Baublatt Magazin Dezember 2025
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www.baublatt.at
NR. 12 | 2025
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Takeuchi Kompakt-Raupenlader
Stabil, wendig und leistungsstark auf jedem Untergrund
10 | Wien
Der Hochwasserschutz
läuft auf Hochtouren
57 | Materialumschlag
Best-Practice Einsätze und
Aktuelles aus der Branche
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 13,00 € | Dezember 2025 | www.baublatt.at
CAT MATERIAL HANDLER
MH3032
Die Richtung stimmt
EDITORIAL
Für maximale Leistung entwickelt
Der Cat MH3032 ergänzt die nächste Generation der Cat-Umschlagbagger und bietet hohe Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit
beim Materialumschlag. Mit Greifern bis 1 150 Liter, 14 m Reichweite und 15 m Reichhöhe bewegt er große Materialmengen
schnell und präzise – ideal für enge Schrottplätze, Recyclinganlagen und Abbruchvorsortierung.
Der verstärkte Heavy-Duty-Unterwagen sorgt für maximale Stabilität; fünf Ausleger-Stiel-Kombinationen ermöglichen
eine optimale Anpassung an jede Aufgabe.
Dank der integrierten Cat Payload-Technologie kann der Fahrer das Gewicht jeder Ladung überwachen und die Gesamtproduktion
in Tonnen verfolgen, was die Bedienung vereinfacht, und die Produktivität optimiert. Zudem ist der MH3032
serienmäßig mit der Cat 2D e-Fence ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Arbeitsausrüstung innerhalb eines festgelegten
Arbeitsbereichs bleibt und die angehobene Fahrerkabine schützt.
zeppelin-cat.at
In bewegten Zeiten fällt es schwer, den
Blick nach vorne zu richten – und
dennoch gibt es Grund zur Zuversicht.
Die heimische Bauwirtschaft, seit Jahren
unter Druck, zeigt erste Signale einer
behutsamen, aber spürbaren Erholung.
Zwar bleibt 2025 für viele Betriebe
herausfordernd, doch die Prognosen für
2026 verheißen eine leichte Trendwende.
Steigende Baubewilligungen, ein sich
stabilisierender Wohnbau und
erste positive Impulse aus
dem Transportbetonmarkt
zeigen: Der Motor läuft
wieder an, wenn auch noch
auf niedriger Drehzahl.
Gleichzeitig erleben wir eine
Branche, die an ihre strukturellen
Grenzen stößt. Ob Bau,
Rohstoffe oder Recycling –
überall hören wir denselben
Ruf: Weniger Bürokratie,
mehr Praxisbezug. Effizienz
statt Doppelmühlen. Die
langen Genehmigungswege,
fragmentierten Zuständigkeiten
und redundanten Meldepflichten
bremsen nicht nur Investitionen, sondern
auch Innovationen. Es ist daher erfreulich,
dass Politik und Verwaltung nun ernsthaft
an Vereinfachungen arbeiten. Vom Entbürokratisierungspaket
über die AVG-
Novelle bis hin zur angekündigten
Überarbeitung des Abfallwirtschaftsgesetzes:
Viele Maßnahmen gehen in
die richtige Richtung. Doch entscheidend
wird sein, wie viel davon tatsächlich
im Alltag der Betriebe ankommt.
Unter anderem hat das vor kurzem
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
abgehaltene Bausymposium in der
Bauakademie BWZ OÖ in Steyregg
eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial
freigesetzt werden könnte, wenn Planung,
Regulierung und Ausführung wieder mehr
aus einem Guss gedacht werden. Modelle
wie der „Hamburg-Standard“ oder Projekte
wie „Bauen außerhalb der Norm“
beweisen, dass sich Kosten massiv reduzieren
lassen, ohne Sicherheit oder Qualität
aufs Spiel zu setzen. Und
auch die Überlegungen zu
neuen Gebäudeklassen,
effizienteren Prüfintervallen
oder integrierten Planungsmodellen
versprechen
dringend benötigte Entlastung.
Die Richtung stimmt –
jetzt braucht es Tempo.
Während wir auf politischer
Ebene auf Klarheit hoffen,
lohnt sich der Blick in die
Betriebe: Viele Unternehmen
beweisen täglich, wie innovativ,
lösungsorientiert und
resilient diese Branche ist.
Vom regionalen Rohstoffproduzenten bis
zum Generalplaner, vom Recyclingbetrieb
bis zum Baumaschinenhändler – überall
wird die Zukunft mit spürbarer Zuversicht
angepackt, oft trotz widriger Rahmenbedingungen.
Einen Eindruck davon vermittelt
auch die vor Ihnen liegende Ausgabe.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine
anregende Lektüre, erholsame Feiertage
und einen guten Start in das neue
Baujahr!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Kompakt-Raupenlader von
Takeuchi: stabil und wendig
Sie punkten mit ihrer Standsicherheit,
der hohen Nutzlast und ihrer Wendigkeit,
da sie auf kleinstem Raum drehen
können. Einen TL bringen weder
schlechtes Wetter noch schwierige
oder schlammige Bodenverhältnisse
aus der Ruhe. Durch die Gummiketten
haben die Kettenlader einen geringen
Bodendruck und gute Geländegängigkeit.
Die TLs überzeugen durch Zusatzhydraulik
mit High Flow, optimalen
Fahrkomfort durch Klimaanlage,
Heizung und Radio, beste Ausleuchtung
des Arbeitsumfeldes
durch LED-Scheinwerfer und eine
kippbare Kabine mit servicefreundlichem
Zugang zum Motor. Je nach
Modell haben die Kompakt-Raupenlader
Radial- oder Vertikal-Hub.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025
3
Software
Die Software Komplettlösung für
Nach drei intensiven Wettkampftagen wurden
in Salzburg die neuen Staatmeisterinnen und 48Staatsmeister der Berufe gekürt.
MATERIALUMSCHLAG-SPEZIAL
58 Zeppelin: Die Felbermayr Abfallwirtschaft
in Wels rüstet sich mit einem neuen
Cat MH3026 für kommende Aufgaben.
60 Fraunhofer Austria: Der erste intermodale
Container für Rundholz und Holzprodukte
ist eine Weltneuheit aus Österreich.
61 ÖBB: Das Terminal Wels ist auf dem Weg
zur modernen Logistikdrehscheibe.
62 Liebherr: In Ybbs an der Donau setzt die
Firma Schaufler mit einem Liebherr LH 26 M
Industry E weiter auf Nachhaltigkeit.
64 Terminal Peggau: Vor kurzem erfolgte der
Startschuss für die erste Etappe, um das
vorhandene Industrieareal neu zu entwickeln.
Erdbau
Sand und Kies
Entsorgung
Recycling
Transport
Beton
ErdProfi Kurzvideo
Perfekt mit ErdMobile zur wirklich
durchgängigen Digitalisierung
für alle Mitarbeiter!
65 Umweltpreis: Das EU -Projekt RecAL erhielt
den ÖGUT -Umweltpreis 2025.
MENSCHEN + SZENE 22 ÖGL: Steyr nutzt in der Kanalsanierung die
6 Aktuelles bei Rädlinger, Österreichische
Rohstoffbranche, Asfinag, Geel, Zeppelin
Österreich, Habau Group und Wienerberger.
PROJEKTE + PLANUNG
10 Wien: Als Folge des Extremwetterereignisses
im September 2024 werden für den
Hochwasserschutz die Rückhaltebecken
im Westen Wiens aufwendig ausgebaut.
14 Pumpspeicherkraftwerk: Die Energie AG
und die Hochkönig Bergbahnen realisieren ein
zukunftsweisendes Projekt im alpinen Raum.
15 Austrian Power Grid startete im November
im Rahmen des Projekts Netzverstärkung Ost
mit Baugrunderkundungen.
MASCHINEN + TECHNIK
18 Zeppelin: Die Weinviertler Firma Poyss und
Zeppelin feiern ein Doppel-Jubiläum, denn
das 100ste Cat Gerät wurde im Rahmen des
„100 Jahre Caterpillar“ Auftritts von Zeppelin
auf der bauma geordert.
Vorteile grabenloser Technologien.
24 Habau übernimmt von Kuhn Baumaschinen
weitere 15 Komatsu Geräte mit Ausrüstung
der Firma Baumaschinentechnik.
25 Prangl: In Amstetten errichtete Prangl eine
schlüsselfertige Modul-Wohnhausanlage.
26 Porr: Beim deutschen Tunnelbauprojekt ElbX,
einem Bestandteil des SuedLink-Ausbaus,
wurden bereits 50% des Tunnels vorgetrieben.
28 Sprengtechnik: Die Internationale Tagung für
Sprengtechnik stand im Zeichen aktueller
Themen und dem Wechsel an der Spitze des
Verbands der Sprengbefugten Österreichs.
32 Liebherr: Ein Liebherr R 901 aus dem Jahr
1968 mit rund 10 t Gewicht und kantigem
Design wurde liebevoll restauriert.
33 Handtmann Systemtechnik: Modulares
Batteriesystem für Off-Highway-Lösungen.
34 MWT: Mobile Radladerwaagen sorgen auch
bei rauen Einsätzen für maximale Effizienz.
36 Eisenwagen: Beim Aufbau des Fuhrparks
war für Michael Lanzinger in Leopoldsdorf
die Beratung und Betreuung durch die
Firma Eisenwagen eine wichtige Hilfe.
39 Vögele hat den ersten Mini-Fertiger der
Strich-5-Generation auf den Markt gebracht.
40 Tschann: Der Reinhaltungsverband Steyr
investierte in zwei Saugwagen Tatra 6x6/4
mit Aquastar-Aufbau von Kaiser.
42 Liebherr: Die Wildbach- und Lawinenverbauung
setzt auf Energiespeicher von
Liebherr, um die Baustelle im Großarl mit
Energie zu versorgen.
44 AM Baugeräte: Die traditionelle Innovationstour
rückt 2026 den konkreten Nutzen neuer
Technologien in den Fokus.
48 AustrianSkills: Bei den Wettkämpfen für die
Staatsmeister der Berufe wurden auch in den
Kategorien Betonbau, Hochbau sowie Landund
Baumaschinentechnik beeindruckende
Leistungen gezeigt.
4 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
50 Kuhn: Der neue Komatsu Kompaktradlader
WA170M-11 ist mit zwei unterschiedlichen
Hubgerüsten verfügbar.
51 Diadora Utility: Im neuen Sicherheitsschuh
Vortex steckt innovative Sport-Technologie.
52 Atlas Weyhausen feiert sein 55-jähriges
Bestehen am Standort Wildeshausen.
53 Doka: In der Produktion in Amstetten ist
der erste vollelektrische Lkw in Betrieb.
54 Plancraft: Die Prodach GmbH in Roppen
digitalisiert mit der Handwerker Software
ihre Abläufe von der Angebotserstellung
bis zur Zeiterfassung.
66 Kiesel: Mit einem neuen MHL340F MZS
investierte die Firma Störchle in Judenau
bereits in die dritte Fuchs Umschlagmaschine.
68 IBS: Minelli präsentierte mit dem M20E
das zweite Modell aus der Elektroreihe.
69 NÖ Umweltverbände starten eine
Kampagne gegen Lebensmittel im Restmüll.
70 Dobrowa: Ein neuer Atlas 270MH und der
Service der Firma Dobrowa überzeugten die
Profis von Schrott Schweiger in Lannach.
72 Baublatt.Österreich Test:
Renault Rafale Hyper Hybrid E-Tech 4X4
Mazda CX-60 3.3L E-Skyactive D AWD
VW Multivan ÜH eHybrid 180 KW 4Motion
03 Editorial
FUHRPARK
74 Literatur
STANDARDS
Katherl Software GmbH
Am Fürtherbach 9
4873 Frankenburg
Tel.: +43 7683 7090
E-Mail: office@katherl.at
ErdMobile Kurzvideo
www.ErdProfi.info
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
ÖSTERREICHISCHE ROHSTOFFBRANCHE
Vier europäische Auszeichnungen
Die heimische Rohstoffbranche konnte am 26. November bei den Sustainable
Development Awards 2025 des europäischen Gesteinsverbands Aggregates
Europe in Brüssel gleich vier Auszeichnungen erzielen. Insgesamt wurden
66 Projekte aus 16 Ländern eingereicht – Österreich war mit sechs Projekten
vertreten. Auf europäischer Ebene punkten konnte das Kommunikationsprojekt
„BürgerBeirat Gartenau – Umweltmediation: Erfolgsrezept Dialog“
der Leube Zement GmbH mit Sitz in Salzburg. Ebenfalls aus Salzburg stammt
das in der Kategorie Umwelt prämierte Projekt „Saxicola rubetra – Ein neuer
Lebensraum für das Braunkehlchen“ der Lungauer Sand- und Kieswerk
Lassacher GmbH & Co KG. Gleich zweimal ausgezeichnet wurde das Forum
mineralische Rohstoffe. Geschäftsführerin Petra Gradischnig – im Bild mit
Antonis Antoniou Latouros (Präsident Aggregates Europe) – erhielt eine
Ehrung für ihre herausragenden fachlichen Leistungen in der europäischen
Zuschlagstoffindustrie sowie für ihr Engagement bei Aggregates Europe,
insbesondere als Leiterin der Task Force Biodiversität. Mehr Infos unter:
www.forumrohstoffe.at/nachhaltigkeitspreis2025
RÄDLINGER
Neu organisierte Vertriebsstruktur
Die Rädlinger Maschinenbau GmbH stellt ihren
Vertrieb auf 1:1-Teams um: Jedem Außendienstgebiet
ist ab sofort ein fester Ansprechpartner
im Innendienst zugeordnet.
Die fixen Zweierteams verkürzen Abstimmungen,
sorgen für klare Übergaben und
erhöhen die Erreichbarkeit für Kundenanfragen.
„Gute Kundenbetreuung ist schon
immer unsere Stärke – mit der neuen 1:1
Zuordnung verbessern wir uns hier weiter.
So kann unser Team noch enger mit unseren
Kunden und Partnern zusammenarbeiten“,
erklärt Geschäftsbereichsleiter
Thomas Wittmann. Für Österreich sind die
Ansprechpartner im Außendienst und
Innendienst Johannes Kordick und
René Baumgartl. www.raedlinger.de
ASFINAG
Verkehrssicherheitspreis für Kärntner HTL
Rasche und punktgenaue Informationen
zum Unfallgeschehen und dem laufenden
Rettungseinsatz in einem Autobahntunnel
zu bekommen, ist für Einsatzorganisationen
das Um und Auf. Mit einer von
den beiden Schülerinnen Alina Nessel
und Johanna Maier der Klagenfurter
HTL Mössingerstraße speziell trainierten
Künstlichen Intelligenz können Feuerwehren
und Rettung künftig einen
deutlich besseren Überblick über einen
derartigen Einsatz erhalten. Die Schülerinnen
entwickelten eine KI-gestützte
Objekterkennung, die speziell für
österreichische Einsatzfahrzeuge trainiert
wurde. Sobald ein Fahrzeug erkannt
wird, bestimmt das System dessen
genaue Position im Tunnel. Die
Foto: Aggregates Europe/Julie de Bellaing
gesammelten Daten fließen in eine
Weboberfläche, auf der Rettungskräfte
live verfolgen können, wo sich die
Fahrzeuge befinden. Der Rettungseinsatz
läuft dadurch effizienter ab – und das
kann Leben retten. Die Idee zum Projekt
„LiveSaferOverview“ kam einer der
Schülerinnen aufgrund eigener Erfahrungen
als Rettungssanitäterin. Für diese
Entwicklung, die gemeinsam mit der
Asfinag im „Testtunnel“ Trettnig auf der
A 2 Südautobahn umgesetzt wurde,
erhielten die Schülerinnen nun den vom
Kuratorium für Verkehrssicherheit
ausgelobten Verkehrssicherheitspreis
Aquila in der Kategorie „Mittelschulen
und Höhere Schulen“.
www.asfinag.at
ZEPPELIN ÖSTERREICH
Geschäftsführer Michael Härtel übergibt den Scheck an Lisa Huto,
Leiterin des Fundraising-Teams der St. Anna Kinderkrebsforschung.
GEEL
Jubiläumsfeier 25 Jahre Geel
2026 feiert Geel 25 Jahre Innovation,
Partnerschaft und Qualität.
Was im Jahr 2001 als 1-Mann-
Betrieb mit einer klaren Vision
startete, entwickelte sich zu einem
europaweit geschätzten Spezialisten
für Schnellwechselsysteme,
Tilttechnologie und Anbaugeräte.
Von Beginn an setzte Firmengründer
Gerhard Ellmauer auf
Praxisnähe: Entwicklung fand
direkt am Einsatzort statt – durch
Zuhören, Mitdenken und Weiterentwickeln.
So entstand das erste
hydraulische Schnellwechselsystem
und der Grundstein für ein
vielfältiges Produktportfolio.
Heute bietet Geel ein breites
Sortiment von Schnellwechslern
über Tiltantriebe und Tiltrotatoren
bis zu Löffeln, Greifern und
Sonderlösungen. Produziert wird
im Werk Oberhofen, wo Montage
und Spezialanfertigungen entstehen,
sowie in Nitra, wo robuste
Stahlbauten gefertigt wird. Diese
Struktur steht für Flexibilität,
Qualität und Kundennähe. Ein
Highlight im Jubiläumsjahr ist die
große Feier mit einem Tag der
offenen Tür am 29. Mai 2026 im
Werk Oberhofen – mit Live-
Demonstrationen, Werksrundgängen,
Produktneuheiten, Special
Guests und weiteren Attraktionen.
www.geel.at
Unterstützung für die
St. Anna Kinderkrebsforschung
Die Zeppelin Österreich GmbH zeigt seit vielen Jahren ein
starkes und konsequentes soziales Engagement und gilt als
treue Unterstützerin der St. Anna Kinderkrebsforschung. Was
einst als einzelner Beitrag begann, hat sich über die Jahre zu
einer wertvollen, beständigen Partnerschaft entwickelt, die
den wissenschaftlichen Fortschritt und damit die Heilungschancen
krebskranker Kinder maßgeblich mitträgt. Traditionell
überreicht das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit einen
Spendenscheck an die Spendenverantwortliche des Instituts.
Die Leiterin des Fundraising-Teams der St. Anna Kinderkrebsforschung,
Lisa Huto, betont die Bedeutung dieser Partnerschaft:
„Als St. Anna Kinderkrebsforschung sind wir zutiefst
dankbar für die wertvolle Unterstützung durch Zeppelin Österreich.
Da unser Institut fast ausschließlich durch Spenden
finanziert wird, ist jede Zuwendung – ebenso wie das Sichtbarmachen
unserer Arbeit – ein entscheidender Beitrag dazu,
krebskranken Kindern und ihren Familien durch Forschung
neue Hoffnung zu schenken. Forschung bedeutet für uns nicht
nur Wissenschaft, sondern vor allem Menschlichkeit: der
unerschütterliche Wille, Kindern eine gesunde Zukunft zu ermöglichen.
Die Partnerschaft mit Zeppelin Österreich zeigt,
wie viel erreicht werden kann, wenn Unternehmen soziale
Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit uns für eine
bessere, gesündere Zukunft eintreten. Ich danke im Namen
unseres gesamten Teams für dieses starke Zeichen an
Solidarität und Vertrauen.“
www.zeppelin-cat.at
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mieten
leasen
RAMMTECHNIK
Von links: Minister Peter Hanke, HTL-Schülerin Alina Nessel und
Dominik Rauter, der das Projekt von Seiten der Asfinag betreute.
6 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
„Mit neuen Entwicklungen und einer
erweiterten Produkt palette richtet Geel
den Blick auf die Zukunft“, betont
Firmengründer Gerhard Ellmauer.
www.twf.at
Ihr Partner im TIEFBAU!
MENSCHEN + SZENE
18 % weniger Verbrauch*
– weil der Fahrer entscheidet
TERMINE
Bauprojekt-Controlling
12.01.2026, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Fehlende CE-Kennzeichnung
bei Bauprodukten
15.01.2026, Wien www.ars.at
Beton im Straßenbau
19.-20.01.2026, Wien
www.betonakademie.at
Ausbildung zum zertifizierten
Baukoordinator
21.-23.01.2026, Wien www.ars.at
Aufbereitungstechnisches Seminar
28.-30.01.2026, Leoben www.bvo.at
Lehrgang Claims & Co
für Baupraktiker
28.01.-12.02.2026, Wien
und Virtual Classroom
www.ars.at
Digitale Lösungen für smarte
Arbeitsprozesse in der Bauwirtschaft
10.02.2026, Wien www.ars.at
Berechnung von Erdwärmesonden
19.02.2026, Wien www.voebu.at
Workshop Abfallbilanz:
von EDM bis ZAReg
19.02.2026, Wien www.brv.at
ZANDTcargo
SattelTieflader ST 480
T 09631 6423 • info@zandt-cargo.de • 95643 Tirschenreuth
Von links: Karl Friedl (Projektsteuerung und Funktionsplanung Moocon), Daniel Burtscher (Landesbaudirektor),
Marianne Durig (Burtscher Durig Architekten), Ulrich Burtscher (Burtscher Durig
Architekten), Mia Flieher (Projektteam Land Salzburg), Thomas Kerschbaum (Projektteam Land
Salzburg), Landesrätin Daniela Gutschi, Thomas Hochreiter (Projektleiter Habau Group),
Hubert Wetschnig (CEO Habau Group) und Stefan Stadler (Projektleiter Swietelsky AG).
HABAU GROUP
Dachgleiche des neuen LDZ in Salzburg
Mit der Gleichenfeier des neuen Landesdienstleistungszentrums
(LDZ) in Salzburg
setzt das Habau Group Konzernunternehmen
Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft
m.b.H. gemeinsam mit ihrem ARGE-Partner
Swietelsky AG einen wichtigen Meilenstein
im Auftrag des Landes Salzburg.
Nach dem Spatenstich im vergangenen
Jahr wurde Ende November der symbolische
Festakt als Abschluss der Rohbauarbeiten
und damit der Beginn der finalen
Bauphase gefeiert. Voraussichtliche
Fertigstellung für das Großprojekt ist für
Ende 2026 geplant. Hubert Wetschnig,
CEO der Habau Group betont: „Mit dem
Landesdienstleistungszentrum realisieren
wir das größte Hochbauprojekt der Habau-
Unternehmensgeschichte.“ Im Auftrag des
WIENERBERGER
Grüne Ziegelproduktion
Landes Salzburg entsteht direkt beim
Hauptbahnhof ein modernes Verwaltungsgebäude,
das künftig einen großen und
offenen Bürgerservicebereich sowie rund
1.300 Mitarbeitenden einen Platz bieten
wird. Die Bauarbeiten schreiten planmäßig
voran: Besonders hervorzuheben ist dabei
die nachhaltige Holz-Hybridbauweise ab
dem dritten Obergeschoss, die modernste
Technik mit ökologischer Verantwortung
verbindet. Auch in der nächsten Bauphase
stehen Nachhaltigkeit und Effizienz im
Mittelpunkt. So wird das Gebäude unter
anderem mit rund 4.500 schwenkbaren
Photovoltaik-Paneelen ausgestattet, die
eine Spitzenleistung von 721 kWp
erreichen.
www.habaugroup.com
Im oberösterreichischen Werk Uttendorf hat Wienerberger vor einem
Jahr Europas modernste und energieeffizienteste Ziegelproduktion in
Betrieb genommen. Mit dem Austausch des Gasofens durch den ersten
industriellen Elektroofen für Hintermauerziegel verbesserte sich die CO2-
Bilanz bei der Produktion um 75%. Das entspricht einer Einsparung von
bis zu 7.000 t Kohlendioxid pro Jahr. Zudem wird der Energieverbrauch
um ein Drittel reduziert. Basis dafür ist die Kombination aus elektrifiziertem
Brennprozess, Wärmepumpen, optimierter Trocknung und 100%
Strom aus erneuerbaren Energien. Künftig soll der Energieverbrauch bei
unter 200 kWh pro Tonne Ziegel liegen. Dazu Johann Marchner, Country
Managing Director von Wienerberger Österreich und Pipelife Austria:
„Solche Projekte unterstreichen unseren Anspruch, beim Klimaschutz
entschlossen voranzugehen und die Rolle Österreichs als zukunftsorientierten
Produktionsstandort weiter zu stärken.“ www.wienerberger.at
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hofer
Komatsu PC220LCi-12:
Individuell eingestellt. Spürbar effizienter.
Mit dem neuen Komatsu PC220LC-12 stellt der Fahrer
die Hydraulik selbst ein – ganz nach seinem Gefühl.
Ob Geschwindigkeit oder Feinfühligkeit: Die Maschine
passt sich an den Menschen an. Ergebnis: Bis zu
18 % weniger Treibstoffverbrauch*. Ausgestattet
mit einem leistungsstarken 129-kW-Komatsu-
Motor der nächsten Generation und der neuesten
intelligenten Maschinensteuerung (iMC) 3.0 verbindet
diese hochmoderne Maschine maximale Effizienz mit
einzigartigen Funktionen und allerhöchstem Komfort.
* im Vergleich zum Vorgängermodell
www.kuhn.at
8
DEZEMBER 2025
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
WIEN
Hochwasserschutz läuft auf Hochtouren
Das Hochwasser im September 2024 hat gezeigt, wie wichtig die Vorsorge gegen Extremwetterereignisse
ist. Damals füllten sich die Rückhaltebecken in Auhof entlang des
Wienflusses im Westen Wiens innerhalb von nur zwei Stunden vollständig mit rund
1 Mio. m 3 Wasser. Nun werden sie aufwendig saniert und ausgebaut.
D
ie Bilder vom reißenden Wienfluss
sind vielen noch in Erinnerung. Mitte
September 2024 kam es in der Folge einer
so genannten 5B-ähnlichen Wetterlage zu
einem massiven Hochwasserereignis, das
in weiten Teilen Österreichs und auch in
den Nachbarländern große Schäden
verursachte. Teilweise noch nie aufgezeichnete
Regenmengen in Kombination
mit Sturm und Schneefällen im Hochgebirge
waren zu bewältigen.
Wien hat das Extremhochwasser
damals gut überstanden, rüstet aber nach
und setzt weitere Maßnahmen zum Schutz
der Bevölkerung und der Infrastruktur.
Sowohl an der Donau als auch im Wienerwaldbereich
werden laufend Hochwasserschutzbauten
durch die dafür zuständige
Abteilung Wiener Gewässer (MA 45)
saniert und verbessert.
Die Wehrmauern am Wienfluss werden
für ein 5.000-jährliches Hochwasser
gerüstet. Die Bilder zeigen den Wienfluss
am 15. September 2024, eine Luftaufnahme
der Rückhaltebecken in Auhof und den
Fortschritt der Bauarbeiten. Der Ausbau
der Hochwasserrückhaltebecken in Auhof
wird Ende 2026 abgeschlossen.
Vor allem der Hochwasserschutz am
Wienfluss hat für die Stadt eine zentrale
Bedeutung.
Die Auhof-Becken wurden als elementarer
Teil der Wienfluss-Regulierung in
den Jahren 1895 bis 1899 zwischen dem
13. und 14. Wiener Gemeindebezirk
errichtet und schützen die Stadt Wien vor
rasch an- und abschwellenden Hochwasserwellen.
Die Retentionsbecken in Auhof
halten große Wassermengen so lange
zurück, bis der Pegel des Wienflusses
wieder sinkt und in der Folge das gespeicherte
Hochwasser gefahrlos abgeleitet
werden kann. „Mit den sechs Rückhaltebecken
und einer Gesamtkapazität von fast
1,2 Mio. m 3 bildet die gesamte Anlage
einen wesentlichen Schutzwall für die
Stadt“, erklärt Gerald Loew, Leiter
Magistratsabteilung MA 45 – Wiener
Gewässer der Stadt Wien.
Allerdings waren die Rückhaltebecken
in Auhof beim Hochwasser im Herbst 2024
erstmals seit ihrer Errichtung vollständig
gefüllt. Innerhalb von nur zwei Stunden
erreichte der Wienfluss eine Durchflussmenge
von bis zu 440.000 Litern pro
Sekunde – fast an der Kapazitätsgrenze
der Anlage. Normalerweise fließen dort
lediglich 200 bis 500 l pro sek. Das
Ereignis zeigte deutlich, wie wichtig
kontinuierliche Investitionen in den
Hochwasserschutz sind.
Um die Struktur nach dem Hochwasser
2024 dauerhaft zu sichern, entschied sich
die zuständige Fachabteilung Wiener
Gewässer für eine umfangreiche Sanierung.
Altersbedingte Schäden wie Hohlstellen,
Risse und Abplatzungen wurden
behoben sowie die bestehenden Becken
mit einer wasserundurchlässigen Stahlbeton-Vorsatzschale
in einem Volumen von
rund 11.000 m 3 Beton umschlossen.
Durch diese Maßnahme bleibt die
historische Substanz der Retentionsbecken
erhalten und die Lebensdauer der
Bauwerke wird für Jahrzehnte verlängert.
Zudem werden die Becken vertieft und die
Wehre sowie die Trennmauer aus Beton
um mindestens 50 cm erhöht. „Grundlage
dafür bildeten 2D-hydraulische Abflussmodellierungen,
die das maximal verfügbare
Retentionsvolumen ermitteln“, erklärt
Stefan Pagger, der zuständige Ausführungsplaner
bei Pulse Engineering, dem
Unternehmen, das mit der Sanierung in
Auhof beauftragt war. Weitere Sanierungsarbeiten
beinhalten u. a. die Instand
FROHE WEIHNACHTEN UND
EIN ERFOLGREICHES 2026
LIEBE KUNDEN
DANKE FÜR
IHRE TREUE
... jedes Gramm zählt
Fotos: Stadt Wien/Christian Fürthner; BDÖ/Stefan Seelig; J.Eybl; Pulse Engineering/Stefan Pagger
10 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MWT
Mobile Wiegetechnik GmbH
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office@mwt-systeme.at
www.mwt-systeme.at
PROJEKTE + PLANUNG
Beton ist ein wichtiger
Bestandteil des Wiener
Hochwasserschutzes
(von links): Gerald Loew
(MA 45 – Wiener
Gewässer), Haimo
Primas (Vereinigung
der Österreichischen
Zementindustrie),
Stefan Pagger (Pulse
Engineering), Anton
Glasmaier (Beton Dialog
Österreich) und Martin
Jank (Wiener Gewässer
Management).
setzung und Erhöhung der sechs Wehrschwellen
und der Trennmauer zwischen
dem Retentionsraum und das Hauptgerinne
des Wienflusses um 25 bis 75 cm in
einer Länge von 1,2 km.
Durch den Ausbau des Hochwasserschutzes
in Auhof ist Wien in diesem
Bereich des Wienflusses nun für ein
5.000-jährliches Hochwasser gerüstet. Das
Investitionsvolumen am Retentionsbecken
in Auhof beläuft sich auf rund 30 Mio.
Euro, die Sanierungsarbeiten werden bis
Ende 2026 abgeschlossen.
Abseits ihrer technischen Funktion
sind die Rückhaltebecken in Auhof auch
ein wertvolles Naturbiotop. Bei Niedrigwasser
bilden sie das größte Feuchtgebiet
im Westen Wiens. Durch den Wechsel
zwischen Trocken- und Hochwasserphasen
haben sich hier naturnahe Lebensräume
entwickelt – unter anderem für
Biber, Bisamratten, Fischotter und rund
120 Vogelarten, darunter Eisvögel,
Schwarzstörche sowie Schilf- und Drosselrohrsänger.
Im Zuge des Ausbaus werden
u. a. 250 m 3 Amphibientümpel errichtet
sowie 24 Stück Fledermauskästen
aufgestellt. „Natürlich ist die wichtigste
Aufgabe der Retentionsbecken der
Hochwasserschutz. Der Wienfluss und die
Becken sind aber auch ein immer beliebteres
Naherholungsgebiet. Zu jeder
Jahreszeit verbringen viele Wienerinnen
und Wiener dort ihre Freizeit“, betont
Michaela Schüchner, Bezirksvorsteherin
von Penzing.
Weitere Schutzmaßnahmen
Neben der Erhöhung der Wehrmauern in
Auhof werden auch an anderen Stellen
Maßnahmen umgesetzt. So wird beim
Donaukanal die Hochwassermauer zur
U-Bahn hin verstärkt, um einem möglichen
Rückstau vorzubeugen. In der
Ludwiggasse in Wien-Penzing entsteht im
kommenden Jahr zusätzlich eine neue
Schutzmauer, um Anrainerinnen und
Anrainer in besonders betroffenen
Gebieten besser zu schützen.
Am Liesingbach wird zurzeit, neben
Maßnahmen zur Verbesserung der
Wasserqualität und der Erreichung der
Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie,
auch der Hochwasserschutz deutlich
verbessert und ausgebaut. Das Besondere
an den Maßnahmen an der Liesing ist die
Verbesserung der Hochwassersicherheit
durch natürliche Schutzbauten und
Revitalisierung. Neben dieser Verbesserung
des Schutzes ermöglicht die Stadt
hier auch eine Belebung des Lebensraumes
Gewässer durch ingenieurbiologische
Maßnahmen.
Nicht zuletzt bewährt sich die Wiener
Donauinsel und die Neue Donau – bei
ihrem Bau in den 1970er-Jahren noch
umstritten – heute als umfassend
funktionierende Hochwassereinrichtung.
Drei Wehranlagen in der Neuen Donau
regulieren bei einem Donauhochwasser
die Wassermassen. Im Rahmen regelmäßiger
Kontrollen wird der Donauhochwasserschutz
einer technischen Überprüfung
unterzogen und vollumfänglich gewartet.
Bisher zeigte sich: Auf Basis kontinuierlicher
Investitionen in neue Projekte und
die Erhaltung der bestehenden Einrichtungen
konnten sämtliche Hochwasserereignisse
im Wiener Einzugsgebiet der
Donau ohne nennenswerte Schäden
abgewickelt werden.
NEUER RATGEBER
Beton schützt wirksam vor Hochwasserschäden
Der neue Ratgeber „Schutz vor Wasser und Feuchtigkeit – Bauen mit massiven Baustoffen“
von Beton Dialog Österreich bietet Planenden, Kommunen, Baubeteiligten sowie Hauseigentümerinnen
und -eigentümern einen kompakten Überblick über Vorsorgemöglichkeiten.
Der Leitfaden hilft dabei, Risiken realistisch einzuschätzen und wirksame Schutzstrategien
für den Hochwasserfall zu entwickeln. Die 16-seitige Broschüre erläutert
zentrale Schadensmechanismen, illustriert die Hochwasserbeständigkeit gängiger
Baustoffe und bietet konkrete Empfehlungen für Planung, Objekt- und Gebäudeschutz
sowie fachgerechte Sanierung. Die Broschüre steht ab sofort digital zur Verfügung und
bietet eine klare Orientierung für klimaresilientes Bauen. www.betondialog.at
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12 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
ENERGIE AG I HOCHKÖNIG BERGBAHNEN
Pumpspeicherkraftwerk als nachhaltige
Nutzung bestehender Infrastruktur
Die Energie AG und die Hochkönig Bergbahnen starten in Mühlbach/Dienten ein
zukunftsweisendes Projekt zur nachhaltigen Energiegewinnung im alpinen Raum.
D
as innovative Pumpspeicherkonzept
basiert auf der ganzjährigen Nutzung
des bestehenden Beschneiungsteichs der
Hochkönig Bergbahnen. Die Vergrößerung
des Speicherteichs Dachegg von derzeit
70.000 m³ auf 180.000 m³ ist bereits
behördlich genehmigt. Im Rahmen des
geplanten Ausbaus der Beschneiungsanlage
soll dieser Teich künftig auch als
Oberwasserspeicher für ein Pumpspeicherkraftwerk
genutzt werden. Die Leitungen
und das Speicherbecken, die im Winter für
die technische Beschneiung der Skipisten
genutzt werden, können zusätzlich
während energiereicher Perioden zur
Stromspeicherung verwendet werden. Bei
Bedarf wird die gespeicherte Energie ins
Stromnetz eingespeist.
„Die intelligente Nutzung bestehender
Energie AG und Hochkönig
Bergbahnen planen gemeinsam
ein Pumpspeicherkraftwerk
in
Mühlbach/Dienten (von
links): Angela Haslinger
(Geschäftsführerin der
Hochkönig Bergbahnen)
und CEO Leonhard
Schitter (Energie AG).
In Mühlbach/Dienten soll
erstmals in Österreich ein Beschneiungsteich
ganzjährig als Oberwasserspeicher
für ein Pumpspeicherkraftwerk
genutzt werden.
Infrastruktur ist ein zentraler Schlüssel,
um den Ausbau erneuerbarer Energien
effizient voranzutreiben. Das Projekt in
Mühlbach/Dienten zeigt beispielhaft, wie
mit Kooperation nachhaltige, ja einmalige,
Lösungen geschaffen werden können. Die
Zusammenarbeit mit den Hochkönig
Bergbahnen und den umliegenden
Gemeinden macht es möglich, dass
erstmals in Österreich ein Pumpspeicherkraftwerk
an einem Beschneiungsteich
gebaut werden kann“, freut sich Energie
AG-CEO Leonhard Schitter. Zudem sei das
innovative Projekt eine Fortführung zu
bereits bestehenden Kraftwerken im
Umkreis.
Auch die Hochkönig Bergbahnen sehen
großes Potenzial in diesem Vorhaben: „Die
Wintersportbranche ist gefordert, innovative
Lösungen zu finden. Mit diesem
Projekt zeigen wir, dass Klimaschutz und
Tourismus Hand in Hand gehen können“,
unterstreicht Angela Haslinger, Geschäftsführerin
der Hochkönig Bergbahnen
GmbH.
Das geplante Kraftwerk verfügt über
eine Leistung von knapp unter 15 MW im
Turbinenbetrieb und 20 MW im Pumpbetrieb.
Der Oberwasserspeicher hat ein
Fassungsvermögen von 180.000 m 3 , das
Unterwasserbecken hat ein Volumen von
etwa 100.000 m 3 . Der Speicherinhalt
ermöglicht eine Betriebszeit zur Stromerzeugung
von 8 bis 10 Volllaststunden. Die
geplante Fallhöhe beträgt rund 550 m.
Derzeit wird am technischen Vorprojekt
gearbeitet. Für die Nutzung des Beschneiungsteichs
wurde mit der Hochkönig
Bergbahnen GmbH eine Vereinbarung
abgeschlossen. Das Projekt soll bis
Sommer 2026 eingereicht werden. Nach
erfolgter Genehmigung könnte der
Spatenstich bereits 2027 erfolgen.
Durch die intelligente Nutzung
vorhandener Infrastruktur entsteht ein
energie- und ressourcenschonendes
Gesamtkonzept, das Klimaschutz und
Tourismus vereint. Diese Doppelnutzung
stellt ein Paradebeispiel für innovative
und nachhaltige Energielösungen dar und
könnte künftig Vorbild für weitere alpine
Regionen werden.
www.energieag.at | www.hochkoenig.at
14 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Visualisierung: Energie AG, Foto: Christian Leopold
APG
Projekt Netzverstärkung Ost
Austrian Power Grid (APG) startete im November im Rahmen des
Projekts Netzverstärkung Ost mit Baugrunderkundungen.
H
intergrund ist der geplante
Neu- und Ausbau des
380-kV-Übertragungs netzes in Niederösterreich
und im Burgenland. Das
DD
Vorhaben Netzverstärkung Ost umfasst
den Um- und Neubau einer 380-kV-
Freileitung im östlichen Niederösterreich
bzw. nördlichem Burgenland,
zwischen Trumau (Niederösterreich)
und Zurndorf (Burgenland). Auf einer
Länge von etwas mehr als 60 km wird
eine neue leistungsstarke Verbindung
geplant. Zusätzlich ist der Neu-, Ausund
Umbau von lokalen Umspannwerken
vorgesehen. Im Burgenland wird
das Vorhaben in Kooperation mit der
Netz Burgenland durchgeführt und es
erfolgen Anpassungen des 110 kV
Verteilernetzes. Mit der neuen 380 kV
Leitung, die größtenteils neben oder
anstelle von bereits bestehenden
Leitungen verlaufen wird, erhöht sich
Produktdetails
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Um das Projekt im Detail planen zu
können, werden in den kommenden
Monaten auf Grundstücken in den
berührten Gemeinden – in den Bezirken
Baden, Mödling, Bruck an der
Leitha und Neusiedl am See – von
APG-Mitarbeitern und durch von APG
beauftragte Experten Baugrunderkundungen
durchgeführt. Diese Arbeiten
dienen ausschließlich dazu, die Voraussetzungen
für eine optimale Trasse zu
erkunden. Die aus 22 Kernbohrungen
und 40 Baggerschürfen mit Rammsondierungen
bestehende Erkundungskampagne
startet im November und
wird voraussichtlich bis Ende Februar
2026 dauern. Geplanter Baubeginn ist
2030. Die Inbetriebnahme der Leitung
ist ab Mitte der 30er-Jahre geplant.
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MASCHINEN + TECHNIK
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Die jüngsten Neuzugänge im Fuhrpark der
Firma Poyss: Der Kompaktradlader Cat 908 mit
Cat Schaufel ist das 100ste Cat Gerät und
unterstützt den neuen Kleinmengen-Verkauf in
Poysdorf. Der ebenfalls neue Cat M317 Kurzheck
mit Löffelpaket und vollhydraulischem Schnellwechselsystem
SW2-Q mit Drehmotor der Firma
Baumaschinentechnik kommt im Leitungsbau
zum Einsatz.
ZEPPELIN
Poyss und Zeppelin feiern langjährige
Partnerschaft mit Doppel-Jubiläum
Im Weinviertel ist die Firma Poyss mit ihrem sortenreinen Caterpillar Fuhrpark in
vielen Bereichen ein gefragter Dienstleister. Rund drei Jahrzehnte nach dem ersten
Cat 215 DLC gab es nun ein Doppel-Jubiläum zu feiern, denn mit einem neuen Cat
908 wurde von Zeppelin Österreich das 100ste Cat Gerät übergeben. Geordert wurde
der Kompaktradlader im Rahmen des „100 Jahre Caterpillar“ Auftritts von Zeppelin
auf der bauma. Zweiter Neuzugang ist ein Cat M317 Kurzheck, mit dem sich die
Firma Poyss für die wachsenden Anforderungen im Leitungsbau rüstet.
E
s ist ein Doppel-Jubiläum, das den dritten
vollen 100er nur um wenige Jahre
verfehlt: Am 10. Oktober – dem Tag, an
dem Stefan Pois 1930 ins Transportgewerbe
einstieg – feierte das Unternehmen
mit Kunden und Partnern bereits „95
Jahre Poyss“. Mit Verlässlichkeit, hochwertiger
Arbeit und Handschlagqualität
entwickelte sich das Unternehmen aus
einfachen Anfängen zu jenem erfolgreichen
Familienbetrieb, der in der Zentrale
in Poysdorf über 40 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bietet.
So wie das Unternehmen selbst sind
auch die Tätigkeitsbereiche kontinuierlich
gewachsen. Inzwischen steht der Name
Poyss für hohe Kompetenz in den Bereichen
Transport, Erdarbeiten, Sand- und
Schottergewinnung, Abbrüche und
Recycling sowie Container- und Kommunaldienste.
Auch die Rübenverladung ist
nach wie vor ein wichtiges Standbein. An
verschiedenen Standorten im Weinviertel
stehen dazu acht Cat Radlader im Einsatz.
Im Fuhrpark befinden sich aber auch nicht
so häufige Spezial-Geräte, wie eine Wirtgen
Fräse oder ein langsam laufender 2-Wellen-Zerkleinerer
der Firma Komptech für
Holz und Grünschnitt, mit dem auch
Wurzelstöcke verarbeitet werden können.
Seit 1989 leitet Firmenchef Leopold „Poidl“
Poyss das Unternehmen in dritter Generation.
Die Gründe für die erfolgreiche Entwicklung
liegen für ihn auf der Hand:
„Unsere große Stärke ist unser motiviertes
und hochflexibles Team, das einerseits aus
Spezialisten besteht, andererseits aber auch
aus vielen Mit arbeitern, die in den verschiedensten
Bereichen eingesetzt werden können.
Diese Vielseitigkeit ermöglicht es uns, rasch
auf Veränderungen in der Auftragslage zu
reagieren. Unser hoher Qualitätsanspruch
spiegelt sich auch in unserem Fuhrpark
wider, wo wir im Erdbau sortenrein auf den
Premium-Hersteller Caterpillar setzen und
unsere rund 40 Baumaschinen regelmäßig
erneuern.“
Die Bandbreite der Cat Geräte im Fuhrpark
ist groß. Sie reicht vom Cat Minibagger über
den Umschlagbagger Cat MH3022 und fünf
Next Generation Geräten bis hin zu den Cat
Radladern in verschiedenen Größen. 2024
erfolgte mit einem neuen Cat 335, der von
der Firma Sitech Austria mit Technik von
Trimble ausgerüstet wurde, der Einstieg in
die moderne 3D-Maschinensteuerung. Dazu
100 Jahre Caterpillar und 100stes Cat Gerät der Firma Poyss: Firmenchef Leopold Poyss (links) und
Günter Vollmann (Leiter der Niederlassung Wien, Zeppelin Österreich) freuen sich anlässlich der
Übergabe des neuen Kompaktradladers Cat 908 über das Doppel-Jubiläum.
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18 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 19
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Eines der ersten Leitungsbauprojekte des neuen Cat M317 ist die Errichtung einer Zuleitung für die Ladestationen der beiden neuen vollelektrischen
Müllsammelfahrzeuge der Firma Poyss. Im Hintergrund der 2024 gekommene Cat 335 mit 3D-Maschinensteuerung von Trimble.
Leopold Poyss: „Die Investition in die
3D-Technik ist für uns ein Technologiesprung
und absolut notwendig, denn es
zeigt sich, dass es im Erdbau in Zukunft
schwerer wird, ohne 3D-Technik noch
größere Aufträge zu bekommen. Mit dem
neuen Cat 335, dem größten Cat Kurzheckbagger,
verfügen wir dafür über das
optimale Gerät.“
Ein wichtiges Standbein der Firma
Poyss ist die eigene Kiesgrube in Niederabsdorf.
Hier hat man in den letzten
Jahren in Zusammenarbeit mit den
Spezialisten der Firma BAG Klöch in
modernste Aufbereitungsanlagen für die
Sand- und Schottergewinnung investiert.
Im Rahmen des neuen Wertstoffsammelzentrums
kommen hier auch Backenbrecher
und Siebanlagen von Sandvik für
die Aufbereitung von Baurestmassen und
Naturmaterialien, etwa bei der Humus-
Absiebung, zum Einsatz.
Neuer Cat 908: 100stes
Gerät der Marke Caterpillar
Der Grund für die Investition in den
neuen Radlader Cat 908 ist der weitere
Ausbau eines erfolgreichen Standbeins: So
wie am Standort in Großkrut, wo dieser
Geschäftszweig von den privaten Haushalten
sehr gut angenommen wird, startet
die Firma Poyss im Frühjahr 2026 auch
auf dem Betriebsgelände der Firmenzentrale
in Poysdorf mit dem Verkauf von
Kleinmengen.
Das angebotene Material, das teilweise
aus der Kiesgrube in Niederabsdorf
stammt, reicht von Schotter und Schüttmaterialien
über Recyclingmaterial bis hin
zu Humus. Die verschiedenen Sorten
werden in Boxen gelagert und mit dem
neuen Cat 908 an die überwiegend
privaten Abnehmer abgegeben. Für die
exakte Abrechnung verfügt der Cat 908
über ein geeichtes Wiegesystem der Firma
Leopold Poyss in der Kabine des neuen
Cat 908. Der Kompaktradlader mit
geeichtem Wiegesystem der Firma MWT
kann neben der Ladetätigkeit für den
Kleinmengenverkauf dank Schnellwechsler
und Palettengabel auch sehr rasch für
interne Transporte eingesetzt werden.
MWT Mobile Wiegetechnik. Ausgerüstet
ist der Cat 908 mit einem langen Hubgerüst.
So können mit dem Kompaktradlader
bei Bedarf auch 4-Achs-Lkw beladen
werden. Zwischen den Ladespielen kann
der Cat 908 dank des angebauten Schnellwechslers
der Firma Winkelbauer rasch zu
der Palettengabel wechseln und interne
Transportaufgaben übernehmen.
Ein Tätigkeitsbereich der Firma Poyss,
der sich ebenfalls sehr erfreulich entwickelt,
ist der Leitungsbau. Verantwortlich
dafür ist der Neu- und Ausbau der
Windparks, aber auch der Ausbau des
Glasfasernetzes. Im Auftrag von anderen
Baufirmen werden dazu Grabungsarbeiten
auch über längere Strecken durchgeführt.
Einsätze, für die nur ein Mobilbagger mit
modernster Antriebstechnik in Frage
kommt. Aus diesem Grund ersetzte man
den in die Jahre gekommenen Mobilbagger
Cat M316 durch den neuen Cat M317
mit Kurzheck. Als eines der aktuell fünf
Next Generation Geräte verfügt er bereits
ab Werk über zahlreiche Assistenzsysteme,
darunter die Hub- und Schwenkbegrenzung
und die 2D-Steuerung. Ausgerüstet
ist der Cat M317 mit einem vollhydraulischen
Schnellwechselsystem SW2-Q mit
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Hightech trifft Weihnachtsstimmung:
Der Cat 335 mit 3D-Maschinensteuerung
von Trimble schmückt zu den Feiertagen
die Firmenzentrale in Poysdorf.
Drehmotor und einem Löffelpaket aus
einem Böschungslöffel und mehreren
Tieflöffeln der Firma Baumaschinentechnik.
Das Interesse der Firma Poyss für
innovative Technik beweist aber auch der
in alle Richtungen drehbare Bankettlöffel,
den man bereits lange vor dem Aufkommen
der verschiedenen Drehantriebe
gemeinsam mit der Firma Baumaschinentechnik
entwickelte.
Zum Einsatz kommt der Cat M317
unter anderem bei einem Leitungsbau-
Projekt, das die Firma Poyss selbst betrifft.
Der Grund dafür sind zwei neue, vollelektrische
Müllsammelfahrzeuge, die ab
Dezember den Fuhrpark im Kommunalbereich
verstärken. Für die Anbindung der
Ladestationen muss eine rund 500 m
lange Stromleitung hergestellt werden, bei
deren Errichtung der neue Cat M317 seine
Stärken zeigen kann.
Firmenchef Leopold Poyss: „Unser
Unternehmen ist heute sehr breit aufgestellt
und in vielen Bereichen erfolgreich
tätig. Die Basis für diesen Erfolg sind auch
unsere Cat Geräte, die mit ihrer hohen
Verfügbarkeit, der modernen Technik und
dem kraftstoffsparenden Betrieb einen
wichtigen Beitrag leisten. Dazu kommt die
wirklich ausgezeichnete Zusammenarbeit
mit der Firma Zeppelin. Im Fall des Falles
sind die kompetenten Service-Teams
immer rasch vor Ort. Aktuell arbeiten wir
gemeinsam mit der Firma Zeppelin an der
stärkeren Integration des Flottenmanagement-Systems
VisionLink. Hand in Hand
damit werden wir auch die Vorteile des
Cat Ersatzteil-Onlineportal Parts.Cat.Com
verstärkt nutzen. Starke Partner und die
Nutzung modernster Technik sind für uns
wichtige Voraussetzungen, damit wir uns
auch in Zukunft erfolgreich am Markt
behaupten können.“
www.poyss.at | www.zeppelin-cat.at
20 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
ÖGL
Steyr nutzt in der Kanalsanierung die
Vorteile grabenloser Technologien
Das Magistrat der Stadt Steyr und die Österreichische Vereinigung für grabenlosen
Leitungsbau (ÖGL) luden im Oktober zur Roadshow ein. Anlass war ein
laufendes Kanalsanierungsprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund
2 Mio. Euro, das die Infrastruktur der Stadt nachhaltig modernisiert.
D
ie ÖGL, Initiatorin der Roadshow,
setzte mit dieser Veranstaltung ein
weiteres Zeichen für die Bedeutung und
Potenziale moderner und nachhaltiger
Sanierungstechnologien. „Mit den beiden
Unternehmen Braumann Tiefbau GmbH
und Hipi GmbH waren zwei erfahrene
Partner aus dem grabenlosen Leitungsbau
direkt für die Umsetzung verantwortlich“,
so Mag. Silke Cubert, Geschäftsführerin
der ÖGL.
„Mit der Kombination aus grabenloser
und offener Bauweise investieren wir
nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig
in unsere Infrastruktur. Die Roadshow
zeigte eindrucksvoll, wie innovative
Technologien – in diesem Fall grabenlose
Sanierungen – den Alltag der Bürgerinnen
Die am 22. Oktober
2025 von der Stadt
Steyr und der ÖGL
organisierte Roadshow
vermittelte im
Rahmen des Kanalsanierungsprojekts
in den Bereichen
Ennsdorf, Ennsleite
und Neuschönau
praxisnahe Einblicke
in moderne grabenlose
Verfahren, wie
etwa den Einzug
eines GFK-Liners.
und Bürger verbessern und gleichzeitig
unsere Stadt zukunftsfit machen“, betont
Bürgermeister Ing. Markus Vogl.
Wesentlicher Keyfact: Die Sanierungskosten
entfallen zu etwa 50% auf offene
Bauweise und 50% grabenlos, wobei
bezogen auf die Sanierungslängen rund
80% grabenlos ausgeführt werden. Damit
setzt Steyr auf innovative und umweltschonende
Technologien, die den Eingriff
in den öffentlichen Raum minimieren.
Die grabenlose Sanierung ist ein
Paradebeispiel dafür, wie moderne Technik
und nachhaltige Stadtentwicklung Hand
in Hand gehen. Der zukünftige Stadtbaudirektor
Dr. Thomas Pilgerstorfer und
Stefan Rorweger sind sich einig – es ist
unsere zentrale Aufgabe, solch innovative
Lösungen voranzutreiben und die Infrastruktur
in einem Top Zustand zu halten.
Während DI Stefan Hitzfelder, Generalplaner
und Bauaufsicht die wirtschaftlichen
Vorteile des Projekts nochmals in den
Fokus stellt: „Bezogen auf die Sanierungslängen
erzielen wir mit rund 80% grabenloser
Ausführung eine Kostenersparnis
von bis zu 40% gegenüber offener
Bauweise.“
Die Roadshow war in mehrere Stationen
gegliedert und bot den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern spannende Live-
Demonstrationen, darunter den Einzug
eines GFK-Liners, die Schachtsanierung
mit Zementmörtel und den Einbau von
Predl Flexilinern. Besichtigt wurde unter
anderem eine Linerstrecke am Strang
SREL05, deren Schächte zuvor für den
Linereinbau und anschließend für die
fachgerechte Anbindung vorbereitet
wurden.
Die Ausführung der Bauarbeiten liegt
bei der Braumann Tiefbau GmbH, die
Planung und Bauaufsicht verantwortet DI
Stefan Hitzfelder, die Bauleitung seitens
der Stadt führt Stefan Rorweger. Vor Ort
waren auch Vertreter des Magistrats,
darunter Bürgermeister Ing. Markus Vogl,
Auftraggebervertreter Stefan Rorweger,
der neue Stadtbaudirektor Dr. Thomas
Pilgerstorfer sowie die Initiatorin der
Roadshow, Mag. Silke Cubert (ÖGL).
www.grabenlos.at
Fotos: Joschija Bauer / Braumann
Vielen Dank!
Wir bedanken uns
bei all unseren Geschäftspartnern
für die gute Zusammenarbeit
und wünschen Frohe Weihnachten,
sowie ein erfolgreiches und
vor allem gesundes neues Jahr!
wimmer.info
22 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN I BAUMASCHINENTECHNIK
Habau übernimmt von Kuhn weitere
15 Komatsu Geräte mit Ausrüstung von BMT
Im April 2025 fand die Übergabe eines umfangreichen Maschinenpakets seinen Abschluss:
Die letzten von 39 Komatsu Geräten wurden von der Firma Kuhn Baumaschinen zu den
Baustellen der Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. geliefert. Vor kurzem folgten
nun weitere 15 Komatsu Geräte, die ebenfalls ausschließlich mit Schnellwechselsystemen
und Anbaugeräten der Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet sind.
A
ufgrund der guten Auslastung mit
Tiefbau- und Infrastruktur-Projekten
in Österreich und Deutschland entschloss
sich die Habau Group wieder dazu, den
Fuhrpark mit einem weiteren Maschinenpaket
von Kuhn Baumaschinen – bestehend
aus neun PC360 NLC-11 und sechs
PC290 NLC-11 von Komatsu – zu erneuern.
Es ist ein Folgeauftrag zu den 39
Komatsu Geräten, die von der Firma
Kuhn Baumaschinen nach der Auftragserteilung
Ende 2024 sehr kurzfristig zur
Verfügung gestellt werden konnten. Dieses
erste Maschinen-Paket umfasste 25
Kettenbagger von 20 bis 36 t, weiters 12
Mobilbagger von 16 bis 20 t, eine Planierraupe,
einen Radlader und sieben Greifer.
Die Ketten- und Mobilbagger dieses ersten
Maschinenpakets wurden durch die Firma
Baumaschinentechnik termingerecht mit
Schnellwechselsystemen und Anbaugeräten
ausgerüstet.
Dazu Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH)
Gerhard Wohlmuth, Leiter des maschinentechnischen
Bereichs von Habau und Held
& Francke: „Für uns ist es sehr wichtig,
mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die
auch außerhalb Österreichs eine entsprechende
After Sales Betreuung anbieten
können. Dies ist einer der Gründe, warum
uns mit der Firma Kuhn Baumaschinen
seit vielen Jahren eine ausgezeichnete und
enge Partnerschaft verbindet. Die grundsätzliche
Entscheidung, bei der Baggerausrüstung
auf die Lösungen der Firma
Baumaschinentechnik zu setzen, haben
wir bereits vor vielen Jahren getroffen.
Dadurch haben wir den Vorteil, dass in
unserem Fuhrpark jeder Bagger jedes
Anbaugerät einsetzen kann. Die Komatsu
Geräte und die Produkte der Firma
Baumaschinentechnik erfüllen in jeder
Hinsicht unsere Anforderungen.“
Christian Moser, Verkaufsleiter der
Firma Kuhn Baumaschinen, betont: „Wir
freuen uns, dass uns die Firma Habau im
Anschluss an das größte Paket in der
Firmengeschichte nun erneut mit dem
Folgepaket über weitere 15 Komatsu
Geräte beauftragt hat. Wie bereits beim
Übergabe des Folgepakets aus 15 neuen Komatsu Geräten (von rechts): Mag. Stefan Kuhn (Geschäftsführer
Kuhn Baumaschinen), Prok. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Gerhard Wohlmuth (Leiter maschinentechnischer
Bereich, Habau und Held & Francke), Ing. Christian Moser (Verkaufsleitung
Kuhn Baumaschinen) und Michael Perwein (Geschäftsführer Baumaschinentechnik).
ersten Paket wurden einzelne Geräte hier
in der Zentrale in Eugendorf mit den
Komponenten der Firma Baumaschinentechnik
ausgerüstet und auch die Firma
Sitech Austria hat wieder Bagger mit der
GPS-Technik von Trimble aufgerüstet.“
Die in Österreich und Deutschland
eingesetzten Ketten- und Mobilbagger der
Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft
m.b.H werden ab 14 t exklusiv von der
Firma Baumaschinentechnik ausgerüstet.
Dazu Geschäftsführer Michael Perwein:
„Unser Team hat wieder mit vollem
Nach der im April 2025 abgeschlossenen
Übergabe von 39 Komatsu Geräten
wurden im Herbst als Folgepaket
weitere neun PC360 NLC-11 und sechs
PC290 NLC-11 durch die Firma Kuhn
Baumaschinen an die Firma Habau
übergeben. Ihre Ketten- und Mobilbagger
ab 14 t rüstet die Firma Habau seit
vielen Jahren mit Schnellwechselsystemen
und Anbaugeräten der
Firma Baumaschinentechnik aus.
Einsatz daran gearbeitet, dass auch für
dieses Folgepaket alle Anbaugeräte
termingerecht und in der gewohnt hohen
Qualität zur Verfügung stehen. Die 15
neuen Komatsu Hydraulikbagger sind von
uns mit dem Schnellwechselsystem
SW3-Q und einem Löffelpaket aus
Universaltieflöffel und Böschungslöffel
ausgerüstet. Das langjährige Vertrauen
der Firma Habau bestärkt uns in unserem
Bemühen, unseren Kunden nur die beste
Qualität zu liefern.“
www.habaugroup.com | www.kuhn.at | www.bmt.at
24 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PRANGL
Errichtung einer Modul-Wohnhausanlage
In Amstetten wurde Prangl für den Aufbau einer Wohnhausanlage engagiert,
die aus vorgefertigten Raumzellen zusammengesetzt wird.
F
ür das Zusammensetzen der Module ist
nicht nur der richtige Mobilkran
gefragt, sondern auch eine erfahrene
Mannschaft. Prangl übernahm den Aufbau
der modernen Wohnhausanlage. Die
Erstbesichtigung zeigte, dass wegen der
unmittelbaren Nähe zum Landeskrankenhaus
Amstetten vorab um besondere
Genehmigungen angesucht werden
musste, denn der optimale Standplatz für
den Teleskopkran lag direkt in einer
Rettungshubschrauber-Einflugschneise.
Dank der guten Aufbereitung durch das
Prangl-Team trafen die Bewilligungen
rechtzeitig vor Arbeitsbeginn ein.
Zum Einsatz kam ein 350 t Teleskopkran
mit Y-Abspannung und 120 t Ballast. Um
möglichst effizient arbeiten zu können,
wurde der gelbe Gigant so platziert, dass
sämtliche Container – jeweils 20 t schwer,
12,5 m lang, 5,40 m breit und rund 3 m
hoch – von einem Standplatz aus verhoben
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
Foto: Prangl
werden konnten. Die vorgefertigten
Module wurden an der Baustelle angeliefert
und danach vom Prangl-Team per
Kran mit einer Ausladung von 29 m Stück
für Stück und in höchster Präzision
aneinandergefügt. Beim An- sowie beim
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Abflug eines Helikopters
mussten die
Arbeiten am Gebäude
sofort eingestellt und
alle losen Teile auf der
Baustelle gesichert
werden. Dank der
Koordination mit der
Rettungsleitstelle klappten alle Vorsichtsmaßnahmen
ohne Zwischenfälle. Insgesamt
10 Wohneinheiten stehen nun in der
nagelneuen Wohnhausanlage in
Amstetten zur Verfügung.
www.prangl.com
www.mineraltech.at
Der zügige Aufbau der
Wohnhausanlage, die
aus zwei Geschoßen zu
je 10 Modulen besteht,
klappte innerhalb eines
Tages.
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
CAT COMMAND
1 2
3 4
1 Der Tunnel hat einen Innendurchmesser von vier Metern für sechs 525-kV-Gleichstromkabel. 2 Meilenstein erreicht: Das Team des Porr
Tunnelbau hat bereits die Hälfte der Strecke unter der Elbe geschafft. 3 Parallel zum Vortrieb schreiten die Arbeiten an den beiden
Schächten voran. 4 SuedLink wird Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren.
PORR
Meilenstein beim Tunnelbauprojekt ElbX
Das Team des Porr Tunnelbaus hat beim Tunnelbauprojekt ElbX, einem zentralen
Bestandteil des SuedLink-Ausbaus des Übertragungsnetzbetreibers TenneT Germany,
bereits 50% des Tunnels vorgetrieben. Seit Beginn des Vortriebs Anfang Februar 2025
hat sich die Tunnelbohrmaschine rund 2.800 m unter der Elbe hindurchgearbeitet.
D
ie Arbeiten finden unter herausfordernden
geologischen und technischen
Bedingungen statt. Unter dem Flussbett
der Elbe durchfährt die Tunnelbohrmaschine
mittlerweile den besonders
anspruchsvollen Lauenburger Ton.
Zusätzlich sind unter der Schifffahrtsrinne
Druckluftarbeiten mit bis zu 4,8 bar
erforderlich. Diese begrenzen die Einsatzzeiten
am Schneidrad auf lediglich
50 min. pro Schicht – verbunden mit
hohem Personalaufwand für kontinuierliche
Kontrollen und Werkzeugwechsel.
Parallel zum Vortrieb schreiten die
Arbeiten an den beiden Schächten voran.
In Schleswig-Holstein entsteht derzeit das
zweite Untergeschoss, während in
Niedersachsen bereits am fünften
Untergeschoss gearbeitet wird. Die
Spezialtiefbauarbeiten für die Baugrube
des Zielschachts sind seit zwei Monaten
abgeschlossen; der Ingenieurbau errichtet
nun das Schachtbauwerk.
Die Porr realisiert die Elbquerung im
Auftrag des europäischen Übertragungsnetzbetreibers
TenneT Germany – mit
Expertise aus Tunnelbau, Ingenieurbau
und Spezialtiefbau. Der Tunnel mit einem
Innendurchmesser von vier Metern wird
künftig sechs 525-kV-Gleichstromkabel
aufnehmen, die die SuedLink-Erdkabel
beidseits der Elbe verbinden. Eine
integrierte Schienenanlage ermöglicht
auch langfristig effiziente Wartungs- und
Reparaturarbeiten.
Die Porr GmbH & Co. KGaA in
Deutschland ist Teil der börsennotierten
Porr AG und beschäftigt mehr als 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie
plant und baut als Technologieführerin
mit eigenen Expertenteams anspruchsvolle,
individuelle Kundenwünsche –
sicher und wirtschaftlich. Mit umfangreichem
Know-how realisiert sie maßgeschneiderte
Lösungen. Ihr Angebotsportfolio
reicht von der Generalplanung bis
zur schlüsselfertigen Umsetzung. Mit der
Strategie „Green and Lean“ forciert sie
klimaneutrale Bauprojekte, smarte
Technologien und Partnership-Modelle für
eine ganzheitliche Zusammenarbeit. Mit
modernen Methoden und Technologien,
wie Building Information Modelling (BIM)
und LEAN Management, sichert sie eine
wirtschaftliche und sichere Realisierung
der Bauvorhaben. Die Porr ist in Deutschland
in den Bereichen Data Center,
Government Services, Hochbau, Industriebau,
Ingenieurbau, mineralische Rohstoffe,
Spezialtiefbau, Tunnelbau, der
Umwelttechnik sowie dem Verkehrswegebau
aktiv.
www.porr.com
26 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Porr
SICHER ARBEITEN. PRÄZISE STEUERN.
Mit Cat Command lassen sich Cat Baumaschinen – darunter neu, mit Command LOS (Line Of Sight), mittelgroße Radlader – aus
der Distanz steuern. Die Maschinen reagieren in Echtzeit auf elektronische Steuerbefehle wie Start/Stopp, Heben/Senken des
Hubgerüsts oder Füllen/Entleeren der Schaufel mittels Cat Autodig und ermöglichen automatisches Beladen. Das System eignet
sich besonders für Einsätze, bei denen der Fahrer nicht der Gefahr ausgesetzt werden soll – etwa im Abbruch, in kontaminierten
Bereichen oder generell in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen. Statt in der Kabine bedient der Fahrer die Baumaschine durch
eine tragbare Funkkonsole aus sicherer Distanz.
Sicherheit serienmäßig:
Integrierte Schutzfunktionen stoppen den Radlader automatisch, wenn die Funkverbindung unterbrochen wird, der Stoppschalter
betätigt wird, ein kritischer Fehler erkannt wird oder die Konsole von der zulässigen Position abweicht.
Vielseitig & effizient:
Cat Command ist auch mit weiteren Cat Maschinen kompatibel und ermöglicht, dass wenige Bediener mehrere Maschinen
effizient steuern können.
zeppelin-cat.at
MASCHINEN + TECHNIK
SPRENGTAGUNG
Aktuelle Themen und Wechsel an der Spitze
Vom 05. bis 07. November 2025 ging in Linz die vom Verband der Sprengbefugten Österreichs
und dem WIFI OÖ veranstaltete 55. Internationale Tagung für Sprengtechnik über
die Bühne. Die gewohnt hochkarätige Informationsveranstaltung stand ganz im Zeichen
der Wahl des neuen Präsidenten Mark Ganster.
Verband der Sprengbefugten
DÖsterreichs, der am 10. Februar 1962
gegründet wurde, ist gemessen an der
Mitgliederzahl von derzeit über 7.000
Sprengbefugten der weltgrößte Sprengverband.
Zum letzten Mal begrüßte der
scheidende Präsident Hermann Richter
die zahlreichen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer. Er freute sich, auch in diesem
Jahr wieder internationale Gäste begrüßen
zu können, die aus Spanien, der
Schweiz und Deutschland angereist
waren. Mit einer Schweigeminute
gedachte man zu Beginn dem im Mai 2025
verstorbenen Ing. Sepp Graßberger.
Hermann Richter: „Mit ihm verliert der
Verband der Sprengbefugten Österreichs
nicht nur ein verdientes Mitglied der
ersten Stunde, sondern auch eine prägende
Persönlichkeit, deren Lebenswerk
Generationen von Forstfacharbeitern,
Sprengbefugten und Weggefährten
nachhaltig beeinflusst hat.“
Im Anschluss bat er seinen Nachfolger
Mark Ganster auf die Bühne, der am
5. November 2025 im Rahmen der
Generalversammlung zum neuen Präsidenten
des Verbandes der Sprengbefugten
Österreichs gewählt wurde. Ganster:
„Gemeinsam mit den Mitgliedern des
Präsidiums habe ich ein Programm der
künftigen Schwerpunkte erstellt. Eines
unserer Ziele ist es, die Kommunikation
des Verbands der Sprengbefugten Österreichs
im digitalen Bereich zu stärken und
auch die Social-Media-Kanäle zu nutzen.
Darüber hinaus wollen wir die Tagungen
noch attraktiver machen, denn man kann
in allen Bereichen immer noch ein wenig
besser werden.“
Als neue Mitglieder konnte man im
Präsidium mit Georg Hofer, Pablo Ramos
und Nikolaus Schmid drei neue Mitglieder
begrüßen, die den Verband in seiner
Tätigkeit mit ihrer Expertise verstärken.
Der im Vorfeld der Sprengtagung durchgeführte
Workshop widmete sich dem Thema
„Sprengen erlaubt – Reden verboten“.
Im ersten Fachvortrag informierte
Peter Schimek über die zahlreichen
Aspekte der Sprengtechnik am Steirischen
Erzberg. Das Hauptprodukt ist Feinerz
mit 33,5% Eisengehalt, das im Rahmen
der Sinteranlagen des Kunden voestalpine
in den Hüttenwerken Linz und Donawitz
als Vormaterial zur Roheisenerzeugung
verwendet wird. Schimek gab zunächst
einen generellen Überblick über den
Ablauf der Bohr- und Sprengarbeit und
widmete sich danach der Erschütterungsminimierung
durch die geteilte Ladesäule.
Ein Höhepunkt der 55. Internationalen
Tagung für Sprengtechnik war der Vortrag
von Nicole und Alexander Schadn (Firma
Günther Schadn). Sie berichteten zunächst
über die erfolgreiche Abbruchsprengung
einer 75 m hohen Kausteranlage am
Betriebsgelände des RHI Magnesita-
Werks in Trieben, die Ende Juli in
geringer Entfernung zur Hauptstraße bzw.
Bahnstrecke erfolgte. Für die Fallrichtungssprengung
musste zunächst das
Tragwerk geschwächt werden. Dazu
wurden im Vorfeld Schneidtests in Form
von Versuchen auf Baustahl mit Schneidladungen
durchgeführt. Als bauliche
Schutzmaßnahmen wurden Fallbette zur
Minderung der Erschütterung und
Schutzdämme gegen die Splitterwirkung
beim Aufprall errichtet. Als zweites Objekt
wurde Mitte Oktober ebenfalls in Trieben
der 142 m hohe „Lange Ernst“ gesprengt.
Der vor 50 Jahren errichtete Industrieschlot
wies im unteren Bereich einen
28 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Baublatt.Österreich
Durchmesser von ca. 9,2 m
und eine Wandstärke von ca.
50 cm auf. Für die kontrollierte
Sprengung wurden in
150 Bohrlöchern insgesamt
27 kg Sprengstoff angebracht.
Extra für die
Sprengung angefertigte
Betonscharniere stellten
sicher, dass der Schlot in die
vorgesehene Richtung fiel.
Ein „Fallgelenk“ aus Beton,
ähnlich einem Fällkeil bei
einer Baumfällung, sorgte
dafür, dass der Schornstein
in die richtige Richtung
stürzte. Die Abbruchsprengungen
wurden von der
Firma Schadn im Auftrag
der Firma Zöchling durchgeführt.
Auf großes Interesse stieß
auch der Vortrag von Martin
Hopfe, Sachverständiger für
Sprengtechnik. Er beleuchtete
das Thema „10 Jahre
Versager im Steinbruch“
anhand eines konkreten
Beispiels im März 2025, wo
im Rahmen von Baggerarbeiten
an der Abbauwand
eines Kalksteintagebaues ein
Sprengbohrloch mit Versagern
in Form von beschädigten
Patronen und Sprengschnurresten
festgestellt
wurde. Die Schritte zur
Freilegung der Sprengstoffladesäule,
die Entnahme der
Reste des Sprengstoffes und
der Sprengschnur sowie die
Beseitigung des Versagersprengmittels
wurden im
Anschluss intensiv
diskutiert.
Weitere Vorträge widmeten
sich unter anderem den
Themen „Unterwasser-
Sprengungen“, „Sprengtechnische
Aufweitung von
Eisenbahntunnels – Vergleiche
von Sprengungen bei
Vollsprengung und bei
laufenden Betrieb“, „Bereinigung
eines Hanges in einem
abgebauten Steinbruch“,
„Elektronische Zünder im
Praxiseinsatz“ und „Neuerungen
der Sprengtechnik
im Werk Steyrling“. Neben
den hochkarätigen Informationen
der Experten bot die
Internationale Tagung für
Sprengtechnik auch wieder
einen idealen Rahmen für
den fachlichen Austausch
(siehe auch nächste Seite).
www.sprengverband.at
Von rechts: Nach der langjährigen Tätigkeit als
Vizepräsident und zwei Perioden als Präsident des
Verbands der Sprengbefugten Österreichs
gratulierte Hermann Richter seinem Nachfolger
Mark Ganster, der zum neuen Präsidenten
gewählt wurde.
BUILT
FOR
SUCCESS
GEEL.AT
MASCHINEN + TECHNIK
1
VERNETZTES
ARBEITEN
Rahofer.
2
3
4
1 Von links: Karlheinz Pribil (Firma Avesco); Günther Schadn mit Alexander und
Nicole Schadn (Vortragende zum Thema Abbruchsprengung in Trieben, Firma
Schadn) und Manuel Glanzer (Firma Avesco). 2 Harald Polleros (links, Firma
Austin Powder) mit Peter Schimek (VA Erzberg). 3 Martin Hopfe referierte über
„10 Jahre Versager im Steinbruch“. 4 Miro Kerckhoff (links) und Pablo Ramos
(Firma Maxam Austria) informierten über die „Sprengtechnische Aufweitung
von Eisenbahntunnels“. 5 Zahlreiche Firmen präsentierten sich im Rahmen der
begleitenden Fachausstellung. Im Bild die Firma Epiroc. 6 Die Pausen wurden
auch in diesem Jahr wieder für den fachlichen Austausch genutzt.
5 6
MIT BAUMASCHINENTECHNIK DIE ZUKUNFT KOPPELN
Die Schnellwechselvorrichtung SW2-Q GPS und SW3-Q GPS mit Oil- und Elektro-Quickfunktion
für Hydraulik bagger (12t bis 40t) macht das automatische Kuppeln von digital
aufbereiteten Gelände plandaten zum Kinderspiel. Ein zu tiefes Eindringen des Böschungs
löffels über das Zielprofil hinaus wird verhindert, indem die Löffelkante in Echt zeit
und Relation zur Maschinenposition und den Geländeplandaten durch gezielte Sensorik
und 3D-Daten gesteuert wird. Schnell, einfach, intelligent – und sicher. Denn durch die
selbstnach stellende, konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck
sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
30 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Wenn Gegenwart auf Vergangenheit trifft
Im Münsterland wurde ein Liebherr R 901 aus dem Jahr 1968 mit rund 10 t Gewicht
und kantigem Design liebevoll restauriert. In einem Steinbruch traf er auf einen
Liebherr R 978 SME mit über 80 t Gewicht und Hightech-Ausstattung. Zwischen
den beiden Liebherr-Maschinen liegen 55 Jahre Maschinenentwicklung.
U
Die beiden Bagger trennen
mehr als 50 Jahre Entwicklungsgeschichte
und widerspiegeln zwei
unterschiedliche Epochen der
Maschinentechnik.
rsprünglich wurde der Liebherr
Raupenbagger R 901 aus dem Jahr
1968 auf einem Hof für Altmetall eingesetzt,
wo er Metallschrott von Anhängern
entlud und sortierte. Als der Motor nicht
mehr richtig lief, drohte das endgültige Aus
– bis ein gelernter Industriemechaniker ihn
entdeckte und rettete. „Ich habe mich nach
einem Bagger für den eigenen Hausbau
umgesehen und bin über ein Inserat auf
den Liebherr-Raupenbagger R 901
ge stoßen. Er war in einem schlechten
Zustand, aber ich konnte es einfach nicht
zulassen, dass so ein Stück Geschichte
verschwindet“, erzählt der neue Besitzer.
Gemeinsam mit seinem Vater und
Bruder machte er den Bagger zunächst
technisch wieder einsatzfähig. Die Steuerung
wurde auf die heute übliche Eurosteuerung
umgebaut, Leckagen an Hydraulik
und Motor behoben und das Blechkleid
wurde über Monate hinweg in der Freizeit
restauriert. Die größte Herausforderung
waren die stark ausgeschlagenen Komponenten
und die fehlenden Scheiben. Doch
die robuste, einfache Technik machte vieles
möglich. Nach der Präsentation im Rahmen
einer Straßen-Eröffnung wurde der alte
Raupenbagger in den benachbarten
Steinbruch gefahren. Dort stand er neben
einem modernen R 978 SME der Liebherr
Mietpartner GmbH.
Liebherr hat mit der neuen Generation
von Raupenbaggern in der 70 bis 100 t
Klasse zahlreiche Verbesserungen
realisiert. Die Modelle R 972, R 978 SME,
R 992 und R 998 SME stehen für Leistung,
Der Raupenbagger R 901 wurde in letzter Minute vor dem Aus und der Verschrottung gerettet.
Das Restaurieren des Raupenbaggers aus dem Jahr 1968 war ein echtes Familienprojekt.
Komfort und Energieeffizienz. Sie bieten
einen hohen Bedienkomfort, moderne
Assistenzsysteme und einen deutlich
reduzierten Kraftstoffverbrauch. Entwickelt
wurden die Maschinen mit dem
klaren Ziel, den Gesamtenergieverbrauch
zu senken. Herzstück ist das neue,
patentierte System Liebherr Power
Efficiency (PE) – Engine Control, das die
bestehenden Arbeitsmodi (P+/P/E) ergänzt
und den Kraftstoffverbrauch gegenüber
den Vorgängermodellen um bis zu 15%
reduziert.
Das Unternehmen Liebherr begleitet
den neuen Besitzer des R 901 vom
Schrottplatz seit seiner Ausbildung im
Jahr 2008: „Ich machte nie eine schlechte
Erfahrung mit einem Liebherr. Die
Maschinen sind zuverlässig und komfortabel.
Liebherr steht für langlebige, robuste
Technik.“ Der restaurierte R 901 ist heute
zwar offiziell in Rente, aber noch regelmäßig
auf dem eigenen Gelände im Einsatz
– beim Gräben reinigen, Erdaushub oder
bei Teichprojekten. „Wer rastet, der rostet“,
sagt der Besitzer lachend. „Einfach eine
tolle Maschine! Das Restaurieren war ein
echtes Familienprojekt und hat viel Spaß
gemacht.“
www.liebherr.com
Foto: Handtmann Systemtechnik
HANDTMANN SYSTEMTECHNIK
Batterie-Innovation für
Off-Highway-Anwendungen
Das modulare Batteriesystem von Handtmann Systemtechnik
eignet sich für Nutzfahrzeuge ebenso wie für
Hybridantriebe in Bau- und Landmaschinen.
D
ie Handtmann Systemtechnik GmbH &
Co. KG mit Sitz in Biberach an der Riß
verfügt über ein reichhaltiges Portfolio an
Batteriesystemen für den flexiblen und
wirtschaftlichen Einsatz in unterschiedlichen
Fahrzeug- und Anwendungsklassen.
Ein Beispiel dafür ist das auf Lithium-
Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP)
basierende modulare Batteriesystem.
Die skalierbare Lösung eignet sich für
vielfältige Einsatzbereiche – von Nutzfahrzeugen
über Baumaschinen und Landtechnik
bis hin zu Schiffen und stationären
Energiespeichern. Der modulare Aufbau
erlaubt eine bedarfsgerechte Konfiguration:
Ein einzelnes Modul verfügt über eine
Kapazität von 13 kWh. In Kombination
lassen sich bis zu 56 Batterieboxen – sieben
in Serie und acht parallel – verschalten,
womit eine Gesamtkapazität von bis zu
1,34 MWh möglich wird. Dank des Baukastensystems
kann das Batteriesystem
an verschiedene Leistungsanforderungen
angepasst werden. Es eignet sich sowohl für
Fahrzeuge mit hohem Energiebedarf als
auch für stationäre Speicherlösungen. Die
Auslegung des Systems ermöglicht dabei
Spannungen von bis zu 1.000 Volt. Ein
integriertes Sicherheitskonzept schützt
zuverlässig vor thermischen Risiken,
Überladung oder Kurzschluss – auch unter
rauen Einsatzbedingungen. Zudem erfüllt
das System die strengen Anforderungen der
ECE-R100-Zertifizierung. Der Serienstart
ist Anfang 2026 geplant.
www.handtmann.de
Flexibel an Bauraum- und Leistungsbedürfnisse
anpassbar: das neue
modulare Batteriesystem der
Handtmann Systemtechnik.
32 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Wiegen, wo’s zählt – mobile Radladerwaagen
von MWT sorgen für maximale Effizienz
Radlader kommen oft unter schwierigen Bedingungen zum Einsatz. Hier braucht
es eine robuste Wiegeelektronik, für die MWT eine intelligente Lösung zur
präzisen Gewichtsermittlung direkt im Arbeitsprozess bietet – robust,
bedienerfreundlich und nahtlos integrierbar.
D
ie mobile Wiegeeinheit WK 60 von
MWT (Mobile Wiegetechnik) und
Pfreundt bildet das Herzstück der Radladerwaage
und steht für moderne, praxisnahe
Wiegetechnik im täglichen Einsatz.
Dank der widerstandsfähigen Konstruktion
mit stoßfestem Touch-Display aus
gehärtetem Sicherheitsglas ist das WK60
ideal für den harten Baustellen- oder
Werksalltag. Die Bedienung erfolgt intuitiv
über eine grafische Benutzeroberfläche und
ermöglicht dynamisches Wiegen bereits
während des Ladevorgangs. Der Fahrer
erhält sofortige Rückmeldung zum
aktuellen Ladegewicht und kann so gezielt
nachsteuern. Über- oder Unterladungen
werden vermieden, Transporte wirtschaftlicher
geplant und Leerfahrten zu einer
stationären Waage minimiert.
Das Wiegesystem eignet sich sowohl für
den Ersteinbau als auch zur Nachrüstung
in bestehende Fahrzeuge und kann
individuell auf die Anforderungen des
Betriebs abgestimmt werden. Die präzise
Gewichtsermittlung optimiert nicht nur
die Auslastung der Fahrzeuge, sondern
reduziert auch den Verschleiß durch
Überladung und erhöht die Lebensdauer
der eingesetzten Maschinen. Auch in
wechselnden Einsatzumgebungen – etwa
im Kieswerk, in der Recyclingwirtschaft
oder auf der Baustelle – sorgt die Waage
für zuverlässige Ergebnisse und ein hohes
Maß an Transparenz.
Digitale Datenverwaltung
mit Webportal-Anbindung
Auch für das Management der durch die
Radladerwaagen gewonnenen Daten bietet
MWT eine passende Lösung. Optional
ergänzt wird das System durch ein
browserbasiertes Web-Portal, das die
Wiegedaten strukturiert aufbereitet und
für die weitere Verarbeitung bereitstellt.
Gewicht, Material, Datum und Einsatzort
werden so automatisch vom Wiegesystem
an das Portal übertragen. Die Informationen
können für Analysen, Auswertungen,
Berichte oder Weiterleitungen genutzt
werden. Dabei lassen sich die Daten
problemlos in bestehende ERP- oder
Warenwirtschaftssysteme integrieren. Ein
Export im PDF- oder Excel-Format ist
jederzeit möglich.
Das Portal funktioniert ohne lokale
Softwareinstallation, ist von PC, Tablet
oder Smartphone aus zugänglich und
erfordert keine Updates. So behalten
Verwaltung, Disposition und Controlling
jederzeit den Überblick – auch standortübergreifend.
Ob Hitze, Kälte, Staub oder Nässe: Radlader
verrichten ihre Arbeit zumeist unter
härtesten Umweltbedingungen. Dank der
widerstandsfähigen Konstruktion mit
stoßfestem Touch-Display aus gehärtetem
Sicherheitsglas sorgt die mobile Wiegeeinheit
WK60 von MWT auch im harten
Baustellen- oder Werksalltag für die
exakte Erfassung von Materialflüssen.
Effizient, wirtschaftlich
und zukunftssicher
Die Radladerwaagen von MWT ermöglichen
eine exakte Erfassung von Materialflüssen
direkt bei der Beladung. Unternehmen
profitieren von mehr Transparenz,
reduzierten Betriebskosten und effizienteren
Arbeitsabläufen. Die Kombination aus
robuster Technik, intuitiver Bedienung
und digitalem Datenmanagement macht
die WK 60 zu einer zukunftssicheren
Lösung für moderne Baustellen, Industrieanlagen
und kommunale Anwendungen.
www.mwt-systeme.at
34 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Schwimmbecken ebenso, wie Geländemodellierungen
oder kleinere Abbrüche und
Arbeiten im Leitungsbau. Lanzinger
bedient sämtliche Maschinen selbst, was
die Qualitätssicherung erleichtert und
seinen Auftraggebern hohe Verlässlichkeit
bietet. Größere Aufträge wickelt er
konsequent über Baumeisterbetriebe ab,
um die rechtlichen Vorgaben sauber
einzuhalten.
EISENWAGEN
Strategischer Fuhrparkaufbau
Der Fuhrpark entstand nicht über ein
großes Maschinenpaket, sondern innerhalb
von nur acht Monaten über eine
Serie abgestimmter Entscheidungen.
Gemeinsam mit den Profis der Firma
Eisenwagen wurden die Einsatzbereiche
analysiert und die Maschinen hinsichtlich
Leistung, Größe und Wirtschaftlichkeit
ausgewählt.
Bereits nach den ersten Wochen zeigte
sich, dass einzelne Geräte noch besser an
die Anforderungen angepasst werden
könnten. Die Firma Eisenwagen reagierte
rasch und tauschte zwei Bagger aus, um
Leistung und Bedienbarkeit zu optimieren.
Vertriebsleiter Alexander Rosensteiner
beschreibt dieses Vorgehen als
Fuhrparkaufbau im Rekordtempo
Acht Monate nach der Gründung seines eigenen Erdbau-Unternehmens in Leopoldsdorf
(NÖ) verfügt Michael Lanzinger bereits über einen ansehnlichen Fuhrpark, der vom
Minibagger bis zum Kompaktlader reicht. Möglich wurde dieses außergewöhnliche
Wachstum durch die enge Zusammenarbeit mit der Firma Eisenwagen, dem regionalen
Bobcat-Händler in Himberg bei Wien, der Lanzinger vom ersten Gerätekauf bis zur
laufenden Betreuung begleitet.
L
anzingers Weg in die Baubranche
begann neben seiner Tätigkeit in der
Kfz-Werkstatt. Regelmäßige Baggeraufträge
führten dazu, dass er seine eigene
Erdbau-Firma gründete. Beim Aufbau des
eigenen Fuhrparks war die Wahl des
richtigen Händlerpartners ein entscheidender
Punkt. Michael Lanzinger: „Ich
wollte vor allem Geräte, die zuverlässig
sind. Noch wichtiger war mir aber ein
Partner, der erreichbar ist, wenn etwas
passiert. Mit der Firma Eisenwagen habe
ich genau diese Kombination gefunden.“
Gefragt ist der Jungunternehmer inzwischen
für die verschiedensten Tätigkeiten.
Dazu zählen Aushubarbeiten für
Ein erfolgreiches Team: Jungunternehmer
Michael Lanzinger mit seinem Betreuer
Alexander Rosensteiner von der
Firma Eisenwagen.
36 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
gängige Handschlagqualität bei der Firma
Eisenwagen: „Wir begleiten einen Kunden
nicht nur bei der Anschaffung einer
Maschine, sondern auch danach mit
individuellen Lösungen für jede Situation,
Flexibilität und natürlich auch mit
unserem Service um Produktivität zu
gewährleisten und Stillstände zu vermeiden.“
Assistenzsysteme setzt Lanzinger nur
dort ein, wo sie ihm einen klaren Nutzen
bieten: Eine Tiefenkontrolle etwa steht für
zwei Bagger auf der Wunschliste, ferngesteuerte
Kompaktlader hält er hingegen
für seine regelmäßigen Einsätze für
weniger sinnvoll.
Die Servicequalität und die
kompetente Beratung bei
der Auswahl des richtigen
Geräts ist für Michael
Lanzinger eine wichtige
Stärke der Firma Eisenwagen.
Im Bild mit
Alexander Rosensteiner
und einem Kompakt-Radlader
L85 von Bobcat.
VÖGELE
Marktstart für neuen Mini-Straßenfertiger
Vögele hat den ersten Mini-Fertiger der Strich-5-Generation auf den Markt gebracht.
Mit neuem Materialbehälter, neuem Bedienstand und neuem Lichtkonzept bietet der
Super 800-5 P einen hohen Bedienkomfort und optimale Sicht.
W
ie bei allen Fertigern der Strich-
5-Generation setzt Vögele auch beim
neuen Super 800-5 P auf hohen Bedienkomfort
und kurze Rüstzeiten. In Kombination
mit den Ausziehbohlen AB 200 V
und TV sowie AB 220 V und TV bietet er
Einbaubreiten von 0,5 m bis zu 3,5 m –
und eignet sich damit optimal für schmale
Baumaßnahmen. Der Nachfolger des
Super 700 und Super 800 hat eine
Motorleistung von 55,4 kW, eine Einbaukapazität
von bis zu 300 t/h und ist mit
einer Breite von 1,4 m und einer Länge
von 4,4 m äußerst kompakt. Gegenüber
den Vorgängern integriert das Strich-
5-Modell außerdem zahlreiche praktische
Neuerungen.
Ein großer Vorteil des Mini-Fertigers ist
der neu entwickelte Materialbehälter: Wie
bisher lassen sich beide Behälterwände
separat oder gemeinsam hydraulisch
verstellen. Zusätzlich kann jetzt die
asymmetrische Einstellung, etwa für den
Einbau entlang einer Mauer, beidseitig
umgesetzt werden. Darüber hinaus sind
die Behälterwände des neuen Super 800-5
P zweifach faltbar. Zusammen mit der
flach abfallenden Motorhaube, der
niedrigen Behälterhöhe und dem erhöhten
Bedienstand ermöglicht das dem Bediener
eine uneingeschränkte Sicht nach vorne.
Das Rangieren und Verladen des neuen
Strich-5-Fertigers werden damit deutlich
einfacher.
Außerdem hat Vögele das Bediensystem
verbessert: Die neue Fahrerbedienkonsole
lässt sich wie bisher horizontal versetzen.
Zusätzlich kann jetzt auch ihr Winkel in
vier Stufen verstellt und damit ergonomisch
an die Größe der Bediener angepasst
werden. Das neue Bedienkonzept
ErgoBasic 5 folgt der Bedienlogik der
größeren Maschinen, wurde jedoch speziell
auf den Mini-Fertiger abgestimmt.
Erstmals integriert die Fahrerbedienkonsole
ein Display, über das die Bediener die
Betriebsdaten der Maschine einsehen
können. Außerdem hat Vögele die Bedienung
der Nivellierautomatik Auto Grade
Basic vollständig in die Bohlenbedienkonsolen
integriert. Damit können Bohlen-
Bediener den Super 800-5 P jetzt wie die
großen Vögele Fertiger kompakt über eine
Konsole steuern. Ein neues Ablagesystem
mit Werkzeug- und Getränkehalter,
Kleiderhaken und 24-Volt-Steckdose für
mobile Endgeräte sorgt darüber hinaus für
Ordnung und mehr Komfort. Das Lichtpaket
des Super 800-5 P beinhaltet die
LED-Beleuchtung der Fahrerbedienkonsole,
des Nivellierzylinders und des
Schneckenraums. Das optional erhältliche
Lichtpaket Plus bietet darüber hinaus
zwei LED-Flutlichter, die den gesamten
Arbeitsbereich optimal ausleuchten.
www.wirtgen-group.com
• Fahrzeugwaagen
• Mobile Waagen
• Modernisierung
• Digitalisierung
• Eichservice
Servicequalität als
entscheidender Faktor
Besonders wichtig ist für Lanzinger die
Servicequalität. Während viele Händler
ihre Kommunikation zunehmend digitalisieren,
setzt Eisenwagen weiterhin auf
persönliche Betreuung und schnelle
Reaktionszeiten. Wenn eine Maschine
ausfällt, ist meist innerhalb von wenigen
DATEN & FAKTEN
Der Fuhrpark von Michael Lanzinger umfasst:
Bobcat Minibagger von 1 bis 9 t (E10z, E20z, E35z, E85)
Bobcat Radlader L85
Bobcat Teleskoplader TL25.60 (knapp 6 m Hubhöhe)
Bobcat MT100 Kompaktraupenlader
Bobcat PG20 Notstromaggregat
Mehrere Bobcat Rüttelplatten und Stampfer
Anbaugeräte: Hochdruckreiniger, Betonmischschaufel,
Woodcracker, Seppi Mulcher, Erdbohrer, Greifer, usw.
Stunden ein Techniker vor Ort.
Für die Firma Eisenwagen ist das Erdbau-
Unternehmen Lanzinger ein Beispiel für
ein Start-up, das durch klare Strukturen,
konsequente Arbeitsweise und enge
Abstimmung schnell wachsen kann. Für
Lanzinger wiederum ist Eisenwagen weit
mehr als ein Lieferant. „Ohne diese
Unterstützung wäre mein
Gerätepark heute nicht da, wo
er ist“, sagt er. Die Kombination
aus technischer Kompetenz,
Handschlagqualität und
schneller Hilfe vor Ort bildet
den Kern der Zusammenarbeit.
Die Partnerschaft der
beiden Unternehmen zeigt,
wie wichtig die enge Zusammenarbeit
eines jungen
Erdbau-Unternehmens mit
einem engagierten Vertriebspartner ist.
Selbst kleinere Betriebe können sich
innerhalb kurzer Zeit wettbewerbsfähig
positionieren, wenn Technik und Betreuung
gleichermaßen stimmen. Denn in
einem Marktumfeld, das von Effizienz und
Verfügbarkeit geprägt ist, wird ein verlässlicher
und professioneller Service zum
entscheidenden Faktor.
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Der Materialbehälter des
Super 800-5 P ermöglicht
dem Bediener eine uneingeschränkte
Sicht nach
vorne. Das neue Bedienkonzept
ErgoBasic 5 wurde
speziell auf den Mini-
Fertiger abgestimmt.
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38 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 39
MASCHINEN + TECHNIK
TSCHANN
Reinhaltungsverband Steyr investiert in zwei
Saugwagen Tatra 6x6/4 mit Kaiser-Aufbau
Da das Terrain weitab der Wege oft unwegsam ist und bei schlechter Witterung eher schon
mit herausfordernder Topografie aufwartet, entschied man sich beim Reinhaltungsverband
Steyr bei der letzten Beschaffung bewusst für allradgetriebene Fahrzeuge.
E
rfolg findet sich nicht selten abseits
längst bekannter Wege. Und eben jene
muss der Reinhaltungsverband Steyr hin
und wieder verlassen, um das nach Linz
und Wels drittgrößte Kanalnetz in
Oberösterreich instand zu halten. Mit
den zwei Tatra Phoenix 6x6/4 sind somit
die ersten, nicht in Steyr gefertigten,
schweren Lkw im täglichen Einsatz –
komplettiert durch Aquastar-IV-Aufbauten
des liechtensteinischen Herstellers
Kaiser.
Nach den ersten sechs Einsatzmonaten
fällt das Resümee sowohl der Verantwortlichen
im Verband als auch der
Fahrer durchwegs positiv aus. Das
Zusammenspiel des einzigartigen
Fahrwerkskonzeptes der Tatra mit 480
PS und dem verwindungssteifen Zentralrohrrahmen
mit luftgefederter Einzelradaufhängung
und den äußerst leisen
Kaiser-Aquastar-IV-Aufbauten erweist
sich als in höchstem Maße zuverlässig.
Ergänzt um die Lenkung der letzten
Achse stellen auch die engen Gassen in
Steyr kein wirkliches Hindernis dar.
Generalunternehmer und Lieferant
dieser besonderen Fahrzeuge ist die
Firma Tschann Nutzfahrzeuge GmbH in
Salzburg mit insgesamt 430 Mitarbeitern
an 9 Verkaufs- und Servicestandorten in
Österreich und Bayern.
Dazu DI Robert Kerschl, Vertriebsleiter
des Tatra-Ressorts in der Tschann-
Gruppe: „Als österreichisches Familienunternehmen
freuen wir uns sehr, mit
diesen speziellen Fahrzeugen die Offroad-
Anforderungen des Reinhaltungsverbandes
Steyr erfüllen zu können. Wir
bedanken uns für die äußerst professionelle
Zusammenarbeit bei den Projektverantwortlichen
sowohl des Reinhaltungsverbandes
und der Stadt Steyr als
auch bei der BBG Bundesbeschaffungsgesellschaft
für die transparente und
reibungslose Abwicklung dieses öffentlichen
Auftrages.“
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Gruppenbild vor den zwei Tatra mit Kaiser-Aufbau vom
Reinhaltungsverband Steyr.
Von links: KR Anton Bucek (Tatra
Repräsentant), BSc Thomas Langer
(Geschäftsführer Reinhaltungsverband
Steyr), DI Anita Schürrer-
Wizani (Geschäftsführerin Reinhaltungsverband
Steyr), Dr. Helmut
Zöttl (Obmann RHV und Vizebürgermeister
Steyr) und DI Robert
Kerschl (Tatra Vertriebsleiter
Tschann Gruppe).
Tatra Phoenix mit Aquastar-IV-
Aufbau von Kaiser im Einsatz.
40 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
Einsatz des Energiespeichers LPO
100 in einer Höhe von 1.000 m: Er deckt
die Energiespitzen des Liebherr-Krans 34 K
energieeffizient ab und versorgt zudem
weitere Verbraucher mit Strom.
DI Nikolaus Wieser arbeitet seit
über zehn Jahren als Bauleiter für
die Wildbachverbauung Österreich.
cher dazu, die Energiespitzen des Krans
bis zu 100 kVA abzudecken. Es wird nur
so viel Energie verbraucht, wie tatsächlich
benötigt wird. Der Speicher kann
parallel zum Betrieb oder auch nachts
aufgeladen werden. Seit über vier
Monaten ist der Liebherr-Energiespeicher
fix neben einem Container installiert.
Nikolaus Wieser ist mit der neuen
Lösung zufrieden: „Wir hätten natürlich
auch ein Dieselaggregat zur Beschickung
der Baustelle verwenden können,
wie wir es immer getan haben. Aber
auch wir möchten einen Beitrag zur
Reduzierung von Emissionen leisten und
setzen daher gerne auf diese innovative
Lösung von Liebherr.”
Im Vergleich zu einem Dieselaggregat
sieht Wieser den großen Vorteil des
Energiespeichers darin, dass dieser den
ganzen Arbeitstag über betrieben
werden kann, ohne dass ein Nachtanken
erforderlich ist. Somit entsteht kein
logistischer und zeitlicher Aufwand.
Monatlich werden so außerdem ca. 2.000 l
Diesel benötigt, was bei einem Dieselpreis
von 1,40 Euro pro l insgesamt
2.800 Euro bedeutet und einen
Gesamtaufwand von 11.200 Euro über
vier Monate hinweg bedeuten würde.
Zudem werden durch den Einsatz des
Energiespeichers etwa 20,3 t CO2 über
den Zeitraum von vier Monaten eingespart.
Das entspricht dem durchschnittlichen
jährlichen CO2-Fußabdruck von
zwei Personen, die in Deutschland leben.
„Die Inbetriebnahme lief gut; seitdem
steht der Speicher und läuft – so soll es
sein“, zeigt sich Wieser positiv gestimmt.
Er betrachtet den Liebherr-Energiespeicher
als innovative und zukunftsfähige
Lösung und kann sich dessen
Einsatz auch in innerstädtischen
Gebieten mit Lärmemissionsauflagen
sehr gut vorstellen.
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Für jede Aufgabe
das richtige Werkzeug
LIEBHERR
Nachhaltige Stromversorgung am Bau
Die Österreichische Wildbach- und Lawinenverbauung stellt durch bauliche Schutzmaßnahmen
die Prävention von Extremwetterereignissen wie Erdrutschen, Hochwasser
oder Lawinenabgängen sicher und schützt somit die Bevölkerung. Zum ersten Mal setzt
die lokale Behörde im Gebiet Pongau anstelle eines Dieselaggregats einen Liebherr-
Energiespeicher zum Betrieb der Baustelle ein. Dadurch können pro Monat ca. 2.000 l
Diesel eingespart werden – ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiges Bauen.
D
as Ellmautal im Großarltal im
Salzburger Pongau zählt zu den
sehenswertesten Regionen Österreichs.
Und das zu Recht: Das Wander- und
Urlaubsparadies wartet mit idyllischen
Seen, kristallklaren Gebirgsbächen und
einzigartigen Landschaften darauf, von
Naturliebhabern entdeckt zu werden. Die
Natur birgt jedoch auch unberechenbare
Gefahren. Es muss jederzeit mit Erdrutschen,
Geröll- oder Murgängen sowie
Lawinen und Hochwasser gerechnet
werden. Um die Bevölkerung im umliegenden
Tal zu schützen und Schäden zu
vermeiden, müssen daher rechtzeitig
Maßnahmen ergriffen werden. Ein Beispiel
dafür ist die Errichtung einer Konsolidierungssperre
im Flussbett des Sillegggrabens
auf der Ellmauer Alm, um sich gegen
herabkommendes Geröll vom Berg abzusichern.
Für den Bau des Schutzbauwerks
kommt auf der Baustelle ein 34 K Schnelleinsatzkran,
ebenfalls von Liebherr, zum
Einsatz. DI Nikolaus Wieser von der
Wildbachverbauung ist als Bauleiter vor
Ort und sorgt dafür, dass alles reibungslos
läuft – sowohl in der Planung als auch im
täglichen Betrieb.
Eine der größten Herausforderungen
bei der Planung einer Baustelle in einem
so abgelegenen Gebiet ist die Energieversorgung.
Oftmals ist die Netzversorgung
vor Ort nicht ausreichend, um große
Stromspitzen – beispielsweise Kranhübe
– abzudecken, oder sie ist gar nicht erst
vorhanden. In diesem Fall ist der Schnelleinsatzkran
der größte Verbraucher auf
der Baustelle. Üblicherweise würde man
hierfür ein Dieselaggregat nutzen. Die
Wildbachverbauung setzt jedoch auf eine
andere Lösung: den mobilen Energiespeicher
LPO 100 von Liebherr.
Energiespeicher als effiziente
Alternative zum Dieselaggregat
Der Energiespeicher puffert mit 94 kWh
zusätzlich den Fixstromanschluss vor Ort
und versorgt neben dem Kran auch
weitere Verbraucher wie Containereinheiten,
Akkugeräte, Kreissägen und eine
Wasserpumpe. Tagsüber dient der Spei-
Strom statt Diesel: Die Wildbach- und
Lawinenverbauung Österreichs setzt auf
Energiespeicher von Liebherr, um die Baustelle
im Großarl mit Energie zu versorgen.
Der Liebherr-Energiespeicher versorgt die
Baustelleninfrastruktur tagsüber und wird
nachts geladen. Neben dem Fixstromanschluss
eines nahegelegenen Bauernhofs
nutzt er dazu den Strom, der über eine
Solaranlage generiert wird.
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42 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Ob Drohnenvermessung, Laserscanning
oder Leica iCON iCS-Systeme: mit der
Innovationstour 2026 zeigt das Team von
AM Baugeräte, dass die Bedienung neuer
Technologien einfacher ist als gedacht und
viele Vorteile bringt.
AM BAUGERÄTE
Digitale Baustelle: Innovationstour 2026 zeigt
den konkreten Nutzen neuer Technologien
Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt veranstaltet die Firma AM Baugeräte ihre Innovationstour
– ein Format, das sich zu einem wichtigen Treffpunkt für Fachleute aus Baugewerbe,
Vermessung und Digitalisierung entwickelt hat. Auch 2026 setzt das Unternehmen diese
Tradition fort, diesmal mit einem noch stärkeren Fokus auf den praktischen Mehrwert
digitaler Technologien. Für die Kunden in West-Österreich macht die Innovationstour 2026
auch am neuen Standort der Firma AM Baugeräte in Kematen Station.
D
ie Innovationstour 2026 widmet sich
schwerpunktmäßig der Frage, wie sich
moderne Messsysteme im Baustellenalltag
bewähren, wie sie den Arbeitsprozess
verändern, und worin sich die verschiedenen
Technologien tatsächlich unterscheiden.
Wie in den vergangenen Jahren wird
die Tour wieder österreichweit als eintägige
Fachveranstaltung angeboten, wobei
ein modularer Aufbau den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern große Flexibilität
ermöglicht. Inhaltlich orientiert sich das
Programm an jenen Themen, die bereits
2025 großes Interesse ausgelöst haben,
insbesondere an Laserscanning, Drohnenvermessung
und den neuen Leica iCON
iCS-Systemen. Während im Vorjahr jedoch
vor allem neue Geräte vorgestellt wurden,
rückt 2026 der Vergleich in den Mittelpunkt
– und damit der konkrete Nutzen
für den Betrieb.
Freuen sich gemeinsam mit dem Team von AM Baugeräte auf die zahlreichen Gespräche mit
den Kunden in ganz Österreich (von links): Geschäftsführer Johannes Gruber, Nazif Džino
(Experte für Laserscanning und Geodaten) und Vertriebsleiter Andreas Kummer.
44 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Geschäftsführer Johannes Gruber
erklärt diesen Ansatz so: „Unsere Kunden
sehen heute eine Vielzahl moderner
Vermessungssysteme. Aber die entscheidende
Frage ist nicht, was technisch alles
möglich ist, sondern welche Lösung für
welchen Einsatzzweck wirklich sinnvoll ist.
Genau das wollen wir im Rahmen der
Innovationstour 2026 besonders deutlich
zeigen.“ Für Gruber und sein Team ist das
Ziel der Tour, Orientierung zu schaffen und
Unternehmen zu helfen, Investitionen
besser einschätzen zu können. Dabei gehe
es nicht nur um technische Leistungsfähigkeit,
sondern auch um wirtschaftliche
Auswirkungen. „Wenn eine Technologie die
Vermessung dreimal schneller macht und
Fehler reduziert, dann relativieren sich
Anschaffungskosten sehr schnell. Das wird
in vielen Betrieben noch unterschätzt.“
Dieser praxisorientierte Zugang zeigt
sich besonders im Bereich Laserscanning,
der 2026 deutlich ausgebaut wird.
Während man im Vorjahr vor allem die
Bandbreite der verfügbaren Systeme
vorgestellt hat, widmet sich die Tour
verstärkt konkreten Anwendungsszenarien.
Referent Nazif Džino, studierter
Vermesser und Experte für Laserscanning
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und Geodaten, erläutert diesen Schritt: „In
vielen Betrieben ist Laserscanning kein
abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern
tägliche Realität. Deshalb wollen wir
zeigen, welcher Scanner für welche
Aufgabe wirklich ideal ist und wie man die
Daten so verarbeitet, dass sie dem Betrieb
effektiv weiterhelfen.“
Drohnenvermessung
auf dem nächsten Level
Besonderes Augenmerk gilt der Drohnenvermessung,
die im Vergleich zu 2025 noch
einmal deutlich an Bedeutung gewonnen
hat. Džino beobachtet, dass viele Unternehmen
die Möglichkeiten der Drohnen
heute erst ansatzweise ausschöpfen: „Was
sich bei Drohnen in den letzten zwei
Jahren getan hat, ist enorm. Die Kombination
aus Photogrammetrie, Lidar und
intelligenter Software eröffnet Anwendungen,
die vor Kurzem noch völlig unrealistisch
waren. Wir zeigen, wie man diese
Technik nicht nur fliegt, sondern wie man
sie wirtschaftlich sinnvoll nutzt.“ Der
Fokus liegt dabei auch auf der DJI-eigenen
Softwarewelt, mit der Flugplanung, Datenerfassung
und automatische Verarbeitung
deutlich effizienter werden.
DATEN & FAKTEN
Innovationstour 2026
Auch im Jahr 2026 veranstaltet die Firma
AM Baugeräte wieder ihre bereits traditionelle
Innovationstour. Rund um den
Schwerpunkt „Digitale Baustelle“ stehen
Themen wie „3D Reality Capture“, „Leica
iCS vs. iCR“, „Vermessung aus der Luft“ und
„PinPoint Software“ im Mittelpunkt. Die
Stationen der Innovationstour 2026 im
Überblick:
28.01.2026 Steiermark,
Bauakademie Übelbach
04.02.2026 Oberösterreich,
CAD+T Solutions GmbH,
Ansfelden
05.02.2026 Salzburg,
Bauakademie Salzburg
25.02.2026 Tirol,
AM Baugeräte Niederlassung
in Kematen
05.03.2026 Niederösterreich,
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Die Innovationstour 2025
war ein voller Erfolg. Im Bild
die Abschlussveranstaltung
in der Firmenzentrale in
Raasdorf. Durch den neuen
AM Baugeräte Standort in
Kematen kommt die Innovationstour
2026 auch nach
West-Österreich.
Der Fachhändler für
Spezial- und Sondermaschinen
im Bereich Bau, Spezialtiefbau,
Materialumschlag und
Gewinnungsindustrie
Mit dem Leica RTC360
Laserscanner ist
3D-Umgebungserfassung
schnell wie nie zuvor.
INDUSTRIE- UND BAUMASCHINEN SERVICE GMBH
Auch die Leica-iCS-Reihe wird dieses
Jahr stärker im Detail betrachtet. Nachdem
2025 die neue Generation vorgestellt
wurde, geht es nun um ihre Bewährung im
Baustellenalltag. Firmenchef Johannes
Gruber beschreibt die Entwicklung so:
„Wir können aus der Praxis zeigen, wo ein
iCS-System den Tachymeter ersetzt – und
wo ein klassisches Gerät weiterhin die
bessere Wahl ist. Das ist für viele Betriebe
eine entscheidende Information, weil es
Investitionen langfristig planbarer macht.“
Ein oft angesprochenes Thema ist der
Einstieg in diese Technologien. Džino
betont, dass moderne Systeme mit einem
überraschend geringen Schulungsaufwand
nutzbar sind. „Wir erleben immer wieder,
dass jemand glaubt, eine iCS oder ein
Scanner sind kompliziert. Und zwei Tage
später arbeitet er selbstständig damit. Die
Hürde ist viel niedriger, als viele annehmen.“
Dank Remote-Support könne man
zudem viele Fragen direkt lösen, ohne
dass jemand vor Ort sein müsse.
Service, Unterstützung und
Verlässlichkeit als Erfolgsfaktor
Neben der technischen Expertise spielt der
Servicegedanke eine wichtige Rolle.
Vertriebsleiter Andreas Kummer
beschreibt die Philosophie dahinter: „Wir
verkaufen keine Geräte, wir liefern
Lösungen. Das beginnt bei der Beratung,
geht über die Einschulung und reicht bis
zur schnellen Unterstützung im Alltag.
Wenn bei einem Kunden auf der Baustelle
etwas nicht funktioniert, müssen wir
innerhalb kürzester Zeit reagieren können
– und genau das tun wir.“ Kummer betont,
dass viele Unternehmen den Wert eines
verlässlichen Partners erst dann erkennen,
wenn es einmal schnell gehen muss.
„Ein Gerät ist nur so gut wie der Service
dahinter. Das ist uns enorm wichtig.“
Diese Verbindung aus Expertise und
Unterstützung zeigt sich auch in den
ergänzenden Dienstleistungen. AM
Baugeräte übernimmt auf Wunsch die
gesamte Datenaufbereitung – von Punktwolken
über Geländemodelle und Massenberechnungen
bis hin zu CAD-Plänen. Als
zertifizierter Leica-Servicebetrieb verfügt
das Unternehmen zudem über eine üppig
ausgestattete Werkstatt sowie eine eigene
GNSS-Referenzantenne, wodurch Reparaturen
und Wartungen schnell und präzise
durchgeführt werden können.
Die Zielgruppe der Innovationstour
2026 ist bewusst breit gefasst und reicht
von großen Bauunternehmen über
Ziviltechnikerbüros bis hin zu kleinen
Gewerbebetrieben. Gruber betont dabei,
dass gerade kleine Unternehmen besonders
stark profitieren: „Ein Ein-Personen-
Betrieb kann mit einem modernen
Vermessungssystem Aufgaben übernehmen,
für die früher mehrere Leute und
deutlich mehr Zeit notwendig waren. Das
verändert die Möglichkeiten vieler
Betriebe fundamental.“
Begleitet wird die Innovationstour
wieder von einem kompetenten Team aus
Spezialisten, das sein Wissen aus der
Praxis einbringt und den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern einen tiefen Einblick in
moderne Vermessungsprozesse vermittelt.
Die Bauvermessung befindet sich in
einer Phase rasanter Entwicklung.
Technologien wie Laserscanning, Drohnenvermessung
und iCON-Systeme verändern
den Arbeitsalltag nachhaltig. Nazif Džino
fasst die Entwicklung abschließend so
zusammen: „Digitale Vermessung ist kein
Trend mehr. Sie ist der neue Standard.
Und wer jetzt einsteigt, verschafft sich
langfristig einen enormen Vorteil.“
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46 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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Siegerehrung bei den AustrianSkills 2025
im Fachbereich Land- und Baumaschinentechnik:
Gold holte sich Felix Thomas
Tüchler (Leutgeb GmbH), Silber ging an
Bernhard Moser (Liebherr Österreich Vertriebs-
und Service GmbH) und Bronze an
Stefan Kicker (Zeppelin Österreich GmbH).
AUSTRIANSKILLS
Staatsmeister der Berufe wurden gekürt
Nach drei intensiven Wettkampftagen endeten am 23. November 2025 die
AustrianSkills 2025 mit der Siegerehrung im Messezentrum Salzburg. Vor
mehr als 2.500 Fans wurden die Staatsmeisterinnen und Staatsmeister in
48 Berufen ausgezeichnet. Beeindruckende Leistungen gab es auch in den
Kategorien Betonbau, Hochbau sowie Land- und Baumaschinentechnik.
D
ie alle zwei Jahre ausgetragenen
AustrianSkills gelten als das wichtigste
nationale Kräftemessen für junge
Fachkräfte und sind bekannt für ihr hohes
Niveau und die strengen Anforderungen,
die den Teilnehmern alles abverlangen.
Gefordert waren Millimeterarbeit, Tempo,
perfekte Teamkoordination sowie Konzentration
bis zur letzten Minute. Mehr als
500 junge Fachkräfte aus neun Bundesländern
kämpften in insgesamt 48
Berufen um den Staatsmeistertitel – von A
wie Anlagenelektrik bis Z wie Zimmerei.
Im Teambewerb Betonbau sind Julian
Gintner und Michael Pomassl die neuen
Staatsmeister. Sie setzten sich im Teambewerb
gegen die starke nationale Konkurrenz
durch und holten die Goldmedaille
für Leyrer + Graf. Fünf Teams aus
Betrieben in ganz Österreich traten im
Betonbau-Teambewerb gegeneinander an.
Die Aufgaben umfassten u.a. das Aufreißen
der Wände laut vorgegebenem Plan,
das Montieren der Rahmenschalung
inklusive Stirnschalung und das Herstellen
und Versetzen eines Kastens. Zudem
galt es, einen Bewehrungskorb zu binden
und abschließend die Zahl „26“ in Sichtbetonweise
zu betonieren. Jeder Arbeitsschritt
verlangte höchste Genauigkeit,
Teamarbeit und handwerkliches Geschick.
Ihr Sieg reiht sich nahtlos in eine lange
Serie herausragender Leistungen von
Leyrer + Graf Mitarbeitern bei nationalen
und internationalen Berufsmeisterschaften
ein. CEO Stefan Graf zeigt sich
besonders stolz: „Wir danken Julian und
Michael für ihren Mut und ihren großartigen
Einsatz. Mit dieser grandiosen
Leistung haben die beiden nicht nur ihr
Können unter Beweis gestellt, sondern sie
belegen erneut die Spitzenposition für
unser Unternehmen. Damit wird sichtbar,
dass unsere Ausbildungsstrategie hervorragend
funktioniert und unsere Mitarbeiter
zu den Besten der Branche zählen.“
Den Staatsmeistertitel im Hochbau
holte Noah-Samuel Trettenbrein von
BM-Haus GmbH in St. Georgen im
Lavanttal. Den Titel „Best of Austria“
sichert sich das niederösterreichische
Gartengestalter-Duo Noah Knapp (von
Kramer & Kramer Gartengestaltung in
Zöfing) und Simon Berner (von Nentwich
Gartenbau in Perschling). Die erstmals
vergebene Auszeichnung würdigt die
Leistung der besten Fachkräfte über alle
Berufe hinweg.
In der Kategorie Land- und Baumaschinentechnik
ging Gold an Felix Thomas
Fotos: SkillsAustria/Wieser/Slovencik
Tüchler von der Leutgeb GmbH. Silber
holte sich Bernhard Moser von der
Liebherr Österreich Vertriebs- und Service
GmbH und Bronze ging an Stefan Kicker
von der Zeppelin Österreich GmbH. Jede
der vielfältigen Aufgabenstellungen
verlangte höchste Konzentration, denn
selbst kleinste Fehler konnten wertvolle
Punkte kosten. Der Drittplatzierte Stefan
Kicker ging bereits beim NÖ Landeslehrlingswettbewerb
2024 in der LBS Mistelbach
sowie beim Bundeslehrlingswettbewerb
2024 in Innsbruck als Sieger hervor.
Wie Kicker betont, ist die Teilnahme an
einem Wettbewerb dieser Größenordnung
nicht nur eine fachliche, sondern auch eine
persönliche Herausforderung. Betreut
wird er vom Lehrlingsbeauftragten Marc
Schautzer. Der zeigte sich nach dem
Wettbewerb äußerst zufrieden mit der
Leistung seines Schützlings. Er betonte,
dass das allgemeine Leistungsniveau der
Austrian Skills 2025 außergewöhnlich
hoch gewesen sei – viele Aufgabenstellungen
entsprachen bereits dem Niveau
internationaler Wettbewerbe. Die Zeppelin
Österreich GmbH beschäftigt österreichweit
rund 21 Lehrlinge und investiert
kontinuierlich in eine moderne, praxisorientierte
Ausbildung. Dazu zählen regelmäßige
Schulungen, der Einsatz moderner
Diagnosetechnologien, strukturierte
Entwicklungspläne sowie praxisnahe
Lehrwerkstätten. Das Unternehmen sieht
die Lehrlingsausbildung als zentralen
Baustein seiner Unternehmensstrategie.
Schließlich werden gerade im technischen
Bereich hervorragend geschulte Nachwuchskräfte
dringend benötigt, um den
zukünftigen Anforderungen der Kunden
gerecht zu werden.
Im Rahmen der AustrianSkills wurden
auch die Medaillen der „Independent
Skills Championships“ (ISCE) übergeben:
Vier Kategorien, die heuer in Dänemark
bei EuroSkills aus organisatorischen
Gründen nicht stattfinden konnten,
wurden bei den AustrianSkills als Heim-
Europameisterschaft nachgeholt. Diese
Heim-EM geht mit einem aus österreichischer
Sicht starken Ergebnis zu Ende.
Gleich zwei Goldmedaillen gehen an das
rot-weiß-rote Team: Steinmetzin Juliana
Hain (beschäftigt bei Strasser Steine in St.
Martin in Oberösterreich) gewinnt Gold,
der Steirer Marcel Resch (arbeitet für
Hütinger Glas in Kaindorf) setzt sich in
der Glasbautechnik durch. Silber in
Digital Construction holt Tobias Weißengruber
(aus Pixendorf in Niederösterreich).
Der frisch gekürte Vizeeuropameister
arbeitet bei ODE Informationstechnik im
12. Bezirk in Wien und studiert parallel
dazu Bauingenieurwesen an der TU Wien.
Mit Jakob Gratl steht Österreich auch bei
den Spenglern am Podest: Die Tiroler
Fachkraft ist bei der Spenglerei Peer
(Steinach am Brenner) beschäftigt.
Ihr verlässlicher Partner
für Baumaschinen zum
SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen
Kraft erklärt: „Diese AustrianSkills haben
sehr deutlich gemacht, wie hoch das
Niveau unserer heimischen Fachkräfte ist.
Für viele ist die Staatsmeisterschaft erst
der Anfang: Die Besten steigen jetzt in die
oder
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Julian Gintner und
Michael Pomassl von
L eyrer + Graf erkämpften
sich im Teambewerb
Betonbau den
Staatsmeistertitel.
Für Stefan Kicker
(Zeppelin Österreich
GmbH), den Drittplatzierten
in der
Kategorie Land- und
Baumaschinentechnik,
war die Veranstaltung ein
intensives, lehrreiches
und motivierendes
Erlebnis, das ihn in seiner
beruflichen Entwicklung
langfristig stärkt.
Vorbereitung für die WorldSkills 2026 in
Shanghai und die EuroSkills 2027 in
Düsseldorf ein. Dort werden sie auch auf
der internationalen Bühne zeigen, wie
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48 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 49
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KOMATSU
Vielseitiger Kompaktradlader WA170M-11
Das neueste Kompaktradlader-Modell von Komatsu kann mit verschiedenen Hubgerüsten
bestellt werden und ist damit eine der vielseitigsten Maschinen in der 10 t Klasse.
D
er WA170M-11 wurde von der
Komatsu Germany GmbH - Construction
in Hannover entwickelt und wird
ebenfalls dort produziert. Er ist mit zwei
unterschiedlichen Hubgerüsten verfügbar:
Neben der üblichen Z-Kinematik bietet
Komatsu nun auch das „Tool Linkage“-
Hubgerüst für diese Maschinenklasse an,
das bisher nur für größere Modelle
verfügbar war.
Henrik von Werder, Produktmanager
bei Komatsu Europe, erklärt: „Dadurch,
dass wir den WA170M-11 auch mit dem
‚Tool Linkage‘-Hubgerüst anbieten,
Für die Optimierung des Komatsu WA170M-11 wurde im Rahmen des auf 500 Betriebsstunden
erweiterten Testprogramms unter anderem auch das Feedback der Fahrer des
Kompostwerks Hellefelder Höhe berücksichtigt.
können Kunden die Maschine auch mit
vorhandenen Anbaugeräten nutzen und
flexibel für verschiedenste Aufgaben
einsetzen, was für einen großen Mehrwert
sorgt.“
Um die Maschine zu perfektionieren,
bevor sie in die Serienproduktion geht, hat
Komatsu sein Testprogramm von den
üblichen 100 auf 500 Betriebsstunden
erweitert. Im Rahmen des Testprogramms
wurde die Maschine von mehreren
Kunden im täglichen Einsatz eingehend
geprüft. Dazu gehörte auch die Kompostwerk
Hellefelder Höhe GmbH. Die Fahrer
des Unternehmens erledigten mit dem
Radlader unterschiedliche Aufgaben unter
verschiedenen Einsatzbedingungen,
sodass die Maschine mit Hilfe des Fahrer-
Feedbacks weiter optimiert werden
konnte.
Thorsten Schmidt, einer der Fahrer der
Kompostwerk Hellefelder Höhe GmbH,
berichtet: „Es hat Spaß gemacht, den
WA170M-11 auf Herz und Nieren zu
testen. So konnte Komatsu die Maschine
nicht nur optimieren, sondern auch perfektionieren.“
„Die Maschine ist sehr zuverlässig
und die geräumige Kabine bietet
eine ausgezeichnete Rundumsicht. Die
einfache und intuitive Bedienung sorgt für
komfortables und effizientes Arbeiten den
ganzen Tag über.“
Die Hintergründe dazu erläutert
Michael Wadsack, Senior Produktmanager
bei Komatsu Europe, so: „Unsere strengen
Qualitätsstandards erreichen wir nur
durch Tests an echten Einsatzorten. So
stellen wir sicher, dass unsere Produkte
die Zuverlässigkeit und Leistung bieten,
auf die sich unsere Kunden verlassen.“
Seit der Markteinführung auf der
bauma im April 2025 hat der WA170M-11
ein überwältigendes Kundeninteresse
erfahren und es gingen bereits zahlreiche
Bestellungen ein. Nach Abschluss der
letzten Tests wird Komatsu mit der
Auslieferung der ersten Maschinen
beginnen.
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Der innovative Kompaktradlader ist
mit einem 96 kW Dieselmotor gemäß
EU Stufe V ausgerüstet und überzeugt
durch hohe Leistung in verschiedensten
Einsatzbereichen.
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Vortex: der Sicherheitsschuh mit Sport-DNA
Diadora Utility steht für Innovation und sportliches Design und bietet seit 1998
hochmoderne Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung an.
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ank des Diadora-Forschungszentrums
werden die für Sportler
entwickelten Technologien auch zu
Begleitern der täglichen Arbeit. In dem
neuen Sicherheitsschuh Vortex ist die
von Diadora Utility für den Sport
entwickelte Double-Action-Technologie
integriert. Diese besteht aus einer
Zwischensohle mit doppelter Dämpfung.
Die Federung im Fersenbereich durch
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wie Beton unsere
Zukunft sichert!
welcher den Bodenkontakt abfedert und
dabei Rücken sowie Gelenke entlastet
– wird kombiniert mit der hohen Reaktivität
im Vorfußbereich dank einer noch
kompakteren Materialzusammensetzung,
die einen spürbaren Energie-
Return bei jedem Schritt ermöglicht. Zu
diesen beiden Eigenschaften kommt die
verbesserte Stabilität hinzu: Der erhöhte
Rand des Schuhs umschließt den Fuß
und hält ihn in der Achse, wodurch ein
ungewolltes Rollen nach innen oder
Mit der innovativen Double-
Action-Technologie bietet
der neue Sicherheitsschuh
Vortex seinen Trägern
sowohl eine komfortable
Federung, als auch eine
erhöhte Reaktivität.
außen vermieden wird. Das Ergebnis ist
ein sanftes Abrollen – wie bei einem
Laufschuh – und ein angenehmes
Tragegefühl, das den Arbeitnehmer den
ganzen Tag begleitet. Erhältlich ist auch
ein Modell mit dem BOA Fit System, dem
schnellen und präzisen Schnürsystem
mit mikroverstellbarem Drehrad (Bild),
welches eine genaue Passform bietet und
somit die Stabilität und Kontrolle
verbessert.
www.diadorautility.com
50 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025 51
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Zum 55 Jahr Jubiläum blickt
Atlas Weyhausen voller
Energie nach vorn: mit neuen
Technologien, innovativen
Produkten und einer klaren
Vision für die nächsten
Jahrzehnte.
ATLAS WEYHAUSEN
Tradition trifft Zukunft
Atlas Weyhausen feiert sein 55-jähriges Bestehen: 1970 gründete Dr. Friedrich Weyhausen
die eigenständige Sparte für Radlader, der Startpunkt für das heutige Atlas Weyhausen.
S
eit über 55 Jahren entwickelt und
produziert das Unternehmen am
Standort Wildeshausen in Niedersachsen
hochwertige Radlader – „made in Germany“
und weltweit im Einsatz. Die
Wurzeln des Unternehmens reichen bis
ins Jahr 1919 zurück, als die Hinrich
Weyhausen KG gegründet wurde. Mit der
Einführung des Markennamens Atlas im
Jahr 1936 begann eine bis heute
bekannte Erfolgsgeschichte im Bereich
Baumaschinen. Seither prägen zahlreiche
Meilensteine das Unternehmen, darunter
1975 die Einführung eines wegweisenden
Hydrostat-Antriebskonzeptes. 2016
erfolgte die Umbenennung der Marke in
Weycor, ein Jahr später die Einführung
der Leistungsklasse 6XX (bis 16 t). Vor
drei Jahren wurde der Standort erweitert
und das Innovationszentrum in Wildeshausen
eröffnet. 2025 ist geprägt durch
die strategische Neuausrichtung unter
neuer Unternehmensführung.
Das ungarische Tochterunternehmen
Kapos Atlas Kft. ist ein zentraler
Bestandteil des Erfolgs von Atlas Weyhausen.
Es fertigt seit 1993 hochwertige
geschweißte Stahlkonstruktionen,
Komponenten und Baugruppen für
Baumaschinen und Nutzfahrzeuge – von
Einzelteilen bis zu kompletten Modulen.
Gewahrt wird das Erbe von Dr. Friedrich
Weyhausen durch die Dr.-Friedrich-
Weyhausen-Stiftung.
Geschäftsführer Marc Bockelmann
betont: „55 Jahre Atlas Weyhausen – das
sind 55 Jahre Mut, Leidenschaft und
Ingenieurskunst. Wir sind stolz auf
unsere Geschichte, aber noch entschlossener,
die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit
unseren Mitarbeitenden, Partnern und
Kunden entwickeln wir Maschinen, die
nicht nur heute überzeugen, sondern die
Welt von morgen besser und effizienter
machen. Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein
– und gleichzeitig der Start in ein
neues Kapitel voller Innovationen.“
www.weycor.de
DOKA
Erster vollelektrischer Lkw in Betrieb
Bei Doka in Amstetten ersetzt der erste vollelektrische Lkw den bisher größten Dieselverbraucher
der Produktion und spart künftig rund 36 t Treibhausgasemissionen pro Jahr ein.
D
er erste MAN Elektro Lkw in ganz
Niederösterreich transportiert
künftig Schalungs- und Gerüstmaterial
zwischen den Doka-Standorten Amstetten,
St. Georgen/Ybbsfelde und St.
Martin. Er fährt ausschließlich mit Strom
aus erneuerbaren Energiequellen. Damit
reduziert Doka die Treibhausgasemissionen
des größten Fahrzeugs im eigenen
Fuhrpark um satte 97%, bei gleichzeitig
deutlich geringerer Lärmbelastung.
„Die Dekarbonisierung, also die Reduzierung
von Treibhausgasemissionen, ist
eines der zentralen Handlungsfelder
unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt
Robert Hauser, CEO Doka. „Das betrifft
neben verschiedensten Aktivitäten
entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette
natürlich auch die eigene
Produktion und Transportlogistik. Der
neue, mit 100% grünem Strom aus
erneuerbaren Energiequellen betriebene
Lkw ist ein sichtbares Beispiel dafür.“
„Mehr E-Fahrzeuge auf die Straße zu
bekommen, ist ein wichtiger Hebel, um
unsere Emissionen nachhaltig zu senken“,
erklärt Julia Weber, Head of
Sustainability Doka: „Die Umstellung
unseres größten Einzelfahrzeugs ist dabei
mehr als ein symbolischer Schritt – sie
senkt den Dieselverbrauch unserer
gesamten Produktion um rund drei
Prozent. Und sie zeigt: Wenn wir den
Übergabe des E-Lkw (von links): Natalie Kocher (Vice President, MAN), Alf Behnke (Vice
President – Supply Chain, Doka), Rudi Kuchta (Managing Director, MAN), Hubert Mattersdorfer
(COO, Doka), Robert Hauser (CEO, Doka), Gerhard Kamleithner (Direktor, Raiffeisen-
Lagerhaus Amstetten), Julia Weber (Head of Sustainability, Doka).
größten Verbraucher elektrifizieren
können, dann ist alles möglich.“ Doka
plant, die gesamte Fahrzeugflotte – vom
Lkw über Pkw bis zum Stapler – bis 2035
schrittweise auf E-Antrieb umzustellen.
Im österreichischen Doka-Fuhrpark ist
der neue E-Lkw das einzige Fahrzeug in
der „Schweren“ Lkw-Klasse mit einem
zulässigen Gesamtgewicht von 20 t und
einem Zuggesamtgewicht von 40 t – ein
Segment, in dem Elektro-Modelle in ganz
Österreich noch eher selten sind. Der
neue MAN eTruck verfügt über starke
544 PS und einer nutzbaren Batteriekapazität
von 480 kWh (sechs Batterie
Packs). Für die Wartung des neuen
Fahrzeugs zeichnet die Werkstätte des
Raiffeisen-Lagerhaus Amstetten
verantwortlich.
www.doka.com
Foto: Clean Frame Photography
Der neue Vertriebspartner für Flygt und Godwin Baupumpen in Österreich
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ office@am-laser.at ■ Bau www.am-laser.at | Bergbau
2281 Raasdorf +43 2249 28495 ■ 6175 Kematen Tunnelbau i.T. +43 676 | Bauindustrie
391 61 66
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Prodach GmbH aus Roppen ist
auf Spenglerei, Dacheindeckungen,
Sanierungen und Holzbau spezialisiert. Mit der
Handwerkersoftware plancraft hat sie die Abläufe
strukturiert und den Informationsfluss zwischen
Baustelle und Büro optimiert.
PLANCRAFT
zu führen und ohne den Charakter des
Handwerks zu verlieren. Eine zentrale
Rolle spielt dabei die Handwerkersoftware
plancraft, mit der Haid Abläufe strukturiert
und den Informationsfluss zwischen
Baustelle und Büro optimiert.
„Vor plancraft haben wir mit verschiedenen
Programmen gearbeitet und waren
auf der Suche nach einer Lösung, die alles
vereint“, erzählt Haid. „Die Büroarbeit hat
sich mit plancraft deutlich vereinfacht.
Vieles geht jetzt doppelt so schnell.“ Von
der Angebotserstellung bis zur Abrechnung
läuft bei Prodach heute fast alles
digital. Mit der integrierten Aufmaßfunktion
lassen sich Mengen direkt auf der
Baustelle erfassen und ins Angebot
übernehmen. Über die GAEB Schnittstelle
werden Leistungsverzeichnisse einfach
importiert, und der DATEV Export
erleichtert die Zusammenarbeit mit der
Buchhaltung. Besonders praktisch findet
Haid die digitale Zeiterfassung. Damit
werden die Arbeitszeiten seiner Mitarbeitenden
direkt auf der Baustelle erfasst
und stehen im Büro sofort zur Verfügung.
Gleichzeitig behält er stets den Überblick,
was am Dach passiert, welche Aufgaben
Geschäftsführer Matthäus Haid (Prodach GmbH) hat bereits früh auf Digitalisierung
gesetzt, um den Betrieb effizienter zu führen: „Die Büroarbeit hat sich mit plancraft
deutlich vereinfacht. Vieles geht jetzt doppelt so schnell.“
Zwischen Baustelle und Büro: wie digitale
Werkzeuge den Arbeitsalltag vereinfachen
Viele Handwerksbetriebe stehen vor der gleichen Herausforderung: Die Auftragsbücher
sind gut gefüllt, doch im Büro wächst der Aufwand. Angebote, Aufmaße und Rechnungslegung
kosten oft mehr Zeit, als man denkt. Ein Problem, das die Prodach GmbH in
Roppen mit der Handwerkersoftware plancraft erfolgreich gelöst hat.
V
iele Betriebe wünschen sich weniger
Büroarbeit, und mehr Raum für ihr
eigentliches Kerngeschäft. Genau hier
setzt plancraft an. Eine Software, die
speziell für Handwerksbetriebe entwickelt
wurde. Sie hilft Betrieben, Projekte und
Büroarbeit effizient zu organisieren und
doppelte Arbeit zu vermeiden. So bleibt
mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die
Arbeit auf der Baustelle oder beim
Kunden. plancraft läuft auf allen Endgeräten
– ob auf dem Computer, dem Tablet
oder dem Smartphone. Angebote schreiben,
Arbeitszeiten erfassen oder Projekte
planen geht damit ganz einfach, direkt von
der Baustelle. Alle Daten werden automatisch
in der Cloud gespeichert und sind
jederzeit abrufbar. Eine Installation ist
nicht nötig, Updates erfolgen automatisch
im Hintergrund.
In der Praxis sieht das wie folgt aus:
Mit der integrierten Aufmaßfunktion
lassen sich beispielsweise Mengen direkt
auf der Baustelle erfassen und ins Angebot
übernehmen. Leistungsverzeichnisse
können im GAEB-Format importiert und
weiterverarbeitet werden. Der DATEV
Export erleichtert die Zusammenarbeit
mit der Buchhaltung, während die digitale
Zeiterfassung sicherstellt, dass Arbeitsstunden
lückenlos dokumentiert werden.
Auch bei der Projektplanung bietet
plancraft Unterstützung. Die Plantafel
zeigt auf einen Blick, welche Aufträge
anstehen, wer im Einsatz ist und wann
Abwesenheiten eingeplant sind. Projekte
können durch einfaches Ziehen und
Verschieben flexibel organisiert werden,
was die Abstimmung zwischen Baustelle
und Büro vereinfacht. Zudem können
Bautagesberichte, Regieberichte oder
Abnahmeprotokolle direkt auf der
Baustelle erstellt, überprüft und digital
unterschrieben werden. Auftraggeberinnen
und Auftraggeber können ebenso vor
Ort unterschreiben, sodass Dokumente
sofort vollständig und nachvollziehbar
gespeichert werden.
Prodach in Roppen: digital
organisiert auf dem Dach
Wenn die in Roppen ansässige Prodach
GmbH auf Tirols Dächern arbeitet, dann
ist bei dem auf Spenglerei, Dacheindeckungen,
Sanierungen und Holzbau
spezialisierten Unternehmen alles genau
geplant – nicht nur auf der Baustelle,
sondern auch im Büro.
Die Nachfrage im Handwerk ist groß
und die Auftragsbücher sind voll. Doch mit
jedem neuen Projekt steigt auch der
organisatorische Aufwand: Angebote,
Aufmaße, Abrechnungen – all das will
koordiniert werden, denn vom ersten
Planungsschritt bis zur fertigen Ausführung
kommt bei der Prodach GmbH alles
aus einer Hand. Geschäftsführer Matthäus
Haid hat deshalb früh auf Digitalisierung
gesetzt, um den Betrieb effizienter
54 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Baumaschinen GmbH
Kuhn Straße 1
5301 Eugendorf
Unsere Leistung – Ihr Erfolg!
-Baumaschinen
Telefon: +43 6225 8206
E-Mail: office-bm@kuhn.at
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MASCHINEN + TECHNIK
Die Software
plancraft läuft auf
allen Endgeräten
und hilft Betrieben,
Projekte und Büroarbeit
effizient zu
organisieren und
doppelte Arbeit zu
vermeiden – bei der
Projektplanung
(links) ebenso, wie
bei der Erstellung
von Berichten
(rechts). Durch die
digitale Zeiterfassung
auf der Baustelle
stehen die
Arbeitszeiten im
Büro sofort zur
Verfügung.
MATERIALUMSCHLAG
SPECIAL
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
anstehen und kann bei Problemen rasch
reagieren.
Auch die Kommunikation im Team hat
sich spürbar verändert. „Unsere Mitarbeitenden
nutzen plancraft fast wie Whats-
App. Jede wichtige Information wird
direkt geteilt und alle wissen, was Sache
ist.“ Ein großer Vorteil ist dabei die
integrierte Berichterstellung. Bautagesberichte
oder Abnahmeprotokolle entstehen
direkt auf der Baustelle und werden
digital unterschrieben. „Früher war es
mühsam, alle Aufzeichnungen und Fotos
vom Dach ins Büro zu bringen. Jetzt ist
alles zentral gespeichert und für jeden
zugänglich“, so Haid.
Besonders hilfreich ist für ihn auch die
digitale Plantafel. Mit ihr lassen sich
Projekte und Einsätze übersichtlich und
einfach koordinieren. Termine, Urlaube
und Personal werden mit wenigen Klicks
organisiert. Das sorgt für Struktur und
verhindert Missverständnisse.
„Ich würde plancraft jedem empfehlen,
weil es den Betrieb in jeder Hinsicht
voranbringt“, sagt Haid abschließend. „Das
Beste daran ist, dass sich meine Mitarbeitenden
damit identifizieren können. Es ist
einfach geworden, den Alltag zu organisieren
und die Kommunikation funktioniert
deutlich besser.“
Die Erfahrung der Prodach GmbH zeigt,
wie digitale Werkzeuge den handwerklichen
Alltag erleichtern können. Sie
ersetzen kein Können, sondern schaffen
Freiraum dafür. So verbindet sich traditionelle
Qualität mit moderner Organisation
– ein Zusammenspiel, das Handwerksbetriebe
fit für die Zukunft macht.
Die Digitalisierung im Handwerk
bedeutet keinen Verlust an Tradition,
sondern eine Stärkung von Qualität und
Effizienz. Lösungen wie plancraft helfen,
den Überblick zu behalten, Fehler zu
vermeiden und Büroarbeit zu vereinfachen.
So entsteht ein Gleichgewicht
zwischen handwerklicher Präzision und
moderner Organisation.
www.plancraft.at
„Ich würde plancraft jedem empfehlen,
weil es den Betrieb in jeder Hinsicht voranbringt“,
bringt es Prodach Geschäftsführer
Matthäus Haid auf den Punkt.
56 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
58-70 | Best-Practice
Neue Geräte im Einsatz bei vier
heimischen Recycling-Spezialisten
60 | Weltneuheit aus Österreich
Erster intermodaler Container
für Rundholz und Holzprodukte
64 | Peggau
Startschuss für die Errichtung
eines multifunktionalen Terminals
MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
Am Standort der Sparte Abfallwirtschaft und Saugtechnik
der Firmengruppe Felbermayr in Wels zählt die Sammlung,
Aufbereitung und Verladung von Altholz zu den Haupttätigkeiten.
Durchgeführt werden die Arbeiten seit August 2025
durch den neuen Cat MH3026 Umschlagbagger.
1
2 3
4 5
ZEPPELIN
Felbermayr Abfallwirtschaft rüstet sich mit
neuem Cat MH3026 für kommende Aufgaben
Der Bereich Abfallwirtschaft und Saugtechnik der Firmengruppe Felbermayr ist in Wels
angesiedelt. Hier werden verschiedenste Abfälle aus Linz und dem Zentralraum Oberösterreichs
gesammelt und sortiert, teilweise aufbereitet und zu den Abnehmern weitertransportiert.
Mit der Investition in einen neuen Cat MH3026 erhöht der Standort seine
Leistungsfähigkeit für die steigenden Anforderungen.
D
ie Entstehung des heutigen Felbermayr-Konzerns
begann im Jahr 1942.
Damals wurde das Unternehmen mit
einem Lkw für den Nahverkehr gegründet
und im Laufe der Zeit zu einem europaweit
tätigen Familienunternehmen
ausgebaut. Heute fungiert die Felbermayr
Holding GmbH als Dachorganisation für
31 operative Tochtergesellschaften, deren
Kerngeschäfte hauptsächlich in den
Bereichen Transport- und Hebetechnik
sowie Tief- und Hochbau liegen. Mit 81
Standorten in 17 Ländern und mehr als
3.200 Mitarbeitenden ist die Firmengruppe
Felbermayr europaweit präsent.
Eine der großen Stärken des Unternehmens
ist die Fähigkeit, bis ins kleinste
Detail durchkonzipierte Komplettlösungen
zu realisieren. Unterstützt durch die
Geschäftsführer in den einzelnen Fachbereichen
wird die Felbermayr Holding in
dritter Generation von Horst und Andrea
Felbermayr geleitet.
Das Geschäftsfeld Bau umfasst nicht
nur die Bereiche Hochbau, Tiefbau und
Spezialtiefbau, Wasserbau, Abbruch,
Kiesgewinnung und den Betrieb einer
Baurestmassendeponie, sondern auch den
Bereich Abfallwirtschaft am Standort
Wels. Hier werden Baurestmassen,
Gewerbe- und Industrieabfall, Altholz,
Bodenaushub und Altmetall entsorgt.
Durchgeführt werden aber auch Entrümpelungen
und Demontagen.
Dazu Günter Zehetmair, Leiter des
Bereiches Abfallwirtschaft und Saugtechnik:
„Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit
ist die Sammlung von Altholz, das vor
allem von Baufirmen und Speditionen zu
uns transportiert wird. Wir lassen das
Altholz durch einen externen Dienstleister
schreddern und lagern es bis zur weiteren
Verwertung. Unser zweites großes
Standbein ist der Baustellenservice. In der
Containervermietung stellen wir unterschiedliche
Behältergrößen zur Verfügung,
damit die Fraktionen bereits auf der
Baustelle getrennt werden können. Die
Bandbreite reicht vom Absetzcontainer für
private Baustellen über Abrollcontainer
mit einem Fassungsvermögen von bis zu
40 m 3 bis hin zu Umleerbehältern an fixen
Standorten, die vor Ort mit einem Presswagen
entleert werden. Für das Handling
1 Von rechts: Günter Zehetmair (Leitung Abfallwirtschaft und Saugtechnik der Felbermayr Bau GmbH & Co KG) ist mit der Leistung des neuen
Cat MH3026 ebenso zufrieden, wie mit der Betreuung durch René Doppler (Verkauf, Niederlassung Linz, Zeppelin Österreich). 2 Auf Wunsch
von Maschinist Roland Pichler ist der Cat MH3026 mit Lenkrad und Joysticks ausgerüstet, die je nach Wunsch aktiviert werden können. 3 Auch
der Gewerbemüll in der Halle wird mit dem Cat MH3026 sortiert und wieder verladen. Die zahlreichen Assistenzsysteme, wie etwa die Hubund
Schwenkbegrenzung, sind hier eine wichtige Hilfe. 4+5 „Wir verfügen über rund 3.000 Container mit einem Fassungsvermögen von bis zu
40 m 3 für die Sammlung der verschiedenen Abfälle in Linz und im Großraum Oberösterreich“, erklärt Standortleiter Günter Zehetmair.
Rechts: Einer der beiden in Wels stationierten Vakuum-Saugbagger, die österreichweit zum Einsatz kommen.
der Abfallbehälter und Container verfügen
wir über modernste Einrichtungen und
Fahrzeuge. Weiters sind hier in Wels auch
zwei Vakuum-Saugbagger stationiert, die
österreichweit vor allem bei Sanierungsprojekten
zum Einsatz kommen und
beispielsweise die Beschüttungen von
Flachdächern absaugen.“
Jüngster Neuzugang im Fuhrpark ist der
neue Cat MH3026 Umschlagbagger. Er
ersetzt seit August 2025 ein älteres
Umschlaggerät, das aufgrund der
Betriebsstunden getauscht wurde. Die
Entscheidung über diese Investition wurde
in enger Abstimmung mit dem zentralen
Einkauf der Firmengruppe Felbermayr
getroffen. Der Cat MH3026 ist Teil eines
größeren Geräte-Pakets, das von der
Linzer Niederlassung der Firma Zeppelin
an die Firmengruppe Felbermayr übergeben
wurde. Beim Vergleich der verschiedenen
Anbieter sprach für den Cat MH3026
das gute Preis-Leistungsverhältnis und
die partnerschaftliche Zusammenarbeit
mit der Firma Zeppelin. Auch die verlässliche
Betreuung durch die Niederlassung
der Firma Zeppelin in St. Florian bei Linz
war ein wichtiges Argument. Im Gegensatz
zum Vorgängergerät bietet der neue
Cat MH3026 mehr Leistung und damit die
notwendigen Reserven für die geplanten
zusätzlichen Aufgaben, etwa im Bereich
der Sortierung.
Als Next Generation Gerät verfügt der
Cat MH3026 ab Werk über zahlreiche
Assistenzsysteme. Dazu zählt unter
anderem das serienmäßige 2D e-Fence zur
Begrenzung des Schwenkbereichs. Es ist
vor allem bei den Arbeiten in der Halle
eine wichtige Hilfe, wo die Bewegung des
Baggers auf die vom Fahrer eingestellten
Parameter beschränkt wird. Eine weitere
Sicherheitseinrichtung ist der vom Boden
zugängliche Ausschalter, der bei Aktivierung
die gesamte Kraftstoffzufuhr zum
Motor unterbricht und die Maschine
abschaltet. Weiters liefert Cat Payload die
Daten der Gewichtserfassung und
VisionLink sorgt für die Erfassung der
Maschinendaten.
Ausgerüstet ist der Cat MH3026 mit
einem 7,5 m langen Ausleger und einem
4,5 m langen Stiel. Mit dem hydraulischen
OilQuick Schnellwechsler OQ80 ist das
Gerät für den in Zukunft häufigeren
Anbaugerätewechsel gerüstet. Neben dem
derzeit eingesetzten Sortiergreifer der
Firma AAB Eisterer sollen verschiedene
weitere Greifer und möglicherweise auch
ein Magnet zum Einsatz kommen.
Standortleiter Günter Zehetmair:
„Unser neuer Cat MH3026 ist ein sehr
leistungsfähiges Gerät, das über ausreichende
Reserven verfügt. Die moderne
Technik begeistert unsere Maschinisten
und der niedrige Verbrauch sorgt für mehr
Effizienz. Genauso wichtig wie das
Umschlaggerät ist aber auch die professionelle
Betreuung durch das Team der
Firma Zeppelin. Allen voran mein direkter
Ansprechpartner René Doppler, der für
mich jederzeit erreichbar ist. Diese
Partnerschaft ist eine wichtige Basis,
damit wir für die vor uns liegenden
Aufgaben in der Abfallwirtschaft bestens
gerüstet sind.“
www.felbermayr.cc
www.zeppelin-cat.at
58 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 59
MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
Die an der Entwicklung
des Holzcontainers beteiligten
Konsortialpartner
bei der Überprüfung
des Containers
(von links): Fritz Starkl,
Susanne Hagenauer
(Wiener Lokalbahnen
Cargo), Martin
Werfring (Wiener
Lokalbahnen Cargo),
Peter Kraemer (Georg
Kraemer Fahrzeugbau
GmbH & Co. KG),
Sandra Stein
(Fraunhofer Austria)
und Christoph Gauss
(Steiermarkbahn).
FRAUNHOFER AUSTRIA
Weltneuheit aus Österreich: Erster intermodaler
Container für Rundholz und Holzprodukte
Der im Rahmen des FFG-Leitprojekts „PhysICAL“ unter der Leitung von
Fraunhofer Austria entwickelte Container kann mit Rundholz aber
beispielsweise auch mit Hackgut beladen werden.
H
olztransporte hatten bisher zwei
Aspekte mit Verbesserungspotenzial:
Zum einen konnten die Transporter mit
klassischen Rungenwagen ausschließlich
Rundholz aufladen. Zwangsläufig ergab
sich also eine Leerfahrt auf dem Rückweg,
bei der unnötig CO2 und andere Treibhausgase
ausgestoßen wurde. Zum
anderen war das Umladen der Baumstämme
auf die Bahn zeitaufwendig,
sodass meist der klimaschädlichere,
direkte Lkw-Transport bevorzugt wurde.
Das Konsortium des FFG-Leitprojekts
PhysICAL hat unter der Leitung von
Fraunhofer Austria jetzt beide Herausforderungen
mit einem Schlag gemeistert: Es
wurde ein multipurpose Container
entwickelt und getestet, der nicht nur mit
Rundholz, sondern auch mit anderen
Holzprodukten wie Hackgut beladen
werden und der in Minutenschnelle vom
Lkw auf die Bahn umgeladen werden
kann. So macht der innovative Container
den Bahntransport auch auf kurzen
Strecken attraktiver, vermeidet Lkw-Leerfahrten
und ermöglicht einen umweltfreundlichen,
intermodalen Holztransport.
Beim Umschlagen von Rundholz vom
Lkw auf die Bahn mussten bisher einzelne
Baumstämme mit dem Ladekran aufgehoben
und umgeladen werden. Holztransport
per Bahn galt daher auf kurzen und
mittleren Strecken als nicht lohnend.
Sandra Stein, Leiterin des Projekts
PhysICAL erklärt: „Uns war schnell klar,
dass wir den Verladeprozess beschleunigen
wollen, um umweltfreundliche Holztransporte
mit der Bahn auch für kurze
Strecken attraktiv zu machen. Wir haben
einen multipurpose Container entwickelt,
der innerhalb weniger Minuten und ohne
zusätzliches Gerät direkt vom Lkw auf die
Bahn umgeladen werden kann.“ Tatsächlich
galten bisher etwa 300 km als die
Strecke, ab welcher sich das Umladen auf
die Bahn lohnt. Durch die Paarigkeit
macht der intermodale Betrieb bereits auf
Strecken ab 140 km wirtschaftlich Sinn.
Möglich macht dies die Bauweise als
sogenannter ACTS-Container. ACTS steht
für Abrollcontainer-Transportsystem.
Diese Technologie, die man unter anderem
von Baustellen oder auch von Müllcontainern
kennt, kommt beim Verladen ohne
zusätzliches Gerät aus. Stattdessen
befindet sich an der kurzen Seite des
Containers eine Öse, die mit dem Greifarm
des passenden Lkw gefasst werden kann.
Rollen an der Unterseite des Containers
sorgen dafür, dass dieser mithilfe des
Lkw-Greifarms einfach schräg auf den
Boden – oder auf den bereitstehenden
Güterwaggon der Bahn – abgerollt werden
kann. Auf- und zuklappbare Türsysteme
ermöglichen die schnelle Be- und Entladung
von Rundholz und die Zuladung von
anderen Holzprodukten.
Die innovative Entwicklung war nur
durch enge Zusammenarbeit innerhalb
des Forschungskonsortiums möglich.
Insbesondere waren die Steiermarkbahn
und Bus GmbH und die Wiener Lokalbahnen
Cargo GmbH beteiligt. Konzeptioniert
und entwickelt wurde der Container von
Logistikforscherinnen und -forschern bei
Fraunhofer Austria gemeinsam mit der
Firma Georg Kraemer Fahrzeugbau, die
mit ihrer Erfahrung die konstruktive
Gesamtverantwortung hatte und den Bau
umsetzte.
Martin Werfring, Business Development
bei der Wiener Lokalbahnen Cargo
GmbH sagt: „Die unternehmensübergreifende
Zusammenarbeit im Projekt
PhysICAL hat gezeigt, dass verschiedenste
Ansichten einer Thematik am Ende zu
einem mehr als zufriedenstellenden
Ergebnis führen können. Besonders die
Entwicklung des noch nie dagewesenen
hybriden Holzcontainers, der auch noch
multimodal eingesetzt werden kann, hebt
den paarigen Verkehr im Hinblick auf das
Einsparungspotenzial von CO2 auf ein
neues Level.“
www.fraunhofer.at
https://physical-project.at
Foto: Fraunhofer Austria
ÖBB
Terminal Wels auf dem Weg zur
modernen Logistikdrehscheibe
Bis 2027 investieren die ÖBB gemeinsam mit der
Europäischen Union rund 68 Mio. Euro in den
umfassenden Ausbau des Terminals Wels.
M
it seiner Lage an der Weststrecke,
Teil des Rhein-Donau-Korridors, und
der direkten Autobahnanbindung liegt der
Terminal an einem der strategisch
wichtigsten Verkehrsknotenpunkte
Europas. Als weiterer Meilenstein auf dem
Weg zur hochmodernen Drehscheibe im
Güterverkehr wurde im Terminal Wels am
14. November 2025 das neue Verwaltungsund
In-Gate-Gebäude feierlich eröffnet. Es
ist bereits in Betrieb und steht exemplarisch
für ökologisch verantwortungsvolles
Bauen.
Das Gesamtprojekt sieht vor, den Terminal
Wels zu einem Durchfahr-Terminal umzubauen.
Die Verlängerung der Ladegleise
und Kranbahn sowie die
direkte Anbindung an die
Weststrecke ermöglichen
künftig den beidseitigen
Zugang für Güterzüge.
Damit entfallen aufwendige
Verschubvorgänge,
was mehr Umschlag in
kürzerer Zeit erlaubt. Die
modernisierte Infrastruktur sorgt für
effizientere Abläufe, kürzere Standzeiten
und eine verbesserte Auslastung der Kapazitäten.
Neben der baulichen Modernisierung
steht die Digitalisierung der Prozesse im
Mittelpunkt. Systeme wie Video-Gate-Technologien
und automatisierte Eingangs- und
Foto: ÖBB/Scheiblecker
Eröffnung des neuen Terminalgebäudes (von links): Andreas
Rabl (BGM Wels), Johann Pluy (Vorstand ÖBB-Infrastruktur),
Günther Steinkellner (Infrastrukturlandesrat), Judith Engel
(Vorständin ÖBB-Infrastruktur), Peter Hanke (Infrastrukturminister),
Christian Mader (LAbg, i.V. LH Stelzer),
Michael Seemayer (Abgeordneter zum NR).
Ausgangsprozesse sorgen für transparente,
sichere und effiziente Abläufe. Bis 2027
entsteht in Wels ein hochmoderner Terminal,
der ökologische Bauweise, effiziente
Logistikprozesse und digitale Technologien
vereint.
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Unser Mietprogramm:
60 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 61
MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
In der Zentrale der Firma Schaufler in Ybbs an der Donau beschickt die Liebherr Elektroumschlagmaschine LH 26 M Elektro Industry in der
Verbundstoffaufbereitung mit kurzen Fahrwegen zwei Aufbereitungsanlagen. Für einen temporären, netzunabhängigen Betrieb ist der
Liebherr LH 26 M Industry E mit einem batteriebetriebenen Mobility Kit ausgestattet.
LIEBHERR
Mit einem Liebherr LH 26 M Industry E setzt
die Firma Schaufler weiter auf Nachhaltigkeit
Als Spezialist für das Trennen, Aufbereiten und Verwerten von Eisen- und Metallschrott ist
die Firma Schaufler in Österreich an vier Standorten tätig. Unter den modernen Aufbereitungsanlagen
der Zentrale in Ybbs an der Donau sticht seit einem Jahr ein besonderes
Highlight hervor: der Liebherr-Elektroumschlagbagger LH 26 M Industry E, mit dem das
Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität setzt.
D
ie Firma Schaufler ist ein privates,
österreichisches Unternehmen, das
1948 von Alois Schaufler in Ybbs als
Schrotthandelsunternehmen gegründet
wurde. 1969 erwirbt Gewerke Johann
Pengg, Eigentümer der Pengg-Stahlgruppe,
das Unternehmen. Heute engagieren
sich rund 120 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter an den Standorten Ybbs an
der Donau, St. Barbara im steirischen
Mürztal, Wien Strebersdorf und Itter in
Tirol für umweltverträgliche und wirtschaftlich
sinnvolle Recyclinglösungen
– unterstützt von modernsten Anlagen,
Arbeitsverfahren und Logistiklösungen.
Geleitet wird die Firma Schaufler GmbH
von Geschäftsführer DI Dr. Paul Losbichler
und DI Anna Losbichler.
Die Schwerpunkte im Leistungsspektrum
bilden die Bereiche Stahl- und Metallrecycling,
Abfallwirtschaft, Industriedemontage
und die Containermontage. Ein
weiterer Schwerpunkt ist der Eisenfachmarkt
in der Zentrale in Ybbs, wo zurzeit
zwei Lehrlinge in der Werkstatt und im
Eisenfachmarkt ausgebildet werden. Für
die Zukunft ist geplant, zwei weitere
Lehrlinge als Fachkraft für Recycling bzw.
als Lkw-Fahrer auszubilden.
In Ybbs wird das Altmetall mit Lkw
grob vorsortiert angeliefert, nachbearbeitet,
mit einer 1.000 t Schrottschere
geschnitten, in die einzelnen Komponenten
getrennt und in der Regel unmittelbar
danach mit einem der 12 Liebherr
Materialumschlagbagger auf die Waggons
für den Weitertransport verladen. Seit
2010 betreibt die Firma Schaufler einen
sortenreinen Fuhrpark, bei dem an den
verschiedenen Standorten 16 Liebherr
Materialumschlagbagger der Typen LH 22
bis LH 50 mit Liebherr Schalengreifer und
zwei Liebherr Radlader – einer in Ybbs
und einer in der Steiermark – die Sortier-,
Transport- und Verladetätigkeiten sowie
die Beschickung der Anlagen übernehmen.
Über das klassische Altmetall-Recycling
hinaus werden in Ybbs auch Tunnelbohrmaschinen
und Kraftwerksturbinen der
weiteren Verwertung zugeführt.
Geschäftsführer DI Dr. Paul Losbichler
über die Investition in den Liebherr LH 26
M Industry E: „Die Themen Nachhaltigkeit
und Klimaneutralität sind für uns
ganz zentrale Anliegen. In diesem Sinne
hatten wir schon längere Zeit den Einsatz
einer Elektro-Umschlagmaschine geplant.
Allerdings mussten wir für ein derartiges
Gerät erst ein passendes Einsatzprofil
schaffen. Vor fünf Jahren haben wir in
unsere Verbundstoffaufbereitung
in vestiert, mit der wir unter anderem
Elektroschrott, Fensterprofile oder
Alu-Kupfer-Kühler verwerten. Hier bietet
sich das ideale Umfeld für den Einsatz
eines Elektro-Baggers, denn er muss nur
kurze Wege zurücklegen, um einen
Einwellen- und einen Zweiwellen-Zerkleinerer
zu beschicken. 2024 haben wir uns
dazu entschlossen, für diese Arbeiten den
Liebherr-Elektroumschlagbagger LH 26 M
Industry E einzusetzen. Dies ist für uns
ein wichtiger Schritt im Sinne der Nachhaltigkeit
und bringt uns auch ganz
konkrete Vorteile. Einerseits entfällt damit
die Servicierung der Antriebskomponenten
eines Diesel-Geräts und andererseits
wirken wir durch die eigene 1 MW
PV-Anlage den mit Sicherheit weiter
steigenden Energiepreisen entgegen.“
Herbert Kreillechner, zuständiger
Betreuer der Firma Liebherr, ergänzt:
„Das Herzstück der kabelgebundenen
Liebherr-Elektroumschlagmaschine LH 26
M Industry E ist ein 90 kW Elektromotor
von Liebherr, welcher kraftvolle und
dynamische Arbeitsbewegungen bei
gleichzeitig niedrigen Wartungskosten
Starke Partner im Sinne der Nachhaltigkeit (von rechts): Die Geschäftsführer DI Dr. Paul
Losbichler und DI Anna Losbichler (Firma Schaufler) sind von den Qualitäten des Liebherr
LH 26 M Industry E ebenso überzeugt, wie von der Betreuung durch Herbert Kreillechner
und den Service-Teams der Firma Liebherr. In der Kabine Maschinist Ulrich Winkler.
Die Recyclinglösungen
der
Firma Schaufler
in der Zentrale
in Ybbs an der
Donau werden
unterstützt
durch modernste
Anlagen, Arbeitsverfahren
und
Logistiklösungen.
sowie geringen Geräuschemissionen
gewährleistet. Die Kabelzuführung ist
über ein Kabel-Wickelsystem gegeben,
welches ein sicheres Verfahren der
Maschine in einem Arbeitsradius von 40 m
ermöglicht. Für einen temporären,
netzunabhängigen Betrieb ist die
Umschlagmaschine mit einem batteriebetriebenen
Mobility Kit ausgestattet. Das
Mobility Kit ermöglicht netzunabhängiges,
emissionsfreies Verfahren von bis zu
30 min. oder kurzfristiges, geschwindigkeitsreduziertes
Arbeiten.“
Darüber hinaus umfasst das Antriebskonzept
einen zusätzlichen Elektromotor
für Nebenverbraucher, der eine bewusste
Energieverteilung sowie maximale
Energieeffizienz gewährleistet. Die
fortschrittliche Frequenzumrichtertechnik
ermöglicht nicht nur die individuelle
Anpassung der Motor-Drehzahl an den
jeweiligen Einsatz der Maschine, sondern
auch eine erhebliche Kostenreduzierung
im Betrieb. Dies liegt an der Vermeidung
von Einschaltstromspitzen dank sanften
Anlaufs beim Starten sowie der damit
verbundenen Schonung von hydraulischen
Antriebskomponenten.
Weiters verfügt der Liebherr LH 26 M
Industry E über eine hydraulisch stufenlos
höhenverstellbare Fahrerkabine und einen
reversierbaren Lüfter. Die separate
Position des Klimakondensators maximiert
den Luftstrom in der Kühler- und
Lüftereinheit und garantiert somit auch
unter extremer Staubbelastung hohe
Zuverlässigkeit. Das Laufwerk ist mit
geschweißten Flachbodenplatten ausgerüstet.
Im Zuge der Übergabe wurden drei
Maschinisten auf den Liebherr LH 26 M
Industry E eingeschult.
Geschäftsführer DI Dr. Losbichler über
die Zusammenarbeit mit der Firma
Liebherr: „Unabhängig von der Gerätetechnik
ist für uns natürlich auch die
Service-Betreuung ein entscheidender
Punkt. In diesem Bereich ist die Firma
Liebherr wirklich sehr gut aufgestellt. Die
Service-Teams sind nicht nur kompetent,
sondern auch sehr flexibel. Aktuell sind
wir dabei, die Funktionen des MyLiebherr
Kundenportals stärker zu nutzen. Unser
Ziel sind weitere Optimierungen, etwa in
der proaktiven Wartungsplanung, in der
Erfassung der Leerlaufzeiten oder in der
Verbrauchsauswertung. Für uns ist die
Partnerschaft mit der Firma Liebherr eine
wichtige Basis, um nicht nur die
gewünschte Nachhaltigkeit voranzutreiben,
sondern auch für die Zukunft einen
effizienten und wirtschaftlichen Betrieb
sicherzustellen.“.
www.liebherr.com
www.schaufler-metalle.at
62 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 63
MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
Foto: Armin Russold
STEIERMARK
Startschuss für das Terminal Peggau
Alpacem, InterCal und Innofreight treiben in Peggau die Errichtung eines intermodalen
Terminals voran. Am 21. November erfolgte der Startschuss für die erste Etappe, um das
vorhandene Industrieareal neu zu entwickeln.
D
64 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
ie Geschichte des heutigen Werks von
Alpacem und InterCal in Peggau
reicht bis ins Jahr 1893 zurück. Ab sofort
wird dort an der Zukunft gebaut: Die
beiden Unternehmen setzen hier zusammen
mit Innofreight das Gesamtprojekt
Terminal Peggau um. Gemeinsam verfolgen
die drei Unternehmen das Ziel, den
Standort – und damit die hier ansässigen
Arbeitsplätze – mit einem multifunktionalen
Terminal abzusichern und weiterzuentwickeln.
Ein bereits bestehendes und derzeit
nicht genutztes Betriebsareal in der Größe
von 2,7 ha wird zu einer leistungsstarken
Logistikdrehscheibe für den Schienengüterverkehr
umgebaut. „Wir freuen uns, mit
Innofreight einen kompetenten Partner im
Schienengüterverkehr gefunden zu haben,
mit dem wir gemeinsam unseren Standort
Peggau weiterentwickeln. Mit dem
Terminal Peggau schaffen wir die Basis,
unsere Logistik nachhaltiger, effizienter
und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Die neue Infrastruktur wird es uns
ermöglichen, noch mehr Güter auf die
Schiene zu bringen, CO2-arme Transportlösungen
auszubauen und den Standort
langfristig zu stärken“, betont Lutz Weber,
Geschäftsführer von Alpacem und
InterCal.
Den Auftakt macht Anfang des kommenden
Jahres der Abbruch der bestehenden
Gebäude, um Platz für den zu errichtenden
Terminal zu schaffen. Die Voraussetzungen
könnten kaum besser sein: Der
Gleisanschluss entlang der Südbahnstrecke,
die im Norden vorhandene Anbindung
an die S35, reichlich Lagerplatz und die
Weiterentwicklung stillgelegter Flächen
verleihen diesem Areal großes Potenzial.
„Wir verfolgen hier die Idee einer Gesamtlösung
für Alpacem und InterCal, um mehrere
Standorte miteinander zu vernetzen.
Innerhalb kurzer Zeit haben zwei Familienunternehmen
zusammengefunden, um
dieses Projekt zu realisieren. Wir passen
wirklich gut zusammen und können hier
außerdem einen Mehrwert für die gesamte
Region und weitere Unternehmen bieten“,
sagte Innofreight-Eigentümer Peter
Wanek-Pusset.
Von der Entwicklung dieses Areals
profitieren Alpacem und InterCal gleichermaßen.
InterCal kann seinen Aktionsradius
mit dem geplanten Bahnterminal
erweitern und künftig auch vermehrt
Rohstoffe per Bahn anliefern lassen. Schon
seit dem Frühjahr 2025 arbeiten InterCal
und Innofreight eng zusammen, um
Branntkalk mithilfe des MonTainer XXLL
WSF von Peggau ins slowakische Košice
zu transportieren. Die ersten Meter legt
das InterCal-Produkt am Werksgelände
mittels Lkw zurück, bevor es intermodal
auf die Schiene verladen wird. Alpacem
wird den Terminal nutzen, um die bereits
etablierte Bahn-Rohstofflogistik noch
effizienter abzuwickeln. Der Standort
schafft zudem neue Möglichkeiten, die
Mengenströme zwischen den Alpacem-
Standorten weiter zu optimieren, aber
auch CO2-arme Logistiklösungen in
Richtung Kunden zu etablieren.
Vom Terminal Peggau wird der gesamte
obersteirische Wirtschaftsraum ebenso
profitieren wie benachbarte Unternehmen
im Norden von Graz, die für zusätzliches
Wachstum ebenfalls eine Anbindung ans
Schienennetz benötigen und in Peggau die
notwendige Infrastruktur vorfinden
werden. Um in den kommenden Jahren
immer mehr Verkehre und Güter intermodal
von der Straße auf die Schiene zu
verlagern, wird der Terminal in den
darauffolgenden Jahren Schritt für Schritt
weiterentwickelt. Die Koralmbahn erweist
sich dahingehend als entscheidender
Faktor: Die Technologie aus dem Hause
Innofreight wird etlichen Unternehmen
dabei helfen, Zugang zum Schienennetz zu
erhalten und aus dem milliardenschweren
Ausbau dieser Strecke einen unmittelbaren
Nutzen zu ziehen.
www.alpacem.com | www.intercal.at
www.innofreight.com
Informierten über das
Projekt (von links):
Vizebürgermeister
Franz Mandl, LAbg.
Johannes Wieser, Peter
Wanek-Pusset (Eigentümer
Innofreight),
Bgm. Christoph
Pirstinger, LH Mario
Kunasek, Landesrätin
Claudia Holzer, LAbg.
Patrick Derler, Lutz
Weber (GF Alpacem &
InterCal) und Peter
Ramskogler (GF
Alpacem).
Foto: Katharina Schiffl für ÖGUT
Von links: Monika Auer (ÖGUT-Generalsekretärin), Hubert Grün-Lutterotti (AIT Austrian
Institute of Technology), Gerald Prantl (LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen),
Kathrin Renz (BMIMI) und Andrea Reithmayer (ÖGUT-Präsidentin).
ÖGUT-UMWELTPREIS
Nachhaltige Metallverarbeitung
Das vom LKR Leichtmetallkompetenzzentrum
Ranshofen geleitete EU-Projekt RecAL wurde mit
dem ÖGUT-Umweltpreis 2025 ausgezeichnet.
D
amit würdigt die Österreichische
Gesellschaft für Umwelt und
Technik (ÖGUT) ein Projekt, das mit
bahnbrechenden technologischen
Ansätzen und digitaler Vernetzung einen
zentralen Beitrag zur nachhaltigen
Transformation der europäischen
Aluminiumindustrie leistet. Statt auf
Primärmaterial zu setzen, entwickelt das
Projekt RecAL (Recycling technologies
for circular ALuminium) neue Wege,
Aluminium effizient zu recyceln und über
eine digitale Plattform europaweit zu
vernetzen.
Das Projekt adressiert eine der
größten Herausforderungen der Aluminiumindustrie:
die Trennung und Wiederverwertung
komplexer Legierungen.
RecAL entwickelt Lösungen, die eine
höhere Toleranz für Recycling-Material
im Legierungsdesign ermöglichen und
zugleich die Materialeigenschaften
bewahren. Ergänzt wird dieser Ansatz
durch den Aufbau eines digitalen „RecAL
Hub“, einer Plattform, die Recyclatströme,
innovative Recyclingtechnologien,
sowie Produzenten und Abnehmer
intelligent verknüpft – ein entscheidender
Schritt, um den linearen Materialfluss
zu einem geschlossenen Kreislauf
weiterzuentwickeln.
Unter der Leitung des LKR Leichtmetallkompetenzzentrums
Ranshofen, einer
100-prozentigen Tochtergesellschaft des
AIT, werden im Rahmen von RecAL 14
technologische Lösungen bis zum Technologiereifegrad
6 (TRL6) entwickelt und
getestet. Neben der Materialforschung
stehen Robotik, Sensorik und digitale
Zwillinge im Mittelpunkt, um Aluminiumströme
über ihren gesamten Lebenszyklus
hinweg transparent und effizient
zu steuern. Das im Rahmen von Horizon
Europe geförderte Projekt vereint 19
Partnerorganisationen aus neun europäischen
Ländern – von Forschungseinrichtungen
über Technologieanbieter bis hin
zu industriellen Anwendern. Durch die
enge Zusammenarbeit von Partnern aus
Forschung und Industrie entsteht ein
europaweites Innovationsökosystem, das
Energie-, Ressourcen- und Datenkreisläufe
miteinander verbindet. Das
AIT-Projekt RecAL wurde im Rahmen
einer feierlichen Gala am 18. November
2025 mit dem ÖGUT-Umweltpreis 2025
ausgezeichnet.
www.ait.ac.at |www.oegut.at
Österreichischer
Baumaschinenverband
KOMPETENZ DURCH
FOKUSSIERTE INFORMATION
Nr. 0124850
11
12
1
10
31
30 25
2
9
29 26
3
8 28 27 4
7
6
5
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MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
Das Betriebsgelände der Störchle GmbH in Judenau. Im Hintergrund der neue Fuchs MHL340F MZS mit einer
Sonderlackierung in Firmenfarbe. In der Mitte der MHL350, der die Schrottschere beschickt. Rechts der erste
MHL340, der sich bereits seit über 10 Jahren bei den verschiedenen Arbeiten bewährt.
KIESEL
Störchle in Judenau wächst: Neuer MHL340F MZS
ist bereits die dritte Fuchs Umschlagmaschine
Die Störchle GmbH ist ein niederösterreichischer Familienbetrieb mit mehr als 70 Jahren
Erfahrung im Recycling und dem Handel von Altmetallen. Da die Auslastung im Betrieb in
Judenau kontinuierlich wächst, wurde der Fuhrpark mit einem neuen MHL340F MZS
Umschlagbagger verstärkt. Es ist die dritte Fuchs Umschlagmaschine in rund 10 Jahren.
Von links: Geschäftsführer Maximilian
Störchle, Franz Nagl (Verkauf, Kiesel
Austria) und Geschäftsführer Simon
Störchle vor dem neuen
Fuchs MHL340F MZS.
D
er Urgroßvater der heutigen
Geschäftsführer Simon und Maximilian
Störchle hat die Störchle GmbH 1954
gegründet. Der Großteil der Altmetalle
wurde damals noch per Hand aufbereitet
und verladen. Über 70 Jahre später ist der
Sekundärrohstoffhändler in Judenau eine
wichtige Anlaufstelle für Eisenschrott und
Buntmetalle aus Wien und weiten Teilen
Niederösterreichs.
Seit 2023 leiten Simon Störchle und
sein Cousin Maximilian Störchle das
Unternehmen, das rund 20 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beschäftigt. Vor 15
Jahren begannen die beiden Jungunternehmer
neben dem Studium im Familienbetrieb
mitzuarbeiten, der damals noch in
Neulengbach beheimatet war. 2014
entschieden sie sich, den Betrieb weiterzuführen,
zu investieren und einen neuen
Standort mit Wachstumspotenzial zu
suchen. Fündig wurden sie in Judenau bei
Tulln, wo das neue Betriebsgelände nicht
nur über eine sehr gute verkehrstechnische
Lage verfügt, sondern auch die
Möglichkeit eröffnete, einen Gleisanschluss
an die bestehende alte Bahnstrecke
herzustellen.
Simon Störchle: „Unser Urgroßvater
wäre glücklich über den Betrieb, wie er
heute aufgestellt ist. Rückblickend auf die
letzten 30 Jahre hat sich die Firma beständig
entwickelt. Dafür gebührt vor allem
unseren Vätern Alfred und Rainer großer
Respekt, die in den 1980er Jahren in den
Betrieb eingestiegen sind und ihn erfolgreich
weiterentwickelt haben.“
Ausgelegt sind die Aufbereitungsanlagen
in Judenau in erster Linie für die
Verwertung von Eisenschrott. Das
Material, das aus Industrie, Gewerbe,
Kommunen und von privaten Haushalten
stammt, wird vor der Übergabe mit
modernster Technik kontrolliert, gewogen
und sortiert. Entsprechend den Vorgaben
der Abnehmer in den verschiedenen
europäischen Ländern wird das Altmetall
mit einer 850 t Schrottschere auf die
gewünschte Stückgröße geschnitten, bevor
es auf die Waggons oder Lkw verladen
wird. Während die Anlieferung in erster
Linie durch eigene Lkw und Privatpersonen
erfolgt, werden die aufbereiteten
Altmetalle überwiegend über den Gleisanschluss
zu den Abnehmern transportiert.
So werden der Industrie jährlich über
20.000 t Metallabfälle im Sinne der
Kreislaufwirtschaft zur Verfügung gestellt.
Neben Eisenschrott und Buntmetallen
können die Kunden in Judenau auch
andere Altstoffe wie etwa Altreifen,
Bauschutt, Gewerbemüll, Kartonagen und
ähnliches abgeben. Dazu bietet die Firma
Störchle auch einen Container und
Muldenverleih für Baustellen an. Diese
Stoffströme werden bei entsprechender
Menge zu anderen Aufbereitungsbetrieben
transportiert. Ein stark wachsendes
Standbein ist der Bereich der Industrie-
Demontagen. Mit einem eigenen Team ist
das Unternehmen in diesem Bereich von
der Planung über die fachgerechte
Demontage bis hin zur kostengünstigen
und umweltgerechten Entsorgung ein
kompetenter Ansprechpartner.
Im Zuge der Übersiedelung nach
Judenau vor über 10 Jahren investierte
die Firma Störchle in den ersten Fuchs
MHL340 Umschlagbagger, der sich nach
wie vor in der Sortiertätigkeit und der
Waggon-Verladung bewährt. 2017 folgte
ein MHL350, der mit größerer Hubkraft
und einer Reichweite von 16 m nicht nur
für die Beschickung der Schrottschere
eingesetzt wird, sondern teilweise auch für
die Waggonverladung. Diese beiden Fuchs
Geräte sind so wie der neue MHL340F
MZS mit einer Intermercato Baggerwaage
aus dem Vertriebsprogramm der Firma
Kiesel ausgerüstet. Diese sorgt bei der
Lkw-Beladung für eine enorme Zeitersparnis
und unterstützt die Maschinisten beim
Erreichen der Mindestauslastung der
Waggons.
2024 zeigte sich, dass der Fuhrpark aus
mehreren Gründen durch einen dritten
Umschlagbagger erweitert werden musste.
Ausschlaggebend waren dafür nicht nur
die steigenden Mengen an Altmetall,
sondern auch die große Nachfrage im
Bereich der Industriedemontagen. Vor
allem dieser Einsatzbereich machte den
Fuchs MHL340F MZS Umschlagbagger
zur ersten Wahl, da er mit seinen Abmessungen
nicht nur sehr transportfreundlich
ist, sondern sich auch für die Arbeiten in
engen Hallen sehr gut eignet.
Maximilian Störchle: „Bei der Auswahl
des richtigen Umschlagbaggers war für
uns ein kompetenter Vertriebspartner
ebenso wichtig, wie ein verlässliches Gerät
und ein leistungsfähiger Service. Aufgrund
der sehr guten Erfahrungen mit dem
Team der Firma Kiesel und den Geräten
der Marke Fuchs haben wir uns daher für
den Fuchs MHL340F MZS entschieden.“
Franz Nagl, zuständiger Betreuer der
Firma Kiesel Austria, ergänzt: „Im
Hinblick auf das breit gefächerte Einsatzprofil
des neuen Fuchs MHL340F MZS
wurde mein Vorschlag aufgegriffen, den
Umschlagbagger mit einem OilQuick
Schnellwechselsystem auszurüsten. Damit
Durch das OilQuick Schnellwechselsystem
kann der neue Fuchs MHL340F MZS rasch
zwischen dem Demarec Sortiergreifer aus
dem Vertrieb der Firma Kiesel und dem VTN-
Trommelsieb für die Reinigung von
verunreinigtem Eisenschrott wechseln.
Über ein eigens entwickeltes digitales
System stehen zu der von den Kunden
abgegebenen Materialmenge alle relevanten
Daten inklusive Fotos in Echtzeit für die
Abrechnung zur Verfügung.
kann im Recycling-Betrieb und bei den
Industriedemontagen rasch zwischen den
Anbaugeräten gewechselt werden. Dazu
zählen nicht nur die Polyp- und Sortiergreifer,
sondern auch das VTN-Trommelsieb
der Firma Winkelbauer, mit dem
verunreinigter Eisenschrott sehr wirksam
– entsprechend der Anforderungen der
Stahlwerke – gereinigt werden kann. Und
bei den Industriemontagen kann mit dem
OilQuick Schnellwechselsystem ebenso
rasch zwischen Sortiergreifer und Schrottschere
gewechselt werden.“
Simon Störchle über die Zusammenarbeit
mit der Firma Kiesel: „Mit den
Umschlaggeräten der Firma Fuchs
verbinden uns bereits über viele Jahre
sehr gute Erfahrungen. Genauso wichtig
ist für uns aber die ausgezeichnete
Betreuung durch das Team der Firma
Kiesel. Franz Nagl steht uns bei jedem
Problem hilfreich zur Seite und seine
kompetente Beratung beim Trommelsieb
oder beim Schnellwechselsystem war für
uns sehr wertvoll. Mit dem neuen System
können wir auf Baustellen deutlich
flexibler und schneller agieren. Das zeigen
wir auch in einem Zeitraffervideo auf
unserem Instagram-Kanal, auf dem zu
sehen ist, wie wir damit ein Boot für die
weitere Verwertung zerlegen. Wir haben
für unser Unternehmen noch weitere
Wachstumspläne und wir werden dabei
auch in Zukunft auf die Partnerschaft mit
der Firma Kiesel vertrauen.“
www.kiesel.net | www.stoerchle.at
66 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 67
MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
IBS
Minelli E-Serie: Elektropower für den Materialumschlag
Minelli präsentierte Anfang November 2025 auf der Ecomondo, der internationalen
Fachmesse für Recycling, Energie und nachhaltige Entwicklung in Rimini, mit
dem M20E das zweite Modell aus der Elektroreihe.
D
68 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
Mitte des vorigen Jahrhunderts gründeten die Minelli-Brüder das Unternehmen. Aktuell wurde die
Minelli-E Serie erweitert. Der M15E (Bild) wurde vor kurzem durch den M20E ergänzt. Die Synergie zwischen
dem LSSC-Hydrauliksystem und dem intelligenten Lademanagement system ermöglicht je nach Art der
Nutzung maximale Energieeinsparungen und garantiert eine beträchtliche Nutzungszeit.
Die neue MinCab 6.0. bietet mit Panorama-
Sicherheitsverglasung ein größeres Sichtfeld,
einen Multifunktions-Touchscreen
mit adaptiver Menü-Führung sowie
ergonomische Joysticks mit rückmeldenden
Tastenfunktionen.
er M20 Elektro ist eine Weiterentwicklung
mit der es möglich ist, einen vollen
Arbeitstag ohne Aufladen zu arbeiten. Die
E-Serie basiert auf einem leistungsstarken
Elektromotor, der in Kombination mit
einem neu konzipierten Energiemanagement
für konstant hohe Leistungsabgaben
sorgt. Je nach Modell stehen zwei Varianten
zur Verfügung: batterie-elektrisch für
maximale Flexibilität auf dem Betriebsgelände
und kabelgebunden für Daueranwendungen
im stationären Umschlag. Das
Ergebnis ist ein praktisch wartungsfreier
Betrieb, die sofortige Leistungsentfaltung
und keinerlei lokale Emissionen.
Für die batterieelektrischen Modelle
setzt Minelli auf robuste und extrem
schnellladefähige LTO-Batterien. Sie
zeichnen sich aus durch Schnellladezeiten
unter 45 min., eine Lebensdauer von über
15.000 Ladezyklen und eine temperaturresistente
Zelltechnologie für den intensiven
Dauereinsatz. Eine zentrale Innovation
der E-Serie ist die rekonstruktive Hydraulikeinheit.
Durch sie erfolgt die Rückgewinnung
der Absenkenergie des Auslegers
und die Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs
um bis zu 18%. Entkoppelte
Pumpeneinheiten sorgen für einen nahezu
geräuschlosen Betrieb.
Ein weiteres Highlight der E-Serie ist
ein spezielles Kabinenpaket, die neue
MinCab 6.0. Das „SkyLift“-Kabinenhubsystem
und die Panorama-Sicherheitsverglasung
sorgen für ein optimiertes und um
15% größeres Sichtfeld – bei einer gleichzeitigen
Geräuschpegelreduktion um bis
zu 7 dB. Die neue MinCab 6.0 bietet neue
Bedienelemente für elektrifizierte Zusatzfunktionen
bzw. einen Multifunktions-
Touchscreen mit adaptiver Menü-Führung
sowie ergonomische Joysticks mit rückmeldenden
Tastenfunktionen.
Für einen sicheren Betrieb sorgen das
360°-Kamera- und Radarsystem mit
KI-gestütztem Personenerkennungsmodul.
Dank des elektrischen Betriebs lassen sich
die Betriebskosten um bis zu 40% reduzieren,
Emissionen vollständig vermeiden,
die Wartungsintervalle verlängern und
Schichtlängen durch Schnellladeoptionen
flexibel gestalten.
Ob Diesel-, Hybrid- oder Elektromodell
– alle neuen Maschinen sind serienmäßig
mit der digitalen Plattform MinelliConnect
ausgestattet. Sie bietet ein Echtzeit-
Monitoring von Energieverbrauch,
Hydraulikdaten und Batteriestatus.
Weiters unterstützt sie das Flottenmanagement
durch eine Einsatzanalyse.
MinelliConnect ist aber auch eine wichtige
Hilfe für die Wartungs- und Serviceplanung
durch eine automatisierte Diagnose.
Gerade bei der E-Serie ermöglicht Minelli
Connect eine präzise Visualisierung des
Energieflusses und der Batterieladung,
was den Betreibern ein besonders effizientes
Energiemanagement erlaubt. Durch
die Integration offener Schnittstellen kann
MinelliConnect problemlos in bestehende
Betriebs- und ERP-Systeme eingebunden
werden.
Neben der Effizienzsteigerung setzt
Minelli auf neue Werkstofftechnologien.
Dazu zählen verstärkte Ausleger aus hochfesten
Leichtbau-Stählen zur Reduktion
des Maschinengewichts und recyclingfreundliche
Komponenten mit klaren
Trennungs- und Wiederverwertungskonzepten.
Wichtige Komponenten sind auch
optimierte Kühlkonzepte, die den Gesamtenergiebedarf
senken. Damit positioniert
sich das Unternehmen als Vorreiter im
nachhaltigen Maschinenbau – ein strategischer
Schritt angesichts steigender
ökologischer Anforderungen in der
europäischen Industrie. Generalimporteur
von Minelli für Österreich ist die IBS
Industrie- u. Baumaschinen Service
GmbH in Ardagger Stift.
www.officineminelli.it/de | www.ibs-maschinen.eu
RESTMÜLLANALYSE NÖ 2025
NÖ Umweltverbände starten die Kampagne „Tatort Tonne“
Wertvolle Rohstoffe und tonnenweise Lebensmittel landen irrtümlich im Restmüll. Die Kampagne
„Tatort Tonne“ startet als erste Gegenmaßnahme.
T
rotz großer Fortschritte in der getrennten
Sammlung landen in Niederösterreichs
Restmüll weiterhin wertvolle
Materialien, gefährliche Batterien und
große Mengen genießbarer Lebensmittel.
Die aktuelle Restmüllanalyse 2025,
durchgeführt im Auftrag des Landes
Niederösterreich, zeigt deutlich: Pro Person
fallen jährlich rund 136 kg Restmüll an.
Ein erheblicher Teil davon wäre vermeidbar
oder könnte durch richtige Trennung
wiederverwertet werden. Im Restmüll
finden sich nach wie vor zahlreiche
Wertstoffe wie Kunststoff, Papier, Glas,
Metalle sowie Batterien und Elektroaltgeräte.
Die größte Fehlwurfgruppe bleiben
biogene Abfälle: 37 kg pro Person landen
jährlich irrtümlich in der Restmülltonne.
Zusätzlich gehen 38 kg Wertstoffe pro Kopf
verloren. Besonders kritisch bleibt die
Gruppe
Präsident Christian Macho (links,
NÖ Umweltverbände) und LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf mit dem Kampagnensujet
„Tatort Tonne“.
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Entsorgung von Batterien und Elektrogeräten.
1,2 kg pro Person werden weiterhin
falsch entsorgt. „Damit befinden sich
durchschnittlich rund acht Lithiumbatterien
in jedem Müllfahrzeug. Jede einzelne
davon kann potenziell einen Brand
auslösen“, warnt Christian Macho,
Präsident der NÖ Umweltverbände.
Um Bewusstsein zu schärfen und Routinen
nachhaltig zu verändern, starten die NÖ
Umweltverbände die Kampagne „Tatort
Tonne“. Sie nutzt eine kriminalistische
Bildsprache und ruft dazu auf, im eigenen
Haushalt genauer hinzusehen. Christian
Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände,
betont: „Mit ‚Tatort Tonne‘ wollen
wir wachrütteln und gleichzeitig zeigen,
dass jede und jeder mit wenigen Schritten
etwas verändern kann.“
www.umweltverbaende.at
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
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MATERIALUMSCHLAG
MATERIALUMSCHLAG
DOBROWA
Neuer Atlas 270MH überzeugt die Profis
von Technik-Pionier Schrott Schweiger
Die in Lannach ansässige Firma Helmut Schweiger setzt ihren nächsten großen Entwicklungsschritt:
Mithilfe von innovativer Maschinentechnik startet sie an einem weiteren
Standort mit der Aufbereitung von Altmetallen auf modernstem Niveau. Hohe Ansprüche
stellte das Unternehmen auch bei der Suche nach der neuen Schlüsselmaschine im Fuhrpark.
Aufgrund seiner robusten Gerätetechnik und der guten Erfahrungen mit dem Service
der Firma Dobrowa machte ein Atlas 270MH Umschlagbagger das Rennen.
D
ie Wurzeln der Helmut Schweiger
GmbH reichen bis 1979 zurück.
Damals stiegen Helmut und Kornelia
Schweiger mit einem kleinen Betrieb in
den sekundären Rohstoffhandel ein. Rund
20 Jahre später wurde die Helmut
Schweiger GmbH gegründet und der
Betrieb auf dem aktuellen Standort in
Lannach aufgenommen. Dank regelmäßiger
Investitionen verfügt das Unternehmen
heute über eine hochmoderne
Betriebsanlage für die Sammlung,
Zwischenlagerung und Behandlung von
Eisenschrotten und NE-Metallen sowie
zur Zwischenlagerung nicht gefährlicher
Abfälle. Auf dem bestehenden Betriebsgelände
in Lannach, das so wie der neue
Standort über einen Gleisanschluss
verfügt, steht auch eine 800 t Schrottschere
zur Verfügung.
Das Herzstück am bestehenden
Standort ist die maschinelle Aufbereitungsanlage
für isolierte Verbundstoffe,
wie Kupfer- und Aluminiumkabel, mit der
Granulate zur stofflichen Wiederverwertung
hergestellt werden. Diese wurde
laufend weiterentwickelt und um eine
zweite Aufbereitungslinie für Verbundstoffe
erweitert. Sie dient zum Sortieren
und Trennen der NE-Metalle von diversen
Abfällen. Die sortierten und getrennten
Abfälle werden qualitätsgesichert diversen
mitteleuropäischen Stahl bzw. Metallverarbeitungsunternehmen
zur stofflichen
Wiederverwertung geliefert.
Geschäftsführer Florian Schweiger ist
seit 2015 im Familienbetrieb tätig und hat
vor rund fünf Jahren die Leitung übernommen.
Gemeinsam mit Senior-Chef
Helmut Schweiger entwickelte er das
Konzept für den neuen Standort in
unmittelbarer Nähe zum bisherigen
Betriebsgelände. Florian Schweiger: „Mit
dem neuen Standort wollen wir unsere
Kernkompetenz im Aluminium-Bereich
weiter stärken und uns österreichweit eine
Dank der massiven Konstruktion präsentiert
sich der Atlas 270MH robust und standfest.
Mit seinem leistungsstarken und verbrauchsarmen
6 Zylinder Motor sorgt er bei
der Helmut Schweiger GmbH in Lannach für
rasche Abläufe. Auch der dicht schließende
5 Schalen Greifer stammt von Atlas.
Gerlinde Volkmer schätzt den Komfort in
der modernen und großen Kabine des Atlas
270MH mit Joysticklenkung ebenso, wie die
sehr gute Sicht auf das rechte Vorderrad.
Alleinstellung sichern. Im Wesentlichen
geht es darum, für die Industrie spezielle
Fraktionen und Legierungen sauber
getrennt für die Wiederverwertung zur
Verfügung zu stellen. Der Hintergrund:
Die Produktion von hochwertigem Stahl
erfordert eine sorgfältige Kontrolle über
den Sauerstoffgehalt. Hier kommen
Desoxidisatoren wie Aluminium ins Spiel.
Um diese hochwertigen Sortierungen
liefern zu können, investieren wir in
modernste Röntgen- und Lasertechnologien,
die diese unterschiedlichen Materialqualitäten
erkennen. Die saubere Trennung
erfolgt danach mit einem gezielten
Luftstoß. Unser neuer Standort läuft
bereits im Teilbetrieb und wird nach der
Implementierung weiterer Anlagen
voraussichtlich mit April 2026 den
Vollbetrieb aufnehmen.“
Unabhängig davon wird natürlich auch
auf dem bestehenden Betriebsgelände
weiter investiert. Aufgrund der Betriebsstunden
musste hier einer der beiden
Umschlagbagger durch ein neues Gerät
ersetzt werden. Serviciert wurden die
beiden Umschlagbagger bereits seit einigen
Jahren durch die Firma Dobrowa, die sich
auf das Service und die Reparatur von
Umschlagmaschinen verschiedener
Hersteller im Schrott- und Recycling-
Bereich spezialisiert hat und österreichweit
ein kompetentes und flächendeckendes
Service anbietet. Seit 2023 ist die Firma
Dobrowa auch österreichweit der Vertriebspartner
für Atlas-Umschlagmaschinen
sowie aller zugehörigen Anbaugeräte,
Service und Ersatzteile. Neben der Zentrale
in Salzburg Siezenheim verfügt die Firma
Dobrowa über einen weiteren Standort
südlich von Wien und Servicestützpunkte
in Lungau, Voitsberg und Horn.
Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit
in der Recycling-Branche war Geschäftsführer
Klaus Dobrowa bereits mit Senior-
Chef Helmut Schweiger partnerschaftlich
verbunden. Als die Firma Helmut Schweiger
vor einigen Monaten mit der Suche
nach einem neuen Umschlagbagger
begann, zählte die Firma Dobrowa
aufgrund der ausgezeichneten Erfahrungen
in der Service-Betreuung zur engeren
Wahl. Auch ein Atlas Umschlagbagger hat
sich bereits vor längerer Zeit im Fuhrpark
der Firma Helmut Schweiger sehr gut
bewährt. So wurde die Firma Dobrowa
eingeladen, für die Geräteauswahl ein
Testgerät zur Verfügung zu stellen.
Das Einsatzprofil ist geprägt durch die
Sortier- und Verladetätigkeiten sowie die
Beschickung der Aufbereitungsanlagen.
Dabei sind nicht nur zügige Abläufe
gefragt, sondern auch Hubkraft, denn
immer wieder werden auch besonders
schwere Teile angeliefert. Da kein Hallenkran
zur Verfügung steht, müssen diese
mit dem Umschlaggerät abgeladen
werden.
Betreut wird die Firma Helmut
Schweiger durch Vertriebsleiter Markus
Dabernig, der in enger Zusammenarbeit
mit Klaus Dobrowa den weiteren Ausbau
der österreichweiten Vertriebstätigkeiten
und After Sales der Firma Dobrowa
unterstützt: „Wir haben auf Basis des
Einsatzprofiles einen Atlas 270MH
Umschlagbagger für den Testbetrieb zur
Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei
um ein Stück deutscher Handarbeit, denn
Atlas baut nicht nur die Kabinen selbst,
sondern auch die Ausleger, Stiele und Hydraulikzylinder.
Daher konnten wir schon
das Testgerät mit einer Ausladung von
14,2 m exakt für die gewünschten Kundenanforderungen
konfigurieren. Zu den
besonderen Stärken des Atlas 270MH
zählt zunächst der robuste und massive
Stahlbau, der auch wesentlich zu der
hohen Stabilität beiträgt. Ein weiteres
Highlight ist der leise und verbrauchsarme
Sechszylindermotor, der die Hydraulikkomponenten
mit hoher Leistung
versorgt und aus dem Atlas 270MH ein für
diese Gewichtsklasse beeindruckendes
Kraftpaket macht. Auch der ebenfalls von
Atlas gebaute 5 Schalengreifer überzeugt.
Seine Schalen schließen ohne Zwischenraum
und eignen sich daher auch für
Feinfraktionen.“
Beeindruckt von seiner neuen Schlüsselmaschine
zeigt sich auch Geschäftsführer
Florian Schweiger: „Als technikaffines
Unternehmen schätzen wir natürlich die
hohen Qualitäten, des Atlas 270MH. Dazu
kommen die enorme Kraft und Standfestigkeit,
die wir für den Einsatz in unserem
Betrieb benötigen. In Kombination mit der
Service-Betreuung durch die Firma
Dobrowa, mit der wir über die Jahre nur
die besten Erfahrungen gemacht haben,
ist der Atlas 270MH für uns die ideale
Geräte-Lösung in einem überzeugenden
Gesamtpaket.“
www.dobrowa.at | www.schrott-schweiger.at
Das entsprechend dem Einsatzprofil
konfigurierte Testgerät und die langjährige
verlässliche Service-Betreuung
überzeugten das Team von Schrott
Schweiger (von links): Vertriebsleiter
Markus Dabernig (Firma Dobrowa),
G eschäftsführer Florian Schweiger,
Geschäftsführer Klaus Dobrowa und
Herbert Feiertag (Servicetechniker,
Firma Dobrowa).
Geschäftsführer Florian Schweiger
vor dem neuen Standort in Lannach,
in dem man mit modernsten Röntgenund
Lasertechnologien als einziges
Unternehmen in Österreich hochwertige
Aluminium-Sortierungen erzeugt.
70 DEZEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | DEZEMBER 2025 71
FUHRPARK
FACTS
Motor: 1,2 l Benzin, 110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 1.979 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Testverbrauch: 7,6 l/100 km
Listenpreis: 55.990,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ echter Eyecatcher
+ Preis-/Leistungsverhältnis
+ großer Kofferraum
- langsame Tankentlüftung
- kein Diesel im Programm
- Kraftstoffverbrauch
E
igentlich sollten Sie hier gerade eine
Geschichte über einen Fiskal-Lkw aus
dem Hause Renault bzw. Dacia zu lesen
beginnen. Nachdem dieser kurzfristig
unpässlich war, durfte ein echtes Kaliber
mit der Raute auf dem Kühlergrill
einspringen: Der Renault Rafale Hyper
Hybrid E-Tech 4x4 300 in der Top Ausstattung
Atelier Alpine. Klingt nicht nur
nach Automobilbaukunst vom Feinsten,
ist es auch. Wobei es besonders die
MAZDA CX-60 3.3L E-SKYACTIVE D AWD
Hoffentlich kein Einzelfall
D
en folgenden Satz kann man gar nicht
oft genug schreiben. Aber keine Sorge,
er kommt in dieser Geschichte nur einmal
vor, versprochen: Mazda hat anno 2025
einen neuen 6-Zylinder (!)-Dieselmotor mit
3,3 l Hubraum und 254 PS entwickelt. Und
der hält die Fahnen von Rudolf Diesel‘s
genialer Erfindung, die er sich im Jahr
1882 patentieren ließ, höher denn je. Bevor
wir uns aber in technischen Details, wie
Paradebeispiel – im
runderneuerten Mazda
CX-60 werkt ein neuer
Turbodieselmotor mit
stolzen 254 PS.
Formschön – der
Renault Rafale ist ein
top ausgestatteter
Allradler, der mit zahlreichen
technischen
Spielereien aufwarten
kann.
RENAULT RAFALE HYPER HYBRID E-TECH 4X4
Eine erstklassige Zweitbesetzung
verspielten Ausstattungsdetails sind, die
dem 4,71 m langen 5-Sitzer einen deutlichen
Hauch von Exklusivität und Noblesse
bescheren. So wie der Kühlergrill,
der aus lauter kleinen Renault-Rauten
besteht. Auch ein beleuchtetes Logo in der
Rückenlehne von Fahrer- und Beifahrersitz
ist uns schon lange nicht mehr
untergekommen. Das farblich veränderbare
Glasdach ist eine tolle Erfindung, um
die Innenraumtemperatur auf einfachem
z. B. dem thermischen Wirkungsgrad von
über 40% verlieren, ein paar (Fahr-)
Eindrücke des neuen Reihenmotors, dem
wir im runderneuerten Mazda CX-60
erstmals auf den Zahn fühlen konnten. Der
Sound ist wie er sein soll, von der ersten
Kurbelwellenumdrehung an honorig wie
aus dem Bilderbuch. Die immerhin 1,95 t
Eigengewicht des Mazda CX-60 schultert
der Selbstzünder gemeinsam mit der feinst
Weg zu regulieren. Was so gar nicht zum
stattlichen Auftreten des Allradlers passt,
ist sein Motor. Der 3-Zylinder (!) mit 1,2 l
Hubraum kann noch so viele PS haben
(im konkreten Fall sind es 150), ein Auto
von diesem Format schreit förmlich nach
einem entsprechenden Motor.
Fazit: Ein gelungener Renault, der
wirklich überraschen kann und sich noch
dazu wohlwollend vom Mainstream
abhebt.
FACTS
Motor: 3,3 l Turbodiesel, 187 kW (254 PS)
Eigengewicht: 1.950 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.500 kg
Testverbrauch: 6,3 l/100 km
Listenpreis: 72.250,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ ansprechendes Gesamtpaket
+ viele analoge Bedienelemente
+ tolle Ausstattung
- dominante Mittelkonsole
- farblich gewagter Innenraum
- preislich vorne mit dabei
abgestimmten 8-Gang-Automatik im
Vorbeigehen. Von Redaktions-Kollegen
geäußerte Kritik daran, dass beiden von
unten heraus etwas der Pep fehlt, können
wir so nicht unterschreiben. Mit dem
Mazda CX-60 bist Du schon beim Wegfahren
nicht auf der Flucht, sondern erscheinst
im Straßenbild. Wirklich sensationell ist
der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch,
der sich bei alltäglichen Berufsfahrten bei
6,3 l/100 km eingependelt hat.
Abgasfrei – als Plugin-Hybrid
lässt sich
der neue VW Multivan
rund 100 km rein
elektrisch fahren.
Ausbaufähig – das Cockpit ist klar strukturiert,
könnte jedoch etwas größere Bedienelemente
vertragen.
VW MULTIVAN ÜH EHYBRID 180 KW 4MOTION
Ganz nach Familientradition
evor sich der geplante Einleitungssatz
Bin Szene setzen darf, gleich zu Beginn
zwei kurze Erklärungen. Das ÜH im
Subtitel dieser Geschichte ist kein
Tippfehler. Die zwei Buchstaben stehen
für Überhang, womit VW die T8-Modelle
mit 40 cm größerer Gesamtlänge (5,45
statt 5,05 m) kennzeichnet. Die 50 kW
Differenz zwischen den im Subtitel
angegebenen 180 kW und den in den
technischen Daten angeführten 130 kW ist
sowas wie ein versteckter Vergleich von
Äpfel und Birnen. VW wirbt natürlich mit
der Gesamtleistung des Plug-in-Hybrids
(also Verbrenner und Elektro), wir geben
in unserer Facts Box die Leistung des
Verbrennungsmotors an.
Doch nun zum eigentlichen Thema: Es ist
schon sowas wie ein, sagen wir, historisch
begründeter Respekt, wenn eine
Geschichte über einen VW Bulli am
Nobel – die Farbwahl lässt den Innenraum
ausgesprochen freundlich wirken.
Programm steht. Der den bekannten
Namen, noch dazu ganz populär, direkt
unter den A-Säulen trägt. Selbst in der
mittlerweile achten Generation ist das
Multitalent aus Wolfsburg, das familiär
betrachtet einer Zusammenarbeit mit Ford
entstammt, in Höchstform, wenn es um
Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit
geht. Dass dabei auch VW-typische
Zutaten, wie der 4Motion-Allradantrieb
nicht zu kurz kommen, macht die Sache so
richtig rund.
Business-Klasse im Arbeitsalltag
Mit der Sitzteilung 2-2-3 war der Innenraum
unseres Testkandidaten, der offiziell
auf den Namen VW Multivan ÜH eHybrid
180 kW 4Motion hört, sowas wie die
Business-Klasse der gesamten T8-Baureihe.
Mit hellen Farben, einem nicht nur
optisch hochwertig wirkenden Fußboden,
FACTS
Motor: 1,5 l Benzin, 130 kW (177 PS)
Eigengewicht: 2.417 kg
Sitzplätze: 6+1
Testverbrauch: 7,4 l/100 km
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.600 kg
FUHRPARK
Listenpreis: 67.620,50 Euro
(exkl. MwSt., inkl. NoVA)
+ überzeugendes Fahrzeugkonzept
+ schnellladefähig bis 50 kW
+ vernünftige Verarbeitung
- hohes Eigengewicht
- stolzer Preis
- Sitz-Schienensystem hakelig
der sogar eine angedeutete Holzmaserung
(!) besitzt, ist die Rolle des 7-Sitzers im
Arbeitsalltag eindeutig: Er parkt auf
Firmenparkplätzen dort, wo die Hinweis-
Schilder „Reserviert für die Geschäftsleitung“
oder einfach nur „Chefparkplatz“
stehen. Mit 6-Gang Direktschaltgetriebe
(DSG), mächtig Power unter der Motorhaube
und einem durchwegs komfortabel
ausgelegten Fahrwerk macht es richtig
Spaß, den stattlichen Allradler (Eigengewicht
immerhin knapp 2,5 t) durch den
Arbeitsalltag zu chauffieren. Neidlos muss
man dabei auch dem Benziner mit seinen
gerade einmal 1,5 l Hubraum ein Daumenhoch
spendieren, was sicherlich auch am
Einsatz eines Turboladers mit variabler
Geometrie liegt.
Unser Fazit: eine Neuentwicklung, die
den Namen Bulli vollkommen zu Recht
trägt.
72 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH DEZEMBER 2025
73
SERVICE
BÜCHER
HANDBUCH ÖRTLICHE BAUAUFSICHT
Buch gebunden; 2. Auflage 2025
ISBN: 9783707353242; 119,00 Euro
Schritt für Schritt führt das Handbuch durch
sämtliche Phasen einer erfolgreichen Baustellenabwicklung.
Gegliedert nach den zentralen
Bauphasen – vorvertragliche Phase, Abwicklung des
Bauvertrages, nachvertragliche Phase – behandelt
es fundiert und praxisnah unter anderem die
folgenden Themenbereiche: Terminplanung,
Ausschreibungserstellung, Angebotsprüfung und
Vergabe, Qualitätsmanagement, Baustellenüberwachung,
Baustellendokumentation und Sicherheit
am Bau, Terminverfolgung, Kostenmanagement,
Bauabrechnung und Claim-Management sowie
Übernahme und Schlussrechnung. Zum besseren
Verständnis bietet das Werk zahlreiche Praxisbeispiele,
Muster, Checklisten und Grafiken, die dem
Anwender in der Praxis als wichtige Arbeitsbehelfe dienen. Zudem wird
in einem eigenen Kapitel die Baustelle aus zwischenmenschlicher Sicht
aufgearbeitet, da es sich hierbei um einen entscheidenden Faktor bei der
erfolgreichen Baustellenabwicklung handelt. Damit stellt das Handbuch
einen unerlässlichen Begleiter für ÖBA-Mitarbeiter und Bauherrenvertreter
dar. Es richtet sich an Techniker, die sich auf Auftraggeberseite mit
der Erstellung und
Abwicklung von Bauaufträgen
befassen.
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Was
ist Ihre
Maschine
wert?
INGENIEURBAUKUNST DER STADT
Softcover; 480 Abbildungen; ca. 188 Seiten
ISBN: 978-3-433-03483-5; 49,90 Euro
Das Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026 zeigt wieder eine Auswahl
der wichtigsten aktuellen Bauwerke „Made in Germany“ und
diskutiert die Zukunft des Planens und Bauens. Herausgegeben von
der Bundesingenieurkammer werden damit die Leistungen des
deutschen Bauingenieurwesens hervorgehoben. Die beteiligten
Ingenieurinnen und Ingenieure beschreiben die bautechnischen
Herausforderungen und
erläutern die konkreten
Lösungen bei Planung und
Ausführung. Unter
anderem bei der Verkehrsinfrastruktur,
die für die
Mobilität der Zukunft fit
gemacht werden muss oder
das Planen unserer
Infrastruktur, damit sie für
den Klimawandel resilient
und inklusiv wird. Auch
Wiederverwendung von
Tragwerken wird beleuchtet:
einerseits die erneute
Nutzung von bestehenden
(Stahl-)Konstruktionen,
andererseits die Planung und Ausführung neuer (Holz-Beton)-Bauteile
für den Wiedereinsatz. Die Ingenieurbaukunst 2026 ist eine
Schaubühne der Spitzenleistungen des Bauingenieurwesens und ein
Forum für aktuelle Debatten rund um das Planen und Bauen,
diesmal insbesondere zur Ingenieurbaukunst der Stadt.
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Kafka. Der Prag-Guide (nicht nur) für Jurist:innen“ lädt Erfolgsautorin
Barbara Sternthal Recht- und Reiseinteressierte zu einer spannenden
Entdeckungstour durch die Goldene Stadt an der Moldau. Prag zählt zu den
schönsten Städten der Welt, deren Beiname „die Goldene“ vom Licht
herrührt, das die Sandsteinbauten in der Ebene am Moldauknie leuchten
lässt. Ein außergewöhnlicher Reiz Prags ist seine historische Tiefe. Vielfältige Herrschafts- und Rechtssysteme
prägten das Leben der Prager Bevölkerung. Oft dienten diese Systeme den Regierenden, doch
Prag wurde auch zur Welthauptstadt der Rebellen, die sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnten
und so mannigfache Veränderungen anstießen. Nach Reiseführern zu Rom, Paris, Wien und
anderen europäischen Städten folgt Barbara Sternthal in diesem Reiseführer nun juristischen Spuren in
Prag. Sie erzählt von den Herrschenden, die Gesetze machten, von den Rebellen, die sie anfochten, und
von den kriminellen Talenten, die sie brachen. Berichtet wird von Kaisern und Königen, von Alchimisten
und Rabbinern – und natürlich darf auch der berühmteste Sohn der Stadt, der Versicherungsjurist und
Schriftsteller Franz Kafka, nicht fehlen.
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74 DEZEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH