22.01.2026 Aufrufe

Der GUT ZUM HERZ WINTER 2025/26

Das kostenfreie Community-Magazin für die Winterzeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Winterwellbeing“ – mit Ideen für Ruhe, Wärme und alltagstaugliche Routinen. Gleichzeitig heißt es „Diabetes – rundum gut informiert“: Wir geben Orientierung dazu, wie Messwerte eingeordnet werden können, teilen Tipps für Bewegung und Essen im Winter und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.

Das kostenfreie Community-Magazin für die Winterzeit: In dieser Ausgabe laden wir Sie ein zu „Winterwellbeing“ – mit Ideen für Ruhe, Wärme und alltagstaugliche Routinen. Gleichzeitig heißt es „Diabetes – rundum gut informiert“: Wir geben Orientierung dazu, wie Messwerte eingeordnet werden können, teilen Tipps für Bewegung und Essen im Winter und zeigen, welche Fragen im Arztgespräch weiterhelfen.

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DER

GUT ZUM

Das Magazin zur Jahreszeit

HERZ

Winter

Hauptausgabe Winter 2025/26 | Kostenfrei für unsere Community

2025/26

Diabetes

Rundum gut

informiert

Ausgabe Winter 2025/26

Wellbeing in der Winterzeit

Resilienz tanken – draußen lebendig, drinnen wohlig


EDITORIAL

Guten Tag, liebe

Leserinnen und Leser,

wenn Schneeflocken tanzen

und der Wind an der Fensterscheibe

rüttelt, ist es Zeit innezuhalten:

Was tut mir gut?

Diese Ausgabe begleitet Sie

mit Orientierung, Erfahrungen

aus unserer Community

und praktischen Ideen – achtsam

und alltagstauglich.

Der Winter stellt Menschen

mit Herzerkrankungen und

Diabetes vor besondere Herausforderungen:

Temperaturschwankungen

können

den Blutzuckerspiegel beeinflussen,

Dunkelheit drückt

aufs Gemüt, Wege fallen

schwerer. Zugleich bietet diese

Jahreszeit Raum zur Ruhe,

Zeit für innere Einkehr und

Neubesinnung.

Ein Atemzug aus frostiger

Stille: In heißen Bädern und

duftenden Saunen, in achtsamen

Ritualen finden Körper

und Geist zusammen. Der

Wechsel zwischen Winterkälte

draußen und wohltuender

Wärme beleben und schenken

intensive Momente.

In dieser Ausgabe finden

Sie praktische Unterstützung:

Winterwellbeing mit

den drei Säulen Bewegung,

Ernährung und Achtsamkeit;

ausgewählte Heilbäder

und Wellnesshotels; die Rubrik

„Diabetes – rundum gut

informiert“ mit Tipps für die

kalte Zeit. Wir zeigen, wie Sie

aktiv bleiben – draußen mit

maßvoller Bewegung, drinnen

mit rituellen Pausen.

Unsere Community berichtet:

Der Winter wurde

zur Chance. Menschen haben

gelernt, konzentriert bei sich

zu sein, Abstand von Hektik

zu gewinnen. Sie teilen ihre

Wege: kleine Schritte, die

sich gut anfühlen. Jeder Weg

ist individuell – aber keiner

muss allein gehen. In diesem

Magazin finden Sie Gleichgesinnte

und Orientierung.

Praktische Fragen: Wie

bleibe ich aktiv bei Kälte?

Wie manage ich meinen Diabetes?

Wie finde ich Balance

zwischen draußen und drinnen?

Wie nutze ich die Stille?

Unsere Beiträge geben klare

Orientierung.

Wichtig: Sprechen Sie neue

Routinen mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt ab. Hören

Sie auf Körperzeichen. Sicherheit

geht vor.

Machen Sie es sich gemütlich

mit warmer Tasse Tee und

lassen Sie sich inspirieren.

Entdecken Sie die Kraft der

Ruhe, die Freude an achtsamer

Bewegung, das Gute an

kleinen Schritten. Halten Sie

Ihren Körper in Bewegung,

gönnen Sie sich Pausen – und

nehmen Sie wahr, was Ihnen

bekommt.

Resilienz tanken – draußen

lebendig, drinnen wohlig.

Gemeinsam kommen wir mit

Achtsamkeit und Lebensfreude

durch diese schöne

Jahreszeit.

Herzlichst,

Ihr Matthias Jung und das

GUT ZUM HERZ-Team

2


GLEICH VORWEG

Ich bin Betroffener, kein Arzt

oder Heilpraktiker, und verfüge

über keine medizinische

Ausbildung. Vor etwa

20 Jahren erlitt ich einen

Herzinfarkt und lebe

seitdem mit einer koronaren

Herzerkrankung.

Im Jahr 2004 wurde bei

mir das „Metabolische

Syndrom“ diagnostiziert.

Seitdem beschäftige

ich mich intensiv mit den

Risikofaktoren, die zu diesem

Krankheitsbild beitragen.

Nach Einschätzung meiner behandelnden

Ärzte kann eine gute

Kontrolle des metabolischen Syndroms

das Risiko für einen weiteren

Herzinfarkt verringern. Zusätzlich wird

von ärztlicher Seite betont, dass die Reduktion

von Stress das allgemeine Wohlbefinden

fördern und sich positiv auf die

Lebensqualität auswirken kann.

Allen, die von diesen Erkrankungen betroffen

sind, sollte bewusst sein, dass eine vollständige

Genesung meist nicht möglich ist. Medikamente

bleiben in der Regel notwendig, und die kontinuierliche

Arbeit an den persönlichen Risikofaktoren

begleitet einen dauerhaft.

Wenn ich hier über medizinische Aspekte schreibe

oder spreche, gebe ich sinngemäß die Aussagen

meiner behandelnden Ärzte wieder. Ich erteile

keine medizinischen Ratschläge und gebe keine

Versprechen hinsichtlich einer Heilung oder Verbesserung

des

Gesundheitszustandes

ab.

Mein Ziel ist es,

meinen persönlichen

Weg zu schildern:

was mir geholfen

hat und was bei mir

weniger wirksam war.

Darüber hinaus stellen wir

Produkte und Dienstleistungen

vor, die den Alltag mit dieser Erkrankung

erleichtern oder angenehmer

gestalten können.

Viele Maßnahmen, die bei bestehenden

Herzerkrankungen angewendet werden, können

nach ärztlicher Erfahrung auch zur Förderung

der Herzgesundheit beitragen. Es handelt sich hierbei

jedoch um individuelle Erfahrungen, die nicht

verallgemeinert werden können und keinesfalls

eine ärztliche Beratung ersetzen.

WICHTIG: GUT ZUM HERZ ist für seine Community

kostenfrei. Zur Finanzierung werden im Magazin

Produkte und Dienstleistungen vorgestellt, die

klar und transparent im blauen Rahmen als »WER-

BUNG« oder »ADVERTORIAL« gekennzeichnet

sind. Unsere eigene Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Ihr Matthias Jung

Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss mit Klick HIER.

Impressum

»Der GUT ZUM HERZ Winter 2025/26« ist ein Projekt vom JUNG & JUNG Verlag und wird veröffentlicht auf den Portalen von eMagazin.digital

JUNG & JUNG Verlag GbR | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main | Telefon: 0 60 27 – 97 97 60 | Telefax: 0 60 27 – 97 97 -61

E-Mail: office@jungundjungverlag.de | Rechtsform: JUNG & JUNG GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) Umsatzsteuer-ID: DE 322021744

Herausgeber und verantwortlicher Dienstanbieter (§ 5 DDG): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV / Presserecht (V.i.S.d.P.): Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Redaktion und verantwortlich für den Inhalt (§ 55 Abs. 2 RStV): Matthias Jung

Ideen, Inszenierung, Layout und technische Umsetzung: JUNG & JUNG Verlag | Fotos: Matthias Jung, Tina Jung, 123RF und Envato

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Matthias Jung | Mauerheimstraße 8 | 63811 Stockstadt am Main

Veröffentlichung am 19.Dezember 2025 | Alle Rechte vorbehalten.

3


DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN

10.

HERZ & ....

Das Leben im Kontext des Herzens

08. DER GUT ZUM HERZ WINTER

Viel mehr als nur eine Jahreszeit

Inhalt

42. GUT ZUM HERZ IM WINTER

Viele gute Tipps für die frostige Jahreszeit

Informationen

02. EDITORIAL

Wir freuen uns, dass Sie uns als

Leserin und als Leser in dieser

Ausgabe besuchen

03. IMPRESSUM

Im Impressum gibt es viele

rechtliche Informationen zu

dieser Ausgabe

04. INHALT

Hier gibt es einen schnellen

Überblick über die Inhalte in

dieser Ausgabe

176.

ZU GUTER LETZT

Viele, die unsere Ausgaben zu

verschiedenen Themen kennen

und wissen es, ein Rückblick und

Ausblick

94. WÄRMENDER FARBENMANTEL

Winterliches Rezept mit Wirsing, Rote Bete, Kartoffeln und Co.

4


136. HERZ & Welt

Deutschland im Vergleich zu Frankreich

14.

PSYCHO-

KARDIOLOGIE

74. 8 TAGE ...GUT ZUM

HERZ

48. WIR SIND SEHR

VIELE

78. 100 JAHRE DIABE-

TES-BEHANDLUNG

66. VIER MAL 8 TAGE

...GUT ZUM HERZ

90. FITNESS IM JANUAR

MIT STEFFEN

106. KLINISCHE FORSCHUNG

Vielfalt stärkt Evidenz

60. ZEHNTAUSEND MENSCHEN

Unsere Community, digital und im

echten Leben

130.

40 JAHRE OTTAWA - CHARTA

Ein Blick zurück und in die Zukunft

5


DIE ÜBERSICHT FÜR DIESES MAGAZIN

164.

DIE HERZSCHLAG-COMMUNITY

Ein Herz schlägt nie allein

140. ESSEN UNTERWEGS

Vom Terminal nach Gateway Gardens

172.

DER GUT ZUM HERZ FRÜHLING 2025

Die Vorschau auf das nächste Magazin

179.

DER NACHRICHTENTEIL

Ab hier beginnt unser Nachrichtenteil.

Wie ein Tagebuch füllt sich

dieser Bereich von nun an fortlaufend

mit neuen Einträgen.

148. KUREN IN HESSEN

Eine Reise durch die Mitte Deutschlands

Damit Sie nichts verpassen: Auf

unseren Social-Media-Kanälen erfahren

Sie sofort, wenn ein neuer

Eintrag online ist.

6


14. IMMER AM FLUSS ENTLANG

Harmonie zwischen Strömung und Stille

120. DAS PLUS AN SICHERHEIT

Zwölf Mobile Retter in Deutschland

26. GUT ZUM HERZ IM SOMMER

Viele gute Tipps für einen unbeschwerten Sommer

112. HERZ UNTER DRUCK

Arbeitsbelastung bei

Menschen über 50

HERZ

&

Wellness

84. MEDITERRANER GEMÜSEZAUBER

Buntes und gesundes Rezept

124.

GUT ZUM HERZ | AKTUELL

Das Nachrichtenmagazin im Magazin

7


DURCH DIE GUT ZUM HERZ JAHRESZEITEN

DER

GUT ZUM

von Matthias Jung

Winter

Viel mehr als nur eine Jahreszeit

HERZ

Den Winter

genießen!

Der Winter ist leiser als

der Herbst – und genau

darin liegt seine Chance. Wenn

Tage kürzer werden und Kälte den Rhythmus

bestimmt, lohnt es sich, den Alltag bewusst

zu ordnen: Was tut mir gut, was kostet mich unnötig

Energie?

Für einen herzfreundlichen Winter braucht es keine

großen Vorsätze. Schon regelmäßige, moderate

Bewegung kann helfen, Kreislauf und Stimmung

zu stabilisieren – zum Beispiel ein zügiger Spaziergang

in der Mittagshelligkeit, ein paar Mobilitätsübungen

am geöffneten Fenster oder Treppen statt

Aufzug, wenn es passt. Wer bei Kälte zu Engegefühl

in der Brust, ungewöhnlicher Luftnot oder Schwindel

neigt, sollte Belastung dosieren und ärztlichen

Rat einholen.

Auch Wärme ist ein Thema. Mehrere dünne Kleidungsschichten

schützen besser als eine dicke,

und ein Schal vor Mund und Nase kann die

Atemluft anwärmen. In der Küche unterstützen

saisonale, ausgewogene Mahlzeiten: Gemüse,

Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse sowie

wärmende Suppen liefern Energie, ohne zu beschweren.

Ausreichend trinken bleibt wichtig –

auch wenn Durst im Winter seltener spürbar ist.

Winter

ist

außerdem

Planungszeit.

Wer Medikamente

einnimmt, profitiert häufig

von festen Routinen, einer

aktuellen Liste im Portemonnaie

und einem kurzen Check: Sind Rezepte,

Messgeräte und Termine für die nächsten

Wochen organisiert? Bei Infekten gilt: Lieber früher

pausieren, ausreichend schlafen und bei anhaltenden

Beschwerden medizinisch abklären lassen

– gerade, wenn Herz oder Kreislauf bereits vorbelastet

sind. Ein paar Minuten Tageslicht am Morgen

und eine klare Abendgrenze für Bildschirmzeit

können die Erholung unterstützen.

Nicht zuletzt stärkt Winterzeit Beziehungen. Ein

kurzer Anruf, ein gemeinsamer Tee oder ein Spaziergang

zu zweit kann Stress spürbar senken. Teilen

Sie gern Ihre Strategien mit der Community.

8

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


Schicken Sie

uns spannende

Themen zum

Winter!

“Halten Sie Ihre schönsten

Wintermomente fest. Teilen Sie

Ihre Erlebnisse mit uns – wir freuen

uns auf Ihre Einsendungen! “

Hier klicken.

9


HerzNetzwerk | HERZ & ....

Das Format „tHERZ & verbindet medizinische Expertise

mit authentischen Berichten von Menschen, die

täglich mit Herzerkrankungen leben. Wer die Diagnose

„Herzinsuffizienz“ oder „koronare Herzkrankheit“

erhält, erlebt nicht nur Veränderungen in Laborwerten:

Das Treppensteigen wird zur Herausforderung, nächtliches

Herzrasen weckt Ängste, und das alltägliche Alleinsein

kann erdrückend sein. Genau hier setzt HERZ & an:

Durch den lebendigen Austausch entsteht ein Netzwerk,

das dort ansetzt, wo herkömmliche Informationsangebote

enden. Es schafft Nähe, gibt Hoffnung und lässt Wissen

genau dort ankommen, wo es gebraucht wird – mitten im

Leben..

HERZ & Selbsthilfe – echte Begegnungen

auf Augenhöhe

In Kooperation mit anerkannten Selbsthilfegruppen öffnen

wir Räume für ehrliche Erfahrungsberichte, Live-Sessions

und regionale Treffen. Hier teilen Betroffene selbst,

was ihnen im Alltag hilft:

• Berichte von ganz persönlichen „Herz-Momenten“, die

Mut machen

• Sessions, in denen Fragen offen besprochen werden

und praktische Tipps entstehen

HE

&

• Peer-Begleitung, die in belastenden Phasen Halt gibt

und Zuversicht schenkt

Dieses Angebot trägt dazu bei, dass sich weniger Menschen

alleine fühlen.

HERZ & Podcast „Herzgeflüster“ – Gespräche, die

berühren

Unser Podcast „Herzgeflüster“ ist ein geschützter Rahmen

für vertrauliche Gespräche zwischen Betroffenen, Ärzt:innen

und Therapeut:innen. Dabei geht es nicht nur um Diagnosen,

sondern um das, was wirklich zählt:

• Innovationen und Therapien werden praxisnah erörtert

– wie fühlen sie sich im Alltag an?

• Strategien zur Stressbewältigung, zum Umgang mit

Ängsten vor Kontrollterminen und Schlafstörungen

• Erfahrungen aus dem Alltag zu Bewegung, Ernährung

und digitaler Selbstkontrolle

Mit jeder Folge entsteht ein Angebot, das wissenschaftliche

Erkenntnisse lebendig werden lässt und unmittelbar

im eigenen Leben Anwendung findet.

Matthias Jung

Gründer & Initator

Ich möchte medizinische

Expertise

mit meinen persönlichen

Erfahrungen

verknüpfen und so

eine lebendige Plattform

schaffen, auf

der Betroffene sich

offen austauschen,

gegenseitig Halt finden

und gemeinsam

praktische Lösungen

für den Alltag entwickeln.

10


RZ

HERZ & Gesundheitswissen – verständlich und

evidenzbasiert

Fachärzt:innen, Psycholog:innen und Physiotherapeut:innen

bereiten komplexe Themen so auf, dass sie wirklich

ankommen:

• Webinare mit Q&A-Phasen, in denen Rückfragen geklärt

werden

• Quick-Guides, die Komorbiditäten, Medikation und

Lifestyle-Empfehlungen kompakt zusammenfassen

• Infografiken, die Abläufe, Risiken und Bewältigungsstrategien

in klaren Bildern darstellen

Dieses Wissen stärkt die Selbstwirksamkeit und verwandelt

Unsicherheit in Handlungskompetenz.

HERZ & „GUT ZUM HERZ“-Jahreszeiten – powern

durch alle Phasen

GUT

ZUM

HERZ

Die GUT ZUM HERZ

Community

Mit über 10 000

Mitgliedern liefert

siw Impulse: Sie teilen

persönliche Erfahrungen,

regen

Diskussionen an

und inspirieren Expert:innen

dazu, gemeinsam

innovative

Alltagslösungen zu

entwickeln, die das

Leben mit Herzerkrankungen

nachhaltig

verbessern.

HerzPatientinnen und Patienten:innen sind wetterempfindlich

und müssen ihre Aktivitäten an die Jahreszeiten

anpassen. Unser Programm begleitet durch alle Phasen:

• Winter: sanfte Kreislaufübungen, Atemtraining bei

Kälte und Erkältungsprophylaxe

• Frühjahr: behutsamer Wiedereinstieg in Ausdauertraining

nach der kalten Jahreszeit

• Sommer: Hitze- und Flüssigkeitsmanagement; einfache

Entspannungstechniken gegen Hitzestress

• Herbst: Achtsamkeitsübungen und Resilienz-Workouts

für wechselhaftes Wetter

Das unterstützt die Motivation und stärkt die Selbstkontrolle.

HERZ & neue Ideen – gemeinsam Innovation

gestalten

In Co-Creation-Workshops entwickeln Betroffene und

Expert:innen gemeinsam praktische Lösungen – von Vitalwert-Apps

bis zu barrierefreien Bewegungsangeboten.

Kontinuierliches Feedback sichert die Praxisrelevanz. Ihr

Nutzen: Sie werden Teil einer Bewegung, die Vertrauen

schafft und Ihre Expertise direkt zu den Menschen bringt,

die sie brauchen. Sie gewinnen echte Verbindung statt

bloßer Sichtbarkeit. Mit HERZ & entstehen lebendige Gemeinschaften,

in denen Nähe, Mut und Wissen zusammenwirken.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

11


HerzInfo | AGENDA FÜR DIESES MAGAZIN

HerzInfo

HerzAktiv

HerzG

„Allgemeine Informationen“:

Für einen Überblick

Das Magazin von GUT ZUM HERZ bietet

eine Mischung aus informativen und inspirierenden

Inhalten zur Herzgesundheit:

• Editorial: Begrüßung und Einleitung

in die aktuelle Ausgabe durch

die Redaktion.

• Inhaltsverzeichnis: Ein schneller

Überblick über alle Beiträge, damit

Sie direkt zu den für Sie relevanten

Themen springen können.

• Wegweiser für Herzgesundheit:

Orientierungshilfen, um die passenden

Informationen und Angebote zu

finden – für alle, die ihr Herz aktiv

unterstützen möchten.

• Mediathek von GUT ZUM HERZ:

Podcasts, Videos und andere digitale

Inhalte, die Sie bequem von zuhause

aus nutzen können, um Ihr Wissen

zu erweitern.

• Spannende Formate: 8 Tage ...Gut

zum Herz, Themenwochen, Podcast-

Meetups – vielfältige Möglichkeiten,

sich mit der Community auszutauschen.

Das Magazin von GUT ZUM HERZ vereint

Informationen, Orientierung und

Inspiration, um Sie auf Ihrem Weg zu

einem gesunden Leben zu begleiten.

„Wellbeing in der Winterzeit“:

Aktiv den Winter erleben

Unter dem Motto „Wellbeing in der Winterzeit“

laden wir Sie ein, den frostigen

Winter für Ihr Wohlbefinden zu nutzen:

• Naturerlebnis: Spaziergänge durch

klare Winterluft, entlang ruhiger

Wege und kahler Reben – für frische

Gedanken und neue Ruhe.

• Outdoor-Bewegung: Walking und

achtsame Winterwanderungen auf

gut begehbaren Strecken – angepasst

an Wetter, Tagesform und Tempo.

• Achtsamkeitspraxis: Bewusste

Wahrnehmung der stillen Winterlandschaft

mit Atemübungen,

kurzen Pausen und meditativen

Momenten.

• Ernährungsaspekt: Integration

saisonaler Winterküche und regionaler

Spezialitäten – genussvoll,

alltagstauglich und ohne große Versprechen.

• Alltagsrituale: Kleine Auszeiten

an geschützten Plätzen, Wärmeroutinen

und bewusste Erholung – für

mehr Gelassenheit in der dunklen

Jahreszeit.

Tauchen Sie ein in „Wellbeing in der

Winterzeit“ und genießen Sie die Natur

für einen entspannten Winter! Nutzen

Sie die klare Jahreszeit für mehr bewusste

Bewegung.

„Diabetes - Rundum

Fachliche Them

Informationen zu All

den: Mess- und Labor

zucker, HbA1c) unters

nung von Stoffwechse

• Basisaktivitäten

Radfahren oder S

gepasst an Tagesf

erkrankungen.

• Alltagsintegrati

tinen wie Trinken

planen und Mess

einbart.

• Soziale Motivat

bote und Freunds

die das Dranbleib

• Regelmäßigkeit

Bewegungsrichtl

sein – gern in kur

• Entspannungsk

Atempausen, Erh

als Bausteine, um

behalten.

• Unterzuckerung

zeichen kennen, T

beihaben und das

Ernstfall mit dem

abstimmen.

Gestalten Sie Ihr „Di

bewusst und nachhal

cherheit im Alltag!

12


esund

HerzAktuell

HerzNetzwerk

gut informiert“:

en-Grundlagen

tag und Wohlbefinwerte

(z. B. Bluttützen

die Einordl

und Therapie.

: Spaziergänge,

chwimmen – anorm

und Begleiton:

Kleine Rou-

, Essenszeiten

zeiten, wenn verion:

Gruppenangechaftsnetzwerke,

en leichter machen.

: Orientierung an

inien: täglich aktiv

zen Etappen.

omponente:

olung und Schlaf

Stress im Blick zu

im Blick: Warnraubenzucker

da-

Vorgehen für den

Behandlungsteam

abetes-Wissen“

tig – für mehr Si-

„Der Nachrichtenteil“: HerzAktuelle

Berichte über Events

Im Bereich HerzAktuell informieren

wir Sie über die neuesten Trends zum

Herzen:

• Selbsthilfe im Fokus: Wir berichten

von Veranstaltungen, die Betroffene

stärken und Wissen vermitteln.

• Herzgesundheit im Herbst: Wir

zeigen die Highlights von Vorträgen

von den Herzwochen der Deutschen

Herzstiftung e.V.

• Messen zum Anfassen: Wir berichten

von Fachmessen und Events, die

neue Trends und Innovationen für

die Herzgesundheit präsentieren..

• Forschungskongresse: Wissenschaftliche

Veranstaltungen, die

neue Erkenntnisse zur Herzgesundheit

vorstellen.

• Patientinnen und Patientenenkongresse:

Patientinnen und

Patientenen und Experten zusammenbringen.

• Digitale Gesundheitsangebote:

Neue Apps, Plattformen und Online-

Formate, die die persönliche Herzgesundheit

unterstützen.

Erfahren Sie in unseren Berichten mehr

über die vielfältigen Veranstaltungen im

Herbst.

Das „HerzNetzwerk“ von

GUT ZUM HERZ

Ist eine Plattform, die Menschen, Institutionen

und Unternehmen verbindet,

um gemeinsam die Herzgesundheit zu

fördern.

• Patientinnen und Patientenen

und Betroffene vernetzen: Das

Herznetzwerk schafft Räume für

den Austausch zwischen Menschen

mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Selbsthilfegruppen und Fachleuten.

• Zusammenarbeit mit Fachärzten

& Kliniken: Experten aus Medizin,

Forschung und Therapie bringen ihr

Wissen ein, um neue Lösungen für

Prävention und Behandlung zu entwickeln.

• Unternehmen & Organisationen

einbinden: Das Aktionsbündnis

fördert den Dialog mit Krankenkassen,

Pharmaunternehmen und

Herstellern medizinischer Produkte,

um gemeinsam innovative Ansätze

zu erarbeiten.

• Digitale Plattform, Events &

Mediathek: Durch Webinare, Podcasts,

Events und digitale Angebote

werden aktuelle Erkenntnisse und

Erfahrungen aus dem Herznetzwerk

einfach zugänglich gemacht.

Das Herznetzwerk ist eine Bewegung

für mehr Herzgesundheit.

13


HerzGesund | PSYCHOKARDIOLOGIE

Das Herz hört

auf die Seele

von Matthias Jung

Psychokardiologie: Medizin für das ganze Leben

Manche Nächte sind so

still, dass man den eigenen

Herzschlag lauter

wahrnimmt als alles andere. Genau

in solchen Momenten drängen

sich Fragen auf: Ist das nur

Stress – oder steckt das Herz dahinter?

Diese Unsicherheit ist ernst zu

nehmen. Die Psychokardiologie

verbindet klassische Herzmedizin

mit psychosozialer Expertise

und schafft Orientierung, ohne

bewährte Standards zu relativieren.

Warum Herz und Psyche

zusammengehören

Körper und Seele beeinflussen

sich gegenseitig. Nach einem

Herzinfarkt, nach Eingriffen oder

bei Herzschwäche treten nicht selten

depressive Symptome, Ängste

oder dauerhafter Stress auf. Diese

Belastungen wirken sich auf den

Krankheitsverlauf, die Therapietreue

und die Lebensqualität aus.

Das Zusammenspiel ist medizinisch

erklärbar: Stresshormone

steigen, das vegetative Nervensystem

gerät aus dem Gleichgewicht,

Entzündungsprozesse und

Gefäßfunktionsstörungen nehmen

zu. Hinzu kommen Verhaltensfaktoren

wie Schlafmangel,

Bewegungsarmut oder nachlassende

Medikamenteneinnahme.

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft

für Kardiologie (DGK) und

internationale Konsenspapiere

empfehlen deshalb, psychosoziale

Faktoren routinemäßig zu erfassen

und in die Behandlung einzubeziehen.

Screening leicht gemacht

Der Einstieg gelingt einfach und

standardisiert – zum Beispiel in

der Herzsprechstunde. Kurze,

wissenschaftlich geprüfte Fragebögen

helfen, psychische Belastungen

zu erkennen.

• PHQ-2/PHQ-9 für depressive

Symptome

• GAD-2/GAD-7 für Angststörungen

• Zusatzfragen zu Schlaf, Substanzkonsum,

sozialer Unterstützung

und Alltagsbelastung

Wichtig ist die regelmäßige Wiederholung,

etwa in Reha und

Nachsorge. Deutsche Normdaten

erleichtern die Einordnung und

den Verlauf.

Wenn Stress das Herz erfasst –

Takotsubo

Ein bekanntes Beispiel ist das Takotsubo-Syndrom,

auch „Gebrochenes-Herz-Syndrom“

genannt.

Die Symptome ähneln einem

14


WERBUNG

Psycho

kardi

ologie

15


Herzinfarkt, obwohl die Herzkranzgefäße

meist nicht stark

verengt sind. Auslöser sind oft

starke seelische oder körperliche

Belastungen. Auch wenn sich die

Herzfunktion häufig wieder erholt,

sind Komplikationen in der

Akutphase nicht selten. Deshalb

gilt: Abklärung und Überwachung

haben Vorrang. Forschungsprojekte

untersuchen derzeit Marker

und Begleiterkrankungen, um die

Nachsorge noch gezielter zu gestalten.

Was nachweislich hilft

Wirksam ist vor allem die Kombination

verschiedener Maßnahmen:

• Aufklärung und Information

über Zusammenhänge

• Bewegung und angepasstes

Training

• Stressbewältigung und Schlafregeln

• Psychotherapeutische Verfahren

wie kognitive Verhaltenstherapie

oder achtsamkeitsbasierte

Programme

Diese Bausteine sind längst Teil

der kardiologischen Rehabilitation

und verbessern Belastbarkeit,

Symptomkontrolle und Lebensqualität.

Auch Angehörigenarbeit

und Peer-Support spielen eine

wichtige Rolle, weil sie Einsamkeit

und Alltagsstress abfedern können.Wenn

Medikamente gegen

psychische Symptome notwendig

sind, geschieht dies stets interdisziplinär

– also in enger Abstimmung

zwischen Psychiatern, Psychotherapeuten

und Kardiologen.

Generelle Empfehlungen werden

bewusst vermieden, weil Wechselwirkungen

individuell zu prüfen

sind.

Versorgung, die trägt

Strukturen dafür existieren bereits:

• Kliniken bieten psychokardiologische

Konsile und psychosoziale

Begleitung bei Eingriffen.

• Reha-Zentren integrieren

psychologische Module standardmäßig.

• Hausärzte, Internisten und

Kardiologen übernehmen

Screening und koordinieren

die Weiterleitung an Psychotherapie,

Sozialdienste oder

Selbsthilfegruppen.

Besonders wichtig sind feste Kooperationswege,

die Überleitungen

erleichtern und Hemmschwellen

senken. So kann verhindert

werden, dass Patientinnen und

Patientenen mit ihren Sorgen allein

bleiben.

Drei Schritte, die heute

möglich sind

1. Kurzscreening einführen:

PHQ-2/9 und GAD-2/7 routinemäßig

einsetzen, klare Weiterleitung

bei Auffälligkeiten.

2. Reha-Bausteine gezielt nutzen:

Bewegung, Stressmanagement

und Psychoedukation

sind Standard in der

Nachsorge.

3. Netzwerke stärken: Zusammenarbeit

zwischen Kardiologie,

Psychosomatik, Pflege,

Sozialdienst und Selbsthilfe

verbindlich festlegen.

Blick nach vorn

Fachgesellschaften bewerten psychosoziale

Belastungen inzwischen

als beeinflussbare Risikofaktoren.

Internationale Papiere

fordern, Depression, Angst, posttraumatische

Belastung und Einsamkeit

systematisch zu erfassen.

Auch die Situation pflegender Angehöriger

rückt stärker in den Fokus.

Das zentrale Versprechen bleibt

zweifach:

1. Sicherheit zuerst – akute Symptome

werden medizinisch

abgeklärt.

2. Danach die ganze Person sehen

– körperlich und seelisch.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert

journalistisch und ersetzt

keine ärztliche Diagnose oder

Therapie. Entscheidungen über

Behandlung und Medikamente erfolgen

leitlinienorientiert, interdisziplinär

und nach Rücksprache

mit Ärztinnen und Ärzten.

In eigener Sache – ein persönlicher

Einblick

Die Themen der Psychokardiologie

berühren mich auch persönlich.

In meinem entstehenden

Buch erzähle ich meine Geschichte

– mit Höhen, Tiefen und Erfahrungen,

die mein Leben mit Herz

und Seele geprägt haben. Bis zur

Veröffentlichung möchte ich Ihnen

mit dieser Leseprobe schon

einen Einblick geben und zum

Weiterdenken anregen..

Bis es soweit ist, wünsche ich Ihnen

viel Freude und spannende

Einblicke mit dieser Leseprobe.

.

16


WERBUNG

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER. 17


Facebook-Grup

Die

GUT ZUM

HER

Mehr

auf Seite

164.

Mehr

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138.

Die HerzSchlag-Community

als Selbsthilfegruppe

Digitale Gesundheit

Gesundheit

mitges

18

Umfragen, Trends

& Erfahrungsberichte

NichtAlleineSein mit

gemeinsamen Aktivitäten

Fragen &


Z

3400+

Mitglieder

pe

Mehr

ab Seite

48.

Mehr

auf Seite

134.

partizipativ

talten

Sich sicher fühlen mit

»HERZENSORTE«

MediKlar & Wie sag ich‘s

meinem Arzt?

Mehr

auf Seite

116.

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ab Seite

90.

Antworten Gewinnspiele Regionale Gruppen

19


HerzAktiv | TITELTHEMA WELLBEING IN DER WINTERZEIT

HERZ

&

Wellness

Ausgabe Winter 2025

Wellbeing in der Winterzeit

von Matthias Jung

Resilienz tanken – draußen lebendig, drinnen wohlig

20


Ein Atemzug aus

frostiger Stille

Wenn der Winter die Welt

in kristallene Ruhe hüllt,

beginnt eine Zeit der

Einkehr. Die klare Luft,

das Spiel aus Licht und

Schatten auf verschneiten

Wegen, und die Wärme, die

wir in dampfenden Quellen

und stillen Momenten

finden – all das formt eine

Jahreszeit, die uns zurück

zu uns selbst führt.

Seit Jahrhunderten suchen

Menschen in der kalten

Zeit nach Balance: In

heißen Bädern, duftenden

Saunen und achtsamen

Ritualen, die Körper und

Geist verbinden. Die Natur

schweigt, und in dieser

Stille liegt eine Einladung

– zur Regeneration,

zur Achtsamkeit, zur

bewussten Pause.

Entdecken Sie die Kraft der

Ruhe im GUT ZUM HERZ

Winter 2025/26.

W

enn der Winter mit

seiner kühlen, klaren

Luft einkehrt und die

Landschaft unter einer weißen

Schneedecke verschwindet, beginnt

eine Zeit, die Körper und

Geist zu Besinnung und Erholung

einlädt.

Die längeren Nächte, die kürzeren

Tage und die besondere

Atmosphäre dieser Jahreszeit

schaffen einen Rahmen, in dem

wir zur Ruhe kommen und uns

wieder bewusst dem eigenen

Wohlbefinden widmen können.

Winterwellness – das bedeutet,

Balance zu finden zwischen

Bewegung und Entspannung,

zwischen dem Leben draußen

in der Frische und dem Geborgensein

an warmen, geschützten

Orten.

Die kalte Jahreszeit ist weit

mehr als eine Phase des Wartens.

Sie ist eine Gelegenheit,

den eigenen Rhythmus neu

zu entdecken und sich Zeit für

das zu nehmen, was im Alltag

oft zu kurz kommt: bewusste

Momente der Achtsamkeit, des

Innehaltens und der Regeneration.

In dieser Ausgabe von GUT

ZUM HERZ laden wir Sie ein,

die vielfältigen Möglichkeiten

der Winterwellness zu entdecken

– von traditionellen Thermalbädern

über Saunakultur

bis hin zu achtsamer Bewegung

in der Natur.

Winterwellness als

Einladung zu Wohlbefinden

Viele Menschen erleben gerade

im Winter, wie wohltuend

bewusst gestaltete Rituale sein

können. Das entspannte Baden

im warmen Wasser nach einem

ausgedehnten Spaziergang in

klirrender Kälte, das Gefühl

von frischer Luft auf der Haut

und die anschließende Einkehr

in wohlige Wärme – diese

Kontraste schaffen besondere

Erlebnisse, die Körper und Geist

gleichermaßen ansprechen.

Viele Menschen empfinden eine

bewusste Auszeit von Hektik

und digitalen Ablenkungen als

wohltuend und ausgleichend.

Die Natur lädt mit ihrer winterlichen

Stille und Klarheit dazu

ein, den eigenen Rhythmus wiederzufinden.

Ob beim Betrachten

verschneiter Landschaften,

21


beim achtsamen Spaziergang

durch den Park oder einfach beim

bewussten Atmen der kalten,

klaren Luft – der Winter bietet

zahlreiche Gelegenheiten, im Hier

und Jetzt anzukommen.

Temperaturkontrast als

vitalisierender Impuls

Der Wechsel zwischen der kühlen

Frische im Freien und der sanften

Wärme eines Thermalbades

oder einer Sauna wird von vielen

Menschen als außerordentlich belebend

empfunden. Diese bewusst

erlebten Temperaturunterschiede

schaffen Momente der Intensität,

die uns wieder ganz in den eigenen

Körper zurückbringen.

Die Kälte draußen schärft die Sinne,

die Wärme drinnen schenkt

Geborgenheit und Entspannung.

Diese Momente schenken nicht

nur unmittelbare Erholung, sondern

ermöglichen es auch, neue

Kraft und Gelassenheit für den

Alltag zu sammeln. Sie sind wie

kleine Inseln der Achtsamkeit in

unserem oft hektischen Leben.

Baden-Baden – Wo römische

Tradition auf moderne

Wellnesskultur trifft

Baden-Baden am nördlichen

Rand des Schwarzwaldes ist eine

Stadt mit einer nahezu zweitausendjährigen

Badekultur, die bis

in die römische Zeit zurückreicht.

Mit ihren rund 56.900 Einwohnern

ist sie ein Ort, der Gäste aus

aller Welt seit Jahrhunderten anzieht

und fasziniert.

Die warmen Quellen, deren mineralreiches

Wasser bereits die Römer

zu schätzen wussten, stehen

heute als lebendiges Sinnbild für

eine jahrhundertealte Tradition

– verbunden mit dem modernen

Anspruch an Komfort, Qualität

und zeitgemäße Wellnesskultur.

Täglich sprudeln mehr als

800.000 Liter Thermalwasser

aus zwölf verschiedenen Quellen

aus einer Tiefe von etwa 2.000

Metern an die Oberfläche – mit

Temperaturen zwischen 56 und

68 Grad Celsius. Das Wasser ist

angereichert mit wertvollen Mineralien

wie Natrium, Calcium,

Magnesium, Lithium und Fluorid,

die sich auf dem langen Weg

durch die Gesteinsschichten im

Wasser gelöst haben.

Caracalla Therme

– Moderne Badekultur

Die moderne Caracalla

Therme bietet

auf großzügigen

4.000 Quadratmetern

vielfältige

Möglichkeiten für

Entspannung und

Erholung. Weiträumige

Innenbecken,

großzügige Außenbecken,

verschiedene

Saunen, Dampfbäder,

liebevoll

gestaltete Ruhebereiche

und ein

umfangreiches Angebot

an Massagen

und Wellness-Anwendungen

schaffen

einen Raum, in

dem Regeneration

im Mittelpunkt

steht.

Gerade im Winter

entfaltet die Caracalla

Therme ihren

ganz besonderen

Zauber. Die beiden Marmorbecken

im Außenbereich sind

ausgestattet mit Strömungskanal,

Wasserfall, verschiedenen Whirlpools

und Massagedüsen.

Wenn draußen Schnee auf die

umgebenden Schwarzwaldhöhen

fällt und die Luft klar und kalt

ist, während man im 34 Grad

warmen Thermalwasser schwebt,

entsteht ein Kontrast, der besonders

intensiv erlebt wird.

Der Blick schweift über die verschneite

Landschaft, während der

Körper in wohliger Wärme ruht

– ein Erlebnis, das viele Besucher

als außerordentlich wohltuend

beschreiben.

Blick auf die schneebedeckte Stiftskirche

im schönen Baden-Baden

Blick auf die schneebedeckte Stiftskirche Baden-Baden

Sie erhebt sich majestätisch über der Kurstadt und ist

von einer weißen Schneedecke umhüllt, die die Hänge

des nördlichen Schwarzwaldes bedeckt. Von hier öffnen

sich weite Blicke über die eleganten Kuranlagen, die

historische Altstadt und die berühmten Thermalbäder.

© Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH, C. Duepper

Die verschiedenen Innenbecken

bieten unterschiedliche Temperaturen

und Wassertiefen. Ein

Strömungskanal lädt zu sanfter

Bewegung ein, während die ruhigeren

Bereiche Raum für stilles

Entspannen bieten. Die Saunalandschaft

mit verschiedenen

Temperaturen und Aufguss-Varianten

ergänzt das Badeangebot.

22


Friedrichsbad – Badekultur des

19. Jahrhunderts

Das historische Friedrichsbad,

errichtet im 19. Jahrhundert, ist

ein architektonisches Juwel und

verbindet römische Badetraditionen

mit irischen Heißluftbädern.

In 17 aufeinander folgenden

Stationen erleben Besucher eine

ritualisierte Abfolge verschiedener

Temperaturen, Dampfbäder,

Bürstenmassagen und Thermalbäder.

Die prachtvolle Architektur

mit ihren Kuppeln, Säulen

und kunstvollen Fliesen versetzt

Besucher in eine andere Zeit und

macht den Besuch zu einer Reise

in die Geschichte der europäischen

Badekultur. Das Baden im

Friedrichsbad folgt einer festgelegten

Choreographie: Beginnend

mit warmem Duschen und Luftbädern

steigender Temperatur,

über das berühmte Seifenbürsten-Massage

bis hin zu den verschiedenen

Thermalbecken – jede

Station hat ihre eigene Bedeutung

und trägt zum Gesamterlebnis

bei. Viele Besucher schätzen diese

strukturierte Form der Entspannung.

Kultur, Genuss und Lebensart

Doch Baden-Baden hat weit mehr

zu bieten als seine

Thermalbäder. Die

Stadt begeistert mit

einer lebendigen

Kulturszene, eleganter

Architektur

und einer besonderen

Lebensart.

Das Kurhaus mit

seinem prachtvollen

Saalbau ist das

gesellschaftliche

Herz der Stadt und

Schauplatz zahlreicher

Veranstaltungen,

vom traditionellen

Winterball

bis zu klassischen

Konzerten. Das

Festspielhaus

Baden-Baden ist

das größte Opernund

Konzerthaus

Deutschlands und

lockt mit seinem

hochkarätigen

Winterprogramm

Musikliebhaber

aus aller Welt.

Die Lichtentaler

Allee lädt auch im

Winter zu ausgedehnten Spaziergängen

ein. Der traditionelle

Weihnachtsmarkt rund um das

Kurhaus verwandelt die Stadt

in der Adventszeit in ein stimmungsvolles

Wintermärchen.

Handwerkskunst, kulinarische

Spezialitäten und festliche Beleuchtung

schaffen eine Atmosphäre,

die zum Verweilen einlädt.

Wellnesshotels im Winter –

Refugien der Entschleunigung

In ganz Deutschland haben sich

Wellnesshotels als Orte der bewussten

Auszeit etabliert – Refugien,

die weit über reine Übernachtung

hinausgehen. Gerade

im Winter entfalten diese Häuser

ihre besondere Magie: Wenn

draußen die Natur zur Ruhe

kommt, schaffen sie innen Räume

der Geborgenheit und Regeneration.

Die Philosophie dieser Häuser

verbindet oft traditionelles

Wissen um natürliche Heilkräfte

mit zeitgenössischen Wellness-

Konzepten.

Viele dieser Hotels liegen eingebettet

in zauberhafte Naturlandschaften

– sei es am Rand dichter

Wälder, in sanften Mittelgebirgen,

an stillen Seen oder mit Blick

auf schneebedeckte Alpengipfel.

Die Lage selbst wird zum Teil des

Erholungserlebnisses: Morgendliche

Spaziergänge durch verschneite

Wälder, Schneeschuhwanderungen

in unberührter

Natur oder einfach nur der Blick

aus dem Panoramafenster auf die

winterliche Stille – all das trägt

zur tiefen Entspannung bei.

Die Architektur dieser Häuser

verbindet häufig regionale Bautradition

mit modernem Design.

Naturmaterialien wie Holz, Stein

und Lehm schaffen eine warme,

authentische Atmosphäre. Große

Fenster holen die Landschaft ins

Haus, offene Kamine laden zum

Verweilen ein, und durchdachte

Ruhezonen bieten Rückzugsmöglichkeiten

für stille Momente.

Im Zentrum steht der Spa-Bereich:

weitläufige Saunalandschaften

mit verschiedenen

23


Temperaturen und Themen,

Dampfbäder mit ätherischen

Ölen, Ruheoasen mit ergonomischen

Liegen, Indoor-Pools

und – wo möglich – beheizbare

Außenbecken, in denen man auch

bei Minusgraden entspannen

kann. Viele Häuser bieten zudem

ein umfangreiches Angebot an

Anwendungen: von klassischen

Massagen über Gesichtsbehandlungen

bis hin zu speziellen

Winter-Ritualen mit wärmenden

Packungen und regionalen Zutaten.

Die kulinarische Komponente

wird ebenfalls großgeschrieben:

Viele Wellnesshotels setzen auf

regionale, saisonale Küche, die

den Winterspeiseplan mit wärmenden

Gerichten, gesunden

Zutaten und kreativen Interpretationen

traditioneller Rezepte bereichert.

Das gemeinsame Essen

wird zum sozialen Erlebnis, zum

Austausch mit anderen Gästen

oder zum intimen Moment zu

zweit.

Einige Häuser haben sich auf

spezielle Konzepte spezialisiert:

Digital Detox, bei dem Gäste bewusst

auf digitale Geräte verzichten,

Fastenkuren unter ärztlicher

Begleitung, Yoga- und Meditations-Retreats

oder Programme

für Paare. Was alle verbindet, ist

der Anspruch, einen Rahmen zu

schaffen, in dem Gäste zu sich

selbst finden und neue Kraft

schöpfen können.

Sauna im Winter – Wärme für

Körper und Seele

Saunanutzung im Winter ist in

vielen Kulturen – insbesondere

in den nordischen Ländern – ein

tief verwurzeltes, geschätztes

Element zur Förderung des allgemeinen

Wohlbefindens. Die

gleichmäßige, trockene Wärme

bietet Menschen die Möglichkeit,

zu entspannen, den Tag zu reflektieren

und einfach bei sich anzukommen.

Saunagänge schenken

Momente der Stille, die helfen

können, das alltägliche Gedankenkarussell

zu durchbrechen

und sich wieder ganz und unmittelbar

zu spüren.

Ein traditioneller Saunagang folgt

einem bewährten Rhythmus:

Zunächst die allmähliche Erwärmung

des Körpers in der Saunakabine,

dann die erfrischende

Abkühlung unter der Dusche

oder – für Mutige – im Schnee,

und schließlich die Ruhephase, in

der der Körper zur Normaltemperatur

zurückfindet. Dieser Zyklus

kann mehrmals wiederholt

werden, wobei jeder Durchgang

neue Aspekte der Entspannung

erschließt.

Ein moderater Kneippguss nach

dem Saunagang, ein ruhiger

Aufguss mit ätherischen Ölen

oder einfach das wohlige Gefühl

nach dem Saunabad – all das

ist in der kalten Jahreszeit für

viele Menschen ein Inbegriff von

Entschleunigung und bewusster

Selbstfürsorge. Die anschließende

Ruhe, das Gefühl von tiefer

Frische nach der Abkühlung und

die wohltuende Müdigkeit sind

für zahlreiche Saunagänger ein

geschätztes Ritual.

In den letzten Jahren hat sich zudem

ein interessanter Trend entwickelt:

Gemeinschaftssaunen, in

denen das Saunieren bewusst als

soziales Erlebnis gestaltet wird.

Diese „Community-Saunas“ verbinden

die traditionellen Vorzüge

des Saunierens mit dem menschlichen

Bedürfnis nach Gemeinschaft

und Austausch.

Bewegung, Ernährung,

Achtsamkeit – Die drei Säulen

der Winterbalance

Winterwanderungen und moderate

Bewegung an der frischen,

kalten Luft sind wunderbare Gelegenheiten,

in den eigenen Körper

hineinzuspüren und die besondere

Energie der winterlichen

Natur zu nutzen. Die klare, kalte

Luft verstärkt das Bewusstsein für

jeden einzelnen Atemzug. Schon

kleine Runden durch den verschneiten

Park oder ausgedehnte

Spaziergänge in Wäldern fördern

das Wohlgefühl und bieten einen

willkommenen Gegenpol zur

gemütlichen Wärme daheim. Der

Wechsel zwischen drinnen und

draußen, zwischen Wärme und

Kälte, zwischen Aktivität und

Ruhe schafft einen natürlichen

Rhythmus.

Ernährung – Winterküche für

Genuss

Die Winterküche mit regionalem,

saisonalem Gemüse, wärmenden

Gewürzen und nährstoffreichen

Nüssen bereichert den Speiseplan.

Bunte Suppen aus Kürbis, Karotten

oder Rote Bete, herzhafte

Eintöpfe mit Hülsenfrüchten und

gebackenes Wurzelgemüse laden

zum genussvollen Essen ein.

Wintergemüse wie Grünkohl,

Rosenkohl, Wirsing sind nicht

nur geschmacklich interessant,

sondern auch reich an Vitaminen.

Wärmende Gewürze wie Zimt,

Ingwer, Kurkuma, Nelken und

Kardamom verleihen den Gerichten

ein besonderes Aroma.

Nüsse – ob Walnüsse, Haselnüsse,

Mandeln oder Paranüsse – liefern

wertvolle Fette und Eiweiß. Eine

bewusste, ausgewogene Ernährung

unterstützt das körperliche

und seelische Gleichgewicht.

Nicht zu vergessen sind die sozialen

Aspekte des gemeinsamen

Essens.

Achtsamkeit und Meditation

Achtsamkeit und Meditation

sind gerade im Winter wertvolle

Praktiken für mehr Gelassenheit

24


Infos und Quellen dieses Beitrags

Max-Planck-Gesellschaft (Forschungseinrichtung):

https://www.mpg.de/19179857/0906-bild-wie-beeinflusst-die-natur-das-gehirn-149835-x

Tagesschau (öffentlich-rechtlich):

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/meditation-risiken-nebenwirkungen-100.html

Stadtwiki Baden-Baden (gemeinnütziges Wissensprojekt):

http://www.stadtwiki-baden-baden.de/wiki/Thermalwasser/

Spektrum der Wissenschaft (Wissenschaftszeitschrift):

https://www.spektrum.de/news/wellness-schwitzen-in-der-sauna-ist-gut-fuer-die-gesundheit/2037751

Zeitschrift für Sportmedizin (Fachzeitschrift):

https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/effekte-von-kaltwasserschwimmen-eisbaden/

25


und innere Klarheit. Ob beim stillen

Betrachten der winterlichen

Landschaft vom warmen Zimmer

aus, beim bewussten Genießen

einer Tasse Tee oder durch gezielte

Atemübungen – der Winter bietet

zahlreiche Anlässe für kleine

Momente der Reflexion und des

Bei-sich-Seins.

Einfache Atemübungen können

überall praktiziert werden: Die

tiefe Bauchatmung wirkt beruhigend.

Die Wechselatmung kann

helfen, innere Balance zu finden.

Schon fünf bis zehn Minuten

täglicher Praxis können spürbare

Wirkung zeigen.

Thermalwasser und soziale

Bindung – Quellen der

Gelassenheit

Das Eintauchen in warmes Thermalwasser

ist für viele Menschen

ein ganz besonderes Erlebnis, das

auf einer harmonischen Kombination

aus angenehmer Temperatur,

dem Gefühl des Auftriebs

und der besonderen Atmosphäre

beruht.

Viele Menschen empfinden das

Schweben im warmen Wasser als

wohltuende, fast meditative Pause

vom Alltag. Die mineralreiche

Zusammensetzung vieler Thermalwässer

ist seit Jahrhunderten

geschätzt.

Auch der soziale Aspekt von Wellness

und Gemeinschaft ist im

Winter besonders wertvoll: Ob bei

gemeinsamen Saunagängen, Spaziergängen,

Winterwanderungen

oder beim Austausch im Teehaus –

die geteilte Zeit wärmt das Herz.

Gemeinsam die Ruhe genießen,

kleine Gespräche bei einer Tasse Tee

nach dem Bad, entspannte Spaziergänge

mit Familie oder Freunden

– das sind Momente, die beflügeln

und Beziehungen stärken.

Ausgewählte Heilbäder in

Deutschland (mit Einwohnerzahl,

unsere Auswahl wurde exemplarisch

vorgenommen)

NORDEN:

• Bad Zwischenahn – 29.600 –

Moorheilbad (1)

• Bad Bramstedt – 15.400 –

Moor- & Kneippkuren (2)

• Bad Bodenteich – 4.600 –

Burg Bodenteich (3)

• Bad Salzuflen – 54.800 – Gradierwerke

(4)

OSTEN:

• Heiligendamm – 13.000

– Ältestes deutsches Seebad

(„Weiße Stadt am Meer“) (5)

• Bad Freienwalde (Oder) –

11.800 – Moor- (6)

• Bad Liebenwerda – 8.900 –

Eisenmoorbad (7)

• Bad Saarow – 6.300 – Saarow-

Therme (8)

SÜDEN:

• Bad Hindelang – 5.000 – Heilklimatischer

Kurort (9)

• Bad Abbach – 12.500 – Schwefelquellen

(10)

• Bad Reichenhall – 18.200 –

Alte Saline (11)

• Bad Tölz – 19.826 – Jod-Schwefelquellen

(12)

WESTEN:

• Baden-Baden – 56.900 – Caracalla-Therme,

Friedrichsbad &

Kurpark (13)

• Bad Kreuznach – 54.200 – Salinental

& Gradierwerke (14)

• Bad Neuenahr-Ahrweiler –

28.400 – Thermalquellen &

Weinberge (15)

• Bad Lippspringe – 17.200 –

Heilquellen (Lippequelle) &

Kurwald (16)

MITTE:

• Bad Kissingen – 22.700 – Traditionsbad

mit Kurpark (17)

• Bad Tabarz – 4.100 – Kneippkurort

am Großen Inselsberg

(18)

• Bad Berneck im Fichtelgebirge

– 7.800 – Kurpark & Burgruinen

(19)

• Bad Nauheim – 32.760 – Jugendstil-Sprudelhof

& Gradierbauten

(20)

Winter ist die Zeit, in der wir

lernen loszulassen und neue Kraft

zu sammeln. Ob durch warme

Bäder, gemeinsame Spaziergänge,

achtsam genossene Speisen

oder bewusstes Innehalten – all

das fördert Gelassenheit und

Lebensfreude. Im Gleichgewicht

zwischen Aktivität draußen und

Geborgenheit drinnen liegt die

Einladung, auf das eigene Wohlgefühl

zu hören und gestärkt ins

Frühjahr zu starten.

Wichtiger Hinweis: Dieser

Beitrag dient ausschließlich der

redaktionellen Information zu

Wellness, Entspannung und

Lebensqualität. Er ersetzt keine

medizinische Beratung, Therapie

oder Diagnose.

Für medizinische Anliegen und

Fragen wenden Sie sich bitte immer

an Fachpersonal.

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Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


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Wissen ohne Erfahrung

bleibt abstrakt. Erfahrung

ohne Expertise

kann irreführen. JUNG & JUNG

STUDIO verbindet beides: Experten

sprechen, Betroffene erzählen,

Unternehmen zeigen, wie es

geht.

Kein Vortrag, kein Verkauf – nur

echter Austausch zwischen Menschen,

die unterschiedliche Dinge

über ein Thema wissen.

Professionelle Moderation

bringt diese Perspektiven

zusammen und schafft

Raum für echte Fragen,

überraschende Antworten

und Dialog, der nachwirkt.

Warum Gespräche

stärker wirken

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Gesundheitskommunikation

braucht Glaubwürdigkeit. Menschen

vertrauen Menschen – nicht

Kampagnen. Wenn ein Patient

über seine Erfahrung spricht,

wenn ein Arzt sein Wissen teilt,

wenn eine Institution ihre Philosophie

erklärt, entsteht etwas

Authentisches. Es entsteht Vertrauen.

JUNG & JUNG STUDIO ist

dieser Raum: Ort für Expertise,

Erfahrung und ehrliche Fragen.

Wissenschaftlich fundiert, emotional

authentisch, praktisch relevant.

Hier kommen Perspektiven

zusammen, die sonst selten an

einem Tisch sitzen. Aus Zuhören

werden Impulse, aus Impulsen

werden Formate, die nachhaltig

wirken – weit über eine einzelne

Kampagne hinaus. So wird

Kommunikation vom Pflichtprogramm

zur echten Verbindung

zwischen Akteuren und Betroffenen.

Viele Formate für jeden

Moment des Lebens

Es entstehen Formate, die Themen

mit Haltung erzählen: Im KON-

ZEPT schärfen wir Idee, Zielgruppe

und Ton. Mit MEDIA, TEXT,

FILM und FOTO machen wir Inhalte

sichtbar – von Reportage bis

Social-Clip. In AdBoards kommen

Expert:innen, Organisationen

und Betroffene in moderierten

Runden zusammen.

Podcast und Podcast-Meetups

vertiefen diese Gespräche

und bringen sie als hörbare

Impulse in den Alltag. So

entsteht Kommunikation, die

Gesundheit, Sinn, Orientierung

verbindet. Und sie bleibt im Gedächtnis.

Winterwellbeing: Die aktuelle

Gesprächsreihe für die kalte

Jahreszeit

Der Winter verlangt Umdenken.

Weniger Licht, andere Rhythmen,

neue Bedürfnisse. Während viele

32


WERBUNG

Menschen mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit kämpfen,

gibt es Wege, die kalte Jahreszeit nicht nur zu überstehen,

sondern aktiv zu nutzen. Unsere Winterreihe

geht diesen Wegen nach – authentisch, praktisch, inspirierend.

Winterwellbeing – Balance zwischen Bewegung und

Ruhe: Im Fokus steht die Frage, wie der Körper im Winter

optimal funktioniert. Wie viel Aktivität braucht es, um

Energie zu halten? Wann ist Ruhe nicht Faulheit, sondern

Weisheit? Experten und Betroffene sprechen über

kleine Routinen, die große Wirkung zeigen.

Sauna kompakt – Das 3-Phasen-Ritual: Sauna ist kein

Entspannungsgimmick – es ist ein bewährtes Ritual mit

wissenschaftlichen Grundlagen. Wärmen, Abkühlen,

Ruhen: Jede Phase hat einen Zweck. In diesem Gespräch

geht es um das Warum, das Wie und um praktische Tipps

für Einsteiger, die diese alte Tradition neu entdecken.

Wellnesshotels – Refugien der Entschleunigung: Sie

sind mehr als Hotels – sie sind Orte der Regeneration.

Von der Architektur bis zur Küche, von den Programmen

bis zur Philosophie: Wie entstehen Orte, an denen Menschen

wirklich ankommen und auftanken? Betreiber berichten,

Gäste erzählen, Experten analysieren.

Die drei Säulen: Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit:

Diese drei Begriffe hört man überall – aber was bedeuten

sie wirklich im Alltag? Keine großen Versprechen, sondern

kleine, alltagstaugliche Anleitungen. Wie viel Bewegung

reicht? Was ist gute Ernährung im Winter? Wie

praktiziert man Achtsamkeit zwischen Termin und Einkaufen?

Heilbäder in Deutschland – Orientierung durch Vielfalt:

Deutschland hat eine reiche Tradition von Heilbädern

und Kurorten. Aber welches Bad passt zu welchem

Menschen? Was unterscheidet Bad X von Bad Y? Ein

praktischer Guide durch ausgewählte Destinationen –

von Nord bis Süd, von klassisch bis innovativ.

JUNG & JUNG STUDIO produziert

crossmediale Gesprächsformate: Podcast

& Podcast-Meetup für tiefgehende

Gespräche, Film für visuelle Erzählungen,

Adboards für Austausch und Media für

digitale Kanäle.

Professionelle Moderation bringt

Experten, Betroffene und Unternehmen

zusammen – wissenschaftlich fundiert,

emotional authentisch, wirtschaftlich

relevant. Jedes Format erreicht seine

Zielgruppe dort, wo sie am liebsten

konsumiert – mobil, visuell oder digital.

So entsteht maximale Reichweite aus

einem Gesprächskonzept. Durch gezielte

Themenauswahl und formatbegleitende

Materialien setzt jede Diskussion

nachhaltige Impulse und wirkt langfristig

nach.

Von HERZENSORTE bis Karriere-

Themen: Unternehmen und

Communities zeigen hier ihre Kompetenz

durch authentische Gespräche statt

klassische Werbung. Live-Sessions

werden fortlaufend auf Social Media

angekündigt – Zuschauer stellen Fragen

und gestalten den Dialog aktiv mit.

„Wo andere werben, führen

wir Gespräche. Wo andere

senden, schaffen wir

Dialog.“

KONZEPT·MEDIA·PODCAST

Für Hörer:innen und Zuschauer:innen bedeutet JUNG

& JUNG STUDIO: Sie können die Sessions als Podcast

nachhören, live an Meetups auf Social Media teilnehmen,

Fragen stellen, mitdiskutieren und Themen aktiv

mitbestimmen – echter Dialog statt nur zuschauen. Für

Unternehmen, Institutionen und Expert:innen ist

das Studio die Bühne, um gelebte Expertise, Haltung

und Angebote in authentischen Gesprächen sichtbar zu

machen – jenseits klassischer Werbung, über Kooperationen,

Sponsorships und gemeinsame Formate, die Vertrauen

aufbauen und nachhaltig wirken.

Inhalte mit Haltung

33


Teilnehmende Organisationen

Ihr Logo

HERZ

&

IHRE ORGANISATION

Wellness

Ihre Organisation wird hier mit

einem Kurzporträt in einem

redaktionellen Beitrag präsentiert.

Die Darstellung zeigt

Ihre Werte, Leistungen und

Besonderheiten im passenden

Kontext und spricht direkt die

Leserschaft an. So entsteht ein

authentischer Auftritt, der Ihre

Sichtbarkeit stärkt und Ihre

Marke nachhaltig in den Fokus

rückt.

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GUT ZUM HERZ – HERZ & WELLNESS – das kostenfreie Community-Magazin

verbindet Orientierung mit Wohlbefinden: Warum der

Wechsel aus Kälte und Wärme gut tut, welche Rituale im Alltag tragen

– und wo Achtsamkeit, Bewegung und Genuss zusammenfinden.

Diese Ausgabe wächst in Tagebuch-Form und erscheint fortlaufend

mit u. a. folgenden Beiträgen:

• Titelstrecke: Winterwellbeing – Balance zwischen Bewegung

und Ruhe, Atem & kleine Routinen.

• Sauna kompakt: Das 3-Phasen-Ritual (Wärmen – Abkühlen –

Ruhen) und „Gut zu wissen“ für Einsteiger.

GUT

ZUM

HERZ

• Wellnesshotels: Refugien der Entschleunigung – Architektur,

Küche, Programme von Detox bis Yoga.

• Die drei Säulen: Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit – praktische

Mini-Anleitungen für jeden Tag.

• Service: Ausgewählte Heilbäder in Deutschland – Orientierung

nach Regionen und vieles mehr.

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine

ärztliche Beratung. Kooperationen sind klar als Anzeige bzw. Zusammenarbeit

gekennzeichnet. Wir informieren ohne Wirkversprechen.

Das kostenfreie Themenmagazin

»HERZ & WELLNESS« von

GUT ZUM HERZ erscheint am

Freitag, den 02. Januar 2025

Starten Sie mit uns herzbewusst und gut begleitet ins

Jahr 2026 – mit HERZ & WELLNESS, dem Magazin

für ein starkes Herz und mehr Lebensqualität.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media –

so verpassen Sie keine neuen Tagebuch-Beiträge

und die Veröffentlichung dieser Ausgabe.

37


Wellbeing by

GUT ZUM HERZ

von Matthias Jung

Die Natur bietet Menschen Momente

der Ruhe, der Bereicherung

und des achtsamen Erlebens. Für

Menschen ab 50 eröffnen sich in

bewussten Begegnungen mit dem

Grünen vielfältige Wege, den Alltag

entspannter und erfüllter zu gestalten.

Hinausgehen und durchatmen

Ein Spaziergang durch den Wald,

das sanfte Plätschern eines Bachs

oder der weite Blick über eine Wiese

laden zu wertvollen Momenten des

Verweilens ein. Diese natürlichen

Begegnungen ermöglichen es, das

Tempo zu verlangsamen und aufmerksam

wahrzunehmen, was sich

um uns entfaltet. Die Vielfalt an

Eindrücken kann dazu beitragen,

den Tag bewusster und erfüllter zu

gestalten.

Bewegung in natürlicher

Leichtigkeit

In der Natur bewegen wir uns oft

ganz selbstverständlich: Ein sanfter

Pfad, ein gemütlicher Rundweg

oder ein stiller Waldweg laden dazu

ein, das eigene Tempo zu finden und

der persönlichen Neigung zu folgen.

Die wechselnde Umgebung wirkt

anregend und macht körperliche

Aktivität zu einer angenehmen

Auszeit. So kann die Freude am

Gehen bewahrt werden, weil jeder

seinen eigenen Rhythmus und seine

bevorzugte Strecke wählen darf.

Entspannung inmitten des

Lebendigen der Jahreszeiten

Ein bewusster Aufenthalt

im Freien schenkt kleine

Auszeiten, die beim

Loslassen helfen

können. Vogelgesang,

das

Rauschen

der Blätter

oder das

Spiel des

Lichts

in den

Baumkronen

bieten

Gelegenheiten,

den

Geist

zur Ruhe

kommen

zu lassen

und neue

Aufmerksamkeit

zu gewinnen.

Auch wenige Minuten

im Grünen können

als persönliche Pause erlebt

werden, die zur inneren Ausgeglichenheit

beitragen.

Gemeinsam unter freiem Himmel

Natur verbindet Menschen auf

natürliche Weise. Ob bei einem gemeinsamen

Spaziergang, in kleiner

Wellbe

GUT ZUM


ing by

Runde mit vertrauten Menschen

oder beim stillen Austausch an

einem See – Aktivitäten im Grünen

fördern Gespräche, schaffen Anregungen

und stärken soziale Verbindungen.

Gerade für Menschen ab

50 kann das Gemeinschaftserlebnis

in der Natur

bereichernd sein und

den Alltag auf

wohltuende Weise

bereichern.

Die Achtsamkeit

im Wandel

der

Jahreszeiten.

Die

Natur

zeigt

sich in

jeder

Jahreszeit

von

einer

anderen

Seite: Zarte

Frühlingsknospen,

warmes

Sommerlicht,

leuchtende

Herbstfarben und die

stille Schönheit winterlicher

Landschaften laden

dazu ein, die Fülle des Lebendigen

bewusst zu erleben. Wer sich Zeit

nimmt, diese Veränderungen wahrzunehmen,

kann kleine Momente

der Achtsamkeit in den Alltag einweben

– eine Einladung, das Leben

HERZ

in seiner natürlichen Vielfalt zu

würdigen.

Kleine Naturerlebnisse bewusst

integrieren

Wellbeing by GUT ZUM HERZ lädt

dazu ein, kleine Naturerlebnisse

regelmäßig in den Alltag zu integrieren.

Ob ein kurzer Spaziergang

in der Mittagspause, das achtsame

Verweilen im Garten oder eine stille

Rast am Flussufer – solche Schritte

lassen sich einfach verwirklichen

und können das persönliche Wohlbefinden

nähren. Jede Begegnung

mit der Natur ist eine Gelegenheit,

sich Zeit für sich selbst zu nehmen

und den Moment in seiner Einzigartigkeit

zu würdigen.

Lesen Sie im Themenmagazin

»REISEN« noch mehr darüber, wie

Naturerlebnisse und bewusste Auszeiten

unterwegs zu mehr Wohlbefinden

und innerer Balance beitragen

können.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.


HerzInfo | THEMENMAGAZINE

Themenmagazine

Auf der rechten Seite finden Sie unsere digitalen Themenmagazine. Passende Beiträge dazu erwarten

Sie auch in dieser Ausgabe. Wenn ein Thema Ihr besonderes Interesse weckt, gelangen Sie über

die jeweilige Verlinkung direkt zu vertiefenden Einblicken im jeweiligen Magazin.

Übersicht der Themenmagazine

• Menschen – Momentaufnahmen: Persönliche Geschichten und Alltags eindrücke rund um

das Thema Herz. Betroffene kommen selbst zu Wort und schildern ihre Erfahrungen im Alltag

• Reisen – Entspannt unterwegs: Reiseeindrücke kombiniert mit Anregungen für Bewegung

und Erholung unterwegs. Tipps und Inspiration für eine angenehme Reisegestaltung

• Experten – Wissenskompass: Fachbeiträge und Studien einblicke zu aktuellen Entwicklungen

aus Forschung und Praxis. Wissenschaftler:innen erläutern Hintergründe und geben alltagstaugliche

Hinweise.

• Selbsthilfe – Patientinnen und Patienten Empowerment: Informationen zu Online-

Communities und lokalen Gruppen. Anregungen, wie Sie sich vernetzen und eigene Ideen

einbringen können

• Leben – Neues entdecken: Vorstellung verschiedener Angebote wie Achtsamkeitskurse,

Coaching-Programme und technologische Anwendungen mit Blick auf psychisches

Wohlbefinden

• Herzensorte - Resilienz und Wohlbefinden: stellt eine kuratierte Sammlung von Orten mit

besonderen atmosphärischen Qualitäten vor, die zum Entspannen und Innehalten einladen

können

• Gesundheit mitgestalten: Leser:innen sind eingeladen, Themenwünsche und Feedback

einzureichen, um künftige Ausgaben gemeinsam mit der Redaktion zu entwickeln

• Stoffwechsel vital: Anregungen für eine ausgewogene Alltags-Routine mit Rezeptideen,

kurzen Übungs impulsen und Selbst experimenten

• HerzSchlag – Aktionsbündnis: Vernetzung von Initiativen, Patientinnen und

Patienten:innengruppen und Fach kräften. Vorstellung von Projekten und lokalen

Veranstaltungen

40


MEHR

DEMNÄCHST

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MEHR

DEMNÄCHST

HIER

MEHR

DEMNÄCHST

HIER

41


HerzGesund | DAS HERZ IM WINTER

GUT ZUM HERZ

im Winter

von Matthias Jung

Klarer Kopf, warmes Herz – alltagstauglich

durch die stille Jahreszeit

Der Winter verändert

Tempo, Tageslicht und Gewohnheiten.

Viele Menschen

bewegen sich weniger, essen

schwerer und schlafen unregelmäßiger.

Für Herz und

Kreislauf ist das kein Automatismus

Richtung Problem

– aber eine Einladung,

bewusst zu steuern. Dieser

Beitrag bündelt praxistaugliche

Schritte, die im Alltag

funktionieren, ohne Leistungsdruck

und ohne Versprechen,

die eine medizinische

Abklärung ersetzen

könnten.

Kälte und Belastung:

realistisch planen

Kalte Luft, Wind und nasse

Kleidung können den Körper

zusätzlich fordern. Wer

draußen trainiert, startet

daher sanft: fünf bis zehn

Minuten locker gehen, erst

dann Tempo oder Steigung

erhöhen. Nach längeren

Pausen sind kurze Einheiten

sinnvoll, die schrittweise

länger werden.

Bei Glätte gilt: lieber Indoor-

Optionen (Treppenhaus, Ergometer,

Gymnastik) nutzen

als das Sturzrisiko zu

unterschätzen. Ein Schal vor

Mund und Nase kann das

42


Einatmen kalter Luft angenehmer

machen.

Bewegung, die im

Winter bleibt

Nicht jede Aktivität

braucht Sportkleidung

und freie Abende. Treppen

statt Aufzug, zwei

Stationen früher aussteigen,

ein Spaziergang in

der Mittagspause: Solche

Mini-Einheiten addieren

sich. Für viele sind

drei Termine pro Woche

realistisch – etwa zügiges

Gehen, Rad-Ergometer

oder Schwimmen.

Ergänzend stabilisieren

einfache Kraftübungen

Muskulatur und Gleichgewicht:

Kniebeugen am

Stuhl, Wandliegestütze,

Aufstehen und Hinsetzen

in Serie. Als Faustregel

hilft die „Sprechprobe“:

Bei moderater Belastung

soll man noch in ganzen

Sätzen sprechen können.

Praktisch ist auch eine

Winter-Routine mit festen

Zeitfenstern: zwei

kürzere Einheiten werktags,

eine längere am

Wochenende. Wer sich

schnell auskühlt, setzt

auf Zwiebellook, winddichte

Außenschicht und

griffige Schuhe.

Essen und Trinken:

winterfest, aber nicht

schwer

Allergiker sollten im Winter

und bei Aktivitäten im

Freien ihre Bewegungseinheiten

an der aktuellen

Luftqualität und Wetterlage

ausrichten und stark

belastete Zeitfenster meiden.

Deftige Klassiker sind

erlaubt, wenn sie klug

kombiniert werden. Gemüse

aus dem Winterregal

(Kohl, Wurzelgemüse,

Hülsenfrüchte)

bringt Ballaststoffe und

Volumen. Nüsse sowie

Raps- oder Olivenöl liefern

ungesättigte Fettsäuren. Wer

zu hohem Blutdruck neigt, achtet

auf Salz und macht Fertigprodukte

nicht zur Winter-Gewohnheit.

Warmes Essen kann den Alltag erleichtern:

Suppen, Eintöpfe oder

Ofengemüse lassen sich gut vorbereiten

und halten lange satt. Auch

in der kalten Jahreszeit gilt: regelmäßig

trinken, selbst wenn das

Durstgefühl sinkt. Für viele ist ein

praktikabler Richtwert etwa 1,5 Liter

am Tag, individuell angepasst

– bei Herz- oder Nierenerkrankungen

sowie entwässernden Medikamenten

sollte die passende Menge

ärztlich abgestimmt werden. Alkohol

wärmt nur scheinbar und

43


ersetzt keine Flüssigkeit.

Licht, Schlaf und

Stimmung: der

unterschätzte Dreiklang

Kurze Tage verschieben den

inneren Takt. Ein stabiler

Schlafrhythmus hilft: möglichst

feste Zubettgeh- und

Aufstehzeiten, gedimmtes

Licht am Abend, Bildschirme

in der letzten Stunde

reduzieren. Tageslicht am

Morgen – ein kurzer Gang

nach draußen oder ein paar

Minuten am offenen Fenster

– kann die Wachheit unterstützen.

Wenn Antriebslosigkeit,

Grübeln oder ausgeprägte

Erschöpfung über Wochen

anhalten, ist das ein Thema

für die Praxis: Auch die seelische

Seite gehört zur Herzgesundheit.

Orientierung: Werte kennen,

Fragen stellen, Signale ernst

nehmen

Patient Empowerment beginnt

mit Klarheit. Wer Blutdruck,

Puls oder Gewicht in passenden

Abständen dokumentiert,

erkennt Veränderungen früher

und kann sie im Gespräch besser

einordnen. Digitale Helfer

wie Blutdruckmessgeräte oder

Smartwatches können Trends

sichtbar machen, ersetzen aber

keine Diagnose. Für das nächste

Gespräch in Praxis oder Klinik

helfen drei Fragen:

• Welche Zielwerte sind für

mich sinnvoll – und warum?

• Welche Warnzeichen sollten

mich zu schneller Abklärung

bewegen?

Im Winter wächst das Bewusstsein

für präventive

Herzgesundheit. Die frostige

Winterluft ist eine

gute Gelegenheit, einen

kardiologischen Checkup

zu planen und neue

Energie zu sammeln. Das

Herz profitiert davon.

• Was kann ich in den nächsten

vier Wochen konkret

ändern, ohne mich zu

überfordern?

Akute Beschwerden wie starke

Brustschmerzen, Luftnot

in Ruhe, Ohnmacht oder

neurologische Ausfälle gehören

nicht in einen Ratgebertext,

sondern umgehend medizinisch

abgeklärt.

Winter-Checkliste in 30

Sekunden: warme Schuhe,

kurze Aufwärmphase, Ge-

müse als Basis, Trinken einplanen, feste

Schlafzeiten. Nach Infekten gilt: erst auskurieren;

bei Fieber pausieren und ärztlich

nachfragen. Der Winter muss kein

Stillstand sein. Wer Wärme, Bewegung,

Ernährung, Schlaf und Vorsorge pragmatisch

organisiert, gewinnt Stabilität für

die nächsten Monate. Kleine, verlässliche

Schritte sind oft wirksamer als große Vorsätze.

Hinweis: Dieser Text dient der

Information und ersetzt keine

individuelle medizinische

Beratung oder Behandlung.

44


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

45


Die Deutsche Herzstiftung

leistet einen wertvollen Beitrag

im Kampf gegen Herz-

Kreislauf-Erkrankungen, die

in Deutschland die häufigste

Todesursache darstellen. Ihre

Arbeit konzentriert sich auf

Aufklärung, Prävention und

Forschung. Durch gezielte

Informationskampagnen hilft

sie, das Bewusstsein für Risiken

wie Bluthochdruck und

ungesunde Lebensweise zu

schärfen.

Unterstützen Sie die

Arbeit der Deutschen

Herzstiftung e.V.

Zudem fördert sie Forschungsprojekte,

die innovative

Behandlungsmethoden

entwickeln und somit die Herzmedizin

voranbringen. Jeder

Beitrag stärkt diese Mission:

Indem wir die Deutsche Herzstiftung

unterstützen, tragen

wir dazu bei, Leben zu retten,

die Lebensqualität vieler

Menschen zu verbessern und

die Herzgesundheit in unserer

Gesellschaft zu fördern. Es ist

eine Investition in die Zukunft

– für uns alle.

Werden Sie Mitglied und

unterstützen die Arbeit der

Deutschen Herzstiftung e.V.

https://herzstiftung.de/registrieren

46


WERBUNG

Kennen Sie Ihr

Herzinfarkt-Risiko?

Rund 300.000 Menschen erleiden

in Deutschland jedes Jahr einen

Herzinfarkt. Finden Sie heraus,

ob Sie gefährdet sind.

Jetzt den Test machen:

www.herzstiftung.de/risiko

47


WIR

HerzNetzwerk | Die HERZENSORTE-COMMUNITY

SIND

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

von Matthias Jung

Gründer & Initiator

vom Portal

GUT ZUM HERZ

Ich bin Matthias Jung. Vor einigen

Jahren lag mein BMI bei 35

– Adipositas Grad 2. Viele Jahre

habe ich versucht abzunehmen: Diäten,

die nicht halten, was sie versprechen.

Sportkurse, die ich nach

wenigen Wochen abbreche. Bücher

über Stoffwechsel und Kalorien.

Gut gemeinte Ratschläge von Ärzten,

Therapeuten, Freunden. Und

nichts – wirklich nichts – funktioniert.

Jeder neue Versuch bringt kurz

Hoffnung: „Dieses Mal wird es

anders.“ Danach folgt die Enttäuschung:

„Es ist wieder wie immer.“

Mit der Zeit wird der innere Dialog

zur Qual. Nicht nur das Übergewicht

belastet mich, sondern auch

die Stimme im Kopf: „Es ist deine

Schuld. Du bist willensschwach.

Du versagst.“

Wenn Trauer den Körper

verändert

Die Wendung kommt nicht durch

Motivation, nicht durch eine neue

Diät, kein Fitnessstudio, kein neues

Programm. Sie kommt durch

Trauer.

Der Tod meiner Mutter, zu der ich

48


sehr

eine sehr enge Beziehung hatte,

bricht etwas in mir. Dieser

Schmerz, diese Leere schnürt

mir regelrecht den Hals zu. Essen

wird nebensächlich. Was über

Stoffwechsel und Kalorien gesagt

wird, hat seine Berechtigung.

Gleichzeitig gilt auch: Wenn über

längere Zeit weniger Energie aufgenommen

wird, als der Körper

verbraucht, nimmt man ab – auch

wenn der Auslöser dafür alles andere

als schön ist.

Über einen Zeitraum von rund

drei Jahren verliere ich so von ursprünglich

etwa 105 Kilogramm

VIELE

ungefähr 40 Kilogramm. Kein

spektakulärer Vorher-nachher-

Effekt, sondern eine langsame,

oft schmerzhafte, aber nachhaltige

Veränderung. Sie kommt nicht

aus einem „Plan“, sondern aus

einem Gefühl, das sich niemand

wünscht.

Kleine Siege, große Wirkung

Getragen haben mich dabei die

kleinen Schritte. Immer wenn

etwa zehn Kilogramm geschafft

sind, feiere ich das – nicht mit

Essen, sondern mit einem neuen

Kleidungsstück. Zum ersten Mal

seit Jahren gehe ich wieder gern

einkaufen. Nicht, weil plötzlich

alles perfekt ist, sondern weil ich

sehe: Da tut sich etwas. Jede neue

Hose, jedes neue Hemd wird zum

Symbol für Veränderung.

Parallel dazu spreche ich mit meinen

Ärztinnen und Ärzten über

die Medikation. Ein veränderter

Körper braucht oft andere Dosierungen.

Man glaubt kaum, was

das ausmachen kann – körperlich,

psychisch, emotional. Weniger

Tabletten sind nicht nur eine

Zahl auf dem Rezept, sondern ein

sichtbares Zeichen: Es bewegt sich

49


etwas. Die Medizin reagiert auf

das, was ich mir erarbeitet habe,

und nicht nur auf Laborwerte.

Und doch bleibt ein Gefühl: Ich bin

mit dieser Geschichte oft allein.

Die Umwelt urteilt weiter. Ein unbedachter

Kommentar, ein Blick,

ein Artikel im Netz – und der alte

innere Dialog meldet sich zurück.

In dieser Phase wird mir klar: So

geht es vielen.

Die Last der Unsichtbarkeit

Viele Menschen mit Adipositas

kennen dieses paradoxe Gefühl:

In einem vollen Raum das Gefühl

zu haben, gleichzeitig unsichtbar

und doch zu sichtbar zu sein. Man

ist da, nimmt Raum

ein – oft buchstäblich

mehr Raum als andere

– und erlebt doch,

auf Kilos reduziert zu

werden.

Blicke, Kommentare,

vermeintliche Witze

hinterlassen Spuren.

Manche ziehen sich

zurück: Sie sagen Einladungen

ab, meiden

Kantinen, wechseln

die Straßenseite, um

Sprüchen aus dem

Weg zu gehen. Manches Kleidungsstück

bleibt im Schrank,

weil schon der Gedanke an die

Umkleidekabine Stress auslöst.

Stigmatisierung von außen kann

sich in Selbststigmatisierung verwandeln.

Aus den Stimmen anderer

wird die innere Stimme: „Sie

haben recht. Du bist selbst schuld.“

Der Teufelskreis der Scham

So entsteht ein Teufelskreis: Stigmatisierung

führt zu Rückzug,

Rückzug zu Einsamkeit, Einsamkeit

zu Stress. Viele versuchen,

diesen Stress mit Essen zu beruhigen.

Emotionales Essen kann zu

weiterer Gewichtszunahme führen

– und die erneute Zunahme

verstärkt die Stigmatisierung.

Hinzu kommt: Menschen mit Adipositas

leiden häufiger unter depressiven

Symptomen, Ängsten

und einem angegriffenen Selbstwertgefühl.

Wer sich ohnehin schämt, geht

oft ungern zum Arzt – erst recht,

wenn er schon einmal Sätze gehört

hat wie: „Essen Sie einfach weniger

und bewegen Sie sich mehr.“

Als wäre das nicht längst versucht

worden. Für manche wird das

Wartezimmer so zu einem Ort der

Anspannung statt der Entlastung.

Wenn Einsamkeit zur Gefahr

wird

Einsamkeit und soziale Isolation

sind keine Randthemen. Sie können

das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

erhöhen und

verstärken seelische Belastungen.

Für Menschen mit Adipositas, die

häufiger mit Bluthochdruck, Diabetes

oder anderen Begleiterkrankungen

leben, kann diese Kombination

besonders schwer wiegen.

So entsteht eine doppelte Last:

körperliche Einschränkungen

durch das Gewicht und seelische

Belastungen durch Einsamkeit,

Scham und Rückzug. Gerade hier

wären Unterstützung und Verständnis

wichtig – und genau hier

setzen Selbsthilfegruppen an.

Selbsthilfegruppen: Orte des

Verstehens

Selbsthilfegruppen für Adipositas

gibt es in vielen Regionen

– in Krankenhäusern, Selbsthilfekontaktstellen,

Gemeindezentren

oder online. Sie sehen

unterschiedlich aus, haben verschiedene

Schwerpunkte, doch

eine Botschaft ist überall ähnlich:

„Bei uns sind Sie mit Ihrer Erkrankung

nicht allein.“

Hier treffen Menschen

aufeinander,

die wissen, wovon sie

sprechen: von unzähligen

Abnehmversuchen,

von Kommentaren

im Alltag, von

medizinischen Terminen,

von Scham, aber

auch von Erfolgen,

Rückfällen und neuen

Anfängen. Dieses

gemeinsame Wissen

schafft etwas, was

kein Ratgeber leisten

kann: das Gefühl,

wirklich verstanden zu werden.

Was in einer Selbsthilfegruppe

passiert

In den meisten Gruppen stehen

drei Dinge im Mittelpunkt:

Erstens: Erfahrungsaustausch.

Betroffene erzählen, wie es ihnen

geht – mit Rückschlägen,

mit Erfolgen, mit Zweifeln, mit

Hoffnung. Fragen, für die in der

Sprechstunde zu wenig Zeit bleibt

oder die man sich dort nicht traut

zu stellen, finden Raum. Es tut gut

zu hören: „Das kenne ich auch.“

Manchmal reicht ein Satz, um das

50


Gefühl zu durchbrechen, allein zu

sein.

Zweitens: Motivation. In einer

Gruppe sitzen Menschen an unterschiedlichen

Punkten ihres Weges.

Manche haben bereits Gewicht

verloren, andere beginnen gerade

erst, einige bereiten eine Operation

vor oder leben schon viele Jahre

damit. Allein zu sehen, dass Veränderung

möglich ist – mit ganz

verschiedenen Wegen – kann Mut

machen. Veränderung wird vom

abstrakten Ziel zu etwas, das im

echten Leben vorkommt.

Drittens: Wissen. Viele Gruppen

laden Fachleute ein – Ärztinnen,

Ärzte, Ernährungsfachkräfte

oder Psychologinnen. Es geht um

Zusammenhänge zwischen Adipositas

und Herzgesundheit, um

Therapieoptionen, um Begleiterkrankungen

oder um Strategien

im Umgang mit Stress und Stigmatisierung.

Selbsthilfe ersetzt

keine ärztliche Behandlung, aber

sie hilft, Informationen besser

einzuordnen und Fragen gezielter

zu stellen. Wer gut informiert ist,

kann Entscheidungen gemeinsam

mit dem Behandlungsteam treffen.

Mehr als nur eine Gruppe –

eine Gemeinschaft

Mit der Zeit werden aus Gruppentreffen

oft mehr als nur Termine

im Kalender. Es entstehen Bekanntschaften

und Freundschaften.

Man lacht zusammen über

kleine Alltagsabsurditäten, teilt

Frust, feiert Erfolge. Für viele ist

die Gruppe ein Schutzraum: ein

Ort, an dem man nicht erklären

muss, warum manches schwerfällt,

und an dem niemand perfekt

sein muss.

Selbsthilfegruppen können Rückhalt

bieten – besonders in Phasen,

in denen der eigene Weg ins Stocken

gerät. Sie geben das Gefühl:

„Ich muss das nicht allein schaffen.“

Und genau dieses Gefühl

kann den Unterschied machen

zwischen Aufgeben und Weitermachen.

Wir sind (sehr) viele

Über 16 Millionen Menschen in

Deutschland leben mit Adipositas.

Rechnet man Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, Bluthochdruck,

Diabetes und andere Begleiterkrankungen

hinzu, sind es rund

30 Millionen Menschen, die mit

ähnlichen Herausforderungen zu

tun haben. Wir sind keine Randgruppe.

Wir sind viele – wir sind

sehr viele.

Trotzdem fühlen sich viele Betroffene

allein. Sie schämen sich,

vermeiden Kontakte, halten ihre

Geschichte zurück. Selbsthilfegruppen

und Initiativen wie HER-

ZENSORTE setzen genau hier an:

Sie machen sichtbar, was sonst oft

verborgen bleibt, und geben Erfahrungen

eine Stimme.

Datenbasis: RKI-Gesundheitsmonitoring GEDA 2019/2020

51


HERZENSORTE – Orte, die gut

zum Herz sind

Mit HERZENSORTE möchten

wir Orte sammeln, an denen

Menschen mit Adipositas und

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

gute Erfahrungen gemacht haben:

die Selbsthilfegruppe im

Gemeindezentrum, das Café, in

dem niemand abwertend schaut,

das Fitnessstudio, in dem man

ernst genommen wird, der Park,

in dem der erste längere Spaziergang

möglich war. Solche Orte

sind mehr als nur Punkte auf einer

Landkarte. Sie können Anker sein

in Zeiten, in denen vieles wackelt.

Wenn Betroffene ihre HERZENS-

ORTE teilen, entsteht ein Netzwerk

aus Erfahrungen, das anderen

Mut machen kann: „Da war

jemand vor mir. Vielleicht passt

dieser Ort auch für mich.“ Wer

solche Orte weiterempfiehlt, hilft

mit, dass andere nicht bei null anfangen

müssen, sondern Anknüpfungspunkte

finden.

Ein Aufruf: Trau dich

Wenn du mit Adipositas lebst und

dich oft allein fühlst: Es gibt Menschen,

die verstehen, was du erlebst.

Menschen, die nicht urteilen, sondern

zuhören. Menschen, die selbst

Schritte gegangen sind und wissen,

wie schwer sie manchmal sind.

Sich eine Selbsthilfegruppe zu suchen,

ist kein Zeichen von Schwäche,

sondern von Stärke. Es kann

ein erster Schritt aus der Isolation

sein – hin zu mehr Verständnis,

mehr Austausch und vielleicht

auch mehr Zuversicht. Wenn du

möchtest, kannst du zusätzlich

deinen eigenen HERZENSORTE-

Moment festhalten: einen Ort,

eine Gruppe, einen Menschen, der

dir gut getan hat. Schon das Benennen

kann ein wichtiger Schritt

sein.

Du bist nicht allein. Wir sind viele.

Wir sind sehr viele. Und gemeinsam

kann aus Scham Schritt für

Schritt Selbstachtung werden –

und aus Isolation ein Gefühl von

Gemeinschaft.

...übrigens

Den Erfolg bewusst erleben

Es ist elementar wichtig, zunächst

einen Erfolg zu erleben

– ganz egal, woher er

kommt. Dieser erste Erfolg,

so klein er auch sein mag,

durchbricht die Schleife der

Enttäuschung. Der innere

Dialog, der vorher sagte „Es

ist wieder wie immer“, kann

das nicht mehr behaupten.

Der Schlüssel liegt darin,

diesen ersten Erfolg bewusst

zu würdigen und als Wendepunkt

zu verankern. Jedes

verlorene Kilogramm zählt,

wenn man standhaft bleibt

und nicht mehr aufgibt.

Ihr Matthias Jung

52


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HERZENSORTE | Sponsoring für Unternehmen

Die unsichtbaren Helden

und ihre Kraftorte

von Matthias Jung

Warum Unternehmen mit Herz Sichtbarkeit ermöglichen – damit

Orte, die Menschen gut tun, gefunden werden, Anerkennung

erhalten und leise, bleibende Wirkung entfalten

Es gibt sie überall in Deutschland.

Orte, an die Menschen

gehen, wenn sie wieder zu

sich selbst finden möchten. Ein

stiller Ort unter alten Bäumen.

Ein Garten, der wie von Zauberhand

gepflegt wird. Ein Platz, an

dem die Hektik des Alltags einfach

stehen bleibt.

Das stille Dilemma

Ein solcher Ort könnte mehr Anerkennung

verdienen. Die

Menschen, die ihn betreuen,

wissen, dass er

etwas Besonderes ist

– aber die Welt weiß

es nicht. Was fehlt

ist Sichtbarkeit.

Eine professionelle

Zertifizierung,

eine hochwertige

Würdigung könnte

vieles verändern.

Plötzlich wäre dieser

Ort nicht mehr

nur ein Geheimtipp,

sondern anerkannt.

Also sichtbar und wertvoll

in den Augen anderer.

Aber die Kosten für so

eine Zertifizierung? Sie übersteigen

das Budget von Ehrenamtlichen

oft um ein Vielfaches.

Es ist ein stilles Dilemma, das sich

an hunderten, vielleicht tausenden

Orten wiederholt. Orte, die

Menschen wirklich gut tun, die

aber nie die professionelle Anerkennung

bekommen, die ihnen

zustehen würde – schlicht weil das

Geld fehlt.

Ein anderer Blick auf

Partnerschaft

Und dann gibt es Unternehmen.

Unternehmen, die verstehen, dass

echte Gesundheit mehr ist als ein

Produkt in einer Packung. Sie wissen,

dass Menschen Orte brauchen,

Ruhe brauchen, Verbindung

brauchen. Sie haben verstanden,

dass Prävention nicht nur in der

Arztpraxis stattfindet, sondern

auch dort, wo Menschen wieder

Kraft tanken können.

Die Geschichte,

die sich selbst

erzählt

Diesen Unternehmen könnte

eine ganz andere Idee in den Sinn

kommen: Was, wenn ich einen

dieser Orte unterstütze? Nicht mit

einer großen Werbekampagne.

Nicht mit meinem Logo überall.

Sondern mit etwas Substanziellerem:

mit der Finanzierung

der Anerkennung, die

dieser Ort verdient. Mit

der Zertifizierung, die

sein Potenzial freisetzt.

Der Ort erhält

seine Zertifizierung.

Er kann sich

neu vorstellen. Die

Menschen, die ihn

betreuen, erhalten die

Anerkennung, auf die

sie lange gewartet haben.

Andere Orte sehen: Das ist

möglich. Das kann auch mir passieren.

Und das Unternehmen? Es erlebt

etwas, das Werbung niemals leisten

kann: Es wird Teil einer echten

Geschichte. Einer Geschichte, die

58


von authentischen Menschen und echten Orten

handelt. Eine Geschichte, die Menschen bewegt,

weil sie echt ist.

Plötzlich steht dieses Unternehmen für etwas

anderes als nur für seine Produkte. Es

steht dafür, dass es Orte und Menschen

unterstützt, die das tun, was zählt. Es zeigt

damit: Hier versteht man, was Gesundheit

wirklich bedeutet. Das ist mehr als Werbung

– es stiftet Glaubwürdigkeit.

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

Es bleibt etwas Besonderes

Solche Partnerschaften sind selten, weil

sie etwas verlangen, das viele Unternehmen

nicht geben wollen: echtes Vertrauen.

Nicht in das eigene Marketing, sondern in

die Kraft der Geschichte selbst. Aber wenn

es passiert – wenn ein Unternehmen einen

Ort so sehr sieht und würdigt, dass es ihm

hilft, seine volle Kraft zu entfalten – dann entsteht

etwas, das oft länger nachwirkt als klassische

Kampagnen. Es entsteht Sinn. Spürbare Veränderung.

Und die Erkenntnis, dass die schönsten

Geschichten oft entstehen, wenn zwei Welten sich

treffen: die Welt der stillen Leidenschaft und die Welt

der Möglichkeiten.

Orte wie diese verdienen solche Partner. Und solche

Partner verdienen Orte wie diese.

Hinweis: Die HERZENSORTE-Zertifizierung würdigt Engagement,

Qualität und Zugänglichkeit eines Ortes. Sie trifft

keine medizinischen Aussagen und ersetzt keine Beratung,

Diagnose oder Therapie.

Sie kennen einen Ort, der diese Anerkennung verdient? Wir

prüfen Vorschläge vertraulich. Schreiben Sie uns an

info@gutzumherz.de

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Das unterschätzte Risiko

Chronische Entzündungen im Gefäßsystem können das Risiko für

Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen – warum es sich lohnt,

auch diesen Faktor bei der Herzgesundheit im Blick zu behalten.

B

luthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte,

Diabetes, Rauchen – die klassischen Risikofaktoren

für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

sind gut bekannt. Doch wissenschaftliche

Erkenntnisse zeigen: Es gibt einen weiteren, oft

übersehenen Faktor, der das Risiko für Herzinfarkt

und Schlaganfall maßgeblich beeinflusst –

die kardiovaskuläre Entzündung.

Chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse

in den Gefäßwänden spielen eine zentrale

Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose.

Anders als akute Entzündungen verlaufen diese

Prozesse oft über Jahre hinweg unbemerkt. Sie

schädigen die Innenwände der Blutgefäße, fördern

die Bildung gefährlicher Plaques und können

das Risiko für lebensbedrohliche Ereignisse

erhöhen.

Studien zeigen 1: Das NLRP3-Inflammasom, ein

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Unterstützung von Novo Nordisk Pharma GmbH erstellt

molekularer Komplex im Immunsystem,

wird durch Risikofaktoren

wie erhöhte Cholesterinwerte,

Stress oder Rauchen aktiviert.

Dies setzt entzündungsfördernde

Botenstoffe frei, die Gefäßschäden

vorantreiben können. Wissenschaftliche

Studien belegen,

dass Menschen mit erhöhten Entzündungswerten

ein höheres Risiko

für kardiovaskuläre Ereignisse

haben.

Der hsCRP-Wert: Ein

Frühwarnsystem für Ihr Herz

Der hochsensitive CRP-Test

(hsCRP) misst diese stillen Entzündungen

im Blut. Forschungen

zeigen 2 : Menschen mit erhöhten

hsCRP-Werten haben ein deutlich

erhöhtes Risiko für schwerwiegende

Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Eine hsCRP-Bestimmung beim

Arzt kann helfen, dieses versteckte

Risiko frühzeitig zu erkennen.

Der Test sollte bei klinisch stabilen

Patienten durchgeführt werden,

um akute Infektionen als Störfaktor

auszuschließen.

Was Sie selbst tun können

Entzündungswerte lassen sich

durch Änderungen im Lebensstil

positiv beeinflussen:

• Bewegung: Regelmäßige körperliche

Aktivität kann Entzündungsmarker

nachweislich

senken

• Ernährung: Eine mediterrane

Kost mit viel Gemüse,

Vollkorn, Olivenöl und Omega-3-Fettsäuren

wirkt entzündungshemmend

• Stressmanagement: Chronischer

Stress kann Entzündungen

fördern – Entspannungstechniken

wie Meditation oder

Yoga können helfen

• Rauchstopp: Rauchen aktiviert

entzündliche Prozesse

im Körper und sollte konsequent

vermieden werden

• Gewichtskontrolle: Übergewicht

begünstigt chronische

Entzündungen – eine moderate

Gewichtsreduktion kann

Entzündungsmarker deutlich

verbessern


Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

Wenn bei Ihnen bereits Risikofaktoren

wie Bluthochdruck, Diabetes

oder erhöhte Cholesterinwerte bekannt

sind, kann es sinnvoll sein,

zusätzlich Ihre Entzündungswerte

bestimmen zu lassen.

Dies ermöglicht eine umfassendere

Einschätzung Ihres individuellen

Risikoprofils. Ihr Arzt

kann gemeinsam mit Ihnen entscheiden,

welche präventiven oder

therapeutischen Maßnahmen

in Ihrer individuellen Situation

sinnvoll sind.

Kardiovaskuläre Entzündungen

sind ein Risikofaktor, den Sie kennen

und gemeinsam mit Ihrem

Arzt beeinflussen können.

Finden Sie den richtigen Weg

für Ihre Herzgesundheit.

Die Quellen dieses Beitrags:

1: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/20009666.2018.1428023

2: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM200003233421202

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Wenn weniger Essen und mehr Bewegung nicht ausreichen

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Starkes Übergewicht ist eine chronische Erkrankung,

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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Vier

mal

von Matthias Jung

32 Tage Orientierung im Herzalltag

66


Vier Jahreszeiten, vier mal „8 Tage

...gut zum Herz“, das sind 32 wertvolle

Impulse zum Thema Herzgesundheit.

In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

zu den häufigsten

Gesundheitsherausforderungen zählen,

reichen oberflächliche Informationen oft

nicht aus. Menschen brauchen Zeit – Zeit

zum Verstehen, Zeit zum Verarbeiten, Zeit

zum Austausch mit anderen, die ähnliche

Erfahrungen machen.

Jeden Tag neue Impulse

Das Konzept „8 Tage ...gut zum Herz“

schafft genau diese Struktur. Die Idee dahinter

ist elegant und neu: In acht Tagen

(innerhalb von rund 2 Wochen) wird ein

Herzthema aus verschiedenen Blickwinkeln

beleuchtet. Jeden Tag gibt es neue Impulse,

Informationen und vor allem: Gelegenheiten

zum Austausch. Betroffene

erfahren, was sie wissen müssen – nicht

überfordernd, sondern dosiert und verständlich

aufbereitet.

Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk, in dem

sich Menschen verstanden fühlen, Experten

erreichbar sind und Fachleute aus dem

Gesundheitswesen wertvolle Einblicke in

die Lebenswirklichkeit ihrer Patienten gewinnen.

67


Diese Struktur wird 2026 vier Mal

umgesetzt – als ein ganzjähriges

Programm, das Menschen begleitet

und Herzgesundheit in den

Alltag integriert.

Jede Jahreszeit widmet sich

einem zentralen Risikofaktor

oder Krankheitsbild:

• Frühling – Bluthochdruck:

Hoher Blutdruck ist in

Deutschland weit verbreitet

und gilt als einer der größten

Risikofaktoren für Herzinfarkt

und Schlaganfall. Oft

bleibt er lange unbemerkt,

weil er kaum Beschwerden

macht. Medizinern zufolge

ist Bluthochdruck in Europa

der mit Abstand wichtigste

Risikofaktor – er trägt an fast

einem Viertel aller Todesfälle

und 13 % aller Behinderungen

mit Schuld. Eine konsequente

Kontrolle (z.B. regelmäßige

Blutdruckmessung) und Lebensstil-Anpassungen

(gesunde

Ernährung, Bewegung,

Stressreduktion) können den

Blutdruck senken und das Risiko

deutlich verringern.

• Sommer – Vorhofflimmern:

Diese unregelmäßige Herzschlagfolge

ist die häufigste

Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern

steigert das

Schlaganfallrisiko dramatisch

– bis zu 20 % aller Schlaganfälle

treten bei Patient:innen

mit Vorhofflimmern. Außerdem

führt die Störung langfristig

zu Herzschwäche. Daher

liegt ein Schwerpunkt

darauf, Vorhofflimmern früh

zu erkennen (z.B. per EKG)

und mit Blutverdünnern das

Schlaganfallrisiko zu reduzieren.

Betroffene erfahren, wie

sie Symptome wie Herzstolpern

und Schwindel richtig

einordnen und behandeln lassen

können.

• Herbst – Fettstoffwechselstörung:

Überschüssiges

Cholesterin und hohe Blutfettwerte

gehören zu den unabhängigen

Haupt-Risikofaktoren

für Herzkrankheiten.

Dauerhaft erhöhte Fettwerte

führen zu Arteriosklerose

(Gefäßverkalkung), Arterien

verengen sich – Herzinfarkte

und Schlaganfälle drohen.

Die Patienten-Informationen

betonen: „Eine Fettstoffwechselstörung

klingt harmlos, ist

es aber nicht. Sie gehört zu

den wichtigsten Risikofaktoren

für einen Herzinfarkt oder

Schlaganfall. In den Veranstaltungen

lernen die Teilnehmer,

ihre Blutfettwerte durch

Ernährung, Bewegung und –

wenn nötig – Medikamente zu

senken.

• Winter – Herzinsuffizienz:

Unter der Herzmuskelschwäche

leiden bereits über 4 Millionen

Menschen in Deutschland.

Bei Herzinsuffizienz

kann das Herz nicht mehr genug

Blut pumpen. Es ist heute

die häufigste Ursache für eine

Krankenhauseinweisung und

einer der führenden Gründe

für Sterbefälle. Die Symptome

beginnen oft schleichend mit

Atemnot und Müdigkeit. In

der Themenwoche geht es darum,

Anzeichen früh zu erkennen

und mit Medikamenten,

Reha und Lebensstil-Änderungen

den Verlauf zu bremsen.

Wichtig ist dabei auch die

psychische Komponente: „Die

Diagnose Herzinsuffizienz

kann eine große psychische

Belastung darstellen. […] Professionelle

Hilfe und der Austausch

mit anderen Betroffenen

können dazu beitragen,

dass man sich besser fühlt“.

Vier Mal 8 Tage = 32 Mal

Chancen auf Verständnis und

Vernetzung

Dieser Jahresrhythmus schafft 32

intensive Tage der Auseinandersetzung

mit Herzgesundheit. Das

klingt nach einer großen Zeitinvestition

– und das ist es auch. Aber es

ist eine Investition in sich selbst, in

das eigene Verständnis und in das

Netzwerk von Menschen, die ähnliche

Wege gehen. Für Menschen

wie Markus, die gerade ihre Diagnose

erhalten haben, bietet dieses

68


Geschätzte Prävalenz ausgewählter Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland

Abbildung: Geschätzter Anteil von Männern und Frauen in Deutschland, die von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,

Vorhofflimmern oder Herzinsuffizienz betroffen sind. Bluthochdruck: Erwachsene ab 18 Jahren; Fettstoffwechselstörungen:

18–79 Jahre; Vorhofflimmern: Beispiel Altersgruppe 65–74 Jahre; Herzinsuffizienz: ab 30 Jahren. Quellen: Robert Koch-Institut

(GEDA 2014/2015-EHIS, DEGS1), Gesundheitsatlas Deutschland 2023, Stiftung Gesundheitswissen.

Konzept etwas Unbezahlbares: Es

nimmt die Angst vor dem Unbekannten

und ersetzt sie durch klares,

praktisches Wissen. Es zeigt,

dass hinter der medizinischen Diagnose

echte Menschen mit echten

Erfahrungen stecken.

Es verbindet Betroffene mit Experten

– nicht in abstrakten Seminaren,

sondern in echtem Austausch.

Aber auch Menschen, die bereits

länger mit einer Herzdiagnose leben,

finden in diesem Konzept

wertvollen Mehrwert.

Sie können ihr Wissen vertiefen,

erfahren von neuen Entwicklungen

und Erkenntnissen, und vor allem:

Sie können ihr Erfahrungswissen

mit anderen teilen. Sie werden zu

Mentoren, zu Orientierungspunkten

für Neuerkrankte.

Der Aufbau der acht Tage:

Zuhören, Verstehen,

Netzwerken

Jede achtägige Phase folgt einem

bewährten Schema, das

drei zentrale Säulen umfasst:

Zuhören: Echte Geschichten von

Menschen, die ähnliche Diagnosen

haben. Nicht inszeniert, nicht

perfekt – sondern authentisch.

Dies schafft sofortige Verbindung

und das Gefühl, nicht allein zu

sein.

Verstehen: Fundierte, verständlich

aufbereitete Informationen

rund um die jeweilige Erkrankung.

Medizinisches Wissen wird

in Alltagssprache übersetzt. Experten

machen komplexe Zusammenhänge

nachvollziehbar, ohne

dabei zu vereinfachen. So entsteht

Orientierung, die Betroffenen und

Angehörigen hilft, ihre Situation

besser einzuordnen und Fragen an

die behandelnden Ärztinnen und

Ärzte gezielt vorzubereiten.

Netzwerken: Der Austausch zwischen

Betroffenen untereinander

sowie mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen.

Hier entstehen

Verbindungen, Freundschaften

und ein gegenseitiges Verständnis,

das über die acht Tage hinaus bestehen

bleibt. Diese Struktur hat

sich bereits bewährt. Sie schafft

nicht nur Wissensvermittlung,

sondern auch emotionale Sicherheit

– etwas, das Menschen mit

neu diagnostizierten Herzerkrankungen

oft am meisten brauchen.

Für wen ist dieses Programm?

Das Konzept „8 Tage ...gut zum


Herz“ ist primär für Menschen

mit Herzbefunden konzipiert – ob

gerade diagnostiziert oder schon

länger bekannt. Es ist für diejenigen,

die Orientierung suchen, die

verstehen wollen, was in ihrem

Körper passiert, und die von der

Erfahrung anderer Menschen

profitieren möchten.

Aber auch Angehörige finden hier

wertvollen Raum. Partner, Kinder,

enge Vertraute – sie sind oft

die wichtigsten Unterstützer und

brauchen selbst Verständnis für

die Situation, um gut unterstützen

zu können. Darüber hinaus bietet

das Programm für Fachleute aus

Medizin, Pflege und Gesundheitswesen

wertvolle Einblicke. Sie lernen,

wie ihre Patienten ticken,

welche Fragen sie bewegen,

welche Informationen ihnen

wirklich helfen. Dieser

Einblick in die Patientenperspektive

ist oft transformativ

– er humanisiert den

medizinischen Alltag und

schafft eine tiefere Basis für

effektive Zusammenarbeit.

Warum gerade dieses Format?

In einer Welt der Dauererreichbarkeit

und der Informationsüberflutung

schaffen acht fokussierte

Tage etwas Seltenes:

Sie schaffen Raum für tiefe Auseinandersetzung.

Sie sind lang

genug, um wirkliches Verständnis

zu entwickeln, aber nicht so

lang, dass Überforderung eintritt.

Sie sind strukturiert, wodurch

sie Sicherheit geben – aber nicht

so rigid, dass sie die menschliche

Komponente ersticken. Das

Format schafft zudem etwas, das

klassische Patienten-Webseiten

oder Broschüren nicht schaffen:

eine zeitlich begrenzte, gemeinsame

Erfahrung. Alle erleben die

gleiche Information zur gleichen

Zeit, alle sind aufgefordert, ihre

Gedanken und Fragen zu teilen.

Dies erzeugt eine Energie, eine

gegenseitige Unterstützung, die in

Isolation nicht entstehen kann.

Der Jahreskreis als natürlicher

Rhythmus

Der Jahresrhythmus ist bewusst

gewählt. Er verbindet das Programm

mit dem natürlichen

Rhythmus, den Menschen instinktiv

verstehen. Der Frühling ist

Anfang – perfekt für das Thema

Bluthochdruck, oft die erste Herzdiagnose.

Der Sommer ist Aktivität

– passend zu Vorhofflimmern,

das oft bei körperlicher Aktivität

spürbar wird. Der Herbst ist Reflexion

– ideal für das unterschätzte

Thema Fettstoffwechselstörung.

Der Winter ist Rückzug und Anpassung

– passend zu Herzinsuffizienz,

einer Erkrankung, die oft

profundere Lebensstiländerungen

erfordert.

Dieser natürliche Rhythmus hilft

Menschen, sich in einem größeren

Kontext zu verstehen. Die Erkrankung

wird nicht als isoliertes

Schicksal erlebt, sondern als Teil

eines kontinuierlichen Prozesses

der Selbstentwicklung und des

Verständnisses.

Orientierung in einer Welt voller

Unsicherheit

Am Ende ist das, was „8 Tage ...gut

zum Herz“ bietet, etwas sehr Fundamentales:

Orientierung. Menschen,

die eine Herzdiagnose erhalten,

befinden sich oft in einer

Phase großer Unsicherheit. Medizinischer

Jargon, unterschiedliche

Ratschläge, Angst vor der Zukunft

– das alles wirbelt durcheinander.

Das Konzept durchbricht dieses

Chaos mit klarer Struktur, authentischen

Geschichten und dem

Wissen, dass man nicht allein ist.

Für Markus könnte dieses Programm

bedeuten, dass seine Zitterhand

sich beruhigt, weil er

versteht, was Bluthochdruck

wirklich ist. Es könnte bedeuten,

dass er andere trifft, die

ähnliche Fragen haben, und

dass Experten sich Zeit für

ihn nehmen. Es könnte sein,

dass eine achtägige Reise sein

ganzes Verhältnis zu seiner Diagnose

verändert – von Angst zu

Verständnis, von Isolation zu Gemeinschaft,

von Hilflosigkeit zu

Handlungsfähigkeit.

Und genau das ist die Vision von

„8 Tage ...gut zum Herz“: Herzgesundheit

nicht als beängstigender

medizinischer Status, sondern als

ein Aspekt des Lebens, den man

verstehen kann, den man aktiv

mitgestalten kann – in Gemeinschaft

mit anderen.

WICHTIGER HINWEIS: Dieser

Beitrag vermittelt allgemeine

Informationen. Er ersetzt nicht

die Beratung durch medizinische

Fachpersonen. Bei Fragen

zu Ihrer persönlichen Gesundheit

wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin.

70


Die Quellen dieses Beitrags

Bluthochdruck – Prävalenz (GEDA-Studie, RKI)

https://edoc.rki.de/handle/176904/2581

Bluthochdruck – Methodik/Weitere Infos (RKI)

https://edoc.rki.de/handle/176904/1494

Fettstoffwechselstörungen – Verbreitung (DEGS1, RKI)

https://www.gbe-bund.de/pdf/degs1_verbreitung_fettstoffwechselstoerungen.pdf

Health Monitoring – Hintergrund zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (RKI)

https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/Ausgaben/2017/JoHM_Inhalt_17_01.html

Vorhofflimmern – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/vorhofflimmern/allgemeines

Vorhofflimmern – Prävalenzübersicht (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/files/pdf/Pr%C3%A4valenz%20Vorhofflimmern_vf.pdf

Erhöhte Blutfette – Patienteninfo (Stiftung Gesundheitswissen)

https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/erhoehte-blutfette/hyperlipidaemie

Herzinsuffizienz – Gesundheitsatlas Deutschland

https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/erkrankung/herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz – Patienteninfos (Deutsche Herzstiftung)

https://herzstiftung.de/infos-zu-herzkrankheiten/herzinsuffizienz

Herzstiftung – Jahresbericht (Zahlen & Hintergründe)

https://herzstiftung.de/system/files/2024-06/JB2023-jahresbericht.pdf

WHO – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (europäische Region, Hintergrund & Kennzahlen)

https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/cardiovascular-diseases

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische oder

rechtliche Beratung dar. Für Diagnosen, Therapien oder individuelle Behandlungsentscheidungen konsultieren Sie bitte

stets qualifiziertes Fachpersonal. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen Verfasser und Verlag keine Gewähr für die

Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der dargestellten Informationen. Jegliche Haftung für unmittelbare oder

mittelbare Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist ausgeschlossen.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Das

Event!

im Winter 2025

8 Tage

...gut zum Herz

Herzgesundheit

anders gedacht

ZUHÖREN – VERSTEHEN – NETZWERKEN

von Matthias Jung

In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten

Gesundheitsherausforderungen zählen, braucht es mehr als nur allgemeine

Ratschläge. GUT ZUM HERZ schafft eine einzigartige Plattform,

auf der Betroffene, Experten und Gesundheitsakteure zusammenfinden.

Unser Ziel: Herzgesundheit nicht nur zu verstehen, sondern gemeinsam

zu leben und zu fördern!

74


Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden; jede

Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.

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Das Konzept

„8 Tage ...gut zum Herz“

bietet eine strukturierte

Plattform, um die zentralen

Aspekte von Herzkrankheiten

– von Diagnose

über Therapie bis

Prävention – verständlich

darzustellen und durch

den Austausch zwischen

Betroffenen und Experten

neue Impulse für die

Herzgesundheit zu setzen.

Es kombiniert praktische

Informationen, persönliche

Erfahrungsberichte

und interaktive Formate,

um sowohl das Bewusstsein

zu stärken als auch

konkrete Lösungsansätze

zu entwickeln.

Das Konzept „8 Tage . . .gut

zum Herz“ erweitert seinen Fokus

und widmet sich im Winter

2025 einem wichtigen Gesundheitsthema:

dem Diabetes.

Diese strukturierte Informationsplattform

bietet Einblicke in

die zentralen Aspekte der Diabetesversorgung

– von der Früherkennung

über hochmoderne

Therapieansätze bis hin zur

Prävention von verschiedenen

Folgeerkrankungen. Durch den

Austausch zwischen Betroffenen,

medizinischen Experten und

Gesundheitsakteuren entstehen

neue Impulse für den Dialog zu

Ansätzen im Diabetesmanagement

und Erfahrungswerte zur

Lebensqualität.

Die Geschichte von Markus

(fiktives Fallbeispiel)

Mit 48 Jahren lebte Markus ein

Leben, das vielen bekannt vorkommen

mag. Beruflicher Alltag,

familiäre Verpflichtungen

und der tägliche Stress ließen

wenig Raum für Aufmerksamkeit

gegenüber den eigenen

körperlichen Signalen.

Über Monate hinweg bemerkte

er jedoch Veränderungen, die

er zunächst auf Überarbeitung

und Stress schob: einen konstanten

Durst, der sich nicht

stillen ließ, eine bleierne Müdigkeit,

die ihn durch den Tag

begleitete, und häufige Toilettengänge,

die seinen Schlaf

75


unterbrachen. Diese schleichenden

Symptome entwickelten sich

so langsam, dass Markus sie als

Teil seines normalen Lebensrhythmus

akzeptierte.

Der Wendepunkt kam bei einer

Routineuntersuchung, als erhöhte

Blutzuckerwerte die Diagnose

Typ-2-Diabetes offenbarten.

Plötzlich erhielten all die kleinen

Anzeichen, die er monatelang

ignoriert hatte, eine medizinische

Bedeutung. Wie konnte es so weit

kommen? Hätte er früher auf

die Warnsignale seines Körpers

hören sollen? Und vor allem: Was

bedeutete diese Diagnose für sein

zukünftiges Leben und das seiner

Familie?

Diese Geschichte ist ein fiktives Fallbeispiel

zur Veranschaulichung möglicher

Krankheitsverläufe. Jeder Krankheitsverlauf

ist individuell und unterschiedlich.

Bei Verdacht auf Diabetes oder

anderen gesundheitlichen Beschwerden

konsultieren Sie bitte einen Arzt oder

eine Ärztin.

Diese Geschichte ist kein

Einzelfall

Diese beispielhafte Erfahrung

spiegelt die Realität von fast 9

Millionen Menschen in Deutschland

wider, die von Diabetes betroffen

sind. Diese Zahl verdeutlicht,

wie wichtig Aufklärung,

Unterstützung und ein besseres

Verständnis für Stoffwechselerkrankungen

in unserer Gesellschaft

sind. Die schleichende

Entwicklung von Diabetes macht

deutlich, warum präventive

Maßnahmen und frühzeitige

Intervention von Bedeutung sein

können.

Ein multidisziplinärer Ansatz

für die Diabetesversorgung

Der Blutzucker ist ein zentraler

Regulator unseres Stoffwechsels

und beeinflusst nahezu jeden

Aspekt unserer körperlichen

Funktionen. Wenn dieses fein

abgestimmte System aus dem

Gleichgewicht gerät, können

weitreichende Konsequenzen für

die Gesundheit entstehen.

Erhöhte Blutzuckerwerte können

zu Gefäßschäden, Nervenschädigungen

und Organproblemen

führen, während Betroffene

gleichzeitig mit den täglichen

Herausforderungen des Diabetesmanagements

umgehen müssen.

Trotz der Verfügbarkeit moderner

medizinischer Behandlungen und

Hilfsmittel bleiben viele Fragen

im Umgang mit der Erkrankung

offen.

Viel mehr als nur

Wissensvermittlung

Genau hier setzt „8 Tage . . .gut

zum Herz“ im Winter 2025 an,

um nicht nur das Verständnis für

Diabetes zu vertiefen, sondern

Betroffenen Informationen zu

vermitteln. Das Programm geht

über reine Wissensvermittlung

hinaus und schafft eine Plattform

für den Austausch zwischen allen

Beteiligten der Diabetesversorgung.

Durch neue Perspektiven,

evidenzbasierte Informationen

und den Dialog mit anderen

Betroffenen und Fachexperten

bietet die Initiative Orientierung

und Unterstützung für den

individuellen Umgang mit der

Erkrankung.

Das Herzstück dieses Ansatzes

liegt in der Erkenntnis, dass

Diabetesmanagement eine gemeinschaftliche

Aufgabe ist, die

durch die Zusammenarbeit verschiedener

Gesundheitsakteure

angegangen werden sollte. Kein

Patientinnen und Patienten sollte

mit seiner Diagnose allein gelassen

werden, und keine Herausforderung

im Diabetesma- nagement

sollte ohne professio- nelle

Unterstützung und Begleittung

bewältigt werden müssen.

An 8 Tagen innerhalb zwei Wochen

stehen im Winter 2025 acht

verschiedene Gesundheitsakteure

im Mittelpunkt, die jeweils einen

Beitrag zur Diabetesversorgung

leisten. Diese multidisziplinäre

Herangehensweise spiegelt die

Komplexität der Erkrankung

wider und zeigt auf, wie verschiedene

Expertise-Bereiche zusammenarbeiten,

um die Versorgung

zu unterstützen.

Die Geschichte von Markus –

demnächst in „HerzSchlag“

Die berührende Geschichte von

Markus mit der Diabetes-Diagnose

wird in der kommenden

Ausgabe von „HerzSchlag“, dem

Magazin des Aktionsbündnisses

GUT ZUM HERZ, zu lesen sein.

Hinweis: Bei der Geschichte von

Markus handelt es sich um ein

fiktives Fallbeispiel. Bei gesundheitlichen

Fragen konsultieren

Sie bitte einen Arzt oder eine

Ärztin.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf

Facebook und Instagram für aktuelle

Updates!

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HerzGesund | 8 Tage ...gut zum Herz

Von der Hoffnungslosigkeit

zur Hoffnung

ein Gastbeitrag von Norbert Kuster

100 Jahre Diabetes-Behandlung

Stellen Sie sich vor: Ein

Kind erhält die Diagnose

Diabetes. Heute bedeutet

das eine lebenslange Therapie,

aber meist ein normales

Leben. Vor 100 Jahren war es

ein Todesurteil.

In den frühen 1920er Jahren

war Typ-1-Diabetes fast immer

tödlich; Kinder wurden

durch strenge Hungerkuren

mit 400–600 Kalorien pro Tag

notdürftig am Leben gehalten.

Diabetische Ketoazidose führte

häufig zum Tod, Familien

sahen Angehörige ins Koma

fallen.

Der Durchbruch von 1922

Der Wendepunkt kam 1922 in

Toronto: Der 14-jährige Leonard

Thompson erhielt als erster

Patientinnen und Patienten

gereinigtes Insulin. Frederick

Banting, Charles Best, John

Macleod und James Collip hatten

das Hormon aus Hundepankreas

isoliert und aufbereitet.

Thompsons Zustand besserte

sich rasch, aus dem sterbenden

Jungen wurde ein lebensfähiger

Teenager.

Die Entdecker verkauften das

Patent für einen Dollar an die

Universität Toronto; Banting:

„Insulin gehört der Welt.“ 1923

erhielten Banting und Macleod

den Nobelpreis.

Frühe Therapieerfolge

Frühe Fortschritte (1920er–

1950er): Die Überlebensprognose

verbesserte sich deutlich,

doch die Therapie blieb

anspruchsvoll: mehrfache Insulininjektionen

täglich, grobe

Kontrolle über Urintests.

Technologische Entwicklungen

(1980er–heute): Heim-Glukosemessung

brachte Präzision,

moderne lang- und schnellwirksame

Insuline verbesserten

Alltag und Mahlzeitenabdeckung.

Insulinpumpen

seit den 2000ern ermöglichen

feinere Dosierung. Kontinuierliche

Glukosemessung (CGM)

entlastet durch 24/7-Daten.

Automatisierte Systeme

Automatisierte Insulinabgabe

(seit 2020er): AID-Systeme

(„künstliche Bauchspeicheldrüse“)

kombinieren CGM,

Pumpen und Algorithmen für

weitgehend automatisierte

Therapie und erhöhen die Zeit

im Zielbereich bei geringerem

Hypo-/Hyperglykämierisiko.

Deutschland heute

Rund 11 Mio. Menschen leben

mit Diabetes, darunter

etwa 340.000 Erwachsene und

37.000 Kinder/Jugendliche mit

Typ 1. Jährlich erkranken etwa

4.000 junge Menschen neu. Die

Lebenserwartung hat sich stark

verbessert und ist heute nahezu

normal.

Blick nach vorn

Immunmodulatorische Ansätze

können das Fortschreiten

bei Risikopersonen verzögern;

erste Behandlungen laufen in

Studien. Parallel werden Zelltransplantationen

und Immuntherapien

erforscht.

Eine Erfolgsgeschichte

Was vor 100 Jahren begann, ist

eine Erfolgsgeschichte der Medizin.

Aus dem sicheren Todesurteil

wurde eine chronische

Erkrankung, die dank moderner

Technologien ein weitgehend

normales Leben ermöglicht

– im Beruf, beim Sport und

in der Familienplanung. Die

Geschichte des Insulins zeigt:

Durchbrüche sind möglich und

geben Hoffnung.

Über den Autor

Norbert Kuster ist Landesvorsitzender

und Geschäftsführer

des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

der Deutschen

Diabetes-Hilfe, engagierter

Selbsthilfe-Vertreter und LA-

DA-Betroffenerur. Mehr über

ihn mit KLICK auf diesen Link.


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HerzInfo | DIE KOLUMNE

von Matthias Jung

Sauna und ich

Warum „Durchhalten“ manchmal die dümmste Idee ist

Ich wusste es eigentlich besser. Mit meiner

Herzerkrankung ist die Sauna für mich

kein Ort für Heldentaten, sondern für Maß.

Meine Routine: rein, sitzen, genießen – und

kurz vor dem Aufguss raus. Aufgüsse sind

mir zu heiß. Punkt.

An diesem Freitag lief alles nach Plan bis

zwei alte Schulkollegen auftauchten. Man

erkennt sich sofort: Die Stimmen wie früher,

nur das Leben hat an der Optik kräftig

mitgeschrieben. Wir grinsten, klopften uns

auf die Schultern, und plötzlich saßen wir

nackt nebeneinander und waren wieder in

der neunten Klasse: weniger Haare, mehr

Anekdoten.

Wir redeten über Job, Familie, wer wo gelandet

ist. In der Sauna wird Zeit weich;

Minuten benehmen sich wie Butter. Draußen

klackten schon Eimer, Schritte, diese

gedämpfte Geschäftigkeit, die sagt: Gleich

kommt der Aufguss.

Normalerweise stehe ich dann auf und

tue so, als hätte ich Wichtiges vor: Wasser

holen, frische Luft, irgendwas mit Würde.

Diesmal dachte ich: Jetzt kannst du nicht

gehen. Sonst wirkst du wie ein Weichei. Und

weil ich offenbar noch immer empfänglich

für Pausenhoflogik bin, blieb ich sitzen. In

meinem Kopf lief noch ein Rest Teenagerprogramm:

„Zeig keine Schwäche.“ Leider

hatte das Update auf „gesunden Menschenverstand“

Pause.

Der Aufguss begann. Erst freundlich, dann

entschieden, dann endgültig. Ich setzte ein

Lächeln auf, das man auch auf Klassenfotos

trägt, wenn man dringend wegmuss, aber

tapfer wirken will. Innen drin stellte mein

Körper die Frage, ob „Durchhalten“ wirklich

Charakter ist – oder einfach nur Sturheit.

Der Aufgussmeister schüttete Wasser auf die

Steine, als wolle er ein Lagerfeuer ertränken.

Ein Zischen, dann diese Wand aus Hitze.

Die Luft wurde so dick, dass man sie hätte

schneiden können. Mein Kreislauf machte

höflich auf sich aufmerksam: erst Räuspern

dann deutlicher Hinweis. Ich zählte Atemzüge

und dachte an alles – nur nicht daran,

cool auszusehen. Neben mir plauderten

mein Schulkollegen unbeirrt weiter, als säßen

wir im Wohnzimmer.

Die Hitze kam in Wellen. Mein Brustkorb

fühlte sich plötzlich so präsent an. Ich bemühte

mich um „normales Atmen“, als sei

das eine soziale Leistung vor Publikum. Ich

nickte an passenden Stellen. Ich nickte auch

an unpassenden. Hauptsache Bewegung,

Hauptsache nicht auffallen.

Irgendwann war klar: Das ist kein Mut. Das

ist Eitelkeit mit Schweißfilm. Also sagte ich,

so locker ich konnte: „Männer, ich geh mal

kurz raus.“ Nicht „Ich muss“, nicht „Mir wird

komisch“. Einfach raus.

Draußen war die Luft nicht nur kühler, sie

war vernünftig. Und da begriff ich: Stärke ist

nicht, sitzen zu bleiben. Stärke ist manchmal,

aufzustehen – bevor das Ego entscheidet,

was das Herz auszubaden hat.

Seitdem gehe ich wieder rechtzeitig raus.

Mit Würde. Und wenn jemand denkt, ich sei

schwach: geschenkt.

Ihr Matthias Jung

82

Hinweis: Das ist meine persönliche Erfahrung. Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat,

sollte Saunagänge und Belastung individuell ärztlich abklären.


HERZ & Welt

Die neue Serie geht weiter in dieser Ausgabe

Bei GUT ZUM HERZ schauen

wir in jeder Ausgabe darauf,

wie Herzversorgung in

Deutschland im Alltag ankommt

– mit all ihren Stärken, aber auch

mit den typischen Bruchstellen

zwischen Praxis, Klinik und

Nachsorge. Gleichzeitig erreichen

uns immer wieder Fragen aus

der Community: Wie lösen andere

Länder diese Übergänge? Was

funktioniert dort besser – und was

eher nicht?

HERZ & Welt bleibt deshalb ein

fester Bestandteil unseres Jahreszeitenmagazins.

Viermal im

Jahr vergleichen wir die deutsche

Herzversorgung mit einem anderen

Land und ordnen ein, was Betroffene

daraus ableiten können

– ohne Idealisierung und ohne

Bashing.

Dieses Mal: Deutschland und

Frankreich. Zwei Nachbarn,

zwei Systeme, die auf den ersten

Blick ähnlich wirken – und sich

im Detail doch deutlich unterscheiden:

etwa bei der Rolle des

Hausarztes als Lotse, bei der Organisation

von Versorgungspfaden

und bei der Frage, wie stark

Koordination und Nachsorge

strukturell verankert sind.

Unser Anspruch bleibt dabei

derselbe: sachlich, realistisch,

nachvollziehbar. Wir zeigen

Stärken und Schwächen beider

Länder, benennen offene Punkte

und konzentrieren uns auf das,

was für HerzPatientinnen und

-Patienten wirklich zählt: Orientierung,

verständliche Information

und eine Versorgung, die auch

nach dem Klinikaufenthalt trägt.

Den Beitrag finden Sie ab Seite

136 in diesem Magazin.

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Die

GUT ZUM

Jah

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LOCKED

erfolgt in Kürze

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HERZ

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Die

GUT ZUM

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HerzInfo | DIE MEDIATHEK VON GUT ZUM HERZ


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HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.

Der erste Januar hat eine

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller,

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

In seiner Geschichte ist seine

Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin

und war, wie Steffen

erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heute

trainieren beide gemeinsam.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

was wirklich trägt: Struktur,

Dosierung, Wiederholung –

und eine Sprache, die motiviert,

ohne zu überfordern.

Dabei nennt er einen Ort, dem

er viel zuschreibt: den SV Eintracht

Gommern e.V. Dort hat

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

und plant ab Februar 2026 den

nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.

Aus

dieser Mischung – Erfahrung,

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WERBUNG

Der GUT ZUM HERZ Fitnessmonat

mit Steffen Morscheck, neuem Moderator

unserer Facebook-Gruppe, findet in der

Gruppe statt. Ab dem 1. Januar bekommst

Du dort täglich eine neue Übung von

Steffen – kurz erklärt und ohne Druck.

Teile Deine Erfahrungen, stelle Fragen,

hole Dir Motivation und bleib gemeinsam

mit der Community dran.

Mitmachen ist kostenlos und

alltagstauglich. Jetzt beitreten und den

Januar gemeinsam HerzAktiv

starten! Sei von Tag 1 dabei. Hier

kannst Du kostenfrei beitreten.

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Disziplin, Erdung – entsteht unser

Format für den Januar.

Das Vorhaben: Jeden Tag eine

Übung (01.–31.01.2026)

Vom 1. bis 31. Januar 2026 veröffentlicht

Steffen jeden Tag eine

Übung auf Social Media. Nicht

als „härter, schneller, weiter“,

sondern als täglicher, machbarer

Impuls. Mal geht es um Mobilität,

mal um leichte Kraft, mal um

Koordination, Atem- oder Entlastungsübungen

– ergänzt durch

kurze Ausdauerbausteine, die sich

in Alltag und Wetterlage integrieren

lassen.

Jede Übung folgt dabei einem

klaren Prinzip:

• kurze Anleitung statt langer

Theorie,

• zwei Schwierigkeitsstufen, damit

niemand aussteigen muss,

• eine einfache Belastungsorientierung

(Zeit, Wiederholungen

oder gefühlte Anstrengung).

So wird aus 31 Einzelposts ein roter

Faden: ein Monat, der nicht

„perfekt“ sein muss – sondern

konsequent.

Technik als hilfreicher

Begleiter

Wir empfehlen ausdrücklich, in

diesem Monat Smartwatches,

weitere Wearables und Gesundheitsapps

zu nutzen – als Unterstützung,

nicht als Taktgeber. Wer

Werte und Trends sieht, kann

leichter einschätzen, ob Belastung

gut dosiert ist, ob Routinen

entstehen und ob Pausen sinnvoll

gesetzt sind. Entscheidend ist der

Umgang: Technik soll Orientierung

geben, nicht zusätzlich stressen.

Ein wichtiger Hinweis bleibt:

Wearables liefern Messwerte, aber

keine Diagnosen. Wer Beschwerden

hat oder unsicher ist, klärt das

medizinisch ab.

Start am 1. Januar: Umfrage zur

Wirkung und Akzeptanz

Parallel zum Fitness-Monat starten

wir ab dem 1. Januar 2026 eine

rechtssichere, DSGVO-konforme

Umfrage. So bekommen wir einen

realistischen Einblick, wie die täglichen

Impulse ankommen:

Welche Übungen sind praktikabel?

Was motiviert wirklich? Wo

braucht es Anpassungen? Die

Rückmeldungen fließen in die

Weiterentwicklung des Formats

ein – transparent und nachvollziehbar.

Der Blick von Dr. Jana Seuthe

Im Magazin ergänzen wir Steffens

Praxisblick um einen Kasten

mit einem Gastbeitrag von Dr.

Jana Seuthe. Sie ordnet ein, worauf

es bei digitalen Tools im Gesundheitsalltag

ankommt: nicht

auf „mehr Daten“, sondern auf

Verständlichkeit, Akzeptanz und

Routinen, die sich im echten Leben

halten lassen.

In Kooperation mit der

Deutschen Stiftung für

chronisch Kranke

Der Fitness-Monat entsteht in Zusammenarbeit

mit der Deutschen

Stiftung für chronisch Kranke.

Unser gemeinsames Ziel ist pragmatisch:

Orientierung geben, die

funktioniert – ohne Überhöhung,

ohne Versprechen, die niemand

seriös halten kann.

Wer im Januar mitmacht,

braucht keine perfekte Woche.

Es reicht ein erster Schritt. Und

dann der nächste.

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WERBUNG

Ein Gastbeitrag von Dr. Jana Seuthe

Zwischen Datenflut

und Alltagstauglichkeit

- wie digitale Tools

einen aktiven Lebensstil

unterstützen können

Digitale Hilfsmittel, wie

Smartwatches, sind für viele

Menschen fester Bestandteil

des Alltags - auch, wenn es um

Sport und Bewegung geht. Eine

Smartwatch misst z. B. die Herzfrequenz

und zählt Schritte. Benachrichtigungen

erinnern daran,

sich zu bewegen. Dabei wird

eine Vielzahl an Informationen

gesammelt. Häufig fehlen jedoch

einfache Erklärungen und

der Bezug zu Ihrem Gesundheitszustand.

Es bleibt unklar,

was die Werte für Sie persönlich

bedeuten. Zum Beispiel: Ist

eine Herzfrequenz von über 140

Schlägen pro Minute bei sportlicher

Aktivität normal oder

bedenklich? Eine Smartwatch

kann das nicht beurteilen, denn

das hängt von vielen Dingen ab -

etwa vom Alter, von Erkrankungen

oder wie gut Sie trainiert

sind.

Gerade für Menschen mit Herzerkrankung

gilt deshalb: Viele

Daten sind nicht automatisch

hilfreich. Eine Flut an Informationen

kann Stress auslösen und

sich negativ auf das Wohlbefinden

auswirken. Besser ist es,

wenige, aber gut verständliche

Werte zu nutzen. Ein Wert, den

Sie verstehen, hilft mehr als viele

verwirrende Zahlen. Im Folgenden

geht es daher darum, wie Sie

digitale Hilfsmittel sinnvoll und

alltagstauglich nutzen können.

Was digitale Hilfsmittel für

Herzpatientinnen und -patienten

leisten sollten

Ein gutes digitales Hilfsmittel

erklärt verständlich, was

ein gemessener Wert bedeutet

und wann er wirklich wichtig

ist. Messungen können Orientierung

geben, setzen aber ein

gewisses Gesundheitswissen

voraus. Gerade bei der Herzfrequenz

gibt es selten allgemeine

Richtwerte, vor allem nicht im

Zusammenhang mit Sport und

Bewegung. Deshalb ist der Austausch

mit Ihren Ärzt:innen

wichtig. Ein Belastungs-EKG

kann z. B. helfen, Ihre persönliche

Belastbarkeit einzuschätzen.

Aufbauend können individuelle

Empfehlungen für Ihre

Herzfrequenz bei sportlicher

Aktivität gegeben werden.

Wichtig ist auch: Digitale

Hilfsmittel sollen unterstützen,

nicht verunsichern. Der

ständige Blick auf die Herzfrequenz

oder häufige Warnmeldungen

können schnell überfordern

oder Angst auslösen.

Bei einer Herzerkrankung kann

dies dazu führen, dass normale

Schwankungen als bedrohlich

empfunden werden. Digitale

Hilfsmittel sollten helfen, Vertrauen

in den eigenen Körper zu

entwickeln - ohne das Gefühl,

ständig kontrollieren zu müssen.

Gezielte Messungen sind

deshalb oft hilfreicher als eine

ständige Selbstüberwachung.

Digitale Anwendungen sollten

außerdem in den Alltag passen.

Wenn ein Hilfsmittel kompliziert

ist oder den Alltag stört,

wird es langfristig nicht genutzt.

Gute digitale Unterstützung ist

leicht zu bedienen und lässt sich

einfach in bestehende Tagesabläufe

einbinden. Nur wenn die

Technik akzeptiert wird und

selbstverständlich zum Alltag

gehört, kann sie wirklich unterstützen.

Richtig eingesetzt können digitale

Hilfsmittel auch zu einem

aktiveren Lebensstil motivieren.

Sie machen Fortschritte

sichtbar, etwa wenn Wege länger

oder Pausen kürzer werden.

Diese Rückmeldung kann

Mut machen und das Vertrauen

in die eigene Leistungsfähigkeit

stärken. Dabei ist es wichtig,

den Fokus auf Ihre eigene

Entwicklung zu legen und sich

nicht zu sehr mit vorgegebenen

Zielwerten oder anderen zu vergleichen.

Gut begleitet zu einem

aktiven Lebensstil

Digitale Hilfsmittel können

dabei helfen, mit einer Herzerkrankung

aktiver zu leben

- wenn sie gezielt eingesetzt

werden. Sie ersetzen weder

ärztliche Betreuung noch das

eigene Körpergefühl. Sie können

aber dabei helfen, Bewegung

sicherer und bewusster

in den Alltag einzubauen und

Routinen zu entwickeln. Entscheidend

ist, dass Technik Orientierung

gibt und Vertrauen

stärkt. So können digitale Hilfsmittel

einen aktiven Lebensstil

fördern, der gut tut und sich im

Alltag bewährt.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HerzInfo | WINTERLICHES REZEPT

DIE

GUT ZUM

von Matthias Jung

HERZ

Winter

Zutaten der Saison

Rote Bete

Rezepte von EUCH

Wenn Sie tolle Rezepte mit den

Zutaten dieser Seite haben, dann

schicken Sie sie uns.

Mehr Infos hier.

Rote Bete steht bei diesem Gericht im

Mittelpunkt: Sie verleiht dem Eintopf

seine tiefrote Farbe und eine erdige,

leicht süßliche Note. In Scheiben

geschnitten gart sie in der Brühe weich

und verbindet die Aromen von Zwiebel,

Knoblauch und Gemüse zu einem

runden Wintergeschmack.

Wirsing

Wirsing ist ein klassisches Wintergemüse

mit mildem Kohl-Aroma. In feinen

Streifen bringt er Struktur in den

Topf und bleibt – wenn er erst später

dazu kommt – angenehm bissfest. Kurz

gegart nimmt er die Würze der Brühe

gut auf.

Rapsöl

Rapsöl ist ein mild schmeckendes Pflanzenöl,

das sich gut zum Anbraten und

Dünsten eignet. Sein neutraler Charakter

unterstützt die Röstaromen von

Zwiebel und Knoblauch, ohne die übrigen

Zutaten zu überdecken. Ein kleiner

Schuss zu Beginn reicht als sanfte Basis

für den Eintopf.

94


Wärmender Farbenmantel

Zutaten für 4 Personen

• 500 g Rote Bete

• 650 g Wirsing

• 2 Knoblauchzehen

• 2 Zwiebeln

• 400 g Kartoffeln

• 3 Esslöffel Rapsöl

• 1 l Gemüsebrühe

• Salz & Pfeffer

• Petersilie

Weil Wirsing, Rote Bete und Kartoffeln wie ein

bunter Mantel von innen wärmen

Ein kräftiger, winterlicher Gemüseeintopf aus Roter Bete,

Wirsing und Kartoffeln, der in würziger Gemüsebrühe mit

Zwiebeln, Knoblauch und einem Schuss Rapsöl langsam

gart. Frische Petersilie rundet das aromatische Gericht ab,

bringt Farbe auf den Teller und sorgt für eine Extraportion

Frische.

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln

und Rote Bete schälen, waschen und in Scheiben schneiden.

Wirsing halbieren, Strunk entfernen, Blätter in Streifen

schneiden und gründlich waschen. Rapsöl in einem Topf

erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig anbraten. Rote

Bete und Kartoffeln zugeben und kurz mitanbraten. Gemüsebrühe

angießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Wirsing

hinzufügen und den Rote-Bete-Eintopf etwa 25–30 Minuten

weitergaren (je nach Schnittstärke), bis alles gar ist. Petersilie

abzupfen, fein schneiden, unterrühren und etwas für die

Dekoration beiseitelegen. Zum Schluss noch einmal mit Salz

und Pfeffer abschmecken.

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HERZ

Teilnehmende Organisationen

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HerzGesund | KLINISCHE FORSCHUNG

Herzenssache Forschung

- Vielfalt stärkt Evidenz

von Matthias Jung

Klinische Studien – wo Perspektiven von Herzpatient:innen und

forschenden Unternehmen zusammenkommen

Manchmal schaue ich

morgens auf meine Tabletten

und denke:

Ohne diese kleinen Dinger

gäbe es meinen Alltag so wahrscheinlich

nicht mehr. Kein

Spaziergang, keine Gespräche

mit Freundinnen und Freunden,

kein Lachen über Alltagskram

– zumindest nicht in dieser

Form.

Mit einer Teilnahme bei

etwas Größerem dabei sein

Hinter jeder Tablette steckt etwas,

das wir im Alltag selten sehen:

Forschung. Menschen, die

vor mir bereit waren, an Studien

teilzunehmen. Ärztinnen

und Ärzte, Pflegende, Studienkoordinatoren.

Und Unternehmen,

die ein Medikament nicht

nur „erfinden“, sondern es jahrelang

prüfen müssen, bevor es

überhaupt in meiner Tablettendose

landet.

Diese Erkenntnis ist bei mir erst

so richtig angekommen, seit ich

selbst enger in ein Forschungsprojekt

eingebunden bin und

mich aktiv mit meiner Erkrankung

und der dahinterstehenden

Forschung beschäftige.

Plötzlich bin ich nicht mehr

nur „Patient mit chronischer

Erkrankung“, sondern Teil von

etwas Größerem: Arbeit daran,

wie wir Herz-Kreislauf-Erkrankungen

morgen besser verstehen

und behandeln können.

Vom Satz „Da kommt bald

was“ zur aktiven Rolle

Vielleicht kennst du das auch:

Im Arztgespräch fällt irgendwann

der Satz „Da wird es bald

etwas Neues geben“. Bald kann

sich für uns Betroffene aber

ziemlich lang anfühlen.

Für mich war klar: Wenn es

Möglichkeiten gibt, näher an

der Forschung dran zu sein und

vielleicht früher von neuen Ansätzen

zu erfahren, möchte ich

wenigstens prüfen, ob das für

mich infrage kommt – natürlich

immer in enger Absprache mit

meinen behandelnden Ärztinnen

und Ärzten.

So bin ich bei iCARE4CVD gelandet

– einem großen europäischen

Forschungsprojekt rund

um Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das ist kein klassischer

Medikamententest, sondern

ein Projekt, in dem Daten und

Erfahrungen vieler Betroffener

zusammengeführt und ausgewertet

werden.

Ganz einfach erklärt: iCA-

RE4CVD will helfen, Herz-

Kreislauf-Erkrankungen

besser zu verstehen und

die Versorgung langfristig

individueller zu gestalten.

Für mich bedeutet das:

106


HERZ

&

... Zukunft

107


• Ich setze mich viel intensiver

mit meiner Erkrankung

auseinander.

• Ich schaue genauer hin,

wie es mir geht und welche

Faktoren eine Rolle spielen.

• Ich bekomme Einblicke,

wie Forschung denkt – und

wie aus vielen einzelnen

Geschichten Erkenntnisse

werden.

Das macht etwas mit einem: Man

fühlt sich weniger ausgeliefert

und mehr beteiligt.

Was unsere Community über

Studien denkt

Wir wollten es genauer wissen

und haben in der GUT ZUM HERZ

Community eine Umfrage mit 64

Teilnehmenden gemacht (die Umfrage

ist nicht repräsentativ). Das

Bild ist ziemlich klar – und ehrlich

gesagt auch ein bisschen

erschreckend:

• Rund drei Viertel der

Befragten sagen: Ich weiß

grundsätzlich, was klinische

Studien sind.

• Aber nur ein sehr kleiner

Teil wurde überhaupt jemals

auf eine Studienteilnahme

angesprochen.

Da klafft eine riesige Lücke zwischen

Wissen und tatsächlicher

Chance mitzumachen.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage:

• Ein Großteil würde grundsätzlich

an einer Studie teilnehmen

oder hat schon teilgenommen.

• Die allermeisten wünschen

sich deutlich mehr Informationen

– in verständlicher Sprache,

ohne Fachchinesisch.

• Viele haben Bedenken: Was

passiert, wenn Nebenwirkungen

auftreten? Werde

ich gut betreut? Kann ich jederzeit

wieder aussteigen?

Diese Fragen sind nicht kleinlich,

sondern absolut berechtigt. Es

fehlt nicht an Bereitschaft, sondern

an Aufklärung, Transparenz

und echten Gesprächen auf Augenhöhe.

Vertrauen entsteht durch echte

Geschichten

Spannend ist auch: Die meisten

in unserer Umfrage kennen niemanden

persönlich, der an einer

Studie teilgenommen hat. Keine

Gesichter, keine Stimmen, keine

Erfahrungen aus erster Hand –

nur abstrakte Begriffe wie „Phase

II“ oder „Probanden“.

Dabei könnten genau diese per-

Quelle: Jin X. et al. (2020): “Women’s Participation in Cardiovascular Clinical Trials From 2010 to 2017”, Circulation.

108


sönlichen Geschichten Vertrauen

schaffen:

• Wie hat es sich angefühlt, in

eine Studie einzusteigen?

• Wie lief die Betreuung ab?

• Was hat die Teilnahme im

Alltag verändert – positiv

wie kritisch?

Ich glaube: Wenn wir mehr echte

Erfahrungsberichte hören, werden

klinische Studien weniger

„Laborbild“ und mehr „Lebensbild“.

Warum Vielfalt in Studien so

wichtig ist

„Vielfalt stärkt Evidenz“ – was

heißt das eigentlich?

Stell dir vor, ein neues Medikament

wird fast nur an Männern

zwischen 45 und 60 ohne große

Begleiterkrankungen getestet.

Dann wissen wir am Ende ziemlich

gut, wie es bei dieser Gruppe

wirkt – aber deutlich weniger darüber,

was bei Frauen, älteren Menschen,

Menschen mit Migrationsgeschichte

oder mit mehreren

Vorerkrankungen passiert. Genau

das war jahrzehntelang ein Problem.

Vielfalt in Studien bedeutet

zum Beispiel:

• Frauen und Männer sind

angemessen vertreten.

• Jüngere und Ältere nehmen

teil.

• Menschen mit unterschiedlichen

Lebensrealitäten und

Vorerkrankungen werden

einbezogen.

Ja, das macht Studien komplizierter.

Aber eben auch ehrlicher.

Denn nur so entstehen Ergebnisse,

die wirklich für alle Patientengruppen

aussagekräftig sind – und

nicht nur für einen Ausschnitt der

Realität. Für alle, die beruflich

Studien planen und durchführen –

ob in Unternehmen, Kliniken oder

Forschungseinrichtungen – steckt

darin eine klare Botschaft: Ohne

vielfältige Teilnehmende bleibt

auch die beste Studie ein Stück

weit blind.

Was Studien für uns Betroffene

bedeuten können

Aus meiner persönlichen Sicht

sind es vor allem vier Punkte. Sie

entscheiden mit darüber, ob wir

uns einer Diagnose ausgeliefert

fühlen oder ob wir aktiv mitgestalten

können, was mit unseren

Erfahrungen passiert. Studien

können Hoffnung geben, weil sie

zeigen, dass an besseren Behandlungen

gearbeitet wird – und dass

unsere Geschichte Teil dieser Entwicklung

sein kann. Sie können

uns Zugänge eröffnen:

Früher Zugang zu neuen Therapien

- Eine Studienteilnahme

kann die Chance bieten, früher

mit einer neuen Behandlung in

Kontakt zu kommen, wenn Ärztin

oder Arzt das für sinnvoll halten.

Es gibt keine Garantie – aber es

ist oft mehr als „Vielleicht irgendwann“.

Mehr Einblick in die eigene

Erkrankung - Man misst, dokumentiert,

spricht häufiger mit

Fachleuten. Das kann helfen, die

eigene Krankheit besser zu verstehen

– und auch im Alltag bewusster

damit umzugehen.

Das Gefühl, etwas zurückzugeben

- Viele sagen: „Wenn das, was

ich hier mitmache, irgendwann

anderen hilft, hat es sich schon

gelohnt.“ Studien sind nie nur

für den Einzelnen gedacht – sie

schreiben die Behandlung der Zukunft

mit.

Selbstbestimmung statt Ohnmacht

- Wichtig ist: Die Teilnahme

ist immer freiwillig. Man wird

umfassend aufgeklärt und kann

seine Einwilligung jederzeit widerrufen.

Allein zu wissen, dass

ich „Nein“ sagen oder aufhören

darf, schafft ein anderes Gefühl

von Kontrolle.

Selbsthilfegruppen und

Patientenorganisationen als

Brückenbauer

Zwischen Hochglanzbroschüre

und Krankenhausflur gibt es einen

Ort, an dem die entscheidenden

Gespräche stattfinden: Selbsthilfegruppen

und Patientenorganisationen.

Dort treffen sich Menschen, die

ähnliche Erfahrungen teilen:

• Jemand erzählt, warum er

oder sie sich für eine Studie

entschieden hat – oder dagegen.

• Es werden Ängste ausgesprochen,

für die im kurzen

Arzttermin oft keine Zeit

bleibt.

• Informationen werden in

Alltagssprache übersetzt.

Diese Gruppen können eine

wichtige Brücke zur Forschung

sein:

• Sie helfen, Studieninformationen

zu verbreiten – ohne

Werbung, sondern mit ehrlicher

Einschätzung.

• Sie geben Forschenden

Rückmeldung, was für uns

Betroffene wirklich wichtig

ist.

• Sie können dabei unterstützen,

dass auch Menschen

109


Tobb K. et al. (2022): “Underrepresentation of women in cardiovascular trials – it is time to shatter this glass ceiling”

(Review-Artikel, Open Access über PMC).

erreicht werden, die nicht

ständig online nach Studien

suchen.

Die GUT ZUM HERZ Community

zeigt, wie so etwas funktionieren

kann: Menschen mit ähnlichen

Herausforderungen kommen zusammen,

tauschen sich aus und

unterstützen sich. Wenn solche

Gruppen und Forschungsprojekte

miteinander sprechen, entstehen

Dialoge, die beiden Seiten helfen.

Forschung wird alltagsnäher,

und Betroffene verstehen besser,

warum Studien wichtig

sind.

Was gute Studien heute

ausmacht

Wenn wir über Vertrauen sprechen,

gehört dazu auch klar

zu sagen, was eine verantwortungsvolle

Studie auszeichnet:

• Ethische Prüfung: Jede

Studie wird vorab von unabhängigen

Gremien geprüft

– auf Nutzen, Risiken,

Datenschutz und Rechte der

Teilnehmenden.

• Transparente Information:

Vor der Teilnahme gibt es

ein ausführliches Gespräch

und verständliche Unterlagen.

Fragen stellen ist ausdrücklich

erwünscht.

• Freiwilligkeit: Niemand ist

verpflichtet teilzunehmen,

und ein Ausstieg ist jederzeit

möglich, ohne Nachteile

für die weitere Behandlung.

• Begleitende Betreuung:

Während der Studie gibt es

feste Ansprechpartnerinnen

und Ansprechpartner,

an die man sich bei Unsicherheiten

wenden kann.

Diese Punkte sind keine „Extras“,

sondern Mindeststandard. Und

sie sind die Grundlage dafür, dass

Menschen überhaupt in Erwägung

ziehen, Teil einer Studie zu werden.

Nur wenn Betroffene das Gefühl

haben, verstanden, respektiert und

transparent informiert zu werden,

entsteht das Vertrauen, das für eine

Teilnahme nötig ist – gerade bei

chronischen Erkrankungen.

Wer weiß, was auf ihn zukommt,

warum seine Teilnahme wichtig ist

und an wen er sich bei Unsicherheiten

wenden kann, erlebt Forschung

nicht als Bedrohung, sondern als

Chance, die eigene Situation zu

verbessern und anderen in ähnlichen

Lagen zu helfen. Das ist echt

gelebte Partizipation.

110


Forschung, die uns alle mitnimmt

Für mich persönlich bleibt eine

einfache Wahrheit: Forschung –

von klassischen klinischen Studien

bis hin zu Projekten wie

iCARE4CVD – hat mein Leben

spürbar beeinflusst.

Durch die Therapien, die andere

vor mir erprobt haben, und durch

meinen eigenen engeren Kontakt

zur Forschung hat sich mein Blick

auf meine Erkrankung verändert.

Wenn wir wollen, dass Forschung

morgen noch besser zu

unserem Alltag passt, braucht

es drei Dinge:

• Mut zur Vielfalt – damit Studienergebnisse

wirklich für alle

gelten können

• Echte Kommunikation – verständlich,

ehrlich, ohne falsche

Versprechen.

• Gemeinschaft – aus Betroffenen,

Forschenden, Ärztinnen

und Ärzten, Unternehmen,

Selbsthilfe und Politik.

„Herzenssache Forschung“

heißt für mich: Wir sind keine

Nummern in einer Tabelle, sondern

Menschen mit Geschichten,

Hoffnungen und Ängsten. Wenn

diese Vielfalt in Studien sichtbar

wird, wird auch die Evidenz stärker

– und am Ende profitieren alle,

die mit einer Herz- oder Gefäßerkrankung

leben müssen.

WICHTIGER HINWEIS: Dieser

Text ersetzt keine medizinische

Beratung. Ob eine Teilnahme

an einer klinischen Studie für

dich infrage kommt, klärst du

am besten gemeinsam mit deiner

behandelnden Ärztin oder

deinem behandelnden Arzt.

Die Quellen dieses Beitrags

WHO Europe – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Faktenblatt)

https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/

item/cardiovascular-diseases

iCARE4CVD – Offizielle Projektwebseite

https://icare4cvd.eu/

iCARE4CVD – Fachartikel im European Heart Journal

https://academic.oup.com/eurheartj/article/46/23/2139/8124077

Evidenzbasierte Medizin – Einführung (Stiftung

Gesundheitswissen) https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundheitsinformationen-verstehen/

evidenzbasierte-medizin

Patientenrechte & Informationen – Bundesgesundheitsministerium

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/patientenrechte/

informationsangebote-fuer-patienten.html

Datennutzung & Ethik – Zentrale Ethikkommission

/ Bundesärztekammer https://www.zentrale-ethikkommission.de/fileadmin/user_upload/zentraleethikkommission/BAEK_SN_Behandlungsdaten.pdf

Frauenbeteiligung in kardiovaskulären Studien (Jin

et al., Circulation) https://www.ahajournals.org/

doi/10.1161/CIRCULATIONAHA.119.043594

Unterrepräsentation von Frauen in kardiovaskulärer

Forschung (Übersichtsarbeit, PMC) https://pmc.ncbi.

nlm.nih.gov/articles/PMC10978176/

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken

und stellt keine medizinische oder rechtliche Beratung dar. Für Diagnosen,

Therapien oder individuelle Behandlungsentscheidungen konsultieren

Sie bitte stets qualifiziertes Fachpersonal. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen

Verfasser und Verlag keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität

oder Richtigkeit der dargestellten Informationen. Jegliche Haftung für unmittelbare

oder mittelbare Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen,

ist ausgeschlossen.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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GUT ZUM HERZ – HERZ & ZUKUNFT – das kostenfreie Community-

Magazin verbindet Herzensperspektive mit klinischer Forschung:

Warum Tabletten ohne Studien nicht denkbar sind, wie Menschen

mit Herz- und Gefäßerkrankungen Forschung mitgestalten können –

und weshalb Vielfalt in Studien die Evidenz für alle Betroffenen stärkt.

Diese Ausgabe wächst in Tagebuch-Form und erscheint fortlaufend

mit u. a. folgenden Beiträgen:

• Titelstrecke: „Herzenssache Forschung – Vielfalt stärkt

Evidenz“ – eine persönliche Reise vom Tabletten-Alltag hin zur

aktiven Rolle in einem Forschungsprojekt und der Frage, was

Studien für uns Betroffene bedeuten.

GUT

ZUM

HERZ

• iCARE4CVD im Blick – wie ein europäisches Forschungsprojekt

Daten und Erfahrungen vieler Herzpatient:innen zusammenführt,

um Versorgung individueller zu machen.

• Community-Umfrage – was die GUT ZUM HERZ Community

wirklich über klinische Studien denkt: Wissen, Ängste, Bereitschaft

zur Teilnahme und der Wunsch nach verständlicher Info ohne

Fachchinesisch.

• Vielfalt in Studien – warum Frauen, Ältere und Menschen mit

mehreren Vorerkrankungen in Studien sichtbarer werden müssen,

damit Ergebnisse im Alltag aller Patient:innen ankommen.

• Selbsthilfe & Studien – wie Gruppen und Patientenorganisationen

zur Brücke zwischen Forschung, Kliniken und Betroffenen werden.

• MediKlar: Studien verständlich erklärt – ethische Prüfung,

Freiwilligkeit, Ausstiegsmöglichkeiten und gute Betreuung: Was

verantwortungsvolle Studien heute ausmacht.

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen

keine ärztliche Beratung. Kooperationen sind klar als Anzeige

bzw. Zusammenarbeit gekennzeichnet. Wir informieren ohne

Wirkversprechen und laden dazu ein, Forschung als Chance auf

mehr Orientierung im Herzalltag zu verstehen.

Das kostenfreie Themenmagazin erscheint am

Freitag, den 23. Januar 2026.

Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf Social Media – so verpassen Sie

keine neuen Tagebuch-Beiträge und die Veröffentlichung dieser

Ausgabe.

115


Das große GUT ZUM HERZ

„Finde die HERZIS“ – Gewinnspiel

HERZI spielt Verstecken – Augen auf beim Blättern. Finden

Sie alle Fundstellen, notieren Sie die Seitenzahlen

und senden Sie uns Ihre Lösung – mit etwas Glück

gewinnen Sie einen von drei Wohlfühlpreisen.

Herzi hat sich in dieser

Winterausgabe gleich

fünfmal versteckt – mal

gut sichtbar, mal eher nebenbei.

Wer beim Lesen aufmerksam

ist, kann alle Fundstellen

entdecken und mit wenigen

Angaben an unserer Verlosung

teilnehmen. Gesucht werden

ausschließlich die fünf Seitenzahlen,

auf denen Herzi abgebildet

ist.

Und so funktioniert´s

Blättern Sie durch das Magazin

und halten Sie Ausschau nach

dem Herzi-Männchen. Sobald

Sie ihn gefunden haben, notieren

Sie die jeweilige Seitenzahl.

Wenn Sie alle fünf Seiten beisammenhaben,

senden Sie Ihre

Lösung per E-Mail an daten@

gutzumherz.de. Bitte nennen

Sie im Mailtext Ihren Vor- und

Nachnamen sowie die fünf Seitenzahlen

in einer Zeile oder als

Liste. Teilnahmeschluss ist der

28. Februar 2026.

Extra-Los in der Facebook-

Gruppe (optional)

Wenn Sie zusätzlich ein Extra-Los

erhalten möchten, besuchen

Sie unsere GUT ZUM

HERZ Facebook-Gruppe und

kommentieren Sie unter dem

angepinnten Gewinnspiel-Post

das Codewort WINTER-HERZI

2025-26. Damit wir Ihre Teilnahme

eindeutig zuordnen

können, ergänzen Sie in Ihrer

E-Mail bitte Ihren Facebook-

Namen (so wie er dort angezeigt

wird). Die Teilnahme per E-Mail

bleibt selbstverständlich auch

ohne Facebook möglich.

Diese Preise verlosen wir

Unter allen richtigen Einsendungen

verlosen wir drei Preise:

eine CreaTina-Dekobox,

ein Set aus zwei dekorativen

Herzen aus Draht und ein

Kissen für gemütliche Sofa-

Momente.

Hinweis zu Teilnahme

und Datenschutz

Teilnahme ab 18 Jahren. Die

Gewinner werden ausgelost

und per E-Mail benachrichtigt.

Ihre Daten werden

ausschließlich zur

Durchführung des Gewinnspiels

verarbeitet

und anschließend gelöscht,

sofern keine

gesetzlichen Pflichten

entgegenstehen.

Mehrfachteilnahmen

werden als eine Teilnahme

gewertet; eine Barauszahlung

ist ausgeschlossen, der

Rechtsweg ebenfalls. Hinweis:

Das Herzi auf dieser Seite gehört

nicht zum Gewinnspiel.

Die Teilnahme ist kostenlos

und nicht an einen Kauf gebunden.

Viel Glück!

116


WERBUNG

Die Preise werden

mit freundlicher

Unterstützung von

zur Verfügung gestellt.

1. Preis

Tischdekobox

„Leise Töne“

2. Preis

Herzen aus Draht

mit Vasen als 2-er Set

Veranstalter:

JUNG & JUNG Verlag

Mauerheimstraße 8

63811 Stockstadt am Main

GUT ZUM HERZ wie auch

CreaTina sind Projekte von

https://jungundjungverlag.de/

3. Preis

Wohlfühlkissen „Home“

117


HerzAktiv | Deutscher Sauna-Bund

Zwischen Aufguss

und Evidenz

von Matthias Jung

Wie der Deutsche Sauna-Bund Orientierung schafft

Sauna ist für viele Menschen

Entspannung, Wärme und

ein Stück Alltagskultur.

Hinter diesem Ritual steht jedoch

eine Branche, in der Hygiene,

Sicherheit, Technik und

Ausbildung eine zentrale Rolle

spielen. Der Deutsche Sauna-

Bund e.V. versteht sich nach eigenen

Angaben als Interessenvertretung

der Saunabranche

und setzt auf Qualitätsarbeit,

Fortbildung und fachlichen

Austausch – damit Saunaanlagen

nachvollziehbare Standards

haben und Gäste sich gut orientieren

können.

Wozu ein Branchenverband

in Gesundheitsfragen

beitragen kann

Rund ums Saunieren kursieren

viele Pauschalsätze: „immer

gut“, „immer riskant“, „für alle

geeignet“. Seriöse Einordnung

ist anspruchsvoller. Ein Verband

kann hier eine Brücke schlagen,

indem er Fachwissen strukturiert,

Schulungen anbietet und

Debatten mit Expertinnen und

Experten ermöglicht. Für Leserinnen

und Leser ist das relevant,

weil gute Informationen

nicht bei Wohlfühl-Sprüchen

stehen bleiben, sondern erklären,

was Hitze und Abkühlung

im Körper auslösen – und wo

Vorsicht sinnvoll ist. Nach Darstellung

des Verbandes gehören

dazu unter anderem Fortbildungen,

Fachseminare und

Informationen für Betriebe, die

Saunabaden verantwortungsvoll

organisieren.

Dr. Tarek Bekfani: Kardiologie

trifft Saunapraxis

In diesem Umfeld wird auch PD

Dr. med. Tarek Bekfani genannt,

ein Kardiologe mit Schwerpunkt

Herzinsuffizienz und

wissenschaftlichem Interesse

an Belastungs- und Regenerationsmechanismen.

Bei einem

Fachseminar des Deutschen

Sauna-Bundes („SaunaCompact:

Hot and Cold“) stellte er

erste Einblicke in eine Studie

vor, die untersucht, wie sich

moderates Saunieren bei Menschen

nach kardiologischen

Ereignissen unter definierten

Bedingungen darstellen kann.

Entscheidend dabei: Es geht um

Datenerhebung, klare Kriterien,

sichere Rahmenbedingungen

und die Frage, für wen welche

Belastung angemessen ist –

nicht um schnelle Empfehlungen

„für alle“. Solche Untersuchungen

sind aufwendig, aber

sie helfen, Risiken besser zu erkennen

und Beratung präziser

zu machen.

Orientierung für Betroffene:

Fragen statt Faustregeln

Wer eine Herz-Kreislauf-Erkrankung

hat, sollte Sauna nicht

als Therapie verstehen und individuelle

Risiken ernst nehmen.

Sinnvoller als „Ja oder Nein“

sind konkrete Fragen: Ist meine

Erkrankung aktuell stabil? Welche

Warnzeichen (z. B. Schwindel,

Druckgefühl, Atemnot) sind

für mich ein Abbruchsignal?

Wie passen Hitzephasen, Trinkmenge

und Abkühlung zu meiner

Medikation? Diese Klärung

gehört in die ärztliche Beratung

– besonders nach Krankenhausaufenthalten,

bei neuen

Symptomen oder nach Therapieanpassungen.

Für die Branche bedeutet das:

Mehr Klarheit über Belastungen,

aber auch über Grenzen.

Für Gäste heißt es vor allem eigene

Signale ernst zu nehmen,

Regeln der Anlage zu respektieren

und im Zweifel ärztlichen

Rat einzuholen – mit Augenmaß.

Gastbeitrag demnächst bei

GUT ZUM HERZ

Wir freuen uns, dass Dr. Bekfani

demnächst einen Gastbeitrag

für GUT ZUM HERZ verfasst.

Darin ordnet er den Stand der

kardiologischen Erkenntnisse

zu Wärme- und Kältereizen

ein, benennt typische Missverständnisse

und zeigt, welche

Fragen im Arztgespräch helfen.

Demnächst hier in diesem

Magazin.

118


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

119


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121


Das K im Blut

steht für

KALIUM

Hyperkaliämie und RAAS-Therapie:

Gemeinsam mit ärztlicher Beratung Lösungen finden

H

erz-Kreislauf-Erkrankungen

sind in

Deutschland weit verbreitet

und viele Patient:innen

erhalten moderne Therapieoptionen

wie die sogenannte

RAAS-Hemmung (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System).

Diese Therapie ist für viele

Menschen mit Herzschwäche

oder chronischer Nierenerkrankung

ein wichtiger Bestandteil

der Behandlung. Doch

manchmal stellt sich in der

Praxis eine Herausforderung

ein: erhöhte Kaliumwerte im

Blut, die sogenannte Hyperkaliämie.

Wenn der Kaliumwert

steigt: Eine medizinische

Herausforderung

Steigt der Kaliumwert, stehen

Ärzt:innen vor einer komplexen

Entscheidung. Häufig wird

in solchen Situationen erwogen,

die RAAS-Therapie zu

reduzieren oder zu pausieren,

um mögliche Komplikationen

zu vermeiden. Für viele Betroffene

stellt dies eine besondere

Situation dar, denn die RAAS-

Therapie gilt als wichtiger Baustein

im Behandlungskonzept.

Wichtiger Dialog:

Gemeinsam Lösungen

besprechen

Gerade in solchen Situationen

ist es wichtig, dass Patient:innen

das Gespräch mit ihrer

Kardiologin oder ihrem Kardiologen

führen.

Ein offener Austausch über

die individuellen Risiken, die

Vorteile der bisherigen Therapie

und mögliche Alternativen

kann helfen, gemeinsam eine

fundierte Entscheidung zu

treffen. Es gibt verschiedene

medizinische Ansätze, um erhöhte

Kaliumwerte zu behandeln

oder zu kontrollieren.

Informiert bleiben – Bewusst

nachfragen

Patient:innen sind heute mehr

denn je dazu eingeladen, ihre

Behandlung aktiv mitzugestalten.

Wer gut informiert

ist, kann gezielt nachfragen,

welche therapeutischen Möglichkeiten

es gibt, um sowohl

die Herztherapie als auch den

Kaliumhaushalt optimal zu

steuern. Ein vertrauensvoller

Dialog mit dem Behandlungsteam

ist dabei von zentraler

Bedeutung.

Herzschwäche: Ein häufiges

Krankheitsbild

Herzschwäche ist häufiger als

oft angenommen: In spezialisierten

Herzgruppen macht die

Herzschwäche etwa 16% aller

dokumentierten Herzerkrankungen

aus und gehört zu den

häufigsten Diagnosen.

Deutschlandweit leben etwa

4% aller Menschen mit einer

Herzschwäche – das sind über

vier Millionen Menschen – mit

jährlich etwa 400.000 Neuerkrankungen.

Mindestens

einer von fünf Menschen über

40 erkrankt an Herzschwäche.

Die positive Nachricht: Die Medizin

hat in den letzten Jahren

122


KDieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher

Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt

123


bedeutende Fortschritte gemacht.

Das medizinische Dilemma:

Zwischen Herzschutz und

Kaliumkontrolle

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine

gut eingestellte Herzmedikation

– und dann zeigen Laborwerte

erhöhte Kaliumwerte. Plötzlich

entsteht die Frage: Therapie anpassen

oder engmaschig überwachen?

Diese Herausforderung

kennen viele Betroffene. Etwa

40-50% aller Patient:innen, die

RAAS-Hemmer erhalten, entwickeln

im Verlauf erhöhte Kaliumwerte.

Das kann komplex sein,

denn diese Medikamente haben

sich als sehr wirksam für die

Herzgesundheit erwiesen.

Was Herzspezialist:innen heute

empfehlen: Aktuelle Leitlinien

Internationale Expert:innen

haben 2023 ihre Empfehlungen

überarbeitet. Die Botschaft

ist deutlich: Herzmedikamente

sollten nicht automatisch abgesetzt

werden, wenn das Kalium

ansteigt. Stattdessen gibt es heute

verschiedene therapeutische Ansätze,

die helfen können, beide

Aspekte gleichzeitig zu berücksichtigen.

Die europäischen

Leitlinien empfehlen, diese neuen

Möglichkeiten zu evaluieren, um

die wichtige Herztherapie möglichst

kontinuierlich fortführen

zu können.

Moderne Herzschwäche-

Therapie: Das Vier-Säulen-

Konzept

Die moderne Herzschwäche-Therapie

setzt auf eine Kombination

aus vier Medikamentengruppen –

von Expert:innen „Fabulous Four“

genannt. Diese sollten idealerweise

zeitnah nach der Diagnose

etabliert werden. Studien zeigen

beeindruckende Ergebnisse: 33%

weniger Krankenhausaufenthalte

und 29% weniger Todesfälle. Doch

was passiert, wenn eines dieser

wichtigen Medikamente aufgrund

von Kalium-Problemen nicht optimal

dosiert werden kann?

Neue therapeutische

Möglichkeiten:

Kaliummanagement

In den letzten Jahren sind zusätzliche

Ansätze für das Kalium-Management

hinzugekommen. Dazu

gehören Arzneimittel, die im

Darm ansetzen und überschüssiges

Kalium binden, sodass es mit

dem Stuhl ausgeschieden werden

kann. In Studien konnte gezeigt

werden, dass sich damit erhöhte

Kaliumwerte besser kontrollieren

lassen. Für viele Patient:innen

kann das bedeuten, dass eine leitliniengerechte

Herzmedikation

eher fortgeführt oder angepasst

werden kann, ohne dass allein

wegen erhöhter Kaliumwerte auf

wichtige Medikamente verzichtet

werden muss. Welche Therapie im

Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet

immer das Behandlungsteam –

gemeinsam mit den Patient:innen

– auf Basis der individuellen

Situation.

Was bedeutet das für

Patient:innen?

Konkret bedeutet das: Moderne

medizinische Ansätze ermöglichen

es heute, sowohl den

Herzschutz als auch die Kaliumkontrolle

zu berücksichtigen. Die

heutige Medizin bietet Lösungen,

die beide Aspekte adressieren

können. Wichtig ist dabei der

offene Dialog mit den behandelnden

Ärzt:innen: Sprechen

Sie Ihre Bedenken bezüglich

der Kaliumwerte offen an. Erkundigen

Sie sich nach aktuellen

therapeutischen Alternativen,

bevor Therapieentscheidungen

getroffen werden.

Patient:innenrechte und informierte

Entscheidungen

Als Patient:innen haben Sie das

Recht auf eine Behandlung nach

den aktuellen medizinischen

Standards. Das bedeutet: Wenn

erhöhte Kaliumwerte auftreten,

sollten zunächst Wege zur

Kontrolle dieser Werte evaluiert

werden.

Werden Sie zur aktiven Partnerin

oder zum aktiven Partner in Ihrer

Behandlung: Informieren Sie

sich, stellen Sie Fragen und lassen

Sie sich alle Optionen erklären.

Moderne Herzmedizin setzt auf

gemeinsame Entscheidungsfindung

zwischen Ärzt:innen und

Patient:innen. Studien belegen:

Patient:innen, die aktiv in ihre

Behandlung einbezogen werden,

haben oft bessere Therapieergebnisse

und sind zufriedener mit

ihrer Versorgung. Nutzen Sie diese

Möglichkeit der Mitgestaltung.

Unterstützung durch

Patientenorganisationen

Eine Herzerkrankung verändert

das Leben und kann viele Fragen

aufwerfen, die über das rein

Medizinische hinausgehen. Der

Austausch mit anderen Betroffenen

kann dabei sehr wertvoll sein.

Die Patientenorganisation Herzschwäche

Deutschland e.V. bietet

bundesweit regionale Selbsthilfegruppen

für Menschen mit Herzschwäche

an. In diesen Gruppen

können sich Patient:innen und

ihre Angehörigen über ihre Erfahrungen

austauschen, praktische

Tipps für den Alltag erhalten

und voneinander lernen.

Die Selbsthilfegruppen von Herzschwäche

Deutschland e.V. behandeln

in ihren regelmäßigen

Treffen verschiedene Themen wie

Ernährung, Sport und Bewegung,

den Umgang mit Medikamenten

124


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Unterstützung von AstraZeneca und Herzschwäche Deutschland e.V. erstellt

sowie praktische Aspekte des

Zusammenlebens mit der Herzerkrankung.

Viele Teilnehmende berichten,

dass der Erfahrungsaustausch

mit anderen Betroffenen

ihnen geholfen hat, ihre Krankheit

besser zu verstehen und

selbstbewusster im Gespräch mit

ihren behandelnden Ärzt:innen

aufzutreten. Informationen zu

Selbsthilfegruppen für Herzpatient:innen

in Ihrer Region finden

Sie auf der Website von Herzschwäche

Deutschland e.V. oder

direkt über die Kontaktdaten des

Vereins. Auch die Deutsche Herzstiftung

e.V. bietet eine bundesweite

Übersicht über verschiedene

Herzpatient:innen-Selbsthilfegruppen

nach Postleitzahlen.

Fortschritte in der

Herzmedizin

Die Fortschritte in der Herzmedizin

geben Grund zur Hoffnung.

Mit modernen Ansätzen zum

Kaliummanagement und individualisierten

Therapiekonzepten

können heute mehr Menschen

von optimalen Herzmedikamenten

profitieren. Das Wichtigste:

Bleiben Sie im regelmäßigen Gespräch

mit Ihrem Behandlungsteam

und zögern Sie nicht, nach

aktuellen Therapiemöglichkeiten

zu fragen.

Die Kombination aus medizinischer

Versorgung, eigenverantwortlichem

Umgang mit der

Erkrankung und dem Austausch

mit anderen Betroffenen bildet

oft eine gute Grundlage für das

Leben mit einer Herzerkrankung.

Nutzen Sie alle verfügbaren Ressourcen

– von der medizinischen

Betreuung bis hin zu den Erfahrungen

anderer Patient:innen.

Erfahren Sie mehr zu diesem

wichtigen Thema mit Klick auf

folgenden Link: https://www.

mein-a-z.de/

Wissenswertes ...

Was ist Kalium?

Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und Elektrolyt.

Als positiv geladenes Teilchen unterstützt es zahlreiche

Grundfunktionen des Körpers. Es ermöglicht die Weiterleitung

von Nervensignalen und die Kontraktion von Muskeln,

stabilisiert die elektrische Spannung an Zellmembranen

und trägt zur Regulation des Flüssigkeitshaushalts und

des Blutdrucks bei.

Etwa 98 % des Kaliums befinden sich innerhalb der Körperzellen,

wo es Enzyme aktiviert und das Säure-Basen-

Gleichgewicht beeinflusst. Der tägliche Bedarf liegt bei

rund 2–4 g und kann durch kaliumreiche Lebensmittel wie

Bananen, Hülsenfrüchte oder Nüsse gedeckt werden. Im

Blut gilt ein Kaliumwert von 3,6–5,0 mmol/l als normal;

Abweichungen können sich etwa in Herzrhythmusstörungen

oder Muskelschwäche äußern.

Was sind die „Fabulous Four“?

Die „Fabulous Four“ bezeichnen die vier zentralen Medikamentengruppen

zur Behandlung der Herzschwäche

mit reduzierter Ejektionsfraktion. Dieses evidenzbasierte

Therapiekonzept umfasst:

1. ARNI (Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren)

oder ACE-Hemmer

2. Betablocker

3. MRA (Mineralokortikoidrezeptorantagonisten)

4. SGLT2-Hemmer

Kontaktinformationen Herzschwäche

Deutschland e.V.

Herzschwäche Deutschland e.V.

Rednitzstraße 7

90449 Nürnberg

Telefon: +49 (0) 911 6491312 (Anrufbeantworter)

E-Mail: kontakt@herzschwaeche-deutschland.de

Website: www.herzschwaeche-deutschland.de

Informationen zu regionalen Selbsthilfegruppen:

www.herzschwaeche.org

125


AstraZeneca beim Runden Tisch und

Gesundheitsmarkt 2025

AstraZeneca war sowohl beim 4. Runden Tisch

Herzschwäche 2025 als auch beim ersten Gesundheitsmarkt

Herzschwäche vertreten. Der

Runde Tisch fand am 4. und 5. März 2025 in

Nürnberg statt, veranstaltet von Herzschwäche

Deutschland e.V.. Bei dieser bedeutsamen Veranstaltung

trafen sich Expert:innen aus Medizin,

Pflege, Forschung und Politik, um innovative

Lösungsansätze zu diskutieren - von der

Integration in den EU-Gesundheitsplan bis hin

zu ganzheitlichen Therapieansätzen.​

Wenige Wochen später, am 3. Mai 2025, war

AstraZeneca auch beim erstmals durchgeführten

Gesundheitsmarkt Herzschwäche in der

Stadthalle Fürth präsent. Diese Veranstaltung

richtete sich an Betroffene, Angehörige und interessierte

Personen aus den Einzugsbereichen

Nürnberg, Fürth und Erlangen. Das Thema des

Gesundheitsmarktes war „Herzschwäche und

Nebenerkrankungen: Prävention, Therapie

und Lebensqualität“. Neben Vorträgen renommierter

Professor:innen aus der Region zu

diagnostischen und therapeutischen Aspekten

der Herzschwäche wurden auch chirurgische

Optionen und Selbsthilfemöglichkeiten für Betroffene

thematisiert.​

Beide Veranstaltungen unterstreichen das kontinuierliche

Engagement von AstraZeneca in

der Herzschwäche-Versorgung. Das Unternehmen

nutzt diese Plattformen, um mit Fachpersonal,

Patient:innen und deren Angehörigen in

direkten Austausch zu treten und über moderne

Therapieoptionen zu informieren. Durch

die Teilnahme an beiden Events - sowohl der

wissenschaftlich ausgerichteten Fachtagung

als auch dem patientinnen- und patientenorientierten

Gesundheitsmarkt - demonstriert

AstraZeneca sein ganzheitliches Engagement

für die Verbesserung der Herzschwäche-Versorgung.

Hier geht´s zu den ausführlichen Bei-

126


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Die Quellen dieses Beitrags

Herzinsuffizienztherapie und das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System:

https://www.universimed.com/ch/article/allgemeine-innere-medizin/herzinsuffizienztherapie-renin-angiotensin-aldosteron-system-2275791

Pharmacological treatment of chronic heart failure: current state and future

perspectives: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8382107/

Pharmakologische RAS-Blockade in der terminalen Herzinsuffizienz:

https://www.universimed.com/ch/article/kardiologie-gefaessmedizin/pharmakologischeras-blockade-in-der-terminalen-herzinsuffizienz-2126468

Hyperkaliämie unter RAASi: Therapiestopp ist nicht die Lösung:

https://www.springermedizin.de/hyperkaliaemie/allgemeinmedizin/hyperkaliaemie-unter-raasi-therapiestopp-ist-nicht-die-loesung/24015500?utm_source=chatgpt.com

Innovative Kalium-Senkung:

https://www.universimed.com/de/article/kardiologie-gefaessmedizin/Innovative-Kalium-

Senkung-2215584

Ihre Erfahrungen mit Hyperkaliämie zählen

Kurze, anonyme Umfrage – helfen Sie uns, Alltag und

Versorgung von Betroffenen besser zu verstehen

Wenn Sie selbst von Hyperkaliämie betroffen sind

oder jemanden mit dieser Erkrankung begleiten,

laden wir Sie herzlich ein, an unserer kurzen Umfrage

teilzunehmen.

Ihre Erfahrungen helfen uns

dabei, den Alltag und die

Versorgung von Menschen

mit Hyperkaliämie besser

zu verstehen und bilden

zugleich eine wichtige Grundlage

für einen geplanten Folgebeitrag.

Die Teilnahme ist freiwillig und

anonym und dient ausschließlich

Informations- und Verständniszwecken

– sie ersetzt nicht das

Gespräch mit Ihrer Ärztin oder

Ihrem Arzt. https://kaliumumfrage.gutzumherz.de/

127


FROHE

NEUE

128


S

S

GUT

ZUM

HERZ

129


HerzInfo | PRÄVENTION

• Photo: City of Ottawa

Am Rideau Cana

begann ein Umd

von Matthias Jung

Die Ottawa-Charta wird 2026 vierzig Jahre alt – und die Frage bl

Ottawa, Mitte November

1986. Kalte, klare Luft, frühe

Dämmerung, das Licht

flach über den Steinfassaden der

Innenstadt. Wer zwischen zwei

Sitzungen kurz den Kopf frei bekommen

wollte, musste nicht weit

gehen: In der Nähe des Parliament

Hill liegt am nördlichen Ende des

Rideau Canal ein Ort, an dem

Wasser, Wege und Stadt aufeinandertreffen

– Schleusen, Uferkanten,

ein offener Blick in den Himmel

über der Hauptstadt.

Drinnen: ein anderer Blick auf

Gesundheit

Man kann sich vorstellen, wie

Tagungsteilnehmende dort für

einen Moment stehen bleiben:

nicht, um Antworten zu finden,

sondern um die Gedanken zu sortieren.

Drinnen geht es um mehr

als Programme und Zuständigkeiten.

Es geht um die Frage, wie

Gesellschaften Gesundheit überhaupt

denken – nicht als reine

Aufgabe von Praxen und Kliniken,

sondern als Thema, das auch

in Schulen, Betrieben, Kommunen,

Verkehr, Ernährung, Medien

und Politik mitentschieden wird.

130


l

enken

eibt: Wie entsteht Gesundheit im Alltag?

17. bis 21. November 1986 – und

der Blick auf 2026

Vom 17. bis 21. November 1986 traf

sich in Ottawa die erste internationale

Konferenz zur Gesundheitsförderung.

Am 21. November

wurde die Ottawa-Charta als

Handlungsrahmen vorgestellt

– ein Text, der Gesundheitsförderung

bis heute prägt, weil er Verantwortung

breiter fasst und Zusammenarbeit

einfordert.

2026 wird dieses Dokument 40

Jahre alt. Diese Zeitspanne ist

ein guter Anlass, zurückzublicken:

Was damals als Leitidee formuliert

wurde, ist heute eine konkrete

Frage an Entscheidungen außerhalb

des Gesundheitswesens

– überall dort, wo Alltag entsteht.

Warum dieser Moment

nachwirkt

Vielleicht ist es genau dieser Kontrast,

der den Ort so passend macht:

Draußen fließt das Wasser durch

ein System, das nur funktioniert,

wenn alle Elemente zusammenspielen.

Drinnen wird ein Gedanke

greifbar, der ähnlich gebaut ist

– nicht als Versprechen, sondern

131


als Auftrag, Gesundheit im Alltag

mitzudenken.

Kompass der

Gesundheitsförderung

Die Ottawa-Charta rückt Gesundheit

dorthin, wo sie im Alltag entsteht:

in Familien, Schulen, Betrieben,

Kommunen – und in der

Art, wie Politik Entscheidungen

trifft. Sie versteht Gesundheitsförderung

nicht als einzelnes

Projekt, sondern als Arbeit an

Rahmenbedingungen, die Menschen

befähigen und schützen.

Der Perspektivwechsel ist klar:

Gesundheit wird nicht nur „behandelt“,

sie wird auch durch Bildung,

Wohnumfeld, Arbeitsbedingungen,

Mobilität, Ernährung,

soziale Sicherheit und Teilhabe

geprägt. Damit wird Gesundheit

zur Querschnittsaufgabe – weit

über Praxen und Kliniken hinaus.

Gesundheit ist Ressource, nicht

nur ein Zustand.

Die fünf Handlungsfelder

• Gesundheitsförderliche

Gesamtpolitik: Gesundheit

wird bei Entscheidungen in

allen Ressorts mitgedacht,

nicht nur im Gesundheitswesen.

• Unterstützende Lebenswelten:

Alltagssituationen sollen

Sicherheit, Teilhabe und Ressourcen

fördern.

• Gemeinschaftliches Handeln

stärken: Menschen und

Initiativen vor Ort gestalten

mit, statt nur Adressaten zu

sein.

• Persönliche Kompetenzen

entwickeln: Informationen

werden verständlich, damit

Entscheidungen im Alltag

leichter fallen.

• Gesundheitsdienste neu

ausrichten: Versorgung soll

Prävention, Beratung und Zusammenarbeit

systematisch

integrieren.

Diese Felder sind bewusst breit.

Sie laden dazu ein, nicht beim individuellen

Verhalten stehen zu

bleiben, sondern auch Strukturen

zu verändern: Regeln, Anreize,

Räume und Routinen.

Drei Arbeitsweisen

• Befähigen: Möglichkeiten

schaffen, damit Menschen gesundheitsförderliche

Optionen

tatsächlich nutzen können.

• Vermitteln: Interessen ausgleichen,

wenn Ziele zwischen

Akteuren, Sektoren

oder Ebenen kollidieren.

• Anwaltschaftlich eintreten:

Für Bedingungen werben, die

Gesundheit wahrscheinlicher

machen.

Gemeint ist keine Moral, sondern

Übersetzungsarbeit: Was ist im

Alltag machbar, welche Hürden

zählen wirklich, und wer muss

gemeinsam handeln?

Was daraus international

wurde

Die Charta wurde zu einem gemeinsamen

Bezugsrahmen für

Public Health und prägte später

viele nationale Strategien. Der

Lebenswelt-Ansatz gewann an

Bedeutung: Schule, Arbeitsplatz,

Stadtteil, Pflege.

Statt einmaliger Appelle rückten

Umsetzungsfragen in den Mittelpunkt:

Wie werden Maßnahmen

dauerhaft, finanzierbar und

überprüfbar? Wie lassen sich

Chancen verbessern, ohne Menschen

zu beschämen? Und wie

verhindert man, dass vor allem

diejenigen profitieren, die ohnehin

Zeit, Wissen und Ressourcen

haben?

Oft zeigt sich Ottawa dort am

deutlichsten, wo Rahmenbedingungen

verändert werden: Nichtraucherschutz,

sichere Wege,

bewegungsfreundliche Stadtplanung,

verständliche Kennzeichnung,

niedrigschwellige Beratung.

Prävention ist dabei selten

spektakulär – wirksam wird sie,

wenn sie verlässlich ist und in

Strukturen übergeht.

Deutschland: vom Leitbild zur

Praxis

In Deutschland wurden die Leitgedanken

schrittweise in Programme

und Kooperationen

übersetzt. Ein Meilenstein war

das Präventionsgesetz (2015), das

Gesundheitsförderung stärker in

Lebenswelten verankert und Zusammenarbeit

zwischen Sozialversicherung,

Ländern und Kommunen

betont.

Die Umsetzung bleibt jedoch anspruchsvoll:

Föderale Zuständigkeiten,

Projektlogiken und Personalmangel

können gute Ansätze

bremsen. Gleichzeitig entstehen

vielerorts belastbare Modelle, die

Ottawa in den Alltag holen:

• Lebenswelten stärken: Kitas,

Schulen, Betriebe und

Pflege werden als Orte der

Gesundheitsförderung aufgebaut,

idealerweise mit Beteiligung

der Betroffenen.

• Qualität sichern: Standards

und Evaluation helfen, wirksame

Ansätze von gut gemeinten

Aktionen zu unterscheiden

und systematisch zu

lernen.

132


• Koordination verbessern:

Regionale Netzwerke sollen

Übergänge klären – zwischen

Prävention, Versorgung, Reha

und sozialer Unterstützung.

Gerade bei Herz-Kreislauf gilt:

Viele Risiken hängen am Alltag

und Umfeld. Ottawa erinnert daran,

dass Prävention dort beginnt,

wo Menschen wohnen, arbeiten

und sich bewegen – täglich.

2026: 40 Jahre – und die offenen

Fragen

Wenn die Ottawa-Charta 2026

vierzig Jahre alt wird, ist das weniger

Jubiläum als Prüfstein. Entscheidend

ist, ob Gesundheitsförderung

im Alltag ankommt:

verständlich, verlässlich und fair.

Drei Fragen bleiben leitend

1. Erreichen wir Menschen mit

hohem Risiko, auch wenn

ihre Lebenslage Prävention

erschwert?

2. Wird Zusammenarbeit so organisiert,

dass sie nicht am

Zuständigkeitsdschungel

scheitert?

3. Und lernen wir aus Erfahrungen

und Daten, ohne die Praxis

mit Bürokratie zu überladen?

Ab Seite 136 werfen wir in der Rubrik

„HERZ & Welt“ einen Blick

über die Grenze und vergleichen

Deutschland und Frankreich:

Wie sind Versorgung und Zugang

organisiert, wie funktionieren

Übergänge zwischen Praxis,

Klinik und Nachsorge – und was

bedeutet das im Alltag für Menschen

mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Der Vergleich ist keine Rangliste,

sondern Orientierung.

GUT ZUM HERZ im

Think Tank Im Puls. Herz-Kreislauf

Der Think Tank Im Puls.

Herz-Kreislauf bringt Akteure

aus Versorgung, Prävention,

Wissenschaft, Lebenswelten,

Kommunikation und Politik an

einen Tisch, weil Herz-Kreislauf-Gesundheit

nicht nur in

Arztpraxen und Kliniken entschieden

wird. Wirksame Hebel

liegen oft in Regeln und

Routinen: wie Städte Mobilität

planen, wie Betriebe Arbeit

organisieren, wie Bildung Gesundheitsthemen

vermittelt,

wie soziale Absicherung Belastungen

abfedert und wie Informationen

verständlich bereitgestellt

werden.

Der Think Tank bündelt diese

Perspektiven, ordnet sie ein

und übersetzt sie in Vorschläge,

die für Entscheidungsträger

anschlussfähig sind. Arbeitsgruppen

gibt es, weil ein solches

Thema zu groß für eine einzige

Runde ist.

In Arbeitsgruppen wird mit

klarem Auftrag gearbeitet: eine

definierte Fragestellung, ein

gemeinsames Verständnis von

Begriffen, ein Zeitplan und ein

Ergebnisformat. Das ermöglicht

Tiefe statt Schlagworten,

macht Zielkonflikte sichtbar

(etwa Datenschutz versus Informationsfluss

oder Effizienz

versus Gesprächszeit) und erhöht

die Chance, dass Empfehlungen

praktikabler bleiben.

Gleichzeitig schafft das Arbeitsformat

Verlässlichkeit: Beiträge

werden dokumentiert, Argumente

nachvollziehbar begründet

und Ergebnisse so formuliert,

dass sie später geprüft und

weiterentwickelt werden können.

Die Arbeitsgruppe ‚Entwicklung

persönlicher Kompetenzen‘

im Rahmen ‚40

Jahre Ottawa Charta‘ richtet

den Blick darauf, wie Gesundheitskompetenz

in Bildung und

Alltag verankert wird – inklusive

digitaler Gesundheitskompetenz,

barrierefreier/kultursensibler

Informationen und

Setting-Ansätzen in Betrieb

und Kommune.

GUT ZUM HERZ bringt dafür

die Betroffenensicht ein: anonymisierte

Erfahrungen aus der

Community werden gebündelt

und als Praxistest genutzt. Wir

prüfen, wo Menschen an Übergängen

der Versorgung hängen

bleiben, welche Angebote zu

kompliziert sind oder im Alltag

nicht erreichbar wirken, und

welche Formulierungen Orientierung

geben, ohne zu überversprechen.

So ergänzt Alltagserfahrung

die fachliche Evidenz

und hilft, Empfehlungen zu

entwickeln, die realistisch greifen

– ohne Einzelfallberatung

und ohne Heilversprechen.

Ziel ist ein Beitrag, der die

Perspektive der Betroffenen

als Hinweis auf systemische

Verbesserungen nutzt, damit

Prävention und Versorgung

besser ineinandergreifen.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

133


PATIENT EMPOWERMENT

Gute Entscheidungen beginnen damit, medizinische Informationen

zu verstehen – und im Arztgespräch die richtigen Fragen zu stellen.

Unter dem Dach „Patient Empowerment“ finden Sie bei GUT ZUM

HERZ zwei Formate, die Sie dabei unterstützen.

MediKlar

MediKlar macht Medizin verständlich:

Komplexe Themen werden in klarer

Sprache erklärt, ohne unnötigen

Fachjargon. Begriffe, Befunde und

Untersuchungen werden eingeordnet,

typische Zusammenhänge erläutert

und Grenzen von Einzelwerten

sichtbar gemacht. Im Mittelpunkt

stehen Orientierung und Einordnung:

Was heißt das konkret, welche Fragen

entstehen daraus, und welche Punkte

sollten geklärt werden? MediKlar ersetzt

keine ärztliche Beratung, Diagnose

oder Therapieempfehlung. Quellen

und weiterführende Hinweise werden

transparent benannt; Fakten und

Einordnungen sind klar getrennt.

Wie sag ich’s

meinem Arzt?

Anleitungen zur Vorbereitung auf den

Arztbesuch: Anliegen strukturieren,

Symptome verständlich beschreiben

und Fragen priorisieren. Es geht um

allgemeine Orientierung: Welche Angaben

sind oft hilfreich (Beginn, Verlauf,

Auslöser, Begleitbeschwerden),

wie lassen sich Medikamente und Vorerkrankungen

übersichtlich notieren

und Unterlagen geordnet mitnehmen?

Ergänzend gibt es neutrale Formulierungsbeispiele

sowie eine kurze Checkliste,

um am Ende des Gesprächs die

wichtigsten Punkte für sich festzuhalten.

Keine individuelle Beratung, Diagnose

oder Therapieempfehlung; nur

Hilfe zur Vorbereitung.

134


Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

135


HerzInfo | HERZ ...weltweit

DEUTSCHLAND / FRANKREICH

Deutschland und

Frankreich: zwei Systeme

– unterschiedliche Wege

durch die Herzversorgung.

Ein Vergleich kann helfen,

typische Stolpersteine zu

erkennen – und gute Lösungen

schneller zu übernehmen.

Versorgung und Zugang

Deutschland: Der Zugang

ist grundsätzlich gut, aber

viele Betroffene erleben die

Versorgung als „Schnittstellenreise“:

Hausarzt, Kardiologie,

Klinik, Reha – nicht

immer mit klarer Zuständigkeit.

Wenn Informationen

nicht sauber mitwandern,

entsteht Unsicherheit („Wer

koordiniert eigentlich?“).

Frankreich: Im Zentrum

steht der „médecin traitant“

(Hausarzt/Primärarzt) im

koordinierten Versorgungspfad.

Wer diesen Pfad nutzt,

wird in der Regel besser erstattet;

außerhalb des koordinierten

Weges ist die Erstattung

häufig ungünstiger.

Für Betroffene ist der Vorteil:

eine definierte Lotsenrolle.

Der Nachteil: Wenn ein

„médecin traitant“ schwer

zu finden ist (regionale Engpässe),

kann das den Einstieg

ausbremsen.

Entlassung und

Rehabilitation

Deutschland: Die Reha ist

in vielen Indikationen etabliert,

aber aus Patientensicht

entscheidet der Alltag oft an

einer Stelle: Was passiert direkt

nach der Entlassung?

Wenn Medikation, Kontrolltermine,

Belastungsgrenzen

und Warnzeichen nicht klar

dokumentiert sind, wird

Selbstmanagement unnötig

riskant.

Frankreich: Die Reha ist

vorhanden, wird aber nicht

automatisch von allen genutzt:

Nach akutem Koronarsyndrom

lag die Teilnahme

2019 bei 22,3 % innerhalb

von 6 Monaten (mit messbaren

Unterschieden nach Alter/Profil/Region).

Stark ist häufig die Logik:

Nachsorge zurück in die koordinierte

Primärversorgung

– mit dem „médecin

traitant“ als Fixpunkt.

Selbstmanagement und

Kommunikation

Deutschland: Patientinnen

und Patienten haben tendenziell

viel Raum, Fragen zu

stellen und Entscheidungen

mitzugestalten – zugleich

fällt Koordination besonders

auf, wenn sie fehlt (Medikationsplan,

Zuständigkeiten,

„Wer erklärt mir was?“).

Frankreich: Die Struktur ist

oft stärker über den Versorgungspfad

organisiert. Zusätzlich

kommt – gerade bei

chronischen Erkrankungen –

das Instrument ALD (Affection

Longue Durée) ins Spiel:

Bei anerkannter ALD sind

relevante Leistungen zu 100

% auf Basis des Sozialversicherungstarifs

abgedeckt,

mit festgelegtem Behandlungsprotokoll.

Für Betroffene kann das

entlasten – gleichzeitig bleibt

HERZ &

Herzgesundh

136


Welt

eit ...weltweit

wichtig, zu verstehen, was

genau im Protokoll enthalten

ist.

Kultur und Alltagswirkung

(ohne Klischees)

Deutschland: „Mehr Beteiligung“

funktioniert dann gut,

wenn Informationen verständlich

sind und Übergänge

geregelt sind. Sonst entsteht

ein Paradox: Man soll

mitgestalten, bekommt aber

zu wenig Orientierung.

Frankreich: Der koordinierte

Pfad schafft Orientierung

über Rollen (insb. „médecin

traitant“). Gleichzeitig kann

die Alltagserfahrung stark

davon abhängen, wie verfügbar

Primärärzte und Fachtermine

regional sind – und

wie gut Patientinnen/Patienten

ihre Rechte im System

kennen.

Netzwerke und Zentren

Deutschland: Starke Spezialisierung

und hohe Leistungsdichte,

insbesondere

im Klinik- und Interventionsbereich.

Frankreich: Ebenfalls spezialisierte

Zentren und klare

Pfadlogik – mit dem Schwerpunkt,

Nachsorge wieder in

die koordinierte Versorgung

zurückzuführen.

Wege zur Verbesserung:

voneinander lernen

(realistisch, ohne

„System-Bashing“)

• Deutschland könnte profitieren

von klareren Lotsenrollen

und verbindlicheren

Übergaben: eine

Person/Instanz, die den

Faden hält, besonders

nach Klinikaufenthalten.

• Frankreich könnte profitieren

von Maßnahmen,

die die Pfadlogik stabilisieren,

wenn Primärärzte

fehlen: bessere regionale

Erreichbarkeit

und Alternativen, damit

Koordination nicht zur

Hürde wird.

Beide Systeme gewinnen,

wenn Reha und Nachsorge

nicht als „Option“, sondern

als geplanter Teil der Behandlungskette

verstanden

werden – mit nachvollziehbaren

Zielen, verständlichen

Plänen und messbaren Follow-ups.

Neugierig, wie Präventionsgeschichte

begann – und warum

sie 2026 plötzlich wieder

hochaktuell ist? Ab Seite

130 nehmen wir Sie mit nach

Ottawa: vom szenischen Einstieg

am Rideau Canal bis zu

den Kernideen der Ottawa-

Charta.

Wir zeigen, was daraus international

wurde, wie Deutschland

Gesundheitsförderung

heute organisiert – und warum

die Betroffenenperspektive

dabei entscheidend ist.

Lesen Sie rein und holen Sie

sich Orientierung.

Und vielleicht entdecken

Sie dabei, an welcher Stelle

Gesundheit in Ihrem

Alltag längst politisch

mitentschieden wird.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

137


Herzschlag-Patientenstimme

138

Gesundheit

mitgestalten

Ihre Stimme zählt

Erklärung des

partizipativen

Konzepts

Jetzt mitreden

Das partizipative

Prinzip beschreibt

einen HERZ ist die Community

Für uns bei GUT ZUM

Ansatz, bei dem das Herzstück. Erfahren

Menschen an

Sie hier links, wie

Entscheidungen

das geht.

mitwirken, die sie

betreffen. Betroffene

und weitere Beteiligte

werden in Planung,

Gestaltung und Umsetzung von

Projekten und Maßnahmen einbezogen

– transparent, fair, auf

Augenhöhe. So fließen Erfahrungen,

Bedürfnisse und unterschiedliche

Sichtweisen in die Ergebnisfindung

ein. Der Ansatz orientiert

sich an demokratischen Grundgedanken

und betont Gleichberechtigung

und Verantwortung. Er

kann Engagement und Akzeptanz

stärken und die Qualität von Ergebnissen

verbessern, weil Ideen

gesammelt, abgewogen und begründet

entschieden werden. Partizipation

ist kein Erfolgsversprechen,

sondern ein klarer Prozess,

der Beteiligung ermöglicht und

gemeinsames Lernen fördert.

“Wir möchten unserer

Community hier

Gesichter geben. Schickt

uns Fotos von Euch und

wir ersetzen die Platzhalter

auf der rechten Seite.

GUT ZUM HERZ hebt sich durch sein partizipatives

Prinzip von anderen Gesundheitsportalen

ab. Kern dieses Ansatzes ist die aktive

Einbindung der Community in ihre Gesundheitsgestaltung.

Dieses Prinzip basiert auf der

Überzeugung, dass jeder Mensch ein tiefes Verständnis

seiner eigenen Gesundheit besitzt und

durch aktive Teilnahme am Portalprozess dieses

Wissen erweitern und teilen kann.

Wir ermöglichen es unserer Community, sich

durch persönliche Beiträge, Diskussionen und

Feedback aktiv an der Gestaltung von Inhalten

zu beteiligen. Dies fördert nicht nur die Gemeinschaftsbildung,

sondern auch das individuelle

Gesundheitsbewusstsein. Das Portal

kombiniert Nutzererfahrungen mit fachlichem

Expertenwissen, was zu einer umfassenden

und vielschichtigen Darstellung von Gesundheitsthemen

führt, ob präventiv oder korrektiv.

Damit diese Stimmen nicht nur gehört werden,

sondern tatsächlich zu Verbesserungen führen,

arbeiten wir zusätzlich mit verschiedenen Organisationen

und Akteuren zusammen, die im

gesundheitspolitischen Berlin aktiv sind. So

fließen Erfahrungen aus der Community in einen

größeren Kontext ein: Welche Rahmenbedingungen

helfen Prävention und Versorgung

im Alltag – und wo braucht es konkrete Veränderungen?

Mehr zu diesen Kooperationen und

zum Hintergrund des Ansatzes finden Sie ab

Seite 130 im Magazin.

Außerdem greifen wir dieses Thema im Herzgeflüster-Podcast

auf: Gemeinsam mit Steffen

Morscheck aus der Herzschlag-Community

zeichnen wir demnächst eine Folge auf, in der

es darum geht, wie Patient:innenstimmen gezielt

an die richtigen Stellen gelangen – in die

gesundheitspolitische Debatte, in die Versorgungspraxis

bei Ärztinnen und Ärzten sowie

in die Entscheidungswege von Krankenkassen.

Wir sprechen darüber, welche Formate und

„Übersetzungen“ nötig sind, damit Erfahrungen

nicht als Einzelfälle verpuffen, sondern als

HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

konkreter Impuls für bessere Prävention,

verständliche Kommunikation

und praktikable Ver-

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

sorgung wirken.

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

Mehr 31 Tage. 31 über Übungen. Steffen Ein Einstieg, der Morscheck

bleibt.

er erste Januar hat eine erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heu-

er viel zuschreibt: den SV Ein-

Dabei nennt er einen Ort, dem

auf DSeite 90 diesem Magazin.

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller, te trainieren beide gemeinsam. tracht Gommern e.V.. Dort hat

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

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HerzAktiv | DER GUT ZUM HERZ JANUAR

WERBUNG

Der GUT ZUM HERZ

Fitnessmonat

JANUAR 2026

mit Steffen Morscheck

31 Tage. 31 Übungen. Ein Einstieg, der bleibt.

D

er erste Januar hat eine

besondere Stimmung:

Draußen ist es stiller,

im Kopf oft lauter. Viele nehmen

sich viel vor – und spüren

gleichzeitig, wie schnell aus

einem Vorsatz Druck werden

kann. Für Steffen Morscheck

aus Gommern ist genau dieser

Unterschied entscheidend.

Nach einem schweren Herzereignis

ging es für ihn nicht

darum, „wieder auf Niveau“ zu

kommen, sondern überhaupt

wieder Vertrauen aufzubauen:

in den Körper, in die eigenen

Grenzen – und in die Idee, dass

Bewegung wieder etwas Gutes

sein darf.

In seiner Geschichte ist seine

Frau fest verankert. Sie ist Ersthelferin

und war, wie Steffen

erzählt, in einer akuten Situation

seine Lebensretterin. Heute

trainieren beide gemeinsam.

Sie begleitet die Einheiten auch

als Trainerin – und sie steht

für etwas, das in diesem Monat

mitschwingen soll: Sicherheit

entsteht nicht durch große

Worte, sondern durch klare Abläufe

und einen realistischen

Rahmen.

Vom Teilnehmer zum

Übungsgeber

Steffen kennt die Perspektive der

Betroffenen nicht nur aus Theorie.

Er war 3,5 Jahre selbst Teilnehmer

einer Herzsportgruppe.

Diese Zeit hat ihm gezeigt,

was wirklich trägt: Struktur,

Dosierung, Wiederholung –

und eine Sprache, die motiviert,

ohne zu überfordern.

Dabei nennt er einen Ort, dem

er viel zuschreibt: den SV Eintracht

Gommern e.V.. Dort hat

ihn der Rehasport in den letzten

Jahren begleitet – nach Steffens

Worten mit verlässlicher Organisation

und ärztlicher Begleitung

in den Einheiten. Außerdem

unterstützt der Verein ihn,

indem er seine Ausbildung zum

Rehatrainer „Innere Medizin“

mitträgt. Für Steffen ist das

keine Randnotiz, sondern ein

wesentlicher Teil seines Weges

zurück in Bewegung.

Auf dieser Grundlage hat er

sich zusätzlich qualifiziert (u.

a. B-Lizenz im Group-Fitness-

Training und Personaltraining)

und plant ab Februar 2026 den

nächsten Schritt über eine Rehasport-Qualifizierung.

Aus

dieser Mischung – Erfahrung,

90 9

139


Essen unterwegs -

ohne den Autopiloten

Vom Terminal nach Gateway Gardens

von Matthias Jung

Lena, Vielfliegerin, landet in Frankfurt und nutzt HERZENSORTE als

Orientierung. Ihr Ziel: schnell satt werden – und trotzdem bewusst

auswählen. Station: The Italian in Gateway Gardens.

Lena ist viel unterwegs.

Flughäfen

kennt sie wie andere

ihre Stammstraße: Gate,

Gepäckband, kurzer Blick

aufs Handy, weiter. An

diesem Abend landet sie

in Frankfurt, der Tag war

eng getaktet, der Kopf voll,

der Magen leer. Hunger ist

kein Problem. Die Frage

ist eher: Was esse ich jetzt

– ohne dass es wieder nur

„irgendwas“ wird?

Warm, süß und fettig

Früher lief das bei ihr oft

nach dem gleichen Muster:

schnell, warm, süß oder

fettig, Hauptsache sofort.

Danach: Müdigkeit. Heute

möchte sie es anders machen.

Nicht kompliziert,

nicht dogmatisch. Einfach

eine bessere Wahl, wenn

sie die Möglichkeit hat.

Während sie Richtung

Ausgang läuft, fällt ihr

ein Begriff ein, den sie

vor kurzem entdeckt hat:

HERZENSORTE. Ein Format

von GUT ZUM HERZ,

das Orte sammelt, an denen

man bewusste Auswahl

im Alltag leichter

findet – gerade dann, wenn

Zeit und Umgebung eigentlich

dagegenarbeiten.

Kein Versprechen, kein

„Wundermenü“. Eher eine

Orientierung: Wo kann ich

hingehen, wenn ich nicht

jedes Mal neu anfangen

will?

Lena tippt sich durch die

Seite. Frankfurt, Gateway

Gardens. Ein Treffer: The

Italian. Nicht weit weg, gut

erreichbar. Sie speichert

den Ort, steckt das Handy

weg und merkt: Allein die

Entscheidung fühlt sich

schon besser an als der Autopilot.

Lenas 60-Sekunden-

Check (für unterwegs)

Ohne Fachsprache, ohne

Nährwerttabellen – nur

drei schnelle Fragen:

• Gibt es etwas, das nicht

„frittiert oder süß“ ist,

sondern ausgewogen

wirkt?

• Kann ich anpassen – z.

B. Soße separat, extra

Gemüse, kleinere Portion?

• Ist es ein Ort, an dem

Nachfragen normal ist

– ohne dass man sich

erklären muss?

„Ich brauche jetzt etwas,

das mich nicht umhaut“,

sagt Lena halblaut zu sich

selbst. Dann lächelt sie.

„Und ich will satt werden –

nicht belehrt.“

Gateway Gardens: The

Italian – ein Ort, an dem

Nachfragen dazugehört

Gateway Gardens wirkt

wie eine Zwischenwelt

zwischen Stadt und

Terminal: modern,

aufgeräumt, mit dem

Gefühl, dass hier viele

Menschen unterwegs

sind – so wie Lena. Sie

140


WERBUNG

Phot0: FRAPORT (KI-GENERIERT)

GUT ZUM HERZ

HERZENSORTE

141


kommt bei The Italian an, bleibt

kurz stehen und schaut durch die

Scheiben. Drinnen: Betrieb, aber

kein Stress. Draußen: Plätze, an

denen man auch mit Trolley sitzen

kann, ohne im Weg zu sein.

Lena setzt sich, atmet durch und

merkt: Jetzt ist der Moment, in

dem sich entscheidet, ob „bewusst“

im Alltag funktioniert – oder ob

es doch wieder ein Kompromiss

wird. Sie öffnet die Karte nicht,

um Kalorien zu zählen.

Sie sucht nach Logik: eine Basis, die

satt macht, etwas Frisches dazu,

und die Möglichkeit, die „Extras“

zu steuern. Als die Bedienung

kommt, formuliert Lena ihre

Fragen so, wie sie sie auch im Job

stellen würde: klar, freundlich,

ohne langen Vortrag.

• „Könnte ich die Soße separat

bekommen?“

• „Ist es möglich, mehr Gemüse

statt einer schweren Beilage zu

nehmen?“

• „Und wenn es passt: eine kleinere

Portion – ich nehme lieber später

noch etwas Kleines als jetzt zu viel.“

Die Antworten kommen ohne

Augenrollen. Genau das ist für

Lena der Unterschied: Nicht das

perfekte Gericht, sondern ein

Umfeld, in dem Anpassungen

selbstverständlich sind.

So bestelle ich unterwegs

bewusster (Lenas Praxis-Tipps)

• Soßen und Dressing separat:

Dann entscheidet man selbst

über die Menge.

• Gemüse als „Plus“: Nachfragen,

ob man Gemüse, Salat oder

Antipasti ergänzen kann.

• Portion steuerbar:

Halbportion, Teilen, oder

„kleiner, dafür passend“.

Getränke simpel halten: Wasser,

ungesüßt – nicht als Regel, sondern

als Alltags-Hack. Satt werden,

nicht „überladen“: lieber ein klarer

Teller als drei Baustellen.

Drei Beispiele, wie „bewusst“

aussehen kann

The Italian steht für Genuss zu

jeder Tageszeit: morgens, mittags,

abends – und wenn es passt,

auch dazwischen. Die Beispiele

auf der übernächsten Seite

zeigen, wie vielseitig das Konzept

ist: vom frischen Frühstück

mit Lachs über ein leichtes

Spargelgericht zum Mittag bis

zum bunten Salat am Abend.

Dazu finden Sie weitere Ideen,

Kombinationsmöglichkeiten und

kleine Hinweise für die Auswahl:

mehr Gemüse, Dips und Käse

bewusst dosiert – und als Begleiter

am besten Wasser oder ungesüßter

Tee. So bleibt alles alltagstauglich,

ohne dass der Genuss zu kurz

kommt.

Ob für die kurze Pause

zwischendurch oder fürs Essen

in geselliger Runde: Die Gerichte

sind so gedacht, dass Sie sie nach

Appetit zusammenstellen können.

unkompliziert und genau passend

für den Moment.

142


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143


morgens mittags abends

Lachs trifft auf viel

Frisches am Morgen

Auf diesem Teller stehen

(Räucher-)Lachs und viel

Frisches wie Blattsalat, Gurke,

Tomaten und Zitrone im

Mittelpunkt. Ergänzt wird das

Ganze durch Brot sowie kleine

Portionen von Aufstrichen und

Käse – eine Kombination, die

gut in einen ausgewogenen

Ernährungsstil passen kann.

Wer die Herzgesundheit im

Blick hat, setzt häufig auf

viel Pflanzliches als Basis,

ergänzt durch passende

Eiweißquellen und eine

bewusste Auswahl an Fetten.

Sinnvoll ist außerdem der Blick

auf Salz und Portionsgrößen,

denn Räucherfisch, Käse und

cremige Dips unterscheiden

sich je nach Produkt deutlich.

Praktisch: lieber Vollkornbrot

wählen, Dips sparsam

einsetzen und mit extra

Gemüse ausgleichen. Wasser

oder ungesüßter Tee rundet die

Mahlzeit ab. Wer empfindlich

auf Salz reagiert, greift zu

weniger salzigen Varianten

und prüft: Nährwertangaben.

Entscheidend bleibt die

Gesamternährung über den Tag

hinweg.

Spargel & Rucola:

Leicht, würzig, klar

Weißer Spargel mit Rucola

und gehobeltem Hartkäse:

eine leichte Kombination,

die viel Gemüse und frische

Aromen auf den Teller

bringt. Spargel und Rucola

liefern Ballaststoffe sowie

verschiedene Mikronährstoffe

und pflanzliche Inhaltsstoffe

und passen damit gut in eine

herzbewusste, ausgewogene

Ernährung. Entscheidend ist

wie immer das Gesamtbild:

viel Pflanzliches als Basis, ein

maßvoller Umgang mit Salz

und ein Dressing, das nicht zu

schwer ausfällt. Als Begleiter

passen z. B. Kartoffeln oder

Vollkornbrot; den Käse besser

fein dosieren, weil er je nach

Sorte deutlich salzreich sein

kann. Wer wegen Nierenoder

Stoffwechselthemen

bestimmte Nährstoffe beachten

muss, klärt individuelle

Empfehlungen ärztlich oder

ernährungsmedizinisch. Tipp:

Mit Kräutern, Zitronensaft

und etwas Olivenöl entsteht

viel Geschmack ohne stark

nachzusalzen. Ab April 2026,

dem Start in die Spargelzeit

wieder im Angebot.

Bunter Avocado-Salat

zum Dinner

Ein gemischter Blattsalat mit

Tomatenstücken, Avocado-

Spalten und Sprossen: knackig,

aromatisch und angenehm

leicht. Solche Kombinationen

bringen Vielfalt auf den Teller

und liefern Ballaststoffe

sowie eine breite Mischung an

Vitaminen, Mineralstoffen und

sekundären Pflanzenstoffen.

Die Avocado sorgt für

eine cremige Komponente

und ergänzt den Salat mit

überwiegend ungesättigten

Fetten – gut, wenn man

bewusst kombiniert. Für eine

herzbewusste Auswahl zählt

vor allem das Gesamtbild:

viel Pflanzliches als Basis, ein

Dressing ohne unnötig viel Salz

oder Zucker und bei Bedarf ein

sättigender Zusatz. Gut passen

zum Beispiel Kichererbsen,

Bohnen, ungesalzene Nüsse

oder eine Eiweißquelle wie

Joghurt, Ei oder Fisch. So bleibt

der Teller alltagstauglich. Wer

Salz sparen will, würzt mit

Kräutern, Zitrone oder Pfeffer.

So bleibt der Geschmack, ohne

nachzusalzen, auch unterwegs.

... immer

144


WERBUNG

Wichtige Informationen

Location:

Adresse:

Kontakt:

Wo ist das?

The Italian – Frankfurt am Main

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7, 60549 Frankfurt am Main (Stadtteil

Flughafen, Quartier Gateway Gardens)

Telefon: +49 69 78803199 Web: the-italian-frankfurt.de

Das Restaurant liegt im neuen Quartier Gateway Gardens unmittelbar

am Flughafen Frankfurt (FRA). Die S-Bahn-Station „Gateway Gardens“

der Linien S8/S9 ist nur wenige Schritte entfernt; von dort sind es zwei

Minuten bis Terminal 1 und rund zehn Minuten bis zum Hauptbahnhof.

Als Orientierungspunkt: Gegenüber befindet sich das Park Inn by

Radisson Frankfurt Airport (Hausnummer 10 in derselben Straße).

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet: Mo–Sa: 10:00–00:00, So: 10:00–22:00

Küche: täglich 11:30–22:00. Ausnahmen gibt es lediglich an Weihnachten und Silvester

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER. 145


Crowdfunding für

Herzinsuffizienz-

Patientinnen und

Patientenen

Ihre Unterstützung zählt

Herzinsuffizienz betrifft Millionen Menschen in Deutschland – und die

Herausforderungen für Betroffene und ihre Familien sind enorm. Um

die Versorgung, Forschung und Aufklärung rund um die Herzschwäche

weiter zu verbessern, wurde eine spezielle Crowdfunding-Kampagne ins

Leben gerufen:

„Für die Arbeit mit und an den HerzinsuffizienzPatientinnen und Patientenen“

auf WhyDonate.

Worum geht es bei dieser Kampagne? Die Initiative sammelt gezielt

Spenden, um Projekte für Herzinsuffizienz-Patientinnen und Patientenen zu

finanzieren.

Dazu zählen:

• Aufklärungsarbeit und Informationsmaterialien für Betroffene und Angehörige

• Unterstützung bei der Organisation von Selbsthilfegruppen und Patientinnen

und Patientenenseminaren

• Förderung von Forschungsprojekten und innovativen Versorgungsangeboten

• Entwicklung digitaler Hilfsmittel und Präventionsprogramme

Jeder gespendete Euro hilft, die Lebensqualität von Menschen mit

Herzschwäche zu verbessern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Warum Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine moderne Form der Schwarmfinanzierung, bei der viele

Menschen gemeinsam ein Ziel unterstützen. Schon kleine Beträge können im

Kollektiv Großes bewirken. WhyDonate ist als führende Plattform für wohltätige

Projekte in Europa bekannt und bietet volle Transparenz, 0% Plattformgebühren

und eine einfache, sichere Abwicklung – so kommt Ihre Spende direkt

dort an, wo sie gebraucht wird.

JETZT HIER UNTERSTÜTZEN.

146


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147


HerzAktiv | KUREN IN DEUTSCHLAND

Kur-Tour durch

Hessen

Von Frankfurt aus zu hessischen Kurorten

von Matthias Jung

Eine Kur-Rundreise durch Hessen ist die ideale Bühne, um Herzgesundheit

erlebbar zu machen – und von Frankfurt aus beginnt sie direkt vor der Haustür.

Im Zentrum steht Bad Nauheim mit seinem historischen Sprudelhof als

Sinnbild dafür, wie Wasser, Architektur und Medizin zusammenwirken.

V

on Frankfurt aus

starten wir auf eine

Rundfahrt durch hessische

Kurorte, die Herzgesundheit

erlebbar macht.

Schon nach kurzer Zeit lassen

wir Skyline und Verkehr

hinter uns und tauchen ein

in Landschaften, die seit

über hundert Jahren für Regeneration,

Heilwasser und

Ruhe stehen.

Die Route verbindet Stationen,

an denen Bewegung,

Entspannung und medizinische

Kompetenz rund ums

Herz-Kreislauf-System im

Vordergrund stehen.​

Kurorte als Herz-

Stationen

Jede Station dieser Reise

steht für einen Baustein der

Herzgesundheit: sanfte Bewegung

auf ebenen Wegen,

bewusste Pausen in Kurparks,

Atemübungen im

Grünen oder der Austausch

mit Fachleuten. So wird aus

der Rundfahrt eine Herzroute,

auf der ein Herzgesundheitsportal

zeigen

kann, wie sich Prävention

konkret anfühlt – Schritt für

Schritt, Bank für Bank. Zwischenstopps

eignen sich für

kurze Info-Impulse, kleine

Checks oder alltagstaugliche

Tipps zu Stress, Schlaf und

Blutdruck.

Bad Nauheim im Fokus

Höhepunkt der Tour ist Bad

Nauheim – seit Langem

spezialisiert auf Herz- und

Kreislauferkrankungen und

mehrfach als Top-Kurort

ausgezeichnet. Kliniken, Reha-Einrichtungen

und der

große Kurpark bieten die

ideale Kulisse, um Themen

wie Reha nach Herzinfarkt,

Herzinsuffizienz oder Risikofaktoren

verständlich zu

erzählen.

Hier lassen sich Interviews

mit Kardiologinnen und

Kardiologen, Erfahrungsberichte

von Patientinnen und

Patienten sowie praktische

Bewegungseinheiten perfekt

miteinander verbinden.​

Der Sprudelhof als

Herzbild

Der historische Sprudelhof

mit seinen Jugendstil-Badehäusern

und den sprudelnden

Heilquellen bildet das

emotionale Zentrum dieser

Geschichte. Die Anlage steht

symbolisch für die Kraft des

Wassers und die lange Tradition

der Herz- und Badekultur

in Bad Nauheim. Für ein

Herzgesundheitsportal ist

der Sprudelhof damit weit

mehr als Kulisse: Er wird

zur Bildmarke für „Herz im

Gleichklang“ – ein Ort, an

dem Architektur, Heilwasser

und moderne Herzmedizin

zusammenkommen

und sichtbar machen, wofür

diese Rundfahrt steht: dem

Herzen Raum, Rhythmus

und Ruhe zu geben.

Begleiten Sie uns auf unserer

Tour und erleben

mit uns die einzelnen Stationen

der Kur-Tour hautnah.

Demnächst auf den

nächsten Seiten.

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Photo: © BNST GmbH

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Die

GUT ZUM

Jahr

PREVIEW

Die Freischaltu

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Die

GUT ZUM

Jahr

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„Die eigene

Erfahrung zählt!“

Wir machen Magazine,

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authentisch, praxisnah,

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GUT ZUM HERZ im Herzmonat November 2025 - das kostenfreie

Community-Magazin beantwortet Ihre Fragen rund um Herzgesundheit.

In dieser Sonderausgabe zum Herzmonat steht das Thema Blut

als Schlüssel zum Herz-Kreislauf-System im Fokus: Sie erhalten praxisnahe

Tipps, wie Sie Ihr Blutbild im Blick behalten und mit einfachen

Maßnahmen Ihr persönliches Gesundheits-Management unterstützen

können.

Das Magazin wächst in den kommenden Wochen weiter und erscheint

in Tagebuch-Form mit folgenden Beiträgen:

GUT

ZUM

HERZ

• Bertelsmann Stiftung: Befunddolmetscher verstehen

• Anleitung: Blutdruckmessgerät korrekt anwenden

• SONDERTHEMA „Cholesterin“

• LDL vs. HDL – Grundlagen und Hintergründe

• Die Kolumne von Matthias Jung und seinen eigenen Erfahrungen

• Smartwatches und Herzgesundheit: Wie Assistenzsysteme helfen

können

Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine

ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden

wenden Sie sich bitte an Ihre medizinischen Fachkräfte.

Folgen Sie uns auf Social Media, um keine Neuerscheinung zu

verpassen.

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DER SPÄTERE

RUHESTAND ALS

LEBENSBOOST

B

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R E I F E

LEISTUNG

Der Podcast

Der demografische Wandel in Deutschland stellt

das Rentensystem vor erhebliche Herausforderungen.

Angesichts einer alternden Bevölkerung und

steigender Lebenserwartung wird es zunehmend

notwendig, das Renteneintrittsalter entsprechend

anzupassen. Um diese verlängerte Erwerbsphase gesund und

produktiv zu gestalten, sind präventive Maßnahmen und ein bewusster

Lebensstil unerlässlich.

Gesundheitstipps für ältere Berufstätige

Mit zunehmendem Alter ändern sich die Bedürfnisse unseres

Körpers. Es wird immer wichtiger, gesunde Gewohnheiten

zu pflegen, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und

Stressbewältigung sind hierbei entscheidend. Diese Maßnahmen

helfen nicht nur, die allgemeine Gesundheit zu

erhalten, sondern auch, den Anforderungen eines längeren

Berufslebens gerecht zu werden.

Lebenslanges Lernen und Anpassungsfähigkeit

Die Arbeitswelt verändert sich ständig, und die Einführung

neuer Technologien erfordert kontinuierliches Lernen. Für

Berufstätige über 50 ist es wichtig, sich diesen Veränderungen

zu stellen und neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies

fördert nicht nur die geistige Fitness, sondern erhöht auch

die Beschäftigungsfähigkeit und Zufriedenheit im Beruf.

Netzwerken und Beziehungsmanagement

Ein starkes berufliches Netzwerk ist ein wesentlicher Bestandteil

für den Erfolg und die Zufriedenheit im Beruf. Für

ältere Berufstätige ist es besonders wichtig, Beziehungen

Die NEue Bewegung für ein

gesundes Arbeiten und Leben!


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zu pflegen und auszubauen, um sich in

einer sich ständig verändernden Arbeitswelt

zurechtzufinden und weiterzuentwickeln.

Der »7 Jahre Workshop«: Prävention

und Gesundheitsförderung

Ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement

(BGM) kann maßgeblich

dazu beitragen, die Gesundheit

der Mitarbeitenden zu fördern und

somit die Produktivität und Motivation

zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist der

»7 Jahre Workshop«, der auf meinen

eigenen Erfahrungen basiert. Als Herausgeber,

Matthias Jung, stehe ich kurz

vor meinem 56. Geburtstag und hoffe,

mit meinem Weg ein gutes Beispiel geben

zu können. Nach einem Herzinfarkt

und der Diagnose des metabolischen

Syndroms habe ich über sieben Jahre an

meiner Genesung gearbeitet. Mein Ziel

war es, die Grundlagen für ein gesundes

Leben zu schaffen, und genau darauf

basiert der Workshopp. Er bietet praxisnahe

Werkzeuge, um gesundheitliche

Risikofaktoren zu reduzieren, und zeigt

Wege auf, wie man nicht nur präventiv,

sondern auch korrektiv an der eigenen

Gesundheit arbeiten kann.

Eine Bewegung für mehr Gesundheit

und Verantwortung

Ich möchte nicht nur informieren,

sondern eine Bewegung lostreten: eine

Bewegung für mehr Verantwortung,

Gesundheit und Prävention. Es geht

darum, gemeinsam Lösungen zu finden,

wie wir den Herausforderungen eines

längeren Berufslebens begegnen können,

ohne die Gesundheit aufs Spiel zu

setzen. Es ist mein Anliegen, Menschen

zu inspirieren, aktiv zu werden und sich

für eine bessere Zukunft einzusetzen –

für sich selbst, für die Gesellschaft und

für kommende Generationen.

Die Anpassung des Renteneintrittsalters

an die steigende Lebenserwartung

ist eine realistische Notwendigkeit.

Um diese Herausforderung erfolgreich zu

meistern, sollten sowohl Arbeitnehmer als auch

Arbeitgeber proaktiv Maßnahmen ergreifen, die

Gesundheit und Weiterbildung fördern. Ein bewusster

Lebensstil, kontinuierliches Lernen und

ein starkes Netzwerk sind Schlüssel, um auch in

einem längeren Berufsleben gesund und erfüllt

zu bleiben.

Der »7 Jahre Workshop« zeigt, wie persönlicher

Einsatz und zielgerichtete Maßnahmen nicht nur

die eigene Gesundheit verbessern, sondern auch

eine neue Bewegung für ein gesundes und erfülltes

Leben ins Rollen bringen können.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Bewegung starten

und Verantwortung übernehmen – für eine

gesunde und starke Zukunft! Mehr dazu auf der

nächsten Seite.


7 Jahre, der Workshop

...der wertvolle Zeit spart

»7 Jahre, der Workshop« basiert auf den persönlichen Erfahrungen des Autors des Buches ›HERZENSSA-

CHEN‹. Nach einem Herzinfarkt und der Diagnose metabolisches Syndrom im Jahr 2004 und eines depressiven

Erschöpfungssyndroms im Jahr 2006, arbeitete der Autor sieben Jahre lang an seiner Genesung. Der

Workshop zielt darauf ab, Teilnehmenden Zeit zu sparen, indem er über Risikofaktoren für Herzerkrankungen

aufklärt und Werkzeuge zur Verbesserung der Gesundheit vorstellt, präventiv wie auch korrektiv. Es geht um

die 10 + 1 Risikofaktoren, wie man sie selbst erkennt und wie man daran gezielt arbeitet.

Das Ziel

In diesem Workshop soll auf die Risiken aufmerksam gemacht werden, die zu einer

Herzerkrankung führen und Wege zeigen, um

• Alkoholkonsum zu reduzieren

• Bewegung, mehr Sport und Krafttraining

• Bluthochdruck verringern

• Diabetes verhindern oder damit zu leben

• Genetische und erbliche Faktoren verstehen

• Ernährung an die eigenen individuellen Bedürfnisse anzupassen

• Fettstoffwechselstörungen verstehen und Risiken zu reduzieren

• Rauchfrei zu leben

• Stress zu mindern

• Übergewicht zu reduzieren

• den +1 Risikofaktor, die Depression zu erkennen

Zielgruppe

Geeignet für

Wir möchten Menschen erreichen, denen die eigene Gesundheit wichtig ist.

Gerade Mitarbeitende sind ein wertvolles Gut und gesunde und zufriedene

Mitarbeitende sind leistungsfähiger.

Der Workshop richtet sich an Einzelpersonen und an Organisationen und Unternehmen,

die die Gesundheit ihrer Mitglieder oder Mitarbeitenden fördern möchten.


WERBUNG

Ablauf

8:00 - 10:00 Uhr ANKUNFT Die Teilnehmenden kommen ganz entspannt an. Wichtig

für die Blutanalyse ist, dass die Teilnehmenden nüchtern sind. Danach erfolgt der Quick

Check und nach ca. 8 Minuten steht schon das Ergebnis bereit (außer Eisenstatus, erst

nach ca. 48 Stunden). Kleines Frühstück und gegenseitiges Kennenlernen. Jeder Teilnehmende

erhält sein in DIN-A4-gedrucktes Workbook.

10:00 - 12:30 Uhr 7 JAHRE, DIE STORY Dieser Teil des Workshops hat zum Ziel, mit der

Geschichte des Autors auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die zu seiner Herzerkrankung

geführt haben. Außerdem zeigt Matthias Jung seinen Weg, wie er seine Risikofaktoren

so bewältigt hat, dass er heute sehr gut und voll leistungsfähig damit leben kann.

Im Dialog mit den Teilnehmenden geht es darum, eigene der 10 + 1 Risikofaktoren zu

erkennen.

12:30 - 13:00 Uhr MITTAGSPAUSE

13:00 - 13:30 Uhr SELBSTREFLEXION Hier hat jeder Teilnehmende die Möglichkeit, in

seinem Workbook eigene Notizen zu seinen möglichen Risikofaktoren festzuhalten – natürlich

streng vertraulich und nur für den persönlichen Gebrauch.

13:30 - 14:00 Uhr VORTRAG EINES EXTERNEN GASTES

14:00 - 16:00 Uhr DIE WERKZEUGE In diesem Teil des Workshops stellen wir verschiedene

Werkzeuge vor, mit denen sich an den Risikofaktoren, die zu einer Herzerkrankung

führen, arbeiten lässt.

16:00 - 16:15 Uhr Eine kleine Stärkung mit Kuchenstücken und herzhaftem Gebäck in

unserem Coffee Point.

16:15 - 17:00 Uhr FRAGEN und ANTWORTEN Die Antworten vieler Fragen, die sich

mancher im Laufe des Tages gestellt hat, könnten auch für andere Teilnehmende interessant

sein. Wir möchten keine Fragen unbeantwortet lassen.

17:00 - 18:00 Uhr ENTSPANNTES NETZWERKEN UND VERABSCHIEDUNG Wir lassen

gemeinsam in entspannter Atmosphäre den Tag nochmals vorüberziehen und nutzen die

Zeit zum Austausch und zur Vernetzung.

Jobs im Fokus

Büro Frankfurt:

Matthias Jung

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7

60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)

Telefon 0 171 - 40 77 217

matthias@jungjung.de

www.jobs-im-fokus.de

JETZT EINEN TERMIN VEREINBAREN!


HerzNetzwerk | DAS HERZSCHLAG AKTIONSBÜNDNIS

Ein Herz schlägt

nie allein

Wie die HerzSchlag-Community Betroffenen Mut,

Halt und Freundschaft schenkt

Herz

Schlag

Aktionsbündnis

164


Die HerzSchlag-Community ist für

rund 10.000 Menschen ein emotionales

Zuhause. Hier teilen Betroffene,

was es wirklich bedeutet, mit einer

Herzerkrankung zu leben. Sie erzählen

von Ängsten und Hoffnungen,

finden Trost in schweren Momenten

und feiern gemeinsam kleine, aber

entscheidende Fortschritte.

In der geschützten Online-Gruppe

öffnen sich Mitglieder mit sehr persönlichen

Geschichten: von der ersten

Panikattacke über die schockierende

Diagnose bis hin zu dem Moment, in

dem sie spürten, dass sie nicht allein

sind. Eine Betroffene beschreibt die

Kälte der Elektroden im Herzkatheterlabor,

ein anderer die Erleichterung,

endlich Menschen gefunden zu haben,

die seine nächtlichen Sorgen verstehen.

Besonders eindrucksvoll sind die Erfolgsgeschichten:

Menschen, die nach

einem Herzstillstand neuen Lebensmut

fanden, oder Betroffene, die trotz

Herzschwäche wieder mutig auf einen

Berg steigen. Ihre Erfahrungen geben

anderen Kraft – und zeigen, dass

Lebensqualität auch mit einer Herzerkrankung

möglich ist. Dass dieser

Austausch wirkt, bestätigen auch wissenschaftliche

Erkenntnisse: Studien

zeigen, dass soziale Unterstützung die

psychische Belastung verringern und

die Lebensqualität von HerzPatientinnen

und Patientenen verbessern kann.

Genau hier setzt die HerzSchlag-Community

an – nicht mit medizinischen

Ratschlägen, sondern mit menschlicher

Nähe und echtem Verständnis.

In dieser Gemeinschaft wird niemand

bewertet oder belächelt. Stattdessen

zählen authentische Erfahrungen,

gegenseitige Unterstützung und die

stärkende Gewissheit, verstanden zu

werden. Viele Mitglieder haben gelernt:

Gemeinsam trägt sich das Leben

mit einer Herzerkrankung leichter –

und das Herz fühlt sich weniger allein.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder

Ihren Arzt. Bitte lesen Sie unseren Haftungsausschluss zu diesem Artikel mit Klick HIER.

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HERZ

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HerzInfo | VORSCHAU

Frühlings-

Gefühle

Was uns bewegt – und wie wir gut mit uns umgehen

Tauchen Sie ein in die

Frühlingsausgabe 2026 von

GUT ZUM HERZ mit dem

Thema Frühlingsgefühle.

Ab

20. März 2026

Im Titelthema „Wenn

Herzen sich berühren“ geht

es um Nähe, Alltag und

die Balance zwischen

Herzklopfen und

Herzensruhe.

Im HerzGesund-

Schwerpunkt „Blutdruck

– bewusst einordnen“

finden Sie Orientierung:

wie richtig messen, wie

Werte eingeordnet werden

können und welche

Fragen im Arztgespräch

weiterhelfen

Folgen Sie uns auf

Instagram & Facebook oder

schreiben Sie uns an

info@gutzumherz.de

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HerzInfo | DIE COMMUNITY

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https://gut-zum-herz.de/newsportal

https://gut-zum-herz.de/stoffwechsel-vital

https://gut-zum-herz.de/podcasts

https://gut-zum-herz.de/die-gut-zum-herz-jahreszeiten

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Zur

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Zur

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Gruppe

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HerzInfo | EIN RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Zu guter Letzt

Es ist eine gute Tradition, an dieser Stelle

werfen wir einen Blick zurück und einen

Blick nach vorn zu. Wir wünschen viel

Vergnügen.

Während draußen die Winterluft

klar wird, Schneeflocken manchmal

über die Straße tanzen und

der Wind an Türen und Fenstern rüttelt,

haben wir diese Ausgabe mit einer Frage

gebaut, die viele von Ihnen begleitet: Was tut

mir gut – ganz konkret, im Alltag, mit meiner

Diagnose und meinem Tempo? Genau

darum kreist unser Schwerpunkt Winterwellbeing.

In den vergangenen Wochen haben wir

Inhalte sortiert, verworfen, neu gedacht und

immer wieder geprüft, ob sie Ihnen wirklich

Orientierung geben: Bewegung – maßvoll

und passend zur Kälte; Ernährung – saisonal,

praktikabel, ohne große Versprechen;

Achtsamkeit – als Routine, die in echte Leben

passt. Dazu kommen ausgewählte Orte

für eine Auszeit, vom Thermalbad bis zum

Wellnesshotel – nicht als Rezept, sondern

als Einladung, sich Zeit zu nehmen. Hinter

jeder Seite steckt dabei die gleiche Abwägung:

Inspiration ja – aber ohne Übertreibung,

ohne Heilversprechen und so, dass Sie

es im Alltag nutzen können.

Ein roter Faden war uns besonders wichtig:

Der Winter kann herausfordern. Temperaturschwankungen,

Dunkelheit und rutschige

Wege verändern den

Tagesrhythmus – und bei

Menschen mit Herzerkrankungen

oder Diabetes

eben auch die Planung.

Deshalb finden Sie

in dieser Ausgabe nicht

nur Stimmungsbilder,

sondern auch praktische

Fragen, die weiterhelfen:

Wie bleibe ich aktiv, ohne

mich zu überfordern?

Wie behalte ich Werte

und Symptome im Blick?

Was ist für mich ein gutes

Maß? Die Rubrik „Diabetes

– rundum gut informiert“

ergänzt das mit

Tipps für die kalte Zeit.

Viele Antworten kommen

aus der Community.

Berichte, die nicht so

tun, als gäbe es einen

perfekten Weg – sondern

zeigen, wie kleine Schritte

entstehen: eine Pause

mehr, ein Spaziergang

trotz Kälte, ein Ritual,

das Ruhe bringt. Das ist

der Punkt, an dem sich

Editorial und Heft für uns

treffen: Jeder Weg ist individuell

– aber niemand

muss allein gehen.

Wichtig bleibt dabei: Neue

Routinen gehören ins Gespräch

mit Ihrer Ärztin

oder Ihrem Arzt. Hören Sie

auf Körperzeichen. Sicherheit

geht vor.

Wenn Sie diese Seiten

schließen, wünschen wir

uns, dass Sie sich bestätigt

fühlen: Sie dürfen es sich

gemütlich machen, Sie

dürfen langsam starten,

und Sie dürfen sich Unterstützung

holen. Resilienz

tanken – draußen lebendig,

drinnen wohlig. Danke,

dass Sie uns begleiten.

Schreiben Sie uns, was

Ihnen gutgetan hat – und

was Sie sich für die nächste

Ausgabe wünschen.

Herzliche Grüße,

Matthias Jung und

das GUT ZUM HERZ-Team

Wir freuen uns auf Ihr

Feedback!

info@gutzumherz.de

176


177


Nachrichtenmagazin

Hier endet unser Hauptmagazin, und

das Nachrichtenmagazin beginnt! Ab

sofort halten wir euch mit jeder neuen

Story auf dem Laufenden – aktuell,

spannend und immer dann, wenn es wirklich

etwas zu berichten gibt. Bleibt dran und verpasst

keine Neuigkeiten. Das Nachrichtenmagazin füllt

sich wie ein Tagebuch!

GUT ZUM HERZ

Büro Frankfurt:

Matthias Jung

Amelia-Mary-Earhart-Straße 7

60549 Frankfurt am Main (Gateway Gardens)

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GUT ZUM HERZ ist ein Projekt vom

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HERZ

Winter

Aktuell

Winter 2025/26


Po

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen in unserem neuen Nach-

21. richtenmagazin. Dezember

Als Herausgeber freue ich

mich, Ihnen hier Geschichten rund um die

2024

Herzgesundheit mit Texten, Fotos, Filmen und

Podcasts zu erzählen, die oft über das hinausgehen,

was Sie auf den ersten Blick in den

Nachrichten sehen.

Unser Ziel ist es, Themen aufzugreifen, die im

Alltag oft untergehen, und sie so zu beleuchten,

dass sie neue Perspektiven eröffnen. Dabei

geht es nicht nur um große Ereignisse, sondern

auch um die kleinen, oft unscheinbaren

Momente, die trotzdem viel aussagen.

Die Mischung aus Artikeln, Bildern und Podcasts

erlaubt uns, Themen aus verschiedenen

Blickwinkeln zu betrachten und Sie, liebe

Leserinnen und Leser, auf eine Art und Weise

mitzunehmen, die im Gedächtnis bleibt.

Wir möchten, dass Sie beim Lesen, Zuhören

oder Ansehen etwas mitnehmen können – ob

es Anregungen, neue Einblicke oder einfach

nur ein Moment des Innehaltens ist.

Viel Freude beim Entdecken!

Matthias Jung

F

Los

geht`s

mit neuen

Beiträgen im

Herbst

2025!

180


dcasts

Texte

oto

Film

AdBoards


Lesen Sie mehr über das

kranke oder gesunde Herz

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