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Absolvent:innen Echo 36

Unsere Themen: verschiedene Projekte, Nachhaltigkeit in der Erziehungswissenschaft, Öko-Angst, KI im Unterricht und viele weitere aktuelle Themen

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Themen

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absolvent:innen

ech

Ein Leuchtturmprojekt

für nachhaltiges Bauen

Verband der Absolvent:innen der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien/Ober St. Veit – Ausgabe 36/2025


Liebe Absolvent:innen,

liebe Freund:innen der Hochschule,

es ist Dezember 2025, der Jahreswechsel 2025/26 steht vor der Tür und eine neue Ausgabe des „Echo“

(Nummer 36) ist soeben in Ihrem Briefkasten gelandet. Ich hoffe, sie gefällt Ihnen mit ihrem neuen,

frischen Erscheinungsbild so gut wie uns!

Diese Ausgabe ist im weitesten Sinne der Nachhaltigkeit und der Künstlichen Intelligenz gewidmet –

es geht um großartige Projekte wie das „WeltTellerFeld“ und das Projekt „COREnet“, Nachhaltigkeit in der

Erziehungswissenschaft, um Öko-Angst (Eco Anxiety), um KI im Unterricht und viele weitere aktuelle

Themen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Schmökern!

Ein großes Ereignis in der Geschichte der HAUP im Jahr 2025 war die Eröffnung des neuen Hörsaalzentrums,

die im November 2025 über die Bühne ging. Das Gebäude wurde an das bestehende alte

Gärtnerhaus angebaut und nach neuesten bau- und energietechnischen Nachhaltigkeitsstandards errichtet.

Einen Beitrag und Fotos finden Sie im Blattinneren.

Im Blattinneren finden Sie erneut Informationen über den Absolvent:innenverein sowie ein Anmeldeformular

– bitte beachten Sie, dass der aktuelle Mitgliedsbeitrag EUR 20,– beträgt.

Weiters darf ich Sie sehr herzlich zu unserer Fachexkursion 2026 einladen. Sie wird am Freitag,

dem 10. April 2026 um 16 Uhr an der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra (südlich von St. Pölten)

stattfinden. Es erwarten Sie eine Führung durch Schule, Internat und Schulgelände sowie eine Verkostung

schul-eigener Produkte. Wir ersuchen um Anmeldung bis 27. März 2026 und um Mitteilung, falls Sie

einen Transfer vom Bahnhof St. Pölten nach Pyhra und retour benötigen sollten.

Im kommenden Jahr wird die ordentliche Generalversammlung, zu der ich Sie jetzt schon herzlich

einladen möchte, am Montag, dem 6. Juli 2026 um 16 Uhr in der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik,

Angermayergasse 1, 1130 Wien, stattfinden. Wir bitten um Ihre Anmeldungen bis spätestens

Mittwoch, dem 1. Juli 2026, damit ein geeigneter Raum reserviert werden kann.

Nun bleibt mir noch, Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein gutes Jahr 2026 zu wünschen!

Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Claudia Schuhmann

Vorwort der Präsidentin: Claudia Schuhmann 2

Vorwort des Rektors: Thomas Haase 3

Impressum 3

„LFS-In-Touch“ als Brücke zwischen HAUP und LFS 4

Bundesminister Totschnig eröffnet Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen 6

Bäuerliche Direktvermarktung im Fokus 8

Erziehungswissenschaft und Nachhaltigkeit 10

Die Bedeutung der Stimme im stimmanstrengenden Lehrberuf 11

Gemeinsam im internationalen Austausch lernen 12

Kompetenzprofil für österreichische Energieberater:innen 14

Über die Zukunft der KI im Bildungswesen 17

TIM-Studierende erleben Künstliche Intelligenz zum BeGREIFEN 18

Das WeltTellerFeld 20

Mehr Wertschöpfung für den ländlichen Raum 22

Informationen zum Mitgliedsbeitrag 2025 24

Inhalt

absolvent:innen echo Seite 2


Vorwort

Ein sehr intensives Jahr neigt sich dem Ende entgegen: Neben der Implementierung

der neuen dreijährigen Bachelorstudienprogramme steht auch die Erarbeitung

eines neuen zweijährigen Masterstudiums an. Diese neuen Angebote erfordern

nicht nur ein hohes Maß an Einsatz, sondern auch viele Abstimmungen. Mir ist es

besonders wichtig, dass diese auch von den Stakeholdern mitgetragen werden.

Daher gab es mehrere Workshops und auch ein umfangreiches Begutachtungsverfahren

seitens des Qualitätssicherungsrates. Dieser hat die Curricula an externe

internationale Gutachter:innen versendet – überwiegend in Deutschland und der

Schweiz ansässige Universitätsprofessor:innen waren damit befasst. Es wurden

uns umfangreiche Rückmeldungen übermittelt, welche umgehend eingearbeitet

wurden. Abschließend gab es noch eine Überprüfung seitens des Ministeriums.

Die neuen Studien erfreuen sich einer großen Nachfrage: So sind im laufenden

Studienjahr an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik insgesamt

1.400 Studierende inskribiert. Die Nachfrage war noch viel höher – aufgrund von

Platzmangel konnten viele Interessent:innen leider nicht aufgenommen werden.

Um die Raumkapazitäten zu erweitern, war es möglich, ein neues Lehrveranstaltungs-

und Bürozentrum „Gärtnerhaus“ zu eröffnen. Mit diesem ökologischen

Vorzeigeprojekt ist es nun gelungen, die erforderlichen zusätzlichen Studienangebote

abzuhalten. An dieser Stelle ergeht noch einmal ein herzlicher Dank an

das Agrar- und Umweltministerium, welches für die Finanzierung gesorgt hat.

Ich wünsche uns allen ein erholsames

Weihnachtsfest und freue mich auf viele

gemeinsame Gespräche im Jahr 2026.

Ing. Mag. Dr. Thomas Haase

Rektor

© Freepik

IMPRESSUM: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien,

Verband der Absolvent:innen der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP Alumni Club OVeit)

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Thomas Haase, Rektor, DI in Claudia Schuhmann, Präsidentin des HAUP Alumni Club OVeit

Autor:innen (alphabetisch): Susanne Aichinger, Oskar Dangl, Agnes Hájek, Dorina Jobstmann, Lea Köder, Elisabeth Leeb,

Karoline Meixner-Katzmann, Eveline Neubauer, Thomas Ochsenhofer, Antonia Ortbauer, Christine Plakolm, Martin Scheuch,

Claudia Schuhmann, Birgit Steininger

Chefredaktion: DI in Claudia Schuhmann

Lektorat: Dr. in Helga Franz-Haase

Grafik: Skibar grafikdesign

Fotonachweis: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Freepik, Stefanie Hubmer, iStock, Bruno Klompfer, Jürgen Mück,

Markus Schieder, WeltTellerFeld

Konto Nr.: IBAN: AT74 2011 1293 5075 7800, BIC: GIBAATWWXX, lautend auf Verband der Absolventinnen und Absolventen

der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Angermayergasse 1, 1130 Wien, Ober St. Veit

absolvent:innen echo Seite 3


LEHRVERANSTALTUNG

„LFS-In-Touch“ als Brücke

zwischen HAUP und LFS

CHRISTINE PLAKOLM

v.l.n.r. Florian Hölzl, Sebastian Satz, Lucia Capdevila (Erasmus),

Direktor Ing. Mag. Karl Kronberger, Elena Paul, Magdalena Wachter,

Laura Murschenhofer, Lehrveranstaltungsleiterin Prof. Mag. a Christine Plakolm

Im Rahmen des letzten Blocks

der Lehrveranstaltung „LFS-

In-Touch“ verbrachten sechs

Studierende der HAUP im Juni

2025 einen Tag am abz Lambach

in Oberösterreich, um das

in der Fachdidaktik erworbene

Wissen im Bereich Englisch mit

Fachschüler:innen praktisch zu

erproben. Ziel der dislozierten

Veranstaltung war ein verstärkter

Kontakt der Studierenden mit

potenziellen späteren Arbeitgebern

bzw. einem möglichen

späteren Arbeitsumfeld.

Inside the Building – Herzlich Willkommen im abz Lambach!

absolvent:innen echo Seite 4


LEHRVERANSTALTUNG

Stärkung der

Debattenkultur in

der Klasse 2aPW

Plans, Dreams and the Road

Ahead in der Klasse 3aHME

Die sechs Kandidat:innen wurden von der Lehrveranstaltungsleiterin

an der HAUP Prof. Mag. a Christine

Plakolm, die auch am abz Lambach unterrichtet,

organisatorisch und didaktisch begleitet. Die Studierenden

planten und gestalteten Unterrichtsstunden

einzeln oder im Team zu den Themen Dream Jobs,

Role Models, Plans, Dreams and the Road Ahead und

Learning with Legendary Films. Bei den anschließenden

Feedback-Runden mit den Englischlehrer:innen

der jeweiligen Klassen konnten die Performanzen

evaluiert und etwaige Optimierungen angeregt werden.

Die Schüler:innen des abz Lambach, die quasi als

Probanden fungierten, beteiligten sich sehr engagiert,

neugierig und aufgeschlossen am Unterricht der angehenden

Lehrer:innen.

Nicht nur das reale Unterrichten des Fachs Englisch

stand im Zentrum des Tages, sondern auch das

Kennenlernen des Agrarbildungszentrums Lambach

mit den drei Fachrichtungen Hauswirtschaft, Landwirtschaft

und Pferdewirtschaft insgesamt. Direktor

Ing. Mag. Karl Kronberger begrüßte die Studierenden

herzlich und gab während einer Führung durch die

Anlage einen Einblick in die Ausbildungsschienen und

die Schulkultur am abz Lambach. Die Einladung zum

Mittagessen komplettierte den Vormittag, der ganz im

Zeichen des näheren Kennenlernens des Fachschulwesens

stand. Alles in allem: ein gelungener, persönlicher

und fachlicher Austausch, bei dem Lehrende,

Studierende und Schüler:innen viel voneinander

profitierten.

Finales Feedback III am Balkon

In Feedback-

Runden

wurden die

Performanzen

evaluiert

Feedback-

Runde II

Wiehernde

Begrüßung zur

Führung im

Pferdezentrum

Stadl Paura,

einem Partnerbetrieb

des

abz Lambach

Role Models

standen im

Nachmittagsunterricht

in

der 1aPW auf

dem Programm

absolvent:innen echo Seite 5


ERÖFFNUNG

Bundesminister Totschnig

eröffnet Leuchtturmprojekt

für nachhaltiges Bauen

Schlüsselübergabe für modernes Seminar- und Bürozentrum

„Gärtnerhaus“ an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.

BIRGIT STEININGER

© Bruno Klompfer (3)

Schlüsselübergabe: v.l.n.r.: Gerald Beck,

Geschäftsführer BIG; Norbert Totschnig,

Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft,

Klima- und Umweltschutz,

Regionen und Wasserwirtschaft;

Thomas Haase, Rektor der Hochschule für

Agrar- und Umweltpädagogik

© Markus Schieder

Ein multifunktionaler Hörsaal, moderne

Büros und vielfältig nutzbare Aufenthaltsräume

– gebaut mit ökologischen

Materialien und innovativer Recycling-

Technologie. Das neue Seminar- und

Bürozentrum an der Hochschule für

Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) in

Wien bietet damit beste Arbeitsbedingungen

für Studierende sowie Lehrende und

ist ein Musterbeispiel für nachhaltiges

Bauen nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft.

„Mit diesem Gebäude setzen wir ein

starkes Zeichen für zukunftsweisendes,

nachhaltiges Bauen. Der Neubau vereint

ökologische Verantwortung, innovative

Bauweise und pädagogische Vorbildwirkung.

Das neue Gärtnerhaus ist nicht nur

ein architektonisches Highlight, sondern

Ausdruck eines Bildungsverständnisses,

das Nachhaltigkeit lebt und lehrt. Die

Hochschule zeigt damit, wie Bildungseinrichtungen

aktiv zur ökologischen Transformation

beitragen können“, betonte

Bundesminister Norbert Totschnig bei der

Eröffnung des Gebäudes.

„Die Planung und Errichtung des Gärtnerhauses

war für uns ein wegweisendes

Pilotprojekt zum Thema Bauen mit

nachwachsenden Materialien aus der

Natur. Nicht nur Holz, sondern auch Stroh,

Lehm, Hanf und Wolle kamen zum Einsatz

und wir konnten wertvolle Erkenntnisse für

künftige, größer dimensionierte Bauprojekte

gewinnen. Wir haben erprobt, wie

wir verloren gegangene Kulturtechniken in

Kombination mit moderner Forschung für

nachhaltiges Bauen fit machen können.

Als Bundesimmobiliengesellschaft haben

wir hier einen besonderen Anspruch an

uns, unsere Vorreiterrolle wahrzunehmen,

Innovation voranzutreiben und neue

Wege zu beschreiten“, so Gerald Beck,

Geschäftsführer der BIG.

absolvent:innen echo Seite 6


ERÖFFNUNG

»Wir setzen gezielt

Initiativen zur Stärkung

der Kreislaufwirtschaft

und gehen mit gutem

Beispiel voran.

Der Zubau zum ehemaligen Gärtnerhaus

auf dem Gelände der Hochschule in Wien

Hietzing wurde im Auftrag des Bundesministeriums

für Land- und Forstwirtschaft,

Klima- und Umweltschutz, Regionen und

Wasserwirtschaft (BMLUK) von der Bundesimmobiliengesellschaft

(BIG) errichtet.

Minister Totschnig und BIG-Geschäftsführer

Gerald Beck übergaben heute den

symbolischen Schlüssel für das Vorzeigeprojekt

für öffentliche Gebäude an den

Rektor der Hochschule, Thomas Haase.

Musterbeispiel für

Kreislaufwirtschaft

Herzstück des 575 Quadratmeter großen

Neubaus ist ein 120 Quadratmeter großer

Seminar- und Besprechungsraum, ergänzt

durch eine kleine Lehrküche und Büros.

Die Baukosten von 3,5 Millionen Euro

werden zum Großteil vom BMLUK finanziert,

einen Teil übernimmt die BIG.

Das Gebäude wurde nach dem „klimaaktiv

Gold Standard“ errichtet und entspricht

konsequent dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft.

Dabei steht der gesamte Lebenszyklus

des Gebäudes im Fokus. Am Ende

seiner Nutzungsdauer ist ein vollständiger

Rückbau möglich. Zerlegbare und

recyclebare Bodenaufbauten, natürliche

sowie wieder verwendete Baumaterialien

und eine Fassade aus Holzresten sind

Beispiele dafür, wie ressourcenschonendes

Bauen in der Praxis funktioniert. Dazu

gehören auch eine einfache Wartung und

leichte Reparierbarkeit, geringer Energieund

Wasserverbrauch sowie eine positive

CO 2

-Bilanz. Allein durch die Verwendung

von Restholz konnten rund 15 Tonnen CO 2

eingespart werden.

Die Pläne für das Gebäude stammen vom

Team MAGK Architekten Aichholzer/Klein.

„Wir setzen gezielt Initiativen zur Stärkung

der Kreislaufwirtschaft. Daher ist es

besonders wichtig, dass wir in unserem

eigenen Wirkungsbereich mit gutem Beispiel

vorangehen,“ so Totschnig.

Erneuerbare Baustoffe und

Energie – vom Erdgeschoß bis

zum Dach

Der oberirdische Neubau wurde in Holz-

Hybridbauweise aus regionalem Fichtenholz

auf den vorhandenen Stahlbetonkeller

aufgesetzt. Beim Bau fanden fast

ausschließlich biobasierte und regenerative

Naturmaterialien Verwendung:

Zur Dämmung wurden Stroh sowie Schafwolle

genutzt, Hanfauflagen für Strohbau-

Akustikplatten sorgen für ein angenehmes

Raumgefühl. Für die Innenausstattung

wurden neben viel Holz ausschließlich

Fliesen aus Restposten sowie alte Spiegel

verwendet. Die Fassade ist mit Holzschindeln

aus hartem „Abschnittholz“

verkleidet.

Am Dach befindet sich eine PV-Anlage mit

11,2 KWp, Heizung und Kühlung erfolgen

mit Erdwärme. Mit Ausnahme des Vortragssaals

verfügen alle Räume über eine

natürliche Lüftung. Begrünte Dachflächen

sorgen dafür, dass sauberes Regenwasser

in einem 10.000 Liter-Speicher

für die Garten- und Pflanzenbewässerung

gesammelt werden kann. Überschüssiges

Wasser versickert am Eigengrund.

Das Gebäude bietet in seiner Gestaltung

ein hohes Maß an Flexibilität und Aufenthaltsqualität:

Die Büroflächen können

individuell – je nach Raumbedarf –

umstrukturiert werden, das Foyer für den

Seminarraum bietet lichtdurchflutete Aufenthaltsmöglichkeiten

und einen Ausgang

in den Außenbereich. Der Seminarraum ist

teilbar und wird von drei Seiten direkt und

indirekt belichtet. Der Bürotrakt befindet

sich auf einer Ebene mit dem Bestandsbau

und gewährleistet somit durchgängige

Barrierefreiheit.

„Der innovative, klimafreundliche Neubau

verbindet die Werte der Hochschule:

nachhaltiges Lernen und Lehre,“ betont

Rektor Thomas Haase. Er verweist auf die

vielfältige Aus- und Weiterbildung, bei

Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie und

Kreislaufwirtschaft, an der Hochschule:

„Mit unseren Angeboten für Agrar- und

Umweltbildung sowie Beratung und

Erwachsenbildung bieten wir Ausbildungen

für Berufe mit Zukunft. In diesem

Studienjahr verzeichnen wir Rekordanmeldezahlen.

350 neue Studierende beginnen

das Studium zum Bachelor und Master

of Education.“

absolvent:innen echo Seite 7


DIREKTVERMARKTUNG

Bäuerliche Direktvermarktung

im Fokus

Unterstützung durch das Horizon-Projekt COREnet

EVELINE NEUBAUER

Die Corona-Pandemie hat das Interesse

an der Entwicklung neuer SFSCs-Modelle

(Short Food Supply Chains = kurze Versorgungsketten)

geweckt. Diese basieren

auf IT-gestützten Lösungen, sozialer

Solidarität und einer Sharing Economy

und stehen im Einklang mit den Zielen

der F2F (Face-to-face)-Strategie.

Definition von SFSC

(Short Food Supply Chain)

„Kurze Versorgungskette“ bedeutet‚ eine

Lieferkette, an der eine begrenzte Anzahl

von Wirtschaftsakteur:innen beteiligt

sind, die sich für Zusammenarbeit, lokale

Wirtschaftsentwicklung und enge geografische

und soziale Beziehungen zwischen

Erzeuger:innen, Verarbeiter:innen und

Verbraucher:innen engagieren (European

Agricultural Fund for Rural Development

EAFRD, 2013).

Dennoch spielen kurze Versorgungsketten

in einem Lebensmittelsystem, das aufgrund

verschiedener Faktoren reformiert

werden muss, eine untergeordnete Rolle.

Dazu gehören: Informations- und Wissenslücken,

institutionelle und regulatorische

Hindernisse, eine schwache Position

der Landwirt:innen in der Wertschöpfungskette,

Logistik- und Vertriebsbarrieren,

fehlende maßgeschneiderte Politik

sowie fehlende entsprechende Beratung

oder Unterstützung in den meisten Mitgliedstaaten.

Über COREnet

An dem COREnet-Projekt unter der

Leitung der Universität Foggia sind

15 Partnerorganisationen beteiligt, die

das Konzept der „Multi-Akteure” innerhalb

der Agrar- und Lebensmittelkette

»Leuchtturmprojekte

demonstrieren beispielhaft,

wie qualifizierte

Beratung zur erfolgreichen

Direktvermarktung

beitragen kann.

vertreten und über fundierte Fachkenntnisse

in der Beratung und praxisorientierten

Dienstleistungen im Bereich SFSC

aus der gesamten EU-27 verfügen.

Das Projekt startete Mitte September

2022 und dauert bis August 2027.

In diesem Horizon-Projekt wird die Arbeit

des H2020 (Horizon2020) – Projekts

„SKIN” fortgesetzt. SKIN setzte sich

bereits für ein neues, spezielles EU-

Netzwerk für SFSC-Beratung ein.

Ziele des Horizon-Projekts sind unter

anderem die Vernetzung zwischen

Berater:innen, Landwirt:innen und

Verbraucher:innen und Förderung der

bäuerlichen nachhaltigen Direktvermarktung.

Darüber hinaus werden bewährte Verfahren

und Erfolgsgeschichten bereitgestellt,

um die systematische Entwicklung effektiverer

SFSC-Leitlinien zu unterstützen.

Durch die Zusammenarbeit mit den

SFSCs und ihrer landwirtschaftlichen

Beratung in verschiedenen Ländern

wird Peer-to-Peer-Lernen und „Sinnstiftung“

ermöglicht, anstatt Erfolg oder

bewährte Praktiken zu beurteilen. Viele

Besonderheiten hängen vom jeweiligen

Lebensmittelmarkt ab. Aus diesem Grund

werden verschiedene Möglichkeiten

geprüft, um das gegenseitige Lernen und

die gegenseitige Unterstützung zwischen

Praktiker:innen zu fördern. COREnet ist

daher bestrebt, die Verbindungen zwischen

Forschung, Bildung, öffentlichen,

privaten und zivilgesellschaftlichen Beratung

sowie der landwirtschaftlichen Praxis

in allen Phasen von der Erzeugung bis

zum Verbrauch zu stärken. Darüber hinaus

werden bestehende Lücken in Bezug

auf Fähigkeiten und Wissen untersucht

sowie institutionelle und regulatorische

Hindernisse und Chancen von der lokalen

bis zur EU-Ebene identifiziert.

Die Projektaktivitäten fördern den Wissensaustausch

und verbreiten innovative

Direktvermarktungs-Lösungen und Knowhow.

Dabei werden Landwirt:innen, lokale

Akteur:innen und Berater:innen einbezogen,

bis schließlich die Verbraucher:innen

erreicht werden.

AKIS

COREnet erkennt zudem die Rolle an,

die landwirtschaftliche Wissens- und

Innovationssysteme (AKIS) für das Wachstum

und die nachhaltige Entwicklung

spielen. Daher fördert das Projekt die

Vielfalt der SFSC-Beratung, integriert sie

in die nationalen AKIS und unterstützt

ihre Arbeit mit Vorträgen, Weiterbildungsunterlagen,

Best-Practice-Beispielen

und Vernetzungsmöglichkeiten.

Erfolgsbeispiele

Im Rahmen des Projekts werden unter

anderem 40 „Golden Cases“, 27 „Leuchtturmprojekte“

(eines in jedem Mitgliedstaat)

sowie „Best-Practice“-Beispiele

absolvent:innen echo Seite 8


DIREKTVERMARKTUNG

identifiziert. Sie schaffen einen

Wissenspool für Landwirt:innen und

Berater:innen.

Für Österreich wurden bereits der „Eis-

Greissler“ und die „Lafnitztaler Bauernspezialitäten“

als Golden Case nominiert.

Leuchtturmprojekte

Weitere Leuchtturmprojekte werden

noch gesucht. Das COREnet-Projekt lädt

Direktvermarktungs-Berater:innen ein,

ein Leuchtturmprojekt vorzuschlagen, das

eine Direktvermarktungs-Beratungsinnovation

aus dem eigenen Land hervorhebt.

Leuchtturmprojekte demonstrieren beispielhaft,

wie qualifizierte Beratung

zur erfolgreichen Direktvermarktung

beitragen kann. Für eingereichte Projekte

stehen bis zu 5.500 Euro Fördermittel

zur Verfügung.

© Freepik (2)

Kriterien für Leuchtturmprojekte:

• die Beziehung bzw. Verbindung

zwischen der SFSC-Beratung und der

SFSC-Leistung auf dem Markt hervorheben.

• einen Weg aufzeigen, wie sich die Wirkung

der SFSC-Beratung steigern lässt,

• eine oder mehrere SFSC-Beratungsinnovationen

als Ressource, Referenz

oder Benchmark nutzen.

• SFSC-Berater und -Organisationen

mobilisieren, sich dem von COREnet

und EU4Advice entwickelten europaweiten

Peer-Learning- und Unterstützungsnetzwerk

für SFSC-Berater

anzuschließen.

Hier finden Sie die offene Ausschreibung:

https://www.haup.ac.at/wp-content/uploads/2025/06/Call_Cornet.pdf

Vernetzung

Darüber hinaus sind alle Direktvermarktungs-Berater:innen dazu eingeladen, sich

europaweit auf der COREnet-Plattform zu vernetzen. Ein kontinuierlicher Austausch

mit Angeboten zur Unterstützung der Beratungsleistung wird angeboten.

https://shortfoodchain.eu/knowledge-hub/advisors/

Langfristig zielt COREnet auf den Aufbau eines nachhaltigen und selbstgetragenen

IT-gestützten Netzwerks, das den fortlaufenden Wissensaustausch zwischen

Beratenden und Praktiker:innen unterstützt. Damit trägt das Projekt entscheidend

zur Weiterentwicklung eines modernen, resilienten Agrarsystems in Europa bei.

Weitere Informationen

https://shortfoodchain.eu/

absolvent:innen echo Seite 9


TAGUNG

Erziehungswissenschaft

und Nachhaltigkeit

Ein Tagungsbericht

OSKAR DANGL

Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft

der DGfE (Deutsche

Gesellschaft für Erziehungswissenschaft)

„Nachhaltigkeit bzw.

Nicht-Nachhaltigkeit und planetare

Zukünfte“ veranstaltete im

Zeitraum von 29. September bis

1. Oktober 2025 an der Universität

zu Köln ihre Auftakttagung

unter dem Titel „Erziehungswissenschaft

und Nachhaltigkeit –

Widerstände bearbeiten, Zukünfte

gestalten“.

Das Programm dieser groß angelegten

DGfE-Tagung war sehr umfassend,

sodass hier nur ein schmaler Eindruck

wiedergegeben werden kann. Neben

Plenarvorträgen gab es zahlreiche parallele

Panels in unterschiedlichen Formaten

(Sessions, Erkundungen, Workshops),

Austauschforen und Besprechungen.

Nicht unterschätzen sollte man die Bedeutung

der Pausen bei solchen Tagungen,

weil sie die Gelegenheit bieten, mit

alten Bekannten und neuen Gesichtern

ins Gespräch zu kommen.

Besonders hervorheben möchte ich

folgende Panels:

• Kindheit und (Hoch-)Schule

• Verantwortung, Diversität und

Gerechtigkeit

Ins Zentrum gerückt wurden die Kinder,

weil sie ja von der Bedrohung der Zukunft

am meisten betroffen sind. Bemerkenswert

erscheint mir die Öffnung des

Themas „Nachhaltigkeit“ in Richtung

Menschenrechte und Kinderrechte. Das

»Besonders überraschend

war, dass einige der

präsentierten Projekte

auch eine theologische

bzw. religionspädagogische

Komponente

enthalten.

ist angesichts der Konkurrenz unter den

diversen pädagogischen Ansätzen keineswegs

selbstverständlich, entspricht aber

voll und ganz der sachlichen Logik und

einzelnen zukunftsweisenden Ansätzen

in der Sozialethik. Nicht zu kurz kamen

auch die pädagogischen Möglichkeiten

bis hin zum Einsatz neuer Medien mit

Schüler:innenzentrierung, z.B. New

Serious Games. Auf diese Weise wurde

auch dem wichtigen Anliegen der Professionalisierung

von Lehrkräften angemessen

Rechnung getragen.

Ein anderer thematischer Schwerpunkt

war die Verbindung des Themas „Nachhaltigkeit“

mit der leider hoch aktuellen

Herausforderung von Gewalt und Frieden.

Damit ist ein seit biblischen Zeiten

schwelendes Problem aufgegriffen worden.

Folgt man der biblischen Idee, dass

Frieden nur durch Gerechtigkeit erreicht

werden kann, dann lässt sich unschwer

eine Brücke herstellen zur ersten Vernetzung

des Themas „Nachhaltigkeit“ mit

den Menschen- und Kinderrechten.

Besonders überraschend war, dass

einige der präsentierten Projekte auch

eine theologische bzw. religionspädagogische

Komponente enthalten. Es ist

also keineswegs so, dass die auch in den

PISA-Grundlagen anerkannte Bildungskomponente

überholt wäre. Daher ist es

wichtig, dass die HAUP die (inter-)religiöse

Dimension nicht aus ihrem Curriculum

streicht, weil damit eine Säule nachhaltiger

Bildung verloren ginge.

Insgesamt kann man feststellen, dass

es höchst erfreulich ist, dass sich die

hochrangige DGfE dieses aktuellen

Themas nicht nur angenommen, sondern

auch gleich eine Arbeitsgemeinschaft

gegründet hat. Von hier gehen sicher

Impulse aus, die geeignet erscheinen, die

Ausbildung von Lehrkräften an der HAUP

inhaltlich und praktisch zu befördern

und damit auch das landwirtschaftliche

Schulwesen in seiner Qualität zu sichern.

Möge dieser Arbeitsgemeinschaft im

Rahmen der DGfE eine erfolgreiche

Zukunft beschieden sein!

absolvent:innen echo Seite 10


Die Bedeutung der Stimme im

stimmanstrengenden Lehrberuf

STIMME

ELISABETH LEEB

Viele Lehrkräfte bekommen im Laufe ihrer

Lehrtätigkeit Probleme mit ihrer Stimme,

die vorwiegend aus einer Überlastung

der Stimmbänder resultieren. Schauen

wir in die Schweiz, wo es vielerorts eine

Stimmeignungsprüfung als Voraussetzung

für ein Pädagogikstudium gibt. Das trifft

ebenso für viele Teile Deutschlands zu.

Besonders in Österreich wird diesem

Aspekt noch viel zu wenig Aufmerksamkeit

geschenkt.

Unterrichtet man zum Thema Stimme,

Stimmbildung, Sprechtechnik ist es oft

schwierig Feedback zu geben, da die

Stimme als sehr ich-nah erlebt wird.

Daher können Hinweise zur Sprechart auf

Ablehnung stoßen, oder als Eingriff in die

Persönlichkeitssphäre gewertet werden.

Die häufigsten Fehlerquellen beim gesunden

und kraftvollen Stimmgebrauch betreffen

die Atmung, die durch Aufgeregtheit

oder durch Verspannungen nicht voll

ausgeschöpft wird. Ein weiterer Aspekt

ist die Körperhaltung: Ein Ausbalancieren

des Körpers löst Spannungen und bringt

die Stimme in eine authentische Sprechweise.

Zudem fördert eine gut eingesetzte

Körpersprache die Aufnahmefähigkeit

bei Schüler:innen. Generell spielt die

nonverbale Kommunikation im Unterricht

eine außerordentlich große Rolle, das ist

entwicklungspsychologisch begründet. 1

Als dritter Punkt wäre noch die Sprechtechnik

anzuführen, der bestimmte

Regeln zugrunde liegen, die es

Schüler:innen leichter macht, dem Inhalt

zu folgen und die die Denk- und Merk-

»Viele Lehrkräfte bekommen

im Laufe ihrer

Lehrtätigkeit Probleme

mit ihrer Stimme.

fähigkeit unterstützen. Hierbei geht es

um die Modulation des Stimmausdrucks,

um die richtige Pausensetzung und

Geschwindigkeitswechsel, eine abwechslungsreiche

und sinnvolle Betonung sowie

eine angemessene Lautstärke.

Das Erarbeiten dieser Techniken braucht

Zeit und Übungsmöglichkeiten, sowohl

in der pädagogischen Ausbildung als

auch in der Weiterbildung, um möglichen

Stimmbandproblemen vorzubeugen und

einen zufriedenstellenden stimmlichen

und körpersprachlichen Selbstausdruck

zu finden.

„Viele Studien haben gezeigt, dass eine

unphysiologische Sprechweise negative

Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

hat wie den Verlust der Aufmerksamkeit

infolge verschlechterter Perzeptions- und

Verarbeitungsbedingungen sowie eine

verringerte Erinnerungsfähigkeit. Außerdem

zeigte sich eine ablehnende Haltung

der Schüler:innen gegenüber heiseren

Stimmen.“ 2

© Freepik

EINFACHE ÜBUNGEN

ZUR ATEMBALANCE

Stützatmung: Stehen Sie aufrecht,

atmen Sie durch Nase und Mund ein.

Dabei bewegen sich der Bauch, die

Flanken und auch der Rückenbereich

nach außen. Beim Ausatmen sprechen

Sie ein W, solange Ihr Atem ausreicht.

Gleichzeitig versuchen Sie, den

Bauch-, Flanken- und Rückenraum

noch weiter nach außen zu schieben,

so als würden Sie mit dem W einen

Schwimmreifen rund um sich herum

aufblasen. 3 x wiederholen!

Stoßatmung: Atmen Sie durch die

Nase ein, halten Sie die Luft kurz an,

stellen Sie sich vor, dass Sie nun

mit einem kräftigen F eine Kerze

ausblasen. Wiederholen 3–5 x.

Sprechübung zum Vordersitz der

Stimme: lala – lüdl – lü, 7 x wiederholen,

ohne dazwischen zu atmen.

Übung zur Kraftstimme – Kickboxen:

Aus einem aufrechten Stand

heraus sprechen Sie die Silben ha

– he – hi – ho – hu – hä – hö – hü –

heu – hei – hau und bewegen dabei

ihre Arme und Beine je nach Belieben

so, als würden Sie in einer Trainingsklasse

für Kickboxen stehen. Dabei

legen Sie so viel Kraft wie möglich

in Ihre Stimme. Das kann manchmal

ganz schön laut werden, aber es

befreit ungemein. Spüren Sie in

sich hinein, ob Sie diese Übung

noch einmal wiederholen möchten.

Gerade wenn Sie erst mit Übungen

zur Kraftstimme beginnen, reicht

oft ein Durchgang aus.

1) Rosenbusch, Heinz; Schober, Otto (Hrsg.): Körpersprache in der schulischen Erziehung. Schneider Verlag 1995

2) Sprecherziehung in der Ausbildung von Lehrkräften. In: Papst-Weinschenk, Marita (Hrsg.) Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung.

Ernst Reinhardt Verlag 2011

absolvent:innen echo Seite 11


INTERNATIONAL

Gemeinsam im internationalen

Austausch lernen

Einblicke in das Erasmus+ Blended Intensive Program (BIP)

„Biodiversität und Öko-Angst“

THOMAS OCHSENHOFER, AGNES HÁJEK, LEA KÖDER,

KAROLINE MEIXNER-KATZMANN, MARTIN SCHEUCH

Globale Themen greifbar

machen – an der HAUP

Wie kann Bildung auf die tiefgreifende Krise des Biodiversitätsverlusts

reagieren – und wie gehen wir mit den

oft damit verbundenen Gefühlen der Sorge, Ohnmacht

oder gar Angst um? Das Blended Intensive Program (BIP)

„Biodiversity and Eco-Anxiety“, das im Frühjahr 2025 an

der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP)

durchgeführt wurde, widmete sich genau diesen Fragen.

Das Programm vereinte Online-Phasen mit einer intensiven

Präsenzwoche in Wien und bot Studierenden sowie

Lehrkräften aus neun europäischen Ländern eine einmalige

Gelegenheit zum interkulturellen Austausch, zur

fächerübergreifenden Zusammenarbeit – und zum

gemeinsamen Nachdenken über unsere Rolle als zukünftige

Multiplikator:innen.

Biodiversität verstehen –

und erlebbar machen

Der Einstieg in das Thema „Biodiversität“ erfolgte über

eine virtuelle Lernphase. Hier lernten die Teilnehmenden

Grundlagen und gesellschaftliche Dimensionen biologischer

Vielfalt kennen – und vertieften diese anschließend

durch eigene Recherchen zu Citizen-Science-Projekten in

ihren Herkunftsländern. Ebenso wurden nationale Lehrpläne

im Hinblick auf Biodiversität durchforstet.

In der Präsenzwoche in Wien stand dann das praktische

Erleben im Mittelpunkt: Von Methoden der Gartenpädagogik

über die Erstellung eigener Unterrichtsmaterialien bis

hin zur Exkursion in den Nationalpark Neusiedler See mit

Artenbestimmungen vor Ort – die Lernenden konnten sich

intensiv mit der Vielfalt der Natur und ihren Schutzmaßnahmen

auseinandersetzen.

Um den Transfer zu sichern, gab es zum Abschluss eine

weitere online-Veranstaltung.

absolvent:innen echo Seite 12


INTERNATIONAL

» Der Mix aus internationaler Zusammenarbeit,

kreativen Methoden und tiefgehender

Reflexion schuf neue Perspektiven

bei Biodiversität und Umweltbildung.

Öko-Angst:

Ein Thema, das bewegt

Ein besonderes Merkmal des BIPs war die Auseinandersetzung

mit der Öko-Angst – ein Begriff, der Sorge und

Überforderung angesichts ökologischer Krisen beschreibt.

Besonders junge Menschen sind davon betroffen. Deshalb

wurde dieses Thema im Rahmen eines eigenen Workshops

bearbeitet und bot den Teilnehmenden Raum für Austausch,

Reflexion und pädagogische Bearbeitung.

Das Ziel: Wege finden, wie diese Emotionen im Unterricht

aufgegriffen und in handlungsorientierte, zukunftsweisende

Bildungsprozesse übersetzt werden können – ohne zu

überfordern, sondern vielmehr zu ermutigen.

Vom Habitat-Spiel bis

zum Insta-Clip –

kreative Methodenvielfalt

In Kleingruppen entwickelten die Teilnehmenden Unterrichtssequenzen

zu Themen wie Wasserverschmutzung,

Greenwashing, Biodiversitätsverlust in der Landwirtschaft

oder der Kommunikation von Öko-Angst in sozialen

Medien. Besonders eindrucksvoll war das sogenannte

Habitat-Spiel, das durch ein einfaches Bewegungsspiel

aufzeigt, wie sich das Verschwinden von Lebensräumen auf

Pflanzen, Tiere – und letztlich uns Menschen – auswirkt.

Zugleich wurde der Einsatz von digitalen Medien reflektiert:

Die Teilnehmenden erstellten Videoclips, die auf den

Social-Media-Kanälen der Partnerhochschulen geteilt

werden konnten. Dabei ging es nicht nur um technisches

Know-how, sondern auch um das Entwickeln einer persönlichen

Stimme und Perspektive zu ökologischen Themen.

weitere online-Veranstaltung.

Lernen heißt auch:

Reflektieren

Ein zentrales Element des Programms war die Reflexion

– sowohl individuell im Lerntagebuch als auch in der

Gruppe. Die Fragen, mit denen sich die Studierenden

auseinandersetzten, reichten von „Was hat mich besonders

bewegt?“ bis hin zu „Was nehme ich für meine

berufliche Praxis mit?“. Diese Prozesse halfen dabei,

die Erfahrungen zu verankern und auf das eigene pädagogische

Selbstverständnis zu übertragen.

Kontakt und Autor:innen:

Fazit: Bildung, die verbindet – Menschen, Ideen, Emotionen

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten deutlich: Das Erasmus+ BIP war

für viele ein Highlight – fachlich und auch persönlich. Der Mix aus internationaler

Zusammenarbeit, kreativen Methoden und tiefgehender Reflexion schuf nicht nur

neue Perspektiven bei Biodiversität und Umweltbildung, sondern auch ein starkes

Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitiger Inspiration.

Thomas Ochsenhofer

Agnes Hájek

Lea Köder

Karoline Meixner-Katzmann

Martin Scheuch

Hochschule für Agrar- und

Umweltpädagogik

absolvent:innen echo Seite 13


ENERGIEBERATUNG

Das Kompetenz-Update für die Energieberatung:

Kompetenzprofil für österreichische

Energieberater:innen

DORINA JOBSTMANN

Titel der Masterarbeit: „Das Kompetenzprofil für Energieberatung in Österreich: Eine Analyse der ARGE EBA

Energieberater:innen-Ausbildung A-Kurs und der Berufspraxis“.

Der Klimawandel und die nationale

„Mission 2030“ haben die Energieberatung

in Österreich zu einem Schlüsselberuf

gemacht. Energieberater:innen

sind heute nicht mehr nur technische

Expert:innen, sondern vielmehr interdisziplinäre

Fachkräfte, die zwischen

Eigentümer:innen, Förderstellen

und Planer:innen vermitteln müssen.

Doch hält die Ausbildung mit diesen

steigenden, komplexen Anforderungen

Schritt?

Die Forschungsfrage lautete daher:

In-wiefern überschneiden sich die

Kompetenzen der Energieberater:innen-

Ausbildung mit den tatsächlichen Anforderungen

der beruflichen Praxis?

Die Ergebnisse zeigen eine Schieflage:

Während die Ausbildung ein solides

technisches Fundament legt, bleiben personale

und sozial-kommunikative Kompetenzen,

die in der Praxis als hochrelevant

gelten, oftmals unterrepräsentiert.

Forschungsdesign:

Zwei Teilstudien

Um Ergebnisse zu erlangen, setzte die

Forschungsarbeit auf ein Mixed-Methods-

Design mit zwei voneinander unabhängigen

Teilstudien. Als theoretische

Grundlage diente dabei das KODE ® -

Kompetenzmodell von Erpenbeck und

Heyse (2007), das Kompetenzen in

vier Bereiche gliedert: Fach- und

Methodenkompetenz (F), Aktivitäts- und

Handlungskompetenz (A), Sozial-kommunikative

Kompetenz (S) und Personale

Kompetenz (P).

Loyalität

Humor

Glaubwürdigkeit

Mitarbeiterförderung

P (Personale Kompetenz)

Schöpferische

Fähigkeit

Gewissenhaftigkeit

Sprachgewandtheit

S/P S/A F/P

Dialogfähigkeit

Beratungs-

Sachlich-

Experimentierfähigkeit

Kundenorientierunfähigkeikeit

Selbst-

Management

S (Sozial-kommunikative Kompetenz)

Teilstudie A: Die Analyse der

Ausbildungsinhalte

In der ersten Teilstudie wurde das

offizielle Skriptum des ARGE EBA

Energieberater:innen A-Kurses einer

deduktiven Inhaltsanalyse unterzogen.

Ziel war es, systematisch zu erfassen,

welche Inhalte und Kompetenzen im

Rahmen der Ausbildung tatsächlich

vermittelt werden.

A (Aktivitäts- & Handlungskompetenz)

P P/A A/P

P/S

Offenheit

für

Veränderung

Lernfähigkeit

Ganzheitliches

Denken

Gestaltungsfähigkeit

Werteorientierung

Hilfsbereitschaft

Integrationsfähigkeit

Teamfähigkeit

Kommunikationsfähigkeit

Kooperationsfähigkeit

Beziehungsmanagement

Anpassungsfähigkeit

Pflichtbewusstsein

Optimismus

Verständnisfähigkeit

Akquisitionsfähigkeit

Wissensorientierung

Delegieren Disziplin Zuverlässigkeit

Eigenverantwortung

Konfliktlösungsfähigkeit

Problemlösungsfähigkeit

S

P/F

S/F

A/S

F/S

Beharrlichkeit

Soziales

Engagement

Analytische

Fähigkeit

Fachliche

Anerkennung

Tatkraft

Marktorientierung

Einsatzbereitschaft

Entscheidungsfähigkeit

Ergebnisorientiertes

Handeln

Innovationsfähigkeit

Belastbarkeit

Ausführungsbereitschaft

Impulsgeben

Schlagfertigkeit

Fleiß

Expertise

A/F

Mobilität

Initiative

Zielorientiertes

Führen

Konsequenz

F (Fach- & Methodenkompetenz)

F/A

Systematischmethodisches

Vorgehen

Projektmanagement

Lehrfähigkeit

Planungsfähigkeit

Folgebewusstsein

Beurteilungsvermögen

Konzeptionsstärke

Organisationsfähigkeit

Fachübergreifendes

Verständnis

Abbildung: KODE ® Kompetenzatlas

(Quelle: eigene Darstellung vgl. KODE GmbH. (2024).

Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse waren

eindeutig:

• 94,23% der kodierten Inhalte fallen in die

Kategorie Fach- & Methodenkompetenz.

• Die Anteile der anderen Bereiche sind

verschwindend gering: Sozial-kommunikative

Kompetenzen machen nur 3,85%

aus, Personale Kompetenzen 1,66%

und Aktivitäts- und Handlungskompetenzen

lediglich 0,27%.

A

F

absolvent:innen echo Seite 14


ENERGIEBERATUNG

© iStock

Die Ausbildung fokussiert sich demnach

stark auf das technische Wissen. Kompetenzen,

die für die Beratung essenziell

sind, werden im Skriptum kaum thematisiert.

Teilstudie B:

Die Stimme der Praxis

Um die Perspektive der Berufspraxis

zu beleuchten, wurde eine quantitative

Online-Befragung unter 67 Energieberater:innen

in Österreich durchgeführt.

Die Stichprobe war durch einen

hohen Praxisbezug gekennzeichnet:

86,6% der Befragten waren aktuell als

Energieberater:innen tätig und verfügten

mehrheitlich über ein solides (bau)

technisches Grundwissen.

Die Teilnehmer:innen wurden gebeten,

die Relevanz von 64 Einzelkompetenzen

für ihren Berufsalltag einzuschätzen.

Im Gegensatz zu den Ergebnissen aus

Teilstudie A zeigt sich in der Praxis ein

viel breiteres Anforderungsprofil:

• Sozial-kommunikative Kompetenzen:

Diese wurden als hochrelevant

eingestuft. An der Spitze standen die

„Beratungsfähigkeit“, „Dialogfähigkeit/

Kundenorientierung“ und die „Kommunikationsfähigkeit“.

»Der Klimawandel und

die nationale „Mission

2030“ haben die Energieberatung

in Österreich

zu einem Schlüsselberuf

gemacht.

• Personale Kompetenzen: Auch hier

zeigten sich höchste Relevanzwerte

im Bereich der „Glaubwürdigkeit“,

dem „Ganzheitliches Denken“ und der

„Eigenverantwortung”.

• Fach- und Methodenkompetenzen:

Diese blieben weiterhin relevant,

wobei der Fokus auf übergreifender

Anwendung liegt: „Fachübergreifendes

Verständnis“, „Beurteilungsvermögen“

und „Analytische Fähigkeit“ wurden

als am wichtigsten empfunden.

Das finale Kompetenzprofil

Die Gegenüberstellung der beiden Teilstudien

führte zur Erstellung des finalen

Kompetenzprofils Energieberatung:

Übereinstimmungen:

Das solide Fundament

Die Kernbereiche der reinen Fachkompetenz

(F) und die Kombination von Fachund

Personalkompetenz (F/P) bilden

einen klaren gemeinsamen Nenner. Das

bedeutet, dass die Vermittlung des

technischen Rüstzeugs und der fachlichen

Selbstorganisationsfähigkeit

in der Ausbildung bereits zielgenau

auf die Praxisanforderungen abgestimmt

ist.

Diskrepanzen: Die blinden Flecken

der Ausbildung

Die gravierendsten Diskrepanzen zeigen

sich bei den überfachlichen Kompetenzen:

• Sozial-kommunikative Kompetenz

(S, S/P, S/F): Kompetenzen wie

„Dialogfähigkeit/Kundenorientierung“,

„Konfliktlösungsfähigkeit“ und „Gewissenhaftigkeit/Pflichtbewusstsein“

werden in der Praxis als essenziell

eingestuft, finden im Ausbildungsskriptum

jedoch nur marginale Berücksichtigung.

• Aktivitäts- und Handlungskompetenzen

(A): Obwohl die Praktiker:innen

„Ergebnisorientiertes Handeln“ und das

„Impulsgeben“ als sehr wichtig einschätzen,

findet dieser Kompetenzbereich

im Skriptum kaum Niederschlag.

Dies legt nahe, dass diese Kompetenzen,

wenn überhaupt, nur implizit durch

die Lehrenden in Übungen vermittelt

werden, aber nicht systematisch im

Lehrmaterial verankert sind.

absolvent:innen echo Seite 15


ENERGIEBERATUNG

P (Personale Kompetenz)

A (Aktivitäts- & Handlungskompetenz)

Loyalität

S/P S/A F/P

Dialogfähigkeit

Beratungsfähigkeikeivermögen

Sachlich-

Beurteilungs-

Kundenorientierung

Selbst-

Management

P P/A A/P

Offenheit

für

Veränderung

A

P/S

P/F

Lernfähigkeit

Ganzheitliches

Denken

Verständnisfähigkeit

Wissensorientierung

A/S

Analytische

Fähigkeit

Glaubwürdigkeit

Zuverlässigkeit

Eigenverantwortung

Konfliktlösungsfähigkeit

Problemlösungsfähigkeit

Einsatzbereitschaft

Ergebnisorientiertes

Handeln

A/F

F/A

Systematischmethodisches

Vorgehen

»Ein ganzheitliches

Kompetenzprofil für

Energieberater:innen

muss über die rein

technische Expertise

hinausgehen und

soziale sowie personale

Kompetenzen gezielt

fördern.

S

Impulsgeben

Hilfsbereitschaft

Kommunikationsfähigkeit

Anpassungsfähigkeit

Pflichtbewusstsein

S/F

F/S

Planungsfähigkeit

Folgebewusstsein

Fachliche

Anerkennung

Lehrfähigkeit

F

Konzeptionsstärke

Fachübergreifendes

Verständnis

S (Sozial-kommunikative Kompetenz)

F (Fach- & Methodenkompetenz)

Abbildung: finales Kompetenzprofil Energieberatung

(Quelle: Online-Befragung; eigene Darstellung)

Ausblick: Strategien für eine

zukunftsfähige Qualifizierung

Die Schlussfolgerung aus dieser

Forschungsarbeit ist eindeutig: Ein

ganzheitliches Kompetenzprofil für

Energieberater:innen muss über die

rein technische Expertise hinausgehen

und soziale sowie personale Kompetenzen

gezielt fördern.

Steckbrief

Name: Dorina Jobstmann BSc BEd MEd

Beruf: Projektleitung für Kommunikation & Nachhaltigkeit

Spezialgebiet: Nachhaltigkeitsberichterstattung, Didaktik & Kompetenzentwicklung

E-Mail-Adresse: dorina.jobstmann@gmail.com

Die Masterarbeit bietet eine empirisch

fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung

der Energieberater:innen-

Ausbildung in Österreich und liefert

wertvolle Impulse, um diesen Schlüsselberuf

zukunftsfähig und professionell zu

gestalten.

absolvent:innen echo Seite 16


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Über die Zukunft der KI

im Bildungswesen

Bildungscoach Niels Cimpa hat informiert

Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle

(LAKO) veranstaltet jährlich den

Jour Fix „LAKO-Weitblick“, bei dem

neue Perspektiven der Bildung und der

Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. In

diesem Jahr sprach Lern- und Bildungscoach

Niels Cimpa über den allgegenwärtigen

Themenkomplex „Anwendung

der Künstlichen Intelligenz (KI) in der

Schule“. Die Veranstaltung wurde von

LAKO-Leiterin Martina Piribauer moderiert.

Beim anschließenden Buffet wurden

selbst erzeugte Schmankerl der Landwirtschaftlichen

Fachschulen serviert und

Fruchtsäfte sowie Wein der NÖ Landesgüter

ausgeschenkt.

Die Zukunft des Lernens: Künstliche

Intelligenz im Schulalltag

Niels Cimpa, Lerncoach und KI-Experte,

sprach über die Zukunft des Lernens und

den Einsatz Künstlicher Intelligenz im

Schulalltag. Er zeigte auf, wie KI sinnvoll

für Lernzwecke genutzt werden kann und

welche Bedeutung sie im Schulalltag und

im gesamten Bildungsbereich haben kann.

„In einem zukunftsorientierten Bildungssystem

werden KI-Anwendungen zweifellos

eine immer größere Rolle spielen. Es

ist daher von entscheidender Bedeutung

zu verstehen, worauf es dabei ankommt,

potenzielle Gefahren zu erkennen und

die KI gezielt und verantwortungsbewusst

einzusetzen“, betonte Niels Cimpa. „Die

Künstliche Intelligenz bietet eine Vielzahl

von Anwendungen, die den Bildungsbereich

revolutionieren werden. So kann

etwa der Lernfortschritt auf die individuellen

Bedürfnisse der Schüler:innen abgestimmt

werden“, so KI-Experte Cimpa, der

weiter ausführt: „Durch die Auswertung

von Daten können Lehrkräfte gezielt

auf die Stärken und Schwächen ihrer

Schüler:innen eingehen und so eine maßgeschneiderte

Lernumgebung schaffen.

Damit wird die Motivation zum Lernen gefördert,

denn man kann im eigenen Tempo

lernen“. Mit anschaulichen Beispielen und

interaktiven Übungen wurde das Publikum

miteinbezogen und mit dem Thema

vertraut gemacht. Niels Cimpa meint, dass

wir in Zukunft keine Frontalvorträge mehr

brauchen, sondern Lernbegleiter:innen,

die den jungen Menschen zeigen, wie

sie lernen können, natürlich auch unter

Einbeziehung einer KI. Die Rolle der

Lehrkraft verändert sich jetzt radikal. Sie

ist nicht mehr Wissensverteiler:in, sondern

Lernbegleiter:in, Lerncoach, Mentor:in

und Sparringspartner:in. Der Schlüssel

dafür liegt in der Kombination aus

pädagogischer Kompetenz und technologischer

Unterstützung – vor allem durch

Künstliche Intelligenz. Einige Tools dafür

wurden den sehr interessierten Lehrkräften

im Zuge des Vortrags mitgegeben und

(v.l.n.r.) LAKO-Leiterin Martina Piribauer, KI-Experte Niels Cimpa

und Abteilungsleiter Helmuth Sturm

machten neugierig auf mehr – vor allem

hat Niels Cimpa versucht, dem Thema „KI“

den Schrecken vor dem Unbekannten zu

nehmen, den es für einige Lehrpersonen

noch hat.

Niels Cimpa ist Gedächtnistrainer

und Lerncoach. Im Jahr 2023 erschien

sein Buch „Erfolgreich lernen

mit ChatGPT“. Seit 2024 führt

er sein eigenes Institut in Wien und

bietet dort neben Lerncoachings und

einer Lerncoach-Ausbildung auch

Improtheater an. Zudem ist er als

Erwachsenentrainer für Mediation

und Konfliktmanagement tätig.

(https://lerncoaching-wien.at/

ueber-niels-cimpa/)

Die gesamte Veranstaltung zum

Nachschauen finden Sie auf www.

youtube.com/live/pM5u863AgXM.

© Jürgen Mück

absolvent:innen echo Seite 17


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Einblicke in Lehrveranstaltungen:

TIM-Studierende erleben Künstliche

Intelligenz zum BeGREIFEN

SUSANNE AICHINGER

Wie erklärt man Künstliche Intelligenz so,

dass sie nicht nur verständlich, sondern

auch erfahrbar wird? Wie können

komplexe informatische Konzepte analog

vermittelt werden, also ohne Bildschirm,

Code oder Computer? Diesen Fragen

gingen Studierende des Schwerpunkts TIM

(Technik, Informatik, Mathematik) im Rahmen

einer Exkursion an die Technische

Universität Wien nach. Dort nahmen sie

als Abschluss der Lehrveranstaltung „Didaktik

der Informatik” an einem spannenden

Workshop im EduLab des Instituts für

Visual Computing and Human-Centered

Technology teil, bei dem es um genau dieses

Thema ging: Künstliche Intelligenz

(KI) analog denken und verstehen.

Der Workshop „KI und Neuronale Netze“

ist Teil des Bildungsangebots des EduLab

und richtete sich in diesem Fall nicht

direkt an Schüler:innen, sondern an angehende

Lehrer:innen mit folgendem Ziel:

Die Studierenden sollten die Inhalte aus

der Lernendenperspektive kennenlernen,

um sie in ihrer späteren Berufspraxis an

berufsbildenden Schulen sinnvoll einsetzen

zu können.

Informatik ohne Bildschirm

Im Workshop tauchten die Studierenden

spielerisch in die Welt der Künstlichen

Intelligenz ein. So wurde zum Beispiel

die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz

Schritt für Schritt erarbeitet. Die

Methode zeigte eindrucksvoll, wie maschinelles

Lernen funktioniert und regte

zum kritischen Nachdenken über Chancen

und Grenzen aktueller Technologien an.

Eindrücke vom

Workshop

Die Studierenden reflektierten im Anschluss

gemeinsam mit den Workshopleiter:innen

über mögliche Einsatzmöglichkeiten

im Unterricht, über didaktische

absolvent:innen echo Seite 18


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Zugänge und über die Bedeutung von

KI-Kompetenz in der heutigen Berufswelt.

Dabei wurde ihnen klar: Informatik und

insbesondere KI sind nicht nur Themen

der IT – sie durchdringen alle Lebens- und

Arbeitsbereiche. Umso wichtiger ist es,

Jugendlichen frühzeitig ein fundiertes,

aber auch kritisches Verständnis dieser

Technologien zu ermöglichen.

Zukunft verstehen

Der Exkursionsnachmittag war nicht

nur lehrreich, sondern auch inspirierend.

Gerade im berufsbildenden Schulwesen,

wo Schüler:innen sehr unterschiedlich

aufgestellt sind, eröffnen

solche Methoden neue Möglichkeiten

der Vermittlung.

Für die Studierenden war der

Workshop nicht nur eine fachliche

Bereicherung, sondern auch eine

pädagogische Inspiration. Wie kann

man Lernräume gestalten, die zum

Entdecken einladen? Wie wird Lernen

zu einem aktiven, erfahrungsbasierten

Prozess? Wie gelingt es, abstrakte

Konzepte greifbar zu machen?

Einladung zur Impulsreihe „KI in der Berufsbildung“ s

Die Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz ist an der HAUP

nicht nur in der Ausbildung, sondern auch in der Fort- und Weiterbildung

stark verankert. So gibt es nun bereits in der vierten

Ausgabe eine Impulsreihe zum Thema „Künstliche Intelligenz

in der Berufsbildung – Herausforderungen und Chancen“.

Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Tirol wurde

eine Fortbildungsreihe konzipiert, die in zentrale Themen der

Künstlichen Intelligenz einführt und gleichzeitig die Auftaktvorlesung

für einen ebenfalls eigens konzipierten Hochschullehrgang

darstellt.

Die Impulsreihe richtet sich an Lehrpersonen aller Fachrichtungen,

die Jugendlichen helfen möchten, sich in einer sich

rasant wandelnden Welt zurechtzufinden, aber auch an alle

Interessierten. Der nächste Durchgang startet im Sommersemester

2026, alle Informationen finden Sie zeitnah hier:

https://www.haup.ac.at/weiterbildung/onlineimpulsreihe-ki-in-der-berufsbildungveraenderungsprozesse-in-der-arbeits-undbildungslandschaft/

Die vergangenen drei Impulsreihen wurden aufgezeichnet

und können am Youtube-Kanal der HAUP nachgesehen

werden:

https://youtube.com/playlist?list=PLfvpBf4Ytn-FfBjedt7b-ucBFd7h2Z5Ic&si=UzwX57Yd4_gRCBiB

ONLINE-IMPULSREIHE

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

IN DER BERUFSBILDUNG

Veränderungsprozesse in der Arbeits- und Bildungslandschaft

Keynote

Impulsvortrag

Drei Jahre Künstliche Intelligenz in der Bildung –

wo stehen wir heute?

Dr. Diana Knodel, Founderin von Fobizz

23.2.2026 von 17.00 - 18.30 Uhr

Impulsvortrag

Ethik der Künstlichen Intelligenz

Dr. Christian Wallmann, Philosoph und Data Scientist

Praxisdialog

Round-Table

mit Expert:innen aus der Wirtschaft

dna Österreich (Carolin Lang, MA),

Innovation Farm (Fabian Butzenlechner, BSc.)

KI in der Berufsbildung

Erkenntnisse aus vier Zentrumshochschulen –

zwischen Innovation und Neutralisierungsstrategien

Isabell Grundschober, BEd BSc MA

Mag. (FH) Patrick Pallhuber, MA

18.3.2026 von 17.00 - 18.30 Uhr

Impulsvortrag

3.3.2026 von 17.00 - 18.30 Uhr

9.3.2026 von 17.00 - 19.15 Uhr

Generative KI – Funktionsweisen und Grenzen

Dr. Sabrina Gerth, Pädagogische Hochschule Tirol

26.3.2026 von 17.00 - 18.30 Uhr

5-teilige

Online-

Impulsreihe

Die Welt verändert sich und mit ihr auch die Anforderungen

an Bildung. Lehrkräfte übernehmen eine

zentrale Rolle dabei, junge Menschen auf diese

Veränderungen vorzubereiten, ihnen Orientierung

zu geben und Zukunftskompetenzen zu vermitteln.

Fortbildungen, wie diese Impulsreihe, leisten dazu

einen wertvollen Beitrag.

Information und Anmeldung zu den einzelnen Terminen:

Anmeldung über die Plattform PH-Online

oder per Mail an: seminare@haup.ac.at

https://www.haup.ac.at/weiterbildung/online-impulsreihe-ki-in-der-berufsbildung-herausforderungen-und-chancen

Dieses Angebot ist eine Kooperation der PH Tirol und der HAUP.

Ansprechpersonen: Susanne Aichinger (HAUP) und Gerlinde Schwabl (PH Tirol)

Wir laden Sie herzlich ein, mitzumachen!

Hier kommen Sie zur Impulsreihe:

absolvent:innen echo Seite 19


WORKSHOPS

Das WeltTellerFeld

Lebensmittelproduktion anschaulich dargestellt

ANTONIA ORTBAUER

Wie viel Fläche beansprucht unsere Ernährung?

Wieviel davon liegt in Österreich

und wieviel fließt in die Futterproduktion

für Nutztiere? Das WeltTellerFeld macht

die Ausmaße und Zusammenhänge der

Lebensmittelproduktion und unseres

(globalen) Ernährungssystems begeh- und

begreifbar. Dabei setzt der interaktive

Bildungsort im 22. Bezirk in Wien auf

Erlebnisse, die alle Sinne ansprechen,

handlungsorientierte Workshops, die zu

alltagstauglichen Lösungsansätzen führen

und den Aufbau von Ernährungskompetenz

für einen gesundheitsfördernden und

klimagerechten Lebensstil.

Was ist das WeltTellerFeld und

wieso brauchen wir es?

Unser Essen in ordentlich sortierten Supermarktregalen

vermittelt eine problemlose,

scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit. Wie

und wo unser Essen wächst und produziert

wird, die verwendete Fläche, der benötigte

Arbeitsaufwand, die ökologischen Folgen

und gesundheitlichen Auswirkungen sind

für Konsument:innen meist nicht erkennbar.

Das beeinflusst die allgemeine, oftmals

unzureichende Wertschätzung für Lebensmittel

und erschwert es Konsument:innen,

eine individuell gesundheitsfördernde und

gesamtgesellschaftlich verantwortungsvolle

Entscheidung zu treffen.

© WeltTellerFeld

Um dem entgegenzuwirken, durchleuchtet

das WeltTellerFeld die titelgebenden drei

Bereiche: Welt – Teller – Feld wie folgt.

Interaktive Workshops ermöglichen es Menschen jeden Alters

selbst aktiv zu werden, ihr individuelles Ernährungsverhalten zu

hinterfragen und selbst Handlungsoptionen zu entwickeln..

Bei regelmäßigen Mitmach-Tagen

sind alle Interessierten eingeladen

das Feld mitzugestalten.

© Freepik

absolvent:innen echo Seite 20


WORKSHOPS

Welt:

Herkunft unserer Lebensmittel, globale

Ernährungssysteme und Lebensmittelproduktion,

Landnutzung und Produktionsstrukturen

der globalen Landwirtschaft

und Handelsstrukturen,

Klima- und Verteilungsgerechtigkeit,

Lieferketten, Verfügbarkeit und

Endlichkeit der Ressourcen

Teller:

Ernährungsmuster und -stile (Fleischkonsum,

pflanzliche und saisonale

Ernährung etc.), gesundheitsfördernde

Ernährung, Ernährungssouveränität,

Alternativen zu bisherigen Konsumgewohnheiten,

Verpackungen von Lebensmitteln

und Lebensmittelabfälle

Feld:

Produktions- und Arbeitsbedingungen

in der Landwirtschaft, Ökosysteme,

Biodiversität, Mikroorganismen und

Kleinstlebewesen, Nährstoff-Kreisläufe,

nachhaltige und konventionelle Landwirtschaft

(biologische, regenerative

Landwirtschaft), Klimawandelauswirkungen

auf die Landwirtschaft, Böden

»Das WeltTellerFeld macht

die Ausmaße und Zusammenhänge

der Lebensmittelproduktion

begehund

begreifbar.

Durch die kontinuierliche Verknüpfung der

drei Bereiche schaffen wir Bewusstsein

für größere Zusammenhänge: Wie z.B.

wirkt sich eine frische, vorwiegend pflanzenbasierte

Ernährung auf die individuelle

Gesundheit und das Klima aus? Das Feld

wirft diese Fragen jedoch nicht nur auf,

sondern bietet einen Ort, um Alternativen

zum vorherrschenden System kennenzulernen,

sie zu diskutierten und auch zu

erproben.

Ein Erkundungspfad führt durch alle vier Bereiche des Feldes, dabei

gibt ein Farbleitsystem den Weg vor und ermöglicht die einfache

Orientierung im eigenen Flächenverbrauch.

© WeltTellerFeld

Alle Interessierten

sind eingeladen

Das WeltTellerFeld versteht sich als

dynamischer, partizipativer Ort, der

sich in stetigem Wandel befindet.

Nicht nur die Kulturen am Feld

verändern sich im Laufe der (Jahres-)

Zeit, auch die Mitmach- und Erlebnismöglichkeiten

werden stetig weiterentwickelt.

Alle Bildungs- und Erlebnismöglichkeiten

sind auf der WeltTellerFeld

Webseite find- und buchbar.

www.welttellerfeld.at

Instagram @welttellerfeld

kontakt@welttellerfeld.at

Schilfweg 20c, 1220 Wien

Das WeltTellerFeld macht die Fläche, die die

durchschnittliche Ernährung von Menschen in

Österreich einnimmt, für Besucher:innen erlebbar.

© WeltTellerFeld

absolvent:innen echo Seite 21


STAKEHOLDER-FORUM

START DES STAKEHOLDER-FORUMS DIVERSIFIZIERUNG:

Mehr Wertschöpfung für

den ländlichen Raum

Österreichweites Netzwerk stärkt regionale Wirtschaft

und bäuerliche Betriebe

BIRGIT STEININGER

Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

hat im März 2024 gemeinsam

mit Partner:innen aus der Landwirtschaft

das Projekt „Bildungsinitiative Diversifizierung“

gestartet. Ziel ist es, die

Lebensmittel- und Umweltkompetenz der

Bäuer:innen zu stärken, die regionale

Wirtschaft zu fördern und Arbeitsplätze

im ländlichen Raum zu sichern.

„Die Diversifizierung ist ein zentrales

Zukunftsthema für die österreichische

Landwirtschaft. Mit dem Projekt „Bildungsinitiative

Diversifizierung“ und dem

Stakeholder-Forum leisten wir einen

wichtigen Beitrag zur Stärkung bäuerlicher

Betriebe und des ländlichen Raums“,

betonte Rektor Thomas Haase.

Projektpartner

Die Landwirtschaftskammern, die

Arbeitsgemeinschaft Österreichische

Bäuer:innen und die Ländliche Fortbildungsinstitute

unterstützen die

Bildungsinitiative mit ihrer Expertise,

ihren Netzwerken und tragen aktiv dazu

bei, neue Wege in der Diversifizierung

aufzuzeigen. Zudem unterstützen zahlreiche

landwirtschaftsnahe Organisationen

und Projekte die Initiative und

werden Teil des zukünftigen Stakeholder-

Forums-Diversifizierung sein.

Die österreichische Landwirtschaft steht

vor großen Herausforderungen: Seit 1995

ist die Zahl der aktiven Betriebe um

36 Prozent gesunken. Um diesem Wandel

zu begegnen, braucht es neue Wege und

innovative Strategien. Eine zentrale Rolle

»Die Diversifizierung

eröffnet neue Perspektiven

– wirtschaftlich,

ökologisch und gesellschaftlich.

Der Schlüssel

liegt in der Vernetzung.

spielt dabei die Diversifizierung – also die

Erweiterung landwirtschaftlicher Tätigkeiten

über die klassische Produktion hinaus

hin zu neuen Formen der Wertschöpfung.

Auftaktveranstaltung an

der Hochschule für Agrarund

Umweltpädagogik

Am 25. November 2025 fand an der

Hochschule die Auftaktveranstaltung

des Stakeholder-Forums Diversifizierung

statt. 21 Institutionen und Organisationen

aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus,

Bildung, Regionalentwicklung und

aus dem Sozialbereich nahmen teil und

diskutierten Zukunftsperspektiven der

ländlichen Wertschöpfung. Fachvorträge

und Diskussionsrunden zeigten deutlich:

Die Diversifizierung ist in der Praxis angekommen

– und bietet großes Potenzial

für die Weiterentwicklung bäuerlicher

Betriebe und ganzer Regionen.

„Mit dem Stakeholder-Forum setzen wir

ein wichtiges Signal: Landwirtschaft,

Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Bildung

müssen noch stärker zusammenarbeiten,

um die Chancen unserer Regionen

bestmöglich zu nutzen. Das Forum leistet

einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung

der Vision 2028+“, erklärte Christian

Rosenwirth, Leiter der Abteilung Innovation,

Lokale Entwicklung und Zusammenarbeit

im BMLUK.

„Die Diversifizierung eröffnet neue

Perspektiven – wirtschaftlich, ökologisch

und gesellschaftlich. Der Schlüssel liegt

in der Vernetzung. Nicht nebeneinander

arbeiten, sondern miteinander; nicht

Silos verwalten, sondern Brücken bauen.

Das Stakeholder-Forum wird weit über

die Landwirtschaft hinaus Strahlkraft

entfalten“, zeigte sich Robert Fitzthum,

Kammerdirektor der Landwirtschaftskammer

Wien, überzeugt.

„Für mehr Wertschöpfung im ländlichen

Raum braucht es neue Impulse und

Kooperationen. Die Diversifizierung spielt

dabei eine Schlüsselrolle – sie verbindet

Wirtschaft und Landwirtschaft, schafft

Arbeitsplätze und erhöht die Attraktivität

unserer Regionen“, unterstrich Markus

Hillebrand, Obmann von „Netzwerk

Kulinarik“, in seinem Vortrag „Schluss

mit Parallelwelten: Wie Wirtschaft

und Landwirtschaft gemeinsam Wert

schaffen“.

Zwei Best-Practice-Betriebe zeigten bei

der Veranstaltung eindrucksvoll, wie

die Verbindung von Landwirtschaft und

Wirtschaft in der Praxis gelingen kann.

Andrea Blochberger vom niederösterreichischen

Unternehmen „Eis Greissler

– Aus Muh wird Wow“ präsentierte, wie

handwerkliche Milchverarbeitung und

absolvent:innen echo Seite 22


STAKEHOLDER-FORUM

(v.l.) Dr. Thomas Haase (Rektor), Dr. in Birgit Karre (Institutsleitung Bildungs- und Veranstaltungsmanagement,

Fort- und Weiterbildung und internationale Hochschulkooperationen), DI in Veronika Hager (Leitung Zentrum für

Weiterbildung und Drittmittelprojekte), DI Christian Rosenwirth (Leiter der Abteilung Innovation, Lokale Entwicklung

und Zusammenarbeit, BMLUK), Mag. a Heidi Liebminger (Wieserhof), Mag. a (FH) Nicole Prop (Projektleitung

Bildungsinitiative Diversifizierung), Ing. Robert Fitzthum (Kammerdirektor Landwirtschaftskammer Wien),

Andrea Blochberger (Geschäftsführerin Eis Greissler), LKR Markus Hillebrand (Obmann Netzwerk Kulinarik)

© Stefanie Hubmer

innovatives Marketing bäuerliche Wertschöpfung

neu denken lassen. Durch die

Kombination aus regionaler Produktion,

nachhaltiger Betriebsführung und touristischer

Erlebnisqualität ist ein erfolgreiches

Beispiel entstanden, das weit über die

Region hinausstrahlt.

Ebenso überzeugend demonstrierte

Heidi Liebminger vom „Wieserhof – Zeit

für die Sinne“ in der Steiermark, wie

Diversifizierung zu einem ganzheitlichen

Betriebsmodell werden kann. Mit ihrem

Angebot rund um Alpakawanderungen,

Kreativ-Workshops, Seminar- und

Auszeiträume im Grünen, den Hofladen

mit hochwertigen Alpakafaser-Produkten

sowie Natur-, Ruhe- und Gesundheitsangebote

auf dem Bauernhof schafft sie

eine Brücke zwischen Landwirtschaft,

Tourismus und Bildung – und zeigt, dass

neue Einkommensquellen und gesellschaftlicher

Mehrwert Hand in Hand

gehen können.

Plattform für Zusammenarbeit

und Wissenstransfer

Nach dem offiziellen Teil bot ein informeller

Ausklang Gelegenheit zur Vernetzung.

Künftig wird das Stakeholder-Forum

zweimal jährlich stattfinden und als

österreichweite Plattform für Austausch,

Wissenstransfer und Kooperation dienen.

Das Forum bringt Akteur:innen aus Landwirtschaft,

Bildung, Wirtschaft, Soziales,

Gesundheit, Tourismus und Regionalentwicklung

zusammen. Im Mittelpunkt steht

der fachliche Austausch über aktuelle

und neue Formen der Diversifizierung

und deren Potenzial für eine nachhaltige

Entwicklung des ländlichen Raums. Ziel

ist es, innovative Wertschöpfungsstrategien

zu fördern, Arbeitsplätze zu sichern

und die regionale Lebensqualität und

Wertschöpfung langfristig zu stärken.

Interessierte Organisationen sind herzlich

eingeladen, sich aktiv einzubringen und

die Zukunft des ländlichen Raums mitzugestalten.

Kontakt bei Rückfragen

zum Thema:

Mag. a (FH) Nicole Prop

Zentrum für Weiterbildung

und Drittmittelprojekte/

eigene Rechtspersönlichkeit /

Hochschule für Agrar- und

Umweltpädagogik

M +43 (0)699 1 923 50 80

nicole.prop@haup.ac.at

www.haup.ac.at

www.haup.ac.at/projekte/

bildungsinitiative-diversifizierung/

absolvent:innen echo Seite 23


MITGLIEDSBEITRAG

© Freepik

Informationen zum

Mitgliedsbeitrag 2025

Wie auch in den letzten Jahren ersuchen wir um Überweisung des Mitgliedsbeitrages

von EUR 20 für das Jahr 2025 – als Verwendungszweck bitte

„MB 25, E-Mail“ anführen!

Aufgrund neuer Regeln für Banküberweisungen prüft die Bank vor dem Abschluss

der Überweisung, ob IBAN und Empfängername zusammenpassen.

Unsere genaue Kontobezeichnung lautet:

• Verband der Absolvent:innen der Hochschule

für Agrar- und Umweltpädagogik

• IBAN: AT74 2011 1293 5075 7800, BIC: GIBAATWWXXX

Um die Überweisung des Mitgliedsbeitrags 2025 einfacher zu gestalten,

haben wir wie im letzten Jahr einen QR-Code eingefügt und ersuchen

euch bei der Überweisung unbedingt um Bekanntgabe eurer E-Mailadresse,

um unsere Daten aktuell halten und euch bestmöglich informieren zu können.

Vielen Dank für euren Mitgliedsbeitrag!

absolvent:innen echo Seite 24

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