nachfrage. Gründe dafür sind die veränderten
Lebensbedingungen mit mehr Singlehaushalten, zunehmend
entstrukturierteren Tagesabläufen sowie
flexibleren Essenszeiten und -gelegenheiten. Gleichzeitig
hat sich das Image dieser Produkte verbessert.
Die Fertigkeiten der Verbraucher, aus Grundzutaten
schnell und einfach eine gesunde Mahlzeit herzustellen,
haben abgenommen.
Gesunde Ernährung: 2006 wurde Nahrungsfett als
Hauptursache von Übergewicht angesehen. Heute
gelten Kohlenhydrate zunehmend als Dickmacher.
Das hat zu extremen Ernährungstrends, wie „low
carb“ oder „keto“ geführt.
Regionale und Bioprodukte: Die Einstellung dazu
hat sich seit 2006 kaum verändert. Nach wie vor halten
etwa 70 % der Befragten regionale Lebensmittel
im Vergleich zu weltweit importierten für gesünder.
Von Bioprodukten erwartet die Hälfte der Befragten
einen gesundheitlichen Vorteil.
Sonderangebote: Die Verbraucher sind preisbewusster
geworden. Seltener als 2006 kaufen sie heute
Lebensmittel nur wegen des Geschmacks und vernachlässigen
dabei den Preis. Lebensmittel landen
heute häufiger nur deshalb im Einkaufskorb, weil
sie im Angebot sind.
Einkaufsmotive: Wichtiger geworden sind seit dem
Jahr 2006 Qualität, niedriger Preis, Angebotsvielfalt,
Bioprodukte, passend abgepackte Mengen und
Markenprodukte. Deutlich an Bedeutung verloren
haben die Frischetheke mit Bedienung, übersichtliche
Regale und kundiges Fachpersonal.
46
47
46 LandLeben
Geschenkidee
zu Weihnachten
Verschenken Sie das Magazin
für ein Jahr
und erhalten Sie als Prämie
zwei moderne Porzellan becher mit Silikonbanderole.
Wintermomente mit Herz,
Genuss und Bewegung
Entdeckungen zwischen Kultur, Natur
und gelebter Heimatliebe.
Bestellungen auch online unter:
www.derdom.de/abos-uebersicht
Der Winter im Sauerland zeigt sich facettenreich:
von lebendiger Geschichte bis zu stillen
Naturmomenten. Im Sauerland-Museum
Arnsberg lädt eine Jubiläumsausstellung dazu
ein, Demokratie hautnah zu erleben – mit
Objekten, die Vergangenheit und Gegenwart
verbinden.
Draußen, in der klaren Winterluft, warten
verschneite Wanderwege mit urigen Hütten,
während Hofläden und Direktvermarkter
regionale Genüsse bieten, die Körper und
Seele wärmen. Auch Bad Sassendorf verzaubert:
Das Heilbad verbindet Tradition und
Erholung – wo einst Salz Wohlstand brachte,
schenkt es heute Entspannung im warmen
Thermalwasser.
Sportlich geht es in der Wintersport-Arena
zu, wo Kinder und Jugendliche ihre ersten
Schwünge wagen und das Skiliftkarussell
Winterberg mit moderner Technik und nachhaltigen
Konzepten überzeugt. Ob Kultur,
Genuss oder Bewegung – überall spürt man
die Leidenschaft für das, was Heimat ausmacht:
Gemeinschaft, Natürlichkeit und das
bewusste Erleben des Augenblicks.
Und wer wissen möchte, wie das Sauerland
Geschichte lebendig macht, wo man am
besten einkehrt, den Winter genießt oder
nachhaltigen Schneespaß erlebt – der findet
auf den nächsten Seiten viele Geschichten
voller Herz, Heimat und Inspiration.
Text: Ralf Hermann
Fotos © Sauerland-Tourismus e.V.- Klaus-Peter Kappest
Oder per Telefon: 0 52 51 / 1 53 - 2 04 49
48
49
Ausflugsziele
Lässig. Lecker. Liebenswert.
Wandern mit
Hütteneinkehr
Wintermomente im Sauerland erleben.
Wenn Schnee die Landschaft in ein glitzerndes
Kleid hüllt, die klare Luft nach Winter riecht
und die Tage kurz und gemütlich werden,
zeigt sich das Sauerland von seiner besonders
stimmungsvollen Seite. Denn jetzt ist
die perfekte Zeit, um auf verschneiten Pfaden
und aussichtsreichen Wegen durch Wälder
und Hochheiden zu wandern. Doch so richtig
vollkommen wird das Erlebnis erst mit einer
Einkehr in eine der urigen Hütten entlang der
Strecke. Hier trifft rustikaler Charme auf
herzliche Gastfreundschaft – und nach einer
langen Tour locken knisternde Kaminöfen,
deftige Spezialitäten und eine entspannte
Atmosphäre zum Verweilen. Wir haben einige
Vorschläge für euch herausgesucht.
Hier is(s)t man bayrisch
Täglich geöffnet ab 10 Uhr
Auch in Lippstadt
Dein Platz an der Sonne.
HOHELEYER HÜTTE AM ROTHAARSTEIG
Direkt am „Weg der Sinne“ liegt die Hoheleyer Hütte
– ein beliebter Treffpunkt für Wandernde, die am Rothaarsteig
unterwegs sind. Auf dem Rothaarkamm gelegen
bietet sie nicht nur eine herrliche Aussicht über die
verschneiten Wälder, sondern auch regionale Küche mit
hausgemachten Gerichten. Ob eine wärmende Suppe,
ein frisch gezapftes Bier oder ein Stück Kuchen – die
Hoheleyer Hütte ist der ideale Ort, um Kraft zu tanken
und den Winterblick schweifen zu lassen.
Dorf-Alm Willingen Dorf-Alm Winterberg
Briloner Str. 44 Am Waltenberg 35
34508 Willingen 59955 Winterberg
T 05632 966190 T 02981 929592
www.dorf-alm.de
Warme Küche: täglich 11-22 Uhr
Infos zu Aktionen und Events:
www.dorf-alm.de
© Ferienwelt Winterberg
HOCHHEIDE HÜTTE BEI NIEDERSFELD
Mitten in der einzigartigen Hochheide bei Niedersfeld
liegt die Hochheide Hütte. Besonders im Winter, wenn
sich die Landschaft in frostiger Stille präsentiert und
Schneewehen über die Heide ziehen, entfaltet dieser
Ort seine Magie. Die Hütte empfängt ihre Gäste mit
einer gemütlichen Stube, herzhaften Mahlzeiten und
einer Sonnenterrasse, die selbst an klaren Wintertagen
einlädt. Wer die Schönheit der Natur intensiv erleben
möchte, findet hier die perfekte Kombination aus
Ursprünglichkeit und Komfort.
Frühstücks-Restaurant
Täglich von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Am Waltenberg 33
www.marktalm.de
50
51
50 Sauerland
© Sauerland-Wanderdörfer - Klaus-Peter Kappest
WINTERLICHE EINKEHRMOMENTE
Wandern im Sauerland bedeutet nicht nur Bewegung
und Naturgenuss – es ist auch ein Eintauchen in die
regionale Kultur und Lebensart. Die Hütten entlang der
Wege sind Orte, wo Einheimische und Gäste gleichermaßen
zusammenkommen. Gerade im Winter, wenn
draußen der Wind weht und die Kälte in die Glieder
fährt, schenken sie Wärme, Geborgenheit und die nötige
Stärkung für den nächsten Abschnitt der Tour.
So wird „Wandern mit Hütteneinkehr“ im Sauerland zu
einer Erfahrung, die in Erinnerung bleibt: Naturerlebnis,
Genuss und Gastfreundschaft in einer harmonischen
Einheit.
Text: Sauerland-Tourismus e.V.
Lektorat & Bearbeitung: Ralf Hermann
werbstatt.info
SCHWEDENHÜTTE IN ALTASTENBERG
Die Schwedenhütte oberhalb von Altastenberg
strahlt mit ihrem rustikalen Holzcharme
eine ganz besondere Gemütlichkeit aus. Nach
einem langen Anstieg schmecken süße Leckereien
oder herzhafte Gerichte als Belohnung
gleich doppelt so gut. Wandergruppen wie
auch Familien schätzen die urige Atmosphäre,
die an eine verschneite Berghütte in Skandinavien
erinnert – und gleichzeitig fest im Sauerland
verwurzelt ist.
GRAF STOLBERG HÜTTE
BEI WILLINGEN
Unweit des Ettelsbergs und des Skywalks
an der Mühlenkopfschanze thront die Graf
Stolberg Hütte, die für ihre Panoramalage
und die ausgezeichnete Küche bekannt
ist. Wandernde genießen hier nicht nur
regionale Spezialitäten, sondern auch einen
grandiosen Blick über das winterliche Willinger
Upland und die schwingende Landschaft.
Besonders nach einer Tour durch
verschneite Wälder ist die Einkehr ein Highlight,
das Körper und Seele gleichermaßen
stärkt.
Der direkt am Land- und Kurhotel Tommes
gelegene Heilstollen „Brandholz“ wird seit
über 20 Jahren therapeutisch genutzt. Er ist ein
Begriff für Gesundheit und Wohlbefinden
geworden. Atmen Sie mal wieder richtig
durch und tanken neue Energie.
Nordenauer Heilstollenkur –
Höhlentherapie im Sauerland
8 Tage, ganzjährig, individuell verlängerbar
• 7 ÜN inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet
• Ein saisonales Schlemmer-Buffet
• Ein Begrüßungscocktail
• 6 x Genießer-Drei-Gang-Halbpension
• Ausführliche ärztliche Beratung und eingehender
ärztlicher Check-Up, beinhaltend
die Laboruntersuchung der relevanten Blutparameter
im Umfang einer Klinikaufnahme
(vollst. Blutstatus & -fette, Leber- & Nierenwerte,
Elektrolyte usw.). Bei Indikation EKG
• Notfallversorgung, Psychologische Beratung
• Ohrakupunktur
• Gesprächsrunden zu verschiedenen
Gesundheitsthemen
• 3 x Autogenes Training
• 2 x Massage (30 Min.)
• Nutzung der Finnischen Sauna & Fitnessraum
• Freier Eintritt i. d. Schieferstollen Nordenau
Preis pro Person im DZ ab 795,– €
im EZ ab 900,– €
Geöffnet: ganzjähr. tägl. 8.00 – 17.30 Uhr
Eintritt ab 7,50 €, mit SauerlandCard 7,00 €
52 Sauerland
Land- & Kurhotel Tommes, Inh. Torsten Tommes e.K.
Heilstollenweg 9, 57392 Nordenau 53
www.heilstollen-nordenau.de
Hofläden und Direktvermarkter
Regional
genießen und
sich etwas
Gutes tun
Wenn’s draußen kalt wird,
wärmt echter Genuss von innen
Wenn draußen der Frost die Wiesen und
Wälder glitzern lässt, der Atem kleine Wolken
in die klare Winterluft malt und drinnen das
Kaminfeuer knistert, beginnt im Sauerland
die Zeit der Gemütlichkeit in den eigenen vier
Wänden. Denn jetzt heißt es: runterkommen,
durchatmen, entschleunigen. Besonders die
Wintermonate laden ein, es sich zu Hause
schön zu machen, mit Freunden zu kochen,
gute Gespräche zu führen – und dabei vor
allem bewusst zu genießen.
54
55
54 Sauerland
Möbelkreis – weil Ihr Zuhause
das Beste verdient!
Jetzt Planungstermin mit unseren Küchen-,
Objekt- und Einrichtungsprofis vereinbaren.
Möbelkreis Waldeck GmbH & Co. Ausstattungshaus KG
Sachsenhäuser Str. 18 · 34497 KB-Meineringhausen
Di-Fr 9 - 18 Uhr, Sa 9 - 17 Uhr, Mo geschlossen
Und das gelingt
besonders,
wenn die
Zutaten direkt aus
der Region stammen. Denn
in den Hofläden und bei den Direktvermarktern des
Sauerlands steckt mehr als nur Qualität: Hier begegnen
sich Menschen, die mit Leidenschaft und Verantwortung
arbeiten und für ihre Produkte brennen. Ob Brot
aus dem Steinofen, Käse aus der Dorfkäserei, Fleisch
vom Hof um die Ecke oder Honig aus der Nachbarschaft
und hausgemachte Marmelade aus den sommerlichen
Beeren und Früchten – jedes Produkt, ist etwas ganz Besonderes.
Wer hier einkauft, weiß, woher seine Lebensmittel
kommen, stärkt die Region.
Winterzeit ist Wohlfühlzeit – und das spürt man besonders
in der Küche. Die Saison bringt viele Schätze
hervor, die nach Wärme und Geborgenheit schmecken:
Wurzelgemüse, Äpfel aus regionalem Anbau, heimische
Kräuter und würzige Spezialitäten vom Hof. Ein wärmender
Eintopf, ein Wildgericht oder süße Leckereien
aus Sauerländer Obst machen den Winter zum Genuss.
Dabei steht nicht Perfektion im Vordergrund, sondern
das bewusste Zubereiten mit dem, was die Region
bietet. Wer mit saisonalen Produkten kocht, ernährt
sich gesünder, vermeidet unnötige Transportwege und
erlebt, wie sich Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich
in den Alltag integrieren lässt.
Regionalität im Winter bedeutet aber nicht nur guten
Geschmack, sondern ist auch ein echtes Bekenntnis
zur Heimat. Jeder Einkauf bei den Direktvermarktern
unterstützt die Menschen, die mit Leidenschaft für ihre
Produkte stehen und sorgt dafür, dass das Sauerland
seine Vielfalt behält. Kurze Wege, frische Waren und
persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen – und ein
Bewusstsein dafür, wie wertvoll das Einfache sein kann.
So wird die kalte Jahreszeit zur Einladung, sich etwas
Gutes zu tun: bei einem Spaziergang durch verschneite
Landschaften, bei einer Tasse Kräutertee vom Hofladen
oder beim gemütlichen Abendessen mit Familie und
Freunden.
So wird der Winter im Sauerland zu einer Zeit zum
Ankommen, Genießen und Dankbarsein – besonders
für die kleinen Dinge und Besonderheiten. Denn echter
Wohlfühlgenuss beginnt dort, wo Nachhaltigkeit und
Regionalität Hand in Hand gehen – nämlich bei uns im
Sauerland.
Text: Sauerland-Tourismus e.V.
Lektorat & Bearbeitung: Ralf Hermann
Fotos: Klaus-Peter Kappest
Exklusives Ambiente durch maßgeschneiderte
Hotel- und Objektmöbel · www.hotelundobjekt.de
56
57
56 Sauerland
Sauerland-Museum
Anzeige
Mit Herz, Hand und Verstand –
Demokratie zum Anfassen im
Sauerland-Museum
Neue Ausstellung zum 100. Geburtstag des Sauerland-Museums Arnsberg.
FRISCHE KOMMT
SELTEN ALLEIN.
Leidenschaft ist, was uns verbindet.
Frisches VELTINS.
Zum 100. Geburtstag des Sauerland-Museums
und zum 50. Geburtstag des HSK lädt eine
neue Ausstellung ein, Geschichte und Gegenwart
demokratischen Lebens im Sauerland zu
entdecken. Die Besucherinnen und Besucher
erfahren, wie Verwaltung, Bürgerinitiativen und
gesellschaftliche Bewegungen das Sauerland
prägten – etwa bei der kommunalen Neugliederung
1975 oder Protestaktionen wie „Stop Koop“
und den Wahlkampfschlach ten um die Mülldeponie
ORFA. Auch aktuelle Fragen, wie soziale
Medien das Wahlverhalten beeinflussen, finden
Platz. Interaktive Themeninseln zeigen, wie sich
Lebensbedingungen und politische Teilhabe in
den letzten 100 Jahren verändert haben.
OBJEKTE MIT GESCHICHTE UND GEFÜHL
Zu den Highlights zählen eine große Murmelbahn,
die spielerisch Verwaltungshandeln erklärt, die Telefonanlage
des Krisenstabs der 1980er Jahre und eine
historische Fahne des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold.
Alltagsgegenstände wie eine Seifenkiste aus Brilon, ein
Kirchenschweizer-Gewand oder ein Hochzeitskleid aus
den 1920ern wecken Erinnerungen – und zeigen zugleich
gesellschaftlichen Wandel, etwa in der Rolle der Frau.
EIN MUSEUM FÜR ALLE GENERATIONEN
Familien erwartet eine Stempelrallye, während Schulen
mit maßgeschneiderten Vermittlungsprogrammen
Demokratie aktiv erforschen können. Ergänzt wird die
Ausstellung durch Vorträge, Workshops – etwa ein
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
– und eine spektakuläre „Live
Hacking Show“. Museumsleiter Dr. Oliver
Schmidt betont: „Demokratie bedeutet Freiheit
und Mitgestaltung – sie soll inspirieren,
Spaß machen und den Menschen etwas
bringen.“
Weitere Informationen und Termine unter
www.sauerland-museum.de.
Text: Ralf Hermann
Fotos: Alexandra Zander
58
59
58 Sauerland
24809FS2503
Wintersport im Sauerland
Anzeige
Wo der
Winter zu Hause ist
Wintersport-Arena bietet fantastische Angebote für die junge Generation.
Wenn Kinder
Wie die Wintersport-Arena Sauerland den Nachwuchs aufs Brett bringt.
Frischer Schnee, rote Wangen, leuchtende
Augen – solche Momente machen Wintersport
magisch. Damit Kinder diese Faszination nicht
nur auf Bildern erleben, bringt die Wintersport-
Arena Sauerland junge Menschen wieder auf
die Bretter. Denn während Skifahren früher
selbstverständlich zum Schulleben gehörte,
sind gemeinsame Schneetage heute selten.
Mit Angeboten wie den „10 Skitagen für Schulklassen“
schenkt die Region Kindern ein
unvergessliches Erlebnis: kompletter Skitag
inklusive Ausrüstung, Liftkarten und
Unterricht – kostenlos und mit viel Herzblut
organisiert.
Wer einmal erlebt, wie Schüler stolz ihre erste Abfahrt
meistern, versteht, warum sich die Region so stark
engagiert. Es geht um weit mehr als Sport: Bewegung,
Gemeinschaft, Teamgeist – und das Gefühl, etwas Neues
zu schaffen. Denn Wintersport verbindet Generationen,
weckt Mut und schafft bleibende Erinnerungen.
die Piste erobern
MEHR ALS NUR EIN TAG IM SCHNEE
Auch jenseits der Aktionstage ist der Zugang zum Schneesport
leichter geworden. Programme wie Kids on Ski
ermöglichen Vorschulkindern erste Schwünge – mit
kostenfreier Ausrüstung und Skikurs, wenn Familien in
teilnehmenden Hotels übernachten. Schulklassen profitieren
werktags von Sondertarifen, und viele Skigebiete
bieten Einstiegs- und Komplettpakete, die Planung und
Organisation erleichtern. Lehrkräfte finden auf Online-
Portalen Checklisten, Unterrichtsbausteine und wertvolle
Tipps für sichere, gut organisierte Schneetage.
WINTERSPORT BEGEISTERT – UND BLEIBT
Wenn Kinder heute auf den Pisten der Skiwelt Winterberg
oder des Skigebietes Willingen lachen, wächst daraus
vielleicht die Begeisterung einer ganzen Generation. Die
Botschaft ist klar: Schneesport soll keine Frage des Geldes
sein, sondern ein Erlebnis für alle. Wer die Freude teilen
möchte, findet aktuelle Termine und Mitmach-Aktionen
online bei der Wintersport-Arena Sauerland – dem Herz
des Winters nördlich der Alpen.
Die Wintersport-Arena Sauerland macht Wintersport
erlebbar – unkompliziert, bezahlbar und
mit großem Engagement für Kinder und
Jugendliche. Zwischen 100 Liftanlagen, 300
Hektar Pisten und 300 Kilometern Loipen findet
jede Klasse ihr Winterabenteuer. Lehrkräfte,
Eltern und Vereine können aus zahlreichen
Programmen wählen, die Bewegung, Bildung
und Spaß verbinden.
GRATIS AUF DIE PISTE
Das Highlight sind die „10 Skitage für Schulklassen“:
komplette Ausstattung, Liftkarten und Unterricht – im
Wert von rund 2.500 Euro pro Klasse. Eine der teilnehmenden
Gruppen ist stets einer Einrichtung für junge
Menschen mit Behinderung vorbehalten, die übrigen
werden über Social Media verlost. So erleben jedes Jahr
Hunderte Kinder unvergessliche Stunden im Schnee.
KLEINE STARTER, GROSSE FREUDE
Für die Jüngsten bietet Kids on Ski ein besonderes
Erlebnis: Vorschulkinder fahren gratis, wenn Familien in
Partnerhotels buchen. Auch Schulklassen profitieren von
günstigen Wochentarifen – etwa in Winterberg, Willingen
oder Bödefeld Hunau. Viele Skigebiete ermöglichen
flexible Buchungen und kindgerechte Lernprogramme.
Wer mehr will, plant eine mehrtägige Klassenfahrt, etwa
ins Hostel Erlebnisberg Kappe, wo Skipass, Ausrüstung
und Abendprogramm inklusive sind.
TALENTE VON MORGEN
Viele Skischulen und Vereine fördern gezielt den Nachwuchs.
Ermäßigte Kurse, Trainingspisten und Kooperationen
mit dem Westdeutschen Skiverband schaffen Raum
für Begeisterung und Talententwicklung. Unterstützt wird
das Ganze von der Plattform wintersportschule.de, die
Unterrichtsmaterial und Planungshilfen für Lehrkräfte
bereitstellt – damit der Wintersport bleibt, wo er hingehört:
mitten im Leben junger Menschen.
Infos
Alle Informationen zu den Wintersport-
Angeboten finden Interessierte auf der Webseite
www.wintersport-arena.de!
Text: Ralf Hermann
Fotos: Stephan Peters
Text und Fotos: Wintersport-Arena Sauerland
60
61
60 Sauerland
Skiliftkarussell Winterberg
Schneespaß mit Sicherheit:
Das Skiliftkarussell Winterberg
macht sich startklar für
die neue Saison
Verlässlicher Wintersport, moderne
Technik und besondere Momente
auf und neben der Piste: Das Skiliftkarussell
Winterberg bringt die
Region bestens gerüstet in den
Winter.
Die Vorfreude steigt: Wenn die Tage kürzer
werden und die Temperaturen sinken, rückt
die Wintersaison in greifbare Nähe.
Damit Gäste und Einheimische auch in diesem
Winter auf beste Bedingungen zählen können,
haben die Betreiber des Skiliftkarussells
Winterberg kräftig investiert. Neue Beschneiungsanlagen
sorgen für Schneesicherheit auf
bis zu sechs Pistenkilometern – und das unabhängig
vom Wetter. Die Allwetter-Technologie
macht es möglich, selbst dann Schnee zu
erzeugen, wenn die Natur mal eine Pause
einlegt. Sobald die Kälte zurückkehrt, werden
die klassischen Schneeerzeuger eingesetzt.
Ergebnis: ein verlässlicher Mix, der Wintersport
von Dezember bis mindestens März planbar
macht.
STARKER WINTERSPORTSTANDORT
TECHNIK TRIFFT NACHHALTIGKEIT
Heute gilt die Region mit Winterberg und seinen
Bemerkenswert ist, dass der Ausbau nicht nur die
Nachbardörfern als führendes Wintersportgebiet nördlich
Schneesicherheit verbessert, sondern auch in Sachen
der Alpen. Fast 80 Lifte, rund 50 Pistenkilometer
Nachhaltigkeit Maßstäbe setzt. So wurde die Abwärme
und ein Loipennetz von 150 Kilometern machen die
einer Anlage genutzt, um ein Multifunktionshaus
Ferienwelt Winterberg & Hallenberg zu einem echten
am Schneewittchenhang zu beheizen – ein Projekt,
Eldorado für Wintersportfans – vom alpinen Ski bis
das zeigt, wie Wintersport und Ressourcenschonung
zum Langlauf oder Biathlon. Herzstück ist das Skiliftkarussell
Hand in Hand gehen können. Auch die Pistenraupen
Winterberg mit 27,5 abwechslungsreichen
fahren inzwischen mit HVO, einem modernen Kraftstoff,
Pistenkilometern und 27 Liftanlagen.
der fast klimaneutral ist. Das große Ziel der
Text: Ralf Hermann
Ferienwelt Winterberg: Bis 2030 soll das die Region
Fotos: Skiliftkarussell Winterberg
komplett klimaneutral werden.
62
63
62 Sauerland
PISTENSPASS NACH FEIERABEND
Besonders beliebt – gerade bei Menschen aus der
Region – ist das Flutlichtfahren. Dienstags und freitags
öffnen die Lifte am Abend, sodass Wintersportler nach
der Arbeit noch ein paar Schwünge ziehen können. Die
Atmosphäre unterscheidet sich deutlich vom Trubel des
Tages: entspannter, sportlicher und häufig mit vielen
bekannten Gesichtern aus der Umgebung. Dazu kommt
ein weiterer Vorteil – die Wartezeiten an den Liften sind
meist deutlich kürzer. Wer Lust hat, das Wochenende
aktiv einzuläuten oder einfach einen Arbeitstag sportlich
ausklingen zu lassen, findet hier sein Highlight.
Und auch unter der Woche lohnt sich der Ausflug ins
Skiliftkarussell: Während viele Gäste nur am Wochenende
anreisen, haben Einheimische montags bis freitags
viel Platz auf den Pisten. Das schafft Raum für genussvolles
Carven und sportliches Fahren.
Infos
Das Skiliftkarussell Winterberg ist Teil der Skiwelt
Winterberg. Ein Ticket, fünf Skigebiete! Gäste genießen
maximale Freiheit. Die schönste Aussicht, die
beste Piste, die kürzesten Wartezeiten. Jeder findet
sein „Revier“. Der Skibus verbindet die Gebiete bequem
und für Ticketinhaber gratis. Mehr Pisten,
mehr Auswahl, mehr Erlebnis. 45 Pistenkilometer,
46 Lifte – das ist die neue Vielfalt der Skiwelt Winterberg.
Aus Liebe zur Heimat
geben wir alles!
Heimatliebe beschreibt das Lebensgefühl einer ganzen Region. Es vereint
das Dorf, die Stadt, zeigt Menschen, Vereine, Unternehmen: alle miteinander.
Ab sofort
4x
jährlich
Wir erzählen Geschichten mit Hingabe, Lust und Laune und präsentieren Heimat zeitgemäß
und lebenswert. Unser Print-Magazin erscheint viermal jährlich in regional zugeordneten
Ausgaben.
HOCHWERTIG
UND KREATIV!
Ihre Heimatliebe-Herausgeber
Sundern
Attendorn
Olpe
NRWArnsberg
Drolshagen
Wenden
Kirchhundem
Lennestadt
Finnentrop
Winterberg
Hallenberg
Medebach
Willingen
Diemelsee
www.heimatliebe-magazin.de
64
Regionen
Arnsberg . Sundern
Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden
Kirchhundem . Lennestadt . Finnentrop
Winterberg . Hallenberg . Medebach
Willingen . Diemelsee
Weil wir die schönen Dinge lieben. Sie auch?
Sprechen Sie uns doch einfach an!
NEUESTE PRODUKTEINBLICKE
freyprintmedia
freymedia
02722 9265-0 | www.freymedia.de
Auf
unsere
Natur.
Mit Felsquellwasser ® gebraut.