bauMAGAZIN Dezember 2025/Januar 2026
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BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
2025/26
12/1
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
IGUS
Energieketten für »QuiMo«
Start-up baut 2-Rad-Lader für emissionsfreie Baustelle
KLARTEXT
GEWINNUNG
BLICKPUNKT
bauMAGAZIN
Wichtige Branchengrößen schätzen
die aktuelle Marktsituation ein
BELL
Knickgelenkter Muldenkipper
»B45E 4x4« als echter »Abräumer«
LIEBHERR
Pressereise zur Geburtsstätte
der Planierraupen der Generation 8
Wir konnen
Bausoftware
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13. - 15. Januar 2026
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Merry Christmas
Dezember 2025 – Januar 2026
48
INHALT36
56
12/2025 – 01/2026
8 | Editorial |
10 | Zum Titel – igus | Mit »QuiMo« wurde ein
2-Rad-Lader konzipiert, der als Baumaschine
nachhaltig und emissionsfrei unterwegs ist. Die
Maschine ist die erste ihrer Art und letztlich eine
Mischung aus »Segway« und Radlader.
12 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
22 | »Klartext« |
In dieser Rubrik erhalten wichtige Branchengrößen
und -kenner die Möglichkeit, sich mit einem
Statement zu einer von der Redaktion vorgegebenen
Frage zu äußern. Diesmal widmen wir uns
inhaltlich der wirtschaftlichen wie politischen
Lage in Deutschland und wollten wissen, ob die
Unternehmen aktuell mit einer weiteren Talfahrt
im Jahr 2026 oder mit dem langersehnten
Neustart rechnen.
1 GEWINNUNG
& AUFBEREITUNG
36 | Bell | Der Muldenkipper »B45E 4x4«
erweist sich aufgrund der guten Leistungsdaten
als Arbeitstier und Schlüsselmaschine
39 | Zeppelin – Caterpillar | Der 65 Tonnen
schwere Muldenkipper »755« zeigt sein Können
beim effizienten Steintransport vor Ort
40 | Rokbak | Im Vergleich: die beiden knickgelenkten
Kipper »RA30« und »RA40« – jeder
bringt seine eigenen Vorteile mit sich
41 | Kiesel | Der »KEX890LD-7« erweist
sich im Steinbruch als gewaltiges Kraftpaket,
das mit Produktivität und Leistung punktet
42 | Volvo CE | Ein großer 50-Tonner im Steinbruch:
»EC530E« beweist seine Zuverlässigkeit
und gleichzeitig eine hohe Produktivität
43 | HS-Schoch | Neuer Felstieflöffel soll
mit hoher Langlebigkeit, Produktivität und
Effizienz auftrumpfen können
44 | Sandvik | Entscheidend sind durchdachte
Konzepte: Mit einer Vielzahl an Sandvik-
Lösungen im Steinbruch unterwegs
46 | Liebherr Bischofshofen | Jubiläumsradlader
setzt Akzente im Steinbruch: »XPower«
überzeugt bei Betreiber mit Leistung
47 | Indeco | Der riesige Hydraulikhammer
»HP 12 000« wurde erfolgreich im Steinbruch
eingesetzt und beweist Produktivität
48
BLICKPUNKT
16 | Liebherr Telfs |
Trotz – oder gerade wegen – des
imposanten Bauma-Auftritts
im April lud Liebherr ein halbes
Jahr später Journalisten aus
aller Welt zur traditionellen
Baufachpressefahrt ein. Konkret
standen die Lösungen für die
Bereiche Erdbewegung und Materialumschlag im Fokus. Entsprechend ging es dieses Mal in das
österreichische Werk in Telfs, der Geburtsstätte von Liebherr-Planierraupen der Generation 8
und Teleskopladern der Generation 6. An Highlights wurde nicht gegeizt: Die Maschinen konnten
in echt, via Liebherr Remote Control System (»LiReCon«) und im Simulator bedient werden.
48 | Wirtgen | So sieht Elektrifizierung aus:
In Schweden kommt ein vollelektrischer
Anlagenzug von Wirtgen zum Einsatz
49 | XCMG | Kraftpaket auf Rädern: Neue
Radlader des chinesischen Herstellers sollen
Produktivität, Leistung und Effizienz steigern
50 | Eggersmann | Kürzlich wurde der erste
Prallbrecher für mobile Bauschuttaufbereitung
vorgestellt – leistungsstark und zuverlässig
52 | Jürgen Kölsch | Ein breites Portfolio mit
nach Karlsruhe gebracht: Neben dem »RM100X«
wurden viele weitere Maschinen vorgestellt
54 | Christophel | Das mobile Haldenband
»LF 520« von Telestack zeigt im Einsatz, wie
sich die Prozesse vereinfachen lassen
4 Dezember 2025 – Januar 2026
Inhaltsverzeichnis
62
44 67
55 | Wöhrl | Ein vollautomatisiertes Gesamtkonzept
für WWB Erddeponiegesellschaft
56 | VEI | Die Geiger-Gruppe hat
33 Radlader mit »HelperX«-
Wiegesystem ausgestattet
56
2 ABBRUCH & RECYCLING
60 | Zeppelin – Caterpillar | Zahlreiche
Cat-Maschinen kamen beim umfangreichen
Rückbau der Wo2-Brücke zum Einsatz
62 | Sennebogen | Der »830 E Demolition« sorgt für
Flexibilität sowie Effizienz beim Rückbau und kann mit
seiner Zuverlässigkeit und Produktivität punkten
64 | MBI | Die Kombischere »CC35R« stellt Leistungskraft
bei Abbrucharbeiten unter Beweis und erweist
sich gleichzeitig als vielseitiger Helfer im Abbruch
65 | Epiroc | »InSite«: Mittels Echtzeit-Tracking den
Standort von Anbaugeräten bestimmen und dadurch
viel Zeit und Aufwand einsparen
66 | Brokk | Faszinierende Technik bei Rückbauarbeiten
genutzt: Der neue Abbruchroboter »130+« punktet
mit hoher Leistungskraft
67 | Husqvarna CE | Die Abbruchroboter zeigen,
wie ein emissionsfreier Rückbau gelingt und wie flexibel
diese eingesetzt werden können
68 | Moerschen | Die raupenmobile Siebmaschine
»Terex EvoQuip Colt 600« zeigt sich mit starker
Leistungskraft und Effizienz im Einsatz
69 | ACDE | Starke Leistungsdaten treffen auf
durchdachtes Konzept: ACDE wurde kürzlich für
seinen Hydraulikhammer ausgezeichnet
70 | MB Crusher | Nachhaltiger sowie kosten- und
zeiteffizient: Zerkleinerungslösungen wie Brecherlöffel
spielen ihre Vorteile vor Ort klar aus
71 | EAG | Durchdacht, kompakt und produktiv: Das
Baustoff-Recyclingsieb »SBR 3« ist einfach, robust
und leistungsstark entwickelt worden
72 | Dappen | Sieblöffel: Aufbereitetes
Material dient direkt als Verfüllmaterial, was Geld
und auch Zeit auf der Baustelle sparen kann
73 | Bema | Kraftvoll, zuverlässig und hochwertig
gebaut: Neue Hochleistungs-Kehrmaschine
»85 Dual PowerMaster« wurde kürzlich vorgestellt
60
66
3 OEM & AFTERMARKET
74 | Handtmann | Hochmodernes Wärmepumpenmodul
kombiniert gezielt seine Energieeffizienz
mit durchdachter Nachhaltigkeit
75 | Schaeffler | Aus der Entwicklerschublade:
Elektromotoren für Fahrantriebe und Nebenaggregate
verschiedenster Branchen entwickelt
76 | Eberspächer | Um den Arbeitskomfort zu
erhöhen: Angenehme Temperaturen im Fahrerhaus
sind entscheidend – und technisch machbar
77 | Reyher | Ein umfangreiches Sortiment
an »MBN«-Schraublösungen wurde vorgestellt
78 | Bosch Rexroth | Offenes, Linux-basiertes
Betriebssystem »ctrlX OS« vorgestellt
79 | Kraemer | Aus über 500 Glasscheiben
die jeweils passende finden
80 | Buhr | Zahlreiche Marken und
vielfältiges Sortiment für die Baubranche
80 | Mann+Hummel | Digitaler Zugang
zu Filtrationslösungen für Erstausrüstung
82 | Mankiewicz | »Direct-to-Metal«-
System ist seit 30 Jahren am Markt vertreten
83 | Tyrolit | Neue Fräsmaschine
und Bodenschleifer vorgestellt
84 | Alfred Kärcher | Spektakulärer Arbeitseinsatz
in den USA: Schonende Dampfreinigung
des »Bronx Victory Memorial« in New York
84 | Josef Kränzle | Neues
Hochdruckreinigermodell
»K 1154 TST« vorgestellt
4 SONDERTHEMA:
REIFEN
86 | Triangle | Entwickelt wurden neue Off road-
Reifen sowie ein neues TPMS-System, was die
Sicherheit ebenso erhöht wie die Langlebigkeit
des jeweiligen Reifens
86
S. 85
88 | Pneuhage | Meilenstein: Im Oktober wurde
die beachtliche Produktionsmenge von einer
Million runderneuerter Reifen erreicht
90 | Continental | Neue Technik: Autonome
mobile Roboter übernehmen den innerbetrieblichen
Transport von Reifenrohlingen
92 | Bohnenkamp | Das Lieferprogramm umfasst
Reifen und Räder für den professionellen
Einsatz sowie ein 360°-Dienstleistungsspektrum
94 | Bridgestone | Ein breit gefächertes
Portfolio an OTR-Spezialreifen u. a. für den Hafenumschlag,
in Steinbrüchen und im Tunnelbau
94
95 | bauMAGAZIN | Was OTR-Reifen im Alltag
alles aushalten müssen
96 | Heuver | Neuen L5-Traktionsreifen
im Erdbewegungssegment vorgestellt
96 | SAF-Holland | Neuer, digitalisierter SAF »Tire
Pilot I.Q.« überwacht in Trailerreifen den Luftdruck
5 IT AM BAU
98 | LGL | Aktuelle amtliche Geoinformationen
lassen sich direkt und automatisiert in digitale
Baupläne integrieren – und das kostenfrei
100 | Webfleet | KI-gestützte Lösung für
vorausschauende Fahrzeugwartung vorgestellt
100 | Trimble | Funktionen zur herstellerübergreifenden
Nutzung von Entwürfen integriert
101 | bauMAGAZIN | Wie die Digitalisierung der
Baubranche vorangetrieben werden kann
6 BAU- & NUTZFAHRZEUGE
102 | Goldhofer | 36 Achslinien
und Seitenträgerbrücke an Collett übergeben
103 | Bott | Marktstart in der EU
für Van Guard Accessories durch Bott
104 | Kässbohrer | Die wichtigsten
Vorzüge der ausziehbaren Tieflader-Serie
106 | Krampe | Ein Klassiker der neuesten
Generation, der »BigBody 900«-Wannenkipper
107 | Sortimo | 80 mobile Werkstattanhänger
wurden für den THW ausgestattet
107 | Kröger | Neue Funktionen für
Hakenliftanhänger auf den Markt gebracht
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106
RUBRIKEN
108 | Aktuelles |
110 | Impressum |
110 | Redaktionsverzeichnis A – Z |
111 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |
6 Dezember 2025 – Januar 2026
Inhaltsverzeichnis
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Dezember 2025 – Januar 2026
12/25 – 01/26
EDITORIAL
Kein Bruchpilot –
aber auch kein Überflieger…
»Ready for take-off«: Lassen Sie uns die Tische hochklappen, das Handgepäck
verstauen, die Gurte festzurren und dann schleunigst zusehen, dass wir das von Turbulenzen
geprägte Jahr 2025 hinter uns lassen. Und falls es dann doch noch zum Absturz
kommen sollte, machen Sie sich keine Sorgen – dafür sind ja die Schwimmwesten da!
Nun gilt es, sich klug für 2026 zu
positionieren, keine Investitionen zu
scheuen und auf die eigene
Innovationskraft zu setzen.
ugegeben, nicht alles war schlecht:
Das Baujahr 2025 war geprägt von
einer starken Bauma in München
und davon, dass die Zahlen für Auftragseingänge
und Baugenehmigungen
nach langer Durststrecke wieder
steigen. Ein Höhenflug ist das zwar nicht, aber es
fühlt sich immerhin nach Aufwind an. Und um in
dieser mehr schlechten als rechten Flieger-Metapher
zu bleiben: Nachdem die geschol(z)tene
Ampelregierung bei der Bundestagswahl gehörig
abgestraft wurde, übernahm Hobbypilot Friedrich
Merz das Steuer im Kanzleramt. Und bei dem war
plötzlich vom »Bauturbo« die Rede und damit die
Bereitschaft, massiv in die deutsche Bauwirtschaft
zu investieren. Neben einem
umfassenden
Infrastrukturpaket
und neuen Förderanreizen
für den Sozial- und Wohnungsbau
soll vor allem das Militär
neuen Schub erhalten. Die Folge
dürften prallgefüllte Auftragsbücher
und damit der langersehnte Neustart sein.
In der Baubranche selbst spricht man bislang
jedoch eher von einem »Druckverlust«. Das
Machertum sei aufgrund der Milliardeninvestitionen
zwar in den Bundestag zurückgekehrt aber
noch warte man darauf, dass das Geld auch tatsächlich
in der Branche ankommt. Denn: Noch immer
erweisen sich die zähen Vergabeprozesse und das
unsägliche Bürokratie-Monster als Bremsklotz
der Bauindustrie. Während Brücken, Straßen und
Kasernen längst hätten gebaut werden können,
schlurfen die Investitionen munter vor sich her.
Oder anders ausgedrückt: Statt in den vollaufgetankten
Düsenjet zu steigen, haben wir uns bis auf
Weiteres für die gemütliche Fahrt im Heißluftballon
entschieden. Genau das bestätigen uns die vielen
Statements ab Seite 22: Im ersten Teil unserer
traditionellen Rubrik »Klartext« erhalten wichtige
Branchengrößen und -kenner die Möglichkeit, sich
exklusiv zur aktuellen Situation zu äußern. Konsens
ist, dass es in der Umsetzung krankt: Während
die Bauindustrie längst ihre Turbinen angeschmissen
hat, um 2026 wieder durchzustarten, rechnen
viele Geschäftsführer der Branche damit, dass der
»Impact« dieser gutgemeinten Turbo- Beschlüsse
noch weiter auf sich warten lässt. Grundsätzlich
gehe man nicht davon aus, dass das Baujahr 2026
die Schallmauer durchbricht, die Branche insgesamt
aber damit beginne, sich sukzessive zu berappeln.
Und das ist angesichts der weiterhin angespannten
geopolitischen Entwicklung weit mehr,
als wir uns alle noch zu Jahresbeginn 2025 erträumt
hatten. Das Fazit lautet: Lasst uns wieder mehr Mut
wagen. Nun gilt es, sich klug für 2026 zu positionieren,
keine Investitionen zu scheuen, auf eigene
Innovationskraft zu setzen und zielstrebig auf die
»Startbahn« zu rollen.
In diesem Sinne, »Prepare for departure«: Das
bauMAGAZIN-Team wünscht seinen Lesern sowie
allen Familienangehörigen und Mitarbeitern ein
gesundes und erfolgreiches neues Jahr!
Dan Windhorst,
Chefredakteur
8 Dezember 2025 – Januar 2026
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Dezember/Januar 2025
ZUM TITEL
Auf der Bauma 2025 wurde
der »QuiMo WL1600« erstmals
vorgestellt – unterstützt wurde
und wird das Projekt von igus.
»Segway« meets Radlader:
Mit »QuiMo« emissionsfrei
auf der Baustelle
IGUS – Das ist Innovationsgeist in Reinform: igus hilft dem Start-up »QuiMo«
dabei, den Alltag auf der Baustelle nachhaltig und emissionsfrei zu revolutionieren.
Und das Rezept hierfür lautet »›Segway‹ meets Radlader«: Dahinter
verbirgt sich ein einachsiges Multifunktionsfahrzeug, das den Baustellenalltag
als Baumaschine künftig kräftig durchwirbeln könnte. Der Kölner Motion-
Plastics-Experte igus unterstützt das Start-up als Sponsor mit Energieketten,
Leitungen und schmierfreien Gleitlagern. Das senkt den Wartungsbedarf und
ist eine wichtige Säule auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Baubranche.
Bauteile
Das Start-up verwendet bei
der Fertigung des »QuiMo«
die Energieketten und
Gleitlager von igus.
Wer in den vergangenen Jahren durch die Metropolen
dieser Welt geschlendert ist, sah immer
wieder Menschen auf außergewöhnlichen Fahrzeugen
an sich vorbeirauschen. Ausgestattet mit einem
Helm steuern sie »Segways« – motorisierte Einachsenfahrzeuge,
die sich durch die Verlagerung des
Gleichgewichts bewegen oder anhalten lassen. Zwar
ist die Produktion der rollenden Elektrofahrzeuge
mittlerweile eingestellt, das Konzept fasziniert Menschen
wie Jonas Heinzler aber nach wie vor. Bereits
2018 hatte der Elektrotechnik-Student an der Universität
Ulm die Idee, die innovative Technologie auf
Baumaschinen zu übertragen. Herausgekommen
ist »QuiMo« – kurz für Quick Motion. Bei »QuiMo«
handelt es sich um einen 2-Rad-Lader, der auf einer
Robotik-Plattform basiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Radladern wartet der »QuiMo« mit einer
Vielzahl an Vorteilen, vom geringen Gewicht bis
hin zur großen Wendigkeit, auf. Hinzu kommt ein
zuverlässiger Elektroantrieb, der aufgrund seiner
Emissionsfreiheit vor allem in Zukunft eine wichtige
Rolle im Bauwesen spielen dürfte. Da »QuiMo«
aber die erste Baumaschine ihrer Art ist, war Jonas
Heinzler bereits früh auf der Suche nach Unterstützung,
schließlich braucht es Unternehmen und Finanziers,
die an das innovative Konzept glauben.
Neben einer Vielzahl an Partnern aus der Industrie
und der Baubranche sponsert auch das Kölner
Unternehmen igus das junge Start-up mit den hauseigenen
Energieketten, einer Auswahl an »chainflex«-Leitungen
sowie den wartungs- und schmierfreien
»igutex« und »iglidur«- Gleitlagern.
Revolution auf zwei Rädern
Nach den ersten Ideen gründete Jonas Heinzler
2020 das Unternehmen »QuiMo«. »Wir dachten,
dass wir das niemals alleine machen können«, erinnert
sich der Initiator. Also suchte er sich Unternehmen
aus der Baumaschinenindustrie und stellte
das Konzept vor. Die winkten zwar ab, Heinzler
trieb das Projekt dennoch voran. Es folgten Partnerschaften
mit Unternehmen wie der Ulmer In-
Mach Intelligente Maschinen GmbH, die Steuerungssysteme
für die Serienausstattung der OEMs
von Arbeitsmaschinen und Anbaugeräten entwickelt.
Mittlerweile ist auch Heinzlers ehemaliger
Kommilitone Maximilian Wanner mitverantwortlich
für Elektrotechnik und Software der Maschine.
Tatkräftige Unterstützung erhalten die beiden von
10
Dezember 2025 – Januar 2026
Zum Titel
Wolfgang Rebholz, Stiefvater von Jonas Heinzler,
der nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Maschinenbauingenieur
bei einem großen Konzern nun als
Mentor fungiert. »Wir sind generationsübergreifend
ein gutes Team«, sagt Heinzler. Komplettiert
wird »QuiMo« durch den Ulmer Professor für Neuartige
Mobilitätslösungen, Michael Buchholz. Dieser
Schlagkraft ist es auch zu verdanken, dass »Qui-
Mo« nach dem Start eines Förderprojekts im Januar
2024 nur ein Jahr gebraucht hat, um einen Prototypen
zu entwickeln. »Fast in Rekordzeit«, zeigt
sich Jonas Heinzler stolz.
Kein Platz für Schmierung
Die schnelle Prototypentwicklung liegt auch an der
Unterstützung durch Sponsoren wie igus. Die Produkte
des Unternehmens lösen eine Vielzahl an Herausforderungen
für das junge Start-up, was vor allem
in der Wartungs- und Schmierfreiheit begründet
liegt. Denn wo eine Schmierung stattfinden
muss, dort entsteht ein Aufwand, der rund um den
»QuiMo« nicht leistbar ist. »Ursprünglich dachten
wir daran, Gelenke mit Schmiernippeln zu schmieren.
Dafür ist im ›QuiMo‹ allerdings gar kein Platz«,
meint Wolfgang Rebholz. Hinzu kommt die Umweltproblematik,
denn bereits ein ausgetretener
Tropfen Öl kann im schlimmsten Fall bis zu 600 l
an Wasser verunreinigen. In Zusammenarbeit mit
igus haben sich die Konstrukteure für zwei zylindrische
Gleitlagerserien entschieden. Sie kommen in
den Gelenken und Bolzenverbindungen zum Einsatz.
Das »igutex TX1«-Gleitlager bietet laut Hersteller
eine sehr hohe Tragfähigkeit bei hohen Radiallasten
in Kombination mit guter Abriebfestigkeit.
Aufgrund einer Langfaserwicklung ist es formstabil
und aufgrund seiner hohen Schmutz- sowie Medienbeständigkeit
besonders für den Einsatz auf
der Baustelle geeignet. Das Gleitlager »iglidur Z«
vereint laut igus Druckfestigkeit mit hoher Elastizität
und wurde speziell für extreme Bedingungen
entwickelt. Die Buchsen sind für Temperaturen bis
250 °C geeignet. »Die Gleitlager waren die optimale
Lösung für viele unserer anfänglichen Probleme«,
erinnert sich Rebholz.
Die igus-Produkte sind ein zentraler Teil der rapiden
Prototypenentwicklung. Für Jonas Heinzler gehört
aber auch der enge Kontakt zu Volker Raither
dazu, dem für »QuiMo« zuständigen technischen
Verkaufsberater bei igus. »Immer wenn ich angerufen
habe, habe ich direkt Hilfe bekommen«, weiß er.
Der junge Unternehmer ist voll von den Produkten
der Kölner überzeugt: »igus ist als Marktführer für
die bewegte Energieführung in Deutschland die erste
Wahl.« Den igus-Mitarbeiter Volker Raither freut
vor allem die Innovationsoffenheit. »Wir kennen
die Baumaschinenbranche gut und ich kann versichern,
dass das Konzept sehr innovativ ist«, erläutert
er. Gerade die Elektrifizierung halte konstant
Einzug in die Baumaschinenindustrie.
E-Baumaschine? Kein Problem
Bereits zur Bauma in München stellte »QuiMo« sein
gleichnamiges Produkt erstmals der Öffentlichkeit
vor. Der »QuiMo WL1600« war am Stand der In-
Mach Intelligente Maschinen GmbH zu sehen. Aufgrund
seines Elektromotors kommt »QuiMo« komplett
ohne Emissionen für Abgase und Geräusche
aus – im Gegensatz zu herkömmlichen Radladern,
die nach wie vor überwiegend einen Dieselantrieb
benötigen. »Wir zeigen, dass es elektrisch geht –
auch bei Baumaschinen«, versichert Jonas Heinzler.
Wegen seines Aufbaus ist »QuiMo« überdies
sehr wendig, leicht und geländegängig. Selbst bei
engsten Platzverhältnissen kann sich »QuiMo« um
360° drehen. Der Radlader ist in Leichtbauweise
umgesetzt, das Verhältnis von Nutzlast zu Eigengewicht
ist eins zu eins, was auch den Transport
zur Baustelle enorm vereinfacht. Für »QuiMo« geht
es aktuell in die heiße Phase: Man möchte die Maschine
nun zur Marktreife zu bringen. Dabei geht
es auch um die kontinuierliche Weiterentwicklung
der Technologie. Jonas Heinzler ist sich sicher, dass
er weiter eng mit Sponsoren wie igus zusammenarbeiten
möchte. »Wir wollen die Partnerschaft mit
igus auch in der Serienfertigung weiterführen«,
sagt der Schwabe.
d
IGUS (3)
igus steuert zum »QuiMo« sowohl die
hauseigenen Energieketten als auch
Leitungen und Gleitlager bei.
2-Rad-Lader
Bei »QuiMo« handelt es sich um
einen 2-Rad-Lader, der auf einer
Robotik-Plattform basiert.
Im »QuiMo« wurden Energieketten
von igus verbaut – das Unternehmen
unterstützt damit das Start-up.
Stabil und schnell montiert
Neben den Gleitlagern fand »QuiMo« zudem
die passenden Leitungen für den
Radlader im igus-Sortiment. Verbaut
sind Motor-, Steuer-, Daten- und Busleitungen
aus der »chainflex«-Serie, die speziell
für den dauerbewegten Einsatz konzipiert
sind. Die Einsatzmöglichkeiten
sind vielfältig: Mit einer großen Auswahl
an Mantelwerkstoffen und unterschiedlichen
Biegeradien bis 3xd erhalten Anwender
hohe Flexibilität. Zur Führung der
»chainflex«-Leitungen nutzt »QuiMo« die
»e-kette E4.48l« von igus. Mit einer Innenhöhe von
48 mm und dem einfach zugänglichen Innenraum
ist sie für eine Vielzahl an Anwendungen geeignet.
Zum Titel Dezember 2025 – Januar 2026 11
NAMEN & NEUIGKEITEN
Wacker Neuson SE bestätigt Gespräche
zu Übernahme durch Doosan Bobcat
WACKER NEUSON – BOBCAT – Kürzlich teilte Wacker Neuson mit, dass sich der Vorstand
in Gesprächen mit Bobcat befindet – und die Diskussion darüber, ob ein Mehrheitserwerb
sowie die Übernahme durch Bobcat in Betracht gezogen wird, scheint durchaus fortgeschritten.
Nun gilt es zu hinterfragen, ob und wie sich beide Unternehmen einigen können
und wie ein künftiges Wirken aussehen könnte. Die Meldung ging, so Wacker Neuson, aus
einer Berichterstattung von EQS News, einem Service der EQS Group, hervor.
In einem offiziellen Statement
seitens Wacker
Neuson heißt es: »Vor
dem Hintergrund aktueller
Presseberichterstattung
bestätigt die
Wacker Neuson SE,
dass sich der Vorstand in fortgeschrittenen Gesprächen mit Doosan Bobcat Inc. über den möglichen
Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Wacker Neuson sowie eine öffentliche Übernahme
von Wacker Neuson durch Doosan Bobcat befindet. Doosan Bobcat erwägt, Aktien im Umfang
von rund 63 Prozent des Grundkapitals von Großaktionären der Wacker Neuson zu erwerben
und ein öffentliches Übernahmeangebot in Form eines Barangebots an alle außenstehenden
Aktionäre von Wacker Neuson abzugeben.« Ob es tatsächlich zu einem Verkauf der Aktien der
Großaktionäre und zu einem öffentlichen Übernahmeangebot kommt, ist für Wacker Neuson
derzeit nicht abzusehen. Wacker Neuson werde den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über
den Fortgang auf dem Laufenden halten.
d
ÜBERNAHME
Bohnenkamp plant die Übernahme
des französischen Großhändlers Copadex
BOHNENKAMP – Die Bohnenkamp SE hat einen Vertrag zur Übernahme sämtlicher
Geschäftsanteile am französischen Großhandelsunternehmen SAS Copadex zum
Ende des Jahres unterzeichnet. Das gaben Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der
Bohnenkamp SE, sowie der Copadex-Inhaber Bruno Clairay bekannt.
Die SAS Copadex mit Sitz im rund 100 km südlich von Paris gelegenen Châlette-sur-Loing
ist seit 1980 im französischen Markt aktiv. Das Unternehmen hat sich als etablierter Partner
im Ersatz- und Erstausrüstungsgeschäft für Reifen und Räder im landwirtschaftlichen
und gewerblichen Bereich einen Namen gemacht. Mit rund 80 Mitarbeitenden und einer
Lagerfläche von rund 30 000 m² versorgt Copadex seine Kunden mit einem breiten Sortiment
namhafter Hersteller. Die Bohnenkamp SE wurde vor 75 Jahren in Osnabrück gegründet
und gehört heute laut eigener Aussage zu den führenden europäischen Großhändlern
für Reifen und Räder im Bereich Off-Highway und Transport. Mit der Übernahme von
Copadex macht Bohnenkamp nun auch den Schritt in den größten Agrarmarkt Europas.
»Copadex ist ein gewachsenes Unternehmen mit einer erfahrenen, engagierten Mannschaft,
die ihren Markt bestens kennt und lebt. Dieses Wissen und diese Leidenschaft
sind eine hervorragende Basis für gemeinsames Wachstum«, erklärt Gregor Rüth die
Entscheidung. Für die Inhaberfamilie Clairay stand bei der Entscheidung über die Nachfolge
die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden im Mittelpunkt. »Copadex
wurde 1980 von meinem Vater gegründet. Für mich war es eine Herzensangelegenheit,
frühzeitig die Weichen für eine stabile und nachhaltige Zukunft zu stellen«, erklärt Bruno
Clairay. »In den Gesprächen mit Bohnenkamp haben wir schnell gemerkt, dass uns nicht
nur das Produktportfolio, sondern auch Werte und Unternehmenskultur verbinden. Ich
bin überzeugt, dass Standort und Team innerhalb der Bohnenkamp-Gruppe hervorragend
aufgestellt sind.« d
DAIMLER TRUCK
Neues Customer Experience
Center (CEC) eröffnet
DAIMLER TRUCK – Mercedes-Benz Trucks hat sein
bisheriges Kunden-Center grundlegend erneuert
und als Customer Experience Center (CEC) umgestaltet.
Ziel ist es, den Kunden noch stärker in
den Fokus zu rücken sowie Marke und Produkte
erlebbar zu machen. Bereits nach drei Monaten
Planungsphase startete das Umbauprojekt im laufenden
Betrieb.
Innerhalb von rund fünf Monaten wurden sämtliche
Baumaßnahmen durch insgesamt 14 verschiedene
Gewerke umgesetzt: vom neuen Bodenbelag bis zur
Die feierliche Eröffnung des neuen CEC.
maßgefertigten Möblierung. Ein moderner Ort ist entstanden,
der Begegnung, Beratung und Inszenierung
vereint, wie das Unternehmen mitteilt. »Das neue
Customer Experience Center ist Ausdruck unserer Haltung:
Wir stellen den Kunden konsequent in den Mittelpunkt
unseres Handelns«, sagt Jean-Marc Diss, Leiter
Global Sales & Marketing Mercedes-Benz Trucks. »Hier
verbinden wir unsere Geschichte mit dem Blick nach
vorn.« Die Neugestaltung umfasst alle zentralen Bereiche
des CEC unter Berücksichtigung der aktualisierten
Markenwerte Zuverlässigkeit, Partnerschaft und Fortschritt
sowie des bekräftigten Versprechens »Trucks
you can trust«. Im Eingangsbereich begrüßt eine
großformatige LED-Wand neben einem historischen
Lkw aus dem Jahr 1896, Symbol für Innovationskraft
seit fast 130 Jahren, die Besucher. Von hier gelangt man
direkt in die Brand World, wo großformatige Leuchtkästen
vor tiefschwarzem Hintergrund eindrucksvoll
die neuen Markenwerte präsentieren. Die History Wall
führt von dort über eine Strecke von 20 m bis zum Restaurant
– ein chronologischer Rundgang durch die Firmengeschichte
mit spannenden Geschichten aus der
Gegenwart bis in die Vergangenheit zum ersten Daimler
Truck 1896. Rechts vom Foyer öffnet sich der Zugang
zur rund 600 m² großen »eActros 600«-Experience
World. Dort erleben Besucher anschaulich, wie Mercedes-Benz
Trucks Elektromobilität und Zukunftstechnologien
vorantreibt.
d
12
Dezember 2025 – Januar 2026
Namen & Neuigkeiten
Präsenz weiter ausbauen:
HKL Baumaschinen übernimmt
Aicheler Baumaschinen Service in Herrenberg
HKL BAUMASCHINEN – Mit der Übernahme möchte HKL Baumaschinen
seinen erfolgreichen Wachstumskurs weiter fortführen: Zum 1. November
hatte das Unternehmen den Standort der Aicheler Baumaschinen
Service GmbH (Aicheler) in Herrenberg mit allen Mitarbeitern übernommen
und wird diesen künftig als HKL Center Herrenberg weiterführen.
Damit verdichtet HKL laut eigener Aussage sein Centernetz in
Baden-Württemberg, stärkt die Kundennähe und Effizienz und bietet ein
noch breiteres Serviceangebot.
Andreas Schilling, HKL-Niederlassungsleiter Stuttgart, erklärt: »Mit dem
neuen Center in Herrenberg bauen wir unsere Präsenz in Baden-Württemberg
gezielt aus. Die Nähe zu unseren Kunden ist für uns entscheidend – sie bildet
die Grundlage für partnerschaftliche Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen
und nachhaltigen Erfolg.« Seit über 30 Jahren sei Aicheler mit seinen Standorten
in Stockach und Herrenberg für technische Kompetenz, Flexibilität und
Service auf höchstem Niveau bekannt. Diese Stärken sollen künftig durch HKL
ausgebaut werden. Für die Kunden bedeutet die Übernahme und Weiterführung
des Standorts als HKL Center Herrenberg eine deutlich größere Auswahl an
Maschinen und Geräten, noch mehr Leistungsfähigkeit und Servicekompetenz
sowie kürzere Wege und schnellere Reaktionszeiten. Die bekannten Ansprechpartner
bleiben erhalten und werden durch die Expertise von HKL ergänzt. HKL
Baumaschinen steht laut eigener Angaben »seit 55 Jahren für hochwertige
HKL übernimmt Aicheler Baumaschinen Service.
Qualitätsprodukte, einfache Mietvorgänge, transparente Abläufe und höchste
Zuverlässigkeit«. Das Unternehmen entwickle sein vorhandenes Portfolio stets
dynamisch weiter – nachfrageorientiert, verantwortungsvoll und mit Augenmaß.
Durch die Eröffnung neuer Center sowie durch gezielte Übernahmen von Baumaschinenvermietern
und Servicestandorten wachse HKL stetig weiter. Das
inhabergeführte Unternehmen betreibt heute über 180 Center mit angegliederten
Baushops. Gleichzeitig hat HKL Baumaschinen kürzlich bekannt gegeben,
dass das Unternehmen auch weiterhin Partner des HSV bleiben möchte. In einer
offiziellen Mitteilung heißt es: »Die HKL Baumaschinen GmbH und der Hamburger
SV setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Die Partnerschaft betont
gemeinsame Werte wie Verlässlichkeit und Beständigkeit – zentrale Leitlinien,
die den HSV und HKL seit Jahrzehnten prägen. Bestandteil der Partnerschaft
sind unter anderem Werberechte im Bereich Bandenwerbung und Banner.« Auch
HKL betont die enge Verbindung: »Starke Teams erkennt man an gemeinsamen
Werten, genau das verbindet uns mit dem Hamburger SV: Qualität, Beständigkeit
und der unbedingte Wille, das Beste zu geben«, so Ulf Böge, Leiter der Unternehmenskommunikation
der HKL Baumaschinen GmbH.
d
HKL
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BELL & KIESEL
LKW WAR GESTERN.
Namen & Neuigkeiten Dezember 2025 – Januar 2026 13
NAMEN & NEUIGKEITEN
Bobcat klagt an, dass
Caterpillar mehrere Patente
verletzt haben soll.
ADOBE STOCK
Bobcat reicht Klage gegen Caterpillar ein
DOOSAN BOBCAT – Kürzlich
hat die Bobcat Company darüber
informiert, dass mehrere Patentverletzungsklagen
gegen die
Caterpillar Inc. eingereicht wurden
– sowohl in den USA und
Deutschland als auch beim Patentgericht
der Europäischen Union
(EU). Der Vorwurf: Caterpillar soll
insgesamt 14 Patentrechte verletzt
haben, die sich insbesondere
auf den Kompaktmaschinen- und
Komponentensektor von Bobcat
beziehen. Das bauMAGAZIN hat
Caterpillar um eine Stellungnahme
gebeten – der US-amerikanische
Baumaschinenhersteller
teilte uns mit, dass man sich zu
keinem laufenden Verfahren
äußern werde.
In einer offiziellen Stellungnahme von Bobcat heißt
es: »Die Bobcat Company ergreift diese rechtlichen
Schritte, um unsere patentierten Technologien zu schützen,
den fairen Wettbewerb zu verteidigen und die Handwerkskunst
zu bewahren, die unser Unternehmen seit
mehr als 65 Jahren auszeichnen«, so Lukas Jungbauer,
Communication Lead der Doosan Bobcat EMEA. »Die
14 streitgegenständlichen Patente von Bobcat ermöglichen
Funktionen wie Manövrierfähigkeit, Leistung, Performance
und Effizienz. Sie sind grundlegend für die Stärke,
Vielseitigkeit und Präzision unserer Maschinen sowie für
die Zukunft der Innovationen von Bobcat, treiben den
Fortschritt in unserer gesamten Produktpalette voran
und machen jede Maschine würdig, die Marke Bobcat
zu tragen.« In einer von Bobcat zur Verfügung gestellten
Zusammenfassung der Klage spricht Bobcat insbesondere
von Patentrechtsverletzungen, die sich auf den Kompaktlader-Sektor
beziehen. Dort heißt es: »CAT ist erst
spät in den Markt für Kompaktlader eingestiegen. Das
Unternehmen begann erst 1999 mit der Herstellung von
Kompaktladern – etwa 40 Jahre, nachdem Bobcat diesen
Markt geschaffen hatte.« Eine weitere brisante Aussage:
»Anstatt selbst innovativ zu sein, hat CAT beschlossen, die
Innovationen von Bobcat zu übernehmen, um zu versuchen,
auf dem Markt für Kompaktlader und Kompaktmaschinen
im Allgemeinen in unlauterer Weise mit Bobcat zu
konkurrieren. Dies ist leider ein Muster bei CAT.« Bei den
in der Klage genannten Maschinen handelt es sich laut
Bobcat um bestimmte Kompaktlader, kompakte Raupenlader,
Bagger, Radlader sowie Planierraupen und deren
Komponenten. In diesem Zusammenhang beantragt
Bobcat nun eine dauerhafte Unterlassungsverfügung,
Lizenzgebühren sowie ein Urteil, dass die Beklagten direkt
und / oder indirekt die geltend gemachten Patente verletzt
hätten. Überdies beantragt Bobcat eine sogenannte
begrenzte Ausschlussverfügung, die die Einfuhr von den
aufgeführten Maschinen und deren Komponenten in die
USA untersagt. Im Raum steht aktuell aber auch die Forderung
nach einer Entschädigung in angemessener Höhe
– und genau hier könnte es im Falle eines Schuldspruchs
teuer werden, wie ein anderer Patentstreit aus der Vergangenheit
belegt. Im Jahr 2017 warf Wirtgen dem Baumaschinenhersteller
Caterpillar laut Nachrichtenagentur
Reuters vor, diverse Patente im Zusammenhang mit der
Kaltfräsentechnologie zur Sanierung von Straßenoberflächen
verletzt zu haben. Eine Jury im Bundesgericht im
US-Bundesstaat Delaware soll 2024 festgestellt haben,
dass die Straßenfräsenmaschinen von Caterpillar fünf
von sechs Patenten von Wirtgen verletzt hätten. Die Jury
befand außerdem, dass Caterpillars Rechtsverletzung
»vorsätzlich« gewesen sei, was die geforderte Schadenersatzhöhe
verdreifachen könne. Wichtiger Hinweis
der Redaktion: Wichtiger Hinweis der Redaktion: Zur
Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht hat das
bauMAGAZIN noch vor Veröffentlichung dieser Meldung
den Baumaschinenhersteller Caterpillar kontaktiert, um
Stellung zu den im Raum stehenden Vorwürfen zu beziehen.
Eine offizielle Stellungnahme seitens Caterpillar
bleibt bislang aus, man teilte uns mit, dass Caterpillar
laufende Verfahren unkommentiert lasse. Überdies bleibt
nun abzuwarten, wie das US-Bezirksgericht (Bundesstaat
Texas), die US-amerikanische »International Trade
Commission«, das deutsche Bezirksgericht sowie das
Einheitliche Patentgericht der EU auf die Einreichung
der Klage reagieren werden. Das bauMAGAZIN wird Sie
hierbei auf dem Laufenden halten.
d
14
Dezember 2025 – Januar 2026
Namen & Neuigkeiten
Case ernennt Francesca Asteggiano
zur neuen Vertriebsleiterin für Europa
CNH – Seit November ist Francesca Asteggiano nun die neue Vertriebsleiterin bei
Case Construction Equipment für Europa. Neben großen Engagement bringt Asteggiano
auch eine langjährige Erfahrung mit und kann das Unternehmen damit gezielt stärken.
Francesca Asteggiano bringt über 17 Jahre Erfahrung
im B2B-Sektor mit und verfügt laut Case
Construction Equipment über eine ausgeprägte
Expertise in strategischer und kommerzieller
Führung. Ihr umfassendes Branchenwissen und
ihre kundenorientierte Arbeitsweise werden laut
Case »entscheidend dazu beitragen, unser Händlernetz
zu unterstützen und das Wachstum in den
europäischen Märkten voranzutreiben«. Die frisch
ernannte Vertriebsleiterin hierzu: »Ich fühle mich
geehrt, diese neue Rolle zu übernehmen, und freue
mich darauf, eng mit unserem Händlernetz zusammenzuarbeiten,
um unsere Marke zu stärken und
unseren Kunden Mehrwert zu bieten. Gemeinsam
werden wir weiterhin eine starke und wettbewerbsfähige
Präsenz in ganz Europa aufbauen.« Case
Construction Equipment vertreibt auf der ganzen
Francesca Asteggiano.
Welt ein komplettes Angebot verschiedenster Baumaschinen,
darunter Baggerlader, Raupen- und
Mobilbagger, Motorgrader, Radlader, Kompaktlader, Raupenkompaktlader und Stapler. Über
das internationale Händlernetz möchte Case dem Markt eine professionelle Partnerschaft mit
leistungsfähigen Maschinen und einem guten Kundendienst bieten.
d
CNH
BKT stärkt globale OE-Strategie
mit neuen Führungskräften
BKT – Der Spezialist für Off-Highway-Reifen,
Balkrishna Industries Ltd, baut seinen Geschäftsbereich
Original Equipment (OE) durch die Ernennung
von drei neuen Führungskräften für Frankreich
und Südamerika weiter aus. Dies sei laut
Unternehmen ein weiterer Schritt im Hinblick auf
die langfristigen Ziele von BKT, die in der Wachstumsvision
und der strategischen Roadmap des
Unternehmens für 2030 dargelegt seien.
Diese Maßnahme unterstreiche BKTs Engagement,
durch den Ausbau in Schlüsselmärkten
ein weltweit führender und zuverlässiger Partner im
OE-Kanal zu werden. Ziel der Expansion ist es, durch
verstärktes technisches Engagement und eine enge
Zusammenarbeit mit dem gesamten OEM-Ökosystem
eine stärkere Markenpräsenz aufzubauen. BKT
zeigt sich stolz, die Ernennung von Rémi Morin zum
Jörg Olschimke wurde zum neuen
Geschäftsführer der Rototilt GmbH ernannt
ROTOTILT – Jörg Olschimke hat zum 1. Oktober die Geschäftsführung der Rototilt GmbH in
Wörth an der Donau übernommen. Er folgt auf Wolfgang Vogl, der nach zwölf erfolgreichen
Jahren im Unternehmen künftig den globalen Ausbau der »Open-S«-Initiative verantwortet.
Der Bauingenieur Jörg Olschimke bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im technischen Vertrieb
und in der strategischen Geschäftsentwicklung mit. Zuletzt war er bei Wacker Neuson für
den süddeutschen Raum verantwortlich. »Nun als Teil eines Familienunternehmens die starke
Marktposition von Rototilt in der DACH-Region
weiter auszubauen und Innovationen im Sinne
unserer Kunden voranzutreiben, empfinde ich als
spannende Aufgabe«, sagt Olschimke. »Ich freue
mich darauf, unsere Kunden und Händler persönlich
kennenzulernen und die gewachsenen Partnerschaften
gemeinsam weiterzuentwickeln.« Auch
die Unternehmensleitung begrüßt den Wechsel:
»Mit Jörg Olschimke gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit,
die unser Geschäft versteht und die
Nähe zum Handel lebt«, betont Stefan Bergström,
Vice President Sales & Marketing der Rototilt Group
AB. »Er wird wichtige Impulse für Wachstum und
Marktentwicklung in der DACH-Region setzen.« Mit
dem Wechsel in der Geschäftsführung und der Stärkung
des Teams durch einen zusätzlichen Gebietsverkaufsleiter,
Viktor Eberhardt für Süddeutschland
und Österreich, stellt sich Rototilt in Deutschland
strategisch für künftiges Wachstum auf. d Jörg Olschimke.
ROTOTILT
BKT
(v. l. n. r.) Remi Morin, Lincoln Sugimo, Cadu Accica.
Brand Specification Manager bekannt zu geben. In
dieser Schlüsselrolle bringt Rémi Morin mehr als
zwölf Jahre Erfahrung und Führungserfahrung in
den Bereichen Smart Farming, Mobilität und Innovation
mit. In seiner neuen Aufgabe wird Morin BKTs
strategische Beziehungen zu den Traktorhändlern in
Frankreich leiten, wo BKT bereits eine starke Position
bei den Erstausrüstern und Endverbrauchern innehat
und im Ersatzteilmarkt führend ist. Im Rahmen des
globalen OE-Einsatzes des Unternehmens und mit
dem Ziel, die Geschäftstätigkeit in dieser wichtigen
Region auszuweiten, teilt BKT überdies den Zuwachs
zweier erfahrener Führungskräften für Südamerika
mit. Der erste ist Cadu Accica, der zum Head OEM
South America ernannt wurde und 19 Jahre Erfahrung
in der Spezialreifenbranche mitbringt. Bei BKT
wird Cadu Accica die OE-Partnerschaften leiten und
durch Kundennähe und langfristige Zusammenarbeit
einen Mehrwert schaffen. Der zweite Neuzugang
ist Lincoln Sugimoto, der als OEM Technical Manager
South America bei BKT eintritt. Mit einem starken
Hintergrund in den Bereichen Engineering und Projektmanagement
und 15 Jahren Berufserfahrung
unterstütze er BKT mit neuer Kraft. Insgesamt zeigt
BKT, dass man sich zukunftsfähig aufstellen möchte,
wichtige Positionen stärkt und versucht, sich in
bestimmten Märkten noch stärker aufzustellen.d
Namen & Neuigkeiten Dezember 2025 – Januar 2026 15
IM BLICKPUNKT
Feste Bestandteile der Marktgemeinde Telfs:
die 2 662 m hohe »Hohe Munde« und die 1976
gegründete Liebherr-Werk Telfs GmbH.
THOMAS SEIBOLD (6)
Das große Ganze
LIEBHERR-WERK TELFS – Trotz – oder gerade wegen – des imposanten
Bauma-Auftritts ließ es sich Liebherr ein halbes Jahr später nicht nehmen, Journalisten
aus aller Welt im Rahmen der traditionellen Baufachpressefahrt ergänzend
ein praxisnahes Technik-Update zu geben. Konkret standen die Lösungen
für die Bereiche Erdbewegung und Materialumschlag im Fokus. Entsprechend
ging es dieses Mal in das österreichische Werk in Telfs, die Geburtsstätte von
Liebherr-Planierraupen der Generation 8 und Teleskopladern der Generation
6. Auch die Redaktion des bauMAGAZIN war mit dabei und konnte sich vor Ort
nicht nur von einer hohen Fertigungstiefe überzeugen, sondern auch ein Gefühl
dafür bekommen, wie sich die Maschinen in echt, via Liebherr-Remote-
Control-System (»LiReCon«) und im Simulator bedienen lassen.
Thomas Seibold
Bereits im Vorfeld war klar, dass bei dieser internationalen
Baufachpressefahrt über den technischen
Bereich hinaus an Schauwerten nicht gegeizt
wird. Denn der Standort Telfs in Tirol am Fuß
der 2 662 m hohen »Hohe Munde« ist aufgrund seiner
Lage sommers wie winters auch bei Touristen
beliebt. Zudem war die Unterbringung im nahegelegenen
Interalpen-Hotel Tyrol organisiert. Dieses
gehört seit seiner Eröffnung im Jahre 1985 zu
Liebherr und ist Teil von einem der insgesamt 13
Geschäftsbereiche der Firmengruppe (das bauMA-
GAZIN berichtete in Ausgabe 12/24 ab Seite 18). In
dem Zusammenhang war es quasi selbstverständlich,
dass sowohl im Hotel als auch im Telfser Werk
Liebherr-Kühlschränke zu finden waren. Warum
das erwähnt wird? Bereits daran wird offensichtlich,
wie wichtig bei Liebherr der Blick aufs Ganze
ist und wie sich Effizienzgewinne durch das
Zusammenspiel ineinandergreifender Lösungen
ergeben.
Das wurde im Anschluss vor allem bei der Pressekonferenz
mit Steffen Günther, Managing Director
und Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International
AG, Joachim Strobel, Managing Director
Sales Liebherr-EMtec GmbH, und Martin Längle,
Managing Director Sales Liebherr-Werk Telfs
GmbH, bei der Präsentation der Halbjahreszahlen
deutlich. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen
konnte zur Jahresmitte mit einem Gesamtumsatz
von 7,08 Mrd. Euro ein Plus von 0,6 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt werden.
Hier zahlte sich die Strategie der vielen
Standbeine aus: Rückgänge in einigen Geschäftsbereichen
ließen sich durch Zuwächse
in anderen ausgleichen. Da nach Erscheinen
dieser bauMAGAZIN-Ausgabe demnächst die
16
Dezember 2025 – Januar 2026
Im Blickpunkt
LIEBHERR
Gesamtzahlen für 2025 vorliegen werden, wird
sich zeigen, ob das seit 2021 kontinuierliche
Wachstum mit einem abermaligen Rekordumsatz
fortgeführt wird. Liebherr ist sich durchaus
der schwierigen Lage in den Geschäftsjahren
2025/2026 bewusst und legt auch nach zehn Jahren
Wachstum der Baubranche die Hände nicht in
den Schoß: Die Zeit werde entsprechend genutzt,
um sich auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten.
Aus technischer Sicht unternimmt Liebherr
jedenfalls alles dafür, soviel sei als Fazit des
Besuchs in Telfs schon vorweggenommen.
Standort Telfs wird 50 Jahre alt
Ein Wort zum Standort an sich: Dieser feiert 2026
übrigens sein 50-jähriges Bestehen. Gegründet
wurde die Liebherr-Werk Telfs GmbH für die Serienfertigung
von Planierraupen im Jahr 1976.
Bereits zwei Jahre später konnte die erste hydrostatisch
angetriebene Laderaupe präsentiert werden.
Seitdem wird das Portfolio permanent an die
Anforderungen der Branche angepasst und ausgebaut.
Heute umfasst es sieben Planierraupentypen,
zwei Laderaupenmodelle, verschiedene Teleskoplader,
darunter seit 2018 auch alle Modelle
der »Scorpion«-Reihe von Claas, und Rohrleger
für den Pipelinebau. Jährlich verlassen rund
3 000 Maschinen das Werk. Auch in den Standort
selbst wird investiert: 2023 wurde ein neues
Logistikzentrum mit vollautomatisiertem
Lagersystem in Betrieb genommen
(das bauMAGAZIN berichtete in Ausgabe
09/23 ab Seite 18). Zum Zeitpunkt des
Besuchs verfügte dieses über 41 180 Lagercontainer
und 16 200 Europaletten.
Und um die Produktion der Generation
8 zu unterstützen, hat Liebherr die
Fertigungskapazitäten erweitert sowie
die Montagelinien modernisiert
und energieeffiziente Produktionstechnologien
eingeführt.
»Hands on« für Praxiserfahrungen
Nach dem Rundgang durch das Lager ging es dann
auch gleich vorbei am Paradestück der Generation
8 und größten Planierraupe im Portfolio: einer
»PR 776«. Der Rundgang über den Auslieferungsbereich
neuer Maschinen – laut Liebherr alle verkauft,
auf Halde wird nicht produziert – führte
zum »Hands on« und damit zum ersten Praxisteil.
Zur Verfügung standen ein 105 kW starker
und 7,54 t schwerer Teleskoplader »T 38-7s« sowie
zwei Raupen vom Typ »PR 726« (125 kW, 17,5 bis
20,8 t mit »LiReCon«) und »PR 736« (160 kW, 21,2
bis 25,5 t). Los ging es mit dem neuen Teleskoplader.
Maschinen wie diese stehen derzeit herstellerübergreifend
bei den Kunden hoch im Kurs und
stellen einen Wachstumsmarkt dar. Mit der Generation
6 will Liebherr sein Bekenntnis zu Leistung,
Sicherheit und Bedienerkomfort unterstreichen.
Nach der kurzen Testfahrt scheint dies in
jeder Hinsicht gelungen zu sein, für intensivere
Einsätze waren sowohl nicht ausreichend Zeit als
auch Platz.
Soviel war zu bemerken: Der hydrostatische
Fahrantrieb, ein charakteristisches Merkmal aller
Liebherr-Teleskoplader, steht jedenfalls auch
bei den Modellen der Generation 6 für eine hohe
Wendigkeit und effiziente Kraftübertragung.
Die Tragfähigkeit von
bis zu 4,2 t bei den
50 Jahre
Die Liebherr-Werk Telfs GmbH
feiert 2026 ihr 50-jähriges
Bestehen. Gegründet wurde sie
für die Serienfertigung von
Planierraupen im Jahr 1976.
Die Liebherr-Planierraupe
»PR 736« hat eine Leistung
von 160 kW und wiegt je nach
Ausstattung 21,2 bis 25,5 t.
Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 17
IM BLICKPUNKT
Sowohl die Teleskoplader als
auch Planierraupen werden
in zwei Produktionslinien
hergestellt – und zwar jeweils
nach Auftragseingang
und nicht nach Modelltyp.
3 000
Maschinen
In Telfs werden jährlich rund
3 000 Maschinen hergestellt
– und das mit einer
hohen Fertigungstiefe.
»S«- Modellen wurde im Vergleich zu den Vorgängermodellen
um bis zu neun Prozent erhöht. Diese
Verbesserung unterstreicht die kontinuierliche
Weiterentwicklung im Werk Telfs, wo die Liebherr-Ingenieure
an jedem Detail gefeilt haben –
von der hydraulischen Präzision bis zur strukturellen
Steifigkeit. Die Kombination aus bewährten
Komponenten mit intelligenten Assistenzsystemen
bietet den Kunden daher »eine ideale Balance
zwischen technologischem Fortschritt und langfristiger
Zuverlässigkeit«.
Eine zentrale Rolle im Konzept der Generation
6 spielt die neu gestaltete Fahrerkabine. Trotz
außenliegendem ROPS / FOPS-Gitter ist die Rundumsicht
gelungen und auch beim Probesitzen
kommt kein Engegefühl auf. Hilfreich beim Rangieren
ist die optimierte Lenksäule: Sie benötigt
nur 3,5 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag.
Auch in Sachen Bedienkomfort gibt sich die neue
Kabine keine Blöße. Bei den »S«-Modellen ist der
Joystick direkt in den Fahrersitz integriert und die
Bedienung der Hydraulik erfolgte im Ersteindruck
präzise. Funktionen wie »Auto Power«, welche die
Motordrehzahl bedarfsabhängig automatisch anhebt,
und die programmierbare Schaufelrückführung
erleichtern zudem die Erledigung von wiederholenden
Aufgaben.
Liebherr wies darüber hinaus auf weitere Verfeinerungen
hin wie verbesserte Fußmatten, ein optimiertes
Bremspedal und ein reduzierter Geräuschpegel
in der Kabine. Optional ist zudem eine Klimaanlage
erhältlich, die mit einem größeren Frischluftfilter
und einer optimierten Luftverteilung für
Komfort bei allen Witterungsbedingungen sorgen
soll. Zudem sind die Teleskoplader der Generation
6 mit LED-Beleuchtungssystemen für eine gleichmäßige
Ausleuchtung des Arbeitsbereichs ausgestattet.
Deutlich mehr Raum stand anschließend den
zwei Planierraupen »PR 726« und »PR 736« zur
Verfügung, was natürlich ihrer Aufgabe geschuldet
war: dem Herstellen eines möglichst präzisen
Planums. Über das mit der Einführung der »PR
716« nun vollständige Programm an Maschinen
der neuesten Generation 8 berichtete das bauMA-
GAZIN bereits in der Ausgabe 11/25 ab Seite 8. Damit
hat Liebherr nun Maschinen sowohl für ein
kompaktes, präzises Arbeiten als auch anspruchsvollste
Schwerstarbeiten im Portfolio. Typische
Einsatzszenarien der Raupen sind städtische Infrastrukturprojekte,
Bergbauarbeiten, Straßenbau
und Umweltprojekte.
Modellübergreifendes Highlight und zugleich
ein Alleinstellungsmerkmal von Anfang an
ist der hydrostatische Fahrantrieb der Liebherr-
18
Dezember 2025 – Januar 2026
Im Blickpunkt
LIEBHERR
Maschinen. Im Gegensatz zu traditionellen Systemen
kommt dieser ohne Bauteile wie Drehmomentwandler,
mehrstufige Getriebe, Betriebsbremsen
und Lenkungskupplungen aus. Der
Hydro stat sorgt, soviel war festzustellen, für einen
gleichmäßigen und ruckfreien Vortrieb ohne
Schaltvorgänge. Das wirkt sich laut Liebherr positiv
auf den Verbrauch, die Kraftübertragung und
nicht zuletzt auch auf sämtliche Wartungsbelange
aus.
In Kombination mit den integrierten Fahrerassistenzsystemen,
der GNSS-Bereitschaft und den
Eco-Modi der Maschinen kann der Fahrer seine
Aufgaben vollautomatisch und mit hoher Genauigkeit
ausführen. Im Testgelände war gut zu sehen
und mitzuerleben, wie beispielsweise die Schaufelpositionierung
für eine präzise Planierung automatisch
gesteuert wird. Der Fahrer kann sich darüber
hinaus über voll verstellbare, gefederte Sitze,
eine fortschrittliche Klimatisierung, große Fenster
für optimale Sicht und intuitive Touchscreen-Displays
freuen.
Wie Liebherr außerdem mitteilte, verfügt
die »PR 776« über fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme
(OAS), die bisher nur bei kleineren
Planierraupenmodellen verfügbar waren. Für
Mining-Planierraupen sind zwei zusätzliche Pakete
erhältlich: das Paket »Blade Control Assistance«,
welches die Steuerung des Schildes ermöglicht,
um die Leistung zu steigern und gleichzeitig die Ermüdung
des Fahrers zu verringern, und das Paket
»Ripper Control Assistance«. Damit werden sich
wiederholende Ripper-Aufgaben automatisiert,
um ebenfalls die Ermüdung des Fahrers zu verringern.
Für die »PR 776« kann OAS als Erstausstattung
konfiguriert werden oder nachträglich in bereits
in Betrieb befindliche Maschinen eingebaut
werden. Die Assistenzsysteme für alle Mining-
Maschinen sind im »IoMine«-Technologieportfolio
verfügbar. Darüber hinaus wird 2026 ein neues
»Load Control«-Paket, das auf den bestehenden
Paketen aufbaut, für die »PR 776« auf den Markt
kommen. Dieses wurde entwickelt, um die Traktion
zu maximieren, das Durchrutschen der Ketten
zu reduzieren und eine gleichbleibende Leistung
bei unterschiedlichen Bodenbedingungen zu
gewährleisten.
Hohe Fertigungstiefe
Nach den beeindruckenden Live-Erlebnissen ging
es anschließend ins Werk, um den Entstehungsprozess
der Teleskoplader und Planierraupen zu verfolgen.
Diese werden in zwei Produktionslinien hergestellt
– und zwar jeweils nach Auftragseingang
und nicht nach Modelltyp, und das in den unterschiedlichsten
Ausführungen und Farben für Kunden
weltweit. Wie hoch die Fertigungstiefe ist, davon
zeugten bereits die vor dem Werk gelagerten
massiven Stahlplatten. Diese werden anschließend
mittels Laser- und Brennschneiden, Fräsen,
Bohren und Schleifen präzise in Form gebracht.
Vor der Auslieferung wird jede Maschine
penibel untersucht, wie hier die Lackierung
mittels simuliertem Tageslicht.
Assistenzsysteme
Für Mining-Planierraupen
erhältlich sind die Pakete »Blade
Control Assistance«, welches
die Steuerung des Schildes
ermöglicht, und »Ripper Control
Assistance«, was wiederholende
Ripper-Aufgaben automatisiert.
Beide sollen die Ermüdung des
Fahrers zu verringern.
Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 19
IM BLICKPUNKT
Das Liebherr Remote Control System
»LiReCon« bietet nicht nur mehr Komfort,
sondern ermöglicht auch die gefahrlose
Erledigung risikoreicher Arbeiten
beispielsweise in Steinbrüchen oder
Aufräumarbeiten nach einem Hangrutsch.
Das Schweißen der Rahmen und Schildkomponenten
erfolgt sowohl an robotergestützten als auch
manuellen Schweißstationen. In den Montagelinien
finden die unterschiedlichen Komponenten
und Ausführungen schließlich zusammen. Nach
und nach entstehen so aus »Metallgerippen« funktionsfähige
Maschinen. Diese werden anschließend
penibel sowohl auf Funktion als auch Optik
untersucht und dann an die Kunden ausgeliefert.
Am zweiten Tag in Telfs wartete dann noch ein
besonderes Highlight: Liebherr stellte das auf der
Bauma mit dem Innovationspreis 2025 in der Kategorie
»Digitalisierung« prämierte System »Liebherr
Autonomous Operations« in Verbindung mit
Die Maschinen im Auslieferungsbereich
sind ausnahmslos alle verkauft, auf
Halde wird nicht produziert.
der Webapplikation »Autonomous Job Planner« im
Praxiseinsatz vor. 200 km von Telfs entfernt stand
dazu ein Radlader in einem Steinbruch, beobachtet
von mehreren Kameras via Live-Feed. Die Maschine
wartete nur darauf, nach Definition des Aktionsgebiets
und der Aufgabe – gefordert war das
Abtragen eines Erdhaufens bis zum Erreichen eines
bestimmten Gewichts – nach einem Mausklick den
Motor zu starten und loszulegen, was sie anschließend
problemlos tat. Es war faszinierend zu sehen,
wie der Radlader seine Fahrtwege mittels KI selber
plant, um das jeweils beste Ergebnis zu erzielen.
Auf dem Monitor konnten zudem der jeweilige Status
des Auftrags wie auch der aktuelle Kraftstoffverbrauch
und -vorrat mitverfolgt werden.
Anschließend spielten Echtbild-Kameras und
zusätzliche Mikrofone eine weitere wichtige Rolle,
als es darum ging, »LiReCon« von Liebherr zu testen
– und zwar mit den bereits vorher live gefahrenen
Planierraupen sowie einem Bagger, der separat
dafür zur Verfügung stand. Am Teleoperationsstand
musste zur Steuerung zwischen den Maschinen
nur kurz umgeschaltet werden. Die Bedienung
der Planierraupe erfolgte im Vergleich zur vorigen
Fahrt vom Fahrersitz aus ohne spürbaren Unterschied.
Dank der schnellen Datenübertragung wird
die Fernsteuerung Teil der automatisierten Arbeit,
da die bereits erwähnten Assistenzsysteme den Bediener
natürlich auch via »LiReCon« entlasten und
relevante Maschinendaten in Echtzeit visualisieren.
Dass dabei der Maschinenlärm nicht unbedingt
Teil der Arbeit sein muss, war auch für Liebherr
ein interessantes Feedback aus der Praxis:
20
Dezember 2025 – Januar 2026
Im Blickpunkt
LIEBHERR
Viele Fahrer schalten die Außenmikrofone anfangs
aus Gewöhnung zu, aber nach ein oder zwei Tagen
wieder ab. Die ansonsten vorhandenen Vibrationen
und der Staub sind dazu überhaupt kein Thema.
Über den Bedienkomfort hinaus leistet »LiRe-
Con« daher auch einen nicht zu unterschätzenden
Beitrag zur Sicherheit. Das betrifft risikoreiche Arbeiten
beispielsweise in Steinbrüchen, Aufräumarbeiten
nach einem Hangrutsch oder wie beim
österreichischen Heer, wo Brandschutzarbeiten
in einem potenziellen Blindgängergebiet mit einer
Planierraupe durchgeführt werden. Nicht zuletzt
können die unterschiedlichsten Liebherr-Maschinen
völlig gefahrlos in einem Simulator bedient
werden. Dort lassen sich die grundsätzliche Bedienung
der Maschinen und deren Verhalten realitätsnah
erlernen, bevor es in den Fahrersitz geht.
Greif- und erlebbare Technik
Alles in allem könnte das Fazit dieser Baufachpressefahrt
nicht positiver sein: Liebherr hat es auch
dieses Mal wieder geschafft, eine Vielzahl technischer
Lösungen greif- und erlebbar zu machen. Es
wurde zudem unter Beweis gestellt, dass futuristisch
klingende Themen, wie die Fernsteuerung
tonnenschwerer Baumaschinen oder autonom
fahrende Baufahrzeuge, bereits praxistauglich sind
und bei Kunden auf diese Weise auch schon eingesetzt
werden. Wie gut die Lösungen ineinandergreifen,
wurde am Gesamtauftritt des Standorts in Telfs
mit seiner modernen Produktion in Verbindung mit
einer hohen und kundenorientierten Flexibilität in
der Fertigung aufgezeigt.
s
Das Werk in Telfs bedient Kunden
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Im Blickpunkt Dezember 2025 – Januar 2026 21
.
KLARTEXT TEIL 1
»Klartext«
Erleben wir 2026
den Befreiungsschlag?!
Das Baujahr 2025 war turbulent – und lässt uns trotz zahlreicher positiver Signale mit
offenen Fragen zurück. Zum einen haben wir eine großartige Bauma in München erlebt,
die wichtige Impulse geliefert hat. Zum anderen wurde eine neue Regierung gewählt,
die vor Tatkraft strotzt: Unter Bundeskanzler Friedrich Merz soll die Branche mittels
»Bauturbo« und milliardenschwerer Sondervermögen einen Aufschwung erleben.
Unter der Rubrik »Klartext« hat das bauMAGAZIN die wichtigsten Branchengrößen
und -kenner der Bau- und Baumaschinenbranche um ihre Einschätzung
gebeten. Aufgrund des großen Interesses wird Teil 2 von »Klartext« in unserer
Februar-Ausgabe erscheinen. Wir wollten wissen: »Werden wir 2026 eine
erneut holprige Talfahrt oder vielleicht doch den ersehnten Neustart erleben?
Müssen wir schlichtweg geduldiger sein, oder ist das Momentum
aus 2025 unlängst verpufft?«
Dan Windhorst
Letztlich dürfte Ungewissheit ein tragender Faktor
sein: Das bauMAGAZIN war auch 2025 wieder viel
unterwegs und hat mit Herstellern, Händlern, aber auch
Bauherren, Verbänden, Politikern und Handwerkern
über die aktuelle Situation der Branche gesprochen.
Und taktgebender Tonus ist, dass man politisch seit
Jahren im Trüben fischt. Gerade in Zeiten der Ampelregierung
unter Altkanzler Olaf Scholz (SPD), so der Vorwurf,
habe man wichtige Entscheidungen auf die lange
Bank geschoben und sei nicht dazu in der Lage gewesen,
der Bauindustrie die richtigen »Werkzeuge« in die Hand
zu geben. Die Bauverbände fordern seit Jahren die Neuauflage
langfristig gedachter Bauförderungen, die flächendeckende
Digitalisierung, die Entbürokratisierung
von Anträgen bzw. Behörden und deutlich schnellere
Vergabeprozesse. Und mittlerweile wirkt es, als seien
die »Schreihälse« der Interessensvertreter heiser – es
wird viel geredet, viel diskutiert und wenig beschlossen.
Zur Wahrheit gehört an dieser Stelle aber auch, dass
wir uns bereits seit Ausbruch der Corona- Pandemie,
einhergehend mit dem Beginn des Angriffskriegs in
der Ukraine, in einem geopolitischen Ausnahmezustand
befinden. Die Regierung war und ist an außergewöhnlich
hohe Sonderausgaben gekettet. Ein gutes
Beispiel hierfür sind die milliardenschweren Investitionen
in die Bundeswehr sowie die direkte Unterstützung
der Ukraine mit Artilleriegranaten, zusätzlichen
Finanzmitteln und etlichen Kampfpanzern. Hinzu kommen
mit Blick auf die Baubranche der Anstieg der Inflation,
die dramatisch gestiegenen Energie- und Materialpreise
sowie die erschwerte Finanzierung, um das neue
Haus in die Gegend zu pflastern. Das Resultat daraus:
Die Politik muss Prioritäten setzen – und steht dabei
unter enormem Zeitdruck. Das alles soll aber keine politischen
Entgleisungen relativieren. Die neue Bundesregierung
steht hier in der Verantwortung, die deutsche
Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Und die zahlreichen
»Klartext«-Statements spiegeln das wider: Es
braucht Mut und Entschlossenheit aus Berlin, zuweilen
aber auch die Tatkraft und den Optimismus der Branche
selbst, um sich für die Zukunft der Bauindustrie
zu wappnen. Denn die Aufgaben werden nicht weniger:
Abseits des Hoffens auf politische Unterstützung müssen
sich die Unternehmen der Branche nach wie vor
der kräfteraubenden Digitalisierung widmen, sich mit
nachhaltigen Lösungen auseinandersetzen und intern
Bürokratieabbau betreiben. Nachfolgend sprechen die
wichtigsten Branchengrößen der Bau- und Baumaschinenbranche
darüber, wie sie die aktuelle Situation einschätzen,
und wagen die Prognose, ob uns im neuen
Jahr 2026 weiterhin Stillstand droht oder ob wir den
lang ersehnten Befreiungsschlag erleben.
d
22
Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Die erhoffte Dynamik spiegelt
sich kaum in den Märkten wider«
Die Baubranche bewegt sich weiterhin in einem anspruchsvollen
Marktumfeld mit regional unterschiedlichen Entwicklungen.
Die Bauma 2025 hat wichtige Impulse gesetzt, und die
politischen Initiativen der Bundesregierung zeigen, dass die
Bedeutung der Bauwirtschaft erkannt wurde. Dennoch spiegelt
sich die erhoffte Dynamik bislang nur kaum in den Märkten
wider. Für Liebherr als international agierendes Unternehmen
ergibt sich 2025 ein differenziertes Bild: Während wir im
ersten Halbjahr insgesamt ein moderates Wachstum gegenüber
dem Vorjahr verzeichnen konnten, ist im Bereich Baumaschinen
und Mining ein Umsatzrückgang zu beobachten. Regional
betrachtet entwickelt sich beispielsweise der europäische Markt
stabil, während u. a. in Nordamerika und einigen Nicht-EU-Ländern
Rückgänge zu verzeichnen sind. Für das Jahr 2025 erwarten
wir ein moderates Umsatzwachstum, wobei aktuelle Entwicklungen
– wie die Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte
in die USA – das Erreichen der Ziele erschweren. Auch für
2026 rechnen wir nicht mit wesentlichen Wachstumsimpulsen,
sondern gehen weiterhin von einer Seitwärtsbewegung bei der
Umsatzentwicklung aus. Die nächste größere Wachstumsphase
wird vermutlich nicht vor 2027 einsetzen. Bis dahin nutzen wir
die Zeit und investieren gezielt in unsere Standorte und Innovationen.
Derzeit entsteht in Tupelo (USA / Mississippi) ein neues
Logistikzentrum, das die Lieferfähigkeit für den nordamerikanischen
Markt verbessert, und in Houston (USA / Texas) planen wir
einen neuen Vertriebs- und
Servicestandort. In Nambsheim
(Frankreich) errichten
wir eine Produktionsstätte
für Kabinen von Erdbewegungsmaschinen,
während
wir an unseren Standorten in
Bulgarien die Kapazitäten für
Luftfahrt-, Verkehrstechnikund
Betontechnologie ausbauen.
In Deutschland erweitern
wir in Ehingen das Werk
für Mobil- und Raupenkrane
und investieren bis 2034
einen dreistelligen Millionenbetrag
in die Modernisierung
des Standorts für Turmdreh- und Mobilbaukrane in Biberach.
Unsere Erfahrung zeigt, dass Diversifikation, Internationalität
und eine dezentrale Struktur helfen, konjunkturelle Schwankungen
abzufedern und Chancen in einzelnen Märkten zu nutzen.
Die positiven Impulse sind nicht verpufft, sondern bilden die
Grundlage für eine allmähliche Erholung. Voraussetzung hierfür
ist, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
stabil entwickeln und die angekündigten Maßnahmen
konsequent umgesetzt werden.
LIEBHERR
STEFFEN GÜNTHER –
Managing Director und
Mitglied des Direktoriums
der Liebherr-International AG
»Deutschland muss
ins Machen kommen!«
Die vorläufige Haushaltsführung nach dem Ampel-Aus, der
Ausschreibungsstopp der Autobahn GmbH, der weiterhin kriselnde
Wohnungsbau und die enttäuschte Hoffnung auf das Sondervermögen:
Das Baujahr 2025 hat der Branche wirklich alles
abverlangt, es brodelte an allen Ecken und Kanten. Es gibt jedoch
einen Hoffnungsschimmer: Erstmals seit vielen Monaten hat sich
unsere Perspektive verbessert. In allen wichtigen Sparten verzeichnen
wir zum Ende des Jahres ein Auftragsplus. Ich bin zwar
nur zögerlich optimistisch, denn nach wie vor haben einige Sparten
hart zu kämpfen und leiden an Auftragsmangel. Aber viele Indikatoren
zeigen in die richtige Richtung. Die Ankündigung des Bundeskanzlers,
dass jedes baureife Projekt auch gebaut wird, gibt
zumindest eine Perspektive. Wichtig ist, dass konkrete Projekte
jetzt an den Start gebracht werden. Das ist nicht nur für den Bau,
sondern die gesamte Wirtschaft relevant. Denn laut einer aktuellen
Umfrage des IW Kölns haben 77 Prozent aller Unternehmen
angegeben, dass sie in ihren betrieblichen Abläufen durch Einschränkungen
im Straßenverkehr behindert sind. Damit sind die
desolaten Straßennetze und maroden Brücken mit Abstand das
größte Verkehrsproblem. Das Bundesverkehrsministerium täte
gut daran, ein konkretes Bauprogramm für Schiene, Straße und
Wasserstraße mit baureifen Projekten vorzulegen. Denn der Bau
wird gebraucht wie nie: Nicht nur für den Ausbau und die Ertüchtigung
unserer Infrastruktur
oder für dringend benötigten
bezahlbaren Wohnraum. Die
Produktivität unseres Handels
zu steigern, wird jetzt die
zweite Seite einer Medaille
sein. Von der Bundesregierung
erwarten wir jetzt das Gleiche:
verlässliche Investitionen,
Transparenz und Planungssicherheit.
Damit aus dem kleinen
Hoffnungsschimmer zum
Ende des Jahres ein Blitz-Start
in 2026 wird. Ich habe immer
wieder gesagt: »Deutschland
muss ins Machen kommen.«
Jetzt ist die Zeit dafür!
HDB
TIM-OLIVER MÜLLER –
Hauptgeschäftsführer des
Hauptverbandes der Deutschen
Bauindustrie (HDB)
Klartext Dezember 2025 – Januar 2026
23
»Wir benötigen noch etwas Geduld,
aber auch wesentlich mehr Klarheit«
Für die Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur
und Klimaneutralität in Höhe von 500 Mrd.
Euro benötigen wir noch etwas Geduld,
aber auch wesentlich mehr Klarheit
zur Verwendung und Informationen
zur Ausführung dieser Mittel. Zur Zeit
der Bauma 2025 im April war dieses
Sondervermögen seitens der politischen
Führung angekündigt und natürlich
Gesprächsthema mit vielen unserer
Kunden. Beschlossen wurde die
Umsetzung erst am 24. Juni und durch
den Bundestag am 18. September als
THOMAS NUSSBAUMER –
Geschäftsführer
der Palfinger GmbH
Gesetz verabschiedet. Am 26. September
2025 gab der Bundesrat grünes
Licht, und am 2. Oktober tritt das Sondervermögen
rückwirkend zum 1.1.2025 in Kraft. Das
sind Zeiträume für Entscheidungen, die sich mit Budgetplänen
der Wirtschaft nicht so leicht
in Einklang bringen lassen. Noch dazu
fehlt uns Klarheit zur Verteilung, fehlt
dem kommunalen Bereich Klarheit für
öffentliche Ausschreibungen. Das verursacht
weitere Verzögerungen in der
Investitionsbereitschaft unserer Kunden
und dämpft unsere anfängliche
Freude über dieses Investpaket. Wir
PALFINGER
sehen dennoch der Zukunft und vor
allem 2026 sehr positiv entgegen und
gehen von einer steigenden Investitionsbereitschaft
unserer Kunden aus, auch
wenn das kein »Boom« sein wird.
»Statt Turbo-Tuning gehört der komplette
Baumotor auf den Prüfstand«
Niemand wird ernsthaft aus den 2025er-Absatzzahlen
im deutschen Baumaschinenmarkt einen neuen
»Boom« herauslesen wollen. Das gilt auch für das Jahresplus
von über 25 Prozent für mittlere und schwere
Hydraulikbagger. In absoluten Zahlen bedeutet dies
allerdings auch nur eine leichte Erholung gegenüber
2024 mit deutlich unter 2 000 platzierten Maschinen.
Trotz vermeintlich guter Jahre ab 2021, in denen sich
der »Corona-Schock« mit Preisturbulenzen, unsicherer
Komponenten-Verfügbarkeit und entsprechend langen
Lieferzeiten in einem immensen Nachfrageplus auswirkte,
liegt das gesamte Segment mit voraussichtlich
rund 2 200 platzierten Maschinen 2025 immer noch gut
40 Prozent unter dem Jahresabsatz 2019. Kurz gesagt:
Wir spüren eine deutliche Investitionszurückhaltung quer
durch alle Branchen, die sich wohl auch 2026 nicht substanziell
auflösen wird.
Dabei sind die Rahmenbedingungen eigentlich gut: Der
inzwischen unbestrittene Bedarf in allen Bausektoren
wird flankiert von Milliardenzusagen, die jahrelange
Investitionslücken in den Bereichen Wohnen, Bildung,
Energie und Mobilität stopfen sollen. Jetzt wird sogar ein
»Bauturbo« angeworfen, ungeachtet dessen, dass der
»Baumotor« selbst derzeit mehr als unrund läuft. Das
Kaputtsparen vergangener Jahre betraf eben nicht nur
Straßen und Brücken, Bahnstrecken, Schulen oder Kran-
kenhäuser, sondern eben auch
dringend notwendige Strukturen
in Planung und Verwaltung.
Der gesamte Baumotor
samt Getriebe muss auf den
Prüfstand und mit ihm der
immer größer werdende Katalog
an Vorschriften und Richtlinien,
die heute oft dazu führen,
dass sich wichtige Entscheider
selbst auf fachlicher
Ebene gegenseitig blockieren.
Statt »Turbo-Tuning« also
eine Generalüberholung durch
echte Experten, auch wenn sie
länger dauert und die Lösung
nicht im nächstbesten Regal
HANNS MARKUS RENZ –
Vertriebsleiter D-A-CH,
Kobelco Construction
Machinery Europe
zu finden ist. Wie in vielen anderen gesellschaftlichen
sowie auch wirtschaftlichen Bereichen, die ja maßgeblichen
Einfluss auf unsere Branche haben, müssen aber
auch schnell politische Blockaden aufgelöst werden.
Nach wie vor scheint die Zusammenarbeit vieler Akteure
mehr von argwöhnischer Besitzstandswahrung statt von
ökonomischen Notwendigkeiten geprägt. Aber genau
das braucht es heute, um gemeinsame Ziele zu formulieren
und diese auch umzusetzen.
KOBELCO
24 Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Wir blicken zuversichtlich
auf die Bausaison 2026«
Wechselnde Rahmenbedingungen, u. a. aufgrund der
schwankenden internationalen Zins- und Zollpolitik
oder des zögerlichen Investitionsverhaltens in Europa,
haben die Branche im vergangenen Jahr erneut vor Herausforderungen
gestellt. Trotzdem konnte die Wirtgen
Group ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf solidem
Niveau bestätigen. Für 2026 bleibt der weltweite Bedarf an
Infrastrukturprojekten hoch. Urbanisierung, der dringende
Erhalt des Verkehrsnetzes und die digitale Transformation
treiben die Investitionen voran. In Europa und insbesondere
Deutschland rechnen wir deshalb mit einem sich aufhellenden
Investitionsklima.
Ein Abbau bestehender regulatorischer Hürden und verlässliche
Rahmenbedingungen würden ein starkes Signal an
die Branche senden und den Weg für weitere Investitionen
ebnen. Bauunternehmen stehen nach wie vor unter Druck,
Projekte effizienter umzusetzen. Wir als Hersteller müssen
ihnen Lösungen bieten, die die Effizienz steigern, Kosten
senken und gleichzeitig den steigenden Anforderungen bei
Ausschreibungen von Bauprojekten gerecht werden. Zudem
müssen wir die digitale Transformation vorantreiben: Die
Digitalisierung der Baustelle ist dabei eine der entschei-
DR. VOLKER KNICKEL –
CEO Wirtgen Group
denden Stellschrauben. Und
sie ist längst kein Zukunftsthema
mehr, sondern Realität.
Vernetzte Maschinen, datenbasierte
Planung und automatisierte
Prozesse sind entscheidend,
um die Produktivität zu
erhöhen und Ergebnisse noch
präziser und damit in höherer
Qualität zu realisieren. Potenzial
und Vorteile eines ganzheitlichen
Lösungsansatzes hat die
Wirtgen Group auf der vergangenen
Bauma 2025 bereits vorgestellt.
Die Rahmenbedingungen
bleiben für die gesamte Bau- und Baumaschinenbranche
herausfordernd. Als Wirtgen Group blicken wir jedoch
zuversichtlich auf die neue Bausaison 2026 – mit einem klaren
Kurs und der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse
unserer Kunden, gestützt auf das Know-how und die
Leidenschaft unserer engagierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern weltweit.
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Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 25
»Der Bauturbo läuft (wenn überhaupt)
im untertourigen Standgas«
Besser lässt sich wohl der scheinbar verheißungsvolle
Start ins Jahr 2025 kurz und knapp nicht zusammenfassen
– weitere echte Wachstumssignale blieben jedoch
im Jahreslauf aus. Insgesamt sehen wir keine nachhaltige
Erholung im Markt, weder für unsere Kunden im Erdbau
oder Rohstoffsektor noch herstellerübergreifend für
uns und andere Anbieter entsprechender Ausrüstungen,
Maschinen oder Fahrzeuge. Um in dem für viele schon
überstrapazierten Bild zu bleiben: Der »Bauturbo« läuft
(wenn überhaupt) im untertourigen Standgas. Für unser
Segment der knickgelenkten Muldenkipper, das nicht nur
in stationären Betrieben von einer mittelfristig planbaren
Auslastung und entsprechend regelmäßigen Neuinvestitionen
lebt, bringt dies ein weiteres höchst unbefriedigendes
Absatzjahr mit wenig Perspektive auf eine kurzfristige
Besserung im Jahr 2026. 2025 werden wir wohl
insgesamt knapp über der Corona-Marke von 180 platzierten
Maschinen liegen. Diese Zahlen setzen natürlich
auch die angekündigten Milliardeninvestitionen in ein
ganz eigenes Licht: Geld ist da – Bedarf ist da. An private
Investoren kann man allenfalls appellieren, ihrer Verantwortung
gerecht zu werden, anders sieht es bei den
öffentlichen Trägern aus. In den Gesprächen mit unseren
Kunden bleibt oft der Eindruck, dass viele Entscheidungsebenen
und Fachbereiche nach wie vor im eingeübten
Krisenmodus verharren. Natürlich lassen sich weder
Personalmangel, unklare Vorschriften
oder festgefahrene
Genehmigungsverfahren über
eine (Wahl-)Nacht überwinden
– allerdings scheint auch
ein beschleunigtes Aussitzen
wenig zielführend. Und wir
sind auch Baumaschinenhersteller
in Deutschland: Im
Gegensatz zu manch anderen
Marktteilnehmern konnten
wir unsere Produktion
über die vergangenen Jahre
konsolidieren, auch wenn sie
mit knapp 500 Fahrzeugen
im Jahr 2025 bei lediglich bei
75 Prozent der Auslastung vergangener Jahre liegt. Verantwortlich
dafür ist insbesondere der starke Preisdruck,
dem unsere Fahrzeuge und ihre großteils europäischen
Komponenten durch die Abschottungspolitik in wichtigen
globalen Märkten – allen voran den USA – unterworfen
sind. Auch hier erwarten wir eine klare Haltung der
politisch Verantwortlichen, die auch der immer wichtiger
werdenden Bedeutung Europas als Baumaschinenmarkt
gerecht wird und gleichzeitig die Zugänglichkeit anderer
globaler Märkte für europäische Akteure sichert.
BELL
ANDREAS HEINRICH –
Geschäftsführer der Bell Equipment
(Deutschland) GmbH
»Innovation und Nachhaltigkeit
sind die zentralen Treiber«
Die Unsicherheit in der Baubranche ist nach wie vor
spürbar, und die Frage, ob 2026 eine weitere Talfahrt
oder einen Neustart bringt, beschäftigt
viele Unternehmen. Aus Sicht von
Volvo CE ist klar: Das Momentum aus
2025 ist keineswegs verpufft, sondern
bildet die Grundlage für eine nachhaltige
Erholung und den dringenden
Bedarf der Transformation der Branche.
Die Bauma 2025 hat gezeigt,
dass Innovation und Nachhaltigkeit
zentrale Treiber für die Zukunft sind.
Unsere gezielten Investitionen in vollelektrische
Maschinen, digitale Services
und die Stärkung der Wertschöpfungskette
sind klare Zeichen dafür,
dass wir den Wandel aktiv gestalten.
THERESE SCHMITZ-
HILLEBRECHT –
Head of Market Area Central
Europe bei Volvo CE
Deutschland bleibt dabei der wichtigste Markt für Volvo
CE in Europa, und die Nähe zu unseren Kunden und Partnern
ist entscheidend, um gemeinsam
Lösungen für die aktuellen Herausforderungen
zu entwickeln. Natürlich ist
Geduld gefragt, denn die Transformation
der Bauindustrie ist ein langfristiger
Prozess, der von vielen externen
Faktoren beeinflusst wird – darunter
geopolitische Entwicklungen und politische
Rahmenbedingungen. Wir sind
VOLVO CE
überzeugt, dass 2026 von moderatem
Wachstum geprägt sein wird. Die Weichen
sind gestellt, und mit kontinuierlicher
Zusammenarbeit, Innovationskraft
und Investitionen können wir die
Branche weiter vorantreiben.
26
Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Nachholbedarf ist groß: Es wird
dauern, bis die Erholung breiter greift«
DEVELON
ANDREAS LOHNER –
Sales Leader GSA & Managing
Director Germany bei Develon
Das Jahr 2026 sehen wir
optimistisch und gehen
von einem vorsichtigen, realen
»Neustart« mit zwei Geschwindigkeiten
aus. Es wird darauf
ankommen, welchen Bereich
des Bauens man betrachtet:
Wohnungsbau versus Infrastruktur,
öffentlicher Bau versus
Gewerbe / Tiefbau. Wir
erwarten für die Bauindustrie
eine Stabilisierung – dank
staatlicher Impulse. Prognosen
für Bauvolumen signalisieren
eine Trendwende. Das Deutsche
Institut für Wirtschaftsforschung
rechnet 2026 mit einem realen Anstieg des Bauvolumens um etwa
2,0 Prozent, getrieben von Infrastrukturprojekten mit Nachfrageanstiegen
bereits seit Herbst dieses Jahres. So lag laut dem aktuellen Bericht des Statistischen
Bundesamts im September 2025 der reale Auftragseingang im
Bauhauptgewerbe 20,7 Prozent über dem Vorjahresmonat mit deutlichen
Zuwächsen im Hoch- wie Tiefbau. Es könnte ein frühes Indiz sein, dass die
aktuelle Situation punktuell durch »große Aufträge« durchbrochen und Licht
am Ende des Tunnels sichtbar wird. Einen »Turbo« sehen wir derzeit noch
nicht, auch die kommenden Monate bleiben wohl etwas holprig, Vorsicht
ist angezeigt: Der Wohnungsbau bleibt vermutlich schwach aufgrund der
Hypothekenzinsen und Baukosten, die den Neubau unattraktiv machen. Die
strukturellen Hemmnisse Genehmigungsstau, Materialkosten und Fachkräftemangel
bremsen die Entwicklung. Auch wenn Finanzierungsumfeld und
staatliche Impulse stimmen, ohne spürbare gravierende Erleichterungen
werden Projekte verzögert realisiert oder ausgebremst. Insgesamt sehen wir
daher eine heterogene Entwicklung und eine Zweiteilung der Branche. Während
Tief- und Infrastruktur-Bau durch staatliche Aufträge wachsen könnten,
insbesondere durch Energie-, Verkehrs- und Mobilitätsprojekte, bleiben
Neubau und Wohnungsbau möglicherweise weiterhin auf niedrigem Niveau.
Der Nachholbedarf ist groß, und es wird dauern, bis die Erholung breiter
greift. Meine Einschätzung daher: 2026, ein vorsichtiger, aber realer «Neustart«
mit zwei Geschwindigkeiten. Unternehmen, die breit aufgestellt sind
und über Expertise im Tief- und Infrastrukturbau verfügen, sollten 2026 gute
Chancen haben. So wie auch wir als Develon mit unserem auf den Tief- und
Infrastrukturbereich abgestimmten Lösungen. Gerade in diesen Zeiten hilft
unseren Kunden und Händlern die Sortimentsbreite von Develon.
eNimon – das No-Mine-Auto
Mit eNimon zeigt Sandvik, wie ein Elektroauto ganz ohne Metalle oder
Mineralien aussehen würde – und wie entscheidend Rohstoffe für eine
nachhaltige grüne Zukunft sind.
Klartext Dezember 2025/Januar 2026 27
»Ich bin von einem
klaren Neustart überzeugt«
»Der eigentliche Turbo
kommt nicht aus Berlin!«
TIBATEK
Ich blicke trotz allem positiv nach vorn. 2025 hat uns
gezeigt, wie viel Bewegung in der Branche steckt – aber
eben auch, dass wir uns nicht darauf verlassen dürfen,
dass politische Programme allein den Wendepunkt bringen.
Entscheidend wird sein, ob wir unsere Baukultur
gerade im Tief- und Straßenbau wirklich verändern wollen.
Neue Vertragsmodelle wie IPA oder der Progressive
Partnerschaftsvertrag Tiefbau
sind für mich klare Wegweiser.
Sie stehen für Transparenz,
Partnerschaft und
mehr Realitätssinn bei komplexen
Infrastrukturprojek-
PHILIPP ELLSÄSSER –
Geschäftsführer bei
Qiky und Tibatek
ten. Statt Fronten aufzubauen,
rücken Auftraggeber und Auftragnehmer
enger zusammen.
Genau das brauchen
wir – weniger Gegeneinander,
mehr gemeinsames Lösen.
Aber Verträge allein machen
noch keinen Neustart. Wir
müssen auch unsere eigenen
Prozesse ehrlich hinterfragen.
Das Jahr 2026 wird für unsere Branche kein weiteres
Abgleiten, sondern ein klarer Neustart – davon bin ich
überzeugt. Nach der Übernahme des Sany-Baumaschinengeschäfts
Ende 2024 haben wir das Jahr 2025 bewusst
genutzt, um uns strukturell, organisatorisch und technologisch
stärker aufzustellen. Wir haben klare Strukturen
geschaffen, unsere Tools strategisch weiterentwickelt und
unser Händlernetz gezielt und partnerschaftlich ausgebaut.
Gleichzeitig profitieren unsere Baumaschinenkunden heute
in vollem Umfang vom etablierten Putzmeister-Servicenetz,
was unsere Reaktionsfähigkeit und Qualität nachhaltig
erhöht. Diese Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette
hinweg sind ein entscheidender Faktor für unsere Stabilität
im kommenden Jahr. Auch wenn die Bauma 2025
für viel Aufwind gesorgt hat, bleiben wir realistisch: Die viel
zitierten »Bauturbos« der neuen Bundesregierung müssen
nun endlich in konkrete, verlässliche Beschlüsse überführt
werden. Unsere Branche braucht Planungssicherheit – nicht
nur Ankündigungen. Trotzdem sehen wir für 2026 deutliche
Wachstumstreiber. Sany entwickelt sich dynamisch weiter,
mit einem stetig wachsenden Portfolio, modernen Technologien
und insbesondere batterieelektrischen Lösungen,
deren Nachfrage in der
DACH-Region rasant zunimmt.
Genau hier können wir unseren
Kunden heute wirtschaftlich
attraktive und zukunftsfähige
Produkte anbieten. Der
Investitionsstau der vergangenen
Jahre wirkt zunehmend
als Beschleuniger, und dank
unserer internen Neuaufstellung
sind wir stärker positioniert
denn je. Das Momentum
der Bauma ist keineswegs verpufft
– wir haben es stabilisiert
und in unsere Prozesse überführt.
Mein Dank gilt unseren
Kunden und Partnern, die uns
in diesen bewegten Zeiten die
Treue halten und mit uns die Überzeugung teilen, dass Sany
eine der bedeutenden neuen Kräfte im Baumaschinenmarkt
wird. 2026 gehen wir mit klarer Vision, hoher Energie und
starkem Fundament voran.
Bei Qiky und Tibatek setzen wir darum konsequent auf
Lean-Denken: Abläufe schlanker, sicherer und effizienter
machen – und zwar vom ersten Handgriff bis zur Übergabe.
Dazu gehört auch, offen für neue Maschinentechnik
und spezielle Anbaugeräte zu sein. Ja, Innovation kostet.
Aber sie ermöglicht optimiertes und sicheres Arbeiten,
schont Ressourcen und spart am Ende Geld, weil schneller
und präziser gebaut wird. Wer Prozesse verbessern will,
muss bereit sein, seine eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen.
Ein gutes Beispiel ist unser digitales Sicherheitstool
von Qiky: Unterweisungen direkt per QR-Code auf
der Baustelle – standardisiert, dokumentiert und jederzeit
abrufbar. Gerade auf großen Energietrassen oder
komplexen Tiefbauprojekten schafft das Klarheit und
Sicherheit. Darum bin ich überzeugt: 2026 wird das, was
wir selbst daraus machen. Das Momentum aus 2025 ist
nicht verpufft – es wartet darauf, genutzt zu werden. Wenn
wir offen bleiben, mutig testen, Prozesse optimieren und
innovative Technik zulassen, kommen wir stärker aus dieser
Phase heraus. Der eigentliche Turbo kommt nicht aus
Berlin. Er kommt von den Menschen auf der Baustelle, die
bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Bauprozesse
neu zu denken.
SANY
JENS BAWIDAMANN –
Managing Director und CSO EMEA
der Putzmeister Concrete Pumps
GmbH als Importeur für Sany
Baumaschinen
28 Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Prozesse neu denken:
Jetzt handeln für den Neustart!«
Die Bauma 2025 hat gezeigt, wie viel Innovationskraft
und Optimismus in unserer Branche stecken.
Diese Aufbruchsstimmung trug uns bis in den Sommer –
doch aktuell spüren wir Zurückhaltung. Investitionsentscheidungen
werden verschoben, politische Unsicherheit
bremst. Die Frage liegt auf der Hand: Müssen wir
einfach geduldig sein? Aus unserer Sicht: Nein, wir müssen
aktiv gestalten. Denn die Perspektive für 2026 ist
deutlich positiver. Infrastruktur, Tiefbau, Gleisbau und
Abbruch haben sich stabilisiert, erste Signale für neue
Projekte sind erkennbar. Die großen Ausschreibungen
fehlen noch, aber sie werden kommen. Entscheidend
ist, dass wir die Zeit bis dahin nutzen, um gemeinsam
mit Kunden und Lieferanten Lösungen zu entwickeln,
die echten Mehrwert schaffen. Was heißt das konkret?
Wir müssen Prozesse neu denken, Digitalisierung und
Automatisierung konsequent vorantreiben und Mechanisierung
dort einsetzen, wo sie Effizienz und Sicher-
heit erhöht. Gleichzeitig gilt
es, die Zusammenarbeit zu
intensivieren: Wer heute im
Schulterschluss agiert, wird
morgen die Nase vorn haben.
Innovation ist kein Selbstzweck
– sie ist der Schlüssel,
um die Herausforderungen
von Fachkräftemangel, Kostendruck
und Nachhaltigkeit
zu meistern. Unser Appell:
Warten ist keine Option. Wir
brauchen Mut, Kreativität
und Partnerschaft, um aus
der Unsicherheit von heute
MAXIMILIAN SCHMIDT –
Geschäftsführer der Kiesel GmbH
den Neustart von morgen zu machen. 2026 wird nicht
von Geduld geprägt sein, sondern von denen, die jetzt
handeln.
»Für uns hat sich die Bauma
zum Türöffner entwickelt«
KIESEL
Als Hersteller mobiler und
stationärer Arbeitsplatzund
Stauraumlösungen ist die
Hoch- und Tiefbaubranche für
die Bott-Gruppe ein beständiger
und bedeutender Markt.
Prüf-, Wartungs- und Reparaturdienstleister
machen
einen großen Teil unseres
Kundenstamms aus. Das
betrifft einerseits die öffentliche
Infrastruktur – viele
Straßen, Brücken und elektrische
Anlagen sind bekannt-
JAN WILLEM JONGERT –
CEO und Sprecher der lich in schlechtem Zustand
Geschäftsführung der Bott-Gruppe und haben regelmäßige Kontrollen
und Instandhaltungsarbeiten
bitter nötig. Andererseits ist auch das dazu erforderliche
Baugerät auf regelmäßigen Service angewiesen.
Eventuelle Unsicherheiten in der Branche, die zu Investitionspausen
unter den Bauunternehmern führen, wirken
sich daher nicht unbedingt negativ auf uns aus – schließlich
gilt es in solchen Zeiten umso mehr, den bestehenden
Maschinenpark in Schuss zu halten. Unter anderem
hierfür kommt unsere Fahrzeugeinrichtung zum
Einsatz. Allerdings hat die Bauma gezeigt, dass derzeit
BOTT
von Unsicherheiten nicht die Rede sein kann. Die Stimmung
unserer Standbesucher war gut – über alle Teile
der Branche hinweg und auch auf internationaler Ebene.
Für uns hat sich die Bauma zu einem wichtigen Türöffner
entwickelt, ob in Nordamerika oder Fernost. Das
länderübergreifende Interesse steigt aus unserer Sicht
von Jahr zu Jahr. Das heißt nicht, dass wir keinen Wandel
in der Branche spüren. Wir beobachten beispielsweise
vermehrt, dass Energiedienstleister ihre Tiefbauarbeiten
nicht mehr extern vergeben. Stattdessen werden
spezialisierte Unternehmen übernommen, um sich
die Expertise ins eigene Haus zu holen. Dadurch treten
einige unserer größten Abnehmer im Tiefbau auf den ersten
Blick gar nicht als Bauunternehmen in Erscheinung –
dennoch sind sie so präsent wie eh und je. In unseren
Augen stehen die Zeichen daher gut. In Hinblick auf die
Infrastruktur in Deutschland gibt es vieles aufzuholen.
Es muss aus unserer Sicht also etwas passieren – gegebenenfalls
mit staatlicher Unterstützung. Daher sind
wir davon überzeugt, dass der positive Trend auch hierzulande
anhalten wird. Wir setzen weiterhin auf beste
Produkt- und Servicequalität als unsere stärksten Zugpferde.
Die Erfahrung hat gezeigt: Diese bringen die Branche
voran, egal wie es weiter geht. Unsere Kunden wissen
das – und blicken mit entsprechendem Selbstbewusstsein
in die Zukunft. Wir tun es ihnen gleich.
Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 29
»Wir dürfen die positiven
Signale nicht übersehen«
Trotz einer starken Bauma 2025 und der politischen
Zusage eines »Bauturbos« bleibt die Marktsituation
im Schwerlastsegment auch im vierten Quartal angespannt.
Besonders deutlich zeigt sich das an der weiterhin
verhaltenen Investitionstätigkeit vieler Unternehmen.
Hinzu kommen zunehmend komplexe Rahmenbedingungen
– allen voran im Bereich der Streckengenehmigungen,
deren Bearbeitungszeiten durch Bürokratie und fehlende
digitale Prozesse weiter erheblich belasten. Diese
Entwicklung spiegelt sich auch im aktuellen VDA-Bericht
vom Oktober 2025 wider: Das Geschäftsklima verschlechtert
sich, und die Erwartungen der Branche gehen spürbar
zurück. Vor diesem Hintergrund ist eine vorsichtige Planung
für das Jahr 2026 unumgänglich. Gleichzeitig dürfen
wir die positiven Signale nicht übersehen. Das neue Sondervermögen
für die Wirtschaft umfasst umfangreiche
Infrastrukturmaßnahmen, die direkt auf Bau- und Transportvolumina
einzahlen werden. Auch aus dem Sondervermögen
für die Bundeswehr ergeben sich Impulse: Bereits
der Infrastrukturbericht 2024 weist rund 8 000 geplante
Bauvorhaben für die Bundeswehr aus – ein Potenzial, das
in den kommenden Jahren zusätzliche Transportbedarfe
auslösen dürfte. Ebenso zu beachten ist ein weiterer, oft
unterschätzter Aspekt: Die Bundeswehr bereitet sich
zunehmend darauf vor, zusätzliche Transportaufträge
gezielt an die zivile Transportund
Spezialtransportbranche
zu vergeben, um ihre logistischen
Bedarfe künftig breiter
abzusichern. Damit entsteht
parallel zur Bauindustrie ein
weiterer relevanter Nachfrageimpuls,
der ab 2026 zunehmend
spürbar werden dürfte.
Zudem setzt das Infrastrukturbeschleunigungsgesetz
mit seinen regulatorischen
Vereinfachungen ein klares
Zeichen für mehr Tempo.
Für das Schwerlastgewerbe
bedeutet dies: Ja, wir müssen
uns noch etwas gedulden. Aber das Momentum aus
2025 ist nicht verpufft – es verlagert sich. Wir erwarten
ab 2026 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage und
gehen in den Folgejahren von einer deutlichen Verbesserung
aus. Die Kombination aus öffentlichen Investitionen,
beschleunigter Regulierung und steigender Nachfrage –
sowohl aus der zivilen Bauindustrie als auch seitens der
Bundeswehr – schafft die Grundlage für einen nachhaltigen
Aufwärtstrend.
»Kein Stillstand: Wir wollen
den Markt aktiv mitgestalten«
Auch wir spüren eine gewisse Zurückhaltung in der
Baubranche, jedoch bedeutet das für uns kein Stillstand.
Im Gegenteil: Durch Engagement, Spezialisierung
und individuelle Lösungen wollen wir aktiv auf die Kunden
zugehen und den Markt dadurch mitgestalten.
Beispiele für kundenorientierte
Projekte aus dem Hause Schoch waren
zuletzt die Effizienzsteigerung durch den
Materialmix mit »Hardox 500 Tuf« oder
auch die Sonder-Anbaugeräte wie der
Reißlöffel »The Beast«, der Kanallöffel
»The Raptor« oder unser neuestes Produkt,
»The Cleaner«, ein Besen für Bagger
mit den gängigsten Schnellwechselaufnahmen.
Gleichzeitig sehen wir großes
Potenzial in der kurzfristigen Verfügbarkeit
unserer bereits lagernden Anbaugeräte,
sowohl im Abverkauf als auch in der
Miete. Von Mini-Löffeln über die komplette
HS-SCHOCH
MARCEL SCHOCH –
Geschäftsführender
Gesellschafter der HS-
Schoch GmbH
DOLL
RENATO RAMELLA –
Managing Director
bei Doll Fahrzeugbau
Abbruchtechnik bis hin zu Lösungen für >50-t-Trägergeräte
decken wir die gesamte Bandbreite ab. Wir stellen
außerdem immer häufiger fest, dass die Nachfrage im
Segment der großen Anbaugeräte spürbar anzieht. Hier
gehen wir bewusst keine Kompromisse
ein und vertrauen auf unsere bewährten
Materialpartner Hardox, Borox und Esco.
Mit diesem Mix aus Spezialisierung, Flexibilität
und schneller Verfügbarkeit sehen
wir uns positiv für 2026 aufgestellt. Denn
Fakt ist: Die Arbeit ist da, es wird gebaut.
Entscheidend ist, dem Markt die richtigen
Produkte und Lösungen bereitzustellen.
Und genau dafür sehen wir uns als
HS-Schoch-Baumaschinen-Gruppe ideal
aufgestellt. Ob Serienprodukte, flexible
Sonderlösungen oder Regeneration, wir
stehen unseren Kunden als kompetenter
Partner zuverlässig zur Seite.
30
Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Der Mut zum Weitermachen
ist derzeit wichtiger denn je«
Geduld ist in der aktuellen Lage zwar eine Herausforderung,
doch sie ist zugleich das realistischste und
notwendigste Mittel. Die vergangenen Jahre waren für
unsere Branche – wie für viele Unternehmen – eine nicht
zu unterschätzende Herausforderung. Umso wichtiger ist
es nun, die Entwicklungen genau zu beobachten: Es gibt
erste stabile Signale einer Erholung. Diese sind vielleicht
noch nicht spektakulär, aber klar wahrnehmbar. Natürlich
kann auch eine neue Bundesregierung die Bauindustrie
nicht mit wenigen politischen Impulsen sofort wieder
auf ein früheres Boom-Niveau heben. Strukturelle Reformen,
Planungs- und Genehmigungsprozesse sowie finanzielle
Rahmenbedingungen brauchen Zeit, um Wirkung zu
entfalten. In solchen Phasen gilt ein Gedanke, den Winston
Churchill treffend formuliert hat: »Erfolg ist nicht endgültig,
Misserfolg ist nicht fatal: Was zählt, ist der Mut, weiterzumachen.«
Dieser Mut zum Weitermachen ist derzeit wichtiger
denn je – sowohl für die Politik als auch für die Unternehmen
der Branche. Was uns besonders positiv stimmt,
sind die Signale aus der Praxis. In vielen Gesprächen stellen
wir fest, dass neue Projekte langsam wieder zunehmen.
Trotz oftmals negativer Schlagzeilen blicken wir deshalb
optimistischer auf die kommenden
Monate. Es gibt nicht
nur Negatives: So hat das Statistische
Bundesamt im September
ein starkes Plus bei
den Baugenehmigungen für
Wohnungen von +59,8 Prozent
zum Vorjahresmonat
gemeldet. Darüber hinaus
weist der Haushalt des Einzelplans
25 ein Volumen von
fast 13 Mrd. Euro auf. Unsere
tägliche Erfahrung zeigt, dass
sich ein vorsichtiger, aber klarer
Aufwärtstrend abzeichnet.
Das Momentum der Bauma
JOHANN SAILER –
Geschäftsführender
Gesellschafter bei Geda
2025 ist nicht verpufft – es hat sich vielmehr in einen nachhaltigen,
tragfähigen Neustart verwandelt. Wenn die politischen
Rahmenbedingungen weiter konkretisiert werden
und die Branche ihren Gestaltungswillen beibehält, stehen
die Chancen gut, dass 2026 eher ein Jahr des Wiederantriebs
als eine erneute Talfahrt wird.
GEDA
Die Bagger HX360L und HX400L der nächsten
Generation von Hyundai wurden entwickelt,
um ein neues Maß an Effizienz, Komfort und
Wartungsfreundlichkeit zu bieten. Angetrieben
vom preisgekrönten DX08-Dieselmotor und
einem intelligenten elektrohydraulischen
System steigern sie die Produktivität und
senken die Kosten durch eine um bis zu 10 %
verbesserte Kraftstoffeffizienz und längere
Wartungsintervalle. Auch die Sicherheit wird
mit dem SAVM-360°-Kamerasystem auf ein
neues Niveau gehoben.
Steigen Sie auf die nächste Stufe.
Wenden Sie sich an Ihren Hyundai-Händler.
www.hyundai-ce.eu
Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 31
»Nachhaltige Lösungen sind
weiter auf dem Vormarsch«
BREDENOORD
TOBIAS SIEWERT –
Commercial Manager
Deutschland bei Bredenoord
Die vergangenen Jahre
haben die Baubranche
gefordert, insbesondere den
Hochbau – von Lieferengpässen
über Preissteigerungen bis
hin zu einer anhaltenden Unsicherheit
in vielen Segmenten.
Der Tiefbau war davon weniger
betroffen. Wir sahen weder eine
rückläufige Nachfrage noch
eine Zurückhaltung bei Projekten.
Auch im Bereich gewerblicher
Bauten zeigte sich das
Marktgeschehen für uns stabil.
2025 war bei uns geprägt
von einer deutlich steigenden
Nachfrage nach Batteriespeichern und hybriden Energiesystemen.
Viele Unternehmen prüfen genauer, wo sie Emissionen
und Kraftstoff einsparen können, ohne Kompromisse bei
Verlässlichkeit oder Einsatzzeiten einzugehen. Gleichzeitig
werden die Emissions- und Geräuschvorgaben strenger und
beschleunigen diesen Wandel zusätzlich. Kompakte Batteriespeicher
gewinnen zusätzlich an Bedeutung. Systeme
wie unsere »Battery Box 30«, die wir dieses Jahr neu auf den
Markt gebracht haben, zeigen, wie sich die Baustromversorgung
zunehmend hin zu leisen, emissionsarmen Set-ups entwickelt.
Mit Batteriespeichern in verschiedenen Leistungsklassen
von 15 bis 600 kW und unseren Hybrid-Set-ups mit
emissionsreduzierenden Stage-V-Aggregaten sind wir darauf
gut vorbereitet. Entscheidend bleibt für unsere Kunden
jedoch eines: Mobiler Strom muss zuverlässig, sicher und
jederzeit verfügbar sein. Daran werden wir gemessen, und
daran wird sich auch 2026 nichts ändern. Ob das kommende
Jahr einen Neustart bringt? Die Bauma hat gezeigt, wie viel
Gestaltungswille in der Branche steckt. Und der politische
»Bauturbo« kann zusätzliche Dynamik auslösen, ebenso die
geplanten Investitionen in Verkehrswege, Energieinfrastruktur
und Telekommunikation. Hier erwarten wir eine zunehmende
Nachfrage – und können dank unserer großen Mietflotte
flexibel reagieren, kurzfristig liefern und Projekte in
allen Größenordnungen zuverlässig mit mobilen Anlagen bis
in den Megawattbereich versorgen.
»Wohlklingende Ankündigungen
reichen hier nicht aus«
Die Bauma 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, welches
Potenzial in unserer Branche steckt – Innovationskraft,
volle Hallen und eine spürbare Aufbruchsstimmung. Doch
wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass dieser Schwung
genügt, um 2026 automatisch zum Neustartjahr zu machen.
Die Realität vieler Unternehmen bleibt geprägt von hohen
Finanzierungskosten, langwierigen Genehmigungsverfahren
und einer nach wie vor vorsichtigen Investitionsbereitschaft,
insbesondere im Wohnungsbau. Wohlklingende
»Bauturbo«-Ankündigungen reichen hier nicht aus – entscheidend
sind die konsequente und schnelle Umsetzung
der Bundesregierung sowie der Glaube an die eigene Stärke.
Für uns bei Rädlinger war die ruhigere Marktphase kein
Bremsklotz, sondern ein Fenster für Fortschritt. Wir haben
die Zeit genutzt, um großflächige Investitionen in unseren
Werken umzusetzen, den Automatisierungsgrad weiter zu
erhöhen und damit unsere Produktion noch effizienter, flexibler
und zukunftssicherer aufzustellen. Parallel dazu haben
wir unser Portfolio gezielt erweitert und mit Produktinnovationen
verstärkt, die genau auf die Anforderungen eines sich
wandelnden Marktes eingehen. Das gibt uns – und unseren
Partnern – Rückenwind für das kommende Jahr. Ob 2026
zur Talfahrt oder zum Neustart wird, hängt maßgeblich
davon ab, wie schnell die neue
Bundesregierung vom Ankündigungs-
ins Umsetzungshandeln
kommt. Die Baubranche
braucht investitionsfreundliche
Rahmenbedingungen, verlässliche
Förderkulissen und
echte Beschleunigungen, nicht
nur neue Schlagworte. Gleichzeitig
bleibt klar: In unsicheren
Zeiten brauchen Kunden und
Händler vor allem eines – Verlässlichkeit.
Genau diese wollen
wir bieten. Unsere Investitionen,
unser erweitertes Portfolio
und unsere langfristige
THOMAS WITTMANN –
Geschäftsbereichsleiter
Vertrieb bei Rädlinger
Ausrichtung mit unseren Fertigungsstandorten in Deutschland
sind ein klares Signal, dass wir Stabilität und Partnerschaft
auch dann leben, wenn die Marktbedingungen herausfordernd
sind. Das Momentum von 2025 ist also nicht
verpufft – aber es braucht weiterhin Mut. Wenn Politik und
Wirtschaft gemeinsam liefern, kann 2026 zum echten Neustart
werden. Wir sind bereit dafür.
RÄDLINGER
32
Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Es gibt auch klare
Wachstumstreiber«
Das Jahr 2025 war für die Baubranche ein Jahr der gemischten Gefühle.
Die Diskussionen rund um den Bau-Turbo und das Infrastrukturpaket
wirkten wie der dringend benötigte Hoffnungsschimmer – das war insbesondere
auf der bauma deutlich zu spüren. Doch im Laufe des Jahres hat
sich diese Dynamik leider verflüchtigt. Der Glaube an eine schnelle Erholung
des deutschen Baumarktes ist geschrumpft, und die Stimmung ist aktuell
von Zurückhaltung geprägt. Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt das Sorgenkind
der Branche, belastet durch steigende Kosten und überbordende
Vorschriften. Und das, obwohl der Bedarf unübersehbar ist: Wohnraum fehlt
überall. Eigentlich wären das ideale Voraussetzungen – wenn auch die politischen
und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies zuließen. Auch das
groß angekündigte Infrastrukturpaket der Regierung hat bislang kaum Wirkung
entfaltet. Die Branche steht bereit, und die angekündigten Investitionen
sind ein wichtiges Signal. Die entscheidende Frage ist: Gelingt es der öffentlichen
Hand, die geplanten Baumaßnahmen konsequent, schnell und professionell
umzusetzen? Die gesamte Bauwirtschaft blickt hier mit großen Erwartungen
auf die kommenden zwölf Monate. Trotz der schwierigen Lage gibt es
für 2026 auch klare Wachstumstreiber, etwa im Bereich Energieversorgung,
im Verkehrswegebau, im Infrastruktursektor der öffentlichen Hand, in der
IT-Branche sowie in Teilen der Rüstungsindustrie. Hier sehen wir eine stabile
Nachfrage durch große Projekte mit enger Taktung und hohem Tempo. Bei
PERI richten wir unsere strategischen Schwerpunkte genau auf diese Anforderungen
aus, um unsere Kunden
dabei zu unterstützen, Bauprozesse
zu beschleunigen, die
Qualität zu steigern und Kosten
zu reduzieren. Das ist ein
Anspruch, der tief in unserer
DNA verwurzelt ist: Mit unseren
flexiblen Systemen, der intelligenten
Vernetzung unserer
Schalungs- und Gerüstlösungen
und den umfangreichen
Services ermöglichen wir als
leistungsfähiger Partner, Baustellen
effizienter zu machen.
Denn eines wird immer deutlicher:
Die Ansprüche an
PERI
THOMAS IMBACHER –
Geschäftsführer Vertrieb & Technik
bei PERI Deutschland
Geschwindigkeit und Verlässlichkeit, mit der Projekte umgesetzt werden
müssen, steigen kontinuierlich. Insgesamt blicken wir trotz aller Unsicherheiten
optimistisch auf das Jahr 2026. Die Herausforderungen bleiben, doch
Chancen sind ebenso vorhanden – insbesondere, wenn Politik und die Baubranche
gemeinsam anpacken. Wir freuen uns darauf, die Zukunft des Bauens
gemeinsam mit unseren Kunden aktiv zu gestalten.
d
EXTREME LEISTUNG.
EXTREME EINSÄTZE.
EXTREM MAKITA.
Mit dem 40V max. Akku-System bringt Makita kabelloses
Arbeiten auf ein neues Leistungsniveau.
Die XTREME POWER Akku-Maschinen aus dem 40V max.
System stehen für extreme Leistung, extreme Einsätze, extrem
Makita. Die robuste Bauweise und höchste Widerstandsfähigkeit
gewährleisten zuverlässigen Einsatz selbst unter härtesten
Arbeitsbedingungen. Für Profis, die die volle Kontrolle und Freiheit
über ihre Arbeit suchen und überall maximale Leistung fordern –
ohne Kompromisse! Kabellose Kraftpakete wie Abbruchhammer,
Handkreissäge, Trennschleifer sowie Kettensägen liefern Leistungen,
die mit XTREME POWER beeindrucken.
Der kraftvolle Akku-Abbruchhammer HM004G erreicht das
Leistungsniveau eines 230-V-kabelgebundenen Geräts und
überzeugt mit einer Ausgangsleistung von 4.400 Watt. Mit einer
Einzelschlagstärke von 72,8 J, einer Schlagzahl von 870 Schlägen
pro Minute und einer 28,6-mm-Sechskantaufnahme eignet
sich der HM004G für ein breites Anwendungsspektrum – von
schweren Abbrucharbeiten über den Straßenbau, Garten- und
Landschaftsbau bis hin zu Tunnel- und Bergbauarbeiten sowie
industriellen Anwendungen.
72,8 J
Einzelschlagstärke
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40V max. Akku-System
2x 40V max. Akku-Abbruchhammer
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HM004G
Klartext Dezember 2025/Januar 2026 33
»Der Bauturbo hat aus unserer
Sicht langsam gezündet«
Die Bauma war auch für uns ein voller Erfolg. Neue Bagger
wie der »HX360/HX400« mit elektro-hydraulischer Vorsteuerung
waren die Highlights – mittlerweile bewähren sich
die Maschinen in Mitteleuropa auf zahlreichen Baustellen und
im Abbruch. Wichtig ist das Konzept unseres großen E-Baggers
(»HX230e«, 25 t, 503-kWh-Akku) sowie des 15-Tonnen
H2-Brennstoffzellen-Mobilbaggers. Beide haben auf der Bauma
großes Interesse geweckt. Umweltfreundlichkeit spielt in der
Baubranche eine immer größere Rolle – als weltweiter Anbieter
hat es sich Hyundai CE zur Priorität gemacht, seinen Kunden
und Händlern umweltfreundliche Maschinen, die in der Leistung
dieselgetriebenen Baggern in nichts nachstehen, anzubieten.
Hyundai ist bei Hightech-Themen ganz vorne dabei. Neben
der erfolgreichen Markteinführung unseres elektrischen Minibaggers»
HX19e« treibt Hyundai CE die Entwicklung emissionsfreier
Baumaschinen auch für größere Maschinen weiter voran.
Der »Bauturbo« hat aus Hyundai-Sicht langsam gezündet. Seit
Sommer 2025 sehen wir eine verstärkte Nachfrage nach unseren
Neuheiten. Dazu trägt die Verfügbarkeit unsere Bauma-Neuheiten
ebenso bei wie das den Markterfordernissen angepasste
Händlernetz. In Europa konnten wir in den Schlüsselmärkten
MAURIZIO CHIAROTTI –
Sales Director Europe
bei HD Hyundai CE
wichtige neue Handels- und
Mietpartner gewinnen. Zusätzlich
gehen wir in neue Märkte.
Die rad- und kettengetriebenen
Kompaktlader verschaffen uns
Marktzugang zum GaLaBau
und zu Kommunen, und mit
dem Mobilbagger »HW250A«
haben wir einen Umschlagbagger
mit langer Ausrüstung,
Vier-Pratzen-Abstützung und
erhöhter Kabine im Portfolio
– somit reden wir nun auch in
der Recyclingbranche ein Wörtchen
mit. Im Key-Account-Geschäft
hat sich Hyundai Construction
personell neu aufgestellt – wir sind nun mit Management,
Händlern und sehr guten Finanzierungsangeboten in der
Lage, überregional tätigen Unternehmen maßgeschneiderte
Pakete anbieten zu können, und das landes- und europaweit
mit voller Unterstützung unserer wichtigsten Händler.
»Die entscheidenden Treiber sitzen
in unseren eigenen Unternehmen«
Ich finde, wir dürfen nicht vergessen, dass wir vor der aktuellen
Konjunkturdelle eine außergewöhnlich lange Zeit des
Aufschwungs erlebt haben. Dementsprechend ist es nicht
verwunderlich, dass die aktuelle Situation auch lange anhält.
Außerdem ist es schwierig zu bewerten, auf welches Niveau
der Markt bei einem Aufschwung wieder ansteigt. Die Frage ist
berechtigt, ob wir 2026 auf einen Neustart hoffen dürfen oder
ob wir uns weiter durch ein holpriges Tal bewegen. Meine Antwort
darauf fällt nüchtern aus: Selbst die politische Entscheidung,
mehr Geld in Infrastruktur, Militär und erneuerbare Energie
zu investieren, bedarf einer langen Vorlaufzeit, bis sich aus
dieser Entscheidung Projekte in Ausführung für den Bau ergeben.
Zudem sind infolge der vorgezogenen Wahlen verschiedene
Ministerien ungeplant früher neu besetzt worden. Das
hat ein gewisses Vakuum entstehen lassen, wodurch sich die
Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen verzögert. Wir
dürfen den Blick nicht allein nach Berlin richten, sondern müssen
auch in den eigenen Betrieb schauen und erkennen, welche
Potenziale durch eigene Aktion gehoben werden können.
Was wir als Unternehmen beeinflussen können, ist unsere
eigene Handlungsfähigkeit. Wir Unternehmer stehen heute
mehr denn je in der Pflicht, unser Geschäftsmodell aktiv weiterzuentwickeln.
Das Momentum aus 2025 verpufft nur für
jene, die darauf warten, dass andere für sie handeln. Die aktuelle
Lage zwingt uns zu Kreativität,
Effizienz und Innovationskraft
– und genau darin
liegt auch die Chance. Wer flexibel
bleibt, in moderne Technologien
investiert, erkennt,
was mit dem eigenen Betrieb
vielleicht in guten Zeiten links
liegenblieb, aber heute attraktiv
ist, Kunden enger einbindet
und Prozesse entschlackt,
wird nicht nur stabil durch
schwierigere Phasen kommen,
sondern gestärkt daraus hervorgehen.
Ich glaube fest daran, dass die
entscheidenden Treiber eines echten Neustarts nicht in Berlin
sitzen, sondern in unseren eigenen Unternehmen. Veränderungen
im Markt sind unvermeidbar, aber unser Umgang
damit entscheidet, ob wir sie als Risiko oder als Sprungbrett
nutzen. Prognosen, wann der große Aufschwung kommt, gebe
ich bewusst keine ab. Aber: Die Firmen, die jetzt mutig anpacken,
werden bereit sein, sobald die Rahmenbedingungen wieder
anziehen – egal ob das 2026 geschieht oder später.
HD HYUNDAI
MOERSCHEN MOBILE AUFBEREITUNG GMBH
SVEN BROOKSHAW –
Geschäftsführer der Moerschen
Mobile Aufbereitung GmbH
34
Dezember 2025 – Januar 2026
Klartext
»Die Branche kann sich wieder
zu alter Stärke zurückarbeiten«
Die Bauma 2025 war für Steelwrist in vielerlei Hinsicht eine
großartige und sehr erfolgreiche Veranstaltung. Unsere Präsenz
auf der Messe hat zahlreiche Besucher beeindruckt, und
der wieder aufkeimende Optimismus sowie die spürbare Aufbruchsstimmung
in der Branche waren an jeder Ecke wahrnehmbar.
Dazu haben sicherlich auch die kurz zuvor angekündigten
politischen Maßnahmen beigetragen, die für frischen
Wind und neue Hoffnungen sorgten.
Auch wenn die unmittelbaren Impulse der Bauma inzwischen
etwas abgeebbt sind, bleibt ein gewisses Momentum bestehen,
das nach unserer Einschätzung nachhaltig wirken wird. Es
schafft wichtige Ausgangsbedingungen, auf denen eine Erholung
der Branche aufbauen kann. Dennoch löst dieses Momentum
allein die bestehenden Bremsfaktoren noch nicht vollständig.
Entscheidend wird sein, dass politische Maßnahmen nun
tatsächlich greifen und für mehr Finanzierungssicherheit sorgen,
um die notwendigen Marktdynamiken stabil auszulösen.
Aktuell sehen wir punktuell erste Erholungserscheinungen.
Investitionsentscheidungen, die zuvor auf Eis lagen, werden wieder
vorbereitet. Projekte, die ins Stocken geraten waren, kommen
zurück in die aktive Planung, und auch das Thema Förderung
gewinnt langsam wieder an Fahrt. Diese Entwicklung zeigt,
dass der Markt nicht zum Stillstand
gekommen ist, sondern
sich Stück für Stück neu ordnet.
Gleichzeitig müssen wir realistisch
bleiben: Der Prozess
verläuft langsamer, als viele
in der Branche gehofft haben.
Von einem klaren, klassischen
Neustart im kommenden
Jahr kann daher noch
nicht die Rede sein. Aus unserer
Sicht wird 2026 vielmehr
als Übergangsphase dienen
und damit als wichtiges Fundament,
auf dem sich die
Branche 2027 wieder zu alter
JOACHIM SCHIER –
Geschäftsführer bei
Steelwrist Deutschland
Stärke zurückarbeiten kann. In dieser Zeit werden Geduld,
ein gesunder Optimismus und das Vertrauen in die eigene
Leistungsfähigkeit entscheidend sein. Wenn alle Akteure in
der Branche diese Faktoren mittragen, können daraus die
Kräfte entstehen, die für einen echten Neustart notwendig
sind.
STEELWRIST
A WIRTGEN GROUP COMPANY
Kleiner geht‘s nicht
MINI 500 undw MINI 502:
Maschinell einbauen ab 0,25 m Breite
MINI 500 | MINI 502
Leistung: 10,8 kW
Gewicht: < 1,5 t
Transportbreite: 0,90 m
Einbaubreiten: 0,25 - 1,80m
Der Raupenfertiger MINI 500 und die Radversion MINI 502 runden das Produktprogramm von VÖGELE
nach unten hin ab: Die kleinsten Straßenfertiger ergänzen das MINI-Class Modell SUPER 800-5 P. Kompakt,
wendig und leicht eignen sich die MINIs für kleinste Baumaßnahmen, bei denen bisher ein maschineller
Einbau undenkbar war. Ein einzelner Bediener hat von seiner stehenden Position aus eine optimale Übersicht
und kann den Fertiger komfortabel allein bedienen.
JOSEPH VÖGELE AG · Joseph-Vögele-Str. 1 · 67075 Ludwigshafen · Germany · T: +49 621 / 81 05-0 www.voegele.info
Klartext Dezember 2025 – Januar 2026 35
1
GEWINNUNG & AUFBEREITUNG
Bei der Abraumkampagne
2025 der Ostrauer Kalkwerke
überzeugte der »Bell B45E
4x4« mit guter Performance
auf schwierigstem Terrain.
BELL (4)
»B45E 4x4« –
ein echter »Abräumer«
BELL – Schon seit Anfang 2025 bewährt sich ein knickgelenkter Muldenkipper »Bell
B45E 4x4« als neue Schlüsselmaschine im Dolomit-Abbau der Ostrauer Kalkwerke.
Die Entscheidung für den 41-Tonner fiel nach wahrlich beeindruckenden Praxiserfahrungen
unter Extrembedingungen in der winterlichen Abraumkampagne. Als Teil einer
Systemlösung des Bell-Vertriebspartners Kiesel sichert der Allrad-Zweiachser jetzt
den wirtschaftlichen Transport in Produktion, Flächenerschließung und -verfüllung.
200 000
Kubikmeter
Rund 200 000 m 3 Abraum
auf gut 1,5 ha Fläche fielen
für die Kampagne 2025 von
Januar bis Mitte April an.
Der Abbau und die Verarbeitung von Dolomit als
natürlicher Grundstoff für die mineralische Optimierung
von Böden in der Land- und Forstwirtschaft
haben eine lange Tradition in Sachsen. Alleine
in der Region Döbeln, auf halber Strecke
zwischen Leipzig und Dresden, wurde das kalzium-
und magnesiumhaltige Mineral bis Mitte des
vergangenen Jahrhunderts in gleich mehreren Betrieben
abgebaut. Letzter verbliebener Produzent
sind die Ostrauer Kalkwerke im gleichnamigen
Ortsteil der Gemeinde Jahnatal, die nach der Privatisierung
im Zuge der Wende Mitte 1991 von den
heutigen Eigentümern um Geschäftsführer Ulrich
Dürasch übernommen wurden. Heute arbeiten insgesamt
35 Menschen im Unternehmen, das parallel
zu umfangreichen Investitionen in Aufbereitungstechnik
und Logistik über die vergangenen Jahre
auch sein Lieferprogramm deutlich ausweitete. Neben
Dolomitkalkprodukten für die Landwirtschaft,
die über Vertriebspartner deutschlandweit und ins
angrenzende Ausland geliefert werden, kam eine
eigene Linie an hochwertigen Stallhygiene-Produkte
hinzu. Auch die übrigen im rund 25 ha großen
Steinbruch anfallenden Rohstoffe werden gezielt
vermarktet: In die Landschafts- und Flächengestaltung
wandert das charakteristische ocker-, anthrazit-
bis rotfarbene Gestein als Tragschichten, Splitt-
und Schottermischungen oder kommt als Gabionenfüllung
zum Einsatz. Lehmbaustoffe sowie die
einschlägigen Gesteinskörnungen für den Straßen-
und Wegebau runden das Lieferangebot der
Zahlen
Muldenkipper »B45E 4x4«
Betriebsgewicht (t) 33,3
Muldenvolumen (m 3 ) 25
Motorleistung (kW) 390
maximale Nutzlast (t) 41
Leistungsgewicht beladen (t) 74,32
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 48
36
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Ostrauer Kalkwerke ab, die zudem unbelasteten
Bauschutt und Böden zur fachgerechten Wiederaufbereitung
oder Verfüllung annehmen.
Förderkette neu aufgezogen
Mit Mächtigkeiten von 10 bis 20 m steht der Plattendolomit
in Ostrau an und wird im Sprengverfahren
selektiv abgebaut. Zuvor allerdings muss die
bis zu 25 m hohe Überdeckung aus Oberboden und
mergelhaltigem Material abgetragen und im Zuge
der fortlaufenden Rekultivierung nach Plan verfüllt
werden. Bei weiterlaufender Produktion der
auf maximal 300 t/h ausgelegten Aufbereitung sind
dafür mehrere Monate in der absatzärmeren Wintersaison
veranschlagt. Rund 200 000 m³ Abraum
auf gut 1,5 ha Fläche fielen für die Kampagne 2025
von Januar bis Mitte April an. In Schichten bis 2 m
trug dabei der 2022 übernommene 50-t-Großbagger
»Hitachi ZX 490 LCH-7« mit 3,2-m³-Tieflöffel das
Material direkt ab. Übernahmen in den vergangenen
Jahren bis zu vier angemietete 30-t-Knicklenker
den Transport auf den rund 1 000 m langen und
bei widriger Witterung sehr anspruchsvollen Umläufen
zur Halde, setzten die Ostrauer Kalkwerke
erstmals in diesem Jahr auf den knickgelenkten
Allrad-Zweiachser »Bell B45E 4x4«. Der 41-Tonner
kam im Zuge eines Feldtests Anfang Januar
nach Ostrau, bei dem seine Eignung als Ganzjahres-Allrounder
innerhalb einer Systemlösung des
Bell-Vertriebspartners Kiesel auszuloten war. Gemeinsam
mit einem bestehenden 35-t-Starrrahmenkipper
als »Backup« soll er im Zusammenspiel
mit dem Hitachi-Großbagger sowie einem
4,5-m³-Radlader »Hitachi ZW310« die Versorgung
der meist im Zwei-Schicht-Betrieb arbeitenden Aufbereitung
übernehmen.
»Alle Parameter passten«
»Die Integration des ›Bell B45E
4x4‹ in die Ostrauer Produktionsabläufe
verlief wie erwartet
problemlos«, berichtet
Walter Michels,
Kiesel-Product-Manager Muldenkipper und beim
Bell-Vertriebspartner mitverantwortlich für die
Systemlösungen im Bereich Gewinnung. »Alle Parameter
passten: Beginnend mit der Ladeleistung
ab Haufwerk, wo die mit Muldenerhöhung und
Heckklappe gehäuft rund 28,5 m³ fassende Gesteinsmulde
einen sehr guten Füllgrad gewährleistet
und damit die Chargenleistung immer bei den
nominellen 41 t des ›Bell B45E 4x4‹ hält.« Auch auf
den rund 2 000 m langen Umläufen mit Steigungen
bis 20 Prozent spielt der Bell-Zweiachser seine Stärken
voll aus. »Der Allrad-Antrieb und die vollautomatische
Retarder-Funktion an allen vier Rädern
bieten auf der Strecke ein Sicherheitsplus, das sich
gerade im Ostrauer Kalkwerk mit seinem ganzjährigen
Mehrschichtbetrieb direkt in eine garantierte
Verfügbarkeit übersetzen lässt.«
Harte Bewährungsprobe
»Natürlich bezogen wir auch den Abraum-Einsatz
in unsere Berechnungen mit ein«, erklärt Walter
Michels. »Auf dem Papier stimmte wiederum alles
– unsere ersten Eindrücke vor Ort ließen jedoch
durchaus Zweifel an der 100-prozentigen Eignung
des Allrad-Zweiachsers aufkommen.« Bei extrem
feuchter Witterung gruben sich selbst 6x6-Dumper
auf besonders lehmig-sandigen Passagen regelrecht
ein.
Auch bei ständigem Wechsel
der Fahrspuren wurden
diese Stellen
oft so schwer
passierbar,
Die Aufgabe
Gemeinsam mit einem
35-t-Starrrahmenkipper als
»Backup« soll der knickgelenkte
Allrad-Zweiachser »Bell B45E
4x4« im Zusammenspiel mit dem
Hitachi-Großbagger sowie einem
Hitachi-Radlader »ZW310« die
Versorgung der Aufbereitung
übernehmen.
Mit Muldenerhöhung und
automatischer Heckklappe
»packt« der »B45E 4x4« bis
44 t Abraum auch auf Steigungen
von rund 20 Prozent.
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 37
Perfect Match: Schnelle
sieben bis acht Ladespiele
benötigt der Großbagger
»Hitachi ZX490 LCH-7« mit
3,2-m³-Tieflöffel zum Beladen
des »B45E 4x4«.
Haben die Leistungsfähigkeit
vor Ort erlebt: (v. l. n. r.): Bell-
Verkaufsleiter Andreas Reinert,
Werkstattleiter Enrico Hoffmann, Fahrer
/ Techniker Sebastian Fuchs, beide
Kalkwerke Ostrau, sowie Kiesel-Gewinnungsexperte
Walter Michels.
dass ein produktiver Transport kaum mehr möglich
war. Dennoch nahm das Ostrauer Team um
Werkstattleiter Enrico Hoffmann die Herausforderung
an. Mehr noch: Aufgrund des Nutzlast- und
Volumen-Vorteils des »B45E 4x4« schickte man
nicht wie bisher vier Mulden ins Rennen, sondern
stellte dem Zweiachser lediglich zwei angemietete
6x6-Dreißigtonner zur Seite. Durchschnittlich
rund 44 t der stark bindigen Fracht wies die serienmäßige
Onboard-Waage des Bell-Zweiachsers aus –
mit 17,5-m³-Mulden kamen die eingesetzten Maschinen
auf Einzelchargen von knapp über 28 t.
Sicherer Vortrieb
Auch auf den im Abraum knapp 1 000 m langen Umläufen
mit Steigungen bis 20 Prozent bewährte sich
der »Bell B45E 4x4«, der die 390 kW seines Mercedes-Benz-Sechszylinders
über eine Allison-Siebengang-Automatik
und ein Kessler-Verteilergetriebe
mit automatischer Differenzialsperre an beide
Achsen bringt. Dort sorgen Traktionskontrollen
für den sicheren Vortrieb, an beiden Hinterrädern
jeweils unterstützt durch Geschwindigkeitssensoren
und dosierte Aktivierung der leistungsfähigen
Ölbadbremsen. »Die Standardbereifung
mit breiten 775/65R29 vorne und 21.00R35-Zwillingssätzen
hinten nimmt die auftretenden Lasten
unter allen Ladezuständen gut auf und hat sich
besonders bei Steinbruch-Einsätzen unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten – Stichwort: Verschleiß
– sehr gut bewährt«, erklärt Walter Michels.
»Unter Extrembedingungen wie im Ostrauer
Abraum kommt es allerdings auf niedrigen Bodendruck
bei gleichzeitig maximaler Traktion an,
und tatsächlich waren auch wir etwas gespannt,
wie sich der ›B45E 4x4‹ in der Praxis schlägt.« Das
Ergebnis überraschte dann selbst den langjährigen
Praktiker: Wo die 6x6-Dreißigtonner mit ihren
750er-Flotationsreifen in den eigenen, immer
tiefer werdenden Fahrrinnen echte Schwierigkeiten
bekamen, fuhr der Bell-Zweiachser mit seinen
unterschiedlichen Achsspuren und Aufstandsflächen
buchstäblich drüber hinweg. Und das auch
nach mehreren Übergängen und ohne zwischenzeitliche
Wegepflege.
Gewohnt sparsam
»Natürlich verkaufen wir den ›Bell B45E 4x4‹ deshalb
jetzt nicht als ultimative Offroad-Maschine«,
so Kiesel-Anwendungsspezialist Walter Michels.
»Er ist und bleibt der Allrounder mit echten Stärken
im Steinbruch und großen Möglichkeiten auf
schwerem Terrain. Allerdings bewerten wir gerade
letztere nach Ostrau deutlich höher, was unter
dem Stichwort Verfügbarkeit auch unmittelbar in
unsere spezifischen Einsatzberatungen und die
daraus resultierenden Systemlösungen einfließen
wird.« Eher bestätigend wird sich darin ein anderer
Messwert der Ostrauer Praxis niederschlagen:
Durchschnittlich 20,6 l/h zeigte die Bordelektronik
für den »Bell B45E 4x4« nach knapp 1 200 Betriebsstunden
großteils im Abraum mit Maximallasten
bis 44 t. Im direkten Vergleich lagen die beiden eingesetzten
30-Tonner mit Einzelchargen 28 bis 29 t
bei 17 l – auf die Tonne umgerechnet ein Vorteil von
25 Prozent für den Bell-Zweiachser. d
38
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
ZEPPELIN
ge dabei, dass das Produktivitätsplus
mit einer deutlichen
Verringerung des Kraftstoffverbrauchs
einhergeht. »Beeindruckend
ist die starke Performance
an den Steigungen bei gleichzeitig
niedrigerem Verbrauch.
Wir benötigen knapp 6 l weniger
Diesel in der Stunde als mit
dem Vorgängermodell«, verweist
der Betriebsleiter auf die
Leistungsbilanz.
Das Großgerät von
Zeppelin – Caterpillar konnte
im Einsatz überzeugen.
68-Tonner für effizienteren
Rohgesteinstransport
ZEPPELIN – CATERPILLAR – Zunächst ging es nur darum,
einen Nachfolger für den bereits in die Jahre gekommenen
Muldenkipper im Steinbruch Oberthulba zu finden. »Uns hat
das Gesamtpaket überzeugt«, bekräftigt Nadine Hochrein,
Geschäftsführerin der Schotterwerke Hochrein. So wurde vom
Zeppelin-Team nicht nur die passende Maschine vorgeschlagen,
sondern darüber hinaus wurden auch die Betriebsabläufe unter
die Lupe genommen. Herausgekommen ist ein Gesamtpaket aus
»gelbem Eisen«, Einsatzberatung und umfassendem Service.
Bereits nach den ersten Einsatztagen kann der Cat-Muldenkipper
»775« hinsichtlich Produktivität und Effizienz voll überzeugen.
42,2
Kubikmeter
Der robuste Muldenkörper
des Cat-Muldenkippers »775«
ist aus hochfestem Stahl
gefertigt und bringt ein stolzes
Volumen von 42,2 m 3 mit sich.
Umfassend beraten: »Für uns
war das eine tolle Gelegenheit,
uns als kompetenten Partner vorzustellen
und dem Kunden alles
aus einer Hand zu bieten«, erläutert
Christian Englert. So hat der
Verkäufer der Zeppelin-Niederlassung
Erlangen Matthias Sowada
von der Zeppelin-Einsatz-und
Projektberatung mit ins Boot genommen,
um die ideale Maschine
für den Steinbruch zu finden
sowie die Prozesse und Fahrwe-
ge zu verbessern. Die Schotterwerke
Hochrein bauen in Oberthulba
Muschelkalk ab und produzieren
daraus Mineralgemische
sowie Zuschlagstoffe für die
Beton- und Asphaltindustrie. Die
Wahl fiel auf einen Cat-Muldenkipper
»775«, der mit 68 t Nutzlast
und 42,2 m 3 Muldenvolumen
rund 25 Prozent mehr Kapazität
als die zuvor eingesetzte Maschine
besitzt.
Mehr Laden, mehr Leistung
»Gerade vor dem Hintergrund,
dass unsere weiter entfernten
Vortriebsbereiche aktuell nur
über steile Rampen zu erreichen
sind, machen sich das größere
Ladevolumen und der stärkere
Motor unmittelbar bemerkbar«,
erklärt Hochrein-Betriebsleiter
André Emmel die Vorteile. Besonders
positiv zu Buche schla-
Robust aufgebaut
Für ein deutliches Plus an Sicherheit
sorge der Automatikretarder,
der sich insbesondere auf Gefällstrecken
auszahlt. Überzeugen
kann darüber hinaus der robuste
Muldenkörper aus hochfestem
Stahl. Eigenschaften, die
auch den Muldenfahrer Hubert
Warmuth beeindruckten. Die anfängliche
Skepsis gegenüber dem
Neuzugang konnte schnell ausgeräumt
werden, nicht zuletzt
wegen der komfortablen, schallgedämmten
Überdruckkabine
mit Klimaanlage sowie der intuitiven
und einfachen Bedienung
des Muldenkippers, wie das Unternehmen
sagt. Dabei hat sich
im Rahmen der Einsatzberatung
für Nadine Hochrein noch ein
weiterer Aspekt ergeben. So wurde
das Vorhaben der Firmenchefin
bekräftigt, ein angrenzendes,
bislang nicht zum Betrieb gehörendes
Abbaugebiet zu integrieren.
Die derzeit notwendige Umfahrung
verlängert den Fahrweg
spürbar und sorgt für längere Umlaufzeiten,
so die eindeutige Einschätzung.
»Wir liebäugeln schon
länger mit dieser Idee. Eine Einbindung
dieses Areals würde also
nicht nur für uns logistische Vorteile
bringen, sondern zusätzliche
positive Umwelteffekte erzielen«,
so Nadine Hochrein. »Für unser
Unternehmen war die Mulde
die erste Cat-Baumaschine«, so
Firmenchefin Nadine Hochrein.
Doch es sollten schnell noch weitere
folgen, berichtet die Firmenchefin.
Auch wurde der passende
Hydraulikbagger »390F« über den
Bereich Gebrauchtmaschinen bestellt,
ebenso wurde als leistungsstarke
Transportmaschine ein gebrauchter
Cat-Kompaktradlader
»908M« auf den Hof gestellt. d
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 39
ROKBAK (2)
Wenn eine Baustelle größere
Ladegeräte zulässt, hilft der
»RA40« den Anwendern, ihre
Leistung zu maximieren.
»RA30« versus »RA40«
ROKBAK – Ob in Steinbrüchen, bei groß angelegten Erdarbeiten
oder bei Infrastrukturprojekten – Anwender können sich zwischen
dem robusten »RA30« und dem leistungsstarken »RA40« von
Rokbak entscheiden. Die beiden Modelle zeichnen sich laut Aussage
des schottischen Herstellers von knickgelenkten Muldenkippern
durch Langlebigkeit, Produktivität und Effizienz aus.
»Viele Anwender
entscheiden sich dazu,
die wendige Effizienz
des ›RA30‹ mit der
Nutzlastkapazität des
›RA40‹ zu kombinieren,
um unterschiedlichen
Bereichen derselben
Baustelle gerecht
zu werden.«
Graeme Blake,
Produktmanager bei Rokbak
Die knickgelenkten Dumper
von Rokbak liefern nach
Ansicht von Produktmanager
Graeme Blake »zuverlässige Leistung
auf anspruchsvollen Baustellen
weltweit«. Bei zwei Modellen
hängt die Entscheidung, welcher
Dumper zum Einsatz kommt, von
den Anforderungen des Einsatzes
ab. Der »RA30« und der »RA40«
teilen die Kernmerkmale von
Rokbak: Langlebigkeit, Einfachheit
und hohe Verfügbarkeit. Beide
Modelle eignen sich laut Hersteller
für fast jede Anwendung.
Das bedeutet, dass die wichtigsten
Unterscheidungsmerkmale
in Bereichen wie Nutzlastanforderungen,
Baustellenlayout und
bereits vor Ort vorhandener Ausrüstung
liegen. Der »RA30« mit einer
Nutzlast von 28 t ist die agile
und vielseitige Option. Aufgrund
seiner kompakten Größe und seiner
hohen Manövrierfähigkeit
eignet er sich laut Rokbak besonders
für enge oder anspruchsvolle
Umgebungen wie steile Steinbruchwege,
kleinere Baustellen
oder Infrastrukturarbeiten, auf
denen sich die Bodenverhältnisse
häufig ändern. Der größere
»RA40« hingegen bietet eine
Nutzlast von 38 t für Einsätze, bei
denen es vorrangig darum geht,
mehr Material pro Zyklus zu bewegen.
Er zeige, so der Hersteller
weiter, seine beste Leistung
in Produktionsumgebungen mit
hohem Volumen wie Tagebaubergwerken,
großen Steinbrüchen
oder Erdbewegungsprojekten
mit breiten Transportwegen
und langen Fahrstrecken. Wenn
eine Baustelle größere Ladegeräte
zulässt, hilft der »RA40« den
Anwendern, ihre Leistung zu maximieren,
indem er einen effizienten
Materialfluss gewährleistet
und die Kosten pro Tonne senkt.
An die Aufgabe anpassen
Es ist wichtig, den Muldenkipper
auf den richtigen Bagger oder das
richtige Ladegerät abzustimmen.
Ein typisches Ziel sind vier bis
sechs Ladespiele, um die Mulde
des Dumpers zu füllen. Sind deutlich
mehr Ladespiele erforderlich,
wird die zusätzliche Nutzlastkapazität
nicht voll ausgeschöpft
und die Gesamtproduktivität beeinträchtigt.
Ebenso sollten die
Breite der Transportwege und
die Überlastung der Baustelle die
Auswahl der Flotte beeinflussen.
Zahlen
Muldenkipper »RA30«
Motorleistung (kW) 276 331
Füllkapazität (m 3 ) 17,5 23
Nutzlast (t) 30,9 41,9
Kompakte europäische Baustellen,
wie beispielsweise in Frankreich,
setzen in der Regel auf
»RA30«-Dumper, während Märkte
mit größeren Arbeitsbereichen
und längeren Betriebszeiten, wie
beispielsweise Indonesien, häufig
den »RA40« bevorzugen.
Robust und noch robuster
»Viele Anwender entscheiden
sich für den Einsatz gemischter
Flotten, die wendige Effizienz des
›RA30‹ mit der Nutzlastkapazität
des ›RA40‹ kombinieren, um unterschiedlichen
Bereichen derselben
Baustelle gerecht zu werden«,
wie Graeme Blake aussagt. Der
»RA30« sei das leise Arbeitstier,
das stets Ergebnisse liefert, während
der »RA40« den robusteren
großen Bruder darstelle, der für
noch mehr Produktivität ausgelegt
sei. Beide bieten laut Herstellerangaben
hohen Bedienkomfort
und gute Kontrolle, wobei
der »RA30« serienmäßig mit
einer Einzelradaufhängung vorne
ausgestattet ist. Die Dumper
sind nicht auf Materialtransport
beschränkt. Sie wurden für Aufgaben
wie Wassertankwagen zur
Staubbekämpfung und Schürfwagen
zum Abtragen von Oberflächen
angepasst.
Muldenkipper »RA40«
Abmessungen (mm) LxHxB 9 930 x 3 560 x 2 860 11 115 x 3 945 x 3 358
d
40
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Der 85 t schwere »Hitachi
KEX890LD-7« ist ein echter
Gigant – und trotzdem erstaunlich
feinfühlig beim Greifen und
»Werfen« der Stahlkugel.
diese aus bis zu 12 m Höhe gezielt
auf die vorgesprengten Gesteinsblöcke
fallen. Das passiert effizient
zwischen zwei Ladespielen,
sodass Leerlaufzeiten idealerweise
gar nicht erst aufkommen.
KIESEL
Ein 85 t schwerer
»Kugelschmeißer«
KIESEL – Seit 1959 bricht
die Firma Rösch & Söhne
in Merklingen Jurakalk und
verarbeitet ihn zu Produkten
für die Baubranche und
Landwirtschaft weiter. Mit dem
»Hitachi KEX890LD-7« kam nun
ein kraftvoller Großbagger zum
Maschinenpark hinzu.
Stahlkugel
Mit dem hochgeklappten Löffel
nimmt der Baggerfahrer die 5 t
schwere Stahlkugel auf und
lässt diese aus bis zu 12 m Höhe
gezielt auf die vorgesprengten
Gesteinsblöcke fallen.
Der Steinbruch der Firma
Rösch & Söhne GmbH & Co.
KG liegt im baden-württembergischen
Merklingen nahe Ulm.
Hier wird der weiße Jura auf drei
Sohlen abgebaut und noch vor
Ort weiterverarbeitet. Verschiedene
Schotter, Splitte, Sande sowie
Mauergestein und Findlinge
verlassen das Werk für die Baubranche.
Zum Zerkleinern der gewaltigen
Blöcke greifen die Mitarbeiter
der Firma Rösch & Söhne
zu einer cleveren Methode. Statt
auf erneute Sprengungen oder
Meißel zurückzugreifen, kommt
eine 5 t schwere Stahlkugel ins
Spiel. Doch um diese effizient einsetzen
zu können, bedarf es eines
leistungsfähigen Großbaggers.
Geringer Wendekreis
»Früher haben wir in einem unserer
Werke nur mit Radladern
abgebaut. Aber Bagger bieten einen
ganz anderen Bewegungsspielraum.
Der Wendekreis etwa
wird extrem gering gehalten«, erklärt
Dieter Rösch, Geschäftsleiter
von Rösch & Söhne. Dass die
Großbagger von Hitachi die richtige
Wahl für seine Firma sind,
davon konnte sich Dieter Rösch
vor 17 Jahren bei den Feldtagen
von Kiesel überzeugen. Bei der
Präsentationsveranstaltung, die
Kiesel in seinem Steinbruch veranstaltete,
wurde sein Interesse
gleich geweckt. »Der damals
vorgeführte ›ZX870‹ hat bei uns
einen solch guten Eindruck hinterlassen,
dass wir das Angebot
von Kiesel, ihn ausführlicher im
Steinbruch zu testen, gern angenommen
haben«, bestätigt Rösch.
Nach nur wenigen Wochen im
Einsatz lagen die Vorteile klar
auf der Hand: »Mit dem Bagger
konnten wir den Abbau sowie die
Reinigung der Wandung und der
Sohle viel effizienter gestalten.«
Die Kugel ins Spiel gebracht
Mit dem Kauf des »KEX890LD-7«
stößt nun ein Nachfolger des ersten
»ZX870« im Steinbruch hinzu.
Um das Kugeln effizient anzuwenden,
wurde sich bewusst
für die KTEG-Modifikation
des 85-t-Großbaggers »Hitachi
ZX890H-7« entschieden. Mit dem
hochgeklappten Löffel nimmt
der Baggerfahrer die 5 t schwere
Stahlkugel geschickt auf und lässt
Individuell angepasst
Beim »KEX890LD-7« wurde
die Basismaschine mit einer
angepassten Frontausrüstung
und einem Hochlöffel kombiniert.
Zudem wurde ein High-
Cap-Kit mit Laufweg und Geländer
ergänzt. Für mehr Sicherheit
sorgt die zusätzliche Sensorik an
Leiter, Tritt und Geländer. Außerdem
wurde das Wartungskonzept
neu durchdacht, etwa indem die
Leitungen und Hydraulikschläuche
der Kabine beim Transport
nicht getrennt werden müssen.
Das reduziert Fehlerquellen und
spart Wartungskosten.
»Auf allen Ebenen überzeugt«
Der »KEX890LD-7« konnte bei
Rösch & Söhne nicht nur die Geschäftsleitung
überzeugen. »Bei
uns ist die Expertise des Fahrers
bei der Kaufentscheidung
enorm wichtig. Schließlich entscheiden
auch die Fahrer, welche
Maschine im Einsatz wirklich
überzeugt«, so Rösch. »Wichtig
ist für die Fahrer vor allem die
Leistung der Maschine, wie etwa
der Löffel ins Gestein hineingleitet.
Auch der Komfort und die
Übersichtlichkeit in der Kabine
fließen in die Entscheidung ein.
Das Gesamtkonzept muss überzeugen.«
Mit seinem 382 kW starken
Sechs-Zylinder-Motor, einem
5,1 m 3 großen Hochlöffel und
der ROPS/FOPS-Komfortkabine
konnte der »KEX890LD-7« laut
Kiesel »alle Fahrerwünsche erfüllen«.
Bis hin zur Belegung
der Knöpfe und Schalter wurde
der Großbagger auf die speziellen
Anforderungen der Mitarbeiter
von Rösch & Söhne angepasst.
»Zudem konnte die KTEG
die Sicherheitsfeatures für unsere
Fahrer und den betrieblichen
Ablauf um den Bagger herum
anbieten«, ergänzt Rösch.
Auch die Leistungsverstärkung
kommt beim schweren Arbeiten
im Steinbruch zum Einsatz. d
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 41
VOLVO CE
In Kombination mit dem Hydraulikhammer
»HB48« von Volvo CE kann
der Bagger des Typs »EC530E«
hohe Flexibilität, Produktivität und
Leistungskraft aufbieten.
tig der erste Bagger überhaupt im Bestand. Die Anschaffung
markiert einen wichtigen Meilenstein im
Abbauprozess. Denn Florian Forster, Verkaufsberater
bei Robert Aebi, präsentierte zur Vorführung ursprünglich
einen Radlader: »Aber im Gespräch mit
dem Kunden wurde schnell klar, dass der Bagger
›EC530E‹ für die Anforderungen im Steinbruch die
deutlich bessere Ergänzung wäre.« Augrund des positiven
Feedbacks nach der Vorführung ging es dann
auch sehr schnell in Richtung Kaufentscheidung.
50-Tonner mit
ordentlich »Baggerpower«
Effizienter und flexibler
Mit der Einführung des Volvo-Baggers hat sich die
tägliche Arbeit im Steinbruch grundlegend verändert.
Wo zuvor große Steinbrocken nach der Sprengung
mühsam per Radlader aussortiert und wochenlang
zwischengelagert werden mussten, um
später durch einen externen Dienstleister zerkleinert
zu werden, übernehme der »EC530E« heute
diese Aufgabe direkt vor Ort – und das deutlich
schneller und effizienter. Technischer Betriebsleiter
Maximilian Spieß beschreibt die Vorteile: »Mit
dem neuen Bagger können wir nicht nur den gesamten
Sprengschuss direkt verarbeiten, sondern
gleichzeitig auch unsere Anlagen optimal beschicken.
Der ›OilQuick‹-Schnellwechsler ermöglicht es,
innerhalb kürzester Zeit zwischen Löffel und Hammer
zu wechseln – das bringt uns enorme Flexibilität
und steigert den Durchsatz in der Verarbeitung.«
Besonders beeindruckt habe der werkseigene
Volvo-Hammer »HB48«. Trotz seiner immensen
Schlagkraft arbeite er erstaunlich leise. »Der Hammer
ist nicht nur leistungsstark, sondern auch überraschend
geräuscharm. Gerade im Außenbereich
ist das ein wichtiges Argument für uns – wir wollen
unsere Nachbarn so wenig wie möglich belasten«,
erklärt Spieß.
VOLVO CE – Sebald Zement
bringt Bewegung in den
Steinbruch: Mit dem neuen
»EC530E« von Volvo und einem
passenden Hydraulikhammer
»HB48« von Volvo CE setzt
das Familienunternehmen
aus dem mittelfränkischen
Hartmannshof erstmals auf
»Baggerpower« – und soll
damit Tempo, Flexibilität und
Ruhe im Betrieb gewinnen.
Das familiengeführte Traditionsunternehmen
Sebald Zement ist seit sechs Generationen fest
in der Region verwurzelt. Am Hauptstandort Hartmannshof
arbeiten rund 100 Mitarbeiter in Verwaltung,
Technik und Produktion Hand in Hand. Das
Unternehmen steht nicht nur für hochwertige Zementprodukte,
sondern verarbeitet auch Schotter,
Kalkstein und Dolomit – etwa zu hochwertigem
Düngegranulat. Mit dem neuen Volvo »EC530E«
ist nun ein echter Leistungsträger in den Fuhrpark
eingezogen: ein 50-t-Kettenbagger mit Schnellwechselsystem
und Hydraulikhammer – und gleichzei-
Investition mit Blick nach vorn
Die Anschaffung des Volvo-Baggers war Teil eines
umfassenden Veränderungsprozesses bei Sebald
Zement. Mit dem Generationenwechsel in der Unternehmensführung
und der neuen Besetzung der
Steinbruchleitung durch Jochen Pohl wurden Arbeitsabläufe
analysiert, Verbesserungspotenziale
identifiziert und das Team aktiv in die Weiterentwicklung
eingebunden. Spieß fasst zusammen:
»Der neue Bagger ist das Ergebnis einer ganzen Reihe
von Tests, Vergleichen und Gesprächen – und
die Rückmeldung aus der Mannschaft war eindeutig:
Das ist die richtige Maschine für uns.«
d
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42 Dezember 2025 – Januar 2026
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»Ein Felstieflöffel
der Königsklasse«
HS-SCHOCH – Mit dem
neuen Felstieflöffel der
Klasse »16« hat HS-Schoch
laut eigener Aussage »einen
Meilenstein im schweren
Erdbau und Gesteinsabbau
gesetzt«. Im Praxistest an
den neuen »EC750« und
»EC950« von Volvo zeigte der
Löffel, was moderner Maschinenbau
in Verbindung mit
High-Performance-Materialien
leisten kann: mehr Effizienz,
geringeres Gewicht – bei
gleichbleibender Lebensdauer.
Im Fokus der Entwicklung
stand ein smarter Materialeinsatz:
Durch die Kombination aus
»Hardox 400« und »450«, teils in
30 mm Materialstärke, konnte
zum Einsatz – laut Hersteller
»ein Garant für
maximale
Durchdringung
und Langlebigkeit
im harten Steinbruchbetrieb«.
Die abgestimmte
Kombination aus Zahn und
Löffelform soll für eine sehr gute
Materialaufnahme und hohe
Produktivität sorgen. Auch andere
gängige Zahnsysteme seien
in Kombination mit den Anbaugeräten
möglich. Ein besonderes
Augenmerk lag auf einer
Kugelbahn mit integrierter
Bremse: Im Inneren des Löffels
soll eine gezielte Muldenform
dafür sorgen, dass große Gesteinskugeln
kontrolliert zum
Stillstand kommen – bevor sie
ungebremst nach hinten rollen
HS-SCHOCH
Konzipiert wurde der neue
Felstieflöffel von HS-Schoch
für härteste Einsätze – der
Löffel gilt als robust und
zuverlässig.
auf zusätzliche Verschleißstrei-
und den Löffel beschädigen.
fen verzichtet werden. Das Ergebnis:
Bis zu 500 kg weniger Eigengewicht
– bei unveränderter
Für die härtesten Jobs gebaut
Der neue Felstieflöffel der Klasse
Standzeit, wie HS-Schoch mit-
»16« wurde gezielt für schwers-
teilt. Das spare nicht nur Sprit,
te Einsätze im Steinbruch und
sondern reduziere auch die Be-
Großflächenabbau entwickelt.
lastung für die Maschine – und
In Kombination mit Trägergerä-
damit langfristig die Betriebskos-
ten der 70- bis 100-t-Klasse, wie
ten. »30 mm ›Hardox‹ in Form zu
dem »EC750« und »EC950« von
bringen, ist eine Herausforde-
Volvo, entsteht laut HS-Schoch
rung, die nicht jeder beherrscht.
ein kraftvolles Duo, das maxi-
Aufgrund unserer Fertigungsex-
male Produktivität mit effizi-
pertise konnten wir eine Konstruktion
nach Kundenbedürfnis-
entem Materialeinsatz verbindet.
Und: Ab sofort möchte HS-
Bestellen Sie Ihre
sen (customized) umsetzen, die
sowohl leicht als auch extrem ro-
Schoch im Großbaggerbereich
nur noch auf die neue sprit-
Lärmschutzmatten jetzt direkt
bust ist«, erklärt Firmeninhaber
sparende Bauweise setzen: Da-
Hermann Schoch.
Optimiert – bis ins Detail
Bei den Zähnen kommt das bewährte
»Esco-Nemisys«-System
bei kommt auch ein sogenannter
Werkzeugstahl »Hardox 500
TUF« zum Einsatz, welcher die
Verarbeitung erleichtern und
gleichzeitig die Standfestigkeit
erhöhen soll. Dadurch kön-
Exklusiv bei Heras Mobilzaun: Lärmschutzmatte 2.0
• Noch effektivere Lärmminderung (um bis zu 32,8 dB).
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• Wartungsfrei und längere Lebensdauer!
Kraftvolles Duo
In Kombination mit Trägergeräten
der 70- bis 100-t-Klasse
entsteht laut HS-Schoch ein
kraftvolles Duo.
ne man Gewichtseinsparungen
von bis zu 10 Prozent realisieren.
Die Produktion dieser
Grabgefäße findet bei der ZFE
GmbH in Achern, einer Tochter
innerhalb der HS-Schoch-Gruppe,
statt. Diese hat sich auf den
Bau von innovativen Grabgefäßen
spezialisiert.
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Die temporäre Lärmschutzmatte
für Baustellen ohne
Lärmbelästigung für
die Umgebung.
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Scan
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 43
Die »PanteraDP1500i«
positioniert sich für
den Bohrbeginn und
kann mit Präzision,
Zuverlässigkeit und
Effizienz punkten.
»Hidden Champion« setzt
auf leistungsstarke Technik
SANDVIK – Das Bohren
und Sprengen zählt zu den
anspruchsvollsten Gewerken in
Steinbrüchen. Gerade weil hier
eine besondere Expertise gefordert
ist, werden diese Arbeiten
von den Betreibern mehr denn
je an kompetente Spezialunternehmen
delegiert. Nur die
verlässliche Kombination aus
erfahrenen Maschinenführern
und leistungsstarker Technik
schafft die Basis für einen
dauerhaften Erfolg in einem so
anspruchsvollen Segment. Das
führt geradewegs zur Kautz
Bohrtechnik GmbH aus Duisburg.
Das Lösen des Gesteins aus der Wand steht unabdingbar
am Beginn der Gewinnungs- und
Aufbereitungskette, ebenso wie die Schritte Transport,
Brechen, Sieben und Vermarkten. Dabei lassen
sich besonders gut die Tätigkeiten an spezialisierte
Dienstleister übertragen, die separat vom
übrigen Prozessverlauf durchgeführt werden können.
Beim Bohren kommt zudem hoch spezialisierte
Technik zum Einsatz, die im Idealfall von spezialisierten
Fachkräften bedient wird. Diese sind selbst
in großen Betrieben oft kaum ausreichend ausgelastet,
um wirklich rentabel zu sein. Auch für den
Dienstleister gilt, dass ein dauerhafter Erfolg von
vielen Faktoren abhängt. Olaf Kerker, Bohrspezialist
bei der Kautz Bohrtechnik GmbH, bringt es auf den
Punkt: »Nur wer besser bohrt, bleibt im Geschäft.«
Beständig weiterentwickelt
Olaf Kerker muss es wissen. Der erfahrene Bohrmeister
und technische Leiter bei der Kautz Bohrtechnik
GmbH ist seit 25 Jahren dabei und hat schon
mit zwei Generationen der Geschäftsführer des inhabergeführten
Familienunternehmens dessen
Bohrsparte wesentlich mitgeprägt. Damals begann
man, Sprenglochbohrarbeiten mit raupenmobilen
Bohrgeräten in Steinbrüchen auszuführen. Von Beginn
an setzte das Unternehmen auf die Anlagen von
Tamrock, bekanntermaßen den unmittelbaren Vorgängern
der heutigen Marke Sandvik. Bei Kautz begann
alles mit einer »Tamrock DHH800« ohne Kabi-
ne, die einen separaten Kompressor hatte, der hinter
der Maschine hergezogen wurde. Rasch folgten
eine »Tamrock Zoomtrak DHA800« mit integriertem
Kompressor sowie eine »DHA1000« und schließlich
eine »CHA1100«. Nach dem Übergang zu Sandvik
vertraut Kautz seit 1997 der »Pantera«-Baureihe mit
einer ersten »Pantera DP1100«. Seither wuchs der
Geschäftszweig fast schon rasant. Kautz und Sandvik
blieben über die Jahrzehnte ein verlässliches Gespann,
und die »Pantera«-Baureihe wurde alsbald
zum Basisgerät bei Kautz Bohrtechnik. Das hat bis
heute Bestand. Aktuell sind nicht weniger als sieben
Sandvik-Tophammeranlagen der »Pantera
DP1500«-Serie im Einsatz, zusätzlich eine »DP1100i«.
Aber auch ein »Sandvik Ranger DX700« gehört dazu.
Die Anlage mit drehbarem Oberwagen erweitert
die Möglichkeiten, etwa bei Spezialeinsätzen unter
besonders engen Arbeitsbedingungen. Neben den
Top hammeranlagen sind auch »DTH«-Maschinen
im Leistungsspektrum. Mit dieser Equipment-Vielfalt
gehört Kautz Bohrtechnik heute zu den bundesweit
agierenden Marktführern in der Nischenbranche
– ein echter Hidden Champion eben.
Neue Maschinen
Die jüngste Bereicherung der Flotte ist eine weitere
»Pantera DP1500i«, die im März erstmals bei der
MHI in Hildfeld zum Einsatz kam. Eine derartige
Kampagne ist laut Olaf Kerker ein typischer, aber
anspruchsvoller Einsatz. Im sauerländischen Hild-
44
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
SANDVIK (3)
feld bei Winterberg steht ein paläozoischer Diabas
an. Das Gestein gilt als schwierig, u. a. weil es massiv
und unregelmäßig geklüftet ist. Insgesamt sind etwa
2 000 m Bohrleistung abzuteufen, mit Einzelbohrungen
zwischen 16 und 26 m. Kalkuliert ist ein ambitioniertes
Leistungspensum: Pro 10-Stunden-Schicht
sollen 250 bis 350 m erreicht werden. Jeder Branchenkenner
wird hier hellhörig, denn das Auftragsspektrum
erfordert optimale Konstellationen.
Auch aus diesem Grund sitzt der erfahrene
Bohrist Olaf Kerker selbst an den Hebeln der Anlage.
Die Kombination aus Kautz und Sandvik macht
hier den Unterschied – und der geht bis ins Detail.
Olaf Kerker kann sich auf die Technik verlassen:
»Die ›DP1500i‹ ist für uns mittlerweile Standard –
nicht weil sie neu ist, sondern weil sie unter härtesten
Bedingungen Tag für Tag zuverlässig abliefert.«
Im vorliegenden Fall wird mit einem Durchmesser
von 102 mm gebohrt, wobei auch hier Sandvik
zum Einsatz kommt, denn die neue »DP1500i«
ist mit dem kürzlich eingeführten Bohrgestänge
»CT67« bestückt. Ganz nebenbei zeigt sich, dass
Kautz und Olaf Kerker mehr als reine Anwender
der Sandvik-Technik sind. Es ist eine Partnerschaft
entstanden, in der Sandvik die Kompetenzen der
Kautz Bohrtechnik GmbH und speziell die Expertise
von Olaf Kerker zu schätzen gelernt hat. So gehörte
Kerker zu den Bohristen, die den neuen Bohrstahl
für Sandvik ein Jahr lang in Deutschland getestet
haben. Dabei wusste der schwedische Marktführer
genau, wen er sich da ins Boot holte. Olaf
Gruner, Sales Manager Surface Drilling bei Sandvik,
sagt: »Olaf Kerker ist sicherlich einer der erfahrensten
Bohrmeister in Deutschland. Er hat ein angeborenes
Interesse, sich weiterzuentwickeln und
Neues zu testen.« Die Neugier eines ambitionierten
Bohrmeisters, einfach wissen zu wollen, ob ein
neues Produkt auch tatsächlich besser ist, hat sich
auch für das Unternehmen Kautz gelohnt. Mittlerweile
sind schon drei Maschinen mit neuem Bohrstahl
im Einsatz. Zusammen mit der »DP1500i« von
Sandvik hat sich diese Kombination zur Referenz
bei Kautz entwickelt. »Das ›CT67‹-Gestänge ist tatsächlich
geeignet, auch das effizienteste Gerät im
Tophammer-Segment spürbar leistungsstärker zu
machen«, bestätigt Olaf Kerker. Neben der hohen
Standzeit des Bohrstahls ermöglicht das gut abgestimmte
Zusammenspiel von »DP1500i« und »CT67«
laut Unternehmen »höchste Präzision beim Niederbringen
der Bohrlöcher«. Das sei heute mehr denn
je geboten.
d
Das »CT67«-Bohrgestänge
mit Bohrkrone in den Händen
von Olaf Kerker.
Wie die Welt ohne Bergbau
aussehen würde
Mit »eNimon« hat Sandvik
eine Kampagne auf den Weg
gebracht, die sehr klar verdeutlicht,
wie die Welt tatsächlich
ohne nachhaltigen Bergbau aussehen
könnte. Festmachen kann
Sandvik das am Beispiel eines
Autos: Das erste Elektroauto,
das komplett ohne Metalle oder
Mineralien hergestellt wird, wäre
nicht nur gläsern, sondern vor
allem niemals fahrbereit.
Mehr als 90 Prozent eines Elektroautos bestehen
aus abgebauten Rohstoffen. Ohne diese Rohstoffe
gäbe es keine Elektrofahrzeuge, keine Windkraftanlagen
und keine Solarmodule. Genau darauf möchte
»eNimon« aufmerksam machen. Was steht auf dem
Spiel, wenn wir nachhaltigen Bergbau nicht ausreichend
ausbauen? »Nachhaltiger Bergbau ist das Rückgrat der
grünen Transformation«, sagt Mats Eriksson, Präsident
der Business-Area Mining bei Sandvik. »Ohne ihn können
wir unsere Klimaziele nicht erreichen.« Die Nachfrage
nach kritischen Mineralien wie Lithium, Nickel und
Kupfer steigt rasant, doch das aktuelle Angebot kann
nicht mithalten. Ein Beispiel: Elektrofahrzeuge benötigen
sechsmal mehr Mineralien als herkömmliche Fahrzeuge.
Windparks benötigen neunmal mehr Mineralien
als Gaskraftwerke. Um bis 2050 Netto-Null zu erreichen,
benötigen wir bis zu fünfmal mehr Lithium, Nickel und
Kobalt. Mit dieser Kampagne dürfte Sandvik sehr bildgewaltig
verdeutlichen, wie die Welt ohne nachhaltigen
Bergbau tatsächlich sein würde. Und das damit in Ver-
Mit »eNimon« stellt Sandvik klar, dass ein E-Auto ohne
nachhaltigen Bergbau schlichtweg nicht gebaut werden könnte.
bindung zu setzende Auto, welches für diese Kampagne
im Mittelpunkt steht, lässt sich tatsächlich begutachten:
Das »eNimon«-Auto ist derzeit im Nationalmuseum für
Wissenschaft und Technologie in Stockholm ausgestellt
– aber fahren wird es natürlich nie. d
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 45
Die Jubiläumsmaschine zeigt
im Steinbruch, wie sie ihre
guten Leistungsdaten und die
Zuverlässigkeit ausspielen kann.
LIEBHERR
10 000. »XPower«-Radlader
LIEBHERR
BISCHOFSHOFEN – Ein
besonderer Einsatzort für
eine besondere Maschine:
Im Granitsteinbruch Schlag
der Berger Rohstoffe GmbH
aus Passau verrichtet der
10 000. »XPower«-Radlader
von Liebherr seine tägliche
Arbeit. Die feierliche Schlüsselübergabe
erfolgte im Mai im
Liebherr-Werk Bischofshofen.
Die Jubiläumsmaschine, so der
Hersteller, stehe exemplarisch
für die Innovationskraft,
Effizienz und Zuverlässigkeit
der hauseigenen Radlader.
Herzstück der Maschine
ist ein leistungsverzweigter
Fahrantrieb, den Liebherr bei
allen »XPower«-Radladern
serienmäßig verbaut. Unter
den rauen Bedingungen im
Steinbruch soll der neue
»L 580 XPower« nun seine
Leistungsstärke beweisen.
Arbeitsauftrag
Der »L 580 XPower«-Radlader
beschickt Brechanlagen mit
grobem Gestein, haldet das
anschließend zerkleinerte Material
im Steinbruch auf und verlädt die
Endprodukte auf Lkws.
Im Steinbruch Schlag verarbeitet die Berger Rohstoffe
GmbH jährlich rund 200 000 t Bayerwald-Granit
zu hochwertigen Splitten für Betone sowie Gemischen
für den Straßenbau. Seit Mai verstärkt ein
besonderer Neuzugang den Maschinenpark: Als
Jubiläumsmaschine lief der »L 580 XPower«-Radlader
im Frühling im Liebherr-Werk Bischofshofen
vom Produktionsband. »Wir freuen uns, dass
wir den 10 000. ›XPower‹ bei uns im Einsatz haben.
Das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit der drei Firmen
Berger, Liebherr und Beutlhauser ist«, berichtet
Michael Gruber, technischer Betriebsleiter bei
Berger. Besonders geschätzt werde die vertrauensvolle
Zusammenarbeit mit Liebherr und der Beutlhauser-Gruppe
in Passau sowie deren gute Serviceleistungen
und kompetente Beratung. »Die Ersatzteil-Versorgung
und der Service sind einfach top«,
ergänzt Gruber.
Leistungsstarker Antrieb und hohe Robustheit
Der »L 580 XPower«-Radlader beschickt Brechanlagen
mit grobem Gestein, haldet das anschließend
zerkleinerte Material im Steinbruch auf und verlädt
die Endprodukte auf Lkws. Ein Liebherr-Raupenbagger
des Typs »R 934« mit Hydraulikhammer arbeitet
mit dem Jubiläumsradlader zusammen und
zerkleinert vorab große Gesteinsbrocken. Bei Staub,
Schmutz und unebenem Gelände erweist sich der
Jubiläumsradlader als kraftvolle, robuste Maschine
mit einer hohen Umschlagleistung. »Der Radlader
überzeugt durch seine Produktivität, den geringen
Dieselverbrauch und den Bedienkomfort. Unsere
Fahrer sind einfach begeistert und setzen die
Maschine gerne ein, um ihren Arbeitsalltag effizient
zu gestalten«, bestätigt Gruber.
Maximale Leistung und Effizienz
Der »XPower«-Fahrantrieb kombiniert die Vorteile
des hydrostatischen und mechanischen Antriebs
automatisch und stufenlos in einer Maschine – und
sorgt damit bei den verschiedenen Anforderungen
im Granitsteinbruch für maximale Leistung und Effizienz.
Der hydrostatische Fahrantrieb ist die laut
Liebherr effizienteste Antriebsart bei kurzen Ladevorgängen,
während der mechanische Antrieb am
kraftvollsten und sparsamsten bei langen Distanzen
und beim Bergauffahren ist. Damit biete der
»L 580 XPower« den laut Herstellerangaben höchsten
Wirkungsgrad bei der Materialaufnahme und
beim Transport sowie optimale Beschleunigung
und maximale Leistung bei sämtlichen Ladespielen
– auch bei längeren Fahrstrecken.
Auf einen anspruchsvollen Alltag ausgelegt
Neben der effizienten Antriebstechnologie soll der
»XPower«-Radlader auch mit seiner starken Umschlagleistung
überzeugen. Die Z-Kinematik sorgt
laut Hersteller für ein hohes Drehmoment im unteren
Hubgerüstbereich und ermöglicht damit ein
einfaches und schnelles Befüllen der Schaufel –
laut Liebherr ideal für die Materialaufnahme und
den Transport von schwerem Gesteinsmaterial im
Steinbruch. Verschleißarme, robuste Eigenkomponenten
und eine durchdachte Konstruktion sollen
einen zuverlässigen Betrieb der Maschine mit sich
bringen. Zusätzlich biete die ergonomisch gestaltete
Fahrzeugkabine mit großzügiger Verglasung und
sichtoptimiertem Design der Motorhaube eine gute
Rundumsicht. Das erhöhe die Sicherheit beim Granitabbau
und gleichzeitig den Fahrkomfort.
Zahlen
Radlader »L 580 X Power«
Einsatzgewicht (t) 27,6 bis 30,1
Motorleistung (kW) 233
Verbrauch (l/Std.) 14,02
Schaufelinhalt (m 3 ) 4,5 bis 14
Kipplast (t) 14,8 bis 19,5
d
46
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Riesiger »HP 12000«
im Steinbruch-Einsatz
INDECO – Das Gewicht und
die reinen Abmessungen
verdeutlichen bereits, dass
man es beim Abbruchhammer
»HP 12000« von Indeco mit
einem richtigen Hydraulikmonster
zu tun hat. Nun kommt er
in einem britischen Steinbruch
zum Einsatz und muss dort
unter harten Einsatzbedingungen
zeigen, was er draufhat.
In Pioniergeist hat sich Collins
Earthworks für den Transport der
Zuschlagstoffe für Elektro-Lkw
entschieden und in eine Flotte
von
»FMX«-Elektrofahrzeugen
von Volvo und zugehörige netzunabhängige
Schnellladestationen
investiert. Die Initiative steht
im Einklang mit dem Plan der britischen
Regierung hinsichtlich
der Reduzierung der CO₂-Emis-
INDECO
Von einem großen Bauunternehmen
gewählt zu werden,
erfüllt Indeco mit großem Stolz.
sionen, der Unternehmen dazu
ermutigt, ihre betriebsinternen
Emissionen zu senken.
Umso mehr, wenn das Unternehmen
eine moderne und zu-
Vielzahl an Indeco-Lösungen
Collins Earthworks, ein treu-
kunftsorientierte Vision verfolgt
er Kunde des Derek Fitzgerald
wie Collins Earthworks, ein Maß-
Plant in Leicestershire, verfügt
stab im britischen Bau-, Abbruch-
über eine Reihe von Indeco-Ab-
und Ingenieurwesen mit umfang-
bruchhämmern
verschiedener
reicher Erfahrung in der Leitung
Klassen: von den kompakten
einiger der größten und komple-
Versionen »HP 621/700« über die
xesten
Erdbewegungsprojekte
mittleren und großen Modelle
des Landes. Im Laufe der Jahre
»HP 1500«, »HP 2500«, »HP 5000«
hat das Unternehmen sein Know-
und »HP 7000« bis hin zum riesi-
how in zahlreichen Bereichen er-
gen »HP 12000«. Und genau die-
weitert, von der Bodenstabilisie-
ser letzte wird im Ball-Eye-Stein-
rung bis zum Transport, vom Maschinenverkauf
bis zur internen
Schulung, mit dem Ziel, seinen
Kunden maßgeschneiderte Lösungen
für jeden Bedarf anzubie-
bruch im Dauerbetrieb zum primären
und sekundären Brechen
von Kalkstein in der Monsal- Dale-
Verwerfung eingesetzt. Er ist auf
einem
Volvo-»EC700«-Bagger
wartungsarm erwiesen. Das bedeutet
weniger Zeitverlust durch
Reparaturen. Bei der Bewertung
von Abbruchgeräten achten wir
auf Maschinen, die eine hohe
Der Abbruchhammer »HP 12000«
nimmt gewaltige Dimensionen
an und strotzt neben hoher Leistungskraft
sowie Zuverlässigkeit
mit stolzer Produktivität.
ten. Ein wichtiger Schritt in diese
montiert. Der Indeco-Riese ar-
Produktivität bieten – und Indeco
Richtung war der Kauf des Stein-
beitet acht Stunden am Tag und
erfüllt diese Erwartungen.«
d
bruchs Ball Eye Quarry in der Nä-
produziert täglich zwischen 1 700
he von Cromford im Peak District
und 2 000 m³ Material. »Wir sind
von Derbyshire im Jahr 2023: ein
Steinbruch, der einst zum Abbau
mit unserem ›HP 12000‹ mehr als
zufrieden«, erklärt Steinbruchlei-
+49 (0) 451 89947-0
MAIL@CHRISTOPHEL.COM
von Blei, Fluorit, Baryt und Kalkstein
genutzt wurde, allerdings
2014 stillgelegt wurde. »Der Kauf
des Steinbruchs Ball Eye Quarry
war für uns von strategischer Be-
ter Roy Bentley. »Er läuft rund um
die Uhr problemlos. Kein anderer
Abbruchhammer auf dem Markt
kann mit seiner Leistung und
Produktionskapazität mithalten.
IHR SPEZIALIST
FÜR AUFBEREITUNGSTECHNIK
kundenorientierte Beratung
umfassendes Produktprogramm
deutung«, erklärt der Geschäfts-
Ich bin überrascht, dass nicht in
erfahrener After Sales-Service
führer David Collins. Heute zeichnet
sich Ball Eye Quarry nicht
nur durch den Abbau hochwertiger
Kalksteinzuschlagstoffe aus,
jedem Steinbruch in Großbritannien
ein solcher Hammer zu finden
ist. Wir verfügen über eine
Flotte von Indeco-Geräten und
namhafte Hersteller
HIER MEHR ERFAHREN:
WWW.CHRISTOPHEL.COM
sondern ist auch eines der ers-
sind mit deren Leistung auf den
ten Beispiele für einen nachhal-
Baustellen sehr zufrieden. Er hat
tig bewirtschafteten Steinbruch.
sich als langlebig, effizient und
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 47
Der Materialfluss: Der
Kleemann-Backenbrecher
bricht das Material vor, der
Kegelbrecher bringt es in
Form, die Siebanlage klassiert
in zwei Endprodukte
und trägt Überkorn aus.
Vollelektrischer Anlagenzug
punktet in Schweden
WIRTGEN – In der Küstenregion
von Stockholm geht
ein Bauunternehmen einen
weiteren Schritt in Richtung
Zukunft: Der gesamte Brechund
Siebprozess erfolgt dort
vollelektrisch – mit einem
verketteten Anlagenzug von
Kleemann, bestehend aus
dem Backenbrecher »Mobicat
MC 120 Pro«, dem Kegelbrecher
»Mobicone MCO 110
Pro« sowie der Siebanlage
»Mobiscreen MSC 953 Evo«.
»Der Umstieg auf
den vollelektrischen
Betrieb des
Kleemann-Anlagenzugs
war eine wirtschaftlich
kluge Entscheidung.«
Freddie Erickson,
Miteigentümer von
Kentas Last & Schakt AB
WIRTGEN (2)
Grundsätzlich lässt sich festhalten:
Das Einsatzspektrum der
Maschine ist weitreichend. Verarbeitet
werden hauptsächlich Granit
und Recyclingmaterial, durch
den häufigen Wechsel des Aufgabematerials
sind auch Anpassungen
der Maschineneinstellungen
notwendig. Deshalb kommt ein
kompletter Anlagenzug, bestehend
aus drei Kleemann-Maschinen,
zum Einsatz: Vom Backenbrecher
gelangt das gebrochene
Material mit einer Körnung von
0 bis 150 mm zum Kegelbrecher,
danach mit 0 bis 60 mm auf die
mobile Klassiersiebanlage, wo
es in drei Körnungen separiert
wird: 0 – 16 mm, 16 – 32 mm und
>32 mm.
Rein elektrisch angetrieben
Es gibt laut Wirtgen einen Unterschied
zu den bisherigen Materialaufbereitungsprozessen
des Unternehmens: Der gesamte
Zug wird ausschließlich elektrisch
betrieben. »Unsere Entscheidung
für den vollelektrischen
Betrieb wurde durch Energiesparaspekte
und den Wunsch,
Emissionen zu reduzieren, motiviert«,
erklärt Freddie Erickson,
Miteigentümer von Kentas Last
& Schakt AB. Gleichzeitig zahle
sich die Investition wirtschaftlich
aus: Das Unternehmen schätze,
dass die Betriebskosten bei einer
Stromversorgung etwa halb
so hoch sind wie beim Dieselverbrauch.
Auch die Abläufe seien
einfacher und sparen wertvolle
Zeit: Keine tägliche Betankung,
keine Aufwärmzeit und sogar die
Wartung sei einfacher und überschaubarer,
da sich die elektrischen
Systeme als zuverlässiger
erweisen würden. Die Standortbedingungen
rechtfertigten für
das schwedische Unternehmen
das Vorhaben auch in finanzieller
und logistischer Hinsicht. Investiert
wurde ein höherer sechsstelliger
Euro-Betrag in Infrastrukturmaßnahmen,
darunter
eine Trafostation und unterirdische
Leitungen. Staatliche Förderungen
gab es keine.
Robust für rauen Einsatz
Der Anlagenzug ist intelligent
verkettet, was laut Hersteller
aufgrund der automatischen Regelung
einen stabilen Prozess gewährleistet.
Die Maschinen kommunizieren
über Füllstandsensoren
und regeln ihre Leistung. So
reduziert etwa die vorgelagerte
Zahlen
Backenbrecher »MC 120 Pro«
Aufgabegröße (mm) 1 080 x 680 x 410
Aufgabehöhe (mm) 4 930
Aufgabeleistung (t/h) 650
Trichter-Abmessung (mm) B x L 2 850 x 4 100
Trichtervolumen (m 3 ) 9,7
Maschine die Aufgabe, wenn die
nachgelagerte einen hohen Füllstand
durchgibt. Wird irgendwo
im Zug ein Not-Halt betätigt,
stoppen alle Maschinen gleichzeitig.
Für die Bedienung vor Ort
kommt »Spective Connect« zum
Einsatz. Damit können Maschinendaten
und Einstellungen bequem
per Smartphone eingesehen
und angepasst werden – sicher
und effizient, ohne sich direkt
an der Anlage aufhalten zu
müssen, wie Wirtgen klarstellt.
Wandel weiter vorantreiben
Die Erfahrungen mit dem vollelektrischen
Betrieb sind laut
Aussage der Unternehmen durchweg
positiv. Angesichts dieser Bilanz
plane man in Schweden bereits
die Elektrifizierung weiterer
Maschinen: »Wir arbeiten aktiv
daran, so viele Maschinen wie
möglich auf Elektro umzurüsten.
Das ist eindeutig der Weg in die
Zukunft, und wir sind entschlossen,
diesen Wandel in unserer gesamten
Flotte umzusetzen.« d
Transport-Abmessungen (mm) L x H x B 19 355 x 4 100 x 3 000
48
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
XCMG
XCMG übergibt sechs
Hochleistungsradlader
Mit der neuen Maschinenpower
sollen Effizienz, Leistungskraft
und Zuverlässigkeit im
Mittelpunkt stehen.
XCMG – Kürzlich erfolgte die Übergabe von sechs individuell lackierten Radladern
an den langjährigen Vertriebspartner von XCMG, Sönke Krey im norddeutschen
Glückstadt. Diese Lieferung markiert laut Unternehmen einen weiteren Meilenstein
in der erfolgreichen Zusammenarbeit und soll für gegenseitiges Vertrauen sowie
ein gemeinsames Engagement für Qualität und Fortschritt im Bauwesen stehen.
Die Lieferung umfasst die Modelle »XC968E«,
»XC978E« und »XC975EV« – leistungsstarke
dieselbetriebene und vollelektrische Maschinen,
die Kraft, Effizienz und modernste Technologie
vereinen sollen. Entwickelt für die anspruchsvollen
Anforderungen moderner Bau- und Materialumschlagsprojekte,
sollen diese Radlader durch
Zuverlässigkeit, Produktivität und Vielseitigkeit im
täglichen Einsatz auffallen. »Die Partnerschaft mit
Sönke Krey basiert auf Vertrauen, Qualität und einem
klaren Bekenntnis zu kundenorientierten Lösungen«,
erklärt Wilhelm Laven, Vertriebsleiter
Norddeutschland bei XCMG. »Die Übergabe dieser
Maschinen unterstreicht eindrucksvoll das gemeinsame
Ziel, leistungsfähige und nachhaltige
Lösungen für die Bauindustrie bereitzustellen.«
Die Auslieferung stehe beispielhaft für das Bestreben
seitens XCMG, Kunden und Partner weltweit
mit innovativer Technologie, maßgeschneiderten
Konfigurationen und gutem Service zu unterstützen
– und so langfristigen Erfolg in einem dynamischen
Marktumfeld zu sichern.
d
Wir sagen Danke
Für ein starkes Miteinander und unsere gemeinsamen Erfolge in 2025.
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 49
De Lage Landen Leasing GmbH, Theo-Champion-Straße 1, 40549 Düsseldorf
Mit dem neuen »Roktec IC
1000«-Prallbrecher bietet Eggersmann
nun auch erstmals eine
Lösung zur mobilen Aufbereitung
von Bauschutt zu Ersatzbaustoff.
Brecher und Schwerlastsieb
beweisen sich bei Live-Demo
EGGERSMANN – Erst kürzlich
hat Eggersmann seinen neuen
»Roktec IC 1000« vorgestellt –
einen mobilen Prallbrecher, der
das Portfolio von Eggersmann
nun um eine Lösung zur Mineralikaufbereitung
erweitern soll.
Als Geschäftsleiter der Eggersmann
Impaktor GmbH stellt
Pascal Petermann klar: »Wir sind
als Komplettanbieter im Recycling
bekannt – daher werden
wir auch regelmäßig nach einer
professionellen Lösung für
die mobile Aufbereitung von Ab-
tallen. Dies schließt laut Hersteller
gerade auch die Bewehrungen
aus gebrochenem Stahlbeton ein,
welche bis zu einem Durchmesser
von 17 mm problemlos in der
Prallkammer gebrochen werden.
»Mit seinem großen Einzug kann
der ›Roktec IC 1000‹ dabei Mate-
währleistet. Alternativ kann das
Rückführband auch ausgeklappt
und als Haldenband zur Erzeugung
einer weiteren Fraktion genutzt
werden.
Geringer Wartungsaufwand
Feinere Materialien wie Sand,
bruchmaterial gefragt.« Mit dem
rialgrößen bis 800 mm aufberei-
Kies oder Erde werden bereits
neuen »Roktec IC 1000«, so Eg-
ten«, so Petermann. Zur genauen
vor der Brechkammer abgesiebt
gersmann weiter, wolle man nun
Definition des Endprodukts las-
und über ein Vorsiebabzugs-
auch den Bedarf nach einer qua-
sen sich sowohl der Abstand als
band ausgegeben. »Gerade Sand
litativ hochwertigen Ersatzbau-
auch der Winkel der Prallschwin-
wirkt in der Brechkammer abra-
stoffproduktion abdecken. »Un-
gen hin zum Brechrotor anpas-
siv und sorgt so für stärkeren Ver-
ser neuer Prallbrecher erzeugt
sen. Möglich sind laut Eggers-
schleiß. Uns ist es daher wich-
aus Beton, Asphalt oder Ziegeln
mann so Korngrößen von 0 bis
tig, dass dieser bereits vor dem
kubische Endprodukte. Diese las-
80 mm. Um eine konstante Qua-
Brechvorgang entfernt wird«,
Aufbereitung
Der Prallbrecher des Typs
»Roktec IC 1000« ist die erste
Lösung zur mobilen Aufbereitung
von Bauschutt zu
Ersatzbaustoff, die Eggersman
auf den Weg gebracht hat.
sen sich beispielsweise hervorragend
verdichten und sind damit
ideal für den sofortigen Einsatz
im Straßenunterbau oder im
landwirtschaftlichen Wegebau.«
Die umfangreiche Serienausstattung
des mobilen Prallbrechers
sei gezielt auf die Behand-
lität zu gewährleisten, wird die
Materialgröße nach dem Brechvorgang
außerdem durch ein integriertes
Siebsystem genau definiert
und von Überkorn befreit.
Dieses Überkorn wird anschließend
über ein Rückführband in
den Aufgabetrichter zurückge-
erklärt Petermann. Zur Sicherung
der Brechkammer verfügt
der »IC 1000« außerdem über
eine einstellbare Schutzklappe,
welche übergroßes Material von
der Kammer fernhält. Petermann
resümiert: »Die Maschine ist insgesamt
auf möglichst geringen
lung von mineralischen Bauab-
leitet, sodass ein geschlossener
Verschleiß und maximale Verfüg-
fällen ausgerichtet. So verfüge er
Brechkreislauf entsteht. Damit
barkeit ausgelegt. Daher fällt das
über einen Überbandmagneten
werde laut Hersteller ein beson-
Material auch nicht einfach von
zur Ausschleusung von FE-Me-
ders homogenes Endprodukt ge-
der Brechkammer auf das Aus-
50
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Neues Geschäftsfeld
Im April war Eggersmann auf
der Bauma mit der Einführung
des »C 14«-Primärzerkleinerers,
Baustellen. Der »Impaktor 250«
dagegen könne durch die Möglichkeit
eines Wellenwechsels
sowohl als Brecher für Minera-
Ein Rückführband leitet das abgesiebte
Überkorn wieder in den Aufgabebereich
zurück, sodass ein besonders homogenes
Endkorn erzeugt wird.
des »Impaktor 250«-Brechers so-
lik als auch als Zerkleinerer für
EGGERSMANN (2)
tragsband, sondern landet erst
auf einer robusten Abzugsrinne.
Diese gibt es dann sanft an das
Austragsband weiter und verhin-
wie des »Blue Select 15.44«-Trommelsiebs
erstmals in den Geschäftsbereich
des Baustoffrecyclings
vorgestoßen. So bietet der
neue »C 14«-Primärzerkleinerer
die Möglichkeit, Abfälle noch vor
dem ersten Transport volumenoptimiert
aufzubereiten. Damit,
so Eggersmann, sei er nicht nur
optimal zur Abfallbehandlung an
Abfälle eingesetzt werden. Zur
Bildung eines mobilen Recyclingsystems
wurde die »Blue
Select 15.44«-Trommelsiebmaschine
als direkte Ergänzung
zum »250er« vorgestellt. Mit dem
neuen »Roktec IC 1000«-Prallbrecher
nehme Eggersmann nun
erstmals eine Mobilmaschine
ausschließlich für die Aufberei-
800
Millimeter
Mit seinem großen Einzug
kann der »Roktec IC 1000«
Materialgrößen bis
800 mm aufbereiten.
dert so, dass das Band unnötig be-
Sammelstellen und Wertstoffhö-
tung von Mineralik in das Sorti-
schädigt wird. «
fen, sondern gerade auch auf
ment auf.
d
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 51
Die Recycling-Linie im Einsatz:
Im Hintergrund wird der
»RM100X« durch einen Bagger
beschickt. Der Windsichter
mit dem Container für die
entnommenen Leichtstoff-Anteile
befindet sich hinter
dem Portafill-Schwerlastsieb.
Links im Vordergrund: die
Zemmler-Doppeltrommel-
Sieb anlage »MS16 Pro«.
Brecher und
Schwerlastsieb bei Live-Demo
JÜRGEN KÖLSCH – Gerade im Rahmen von Live-Demonstrationen
kann Kölsch die Vorzüge seiner Maschinen klar herausstellen
– so geschehen zuletzt auf der RATL in Karlsruhe. Zu
den Highlights zählte der Rubble-Master-Brecher »RM100X«
in Kombination mit einem Schwerlastsieb von Portafill, einer
Leichtstoff-Abscheidung sowie integriertem Förderband.
Wirtschaftlich
Bei der Herstellung von Baustoffen
aus Recyclingmaterial
steht heute mehr denn je die Wirtschaftlichkeit
im Vordergrund.
Unter realistischen Einsatzbedingungen
lassen sich die
Maschinen erst richtig beurteilen
– und genau deshalb hat Sean
McCusker, Geschäftsführer der
Jürgen Kölsch Baumaschinen
GmbH, auch auf Formate wie
die RATL gesetzt. »Es hat alles
sehr gut funktioniert. Also, wir
haben klassischen kontaminierten
Bauschutt mit Kunststoff-
und Holzanteilen sowie Armierungseisen
aufgegeben. Die maximale
Körnung von 0/45 wurde
im ersten Schritt durch den ›RM
100X‹ definiert. Der Brecher war
mit einer Nachsiebeinheit mit
einer
50-mm-Quadratmasche
ausgerüstet. Überkorn von über
45 mm wurde automatisch über
das integrierte Rückführband
erneut dem Brechprozess zugeführt.
Zwischen Brecher und
Sieb anlage kam ein ›Metberg
TC30‹ zum Einsatz, so konnte
man auf eine Erhöhung des Brechers
verzichten. Das ›TC30C‹ ist
ein 9 m langes, kompaktes Förderband,
speziell entwickelt für
beengte Einsatzorte«, wie Mc-
Cusker erklärte. Gleichzeitig
stellte der Branchenkenner klar:
»Uns war wichtig zu zeigen, dass
Kölsch Lösungskompetenz über
die gesamte Wertschöpfungskette
anbieten kann, nicht nur für
die Bereitstellung einzelner Maschinen.
Bei der Herstellung von
Baustoffen aus Recyclingmaterial
steht heute mehr denn je die
Wirtschaftlichkeit im Vordergrund,
bei gleichzeitig gestiegenem
Anspruch an das Produkt
und die Flexibilität der Anlage.
Wir entwickeln und realisieren
immer wieder neue, kreative
Maschinenkombination. Darin
sehen wir ein echtes Alleinstellungsmerkmal
von Kölsch.«
Mit Konzept überzeugen
Letztlich stand die komplette Linie
in knapp vier Stunden, wie
Sean McCusker berichtet. »Unser
Ziel war es, ein funktionierendes
Konzept vorzustellen.
Das ist uns gelungen. Für die reale
Anwendung beim Kunden
sind freilich, je nach Anspruch,
einige Tage mit Feintu ning und
Optimierung sinnvoll.« Die
Recyclinglinie, so Kölsch, lasse
sich nicht nur schnell aufbauen,
sondern auch modifizieren.
Das Förderband wurde durch
den Brecher mit 15 kW Leistung
versorgt, es verfügt über zwei
Elektromotoren. Für den Fahrbetrieb
ist in das Band zusätzlich
ein Dieselmotor integriert,
alternativ ist auch eine Konfiguration
mit einem Perkins-Dieselmotor
möglich. »Wir haben drei
Fraktionen erzeugt. Eine Feinfraktion
mit 0/8 mm, ein Mittelkorn
von 8/16 mm und Überkorn
von 16/45 mm. Die Fraktionierung
erfolgte durch eine nachgeschaltete
Portafill-›MR-5X‹-Siebanlage
mit einem 20-mm-Quadratmaschensieb
im Oberdeck
und einer 10-mm-D-Harfe im
Unterdeck.«
52
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Mit Leichtstoffabscheider
»Wir hatten uns außerdem für
Zukunft darstellen. Mit dem
eingebauten 15-mm-Außensieb
die Behandlung des Überkorns
eignet sie sich zur Klassierung
entschieden«, wie McCusker an-
von Bodenaushub. Alternativ
fügt. »Diesen Job übernahm der
kann mit einem 4-mm-Außen-
Leichtstoffabscheider ›Screen-
sieb auch die zuvor erzeugte
pod AV52‹. Die ausgesonderten
0/8 mm-Feinfraktion weiter in
Leichtstoffe wurden in einem
Sand und Splitt getrennt werden.
Sammelcontainer abgelegt. Mit
Weil sie gerade mal 3,5 t wiegt,
dem größeren ›Screenpod AV82‹
so McCusker, lässt sich die An-
könnten wir übrigens einen Ab-
lage problemlos mit einem Pkw
scheider liefern, der zwei Frak-
oder Pick-up transportieren.
tionen gleichzeitig behandeln
Kölsch ist im Übrigen Ver-
kann.« Insgesamt zeigte sich
fechter von mobilen Halden-
Sean McCusker sehr zufrieden
bändern für die wirtschaftli-
mit der Vorstellung des Kon-
chere und schonendere Aufhal-
zepts und fügt an, dass auch ei-
dung von Schüttgut, als Alterna-
ne »MS 3600« von Zemmler mit
auf der RATL vertreten war, die
für Interesse bei den Fachbesuchern
gesorgt hatte: »Dabei han-
tive zum Einsatz von Radladern
oder Baggern. »Der Markt hat
das mittlerweile weitgehend
verstanden. Mobile Halden-
JÜRGEN KÖLSCH (2)
delt es sich um eine rein elekt-
bänder sparen Arbeitszeit und
rische Siebanlage mit elektrisch
angetriebenem
Kettenlaufwerk.«
Die »3600er« ist kompakt
aufgebaut, im Verhältnis recht
schonen das Produkt. Das Band
lässt sich durch den Maschinenführer
von der Kabine des Baggers
oder Laders heraus bedie-
Bänder der Welt. Sie sind ausgelegt
für die Schiffs- und Zugverladung
und werden in hoher
Insgesamt acht Aufbereitungsmaschinen
waren auf 1 700 m 2 Ausstellungsfläche
bei Kölsch auf der RATL vertreten.
leicht und dürfte laut Kölsch
nen. Wichtig ist auch: Telestack
Stückzahl produziert. So laufen
auch eine interessante Lösung
ist der Konstrukteur und Her-
diese Bänder oft über Jahrzehn-
für die Herausforderungen der
steller der vermutlich stabilsten
te ohne Probleme.«
d
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 53
Das kettenmobile Haldenband »LF 520«
von Telestack soll durch Zuverlässigkeit,
Effizienz und hohe Produktivität überzeugen.
CHRISTOPHEL
Tepel investiert in
mobile Haldenbandtechnik
CHRISTOPHEL – Mit dem
kettenmobilen Haldenband »LF
520« von Telestack möchte
die Tepel GmbH & Co. KG neue
Maßstäbe in der Baustellenlogistik
setzen. Ob Abbruch,
Erdarbeiten oder Recycling:
Die Anlage überzeuge durch
hohe Leistungsfähigkeit,
einfache Handhabung und
vielseitige Einsatzmöglichkeiten
– sowohl für den internen
Einsatz als auch bei Miet- oder
Lohndienstleistungen.
Handel
Vermietung
Service
Ersatzteile
Einsatzberatung
Finanzierungskonzepte
Ihr Partner für mobile Aufbereitungstechnik
Die Tepel GmbH & Co. KG, ein
familiengeführtes Traditionsunternehmen
aus Wuppertal,
geht neue Wege in Sachen Effizienz
und Nachhaltigkeit auf der
Baustelle. Mit dem Einsatz des
kettenmobilen
Haldenbandes
»LF 520« optimiert das Unternehmen
seine Prozesse im Bereich
Abbruch, Erdarbeiten, Recycling
und Transport. Die Entscheidung
für den Telestack fiel laut Tepel
aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit:
Mit einer Förderkapazität
von bis zu 500 t/h und einer
Haldenkapazität von 1 400 m 3 bei
einer Abwurfhöhe von 9 400 mm
eigne sich die Anlage ideal für
A TEREX BRAND
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große Volumenströme. Gleichzeitig
punkte das System mit seiner
Kompaktheit, Geländegängigkeit
und besonders niedrigen Ladehöhe
von nur 1 900 mm, wodurch es
für die direkte Beschickung mit
Bagger oder Radlader ganz ohne
zusätzliche Transporttechnik geeignet
sei. Geliefert wurde die Anlage
über die C. Christophel GmbH
aus Lübeck, einen Spezialisten
für mobile Aufbereitungs- und
Fördertechnik. Als langjähriger
Vertriebs partner des Herstellers
Telestack in Deutschland konnte
Christophel laut eigener Aussage
mit seiner Expertise und Beratung
einen wichtigen Beitrag zur
optimalen Geräteauswahl leisten –
ein entscheidender Faktor für den
erfolgreichen Einsatz bei Tepel.
Gleichmäßige Aufhaldung
Ein großer Vorteil des Haldenbandes
in der täglichen Praxis:
Der Radlader muss beim Abkippen
nicht mehr auf das Haufwerk
auffahren, was die Arbeitssicherheit
erheblich erhöht. Zugleich
sorgt das Haldenband für
eine schonende und gleichmäßige
Aufhaldung, was besonders
bei sensiblen Materialien
von Bedeutung ist. Darüber hinaus
führt der optimierte Ablauf
zu einer deutlichen Zeitersparnis
– insbesondere bei kontinuierlicher
Beschickung oder bei
engen Zeitfenstern auf der Baustelle.
Auch im Einsatz bei Asphaltmischwerken
zeigt der »LF
520« laut Christophel seine Stärken:
Hallen und Lagerstätten
können bis unter das Dach befüllt
werden, ohne dass schwere
Maschinen im Inneren manövrieren
müssen – das spart Platz,
Aufwand und reduziert Risiken.
Angetrieben von einem leistungsstarken
85-kW-Deutz-Dieselmotor
arbeitet der »LF 520«
autark – unabhängig von einer
Stromversorgung und damit
ideal für wechselnde Einsatzorte.
Für ein Unternehmen wie
die Firma Tepel, das regelmäßig
in herausfordernden Umgebungen
tätig ist, stellt diese Flexibilität
laut Christophel einen echten
Gewinn dar. Ob auf Großbaustellen,
in Recyclinganlagen oder bei
Abbruchprojekten: Die Einsatzmöglichkeiten
des kettenmobilen
Haldenbandes seien vielfältig.
Besonders praktisch erweise
sich die optional verfügbare
360°-Schwenkfunktion, die eine
radiale Materiallagerung ermögliche
– ohne Umsetzen der
gesamten Anlage.
d
54
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Auf einem Blick – schnell, effektiv
und digitalisiert – das vollautomatische
Gesamtkonzept von Wöhrl.
WÖHRL
Vollautomatisiertes
Bodenmanagement
WÖHRL – Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH betreibt eine
hochmoderne Bodenverwertungsanlage. Der Betrieb der Anlage
zeichnet sich durch ein von der Rüdiger Wöhrl GmbH entwickeltes,
vollautomatisiertes Gesamtkonzept aus, das einen mannlosen
Betrieb der Waage ermöglicht.
Die WWB Erddeponiegesellschaft mbH in Krunkel ist ein Unternehmen
der Terras-Gruppe und betreibt eine Bodenverwertungsanlage.
Im Fokus stehen die fachgerechte Verwertung und der Einbau von
Bodenmaterialien der Klassen BM-F0 bis BM-F3 gemäß der strengen
Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Dieses Verfahren gewährleistet maximale
Umweltkonformität und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
Der Betrieb gelingt durch das von Wöhrl entwickelte, vollautomatisierte
Gesamtkonzept: Die gesamte Logistikkette, von der Ankunft bis zur
Abfahrt, ist digitalisiert und selbstgesteuert. Das beginnt beim Auftrags-
und Code-Management: Der Prozess beginnt, nachdem eine Bodenbeprobung
erfolgt ist, mit der Übermittlung einer Auftragsbestätigung
an den Kunden, die einen eindeutigen QR-Code enthält. Im nächsten
Schritt dreht sich alles um Identifikation und Verwiegung: Bei der
Ankunft fährt der Lkw auf die Waage. Der Fahrer identifiziert sich am
Selbstbedien-Terminal mittels des QR-Codes. Das Kfz-Kennzeichen wird
automatisch erfasst, und es werden sofort zwei Screenshots zur Sicherstellung
der korrekten Positionierung auf der Waage und Dokumentation
der Ladung erfasst.
Hofticket und Erstgewicht
Nach Speicherung des Erstgewichts erhält der Fahrer ein Hofticket mit
einem weiteren QR-Code als Bon und die Schranke öffnet sich, signalisiert
durch grün blinkende LEDs am Schrankenbaum. Dann geht es weiter
zum Abladen / Beladen und zur Reinigung: Der Lkw kippt das Material
bei Anlieferung auf die entsprechend gekennzeichnete Abladestelle
von F0 bis F3 ab oder wird bei Abholung beladen. Auf dem Rückweg
durchfährt er obligatorisch die Wöhrl-Lkw-Reifenwaschanlage, die eine
intensive Reinigung dank der 6 m langen Waschplatte »Typ 2RU« gewährleistet,
bevor der Lkw zur Zweitverwiegung auf die Waage bis zur
Ausgangsbediensäule vorfährt.
und zur Verrechnung als CSV- oder PDF-Datei in eine Cloud überführt,
sodass am Folgetag fakturiert werden kann.
Wartungsarme Systeme
Trotz der hohen Verschmutzung im Betriebsumfeld, insbesondere bei
Regenwetter, zeichnen sich die Reinigungssysteme durch eine bemerkenswerte
Wartungsarmut und Effizienz aus. Die Reifenwaschanlage
hält sich aufgrund einer automatischen Selbstreinigung nach etwa jedem
fünften Lkw (frei programmierbar) mehrmals täglich und nach
Feierabend in einem sauberen Zustand. Personelle Handreinigung entfällt
gänzlich. Das verwendete Wasser wird in einem Dreikammer-Beton-Klärbecken
von Wöhrl im Kreislauf geführt. Dank des dreistufigen
Klärbeckens steht immer ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung.
Der Schmutzaustrag aus der ersten Schlammkammer erfolgt je nach
Frequentierung kostengünstig nur alle sechs bis acht Wochen mittels
Bagger oder Radlader.
Wartungsfreundliche Waage
Die Lkw-Waage ist seitlich offen konzipiert, was eine einfache Reinigung
von außen mit einem C-Schlauch ermöglicht. Ein seitlicher Schacht entsorgt
das Schmutzwasser, wodurch das beengte und aufwendige Arbeiten
unter der Waage entfällt. Geschäftsführer Oliver Schmidt von WWB
zieht nach zwei Jahren Betriebszeit und rund 9 000 Verfüllungen eine
durchweg positive Bilanz: »Das vollautomatische Konzept samt Wartung
der Waage und Reifenwaschanlage hat die Erwartungen voll erfüllt.«d
FRUTIGER – a whale, a promise!
Reifenwaschanlagen
Staubbindung
Demucking
Die Dokumentation
Abschließend dreht sich alles um den Wiegeschein sowie die Dokumentation:
Der Fahrer hält das Hofticket an den Scanner, das Zweitgewicht
wird ermittelt, und der finale DIN-A4-Wiegeschein wird gedruckt.
Alle Wiegescheine und zugehörigen Fotos werden gespeichert
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Sofortangebot
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 55
Die Geiger-Gruppe verfügt über
einen gewaltigen Fuhrpark:
Seine Radlader hat das Unternehmen
nun mit Wiegelösungen
von VEI ausgestattet.
»HelperX«: Geiger stattet
seine Radlader mit smarter
On-Board-Wägetechnik aus
VEI – Die Geiger-Gruppe mit Sitz in Oberstdorf im Allgäu setzt bei ihren Radladern
auf smarte Wägetechnik von VEI – und das hat Gründe: Seit der Gründung 1923
hat sich Geiger zu einem vielseitigen Firmenverbund entwickelt, der im Hoch- und
Tiefbau ebenso zu Hause ist wie im Abbruch, Recycling und der Gewinnung. Das Einsatzspektrum
der Unternehmensgruppe ist gewaltig – knapp 4 000 Mitarbeiter sind
an über 100 Standorten im deutschen und europäischen Raum tätig. Und bislang
wurden 33 Maschinen mit »HelperX« ausgestattet, einer High-End-Lösung, die nicht
nur als reine Radladerwaage fungiert, sondern ein herausragendes Nutzlastmanagement
betreibt und dabei einer hohen Erwartungshaltung entsprechen muss.
Ein Großteil der Schüttgüter wird bei Geiger über
Radlader verladen und abgerechnet, gerade
deshalb ist zuverlässige Wiegetechnik unerlässlich.
Nachdem die Produktion des bislang verwendeten
Systems nach Jahrzehnten eingestellt worden war,
bestand, wie die Geiger-Gruppe mitteilt, dringender
Handlungsbedarf. Die Anforderungen an eine
neue Lösung waren hoch – und die Spezialisten von
VEI konnten sich am Ende mit ihren »Helper«-Modellen
durchsetzen. Im Kern geht es darum, ein
Nutzlastmanagement bereitzustellen, das die Arbeitsprozesse
nachhaltig vereinfacht. Neben der
Produktionsüberwachung gelingt mit »HelperX«
auch die Abwicklung gleich mehrerer Ladevorgänge
sowie die vollständige Verwaltung von Lade-
und Stammdaten.
Eine große Herausforderung
Erklärte Zielsetzung war es, höchste Produktivität
und Zuverlässigkeit zu schaffen, weshalb Geiger
einen umfassenden Kriterienkatalog erstellt
und Lösungen verschiedener Anbieter unter die
Lupe genommen hat. »Wir wollten einen neuen
Standard bei Geiger schaffen und alle Radlader
mit dem identischen Set-up versehen – sowohl
mit Blick auf die Hardwarekomponenten als auch
56
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Wichtige
Faktoren
Erklärte Zielsetzung war es,
höchste Produktivität und
Zuverlässigkeit zu schaffen,
weshalb Geiger einen umfassenden
Kriterienkatalog
erstellt und Wiegesysteme
verschiedener Anbieter unter
die Lupe genommen hat.
GEIGER GRUPPE (3)
die zugehörige Softwareversion«, wie Axel Röder,
Projektleiter für Digitalisierung der Geiger-Gruppe,
betont. »Wir haben nach einer Lösung gesucht,
die eine einfache Handhabung bietet, gleichzeitig
aber auch dazu in der Lage ist, Daten automatisch
zu übertragen und zu verarbeiten, um einen echten
Mehrwert im Büro zu generieren.« Ein weiteres
Hindernis, so Axel Röder weiter, war die Signalqualität
innerhalb des Mobilfunknetzes: An einigen
Standorten von Geiger ist die Netzabdeckung
eingeschränkt, sodass es herausfordernd war, die
unerlässliche Datenübermittlung sicherzustellen.
»Seit 2019 werden bei uns nun alle neu angeschafften
Radlader nur noch mit VEI-Waagen ausgestattet
und Bestandsgeräte sukzessive umgerüstet, da
das System genau diese Problemfaktoren berücksichtigt,
das für uns beste Set-up bietet und auf die
Bedürfnisse unserer Maschinisten zugeschnitten
ist.« Tatsächlich haben VEI und Geiger über 2,5 Jahren
hinweg daran gearbeitet, die »HelperX« zu individualisieren
und an die Anforderungen vor Ort anzupassen.
»Ein großer Vorteil war sicherlich auch,
dass wir die Helper-Modelle zum damaligen Zeitpunkt
bereits produktiv im Einsatz hatten – neue
Funktionen konnten deshalb zeitnah im laufenden
Betrieb getestet und weiterentwickelt werden.«
Eine Erfolgsgeschichte
Mittlerweile befindet sich das mit Geiger entwickelte
Set-up seit Jahren stabil im Einsatz. »Auch das
Problem mit der geringen Netzabdeckung konnten
wir zusammen mit VEI lösen, um unseren Betrieb
sicherzustellen. Besonders positiv aufgefallen ist
uns außerdem das anwenderfreundliche und intuitiv
bedienbare Interface der Waage«, urteilt Röder.
Mit der Zusammenarbeit ist Geiger allerdings auch
deshalb zufrieden, weil VEI laut Aussage der Unternehmensgruppe
mit einer pragmatischen und
lösungsorientierten Arbeitsweise auftritt: »Man
zwingt uns nicht in unnötig bürokratische Warteschleifen,
sondern setzt den Fokus auf das
Wesentliche.« Und: »Das Team von
VEI«, so Axel Röder weiter, »begegnet
uns auf Augenhöhe: Man geht
respektvoll und ehrlich miteinander
um, ganz gleich in welcher Position
oder in welchem Wirkungskreis
die Person tätig ist. Ein faires,
offenes und integres Verhalten ist
innerhalb der Geiger-Gruppe ein
gelebter Wert für eine erfolgreiche
Zusammenarbeit.«
»Keine halben Sachen«
Im Repertoire hat VEI neben seiner
Topausführung »HelperX«
auch Basisgeräte wie »HelperM«:
Aufgrund der modularen und
kompatiblen Bauweise kann
der Anwender sein Gerät auch
VEI
Die High-End-Lösung von VEI: Mit »HelperX«
bietet sich ein vielschichtiges und
smartes Wiegesystem, das die Effizienz
steigern und Abläufe vereinfachen kann.
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 57
Mithilfe von »HelperX« spart
sich der Maschinist viel
Aufwand und Zeit – er kann bei
jedem Lade spiel auf die vielen
Funktionen des Wiegesystems
zurückgreifen.
33
Maschinen
Mittlerweile hat die Geiger-Gruppe
33 Radlader mit dem Wiegesystem
»HelperX« ausgestattet.
nachträglich aufrüsten oder seinen individuellen
Bedürfnissen anpassen. »Wichtig ist der Praxisnutzen:
Das Gerät soll, wie bei Geiger, zum Anwender
und den jeweiligen Einsatzbedingungen
passen«, erklärt Volker Augustin, Geschäftsführer
der VEI GmbH. »Es reicht schlichtweg nicht
aus, eine neue Lösung zu entwickeln, die schick
aussieht und smart daherkommt, wenn sie nicht
auf die realen Einsatzparameter zugeschnitten ist.
Die Helper-Modelle wurden anwendernah entwickelt,
verfügen deshalb über großzügige Farbdisplays,
eine robuste Bauweise und lassen sich unkompliziert
bedienen – genau so, wie es für den
Maschinisten auch notwendig ist, denn der muss
sich tagtäglich damit auseinandersetzen und hat
deshalb kein Interesse an zeitraubender, missverständlicher
oder unnötiger Technik, die ihm bei
seiner Arbeit in die Quere kommt.«
Wichtige Vorzüge der VEI-Helfer
Unabhängig vom Modell lassen sich alle wichtigen
Ladedaten ohne Einschränkung des Sichtfeldes
auch bei starker Sonneneinstrahlung ablesen.
Hervorzuheben ist außerdem, dass VEI ganz bewusst
auf den Einsatz von Touchscreens verzichtet:
»Fragen Sie mal einen Radlader-Fahrer, wie
zuverlässig Touchdisplays funktionieren, wenn er
unter Zeitdruck steht, Handschuhe trägt oder aus
Sicherheitsgründen nicht andauernd auf das Display
schauen kann. Hektisches Herumwischen auf
dem Display lenkt beim Fahren und Beladen ab
und sorgt dafür, dass das System den gewünschten
Befehl nicht erkennt. Das nervt nicht nur, sondern
kann auch schnell gefährlich werden«, so Volker
Augustin. Stattdessen setzen die Helper-Modelle
auf eine haptische Tastatur, wodurch der Bediener
das Gerät über bloßes Ertasten quasi blind
bedienen kann. Hinzu kommt eine enorme Funktionsvielfalt:
Wenn beispielsweise eine bestimmte
Materialsorte in großen Mengen zu einer vordefinierten
Stelle gefahren werden soll, kann der
Maschinist diesen Vorgang als Favoriten im System
hinterlegen – dann ist nur noch ein einziger
Seit ihrer Firmengründung im Jahr 1923 hat
sich die Geiger-Gruppe mit Hauptsitz in
Oberstdorf (Allgäu) zu einem vielseitigen Firmenverbund
mit rund 4 000 Mitarbeitern sowie rund
100 Standorten im deutschen und europäischen
Raum entwickelt. Ihre Leistungsbereiche basieren
dabei auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, das
heißt: Geiger gestaltet und baut, erhält und saniert,
bereitet auf und recycelt, ganz im Sinne eines möglichst
geschlossenen Kreislaufs. Da noch nicht überall
eine Wiederverwertung möglich ist, gewinnt und entsorgt
Geiger auch – dies jedoch mit größter Zuverlässigkeit
und einem hohen Verantwortungsbewusstsein.
All diese Leistungen bietet die Geiger-Gruppe zahlreichen
Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien
und Umwelt aus einer Hand. Ungeachtet ihrer
Größe und eines Jahresumsatz von rund 850 Mio.
Euro ist die Geiger-Gruppe ihrer Unternehmensphilosophie
»langfristig eigenständig erfolgreich sein« bis
heute treu geblieben. Inzwischen wird das traditionsbewusste,
mittelständische Familienunternehmen
erfolgreich in vierter Generation geführt.
58
Dezember 2025 – Januar 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Tastendruck notwendig. Darüber hinaus bietet
sich mit »ipotweb« eine zusätzliche Cloudlösung,
die über die VEI-Geräte genutzt werden kann. So
lassen sich Aufträge im Büro anlegen und automatisch
an die Maschine übermitteln. Fährt dann der
nächste Lkw auf den Hof, muss der Fahrer den zugehörigen
Auftrag nur noch im System suchen und
kann anschließend alle wichtigen Auftragsinformationen
auf dem Display ablesen. Bei Bedarf, so
VEI, wird auch das zu ladende Gewicht übertragen,
sodass die Waage das Zielgewicht anzeigt und von
diesem auf null herunterzählt. Nach dem Ladespiel
wird der erledigte Auftrag dann an die Cloud
übermittelt. Ein großer Vorteil: Egal ob im Radlader
oder im Büro – jeder im Unternehmen kann
den Auftragsstatus direkt ermitteln, was unerledigte
oder gar doppelte Bearbeitungen im laufenden
Arbeitsprozess gezielt ausschließt. Zusätzlich
bietet die »HelperX«-Variante eine Statistikfunktion,
mit der sich die verladenen Produkte eines
frei wählbaren Zeitraums ausdrucken lassen. Eine
weitere, laut VEI extrem hilfreiche Funktion ist im
Übrigen das Anlegen von Rezepten: Müssen verschiedene
Materialien gemischt werden, kann der
Anwender die Zutaten bzw. Zuschlagstoffe entweder
in absoluten Gewichtswerten oder bei Bedarf
in Prozenten eingeben. »Die Abarbeitung kann sowohl
manuell als auch vollautomatisch erfolgen –
wenn eine Sorte komplett verwogen wurde, wird
einfach auf die nächste Bedarfssorte umgeschaltet.
Möglich ist aber auch, nach jedem Ladespiel auf
das nächste Material zu wechseln, wodurch eine
weit bessere Vormischung erfolgt«, so Volker Augustin
abschließend.
d
Insgesamt 33 Radlader hat Geiger
bislang mit »HelperX« ausgestattet.
Happy
New year
Alle Mann angetreten auf dem frisch
geschrubbten Deck! Das SBM-
Team hat das Boot auf Vordermann
gebracht, die Leinen losgemacht, den
Anker gelichtet und nimmt bei rauem
Nordwind auf der eiskalten See Kurs
in Richtung 2026!
Wir alle – das bauMAGAZIN, der
baustoffPARTNER, die bauSICHER-
HEIT sowie die Agentur SBM Creative
– wünschen Ihnen und Ihren Familienangehörigen
sowie allen Mitarbeitern
für 2026 viel Gesundheit, Glück
und Erfolg.
Ihr SBM-Team
Gewinnung & Aufbereitung Dezember 2025 – Januar 2026 59
2
ABBRUCH & RECYCLING
Die letzte Phase des Abbruchs
erfolgte vom Wasser aus,
während der Mittellandkanal
für die Binnenschifffahrt
gesperrt wurde.
Mit Schwimmweste
und Cat-Bagger
ZEPPELIN – CATERPILLAR – Sie war ein kritischer Verkehrsknotenpunkt: Die
246 m lange Wo2-Brücke auf der A39 bei Wolfsburg überquerte nicht nur den
Mittellandkanal und damit eine der wesentlichen Wasserstraßen Deutschlands,
sondern auch die Bahnstrecke Hannover – Berlin. Straße, Schiene und
Wasserweg waren bei diesem Bauwerk, das 1975 errichtet worden war, eng miteinander
verknüpft. Doch bauliche Mängel und Materialermüdung, etwa durch
alkalireaktive Zuschläge im Beton und korrodierte Spannbewehrung, gefährdeten
die Tragfähigkeit der zentralen Verkehrsachse. So war der Rückbau überfällig und
das Ende der Brücke wurde von der F. Beissner GmbH aus Niemetal eingeläutet,
um in mehreren Etappen die Voraussetzungen für einen Neubau zu schaffen.
Dabei gelang dem Abbruchspezialisten ein echtes Meisterstück.
Cat-Maschinen
Eingesetzt wurden sieben
Cat-Kettenbagger des Typs »336«,
ein Cat-Mobilbagger »M322« und
ein Cat-Radlader »966«.
Losgelegt wurde mit dem Teilabbruch der Brücke,
die über die Bahngleise führte. Dann ging
es weiter mit den Bereichen an Land. Die letzte Phase
des Abbruchs erfolgte vom Wasser aus, während
der Mittellandkanal für die Binnenschifffahrt gesperrt
wurde. Dafür wurde von dem Abbruchunternehmen
eine Pontonanlage am Wolfsburger Hafen
mithilfe eines Mobilkrans im Mittellandkanal montiert,
die eine Schlüsselrolle innehatte und mit der
die F. Beissner GmbH ihren Einsatzradius erweitern
will. Bislang wurde eine solche zugemietet – für dieses
Abbruchprojekt und für zukünftige Aufträge wurde
von dem Unternehmen in eine eigene Koppelanlage
im siebenstelligen Bereich investiert. »Damit
haben wir in Zukunft ganz andere Möglichkeiten
beim Rückbau«, meint Geschäftsführer Jens Uhlendorf.
Die modular aufgebaute Anlage kann die Firma
selbst transportieren, und zwar auf dem Landweg
– Wasserstraßen müssen dafür keine benutzt
werden. Die Anlage lässt sich individuell zusammenbauen.
Maximal möglich ist eine Fläche von 1 200 m 2 .
Intensive Vorbereitung
Beim Rückbau der Wo2-Brücke setzte sich die Anlage
aus drei Pontons zusammen, die aus 32 Einzelpontons
gebildet wurden. Im Hafen von Wolfsburg
erfolgte der Zusammenbau, und zwar drei
Wochen, bevor die Baumaschinen loslegten. Das
ging nicht ohne intensive Vorbereitungen im Vorfeld
über die Bühne. Denn trotz der vollständigen
Sperrung des Mittellandkanals unterlag man den
Regeln der Binnenschifffahrt. Das heißt, Mitarbeiter
mussten die entsprechenden Qualifikationen für
die Anlage vorweisen, die sie bereits lange im Vorfeld
erworben hatten. Per Schubbooten wurden die
Pontons dann zum 2 km entfernten Einsatzort gebracht.
Dort angelangt, wurden sie erst nebeneinander
befestigt. Damit wurde dann der komplette Kanal
überspannt. Weil sich so eine Fläche nicht ohne
Weiteres einfach parken lässt, wurden dann die
60
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
Pontons erst kurz vorher in Position unter das Bauwerk
geschoben. Verzurrt wurden die Pontons am
Ufer bzw. Pfähle übernahmen die horizontale Befestigung
im Wasser. Per Rampe gelangten dann die
Cat-Baumaschinen auf die schwimmende Plattform
mit knapp 1 000 t Tragkraft. Somit konnten sie in Tag-
und Nachtschicht ihr Werk verrichten.
Gewaltige Dimensionen
Die Brücke mit sechs Pfeilern bestand aus zwei Teilbauwerken
– jeweils aus einem zweistegigen vorgespannten
Hohlkasten über sieben Felder. Die beiden
Teilbauwerke hatten jeweils eine Breite von rund
19 m zwischen den Geländern und eine Fahrbahnbreite
von 15,5 m. Darauf befanden sich zwei Hauptspuren,
eine Einfädelungspur sowie ein Standstreifen.
Erst wurde mit dem Fahrbahnplattenabbruch
gestartet. Dann wurden die Hohlkästen von unten
rückgebaut. Eingesetzt wurden sieben Cat-Kettenbagger
des Typs »336«, ein Cat-Mobilbagger »M322«
und ein Cat-Radlader »966«. Die Arbeitsgeräte verteilten
sich auf die gesamte Länge des Mittellandkanals
– von verschiedenen Seiten aus bearbeiteten sie
das 75 m lange Brückenfeld in einem eingespielten
und koordinierten Zusammenspiel. Auf dem Ponton
waren die Cat-Bagger »336« nicht fest fixiert. Der maschinentechnische
Arbeitseinsatz hatte es aus Gründen
der Statik und der Standsicherheit in sich, so
musste im Vorfeld im Rahmen eines Gutachtens erarbeitet
werden, welchen Belastungen die Pontons
ausgesetzt waren und welche Geräte dann darauf arbeiten
durften. »Normalerweise erfolgt der Abbruch
von einem festen Untergrund aus. Wir stellten die
Bagger auf das Medium Wasser, auf dem sie sich horizontal
und vertikal bewegten. Die Kräfte von dort in
ein festes Bauwerk zu bekommen, ist nicht ganz so
einfach«, meint Jens Uhlendorf. Konkret musste abgeklärt
werden, welche Horizontalkräfte bei einem
Abbruch mit den 40-t-Baggern wirkten, die sich auf
dem Wasser befanden, wenn sie sich dann mithilfe
von Pulverisierer, Schere oder Greifer im Stahlbeton
festbissen oder Teile mit einem Hydraulikhammer
herausstemmten. »Die Kräfte zu definieren und eine
Befestigung festzulegen, war eine große Herausforderung
– es war nicht mit den gewöhnlichen Ausbrechkräften
vergleichbar«, so der Geschäftsführer.
Parameter wie Windlast und Wellengang mussten
ebenfalls berücksichtigt werden.
um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Damit
kein noch so kleiner Krümel an Bauschutt im Wasser
landete, wurden sämtliche Zwischenräume mit
unzähligen Stahlmatten und Baggermatratzen mithilfe
des »Cat M322« ausgelegt – somit war die Arbeitsfläche
großvolumig ausgekleidet worden. Eine
weitere Vorsichtsmaßnahme: die Brücke möglichst
kleinstückig abzubrechen. Umgekehrt verhielt es
sich beim Bewehrungsstahl, der wiederum sehr lang
gelassen wurde, um das Risiko, dass Teile ins Wasser
fallen, zu reduzieren. »Lag eine gewisse Menge
an Abbruchmaterial auf der Fläche, abzulesen am
Freibord, dem Abstand zwischen Wasserspiegel und
Kante des Pontons, musste alles mithilfe von Greifern
gelöscht werden«, so Jens Uhlendorf. An Land
stand dafür bereits ein Cat-Radlader »966« einsatzbereit,
um das Material in Empfang zu nehmen und
am Ufer zu verfahren.
Eine echte Herausforderung
Baggerfahrer mussten jedoch nicht nur filigran agieren
und mit viel Feingefühl vorgehen, Brückenteile
abzubrechen, von oben nach unten zu holen und auf
den Pontons abzulegen. Mindestens ebenso wichtig
war, dass sich die Maschinen nicht in die Quere
kamen. Eine weitere Vorgabe, auf welche die F.
Beissner GmbH zu achten hatte, war, die Sohle des
Mittellandkanals nicht zu beschädigen. Nach Abschluss
der Arbeiten wurde dann eine Befahrung
gemacht. Überprüft wurde mit Sonartechnik von
einem Boot aus, ob wirklich nichts ins Wasser gefallen
war. Nach zwei Tagen konnte das Team aus
20 Mitarbeitern Vollzug melden. Mit Schubbooten
ging es dann für die Pontons wieder zurück in den
Hafen zur Demontage. »Das Anspruchsvollste in diesem
Projekt war, auf dem beweglichen Medium Wasser
zu arbeiten. Dass so viele Geräte auf einmal auf
Pontons im Einsatz waren, war Neuland für uns«, so
das Fazit von Jens Uhlendorf. Weitere Projekte hat
die F. Beissner GmbH für dieses Jahr schon in petto,
bei denen ebenfalls die Koppelanlage, wenn auch
in abgespeckter Form, wieder zum
Einsatz kommen wird.
ZEPPELIN (3)
d
»Das Anspruchsvollste
in diesem Projekt war,
auf dem beweglichen
Medium Wasser zu arbeiten.
Dass so viele Geräte
auf einmal auf Pontons
im Einsatz waren, war
Neuland für uns.«
Jens Uhlendorf,
Geschäftsführer der F. Beissner GmbH
Bewehrungsstahl wurde wiederum sehr
lang gelassen, um das Risiko, dass Teile
ins Wasser fallen, zu reduzieren.
Sicherheit an erster Stelle
Mit Fortschritt des Abbruchs wurde mehrfach die
Position der Pontonanlage versetzt – Bagger sollten
sich auf den Pontons möglichst wenig bewegen.
Deswegen wurden die Anbaugeräte durchgereicht.
Als die Arbeiten im vollen Gange waren, hatte jede
Maschine ihr Besteck vor sich und konnte dann
auf das passende Equipment zugreifen. Schwimmwesten
für die Maschinisten und Rettungsringe waren
bei diesen Rückbauarbeiten obligatorisch und
vervollständigten die persönliche Schutzausrüstung.
Begleitet wurden die Arbeiten von Rettungsbooten,
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 61
SENNEBOGEN
Mit der serienmäßig hochfahrbaren »Maxcab« hat man bei jeder
Abbruchtätigkeit den idealen Überblick über den Arbeitsbereich.
Sennebogens »830er«
glänzt bei Supermarktabriss
SENNEBOGEN – Beim Rückbau
eines alten Supermarkts
in Hunderdorf setzte das
Bauunternehmen Stoabau
auf die leistungsstarke
Abbruchmaschine »830 E
Demolition Vario Tool«. Mit
ihrer neuen Erdbauausrüstung,
vielseitigen Anbaugeräten
und Flexibilität meisterte die
Maschine sämtliche Abbruchund
Nachbereitungsarbeiten
– vom selektiven Rückbau bis
zur Fundamententfernung –
effizient und wirtschaftlich.
Kombiniert
Als produktiv erwies sich
die Kombination aus
»830 E Demolition« und
Hydraulikhammer.
Für das Projekt in Hunderdorf, bei dem ein bereits
seit Jahren leer stehendes Supermarktgebäude
vollständig rückgebaut wurde, entschied
sich das niederbayrische Unternehmen Stoabau
für den »830 E Demolition Vario Tool«, bereitgestellt
durch die Sennebogen Vertriebsgesellschaft.
Die Wahl fiel bewusst auf diese Maschine – aufgrund
ihrer kompakten Bauweise, ihrer enormen
Einsatzflexibilität sowie der neu vorgestellten Erdbauausrüstung
mit 12 m Reichweite und dem passenden
1,7 m³-Tieflöffel.
Abbrechen und Sortieren mit nur einer Maschine
Im ersten Schritt erfolgte der selektive Rückbau des
Gebäudes. Mit Abbruchgreifer, Pulverisierer und
Schere wurden Stahlträger, Betonteile und sonstige
Baumaterialien effizient getrennt und sortiert.
Aufgrund des vollhydraulischen Schnellwechslers
konnte der Maschinenführer innerhalb kürzester
Zeit zwischen den benötigten Anbaugeräten wechseln
– ohne zusätzliche Wartezeiten oder Umrüstaufwand.
Nach dem Rückbau des oberirdischen
Gebäudeteils kam ein leistungsstarker Hydraulikhammer
zum Einsatz. Der »830 E Demolition«
übernahm den Abbruch der Bodenplatte sowie
das Zertrümmern massiver Betonfundamente. Die
» Maxcab«-Großraumkabine mit serienmäßig hochfahrbarer
Kabine sorgte dabei während der gesamten
Arbeiten für beste Sichtverhältnisse und damit
für eine erhöhte Sicherheit und den idealen Komfort
für den Fahrer.
Abbruchmaschine und Erdbewegung in einem
Ein besonderes Highlight des Einsatzes war die
nahtlose Umstellung vom Rückbau zur Erdbewegung:
Mit dem neuen Tieflöffel führte der Sennebogen-Abbruchbagger
auch das Planieren des Bodens
und den Aushub für die spätere Neubebauung
durch. So konnte Stoabau das komplette Projekt mit
nur einer Maschine wirtschaftlich realisieren – von
der ersten Abbruchkante bis zur baureifen Fläche.
Die neue Erdbauausrüstung mit der wählbaren Ausleger-Stellung
ermöglichte dabei eine Grabtiefe von
bis zu 5 m – laut Hersteller ideal für das Herauslösen
tiefliegender Fundamentteile.
Wirtschaftlich und flexibel im Abbrucheinsatz
Der Einsatz in Hunderdorf zeigt nach Ansicht der Beteiligten,
wie flexibel der »Sennebogen 830 Demolition
Vario Tool« auf wechselnde Anforderungen im
urbanen Rückbau reagieren kann. Die Kombination
aus robustem Maschinenkonzept, schnellem Anbaugerätewechsel
und hoher Leistungsfähigkeit im Abbruch
sowie im Erdbau spart nicht nur Zeit und Kosten,
sondern reduziert laut Hersteller auch den Logistikaufwand
erheblich. Ein echter Gewinn für dieses
Projekt, meint Max Oischinger, Fahrer des »830
E« und gleichzeitig Leiter von Stoabau: »Mit der Maschine
konnten wir innerhalb kürzester Zeit jeden
Schritt im Rückbau umsetzen. Abbrechen und Sortieren
ging ohne Probleme. Das Zuckerl war am Ende,
mit der gleichen Maschine noch Fundamente ziehen
zu können.«
d
62
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 63
Ein herausforderndes Rückbauprojekt:
Leistungsstarke
Hilfe bot die Kombischere des
Typs »CC35R« von MBI.
MBI
Kampf gegen Stahlbeton
in schwindelnder Höhe
MBI – Vor den Toren Berlins laufen seit Anfang des Jahres die
Abbrucharbeiten eines bis zu 49 m hohen Industriekomplexes.Das
Abbruchunternehmen Plannerer bringt die Tätigkeiten mit seinem
größten und leistungsstärksten Bagger voran – einem 200 t schweren
Longfront-Bagger mit einer Bolzenhöhe von 50 m. Angebaut ist
eine Kombischere vom Typ »CC35R Bi-Booster«.
1 100
Millimeter
Mit einer Öffnungsweite
von 1 100 mm und einer
Schneidkraft an der
Schneide von 233 t meistert
die Kombischere auch
diese Herausforderung.
Die rund 3,5 t schwere Kombischere
ist täglich zehn Stunden
im harten Dauereinsatz und
bewerkstelligt den kontrollierten
Rückbau der oberen Stockwerke
des Gebäudes. Maschinist
Eberhard Peschl erklärt die Herausforderungen
auf der Baustelle:
»Das gesamte Gebäude ist in
Ortbetonbauweise mit einer
sehr hohen Betongüte errichtet.
Die Schere läuft jeden Tag von
frühmorgens bis abends und
kämpft sich durch die Unterzüge
und Stützen. Wir schmieren
die Schere mit Schwerlastfett
mit einem hohen Grafit-Anteil.
Anderes Fett würde bei diesen
Belastungen zu flüssig werden.«
Das in den 1990er-Jahren errichtete
Gebäude diente einem über
die Grenzen Deutschland hinaus
agierenden Schreibwaren-
hersteller als Produktions- und
Lagerstandort mit Verwaltungstrakt.
Starke Leistungsdaten
Mit einer Öffnungsweite von
1 100 mm und einer Schneidkraft
an der Schneide von 233 t meistert
die Kombischere auch diese
Herausforderung. Ein großer
Pluspunkt dieses Anbaugeräts
sind laut MBI die Booster-Zylinder,
wie Thomas Fischer, Geschäftsführer
bei MBI-Deutschland,
klarstellt: »Diese Neuentwicklung
erhöht den Druck in
den Zylindern und führt somit
zu einer kurzzeitig größeren
Schneid- und Brechleistung.«
Zahlen
Kombischere »CC35R«
Baggergewicht (t) 30 bis 40
Schneidkraft (t) 233
Da der Abbruchbagger möglichst
viele Stunden in der Woche
arbeiten soll, hat sich die Firma
Plannerer entschieden, mit
der Abbruchzange »CR20E« ein
Back-up-Gerät vor Ort einzusetzen.
So können kleinere Reparaturen
wie das Tauschen von
Dichtungen ohne Stillstandzeit
des Baggers durchgeführt werden.
Die MBI-Maschinen auf
dieser Baustelle sind innenverschlaucht.
So sind zeitintensive
Beschädigungen durch die
Armierungseisen im Stahlbeton
ausgeschlossen und die
Ausfallzeit wird minimiert. Die
»CR20R« hat eine Öffnungsweite
von 1 050 mm bei einem Eigengewicht
von 2,1 t. Die Kraft an der
Schneide beträgt 329 t.
Öffnungsweite (mm) 1 100
Einsatzgebiet
Abbruch von Stahlbeton, Brückenbau
BI-Booster, Hochleistungszylinder,
Besonderheiten
austauschbare Zähne und Schneiden,
Speed-Valve
d
64
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
Mittels Echtzeit-Tracking können
Nutzer den genauen Standort
ihrer Geräte bestimmen, die
Auslastung überwachen und
automatische Wartungsbenachrichtigungen
erhalten.
EPIROC
Tracking und Datenanalyse:
Kontrolle über Anbaugeräteflotte
EPIROC – Mit »InSite« hat Epiroc eine neue Telematiklösung
auf den Weg gebracht, die das Flottenmanagement von hydraulischen
Anbaugeräten grundlegend verändern soll. Durch die
Kombination von Asset-Tracking und Echtzeit-Datenanalysen
soll »InSite« eine bisher unerreichte Kontrolle und Transparenz
über gemischte Geräteflotten bieten.
Die Lösung bietet eine umfassende Überwachung von Standort, Nutzung
und Wartungsbedarf – unabhängig vom Hersteller der Anbaugeräte.
Ob werkseitig installiert oder nachgerüstet: »InSite« nutzt
laut Epiroc eines der größten Mesh-Netzwerke der Baubranche und
verbindet weltweit über 1,3 Mio. Geräte.
Intelligente Funktionen
Aufgrund von Echtzeit-Tracking können die Nutzer den genauen Standort
ihrer Geräte bestimmen, die Auslastung überwachen und automatische
Wartungsbenachrichtigungen erhalten. Geofencing-Funktionen
ermöglichen die Einrichtung virtueller Grenzen rund um Baustellen
oder Lagerflächen, um unbefugte Bewegungen zu erkennen und Diebstahlrisiken
zu minimieren. Die vorausschauende Wartungsplanung
wird durch prädiktive Analysewerkzeuge unterstützt, die Ausfallzeiten
reduzieren und Serviceteams eine bessere Übersicht über den Gerätezustand
geben. Ergänzt wird das System durch erweiterte Module mit
Mobilfunk- und GPS-Ortung über »Hatcon« von Epiroc, die höchste
Produktivität, Verfügbarkeit und Sicherheitsstandards gewährleisten
sollen. »Mit ›InSite‹ erhalten unsere Kunden nicht nur Daten – sie erhalten
Entscheidungsgrundlagen für eine effizientere und sicherere
Flottensteuerung«, sagt Torsten Ahr, Geschäftsführer bei Epiroc.
tenaustausch (ISO 15143-3). Vor Ort profitieren Teams von Echtzeitberichten
über die mobile App, die eine sofortige Reaktion auf betriebliche
Herausforderungen ermöglicht. Die Geräte sind für den Einsatz
unter typischen Feldbedingungen konzipiert und bieten eine Batterielaufzeit
von drei bis fünf Jahren. Alle übertragenen Daten werden
durch Cloud-Verschlüsselung auf Unternehmensniveau geschützt, um
sensible Betriebsinformationen zu sichern.
Schnelle Inbetriebnahme
Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten: Gerät montieren, mit
dem entsprechenden Asset koppeln und die Plattform aktivieren. Bereits
ab dem ersten Tag können Flottenbetreiber ihre Abläufe optimieren
und die Kontrolle über ihre Geräteflotte verbessern. Übrigens: Das
neue System »InSite« ist bereits weltweit über Epiroc-Vertriebspartner
am Markt erhältlich.
GRABEN
SIEBEN
LADEN
d
Mobile Anbindung
Die Plattform lässt sich flexibel in bestehende Flottenmanagementsysteme
integrieren und unterstützt den standardisierten AEMP-API-Da-
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 65
BROKK
Unter härtesten Bedingungen
Mit »SmartPower+« möchte Brokk schlichtweg intelligente
Technologie für maximale Performance
aufbieten: Die optimierte Leistungssteuerung soll
für höchste Effizienz bei minimalem Energieverlust
stehen. Gleichzeitig, so Brokk, passen intelligente
Systemeinstellungen den Betrieb an, schützen
wichtige Komponenten und verlängern die Lebensdauer
des Roboters. Kurzum: Der »Brokk130+«
wurde für die härtesten Herausforderungen entwickelt
und markiert nach Ansicht des Herstellers »einen
bedeutenden Fortschritt in der Evolution ferngesteuerter
Abbruchroboter«.
Punkten soll der neue Abbruchroboter »130+« insbesondere mit seiner
hohen Leistungskraft, Produktivität und hochmoderner Technologie.
»Abbruchleistung
auf neuem Niveau«
BROKK – Mit seinem neu
konzipierten Abbruchroboter
des Typs »130+« hat Brokk eine
Maschine auf den Weg gebracht,
die sowohl mehr Power als auch
Kompaktheit mit sich bringen
soll. Gleichzeitig bringt Brokk
mit »Smart Attachments« eine
neue Serie an Anbaugeräten auf
den Markt. Diese speziell entwickelten
Werkzeuge ergänzen die
neueste Roboter-Generation
»SmartPower+« und sollen für
einfache Handhabung sowie
mehr Effizienz stehen.
Einsatzzweck
Der Abbruchroboter »130+« wurde
für den härtesten Einsatzzweck
im Rückbau entwickelt.
Der neue Abbruchroboter soll neue Maßstäbe setzen
– und das in erster Linie mittels mehr Power,
des neu entwickelten »BHB 175«-Hydraulikhammers
sowie der intelligenten »SmartPower«-Technologie.
Grundsätzlich spricht Brokk davon, dass
der »130+« hohe Produktivität mit bewährter Kompaktheit
vereinen soll. »Der ›Brokk 130+‹ hebt Abbruchleistung
und Effizienz auf ein völlig neues Niveau«,
sagt Martin Krupicka, CEO der Brokk-Gruppe.
»Dank des überarbeiteten Antriebsstrangs und
des neuen Hydraulikhammers haben wir einen Roboter
entwickelt, der mehr Schlagkraft, eine höhere
Schlagfrequenz und überragende Leistung liefert
– und das alles bei unverändert kompakten Abmessungen.
Das ist ein bedeutender Fortschritt für
ferngesteuerte Abbruchroboter.«
Wichtige Neuerungen
Zu den Schlüsselinnovationen des »130+« zählen
mehr Leistung, ein überarbeiteter Hydraulikantriebsstrang,
der mehr Kraft bei gleicher Energieaufnahme
bieten soll, sowie der »BHB 175«-Hydraulikhammer,
welcher für sehr hohe Schlagkraft steht.
In Kombination mit dem Abbruchroboter »130+«
soll der neue» BHB 175« laut Hersteller rund 20 Prozent
mehr Schlagkraft und eine 40 Prozent höhere
Schlagfrequenz aufbieten. Das sorge, so Brokk weiter,
für eine spürbar gesteigerte Abbruchleistung
bei jedem Einsatz.
Smart und kraftvoll
Mit seinen »Smart Attachments« hat Brokk überdies
speziell entwickeltes Werkzeug auf den Weg gebracht,
das die neueste Roboter-Generation »Smart-
Power+« ergänzen soll. Zum Start umfasst die Serie
zwei hochmoderne, patentgeschützte Anbaugeräte:
die »Brokk Cut-Off Saw«-Serie, eine leistungsstarke
Sägelösung für präzise Schnitte, sowie die
Brokk-»TE«-Bohrlafetten-Serie, die das Bohren
noch effizienter machen soll. Mit diesen innovativen
Lösungen, so der Hersteller, können Bediener
ihre Brokk-Roboter noch vielseitiger und produktiver
einsetzen. »Die neuen ›Smart Attachments‹
setzen einen neuen Standard in der Branche«, so
Martin Krupicka. »Sie sind nicht nur Werkzeug,
sondern ein entscheidender Teil eines effizienteren
Arbeitsprozesses. Aufgrund ihrer intelligenten
Funktionen können sich Bediener voll auf ihre
Arbeit konzentrieren, während die Maschine und
das Anbaugerät automatisch für optimale Leistung
sorgen.« Interessant in diesem Zusammenhang ist,
dass die »Smart Attachments« direkt mit der Maschine
kommunizieren und so für optimale Leistung
sorgen sollen. Aufgrund der Übertragung von
Echtzeitdaten passen die Roboter ihre Einstellungen
automatisch an, um stets beste Ergebnisse zu
erzielen. Unabhängig vom verwendeten »Smart-
Power+«-Modell liefern die Anbaugeräte so immer
maximale Leistung – für einen reibungslosen und
zuverlässigen Betrieb in jeder Anwendung.
Zu den Hauptmerkmalen zählt die automatische
Leistungsoptimierung: Die Anbaugeräte und
Roboter passen sich selbstständig aneinander an,
um stets optimale Leistung zu erzielen – ganz ohne
manuelles Eingreifen. Hinzu kommt die Speicherung
individueller Einstellungen: Bediener können
Voreinstellungen für ein bestimmtes Anbaugerät
speichern, sodass nach einem Wechsel sofort
die bestmögliche Leistung gewährleistet ist. Ebenso
weist der Hersteller auf eine längere Lebensdauer
hin – entwickelt für einen zuverlässigen und
reibungslosen Betrieb, entfalten die »Smart Attachments«
ihr volles Potenzial in Kombination mit den
»SmartPower+«-Robotern. Wie die neuen »Smart-
Power+«-Maschinen sind auch die Anbaugeräte laut
Brokk zukunftssicher. Über »MyBrokk« lassen sich
Betriebsstunden und Leistung überwachen.
d
66
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
HUSQVARNA (2)
Aus sicherer Entfernung
bedient: Der Abbruchroboter
aus dem Hause Husqvarna
zerlegt im Rückbau extrem
präzise und zuverlässig.
Sortenreiner und
emissionsfreier Rückbau mit Präzision
HUSQVARNA CE – Abbruch
ist nicht gleich Abbruch:
Insbesondere bei Rückbauprojekten
mit einer hohen Wiederverwertungsquote
kommt
es darauf an, dass so viel
recyclingfähiges Material wie
möglich sortenrein ausgebaut
wird. Bei der weltweit ersten
emissionsfreien Baustelle
bei Siemens in Erlangen (das
bauMAGAZIN berichtete in
Ausgabe 08/25 ab Seite 44)
lag der dafür vorgegebene
Wert bei 96 Prozent – und beim
Erreichen dieses Zieles war
u. a. auch die Präzision der zwei
elektrischen »DXR«-Abbruchroboter
von Husqvarna gefragt.
Thomas Seibold
Die Aufgabe war keine kleine: Es galt, innerhalb
von drei Monaten zwei Gebäude mit einer
Grundfläche von 3300 m 2 und einem Gebäudevolumen
von ca. 24 700 m 3 fachgerecht und präzise zu
zerlegen. Insgesamt sollten daraus rund 12 800 t mineralisches
Recycling-Material gewonnen werden,
um dieses anschließend direkt vor Ort wieder beim
Neubau verwenden zu können. Dabei beschritten
der Bauherr Siemens Real Estate zusammen mit
Metzner Recycling aus Frensdorf neue Wege: Gemeinsam
mit Partnern wie Volvo CE, Volvo-Händler
Robert Aebi, Husqvarna CE, Volvo Trucks, den
Erlanger Stadtwerken und weiteren Dienstleistern
sollte der komplette Abbruch emissionsfrei erfolgen,
also rein mit elektrisch angetriebenen Maschinen
und Geräten. Eine Aufgabe wie gemacht
für die »DXR«-Abbruchroboter von Husqvarna CE.
Denn die vor Ort im Innenbereich eingesetzten Modelle
»DXR 145« und »DXR 305« fahren problemlos
Treppen hoch und lassen sich aufgrund der Funkfernbedienung
stets aus sicherer Entfernung (bis zu
300 m) bedienen.
Wichtige Eigenschaften
Die Abbruchroboter bieten dank ihres um 360° drehbaren
Turms zudem eine hohe Bewegungsfreiheit
und können verschiedene Anbauwerkzeuge aufnehmen
sowie einsetzen. Der 18,5 kW starke »DXR
145« kam mit der Stahlschere »DSS 200« vor allem
in engen Räumen zum Einsatz, um Rohrleitungen
unterschiedlicher Art und Durchmesser abzubauen.
Dank einer Schneidkraft von 85,7 t gelang dies
mühelos. Für den Bediener bestand zudem keine
Gefahr, mit Restflüssigkeiten in Berührung zu kom-
men. Darüber hinaus entstanden im Gegensatz zu
einem Trennschleifer beim Durchtrennen der Leitungen
auch keine Funken, was die Gefahr eines
Feuers verhindert und den Einsatz von Brandschutzdecken
unnötig macht.
Leistungsstarkes Werkzeug
Der 27 kW starke »DXR 305« kümmerte sich währenddessen
eine Etage höher um das systematische
Zerlegen von Wänden, der Heiz-/Klimainstallation
und des Fußbodens. Dabei kamen der Multigreifer
»MG 200«, der Abbruchhammer »SB 302« sowie
mit dem »DCR 300« der nach Unternehmensangaben
größte und leistungsstärkste Brecher von Husqvarna
CE zum Einsatz. Dank seiner Reichweite von
5.2 m nach oben war es für den Abbruchroboter kein
Problem, sowohl Deckenelemente unterschiedlicher
Art zu entfernen als auch (Zwischen-)Wände
gezielt von oben nach unten zu zerkleinern. Da Tätigkeiten
wie diese naturgemäß mit einem hohen
Staubaufkommen einhergehen, kamen hier ergänzend
die Luftreiniger »A 100« von Husqvarna CE zur
Anwendung. Mathias Pfitzenmeier, VP Sales & Services
Deutschland, Husqvarna Construction, zieht
ein durchwegs positives Fazit: »Dieser vollständig
elektrisch betriebene Rückbau beweist die Machbarkeit
von Baustellen mit Null-Emissionen. Die
Erkenntnisse, die wir daraus ziehen können, sind
für alle Beteiligten wertvoll, von politischen Entscheidungsträgern
über Kunden aus der Bauindustrie
bis hin zu Projekteignern und Maschinenbetreibern.
Wenn wir uns mit führenden Unternehmen
der Branche zusammentun, können wir den Wandel
gemeinsam vorantreiben.«
d
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 67
Die Reinhard Schulze Tertilt
GmbH freut sich über die
Verstärkung durch die raupenmobile
Siebmaschine
»Terex EvoQuip COLT 600«.
MOERSCHEN (2)
Raupenmobile
Siebmaschine im Einsatz
MOERSCHEN – »Raupenmobile Siebmaschinen gibt es viele
am Markt, aber mit der ›Terex EvoQuip COLT 600‹ haben wir
einen Typ im Sortiment, der zu Recht das Zeug zum echten
Gamechanger für kleine und mittlere Unternehmen hat«, stellt
die Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH klar. Diese selbstbewusste
Aussage sollte nun die Reinhard Schulze Tertilt GmbH,
die diese Anlage in Betrieb genommen hat, untermauern.
Produktion
Für das Unternehmen hat sich
die Anlage zu einer Produktionsstation
für wertvolle
Baustoffe entwickelt.
Die Reinhard Schulze Tertilt
GmbH aus dem münsterländischen
Everswinkel ist ein Familienunternehmen
mit Tradition
im Garten- und Landschaftsbau.
Mit über 70 Beschäftigten
hat sich die Firma bereits seit
1980 immer weitere Bereiche im
Ga LaBau erfolgreich erschlossen
und steht heute als mittelständischer
Full-Liner gewerblichen
und privaten Kunden zur Verfügung.
Eine Grundlage für den
nachhaltigen Erfolg stellt dabei
auch ein entsprechender Maschi-
nenpark dar. Mit der jetzt erfolgten
Erweiterung um die mobile
Siebanlage »EvoQuip Colt600«, so
Moerschen, schaffe sich Schulze
Tertilt neue Möglichkeiten.
Die Produktion wertvoller
Baustoffe vor Ort
Was macht ein GaLaBauer mit einer
Schwerlastsiebanlage, mag
sich mancher fragen. Dabei
müsste die Frage eigentlich heißen:
Wie kommt ein ambitionierter
Full-Liner ohne aus, wie Geschäftsführer
Thorsten Schulze
Tertilt mit einem Augenzwinkern
meint. Für das Unternehmen hat
sich die Anlage zu einer Produktionsstation
für wertvolle Baustoffe
entwickelt – und schafft gleichzeitig
Recyclingmöglichkeiten in
eigener Sache. »Wir bereiten fast
alle Schüttgüter am Platz auf. Dabei
sieben wir Steine aus Sanden,
um neuen Füllsand zu erhalten,
oder entfernen Steine und Wurzeln
aus Bodenaushub und schaffen
uns frischen Siebboden«, wie
Thorsten Schulze Tertilt zusammenfasst.
Da dieses Vorgehen
auch angewandte Nachhaltigkeit
darstelle, passe es ideal zur Firmenphilosophie
in Everswinkel.
Die Suche nach einer
permanenten Lösung
Mit dem Wachstum des regional
verwurzelten Mittelständlers
stiegen auch die Ansprüche
– sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Früher reichte es am Betriebshof
in Everswinkel aus, gelegentlich
eine entsprechende
Siebmaschine auszuleihen. Daraus
wurde mehrfach im Jahr,
aber irgendwann war der Bedarf
68
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
für eine permanente Lösung erreicht.
Da war der Mittelständler
auf der Suche nach einer kompakten
Lösung, die praxisnah auf
dem Betriebshof integrierbar war.
Das Lastenheft beschrieb eine solide,
sparsame Maschine, intuitiv
zu bedienen und schnell und einfach
in Betrieb zu setzen. Die »Terex
EvoQuip Colt 600« bringt laut
Moerschen dafür die besten Voraussetzungen
und soll sich dann
schnell auch als das Mittel der
Wahl erwiesen haben. Schon die
Grundkonstruktion der schweren
Zwei-Deck-Ausführung mit
festem Neigungswinkel als zweifach
gelagerter Freischwinger
und Direktantrieb ist eine extrem
robuste Technik. Der bewährte
»Cat C2.2«, der mit 56 PS auskommt,
begnügt sich mit einem
geringen Kraftstoffverbrauch
von nur 6 l/h. Dabei, so Moerschen
weiter, überzeuge das Einstiegsmodell
der »Colt«-Baureihe
mit Leistungsdaten, die ihre Klassengröße
sprenge: Die Durchsatzleistung
beträgt bis zu 280 t/h.
Für einen unkomplizierten Aufbau
verfügt die »Colt 600« über
eine Kabelfernbedienung für
das Fahrwerk sowie hydraulisch
klappbare Förderbänder mit hoher
Haldenkapazität. Auch der
schnelle Wechsel zwischen Zwei-
und Dreifraktionstrennung erfolgt
vollhydraulisch. Ein konstruktiv
optimiert offenes Chassis
ermöglicht den freien Zugang unterhalb
der Siebbox für einfache
Siebbelagswechsel.
Anlage ist für Bagger
und Radlader geeignet
So einfach die Inbetriebnahme
ist, so reibungslos gestaltet
sich auch der laufende Betrieb:
Die Beschickung des 3-m³-Aufgabebunkers
erfolgt über einen
1 000 mm langen Bandfördereinzug
mit variabler Geschwindigkeitssteuerung
und ist sowohl für
Bagger als auch Radlader geeig-
Im Dauerbetrieb: Das Unternehmen setzt die neue Siebmaschine
flexibel ein und kann sie sowohl mit Bagger als auch Radlader beschicken.
net. Auch wenn die Siebmaschine
hauptsächlich für den Einsatz
auf dem eigenen Betriebshof
vorgesehen ist, schätzt Thorsten
Schulze Tertilt trotzdem die hohe
optionale Flexibilität, mit der
die »EvoQuip Colt 600« punkten
kann: Die Standardmaschine sei
explizit kompakt ausgelegt mit einer
Breite von nur 2,25 m und nur
12 t Gewicht. So könne die Anlage
ebenso unkompliziert auf eigene
Baustellen gefahren oder
auch mal verliehen werden. d
Hydraulikhammer
gewinnt »Demolition Award«
ACDE – Glücklicher Sieger: Im Rahmen der Veranstaltung
»World Demolition Summit« hat ACDE Europe kürzlich in der
Kategorie »Innovation – Tools & Attachments« den World Demolition
Award 2025 erhalten. Nominiert war hierbei der
Hydraulikhammer des Typs »BLTB-280-5-W-AC15«.
ACDE wurde
kürzlich für seinen
Hydraulikhammer
ausgezeichnet.
Verliehen wurde der Preis im
November im US-amerikanischen
Nashville. Das prämierte Produkt
überzeugte als Entwicklung
für Bagger mit einem Einsatzgewicht
von 100 bis 350 t und wurde
konstruiert, um der weltweit steigenden
Nachfrage nach leistungs-
ACDE
starken, nicht explosiven Lösungen
für Fels aufbruch und Schwerabbruchsarbeiten
gerecht zu werden,
wie ACDE mitteilt. Im Zentrum
seines Designs steht ein patentangemeldeter
Arbeitsdruck von
300 MPa – derzeit der laut ACDE
höchste weltweit. Diese Technologie
ermöglicht eine außergewöhnliche
Schlag energie und eine besonders
effiziente Bearbeitung großer
Materialvolumen in Bergbau-, Tunnelbau-
und Infrastrukturprojekten.
Der »BLTB-280-5-W-AC15« integriert
laut Aussage von ACDE »mehrere
bahnbrechende technische
Merkmale«: wählbare Kolbenkonfiguration
mit optionaler Korrosionsschutzbeschichtung
für Unterwasser-
und Tunnelanwendungen,
eine flanschlose Verschleißbuchse
mit integrierten Verschleißanzeigen
für präzise Wartung, ein Rücklauf-Ölspeichersystem,
das Druck-
spitzen reduziert und die Hydraulik
des Trägergeräts schützt, ein
Zylindergehäuse aus hochfestem
»20CrNiMo«-Stahl für maximale
innere Haltbarkeit sowie seitliche
Öleinlässe mit Drehgelenk
zur Verringerung der Schlauchbelastung
und ein rechteckiges
Dämpfungssystem für verbesserte
Energieaufnahme und längere
Lebensdauer der Struktur. Zur
Standardausrüstung gehören ein
Anti-Leerschlagsystem, ein Hochleistungs-Automatikschmiersystem
sowie mehrere Befestigungsoptionen
für einsatzspezifische
Konfigurationen. Mit seiner Druckleistung,
den integrierten Sicherheits-
und Servicefunktionen sowie
seinem anwendungs orientierten
Design soll der »BLTB-280-5-
W-AC15« laut Unternehmen einen
neuen Maßstab in Sachen Leistung
und Effizienz setzen.
d
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 69
MB CRUSHER
Das Material direkt vor
Ort zerkleinern und
weiterverwenden – genau
hier sind Brecherlöffel eine
ideale Lösung.
Zerkleinerungslösung vor Ort
MB CRUSHER – Bereits in der frühen Planungsphase von
Bauprojekten sollten die verschiedenen Möglichkeiten zur
Minimierung von anfallendem Bauschutt geprüft werden. Denn
Bauschutt darf man nicht in unbegrenzten Mengen ohne Genehmigung
lagern, auch wenn es nur zeitweilig ist. Mit der richtigen
Ausrüstung kann das Abfallmaterial reduziert oder vermieden
werden. So können durch den Einsatz eines Brecherlöffels
Kosten gespart und das Bauvorhaben effizienter werden.
Technologien für morgen
durch Erfahrung im Abbruch
DIE FXJ SERIE
EFFIZIENZ TRIFFT VIELSEITIGKEIT
Für Trägergeräte von 9 bis 110 Tonnen
€
NIEDRIGE
BETRIEBSKOSTEN
ÄUSSERST
LANGLEBIG
LEISE & VIBRATIONSARM
SYSTEM FÜR SCHALL- &
VIBRATIONSDÄMPFUNG
Die Vecellio Costruzioni AG –
eine Hoch- und Tiefbaufirma
aus dem Kanton Graubünden in
der Schweiz, sah sich immer wieder
mit dem Problem der mangelnden
Kapazität an Lagerflächen
konfrontiert. In der Vergangenheit
wurde ein Brecher angemietet,
um die gesammelten
Steinreste zu bearbeiten. Dafür
benötigte man aber eine große
Lagerfläche, damit sich die Anmietung
rentiert. Die Lösung für
dieses Problem wurde anscheinend
mit dem MB-Crusher-Backenbrecherlöffel
»BF 80.3« gefunden.
Kleinere Mengen bearbeiten
Durch die Verwendung des Brecherlöffels
könne das Unternehmen
nun auch kleinere Mengen
bearbeiten, und das auch direkt
auf der Baustelle, wo das gebrochene
Material dann sofort wieder
zur Verfüllung oder für die
Baustraßen eingesetzt wird. Früher,
so der Hersteller, musste das
Unternehmen viel auf die Deponie
bringen und danach wieder
Material für Fundationsschichten
kaufen. Jetzt könne die Firma
den Felsabbruch und Steine
sofort selbst verarbeiten und
für Bauplätze, -straßen oder als
Verfüllmaterial wiederverwenden.
»Die Vorteile sind, dass der
MB-Crusher-Brecherlöffel
›BF
80.3‹ jederzeit einsetzbar ist, ohne
dass man größere Lagerplät-
ze benötigt. Das bedeutet für uns
weniger Transporte und Kosten
sowie die Unabhängigkeit von
Dritten. Und das nächste Projekt,
in dem der Brecherlöffel zum
Einsatz kommt, ist auch schon
in der Planung. Wir haben jetzt
auch eine Baustelle, wo wir eine
Gussleitung mit aufgearbeitetem
Aushubmaterial umhüllen
müssen.«
Flexibilität schaffen
Letztlich ist jede verlorene Minute
in Geld zu beziffern, weshalb
der Einsatz solcher Technik
schnell aufzeigt, wo Einsparpotenzial
mit höherer Produktivität
einhergeht. »Da wir sehr viele
Steine haben, können wir diese
zerkleinern und als Umhüllungsmaterial
benutzen«, so Manuele
Vecellio, Geschäftsführer bei der
Vecellio Costruzioni AG. Für den
Einsatz eines Backenbrechlöffels
benötigt man nur ein Trägergerät
– eine kostengünstige Lösung. Der
große Vorteil von MB-Brecherlöffeln
liegt laut Herstellerangaben
in ihrer Mobilität. Denn mit dem
Brecherlöffel kommt man überall
dorthin, wo auch der Bagger
hinkommt. Durch das Zerkleinern
vor Ort lassen sich Kosten
für Transport, Entsorgung und
Rückkauf von Materialien sparen.
Somit entfallen die Transporte
zur Deponie sowie die Kosten
für Entsorgung und Neukauf
von Materialien.
d
70
FRD - Furukawa Rock Drill Germany ©
Mainzer Landstraße 178 - 190 | 60327 Frankfurt am Main | GER
Dezember 2025 – Januar 2026
T 069 907 45 17 00 | E info@frd-germany.de | www.frd.eu/de
frd.eu/de
Abbruch & Recycling
Das neue Baustoff-Recyclingsieb
»SBR 3« – einfach,
robust und leistungsstark.
EAG
Aufbereitung:
Elektrisch, leise und kompakt
EAG – Als Aufbereitungsspezialist
hat EAG aus
Dresden kürzlich das
Baustoff-Recyclingsieb
»SBR3« entwickelt – ein
Helfer, der auf der Baustelle
als robust, zuverlässig und
leistungsstark gilt. Vorstellen
möchte das Unternehmen das
Sieb nun auch erstmals auf
der InfraTech, die vom 13. bis
15. Januar in Essen stattfindet.
Die Robustheit der Siebanlage gewährleistet
maßgeblich der Stangensizer über dem Siebdeck,
der größere Gesteinsbrocken, Bordsteine
oder Gehwegplatten mühelos abscheidet. Die
Wahl großer Drahtstärken für die aufgespannten
Siebbeläge sowie stattliche Profil- und Blechstärken
der komplett ausgeschweißten Siebanlage leisten
ihr Übriges. Das enorme Kraft-Gewicht-Verhältnis
des Kreisschwingers, gepaart mit der Einstellmöglichkeit
der Siebneigung und Motordrehrichtung,
macht das »SBR3« laut EAG zu einer leistungsstarken
Boden- und Aushub-Siebanlage mit Beschleunigungswerten
von mehr als 5 g. So lasse sich selbst
ein feuchter Boden noch gut mit einer 16-mm-Qua-
dratmasche sieben. Diese Leistungsfähigkeit, der
geringe Platzbedarf sowie die geringen Anschaffungskosten
bieten gegenüber komplexen Flachdeck-
oder Trommelsiebanlagen die entscheidenden
Vorteile. Ganz ohne Fördertechnik fallen große
Teile der Anschaffungskosten und des Platzbedarfs
weg. Die Materialaufgabe erfolgt direkt auf das elektrisch
betriebene Siebdeck, das mit 2 m Breite und
2,4 m Länge eine schnelle Beschickung ermöglicht.
Die Entnahme erfolgt an gleicher Stelle, unter dem
Siebdeck. Fahrtwege für den Radlader werden minimiert.
Die neuste Version ist mit Radladern von 5
bis 15 t Betriebsgewicht einsetzbar und kann Trennschnitte
von 6 bis 60 mm erzeugen.
d
Ein einzigartig neuer
Roboter. Ein völlig
neues Niveau.
Mehr Leistung. Höchste Präzision.
Ungeahnte Möglichkeiten. Der
Brokk 130 + - entwickelt für die
Zukunft des Abbruchs. Stärker,
smarter und gebaut, um an die
Grenzen zu gehen.
www.brokk.de
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 71
Direkt vor Ort: Das
aufbereitete Material diente
anschließend direkt als
Verfüllmaterial.
DAPPEN
Ressourcenschonende Bauweise
durch innovative Siebtechnik
DAPPEN – Für die sichere
Trinkwasserversorgung der
Region Kamenz wurde eine
neue Trinkwasserverbindungsleitung
mit einer Gesamtlänge
von rund 12,5 km hergestellt.
Die Leitungen wurden in
den Dimensionen »DN 250«
und »DN 325« sowohl als
Rohwasser- als auch als
Trinkwasserleitungen verlegt.
Ein Teil der Baumaßnahme
erfolgte in offener Bauweise.
Die Vorzüge
Ortsnahe Wiederverwertung
reduziert nicht nur Abfall und
Deponiemengen, sondern senkt
auch CO₂-Emissionen, die durch
Transport und Materialherstellung
entstehen würden.
Um Transportwege und Entsorgungskosten erheblich
zu reduzieren, setzte das ausführende
Unternehmen auf einen innovativen Ansatz:
Das anfallende Aushubmaterial wurde direkt vor
Ort mit einem hydraulischen Sieblöffel der Dappen
Werkzeug & Maschinenbau GmbH aufbereitet
und anschließend wiederverwertet. Durch den
Einsatz des hydraulischen Sieblöffels »B44-1500-
80S-VW« mit Verstellstangen konnte das Material
auf eine einheitliche Körnung von 0 bis 30 mm abgesiebt
werden. Dieses aufbereitete Material diente
anschließend direkt als Verfüllmaterial, wodurch
zusätzliche Lieferungen von Fremdmaterial entfallen
konnten. Ein weiterer praktischer Vorteil zeigte
sich beim Einsieben direkt im Rohrgraben: Der
Sieblöffel ermöglichte eine homogene, lagenweise
Verfüllung rund um die neu verlegten Rohrleitungen.
Durch die gleichmäßige Materialverteilung
entstand bereits während des Vorgangs eine
erste Verdichtung, die die Stabilität des Rohrgrabens
erhöhte und den Baufortschritt spürbar beschleunigte.
Betriebssicherheit schaffen
Gleichzeitig arbeitet das Siebverfahren äußerst schonend,
da es keine Steine zerreibt oder zerbricht und
somit keine neuen, scharfkantigen Bruchstücke erzeugt.
Dies schützt sowohl die Rohrleitungen als
auch ihre Ummantelung vor punktuellen Belastungen
und möglichen Beschädigungen – ein wesentlicher
Faktor für die langfristige Betriebssicherheit
der gesamten Leitungstrasse.
Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Mit der ortsnahen Wiederverwertung des vorhandenen
Bodens leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag
zur Kreislaufwirtschaft im Tiefbau. Die Methode
reduziert nicht nur Abfall und Deponiemengen, son-
dern senkt auch CO₂-Emissionen, die durch Transport
und Materialherstellung entstehen würden. Der
Dappen-Sieblöffel arbeitet mit einer hydraulisch angetriebenen,
aktiven Siebbewegung, die laut Hersteller
für eine äußerst effiziente Materialtrennung
sorgt. Im Gegensatz zu starren oder rein rotierenden
Systemen erzeuge die Dappen-Konstruktion eine
schonende, aber wirkungsvolle Rüttelbewegung,
die sowohl die Durchsatzleistung steigere als auch
den Verschleiß minimiere.
Hoher Bedienkomfort
Gleichzeitig werden Vibrationen vom Trägergerät
ferngehalten – ein Vorteil für Maschinenlebensdauer
und Bedienerkomfort. Der Dappen-Sieblöffel
ist für verschiedenste Materialien ausgelegt: Erdreich,
Bauschutt, Baumischabfälle, mineralische
Stoffe oder Industrie-Rückstände lassen sich direkt
vor Ort trennen und wiederverwerten. Das optional
erweiterbare Siebsystem mit austauschbaren Einlegeblechen
und Verstellstangen ermöglicht flexible
Maschenweiten – von fein bis grob –, sodass der
Löffel exakt an die jeweilige Aufgabe angepasst werden
kann.
Zahlreiche Baugrößen
Dappen fertigt den Sieblöffel vollständig in Deutschland
und legt großen Wert auf robuste Konstruktion,
hochwertige Werkstoffe und lange Lebensdauer. Erhältlich
in zahlreichen Baugrößen, deckt die Serie
ein breites Einsatzspektrum ab – vom kleinen Ga-
LaBau-Bagger bis hin zu Großmaschinen mit über
50 t Einsatzgewicht. Damit positioniert sich der hydraulische
Sieblöffel von Dappen laut eigener Aussage
als »effizientes, wartungsarmes und zukunftsorientiertes
Anbauwerkzeug für Baustellen, die Materialtrennung
direkt am Entstehungsort wirtschaftlich
und nachhaltig gestalten möchten«.
d
72
Dezember 2025 – Januar 2026
Abbruch & Recycling
Leistungskraft trifft auf
Wirtschaftlichkeit: Die neue
»85 Dual PowerMaster«-Kehrmaschine
soll für maximale
Performance stehen.
BEMA
Hochleistungskehrmaschine
»85 Dual PowerMaster«
BEMA – Vor Kurzem hat
Bema seine neue »85 Dual
PowerMaster« vorgestellt
– eine Hochleistungskehrmaschine
für den intensiven
Dauereinsatz. Die erklärte
Zielsetzung ist es, robuste und
leistungsstarke Reinigungslösungen
für anspruchsvolle
Einsatzbereiche aufzubieten,
die mit Zuverlässigkeit und
Effizienz punkten können.
Vielseitig
einsetzbar
Die »85 Dual PowerMaster« ist
für Trägerfahrzeuge wie Radlader
ab 7 t, Teleskoplader und
Schlepper konzipiert worden.
Mit dem Maschinentyp »85 Dual« erweitert Bema
seine »PowerMaster«-Serie um ein leistungsstarkes
Modell für den intensiven Dauereinsatz.
Ausgestattet mit einer besonders großen
Kehrwalze von 800 mm Durchmesser und einem
optimal abgestimmten Volumen der Schmutzsammelwanne,
bietet sie laut Hersteller »ein überzeugendes
Preis-Leistungs-Verhältnis – ideal für herausfordernde
Reinigungsaufgaben«. Diese Ausstattung
ermögliche lange Reinigungsintervalle
und sorge auch unter hoher Belastung für effizientes
Arbeiten. Gleichzeitig biete das Dual-System der
Schmutzsammelwanne maximale Flexibilität: Der
Wechsel zwischen freikehrendem und schmutzaufnehmendem
Betrieb erfolgt laut Bema werkzeuglos
und ohne Umrüsten. Für Stabilität und
Laufruhe sollen besonders robuste Räder mit verstärkten
Radkonsolen sorgen, die auch in unwegsamem
Gelände zuverlässig arbeiten. Unebenheiten
werden dabei durch den 3D-Rollenniveauausgleich
in Kombination mit dem Drehgelenk ausgeglichen.
Kraftvoll und erweiterbar
Das Herzstück aller »PowerMaster«-Kehrmaschinen
ist der kompakte Hydroblock, der sämtliche
hydraulischen Steuerungs- und Sicherungselemente
in sich vereint. Optional ist eine Premiumversion
erhältlich, die zusätzlich mit einem Stromregelventil
sowie einem speziellen Überdruckventil ausgestattet
ist und damit eine erweiterte Absicherung
für Trägerfahrzeuge mit Load-Sensing-System bietet.
Die innenliegenden Gerotormotoren arbeiten
verschleißarm und gewährleisten laut Bema auch
bei intensiver Beanspruchung eine dauerhaft hohe
Leistung. Die »85 Dual PowerMaster« ist für Trägerfahrzeuge
wie Radlader ab 7 t, Teleskoplader und
Schlepper konzipiert und wird zur Markteinführung
2026 in vier Arbeitsbreiten erhältlich sein:
2 300, 2 600, 2 800 und 3 200 mm. Wie auch die Modelle
»30«, »35« und »75« wird die neue » PowerMaster«
nach Kundenanforderung ausgerüstet. Dazu zählen
verschiedene Bürstenbesätze für die Hauptkehrwalze
und die optionalen Seitenkehrbesen, eine
Wassersprüheinrichtung zur Staub reduzierung
sowie eine hydraulische Schwenkeinrichtung für
mehr Flexibilität im Einsatz.
Sinniger Einsatz
Insbesondere bei schlechter Witterung und rutschigen
Fahrbahnen werden grobe und festsitzende
Verschmutzungen wie Reifenschmutz oder
festgefahrener Lehm schnell zum Sicherheitsrisiko.
In solchen Fällen ist der Verursacher gesetzlich
verpflichtet, die Verunreinigungen zu beseitigen.
Für diese speziellen Anforderungen möchte
Bema passgenaue Ausstattungsoptionen bieten.
Mit der Aufkratzvorrichtung lassen sich selbst
hartnäckige Rückstände laut Hersteller zuverlässig
entfernen. Für eine noch gründlichere Reinigung
kann die Kehrmaschine mit einem Druckwassersystem
ergänzt werden – wahlweise in
Hoch- oder Mitteldruckausführung. Die Wasserversorgung
erfolgt über einen 2 000-l-Wassertank
im Heckanbau, alternativ kann auch ein Güllefass
oder ein anderer Tank genutzt werden. Egal ob feiner
Staub, Schmutz, Lehm oder Reifenspuren – alle
»Power-Master«-Kehrmaschinen arbeiten laut Bema
schnell effektiv und zuverlässig.
d
Abbruch & Recycling Dezember 2025 – Januar 2026 73
3
OEM & AFTERMARKET
Ein neu entwickeltes Wärmepumpenmodul
von Handtmann und Ymer
kombiniert Energieeffizienz mit
Nachhaltigkeit auf kompaktem Raum.
Mehr Reichweite
und längere Nutzungszeiten
HANDTMANN
HANDTMANN – YMER – Eine
kluge Lösung: Handtmann
und Ymer Technology haben
eine umweltfreundliche
Wärmepumpenlösung für batteriebetriebene
Fahrzeuge auf
Basis des Kältemittels »R290«
entwickelt. Das kompakte
System übernimmt sowohl die
Klimatisierung des Fahrzeuginnenraums
als auch die gezielte
Temperierung von Batterie und
elektronischen Bauteilen. Es
steigert nicht nur den Innenraumkomfort,
sondern erhöht
auch die Fahrzeugreichweite
und verlängert die Lebensdauer
der Antriebskomponenten.
Kompakt
Die intelligente »TMS«-Logik
steuert das System. Aufgrund
der kompakten Bauweise
reduziert sie den Kältemittelbedarf
und ermöglicht die Integration
auf engstem Raum.
Mit einer Kühlleistung zwischen 4 und 7 kW sowie
einer Heizleistung von 5 bis 9 kW erfüllt die
Neuentwicklung die Anforderungen anspruchsvoller
Einsatzprofile, z. B. in Lkw für den Verteilerverkehr,
Baumaschinen und Sonderfahrzeugen. Mit
dem fortschreitenden Ausbau der Elektromobilität
in Deutschland und Europa steigen die Ansprüche
an Energieeffizienz – nicht zuletzt, weil das Thema
Reichweitenangst weiterhin präsent ist. In diesem
Zusammenhang gewinnt die Wärmepumpe in Elektrofahrzeugen
zunehmend an Bedeutung, besonders
in gemäßigten bis kühleren Klimazonen wie
Mitteleuropa. Sie reduziert Energieverluste im Winterbetrieb
und erhält so die Fahrzeugreichweite.
Einfache Integration
»Unsere mit Ymer entwickelte Wärmepumpenlösung
lässt sich einfach integrieren und unterstützt
die Elektrifizierung von Antrieben in Nutzfahrzeugen,
Baumaschinen und Spezialfahrzeugen«, so
Andreas Rothermel, Bereichsleiter Entwicklung bei
Handtmann Systemtechnik. Ein großer Vorteil sei,
dass das Komplettsystem sowohl in neue als auch
bestehende Fahrzeugplattformen integriert werden
könne. Zudem lasse sich das Modul flexibel an
kundenspezifische Einzelanwendungen anpassen.
Josef Graubmann, Geschäftsführer der Ymer Technology
GmbH: »Die mit Handtmann entwickelte
›R290‹-Wärmepumpe passt sich in unseren standardisierten
Ansatz unseres ›TMS‹ (Thermo-Management-System)
ein und wird massiv zu einer Effizienzsteigerung
bei mobilen elektrifizierten Arbeitsmaschinen
beitragen.«
Kompakte Bauweise
Der Standardkompressor von Ymer und ein von
Handtmann entwickeltes Modul mit integrierter
Kühlmittelpumpe und 4/2-Wegeventilsteuerung
bilden das Herzstück der Wärmepumpe. Die intelligente
»TMS«-Logik steuert das System. Aufgrund
der kompakten Bauweise reduziert sie nach Herstellerangaben
den Kältemittelbedarf und ermöglicht
die Integration auf engstem Raum – laut Handtmann
ein Vorteil in modernen Fahrzeugarchitekturen.
Zugleich zahle sich das gewählte Kältemittel-/
Druckniveau in der Komponentenwahl aus: Während
bei konventionellen CO2-Lösungen Drücke
von mehr als 100 bar erreicht würden, arbeite das
»R290«-System mit moderaten 8 bis 25 bar. Dies ermögliche
den Einsatz marktüblicher Komponenten,
verringere die mechanische Belastung und vereinfache
die Wartung.
Nachhaltigkeit
Mit dem Einsatz des natürlichen Kältemittels »R290«
(Propan), das ein Global Warming Potential (GWP)
von nur 3 aufweist, setzen die Partner auf umweltfreundliche
Antriebs- und Klimakonzepte. Im Vergleich
zum häufig verwendeten synthetischen Kältemittel
»R134a«, das ein GWP von rund 1 430 aufweist,
unterbietet das neu entwickelte System diesen Wert
laut Aussage von Handtmann erheblich. »R290« biete
zudem hervorragende thermodynamische Eigenschaften,
besonders bei niedrigen Außentemperaturen.
Das führe zu einer gesteigerten Energieeffizienz
(COP) sowohl im Heizbetrieb bei minus 15 °C als
auch im Kühlbetrieb bei 45 °C. Dies verbessert laut
Hersteller die Betriebssicherheit in verschiedenen
Klimazonen und senkt den Energiebedarf bei gleicher
Leistung. Im realen Fahrzeugbetrieb kann eine
»R290«-Wärmepumpe mit Dampf-Injektion bis
zu über ein Drittel mehr Heizleistung liefern als ein
vergleichbares System mit »R134a«. Ebenso ermöglicht
»R290« laut Unternehmen hohe Vorlauftemperaturen,
was bei Anwendungen mit erhöhtem Wärmebedarf
vorteilhaft ist.
d
74
Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
Die »Heavy-Duty-eMotoren«
erreichen höchste Wirkungsgrade
von über 97 Prozent in einem
Drehzahlbereich von 3 000 bis
8 000 min-1.
Hocheffiziente Elektromotoren für
Fahrantriebe und Nebenaggregate
SCHAEFFLER – Mit seinem Produktportfolio hat die Motion
Technology Company Schaeffler sich kürzlich als zukunftsorientierter
Systemlieferant für Maschinen gezeigt – zuletzt auf der
Agritechnica. Die »Heavy-Duty-eMotoren«-Plattform von Schaeffler
wurde für ein breites Einsatzspektrum an Fahrzeugen konzipiert.
Die Elektromotoren sind nicht nur als vollelektrische Fahrantriebe,
sondern auch als Generatoren in Hybridantrieben oder auch als
Antrieb für eine elektrische Zapfwelle einsetzbar.
Schaeffler verfügt über ein
lückenloses Know-how zur
Produktion von anspruchsvollen
Elektroantrieben inklusive
SCHAEFFLER
Steuerungen und Leistungselektronik.
Die »800-V-Heavy-Duty«-Plattform
besteht aus drei ölgekühlten
Motoren mit je 112 kW,
207 kW und 220 kW Dauerleistung.
Sie unterscheiden sich lediglich
durch die Aktivteillänge,
während die A- und B-Seiten der
Motoren jeweils identisch sind.
Beim Wickeln des Stators setzt
Schaeffler auf die »Wave-Winding-Technologie«.
Diese Flachdraht-Wellenwicklung
ermöglicht
laut Schaeffler einen besonders
hohen Kupferfüllfaktor im
Motor und führt zu einer hohen
Leistungsdichte. Mit diesem besonderen
Merkmal entsteht ein
sehr kompakter und auf Dauerleistung
optimierter Motor.
Durch die Integration von Vitesco
Technologies als Anbieter
für Steuerung und Software verfügt
Schaeffler laut eigener Aussage
heute über ein umfassendes,
durchgängiges Know-how
in der Herstellung anspruchsvoller
Elektroantriebe. Alle Fertigungstechnologien
stammen
aus einer Hand.
Höchste Wirkungsgrade auf
minimalem Bauraum
Aufgrund ihres konstruktiven
Aufbaus sollen die »Heavy-Duty-eMotoren«
laut Unternehmen
höchste Wirkungsgrade von über
97 Prozent in einem Drehzahlbereich
von 3 000 bis 8 000 min-1 erreichen.
Mit einer Gesamtlänge
von 151, 206 und 261 mm bei einem
einheitlichen Außendurchmesser
von rund 239 mm (Blechpaketdurchmesser)
bzw. 280 mm
(inklusive Verschraubung) beanspruchen
die Motoren nur minimalen
Bauraum.
d
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OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 75
EBERSPÄCHER
Angenehme Temperaturen im
Fahrerhaus sind entscheidend, damit
Maschinisten ihre Arbeit konzentriert
und sicher erledigen können.
Ganzheitliches Thermomanagement
EBERSPÄCHER – Ob Staub,
Hitze oder Frost:
Landmaschinen sind im täglichen
Einsatz unterschiedlichen
Bedingungen ausgesetzt. Damit
Fahrer dennoch sicher und konzentriert
arbeiten können, stellt
Eberspächer aktuell Lösungen
für professionelles Thermomanagement
vor – u. a. das
serienreife Kabinendrucksystem
»K Protec Modular« sowie
energieeffiziente Lösungen für
mehr Komfort in elektrischen
Spezialfahrzeugen.
Das Temperaturmanagement ist entscheidend
für die Leistungsfähigkeit elektrifizierter
Off-Highway-Fahrzeuge. Zu hohe Temperaturen
schädigen die Batterie und die Elektronik, zu niedrige
verringern die Reichweite. Mit langjähriger Expertise
entwickelt Eberspächer neue Lösungen, die
genau diesen Herausforderungen begegnen – von
Einzelsystemen bis zu Komplettlösungen.
Für maximale Leistung
Die Antriebsbatterie ist das Herzstück elektrischer
Maschinen, ihre Leistungsfähigkeit hängt maßgeblich
von stabilen Betriebsbedingungen ab. Mit dem
serienreifen »Battery Thermal Management System«,
kurz BTMS, möchte Eberspächer sicherstellen,
dass diese stets im idealen Bereich zwischen
20 und 40 °C arbeitet – unabhängig von Witterung
oder Belastung. Das sorge für eine gleichbleibende
Batterieleistung und -kapazität bei unterschiedlichen
Umgebungsbedingungen und maximiere so
die Fahrzeugreichweite. Das System kombiniert moderne
Kühl- und Heizkomponenten mit Isolierungen
und intelligenten Sensoren, die den thermischen Zustand
permanent überwachen und das Systemverhalten
dynamisch anpassen. Auf diese Weise schütze
das BTMS die Batterie zuverlässig, auch bei hohem
Leistungsabruf oder schnellen Ladevorgängen – und
reduziere so das Risiko von Schäden. Eberspächer
geht laut eigener Aussage noch einen Schritt weiter:
Das integrierte »Thermal Management System«,
kurz TMS, vereine die Anforderungen mehrerer Systeme
in einem nahtlosen Betrieb. Es sichere nicht
nur die Leistung der Batterie, sondern übernehme
zugleich die Konditionierung von Motor, Elektronik
und Kabine. Empfindliche Komponenten wie Inverter,
Motoren oder Ladegeräte werden laut Eberspächer
zuverlässig zwischen 20 und 90 °C gehalten, um
Überhitzung zu vermeiden und ihre Lebensdauer zu
verlängern. Gleichzeitig profitieren Fahrer von einer
schnellen Erwärmung des Innenraums. Bei kaltem
Wetter wird die Abwärme der Batterie und des
Elektromotors über einen Wärmetauscher in die Kabine
geleitet.
Komfort in der Kabine
Angenehme Temperaturen im Fahrerhaus sind entscheidend,
damit Maschinisten ihre Arbeit konzentriert
und sicher erledigen können. Mit der »Falkon
Dualtronic« bietet Eberspächer ein patentiertes
Kabinenklimatisierungssystem für elektrische
Off-Highway-Fahrzeuge. Es soll bei Frost schnell
für freie Scheiben bei deutlich reduziertem Energieverbrauch
sorgen. Bei sehr niedrigen Temperaturen
unterstütze eine integrierte vollelektrische PTC-Heizung.
Sie überzeugt mit einer Heizleistung von bis zu
6 kW und einer Kühlleistung von bis zu 7 kW. Die »Dualtronic«
zeichne sich durch das gleiche Design wie
die bestehenden Falkon-Plattformen aus, die Optionen
für alle Antriebe biete: vom vollelektrischen
»EHVAC«-System über die Hybrid-Version »EHH-
VAC« bis hin zu klassischen »HVAC«- oder Wärmepumpenvarianten.
Maße und Design teilen sich alle
Modelle, sodass Anwender sie in unterschiedliche
Antriebskonzepte integrieren können.
d
76
Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
»MBN«-Schrauben:
sicher und belastbar
Bei Reyher wird
ein umfangreiches
Sortiment an
»MBN«-Schraublösungen
aufgeboten.
REYHER – Als Spezialist für Verbindungselemente und Befestigungstechnik
greift Reyher auf eine über 130-jährige Erfahrung
zurück – und hat mit seinem Sortiment an »MBN«-Schrauben eine
Lösung geschaffen, die als sicher, hochbelastbar und passgenau gilt.
Tatsache ist, dass im Fahrzeugbau
kein Platz für Fehler
ist – und die Anforderungen
an verbauten Materialien extrem
hoch sind. Dort müssen
Verbindungselemente oft starken
Belastungen standhalten –
gerade innerhalb der Bau- und
Baumaschinenbranche, wo bereits
die schwierigen Einsatzbedingungen
sowohl Material als
auch Maschine alles abverlangen.
Mercedes-Benz hat eigene
Normen entwickelt und damit
über die DIN hinaus Standards
für die Branche gesetzt. Deshalb
hat Reyher laut eigener Aussage
REYHER
ein umfangreiches
Portfolio
an Schrauben, Muttern und
Scheiben entsprechend »MBN«
entwickelt. Alle Artikel verfügen
aufgrund eines Zinklammellenüberzuges
über zuverlässigen
Korro sionsschutz (720
Stunden). Die vorgegebenen
Spezifikationen sichern eine hohe
Passgenauigkeit im Zusammenspiel
verschiedener Bauteile,
wie Reyher klarstellt. Die
strenge Prüfung und Zertifizierung
sorge zudem für hohe Sicherheit
auch unter extremen
Bedingungen wie plötzlicher
Wichtige Vorteile:
Belastung
oder bei einem
Aufprall. Auch hier zeigt sich,
dass das Material auf extreme
Einsätze abgestimmt ist.
• Korrosionsschutz
(720 Stunden)
• Hohe Passgenauigkeit für
reibungslosen Einbau
• Hohe Festigkeitsklasse
(10.9)
• Geprüfte und zertifizierte
Sicherheit auch unter
Extrembedingungen
d
OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 77
Das Betriebssystem »ctrlX
OS« mit wichtigen Neuerungen.
BOSCH REXROTH
Neuheiten zum
Betriebssystem »ctrlX OS«
BOSCH REXROTH – Bosch
Rexroth entwickelt sein offenes,
Linux-basiertes Betriebssystem
»ctrlX OS« mit hohem Tempo
weiter. Mit einer virtualisierten
Lösung, drei maßgeschneiderten
Varianten und einem neuen
»Long Term Support«-Release
(LTS) geht Bosch Rexroth
auf die wachsenden Anforderungen
in der industriellen
Automatisierung ein. Die Ziele:
mehr Flexibilität, nahtlose Integration
zwischen Operational
Technology (OT) und IT sowie
hohe Sicherheit. »ctrlX OS«, so
das Unternehmen, sei bereits
jetzt auf die zentralen Anforderungen
des Cyber Resilience
Act (CRA) vorbereitet.
Die Lösung »ctrlX OS« ist hardwareunabhängig
konzipiert und schafft eine durchgängige Softwarebasis
für Automatisierungslösungen aller Art.
Das Linux-basierte Betriebssystem läuft auf einer
Vielzahl von Geräten, von der Feldebene bis zur
Cloud. Mit der App-Technologie nach dem Smartphone-Prinzip
und standardisierten Schnittstellen
lassen sich Automatisierungslösungen flexibel gestalten
und schnell anpassen, ohne Abhängigkeit
von proprietären Systemen. Über den »ctrlX OS«-
Store können Anwendungen einfach ergänzt werden.
Bosch Rexroth und Partner aus der »ctrlX World«
stellen hier zahlreiche Apps für unterschiedlichste
Automatisierungsherausforderungen bereit: von
Motion und Kommunikation über Datenanalyse bis
hin zu IT- und OT-Security. »Die Verbreitung von
›ctrlX OS‹ im Markt wächst. Immer mehr OEMs integrieren
das offene Betriebssystem in ihre Hardware,
um innovative Lösungen für ihre Märkte zu
realisieren. Gleichzeitig entwickelt sich das Partnernetzwerk
›ctrlX World‹ stetig weiter. Das wird maßgeblich
durch die offene und modulare Architektur
von ›ctrlX OS‹ ermöglicht. Partner bringen zusätzliche
Software in den Store ein und erweitern das
Angebot um kompatible Hardware. Jetzt gehen wir
die nächsten Schritte«, erklärt Steffen Winkler, Vertriebsleiter
der Business Unit Automation & Electrification
Solutions bei Bosch Rexroth.
Die Grenzen aufheben
Neben der Flexibilität bei der Geräteauswahl gewinnt
auch die Standortfrage an Bedeutung: Anwendungen
sollen heute dort laufen, wo es strategisch und tech-
nisch optimal ist – ob auf einer Steuerung, einem
Edge-Gerät oder in der Cloud. »ctrlX OS« steht laut
Rexroth nun auch als virtuelle Maschine zur Verfügung.
Kunden können diese auf ihrer eigenen Serverinfrastruktur
hosten. Schnittstellen, Datenmodelle
und Apps bleiben identisch zur physischen
Version. Unternehmen profitieren von den vollumfänglichen
Leistungen bei effizienterer Ressourcennutzung,
flexibler Skalierbarkeit und vereinfachter
Verwaltung durch etablierte IT-Prozesse. »Mit der
Virtualisierung von ›ctrlX OS‹ sprengen wir die letzten
Silos zwischen der Maschinensteuerung und der
IT«, erklärt Winkler. »Wir bieten eine nahtlose Durchgängigkeit.
Kunden können ihre Applikationen nun
völlig flexibel dort betreiben, wo es am sinnvollsten
ist – bei harten Echtzeitanforderungen auf der Steuerung,
und bei nicht Echtzeit-kritischen Anforderungen
auf dem Edge-Gerät oder dem Server. Das ist ein
entscheidender Schritt in Richtung der vollständig
vernetzten und Software-getriebenen Fabrik.«
Drei Varianten entwickelt
Bosch Rexroth bietet »ctrlX OS« nun in drei Ausführungen
an, von einer sofort einsetzbaren Lösung
bis hin zum maßgeschneiderten Angebot. Anwender
profitieren bei allen Varianten vom offenen Ansatz
und dem Zugang zum Ökosystem mit offenen
Schnittstellen, einem frei verfügbarem Software Development
Kit (SDK), der Community und dem Device-Management.
Die Standard-Version ist für alle,
die sofort startklar sein wollen: ein fertiges System-Image
für Standard-x86/64-Hardware mit Zugriff
auf das Ökosystem.
d
78
Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
Sicher durch
jede Jahreszeit
KRAEMER – Kraemer Baumaschinen hat sich seit 60 Jahren
der Betreuung von Kunden im Garten- und Landschaftsbau sowie
der Bauwirtschaft mit passenden Ersatzteilen und ergänzenden
Dienstleistungen verschrieben. Aktuell steht besonders das
Thema Glasscheiben im Fokus, denn diese sicherheitsrelevanten
Komponenten werden häufig unterschätzt. Vor allem in der kalten
und dunklen Jahreszeit ist eine klare, intakte Scheibe entscheidend
für Sicht, Sicherheit und Arbeitskomfort.
Marvin Herbort, Leiter Ersatzteile, betont den Sicherheitsaspekt:
»Eine beschädigte Scheibe bedeutet nicht nur Einschränkungen
im Betrieb, sondern auch ein Risiko für Mensch und Maschine.« Aus
diesem Grund stellt die Versorgung mit passenden Glasscheiben auch
einen Beitrag zur Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden der
Kunden dar. Um in diesem Bereich für die unterschiedlichsten Anfragen
die jeweils passende Lösung liefern zu können, hat Kraemer
Baumaschinen sein Sortiment systematisch aufgebaut.
Patrick Schlenzig, Produktmanager für Glasscheiben, geht ins Detail:
»Über 500 Varianten sind sofort verfügbar und decken nahezu
alle gängigen Marken ab.« Damit alleine ist es jedoch nicht getan: Da
sich viele Werkstätten unsicher sind, ob die gewählte Scheibe auch
wirklich passt, kommt es neben einem breiten Angebot vor allem
auf die persönliche Fachberatung an. Nach Unternehmensangaben
kennen die Kraemer-Berater »jede Kabine, jeden Hersteller und jeden
Scheibentyp«. Schlenzig bringt es auf den Punkt: »Wir geben
fundierte Empfehlungen, ob Einscheibensicherheitsglas (ESG), Verbundsicherheitsglas
(VSG), getönt, verklebt oder mit Dichtungssystem.
Bei uns sprechen keine Hotline-Mitarbeiter, sondern echte Maschinen-Profis,
die die Baumaschinenwelt leben.«
Wichtig in dem Zusammenhang: In Baumaschinen kommt ausschließlich
Sicherheitsglas zum Einsatz. Typisch sind ESG, das thermisch
gehärtet sowie bruchsicher ist und vor allem für Seiten- und
Heckscheiben genutzt wird; VSG, das aus zwei Lagen mit PVB-Zwischenfolie
besteht und sich ideal für Frontscheiben eignet; sowie
Mehrschicht-VSG oder Panzerglas für Hochrisikoanwendungen wie
Abbruch, Recycling oder Forst. Herbort unterstreicht: »Die exakte
Passform ist entscheidend, da jede Maschinenscheibe eigene Radien,
Bohrungen und Rahmengeometrien besitzt.« Daher erfolgt jede
Beratung auf Basis der individuellen Maschinendaten.
Häufige Fehler entstehen durch Scheiben mit falscher Krümmung
oder ungeeigneten Dichtungen, was Spannungsrisse und Undichtigkeiten
nach sich ziehen kann. Auch unsaubere Verklebungen
oder Temperaturschocks beim Enteisen gehören zu den Klassikern.
Die Spezialisten empfehlen deshalb, den Rahmen gründlich
zu prüfen, Klebereste zu entfernen, Entwässerungen frei zu halten
und Aushärtezeiten einzuhalten. Bei Unsicherheiten sollten Werkstätten
nicht zögern und Fachberater hinzuziehen, die Schritt für
Schritt zur richtigen Scheibe führen.
KRAEMER
Marvin Herbort (Leiter Ersatzteile, l.) und Patrick Schlenzig (Produktmanager
Glasscheiben) mit zwei von insgesamt über 500 sofort verfügbaren Varianten.
Ein Blick in die Zukunft zeigt laut Schlenzig, dass beheizbare Heckscheiben,
Smart Glass und kratzfeste Beschichtungen auf der
Wunschliste vieler Kunden stehen. Jedoch seien Technologien wie
diese noch nicht serienreif. Unabhängig davon, wofür sich der Kunde
schlussendlich entscheidet, bleiben für Herbort folgende Punkte
wichtig: »Sicherheit, Qualität und der Mensch am Telefon, der das
passende Teil findet.«
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Kompromisse
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s
OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 79
Vielfältiges Sortiment
für die Branche
BUHR
BUHR – Die Buhr Industrieberatung
und -vertrieb GmbH
ist seit über 40 Jahren Zulieferer
der Fahrzeugindustrie mit
Produkten aus den Bereichen
Motorkühlung, Klimatisierung,
Fahrzeugelektrik und Beleuchtung
mit Sitz in Neuwied/
Rhein und München und wird
als Familienunternehmen in
zweiter Generation geführt.
Das aktuelle Sortiment deckt nahezu
den kompletten Bedarf an Komponenten
für den Fahrzeugbau ab. Buhr führt
Produkte der Marken »Spal« (Axiallüfter, Radialgebläse,
Kabinenheizungen), »Wesem« (Halogen-
und LED-Beleuchtung), »Cobo« (Fahrzeugelektrik,
Beleuchtung, Sitze, Lenkräder, Lenksäulen), »Gallay«
(Ölkühler, Wasserkühler, Heizungen, Klimaanlagen),
»Buhr« (LED-Arbeitsscheinwerfer, Dachlüfter
und Dachverschlüsse, dynamische Dachlüfter,
Rohrventilatoren, Heizungen, Kühlereinheiten) sowie
»Prima Automotive« (Kunststoffspritzgussteile
für Massentransportfahrzeuge, Industrie- und
Landwirtschaftsmaschinen, Armaturenbretter, Kabinen
und Klimaanlagen). Die Produkte finden Verwendung
in den Segmenten Automobile, Bahnfahrzeuge,
Baumaschinen, Busse, Flugzeuge und Hubschrauber,
Industrie, Kompressoren, Landmaschinen,
Motoren, Getriebe und Hydraulik, Motorräder,
Nutzfahrzeuge, Quads sowie Schiffe, Sonderfahrzeuge
und Traktoren. Dabei zeichnen sich die Lösungen
laut Aussage von Buhr »durch höchste Qualität
Bei Buhr wird eine große Bandbreite an Lösungen aufgeboten.
zu wettbewerbsfähigen Preisen aus«. Im zentral in
Deutschland gelegenen Lager in Neuwied am Rhein
hält Buhr ein großes Sortiment bevorratet; dadurch
ist eine kurzfristige Lieferung möglich, just in time.
Die Beratung und Betreuung bei Buhr zeichnet sich
laut eigener Angaben »durch jahrelange Erfahrung
und enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden
Partnern aus«. Die Buhr Industrieberatung und -vertrieb
GmbH ist überdies ein nach ISO 9001:2015 zertifiziertes
Unternehmen. Zu den Serviceleistungen gehören
die Realisierung kundenspezifischer Produkte
(bspw. LED-Scheinwerfer mit individuellem Logo),
Verpackungs- und Etikettierungswünsche, aber
auch die Komplettierung oder Konfektionierung von
Produkteinheiten sowie der weitreichende und professionelle,
technische Support.
d
Filtersysteme
für Baumaschinen
MANN+HUMMEL
MANN+HUMMEL – Mit
dem »OE«-Onlineshop bietet
Mann+Hummel Baumaschinenherstellern
einen digitalen
Zugang zu Filtrationslösungen
für die Erstausrüstung. Im
Fokus: schnelle Lieferung, hohe
Transparenz und professionelle
Funktionen für Einkauf,
Entwicklung und Service.
Baumaschinen arbeiten unter extremen Bedingungen:
Staub, Vibrationen, lange Einsatzzeiten.
Leistungsfähige Filtration ist hier entscheidend
– von der Ansaugluft über Kraftstoff und Öl bis hin
zur Hydraulik. Mann+Hummel möchte hier mit seinem
»OE«-Onlineshop einen direkten, digitalen Zugang
zu Filtersystemen und Filtrationselementen für
die Erstausrüstung bieten. Gerichtet ist das insbesondere
an industrielle Anwender im Off-Highway-
Bereich sowie Hersteller von Baumaschinen – vom
Minibagger bis zum Großradlader, inklusive Mining-
und Straßenbaumaschinen. Gleiches gelte aber auch
für Einkauf, Service und After- Sales-Beschaffung,
Serviceorganisationen und Ersatzteilmanagement
in OEM-Strukturen sowie Kleinserien- und Systemhersteller-Unternehmen,
die leistungsstarke Filtersysteme
für spezifische Anwendungen benötigen.
Der Online-Zugriff bündelt das für Baumaschinen
relevante Portfolio von Luftfiltration: Motorluftfilter-Systeme,
Vorabscheider und Serviceelemente,
aber auch Kraftstoff- und Ölfiltration mit Vor- und
Feinfilter, Wasserabscheider sowie Filterlösungen
Digitaler Zugang zu Filtrationslösungen für Baumaschinen.
für Motoren, Getriebe und Achsen. Hinzu kommen
bei Mann+Hummel Hydraulik- und Getriebefilter,
Druck-, Rücklauf- und Saugfilter, Tankaufbaufilter
und Belüftungsfilter. Die Filtersysteme sind laut Unternehmen
für die spezifischen Anforderungen von
Baumaschinen entwickelt und auf robuste, langlebige
Performance ausgelegt. Grundsätzlich spricht
Mann+Hummel von kurzen Lieferzeiten, guter Beratung
und davon, nah am Kunden zu sein: Gerade
dort, wo Stillstand sofort Kosten verursacht, werde
die Kombination aus anwendernaher Entwicklung
und schneller Verfügbarkeit zum Wettbewerbsvorteil.
Und die Plattform unterstützt entlang des gesamten
Produktlebenszyklus.
d
80
Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
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Eine Rekordzahl neuer
Produkte von TYRI Lights
Innovationskultur beschleunigt
die Entwicklung und senkt die Kosten
Während andere Unternehmen ihre Kosten
senken, beschleunigt TYRI Lights sein
Wachstum und bringt eine Rekordzahl
neuer Produkte auf den Markt – darunter
die nächste Generation von INTELLilight,
ein komplettes Sortiment an straßenzugelassenen
Fahrscheinwerfern und neue
Innovationen bei ECO PWR Technology und
BASEline. Der Grund dafür findet sich in der
ausgeprägten Innovationskultur von TYRI
Lights. Dank dieser lassen sich in Kombination
mit intelligenten Produktionsmethoden
Ideen schneller als je zuvor in die
Realität umsetzen.
Modulare Produktion
ermöglicht schnelle Entwicklung
Innovation steht bei TYRI im Mittelpunkt aller
Tätigkeiten. Dank eines modularen Produktionssystems
können viele Lampenkomponenten
für verschiedene Modelle verwendet
werden. Diese Flexibilität senkt die Kosten
und verkürzt die Entwicklungszeit. „Da wir
Module wiederverwenden und Entwürfe
schnell anpassen können, liefern wir neue
Produkte ohne große Anpassungskosten“,
erklärt Christian Wadell, Global R&D Director
bei TYRI Lights. Dieses System ermöglicht es
dem R&D, Entwürfe schnell zu testen, zu verfeinern
und freizugeben. Dadurch wird eine
solide Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen
geschaffen.
Hausinterne Testinfrastruktur
beschleunigt Ideen
Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung
von TYRI, die sich neben dem Hauptsitz in
Göteborg befindet, bietet dem Unternehmen
einen einzigartigen Vorteil. Die Ingenieure haben
Zugang zu fortschrittlichen Messgeräten,
Simulatoren und 3D-Designsoftware - alles
unter einem Dach. Dadurch kann TYRI fast
sofort vom Konzept zum Prototyp übergehen.
„Was bei vielen Unternehmen Wochen oder
Monate dauert, um es extern zu testen, können
wir noch am selben Tag erledigen.Diese
Geschwindigkeit bedeutet, dass wir wirklich
jede Idee untersuchen können. Aus jedem
Test lernen wir etwas, und eine Idee ist oft
der Auslöser für eine andere.“
Christian Wadell, Globaler R&D
Ausweitung der
Produktlinien durch Erfahrung
Die neue Serie von straßenzugelassenen Fahrscheinwerfern
demonstriert klar die Stärke
von TYRI in der Kombination von modularem
Design, Technologie und Know-how. Diese Innovation
führte zu einer völlig neuen, patentierten
Lösung für hochmontierte Fahrscheinwerfer.
Mit der Erfahrung aus der Entwicklung
kundenspezifischer Leuchten für große landwirtschaftliche
Kunden erweiterte TYRI dieses
Konzept, um einen breiteren Markt zu bedienen.
Es ist ein überzeugendes Beispiel dafür,
wie Innovation das Wachstum über Produktlinien
hinweg fördert.
ECO PWR-Technologie:
Intelligent und nachhaltig
Die ECO PWR Technology von TYRI ist Ausdruck
des langfristigen Engagements des
Unternehmens für Nachhaltigkeit. Das Ziel
ist klar: eine hohe Lichtleistung bei gleichzeitiger
Reduzierung des Energieverbrauchs.
Ein geringerer Stromverbrauch bedeutet,
dass über die gesamte Lebensdauer jedes
Produkts Kraftstoff oder Strom gespart wird.
„Nachhaltigkeit funktioniert am besten durch
Zusammenarbeit“, so Wadell. „Wir müssen
die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen
und Lösungen schaffen, die praktisch und
kosteneffizient sind. Mit der Reifung der
Märkte verlangen die Kunden zunehmend
nach umweltfreundlichen Produkten. TYRI
beweist, dass Nachhaltigkeit auch rentabel
sein kann - und manchmal sogar günstiger
als herkömmliche Lösungen.
Kontinuierliche Innovation:
Teil der DNA von TYRI
Für TYRI Lights ist Innovation kein einmaliges
Ereignis, sondern die tägliche Praxis. Die
Kombination aus modularem Design, hausinternen
Tests und nachhaltigem Denken sorgt
dafür, dass das Unternehmen der Zeit immer
einen Schritt voraus ist. Diese Welle neuer
Produkte markiert den Beginn eines neuen
Kapitels für TYRI - eines Kapitels, das von
Kreativität, Zusammenarbeit und Spitzentechnologie
geprägt ist.
OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 81
Das »Direct-to-Metal«-System
lässt sich direkt auf
chemisch vorbehandeltem
Stahl applizieren und
ermöglicht dadurch kürzere
Prozesszeiten, was sowohl
Zeit als auch Kosten spart.
MANKIEWICZ
30 Jahre »Direct-to-Metal«
MANKIEWICZ – Auf der
Agritechnica feierte Mankiewicz
Coating Solutions ein besonderes
Jubiläum: Vor 30 Jahren
brachte das Unternehmen
sein »Direct-to-Metal«-System
erstmals auf den Markt – ein
Meilenstein in der Beschichtung
von Maschinen. Seither
überzeuge das System durch
hohe Korrosionsbeständigkeit,
Ästhetik und effiziente Verarbeitung.
In Hannover stellte
Mankiewicz nun die neueste
Generation des Einschichters
vor – den erneut verbesserten
»High Build Monolyer«.
Maßstäbe
Der »High Build Monolyer« ist
die jüngste Weiterentwicklung
des bisherigen Systems. Seine
neue Formulierung soll neue
Maßstäbe in den Verarbeitungseigenschaften
setzen.
Oberflächen von Maschinen müssen Extrembedingungen
standhalten: Witterung, UV-Strahlung,
Schmutz, Reinigungsmittel und mechanische
Beanspruchung fordern den Lack täglich heraus.
Gefragt sind Beschichtungssysteme, die zuverlässig
schützen, dauerhaft gut aussehen und robust
applizierbar sind. Mankiewicz ist mit diesen Anforderungen
aus verschiedenen Industriebereichen
vertraut. Anfang der 1990er-Jahre entwickelt das
Unternehmen entgegen dem herkömmlichen Zwei-
und Dreischichtaufbau das erste Einschicht-System.
Dieses vereint Grundierung und Decklack, erfüllt
die hohen Anforderungen der Hersteller und
gestaltet den Lackierprozess zugleich wirtschaftlicher,
wie das Unternehmen mitteilt. Der »Alexit-
Monolyer« komme erstmals auf den charakteristisch
gelben Mähdreschern eines führenden Landmaschinenherstellers
als »Direct-to-Metal«-System
»DTM« zum Einsatz. In den Folgejahren, so Mankiewicz,
seien zahlreiche weitere international agierende
OEMs auf den innovativen Einschichter gekommen.
Was den »Monolyer« seit Jahrzehnten erfolgreich
mache, seien neben hohem Festkörperanteil,
niedrigen VOC-Werten, Korrosionsschutz und
Langlebigkeit vor allem seine prozessbezogenen
Vorteile in der Applikation. »Bei der Lackierung
von Landmaschinen gilt: so viel wie nötig, so wenig
wie möglich. Das System wird direkt auf chemisch
vorbehandeltem Stahl appliziert und ermöglicht dadurch
kürzere Prozesszeiten – ein Vorteil, der dem
Hersteller sowohl Zeit als auch Kosten spart«, erklärt
Carsten Bartsch, Sales Director Commercial
Transportation Coatings bei Mankiewicz.
»High Build Monolyer«
Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz ist laut
Unternehmen die langjährige Partnerschaft mit
Claas. Bei seinen Jubiläums-Mähdreschern setzte
der Hersteller 2024 auf das einschichtige Metallic-Saatengrün
und Silber aus dem erweiter-
ten »DTM«-Portfolio von Mankiewicz. Der »High
Build Monolyer« ist die jüngste Weiterentwicklung
des bisherigen Systems. Seine neue Formulierung
soll Maßstäbe in den Verarbeitungseigenschaften
setzen und eine nochmals gesteigerte Prozessgeschwindigkeit
ermöglichen. Zudem könne man
nun auch hohe Glanzgrade auf gestrahlten Stahluntergründen
erzielen. »Der hohe Feststoffgehalt und
ein optimierter Trocknungsverlauf senken die Kosten
pro beschichtetem Quadratmeter«, erläutert
Carsten Bartsch. »Zugleich ist das Einschichtsystem
nachhaltiger als herkömmliche Lackaufbauten,
da es mit geringeren Emissionen einhergeht.«
Der »High Build Monolyer« ist laut Herstellerangaben
vielseitig einsetzbar und für unterschiedliche
Substrate wie Aluminium, Stahl und Kunststoff geeignet.
Er biete damit eine flexible Lösung für eine
Vielzahl an Anwendungen.
»Colors of the Year«
Die »Colors of the Year« sind ein Dialog zwischen
Design und Zeitgeist. Auf internationalen Messen
und Reisen sammeln die Design-Experten Eindrücke,
analysieren Entwicklungen und verdichten sie
zu Farberlebnissen, die Emotion und Funktion vereinen.
»Design-Trends sind kein Zufall«, erklärt Nina
Karsten, Head of Design bei Mankiewicz Coatings.
»Unsere Farben sind das Ergebnis von Beobachtung
und Einordung in den aktuellen gesellschaftlichen
Kontext. Sie zeigen, wie sich die Welt
verändert – und welche Geschichten Farbe erzählen
kann.« Der Hamburger Lackhersteller stellt mit
»Tree House«, »Ice Water« und »Sour« beispielsweise
drei Trendfarben vor, die zeigen sollen, wie sich
gesellschaftliche Entwicklungen in Farbe und Material
widerspiegeln. Die Welt ist im Wandel – politisch,
gesellschaftlich und technologisch. Mankiewicz
greift diese Veränderungen auf und übersetzt
sie in Farbwelten, die sich den Themen Stabilität,
Klarheit und Leichtigkeit widmen.
d
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Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
Ummmmmmwwweeeeeeeellllllllttttttttaaaaaaaauuuuuuuuffffllllllllaaaaaaaaggggggggeeeeeeeennnnnnnn,, sssssssstttttttteeeeeeeeiiiiiiiiggggggggeeeeeeeennnnnnnnddddddddeeeeeeee KKoooooooosssssssstttttttteeeeeeeennnnnnnn,, hhhhhhhhöhhhhhhhheeeeeeeerrrrrrrreeeeeeee
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uuuuuuuunnnnnnnntttttttteeeeeeeerrrrrrrr DDDrrrrrrrruuuuuuuucccccccckk....
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& SSttttttttrrrrrrrraaaaaaaattttttttttttttttoooooooonnnnnnnnssssssss Vaaaaaaaannnnnnnngggggggguuuuuuuuaaaaaaaarrrrrrrrdddddddd®BBBeeeeeeeennnnnnnnzzzzzziiiiiiiinnnnnnnnmmmmmmoooooooottttttttoooooooorrrrrrrreeeeeeeennnnnnnn mmmmmmiiiiiiiitttttttt EEEEEFFII--
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Professionelle Bodenbearbeitung
TYROLIT – Der österreichische Schleifmittelhersteller Tyrolit bietet
ein umfassendes Sortiment an hochwertigen Lösungen für die
professionelle Bodenbearbeitung und stärkt laut eigener Aussage
durch kontinuierliche Innovation und strategische Erweiterung sein
Marktprofil in diesem Segment.
TYROLIT
Der »FGE750M3V«
ist laut Hersteller
»ein äußerst robuster
und stabiler
Bodenschleifer«.
Tyrolit ist ein Systemanbieter
im Bereich der Bodenbearbeitung
und vereint die Vorteile
der drei Spezialisten Tyrolit,
Contec und Scanmaskin unter
einem Dach. Das Unternehmen
bietet seinen Kunden gebündeltes
Know-how entlang sämtlicher
Arbeitsschritte der Bodenbearbeitung,
ein umfassendes
Produktportfolio sowie ein europaweites
Servicenetz mit, wie
Tyrolit sagt, hoher Lösungskompetenz.
Ergänzt werde das Angebot
durch erfahrene Anwendungstechniker,
die Kunden
schnell, zuverlässig und mit
großem Fachwissen unterstützen.
Bodenbearbeitung
als Wachstumsmarkt
Bereits vor einigen
Jahren
erkannte
Tyrolit das große
Potenzial im Bereich
Bodenbearbeitung
und nutz-
te seine langjährige Erfahrung
im Baubereich, um mit Eigenentwicklungen
von Maschinen
und Werkzeugen in diesem zukunftsträchtigen
Segment Fuß
zu fassen. Im Januar 2024 erwarb
die Tyrolit-Gruppe eine
Mehrheitsbeteiligung des deutschen
Maschinenherstellers
Contec Maschinenbau & Entwicklungstechnik
GmbH in Alsdorf,
Deutschland, bekannt für
seine hochmodernen Maschinen
zur Oberflächenvorbereitung
und -bearbeitung.
Portfolio wurde zu Beginn
des Jahres gezielt erweitert
Mit der Übernahme von Scanmaskin
Sverige AB mit Hauptsitz
und Produktion in Schweden
wurde das Portfolio zu Jahresbeginn
2025 um Produkte
im Bodenschleifen erweitert:
Mit über 50 Maschinentypen,
mehr als 300 Werkzeugvarianten
und einem breiten Angebot
an Chemikalien, Imprägnierungen
und Zubehör deckt Tyrolit
nun die gesamte Prozesskette
der Bodenbearbeitung ab
– von der Vorbereitung und dem
Abtrag bis zum Schleifen und
Hochglanzpolieren. Die Tyrolit-Gruppe
setzt auch künftig
klar auf Expansion im Bereich
Bodenbearbeitung. »Dieser Geschäftsbereich
ist für uns ein
strategischer Wachstumsmarkt,
in den wir weiterhin gezielt investieren«,
erklärt Andreas Sauerwein,
Vorstandsmitglied der
Tyrolit-Gruppe.
Fräsmaschine »FPE340« und
Bodenschleifer »FGE750M3V«
Der »FGE750M3V« ist laut Hersteller
»ein äußerst robuster
und stabiler Bodenschleifer,
der vollständig aus Stahl gefertigt
ist, um den harten Bedingungen
auf Baustellen sowie einer
intensiven Nutzung standzuhalten«.
Mit einer Schleifbreite
von 750 mm eigne sich
diese Maschine ideal für alle
Arbeiten: von der Renovierung
bis hin zu gewerblichen Bodenflächen.
Neu am Markt ist
auch das Fräskonzept der Fräsmaschine
»FPE340«: Die Fräswälze
im Maschinenraum lässt
sich elektrisch absenken und
ermöglicht dabei Schnitttiefen
von bis zu 50 mm. Dies ermöglicht
den Anwendern große Flexibilität
und ein erweitertes Anwendungsspektrum.
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OEM & Aftermarket Dezember 2025 – Januar 2026 83
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wwwwwwwwwwww..vaaaannnnnnggguuuuaaaarrrrrrrdppppooooowwwweeeeeeeerrrrrrr..cccooooom/eeeeeeeeffffiiii-eeeeeeeettttttccc
Bronx Victory Memorial
schonend mit Dampf gereinigt
ALFRED KÄRCHER – Das Bronx Victory Memorial in
New York mit seiner berühmten »Lady of Liberty« ist eine
Hommage an die 947 Soldaten aus der Bronx, die im Ersten
Weltkrieg ihr Leben ließen. Im Rahmen seines Kultursponsorings
hat das Familienunternehmen Kärcher in Partnerschaft
mit der zuständigen Behörde New York City Parks (NYC
Parks) die kostenlose Reinigung des Denkmals übernommen.
Zentraler Bestandteil der Arbeiten
an dem Denkmal,
das aus einer 23 m hohen Kalksteinsäule
mit einer vergoldeten
Bronzestatue der römischen
Siegesgöttin Victoria besteht,
war die Entfernung von biologischen
Verschmutzungen wie Algen,
Moosen und Flechten. »Wir
setzen dabei die besonders wirksame
und schonende Dampfstufe
eines Heißwasser-Hochdruckreinigers
ein. Dieses Ver-
KÄRCHER
fahren arbeitet mit einem geringen
Aufpralldruck von nur
0,5 bis 1 bar, wobei der Schmutz
hauptsächlich durch die hohe
Temperatur des Dampfs an
der Oberfläche gelöst wird. So
gelingt es uns, sehr schonend
und nahezu drucklos zu arbeiten,
um die wertvolle Originalsubstanz
aus Kalkstein, Granit
und Bronze nicht zu beschädigen«,
so Thorsten Möwes, der
als Experte aus dem Stammsitz
Kärcher reinigte im Rahmen
seines Kultursponsorings
die vergoldete Bronzestatue
der römischen Siegesgöttin
Victoria des Bronx Victory
Memorials in New York, USA.
von Kärcher in Deutschland die
Reinigung in New York durchgeführt
hat.
s
Bewährtes
konsequent weiterentwickelt
JOSEF KRÄNZLE – Mit dem
neuen Hochdruckreinigermodell
»K 1154 TST« bringt
Kränzle den Nachfolger des
»K 1152 TST« auf den Markt –
und das nach Unternehmensangaben
leistungsstärker,
komfortabler und moderner.
Entwickelt wurde das Gerät
für den professionellen
Einsatz im Handwerk und für
ambitionierte Privatanwender.
Der neue »K 1154 TST« arbeitet
mit einem maximalen Arbeitsdruck
von 140 bar und bietet
damit 10 bar mehr als sein Vorgänger.
Die verbesserte Pumpe
stellt laut Kränzle eine gleichbleibend
hohe Wasserleistung von
10 l/min zur Verfügung. Auch das
neue Modell verfügt über das bewährte
»Totalstop«-System und
eine stufenlose Druckregulierung
für ein breites Einsatzspek-
Durchdachte Ergonomie
Auch bei Transport und Handhabung
will das neue Modell
nach
Unternehmensangaben
mit durchdachten Details überzeugen:
So sollen ein höheres
Chassis und große, geländegängige
Räder das Ziehen des
Geräts erleichtern und die aus
der Kränzle-»Quickly«-Serie bekannte
Gummierung im Griff
auch bei nassen Händen für si-
Mit dem neuen
Hochdruckreinigermodell
»K
1154 TST« bringt
Kränzle den
Nachfolger des
»K 1152 TST« auf
den Markt.
KRÄNZLE
Ordnung mit System
Der Hochdruckreiniger wird serienmäßig
im Bundle mit einer
»Starlet 4«-Pistole, einer Flachstrahllanze
und einer Lanze mit
rotierendem Punktstrahl gelie-
trum. Dank der robusten Bau-
cheren Halt sorgen. Wie bereits
fert, die dank des D12-Stecksys-
weise mit Sondermessing-Pum-
sein Vorgänger wird auch der »K
tems im Handumdrehen gewech-
penkopf,
keramikbeschichte-
1154 TST« liegend betrieben. Das
selt werden können. Für Über-
ten Plungern und hochwertigen
verbessert die Stabilität, schützt
sichtlichkeit und Komfort sorgen
Edelstahllanzen sei der »K 1154
das Gerät vor Beschädigungen
das integrierte Ordnungssystem
TST« nach Unternehmensan-
und gewährleistet laut Kränzle
für Pistole und Lanzen sowie die
gaben selbst bei intensiver Nut-
eine optimale Schmierung des
komfortable Schlauchtrommel
zung besonders langlebig. Das
Getriebes. Für einen einfachen
mit 15 m langem Gummi-Hoch-
integrierte Edelstahlmanometer
Transport und zur platzsparen-
druckschlauch mit Stahlgewebe
erlaubt dabei jederzeit ein prä-
den Lagerung wird er aufrecht
inklusive »Twist-Stop«-Verdreh-
zises Ablesen des Arbeitsdrucks.
gestellt.
schutz.
s
84
Dezember 2025 – Januar 2026
OEM & Aftermarket
SONDER
SONDER
THEMA
THEMA
REIFEN
Schalung | Gerüste | Betonbau
Beitrag auf S. 92
Dezember 2025 – Januar 2026
4
SONDERTHEMA: REIFEN
Smarte und langlebige
Reifenlösungen
t TRIANGLE – Hier trifft technisches »Weiterdenken« auf fundierte Einsatzexpertise:
Als Spezialist für Reifenlösungen ist Triangle Tyre seit über 40 Jahren am Markt
vertreten. In China gegründet, setzt der Hersteller und Entwickler auf ein gewaltiges
Verteiler-Netzwerk in über 180 Ländern und Regionen der Welt. Der europäische
Markt wird mit Triangle Tyre Europe von Mailand aus bedient – und von dort hat
das Unternehmen zwei interessante Dinge vermeldet: Zum einen wurden neue
Offroad-Reifen vorgestellt, die klar auf Langlebigkeit sowie Effizienz ausgelegt sind
und insbesondere durch Zuverlässigkeit punkten sollen. Zum anderen stellte Triangle
das neu konzipierte TPMS-System vor – ein »Tyre Performance Monitoring System«,
das als Reifendruckkontrollsystem eine Echtzeit-Reifenverfolgung und -überwachung
bietet, um die Sicherheit zu erhöhen und um ungeplante Ausfallzeiten zu verringern.
Das bauMAGAZIN hat sich nun diesen Neuentwicklungen im Detail gewidmet.
Dan Windhorst
TPMS
Mit seinem neuen Reifendruckkontrollsystem
(TPMS) setzt Triangle Tyre auf
eine Lösung, die den Reifen
permanent überwachen kann.
Als Hersteller von Reifen, die von Pkw- über Lkwbis
zu Radial- und Diagonalreifen für den Offroad-Einsatz
(OTR) reichen, bringt Triangle Tyre ein
auffallend breit gefächertes Know-how mit. Gleichzeitig
tritt das Unternehmen mit umfassender Forschungs-
und Entwicklungsarbeit auf – oder salopp
gesagt: Triangle Tyre weiß, wovon man da spricht.
Aber das Fachwissen allein reicht nicht: Der Hersteller
setzt seit vielen Jahren auf die Nähe zum Anwender
und hat explizit hinterfragt, unter welchen Einsatzbedingungen
ihre Reifen tagtäglich genutzt werden.
Sowohl das erweiterte OTR-Portfolio, auf das die
Redaktion nachfolgend genauer eingeht, als auch die
Realisierung des neuen TPMS-Systems basieren laut
Triangle darauf, dem Markt »zuzuhören«.
in der Baubranche stehen Reifenlösungen vor der
Herausforderung, unter teils extrem harten Einsatzbedingungen
zu bestehen. Natürlich steht für
die Reifenhersteller deshalb an erster Stelle, dass
die »Hardware« so robust, langlebig und zuverlässig
wie möglich ist. Hier spielen der Aufbau, technische
Weiterentwicklung sowie das Mischverhältnis
und die Montage eine zentrale Rolle. Mit seinem
neuen Reifendruckkontrollsystem (TPMS) setzt Triangle
Tyre jedoch auf eine noch viel weiter gedachte
Lösung: Die erklärte Zielsetzung ist es, die optimale
Leistung des Fahrzeuges aufrechtzuerhalten und ein
sicheres Fahren zu ermöglichen, indem der Reifen
permanent überwacht wird. Zu Erklärung: Ein Reifendruckkontrollsystem
ist eine Sicherheitsfunktion,
die den Reifendruck mittels Sensoren in jedem Reifen
überprüft. Es warnt den Maschinisten über visuelle
Anzeige. Die verbaute Sensortechnik überträgt
Echtzeitdaten – entweder an einen zentralen Computer
oder direkt an das Armaturendisplay in der
Fahrerkabine – und gibt eine sofortige Warnung aus,
wenn die Parameter von den vordefinierten Werten
abweichen. Und durch eben diese Warnfunktion hilft
das TPMS dabei, Korrekturmaßnahmen zu ergreifen,
etwa durch das Aufpumpen oder Anpassen des Reifendrucks.
Auf diese Weise verringert sich das Risiko
von Unfällen, zu hohem Kraftstoffverbrauch und
Verschleiß.
TPMS: Smarte Kontrolle, weniger Ausfallzeiten
Das höchste Gut eines Reifens ist Zuverlässigkeit –
er muss schlichtweg funktionieren. Und gerade
Direktes TPMS versus indirektes TPMS
Letztlich finden sich zwei Varianten von TPMS – ein
direktes sowie ein indirektes System. Beide erfüllen
86
Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
Im Repertoire hat Triangle
auch die Großreifenlösungen
für Großmuldenkipper und
knickgelenkte Dumper.
aufbieten, das Sicherheit und Effizienz bei Off- Road-
Anwendungen in den Vordergrund stellt. Es bietet eine
Echtzeit-Reifenverfolgung und -überwachung und
wurde in erster Linie für riesige OTR-Reifen entwickelt,
die etwa im Bergbau zum Einsatz kommen. Auf
Basis dieser Entwicklungsarbeit ist mit dem » Triangle
TPMS« eine Lösung entstanden, die flächendeckend
in der Baubranche genutzt werden kann. Um Ausfallzeiten
zu vermeiden und Maschinisten ein sicheres
Arbeiten zu bieten, wurde viel Entwicklungszeit
investiert. »Da der Reifendruck eine entscheidende
Rolle bei der Optimierung von Leistung und Rentabilität
spielt‚ wird das ›Triangle TPMS‹ einen neuen
Industriestandard für Reifenmanagementlösungen
setzen«, wie das Unternehmen klarstellt.
den identischen Zweck, weisen jedoch wichtige Unterschiede
auf: Das direkte System verwendet einzelne
Drucksensoren, die in jedem Reifen installiert
sind, um den Luftdruck zu messen. Hierbei
wird der Reifendruck kontinuierlich überwacht und
der Datensatz in Echtzeit an den Bordcomputer des
Fahrzeugs übertragen. Punkten kann diese Variante
durch hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Die
Messwerte sind präzise und ermöglichen dadurch eine
effektivere Überwachung samt sofortigem Feedback.
Im Gegensatz dazu basiert das indirekte TPMS
nicht auf einzelnen Reifendrucksensoren, sondern
verfolgt die Drehzahl der Räder. Zur Erläuterung:
Ein Reifen mit zu geringem Reifendruck ist kleiner
als ein Reifen mit korrektem Druck und dreht sich
demnach auch schneller. Dieses System ist zwar weniger
anfällig für die Empfindlichkeit direkter Sensoren,
erfordert jedoch mehr Sorgfalt. Zum einen muss
ein indirektes System jedes Mal neu eingestellt werden,
wenn man den Reifendruck erhöht oder anpasst.
Andernfalls könnte das System die neu aufgepumpten
Reifen als potenzielle Gefahr interpretieren. Der
Vorteil eines indirekten TPMS liegt hingegen in seiner
Einfachheit und Kosteneffizienz. Es erfordert keine
Installation von Einzelsensoren in jedem Reifen,
wodurch die Implementierung und Wartung kostengünstiger
ausfallen.
»Wollen einen neuen Industriestandard schaffen«
Mit Blick auf diese Vor- und Nachteile hat Triangle
Tyre ein eigenes Konzept entwickelt und kann nunmehr
ein als fortschrittlich geltendes TPMS-System
TRIANGLE (3)
Die Präsenz in Europa weiter ausbauen
Auf der Agenda von Triangle Tyre steht außerdem,
die eigene Position am europäischen Markt zu festigen.
Zum einen soll das mit der stetigen Weiterentwicklung
der vorhandenen Produktpalette gelingen,
um die Anforderungen sowohl der Erstausrüster als
auch des Ersatzmarkts zu erfüllen. Zum anderen setzt
Triangle gezielt auf seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit
sowie Schulungsprogramme und Anwenderunterstützung.
Das Ziel lautet, Ansprechpartner
zu sein, für die Anwender greifbar zu bleiben und
fachliches Wissen zu vermitteln, um seinen Kunden
einen reibungslosen Arbeitsalltag zu ermöglichen.
Zugegeben, der europäische Reifenmarkt ist hart
umkämpft. Punkten kann Triangle aber mit der Tatsache,
dass man Erfahrungswerte aus über 40 Jahren
im Rücken hat und seine Lösungen sowie Serviceangebote
auf die europäischen Anforderungen zugeschnitten
hat.
Neu konzipierte und weiterentwickelte Reifen
Ein Blick auf das aktuelle Portfolio zeigt, dass Triangle
fleißig war. Im OTR-Bereich reicht das Reifen-Repertoire
mit Felgen bis zu einer Größe von
63 Zoll und Tragfähigkeitsklassen von einem bis
vier Sternen. Das Segment deckt Reifen für Radlader
bis hin zu starren und knickgelenkten Muldenkippern
ab. Neu im Sortiment sind etwa Reifen wie
der »445/95R25 TB576 174F E2«, der für Mobilkrane
entwickelt wurde und sich durch eine leichte Konstruktion
auszeichnen soll, um die Kraftstoff-, aber
auch Betriebseffizienz zu verbessern. Bei den Radlader-Reifen
spielt insbesondere der »29.5R25 TL559S+
L5« eine wichtige Rolle. Der Drei-Sterne-Reifen wird
bei Radladern eingesetzt, die im Über- und Untertagebau
unterwegs sind. Ausgelegt auf schwere Lasten,
soll der Reifen laut Triangle »eine überlegene Aufprallfestigkeit,
ein verbessertes Verschleißverhalten
sowie eine maximale Tragfähigkeit« aufweisen. Mit
seinem robusten Profil ist der »TL559S+« für schwere
Industrieanwendungen geeignet. In der Kategorie
starrer Muldenkipper kann Triangle hingegen den
49-Zoll-Reifen »27.00R49 TB599A E4« vorweisen: Er
wurde konzipiert, um in Steinbrüchen unter schwierigsten
Bedingungen zu funktionieren.
d
Mit seinem tiefen wie robusten Profil ist
der »TL559S+« beispielsweise gut für
schwere Industrie- und Recyclinganwendungen
geeignet.
40
Jahre
Als Spezialisten
für Reifenlösung ist
Triangle Tyre seit über
40 Jahren am Markt
vertreten.
In der Kategorie starrer Muldenkipper
kann Triangle den neuen 49-Zoll-Reifen
»27.00R49 TB599A E4« vorweisen.
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 87
Rund 50 Beschäftigte
erneuern jährlich bis zu
70 000 Reifen.
Eine Million
Runderneuerungen
in Nossen
neuerte Reifen für Lkw, Bus, Auflieger oder Anhänt
PNEUHAGE – Die Pneuhage Reifenerneuerungstechnik in Nossen hat im Oktober
seit Aufnahme des Produktionsbetriebs im Jahr 1991 die beachtliche Produktionsmenge
von einer Million Reifen erreicht. Damit wurden über 40 000 t wertvolle
Rohstoffe wiederverwertet. Die für die Erneuerung verarbeiteten Laufstreifen sind
aneinandergelegt rund 2 500 km lang.
Das Team der Pneuhage Reifenerneuerungstechnik
in Nossen freut sich über eine Million runderneuerte Lkw-Reifen.
Vor fünf Jahren beging das Karlsruher Schwesterwerk
bereits dieses Jubiläum. 2023 wurde gemeinsam
die Zwei-Millionen-Schwelle für runder-
ger in Größen von 17,5 bis 22,5 Zoll überschritten.
Die Stückzahlen werden seit 1988 gezählt, als am
heutigen Firmensitz in Karlsruhe ein Neubau in
Betrieb ging. Zuvor erneuerte man 15 Jahre lang
am Standort eines übernommenen Reifendienstes.
Das Runderneuerungswerk in Nossen startete unmittelbar
nach der Wende 1991 und erhielt 1993 einen
Neubau. 2001 erfolgte jeweils eine Produktionsumstellung
von »Bandag« auf »Recamic«.
Reifen runderneuern statt gleich entsorgen
Bereits seit 1985 setzt Pneuhage das Kalt-Runderneuerungs-Verfahren
ein. Dabei wird die Lauffläche
des gebrauchten Reifens durch einen bereits
vorvulkanisierten Profilstreifen ersetzt. Verwendet
werden ausschließlich »Recamic«-Laufstreifen von
Michelin. Verkaufsleiter Björn Tischer geht speziell
auf eine Lösung für die Baubranche ein: »Der
›Recamic Works D‹ ist ein innovatives Profil für den
Einsatz im On- und Offroad-Bereich von schweren
Nutzfahrzeugen. Eine extrem kerbzähe Mischung
macht ihn resistent gegen äußere Beschädigungen
und sorgt für eine maximale Laufzeit. Das 22 mm
tiefe Profil bietet optimierten Rollwiderstand, Laufruhe
und Sicherheit bei den Straßenanteilen. Denn
entgegen vieler anderer Profile in diesem Segment
verfügt der Reifen über eine Laufrichtung und
Lamellentechnologie.«
88
Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
PNEUHAGE/JAN GUTZEIT (3)
erfahrene Meister. Über die Filialen der Pneuhage-Reifendienste
und weitere Fachhändler erhalten
die Kunden ihre eigenen Karkassen, erneuert
mit dem Wunschprofil, schnell wieder zurück. Alternativ
kann auch der komplette runderneuerte
Reifen ab Lager geliefert werden. Tischer betont:
»Beim zweiten oder gar dritten Reifenleben freuen
sich die Kunden je nach Laufstreifen und Einsatz
oft über höhere Laufleistungen und weniger Kraftstoffverbrauch
als bei den Neureifen. Klar, dass diese
immer wieder gerne den ökologischen Weg wählen,
der sogar noch wirtschaftlich ist.«
Mit dem »Recamic Works D« ist ein Profil für schwere
Nutzfahrzeuge im On- und Offroad-Bereich verfügbar. Die
besonders kerbzähe Mischung soll ihn resistent gegen äußere
Beschädigungen machen und für eine hohe Laufzeit sorgen.
Unabhängig vom jeweiligen Einsatzgebiet hat
bei Pneuhage seit jeher Qualität den obersten Stellenwert.
Aus diesem Grund werden in regelmäßigen
Abständen die hohen Standards auditiert, um
die ECE-Regelung 109 mit der Anerkennung des
Kraftfahrtbundesamtes zu erhalten. In beiden
Werken erneuern rund 50 Beschäftigte jährlich
bisher bis zu 70 000 Reifen. Dabei setzt man auch
auf eigene Ausbildung von Vulkaniseuren durch
Digitalisierung auch für Runderneuerungen
In den letzten Jahren arbeiten das Flottenmanagement
der Pneuhage Fleet Solution und Pneuhage
Reifenerneuerungstechnik vermehrt Hand in
Hand. Tischer erklärt: »Wir setzen hier zusammen
mit den Pneuhage Reifendiensten auf die digitale
Flottenkomplettlösung ›MyFleetPlus‹. Dazu gehört
ein effizientes Karkassen-Management, um unsere
Kunden wirtschaftlich mobil zu halten. Das System
schafft hier entsprechend Transparenz.« Die Digitalisierung
der Produktion selbst sowie die sinnvolle
Integration KI-gestützter Prozesse sind laut Tischer
im Zuge der aktuell laufenden Erneuerung des gesamten
Maschinenparks beider Werke mit vorgesehen.
Der Jubiläumsreifen mit der Produktionsnummer
1 000 000 erhält zur Erinnerung an die Leistung
der Beschäftigten im Werk einen Ehrenplatz. s
»Der ›Recamic Works D‹
ist ein innovatives Profil
für den Einsatz im Onund
Offroad-Bereich
von schweren Nutzfahrzeugen.«
Björn Tischer,
Verkaufsleiter Pneuhage Reifenerneuerungstechnik
und Betriebsleiter Werk
Nossen
PNEUHAGE
11/2025 Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA · Michelinstraße 4 · 76185 Karlsruhe · Deutschland
MICHELIN und die grafische Darstellung des Michelin Männchens sind Eigentum der Compagnie Générale des Etablissements Michelin
MICHELIN
X-CRANE 2
„
Der MICHELIN X-CRANE 2 überzeugt mit starkem Grip auf nassen
Straßen und Schnee, hervorragender Traktion auf losem Untergrund
sowie guter Selbst reinigung und Laufruhe – für mich ein rundum
zuverlässiger Reifen, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Ralf Süß, Kranführer, Rieger & Moser GmbH & Co. KG
ERWEITERTE
GARANTIE
KRANREIFEN
”
Weitere Informationen
erhalten Sie unter:
business.michelin.de
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 89
Die Roboter navigieren
mithilfe moderner Sensorik,
360°-Kamerasystemen
und KI-basierter
Steuerung eigenständig
und sicher durch die
Produktionshalle.
Optimierte Reifenproduktion
mit autonomen Robotern
t CONTINENTAL – Im Runderneuerungswerk für Lkw- und Busreifen, dem
ContiLifeCycle (CLC) in Hannover-Stöcken, sorgen seit März sieben autonome mobile
Roboter (AMR) für Bewegung: Sie übernehmen den innerbetrieblichen Transport
von Reifenrohlingen und schaffen so mehr Raum für qualifizierte Tätigkeiten
wie Maschinenrüstung und Qualitätskontrolle. Mit der erfolgreichen Integration
intelligenter Automatisierung will Continental manuelle Produktionsprozesse nicht
nur ergonomischer gestalten, sondern zugleich die Effizienz in der Reifenherstellung
weiter steigern – ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsorientierter Industrie 4.0.
Felix Hantelmann, Leiter des ContiLifeCycle-Werks,
zieht ein erstes Resümee: »Seit einem halben Jahr
unterstützen selbstfahrende Roboter unseren Arbeitsalltag
in der Produktion. Sie übernehmen einfache,
wiederkehrende Transportaufgaben, etwa das
Bringen eines Reifens von einem Punkt zum nächsten.
Dafür sind die Roboter direkt mit unserem digitalen
Auftragssystem verbunden. Sie wissen genau,
wohin sie fahren und wie sie sich dafür untereinander
abstimmen müssen. So ergänzen die autonomen
Roboter unsere tägliche Arbeit sinnvoll und tragen
zu einer sicheren, effektiven und ergonomisch optimierten
Produktionsumgebung bei.«
Mehr Zeit für Qualität
Die Roboter navigieren mithilfe moderner Sensorik,
360°-Kamerasystemen und KI-basierter Steuerung
eigenständig und sicher durch die Produktionshalle.
Mit maximalen Geschwindigkeiten von ca. 2 m
pro Sekunde – das entspricht sehr schnellem Gehen
– transportieren sie Reifen zwischen den einzelnen
Stationen des Runderneuerungsprozesses:
von der Reifenbaumaschine über die Heizpressen
bis hin zur Qualitätskontrolle.
In der Heißrunderneuerung sieht der neue
Ablauf somit wie folgt aus: Ein Handling roboter
übergibt die angeraute Reifenkarkasse der Reifenbaumaschine,
wo sie mit bis zu 18 kg frischem, ca.
100 °C warmen Gummi für Laufstreifen und Seitenwände
belegt wird – abhängig von der Reifengröße.
Nachdem Lauffläche und Seitenwand neu aufgetragen
wurden, legt der Handlingroboter den Reifen
auf einen Transportwagen. Ein autonomer mobiler
Roboter, direkt mit dem digitalen Auftragssystem
verbunden, bringt den Wagen entweder zur Heizpresse
oder in ein Zwischenlager – je nach Auslastung.
In der Heizpresse wird der ca. 75 kg schwere
Reifen bei 160 °C vulkanisiert und erhält Form sowie
Profil. Anschließend wird er über ein Förderband
zur Qualitätskontrolle weitergeleitet.
Die Vorteile mobiler Transportroboter liegen
klar auf der Hand: »Unsere Beschäftigten müssen
keine Reifen mehr durch die Halle bewegen. Das
90
Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
Bei der Namensgebung
waren die Mitarbeiter aktiv
eingebunden. So heißen die
Roboter »Cargo Knight«,
»Rubber Ranger« oder
»LifeCycle Commander«.
bedeutet weniger körperliche Belastung. Stattdessen
haben sie mehr Zeit für anspruchsvolle Aufgaben
wie die Maschinenbedienung und die Qualitätskontrolle«,
sagt Hantelmann. Vor dem Einsatz
der Roboter transportierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter die Reifen manuell mit einem Kran und
Trolleys, die mit zwei Reifen beladen bis zu 250 kg
wogen. Dies erforderte mehrere manuelle Schritte
und Wege zwischen den Stationen.
Technik mit Teamgeist
Begleitet hat Continental die Einführung der Roboter
mit einem umfassenden Schulungsprogramm,
was zu einer hohen Akzeptanz beigetragen hat.
Auch bei der Namensgebung waren die Mitarbeiter
aktiv eingebunden. So heißen die Roboter »Cargo
Knight«, »Rubber Ranger« oder »LifeCycle Commander«
und sind sechs Monate später fester Bestandteil
des Teams. Der Einsatz der autonomen
mobilen Roboter ist ein Beispiel dafür, wie Continental
Digitalisierung und Automatisierung gezielt
für effizientere und nachhaltigere Prozesse
in der Reifenproduktion einsetzt. Und der Erfolg
spricht für sich: Ähnliche Lösungen sind in anderen
Continental-Reifenwerken weltweit eingesetzt,
wie z. B. Mount Vernon und Clinton in Nordamerika,
Púchov und Otrokovice in Europa sowie Hefei
und Rayong in Asien.
Altreifen zunächst sorgfältig geprüft und von alten
Laufflächen befreit. Anschließend erhalten
sie eine neue Lauffläche, per Vulkanisation ihr
neues Profil und werden abschließend auf Qualität
und Sicherheit überprüft. Bei diesem Prozess
können rund 70 Prozent eines Altreifens wiederverwendet
werden. Das Ergebnis überzeugt: Am
Ende entsteht ein Produkt, das laut Con tinental einem
Neureifen in puncto Sicherheit und Leistung
in nichts nachsteht – und das bei deutlich geringerem
Ressourceneinsatz. Bereits mehr als eine Million
Reifen wurden seit Eröffnung des Werks am
Standort runderneuert. Mit weiteren Werken dieser
Art weltweit kommt das Unternehmen auf zusammen
rund acht Millionen runderneuerte Lkw-
und Busreifen.
s
@c@c7070 %
Im Rahmen der Runderneuerung
können rund
70 Prozent eines Altreifens
wiederverwendet werden.
Über eine Million runderneuerte Reifen
Seit 2013 werden im CLC-Werk abgefahrene Lkw-
und Busreifen runderneuert. Dafür werden die
Dank der Roboter müssen die
Beschäftigten keine Reifen mehr durch
die Halle bewegen und haben mehr Zeit für
anspruchsvolle Aufgaben wie die Maschinenbedienung
oder die Qualitätskontrolle.
CONTINENTAL AG (3)
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 91
360°-Service
für Reifen und Räder
Die eigenen Montagekapazitäten
wurden erheblich
ausgebaut: Jedes im
professionellen Einsatz
benötigte Rad von 4 bis
54 Zoll kann schnell und
professionell montiert
werden.
BOHNENKAMP (3)
t BOHNENKAMP – 1,3 Mio. Artikel permanent am Lager, über 200 000 m²
Lagerkapazität sowie Einlagerungen von über 9 000 Containern jährlich und mehr als
14 000 Warenbewegungen pro Tag: Die Osnabrücker Bohnenkamp SE kann zweifelsohne
mit einem enormen Sortiment rund um Reifen und Räder für den professionellen Einsatz
punkten. Das umfangreiche Lieferprogramm begleitet der Großhändler mit einem
360°-Dienstleistungsspektrum. Rund 630 Mitarbeiter stehen Kunden mit Rat und Tat
zur Seite. Für viele der über 40 Marken im Sortiment – wie etwa Alliance, Kenda, Deli,
Sailun und BKT – ist Bohnenkamp darüber hinaus der einzige Importeur in Deutschland.
Bereits vor mehr als zehn Jahren hat Bohnenkamp
die strategische Grundsatzentscheidung
getroffen, sich neben dem traditionell starken Agrarreifengeschäft
auch im Baumaschinenmarkt und
dem Earth-Moving-(EM)-Sektor zu engagieren. Die
Entscheidung fiel damals parallel zum Erscheinen
des beliebten »Earthmax« von BKT. Seither hat Bohnenkamp
konsequent die Voraussetzungen geschaffen,
um die Bedürfnisse seiner Kunden im EM-Bereich
optimal zu erfüllen.
Ein Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser
Strategie ist nach Unternehmensangaben die
personelle Stärke. So zeichnet ein eigenes Off- Road-
Team nur für die Belange und Anforderungen der
Kunden aus der Baubranche verantwortlich. Mehrere
Außendienstler und ein eigener Innendienst
um Christian Pieper, Produktmanager EM- & Industriereifen
bei der Bohnenkamp AG, kümmern
sich seit Jahren exklusiv um das Segment. Generell
agiert Bohnenkamp strikt als Großhändler; Endkunden
werden vom Fachhandel betreut. Besonders im
anspruchsvollen EM-Bereich, wo es auf eine hochwertige
Beratung ankommt, unterstützt ein Team
die Händler mit seinem Know-how und technischer
Hilfe direkt vor Ort beim Anwender. Da Bohnenkamp
alle namhaften Reifenmarken führt, erfolgt
die Beratung nach Unternehmensangaben herstellerneutral
sowie anwendungsbezogen und damit
im Sinne des Kunden. Allein im EM-Sektor werden
einige Tausend Reifen in Größen zwischen 20 bis
49 Zoll direkt ab Lager geführt. Damit sei eine hohe
Liefersicherheit auch im Bereich von selten nachgefragten
Nischenprofilen und Größen sichergestellt.
Die Marken im EM-Sortiment
Laut Bohnenkamp ist häufig ein Produkt des Qualitätsherstellers
BKT die erste Wahl. Seit mehr als
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Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
Allein im EM-Sektor werden einige Tausend Reifen in Größen
zwischen 20 bis 49 Zoll direkt ab Lager geführt.
Ein eigenes Off-Road-Team zeichnet nur für die Belange und
Anforderungen der Kunden aus der Baubranche verantwortlich.
25 Jahren stellt die indische Marke eine feste Größe
im EM-Segment dar und hat sich seither eine wachsende
Fangemeinde erarbeitet. Ein Neuzugang im
Produktportfolio von Bohnenkamp ist die Marke
»Maxam«, das Off-the-Road-Tochterlabel des Herstellers
Sailun. Damit erweitert das Unternehmen
seine Angebotsvielfalt und stellt sicher, dass Kunden
eine breite Auswahl an hochwertigen Reifen
vorfinden, die ihren Anforderungen gerecht werden.
Dennoch liegt der Hauptfokus laut Unternehmen
nach wie vor auf den EM-Profilen von BKT.
Radmontage für jedes Profil
In den vergangenen Jahren hat Bohnenkamp die
eigenen Montagekapazitäten erheblich ausgebaut
und zuletzt eine vollautomatische Montagemaschine
für Großreifen in Betrieb genommen. Das Angebot
wurde erweitert durch eine Industriereifenpresse
für Räder von 20 bis 33 Zoll. Künftig kann jedes benötigte
Rad von 4 bis 54 Zoll montiert werden, egal
ob Komplett räder für Anhänger, Vollgummi-Räder
für Stapler, AS-, Flotation- oder EM-Räder mit mehrteiliger
Felge.
s
Weiterbildungen für Handel,
Werkstatt und Service 2026
Nach einem erfolgreichen
Schulungsjahr 2025 startet die
Bohnenkamp SE in die nächste
Weiterbildungsrunde. Fachhändler,
Werkstattpersonal, Landund
Baumaschinenprofis sowie
Reifenfachbetriebe können sich
ab sofort für die Lehrgänge des
Bohnenkamp TrainingCenters
2026 anmelden.
ONLINE
Anmeldung im
Bohnenkamp
TrainingCenter.
Auch 2026 bleibt das Schulungsangebot von Bohnenkamp
ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie,
die auf gezielten Wissenstransfer, Kundennähe
und langfristige Partnerschaften ausgerichtet
ist. Die Schulungen des TrainingCenters vereinen
fundiertes theoretisches Know-how mit anschaulichen
Live-Demonstrationen und bieten Teilnehmenden die
Möglichkeit zum direkten Austausch mit erfahrenen
Experten. In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband
Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV)
setzt Bohnenkamp auf höchste Schulungsqualität und
praxisgerechte Inhalte. Teilnehmende profitieren von
Fachwissen, das sie sofort für ihren Arbeitsalltag nutzen
können.
»Mit unserem Trainingsangebot geben wir Fachleuten
die Expertise an die Hand, die sie sicher und effizient
agieren lässt, und das stets auf dem neuesten technischen
Stand«, erklärt Vivien Dauwe, Messe- und Eventmanagerin
sowie Koordinatorin des Bohnenkamp TrainingCenters.
»Das starke Interesse an unseren Schulungen
bestätigt uns darin, das Programm kontinuierlich
auszubauen und weiterzuentwickeln.«
Überblick Schulungsprogramm 2026
Im neuen Jahr geht es los mit den »Grundlagen Reifenmontage
in der Landwirtschaft« am 27. und 28. Januar
im Bohnenkamp TrainingCenter Osnabrück (BRV) mit
einer weiteren Veranstaltung am 15. und 16. September.
Es folgen die »Grundlagen Reifen und Räder in der
Landwirtschaft (BRV)« am 10. und 11. Februar sowie
24. und 25. November. Speziell an die Baubranche und
Fachkräfte aus dem EM- und Industriesektor richten
sich im Coreum Stockstadt die »Grundlagen EM-Reifen
(BRV)« am 17. und 18. März. Behandelt werden
Bauarten, Einsatzprofile, sicherheitsrelevante Anforderungen
sowie die Analyse typischer Reifenschäden.
Praktische Demonstrationen am Fahrzeug runden das
Programm ab.
Die Lehrgänge bieten einen direkten Mehrwert für Fachkräfte
und Betriebe: Sie stärken ihre Beratungskompetenz,
minimieren Montagefehler und fördern die Sicherheit
im täglichen Umgang mit Reifen und Rädern. Da
die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige
Anmeldung über das Bohnenkamp TrainingCenter
(siehe QR-Code).
s
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 93
Ein zentrales
Merkmal sämtlicher
OTR-Reifen-Produkte
von Bridgestone ist nach
Unternehmensangaben
ihre hohe Schnittresistenz,
die selbst unter herausfordernden
Bedingungen für
Zuverlässigkeit und lange
Einsatzzeiten sorgt.
BRIDGESTONE (2)
Lösungen für
härteste OTR-Einsätze
t BRIDGESTONE – Ob im
Hafenumschlag, in Steinbrüchen
oder im Tunnelbau – die
Off-the-Road-(OTR-)Reifenbranche
stellt höchste Anforderungen
an Material und Technik.
Hier müssen Reifen enorme
Traglasten bewältigen, lange
Einsatzzyklen überstehen und
auch unter extremen Bedingungen
zuverlässig funktionieren.
Neben Tragfähigkeit und
Laufleistung spielen Sicherheit,
Effizienz und ein ausgewogenes
Preis-Leistungs-Verhältnis eine
zentrale Rolle. Bridgestone verfügt
in diesem Segment über
ein breit gefächertes Portfolio
an Spezialreifen, die auf die
jeweiligen Einsatzbedingungen
zugeschnitten sind.
Ein besonderer Fokus von Bridgestone liegt auf
Anwendungen in der Hafenlogistik und im Gewerbe,
etwa beim Container-Handling oder in der
Holzindustrie, sowie auf der Gewinnungsindustrie
mit Steinbrüchen, Sand- und Kieswerken oder
der Zementproduktion. Hier sind besonders widerstandsfähige
Reifen gefragt, die auch unter extremen
Belastungen zuverlässig performen. Bei der
Entwicklung entsprechender Lösungen, die sich
passgenau in die Maschinenkonzepte integrieren,
kommt es auf die enge Zusammenarbeit mit den
Fahrzeugherstellern an.
Ein zentrales Merkmal sämtlicher OTR-Reifen-Produkte
von Bridgestone ist ihre hohe Schnittresistenz,
die nach Unternehmensangaben selbst unter
herausfordernden Bedingungen für Zuverlässigkeit
und lange Einsatzzeiten sorgt. Darauf aufbauend,
deckt das aktuelle Produktportfolio ein breites
Anwendungsspektrum ab. So bietet der »VPCS« eine
maßgeschneiderte Lösung für Straddle-Carrier,
während Reifen wie »VCHS«, »ELS2« oder »RLS«
speziell für Gabelstapler und andere industrielle
Anwendungen entwickelt wurden. Ergänzend
stärkt Firestone das Angebot im Tier-2-Segment
mit dem »Multi Block T«, wodurch das Portfolio in
diesem Bereich weiter ausgebaut wird. Er zeichnet
sich laut Bridgestone zusätzlich zur hohen Schnittfestigkeit
durch eine limitierte Blockbewegung für
eine hohe Laufleistung und lange Lebensdauer sowie
dank seines Profildesigns durch seine Traktion
und den gleichmäßigen Abrieb aus. Ein Highlight
im OTR-Reifen-Portfolio ist der Bridgestone »MasterCore«.
Mit einer neu entwickelten Karkassentechnologie
ermöglichen diese Reifen höhere Tragfähigkeiten,
Geschwindigkeiten und Laufleistungen.
Speziell für den anspruchsvollen Dauerbetrieb in
Minen und Steinbrüchen entwickelt, bietet »Master-
Core« laut Bridgestone eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit
und soll neue Maßstäbe für Effizienz
sowie Sicherheit im Offroad-Segment setzen.
Neuheiten auf der Steinexpo 2026
Bridgestone wird sein breites OTR-Portfolio, einschließlich
»MasterCore« und der neuesten Produktentwicklungen,
auf der Steinexpo vom 2. bis
5. September 2026 präsentieren. Damit will das Unternehmen
seine führende Rolle als Anbieter leistungsstarker
Premiumlösungen für anspruchsvollste
Einsatzbereiche unterstreichen. Darüber
hinaus ist die Erweiterung des OTR-Reifen-Portfolios
um einen Mobilkranreifen der nächsten Generation
geplant, um die Position mit einer Produktneuheit
auch in diesem Segment zu stärken.
s
Die Bridgestone-»MasterCore«-Reihe wurde speziell für den anspruchsvollen
Dauerbetrieb in Minen und Steinbrüchen entwickelt.
94
Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
ADOBE STOCK
OTR-Reifen –
stille Helfer, die alles
am Laufen halten
Dan Windhorst
Mit Ausnahme der Tatsache, dass beide rund sind,
haben Offroad-Reifen so gar nichts mit den Pneus
zutun, die wir aus dem gewohnten Straßenverkehr
kennen. Entwickelt wurden erstere, um brachialen
Kräften zu trotzen: Radbasierte Baumaschinen
wie Radlader, Muldenkipper oder Grader bringen
ein hohes Eigengewicht mit und müssen mitunter
schwere Lasten tragen. Tatsache ist: Ohne diese
»physikalischen Grenzgänger« würde innerhalb der
Branche so gar nichts rundlaufen.
Um dieser Dauerbelastung standhalten zu können,
muss bei der Konstruktion auf einen hohen
Stahlanteil sowie mehrlagige, sehr dicke Karkassen
gesetzt werden. Dadurch kann ein einzelner
Reifen mehrere Tonnen an Gewicht tragen –
und das über einen langen Zyklus hinweg. Neben
einer bewusst hohen Traglast pro Reifen geht es
im OTR-Sektor vorrangig darum, eine möglichst
hohe Langlebigkeit zu bieten, denn die Kosten
für einen OTR-Reifen sind vergleichsweise hoch
und ein zu hoher Verschleiß deshalb ein No-Go
der Branche. Ein genauer Blick auf die typischen
Merkmale von OTR-Reifen zeigt: Die Reifen besitzen
in der Regel sehr tiefe, breite Stollen sowie
große Abstände zur Selbstreinigung. Hinzu
kommen eine gute Traktion auf losem Untergrund
und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen
Schäden. Denn: Ein OTR-Reifen wird häufig überall
da eingesetzt, wo Schnitte durch scharfkan-
tige Steine, Durchstiche durch Metallreste und
Bewehrungsstahl sowie hoher Abrieb auf rauem
Untergrund drohen. Daher bestehen die Laufflächen
dieser Spezialreifen aus abriebfesten Gummimischungen.
Unterschiedliche Bauarten
Je nach Einsatzzweck kommen innerhalb der Bauwirtschaft
verschiedene Reifentypen zum Tragen.
Da gäbe es zum einen die Diagonalreifen: Sie gelten
als sehr robust und eignen sich insbesondere
für harte, steinige Untergründe. Zum anderen
setzt man auf Radialreifen, welche über eine bessere
Bodenkontaktfläche verfügen und höheren
Fahrkomfort ermöglichen können. Eine weitere
Reifenart stellen Modelle aus Vollgummi dar – sie
werden als pannensicher und extrem lang lebig
bezeichnet.
Wahre Giganten
Ein interessanter Fakt ist im Übrigen auch, dass
OTR-Reifen nicht nur tonnenschwere Lasten aushalten,
sondern auch selbst als gewaltige Schwergewichte
gelten. Einzelne Reifen können tonnenschwer
sein. Der größte im Einsatz befindliche
OTR-Reifen am Markt ist der »59/80 R63«. Dieser
wird von gleich mehreren Herstellern gebaut – darunter
Michelin, Goodyear, Bridgestone oder Linglong.
Dieser Riesenreifen hat einen Druchmesser
von über 4 m und kommt auf ein stolzes Gesamtgewicht
von bis zu 6 t. Gedacht ist er für die riesigen
Muldenkipper der Bergbaubranche und kann
bis zu 40 000 US-Dollar pro Stück kosten. Kein Wunder
also, dass Robustheit und Langlebigkeit für die
Käufer hier an erster Stelle stehen.
d
Reifen
Höhe: 4 m
Mensch
Höhe: 1,8 m
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026
95
Neuer L5-Traktionsreifen
für Schwerlastanwendungen
t HEUVER – Aeolus Tyres
präsentiert mit dem »Aeolus
AL519« seinen neuesten
L5-Traktionsreifen im Erdbewegungssegment.
Dieser
wurde speziell für den Einsatz
in Bergwerken, Tunneln und
auf Baustellen entwickelt, wo
maximale Traktion erforderlich
ist. Der »AL519« ersetzt
die bisherigen Modelle
»AL58« sowie »AL59« und
bietet laut Aeolus verbesserte
Leistung und Haltbarkeit.
Seit 2004 ist Heuver Reifen offizieller Vertriebspartner
für Aeolus-Industriereifen, u. a. in den
Benelux-Ländern, Deutschland und Frankreich.
Der »Aeolus AL519« ist die neueste Ergänzung des
umfangreichen Erdbewegungsreifen-Sortiments
der Marke. Dank eines neuen Profildesigns, basierend
auf dem kürzlich eingeführten »AL419«, bietet
der »AL519« eine 250-Prozent-Profiltiefe und damit
nach Herstellerangaben eine deutlich längere
Lebensdauer.
Verbesserte Zuverlässigkeit und Langlebigkeit
Der Reifen verfügt über ein Blockdesign, das Vibrationen
minimieren und das Fahrerlebnis optimieren
soll. Er ist außerdem mit einem Seitenwand-Fender
zum Schutz vor Beschädigungen
ausgestattet – ein neues Feature, das bei seinen
Vorgängern fehlte. Der Reifen ist in sechs gängigen
Größen erhältlich: 17.5R25, 20.5R25, 23.5R25,
26.5R25, 29.5R25 und 35/65R33.
Der »AL519« bietet eine 250-Prozent-Profiltiefe und damit
nach Herstellerangaben eine deutlich längere Lebensdauer.
»Mit dem ›Aeolus AL519‹ gehen wir einen weiteren
wichtigen Schritt, um unseren Kunden im Erdbewegungssektor
nachhaltige und kosteneffiziente Lösungen
anzubieten«, sagt Anne Bouwmeester, Business
Unit Manager OTR bei Heuver Reifen. »Die Kombination
aus extratiefem Profil und verbesserter Schnitt-
und Schlagfestigkeit macht diesen Reifen zu einer
zuverlässigen Wahl für härteste Bedingungen.« Der
»Aeolus AL519« ist ab sofort erhältlich.
HEUVER
s
Reifendruckkontrolle
mit »Intelligent Quality«
t SAF-HOLLAND – Kontrollieren, korrigieren und informieren: Der neue, digitalisierte
SAF »Tire Pilot I.Q.« überwacht in Trailerreifen nicht nur den Luftdruck. Sobald
dieser unter den voreingestellten Wert sinkt, füllt das System ihn automatisch wieder
auf. Und wenn der Luftverlust zu groß ist, wird darüber hinaus eine Information in
die Fahrerkabine gesendet. Damit will SAF-Holland Totalausfälle der Reifen z. B. bei
Einfahrschäden verhindern und Kraftstoff einsparen – nebenbei werden zudem die
Anforderungen GSRII 2019/2144 und ECE-R-141 erfüllt.
SAF-HOLLAND
Der digitalisierte »Tire Pilot I.Q.«
unterstützt Fahrer und Fuhrparkmanager
dabei, den Reifendruck kontinuierlich zu
überwachen und einzuhalten.
Weniger Unfälle und weniger Kraftstoffverbrauch,
dafür mehr Sicherheit und Klimaschutz:
Die EU-Kommission und die Wirtschaftskommission
der Vereinten Nationen für Europa
machen Reifendrucküberwachungssysteme zur
Vorschrift. Seit 2022 gilt die Verordnung für neue
Fahrzeugtypgenehmigungen und seit 2024 auch
für Neuzulassungen. Zu niedriger Druck verursacht
85 Prozent der Reifentotalausfälle. Konstant
richtiger Reifendruck dagegen verbessert die Verkehrssicherheit,
verlängert die Lebensdauer der
Reifen und verringert effektiv den Kraftstoffverbrauch.
Um den neuen Anforderungen gerecht zu
werden und um Truck und Trailer fit für die Zukunft
zu machen, hat SAF-Holland den seit mehr
als zehn Jahren erfolgreichen »SAF Tire Pilot« digitalisiert.
Wie schon das Vorgängermodell unterstützt
der digitalisierte »Tire Pilot I.Q.« Fahrer und
Fuhrparkmanager dabei, den Reifendruck kontinuierlich
zu überwachen und konsequent einzuhalten.
»Die Anzeige in der Fahrerkabine warnt
den Fahrer, sobald der Solldruck um 0,5 bar im System
sinkt. Entsteht ein Druckverlust unterhalb dieses
Wertes, gleicht das System diesen selbstständig
aus, ohne dass der Fahrer aktiv werden muss«, sagt
Benjamin Irmscher, Product Line Manager Axles
& Suspensions bei SAF-Holland. Erhältlich ist das
System für Anhänger mit Starr- und Lenkachsen.
Zusätzlich zur Warnmeldung im Dashboard
des Fahrerhauses bietet der »SAF Tire Pilot I.Q.«
detaillierte Auswertungen via App und Wi-Fi. Die
kostenfreie App stellt in Echtzeit detaillierte Daten
zum Systemzustand zur Verfügung. Fahrzeughersteller
profitieren von einer einfachen Montage
des smarten Systems: So ist das Steuergerät mit
allen Arten von Anhängern mit Einzel- und Zwillingsbereifung
mit bis zu fünf Achsen kompatibel.
Da das EBS-System den SAF »Tire Pilot I.Q.«
mit Strom versorgt und auch die Systemmeldungen
an das Armaturenbrett liefert, wird die Kontrollbox
in dessen Nähe laut Unternehmensaussage
am Fahrergestell angebracht. Ein EoL-Test ist
mit dem digitalen Assistenten ohne Weiteres möglich.
Ein weiteres Plus: Eine Zuordnung von Rad
und Sensor ist nicht nötig.
s
96
Dezember 2025 – Januar 2026
Sonderthema: Reifen
Premiumreifen für
Erdbewegungsmaschinen
Bridgestone – die richtigen Reifen für jede Herausforderung
Bridgestone Premium OTR Reifen bieten beste Traktion
und Stabilität bei gleichzeitigem Fahrkomfort und langer
Haltbarkeit. Damit steigern Sie Ihre Effizienz, Produktivität
und reduzieren dabei noch Ihre Produktionskosten,
ganz egal in welchem Gelände und Einsatz.
Sonderthema: Reifen Dezember 2025 – Januar 2026 97
5
IT AM BAU
Zur Planung einer
Bautätigkeit stehen
amtliche, digitale
Orthophotos mit einer
Auflösung von 20 cm
(DOP20) zur Verfügung.
LGL BW (2)
Digitale Bauvermessung
mit amtlichen Geodaten
ONLINE
Der YouTube-
Kanal des LGL
enthält mehrere
Tutorials rund
um die Nutzung
der Geodatendienste
in der
GIS-Software
»QGIS«.
LGL – Der Albtraum eines jeden Poliers sind veraltete Datensätze, fehlerhafte
Kopien und aufwendige manuelle Übertragungen per USB-Stick. Zeitverlust
und erhöhtes Fehlerrisiko sind die Folge. Im Zeitalter der Digitalisierung stellt
der Umgang mit Geodaten oft noch eine der größten Hürden in einem automatisierten
Workflow auf der Baustelle dar. Die gute Nachricht für Baden-Württemberg:
Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL)
stellt mit den Standards Web Map Service (WMS) und Web Feature Service
(WFS) Schlüsseltechnologien bereit, um Geoinformationen effizient und stets
aktuell in einen digitalen Bauplan zu integrieren – direkt und automatisiert.
Diese Dienste sind darauf ausgelegt, Daten genau
dann bereitzustellen, wenn sie gebraucht werden.
Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich – einer
davon ist, dass die meisten Dienste kostenlos zur
Verfügung gestellt werden (Open GeoData). Das LGL
stellt zahlreiche Geodatendienste für verschiedene
Anwendungen bereit. Der Web Map Service (WMS)
ist der etablierte Standard für die Visualisierung von
Geodaten. Er liefert digitale Daten als Bild (wie PNG
oder JPEG), das in einem GIS- oder CAD-Projekt oder
in einer Außendienstsoftware im Hintergrund dargestellt
wird. Für Bauprojekte bedeutet dies vor allem
Aktualität und keine unterschiedlichen Daten-
bestände: Der Nutzer greift stets auf den neuesten
Stand der amtlichen Geodaten zu, da die Kartenausschnitte
bei jeder Anfrage direkt vom Anbieter neu
generiert werden. Eine Offline-Speicherung entfällt.
Der WMS DOP20 lädt die digitalen Orthophotos
des LGL mit einer Genauigkeit von 20 cm in ein Projekt.
Die Luftbilder werden landesweit von einem
Flugzeug aufgenommen und in einem Zwei-Jahres-Rhythmus
erneuert. Mit diesen Fotos können
die Gegebenheiten des Gebiets um die Baustelle
schnell eingeschätzt werden – sowohl im Büro
als auch vor Ort. Mit dem Digitalen Geländemodell
(DGM), mit Schummerung oder mit einer topografischen
Karte lassen sich Projekte anschaulich
und gut verständlich darstellen – ideal für eine
Präsentation gegenüber Bauherren, Kunden,
Anwohnern, Geldgebern und anderen Stakeholdern.
Eine Variante des WMS ist WMTS. Bei diesem
Web Map Tile Service wird auf vorgekachelte
und schon bereitgestellte Bilder zugegriffen, was
besonders bei geringer Rechenleistung und ausgelastetem
Netzwerk benutzerfreundlich ist. Die Daten
müssen nicht extra erzeugt werden. Der wahre
98
Dezember 2025 – Januar 2026
IT am Bau
Game changer für die Datennutzung auf der Baustelle
ist jedoch der Web Feature Service (WFS). Im Gegensatz
zum reinen Darstellungsdienst WMS, der
die Daten »nur« als Bild liefert, stellt ein WFS die
eigentlichen Geodaten bereit. Dies ist der entscheidende
Unterschied, da der Nutzer vollständige Geoobjekte
(Features) und die dazugehörigen Vektordaten
(Punkte, Linien, Flächen) erhält. Dazu gehören
sogar die Attribute und Sachinformationen. Die Geodaten
können also in einer Software aktiv weiterverarbeitet
werden: für Längen- oder Flächenberechnungen,
Abfrage von Koordinaten oder Nutzungsdaten
und eine aktive Verwendung der Objekte selbst.
Der am häufigsten genutzte WFS lädt Flurstückgrenzen
und Grenzpunkte in das Bauprojekt herunter
(WFS_LGL-BW_ALKIS). Wird beispielsweise im Außendienst
eine Flurstückgrenze angeklickt, die über
den WFS auf ein Tablet geladen wurde, kann diese
abgesteckt werden – so als wäre das Kartenmaterial
zuvor vom Open-GeoData-Portal des LGL heruntergeladen,
im Büro offline vorbereitet und dann manuell
auf das Tablet übertragen worden. Hier zeigt
sich ein großer Effizienzvorteil.
Geodaten, die ungeplant plötzlich gebraucht werden
oder bei der Vorbereitung übersehen wurden,
lassen sich mit ein paar Klicks auf das Außendienst-
Tab let laden. Das vermeidet Leerlauf auf der Baustelle,
der die Kosten steigen lässt. Die Daten werden
nur bei Bedarf geladen, ansonsten verbraucht der
Dienst keine Ressourcen – weder Online-Bandbreite
noch Rechenkapazität oder Festplattenspeicher. Für
den Baualltag bedeutet dies einen zeitgemäßen digitalen
Workflow: Daten können direkt ins GIS, CAD
oder die Außendienstsoftware übertragen werden –
ohne Medienbruch. Die Zeiten, in denen große Offline-Dateien
vorbereitet, gespeichert und mühsam
auf einen Feld rechner kopiert werden mussten, sind
vorbei. Es wird nur der Layer heruntergeladen, der
wirklich gebraucht wird. Da die Rohdaten geliefert
werden, kann der Planer die Darstellung selbst bestimmen
und an die projektspezifischen Anforderungen
anpassen. Zahlreiche Geodatendienste des
LGL sind Open GeoData. Damit sind sie kostenlos
und in Standardformaten verfügbar.
s
Kostenlos
Zahlreiche Geodatendienste des
LGL sind Open GeoData – und
damit kostenlos, aktuell sowie in
Standardformaten verfügbar.
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IT am Bau Dezember 2025 – Januar 2026 99
KI-gestützte Lösung
für Predictive Maintenance
WEBFLEET – Webfleet und
Questar Auto Technologies
haben die Markteinführung
einer KI-gestützten Lösung
für vorausschauende
Fahrzeugwartung bekannt
gegeben. Webfleets Portfolio
für Predictive Vehicle Health
Management (PVHM) nutzt
KI-gestützte Algorithmen, um
präzise vorausschauende
Daten zu berechnen. Das versetzt
Fuhrparkmanager in die
Lage, eine proaktive und effektive
Planung der Fahrzeugwartung
umzusetzen. Die neue
Partnerschaft verbindet dabei
die neusten Entwicklungen von
Webfleet Vehicle Diagnostics
mit Questars KI-gestützter
prädiktiver Technologie.
Dazu Jan-Maarten de Vries,
President of Fleet Management
Solutions bei Bridge stone:
»Indem wir Webfleets umfassende
Kompetenz im Bereich Fahrzeugdaten
und dessen benutzerfreundliche
Oberfläche mit
Questars fortschrittlicher KI zur
Früherkennung von Ausfallrisiken
kombinieren, definieren
wir das Flottenmanagement neu.
Dies ist die erste umfangreiche
Integration von Predictive Vehicle
Health Management in einer
einzigen
Benutzeroberfläche.«
Die Kooperation unterstreicht
Webfleets Engagement, Fuhrparkkunden
dabei zu unterstützen,
deren Gesamtbetriebskosten
durch eine zuverlässige Fahrzeugverfügbarkeit
und optimier-
managern, potenzielle Ausfälle
frühzeitig zu erkennen und Wartungsmaßnahmen
rechtzeitig
einzuplanen. Dies reduziert sowohl
Ausfallzeiten als auch Wartungskosten.
Webfleets PVHM soll dies
dank einer 360°-Flotteneinsicht
gelingen – basierend auf Questars
prädiktiven Machine-Learningund
KI-Modellen zum Verständnis
des Fahrzeugzustands über
einen längeren Zeithorizont hinweg.
Die Fahrzeugdaten von
Questar umfassen vergangene
Die Fahrzeugdaten von Questar
umfassen vergangene Fahrten,
den aktuellen Zustand und
zukünftige Risikoprognosen,
um kritische Probleme
frühzeitig zu erkennen.
WEBFLEET
gie basiert auf über zwei Jahrzehnten
analytischer Erfahrung
und fortschrittlicher KI, um komplexe
Muster im Fahrzeugverhalten
zu identifizieren. PVHM ist
ab sofort für Webfleet-Kunden in
te Abläufe zu senken. Mithilfe von
Fahrten, den aktuellen Zustand
Großbritannien, den Niederlan-
Big Data, vorausschauenden Ana-
und zukünftige Risikoprognosen,
den, Belgien, Luxemburg, Spani-
lysen und Frühwarnhinweisen er-
um kritische Probleme frühzeitig
en, Deutschland, Frankreich, Po-
möglicht es Webfleet Fuhrpark-
zu erkennen. Questars Technolo-
len und Ungarn verfügbar.
s
Trimble: ISO-Standards
vereinfachen Datenaustausch
TRIMBLE – Trimble hat neue
Funktionen für seine Software
»Trimble WorksManager« angekündigt,
darunter Funktionen zur
herstellerübergreifenden Nutzung
von Entwürfen. Dies stellt einen
großen Fortschritt bei der Einführung
der ISO-15143-4-Standards
für den Austausch von Baustellendaten
in der Branche dar.
Als wichtiges Element der Trimble-Lösungen für das
Baustellenmanagement verbindet »WorksManager«
das Büro mit der Baustelle. Damit können Benutzer baufertige
Modelle aus der Ferne senden, Geräte und Maschinen
vor Ort verwalten sowie Probleme beheben, um die
Produktivität aufrechtzuerhalten. Zu den neuen Funktionen
gehört auch eine bessere Integration mit der Kollaborationsplattform
»Trimble Connect«, wodurch die
Arbeitsabläufe bei der Konstruktion und Zusammenarbeit
weiter optimiert werden sollen. ISO-Standards vereinfachen
den Austausch von Baustellendaten zwischen
Geräte- und Technologieanbietern. Mit »Trimble Works-
Manager« können Benutzer erstmals Konstruktionsdateien
an die Neigungssteuerungssysteme anderer Anbieter
senden. Davon profitieren insbesondere Baustellen
mit gemischter Technologie, da sie mit denselben Konstruktionsdateien
arbeiten können. Diese Funktion stellt
sowohl für Trimble als auch für die Branche einen großen
Fortschritt bei der Einführung dieser Standards dar. Die
stärkere Integration hilft Kunden, ihre Daten für eine ver-
besserte Produktivität und Rentabilität zu nutzen. Jetzt
stehen Projekte, die in »WorksManager«, der Kalkulationssoftware
»B2W Estimate« und den »B2W«-Betriebsanwendungen
initiiert wurden, dem gesamten Projektteam,
Subunternehmern und Eigentümern innerhalb von
»Connect« zur Verfügung. Zu den weiteren neuen Funktionen
gehört ein fortschrittliches 3D-Visualisierungsmodul,
das auf dem »Connect 3D Viewer« basiert. Dadurch können
Benutzer Geodaten aus vielen Quellen in einer Umgebung
zusammenführen, um die gesamte Baustelle anzuzeigen,
zu vermessen und zu analysieren. Neue zeitsparende
Arbeitsabläufe helfen Baustellenleitern, Fehler in
Konstruktionsdateien zu identifizieren, und bieten Tools
für die Datenbereinigung. Darüber hinaus ermöglicht eine
neue Integration zwischen »WorksManager« und der Ressourcenplanungsanwendung
»B2W Schedule« Disponenten
die Verfolgung von Trimble-Geräten, um die Projektabrechnung
zu optimieren und die Gerätenutzung zu verstehen.
Die Funktionen werden 2026 (Q1) weltweit über den
Trimble-Händlerkanal verfügbar sein.
s
100
Dezember 2025 – Januar 2026
IT am Bau
Die digitale Transformation
noch klüger vorantreiben
Um es klar auf den Punkt zu bringen: Für die Durchdigitalisierung der Baubranche
braucht es weit mehr, als Papier durch Software zu ersetzen und das böse Faxgerät
endlich auf den Sperrmüllhaufen zu schmeißen. Alles dreht sich darum, die digitale Vernetzung
aller Prozesse voranzutreiben – allumfassend plan-, dokumentier- und steuerbar.
Dan Windhorst
Standards
In erster Linie müssen
einheitliche Standards
geschaffen werden, um die
Durchdigitalisierung am Bau
deutlich zu beschleunigen.
Für die einen beginnt Digitalisierung am Bau mit
Building Information Modeling (BIM) oder damit,
Cloud-Plattformen statt Aktenordner zu nutzen.
Andere sprechen wiederum vom Internet of
Things (IoT), von der Nutzung mobiler Apps und
vom flächendeckenden Einsatz künstlicher Intelligenz
(KI). Das alles sind ohne Zweifel nützliche
Werkzeuge, um die Baustelle 4.0 Realität werden
zu lassen. Sie sind aber »lediglich« Bausteine und
keine allgemeingültigen Heilsbringer.
Woran es bisweilen hapert
Tatsächlich tut sich die Baubranche nach wie vor
schwer damit, den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen.
Und die Schuld daran tragen nicht
die Bauunternehmer, Hersteller oder Baubehörden.
Nach wie vor existieren so gut wie keine vereinheitlichten
Standards – und wenn sie dann da
sind, kommen sie viel zu spät, erweisen sich als
umständlich oder sind mit zu hohen Kosten verbunden.
Die Bauverbände prangern zudem an, dass einheitliche
Digital-Standards häufig von jenen festgelegt
werden, die an der Praxis vorbeidenken und
Prozesse dadurch eher »verschlimmbessern« würden.
Nicht zu unterschätzen ist aber auch, dass die
Baubranche sehr traditionell ausgerichtet ist. Dort
heißt es: »Man regelt die Dinge seit über 30 Jahren
gleich – wieso also plötzlich auf digitalen Schnickschnack
setzen?«
Die Vorzüge erkennen
Interessant wird es aber dann, wenn plötzlich
von Effizienzsteigerungen und Einsparpotenzialen
die Rede ist. Die Digitalisierung besitzt die
technische Treibkraft, alles am Bau anders zu denken.
Wie genau das funktioniert, erkennen wir bereits
anhand vermeintlich kleiner Dinge: Statt des
Schmierzettels im Bauwagen nutzen wir digitale
Kalender sowie Notiz- und Erinnerungsfunktionen.
Der Stundenzettel wurde ersetzt durch
smarte Zeiterfassung, während mitdenkende Assistenzsysteme
das Baggerfahren einfacher gestalten
als je zuvor. Und zwischen digitaler Datenanalytik,
umfassendem Flottenmanagement
und automatisierter Materialbeschaffung entwickelt
sich die Baustelle nach und nach zur Automations-
und KI-Spielwiese. Das Fazit lautet: Die Politik
muss, ebenso wie die Behörden, klare Richtlinien,
Vorgaben und anwendertaugliche Standards
schaffen – nur über flächendeckende Verbindlichkeit
kommen wir als Branche auch wirklich ins
Machen. Gleichzeitig kann jedes Unternehmen
seinen Beitrag leisten: Neben der Investition in
Innovationen bringen wir die Digitalisierung weit
schneller voran.
d
ADOBESTOCK
IT am Bau Dezember 2025 – Januar 2026
101
6
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
Stolze Gesichter: Das
gemeinsame Team
aus Collett, Goldhofer
und Greiner bei den
Überlasttests.
36 Achslinien und
350-t-Seitenträgerbrücke
übernommen
GOLDHOFER – Hier sind echte Schwergewichte am Werk: Mit
der Übernahme von gleich 36 Goldhofer-Achslinien des Typs »THP/
SL-L« sowie einer 350 t schweren Seitenträgerbrücke der Firma
Greiner Heavy Engineering hat Collett & Sons Ltd. einen bedeutenden
Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit vollzogen.
Die Übergabe erfolgte im Rahmen
eines gemeinsamen Probeaufbaus
inklusive Überlasttests
im Goldhofer-Werk in Mem-
mingen und markiert laut eigener
Aussage »den Beginn einer vielversprechenden
Partnerschaft
zwischen den Schwerlast-Spezialisten,
die gemeinsam neue
Maßstäbe setzen«. Collett & Sons
Ltd., mit Hauptsitz im britischen
Halifax, zählt zu den führenden
Schwerlastlogistikern Europas.
Das Familienunternehmen
ist bekannt für seine anspruchsvollen
Transportlösungen im Bereich
Infrastruktur, Energie und
Industrie. Mit dem jüngsten Investment
in Goldhofer-Technologie
erweitert Collett nicht nur
seinen Fuhrpark, sondern öffnet
auch ein neues Kapitel in seiner
strategischen Ausrichtung.
»Zukunftssicher aufgestellt«
»Wir sind stolz darauf, mit Goldhofer
einen Partner im Premium-Segment
gefunden zu haben,
der passgenaue Lösungen für unsere
Anforderungen bereitstellt
und zukunftssicher ist«, erklärt
Sam Collett, Geschäftsführer
von Collett & Sons Ltd. »Die ›THP/
SL-L‹-Module bieten uns maximale
Flexibilität und technische
Präzision – genau das, was wir
für unsere komplexen Projekte
benötigen.« Die »THP/SL«-Familie
von Goldhofer soll für höchste
Leistungsfähigkeit im Straßentransport
besonders schwerer
und voluminöser Lasten stehen.
Aufgrund des niedrigen Eigengewichts
und der geringen Bauhöhe
eignen sich die Module vom Typ
»THP/SL-L« laut Hersteller »ideal
für den Einsatz mit limitierten
Achslasten bei gleichzeitig
hohem Biegemoment«. Die weitestgehend
geschlossene Ladefläche
soll für eine hohe Torsionssteifigkeit
und Arbeitssicherheit
sorgen – selbst unter extremen
Bedingungen. Wie die gesamte
»THP/SL«-Familie seien die Module
universell kombinierbar und
lassen sich nahtlos in bestehende
Fuhrparks integrieren, was eine
102
Dezember 2025 – Januar 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
wirtschaftlich optimierte Transportlösung
ermögliche. Insbesondere
in Kombination mit Ladebrücken,
wie auch der Seitenträgerbrücke
von Greiner Heavy
Engineering, zeige der »Goldhofer
THP/SL-L« seine Stärke: Speziell
für den Transport von Großkomponenten
wie Transformatoren
oder Reaktoren konzipiert,
biete die Gesamtkombination
mit einer Tragfähigkeit von bis zu
GOLDHOFER (2)
350 t und einem modularen Scherenhubsystem
höchste Flexibilität
und Sicherheit im Einsatz.
»Beispiel für Ingenieurskunst«
»Ein tolles Projekt, das drei
hofer bedeutet die Zusammenarbeit
mit Collett & Sons weit
mehr als einen erfolgreichen
Geschäftsabschluss. »Collett &
Portfolio genau die Anforderungen
moderner Schwerlastlogistik
erfüllen.« Die Übergabe in Memmingen
war geprägt von einem
36 Achslinien des Typs »THP/
SL-L« in Kombination mit einer
Greiner-Seitenträgerbrücke
für Collett.
Schwerlast-Giganten
mitein-
Sons ist einer der bedeutends-
offenen Austausch technischer
ander vereint und die techni-
ten Schwerlast-Akteure im eu-
Expertise und dem gemeinsa-
sche Lösungskompetenz ver-
ropäischen Markt und wir freu-
men Ziel, innovative Transport-
deutlicht«, kommentiert Micha-
en uns auf die Partnerschaft und
lösungen weiter voranzutreiben.
el Greiner, Geschäftsführer von
viele weitere künftige Projekte«,
Für alle Beteiligten ist das Pro-
Greiner Heavy Engineering. »Die
betont Dennis Leschensky, Lei-
jekt ein Meilenstein – nicht nur
Kombination aus Goldhofer-Mo-
tung Vertrieb Europa & Nordaf-
in technischer Hinsicht, sondern
dulen und unserer Brücke ist ein
rika bei Goldhofer. »Die Entschei-
auch als Ausdruck gegenseitiger
Paradebeispiel für durchdach-
dung für unsere ›THP/SL‹-Fami-
Wertschätzung und strategischer
te Ingenieurs kunst.« Für Gold-
lie zeigt, dass wir mit unserem
Weitsicht.
d
Bott startet mit
Van Guard Accessories
BOTT – Das im Frühjahr von der Bott-Gruppe übernommene britische Unternehmen Van
Guard Accessories Ltd feiert seinen EU-weiten Markteintritt. Der 1976 gegründete Hersteller
aus dem südwestenglischen Exeter ist in Großbritannien eine etablierte Größe für
Nutzfahrzeugzubehör. Die Expansion des Tochterunternehmens nach Kontinentaleuropa
ist für die weltweit agierende Bott-Gruppe der logische nächste Schritt.
Van Guard Accessories Ltd ist auf gewerblich
genutzte Dachträger sowie Transporthilfen spezialisiert,
um beispielsweise Leitern auf hohen Fahrzeugdächern
einfach und sicher zu verstauen. Hinzu kommen
Sicherheitslösungen, die den Einbruchschutz von Nutzfahrzeugen
verbessern. »Das Produktspektrum von Van
Guard steht für sehr ähnliche Werte wie das der Bott-
Gruppe. Es handelt sich um praxiserprobte Ausrüstung
für qualitätsfokussierte Profis – eine ideale Ergänzung
für unsere Unternehmensgruppe und unsere Partner,
ganz im Sinne unserer Mentalität als Komplettanbieter«,
sagt Nick Smith, CEO der britischen Landesgesellschaft
Bott Ltd. Auch Emlyn Harris, CEO von Van Guard
Accessories, sieht große Chancen in dem für das Unternehmen
neuen Markt: »Unsere beiden Standorte in Exeter
sind in den letzten Jahren enorm gewachsen und
umfassen heute 80 hervorragend ausgebildete Fach-
BOTT
Emlyn Harris, CEO von Van Guard Accessories Ltd (l.),
und Nick Smith, CEO der Landesgesellschaft Bott Ltd.
kräfte. Die Marktposition der Bott-Gruppe eröffnet uns
ganz neue Möglichkeiten für den Direktvertrieb, um insbesondere
große Flottenkunden besser zu erreichen.
Wir sehen uns gut vorbereitet, die dadurch wachsende
Nachfrage mit gleichbleibend hoher Qualität zu beantworten.«
Seit September ist ein Großteil der Produkte
von Van Guard Accessories über das Vertriebsnetzwerk
der Bott-Gruppe verfügbar. Sie sollen nach Ansicht von
Bott den neuen Standard für die in den Ausbaukonfigurationen
eingesetzten Dachträgerlösungen setzen. d
Bau- & Nutzfahrzeuge
Dezember 2025 – Januar 2026 103
Die ausziehbaren Tieflader von
Kässbohrer sollen aufgrund ihrer besonders
langen Lebensdauer sowie
hoher Materialqualität punkten.
Ausziehbare Tieflader-Serie –
für operative Flexibilität
KÄSSBOHRER – Die ausziehbaren Tieflader sollen in erster Linie
mit hoher Zuverlässigkeit, langer Lebensdauer sowie vielen wichtigen
Features punkten, die das Arbeiten effizient und sicher machen.
Als Sinnbild dafür stehen Modelle wie der dreiachsige ausziehbare
Tieflader »K.SLA 3« oder der vierachsige größere Bruder »K.SLA 4«.
10
Tonnen
Kässbohrer möchte den
Branchenstandard mit der
höchsten Anzahl präzise
positionierter Zurrringe
mit Tragfähigkeiten von
5, 8 oder 10 t setzen.
Mit Enginuity entwickelt und
fertigt Kässbohrer seine
Fahrzeuge, um die bisher unerfüllten
Anforderungen seiner
Kunden in über 70 Ländern zu
erfüllen. Als laut Aussage einziges
Unternehmen, das die Anforderungen
aller Transportsegmente
– vom allgemeinen
Gütertransport über Schwer-
und Spezialtransporte bis hin
zu intermodalem Verkehr sowie
Schütt- und Flüssiggütern
– abdeckt, entwickelt Kässbohrer
seine Fahrzeuge kontinuierlich
weiter. Dies, so der Hersteller
weiter, geschehe in Europas
leistungsfähigsten F&E-Zentren
und auf Europas erstem, von einem
Trailerhersteller betriebenen
Outdoor-Testgelände, wobei
neue Maßstäbe in Sicherheit, Effizienz
und Langlebigkeit gesetzt
werden. In den vergangenen vier
Jahren zählt Kässbohrer nachhaltig
zu den Top-zwei-Marken
der europäischen Schwertrans-
portbranche. Die Tieflader werden
in Europas größter Produktionsstätte
für Tieflader gefertigt,
die nach den Prinzipien von Industrie
4.0 aufgebaut ist. Jeder
Kässbohrer-Tieflader durchläuft
umfangreiche Torsions-, Vibrations-
und Stabilitätstests, die
eine Betriebsdauer von bis zu
1 000 000 km simulieren. So werden
eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit
und langfristige
Zuverlässigkeit gewährleistet –
bei gleichzeitig niedrigen Lebenszykluskosten
für Betreiber
in anspruchsvollen Einsätzen.
Hohe Langlebigkeit
Die ausziehbaren Tieflader von
Kässbohrer sind für eine besonders
lange Lebensdauer konzipiert.
Durch die Anwendung einer
fortschrittlichen Metallisierungstechnologie
auf dem Fahrgestell
erreicht Kässbohrer eine
Salzsprühbeständigkeit von über
3 800 Stunden ohne Rotrostbildung
– der laut Unternehmen
höchste Korrosionsschutz in diesem
Segment. Diese Technologie,
angewendet auf Fahrgestelle
aus hochfestem »SC700«-Stahl,
erhöht die Haltbarkeit zusätzlich
und bewahrt die strukturelle Integrität
während der gesamten
Nutzungsdauer.
Höchste Ladungssicherheit
Kässbohrer möchte den Branchenstandard
mit der höchsten
Anzahl präzise positionierter
Zurrringe mit Tragfähigkeiten
von 5, 8 oder 10 t setzen, die
eine sichere und flexible Ladungssicherung
ermöglichen.
Diese einmalige Konfiguration
gewährleiste laut Kässbohrer
eine korrekte Lastverteilung
und sichere Befestigung auch
bei unterschiedlichsten Transportkombinationen.
Zur Sicherung
der Ladung bei ausziehbaren
Tiefladern integriert Kässbohrer
Verlängerungsbügel,
Con tainerverriegelungen
und
Rungenaufnahmen, die zuverlässige
Befestigungspunkte für
unterschiedlichste
Ladungsdimensionen
bieten.
Diese Elemente erhöhen die
Flexibilität des Fahrzeugs und
gewährleisten gleichzeitig die
Betriebssicherheit während Be-
und Entladung sowie im Transport.
Modulare Rampenkonfigurationen,
Containerverriege-
104
Dezember 2025 – Januar 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
lungen und optionale Verlängerungssysteme
bieten zusätzliche
Flexibilität und Sicherheit – bei
gleichbleibend einfacher Handhabung.
Operative Vielseitigkeit
Der dreiachsige ausziehbare Tieflader
»K.SLA 3« wurde laut Kässbohrer
entwickelt, um die vielfältigen
Anforderungen seiner
Kunden im Transport von langen,
schweren oder übergroßen
Gütern zu erfüllen – bei gleichzeitig
maximaler Nutzlast durch
ein leichtes Fahrgestelldesign.
Mit einem Eigengewicht von
10,75 t steigere die »K.SLA«-Serie
die Nutzlast für den Transport
schwerster Güter, ohne dass
eine Sondergenehmigung erforderlich
ist – was Zeit und Kosten
spare, so Kässbohrer. Der Tieflader
lässt sich in 500-mm-Schritten
bis zu 6 200 mm verlängern
und ermöglicht so Transporte
von 9 240 mm bis maximal
15 440 mm Länge. Für Betriebssicherheit
und Flexibilität ist der
»K.SLA 3« mit Twistlocks und 32
Zurrringen mit einer Tragfähigkeit
von bis zu 10 t ausgestattet.
Die Zurrringe sind am Schwanenhals,
auf der Ladeplattform
Förderprogramm
der Bundesregierung
Profitieren können
Anwender vom Investitionsförderprogramm:
Ob Allgemeingüter,
Schwertransporte,
intermodale oder Gefahrguttransporte
– Kässbohrer
bietet über 1 000 Fahrzeugtypen,
die alle im Rahmen des Investitionsförderprogramms
der
Bundesregierung förderfähig
sind. Gültig bis 31. Dezember
2027, ermöglicht dieses
Programm:
• 30 Prozent Sonderabschreibung
im ersten Jahr sowie
weitere 30 Prozent der
Restwertabschreibung in den
folgenden zwei Jahren
• Vorbereitung auf die Körperschaftsteuersenkung
ab 2028
• Kosteneffiziente Investitionen
in energieeffiziente,
nachhaltige Transporttechnologien
und an den Außenrahmen angebracht
und ermöglichen eine
einfache, sichere Handhabung.
Starke Nutzlasteffizienz
Der vierachsige, ausziehbare
Tieflader »K.SLA 4« wurde nach
Ansicht von Kässbohrer für
höchste Effizienz und Anpassungsfähigkeit
konstruiert. Mit
einem Eigengewicht von 11,57 t
biete er eine hohe Nutzlastkapazität
für schwerste Güter – ebenfalls
ohne Sondergenehmigung –
und reduziere damit Zeit- und Betriebskosten.
Der »K.SLA 4« kann
bis zu 6 200 mm ausgezogen werden,
um besonders lange Ladungen
aufzunehmen. Für optimale
Sicherheit ist das Fahrzeug mit
Containerverriegelungen
und
Zurrringen mit bis zu 10 t Tragfähigkeit
ausgestattet. Die strategische
Anordnung der Zurrpunkte
an Schwanenhals, Plattform und
Seitenrahmen trägt zu einer idealen
Lastverteilung und sicheren
Ladungssicherung bei.
Anfang des Jahres hat Kässbohrer
gemeinsam mit IDIADA,
Europas führendem Prüf- und
Homologationspartner, ein modernes
Outdoor-Testgelände mit
zwölf Spuren eröffnet. Das Gelände
ist das erste und einzige
Testzentrum, das vollständig im
Besitz eines Trailerherstellers ist
und von diesem betrieben wird.
Es ermöglicht umfassende Inhouse-Testverfahren,
die zuvor
in externen europäischen Einrichtungen
durchgeführt wurden
– wodurch Entwicklungszyklen
verkürzt und Effizienz
sowie
Reaktionsgeschwindigkeit
erhöht werden. Die Testprogramme
konzentrieren sich
auf Haltbarkeit, Lebensdauer,
Bedienkomfort und Sicherheit.
Die Akzeptanzkriterien für Leistung
und Lebensdauer liegen bei
einer Mindestlaufleistung von
einer Million Kilometer im Normalbetrieb.
d
PRODUKTE?
WIR LEBEN
LÖSUNGEN.
Zur Sicherung der Ladung
bei ausziehbaren Tiefladern
integriert Kässbohrer
Verlängerungsbügel,
Containerverriegelungen und
Rungenaufnahmen.
KÄSSBOHRER (2)
Unsere Kompetenz:
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Dezember 2025 – Januar 2026 105
KRAMPE
»BigBody«: Neue
Generation eines Klassikers
Ein Klassiker mit neuen Vorzügen:
der »BigBody 900« von Krampe.
KRAMPE – Im Jahr 2003 stellte Krampe erstmals die Wannenkipper
der »BigBody«-Baureihe auf der Agritechnica in Hannover
vor. Nun, Jahrzehnte später, ruft der Hersteller mit dem »BigBody
900« eine Weiterentwicklung dieses Klassikers auf den Plan, der
noch immer die Vorzüge des bewährten »BigBody«-Konzepts
verinnerlicht, dieses aber nun mit neuen Features abrundet.
Sicherheit
Zusätzliche Sicherheitsfeatures
wie Kippwarnung und sensorgesteuerte
Ölabschaltung erhöhen
die Betriebssicherheit.
Mit einer internen Nutzlast
von 28 t und einem Transportvolumen
von bis zu 51,16 m³
bleibt der neue »BigBody 900« der
zweitgrößte Tridem-Wannenkipper
im Programm. Gleichzeitig
bringt er zahlreiche technische
Neuerungen mit, die den Einsatz
noch effizienter, sicherer und
komfortabler machen sollen.
Innovatives Design
Die neue Wannenform ermöglicht
eine Konstruktion mit nur
einem Bauchgurt. Die geneigte
Stirnwand vergrößert das Ladevolumen
und sorgt für ein
schnelleres, sauberes Entladen,
wie Krampe mitteilt. Ein großes
Sichtfenster erlaube zudem
jederzeit den Blick in die Mulde.
Der
hochfrequenzgeschweißte
Obergurt reduziert hingegen
Schmutzablagerungen und bietet
laut Hersteller durch sein innovatives
Nutbaustein-System
flexible Möglichkeiten zur Nachrüstung
von Anbauteilen – ganz
ohne Schweißen.
»Technik, die Maßstäbe setzt«
Optional erhältlich sind eine
deichselgeberlose
elektrische
Zwangslenkung mit bis zu drei
gelenkten Achsen und verschiedenen
Lenkmodi, darunter der
Hundegang, sowie eine moderne
Isobus-Steuerung. Ebenfalls
wählbar sind ein EBS-System mit
Reifendrucküberwachung (»OptiTire«)
und eine integrierte Wiegeeinrichtung,
die per App präzise
Daten zu Gewicht, Geschwindigkeit
und Fahrstrecke liefert.
Zusätzliche Sicherheitsfeatures
wie Kippwarnung und sensorgesteuerte
Ölabschaltung erhöhen
die Betriebssicherheit, während
getrennte Ölkreisläufe für
effiziente Hydraulikfunktionen
sorgen.
Die wichtigsten Vorteile
Zusammengefasst lässt sich festhalten,
dass der »BigBody 900«
Zahlen
Tridem-Wannenkipper »BigBody 900«
Eigengewicht (t) 8,3 bis 10,2
zul. Gesamtgewicht (t) 31
Nutzlast StVZO/innerbetrieblich (t) 22,7 / 28
Stützlast (t) bis 4
Anhängerhöhe (cm) 55 bis 70
Zugkraftbedarf (kW) mindestens 140
über verschiedene Abdecksysteme
und Aufsatzgrößen sowie
eine geschlossene Bauweise
für weniger Schmutzablagerung
verfügt, was die Reinigung
vereinfacht. Hinzu kommen hydraulisch
klappbare Aufsätze
mit integrierter Verriegelung,
obenliegende
Bremszylinder
für maximale Bodenfreiheit sowie
wahlweise Luft-, Hydraulik-
oder Parabelfederung und optionale
deichselgeberlose, elektrische
Zwangslenkung mit drei gelenkten
Achsen- und Lenkmodi.
Wichtig ist außerdem: Die Lenkintensität
und -richtung kann der
Fahrer bequem aus der Kabine
einstellen, optional lassen sich
zudem eine Isobus-Steuerung
und ein EBS-System nutzen. Der
Tridem-Wannenkipper lässt sich
im Übrigen auch mit optionaler
Wiegeeinrichtung
(±2 Prozent)
mit App-Anbindung für Gewicht,
Kilometer, Fuhrenzähler und Geschwindigkeit
ausstatten.
d
106
Dezember 2025 – Januar 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Mobile Werkstatt:
Anhänger für THW ausgestattet
SORTIMO – Das Technische
Hilfswerk (THW) erhält
bundesweit 80 neue mobile
Werkstattanhänger, die
Sortimo mit einer bedarfsgerechten
Fahrzeugeinrichtung
und umfassenden Ausstattungsdetails
versehen hat. Die
Baubranche weiß seit Jahren
um die Vorzüge der Anhänger
– nun kommen diese auch beim
THW zum Einsatz. Ziel der
Partnerschaft ist es, die Helfer
im Einsatzfall optimal zu unterstützen:
mit klarer Struktur,
ergonomischen Arbeitsbedingungen
und einer verlässlichen
technischen Infrastruktur
selbst unter anspruchsvollsten
Bedingungen.
Ob nach Unwettern, bei Bergungsarbeiten oder
technischen Hilfeleistungen: Einsätze des THW
finden oft unter Zeitdruck und in schwierigem Gelände
statt. Genau hier setzt die intelligente Mobilitätslösung
von Sortimo, die speziell für das THW
entwickelt wurde, an. Der kompakte Anhänger bietet
laut Aussage des Herstellers trotz seines geringen
Raumbedarfs eine vollwertige Arbeitsumgebung mit
klaren Abläufen und ergonomischer Stehhöhe. Ziel
war es, den Einsatzkräften ein Werkzeug an die Hand
zu geben, das sie ohne Umwege unterstützt und ihnen
hilft, wertvolle Zeit zu sparen. Im Inneren sorgt
eine durchdachte Struktur aus Fahrzeugeinrichtung,
»Boxxen« und »WorkMo«-Elementen dafür, dass jedes
Werkzeug seinen festen Platz hat und unmittelbar
einsatzbereit ist. Ergänzt wird der mobile Arbeitsplatz
durch eine verlässliche Stromversorgung,
zusätzliche Arbeitsflächen und eine integrierte Möglichkeit
zur Handhygiene – Elemente, die im Ernstfall
entscheidend sein können. Mit den neuen Anhängern
schafft das THW eine einheitliche Lösung
für Standorte in ganz Deutschland. Die Ausstattung
SORTIMO
Nun profitiert auch das THW von den
Sortimo-Lösungen, um schnell reagieren, sicher
transportieren und effektiv arbeiten zu können.
trägt dazu bei, Abläufe zu vereinheitlichen und Materiallogistik
zu vereinfachen, sodass alle Teams unter
vergleichbaren Bedingungen arbeiten können. Für
Sortimo steht dabei ein Ziel im Mittelpunkt: Helfern
genau die Struktur zu geben, die sie benötigen, um
im Einsatz mehr Zeit für die schnelle und wirksame
Hilfe für Menschen in Not zu haben. Mit der Auslieferung
von insgesamt 80 Anhängern setzen das
THW und Sortimo ein sichtbares Zeichen für moderne
Einsatzlogistik und effizientes Arbeiten im Bevölkerungsschutz.
d
Update für Hakenliftanhänger
KRÖGER – Kaum ein
Transportmittel ist so flexibel
wie ein Hakenliftanhänger,
der für unterschiedlichste
Container und Einsatzzwecke
genutzt werden kann. Und
als Spezialist auf diesem
Gebiet hat Kröger kürzlich
das Produktportfolio um
wichtige Funktionen erweitert.
Die erklärte Zielsetzung ist
es, noch mehr Effizienz und
Bedienkomfort zu bieten.
Mit dem Hakenliftanhänger
»THL 14« bringt Kröger aktuell
ein neues Arbeitsgerät auf den
Markt, das durch Vielseitigkeit,
robuste Bauweise und modernste
Ausstattung überzeugen soll. Ob
im
Standard-Schlepperbetrieb,
im Lkw-Betrieb oder mit Bordhydraulik,
der »RK14.55« von Meiller
soll hier flexible Einsatzmöglichkeiten
für unterschiedlichste
Transportanforderungen aufbieten.
Die Zulassung für Geschwindigkeiten
von 40 bis 105 km/h ermöglicht
sowohl den Einsatz im
Nahverkehr als auch auf Kraftfahrtstraßen
und Autobahnen.
Serienmäßig ist das Modell mit
einer Parabelfederung ausgestattet,
alternativ stehen Verbundlenker
oder Luftfederung zur Verfügung.
Die Rahmenbauweise orientiert
sich an den bewährten,
größeren Fahrzeugtypen und
KRÖGER
Der neue Hakenliftanhänger »THL14« kann im Standard-Schlepperbetrieb, im
Lkw-Betrieb oder mit Bordhydraulik eingesetzt werden.
garantiert damit laut Hersteller
höchste Stabilität und Langlebigkeit.
Der neue »RK14.55« hingegen
ist für Containerlängen
von 4 000 bis 5 500 mm ausgelegt
und erreicht einen Kippwinkel
von rund 50°. Die Rollenhöhe
variiert je nach Fahrwerk und
Bereifung zwischen 1 070 und
1 350 mm. Zur Wahl stehen ADR-
oder Gigant-Achsen sowie unterschiedliche
Bereifungsoptionen
von 385/65R22,5 bis 560/60R22,5.
Nach der Einführung bietet Kröger
nun auch für »Agroliner«-Hakenliftanhänger
eine Isobus-Steuerung
an, die ab 2026 verfügbar ist.
Sie ermöglicht nach Herstellerangaben
eine komfortable Bedienung
über das Schlepper-Terminal,
über zusätzliche Isobus-Geräte
oder auch per Funkfernbedienung.
Automatische Abläufe,
etwa beim Absetzen oder Aufziehen
von Con tainern, sind vorprogrammiert.
Mittels AUX-Funktion
lassen sich einzelne Befehle
auf den Fahrerhebel legen, wodurch
die Steuerung sehr intuitiv
wird. Auch ohne lange Einweisung
ist ein sicheren Umgang
mit der Technik möglich.
d
Bau- & Nutzfahrzeuge Dezember 2025 – Januar 2026 107
AKTUELLES
38. Oldenburger Rohrleitungsforum
IRO – Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburg wieder zum Treffpunkt für Fachleute aus
Kommunen, Ver- und Entsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauunternehmen sowie Forschung
und Lehre. Unter dem Leitthema »Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen«
widmet sich das Forum den zentralen Fragen einer zukunftsfähigen Netzarchitektur: »Wie
lassen sich bestehende Netze erhalten und neue Netze so gestalten, dass beide gemeinsam
die Grundlage einer tragfähigen Gesamtstrategie für unsere Daseinsvorsorge bilden?«
Die unterirdische Infrastruktur bildet das technische Fundament unserer modernen Gesellschaft.
Millionen Kilometer an Leitungen und Kanälen sichern täglich die Versorgung mit Wasser, Energie,
Wärme und Daten oder gewährleisten die geordnete Ableitung und Behandlung von Abwasser.
Ihre Leistungsfähigkeit ist entscheidend für die Lebensqualität und wirtschaftliche Produktivität
hierzulande. Aber diese Netze sind hochkomplex und über lange Jahre gewachsen. Gleichzeitig verändern
eine zunehmende Urbanisierung sowie die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung und Digitalisierung
ihre technischen und betrieblichen Anforderungen in bisher nicht gekanntem Tempo. Diese
Entwicklungen verlangen ein
Umdenken in Planung, Bau
und Betrieb. Gefordert sind
Konzepte, die Bestand und
Neubau zu einem zukunftsfähigen
Gesamtsystem
integrieren: Bestandsnetze
müssen gezielt ertüchtigt
und an neue Anforderungen
angepasst werden, während
zugleich neue Infrastrukturen
entstehen – etwa blau-grüne
Systeme für klimaresiliente
Stadtentwicklung, gute Wärmenetze
oder überregionale
Leitungen für Strom, Wasserstoff,
Wasser und CO 2 . Im Frühjahr öffnet das Forum erneut seine Tore.
d
Max Wild ist Service-Partner von JCB
MAX WILD – Noch mehr Service und Möglichkeiten aufgrund direkter Anbindung ans Werk:
Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim ist Service-Partner des britischen Herstellers JCB.
»Die Werkstatt« am Firmensitz in Berkheim agiert als Pre-Delivery-Inspection-(PDI-)Center
im süddeutschen Bereich für die Bau-, Industrie- und Landmaschinen von JCB. Als Service-Partner
übernimmt Max Wild eine Art Endkontrolle, bevor die aus England kommenden
Fahrzeuge an die deutschen Kunden gehen.
»Seit der Eröffnung unserer Werkstatt 2020 haben wir viele Service-Partnerschaften im Bereich
der Nutzfahrzeuge und Lkw etabliert. Mit JCB haben wir jetzt auch unsere erste Service-Partnerschaft
für Baumaschinen. Einfach großartig, dass wir mit so einem namhaften und erfahrenen
Hersteller als Partner in diesen Bereich einsteigen dürfen«, freut sich Daniel Wild, Geschäftsfeldleiter
für das Fuhrpark- und Gerätemanagement bei der Max Wild GmbH. Im Rahmen der
Partnerschaft agiert »Die Werkstatt« von Max Wild künftig als Zentrum für die Auslieferungsinspektion
der Bau- und Landmaschinen von JCB. Die Fahrzeuge, die aus England kommen, werden
bei Max Wild in der Werkstatt detailliert geprüft und vorbereitet, bevor sie an die Endkunden
gehen. Als PDI-Center ist Max Wild für den süddeutschen Raum zuständig. »Wir übernehmen
die Qualitätskontrolle, bevor die Maschinen an die Großkunden von JCB ausgeliefert werden«,
erklärt Daniel Wild. Geplant ist, dass »Die Werkstatt« von Max Wild im Monat 20 Fahrzeuge von
JCB prüft.
d
IRO
Erfolgreiches Geschäftsjahr
und positive Aussichten auf 2026
Malaguti – Das Jahr 2025 schließt für Malaguti mit
einer äußerst positiven Bilanz ab, wie das Unternehmen
mitteilt. Damit wurde erneut dessen Solidität sowie
der kontinuierliche Antrieb
zur Innovation bestätigt –
ein Jahr, das von Wachstum
und Markterfolgen geprägt
war und die Grundlage für
ein 2026 voller Neuheiten
legt. Die Erwartungen für
das kommende Jahr sind
entsprechend hoch: Das Forschungs-
und Entwicklungsteam
arbeitet bereits intensiv Positiv für 2026 gestimmt.
an neuen technischen Lösungen
und Produktverbesserungen, die in den nächsten
Monaten auf den wichtigsten Fachmessen erstmals
präsentiert werden. Diese Termine werden laut Malaguti
»entscheidend sein, um dem Fachpublikum zu
zeigen, wie sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt
und den Anforderungen moderner Baustellen
mit konkreten und leistungsorientierten Lösungen
begegnet.«
d
humus wird Teil
der Mulag-Gruppe
Mulag – Die HAR-Gruppe
gibt als Dachgesellschaft
der Mulag den Erwerb der
etablierten Marke humus
bekannt. Die Marke humus
hat sich auf die Entwicklung
und Herstellung von
hochwertigen Mulchgeräten
spezialisiert und ist seit über Erfolgreiche Übernahme.
70 Jahren in den Märkten
erfolgreich. Mit diesem Schritt stärkt die Unternehmensgruppe,
der auch die Firma Mulag angehört,
ihre Position in den kommunalen und landwirtschaftlichen
Märkten. Damit erweitert die Gruppe ihr Portfolio,
welches optimal zu den bestehenden Lösungen im
Geschäftsbereich Anbaugeräte passt. humus besteht
weiterhin als ein eigenständiges Unternehmen und ist
innerhalb der Gruppe neben Mulag positioniert. »Die
Produkte von humus ergänzen unser Angebot auf ideale
Weise, sowohl technologisch als auch hinsichtlich
der Zielgruppen« erklärt Holger Wössner, Vorstand
der HAR-Gruppe und Geschäftsführer von Mulag.
»Durch die Integration der Marke humus erweitern
wir den Marktzugang und bieten unseren Kunden
künftig ein noch breiteres Spektrum an leistungsstarken
Maschinen für die Landwirtschaft und den
kommunalen Sektor.«
d
MALAGUTI
MULAG
108 Dezember 2025 – Januar 2026
Aktuelles
Neuer Lieferant für Seitenstapler:
Beutlhauser und Baumann starten Partnerschaft
ATLAS WEYHAUSEN
BEUTLHAUSER – Die beiden Unternehmen gehen in den Regionen Ost- und Südbrandenburg
sowie Ostsachsen gemeinsam in die Zukunft: Es wurde eine Partnerschaft geschlossen,
die sich auf den Vertrieb der Baureihe Rosso bezieht. Somit bietet Beutlhauser als autorisierter
Vertragshändler nun auch Zugang zu Seitenstaplern.
Holz-, Stahl- und Aluminiumteile, Konstruktionselemente aus Kunststoff oder Teile für den
Fahrzeug- und Maschinenbau: Der Transport langer Lasten mit herkömmlichen Frontstaplern
birgt hohe Sicherheitsrisiken. Seitenstapler schaffen Abhilfe. Sie sind so konzipiert, dass lange
Lasten sicher und schnell bewegt werden können, und bieten dem Fahrer eine bessere Sicht auf
die Fahrwege. »Die Kooperation mit Baumann Rosso an unseren Standorten in Cottbus, Dresden,
Eisenhüttenstadt und Schorfheide ist ein wichtiger Lückenschluss. Unsere Kunden profitieren von
einem erweiterten Produktportfolio, kurzen Wegen, kompetenter Beratung direkt vor Ort und verlässlichem
Service«, sagt Benedikt Burgstaller,
Regionalleiter für die Regionen Dresden und
Brandenburg. Das Portfolio umfasst Dieselsowie
Elektroseitenstapler mit einer Tragkraft
von bis zu 8 t sowie verschiedene Modelle von
Schwerlastseitenstaplern mit einer Tragkraft
von bis zu 60 t. Die Beutlhauser-Gruppe ist mit
592 Mio. Euro Jahresumsatz ein marktführendes
Handels- und Dienstleistungsunternehmen in
den Bereichen Verkauf, Vermietung und Service
sowie digitalen Lösungen. d Neue Partnerschaft vereinbart.
ZUSAMMENARBEIT
Palazzani Industrie ernennt Lolex Ltd
für Nordirland und die Republik Irland
PALAZZANI – Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Präsenz von Palazzani in Irland
durch einen qualifizierten und strukturierten Partner zu eröffnen.
Palazzani Industrie freut sich, seine neue Zusammenarbeit mit Lolex Ltd bekanntzugeben,
einem in Irland ansässigen Unternehmen mit Sitz in Antrim. Mit über 25 Jahren Erfahrung
in der Hubarbeitsbühnenbranche und als autorisierter Händler für Sinoboom und Dinolift
bietet Lolex auch eine umfassende Palette an Service, Wartungsreparaturen, Inspektionen
und technischem Support für alle Arten von Hubarbeitsbühnen (MEWPs) an und
gewährleistet so eine landesweite Abdeckung in ganz Irland. Die Zusammenarbeit wurde
durch die Präsentation der neuen »Spider Lift«-Modelle auf der Bauma weiter gefestigt,
die beim Management-Team von Lolex auf großes Interesse stieß.
d
Ruthmann überträgt
Cargoloader-Know-how an Fahrzeugbau Heimann
RUTHMANN – Die Ruthmann Holdings GmbH hat das komplette Know-how des Cargoloader
»RCP 50« an die Firma Fahrzeugbau Heimann mit Sitz in Nottuln veräußert. Heimann ist damit
ab sofort exklusiver Eigentümer dieses Know-hows für die Bundesrepublik Deutschland.
Mit der Übertragung sichert sich das traditionsreiche Unternehmen Fahrzeugbau Heimann die
exklusiven Rechte zur Weiterentwicklung, Fertigung und Vermarktung des Cargoloader-Systems
im deutschen Markt. »Mit Fahrzeugbau Heimann haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen
Partner gefunden, der das Konzept fortführen und weiterentwickeln wird«, erklärt Uwe Strotmann,
Chief Commercial Officer Time Europe der Ruthmann Holdings GmbH.
d
BEUTLHAUSER
Atlas feiert sein 55-jähriges Bestehen.
55 Jahre Atlas Weyhausen
ATLAS WEYHAUSEN – Seit über 55 Jahren ist das
Unternehmen nun am Markt vertreten – als Entwickler
sowie Hersteller unter der Marke Weycor.
Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als die
Hinrich Weyhausen KG gegründet wurde. Mit der
Einführung des Markennamens Atlas im Jahr 1936
begann eine bis heute bekannte Erfolgsgeschichte
im Bereich Baumaschinen. Geschäftsführer Marc
Bockelmann hierzu: »55 Jahre Atlas Weyhausen –
das sind 55 Jahre Mut, Leidenschaft und Ingenieurskunst.
Wir sind stolz auf unsere Geschichte, aber
noch entschlossener, die Zukunft aktiv zu gestalten.
Mit unseren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden
entwickeln wir Maschinen, die nicht nur heute überzeugen,
sondern die Welt von morgen besser und effizienter
machen. Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein
– und gleichzeitig der Start in ein neues Kapitel voller
Innovationen.«
d
»Allianz Industrie 4.0« prämiert
DOLEZYCH – Die cloudbasierte Softwarelösung
»PrüfExpress« wurde in Stuttgart mit dem
renommierten »Allianz Industrie 4.0 Award« Baden-Württemberg
2025 in der Kategorie »Winner«
ausgezeichnet.
»PrüfExpres«s setzt genau dort an, wo viele Unternehmen
heute vor großen Herausforderungen stehen:
bei der rechtssicheren, schnellen und einfachen
Prüfung und Dokumentation von Arbeitsmitteln. Die
digitale Lösung erleichtert diese Prozesse deutlich
und reduziert den administrativen Aufwand. »Wir
haben in den vergangenen Monaten intensiv an der
Weiterentwicklung gearbeitet und ›PrüfExpress‹ konsequent
an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet.
Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit
unserer digitalen Lösung genau den richtigen Weg
gehen«, sagt Sven Wasik, Bereichsleiter Geschäftsentwicklung
bei Dolezych. Die Software-as-a-Service-Lösung
ermöglicht die papierlose Erfassung
und Verwaltung von Arbeitsmitteln.
d
Aktuelles
Dezember 2025 – Januar 2026
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen
Seite
IMPRESSUM
BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
A ACDE Europe AG 69
A Alfred Kärcher GmbH & Co. KG 84
A Atlas Weyhausen GmbH 109
B Bell Equipment GmbH 26,36
A bema GmbH Maschinenfabrik 73
A Beutlhauser Holding GmbH 109
A BKT Europe Srl 15
A Bohnenkamp SE 12, 92
A Bosch Rexroth AG 78
A Bott GmbH & Co. KG 29, 103
A Bredenoord GmbH 32
A Bridgestone Europe NV/SA 94
A Brokk DA GmbH 66
A Buhr Industrieberatung und -vertrieb GmbH 80
C C. Christophel Maschinenhandel & Vermittlungen GmbH 54
A CNH Industrial Italia spa. 15
A Continental AG 90
D Daimler Truck AG 12
A Dappen Werkzeug- und Maschinenbau GmbH 72
A Develon Construction Equipment 27
A Dolezych GmbH & Co. KG 109
A Doll Fahrzeugbau GmbH 30
A Doosan Bobcat EMEA 12, 14
E EAG Einfach Aufbereiten GmbH 71
A Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co. KG 76
A Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG 50
A Epiroc Deutschland GmbH 65
F F. Reyher Nchfg. GmbH & Co. KG 77
G Geda GmbH 31
A Goldhofer AG 102
H Handtmann Systemtechnik GmbH & Co. KG 74
A Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 23
A HD Hyundai Construction Equipment Europe 34
A Heuver Bandengroothandel B.V. 96
A HKL Baumaschinen GmbH 13
A HS-Schoch GmbH 30, 43
A Husqvarna Deutschland GmbH 67
I igus GmbH 10
A Indeco Deutschland GmbH 47
A Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V. 108
J Josef Kränzle GmbH & Co. KG 84
A Jürgen Kölsch GmbH 52
K Kässbohrer Fahrzeugwerke GmbH 104
A Kiesel GmbH 29,41
A Kobelco Construction Machinery Europe B.V. 24
A Kraemer Baumaschinen GmbH & Co. KG 79
A Krampe Fahrzeugbau GmbH 106
L LGL – Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung 98
A Liebherr-International Deutschland GmbH 23
A Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH 46
A Liebherr Werk Telfs GmbH 16
M Mankiewicz Gebr. & Co. (GmbH & Co. KG) 82
A Mann+Hummel International GmbH & Co. KG 80
A Max Wild GmbH 108
A MBI Deutschland GmbH 64
A MB S.p.A. 70
A Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH 34, 68
A Mulag Fahrzeugwerk Heinz Wössner GmbH & Co. KG 108
O Officine Malaguti SRL 108
P Palazzani S.p.A. 109
A Palfinger GmbH 24
A Peri GmbH 33
A Peter Kröger Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG 107
A Pneuhage Management GmbH & Co. KG 88
R Rädlinger Maschinenbau GmbH 32
A Rokbak – Volvo Construction Equipment Haulers 40
A Rototilt GmbH 15
A Rüdiger Wöhrl GmbH 55
A Ruthmann Holdings GmbH 109
S SAF-Holland GmbH 96
A Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH 44
A Sany Europe GmbH 28
A Schaeffler Technologies AG & Co. KG 75
A Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 62
A Sortimo International GmbH 107
A Steelwrist Deutschland GmbH 35
T Tibatek GmbH 28
A Triangle Tyre Co. Ltd. 86
A Trimble Germany GmbH 100
A Tyrolit Construction Products GmbH 83
V VEI GmbH 56
A Volvo Construction Equipment Germany GmbH 26, 42
W Wacker Neuson SEZ 12
A Webfleet Solutions Sales B.V. 100
A Wirtgen International GmbH 25, 48
X Xcmg European Sales and Services GmbH 49
Y Ymer Technology GmbH 74
Z Zeppelin Baumaschinen GmbH 39, 60
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
baumagazin@sbm-verlag.de
www.baumagazin-online.de
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-0)
Joachim Plath (-0)
Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)
OBJEKTLEITUNG
Tobias Haslach (-39)
REDAKTION
Dan Windhorst (dc)
Thomas Seibold (ts)
Jessy von Berg (jvb)
KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT
Norman Zenzinger (-33)
ANZEIGENDISPOSITION
Benjamin Chucholowski (-18)
Emilie Plath (-45)
Simon ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Schmalholz (-13)
1 10.05.21 11:4
MAGAZIN-LAYOUT
Lisa Schröder Leitung (-23)
Jessica Grahle (-0)
Imelda Weidhaas (-24)
Peter Kunze (-27)
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Monika Thuy (-29)
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AUTORENBILDER
Petra Reger
TITELBILDER
igus; Adobe Stock; Liebherr; Bell
IVW angeschlossen
ISSN 1610-3785
Alle Rechte vorbehalten.
© Layout-Konzept: Thomas Schürger
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 29 vom
1. Januar 2025. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit
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Dezember 2025 – Januar 2026
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Dezember 2025 – Januar 2026 111
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NICHT DER WEG
ENTSCHEIDET. SONDERN
DER TRANSPORTER.
Der MAN TGE.
Ganz gleich, ob früher Start, schwere Lasten, enge Deadlines oder unwegsames
Gelände – der MAN TGE ist bereit. Mit der DNA eines Trucks und der Agilität eines Vans
passt er sich präzise den Anforderungen Ihres Geschäfts an. Vom digitalen Cockpit
über intelligente Fahrerassistenzsysteme bis hin zu maßgeschneiderten Konfigurationen
richtet sich der MAN TGE ganz nach Ihrem Job. Nicht umgekehrt. Mehr erfahren Sie
unter www.van.man