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Baublatt Magazin Dezember 2025

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www.baublatt.at

NR. 12 | 2025

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Takeuchi Kompakt-Raupenlader

Stabil, wendig und leistungsstark auf jedem Untergrund

10 | Wien

Der Hochwasserschutz

läuft auf Hochtouren

57 | Materialumschlag

Best-Practice Einsätze und

Aktuelles aus der Branche

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien

Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 13,00 € | Dezember 2025 | www.baublatt.at


CAT MATERIAL HANDLER

MH3032

Die Richtung stimmt

EDITORIAL

Für maximale Leistung entwickelt

Der Cat MH3032 ergänzt die nächste Generation der Cat-Umschlagbagger und bietet hohe Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit

beim Materialumschlag. Mit Greifern bis 1 150 Liter, 14 m Reichweite und 15 m Reichhöhe bewegt er große Materialmengen

schnell und präzise – ideal für enge Schrottplätze, Recyclinganlagen und Abbruchvorsortierung.

Der verstärkte Heavy-Duty-Unterwagen sorgt für maximale Stabilität; fünf Ausleger-Stiel-Kombinationen ermöglichen

eine optimale Anpassung an jede Aufgabe.

Dank der integrierten Cat Payload-Technologie kann der Fahrer das Gewicht jeder Ladung überwachen und die Gesamtproduktion

in Tonnen verfolgen, was die Bedienung vereinfacht, und die Produktivität optimiert. Zudem ist der MH3032

serienmäßig mit der Cat 2D e-Fence ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Arbeitsausrüstung innerhalb eines festgelegten

Arbeitsbereichs bleibt und die angehobene Fahrerkabine schützt.

zeppelin-cat.at

In bewegten Zeiten fällt es schwer, den

Blick nach vorne zu richten – und

dennoch gibt es Grund zur Zuversicht.

Die heimische Bauwirtschaft, seit Jahren

unter Druck, zeigt erste Signale einer

behutsamen, aber spürbaren Erholung.

Zwar bleibt 2025 für viele Betriebe

herausfordernd, doch die Prognosen für

2026 verheißen eine leichte Trendwende.

Steigende Baubewilligungen, ein sich

stabilisierender Wohnbau und

erste positive Impulse aus

dem Transportbetonmarkt

zeigen: Der Motor läuft

wieder an, wenn auch noch

auf niedriger Drehzahl.

Gleichzeitig erleben wir eine

Branche, die an ihre strukturellen

Grenzen stößt. Ob Bau,

Rohstoffe oder Recycling –

überall hören wir denselben

Ruf: Weniger Bürokratie,

mehr Praxisbezug. Effizienz

statt Doppelmühlen. Die

langen Genehmigungswege,

fragmentierten Zuständigkeiten

und redundanten Meldepflichten

bremsen nicht nur Investitionen, sondern

auch Innovationen. Es ist daher erfreulich,

dass Politik und Verwaltung nun ernsthaft

an Vereinfachungen arbeiten. Vom Entbürokratisierungspaket

über die AVG-

Novelle bis hin zur angekündigten

Überarbeitung des Abfallwirtschaftsgesetzes:

Viele Maßnahmen gehen in

die richtige Richtung. Doch entscheidend

wird sein, wie viel davon tatsächlich

im Alltag der Betriebe ankommt.

Unter anderem hat das vor kurzem

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

abgehaltene Bausymposium in der

Bauakademie BWZ OÖ in Steyregg

eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial

freigesetzt werden könnte, wenn Planung,

Regulierung und Ausführung wieder mehr

aus einem Guss gedacht werden. Modelle

wie der „Hamburg-Standard“ oder Projekte

wie „Bauen außerhalb der Norm“

beweisen, dass sich Kosten massiv reduzieren

lassen, ohne Sicherheit oder Qualität

aufs Spiel zu setzen. Und

auch die Überlegungen zu

neuen Gebäudeklassen,

effizienteren Prüfintervallen

oder integrierten Planungsmodellen

versprechen

dringend benötigte Entlastung.

Die Richtung stimmt –

jetzt braucht es Tempo.

Während wir auf politischer

Ebene auf Klarheit hoffen,

lohnt sich der Blick in die

Betriebe: Viele Unternehmen

beweisen täglich, wie innovativ,

lösungsorientiert und

resilient diese Branche ist.

Vom regionalen Rohstoffproduzenten bis

zum Generalplaner, vom Recyclingbetrieb

bis zum Baumaschinenhändler – überall

wird die Zukunft mit spürbarer Zuversicht

angepackt, oft trotz widriger Rahmenbedingungen.

Einen Eindruck davon vermittelt

auch die vor Ihnen liegende Ausgabe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine

anregende Lektüre, erholsame Feiertage

und einen guten Start in das neue

Baujahr!

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Kompakt-Raupenlader von

Takeuchi: stabil und wendig

Sie punkten mit ihrer Standsicherheit,

der hohen Nutzlast und ihrer Wendigkeit,

da sie auf kleinstem Raum drehen

können. Einen TL bringen weder

schlechtes Wetter noch schwierige

oder schlammige Bodenverhältnisse

aus der Ruhe. Durch die Gummiketten

haben die Kettenlader einen geringen

Bodendruck und gute Geländegängigkeit.

Die TLs überzeugen durch Zusatzhydraulik

mit High Flow, optimalen

Fahrkomfort durch Klimaanlage,

Heizung und Radio, beste Ausleuchtung

des Arbeitsumfeldes

durch LED-Scheinwerfer und eine

kippbare Kabine mit servicefreundlichem

Zugang zum Motor. Je nach

Modell haben die Kompakt-Raupenlader

Radial- oder Vertikal-Hub.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025

3



Software

Die Software Komplettlösung für

Nach drei intensiven Wettkampftagen wurden

in Salzburg die neuen Staatmeisterinnen und 48Staatsmeister der Berufe gekürt.

MATERIALUMSCHLAG-SPEZIAL

58 Zeppelin: Die Felbermayr Abfallwirtschaft

in Wels rüstet sich mit einem neuen

Cat MH3026 für kommende Aufgaben.

60 Fraunhofer Austria: Der erste intermodale

Container für Rundholz und Holzprodukte

ist eine Weltneuheit aus Österreich.

61 ÖBB: Das Terminal Wels ist auf dem Weg

zur modernen Logistikdrehscheibe.

62 Liebherr: In Ybbs an der Donau setzt die

Firma Schaufler mit einem Liebherr LH 26 M

Industry E weiter auf Nachhaltigkeit.

64 Terminal Peggau: Vor kurzem erfolgte der

Startschuss für die erste Etappe, um das

vorhandene Industrieareal neu zu entwickeln.

Erdbau

Sand und Kies

Entsorgung

Recycling

Transport

Beton

ErdProfi Kurzvideo

Perfekt mit ErdMobile zur wirklich

durchgängigen Digitalisierung

für alle Mitarbeiter!

65 Umweltpreis: Das EU -Projekt RecAL erhielt

den ÖGUT -Umweltpreis 2025.

MENSCHEN + SZENE 22 ÖGL: Steyr nutzt in der Kanalsanierung die

6 Aktuelles bei Rädlinger, Österreichische

Rohstoffbranche, Asfinag, Geel, Zeppelin

Österreich, Habau Group und Wienerberger.

PROJEKTE + PLANUNG

10 Wien: Als Folge des Extremwetterereignisses

im September 2024 werden für den

Hochwasserschutz die Rückhaltebecken

im Westen Wiens aufwendig ausgebaut.

14 Pumpspeicherkraftwerk: Die Energie AG

und die Hochkönig Bergbahnen realisieren ein

zukunftsweisendes Projekt im alpinen Raum.

15 Austrian Power Grid startete im November

im Rahmen des Projekts Netzverstärkung Ost

mit Baugrunderkundungen.

MASCHINEN + TECHNIK

18 Zeppelin: Die Weinviertler Firma Poyss und

Zeppelin feiern ein Doppel-Jubiläum, denn

das 100ste Cat Gerät wurde im Rahmen des

„100 Jahre Caterpillar“ Auftritts von Zeppelin

auf der bauma geordert.

Vorteile grabenloser Technologien.

24 Habau übernimmt von Kuhn Baumaschinen

weitere 15 Komatsu Geräte mit Ausrüstung

der Firma Baumaschinentechnik.

25 Prangl: In Amstetten errichtete Prangl eine

schlüsselfertige Modul-Wohnhausanlage.

26 Porr: Beim deutschen Tunnelbauprojekt ElbX,

einem Bestandteil des SuedLink-Ausbaus,

wurden bereits 50% des Tunnels vorgetrieben.

28 Sprengtechnik: Die Internationale Tagung für

Sprengtechnik stand im Zeichen aktueller

Themen und dem Wechsel an der Spitze des

Verbands der Sprengbefugten Österreichs.

32 Liebherr: Ein Liebherr R 901 aus dem Jahr

1968 mit rund 10 t Gewicht und kantigem

Design wurde liebevoll restauriert.

33 Handtmann Systemtechnik: Modulares

Batteriesystem für Off-Highway-Lösungen.

34 MWT: Mobile Radladerwaagen sorgen auch

bei rauen Einsätzen für maximale Effizienz.

36 Eisenwagen: Beim Aufbau des Fuhrparks

war für Michael Lanzinger in Leopoldsdorf

die Beratung und Betreuung durch die

Firma Eisenwagen eine wichtige Hilfe.

39 Vögele hat den ersten Mini-Fertiger der

Strich-5-Generation auf den Markt gebracht.

40 Tschann: Der Reinhaltungsverband Steyr

investierte in zwei Saugwagen Tatra 6x6/4

mit Aquastar-Aufbau von Kaiser.

42 Liebherr: Die Wildbach- und Lawinenverbauung

setzt auf Energiespeicher von

Liebherr, um die Baustelle im Großarl mit

Energie zu versorgen.

44 AM Baugeräte: Die traditionelle Innovationstour

rückt 2026 den konkreten Nutzen neuer

Technologien in den Fokus.

48 AustrianSkills: Bei den Wettkämpfen für die

Staatsmeister der Berufe wurden auch in den

Kategorien Betonbau, Hochbau sowie Landund

Baumaschinentechnik beeindruckende

Leistungen gezeigt.

4 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

50 Kuhn: Der neue Komatsu Kompaktradlader

WA170M-11 ist mit zwei unterschiedlichen

Hubgerüsten verfügbar.

51 Diadora Utility: Im neuen Sicherheitsschuh

Vortex steckt innovative Sport-Technologie.

52 Atlas Weyhausen feiert sein 55-jähriges

Bestehen am Standort Wildeshausen.

53 Doka: In der Produktion in Amstetten ist

der erste vollelektrische Lkw in Betrieb.

54 Plancraft: Die Prodach GmbH in Roppen

digitalisiert mit der Handwerker Software

ihre Abläufe von der Angebotserstellung

bis zur Zeiterfassung.

66 Kiesel: Mit einem neuen MHL340F MZS

investierte die Firma Störchle in Judenau

bereits in die dritte Fuchs Umschlagmaschine.

68 IBS: Minelli präsentierte mit dem M20E

das zweite Modell aus der Elektroreihe.

69 NÖ Umweltverbände starten eine

Kampagne gegen Lebensmittel im Restmüll.

70 Dobrowa: Ein neuer Atlas 270MH und der

Service der Firma Dobrowa überzeugten die

Profis von Schrott Schweiger in Lannach.

72 Baublatt.Österreich Test:

Renault Rafale Hyper Hybrid E-Tech 4X4

Mazda CX-60 3.3L E-Skyactive D AWD

VW Multivan ÜH eHybrid 180 KW 4Motion

03 Editorial

FUHRPARK

74 Literatur

STANDARDS

Katherl Software GmbH

Am Fürtherbach 9

4873 Frankenburg

Tel.: +43 7683 7090

E-Mail: office@katherl.at

ErdMobile Kurzvideo

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MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

ÖSTERREICHISCHE ROHSTOFFBRANCHE

Vier europäische Auszeichnungen

Die heimische Rohstoffbranche konnte am 26. November bei den Sustainable

Development Awards 2025 des europäischen Gesteinsverbands Aggregates

Europe in Brüssel gleich vier Auszeichnungen erzielen. Insgesamt wurden

66 Projekte aus 16 Ländern eingereicht – Österreich war mit sechs Projekten

vertreten. Auf europäischer Ebene punkten konnte das Kommunikationsprojekt

„BürgerBeirat Gartenau – Umweltmediation: Erfolgsrezept Dialog“

der Leube Zement GmbH mit Sitz in Salzburg. Ebenfalls aus Salzburg stammt

das in der Kategorie Umwelt prämierte Projekt „Saxicola rubetra – Ein neuer

Lebensraum für das Braunkehlchen“ der Lungauer Sand- und Kieswerk

Lassacher GmbH & Co KG. Gleich zweimal ausgezeichnet wurde das Forum

mineralische Rohstoffe. Geschäftsführerin Petra Gradischnig – im Bild mit

Antonis Antoniou Latouros (Präsident Aggregates Europe) – erhielt eine

Ehrung für ihre herausragenden fachlichen Leistungen in der europäischen

Zuschlagstoffindustrie sowie für ihr Engagement bei Aggregates Europe,

insbesondere als Leiterin der Task Force Biodiversität. Mehr Infos unter:

www.forumrohstoffe.at/nachhaltigkeitspreis2025

RÄDLINGER

Neu organisierte Vertriebsstruktur

Die Rädlinger Maschinenbau GmbH stellt ihren

Vertrieb auf 1:1-Teams um: Jedem Außendienstgebiet

ist ab sofort ein fester Ansprechpartner

im Innendienst zugeordnet.

Die fixen Zweierteams verkürzen Abstimmungen,

sorgen für klare Übergaben und

erhöhen die Erreichbarkeit für Kundenanfragen.

„Gute Kundenbetreuung ist schon

immer unsere Stärke – mit der neuen 1:1

Zuordnung verbessern wir uns hier weiter.

So kann unser Team noch enger mit unseren

Kunden und Partnern zusammenarbeiten“,

erklärt Geschäftsbereichsleiter

Thomas Wittmann. Für Österreich sind die

Ansprechpartner im Außendienst und

Innendienst Johannes Kordick und

René Baumgartl. www.raedlinger.de

ASFINAG

Verkehrssicherheitspreis für Kärntner HTL

Rasche und punktgenaue Informationen

zum Unfallgeschehen und dem laufenden

Rettungseinsatz in einem Autobahntunnel

zu bekommen, ist für Einsatzorganisationen

das Um und Auf. Mit einer von

den beiden Schülerinnen Alina Nessel

und Johanna Maier der Klagenfurter

HTL Mössingerstraße speziell trainierten

Künstlichen Intelligenz können Feuerwehren

und Rettung künftig einen

deutlich besseren Überblick über einen

derartigen Einsatz erhalten. Die Schülerinnen

entwickelten eine KI-gestützte

Objekterkennung, die speziell für

österreichische Einsatzfahrzeuge trainiert

wurde. Sobald ein Fahrzeug erkannt

wird, bestimmt das System dessen

genaue Position im Tunnel. Die

Foto: Aggregates Europe/Julie de Bellaing

gesammelten Daten fließen in eine

Weboberfläche, auf der Rettungskräfte

live verfolgen können, wo sich die

Fahrzeuge befinden. Der Rettungseinsatz

läuft dadurch effizienter ab – und das

kann Leben retten. Die Idee zum Projekt

„LiveSaferOverview“ kam einer der

Schülerinnen aufgrund eigener Erfahrungen

als Rettungssanitäterin. Für diese

Entwicklung, die gemeinsam mit der

Asfinag im „Testtunnel“ Trettnig auf der

A 2 Südautobahn umgesetzt wurde,

erhielten die Schülerinnen nun den vom

Kuratorium für Verkehrssicherheit

ausgelobten Verkehrssicherheitspreis

Aquila in der Kategorie „Mittelschulen

und Höhere Schulen“.

www.asfinag.at

ZEPPELIN ÖSTERREICH

Geschäftsführer Michael Härtel übergibt den Scheck an Lisa Huto,

Leiterin des Fundraising-Teams der St. Anna Kinderkrebsforschung.

GEEL

Jubiläumsfeier 25 Jahre Geel

2026 feiert Geel 25 Jahre Innovation,

Partnerschaft und Qualität.

Was im Jahr 2001 als 1-Mann-

Betrieb mit einer klaren Vision

startete, entwickelte sich zu einem

europaweit geschätzten Spezialisten

für Schnellwechselsysteme,

Tilttechnologie und Anbaugeräte.

Von Beginn an setzte Firmengründer

Gerhard Ellmauer auf

Praxisnähe: Entwicklung fand

direkt am Einsatzort statt – durch

Zuhören, Mitdenken und Weiterentwickeln.

So entstand das erste

hydraulische Schnellwechselsystem

und der Grundstein für ein

vielfältiges Produktportfolio.

Heute bietet Geel ein breites

Sortiment von Schnellwechslern

über Tiltantriebe und Tiltrotatoren

bis zu Löffeln, Greifern und

Sonderlösungen. Produziert wird

im Werk Oberhofen, wo Montage

und Spezialanfertigungen entstehen,

sowie in Nitra, wo robuste

Stahlbauten gefertigt wird. Diese

Struktur steht für Flexibilität,

Qualität und Kundennähe. Ein

Highlight im Jubiläumsjahr ist die

große Feier mit einem Tag der

offenen Tür am 29. Mai 2026 im

Werk Oberhofen – mit Live-

Demonstrationen, Werksrundgängen,

Produktneuheiten, Special

Guests und weiteren Attraktionen.

www.geel.at

Unterstützung für die

St. Anna Kinderkrebsforschung

Die Zeppelin Österreich GmbH zeigt seit vielen Jahren ein

starkes und konsequentes soziales Engagement und gilt als

treue Unterstützerin der St. Anna Kinderkrebsforschung. Was

einst als einzelner Beitrag begann, hat sich über die Jahre zu

einer wertvollen, beständigen Partnerschaft entwickelt, die

den wissenschaftlichen Fortschritt und damit die Heilungschancen

krebskranker Kinder maßgeblich mitträgt. Traditionell

überreicht das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit einen

Spendenscheck an die Spendenverantwortliche des Instituts.

Die Leiterin des Fundraising-Teams der St. Anna Kinderkrebsforschung,

Lisa Huto, betont die Bedeutung dieser Partnerschaft:

„Als St. Anna Kinderkrebsforschung sind wir zutiefst

dankbar für die wertvolle Unterstützung durch Zeppelin Österreich.

Da unser Institut fast ausschließlich durch Spenden

finanziert wird, ist jede Zuwendung – ebenso wie das Sichtbarmachen

unserer Arbeit – ein entscheidender Beitrag dazu,

krebskranken Kindern und ihren Familien durch Forschung

neue Hoffnung zu schenken. Forschung bedeutet für uns nicht

nur Wissenschaft, sondern vor allem Menschlichkeit: der

unerschütterliche Wille, Kindern eine gesunde Zukunft zu ermöglichen.

Die Partnerschaft mit Zeppelin Österreich zeigt,

wie viel erreicht werden kann, wenn Unternehmen soziale

Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit uns für eine

bessere, gesündere Zukunft eintreten. Ich danke im Namen

unseres gesamten Teams für dieses starke Zeichen an

Solidarität und Vertrauen.“

www.zeppelin-cat.at

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RAMMTECHNIK

Von links: Minister Peter Hanke, HTL-Schülerin Alina Nessel und

­Dominik Rauter, der das Projekt von Seiten der Asfinag betreute.

6 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

„Mit neuen Entwicklungen und einer

erweiterten Produkt palette richtet Geel

den Blick auf die Zukunft“, betont

Firmengründer Gerhard Ellmauer.

www.twf.at

Ihr Partner im TIEFBAU!



MENSCHEN + SZENE

18 % weniger Verbrauch*

– weil der Fahrer entscheidet

TERMINE

Bauprojekt-Controlling

12.01.2026, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Fehlende CE-Kennzeichnung

bei Bauprodukten

15.01.2026, Wien www.ars.at

Beton im Straßenbau

19.-20.01.2026, Wien

www.betonakademie.at

Ausbildung zum zertifizierten

Baukoordinator

21.-23.01.2026, Wien www.ars.at

Aufbereitungstechnisches Seminar

28.-30.01.2026, Leoben www.bvo.at

Lehrgang Claims & Co

für Baupraktiker

28.01.-12.02.2026, Wien

und Virtual Classroom

www.ars.at

Digitale Lösungen für smarte

Arbeitsprozesse in der Bauwirtschaft

10.02.2026, Wien www.ars.at

Berechnung von Erdwärmesonden

19.02.2026, Wien www.voebu.at

Workshop Abfallbilanz:

von EDM bis ZAReg

19.02.2026, Wien www.brv.at

ZANDTcargo

SattelTieflader ST 480

T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth

Von links: Karl Friedl (Projektsteuerung und Funktionsplanung Moocon), Daniel Burtscher (Landesbaudirektor),

Marianne Durig (Burtscher Durig Architekten), Ulrich Burtscher (Burtscher Durig

­Architekten), Mia Flieher (Projektteam Land Salzburg), Thomas Kerschbaum (Projektteam Land

­Salzburg), Landesrätin Daniela Gutschi, Thomas Hochreiter (Projektleiter Habau Group),

Hubert Wetschnig (CEO Habau Group) und Stefan Stadler (Projektleiter Swietelsky AG).

HABAU GROUP

Dachgleiche des neuen LDZ in Salzburg

Mit der Gleichenfeier des neuen Landesdienstleistungszentrums

(LDZ) in Salzburg

setzt das Habau Group Konzernunternehmen

Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft

m.b.H. gemeinsam mit ihrem ARGE-Partner

Swietelsky AG einen wichtigen Meilenstein

im Auftrag des Landes Salzburg.

Nach dem Spatenstich im vergangenen

Jahr wurde Ende November der symbolische

Festakt als Abschluss der Rohbauarbeiten

und damit der Beginn der finalen

Bauphase gefeiert. Voraussichtliche

Fertigstellung für das Großprojekt ist für

Ende 2026 geplant. Hubert Wetschnig,

CEO der Habau Group betont: „Mit dem

Landesdienstleistungszentrum realisieren

wir das größte Hochbauprojekt der Habau-

Unternehmensgeschichte.“ Im Auftrag des

WIENERBERGER

Grüne Ziegelproduktion

Landes Salzburg entsteht direkt beim

Hauptbahnhof ein modernes Verwaltungsgebäude,

das künftig einen großen und

offenen Bürgerservicebereich sowie rund

1.300 Mitarbeitenden einen Platz bieten

wird. Die Bauarbeiten schreiten planmäßig

voran: Besonders hervorzuheben ist dabei

die nachhaltige Holz-Hybridbauweise ab

dem dritten Obergeschoss, die modernste

Technik mit ökologischer Verantwortung

verbindet. Auch in der nächsten Bauphase

stehen Nachhaltigkeit und Effizienz im

Mittelpunkt. So wird das Gebäude unter

anderem mit rund 4.500 schwenkbaren

Photovoltaik-Paneelen ausgestattet, die

eine Spitzenleistung von 721 kWp

erreichen.

www.habaugroup.com

Im oberösterreichischen Werk Uttendorf hat Wienerberger vor einem

Jahr Europas modernste und energieeffizienteste Ziegelproduktion in

Betrieb genommen. Mit dem Austausch des Gasofens durch den ersten

industriellen Elektroofen für Hintermauerziegel verbesserte sich die CO2-

Bilanz bei der Produktion um 75%. Das entspricht einer Einsparung von

bis zu 7.000 t Kohlendioxid pro Jahr. Zudem wird der Energieverbrauch

um ein Drittel reduziert. Basis dafür ist die Kombination aus elektrifiziertem

Brennprozess, Wärmepumpen, optimierter Trocknung und 100%

Strom aus erneuerbaren Energien. Künftig soll der Energieverbrauch bei

unter 200 kWh pro Tonne Ziegel liegen. Dazu Johann Marchner, Country

Managing Director von Wienerberger Österreich und Pipelife Austria:

„Solche Projekte unterstreichen unseren Anspruch, beim Klimaschutz

entschlossen voranzugehen und die Rolle Österreichs als zukunftsorientierten

Produktionsstandort weiter zu stärken.“ www.wienerberger.at

Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hofer

Komatsu PC220LCi-12:

Individuell eingestellt. Spürbar effizienter.

Mit dem neuen Komatsu PC220LC-12 stellt der Fahrer

die Hydraulik selbst ein – ganz nach seinem Gefühl.

Ob Geschwindigkeit oder Feinfühligkeit: Die Maschine

passt sich an den Menschen an. Ergebnis: Bis zu

18 % weniger Treibstoffverbrauch*. Ausgestattet

mit einem leistungsstarken 129-kW-Komatsu-

Motor der nächsten Generation und der neuesten

intelligenten Maschinensteuerung (iMC) 3.0 verbindet

diese hochmoderne Maschine maximale Effizienz mit

einzigartigen Funktionen und allerhöchstem Komfort.

* im Vergleich zum Vorgängermodell

www.kuhn.at

8

DEZEMBER 2025

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg

Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

WIEN

Hochwasserschutz läuft auf Hochtouren

Das Hochwasser im September 2024 hat gezeigt, wie wichtig die Vorsorge gegen Extremwetterereignisse

ist. Damals füllten sich die Rückhaltebecken in Auhof entlang des

Wienflusses im Westen Wiens innerhalb von nur zwei Stunden vollständig mit rund

1 Mio. m 3 Wasser. Nun werden sie aufwendig saniert und ausgebaut.

D

ie Bilder vom reißenden Wienfluss

sind vielen noch in Erinnerung. Mitte

September 2024 kam es in der Folge einer

so genannten 5B-ähnlichen Wetterlage zu

einem massiven Hochwasserereignis, das

in weiten Teilen Österreichs und auch in

den Nachbarländern große Schäden

verursachte. Teilweise noch nie aufgezeichnete

Regenmengen in Kombination

mit Sturm und Schneefällen im Hochgebirge

waren zu bewältigen.

Wien hat das Extremhochwasser

damals gut überstanden, rüstet aber nach

und setzt weitere Maßnahmen zum Schutz

der Bevölkerung und der Infrastruktur.

Sowohl an der Donau als auch im Wienerwaldbereich

werden laufend Hochwasserschutzbauten

durch die dafür zuständige

Abteilung Wiener Gewässer (MA 45)

saniert und verbessert.

Die Wehrmauern am Wienfluss werden

für ein 5.000-jährliches Hochwasser

gerüstet. Die Bilder zeigen den Wienfluss

am 15. September 2024, eine Luftaufnahme

der Rückhaltebecken in Auhof und den

Fortschritt der Bauarbeiten. Der Ausbau

der Hochwasserrückhaltebecken in Auhof

wird Ende 2026 abgeschlossen.

Vor allem der Hochwasserschutz am

Wienfluss hat für die Stadt eine zentrale

Bedeutung.

Die Auhof-Becken wurden als elementarer

Teil der Wienfluss-Regulierung in

den Jahren 1895 bis 1899 zwischen dem

13. und 14. Wiener Gemeindebezirk

errichtet und schützen die Stadt Wien vor

rasch an- und abschwellenden Hochwasserwellen.

Die Retentionsbecken in Auhof

halten große Wassermengen so lange

zurück, bis der Pegel des Wienflusses

wieder sinkt und in der Folge das gespeicherte

Hochwasser gefahrlos abgeleitet

werden kann. „Mit den sechs Rückhaltebecken

und einer Gesamtkapazität von fast

1,2 Mio. m 3 bildet die gesamte Anlage

einen wesentlichen Schutzwall für die

Stadt“, erklärt Gerald Loew, Leiter

Magistratsabteilung MA 45 – Wiener

Gewässer der Stadt Wien.

Allerdings waren die Rückhaltebecken

in Auhof beim Hochwasser im Herbst 2024

erstmals seit ihrer Errichtung vollständig

gefüllt. Innerhalb von nur zwei Stunden

erreichte der Wienfluss eine Durchflussmenge

von bis zu 440.000 Litern pro

Sekunde – fast an der Kapazitätsgrenze

der Anlage. Normalerweise fließen dort

lediglich 200 bis 500 l pro sek. Das

Ereignis zeigte deutlich, wie wichtig

kontinuierliche Investitionen in den

Hochwasserschutz sind.

Um die Struktur nach dem Hochwasser

2024 dauerhaft zu sichern, entschied sich

die zuständige Fachabteilung Wiener

Gewässer für eine umfangreiche Sanierung.

Altersbedingte Schäden wie Hohlstellen,

Risse und Abplatzungen wurden

behoben sowie die bestehenden Becken

mit einer wasserundurchlässigen Stahlbeton-Vorsatzschale

in einem Volumen von

rund 11.000 m 3 Beton umschlossen.

Durch diese Maßnahme bleibt die

historische Substanz der Retentionsbecken

erhalten und die Lebensdauer der

Bauwerke wird für Jahrzehnte verlängert.

Zudem werden die Becken vertieft und die

Wehre sowie die Trennmauer aus Beton

um mindestens 50 cm erhöht. „Grundlage

dafür bildeten 2D-hydraulische Abflussmodellierungen,

die das maximal verfügbare

Retentionsvolumen ermitteln“, erklärt

Stefan Pagger, der zuständige Ausführungsplaner

bei Pulse Engineering, dem

Unternehmen, das mit der Sanierung in

Auhof beauftragt war. Weitere Sanierungsarbeiten

beinhalten u. a. die Instand­

FROHE WEIHNACHTEN UND

EIN ERFOLGREICHES 2026

LIEBE KUNDEN

DANKE FÜR

IHRE TREUE

... jedes Gramm zählt

Fotos: Stadt Wien/Christian Fürthner; BDÖ/Stefan Seelig; J.Eybl; Pulse Engineering/Stefan Pagger

10 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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PROJEKTE + PLANUNG

Beton ist ein wichtiger

Bestandteil des Wiener

Hochwasserschutzes

(von links): Gerald Loew

(MA 45 – Wiener

Gewässer), Haimo

Primas (Vereinigung

der Österreichischen

Zementindustrie),

Stefan Pagger (Pulse

Engineering), Anton

Glasmaier (Beton Dialog

Österreich) und Martin

Jank (Wiener Gewässer

Management).

setzung und Erhöhung der sechs Wehrschwellen

und der Trennmauer zwischen

dem Retentionsraum und das Hauptgerinne

des Wienflusses um 25 bis 75 cm in

einer Länge von 1,2 km.

Durch den Ausbau des Hochwasserschutzes

in Auhof ist Wien in diesem

Bereich des Wienflusses nun für ein

5.000-jährliches Hochwasser gerüstet. Das

Investitionsvolumen am Retentionsbecken

in Auhof beläuft sich auf rund 30 Mio.

Euro, die Sanierungsarbeiten werden bis

Ende 2026 abgeschlossen.

Abseits ihrer technischen Funktion

sind die Rückhaltebecken in Auhof auch

ein wertvolles Naturbiotop. Bei Niedrigwasser

bilden sie das größte Feuchtgebiet

im Westen Wiens. Durch den Wechsel

zwischen Trocken- und Hochwasserphasen

haben sich hier naturnahe Lebensräume

entwickelt – unter anderem für

Biber, Bisamratten, Fischotter und rund

120 Vogelarten, darunter Eisvögel,

Schwarzstörche sowie Schilf- und Drosselrohrsänger.

Im Zuge des Ausbaus werden

u. a. 250 m 3 Amphibientümpel errichtet

sowie 24 Stück Fledermauskästen

aufgestellt. „Natürlich ist die wichtigste

Aufgabe der Retentionsbecken der

Hochwasserschutz. Der Wienfluss und die

Becken sind aber auch ein immer beliebteres

Naherholungsgebiet. Zu jeder

Jahreszeit verbringen viele Wienerinnen

und Wiener dort ihre Freizeit“, betont

Michaela Schüchner, Bezirksvorsteherin

von Penzing.

Weitere Schutzmaßnahmen

Neben der Erhöhung der Wehrmauern in

Auhof werden auch an anderen Stellen

Maßnahmen umgesetzt. So wird beim

Donaukanal die Hochwassermauer zur

U-Bahn hin verstärkt, um einem möglichen

Rückstau vorzubeugen. In der

Ludwiggasse in Wien-Penzing entsteht im

kommenden Jahr zusätzlich eine neue

Schutzmauer, um Anrainerinnen und

Anrainer in besonders betroffenen

Gebieten besser zu schützen.

Am Liesingbach wird zurzeit, neben

Maßnahmen zur Verbesserung der

Wasserqualität und der Erreichung der

Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie,

auch der Hochwasserschutz deutlich

verbessert und ausgebaut. Das Besondere

an den Maßnahmen an der Liesing ist die

Verbesserung der Hochwassersicherheit

durch natürliche Schutzbauten und

Revitalisierung. Neben dieser Verbesserung

des Schutzes ermöglicht die Stadt

hier auch eine Belebung des Lebensraumes

Gewässer durch ingenieurbiologische

Maßnahmen.

Nicht zuletzt bewährt sich die Wiener

Donauinsel und die Neue Donau – bei

ihrem Bau in den 1970er-Jahren noch

umstritten – heute als umfassend

funktionierende Hochwassereinrichtung.

Drei Wehranlagen in der Neuen Donau

regulieren bei einem Donauhochwasser

die Wassermassen. Im Rahmen regelmäßiger

Kontrollen wird der Donauhochwasserschutz

einer technischen Überprüfung

unterzogen und vollumfänglich gewartet.

Bisher zeigte sich: Auf Basis kontinuierlicher

Investitionen in neue Projekte und

die Erhaltung der bestehenden Einrichtungen

konnten sämtliche Hochwasserereignisse

im Wiener Einzugsgebiet der

Donau ohne nennenswerte Schäden

abgewickelt werden.

NEUER RATGEBER

Beton schützt wirksam vor Hochwasserschäden

Der neue Ratgeber „Schutz vor Wasser und Feuchtigkeit – Bauen mit massiven Baustoffen“

von Beton Dialog Österreich bietet Planenden, Kommunen, Baubeteiligten sowie Hauseigentümerinnen

und -eigentümern einen kompakten Überblick über Vorsorgemöglichkeiten.

Der Leitfaden hilft dabei, Risiken realistisch einzuschätzen und wirksame Schutzstrategien

für den Hochwasserfall zu entwickeln. Die 16-seitige Broschüre erläutert

zentrale Schadensmechanismen, illustriert die Hochwasserbeständigkeit gängiger

Baustoffe und bietet konkrete Empfehlungen für Planung, Objekt- und Gebäudeschutz

sowie fachgerechte Sanierung. Die Broschüre steht ab sofort digital zur Verfügung und

bietet eine klare Orientierung für klimaresilientes Bauen. www.betondialog.at

Hier geht’s zum

Download.

12 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

ENERGIE AG I HOCHKÖNIG BERGBAHNEN

Pumpspeicherkraftwerk als nachhaltige

Nutzung bestehender Infrastruktur

Die Energie AG und die Hochkönig Bergbahnen starten in Mühlbach/Dienten ein

zukunftsweisendes Projekt zur nachhaltigen Energiegewinnung im alpinen Raum.

D

as innovative Pumpspeicherkonzept

basiert auf der ganzjährigen Nutzung

des bestehenden Beschneiungsteichs der

Hochkönig Bergbahnen. Die Vergrößerung

des Speicherteichs Dachegg von derzeit

70.000 m³ auf 180.000 m³ ist bereits

behördlich genehmigt. Im Rahmen des

geplanten Ausbaus der Beschneiungsanlage

soll dieser Teich künftig auch als

Oberwasserspeicher für ein Pumpspeicherkraftwerk

genutzt werden. Die Leitungen

und das Speicherbecken, die im Winter für

die technische Beschneiung der Skipisten

genutzt werden, können zusätzlich

während energiereicher Perioden zur

Stromspeicherung verwendet werden. Bei

Bedarf wird die gespeicherte Energie ins

Stromnetz eingespeist.

„Die intelligente Nutzung bestehender

Energie AG und Hochkönig

Bergbahnen planen gemeinsam

ein Pumpspeicherkraftwerk

in

Mühlbach/Dienten (von

links): Angela Haslinger

(Geschäftsführerin der

Hochkönig Bergbahnen)

und CEO Leonhard

Schitter (Energie AG).

In Mühlbach/Dienten soll

erstmals in Österreich ein Beschneiungsteich

ganzjährig als Oberwasserspeicher

für ein Pumpspeicherkraftwerk

genutzt werden.

Infrastruktur ist ein zentraler Schlüssel,

um den Ausbau erneuerbarer Energien

effizient voranzutreiben. Das Projekt in

Mühlbach/Dienten zeigt beispielhaft, wie

mit Kooperation nachhaltige, ja einmalige,

Lösungen geschaffen werden können. Die

Zusammenarbeit mit den Hochkönig

Bergbahnen und den umliegenden

Gemeinden macht es möglich, dass

erstmals in Österreich ein Pumpspeicherkraftwerk

an einem Beschneiungsteich

gebaut werden kann“, freut sich Energie

AG-CEO Leonhard Schitter. Zudem sei das

innovative Projekt eine Fortführung zu

bereits bestehenden Kraftwerken im

Umkreis.

Auch die Hochkönig Bergbahnen sehen

großes Potenzial in diesem Vorhaben: „Die

Wintersportbranche ist gefordert, innovative

Lösungen zu finden. Mit diesem

Projekt zeigen wir, dass Klimaschutz und

Tourismus Hand in Hand gehen können“,

unterstreicht Angela Haslinger, Geschäftsführerin

der Hochkönig Bergbahnen

GmbH.

Das geplante Kraftwerk verfügt über

eine Leistung von knapp unter 15 MW im

Turbinenbetrieb und 20 MW im Pumpbetrieb.

Der Oberwasserspeicher hat ein

Fassungsvermögen von 180.000 m 3 , das

Unterwasserbecken hat ein Volumen von

etwa 100.000 m 3 . Der Speicherinhalt

ermöglicht eine Betriebszeit zur Stromerzeugung

von 8 bis 10 Volllaststunden. Die

geplante Fallhöhe beträgt rund 550 m.

Derzeit wird am technischen Vorprojekt

gearbeitet. Für die Nutzung des Beschneiungsteichs

wurde mit der Hochkönig

Bergbahnen GmbH eine Vereinbarung

abgeschlossen. Das Projekt soll bis

Sommer 2026 eingereicht werden. Nach

erfolgter Genehmigung könnte der

Spatenstich bereits 2027 erfolgen.

Durch die intelligente Nutzung

vorhandener Infrastruktur entsteht ein

energie- und ressourcenschonendes

Gesamtkonzept, das Klimaschutz und

Tourismus vereint. Diese Doppelnutzung

stellt ein Paradebeispiel für innovative

und nachhaltige Energielösungen dar und

könnte künftig Vorbild für weitere alpine

Regionen werden.

www.energieag.at | www.hochkoenig.at

14 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Visualisierung: Energie AG, Foto: Christian Leopold

APG

Projekt Netzverstärkung Ost

Austrian Power Grid (APG) startete im November im Rahmen des

Projekts Netzverstärkung Ost mit Baugrunderkundungen.

H

intergrund ist der geplante

Neu- und Ausbau des

380-kV-Übertragungs netzes in Niederösterreich

und im Burgenland. Das

DD

Vorhaben Netzverstärkung Ost umfasst

den Um- und Neubau einer 380-kV-

Freileitung im östlichen Niederösterreich

bzw. nördlichem Burgenland,

zwischen Trumau (Niederösterreich)

und Zurndorf (Burgenland). Auf einer

Länge von etwas mehr als 60 km wird

eine neue leistungsstarke Verbindung

geplant. Zusätzlich ist der Neu-, Ausund

Umbau von lokalen Umspannwerken

vorgesehen. Im Burgenland wird

das Vorhaben in Kooperation mit der

Netz Burgenland durchgeführt und es

erfolgen Anpassungen des 110 kV

Verteilernetzes. Mit der neuen 380 kV

Leitung, die größtenteils neben oder

anstelle von bereits bestehenden

Leitungen verlaufen wird, erhöht sich

Produktdetails

& Anwendervideo

Jetzt umrüsten auf das

neueste und vollhydraulische

Schnellwechselsystem von Winkelbauer.

Kombinierbar mit den

marktüblichen Systemen.

Passend für alle gängigen Anbaugeräte,

robust und wartungsarm. Patentiertes System.

die sichere Stromversorgung der

Region.

Um das Projekt im Detail planen zu

können, werden in den kommenden

Monaten auf Grundstücken in den

berührten Gemeinden – in den Bezirken

Baden, Mödling, Bruck an der

Leitha und Neusiedl am See – von

APG-Mitarbeitern und durch von APG

beauftragte Experten Baugrunderkundungen

durchgeführt. Diese Arbeiten

dienen ausschließlich dazu, die Voraussetzungen

für eine optimale Trasse zu

erkunden. Die aus 22 Kernbohrungen

und 40 Baggerschürfen mit Rammsondierungen

bestehende Erkundungskampagne

startet im November und

wird voraussichtlich bis Ende Februar

2026 dauern. Geplanter Baubeginn ist

2030. Die Inbetriebnahme der Leitung

ist ab Mitte der 30er-Jahre geplant.

www.apg.at

GRÖSSEN:

3,5 - 10 Tonnen

SI10, M10, MH10, MQ10, SW020

10 - 18 Tonnen

SI18, M18, MH18, MQ18, SW035

Die Baugrunderkundungen dienen ausschließlich

dazu, die Voraussetzungen für eine optimale

Trasse zu erkunden.

Sofort

verfügbar &

kurzfristig

lieferbar

Foto: APG

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und -geräte im realistischen Einsatz – direkt vor Ort testbar, in

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MASCHINEN + TECHNIK

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Die jüngsten Neuzugänge im Fuhrpark der

Firma Poyss: Der Kompaktradlader Cat 908 mit

Cat Schaufel ist das 100ste Cat Gerät und

unterstützt den neuen Kleinmengen-Verkauf in

Poysdorf. Der ebenfalls neue Cat M317 Kurzheck

mit Löffelpaket und vollhydraulischem Schnellwechselsystem

SW2-Q mit Drehmotor der Firma

Baumaschinentechnik kommt im Leitungsbau

zum Einsatz.

ZEPPELIN

Poyss und Zeppelin feiern langjährige

Partnerschaft mit Doppel-Jubiläum

Im Weinviertel ist die Firma Poyss mit ihrem sortenreinen Caterpillar Fuhrpark in

vielen Bereichen ein gefragter Dienstleister. Rund drei Jahrzehnte nach dem ersten

Cat 215 DLC gab es nun ein Doppel-Jubiläum zu feiern, denn mit einem neuen Cat

908 wurde von Zeppelin Österreich das 100ste Cat Gerät übergeben. Geordert wurde

der Kompaktradlader im Rahmen des „100 Jahre Caterpillar“ Auftritts von Zeppelin

auf der bauma. Zweiter Neuzugang ist ein Cat M317 Kurzheck, mit dem sich die

Firma Poyss für die wachsenden Anforderungen im Leitungsbau rüstet.

E

s ist ein Doppel-Jubiläum, das den dritten

vollen 100er nur um wenige Jahre

verfehlt: Am 10. Oktober – dem Tag, an

dem Stefan Pois 1930 ins Transportgewerbe

einstieg – feierte das Unternehmen

mit Kunden und Partnern bereits „95

Jahre Poyss“. Mit Verlässlichkeit, hochwertiger

Arbeit und Handschlagqualität

entwickelte sich das Unternehmen aus

einfachen Anfängen zu jenem erfolgreichen

Familienbetrieb, der in der Zentrale

in Poysdorf über 40 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bietet.

So wie das Unternehmen selbst sind

auch die Tätigkeitsbereiche kontinuierlich

gewachsen. Inzwischen steht der Name

Poyss für hohe Kompetenz in den Bereichen

Transport, Erdarbeiten, Sand- und

Schottergewinnung, Abbrüche und

Recycling sowie Container- und Kommunaldienste.

Auch die Rübenverladung ist

nach wie vor ein wichtiges Standbein. An

verschiedenen Standorten im Weinviertel

stehen dazu acht Cat Radlader im Einsatz.

Im Fuhrpark befinden sich aber auch nicht

so häufige Spezial-Geräte, wie eine Wirtgen

Fräse oder ein langsam laufender 2-Wellen-Zerkleinerer

der Firma Komptech für

Holz und Grünschnitt, mit dem auch

Wurzelstöcke verarbeitet werden können.

Seit 1989 leitet Firmenchef Leopold „Poidl“

Poyss das Unternehmen in dritter Generation.

Die Gründe für die erfolgreiche Entwicklung

liegen für ihn auf der Hand:

„Unsere große Stärke ist unser motiviertes

und hochflexibles Team, das einerseits aus

Spezialisten besteht, andererseits aber auch

aus vielen Mit arbeitern, die in den verschiedensten

Bereichen eingesetzt werden können.

Diese Vielseitigkeit ermöglicht es uns, rasch

auf Veränderungen in der Auftragslage zu

reagieren. Unser hoher Qualitätsanspruch

spiegelt sich auch in unserem Fuhrpark

wider, wo wir im Erdbau sortenrein auf den

Premium-Hersteller Caterpillar setzen und

unsere rund 40 Baumaschinen regelmäßig

erneuern.“

Die Bandbreite der Cat Geräte im Fuhrpark

ist groß. Sie reicht vom Cat Minibagger über

den Umschlagbagger Cat MH3022 und fünf

Next Generation Geräten bis hin zu den Cat

Radladern in verschiedenen Größen. 2024

erfolgte mit einem neuen Cat 335, der von

der Firma Sitech Austria mit Technik von

Trimble ausgerüstet wurde, der Einstieg in

die moderne 3D-Maschinensteuerung. Dazu

100 Jahre Caterpillar und 100stes Cat Gerät der Firma Poyss: Firmenchef Leopold Poyss (links) und

Günter Vollmann (Leiter der Niederlassung Wien, Zeppelin Österreich) freuen sich anlässlich der

Übergabe des neuen Kompaktradladers Cat 908 über das Doppel-Jubiläum.

MERLO ROTO

DER DREHBARE

WOLKEN

KRATZER

BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at

18 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 19



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Eines der ersten Leitungsbauprojekte des neuen Cat M317 ist die Errichtung einer Zuleitung für die Ladestationen der beiden neuen vollelektrischen

Müllsammelfahrzeuge der Firma Poyss. Im Hintergrund der 2024 gekommene Cat 335 mit 3D-Maschinensteuerung von Trimble.

Leopold Poyss: „Die Investition in die

3D-Technik ist für uns ein Technologiesprung

und absolut notwendig, denn es

zeigt sich, dass es im Erdbau in Zukunft

schwerer wird, ohne 3D-Technik noch

größere Aufträge zu bekommen. Mit dem

neuen Cat 335, dem größten Cat Kurzheckbagger,

verfügen wir dafür über das

optimale Gerät.“

Ein wichtiges Standbein der Firma

Poyss ist die eigene Kiesgrube in Niederabsdorf.

Hier hat man in den letzten

Jahren in Zusammenarbeit mit den

Spezialisten der Firma BAG Klöch in

modernste Aufbereitungsanlagen für die

Sand- und Schottergewinnung investiert.

Im Rahmen des neuen Wertstoffsammelzentrums

kommen hier auch Backenbrecher

und Siebanlagen von Sandvik für

die Aufbereitung von Baurestmassen und

Naturmaterialien, etwa bei der Humus-

Absiebung, zum Einsatz.

Neuer Cat 908: 100stes

Gerät der Marke Caterpillar

Der Grund für die Investition in den

neuen Radlader Cat 908 ist der weitere

Ausbau eines erfolgreichen Standbeins: So

wie am Standort in Großkrut, wo dieser

Geschäftszweig von den privaten Haushalten

sehr gut angenommen wird, startet

die Firma Poyss im Frühjahr 2026 auch

auf dem Betriebsgelände der Firmenzentrale

in Poysdorf mit dem Verkauf von

Kleinmengen.

Das angebotene Material, das teilweise

aus der Kiesgrube in Niederabsdorf

stammt, reicht von Schotter und Schüttmaterialien

über Recyclingmaterial bis hin

zu Humus. Die verschiedenen Sorten

werden in Boxen gelagert und mit dem

neuen Cat 908 an die überwiegend

privaten Abnehmer abgegeben. Für die

exakte Abrechnung verfügt der Cat 908

über ein geeichtes Wiegesystem der Firma

Leopold Poyss in der Kabine des neuen

Cat 908. Der Kompaktradlader mit

geeichtem Wiegesystem der Firma MWT

kann neben der Ladetätigkeit für den

Kleinmengenverkauf dank Schnellwechsler

und Palettengabel auch sehr rasch für

interne Transporte eingesetzt werden.

MWT Mobile Wiegetechnik. Ausgerüstet

ist der Cat 908 mit einem langen Hubgerüst.

So können mit dem Kompaktradlader

bei Bedarf auch 4-Achs-Lkw beladen

werden. Zwischen den Ladespielen kann

der Cat 908 dank des angebauten Schnellwechslers

der Firma Winkelbauer rasch zu

der Palettengabel wechseln und interne

Transportaufgaben übernehmen.

Ein Tätigkeitsbereich der Firma Poyss,

der sich ebenfalls sehr erfreulich entwickelt,

ist der Leitungsbau. Verantwortlich

dafür ist der Neu- und Ausbau der

Windparks, aber auch der Ausbau des

Glasfasernetzes. Im Auftrag von anderen

Baufirmen werden dazu Grabungsarbeiten

auch über längere Strecken durchgeführt.

Einsätze, für die nur ein Mobilbagger mit

modernster Antriebstechnik in Frage

kommt. Aus diesem Grund ersetzte man

den in die Jahre gekommenen Mobilbagger

Cat M316 durch den neuen Cat M317

mit Kurzheck. Als eines der aktuell fünf

Next Generation Geräte verfügt er bereits

ab Werk über zahlreiche Assistenzsysteme,

darunter die Hub- und Schwenkbegrenzung

und die 2D-Steuerung. Ausgerüstet

ist der Cat M317 mit einem vollhydraulischen

Schnellwechselsystem SW2-Q mit

RM MIETPARK

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FÜR JEDE ANWENDUNG DIE PASSENDE MASCHINE

Hightech trifft Weihnachtsstimmung:

Der Cat 335 mit 3D-Maschinensteuerung

von Trimble schmückt zu den Feiertagen

die Firmenzentrale in Poysdorf.

Drehmotor und einem Löffelpaket aus

einem Böschungslöffel und mehreren

Tieflöffeln der Firma Baumaschinentechnik.

Das Interesse der Firma Poyss für

innovative Technik beweist aber auch der

in alle Richtungen drehbare Bankettlöffel,

den man bereits lange vor dem Aufkommen

der verschiedenen Drehantriebe

gemeinsam mit der Firma Baumaschinentechnik

entwickelte.

Zum Einsatz kommt der Cat M317

unter anderem bei einem Leitungsbau-

Projekt, das die Firma Poyss selbst betrifft.

Der Grund dafür sind zwei neue, vollelektrische

Müllsammelfahrzeuge, die ab

Dezember den Fuhrpark im Kommunalbereich

verstärken. Für die Anbindung der

Ladestationen muss eine rund 500 m

lange Stromleitung hergestellt werden, bei

deren Errichtung der neue Cat M317 seine

Stärken zeigen kann.

Firmenchef Leopold Poyss: „Unser

Unternehmen ist heute sehr breit aufgestellt

und in vielen Bereichen erfolgreich

tätig. Die Basis für diesen Erfolg sind auch

unsere Cat Geräte, die mit ihrer hohen

Verfügbarkeit, der modernen Technik und

dem kraftstoffsparenden Betrieb einen

wichtigen Beitrag leisten. Dazu kommt die

wirklich ausgezeichnete Zusammenarbeit

mit der Firma Zeppelin. Im Fall des Falles

sind die kompetenten Service-Teams

immer rasch vor Ort. Aktuell arbeiten wir

gemeinsam mit der Firma Zeppelin an der

stärkeren Integration des Flottenmanagement-Systems

VisionLink. Hand in Hand

damit werden wir auch die Vorteile des

Cat Ersatzteil-Onlineportal Parts.Cat.Com

verstärkt nutzen. Starke Partner und die

Nutzung modernster Technik sind für uns

wichtige Voraussetzungen, damit wir uns

auch in Zukunft erfolgreich am Markt

behaupten können.“

www.poyss.at | www.zeppelin-cat.at

20 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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MASCHINEN + TECHNIK

ÖGL

Steyr nutzt in der Kanalsanierung die

Vorteile grabenloser Technologien

Das Magistrat der Stadt Steyr und die Österreichische Vereinigung für grabenlosen

Leitungsbau (ÖGL) luden im Oktober zur Roadshow ein. Anlass war ein

laufendes Kanalsanierungsprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund

2 Mio. Euro, das die Infrastruktur der Stadt nachhaltig modernisiert.

D

ie ÖGL, Initiatorin der Roadshow,

setzte mit dieser Veranstaltung ein

weiteres Zeichen für die Bedeutung und

Potenziale moderner und nachhaltiger

Sanierungstechnologien. „Mit den beiden

Unternehmen Braumann Tiefbau GmbH

und Hipi GmbH waren zwei erfahrene

Partner aus dem grabenlosen Leitungsbau

direkt für die Umsetzung verantwortlich“,

so Mag. Silke Cubert, Geschäftsführerin

der ÖGL.

„Mit der Kombination aus grabenloser

und offener Bauweise investieren wir

nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig

in unsere Infrastruktur. Die Roadshow

zeigte eindrucksvoll, wie innovative

Technologien – in diesem Fall grabenlose

Sanierungen – den Alltag der Bürgerinnen

Die am 22. Oktober

2025 von der Stadt

Steyr und der ÖGL

organisierte Roadshow

vermittelte im

Rahmen des Kanalsanierungsprojekts

in den Bereichen

Ennsdorf, Ennsleite

und Neuschönau

praxisnahe Einblicke

in moderne grabenlose

Verfahren, wie

etwa den Einzug

eines GFK-Liners.

und Bürger verbessern und gleichzeitig

unsere Stadt zukunftsfit machen“, betont

Bürgermeister Ing. Markus Vogl.

Wesentlicher Keyfact: Die Sanierungskosten

entfallen zu etwa 50% auf offene

Bauweise und 50% grabenlos, wobei

bezogen auf die Sanierungslängen rund

80% grabenlos ausgeführt werden. Damit

setzt Steyr auf innovative und umweltschonende

Technologien, die den Eingriff

in den öffentlichen Raum minimieren.

Die grabenlose Sanierung ist ein

Paradebeispiel dafür, wie moderne Technik

und nachhaltige Stadtentwicklung Hand

in Hand gehen. Der zukünftige Stadtbaudirektor

Dr. Thomas Pilgerstorfer und

Stefan Rorweger sind sich einig – es ist

unsere zentrale Aufgabe, solch innovative

Lösungen voranzutreiben und die Infrastruktur

in einem Top Zustand zu halten.

Während DI Stefan Hitzfelder, Generalplaner

und Bauaufsicht die wirtschaftlichen

Vorteile des Projekts nochmals in den

Fokus stellt: „Bezogen auf die Sanierungslängen

erzielen wir mit rund 80% grabenloser

Ausführung eine Kostenersparnis

von bis zu 40% gegenüber offener

Bauweise.“

Die Roadshow war in mehrere Stationen

gegliedert und bot den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern spannende Live-

Demonstrationen, darunter den Einzug

eines GFK-Liners, die Schachtsanierung

mit Zementmörtel und den Einbau von

Predl Flexilinern. Besichtigt wurde unter

anderem eine Linerstrecke am Strang

SREL05, deren Schächte zuvor für den

Linereinbau und anschließend für die

fachgerechte Anbindung vorbereitet

wurden.

Die Ausführung der Bauarbeiten liegt

bei der Braumann Tiefbau GmbH, die

Planung und Bauaufsicht verantwortet DI

Stefan Hitzfelder, die Bauleitung seitens

der Stadt führt Stefan Rorweger. Vor Ort

waren auch Vertreter des Magistrats,

darunter Bürgermeister Ing. Markus Vogl,

Auftraggebervertreter Stefan Rorweger,

der neue Stadtbaudirektor Dr. Thomas

Pilgerstorfer sowie die Initiatorin der

Roadshow, Mag. Silke Cubert (ÖGL).

www.grabenlos.at

Fotos: Joschija Bauer / Braumann

Vielen Dank!

Wir bedanken uns

bei all unseren Geschäftspartnern

für die gute Zusammenarbeit

und wünschen Frohe Weihnachten,

sowie ein erfolgreiches und

vor allem gesundes neues Jahr!

wimmer.info

22 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KUHN I BAUMASCHINENTECHNIK

Habau übernimmt von Kuhn weitere

15 Komatsu Geräte mit Ausrüstung von BMT

Im April 2025 fand die Übergabe eines umfangreichen Maschinenpakets seinen Abschluss:

Die letzten von 39 Komatsu Geräten wurden von der Firma Kuhn Baumaschinen zu den

Baustellen der Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. geliefert. Vor kurzem folgten

nun weitere 15 Komatsu Geräte, die ebenfalls ausschließlich mit Schnellwechselsystemen

und Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet sind.

A

ufgrund der guten Auslastung mit

Tiefbau- und Infrastruktur-Projekten

in Österreich und Deutschland entschloss

sich die Habau Group wieder dazu, den

Fuhrpark mit einem weiteren Maschinenpaket

von Kuhn Baumaschinen – bestehend

aus neun PC360 NLC-11 und sechs

PC290 NLC-11 von Komatsu – zu erneuern.

Es ist ein Folgeauftrag zu den 39

Komatsu Geräten, die von der Firma

Kuhn Baumaschinen nach der Auftragserteilung

Ende 2024 sehr kurzfristig zur

Verfügung gestellt werden konnten. Dieses

erste Maschinen-Paket umfasste 25

Kettenbagger von 20 bis 36 t, weiters 12

Mobilbagger von 16 bis 20 t, eine Planierraupe,

einen Radlader und sieben Greifer.

Die Ketten- und Mobilbagger dieses ersten

Maschinenpakets wurden durch die Firma

Baumaschinentechnik termingerecht mit

Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten

ausgerüstet.

Dazu Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH)

Gerhard Wohlmuth, Leiter des maschinentechnischen

Bereichs von Habau und Held

& Francke: „Für uns ist es sehr wichtig,

mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die

auch außerhalb Österreichs eine entsprechende

After Sales Betreuung anbieten

können. Dies ist einer der Gründe, warum

uns mit der Firma Kuhn Baumaschinen

seit vielen Jahren eine ausgezeichnete und

enge Partnerschaft verbindet. Die grundsätzliche

Entscheidung, bei der Baggerausrüstung

auf die Lösungen der Firma

Baumaschinentechnik zu setzen, haben

wir bereits vor vielen Jahren getroffen.

Dadurch haben wir den Vorteil, dass in

unserem Fuhrpark jeder Bagger jedes

Anbaugerät einsetzen kann. Die Komatsu

Geräte und die Produkte der Firma

Baumaschinentechnik erfüllen in jeder

Hinsicht unsere Anforderungen.“

Christian Moser, Verkaufsleiter der

Firma Kuhn Baumaschinen, betont: „Wir

freuen uns, dass uns die Firma Habau im

Anschluss an das größte Paket in der

Firmengeschichte nun erneut mit dem

Folgepaket über weitere 15 Komatsu

Geräte beauftragt hat. Wie bereits beim

Übergabe des Folgepakets aus 15 neuen Komatsu Geräten (von rechts): Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführer

Kuhn Baumaschinen), Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Gerhard Wohlmuth (Leiter maschinentechnischer

Bereich, Habau und Held & Francke), Ing. Christian Moser (Verkaufsleitung

Kuhn Baumaschinen) und Michael Perwein (Geschäftsführer Baumaschinentechnik).

ersten Paket wurden einzelne Geräte hier

in der Zentrale in Eugendorf mit den

Komponenten der Firma Baumaschinentechnik

ausgerüstet und auch die Firma

Sitech Austria hat wieder Bagger mit der

GPS-Technik von Trimble aufgerüstet.“

Die in Österreich und Deutschland

eingesetzten Ketten- und Mobilbagger der

Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft

m.b.H werden ab 14 t exklusiv von der

Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet.

Dazu Geschäftsführer Michael Perwein:

„Unser Team hat wieder mit vollem

Nach der im April 2025 abgeschlossenen

Übergabe von 39 Komatsu Geräten

wurden im Herbst als Folgepaket

weitere neun PC360 NLC-11 und sechs

PC290 NLC-11 durch die Firma Kuhn

Baumaschinen an die Firma Habau

übergeben. Ihre Ketten- und Mobilbagger

ab 14 t rüstet die Firma Habau seit

vielen Jahren mit Schnellwechselsystemen

und Anbaugeräten der

Firma Baumaschinentechnik aus.

Einsatz daran gearbeitet, dass auch für

dieses Folgepaket alle Anbaugeräte

termingerecht und in der gewohnt hohen

Qualität zur Verfügung stehen. Die 15

neuen Komatsu Hydraulikbagger sind von

uns mit dem Schnellwechselsystem

SW3-Q und einem Löffelpaket aus

Universaltieflöffel und Böschungslöffel

ausgerüstet. Das langjährige Vertrauen

der Firma Habau bestärkt uns in unserem

Bemühen, unseren Kunden nur die beste

Qualität zu liefern.“

www.habaugroup.com | www.kuhn.at | www.bmt.at

24 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

PRANGL

Errichtung einer Modul-Wohnhausanlage

In Amstetten wurde Prangl für den Aufbau einer Wohnhausanlage engagiert,

die aus vorgefertigten Raumzellen zusammengesetzt wird.

F

ür das Zusammensetzen der Module ist

nicht nur der richtige Mobilkran

gefragt, sondern auch eine erfahrene

Mannschaft. Prangl übernahm den Aufbau

der modernen Wohnhausanlage. Die

Erstbesichtigung zeigte, dass wegen der

unmittelbaren Nähe zum Landeskrankenhaus

Amstetten vorab um besondere

Genehmigungen angesucht werden

musste, denn der optimale Standplatz für

den Teleskopkran lag direkt in einer

Rettungshubschrauber-Einflugschneise.

Dank der guten Aufbereitung durch das

Prangl-Team trafen die Bewilligungen

rechtzeitig vor Arbeitsbeginn ein.

Zum Einsatz kam ein 350 t Teleskopkran

mit Y-Abspannung und 120 t Ballast. Um

möglichst effizient arbeiten zu können,

wurde der gelbe Gigant so platziert, dass

sämtliche Container – jeweils 20 t schwer,

12,5 m lang, 5,40 m breit und rund 3 m

hoch – von einem Standplatz aus verhoben

MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN

RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN

HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER

Gruppe

Foto: Prangl

werden konnten. Die vorgefertigten

Module wurden an der Baustelle angeliefert

und danach vom Prangl-Team per

Kran mit einer Ausladung von 29 m Stück

für Stück und in höchster Präzision

aneinandergefügt. Beim An- sowie beim

PERFORMANCE IN EVERY DETAIL

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

Abflug eines Helikopters

mussten die

Arbeiten am Gebäude

sofort eingestellt und

alle losen Teile auf der

Baustelle gesichert

werden. Dank der

Koordination mit der

Rettungsleitstelle klappten alle Vorsichtsmaßnahmen

ohne Zwischenfälle. Insgesamt

10 Wohneinheiten stehen nun in der

nagelneuen Wohnhausanlage in

Amstetten zur Verfügung.

www.prangl.com

www.mineraltech.at

Der zügige Aufbau der

Wohnhausanlage, die

aus zwei Geschoßen zu

je 10 Modulen besteht,

klappte innerhalb eines

Tages.

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



CAT COMMAND

1 2

3 4

1 Der Tunnel hat einen Innendurchmesser von vier Metern für sechs 525-kV-Gleichstromkabel. 2 Meilenstein erreicht: Das Team des Porr

Tunnelbau hat bereits die Hälfte der Strecke unter der Elbe geschafft. 3 Parallel zum Vortrieb schreiten die Arbeiten an den beiden

Schächten voran. 4 SuedLink wird Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren.

PORR

Meilenstein beim Tunnelbauprojekt ElbX

Das Team des Porr Tunnelbaus hat beim Tunnelbauprojekt ElbX, einem zentralen

Bestandteil des SuedLink-Ausbaus des Übertragungsnetzbetreibers TenneT Germany,

bereits 50% des Tunnels vorgetrieben. Seit Beginn des Vortriebs Anfang Februar 2025

hat sich die Tunnelbohrmaschine rund 2.800 m unter der Elbe hindurchgearbeitet.

D

ie Arbeiten finden unter herausfordernden

geologischen und technischen

Bedingungen statt. Unter dem Flussbett

der Elbe durchfährt die Tunnelbohrmaschine

mittlerweile den besonders

anspruchsvollen Lauenburger Ton.

Zusätzlich sind unter der Schifffahrtsrinne

Druckluftarbeiten mit bis zu 4,8 bar

erforderlich. Diese begrenzen die Einsatzzeiten

am Schneidrad auf lediglich

50 min. pro Schicht – verbunden mit

hohem Personalaufwand für kontinuierliche

Kontrollen und Werkzeugwechsel.

Parallel zum Vortrieb schreiten die

Arbeiten an den beiden Schächten voran.

In Schleswig-Holstein entsteht derzeit das

zweite Untergeschoss, während in

Niedersachsen bereits am fünften

Untergeschoss gearbeitet wird. Die

Spezialtiefbauarbeiten für die Baugrube

des Zielschachts sind seit zwei Monaten

abgeschlossen; der Ingenieurbau errichtet

nun das Schachtbauwerk.

Die Porr realisiert die Elbquerung im

Auftrag des europäischen Übertragungsnetzbetreibers

TenneT Germany – mit

Expertise aus Tunnelbau, Ingenieurbau

und Spezialtiefbau. Der Tunnel mit einem

Innendurchmesser von vier Metern wird

künftig sechs 525-kV-Gleichstromkabel

aufnehmen, die die SuedLink-Erdkabel

beidseits der Elbe verbinden. Eine

integrierte Schienenanlage ermöglicht

auch langfristig effiziente Wartungs- und

Reparaturarbeiten.

Die Porr GmbH & Co. KGaA in

Deutschland ist Teil der börsennotierten

Porr AG und beschäftigt mehr als 3.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie

plant und baut als Technologieführerin

mit eigenen Expertenteams anspruchsvolle,

individuelle Kundenwünsche –

sicher und wirtschaftlich. Mit umfangreichem

Know-how realisiert sie maßgeschneiderte

Lösungen. Ihr Angebotsportfolio

reicht von der Generalplanung bis

zur schlüsselfertigen Umsetzung. Mit der

Strategie „Green and Lean“ forciert sie

klimaneutrale Bauprojekte, smarte

Technologien und Partnership-Modelle für

eine ganzheitliche Zusammenarbeit. Mit

modernen Methoden und Technologien,

wie Building Information Modelling (BIM)

und LEAN Management, sichert sie eine

wirtschaftliche und sichere Realisierung

der Bauvorhaben. Die Porr ist in Deutschland

in den Bereichen Data Center,

Government Services, Hochbau, Industriebau,

Ingenieurbau, mineralische Rohstoffe,

Spezialtiefbau, Tunnelbau, der

Umwelttechnik sowie dem Verkehrswegebau

aktiv.

www.porr.com

26 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Porr

SICHER ARBEITEN. PRÄZISE STEUERN.

Mit Cat Command lassen sich Cat Baumaschinen – darunter neu, mit Command LOS (Line Of Sight), mittelgroße Radlader – aus

der Distanz steuern. Die Maschinen reagieren in Echtzeit auf elektronische Steuerbefehle wie Start/Stopp, Heben/Senken des

Hubgerüsts oder Füllen/Entleeren der Schaufel mittels Cat Autodig und ermöglichen automatisches Beladen. Das System eignet

sich besonders für Einsätze, bei denen der Fahrer nicht der Gefahr ausgesetzt werden soll – etwa im Abbruch, in kontaminierten

Bereichen oder generell in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen. Statt in der Kabine bedient der Fahrer die Baumaschine durch

eine tragbare Funkkonsole aus sicherer Distanz.

Sicherheit serienmäßig:

Integrierte Schutzfunktionen stoppen den Radlader automatisch, wenn die Funkverbindung unterbrochen wird, der Stoppschalter

betätigt wird, ein kritischer Fehler erkannt wird oder die Konsole von der zulässigen Position abweicht.

Vielseitig & effizient:

Cat Command ist auch mit weiteren Cat Maschinen kompatibel und ermöglicht, dass wenige Bediener mehrere Maschinen

effizient steuern können.

zeppelin-cat.at



MASCHINEN + TECHNIK

SPRENGTAGUNG

Aktuelle Themen und Wechsel an der Spitze

Vom 05. bis 07. November 2025 ging in Linz die vom Verband der Sprengbefugten Österreichs

und dem WIFI OÖ veranstaltete 55. Internationale Tagung für Sprengtechnik über

die Bühne. Die gewohnt hochkarätige Informationsveranstaltung stand ganz im Zeichen

der Wahl des neuen Präsidenten Mark Ganster.

Verband der Sprengbefugten

DÖsterreichs, der am 10. Februar 1962

gegründet wurde, ist gemessen an der

Mitgliederzahl von derzeit über 7.000

Sprengbefugten der weltgrößte Sprengverband.

Zum letzten Mal begrüßte der

scheidende Präsident Hermann Richter

die zahlreichen Teilnehmerinnen und

Teilnehmer. Er freute sich, auch in diesem

Jahr wieder internationale Gäste begrüßen

zu können, die aus Spanien, der

Schweiz und Deutschland angereist

waren. Mit einer Schweigeminute

gedachte man zu Beginn dem im Mai 2025

verstorbenen Ing. Sepp Graßberger.

Hermann Richter: „Mit ihm verliert der

Verband der Sprengbefugten Österreichs

nicht nur ein verdientes Mitglied der

ersten Stunde, sondern auch eine prägende

Persönlichkeit, deren Lebenswerk

Generationen von Forstfacharbeitern,

Sprengbefugten und Weggefährten

nachhaltig beeinflusst hat.“

Im Anschluss bat er seinen Nachfolger

Mark Ganster auf die Bühne, der am

5. November 2025 im Rahmen der

Generalversammlung zum neuen Präsidenten

des Verbandes der Sprengbefugten

Österreichs gewählt wurde. Ganster:

„Gemeinsam mit den Mitgliedern des

Präsidiums habe ich ein Programm der

künftigen Schwerpunkte erstellt. Eines

unserer Ziele ist es, die Kommunikation

des Verbands der Sprengbefugten Österreichs

im digitalen Bereich zu stärken und

auch die Social-Media-Kanäle zu nutzen.

Darüber hinaus wollen wir die Tagungen

noch attraktiver machen, denn man kann

in allen Bereichen immer noch ein wenig

besser werden.“

Als neue Mitglieder konnte man im

Präsidium mit Georg Hofer, Pablo Ramos

und Nikolaus Schmid drei neue Mitglieder

begrüßen, die den Verband in seiner

Tätigkeit mit ihrer Expertise verstärken.

Der im Vorfeld der Sprengtagung durchgeführte

Workshop widmete sich dem Thema

„Sprengen erlaubt – Reden verboten“.

Im ersten Fachvortrag informierte

Peter Schimek über die zahlreichen

Aspekte der Sprengtechnik am Steirischen

Erzberg. Das Hauptprodukt ist Feinerz

mit 33,5% Eisengehalt, das im Rahmen

der Sinteranlagen des Kunden voestalpine

in den Hüttenwerken Linz und Donawitz

als Vormaterial zur Roheisenerzeugung

verwendet wird. Schimek gab zunächst

einen generellen Überblick über den

Ablauf der Bohr- und Sprengarbeit und

widmete sich danach der Erschütterungsminimierung

durch die geteilte Ladesäule.

Ein Höhepunkt der 55. Internationalen

Tagung für Sprengtechnik war der Vortrag

von Nicole und Alexander Schadn (Firma

Günther Schadn). Sie berichteten zunächst

über die erfolgreiche Abbruchsprengung

einer 75 m hohen Kausteranlage am

Betriebsgelände des RHI Magnesita-

Werks in Trieben, die Ende Juli in

geringer Entfernung zur Hauptstraße bzw.

Bahnstrecke erfolgte. Für die Fallrichtungssprengung

musste zunächst das

Tragwerk geschwächt werden. Dazu

wurden im Vorfeld Schneidtests in Form

von Versuchen auf Baustahl mit Schneidladungen

durchgeführt. Als bauliche

Schutzmaßnahmen wurden Fallbette zur

Minderung der Erschütterung und

Schutzdämme gegen die Splitterwirkung

beim Aufprall errichtet. Als zweites Objekt

wurde Mitte Oktober ebenfalls in Trieben

der 142 m hohe „Lange Ernst“ gesprengt.

Der vor 50 Jahren errichtete Industrieschlot

wies im unteren Bereich einen

28 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Baublatt.Österreich

Durchmesser von ca. 9,2 m

und eine Wandstärke von ca.

50 cm auf. Für die kontrollierte

Sprengung wurden in

150 Bohrlöchern insgesamt

27 kg Sprengstoff angebracht.

Extra für die

Sprengung angefertigte

Betonscharniere stellten

sicher, dass der Schlot in die

vorgesehene Richtung fiel.

Ein „Fallgelenk“ aus Beton,

ähnlich einem Fällkeil bei

einer Baumfällung, sorgte

dafür, dass der Schornstein

in die richtige Richtung

stürzte. Die Abbruchsprengungen

wurden von der

Firma Schadn im Auftrag

der Firma Zöchling durchgeführt.

Auf großes Interesse stieß

auch der Vortrag von Martin

Hopfe, Sachverständiger für

Sprengtechnik. Er beleuchtete

das Thema „10 Jahre

Versager im Steinbruch“

anhand eines konkreten

Beispiels im März 2025, wo

im Rahmen von Baggerarbeiten

an der Abbauwand

eines Kalksteintagebaues ein

Sprengbohrloch mit Versagern

in Form von beschädigten

Patronen und Sprengschnurresten

festgestellt

wurde. Die Schritte zur

Freilegung der Sprengstoffladesäule,

die Entnahme der

Reste des Sprengstoffes und

der Sprengschnur sowie die

Beseitigung des Versagersprengmittels

wurden im

Anschluss intensiv

diskutiert.

Weitere Vorträge widmeten

sich unter anderem den

Themen „Unterwasser-

Sprengungen“, „Sprengtechnische

Aufweitung von

Eisenbahntunnels – Vergleiche

von Sprengungen bei

Vollsprengung und bei

laufenden Betrieb“, „Bereinigung

eines Hanges in einem

abgebauten Steinbruch“,

„Elektronische Zünder im

Praxiseinsatz“ und „Neuerungen

der Sprengtechnik

im Werk Steyrling“. Neben

den hochkarätigen Informationen

der Experten bot die

Internationale Tagung für

Sprengtechnik auch wieder

einen idealen Rahmen für

den fachlichen Austausch

(siehe auch nächste Seite).

www.sprengverband.at

Von rechts: Nach der langjährigen Tätigkeit als

Vizepräsident und zwei Perioden als Präsident des

Verbands der Sprengbefugten Österreichs

gratulierte Hermann Richter seinem Nachfolger

Mark Ganster, der zum neuen Präsidenten

gewählt wurde.

BUILT

FOR

SUCCESS

GEEL.AT



MASCHINEN + TECHNIK

1

VERNETZTES

ARBEITEN

Rahofer.

2

3

4

1 Von links: Karlheinz Pribil (Firma Avesco); Günther Schadn mit Alexander und

Nicole Schadn (Vortragende zum Thema Abbruchsprengung in Trieben, Firma

Schadn) und Manuel Glanzer (Firma Avesco). 2 Harald Polleros (links, Firma

Austin Powder) mit Peter Schimek (VA Erzberg). 3 Martin Hopfe referierte über

„10 Jahre Versager im Steinbruch“. 4 Miro Kerckhoff (links) und Pablo Ramos

(Firma Maxam Austria) informierten über die „Sprengtechnische Aufweitung

von Eisenbahntunnels“. 5 Zahlreiche Firmen präsentierten sich im Rahmen der

begleitenden Fachausstellung. Im Bild die Firma Epiroc. 6 Die Pausen wurden

auch in diesem Jahr wieder für den fachlichen Austausch genutzt.

5 6

MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN

Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion

für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital

aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs

löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit

und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik

und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die

selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

30 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

LIEBHERR

Wenn Gegenwart auf Vergangenheit trifft

Im Münsterland wurde ein Liebherr R 901 aus dem Jahr 1968 mit rund 10 t Gewicht

und kantigem Design liebevoll restauriert. In einem Steinbruch traf er auf einen

Liebherr R 978 SME mit über 80 t Gewicht und Hightech-Ausstattung. Zwischen

den beiden Liebherr-Maschinen liegen 55 Jahre Maschinenentwicklung.

U

Die beiden Bagger trennen

mehr als 50 Jahre Entwicklungsgeschichte

und widerspiegeln zwei

unterschiedliche Epochen der

Maschinentechnik.

rsprünglich wurde der Liebherr

Raupenbagger R 901 aus dem Jahr

1968 auf einem Hof für Altmetall eingesetzt,

wo er Metallschrott von Anhängern

entlud und sortierte. Als der Motor nicht

mehr richtig lief, drohte das endgültige Aus

– bis ein gelernter Industriemechaniker ihn

entdeckte und rettete. „Ich habe mich nach

einem Bagger für den eigenen Hausbau

umgesehen und bin über ein Inserat auf

den Liebherr-Raupenbagger R 901

ge stoßen. Er war in einem schlechten

Zustand, aber ich konnte es einfach nicht

zulassen, dass so ein Stück Geschichte

verschwindet“, erzählt der neue Besitzer.

Gemeinsam mit seinem Vater und

Bruder machte er den Bagger zunächst

technisch wieder einsatzfähig. Die Steuerung

wurde auf die heute übliche Eurosteuerung

umgebaut, Leckagen an Hydraulik

und Motor behoben und das Blechkleid

wurde über Monate hinweg in der Freizeit

restauriert. Die größte Herausforderung

waren die stark ausgeschlagenen Komponenten

und die fehlenden Scheiben. Doch

die robuste, einfache Technik machte vieles

möglich. Nach der Präsentation im Rahmen

einer Straßen-Eröffnung wurde der alte

Raupenbagger in den benachbarten

Steinbruch gefahren. Dort stand er neben

einem modernen R 978 SME der Liebherr

Mietpartner GmbH.

Liebherr hat mit der neuen Generation

von Raupenbaggern in der 70 bis 100 t

Klasse zahlreiche Verbesserungen

realisiert. Die Modelle R 972, R 978 SME,

R 992 und R 998 SME stehen für Leistung,

Der Raupenbagger R 901 wurde in letzter Minute vor dem Aus und der Verschrottung gerettet.

Das Restaurieren des Raupenbaggers aus dem Jahr 1968 war ein echtes Familienprojekt.

Komfort und Energieeffizienz. Sie bieten

einen hohen Bedienkomfort, moderne

Assistenzsysteme und einen deutlich

reduzierten Kraftstoffverbrauch. Entwickelt

wurden die Maschinen mit dem

klaren Ziel, den Gesamtenergieverbrauch

zu senken. Herzstück ist das neue,

patentierte System Liebherr Power

Efficiency (PE) – Engine Control, das die

bestehenden Arbeitsmodi (P+/P/E) ergänzt

und den Kraftstoffverbrauch gegenüber

den Vorgängermodellen um bis zu 15%

reduziert.

Das Unternehmen Liebherr begleitet

den neuen Besitzer des R 901 vom

Schrottplatz seit seiner Ausbildung im

Jahr 2008: „Ich machte nie eine schlechte

Erfahrung mit einem Liebherr. Die

Maschinen sind zuverlässig und komfortabel.

Liebherr steht für langlebige, robuste

Technik.“ Der restaurierte R 901 ist heute

zwar offiziell in Rente, aber noch regelmäßig

auf dem eigenen Gelände im Einsatz

– beim Gräben reinigen, Erdaushub oder

bei Teichprojekten. „Wer rastet, der rostet“,

sagt der Besitzer lachend. „Einfach eine

tolle Maschine! Das Restaurieren war ein

echtes Familienprojekt und hat viel Spaß

gemacht.“

www.liebherr.com

Foto: Handtmann Systemtechnik

HANDTMANN SYSTEMTECHNIK

Batterie-Innovation für

Off-Highway-Anwendungen

Das modulare Batteriesystem von Handtmann Systemtechnik

eignet sich für Nutzfahrzeuge ebenso wie für

Hybridantriebe in Bau- und Landmaschinen.

D

ie Handtmann Systemtechnik GmbH &

Co. KG mit Sitz in Biberach an der Riß

verfügt über ein reichhaltiges Portfolio an

Batteriesystemen für den flexiblen und

wirtschaftlichen Einsatz in unterschiedlichen

Fahrzeug- und Anwendungsklassen.

Ein Beispiel dafür ist das auf Lithium-

Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP)

basierende modulare Batteriesystem.

Die skalierbare Lösung eignet sich für

vielfältige Einsatzbereiche – von Nutzfahrzeugen

über Baumaschinen und Landtechnik

bis hin zu Schiffen und stationären

Energiespeichern. Der modulare Aufbau

erlaubt eine bedarfsgerechte Konfiguration:

Ein einzelnes Modul verfügt über eine

Kapazität von 13 kWh. In Kombination

lassen sich bis zu 56 Batterieboxen – sieben

in Serie und acht parallel – verschalten,

womit eine Gesamtkapazität von bis zu

1,34 MWh möglich wird. Dank des Baukastensystems

kann das Batteriesystem

an verschiedene Leistungsanforderungen

angepasst werden. Es eignet sich sowohl für

Fahrzeuge mit hohem Energiebedarf als

auch für stationäre Speicherlösungen. Die

Auslegung des Systems ermöglicht dabei

Spannungen von bis zu 1.000 Volt. Ein

integriertes Sicherheitskonzept schützt

zuverlässig vor thermischen Risiken,

Überladung oder Kurzschluss – auch unter

rauen Einsatzbedingungen. Zudem erfüllt

das System die strengen Anforderungen der

ECE-R100-Zertifizierung. Der Serienstart

ist Anfang 2026 geplant.

www.handtmann.de

Flexibel an Bauraum- und Leistungsbedürfnisse

anpassbar: das neue

modulare Batteriesystem der

Handtmann Systemtechnik.

32 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Wiegen, wo’s zählt – mobile Radladerwaagen

von MWT sorgen für maximale Effizienz

Radlader kommen oft unter schwierigen Bedingungen zum Einsatz. Hier braucht

es eine robuste Wiegeelektronik, für die MWT eine intelligente Lösung zur

präzisen Gewichtsermittlung direkt im Arbeitsprozess bietet – robust,

bedienerfreundlich und nahtlos integrierbar.

D

ie mobile Wiegeeinheit WK 60 von

MWT (Mobile Wiegetechnik) und

Pfreundt bildet das Herzstück der Radladerwaage

und steht für moderne, praxisnahe

Wiegetechnik im täglichen Einsatz.

Dank der widerstandsfähigen Konstruktion

mit stoßfestem Touch-Display aus

gehärtetem Sicherheitsglas ist das WK60

ideal für den harten Baustellen- oder

Werksalltag. Die Bedienung erfolgt intuitiv

über eine grafische Benutzeroberfläche und

ermöglicht dynamisches Wiegen bereits

während des Ladevorgangs. Der Fahrer

erhält sofortige Rückmeldung zum

aktuellen Ladegewicht und kann so gezielt

nachsteuern. Über- oder Unterladungen

werden vermieden, Transporte wirtschaftlicher

geplant und Leerfahrten zu einer

stationären Waage minimiert.

Das Wiegesystem eignet sich sowohl für

den Ersteinbau als auch zur Nachrüstung

in bestehende Fahrzeuge und kann

individuell auf die Anforderungen des

Betriebs abgestimmt werden. Die präzise

Gewichtsermittlung optimiert nicht nur

die Auslastung der Fahrzeuge, sondern

reduziert auch den Verschleiß durch

Überladung und erhöht die Lebensdauer

der eingesetzten Maschinen. Auch in

wechselnden Einsatzumgebungen – etwa

im Kieswerk, in der Recyclingwirtschaft

oder auf der Baustelle – sorgt die Waage

für zuverlässige Ergebnisse und ein hohes

Maß an Transparenz.

Digitale Datenverwaltung

mit Webportal-Anbindung

Auch für das Management der durch die

Radladerwaagen gewonnenen Daten bietet

MWT eine passende Lösung. Optional

ergänzt wird das System durch ein

browserbasiertes Web-Portal, das die

Wiegedaten strukturiert aufbereitet und

für die weitere Verarbeitung bereitstellt.

Gewicht, Material, Datum und Einsatzort

werden so automatisch vom Wiegesystem

an das Portal übertragen. Die Informationen

können für Analysen, Auswertungen,

Berichte oder Weiterleitungen genutzt

werden. Dabei lassen sich die Daten

problemlos in bestehende ERP- oder

Warenwirtschaftssysteme integrieren. Ein

Export im PDF- oder Excel-Format ist

jederzeit möglich.

Das Portal funktioniert ohne lokale

Softwareinstallation, ist von PC, Tablet

oder Smartphone aus zugänglich und

erfordert keine Updates. So behalten

Verwaltung, Disposition und Controlling

jederzeit den Überblick – auch standortübergreifend.

Ob Hitze, Kälte, Staub oder Nässe: Radlader

verrichten ihre Arbeit zumeist unter

härtesten Umweltbedingungen. Dank der

widerstandsfähigen Konstruktion mit

stoßfestem Touch-Display aus gehärtetem

Sicherheitsglas sorgt die mobile Wiegeeinheit

WK60 von MWT auch im harten

Baustellen- oder Werksalltag für die

­exakte Erfassung von Materialflüssen.

Effizient, wirtschaftlich

und zukunftssicher

Die Radladerwaagen von MWT ermöglichen

eine exakte Erfassung von Materialflüssen

direkt bei der Beladung. Unternehmen

profitieren von mehr Transparenz,

reduzierten Betriebskosten und effizienteren

Arbeitsabläufen. Die Kombination aus

robuster Technik, intuitiver Bedienung

und digitalem Datenmanagement macht

die WK 60 zu einer zukunftssicheren

Lösung für moderne Baustellen, Industrieanlagen

und kommunale Anwendungen.

www.mwt-systeme.at

34 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Schwimmbecken ebenso, wie Geländemodellierungen

oder kleinere Abbrüche und

Arbeiten im Leitungsbau. Lanzinger

bedient sämtliche Maschinen selbst, was

die Qualitätssicherung erleichtert und

seinen Auftraggebern hohe Verlässlichkeit

bietet. Größere Aufträge wickelt er

konsequent über Baumeisterbetriebe ab,

um die rechtlichen Vorgaben sauber

einzuhalten.

EISENWAGEN

Strategischer Fuhrparkaufbau

Der Fuhrpark entstand nicht über ein

großes Maschinenpaket, sondern innerhalb

von nur acht Monaten über eine

Serie abgestimmter Entscheidungen.

Gemeinsam mit den Profis der Firma

Eisenwagen wurden die Einsatzbereiche

analysiert und die Maschinen hinsichtlich

Leistung, Größe und Wirtschaftlichkeit

ausgewählt.

Bereits nach den ersten Wochen zeigte

sich, dass einzelne Geräte noch besser an

die Anforderungen angepasst werden

könnten. Die Firma Eisenwagen reagierte

rasch und tauschte zwei Bagger aus, um

Leistung und Bedienbarkeit zu optimieren.

Vertriebsleiter Alexander Rosensteiner

beschreibt dieses Vorgehen als

Fuhrparkaufbau im Rekordtempo

Acht Monate nach der Gründung seines eigenen Erdbau-Unternehmens in Leopoldsdorf

(NÖ) verfügt Michael Lanzinger bereits über einen ansehnlichen Fuhrpark, der vom

Minibagger bis zum Kompaktlader reicht. Möglich wurde dieses außergewöhnliche

Wachstum durch die enge Zusammenarbeit mit der Firma Eisenwagen, dem regionalen

Bobcat-Händler in Himberg bei Wien, der Lanzinger vom ersten Gerätekauf bis zur

laufenden Betreuung begleitet.

L

anzingers Weg in die Baubranche

begann neben seiner Tätigkeit in der

Kfz-Werkstatt. Regelmäßige Baggeraufträge

führten dazu, dass er seine eigene

Erdbau-Firma gründete. Beim Aufbau des

eigenen Fuhrparks war die Wahl des

richtigen Händlerpartners ein entscheidender

Punkt. Michael Lanzinger: „Ich

wollte vor allem Geräte, die zuverlässig

sind. Noch wichtiger war mir aber ein

Partner, der erreichbar ist, wenn etwas

passiert. Mit der Firma Eisenwagen habe

ich genau diese Kombination gefunden.“

Gefragt ist der Jungunternehmer inzwischen

für die verschiedensten Tätigkeiten.

Dazu zählen Aushubarbeiten für

Ein erfolgreiches Team: Jungunternehmer

Michael Lanzinger mit seinem Betreuer

Alexander Rosensteiner von der

Firma Eisenwagen.

36 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

gängige Handschlagqualität bei der Firma

Eisenwagen: „Wir begleiten einen Kunden

nicht nur bei der Anschaffung einer

Maschine, sondern auch danach mit

individuellen Lösungen für jede Situation,

Flexibilität und natürlich auch mit

unserem Service um Produktivität zu

gewährleisten und Stillstände zu vermeiden.“

Assistenzsysteme setzt Lanzinger nur

dort ein, wo sie ihm einen klaren Nutzen

bieten: Eine Tiefenkontrolle etwa steht für

zwei Bagger auf der Wunschliste, ferngesteuerte

Kompaktlader hält er hingegen

für seine regelmäßigen Einsätze für

weniger sinnvoll.

Die Servicequalität und die

kompetente Beratung bei

der Auswahl des richtigen

Geräts ist für Michael

Lanzinger eine wichtige

Stärke der Firma Eisenwagen.

Im Bild mit

Alexander Rosensteiner

und einem Kompakt-Radlader

L85 von Bobcat.

VÖGELE

Marktstart für neuen Mini-Straßenfertiger

Vögele hat den ersten Mini-Fertiger der Strich-5-Generation auf den Markt gebracht.

Mit neuem Materialbehälter, neuem Bedienstand und neuem Lichtkonzept bietet der

Super 800-5 P einen hohen Bedienkomfort und optimale Sicht.

W

ie bei allen Fertigern der Strich-

5-Generation setzt Vögele auch beim

neuen Super 800-5 P auf hohen Bedienkomfort

und kurze Rüstzeiten. In Kombination

mit den Ausziehbohlen AB 200 V

und TV sowie AB 220 V und TV bietet er

Einbaubreiten von 0,5 m bis zu 3,5 m –

und eignet sich damit optimal für schmale

Baumaßnahmen. Der Nachfolger des

Super 700 und Super 800 hat eine

Motorleistung von 55,4 kW, eine Einbaukapazität

von bis zu 300 t/h und ist mit

einer Breite von 1,4 m und einer Länge

von 4,4 m äußerst kompakt. Gegenüber

den Vorgängern integriert das Strich-

5-Modell außerdem zahlreiche praktische

Neuerungen.

Ein großer Vorteil des Mini-Fertigers ist

der neu entwickelte Materialbehälter: Wie

bisher lassen sich beide Behälterwände

separat oder gemeinsam hydraulisch

verstellen. Zusätzlich kann jetzt die

asymmetrische Einstellung, etwa für den

Einbau entlang einer Mauer, beidseitig

umgesetzt werden. Darüber hinaus sind

die Behälterwände des neuen Super 800-5

P zweifach faltbar. Zusammen mit der

flach abfallenden Motorhaube, der

niedrigen Behälterhöhe und dem erhöhten

Bedienstand ermöglicht das dem Bediener

eine uneingeschränkte Sicht nach vorne.

Das Rangieren und Verladen des neuen

Strich-5-Fertigers werden damit deutlich

einfacher.

Außerdem hat Vögele das Bediensystem

verbessert: Die neue Fahrerbedienkonsole

lässt sich wie bisher horizontal versetzen.

Zusätzlich kann jetzt auch ihr Winkel in

vier Stufen verstellt und damit ergonomisch

an die Größe der Bediener angepasst

werden. Das neue Bedienkonzept

ErgoBasic 5 folgt der Bedienlogik der

größeren Maschinen, wurde jedoch speziell

auf den Mini-Fertiger abgestimmt.

Erstmals integriert die Fahrerbedienkonsole

ein Display, über das die Bediener die

Betriebsdaten der Maschine einsehen

können. Außerdem hat Vögele die Bedienung

der Nivellierautomatik Auto Grade

Basic vollständig in die Bohlenbedienkonsolen

integriert. Damit können Bohlen-

Bediener den Super 800-5 P jetzt wie die

großen Vögele Fertiger kompakt über eine

Konsole steuern. Ein neues Ablagesystem

mit Werkzeug- und Getränkehalter,

Kleiderhaken und 24-Volt-Steckdose für

mobile Endgeräte sorgt darüber hinaus für

Ordnung und mehr Komfort. Das Lichtpaket

des Super 800-5 P beinhaltet die

LED-Beleuchtung der Fahrerbedienkonsole,

des Nivellierzylinders und des

Schneckenraums. Das optional erhältliche

Lichtpaket Plus bietet darüber hinaus

zwei LED-Flutlichter, die den gesamten

Arbeitsbereich optimal ausleuchten.

www.wirtgen-group.com

• Fahrzeugwaagen

• Mobile Waagen

• Modernisierung

• Digitalisierung

• Eichservice

Servicequalität als

entscheidender Faktor

Besonders wichtig ist für Lanzinger die

Servicequalität. Während viele Händler

ihre Kommunikation zunehmend digitalisieren,

setzt Eisenwagen weiterhin auf

persönliche Betreuung und schnelle

Reaktionszeiten. Wenn eine Maschine

ausfällt, ist meist innerhalb von wenigen

DATEN & FAKTEN

Der Fuhrpark von Michael Lanzinger umfasst:

Bobcat Minibagger von 1 bis 9 t (E10z, E20z, E35z, E85)

Bobcat Radlader L85

Bobcat Teleskoplader TL25.60 (knapp 6 m Hubhöhe)

Bobcat MT100 Kompaktraupenlader

Bobcat PG20 Notstromaggregat

Mehrere Bobcat Rüttelplatten und Stampfer

Anbaugeräte: Hochdruckreiniger, Betonmischschaufel,

Woodcracker, Seppi Mulcher, Erdbohrer, Greifer, usw.

Stunden ein Techniker vor Ort.

Für die Firma Eisenwagen ist das Erdbau-

Unternehmen Lanzinger ein Beispiel für

ein Start-up, das durch klare Strukturen,

konsequente Arbeitsweise und enge

Abstimmung schnell wachsen kann. Für

Lanzinger wiederum ist Eisenwagen weit

mehr als ein Lieferant. „Ohne diese

Unterstützung wäre mein

Gerätepark heute nicht da, wo

er ist“, sagt er. Die Kombination

aus technischer Kompetenz,

Handschlagqualität und

schneller Hilfe vor Ort bildet

den Kern der Zusammenarbeit.

Die Partnerschaft der

beiden Unternehmen zeigt,

wie wichtig die enge Zusammenarbeit

eines jungen

Erdbau-Unternehmens mit

einem engagierten Vertriebspartner ist.

Selbst kleinere Betriebe können sich

innerhalb kurzer Zeit wettbewerbsfähig

positionieren, wenn Technik und Betreuung

gleichermaßen stimmen. Denn in

einem Marktumfeld, das von Effizienz und

Verfügbarkeit geprägt ist, wird ein verlässlicher

und professioneller Service zum

entscheidenden Faktor.

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Der Materialbehälter des

Super 800-5 P ermöglicht

dem Bediener eine uneingeschränkte

Sicht nach

vorne. Das neue Bedienkonzept

ErgoBasic 5 wurde

speziell auf den Mini-

Fertiger abgestimmt.

Staubbekämpfung

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38 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 39



MASCHINEN + TECHNIK

TSCHANN

Reinhaltungsverband Steyr investiert in zwei

Saugwagen Tatra 6x6/4 mit Kaiser-Aufbau

Da das Terrain weitab der Wege oft unwegsam ist und bei schlechter Witterung eher schon

mit herausfordernder Topografie aufwartet, entschied man sich beim Reinhaltungsverband

Steyr bei der letzten Beschaffung bewusst für allradgetriebene Fahrzeuge.

E

rfolg findet sich nicht selten abseits

längst bekannter Wege. Und eben jene

muss der Reinhaltungsverband Steyr hin

und wieder verlassen, um das nach Linz

und Wels drittgrößte Kanalnetz in

Oberösterreich instand zu halten. Mit

den zwei Tatra Phoenix 6x6/4 sind somit

die ersten, nicht in Steyr gefertigten,

schweren Lkw im täglichen Einsatz –

komplettiert durch Aquastar-IV-Aufbauten

des liechtensteinischen Herstellers

Kaiser.

Nach den ersten sechs Einsatzmonaten

fällt das Resümee sowohl der Verantwortlichen

im Verband als auch der

Fahrer durchwegs positiv aus. Das

Zusammenspiel des einzigartigen

Fahrwerkskonzeptes der Tatra mit 480

PS und dem verwindungssteifen Zentralrohrrahmen

mit luftgefederter Einzelradaufhängung

und den äußerst leisen

Kaiser-Aquastar-IV-Aufbauten erweist

sich als in höchstem Maße zuverlässig.

Ergänzt um die Lenkung der letzten

Achse stellen auch die engen Gassen in

Steyr kein wirkliches Hindernis dar.

Generalunternehmer und Lieferant

dieser besonderen Fahrzeuge ist die

Firma Tschann Nutzfahrzeuge GmbH in

Salzburg mit insgesamt 430 Mitarbeitern

an 9 Verkaufs- und Servicestandorten in

Österreich und Bayern.

Dazu DI Robert Kerschl, Vertriebsleiter

des Tatra-Ressorts in der Tschann-

Gruppe: „Als österreichisches Familienunternehmen

freuen wir uns sehr, mit

diesen speziellen Fahrzeugen die Offroad-

Anforderungen des Reinhaltungsverbandes

Steyr erfüllen zu können. Wir

bedanken uns für die äußerst professionelle

Zusammenarbeit bei den Projektverantwortlichen

sowohl des Reinhaltungsverbandes

und der Stadt Steyr als

auch bei der BBG Bundesbeschaffungsgesellschaft

für die transparente und

reibungslose Abwicklung dieses öffentlichen

Auftrages.“

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Gruppenbild vor den zwei Tatra mit Kaiser-Aufbau vom

Reinhaltungsverband Steyr.

Von links: KR Anton Bucek (Tatra

Repräsentant), BSc Thomas Langer

(Geschäftsführer Reinhaltungsverband

Steyr), DI Anita Schürrer-

Wizani (Geschäftsführerin Reinhaltungsverband

Steyr), Dr. Helmut

Zöttl (Obmann RHV und Vizebürgermeister

Steyr) und DI Robert

Kerschl (Tatra Vertriebsleiter

Tschann Gruppe).

Tatra Phoenix mit Aquastar-IV-

Aufbau von Kaiser im Einsatz.

40 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

Einsatz des Energiespeichers LPO

100 in einer Höhe von 1.000 m: Er deckt

die Energiespitzen des Liebherr-Krans 34 K

energieeffizient ab und versorgt zudem

weitere Verbraucher mit Strom.

DI Nikolaus Wieser arbeitet seit

über zehn Jahren als Bauleiter für

die Wildbachverbauung Österreich.

cher dazu, die Energiespitzen des Krans

bis zu 100 kVA abzudecken. Es wird nur

so viel Energie verbraucht, wie tatsächlich

benötigt wird. Der Speicher kann

parallel zum Betrieb oder auch nachts

aufgeladen werden. Seit über vier

Monaten ist der Liebherr-Energiespeicher

fix neben einem Container installiert.

Nikolaus Wieser ist mit der neuen

Lösung zufrieden: „Wir hätten natürlich

auch ein Dieselaggregat zur Beschickung

der Baustelle verwenden können,

wie wir es immer getan haben. Aber

auch wir möchten einen Beitrag zur

Reduzierung von Emissionen leisten und

setzen daher gerne auf diese innovative

Lösung von Liebherr.”

Im Vergleich zu einem Dieselaggregat

sieht Wieser den großen Vorteil des

Energiespeichers darin, dass dieser den

ganzen Arbeitstag über betrieben

werden kann, ohne dass ein Nachtanken

erforderlich ist. Somit entsteht kein

logistischer und zeitlicher Aufwand.

Monatlich werden so außerdem ca. 2.000 l

Diesel benötigt, was bei einem Dieselpreis

von 1,40 Euro pro l insgesamt

2.800 Euro bedeutet und einen

Gesamtaufwand von 11.200 Euro über

vier Monate hinweg bedeuten würde.

Zudem werden durch den Einsatz des

Energiespeichers etwa 20,3 t CO2 über

den Zeitraum von vier Monaten eingespart.

Das entspricht dem durchschnittlichen

jährlichen CO2-Fußabdruck von

zwei Personen, die in Deutschland leben.

„Die Inbetriebnahme lief gut; seitdem

steht der Speicher und läuft – so soll es

sein“, zeigt sich Wieser positiv gestimmt.

Er betrachtet den Liebherr-Energiespeicher

als innovative und zukunftsfähige

Lösung und kann sich dessen

Einsatz auch in innerstädtischen

Gebieten mit Lärmemissionsauflagen

sehr gut vorstellen.

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Für jede Aufgabe

das richtige Werkzeug

LIEBHERR

Nachhaltige Stromversorgung am Bau

Die Österreichische Wildbach- und Lawinenverbauung stellt durch bauliche Schutzmaßnahmen

die Prävention von Extremwetterereignissen wie Erdrutschen, Hochwasser

oder Lawinenabgängen sicher und schützt somit die Bevölkerung. Zum ersten Mal setzt

die lokale Behörde im Gebiet Pongau anstelle eines Dieselaggregats einen Liebherr-

Energiespeicher zum Betrieb der Baustelle ein. Dadurch können pro Monat ca. 2.000 l

Diesel eingespart werden – ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiges Bauen.

D

as Ellmautal im Großarltal im

Salzburger Pongau zählt zu den

sehenswertesten Regionen Österreichs.

Und das zu Recht: Das Wander- und

Urlaubsparadies wartet mit idyllischen

Seen, kristallklaren Gebirgsbächen und

einzigartigen Landschaften darauf, von

Naturliebhabern entdeckt zu werden. Die

Natur birgt jedoch auch unberechenbare

Gefahren. Es muss jederzeit mit Erdrutschen,

Geröll- oder Murgängen sowie

Lawinen und Hochwasser gerechnet

werden. Um die Bevölkerung im umliegenden

Tal zu schützen und Schäden zu

vermeiden, müssen daher rechtzeitig

Maßnahmen ergriffen werden. Ein Beispiel

dafür ist die Errichtung einer Konsolidierungssperre

im Flussbett des Sillegggrabens

auf der Ellmauer Alm, um sich gegen

herabkommendes Geröll vom Berg abzusichern.

Für den Bau des Schutzbauwerks

kommt auf der Baustelle ein 34 K Schnelleinsatzkran,

ebenfalls von Liebherr, zum

Einsatz. DI Nikolaus Wieser von der

Wildbachverbauung ist als Bauleiter vor

Ort und sorgt dafür, dass alles reibungslos

läuft – sowohl in der Planung als auch im

täglichen Betrieb.

Eine der größten Herausforderungen

bei der Planung einer Baustelle in einem

so abgelegenen Gebiet ist die Energieversorgung.

Oftmals ist die Netzversorgung

vor Ort nicht ausreichend, um große

Stromspitzen – beispielsweise Kranhübe

– abzudecken, oder sie ist gar nicht erst

vorhanden. In diesem Fall ist der Schnelleinsatzkran

der größte Verbraucher auf

der Baustelle. Üblicherweise würde man

hierfür ein Dieselaggregat nutzen. Die

Wildbachverbauung setzt jedoch auf eine

andere Lösung: den mobilen Energiespeicher

LPO 100 von Liebherr.

Energiespeicher als effiziente

Alternative zum Dieselaggregat

Der Energiespeicher puffert mit 94 kWh

zusätzlich den Fixstromanschluss vor Ort

und versorgt neben dem Kran auch

weitere Verbraucher wie Containereinheiten,

Akkugeräte, Kreissägen und eine

Wasserpumpe. Tagsüber dient der Spei-

Strom statt Diesel: Die Wildbach- und

Lawinenverbauung Österreichs setzt auf

Energiespeicher von Liebherr, um die Baustelle

im Großarl mit Energie zu versorgen.

Der Liebherr-Energiespeicher versorgt die

Baustelleninfrastruktur tagsüber und wird

nachts geladen. Neben dem Fixstromanschluss

eines nahegelegenen Bauernhofs

nutzt er dazu den Strom, der über eine

Solaranlage generiert wird.

Bereit für die

härtesten Einsätze

42 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Ob Drohnenvermessung, Laserscanning

oder Leica iCON iCS-Systeme: mit der

Innovationstour 2026 zeigt das Team von

AM Baugeräte, dass die Bedienung neuer

Technologien einfacher ist als gedacht und

viele Vorteile bringt.

AM BAUGERÄTE

Digitale Baustelle: Innovationstour 2026 zeigt

den konkreten Nutzen neuer Technologien

Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt veranstaltet die Firma AM Baugeräte ihre Innovationstour

– ein Format, das sich zu einem wichtigen Treffpunkt für Fachleute aus Baugewerbe,

Vermessung und Digitalisierung entwickelt hat. Auch 2026 setzt das Unternehmen diese

Tradition fort, diesmal mit einem noch stärkeren Fokus auf den praktischen Mehrwert

digitaler Technologien. Für die Kunden in West-Österreich macht die Innovationstour 2026

auch am neuen Standort der Firma AM Baugeräte in Kematen Station.

D

ie Innovationstour 2026 widmet sich

schwerpunktmäßig der Frage, wie sich

moderne Messsysteme im Baustellenalltag

bewähren, wie sie den Arbeitsprozess

verändern, und worin sich die verschiedenen

Technologien tatsächlich unterscheiden.

Wie in den vergangenen Jahren wird

die Tour wieder österreichweit als eintägige

Fachveranstaltung angeboten, wobei

ein modularer Aufbau den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern große Flexibilität

ermöglicht. Inhaltlich orientiert sich das

Programm an jenen Themen, die bereits

2025 großes Interesse ausgelöst haben,

insbesondere an Laserscanning, Drohnenvermessung

und den neuen Leica iCON

iCS-Systemen. Während im Vorjahr jedoch

vor allem neue Geräte vorgestellt wurden,

rückt 2026 der Vergleich in den Mittelpunkt

– und damit der konkrete Nutzen

für den Betrieb.

Freuen sich gemeinsam mit dem Team von AM Baugeräte auf die zahlreichen Gespräche mit

den Kunden in ganz Österreich (von links): Geschäftsführer Johannes Gruber, Nazif Džino

(Experte für Laserscanning und Geodaten) und Vertriebsleiter Andreas Kummer.

44 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Geschäftsführer Johannes Gruber

erklärt diesen Ansatz so: „Unsere Kunden

sehen heute eine Vielzahl moderner

Vermessungssysteme. Aber die entscheidende

Frage ist nicht, was technisch alles

möglich ist, sondern welche Lösung für

welchen Einsatzzweck wirklich sinnvoll ist.

Genau das wollen wir im Rahmen der

Innovationstour 2026 besonders deutlich

zeigen.“ Für Gruber und sein Team ist das

Ziel der Tour, Orientierung zu schaffen und

Unternehmen zu helfen, Investitionen

besser einschätzen zu können. Dabei gehe

es nicht nur um technische Leistungsfähigkeit,

sondern auch um wirtschaftliche

Auswirkungen. „Wenn eine Technologie die

Vermessung dreimal schneller macht und

Fehler reduziert, dann relativieren sich

Anschaffungskosten sehr schnell. Das wird

in vielen Betrieben noch unterschätzt.“

Dieser praxisorientierte Zugang zeigt

sich besonders im Bereich Laserscanning,

der 2026 deutlich ausgebaut wird.

Während man im Vorjahr vor allem die

Bandbreite der verfügbaren Systeme

vorgestellt hat, widmet sich die Tour

verstärkt konkreten Anwendungsszenarien.

Referent Nazif Džino, studierter

Vermesser und Experte für Laserscanning

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und Geodaten, erläutert diesen Schritt: „In

vielen Betrieben ist Laserscanning kein

abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern

tägliche Realität. Deshalb wollen wir

zeigen, welcher Scanner für welche

Aufgabe wirklich ideal ist und wie man die

Daten so verarbeitet, dass sie dem Betrieb

effektiv weiterhelfen.“

Drohnenvermessung

auf dem nächsten Level

Besonderes Augenmerk gilt der Drohnenvermessung,

die im Vergleich zu 2025 noch

einmal deutlich an Bedeutung gewonnen

hat. Džino beobachtet, dass viele Unternehmen

die Möglichkeiten der Drohnen

heute erst ansatzweise ausschöpfen: „Was

sich bei Drohnen in den letzten zwei

Jahren getan hat, ist enorm. Die Kombination

aus Photogrammetrie, Lidar und

intelligenter Software eröffnet Anwendungen,

die vor Kurzem noch völlig unrealistisch

waren. Wir zeigen, wie man diese

Technik nicht nur fliegt, sondern wie man

sie wirtschaftlich sinnvoll nutzt.“ Der

Fokus liegt dabei auch auf der DJI-eigenen

Softwarewelt, mit der Flugplanung, Datenerfassung

und automatische Verarbeitung

deutlich effizienter werden.

DATEN & FAKTEN

Innovationstour 2026

Auch im Jahr 2026 veranstaltet die Firma

AM Baugeräte wieder ihre bereits traditionelle

Innovationstour. Rund um den

Schwerpunkt „Digitale Baustelle“ stehen

Themen wie „3D Reality Capture“, „Leica

iCS vs. iCR“, „Vermessung aus der Luft“ und

„PinPoint Software“ im Mittelpunkt. Die

Stationen der Innovationstour 2026 im

Überblick:

28.01.2026 Steiermark,

Bauakademie Übelbach

04.02.2026 Oberösterreich,

CAD+T Solutions GmbH,

Ansfelden

05.02.2026 Salzburg,

Bauakademie Salzburg

25.02.2026 Tirol,

AM Baugeräte Niederlassung

in Kematen

05.03.2026 Niederösterreich,

AM Baugeräte Zentrale

in Raasdorf

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MASCHINEN + TECHNIK

Die Innovationstour 2025

war ein voller Erfolg. Im Bild

die Abschlussveranstaltung

in der Firmenzentrale in

Raasdorf. Durch den neuen

AM Baugeräte Standort in

Kematen kommt die Innovationstour

2026 auch nach

West-Österreich.

Der Fachhändler für

Spezial- und Sondermaschinen

im Bereich Bau, Spezialtiefbau,

Materialumschlag und

Gewinnungsindustrie

Mit dem Leica RTC360

Laserscanner ist

3D-Umgebungserfassung

schnell wie nie zuvor.

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Auch die Leica-iCS-Reihe wird dieses

Jahr stärker im Detail betrachtet. Nachdem

2025 die neue Generation vorgestellt

wurde, geht es nun um ihre Bewährung im

Baustellenalltag. Firmenchef Johannes

Gruber beschreibt die Entwicklung so:

„Wir können aus der Praxis zeigen, wo ein

iCS-System den Tachymeter ersetzt – und

wo ein klassisches Gerät weiterhin die

bessere Wahl ist. Das ist für viele Betriebe

eine entscheidende Information, weil es

Investitionen langfristig planbarer macht.“

Ein oft angesprochenes Thema ist der

Einstieg in diese Technologien. Džino

betont, dass moderne Systeme mit einem

überraschend geringen Schulungsaufwand

nutzbar sind. „Wir erleben immer wieder,

dass jemand glaubt, eine iCS oder ein

Scanner sind kompliziert. Und zwei Tage

später arbeitet er selbstständig damit. Die

Hürde ist viel niedriger, als viele annehmen.“

Dank Remote-Support könne man

zudem viele Fragen direkt lösen, ohne

dass jemand vor Ort sein müsse.

Service, Unterstützung und

Verlässlichkeit als Erfolgsfaktor

Neben der technischen Expertise spielt der

Servicegedanke eine wichtige Rolle.

Vertriebsleiter Andreas Kummer

beschreibt die Philosophie dahinter: „Wir

verkaufen keine Geräte, wir liefern

Lösungen. Das beginnt bei der Beratung,

geht über die Einschulung und reicht bis

zur schnellen Unterstützung im Alltag.

Wenn bei einem Kunden auf der Baustelle

etwas nicht funktioniert, müssen wir

innerhalb kürzester Zeit reagieren können

– und genau das tun wir.“ Kummer betont,

dass viele Unternehmen den Wert eines

verlässlichen Partners erst dann erkennen,

wenn es einmal schnell gehen muss.

„Ein Gerät ist nur so gut wie der Service

dahinter. Das ist uns enorm wichtig.“

Diese Verbindung aus Expertise und

Unterstützung zeigt sich auch in den

ergänzenden Dienstleistungen. AM

Baugeräte übernimmt auf Wunsch die

gesamte Datenaufbereitung – von Punktwolken

über Geländemodelle und Massenberechnungen

bis hin zu CAD-Plänen. Als

zertifizierter Leica-Servicebetrieb verfügt

das Unternehmen zudem über eine üppig

ausgestattete Werkstatt sowie eine eigene

GNSS-Referenzantenne, wodurch Reparaturen

und Wartungen schnell und präzise

durchgeführt werden können.

Die Zielgruppe der Innovationstour

2026 ist bewusst breit gefasst und reicht

von großen Bauunternehmen über

Ziviltechnikerbüros bis hin zu kleinen

Gewerbebetrieben. Gruber betont dabei,

dass gerade kleine Unternehmen besonders

stark profitieren: „Ein Ein-Personen-

Betrieb kann mit einem modernen

Vermessungssystem Aufgaben übernehmen,

für die früher mehrere Leute und

deutlich mehr Zeit notwendig waren. Das

verändert die Möglichkeiten vieler

Betriebe fundamental.“

Begleitet wird die Innovationstour

wieder von einem kompetenten Team aus

Spezialisten, das sein Wissen aus der

Praxis einbringt und den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern einen tiefen Einblick in

moderne Vermessungsprozesse vermittelt.

Die Bauvermessung befindet sich in

einer Phase rasanter Entwicklung.

Technologien wie Laserscanning, Drohnenvermessung

und iCON-Systeme verändern

den Arbeitsalltag nachhaltig. Nazif Džino

fasst die Entwicklung abschließend so

zusammen: „Digitale Vermessung ist kein

Trend mehr. Sie ist der neue Standard.

Und wer jetzt einsteigt, verschafft sich

langfristig einen enormen Vorteil.“

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46 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Siegerehrung bei den AustrianSkills 2025

im Fachbereich Land- und Baumaschinentechnik:

Gold holte sich Felix Thomas

Tüchler (Leutgeb GmbH), Silber ging an

Bernhard Moser (Liebherr Österreich Vertriebs-

und Service GmbH) und Bronze an

Stefan Kicker (Zeppelin Österreich GmbH).

AUSTRIANSKILLS

Staatsmeister der Berufe wurden gekürt

Nach drei intensiven Wettkampftagen endeten am 23. November 2025 die

AustrianSkills 2025 mit der Siegerehrung im Messezentrum Salzburg. Vor

mehr als 2.500 Fans wurden die Staatsmeisterinnen und Staatsmeister in

48 Berufen ausgezeichnet. Beeindruckende Leistungen gab es auch in den

Kategorien Betonbau, Hochbau sowie Land- und Baumaschinentechnik.

D

ie alle zwei Jahre ausgetragenen

AustrianSkills gelten als das wichtigste

nationale Kräftemessen für junge

Fachkräfte und sind bekannt für ihr hohes

Niveau und die strengen Anforderungen,

die den Teilnehmern alles abverlangen.

Gefordert waren Millimeterarbeit, Tempo,

perfekte Teamkoordination sowie Konzentration

bis zur letzten Minute. Mehr als

500 junge Fachkräfte aus neun Bundesländern

kämpften in insgesamt 48

Berufen um den Staatsmeistertitel – von A

wie Anlagenelektrik bis Z wie Zimmerei.

Im Teambewerb Betonbau sind Julian

Gintner und Michael Pomassl die neuen

Staatsmeister. Sie setzten sich im Teambewerb

gegen die starke nationale Konkurrenz

durch und holten die Goldmedaille

für Leyrer + Graf. Fünf Teams aus

Betrieben in ganz Österreich traten im

Betonbau-Teambewerb gegeneinander an.

Die Aufgaben umfassten u.a. das Aufreißen

der Wände laut vorgegebenem Plan,

das Montieren der Rahmenschalung

inklusive Stirnschalung und das Herstellen

und Versetzen eines Kastens. Zudem

galt es, einen Bewehrungskorb zu binden

und abschließend die Zahl „26“ in Sichtbetonweise

zu betonieren. Jeder Arbeitsschritt

verlangte höchste Genauigkeit,

Teamarbeit und handwerkliches Geschick.

Ihr Sieg reiht sich nahtlos in eine lange

Serie herausragender Leistungen von

Leyrer + Graf Mitarbeitern bei nationalen

und internationalen Berufsmeisterschaften

ein. CEO Stefan Graf zeigt sich

besonders stolz: „Wir danken Julian und

Michael für ihren Mut und ihren großartigen

Einsatz. Mit dieser grandiosen

Leistung haben die beiden nicht nur ihr

Können unter Beweis gestellt, sondern sie

belegen erneut die Spitzenposition für

unser Unternehmen. Damit wird sichtbar,

dass unsere Ausbildungsstrategie hervorragend

funktioniert und unsere Mitarbeiter

zu den Besten der Branche zählen.“

Den Staatsmeistertitel im Hochbau

holte Noah-Samuel Trettenbrein von

BM-Haus GmbH in St. Georgen im

Lavanttal. Den Titel „Best of Austria“

sichert sich das niederösterreichische

Gartengestalter-Duo Noah Knapp (von

Kramer & Kramer Gartengestaltung in

Zöfing) und Simon Berner (von Nentwich

Gartenbau in Perschling). Die erstmals

vergebene Auszeichnung würdigt die

Leistung der besten Fachkräfte über alle

Berufe hinweg.

In der Kategorie Land- und Baumaschinentechnik

ging Gold an Felix Thomas

Fotos: SkillsAustria/Wieser/Slovencik

Tüchler von der Leutgeb GmbH. Silber

holte sich Bernhard Moser von der

Liebherr Österreich Vertriebs- und Service

GmbH und Bronze ging an Stefan Kicker

von der Zeppelin Österreich GmbH. Jede

der vielfältigen Aufgabenstellungen

verlangte höchste Konzentration, denn

selbst kleinste Fehler konnten wertvolle

Punkte kosten. Der Drittplatzierte Stefan

Kicker ging bereits beim NÖ Landeslehrlingswettbewerb

2024 in der LBS Mistelbach

sowie beim Bundeslehrlingswettbewerb

2024 in Innsbruck als Sieger hervor.

Wie Kicker betont, ist die Teilnahme an

einem Wettbewerb dieser Größenordnung

nicht nur eine fachliche, sondern auch eine

persönliche Herausforderung. Betreut

wird er vom Lehrlingsbeauftragten Marc

Schautzer. Der zeigte sich nach dem

Wettbewerb äußerst zufrieden mit der

Leistung seines Schützlings. Er betonte,

dass das allgemeine Leistungsniveau der

Austrian Skills 2025 außergewöhnlich

hoch gewesen sei – viele Aufgabenstellungen

entsprachen bereits dem Niveau

internationaler Wettbewerbe. Die Zeppelin

Österreich GmbH beschäftigt österreichweit

rund 21 Lehrlinge und investiert

kontinuierlich in eine moderne, praxisorientierte

Ausbildung. Dazu zählen regelmäßige

Schulungen, der Einsatz moderner

Diagnosetechnologien, strukturierte

Entwicklungspläne sowie praxisnahe

Lehrwerkstätten. Das Unternehmen sieht

die Lehrlingsausbildung als zentralen

Baustein seiner Unternehmensstrategie.

Schließlich werden gerade im technischen

Bereich hervorragend geschulte Nachwuchskräfte

dringend benötigt, um den

zukünftigen Anforderungen der Kunden

gerecht zu werden.

Im Rahmen der AustrianSkills wurden

auch die Medaillen der „Independent

Skills Championships“ (ISCE) übergeben:

Vier Kategorien, die heuer in Dänemark

bei EuroSkills aus organisatorischen

Gründen nicht stattfinden konnten,

wurden bei den AustrianSkills als Heim-

Europameisterschaft nachgeholt. Diese

Heim-EM geht mit einem aus österreichischer

Sicht starken Ergebnis zu Ende.

Gleich zwei Goldmedaillen gehen an das

rot-weiß-rote Team: Steinmetzin Juliana

Hain (beschäftigt bei Strasser Steine in St.

Martin in Oberösterreich) gewinnt Gold,

der Steirer Marcel Resch (arbeitet für

Hütinger Glas in Kaindorf) setzt sich in

der Glasbautechnik durch. Silber in

Digital Construction holt Tobias Weißengruber

(aus Pixendorf in Niederösterreich).

Der frisch gekürte Vizeeuropameister

arbeitet bei ODE Informationstechnik im

12. Bezirk in Wien und studiert parallel

dazu Bauingenieurwesen an der TU Wien.

Mit Jakob Gratl steht Österreich auch bei

den Spenglern am Podest: Die Tiroler

Fachkraft ist bei der Spenglerei Peer

(Steinach am Brenner) beschäftigt.

Ihr verlässlicher Partner

für Baumaschinen zum

SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen

Kraft erklärt: „Diese AustrianSkills haben

sehr deutlich gemacht, wie hoch das

Niveau unserer heimischen Fachkräfte ist.

Für viele ist die Staatsmeisterschaft erst

der Anfang: Die Besten steigen jetzt in die

oder

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Julian Gintner und

Michael Pomassl von

L eyrer + Graf erkämpften

sich im Teambewerb

Betonbau den

Staatsmeistertitel.

Für Stefan Kicker

(Zeppelin Österreich

GmbH), den Drittplatzierten

in der

Kategorie Land- und

Baumaschinentechnik,

war die Veranstaltung ein

intensives, lehrreiches

und motivierendes

Erlebnis, das ihn in seiner

beruflichen Entwicklung

langfristig stärkt.

Vorbereitung für die WorldSkills 2026 in

Shanghai und die EuroSkills 2027 in

Düsseldorf ein. Dort werden sie auch auf

der internationalen Bühne zeigen, wie

stark Österreichs Berufsbildung ist.“

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48 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 49



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

KOMATSU

Vielseitiger Kompaktradlader WA170M-11

Das neueste Kompaktradlader-Modell von Komatsu kann mit verschiedenen Hubgerüsten

bestellt werden und ist damit eine der vielseitigsten Maschinen in der 10 t Klasse.

D

er WA170M-11 wurde von der

Komatsu Germany GmbH - Construction

in Hannover entwickelt und wird

ebenfalls dort produziert. Er ist mit zwei

unterschiedlichen Hubgerüsten verfügbar:

Neben der üblichen Z-Kinematik bietet

Komatsu nun auch das „Tool Linkage“-

Hubgerüst für diese Maschinenklasse an,

das bisher nur für größere Modelle

verfügbar war.

Henrik von Werder, Produktmanager

bei Komatsu Europe, erklärt: „Dadurch,

dass wir den WA170M-11 auch mit dem

‚Tool Linkage‘-Hubgerüst anbieten,

Für die Optimierung des Komatsu WA170M-11 wurde im Rahmen des auf 500 Betriebsstunden

erweiterten Testprogramms unter anderem auch das Feedback der Fahrer des

Kompostwerks Hellefelder Höhe berücksichtigt.

können Kunden die Maschine auch mit

vorhandenen Anbaugeräten nutzen und

flexibel für verschiedenste Aufgaben

einsetzen, was für einen großen Mehrwert

sorgt.“

Um die Maschine zu perfektionieren,

bevor sie in die Serienproduktion geht, hat

Komatsu sein Testprogramm von den

üblichen 100 auf 500 Betriebsstunden

erweitert. Im Rahmen des Testprogramms

wurde die Maschine von mehreren

Kunden im täglichen Einsatz eingehend

geprüft. Dazu gehörte auch die Kompostwerk

Hellefelder Höhe GmbH. Die Fahrer

des Unternehmens erledigten mit dem

Radlader unterschiedliche Aufgaben unter

verschiedenen Einsatzbedingungen,

sodass die Maschine mit Hilfe des Fahrer-

Feedbacks weiter optimiert werden

konnte.

Thorsten Schmidt, einer der Fahrer der

Kompostwerk Hellefelder Höhe GmbH,

berichtet: „Es hat Spaß gemacht, den

WA170M-11 auf Herz und Nieren zu

testen. So konnte Komatsu die Maschine

nicht nur optimieren, sondern auch perfektionieren.“

„Die Maschine ist sehr zuverlässig

und die geräumige Kabine bietet

eine ausgezeichnete Rundumsicht. Die

einfache und intuitive Bedienung sorgt für

komfortables und effizientes Arbeiten den

ganzen Tag über.“

Die Hintergründe dazu erläutert

Michael Wadsack, Senior Produktmanager

bei Komatsu Europe, so: „Unsere strengen

Qualitätsstandards erreichen wir nur

durch Tests an echten Einsatzorten. So

stellen wir sicher, dass unsere Produkte

die Zuverlässigkeit und Leistung bieten,

auf die sich unsere Kunden verlassen.“

Seit der Markteinführung auf der

bauma im April 2025 hat der WA170M-11

ein überwältigendes Kundeninteresse

erfahren und es gingen bereits zahlreiche

Bestellungen ein. Nach Abschluss der

letzten Tests wird Komatsu mit der

Auslieferung der ersten Maschinen

beginnen.

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www.komatsu.eu

Der innovative Kompaktradlader ist

mit einem 96 kW Dieselmotor gemäß

EU Stufe V ausgerüstet und überzeugt

durch hohe Leistung in verschiedensten

Einsatzbereichen.

DIADORA UTILITY

Vortex: der Sicherheitsschuh mit Sport-DNA

Diadora Utility steht für Innovation und sportliches Design und bietet seit 1998

hochmoderne Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung an.

D

ank des Diadora-Forschungszentrums

werden die für Sportler

entwickelten Technologien auch zu

Begleitern der täglichen Arbeit. In dem

neuen Sicherheitsschuh Vortex ist die

von Diadora Utility für den Sport

entwickelte Double-Action-Technologie

integriert. Diese besteht aus einer

Zwischensohle mit doppelter Dämpfung.

Die Federung im Fersenbereich durch

weicheres EVA (Ethylenvinylacetat) – ein

leichter, flexibler Kunststoffschaum,

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WIE NUTZEN WIR

WASSERKRAFT,

OHNE BETON?

EINE WELT OHNE BETON

IST EINE WELT OHNE

ENERGIEWENDE.

Entdecken Sie,

wie Beton unsere

Zukunft sichert!

welcher den Bodenkontakt abfedert und

dabei Rücken sowie Gelenke entlastet

– wird kombiniert mit der hohen Reaktivität

im Vorfußbereich dank einer noch

kompakteren Materialzusammensetzung,

die einen spürbaren Energie-

Return bei jedem Schritt ermöglicht. Zu

diesen beiden Eigenschaften kommt die

verbesserte Stabilität hinzu: Der erhöhte

Rand des Schuhs umschließt den Fuß

und hält ihn in der Achse, wodurch ein

ungewolltes Rollen nach innen oder

Mit der innovativen Double-

Action-Technologie bietet

der neue Sicherheitsschuh

Vortex seinen Trägern

sowohl eine komfortable

Federung, als auch eine

erhöhte Reaktivität.

außen vermieden wird. Das Ergebnis ist

ein sanftes Abrollen – wie bei einem

Laufschuh – und ein angenehmes

Tragegefühl, das den Arbeitnehmer den

ganzen Tag begleitet. Erhältlich ist auch

ein Modell mit dem BOA Fit System, dem

schnellen und präzisen Schnürsystem

mit mikroverstellbarem Drehrad (Bild),

welches eine genaue Passform bietet und

somit die Stabilität und Kontrolle

verbessert.

www.diadorautility.com

50 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 51



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Zum 55 Jahr Jubiläum blickt

Atlas Weyhausen voller

Energie nach vorn: mit neuen

Technologien, innovativen

Produkten und einer klaren

Vision für die nächsten

Jahrzehnte.

ATLAS WEYHAUSEN

Tradition trifft Zukunft

Atlas Weyhausen feiert sein 55-jähriges Bestehen: 1970 gründete Dr. Friedrich Weyhausen

die eigenständige Sparte für Radlader, der Startpunkt für das heutige Atlas Weyhausen.

S

eit über 55 Jahren entwickelt und

produziert das Unternehmen am

Standort Wildeshausen in Niedersachsen

hochwertige Radlader – „made in Germany“

und weltweit im Einsatz. Die

Wurzeln des Unternehmens reichen bis

ins Jahr 1919 zurück, als die Hinrich

Weyhausen KG gegründet wurde. Mit der

Einführung des Markennamens Atlas im

Jahr 1936 begann eine bis heute

bekannte Erfolgsgeschichte im Bereich

Baumaschinen. Seither prägen zahlreiche

Meilensteine das Unternehmen, darunter

1975 die Einführung eines wegweisenden

Hydrostat-Antriebskonzeptes. 2016

erfolgte die Umbenennung der Marke in

Weycor, ein Jahr später die Einführung

der Leistungsklasse 6XX (bis 16 t). Vor

drei Jahren wurde der Standort erweitert

und das Innovationszentrum in Wildeshausen

eröffnet. 2025 ist geprägt durch

die strategische Neuausrichtung unter

neuer Unternehmensführung.

Das ungarische Tochterunternehmen

Kapos Atlas Kft. ist ein zentraler

Bestandteil des Erfolgs von Atlas Weyhausen.

Es fertigt seit 1993 hochwertige

geschweißte Stahlkonstruktionen,

Komponenten und Baugruppen für

Baumaschinen und Nutzfahrzeuge – von

Einzelteilen bis zu kompletten Modulen.

Gewahrt wird das Erbe von Dr. Friedrich

Weyhausen durch die Dr.-Friedrich-

Weyhausen-Stiftung.

Geschäftsführer Marc Bockelmann

betont: „55 Jahre Atlas Weyhausen – das

sind 55 Jahre Mut, Leidenschaft und

Ingenieurskunst. Wir sind stolz auf

unsere Geschichte, aber noch entschlossener,

die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit

unseren Mitarbeitenden, Partnern und

Kunden entwickeln wir Maschinen, die

nicht nur heute überzeugen, sondern die

Welt von morgen besser und effizienter

machen. Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein

– und gleichzeitig der Start in ein

neues Kapitel voller Innovationen.“

www.weycor.de

DOKA

Erster vollelektrischer Lkw in Betrieb

Bei Doka in Amstetten ersetzt der erste vollelektrische Lkw den bisher größten Dieselverbraucher

der Produktion und spart künftig rund 36 t Treibhausgasemissionen pro Jahr ein.

D

er erste MAN Elektro Lkw in ganz

Niederösterreich transportiert

künftig Schalungs- und Gerüstmaterial

zwischen den Doka-Standorten Amstetten,

St. Georgen/Ybbsfelde und St.

Martin. Er fährt ausschließlich mit Strom

aus erneuerbaren Energiequellen. Damit

reduziert Doka die Treibhausgasemissionen

des größten Fahrzeugs im eigenen

Fuhrpark um satte 97%, bei gleichzeitig

deutlich geringerer Lärmbelastung.

„Die Dekarbonisierung, also die Reduzierung

von Treibhausgasemissionen, ist

eines der zentralen Handlungsfelder

unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt

Robert Hauser, CEO Doka. „Das betrifft

neben verschiedensten Aktivitäten

entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette

natürlich auch die eigene

Produktion und Transportlogistik. Der

neue, mit 100% grünem Strom aus

erneuerbaren Energiequellen betriebene

Lkw ist ein sichtbares Beispiel dafür.“

„Mehr E-Fahrzeuge auf die Straße zu

bekommen, ist ein wichtiger Hebel, um

unsere Emissionen nachhaltig zu senken“,

erklärt Julia Weber, Head of

Sustainability Doka: „Die Umstellung

unseres größten Einzelfahrzeugs ist dabei

mehr als ein symbolischer Schritt – sie

senkt den Dieselverbrauch unserer

gesamten Produktion um rund drei

Prozent. Und sie zeigt: Wenn wir den

Übergabe des E-Lkw (von links): Natalie Kocher (Vice President, MAN), Alf Behnke (Vice

President – Supply Chain, Doka), Rudi Kuchta (Managing Director, MAN), Hubert Mattersdorfer

(COO, Doka), Robert Hauser (CEO, Doka), Gerhard Kamleithner (Direktor, Raiffeisen-

Lagerhaus Amstetten), Julia Weber (Head of Sustainability, Doka).

größten Verbraucher elektrifizieren

können, dann ist alles möglich.“ Doka

plant, die gesamte Fahrzeugflotte – vom

Lkw über Pkw bis zum Stapler – bis 2035

schrittweise auf E-Antrieb umzustellen.

Im österreichischen Doka-Fuhrpark ist

der neue E-Lkw das einzige Fahrzeug in

der „Schweren“ Lkw-Klasse mit einem

zulässigen Gesamtgewicht von 20 t und

einem Zuggesamtgewicht von 40 t – ein

Segment, in dem Elektro-Modelle in ganz

Österreich noch eher selten sind. Der

neue MAN eTruck verfügt über starke

544 PS und einer nutzbaren Batteriekapazität

von 480 kWh (sechs Batterie

Packs). Für die Wartung des neuen

Fahrzeugs zeichnet die Werkstätte des

Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten

verantwortlich.

www.doka.com

Foto: Clean Frame Photography

Der neue Vertriebspartner für Flygt und Godwin Baupumpen in Österreich

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ office@am-laser.at ■ Bau www.am-laser.at | Bergbau

2281 Raasdorf +43 2249 28495 ■ 6175 Kematen Tunnelbau i.T. +43 676 | Bauindustrie

391 61 66



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Prodach GmbH aus Roppen ist

auf Spenglerei, Dacheindeckungen,

Sanierungen und Holzbau spezialisiert. Mit der

Handwerkersoftware plancraft hat sie die Abläufe

strukturiert und den Informationsfluss zwischen

Baustelle und Büro optimiert.

PLANCRAFT

zu führen und ohne den Charakter des

Handwerks zu verlieren. Eine zentrale

Rolle spielt dabei die Handwerkersoftware

plancraft, mit der Haid Abläufe strukturiert

und den Informationsfluss zwischen

Baustelle und Büro optimiert.

„Vor plancraft haben wir mit verschiedenen

Programmen gearbeitet und waren

auf der Suche nach einer Lösung, die alles

vereint“, erzählt Haid. „Die Büroarbeit hat

sich mit plancraft deutlich vereinfacht.

Vieles geht jetzt doppelt so schnell.“ Von

der Angebotserstellung bis zur Abrechnung

läuft bei Prodach heute fast alles

digital. Mit der integrierten Aufmaßfunktion

lassen sich Mengen direkt auf der

Baustelle erfassen und ins Angebot

übernehmen. Über die GAEB Schnittstelle

werden Leistungsverzeichnisse einfach

importiert, und der DATEV Export

erleichtert die Zusammenarbeit mit der

Buchhaltung. Besonders praktisch findet

Haid die digitale Zeiterfassung. Damit

werden die Arbeitszeiten seiner Mitarbeitenden

direkt auf der Baustelle erfasst

und stehen im Büro sofort zur Verfügung.

Gleichzeitig behält er stets den Überblick,

was am Dach passiert, welche Aufgaben

Geschäftsführer Matthäus Haid (Prodach GmbH) hat bereits früh auf Digitalisierung

gesetzt, um den Betrieb effizienter zu führen: „Die Büroarbeit hat sich mit plancraft

deutlich vereinfacht. Vieles geht jetzt doppelt so schnell.“

Zwischen Baustelle und Büro: wie digitale

Werkzeuge den Arbeitsalltag vereinfachen

Viele Handwerksbetriebe stehen vor der gleichen Herausforderung: Die Auftragsbücher

sind gut gefüllt, doch im Büro wächst der Aufwand. Angebote, Aufmaße und Rechnungslegung

kosten oft mehr Zeit, als man denkt. Ein Problem, das die Prodach GmbH in

Roppen mit der Handwerkersoftware plancraft erfolgreich gelöst hat.

V

iele Betriebe wünschen sich weniger

Büroarbeit, und mehr Raum für ihr

eigentliches Kerngeschäft. Genau hier

setzt plancraft an. Eine Software, die

speziell für Handwerksbetriebe entwickelt

wurde. Sie hilft Betrieben, Projekte und

Büroarbeit effizient zu organisieren und

doppelte Arbeit zu vermeiden. So bleibt

mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die

Arbeit auf der Baustelle oder beim

Kunden. plancraft läuft auf allen Endgeräten

– ob auf dem Computer, dem Tablet

oder dem Smartphone. Angebote schreiben,

Arbeitszeiten erfassen oder Projekte

planen geht damit ganz einfach, direkt von

der Baustelle. Alle Daten werden automatisch

in der Cloud gespeichert und sind

jederzeit abrufbar. Eine Installation ist

nicht nötig, Updates erfolgen automatisch

im Hintergrund.

In der Praxis sieht das wie folgt aus:

Mit der integrierten Aufmaßfunktion

lassen sich beispielsweise Mengen direkt

auf der Baustelle erfassen und ins Angebot

übernehmen. Leistungsverzeichnisse

können im GAEB-Format importiert und

weiterverarbeitet werden. Der DATEV

Export erleichtert die Zusammenarbeit

mit der Buchhaltung, während die digitale

Zeiterfassung sicherstellt, dass Arbeitsstunden

lückenlos dokumentiert werden.

Auch bei der Projektplanung bietet

plancraft Unterstützung. Die Plantafel

zeigt auf einen Blick, welche Aufträge

anstehen, wer im Einsatz ist und wann

Abwesenheiten eingeplant sind. Projekte

können durch einfaches Ziehen und

Verschieben flexibel organisiert werden,

was die Abstimmung zwischen Baustelle

und Büro vereinfacht. Zudem können

Bautagesberichte, Regieberichte oder

Abnahmeprotokolle direkt auf der

Baustelle erstellt, überprüft und digital

unterschrieben werden. Auftraggeberinnen

und Auftraggeber können ebenso vor

Ort unterschreiben, sodass Dokumente

sofort vollständig und nachvollziehbar

gespeichert werden.

Prodach in Roppen: digital

organisiert auf dem Dach

Wenn die in Roppen ansässige Prodach

GmbH auf Tirols Dächern arbeitet, dann

ist bei dem auf Spenglerei, Dacheindeckungen,

Sanierungen und Holzbau

spezialisierten Unternehmen alles genau

geplant – nicht nur auf der Baustelle,

sondern auch im Büro.

Die Nachfrage im Handwerk ist groß

und die Auftragsbücher sind voll. Doch mit

jedem neuen Projekt steigt auch der

organisatorische Aufwand: Angebote,

Aufmaße, Abrechnungen – all das will

koordiniert werden, denn vom ersten

Planungsschritt bis zur fertigen Ausführung

kommt bei der Prodach GmbH alles

aus einer Hand. Geschäftsführer Matthäus

Haid hat deshalb früh auf Digitalisierung

gesetzt, um den Betrieb effizienter

54 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Kuhn Baumaschinen GmbH

Kuhn Straße 1

5301 Eugendorf

Unsere Leistung – Ihr Erfolg!

-Baumaschinen

Telefon: +43 6225 8206

E-Mail: office-bm@kuhn.at

www.kuhn.at



MASCHINEN + TECHNIK

Die Software

plancraft läuft auf

allen Endgeräten

und hilft Betrieben,

Projekte und Büroarbeit

effizient zu

organisieren und

doppelte Arbeit zu

vermeiden – bei der

Projektplanung

(links) ebenso, wie

bei der Erstellung

von Berichten

(rechts). Durch die

digitale Zeiterfassung

auf der Baustelle

stehen die

Arbeitszeiten im

Büro sofort zur

Verfügung.

MATERIALUMSCHLAG

SPECIAL

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

anstehen und kann bei Problemen rasch

reagieren.

Auch die Kommunikation im Team hat

sich spürbar verändert. „Unsere Mitarbeitenden

nutzen plancraft fast wie Whats-

App. Jede wichtige Information wird

direkt geteilt und alle wissen, was Sache

ist.“ Ein großer Vorteil ist dabei die

integrierte Berichterstellung. Bautagesberichte

oder Abnahmeprotokolle entstehen

direkt auf der Baustelle und werden

digital unterschrieben. „Früher war es

mühsam, alle Aufzeichnungen und Fotos

vom Dach ins Büro zu bringen. Jetzt ist

alles zentral gespeichert und für jeden

zugänglich“, so Haid.

Besonders hilfreich ist für ihn auch die

digitale Plantafel. Mit ihr lassen sich

Projekte und Einsätze übersichtlich und

einfach koordinieren. Termine, Urlaube

und Personal werden mit wenigen Klicks

organisiert. Das sorgt für Struktur und

verhindert Missverständnisse.

„Ich würde plancraft jedem empfehlen,

weil es den Betrieb in jeder Hinsicht

voranbringt“, sagt Haid abschließend. „Das

Beste daran ist, dass sich meine Mitarbeitenden

damit identifizieren können. Es ist

einfach geworden, den Alltag zu organisieren

und die Kommunikation funktioniert

deutlich besser.“

Die Erfahrung der Prodach GmbH zeigt,

wie digitale Werkzeuge den handwerklichen

Alltag erleichtern können. Sie

ersetzen kein Können, sondern schaffen

Freiraum dafür. So verbindet sich traditionelle

Qualität mit moderner Organisation

– ein Zusammenspiel, das Handwerksbetriebe

fit für die Zukunft macht.

Die Digitalisierung im Handwerk

bedeutet keinen Verlust an Tradition,

sondern eine Stärkung von Qualität und

Effizienz. Lösungen wie plancraft helfen,

den Überblick zu behalten, Fehler zu

vermeiden und Büroarbeit zu vereinfachen.

So entsteht ein Gleichgewicht

zwischen handwerklicher Präzision und

moderner Organisation.

www.plancraft.at

„Ich würde plancraft jedem empfehlen,

weil es den Betrieb in jeder Hinsicht voranbringt“,

bringt es Prodach Geschäftsführer

Matthäus Haid auf den Punkt.

56 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH

58-70 | Best-Practice

Neue Geräte im Einsatz bei vier

heimischen Recycling-Spezialisten

60 | Weltneuheit aus Österreich

Erster intermodaler Container

für Rundholz und Holzprodukte

64 | Peggau

Startschuss für die Errichtung

eines multifunktionalen Terminals



MATERIALUMSCHLAG

MATERIALUMSCHLAG

Am Standort der Sparte Abfallwirtschaft und Saugtechnik

der Firmengruppe Felbermayr in Wels zählt die Sammlung,

Aufbereitung und Verladung von Altholz zu den Haupttätigkeiten.

Durchgeführt werden die Arbeiten seit August 2025

durch den neuen Cat MH3026 Umschlagbagger.

1

2 3

4 5

ZEPPELIN

Felbermayr Abfallwirtschaft rüstet sich mit

neuem Cat MH3026 für kommende Aufgaben

Der Bereich Abfallwirtschaft und Saugtechnik der Firmengruppe Felbermayr ist in Wels

angesiedelt. Hier werden verschiedenste Abfälle aus Linz und dem Zentralraum Oberösterreichs

gesammelt und sortiert, teilweise aufbereitet und zu den Abnehmern weitertransportiert.

Mit der Investition in einen neuen Cat MH3026 erhöht der Standort seine

Leistungsfähigkeit für die steigenden Anforderungen.

D

ie Entstehung des heutigen Felbermayr-Konzerns

begann im Jahr 1942.

Damals wurde das Unternehmen mit

einem Lkw für den Nahverkehr gegründet

und im Laufe der Zeit zu einem europaweit

tätigen Familienunternehmen

ausgebaut. Heute fungiert die Felbermayr

Holding GmbH als Dachorganisation für

31 operative Tochtergesellschaften, deren

Kerngeschäfte hauptsächlich in den

Bereichen Transport- und Hebetechnik

sowie Tief- und Hochbau liegen. Mit 81

Standorten in 17 Ländern und mehr als

3.200 Mitarbeitenden ist die Firmengruppe

Felbermayr europaweit präsent.

Eine der großen Stärken des Unternehmens

ist die Fähigkeit, bis ins kleinste

Detail durchkonzipierte Komplettlösungen

zu realisieren. Unterstützt durch die

Geschäftsführer in den einzelnen Fachbereichen

wird die Felbermayr Holding in

dritter Generation von Horst und Andrea

Felbermayr geleitet.

Das Geschäftsfeld Bau umfasst nicht

nur die Bereiche Hochbau, Tiefbau und

Spezialtiefbau, Wasserbau, Abbruch,

Kiesgewinnung und den Betrieb einer

Baurestmassendeponie, sondern auch den

Bereich Abfallwirtschaft am Standort

Wels. Hier werden Baurestmassen,

Gewerbe- und Industrieabfall, Altholz,

Bodenaushub und Altmetall entsorgt.

Durchgeführt werden aber auch Entrümpelungen

und Demontagen.

Dazu Günter Zehetmair, Leiter des

Bereiches Abfallwirtschaft und Saugtechnik:

„Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit

ist die Sammlung von Altholz, das vor

allem von Baufirmen und Speditionen zu

uns transportiert wird. Wir lassen das

Altholz durch einen externen Dienstleister

schreddern und lagern es bis zur weiteren

Verwertung. Unser zweites großes

Standbein ist der Baustellenservice. In der

Containervermietung stellen wir unterschiedliche

Behältergrößen zur Verfügung,

damit die Fraktionen bereits auf der

Baustelle getrennt werden können. Die

Bandbreite reicht vom Absetzcontainer für

private Baustellen über Abrollcontainer

mit einem Fassungsvermögen von bis zu

40 m 3 bis hin zu Umleerbehältern an fixen

Standorten, die vor Ort mit einem Presswagen

entleert werden. Für das Handling

1 Von rechts: Günter Zehetmair (Leitung Abfallwirtschaft und Saugtechnik der Felbermayr Bau GmbH & Co KG) ist mit der Leistung des neuen

Cat MH3026 ebenso zufrieden, wie mit der Betreuung durch René Doppler (Verkauf, Niederlassung Linz, Zeppelin Österreich). 2 Auf Wunsch

von Maschinist Roland Pichler ist der Cat MH3026 mit Lenkrad und Joysticks ausgerüstet, die je nach Wunsch aktiviert werden können. 3 Auch

der Gewerbemüll in der Halle wird mit dem Cat MH3026 sortiert und wieder verladen. Die zahlreichen Assistenzsysteme, wie etwa die Hubund

Schwenkbegrenzung, sind hier eine wichtige Hilfe. 4+5 „Wir verfügen über rund 3.000 Container mit einem Fassungsvermögen von bis zu

40 m 3 für die Sammlung der verschiedenen Abfälle in Linz und im Großraum Oberösterreich“, erklärt Standortleiter Günter Zehetmair.

Rechts: Einer der beiden in Wels stationierten Vakuum-Saugbagger, die österreichweit zum Einsatz kommen.

der Abfallbehälter und Container verfügen

wir über modernste Einrichtungen und

Fahrzeuge. Weiters sind hier in Wels auch

zwei Vakuum-Saugbagger stationiert, die

österreichweit vor allem bei Sanierungsprojekten

zum Einsatz kommen und

beispielsweise die Beschüttungen von

Flachdächern absaugen.“

Jüngster Neuzugang im Fuhrpark ist der

neue Cat MH3026 Umschlagbagger. Er

ersetzt seit August 2025 ein älteres

Umschlaggerät, das aufgrund der

Betriebsstunden getauscht wurde. Die

Entscheidung über diese Investition wurde

in enger Abstimmung mit dem zentralen

Einkauf der Firmengruppe Felbermayr

getroffen. Der Cat MH3026 ist Teil eines

größeren Geräte-Pakets, das von der

Linzer Niederlassung der Firma Zeppelin

an die Firmengruppe Felbermayr übergeben

wurde. Beim Vergleich der verschiedenen

Anbieter sprach für den Cat MH3026

das gute Preis-Leistungsverhältnis und

die partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit der Firma Zeppelin. Auch die verlässliche

Betreuung durch die Niederlassung

der Firma Zeppelin in St. Florian bei Linz

war ein wichtiges Argument. Im Gegensatz

zum Vorgängergerät bietet der neue

Cat MH3026 mehr Leistung und damit die

notwendigen Reserven für die geplanten

zusätzlichen Aufgaben, etwa im Bereich

der Sortierung.

Als Next Generation Gerät verfügt der

Cat MH3026 ab Werk über zahlreiche

Assistenzsysteme. Dazu zählt unter

anderem das serienmäßige 2D e-Fence zur

Begrenzung des Schwenkbereichs. Es ist

vor allem bei den Arbeiten in der Halle

eine wichtige Hilfe, wo die Bewegung des

Baggers auf die vom Fahrer eingestellten

Parameter beschränkt wird. Eine weitere

Sicherheitseinrichtung ist der vom Boden

zugängliche Ausschalter, der bei Aktivierung

die gesamte Kraftstoffzufuhr zum

Motor unterbricht und die Maschine

abschaltet. Weiters liefert Cat Payload die

Daten der Gewichtserfassung und

VisionLink sorgt für die Erfassung der

Maschinendaten.

Ausgerüstet ist der Cat MH3026 mit

einem 7,5 m langen Ausleger und einem

4,5 m langen Stiel. Mit dem hydraulischen

OilQuick Schnellwechsler OQ80 ist das

Gerät für den in Zukunft häufigeren

Anbaugerätewechsel gerüstet. Neben dem

derzeit eingesetzten Sortiergreifer der

Firma AAB Eisterer sollen verschiedene

weitere Greifer und möglicherweise auch

ein Magnet zum Einsatz kommen.

Standortleiter Günter Zehetmair:

„Unser neuer Cat MH3026 ist ein sehr

leistungsfähiges Gerät, das über ausreichende

Reserven verfügt. Die moderne

Technik begeistert unsere Maschinisten

und der niedrige Verbrauch sorgt für mehr

Effizienz. Genauso wichtig wie das

Umschlaggerät ist aber auch die professionelle

Betreuung durch das Team der

Firma Zeppelin. Allen voran mein direkter

Ansprechpartner René Doppler, der für

mich jederzeit erreichbar ist. Diese

Partnerschaft ist eine wichtige Basis,

damit wir für die vor uns liegenden

Aufgaben in der Abfallwirtschaft bestens

gerüstet sind.“

www.felbermayr.cc

www.zeppelin-cat.at

58 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 59



MATERIALUMSCHLAG

MATERIALUMSCHLAG

Die an der Entwicklung

des Holzcontainers beteiligten

Konsortialpartner

bei der Überprüfung

des Containers

(von links): Fritz Starkl,

Susanne Hagenauer

(Wiener Lokalbahnen

Cargo), Martin

Werfring (Wiener

Lokalbahnen Cargo),

Peter Kraemer (Georg

Kraemer Fahrzeugbau

GmbH & Co. KG),

Sandra Stein

(Fraunhofer Austria)

und Christoph Gauss

(Steiermarkbahn).

FRAUNHOFER AUSTRIA

Weltneuheit aus Österreich: Erster intermodaler

Container für Rundholz und Holzprodukte

Der im Rahmen des FFG-Leitprojekts „PhysICAL“ unter der Leitung von

Fraunhofer Austria entwickelte Container kann mit Rundholz aber

beispielsweise auch mit Hackgut beladen werden.

H

olztransporte hatten bisher zwei

Aspekte mit Verbesserungspotenzial:

Zum einen konnten die Transporter mit

klassischen Rungenwagen ausschließlich

Rundholz aufladen. Zwangsläufig ergab

sich also eine Leerfahrt auf dem Rückweg,

bei der unnötig CO2 und andere Treibhausgase

ausgestoßen wurde. Zum

anderen war das Umladen der Baumstämme

auf die Bahn zeitaufwendig,

sodass meist der klimaschädlichere,

direkte Lkw-Transport bevorzugt wurde.

Das Konsortium des FFG-Leitprojekts

PhysICAL hat unter der Leitung von

Fraunhofer Austria jetzt beide Herausforderungen

mit einem Schlag gemeistert: Es

wurde ein multipurpose Container

entwickelt und getestet, der nicht nur mit

Rundholz, sondern auch mit anderen

Holzprodukten wie Hackgut beladen

werden und der in Minutenschnelle vom

Lkw auf die Bahn umgeladen werden

kann. So macht der innovative Container

den Bahntransport auch auf kurzen

Strecken attraktiver, vermeidet Lkw-Leerfahrten

und ermöglicht einen umweltfreundlichen,

intermodalen Holztransport.

Beim Umschlagen von Rundholz vom

Lkw auf die Bahn mussten bisher einzelne

Baumstämme mit dem Ladekran aufgehoben

und umgeladen werden. Holztransport

per Bahn galt daher auf kurzen und

mittleren Strecken als nicht lohnend.

Sandra Stein, Leiterin des Projekts

PhysICAL erklärt: „Uns war schnell klar,

dass wir den Verladeprozess beschleunigen

wollen, um umweltfreundliche Holztransporte

mit der Bahn auch für kurze

Strecken attraktiv zu machen. Wir haben

einen multipurpose Container entwickelt,

der innerhalb weniger Minuten und ohne

zusätzliches Gerät direkt vom Lkw auf die

Bahn umgeladen werden kann.“ Tatsächlich

galten bisher etwa 300 km als die

Strecke, ab welcher sich das Umladen auf

die Bahn lohnt. Durch die Paarigkeit

macht der intermodale Betrieb bereits auf

Strecken ab 140 km wirtschaftlich Sinn.

Möglich macht dies die Bauweise als

sogenannter ACTS-Container. ACTS steht

für Abrollcontainer-Transportsystem.

Diese Technologie, die man unter anderem

von Baustellen oder auch von Müllcontainern

kennt, kommt beim Verladen ohne

zusätzliches Gerät aus. Stattdessen

befindet sich an der kurzen Seite des

Containers eine Öse, die mit dem Greifarm

des passenden Lkw gefasst werden kann.

Rollen an der Unterseite des Containers

sorgen dafür, dass dieser mithilfe des

Lkw-Greifarms einfach schräg auf den

Boden – oder auf den bereitstehenden

Güterwaggon der Bahn – abgerollt werden

kann. Auf- und zuklappbare Türsysteme

ermöglichen die schnelle Be- und Entladung

von Rundholz und die Zuladung von

anderen Holzprodukten.

Die innovative Entwicklung war nur

durch enge Zusammenarbeit innerhalb

des Forschungskonsortiums möglich.

Insbesondere waren die Steiermarkbahn

und Bus GmbH und die Wiener Lokalbahnen

Cargo GmbH beteiligt. Konzeptioniert

und entwickelt wurde der Container von

Logistikforscherinnen und -forschern bei

Fraunhofer Austria gemeinsam mit der

Firma Georg Kraemer Fahrzeugbau, die

mit ihrer Erfahrung die konstruktive

Gesamtverantwortung hatte und den Bau

umsetzte.

Martin Werfring, Business Development

bei der Wiener Lokalbahnen Cargo

GmbH sagt: „Die unternehmensübergreifende

Zusammenarbeit im Projekt

PhysICAL hat gezeigt, dass verschiedenste

Ansichten einer Thematik am Ende zu

einem mehr als zufriedenstellenden

Ergebnis führen können. Besonders die

Entwicklung des noch nie dagewesenen

hybriden Holzcontainers, der auch noch

multimodal eingesetzt werden kann, hebt

den paarigen Verkehr im Hinblick auf das

Einsparungspotenzial von CO2 auf ein

neues Level.“

www.fraunhofer.at

https://physical-project.at

Foto: Fraunhofer Austria

ÖBB

Terminal Wels auf dem Weg zur

modernen Logistikdrehscheibe

Bis 2027 investieren die ÖBB gemeinsam mit der

Europäischen Union rund 68 Mio. Euro in den

umfassenden Ausbau des Terminals Wels.

M

it seiner Lage an der Weststrecke,

Teil des Rhein-Donau-Korridors, und

der direkten Autobahnanbindung liegt der

Terminal an einem der strategisch

wichtigsten Verkehrsknotenpunkte

Europas. Als weiterer Meilenstein auf dem

Weg zur hochmodernen Drehscheibe im

Güterverkehr wurde im Terminal Wels am

14. November 2025 das neue Verwaltungsund

In-Gate-Gebäude feierlich eröffnet. Es

ist bereits in Betrieb und steht exemplarisch

für ökologisch verantwortungsvolles

Bauen.

Das Gesamtprojekt sieht vor, den Terminal

Wels zu einem Durchfahr-Terminal umzubauen.

Die Verlängerung der Ladegleise

und Kranbahn sowie die

direkte Anbindung an die

Weststrecke ermöglichen

künftig den beidseitigen

Zugang für Güterzüge.

Damit entfallen aufwendige

Verschubvorgänge,

was mehr Umschlag in

kürzerer Zeit erlaubt. Die

modernisierte Infrastruktur sorgt für

effizientere Abläufe, kürzere Standzeiten

und eine verbesserte Auslastung der Kapazitäten.

Neben der baulichen Modernisierung

steht die Digitalisierung der Prozesse im

Mittelpunkt. Systeme wie Video-Gate-Technologien

und automatisierte Eingangs- und

Foto: ÖBB/Scheiblecker

Eröffnung des neuen Terminalgebäudes (von links): Andreas

Rabl (BGM Wels), Johann Pluy (Vorstand ÖBB-Infrastruktur),

Günther Steinkellner (Infrastrukturlandesrat), Judith Engel

(Vorständin ÖBB-Infrastruktur), Peter Hanke (Infrastrukturminister),

Christian Mader (LAbg, i.V. LH Stelzer),

Michael Seemayer (Abgeordneter zum NR).

Ausgangsprozesse sorgen für transparente,

sichere und effiziente Abläufe. Bis 2027

entsteht in Wels ein hochmoderner Terminal,

der ökologische Bauweise, effiziente

Logistikprozesse und digitale Technologien

vereint.

www.oebb.at

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MATERIALUMSCHLAG

MATERIALUMSCHLAG

In der Zentrale der Firma Schaufler in Ybbs an der Donau beschickt die Liebherr Elektroumschlagmaschine LH 26 M Elektro Industry in der

Verbundstoffaufbereitung mit kurzen Fahrwegen zwei Aufbereitungsanlagen. Für einen temporären, netzunabhängigen Betrieb ist der

Liebherr LH 26 M Industry E mit einem batteriebetriebenen Mobility Kit ausgestattet.

LIEBHERR

Mit einem Liebherr LH 26 M Industry E setzt

die Firma Schaufler weiter auf Nachhaltigkeit

Als Spezialist für das Trennen, Aufbereiten und Verwerten von Eisen- und Metallschrott ist

die Firma Schaufler in Österreich an vier Standorten tätig. Unter den modernen Aufbereitungsanlagen

der Zentrale in Ybbs an der Donau sticht seit einem Jahr ein besonderes

Highlight hervor: der Liebherr-Elektroumschlagbagger LH 26 M Industry E, mit dem das

Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität setzt.

D

ie Firma Schaufler ist ein privates,

österreichisches Unternehmen, das

1948 von Alois Schaufler in Ybbs als

Schrotthandelsunternehmen gegründet

wurde. 1969 erwirbt Gewerke Johann

Pengg, Eigentümer der Pengg-Stahlgruppe,

das Unternehmen. Heute engagieren

sich rund 120 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter an den Standorten Ybbs an

der Donau, St. Barbara im steirischen

Mürztal, Wien Strebersdorf und Itter in

Tirol für umweltverträgliche und wirtschaftlich

sinnvolle Recyclinglösungen

– unterstützt von modernsten Anlagen,

Arbeitsverfahren und Logistiklösungen.

Geleitet wird die Firma Schaufler GmbH

von Geschäftsführer DI Dr. Paul Losbichler

und DI Anna Losbichler.

Die Schwerpunkte im Leistungsspektrum

bilden die Bereiche Stahl- und Metallrecycling,

Abfallwirtschaft, Industriedemontage

und die Containermontage. Ein

weiterer Schwerpunkt ist der Eisenfachmarkt

in der Zentrale in Ybbs, wo zurzeit

zwei Lehrlinge in der Werkstatt und im

Eisenfachmarkt ausgebildet werden. Für

die Zukunft ist geplant, zwei weitere

Lehrlinge als Fachkraft für Recycling bzw.

als Lkw-Fahrer auszubilden.

In Ybbs wird das Altmetall mit Lkw

grob vorsortiert angeliefert, nachbearbeitet,

mit einer 1.000 t Schrottschere

geschnitten, in die einzelnen Komponenten

getrennt und in der Regel unmittelbar

danach mit einem der 12 Liebherr

Materialumschlagbagger auf die Waggons

für den Weitertransport verladen. Seit

2010 betreibt die Firma Schaufler einen

sortenreinen Fuhrpark, bei dem an den

verschiedenen Standorten 16 Liebherr

Materialumschlagbagger der Typen LH 22

bis LH 50 mit Liebherr Schalengreifer und

zwei Liebherr Radlader – einer in Ybbs

und einer in der Steiermark – die Sortier-,

Transport- und Verladetätigkeiten sowie

die Beschickung der Anlagen übernehmen.

Über das klassische Altmetall-Recycling

hinaus werden in Ybbs auch Tunnelbohrmaschinen

und Kraftwerksturbinen der

weiteren Verwertung zugeführt.

Geschäftsführer DI Dr. Paul Losbichler

über die Investition in den Liebherr LH 26

M Industry E: „Die Themen Nachhaltigkeit

und Klimaneutralität sind für uns

ganz zentrale Anliegen. In diesem Sinne

hatten wir schon längere Zeit den Einsatz

einer Elektro-Umschlagmaschine geplant.

Allerdings mussten wir für ein derartiges

Gerät erst ein passendes Einsatzprofil

schaffen. Vor fünf Jahren haben wir in

unsere Verbundstoffaufbereitung

in vestiert, mit der wir unter anderem

Elektroschrott, Fensterprofile oder

Alu-Kupfer-Kühler verwerten. Hier bietet

sich das ideale Umfeld für den Einsatz

eines Elektro-Baggers, denn er muss nur

kurze Wege zurücklegen, um einen

Einwellen- und einen Zweiwellen-Zerkleinerer

zu beschicken. 2024 haben wir uns

dazu entschlossen, für diese Arbeiten den

Liebherr-Elektroumschlagbagger LH 26 M

Industry E einzusetzen. Dies ist für uns

ein wichtiger Schritt im Sinne der Nachhaltigkeit

und bringt uns auch ganz

konkrete Vorteile. Einerseits entfällt damit

die Servicierung der Antriebskomponenten

eines Diesel-Geräts und andererseits

wirken wir durch die eigene 1 MW

PV-Anlage den mit Sicherheit weiter

steigenden Energiepreisen entgegen.“

Herbert Kreillechner, zuständiger

Betreuer der Firma Liebherr, ergänzt:

„Das Herzstück der kabelgebundenen

Liebherr-Elektroumschlagmaschine LH 26

M Industry E ist ein 90 kW Elektromotor

von Liebherr, welcher kraftvolle und

dynamische Arbeitsbewegungen bei

gleichzeitig niedrigen Wartungskosten

Starke Partner im Sinne der Nachhaltigkeit (von rechts): Die Geschäftsführer DI Dr. Paul

Losbichler und DI Anna Losbichler (Firma Schaufler) sind von den Qualitäten des Liebherr

LH 26 M Industry E ebenso überzeugt, wie von der Betreuung durch Herbert Kreillechner

und den Service-Teams der Firma Liebherr. In der Kabine Maschinist Ulrich Winkler.

Die Recyclinglösungen

der

Firma Schaufler

in der Zentrale

in Ybbs an der

Donau werden

unterstützt

durch modernste

Anlagen, Arbeitsverfahren

und

Logistiklösungen.

sowie geringen Geräuschemissionen

gewährleistet. Die Kabelzuführung ist

über ein Kabel-Wickelsystem gegeben,

welches ein sicheres Verfahren der

Maschine in einem Arbeitsradius von 40 m

ermöglicht. Für einen temporären,

netzunabhängigen Betrieb ist die

Umschlagmaschine mit einem batteriebetriebenen

Mobility Kit ausgestattet. Das

Mobility Kit ermöglicht netzunabhängiges,

emissionsfreies Verfahren von bis zu

30 min. oder kurzfristiges, geschwindigkeitsreduziertes

Arbeiten.“

Darüber hinaus umfasst das Antriebskonzept

einen zusätzlichen Elektromotor

für Nebenverbraucher, der eine bewusste

Energieverteilung sowie maximale

Energieeffizienz gewährleistet. Die

fortschrittliche Frequenzumrichtertechnik

ermöglicht nicht nur die individuelle

Anpassung der Motor-Drehzahl an den

jeweiligen Einsatz der Maschine, sondern

auch eine erhebliche Kostenreduzierung

im Betrieb. Dies liegt an der Vermeidung

von Einschaltstromspitzen dank sanften

Anlaufs beim Starten sowie der damit

verbundenen Schonung von hydraulischen

Antriebskomponenten.

Weiters verfügt der Liebherr LH 26 M

Industry E über eine hydraulisch stufenlos

höhenverstellbare Fahrerkabine und einen

reversierbaren Lüfter. Die separate

Position des Klimakondensators maximiert

den Luftstrom in der Kühler- und

Lüftereinheit und garantiert somit auch

unter extremer Staubbelastung hohe

Zuverlässigkeit. Das Laufwerk ist mit

geschweißten Flachbodenplatten ausgerüstet.

Im Zuge der Übergabe wurden drei

Maschinisten auf den Liebherr LH 26 M

Industry E eingeschult.

Geschäftsführer DI Dr. Losbichler über

die Zusammenarbeit mit der Firma

Liebherr: „Unabhängig von der Gerätetechnik

ist für uns natürlich auch die

Service-Betreuung ein entscheidender

Punkt. In diesem Bereich ist die Firma

Liebherr wirklich sehr gut aufgestellt. Die

Service-Teams sind nicht nur kompetent,

sondern auch sehr flexibel. Aktuell sind

wir dabei, die Funktionen des MyLiebherr

Kundenportals stärker zu nutzen. Unser

Ziel sind weitere Optimierungen, etwa in

der proaktiven Wartungsplanung, in der

Erfassung der Leerlaufzeiten oder in der

Verbrauchsauswertung. Für uns ist die

Partnerschaft mit der Firma Liebherr eine

wichtige Basis, um nicht nur die

gewünschte Nachhaltigkeit voranzutreiben,

sondern auch für die Zukunft einen

effizienten und wirtschaftlichen Betrieb

sicherzustellen.“.

www.liebherr.com

www.schaufler-metalle.at

62 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 63



MATERIALUMSCHLAG

MATERIALUMSCHLAG

Foto: Armin Russold

STEIERMARK

Startschuss für das Terminal Peggau

Alpacem, InterCal und Innofreight treiben in Peggau die Errichtung eines intermodalen

Terminals voran. Am 21. November erfolgte der Startschuss für die erste Etappe, um das

vorhandene Industrieareal neu zu entwickeln.

D

64 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL

ie Geschichte des heutigen Werks von

Alpacem und InterCal in Peggau

reicht bis ins Jahr 1893 zurück. Ab sofort

wird dort an der Zukunft gebaut: Die

beiden Unternehmen setzen hier zusammen

mit Innofreight das Gesamtprojekt

Terminal Peggau um. Gemeinsam verfolgen

die drei Unternehmen das Ziel, den

Standort – und damit die hier ansässigen

Arbeitsplätze – mit einem multifunktionalen

Terminal abzusichern und weiterzuentwickeln.

Ein bereits bestehendes und derzeit

nicht genutztes Betriebsareal in der Größe

von 2,7 ha wird zu einer leistungsstarken

Logistikdrehscheibe für den Schienengüterverkehr

umgebaut. „Wir freuen uns, mit

Innofreight einen kompetenten Partner im

Schienengüterverkehr gefunden zu haben,

mit dem wir gemeinsam unseren Standort

Peggau weiterentwickeln. Mit dem

Terminal Peggau schaffen wir die Basis,

unsere Logistik nachhaltiger, effizienter

und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Die neue Infrastruktur wird es uns

ermöglichen, noch mehr Güter auf die

Schiene zu bringen, CO2-arme Transportlösungen

auszubauen und den Standort

langfristig zu stärken“, betont Lutz Weber,

Geschäftsführer von Alpacem und

InterCal.

Den Auftakt macht Anfang des kommenden

Jahres der Abbruch der bestehenden

Gebäude, um Platz für den zu errichtenden

Terminal zu schaffen. Die Voraussetzungen

könnten kaum besser sein: Der

Gleisanschluss entlang der Südbahnstrecke,

die im Norden vorhandene Anbindung

an die S35, reichlich Lagerplatz und die

Weiterentwicklung stillgelegter Flächen

verleihen diesem Areal großes Potenzial.

„Wir verfolgen hier die Idee einer Gesamtlösung

für Alpacem und InterCal, um mehrere

Standorte miteinander zu vernetzen.

Innerhalb kurzer Zeit haben zwei Familienunternehmen

zusammengefunden, um

dieses Projekt zu realisieren. Wir passen

wirklich gut zusammen und können hier

außerdem einen Mehrwert für die gesamte

Region und weitere Unternehmen bieten“,

sagte Innofreight-Eigentümer Peter

Wanek-Pusset.

Von der Entwicklung dieses Areals

profitieren Alpacem und InterCal gleichermaßen.

InterCal kann seinen Aktionsradius

mit dem geplanten Bahnterminal

erweitern und künftig auch vermehrt

Rohstoffe per Bahn anliefern lassen. Schon

seit dem Frühjahr 2025 arbeiten InterCal

und Innofreight eng zusammen, um

Branntkalk mithilfe des MonTainer XXLL

WSF von Peggau ins slowakische Košice

zu transportieren. Die ersten Meter legt

das InterCal-Produkt am Werksgelände

mittels Lkw zurück, bevor es intermodal

auf die Schiene verladen wird. Alpacem

wird den Terminal nutzen, um die bereits

etablierte Bahn-Rohstofflogistik noch

effizienter abzuwickeln. Der Standort

schafft zudem neue Möglichkeiten, die

Mengenströme zwischen den Alpacem-

Standorten weiter zu optimieren, aber

auch CO2-arme Logistiklösungen in

Richtung Kunden zu etablieren.

Vom Terminal Peggau wird der gesamte

obersteirische Wirtschaftsraum ebenso

profitieren wie benachbarte Unternehmen

im Norden von Graz, die für zusätzliches

Wachstum ebenfalls eine Anbindung ans

Schienennetz benötigen und in Peggau die

notwendige Infrastruktur vorfinden

werden. Um in den kommenden Jahren

immer mehr Verkehre und Güter intermodal

von der Straße auf die Schiene zu

verlagern, wird der Terminal in den

darauffolgenden Jahren Schritt für Schritt

weiterentwickelt. Die Koralmbahn erweist

sich dahingehend als entscheidender

Faktor: Die Technologie aus dem Hause

Innofreight wird etlichen Unternehmen

dabei helfen, Zugang zum Schienennetz zu

erhalten und aus dem milliardenschweren

Ausbau dieser Strecke einen unmittelbaren

Nutzen zu ziehen.

www.alpacem.com | www.intercal.at

www.innofreight.com

Informierten über das

Projekt (von links):

Vizebürgermeister

Franz Mandl, LAbg.

Johannes Wieser, Peter

Wanek-Pusset (Eigentümer

Innofreight),

Bgm. Christoph

Pirstinger, LH Mario

Kunasek, Landesrätin

Claudia Holzer, LAbg.

Patrick Derler, Lutz

Weber (GF Alpacem &

InterCal) und Peter

Ramskogler (GF

Alpacem).

Foto: Katharina Schiffl für ÖGUT

Von links: Monika Auer (ÖGUT-Generalsekretärin), Hubert Grün-Lutterotti (AIT Austrian

Institute of Technology), Gerald Prantl (LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen),

Kathrin Renz (BMIMI) und Andrea Reithmayer (ÖGUT-Präsidentin).

ÖGUT-UMWELTPREIS

Nachhaltige Metallverarbeitung

Das vom LKR Leichtmetallkompetenzzentrum

Ranshofen geleitete EU-Projekt RecAL wurde mit

dem ÖGUT-Umweltpreis 2025 ausgezeichnet.

D

amit würdigt die Österreichische

Gesellschaft für Umwelt und

Technik (ÖGUT) ein Projekt, das mit

bahnbrechenden technologischen

Ansätzen und digitaler Vernetzung einen

zentralen Beitrag zur nachhaltigen

Transformation der europäischen

Aluminiumindustrie leistet. Statt auf

Primärmaterial zu setzen, entwickelt das

Projekt RecAL (Recycling technologies

for circular ALuminium) neue Wege,

Aluminium effizient zu recyceln und über

eine digitale Plattform europaweit zu

vernetzen.

Das Projekt adressiert eine der

größten Herausforderungen der Aluminiumindustrie:

die Trennung und Wiederverwertung

komplexer Legierungen.

RecAL entwickelt Lösungen, die eine

höhere Toleranz für Recycling-Material

im Legierungsdesign ermöglichen und

zugleich die Materialeigenschaften

bewahren. Ergänzt wird dieser Ansatz

durch den Aufbau eines digitalen „RecAL

Hub“, einer Plattform, die Recyclatströme,

innovative Recyclingtechnologien,

sowie Produzenten und Abnehmer

intelligent verknüpft – ein entscheidender

Schritt, um den linearen Materialfluss

zu einem geschlossenen Kreislauf

weiterzuentwickeln.

Unter der Leitung des LKR Leichtmetallkompetenzzentrums

Ranshofen, einer

100-prozentigen Tochtergesellschaft des

AIT, werden im Rahmen von RecAL 14

technologische Lösungen bis zum Technologiereifegrad

6 (TRL6) entwickelt und

getestet. Neben der Materialforschung

stehen Robotik, Sensorik und digitale

Zwillinge im Mittelpunkt, um Aluminiumströme

über ihren gesamten Lebenszyklus

hinweg transparent und effizient

zu steuern. Das im Rahmen von Horizon

Europe geförderte Projekt vereint 19

Partnerorganisationen aus neun europäischen

Ländern – von Forschungseinrichtungen

über Technologieanbieter bis hin

zu industriellen Anwendern. Durch die

enge Zusammenarbeit von Partnern aus

Forschung und Industrie entsteht ein

europaweites Innovationsökosystem, das

Energie-, Ressourcen- und Datenkreisläufe

miteinander verbindet. Das

AIT-Projekt RecAL wurde im Rahmen

einer feierlichen Gala am 18. November

2025 mit dem ÖGUT-Umweltpreis 2025

ausgezeichnet.

www.ait.ac.at |www.oegut.at

Österreichischer

Baumaschinenverband

KOMPETENZ DURCH

FOKUSSIERTE INFORMATION

Nr. 0124850

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30 25

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9

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8 28 27 4

7

6

5

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MATERIALUMSCHLAG

MATERIALUMSCHLAG

Das Betriebsgelände der Störchle GmbH in Judenau. Im Hintergrund der neue Fuchs MHL340F MZS mit einer

Sonderlackierung in Firmenfarbe. In der Mitte der MHL350, der die Schrottschere beschickt. Rechts der erste

MHL340, der sich bereits seit über 10 Jahren bei den verschiedenen Arbeiten bewährt.

KIESEL

Störchle in Judenau wächst: Neuer MHL340F MZS

ist bereits die dritte Fuchs Umschlagmaschine

Die Störchle GmbH ist ein niederösterreichischer Familienbetrieb mit mehr als 70 Jahren

Erfahrung im Recycling und dem Handel von Altmetallen. Da die Auslastung im Betrieb in

Judenau kontinuierlich wächst, wurde der Fuhrpark mit einem neuen MHL340F MZS

Umschlagbagger verstärkt. Es ist die dritte Fuchs Umschlagmaschine in rund 10 Jahren.

Von links: Geschäftsführer Maximilian

Störchle, Franz Nagl (Verkauf, Kiesel

Austria) und Geschäftsführer Simon

Störchle vor dem neuen

Fuchs MHL340F MZS.

D

er Urgroßvater der heutigen

Geschäftsführer Simon und Maximilian

Störchle hat die Störchle GmbH 1954

gegründet. Der Großteil der Altmetalle

wurde damals noch per Hand aufbereitet

und verladen. Über 70 Jahre später ist der

Sekundärrohstoffhändler in Judenau eine

wichtige Anlaufstelle für Eisenschrott und

Buntmetalle aus Wien und weiten Teilen

Niederösterreichs.

Seit 2023 leiten Simon Störchle und

sein Cousin Maximilian Störchle das

Unternehmen, das rund 20 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt. Vor 15

Jahren begannen die beiden Jungunternehmer

neben dem Studium im Familienbetrieb

mitzuarbeiten, der damals noch in

Neulengbach beheimatet war. 2014

entschieden sie sich, den Betrieb weiterzuführen,

zu investieren und einen neuen

Standort mit Wachstumspotenzial zu

suchen. Fündig wurden sie in Judenau bei

Tulln, wo das neue Betriebsgelände nicht

nur über eine sehr gute verkehrstechnische

Lage verfügt, sondern auch die

Möglichkeit eröffnete, einen Gleisanschluss

an die bestehende alte Bahnstrecke

herzustellen.

Simon Störchle: „Unser Urgroßvater

wäre glücklich über den Betrieb, wie er

heute aufgestellt ist. Rückblickend auf die

letzten 30 Jahre hat sich die Firma beständig

entwickelt. Dafür gebührt vor allem

unseren Vätern Alfred und Rainer großer

Respekt, die in den 1980er Jahren in den

Betrieb eingestiegen sind und ihn erfolgreich

weiterentwickelt haben.“

Ausgelegt sind die Aufbereitungsanlagen

in Judenau in erster Linie für die

Verwertung von Eisenschrott. Das

Material, das aus Industrie, Gewerbe,

Kommunen und von privaten Haushalten

stammt, wird vor der Übergabe mit

modernster Technik kontrolliert, gewogen

und sortiert. Entsprechend den Vorgaben

der Abnehmer in den verschiedenen

europäischen Ländern wird das Altmetall

mit einer 850 t Schrottschere auf die

gewünschte Stückgröße geschnitten, bevor

es auf die Waggons oder Lkw verladen

wird. Während die Anlieferung in erster

Linie durch eigene Lkw und Privatpersonen

erfolgt, werden die aufbereiteten

Altmetalle überwiegend über den Gleisanschluss

zu den Abnehmern transportiert.

So werden der Industrie jährlich über

20.000 t Metallabfälle im Sinne der

Kreislaufwirtschaft zur Verfügung gestellt.

Neben Eisenschrott und Buntmetallen

können die Kunden in Judenau auch

andere Altstoffe wie etwa Altreifen,

Bauschutt, Gewerbemüll, Kartonagen und

ähnliches abgeben. Dazu bietet die Firma

Störchle auch einen Container und

Muldenverleih für Baustellen an. Diese

Stoffströme werden bei entsprechender

Menge zu anderen Aufbereitungsbetrieben

transportiert. Ein stark wachsendes

Standbein ist der Bereich der Industrie-

Demontagen. Mit einem eigenen Team ist

das Unternehmen in diesem Bereich von

der Planung über die fachgerechte

Demontage bis hin zur kostengünstigen

und umweltgerechten Entsorgung ein

kompetenter Ansprechpartner.

Im Zuge der Übersiedelung nach

Judenau vor über 10 Jahren investierte

die Firma Störchle in den ersten Fuchs

MHL340 Umschlagbagger, der sich nach

wie vor in der Sortiertätigkeit und der

Waggon-Verladung bewährt. 2017 folgte

ein MHL350, der mit größerer Hubkraft

und einer Reichweite von 16 m nicht nur

für die Beschickung der Schrottschere

eingesetzt wird, sondern teilweise auch für

die Waggonverladung. Diese beiden Fuchs

Geräte sind so wie der neue MHL340F

MZS mit einer Intermercato Baggerwaage

aus dem Vertriebsprogramm der Firma

Kiesel ausgerüstet. Diese sorgt bei der

Lkw-Beladung für eine enorme Zeitersparnis

und unterstützt die Maschinisten beim

Erreichen der Mindestauslastung der

Waggons.

2024 zeigte sich, dass der Fuhrpark aus

mehreren Gründen durch einen dritten

Umschlagbagger erweitert werden musste.

Ausschlaggebend waren dafür nicht nur

die steigenden Mengen an Altmetall,

sondern auch die große Nachfrage im

Bereich der Industriedemontagen. Vor

allem dieser Einsatzbereich machte den

Fuchs MHL340F MZS Umschlagbagger

zur ersten Wahl, da er mit seinen Abmessungen

nicht nur sehr transportfreundlich

ist, sondern sich auch für die Arbeiten in

engen Hallen sehr gut eignet.

Maximilian Störchle: „Bei der Auswahl

des richtigen Umschlagbaggers war für

uns ein kompetenter Vertriebspartner

ebenso wichtig, wie ein verlässliches Gerät

und ein leistungsfähiger Service. Aufgrund

der sehr guten Erfahrungen mit dem

Team der Firma Kiesel und den Geräten

der Marke Fuchs haben wir uns daher für

den Fuchs MHL340F MZS entschieden.“

Franz Nagl, zuständiger Betreuer der

Firma Kiesel Austria, ergänzt: „Im

Hinblick auf das breit gefächerte Einsatzprofil

des neuen Fuchs MHL340F MZS

wurde mein Vorschlag aufgegriffen, den

Umschlagbagger mit einem OilQuick

Schnellwechselsystem auszurüsten. Damit

Durch das OilQuick Schnellwechselsystem

kann der neue Fuchs MHL340F MZS rasch

zwischen dem Demarec Sortiergreifer aus

dem Vertrieb der Firma Kiesel und dem VTN-

Trommelsieb für die Reinigung von

verunreinigtem Eisenschrott wechseln.

Über ein eigens entwickeltes digitales

System stehen zu der von den Kunden

abgegebenen Materialmenge alle relevanten

Daten inklusive Fotos in Echtzeit für die

Abrechnung zur Verfügung.

kann im Recycling-Betrieb und bei den

Industriedemontagen rasch zwischen den

Anbaugeräten gewechselt werden. Dazu

zählen nicht nur die Polyp- und Sortiergreifer,

sondern auch das VTN-Trommelsieb

der Firma Winkelbauer, mit dem

verunreinigter Eisenschrott sehr wirksam

– entsprechend der Anforderungen der

Stahlwerke – gereinigt werden kann. Und

bei den Industriemontagen kann mit dem

OilQuick Schnellwechselsystem ebenso

rasch zwischen Sortiergreifer und Schrottschere

gewechselt werden.“

Simon Störchle über die Zusammenarbeit

mit der Firma Kiesel: „Mit den

Umschlaggeräten der Firma Fuchs

verbinden uns bereits über viele Jahre

sehr gute Erfahrungen. Genauso wichtig

ist für uns aber die ausgezeichnete

Betreuung durch das Team der Firma

Kiesel. Franz Nagl steht uns bei jedem

Problem hilfreich zur Seite und seine

kompetente Beratung beim Trommelsieb

oder beim Schnellwechselsystem war für

uns sehr wertvoll. Mit dem neuen System

können wir auf Baustellen deutlich

flexibler und schneller agieren. Das zeigen

wir auch in einem Zeitraffervideo auf

unserem Instagram-Kanal, auf dem zu

sehen ist, wie wir damit ein Boot für die

weitere Verwertung zerlegen. Wir haben

für unser Unternehmen noch weitere

Wachstumspläne und wir werden dabei

auch in Zukunft auf die Partnerschaft mit

der Firma Kiesel vertrauen.“

www.kiesel.net | www.stoerchle.at

66 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 67



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MATERIALUMSCHLAG

IBS

Minelli E-Serie: Elektropower für den Materialumschlag

Minelli präsentierte Anfang November 2025 auf der Ecomondo, der internationalen

Fachmesse für Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung in Rimini, mit

dem M20E das zweite Modell aus der Elektroreihe.

D

68 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL

Mitte des vorigen Jahrhunderts gründeten die Minelli-Brüder das Unternehmen. Aktuell wurde die

Minelli-E Serie erweitert. Der M15E (Bild) wurde vor kurzem durch den M20E ergänzt. Die Synergie zwischen

dem LSSC-Hydrauliksystem und dem intelligenten Lademanagement system ermöglicht je nach Art der

Nutzung maximale Energieeinsparungen und garantiert eine beträchtliche Nutzungszeit.

Die neue MinCab 6.0. bietet mit Panorama-

Sicherheitsverglasung ein größeres Sichtfeld,

einen Multifunktions-Touchscreen

mit adaptiver Menü-Führung sowie

ergonomische Joysticks mit rückmeldenden

Tastenfunktionen.

er M20 Elektro ist eine Weiterentwicklung

mit der es möglich ist, einen vollen

Arbeitstag ohne Aufladen zu arbeiten. Die

E-Serie basiert auf einem leistungsstarken

Elektromotor, der in Kombination mit

einem neu konzipierten Energiemanagement

für konstant hohe Leistungsabgaben

sorgt. Je nach Modell stehen zwei Varianten

zur Verfügung: batterie-elektrisch für

maximale Flexibilität auf dem Betriebsgelände

und kabelgebunden für Daueranwendungen

im stationären Umschlag. Das

Ergebnis ist ein praktisch wartungsfreier

Betrieb, die sofortige Leistungsentfaltung

und keinerlei lokale Emissionen.

Für die batterieelektrischen Modelle

setzt Minelli auf robuste und extrem

schnellladefähige LTO-Batterien. Sie

zeichnen sich aus durch Schnellladezeiten

unter 45 min., eine Lebensdauer von über

15.000 Ladezyklen und eine temperaturresistente

Zelltechnologie für den intensiven

Dauereinsatz. Eine zentrale Innovation

der E-Serie ist die rekonstruktive Hydraulikeinheit.

Durch sie erfolgt die Rückgewinnung

der Absenkenergie des Auslegers

und die Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs

um bis zu 18%. Entkoppelte

Pumpeneinheiten sorgen für einen nahezu

geräuschlosen Betrieb.

Ein weiteres Highlight der E-Serie ist

ein spezielles Kabinenpaket, die neue

MinCab 6.0. Das „SkyLift“-Kabinenhubsystem

und die Panorama-Sicherheitsverglasung

sorgen für ein optimiertes und um

15% größeres Sichtfeld – bei einer gleichzeitigen

Geräuschpegelreduktion um bis

zu 7 dB. Die neue MinCab 6.0 bietet neue

Bedienelemente für elektrifizierte Zusatzfunktionen

bzw. einen Multifunktions-

Touchscreen mit adaptiver Menü-Führung

sowie ergonomische Joysticks mit rückmeldenden

Tastenfunktionen.

Für einen sicheren Betrieb sorgen das

360°-Kamera- und Radarsystem mit

KI-gestütztem Personenerkennungsmodul.

Dank des elektrischen Betriebs lassen sich

die Betriebskosten um bis zu 40% reduzieren,

Emissionen vollständig vermeiden,

die Wartungsintervalle verlängern und

Schichtlängen durch Schnellladeoptionen

flexibel gestalten.

Ob Diesel-, Hybrid- oder Elektromodell

– alle neuen Maschinen sind serienmäßig

mit der digitalen Plattform MinelliConnect

ausgestattet. Sie bietet ein Echtzeit-

Monitoring von Energieverbrauch,

Hydraulikdaten und Batteriestatus.

Weiters unterstützt sie das Flottenmanagement

durch eine Einsatzanalyse.

MinelliConnect ist aber auch eine wichtige

Hilfe für die Wartungs- und Serviceplanung

durch eine automatisierte Diagnose.

Gerade bei der E-Serie ermöglicht Minelli­

Connect eine präzise Visualisierung des

Energieflusses und der Batterieladung,

was den Betreibern ein besonders effizientes

Energiemanagement erlaubt. Durch

die Integration offener Schnittstellen kann

MinelliConnect problemlos in bestehende

Betriebs- und ERP-Systeme eingebunden

werden.

Neben der Effizienzsteigerung setzt

Minelli auf neue Werkstofftechnologien.

Dazu zählen verstärkte Ausleger aus hochfesten

Leichtbau-Stählen zur Reduktion

des Maschinengewichts und recyclingfreundliche

Komponenten mit klaren

Trennungs- und Wiederverwertungskonzepten.

Wichtige Komponenten sind auch

optimierte Kühlkonzepte, die den Gesamtenergiebedarf

senken. Damit positioniert

sich das Unternehmen als Vorreiter im

nachhaltigen Maschinenbau – ein strategischer

Schritt angesichts steigender

ökologischer Anforderungen in der

europäischen Industrie. Generalimporteur

von Minelli für Österreich ist die IBS

Industrie- u. Baumaschinen Service

GmbH in Ardagger Stift.

www.officineminelli.it/de | www.ibs-maschinen.eu

RESTMÜLLANALYSE NÖ 2025

NÖ Umweltverbände starten die Kampagne „Tatort Tonne“

Wertvolle Rohstoffe und tonnenweise Lebensmittel landen irrtümlich im Restmüll. Die Kampagne

„Tatort Tonne“ startet als erste Gegenmaßnahme.

T

rotz großer Fortschritte in der getrennten

Sammlung landen in Niederösterreichs

Restmüll weiterhin wertvolle

Materialien, gefährliche Batterien und

große Mengen genießbarer Lebensmittel.

Die aktuelle Restmüllanalyse 2025,

durchgeführt im Auftrag des Landes

Niederösterreich, zeigt deutlich: Pro Person

fallen jährlich rund 136 kg Restmüll an.

Ein erheblicher Teil davon wäre vermeidbar

oder könnte durch richtige Trennung

wiederverwertet werden. Im Restmüll

finden sich nach wie vor zahlreiche

Wertstoffe wie Kunststoff, Papier, Glas,

Metalle sowie Batterien und Elektroaltgeräte.

Die größte Fehlwurfgruppe bleiben

biogene Abfälle: 37 kg pro Person landen

jährlich irrtümlich in der Restmülltonne.

Zusätzlich gehen 38 kg Wertstoffe pro Kopf

verloren. Besonders kritisch bleibt die

Gruppe

Präsident Christian Macho (links,

NÖ Umweltverbände) und LH-Stellvertreter

Stephan Pernkopf mit dem Kampagnensujet

„Tatort Tonne“.

120 YEARS EXPERIENCE

MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN

wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

Entsorgung von Batterien und Elektrogeräten.

1,2 kg pro Person werden weiterhin

falsch entsorgt. „Damit befinden sich

durchschnittlich rund acht Lithiumbatterien

in jedem Müllfahrzeug. Jede einzelne

davon kann potenziell einen Brand

auslösen“, warnt Christian Macho,

Präsident der NÖ Umweltverbände.

Um Bewusstsein zu schärfen und Routinen

nachhaltig zu verändern, starten die NÖ

Umweltverbände die Kampagne „Tatort

Tonne“. Sie nutzt eine kriminalistische

Bildsprache und ruft dazu auf, im eigenen

Haushalt genauer hinzusehen. Christian

Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände,

betont: „Mit ‚Tatort Tonne‘ wollen

wir wachrütteln und gleichzeitig zeigen,

dass jede und jeder mit wenigen Schritten

etwas verändern kann.“

www.umweltverbaende.at

www.mineraltech.at

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



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DOBROWA

Neuer Atlas 270MH überzeugt die Profis

von Technik-Pionier Schrott Schweiger

Die in Lannach ansässige Firma Helmut Schweiger setzt ihren nächsten großen Entwicklungsschritt:

Mithilfe von innovativer Maschinentechnik startet sie an einem weiteren

Standort mit der Aufbereitung von Altmetallen auf modernstem Niveau. Hohe Ansprüche

stellte das Unternehmen auch bei der Suche nach der neuen Schlüsselmaschine im Fuhrpark.

Aufgrund seiner robusten Gerätetechnik und der guten Erfahrungen mit dem Service

der Firma Dobrowa machte ein Atlas 270MH Umschlagbagger das Rennen.

D

ie Wurzeln der Helmut Schweiger

GmbH reichen bis 1979 zurück.

Damals stiegen Helmut und Kornelia

Schweiger mit einem kleinen Betrieb in

den sekundären Rohstoffhandel ein. Rund

20 Jahre später wurde die Helmut

Schweiger GmbH gegründet und der

Betrieb auf dem aktuellen Standort in

Lannach aufgenommen. Dank regelmäßiger

Investitionen verfügt das Unternehmen

heute über eine hochmoderne

Betriebsanlage für die Sammlung,

Zwischenlagerung und Behandlung von

Eisenschrotten und NE-Metallen sowie

zur Zwischenlagerung nicht gefährlicher

Abfälle. Auf dem bestehenden Betriebsgelände

in Lannach, das so wie der neue

Standort über einen Gleisanschluss

verfügt, steht auch eine 800 t Schrottschere

zur Verfügung.

Das Herzstück am bestehenden

Standort ist die maschinelle Aufbereitungsanlage

für isolierte Verbundstoffe,

wie Kupfer- und Aluminiumkabel, mit der

Granulate zur stofflichen Wiederverwertung

hergestellt werden. Diese wurde

laufend weiterentwickelt und um eine

zweite Aufbereitungslinie für Verbundstoffe

erweitert. Sie dient zum Sortieren

und Trennen der NE-Metalle von diversen

Abfällen. Die sortierten und getrennten

Abfälle werden qualitätsgesichert diversen

mitteleuropäischen Stahl bzw. Metallverarbeitungsunternehmen

zur stofflichen

Wiederverwertung geliefert.

Geschäftsführer Florian Schweiger ist

seit 2015 im Familienbetrieb tätig und hat

vor rund fünf Jahren die Leitung übernommen.

Gemeinsam mit Senior-Chef

Helmut Schweiger entwickelte er das

Konzept für den neuen Standort in

unmittelbarer Nähe zum bisherigen

Betriebsgelände. Florian Schweiger: „Mit

dem neuen Standort wollen wir unsere

Kernkompetenz im Aluminium-Bereich

weiter stärken und uns österreichweit eine

Dank der massiven Konstruktion präsentiert

sich der Atlas 270MH robust und standfest.

Mit seinem leistungsstarken und verbrauchsarmen

6 Zylinder Motor sorgt er bei

der Helmut Schweiger GmbH in Lannach für

rasche Abläufe. Auch der dicht schließende

5 Schalen Greifer stammt von Atlas.

Gerlinde Volkmer schätzt den Komfort in

der modernen und großen Kabine des Atlas

270MH mit Joysticklenkung ebenso, wie die

sehr gute Sicht auf das rechte Vorderrad.

Alleinstellung sichern. Im Wesentlichen

geht es darum, für die Industrie spezielle

Fraktionen und Legierungen sauber

getrennt für die Wiederverwertung zur

Verfügung zu stellen. Der Hintergrund:

Die Produktion von hochwertigem Stahl

erfordert eine sorgfältige Kontrolle über

den Sauerstoffgehalt. Hier kommen

Desoxidisatoren wie Aluminium ins Spiel.

Um diese hochwertigen Sortierungen

liefern zu können, investieren wir in

modernste Röntgen- und Lasertechnologien,

die diese unterschiedlichen Materialqualitäten

erkennen. Die saubere Trennung

erfolgt danach mit einem gezielten

Luftstoß. Unser neuer Standort läuft

bereits im Teilbetrieb und wird nach der

Implementierung weiterer Anlagen

voraussichtlich mit April 2026 den

Vollbetrieb aufnehmen.“

Unabhängig davon wird natürlich auch

auf dem bestehenden Betriebsgelände

weiter investiert. Aufgrund der Betriebsstunden

musste hier einer der beiden

Umschlagbagger durch ein neues Gerät

ersetzt werden. Serviciert wurden die

beiden Umschlagbagger bereits seit einigen

Jahren durch die Firma Dobrowa, die sich

auf das Service und die Reparatur von

Umschlagmaschinen verschiedener

Hersteller im Schrott- und Recycling-

Bereich spezialisiert hat und österreichweit

ein kompetentes und flächendeckendes

Service anbietet. Seit 2023 ist die Firma

Dobrowa auch österreichweit der Vertriebspartner

für Atlas-Umschlagmaschinen

sowie aller zugehörigen Anbaugeräte,

Service und Ersatzteile. Neben der Zentrale

in Salzburg Siezenheim verfügt die Firma

Dobrowa über einen weiteren Standort

südlich von Wien und Servicestützpunkte

in Lungau, Voitsberg und Horn.

Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit

in der Recycling-Branche war Geschäftsführer

Klaus Dobrowa bereits mit Senior-

Chef Helmut Schweiger partnerschaftlich

verbunden. Als die Firma Helmut Schweiger

vor einigen Monaten mit der Suche

nach einem neuen Umschlagbagger

begann, zählte die Firma Dobrowa

aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen

in der Service-Betreuung zur engeren

Wahl. Auch ein Atlas Umschlagbagger hat

sich bereits vor längerer Zeit im Fuhrpark

der Firma Helmut Schweiger sehr gut

bewährt. So wurde die Firma Dobrowa

eingeladen, für die Geräteauswahl ein

Testgerät zur Verfügung zu stellen.

Das Einsatzprofil ist geprägt durch die

Sortier- und Verladetätigkeiten sowie die

Beschickung der Aufbereitungsanlagen.

Dabei sind nicht nur zügige Abläufe

gefragt, sondern auch Hubkraft, denn

immer wieder werden auch besonders

schwere Teile angeliefert. Da kein Hallenkran

zur Verfügung steht, müssen diese

mit dem Umschlaggerät abgeladen

werden.

Betreut wird die Firma Helmut

Schweiger durch Vertriebsleiter Markus

Dabernig, der in enger Zusammenarbeit

mit Klaus Dobrowa den weiteren Ausbau

der österreichweiten Vertriebstätigkeiten

und After Sales der Firma Dobrowa

unterstützt: „Wir haben auf Basis des

Einsatzprofiles einen Atlas 270MH

Umschlagbagger für den Testbetrieb zur

Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei

um ein Stück deutscher Handarbeit, denn

Atlas baut nicht nur die Kabinen selbst,

sondern auch die Ausleger, Stiele und Hydraulikzylinder.

Daher konnten wir schon

das Testgerät mit einer Ausladung von

14,2 m exakt für die gewünschten Kundenanforderungen

konfigurieren. Zu den

besonderen Stärken des Atlas 270MH

zählt zunächst der robuste und massive

Stahlbau, der auch wesentlich zu der

hohen Stabilität beiträgt. Ein weiteres

Highlight ist der leise und verbrauchsarme

Sechszylindermotor, der die Hydraulikkomponenten

mit hoher Leistung

versorgt und aus dem Atlas 270MH ein für

diese Gewichtsklasse beeindruckendes

Kraftpaket macht. Auch der ebenfalls von

Atlas gebaute 5 Schalengreifer überzeugt.

Seine Schalen schließen ohne Zwischenraum

und eignen sich daher auch für

Feinfraktionen.“

Beeindruckt von seiner neuen Schlüsselmaschine

zeigt sich auch Geschäftsführer

Florian Schweiger: „Als technikaffines

Unternehmen schätzen wir natürlich die

hohen Qualitäten, des Atlas 270MH. Dazu

kommen die enorme Kraft und Standfestigkeit,

die wir für den Einsatz in unserem

Betrieb benötigen. In Kombination mit der

Service-Betreuung durch die Firma

Dobrowa, mit der wir über die Jahre nur

die besten Erfahrungen gemacht haben,

ist der Atlas 270MH für uns die ideale

Geräte-Lösung in einem überzeugenden

Gesamtpaket.“

www.dobrowa.at | www.schrott-schweiger.at

Das entsprechend dem Einsatzprofil

konfigurierte Testgerät und die langjährige

verlässliche Service-Betreuung

überzeugten das Team von Schrott

Schweiger (von links): Vertriebsleiter

Markus Dabernig (Firma Dobrowa),

G eschäftsführer Florian Schweiger,

Geschäftsführer Klaus Dobrowa und

Herbert Feiertag (Servicetechniker,

Firma Dobrowa).

Geschäftsführer Florian Schweiger

vor dem neuen Standort in Lannach,

in dem man mit modernsten Röntgenund

Lasertechnologien als einziges

Unternehmen in Österreich hochwertige

Aluminium-Sortierungen erzeugt.

70 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 71



FUHRPARK

FACTS

Motor: 1,2 l Benzin, 110 kW (150 PS)

Eigengewicht: 1.979 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.500 kg

Testverbrauch: 7,6 l/100 km

Listenpreis: 55.990,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ echter Eyecatcher

+ Preis-/Leistungsverhältnis

+ großer Kofferraum

- langsame Tankentlüftung

- kein Diesel im Programm

- Kraftstoffverbrauch

E

igentlich sollten Sie hier gerade eine

Geschichte über einen Fiskal-Lkw aus

dem Hause Renault bzw. Dacia zu lesen

beginnen. Nachdem dieser kurzfristig

unpässlich war, durfte ein echtes Kaliber

mit der Raute auf dem Kühlergrill

einspringen: Der Renault Rafale Hyper

Hybrid E-Tech 4x4 300 in der Top Ausstattung

Atelier Alpine. Klingt nicht nur

nach Automobilbaukunst vom Feinsten,

ist es auch. Wobei es besonders die

MAZDA CX-60 3.3L E-SKYACTIVE D AWD

Hoffentlich kein Einzelfall

D

en folgenden Satz kann man gar nicht

oft genug schreiben. Aber keine Sorge,

er kommt in dieser Geschichte nur einmal

vor, versprochen: Mazda hat anno 2025

einen neuen 6-Zylinder (!)-Dieselmotor mit

3,3 l Hubraum und 254 PS entwickelt. Und

der hält die Fahnen von Rudolf Diesel‘s

genialer Erfindung, die er sich im Jahr

1882 patentieren ließ, höher denn je. Bevor

wir uns aber in technischen Details, wie

Paradebeispiel – im

runderneuerten Mazda

CX-60 werkt ein neuer

Turbodieselmotor mit

stolzen 254 PS.

Formschön – der

Renault Rafale ist ein

top ausgestatteter

Allradler, der mit zahlreichen

technischen

Spielereien aufwarten

kann.

RENAULT RAFALE HYPER HYBRID E-TECH 4X4

Eine erstklassige Zweitbesetzung

verspielten Ausstattungsdetails sind, die

dem 4,71 m langen 5-Sitzer einen deutlichen

Hauch von Exklusivität und Noblesse

bescheren. So wie der Kühlergrill,

der aus lauter kleinen Renault-Rauten

besteht. Auch ein beleuchtetes Logo in der

Rückenlehne von Fahrer- und Beifahrersitz

ist uns schon lange nicht mehr

untergekommen. Das farblich veränderbare

Glasdach ist eine tolle Erfindung, um

die Innenraumtemperatur auf einfachem

z. B. dem thermischen Wirkungsgrad von

über 40% verlieren, ein paar (Fahr-)

Eindrücke des neuen Reihenmotors, dem

wir im runderneuerten Mazda CX-60

erstmals auf den Zahn fühlen konnten. Der

Sound ist wie er sein soll, von der ersten

Kurbelwellenumdrehung an honorig wie

aus dem Bilderbuch. Die immerhin 1,95 t

Eigengewicht des Mazda CX-60 schultert

der Selbstzünder gemeinsam mit der feinst

Weg zu regulieren. Was so gar nicht zum

stattlichen Auftreten des Allradlers passt,

ist sein Motor. Der 3-Zylinder (!) mit 1,2 l

Hubraum kann noch so viele PS haben

(im konkreten Fall sind es 150), ein Auto

von diesem Format schreit förmlich nach

einem entsprechenden Motor.

Fazit: Ein gelungener Renault, der

wirklich überraschen kann und sich noch

dazu wohlwollend vom Mainstream

abhebt.

FACTS

Motor: 3,3 l Turbodiesel, 187 kW (254 PS)

Eigengewicht: 1.950 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/2.500 kg

Testverbrauch: 6,3 l/100 km

Listenpreis: 72.250,– Euro

(inkl. MwSt. & NoVa)

+ ansprechendes Gesamtpaket

+ viele analoge Bedienelemente

+ tolle Ausstattung

- dominante Mittelkonsole

- farblich gewagter Innenraum

- preislich vorne mit dabei

abgestimmten 8-Gang-Automatik im

Vorbeigehen. Von Redaktions-Kollegen

geäußerte Kritik daran, dass beiden von

unten heraus etwas der Pep fehlt, können

wir so nicht unterschreiben. Mit dem

Mazda CX-60 bist Du schon beim Wegfahren

nicht auf der Flucht, sondern erscheinst

im Straßenbild. Wirklich sensationell ist

der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch,

der sich bei alltäglichen Berufsfahrten bei

6,3 l/100 km eingependelt hat.

Abgasfrei – als Plugin-Hybrid

lässt sich

der neue VW Multivan

rund 100 km rein

elektrisch fahren.

Ausbaufähig – das Cockpit ist klar strukturiert,

könnte jedoch etwas größere Bedienelemente

vertragen.

VW MULTIVAN ÜH EHYBRID 180 KW 4MOTION

Ganz nach Familientradition

evor sich der geplante Einleitungssatz

Bin Szene setzen darf, gleich zu Beginn

zwei kurze Erklärungen. Das ÜH im

Subtitel dieser Geschichte ist kein

Tippfehler. Die zwei Buchstaben stehen

für Überhang, womit VW die T8-Modelle

mit 40 cm größerer Gesamtlänge (5,45

statt 5,05 m) kennzeichnet. Die 50 kW

Differenz zwischen den im Subtitel

angegebenen 180 kW und den in den

technischen Daten angeführten 130 kW ist

sowas wie ein versteckter Vergleich von

Äpfel und Birnen. VW wirbt natürlich mit

der Gesamtleistung des Plug-in-Hybrids

(also Verbrenner und Elektro), wir geben

in unserer Facts Box die Leistung des

Verbrennungsmotors an.

Doch nun zum eigentlichen Thema: Es ist

schon sowas wie ein, sagen wir, historisch

begründeter Respekt, wenn eine

Geschichte über einen VW Bulli am

Nobel – die Farbwahl lässt den Innenraum

ausgesprochen freundlich wirken.

Programm steht. Der den bekannten

Namen, noch dazu ganz populär, direkt

unter den A-Säulen trägt. Selbst in der

mittlerweile achten Generation ist das

Multitalent aus Wolfsburg, das familiär

betrachtet einer Zusammenarbeit mit Ford

entstammt, in Höchstform, wenn es um

Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit

geht. Dass dabei auch VW-typische

Zutaten, wie der 4Motion-Allradantrieb

nicht zu kurz kommen, macht die Sache so

richtig rund.

Business-Klasse im Arbeitsalltag

Mit der Sitzteilung 2-2-3 war der Innenraum

unseres Testkandidaten, der offiziell

auf den Namen VW Multivan ÜH eHybrid

180 kW 4Motion hört, sowas wie die

Business-Klasse der gesamten T8-Baureihe.

Mit hellen Farben, einem nicht nur

optisch hochwertig wirkenden Fußboden,

FACTS

Motor: 1,5 l Benzin, 130 kW (177 PS)

Eigengewicht: 2.417 kg

Sitzplätze: 6+1

Testverbrauch: 7,4 l/100 km

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.600 kg

FUHRPARK

Listenpreis: 67.620,50 Euro

(exkl. MwSt., inkl. NoVA)

+ überzeugendes Fahrzeugkonzept

+ schnellladefähig bis 50 kW

+ vernünftige Verarbeitung

- hohes Eigengewicht

- stolzer Preis

- Sitz-Schienensystem hakelig

der sogar eine angedeutete Holzmaserung

(!) besitzt, ist die Rolle des 7-Sitzers im

Arbeitsalltag eindeutig: Er parkt auf

Firmenparkplätzen dort, wo die Hinweis-

Schilder „Reserviert für die Geschäftsleitung“

oder einfach nur „Chefparkplatz“

stehen. Mit 6-Gang Direktschaltgetriebe

(DSG), mächtig Power unter der Motorhaube

und einem durchwegs komfortabel

ausgelegten Fahrwerk macht es richtig

Spaß, den stattlichen Allradler (Eigengewicht

immerhin knapp 2,5 t) durch den

Arbeitsalltag zu chauffieren. Neidlos muss

man dabei auch dem Benziner mit seinen

gerade einmal 1,5 l Hubraum ein Daumenhoch

spendieren, was sicherlich auch am

Einsatz eines Turboladers mit variabler

Geometrie liegt.

Unser Fazit: eine Neuentwicklung, die

den Namen Bulli vollkommen zu Recht

trägt.

72 BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025

73



SERVICE

BÜCHER

HANDBUCH ÖRTLICHE BAUAUFSICHT

Buch gebunden; 2. Auflage 2025

ISBN: 9783707353242; 119,00 Euro

Schritt für Schritt führt das Handbuch durch

sämtliche Phasen einer erfolgreichen Baustellenabwicklung.

Gegliedert nach den zentralen

Bauphasen – vorvertragliche Phase, Abwicklung des

Bauvertrages, nachvertragliche Phase – behandelt

es fundiert und praxisnah unter anderem die

folgenden Themenbereiche: Terminplanung,

Ausschreibungserstellung, Angebotsprüfung und

Vergabe, Qualitätsmanagement, Baustellenüberwachung,

Baustellendokumentation und Sicherheit

am Bau, Terminverfolgung, Kostenmanagement,

Bauabrechnung und Claim-Management sowie

Übernahme und Schlussrechnung. Zum besseren

Verständnis bietet das Werk zahlreiche Praxisbeispiele,

Muster, Checklisten und Grafiken, die dem

Anwender in der Praxis als wichtige Arbeitsbehelfe dienen. Zudem wird

in einem eigenen Kapitel die Baustelle aus zwischenmenschlicher Sicht

aufgearbeitet, da es sich hierbei um einen entscheidenden Faktor bei der

erfolgreichen Baustellenabwicklung handelt. Damit stellt das Handbuch

einen unerlässlichen Begleiter für ÖBA-Mitarbeiter und Bauherrenvertreter

dar. Es richtet sich an Techniker, die sich auf Auftraggeberseite mit

der Erstellung und

Abwicklung von Bauaufträgen

befassen.

www.lindeverlag.at

Was

ist Ihre

Maschine

wert?

INGENIEURBAUKUNST DER STADT

Softcover; 480 Abbildungen; ca. 188 Seiten

ISBN: 978-3-433-03483-5; 49,90 Euro

Das Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026 zeigt wieder eine Auswahl

der wichtigsten aktuellen Bauwerke „Made in Germany“ und

diskutiert die Zukunft des Planens und Bauens. Herausgegeben von

der Bundesingenieurkammer werden damit die Leistungen des

deutschen Bauingenieurwesens hervorgehoben. Die beteiligten

Ingenieurinnen und Ingenieure beschreiben die bautechnischen

Herausforderungen und

erläutern die konkreten

Lösungen bei Planung und

Ausführung. Unter

anderem bei der Verkehrsinfrastruktur,

die für die

Mobilität der Zukunft fit

gemacht werden muss oder

das Planen unserer

Infrastruktur, damit sie für

den Klimawandel resilient

und inklusiv wird. Auch

Wiederverwendung von

Tragwerken wird beleuchtet:

einerseits die erneute

Nutzung von bestehenden

(Stahl-)Konstruktionen,

andererseits die Planung und Ausführung neuer (Holz-Beton)-Bauteile

für den Wiedereinsatz. Die Ingenieurbaukunst 2026 ist eine

Schaubühne der Spitzenleistungen des Bauingenieurwesens und ein

Forum für aktuelle Debatten rund um das Planen und Bauen,

diesmal insbesondere zur Ingenieurbaukunst der Stadt.

www.ernst-und-sohn.de

KEINEN CAT KÖNNEN

WIR UNS NICHT LEISTEN.

„Als Spezialisten für Transporte, Erdarbeiten, Sand- und Schottergewinnung, Abbrüche, Container- sowie Kommunaldienste

sind wir sehr breit aufgestellt. Ein zuverlässiger Maschinenpark in Spitzenqualität, konsequentes Qualitätsmanagement und

ein hoher Anspruch an das Umweltmanagement sind die Grundlagen für nachhaltigen Geschäftserfolg und die Zufriedenheit

unserer Kunden. Cat und Zeppelin zählen zu unseren langjährigen Geschäftspartnern, auf die wir nicht verzichten können.“

Regina und Leopold Poyss

Geschäftsführer Poyss GesmbH, Poysdorf

zeppelin-cat.at

Finden Sie es ganz einfach

heraus – mit den LECTURA

Bewertungs-Produkten!

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ENTDECKUNGSTOUR DURCH PRAG

Barbara Sternthal; Buch gebunden; 160 Seiten

ISBN: 978-3-214-26230-3; 29,00 Euro

Mit ihrem neu bei Manz erschienenen Reiseführer „Karlsbrücke, Kleinseite,

Kafka. Der Prag-Guide (nicht nur) für Jurist:innen“ lädt Erfolgsautorin

Barbara Sternthal Recht- und Reiseinteressierte zu einer spannenden

Entdeckungstour durch die Goldene Stadt an der Moldau. Prag zählt zu den

schönsten Städten der Welt, deren Beiname „die Goldene“ vom Licht

herrührt, das die Sandsteinbauten in der Ebene am Moldauknie leuchten

lässt. Ein außergewöhnlicher Reiz Prags ist seine historische Tiefe. Vielfältige Herrschafts- und Rechtssysteme

prägten das Leben der Prager Bevölkerung. Oft dienten diese Systeme den Regierenden, doch

Prag wurde auch zur Welthauptstadt der Rebellen, die sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnten

und so mannigfache Veränderungen anstießen. Nach Reiseführern zu Rom, Paris, Wien und

anderen europäischen Städten folgt Barbara Sternthal in diesem Reiseführer nun juristischen Spuren in

Prag. Sie erzählt von den Herrschenden, die Gesetze machten, von den Rebellen, die sie anfochten, und

von den kriminellen Talenten, die sie brachen. Berichtet wird von Kaisern und Königen, von Alchimisten

und Rabbinern – und natürlich darf auch der berühmteste Sohn der Stadt, der Versicherungsjurist und

Schriftsteller Franz Kafka, nicht fehlen.

www.manz.at

74 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH



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