bauSICHERHEIT Dezember 2025
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bausicherheit-online.de Dezember 2025 12
ALLROUNDTALENT
MERINOWOLLE
Im Blickpunkt: Gerüstet für die
kalte Jahreszeit mit Woolpower
RÜCKBLICK AUF
DIE A+A 2025
Spannende Impressionen
von der Weltleitmesse
KOMFORTABLE
SICHERHEIT
Top-Thema: Neuheiten im
Workwear-Bereich vorgestellt
ATLAS
LAUNCH DER NEUEN »MAX«-SERIE
„Ohne sie fang ich
gar nicht erst an.“
Mewa.
Schutzkleidung im
Rundum-Service.
Jetzt mehr unter mewa.de/schutzkleidung
Die Stimmung
hellt sich auf
LISA SCHRÖDER
2025 neigt sich dem Ende zu – und das Jahr hat einige Turbulenzen und Herausforderungen für die
Baubranche bereitgehalten. Auf der einen Seite standen steigende Zahlen für Auftragseingänge und
Baugenehmigungen, auf der anderen Seite zeichnete sich jedoch ab, dass die Bauindustrie nach wie vor
von Bürokratie und zähen Vergabeprozessen gebremst wird. Nichtsdestotrotz sieht der Zentralverband
Deutsches Baugewerbe (ZDB) das berühmte »Licht am Horizont«: Für das kommende Jahr meldet der
Verband erstmals wieder Signale für Wachstum und ein besseres Geschäftsklima in der Branche. Auch
für 2025 prognostiziert der ZDB einen Branchenumsatz von 168 Mrd. Euro – und damit ein nominales
Plus von 3 Prozent (real: 0,6 Prozent). Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des ZDB, findet klare Worte:
»Nach Jahren rückläufiger Zahlen kehrt in der Bauwirtschaft erstmals wieder Zuversicht zurück.«
Genau diese Zuversicht ist es, die die Baubranche mit ins
neue Jahr nehmen sollte. Doch Zuversicht allein reicht nicht
aus. Sie braucht ein solides Fundament, denn mit steigenden
Auftragseingängen, mehr Projekten und dicht getakteten
Bauabläufen wächst auch die Verantwortung für die Menschen,
die tagtäglich auf den Baustellen arbeiten. Oder anders gesagt:
Der wirtschaftliche »Neustart« der Baubranche darf nicht auf
Kosten der Sicherheit gehen. Zeitdruck, Fachkräftemangel
und komplexe Projekte sind keine neuen Herausforderungen;
sie verschärfen sich jedoch, wenn die Auftragsbücher wieder
voller werden. Umso wichtiger ist es, Sicherheit nicht als lästige
Pflicht oder zusätzlichen Kostenfaktor zu betrachten, sondern
als entscheidenden Beitrag zu Qualität und Produktivität. Denn
hinter jedem Bauvorhaben stehen Fachkräfte, die nach getaner
Arbeit gesund nach Hause gehen wollen. Eine konsequent
gelebte Sicherheitskultur schützt deshalb weit mehr als nur den
Erfolg eines Projekts: Sie schützt letztendlich Menschenleben
– und das allein muss ausreichend Motivation sein, um in
sichere Arbeitsbedingungen zu investieren.
Equipment sind daher gerade im Winter unerlässliche Begleiter
am Bau. Wie Baustellen winterfest gemacht werden können,
erklären beispielsweise die BG Bau und Boels Rental in der
Rubrik »Baustellensicherheit«.
Außerdem widmet sich diese Ausgabe der A+A: Die Weltleitmesse
lieferte auch in diesem Jahr wichtige Impulse für
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und verdeutlichte
einmal mehr, dass Hersteller ihrer Verantwortung gerecht
werden und zuverlässige Lösungen für den professionellen
Einsatz entwickeln. Einen genaueren Einblick erhalten Sie ab
Seite 38. In unserer angeschlossenen Bilderstrecke finden
Sie außerdem zahlreiche Impressionen aus den Messehallen.
Spannend wird es außerdem in der Rubrik »Im Blickpunkt«:
Das schwedische Unternehmen Woolpower fertigt Funktionskleidung
aus Merinowolle und bietet sowohl für die
Sommer- als auch die Wintermonate komfortable Lösungen.
Das Team der bauSICHERHEIT wünscht Ihnen, Ihren
Familienangehörigen und Mitarbeitern einen guten Start ins
neue Jahr. Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf!
Besondere Vorsicht ist angeraten
Die kalten Monate bergen ein erhöhtes Risiko für Bauprojekte,
Baustellen und nicht zuletzt die Beschäftigten selbst. Glätte,
Schnee und Minustemperaturen können nicht nur den
Baufortschritt beeinträchtigen, sondern auch das Risiko von
Unfällen erhöhen. Passende Workwear und zuverlässiges
Jessy von Berg
Redakteurin
Editorial
Dezember 2025 | 3
INHALT
DEZEMBER 2025
021 KÜBLER » »Kübler Reforce« — funktional und nachhaltig
022 ÖTSCHER » Stretch-Winterjacke für kalte Temperaturen
THE LYCRA COMPANY » Innovative Fasertechnologien
023 HELLY HANSEN » »UC-ME«-Linie sorgt für Sichtbarkeit
024 SCHÜTZE-SCHUHE » »Bitumen Pro« ergänzt Portfolio
BOA » Mit Innovationen die Performance steigern
025 U-POWER » Neue Sohlentechnologie feierte Premiere
026 FRISTADS » Vorhang auf für das neue Produktsegment
38
003 AUF EIN WORT » Editorial
006 TITEL-THEMA » Sicherheitsschuhexperte Atlas hat ein
neues Obermaterial entwickelt, das erstmals
in der Schuhserie »Max« zum Einsatz kommt.
008 NEUES ZUERST » Baubranche aktuell
010 IM BLICKPUNKT » Die Produktion der Unterwäsche
und Verstärkungskleidung von
Woolpower erfolgt am Standort
in Östersund in Schweden.
027 HAIX » A+A bot wichtige Bühne für Neuheiten
028 GORE-TEX » Worauf es bei Sicherheitsschuhen ankommt
PERSÖNLICHER SCHUTZ
030 EDELRID » Sortiment im Bereich PSAgA erweitert
032 HTRIUS » Exoskelette verbessern die Gesundheit
033 VOSS » Modularer Arbeitsschutzhelm »Voss Empor«
034 KASK » Kopfschutz mit »Wow«-Effekt
036 HERWE » Neue Produkte zur Handreinigung
TOP-THEMA:
WORKWEAR
EKASTU » Augendusche »Aqua Push« vorgestellt
037 SUNDSTRÖM » Sicherheit und Komfort in einem Helm
014 BP » Flexiblerer Warnschutz dank EN 17353
015 DAIBER » Neue Styles bringen frischen Wind
038 MESSE DÜSSELDORF
» Die bauSICHERHEIT blickt samt
Bilderstrecke auf eine erfolgreiche A+A zurück.
016 SCHÖFFEL PRO » Sicher und warm durch den Winter
017 BLÅKLÄDER » Hi-Vis-Arbeitshose für raue Außeneinsätze
018 DASSY » Neue Kollektionen im Zeichen der Nachhaltigkeit
019 ISM » A+A erfolgreich abgeschlossen
020 PERVORMANCE INTERNATIONAL » Neues Multitalent
ENGEL » Sichtbar sein mit der »Safety«-Kollektion
28
4 | Dezember 2025 Inhaltsverzeichnis
XXX
54
BAUSTELLENSICHERHEIT
046 BOELS RENTAL » Bauprojekte im Winter sicher fortsetzen
047 BG BAU » Tipps für winterliche Baustellen
048 MILWAUKEE » Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen
049 MUNK » Steigtechnik zur Enteisung von Nutzfahrzeugen
050 KRAUSE » Fahrzeuge sicher von Schnee und Eis befreien
051 BÖCKER » Ergonomische Montage von Gerüsten
052 ERNST BRINCK » Witterungsbeständige Rohrverbinder
053 ABS SAFETY » Flexible Sicherungslösung für Flachdächer
054 BAUWATCH » Sicherheitstrends für das kommende Jahr
056 BLÖMEN VUS/ISG » »Video Guard Compact« vorgestellt
057 KOOI » Baustellen gegen Diebstahl absichern
058 CEMO » »LockEx«-Ladeschränke schützen im Ernstfall
059 BERNER » Gefahrstoffschrank »Bera« gelauncht
060 ASECOS » Lithium-Ionen-Akkus sicher lagern
061 LEDLENSER » Portfolio um neue Taschenlampen erweitert
062 NEDO » Kabeltreffer mit »CableTronic 4+« verhindern
063 AXION » Unfälle mit Baufahrzeugen reduzieren
BRIGADE ELEKTRONIK » Fahrzeugsicherheitslösungen
064 AGR » Bau- und Agrarmaschinensitze erhalten Prüfsiegel
AST » »Campus M« bildet zum IPAF-Trainer aus
065 HAILO » Umfassende Schulungsangebote für Steigtechnik
RUBRIKEN
066 AUF EINEN BLICK » Firmen dieser Ausgabe
Inhaltsverzeichnis
SERVICE » Impressum, Vorschau
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Dezember 2025 | 5
TITEL-THEMA
Das neu entwickelte
Obermaterial »ProTraX«
kommt in der »Max«-Serie
erstmals zum Einsatz.
ATLAS (3)
»Maximum Protection«:
Launch der neuen »Max«-Serie
[ ATLAS ] Maximaler Schutz für maximale Beanspruchung – das verspricht
Atlas mit seiner neuesten S3S-Sicherheitsschuhserie »Max«. Den fünf neuen
Modellen ist kein Job zu hart und keine Witterung zu stark. Dafür sorgt nicht
nur die robuste »XR«-MPU-Sohlentechnologie, sondern auch das neue,
erstmals in der »Max«-Serie verbaute Atlas-Obermaterial »ProTraX«. Es
begegnet anspruchsvollen Arbeits- und Wetterbedingungen nach Angaben
von Atlas mit »maximaler Power, minimaler Feuchtigkeitsaufnahme und
blitzschneller Rücktrocknung«.
Die »Max«-Modelle
erfüllen die Anforderungen
an einen
Sicherheitsschuh
der Klasse S3S.
Das zu Europas größten Sicherheitsschuhherstellern
gehörende Traditionsunternehmen aus Dortmund
ist dafür bekannt, nicht nur eigene Materialien für die
selbst gefertigten Schäfte herzustellen, sondern sie
auch selbst mit den Schuhsohlen zu verbinden. Die
Rezepturen für seine Sohlenmaterialien entwickelt
Atlas inhouse. Das hauseigene MPU (multifunktionales
Polyurethan) wird für jeden Schuh modifiziert – je
nachdem, welche Anforderungen das Modell erfüllen
muss. Hendrik Schabsky, CEO von Atlas, erklärt: »Wir
haben eine ganz neue Schuhserie entwickelt, weil das
neue ›ProTraX‹ es verdient, dass alle Komponenten im
Schuh das neue Qualitätsmaterial ideal ergänzen. Unser
Ziel: den perfekten Schuh für Extrembedingungen zu
entwickeln.«
Maximale Performance
Bei dem neuen Obermaterial handelt es sich um eine
materialtechnische Neuentwicklung: Es vereint hohe
Qualität mit bestmöglichem Komfort und bringt alle
Komponenten mit, die es auch für anspruchsvollste
Arbeitsbedingungen einsatzfähig machen. Ein Pluspunkt:
Das »ProTraX«-Obermaterial ist wesentlich leichter als
Leder, dabei aber gleichzeitig widerstandsfähig und
besonders pflegeleicht. So eignet es sich optimal für
den Einsatz auf der Baustelle, im Straßen- und Tiefbau,
in der Forst- und Landwirtschaft sowie in der Industrie
oder bei Logistik- und Hafenarbeiten.
Durch seine mikroperforierte Struktur und die
innovative Materialmischung kann »ProTraX« Feuchtigkeit
von innen schnell nach außen abgeben, während
umgekehrt kaum Nässe eindringt. So entsteht eine
permanente Luftzirkulation im gesamten Schuh, die
das Fußklima aktiv reguliert und Hitzestau effektiv
verhindert. Im Vergleich zu herkömmlichem Leder ist
»ProTraX« außerdem doppelt so atmungsaktiv, was auch
bei langen Tragezeiten und körperlich anspruchsvollen
Tätigkeiten für ein konstant angenehmes Fußklima
sorgt. Darüber hinaus überzeugt das Obermaterial durch
seine geringe Wasseraufnahme. Besonders hervor
6 | Dezember 2025 Titel-Thema
hebt Atlas zudem die schnelle Rücktrocknung, selbst
nach dem Einsatz in nassen Bedingungen. Die hohe
Wasserresistenz reduziert ebenso den Wärmeverlust.
Maximale Sicherheit
Alle Modelle der »Max«-Serie sind mit der neuen »XR«-
MPU-Sohlentechnologie ausgestattet. Das System
aus dem hausgemachten MPU zeichnet sich durch
zahlreiche Flexkerben für optimalen Grip aus. Im Vorderfuß
angeordnete »Dynamic Plates« übertragen die
Vorwärtsenergie, die übrige Energie wird gezielt zum
Abdruckpunkt geleitet. Im Fersenbereich absorbiert
die »Cloudzone« die Aufprallkräfte und Stöße durch
ein Hochleistungssystem. Darüber hinaus bestehen
20 Prozent der Laufsohle aus dosierten, recycelten
Festoffen, was ein Fünftel an Primärmaterialien einspart.
Zudem bringen die »Max«-Modelle alle nötigen S3-
Kompontenten mit: Die metallfreie »XP«-Durchtritthemmung
gewährleistet die Schuhserie durch ein textiles
Hightech-Material aus Aramid-Fasern in der Zwischensohle.
Das dämpfende MPU-»Rebound«-System stimmt
Lauf- und Zwischensohle für ermüdungsfreies Laufen
optimal aufeinander an, während die abrasionsbeständige
MPU-Überkappe den Zehenbereich schützt. Aufgrund
des geringen Gewichtes des »ProTraX«-Obermaterials,
das auch bei Standwasser kaum Feuchtigkeit aufnimmt,
und dank der Lightweight-Schaftkonstruktion bleibt der
Schuh zu jeder Saison leicht und angenehm zu tragen.
Maximal praktisch
Die versiegelte »ProTraX«-Oberfläche vereinfacht die
Reinigung enorm: Das neue Atlas-Material erfordert
keinerlei Spezial-Pflegeprodukte und wird auch mit
minimalem Körpereinsatz schnell sauber. So ermöglicht
die »Max«-Serie stets einen professionellen Auftritt
– damit maximal viel Zeit in die eigentliche Arbeit
fließen kann, während nur minimale Pflege anfällt.
Neben der Wahl zwischen knöchelhohen Stiefeln oder
Alle Modelle der »Max«-Serie sind mit
der neuen »XR«-MPU-Sohlentechnologie
ausgestattet – für optimalen
Grip und hohen Tragekomfort.
Halbschuhen können Träger innerhalb der »Max«-Serie
außerdem zwischen einem klassischen Schnürsystem
und einem innovativen Seilzugsystem wählen. Das
»Boa Fit«-System besteht aus einem mikroverstellbaren
Drehverschluss, langlebigen Leichtseilzügen und
reibungsarmen Führungen. Es ermöglicht eine präzise,
schnelle und individuelle Anpassung mit nur einer
Hand, auch mit Handschuhen. In der »Max«-Serie ist
das »Boa Fit«-System seitlich verbaut, um Druckstellen
am Fußrücken zu umgehen.
Und auch im Hinblick auf das Design weiß die neue
Schuhserie zu punkten: Sowohl die knöchelhohen Stiefel
als auch die Halbschuhe überzeugen im klassisch-eleganten
Look. Das »ProTraX«-Obermaterial wirkt optisch
wertig – nicht nur aufgrund seiner lederähnlichen
Struktur, sondern auch aufgrund der schmutzresistenten
Materialeigenschaften. Auf Wunsch farblich abgesetzte
Einkerbungen an den Seiten wirken wie optische Verstärkungsrippen
und betonen die robuste Bauweise.
Abgerundet wird das Design durch das Atlas-Logo.
Innerhalb der »Max«-Serie
können Träger zwischen einem
klassischen Schnürsystem
und dem »Boa Fit«-
Verschlusssystem wählen.
Durch seine mikroperforierte
Struktur kann
»ProTraX« Feuchtigkeit
von innen schnell
nach außen abgeben,
während umgekehrt
kaum Nässe eindringt.
...kurz
und
knapp...
Die neue Schuhserie »Max«
ist mit dem neuen, innovativen
Obermaterial »ProTraX« ausgestattet.
Es ist leichter als herkömmliches
Leder und punktet
durch eine geringe Wasseraufnahme
sowie eine schnelle
Rücktrocknung.
Titel-Thema
Dezember 2025 | 7
NEUES ZUERST
Neuer Unternehmensstandort eröffnet
[ HTRIUS ] Mit rund 200 Gästen hat hTrius
den neuen Unternehmensstandort in Horb
am Neckar feierlich eingeweiht. Für das
2020 gegründete Unternehmen markiert die
Eröffnung einen bedeutenden Schritt in eine
neue Phase des Wachstums.
»Wir kommen von knapp 230 m 2 und haben jetzt hier
rund 1 500«, so Heinzelmann. Er hob hervor, dass der
Umzug nicht nur das äußere Erscheinungsbild des
Unternehmens verändere, sondern zugleich neue
Möglichkeiten für Kreativität, technische Entwicklung
und persönliches Wachstum im Team schaffe. Horbs
HTRIUS
DDer Abend startete mit einem Kurzfilm und einer
Lichtshow, die die Reise des Unternehmens
symbolisierten. In seiner Eröffnungsrede blickte Ge-
Bürgermeister Ralph Zimmermann würdigte in seiner
Ansprache die Bedeutung des Unternehmens für die
Region. So stehe hTrius für technologischen Fortschritt
»hier bei uns« und entwickle Lösungen, die Menschen
Unter dem Motto »Dimension 4«
eröffnete hTrius den neuen
Standort in Horb am Neckar.
schäftsführer Dominik Heinzelmann auf die Entwicklung
der vergangenen Jahre zurück und erläuterte, warum
die Veranstaltung unter dem Titel »Dimension 4« steht:
in körperlich anspruchsvollen Berufen konkret unterstützen.
Er hob außerdem die Relevanz der Exoskelette
für Handwerk, Pflege und Industrie hervor.
Save the date: »Safety Days« 2026 angekündigt
[ AST ] Eine bewährte Tradition geht in die
nächste Runde: Auch 2026 wird AST mit den
»Safety Days« wieder umfassende Fort- und
Weiterbildungen anbieten. Sie finden vom
20. bis 22. Januar 2026 in Blaustein und
am 4. März 2026 in Hamburg statt.
pflichten für Trainer gemäß TRBS 1116 und Befähigte
Personen gemäß TRBS 1201 sowie für Fachkräfte
für Arbeitssicherheit gemäß ASIG erfüllt. Auf dem
Programm stehen zudem Updates zu verschiedenen
Arbeitsmitteln. Bei den »Safety Days« werden auch
Unfall- und Mängelberichte zu mobilen Arbeitsmitteln
Die »Safety Days« finden vom
20. bis 22. Januar 2026 in
Blaustein und am 4. März 2026
in Hamburg statt.
AST
Die Arbeitswelt jeden Tag ein Stückchen sicherer
machen: Das ist die Aufgabe, die hinter den
»Safety Days« steht. Dort erfahren Trainer, Befähigte
Personen und Sicherheitsakteure auch 2026 alles
Wissenswerte über Veränderungen von staatlichen
Vorschriften und berufsgenossenschaftlichen Regelungen.
Mit der Teilnahme werden die Fortbildungs-
erörtert und neue Produkte der smarten PSA-Generation
vorgestellt.
Außerdem bietet AST während der »Safety Days«
eine Parallelfortbildung für PSAgA-Trainer an. Neben
dem praktischen Training gibt es im erweiterten
»Safety Park« auch die Möglichkeit, besondere Anwendungen
zu testen. Alle Teilnehmer erhalten nach
positiver Erfolgskontrolle ein Zertifikat.
Auftragsplus in allen Bausparten: Perspektive verbessert sich
[ HDB ] Das Bauhauptgewerbe verzeichnete für September ein
Auftragsplus in allen Bausparten. Der Umsatz sei insgesamt angestiegen,
wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mitteilt.
Allerdings profitierten noch nicht alle Betriebe.
Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller kommentiert:
»Nach dem eher verhaltenen
Ergebnis im August hat die Baukonjunktur im
September im Vorjahresvergleich angezogen.
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer
des HDB, kommentiert die aktuellen Zahlen.
HDB / MARK BOLLHORST
Von dem Auftragsplus haben diesmal alle Bausparten
profitiert – selbst der Straßenbau. Auch
wenn der Anstieg zum Teil auf das schlechte
Ergebnis im Vorjahresmonat zurückzuführen
ist, sind das nach Monaten des Abwärtstrends
endlich erste positive Nachrichten.« Demnach
lag der Auftragseingang im Hauhauptgewerbe
im September mit real 20,7 Prozent über dem
Niveau des Vorjahresmonats, im Vergleich zum
Vormonat wurde ein Plus von 7,7 Prozent ausgewiesen.
Für den gesamten Zeitraum von
Januar bis September dieses Jahres werde für
das Bauhauptgewerbe mittlerweile ein reales
Plus von 8,0 Prozent ausgewiesen. Hiervon
sei allerdings der Straßenbau ausgenommen,
der noch mit real minus 7,4 Prozent unter dem
vergleichbaren Vorjahresniveau liege. Müller fährt
fort: »Für den September allerdings gibt es erste
positive Zeichen auch im Straßenbau, der Auftragseingang
hat hier um real 4,4 Prozent zugelegt.
Zwar auch aufgrund eines Rückgangs im Vorjahr
(-9,6 Prozent), wir hoffen aber trotzdem, dass es
kein Strohfeuer ist. Schließlich steht die Ankündigung
des Bundeskanzlers, dass jedes baureife
Projekt auch gebaut wird.« Wichtig sei nun, dass
konkrete Projekte an den Start gebracht werden.
Denn laut einer aktuellen Umfrage des IW Kölns
haben 77 Prozent aller Unternehmen angegeben,
dass sie in ihren betrieblichen Abläufen durch
Einschränkungen im Straßenverkehr behindert
seien. Damit seien die desolaten Straßennetze
und maroden Brücken mit Abstand das größte
Verkehrsproblem der Betriebe.
Für den baugewerblichen Umsatz im gesamten
Bauhauptgewerbe wurde – nach einem Minus
im August – im September (im Vergleich zum
Vorjahresmonat) ein reales Plus von 5,1 Prozent
gemeldet. Für die ersten neun Monate ergibt sich
damit ein Anstieg von real 1,5 Prozent. Für den
Straßenbau, aber auch für den Wohnungsbau
wird nach wie vor ein realer Rückgang (-3,8 bzw.
-3,9 Prozent) ausgewiesen.
8 | Dezember 2025
Neues zuerst
Übernahme von Edge Safety Equipment
[ SAFETY JOGGER ] Im Herbst dieses Jahres
hat Safety Jogger, einer der führenden
Anbieter von Persönlicher Schutzausrüstung
(PSA), die Übernahme von Edge Safety
Equipment, einem Spezialisten für
Absturzsicherung, bekannt gegeben.
Mit der Übernahme hat Safety Jogger sein Knowhow
und seine Produktpalette um die Sparte
Absturzsicherung erweitert. So soll eine Synergie
geschaffen werden, die einen neuen Standard für
Sicherheit am Arbeitsplatz setzt. »Diese Partnerschaft
basiert auf Vertrauen, Verlässlichkeit und der Verpflichtung,
Arbeitnehmern in jeder Branche umfassenden
Schutz zu bieten. Indem wir unsere Kräfte bündeln,
liefern wir eine Komplettlösung, die die Sicherheit
in den Mittelpunkt jeder Arbeitsumgebung stellt«, so
Tom Gybels, Geschäftsführer Safety Jogger Works.
Charles De Caluwé, CEO Edge Safety Equipment,
ergänzt: »Ich freue mich darauf, zu sehen, wie unsere
spezialisierten Absturzsicherungsprodukte und unser
Angebot an Kopfschutzausrüstung durch Safety Jogger
Works international wachsen werden. Ihre starke
Marktposition und ihr globales Vertriebsnetz werden
den Zugang zu unseren Lösungen für Fachleute in
einer Vielzahl von Sektoren erheblich verbessern.«
SAFETY JOGGER
Im Portfolio von Safety
Jogger findet sich nach der
Übernahme von Edge Safety
Equipment nun auch die
Sparte Absturzsicherung.
Generationswechsel erfolgreich abgeschlossen
[ SHZ ] Im Oktober hat Firmengründer
Günter Böhme seine Gesellschafteranteile
an seine Kinder Matthias und Franziska
Böhme übertragen, die das Unternehmen
mit klarer Strategie in eine neue Phase der
Entwicklung führen wollen.
Bereits seit Februar 2023 leiten die Geschwister
das Familienunternehmen operativ. Matthias
Böhme ist seither alleiniger Geschäftsführer, Franziska
Böhme verantwortet als Verwaltungsleiterin die Bereiche
Personal und Buchhaltung und verfügt über
Prokura. Günter Böhme stand dem Unternehmen
zuletzt beratend zur Seite.
Mit dem harmonisch vollzogenen Generationswechsel
bekräftigt die SHZ die Kontinuität ihrer
erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Das Familienunternehmen
bleibt vollständig im Eigentum
der Gründerfamilie und fest verwurzelt am Standort
Großröhrsdorf in Sachsen – ein klares Bekenntnis
zu regionaler Stärke und sicheren Arbeitsplätzen.
Mit Investitionen in die Produktion in Deutschland
will die SHZ ihre Stärken weiter ausbauen: höchste
Qualitätsstandards, Unabhängigkeit von Lieferkettenproblemen
mit Fernost sowie kurze Wege und stabile
Prozesse. Diese Kombination soll dem Unternehmen
verlässlich schnelle Lieferzeiten und eine dauerhaft
starke Position im Markt sichern.
SHZ
SHZ-Gesellschafter in
zweiter Generation: Franziska
und Matthias Böhme im
Hochregallager am Standort
Großröhrsdorf in Deutschland.
»PrüfExpress« erhält »Allianz Industrie 4.0«-Award
[ DOLEZYCH ] Die cloudbasierte Softwarelösung »PrüfExpress« wurde
mit dem renommierten »Allianz Industrie 4.0«-Award Baden-Württemberg
2025 in der Kategorie »Winner« ausgezeichnet. Die Jury würdigte
»PrüfExpress« als wegweisenden Beitrag für die digitale, effiziente und
zuverlässige Dokumentation von Arbeitsmittelprüfungen.
Annette Bleibtreu, Geschäftsführung
Graubner Industrie-Beratung GmbH.
DOLEZYCH
Die Software »PrüfExpress« setzt genau dort
an, wo viele Unternehmen heute vor großen
Herausforderungen stehen: bei der rechtssicheren,
schnellen und einfachen Prüfung und
Dokumentation von Arbeitsmitteln. Die digitale
Lösung erleichtert diese Prozesse deutlich und
reduziert den administrativen Aufwand.
»Wir haben in den vergangenen Monaten
intensiv an der Weiterentwicklung gearbeitet und
PrüfExpress konsequent an den Bedürfnissen
unserer Kunden ausgerichtet. Die Auszeichnung
zeigt uns, dass wir mit unserer digitalen Lösung
genau den richtigen Weg gehen«, sagt Sven
Wasik, Bereichsleiter Geschäftsentwicklung bei
Dolezych. Sebastian Graubner, Gründer von Graubner
Industrie-Beratung und Direktor Software,
ergänzt: »›PrüfExpress‹ entlastet Unternehmen
spürbar und gestaltet die Zukunft industrieller
Prüfprozesse aktiv mit.«
Software-as-a-service-Lösung
»PrüfExpress«, ein Joint Venture des Dortmunder
Unternehmens Dolezych und der Graubner
Industrie-Beratung, ermöglicht die einfache und
papierlose Erfassung und Verwaltung von Arbeitsmitteln.
Funktionen wie RFID- und QR-Code-
Kennzeichnung sorgen für eine klare Übersicht.
Als cloudbasierte Lösung bietet »PrüfExpress«
jederzeit und papierlos Zugriff auf Prüf- und
Verwaltungsdaten, ganz ohne aufwendige Softwareinstallation.
Die Nutzung über Webbrowser
und App macht Prüfungen und Dokumentationen
der Arbeitsmittel ortsunabhängig und flexibel. Die
Software lässt sich zudem individuell an Kundenanforderungen
anpassen und reduziert so spürbar
Zeit- und Verwaltungsaufwand. Bereits jetzt ist die
nächste Weiterentwicklung in Sicht: »PrüfExpress
3« erscheint im ersten Halbjahr 2026 mit neuer
Bedienoberfläche und integrierter KI-Assistenz.
Das Update erfolgt ohne Zusatzkosten.
Neues zuerst Dezember 2025 | 9
IM BLICKPUNKT
WOOLPOWER (3)
»Made in Sweden«:
Funktionskleidung
aus Merinowolle
[ WOOLPOWER ] Wer in den Wintermonaten bei teils eisigen Temperaturen unter freiem
Himmel arbeiten muss, weiß, dass die richtige Kleidung ein entscheidender Faktor ist, um
warm zu bleiben. Funktionale Arbeitskleidung reduziert so nicht nur gesundheitsbedingte
Ausfälle, sondern erhöht auch die Sicherheit und sorgt für mehr Komfort im Handwerk,
auf dem Bau und in kommunalen Betrieben. Dabei gilt es jedoch, nicht nur das »Darüber«
zu berücksichtigen – auch das »Darunter« leistet einen entscheidenden Beitrag zur
Temperaturregulierung, Atmungsaktivität und letztlich zum Tragekomfort. Ein Unternehmen,
das sich ganz dem »Darunter« verschrieben hat, ist Woolpower, das im schwedischen
Östersund Funktionstextilien aus Merinowolle fertigt.
Von Jessy von Berg
Woolpower wurde 1969 von Gabriel Brånby, dem
Vater der heutigen Inhaber Adam und Daniel
Brånby, in Östersund als Produktionseinheit und Subunternehmer
des schwedischen Genossenschaftsverbandes
gegründet, damals noch unter dem Namen
Vinetta. Die zu Spitzenzeiten mehr als 530 Mitarbeiter
produzierten hauptsächlich Nylonstrumpfhosen. Anfang
der 70er Jahre entwickelte das Unternehmen in
Zusammenarbeit mit den schwedischen Streitkräften
das Material »Ullfrotté Original«. Das Ziel war insbesondere
die Fertigung von warmer, strapazierfähiger und
gleichzeitig pflegeleichter Funktionsunterwäsche. Die
ersten Kleidungsstücke von Ullfrotté wurden erstmals
1972 hergestellt.
10 | Dezember 2025 Im Blickpunkt
IM BLICKPUNKT
Um auch in der kalten
Jahreszeit bei der Arbeit
im Freien warm zu bleiben,
eignen sich Textilien aus
Merinowolle: Sie reagiert
aktiv auf Veränderungen der
Körpertemperatur und bietet
eine hohe Atmungsaktivität.
Heute produziert Woolpower unter dem Claim »Responsibly
made in Sweden« noch immer in Östersund. Im
Fokus stehen Unterwäsche und Verstärkungskleidung
aus Merinowolle – und damit auch der Nachhaltigkeitsfaktor,
denn das Unternehmen ist überzeugt, dass
eine nachhaltige Bekleidungsproduktion nur möglich
ist, wenn möglichst langlebige Produkte hergestellt
werden. Daher legt Woolpower einen großen Wert
auf qualitativ hochwertige Stücke. Auch beim Thema
Innovation dreht sich alles darum, die Qualität noch zu
steigern, um eine längere Lebensdauer gewährleisten
zu können. Alle Produkte werden daher einer Qualitätskontrolle
in mehreren Stufen unterzogen: Die Bediener
der Strickmaschinen behalten den Prozess im Auge.
Eine weitere Kontrolle erfolgt bei der Vorbereitung
des Materials zum Ausstanzen der Teile. Abschließend
nehmen die Näherinnen die fertigen Kleidungsstücke
noch einmal unter die Lupe.
Übrigens: Woolpower spendet Produkte für wohltätige
Zwecke, wenn ein fertiges Kleidungsstück aufgrund von
Mängeln nicht verkauft werden kann, aber dennoch seine
Funktion behält. So entstehen nur sehr wenige bis keine
Textilabfälle. Das Textimaterial, das beim Ausstanzen
der Stücke übrigbleibt, wird auseinandergerissen und
anschließend zu einem Material zusammengefilzt, das
bei Woolpower beispielsweise zu Sitzpolstern, warmen
Sohlen und Hausschuhen weiterverarbeitet wird.
Die Vorzüge von Merinowolle
Bei Merinowolle handelt es sich um eine besondere
Form der Schurwolle. Sie stammt vom Merinoschaf,
das vor allem in Neuseeland, Australien, Argentinien
und Südafrika beheimatet ist. Merinowolle zeichnet sich
durch ihre hohe Feinheit aus: Mit einem Durchmesser
von oft weniger als 19 µm ist sie deutlich feiner als
herkömmliche Schurwolle und kann daher direkt auf
der Haut getragen werden, ohne zu kratzen. Diese
Eigenschaften machen sie ideal für Kleidungsstücke
wie z.B. Unterwäsche, Shirts oder Socken. Doch
auch auf molekularer Ebene bringt die Merinowolle
besondere Eigenschaften mit: Sie besteht zu fast
100 Prozent aus Keratin, einem natürlichen Protein,
das u.a. in der menschlichen Haut vorkommt. Die
Faser ist spiralförmig aufgebaut, was ihr die hohe
Elastizität und Formbeständigkeit verleiht. Zudem entstehen
zwischen den Fasern winzige Luftkammern, die
isolierende Eigenschaften haben. Daher eignet sich
die von Natur aus antibakterielle Merinowolle sowohl
für die Winter- als auch die Sommermonate, da sie
im Vergleich zu synthetischen Stoffen aktiv auf Veränderungen
der Körpertemperatur reagiert: Sie hält
warm, wenn es kalt ist und kühlt, wenn es warm ist.
Ebenso zählt Merinowolle zu den atmungsaktivsten
Fasern – sie kann große Mengen an Flüssigkeiten
absorbieren und diese in kurzer Zeit wieder abgeben,
sodass kein klammes Hautgefühl entsteht. Darüber
hinaus sorgen ihre natürlichen Eigenschaften für eine
starke Feuerbeständigkeit: Während beispielsweise
Baumwolle bereits bei 255 °C Feuer
fängt, entzündet sich Merinowolle erst
bei ca. 590 °C.
Ein Blick hinter
die Kulissen
Für die Produktion benötigt
Woolpower jedes Jahr etwa
300 t Merinowolle. Diese
wird in Europa gefärbt und
gesponnen, bevor sie als
fertiges Garn an die Fabrik
in Östersund geliefert wird.
Im ersten Schritt wird das
Garn dann in eigens angefertigten
Strickmaschinen
zum Material »Ullfrotté
Original« verarbeitet. Hierfür
verwendet Woolpower eine
spezielle Strickmethode, die
entwickelt wurde, um die
natürlichen Eigenschaften
...kurz
und
knapp...
Die spiralförmige Faserstruktur
der Merinowolle sorgt für
Elastizität, Formstabilität und
gute Isolation. Sie reguliert die
Körpertemperatur, ist atmungsaktiv,
antibakteriell und bleibt
auch bei Nässe funktional.
Der »Zip Turtleneck
400« ist als Basisschicht
für den
hautnahen Einsatz
konzipiert und unterstützt
den Feuchtigkeitstransport
vom
Körper weg.
Im Blickpunkt
Dezember 2025 | 11
Die »Socks Logo 400« sind auf Wärmeisolierung
und Feuchtigkeitsmanagement ausgelegt.
300
TONNEN
Woolpower verarbeitet
jährlich rund 300 t
Merinowolle, die in
Europa gefärbt und
gesponnen wird.
Auch Woolpower nutzte die
A+A, um seine Produkte noch
einmal genauer vorzustellen.
Im Gepäck hatte das Unternehmen
u.a. verschiedene Stücke
aus der »Protection«-Serie.
der Wolle zu erhöhen und ein möglichst
funktionelles Kleidungsstück
zu erhalten. Damit das Garn in den
Maschinen besser laufen kann, muss
eine höhere Luftfeuchtigkeit sichergestellt
werden: Durch die Zugabe von Wasserdampf
wird eine Luftfeuchtigkeit zwischen 53 und 60 Prozent
erreicht, sodass eine statische Aufladung während
des Strickprozesses verhindert wird. Techniker und
Maschinenbediener behalten die Produktion dabei stets
im Blick, um eventuelle Störungen schnell beheben zu
können. Um zu verhindern, dass die Kleidung später
beim Waschen einläuft, werden die Strickwaren in der
Fabrik bei 60 °C mit klarem Wasser gewaschen. Dabei
schrumpft das Material um etwa 20 bis 22 Prozent, wird
aber gleichzeitig stabiler, biegsamer und weicher und
lässt sich so besser verarbeiten. Nach dem Trocknen
wird der Stoff mit Hilfe von Hitze und Dampf auf Metallformen
in den Formmaschinen geformt.
Woolpower verfügt über insgesamt neun Nählinien.
Die Näherinnen sind in Teams eingeteilt, die mit unterschiedlichen
Produkten arbeiten, d.h. einige fertigen
Jacken und Westen, während andere für Zip Turtlenecks
und Long Johns zuständig sind. Die nähende Person
bewegt sich im Fertigungsprozess von Maschine zu
Maschine und fungiert als ihre eigene Qualitätsprüferin.
Durch die so entstehende Abwechslung will das Unternehmen
für eine bessere Arbeitsumgebung sorgen.
Gleichzeitig bedeutet es auch, dass das gesamte
Kleidungsstück von der ersten bis zur letzten Naht von
derselben Näherin gefertigt wird. Verdeutlicht wird dies
auch durch das eingenähte Namensschild.
In der Praxis bewährt
Im Portfolio von Woolpower findet sich eine große Bandbreite
an Produkten, die sich sowohl im beruflichen als
auch im privaten Umfeld nutzen lassen. Ein Beispiel ist
der »Zip Turtleneck 400«: Das Kleidungsstück ist als
Basisschicht für den hautnahen Einsatz konzipiert und
unterstützt den Feuchtigkeitstransport vom Körper weg.
Die verwendete Frottee-Gewirkstruktur kombiniert Elastizität
mit funktionalen Isolationseigenschaften. Durch
die rundgestrickte Herstellung kommt das langärmelige
Modell ohne längs verlaufende Nähte aus, was den
Tragekomfort erhöht und die Materialbeanspruchung
reduziert. Der hoch angesetzte Kragen bietet zusätzlichen
Schutz bei niedrigen Temperaturen und kann bei
Bedarf über einen Reißverschluss zur Belüftung geöffnet
werden. Ein verlängerter Rückenbereich trägt dazu bei,
Wärmeverluste im Lendenbereich zu vermeiden.
Die Ärmelabschlüsse sind direkt eingestrickt
und sorgen für einen formstabilen Sitz.
Ebenfalls im Arbeitsschutz bewährt haben
sich die »Long Johns with Fly 200«: Die
lange Unterhose ist als funktionale Basisschicht
für den direkten Hautkontakt konzipiert
und unterstützt den Abtransport von Feuchtigkeit.
Das eingesetzte Frotteegewirk bietet eine Kombination
aus Elastizität und isolierender Wirkung.
Die rundgestrickte Konstruktion ohne längs
verlaufende Nähte trägt zur Reduzierung
von Druck- und Reibungspunkten bei. Ein
im hinteren Bereich integrierter Zwickel
sowie ein frontseitiger Eingriff erhöhen
die Bewegungsfreiheit und den Tragekomfort.
Eingestrickte Beinabschlüsse sorgen für einen stabilen
Sitz ohne zusätzliche Nahtstellen.
Ein Faktor, der für den Komfort in der nasskalten
Jahreszeit auf keinen Fall ignoriert werden sollte, sind die
passenden Socken. Auch hier findet sich eine Lösung
im Portfolio von Woolpower: Die »Socks Logo 400« sind
auf Wärmeisolierung und Feuchtigkeitsmanagement
ausgelegt. Auch bei Nässe bleibt die wärmeerhaltende
Funktion erhalten, während entstehende Feuchtigkeit
aufgenommen und von der Haut weggeleitet wird. Der
Fußbereich ist in Frotteestrick gearbeitet und unterstützt
sowohl die Polsterung als auch die Isolation. Ein gerippt
gestrickter Schaft sorgt für einen formstabilen Sitz. Das
Herstellerlogo ist direkt in den Schaft eingestrickt und
kommt ohne zusätzliche Applikationen aus. JVB
12 | Dezember 2025 Im Blickpunkt
HAIX
Die neuen Shirts aus dem
Hause BP bestehen aus
fluoreszierendem Material
und bieten so auch ohne
Reflexstreifen Schutz.
BP (2)
Wie die EN 17353
den Warnschutz flexibler macht
[ BP ] Seit einiger Zeit regelt die EN 17353 die Ausstattung von
Schutzkleidung zur erhöhten Sichtbarkeit bei mittleren Risikosituationen,
z. B. auf der Baustelle. Die neue Norm bringt mehr Sichtbarkeit und
Sicherheit in fast alle Arbeitsbereiche. Berufsbekleidungshersteller
Bierbaum-Proenen (BP) wendet sie für fast alle Einsatzfelder an.
...kurz
und
knapp...
Die Norm EN 17353 richtet sich
an Berufsgruppen mit einem
mittleren Risiko – also z. B. an
Beschäftigte auf dem Bau. Damit
ist die EN 17353 unterhalb der
EN ISO 20471 angesiedelt, die
auf Hochrisiko-Tätigkeiten im
fließenden Verkehr abzielt.
Wer in der Dämmerung oder nachts schon einmal
einer dunkel gekleideten Person begegnet ist
und diese beinahe übersehen hätte, weiß, wie wichtig
die Sichtbarkeit für die Sicherheit ist. Daher verwundert
es nicht, dass reflektierende Kleidung zunehmend an
Bedeutung gewinnt. Im professionellen Bereich ist
Warnschutzkleidung der EN ISO 20471 gesetzlich für
all jene Tätigkeiten vorgeschrieben, in denen für die
Beschäftigten ein hohes Risiko besteht, bei Arbeiten
im Straßenverkehr übersehen zu werden. Die Norm
gilt also beispielsweise im Leitungs- und Tiefbau, im
Straßen- und Gleisbau, in der Abfallwirtschaft oder auf
Baustellen und Bauhöfen. Die EN ISO 20471 definiert
drei Warnschutzklassen. Je höher die Klasse, desto
größer ist das Risiko. Dementsprechend steigt mit der
Klasse die erforderliche Mindestfläche an fluoreszierendem
Hintergrundmaterial und an retroreflektierendem
Material, die die PSA aufweisen muss. Welche
Warnschutzklasse vonnöten ist, wird im Rahmen einer
Gefährdungsbeurteilung ermittelt.
Neue Spielräume
und Wahlmöglichkeiten
2020 hat die EN ISO 20471 eine smarte Schwester
bekommen – die EN 17353. Diese ersetzt zwei Normen:
die EN 1150, die sich mit Schutz- und Warnkleidung
für den nicht professionellen Gebrauch befasste, und
die EN 13356:2001, die Warn-Zubehör für den nicht
professionellen Gebrauch regelte. »Es hat etwas gedauert,
bis die Norm am Markt angekommen ist«, weiß
Marcel Kremer, Business Development Manager und
Experte für Warnschutzkleidung bei BP, »doch jetzt
spüren wir Hersteller eine verstärkte Nachfrage.« Das
liegt zum einen daran, dass das Sicherheitsbedürfnis
steigt und Unternehmen, auch vor dem Hintergrund
des Fachkräftemangels, viel Wert auf das Wohl ihrer
Mitarbeitenden legen. Ein anderer Aspekt ist, dass
die EN 17353 den Warnschutz flexibler gestaltet, den
14 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Arbeitgebenden sehr wirtschaftliche Lösungen ermöglicht
und den Beschäftigten völlig neue Spielräume und
Wahloptionen bei ihrer Kleidung bietet.
Als einer der ersten Hersteller hat BP auf die
steigende Nachfrage nach Schutzkleidung, die nach
der EN 17353 zertifiziert ist, reagiert und Kleidung
des Typs A auf den Markt gebracht. Die T-Shirts,
Poloshirts, Langarm-Poloshirts und Funktionsshirts
bestehen aus fluoreszierendem Material, bieten also
auch ohne Reflexstreifen Schutz. Das ist ein großer
Vorteil, weil es den Tragekomfort erhöht. »Sichtbarkeit
gibt es so ohne Kompromisse bei Bewegungsfreiheit«,
sagt Kremer. Dank der von BP entwickelten Veredelungsmöglichkeiten
lässt sich bestehende BP-Berufsbekleidung
nach EN 17353 Typ B zertifizieren – so
gelingt Unternehmen der schnelle Umstieg auf die
neue Norm, ohne ihre bewährte Berufsbekleidung
ersetzen zu müssen. Im Gegensatz zur EN ISO 20471
richtet sich die EN 17353 an Berufsgruppen mit
einem mittleren Risiko – also z. B. an Beschäftigte
auf dem Bau, in der Logistikbranche oder in der Industrie.
Damit ist die EN 17353 unterhalb der EN ISO
20471 angesiedelt, die auf Hochrisiko-Tätigkeiten im
fließenden Verkehr abzielt. Ob eine mittlere oder eine
hohe Gefährdung vorliegt, ergibt die Risikoanalyse,
die ein Unternehmen in den Einsatzbereichen der
Beschäftigten durchführen muss.
Mehr Gestaltungsfreiheit
für Hersteller
Bei der EN 17353 gibt es grundsätzlich drei Typen:
Produkte des Typs A sind fürs Tageslicht geeignet und
bestehen aus fluoreszierendem Material. Kleidungsstücke
des Typs B sind für die Dunkelheit konzipiert
und müssen daher mit retroreflektierendem Material,
also mit Reflexstreifen, ausgerüstet sein. Je nach
Fläche und Beschaffenheit des retroreflektierenden
Materials wird darüber hinaus zwischen B1, B2 und
B3 unterschieden. Hersteller BP beispielsweise
setzt auf den Typ B2 und bietet eine nachträgliche
Reflexstreifenveredelung nach EN 17353 (Typ B2)
für ausgewählte Kollektionen an. Und schließlich gibt
es Typ AB, der sich für alle Lichtverhältnisse inklusive
der Dämmerung eignet. Die Sicherheitsanforderungen
für Kleidung des Typs AB werden durch eine
Kombination von Reflexstreifen und hochsichtbarem
Material erreicht.
Im Vergleich zur Warnschutzbekleidung der
EN ISO 20471, die immer beide Materialien voraussetzt,
gewährt die EN 17353 Herstellern wie BP
mehr Gestaltungsfreiheit, was die Anordnung der
Hintergrundflächen, die Breite der Reflexstreifen und
die Palette der fluoreszierenden Hintergrundfarben betrifft.
Wie haltbar die sicherheitsrelevanten Materialien
sind, hängt in besonderem Maße von der Pflege ab. Es
empfiehlt sich daher, die Reinigung und Aufbereitung
von Textilservice-Unternehmen durchführen zu lassen,
weil deren Reinigungs- und Aufbereitungsprozesse
auf Warnschutzkleidung abgestimmt sind. Deswegen
sollte Warnschutzkleidung nach ISO 15797 zertifiziert
sein, um die Eignung für industrielle Waschprozesse
sicherzustellen.
Die Kleidung eignet sich für
Berufsgruppen mit einem
mittleren Risiko – also z. B.
für Beschäftigte auf dem
Bau oder in der Industrie.
Warnschutzkleidung
sollte nach ISO 15797
zertifiziert sein, um die
Eignung für industrielle
Waschprozesse sicherzustellen.
Sortiment um neue Styles erweitert
[ DAIBER ] Sportliche Styles, funktionale
Workwear und vielseitige Crossover-
Artikel: Mit 41 Neuheiten erweitert Daiber
2026 das Sortiment an hochwertiger und
modischer Corporate Fashion. Der Fokus
liegt auf umweltfreundlichen Materialien,
frischen Farben und noch mehr
Kombinationsmöglichkeiten.
Zu den Highlights im Bereich Workwear zählen
neue Farbkombinationen wie Deep-Blue / Foggy-
Grey und Industrial-Green / Foggy-Grey, die sich vom
klassischen Sanitär-Blau oder Maler-Weiß abheben.
So entstehen moderne Crossover-Styles, die Arbeit
und Freizeit modisch verbinden. Das gilt auch für
das neue »Workwear Check Shirt Jacket«, ein leicht
wattiertes Karo-Arbeitshemd mit Kapuze, warmer
Wattierung und praktischen Taschenlösungen in
stylischem Design. Ebenfalls angenehm zu tragen ist
das »Workwear Knitted Fleece Jacket« mit flauschigem
Sherpafleece und einer regulierbaren Kapuze.
Für sportliche Looks eignet sich das »Workwear
Fleece Jacket« aus elastischem Material mit glatter
Außenseite und wärmender Innenseite optimal für
den ganzjährigen Einsatz.
Für sportliche Looks eignet sich
das »Workwear Fleece Jacket«.
DAIBER
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 15
Für regnerische Tage hat Schöffel Pro
die Regenjacke »Regenzeit« auf den
Markt gebracht: Sie ist nach EN 343
Klasse 4/4/X zertifiziert.
abnehmbare, zweifach verstellbare Kapuze mit Schild
und elastischem Einsatz. Sie ist als Damen- und Herrenmodell
und in sechs verschiedenen Farben erhältlich.
SCHÖFFEL PRO (2)
Robuste Begleiter
für Wind und Wetter
Für den Winter
ausgestattet
Um auch bei kalten Temperaturen die Vorzüge der
»Regenzeit«-Regenjacke nicht missen zu müssen, hat
Schöffel Pro außerdem die Hardshell-Winterarbeitsjacke
»Winterzeit« neu vorgestellt. Zusätzlich zu den
Eigenschaften der »Regenzeit« liefert dieses Modell
durch die leichte Wattierung die notwendige Wärme.
Das Fleece-Futter im Nierenbereich bietet zusätzliche
Wärme. Auch die »Winterzeit« verfügt über eine
helmkompatible, abnehmbare, zweifach verstellbare
Kapuze mit Schild und elastischem Einsatz und ist als
Damen- und Herrenmodell in sechs verschiedenen
Farben erhältlich.
»Gerade bei wechselhaften Temperaturen und
Witterungen in der Regen- und Winterzeit braucht
es wahre Workwear-Multitalente als zuverlässige
Begleiter bei Arbeiten im Freien, die einen vor den
Widrigkeiten der Natur schützen und die Performance
bestmöglich unterstützen. Eine hohe Wasserdichtigkeit
und Atmungsaktivität sind dafür unerlässlich«, weiß
Geschäftsführer Thomas Bräutigam.
Sichtbar bei Dunkelheit
und Schlechtwetter
Zur A+A stellte Schöffel Pro außerdem ein neues
Produktsegment vor: Die neue Warnschutzkollektion
[ SCHÖFFEL PRO ] Die kalte Jahreszeit ist da und mit ihr wechselhafte
Temperaturen, Regen und Kälte. Das stellt insbesondere an die
Arbeitskleidung von Outdoor-Workern besondere Anforderungen:
Neben der Wärmeregulierung und Wasserdichtigkeit spielt auch die
Sichtbarkeit bei Dunkelheit oder schlechten Wetterverhältnissen eine
große Rolle. Schöffel Pro hat daher nicht nur neue Produkte für den
Herbst und Winter in sein Portfolio aufgenommen, sondern auch eine
Kollektion im Bereich Warnschutz auf den Markt gebracht.
Für regnerische Tage hat Schöffel Pro die neue
»Regenzeit«-Regenjacke vorgestellt. Dabei handelt
es sich um eine robuste, funktionale und durchdachte
Hardshell-Wetterschutz-Arbeitsjacke, die speziell für
den Einsatz bei Wind, Regen und langen Arbeitstagen
auf der Baustelle entwickelt wurde und die nach
EN 343 Klasse 4/4/X zertifiziert ist. Das Ripstop-
Material sorgt für Abrieb- und Reißfestigkeit und mit
einer Wassersäule von 20 000 mm bietet sie selbst bei
starkem Regen Schutz. Dank ihrer hohen Atmungsaktivität
von 20 000 g/m²/24h bleibt man auch bei
körperlich anstrengender Arbeit angenehm trocken,
ohne ins Schwitzen zu geraten. Zudem verfügt die
»Regenzeit«-Regenjacke über eine helmkompatible,
Die Warnschutzhosen sind mit dem robusten
»Pro AR40«-Kniebesatz-Gewebe ausgestattet.
16 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
besteht aus verschiedenen Lagen für Oberbekleidung
und reicht von Basis- über Wetterschutz- bis hin zu
Wärmeschichten – als individuelle Bekleidungskonzepte
für den ganzjährigen Einsatz. Zudem sind
die neuen Arbeitshosenmodelle »Meistermacher«
und »Bulldozer« als Warnschutzmodelle verfügbar.
Erhältlich ist die Hi-Vis-Kollektion als Damen- und
Herrenmodelle für die drei Zertifizierungsklassen in
den Farben Neongelb / Blau, Neongelb / Anthrazit,
Neonorange / Blau und Neonorange / Anthrazit.
»Meistermacher«:
Robust und komfortabel
Die Polycotton-Arbeitshose »Meistermacher«, deren
Kniebesatzmaterial »Pro AR40« durchschnittlich fünfmal
länger hält als die getesteten Arbeitshosen anderer
Hersteller in ihrer Preisklasse, vereint Robustheit,
Tragekomfort und Nachhaltigkeit mit Preisbewusstsein.
Der nachhaltige Materialmix der Arbeitshose besteht
aus der innovativen »Sorona«-Faser, deren natürlicher
Zwei-Wege-Stretch für bestmöglichen Tragekomfort im
Segment der Polycottonhosen sorgt und eine Waschbarkeit
bei höheren Temperaturen (60 °C) ermöglicht,
recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle. Zusätzlich
wurden an allen Partien der Arbeitshose, die sich in alle
Richtungen dehnen lassen müssen, noch Vier-Wege-
Stretch-Zonen für höchstmögliche Bewegungsfreiheit
eingesetzt. Die »WS Meistermacher« ist für Damen und
Herren als Bundhose, Latzhose und kurze Arbeitshose
in einer Länge erhältlich – beide langen Arbeitshosenmodelle
jedoch mit vorgenähtem Hosenbeinsaum mit
Saumverlängerung um 4 cm ohne Nähen.
Gut zu
wissen
Die beiden langen Modelle der
»Meistermacher«-Arbeitshose
kommen mit einem vorgenähten
Beinsaum mit Saumverlängerung
um 4 cm ohne Nähen.
Sicherheit durch Sichtbarkeit
[ BLÅKLÄDER ] Wer im Herbst oder Winter auf der Baustelle arbeitet, kennt die
Herausforderung: Kleidung muss trocken halten, vor Wind schützen und Bewegungsfreiheit
bieten – und das über viele Stunden hinweg. Genau hier setzt die Softshell-Arbeitshose
»1821« von Blåkläder an. Entwickelt für raue Außeneinsätze im Bauhaupt- und
Ausbaugewerbe, bei kommunalen Versorgern oder im Instandhaltungsdienst der Industrie,
verbindet sie Tragekomfort mit Sicherheits- und Wetterschutzeigenschaften, wie sie im
gewerblichen Einsatz erforderlich sind.
Die Hose erfüllt
die Anforderungen
der EN ISO 20471,
Klasse 1.
Das dreilagige Softshell-
Material mit Zwei-Wege-Stretch
schützt zuverlässig
vor Nässe (Wassersäule
11 000 mm), Wind und Auskühlung
– bleibt dabei aber
atmungsaktiv und angenehm
weich. Damit eignet sich die
Hose besonders für Beschäftigte,
die viel in Bewegung sind und
regelmäßig zwischen Innen- und
Außeneinsätzen wechseln: etwa
bei der Montage im Fertigteilbau,
auf Netzbaustellen oder bei Instandhaltungsarbeiten
im Betriebshof.
Dank ergonomisch vorgeformter
Beine, elastischem Material und erhöhtem
Rückenteil sitzt die Hose
auch bei Arbeiten in Bodennähe, auf
Leitern oder beim Tragen schwerer
Ausrüstung stabil und komfortabel.
Der Beinabschluss ist mit »Cordura«
verstärkt und lässt sich per Druckknopf anpassen.
Die »1821« verfügt außerdem über abnehmbare
Holstertaschen mit »Cordura«-Verstärkung. Für den
Einsatz auf engen Gerüsten, im Fahrzeug oder im
Innenausbau lassen sich diese einfach abnehmen.
Beintaschen mit Balg, eine verstärkte Zollstockta-
sche mit Messerhalter und Gesäßtaschen mit Balg
bieten Platz für Arbeitsmittel, ohne die Beweglichkeit
einzuschränken.
Durchdachte Details
für den täglichen Einsatz
Mit Reflexmaterial rund um die Beine und unterbrochenen,
70 mm breiten Reflexstreifen erfüllt die Hose die
Anforderungen der EN ISO 20471, Klasse 1. Das ist
insbesondere für Beschäftigte relevant, die in Bereichen
mit Mischverkehr oder Maschinenbetrieb arbeiten,
etwa im kommunalen Winterdienst, bei Tiefbauarbeiten
entlang von Verkehrswegen oder in Lager- und Umschlagsbereichen
mit Staplerbetrieb.
Die außenliegenden Kniepolstertaschen sind mit
»Cordura«-Stretch verstärkt und nehmen zertifizierte
Blåkläder-Kniepolster auf. Die Kombination ist nach
EN 14404 zertifiziert und sichert langfristig die Belastungspunkte
im Kniebereich ab. Ein D-Ring am
Bund, Gürtelschlaufen in verstärkter Ausführung,
Messerhalter mit Knopf, Ausweistasche – alle Details
sind auf den praktischen Einsatz in der Baustellenrealität
ausgelegt. Die robuste Verarbeitung mit
Dreifachnaht an der Innenbeinnaht sorgt dafür, dass
die Hose auch intensiven Dauereinsätzen standhält.
Für Betriebe mit gemischten Teams ist die »1821«
auch als Damenmodell mit angepasster Passform
erhältlich.
Mit Reflexmaterial rund um die
Beine und unterbrochenen, 70 mm
breiten Reflexstreifen bleibt der
Träger auch bei schlechten Sichtverhältnissen
sichtbar.
BLÅKLÄDER
BLÅKLÄDER (2)
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 17
»Dassy Icons« kombiniert
ausdrucksstarke Linien, zeitgemäße
Passformen und clevere
Details mit drei Stoffen mit unterschiedlichem
Stretchanteil.
Nachhaltigkeit
als zentraler Faktor
[ DASSY ] Es tut sich so einiges in der Welt der Arbeitskleidung: Obwohl nach
wie vor Sicherheit und Funktionalität an erster Stelle stehen, werden heute
auch Stil und Komfort erwartet. Arbeitskleidung entwickelt sich so von etwas
rein Praktischem zu einem vollwertigen Bestandteil des persönlichen Stils,
sichtbar bei der Arbeit und danach – eine Verschiebung, die die Zukunft der
Branche neu definiert. In diesem Sinne hat Dassy auf der A+A zwei neue
Kollektionen vorgestellt: »Dassy Icons« und »Dassy Essentials«.
Beide Kollektionen sind für langes Tragen konzipiert,
mit umweltbewussten Materialien und einem
kleineren ökologischen Fußabdruck. Transparenz spielt
dabei eine große Rolle: Wo immer möglich, sind Recyclingmaterialien
GRS-zertifiziert, ein Gütesiegel, das die
Herkunft des Recyclingmaterials kontrollierbar macht.
Die Auszeichnung mit dem »EcoVadis«-Gold-Label, die
Dassy vor Kurzem erhielt, unterstreicht außerdem das
Engagement der Marke für Nachhaltigkeit.
sind die Artikel zudem eine verlässliche Wahl für
jede Arbeitsumgebung.
»Dassy Essentials« hingegen bietet ein umfassendes
Angebot von Topwear wie T-Shirts, Poloshirts, Hoodies
und Jacken. Die Kollektion vereint zeitloses Design,
moderne Farben und bequeme Passformen. Viele
Modelle eignen sich für Industriewäsche.
Blick in die Zukunft
Auf der A+A stellte Dassy auch ein runderneuertes
Sortiment von Warnschutzkleidung vor, das ebenfalls
einen Recyclinganteil enthält. Profis können so in jeder
Klasse der EN ISO 20471 auf ein komplettes Hi-Vis-
Outfit von Dassy zurückgreifen. Damit bekräftigt die
Marke, dass Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand
gehen und zusammen die Zukunft der Arbeitskleidung
prägen. CEO Véronique Mulliez sagt dazu: »Bei Dassy
kombinieren wir technische Innovation und nachhaltige
Materialwahl mit einem starken Fokus auf Qualität.«
UNTERNEHMEN
Dassy ist eine belgische Marke,
die sich auf Arbeitskleidung für
Facharbeiter auf dem Bau, in der
Logistik, der Industrie und in technischen
Berufen spezialisiert hat. Sie
ist Teil von The Workwear Group,
die in über 20 Ländern aktiv ist und
sich kontinuierlich für Innovation
und Nachhaltigkeit einsetzt.
Neu interpretierte Klassiker
Bei »Dassy Icons« handelt es sich um eine Neuinterpretation
der Klassiker: Die Kollektion kombiniert
ausdrucksstarke Linien, zeitgemäße Passformen und
clevere Details mit drei Stoffen mit unterschiedlichem
Stretchanteil. Nachhaltigkeit steht im Zentrum: Alle
Artikel enthalten Recyclingmaterial, wo immer möglich
mit GRS-Zertifizierung. Die Kollektion beinhaltet
außerdem sowohl Pre- als auch Post-Consumer-
Textilreste. Durch die Eignung für Industriewäsche
Wo immer möglich sind die eingesetzten
Recyclingmaterialien
GRS-zertifiziert, ein Gütesiegel,
das die Herkunft des Materials
kontrollierbar macht.
DASSY (2)
18 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Kompetenzen bündeln
Maßstäbe setzen
ISM
[ ISM ] Mit großem Besucherandrang hat PIP Global Safety seine Teilnahme an der
A+A 2025 in Düsseldorf erfolgreich abgeschlossen. Unter dem Motto »Protection
Empowered« präsentierte das Unternehmen erstmals das vereinte Portfolio nach
der Übernahme von Honeywell Safety Products (HSP) und zeigte sich damit als
neuer globaler Anbieter von ganzheitlichen PSA-Lösungen von Kopf bis Fuß.
Kunden, Fachhändler und Branchenvertreter
aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, sich
am Messestand über die neu gebündelte Kompetenz
und das erweiterte Produktangebot zu
informieren. Mit der Übernahme der Produkte
und Marken der Arbeitssicherheitssparte von
Honeywell Safety Products verfügt PIP Global
Safety nun über ein starkes Markenportfolio
und eines der umfassendsten PSA-Portfolios
der Branche über alle Arbeitsumgebungen
hinweg. »Die Resonanz auf unseren Auftritt war
überwältigend«, so Jérôme Bobinet, General
Manager PIP EMEA. »Unser Motto ›Protection
Empowered‹ wurde auf der Messe greifbar
und wir konnten unseren Kunden und Partnern
zeigen, dass echte Sicherheit immer auch Vertrauen
bedeutet.«
Vereinte Kompetenz
Die erstmalige gemeinsame Präsentation der
Marken von PIP Global Safety und Honeywell
Safety Products war ein zentrales Highlight des
Messeauftritts. »Puma Safety« und »Albatross«
überzeugten mit modernen, funktionalen Performance-Sicherheitsschuh-Kollektionen
– inklusive
Modellen, die speziell auf die Bedürfnisse von
Frauen zugeschnitten sind. »Bisley Workwear«
präsentierte robuste und zugleich modische
Arbeitskleidung aus den Bereichen Wetterschutz,
High-Visibility, Industriearbeitsbekleidung und
modische Kollektionen im Bereich »Workfashion«.
Im Bereich Handschutz standen die neuen »G-
Tek«-Technologien »PosiGrip Max« und »X-treme«
im Fokus, die Komfort, Haltbarkeit und Sicherheit
auf ein neues Level heben sollen. Ergänzt wurde
Am Messestand von PIP Global Safety zeigte
das Unternehmen die gebündelte Expertise
seines umfangreichen Markenportfolios.
das Portfolio durch Innovationen bewährter
Marken wie »Howard Leight« (Gehörschutz),
»North« (Augenschutz und Atemschutz), »KCL«
(Chemische Handschuhe), »MTS« (Fußschutz),
»Miller«, »Söll« (Fallschutz und Fallschutzsysteme)
und »Salisbury«, die sich in ihren jeweiligen
Segmenten seit Jahrzehnten am Markt etabliert
haben. Mit dem erfolgreichen Messeauftritt auf der
A+A 2025 hat PIP Global Safety einen wichtigen
Meilenstein erreicht. Das Unternehmen sieht sich
als globaler Partner, der die Zukunft der Arbeitssicherheit
aktiv mitgestaltet – mit vereinter Expertise,
technologischer Innovation, und einer klaren
Mission: Arbeitsplätze weltweit sicherer, gesünder
und nachhaltiger zu gestalten. »Die A+A 2025
hat gezeigt, dass unsere Vision und Leistungsfähigkeit
ankommt – bei Kunden, Partnern und
in der gesamten Branche«, fasst Jérôme Bobinet
zusammen. »Wir starten gestärkt, inspiriert und sehr
optimistisch in das kommende Geschäftsjahr.«
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 19
Warnschutz, UV-Schutz und
Hitzeschutz in einem Produkt
[ PERVORMANCE INTERNATIONAL ] Die A+A 2025 in Düsseldorf machte deutlich:
Hitzeschutz wird zum entscheidenden Wirtschaftsthema. Während Hitze weltweit
neue Rekorde bricht, bringt Pervormance international eine Innovation auf den
Markt, auf die viele Outdoorarbeiter seit Jahren warten: ein kühlendes Langarmshirt
in Signalorange mit UV-Schutz – entwickelt für alle, die täglich unter Extremtemperaturen
arbeiten. Die Neuheit ergänzt die »E.Cooline Smart Cooling Textiles«.
PERVORMANCE INTERNATIONAL
Mit »E.Cooline« zeigt Pervormance,
dass moderner
Hitzeschutz direkt am
Körper beginnt.
Hitze ist längst mehr als ein unangenehmes
Sommerphänomen. Laut WHO ist die Hälfte
aller Berufstätigen weltweit akut gefährdet. Bereits
ab 20 °C sinkt die Leistungsfähigkeit um 2 bis
3 Prozent pro weiterem Grad, was in Deutschland
über 37 Mio. verlorene Arbeitsstunden bedeutet.
Spanien, Italien und Frankreich haben ihre Gesetze
bereits verschärft, Österreich führt 2026
einen verpflichtenden Hitzeschutzplan ein. Auch
in Deutschland stehen verbindliche Vorgaben
im Raum. »Hitze ist der größte Gefahrstoff der
Zukunft – nur schlimmer«, sagte ein Besucher
auf der A+A 2025. Die Folgen reichen von
Konzentrationsverlust, Kreislaufproblemen und
Nierenschäden bis zu tödlichen Hitzeschlägen
– und sie treffen alle Branchen. Experten von
der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG Bau) bis zur Bundesärztekammer empfehlen
Kühltextilien für Risikogruppen und diese fest in
Hitzeaktionspläne zu integrieren. »Hitzeschutz
ist ein Grundrecht – kein Luxus«, so E.Cooline-
Gründerin Gabriele Renner. »Unsere Vision ist,
dass jeder Mensch Zugang zu Kühlung hat – im
Beruf und im Alltag.«
Die Lösung zum Anziehen
Mit »E.Cooline« zeigt Pervormance, dass moderner
Hitzeschutz direkt am Körper beginnt. Die
patentierte »Cooline SX3«-Technologie senkt
die Körpertemperatur um bis zu 12 °C. Das
Hohenstein-Institut bestätigt die Wirkung nach
DIN SPEC 60015. Das neue Shirt kombiniert
aktive Kühlung, UV-Schutz und eine auffällige
Signalfarbe mit Reflektoren – ein Sicherheitsplus
für Bauarbeiter, Forst-Teams oder Straßenwärter.
Es bietet Kühlung, UV-Schutz und hohe Sichtbarkeit
nach EN ISO 20471 in einem Produkt.
E.Cooline fertigt klimafreundlich und regional,
mit Ökostrom, Recyclingfasern und kurzen Wegen.
Dafür erhielt das Unternehmen den Deutschen
Nachhaltigkeitspreis 2025. »Nachhaltigkeit ist
unsere Haltung«, sagt Gabriele Renner. »Wir zeigen,
dass Hightech und Klimaschutz zusammengehören
– und Menschen spürbar schützen können.«
»Safety«-Kollektion
sorgt für Sichtbarkeit
Die »Safety«-Linie von
Engel sorgt bei jedem
Wetter für ein sicheres
Arbeiten auf und neben
Verkehrswegen.
ENGEL
[ ENGEL ] Hochwertige und hochfunktionale Warnkleidung
sorgt in unzähligen Arbeitsbereichen für den Schutz der Beschäftigten. Sie bietet
Sicherheit und erregt bei schlechten Sichtverhältnissen und Dunkelheit auf weite
Entfernungen die Aufmerksamkeit Dritter. Damit eine Schutzkleidung auch gern
getragen wird, vereint Engel in der Warnkollektion »Safety« die Anforderungen der
DIN EN ISO 20471 mit hohem Trage- und Bewegungskomfort.
In unzähligen Situationen verbessert eine bei
jedem Lichtverhältnis erkennbare Warnkleidung
den Schutz von Berufstätigen. Die auffälligen,
fluoreszierenden Farben und retroreflektierenden
Streifen signalisieren unverkennbar, wenn sich
Beschäftigte in dunklen Hallen, Werkstätten
oder Baustellen bewegen oder auf unübersichtlichem
Terrain und schlecht beleuchteten
Wegen unterwegs sind. Engel hat daher die
Warnfunktion nach DIN EN ISO 20471 schon
lange zu einem zentralen Bestandteil seines
Schutzkleidungskonzepts gemacht und bietet
mit »Safety« eine umfangreiche Hi-Vis-Kollektion
an. Sie umfasst neben der Standard-Linie und
der Sommervariante auch ein Damen-Sortiment.
Sichtbar und sicher
Die »Safety«-Linie unterstützt bei jedem Wetter
ein sicheres Arbeiten auf und neben Verkehrswegen.
Jacken, Softshell- und Fleecejacken,
Westen, Hemden, T-Shirts, Polos und Sweatshirts
sowie sämtliche Hosentypen erfüllen die
ISO 20471 und bieten verschiedene Lösungen
in den Klassen 1, 2 und 3. Diverse Outdoor-
Jacken bieten außerdem zertifizierten Schutz
gegen schlechtes Wetter, Nässe oder Kälte,
was besonders für die kalte Jahreszeit praktisch
ist. Die Kollektion ist in den Hi-Vis-Grundfarben
Rot, Gelb und Orange sowie in Kombination mit
aktuellen Besatzfarben wie Blue Ink, Grün und
Schwarz erhältlich.
Stetig aktualisiertes Portfolio
Obwohl die »Safety« zu den langjährigen Kollektionen
des Unternehmens gehört, erfährt sie
regelmäßige Aktualisierungen. Ein besonderes
Plus sind die hochelastischen Stretch-Gewebe:
Sie ermöglichen eine körpernahe Schnittführung,
verleihen einen hohen Trage- und Bewegungskomfort,
ein optimales Feuchtigkeitsmanagement
und angenehmes Körperklima. Außerdem hat
Engel die steifen, aufgenähten Reflexstreifen
durch segmentierte, gedruckte retroreflektierende
Streifen ersetzt, die uneingeschränkte
Bewegungsgrade gewähren.
Ein weiteres Merkmal der Engel-Kollektionen
sind ihre guten Pflegeeigenschaften, ihre
Langlebigkeit und die Verarbeitung von Recyclingmaterialien,
die bereits in vielen Artikeln
der »Safety«-Kollektion enthalten sind. Damit
unterstützt Engel seine Kunden auch langfristig
bei der Verminderung ihres ökologischen Fußabdrucks.
20 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Die »Reforce«-Kollektion umfasst Arbeitsjacke,
Damen- und Herrenbundhose, Latzhose und
Shorts in vier Farbstellungen.
Gut zu
wissen
Die Kollektion eignet sich
für die industrielle Wäsche
gemäß EN ISO 15797.
Aufgesetzte Taschen, leicht
zugängliche Nähte und einfach
austauschbare Reißverschlüsse
erleichtern bei Bedarf kleine
Reparaturen.
»Kübler Reforce«: Workwear
der neuen Generation
[ KÜBLER ] Mit seiner neuen, auf der
A+A erstmals vorgestellten Workwear-
Kollektion »Kübler Reforce« kombiniert
das Unternehmen Funktionalität
und Nachhaltigkeit mit stringentem,
dynamischem Design auf neue Weise.
Klare Linien, dezentes Color-Blocking und
eine körpernahe Schnittführung sollen
den professionellen Auftritt unterstreichen
– sei es in Werkshallen, auf Baustellen
oder im Außendienst.
Durch den Einsatz eines innovativen Stretch-
Mischgewebes aus 50 Prozent Bio-Baumwolle,
33 Prozent recyceltem Polyester und 17 Prozent
Elastomultiester erfüllt Kübler die Erwartungen an
nachhaltige Workwear ebenso wie den Anspruch an
ein angenehmes Tragegefühl. Die verwendete Bio-
Baumwolle trägt das OCS-Siegel (Organic Content
Standard), das Polyester ist nach GRS (Global Recycles
Standard) zertifiziert. Für volle Bewegungsfreiheit sorgt
die Hightech-Faser Elastomultiester. Sie dehnt sich in
zwei Richtungen und kehrt auf Dauer zuverlässig in
ihre Ausgangsform zurück.
Breit aufgestellt
Die »Reforce«-Kollektion umfasst Arbeitsjacke, Damen-
und Herrenbundhose, Latzhose und Shorts in den vier
Farbstellungen Dunkelblau-Eisblau, Dunkelblau-Dunkelgrau,
Dunkelgrau-Schwarz und Schwarz-Dunkelgrau.
Neben dem durchgängig eingesetzten Zwei-Wege-
Stretchmaterial unterstützt die ergonomische Schnittführung
von Jacken und Hosen mit zusätzlichen
Bewegungszonen die natürlichen Bewegungsabläufe
und bietet extra Spielraum bei Arbeiten
in der Hocke oder über Kopf. Elastische
Strickeinsätze an den Ärmelbündchen und
am Hosenbund erlauben es zudem, auf
Druckknöpfe, Klett und Gummizüge zu
verzichten, was ein Mehr an Komfort, Beweglichkeit
und auch Haltbarkeit bedeutet.
Als Kombinationsmöglichkeiten stehen T-Shirt,
Polo, Sweatshirt und Kapuzen-Sweatjacke in
der gleichen Optik zur Verfügung. Für Außeneinsätze
bei kühleren Temperaturen stellt Kübler
die Hybrid-Softshelljacke und die Hybridweste mit
melierter Strick- und symmetrischer Steppoptik
in den entsprechenden Farben bereit.
Langlebigkeit im Fokus
Bei der Entwicklung von »Kübler Reforce« spielte die
Langlebigkeit als ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor eine
wichtige Rolle. Die Kollektion eignet sich für die industrielle
Wäsche gemäß EN ISO 15797. Aufgesetzte Taschen, leicht
zugängliche Nähte und einfach austauschbare Reißverschlüsse
erleichtern bei Bedarf kleine Reparaturen.
Für volle Bewegungsfreiheit sorgt
die Hightech-Faser Elastomultiester,
die sich in zwei Richtungen
dehnt und auf Dauer zuverlässig
in ihre Ausgangsform zurückkehrt.
KÜBLER (2)
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 21
Funktionalität trifft
Pflegefreundlichkeit
[ ÖTSCHER ] Eine neue Stretch-Winterjacke von Ötscher bringt einen frischen
Impuls für professionelle Arbeitskleidung: Das Modell kombiniert hohe
Bewegungsfreiheit, robuste Materialien sowie innovative Pflegeeigenschaften
und lässt sich – im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Jacken –
bei 60 °C waschen, ohne an Elastizität zu verlieren.
Die Stretch-Winterjacke verbindet geringes
Gewicht, Wärmeeigenschaften und
Wetterbeständigkeit mit einem pflegeleichten
Materialkonzept.
ÖTSCHER
Die Jacke ist in einem
klassischen, funktionalen
Design gehalten und
lässt sich nahtlos in bestehende
Ötscher-Kollektionen
integrieren.
Mit der Einführung einer neuen Stretch-Winterjacke
erweitert Ötscher sein Portfolio um ein Modell,
das auf die Anforderungen professioneller Anwender
zugeschnitten ist. Die Jacke verbindet geringes Gewicht,
Wärmeeigenschaften und Wetterbeständigkeit
mit einem pflegeleichten Materialkonzept. Im Gegensatz
zu vielen vergleichbaren Stretchjacken lässt sich
das neue Modell bei 60 °C hygienisch reinigen, ohne
an Elastizität einzubüßen. Gerade im professionellen
Umfeld ist diese Eigenschaft entscheidend: Sie ermöglicht
eine hygienische Reinigung und macht die
Jacke auch für den Einsatz in Miet- und Industriewäsche
interessant.
Die Jacke ist in einem klassischen, funktionalen
Design gehalten und lässt sich nahtlos in bestehende
Ötscher-Kollektionen sowie in vielfältige Unternehmensbekleidungen
integrieren. Das Außenmaterial besteht
aus recyceltem Polyester, ergänzt durch verstärkte,
wasserdichte Schulterbereiche und reflektierende
Elemente zur verbesserten Sichtbarkeit.
»Made in Europe«
Ötscher, ein Familienunternehmen mit Sitz in Amstetten
(Niederösterreich), positioniert sich seit Jahrzehnten
als Anbieter hochwertiger Berufs- und Schutzkleidung.
Die Produktion in Europa, zertifiziert nach »Oeko-Tex
Standard 100«, sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung
funktionaler Materialien sind zentrale Bestandteile
der Markenstrategie.
Die Stretch-Winterjacke ist Bestandteil der Kollektion
»spiritline_flex«, eines modularen Bekleidungssystems,
das Stretch-Komfort und Langlebigkeit über alle Modellvarianten
hinweg kombiniert – von Hosen und Gilets
bis zu gefütterten Winterteilen für Damen und Herren.
Zudem kann die Jacke im Rahmen von CI-Konzepten an
individuelle Unternehmensfarben angepasst werden.
Fasertechnologien für
strapazierfähige Workwear
[ THE LYCRA COMPANY ] Sapphire Finishing Mills, ein Stoffhersteller mit Sitz
in Lahore, Pakistan, hat kürzlich seine »MoveX«-Arbeitskleidungskollektion
mit Technologien der The Lycra Company erweitert. So sollen hohe
Dehnbarkeit und Rücksprungkraft sowie Atmungsaktivität und ein effektives
Feuchtigkeitsmanagement miteinander verbunden werden.
JESSY VON BERG
V. l. n. r.: Salman Zulqadar (Sapphire Finishing
Mill), David Capdevila (The Lycra Company),
M. Saqib Siddiqui (Sapphire Finishing Mills),
Ali Nawaz (Sapphire Finishing Mills), Marc
Souto (The Lycra Company) und Ismael
Abdullah (Sapphire Finishing Mills).
Die neueste »MoveX«-Kollektion mit den »Lycra
T400«- und »Coolmax«-Fasertechnologien
wurde speziell für Träger von Arbeitskleidung
entwickelt, um sie unabhängig von den Tagesbedingungen
kühl und komfortabel zu halten. Dank
der »Lycra T400«-Fasertechnologie sind »MoveX«-
Gewebe industriell waschbar (bis zu 100 industrielle
Waschgänge), nachhaltig (sie können recycelte
Materialien verwenden und selbst recycelt werden)
und leiten aufgrund des Querschnitts ihrer Filamente
Feuchtigkeit vom Träger ab. Darüber hinaus sorgt
ein spezieller Finishing-Prozess für die Textur und
das Aussehen eines gesponnenen Garns.
Strapazierfähigkeit
als zentrales Merkmal
Die »Lycra T400 EcoMade«-Faser ist eine strapazierfähige
Stretchfaser für High-Performance-
Workwear, die aus recyceltem und erneuerbarem
Material besteht. Die Bi-Komponentenstruktur
der Faser sorgt für dauerhafte feuchtigkeitstransportierende
Eigenschaften. Die Faser besteht
aus zwei unterschiedlichen Polymeren,
die verschieden stark schrumpfen und so eine
permanente Kräuselung bieten. Nachdem die
Faser in einem Standardausrüstungsprozess
der Wärme ausgesetzt wird, verstärkt sich die
Kräuselung, die dem Gewebe dauerhafte Dehnbarkeit
und Rücksprungkraft verleiht. »Coolmax
EcoMade« ist eine nachhaltige, dauerhaft
feuchtigkeitstransportierende kühlende Faser.
Sie leitet die Feuchtigkeit vom Körper an die
Oberfläche des Gewebes, wo sie verdunstet
und so eine sogenannte Verdunstung erzeugt.
Diese Performance der Faser ist in der Faserstruktur
selbst begründet, sodass die Vorteile
dauerhaft sind, sich nicht auswaschen und die
feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften auch
bei industrieller Wäsche (gemäß ISO 15797)
erhalten bleiben.
22 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Sicher und
sichtbar bei
jedem Wetter
Die »UC-ME«-Kollektion wurde
speziell für den professionellen
Einsatz in anspruchsvollen
Arbeitsumgebungen entwickelt.
HELLY HANSEN (3)
[ HELLY HANSEN ] Die Anforderungen an moderne Arbeitskleidung im Bau- und
Sicherheitssektor sind hoch: Sie muss strapazierfähig sein, Schutz vor Wind und Wetter
bieten und gleichzeitig maximale Sichtbarkeit gewährleisten. Mit der »UC-ME«-Kollektion
stellt Helly Hansen Workwear eine Lösung vor, die innovative Technologien, durchdachte
Schichtsysteme und hohen Tragekomfort vereint. Ein weiterer praktischer Begleiter für die
kalte Jahreszeit ist die »Magni Evolution«-Winterjacke.
Die »UC-ME«-Kollektion wurde speziell für den
professionellen Einsatz in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen
entwickelt. Herzstück ist die Verbindung
aus hoher Sichtbarkeit – auch bei völliger Dunkelheit
dank der nachtleuchtenden »VizLite«-Technologie – und
einem modularen Schichtsystem, das zuverlässigen Wetterschutz
bei gleichzeitiger Atmungsaktivität garantiert.
Als Mid-Layer bietet sich die »UC-ME«-Fleece-Jacke aus
weichem Polyesterfleece an. Sie sorgt für angenehme
Wärme bei moderaten Temperaturen und bietet hohe
Atmungsaktivität. Dank Zip-in-Funktion lässt sie sich
flexibel in verschiedene Shell-Modelle integrieren und
als 4-in-1- bzw. 3-in-1-Lösung ganzjährig einsetzen.
Elastische Bündchen schützen zusätzlich vor Wind
und Kälte. Für die äußere Schicht empfiehlt Helly
Hansen die »UC-ME«-Shell-Jacke mit »Helly Tech
Performance«-Technologie: Eine robuste Außenschicht
bietet Abriebfestigkeit, die wasserdichte Membran
schützt zuverlässig vor Regen und Schnee, während
das Innenfutter für Atmungsaktivität sorgt. Versiegelte
Nähte, eine verstellbare Kapuze und ein verlängertes
Rückenteil verstärken den Wetterschutz. Reflektierende
Die »Magni Evolution«-Winterjacke
vereint
maximale Strapazierfähigkeit,
Komfort und Schutz
selbst unter rauen und
unvorhersehbaren Bedingungen.
Details und »VizLite«-Elemente garantieren Sichtbarkeit
bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen. Die
Jacke erfüllt die Norm EN 343 und ist damit offiziell
als Wetterschutzbekleidung zertifiziert.
Auch bei kalten
Temperaturen warm bleiben
Die »Magni Evolution«-Winterjacke vereint maximale
Strapazierfähigkeit, Komfort und Schutz selbst unter
rauen und unvorhersehbaren Bedingungen. Das innovative
»Helly Tech Professional«-Material sorgt für
bestmögliche Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität,
während die »H2Flow«-Technologie eine optimale
Wärmeregulierung ermöglicht. Das Zwei-Wege-Stretch-
Hauptmaterial sorgt für volle Bewegungsfreiheit, während
die »Cordura«-Verstärkungen an besonders beanspruchten
Stellen wie Ellbogen und Ärmelenden die
Jacke für jede Herausforderung wappnen. Für wohlige
Wärme kombiniert die Jacke »PrimaLoft Black Eco«
mit recycelter, bauschiger Isolierung. Der verlängerte
Rücken, verstellbare Saumkanten, Ärmelbündchen,
Kapuze und Kragen bieten zusätzlichen Schutz und
eine individuelle Passform.
»Als Flaggschiff unserer Workwear-Kollektion setzt
die ›Magni Evolution‹-Linie neue Maßstäbe: innovative,
funktionale Designs treffen hier auf bahnbrechende
Technologien und leistungsstarke Features«, so Andreas
Pohl-Larsen, VP Workwear bei Helly Hansen. »Die enge
Zusammenarbeit mit Profis bei Ideenentwicklung, Design
und Praxistests liefert uns wertvolle Erkenntnisse, die uns
inspirieren, unsere Ausrüstung kontinuierlich zu verbessern
– und diese neue Winterjacke zeigt das Beste, was
Kooperation und modernes Design leisten können.«
Die »UC-ME«-Shell-Jacke erfüllt
die Norm EN 343 und ist
damit offiziell als Wetterschutzbekleidung
zertifiziert.
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 23
SCHÜTZE-SCHUHE
Zuwachs
im Produktportfolio:
Der »Bitumen Pro«
besteht aus robustem
Spezialleder, das
wasser-, öl- und
schmutzabweisend
ist.
Verlässlicher Partner
für Asphaltierarbeiten
[ SCHÜTZE-SCHUHE ] Mit dem »Bitumen Pro« hat Schütze-Schuhe eine
Ergänzung zum bewährten »Asphalt Profi« auf den Markt gebracht:
Hochwertige Materialien und hitzebeständige Eigenschaften machen ihn zum
optimalen Begleiter, u. a. für anspruchsvolle Asphaltierarbeiten.
Dank »Nomex«-Nähten und flammfesten
Schnürsenkeln hält der »Bitumen Pro« auch
extremen Temperaturen stand. Das robuste
Spezialleder ist wasser-, öl- und schmutzabweisend
und könne so Langlebigkeit selbst unter
anspruchsvollsten Bedingungen gewährleisten.
Der abriebfeste »Rubber Protector« an der Schuhspitze
und im Fersenbereich sorgt für zusätzliche
Widerstandsfähigkeit bei Tätigkeiten, bei denen
das Leder an der Schuhspitze schnell durchscheuert.
Darüber hinaus ist der »Bitumen Pro«
Der »Bitumen Pro« ist
S2-PS geprüft und ist mit
einer metallfreien Durchstichhemmung
ausgestattet.
S2-PS geprüft. Das atmungsaktive Orthopädielederfutter
und die anatomische Fußbetteinlage
sorgen für optimalen Tragekomfort – auch bei
langen Einsätzen.
Zuverlässig im Einsatz
Die Sicherheitsschuhe, erhältlich in den Größen
40 bis 48, kombinieren mehrere aufeinander
abgestimmte Schutzkomponenten für den
anspruchsvollen professionellen Einsatz. Eine
Stahlkappe mit flexibler Lippe schützt die
Zehen, während ein abriebfester Gummiprotektor
aus Nitrilkautschuk die stark beanspruchten
Bereiche an Schuhspitze und
Ferse zusätzlich sichert. Gegen das Eindringen
spitzer Gegenstände schützt eine metallfreie
Durchstichhemmung. Die »Duo-Soft-Asphalt«-
Sohle ist so konzipiert, dass sie auch auf heißen
Untergründen bis etwa 150 °C verlässlich
bleibt. Unterstützt wird dies durch eine erhöhte
Wärmeisolierung, die das Modell für Tätigkeiten
auf thermisch belasteten Arbeitsflächen
optimal macht. Innen sorgt naturbelassenes,
perforiertes Lederfutter für ein ausgeglichenes
Schuhklima.
Wie eingangs erwähnt, bestehen Verschlüsse
und Nähte aus flammbeständigem »Nomex«-
Garn, was insbesondere bei hitze- und feuerexponierten
Arbeitsbedingungen wichtig ist.
Der »Bitumen Pro« erfüllt die Anforderungen
der EN ISO 20345:2022 sowie der ÖNORM Z
1259:2017 und entspricht zudem der DGUV-
Regel 112-191. Mit den Kennzeichnungen HI,
CI, FO und HRO deckt er ein breites Spektrum
sicherheitsrelevanter Eigenschaften ab.
Die Performance von
Arbeitsschuhen steigern
Das »Boa
Fit«-System
umschließt den
Mittelfuß fest und
fixiert die Ferse
sicher. Das reduziert
Druckstellen
und sorgt für eine
gleichmäßigere
Passform.
[ BOA ] Um eine bestmögliche, präzise Passform und verbesserte
Performance zu bieten, arbeitet Boa Technology, Erfinder des patentierten
»Boa Fit«-Verschlusssystems, mit verschiedensten Marken aus den
Bereichen Arbeitsschutz, Sport und Outdoor zusammen. Ausschlaggebend
ist für das Unternehmen dabei das Feedback der Anwender.
BOA
Als Teil des »Boa Partner Product Innovation
& Development« Teams hat das 2018 gegründete
»Boa Performance Fit Lab« mehr als
2000 wissenschaftliche Tests durchgeführt und
fünf peer-reviewte Studien veröffentlicht. Diese
belegen die Performance-Vorteile des »Boa
Fit«-Systems und bilden die Grundlage für zukünftige
Innovationen. »Gemeinsam mit weltweit
führenden Marken arbeiten wir daran, relevante
Lösungen zu entwickeln, die nachweislich Verbesserungen
beim Fit und bei der Performance
bringen. Im Bereich von Arbeitsschuhen liegt
unser Fokus darauf, mit Boa auch unter härtesten
Wetter- und Arbeitsbedingungen überragende
Stabilität, Energieeffizienz und Strapazierfähigkeit
zu liefern. Dies verringert Ermüdungserscheinungen
und erleichtert es Arbeitern, sich in den
oft gefährlichen Situationen am Arbeitsplatz
besser zurechtzufinden«, erklärt Dan Feeney,
Ph. D., VP für Innovation und Entwicklung von
Partnerprodukten.
Innovative Konstruktion
verbessert den Halt
Als Beispiel führt Boa die innovative Oberschuh-Konstruktion
»Boa PerformFit Wrap« an:
Die Konstruktion passt sich an den Mittelfuß an
und umschließt diesen fest, was für optimalen
Fersenhalt, eine verbesserte Verbindung zur
Zwischensohle und mehr Bewegungsfreiheit im
Vorfußbereich sorgt. Auch Druckstellen werden
durch die gleichmäßigere Passform reduziert.
Ebenso trägt das »Boa Fit«-System zu erhöhter
Stabilität bei: So trägt es zu einem bis zu 3 Prozent
besseren Fersenhalt und bis zu 7 Prozent
mehr Sprunggelenkstabilität bei. Beides führt zu
erhöhter Kontrolle und gleichmäßigeren Bewegungsabläufen
im Arbeitsalltag. Darüber hinaus
sollen die optimierte Passform und Seilspannung
über den gesamten Fuß Trägern dabei helfen,
sich effizienter zu bewegen und so den ganzen
Tag über Energie zu sparen — Boa spricht von
bis zu 1,5 Prozent schnelleren Bewegungen bei
gleichem Kraftaufwand und bis zu 9 Prozent
effizienteren Richtungswechseln.
24 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Komfortabel und sicher:
Neuheiten von U-Power
[ U-POWER ] Die A+A gilt seit Jahren
als international führende Messe für
Trends und technische Entwicklungen
im Bereich Arbeitsschutz. In diesem Jahr
präsentierte sich U-Power dort mit drei
neuen Produktlinien in den Bereichen
Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe
und Zubehör. Im Fokus steht dabei die
innovative Sohlentechnologie der neuen
Schuhlinie »Red Stratos«.
Der Sicherheitsschuh, der nach Sportschuh aussieht:
So beschreibt U-Power die neue Linie
»Red Stratos«, die jedoch nicht nur durch ihre moderne
Optik, sondern auch durch ihren Tragekomfort und das
geringe Gewicht punkten soll. Den entscheidenden
Unterschied macht die neu entwickelte »Super Critical
Technology«-Sohle. Sie basiert auf einem Schaum,
wie er heute vor allem in hochwertigen Laufschuhen
eingesetzt wird, und erzeugt bei jedem Schritt einen
federnden Rebound-Effekt. Das entlastet spürbar die
Füße, besonders an langen Arbeitstagen. Ergänzt wird
die neue Sohlentechnologie durch die »NanoFiber Toe-
Cap«, die vollständig metallfrei ist und kaum Gewicht
mitbringt. Die robuste HRO-Gummilaufsohle sorgt
gleichzeitig für Halt auf anspruchsvollen Oberflächen.
Die »Red Stratos«-Linie umfasst mehrere ESD-zertifizierte
Modelle in S1PS und S3S und richtet sich damit
vor allem an Träger, die täglich viele Schritte gehen – in
Speditionen, Industriehallen, der Fertigung oder im
Lagerbetrieb. Die Sicherheitsschuh-Linien
»Red Vision« und »Red 2.0« ergänzen
das U-Power-Portfolio mit modernem
Design, leichten Sohlen und bewährtem
Komfort.
Dünn und präzise
Ebenfalls neu ist die Handschuhserie
mit Schnittschutz »24 Gauge«. Die
drei Modelle mit den Schutzniveaus C, D
und F sind 20 Prozent dünner als Handschuhe
mit der Strickstärke 21, aber gleichzeitig
robust, abrasionsbeständig und reißfest.
Dadurch entsteht ein hautechtes Tragegefühl,
was besonders bei Arbeiten, die Fingerspitzengefühl
verlangen, einen Vorteil darstellt. Die atmungsaktive
und elastische »U-Bubble Plus«-Beschichtung sorgt
dafür, dass die Handschuhe auch bei Kälte geschmeidig
bleiben und nicht verhärten. Touchscreen-Oberflächen
lassen sich ebenfalls bedienen, was im Arbeitsalltag
mittlerweile nahezu unverzichtbar ist. Für Anwender
mit empfindlicher Haut kommen die Modelle »Iron« und
»Stone« ohne Glas- und Stahlfasern aus.
U-POWER (2)
Rundumschutz mit »Multipro«
Neben »Red Stratos« und »24 Gauge« stellte U-Power
in Düsseldorf auch die neue Multinorm-Kollektion
»Multipro« vor. Hier zeigt der Hersteller, dass moderne
Schutzkleidung weit mehr leisten kann, als nur Normen
zu erfüllen. Die Kollektion setzt auf atmungsaktive Materialien,
durchdachte und komfortable Schnitte sowie
technisches Design. Die einzelnen Modelle kombinieren
je nach Ausführung mehrere Schutzklassen – darunter
Hitze- und Flammschutz, Schweißerschutz, Antistatik,
Chemikalienschutz sowie Störlichtbogen-, Warn- und
Wetterschutz. Die Jacken-Hosen-Kombination bestehend
aus »Steel« und »Titan« bietet Schutz gegen
fünf Risikobereiche, während die widerstandsfähigen
Sets »Alloy« und »Forged« für industrielle Umgebungen
entwickelt wurden und für Industriewäsche zertifiziert
sind. Die High-Visibility-Modelle »Nebris« und »Bunker«
bieten zuverlässigen Schutz bei anspruchsvollen
Die ultrafein
gestrickten
Handschuhe der
Serie »24 Gauge«
erlauben präzises
Arbeiten, ohne
Abstriche beim
Schutz zu machen.
Wetter- und Umgebungsbedingungen.
Damit deckt die Kollektion ein
breites Anwendungsspektrum
für die Chemieindustrie
und Schweißarbeiten
ab. Alle Modelle eint
der Anspruch, den
Träger umfassend
zu schützen und
dabei Bewegungsfreiheit
und Komfort
zu ermöglichen.
Mit »Red Stratos« stellt U-Power
eine Sicherheitsschuhlinie vor, deren
neue Sohlentechnologie jeden
Schritt spürbar leichter, komfortabler
und dynamischer macht.
Kernstück der »Red Stratos«-Schuhe
ist die neu entwickelte »Super
Critical Technology«-Sohle. Sie
erzeugt bei jedem Schritt einen
federnden Rebound-Effekt und entlastet
so die Füße auch an langen
Arbeitstagen spürbar.
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 25
Nachhaltige
Sicherheit:
Produktneuheiten
auf der A+A
[ FRISTADS ] 100 Jahre Fristads: Diesen besonderen
Meilenstein feierte das Unternehmen auf der A+A in
Düsseldorf und nutzte außerdem die Gelegenheit, um
aktuelle Neuheiten vorzustellen. Im Fokus standen
neben dem »Tyresta Flex«-System und der »ATHF
Stretch«-Multinorm-Kollektion die beiden großen
Neuentwicklungen: die »Multinorm-Green«-Kollektion
und die erste Fristads-Schuhkollektion.
Die »ComfortStep«-Linie
umfasst fünf Modelle,
die unterschiedliche
Schutzstufen nach EN ISO
20345:2022+A1:2024
abdecken.
Die »ATHF Stretch«-Multinorm-
Kollektion vereint zertifizierten
Rundumschutz mit hoher Bewegungsfreiheit.
Das zugrunde liegende
Material ist ein leichtes, weiches und zugleich widerstandsfähiges
Stretchgewebe aus verschiedenen Materialien.
Der Flammschutz ist inhärent im Garn verankert, wodurch
er auch nach häufigem industriellem Waschen nicht
verloren geht. Gleichzeitig bleibt das Gewebe elastisch,
formstabil und bietet dank gezielt eingesetzter Stretchzonen
hohen Tragekomfort. Sämtliche Modelle erfüllen die
relevanten Normen für Hitze- und Störlichtbogenschutz,
Antistatik, Chemikalienschutz sowie Warnschutz. Ein
praktisches Ausstattungsmerkmal ist die ergonomische
Kniepolsterlösung: Die Polster lassen sich in zwei verschiedenen
Höhen einsetzen und können so ideal an
unterschiedliche Körpergrößen und Arbeitshaltungen
angepasst werden. Darüber hinaus sind die Stoffe öl-,
schmutz- und wasserabweisend und speziell für eine
lange Lebensdauer in der Industriewäsche getestet.
Modulares Konzept
Mit dem »Flex«-System stellte das Unternehmen innerhalb
des »Tyresta«-Konzepts außerdem ein modulares Arbeitshosen-Konzept
vor. Über starke Magnete mit bis zu 20 kg
Haltekraft lassen sich jeweils zwei von insgesamt sechs
verschiedenen, seitlich hängenden Werkzeugtaschen am
Hosenbund befestigen, versetzen oder austauschen. Die
»Tyresta«-Kollektion umfasst zwei ergonomisch optimierte
Hosenmodelle: eine leichte Handwerker-Stretchhose
aus 92 Prozent recyceltem Vier-Wege-Stretch sowie
die robuste »2800 GSTT« aus biobasierten Fasern.
Beide Varianten verfügen über »Cordura«-verstärkte
Knietaschen mit zwei Höhenpositionen und können mit
den neuen Kniepolstern kombiniert werden, die nach
dem Prinzip moderner Knieorthesen gestaltet sind. Auch
im Bereich Wetterschutz und Servicekleidung zeigte
Premiere auf der A+A:
Fristads erweitert sein Produktportfolio
um die Kategorie
Sicherheitsschuhe.
Die erste Kollektion hört auf
den Namen »ComfortStep«.
Fristads im »Tyresta«-Konzept neue Lösungen, darunter
eine Softshelljacke mit wind- und wasserabweisendem
Funktionsmaterial und die wasserdichte Stretchjacke
»4873 GLPS« aus recycelten Materialien.
Premiere auf der A+A
Nach intensiver Entwicklungsarbeit stellte Fristads auf
der A+A erstmals seine neue Produktkategorie vor:
Sicherheitsschuhe. Die »ComfortStep«-Linie umfasst fünf
Modelle, die unterschiedliche Schutzstufen nach EN ISO
20345:2022+A1:2024 abdecken und damit die hohen
Anforderungen an moderne Sicherheitsschuhe erfüllen.
Vom S1PS-Modell mit perforationssicherem Durchtrittschutz
über die robusten S3S-Varianten bis hin zu den
vollständig wasserdichten S7S-Ausführungen bietet
die Serie Schutzlösungen für verschiedenste Arbeitsumfelder.
Alle Modelle sind CE-zertifiziert, ESD-geprüft
und setzen auf recycelte sowie metallfreie Materialien,
eine ergonomische »FootShape«-Passform und eine
anpassbare »ActiveStep«-Dämpfung. Technologien
wie das »Boa Fit«-System, »Dynaflex«-Nagelschutz,
rutschhemmende Nitril- oder »Vibram Ecostep Pro«-
Laufsohlen sowie – je nach Schutzklasse – zusätzliche
Eigenschaften wie Leiternorm (LG), Hitze- und Kälteisolierung
(HI/CI) oder eine integrierte »HDry«-Membran
sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit, Komfort und
Langlebigkeit. Die neue Schuhkollektion wird voraussichtlich
ab Frühjahr 2026 erstmals auf dem deutschen
Markt erhältlich sein.
»Grüne« Multinorm-Kleidung
Bei Fristads trifft Sicherheit auf Nachhaltigkeit. Mit
der neuen »Multinorm-Green«-Kollektion wird neben
26 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
Schutz und Komfort ein besonders starker Fokus
auf ökologische Verantwortung gelegt. Erstmals
wird es eine Multinorm-Kollektion mit Flamm- und
Störlichtbogenschutz geben, die nachhaltig produziert
wird. Alle Produkte der »Green«-Linie verfügen über
eine Environmental Product Declaration (EPD), die
den ökologischen Fußabdruck – von Materialeinsatz
über Produktion bis hin zu Transport- und Lebenszyklusaspekten
– transparent ausweist. Dabei setzt
Fristads u. a. auf recyceltes Modacryl sowie weitere
nachhaltige Materialien. Zur Kollektion gehören
Jacken, Sweatshirts und T-Shirts sowie Hosen mit
inhärentem Flammschutz und Full-Stretch-Komfort,
die maximale Bewegungsfreiheit bieten. Die Markteinführung
ist nach Angaben von Fristads ab Herbst
2026 geplant.
FRISTADS (2)
Die »ATHF
Stretch«-Multinorm-Kollektion
vereint zertifizierten
Rundumschutz
mit hoher Bewegungsfreiheit.
Alle Produkte der »Green«-Linie
verfügen über eine Environmental
Product Declaration (EPD), die
den ökologischen Fußabdruck
transparent ausweist.
Robust und komfortabel:
Neuheiten von Haix
HAIX (2)
[ HAIX ] Mit der klaren Mission, Menschen bestmöglich zu schützen und zu
unterstützen, setzt Haix seinen Weg als Head-to-Toe-Anbieter im Workwear-Segment
fort. Zur A+A 2025 stellte der bayerische Hersteller drei Innovationen vor, die Workwear
im Hinblick auf Leistung, Komfort und Funktionalität neu definieren sollen: das
vollständig überarbeitete Schuhportfolio, das leistungssteigernde Technologiepaket
»XLR8« und die neue »Flextreme«-Damenkollektion.
Das Portfolio an Sicherheitsschuhen
umfasst nach der Umstrukturierung
die drei Einsatzsegmente
»Safety«, »Heavy Duty« und »Heavy
Duty Extreme«.
Mit dem neuen Schuhportfolio will Haix die Maßstäbe
für Sicherheit und Komfort im Arbeitsalltag
neu setzen. Das Sortiment umfasst nach der
Umstrukturierung die drei Einsatzsegmente »Safety«,
»Heavy Duty« und »Heavy Duty Extreme«. Design, Ergonomie
und Langlebigkeit standen im Mittelpunkt der
Weiterentwicklung. Hochwertige Materialien, moderne
Leisten und optimierte Sohlenarchitektur sorgen für
mehr Stabilität, Flexibilität und Tragekomfort – auch
unter anspruchsvollen Bedingungen. Die Modelle des
neuen Portfolios spiegeln die Philosophie von Haix wider:
maximale Leistungsfähigkeit, durchdachte Funktion
und bestmögliche Qualität.
Ergänzt wird das neue Schuhportfolio durch die innovative
»XLR8«-Technologie. Das integrierte Technologiepaket
steigert aktiv die Fußgesundheit und Leistungsfähigkeit der
Träger. Kernstück ist die »Reforce«-Technologie, die das
Fußgewölbe aufrichtet und die natürliche Haltung fördert.
Ergänzt durch einen ergonomischen Leisten, eine adaptive
Fersenhinterkappe für Balance und Stabilität sowie eine
optimal gedämpfte Laufsohle sorgt »XLR8« für ein spürbar
aktives, ermüdungsfreies Tragegefühl – Schritt für Schritt.
Bau- und Handwerksberufen. Sie kombiniert Sicherheit
und Schutz mit maximaler Bewegungsfreiheit und
zeitlosem Design. Die neue »Flextreme«-Damenlinie ist
dabei kein bloßes Pendant zur Herrenkollektion – sie
wurde von Grund auf neu entwickelt. Ein ergonomischer,
frauenspezifischer Schnitt sorgt für optimale Passform
und Bewegungsfreiheit in jeder Arbeitssituation.
Leichte, atmungsaktive und dennoch strapazierfähige
Materialien gewährleisten hohen Tragekomfort auch bei
langen Einsätzen. Elastische Einsätze, smarte Details
wie keramikbeschichtete Kniepartien oder hochgezogene
Bundabschlüsse bieten optimalen Schutz.
Wie bei allen Haix-Innovationen wurde auch die neue
»Flextreme«-Damenkollektion in enger Zusammenarbeit
mit Anwendern entwickelt und getestet.
»Flextreme« für Damen
Nach dem erfolgreichen Launch der »Flextreme«-
Workwear-Kollektion für Männer zur A+A 2023 folgt
nun die Damenlinie, entwickelt speziell für Frauen in
Nach dem Launch der »Flextreme«-Kollektion
für Männer
auf der A+A 2023 hat Haix
dieses Jahr die »Flextreme«-
Damenkollektion vorgestellt.
Topthema: Workwear
Dezember 2025 | 27
Bei der Auswahl von Sicherheitsschuhen
sollten Betriebe nicht nur auf Normklassifikationen
achten, sondern auf das Zusammenspiel
aus Schutz, Komfort, Gewicht,
Pflegeaufwand und Langlebigkeit.
GORE-TEX (2)
Worauf es ankommt:
Sicherheitsschuhe
richtig beschaffen
Das »Extraguard«-Obermaterial
von Gore-Tex kann sogar
mit dem Hochdruckreiniger gereinigt
werden, ohne dass das
Material Schaden nimmt.
[ GORE-TEX ] Auf Baustellen entscheidet gutes Schuhwerk nicht nur über
die Sicherheit, sondern auch über Leistungsfähigkeit und Gesundheit
im Arbeitsalltag. Sicherheitsschuhe sind deswegen weit mehr als ein
Pflichtbestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung. Welche Anforderungen
sie erfüllen müssen, legt die EN ISO 20345 fest. Für die Auswahl im Betrieb
reicht der Blick auf die Norm jedoch nicht aus, sondern das Zusammenspiel
vieler Faktoren – von Gewicht und Passform bis hin zu Pflege und
Nachhaltigkeit. Denn entscheidend ist, wie ein Schuh im Arbeitsalltag
funktioniert – unter Last, bei Nässe, bei Schmutz und über viele Stunden hinweg.
Auf Baustellen treten Beschäftigte häufig
auf Nägel, scharfkantige Bauteile oder
herabfallende Lasten. Die Grundelemente eines
Sicherheitsschuhs sind daher Zehenschutzkappe
(Stahl oder Composite), durchtrittsichere
Zwischensohle (aus Stahl oder Textil) sowie eine
stabile Seiten- und Sohlenstruktur. Die EN ISO
20345 ermöglicht eine klare Zuordnung des
Schutzniveaus: Je nach Tätigkeit sind Modelle
mit zusätzlicher Durchtrittsicherheit, verstärkter
Seitenstabilität oder wasserbeständiger Ausführung
(bei S7-Sicherheitsschuhen) sinnvoll.
Entscheidend ist, dass Konstruktion und Material
die Schutzfunktion dauerhaft aufrechterhalten und
nicht schon nach wenigen Wochen nachgeben.
Der zweite wichtige Faktor ist die Wasserdichtigkeit,
denn Nässe im Schuh ist nicht nur
unangenehm, sie kann auch gesundheitliche
Folgen haben: aufgeweichte Haut, Blasenbildung
und möglicherweise Pilzinfektionen.
Zudem kann Kälte im Schuh zu Kältebrücken
führen – das erhöht den Stress für den Körper
und kann Krankheitsanfälligkeit fördern.
Gleichzeitig darf ein Schuh nicht vollständig
abdichten. Wasserdampfdurchlässigkeit, d. h.
Atmungsaktivität, ist entscheidend, damit sich
keine Hitze staut – und Schweiß entweichen
kann. Hier spielen Dichtnähte, Membrane, Beschichtungen
und funktionelle Obermaterialien
zusammen. Sie lassen Feuchtigkeit entweichen,
blockieren aber Wasser von außen. So bleibt das
Innenklima stabil, selbst bei langen Einsätzen im
Regen oder Schlamm.
Weniger Masse,
mehr Leistung
Schweres Schuhwerk kostet spürbar mehr Energie
beim Gehen: Studien belegen, dass 10 g mehr
Gewicht am Fuß so viel ausmachen wie 50 bis
70 g auf dem Rücken. Zusätzliche Masse am
Fuß erhöht den Energieverbrauch beim Gehen
also etwa fünf- bis siebenfach stärker als dieselbe
Masse am Oberkörper. Der Grund: Jeder
Schritt bedeutet eine Beschleunigung und ein
Abbremsen des Schuhgewichts. Das führt zu
einer höheren Beanspruchung von Muskulatur
und Kreislauf – und in Folge zu Ermüdung und
Konzentrationsverlust. Auf Baustellen, wo Stolpern
und Rutschen zu den häufigsten Unfallursachen
zählen, ist das besonders gefährlich. Leichte,
aber robuste Materialien – etwa moderne Verbundstoffe
und textiler Durchtrittsschutz – bieten
hier einen echten Fortschritt: Sie reduzieren das
Gewicht erheblich, ohne die Schutzfunktion zu
beeinträchtigen.
Klar ist außerdem: Ein Schuh, der drückt oder
reibt, wird zum Problem. Ein komfortabler Schuh
sorgt dafür, dass Beschäftigte leistungsfähiger
sind, weil sie konzentriert und ohne Beschwerden
arbeiten können. Wichtige Elemente bei
Arbeitsschuhen sind eine gute Polsterung, ein
ergonomisches Fußbett, gute Dämpfung, ein
definiertes Abrollverhalten sowie anpassbare
Weiten – idealerweise so ausgelegt, dass der
Schuh ab dem ersten Tag, ohne langes Einlaufen,
angenehm sitzt. Atmungsaktive Materialien und
eine sinnvolle Luftzirkulation im Inneren verhindern
Hitzestau und sorgen für ein angenehmes
Schuhklima.
Funktion erhalten mit
minimalem Aufwand
Schuhe, die regelmäßig getragen werden, müssen
auch regelmäßig gepflegt werden. Ist der Aufwand
zu hoch, wird dieser Schritt oft ausgelassen.
Synthetische, sehr robuste Materialien wie das
»Extraguard«-Obermaterial von Gore-Tex setzen
genau hier an: Sie können sogar mit dem Hochdruckreiniger
gereinigt werden, ohne dass das
Material leidet. Sie nehmen kaum Schmutz auf
und trocknen schnell, was nicht nur Zeit spart,
sondern auch die Lebensdauer verlängert.
Ein Sicherheitsschuh steht außerdem Tag
für Tag unter Belastung. Abrieb, Feuchtigkeit,
UV-Strahlung, Schläge und häufige Bewegung
wirken auf Material und Konstruktion. Lässt die
Festigkeit von Nähten oder der Halt der Sohlenverbindung
nach, sinkt die Stabilität – und damit
die Schutzwirkung. Hochwertige Materialien, belastbare
Nähte und eine durchdachte Konstruktion
verlängern die Einsatzzeit deutlich, was gleichzeitig
einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit
leistet: Je länger ein Schuh getragen wird, desto
besser seine Bilanz. Nachhaltigkeit bedeutet daher
auch: Schuhe lange tragen, sachgerecht pflegen
und gegebenenfalls instand halten, anstatt sie
frühzeitig zu ersetzen.
28 | Dezember 2025 Topthema: Workwear
SUNDSTRÖM
Die Unterweisung im
Umgang mit Persönlicher
Schutzausrüstung gegen
Absturz (PSAgA) gehört
zu den zentralen Bausteinen
der Arbeitssicherheit.
Zuwachs für das
PSAgA-Segment
EDELRID (3)
[ EDELRID ] Für 2026 erweitert Edelrid seine
»Work-Safety«-Kollektion um neue Produktentwicklungen.
Ob Industrieklettern, Rettungseinsätze oder Baumpflege, der
Allgäuer Spezialist für Arbeitssicherheit und Klettern bietet mit
seinen Lösungen Zusatznutzen für nahezu alle Anwendungen
in der Vertikalen an. Die Highlights der neuen Kollektion sind
die Updates der bewährten »Flex«-Serie, deren Neuerungen
für mehr Effizienz und Sicherheit bei der Arbeit sorgen.
400
KILOGRAMM
Der »Maxiom Rig
Slider« und der
»Maxiom Rig Triple«
bieten eine Nutzlast
von 400 kg.
Die passenden Begleiter für
Arbeiten im absturzgefährdeten
Gelände, bei denen Bewegungsfreiheit
gefragt ist, stellt Edelrid mit der
»Flex«-Serie bereit: Der »Flex Lite« ist
der leichteste Auffanggurt der Reihe
und zeichnet sich durch sein geringes
Gewicht, die einfache Einstellbarkeit
und den passgenauen Sitz
aus. Der metallene dorsale D-Ring
kann je nach Bedarf »aufgestellt«
werden (per Klettverschluss in der
Position arretierbar) oder vertikal
beweglich sein, um eine noch höhere
Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.
Kunststoff-Protektoren am Rücken
schützen das Textil und erlauben ein
besseres Entlanggleiten an Strukturen
bspw. in engen Schächten.
Beim »Flex Pro« handelt es sich
um einen komfortablen und umfangreich
ausgestatteten Auffanggurt
für komplexe Arbeiten in der
Höhe und im absturzgefährdeten
Bereich. Der Hüftgurt ist anatomisch
vorgeformt und bietet mit
vier Materialschlaufen ausreichend
Stauraum für Verbindungsmittel
und Werkzeug. Auch hier ist im
Update der dorsale metallene D-
Ring verarbeitet. Zusätzlich zur
Integration am Rücken finden
sich die Protektoren auch an der
Der »Triple Lock«-Verschluss des
»Maxiom Rig Triple« lässt sich einfach
bedienen und bietet ein Plus
an Sicherheit.
Hüfte wieder. Bei anspruchsvollen
Arbeiten, bei denen eine Absturzsicherung
erforderlich ist, kommt
der »Flex Pro Plus« ins Spiel: Dieser
Auffanggurt soll auch bei längeren
Arbeitseinsätzen einen hohen Tragekomfort
sicherstellen. Zusätzlich
zu den Eigenschaften des »Flex
Pro« verfügt der »Flex Pro Plus«
über eine integrierte verschiebbare
Steigschutzöse.
Innovation neu
gedacht
Ideal für den Aufbau effizienter
Flaschenzugsysteme und Umlenkungen
in der Arbeitssicherheit
sowie technischen Rettung: Der
»Maxiom Rig Slider« vereint einen
groß dimensionierten Karabiner mit
einer kugelgelagerten Seilrolle.
Der hohe Wirkungsgrad von 94
Prozent sorgt für minimale Reibung
und zuverlässige Leistung –
auch unter Last. Die hohe Nutzlast
(WLL) von 400 kg macht ihn zum
robusten Begleiter. Dank seiner
ovalen Form bietet der »Maxiom
Rig Slider« ausreichend Platz für
Seile und Geräte, die sich durch
die große Schnapperöffnung mit
30 | Dezember 2025 Persönlicher Schutz
Keylock-Nase besonders komfortabel
einlegen lassen. Mit dem
kompakten, automatischen Slider-Verschluss
ist das Handling
besonders einfach und gleichzeitig
sicher. Der »Maxiom Rig Triple«
unterscheidet sich zum »Slider« nur
durch den Verschlussmechanismus:
der »Triple Lock«-Verschluss lässt
sich einfach bedienen und bietet
ein Plus an Sicherheit.
Neue Standards in der
PSAgA-Unterweisung
Die Unterweisung im Umgang mit
Persönlicher Schutzausrüstung
gegen Absturz (PSAgA) gehört
zu den zentralen Bausteinen der
Arbeitssicherheit. Mit der Einführung
des Blended-Learning-
PSAgA-Konzepts überarbeitet die
Edelrid Academy in Zusammenarbeit
mit der Agora-Akademie
die Ausbildung in diesem Bereich.
Das Modell kombiniert interaktives
E-Learning mit praxisnahen Präsenzunterweisungen
und sorgt so
für eine effiziente und nachhaltige
Wissensvermittlung.
Der theoretische Teil der Unterweisung
wird über eine moderne
E-Learning-Plattform vermittelt,
die durch interaktive Inhalte, praxisnahe
Simulationen und gezielte
Lernerfolgskontrollen besticht.
Teilnehmende können sich
so zeit- und ortsunabhängig das
notwendige Wissen aneignen –
mit maximaler Flexibilität und in
ihrem eigenen Lerntempo. Der
praktische Teil findet weiterhin vor
Ort und arbeitsplatzbezogen mit
erfahrenen Trainingspartnern der
Edelrid Academy statt. Hier wird
das theoretische Wissen in realen
Anwendungsszenarien vertieft, um
die Teilnehmenden optimal auf die
sichere Anwendung der PSAgA vorzubereiten.
Thomas Grögel vom Kölner
Seilkommando fasst zusammen:
»Mit dem Blended-Learning-Modell
haben wir unsere Unterweisungen
auf ein neues Niveau gehoben. Die
Theorie läuft strukturiert und flexibel
über E-Learning – und wir können
den Praxistag voll auf die Anwendung,
Diskussion und individuelle
Betreuung fokussieren. Das spart
Zeit, sichert Qualität und kommt
bei unseren Teilnehmenden hervorragend
an. Für uns als Anbieter ist
es ein echter Effizienzbooster – und
gleichzeitig ein modernes Signal
an unsere Kundschaft: Wir denken
Ausbildung weiter.«
Zusätzlich zur Blended-Learning-Unterweisung
gibt es ab sofort
das PSAgA-Handbuch der Edelrid
Academy. Hierin finden sich alle
relevanten Inhalte zur Benutzung von
PSAgA und zu Rettungen nach den
DGUV-Regeln 112-198/199.
Die breiteste Palette
an ATEX-Produkten
90
ARTIKEL
Der Hüftgurt des
»Flex Pro« ist anatomisch
vorgeformt
und bietet mit vier
Materialschlaufen
ausreichend Stauraum
für Verbindungsmittel
und
Werkzeug.
ZONE 1
Persönlicher Schutz
www.kratossafety.com
Dezember 2025 | 31
Den Rücken entlasten –
die Gesundheit steigern
[ HTRIUS ] Wird das
Muskel-Skelett-System
des Menschen auf Dauer
falsch belastet, wirkt sich
das negativ auf die Haltung
aus. Daraus resultieren
Rundrücken einhergehend
mit Rückenschmerzen.
Fitnesstraining und Sport
können diesen Beschwerden
zwar entgegenwirken, doch
oft sind Schäden nur schwer
zu beheben. Einfacher wären
Präventionsmaßnahmen wie
das »BionicBack«, das den
Rücken gerade hält und so
zu einer besseren Haltung
beiträgt.
Das »BionicBack« schützt
die Wirbelsäule, verbessert
die Körperhaltung und hilft,
Muskel-Skelett-Erkrankungen
vorzubeugen.
HTRIUS (2)
Auf dem Bau reduziert das »Bionic-
Back« die Belastung bei schweren
oder bückenden Tätigkeiten.
Das passive Exoskelett »BionicBack« hat sich
längst in zahlreichen Unternehmen etabliert –
von der Logistik über den Bau bis hin zum Handel. Es
unterstützt Mitarbeitende bei körperlich belastenden
Tätigkeiten, indem es beispielsweise für eine um
37 Prozent bessere Haltung beim Heben sorgt. So
werden Ermüdungserscheinungen um bis zu 86 Prozent
reduziert. Auch Rückenschmerzen treten seltener
auf, sodass Ausfallzeiten gesenkt werden. Gleichzeitig
steigert das »BionicBack« das Wohlbefinden
im Arbeitsalltag.
»Das ›BionicBack‹ ist kein Zukunftsprodukt mehr,
sondern gelebte Realität in vielen Betrieben«, sagt Geschäftsführer
Dominik Heinzelmann. »Wer über gesunde
Arbeitsplätze spricht, kommt an körpergetragenen
Unterstützungssystemen heute nicht mehr vorbei.«
Praxis hautnah erlebt
Die Besucher der A+A konnten am hTrius-Stand
selbst erleben, wie sich Entlastung anfühlt. Neben
dem klassischen »BionicBack« wurde auch das neue
Modell »BionicBack Move« vorgestellt, das speziell
für dynamische Tätigkeiten mit häufigem Wechsel
zwischen Stehen, Gehen und Sitzen entwickelt
wurde. Unter dem Motto »#EntlastungZumAnziehen«
machte das Unternehmen auf der Messe deutlich,
worin seine Mission besteht: Arbeit gesünder, leichter
und menschlicher zu gestalten. Denn gesunde Mitarbeitende
sind die Basis für eine nachhaltige und
sichere Arbeitswelt.
UNTERNEHMEN
Die hTRIUS GmbH aus Horb am Neckar entwickelt
und produziert Exoskelette »Made in
Germany«, die körperlich arbeitenden Menschen
in verschiedenen Branchen spürbar entlasten.
Das Unternehmen engagiert sich dafür, dass
Menschen ihr Arbeitsleben gesund, leistungsfähig
und schmerzfrei gestalten können – Tag für Tag.
32 | Dezember 2025 Persönlicher Schutz
»Voss Empor«:
Smarte Modularität
trifft modernes Design
[ VOSS ] Mit dem neuen »Voss Empor« erweitert der
Hersteller aus Burgwedel sein Sortiment um einen Premium-
Arbeitsschutzhelm, der höchste Sicherheitsstandards
gemäß den Anforderungen der EN 397 Typ 2 mit modernem
Design und maximaler Flexibilität verbindet.
450
GRAMM
Der »Voss
Empor« bringt ein
Gesamtgewicht von
450 g auf die Waage.
Für den professionellen Einsatz auf Baustellen, in der
Höhe oder in technischen Einsatzbereichen bietet
der Helm ein breites Spektrum an Schnittstellen für
Zubehör: Seitliche 30-mm-Stecktaschen ermöglichen
die Montage gängiger Gehörschutzsysteme. Zusätzliche
seitliche Aufnahmen sind für Visier- und Gesichtsschutzlösungen
vorgesehen. Sowohl an der Vorder- als auch
an der Rückseite befinden sich weitere Stecktaschen
für Zubehör, flankiert von insgesamt vier umlaufend
angeordneten Clips, die eine stabile Befestigung von
Stirnlampen oder anderen Tools erlauben. Zudem verfügt
der »Voss Empor« über eine serienmäßige Alterungsanzeige,
sodass die Haltbarkeit jederzeit im Blick bleibt.
Für bestmöglichen Tragekomfort
Ein zentrales Komfortmerkmal ist das Belüftungskonzept:
Anpassbare Öffnungen mit herausnehmbarer
Vergitterung sowie ein EPS-Schaumkern mit integrierter
»Air-Channeling«-Struktur sorgen für eine effektive
Luftzirkulation. Die Innenausstattung ist modular aufgebaut
und folgt dem »Click & Change«-Prinzip, das
den schnellen Austausch von Komponenten ermöglicht.
Ergänzend dazu stehen ein höhenverstellbares Kopf-
und Nackenband sowie ein umlaufendes, vollständig
austauschbares Schweißband mit wattiertem Komfortpolster
zur Verfügung. Für zusätzlichen Tragekomfort
Cordula Freiberg und Steve Hein präsentieren auf
der A+A den neuen, nach EN 397 Typ 2
zertifizierten Premium-Schutzhelm »Voss Empor«.
ist die Kopfauflage mit einem ergonomisch geformten,
gepolsterten Inlay ausgestattet, das sich leicht entnehmen
und ersetzen lässt.
Der werkseitig vormontierte Vier-Punkt-Gabelkinnriemen
mit seitlicher Y-Führung und Kinnpolster
gewährleistet hohen Halt und Stabilität, insbesondere
bei Arbeiten über Kopf oder in bewegungsintensiven
Situationen. Die Größenanpassung erfolgt über einen
gummierten Drehverschluss mit ergonomischer Komfortauflage
und lässt sich stufenlos im Bereich von 52
bis 63 cm vornehmen. Trotz seiner robusten Bauweise
bringt er lediglich rund 450 g auf die Waage – ein Vorteil,
der sich besonders bei langen Tragezeiten bemerkbar
macht.
Ein zentrales
Komfortmerkmal
ist das Belüftungskonzept.
EMILIE PLATH
VOSS
NEU
MOVE-EASY
Leichte Workwear mit Stretch und elastischen
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Dezember 2025 | 33
Der »Zenith X Max«
bietet mehr Komfort
und Sicherheit für
eine deutlich größere
Nutzergruppe.
KASK
Kopfschutz mit
»Wow«-Effekt
[ KASK ] Der italienische Hersteller Kask hat auf der A+A seine »Wow«-
Kampagne in den Fokus des Messeauftritts gerückt: »Wow« steht für
»With one wear« und soll das Tragegefühl der Kask-Helme besonders
unterstreichen. Sie verbinden eine optimale Passform mit hohem Komfort
und schaffen so Vertrauen in den Kopfschutz. Ziel der Kampagne ist es
außerdem, so das Unternehmen, den »klar spürbaren Unterschied zu
kommunizieren, den man schon beim ersten Tragen eines Kask-Helms
erlebt« – eben der »Wow«-Effekt.
Ein besonderes Highlight auf
der A+A war die Präsentation
des »Zenith X Max«, der den
Größenbereich auf bis zu 66 cm
Kopfumfang erweitert.
66
ZENTIMETER
Der »Zenith X Max«
erweitert den Größenbereich
auf bis zu
66 cm Kopfumfang.
Ein besonderes Highlight am Messestand war dabei
die Präsentation des »Zenith X Max«: Der Industrieschutzhelm
erweitert als einziger Helm am Markt, so Kask,
den Größenbereich auf bis zu 66 cm Kopfumfang. Damit
bietet er mehr Komfort und Sicherheit für eine deutlich
größere Nutzergruppe – ohne Kompromisse bei der
Leistung und Schutzwirkung. »Kask hat eine Lücke auf
dem Markt erkannt: Es fehlte ein Industrieschutzhelm, der
größere Kopfgrößen berücksichtigt. Rückmeldungen aus
der Branche zeigten, dass viele Arbeiter Schwierigkeiten
hatten, einen EN-397-konformen Helm mit gutem Sitz
zu finden«, so Alex Dabelstein, Global Head of Sales von
Kask Safety. »Basierend auf praxisnaher biometrischer
Forschung hat Kask einen Helm entwickelt, der allen
Arbeitern Sicherheit und Tragekomfort bietet und den
›Wow‹-Effekt für alle Beschäftigten erlebbar macht.«
JESSY VON BERG
Helmserie aktualisiert
Ein weiteres zentrales Thema am Stand von Kask
war die aktualisierte »Quantum«-Serie – der speziell
entwickelte Helm für den Einsatz bei Waldbrandbekämpfung,
technischer Rettung und Bergrettung. In
seiner neuesten Weiterentwicklung ist »Quantum«
jetzt auch für Wasserrettungseinsätze geeignet – mit
den optional erhältlichen »Quantum«-Schutzplatten
erfüllt er zusätzlich zur EN 16471, EN 16473 und
EN 12492 nun auch die EN 1385 für Kanusport
und Wildwasseranwendungen — und stärkt damit
weiter ihre Position als Referenzlösung für Einsatzkräfte,
die mit zunehmend komplexen Umwelt- und
Naturkatastrophenszenarien konfrontiert sind.
Bedeutung der EN 397-Norm
Weiterhin spielte die aktualisierte EN 397-Norm eine
wichtige Rolle, denn sie stellt einen entscheidenden
Moment für die gesamte Sicherheitsbranche dar. »Das
ist nicht nur eine Überarbeitung, sondern eine echte
Weiterentwicklung. Die neue EN 397 wird nicht nur
die Sicherheit erhöhen, sondern auch für mehr Klarheit
sorgen und Endanwender in die Lage versetzen,
fundiertere Entscheidungen im Bereich des Kopfschutzes
zu treffen. Für Hersteller schafft sie einen
stärkeren regulatorischen Rahmen mit Fokus auf die
Produktleistung, reduziert Interpretationsspielräume
und bringt die Helmanforderungen näher an die tatsächlichen
Risiken heran, denen Arbeiter ausgesetzt
sind«, erklärt Marta Beltramello, Sales and Marketing
Director bei Kask Safety. »Kask ist stolz darauf, von
Anfang an eine aktive Rolle in diesem Transformationsprozess
gespielt zu haben – durch die Mitarbeit in der
Arbeitsgruppe, die den neuen Standard ausgearbeitet
hat, und durch das konsequente Eintreten für einen
bedeutungsvollen Wandel.«
Kask plant, seine Helmkollektionen sofort nach
der Harmonisierung der Norm zu aktualisieren. So
bekräftigt das Unternehmen erneut nachdrücklichsein
Engagement für Innovation und Sicherheit. Im
Jahr 2025 hat Kask außerdem die Zertifizierungen
ISO 9001 und ISO 14001 erhalten und damit seine
Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme weiter
gestärkt.
34 | Dezember 2025 Persönlicher Schutz
ANZEIGE
©hTRIUS GmbH
Förderung durch die BG BAU: Rückengesund
arbeiten mit dem BionicBack Exoskelett
Auf Baustellen zählen jeder Handgriff und
jeder Rücken. Wer tagtäglich hebt, trägt,
sich bückt oder in gebückter Haltung
arbeitet, weiß, wie sehr der Rücken belastet
wird. Doch das muss nicht so bleiben. Mit
dem BionicBack Exoskelett von hTRIUS
wird körperliche Arbeit spürbar leichter.
Und dank der BG BAU-Förderung jetzt auch
finanziell besonders attraktiv.
Entlastung, die sich auszahlt
Die BG BAU unterstützt Unternehmen bei der
Anschaffung ergonomischer Hilfsmittel.
Das BionicBack ist als förderfähige Arbeitsschutzmaßnahme
anerkannt. So profitieren
Betriebe doppelt: Mitarbeitende werden wirksam
entlastet, gleichzeitig sinken Ausfallzeiten
und körperliche Belastungen.
Entwickelt für den Bau,
gemacht für harte Bedingungen
Das BionicBack Exoskelett wurde speziell für
körperlich fordernde Tätigkeiten entwickelt.
Es ist leicht, robust und intuitiv anzulegen.
Die bionische Rückenstruktur reduziert die
Belastung der Wirbelsäule um bis zu 30 %,
unterstützt beim Bücken und Heben und
fördert eine natürliche, aufrechte Haltung.
„Die Arbeit auf dem Bau verlangt täglich
Höchstleistung. Gerade bei Tätigkeiten wie
Pflasterarbeiten, im Tief- und Straßenbau
oder bei wiederholtem schweren Heben
sind Rückenschmerzen leider an der Tagesordnung“,
erklärt Dominik Heinzelmann, Geschäftsführer
von hTRIUS. „Unser BionicBack
wurde genau für diese Belastungen entwickelt.
Dass die BG BAU diese Technologie
jetzt fördert, ist ein starkes Signal für die
Gesundheit der Beschäftigten.“
häufig zwischen Bewegung und sitzenden
Phasen gewechselt wird, zum Beispiel im
Bagger, Radlader oder Transporter. So wird
das Exoskelett zum praktischen Werkzeug im
Arbeitsalltag.
Ein Gewinn für Rücken und Betrieb
Ob beim Pflastern, Mauern oder im Tiefbau –
das BionicBack entlastet dort, wo körperliche
Arbeit den Rücken besonders fordert.
Mitarbeitende spüren sofort die Unterstützung
beim Bücken, Heben und Halten
und können länger konzentriert und schmerzfreier
arbeiten. Das steigert nicht nur das
Wohlbefinden, sondern auch die Motivation
und Zufriedenheit im Team.
Auch für Unternehmen zahlt sich der Einsatz
aus. Durch die spürbare Reduktion
körperlicher Belastung sinken krankheitsbedingte
Ausfalltage, während Produktivität
und Arbeitssicherheit steigen. Mit der BG
BAUFörderung und der neuen BionicBack
MOVEVariante wird ergonomische Unterstützung
auf dem Bau nicht nur effektiver,
sondern auch wirtschaftlich besonders
attraktiv.
BionicBack MOVE – optimiert für alle,
die zwischen Stehen, Gehen und Sitzen wechseln
Neben dem klassischen BionicBack bietet
hTRIUS jetzt das BionicBack MOVE an. Diese
Variante ist ideal für Tätigkeiten, bei denen
Mehr Informationen unter:
www.htrius.com
Persönlicher Schutz
Dezember 2025 | 35
Die »Herwe Orange Fresh Abrasive
Wipes« sind mit einer
hochaktiven Reinigungslösung
getränkt und funktionieren
ganz ohne Wasser.
HERWE
Schonende
Augenspülung mit
»Aqua Push«
Innovation bei
der Händereinigung
Mit dem gleichmäßig breitstrahlenden
Wasserstrahl
reinigt »Aqua Push« das
kontaminierte Auge effektiv
und schonend.
[ HERWE ] Produkte und Lösungen zur Händereinigung
lassen sich selten »revolutionieren«. Der Sinsheimer
Hersteller Herwe hat sich dennoch etwas Neues einfallen
lassen und stellt zwei Produkte vor, die »ohne« auskommen.
EKASTU
Unter dem Namen »Herwe
Orange Fresh Abrasive Wipes«
bringt der Hersteller neue Handreinigungstücher
auf den Markt, die
ganz ohne Wasser funktionieren. Sie
sind fusselfrei und mit einer hochaktiven
Reinigungslösung getränkt.
Ihre abrasive Wirkung entfalten sie
durch einseitig eingewebte Fasern.
Die »Rückseite« ist sanfter, glatter
und eignet sich deshalb auch für
mildes Nachreinigen. Außerdem
sind die Tücher frei von Silikon und
Kohlenwasserstoffen.
Das zweite »Ohne«-Produkt
hört auf den Namen »Sedasan
BlueMaX«: Dieses Reinigungsgel
verzichtet auf hautirritierende Reibekörper
und kommt ebenfalls ohne
Silikon und Lösemittel aus. Außerdem
ist es vegan, pH-neutral und
dermatologisch getestet. »Sedasan
BlueMaX« wurde speziell für den
Heavy-Duty-Einsatz in Industrie und
Gewerbe konzipiert, wirkt aber trotz
der kraftvollen Reinigungswirkung
hautschonend und ist mit natürlichen
Rückfettern angereichert.
Auf der A+A stand
Fachberater Jens-Uwe
Herzog zu allen Fragen
rund um das Thema
Waschraumhygiene mit
Rat und Tat zur Seite.
So wird auch eine sparsame Anwendung
ermöglicht, die gleichzeitig
den Nachhaltigkeitsanspruch von
Herwe unterstreicht.
Nachhaltig
und wirtschaftlich
Herwe-Vertriebsleiter Rolf Hauber
erklärt: »Bei beiden Produkten
legen wir auch Wert auf den wirtschaftlichen
Aspekt. Die Tücher
können mehrfach genutzt werden
und die Reinigungslösung ist äußerst
sparsam im Verbrauch.« Die
»Herwe Orange Fresh Abrasive
Wipes« gibt es im praktischen
Spendereimer mit 100 Stück Inhalt.
»Sedasan BlueMaX« bietet
das Unternehmen in zahlreichen
Gebinde-Varianten an, u. a. in Flaschen
für das bewährte »Viva«-
Spender-System.
JESSY VON BERG
[ EKASTU ] Seit über 90 Jahren ist das
Familienunternehmen Ekastu Safety erfahrener Hersteller
von u. a. Augenspülflaschen nach DIN EN 15154-4. Um
das entsprechende Produktportfolio zu erweitern, hat das
Unternehmen unter dem Namen »Aqua Push« nun eine
Augendusche mit Wasseranschluss vorgestellt.
Die Augendusche »Aqua Push«
entspricht der Produktnorm
DIN EN 15154-2 und ist für zahlreiche
Bereiche, wie z. B. Industrie,
Labore, Universitäten und Schulen
ideal geeignet. »Aqua Push« erlaubt
das sorgfältige Ausspülen der
Augen nach einem Augenunfall als
Erste-Hilfe Maßnahme. Die Ekastu-
Augendusche wird durch einfaches
Anschließen an die vorhandene
Kalt- / Trinkwasserleitung in Betrieb
genommen. Praktisch: »Aqua Push«
ist ideal für die Wandmontage geeignet.
Das Wandmontage-Set ist
im Lieferumfang bereits enthalten.
Ein leicht zu reinigender, flexibler
Brauseschlauch mit Knickschutz
und genormtem ½-Zoll-Anschluss
(nach ISO 228) sowie ein Hinweisschild
für die normgerechte
Kennzeichnung der Einrichtung
komplettieren das Set.
Schonende Reinigung
»Aqua Push« zeichnet sich durch
einen ergonomisch geformten
Brausekopf, gefertigt aus hochwertigem
Medizinmaterial, aus, welcher
das zu spülende Auge sanft
umschließt und den Lidschlussreflex
vermeidet. Ein Staubschutzdeckel
schützt die Augendusche
vor Verunreinigung. Der gleichmäßig
breitstrahlende Wasserstrahl
der Ekastu-Augendusche »Aqua
Push« sorgt für ein effektives, aber
dennoch schonendes Spülen des
kontaminierten Auges.
UNTERNEHMEN
Das 1933 gegründete Unternehmen
Ekastu Safety produziert
bis heute Persönliche Schutzausrüstung,
insbesondere Atemund
Augenschutz sowie Medizinprodukte
zur Ersten Hilfe. Das
Traditionshaus legt großen Wert
auf einen kompetenten und zuverlässigen
Kundenservice sowie
auf einen besonders schnellen
Versand von bestellten Produkten.
36 | Dezember 2025 Persönlicher Schutz
In Kombination mit
einer Gebläseeinheit
und zugelassenen Filtern
kann der »SR 575«
als Teil eines Atemschutzsystems
mit
Gebläseunterstützung
genutzt werden.
Sicherheit und
Komfort in
einem Helm
SUNDSTRÖM
MOTION PWR.
WORK WITH POWER
[ SUNDSTRÖM ] In modernen Industrieumgebungen sind
Sicherheit und Komfort entscheidend für effizientes
Arbeiten. Der neue »SR 575«-Industrie-Schutzhelm mit
hochklappbarem Visier kombiniert beides – und mehr. Mit
seinem ergonomischen Design und dem leichten Aufbau
bietet dieser Helm einen ausgewogenen Schutz für Kopf,
Augen und Atemwege.
Das Design des Helms ist in
erster Linie auf Komfort ausgelegt:
Der niedrige Schwerpunkt
und die gleichmäßige Gewichtsverteilung
reduzieren Ermüdung bei
langen Arbeitsschichten, während
das verstellbare Kopfband für eine
sichere und individuelle Passform
sorgt. Die glatte, stromlinienförmige
Oberfläche erleichtert die Reinigung.
Die robuste Konstruktion
soll eine konstante Leistung selbst
unter anspruchsvollen Bedingungen
gewährleisten.
Hohe Flexibilität
Eine der größten Stärken des
»SR 575« ist nach Ansicht von
Sundström seine Vielseitigkeit: Das
System bietet eine breite Palette von
Zubehör, mit dem der Helm an unterschiedliche
Arbeitsanforderungen
angepasst werden kann. Das Klappvisier
ermöglicht zudem ein einfaches
Wechseln zwischen Aufgaben, ohne
den Schutz zu beeinträchtigen.
Zusammen mit der batteriebetriebenen
Gebläseeinheit »SR 500«,
»SR 500 EX« oder »SR 700« und
zugelassenen Filtern kann der
»SR 575« darüber hinaus als Teil
eines Atemschutzsystems mit Gebläseunterstützung
genutzt werden.
Der Atemschlauch des Helms mit
Visier wird an das mit Filtern versehene
Gebläse angeschlossen. Der
in dem Visier entstehende Überdruck
verhindert Eindringen von Partikeln
und anderen Verunreinigungen in die
Atemwege. Die Ausrüstung lässt sich
als Alternative zum Filterschutz in all
den Situationen verwenden, in denen
ein solcher empfohlen wird. Das gilt
insbesondere bei schweren, warmen
oder langwierigen Arbeiten.
...kurz
und
knapp...
Mit seinen ausgewogenen und
ergonomischen Eigenschaften ist
der »SR 575« besonders leicht
und bietet dem Benutzer einen
bequemen und sicheren Kopf-,
Atem- und Augenschutz.
HÖCHSTE REAKTIONSFÄHIGKEIT
VEREINT IN ATHLETISCHEN STYLES
• innovativer PWR.FOAM ® mit bis zu
70% Energierückgabe und
herausragender Stoßdämpfung
• federleichtes Gewicht und
hitzebeständige HRO Laufsohle
• optimaler Grip durch verschiedene Profilzonen
puma-safety.de
Persönlicher Schutz
Dezember 2025 | 37
MESSERÜCKBLICK
A+A
»Der Mensch zählt«:
Das war die A+A 2025
[ MESSE DÜSSELDORF ] Mit dem hehren Ziel, neue Impulse für Sicherheit und
Gesundheit am Arbeitsplatz zu setzen, bot die A+A auch in diesem Jahr eine
wichtige Plattform für zahlreiche Produktneuheiten, spannende Innovationen
und neue Denkansätze. An insgesamt vier Messetagen lieferten sowohl die
Fachmesse als auch der angeschlossene Kongress Einblicke in alle Aspekte
einer ganzheitlichen Präventionskultur: Unter dem Leitmotiv »Der Mensch zählt«
standen neben betrieblichem Gesundheitsmanagement auch der persönliche
Schutz sowie betriebliches Sicherheitsmanagement im Fokus. Zentrale Themen
waren außerdem erneut die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Jessy von Berg
Auch in diesem Jahr hat sich die A+A in Düsseldorf
als wichtiger Branchentreff und umfassende
Innovationsplattform erwiesen: Insgesamt verzeichnete
die Messe 2 340 ausstellende Unternehmen aus 70 Ländern,
die in 13 Messehallen die gesamte Bandbreite
an Produkten, Technologien und Innovationen für eine
sichere, gesunde und nachhaltige Arbeitswelt präsentierten.
Rund 67 000 Fachbesucher aus 150 Nationen
nutzten die Gelegenheit, um sich über die Trends und die
Zukunftsthemen der Branche zu informieren. Die Messe
Düsseldorf zieht als Veranstalter erneut eine durchweg
positive Bilanz und erklärt, die A+A habe insbesondere
durch ihre positive Besucherentwicklung ihre Bedeutung
als Weltleitmesse unterstreichen können. Überzeugt habe
die A+A in diesem Jahr zudem durch ihre hohe Internationalität
sowie durch eine spürbare Dynamik in allen
Messehallen. Das sei insbesondere auf die »erstklassige
Besucherqualität« zurückzuführen: Etwa 81 Prozent der
Befragten gehörten zu den Entscheidungsträgern aus
Industrie, Handwerk, Verwaltung und Dienstleistung und
nutzten die Messe, um sich zu vernetzen, Investitionen
anzustoßen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen.
Und rund 97 Prozent aller Besucher bestätigten, dass
ihre Erwartungen an die Messe voll erfüllt oder sogar
übertroffen wurden. Zu den Themen, die besonders viel
Aufmerksamkeit erregten, zählen Ergonomie, künstliche
Intelligenz (KI) und New Work.
»Die A+A hat ihre Rolle als globaler Treffpunkt
für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und als
wichtiger Wirtschaftsmotor für die Branche erneut
Die A+A 2025 präsentierte
neue Ideen, Produkte und
Lösungen für eine sichere,
effiziente und gesündere
Arbeitswelt.
38 | Dezember 2025
Themenschwerpunkt
eindrucksvoll bestätigt«, resümiert Marius Berlemann,
Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. »Hier werden
Investitionen getätigt, Partnerschaften geschlossen und
Innovationen erlebbar, die weltweit Standards setzen. Die
A+A 2025 hat gezeigt, welche gestalterische Kraft in
dieser Branche steckt – und wie eng nachhaltiger Erfolg
mit sicherem und gesundem Arbeiten verbunden ist.«
Ebenfalls zufrieden mit der Messe zeigt sich Stephan
Brück, CEO der Uvex Safety Group und Vorsitzender des
Ausstellerbeirats der A+A: »Von Düsseldorf aus entfaltet
die A+A eine enorme Strahlkraft. Sie verbindet Menschen,
Märkte und Innovationen – in Europa und weltweit. Als weltweit
führende Business-Plattform setzt sie entscheidende
Impulse für sichere und gesunde Arbeit«, so sein Fazit.
Innovationen für
die Arbeitswelt von morgen
Mit den Kernthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit
rückte die Messe zwei bedeutende Themen in den
Mittelpunkt, die es nicht zuletzt auch im Arbeits- und
Gesundheitsschutz zu berücksichtigen gilt. So bot die
A+A im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung
(PSA) beispielsweise eine Plattform, um die neuesten
Trends wie den Einsatz nachhaltiger Materialien in der
Herstellung abzubilden. Auch digitale Assistenzsysteme
für sicheres Arbeiten und Aspekte wie Ergonomie
spielten in den Messehallen eine tragende Rolle: So
zeigte der »Exo Park« neben Exoskeletten auch digitale
Ergonomie-Lösungen mit realitätsnahen Anwendungsszenarien
und machte so Zukunftstechnologien direkt
greifbar. Ein besonderer Impuls im Bereich Digitalisierung
ging dabei erneut von der internationalen Start-up-Zone
sowie dem Start-up-Bereich des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Energie (BMWE) aus, in denen junge
Unternehmen mit Kreativität und Innovationskraft zu
überzeugen wussten: Vorgestellt wurden u. a. sensorgestützte
Schutzsysteme, KI-Analysen sowie nachhaltige
Lösungen für mehr Sicherheit und Effizienz.
Aber auch Hersteller in den Bereichen Workwear
und PSA demonstrierten, dass die Branche nah am
Puls der Zeit geblieben ist: Moderne Schutzkleidung
vereint Design und Funktionalität mit Nachhaltigkeit
und konzentriert sich neben leichten Materialien und
smarten Features eben auch auf einen ressourcenschonenden
Herstellungsprozess. Auch das steigende
Bewusstsein für Komfort und Identität am Arbeitsplatz
prägten die vorgestellten Kollektionen.
Ergänzung durch
spannendes Rahmenprogramm
Um das Messenagebot abzurunden, bot die A+A auch
in diesem Jahr ein vielfältiges Rahmenprogramm, das
die Produktvorstellungen der Aussteller begleitete und
Fachwissen, Erlebnis und gesellschaftliches Engagement
miteinander verband. So fand beispielsweise in
Halle 15 erneut die »Corporate Fashion Show« statt,
die viermal täglich einen großen Publikumsmagneten
darstellte. Auf dem Catwalk präsentierten namhafte
Hersteller der PSA-Branche Kollektionen, die nachdrücklich
verdeutlichten, dass Design und Schutz
einander nicht ausschließen. Das »Trend Forum« wurde
MESSE DÜSSELDORF (2)
unterdessen zum Treffpunkt für Wissenstransfer und
Innovation: Fachleute diskutierten über Prävention,
mentale Gesundheit, KI und den verantwortungsvollen
Einsatz digitaler Technologien. Spannende Live-Vorführungen
im Bereich Brandschutz und Notfallmanagement
hingegen lieferten praxisnahe Einblicke in moderne
Sicherheits- und Rettungstechnologien.
Auch der parallel stattfindende 39. Kongress für Arbeitsschutz
und Arbeitsmedizin (A+A Kongress), ausgerichtet
von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und
Gesundheit bei der Arbeit (Basi), verzeichnete große Erfolge:
Rund 3 000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland
nahmen das Angebot aus rund 100 Veranstaltungen mit
330 Referenten in Anspruch. Neue Formate wie die »Vision
Zero«-Bühne in Halle 9 und das A+A-Kino brachten
Praxisnähe und hohe Besucherzahlen und ließen den
Kongress so näher ans Messegeschehen rücken. Beim
Tag der Sicherheitsbeauftragten standen die Zukunft und
Bedeutung der über 700 000 Sicherheitsbeauftragten
in Deutschland im Fokus. Teilnehmer konnten zudem
Zertifizierungspunkte für ihre berufliche Weiterbildung
erwerben. Inhaltlich spiegelte der Kongress die aktuellen
Herausforderungen und Chancen der Arbeitswelt wider:
Digitalisierung und KI im Arbeitsschutz, gesundheitsfördernde
Führung, Gewaltprävention am Arbeitsplatz
sowie Updates der Arbeitsmedizin gehörten zu den
zentralen Themen. Dr. Christian Felten, Geschäftsführer
der Basi, zog ein positives Fazit: »Der A+A-Kongress
2025 hat gezeigt: Prävention ist mehr als Theorie – sie
ist erlebbar und zukunftsweisend. Der Blick richtet sich
nun auf den 40. A+A-Kongress 2027 in Düsseldorf – mit
neuen Impulsen und dem Ziel, die Arbeitswelt sicherer
und gesünder zu gestalten.«
JVB
Die Messe
Die A+A ist die weltweit führende
Fachmesse für persönlichen Schutz,
betriebliche Sicherheit und Gesundheit
bei der Arbeit. Mit dem begleitenden
Internationalen Kongress
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bringt sie alle zwei
Jahre die internationale Fachcommunity in Düsseldorf
zusammen. Mit ihrem internationalen Messeportfolio
in Schlüsselmärkten wie China, Singapur, Thailand, der
Türkei, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten
vernetzt die Messe Düsseldorf Fachleute weltweit und
bietet Plattformen für Innovationen und Impulse für die
Arbeitswelt von morgen.
In Halle 15 fand
auch in diesem Jahr
viermal täglich die
»Corporate Fashion
Show« statt.
Gut zu
wissen
Die nächste A+A findet
voraussichtlich vom
19. bis 22 Oktober
2027 in Düsseldorf statt.
Messerückblick
Dezember 2025 | 39
SBM VERLAG (26)
Handschutz-Experte
Seiz nutzte die A+A,
um insgesamt elf neue
Modelle vorzustellen. Die
Schnittschutz-Range des
gesamten Portfolios reicht
von Level A bis F.
Hautschutzexperte Peter Greven
Physioderm nutzte die A+A nicht
nur, um über die Relevanz von
Hautschutz aufzuklären, sondern
auch, um die verschiedenen
Ausführungen der »VarioMat«-
Spender vorzustellen.
Wer einen robusten
Sicherheitsstiefel für die
kalte Jahreszeit sucht,
wird in der »Arctic
Grip«-Reihe von Elten
fündig: Die »Arctic
Grip«-Sohle bietet vor
allem auf glatten und
vereisten Oberflächen
bestmöglichen Halt.
Ferdinand Munk, Inhaber und
Geschäftsführer der Munk
Group, hat volles Vertrauen in die
Steigtechnik des Unternehmens,
die nach wie vor am Standort in
Günzburg gefertigt wird.
Fernando
Viscuña Gonzales
demonstrierte der
bauSICHERHEIT
auf der A+A die
Funktionsweise
des »Angel
React«-Systems
von Adresys.
40 | Dezember 2025
Messerückblick
Alexandra Dakic, Marketing
Managerin bei Rofa, zeigte dem
Team der bauSICHERHEIT
u.a. die neuen Hi-Vis-Modelle
der »Multi-Light«-Kollektion.
Edelrid hatte für die A+A
etliche Neuheiten im Gepäck,
darunter die neuen Gurte
der »Flex«-Reihe. Marketing
Coordinator Carina Dietrich
erläuterte die Unterschiede.
Rainer Füger, Sector
Manager Construction bei
Uvex, stand Messebesuchern
bei Fragen rund um das
Arbeitsschutz-Portfolio mit
Rat und Tat zur Seite.
Rothoblaas, hier vertreten durch Alberte
Omiccioli, hatte auf der A+A u.a.
verschiedene Helmmodelle im Gepäck.
Innovative Atemschutzlösungen
waren der Fokus
am Messestand von Optrel.
Eine breite Palette an Zubehör
macht die »SKB Steigleiter«
von Sicherheitskonzepte Breuer
flexibel einsetzbar, wie Marketing
Manager Jan Siebmans erklärte.
Messerückblick Dezember 2025 | 41
Der Kölner Hersteller BP zeigte am
Messestand u. a. seine »Hybrid«-
Kollektion, die hohen Tragekomfort
mit Sicherheit vereint. Die
Workwearlinie punktet außerdem
durch ihre Langlebigkeit.
Lena Bay Høland, Product
Manager bei Fristads,
präsentierte stolz die neue
»ComfortStep«-Linie. Damit
steigt das Unternehmen in das
Segment Sicherheitsschuhe ein.
Was die Handschuhe von Ejendals
im Einsatz leisten können,
demonstrierte Veronika Seliger,
Distribution Relationship Manager,
an der »Expert Station«.
Am Messestand von Tractel
stand das gesamte Team für
Fragen zur Verfügung.
»Njord« von Helly Hansen sorgt auch
bei schlechten Sichtverhältnissen,
z.B. in der Dunkelheit oder bei
Regen bzw. Schnee, für Sichtbarkeit
– und damit auch für Sicherheit.
42 | Dezember 2025
Messerückblick
Daniel Pusch am Messestand von
Kübler: Das Unternehmen rückte die
neue »Reforce«-Kollektion in den Fokus,
die in insgesamt vier Farbfamilien
verfügbar ist.
Kneetek präsentierte auf
der A+A sein Knieschutz-
Portfolio. Nina Dernedde
erklärte u.a. die Vorzüge
des »SlideOn« (links). und
des »WaveTek« (rechts).
Wie schnell und unkompliziert
sich der »Tele-Tower« von
Zarges aufbauen lässt, konnten
Messebesucher am Stand live
verfolgen.
Warn-, UV- und Hitzeschutz in
einem Produkt: Das verspricht
das neue Langarmshirt von
E.Cooline und Pervormance
International. Für Gabriele Renner,
E.Cooline-Gründerin, sind
Hightech und Klimaschutz fest
zusammengehörende Bausteine für
den Schutz von Outdoor-Workern.
Nach sechs Jahren
Messe-Abstinenz ist
Pionier Workwear,
hier vertreten
durch Brand
Director Stephan
Schölermann,
zurück auf der A+A.
Vorgestellt wurde
z.B. eine neue
Warnschutzkollektion.
Messerückblick Dezember 2025 | 43
Schöffel Pro hat sein Produktportfolio
um den Bereich Warnschutz erweitert.
Auch die robuste Hose »Meistermacher«
ist bereits in Hi-Vis-Ausführung erhältlich,
wie Geschäftsführer Thomas Bräutigam
auf der A+A zeigte.
Ondrej Karpita,
Roland Ecker und Reinhard
Taschner (v.l.n.r.) von
Teufelberger neben dem
neuen Matsteiger-Gurt
»Energy Pro Evo+« für
besonders anspruchsvolle
Anwendungen.
Die PSA-Lösungen von Abus
erregten auf der A+A viel
Aufmerksamkeit.
Andrea Marian (links) und Pauline
Odier (rechts) vom Hersteller
Cover Guard stellten die neuen
Sicherheitsstiefel »X-Claw Proof«
und »X-Claw Robust« vor, die für
die Anforderungen auf Baustellen
ausgelegt sind.
Norbert Selle,
Global Public
Relations für die
Marke Gore-Tex,
erläuterte die
Vorzüge der »Gore-
Tex«-Membrane für
Sicherheitsschuhe.
44 | Dezember 2025
Themenschwerpunkt
Messerückblick
ADOBE STOCK
Gut ausgeleuchtete Baustellen
tragen zu einer höheren Sicherheit
bei und reduzieren das
Risiko von Unfällen, Diebstahl
und Vandalismus erheblich.
BOELS RENTAL (2)
Reibungslose Abläufe auf
winterlichen Baustellen sicherstellen
[ BOELS RENTAL ] Mit dem Einbruch der kalten Jahreszeit stehen
Bauunternehmen vor ganz besonderen Herausforderungen: Frostige
Temperaturen, kürzere Tage und wechselhafte Witterungsbedingungen
erschweren die Arbeit. Boels Rental, eines der führenden Baumaschinenund
Vermietungsunternehmen Europas, kennt die typischen Winterprobleme
auf der Baustelle und bietet praxisnahe Lösungen für jede Herausforderung.
Der Boden ist gefroren, die Luft ist feucht und
der frisch aufgetragene Putz will einfach
nicht trocknen. Solche Baustellenszenarien sind
im Winter keine Seltenheit. Frost und hohe Luftfeuchtigkeit
verzögern nicht nur den Baufortschritt,
sondern können auch Materialien wie Estrich, Putz
oder Farbe nachhaltig schädigen. Gleichzeitig
steigt in halbfertigen Gebäuden das Risiko von
Schimmelbildung. Entscheidend ist ein stabiles
Raumklima – also das optimale Zusammenspiel
von Beheizung, Entfeuchtung und Luftzirkulation.
Boels unterstützt Bauunternehmen mit über
30 verschiedenen Heizsystemen, Bautrocknern
und Ventilatoren, die sich flexibel an individuelle
Baustellen anpassen lassen. Das Ergebnis: ein
angenehmes Arbeitsklima und zugleich ideale
Das 400-V-Akkupaket mit 90 kVA
und 128 kWh sorgt für eine
nachhaltige Energieversorgung
Bedingungen für temperaturempfindliche Bauarbeiten,
ganz ohne Verzögerungen.
Intelligente Nutzung
von Energie sicherstellen
Auf Baustellen, wo Heizsysteme, Bautrockner
und Ventilatoren im Dauereinsatz sind, steigen
zwangsläufig auch die Anforderungen an die
Stromzufuhr. Damit die Versorgung unter dieser
Last nicht ins Wanken gerät, ist ein durchdachtes
Energiemanagement gefragt. Eine effiziente
Lösung bietet das Prinzip des »Peak Shavings«:
In Zeiten geringer Last wird Strom in Batteriespeichern
gesammelt und bei Bedarf automatisch
abgerufen. So bleibt die Energieversorgung
auch bei Spitzenlasten stabil. Ergänzend sichern
mobile Stromaggregate des Vermietungsspezialisten
– auf Wunsch auch mit Biokraftstoff – die
kontinuierliche Energieversorgung. Professionelles
Monitoring und kompetente Beratung sorgen
dabei für maximale Sicherheit und unterstützten
dabei, die Betriebskosten nachhaltig zu senken.
Auch bei Dunkelheit
und Frost sicher arbeiten
Mit dem Einbruch der Dunkelheit endet der
Arbeitstag auf vielen Baustellen noch lange
nicht. Gerade in der Winterzeit, wenn die Tage
kurz und die Sichtverhältnisse schlecht sind, ist
eine zuverlässige Beleuchtung entscheidend:
Von stationären Lichtmasten bis hin zu mobi-
len LED-Systemen sorgt Boels mit moderner
Lichttechnik für eine optimale Ausleuchtung der
Baustelle. Zeitschaltuhren und Lichtsensoren
erhöhen die Energieeffizienz und reduzieren
unnötige Lichtemissionen. Gleichzeitig tragen
gut ausgeleuchtete Baustellen zu einer höheren
Sicherheit bei und reduzieren das Risiko von
Unfällen, Diebstahl und Vandalismus erheblich.
Akkus und Geräte
bei Kälte richtig schützen
In der Baubranche geht der Trend zu emissionsfreien
Maschinen. Doch die moderne Akku-Technologie
stößt vor allem bei niedrigen Temperaturen an
ihre Grenzen: Lithium-Ionen verlieren an Leistung,
entladen sich schneller und benötigen deutlich
längere Ladezeiten. Dauerhafte Kälteeinwirkung
kann zudem die Lebensdauer erheblich verkürzen
– mit Folgen für Baufortschritt, Zeitpläne
und Budgets. Um dem gezielt vorzubeugen,
gibt es klare Handlungsempfehlungen: Akkus
sollten idealerweise bei Temperaturen zwischen
+5 und +20 °C in einem trockenen Umfeld gelagert
werden. Auf Wunsch unterstützt Boels
mit beheizbaren Lagercontainern und weiteren
praxisnahen Tipps für das Energiemanagement
von ECO-Geräten.
Kälte und Extremwetter müssen grundsätzlich
keinen Baustopp bedeuten: Mit der richtigen
Kombination aus Technik, Planung und Flexibilität
bleiben Bauprojekte auch unter widrigen
Bedingungen auf Kurs. Als einer der führenden
Anbieter im Bereich Maschinenvermietung
unterstützt Boels Rental Bauunternehmen mit
maßgeschneiderten Lösungen: von Heiz- und
Trocknungssystemen über moderne Energie- und
Beleuchtungstechnik bis hin zu intelligentem
Equipment-Management.
46 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Arbeiten unter
null: Baustelle
trifft Winter
Die BG Bau rät Unternehmen,
Baustellen
frühzeitig auf die Witterungsbedingungen
im
Winter vorzubereiten.
BG BAU
[ BG BAU ] Eisige Temperaturen,
rutschige Flächen und schlechte
Sicht: Wer im Winter draußen
arbeitet, ist höheren Gesundheitsund
Unfallrisiken ausgesetzt.
Die Berufsgenossenschaft der
Bauwirtschaft (BG Bau) zeigt, wie
sich die Gefährdungen minimieren
lassen, damit Beschäftigte auch bei
Minusgraden sicher arbeiten können
und gesund bleiben.
Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer
Leiter der Hauptabteilung Prävention der
BG Bau, betont: »Sicherheit im Winter ist kein
Zufall. Kälte, Schnee und Dunkelheit erschweren
den Arbeitsalltag auf Baustellen, und sie können
nicht nur zu mehr Unfällen führen, sondern auch
die Gesundheit belasten. Niedrige Temperaturen
beeinflussen zudem die Konzentrations- und
Leistungsfähigkeit, was die Sicherheit der Beschäftigten
zusätzlich gefährden kann. Wichtig ist,
dass Unternehmen und Beschäftigte gemeinsam
darauf achten, die Arbeitsbedingungen den
winterlichen Verhältnissen anzupassen. Schon
kleine Maßnahmen, wie klare Abläufe, geeignete
Schutzausrüstung und Aufwärmzeiten, verhindern
Unfälle und reduzieren Gesundheitsrisiken.«
Gefährdungsbeurteilung definiert
Maßnahmen
Die BG Bau rät Unternehmen, Baustellen frühzeitig
auf die Witterungsbedingungen im Winter
urteilung müssen die Unfall- und Gesundheitsgefahren
für die Beschäftigten ermittelt und
geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen
werden. Dazu gehört z. B. eine ausreichende
Beleuchtung: Gemäß der Technischen Regel
für Arbeitsstätten »ASR A3.4 Beleuchtung und
Sichtverbindung« benötigen Verkehrswege eine
Helligkeit von mindestens 20 Lux und Arbeitsplätze
je nach Tätigkeit bis zu 500 Lux.
Auch die Wege auf die Baustelle und zum
Arbeitsplatz sind regelmäßig zu prüfen und bei
Bedarf von Schnee, Matsch und Verunreinigungen
zu befreien. Verkehrswege müssen befestigt
und entwässert werden. Dafür eignen sich
z. B. Schotter oder rutschhemmende Matten. Auch
auf Gerüsten ist für einen rutschfreien Untergrund
zu sorgen. Ganz besonders ist auf die Sicherung
von nicht durchtrittsicheren Lichtbändern auf
Dächern zu achten. Diese sollten abgesperrt,
abgedeckt oder mit Netzen gesichert werden,
da sie bereits bei einer dünnen Schneedecke
nicht mehr erkennbar sind und so zur Absturzfalle
werden können.
Außerdem gilt es, Fahrzeuge winterfit zu
machen: Dazu gehören Winterreifen mit ausreichendem
Profil, Frostschutzmittel im Scheibenwischwasser
sowie Eiskratzer und Schneebesen
im Fahrzeug. In bergigen Regionen ist zusätzlich
der Einsatz von Schneeketten ratsam.
Gesundheit der
Mitarbeiter schützen
Um sicherzustellen, dass die Beschäftigten gesund
bleiben, rät die BG Bau für warme Pausenräume
vorzubereiten. Im Rahmen der Gefährdungsbeund
Toiletten zu sorgen. Beheizte Aufenthaltsräume
bieten beispielsweise die Möglichkeit,
die Kleidung zu wechseln, zu trocknen und
aufzubewahren und sich zwischendurch aufzuwärmen.
Gemäß Technischer Regel für Arbeitsstätten
»ASR A3.5 Raumtemperatur« sind für
Pausenräume und Toiletten 21 °C erforderlich.
An besonders kalten Tagen sollten außerdem
bewegungsarme Tätigkeiten oder Arbeiten in
Zwangshaltung vermieden werden. Wenn möglich,
sollten sich Beschäftigte bei Arbeiten im
Freien abwechseln oder Tätigkeiten in wärmere
Bereiche, z. B. ins Gebäudeinnere oder in eine
beheizte Fahrerkabine, verlegen. Beschäftigten
sollten regelmäßige Arbeitsunterbrechungen
und Pausen zum Aufwärmen ermöglicht werden.
Ebenso betont die BG Bau, wie wichtig witterungsangepasste
Bekleidung ist: Sie bietet
Beschäftigten am Bau Schutz vor Kälte, Wind und
Nässe. Neben Jacken, Hosen, Winterschuhen,
Mützen und Handschuhen kann beim Arbeiten
im Freien auch Thermounterwäsche sinnvoll sein.
Für Kälte- und Wetterschutzkleidung ist gemäß
DGUV Vorschrift 1 »Unfallverhütungsvorschrift
Grundsätze der Prävention« der Arbeitgeber
zuständig.
Gemäß Technischer Regel
für Arbeitsstätten »ASR A3.5
Raumtemperatur« sind für
Pausenräume und Toiletten
21 °C erforderlich.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 47
Mehr Sicherheit
für Europas
Baustellen
Baugeräte mit leistungsfähigen Akkus
reduzieren neben Emissionen und
Vibrationen auch Stolperfallen durch
herumliegende Elektrokabel.
[ MILWAUKEE ] Im europäischen Maßstab zählen Baustellen zu den
gefährlichsten Arbeitsplätzen – mit alarmierend hohen Unfallzahlen,
mangelhaften Schutzmaßnahmen und vermeidbaren Gesundheitsgefahren.
Eine von Milwaukee in Auftrag gegebene Studie analysiert die Risiken und
gibt Handlungsempfehlungen. Ein neues White Paper fasst die Ergebnisse
zusammen und zeigt auf, wie sich durch bessere Ausrüstung, gezielte
Schulung und hochwertigere Persönliche Schutzausrüstung (PSA) Risiken
signifikant reduzieren lassen.
Jeder fünfte tödliche
Arbeitsunfall in der
EU ereignet sich in
der Bauindustrie.
Die Qualität und Eignung von
Werkzeugen und PSA sind entscheidend
für die Arbeitssicherheit.
Die Hälfte der Befragten
wünscht sich sicherere, besser
entwickelte Werkzeuge.
MILWAUKEE (2)
Laut der Studie, bei der mehr als 3200 Bauprofis in
14 europäischen Ländern befragt wurden, fühlen
sich zwar neun von zehn der Beschäftigten auf der
Baustelle »generell sicher«. Doch nur jeder Dritte gibt
an, sich wirklich »vollständig sicher« zu fühlen. Die
Diskrepanz offenbart eine problematische Realität:
Veraltete Verfahren, gefährliche Werkzeuge und unzureichende
Schutzkleidung führen europaweit zu rund
2,8 Mio. Arbeitsunfällen jährlich. Jeder fünfte tödliche
Arbeitsunfall in der EU ereignet sich in der Bauindustrie.
Fehlende Standards
bei Werkzeugen und PSA
Ein zentrales Ergebnis der Umfrage: Die Qualität und
Eignung von Werkzeugen und PSA sind entscheidend für
die Arbeitssicherheit. Die Hälfte der Befragten wünscht
sich sicherere, besser entwickelte Werkzeuge. Zudem
wird deutlich, wer auf dem Bau arbeitet, ist häufig und
regelmäßig schädlichen Emissionen ausgesetzt – insbesondere
durch benzinbetriebene Geräte, die nicht nur
akute Gefahren verursachen, sondern auch langfristige
Gesundheitsschäden nach sich ziehen. 33 Prozent der
im Baugewerbe Beschäftigten atmen etwa mehrere
Tage pro Woche gesundheitsschädliche Abgase ein.
Die Situation wird durch inadäquate oder unpassende
PSA zusätzlich verschärft. 47 Prozent der Fachkräfte
passen ihre Schutzausrüstung eigenständig an – ein
alarmierendes Zeichen dafür, dass Standardlösungen
oft nicht praxistauglich sind.
Fehlende Schulung
und langfristige Folgen
Das vorhandene Wissen um die Risiken ist ebenso besorgniserregend:
Nur 42 Prozent fühlen sich ausreichend
im Umgang mit Werkzeugen und Schutzmaßnahmen
geschult, 10 Prozent geben an, kaum oder keine Einweisung
erhalten zu haben. Diese Defizite schlagen
sich in der Unfallstatistik nieder: Über die Hälfte der
Befragten war bereits in bis zu fünf schwere Arbeitsunfälle
verwickelt. Langfristige Folgen wie Muskel-Skelett-Erkrankungen,
Hand-Arm-Vibrationssyndrom oder
chronische Lungenerkrankungen durch Staubbelastung
sind weit verbreitet – oft eine direkte Folge mangelhafter
Werkzeuge oder fehlender Schutzmaßnahmen.
Wege in eine sichere
Zukunft finden und gehen
Milwaukee wirbt für eine Verbesserung der aktuellen
Situation und ruft Unternehmen, Fachverbände sowie
politische Entscheidungsträger zu einem Umdenken auf.
Sicherheit müsse zur strategischen Priorität werden –
nicht zu Kostenstelle. Das White Paper formuliert klare
Handlungsempfehlungen: So reduziert der Umstieg
auf akkubetriebene Geräte nicht nur Unfallgefahren
durch Kabel oder Emissionen, sondern verbessert auch
die Luftqualität auf Baustellen. Investitionen in ergonomisch
gestaltete, zertifizierte PSA und Werkzeuge
zahlen sich langfristig durch geringere Ausfallzeiten,
weniger Ersatzbedarf und höhere Arbeitssicherheit
aus. Die Studie weist auch darauf hin, dass Sicherheit
bei der Schulung beginnt. Regelmäßige, verpflichtende
Trainings sollten zur Selbstverständlichkeit werden.
Ein weiterer Aspekt: Die Auswahl der PSA muss
stärker an die tatsächlichen Anforderungen angepasst
werden. Der hohe Anteil an eigenhändigen Modifikationen
durch Beschäftigte zeigt, dass viele der derzeit
eingesetzten Produkte nicht ausreichend auf die Praxis
abgestimmt sind.
48 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Eisfrei durch den Winter:
Nutzfahrzeuge von Schnee
und Eis befreien
[ MUNK ] Immer wieder kommt es im Winter zu Unfällen, weil sich Eisplatten
von Lkw-Dächern oder Bussen lösen. Mithilfe von Enteisungsanlagen und
Enteisungsgerüsten von Munk kann diese Gefahr gebannt und die Sicherheit im
Straßenverkehr deutlich erhöht werden. Mit stationären Anlagen und Gerüsten
in Modulbauweise sowie mobilen Enteisungsgerüsten führt das Unternehmen
ein breites Sortiment für mehr Sicherheit auf der Straße. Während stationäre
Installationen vor allem an Raststätten, Autohöfen oder direkt auf dem
Firmengelände zum Einsatz kommen, ist mit den mobilen Gerüsten auch
eine komplett ortsunabhängige »Enteisung to go« möglich.
Aluminiumprofilen mit einem Plattformbelag aus
Stahl-Gitterrost und stabiler Unterkonstruktion.
Auch das stationäre Gerüst mit einer Standardplattformlänge
von 5210 mm kann individuell an
die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.
Die stationären Konstruktionen sorgen mit Handläufen
an den Treppenaufstiegen, Geländern an
den Stirn- und Längsseiten sowie Sicherungstüren
für höchste Sicherheit beim Begehen und beim
Arbeiten an den Fahrzeugen.
MUNK
Sicherheit auf der Straße: Lkw-Fahrer können ihre Fahrzeuge
mithilfe von Enteisungsanlagen aus Günzburg von Schnee und Eis befreien.
Ob aus Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit, Zeitdruck
oder mangels passender Ausrüstung –
zu häufig versäumen Fern- und Busfahrer, die
Dächer und Planen ihrer Fahrzeuge von Schnee
und Eis zu befreien. Dabei ist die Enteisung der
Lkws und Busse keine Kür, sondern absolute
Pflicht. Die Straßenverkehrsordnung (StVO)
schreibt bereits in Paragraf 1 vor, dass kein anderer
Verkehrsteilnehmer gefährdet werden darf.
Gefahr erkannt,
Gefahr gebannt
Mit ihren Enteisungsanlagen und -gerüsten hat
die Munk Günzburger Steigtechnik eine passende
Lösung parat. »Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen
unsere Enteisungsanlagen auf ihren Betriebshöfen
installieren. Die schnee-, eis- und niederschlagsreichen
Winter sowie lange Kälteperioden
haben vielen gezeigt, wie wichtig die Enteisung
von Fahrzeugen ist. Die Nachfrage nach unseren
Enteisungsanlagen und -gerüsten ist stark
gestiegen«, sagt Ferdinand Munk, Inhaber und
Geschäftsführer der Munk Group. Das Plus an
Verkehrssicherheit lässt sich dabei sehr kurzfristig
realisieren, denn sämtliche Enteisungsanlagen
und -gerüste der Munk Günzburger Steigtechnik
sind innerhalb von zehn Tagen ab Werk lieferbar.
Modulsystem sorgt
für hohe Flexibilität
Die stationären Enteisungsanlagen und Gerüste
können sich Kunden der Munk Günzburger
Steigtechnik über ein praktisches Modulsystem
schnell, unkompliziert und kosteneffizient selbst
zusammenstellen. Für die Enteisungsanlagen
stehen drei verschiedene Plattformlängen (1 260,
1 860 oder 3 060 mm) mit dem dazugehörigen
Treppenmodul zur Auswahl. Die Anlagen bestehen
aus hochfesten, stabilen und besonders robusten
Vorkonfigurierte
Systeme verfügbar
Neu im Sortiment ist die bereits komplett vorkonfigurierte
Enteisungsanlage mit einer Gesamtplattformlänge
von 15,96 m und einer Plattformbreite
von 850 mm. Mit der Plattformhöhe von
3 m und einem 1,1 m hohem Geländer bietet
sie die idealen Arbeitsbedingungen für die Enteisung
oder auch die Wartung und Reparatur von
Lkw und Bussen. Auch mobil bietet die Munk
Günzburger Steigtechnik die Enteisung an. Die
mobile Variante des Enteisungsgerüsts ist über
vier Lenkrollen beweglich und lässt sich ganz
ohne Werkzeug schnell und sicher aufbauen.
Die Montage erfolgt über Steckverbindungen
und selbstverschließende Verschlussklauen.
Unter dem Motto »Enteisung to go« können
die Rollgerüste zum Transport auch in einem
Gitterrollwagen verstaut und auf einen Lkw geladen
werden, sodass sie besonders flexibel und
standortunabhängig eingesetzt werden können.
Praktisch: Die Enteisungsanlagen und -gerüste
der Munk Günzburger Steigtechnik können
das ganze Jahr über aufgebaut bleiben, sie sind
witterungsbeständig und wartungsfrei.
...kurz
und
knapp...
Die Munk Günzburger Steigtechnik
bietet eine breite Auswahl
an stationären Anlagen und Gerüsten
in Modulbauweise sowie
mobilen Enteisungsgerüsten zur
Enteisung von Lkw und Bussen.
Die Enteisung der Fahrzeuge
ist für den Fahrzeugführer eine
verpflichtende Aufgabe.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 49
Sicherheit im Winterbetrieb
mit dem »EisfreiGerüst«
[ KRAUSE ] Wenn Herbst und Winter näher rücken, ändert
sich nicht nur das Wetter, sondern auch das Risikoprofil.
Feuchtigkeit, Frost und Schneefall lassen innerhalb
weniger Stunden massive Eisplatten auf Lkw-Planen und
Fahrzeugdächern entstehen. Bereits wenige Zentimeter
gefrorenes Wasser können sich während der Fahrt lösen und
mit enormer Wucht auf nachfolgende Fahrzeuge treffen. Für
Unternehmen im Transportwesen bedeutet dies nicht nur
ein Sicherheitsrisiko, sondern auch mögliche Haftungs- und
Reputationsschäden.
Die Straßenverkehrsordnung verpflichtet Fahrzeugführer dazu, vor
Fahrtantritt für freie Sicht und die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs zu
sorgen. Wer ohne Enteisung startet, riskiert ein Verwarnungsgeld. Kommt
es infolge herabfallender Eisplatten zu einer Gefährdung oder einem Unfall,
drohen ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Bei Personenschäden
kommen strafrechtliche Tatbestände hinzu. Für Unternehmen bedeutet das
nicht nur Sicherheits-, sondern auch Haftungs- und Reputationsrisiken –
inklusive Ausfallzeiten, Versicherungsfälle und Ermittlungen. Unternehmen
müssen ihre Fahrer unterweisen und ihnen geeignete Mittel zur Verfügung
stellen, um die gesetzlich vorgeschriebene Enteisung sicher durchführen
zu können. Damit wird die Bereitstellung professioneller Lösungen, wie
etwa eines Enteisungsgerüstes, nicht nur zu einer Frage der Sicherheit,
sondern auch zu einer rechtlichen Notwendigkeit.
Modulares Gerüst als praxisnahe Lösung
Krause adressiert diese Gefahren mit dem praxistauglichen »Eisfrei-
Gerüst«-System. Es macht das Enteisen zur planbaren und standardisierten
Routine. Die Arbeitsplattform liegt auf einer Höhe von rund 3 m und
erlaubt den komfortablen Zugang zu Planen- und Kofferaufbauten. Ein
Fahrzeugdächer und Lkw-
Planen sicher enteisen: Das
»EisfreiGerüst«-System von
Krause erlaubt den komfortablen
Zugang zu Planenund
Kofferaufbauten.
rutschhemmender Treppenaufstieg, robuste Beläge und ein umlaufender
Seitenschutz garantieren ein Höchstmaß an Sicherheit, auch bei nassen
und glatten Witterungsbedingungen. Die Konstruktion lässt sich je nach
Platzverhältnissen sowohl freistehend mit Auslegern als auch wandgebunden
installieren.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems ist außerdem seine modulare Bauweise.
Die Gerüstlängen lassen sich in 3-m-Schritten anpassen. Dadurch
sind individuelle Lösungen für kleine Stellflächen ebenso möglich wie für
große Betriebshöfe. Standardlängen reichen dabei von 6 bis 18 m. Hinzu
kommt die Besonderheit der doppelten Lauffläche: Mithilfe des Geländer-
Erweiterungs-Sets wird auch die untere Ebene nutzbar. So lässt sich das
»EisfreiGerüst« in eine multifunktionale Arbeitsplattform verwandeln, die
auch außerhalb der Frostsaison für Wartungs-, Reinigungs- oder Kontrollarbeiten
genutzt werden kann.
KRAUSE (2)
A+A 2025 erfolgreich abgeschlossen
Im Rahmen der A+A in Düsseldorf präsentierte Krause
sein umfassendes Portfolio aus innovativer Steigtechnik,
individuellen Systemlösungen und praxisnahen
Sicherheitsdienstleistungen. Das Fazit des Messeauftritts
fällt eindeutig aus: Intensive Fachgespräche, ein
hoher Besucherzuspruch und großes Interesse an
zukunftsweisenden Lösungen bestätigten den klaren
Kurs des Unternehmens.
Über alle vier Messetage hinweg nutzten die Besucher die Gelegenheit,
sich über Neuheiten und bewährte Anwendungen aus dem Krause-Portfolio
zu informieren. Der Fokus lag dabei nicht nur auf Produkten, sondern
auch auf Konzepten, die Sicherheit und Effizienz verbinden. Besonders
gefragt waren Lösungen, die sich flexibel in bestehende Arbeitsprozesse
integrieren lassen und zugleich den gestiegenen Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung
entsprechen. Zu den Produkt-Highlights zählte
in diesem Jahr die »SkyMatic«, eine fahrbare Teleskop-Plattformleiter mit
groß dimensionierter Standfläche und umlaufender Absturzsicherung. Das
patentierte »ClickMatic«-System überzeugte die Besucher durch seine
schnelle Höhenverstellung und präzise Handhabung. Viele Anwender
nutzten die Gelegenheit, die Konstruktion direkt am Stand zu testen.
Ebenfalls im Mittelpunkt standen die teleskopierbaren Stufenleitern
und Doppelleitern, die Arbeiten
auf wechselnden Höhen und
auf unebenem Untergrund ermöglichen.
Die tiefen Stufen
verbessern den Standkomfort
und ermöglichen so längere
Arbeitsphasen ohne Ermüdung.
Auch die Sonderlösungen von
Krause erregten Aufmerksamkeit,
da sie individuell an die
jeweiligen Anforderungen angepasst
werden können.
Der Messestand von Krause war an
allen vier Messetagen gut besucht. Viele
Besucher nutzten die Gelegenheit für
eine persönliche Beratung.
50 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Bei der Einrüstung
kam zunächst der
kompakte »Böcker
Junior G« als Elektroaufzug
zum Einsatz.
sowie einen besonders belastbaren Pritschenboden.
Mit einer Schlittengeschwindigkeit bis
48 m/min ermöglichen die Böcker Schrägaufzügen
einen schnellen Materialtransport und
somit den zügigen Gerüstaufbau.
BÖCKER
Gerüstmontagen
ergonomisch und
effizient durchführen
[ BÖCKER ] Bei der Einrüstung einer 21 m hohen Industriehalle war
leistungsstarke Unterstützung gefragt. Vor dem Fenstereinbau, der
Fassadendämmung und der Anbringung der Fassadenverkleidung am Rohbau
erfolgte der Aufbau eines umfangreichen Gerüsts mit neun Etagen an drei
Gebäudeseiten – eine Herausforderung, die den schnellen und sicheren Transport
zahlreicher Gerüstbauteile in die Höhe nötig machte. Genau hier kamen die
Böcker-Gerüstaufzüge »Junior 24e G« und »Arriva G« zum Einsatz und bewährten
sich als unverzichtbare Unterstützung auf der Baustelle.
Während des Gerüstaufbaus übernahmen die
Aufzüge zuverlässig und kräfteschonend
den Transport sämtlicher Gerüstteile. Sowohl
schwere und sperrige Komponenten, wie Beläge,
Bordbretter, Stahlrahmen, Geländer und
Diagonalen, als auch kleinere Bauteile, wie
Anker, Kupplungen oder Ringschrauben, wurden
effizient in die jeweilige Arbeitshöhe befördert.
Dank dieser Unterstützung konnte das Gerüst
zügig Etage für Etage in die Höhe wachsen. Der
gesamte Aufbauprozess wurde dadurch nicht nur
deutlich beschleunigt, sondern auch sicherer und
ergonomischer gestaltet.
Starke Technik trifft
durchdachtes Design
Die Gerüstaufzüge von Böcker punkten durch
ihre Kombination aus Flexibilität, Leistung und
Robustheit. Ihre kompakte Bauweise und der
schnelle Aufbau vor Ort machen sie wendig und
vielseitig einsetzbar, selbst bei beengten Platzverhältnissen.
Die leichte Konstruktion ermöglicht
zudem den einfachen Transport per Pkw direkt
zur Baustelle. Das eingesetzte Schienenpaket
aus einer hochfesten Aluminium-Speziallegierung
sowie das robuste Fahrgestell gewährleisten
eine lange Lebensdauer. Für ergonomisches und
rückenschonendes Arbeiten sorgt die niedrige Beladehöhe
mit ausziehbarer unterer Verlängerung
und bodentiefer Gerüstpritsche. Diese speziell
entwickelte Pritsche ist für die Anforderungen
des Gerüstbaus konstruiert. Sie besitzt Halter
für Gerüstrohre, Ablageflächen für Kleinteile
Mit dem »Arriva G«
lassen sich bis zu
400 kg Nutzlast in
Höhen von bis zu
37 m transportieren.
Große Leistung
auf beengtem Raum
Bei der Einrüstung kam zunächst der kompakte
»Böcker Junior G« als Elektroaufzug zum
Einsatz. Ausgestattet mit einem Elektromotor,
230 V Ladetechnik und Akku transportiert er
Gerüstbauteile bis zu 250 kg nicht nur schnell,
sondern auch leise und emissionsarm in Höhen
bis 24 m. Der »Junior G« spielt besonders bei
beengten Platzverhältnissen seine Stärken aus.
Aufgrund seines innovativen Fahrgestells lässt
er sich leicht manövrieren und in kürzester Zeit
am Einsatzort positionieren. Der Aufbau erfolgt
schnell und werkzeuglos über vier fest montierte
Kurbelfallstützen, die mit wenigen Handgriffen
in die richtige Position gebracht und abgesenkt
werden. Die serienmäßige Funkfernbedienung des
elektrischen Akku-Aufzugs sorgt für maximalen
Bedienkomfort. Über sie lassen sich sowohl das
Schienenpaket aufrichten und austeleskopieren
als auch die Lasten verfahren. Neben der vollelektrischen
Version ist der »Junior G« auch als
Hybridaufzug oder mit Benzinmotor erhältlich.
Bis zu 400 kg in
große Höhen transportieren
Ergänzend unterstützt wurde der effiziente Aufbau
durch den Gerüstaufzug »Böcker Arriva G«,
der sich als Kraftpaket insbesondere für große
Höhen und schwere Lasten eignet. Mit einer
maximalen Förderhöhe bis zu 37 m gehört der
»Arriva G« zu den leistungsstärksten Schrägaufzügen
auf dem Markt. Er transportiert bis zu
400 kg Nutzlast und ist damit prädestiniert für
den Einsatz auf Großbaustellen. Die schwenk-
und ausziehbaren vorderen Spindelstützen
erlauben eine flexible Positionierung, während
die hinteren Kurbelfallstützen mit Rastbolzen
für einen schnellen, sicheren Stand sorgen. Der
Aufzug lässt sich optional mit einem Rangierantrieb
ausstatten, sodass er kräfteschonend
und schnell an den gewünschten Aufstellplatz
fährt. Auch bei der Steuerung bietet der »Arriva
G« mit seiner optionalen Standfernbedienung
ein hohes Maß an Komfort. Verfügbar ist er
wahlweise mit Diesel-, Benzin- oder Hybridantrieb
mit zusätzlichem Elektromotor.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 51
Ideallösung für die Realisierung
witterungsbeständiger Geländeranlagen:
eloxierte Aluminium-
Rohrverbinder von Brinck.
ERNST BRINCK (2)
Eloxierte
Alu-Rohrverbinder für
Geländer im Freien
[ ERNST BRINCK ] Die fast 500 Varianten umfassende Rohrverbinder-
Auswahl von Brinck bietet viel Freiraum für die Gestaltung von Geländern,
Absturzsicherungen, Bühnen, Steighilfen und Überstiegen. Dabei sind
es insbesondere die mit eloxierten Oberflächen veredelten Steck- und
Klemmverbinder, die sich bei der Realisierung von witterungsbeständigen
Geländersystemen bewähren. Sie trotzen selbst den extremen
Wetterbedingungen der Küstenregionen.
Rohrverbinder der geschlossenen
Bauart (oben) erlauben das
Durch- oder Einführen der Rohre
mit Senkschrauben-Fixierung; bei
der mehrteiligen Bauart (unten)
umfassen zwei Aluminium-Halbschalen
das Rohr von außen.
In Häfen, Schleusen und Werftanlagen sind die
eloxierten Aluminium-Rohrverbinder von Brinck
die optimale Wahl, wenn es um die unkomplizierte
Montage seewetterfester Geländer, Überstiege oder
Absturzsicherungen geht. Aufgrund ihrer hochwertigen
Oberfläche sind sie dauerhaft witterungs- und
korrosionsbeständig und bieten somit optimale Voraussetzungen
für die Realisierung frei stehender Rundrohr-Geländer
in Küstengebieten. Aus dem gleichen
Grund eignen sich die Alu-Rohrverbinder von Brinck
auch besonders gut für die Installation von Schutzgeländern
rund um Wind- und Wasserkraftanlagen
sowie für Industrieanlagen, die jahrein, jahraus Wind
und Wetter ausgesetzt sind.
Die eloxierten Rohrverbinder von Brinck bestehen aus
einer Aluminium-Legierung nach EN 573-3. Sie sind in
zahlreichen verschiedenen Durchmessern sowie in ein-
und zweischaliger Ausführung lieferbar. Ihre Montage
erfolgt mittels korrosionsfester Senkschrauben; Schweißarbeiten
fallen nicht an. Die einschalige Variante hat ein
geschlossenes Design, bei der das Geländerrohr durch den
Verbinder hindurchgeführt und mit den Senkschrauben
fixiert wird. Bei der zweischaligen Version werden ein
vorderes und ein hinteres Halbteil des Verbinders um
das Rohr herum gelegt und ebenfalls mit Senkschrauben
befestigt. Wegen seiner »offene« Montage erweist sich
der zweischalige Verbinder von Brinck oft unter beengten
Bedingungen oder bei schwer zugänglichen Stellen als
vorteilhaft. Außerdem erlaubt er es, ohne eine aufwendige
Demontage weitere Geländerabschnitte anzudocken.
Alternative Oberflächen
Sowohl die ein- als auch die zweischaligen Aluminium-
Rohrverbinder von Brinck gibt es in metrischen und
zölligen Abmessungen. Dabei haben die metrischen
Ausführungen Durchmesser von 25, 30, 40, 45 und
50 mm. Die zölligen Varianten liegen mit Durchmessern
von 1,0 Zoll (33,7 mm), 11/4 Zoll (43 mm) sowie 1½ Zoll,
(48,3 mm) und 2,0 Zoll (60 mm) vor. Alle Rohrverbinder
bietet Brinck mit fünf verschiedenen Oberflächen-Coatings
an. Der Kunde hat die Wahl zwischen Trowalpolieren
und Hochglanzpolieren, zwischen technischem
(E6 / EV1) und dekorativem (E5 / EV1) Eloxieren sowie
einer unbehandelten Rohvariante. Außerdem gibt es die
Möglichkeit, die Rohrverbinder mit pulverbeschichteten
Oberflächen in allen RAL-Farben zu bestellen.
Professionelle Planung
Um Kunden bei der Suche nach den optimalen Rohrverbindern
und bei der optimalen Konfiguration der Rohrverbinder-Auswahl
partnerschaftlich zu unterstützen, bietet
Brinck einen umfassenden Planungsservice an. Hierbei
wird ein Techniker-Team aktiv, das alle konstruktiven,
montagetechnischen, normativen und kalkulatorischen
Aspekte eines Geländerbau-Projekts kundenspezifisch
berücksichtigt. Im Rahmen seines Planungsservices
stellt das Unternehmen auch montagefertige Sets mit
allen passenden Rohrverbindern und passgenau abgelängten
Rohren zusammen. Dabei ist es auch möglich,
Sonderanfertigungen für schwierige Anwendungen
oder spezielle Branchenlösungen zu realisieren.
52 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Flexibler Seitenschutz auf Rollen
[ ABS SAFETY ] Mit dem »ABS Guard
OnTop Move« stellen die Experten
von ABS Safety mit Sitz in Kevelaer
eine neue, hochflexible Lösung zur
Absturzsicherung auf dem Flachdach vor.
Das System basiert auf einem modularen
Aufbau, bei dem die Führungsschiene auf
Gehwegplatten montiert wird.
Das innovative Seitenschutzgeländer kombiniert
eine hohe Mobilität mit einer dezenten Optik und
ermöglicht eine sichere Dachrandabsicherung, ohne
dabei die Dachhaut zu durchdringen. Es lässt sich frei
entlang der Führung bewegen. Die kurvengängige
Schiene erlaubt darüber hinaus eine lückenlose Führung
auch in Eckbereichen oder entlang komplexer
Dachgeometrien. Im Ruhezustand kann das Geländer
unkompliziert weggeklappt werden, sodass es optisch
kaum in Erscheinung tritt und die Ästhetik des Gebäudes
nicht beeinträchtigt. Dies bietet besonders für
architektonisch sensible Gebäude oder Standorte mit
Sichtbezug zur Dachkante einen Vorteil. Das »ABS Guard
OnTop Move« eignet sich ideal für alle Flachdächer, auf
denen Wartungs-, Inspektions- oder Reinigungsarbeiten
stattfinden oder bei denen dauerhaft ein Schutz gegen
Absturz erforderlich ist.
Leichtgewicht für flexible Sicherheit
Die verfahrbaren Geländerelemente laufen entlang
einer flach aufliegenden Leichtmetallschiene, die auf
handelsüblichen Gehwegplatten ballastiert wird. Diese
Konstruktion sorgt dafür, dass Eingriffe in die Dachstruktur
überflüssig werden und potenzielle Schwachstellen wie
ABS SAFETY
Das Seitenschutzsystem »ABS Guard OnTop Move«
lässt sich frei entlang der Führungsschiene bewegen.
Durchdringungen oder Verschraubungen konsequent
vermieden werden. Durch sein geringes Gewicht sind
Transport und Montage besonders benutzerfreundlich.
Durch den Verzicht auf Dachdurchdringungen ist es die
passende Wahl für Gebäude, bei denen die Integrität der
Dachabdichtung im Vordergrund steht. Das System erfüllt
die Anforderungen der DIN EN 13374:2019, Klasse A,
und bietet damit zuverlässigen Schutz bei temporären
wie auch dauerhaften Arbeiten auf dem Dach.
Die fahrbare
Einheit entspricht
der Norm DIN EN
13374:2019 –
Klasse A.
FÜR DEN ERNSTFALL GUT GERÜSTET
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Lösung zur Eindämmung und Beseitigung von Ölverschmutzungen.
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Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 53
Sicherheitstrends 2026: Wenn
Baustellen zur neuen Front werden
[ BAUWATCH ] Die Sicherheitslage auf Deutschlands Baustellen verändert sich
grundlegend. Was lange als Randthema galt, wird 2026 zum entscheidenden
Faktor für Projektstabilität und Wirtschaftlichkeit. Neue Technologien, klare
Zuständigkeiten und eine wachsende Bedrohungslage führen zu einem
Umdenken in der Branche. BauWatch zeigt auf, wohin sich der Markt bewegt
und warum Schutz zum Kern moderner Bauorganisation wird.
Laut BauWatch Crime Report 2025
nennen 30 Prozent der Bauunternehmen
organisierte Tätergruppen als Hauptverursacher
für Baustellenkriminalität.
Cybervorfälle zeigen
digitale Verwundbarkeit
Darüber hinaus zeichnet sich ab: Die Baustelle der
Zukunft ist digital vernetzt. BIM-Modelle, Cloud-Tools,
Sensorik und Fernzugriffe steigern Effizienz und Transparenz,
öffnen jedoch zugleich neue Einfallstore für Angriffe.
Cybervorfälle und Manipulationsversuche nehmen
spürbar zu, weil physische und digitale Schwachstellen
zunehmend ineinandergreifen. Wer Zutrittsdaten fälscht
oder Überwachungssysteme hackt, kann Sicherheitsmechanismen
außer Kraft setzen, mit realen Folgen
auf der Fläche. Der Schutz von Baustellen muss daher
integriert gedacht werden: Kamera, Datenleitung und
Zugangssystem als vernetzte Einheit. Die wachsende
regulatorische Aufmerksamkeit zeigt zugleich, wie eng
physischer und digitaler Schutz zusammenhängen und
dass beide Ebenen gemeinsam das Rückgrat zukunftsfähiger
Baustellensicherheit bilden.
BAUWATCH (3)
...kurz
und
knapp...
Sicherheit schützt längst mehr
als Maschinen: In einer zunehmend
digitalisierten und
vernetzten Bauwirtschaft wird
sie zum Fundament erfolgreicher
Projekte, denn jede früh erkannte
Gefahr spart Zeit, Kosten und
Ressourcen.
Baustellenkriminalität ist längst kein Zufallsrisiko
mehr, sondern Teil eines professionellen Systems.
Laut BauWatch Crime Report 2025 nennen 30 Prozent
der Bauunternehmen organisierte Tätergruppen als
Hauptverursacher. Diese agieren arbeitsteilig, nutzen
Drohnen zur Ausspähung, Funkkanäle zur Koordination
und schlagen gezielt in Phasen geringerer Aktivität
zu – etwa nachts oder bei Schlechtwetter. Diese neue
Professionalität verändert das Risikoprofil ganzer Projekte:
Besonders betroffen sind Kupfer, Kabel und Maschinenkomponenten,
deren Ersatz durch Lieferengpässe und
steigende Rohstoffpreise immer schwieriger wird. Fast
jedes zweite befragte Unternehmen berichtet inzwischen
von Projektverzögerungen, ein Viertel sogar von
Budgetüberschreitungen infolge von Diebstählen oder
Vandalismus. Mit der Elektrifizierung von Energie- und
Verkehrsinfrastruktur gewinnen diese Baustellen zusätzlich
an strategischer Bedeutung. Wer Sicherheit hier
nicht mitdenkt, gefährdet nicht nur das eigene Projekt,
sondern auch gesamtgesellschaftliche Ausbauziele von
der Energiewende bis zur digitalen Infrastruktur.
Prävention durch
künstliche Intelligenz
Der Sicherheitsmarkt erlebt derzeit eine technologische
Wende. Statt zu reagieren, erkennen Systeme heute
Risiken, bevor sie entstehen. Künstliche Intelligenz (KI)
analysiert Videobilder in Echtzeit, Sensoren melden
Temperatur- oder Vibrationsabweichungen, adaptive
Beleuchtung reagiert automatisch auf Bewegungen.
Besonders wirkungsvoll ist die direkte Leitstellenanbindung:
Sie ermöglicht eine Intervention innerhalb
von Sekunden, oft noch bevor ein Täter die Baustelle
überhaupt erreicht. Dadurch wird Sicherheit neu gedacht:
Nicht mehr als reine Schutzmaßnahme, sondern als
integraler Bestandteil effizienter Projektsteuerung. Jede
früh erkannte Gefahr spart Zeit, Kosten und Ressourcen
und macht Prävention zum Motor für wirtschaftliches,
vorausschauendes Baustellenmanagement.
Jede früh erkannte Gefahr spart Zeit, Kosten und
Ressourcen: Fast jedes zweite befragte Unternehmen
berichtet von Projektverzögerungen, ein
Viertel sogar von Budgetüberschreitungen infolge
von Diebstählen oder Vandalismus.
54 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Sicherheit als neue
Nachweisdimension
Sicherheitsleistung lässt sich heute objektiv belegen –
ein Wandel, der die Spielregeln verändert. Auftraggeber,
Versicherer und Investoren verlangen zunehmend nachvollziehbare
Nachweise über Risiko- und Schadensmanagement.
Professionelle Überwachungssysteme
liefern diese Daten automatisch: Leitstellenprotokolle,
Videoaufzeichnungen und Alarmberichte dokumentieren,
wann Sicherheitsmaßnahmen aktiv waren und wie
schnell reagiert wurde. Diese Nachweisdaten beschleunigen
nicht nur Versicherungsprozesse, sondern fließen
auch in interne Audits und Nachhaltigkeitsberichte ein.
Auch regulatorisch verschiebt sich der Fokus: Mit dem
Kritis-Dachgesetz und der EU-NIS2-Richtlinie gelten
strengere Anforderungen an Nachweis und Risikomanagement.
Für Bauunternehmen, die an Energie-,
Verkehrs- oder Versorgungsinfrastruktur arbeiten, wird
Sicherheitsmanagement damit zur gesetzlichen Pflicht.
Unternehmen, die hier Transparenz schaffen, erhöhen
ihre Glaubwürdigkeit und reduzieren Haftungsrisiken.
Neue Verantwortung:
Sicherheit als Führungsaufgabe
Die größten Sicherheitsrisiken entstehen nach Ansicht von
BauWatch heute nicht durch Technik, sondern durch Organisation.
Unklare Zuständigkeiten bei Schichtwechseln,
Wochenenden oder Mehrgewerken-Baustellen gehören
laut Crime Report 2025 zu den häufigsten Ursachen für
Vorfälle. Die Branche zieht Konsequenzen: Immer häufiger
werden z. B. »Security Project Manager« eingesetzt, die
Sicherheitskonzepte koordinieren, Kommunikationsketten
definieren und Schnittstellen zwischen Bauleitung,
Subunternehmern und Überwachungspartnern steuern.
Sicherheit wird damit planbar und zu einem gelebten
Bestandteil der Projektkultur. Auch in der frühen Planungsphase
wird Sicherheit zunehmend integriert. Diese
Entwicklung markiert einen klaren Paradigmenwechsel:
weg von reiner Pflichterfüllung, hin zu professioneller
und vorausschauender Verantwortung.
Mit Blick auf diese Entwicklungen und Trends
zeichnet sich für BauWatch ein klares Bild: Sicherheit
schützt längst mehr als Maschinen. Sie schützt Termine,
Ressourcen und Vertrauen. In einer zunehmend digitalisierten
und vernetzten Bauwirtschaft wird sie zum
Fundament erfolgreicher Projekte. Im kommenden Jahr
wird Sicherheitsarchitektur zur Managementdisziplin.
Denn: Schutz beginnt mit Weitsicht.
Künstliche Intelligenz (KI) in
Kamerasystemen analysiert
Videobilder in Echtzeit, Sensoren
melden Temperatur- oder
Vibrationsabweichungen, adaptive
Beleuchtung reagiert automatisch
auf Bewegungen.
Die größten Sicherheitsrisiken entstehen
nach Ansicht von BauWatch
heute nicht durch Technik, sondern
durch Organisation. Unklare Zuständigkeiten
bei Schichtwechseln,
Wochenenden oder Mehrgewerken-Baustellen
gehören laut Crime
Report 2025 zu den häufigsten
Ursachen für Vorfälle.
Happy
New year
Alle Mann angetreten auf dem frisch
geschrubbten Deck! Das SBM-
Team hat das Boot auf Vordermann
gebracht, die Leinen losgemacht, den
Anker gelichtet und nimmt bei rauem
Nordwind auf der eiskalten See Kurs
in Richtung 2026!
Wir alle – das bauMAGAZIN, der
baustoffPARTNER, die bauSICHER-
HEIT sowie die Agentur SBM Creative
– wünschen Ihnen und Ihren Familienangehörigen
sowie allen Mitarbeitern
für 2026 viel Gesundheit, Glück
und Erfolg.
Ihr SBM-Team
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 55
»Video Guard Compact« kann auch
ohne technisches Vorwissen schnell
und unkompliziert montiert werden.
Kleine Kamera für
große Herausforderungen
[ BLÖMEN VUS/ISG ] Geringer Platz und kaum zugängliche Bereiche stellen
viele Sicherheitssysteme vor Bewachungsprobleme. Genau für solche
Herausforderungen bietet Video Guard mit dem »Video Guard Compact«
eine kompakte und flexible Lösung, die sich an nahezu jede Örtlichkeit
anpassen lässt. Aktuell kommt »Video Guard Compact« an einem
Busdepot in Bad Nauheim zum Einsatz.
30
METER
Kombiniert mit zwei
integrierten Scheinwerfern
sorgt »Video Guard
Compact« bei einer Ausleuchtung
von 120° für bis zu
30 m klare Nachtsicht.
Ein Multi-Montage-Adapter
ermöglicht die sichere und
platzsparende Befestigung
des »Video Guard Compact«
an Zäunen oder Gerüsten.
VIDEO GUARD (2)
Vor allem auf innerstädtischen Baustellen sind besonders
flexible und kompakte Systeme gefragt.
Hier kommt »Video Guard Compact »ins Spiel: Denn
im Gegensatz zu den größeren Modellen benötigt die
Kamera in der kompakten Box keinen eigenen Platz
auf Verkehrs- oder Stellflächen. Durch einen Multi-Montage-Adapter
wird die smarte Lösung unkompliziert
befestigt: Die Montagestellen reichen dabei von Gerüsten
und Baucontainern bis hin zu Kränen, an denen
die Kamera sicher angebracht werden kann. Dank der
Größe und des geringen Gewichts eignet sich »Video
Guard Compact« zur schnellen Selbstmontage. Nach
der Ausrichtung der Kamera und dem Stromanschluss
übernimmt das Video-Guard-Team die weitere softwareseitige
Einrichtung per Fernzugriff. Die Befestigung des
Systems mit einer Konterplatte ermöglicht außerdem
ein Drehen der Kamera und somit die unkomplizierte
Neuausrichtung auf den Überwachungsbereich ohne
erneute Montage.
Schutz für zukunftsweisende
Infrastruktur
»Video Guard Compact« kommt aktuell auch bei einem
Projekt im hessischen Bad Nauheim zum Einsatz: Dort
sichert das System ein neues Busdepot mit Ladepark
für die ersten Elektrobusse der Stadt. Bis zur Fertigstellung
des neuen Busdepots am Benekeplatz Mitte
September bewachte »Video Guard Compact« zunächst
die Übergangslösung vor Vandalismus und Schäden
an den Ladesäulen und den Bussen, die dort nachts
abgestellt waren. Nun werden auch auf dem neuen
Stellplatz zwei Systeme eingesetzt, um das Ergebnis
des langjährigen Einsatzes der Stadtwerke Bad Nauheim
für die Elektromobilität weiterhin umfassend vor
Vandalismus und Schäden an den Ladesäulen und den
Bussen zu schützen.
Zuverlässige
Sicherheit in Echtzeit
Das übliche komplette Sicherheitspaket greift auch
bei dem kompakten System von Video Guard: Sobald
die Kamera eine potenzielle Gefahr erkennt, startet
die Live-Bildübertragung in die durchgehend besetzte
Leitstelle. Die hochauflösende Ultra-Lowlight-Kamera
mit 100°-Blickwinkel liefert auch bei ungünstigen
Lichtverhältnissen hochwertige Bilder und Videos.
Kombiniert mit zwei integrierten Hochleistungs-Infrarot-Scheinwerfern
sorgt sie bei einer Ausleuchtung
von 120° für bis zu 30 m klare Nachtsicht. Damit eignet
sich das System als Ergänzung zu weiteren Video-
Guard-Kameratürmen, ist aber auch problemlos allein
einsetzbar, z. B. auf unbeleuchteten Baustellen oder an
anderen Einsatzorten mit schlechten Lichtverhältnissen.
In der Leitstelle überprüfen erfahrene Mitarbeiter das
eingehende Bildmaterial in Echtzeit. Bestätigt sich der
Verdacht, erfolgt umgehend eine lautstarke Täteransprache
über den Aktivlautsprecher, der in das System
integriert ist. Diese Maßnahme führt häufig schon zur
Flucht der Eindringlinge. Sollte die Ansprache nicht
ausreichen, wird unverzüglich die Polizei oder der zuständige
Sicherheitsdienst alarmiert.
56 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Effektiver Schutz
gegen Diebstahl
[ KOOI ] Mit wachsenden Investitionen
in die Verkehrsinfrastruktur hat auch der
Baustellendiebstahl weiterhin Konjunktur.
Wirkungsvollen Schutz schafft nur eine
lückenlose Bewachung. Als wirtschaftliche
Alternative zu einem bemannten Wachdienst
bietet der Sicherheitsspezialist Kooi Security
eine temporäre 24/7-Videobewachung
an. Dabei werden je nach örtlichen
Gegebenheiten ein oder mehrere mobile
»UFOs« (Units for Observation) in
diebstahlgefährdeten Bereichen positioniert,
meist auf der Baueinrichtungsfläche und
anderen Stellplätzen für Containerpark,
Baumaschinen und Material.
Die Bewachungszeiten lassen sich per App anpassen,
beispielsweise wenn außerhalb der üblichen Arbeitszeiten
eine Anlieferung erfolgt.
Einfache Einrichtung
Die Einrichtung der temporären Videoüberwachung ist
unproblematisch. Ein regionaler Sales-Manager berät
die Bauleitung vor Ort zur bestmöglichen Lösung,
und das Projektmanagement-Team unterstützt bei
Als wirtschaftliche Alternative zu
einem bemannten Wachdienst
bietet der Sicherheitsspezialist
Kooi Security eine temporäre
24/7-Videobewachung an.
KOOI (2)
Die mobilen Systeme sind je nach Ausführung mit
hochauflösenden Kameras mit 360°w-Funktion,
Bewegungsmeldern und Infrarottechnik ausgestattet.
der Positionierung der Videotürme. Aufstellung und
Inbetriebnahme dauern in der Regel nicht mehr als
eine Stunde, danach ist die Bewachung einsatzbereit.
Serviceeinsätze erfolgen in der Regel remote. Sollte
Ein Videoturm kann je nach örtlichen Gegebenheiten
dies nicht ausreichen, stehen eigene Servicetechniker
mehrere Tausend Quadratmeter Gelände überwachen
kurzfristig vor Ort bereit. Das Projektmanagement be-
und lässt sich im Laufe des Baufortschritts jederzeit
gleitet die Kunden zudem jederzeit beratend und ist bei
neu positionieren. Das Kamerasystem detektiert
Fragen oder Problemen direkt ansprechbar.
verdächtige Bewegungen auf dem Areal. Bei einem
Die Abrechnung erfolgt über einen festen wöchent-
verifizierten Alarmfall greift das speziell geschulte
lichen Mietpreis, in dem Anlieferung, Projektbetreuung,
Personal der Kooi-Alarmzentrale ein und kann Un-
Systemwartung und die Alarmbearbeitung durch die
befugte per Täteransprache des Geländes verweisen,
24/7-Alarmzentrale enthalten sind. Der Mietpreis gilt
was in den meisten Fällen wirksam ist. Falls nicht,
unabhängig von der Anzahl der Alarmfälle, und es gibt
setzt die Alarmzentrale eine vorher abgestimmte
keine verdeckten Nebenkosten. Bauunternehmen und
Meldekette in Gang und verfolgt das Geschehen, bis
Auftraggeber können sich somit zu wirtschaftlich darstell-
Polizei oder Sicherheitsdienst vor Ort eintreffen. Aus
baren Kosten gegen Baustellendiebstahl und empfindliche
datenschutzrechtlichen Gründen wird die Videobe-
Schäden durch Materialverlust, Bauverzögerungen und
wachung nur außerhalb der Arbeitszeiten eingesetzt.
drohende Vertragsstrafen absichern.
Das Kamerasystem der
»UFOs« detektiert verdächtige
Bewegungen auf dem
zu überwachenden Areal.
UNTERNEHMEN
Das 2010 in den Niederlanden
gegründete Unternehmen Kooi
ist Spezialist für temporäre mobile
Videoüberwachung und Brandfrüherkennung.
Das Unternehmen hat
250 Beschäftigte und ist in
25 europäischen Ländern aktiv. Mit
eigenen Systemen, darunter die
»Unit For Observation« (UFO) und
die »Rising Early Detection« (RED),
sowie eigenen Alarmzentralen in
den Niederlanden, Deutschland und
Frankreich überwacht Kooi diese
Standorte 24 Stunden am Tag,
sieben Tage die Woche.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 57
Die neuen Akkuladeschränke
»Basic«, »Premium« und
»Premium plus« entsprechen
dem aktuellen Stand der
Technik und bieten zuverlässigen
Schutz im Ernstfall.
CEMO (2)
Geprüfte Sicherheit: »LockEx 2.0«
[ CEMO ] Akkus für mobile Geräte werden immer leistungsfähiger, vor allem die
vergleichsweise leichten Lithium-Ionen-Akkus finden sich daher in unzähligen mobilen Geräten.
Doch die höhere Kapazität und der Leichtbau haben auch Schattenseiten: Die elektrische
und mechanische Isolierung wird dadurch immer dünner und die Hochleistungselektrolyte
sind leicht brennbar. Dadurch steigt die Gefahr von Akkubränden bei beschädigten Akkus
beispielsweise durch Sturz, Vibration oder Hitzeschäden durch falsche Lagerung und
Überlastung. Cemo, Spezialist für sichere Gefahrstofflagerung, bietet dafür die brand- und
explosionssichere Akkulager- und Ladeschränke »LockEx«, die auch praxisnah getestet wurden.
Seit 2024 sind genormte Batteriebrand-Tests
im Inneren der Akkusicherheitsschränke
neuer Stand
der Technik, d. h., es genügen keine
äußeren Brandtests mehr.
In Lithium-Ionen-Akkus können bei mechanischem
Defekt oder Überladung innere Schutzmechanismen
versagen. Der elektrochemische Energiespeicher
erwärmt sich dadurch elektrisch. Bei genügend
Wärme, bspw. durch das Laden, entzündet sich dann
der brennbare Elektrolyt unter Umständen sogar
explosionsartig und der Akku brennt. Die chemische
Wärmemenge entspricht dabei etwa dem 10-fachen
der elektrischen Speicherfähigkeit, genug um einen
großen Brand auszulösen. Seit 2024 sind genormte
Batteriebrand-Tests im Inneren der Akkusicherheitsschränke
neuer Stand der Technik, d.h. es genügen
keine äußeren Brandtests mehr. Die neuen Akkuladeschränke
»Basic«, »Premium« und »Premium plus«
Passt perfekt! Entscheiden Sie sich für die Variante, die zu Ihrem Betrieb passt. Stapeln
und erweitern Sie beliebige Einheiten nach Ihrem Bedarf. Durch das modulare Konzept
und verschiedene Schrankvarianten können sie den Stauraum unkompliziert anpassen.
entsprechen dem Stand der Technik und erhöhen das
Sicherheitsniveau zusätzlich, da sie eine patentierte
Druckentlastung haben, die selbst bei Akkuexplosionen
brennende Teile sicher einschließt. Die Energie
und der Überdruck der Elektrolytverpuffung werden
sicher abgebaut.
Für jede Anwendung
der passende Schutz
Für unterschiedliche Anforderungen gibt es eine
ganze Familie an Schränken mit passender Größe
und Ausstattung, die alle den neuen Prüfstandard
erfüllen. Die Ladeschränke sind je nach Modell mobil
mit Rollen oder ortsfest mit Füßen ausgerüstet und
stehen mit einphasigem 230-V- oder dreiphasigem
400-V-Anschluss zur Verfügung. Je nach Größe sind
die Schränke doppelt oder dreifach stapelbar und
können so modular dem Bedarf angepasst werden.
In den kleineren Schränken 8/5 dürfen Akkus mit bis
zu 3 kWh, in die Großen 8/10 bis 6 kWh Energiegehalt
gelagert werden. Das entspricht etwa 30 bis
60 Akkus von Elektrowerkzeugen oder bis zu 30
größeren Akkus von Bohrhämmern, Laubbläsern,
großen Stemmbohrer oder Mobilakkus für Fahrräder
mit 1000 bis 1500 Wh.
58 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Die robusten Stahlgehäuse
der »Bera
Chemical Storage«-
Schränke garantieren
eine Feuerwiderstandsfähigkeit
von mindestens
90 Minuten.
BERNER (2)
Neuer Gefahrstoffschrank
»Bera« vorgestellt
[ BERNER ] Für die Lagerung von Chemikalien und potenziell gefährlichen
Betriebsmitteln gibt es strenge gesetzliche Vorgaben. Bei Missachtung müssen
Betriebe mit empfindlichen Strafen rechnen. Kein Wunder: Bei einem Zwischenfall,
beispielsweise bei einem Brand, sind nicht nur das eigene Firmeninventar,
sondern auch die Umwelt oder im schlimmsten Fall sogar Menschenleben
bedroht. Der B2B-Chemiespezialist Berner bringt mit »Bera Chemical Storage«
daher europaweit einen neuen Service auf den Markt, der Bauprofis hilft, bei der
Aufbewahrung sensibler Materialien auf Nummer sicher zu gehen.
Für die vorschriftsmäßige Lagerung entzündbarer
Gefahrstoffe stehen je nach Bedarf eine breitere
(Maße innen: 1050 x 522 x 1647 mm) oder eine
schmalere (Maße innen: 450 x 522 x 1 647 mm)
Ausführung der Sicherheitsschränke zur Auswahl.
Die Modelle können kundenindividuell konfiguriert
und mit einem Gesamtgewicht von bis zu 600 kg
belastet werden. Darüber hinaus bietet Berner
eine Spezialvariante für die aktive oder passive
Aufbewahrung von Lithium-Ionen-Akkus an, wie
sie z. B. in Power-Tools zum Einsatz kommen.
Je nach Anforderungen sind hier ebenfalls verschiedene
Stufen verfügbar: »Core« bietet ein
Evakuierungs- und Alarmweiterleitungskonzept,
»Pro« bringt eine verbesserte Überwachung
im Rauchgasmanagement und »Ultra« kombiniert
die erweiterte Überwachung mit aktivem
Rauchgasmanagement
Zertifizierte Sicherheit
»Bera Chemical Storage« ist mehrfach sicherheitszertifiziert,
u. a. nach der EN 14470-1/2.
Die robusten Stahlgehäuse garantieren eine
Feuerwiderstandsfähigkeit von mindestens
90 Minuten. »Und zwar in beide Richtungen«,
wie Ralf Brümmer, Head of Service Management
bei der Berner Group, ausdrücklich betont. »Das
heißt: Sowohl im Hinblick auf eine mögliche
Brandeinwirkung von außen nach innen als auch
umgekehrt.«
Zum Portfolio von Berner gehört auch eine
Spezialvariante des »Bera« für die aktive oder
passive Aufbewahrung von Lithium-Ionen-Akkus.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 59
Lithium-Ionen-Akkus
sicher lagern:
Was auf Baustellen
zu beachten ist
[ ASECOS ] Lithium-Akkus, die heute auch auf Baustellen zum Standard gehören,
gelten als sichere und zuverlässige Energiespeicher. Dennoch können sie bei
falscher Handhabung ein erhebliches Risiko bergen: Wird ein Akku beschädigt,
unsachgemäß genutzt oder überhitzt, besteht Brandgefahr. Entscheidend für mehr
Sicherheit ist daher ein sorgfältiger Umgang. Dazu gehört auch das fachgerechte
Lagern und Laden – etwa in geprüften Sicherheitsschränken.
Zum sicheren Lagern und Laden von
Lithium-Akkus bietet Asecos verschiedene
Modelle von Sicherheitsschränken.
Auf dem Bau haben sich die modernen
Energiespeicher durchgesetzt. Mit ihrer
wachsenden Verbreitung steigt jedoch auch die
Verantwortung der Anwender. Denn beschädigte
Lithium-Akkus können ihre Energie unkontrolliert
in Form von Wärme abgeben. Besonders kritisch
ist dies während des Ladevorgangs, wenn zusätzliche
Hitze entsteht. Wird der Schmelzpunkt
des Lithiums überschritten, kann ein sogenannter
Thermal Runaway ausgelöst werden. Die Folge ist
ein innerer Kurzschluss, der schließlich zu einem
Brand führen kann. Wirksamen Schutz bieten
Ladeschränke wie die der »Ion-Line« von Asecos.
Sichere Lagerung,
erhöhter Brandschutz
Spezielle Sicherheitsschränke sind in der Lage,
Brandentwicklungen im Inneren des Schrankes
für einen bestimmten Zeitraum effektiv einzudämmen.
Als Typ-90-Modelle erfüllen sie die
baulichen Anforderungen an feuerbeständig
abgetrennte Bereiche (F90) und gelten diesen
Branddetektion und Alarmweiterleitung sind
elementare Ausstattungsmerkmale der
»Ion-Line«-Sicherheitsschränke.
ASECOS (2)
als gleichwertig. Damit bieten sie eine geprüfte
und technisch aktuelle Lösung für das sichere
Lagern und Laden der Akkus. Das zentrale
Schutzziel solcher Schränke liegt jedoch weniger
im Schutz der eingelagerten Batterien bei einem
externen Brand, sondern vielmehr im Schutz der
Umgebung bei einem Thermal Runaway. Um
hierfür ein zuverlässiges Sicherheitsniveau zu
bieten, sollten Batterieladeschränke neben der
90-minütigen Brandprüfung von außen gemäß
DIN EN 14470-1 auch eine Brandprüfung von
innen absolviert haben, etwa angelehnt an die
DIN EN 1363-1. Erst die Kombination aus beiden
Prüfungen bildet die sicherheitstechnische
Grundlage für diese Schränke und sollte vom
Hersteller eindeutig dokumentiert werden. Auch
die »Ion-Line«-Schränke verfügen über den
doppelten Brandschutz von 90 Minuten. Diese
Zeitspanne ist entscheidend, um Rettungskräfte
zu alarmieren und Mitarbeiter rechtzeitig
in Sicherheit zu bringen. Die Modelle »Ion-Line
Pro« und »Ultra« sind zudem nach dem neuen
VDMA-Einheitsblatt 24994:2024-08 zertifiziert.
VDMA 24994:
Eine neue Prüfgrundlage
Das VDMA-Einheitsblatt 24994:2024-08 legt
klare Prüfanforderungen für feuerwiderstandsfähige
Batterieladeschränke fest. Zusammen
mit den etablierten Feuerwiderstandsprüfungen
definiert es den aktuellen Stand der Technik. Kern
der neuen Prüfung ist ein Realbrandversuch:
Die derzeit energiedichtesten handelsüblichen
Lithium-Batterien werden im Schrank gezielt
zum Thermal Runaway gebracht. Dabei entsteht
eine Kettenreaktion, bei der die Zellen ausgasen,
sich entzünden und teilweise explosionsartig
zerplatzen bei kurzzeitigen Temperaturen von
über 700 °C im Innenraum. Diesem Szenario
muss der Schrank vollständig standhalten, ohne
dass Flammen oder Splitter nach außen dringen.
Auf die bestandene Prüfung folgt ein Audit der
Fertigungsstätte, erst danach wird der Schrank
zertifiziert. Nur die Zertifizierung bestätigt die
Konformität der Prüfung und des Produkts gemäß
VDMA 24994:2024-08.
Sicherheitsrelevante
Ausstattung für die Praxis
Feuerwiderstandsfähige Batterieladeschränke
sollten grundsätzlich mit Branddetektion und
Alarmweiterleitung ausgestattet sein. Das ist
besonders wichtig, weil Lithium-Akkus häufig
unbeaufsichtigt geladen werden, z. B. nachts
oder am Wochenende. Auch auf Baustellen ist
das gängige Praxis, um am nächsten Tag wieder
voll einsatzfähige Geräte zur Verfügung zu haben.
Gerade dann können eine frühe Branddetektion
und eine zuverlässige Alarmweiterleitung entscheidend
sein, um Gefahren umgehend zu erkennen,
Einsatzkräfte schnell zu informieren und
die Sicherheit auf der Baustelle zu gewährleisten.
Die »Ion-Line«-Schränke lassen sich dank
Transportsockel und schnelllösenden Steckverbindungen
im Ernstfall einfach evakuieren.
Einsatzkräfte können so entscheiden, ob sie den
Brand im Schrank im Gebäude löschen oder dafür
ins Freie bringen. Integrierte Ladevorrichtungen
schalten bei einem Brand automatisch ab, um
zusätzliche Hitze zu vermeiden. Geprüfte, isolierte
Fachböden mit Brandschutzmaterial verhindern
die Brandausbreitung von einer Lagerebene
zur nächsten, die sogenannte Propagation. Ein
effizientes Abführen der Ladeabwärme und eine
schnelle Rauchdetektion sind weiterhin gewährleistet.
Die Modelle »Ion-Line Pro« und »Ultra«
verfügen zudem über eine Türkonstruktion mit
Drei-Punkt-Verriegelung.
60 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Kompakte und robuste Begleiter
für Baustellen, Inspektionen
oder Wartung: die neuen
Taschenlampenmodelle »P5R
Pro« und »P7R Pro« aus dem
Hause Ledlenser.
Licht ins Dunkel bringen:
Neue Taschenlampen vorgestellt
[ LEDLENSER ] Robustes und zuverlässiges Licht gemacht für z. B. Baustellen und die
Maschinenwartung: Die neuen Modelle »P5R Pro« und »P7R Pro« von Ledlenser liefern
maßgeschneidertes Licht für jede Herausforderung. Dank abnehmbaren Schutzelementen,
einem erhöhten Farbwiedergabeindex und Zubehör wie einer Ladestation sind die beiden
Modelle ideal geeignet für den täglichen Einsatz bei der Arbeit.
Die »P7R Pro« bringt einen großen Lieferumfang
und Zusatzfunktionen mit. Die robuste Taschenlampe
wurde speziell für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen
entwickelt und erweist sich sowohl auf
dunklen Baustellen als auch bei Inspektionen im
Untergrund als passender Begleiter. Dank Fokussierfunktion
leuchtet sie sowohl große Flächen mit homogenem
Nahlicht als auch weiter entfernte Bereiche
mit präzisem Fernlicht aus. Das natürliche Weißlicht
mit erhöhtem Farbwiedergabeindex (CRI) sorgt für
eine realistische Farbwahrnehmung und schont die
Augen während langer Schichten. Mittels »Mode Select
Ring« ist der Zugriff auf unterschiedliche Lichtmodi,
den USB-C-Ladeport oder die Transportsperre besonders
intuitiv: Selbst mit Handschuhen lässt sich
der Ring unkompliziert auf die gewünschte Position
stellen. Damit die »P7R Pro« stets einsatzbereit ist,
lässt sie sich abseits der Arbeit in der mitgelieferten
Ladestation verstauen. Alle Aluminiumkomponenten
bestehen aus 75 Prozent recyceltem Material. »Außerdem
ist die ›P7R Pro‹ ausgestattet mit abnehmbaren
Schutzkappen und einem hohen Staub- und Wasserschutz«,
erklärt Ludwig Zech, Global Head of Product
bei Ledlenser. Das bedeutet: Auch Stürze, Schmutz
und Flüssigkeiten können der Taschenlampe nichts
anhaben. Die gummierten Schutzkappen schützen
gleichzeitig empfindliche Oberflächen bei der Arbeit.
Gut zu
wissen
Damit die »P7R Pro« stets
einsatzbereit ist, lässt sie
sich abseits der Arbeit
in der mitgelieferten
Ladestation verstauen.
UNTERNEHMEN
Ledlenser hat sich ab dem Jahr 2000 als LED-Pionier
und LED-Taschenlampen-Hersteller der ersten Stunde
einen Namen gemacht. Zum Portfolio des Lichtspezialisten
gehören Stirn- und Taschenlampen sowie Laternen
und Arbeitsleuchten. German Engineering and Design
und eine Vielzahl innovativer Technologien machen die
Produkte von Ledlenser zu leistungsstarken Begleitern
bei der Arbeit und im Alltag.
Kompakte Alternative
Wer eine ebenso robuste, aber kompaktere Taschenlampe
benötigt, greift zur »P5R Pro«. Auch hier überzeugen
die Fokussierfunktion, ein natürliches Weißlicht, das die
Augen schont, robuste Schutzelemente sowie ein hoher
Staub- und Wasserschutz (IP68). Dank Dual Power lässt
sich die »P5R Pro« wahlweise mit einem wiederaufladbaren
Akku oder einer Batterie betreiben. So ist auch
ohne Stromversorgung sichergestellt, dass die Arbeit im
Dunkeln gelingt. Alternativ ermöglicht die mitgelieferte
Ladestation ein unkompliziertes Aufladen.
LEDLENSER (2)
Die robuste
Taschenlampe »P7R
Pro« wurde speziell für
anspruchsvolle Arbeitsumgebungen
entwickelt.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 61
NEDO (2)
Der optionale Signalgenerator
»Genny4+«
erzeugt ein elektromagnetisches
Wechselfeld
und speist dieses als
Ortungssignal in Kabel
oder Leitungen ein.
Das nur 2,3 kg leichte
»CableTronic 4+«
wurde speziell für die
Kabel- und Leitungsortung
in rauen Umgebungen
entwickelt.
Kabeltreffer auf
Baustellen vermeiden
[ NEDO ] Oft ist der Verlauf unterirdisch verlegter Strom- und Datenkabel unklar und
eine Leitungsauskunft allein stellt noch keine Garantie für Sicherheit dar. Ein einziger
Kabeltreffer kann genügen, um Bauprojekte lahmzulegen und lange Stillstandzeiten zu
verursachen, Menschen zu verletzen und Baumaschinen schwer zu beschädigen. Besonders
kritisch ist die Situation, wenn keine aktuellen Pläne vorliegen oder der Leitungsverlauf
unbekannt ist. In einigen europäischen Ländern ist die Nutzung von Kabelortungssystemen
daher längst Pflicht. In Deutschland fördert die BG Bau die Anschaffung solcher Geräte
mit Zuschüssen. Damit soll das Risiko von Arbeitsunfällen im Tiefbau deutlich gesenkt, die
Sicherheit erhöht und letzten Endes auch teure Reparaturkosten vermieden werden.
Mit dem »CableTronic 4+« stellt der Schwarzwälder
Messtechnik-Spezialist Nedo ein
Kabelortungssystem vor, das speziell für die Herausforderungen
in rauen Umgebungsbedingungen
entwickelt wurde. Es ermöglicht die schnelle und
präzise Lokalisierung von Kabeln und Leitungen,
steigert die Arbeitssicherheit und unterstützt eine
effiziente Arbeitsweise nicht nur auf Baustellen.
Um sowohl stromführende als auch nichtstromführende
Leitungen im Erdreich zuverlässig
zu lokalisieren, vereint das »CableTronic 4+« vier
Betriebsmodi in einem Gerät. Bei der Stromsignalortung
erfasst es elektromagnetische Felder
von 50-Hz- und 60-Hz-Leitungen einschließlich
Oberwellen. Für die Radiosignalortung wird ein
Frequenzbereich von 15 kHz bis 30 kHz genutzt.
Hierbei wirken metallische Leiter wie Antennen,
die Funksignale empfangen und weiterleiten.
Dadurch lassen sich selbst abgeschaltete Leitungen
immer noch zuverlässig detektieren. Der
integrierte dynamische Überlastungsschutz sorgt
dafür, dass auch in Bereichen mit starken elektrischen
Störfeldern exakte Messergebnisse erzielt
werden. Mit einer Ortungstiefe von bis zu 4 m
bei Kabeln sowie einer Tiefengenauigkeit von
± 5 Prozent bietet das »CableTronic 4+« ein hohes
Maß an Flexibilität. Die Ortungsgenauigkeit liegt
bei ± 10 Prozent Das Gerät ist zudem mit einem
Gewicht von nur 2,3 kg sehr leicht und angenehm
zu handhaben. Mit Schutzklasse IP54 ist das
Gerät unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit
und zuverlässig bei jedem Wetter einsetzbar
und somit optimal für den anspruchsvollen
Baustellenalltag geeignet.
Zusatzgerät erweitert
Einsatzmöglichkeiten
Für noch schwierigere Bedingungen, etwa bei
sehr schwacher Signalintensität oder bei kleinen
Kabelquerschnitten, bietet Nedo den optionalen
Signalgenerator »Genny 4+« an. Er erzeugt ein
elektromagnetisches Wechselfeld und speist
dieses als Ortungssignal direkt in die Leitung
ein. Die simultan arbeitende Doppelfrequenztechnologie
des Ortungssignals ist besonders
anwenderfreundlich. Damit werden selbst schlecht
leitende oder sogar abgeschaltete Kabel zuverlässig
auffindbar. Darüber hinaus ermöglicht der
Einsatz des Signalgenerators »Genny 4+« eine
exakte Tiefenbestimmung: Auf Knopfdruck zeigt
das Display des »CableTronic 4+« die Verlegetiefe
eines Kabels mit einer Abweichung von
nur ± 5 Prozent an. Besonders in komplexen
Bauumgebungen und in dicht besiedelten Stadtgebieten
spielt das Gerät seinen Vorteil aus.
Intuitive Bedienung und integrierte
Sicherheitsfunktionen
»Wir haben die Bedienung des ›CableTronic
4+‹ bewusst einfach gehalten. Vor Beginn der
Erdarbeiten wird das Suchgebiet systematisch
in parallelen Bahnen abgescannt. Das Gerät ist
direkt ohne weitere Voreinstellungen über dem
Boden zu führen«, erklärt Dr. Thomas Fischer,
Geschäftsführer von Nedo. Ein akustisches
Signal, dessen Lautstärke mit der Signalstärke
zunimmt, sowie eine Balkendarstellung im
Display helfen, die genaue Position der Leitung
zu bestimmen. Besonders flach verlegte Kabel
bergen ein erhöhtes Risiko, da sie besonders
leicht beschädigt werden können. Hier greift
die Sicherheitsfunktion »StrikeAlert«, die durch
einen schrillen Warnton sofort Alarm schlägt. Die
integrierte »Swing«-Warnung erkennt unsaubere
Suchbewegungen durch den Bediener. Beide
Funktionen reduzieren das Risiko von Fehlinterpretationen
und erhöhen die Arbeitssicherheit
erheblich.
Gut zu
wissen
Dank seines modularen Aufbaus
kann das »CableTronic 4+«
jederzeit um den »Genny 4+«
oder weiteres Zubehör ergänzt
werden. Dies ermöglicht es,
das Messgerät an wechselnde
Ortungsanforderungen
anzupassen.
62 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Smarte KI-Kamera zur
Reduzierung von Unfällen
[ AXION ] Im praktischen Einsatz hat sich die »Smart Vision AI«-Kamera aus dem
Hause Axion bereits vielfach bewährt. Die »DBC-AI20« stellt eine einfache Lösung
zur Unfallvermeidung im Betrieb von Nutzfahrzeugen und fahrenden Maschinen
dar. Das KI-basierte Personenerkennungssystem erfasst selbstständig Personen
im Gefahrenbereich und warnt Fahrzeugführer, sodass sie auf plötzlich auftretende
Gefahrensituationen rechtzeitig reagieren können. Jetzt ist das System auch
erfolgreich nach GS-BAU-71 geprüft.
Das Einsatzspektrum der »Smart Vision DBC-
AI20« ist weitläufig: Überall dort, wo Menschen
unbemerkt in den Arbeitsbereich von Fahrzeugen
und Maschinen eintreten können, erhöht das
Kamerasystem die Personensicherheit deutlich.
Über einen Monitor am Fahrerplatz überblickt der
Bediener den relevanten Raum am Fahrzeug. Falls
Personen sich im zu überwachenden Bereich aufhalten,
werden diese im Videobild deutlich sichtbar
markiert. Zudem warnt ein akustisches Signal des
Monitors den Fahrer. Im Vergleich zu üblichen
Kamera-Monitor-Systemen ist die Nutzung der
KI-basierten Kamera deutlich wirksamer in der
Unfallvermeidung. Dies gilt vor allem dann, wenn
mit dem Fahrzeug längere Zeit kontinuierlich gearbeitet
wird und die Aufmerksamkeit des Fahrers
aufgrund der Routine zeitweilig abfällt.
Gefahrenbereiche
im Blick behalten
Die Gefahrenbereiche sind oft die Rangierbereiche
hinten sowie neben und vor dem Fahrzeug, wo
die Einsehbarkeit durch den Fahrer beschränkt
sein kann. Aber auch andere Räume um das
Fahrzeug mit etwaigem Personeneintritt können
durch das Kamera-Monitor-System überwacht
werden. Dank robuster, staub- und wasserfester
Ausführung nach Schutzart IP69K ist die »DBC-
AI20«-Kamera auch widrigen Witterungs- und
Arbeitsbedingungen gewachsen.
AXION
Überall dort, wo Menschen unbemerkt in den
Arbeitsbereich von Fahrzeugen und Maschinen
eintreten können, erhöht die »DBC-AI20« die
Personensicherheit deutlich.
Förderfähigkeit für
die Land- und Bauwirtschaft
Speziell für die Verwendung an Erdbaumaschinen
bestätigt die Prüfstelle des Fachbereichs
Bauwesen der DGUV die Konformität
zu relevanten Prüfvorgaben und Normen. Nach
dem Prüfgrundsatz GS-BAU-71 ist die »DBC-
AI20«-Kamera zusammen mit ausgewählten
Monitoren erfolgreich geprüft. Mit der Erfüllung
des relevanten Prüfgrundsatzes haben die
Kamerasysteme außerdem ihre Förderfähigkeit
durch die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG Bau) erlangt. Für landwirtschaftliche
Betriebe bietet die Sozialversicherung
für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
(SVLFG) ähnliche Förderungen zum Zweck der
Verbesserung der Arbeitssicherheit. Nähere
Informationen hierzu finden sich in den Bereichen
Arbeitsschutz und Prävention bei den
Unfallversicherungsträgern.
Fahrzeugsicherheit
erhöhen – Personen schützen
[ BRIGADE ELEKTRONIK ] Das Expertenteam von Brigade hat auf der
Agritechnica in Hannover sein Angebot an Sicherheitslösungen
für Nutzfahrzeuge vorgestellt. Die Messe bringt Erstausrüster,
Ingenieure, Zulieferer und alle mit dem Agrarsektor verbundenen
Unternehmen zusammen, um die neuesten Technologien zu
präsentieren, die zur Steigerung von Effizienz, Nachhaltigkeit und
Produktivität in der weltweiten Pflanzenproduktion beitragen.
Bei rund 450000 zugelassenen landwirtschaftlichen
Fahrzeugen in Deutschland, von denen
die meisten viel größer, breiter oder höher als
andere Nutzfahrzeuge sind, hat die Sicherheit der
Fahrer von Landmaschinen und der Fußgänger in
der Umgebung höchste Priorität. Bei der Arbeit bei
jedem Wetter und auf unwegsamem Gelände sind
schlechte Sicht und tote Winkel im Betrieb an der
Tagesordnung. Aufgrund des Abstands zwischen
dem Fahrer und der Fahrzeugfront oder aufgrund von
Anbaugeräten wie Mähbalken oder Sämaschinen,
gibt es viele tote Winkel vor dem Fahrzeug. Wenn
ein Fahrer von einem Feld auf eine Hauptstraße
fahren muss, erfordert das Verlassen einer unübersichtlichen
Kreuzung außerdem ein vorsichtiges
Manövrieren, da das Fahrzeug 3,5 m in die Straße
hineinfahren muss, bevor andere Fahrzeuge sichtbar
werden. Das Vorbau-Kamera-Monitor-System zur
Querverkehrsüberwachung von Brigade Elektronik
ist eine ideale Lösung für dieses Problem.
Smartes System mit
Personenerkennung
Weitere praktische Produkte sind die »Backeye
360«-KI-Systeme mit Personenerkennung und KI-
Kameras mit Personenerkennung, die in der Lage
sind, Menschen im toten Winkel des Fahrzeugs zu
erkennen, und die neueste Technologie nutzen, um
die Sicht in erhöhter Fahrerposition zu verbessern.
Die Kameras erfassen und erkennen Fußgänger
innerhalb eines vordefinierten Erfassungsbereichs
und benachrichtigen den Fahrer zuverlässig visuell
und / oder akustisch, was ein sicheres und kompetentes
Fahren ermöglicht. Die Bildverarbeitung
ist in die Kamera integriert, sodass keine weitere
Hardware erforderlich ist.
BRIGADE ELEKTRONIK
Die
KI-Kameras
erfassen und
erkennen
Fußgänger und
benachrichtigen
den Fahrer
zuverlässig visuell
und/oder akustisch.
Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 63
Rückengesundheit in
Agrar- und Baumaschinen
AGR / ISRINGHAUSEN
[ AGR ] Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden
im Arbeitsalltag mit Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen.
Stundenlanges Sitzen, fehlende Bewegungspausen und ungeeignete Sitze
belasten Wirbelsäule und Muskulatur. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) hat
nun erstmals einen Sitz für Bau- und Agrarmaschinen nach Prüfung durch ein
unabhängiges Expertengremium mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet.
AGR-Geschäftsführer Detlef Detjen weiß:
»Eine Investition in ergonomische, gut gefederte
und individuell einstellbare Sitze steigert
nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die
Konzentration und Produktivität. Während ergonomische
Arbeitsplätze in Büros oft Standard
sind, wird ihre Bedeutung in der Industrie und
Landtechnik noch unterschätzt.«
Die AGR widmet sich mit einem weltweiten
Netzwerk aus 40 medizinischen Verbänden und
ca. 150 000 Ärzten und Therapeuten seit mehr
als 30 Jahren der Beratung und Aufklärung zur
Rückengesundheit. Das international anerkannte
AGR-Gütesiegel »Geprüft und empfohlen« wird
nach strengen Prüfungen durch ein unabhängiges
medizinisches Expertengremium als verlässliche
Orientierung für besonders rückenfreundliche
Produkte vergeben.
Ergonomie als Standard
Nun verleiht die AGR das Siegel erstmals an Sitze
für Bau- und Agrarmaschinen, die von der Firma
Die Sitze von Isringhausen bieten moderne
Dämpfungssysteme, anpassbare Lendenwirbelstützen,
umfassende individuelle Einstellmöglichkeiten sowie
innovative Funktionen für den Mehrfahrerbetrieb.
Isringhausen entwickelt wurden. Das international
tätige Unternehmen gehört zu den führenden
Herstellern von Sitzen für die Automobil- und
Nutzfahrzeugindustrie und setzt seit vielen Jahren
auf Ergonomie. Zum Einsatz kommen moderne
Dämpfungssysteme, anpassbare Lendenwirbelstützen,
umfassende individuelle Einstellmöglichkeiten
sowie innovative Funktionen für den Mehrfahrerbetrieb.
»Die zertifizierten Sitze gehen weit über
die ergonomischen Mindestanforderungen hinaus.
Sie ermöglichen eine deutliche Unterstützung der
Wirbelsäule und fördern die Gesundheit – auch
bei intensiver Nutzung«, begründet Detjen die
Entscheidung der unabhängigen Jury.
Ausbildung zum
IPAF-Trainer
auf dem »Campus M«
AST
[ AST ] Die AST Arbeitssicherheit bietet an ihrem Standort
Blaustein-Dietingen Schulungen und E-Learning-Seminare
auf Basis IPAF-zertifizierter Standards für unterschiedliche
Hubarbeitsbühnen an. Der International Powered Access
Federation (IPAF) gehören 1 600 Mitglieder in 81 Ländern
an. Die global agierende Organisation fördert den sicheren
und effektiven Einsatz von Höhenzugangstechnik durch
technische Beratungen, Sicherheitsinitiativen und
innovative Schulungsprogramme.
AST-Trainer Marc Packeiser nahm sich bei der Schulung viel Zeit für
die ordnungsgemäß durchzuführenden Sicht- und Funktionsprüfungen.
Bei der Schulung zur IPAF-Trainer-Ausbildung »Hubarbeitsbühne« auf
dem Übungsgelände »Campus M« der AST Arbeitssicherheit in Blaustein
galt für die Teilnehmer: Mehrere Augen sehen mehr als zwei. Dennoch weiß
Marco Möbius, dass er die Sicht- und Funktionsprüfung einer Hubarbeitsbühne
auch alleine durchführen und sein Wissen nun an auch an andere
weitergeben kann. Aus diesem Grund hat der Mitarbeiter der CWS Fire
Safety GmbH, ein Anbieter für vorbeugenden Brandschutz, den Kurs nach
IPAF-Standards gebucht: »Als Leiter unserer Akademie ist es wichtig, dass
ich über die Fertigkeiten und Fähigkeiten eines international anerkannten
Praxis-Trainers verfüge, da wir auch Kunden im Ausland betreuen.«
Neue Regularien gelernt
Für Marco Möbius war das AST-Seminar mit anschließender Prüfung
eine gute Gelegenheit, sein Wissen als erfahrener Bediener von Hubarbeitsbühnen
aufzufrischen sowie neue Regularien in den IPAF-Standards
kennenzulernen. Nach Theorie und den umfangreichen technischen
Prüfungen kamen auch die Fahrten durch die akribisch festgelegten
Parcours nicht zu kurz. Hier konnte der Brandschutzprofi aus dem hessischen
Rödermark seine Fertigkeiten im Umgang mit der Steuerung
festigen: »Durch die praktischen Übungen konnte ich die Handhabung
der Hubarbeitsbühnen weiter vertiefen, die man an manchen Punkten
durch Routine mitunter vernachlässigt hat.«
Zu der dreitägigen Theorie- und Praxisschulung gehörte auch die
Aufklärung über rechtliche Vorgaben, Haftung und Verantwortung, die
Unterweisung in technische Grundlagen, Verkehrsregeln sowie der
Entwurf von Fahrparcours nach IPAF-Richtlinien. Mit dem Zertifikat
kann Marco Möbius nun selbstständig die praktischen Qualifizierungen
gemäß IPAF-Handbuch auf Basis der ISO 18878 für Bediener und
Einweiser durchführen. Für ihn hat sich die Teilnahme am Trainerkurs
aber auch noch aus einem ganz anderen Grund gelohnt: »Bei der AST
macht Lernen Spaß, denn man bekommt durchaus ernsthafte Inhalte
zur Arbeitssicherheit nie stocksteif präsentiert. Man ist immer auf Augenhöhe
mit den Trainern und den anderen Teilnehmern.«
64 | Dezember 2025 Baustellen-Sicherheit
Das E-Learning-Programm ergänzt
die klassischen Schulungsangebote
von Hailo Professional, die im
Trainingscenter in Haiger oder direkt
beim Kunden vor Ort durchgeführt
werden.
HAILO
men für die regelmäßige Prüfung von Leitern,
Steigsystemen und Fahrgerüsten verantwortlich
sind – die sogenannten »befähigten Personen«.
Die Online-Kurse vermitteln alle relevanten rechtlichen
Grundlagen, technische Anforderungen und
praxisnahen Inhalte rund um Auswahl, Montage,
Prüfung und Dokumentation. Ob mobile Leitern,
ortsfeste Steigleitern mit Steigschutzsystem oder
Fahrgerüst: Das digitale Schulungsprogramm
deckt sämtliche wichtigen Arbeitsmittel ab. Die
Inhalte wurden speziell für Fachkräfte im Facility-
Management, in der Instandhaltung, im Handwerk
und Bauwesen konzipiert.
Sicherheit beginnt
mit Wissen
[ HAILO ] Sichere Steiglösungen allein reichen nicht aus, um den betrieblichen
Arbeitsschutz zu gewährleisten – erst im Zusammenspiel mit fundierter
Qualifikation der Mitarbeiter entfalten sie ihr volles Potenzial. Hailo Professional
verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz, der Technik, Service und Schulung
eng miteinander verzahnt. Damit Prüf- und Wartungspflichten im Alltag nicht nur
formal erfüllt, sondern wirksam umgesetzt werden, unterstützt das Unternehmen
Fachkräfte und Arbeitgeber mit einem umfassenden Weiterbildungsangebot.
Stark nachgefragt ist insbesondere das E-
Learning-Programm von Hailo Professional.
Es richtet sich an Personen, die im Unterneh-
Flexibel in
den Alltag integrierbar
Die Kurse können individuell in den Arbeitsalltag
eingeplant, zeitlich unabhängig absolviert und
in einzelnen Lerneinheiten bearbeitet werden.
Integrierte Zwischenprüfungen fördern den nachhaltigen
Lernerfolg, am Ende steht ein Zertifikat,
das die Teilnehmer dazu berechtigt, als »b-fähigte
Person nach Betriebssicherheitsverordnung«
tätig zu werden. Das E-Learning-Angebot
ergänzt die klassischen Schulungsangebote
von Hailo Professional, die im Trainingscenter
in Haiger oder direkt beim Kunden vor Ort
durchgeführt werden. So können Betriebe je
nach Bedarf zwischen digitalem, praxisnahem
und individualisiertem Lernen wählen – und
ihre Belegschaft bestmöglich auf die verantwortungsvolle
Prüfung sicherheitsrelevanter
Arbeitsmittel vorbereiten.
»Hailo Inspect«
erleichtert die Leiterprüfung
Mit der digitalen Anwendung »Hailo Inspect« bietet Hailo ein effizientes Werkzeug
für die regelmäßige und rechtssichere Prüfung von Steigtechnik. Das Tool
unterstützt Sicherheitsbeauftragte, Servicetechniker und Instandhalter bei
der gesetzeskonformen Prüfung aller genutzten Arbeitsmittel.
HAILO
»Hailo Inspect« ermöglicht eine unkomplizierte
und rechtssichere Prüfung von Steigtechnik.
Vorschriften erfüllt werden. Die Anwendung
funktioniert sowohl mobil auf Smartphones
oder Tablets als auch stationär am Desktop.
Mängel können direkt per Foto dokumentiert,
archiviert und in das Prüfprotokoll integriert
werden. Dieses wird dem Betreiber automatisch
per E-Mail übermittelt. Ein Dashboard ermöglicht
jederzeit den Zugriff auf zurückliegende
Prüfungen, zeigt fällige Wiederholungen an
und erlaubt die digitale Verwaltung ganzer
Leiterpools – auch herstellerunabhängig. Mit
der »Premium«-Version hält eine Reihe praktischer
Funktionen Einzug, die den Arbeitsalltag
Die kostenfreie »Basic«-Version erlaubt den
sofortigen Einstieg in die digitale Leiterprüfung.
Für erweiterte Funktionen steht die neue
»Premium«-Version zur Verfügung. Mit ihr lassen
sich u. a. eigene Logos einbinden, Prüfberichte
importieren und exportieren oder Geräte noch
strukturierter verwalten. Beide Varianten basieren
auf derselben Plattform und lassen sich plattformübergreifend
per App oder Desktop nutzen.
Der digitale Prüfprozess folgt klaren Leitlinien:
Die App führt Prüfer schrittweise durch alle
notwendigen Arbeitsschritte und stellt sicher,
dass sämtliche Anforderungen gemäß DGUVerheblich
erleichtern. Dazu gehören erweiterte
Verwaltungsoptionen, Mehrnutzerzugänge, ein
individuelles Rechtemanagement sowie eine
einfache Archivierung ausgemusterter Prüfobjekte.
Ein intuitives Onboarding erleichtert
den Einstieg für neue Nutzer. Die App ist in
Deutsch und Englisch verfügbar und kann direkt
über die gängigen App-Stores heruntergeladen
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Baustellen-Sicherheit
Dezember 2025 | 65
AUF EINEN BLICK VORSCHAU IMPRESSUM
FIRMEN DIESER AUSGABE
Firma
A ABS Safety GmbH 53
Aktion Gesunder Rücken e.V. 64
Albert Berner Deutschland GmbH 59
asecos GmbH 60
AST GmbH & Co. KG 8, 64
ATLAS Schuhfabrik GmbH & Co. KG 6
Axion AG 63
BauWatchProjekt Service GmbH 54
BG Bau – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 47
Bierbaum Proenen GmbH & Co. KG 14
Blåkläder Deutschland GmbH 17
Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH 56
BOA Technology GmbH 24
Böcker Maschinenwerke GmbH 51
Boels Rental Germany GmbH 46
Brigade Elektronik GmbH 63
Cemo GmbH 58
Dassy Europe BVBA 18
Dolezych GmbH & Co. KG 9
Edelrid GmbH & Co. KG 30
Ekastu Safety GmbH 36
Ernst Brinck & Co. GmbH 52
F. Engel K/S 20
Fristads GmbH 26
Gustav Daiber GmbH 15
Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG 65
Haix-Schuhe Produktions- und Vertriebs GmbH 27
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 8
Helly Hansen Deutschland GmbH 23
Herwe GmbH 36
hTRIUS GmbH 8, 32
International Security GmbH 56
ISM GmbH 19
Kask spa 34
Kooi Security Deutschland GmbH 57
Krause-Werk GmbH & Co. KG 50
Ledlenser GmbH & Co. KG 61
Messe Düsseldorf GmbH 38
Munk GmbH 49
Nedo GmbH & Co. KG 62
Ötscher-Berufskleidung Götzl GmbH 22
Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG 21
pervormance international GmbH 20
Safety Jogger Cortina Group 9
Schöffel Pro GmbH 16
Schütze-Schuhe GmbH & Co. KG 24
SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH 9
Sundström Safety GmbH 37
Techtronic Industries Central Europe GmbH 48
The Lycra Company Deutschland GmbH 22
U Group SRL 25
Voss-Helme GmbH & Co. KG 33
W.L. Gore&Associates GmbH 28
Woolpower AB 11
TOP-THEMA
SICHERHEIT
IN DER HÖHE
03/2026
Redaktionsschluss 04. 03
Anzeigenschluss 11. 03
Erscheinungstermin 28. 03
Seite
IMPRESSUM
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
bausicherheit@sbm-verlag.de
www.bausicherheit-online.de
ISSN 2566-882X
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-40)
Joachim Plath (-41)
Andreas Kanat (-47) (v. i. S. d. P.)
VERLAGS- UND OBJEKTLEITUNG
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REDAKTION
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Dan Windhorst (-0)
ANZEIGENDISPOSITION
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Nicole Haubner (02131 40637-20)
MAGAZIN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
Lisa Schröder Leitung (-23)
REDAKTIONSASSISTENZ –
ANZEIGEN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
Lisa Schröder Leitung (-23)
Imelda Weidhaas (-0)
Jessica Grahle (-0)
LESER- UND
ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
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GmbH & Co. KG, Stuttgart
www.kohlhammerdruck.de
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Einzelheft: 6,50 Euro
Jahresabo (vier Ausgaben
pro Jahr): Inland: 26,– Euro,
Ausland: 34,– Euro
Alle Rechte vorbehalten. Nach druck
– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Ver lages. Es gilt die
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2025. Namentlich gekennzeichnete
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eingesandte Manuskripte wird keine
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66 | Dezember 2025 Auf einen Blick | Vorschau | Impressum
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