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bauMAGAZIN Dezember 2025/Januar 2026

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BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

2025/26

12/1

Das Magazin & Fachportal für

Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge

IGUS

Energieketten für »QuiMo«

Start-up baut 2-Rad-Lader für emissionsfreie Baustelle

KLARTEXT

GEWINNUNG

BLICKPUNKT

bauMAGAZIN

Wichtige Branchengrößen schätzen

die aktuelle Marktsituation ein

BELL

Knickgelenkter Muldenkipper

»B45E 4x4« als echter »Abräumer«

LIEBHERR

Pressereise zur Geburtsstätte

der Planierraupen der Generation 8


Wir konnen

Bausoftware

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Merry Christmas

Dezember 2025 – Januar 2026


48

INHALT36

56

12/2025 – 01/2026

8 | Editorial |

10 | Zum Titel – igus | Mit »QuiMo« wurde ein

2-Rad-Lader konzipiert, der als Baumaschine

nachhaltig und emissionsfrei unterwegs ist. Die

Maschine ist die erste ihrer Art und letztlich eine

Mischung aus »Segway« und Radlader.

12 | Namen und Neuigkeiten |

Baubranche aktuell

22 | »Klartext« |

In dieser Rubrik erhalten wichtige Branchengrößen

und -kenner die Möglichkeit, sich mit einem

Statement zu einer von der Redaktion vorgegebenen

Frage zu äußern. Diesmal widmen wir uns

inhaltlich der wirtschaftlichen wie politischen

Lage in Deutschland und wollten wissen, ob die

Unternehmen aktuell mit einer weiteren Talfahrt

im Jahr 2026 oder mit dem langersehnten

Neustart rechnen.

1 GEWINNUNG

& AUFBEREITUNG

36 | Bell | Der Muldenkipper »B45E 4x4«

erweist sich aufgrund der guten Leistungsdaten

als Arbeitstier und Schlüsselmaschine

39 | Zeppelin – Caterpillar | Der 65 Tonnen

schwere Muldenkipper »755« zeigt sein Können

beim effizienten Steintransport vor Ort

40 | Rokbak | Im Vergleich: die beiden knickgelenkten

Kipper »RA30« und »RA40« – jeder

bringt seine eigenen Vorteile mit sich

41 | Kiesel | Der »KEX890LD-7« erweist

sich im Steinbruch als gewaltiges Kraftpaket,

das mit Produktivität und Leistung punktet

42 | Volvo CE | Ein großer 50-Tonner im Steinbruch:

»EC530E« beweist seine Zuverlässigkeit

und gleichzeitig eine hohe Produktivität

43 | HS-Schoch | Neuer Felstieflöffel soll

mit hoher Langlebigkeit, Produktivität und

Effizienz auftrumpfen können

44 | Sandvik | Entscheidend sind durchdachte

Konzepte: Mit einer Vielzahl an Sandvik-

Lösungen im Steinbruch unterwegs

46 | Liebherr Bischofshofen | Jubiläumsradlader

setzt Akzente im Steinbruch: »XPower«

überzeugt bei Betreiber mit Leistung

47 | Indeco | Der riesige Hydraulikhammer

»HP 12 000« wurde erfolgreich im Steinbruch

eingesetzt und beweist Produktivität

48

BLICKPUNKT

16 | Liebherr Telfs |

Trotz – oder gerade wegen – des

imposanten Bauma-Auftritts

im April lud Liebherr ein halbes

Jahr später Journalisten aus

aller Welt zur traditionellen

Baufachpressefahrt ein. Konkret

standen die Lösungen für die

Bereiche Erdbewegung und Materialumschlag im Fokus. Entsprechend ging es dieses Mal in das

österreichische Werk in Telfs, der Geburtsstätte von Liebherr-Planierraupen der Generation 8

und Teleskopladern der Generation 6. An Highlights wurde nicht gegeizt: Die Maschinen konnten

in echt, via Liebherr Remote Control System (»LiReCon«) und im Simulator bedient werden.

48 | Wirtgen | So sieht Elektrifizierung aus:

In Schweden kommt ein vollelektrischer

Anlagenzug von Wirtgen zum Einsatz

49 | XCMG | Kraftpaket auf Rädern: Neue

Radlader des chinesischen Herstellers sollen

Produktivität, Leistung und Effizienz steigern

50 | Eggersmann | Kürzlich wurde der erste

Prallbrecher für mobile Bauschuttaufbereitung

vorgestellt – leistungsstark und zuverlässig

52 | Jürgen Kölsch | Ein breites Portfolio mit

nach Karlsruhe gebracht: Neben dem »RM100X«

wurden viele weitere Maschinen vorgestellt

54 | Christophel | Das mobile Haldenband

»LF 520« von Telestack zeigt im Einsatz, wie

sich die Prozesse vereinfachen lassen

4 Dezember 2025 – Januar 2026

Inhaltsverzeichnis


62

44 67

55 | Wöhrl | Ein vollautomatisiertes Gesamtkonzept

für WWB Erddeponiegesellschaft

56 | VEI | Die Geiger-Gruppe hat

33 Radlader mit »HelperX«-

Wiegesystem ausgestattet

56

2 ABBRUCH & RECYCLING

60 | Zeppelin – Caterpillar | Zahlreiche

Cat-Maschinen kamen beim umfangreichen

Rückbau der Wo2-Brücke zum Einsatz

62 | Sennebogen | Der »830 E Demolition« sorgt für

Flexibilität sowie Effizienz beim Rückbau und kann mit

seiner Zuverlässigkeit und Produktivität punkten

64 | MBI | Die Kombischere »CC35R« stellt Leistungskraft

bei Abbrucharbeiten unter Beweis und erweist

sich gleichzeitig als vielseitiger Helfer im Abbruch

65 | Epiroc | »InSite«: Mittels Echtzeit-Tracking den

Standort von Anbaugeräten bestimmen und dadurch

viel Zeit und Aufwand einsparen

66 | Brokk | Faszinierende Technik bei Rückbauarbeiten

genutzt: Der neue Abbruchroboter »130+« punktet

mit hoher Leistungskraft

67 | Husqvarna CE | Die Abbruchroboter zeigen,

wie ein emissionsfreier Rückbau gelingt und wie flexibel

diese eingesetzt werden können

68 | Moerschen | Die raupenmobile Siebmaschine

»Terex EvoQuip Colt 600« zeigt sich mit starker

Leistungskraft und Effizienz im Einsatz

69 | ACDE | Starke Leistungsdaten treffen auf

durchdachtes Konzept: ACDE wurde kürzlich für

seinen Hydraulikhammer ausgezeichnet

70 | MB Crusher | Nachhaltiger sowie kosten- und

zeiteffizient: Zerkleinerungslösungen wie Brecherlöffel

spielen ihre Vorteile vor Ort klar aus

71 | EAG | Durchdacht, kompakt und produktiv: Das

Baustoff-Recyclingsieb »SBR 3« ist einfach, robust

und leistungsstark entwickelt worden

72 | Dappen | Sieblöffel: Aufbereitetes

Material dient direkt als Verfüllmaterial, was Geld

und auch Zeit auf der Baustelle sparen kann

73 | Bema | Kraftvoll, zuverlässig und hochwertig

gebaut: Neue Hochleistungs-Kehrmaschine

»85 Dual PowerMaster« wurde kürzlich vorgestellt

60

66


3 OEM & AFTERMARKET

74 | Handtmann | Hochmodernes Wärmepumpenmodul

kombiniert gezielt seine Energieeffizienz

mit durchdachter Nachhaltigkeit

75 | Schaeffler | Aus der Entwicklerschublade:

Elektromotoren für Fahrantriebe und Nebenaggregate

verschiedenster Branchen entwickelt

76 | Eberspächer | Um den Arbeitskomfort zu

erhöhen: Angenehme Temperaturen im Fahrerhaus

sind entscheidend – und technisch machbar

77 | Reyher | Ein umfangreiches Sortiment

an »MBN«-Schraublösungen wurde vorgestellt

78 | Bosch Rexroth | Offenes, Linux-basiertes

Betriebssystem »ctrlX OS« vorgestellt

79 | Kraemer | Aus über 500 Glasscheiben

die jeweils passende finden

80 | Buhr | Zahlreiche Marken und

vielfältiges Sortiment für die Baubranche

80 | Mann+Hummel | Digitaler Zugang

zu Filtrationslösungen für Erstausrüstung

82 | Mankiewicz | »Direct-to-Metal«-

System ist seit 30 Jahren am Markt vertreten

83 | Tyrolit | Neue Fräsmaschine

und Bodenschleifer vorgestellt

84 | Alfred Kärcher | Spektakulärer Arbeitseinsatz

in den USA: Schonende Dampfreinigung

des »Bronx Victory Memorial« in New York

84 | Josef Kränzle | Neues

Hochdruckreinigermodell

»K 1154 TST« vorgestellt

4 SONDERTHEMA:

REIFEN

86 | Triangle | Entwickelt wurden neue Off road-

Reifen sowie ein neues TPMS-System, was die

Sicherheit ebenso erhöht wie die Langlebigkeit

des jeweiligen Reifens

86

S. 85

88 | Pneuhage | Meilenstein: Im Oktober wurde

die beachtliche Produktionsmenge von einer

Million runderneuerter Reifen erreicht

90 | Continental | Neue Technik: Autonome

mobile Roboter übernehmen den innerbetrieblichen

Transport von Reifenrohlingen

92 | Bohnenkamp | Das Lieferprogramm umfasst

Reifen und Räder für den professionellen

Einsatz sowie ein 360°-Dienstleistungsspektrum

94 | Bridgestone | Ein breit gefächertes

Portfolio an OTR-Spezialreifen u. a. für den Hafenumschlag,

in Steinbrüchen und im Tunnelbau

94

95 | bauMAGAZIN | Was OTR-Reifen im Alltag

alles aushalten müssen

96 | Heuver | Neuen L5-Traktionsreifen

im Erdbewegungssegment vorgestellt

96 | SAF-Holland | Neuer, digitalisierter SAF »Tire

Pilot I.Q.« überwacht in Trailerreifen den Luftdruck

5 IT AM BAU

98 | LGL | Aktuelle amtliche Geoinformationen

lassen sich direkt und automatisiert in digitale

Baupläne integrieren – und das kostenfrei

100 | Webfleet | KI-gestützte Lösung für

vorausschauende Fahrzeugwartung vorgestellt

100 | Trimble | Funktionen zur herstellerübergreifenden

Nutzung von Entwürfen integriert

101 | bauMAGAZIN | Wie die Digitalisierung der

Baubranche vorangetrieben werden kann

6 BAU- & NUTZFAHRZEUGE

102 | Goldhofer | 36 Achslinien

und Seitenträgerbrücke an Collett übergeben

103 | Bott | Marktstart in der EU

für Van Guard Accessories durch Bott

104 | Kässbohrer | Die wichtigsten

Vorzüge der ausziehbaren Tieflader-Serie

106 | Krampe | Ein Klassiker der neuesten

Generation, der »BigBody 900«-Wannenkipper

107 | Sortimo | 80 mobile Werkstattanhänger

wurden für den THW ausgestattet

107 | Kröger | Neue Funktionen für

Hakenliftanhänger auf den Markt gebracht

Facebook Instagram LinkedIn

106

RUBRIKEN

108 | Aktuelles |

110 | Impressum |

110 | Redaktionsverzeichnis A – Z |

111 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |

6 Dezember 2025 – Januar 2026

Inhaltsverzeichnis


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Dezember 2025 – Januar 2026


12/25 – 01/26

EDITORIAL

Kein Bruchpilot –

aber auch kein Überflieger…

»Ready for take-off«: Lassen Sie uns die Tische hochklappen, das Handgepäck

verstauen, die Gurte festzurren und dann schleunigst zusehen, dass wir das von Turbulenzen

geprägte Jahr 2025 hinter uns lassen. Und falls es dann doch noch zum Absturz

kommen sollte, machen Sie sich keine Sorgen – dafür sind ja die Schwimmwesten da!

Nun gilt es, sich klug für 2026 zu

positionieren, keine Investitionen zu

scheuen und auf die eigene

Innovationskraft zu setzen.

ugegeben, nicht alles war schlecht:

Das Baujahr 2025 war geprägt von

einer starken Bauma in München

und davon, dass die Zahlen für Auftragseingänge

und Baugenehmigungen

nach langer Durststrecke wieder

steigen. Ein Höhenflug ist das zwar nicht, aber es

fühlt sich immerhin nach Aufwind an. Und um in

dieser mehr schlechten als rechten Flieger-Metapher

zu bleiben: Nachdem die geschol(z)tene

Ampelregierung bei der Bundestagswahl gehörig

abgestraft wurde, übernahm Hobbypilot Friedrich

Merz das Steuer im Kanzleramt. Und bei dem war

plötzlich vom »Bauturbo« die Rede und damit die

Bereitschaft, massiv in die deutsche Bauwirtschaft

zu investieren. Neben einem

umfassenden

Infrastrukturpaket

und neuen Förderanreizen

für den Sozial- und Wohnungsbau

soll vor allem das Militär

neuen Schub erhalten. Die Folge

dürften prallgefüllte Auftragsbücher

und damit der langersehnte Neustart sein.

In der Baubranche selbst spricht man bislang

jedoch eher von einem »Druckverlust«. Das

Machertum sei aufgrund der Milliardeninvestitionen

zwar in den Bundestag zurückgekehrt aber

noch warte man darauf, dass das Geld auch tatsächlich

in der Branche ankommt. Denn: Noch immer

erweisen sich die zähen Vergabeprozesse und das

unsägliche Bürokratie-Monster als Bremsklotz

der Bauindustrie. Während Brücken, Straßen und

Kasernen längst hätten gebaut werden können,

schlurfen die Investitionen munter vor sich her.

Oder anders ausgedrückt: Statt in den vollaufgetankten

Düsenjet zu steigen, haben wir uns bis auf

Weiteres für die gemütliche Fahrt im Heißluftballon

entschieden. Genau das bestätigen uns die vielen

Statements ab Seite 22: Im ersten Teil unserer

traditionellen Rubrik »Klartext« erhalten wichtige

Branchengrößen und -kenner die Möglichkeit, sich

exklusiv zur aktuellen Situation zu äußern. Konsens

ist, dass es in der Umsetzung krankt: Während

die Bauindustrie längst ihre Turbinen angeschmissen

hat, um 2026 wieder durchzustarten, rechnen

viele Geschäftsführer der Branche damit, dass der

»Impact« dieser gutgemeinten Turbo- Beschlüsse

noch weiter auf sich warten lässt. Grundsätzlich

gehe man nicht davon aus, dass das Baujahr 2026

die Schallmauer durchbricht, die Branche insgesamt

aber damit beginne, sich sukzessive zu berappeln.

Und das ist angesichts der weiterhin angespannten

geopolitischen Entwicklung weit mehr,

als wir uns alle noch zu Jahresbeginn 2025 erträumt

hatten. Das Fazit lautet: Lasst uns wieder mehr Mut

wagen. Nun gilt es, sich klug für 2026 zu positionieren,

keine Investitionen zu scheuen, auf eigene

Innovationskraft zu setzen und zielstrebig auf die

»Startbahn« zu rollen.

In diesem Sinne, »Prepare for departure«: Das

bauMAGAZIN-Team wünscht seinen Lesern sowie

allen Familienangehörigen und Mitarbeitern ein

gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Dan Windhorst,

Chefredakteur

8 Dezember 2025 – Januar 2026

Editorial


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Dezember/Januar 2025


ZUM TITEL

Auf der Bauma 2025 wurde

der »QuiMo WL1600« erstmals

vorgestellt – unterstützt wurde

und wird das Projekt von igus.

»Segway« meets Radlader:

Mit »QuiMo« emissionsfrei

auf der Baustelle

IGUS – Das ist Innovationsgeist in Reinform: igus hilft dem Start-up »QuiMo«

dabei, den Alltag auf der Baustelle nachhaltig und emissionsfrei zu revolutionieren.

Und das Rezept hierfür lautet »›Segway‹ meets Radlader«: Dahinter

verbirgt sich ein einachsiges Multifunktionsfahrzeug, das den Baustellenalltag

als Baumaschine künftig kräftig durchwirbeln könnte. Der Kölner Motion-

Plastics-Experte igus unterstützt das Start-up als Sponsor mit Energieketten,

Leitungen und schmierfreien Gleitlagern. Das senkt den Wartungsbedarf und

ist eine wichtige Säule auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Baubranche.

Bauteile

Das Start-up verwendet bei

der Fertigung des »QuiMo«

die Energieketten und

Gleitlager von igus.

Wer in den vergangenen Jahren durch die Metropolen

dieser Welt geschlendert ist, sah immer

wieder Menschen auf außergewöhnlichen Fahrzeugen

an sich vorbeirauschen. Ausgestattet mit einem

Helm steuern sie »Segways« – motorisierte Einachsenfahrzeuge,

die sich durch die Verlagerung des

Gleichgewichts bewegen oder anhalten lassen. Zwar

ist die Produktion der rollenden Elektrofahrzeuge

mittlerweile eingestellt, das Konzept fasziniert Menschen

wie Jonas Heinzler aber nach wie vor. Bereits

2018 hatte der Elektrotechnik-Student an der Universität

Ulm die Idee, die innovative Technologie auf

Baumaschinen zu übertragen. Herausgekommen

ist »QuiMo« – kurz für Quick Motion. Bei »QuiMo«

handelt es sich um einen 2-Rad-Lader, der auf einer

Robotik-Plattform basiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen

Radladern wartet der »QuiMo« mit einer

Vielzahl an Vorteilen, vom geringen Gewicht bis

hin zur großen Wendigkeit, auf. Hinzu kommt ein

zuverlässiger Elektroantrieb, der aufgrund seiner

Emissionsfreiheit vor allem in Zukunft eine wichtige

Rolle im Bauwesen spielen dürfte. Da »QuiMo«

aber die erste Baumaschine ihrer Art ist, war Jonas

Heinzler bereits früh auf der Suche nach Unterstützung,

schließlich braucht es Unternehmen und Finanziers,

die an das innovative Konzept glauben.

Neben einer Vielzahl an Partnern aus der Industrie

und der Baubranche sponsert auch das Kölner

Unternehmen igus das junge Start-up mit den hauseigenen

Energieketten, einer Auswahl an »chainflex«-Leitungen

sowie den wartungs- und schmierfreien

»igutex« und »iglidur«- Gleitlagern.

Revolution auf zwei Rädern

Nach den ersten Ideen gründete Jonas Heinzler

2020 das Unternehmen »QuiMo«. »Wir dachten,

dass wir das niemals alleine machen können«, erinnert

sich der Initiator. Also suchte er sich Unternehmen

aus der Baumaschinenindustrie und stellte

das Konzept vor. Die winkten zwar ab, Heinzler

trieb das Projekt dennoch voran. Es folgten Partnerschaften

mit Unternehmen wie der Ulmer In-

Mach Intelligente Maschinen GmbH, die Steuerungssysteme

für die Serienausstattung der OEMs

von Arbeitsmaschinen und Anbaugeräten entwickelt.

Mittlerweile ist auch Heinzlers ehemaliger

Kommilitone Maximilian Wanner mitverantwortlich

für Elektrotechnik und Software der Maschine.

Tatkräftige Unterstützung erhalten die beiden von

10

Dezember 2025 – Januar 2026

Zum Titel


Wolfgang Rebholz, Stiefvater von Jonas Heinzler,

der nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Maschinenbauingenieur

bei einem großen Konzern nun als

Mentor fungiert. »Wir sind generationsübergreifend

ein gutes Team«, sagt Heinzler. Komplettiert

wird »QuiMo« durch den Ulmer Professor für Neuartige

Mobilitätslösungen, Michael Buchholz. Dieser

Schlagkraft ist es auch zu verdanken, dass »Qui-

Mo« nach dem Start eines Förderprojekts im Januar

2024 nur ein Jahr gebraucht hat, um einen Prototypen

zu entwickeln. »Fast in Rekordzeit«, zeigt

sich Jonas Heinzler stolz.

Kein Platz für Schmierung

Die schnelle Prototypentwicklung liegt auch an der

Unterstützung durch Sponsoren wie igus. Die Produkte

des Unternehmens lösen eine Vielzahl an Herausforderungen

für das junge Start-up, was vor allem

in der Wartungs- und Schmierfreiheit begründet

liegt. Denn wo eine Schmierung stattfinden

muss, dort entsteht ein Aufwand, der rund um den

»QuiMo« nicht leistbar ist. »Ursprünglich dachten

wir daran, Gelenke mit Schmiernippeln zu schmieren.

Dafür ist im ›QuiMo‹ allerdings gar kein Platz«,

meint Wolfgang Rebholz. Hinzu kommt die Umweltproblematik,

denn bereits ein ausgetretener

Tropfen Öl kann im schlimmsten Fall bis zu 600 l

an Wasser verunreinigen. In Zusammenarbeit mit

igus haben sich die Konstrukteure für zwei zylindrische

Gleitlagerserien entschieden. Sie kommen in

den Gelenken und Bolzenverbindungen zum Einsatz.

Das »igutex TX1«-Gleitlager bietet laut Hersteller

eine sehr hohe Tragfähigkeit bei hohen Radiallasten

in Kombination mit guter Abriebfestigkeit.

Aufgrund einer Langfaserwicklung ist es formstabil

und aufgrund seiner hohen Schmutz- sowie Medienbeständigkeit

besonders für den Einsatz auf

der Baustelle geeignet. Das Gleitlager »iglidur Z«

vereint laut igus Druckfestigkeit mit hoher Elastizität

und wurde speziell für extreme Bedingungen

entwickelt. Die Buchsen sind für Temperaturen bis

250 °C geeignet. »Die Gleitlager waren die optimale

Lösung für viele unserer anfänglichen Probleme«,

erinnert sich Rebholz.

Die igus-Produkte sind ein zentraler Teil der rapiden

Prototypenentwicklung. Für Jonas Heinzler gehört

aber auch der enge Kontakt zu Volker Raither

dazu, dem für »QuiMo« zuständigen technischen

Verkaufsberater bei igus. »Immer wenn ich angerufen

habe, habe ich direkt Hilfe bekommen«, weiß er.

Der junge Unternehmer ist voll von den Produkten

der Kölner überzeugt: »igus ist als Marktführer für

die bewegte Energieführung in Deutschland die erste

Wahl.« Den igus-Mitarbeiter Volker Raither freut

vor allem die Innovationsoffenheit. »Wir kennen

die Baumaschinenbranche gut und ich kann versichern,

dass das Konzept sehr innovativ ist«, erläutert

er. Gerade die Elektrifizierung halte konstant

Einzug in die Baumaschinenindustrie.

E-Baumaschine? Kein Problem

Bereits zur Bauma in München stellte »QuiMo« sein

gleichnamiges Produkt erstmals der Öffentlichkeit

vor. Der »QuiMo WL1600« war am Stand der In-

Mach Intelligente Maschinen GmbH zu sehen. Aufgrund

seines Elektromotors kommt »QuiMo« komplett

ohne Emissionen für Abgase und Geräusche

aus – im Gegensatz zu herkömmlichen Radladern,

die nach wie vor überwiegend einen Dieselantrieb

benötigen. »Wir zeigen, dass es elektrisch geht –

auch bei Baumaschinen«, versichert Jonas Heinzler.

Wegen seines Aufbaus ist »QuiMo« überdies

sehr wendig, leicht und geländegängig. Selbst bei

engsten Platzverhältnissen kann sich »QuiMo« um

360° drehen. Der Radlader ist in Leichtbauweise

umgesetzt, das Verhältnis von Nutzlast zu Eigengewicht

ist eins zu eins, was auch den Transport

zur Baustelle enorm vereinfacht. Für »QuiMo« geht

es aktuell in die heiße Phase: Man möchte die Maschine

nun zur Marktreife zu bringen. Dabei geht

es auch um die kontinuierliche Weiterentwicklung

der Technologie. Jonas Heinzler ist sich sicher, dass

er weiter eng mit Sponsoren wie igus zusammenarbeiten

möchte. »Wir wollen die Partnerschaft mit

igus auch in der Serienfertigung weiterführen«,

sagt der Schwabe.

d

IGUS (3)

igus steuert zum »QuiMo« sowohl die

hauseigenen Energieketten als auch

Leitungen und Gleitlager bei.

2-Rad-Lader

Bei »QuiMo« handelt es sich um

einen 2-Rad-Lader, der auf einer

Robotik-Plattform basiert.

Im »QuiMo« wurden Energieketten

von igus verbaut – das Unternehmen

unterstützt damit das Start-up.

Stabil und schnell montiert

Neben den Gleitlagern fand »QuiMo« zudem

die passenden Leitungen für den

Radlader im igus-Sortiment. Verbaut

sind Motor-, Steuer-, Daten- und Busleitungen

aus der »chainflex«-Serie, die speziell

für den dauerbewegten Einsatz konzipiert

sind. Die Einsatzmöglichkeiten

sind vielfältig: Mit einer großen Auswahl

an Mantelwerkstoffen und unterschiedlichen

Biegeradien bis 3xd erhalten Anwender

hohe Flexibilität. Zur Führung der

»chainflex«-Leitungen nutzt »QuiMo« die

»e-kette E4.48l« von igus. Mit einer Innenhöhe von

48 mm und dem einfach zugänglichen Innenraum

ist sie für eine Vielzahl an Anwendungen geeignet.

Zum Titel Dezember 2025 – Januar 2026 11


NAMEN & NEUIGKEITEN

Wacker Neuson SE bestätigt Gespräche

zu Übernahme durch Doosan Bobcat

WACKER NEUSON – BOBCAT – Kürzlich teilte Wacker Neuson mit, dass sich der Vorstand

in Gesprächen mit Bobcat befindet – und die Diskussion darüber, ob ein Mehrheitserwerb

sowie die Übernahme durch Bobcat in Betracht gezogen wird, scheint durchaus fortgeschritten.

Nun gilt es zu hinterfragen, ob und wie sich beide Unternehmen einigen können

und wie ein künftiges Wirken aussehen könnte. Die Meldung ging, so Wacker Neuson, aus

einer Berichterstattung von EQS News, einem Service der EQS Group, hervor.

In einem offiziellen Statement

seitens Wacker

Neuson heißt es: »Vor

dem Hintergrund aktueller

Presseberichterstattung

bestätigt die

Wacker Neuson SE,

dass sich der Vorstand in fortgeschrittenen Gesprächen mit Doosan Bobcat Inc. über den möglichen

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Wacker Neuson sowie eine öffentliche Übernahme

von Wacker Neuson durch Doosan Bobcat befindet. Doosan Bobcat erwägt, Aktien im Umfang

von rund 63 Prozent des Grundkapitals von Großaktionären der Wacker Neuson zu erwerben

und ein öffentliches Übernahmeangebot in Form eines Barangebots an alle außenstehenden

Aktionäre von Wacker Neuson abzugeben.« Ob es tatsächlich zu einem Verkauf der Aktien der

Großaktionäre und zu einem öffentlichen Übernahmeangebot kommt, ist für Wacker Neuson

derzeit nicht abzusehen. Wacker Neuson werde den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über

den Fortgang auf dem Laufenden halten.

d

ÜBERNAHME

Bohnenkamp plant die Übernahme

des französischen Großhändlers Copadex

BOHNENKAMP – Die Bohnenkamp SE hat einen Vertrag zur Übernahme sämtlicher

Geschäftsanteile am französischen Großhandelsunternehmen SAS Copadex zum

Ende des Jahres unterzeichnet. Das gaben Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der

Bohnenkamp SE, sowie der Copadex-Inhaber Bruno Clairay bekannt.

Die SAS Copadex mit Sitz im rund 100 km südlich von Paris gelegenen Châlette-sur-Loing

ist seit 1980 im französischen Markt aktiv. Das Unternehmen hat sich als etablierter Partner

im Ersatz- und Erstausrüstungsgeschäft für Reifen und Räder im landwirtschaftlichen

und gewerblichen Bereich einen Namen gemacht. Mit rund 80 Mitarbeitenden und einer

Lagerfläche von rund 30 000 m² versorgt Copadex seine Kunden mit einem breiten Sortiment

namhafter Hersteller. Die Bohnenkamp SE wurde vor 75 Jahren in Osnabrück gegründet

und gehört heute laut eigener Aussage zu den führenden europäischen Großhändlern

für Reifen und Räder im Bereich Off-Highway und Transport. Mit der Übernahme von

Copadex macht Bohnenkamp nun auch den Schritt in den größten Agrarmarkt Europas.

»Copadex ist ein gewachsenes Unternehmen mit einer erfahrenen, engagierten Mannschaft,

die ihren Markt bestens kennt und lebt. Dieses Wissen und diese Leidenschaft

sind eine hervorragende Basis für gemeinsames Wachstum«, erklärt Gregor Rüth die

Entscheidung. Für die Inhaberfamilie Clairay stand bei der Entscheidung über die Nachfolge

die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden im Mittelpunkt. »Copadex

wurde 1980 von meinem Vater gegründet. Für mich war es eine Herzensangelegenheit,

frühzeitig die Weichen für eine stabile und nachhaltige Zukunft zu stellen«, erklärt Bruno

Clairay. »In den Gesprächen mit Bohnenkamp haben wir schnell gemerkt, dass uns nicht

nur das Produktportfolio, sondern auch Werte und Unternehmenskultur verbinden. Ich

bin überzeugt, dass Standort und Team innerhalb der Bohnenkamp-Gruppe hervorragend

aufgestellt sind.« d

DAIMLER TRUCK

Neues Customer Experience

Center (CEC) eröffnet

DAIMLER TRUCK – Mercedes-Benz Trucks hat sein

bisheriges Kunden-Center grundlegend erneuert

und als Customer Experience Center (CEC) umgestaltet.

Ziel ist es, den Kunden noch stärker in

den Fokus zu rücken sowie Marke und Produkte

erlebbar zu machen. Bereits nach drei Monaten

Planungsphase startete das Umbauprojekt im laufenden

Betrieb.

Innerhalb von rund fünf Monaten wurden sämtliche

Baumaßnahmen durch insgesamt 14 verschiedene

Gewerke umgesetzt: vom neuen Bodenbelag bis zur

Die feierliche Eröffnung des neuen CEC.

maßgefertigten Möblierung. Ein moderner Ort ist entstanden,

der Begegnung, Beratung und Inszenierung

vereint, wie das Unternehmen mitteilt. »Das neue

Customer Experience Center ist Ausdruck unserer Haltung:

Wir stellen den Kunden konsequent in den Mittelpunkt

unseres Handelns«, sagt Jean-Marc Diss, Leiter

Global Sales & Marketing Mercedes-Benz Trucks. »Hier

verbinden wir unsere Geschichte mit dem Blick nach

vorn.« Die Neugestaltung umfasst alle zentralen Bereiche

des CEC unter Berücksichtigung der aktualisierten

Markenwerte Zuverlässigkeit, Partnerschaft und Fortschritt

sowie des bekräftigten Versprechens »Trucks

you can trust«. Im Eingangsbereich begrüßt eine

großformatige LED-Wand neben einem historischen

Lkw aus dem Jahr 1896, Symbol für Innovationskraft

seit fast 130 Jahren, die Besucher. Von hier gelangt man

direkt in die Brand World, wo großformatige Leuchtkästen

vor tiefschwarzem Hintergrund eindrucksvoll

die neuen Markenwerte präsentieren. Die History Wall

führt von dort über eine Strecke von 20 m bis zum Restaurant

– ein chronologischer Rundgang durch die Firmengeschichte

mit spannenden Geschichten aus der

Gegenwart bis in die Vergangenheit zum ersten Daimler

Truck 1896. Rechts vom Foyer öffnet sich der Zugang

zur rund 600 m² großen »eActros 600«-Experience

World. Dort erleben Besucher anschaulich, wie Mercedes-Benz

Trucks Elektromobilität und Zukunftstechnologien

vorantreibt.

d

12

Dezember 2025 – Januar 2026

Namen & Neuigkeiten


Präsenz weiter ausbauen:

HKL Baumaschinen übernimmt

Aicheler Baumaschinen Service in Herrenberg

HKL BAUMASCHINEN – Mit der Übernahme möchte HKL Baumaschinen

seinen erfolgreichen Wachstumskurs weiter fortführen: Zum 1. November

hatte das Unternehmen den Standort der Aicheler Baumaschinen

Service GmbH (Aicheler) in Herrenberg mit allen Mitarbeitern übernommen

und wird diesen künftig als HKL Center Herrenberg weiterführen.

Damit verdichtet HKL laut eigener Aussage sein Centernetz in

Baden-Württemberg, stärkt die Kundennähe und Effizienz und bietet ein

noch breiteres Serviceangebot.

Andreas Schilling, HKL-Niederlassungsleiter Stuttgart, erklärt: »Mit dem

neuen Center in Herrenberg bauen wir unsere Präsenz in Baden-Württemberg

gezielt aus. Die Nähe zu unseren Kunden ist für uns entscheidend – sie bildet

die Grundlage für partnerschaftliche Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen

und nachhaltigen Erfolg.« Seit über 30 Jahren sei Aicheler mit seinen Standorten

in Stockach und Herrenberg für technische Kompetenz, Flexibilität und

Service auf höchstem Niveau bekannt. Diese Stärken sollen künftig durch HKL

ausgebaut werden. Für die Kunden bedeutet die Übernahme und Weiterführung

des Standorts als HKL Center Herrenberg eine deutlich größere Auswahl an

Maschinen und Geräten, noch mehr Leistungsfähigkeit und Servicekompetenz

sowie kürzere Wege und schnellere Reaktionszeiten. Die bekannten Ansprechpartner

bleiben erhalten und werden durch die Expertise von HKL ergänzt. HKL

Baumaschinen steht laut eigener Angaben »seit 55 Jahren für hochwertige

HKL übernimmt Aicheler Baumaschinen Service.

Qualitätsprodukte, einfache Mietvorgänge, transparente Abläufe und höchste

Zuverlässigkeit«. Das Unternehmen entwickle sein vorhandenes Portfolio stets

dynamisch weiter – nachfrageorientiert, verantwortungsvoll und mit Augenmaß.

Durch die Eröffnung neuer Center sowie durch gezielte Übernahmen von Baumaschinenvermietern

und Servicestandorten wachse HKL stetig weiter. Das

inhabergeführte Unternehmen betreibt heute über 180 Center mit angegliederten

Baushops. Gleichzeitig hat HKL Baumaschinen kürzlich bekannt gegeben,

dass das Unternehmen auch weiterhin Partner des HSV bleiben möchte. In einer

offiziellen Mitteilung heißt es: »Die HKL Baumaschinen GmbH und der Hamburger

SV setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Die Partnerschaft betont

gemeinsame Werte wie Verlässlichkeit und Beständigkeit – zentrale Leitlinien,

die den HSV und HKL seit Jahrzehnten prägen. Bestandteil der Partnerschaft

sind unter anderem Werberechte im Bereich Bandenwerbung und Banner.« Auch

HKL betont die enge Verbindung: »Starke Teams erkennt man an gemeinsamen

Werten, genau das verbindet uns mit dem Hamburger SV: Qualität, Beständigkeit

und der unbedingte Wille, das Beste zu geben«, so Ulf Böge, Leiter der Unternehmenskommunikation

der HKL Baumaschinen GmbH.

d

HKL

Jetzt entdecken.

BELL & KIESEL

LKW WAR GESTERN.

Namen & Neuigkeiten Dezember 2025 – Januar 2026 13


NAMEN & NEUIGKEITEN

Bobcat klagt an, dass

Caterpillar mehrere Patente

verletzt haben soll.

ADOBE STOCK

Bobcat reicht Klage gegen Caterpillar ein

DOOSAN BOBCAT – Kürzlich

hat die Bobcat Company darüber

informiert, dass mehrere Patentverletzungsklagen

gegen die

Caterpillar Inc. eingereicht wurden

– sowohl in den USA und

Deutschland als auch beim Patentgericht

der Europäischen Union

(EU). Der Vorwurf: Caterpillar soll

insgesamt 14 Patentrechte verletzt

haben, die sich insbesondere

auf den Kompaktmaschinen- und

Komponentensektor von Bobcat

beziehen. Das bauMAGAZIN hat

Caterpillar um eine Stellungnahme

gebeten – der US-amerikanische

Baumaschinenhersteller

teilte uns mit, dass man sich zu

keinem laufenden Verfahren

äußern werde.

In einer offiziellen Stellungnahme von Bobcat heißt

es: »Die Bobcat Company ergreift diese rechtlichen

Schritte, um unsere patentierten Technologien zu schützen,

den fairen Wettbewerb zu verteidigen und die Handwerkskunst

zu bewahren, die unser Unternehmen seit

mehr als 65 Jahren auszeichnen«, so Lukas Jungbauer,

Communication Lead der Doosan Bobcat EMEA. »Die

14 streitgegenständlichen Patente von Bobcat ermöglichen

Funktionen wie Manövrierfähigkeit, Leistung, Performance

und Effizienz. Sie sind grundlegend für die Stärke,

Vielseitigkeit und Präzision unserer Maschinen sowie für

die Zukunft der Innovationen von Bobcat, treiben den

Fortschritt in unserer gesamten Produktpalette voran

und machen jede Maschine würdig, die Marke Bobcat

zu tragen.« In einer von Bobcat zur Verfügung gestellten

Zusammenfassung der Klage spricht Bobcat insbesondere

von Patentrechtsverletzungen, die sich auf den Kompaktlader-Sektor

beziehen. Dort heißt es: »CAT ist erst

spät in den Markt für Kompaktlader eingestiegen. Das

Unternehmen begann erst 1999 mit der Herstellung von

Kompaktladern – etwa 40 Jahre, nachdem Bobcat diesen

Markt geschaffen hatte.« Eine weitere brisante Aussage:

»Anstatt selbst innovativ zu sein, hat CAT beschlossen, die

Innovationen von Bobcat zu übernehmen, um zu versuchen,

auf dem Markt für Kompaktlader und Kompaktmaschinen

im Allgemeinen in unlauterer Weise mit Bobcat zu

konkurrieren. Dies ist leider ein Muster bei CAT.« Bei den

in der Klage genannten Maschinen handelt es sich laut

Bobcat um bestimmte Kompaktlader, kompakte Raupenlader,

Bagger, Radlader sowie Planierraupen und deren

Komponenten. In diesem Zusammenhang beantragt

Bobcat nun eine dauerhafte Unterlassungsverfügung,

Lizenzgebühren sowie ein Urteil, dass die Beklagten direkt

und / oder indirekt die geltend gemachten Patente verletzt

hätten. Überdies beantragt Bobcat eine sogenannte

begrenzte Ausschlussverfügung, die die Einfuhr von den

aufgeführten Maschinen und deren Komponenten in die

USA untersagt. Im Raum steht aktuell aber auch die Forderung

nach einer Entschädigung in angemessener Höhe

– und genau hier könnte es im Falle eines Schuldspruchs

teuer werden, wie ein anderer Patentstreit aus der Vergangenheit

belegt. Im Jahr 2017 warf Wirtgen dem Baumaschinenhersteller

Caterpillar laut Nachrichtenagentur

Reuters vor, diverse Patente im Zusammenhang mit der

Kaltfräsentechnologie zur Sanierung von Straßenoberflächen

verletzt zu haben. Eine Jury im Bundesgericht im

US-Bundesstaat Delaware soll 2024 festgestellt haben,

dass die Straßenfräsenmaschinen von Caterpillar fünf

von sechs Patenten von Wirtgen verletzt hätten. Die Jury

befand außerdem, dass Caterpillars Rechtsverletzung

»vorsätzlich« gewesen sei, was die geforderte Schadenersatzhöhe

verdreifachen könne. Wichtiger Hinweis

der Redaktion: Wichtiger Hinweis der Redaktion: Zur

Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht hat das

bauMAGAZIN noch vor Veröffentlichung dieser Meldung

den Baumaschinenhersteller Caterpillar kontaktiert, um

Stellung zu den im Raum stehenden Vorwürfen zu beziehen.

Eine offizielle Stellungnahme seitens Caterpillar

bleibt bislang aus, man teilte uns mit, dass Caterpillar

laufende Verfahren unkommentiert lasse. Überdies bleibt

nun abzuwarten, wie das US-Bezirksgericht (Bundesstaat

Texas), die US-amerikanische »International Trade

Commission«, das deutsche Bezirksgericht sowie das

Einheitliche Patentgericht der EU auf die Einreichung

der Klage reagieren werden. Das bauMAGAZIN wird Sie

hierbei auf dem Laufenden halten.

d

14

Dezember 2025 – Januar 2026

Namen & Neuigkeiten


Case ernennt Francesca Asteggiano

zur neuen Vertriebsleiterin für Europa

CNH – Seit November ist Francesca Asteggiano nun die neue Vertriebsleiterin bei

Case Construction Equipment für Europa. Neben großen Engagement bringt Asteggiano

auch eine langjährige Erfahrung mit und kann das Unternehmen damit gezielt stärken.

Francesca Asteggiano bringt über 17 Jahre Erfahrung

im B2B-Sektor mit und verfügt laut Case

Construction Equipment über eine ausgeprägte

Expertise in strategischer und kommerzieller

Führung. Ihr umfassendes Branchenwissen und

ihre kundenorientierte Arbeitsweise werden laut

Case »entscheidend dazu beitragen, unser Händlernetz

zu unterstützen und das Wachstum in den

europäischen Märkten voranzutreiben«. Die frisch

ernannte Vertriebsleiterin hierzu: »Ich fühle mich

geehrt, diese neue Rolle zu übernehmen, und freue

mich darauf, eng mit unserem Händlernetz zusammenzuarbeiten,

um unsere Marke zu stärken und

unseren Kunden Mehrwert zu bieten. Gemeinsam

werden wir weiterhin eine starke und wettbewerbsfähige

Präsenz in ganz Europa aufbauen.« Case

Construction Equipment vertreibt auf der ganzen

Francesca Asteggiano.

Welt ein komplettes Angebot verschiedenster Baumaschinen,

darunter Baggerlader, Raupen- und

Mobilbagger, Motorgrader, Radlader, Kompaktlader, Raupenkompaktlader und Stapler. Über

das internationale Händlernetz möchte Case dem Markt eine professionelle Partnerschaft mit

leistungsfähigen Maschinen und einem guten Kundendienst bieten.

d

CNH

BKT stärkt globale OE-Strategie

mit neuen Führungskräften

BKT – Der Spezialist für Off-Highway-Reifen,

Balkrishna Industries Ltd, baut seinen Geschäftsbereich

Original Equipment (OE) durch die Ernennung

von drei neuen Führungskräften für Frankreich

und Südamerika weiter aus. Dies sei laut

Unternehmen ein weiterer Schritt im Hinblick auf

die langfristigen Ziele von BKT, die in der Wachstumsvision

und der strategischen Roadmap des

Unternehmens für 2030 dargelegt seien.

Diese Maßnahme unterstreiche BKTs Engagement,

durch den Ausbau in Schlüsselmärkten

ein weltweit führender und zuverlässiger Partner im

OE-Kanal zu werden. Ziel der Expansion ist es, durch

verstärktes technisches Engagement und eine enge

Zusammenarbeit mit dem gesamten OEM-Ökosystem

eine stärkere Markenpräsenz aufzubauen. BKT

zeigt sich stolz, die Ernennung von Rémi Morin zum

Jörg Olschimke wurde zum neuen

Geschäftsführer der Rototilt GmbH ernannt

ROTOTILT – Jörg Olschimke hat zum 1. Oktober die Geschäftsführung der Rototilt GmbH in

Wörth an der Donau übernommen. Er folgt auf Wolfgang Vogl, der nach zwölf erfolgreichen

Jahren im Unternehmen künftig den globalen Ausbau der »Open-S«-Initiative verantwortet.

Der Bauingenieur Jörg Olschimke bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im technischen Vertrieb

und in der strategischen Geschäftsentwicklung mit. Zuletzt war er bei Wacker Neuson für

den süddeutschen Raum verantwortlich. »Nun als Teil eines Familienunternehmens die starke

Marktposition von Rototilt in der DACH-Region

weiter auszubauen und Innovationen im Sinne

unserer Kunden voranzutreiben, empfinde ich als

spannende Aufgabe«, sagt Olschimke. »Ich freue

mich darauf, unsere Kunden und Händler persönlich

kennenzulernen und die gewachsenen Partnerschaften

gemeinsam weiterzuentwickeln.« Auch

die Unternehmensleitung begrüßt den Wechsel:

»Mit Jörg Olschimke gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit,

die unser Geschäft versteht und die

Nähe zum Handel lebt«, betont Stefan Bergström,

Vice President Sales & Marketing der Rototilt Group

AB. »Er wird wichtige Impulse für Wachstum und

Marktentwicklung in der DACH-Region setzen.« Mit

dem Wechsel in der Geschäftsführung und der Stärkung

des Teams durch einen zusätzlichen Gebietsverkaufsleiter,

Viktor Eberhardt für Süddeutschland

und Österreich, stellt sich Rototilt in Deutschland

strategisch für künftiges Wachstum auf. d Jörg Olschimke.

ROTOTILT

BKT

(v. l. n. r.) Remi Morin, Lincoln Sugimo, Cadu Accica.

Brand Specification Manager bekannt zu geben. In

dieser Schlüsselrolle bringt Rémi Morin mehr als

zwölf Jahre Erfahrung und Führungserfahrung in

den Bereichen Smart Farming, Mobilität und Innovation

mit. In seiner neuen Aufgabe wird Morin BKTs

strategische Beziehungen zu den Traktorhändlern in

Frankreich leiten, wo BKT bereits eine starke Position

bei den Erstausrüstern und Endverbrauchern innehat

und im Ersatzteilmarkt führend ist. Im Rahmen des

globalen OE-Einsatzes des Unternehmens und mit

dem Ziel, die Geschäftstätigkeit in dieser wichtigen

Region auszuweiten, teilt BKT überdies den Zuwachs

zweier erfahrener Führungskräften für Südamerika

mit. Der erste ist Cadu Accica, der zum Head OEM

South America ernannt wurde und 19 Jahre Erfahrung

in der Spezialreifenbranche mitbringt. Bei BKT

wird Cadu Accica die OE-Partnerschaften leiten und

durch Kundennähe und langfristige Zusammenarbeit

einen Mehrwert schaffen. Der zweite Neuzugang

ist Lincoln Sugimoto, der als OEM Technical Manager

South America bei BKT eintritt. Mit einem starken

Hintergrund in den Bereichen Engineering und Projektmanagement

und 15 Jahren Berufserfahrung

unterstütze er BKT mit neuer Kraft. Insgesamt zeigt

BKT, dass man sich zukunftsfähig aufstellen möchte,

wichtige Positionen stärkt und versucht, sich in

bestimmten Märkten noch stärker aufzustellen.d

Namen & Neuigkeiten Dezember 2025 – Januar 2026 15


IM BLICKPUNKT

Feste Bestandteile der Marktgemeinde Telfs:

die 2 662 m hohe »Hohe Munde« und die 1976

gegründete Liebherr-Werk Telfs GmbH.

THOMAS SEIBOLD (6)

Das große Ganze

LIEBHERR-WERK TELFS – Trotz – oder gerade wegen – des imposanten

Bauma-Auftritts ließ es sich Liebherr ein halbes Jahr später nicht nehmen, Journalisten

aus aller Welt im Rahmen der traditionellen Baufachpressefahrt ergänzend

ein praxisnahes Technik-Update zu geben. Konkret standen die Lösungen

für die Bereiche Erdbewegung und Materialumschlag im Fokus. Entsprechend

ging es dieses Mal in das österreichische Werk in Telfs, die Geburtsstätte von

Liebherr-Planierraupen der Generation 8 und Teleskopladern der Generation

6. Auch die Redaktion des bauMAGAZIN war mit dabei und konnte sich vor Ort

nicht nur von einer hohen Fertigungstiefe überzeugen, sondern auch ein Gefühl

dafür bekommen, wie sich die Maschinen in echt, via Liebherr-Remote-

Control-System (»LiReCon«) und im Simulator bedienen lassen.

Thomas Seibold

Bereits im Vorfeld war klar, dass bei dieser internationalen

Baufachpressefahrt über den technischen

Bereich hinaus an Schauwerten nicht gegeizt

wird. Denn der Standort Telfs in Tirol am Fuß

der 2 662 m hohen »Hohe Munde« ist aufgrund seiner

Lage sommers wie winters auch bei Touristen

beliebt. Zudem war die Unterbringung im nahegelegenen

Interalpen-Hotel Tyrol organisiert. Dieses

gehört seit seiner Eröffnung im Jahre 1985 zu

Liebherr und ist Teil von einem der insgesamt 13

Geschäftsbereiche der Firmengruppe (das bauMA-

GAZIN berichtete in Ausgabe 12/24 ab Seite 18). In

dem Zusammenhang war es quasi selbstverständlich,

dass sowohl im Hotel als auch im Telfser Werk

Liebherr-Kühlschränke zu finden waren. Warum

das erwähnt wird? Bereits daran wird offensichtlich,

wie wichtig bei Liebherr der Blick aufs Ganze

ist und wie sich Effizienzgewinne durch das

Zusammenspiel ineinandergreifender Lösungen

ergeben.

Das wurde im Anschluss vor allem bei der Pressekonferenz

mit Steffen Günther, Managing Director

und Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International

AG, Joachim Strobel, Managing Director

Sales Liebherr-EMtec GmbH, und Martin Längle,

Managing Director Sales Liebherr-Werk Telfs

GmbH, bei der Präsentation der Halbjahreszahlen

deutlich. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen

konnte zur Jahresmitte mit einem Gesamtumsatz

von 7,08 Mrd. Euro ein Plus von 0,6 Prozent im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt werden.

Hier zahlte sich die Strategie der vielen

Standbeine aus: Rückgänge in einigen Geschäftsbereichen

ließen sich durch Zuwächse

in anderen ausgleichen. Da nach Erscheinen

dieser bauMAGAZIN-Ausgabe demnächst die

16

Dezember 2025 – Januar 2026

Im Blickpunkt


LIEBHERR

Gesamtzahlen für 2025 vorliegen werden, wird

sich zeigen, ob das seit 2021 kontinuierliche

Wachstum mit einem abermaligen Rekordumsatz

fortgeführt wird. Liebherr ist sich durchaus

der schwierigen Lage in den Geschäftsjahren

2025/2026 bewusst und legt auch nach zehn Jahren

Wachstum der Baubranche die Hände nicht in

den Schoß: Die Zeit werde entsprechend genutzt,

um sich auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten.

Aus technischer Sicht unternimmt Liebherr

jedenfalls alles dafür, soviel sei als Fazit des

Besuchs in Telfs schon vorweggenommen.

Standort Telfs wird 50 Jahre alt

Ein Wort zum Standort an sich: Dieser feiert 2026

übrigens sein 50-jähriges Bestehen. Gegründet

wurde die Liebherr-Werk Telfs GmbH für die Serienfertigung

von Planierraupen im Jahr 1976.

Bereits zwei Jahre später konnte die erste hydrostatisch

angetriebene Laderaupe präsentiert werden.

Seitdem wird das Portfolio permanent an die

Anforderungen der Branche angepasst und ausgebaut.

Heute umfasst es sieben Planierraupentypen,

zwei Laderaupenmodelle, verschiedene Teleskoplader,

darunter seit 2018 auch alle Modelle

der »Scorpion«-Reihe von Claas, und Rohrleger

für den Pipelinebau. Jährlich verlassen rund

3 000 Maschinen das Werk. Auch in den Standort

selbst wird investiert: 2023 wurde ein neues

Logistikzentrum mit vollautomatisiertem

Lagersystem in Betrieb genommen

(das bauMAGAZIN berichtete in Ausgabe

09/23 ab Seite 18). Zum Zeitpunkt des

Besuchs verfügte dieses über 41 180 Lagercontainer

und 16 200 Europaletten.

Und um die Produktion der Generation

8 zu unterstützen, hat Liebherr die

Fertigungskapazitäten erweitert sowie

die Montagelinien modernisiert

und energieeffiziente Produktionstechnologien

eingeführt.

»Hands on« für Praxiserfahrungen

Nach dem Rundgang durch das Lager ging es dann

auch gleich vorbei am Paradestück der Generation

8 und größten Planierraupe im Portfolio: einer

»PR 776«. Der Rundgang über den Auslieferungsbereich

neuer Maschinen – laut Liebherr alle verkauft,

auf Halde wird nicht produziert – führte

zum »Hands on« und damit zum ersten Praxisteil.

Zur Verfügung standen ein 105 kW starker

und 7,54 t schwerer Teleskoplader »T 38-7s« sowie

zwei Raupen vom Typ »PR 726« (125 kW, 17,5 bis

20,8 t mit »LiReCon«) und »PR 736« (160 kW, 21,2

bis 25,5 t). Los ging es mit dem neuen Teleskoplader.

Maschinen wie diese stehen derzeit herstellerübergreifend

bei den Kunden hoch im Kurs und

stellen einen Wachstumsmarkt dar. Mit der Generation

6 will Liebherr sein Bekenntnis zu Leistung,

Sicherheit und Bedienerkomfort unterstreichen.

Nach der kurzen Testfahrt scheint dies in

jeder Hinsicht gelungen zu sein, für intensivere

Einsätze waren sowohl nicht ausreichend Zeit als

auch Platz.

Soviel war zu bemerken: Der hydrostatische

Fahrantrieb, ein charakteristisches Merkmal aller

Liebherr-Teleskoplader, steht jedenfalls auch

bei den Modellen der Generation 6 für eine hohe

Wendigkeit und effiziente Kraftübertragung.

Die Tragfähigkeit von

bis zu 4,2 t bei den

50 Jahre

Die Liebherr-Werk Telfs GmbH

feiert 2026 ihr 50-jähriges

Bestehen. Gegründet wurde sie

für die Serienfertigung von

Planierraupen im Jahr 1976.

Die Liebherr-Planierraupe

»PR 736« hat eine Leistung

von 160 kW und wiegt je nach

Ausstattung 21,2 bis 25,5 t.

Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 17


IM BLICKPUNKT

Sowohl die Teleskoplader als

auch Planierraupen werden

in zwei Produktionslinien

hergestellt – und zwar jeweils

nach Auftragseingang

und nicht nach Modelltyp.

3 000

Maschinen

In Telfs werden jährlich rund

3 000 Maschinen hergestellt

– und das mit einer

hohen Fertigungstiefe.

»S«- Modellen wurde im Vergleich zu den Vorgängermodellen

um bis zu neun Prozent erhöht. Diese

Verbesserung unterstreicht die kontinuierliche

Weiterentwicklung im Werk Telfs, wo die Liebherr-Ingenieure

an jedem Detail gefeilt haben –

von der hydraulischen Präzision bis zur strukturellen

Steifigkeit. Die Kombination aus bewährten

Komponenten mit intelligenten Assistenzsystemen

bietet den Kunden daher »eine ideale Balance

zwischen technologischem Fortschritt und langfristiger

Zuverlässigkeit«.

Eine zentrale Rolle im Konzept der Generation

6 spielt die neu gestaltete Fahrerkabine. Trotz

außenliegendem ROPS / FOPS-Gitter ist die Rundumsicht

gelungen und auch beim Probesitzen

kommt kein Engegefühl auf. Hilfreich beim Rangieren

ist die optimierte Lenksäule: Sie benötigt

nur 3,5 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag.

Auch in Sachen Bedienkomfort gibt sich die neue

Kabine keine Blöße. Bei den »S«-Modellen ist der

Joystick direkt in den Fahrersitz integriert und die

Bedienung der Hydraulik erfolgte im Ersteindruck

präzise. Funktionen wie »Auto Power«, welche die

Motordrehzahl bedarfsabhängig automatisch anhebt,

und die programmierbare Schaufelrückführung

erleichtern zudem die Erledigung von wiederholenden

Aufgaben.

Liebherr wies darüber hinaus auf weitere Verfeinerungen

hin wie verbesserte Fußmatten, ein optimiertes

Bremspedal und ein reduzierter Geräuschpegel

in der Kabine. Optional ist zudem eine Klimaanlage

erhältlich, die mit einem größeren Frischluftfilter

und einer optimierten Luftverteilung für

Komfort bei allen Witterungsbedingungen sorgen

soll. Zudem sind die Teleskoplader der Generation

6 mit LED-Beleuchtungssystemen für eine gleichmäßige

Ausleuchtung des Arbeitsbereichs ausgestattet.

Deutlich mehr Raum stand anschließend den

zwei Planierraupen »PR 726« und »PR 736« zur

Verfügung, was natürlich ihrer Aufgabe geschuldet

war: dem Herstellen eines möglichst präzisen

Planums. Über das mit der Einführung der »PR

716« nun vollständige Programm an Maschinen

der neuesten Generation 8 berichtete das bauMA-

GAZIN bereits in der Ausgabe 11/25 ab Seite 8. Damit

hat Liebherr nun Maschinen sowohl für ein

kompaktes, präzises Arbeiten als auch anspruchsvollste

Schwerstarbeiten im Portfolio. Typische

Einsatzszenarien der Raupen sind städtische Infrastrukturprojekte,

Bergbauarbeiten, Straßenbau

und Umweltprojekte.

Modellübergreifendes Highlight und zugleich

ein Alleinstellungsmerkmal von Anfang an

ist der hydrostatische Fahrantrieb der Liebherr-

18

Dezember 2025 – Januar 2026

Im Blickpunkt


LIEBHERR

Maschinen. Im Gegensatz zu traditionellen Systemen

kommt dieser ohne Bauteile wie Drehmomentwandler,

mehrstufige Getriebe, Betriebsbremsen

und Lenkungskupplungen aus. Der

Hydro stat sorgt, soviel war festzustellen, für einen

gleichmäßigen und ruckfreien Vortrieb ohne

Schaltvorgänge. Das wirkt sich laut Liebherr positiv

auf den Verbrauch, die Kraftübertragung und

nicht zuletzt auch auf sämtliche Wartungsbelange

aus.

In Kombination mit den integrierten Fahrerassistenzsystemen,

der GNSS-Bereitschaft und den

Eco-Modi der Maschinen kann der Fahrer seine

Aufgaben vollautomatisch und mit hoher Genauigkeit

ausführen. Im Testgelände war gut zu sehen

und mitzuerleben, wie beispielsweise die Schaufelpositionierung

für eine präzise Planierung automatisch

gesteuert wird. Der Fahrer kann sich darüber

hinaus über voll verstellbare, gefederte Sitze,

eine fortschrittliche Klimatisierung, große Fenster

für optimale Sicht und intuitive Touchscreen-Displays

freuen.

Wie Liebherr außerdem mitteilte, verfügt

die »PR 776« über fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme

(OAS), die bisher nur bei kleineren

Planierraupenmodellen verfügbar waren. Für

Mining-Planierraupen sind zwei zusätzliche Pakete

erhältlich: das Paket »Blade Control Assistance«,

welches die Steuerung des Schildes ermöglicht,

um die Leistung zu steigern und gleichzeitig die Ermüdung

des Fahrers zu verringern, und das Paket

»Ripper Control Assistance«. Damit werden sich

wiederholende Ripper-Aufgaben automatisiert,

um ebenfalls die Ermüdung des Fahrers zu verringern.

Für die »PR 776« kann OAS als Erstausstattung

konfiguriert werden oder nachträglich in bereits

in Betrieb befindliche Maschinen eingebaut

werden. Die Assistenzsysteme für alle Mining-

Maschinen sind im »IoMine«-Technologieportfolio

verfügbar. Darüber hinaus wird 2026 ein neues

»Load Control«-Paket, das auf den bestehenden

Paketen aufbaut, für die »PR 776« auf den Markt

kommen. Dieses wurde entwickelt, um die Traktion

zu maximieren, das Durchrutschen der Ketten

zu reduzieren und eine gleichbleibende Leistung

bei unterschiedlichen Bodenbedingungen zu

gewährleisten.

Hohe Fertigungstiefe

Nach den beeindruckenden Live-Erlebnissen ging

es anschließend ins Werk, um den Entstehungsprozess

der Teleskoplader und Planierraupen zu verfolgen.

Diese werden in zwei Produktionslinien hergestellt

– und zwar jeweils nach Auftragseingang

und nicht nach Modelltyp, und das in den unterschiedlichsten

Ausführungen und Farben für Kunden

weltweit. Wie hoch die Fertigungstiefe ist, davon

zeugten bereits die vor dem Werk gelagerten

massiven Stahlplatten. Diese werden anschließend

mittels Laser- und Brennschneiden, Fräsen,

Bohren und Schleifen präzise in Form gebracht.

Vor der Auslieferung wird jede Maschine

penibel untersucht, wie hier die Lackierung

mittels simuliertem Tageslicht.

Assistenzsysteme

Für Mining-Planierraupen

erhältlich sind die Pakete »Blade

Control Assistance«, welches

die Steuerung des Schildes

ermöglicht, und »Ripper Control

Assistance«, was wiederholende

Ripper-Aufgaben automatisiert.

Beide sollen die Ermüdung des

Fahrers zu verringern.

Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 19


IM BLICKPUNKT

Das Liebherr Remote Control System

»LiReCon« bietet nicht nur mehr Komfort,

sondern ermöglicht auch die gefahrlose

Erledigung risikoreicher Arbeiten

beispielsweise in Steinbrüchen oder

Aufräumarbeiten nach einem Hangrutsch.

Das Schweißen der Rahmen und Schildkomponenten

erfolgt sowohl an robotergestützten als auch

manuellen Schweißstationen. In den Montagelinien

finden die unterschiedlichen Komponenten

und Ausführungen schließlich zusammen. Nach

und nach entstehen so aus »Metallgerippen« funktionsfähige

Maschinen. Diese werden anschließend

penibel sowohl auf Funktion als auch Optik

untersucht und dann an die Kunden ausgeliefert.

Am zweiten Tag in Telfs wartete dann noch ein

besonderes Highlight: Liebherr stellte das auf der

Bauma mit dem Innovationspreis 2025 in der Kategorie

»Digitalisierung« prämierte System »Liebherr

Autonomous Operations« in Verbindung mit

Die Maschinen im Auslieferungsbereich

sind ausnahmslos alle verkauft, auf

Halde wird nicht produziert.

der Webapplikation »Autonomous Job Planner« im

Praxiseinsatz vor. 200 km von Telfs entfernt stand

dazu ein Radlader in einem Steinbruch, beobachtet

von mehreren Kameras via Live-Feed. Die Maschine

wartete nur darauf, nach Definition des Aktionsgebiets

und der Aufgabe – gefordert war das

Abtragen eines Erdhaufens bis zum Erreichen eines

bestimmten Gewichts – nach einem Mausklick den

Motor zu starten und loszulegen, was sie anschließend

problemlos tat. Es war faszinierend zu sehen,

wie der Radlader seine Fahrtwege mittels KI selber

plant, um das jeweils beste Ergebnis zu erzielen.

Auf dem Monitor konnten zudem der jeweilige Status

des Auftrags wie auch der aktuelle Kraftstoffverbrauch

und -vorrat mitverfolgt werden.

Anschließend spielten Echtbild-Kameras und

zusätzliche Mikrofone eine weitere wichtige Rolle,

als es darum ging, »LiReCon« von Liebherr zu testen

– und zwar mit den bereits vorher live gefahrenen

Planierraupen sowie einem Bagger, der separat

dafür zur Verfügung stand. Am Teleoperationsstand

musste zur Steuerung zwischen den Maschinen

nur kurz umgeschaltet werden. Die Bedienung

der Planierraupe erfolgte im Vergleich zur vorigen

Fahrt vom Fahrersitz aus ohne spürbaren Unterschied.

Dank der schnellen Datenübertragung wird

die Fernsteuerung Teil der automatisierten Arbeit,

da die bereits erwähnten Assistenzsysteme den Bediener

natürlich auch via »LiReCon« entlasten und

relevante Maschinendaten in Echtzeit visualisieren.

Dass dabei der Maschinenlärm nicht unbedingt

Teil der Arbeit sein muss, war auch für Liebherr

ein interessantes Feedback aus der Praxis:

20

Dezember 2025 – Januar 2026

Im Blickpunkt


LIEBHERR

Viele Fahrer schalten die Außenmikrofone anfangs

aus Gewöhnung zu, aber nach ein oder zwei Tagen

wieder ab. Die ansonsten vorhandenen Vibrationen

und der Staub sind dazu überhaupt kein Thema.

Über den Bedienkomfort hinaus leistet »LiRe-

Con« daher auch einen nicht zu unterschätzenden

Beitrag zur Sicherheit. Das betrifft risikoreiche Arbeiten

beispielsweise in Steinbrüchen, Aufräumarbeiten

nach einem Hangrutsch oder wie beim

österreichischen Heer, wo Brandschutzarbeiten

in einem potenziellen Blindgängergebiet mit einer

Planierraupe durchgeführt werden. Nicht zuletzt

können die unterschiedlichsten Liebherr-Maschinen

völlig gefahrlos in einem Simulator bedient

werden. Dort lassen sich die grundsätzliche Bedienung

der Maschinen und deren Verhalten realitätsnah

erlernen, bevor es in den Fahrersitz geht.

Greif- und erlebbare Technik

Alles in allem könnte das Fazit dieser Baufachpressefahrt

nicht positiver sein: Liebherr hat es auch

dieses Mal wieder geschafft, eine Vielzahl technischer

Lösungen greif- und erlebbar zu machen. Es

wurde zudem unter Beweis gestellt, dass futuristisch

klingende Themen, wie die Fernsteuerung

tonnenschwerer Baumaschinen oder autonom

fahrende Baufahrzeuge, bereits praxistauglich sind

und bei Kunden auf diese Weise auch schon eingesetzt

werden. Wie gut die Lösungen ineinandergreifen,

wurde am Gesamtauftritt des Standorts in Telfs

mit seiner modernen Produktion in Verbindung mit

einer hohen und kundenorientierten Flexibilität in

der Fertigung aufgezeigt.

s

Das Werk in Telfs bedient Kunden

weltweit: links ein Aggregat für

ein Modell ohne und rechts mit

Abgasnachbehandlung.

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Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 21


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KLARTEXT TEIL 1

»Klartext«

Erleben wir 2026

den Befreiungsschlag?!

Das Baujahr 2025 war turbulent – und lässt uns trotz zahlreicher positiver Signale mit

offenen Fragen zurück. Zum einen haben wir eine großartige Bauma in München erlebt,

die wichtige Impulse geliefert hat. Zum anderen wurde eine neue Regierung gewählt,

die vor Tatkraft strotzt: Unter Bundeskanzler Friedrich Merz soll die Branche mittels

»Bauturbo« und milliardenschwerer Sondervermögen einen Aufschwung erleben.

Unter der Rubrik »Klartext« hat das bauMAGAZIN die wichtigsten Branchengrößen

und -kenner der Bau- und Baumaschinenbranche um ihre Einschätzung

gebeten. Aufgrund des großen Interesses wird Teil 2 von »Klartext« in unserer

Februar-Ausgabe erscheinen. Wir wollten wissen: »Werden wir 2026 eine

erneut holprige Talfahrt oder vielleicht doch den ersehnten Neustart erleben?

Müssen wir schlichtweg geduldiger sein, oder ist das Momentum

aus 2025 unlängst verpufft?«

Dan Windhorst

Letztlich dürfte Ungewissheit ein tragender Faktor

sein: Das bauMAGAZIN war auch 2025 wieder viel

unterwegs und hat mit Herstellern, Händlern, aber auch

Bauherren, Verbänden, Politikern und Handwerkern

über die aktuelle Situation der Branche gesprochen.

Und taktgebender Tonus ist, dass man politisch seit

Jahren im Trüben fischt. Gerade in Zeiten der Ampelregierung

unter Altkanzler Olaf Scholz (SPD), so der Vorwurf,

habe man wichtige Entscheidungen auf die lange

Bank geschoben und sei nicht dazu in der Lage gewesen,

der Bauindustrie die richtigen »Werkzeuge« in die Hand

zu geben. Die Bauverbände fordern seit Jahren die Neuauflage

langfristig gedachter Bauförderungen, die flächendeckende

Digitalisierung, die Entbürokratisierung

von Anträgen bzw. Behörden und deutlich schnellere

Vergabeprozesse. Und mittlerweile wirkt es, als seien

die »Schreihälse« der Interessensvertreter heiser – es

wird viel geredet, viel diskutiert und wenig beschlossen.

Zur Wahrheit gehört an dieser Stelle aber auch, dass

wir uns bereits seit Ausbruch der Corona- Pandemie,

einhergehend mit dem Beginn des Angriffskriegs in

der Ukraine, in einem geopolitischen Ausnahmezustand

befinden. Die Regierung war und ist an außergewöhnlich

hohe Sonderausgaben gekettet. Ein gutes

Beispiel hierfür sind die milliardenschweren Investitionen

in die Bundeswehr sowie die direkte Unterstützung

der Ukraine mit Artilleriegranaten, zusätzlichen

Finanzmitteln und etlichen Kampfpanzern. Hinzu kommen

mit Blick auf die Baubranche der Anstieg der Inflation,

die dramatisch gestiegenen Energie- und Materialpreise

sowie die erschwerte Finanzierung, um das neue

Haus in die Gegend zu pflastern. Das Resultat daraus:

Die Politik muss Prioritäten setzen – und steht dabei

unter enormem Zeitdruck. Das alles soll aber keine politischen

Entgleisungen relativieren. Die neue Bundesregierung

steht hier in der Verantwortung, die deutsche

Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Und die zahlreichen

»Klartext«-Statements spiegeln das wider: Es

braucht Mut und Entschlossenheit aus Berlin, zuweilen

aber auch die Tatkraft und den Optimismus der Branche

selbst, um sich für die Zukunft der Bauindustrie

zu wappnen. Denn die Aufgaben werden nicht weniger:

Abseits des Hoffens auf politische Unterstützung müssen

sich die Unternehmen der Branche nach wie vor

der kräfteraubenden Digitalisierung widmen, sich mit

nachhaltigen Lösungen auseinandersetzen und intern

Bürokratieabbau betreiben. Nachfolgend sprechen die

wichtigsten Branchengrößen der Bau- und Baumaschinenbranche

darüber, wie sie die aktuelle Situation einschätzen,

und wagen die Prognose, ob uns im neuen

Jahr 2026 weiterhin Stillstand droht oder ob wir den

lang ersehnten Befreiungsschlag erleben.

d

22

Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Die erhoffte Dynamik spiegelt

sich kaum in den Märkten wider«

Die Baubranche bewegt sich weiterhin in einem anspruchsvollen

Marktumfeld mit regional unterschiedlichen Entwicklungen.

Die Bauma 2025 hat wichtige Impulse gesetzt, und die

politischen Initiativen der Bundesregierung zeigen, dass die

Bedeutung der Bauwirtschaft erkannt wurde. Dennoch spiegelt

sich die erhoffte Dynamik bislang nur kaum in den Märkten

wider. Für Liebherr als international agierendes Unternehmen

ergibt sich 2025 ein differenziertes Bild: Während wir im

ersten Halbjahr insgesamt ein moderates Wachstum gegenüber

dem Vorjahr verzeichnen konnten, ist im Bereich Baumaschinen

und Mining ein Umsatzrückgang zu beobachten. Regional

betrachtet entwickelt sich beispielsweise der europäische Markt

stabil, während u. a. in Nordamerika und einigen Nicht-EU-Ländern

Rückgänge zu verzeichnen sind. Für das Jahr 2025 erwarten

wir ein moderates Umsatzwachstum, wobei aktuelle Entwicklungen

– wie die Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte

in die USA – das Erreichen der Ziele erschweren. Auch für

2026 rechnen wir nicht mit wesentlichen Wachstumsimpulsen,

sondern gehen weiterhin von einer Seitwärtsbewegung bei der

Umsatzentwicklung aus. Die nächste größere Wachstumsphase

wird vermutlich nicht vor 2027 einsetzen. Bis dahin nutzen wir

die Zeit und investieren gezielt in unsere Standorte und Innovationen.

Derzeit entsteht in Tupelo (USA / Mississippi) ein neues

Logistikzentrum, das die Lieferfähigkeit für den nordamerikanischen

Markt verbessert, und in Houston (USA / Texas) planen wir

einen neuen Vertriebs- und

Servicestandort. In Nambsheim

(Frankreich) errichten

wir eine Produktionsstätte

für Kabinen von Erdbewegungsmaschinen,

während

wir an unseren Standorten in

Bulgarien die Kapazitäten für

Luftfahrt-, Verkehrstechnikund

Betontechnologie ausbauen.

In Deutschland erweitern

wir in Ehingen das Werk

für Mobil- und Raupenkrane

und investieren bis 2034

einen dreistelligen Millionenbetrag

in die Modernisierung

des Standorts für Turmdreh- und Mobilbaukrane in Biberach.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Diversifikation, Internationalität

und eine dezentrale Struktur helfen, konjunkturelle Schwankungen

abzufedern und Chancen in einzelnen Märkten zu nutzen.

Die positiven Impulse sind nicht verpufft, sondern bilden die

Grundlage für eine allmähliche Erholung. Voraussetzung hierfür

ist, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

stabil entwickeln und die angekündigten Maßnahmen

konsequent umgesetzt werden.

LIEBHERR

STEFFEN GÜNTHER –

Managing Director und

Mitglied des Direktoriums

der Liebherr-International AG

»Deutschland muss

ins Machen kommen!«

Die vorläufige Haushaltsführung nach dem Ampel-Aus, der

Ausschreibungsstopp der Autobahn GmbH, der weiterhin kriselnde

Wohnungsbau und die enttäuschte Hoffnung auf das Sondervermögen:

Das Baujahr 2025 hat der Branche wirklich alles

abverlangt, es brodelte an allen Ecken und Kanten. Es gibt jedoch

einen Hoffnungsschimmer: Erstmals seit vielen Monaten hat sich

unsere Perspektive verbessert. In allen wichtigen Sparten verzeichnen

wir zum Ende des Jahres ein Auftragsplus. Ich bin zwar

nur zögerlich optimistisch, denn nach wie vor haben einige Sparten

hart zu kämpfen und leiden an Auftragsmangel. Aber viele Indikatoren

zeigen in die richtige Richtung. Die Ankündigung des Bundeskanzlers,

dass jedes baureife Projekt auch gebaut wird, gibt

zumindest eine Perspektive. Wichtig ist, dass konkrete Projekte

jetzt an den Start gebracht werden. Das ist nicht nur für den Bau,

sondern die gesamte Wirtschaft relevant. Denn laut einer aktuellen

Umfrage des IW Kölns haben 77 Prozent aller Unternehmen

angegeben, dass sie in ihren betrieblichen Abläufen durch Einschränkungen

im Straßenverkehr behindert sind. Damit sind die

desolaten Straßennetze und maroden Brücken mit Abstand das

größte Verkehrsproblem. Das Bundesverkehrsministerium täte

gut daran, ein konkretes Bauprogramm für Schiene, Straße und

Wasserstraße mit baureifen Projekten vorzulegen. Denn der Bau

wird gebraucht wie nie: Nicht nur für den Ausbau und die Ertüchtigung

unserer Infrastruktur

oder für dringend benötigten

bezahlbaren Wohnraum. Die

Produktivität unseres Handels

zu steigern, wird jetzt die

zweite Seite einer Medaille

sein. Von der Bundesregierung

erwarten wir jetzt das Gleiche:

verlässliche Investitionen,

Transparenz und Planungssicherheit.

Damit aus dem kleinen

Hoffnungsschimmer zum

Ende des Jahres ein Blitz-Start

in 2026 wird. Ich habe immer

wieder gesagt: »Deutschland

muss ins Machen kommen.«

Jetzt ist die Zeit dafür!

HDB

TIM-OLIVER MÜLLER –

Hauptgeschäftsführer des

Hauptverbandes der Deutschen

Bauindustrie (HDB)

Klartext Dezember 2025 – Januar 2026

23


»Wir benötigen noch etwas Geduld,

aber auch wesentlich mehr Klarheit«

Für die Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur

und Klimaneutralität in Höhe von 500 Mrd.

Euro benötigen wir noch etwas Geduld,

aber auch wesentlich mehr Klarheit

zur Verwendung und Informationen

zur Ausführung dieser Mittel. Zur Zeit

der Bauma 2025 im April war dieses

Sondervermögen seitens der politischen

Führung angekündigt und natürlich

Gesprächsthema mit vielen unserer

Kunden. Beschlossen wurde die

Umsetzung erst am 24. Juni und durch

den Bundestag am 18. September als

THOMAS NUSSBAUMER –

Geschäftsführer

der Palfinger GmbH

Gesetz verabschiedet. Am 26. September

2025 gab der Bundesrat grünes

Licht, und am 2. Oktober tritt das Sondervermögen

rückwirkend zum 1.1.2025 in Kraft. Das

sind Zeiträume für Entscheidungen, die sich mit Budgetplänen

der Wirtschaft nicht so leicht

in Einklang bringen lassen. Noch dazu

fehlt uns Klarheit zur Verteilung, fehlt

dem kommunalen Bereich Klarheit für

öffentliche Ausschreibungen. Das verursacht

weitere Verzögerungen in der

Investitionsbereitschaft unserer Kunden

und dämpft unsere anfängliche

Freude über dieses Investpaket. Wir

PALFINGER

sehen dennoch der Zukunft und vor

allem 2026 sehr positiv entgegen und

gehen von einer steigenden Investitionsbereitschaft

unserer Kunden aus, auch

wenn das kein »Boom« sein wird.

»Statt Turbo-Tuning gehört der komplette

Baumotor auf den Prüfstand«

Niemand wird ernsthaft aus den 2025er-Absatzzahlen

im deutschen Baumaschinenmarkt einen neuen

»Boom« herauslesen wollen. Das gilt auch für das Jahresplus

von über 25 Prozent für mittlere und schwere

Hydraulikbagger. In absoluten Zahlen bedeutet dies

allerdings auch nur eine leichte Erholung gegenüber

2024 mit deutlich unter 2 000 platzierten Maschinen.

Trotz vermeintlich guter Jahre ab 2021, in denen sich

der »Corona-Schock« mit Preisturbulenzen, unsicherer

Komponenten-Verfügbarkeit und entsprechend langen

Lieferzeiten in einem immensen Nachfrageplus auswirkte,

liegt das gesamte Segment mit voraussichtlich

rund 2 200 platzierten Maschinen 2025 immer noch gut

40 Prozent unter dem Jahresabsatz 2019. Kurz gesagt:

Wir spüren eine deutliche Investitionszurückhaltung quer

durch alle Branchen, die sich wohl auch 2026 nicht substanziell

auflösen wird.

Dabei sind die Rahmenbedingungen eigentlich gut: Der

inzwischen unbestrittene Bedarf in allen Bausektoren

wird flankiert von Milliardenzusagen, die jahrelange

Investitionslücken in den Bereichen Wohnen, Bildung,

Energie und Mobilität stopfen sollen. Jetzt wird sogar ein

»Bauturbo« angeworfen, ungeachtet dessen, dass der

»Baumotor« selbst derzeit mehr als unrund läuft. Das

Kaputtsparen vergangener Jahre betraf eben nicht nur

Straßen und Brücken, Bahnstrecken, Schulen oder Kran-

kenhäuser, sondern eben auch

dringend notwendige Strukturen

in Planung und Verwaltung.

Der gesamte Baumotor

samt Getriebe muss auf den

Prüfstand und mit ihm der

immer größer werdende Katalog

an Vorschriften und Richtlinien,

die heute oft dazu führen,

dass sich wichtige Entscheider

selbst auf fachlicher

Ebene gegenseitig blockieren.

Statt »Turbo-Tuning« also

eine Generalüberholung durch

echte Experten, auch wenn sie

länger dauert und die Lösung

nicht im nächstbesten Regal

HANNS MARKUS RENZ –

Vertriebsleiter D-A-CH,

Kobelco Construction

Machinery Europe

zu finden ist. Wie in vielen anderen gesellschaftlichen

sowie auch wirtschaftlichen Bereichen, die ja maßgeblichen

Einfluss auf unsere Branche haben, müssen aber

auch schnell politische Blockaden aufgelöst werden.

Nach wie vor scheint die Zusammenarbeit vieler Akteure

mehr von argwöhnischer Besitzstandswahrung statt von

ökonomischen Notwendigkeiten geprägt. Aber genau

das braucht es heute, um gemeinsame Ziele zu formulieren

und diese auch umzusetzen.

KOBELCO

24 Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Wir blicken zuversichtlich

auf die Bausaison 2026«

Wechselnde Rahmenbedingungen, u. a. aufgrund der

schwankenden internationalen Zins- und Zollpolitik

oder des zögerlichen Investitionsverhaltens in Europa,

haben die Branche im vergangenen Jahr erneut vor Herausforderungen

gestellt. Trotzdem konnte die Wirtgen

Group ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf solidem

Niveau bestätigen. Für 2026 bleibt der weltweite Bedarf an

Infrastrukturprojekten hoch. Urbanisierung, der dringende

Erhalt des Verkehrsnetzes und die digitale Transformation

treiben die Investitionen voran. In Europa und insbesondere

Deutschland rechnen wir deshalb mit einem sich aufhellenden

Investitionsklima.

Ein Abbau bestehender regulatorischer Hürden und verlässliche

Rahmenbedingungen würden ein starkes Signal an

die Branche senden und den Weg für weitere Investitionen

ebnen. Bauunternehmen stehen nach wie vor unter Druck,

Projekte effizienter umzusetzen. Wir als Hersteller müssen

ihnen Lösungen bieten, die die Effizienz steigern, Kosten

senken und gleichzeitig den steigenden Anforderungen bei

Ausschreibungen von Bauprojekten gerecht werden. Zudem

müssen wir die digitale Transformation vorantreiben: Die

Digitalisierung der Baustelle ist dabei eine der entschei-

DR. VOLKER KNICKEL –

CEO Wirtgen Group

denden Stellschrauben. Und

sie ist längst kein Zukunftsthema

mehr, sondern Realität.

Vernetzte Maschinen, datenbasierte

Planung und automatisierte

Prozesse sind entscheidend,

um die Produktivität zu

erhöhen und Ergebnisse noch

präziser und damit in höherer

Qualität zu realisieren. Potenzial

und Vorteile eines ganzheitlichen

Lösungsansatzes hat die

Wirtgen Group auf der vergangenen

Bauma 2025 bereits vorgestellt.

Die Rahmenbedingungen

bleiben für die gesamte Bau- und Baumaschinenbranche

herausfordernd. Als Wirtgen Group blicken wir jedoch

zuversichtlich auf die neue Bausaison 2026 – mit einem klaren

Kurs und der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse

unserer Kunden, gestützt auf das Know-how und die

Leidenschaft unserer engagierten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern weltweit.

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Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 25


»Der Bauturbo läuft (wenn überhaupt)

im untertourigen Standgas«

Besser lässt sich wohl der scheinbar verheißungsvolle

Start ins Jahr 2025 kurz und knapp nicht zusammenfassen

– weitere echte Wachstumssignale blieben jedoch

im Jahreslauf aus. Insgesamt sehen wir keine nachhaltige

Erholung im Markt, weder für unsere Kunden im Erdbau

oder Rohstoffsektor noch herstellerübergreifend für

uns und andere Anbieter entsprechender Ausrüstungen,

Maschinen oder Fahrzeuge. Um in dem für viele schon

überstrapazierten Bild zu bleiben: Der »Bauturbo« läuft

(wenn überhaupt) im untertourigen Standgas. Für unser

Segment der knickgelenkten Muldenkipper, das nicht nur

in stationären Betrieben von einer mittelfristig planbaren

Auslastung und entsprechend regelmäßigen Neuinvestitionen

lebt, bringt dies ein weiteres höchst unbefriedigendes

Absatzjahr mit wenig Perspektive auf eine kurzfristige

Besserung im Jahr 2026. 2025 werden wir wohl

insgesamt knapp über der Corona-Marke von 180 platzierten

Maschinen liegen. Diese Zahlen setzen natürlich

auch die angekündigten Milliardeninvestitionen in ein

ganz eigenes Licht: Geld ist da – Bedarf ist da. An private

Investoren kann man allenfalls appellieren, ihrer Verantwortung

gerecht zu werden, anders sieht es bei den

öffentlichen Trägern aus. In den Gesprächen mit unseren

Kunden bleibt oft der Eindruck, dass viele Entscheidungsebenen

und Fachbereiche nach wie vor im eingeübten

Krisenmodus verharren. Natürlich lassen sich weder

Personalmangel, unklare Vorschriften

oder festgefahrene

Genehmigungsverfahren über

eine (Wahl-)Nacht überwinden

– allerdings scheint auch

ein beschleunigtes Aussitzen

wenig zielführend. Und wir

sind auch Baumaschinenhersteller

in Deutschland: Im

Gegensatz zu manch anderen

Marktteilnehmern konnten

wir unsere Produktion

über die vergangenen Jahre

konsolidieren, auch wenn sie

mit knapp 500 Fahrzeugen

im Jahr 2025 bei lediglich bei

75 Prozent der Auslastung vergangener Jahre liegt. Verantwortlich

dafür ist insbesondere der starke Preisdruck,

dem unsere Fahrzeuge und ihre großteils europäischen

Komponenten durch die Abschottungspolitik in wichtigen

globalen Märkten – allen voran den USA – unterworfen

sind. Auch hier erwarten wir eine klare Haltung der

politisch Verantwortlichen, die auch der immer wichtiger

werdenden Bedeutung Europas als Baumaschinenmarkt

gerecht wird und gleichzeitig die Zugänglichkeit anderer

globaler Märkte für europäische Akteure sichert.

BELL

ANDREAS HEINRICH –

Geschäftsführer der Bell Equipment

(Deutschland) GmbH

»Innovation und Nachhaltigkeit

sind die zentralen Treiber«

Die Unsicherheit in der Baubranche ist nach wie vor

spürbar, und die Frage, ob 2026 eine weitere Talfahrt

oder einen Neustart bringt, beschäftigt

viele Unternehmen. Aus Sicht von

Volvo CE ist klar: Das Momentum aus

2025 ist keineswegs verpufft, sondern

bildet die Grundlage für eine nachhaltige

Erholung und den dringenden

Bedarf der Transformation der Branche.

Die Bauma 2025 hat gezeigt,

dass Innovation und Nachhaltigkeit

zentrale Treiber für die Zukunft sind.

Unsere gezielten Investitionen in vollelektrische

Maschinen, digitale Services

und die Stärkung der Wertschöpfungskette

sind klare Zeichen dafür,

dass wir den Wandel aktiv gestalten.

THERESE SCHMITZ-

HILLEBRECHT –

Head of Market Area Central

Europe bei Volvo CE

Deutschland bleibt dabei der wichtigste Markt für Volvo

CE in Europa, und die Nähe zu unseren Kunden und Partnern

ist entscheidend, um gemeinsam

Lösungen für die aktuellen Herausforderungen

zu entwickeln. Natürlich ist

Geduld gefragt, denn die Transformation

der Bauindustrie ist ein langfristiger

Prozess, der von vielen externen

Faktoren beeinflusst wird – darunter

geopolitische Entwicklungen und politische

Rahmenbedingungen. Wir sind

VOLVO CE

überzeugt, dass 2026 von moderatem

Wachstum geprägt sein wird. Die Weichen

sind gestellt, und mit kontinuierlicher

Zusammenarbeit, Innovationskraft

und Investitionen können wir die

Branche weiter vorantreiben.

26

Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Nachholbedarf ist groß: Es wird

dauern, bis die Erholung breiter greift«

DEVELON

ANDREAS LOHNER –

Sales Leader GSA & Managing

Director Germany bei Develon

Das Jahr 2026 sehen wir

optimistisch und gehen

von einem vorsichtigen, realen

»Neustart« mit zwei Geschwindigkeiten

aus. Es wird darauf

ankommen, welchen Bereich

des Bauens man betrachtet:

Wohnungsbau versus Infrastruktur,

öffentlicher Bau versus

Gewerbe / Tiefbau. Wir

erwarten für die Bauindustrie

eine Stabilisierung – dank

staatlicher Impulse. Prognosen

für Bauvolumen signalisieren

eine Trendwende. Das Deutsche

Institut für Wirtschaftsforschung

rechnet 2026 mit einem realen Anstieg des Bauvolumens um etwa

2,0 Prozent, getrieben von Infrastrukturprojekten mit Nachfrageanstiegen

bereits seit Herbst dieses Jahres. So lag laut dem aktuellen Bericht des Statistischen

Bundesamts im September 2025 der reale Auftragseingang im

Bauhauptgewerbe 20,7 Prozent über dem Vorjahresmonat mit deutlichen

Zuwächsen im Hoch- wie Tiefbau. Es könnte ein frühes Indiz sein, dass die

aktuelle Situation punktuell durch »große Aufträge« durchbrochen und Licht

am Ende des Tunnels sichtbar wird. Einen »Turbo« sehen wir derzeit noch

nicht, auch die kommenden Monate bleiben wohl etwas holprig, Vorsicht

ist angezeigt: Der Wohnungsbau bleibt vermutlich schwach aufgrund der

Hypothekenzinsen und Baukosten, die den Neubau unattraktiv machen. Die

strukturellen Hemmnisse Genehmigungsstau, Materialkosten und Fachkräftemangel

bremsen die Entwicklung. Auch wenn Finanzierungsumfeld und

staatliche Impulse stimmen, ohne spürbare gravierende Erleichterungen

werden Projekte verzögert realisiert oder ausgebremst. Insgesamt sehen wir

daher eine heterogene Entwicklung und eine Zweiteilung der Branche. Während

Tief- und Infrastruktur-Bau durch staatliche Aufträge wachsen könnten,

insbesondere durch Energie-, Verkehrs- und Mobilitätsprojekte, bleiben

Neubau und Wohnungsbau möglicherweise weiterhin auf niedrigem Niveau.

Der Nachholbedarf ist groß, und es wird dauern, bis die Erholung breiter

greift. Meine Einschätzung daher: 2026, ein vorsichtiger, aber realer «Neustart«

mit zwei Geschwindigkeiten. Unternehmen, die breit aufgestellt sind

und über Expertise im Tief- und Infrastrukturbau verfügen, sollten 2026 gute

Chancen haben. So wie auch wir als Develon mit unserem auf den Tief- und

Infrastrukturbereich abgestimmten Lösungen. Gerade in diesen Zeiten hilft

unseren Kunden und Händlern die Sortimentsbreite von Develon.

eNimon – das No-Mine-Auto

Mit eNimon zeigt Sandvik, wie ein Elektroauto ganz ohne Metalle oder

Mineralien aussehen würde – und wie entscheidend Rohstoffe für eine

nachhaltige grüne Zukunft sind.

Klartext Dezember 2025/Januar 2026 27


»Ich bin von einem

klaren Neustart überzeugt«

»Der eigentliche Turbo

kommt nicht aus Berlin!«

TIBATEK

Ich blicke trotz allem positiv nach vorn. 2025 hat uns

gezeigt, wie viel Bewegung in der Branche steckt – aber

eben auch, dass wir uns nicht darauf verlassen dürfen,

dass politische Programme allein den Wendepunkt bringen.

Entscheidend wird sein, ob wir unsere Baukultur

gerade im Tief- und Straßenbau wirklich verändern wollen.

Neue Vertragsmodelle wie IPA oder der Progressive

Partnerschaftsvertrag Tiefbau

sind für mich klare Wegweiser.

Sie stehen für Transparenz,

Partnerschaft und

mehr Realitätssinn bei komplexen

Infrastrukturprojek-

PHILIPP ELLSÄSSER –

Geschäftsführer bei

Qiky und Tibatek

ten. Statt Fronten aufzubauen,

rücken Auftraggeber und Auftragnehmer

enger zusammen.

Genau das brauchen

wir – weniger Gegeneinander,

mehr gemeinsames Lösen.

Aber Verträge allein machen

noch keinen Neustart. Wir

müssen auch unsere eigenen

Prozesse ehrlich hinterfragen.

Das Jahr 2026 wird für unsere Branche kein weiteres

Abgleiten, sondern ein klarer Neustart – davon bin ich

überzeugt. Nach der Übernahme des Sany-Baumaschinengeschäfts

Ende 2024 haben wir das Jahr 2025 bewusst

genutzt, um uns strukturell, organisatorisch und technologisch

stärker aufzustellen. Wir haben klare Strukturen

geschaffen, unsere Tools strategisch weiterentwickelt und

unser Händlernetz gezielt und partnerschaftlich ausgebaut.

Gleichzeitig profitieren unsere Baumaschinenkunden heute

in vollem Umfang vom etablierten Putzmeister-Servicenetz,

was unsere Reaktionsfähigkeit und Qualität nachhaltig

erhöht. Diese Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette

hinweg sind ein entscheidender Faktor für unsere Stabilität

im kommenden Jahr. Auch wenn die Bauma 2025

für viel Aufwind gesorgt hat, bleiben wir realistisch: Die viel

zitierten »Bauturbos« der neuen Bundesregierung müssen

nun endlich in konkrete, verlässliche Beschlüsse überführt

werden. Unsere Branche braucht Planungssicherheit – nicht

nur Ankündigungen. Trotzdem sehen wir für 2026 deutliche

Wachstumstreiber. Sany entwickelt sich dynamisch weiter,

mit einem stetig wachsenden Portfolio, modernen Technologien

und insbesondere batterieelektrischen Lösungen,

deren Nachfrage in der

DACH-Region rasant zunimmt.

Genau hier können wir unseren

Kunden heute wirtschaftlich

attraktive und zukunftsfähige

Produkte anbieten. Der

Investitionsstau der vergangenen

Jahre wirkt zunehmend

als Beschleuniger, und dank

unserer internen Neuaufstellung

sind wir stärker positioniert

denn je. Das Momentum

der Bauma ist keineswegs verpufft

– wir haben es stabilisiert

und in unsere Prozesse überführt.

Mein Dank gilt unseren

Kunden und Partnern, die uns

in diesen bewegten Zeiten die

Treue halten und mit uns die Überzeugung teilen, dass Sany

eine der bedeutenden neuen Kräfte im Baumaschinenmarkt

wird. 2026 gehen wir mit klarer Vision, hoher Energie und

starkem Fundament voran.

Bei Qiky und Tibatek setzen wir darum konsequent auf

Lean-Denken: Abläufe schlanker, sicherer und effizienter

machen – und zwar vom ersten Handgriff bis zur Übergabe.

Dazu gehört auch, offen für neue Maschinentechnik

und spezielle Anbaugeräte zu sein. Ja, Innovation kostet.

Aber sie ermöglicht optimiertes und sicheres Arbeiten,

schont Ressourcen und spart am Ende Geld, weil schneller

und präziser gebaut wird. Wer Prozesse verbessern will,

muss bereit sein, seine eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen.

Ein gutes Beispiel ist unser digitales Sicherheitstool

von Qiky: Unterweisungen direkt per QR-Code auf

der Baustelle – standardisiert, dokumentiert und jederzeit

abrufbar. Gerade auf großen Energietrassen oder

komplexen Tiefbauprojekten schafft das Klarheit und

Sicherheit. Darum bin ich überzeugt: 2026 wird das, was

wir selbst daraus machen. Das Momentum aus 2025 ist

nicht verpufft – es wartet darauf, genutzt zu werden. Wenn

wir offen bleiben, mutig testen, Prozesse optimieren und

innovative Technik zulassen, kommen wir stärker aus dieser

Phase heraus. Der eigentliche Turbo kommt nicht aus

Berlin. Er kommt von den Menschen auf der Baustelle, die

bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Bauprozesse

neu zu denken.

SANY

JENS BAWIDAMANN –

Managing Director und CSO EMEA

der Putzmeister Concrete Pumps

GmbH als Importeur für Sany

Baumaschinen

28 Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Prozesse neu denken:

Jetzt handeln für den Neustart!«

Die Bauma 2025 hat gezeigt, wie viel Innovationskraft

und Optimismus in unserer Branche stecken.

Diese Aufbruchsstimmung trug uns bis in den Sommer –

doch aktuell spüren wir Zurückhaltung. Investitionsentscheidungen

werden verschoben, politische Unsicherheit

bremst. Die Frage liegt auf der Hand: Müssen wir

einfach geduldig sein? Aus unserer Sicht: Nein, wir müssen

aktiv gestalten. Denn die Perspektive für 2026 ist

deutlich positiver. Infrastruktur, Tiefbau, Gleisbau und

Abbruch haben sich stabilisiert, erste Signale für neue

Projekte sind erkennbar. Die großen Ausschreibungen

fehlen noch, aber sie werden kommen. Entscheidend

ist, dass wir die Zeit bis dahin nutzen, um gemeinsam

mit Kunden und Lieferanten Lösungen zu entwickeln,

die echten Mehrwert schaffen. Was heißt das konkret?

Wir müssen Prozesse neu denken, Digitalisierung und

Automatisierung konsequent vorantreiben und Mechanisierung

dort einsetzen, wo sie Effizienz und Sicher-

heit erhöht. Gleichzeitig gilt

es, die Zusammenarbeit zu

intensivieren: Wer heute im

Schulterschluss agiert, wird

morgen die Nase vorn haben.

Innovation ist kein Selbstzweck

– sie ist der Schlüssel,

um die Herausforderungen

von Fachkräftemangel, Kostendruck

und Nachhaltigkeit

zu meistern. Unser Appell:

Warten ist keine Option. Wir

brauchen Mut, Kreativität

und Partnerschaft, um aus

der Unsicherheit von heute

MAXIMILIAN SCHMIDT –

Geschäftsführer der Kiesel GmbH

den Neustart von morgen zu machen. 2026 wird nicht

von Geduld geprägt sein, sondern von denen, die jetzt

handeln.

»Für uns hat sich die Bauma

zum Türöffner entwickelt«

KIESEL

Als Hersteller mobiler und

stationärer Arbeitsplatzund

Stauraumlösungen ist die

Hoch- und Tiefbaubranche für

die Bott-Gruppe ein beständiger

und bedeutender Markt.

Prüf-, Wartungs- und Reparaturdienstleister

machen

einen großen Teil unseres

Kundenstamms aus. Das

betrifft einerseits die öffentliche

Infrastruktur – viele

Straßen, Brücken und elektrische

Anlagen sind bekannt-

JAN WILLEM JONGERT –

CEO und Sprecher der lich in schlechtem Zustand

Geschäftsführung der Bott-Gruppe und haben regelmäßige Kontrollen

und Instandhaltungsarbeiten

bitter nötig. Andererseits ist auch das dazu erforderliche

Baugerät auf regelmäßigen Service angewiesen.

Eventuelle Unsicherheiten in der Branche, die zu Investitionspausen

unter den Bauunternehmern führen, wirken

sich daher nicht unbedingt negativ auf uns aus – schließlich

gilt es in solchen Zeiten umso mehr, den bestehenden

Maschinenpark in Schuss zu halten. Unter anderem

hierfür kommt unsere Fahrzeugeinrichtung zum

Einsatz. Allerdings hat die Bauma gezeigt, dass derzeit

BOTT

von Unsicherheiten nicht die Rede sein kann. Die Stimmung

unserer Standbesucher war gut – über alle Teile

der Branche hinweg und auch auf internationaler Ebene.

Für uns hat sich die Bauma zu einem wichtigen Türöffner

entwickelt, ob in Nordamerika oder Fernost. Das

länderübergreifende Interesse steigt aus unserer Sicht

von Jahr zu Jahr. Das heißt nicht, dass wir keinen Wandel

in der Branche spüren. Wir beobachten beispielsweise

vermehrt, dass Energiedienstleister ihre Tiefbauarbeiten

nicht mehr extern vergeben. Stattdessen werden

spezialisierte Unternehmen übernommen, um sich

die Expertise ins eigene Haus zu holen. Dadurch treten

einige unserer größten Abnehmer im Tiefbau auf den ersten

Blick gar nicht als Bauunternehmen in Erscheinung –

dennoch sind sie so präsent wie eh und je. In unseren

Augen stehen die Zeichen daher gut. In Hinblick auf die

Infrastruktur in Deutschland gibt es vieles aufzuholen.

Es muss aus unserer Sicht also etwas passieren – gegebenenfalls

mit staatlicher Unterstützung. Daher sind

wir davon überzeugt, dass der positive Trend auch hierzulande

anhalten wird. Wir setzen weiterhin auf beste

Produkt- und Servicequalität als unsere stärksten Zugpferde.

Die Erfahrung hat gezeigt: Diese bringen die Branche

voran, egal wie es weiter geht. Unsere Kunden wissen

das – und blicken mit entsprechendem Selbstbewusstsein

in die Zukunft. Wir tun es ihnen gleich.

Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 29


»Wir dürfen die positiven

Signale nicht übersehen«

Trotz einer starken Bauma 2025 und der politischen

Zusage eines »Bauturbos« bleibt die Marktsituation

im Schwerlastsegment auch im vierten Quartal angespannt.

Besonders deutlich zeigt sich das an der weiterhin

verhaltenen Investitionstätigkeit vieler Unternehmen.

Hinzu kommen zunehmend komplexe Rahmenbedingungen

– allen voran im Bereich der Streckengenehmigungen,

deren Bearbeitungszeiten durch Bürokratie und fehlende

digitale Prozesse weiter erheblich belasten. Diese

Entwicklung spiegelt sich auch im aktuellen VDA-Bericht

vom Oktober 2025 wider: Das Geschäftsklima verschlechtert

sich, und die Erwartungen der Branche gehen spürbar

zurück. Vor diesem Hintergrund ist eine vorsichtige Planung

für das Jahr 2026 unumgänglich. Gleichzeitig dürfen

wir die positiven Signale nicht übersehen. Das neue Sondervermögen

für die Wirtschaft umfasst umfangreiche

Infrastrukturmaßnahmen, die direkt auf Bau- und Transportvolumina

einzahlen werden. Auch aus dem Sondervermögen

für die Bundeswehr ergeben sich Impulse: Bereits

der Infrastrukturbericht 2024 weist rund 8 000 geplante

Bauvorhaben für die Bundeswehr aus – ein Potenzial, das

in den kommenden Jahren zusätzliche Transportbedarfe

auslösen dürfte. Ebenso zu beachten ist ein weiterer, oft

unterschätzter Aspekt: Die Bundeswehr bereitet sich

zunehmend darauf vor, zusätzliche Transportaufträge

gezielt an die zivile Transportund

Spezialtransportbranche

zu vergeben, um ihre logistischen

Bedarfe künftig breiter

abzusichern. Damit entsteht

parallel zur Bauindustrie ein

weiterer relevanter Nachfrageimpuls,

der ab 2026 zunehmend

spürbar werden dürfte.

Zudem setzt das Infrastrukturbeschleunigungsgesetz

mit seinen regulatorischen

Vereinfachungen ein klares

Zeichen für mehr Tempo.

Für das Schwerlastgewerbe

bedeutet dies: Ja, wir müssen

uns noch etwas gedulden. Aber das Momentum aus

2025 ist nicht verpufft – es verlagert sich. Wir erwarten

ab 2026 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage und

gehen in den Folgejahren von einer deutlichen Verbesserung

aus. Die Kombination aus öffentlichen Investitionen,

beschleunigter Regulierung und steigender Nachfrage –

sowohl aus der zivilen Bauindustrie als auch seitens der

Bundeswehr – schafft die Grundlage für einen nachhaltigen

Aufwärtstrend.

»Kein Stillstand: Wir wollen

den Markt aktiv mitgestalten«

Auch wir spüren eine gewisse Zurückhaltung in der

Baubranche, jedoch bedeutet das für uns kein Stillstand.

Im Gegenteil: Durch Engagement, Spezialisierung

und individuelle Lösungen wollen wir aktiv auf die Kunden

zugehen und den Markt dadurch mitgestalten.

Beispiele für kundenorientierte

Projekte aus dem Hause Schoch waren

zuletzt die Effizienzsteigerung durch den

Materialmix mit »Hardox 500 Tuf« oder

auch die Sonder-Anbaugeräte wie der

Reißlöffel »The Beast«, der Kanallöffel

»The Raptor« oder unser neuestes Produkt,

»The Cleaner«, ein Besen für Bagger

mit den gängigsten Schnellwechselaufnahmen.

Gleichzeitig sehen wir großes

Potenzial in der kurzfristigen Verfügbarkeit

unserer bereits lagernden Anbaugeräte,

sowohl im Abverkauf als auch in der

Miete. Von Mini-Löffeln über die komplette

HS-SCHOCH

MARCEL SCHOCH –

Geschäftsführender

Gesellschafter der HS-

Schoch GmbH

DOLL

RENATO RAMELLA –

Managing Director

bei Doll Fahrzeugbau

Abbruchtechnik bis hin zu Lösungen für >50-t-Trägergeräte

decken wir die gesamte Bandbreite ab. Wir stellen

außerdem immer häufiger fest, dass die Nachfrage im

Segment der großen Anbaugeräte spürbar anzieht. Hier

gehen wir bewusst keine Kompromisse

ein und vertrauen auf unsere bewährten

Materialpartner Hardox, Borox und Esco.

Mit diesem Mix aus Spezialisierung, Flexibilität

und schneller Verfügbarkeit sehen

wir uns positiv für 2026 aufgestellt. Denn

Fakt ist: Die Arbeit ist da, es wird gebaut.

Entscheidend ist, dem Markt die richtigen

Produkte und Lösungen bereitzustellen.

Und genau dafür sehen wir uns als

HS-Schoch-Baumaschinen-Gruppe ideal

aufgestellt. Ob Serienprodukte, flexible

Sonderlösungen oder Regeneration, wir

stehen unseren Kunden als kompetenter

Partner zuverlässig zur Seite.

30

Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Der Mut zum Weitermachen

ist derzeit wichtiger denn je«

Geduld ist in der aktuellen Lage zwar eine Herausforderung,

doch sie ist zugleich das realistischste und

notwendigste Mittel. Die vergangenen Jahre waren für

unsere Branche – wie für viele Unternehmen – eine nicht

zu unterschätzende Herausforderung. Umso wichtiger ist

es nun, die Entwicklungen genau zu beobachten: Es gibt

erste stabile Signale einer Erholung. Diese sind vielleicht

noch nicht spektakulär, aber klar wahrnehmbar. Natürlich

kann auch eine neue Bundesregierung die Bauindustrie

nicht mit wenigen politischen Impulsen sofort wieder

auf ein früheres Boom-Niveau heben. Strukturelle Reformen,

Planungs- und Genehmigungsprozesse sowie finanzielle

Rahmenbedingungen brauchen Zeit, um Wirkung zu

entfalten. In solchen Phasen gilt ein Gedanke, den Winston

Churchill treffend formuliert hat: »Erfolg ist nicht endgültig,

Misserfolg ist nicht fatal: Was zählt, ist der Mut, weiterzumachen.«

Dieser Mut zum Weitermachen ist derzeit wichtiger

denn je – sowohl für die Politik als auch für die Unternehmen

der Branche. Was uns besonders positiv stimmt,

sind die Signale aus der Praxis. In vielen Gesprächen stellen

wir fest, dass neue Projekte langsam wieder zunehmen.

Trotz oftmals negativer Schlagzeilen blicken wir deshalb

optimistischer auf die kommenden

Monate. Es gibt nicht

nur Negatives: So hat das Statistische

Bundesamt im September

ein starkes Plus bei

den Baugenehmigungen für

Wohnungen von +59,8 Prozent

zum Vorjahresmonat

gemeldet. Darüber hinaus

weist der Haushalt des Einzelplans

25 ein Volumen von

fast 13 Mrd. Euro auf. Unsere

tägliche Erfahrung zeigt, dass

sich ein vorsichtiger, aber klarer

Aufwärtstrend abzeichnet.

Das Momentum der Bauma

JOHANN SAILER –

Geschäftsführender

Gesellschafter bei Geda

2025 ist nicht verpufft – es hat sich vielmehr in einen nachhaltigen,

tragfähigen Neustart verwandelt. Wenn die politischen

Rahmenbedingungen weiter konkretisiert werden

und die Branche ihren Gestaltungswillen beibehält, stehen

die Chancen gut, dass 2026 eher ein Jahr des Wiederantriebs

als eine erneute Talfahrt wird.

GEDA

Die Bagger HX360L und HX400L der nächsten

Generation von Hyundai wurden entwickelt,

um ein neues Maß an Effizienz, Komfort und

Wartungsfreundlichkeit zu bieten. Angetrieben

vom preisgekrönten DX08-Dieselmotor und

einem intelligenten elektrohydraulischen

System steigern sie die Produktivität und

senken die Kosten durch eine um bis zu 10 %

verbesserte Kraftstoffeffizienz und längere

Wartungsintervalle. Auch die Sicherheit wird

mit dem SAVM-360°-Kamerasystem auf ein

neues Niveau gehoben.

Steigen Sie auf die nächste Stufe.

Wenden Sie sich an Ihren Hyundai-Händler.

www.hyundai-ce.eu

Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 31


»Nachhaltige Lösungen sind

weiter auf dem Vormarsch«

BREDENOORD

TOBIAS SIEWERT –

Commercial Manager

Deutschland bei Bredenoord

Die vergangenen Jahre

haben die Baubranche

gefordert, insbesondere den

Hochbau – von Lieferengpässen

über Preissteigerungen bis

hin zu einer anhaltenden Unsicherheit

in vielen Segmenten.

Der Tiefbau war davon weniger

betroffen. Wir sahen weder eine

rückläufige Nachfrage noch

eine Zurückhaltung bei Projekten.

Auch im Bereich gewerblicher

Bauten zeigte sich das

Marktgeschehen für uns stabil.

2025 war bei uns geprägt

von einer deutlich steigenden

Nachfrage nach Batteriespeichern und hybriden Energiesystemen.

Viele Unternehmen prüfen genauer, wo sie Emissionen

und Kraftstoff einsparen können, ohne Kompromisse bei

Verlässlichkeit oder Einsatzzeiten einzugehen. Gleichzeitig

werden die Emissions- und Geräuschvorgaben strenger und

beschleunigen diesen Wandel zusätzlich. Kompakte Batteriespeicher

gewinnen zusätzlich an Bedeutung. Systeme

wie unsere »Battery Box 30«, die wir dieses Jahr neu auf den

Markt gebracht haben, zeigen, wie sich die Baustromversorgung

zunehmend hin zu leisen, emissionsarmen Set-ups entwickelt.

Mit Batteriespeichern in verschiedenen Leistungsklassen

von 15 bis 600 kW und unseren Hybrid-Set-ups mit

emissionsreduzierenden Stage-V-Aggregaten sind wir darauf

gut vorbereitet. Entscheidend bleibt für unsere Kunden

jedoch eines: Mobiler Strom muss zuverlässig, sicher und

jederzeit verfügbar sein. Daran werden wir gemessen, und

daran wird sich auch 2026 nichts ändern. Ob das kommende

Jahr einen Neustart bringt? Die Bauma hat gezeigt, wie viel

Gestaltungswille in der Branche steckt. Und der politische

»Bauturbo« kann zusätzliche Dynamik auslösen, ebenso die

geplanten Investitionen in Verkehrswege, Energieinfrastruktur

und Telekommunikation. Hier erwarten wir eine zunehmende

Nachfrage – und können dank unserer großen Mietflotte

flexibel reagieren, kurzfristig liefern und Projekte in

allen Größenordnungen zuverlässig mit mobilen Anlagen bis

in den Megawattbereich versorgen.

»Wohlklingende Ankündigungen

reichen hier nicht aus«

Die Bauma 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, welches

Potenzial in unserer Branche steckt – Innovationskraft,

volle Hallen und eine spürbare Aufbruchsstimmung. Doch

wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass dieser Schwung

genügt, um 2026 automatisch zum Neustartjahr zu machen.

Die Realität vieler Unternehmen bleibt geprägt von hohen

Finanzierungskosten, langwierigen Genehmigungsverfahren

und einer nach wie vor vorsichtigen Investitionsbereitschaft,

insbesondere im Wohnungsbau. Wohlklingende

»Bauturbo«-Ankündigungen reichen hier nicht aus – entscheidend

sind die konsequente und schnelle Umsetzung

der Bundesregierung sowie der Glaube an die eigene Stärke.

Für uns bei Rädlinger war die ruhigere Marktphase kein

Bremsklotz, sondern ein Fenster für Fortschritt. Wir haben

die Zeit genutzt, um großflächige Investitionen in unseren

Werken umzusetzen, den Automatisierungsgrad weiter zu

erhöhen und damit unsere Produktion noch effizienter, flexibler

und zukunftssicherer aufzustellen. Parallel dazu haben

wir unser Portfolio gezielt erweitert und mit Produktinnovationen

verstärkt, die genau auf die Anforderungen eines sich

wandelnden Marktes eingehen. Das gibt uns – und unseren

Partnern – Rückenwind für das kommende Jahr. Ob 2026

zur Talfahrt oder zum Neustart wird, hängt maßgeblich

davon ab, wie schnell die neue

Bundesregierung vom Ankündigungs-

ins Umsetzungshandeln

kommt. Die Baubranche

braucht investitionsfreundliche

Rahmenbedingungen, verlässliche

Förderkulissen und

echte Beschleunigungen, nicht

nur neue Schlagworte. Gleichzeitig

bleibt klar: In unsicheren

Zeiten brauchen Kunden und

Händler vor allem eines – Verlässlichkeit.

Genau diese wollen

wir bieten. Unsere Investitionen,

unser erweitertes Portfolio

und unsere langfristige

THOMAS WITTMANN –

Geschäftsbereichsleiter

Vertrieb bei Rädlinger

Ausrichtung mit unseren Fertigungsstandorten in Deutschland

sind ein klares Signal, dass wir Stabilität und Partnerschaft

auch dann leben, wenn die Marktbedingungen herausfordernd

sind. Das Momentum von 2025 ist also nicht

verpufft – aber es braucht weiterhin Mut. Wenn Politik und

Wirtschaft gemeinsam liefern, kann 2026 zum echten Neustart

werden. Wir sind bereit dafür.

RÄDLINGER

32

Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Es gibt auch klare

Wachstumstreiber«

Das Jahr 2025 war für die Baubranche ein Jahr der gemischten Gefühle.

Die Diskussionen rund um den Bau-Turbo und das Infrastrukturpaket

wirkten wie der dringend benötigte Hoffnungsschimmer – das war insbesondere

auf der bauma deutlich zu spüren. Doch im Laufe des Jahres hat

sich diese Dynamik leider verflüchtigt. Der Glaube an eine schnelle Erholung

des deutschen Baumarktes ist geschrumpft, und die Stimmung ist aktuell

von Zurückhaltung geprägt. Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt das Sorgenkind

der Branche, belastet durch steigende Kosten und überbordende

Vorschriften. Und das, obwohl der Bedarf unübersehbar ist: Wohnraum fehlt

überall. Eigentlich wären das ideale Voraussetzungen – wenn auch die politischen

und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies zuließen. Auch das

groß angekündigte Infrastrukturpaket der Regierung hat bislang kaum Wirkung

entfaltet. Die Branche steht bereit, und die angekündigten Investitionen

sind ein wichtiges Signal. Die entscheidende Frage ist: Gelingt es der öffentlichen

Hand, die geplanten Baumaßnahmen konsequent, schnell und professionell

umzusetzen? Die gesamte Bauwirtschaft blickt hier mit großen Erwartungen

auf die kommenden zwölf Monate. Trotz der schwierigen Lage gibt es

für 2026 auch klare Wachstumstreiber, etwa im Bereich Energieversorgung,

im Verkehrswegebau, im Infrastruktursektor der öffentlichen Hand, in der

IT-Branche sowie in Teilen der Rüstungsindustrie. Hier sehen wir eine stabile

Nachfrage durch große Projekte mit enger Taktung und hohem Tempo. Bei

PERI richten wir unsere strategischen Schwerpunkte genau auf diese Anforderungen

aus, um unsere Kunden

dabei zu unterstützen, Bauprozesse

zu beschleunigen, die

Qualität zu steigern und Kosten

zu reduzieren. Das ist ein

Anspruch, der tief in unserer

DNA verwurzelt ist: Mit unseren

flexiblen Systemen, der intelligenten

Vernetzung unserer

Schalungs- und Gerüstlösungen

und den umfangreichen

Services ermöglichen wir als

leistungsfähiger Partner, Baustellen

effizienter zu machen.

Denn eines wird immer deutlicher:

Die Ansprüche an

PERI

THOMAS IMBACHER –

Geschäftsführer Vertrieb & Technik

bei PERI Deutschland

Geschwindigkeit und Verlässlichkeit, mit der Projekte umgesetzt werden

müssen, steigen kontinuierlich. Insgesamt blicken wir trotz aller Unsicherheiten

optimistisch auf das Jahr 2026. Die Herausforderungen bleiben, doch

Chancen sind ebenso vorhanden – insbesondere, wenn Politik und die Baubranche

gemeinsam anpacken. Wir freuen uns darauf, die Zukunft des Bauens

gemeinsam mit unseren Kunden aktiv zu gestalten.

d

EXTREME LEISTUNG.

EXTREME EINSÄTZE.

EXTREM MAKITA.

Mit dem 40V max. Akku-System bringt Makita kabelloses

Arbeiten auf ein neues Leistungsniveau.

Die XTREME POWER Akku-Maschinen aus dem 40V max.

System stehen für extreme Leistung, extreme Einsätze, extrem

Makita. Die robuste Bauweise und höchste Widerstandsfähigkeit

gewährleisten zuverlässigen Einsatz selbst unter härtesten

Arbeitsbedingungen. Für Profis, die die volle Kontrolle und Freiheit

über ihre Arbeit suchen und überall maximale Leistung fordern –

ohne Kompromisse! Kabellose Kraftpakete wie Abbruchhammer,

Handkreissäge, Trennschleifer sowie Kettensägen liefern Leistungen,

die mit XTREME POWER beeindrucken.

Der kraftvolle Akku-Abbruchhammer HM004G erreicht das

Leistungsniveau eines 230-V-kabelgebundenen Geräts und

überzeugt mit einer Ausgangsleistung von 4.400 Watt. Mit einer

Einzelschlagstärke von 72,8 J, einer Schlagzahl von 870 Schlägen

pro Minute und einer 28,6-mm-Sechskantaufnahme eignet

sich der HM004G für ein breites Anwendungsspektrum – von

schweren Abbrucharbeiten über den Straßenbau, Garten- und

Landschaftsbau bis hin zu Tunnel- und Bergbauarbeiten sowie

industriellen Anwendungen.

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Klartext Dezember 2025/Januar 2026 33


»Der Bauturbo hat aus unserer

Sicht langsam gezündet«

Die Bauma war auch für uns ein voller Erfolg. Neue Bagger

wie der »HX360/HX400« mit elektro-hydraulischer Vorsteuerung

waren die Highlights – mittlerweile bewähren sich

die Maschinen in Mitteleuropa auf zahlreichen Baustellen und

im Abbruch. Wichtig ist das Konzept unseres großen E-Baggers

(»HX230e«, 25 t, 503-kWh-Akku) sowie des 15-Tonnen

H2-Brennstoffzellen-Mobilbaggers. Beide haben auf der Bauma

großes Interesse geweckt. Umweltfreundlichkeit spielt in der

Baubranche eine immer größere Rolle – als weltweiter Anbieter

hat es sich Hyundai CE zur Priorität gemacht, seinen Kunden

und Händlern umweltfreundliche Maschinen, die in der Leistung

dieselgetriebenen Baggern in nichts nachstehen, anzubieten.

Hyundai ist bei Hightech-Themen ganz vorne dabei. Neben

der erfolgreichen Markteinführung unseres elektrischen Minibaggers»

HX19e« treibt Hyundai CE die Entwicklung emissionsfreier

Baumaschinen auch für größere Maschinen weiter voran.

Der »Bauturbo« hat aus Hyundai-Sicht langsam gezündet. Seit

Sommer 2025 sehen wir eine verstärkte Nachfrage nach unseren

Neuheiten. Dazu trägt die Verfügbarkeit unsere Bauma-Neuheiten

ebenso bei wie das den Markterfordernissen angepasste

Händlernetz. In Europa konnten wir in den Schlüsselmärkten

MAURIZIO CHIAROTTI –

Sales Director Europe

bei HD Hyundai CE

wichtige neue Handels- und

Mietpartner gewinnen. Zusätzlich

gehen wir in neue Märkte.

Die rad- und kettengetriebenen

Kompaktlader verschaffen uns

Marktzugang zum GaLaBau

und zu Kommunen, und mit

dem Mobilbagger »HW250A«

haben wir einen Umschlagbagger

mit langer Ausrüstung,

Vier-Pratzen-Abstützung und

erhöhter Kabine im Portfolio

– somit reden wir nun auch in

der Recyclingbranche ein Wörtchen

mit. Im Key-Account-Geschäft

hat sich Hyundai Construction

personell neu aufgestellt – wir sind nun mit Management,

Händlern und sehr guten Finanzierungsangeboten in der

Lage, überregional tätigen Unternehmen maßgeschneiderte

Pakete anbieten zu können, und das landes- und europaweit

mit voller Unterstützung unserer wichtigsten Händler.

»Die entscheidenden Treiber sitzen

in unseren eigenen Unternehmen«

Ich finde, wir dürfen nicht vergessen, dass wir vor der aktuellen

Konjunkturdelle eine außergewöhnlich lange Zeit des

Aufschwungs erlebt haben. Dementsprechend ist es nicht

verwunderlich, dass die aktuelle Situation auch lange anhält.

Außerdem ist es schwierig zu bewerten, auf welches Niveau

der Markt bei einem Aufschwung wieder ansteigt. Die Frage ist

berechtigt, ob wir 2026 auf einen Neustart hoffen dürfen oder

ob wir uns weiter durch ein holpriges Tal bewegen. Meine Antwort

darauf fällt nüchtern aus: Selbst die politische Entscheidung,

mehr Geld in Infrastruktur, Militär und erneuerbare Energie

zu investieren, bedarf einer langen Vorlaufzeit, bis sich aus

dieser Entscheidung Projekte in Ausführung für den Bau ergeben.

Zudem sind infolge der vorgezogenen Wahlen verschiedene

Ministerien ungeplant früher neu besetzt worden. Das

hat ein gewisses Vakuum entstehen lassen, wodurch sich die

Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen verzögert. Wir

dürfen den Blick nicht allein nach Berlin richten, sondern müssen

auch in den eigenen Betrieb schauen und erkennen, welche

Potenziale durch eigene Aktion gehoben werden können.

Was wir als Unternehmen beeinflussen können, ist unsere

eigene Handlungsfähigkeit. Wir Unternehmer stehen heute

mehr denn je in der Pflicht, unser Geschäftsmodell aktiv weiterzuentwickeln.

Das Momentum aus 2025 verpufft nur für

jene, die darauf warten, dass andere für sie handeln. Die aktuelle

Lage zwingt uns zu Kreativität,

Effizienz und Innovationskraft

– und genau darin

liegt auch die Chance. Wer flexibel

bleibt, in moderne Technologien

investiert, erkennt,

was mit dem eigenen Betrieb

vielleicht in guten Zeiten links

liegenblieb, aber heute attraktiv

ist, Kunden enger einbindet

und Prozesse entschlackt,

wird nicht nur stabil durch

schwierigere Phasen kommen,

sondern gestärkt daraus hervorgehen.

Ich glaube fest daran, dass die

entscheidenden Treiber eines echten Neustarts nicht in Berlin

sitzen, sondern in unseren eigenen Unternehmen. Veränderungen

im Markt sind unvermeidbar, aber unser Umgang

damit entscheidet, ob wir sie als Risiko oder als Sprungbrett

nutzen. Prognosen, wann der große Aufschwung kommt, gebe

ich bewusst keine ab. Aber: Die Firmen, die jetzt mutig anpacken,

werden bereit sein, sobald die Rahmenbedingungen wieder

anziehen – egal ob das 2026 geschieht oder später.

HD HYUNDAI

MOERSCHEN MOBILE AUFBEREITUNG GMBH

SVEN BROOKSHAW –

Geschäftsführer der Moerschen

Mobile Aufbereitung GmbH

34

Dezember 2025 – Januar 2026

Klartext


»Die Branche kann sich wieder

zu alter Stärke zurückarbeiten«

Die Bauma 2025 war für Steelwrist in vielerlei Hinsicht eine

großartige und sehr erfolgreiche Veranstaltung. Unsere Präsenz

auf der Messe hat zahlreiche Besucher beeindruckt, und

der wieder aufkeimende Optimismus sowie die spürbare Aufbruchsstimmung

in der Branche waren an jeder Ecke wahrnehmbar.

Dazu haben sicherlich auch die kurz zuvor angekündigten

politischen Maßnahmen beigetragen, die für frischen

Wind und neue Hoffnungen sorgten.

Auch wenn die unmittelbaren Impulse der Bauma inzwischen

etwas abgeebbt sind, bleibt ein gewisses Momentum bestehen,

das nach unserer Einschätzung nachhaltig wirken wird. Es

schafft wichtige Ausgangsbedingungen, auf denen eine Erholung

der Branche aufbauen kann. Dennoch löst dieses Momentum

allein die bestehenden Bremsfaktoren noch nicht vollständig.

Entscheidend wird sein, dass politische Maßnahmen nun

tatsächlich greifen und für mehr Finanzierungssicherheit sorgen,

um die notwendigen Marktdynamiken stabil auszulösen.

Aktuell sehen wir punktuell erste Erholungserscheinungen.

Investitionsentscheidungen, die zuvor auf Eis lagen, werden wieder

vorbereitet. Projekte, die ins Stocken geraten waren, kommen

zurück in die aktive Planung, und auch das Thema Förderung

gewinnt langsam wieder an Fahrt. Diese Entwicklung zeigt,

dass der Markt nicht zum Stillstand

gekommen ist, sondern

sich Stück für Stück neu ordnet.

Gleichzeitig müssen wir realistisch

bleiben: Der Prozess

verläuft langsamer, als viele

in der Branche gehofft haben.

Von einem klaren, klassischen

Neustart im kommenden

Jahr kann daher noch

nicht die Rede sein. Aus unserer

Sicht wird 2026 vielmehr

als Übergangsphase dienen

und damit als wichtiges Fundament,

auf dem sich die

Branche 2027 wieder zu alter

JOACHIM SCHIER –

Geschäftsführer bei

Steelwrist Deutschland

Stärke zurückarbeiten kann. In dieser Zeit werden Geduld,

ein gesunder Optimismus und das Vertrauen in die eigene

Leistungsfähigkeit entscheidend sein. Wenn alle Akteure in

der Branche diese Faktoren mittragen, können daraus die

Kräfte entstehen, die für einen echten Neustart notwendig

sind.

STEELWRIST

A WIRTGEN GROUP COMPANY

Kleiner geht‘s nicht

MINI 500 undw MINI 502:

Maschinell einbauen ab 0,25 m Breite

MINI 500 | MINI 502

Leistung: 10,8 kW

Gewicht: < 1,5 t

Transportbreite: 0,90 m

Einbaubreiten: 0,25 - 1,80m

Der Raupenfertiger MINI 500 und die Radversion MINI 502 runden das Produktprogramm von VÖGELE

nach unten hin ab: Die kleinsten Straßenfertiger ergänzen das MINI-Class Modell SUPER 800-5 P. Kompakt,

wendig und leicht eignen sich die MINIs für kleinste Baumaßnahmen, bei denen bisher ein maschineller

Einbau undenkbar war. Ein einzelner Bediener hat von seiner stehenden Position aus eine optimale Übersicht

und kann den Fertiger komfortabel allein bedienen.

JOSEPH VÖGELE AG · Joseph-Vögele-Str. 1 · 67075 Ludwigshafen · Germany · T: +49 621 / 81 05-0 www.voegele.info

Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 35


1

GEWINNUNG & AUFBEREITUNG

Bei der Abraumkampagne

2025 der Ostrauer Kalkwerke

überzeugte der »Bell B45E

4x4« mit guter Performance

auf schwierigstem Terrain.

BELL (4)

»B45E 4x4« –

ein echter »Abräumer«

BELL – Schon seit Anfang 2025 bewährt sich ein knickgelenkter Muldenkipper »Bell

B45E 4x4« als neue Schlüsselmaschine im Dolomit-Abbau der Ostrauer Kalkwerke.

Die Entscheidung für den 41-Tonner fiel nach wahrlich beeindruckenden Praxiserfahrungen

unter Extrembedingungen in der winterlichen Abraumkampagne. Als Teil einer

Systemlösung des Bell-Vertriebspartners Kiesel sichert der Allrad-Zweiachser jetzt

den wirtschaftlichen Transport in Produktion, Flächenerschließung und -verfüllung.

200 000

Kubikmeter

Rund 200 000 m 3 Abraum

auf gut 1,5 ha Fläche fielen

für die Kampagne 2025 von

Januar bis Mitte April an.

Der Abbau und die Verarbeitung von Dolomit als

natürlicher Grundstoff für die mineralische Optimierung

von Böden in der Land- und Forstwirtschaft

haben eine lange Tradition in Sachsen. Alleine

in der Region Döbeln, auf halber Strecke

zwischen Leipzig und Dresden, wurde das kalzium-

und magnesiumhaltige Mineral bis Mitte des

vergangenen Jahrhunderts in gleich mehreren Betrieben

abgebaut. Letzter verbliebener Produzent

sind die Ostrauer Kalkwerke im gleichnamigen

Ortsteil der Gemeinde Jahnatal, die nach der Privatisierung

im Zuge der Wende Mitte 1991 von den

heutigen Eigentümern um Geschäftsführer Ulrich

Dürasch übernommen wurden. Heute arbeiten insgesamt

35 Menschen im Unternehmen, das parallel

zu umfangreichen Investitionen in Aufbereitungstechnik

und Logistik über die vergangenen Jahre

auch sein Lieferprogramm deutlich ausweitete. Neben

Dolomitkalkprodukten für die Landwirtschaft,

die über Vertriebspartner deutschlandweit und ins

angrenzende Ausland geliefert werden, kam eine

eigene Linie an hochwertigen Stallhygiene-Produkte

hinzu. Auch die übrigen im rund 25 ha großen

Steinbruch anfallenden Rohstoffe werden gezielt

vermarktet: In die Landschafts- und Flächengestaltung

wandert das charakteristische ocker-, anthrazit-

bis rotfarbene Gestein als Tragschichten, Splitt-

und Schottermischungen oder kommt als Gabionenfüllung

zum Einsatz. Lehmbaustoffe sowie die

einschlägigen Gesteinskörnungen für den Straßen-

und Wegebau runden das Lieferangebot der

Zahlen

Muldenkipper »B45E 4x4«

Betriebsgewicht (t) 33,3

Muldenvolumen (m 3 ) 25

Motorleistung (kW) 390

maximale Nutzlast (t) 41

Leistungsgewicht beladen (t) 74,32

Höchstgeschwindigkeit (km/h) 48

36

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Ostrauer Kalkwerke ab, die zudem unbelasteten

Bauschutt und Böden zur fachgerechten Wiederaufbereitung

oder Verfüllung annehmen.

Förderkette neu aufgezogen

Mit Mächtigkeiten von 10 bis 20 m steht der Plattendolomit

in Ostrau an und wird im Sprengverfahren

selektiv abgebaut. Zuvor allerdings muss die

bis zu 25 m hohe Überdeckung aus Oberboden und

mergelhaltigem Material abgetragen und im Zuge

der fortlaufenden Rekultivierung nach Plan verfüllt

werden. Bei weiterlaufender Produktion der

auf maximal 300 t/h ausgelegten Aufbereitung sind

dafür mehrere Monate in der absatzärmeren Wintersaison

veranschlagt. Rund 200 000 m³ Abraum

auf gut 1,5 ha Fläche fielen für die Kampagne 2025

von Januar bis Mitte April an. In Schichten bis 2 m

trug dabei der 2022 übernommene 50-t-Großbagger

»Hitachi ZX 490 LCH-7« mit 3,2-m³-Tieflöffel das

Material direkt ab. Übernahmen in den vergangenen

Jahren bis zu vier angemietete 30-t-Knicklenker

den Transport auf den rund 1 000 m langen und

bei widriger Witterung sehr anspruchsvollen Umläufen

zur Halde, setzten die Ostrauer Kalkwerke

erstmals in diesem Jahr auf den knickgelenkten

Allrad-Zweiachser »Bell B45E 4x4«. Der 41-Tonner

kam im Zuge eines Feldtests Anfang Januar

nach Ostrau, bei dem seine Eignung als Ganzjahres-Allrounder

innerhalb einer Systemlösung des

Bell-Vertriebspartners Kiesel auszuloten war. Gemeinsam

mit einem bestehenden 35-t-Starrrahmenkipper

als »Backup« soll er im Zusammenspiel

mit dem Hitachi-Großbagger sowie einem

4,5-m³-Radlader »Hitachi ZW310« die Versorgung

der meist im Zwei-Schicht-Betrieb arbeitenden Aufbereitung

übernehmen.

»Alle Parameter passten«

»Die Integration des ›Bell B45E

4x4‹ in die Ostrauer Produktionsabläufe

verlief wie erwartet

problemlos«, berichtet

Walter Michels,

Kiesel-Product-Manager Muldenkipper und beim

Bell-Vertriebspartner mitverantwortlich für die

Systemlösungen im Bereich Gewinnung. »Alle Parameter

passten: Beginnend mit der Ladeleistung

ab Haufwerk, wo die mit Muldenerhöhung und

Heckklappe gehäuft rund 28,5 m³ fassende Gesteinsmulde

einen sehr guten Füllgrad gewährleistet

und damit die Chargenleistung immer bei den

nominellen 41 t des ›Bell B45E 4x4‹ hält.« Auch auf

den rund 2 000 m langen Umläufen mit Steigungen

bis 20 Prozent spielt der Bell-Zweiachser seine Stärken

voll aus. »Der Allrad-Antrieb und die vollautomatische

Retarder-Funktion an allen vier Rädern

bieten auf der Strecke ein Sicherheitsplus, das sich

gerade im Ostrauer Kalkwerk mit seinem ganzjährigen

Mehrschichtbetrieb direkt in eine garantierte

Verfügbarkeit übersetzen lässt.«

Harte Bewährungsprobe

»Natürlich bezogen wir auch den Abraum-Einsatz

in unsere Berechnungen mit ein«, erklärt Walter

Michels. »Auf dem Papier stimmte wiederum alles

– unsere ersten Eindrücke vor Ort ließen jedoch

durchaus Zweifel an der 100-prozentigen Eignung

des Allrad-Zweiachsers aufkommen.« Bei extrem

feuchter Witterung gruben sich selbst 6x6-Dumper

auf besonders lehmig-sandigen Passagen regelrecht

ein.

Auch bei ständigem Wechsel

der Fahrspuren wurden

diese Stellen

oft so schwer

passierbar,

Die Aufgabe

Gemeinsam mit einem

35-t-Starrrahmenkipper als

»Backup« soll der knickgelenkte

Allrad-Zweiachser »Bell B45E

4x4« im Zusammenspiel mit dem

Hitachi-Großbagger sowie einem

Hitachi-Radlader »ZW310« die

Versorgung der Aufbereitung

übernehmen.

Mit Muldenerhöhung und

automatischer Heckklappe

»packt« der »B45E 4x4« bis

44 t Abraum auch auf Steigungen

von rund 20 Prozent.

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 37


Perfect Match: Schnelle

sieben bis acht Ladespiele

benötigt der Großbagger

»Hitachi ZX490 LCH-7« mit

3,2-m³-Tieflöffel zum Beladen

des »B45E 4x4«.

Haben die Leistungsfähigkeit

vor Ort erlebt: (v. l. n. r.): Bell-

Verkaufsleiter Andreas Reinert,

Werkstattleiter Enrico Hoffmann, Fahrer

/ Techniker Sebastian Fuchs, beide

Kalkwerke Ostrau, sowie Kiesel-Gewinnungsexperte

Walter Michels.

dass ein produktiver Transport kaum mehr möglich

war. Dennoch nahm das Ostrauer Team um

Werkstattleiter Enrico Hoffmann die Herausforderung

an. Mehr noch: Aufgrund des Nutzlast- und

Volumen-Vorteils des »B45E 4x4« schickte man

nicht wie bisher vier Mulden ins Rennen, sondern

stellte dem Zweiachser lediglich zwei angemietete

6x6-Dreißigtonner zur Seite. Durchschnittlich

rund 44 t der stark bindigen Fracht wies die serienmäßige

Onboard-Waage des Bell-Zweiachsers aus –

mit 17,5-m³-Mulden kamen die eingesetzten Maschinen

auf Einzelchargen von knapp über 28 t.

Sicherer Vortrieb

Auch auf den im Abraum knapp 1 000 m langen Umläufen

mit Steigungen bis 20 Prozent bewährte sich

der »Bell B45E 4x4«, der die 390 kW seines Mercedes-Benz-Sechszylinders

über eine Allison-Siebengang-Automatik

und ein Kessler-Verteilergetriebe

mit automatischer Differenzialsperre an beide

Achsen bringt. Dort sorgen Traktionskontrollen

für den sicheren Vortrieb, an beiden Hinterrädern

jeweils unterstützt durch Geschwindigkeitssensoren

und dosierte Aktivierung der leistungsfähigen

Ölbadbremsen. »Die Standardbereifung

mit breiten 775/65R29 vorne und 21.00R35-Zwillingssätzen

hinten nimmt die auftretenden Lasten

unter allen Ladezuständen gut auf und hat sich

besonders bei Steinbruch-Einsätzen unter wirtschaftlichen

Gesichtspunkten – Stichwort: Verschleiß

– sehr gut bewährt«, erklärt Walter Michels.

»Unter Extrembedingungen wie im Ostrauer

Abraum kommt es allerdings auf niedrigen Bodendruck

bei gleichzeitig maximaler Traktion an,

und tatsächlich waren auch wir etwas gespannt,

wie sich der ›B45E 4x4‹ in der Praxis schlägt.« Das

Ergebnis überraschte dann selbst den langjährigen

Praktiker: Wo die 6x6-Dreißigtonner mit ihren

750er-Flotationsreifen in den eigenen, immer

tiefer werdenden Fahrrinnen echte Schwierigkeiten

bekamen, fuhr der Bell-Zweiachser mit seinen

unterschiedlichen Achsspuren und Aufstandsflächen

buchstäblich drüber hinweg. Und das auch

nach mehreren Übergängen und ohne zwischenzeitliche

Wegepflege.

Gewohnt sparsam

»Natürlich verkaufen wir den ›Bell B45E 4x4‹ deshalb

jetzt nicht als ultimative Offroad-Maschine«,

so Kiesel-Anwendungsspezialist Walter Michels.

»Er ist und bleibt der Allrounder mit echten Stärken

im Steinbruch und großen Möglichkeiten auf

schwerem Terrain. Allerdings bewerten wir gerade

letztere nach Ostrau deutlich höher, was unter

dem Stichwort Verfügbarkeit auch unmittelbar in

unsere spezifischen Einsatzberatungen und die

daraus resultierenden Systemlösungen einfließen

wird.« Eher bestätigend wird sich darin ein anderer

Messwert der Ostrauer Praxis niederschlagen:

Durchschnittlich 20,6 l/h zeigte die Bordelektronik

für den »Bell B45E 4x4« nach knapp 1 200 Betriebsstunden

großteils im Abraum mit Maximallasten

bis 44 t. Im direkten Vergleich lagen die beiden eingesetzten

30-Tonner mit Einzelchargen 28 bis 29 t

bei 17 l – auf die Tonne umgerechnet ein Vorteil von

25 Prozent für den Bell-Zweiachser. d

38

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


ZEPPELIN

ge dabei, dass das Produktivitätsplus

mit einer deutlichen

Verringerung des Kraftstoffverbrauchs

einhergeht. »Beeindruckend

ist die starke Performance

an den Steigungen bei gleichzeitig

niedrigerem Verbrauch.

Wir benötigen knapp 6 l weniger

Diesel in der Stunde als mit

dem Vorgängermodell«, verweist

der Betriebsleiter auf die

Leistungsbilanz.

Das Großgerät von

Zeppelin – Caterpillar konnte

im Einsatz überzeugen.

68-Tonner für effizienteren

Rohgesteinstransport

ZEPPELIN – CATERPILLAR – Zunächst ging es nur darum,

einen Nachfolger für den bereits in die Jahre gekommenen

Muldenkipper im Steinbruch Oberthulba zu finden. »Uns hat

das Gesamtpaket überzeugt«, bekräftigt Nadine Hochrein,

Geschäftsführerin der Schotterwerke Hochrein. So wurde vom

Zeppelin-Team nicht nur die passende Maschine vorgeschlagen,

sondern darüber hinaus wurden auch die Betriebsabläufe unter

die Lupe genommen. Herausgekommen ist ein Gesamtpaket aus

»gelbem Eisen«, Einsatzberatung und umfassendem Service.

Bereits nach den ersten Einsatztagen kann der Cat-Muldenkipper

»775« hinsichtlich Produktivität und Effizienz voll überzeugen.

42,2

Kubikmeter

Der robuste Muldenkörper

des Cat-Muldenkippers »775«

ist aus hochfestem Stahl

gefertigt und bringt ein stolzes

Volumen von 42,2 m 3 mit sich.

Umfassend beraten: »Für uns

war das eine tolle Gelegenheit,

uns als kompetenten Partner vorzustellen

und dem Kunden alles

aus einer Hand zu bieten«, erläutert

Christian Englert. So hat der

Verkäufer der Zeppelin-Niederlassung

Erlangen Matthias Sowada

von der Zeppelin-Einsatz-und

Projektberatung mit ins Boot genommen,

um die ideale Maschine

für den Steinbruch zu finden

sowie die Prozesse und Fahrwe-

ge zu verbessern. Die Schotterwerke

Hochrein bauen in Oberthulba

Muschelkalk ab und produzieren

daraus Mineralgemische

sowie Zuschlagstoffe für die

Beton- und Asphaltindustrie. Die

Wahl fiel auf einen Cat-Muldenkipper

»775«, der mit 68 t Nutzlast

und 42,2 m 3 Muldenvolumen

rund 25 Prozent mehr Kapazität

als die zuvor eingesetzte Maschine

besitzt.

Mehr Laden, mehr Leistung

»Gerade vor dem Hintergrund,

dass unsere weiter entfernten

Vortriebsbereiche aktuell nur

über steile Rampen zu erreichen

sind, machen sich das größere

Ladevolumen und der stärkere

Motor unmittelbar bemerkbar«,

erklärt Hochrein-Betriebsleiter

André Emmel die Vorteile. Besonders

positiv zu Buche schla-

Robust aufgebaut

Für ein deutliches Plus an Sicherheit

sorge der Automatikretarder,

der sich insbesondere auf Gefällstrecken

auszahlt. Überzeugen

kann darüber hinaus der robuste

Muldenkörper aus hochfestem

Stahl. Eigenschaften, die

auch den Muldenfahrer Hubert

Warmuth beeindruckten. Die anfängliche

Skepsis gegenüber dem

Neuzugang konnte schnell ausgeräumt

werden, nicht zuletzt

wegen der komfortablen, schallgedämmten

Überdruckkabine

mit Klimaanlage sowie der intuitiven

und einfachen Bedienung

des Muldenkippers, wie das Unternehmen

sagt. Dabei hat sich

im Rahmen der Einsatzberatung

für Nadine Hochrein noch ein

weiterer Aspekt ergeben. So wurde

das Vorhaben der Firmenchefin

bekräftigt, ein angrenzendes,

bislang nicht zum Betrieb gehörendes

Abbaugebiet zu integrieren.

Die derzeit notwendige Umfahrung

verlängert den Fahrweg

spürbar und sorgt für längere Umlaufzeiten,

so die eindeutige Einschätzung.

»Wir liebäugeln schon

länger mit dieser Idee. Eine Einbindung

dieses Areals würde also

nicht nur für uns logistische Vorteile

bringen, sondern zusätzliche

positive Umwelteffekte erzielen«,

so Nadine Hochrein. »Für unser

Unternehmen war die Mulde

die erste Cat-Baumaschine«, so

Firmenchefin Nadine Hochrein.

Doch es sollten schnell noch weitere

folgen, berichtet die Firmenchefin.

Auch wurde der passende

Hydraulikbagger »390F« über den

Bereich Gebrauchtmaschinen bestellt,

ebenso wurde als leistungsstarke

Transportmaschine ein gebrauchter

Cat-Kompaktradlader

»908M« auf den Hof gestellt. d

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 39


ROKBAK (2)

Wenn eine Baustelle größere

Ladegeräte zulässt, hilft der

»RA40« den Anwendern, ihre

Leistung zu maximieren.

»RA30« versus »RA40«

ROKBAK – Ob in Steinbrüchen, bei groß angelegten Erdarbeiten

oder bei Infrastrukturprojekten – Anwender können sich zwischen

dem robusten »RA30« und dem leistungsstarken »RA40« von

Rokbak entscheiden. Die beiden Modelle zeichnen sich laut Aussage

des schottischen Herstellers von knickgelenkten Muldenkippern

durch Langlebigkeit, Produktivität und Effizienz aus.

»Viele Anwender

entscheiden sich dazu,

die wendige Effizienz

des ›RA30‹ mit der

Nutzlastkapazität des

›RA40‹ zu kombinieren,

um unterschiedlichen

Bereichen derselben

Baustelle gerecht

zu werden.«

Graeme Blake,

Produktmanager bei Rokbak

Die knickgelenkten Dumper

von Rokbak liefern nach

Ansicht von Produktmanager

Graeme Blake »zuverlässige Leistung

auf anspruchsvollen Baustellen

weltweit«. Bei zwei Modellen

hängt die Entscheidung, welcher

Dumper zum Einsatz kommt, von

den Anforderungen des Einsatzes

ab. Der »RA30« und der »RA40«

teilen die Kernmerkmale von

Rokbak: Langlebigkeit, Einfachheit

und hohe Verfügbarkeit. Beide

Modelle eignen sich laut Hersteller

für fast jede Anwendung.

Das bedeutet, dass die wichtigsten

Unterscheidungsmerkmale

in Bereichen wie Nutzlastanforderungen,

Baustellenlayout und

bereits vor Ort vorhandener Ausrüstung

liegen. Der »RA30« mit einer

Nutzlast von 28 t ist die agile

und vielseitige Option. Aufgrund

seiner kompakten Größe und seiner

hohen Manövrierfähigkeit

eignet er sich laut Rokbak besonders

für enge oder anspruchsvolle

Umgebungen wie steile Steinbruchwege,

kleinere Baustellen

oder Infrastrukturarbeiten, auf

denen sich die Bodenverhältnisse

häufig ändern. Der größere

»RA40« hingegen bietet eine

Nutzlast von 38 t für Einsätze, bei

denen es vorrangig darum geht,

mehr Material pro Zyklus zu bewegen.

Er zeige, so der Hersteller

weiter, seine beste Leistung

in Produktionsumgebungen mit

hohem Volumen wie Tagebaubergwerken,

großen Steinbrüchen

oder Erdbewegungsprojekten

mit breiten Transportwegen

und langen Fahrstrecken. Wenn

eine Baustelle größere Ladegeräte

zulässt, hilft der »RA40« den

Anwendern, ihre Leistung zu maximieren,

indem er einen effizienten

Materialfluss gewährleistet

und die Kosten pro Tonne senkt.

An die Aufgabe anpassen

Es ist wichtig, den Muldenkipper

auf den richtigen Bagger oder das

richtige Ladegerät abzustimmen.

Ein typisches Ziel sind vier bis

sechs Ladespiele, um die Mulde

des Dumpers zu füllen. Sind deutlich

mehr Ladespiele erforderlich,

wird die zusätzliche Nutzlastkapazität

nicht voll ausgeschöpft

und die Gesamtproduktivität beeinträchtigt.

Ebenso sollten die

Breite der Transportwege und

die Überlastung der Baustelle die

Auswahl der Flotte beeinflussen.

Zahlen

Muldenkipper »RA30«

Motorleistung (kW) 276 331

Füllkapazität (m 3 ) 17,5 23

Nutzlast (t) 30,9 41,9

Kompakte europäische Baustellen,

wie beispielsweise in Frankreich,

setzen in der Regel auf

»RA30«-Dumper, während Märkte

mit größeren Arbeitsbereichen

und längeren Betriebszeiten, wie

beispielsweise Indonesien, häufig

den »RA40« bevorzugen.

Robust und noch robuster

»Viele Anwender entscheiden

sich für den Einsatz gemischter

Flotten, die wendige Effizienz des

›RA30‹ mit der Nutzlastkapazität

des ›RA40‹ kombinieren, um unterschiedlichen

Bereichen derselben

Baustelle gerecht zu werden«,

wie Graeme Blake aussagt. Der

»RA30« sei das leise Arbeitstier,

das stets Ergebnisse liefert, während

der »RA40« den robusteren

großen Bruder darstelle, der für

noch mehr Produktivität ausgelegt

sei. Beide bieten laut Herstellerangaben

hohen Bedienkomfort

und gute Kontrolle, wobei

der »RA30« serienmäßig mit

einer Einzelradaufhängung vorne

ausgestattet ist. Die Dumper

sind nicht auf Materialtransport

beschränkt. Sie wurden für Aufgaben

wie Wassertankwagen zur

Staubbekämpfung und Schürfwagen

zum Abtragen von Oberflächen

angepasst.

Muldenkipper »RA40«

Abmessungen (mm) LxHxB 9 930 x 3 560 x 2 860 11 115 x 3 945 x 3 358

d

40

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Der 85 t schwere »Hitachi

KEX890LD-7« ist ein echter

Gigant – und trotzdem erstaunlich

feinfühlig beim Greifen und

»Werfen« der Stahlkugel.

diese aus bis zu 12 m Höhe gezielt

auf die vorgesprengten Gesteinsblöcke

fallen. Das passiert effizient

zwischen zwei Ladespielen,

sodass Leerlaufzeiten idealerweise

gar nicht erst aufkommen.

KIESEL

Ein 85 t schwerer

»Kugelschmeißer«

KIESEL – Seit 1959 bricht

die Firma Rösch & Söhne

in Merklingen Jurakalk und

verarbeitet ihn zu Produkten

für die Baubranche und

Landwirtschaft weiter. Mit dem

»Hitachi KEX890LD-7« kam nun

ein kraftvoller Großbagger zum

Maschinenpark hinzu.

Stahlkugel

Mit dem hochgeklappten Löffel

nimmt der Baggerfahrer die 5 t

schwere Stahlkugel auf und

lässt diese aus bis zu 12 m Höhe

gezielt auf die vorgesprengten

Gesteinsblöcke fallen.

Der Steinbruch der Firma

Rösch & Söhne GmbH & Co.

KG liegt im baden-württembergischen

Merklingen nahe Ulm.

Hier wird der weiße Jura auf drei

Sohlen abgebaut und noch vor

Ort weiterverarbeitet. Verschiedene

Schotter, Splitte, Sande sowie

Mauergestein und Findlinge

verlassen das Werk für die Baubranche.

Zum Zerkleinern der gewaltigen

Blöcke greifen die Mitarbeiter

der Firma Rösch & Söhne

zu einer cleveren Methode. Statt

auf erneute Sprengungen oder

Meißel zurückzugreifen, kommt

eine 5 t schwere Stahlkugel ins

Spiel. Doch um diese effizient einsetzen

zu können, bedarf es eines

leistungsfähigen Großbaggers.

Geringer Wendekreis

»Früher haben wir in einem unserer

Werke nur mit Radladern

abgebaut. Aber Bagger bieten einen

ganz anderen Bewegungsspielraum.

Der Wendekreis etwa

wird extrem gering gehalten«, erklärt

Dieter Rösch, Geschäftsleiter

von Rösch & Söhne. Dass die

Großbagger von Hitachi die richtige

Wahl für seine Firma sind,

davon konnte sich Dieter Rösch

vor 17 Jahren bei den Feldtagen

von Kiesel überzeugen. Bei der

Präsentationsveranstaltung, die

Kiesel in seinem Steinbruch veranstaltete,

wurde sein Interesse

gleich geweckt. »Der damals

vorgeführte ›ZX870‹ hat bei uns

einen solch guten Eindruck hinterlassen,

dass wir das Angebot

von Kiesel, ihn ausführlicher im

Steinbruch zu testen, gern angenommen

haben«, bestätigt Rösch.

Nach nur wenigen Wochen im

Einsatz lagen die Vorteile klar

auf der Hand: »Mit dem Bagger

konnten wir den Abbau sowie die

Reinigung der Wandung und der

Sohle viel effizienter gestalten.«

Die Kugel ins Spiel gebracht

Mit dem Kauf des »KEX890LD-7«

stößt nun ein Nachfolger des ersten

»ZX870« im Steinbruch hinzu.

Um das Kugeln effizient anzuwenden,

wurde sich bewusst

für die KTEG-Modifikation

des 85-t-Großbaggers »Hitachi

ZX890H-7« entschieden. Mit dem

hochgeklappten Löffel nimmt

der Baggerfahrer die 5 t schwere

Stahlkugel geschickt auf und lässt

Individuell angepasst

Beim »KEX890LD-7« wurde

die Basismaschine mit einer

angepassten Frontausrüstung

und einem Hochlöffel kombiniert.

Zudem wurde ein High-

Cap-Kit mit Laufweg und Geländer

ergänzt. Für mehr Sicherheit

sorgt die zusätzliche Sensorik an

Leiter, Tritt und Geländer. Außerdem

wurde das Wartungskonzept

neu durchdacht, etwa indem die

Leitungen und Hydraulikschläuche

der Kabine beim Transport

nicht getrennt werden müssen.

Das reduziert Fehlerquellen und

spart Wartungskosten.

»Auf allen Ebenen überzeugt«

Der »KEX890LD-7« konnte bei

Rösch & Söhne nicht nur die Geschäftsleitung

überzeugen. »Bei

uns ist die Expertise des Fahrers

bei der Kaufentscheidung

enorm wichtig. Schließlich entscheiden

auch die Fahrer, welche

Maschine im Einsatz wirklich

überzeugt«, so Rösch. »Wichtig

ist für die Fahrer vor allem die

Leistung der Maschine, wie etwa

der Löffel ins Gestein hineingleitet.

Auch der Komfort und die

Übersichtlichkeit in der Kabine

fließen in die Entscheidung ein.

Das Gesamtkonzept muss überzeugen.«

Mit seinem 382 kW starken

Sechs-Zylinder-Motor, einem

5,1 m 3 großen Hochlöffel und

der ROPS/FOPS-Komfortkabine

konnte der »KEX890LD-7« laut

Kiesel »alle Fahrerwünsche erfüllen«.

Bis hin zur Belegung

der Knöpfe und Schalter wurde

der Großbagger auf die speziellen

Anforderungen der Mitarbeiter

von Rösch & Söhne angepasst.

»Zudem konnte die KTEG

die Sicherheitsfeatures für unsere

Fahrer und den betrieblichen

Ablauf um den Bagger herum

anbieten«, ergänzt Rösch.

Auch die Leistungsverstärkung

kommt beim schweren Arbeiten

im Steinbruch zum Einsatz. d

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 41


VOLVO CE

In Kombination mit dem Hydraulikhammer

»HB48« von Volvo CE kann

der Bagger des Typs »EC530E«

hohe Flexibilität, Produktivität und

Leistungskraft aufbieten.

tig der erste Bagger überhaupt im Bestand. Die Anschaffung

markiert einen wichtigen Meilenstein im

Abbauprozess. Denn Florian Forster, Verkaufsberater

bei Robert Aebi, präsentierte zur Vorführung ursprünglich

einen Radlader: »Aber im Gespräch mit

dem Kunden wurde schnell klar, dass der Bagger

›EC530E‹ für die Anforderungen im Steinbruch die

deutlich bessere Ergänzung wäre.« Augrund des positiven

Feedbacks nach der Vorführung ging es dann

auch sehr schnell in Richtung Kaufentscheidung.

50-Tonner mit

ordentlich »Baggerpower«

Effizienter und flexibler

Mit der Einführung des Volvo-Baggers hat sich die

tägliche Arbeit im Steinbruch grundlegend verändert.

Wo zuvor große Steinbrocken nach der Sprengung

mühsam per Radlader aussortiert und wochenlang

zwischengelagert werden mussten, um

später durch einen externen Dienstleister zerkleinert

zu werden, übernehme der »EC530E« heute

diese Aufgabe direkt vor Ort – und das deutlich

schneller und effizienter. Technischer Betriebsleiter

Maximilian Spieß beschreibt die Vorteile: »Mit

dem neuen Bagger können wir nicht nur den gesamten

Sprengschuss direkt verarbeiten, sondern

gleichzeitig auch unsere Anlagen optimal beschicken.

Der ›OilQuick‹-Schnellwechsler ermöglicht es,

innerhalb kürzester Zeit zwischen Löffel und Hammer

zu wechseln – das bringt uns enorme Flexibilität

und steigert den Durchsatz in der Verarbeitung.«

Besonders beeindruckt habe der werkseigene

Volvo-Hammer »HB48«. Trotz seiner immensen

Schlagkraft arbeite er erstaunlich leise. »Der Hammer

ist nicht nur leistungsstark, sondern auch überraschend

geräuscharm. Gerade im Außenbereich

ist das ein wichtiges Argument für uns – wir wollen

unsere Nachbarn so wenig wie möglich belasten«,

erklärt Spieß.

VOLVO CE – Sebald Zement

bringt Bewegung in den

Steinbruch: Mit dem neuen

»EC530E« von Volvo und einem

passenden Hydraulikhammer

»HB48« von Volvo CE setzt

das Familienunternehmen

aus dem mittelfränkischen

Hartmannshof erstmals auf

»Baggerpower« – und soll

damit Tempo, Flexibilität und

Ruhe im Betrieb gewinnen.

Das familiengeführte Traditionsunternehmen

Sebald Zement ist seit sechs Generationen fest

in der Region verwurzelt. Am Hauptstandort Hartmannshof

arbeiten rund 100 Mitarbeiter in Verwaltung,

Technik und Produktion Hand in Hand. Das

Unternehmen steht nicht nur für hochwertige Zementprodukte,

sondern verarbeitet auch Schotter,

Kalkstein und Dolomit – etwa zu hochwertigem

Düngegranulat. Mit dem neuen Volvo »EC530E«

ist nun ein echter Leistungsträger in den Fuhrpark

eingezogen: ein 50-t-Kettenbagger mit Schnellwechselsystem

und Hydraulikhammer – und gleichzei-

Investition mit Blick nach vorn

Die Anschaffung des Volvo-Baggers war Teil eines

umfassenden Veränderungsprozesses bei Sebald

Zement. Mit dem Generationenwechsel in der Unternehmensführung

und der neuen Besetzung der

Steinbruchleitung durch Jochen Pohl wurden Arbeitsabläufe

analysiert, Verbesserungspotenziale

identifiziert und das Team aktiv in die Weiterentwicklung

eingebunden. Spieß fasst zusammen:

»Der neue Bagger ist das Ergebnis einer ganzen Reihe

von Tests, Vergleichen und Gesprächen – und

die Rückmeldung aus der Mannschaft war eindeutig:

Das ist die richtige Maschine für uns.«

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42 Dezember 2025 – Januar 2026

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»Ein Felstieflöffel

der Königsklasse«

HS-SCHOCH – Mit dem

neuen Felstieflöffel der

Klasse »16« hat HS-Schoch

laut eigener Aussage »einen

Meilenstein im schweren

Erdbau und Gesteinsabbau

gesetzt«. Im Praxistest an

den neuen »EC750« und

»EC950« von Volvo zeigte der

Löffel, was moderner Maschinenbau

in Verbindung mit

High-Performance-Materialien

leisten kann: mehr Effizienz,

geringeres Gewicht – bei

gleichbleibender Lebensdauer.

Im Fokus der Entwicklung

stand ein smarter Materialeinsatz:

Durch die Kombination aus

»Hardox 400« und »450«, teils in

30 mm Materialstärke, konnte

zum Einsatz – laut Hersteller

»ein Garant für

maximale

Durchdringung

und Langlebigkeit

im harten Steinbruchbetrieb«.

Die abgestimmte

Kombination aus Zahn und

Löffelform soll für eine sehr gute

Materialaufnahme und hohe

Produktivität sorgen. Auch andere

gängige Zahnsysteme seien

in Kombination mit den Anbaugeräten

möglich. Ein besonderes

Augenmerk lag auf einer

Kugelbahn mit integrierter

Bremse: Im Inneren des Löffels

soll eine gezielte Muldenform

dafür sorgen, dass große Gesteinskugeln

kontrolliert zum

Stillstand kommen – bevor sie

ungebremst nach hinten rollen

HS-SCHOCH

Konzipiert wurde der neue

Felstieflöffel von HS-Schoch

für härteste Einsätze – der

Löffel gilt als robust und

zuverlässig.

auf zusätzliche Verschleißstrei-

und den Löffel beschädigen.

fen verzichtet werden. Das Ergebnis:

Bis zu 500 kg weniger Eigengewicht

– bei unveränderter

Für die härtesten Jobs gebaut

Der neue Felstieflöffel der Klasse

Standzeit, wie HS-Schoch mit-

»16« wurde gezielt für schwers-

teilt. Das spare nicht nur Sprit,

te Einsätze im Steinbruch und

sondern reduziere auch die Be-

Großflächenabbau entwickelt.

lastung für die Maschine – und

In Kombination mit Trägergerä-

damit langfristig die Betriebskos-

ten der 70- bis 100-t-Klasse, wie

ten. »30 mm ›Hardox‹ in Form zu

dem »EC750« und »EC950« von

bringen, ist eine Herausforde-

Volvo, entsteht laut HS-Schoch

rung, die nicht jeder beherrscht.

ein kraftvolles Duo, das maxi-

Aufgrund unserer Fertigungsex-

male Produktivität mit effizi-

pertise konnten wir eine Konstruktion

nach Kundenbedürfnis-

entem Materialeinsatz verbindet.

Und: Ab sofort möchte HS-

Bestellen Sie Ihre

sen (customized) umsetzen, die

sowohl leicht als auch extrem ro-

Schoch im Großbaggerbereich

nur noch auf die neue sprit-

Lärmschutzmatten jetzt direkt

bust ist«, erklärt Firmeninhaber

sparende Bauweise setzen: Da-

Hermann Schoch.

Optimiert – bis ins Detail

Bei den Zähnen kommt das bewährte

»Esco-Nemisys«-System

bei kommt auch ein sogenannter

Werkzeugstahl »Hardox 500

TUF« zum Einsatz, welcher die

Verarbeitung erleichtern und

gleichzeitig die Standfestigkeit

erhöhen soll. Dadurch kön-

Exklusiv bei Heras Mobilzaun: Lärmschutzmatte 2.0

• Noch effektivere Lärmminderung (um bis zu 32,8 dB).

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Kraftvolles Duo

In Kombination mit Trägergeräten

der 70- bis 100-t-Klasse

entsteht laut HS-Schoch ein

kraftvolles Duo.

ne man Gewichtseinsparungen

von bis zu 10 Prozent realisieren.

Die Produktion dieser

Grabgefäße findet bei der ZFE

GmbH in Achern, einer Tochter

innerhalb der HS-Schoch-Gruppe,

statt. Diese hat sich auf den

Bau von innovativen Grabgefäßen

spezialisiert.

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für Baustellen ohne

Lärmbelästigung für

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Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 43


Die »PanteraDP1500i«

positioniert sich für

den Bohrbeginn und

kann mit Präzision,

Zuverlässigkeit und

Effizienz punkten.

»Hidden Champion« setzt

auf leistungsstarke Technik

SANDVIK – Das Bohren

und Sprengen zählt zu den

anspruchsvollsten Gewerken in

Steinbrüchen. Gerade weil hier

eine besondere Expertise gefordert

ist, werden diese Arbeiten

von den Betreibern mehr denn

je an kompetente Spezialunternehmen

delegiert. Nur die

verlässliche Kombination aus

erfahrenen Maschinenführern

und leistungsstarker Technik

schafft die Basis für einen

dauerhaften Erfolg in einem so

anspruchsvollen Segment. Das

führt geradewegs zur Kautz

Bohrtechnik GmbH aus Duisburg.

Das Lösen des Gesteins aus der Wand steht unabdingbar

am Beginn der Gewinnungs- und

Aufbereitungskette, ebenso wie die Schritte Transport,

Brechen, Sieben und Vermarkten. Dabei lassen

sich besonders gut die Tätigkeiten an spezialisierte

Dienstleister übertragen, die separat vom

übrigen Prozessverlauf durchgeführt werden können.

Beim Bohren kommt zudem hoch spezialisierte

Technik zum Einsatz, die im Idealfall von spezialisierten

Fachkräften bedient wird. Diese sind selbst

in großen Betrieben oft kaum ausreichend ausgelastet,

um wirklich rentabel zu sein. Auch für den

Dienstleister gilt, dass ein dauerhafter Erfolg von

vielen Faktoren abhängt. Olaf Kerker, Bohrspezialist

bei der Kautz Bohrtechnik GmbH, bringt es auf den

Punkt: »Nur wer besser bohrt, bleibt im Geschäft.«

Beständig weiterentwickelt

Olaf Kerker muss es wissen. Der erfahrene Bohrmeister

und technische Leiter bei der Kautz Bohrtechnik

GmbH ist seit 25 Jahren dabei und hat schon

mit zwei Generationen der Geschäftsführer des inhabergeführten

Familienunternehmens dessen

Bohrsparte wesentlich mitgeprägt. Damals begann

man, Sprenglochbohrarbeiten mit raupenmobilen

Bohrgeräten in Steinbrüchen auszuführen. Von Beginn

an setzte das Unternehmen auf die Anlagen von

Tamrock, bekanntermaßen den unmittelbaren Vorgängern

der heutigen Marke Sandvik. Bei Kautz begann

alles mit einer »Tamrock DHH800« ohne Kabi-

ne, die einen separaten Kompressor hatte, der hinter

der Maschine hergezogen wurde. Rasch folgten

eine »Tamrock Zoomtrak DHA800« mit integriertem

Kompressor sowie eine »DHA1000« und schließlich

eine »CHA1100«. Nach dem Übergang zu Sandvik

vertraut Kautz seit 1997 der »Pantera«-Baureihe mit

einer ersten »Pantera DP1100«. Seither wuchs der

Geschäftszweig fast schon rasant. Kautz und Sandvik

blieben über die Jahrzehnte ein verlässliches Gespann,

und die »Pantera«-Baureihe wurde alsbald

zum Basisgerät bei Kautz Bohrtechnik. Das hat bis

heute Bestand. Aktuell sind nicht weniger als sieben

Sandvik-Tophammeranlagen der »Pantera

DP1500«-Serie im Einsatz, zusätzlich eine »DP1100i«.

Aber auch ein »Sandvik Ranger DX700« gehört dazu.

Die Anlage mit drehbarem Oberwagen erweitert

die Möglichkeiten, etwa bei Spezialeinsätzen unter

besonders engen Arbeitsbedingungen. Neben den

Top hammeranlagen sind auch »DTH«-Maschinen

im Leistungsspektrum. Mit dieser Equipment-Vielfalt

gehört Kautz Bohrtechnik heute zu den bundesweit

agierenden Marktführern in der Nischenbranche

– ein echter Hidden Champion eben.

Neue Maschinen

Die jüngste Bereicherung der Flotte ist eine weitere

»Pantera DP1500i«, die im März erstmals bei der

MHI in Hildfeld zum Einsatz kam. Eine derartige

Kampagne ist laut Olaf Kerker ein typischer, aber

anspruchsvoller Einsatz. Im sauerländischen Hild-

44

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


SANDVIK (3)

feld bei Winterberg steht ein paläozoischer Diabas

an. Das Gestein gilt als schwierig, u. a. weil es massiv

und unregelmäßig geklüftet ist. Insgesamt sind etwa

2 000 m Bohrleistung abzuteufen, mit Einzelbohrungen

zwischen 16 und 26 m. Kalkuliert ist ein ambitioniertes

Leistungspensum: Pro 10-Stunden-Schicht

sollen 250 bis 350 m erreicht werden. Jeder Branchenkenner

wird hier hellhörig, denn das Auftragsspektrum

erfordert optimale Konstellationen.

Auch aus diesem Grund sitzt der erfahrene

Bohrist Olaf Kerker selbst an den Hebeln der Anlage.

Die Kombination aus Kautz und Sandvik macht

hier den Unterschied – und der geht bis ins Detail.

Olaf Kerker kann sich auf die Technik verlassen:

»Die ›DP1500i‹ ist für uns mittlerweile Standard –

nicht weil sie neu ist, sondern weil sie unter härtesten

Bedingungen Tag für Tag zuverlässig abliefert.«

Im vorliegenden Fall wird mit einem Durchmesser

von 102 mm gebohrt, wobei auch hier Sandvik

zum Einsatz kommt, denn die neue »DP1500i«

ist mit dem kürzlich eingeführten Bohrgestänge

»CT67« bestückt. Ganz nebenbei zeigt sich, dass

Kautz und Olaf Kerker mehr als reine Anwender

der Sandvik-Technik sind. Es ist eine Partnerschaft

entstanden, in der Sandvik die Kompetenzen der

Kautz Bohrtechnik GmbH und speziell die Expertise

von Olaf Kerker zu schätzen gelernt hat. So gehörte

Kerker zu den Bohristen, die den neuen Bohrstahl

für Sandvik ein Jahr lang in Deutschland getestet

haben. Dabei wusste der schwedische Marktführer

genau, wen er sich da ins Boot holte. Olaf

Gruner, Sales Manager Surface Drilling bei Sandvik,

sagt: »Olaf Kerker ist sicherlich einer der erfahrensten

Bohrmeister in Deutschland. Er hat ein angeborenes

Interesse, sich weiterzuentwickeln und

Neues zu testen.« Die Neugier eines ambitionierten

Bohrmeisters, einfach wissen zu wollen, ob ein

neues Produkt auch tatsächlich besser ist, hat sich

auch für das Unternehmen Kautz gelohnt. Mittlerweile

sind schon drei Maschinen mit neuem Bohrstahl

im Einsatz. Zusammen mit der »DP1500i« von

Sandvik hat sich diese Kombination zur Referenz

bei Kautz entwickelt. »Das ›CT67‹-Gestänge ist tatsächlich

geeignet, auch das effizienteste Gerät im

Tophammer-Segment spürbar leistungsstärker zu

machen«, bestätigt Olaf Kerker. Neben der hohen

Standzeit des Bohrstahls ermöglicht das gut abgestimmte

Zusammenspiel von »DP1500i« und »CT67«

laut Unternehmen »höchste Präzision beim Niederbringen

der Bohrlöcher«. Das sei heute mehr denn

je geboten.

d

Das »CT67«-Bohrgestänge

mit Bohrkrone in den Händen

von Olaf Kerker.

Wie die Welt ohne Bergbau

aussehen würde

Mit »eNimon« hat Sandvik

eine Kampagne auf den Weg

gebracht, die sehr klar verdeutlicht,

wie die Welt tatsächlich

ohne nachhaltigen Bergbau aussehen

könnte. Festmachen kann

Sandvik das am Beispiel eines

Autos: Das erste Elektroauto,

das komplett ohne Metalle oder

Mineralien hergestellt wird, wäre

nicht nur gläsern, sondern vor

allem niemals fahrbereit.

Mehr als 90 Prozent eines Elektroautos bestehen

aus abgebauten Rohstoffen. Ohne diese Rohstoffe

gäbe es keine Elektrofahrzeuge, keine Windkraftanlagen

und keine Solarmodule. Genau darauf möchte

»eNimon« aufmerksam machen. Was steht auf dem

Spiel, wenn wir nachhaltigen Bergbau nicht ausreichend

ausbauen? »Nachhaltiger Bergbau ist das Rückgrat der

grünen Transformation«, sagt Mats Eriksson, Präsident

der Business-Area Mining bei Sandvik. »Ohne ihn können

wir unsere Klimaziele nicht erreichen.« Die Nachfrage

nach kritischen Mineralien wie Lithium, Nickel und

Kupfer steigt rasant, doch das aktuelle Angebot kann

nicht mithalten. Ein Beispiel: Elektrofahrzeuge benötigen

sechsmal mehr Mineralien als herkömmliche Fahrzeuge.

Windparks benötigen neunmal mehr Mineralien

als Gaskraftwerke. Um bis 2050 Netto-Null zu erreichen,

benötigen wir bis zu fünfmal mehr Lithium, Nickel und

Kobalt. Mit dieser Kampagne dürfte Sandvik sehr bildgewaltig

verdeutlichen, wie die Welt ohne nachhaltigen

Bergbau tatsächlich sein würde. Und das damit in Ver-

Mit »eNimon« stellt Sandvik klar, dass ein E-Auto ohne

nachhaltigen Bergbau schlichtweg nicht gebaut werden könnte.

bindung zu setzende Auto, welches für diese Kampagne

im Mittelpunkt steht, lässt sich tatsächlich begutachten:

Das »eNimon«-Auto ist derzeit im Nationalmuseum für

Wissenschaft und Technologie in Stockholm ausgestellt

– aber fahren wird es natürlich nie. d

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 45


Die Jubiläumsmaschine zeigt

im Steinbruch, wie sie ihre

guten Leistungsdaten und die

Zuverlässigkeit ausspielen kann.

LIEBHERR

10 000. »XPower«-Radlader

LIEBHERR

BISCHOFSHOFEN – Ein

besonderer Einsatzort für

eine besondere Maschine:

Im Granitsteinbruch Schlag

der Berger Rohstoffe GmbH

aus Passau verrichtet der

10 000. »XPower«-Radlader

von Liebherr seine tägliche

Arbeit. Die feierliche Schlüsselübergabe

erfolgte im Mai im

Liebherr-Werk Bischofshofen.

Die Jubiläumsmaschine, so der

Hersteller, stehe exemplarisch

für die Innovationskraft,

Effizienz und Zuverlässigkeit

der hauseigenen Radlader.

Herzstück der Maschine

ist ein leistungsverzweigter

Fahrantrieb, den Liebherr bei

allen »XPower«-Radladern

serienmäßig verbaut. Unter

den rauen Bedingungen im

Steinbruch soll der neue

»L 580 XPower« nun seine

Leistungsstärke beweisen.

Arbeitsauftrag

Der »L 580 XPower«-Radlader

beschickt Brechanlagen mit

grobem Gestein, haldet das

anschließend zerkleinerte Material

im Steinbruch auf und verlädt die

Endprodukte auf Lkws.

Im Steinbruch Schlag verarbeitet die Berger Rohstoffe

GmbH jährlich rund 200 000 t Bayerwald-Granit

zu hochwertigen Splitten für Betone sowie Gemischen

für den Straßenbau. Seit Mai verstärkt ein

besonderer Neuzugang den Maschinenpark: Als

Jubiläumsmaschine lief der »L 580 XPower«-Radlader

im Frühling im Liebherr-Werk Bischofshofen

vom Produktionsband. »Wir freuen uns, dass

wir den 10 000. ›XPower‹ bei uns im Einsatz haben.

Das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit der drei Firmen

Berger, Liebherr und Beutlhauser ist«, berichtet

Michael Gruber, technischer Betriebsleiter bei

Berger. Besonders geschätzt werde die vertrauensvolle

Zusammenarbeit mit Liebherr und der Beutlhauser-Gruppe

in Passau sowie deren gute Serviceleistungen

und kompetente Beratung. »Die Ersatzteil-Versorgung

und der Service sind einfach top«,

ergänzt Gruber.

Leistungsstarker Antrieb und hohe Robustheit

Der »L 580 XPower«-Radlader beschickt Brechanlagen

mit grobem Gestein, haldet das anschließend

zerkleinerte Material im Steinbruch auf und verlädt

die Endprodukte auf Lkws. Ein Liebherr-Raupenbagger

des Typs »R 934« mit Hydraulikhammer arbeitet

mit dem Jubiläumsradlader zusammen und

zerkleinert vorab große Gesteinsbrocken. Bei Staub,

Schmutz und unebenem Gelände erweist sich der

Jubiläumsradlader als kraftvolle, robuste Maschine

mit einer hohen Umschlagleistung. »Der Radlader

überzeugt durch seine Produktivität, den geringen

Dieselverbrauch und den Bedienkomfort. Unsere

Fahrer sind einfach begeistert und setzen die

Maschine gerne ein, um ihren Arbeitsalltag effizient

zu gestalten«, bestätigt Gruber.

Maximale Leistung und Effizienz

Der »XPower«-Fahrantrieb kombiniert die Vorteile

des hydrostatischen und mechanischen Antriebs

automatisch und stufenlos in einer Maschine – und

sorgt damit bei den verschiedenen Anforderungen

im Granitsteinbruch für maximale Leistung und Effizienz.

Der hydrostatische Fahrantrieb ist die laut

Liebherr effizienteste Antriebsart bei kurzen Ladevorgängen,

während der mechanische Antrieb am

kraftvollsten und sparsamsten bei langen Distanzen

und beim Bergauffahren ist. Damit biete der

»L 580 XPower« den laut Herstellerangaben höchsten

Wirkungsgrad bei der Materialaufnahme und

beim Transport sowie optimale Beschleunigung

und maximale Leistung bei sämtlichen Ladespielen

– auch bei längeren Fahrstrecken.

Auf einen anspruchsvollen Alltag ausgelegt

Neben der effizienten Antriebstechnologie soll der

»XPower«-Radlader auch mit seiner starken Umschlagleistung

überzeugen. Die Z-Kinematik sorgt

laut Hersteller für ein hohes Drehmoment im unteren

Hubgerüstbereich und ermöglicht damit ein

einfaches und schnelles Befüllen der Schaufel –

laut Liebherr ideal für die Materialaufnahme und

den Transport von schwerem Gesteinsmaterial im

Steinbruch. Verschleißarme, robuste Eigenkomponenten

und eine durchdachte Konstruktion sollen

einen zuverlässigen Betrieb der Maschine mit sich

bringen. Zusätzlich biete die ergonomisch gestaltete

Fahrzeugkabine mit großzügiger Verglasung und

sichtoptimiertem Design der Motorhaube eine gute

Rundumsicht. Das erhöhe die Sicherheit beim Granitabbau

und gleichzeitig den Fahrkomfort.

Zahlen

Radlader »L 580 X Power«

Einsatzgewicht (t) 27,6 bis 30,1

Motorleistung (kW) 233

Verbrauch (l/Std.) 14,02

Schaufelinhalt (m 3 ) 4,5 bis 14

Kipplast (t) 14,8 bis 19,5

d

46

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Riesiger »HP 12000«

im Steinbruch-Einsatz

INDECO – Das Gewicht und

die reinen Abmessungen

verdeutlichen bereits, dass

man es beim Abbruchhammer

»HP 12000« von Indeco mit

einem richtigen Hydraulikmonster

zu tun hat. Nun kommt er

in einem britischen Steinbruch

zum Einsatz und muss dort

unter harten Einsatzbedingungen

zeigen, was er draufhat.

In Pioniergeist hat sich Collins

Earthworks für den Transport der

Zuschlagstoffe für Elektro-Lkw

entschieden und in eine Flotte

von

»FMX«-Elektrofahrzeugen

von Volvo und zugehörige netzunabhängige

Schnellladestationen

investiert. Die Initiative steht

im Einklang mit dem Plan der britischen

Regierung hinsichtlich

der Reduzierung der CO₂-Emis-

INDECO

Von einem großen Bauunternehmen

gewählt zu werden,

erfüllt Indeco mit großem Stolz.

sionen, der Unternehmen dazu

ermutigt, ihre betriebsinternen

Emissionen zu senken.

Umso mehr, wenn das Unternehmen

eine moderne und zu-

Vielzahl an Indeco-Lösungen

Collins Earthworks, ein treu-

kunftsorientierte Vision verfolgt

er Kunde des Derek Fitzgerald

wie Collins Earthworks, ein Maß-

Plant in Leicestershire, verfügt

stab im britischen Bau-, Abbruch-

über eine Reihe von Indeco-Ab-

und Ingenieurwesen mit umfang-

bruchhämmern

verschiedener

reicher Erfahrung in der Leitung

Klassen: von den kompakten

einiger der größten und komple-

Versionen »HP 621/700« über die

xesten

Erdbewegungsprojekte

mittleren und großen Modelle

des Landes. Im Laufe der Jahre

»HP 1500«, »HP 2500«, »HP 5000«

hat das Unternehmen sein Know-

und »HP 7000« bis hin zum riesi-

how in zahlreichen Bereichen er-

gen »HP 12000«. Und genau die-

weitert, von der Bodenstabilisie-

ser letzte wird im Ball-Eye-Stein-

rung bis zum Transport, vom Maschinenverkauf

bis zur internen

Schulung, mit dem Ziel, seinen

Kunden maßgeschneiderte Lösungen

für jeden Bedarf anzubie-

bruch im Dauerbetrieb zum primären

und sekundären Brechen

von Kalkstein in der Monsal- Dale-

Verwerfung eingesetzt. Er ist auf

einem

Volvo-»EC700«-Bagger

wartungsarm erwiesen. Das bedeutet

weniger Zeitverlust durch

Reparaturen. Bei der Bewertung

von Abbruchgeräten achten wir

auf Maschinen, die eine hohe

Der Abbruchhammer »HP 12000«

nimmt gewaltige Dimensionen

an und strotzt neben hoher Leistungskraft

sowie Zuverlässigkeit

mit stolzer Produktivität.

ten. Ein wichtiger Schritt in diese

montiert. Der Indeco-Riese ar-

Produktivität bieten – und Indeco

Richtung war der Kauf des Stein-

beitet acht Stunden am Tag und

erfüllt diese Erwartungen.«

d

bruchs Ball Eye Quarry in der Nä-

produziert täglich zwischen 1 700

he von Cromford im Peak District

und 2 000 m³ Material. »Wir sind

von Derbyshire im Jahr 2023: ein

Steinbruch, der einst zum Abbau

mit unserem ›HP 12000‹ mehr als

zufrieden«, erklärt Steinbruchlei-

+49 (0) 451 89947-0

MAIL@CHRISTOPHEL.COM

von Blei, Fluorit, Baryt und Kalkstein

genutzt wurde, allerdings

2014 stillgelegt wurde. »Der Kauf

des Steinbruchs Ball Eye Quarry

war für uns von strategischer Be-

ter Roy Bentley. »Er läuft rund um

die Uhr problemlos. Kein anderer

Abbruchhammer auf dem Markt

kann mit seiner Leistung und

Produktionskapazität mithalten.

IHR SPEZIALIST

FÜR AUFBEREITUNGSTECHNIK

kundenorientierte Beratung

umfassendes Produktprogramm

deutung«, erklärt der Geschäfts-

Ich bin überrascht, dass nicht in

erfahrener After Sales-Service

führer David Collins. Heute zeichnet

sich Ball Eye Quarry nicht

nur durch den Abbau hochwertiger

Kalksteinzuschlagstoffe aus,

jedem Steinbruch in Großbritannien

ein solcher Hammer zu finden

ist. Wir verfügen über eine

Flotte von Indeco-Geräten und

namhafte Hersteller

HIER MEHR ERFAHREN:

WWW.CHRISTOPHEL.COM

sondern ist auch eines der ers-

sind mit deren Leistung auf den

ten Beispiele für einen nachhal-

Baustellen sehr zufrieden. Er hat

tig bewirtschafteten Steinbruch.

sich als langlebig, effizient und

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 47


Der Materialfluss: Der

Kleemann-Backenbrecher

bricht das Material vor, der

Kegelbrecher bringt es in

Form, die Siebanlage klassiert

in zwei Endprodukte

und trägt Überkorn aus.

Vollelektrischer Anlagenzug

punktet in Schweden

WIRTGEN – In der Küstenregion

von Stockholm geht

ein Bauunternehmen einen

weiteren Schritt in Richtung

Zukunft: Der gesamte Brechund

Siebprozess erfolgt dort

vollelektrisch – mit einem

verketteten Anlagenzug von

Kleemann, bestehend aus

dem Backenbrecher »Mobicat

MC 120 Pro«, dem Kegelbrecher

»Mobicone MCO 110

Pro« sowie der Siebanlage

»Mobiscreen MSC 953 Evo«.

»Der Umstieg auf

den vollelektrischen

Betrieb des

Kleemann-Anlagenzugs

war eine wirtschaftlich

kluge Entscheidung.«

Freddie Erickson,

Miteigentümer von

Kentas Last & Schakt AB

WIRTGEN (2)

Grundsätzlich lässt sich festhalten:

Das Einsatzspektrum der

Maschine ist weitreichend. Verarbeitet

werden hauptsächlich Granit

und Recyclingmaterial, durch

den häufigen Wechsel des Aufgabematerials

sind auch Anpassungen

der Maschineneinstellungen

notwendig. Deshalb kommt ein

kompletter Anlagenzug, bestehend

aus drei Kleemann-Maschinen,

zum Einsatz: Vom Backenbrecher

gelangt das gebrochene

Material mit einer Körnung von

0 bis 150 mm zum Kegelbrecher,

danach mit 0 bis 60 mm auf die

mobile Klassiersiebanlage, wo

es in drei Körnungen separiert

wird: 0 – 16 mm, 16 – 32 mm und

>32 mm.

Rein elektrisch angetrieben

Es gibt laut Wirtgen einen Unterschied

zu den bisherigen Materialaufbereitungsprozessen

des Unternehmens: Der gesamte

Zug wird ausschließlich elektrisch

betrieben. »Unsere Entscheidung

für den vollelektrischen

Betrieb wurde durch Energiesparaspekte

und den Wunsch,

Emissionen zu reduzieren, motiviert«,

erklärt Freddie Erickson,

Miteigentümer von Kentas Last

& Schakt AB. Gleichzeitig zahle

sich die Investition wirtschaftlich

aus: Das Unternehmen schätze,

dass die Betriebskosten bei einer

Stromversorgung etwa halb

so hoch sind wie beim Dieselverbrauch.

Auch die Abläufe seien

einfacher und sparen wertvolle

Zeit: Keine tägliche Betankung,

keine Aufwärmzeit und sogar die

Wartung sei einfacher und überschaubarer,

da sich die elektrischen

Systeme als zuverlässiger

erweisen würden. Die Standortbedingungen

rechtfertigten für

das schwedische Unternehmen

das Vorhaben auch in finanzieller

und logistischer Hinsicht. Investiert

wurde ein höherer sechsstelliger

Euro-Betrag in Infrastrukturmaßnahmen,

darunter

eine Trafostation und unterirdische

Leitungen. Staatliche Förderungen

gab es keine.

Robust für rauen Einsatz

Der Anlagenzug ist intelligent

verkettet, was laut Hersteller

aufgrund der automatischen Regelung

einen stabilen Prozess gewährleistet.

Die Maschinen kommunizieren

über Füllstandsensoren

und regeln ihre Leistung. So

reduziert etwa die vorgelagerte

Zahlen

Backenbrecher »MC 120 Pro«

Aufgabegröße (mm) 1 080 x 680 x 410

Aufgabehöhe (mm) 4 930

Aufgabeleistung (t/h) 650

Trichter-Abmessung (mm) B x L 2 850 x 4 100

Trichtervolumen (m 3 ) 9,7

Maschine die Aufgabe, wenn die

nachgelagerte einen hohen Füllstand

durchgibt. Wird irgendwo

im Zug ein Not-Halt betätigt,

stoppen alle Maschinen gleichzeitig.

Für die Bedienung vor Ort

kommt »Spective Connect« zum

Einsatz. Damit können Maschinendaten

und Einstellungen bequem

per Smartphone eingesehen

und angepasst werden – sicher

und effizient, ohne sich direkt

an der Anlage aufhalten zu

müssen, wie Wirtgen klarstellt.

Wandel weiter vorantreiben

Die Erfahrungen mit dem vollelektrischen

Betrieb sind laut

Aussage der Unternehmen durchweg

positiv. Angesichts dieser Bilanz

plane man in Schweden bereits

die Elektrifizierung weiterer

Maschinen: »Wir arbeiten aktiv

daran, so viele Maschinen wie

möglich auf Elektro umzurüsten.

Das ist eindeutig der Weg in die

Zukunft, und wir sind entschlossen,

diesen Wandel in unserer gesamten

Flotte umzusetzen.« d

Transport-Abmessungen (mm) L x H x B 19 355 x 4 100 x 3 000

48

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


XCMG

XCMG übergibt sechs

Hochleistungsradlader

Mit der neuen Maschinenpower

sollen Effizienz, Leistungskraft

und Zuverlässigkeit im

Mittelpunkt stehen.

XCMG – Kürzlich erfolgte die Übergabe von sechs individuell lackierten Radladern

an den langjährigen Vertriebspartner von XCMG, Sönke Krey im norddeutschen

Glückstadt. Diese Lieferung markiert laut Unternehmen einen weiteren Meilenstein

in der erfolgreichen Zusammenarbeit und soll für gegenseitiges Vertrauen sowie

ein gemeinsames Engagement für Qualität und Fortschritt im Bauwesen stehen.

Die Lieferung umfasst die Modelle »XC968E«,

»XC978E« und »XC975EV« – leistungsstarke

dieselbetriebene und vollelektrische Maschinen,

die Kraft, Effizienz und modernste Technologie

vereinen sollen. Entwickelt für die anspruchsvollen

Anforderungen moderner Bau- und Materialumschlagsprojekte,

sollen diese Radlader durch

Zuverlässigkeit, Produktivität und Vielseitigkeit im

täglichen Einsatz auffallen. »Die Partnerschaft mit

Sönke Krey basiert auf Vertrauen, Qualität und einem

klaren Bekenntnis zu kundenorientierten Lösungen«,

erklärt Wilhelm Laven, Vertriebsleiter

Norddeutschland bei XCMG. »Die Übergabe dieser

Maschinen unterstreicht eindrucksvoll das gemeinsame

Ziel, leistungsfähige und nachhaltige

Lösungen für die Bauindustrie bereitzustellen.«

Die Auslieferung stehe beispielhaft für das Bestreben

seitens XCMG, Kunden und Partner weltweit

mit innovativer Technologie, maßgeschneiderten

Konfigurationen und gutem Service zu unterstützen

– und so langfristigen Erfolg in einem dynamischen

Marktumfeld zu sichern.

d

Wir sagen Danke

Für ein starkes Miteinander und unsere gemeinsamen Erfolge in 2025.

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 49

De Lage Landen Leasing GmbH, Theo-Champion-Straße 1, 40549 Düsseldorf


Mit dem neuen »Roktec IC

1000«-Prallbrecher bietet Eggersmann

nun auch erstmals eine

Lösung zur mobilen Aufbereitung

von Bauschutt zu Ersatzbaustoff.

Brecher und Schwerlastsieb

beweisen sich bei Live-Demo

EGGERSMANN – Erst kürzlich

hat Eggersmann seinen neuen

»Roktec IC 1000« vorgestellt –

einen mobilen Prallbrecher, der

das Portfolio von Eggersmann

nun um eine Lösung zur Mineralikaufbereitung

erweitern soll.

Als Geschäftsleiter der Eggersmann

Impaktor GmbH stellt

Pascal Petermann klar: »Wir sind

als Komplettanbieter im Recycling

bekannt – daher werden

wir auch regelmäßig nach einer

professionellen Lösung für

die mobile Aufbereitung von Ab-

tallen. Dies schließt laut Hersteller

gerade auch die Bewehrungen

aus gebrochenem Stahlbeton ein,

welche bis zu einem Durchmesser

von 17 mm problemlos in der

Prallkammer gebrochen werden.

»Mit seinem großen Einzug kann

der ›Roktec IC 1000‹ dabei Mate-

währleistet. Alternativ kann das

Rückführband auch ausgeklappt

und als Haldenband zur Erzeugung

einer weiteren Fraktion genutzt

werden.

Geringer Wartungsaufwand

Feinere Materialien wie Sand,

bruchmaterial gefragt.« Mit dem

rialgrößen bis 800 mm aufberei-

Kies oder Erde werden bereits

neuen »Roktec IC 1000«, so Eg-

ten«, so Petermann. Zur genauen

vor der Brechkammer abgesiebt

gersmann weiter, wolle man nun

Definition des Endprodukts las-

und über ein Vorsiebabzugs-

auch den Bedarf nach einer qua-

sen sich sowohl der Abstand als

band ausgegeben. »Gerade Sand

litativ hochwertigen Ersatzbau-

auch der Winkel der Prallschwin-

wirkt in der Brechkammer abra-

stoffproduktion abdecken. »Un-

gen hin zum Brechrotor anpas-

siv und sorgt so für stärkeren Ver-

ser neuer Prallbrecher erzeugt

sen. Möglich sind laut Eggers-

schleiß. Uns ist es daher wich-

aus Beton, Asphalt oder Ziegeln

mann so Korngrößen von 0 bis

tig, dass dieser bereits vor dem

kubische Endprodukte. Diese las-

80 mm. Um eine konstante Qua-

Brechvorgang entfernt wird«,

Aufbereitung

Der Prallbrecher des Typs

»Roktec IC 1000« ist die erste

Lösung zur mobilen Aufbereitung

von Bauschutt zu

Ersatzbaustoff, die Eggersman

auf den Weg gebracht hat.

sen sich beispielsweise hervorragend

verdichten und sind damit

ideal für den sofortigen Einsatz

im Straßenunterbau oder im

landwirtschaftlichen Wegebau.«

Die umfangreiche Serienausstattung

des mobilen Prallbrechers

sei gezielt auf die Behand-

lität zu gewährleisten, wird die

Materialgröße nach dem Brechvorgang

außerdem durch ein integriertes

Siebsystem genau definiert

und von Überkorn befreit.

Dieses Überkorn wird anschließend

über ein Rückführband in

den Aufgabetrichter zurückge-

erklärt Petermann. Zur Sicherung

der Brechkammer verfügt

der »IC 1000« außerdem über

eine einstellbare Schutzklappe,

welche übergroßes Material von

der Kammer fernhält. Petermann

resümiert: »Die Maschine ist insgesamt

auf möglichst geringen

lung von mineralischen Bauab-

leitet, sodass ein geschlossener

Verschleiß und maximale Verfüg-

fällen ausgerichtet. So verfüge er

Brechkreislauf entsteht. Damit

barkeit ausgelegt. Daher fällt das

über einen Überbandmagneten

werde laut Hersteller ein beson-

Material auch nicht einfach von

zur Ausschleusung von FE-Me-

ders homogenes Endprodukt ge-

der Brechkammer auf das Aus-

50

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Neues Geschäftsfeld

Im April war Eggersmann auf

der Bauma mit der Einführung

des »C 14«-Primärzerkleinerers,

Baustellen. Der »Impaktor 250«

dagegen könne durch die Möglichkeit

eines Wellenwechsels

sowohl als Brecher für Minera-

Ein Rückführband leitet das abgesiebte

Überkorn wieder in den Aufgabebereich

zurück, sodass ein besonders homogenes

Endkorn erzeugt wird.

des »Impaktor 250«-Brechers so-

lik als auch als Zerkleinerer für

EGGERSMANN (2)

tragsband, sondern landet erst

auf einer robusten Abzugsrinne.

Diese gibt es dann sanft an das

Austragsband weiter und verhin-

wie des »Blue Select 15.44«-Trommelsiebs

erstmals in den Geschäftsbereich

des Baustoffrecyclings

vorgestoßen. So bietet der

neue »C 14«-Primärzerkleinerer

die Möglichkeit, Abfälle noch vor

dem ersten Transport volumenoptimiert

aufzubereiten. Damit,

so Eggersmann, sei er nicht nur

optimal zur Abfallbehandlung an

Abfälle eingesetzt werden. Zur

Bildung eines mobilen Recyclingsystems

wurde die »Blue

Select 15.44«-Trommelsiebmaschine

als direkte Ergänzung

zum »250er« vorgestellt. Mit dem

neuen »Roktec IC 1000«-Prallbrecher

nehme Eggersmann nun

erstmals eine Mobilmaschine

ausschließlich für die Aufberei-

800

Millimeter

Mit seinem großen Einzug

kann der »Roktec IC 1000«

Materialgrößen bis

800 mm aufbereiten.

dert so, dass das Band unnötig be-

Sammelstellen und Wertstoffhö-

tung von Mineralik in das Sorti-

schädigt wird. «

fen, sondern gerade auch auf

ment auf.

d

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 51


Die Recycling-Linie im Einsatz:

Im Hintergrund wird der

»RM100X« durch einen Bagger

beschickt. Der Windsichter

mit dem Container für die

entnommenen Leichtstoff-Anteile

befindet sich hinter

dem Portafill-Schwerlastsieb.

Links im Vordergrund: die

Zemmler-Doppeltrommel-

Sieb anlage »MS16 Pro«.

Brecher und

Schwerlastsieb bei Live-Demo

JÜRGEN KÖLSCH – Gerade im Rahmen von Live-Demonstrationen

kann Kölsch die Vorzüge seiner Maschinen klar herausstellen

– so geschehen zuletzt auf der RATL in Karlsruhe. Zu

den Highlights zählte der Rubble-Master-Brecher »RM100X«

in Kombination mit einem Schwerlastsieb von Portafill, einer

Leichtstoff-Abscheidung sowie integriertem Förderband.

Wirtschaftlich

Bei der Herstellung von Baustoffen

aus Recyclingmaterial

steht heute mehr denn je die Wirtschaftlichkeit

im Vordergrund.

Unter realistischen Einsatzbedingungen

lassen sich die

Maschinen erst richtig beurteilen

– und genau deshalb hat Sean

McCusker, Geschäftsführer der

Jürgen Kölsch Baumaschinen

GmbH, auch auf Formate wie

die RATL gesetzt. »Es hat alles

sehr gut funktioniert. Also, wir

haben klassischen kontaminierten

Bauschutt mit Kunststoff-

und Holzanteilen sowie Armierungseisen

aufgegeben. Die maximale

Körnung von 0/45 wurde

im ersten Schritt durch den ›RM

100X‹ definiert. Der Brecher war

mit einer Nachsiebeinheit mit

einer

50-mm-Quadratmasche

ausgerüstet. Überkorn von über

45 mm wurde automatisch über

das integrierte Rückführband

erneut dem Brechprozess zugeführt.

Zwischen Brecher und

Sieb anlage kam ein ›Metberg

TC30‹ zum Einsatz, so konnte

man auf eine Erhöhung des Brechers

verzichten. Das ›TC30C‹ ist

ein 9 m langes, kompaktes Förderband,

speziell entwickelt für

beengte Einsatzorte«, wie Mc-

Cusker erklärte. Gleichzeitig

stellte der Branchenkenner klar:

»Uns war wichtig zu zeigen, dass

Kölsch Lösungskompetenz über

die gesamte Wertschöpfungskette

anbieten kann, nicht nur für

die Bereitstellung einzelner Maschinen.

Bei der Herstellung von

Baustoffen aus Recyclingmaterial

steht heute mehr denn je die

Wirtschaftlichkeit im Vordergrund,

bei gleichzeitig gestiegenem

Anspruch an das Produkt

und die Flexibilität der Anlage.

Wir entwickeln und realisieren

immer wieder neue, kreative

Maschinenkombination. Darin

sehen wir ein echtes Alleinstellungsmerkmal

von Kölsch.«

Mit Konzept überzeugen

Letztlich stand die komplette Linie

in knapp vier Stunden, wie

Sean McCusker berichtet. »Unser

Ziel war es, ein funktionierendes

Konzept vorzustellen.

Das ist uns gelungen. Für die reale

Anwendung beim Kunden

sind freilich, je nach Anspruch,

einige Tage mit Feintu ning und

Optimierung sinnvoll.« Die

Recyclinglinie, so Kölsch, lasse

sich nicht nur schnell aufbauen,

sondern auch modifizieren.

Das Förderband wurde durch

den Brecher mit 15 kW Leistung

versorgt, es verfügt über zwei

Elektromotoren. Für den Fahrbetrieb

ist in das Band zusätzlich

ein Dieselmotor integriert,

alternativ ist auch eine Konfiguration

mit einem Perkins-Dieselmotor

möglich. »Wir haben drei

Fraktionen erzeugt. Eine Feinfraktion

mit 0/8 mm, ein Mittelkorn

von 8/16 mm und Überkorn

von 16/45 mm. Die Fraktionierung

erfolgte durch eine nachgeschaltete

Portafill-›MR-5X‹-Siebanlage

mit einem 20-mm-Quadratmaschensieb

im Oberdeck

und einer 10-mm-D-Harfe im

Unterdeck.«

52

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Mit Leichtstoffabscheider

»Wir hatten uns außerdem für

Zukunft darstellen. Mit dem

eingebauten 15-mm-Außensieb

die Behandlung des Überkorns

eignet sie sich zur Klassierung

entschieden«, wie McCusker an-

von Bodenaushub. Alternativ

fügt. »Diesen Job übernahm der

kann mit einem 4-mm-Außen-

Leichtstoffabscheider ›Screen-

sieb auch die zuvor erzeugte

pod AV52‹. Die ausgesonderten

0/8 mm-Feinfraktion weiter in

Leichtstoffe wurden in einem

Sand und Splitt getrennt werden.

Sammelcontainer abgelegt. Mit

Weil sie gerade mal 3,5 t wiegt,

dem größeren ›Screenpod AV82‹

so McCusker, lässt sich die An-

könnten wir übrigens einen Ab-

lage problemlos mit einem Pkw

scheider liefern, der zwei Frak-

oder Pick-up transportieren.

tionen gleichzeitig behandeln

Kölsch ist im Übrigen Ver-

kann.« Insgesamt zeigte sich

fechter von mobilen Halden-

Sean McCusker sehr zufrieden

bändern für die wirtschaftli-

mit der Vorstellung des Kon-

chere und schonendere Aufhal-

zepts und fügt an, dass auch ei-

dung von Schüttgut, als Alterna-

ne »MS 3600« von Zemmler mit

auf der RATL vertreten war, die

für Interesse bei den Fachbesuchern

gesorgt hatte: »Dabei han-

tive zum Einsatz von Radladern

oder Baggern. »Der Markt hat

das mittlerweile weitgehend

verstanden. Mobile Halden-

JÜRGEN KÖLSCH (2)

delt es sich um eine rein elekt-

bänder sparen Arbeitszeit und

rische Siebanlage mit elektrisch

angetriebenem

Kettenlaufwerk.«

Die »3600er« ist kompakt

aufgebaut, im Verhältnis recht

schonen das Produkt. Das Band

lässt sich durch den Maschinenführer

von der Kabine des Baggers

oder Laders heraus bedie-

Bänder der Welt. Sie sind ausgelegt

für die Schiffs- und Zugverladung

und werden in hoher

Insgesamt acht Aufbereitungsmaschinen

waren auf 1 700 m 2 Ausstellungsfläche

bei Kölsch auf der RATL vertreten.

leicht und dürfte laut Kölsch

nen. Wichtig ist auch: Telestack

Stückzahl produziert. So laufen

auch eine interessante Lösung

ist der Konstrukteur und Her-

diese Bänder oft über Jahrzehn-

für die Herausforderungen der

steller der vermutlich stabilsten

te ohne Probleme.«

d

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 53


Das kettenmobile Haldenband »LF 520«

von Telestack soll durch Zuverlässigkeit,

Effizienz und hohe Produktivität überzeugen.

CHRISTOPHEL

Tepel investiert in

mobile Haldenbandtechnik

CHRISTOPHEL – Mit dem

kettenmobilen Haldenband »LF

520« von Telestack möchte

die Tepel GmbH & Co. KG neue

Maßstäbe in der Baustellenlogistik

setzen. Ob Abbruch,

Erdarbeiten oder Recycling:

Die Anlage überzeuge durch

hohe Leistungsfähigkeit,

einfache Handhabung und

vielseitige Einsatzmöglichkeiten

– sowohl für den internen

Einsatz als auch bei Miet- oder

Lohndienstleistungen.

Handel

Vermietung

Service

Ersatzteile

Einsatzberatung

Finanzierungskonzepte

Ihr Partner für mobile Aufbereitungstechnik

Die Tepel GmbH & Co. KG, ein

familiengeführtes Traditionsunternehmen

aus Wuppertal,

geht neue Wege in Sachen Effizienz

und Nachhaltigkeit auf der

Baustelle. Mit dem Einsatz des

kettenmobilen

Haldenbandes

»LF 520« optimiert das Unternehmen

seine Prozesse im Bereich

Abbruch, Erdarbeiten, Recycling

und Transport. Die Entscheidung

für den Telestack fiel laut Tepel

aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit:

Mit einer Förderkapazität

von bis zu 500 t/h und einer

Haldenkapazität von 1 400 m 3 bei

einer Abwurfhöhe von 9 400 mm

eigne sich die Anlage ideal für

A TEREX BRAND

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große Volumenströme. Gleichzeitig

punkte das System mit seiner

Kompaktheit, Geländegängigkeit

und besonders niedrigen Ladehöhe

von nur 1 900 mm, wodurch es

für die direkte Beschickung mit

Bagger oder Radlader ganz ohne

zusätzliche Transporttechnik geeignet

sei. Geliefert wurde die Anlage

über die C. Christophel GmbH

aus Lübeck, einen Spezialisten

für mobile Aufbereitungs- und

Fördertechnik. Als langjähriger

Vertriebs partner des Herstellers

Telestack in Deutschland konnte

Christophel laut eigener Aussage

mit seiner Expertise und Beratung

einen wichtigen Beitrag zur

optimalen Geräteauswahl leisten –

ein entscheidender Faktor für den

erfolgreichen Einsatz bei Tepel.

Gleichmäßige Aufhaldung

Ein großer Vorteil des Haldenbandes

in der täglichen Praxis:

Der Radlader muss beim Abkippen

nicht mehr auf das Haufwerk

auffahren, was die Arbeitssicherheit

erheblich erhöht. Zugleich

sorgt das Haldenband für

eine schonende und gleichmäßige

Aufhaldung, was besonders

bei sensiblen Materialien

von Bedeutung ist. Darüber hinaus

führt der optimierte Ablauf

zu einer deutlichen Zeitersparnis

– insbesondere bei kontinuierlicher

Beschickung oder bei

engen Zeitfenstern auf der Baustelle.

Auch im Einsatz bei Asphaltmischwerken

zeigt der »LF

520« laut Christophel seine Stärken:

Hallen und Lagerstätten

können bis unter das Dach befüllt

werden, ohne dass schwere

Maschinen im Inneren manövrieren

müssen – das spart Platz,

Aufwand und reduziert Risiken.

Angetrieben von einem leistungsstarken

85-kW-Deutz-Dieselmotor

arbeitet der »LF 520«

autark – unabhängig von einer

Stromversorgung und damit

ideal für wechselnde Einsatzorte.

Für ein Unternehmen wie

die Firma Tepel, das regelmäßig

in herausfordernden Umgebungen

tätig ist, stellt diese Flexibilität

laut Christophel einen echten

Gewinn dar. Ob auf Großbaustellen,

in Recyclinganlagen oder bei

Abbruchprojekten: Die Einsatzmöglichkeiten

des kettenmobilen

Haldenbandes seien vielfältig.

Besonders praktisch erweise

sich die optional verfügbare

360°-Schwenkfunktion, die eine

radiale Materiallagerung ermögliche

– ohne Umsetzen der

gesamten Anlage.

d

54

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Auf einem Blick – schnell, effektiv

und digitalisiert – das vollautomatische

Gesamtkonzept von Wöhrl.

WÖHRL

Vollautomatisiertes

Bodenmanagement

WÖHRL – Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH betreibt eine

hochmoderne Bodenverwertungsanlage. Der Betrieb der Anlage

zeichnet sich durch ein von der Rüdiger Wöhrl GmbH entwickeltes,

vollautomatisiertes Gesamtkonzept aus, das einen mannlosen

Betrieb der Waage ermöglicht.

Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH in Krunkel ist ein Unternehmen

der Terras-Gruppe und betreibt eine Bodenverwertungsanlage.

Im Fokus stehen die fachgerechte Verwertung und der Einbau von

Bodenmaterialien der Klassen BM-F0 bis BM-F3 gemäß der strengen

Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Dieses Verfahren gewährleistet maximale

Umweltkonformität und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Der Betrieb gelingt durch das von Wöhrl entwickelte, vollautomatisierte

Gesamtkonzept: Die gesamte Logistikkette, von der Ankunft bis zur

Abfahrt, ist digitalisiert und selbstgesteuert. Das beginnt beim Auftrags-

und Code-Management: Der Prozess beginnt, nachdem eine Bodenbeprobung

erfolgt ist, mit der Übermittlung einer Auftragsbestätigung

an den Kunden, die einen eindeutigen QR-Code enthält. Im nächsten

Schritt dreht sich alles um Identifikation und Verwiegung: Bei der

Ankunft fährt der Lkw auf die Waage. Der Fahrer identifiziert sich am

Selbstbedien-Terminal mittels des QR-Codes. Das Kfz-Kennzeichen wird

automatisch erfasst, und es werden sofort zwei Screenshots zur Sicherstellung

der korrekten Positionierung auf der Waage und Dokumentation

der Ladung erfasst.

Hofticket und Erstgewicht

Nach Speicherung des Erstgewichts erhält der Fahrer ein Hofticket mit

einem weiteren QR-Code als Bon und die Schranke öffnet sich, signalisiert

durch grün blinkende LEDs am Schrankenbaum. Dann geht es weiter

zum Abladen / Beladen und zur Reinigung: Der Lkw kippt das Material

bei Anlieferung auf die entsprechend gekennzeichnete Abladestelle

von F0 bis F3 ab oder wird bei Abholung beladen. Auf dem Rückweg

durchfährt er obligatorisch die Wöhrl-Lkw-Reifenwaschanlage, die eine

intensive Reinigung dank der 6 m langen Waschplatte »Typ 2RU« gewährleistet,

bevor der Lkw zur Zweitverwiegung auf die Waage bis zur

Ausgangsbediensäule vorfährt.

und zur Verrechnung als CSV- oder PDF-Datei in eine Cloud überführt,

sodass am Folgetag fakturiert werden kann.

Wartungsarme Systeme

Trotz der hohen Verschmutzung im Betriebsumfeld, insbesondere bei

Regenwetter, zeichnen sich die Reinigungssysteme durch eine bemerkenswerte

Wartungsarmut und Effizienz aus. Die Reifenwaschanlage

hält sich aufgrund einer automatischen Selbstreinigung nach etwa jedem

fünften Lkw (frei programmierbar) mehrmals täglich und nach

Feierabend in einem sauberen Zustand. Personelle Handreinigung entfällt

gänzlich. Das verwendete Wasser wird in einem Dreikammer-Beton-Klärbecken

von Wöhrl im Kreislauf geführt. Dank des dreistufigen

Klärbeckens steht immer ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung.

Der Schmutzaustrag aus der ersten Schlammkammer erfolgt je nach

Frequentierung kostengünstig nur alle sechs bis acht Wochen mittels

Bagger oder Radlader.

Wartungsfreundliche Waage

Die Lkw-Waage ist seitlich offen konzipiert, was eine einfache Reinigung

von außen mit einem C-Schlauch ermöglicht. Ein seitlicher Schacht entsorgt

das Schmutzwasser, wodurch das beengte und aufwendige Arbeiten

unter der Waage entfällt. Geschäftsführer Oliver Schmidt von WWB

zieht nach zwei Jahren Betriebszeit und rund 9 000 Verfüllungen eine

durchweg positive Bilanz: »Das vollautomatische Konzept samt Wartung

der Waage und Reifenwaschanlage hat die Erwartungen voll erfüllt.«d

FRUTIGER – a whale, a promise!

Reifenwaschanlagen

Staubbindung

Demucking

Die Dokumentation

Abschließend dreht sich alles um den Wiegeschein sowie die Dokumentation:

Der Fahrer hält das Hofticket an den Scanner, das Zweitgewicht

wird ermittelt, und der finale DIN-A4-Wiegeschein wird gedruckt.

Alle Wiegescheine und zugehörigen Fotos werden gespeichert

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Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 55


Die Geiger-Gruppe verfügt über

einen gewaltigen Fuhrpark:

Seine Radlader hat das Unternehmen

nun mit Wiegelösungen

von VEI ausgestattet.

»HelperX«: Geiger stattet

seine Radlader mit smarter

On-Board-Wägetechnik aus

VEI – Die Geiger-Gruppe mit Sitz in Oberstdorf im Allgäu setzt bei ihren Radladern

auf smarte Wägetechnik von VEI – und das hat Gründe: Seit der Gründung 1923

hat sich Geiger zu einem vielseitigen Firmenverbund entwickelt, der im Hoch- und

Tiefbau ebenso zu Hause ist wie im Abbruch, Recycling und der Gewinnung. Das Einsatzspektrum

der Unternehmensgruppe ist gewaltig – knapp 4 000 Mitarbeiter sind

an über 100 Standorten im deutschen und europäischen Raum tätig. Und bislang

wurden 33 Maschinen mit »HelperX« ausgestattet, einer High-End-Lösung, die nicht

nur als reine Radladerwaage fungiert, sondern ein herausragendes Nutzlastmanagement

betreibt und dabei einer hohen Erwartungshaltung entsprechen muss.

Ein Großteil der Schüttgüter wird bei Geiger über

Radlader verladen und abgerechnet, gerade

deshalb ist zuverlässige Wiegetechnik unerlässlich.

Nachdem die Produktion des bislang verwendeten

Systems nach Jahrzehnten eingestellt worden war,

bestand, wie die Geiger-Gruppe mitteilt, dringender

Handlungsbedarf. Die Anforderungen an eine

neue Lösung waren hoch – und die Spezialisten von

VEI konnten sich am Ende mit ihren »Helper«-Modellen

durchsetzen. Im Kern geht es darum, ein

Nutzlastmanagement bereitzustellen, das die Arbeitsprozesse

nachhaltig vereinfacht. Neben der

Produktionsüberwachung gelingt mit »HelperX«

auch die Abwicklung gleich mehrerer Ladevorgänge

sowie die vollständige Verwaltung von Lade-

und Stammdaten.

Eine große Herausforderung

Erklärte Zielsetzung war es, höchste Produktivität

und Zuverlässigkeit zu schaffen, weshalb Geiger

einen umfassenden Kriterienkatalog erstellt

und Lösungen verschiedener Anbieter unter die

Lupe genommen hat. »Wir wollten einen neuen

Standard bei Geiger schaffen und alle Radlader

mit dem identischen Set-up versehen – sowohl

mit Blick auf die Hardwarekomponenten als auch

56

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Wichtige

Faktoren

Erklärte Zielsetzung war es,

höchste Produktivität und

Zuverlässigkeit zu schaffen,

weshalb Geiger einen umfassenden

Kriterienkatalog

erstellt und Wiegesysteme

verschiedener Anbieter unter

die Lupe genommen hat.

GEIGER GRUPPE (3)

die zugehörige Softwareversion«, wie Axel Röder,

Projektleiter für Digitalisierung der Geiger-Gruppe,

betont. »Wir haben nach einer Lösung gesucht,

die eine einfache Handhabung bietet, gleichzeitig

aber auch dazu in der Lage ist, Daten automatisch

zu übertragen und zu verarbeiten, um einen echten

Mehrwert im Büro zu generieren.« Ein weiteres

Hindernis, so Axel Röder weiter, war die Signalqualität

innerhalb des Mobilfunknetzes: An einigen

Standorten von Geiger ist die Netzabdeckung

eingeschränkt, sodass es herausfordernd war, die

unerlässliche Datenübermittlung sicherzustellen.

»Seit 2019 werden bei uns nun alle neu angeschafften

Radlader nur noch mit VEI-Waagen ausgestattet

und Bestandsgeräte sukzessive umgerüstet, da

das System genau diese Problemfaktoren berücksichtigt,

das für uns beste Set-up bietet und auf die

Bedürfnisse unserer Maschinisten zugeschnitten

ist.« Tatsächlich haben VEI und Geiger über 2,5 Jahren

hinweg daran gearbeitet, die »HelperX« zu individualisieren

und an die Anforderungen vor Ort anzupassen.

»Ein großer Vorteil war sicherlich auch,

dass wir die Helper-Modelle zum damaligen Zeitpunkt

bereits produktiv im Einsatz hatten – neue

Funktionen konnten deshalb zeitnah im laufenden

Betrieb getestet und weiterentwickelt werden.«

Eine Erfolgsgeschichte

Mittlerweile befindet sich das mit Geiger entwickelte

Set-up seit Jahren stabil im Einsatz. »Auch das

Problem mit der geringen Netzabdeckung konnten

wir zusammen mit VEI lösen, um unseren Betrieb

sicherzustellen. Besonders positiv aufgefallen ist

uns außerdem das anwenderfreundliche und intuitiv

bedienbare Interface der Waage«, urteilt Röder.

Mit der Zusammenarbeit ist Geiger allerdings auch

deshalb zufrieden, weil VEI laut Aussage der Unternehmensgruppe

mit einer pragmatischen und

lösungsorientierten Arbeitsweise auftritt: »Man

zwingt uns nicht in unnötig bürokratische Warteschleifen,

sondern setzt den Fokus auf das

Wesentliche.« Und: »Das Team von

VEI«, so Axel Röder weiter, »begegnet

uns auf Augenhöhe: Man geht

respektvoll und ehrlich miteinander

um, ganz gleich in welcher Position

oder in welchem Wirkungskreis

die Person tätig ist. Ein faires,

offenes und integres Verhalten ist

innerhalb der Geiger-Gruppe ein

gelebter Wert für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit.«

»Keine halben Sachen«

Im Repertoire hat VEI neben seiner

Topausführung »HelperX«

auch Basisgeräte wie »HelperM«:

Aufgrund der modularen und

kompatiblen Bauweise kann

der Anwender sein Gerät auch

VEI

Die High-End-Lösung von VEI: Mit »HelperX«

bietet sich ein vielschichtiges und

smartes Wiegesystem, das die Effizienz

steigern und Abläufe vereinfachen kann.

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 57


Mithilfe von »HelperX« spart

sich der Maschinist viel

Aufwand und Zeit – er kann bei

jedem Lade spiel auf die vielen

Funktionen des Wiegesystems

zurückgreifen.

33

Maschinen

Mittlerweile hat die Geiger-Gruppe

33 Radlader mit dem Wiegesystem

»HelperX« ausgestattet.

nachträglich aufrüsten oder seinen individuellen

Bedürfnissen anpassen. »Wichtig ist der Praxisnutzen:

Das Gerät soll, wie bei Geiger, zum Anwender

und den jeweiligen Einsatzbedingungen

passen«, erklärt Volker Augustin, Geschäftsführer

der VEI GmbH. »Es reicht schlichtweg nicht

aus, eine neue Lösung zu entwickeln, die schick

aussieht und smart daherkommt, wenn sie nicht

auf die realen Einsatzparameter zugeschnitten ist.

Die Helper-Modelle wurden anwendernah entwickelt,

verfügen deshalb über großzügige Farbdisplays,

eine robuste Bauweise und lassen sich unkompliziert

bedienen – genau so, wie es für den

Maschinisten auch notwendig ist, denn der muss

sich tagtäglich damit auseinandersetzen und hat

deshalb kein Interesse an zeitraubender, missverständlicher

oder unnötiger Technik, die ihm bei

seiner Arbeit in die Quere kommt.«

Wichtige Vorzüge der VEI-Helfer

Unabhängig vom Modell lassen sich alle wichtigen

Ladedaten ohne Einschränkung des Sichtfeldes

auch bei starker Sonneneinstrahlung ablesen.

Hervorzuheben ist außerdem, dass VEI ganz bewusst

auf den Einsatz von Touchscreens verzichtet:

»Fragen Sie mal einen Radlader-Fahrer, wie

zuverlässig Touchdisplays funktionieren, wenn er

unter Zeitdruck steht, Handschuhe trägt oder aus

Sicherheitsgründen nicht andauernd auf das Display

schauen kann. Hektisches Herumwischen auf

dem Display lenkt beim Fahren und Beladen ab

und sorgt dafür, dass das System den gewünschten

Befehl nicht erkennt. Das nervt nicht nur, sondern

kann auch schnell gefährlich werden«, so Volker

Augustin. Stattdessen setzen die Helper-Modelle

auf eine haptische Tastatur, wodurch der Bediener

das Gerät über bloßes Ertasten quasi blind

bedienen kann. Hinzu kommt eine enorme Funktionsvielfalt:

Wenn beispielsweise eine bestimmte

Materialsorte in großen Mengen zu einer vordefinierten

Stelle gefahren werden soll, kann der

Maschinist diesen Vorgang als Favoriten im System

hinterlegen – dann ist nur noch ein einziger

Seit ihrer Firmengründung im Jahr 1923 hat

sich die Geiger-Gruppe mit Hauptsitz in

Oberstdorf (Allgäu) zu einem vielseitigen Firmenverbund

mit rund 4 000 Mitarbeitern sowie rund

100 Standorten im deutschen und europäischen

Raum entwickelt. Ihre Leistungsbereiche basieren

dabei auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, das

heißt: Geiger gestaltet und baut, erhält und saniert,

bereitet auf und recycelt, ganz im Sinne eines möglichst

geschlossenen Kreislaufs. Da noch nicht überall

eine Wiederverwertung möglich ist, gewinnt und entsorgt

Geiger auch – dies jedoch mit größter Zuverlässigkeit

und einem hohen Verantwortungsbewusstsein.

All diese Leistungen bietet die Geiger-Gruppe zahlreichen

Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien

und Umwelt aus einer Hand. Ungeachtet ihrer

Größe und eines Jahresumsatz von rund 850 Mio.

Euro ist die Geiger-Gruppe ihrer Unternehmensphilosophie

»langfristig eigenständig erfolgreich sein« bis

heute treu geblieben. Inzwischen wird das traditionsbewusste,

mittelständische Familienunternehmen

erfolgreich in vierter Generation geführt.

58

Dezember 2025 – Januar 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Tastendruck notwendig. Darüber hinaus bietet

sich mit »ipotweb« eine zusätzliche Cloudlösung,

die über die VEI-Geräte genutzt werden kann. So

lassen sich Aufträge im Büro anlegen und automatisch

an die Maschine übermitteln. Fährt dann der

nächste Lkw auf den Hof, muss der Fahrer den zugehörigen

Auftrag nur noch im System suchen und

kann anschließend alle wichtigen Auftragsinformationen

auf dem Display ablesen. Bei Bedarf, so

VEI, wird auch das zu ladende Gewicht übertragen,

sodass die Waage das Zielgewicht anzeigt und von

diesem auf null herunterzählt. Nach dem Ladespiel

wird der erledigte Auftrag dann an die Cloud

übermittelt. Ein großer Vorteil: Egal ob im Radlader

oder im Büro – jeder im Unternehmen kann

den Auftragsstatus direkt ermitteln, was unerledigte

oder gar doppelte Bearbeitungen im laufenden

Arbeitsprozess gezielt ausschließt. Zusätzlich

bietet die »HelperX«-Variante eine Statistikfunktion,

mit der sich die verladenen Produkte eines

frei wählbaren Zeitraums ausdrucken lassen. Eine

weitere, laut VEI extrem hilfreiche Funktion ist im

Übrigen das Anlegen von Rezepten: Müssen verschiedene

Materialien gemischt werden, kann der

Anwender die Zutaten bzw. Zuschlagstoffe entweder

in absoluten Gewichtswerten oder bei Bedarf

in Prozenten eingeben. »Die Abarbeitung kann sowohl

manuell als auch vollautomatisch erfolgen –

wenn eine Sorte komplett verwogen wurde, wird

einfach auf die nächste Bedarfssorte umgeschaltet.

Möglich ist aber auch, nach jedem Ladespiel auf

das nächste Material zu wechseln, wodurch eine

weit bessere Vormischung erfolgt«, so Volker Augustin

abschließend.

d

Insgesamt 33 Radlader hat Geiger

bislang mit »HelperX« ausgestattet.

Happy

New year

Alle Mann angetreten auf dem frisch

geschrubbten Deck! Das SBM-

Team hat das Boot auf Vordermann

gebracht, die Leinen losgemacht, den

Anker gelichtet und nimmt bei rauem

Nordwind auf der eiskalten See Kurs

in Richtung 2026!

Wir alle – das bauMAGAZIN, der

baustoffPARTNER, die bauSICHER-

HEIT sowie die Agentur SBM Creative

– wünschen Ihnen und Ihren Familienangehörigen

sowie allen Mitarbeitern

für 2026 viel Gesundheit, Glück

und Erfolg.

Ihr SBM-Team

Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 59


2

ABBRUCH & RECYCLING

Die letzte Phase des Abbruchs

erfolgte vom Wasser aus,

während der Mittellandkanal

für die Binnenschifffahrt

gesperrt wurde.

Mit Schwimmweste

und Cat-Bagger

ZEPPELIN – CATERPILLAR – Sie war ein kritischer Verkehrsknotenpunkt: Die

246 m lange Wo2-Brücke auf der A39 bei Wolfsburg überquerte nicht nur den

Mittellandkanal und damit eine der wesentlichen Wasserstraßen Deutschlands,

sondern auch die Bahnstrecke Hannover – Berlin. Straße, Schiene und

Wasserweg waren bei diesem Bauwerk, das 1975 errichtet worden war, eng miteinander

verknüpft. Doch bauliche Mängel und Materialermüdung, etwa durch

alkalireaktive Zuschläge im Beton und korrodierte Spannbewehrung, gefährdeten

die Tragfähigkeit der zentralen Verkehrsachse. So war der Rückbau überfällig und

das Ende der Brücke wurde von der F. Beissner GmbH aus Niemetal eingeläutet,

um in mehreren Etappen die Voraussetzungen für einen Neubau zu schaffen.

Dabei gelang dem Abbruchspezialisten ein echtes Meisterstück.

Cat-Maschinen

Eingesetzt wurden sieben

Cat-Kettenbagger des Typs »336«,

ein Cat-Mobilbagger »M322« und

ein Cat-Radlader »966«.

Losgelegt wurde mit dem Teilabbruch der Brücke,

die über die Bahngleise führte. Dann ging

es weiter mit den Bereichen an Land. Die letzte Phase

des Abbruchs erfolgte vom Wasser aus, während

der Mittellandkanal für die Binnenschifffahrt gesperrt

wurde. Dafür wurde von dem Abbruchunternehmen

eine Pontonanlage am Wolfsburger Hafen

mithilfe eines Mobilkrans im Mittellandkanal montiert,

die eine Schlüsselrolle innehatte und mit der

die F. Beissner GmbH ihren Einsatzradius erweitern

will. Bislang wurde eine solche zugemietet – für dieses

Abbruchprojekt und für zukünftige Aufträge wurde

von dem Unternehmen in eine eigene Koppelanlage

im siebenstelligen Bereich investiert. »Damit

haben wir in Zukunft ganz andere Möglichkeiten

beim Rückbau«, meint Geschäftsführer Jens Uhlendorf.

Die modular aufgebaute Anlage kann die Firma

selbst transportieren, und zwar auf dem Landweg

– Wasserstraßen müssen dafür keine benutzt

werden. Die Anlage lässt sich individuell zusammenbauen.

Maximal möglich ist eine Fläche von 1 200 m 2 .

Intensive Vorbereitung

Beim Rückbau der Wo2-Brücke setzte sich die Anlage

aus drei Pontons zusammen, die aus 32 Einzelpontons

gebildet wurden. Im Hafen von Wolfsburg

erfolgte der Zusammenbau, und zwar drei

Wochen, bevor die Baumaschinen loslegten. Das

ging nicht ohne intensive Vorbereitungen im Vorfeld

über die Bühne. Denn trotz der vollständigen

Sperrung des Mittellandkanals unterlag man den

Regeln der Binnenschifffahrt. Das heißt, Mitarbeiter

mussten die entsprechenden Qualifikationen für

die Anlage vorweisen, die sie bereits lange im Vorfeld

erworben hatten. Per Schubbooten wurden die

Pontons dann zum 2 km entfernten Einsatzort gebracht.

Dort angelangt, wurden sie erst nebeneinander

befestigt. Damit wurde dann der komplette Kanal

überspannt. Weil sich so eine Fläche nicht ohne

Weiteres einfach parken lässt, wurden dann die

60

Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


Pontons erst kurz vorher in Position unter das Bauwerk

geschoben. Verzurrt wurden die Pontons am

Ufer bzw. Pfähle übernahmen die horizontale Befestigung

im Wasser. Per Rampe gelangten dann die

Cat-Baumaschinen auf die schwimmende Plattform

mit knapp 1 000 t Tragkraft. Somit konnten sie in Tag-

und Nachtschicht ihr Werk verrichten.

Gewaltige Dimensionen

Die Brücke mit sechs Pfeilern bestand aus zwei Teilbauwerken

– jeweils aus einem zweistegigen vorgespannten

Hohlkasten über sieben Felder. Die beiden

Teilbauwerke hatten jeweils eine Breite von rund

19 m zwischen den Geländern und eine Fahrbahnbreite

von 15,5 m. Darauf befanden sich zwei Hauptspuren,

eine Einfädelungspur sowie ein Standstreifen.

Erst wurde mit dem Fahrbahnplattenabbruch

gestartet. Dann wurden die Hohlkästen von unten

rückgebaut. Eingesetzt wurden sieben Cat-Kettenbagger

des Typs »336«, ein Cat-Mobilbagger »M322«

und ein Cat-Radlader »966«. Die Arbeitsgeräte verteilten

sich auf die gesamte Länge des Mittellandkanals

– von verschiedenen Seiten aus bearbeiteten sie

das 75 m lange Brückenfeld in einem eingespielten

und koordinierten Zusammenspiel. Auf dem Ponton

waren die Cat-Bagger »336« nicht fest fixiert. Der maschinentechnische

Arbeitseinsatz hatte es aus Gründen

der Statik und der Standsicherheit in sich, so

musste im Vorfeld im Rahmen eines Gutachtens erarbeitet

werden, welchen Belastungen die Pontons

ausgesetzt waren und welche Geräte dann darauf arbeiten

durften. »Normalerweise erfolgt der Abbruch

von einem festen Untergrund aus. Wir stellten die

Bagger auf das Medium Wasser, auf dem sie sich horizontal

und vertikal bewegten. Die Kräfte von dort in

ein festes Bauwerk zu bekommen, ist nicht ganz so

einfach«, meint Jens Uhlendorf. Konkret musste abgeklärt

werden, welche Horizontalkräfte bei einem

Abbruch mit den 40-t-Baggern wirkten, die sich auf

dem Wasser befanden, wenn sie sich dann mithilfe

von Pulverisierer, Schere oder Greifer im Stahlbeton

festbissen oder Teile mit einem Hydraulikhammer

herausstemmten. »Die Kräfte zu definieren und eine

Befestigung festzulegen, war eine große Herausforderung

– es war nicht mit den gewöhnlichen Ausbrechkräften

vergleichbar«, so der Geschäftsführer.

Parameter wie Windlast und Wellengang mussten

ebenfalls berücksichtigt werden.

um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Damit

kein noch so kleiner Krümel an Bauschutt im Wasser

landete, wurden sämtliche Zwischenräume mit

unzähligen Stahlmatten und Baggermatratzen mithilfe

des »Cat M322« ausgelegt – somit war die Arbeitsfläche

großvolumig ausgekleidet worden. Eine

weitere Vorsichtsmaßnahme: die Brücke möglichst

kleinstückig abzubrechen. Umgekehrt verhielt es

sich beim Bewehrungsstahl, der wiederum sehr lang

gelassen wurde, um das Risiko, dass Teile ins Wasser

fallen, zu reduzieren. »Lag eine gewisse Menge

an Abbruchmaterial auf der Fläche, abzulesen am

Freibord, dem Abstand zwischen Wasserspiegel und

Kante des Pontons, musste alles mithilfe von Greifern

gelöscht werden«, so Jens Uhlendorf. An Land

stand dafür bereits ein Cat-Radlader »966« einsatzbereit,

um das Material in Empfang zu nehmen und

am Ufer zu verfahren.

Eine echte Herausforderung

Baggerfahrer mussten jedoch nicht nur filigran agieren

und mit viel Feingefühl vorgehen, Brückenteile

abzubrechen, von oben nach unten zu holen und auf

den Pontons abzulegen. Mindestens ebenso wichtig

war, dass sich die Maschinen nicht in die Quere

kamen. Eine weitere Vorgabe, auf welche die F.

Beissner GmbH zu achten hatte, war, die Sohle des

Mittellandkanals nicht zu beschädigen. Nach Abschluss

der Arbeiten wurde dann eine Befahrung

gemacht. Überprüft wurde mit Sonartechnik von

einem Boot aus, ob wirklich nichts ins Wasser gefallen

war. Nach zwei Tagen konnte das Team aus

20 Mitarbeitern Vollzug melden. Mit Schubbooten

ging es dann für die Pontons wieder zurück in den

Hafen zur Demontage. »Das Anspruchsvollste in diesem

Projekt war, auf dem beweglichen Medium Wasser

zu arbeiten. Dass so viele Geräte auf einmal auf

Pontons im Einsatz waren, war Neuland für uns«, so

das Fazit von Jens Uhlendorf. Weitere Projekte hat

die F. Beissner GmbH für dieses Jahr schon in petto,

bei denen ebenfalls die Koppelanlage, wenn auch

in abgespeckter Form, wieder zum

Einsatz kommen wird.

ZEPPELIN (3)

d

»Das Anspruchsvollste

in diesem Projekt war,

auf dem beweglichen

Medium Wasser zu arbeiten.

Dass so viele Geräte

auf einmal auf Pontons

im Einsatz waren, war

Neuland für uns.«

Jens Uhlendorf,

Geschäftsführer der F. Beissner GmbH

Bewehrungsstahl wurde wiederum sehr

lang gelassen, um das Risiko, dass Teile

ins Wasser fallen, zu reduzieren.

Sicherheit an erster Stelle

Mit Fortschritt des Abbruchs wurde mehrfach die

Position der Pontonanlage versetzt – Bagger sollten

sich auf den Pontons möglichst wenig bewegen.

Deswegen wurden die Anbaugeräte durchgereicht.

Als die Arbeiten im vollen Gange waren, hatte jede

Maschine ihr Besteck vor sich und konnte dann

auf das passende Equipment zugreifen. Schwimmwesten

für die Maschinisten und Rettungsringe waren

bei diesen Rückbauarbeiten obligatorisch und

vervollständigten die persönliche Schutzausrüstung.

Begleitet wurden die Arbeiten von Rettungsbooten,

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 61


SENNEBOGEN

Mit der serienmäßig hochfahrbaren »Maxcab« hat man bei jeder

Abbruchtätigkeit den idealen Überblick über den Arbeitsbereich.

Sennebogens »830er«

glänzt bei Supermarktabriss

SENNEBOGEN – Beim Rückbau

eines alten Supermarkts

in Hunderdorf setzte das

Bauunternehmen Stoabau

auf die leistungsstarke

Abbruchmaschine »830 E

Demolition Vario Tool«. Mit

ihrer neuen Erdbauausrüstung,

vielseitigen Anbaugeräten

und Flexibilität meisterte die

Maschine sämtliche Abbruchund

Nachbereitungsarbeiten

– vom selektiven Rückbau bis

zur Fundamententfernung –

effizient und wirtschaftlich.

Kombiniert

Als produktiv erwies sich

die Kombination aus

»830 E Demolition« und

Hydraulikhammer.

Für das Projekt in Hunderdorf, bei dem ein bereits

seit Jahren leer stehendes Supermarktgebäude

vollständig rückgebaut wurde, entschied

sich das niederbayrische Unternehmen Stoabau

für den »830 E Demolition Vario Tool«, bereitgestellt

durch die Sennebogen Vertriebsgesellschaft.

Die Wahl fiel bewusst auf diese Maschine – aufgrund

ihrer kompakten Bauweise, ihrer enormen

Einsatzflexibilität sowie der neu vorgestellten Erdbauausrüstung

mit 12 m Reichweite und dem passenden

1,7 m³-Tieflöffel.

Abbrechen und Sortieren mit nur einer Maschine

Im ersten Schritt erfolgte der selektive Rückbau des

Gebäudes. Mit Abbruchgreifer, Pulverisierer und

Schere wurden Stahlträger, Betonteile und sonstige

Baumaterialien effizient getrennt und sortiert.

Aufgrund des vollhydraulischen Schnellwechslers

konnte der Maschinenführer innerhalb kürzester

Zeit zwischen den benötigten Anbaugeräten wechseln

– ohne zusätzliche Wartezeiten oder Umrüstaufwand.

Nach dem Rückbau des oberirdischen

Gebäudeteils kam ein leistungsstarker Hydraulikhammer

zum Einsatz. Der »830 E Demolition«

übernahm den Abbruch der Bodenplatte sowie

das Zertrümmern massiver Betonfundamente. Die

» Maxcab«-Großraumkabine mit serienmäßig hochfahrbarer

Kabine sorgte dabei während der gesamten

Arbeiten für beste Sichtverhältnisse und damit

für eine erhöhte Sicherheit und den idealen Komfort

für den Fahrer.

Abbruchmaschine und Erdbewegung in einem

Ein besonderes Highlight des Einsatzes war die

nahtlose Umstellung vom Rückbau zur Erdbewegung:

Mit dem neuen Tieflöffel führte der Sennebogen-Abbruchbagger

auch das Planieren des Bodens

und den Aushub für die spätere Neubebauung

durch. So konnte Stoabau das komplette Projekt mit

nur einer Maschine wirtschaftlich realisieren – von

der ersten Abbruchkante bis zur baureifen Fläche.

Die neue Erdbauausrüstung mit der wählbaren Ausleger-Stellung

ermöglichte dabei eine Grabtiefe von

bis zu 5 m – laut Hersteller ideal für das Herauslösen

tiefliegender Fundamentteile.

Wirtschaftlich und flexibel im Abbrucheinsatz

Der Einsatz in Hunderdorf zeigt nach Ansicht der Beteiligten,

wie flexibel der »Sennebogen 830 Demolition

Vario Tool« auf wechselnde Anforderungen im

urbanen Rückbau reagieren kann. Die Kombination

aus robustem Maschinenkonzept, schnellem Anbaugerätewechsel

und hoher Leistungsfähigkeit im Abbruch

sowie im Erdbau spart nicht nur Zeit und Kosten,

sondern reduziert laut Hersteller auch den Logistikaufwand

erheblich. Ein echter Gewinn für dieses

Projekt, meint Max Oischinger, Fahrer des »830

E« und gleichzeitig Leiter von Stoabau: »Mit der Maschine

konnten wir innerhalb kürzester Zeit jeden

Schritt im Rückbau umsetzen. Abbrechen und Sortieren

ging ohne Probleme. Das Zuckerl war am Ende,

mit der gleichen Maschine noch Fundamente ziehen

zu können.«

d

62

Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 63


Ein herausforderndes Rückbauprojekt:

Leistungsstarke

Hilfe bot die Kombischere des

Typs »CC35R« von MBI.

MBI

Kampf gegen Stahlbeton

in schwindelnder Höhe

MBI – Vor den Toren Berlins laufen seit Anfang des Jahres die

Abbrucharbeiten eines bis zu 49 m hohen Industriekomplexes.Das

Abbruchunternehmen Plannerer bringt die Tätigkeiten mit seinem

größten und leistungsstärksten Bagger voran – einem 200 t schweren

Longfront-Bagger mit einer Bolzenhöhe von 50 m. Angebaut ist

eine Kombischere vom Typ »CC35R Bi-Booster«.

1 100

Millimeter

Mit einer Öffnungsweite

von 1 100 mm und einer

Schneidkraft an der

Schneide von 233 t meistert

die Kombischere auch

diese Herausforderung.

Die rund 3,5 t schwere Kombischere

ist täglich zehn Stunden

im harten Dauereinsatz und

bewerkstelligt den kontrollierten

Rückbau der oberen Stockwerke

des Gebäudes. Maschinist

Eberhard Peschl erklärt die Herausforderungen

auf der Baustelle:

»Das gesamte Gebäude ist in

Ortbetonbauweise mit einer

sehr hohen Betongüte errichtet.

Die Schere läuft jeden Tag von

frühmorgens bis abends und

kämpft sich durch die Unterzüge

und Stützen. Wir schmieren

die Schere mit Schwerlastfett

mit einem hohen Grafit-Anteil.

Anderes Fett würde bei diesen

Belastungen zu flüssig werden.«

Das in den 1990er-Jahren errichtete

Gebäude diente einem über

die Grenzen Deutschland hinaus

agierenden Schreibwaren-

hersteller als Produktions- und

Lagerstandort mit Verwaltungstrakt.

Starke Leistungsdaten

Mit einer Öffnungsweite von

1 100 mm und einer Schneidkraft

an der Schneide von 233 t meistert

die Kombischere auch diese

Herausforderung. Ein großer

Pluspunkt dieses Anbaugeräts

sind laut MBI die Booster-Zylinder,

wie Thomas Fischer, Geschäftsführer

bei MBI-Deutschland,

klarstellt: »Diese Neuentwicklung

erhöht den Druck in

den Zylindern und führt somit

zu einer kurzzeitig größeren

Schneid- und Brechleistung.«

Zahlen

Kombischere »CC35R«

Baggergewicht (t) 30 bis 40

Schneidkraft (t) 233

Da der Abbruchbagger möglichst

viele Stunden in der Woche

arbeiten soll, hat sich die Firma

Plannerer entschieden, mit

der Abbruchzange »CR20E« ein

Back-up-Gerät vor Ort einzusetzen.

So können kleinere Reparaturen

wie das Tauschen von

Dichtungen ohne Stillstandzeit

des Baggers durchgeführt werden.

Die MBI-Maschinen auf

dieser Baustelle sind innenverschlaucht.

So sind zeitintensive

Beschädigungen durch die

Armierungseisen im Stahlbeton

ausgeschlossen und die

Ausfallzeit wird minimiert. Die

»CR20R« hat eine Öffnungsweite

von 1 050 mm bei einem Eigengewicht

von 2,1 t. Die Kraft an der

Schneide beträgt 329 t.

Öffnungsweite (mm) 1 100

Einsatzgebiet

Abbruch von Stahlbeton, Brückenbau

BI-Booster, Hochleistungszylinder,

Besonderheiten

austauschbare Zähne und Schneiden,

Speed-Valve

d

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Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


Mittels Echtzeit-Tracking können

Nutzer den genauen Standort

ihrer Geräte bestimmen, die

Auslastung überwachen und

automatische Wartungsbenachrichtigungen

erhalten.

EPIROC

Tracking und Datenanalyse:

Kontrolle über Anbaugeräteflotte

EPIROC – Mit »InSite« hat Epiroc eine neue Telematiklösung

auf den Weg gebracht, die das Flottenmanagement von hydraulischen

Anbaugeräten grundlegend verändern soll. Durch die

Kombination von Asset-Tracking und Echtzeit-Datenanalysen

soll »InSite« eine bisher unerreichte Kontrolle und Transparenz

über gemischte Geräteflotten bieten.

Die Lösung bietet eine umfassende Überwachung von Standort, Nutzung

und Wartungsbedarf – unabhängig vom Hersteller der Anbaugeräte.

Ob werkseitig installiert oder nachgerüstet: »InSite« nutzt

laut Epiroc eines der größten Mesh-Netzwerke der Baubranche und

verbindet weltweit über 1,3 Mio. Geräte.

Intelligente Funktionen

Aufgrund von Echtzeit-Tracking können die Nutzer den genauen Standort

ihrer Geräte bestimmen, die Auslastung überwachen und automatische

Wartungsbenachrichtigungen erhalten. Geofencing-Funktionen

ermöglichen die Einrichtung virtueller Grenzen rund um Baustellen

oder Lagerflächen, um unbefugte Bewegungen zu erkennen und Diebstahlrisiken

zu minimieren. Die vorausschauende Wartungsplanung

wird durch prädiktive Analysewerkzeuge unterstützt, die Ausfallzeiten

reduzieren und Serviceteams eine bessere Übersicht über den Gerätezustand

geben. Ergänzt wird das System durch erweiterte Module mit

Mobilfunk- und GPS-Ortung über »Hatcon« von Epiroc, die höchste

Produktivität, Verfügbarkeit und Sicherheitsstandards gewährleisten

sollen. »Mit ›InSite‹ erhalten unsere Kunden nicht nur Daten – sie erhalten

Entscheidungsgrundlagen für eine effizientere und sicherere

Flottensteuerung«, sagt Torsten Ahr, Geschäftsführer bei Epiroc.

tenaustausch (ISO 15143-3). Vor Ort profitieren Teams von Echtzeitberichten

über die mobile App, die eine sofortige Reaktion auf betriebliche

Herausforderungen ermöglicht. Die Geräte sind für den Einsatz

unter typischen Feldbedingungen konzipiert und bieten eine Batterielaufzeit

von drei bis fünf Jahren. Alle übertragenen Daten werden

durch Cloud-Verschlüsselung auf Unternehmensniveau geschützt, um

sensible Betriebsinformationen zu sichern.

Schnelle Inbetriebnahme

Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten: Gerät montieren, mit

dem entsprechenden Asset koppeln und die Plattform aktivieren. Bereits

ab dem ersten Tag können Flottenbetreiber ihre Abläufe optimieren

und die Kontrolle über ihre Geräteflotte verbessern. Übrigens: Das

neue System »InSite« ist bereits weltweit über Epiroc-Vertriebspartner

am Markt erhältlich.

GRABEN

SIEBEN

LADEN

d

Mobile Anbindung

Die Plattform lässt sich flexibel in bestehende Flottenmanagementsysteme

integrieren und unterstützt den standardisierten AEMP-API-Da-

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 65


BROKK

Unter härtesten Bedingungen

Mit »SmartPower+« möchte Brokk schlichtweg intelligente

Technologie für maximale Performance

aufbieten: Die optimierte Leistungssteuerung soll

für höchste Effizienz bei minimalem Energieverlust

stehen. Gleichzeitig, so Brokk, passen intelligente

Systemeinstellungen den Betrieb an, schützen

wichtige Komponenten und verlängern die Lebensdauer

des Roboters. Kurzum: Der »Brokk130+«

wurde für die härtesten Herausforderungen entwickelt

und markiert nach Ansicht des Herstellers »einen

bedeutenden Fortschritt in der Evolution ferngesteuerter

Abbruchroboter«.

Punkten soll der neue Abbruchroboter »130+« insbesondere mit seiner

hohen Leistungskraft, Produktivität und hochmoderner Technologie.

»Abbruchleistung

auf neuem Niveau«

BROKK – Mit seinem neu

konzipierten Abbruchroboter

des Typs »130+« hat Brokk eine

Maschine auf den Weg gebracht,

die sowohl mehr Power als auch

Kompaktheit mit sich bringen

soll. Gleichzeitig bringt Brokk

mit »Smart Attachments« eine

neue Serie an Anbaugeräten auf

den Markt. Diese speziell entwickelten

Werkzeuge ergänzen die

neueste Roboter-Generation

»SmartPower+« und sollen für

einfache Handhabung sowie

mehr Effizienz stehen.

Einsatzzweck

Der Abbruchroboter »130+« wurde

für den härtesten Einsatzzweck

im Rückbau entwickelt.

Der neue Abbruchroboter soll neue Maßstäbe setzen

– und das in erster Linie mittels mehr Power,

des neu entwickelten »BHB 175«-Hydraulikhammers

sowie der intelligenten »SmartPower«-Technologie.

Grundsätzlich spricht Brokk davon, dass

der »130+« hohe Produktivität mit bewährter Kompaktheit

vereinen soll. »Der ›Brokk 130+‹ hebt Abbruchleistung

und Effizienz auf ein völlig neues Niveau«,

sagt Martin Krupicka, CEO der Brokk-Gruppe.

»Dank des überarbeiteten Antriebsstrangs und

des neuen Hydraulikhammers haben wir einen Roboter

entwickelt, der mehr Schlagkraft, eine höhere

Schlagfrequenz und überragende Leistung liefert

– und das alles bei unverändert kompakten Abmessungen.

Das ist ein bedeutender Fortschritt für

ferngesteuerte Abbruchroboter.«

Wichtige Neuerungen

Zu den Schlüsselinnovationen des »130+« zählen

mehr Leistung, ein überarbeiteter Hydraulikantriebsstrang,

der mehr Kraft bei gleicher Energieaufnahme

bieten soll, sowie der »BHB 175«-Hydraulikhammer,

welcher für sehr hohe Schlagkraft steht.

In Kombination mit dem Abbruchroboter »130+«

soll der neue» BHB 175« laut Hersteller rund 20 Prozent

mehr Schlagkraft und eine 40 Prozent höhere

Schlagfrequenz aufbieten. Das sorge, so Brokk weiter,

für eine spürbar gesteigerte Abbruchleistung

bei jedem Einsatz.

Smart und kraftvoll

Mit seinen »Smart Attachments« hat Brokk überdies

speziell entwickeltes Werkzeug auf den Weg gebracht,

das die neueste Roboter-Generation »Smart-

Power+« ergänzen soll. Zum Start umfasst die Serie

zwei hochmoderne, patentgeschützte Anbaugeräte:

die »Brokk Cut-Off Saw«-Serie, eine leistungsstarke

Sägelösung für präzise Schnitte, sowie die

Brokk-»TE«-Bohrlafetten-Serie, die das Bohren

noch effizienter machen soll. Mit diesen innovativen

Lösungen, so der Hersteller, können Bediener

ihre Brokk-Roboter noch vielseitiger und produktiver

einsetzen. »Die neuen ›Smart Attachments‹

setzen einen neuen Standard in der Branche«, so

Martin Krupicka. »Sie sind nicht nur Werkzeug,

sondern ein entscheidender Teil eines effizienteren

Arbeitsprozesses. Aufgrund ihrer intelligenten

Funktionen können sich Bediener voll auf ihre

Arbeit konzentrieren, während die Maschine und

das Anbaugerät automatisch für optimale Leistung

sorgen.« Interessant in diesem Zusammenhang ist,

dass die »Smart Attachments« direkt mit der Maschine

kommunizieren und so für optimale Leistung

sorgen sollen. Aufgrund der Übertragung von

Echtzeitdaten passen die Roboter ihre Einstellungen

automatisch an, um stets beste Ergebnisse zu

erzielen. Unabhängig vom verwendeten »Smart-

Power+«-Modell liefern die Anbaugeräte so immer

maximale Leistung – für einen reibungslosen und

zuverlässigen Betrieb in jeder Anwendung.

Zu den Hauptmerkmalen zählt die automatische

Leistungsoptimierung: Die Anbaugeräte und

Roboter passen sich selbstständig aneinander an,

um stets optimale Leistung zu erzielen – ganz ohne

manuelles Eingreifen. Hinzu kommt die Speicherung

individueller Einstellungen: Bediener können

Voreinstellungen für ein bestimmtes Anbaugerät

speichern, sodass nach einem Wechsel sofort

die bestmögliche Leistung gewährleistet ist. Ebenso

weist der Hersteller auf eine längere Lebensdauer

hin – entwickelt für einen zuverlässigen und

reibungslosen Betrieb, entfalten die »Smart Attachments«

ihr volles Potenzial in Kombination mit den

»SmartPower+«-Robotern. Wie die neuen »Smart-

Power+«-Maschinen sind auch die Anbaugeräte laut

Brokk zukunftssicher. Über »MyBrokk« lassen sich

Betriebsstunden und Leistung überwachen.

d

66

Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


HUSQVARNA (2)

Aus sicherer Entfernung

bedient: Der Abbruchroboter

aus dem Hause Husqvarna

zerlegt im Rückbau extrem

präzise und zuverlässig.

Sortenreiner und

emissionsfreier Rückbau mit Präzision

HUSQVARNA CE – Abbruch

ist nicht gleich Abbruch:

Insbesondere bei Rückbauprojekten

mit einer hohen Wiederverwertungsquote

kommt

es darauf an, dass so viel

recyclingfähiges Material wie

möglich sortenrein ausgebaut

wird. Bei der weltweit ersten

emissionsfreien Baustelle

bei Siemens in Erlangen (das

bauMAGAZIN berichtete in

Ausgabe 08/25 ab Seite 44)

lag der dafür vorgegebene

Wert bei 96 Prozent – und beim

Erreichen dieses Zieles war

u. a. auch die Präzision der zwei

elektrischen »DXR«-Abbruchroboter

von Husqvarna gefragt.

Thomas Seibold

Die Aufgabe war keine kleine: Es galt, innerhalb

von drei Monaten zwei Gebäude mit einer

Grundfläche von 3300 m 2 und einem Gebäudevolumen

von ca. 24 700 m 3 fachgerecht und präzise zu

zerlegen. Insgesamt sollten daraus rund 12 800 t mineralisches

Recycling-Material gewonnen werden,

um dieses anschließend direkt vor Ort wieder beim

Neubau verwenden zu können. Dabei beschritten

der Bauherr Siemens Real Estate zusammen mit

Metzner Recycling aus Frensdorf neue Wege: Gemeinsam

mit Partnern wie Volvo CE, Volvo-Händler

Robert Aebi, Husqvarna CE, Volvo Trucks, den

Erlanger Stadtwerken und weiteren Dienstleistern

sollte der komplette Abbruch emissionsfrei erfolgen,

also rein mit elektrisch angetriebenen Maschinen

und Geräten. Eine Aufgabe wie gemacht

für die »DXR«-Abbruchroboter von Husqvarna CE.

Denn die vor Ort im Innenbereich eingesetzten Modelle

»DXR 145« und »DXR 305« fahren problemlos

Treppen hoch und lassen sich aufgrund der Funkfernbedienung

stets aus sicherer Entfernung (bis zu

300 m) bedienen.

Wichtige Eigenschaften

Die Abbruchroboter bieten dank ihres um 360° drehbaren

Turms zudem eine hohe Bewegungsfreiheit

und können verschiedene Anbauwerkzeuge aufnehmen

sowie einsetzen. Der 18,5 kW starke »DXR

145« kam mit der Stahlschere »DSS 200« vor allem

in engen Räumen zum Einsatz, um Rohrleitungen

unterschiedlicher Art und Durchmesser abzubauen.

Dank einer Schneidkraft von 85,7 t gelang dies

mühelos. Für den Bediener bestand zudem keine

Gefahr, mit Restflüssigkeiten in Berührung zu kom-

men. Darüber hinaus entstanden im Gegensatz zu

einem Trennschleifer beim Durchtrennen der Leitungen

auch keine Funken, was die Gefahr eines

Feuers verhindert und den Einsatz von Brandschutzdecken

unnötig macht.

Leistungsstarkes Werkzeug

Der 27 kW starke »DXR 305« kümmerte sich währenddessen

eine Etage höher um das systematische

Zerlegen von Wänden, der Heiz-/Klimainstallation

und des Fußbodens. Dabei kamen der Multigreifer

»MG 200«, der Abbruchhammer »SB 302« sowie

mit dem »DCR 300« der nach Unternehmensangaben

größte und leistungsstärkste Brecher von Husqvarna

CE zum Einsatz. Dank seiner Reichweite von

5.2 m nach oben war es für den Abbruchroboter kein

Problem, sowohl Deckenelemente unterschiedlicher

Art zu entfernen als auch (Zwischen-)Wände

gezielt von oben nach unten zu zerkleinern. Da Tätigkeiten

wie diese naturgemäß mit einem hohen

Staubaufkommen einhergehen, kamen hier ergänzend

die Luftreiniger »A 100« von Husqvarna CE zur

Anwendung. Mathias Pfitzenmeier, VP Sales & Services

Deutschland, Husqvarna Construction, zieht

ein durchwegs positives Fazit: »Dieser vollständig

elektrisch betriebene Rückbau beweist die Machbarkeit

von Baustellen mit Null-Emissionen. Die

Erkenntnisse, die wir daraus ziehen können, sind

für alle Beteiligten wertvoll, von politischen Entscheidungsträgern

über Kunden aus der Bauindustrie

bis hin zu Projekteignern und Maschinenbetreibern.

Wenn wir uns mit führenden Unternehmen

der Branche zusammentun, können wir den Wandel

gemeinsam vorantreiben.«

d

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 67


Die Reinhard Schulze Tertilt

GmbH freut sich über die

Verstärkung durch die raupenmobile

Siebmaschine

»Terex EvoQuip COLT 600«.

MOERSCHEN (2)

Raupenmobile

Siebmaschine im Einsatz

MOERSCHEN – »Raupenmobile Siebmaschinen gibt es viele

am Markt, aber mit der ›Terex EvoQuip COLT 600‹ haben wir

einen Typ im Sortiment, der zu Recht das Zeug zum echten

Gamechanger für kleine und mittlere Unternehmen hat«, stellt

die Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH klar. Diese selbstbewusste

Aussage sollte nun die Reinhard Schulze Tertilt GmbH,

die diese Anlage in Betrieb genommen hat, untermauern.

Produktion

Für das Unternehmen hat sich

die Anlage zu einer Produktionsstation

für wertvolle

Baustoffe entwickelt.

Die Reinhard Schulze Tertilt

GmbH aus dem münsterländischen

Everswinkel ist ein Familienunternehmen

mit Tradition

im Garten- und Landschaftsbau.

Mit über 70 Beschäftigten

hat sich die Firma bereits seit

1980 immer weitere Bereiche im

Ga LaBau erfolgreich erschlossen

und steht heute als mittelständischer

Full-Liner gewerblichen

und privaten Kunden zur Verfügung.

Eine Grundlage für den

nachhaltigen Erfolg stellt dabei

auch ein entsprechender Maschi-

nenpark dar. Mit der jetzt erfolgten

Erweiterung um die mobile

Siebanlage »EvoQuip Colt600«, so

Moerschen, schaffe sich Schulze

Tertilt neue Möglichkeiten.

Die Produktion wertvoller

Baustoffe vor Ort

Was macht ein GaLaBauer mit einer

Schwerlastsiebanlage, mag

sich mancher fragen. Dabei

müsste die Frage eigentlich heißen:

Wie kommt ein ambitionierter

Full-Liner ohne aus, wie Geschäftsführer

Thorsten Schulze

Tertilt mit einem Augenzwinkern

meint. Für das Unternehmen hat

sich die Anlage zu einer Produktionsstation

für wertvolle Baustoffe

entwickelt – und schafft gleichzeitig

Recyclingmöglichkeiten in

eigener Sache. »Wir bereiten fast

alle Schüttgüter am Platz auf. Dabei

sieben wir Steine aus Sanden,

um neuen Füllsand zu erhalten,

oder entfernen Steine und Wurzeln

aus Bodenaushub und schaffen

uns frischen Siebboden«, wie

Thorsten Schulze Tertilt zusammenfasst.

Da dieses Vorgehen

auch angewandte Nachhaltigkeit

darstelle, passe es ideal zur Firmenphilosophie

in Everswinkel.

Die Suche nach einer

permanenten Lösung

Mit dem Wachstum des regional

verwurzelten Mittelständlers

stiegen auch die Ansprüche

– sowohl quantitativ als auch qualitativ.

Früher reichte es am Betriebshof

in Everswinkel aus, gelegentlich

eine entsprechende

Siebmaschine auszuleihen. Daraus

wurde mehrfach im Jahr,

aber irgendwann war der Bedarf

68

Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


für eine permanente Lösung erreicht.

Da war der Mittelständler

auf der Suche nach einer kompakten

Lösung, die praxisnah auf

dem Betriebshof integrierbar war.

Das Lastenheft beschrieb eine solide,

sparsame Maschine, intuitiv

zu bedienen und schnell und einfach

in Betrieb zu setzen. Die »Terex

EvoQuip Colt 600« bringt laut

Moerschen dafür die besten Voraussetzungen

und soll sich dann

schnell auch als das Mittel der

Wahl erwiesen haben. Schon die

Grundkonstruktion der schweren

Zwei-Deck-Ausführung mit

festem Neigungswinkel als zweifach

gelagerter Freischwinger

und Direktantrieb ist eine extrem

robuste Technik. Der bewährte

»Cat C2.2«, der mit 56 PS auskommt,

begnügt sich mit einem

geringen Kraftstoffverbrauch

von nur 6 l/h. Dabei, so Moerschen

weiter, überzeuge das Einstiegsmodell

der »Colt«-Baureihe

mit Leistungsdaten, die ihre Klassengröße

sprenge: Die Durchsatzleistung

beträgt bis zu 280 t/h.

Für einen unkomplizierten Aufbau

verfügt die »Colt 600« über

eine Kabelfernbedienung für

das Fahrwerk sowie hydraulisch

klappbare Förderbänder mit hoher

Haldenkapazität. Auch der

schnelle Wechsel zwischen Zwei-

und Dreifraktionstrennung erfolgt

vollhydraulisch. Ein konstruktiv

optimiert offenes Chassis

ermöglicht den freien Zugang unterhalb

der Siebbox für einfache

Siebbelagswechsel.

Anlage ist für Bagger

und Radlader geeignet

So einfach die Inbetriebnahme

ist, so reibungslos gestaltet

sich auch der laufende Betrieb:

Die Beschickung des 3-m³-Aufgabebunkers

erfolgt über einen

1 000 mm langen Bandfördereinzug

mit variabler Geschwindigkeitssteuerung

und ist sowohl für

Bagger als auch Radlader geeig-

Im Dauerbetrieb: Das Unternehmen setzt die neue Siebmaschine

flexibel ein und kann sie sowohl mit Bagger als auch Radlader beschicken.

net. Auch wenn die Siebmaschine

hauptsächlich für den Einsatz

auf dem eigenen Betriebshof

vorgesehen ist, schätzt Thorsten

Schulze Tertilt trotzdem die hohe

optionale Flexibilität, mit der

die »EvoQuip Colt 600« punkten

kann: Die Standardmaschine sei

explizit kompakt ausgelegt mit einer

Breite von nur 2,25 m und nur

12 t Gewicht. So könne die Anlage

ebenso unkompliziert auf eigene

Baustellen gefahren oder

auch mal verliehen werden. d

Hydraulikhammer

gewinnt »Demolition Award«

ACDE – Glücklicher Sieger: Im Rahmen der Veranstaltung

»World Demolition Summit« hat ACDE Europe kürzlich in der

Kategorie »Innovation – Tools & Attachments« den World Demolition

Award 2025 erhalten. Nominiert war hierbei der

Hydraulikhammer des Typs »BLTB-280-5-W-AC15«.

ACDE wurde

kürzlich für seinen

Hydraulikhammer

ausgezeichnet.

Verliehen wurde der Preis im

November im US-amerikanischen

Nashville. Das prämierte Produkt

überzeugte als Entwicklung

für Bagger mit einem Einsatzgewicht

von 100 bis 350 t und wurde

konstruiert, um der weltweit steigenden

Nachfrage nach leistungs-

ACDE

starken, nicht explosiven Lösungen

für Fels aufbruch und Schwerabbruchsarbeiten

gerecht zu werden,

wie ACDE mitteilt. Im Zentrum

seines Designs steht ein patentangemeldeter

Arbeitsdruck von

300 MPa – derzeit der laut ACDE

höchste weltweit. Diese Technologie

ermöglicht eine außergewöhnliche

Schlag energie und eine besonders

effiziente Bearbeitung großer

Materialvolumen in Bergbau-, Tunnelbau-

und Infrastrukturprojekten.

Der »BLTB-280-5-W-AC15« integriert

laut Aussage von ACDE »mehrere

bahnbrechende technische

Merkmale«: wählbare Kolbenkonfiguration

mit optionaler Korrosionsschutzbeschichtung

für Unterwasser-

und Tunnelanwendungen,

eine flanschlose Verschleißbuchse

mit integrierten Verschleißanzeigen

für präzise Wartung, ein Rücklauf-Ölspeichersystem,

das Druck-

spitzen reduziert und die Hydraulik

des Trägergeräts schützt, ein

Zylindergehäuse aus hochfestem

»20CrNiMo«-Stahl für maximale

innere Haltbarkeit sowie seitliche

Öleinlässe mit Drehgelenk

zur Verringerung der Schlauchbelastung

und ein rechteckiges

Dämpfungssystem für verbesserte

Energieaufnahme und längere

Lebensdauer der Struktur. Zur

Standardausrüstung gehören ein

Anti-Leerschlagsystem, ein Hochleistungs-Automatikschmiersystem

sowie mehrere Befestigungsoptionen

für einsatzspezifische

Konfigurationen. Mit seiner Druckleistung,

den integrierten Sicherheits-

und Servicefunktionen sowie

seinem anwendungs orientierten

Design soll der »BLTB-280-5-

W-AC15« laut Unternehmen einen

neuen Maßstab in Sachen Leistung

und Effizienz setzen.

d

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 69


MB CRUSHER

Das Material direkt vor

Ort zerkleinern und

weiterverwenden – genau

hier sind Brecherlöffel eine

ideale Lösung.

Zerkleinerungslösung vor Ort

MB CRUSHER – Bereits in der frühen Planungsphase von

Bauprojekten sollten die verschiedenen Möglichkeiten zur

Minimierung von anfallendem Bauschutt geprüft werden. Denn

Bauschutt darf man nicht in unbegrenzten Mengen ohne Genehmigung

lagern, auch wenn es nur zeitweilig ist. Mit der richtigen

Ausrüstung kann das Abfallmaterial reduziert oder vermieden

werden. So können durch den Einsatz eines Brecherlöffels

Kosten gespart und das Bauvorhaben effizienter werden.

Technologien für morgen

durch Erfahrung im Abbruch

DIE FXJ SERIE

EFFIZIENZ TRIFFT VIELSEITIGKEIT

Für Trägergeräte von 9 bis 110 Tonnen

NIEDRIGE

BETRIEBSKOSTEN

ÄUSSERST

LANGLEBIG

LEISE & VIBRATIONSARM

SYSTEM FÜR SCHALL- &

VIBRATIONSDÄMPFUNG

Die Vecellio Costruzioni AG –

eine Hoch- und Tiefbaufirma

aus dem Kanton Graubünden in

der Schweiz, sah sich immer wieder

mit dem Problem der mangelnden

Kapazität an Lagerflächen

konfrontiert. In der Vergangenheit

wurde ein Brecher angemietet,

um die gesammelten

Steinreste zu bearbeiten. Dafür

benötigte man aber eine große

Lagerfläche, damit sich die Anmietung

rentiert. Die Lösung für

dieses Problem wurde anscheinend

mit dem MB-Crusher-Backenbrecherlöffel

»BF 80.3« gefunden.

Kleinere Mengen bearbeiten

Durch die Verwendung des Brecherlöffels

könne das Unternehmen

nun auch kleinere Mengen

bearbeiten, und das auch direkt

auf der Baustelle, wo das gebrochene

Material dann sofort wieder

zur Verfüllung oder für die

Baustraßen eingesetzt wird. Früher,

so der Hersteller, musste das

Unternehmen viel auf die Deponie

bringen und danach wieder

Material für Fundationsschichten

kaufen. Jetzt könne die Firma

den Felsabbruch und Steine

sofort selbst verarbeiten und

für Bauplätze, -straßen oder als

Verfüllmaterial wiederverwenden.

»Die Vorteile sind, dass der

MB-Crusher-Brecherlöffel

›BF

80.3‹ jederzeit einsetzbar ist, ohne

dass man größere Lagerplät-

ze benötigt. Das bedeutet für uns

weniger Transporte und Kosten

sowie die Unabhängigkeit von

Dritten. Und das nächste Projekt,

in dem der Brecherlöffel zum

Einsatz kommt, ist auch schon

in der Planung. Wir haben jetzt

auch eine Baustelle, wo wir eine

Gussleitung mit aufgearbeitetem

Aushubmaterial umhüllen

müssen.«

Flexibilität schaffen

Letztlich ist jede verlorene Minute

in Geld zu beziffern, weshalb

der Einsatz solcher Technik

schnell aufzeigt, wo Einsparpotenzial

mit höherer Produktivität

einhergeht. »Da wir sehr viele

Steine haben, können wir diese

zerkleinern und als Umhüllungsmaterial

benutzen«, so Manuele

Vecellio, Geschäftsführer bei der

Vecellio Costruzioni AG. Für den

Einsatz eines Backenbrechlöffels

benötigt man nur ein Trägergerät

– eine kostengünstige Lösung. Der

große Vorteil von MB-Brecherlöffeln

liegt laut Herstellerangaben

in ihrer Mobilität. Denn mit dem

Brecherlöffel kommt man überall

dorthin, wo auch der Bagger

hinkommt. Durch das Zerkleinern

vor Ort lassen sich Kosten

für Transport, Entsorgung und

Rückkauf von Materialien sparen.

Somit entfallen die Transporte

zur Deponie sowie die Kosten

für Entsorgung und Neukauf

von Materialien.

d

70

FRD - Furukawa Rock Drill Germany ©

Mainzer Landstraße 178 - 190 | 60327 Frankfurt am Main | GER

Dezember 2025 – Januar 2026

T 069 907 45 17 00 | E info@frd-germany.de | www.frd.eu/de

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Abbruch & Recycling


Das neue Baustoff-Recyclingsieb

»SBR 3« – einfach,

robust und leistungsstark.

EAG

Aufbereitung:

Elektrisch, leise und kompakt

EAG – Als Aufbereitungsspezialist

hat EAG aus

Dresden kürzlich das

Baustoff-Recyclingsieb

»SBR3« entwickelt – ein

Helfer, der auf der Baustelle

als robust, zuverlässig und

leistungsstark gilt. Vorstellen

möchte das Unternehmen das

Sieb nun auch erstmals auf

der InfraTech, die vom 13. bis

15. Januar in Essen stattfindet.

Die Robustheit der Siebanlage gewährleistet

maßgeblich der Stangensizer über dem Siebdeck,

der größere Gesteinsbrocken, Bordsteine

oder Gehwegplatten mühelos abscheidet. Die

Wahl großer Drahtstärken für die aufgespannten

Siebbeläge sowie stattliche Profil- und Blechstärken

der komplett ausgeschweißten Siebanlage leisten

ihr Übriges. Das enorme Kraft-Gewicht-Verhältnis

des Kreisschwingers, gepaart mit der Einstellmöglichkeit

der Siebneigung und Motordrehrichtung,

macht das »SBR3« laut EAG zu einer leistungsstarken

Boden- und Aushub-Siebanlage mit Beschleunigungswerten

von mehr als 5 g. So lasse sich selbst

ein feuchter Boden noch gut mit einer 16-mm-Qua-

dratmasche sieben. Diese Leistungsfähigkeit, der

geringe Platzbedarf sowie die geringen Anschaffungskosten

bieten gegenüber komplexen Flachdeck-

oder Trommelsiebanlagen die entscheidenden

Vorteile. Ganz ohne Fördertechnik fallen große

Teile der Anschaffungskosten und des Platzbedarfs

weg. Die Materialaufgabe erfolgt direkt auf das elektrisch

betriebene Siebdeck, das mit 2 m Breite und

2,4 m Länge eine schnelle Beschickung ermöglicht.

Die Entnahme erfolgt an gleicher Stelle, unter dem

Siebdeck. Fahrtwege für den Radlader werden minimiert.

Die neuste Version ist mit Radladern von 5

bis 15 t Betriebsgewicht einsetzbar und kann Trennschnitte

von 6 bis 60 mm erzeugen.

d

Ein einzigartig neuer

Roboter. Ein völlig

neues Niveau.

Mehr Leistung. Höchste Präzision.

Ungeahnte Möglichkeiten. Der

Brokk 130 + - entwickelt für die

Zukunft des Abbruchs. Stärker,

smarter und gebaut, um an die

Grenzen zu gehen.

www.brokk.de

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 71


Direkt vor Ort: Das

aufbereitete Material diente

anschließend direkt als

Verfüllmaterial.

DAPPEN

Ressourcenschonende Bauweise

durch innovative Siebtechnik

DAPPEN – Für die sichere

Trinkwasserversorgung der

Region Kamenz wurde eine

neue Trinkwasserverbindungsleitung

mit einer Gesamtlänge

von rund 12,5 km hergestellt.

Die Leitungen wurden in

den Dimensionen »DN 250«

und »DN 325« sowohl als

Rohwasser- als auch als

Trinkwasserleitungen verlegt.

Ein Teil der Baumaßnahme

erfolgte in offener Bauweise.

Die Vorzüge

Ortsnahe Wiederverwertung

reduziert nicht nur Abfall und

Deponiemengen, sondern senkt

auch CO₂-Emissionen, die durch

Transport und Materialherstellung

entstehen würden.

Um Transportwege und Entsorgungskosten erheblich

zu reduzieren, setzte das ausführende

Unternehmen auf einen innovativen Ansatz:

Das anfallende Aushubmaterial wurde direkt vor

Ort mit einem hydraulischen Sieblöffel der Dappen

Werkzeug & Maschinenbau GmbH aufbereitet

und anschließend wiederverwertet. Durch den

Einsatz des hydraulischen Sieblöffels »B44-1500-

80S-VW« mit Verstellstangen konnte das Material

auf eine einheitliche Körnung von 0 bis 30 mm abgesiebt

werden. Dieses aufbereitete Material diente

anschließend direkt als Verfüllmaterial, wodurch

zusätzliche Lieferungen von Fremdmaterial entfallen

konnten. Ein weiterer praktischer Vorteil zeigte

sich beim Einsieben direkt im Rohrgraben: Der

Sieblöffel ermöglichte eine homogene, lagenweise

Verfüllung rund um die neu verlegten Rohrleitungen.

Durch die gleichmäßige Materialverteilung

entstand bereits während des Vorgangs eine

erste Verdichtung, die die Stabilität des Rohrgrabens

erhöhte und den Baufortschritt spürbar beschleunigte.

Betriebssicherheit schaffen

Gleichzeitig arbeitet das Siebverfahren äußerst schonend,

da es keine Steine zerreibt oder zerbricht und

somit keine neuen, scharfkantigen Bruchstücke erzeugt.

Dies schützt sowohl die Rohrleitungen als

auch ihre Ummantelung vor punktuellen Belastungen

und möglichen Beschädigungen – ein wesentlicher

Faktor für die langfristige Betriebssicherheit

der gesamten Leitungstrasse.

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Mit der ortsnahen Wiederverwertung des vorhandenen

Bodens leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag

zur Kreislaufwirtschaft im Tiefbau. Die Methode

reduziert nicht nur Abfall und Deponiemengen, son-

dern senkt auch CO₂-Emissionen, die durch Transport

und Materialherstellung entstehen würden. Der

Dappen-Sieblöffel arbeitet mit einer hydraulisch angetriebenen,

aktiven Siebbewegung, die laut Hersteller

für eine äußerst effiziente Materialtrennung

sorgt. Im Gegensatz zu starren oder rein rotierenden

Systemen erzeuge die Dappen-Konstruktion eine

schonende, aber wirkungsvolle Rüttelbewegung,

die sowohl die Durchsatzleistung steigere als auch

den Verschleiß minimiere.

Hoher Bedienkomfort

Gleichzeitig werden Vibrationen vom Trägergerät

ferngehalten – ein Vorteil für Maschinenlebensdauer

und Bedienerkomfort. Der Dappen-Sieblöffel

ist für verschiedenste Materialien ausgelegt: Erdreich,

Bauschutt, Baumischabfälle, mineralische

Stoffe oder Industrie-Rückstände lassen sich direkt

vor Ort trennen und wiederverwerten. Das optional

erweiterbare Siebsystem mit austauschbaren Einlegeblechen

und Verstellstangen ermöglicht flexible

Maschenweiten – von fein bis grob –, sodass der

Löffel exakt an die jeweilige Aufgabe angepasst werden

kann.

Zahlreiche Baugrößen

Dappen fertigt den Sieblöffel vollständig in Deutschland

und legt großen Wert auf robuste Konstruktion,

hochwertige Werkstoffe und lange Lebensdauer. Erhältlich

in zahlreichen Baugrößen, deckt die Serie

ein breites Einsatzspektrum ab – vom kleinen Ga-

LaBau-Bagger bis hin zu Großmaschinen mit über

50 t Einsatzgewicht. Damit positioniert sich der hydraulische

Sieblöffel von Dappen laut eigener Aussage

als »effizientes, wartungsarmes und zukunftsorientiertes

Anbauwerkzeug für Baustellen, die Materialtrennung

direkt am Entstehungsort wirtschaftlich

und nachhaltig gestalten möchten«.

d

72

Dezember 2025 – Januar 2026

Abbruch & Recycling


Leistungskraft trifft auf

Wirtschaftlichkeit: Die neue

»85 Dual PowerMaster«-Kehrmaschine

soll für maximale

Performance stehen.

BEMA

Hochleistungskehrmaschine

»85 Dual PowerMaster«

BEMA – Vor Kurzem hat

Bema seine neue »85 Dual

PowerMaster« vorgestellt

– eine Hochleistungskehrmaschine

für den intensiven

Dauereinsatz. Die erklärte

Zielsetzung ist es, robuste und

leistungsstarke Reinigungslösungen

für anspruchsvolle

Einsatzbereiche aufzubieten,

die mit Zuverlässigkeit und

Effizienz punkten können.

Vielseitig

einsetzbar

Die »85 Dual PowerMaster« ist

für Trägerfahrzeuge wie Radlader

ab 7 t, Teleskoplader und

Schlepper konzipiert worden.

Mit dem Maschinentyp »85 Dual« erweitert Bema

seine »PowerMaster«-Serie um ein leistungsstarkes

Modell für den intensiven Dauereinsatz.

Ausgestattet mit einer besonders großen

Kehrwalze von 800 mm Durchmesser und einem

optimal abgestimmten Volumen der Schmutzsammelwanne,

bietet sie laut Hersteller »ein überzeugendes

Preis-Leistungs-Verhältnis – ideal für herausfordernde

Reinigungsaufgaben«. Diese Ausstattung

ermögliche lange Reinigungsintervalle

und sorge auch unter hoher Belastung für effizientes

Arbeiten. Gleichzeitig biete das Dual-System der

Schmutzsammelwanne maximale Flexibilität: Der

Wechsel zwischen freikehrendem und schmutzaufnehmendem

Betrieb erfolgt laut Bema werkzeuglos

und ohne Umrüsten. Für Stabilität und

Laufruhe sollen besonders robuste Räder mit verstärkten

Radkonsolen sorgen, die auch in unwegsamem

Gelände zuverlässig arbeiten. Unebenheiten

werden dabei durch den 3D-Rollenniveauausgleich

in Kombination mit dem Drehgelenk ausgeglichen.

Kraftvoll und erweiterbar

Das Herzstück aller »PowerMaster«-Kehrmaschinen

ist der kompakte Hydroblock, der sämtliche

hydraulischen Steuerungs- und Sicherungselemente

in sich vereint. Optional ist eine Premiumversion

erhältlich, die zusätzlich mit einem Stromregelventil

sowie einem speziellen Überdruckventil ausgestattet

ist und damit eine erweiterte Absicherung

für Trägerfahrzeuge mit Load-Sensing-System bietet.

Die innenliegenden Gerotormotoren arbeiten

verschleißarm und gewährleisten laut Bema auch

bei intensiver Beanspruchung eine dauerhaft hohe

Leistung. Die »85 Dual PowerMaster« ist für Trägerfahrzeuge

wie Radlader ab 7 t, Teleskoplader und

Schlepper konzipiert und wird zur Markteinführung

2026 in vier Arbeitsbreiten erhältlich sein:

2 300, 2 600, 2 800 und 3 200 mm. Wie auch die Modelle

»30«, »35« und »75« wird die neue » PowerMaster«

nach Kundenanforderung ausgerüstet. Dazu zählen

verschiedene Bürstenbesätze für die Hauptkehrwalze

und die optionalen Seitenkehrbesen, eine

Wassersprüheinrichtung zur Staub reduzierung

sowie eine hydraulische Schwenkeinrichtung für

mehr Flexibilität im Einsatz.

Sinniger Einsatz

Insbesondere bei schlechter Witterung und rutschigen

Fahrbahnen werden grobe und festsitzende

Verschmutzungen wie Reifenschmutz oder

festgefahrener Lehm schnell zum Sicherheitsrisiko.

In solchen Fällen ist der Verursacher gesetzlich

verpflichtet, die Verunreinigungen zu beseitigen.

Für diese speziellen Anforderungen möchte

Bema passgenaue Ausstattungsoptionen bieten.

Mit der Aufkratzvorrichtung lassen sich selbst

hartnäckige Rückstände laut Hersteller zuverlässig

entfernen. Für eine noch gründlichere Reinigung

kann die Kehrmaschine mit einem Druckwassersystem

ergänzt werden – wahlweise in

Hoch- oder Mitteldruckausführung. Die Wasserversorgung

erfolgt über einen 2 000-l-Wassertank

im Heckanbau, alternativ kann auch ein Güllefass

oder ein anderer Tank genutzt werden. Egal ob feiner

Staub, Schmutz, Lehm oder Reifenspuren – alle

»Power-Master«-Kehrmaschinen arbeiten laut Bema

schnell effektiv und zuverlässig.

d

Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 73


3

OEM & AFTERMARKET

Ein neu entwickeltes Wärmepumpenmodul

von Handtmann und Ymer

kombiniert Energieeffizienz mit

Nachhaltigkeit auf kompaktem Raum.

Mehr Reichweite

und längere Nutzungszeiten

HANDTMANN

HANDTMANN – YMER – Eine

kluge Lösung: Handtmann

und Ymer Technology haben

eine umweltfreundliche

Wärmepumpenlösung für batteriebetriebene

Fahrzeuge auf

Basis des Kältemittels »R290«

entwickelt. Das kompakte

System übernimmt sowohl die

Klimatisierung des Fahrzeuginnenraums

als auch die gezielte

Temperierung von Batterie und

elektronischen Bauteilen. Es

steigert nicht nur den Innenraumkomfort,

sondern erhöht

auch die Fahrzeugreichweite

und verlängert die Lebensdauer

der Antriebskomponenten.

Kompakt

Die intelligente »TMS«-Logik

steuert das System. Aufgrund

der kompakten Bauweise

reduziert sie den Kältemittelbedarf

und ermöglicht die Integration

auf engstem Raum.

Mit einer Kühlleistung zwischen 4 und 7 kW sowie

einer Heizleistung von 5 bis 9 kW erfüllt die

Neuentwicklung die Anforderungen anspruchsvoller

Einsatzprofile, z. B. in Lkw für den Verteilerverkehr,

Baumaschinen und Sonderfahrzeugen. Mit

dem fortschreitenden Ausbau der Elektromobilität

in Deutschland und Europa steigen die Ansprüche

an Energieeffizienz – nicht zuletzt, weil das Thema

Reichweitenangst weiterhin präsent ist. In diesem

Zusammenhang gewinnt die Wärmepumpe in Elektrofahrzeugen

zunehmend an Bedeutung, besonders

in gemäßigten bis kühleren Klimazonen wie

Mitteleuropa. Sie reduziert Energieverluste im Winterbetrieb

und erhält so die Fahrzeugreichweite.

Einfache Integration

»Unsere mit Ymer entwickelte Wärmepumpenlösung

lässt sich einfach integrieren und unterstützt

die Elektrifizierung von Antrieben in Nutzfahrzeugen,

Baumaschinen und Spezialfahrzeugen«, so

Andreas Rothermel, Bereichsleiter Entwicklung bei

Handtmann Systemtechnik. Ein großer Vorteil sei,

dass das Komplettsystem sowohl in neue als auch

bestehende Fahrzeugplattformen integriert werden

könne. Zudem lasse sich das Modul flexibel an

kundenspezifische Einzelanwendungen anpassen.

Josef Graubmann, Geschäftsführer der Ymer Technology

GmbH: »Die mit Handtmann entwickelte

›R290‹-Wärmepumpe passt sich in unseren standardisierten

Ansatz unseres ›TMS‹ (Thermo-Management-System)

ein und wird massiv zu einer Effizienzsteigerung

bei mobilen elektrifizierten Arbeitsmaschinen

beitragen.«

Kompakte Bauweise

Der Standardkompressor von Ymer und ein von

Handtmann entwickeltes Modul mit integrierter

Kühlmittelpumpe und 4/2-Wegeventilsteuerung

bilden das Herzstück der Wärmepumpe. Die intelligente

»TMS«-Logik steuert das System. Aufgrund

der kompakten Bauweise reduziert sie nach Herstellerangaben

den Kältemittelbedarf und ermöglicht

die Integration auf engstem Raum – laut Handtmann

ein Vorteil in modernen Fahrzeugarchitekturen.

Zugleich zahle sich das gewählte Kältemittel-/

Druckniveau in der Komponentenwahl aus: Während

bei konventionellen CO2-Lösungen Drücke

von mehr als 100 bar erreicht würden, arbeite das

»R290«-System mit moderaten 8 bis 25 bar. Dies ermögliche

den Einsatz marktüblicher Komponenten,

verringere die mechanische Belastung und vereinfache

die Wartung.

Nachhaltigkeit

Mit dem Einsatz des natürlichen Kältemittels »R290«

(Propan), das ein Global Warming Potential (GWP)

von nur 3 aufweist, setzen die Partner auf umweltfreundliche

Antriebs- und Klimakonzepte. Im Vergleich

zum häufig verwendeten synthetischen Kältemittel

»R134a«, das ein GWP von rund 1 430 aufweist,

unterbietet das neu entwickelte System diesen Wert

laut Aussage von Handtmann erheblich. »R290« biete

zudem hervorragende thermodynamische Eigenschaften,

besonders bei niedrigen Außentemperaturen.

Das führe zu einer gesteigerten Energieeffizienz

(COP) sowohl im Heizbetrieb bei minus 15 °C als

auch im Kühlbetrieb bei 45 °C. Dies verbessert laut

Hersteller die Betriebssicherheit in verschiedenen

Klimazonen und senkt den Energiebedarf bei gleicher

Leistung. Im realen Fahrzeugbetrieb kann eine

»R290«-Wärmepumpe mit Dampf-Injektion bis

zu über ein Drittel mehr Heizleistung liefern als ein

vergleichbares System mit »R134a«. Ebenso ermöglicht

»R290« laut Unternehmen hohe Vorlauftemperaturen,

was bei Anwendungen mit erhöhtem Wärmebedarf

vorteilhaft ist.

d

74

Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


Die »Heavy-Duty-eMotoren«

erreichen höchste Wirkungsgrade

von über 97 Prozent in einem

Drehzahlbereich von 3 000 bis

8 000 min-1.

Hocheffiziente Elektromotoren für

Fahrantriebe und Nebenaggregate

SCHAEFFLER – Mit seinem Produktportfolio hat die Motion

Technology Company Schaeffler sich kürzlich als zukunftsorientierter

Systemlieferant für Maschinen gezeigt – zuletzt auf der

Agritechnica. Die »Heavy-Duty-eMotoren«-Plattform von Schaeffler

wurde für ein breites Einsatzspektrum an Fahrzeugen konzipiert.

Die Elektromotoren sind nicht nur als vollelektrische Fahrantriebe,

sondern auch als Generatoren in Hybridantrieben oder auch als

Antrieb für eine elektrische Zapfwelle einsetzbar.

Schaeffler verfügt über ein

lückenloses Know-how zur

Produktion von anspruchsvollen

Elektroantrieben inklusive

SCHAEFFLER

Steuerungen und Leistungselektronik.

Die »800-V-Heavy-Duty«-Plattform

besteht aus drei ölgekühlten

Motoren mit je 112 kW,

207 kW und 220 kW Dauerleistung.

Sie unterscheiden sich lediglich

durch die Aktivteillänge,

während die A- und B-Seiten der

Motoren jeweils identisch sind.

Beim Wickeln des Stators setzt

Schaeffler auf die »Wave-Winding-Technologie«.

Diese Flachdraht-Wellenwicklung

ermöglicht

laut Schaeffler einen besonders

hohen Kupferfüllfaktor im

Motor und führt zu einer hohen

Leistungsdichte. Mit diesem besonderen

Merkmal entsteht ein

sehr kompakter und auf Dauerleistung

optimierter Motor.

Durch die Integration von Vitesco

Technologies als Anbieter

für Steuerung und Software verfügt

Schaeffler laut eigener Aussage

heute über ein umfassendes,

durchgängiges Know-how

in der Herstellung anspruchsvoller

Elektroantriebe. Alle Fertigungstechnologien

stammen

aus einer Hand.

Höchste Wirkungsgrade auf

minimalem Bauraum

Aufgrund ihres konstruktiven

Aufbaus sollen die »Heavy-Duty-eMotoren«

laut Unternehmen

höchste Wirkungsgrade von über

97 Prozent in einem Drehzahlbereich

von 3 000 bis 8 000 min-1 erreichen.

Mit einer Gesamtlänge

von 151, 206 und 261 mm bei einem

einheitlichen Außendurchmesser

von rund 239 mm (Blechpaketdurchmesser)

bzw. 280 mm

(inklusive Verschraubung) beanspruchen

die Motoren nur minimalen

Bauraum.

d

Zukunftsweisend

und individuell.

Motorentechnologie, Beratung

und Service abgestimmt

auf Ihre Anwendung.

BU Power Systems GmbH & Co. KG

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OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 75


EBERSPÄCHER

Angenehme Temperaturen im

Fahrerhaus sind entscheidend, damit

Maschinisten ihre Arbeit konzentriert

und sicher erledigen können.

Ganzheitliches Thermomanagement

EBERSPÄCHER – Ob Staub,

Hitze oder Frost:

Landmaschinen sind im täglichen

Einsatz unterschiedlichen

Bedingungen ausgesetzt. Damit

Fahrer dennoch sicher und konzentriert

arbeiten können, stellt

Eberspächer aktuell Lösungen

für professionelles Thermomanagement

vor – u. a. das

serienreife Kabinendrucksystem

»K Protec Modular« sowie

energieeffiziente Lösungen für

mehr Komfort in elektrischen

Spezialfahrzeugen.

Das Temperaturmanagement ist entscheidend

für die Leistungsfähigkeit elektrifizierter

Off-Highway-Fahrzeuge. Zu hohe Temperaturen

schädigen die Batterie und die Elektronik, zu niedrige

verringern die Reichweite. Mit langjähriger Expertise

entwickelt Eberspächer neue Lösungen, die

genau diesen Herausforderungen begegnen – von

Einzelsystemen bis zu Komplettlösungen.

Für maximale Leistung

Die Antriebsbatterie ist das Herzstück elektrischer

Maschinen, ihre Leistungsfähigkeit hängt maßgeblich

von stabilen Betriebsbedingungen ab. Mit dem

serienreifen »Battery Thermal Management System«,

kurz BTMS, möchte Eberspächer sicherstellen,

dass diese stets im idealen Bereich zwischen

20 und 40 °C arbeitet – unabhängig von Witterung

oder Belastung. Das sorge für eine gleichbleibende

Batterieleistung und -kapazität bei unterschiedlichen

Umgebungsbedingungen und maximiere so

die Fahrzeugreichweite. Das System kombiniert moderne

Kühl- und Heizkomponenten mit Isolierungen

und intelligenten Sensoren, die den thermischen Zustand

permanent überwachen und das Systemverhalten

dynamisch anpassen. Auf diese Weise schütze

das BTMS die Batterie zuverlässig, auch bei hohem

Leistungsabruf oder schnellen Ladevorgängen – und

reduziere so das Risiko von Schäden. Eberspächer

geht laut eigener Aussage noch einen Schritt weiter:

Das integrierte »Thermal Management System«,

kurz TMS, vereine die Anforderungen mehrerer Systeme

in einem nahtlosen Betrieb. Es sichere nicht

nur die Leistung der Batterie, sondern übernehme

zugleich die Konditionierung von Motor, Elektronik

und Kabine. Empfindliche Komponenten wie Inverter,

Motoren oder Ladegeräte werden laut Eberspächer

zuverlässig zwischen 20 und 90 °C gehalten, um

Überhitzung zu vermeiden und ihre Lebensdauer zu

verlängern. Gleichzeitig profitieren Fahrer von einer

schnellen Erwärmung des Innenraums. Bei kaltem

Wetter wird die Abwärme der Batterie und des

Elektromotors über einen Wärmetauscher in die Kabine

geleitet.

Komfort in der Kabine

Angenehme Temperaturen im Fahrerhaus sind entscheidend,

damit Maschinisten ihre Arbeit konzentriert

und sicher erledigen können. Mit der »Falkon

Dualtronic« bietet Eberspächer ein patentiertes

Kabinenklimatisierungssystem für elektrische

Off-Highway-Fahrzeuge. Es soll bei Frost schnell

für freie Scheiben bei deutlich reduziertem Energieverbrauch

sorgen. Bei sehr niedrigen Temperaturen

unterstütze eine integrierte vollelektrische PTC-Heizung.

Sie überzeugt mit einer Heizleistung von bis zu

6 kW und einer Kühlleistung von bis zu 7 kW. Die »Dualtronic«

zeichne sich durch das gleiche Design wie

die bestehenden Falkon-Plattformen aus, die Optionen

für alle Antriebe biete: vom vollelektrischen

»EHVAC«-System über die Hybrid-Version »EHH-

VAC« bis hin zu klassischen »HVAC«- oder Wärmepumpenvarianten.

Maße und Design teilen sich alle

Modelle, sodass Anwender sie in unterschiedliche

Antriebskonzepte integrieren können.

d

76

Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


»MBN«-Schrauben:

sicher und belastbar

Bei Reyher wird

ein umfangreiches

Sortiment an

»MBN«-Schraublösungen

aufgeboten.

REYHER – Als Spezialist für Verbindungselemente und Befestigungstechnik

greift Reyher auf eine über 130-jährige Erfahrung

zurück – und hat mit seinem Sortiment an »MBN«-Schrauben eine

Lösung geschaffen, die als sicher, hochbelastbar und passgenau gilt.

Tatsache ist, dass im Fahrzeugbau

kein Platz für Fehler

ist – und die Anforderungen

an verbauten Materialien extrem

hoch sind. Dort müssen

Verbindungselemente oft starken

Belastungen standhalten –

gerade innerhalb der Bau- und

Baumaschinenbranche, wo bereits

die schwierigen Einsatzbedingungen

sowohl Material als

auch Maschine alles abverlangen.

Mercedes-Benz hat eigene

Normen entwickelt und damit

über die DIN hinaus Standards

für die Branche gesetzt. Deshalb

hat Reyher laut eigener Aussage

REYHER

ein umfangreiches

Portfolio

an Schrauben, Muttern und

Scheiben entsprechend »MBN«

entwickelt. Alle Artikel verfügen

aufgrund eines Zinklammellenüberzuges

über zuverlässigen

Korro sionsschutz (720

Stunden). Die vorgegebenen

Spezifikationen sichern eine hohe

Passgenauigkeit im Zusammenspiel

verschiedener Bauteile,

wie Reyher klarstellt. Die

strenge Prüfung und Zertifizierung

sorge zudem für hohe Sicherheit

auch unter extremen

Bedingungen wie plötzlicher

Wichtige Vorteile:

Belastung

oder bei einem

Aufprall. Auch hier zeigt sich,

dass das Material auf extreme

Einsätze abgestimmt ist.

• Korrosionsschutz

(720 Stunden)

• Hohe Passgenauigkeit für

reibungslosen Einbau

• Hohe Festigkeitsklasse

(10.9)

• Geprüfte und zertifizierte

Sicherheit auch unter

Extrembedingungen

d

OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 77


Das Betriebssystem »ctrlX

OS« mit wichtigen Neuerungen.

BOSCH REXROTH

Neuheiten zum

Betriebssystem »ctrlX OS«

BOSCH REXROTH – Bosch

Rexroth entwickelt sein offenes,

Linux-basiertes Betriebssystem

»ctrlX OS« mit hohem Tempo

weiter. Mit einer virtualisierten

Lösung, drei maßgeschneiderten

Varianten und einem neuen

»Long Term Support«-Release

(LTS) geht Bosch Rexroth

auf die wachsenden Anforderungen

in der industriellen

Automatisierung ein. Die Ziele:

mehr Flexibilität, nahtlose Integration

zwischen Operational

Technology (OT) und IT sowie

hohe Sicherheit. »ctrlX OS«, so

das Unternehmen, sei bereits

jetzt auf die zentralen Anforderungen

des Cyber Resilience

Act (CRA) vorbereitet.

Die Lösung »ctrlX OS« ist hardwareunabhängig

konzipiert und schafft eine durchgängige Softwarebasis

für Automatisierungslösungen aller Art.

Das Linux-basierte Betriebssystem läuft auf einer

Vielzahl von Geräten, von der Feldebene bis zur

Cloud. Mit der App-Technologie nach dem Smartphone-Prinzip

und standardisierten Schnittstellen

lassen sich Automatisierungslösungen flexibel gestalten

und schnell anpassen, ohne Abhängigkeit

von proprietären Systemen. Über den »ctrlX OS«-

Store können Anwendungen einfach ergänzt werden.

Bosch Rexroth und Partner aus der »ctrlX World«

stellen hier zahlreiche Apps für unterschiedlichste

Automatisierungsherausforderungen bereit: von

Motion und Kommunikation über Datenanalyse bis

hin zu IT- und OT-Security. »Die Verbreitung von

›ctrlX OS‹ im Markt wächst. Immer mehr OEMs integrieren

das offene Betriebssystem in ihre Hardware,

um innovative Lösungen für ihre Märkte zu

realisieren. Gleichzeitig entwickelt sich das Partnernetzwerk

›ctrlX World‹ stetig weiter. Das wird maßgeblich

durch die offene und modulare Architektur

von ›ctrlX OS‹ ermöglicht. Partner bringen zusätzliche

Software in den Store ein und erweitern das

Angebot um kompatible Hardware. Jetzt gehen wir

die nächsten Schritte«, erklärt Steffen Winkler, Vertriebsleiter

der Business Unit Automation & Electrification

Solutions bei Bosch Rexroth.

Die Grenzen aufheben

Neben der Flexibilität bei der Geräteauswahl gewinnt

auch die Standortfrage an Bedeutung: Anwendungen

sollen heute dort laufen, wo es strategisch und tech-

nisch optimal ist – ob auf einer Steuerung, einem

Edge-Gerät oder in der Cloud. »ctrlX OS« steht laut

Rexroth nun auch als virtuelle Maschine zur Verfügung.

Kunden können diese auf ihrer eigenen Serverinfrastruktur

hosten. Schnittstellen, Datenmodelle

und Apps bleiben identisch zur physischen

Version. Unternehmen profitieren von den vollumfänglichen

Leistungen bei effizienterer Ressourcennutzung,

flexibler Skalierbarkeit und vereinfachter

Verwaltung durch etablierte IT-Prozesse. »Mit der

Virtualisierung von ›ctrlX OS‹ sprengen wir die letzten

Silos zwischen der Maschinensteuerung und der

IT«, erklärt Winkler. »Wir bieten eine nahtlose Durchgängigkeit.

Kunden können ihre Applikationen nun

völlig flexibel dort betreiben, wo es am sinnvollsten

ist – bei harten Echtzeitanforderungen auf der Steuerung,

und bei nicht Echtzeit-kritischen Anforderungen

auf dem Edge-Gerät oder dem Server. Das ist ein

entscheidender Schritt in Richtung der vollständig

vernetzten und Software-getriebenen Fabrik.«

Drei Varianten entwickelt

Bosch Rexroth bietet »ctrlX OS« nun in drei Ausführungen

an, von einer sofort einsetzbaren Lösung

bis hin zum maßgeschneiderten Angebot. Anwender

profitieren bei allen Varianten vom offenen Ansatz

und dem Zugang zum Ökosystem mit offenen

Schnittstellen, einem frei verfügbarem Software Development

Kit (SDK), der Community und dem Device-Management.

Die Standard-Version ist für alle,

die sofort startklar sein wollen: ein fertiges System-Image

für Standard-x86/64-Hardware mit Zugriff

auf das Ökosystem.

d

78

Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


Sicher durch

jede Jahreszeit

KRAEMER – Kraemer Baumaschinen hat sich seit 60 Jahren

der Betreuung von Kunden im Garten- und Landschaftsbau sowie

der Bauwirtschaft mit passenden Ersatzteilen und ergänzenden

Dienstleistungen verschrieben. Aktuell steht besonders das

Thema Glasscheiben im Fokus, denn diese sicherheitsrelevanten

Komponenten werden häufig unterschätzt. Vor allem in der kalten

und dunklen Jahreszeit ist eine klare, intakte Scheibe entscheidend

für Sicht, Sicherheit und Arbeitskomfort.

Marvin Herbort, Leiter Ersatzteile, betont den Sicherheitsaspekt:

»Eine beschädigte Scheibe bedeutet nicht nur Einschränkungen

im Betrieb, sondern auch ein Risiko für Mensch und Maschine.« Aus

diesem Grund stellt die Versorgung mit passenden Glasscheiben auch

einen Beitrag zur Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden der

Kunden dar. Um in diesem Bereich für die unterschiedlichsten Anfragen

die jeweils passende Lösung liefern zu können, hat Kraemer

Baumaschinen sein Sortiment systematisch aufgebaut.

Patrick Schlenzig, Produktmanager für Glasscheiben, geht ins Detail:

»Über 500 Varianten sind sofort verfügbar und decken nahezu

alle gängigen Marken ab.« Damit alleine ist es jedoch nicht getan: Da

sich viele Werkstätten unsicher sind, ob die gewählte Scheibe auch

wirklich passt, kommt es neben einem breiten Angebot vor allem

auf die persönliche Fachberatung an. Nach Unternehmensangaben

kennen die Kraemer-Berater »jede Kabine, jeden Hersteller und jeden

Scheibentyp«. Schlenzig bringt es auf den Punkt: »Wir geben

fundierte Empfehlungen, ob Einscheibensicherheitsglas (ESG), Verbundsicherheitsglas

(VSG), getönt, verklebt oder mit Dichtungssystem.

Bei uns sprechen keine Hotline-Mitarbeiter, sondern echte Maschinen-Profis,

die die Baumaschinenwelt leben.«

Wichtig in dem Zusammenhang: In Baumaschinen kommt ausschließlich

Sicherheitsglas zum Einsatz. Typisch sind ESG, das thermisch

gehärtet sowie bruchsicher ist und vor allem für Seiten- und

Heckscheiben genutzt wird; VSG, das aus zwei Lagen mit PVB-Zwischenfolie

besteht und sich ideal für Frontscheiben eignet; sowie

Mehrschicht-VSG oder Panzerglas für Hochrisikoanwendungen wie

Abbruch, Recycling oder Forst. Herbort unterstreicht: »Die exakte

Passform ist entscheidend, da jede Maschinenscheibe eigene Radien,

Bohrungen und Rahmengeometrien besitzt.« Daher erfolgt jede

Beratung auf Basis der individuellen Maschinendaten.

Häufige Fehler entstehen durch Scheiben mit falscher Krümmung

oder ungeeigneten Dichtungen, was Spannungsrisse und Undichtigkeiten

nach sich ziehen kann. Auch unsaubere Verklebungen

oder Temperaturschocks beim Enteisen gehören zu den Klassikern.

Die Spezialisten empfehlen deshalb, den Rahmen gründlich

zu prüfen, Klebereste zu entfernen, Entwässerungen frei zu halten

und Aushärtezeiten einzuhalten. Bei Unsicherheiten sollten Werkstätten

nicht zögern und Fachberater hinzuziehen, die Schritt für

Schritt zur richtigen Scheibe führen.

KRAEMER

Marvin Herbort (Leiter Ersatzteile, l.) und Patrick Schlenzig (Produktmanager

Glasscheiben) mit zwei von insgesamt über 500 sofort verfügbaren Varianten.

Ein Blick in die Zukunft zeigt laut Schlenzig, dass beheizbare Heckscheiben,

Smart Glass und kratzfeste Beschichtungen auf der

Wunschliste vieler Kunden stehen. Jedoch seien Technologien wie

diese noch nicht serienreif. Unabhängig davon, wofür sich der Kunde

schlussendlich entscheidet, bleiben für Herbort folgende Punkte

wichtig: »Sicherheit, Qualität und der Mensch am Telefon, der das

passende Teil findet.«

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Kompromisse

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OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 79


Vielfältiges Sortiment

für die Branche

BUHR

BUHR – Die Buhr Industrieberatung

und -vertrieb GmbH

ist seit über 40 Jahren Zulieferer

der Fahrzeugindustrie mit

Produkten aus den Bereichen

Motorkühlung, Klimatisierung,

Fahrzeugelektrik und Beleuchtung

mit Sitz in Neuwied/

Rhein und München und wird

als Familienunternehmen in

zweiter Generation geführt.

Das aktuelle Sortiment deckt nahezu

den kompletten Bedarf an Komponenten

für den Fahrzeugbau ab. Buhr führt

Produkte der Marken »Spal« (Axiallüfter, Radialgebläse,

Kabinenheizungen), »Wesem« (Halogen-

und LED-Beleuchtung), »Cobo« (Fahrzeugelektrik,

Beleuchtung, Sitze, Lenkräder, Lenksäulen), »Gallay«

(Ölkühler, Wasserkühler, Heizungen, Klimaanlagen),

»Buhr« (LED-Arbeitsscheinwerfer, Dachlüfter

und Dachverschlüsse, dynamische Dachlüfter,

Rohrventilatoren, Heizungen, Kühlereinheiten) sowie

»Prima Automotive« (Kunststoffspritzgussteile

für Massentransportfahrzeuge, Industrie- und

Landwirtschaftsmaschinen, Armaturenbretter, Kabinen

und Klimaanlagen). Die Produkte finden Verwendung

in den Segmenten Automobile, Bahnfahrzeuge,

Baumaschinen, Busse, Flugzeuge und Hubschrauber,

Industrie, Kompressoren, Landmaschinen,

Motoren, Getriebe und Hydraulik, Motorräder,

Nutzfahrzeuge, Quads sowie Schiffe, Sonderfahrzeuge

und Traktoren. Dabei zeichnen sich die Lösungen

laut Aussage von Buhr »durch höchste Qualität

Bei Buhr wird eine große Bandbreite an Lösungen aufgeboten.

zu wettbewerbsfähigen Preisen aus«. Im zentral in

Deutschland gelegenen Lager in Neuwied am Rhein

hält Buhr ein großes Sortiment bevorratet; dadurch

ist eine kurzfristige Lieferung möglich, just in time.

Die Beratung und Betreuung bei Buhr zeichnet sich

laut eigener Angaben »durch jahrelange Erfahrung

und enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden

Partnern aus«. Die Buhr Industrieberatung und -vertrieb

GmbH ist überdies ein nach ISO 9001:2015 zertifiziertes

Unternehmen. Zu den Serviceleistungen gehören

die Realisierung kundenspezifischer Produkte

(bspw. LED-Scheinwerfer mit individuellem Logo),

Verpackungs- und Etikettierungswünsche, aber

auch die Komplettierung oder Konfektionierung von

Produkteinheiten sowie der weitreichende und professionelle,

technische Support.

d

Filtersysteme

für Baumaschinen

MANN+HUMMEL

MANN+HUMMEL – Mit

dem »OE«-Onlineshop bietet

Mann+Hummel Baumaschinenherstellern

einen digitalen

Zugang zu Filtrationslösungen

für die Erstausrüstung. Im

Fokus: schnelle Lieferung, hohe

Transparenz und professionelle

Funktionen für Einkauf,

Entwicklung und Service.

Baumaschinen arbeiten unter extremen Bedingungen:

Staub, Vibrationen, lange Einsatzzeiten.

Leistungsfähige Filtration ist hier entscheidend

– von der Ansaugluft über Kraftstoff und Öl bis hin

zur Hydraulik. Mann+Hummel möchte hier mit seinem

»OE«-Onlineshop einen direkten, digitalen Zugang

zu Filtersystemen und Filtrationselementen für

die Erstausrüstung bieten. Gerichtet ist das insbesondere

an industrielle Anwender im Off-Highway-

Bereich sowie Hersteller von Baumaschinen – vom

Minibagger bis zum Großradlader, inklusive Mining-

und Straßenbaumaschinen. Gleiches gelte aber auch

für Einkauf, Service und After- Sales-Beschaffung,

Serviceorganisationen und Ersatzteilmanagement

in OEM-Strukturen sowie Kleinserien- und Systemhersteller-Unternehmen,

die leistungsstarke Filtersysteme

für spezifische Anwendungen benötigen.

Der Online-Zugriff bündelt das für Baumaschinen

relevante Portfolio von Luftfiltration: Motorluftfilter-Systeme,

Vorabscheider und Serviceelemente,

aber auch Kraftstoff- und Ölfiltration mit Vor- und

Feinfilter, Wasserabscheider sowie Filterlösungen

Digitaler Zugang zu Filtrationslösungen für Baumaschinen.

für Motoren, Getriebe und Achsen. Hinzu kommen

bei Mann+Hummel Hydraulik- und Getriebefilter,

Druck-, Rücklauf- und Saugfilter, Tankaufbaufilter

und Belüftungsfilter. Die Filtersysteme sind laut Unternehmen

für die spezifischen Anforderungen von

Baumaschinen entwickelt und auf robuste, langlebige

Performance ausgelegt. Grundsätzlich spricht

Mann+Hummel von kurzen Lieferzeiten, guter Beratung

und davon, nah am Kunden zu sein: Gerade

dort, wo Stillstand sofort Kosten verursacht, werde

die Kombination aus anwendernaher Entwicklung

und schneller Verfügbarkeit zum Wettbewerbsvorteil.

Und die Plattform unterstützt entlang des gesamten

Produktlebenszyklus.

d

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Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


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Eine Rekordzahl neuer

Produkte von TYRI Lights

Innovationskultur beschleunigt

die Entwicklung und senkt die Kosten

Während andere Unternehmen ihre Kosten

senken, beschleunigt TYRI Lights sein

Wachstum und bringt eine Rekordzahl

neuer Produkte auf den Markt – darunter

die nächste Generation von INTELLilight,

ein komplettes Sortiment an straßenzugelassenen

Fahrscheinwerfern und neue

Innovationen bei ECO PWR Technology und

BASEline. Der Grund dafür findet sich in der

ausgeprägten Innovationskultur von TYRI

Lights. Dank dieser lassen sich in Kombination

mit intelligenten Produktionsmethoden

Ideen schneller als je zuvor in die

Realität umsetzen.

Modulare Produktion

ermöglicht schnelle Entwicklung

Innovation steht bei TYRI im Mittelpunkt aller

Tätigkeiten. Dank eines modularen Produktionssystems

können viele Lampenkomponenten

für verschiedene Modelle verwendet

werden. Diese Flexibilität senkt die Kosten

und verkürzt die Entwicklungszeit. „Da wir

Module wiederverwenden und Entwürfe

schnell anpassen können, liefern wir neue

Produkte ohne große Anpassungskosten“,

erklärt Christian Wadell, Global R&D Director

bei TYRI Lights. Dieses System ermöglicht es

dem R&D, Entwürfe schnell zu testen, zu verfeinern

und freizugeben. Dadurch wird eine

solide Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen

geschaffen.

Hausinterne Testinfrastruktur

beschleunigt Ideen

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung

von TYRI, die sich neben dem Hauptsitz in

Göteborg befindet, bietet dem Unternehmen

einen einzigartigen Vorteil. Die Ingenieure haben

Zugang zu fortschrittlichen Messgeräten,

Simulatoren und 3D-Designsoftware - alles

unter einem Dach. Dadurch kann TYRI fast

sofort vom Konzept zum Prototyp übergehen.

„Was bei vielen Unternehmen Wochen oder

Monate dauert, um es extern zu testen, können

wir noch am selben Tag erledigen.Diese

Geschwindigkeit bedeutet, dass wir wirklich

jede Idee untersuchen können. Aus jedem

Test lernen wir etwas, und eine Idee ist oft

der Auslöser für eine andere.“

Christian Wadell, Globaler R&D

Ausweitung der

Produktlinien durch Erfahrung

Die neue Serie von straßenzugelassenen Fahrscheinwerfern

demonstriert klar die Stärke

von TYRI in der Kombination von modularem

Design, Technologie und Know-how. Diese Innovation

führte zu einer völlig neuen, patentierten

Lösung für hochmontierte Fahrscheinwerfer.

Mit der Erfahrung aus der Entwicklung

kundenspezifischer Leuchten für große landwirtschaftliche

Kunden erweiterte TYRI dieses

Konzept, um einen breiteren Markt zu bedienen.

Es ist ein überzeugendes Beispiel dafür,

wie Innovation das Wachstum über Produktlinien

hinweg fördert.

ECO PWR-Technologie:

Intelligent und nachhaltig

Die ECO PWR Technology von TYRI ist Ausdruck

des langfristigen Engagements des

Unternehmens für Nachhaltigkeit. Das Ziel

ist klar: eine hohe Lichtleistung bei gleichzeitiger

Reduzierung des Energieverbrauchs.

Ein geringerer Stromverbrauch bedeutet,

dass über die gesamte Lebensdauer jedes

Produkts Kraftstoff oder Strom gespart wird.

„Nachhaltigkeit funktioniert am besten durch

Zusammenarbeit“, so Wadell. „Wir müssen

die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen

und Lösungen schaffen, die praktisch und

kosteneffizient sind. Mit der Reifung der

Märkte verlangen die Kunden zunehmend

nach umweltfreundlichen Produkten. TYRI

beweist, dass Nachhaltigkeit auch rentabel

sein kann - und manchmal sogar günstiger

als herkömmliche Lösungen.

Kontinuierliche Innovation:

Teil der DNA von TYRI

Für TYRI Lights ist Innovation kein einmaliges

Ereignis, sondern die tägliche Praxis. Die

Kombination aus modularem Design, hausinternen

Tests und nachhaltigem Denken sorgt

dafür, dass das Unternehmen der Zeit immer

einen Schritt voraus ist. Diese Welle neuer

Produkte markiert den Beginn eines neuen

Kapitels für TYRI - eines Kapitels, das von

Kreativität, Zusammenarbeit und Spitzentechnologie

geprägt ist.

OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 81


Das »Direct-to-Metal«-System

lässt sich direkt auf

chemisch vorbehandeltem

Stahl applizieren und

ermöglicht dadurch kürzere

Prozesszeiten, was sowohl

Zeit als auch Kosten spart.

MANKIEWICZ

30 Jahre »Direct-to-Metal«

MANKIEWICZ – Auf der

Agritechnica feierte Mankiewicz

Coating Solutions ein besonderes

Jubiläum: Vor 30 Jahren

brachte das Unternehmen

sein »Direct-to-Metal«-System

erstmals auf den Markt – ein

Meilenstein in der Beschichtung

von Maschinen. Seither

überzeuge das System durch

hohe Korrosionsbeständigkeit,

Ästhetik und effiziente Verarbeitung.

In Hannover stellte

Mankiewicz nun die neueste

Generation des Einschichters

vor – den erneut verbesserten

»High Build Monolyer«.

Maßstäbe

Der »High Build Monolyer« ist

die jüngste Weiterentwicklung

des bisherigen Systems. Seine

neue Formulierung soll neue

Maßstäbe in den Verarbeitungseigenschaften

setzen.

Oberflächen von Maschinen müssen Extrembedingungen

standhalten: Witterung, UV-Strahlung,

Schmutz, Reinigungsmittel und mechanische

Beanspruchung fordern den Lack täglich heraus.

Gefragt sind Beschichtungssysteme, die zuverlässig

schützen, dauerhaft gut aussehen und robust

applizierbar sind. Mankiewicz ist mit diesen Anforderungen

aus verschiedenen Industriebereichen

vertraut. Anfang der 1990er-Jahre entwickelt das

Unternehmen entgegen dem herkömmlichen Zwei-

und Dreischichtaufbau das erste Einschicht-System.

Dieses vereint Grundierung und Decklack, erfüllt

die hohen Anforderungen der Hersteller und

gestaltet den Lackierprozess zugleich wirtschaftlicher,

wie das Unternehmen mitteilt. Der »Alexit-

Monolyer« komme erstmals auf den charakteristisch

gelben Mähdreschern eines führenden Landmaschinenherstellers

als »Direct-to-Metal«-System

»DTM« zum Einsatz. In den Folgejahren, so Mankiewicz,

seien zahlreiche weitere international agierende

OEMs auf den innovativen Einschichter gekommen.

Was den »Monolyer« seit Jahrzehnten erfolgreich

mache, seien neben hohem Festkörperanteil,

niedrigen VOC-Werten, Korrosionsschutz und

Langlebigkeit vor allem seine prozessbezogenen

Vorteile in der Applikation. »Bei der Lackierung

von Landmaschinen gilt: so viel wie nötig, so wenig

wie möglich. Das System wird direkt auf chemisch

vorbehandeltem Stahl appliziert und ermöglicht dadurch

kürzere Prozesszeiten – ein Vorteil, der dem

Hersteller sowohl Zeit als auch Kosten spart«, erklärt

Carsten Bartsch, Sales Director Commercial

Transportation Coatings bei Mankiewicz.

»High Build Monolyer«

Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz ist laut

Unternehmen die langjährige Partnerschaft mit

Claas. Bei seinen Jubiläums-Mähdreschern setzte

der Hersteller 2024 auf das einschichtige Metallic-Saatengrün

und Silber aus dem erweiter-

ten »DTM«-Portfolio von Mankiewicz. Der »High

Build Monolyer« ist die jüngste Weiterentwicklung

des bisherigen Systems. Seine neue Formulierung

soll Maßstäbe in den Verarbeitungseigenschaften

setzen und eine nochmals gesteigerte Prozessgeschwindigkeit

ermöglichen. Zudem könne man

nun auch hohe Glanzgrade auf gestrahlten Stahluntergründen

erzielen. »Der hohe Feststoffgehalt und

ein optimierter Trocknungsverlauf senken die Kosten

pro beschichtetem Quadratmeter«, erläutert

Carsten Bartsch. »Zugleich ist das Einschichtsystem

nachhaltiger als herkömmliche Lackaufbauten,

da es mit geringeren Emissionen einhergeht.«

Der »High Build Monolyer« ist laut Herstellerangaben

vielseitig einsetzbar und für unterschiedliche

Substrate wie Aluminium, Stahl und Kunststoff geeignet.

Er biete damit eine flexible Lösung für eine

Vielzahl an Anwendungen.

»Colors of the Year«

Die »Colors of the Year« sind ein Dialog zwischen

Design und Zeitgeist. Auf internationalen Messen

und Reisen sammeln die Design-Experten Eindrücke,

analysieren Entwicklungen und verdichten sie

zu Farberlebnissen, die Emotion und Funktion vereinen.

»Design-Trends sind kein Zufall«, erklärt Nina

Karsten, Head of Design bei Mankiewicz Coatings.

»Unsere Farben sind das Ergebnis von Beobachtung

und Einordung in den aktuellen gesellschaftlichen

Kontext. Sie zeigen, wie sich die Welt

verändert – und welche Geschichten Farbe erzählen

kann.« Der Hamburger Lackhersteller stellt mit

»Tree House«, »Ice Water« und »Sour« beispielsweise

drei Trendfarben vor, die zeigen sollen, wie sich

gesellschaftliche Entwicklungen in Farbe und Material

widerspiegeln. Die Welt ist im Wandel – politisch,

gesellschaftlich und technologisch. Mankiewicz

greift diese Veränderungen auf und übersetzt

sie in Farbwelten, die sich den Themen Stabilität,

Klarheit und Leichtigkeit widmen.

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Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


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Professionelle Bodenbearbeitung

TYROLIT – Der österreichische Schleifmittelhersteller Tyrolit bietet

ein umfassendes Sortiment an hochwertigen Lösungen für die

professionelle Bodenbearbeitung und stärkt laut eigener Aussage

durch kontinuierliche Innovation und strategische Erweiterung sein

Marktprofil in diesem Segment.

TYROLIT

Der »FGE750M3V«

ist laut Hersteller

»ein äußerst robuster

und stabiler

Bodenschleifer«.

Tyrolit ist ein Systemanbieter

im Bereich der Bodenbearbeitung

und vereint die Vorteile

der drei Spezialisten Tyrolit,

Contec und Scanmaskin unter

einem Dach. Das Unternehmen

bietet seinen Kunden gebündeltes

Know-how entlang sämtlicher

Arbeitsschritte der Bodenbearbeitung,

ein umfassendes

Produktportfolio sowie ein europaweites

Servicenetz mit, wie

Tyrolit sagt, hoher Lösungskompetenz.

Ergänzt werde das Angebot

durch erfahrene Anwendungstechniker,

die Kunden

schnell, zuverlässig und mit

großem Fachwissen unterstützen.

Bodenbearbeitung

als Wachstumsmarkt

Bereits vor einigen

Jahren

erkannte

Tyrolit das große

Potenzial im Bereich

Bodenbearbeitung

und nutz-

te seine langjährige Erfahrung

im Baubereich, um mit Eigenentwicklungen

von Maschinen

und Werkzeugen in diesem zukunftsträchtigen

Segment Fuß

zu fassen. Im Januar 2024 erwarb

die Tyrolit-Gruppe eine

Mehrheitsbeteiligung des deutschen

Maschinenherstellers

Contec Maschinenbau & Entwicklungstechnik

GmbH in Alsdorf,

Deutschland, bekannt für

seine hochmodernen Maschinen

zur Oberflächenvorbereitung

und -bearbeitung.

Portfolio wurde zu Beginn

des Jahres gezielt erweitert

Mit der Übernahme von Scanmaskin

Sverige AB mit Hauptsitz

und Produktion in Schweden

wurde das Portfolio zu Jahresbeginn

2025 um Produkte

im Bodenschleifen erweitert:

Mit über 50 Maschinentypen,

mehr als 300 Werkzeugvarianten

und einem breiten Angebot

an Chemikalien, Imprägnierungen

und Zubehör deckt Tyrolit

nun die gesamte Prozesskette

der Bodenbearbeitung ab

– von der Vorbereitung und dem

Abtrag bis zum Schleifen und

Hochglanzpolieren. Die Tyrolit-Gruppe

setzt auch künftig

klar auf Expansion im Bereich

Bodenbearbeitung. »Dieser Geschäftsbereich

ist für uns ein

strategischer Wachstumsmarkt,

in den wir weiterhin gezielt investieren«,

erklärt Andreas Sauerwein,

Vorstandsmitglied der

Tyrolit-Gruppe.

Fräsmaschine »FPE340« und

Bodenschleifer »FGE750M3V«

Der »FGE750M3V« ist laut Hersteller

»ein äußerst robuster

und stabiler Bodenschleifer,

der vollständig aus Stahl gefertigt

ist, um den harten Bedingungen

auf Baustellen sowie einer

intensiven Nutzung standzuhalten«.

Mit einer Schleifbreite

von 750 mm eigne sich

diese Maschine ideal für alle

Arbeiten: von der Renovierung

bis hin zu gewerblichen Bodenflächen.

Neu am Markt ist

auch das Fräskonzept der Fräsmaschine

»FPE340«: Die Fräswälze

im Maschinenraum lässt

sich elektrisch absenken und

ermöglicht dabei Schnitttiefen

von bis zu 50 mm. Dies ermöglicht

den Anwendern große Flexibilität

und ein erweitertes Anwendungsspektrum.

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OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 83

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Bronx Victory Memorial

schonend mit Dampf gereinigt

ALFRED KÄRCHER – Das Bronx Victory Memorial in

New York mit seiner berühmten »Lady of Liberty« ist eine

Hommage an die 947 Soldaten aus der Bronx, die im Ersten

Weltkrieg ihr Leben ließen. Im Rahmen seines Kultursponsorings

hat das Familienunternehmen Kärcher in Partnerschaft

mit der zuständigen Behörde New York City Parks (NYC

Parks) die kostenlose Reinigung des Denkmals übernommen.

Zentraler Bestandteil der Arbeiten

an dem Denkmal,

das aus einer 23 m hohen Kalksteinsäule

mit einer vergoldeten

Bronzestatue der römischen

Siegesgöttin Victoria besteht,

war die Entfernung von biologischen

Verschmutzungen wie Algen,

Moosen und Flechten. »Wir

setzen dabei die besonders wirksame

und schonende Dampfstufe

eines Heißwasser-Hochdruckreinigers

ein. Dieses Ver-

KÄRCHER

fahren arbeitet mit einem geringen

Aufpralldruck von nur

0,5 bis 1 bar, wobei der Schmutz

hauptsächlich durch die hohe

Temperatur des Dampfs an

der Oberfläche gelöst wird. So

gelingt es uns, sehr schonend

und nahezu drucklos zu arbeiten,

um die wertvolle Originalsubstanz

aus Kalkstein, Granit

und Bronze nicht zu beschädigen«,

so Thorsten Möwes, der

als Experte aus dem Stammsitz

Kärcher reinigte im Rahmen

seines Kultursponsorings

die vergoldete Bronzestatue

der römischen Siegesgöttin

Victoria des Bronx Victory

Memorials in New York, USA.

von Kärcher in Deutschland die

Reinigung in New York durchgeführt

hat.

s

Bewährtes

konsequent weiterentwickelt

JOSEF KRÄNZLE – Mit dem

neuen Hochdruckreinigermodell

»K 1154 TST« bringt

Kränzle den Nachfolger des

»K 1152 TST« auf den Markt –

und das nach Unternehmensangaben

leistungsstärker,

komfortabler und moderner.

Entwickelt wurde das Gerät

für den professionellen

Einsatz im Handwerk und für

ambitionierte Privatanwender.

Der neue »K 1154 TST« arbeitet

mit einem maximalen Arbeitsdruck

von 140 bar und bietet

damit 10 bar mehr als sein Vorgänger.

Die verbesserte Pumpe

stellt laut Kränzle eine gleichbleibend

hohe Wasserleistung von

10 l/min zur Verfügung. Auch das

neue Modell verfügt über das bewährte

»Totalstop«-System und

eine stufenlose Druckregulierung

für ein breites Einsatzspek-

Durchdachte Ergonomie

Auch bei Transport und Handhabung

will das neue Modell

nach

Unternehmensangaben

mit durchdachten Details überzeugen:

So sollen ein höheres

Chassis und große, geländegängige

Räder das Ziehen des

Geräts erleichtern und die aus

der Kränzle-»Quickly«-Serie bekannte

Gummierung im Griff

auch bei nassen Händen für si-

Mit dem neuen

Hochdruckreinigermodell

»K

1154 TST« bringt

Kränzle den

Nachfolger des

»K 1152 TST« auf

den Markt.

KRÄNZLE

Ordnung mit System

Der Hochdruckreiniger wird serienmäßig

im Bundle mit einer

»Starlet 4«-Pistole, einer Flachstrahllanze

und einer Lanze mit

rotierendem Punktstrahl gelie-

trum. Dank der robusten Bau-

cheren Halt sorgen. Wie bereits

fert, die dank des D12-Stecksys-

weise mit Sondermessing-Pum-

sein Vorgänger wird auch der »K

tems im Handumdrehen gewech-

penkopf,

keramikbeschichte-

1154 TST« liegend betrieben. Das

selt werden können. Für Über-

ten Plungern und hochwertigen

verbessert die Stabilität, schützt

sichtlichkeit und Komfort sorgen

Edelstahllanzen sei der »K 1154

das Gerät vor Beschädigungen

das integrierte Ordnungssystem

TST« nach Unternehmensan-

und gewährleistet laut Kränzle

für Pistole und Lanzen sowie die

gaben selbst bei intensiver Nut-

eine optimale Schmierung des

komfortable Schlauchtrommel

zung besonders langlebig. Das

Getriebes. Für einen einfachen

mit 15 m langem Gummi-Hoch-

integrierte Edelstahlmanometer

Transport und zur platzsparen-

druckschlauch mit Stahlgewebe

erlaubt dabei jederzeit ein prä-

den Lagerung wird er aufrecht

inklusive »Twist-Stop«-Verdreh-

zises Ablesen des Arbeitsdrucks.

gestellt.

schutz.

s

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Dezember 2025 – Januar 2026

OEM & Aftermarket


SONDER

SONDER

THEMA

THEMA

REIFEN

Schalung | Gerüste | Betonbau

Beitrag auf S. 92

Dezember 2025 – Januar 2026


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SONDERTHEMA: REIFEN

Smarte und langlebige

Reifenlösungen

t TRIANGLE – Hier trifft technisches »Weiterdenken« auf fundierte Einsatzexpertise:

Als Spezialist für Reifenlösungen ist Triangle Tyre seit über 40 Jahren am Markt

vertreten. In China gegründet, setzt der Hersteller und Entwickler auf ein gewaltiges

Verteiler-Netzwerk in über 180 Ländern und Regionen der Welt. Der europäische

Markt wird mit Triangle Tyre Europe von Mailand aus bedient – und von dort hat

das Unternehmen zwei interessante Dinge vermeldet: Zum einen wurden neue

Offroad-Reifen vorgestellt, die klar auf Langlebigkeit sowie Effizienz ausgelegt sind

und insbesondere durch Zuverlässigkeit punkten sollen. Zum anderen stellte Triangle

das neu konzipierte TPMS-System vor – ein »Tyre Performance Monitoring System«,

das als Reifendruckkontrollsystem eine Echtzeit-Reifenverfolgung und -überwachung

bietet, um die Sicherheit zu erhöhen und um ungeplante Ausfallzeiten zu verringern.

Das bauMAGAZIN hat sich nun diesen Neuentwicklungen im Detail gewidmet.

Dan Windhorst

TPMS

Mit seinem neuen Reifendruckkontrollsystem

(TPMS) setzt Triangle Tyre auf

eine Lösung, die den Reifen

permanent überwachen kann.

Als Hersteller von Reifen, die von Pkw- über Lkwbis

zu Radial- und Diagonalreifen für den Offroad-Einsatz

(OTR) reichen, bringt Triangle Tyre ein

auffallend breit gefächertes Know-how mit. Gleichzeitig

tritt das Unternehmen mit umfassender Forschungs-

und Entwicklungsarbeit auf – oder salopp

gesagt: Triangle Tyre weiß, wovon man da spricht.

Aber das Fachwissen allein reicht nicht: Der Hersteller

setzt seit vielen Jahren auf die Nähe zum Anwender

und hat explizit hinterfragt, unter welchen Einsatzbedingungen

ihre Reifen tagtäglich genutzt werden.

Sowohl das erweiterte OTR-Portfolio, auf das die

Redaktion nachfolgend genauer eingeht, als auch die

Realisierung des neuen TPMS-Systems basieren laut

Triangle darauf, dem Markt »zuzuhören«.

in der Baubranche stehen Reifenlösungen vor der

Herausforderung, unter teils extrem harten Einsatzbedingungen

zu bestehen. Natürlich steht für

die Reifenhersteller deshalb an erster Stelle, dass

die »Hardware« so robust, langlebig und zuverlässig

wie möglich ist. Hier spielen der Aufbau, technische

Weiterentwicklung sowie das Mischverhältnis

und die Montage eine zentrale Rolle. Mit seinem

neuen Reifendruckkontrollsystem (TPMS) setzt Triangle

Tyre jedoch auf eine noch viel weiter gedachte

Lösung: Die erklärte Zielsetzung ist es, die optimale

Leistung des Fahrzeuges aufrechtzuerhalten und ein

sicheres Fahren zu ermöglichen, indem der Reifen

permanent überwacht wird. Zu Erklärung: Ein Reifendruckkontrollsystem

ist eine Sicherheitsfunktion,

die den Reifendruck mittels Sensoren in jedem Reifen

überprüft. Es warnt den Maschinisten über visuelle

Anzeige. Die verbaute Sensortechnik überträgt

Echtzeitdaten – entweder an einen zentralen Computer

oder direkt an das Armaturendisplay in der

Fahrerkabine – und gibt eine sofortige Warnung aus,

wenn die Parameter von den vordefinierten Werten

abweichen. Und durch eben diese Warnfunktion hilft

das TPMS dabei, Korrekturmaßnahmen zu ergreifen,

etwa durch das Aufpumpen oder Anpassen des Reifendrucks.

Auf diese Weise verringert sich das Risiko

von Unfällen, zu hohem Kraftstoffverbrauch und

Verschleiß.

TPMS: Smarte Kontrolle, weniger Ausfallzeiten

Das höchste Gut eines Reifens ist Zuverlässigkeit –

er muss schlichtweg funktionieren. Und gerade

Direktes TPMS versus indirektes TPMS

Letztlich finden sich zwei Varianten von TPMS – ein

direktes sowie ein indirektes System. Beide erfüllen

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Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


Im Repertoire hat Triangle

auch die Großreifenlösungen

für Großmuldenkipper und

knickgelenkte Dumper.

aufbieten, das Sicherheit und Effizienz bei Off- Road-

Anwendungen in den Vordergrund stellt. Es bietet eine

Echtzeit-Reifenverfolgung und -überwachung und

wurde in erster Linie für riesige OTR-Reifen entwickelt,

die etwa im Bergbau zum Einsatz kommen. Auf

Basis dieser Entwicklungsarbeit ist mit dem » Triangle

TPMS« eine Lösung entstanden, die flächendeckend

in der Baubranche genutzt werden kann. Um Ausfallzeiten

zu vermeiden und Maschinisten ein sicheres

Arbeiten zu bieten, wurde viel Entwicklungszeit

investiert. »Da der Reifendruck eine entscheidende

Rolle bei der Optimierung von Leistung und Rentabilität

spielt‚ wird das ›Triangle TPMS‹ einen neuen

Industriestandard für Reifenmanagementlösungen

setzen«, wie das Unternehmen klarstellt.

den identischen Zweck, weisen jedoch wichtige Unterschiede

auf: Das direkte System verwendet einzelne

Drucksensoren, die in jedem Reifen installiert

sind, um den Luftdruck zu messen. Hierbei

wird der Reifendruck kontinuierlich überwacht und

der Datensatz in Echtzeit an den Bordcomputer des

Fahrzeugs übertragen. Punkten kann diese Variante

durch hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Die

Messwerte sind präzise und ermöglichen dadurch eine

effektivere Überwachung samt sofortigem Feedback.

Im Gegensatz dazu basiert das indirekte TPMS

nicht auf einzelnen Reifendrucksensoren, sondern

verfolgt die Drehzahl der Räder. Zur Erläuterung:

Ein Reifen mit zu geringem Reifendruck ist kleiner

als ein Reifen mit korrektem Druck und dreht sich

demnach auch schneller. Dieses System ist zwar weniger

anfällig für die Empfindlichkeit direkter Sensoren,

erfordert jedoch mehr Sorgfalt. Zum einen muss

ein indirektes System jedes Mal neu eingestellt werden,

wenn man den Reifendruck erhöht oder anpasst.

Andernfalls könnte das System die neu aufgepumpten

Reifen als potenzielle Gefahr interpretieren. Der

Vorteil eines indirekten TPMS liegt hingegen in seiner

Einfachheit und Kosteneffizienz. Es erfordert keine

Installation von Einzelsensoren in jedem Reifen,

wodurch die Implementierung und Wartung kostengünstiger

ausfallen.

»Wollen einen neuen Industriestandard schaffen«

Mit Blick auf diese Vor- und Nachteile hat Triangle

Tyre ein eigenes Konzept entwickelt und kann nunmehr

ein als fortschrittlich geltendes TPMS-System

TRIANGLE (3)

Die Präsenz in Europa weiter ausbauen

Auf der Agenda von Triangle Tyre steht außerdem,

die eigene Position am europäischen Markt zu festigen.

Zum einen soll das mit der stetigen Weiterentwicklung

der vorhandenen Produktpalette gelingen,

um die Anforderungen sowohl der Erstausrüster als

auch des Ersatzmarkts zu erfüllen. Zum anderen setzt

Triangle gezielt auf seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit

sowie Schulungsprogramme und Anwenderunterstützung.

Das Ziel lautet, Ansprechpartner

zu sein, für die Anwender greifbar zu bleiben und

fachliches Wissen zu vermitteln, um seinen Kunden

einen reibungslosen Arbeitsalltag zu ermöglichen.

Zugegeben, der europäische Reifenmarkt ist hart

umkämpft. Punkten kann Triangle aber mit der Tatsache,

dass man Erfahrungswerte aus über 40 Jahren

im Rücken hat und seine Lösungen sowie Serviceangebote

auf die europäischen Anforderungen zugeschnitten

hat.

Neu konzipierte und weiterentwickelte Reifen

Ein Blick auf das aktuelle Portfolio zeigt, dass Triangle

fleißig war. Im OTR-Bereich reicht das Reifen-Repertoire

mit Felgen bis zu einer Größe von

63 Zoll und Tragfähigkeitsklassen von einem bis

vier Sternen. Das Segment deckt Reifen für Radlader

bis hin zu starren und knickgelenkten Muldenkippern

ab. Neu im Sortiment sind etwa Reifen wie

der »445/95R25 TB576 174F E2«, der für Mobilkrane

entwickelt wurde und sich durch eine leichte Konstruktion

auszeichnen soll, um die Kraftstoff-, aber

auch Betriebseffizienz zu verbessern. Bei den Radlader-Reifen

spielt insbesondere der »29.5R25 TL559S+

L5« eine wichtige Rolle. Der Drei-Sterne-Reifen wird

bei Radladern eingesetzt, die im Über- und Untertagebau

unterwegs sind. Ausgelegt auf schwere Lasten,

soll der Reifen laut Triangle »eine überlegene Aufprallfestigkeit,

ein verbessertes Verschleißverhalten

sowie eine maximale Tragfähigkeit« aufweisen. Mit

seinem robusten Profil ist der »TL559S+« für schwere

Industrieanwendungen geeignet. In der Kategorie

starrer Muldenkipper kann Triangle hingegen den

49-Zoll-Reifen »27.00R49 TB599A E4« vorweisen: Er

wurde konzipiert, um in Steinbrüchen unter schwierigsten

Bedingungen zu funktionieren.

d

Mit seinem tiefen wie robusten Profil ist

der »TL559S+« beispielsweise gut für

schwere Industrie- und Recyclinganwendungen

geeignet.

40

Jahre

Als Spezialisten

für Reifenlösung ist

Triangle Tyre seit über

40 Jahren am Markt

vertreten.

In der Kategorie starrer Muldenkipper

kann Triangle den neuen 49-Zoll-Reifen

»27.00R49 TB599A E4« vorweisen.

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 87


Rund 50 Beschäftigte

erneuern jährlich bis zu

70 000 Reifen.

Eine Million

Runderneuerungen

in Nossen

neuerte Reifen für Lkw, Bus, Auflieger oder Anhänt

PNEUHAGE – Die Pneuhage Reifenerneuerungstechnik in Nossen hat im Oktober

seit Aufnahme des Produktionsbetriebs im Jahr 1991 die beachtliche Produktionsmenge

von einer Million Reifen erreicht. Damit wurden über 40 000 t wertvolle

Rohstoffe wiederverwertet. Die für die Erneuerung verarbeiteten Laufstreifen sind

aneinandergelegt rund 2 500 km lang.

Das Team der Pneuhage Reifenerneuerungstechnik

in Nossen freut sich über eine Million runderneuerte Lkw-Reifen.

Vor fünf Jahren beging das Karlsruher Schwesterwerk

bereits dieses Jubiläum. 2023 wurde gemeinsam

die Zwei-Millionen-Schwelle für runder-

ger in Größen von 17,5 bis 22,5 Zoll überschritten.

Die Stückzahlen werden seit 1988 gezählt, als am

heutigen Firmensitz in Karlsruhe ein Neubau in

Betrieb ging. Zuvor erneuerte man 15 Jahre lang

am Standort eines übernommenen Reifendienstes.

Das Runderneuerungswerk in Nossen startete unmittelbar

nach der Wende 1991 und erhielt 1993 einen

Neubau. 2001 erfolgte jeweils eine Produktionsumstellung

von »Bandag« auf »Recamic«.

Reifen runderneuern statt gleich entsorgen

Bereits seit 1985 setzt Pneuhage das Kalt-Runderneuerungs-Verfahren

ein. Dabei wird die Lauffläche

des gebrauchten Reifens durch einen bereits

vorvulkanisierten Profilstreifen ersetzt. Verwendet

werden ausschließlich »Recamic«-Laufstreifen von

Michelin. Verkaufsleiter Björn Tischer geht speziell

auf eine Lösung für die Baubranche ein: »Der

›Recamic Works D‹ ist ein innovatives Profil für den

Einsatz im On- und Offroad-Bereich von schweren

Nutzfahrzeugen. Eine extrem kerbzähe Mischung

macht ihn resistent gegen äußere Beschädigungen

und sorgt für eine maximale Laufzeit. Das 22 mm

tiefe Profil bietet optimierten Rollwiderstand, Laufruhe

und Sicherheit bei den Straßenanteilen. Denn

entgegen vieler anderer Profile in diesem Segment

verfügt der Reifen über eine Laufrichtung und

Lamellentechnologie.«

88

Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


PNEUHAGE/JAN GUTZEIT (3)

erfahrene Meister. Über die Filialen der Pneuhage-Reifendienste

und weitere Fachhändler erhalten

die Kunden ihre eigenen Karkassen, erneuert

mit dem Wunschprofil, schnell wieder zurück. Alternativ

kann auch der komplette runderneuerte

Reifen ab Lager geliefert werden. Tischer betont:

»Beim zweiten oder gar dritten Reifenleben freuen

sich die Kunden je nach Laufstreifen und Einsatz

oft über höhere Laufleistungen und weniger Kraftstoffverbrauch

als bei den Neureifen. Klar, dass diese

immer wieder gerne den ökologischen Weg wählen,

der sogar noch wirtschaftlich ist.«

Mit dem »Recamic Works D« ist ein Profil für schwere

Nutzfahrzeuge im On- und Offroad-Bereich verfügbar. Die

besonders kerbzähe Mischung soll ihn resistent gegen äußere

Beschädigungen machen und für eine hohe Laufzeit sorgen.

Unabhängig vom jeweiligen Einsatzgebiet hat

bei Pneuhage seit jeher Qualität den obersten Stellenwert.

Aus diesem Grund werden in regelmäßigen

Abständen die hohen Standards auditiert, um

die ECE-Regelung 109 mit der Anerkennung des

Kraftfahrtbundesamtes zu erhalten. In beiden

Werken erneuern rund 50 Beschäftigte jährlich

bisher bis zu 70 000 Reifen. Dabei setzt man auch

auf eigene Ausbildung von Vulkaniseuren durch

Digitalisierung auch für Runderneuerungen

In den letzten Jahren arbeiten das Flottenmanagement

der Pneuhage Fleet Solution und Pneuhage

Reifenerneuerungstechnik vermehrt Hand in

Hand. Tischer erklärt: »Wir setzen hier zusammen

mit den Pneuhage Reifendiensten auf die digitale

Flottenkomplettlösung ›MyFleetPlus‹. Dazu gehört

ein effizientes Karkassen-Management, um unsere

Kunden wirtschaftlich mobil zu halten. Das System

schafft hier entsprechend Transparenz.« Die Digitalisierung

der Produktion selbst sowie die sinnvolle

Integration KI-gestützter Prozesse sind laut Tischer

im Zuge der aktuell laufenden Erneuerung des gesamten

Maschinenparks beider Werke mit vorgesehen.

Der Jubiläumsreifen mit der Produktionsnummer

1 000 000 erhält zur Erinnerung an die Leistung

der Beschäftigten im Werk einen Ehrenplatz. s

»Der ›Recamic Works D‹

ist ein innovatives Profil

für den Einsatz im Onund

Offroad-Bereich

von schweren Nutzfahrzeugen.«

Björn Tischer,

Verkaufsleiter Pneuhage Reifenerneuerungstechnik

und Betriebsleiter Werk

Nossen

PNEUHAGE

11/2025 Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA · Michelinstraße 4 · 76185 Karlsruhe · Deutschland

MICHELIN und die grafische Darstellung des Michelin Männchens sind Eigentum der Compagnie Générale des Etablissements Michelin

MICHELIN

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Der MICHELIN X-CRANE 2 überzeugt mit starkem Grip auf nassen

Straßen und Schnee, hervorragender Traktion auf losem Untergrund

sowie guter Selbst reinigung und Laufruhe – für mich ein rundum

zuverlässiger Reifen, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Ralf Süß, Kranführer, Rieger & Moser GmbH & Co. KG

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Weitere Informationen

erhalten Sie unter:

business.michelin.de

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 89


Die Roboter navigieren

mithilfe moderner Sensorik,

360°-Kamerasystemen

und KI-basierter

Steuerung eigenständig

und sicher durch die

Produktionshalle.

Optimierte Reifenproduktion

mit autonomen Robotern

t CONTINENTAL – Im Runderneuerungswerk für Lkw- und Busreifen, dem

ContiLifeCycle (CLC) in Hannover-Stöcken, sorgen seit März sieben autonome mobile

Roboter (AMR) für Bewegung: Sie übernehmen den innerbetrieblichen Transport

von Reifenrohlingen und schaffen so mehr Raum für qualifizierte Tätigkeiten

wie Maschinenrüstung und Qualitätskontrolle. Mit der erfolgreichen Integration

intelligenter Automatisierung will Continental manuelle Produktionsprozesse nicht

nur ergonomischer gestalten, sondern zugleich die Effizienz in der Reifenherstellung

weiter steigern – ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsorientierter Industrie 4.0.

Felix Hantelmann, Leiter des ContiLifeCycle-Werks,

zieht ein erstes Resümee: »Seit einem halben Jahr

unterstützen selbstfahrende Roboter unseren Arbeitsalltag

in der Produktion. Sie übernehmen einfache,

wiederkehrende Transportaufgaben, etwa das

Bringen eines Reifens von einem Punkt zum nächsten.

Dafür sind die Roboter direkt mit unserem digitalen

Auftragssystem verbunden. Sie wissen genau,

wohin sie fahren und wie sie sich dafür untereinander

abstimmen müssen. So ergänzen die autonomen

Roboter unsere tägliche Arbeit sinnvoll und tragen

zu einer sicheren, effektiven und ergonomisch optimierten

Produktionsumgebung bei.«

Mehr Zeit für Qualität

Die Roboter navigieren mithilfe moderner Sensorik,

360°-Kamerasystemen und KI-basierter Steuerung

eigenständig und sicher durch die Produktionshalle.

Mit maximalen Geschwindigkeiten von ca. 2 m

pro Sekunde – das entspricht sehr schnellem Gehen

– transportieren sie Reifen zwischen den einzelnen

Stationen des Runderneuerungsprozesses:

von der Reifenbaumaschine über die Heizpressen

bis hin zur Qualitätskontrolle.

In der Heißrunderneuerung sieht der neue

Ablauf somit wie folgt aus: Ein Handling roboter

übergibt die angeraute Reifenkarkasse der Reifenbaumaschine,

wo sie mit bis zu 18 kg frischem, ca.

100 °C warmen Gummi für Laufstreifen und Seitenwände

belegt wird – abhängig von der Reifengröße.

Nachdem Lauffläche und Seitenwand neu aufgetragen

wurden, legt der Handlingroboter den Reifen

auf einen Transportwagen. Ein autonomer mobiler

Roboter, direkt mit dem digitalen Auftragssystem

verbunden, bringt den Wagen entweder zur Heizpresse

oder in ein Zwischenlager – je nach Auslastung.

In der Heizpresse wird der ca. 75 kg schwere

Reifen bei 160 °C vulkanisiert und erhält Form sowie

Profil. Anschließend wird er über ein Förderband

zur Qualitätskontrolle weitergeleitet.

Die Vorteile mobiler Transportroboter liegen

klar auf der Hand: »Unsere Beschäftigten müssen

keine Reifen mehr durch die Halle bewegen. Das

90

Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


Bei der Namensgebung

waren die Mitarbeiter aktiv

eingebunden. So heißen die

Roboter »Cargo Knight«,

»Rubber Ranger« oder

»LifeCycle Commander«.

bedeutet weniger körperliche Belastung. Stattdessen

haben sie mehr Zeit für anspruchsvolle Aufgaben

wie die Maschinenbedienung und die Qualitätskontrolle«,

sagt Hantelmann. Vor dem Einsatz

der Roboter transportierten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter die Reifen manuell mit einem Kran und

Trolleys, die mit zwei Reifen beladen bis zu 250 kg

wogen. Dies erforderte mehrere manuelle Schritte

und Wege zwischen den Stationen.

Technik mit Teamgeist

Begleitet hat Continental die Einführung der Roboter

mit einem umfassenden Schulungsprogramm,

was zu einer hohen Akzeptanz beigetragen hat.

Auch bei der Namensgebung waren die Mitarbeiter

aktiv eingebunden. So heißen die Roboter »Cargo

Knight«, »Rubber Ranger« oder »LifeCycle Commander«

und sind sechs Monate später fester Bestandteil

des Teams. Der Einsatz der autonomen

mobilen Roboter ist ein Beispiel dafür, wie Continental

Digitalisierung und Automatisierung gezielt

für effizientere und nachhaltigere Prozesse

in der Reifenproduktion einsetzt. Und der Erfolg

spricht für sich: Ähnliche Lösungen sind in anderen

Continental-Reifenwerken weltweit eingesetzt,

wie z. B. Mount Vernon und Clinton in Nordamerika,

Púchov und Otrokovice in Europa sowie Hefei

und Rayong in Asien.

Altreifen zunächst sorgfältig geprüft und von alten

Laufflächen befreit. Anschließend erhalten

sie eine neue Lauffläche, per Vulkanisation ihr

neues Profil und werden abschließend auf Qualität

und Sicherheit überprüft. Bei diesem Prozess

können rund 70 Prozent eines Altreifens wiederverwendet

werden. Das Ergebnis überzeugt: Am

Ende entsteht ein Produkt, das laut Con tinental einem

Neureifen in puncto Sicherheit und Leistung

in nichts nachsteht – und das bei deutlich geringerem

Ressourceneinsatz. Bereits mehr als eine Million

Reifen wurden seit Eröffnung des Werks am

Standort runderneuert. Mit weiteren Werken dieser

Art weltweit kommt das Unternehmen auf zusammen

rund acht Millionen runderneuerte Lkw-

und Busreifen.

s

@c@c7070 %

Im Rahmen der Runderneuerung

können rund

70 Prozent eines Altreifens

wiederverwendet werden.

Über eine Million runderneuerte Reifen

Seit 2013 werden im CLC-Werk abgefahrene Lkw-

und Busreifen runderneuert. Dafür werden die

Dank der Roboter müssen die

Beschäftigten keine Reifen mehr durch

die Halle bewegen und haben mehr Zeit für

anspruchsvolle Aufgaben wie die Maschinenbedienung

oder die Qualitätskontrolle.

CONTINENTAL AG (3)

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 91


360°-Service

für Reifen und Räder

Die eigenen Montagekapazitäten

wurden erheblich

ausgebaut: Jedes im

professionellen Einsatz

benötigte Rad von 4 bis

54 Zoll kann schnell und

professionell montiert

werden.

BOHNENKAMP (3)

t BOHNENKAMP – 1,3 Mio. Artikel permanent am Lager, über 200 000 m²

Lagerkapazität sowie Einlagerungen von über 9 000 Containern jährlich und mehr als

14 000 Warenbewegungen pro Tag: Die Osnabrücker Bohnenkamp SE kann zweifelsohne

mit einem enormen Sortiment rund um Reifen und Räder für den professionellen Einsatz

punkten. Das umfangreiche Lieferprogramm begleitet der Großhändler mit einem

360°-Dienstleistungsspektrum. Rund 630 Mitarbeiter stehen Kunden mit Rat und Tat

zur Seite. Für viele der über 40 Marken im Sortiment – wie etwa Alliance, Kenda, Deli,

Sailun und BKT – ist Bohnenkamp darüber hinaus der einzige Importeur in Deutschland.

Bereits vor mehr als zehn Jahren hat Bohnenkamp

die strategische Grundsatzentscheidung

getroffen, sich neben dem traditionell starken Agrarreifengeschäft

auch im Baumaschinenmarkt und

dem Earth-Moving-(EM)-Sektor zu engagieren. Die

Entscheidung fiel damals parallel zum Erscheinen

des beliebten »Earthmax« von BKT. Seither hat Bohnenkamp

konsequent die Voraussetzungen geschaffen,

um die Bedürfnisse seiner Kunden im EM-Bereich

optimal zu erfüllen.

Ein Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser

Strategie ist nach Unternehmensangaben die

personelle Stärke. So zeichnet ein eigenes Off- Road-

Team nur für die Belange und Anforderungen der

Kunden aus der Baubranche verantwortlich. Mehrere

Außendienstler und ein eigener Innendienst

um Christian Pieper, Produktmanager EM- & Industriereifen

bei der Bohnenkamp AG, kümmern

sich seit Jahren exklusiv um das Segment. Generell

agiert Bohnenkamp strikt als Großhändler; Endkunden

werden vom Fachhandel betreut. Besonders im

anspruchsvollen EM-Bereich, wo es auf eine hochwertige

Beratung ankommt, unterstützt ein Team

die Händler mit seinem Know-how und technischer

Hilfe direkt vor Ort beim Anwender. Da Bohnenkamp

alle namhaften Reifenmarken führt, erfolgt

die Beratung nach Unternehmensangaben herstellerneutral

sowie anwendungsbezogen und damit

im Sinne des Kunden. Allein im EM-Sektor werden

einige Tausend Reifen in Größen zwischen 20 bis

49 Zoll direkt ab Lager geführt. Damit sei eine hohe

Liefersicherheit auch im Bereich von selten nachgefragten

Nischenprofilen und Größen sichergestellt.

Die Marken im EM-Sortiment

Laut Bohnenkamp ist häufig ein Produkt des Qualitätsherstellers

BKT die erste Wahl. Seit mehr als

92

Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


Allein im EM-Sektor werden einige Tausend Reifen in Größen

zwischen 20 bis 49 Zoll direkt ab Lager geführt.

Ein eigenes Off-Road-Team zeichnet nur für die Belange und

Anforderungen der Kunden aus der Baubranche verantwortlich.

25 Jahren stellt die indische Marke eine feste Größe

im EM-Segment dar und hat sich seither eine wachsende

Fangemeinde erarbeitet. Ein Neuzugang im

Produktportfolio von Bohnenkamp ist die Marke

»Maxam«, das Off-the-Road-Tochterlabel des Herstellers

Sailun. Damit erweitert das Unternehmen

seine Angebotsvielfalt und stellt sicher, dass Kunden

eine breite Auswahl an hochwertigen Reifen

vorfinden, die ihren Anforderungen gerecht werden.

Dennoch liegt der Hauptfokus laut Unternehmen

nach wie vor auf den EM-Profilen von BKT.

Radmontage für jedes Profil

In den vergangenen Jahren hat Bohnenkamp die

eigenen Montagekapazitäten erheblich ausgebaut

und zuletzt eine vollautomatische Montagemaschine

für Großreifen in Betrieb genommen. Das Angebot

wurde erweitert durch eine Industriereifenpresse

für Räder von 20 bis 33 Zoll. Künftig kann jedes benötigte

Rad von 4 bis 54 Zoll montiert werden, egal

ob Komplett räder für Anhänger, Vollgummi-Räder

für Stapler, AS-, Flotation- oder EM-Räder mit mehrteiliger

Felge.

s

Weiterbildungen für Handel,

Werkstatt und Service 2026

Nach einem erfolgreichen

Schulungsjahr 2025 startet die

Bohnenkamp SE in die nächste

Weiterbildungsrunde. Fachhändler,

Werkstattpersonal, Landund

Baumaschinenprofis sowie

Reifenfachbetriebe können sich

ab sofort für die Lehrgänge des

Bohnenkamp TrainingCenters

2026 anmelden.

ONLINE

Anmeldung im

Bohnenkamp

TrainingCenter.

Auch 2026 bleibt das Schulungsangebot von Bohnenkamp

ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie,

die auf gezielten Wissenstransfer, Kundennähe

und langfristige Partnerschaften ausgerichtet

ist. Die Schulungen des TrainingCenters vereinen

fundiertes theoretisches Know-how mit anschaulichen

Live-Demonstrationen und bieten Teilnehmenden die

Möglichkeit zum direkten Austausch mit erfahrenen

Experten. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband

Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV)

setzt Bohnenkamp auf höchste Schulungsqualität und

praxisgerechte Inhalte. Teilnehmende profitieren von

Fachwissen, das sie sofort für ihren Arbeitsalltag nutzen

können.

»Mit unserem Trainingsangebot geben wir Fachleuten

die Expertise an die Hand, die sie sicher und effizient

agieren lässt, und das stets auf dem neuesten technischen

Stand«, erklärt Vivien Dauwe, Messe- und Eventmanagerin

sowie Koordinatorin des Bohnenkamp TrainingCenters.

»Das starke Interesse an unseren Schulungen

bestätigt uns darin, das Programm kontinuierlich

auszubauen und weiterzuentwickeln.«

Überblick Schulungsprogramm 2026

Im neuen Jahr geht es los mit den »Grundlagen Reifenmontage

in der Landwirtschaft« am 27. und 28. Januar

im Bohnenkamp TrainingCenter Osnabrück (BRV) mit

einer weiteren Veranstaltung am 15. und 16. September.

Es folgen die »Grundlagen Reifen und Räder in der

Landwirtschaft (BRV)« am 10. und 11. Februar sowie

24. und 25. November. Speziell an die Baubranche und

Fachkräfte aus dem EM- und Industriesektor richten

sich im Coreum Stockstadt die »Grundlagen EM-Reifen

(BRV)« am 17. und 18. März. Behandelt werden

Bauarten, Einsatzprofile, sicherheitsrelevante Anforderungen

sowie die Analyse typischer Reifenschäden.

Praktische Demonstrationen am Fahrzeug runden das

Programm ab.

Die Lehrgänge bieten einen direkten Mehrwert für Fachkräfte

und Betriebe: Sie stärken ihre Beratungskompetenz,

minimieren Montagefehler und fördern die Sicherheit

im täglichen Umgang mit Reifen und Rädern. Da

die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige

Anmeldung über das Bohnenkamp TrainingCenter

(siehe QR-Code).

s

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 93


Ein zentrales

Merkmal sämtlicher

OTR-Reifen-Produkte

von Bridgestone ist nach

Unternehmensangaben

ihre hohe Schnittresistenz,

die selbst unter herausfordernden

Bedingungen für

Zuverlässigkeit und lange

Einsatzzeiten sorgt.

BRIDGESTONE (2)

Lösungen für

härteste OTR-Einsätze

t BRIDGESTONE – Ob im

Hafenumschlag, in Steinbrüchen

oder im Tunnelbau – die

Off-the-Road-(OTR-)Reifenbranche

stellt höchste Anforderungen

an Material und Technik.

Hier müssen Reifen enorme

Traglasten bewältigen, lange

Einsatzzyklen überstehen und

auch unter extremen Bedingungen

zuverlässig funktionieren.

Neben Tragfähigkeit und

Laufleistung spielen Sicherheit,

Effizienz und ein ausgewogenes

Preis-Leistungs-Verhältnis eine

zentrale Rolle. Bridgestone verfügt

in diesem Segment über

ein breit gefächertes Portfolio

an Spezialreifen, die auf die

jeweiligen Einsatzbedingungen

zugeschnitten sind.

Ein besonderer Fokus von Bridgestone liegt auf

Anwendungen in der Hafenlogistik und im Gewerbe,

etwa beim Container-Handling oder in der

Holzindustrie, sowie auf der Gewinnungsindustrie

mit Steinbrüchen, Sand- und Kieswerken oder

der Zementproduktion. Hier sind besonders widerstandsfähige

Reifen gefragt, die auch unter extremen

Belastungen zuverlässig performen. Bei der

Entwicklung entsprechender Lösungen, die sich

passgenau in die Maschinenkonzepte integrieren,

kommt es auf die enge Zusammenarbeit mit den

Fahrzeugherstellern an.

Ein zentrales Merkmal sämtlicher OTR-Reifen-Produkte

von Bridgestone ist ihre hohe Schnittresistenz,

die nach Unternehmensangaben selbst unter

herausfordernden Bedingungen für Zuverlässigkeit

und lange Einsatzzeiten sorgt. Darauf aufbauend,

deckt das aktuelle Produktportfolio ein breites

Anwendungsspektrum ab. So bietet der »VPCS« eine

maßgeschneiderte Lösung für Straddle-Carrier,

während Reifen wie »VCHS«, »ELS2« oder »RLS«

speziell für Gabelstapler und andere industrielle

Anwendungen entwickelt wurden. Ergänzend

stärkt Firestone das Angebot im Tier-2-Segment

mit dem »Multi Block T«, wodurch das Portfolio in

diesem Bereich weiter ausgebaut wird. Er zeichnet

sich laut Bridgestone zusätzlich zur hohen Schnittfestigkeit

durch eine limitierte Blockbewegung für

eine hohe Laufleistung und lange Lebensdauer sowie

dank seines Profildesigns durch seine Traktion

und den gleichmäßigen Abrieb aus. Ein Highlight

im OTR-Reifen-Portfolio ist der Bridgestone »MasterCore«.

Mit einer neu entwickelten Karkassentechnologie

ermöglichen diese Reifen höhere Tragfähigkeiten,

Geschwindigkeiten und Laufleistungen.

Speziell für den anspruchsvollen Dauerbetrieb in

Minen und Steinbrüchen entwickelt, bietet »Master-

Core« laut Bridgestone eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit

und soll neue Maßstäbe für Effizienz

sowie Sicherheit im Offroad-Segment setzen.

Neuheiten auf der Steinexpo 2026

Bridgestone wird sein breites OTR-Portfolio, einschließlich

»MasterCore« und der neuesten Produktentwicklungen,

auf der Steinexpo vom 2. bis

5. September 2026 präsentieren. Damit will das Unternehmen

seine führende Rolle als Anbieter leistungsstarker

Premiumlösungen für anspruchsvollste

Einsatzbereiche unterstreichen. Darüber

hinaus ist die Erweiterung des OTR-Reifen-Portfolios

um einen Mobilkranreifen der nächsten Generation

geplant, um die Position mit einer Produktneuheit

auch in diesem Segment zu stärken.

s

Die Bridgestone-»MasterCore«-Reihe wurde speziell für den anspruchsvollen

Dauerbetrieb in Minen und Steinbrüchen entwickelt.

94

Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


ADOBE STOCK

OTR-Reifen –

stille Helfer, die alles

am Laufen halten

Dan Windhorst

Mit Ausnahme der Tatsache, dass beide rund sind,

haben Offroad-Reifen so gar nichts mit den Pneus

zutun, die wir aus dem gewohnten Straßenverkehr

kennen. Entwickelt wurden erstere, um brachialen

Kräften zu trotzen: Radbasierte Baumaschinen

wie Radlader, Muldenkipper oder Grader bringen

ein hohes Eigengewicht mit und müssen mitunter

schwere Lasten tragen. Tatsache ist: Ohne diese

»physikalischen Grenzgänger« würde innerhalb der

Branche so gar nichts rundlaufen.

Um dieser Dauerbelastung standhalten zu können,

muss bei der Konstruktion auf einen hohen

Stahlanteil sowie mehrlagige, sehr dicke Karkassen

gesetzt werden. Dadurch kann ein einzelner

Reifen mehrere Tonnen an Gewicht tragen –

und das über einen langen Zyklus hinweg. Neben

einer bewusst hohen Traglast pro Reifen geht es

im OTR-Sektor vorrangig darum, eine möglichst

hohe Langlebigkeit zu bieten, denn die Kosten

für einen OTR-Reifen sind vergleichsweise hoch

und ein zu hoher Verschleiß deshalb ein No-Go

der Branche. Ein genauer Blick auf die typischen

Merkmale von OTR-Reifen zeigt: Die Reifen besitzen

in der Regel sehr tiefe, breite Stollen sowie

große Abstände zur Selbstreinigung. Hinzu

kommen eine gute Traktion auf losem Untergrund

und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen

Schäden. Denn: Ein OTR-Reifen wird häufig überall

da eingesetzt, wo Schnitte durch scharfkan-

tige Steine, Durchstiche durch Metallreste und

Bewehrungsstahl sowie hoher Abrieb auf rauem

Untergrund drohen. Daher bestehen die Laufflächen

dieser Spezialreifen aus abriebfesten Gummimischungen.

Unterschiedliche Bauarten

Je nach Einsatzzweck kommen innerhalb der Bauwirtschaft

verschiedene Reifentypen zum Tragen.

Da gäbe es zum einen die Diagonalreifen: Sie gelten

als sehr robust und eignen sich insbesondere

für harte, steinige Untergründe. Zum anderen

setzt man auf Radialreifen, welche über eine bessere

Bodenkontaktfläche verfügen und höheren

Fahrkomfort ermöglichen können. Eine weitere

Reifenart stellen Modelle aus Vollgummi dar – sie

werden als pannensicher und extrem lang lebig

bezeichnet.

Wahre Giganten

Ein interessanter Fakt ist im Übrigen auch, dass

OTR-Reifen nicht nur tonnenschwere Lasten aushalten,

sondern auch selbst als gewaltige Schwergewichte

gelten. Einzelne Reifen können tonnenschwer

sein. Der größte im Einsatz befindliche

OTR-Reifen am Markt ist der »59/80 R63«. Dieser

wird von gleich mehreren Herstellern gebaut – darunter

Michelin, Goodyear, Bridgestone oder Linglong.

Dieser Riesenreifen hat einen Druchmesser

von über 4 m und kommt auf ein stolzes Gesamtgewicht

von bis zu 6 t. Gedacht ist er für die riesigen

Muldenkipper der Bergbaubranche und kann

bis zu 40 000 US-Dollar pro Stück kosten. Kein Wunder

also, dass Robustheit und Langlebigkeit für die

Käufer hier an erster Stelle stehen.

d

Reifen

Höhe: 4 m

Mensch

Höhe: 1,8 m

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026

95


Neuer L5-Traktionsreifen

für Schwerlastanwendungen

t HEUVER – Aeolus Tyres

präsentiert mit dem »Aeolus

AL519« seinen neuesten

L5-Traktionsreifen im Erdbewegungssegment.

Dieser

wurde speziell für den Einsatz

in Bergwerken, Tunneln und

auf Baustellen entwickelt, wo

maximale Traktion erforderlich

ist. Der »AL519« ersetzt

die bisherigen Modelle

»AL58« sowie »AL59« und

bietet laut Aeolus verbesserte

Leistung und Haltbarkeit.

Seit 2004 ist Heuver Reifen offizieller Vertriebspartner

für Aeolus-Industriereifen, u. a. in den

Benelux-Ländern, Deutschland und Frankreich.

Der »Aeolus AL519« ist die neueste Ergänzung des

umfangreichen Erdbewegungsreifen-Sortiments

der Marke. Dank eines neuen Profildesigns, basierend

auf dem kürzlich eingeführten »AL419«, bietet

der »AL519« eine 250-Prozent-Profiltiefe und damit

nach Herstellerangaben eine deutlich längere

Lebensdauer.

Verbesserte Zuverlässigkeit und Langlebigkeit

Der Reifen verfügt über ein Blockdesign, das Vibrationen

minimieren und das Fahrerlebnis optimieren

soll. Er ist außerdem mit einem Seitenwand-Fender

zum Schutz vor Beschädigungen

ausgestattet – ein neues Feature, das bei seinen

Vorgängern fehlte. Der Reifen ist in sechs gängigen

Größen erhältlich: 17.5R25, 20.5R25, 23.5R25,

26.5R25, 29.5R25 und 35/65R33.

Der »AL519« bietet eine 250-Prozent-Profiltiefe und damit

nach Herstellerangaben eine deutlich längere Lebensdauer.

»Mit dem ›Aeolus AL519‹ gehen wir einen weiteren

wichtigen Schritt, um unseren Kunden im Erdbewegungssektor

nachhaltige und kosteneffiziente Lösungen

anzubieten«, sagt Anne Bouwmeester, Business

Unit Manager OTR bei Heuver Reifen. »Die Kombination

aus extratiefem Profil und verbesserter Schnitt-

und Schlagfestigkeit macht diesen Reifen zu einer

zuverlässigen Wahl für härteste Bedingungen.« Der

»Aeolus AL519« ist ab sofort erhältlich.

HEUVER

s

Reifendruckkontrolle

mit »Intelligent Quality«

t SAF-HOLLAND – Kontrollieren, korrigieren und informieren: Der neue, digitalisierte

SAF »Tire Pilot I.Q.« überwacht in Trailerreifen nicht nur den Luftdruck. Sobald

dieser unter den voreingestellten Wert sinkt, füllt das System ihn automatisch wieder

auf. Und wenn der Luftverlust zu groß ist, wird darüber hinaus eine Information in

die Fahrerkabine gesendet. Damit will SAF-Holland Totalausfälle der Reifen z. B. bei

Einfahrschäden verhindern und Kraftstoff einsparen – nebenbei werden zudem die

Anforderungen GSRII 2019/2144 und ECE-R-141 erfüllt.

SAF-HOLLAND

Der digitalisierte »Tire Pilot I.Q.«

unterstützt Fahrer und Fuhrparkmanager

dabei, den Reifendruck kontinuierlich zu

überwachen und einzuhalten.

Weniger Unfälle und weniger Kraftstoffverbrauch,

dafür mehr Sicherheit und Klimaschutz:

Die EU-Kommission und die Wirtschaftskommission

der Vereinten Nationen für Europa

machen Reifendrucküberwachungssysteme zur

Vorschrift. Seit 2022 gilt die Verordnung für neue

Fahrzeugtypgenehmigungen und seit 2024 auch

für Neuzulassungen. Zu niedriger Druck verursacht

85 Prozent der Reifentotalausfälle. Konstant

richtiger Reifendruck dagegen verbessert die Verkehrssicherheit,

verlängert die Lebensdauer der

Reifen und verringert effektiv den Kraftstoffverbrauch.

Um den neuen Anforderungen gerecht zu

werden und um Truck und Trailer fit für die Zukunft

zu machen, hat SAF-Holland den seit mehr

als zehn Jahren erfolgreichen »SAF Tire Pilot« digitalisiert.

Wie schon das Vorgängermodell unterstützt

der digitalisierte »Tire Pilot I.Q.« Fahrer und

Fuhrparkmanager dabei, den Reifendruck kontinuierlich

zu überwachen und konsequent einzuhalten.

»Die Anzeige in der Fahrerkabine warnt

den Fahrer, sobald der Solldruck um 0,5 bar im System

sinkt. Entsteht ein Druckverlust unterhalb dieses

Wertes, gleicht das System diesen selbstständig

aus, ohne dass der Fahrer aktiv werden muss«, sagt

Benjamin Irmscher, Product Line Manager Axles

& Suspensions bei SAF-Holland. Erhältlich ist das

System für Anhänger mit Starr- und Lenkachsen.

Zusätzlich zur Warnmeldung im Dashboard

des Fahrerhauses bietet der »SAF Tire Pilot I.Q.«

detaillierte Auswertungen via App und Wi-Fi. Die

kostenfreie App stellt in Echtzeit detaillierte Daten

zum Systemzustand zur Verfügung. Fahrzeughersteller

profitieren von einer einfachen Montage

des smarten Systems: So ist das Steuergerät mit

allen Arten von Anhängern mit Einzel- und Zwillingsbereifung

mit bis zu fünf Achsen kompatibel.

Da das EBS-System den SAF »Tire Pilot I.Q.«

mit Strom versorgt und auch die Systemmeldungen

an das Armaturenbrett liefert, wird die Kontrollbox

in dessen Nähe laut Unternehmensaussage

am Fahrergestell angebracht. Ein EoL-Test ist

mit dem digitalen Assistenten ohne Weiteres möglich.

Ein weiteres Plus: Eine Zuordnung von Rad

und Sensor ist nicht nötig.

s

96

Dezember 2025 – Januar 2026

Sonderthema: Reifen


Premiumreifen für

Erdbewegungsmaschinen

Bridgestone – die richtigen Reifen für jede Herausforderung

Bridgestone Premium OTR Reifen bieten beste Traktion

und Stabilität bei gleichzeitigem Fahrkomfort und langer

Haltbarkeit. Damit steigern Sie Ihre Effizienz, Produktivität

und reduzieren dabei noch Ihre Produktionskosten,

ganz egal in welchem Gelände und Einsatz.

Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 97


5

IT AM BAU

Zur Planung einer

Bautätigkeit stehen

amtliche, digitale

Orthophotos mit einer

Auflösung von 20 cm

(DOP20) zur Verfügung.

LGL BW (2)

Digitale Bauvermessung

mit amtlichen Geodaten

ONLINE

Der YouTube-

Kanal des LGL

enthält mehrere

Tutorials rund

um die Nutzung

der Geodatendienste

in der

GIS-Software

»QGIS«.

LGL – Der Albtraum eines jeden Poliers sind veraltete Datensätze, fehlerhafte

Kopien und aufwendige manuelle Übertragungen per USB-Stick. Zeitverlust

und erhöhtes Fehlerrisiko sind die Folge. Im Zeitalter der Digitalisierung stellt

der Umgang mit Geodaten oft noch eine der größten Hürden in einem automatisierten

Workflow auf der Baustelle dar. Die gute Nachricht für Baden-Württemberg:

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL)

stellt mit den Standards Web Map Service (WMS) und Web Feature Service

(WFS) Schlüsseltechnologien bereit, um Geoinformationen effizient und stets

aktuell in einen digitalen Bauplan zu integrieren – direkt und automatisiert.

Diese Dienste sind darauf ausgelegt, Daten genau

dann bereitzustellen, wenn sie gebraucht werden.

Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich – einer

davon ist, dass die meisten Dienste kostenlos zur

Verfügung gestellt werden (Open GeoData). Das LGL

stellt zahlreiche Geodatendienste für verschiedene

Anwendungen bereit. Der Web Map Service (WMS)

ist der etablierte Standard für die Visualisierung von

Geodaten. Er liefert digitale Daten als Bild (wie PNG

oder JPEG), das in einem GIS- oder CAD-Projekt oder

in einer Außendienstsoftware im Hintergrund dargestellt

wird. Für Bauprojekte bedeutet dies vor allem

Aktualität und keine unterschiedlichen Daten-

bestände: Der Nutzer greift stets auf den neuesten

Stand der amtlichen Geodaten zu, da die Kartenausschnitte

bei jeder Anfrage direkt vom Anbieter neu

generiert werden. Eine Offline-Speicherung entfällt.

Der WMS DOP20 lädt die digitalen Orthophotos

des LGL mit einer Genauigkeit von 20 cm in ein Projekt.

Die Luftbilder werden landesweit von einem

Flugzeug aufgenommen und in einem Zwei-Jahres-Rhythmus

erneuert. Mit diesen Fotos können

die Gegebenheiten des Gebiets um die Baustelle

schnell eingeschätzt werden – sowohl im Büro

als auch vor Ort. Mit dem Digitalen Geländemodell

(DGM), mit Schummerung oder mit einer topografischen

Karte lassen sich Projekte anschaulich

und gut verständlich darstellen – ideal für eine

Präsentation gegenüber Bauherren, Kunden,

Anwohnern, Geldgebern und anderen Stakeholdern.

Eine Variante des WMS ist WMTS. Bei diesem

Web Map Tile Service wird auf vorgekachelte

und schon bereitgestellte Bilder zugegriffen, was

besonders bei geringer Rechenleistung und ausgelastetem

Netzwerk benutzerfreundlich ist. Die Daten

müssen nicht extra erzeugt werden. Der wahre

98

Dezember 2025 – Januar 2026

IT am Bau


Game changer für die Datennutzung auf der Baustelle

ist jedoch der Web Feature Service (WFS). Im Gegensatz

zum reinen Darstellungsdienst WMS, der

die Daten »nur« als Bild liefert, stellt ein WFS die

eigentlichen Geodaten bereit. Dies ist der entscheidende

Unterschied, da der Nutzer vollständige Geoobjekte

(Features) und die dazugehörigen Vektordaten

(Punkte, Linien, Flächen) erhält. Dazu gehören

sogar die Attribute und Sachinformationen. Die Geodaten

können also in einer Software aktiv weiterverarbeitet

werden: für Längen- oder Flächenberechnungen,

Abfrage von Koordinaten oder Nutzungsdaten

und eine aktive Verwendung der Objekte selbst.

Der am häufigsten genutzte WFS lädt Flurstückgrenzen

und Grenzpunkte in das Bauprojekt herunter

(WFS_LGL-BW_ALKIS). Wird beispielsweise im Außendienst

eine Flurstückgrenze angeklickt, die über

den WFS auf ein Tablet geladen wurde, kann diese

abgesteckt werden – so als wäre das Kartenmaterial

zuvor vom Open-GeoData-Portal des LGL heruntergeladen,

im Büro offline vorbereitet und dann manuell

auf das Tablet übertragen worden. Hier zeigt

sich ein großer Effizienzvorteil.

Geodaten, die ungeplant plötzlich gebraucht werden

oder bei der Vorbereitung übersehen wurden,

lassen sich mit ein paar Klicks auf das Außendienst-

Tab let laden. Das vermeidet Leerlauf auf der Baustelle,

der die Kosten steigen lässt. Die Daten werden

nur bei Bedarf geladen, ansonsten verbraucht der

Dienst keine Ressourcen – weder Online-Bandbreite

noch Rechenkapazität oder Festplattenspeicher. Für

den Baualltag bedeutet dies einen zeitgemäßen digitalen

Workflow: Daten können direkt ins GIS, CAD

oder die Außendienstsoftware übertragen werden –

ohne Medienbruch. Die Zeiten, in denen große Offline-Dateien

vorbereitet, gespeichert und mühsam

auf einen Feld rechner kopiert werden mussten, sind

vorbei. Es wird nur der Layer heruntergeladen, der

wirklich gebraucht wird. Da die Rohdaten geliefert

werden, kann der Planer die Darstellung selbst bestimmen

und an die projektspezifischen Anforderungen

anpassen. Zahlreiche Geodatendienste des

LGL sind Open GeoData. Damit sind sie kostenlos

und in Standardformaten verfügbar.

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LGL sind Open GeoData – und

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IT am Bau Dezember 2025 – Januar 2026 99


KI-gestützte Lösung

für Predictive Maintenance

WEBFLEET – Webfleet und

Questar Auto Technologies

haben die Markteinführung

einer KI-gestützten Lösung

für vorausschauende

Fahrzeugwartung bekannt

gegeben. Webfleets Portfolio

für Predictive Vehicle Health

Management (PVHM) nutzt

KI-gestützte Algorithmen, um

präzise vorausschauende

Daten zu berechnen. Das versetzt

Fuhrparkmanager in die

Lage, eine proaktive und effektive

Planung der Fahrzeugwartung

umzusetzen. Die neue

Partnerschaft verbindet dabei

die neusten Entwicklungen von

Webfleet Vehicle Diagnostics

mit Questars KI-gestützter

prädiktiver Technologie.

Dazu Jan-Maarten de Vries,

President of Fleet Management

Solutions bei Bridge stone:

»Indem wir Webfleets umfassende

Kompetenz im Bereich Fahrzeugdaten

und dessen benutzerfreundliche

Oberfläche mit

Questars fortschrittlicher KI zur

Früherkennung von Ausfallrisiken

kombinieren, definieren

wir das Flottenmanagement neu.

Dies ist die erste umfangreiche

Integration von Predictive Vehicle

Health Management in einer

einzigen

Benutzeroberfläche.«

Die Kooperation unterstreicht

Webfleets Engagement, Fuhrparkkunden

dabei zu unterstützen,

deren Gesamtbetriebskosten

durch eine zuverlässige Fahrzeugverfügbarkeit

und optimier-

managern, potenzielle Ausfälle

frühzeitig zu erkennen und Wartungsmaßnahmen

rechtzeitig

einzuplanen. Dies reduziert sowohl

Ausfallzeiten als auch Wartungskosten.

Webfleets PVHM soll dies

dank einer 360°-Flotteneinsicht

gelingen – basierend auf Questars

prädiktiven Machine-Learningund

KI-Modellen zum Verständnis

des Fahrzeugzustands über

einen längeren Zeithorizont hinweg.

Die Fahrzeugdaten von

Questar umfassen vergangene

Die Fahrzeugdaten von Questar

umfassen vergangene Fahrten,

den aktuellen Zustand und

zukünftige Risikoprognosen,

um kritische Probleme

frühzeitig zu erkennen.

WEBFLEET

gie basiert auf über zwei Jahrzehnten

analytischer Erfahrung

und fortschrittlicher KI, um komplexe

Muster im Fahrzeugverhalten

zu identifizieren. PVHM ist

ab sofort für Webfleet-Kunden in

te Abläufe zu senken. Mithilfe von

Fahrten, den aktuellen Zustand

Großbritannien, den Niederlan-

Big Data, vorausschauenden Ana-

und zukünftige Risikoprognosen,

den, Belgien, Luxemburg, Spani-

lysen und Frühwarnhinweisen er-

um kritische Probleme frühzeitig

en, Deutschland, Frankreich, Po-

möglicht es Webfleet Fuhrpark-

zu erkennen. Questars Technolo-

len und Ungarn verfügbar.

s

Trimble: ISO-Standards

vereinfachen Datenaustausch

TRIMBLE – Trimble hat neue

Funktionen für seine Software

»Trimble WorksManager« angekündigt,

darunter Funktionen zur

herstellerübergreifenden Nutzung

von Entwürfen. Dies stellt einen

großen Fortschritt bei der Einführung

der ISO-15143-4-Standards

für den Austausch von Baustellendaten

in der Branche dar.

Als wichtiges Element der Trimble-Lösungen für das

Baustellenmanagement verbindet »WorksManager«

das Büro mit der Baustelle. Damit können Benutzer baufertige

Modelle aus der Ferne senden, Geräte und Maschinen

vor Ort verwalten sowie Probleme beheben, um die

Produktivität aufrechtzuerhalten. Zu den neuen Funktionen

gehört auch eine bessere Integration mit der Kollaborationsplattform

»Trimble Connect«, wodurch die

Arbeitsabläufe bei der Konstruktion und Zusammenarbeit

weiter optimiert werden sollen. ISO-Standards vereinfachen

den Austausch von Baustellendaten zwischen

Geräte- und Technologieanbietern. Mit »Trimble Works-

Manager« können Benutzer erstmals Konstruktionsdateien

an die Neigungssteuerungssysteme anderer Anbieter

senden. Davon profitieren insbesondere Baustellen

mit gemischter Technologie, da sie mit denselben Konstruktionsdateien

arbeiten können. Diese Funktion stellt

sowohl für Trimble als auch für die Branche einen großen

Fortschritt bei der Einführung dieser Standards dar. Die

stärkere Integration hilft Kunden, ihre Daten für eine ver-

besserte Produktivität und Rentabilität zu nutzen. Jetzt

stehen Projekte, die in »WorksManager«, der Kalkulationssoftware

»B2W Estimate« und den »B2W«-Betriebsanwendungen

initiiert wurden, dem gesamten Projektteam,

Subunternehmern und Eigentümern innerhalb von

»Connect« zur Verfügung. Zu den weiteren neuen Funktionen

gehört ein fortschrittliches 3D-Visualisierungsmodul,

das auf dem »Connect 3D Viewer« basiert. Dadurch können

Benutzer Geodaten aus vielen Quellen in einer Umgebung

zusammenführen, um die gesamte Baustelle anzuzeigen,

zu vermessen und zu analysieren. Neue zeitsparende

Arbeitsabläufe helfen Baustellenleitern, Fehler in

Konstruktionsdateien zu identifizieren, und bieten Tools

für die Datenbereinigung. Darüber hinaus ermöglicht eine

neue Integration zwischen »WorksManager« und der Ressourcenplanungsanwendung

»B2W Schedule« Disponenten

die Verfolgung von Trimble-Geräten, um die Projektabrechnung

zu optimieren und die Gerätenutzung zu verstehen.

Die Funktionen werden 2026 (Q1) weltweit über den

Trimble-Händlerkanal verfügbar sein.

s

100

Dezember 2025 – Januar 2026

IT am Bau


Die digitale Transformation

noch klüger vorantreiben

Um es klar auf den Punkt zu bringen: Für die Durchdigitalisierung der Baubranche

braucht es weit mehr, als Papier durch Software zu ersetzen und das böse Faxgerät

endlich auf den Sperrmüllhaufen zu schmeißen. Alles dreht sich darum, die digitale Vernetzung

aller Prozesse voranzutreiben – allumfassend plan-, dokumentier- und steuerbar.

Dan Windhorst

Standards

In erster Linie müssen

einheitliche Standards

geschaffen werden, um die

Durchdigitalisierung am Bau

deutlich zu beschleunigen.

Für die einen beginnt Digitalisierung am Bau mit

Building Information Modeling (BIM) oder damit,

Cloud-Plattformen statt Aktenordner zu nutzen.

Andere sprechen wiederum vom Internet of

Things (IoT), von der Nutzung mobiler Apps und

vom flächendeckenden Einsatz künstlicher Intelligenz

(KI). Das alles sind ohne Zweifel nützliche

Werkzeuge, um die Baustelle 4.0 Realität werden

zu lassen. Sie sind aber »lediglich« Bausteine und

keine allgemeingültigen Heilsbringer.

Woran es bisweilen hapert

Tatsächlich tut sich die Baubranche nach wie vor

schwer damit, den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen.

Und die Schuld daran tragen nicht

die Bauunternehmer, Hersteller oder Baubehörden.

Nach wie vor existieren so gut wie keine vereinheitlichten

Standards – und wenn sie dann da

sind, kommen sie viel zu spät, erweisen sich als

umständlich oder sind mit zu hohen Kosten verbunden.

Die Bauverbände prangern zudem an, dass einheitliche

Digital-Standards häufig von jenen festgelegt

werden, die an der Praxis vorbeidenken und

Prozesse dadurch eher »verschlimmbessern« würden.

Nicht zu unterschätzen ist aber auch, dass die

Baubranche sehr traditionell ausgerichtet ist. Dort

heißt es: »Man regelt die Dinge seit über 30 Jahren

gleich – wieso also plötzlich auf digitalen Schnickschnack

setzen?«

Die Vorzüge erkennen

Interessant wird es aber dann, wenn plötzlich

von Effizienzsteigerungen und Einsparpotenzialen

die Rede ist. Die Digitalisierung besitzt die

technische Treibkraft, alles am Bau anders zu denken.

Wie genau das funktioniert, erkennen wir bereits

anhand vermeintlich kleiner Dinge: Statt des

Schmierzettels im Bauwagen nutzen wir digitale

Kalender sowie Notiz- und Erinnerungsfunktionen.

Der Stundenzettel wurde ersetzt durch

smarte Zeiterfassung, während mitdenkende Assistenzsysteme

das Baggerfahren einfacher gestalten

als je zuvor. Und zwischen digitaler Datenanalytik,

umfassendem Flottenmanagement

und automatisierter Materialbeschaffung entwickelt

sich die Baustelle nach und nach zur Automations-

und KI-Spielwiese. Das Fazit lautet: Die Politik

muss, ebenso wie die Behörden, klare Richtlinien,

Vorgaben und anwendertaugliche Standards

schaffen – nur über flächendeckende Verbindlichkeit

kommen wir als Branche auch wirklich ins

Machen. Gleichzeitig kann jedes Unternehmen

seinen Beitrag leisten: Neben der Investition in

Innovationen bringen wir die Digitalisierung weit

schneller voran.

d

ADOBESTOCK

IT am Bau Dezember 2025 – Januar 2026

101


6

BAU- & NUTZFAHRZEUGE

Stolze Gesichter: Das

gemeinsame Team

aus Collett, Goldhofer

und Greiner bei den

Überlasttests.

36 Achslinien und

350-t-Seitenträgerbrücke

übernommen

GOLDHOFER – Hier sind echte Schwergewichte am Werk: Mit

der Übernahme von gleich 36 Goldhofer-Achslinien des Typs »THP/

SL-L« sowie einer 350 t schweren Seitenträgerbrücke der Firma

Greiner Heavy Engineering hat Collett & Sons Ltd. einen bedeutenden

Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit vollzogen.

Die Übergabe erfolgte im Rahmen

eines gemeinsamen Probeaufbaus

inklusive Überlasttests

im Goldhofer-Werk in Mem-

mingen und markiert laut eigener

Aussage »den Beginn einer vielversprechenden

Partnerschaft

zwischen den Schwerlast-Spezialisten,

die gemeinsam neue

Maßstäbe setzen«. Collett & Sons

Ltd., mit Hauptsitz im britischen

Halifax, zählt zu den führenden

Schwerlastlogistikern Europas.

Das Familienunternehmen

ist bekannt für seine anspruchsvollen

Transportlösungen im Bereich

Infrastruktur, Energie und

Industrie. Mit dem jüngsten Investment

in Goldhofer-Technologie

erweitert Collett nicht nur

seinen Fuhrpark, sondern öffnet

auch ein neues Kapitel in seiner

strategischen Ausrichtung.

»Zukunftssicher aufgestellt«

»Wir sind stolz darauf, mit Goldhofer

einen Partner im Premium-Segment

gefunden zu haben,

der passgenaue Lösungen für unsere

Anforderungen bereitstellt

und zukunftssicher ist«, erklärt

Sam Collett, Geschäftsführer

von Collett & Sons Ltd. »Die ›THP/

SL-L‹-Module bieten uns maximale

Flexibilität und technische

Präzision – genau das, was wir

für unsere komplexen Projekte

benötigen.« Die »THP/SL«-Familie

von Goldhofer soll für höchste

Leistungsfähigkeit im Straßentransport

besonders schwerer

und voluminöser Lasten stehen.

Aufgrund des niedrigen Eigengewichts

und der geringen Bauhöhe

eignen sich die Module vom Typ

»THP/SL-L« laut Hersteller »ideal

für den Einsatz mit limitierten

Achslasten bei gleichzeitig

hohem Biegemoment«. Die weitestgehend

geschlossene Ladefläche

soll für eine hohe Torsionssteifigkeit

und Arbeitssicherheit

sorgen – selbst unter extremen

Bedingungen. Wie die gesamte

»THP/SL«-Familie seien die Module

universell kombinierbar und

lassen sich nahtlos in bestehende

Fuhrparks integrieren, was eine

102

Dezember 2025 – Januar 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


wirtschaftlich optimierte Transportlösung

ermögliche. Insbesondere

in Kombination mit Ladebrücken,

wie auch der Seitenträgerbrücke

von Greiner Heavy

Engineering, zeige der »Goldhofer

THP/SL-L« seine Stärke: Speziell

für den Transport von Großkomponenten

wie Transformatoren

oder Reaktoren konzipiert,

biete die Gesamtkombination

mit einer Tragfähigkeit von bis zu

GOLDHOFER (2)

350 t und einem modularen Scherenhubsystem

höchste Flexibilität

und Sicherheit im Einsatz.

»Beispiel für Ingenieurskunst«

»Ein tolles Projekt, das drei

hofer bedeutet die Zusammenarbeit

mit Collett & Sons weit

mehr als einen erfolgreichen

Geschäftsabschluss. »Collett &

Portfolio genau die Anforderungen

moderner Schwerlastlogistik

erfüllen.« Die Übergabe in Memmingen

war geprägt von einem

36 Achslinien des Typs »THP/

SL-L« in Kombination mit einer

Greiner-Seitenträgerbrücke

für Collett.

Schwerlast-Giganten

mitein-

Sons ist einer der bedeutends-

offenen Austausch technischer

ander vereint und die techni-

ten Schwerlast-Akteure im eu-

Expertise und dem gemeinsa-

sche Lösungskompetenz ver-

ropäischen Markt und wir freu-

men Ziel, innovative Transport-

deutlicht«, kommentiert Micha-

en uns auf die Partnerschaft und

lösungen weiter voranzutreiben.

el Greiner, Geschäftsführer von

viele weitere künftige Projekte«,

Für alle Beteiligten ist das Pro-

Greiner Heavy Engineering. »Die

betont Dennis Leschensky, Lei-

jekt ein Meilenstein – nicht nur

Kombination aus Goldhofer-Mo-

tung Vertrieb Europa & Nordaf-

in technischer Hinsicht, sondern

dulen und unserer Brücke ist ein

rika bei Goldhofer. »Die Entschei-

auch als Ausdruck gegenseitiger

Paradebeispiel für durchdach-

dung für unsere ›THP/SL‹-Fami-

Wertschätzung und strategischer

te Ingenieurs kunst.« Für Gold-

lie zeigt, dass wir mit unserem

Weitsicht.

d

Bott startet mit

Van Guard Accessories

BOTT – Das im Frühjahr von der Bott-Gruppe übernommene britische Unternehmen Van

Guard Accessories Ltd feiert seinen EU-weiten Markteintritt. Der 1976 gegründete Hersteller

aus dem südwestenglischen Exeter ist in Großbritannien eine etablierte Größe für

Nutzfahrzeugzubehör. Die Expansion des Tochterunternehmens nach Kontinentaleuropa

ist für die weltweit agierende Bott-Gruppe der logische nächste Schritt.

Van Guard Accessories Ltd ist auf gewerblich

genutzte Dachträger sowie Transporthilfen spezialisiert,

um beispielsweise Leitern auf hohen Fahrzeugdächern

einfach und sicher zu verstauen. Hinzu kommen

Sicherheitslösungen, die den Einbruchschutz von Nutzfahrzeugen

verbessern. »Das Produktspektrum von Van

Guard steht für sehr ähnliche Werte wie das der Bott-

Gruppe. Es handelt sich um praxiserprobte Ausrüstung

für qualitätsfokussierte Profis – eine ideale Ergänzung

für unsere Unternehmensgruppe und unsere Partner,

ganz im Sinne unserer Mentalität als Komplettanbieter«,

sagt Nick Smith, CEO der britischen Landesgesellschaft

Bott Ltd. Auch Emlyn Harris, CEO von Van Guard

Accessories, sieht große Chancen in dem für das Unternehmen

neuen Markt: »Unsere beiden Standorte in Exeter

sind in den letzten Jahren enorm gewachsen und

umfassen heute 80 hervorragend ausgebildete Fach-

BOTT

Emlyn Harris, CEO von Van Guard Accessories Ltd (l.),

und Nick Smith, CEO der Landesgesellschaft Bott Ltd.

kräfte. Die Marktposition der Bott-Gruppe eröffnet uns

ganz neue Möglichkeiten für den Direktvertrieb, um insbesondere

große Flottenkunden besser zu erreichen.

Wir sehen uns gut vorbereitet, die dadurch wachsende

Nachfrage mit gleichbleibend hoher Qualität zu beantworten.«

Seit September ist ein Großteil der Produkte

von Van Guard Accessories über das Vertriebsnetzwerk

der Bott-Gruppe verfügbar. Sie sollen nach Ansicht von

Bott den neuen Standard für die in den Ausbaukonfigurationen

eingesetzten Dachträgerlösungen setzen. d

Bau- & Nutzfahrzeuge

Dezember 2025 – Januar 2026 103


Die ausziehbaren Tieflader von

Kässbohrer sollen aufgrund ihrer besonders

langen Lebensdauer sowie

hoher Materialqualität punkten.

Ausziehbare Tieflader-Serie –

für operative Flexibilität

KÄSSBOHRER – Die ausziehbaren Tieflader sollen in erster Linie

mit hoher Zuverlässigkeit, langer Lebensdauer sowie vielen wichtigen

Features punkten, die das Arbeiten effizient und sicher machen.

Als Sinnbild dafür stehen Modelle wie der dreiachsige ausziehbare

Tieflader »K.SLA 3« oder der vierachsige größere Bruder »K.SLA 4«.

10

Tonnen

Kässbohrer möchte den

Branchenstandard mit der

höchsten Anzahl präzise

positionierter Zurrringe

mit Tragfähigkeiten von

5, 8 oder 10 t setzen.

Mit Enginuity entwickelt und

fertigt Kässbohrer seine

Fahrzeuge, um die bisher unerfüllten

Anforderungen seiner

Kunden in über 70 Ländern zu

erfüllen. Als laut Aussage einziges

Unternehmen, das die Anforderungen

aller Transportsegmente

– vom allgemeinen

Gütertransport über Schwer-

und Spezialtransporte bis hin

zu intermodalem Verkehr sowie

Schütt- und Flüssiggütern

– abdeckt, entwickelt Kässbohrer

seine Fahrzeuge kontinuierlich

weiter. Dies, so der Hersteller

weiter, geschehe in Europas

leistungsfähigsten F&E-Zentren

und auf Europas erstem, von einem

Trailerhersteller betriebenen

Outdoor-Testgelände, wobei

neue Maßstäbe in Sicherheit, Effizienz

und Langlebigkeit gesetzt

werden. In den vergangenen vier

Jahren zählt Kässbohrer nachhaltig

zu den Top-zwei-Marken

der europäischen Schwertrans-

portbranche. Die Tieflader werden

in Europas größter Produktionsstätte

für Tieflader gefertigt,

die nach den Prinzipien von Industrie

4.0 aufgebaut ist. Jeder

Kässbohrer-Tieflader durchläuft

umfangreiche Torsions-, Vibrations-

und Stabilitätstests, die

eine Betriebsdauer von bis zu

1 000 000 km simulieren. So werden

eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit

und langfristige

Zuverlässigkeit gewährleistet –

bei gleichzeitig niedrigen Lebenszykluskosten

für Betreiber

in anspruchsvollen Einsätzen.

Hohe Langlebigkeit

Die ausziehbaren Tieflader von

Kässbohrer sind für eine besonders

lange Lebensdauer konzipiert.

Durch die Anwendung einer

fortschrittlichen Metallisierungstechnologie

auf dem Fahrgestell

erreicht Kässbohrer eine

Salzsprühbeständigkeit von über

3 800 Stunden ohne Rotrostbildung

– der laut Unternehmen

höchste Korrosionsschutz in diesem

Segment. Diese Technologie,

angewendet auf Fahrgestelle

aus hochfestem »SC700«-Stahl,

erhöht die Haltbarkeit zusätzlich

und bewahrt die strukturelle Integrität

während der gesamten

Nutzungsdauer.

Höchste Ladungssicherheit

Kässbohrer möchte den Branchenstandard

mit der höchsten

Anzahl präzise positionierter

Zurrringe mit Tragfähigkeiten

von 5, 8 oder 10 t setzen, die

eine sichere und flexible Ladungssicherung

ermöglichen.

Diese einmalige Konfiguration

gewährleiste laut Kässbohrer

eine korrekte Lastverteilung

und sichere Befestigung auch

bei unterschiedlichsten Transportkombinationen.

Zur Sicherung

der Ladung bei ausziehbaren

Tiefladern integriert Kässbohrer

Verlängerungsbügel,

Con tainerverriegelungen

und

Rungenaufnahmen, die zuverlässige

Befestigungspunkte für

unterschiedlichste

Ladungsdimensionen

bieten.

Diese Elemente erhöhen die

Flexibilität des Fahrzeugs und

gewährleisten gleichzeitig die

Betriebssicherheit während Be-

und Entladung sowie im Transport.

Modulare Rampenkonfigurationen,

Containerverriege-

104

Dezember 2025 – Januar 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


lungen und optionale Verlängerungssysteme

bieten zusätzliche

Flexibilität und Sicherheit – bei

gleichbleibend einfacher Handhabung.

Operative Vielseitigkeit

Der dreiachsige ausziehbare Tieflader

»K.SLA 3« wurde laut Kässbohrer

entwickelt, um die vielfältigen

Anforderungen seiner

Kunden im Transport von langen,

schweren oder übergroßen

Gütern zu erfüllen – bei gleichzeitig

maximaler Nutzlast durch

ein leichtes Fahrgestelldesign.

Mit einem Eigengewicht von

10,75 t steigere die »K.SLA«-Serie

die Nutzlast für den Transport

schwerster Güter, ohne dass

eine Sondergenehmigung erforderlich

ist – was Zeit und Kosten

spare, so Kässbohrer. Der Tieflader

lässt sich in 500-mm-Schritten

bis zu 6 200 mm verlängern

und ermöglicht so Transporte

von 9 240 mm bis maximal

15 440 mm Länge. Für Betriebssicherheit

und Flexibilität ist der

»K.SLA 3« mit Twistlocks und 32

Zurrringen mit einer Tragfähigkeit

von bis zu 10 t ausgestattet.

Die Zurrringe sind am Schwanenhals,

auf der Ladeplattform

Förderprogramm

der Bundesregierung

Profitieren können

Anwender vom Investitionsförderprogramm:

Ob Allgemeingüter,

Schwertransporte,

intermodale oder Gefahrguttransporte

– Kässbohrer

bietet über 1 000 Fahrzeugtypen,

die alle im Rahmen des Investitionsförderprogramms

der

Bundesregierung förderfähig

sind. Gültig bis 31. Dezember

2027, ermöglicht dieses

Programm:

• 30 Prozent Sonderabschreibung

im ersten Jahr sowie

weitere 30 Prozent der

Restwertabschreibung in den

folgenden zwei Jahren

• Vorbereitung auf die Körperschaftsteuersenkung

ab 2028

• Kosteneffiziente Investitionen

in energieeffiziente,

nachhaltige Transporttechnologien

und an den Außenrahmen angebracht

und ermöglichen eine

einfache, sichere Handhabung.

Starke Nutzlasteffizienz

Der vierachsige, ausziehbare

Tieflader »K.SLA 4« wurde nach

Ansicht von Kässbohrer für

höchste Effizienz und Anpassungsfähigkeit

konstruiert. Mit

einem Eigengewicht von 11,57 t

biete er eine hohe Nutzlastkapazität

für schwerste Güter – ebenfalls

ohne Sondergenehmigung –

und reduziere damit Zeit- und Betriebskosten.

Der »K.SLA 4« kann

bis zu 6 200 mm ausgezogen werden,

um besonders lange Ladungen

aufzunehmen. Für optimale

Sicherheit ist das Fahrzeug mit

Containerverriegelungen

und

Zurrringen mit bis zu 10 t Tragfähigkeit

ausgestattet. Die strategische

Anordnung der Zurrpunkte

an Schwanenhals, Plattform und

Seitenrahmen trägt zu einer idealen

Lastverteilung und sicheren

Ladungssicherung bei.

Anfang des Jahres hat Kässbohrer

gemeinsam mit IDIADA,

Europas führendem Prüf- und

Homologationspartner, ein modernes

Outdoor-Testgelände mit

zwölf Spuren eröffnet. Das Gelände

ist das erste und einzige

Testzentrum, das vollständig im

Besitz eines Trailerherstellers ist

und von diesem betrieben wird.

Es ermöglicht umfassende Inhouse-Testverfahren,

die zuvor

in externen europäischen Einrichtungen

durchgeführt wurden

– wodurch Entwicklungszyklen

verkürzt und Effizienz

sowie

Reaktionsgeschwindigkeit

erhöht werden. Die Testprogramme

konzentrieren sich

auf Haltbarkeit, Lebensdauer,

Bedienkomfort und Sicherheit.

Die Akzeptanzkriterien für Leistung

und Lebensdauer liegen bei

einer Mindestlaufleistung von

einer Million Kilometer im Normalbetrieb.

d

PRODUKTE?

WIR LEBEN

LÖSUNGEN.

Zur Sicherung der Ladung

bei ausziehbaren Tiefladern

integriert Kässbohrer

Verlängerungsbügel,

Containerverriegelungen und

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KÄSSBOHRER (2)

Unsere Kompetenz:

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Dezember 2025 – Januar 2026 105


KRAMPE

»BigBody«: Neue

Generation eines Klassikers

Ein Klassiker mit neuen Vorzügen:

der »BigBody 900« von Krampe.

KRAMPE – Im Jahr 2003 stellte Krampe erstmals die Wannenkipper

der »BigBody«-Baureihe auf der Agritechnica in Hannover

vor. Nun, Jahrzehnte später, ruft der Hersteller mit dem »BigBody

900« eine Weiterentwicklung dieses Klassikers auf den Plan, der

noch immer die Vorzüge des bewährten »BigBody«-Konzepts

verinnerlicht, dieses aber nun mit neuen Features abrundet.

Sicherheit

Zusätzliche Sicherheitsfeatures

wie Kippwarnung und sensorgesteuerte

Ölabschaltung erhöhen

die Betriebssicherheit.

Mit einer internen Nutzlast

von 28 t und einem Transportvolumen

von bis zu 51,16 m³

bleibt der neue »BigBody 900« der

zweitgrößte Tridem-Wannenkipper

im Programm. Gleichzeitig

bringt er zahlreiche technische

Neuerungen mit, die den Einsatz

noch effizienter, sicherer und

komfortabler machen sollen.

Innovatives Design

Die neue Wannenform ermöglicht

eine Konstruktion mit nur

einem Bauchgurt. Die geneigte

Stirnwand vergrößert das Ladevolumen

und sorgt für ein

schnelleres, sauberes Entladen,

wie Krampe mitteilt. Ein großes

Sichtfenster erlaube zudem

jederzeit den Blick in die Mulde.

Der

hochfrequenzgeschweißte

Obergurt reduziert hingegen

Schmutzablagerungen und bietet

laut Hersteller durch sein innovatives

Nutbaustein-System

flexible Möglichkeiten zur Nachrüstung

von Anbauteilen – ganz

ohne Schweißen.

»Technik, die Maßstäbe setzt«

Optional erhältlich sind eine

deichselgeberlose

elektrische

Zwangslenkung mit bis zu drei

gelenkten Achsen und verschiedenen

Lenkmodi, darunter der

Hundegang, sowie eine moderne

Isobus-Steuerung. Ebenfalls

wählbar sind ein EBS-System mit

Reifendrucküberwachung (»OptiTire«)

und eine integrierte Wiegeeinrichtung,

die per App präzise

Daten zu Gewicht, Geschwindigkeit

und Fahrstrecke liefert.

Zusätzliche Sicherheitsfeatures

wie Kippwarnung und sensorgesteuerte

Ölabschaltung erhöhen

die Betriebssicherheit, während

getrennte Ölkreisläufe für

effiziente Hydraulikfunktionen

sorgen.

Die wichtigsten Vorteile

Zusammengefasst lässt sich festhalten,

dass der »BigBody 900«

Zahlen

Tridem-Wannenkipper »BigBody 900«

Eigengewicht (t) 8,3 bis 10,2

zul. Gesamtgewicht (t) 31

Nutzlast StVZO/innerbetrieblich (t) 22,7 / 28

Stützlast (t) bis 4

Anhängerhöhe (cm) 55 bis 70

Zugkraftbedarf (kW) mindestens 140

über verschiedene Abdecksysteme

und Aufsatzgrößen sowie

eine geschlossene Bauweise

für weniger Schmutzablagerung

verfügt, was die Reinigung

vereinfacht. Hinzu kommen hydraulisch

klappbare Aufsätze

mit integrierter Verriegelung,

obenliegende

Bremszylinder

für maximale Bodenfreiheit sowie

wahlweise Luft-, Hydraulik-

oder Parabelfederung und optionale

deichselgeberlose, elektrische

Zwangslenkung mit drei gelenkten

Achsen- und Lenkmodi.

Wichtig ist außerdem: Die Lenkintensität

und -richtung kann der

Fahrer bequem aus der Kabine

einstellen, optional lassen sich

zudem eine Isobus-Steuerung

und ein EBS-System nutzen. Der

Tridem-Wannenkipper lässt sich

im Übrigen auch mit optionaler

Wiegeeinrichtung

(±2 Prozent)

mit App-Anbindung für Gewicht,

Kilometer, Fuhrenzähler und Geschwindigkeit

ausstatten.

d

106

Dezember 2025 – Januar 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Mobile Werkstatt:

Anhänger für THW ausgestattet

SORTIMO – Das Technische

Hilfswerk (THW) erhält

bundesweit 80 neue mobile

Werkstattanhänger, die

Sortimo mit einer bedarfsgerechten

Fahrzeugeinrichtung

und umfassenden Ausstattungsdetails

versehen hat. Die

Baubranche weiß seit Jahren

um die Vorzüge der Anhänger

– nun kommen diese auch beim

THW zum Einsatz. Ziel der

Partnerschaft ist es, die Helfer

im Einsatzfall optimal zu unterstützen:

mit klarer Struktur,

ergonomischen Arbeitsbedingungen

und einer verlässlichen

technischen Infrastruktur

selbst unter anspruchsvollsten

Bedingungen.

Ob nach Unwettern, bei Bergungsarbeiten oder

technischen Hilfeleistungen: Einsätze des THW

finden oft unter Zeitdruck und in schwierigem Gelände

statt. Genau hier setzt die intelligente Mobilitätslösung

von Sortimo, die speziell für das THW

entwickelt wurde, an. Der kompakte Anhänger bietet

laut Aussage des Herstellers trotz seines geringen

Raumbedarfs eine vollwertige Arbeitsumgebung mit

klaren Abläufen und ergonomischer Stehhöhe. Ziel

war es, den Einsatzkräften ein Werkzeug an die Hand

zu geben, das sie ohne Umwege unterstützt und ihnen

hilft, wertvolle Zeit zu sparen. Im Inneren sorgt

eine durchdachte Struktur aus Fahrzeugeinrichtung,

»Boxxen« und »WorkMo«-Elementen dafür, dass jedes

Werkzeug seinen festen Platz hat und unmittelbar

einsatzbereit ist. Ergänzt wird der mobile Arbeitsplatz

durch eine verlässliche Stromversorgung,

zusätzliche Arbeitsflächen und eine integrierte Möglichkeit

zur Handhygiene – Elemente, die im Ernstfall

entscheidend sein können. Mit den neuen Anhängern

schafft das THW eine einheitliche Lösung

für Standorte in ganz Deutschland. Die Ausstattung

SORTIMO

Nun profitiert auch das THW von den

Sortimo-Lösungen, um schnell reagieren, sicher

transportieren und effektiv arbeiten zu können.

trägt dazu bei, Abläufe zu vereinheitlichen und Materiallogistik

zu vereinfachen, sodass alle Teams unter

vergleichbaren Bedingungen arbeiten können. Für

Sortimo steht dabei ein Ziel im Mittelpunkt: Helfern

genau die Struktur zu geben, die sie benötigen, um

im Einsatz mehr Zeit für die schnelle und wirksame

Hilfe für Menschen in Not zu haben. Mit der Auslieferung

von insgesamt 80 Anhängern setzen das

THW und Sortimo ein sichtbares Zeichen für moderne

Einsatzlogistik und effizientes Arbeiten im Bevölkerungsschutz.

d

Update für Hakenliftanhänger

KRÖGER – Kaum ein

Transportmittel ist so flexibel

wie ein Hakenliftanhänger,

der für unterschiedlichste

Container und Einsatzzwecke

genutzt werden kann. Und

als Spezialist auf diesem

Gebiet hat Kröger kürzlich

das Produktportfolio um

wichtige Funktionen erweitert.

Die erklärte Zielsetzung ist

es, noch mehr Effizienz und

Bedienkomfort zu bieten.

Mit dem Hakenliftanhänger

»THL 14« bringt Kröger aktuell

ein neues Arbeitsgerät auf den

Markt, das durch Vielseitigkeit,

robuste Bauweise und modernste

Ausstattung überzeugen soll. Ob

im

Standard-Schlepperbetrieb,

im Lkw-Betrieb oder mit Bordhydraulik,

der »RK14.55« von Meiller

soll hier flexible Einsatzmöglichkeiten

für unterschiedlichste

Transportanforderungen aufbieten.

Die Zulassung für Geschwindigkeiten

von 40 bis 105 km/h ermöglicht

sowohl den Einsatz im

Nahverkehr als auch auf Kraftfahrtstraßen

und Autobahnen.

Serienmäßig ist das Modell mit

einer Parabelfederung ausgestattet,

alternativ stehen Verbundlenker

oder Luftfederung zur Verfügung.

Die Rahmenbauweise orientiert

sich an den bewährten,

größeren Fahrzeugtypen und

KRÖGER

Der neue Hakenliftanhänger »THL14« kann im Standard-Schlepperbetrieb, im

Lkw-Betrieb oder mit Bordhydraulik eingesetzt werden.

garantiert damit laut Hersteller

höchste Stabilität und Langlebigkeit.

Der neue »RK14.55« hingegen

ist für Containerlängen

von 4 000 bis 5 500 mm ausgelegt

und erreicht einen Kippwinkel

von rund 50°. Die Rollenhöhe

variiert je nach Fahrwerk und

Bereifung zwischen 1 070 und

1 350 mm. Zur Wahl stehen ADR-

oder Gigant-Achsen sowie unterschiedliche

Bereifungsoptionen

von 385/65R22,5 bis 560/60R22,5.

Nach der Einführung bietet Kröger

nun auch für »Agroliner«-Hakenliftanhänger

eine Isobus-Steuerung

an, die ab 2026 verfügbar ist.

Sie ermöglicht nach Herstellerangaben

eine komfortable Bedienung

über das Schlepper-Terminal,

über zusätzliche Isobus-Geräte

oder auch per Funkfernbedienung.

Automatische Abläufe,

etwa beim Absetzen oder Aufziehen

von Con tainern, sind vorprogrammiert.

Mittels AUX-Funktion

lassen sich einzelne Befehle

auf den Fahrerhebel legen, wodurch

die Steuerung sehr intuitiv

wird. Auch ohne lange Einweisung

ist ein sicheren Umgang

mit der Technik möglich.

d

Bau- & Nutzfahrzeuge Dezember 2025 – Januar 2026 107


AKTUELLES

38. Oldenburger Rohrleitungsforum

IRO – Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburg wieder zum Treffpunkt für Fachleute aus

Kommunen, Ver- und Entsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauunternehmen sowie Forschung

und Lehre. Unter dem Leitthema »Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen«

widmet sich das Forum den zentralen Fragen einer zukunftsfähigen Netzarchitektur: »Wie

lassen sich bestehende Netze erhalten und neue Netze so gestalten, dass beide gemeinsam

die Grundlage einer tragfähigen Gesamtstrategie für unsere Daseinsvorsorge bilden?«

Die unterirdische Infrastruktur bildet das technische Fundament unserer modernen Gesellschaft.

Millionen Kilometer an Leitungen und Kanälen sichern täglich die Versorgung mit Wasser, Energie,

Wärme und Daten oder gewährleisten die geordnete Ableitung und Behandlung von Abwasser.

Ihre Leistungsfähigkeit ist entscheidend für die Lebensqualität und wirtschaftliche Produktivität

hierzulande. Aber diese Netze sind hochkomplex und über lange Jahre gewachsen. Gleichzeitig verändern

eine zunehmende Urbanisierung sowie die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung und Digitalisierung

ihre technischen und betrieblichen Anforderungen in bisher nicht gekanntem Tempo. Diese

Entwicklungen verlangen ein

Umdenken in Planung, Bau

und Betrieb. Gefordert sind

Konzepte, die Bestand und

Neubau zu einem zukunftsfähigen

Gesamtsystem

integrieren: Bestandsnetze

müssen gezielt ertüchtigt

und an neue Anforderungen

angepasst werden, während

zugleich neue Infrastrukturen

entstehen – etwa blau-grüne

Systeme für klimaresiliente

Stadtentwicklung, gute Wärmenetze

oder überregionale

Leitungen für Strom, Wasserstoff,

Wasser und CO 2 . Im Frühjahr öffnet das Forum erneut seine Tore.

d

Max Wild ist Service-Partner von JCB

MAX WILD – Noch mehr Service und Möglichkeiten aufgrund direkter Anbindung ans Werk:

Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim ist Service-Partner des britischen Herstellers JCB.

»Die Werkstatt« am Firmensitz in Berkheim agiert als Pre-Delivery-Inspection-(PDI-)Center

im süddeutschen Bereich für die Bau-, Industrie- und Landmaschinen von JCB. Als Service-Partner

übernimmt Max Wild eine Art Endkontrolle, bevor die aus England kommenden

Fahrzeuge an die deutschen Kunden gehen.

»Seit der Eröffnung unserer Werkstatt 2020 haben wir viele Service-Partnerschaften im Bereich

der Nutzfahrzeuge und Lkw etabliert. Mit JCB haben wir jetzt auch unsere erste Service-Partnerschaft

für Baumaschinen. Einfach großartig, dass wir mit so einem namhaften und erfahrenen

Hersteller als Partner in diesen Bereich einsteigen dürfen«, freut sich Daniel Wild, Geschäftsfeldleiter

für das Fuhrpark- und Gerätemanagement bei der Max Wild GmbH. Im Rahmen der

Partnerschaft agiert »Die Werkstatt« von Max Wild künftig als Zentrum für die Auslieferungsinspektion

der Bau- und Landmaschinen von JCB. Die Fahrzeuge, die aus England kommen, werden

bei Max Wild in der Werkstatt detailliert geprüft und vorbereitet, bevor sie an die Endkunden

gehen. Als PDI-Center ist Max Wild für den süddeutschen Raum zuständig. »Wir übernehmen

die Qualitätskontrolle, bevor die Maschinen an die Großkunden von JCB ausgeliefert werden«,

erklärt Daniel Wild. Geplant ist, dass »Die Werkstatt« von Max Wild im Monat 20 Fahrzeuge von

JCB prüft.

d

IRO

Erfolgreiches Geschäftsjahr

und positive Aussichten auf 2026

Malaguti – Das Jahr 2025 schließt für Malaguti mit

einer äußerst positiven Bilanz ab, wie das Unternehmen

mitteilt. Damit wurde erneut dessen Solidität sowie

der kontinuierliche Antrieb

zur Innovation bestätigt –

ein Jahr, das von Wachstum

und Markterfolgen geprägt

war und die Grundlage für

ein 2026 voller Neuheiten

legt. Die Erwartungen für

das kommende Jahr sind

entsprechend hoch: Das Forschungs-

und Entwicklungsteam

arbeitet bereits intensiv Positiv für 2026 gestimmt.

an neuen technischen Lösungen

und Produktverbesserungen, die in den nächsten

Monaten auf den wichtigsten Fachmessen erstmals

präsentiert werden. Diese Termine werden laut Malaguti

»entscheidend sein, um dem Fachpublikum zu

zeigen, wie sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt

und den Anforderungen moderner Baustellen

mit konkreten und leistungsorientierten Lösungen

begegnet.«

d

humus wird Teil

der Mulag-Gruppe

Mulag – Die HAR-Gruppe

gibt als Dachgesellschaft

der Mulag den Erwerb der

etablierten Marke humus

bekannt. Die Marke humus

hat sich auf die Entwicklung

und Herstellung von

hochwertigen Mulchgeräten

spezialisiert und ist seit über Erfolgreiche Übernahme.

70 Jahren in den Märkten

erfolgreich. Mit diesem Schritt stärkt die Unternehmensgruppe,

der auch die Firma Mulag angehört,

ihre Position in den kommunalen und landwirtschaftlichen

Märkten. Damit erweitert die Gruppe ihr Portfolio,

welches optimal zu den bestehenden Lösungen im

Geschäftsbereich Anbaugeräte passt. humus besteht

weiterhin als ein eigenständiges Unternehmen und ist

innerhalb der Gruppe neben Mulag positioniert. »Die

Produkte von humus ergänzen unser Angebot auf ideale

Weise, sowohl technologisch als auch hinsichtlich

der Zielgruppen« erklärt Holger Wössner, Vorstand

der HAR-Gruppe und Geschäftsführer von Mulag.

»Durch die Integration der Marke humus erweitern

wir den Marktzugang und bieten unseren Kunden

künftig ein noch breiteres Spektrum an leistungsstarken

Maschinen für die Landwirtschaft und den

kommunalen Sektor.«

d

MALAGUTI

MULAG

108 Dezember 2025 – Januar 2026

Aktuelles


Neuer Lieferant für Seitenstapler:

Beutlhauser und Baumann starten Partnerschaft

ATLAS WEYHAUSEN

BEUTLHAUSER – Die beiden Unternehmen gehen in den Regionen Ost- und Südbrandenburg

sowie Ostsachsen gemeinsam in die Zukunft: Es wurde eine Partnerschaft geschlossen,

die sich auf den Vertrieb der Baureihe Rosso bezieht. Somit bietet Beutlhauser als autorisierter

Vertragshändler nun auch Zugang zu Seitenstaplern.

Holz-, Stahl- und Aluminiumteile, Konstruktionselemente aus Kunststoff oder Teile für den

Fahrzeug- und Maschinenbau: Der Transport langer Lasten mit herkömmlichen Frontstaplern

birgt hohe Sicherheitsrisiken. Seitenstapler schaffen Abhilfe. Sie sind so konzipiert, dass lange

Lasten sicher und schnell bewegt werden können, und bieten dem Fahrer eine bessere Sicht auf

die Fahrwege. »Die Kooperation mit Baumann Rosso an unseren Standorten in Cottbus, Dresden,

Eisenhüttenstadt und Schorfheide ist ein wichtiger Lückenschluss. Unsere Kunden profitieren von

einem erweiterten Produktportfolio, kurzen Wegen, kompetenter Beratung direkt vor Ort und verlässlichem

Service«, sagt Benedikt Burgstaller,

Regionalleiter für die Regionen Dresden und

Brandenburg. Das Portfolio umfasst Dieselsowie

Elektroseitenstapler mit einer Tragkraft

von bis zu 8 t sowie verschiedene Modelle von

Schwerlastseitenstaplern mit einer Tragkraft

von bis zu 60 t. Die Beutlhauser-Gruppe ist mit

592 Mio. Euro Jahresumsatz ein marktführendes

Handels- und Dienstleistungsunternehmen in

den Bereichen Verkauf, Vermietung und Service

sowie digitalen Lösungen. d Neue Partnerschaft vereinbart.

ZUSAMMENARBEIT

Palazzani Industrie ernennt Lolex Ltd

für Nordirland und die Republik Irland

PALAZZANI – Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Präsenz von Palazzani in Irland

durch einen qualifizierten und strukturierten Partner zu eröffnen.

Palazzani Industrie freut sich, seine neue Zusammenarbeit mit Lolex Ltd bekanntzugeben,

einem in Irland ansässigen Unternehmen mit Sitz in Antrim. Mit über 25 Jahren Erfahrung

in der Hubarbeitsbühnenbranche und als autorisierter Händler für Sinoboom und Dinolift

bietet Lolex auch eine umfassende Palette an Service, Wartungsreparaturen, Inspektionen

und technischem Support für alle Arten von Hubarbeitsbühnen (MEWPs) an und

gewährleistet so eine landesweite Abdeckung in ganz Irland. Die Zusammenarbeit wurde

durch die Präsentation der neuen »Spider Lift«-Modelle auf der Bauma weiter gefestigt,

die beim Management-Team von Lolex auf großes Interesse stieß.

d

Ruthmann überträgt

Cargoloader-Know-how an Fahrzeugbau Heimann

RUTHMANN – Die Ruthmann Holdings GmbH hat das komplette Know-how des Cargoloader

»RCP 50« an die Firma Fahrzeugbau Heimann mit Sitz in Nottuln veräußert. Heimann ist damit

ab sofort exklusiver Eigentümer dieses Know-hows für die Bundesrepublik Deutschland.

Mit der Übertragung sichert sich das traditionsreiche Unternehmen Fahrzeugbau Heimann die

exklusiven Rechte zur Weiterentwicklung, Fertigung und Vermarktung des Cargoloader-Systems

im deutschen Markt. »Mit Fahrzeugbau Heimann haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen

Partner gefunden, der das Konzept fortführen und weiterentwickeln wird«, erklärt Uwe Strotmann,

Chief Commercial Officer Time Europe der Ruthmann Holdings GmbH.

d

BEUTLHAUSER

Atlas feiert sein 55-jähriges Bestehen.

55 Jahre Atlas Weyhausen

ATLAS WEYHAUSEN – Seit über 55 Jahren ist das

Unternehmen nun am Markt vertreten – als Entwickler

sowie Hersteller unter der Marke Weycor.

Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als die

Hinrich Weyhausen KG gegründet wurde. Mit der

Einführung des Markennamens Atlas im Jahr 1936

begann eine bis heute bekannte Erfolgsgeschichte

im Bereich Baumaschinen. Geschäftsführer Marc

Bockelmann hierzu: »55 Jahre Atlas Weyhausen –

das sind 55 Jahre Mut, Leidenschaft und Ingenieurskunst.

Wir sind stolz auf unsere Geschichte, aber

noch entschlossener, die Zukunft aktiv zu gestalten.

Mit unseren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden

entwickeln wir Maschinen, die nicht nur heute überzeugen,

sondern die Welt von morgen besser und effizienter

machen. Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein

– und gleichzeitig der Start in ein neues Kapitel voller

Innovationen.«

d

»Allianz Industrie 4.0« prämiert

DOLEZYCH – Die cloudbasierte Softwarelösung

»PrüfExpress« wurde in Stuttgart mit dem

renommierten »Allianz Industrie 4.0 Award« Baden-Württemberg

2025 in der Kategorie »Winner«

ausgezeichnet.

»PrüfExpres«s setzt genau dort an, wo viele Unternehmen

heute vor großen Herausforderungen stehen:

bei der rechtssicheren, schnellen und einfachen

Prüfung und Dokumentation von Arbeitsmitteln. Die

digitale Lösung erleichtert diese Prozesse deutlich

und reduziert den administrativen Aufwand. »Wir

haben in den vergangenen Monaten intensiv an der

Weiterentwicklung gearbeitet und ›PrüfExpress‹ konsequent

an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet.

Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit

unserer digitalen Lösung genau den richtigen Weg

gehen«, sagt Sven Wasik, Bereichsleiter Geschäftsentwicklung

bei Dolezych. Die Software-as-a-Service-Lösung

ermöglicht die papierlose Erfassung

und Verwaltung von Arbeitsmitteln.

d

Aktuelles

Dezember 2025 – Januar 2026


REDAKTIONSVERZEICHNIS

Unternehmen

Seite

IMPRESSUM

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

A ACDE Europe AG 69

A Alfred Kärcher GmbH & Co. KG 84

A Atlas Weyhausen GmbH 109

B Bell Equipment GmbH 26,36

A bema GmbH Maschinenfabrik 73

A Beutlhauser Holding GmbH 109

A BKT Europe Srl 15

A Bohnenkamp SE 12, 92

A Bosch Rexroth AG 78

A Bott GmbH & Co. KG 29, 103

A Bredenoord GmbH 32

A Bridgestone Europe NV/SA 94

A Brokk DA GmbH 66

A Buhr Industrieberatung und -vertrieb GmbH 80

C C. Christophel Maschinenhandel & Vermittlungen GmbH 54

A CNH Industrial Italia spa. 15

A Continental AG 90

D Daimler Truck AG 12

A Dappen Werkzeug- und Maschinenbau GmbH 72

A Develon Construction Equipment 27

A Dolezych GmbH & Co. KG 109

A Doll Fahrzeugbau GmbH 30

A Doosan Bobcat EMEA 12, 14

E EAG Einfach Aufbereiten GmbH 71

A Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co. KG 76

A Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG 50

A Epiroc Deutschland GmbH 65

F F. Reyher Nchfg. GmbH & Co. KG 77

G Geda GmbH 31

A Goldhofer AG 102

H Handtmann Systemtechnik GmbH & Co. KG 74

A Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 23

A HD Hyundai Construction Equipment Europe 34

A Heuver Bandengroothandel B.V. 96

A HKL Baumaschinen GmbH 13

A HS-Schoch GmbH 30, 43

A Husqvarna Deutschland GmbH 67

I igus GmbH 10

A Indeco Deutschland GmbH 47

A Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V. 108

J Josef Kränzle GmbH & Co. KG 84

A Jürgen Kölsch GmbH 52

K Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH 104

A Kiesel GmbH 29,41

A Kobelco Construction Machinery Europe B.V. 24

A Kraemer Baumaschinen GmbH & Co. KG 79

A Krampe Fahrzeugbau GmbH 106

L LGL – Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung 98

A Liebherr-International Deutschland GmbH 23

A Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH 46

A Liebherr Werk Telfs GmbH 16

M Mankiewicz Gebr. & Co. (GmbH & Co. KG) 82

A Mann+Hummel International GmbH & Co. KG 80

A Max Wild GmbH 108

A MBI Deutschland GmbH 64

A MB S.p.A. 70

A Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH 34, 68

A Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH & Co. KG 108

O Officine Malaguti SRL 108

P Palazzani S.p.A. 109

A Palfinger GmbH 24

A Peri GmbH 33

A Peter Kröger Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG 107

A Pneuhage Management GmbH & Co. KG 88

R Rädlinger Maschinenbau GmbH 32

A Rokbak – Volvo Construction Equipment Haulers 40

A Rototilt GmbH 15

A Rüdiger Wöhrl GmbH 55

A Ruthmann Holdings GmbH 109

S SAF-Holland GmbH 96

A Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH 44

A Sany Europe GmbH 28

A Schaeffler Technologies AG & Co. KG 75

A Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 62

A Sortimo International GmbH 107

A Steelwrist Deutschland GmbH 35

T Tibatek GmbH 28

A Triangle Tyre Co. Ltd. 86

A Trimble Germany GmbH 100

A Tyrolit Construction Products GmbH 83

V VEI GmbH 56

A Volvo Construction Equipment Germany GmbH 26, 42

W Wacker Neuson SEZ 12

A Webfleet Solutions Sales B.V. 100

A Wirtgen International GmbH 25, 48

X Xcmg European Sales and Services GmbH 49

Y Ymer Technology GmbH 74

Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 39, 60

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GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-0)

Joachim Plath (-0)

Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)

OBJEKTLEITUNG

Tobias Haslach (-39)

REDAKTION

Dan Windhorst (dc)

Thomas Seibold (ts)

Jessy von Berg (jvb)

KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT

Norman Zenzinger (-33)

ANZEIGENDISPOSITION

Benjamin Chucholowski (-18)

Emilie Plath (-45)

Simon ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Schmalholz (-13)

1 10.05.21 11:4

MAGAZIN-LAYOUT

Lisa Schröder Leitung (-23)

Jessica Grahle (-0)

Imelda Weidhaas (-24)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

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AUTORENBILDER

Petra Reger

TITELBILDER

igus; Adobe Stock; Liebherr; Bell

IVW angeschlossen

ISSN 1610-3785

Alle Rechte vorbehalten.

© Layout-Konzept: Thomas Schürger

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom

1. Januar 2025. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages.

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der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)

schriftlich beim Verlag gekündigt

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110

Dezember 2025 – Januar 2026

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NICHT DER WEG

ENTSCHEIDET. SONDERN

DER TRANSPORTER.

Der MAN TGE.

Ganz gleich, ob früher Start, schwere Lasten, enge Deadlines oder unwegsames

Gelände – der MAN TGE ist bereit. Mit der DNA eines Trucks und der Agilität eines Vans

passt er sich präzise den Anforderungen Ihres Geschäfts an. Vom digitalen Cockpit

über intelligente Fahrerassistenzsysteme bis hin zu maßgeschneiderten Konfigurationen

richtet sich der MAN TGE ganz nach Ihrem Job. Nicht umgekehrt. Mehr erfahren Sie

unter www.van.man

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