der motor – Forum für Motoren- und Antriebstechnik – Ausgabe 4/25
Ein Sieg der Vernunft – Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig. Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik stand auf dem Spiel. Technologieoffenheit statt Monokultur Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem, sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar. Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen mehrere technologische Pfade parallel verfolgen. Klimaschutz braucht Realismus Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein. Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen. Und darin liegt die eigentliche Chance.
Ein Sieg der Vernunft – Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat
Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig.
Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik stand auf dem Spiel.
Technologieoffenheit statt Monokultur
Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem, sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar.
Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen mehrere technologische Pfade parallel verfolgen.
Klimaschutz braucht Realismus
Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein.
Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen.
Und darin liegt die eigentliche Chance.
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Instandsetzungsabläufe
für Werkstätten
Dichtmassen
Alles, was die Werkstatt
im Motorbereich
wirklich braucht
Wenn Zuverlässigkeit
im Service
zum Alltag wird
Investition
in die Zukunft
Editorial
Ein Sieg der Vernunft –
Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat
Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035
zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht
für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft
vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil
der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig.
Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes
Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein
komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte
eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne
moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen
Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik
stand auf dem Spiel.
Technologieoffenheit statt Monokultur
Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem,
sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte
neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und
schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar.
Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen
am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte
Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen
mehrere technologische Pfade parallel verfolgen.
Klimaschutz braucht Realismus
Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter
an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird
eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges
Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein.
Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung
und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel
öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen.
Und darin liegt die eigentliche Chance.
Ihr
Agritechnica 2025 – Globaler Powerbooster für die Landwirtschaft
Elring Dichtmassen – Alles, was die Werkstatt im Motorbereich wirklich braucht
VOR ORT: DGS Mainz – Wenn Zuverlässigkeit im Service zum Alltag wird
Elektrische Antriebseinheiten für den Mercedes-Benz GLC
Neues Werk in Rumänien – iwis investiert in die Zukunft
Deutz-Fahr Serie 8 TTV mit FPT N67-Motoren
Innovative Lösungen für Land- und Forstwirtschaft
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MAN bietet spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung
Maritime Perspektiven für Triebwerksspezialist MTU Aero Engines
IVECO S-Way CNG setzt neuen Maßstab für Reichweite und Effizienz
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mtu/Rolls-Royce testet erfolgreich den ersten reinen Methanol-Schiffsmotor
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VMI – Ein Verband in Bewegung
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Treffpunkt der Zukunftsgestalter – 54. VDBUM Großseminar 2026
Reifenspuren für die Ewigkeit
Expertenseite
Impressum
Layout
dallidallidesign
Bildnachweise
Seite 4-7 Text & Bilder: DLG; Seite 8-11 Text & Bilder: Elring; Seite 12-13
Text: Bepoint, Bilder: DGS; Seite 14-16 Text & Bilder: Mercedes-Benz;
Seite 18-19 Text: Bepoint, Bilder: iwis; Seite 20-21 Text: FPT Industrial,
Bilder: FPT Industrial/olgasss81/Dreamstime.com; Seite 22-23 Text &
Bilder: Zeppelin Baumaschinen; Seite 24-26 Text & Bilder: Mercedes-
Benz; Seite 28-29 Text & Bilder: MAN Truck & Bus; Seite 30-31 Text:
MTU Aero Engines, Bilder: MTU Aero Engines/Irabel8/Dreamstime.com;
Seite 32-33 Text & Bilder: IVECO Deutschland AG; Seite 34-35 Text:
Bepoint, Bilder: Marx/Eyewave/Dreamstime.com; Seite 36-39 Text: Henze,
Bilder: Henze/Artzzz/Dreamstime.com; Seite 40-41 Text: mtu/Rolls
Royce Power Systems AG, Bilder: mtu/Rolls Royce Power Systems AG/
chaoss_info/Dreamstime.com; Seite 42-44 Text & Bilder: MS Motorservice;
Seite 45 Text & Bilder: Normandie Hydroliennes/kdk/MarineForum/
Sgoodwin4813/Dreamstime.com; Seite 46-47 Text & Bilder: KIT/mex;
Seite 48-50 Text: VMI, Bilder: VMI/Teeranat Ngoenvivatkul/Dreamstime.
com; Seite 52 Text & Bild: UNITI; Seite 52-54 Text: KIT/Toedter, Bilder:
KIT/Toedter/Leigh Prather/Dreamstime.com; Seite 55-57 Text: NPR/NE,
Bilder: NPR/NE/Puttachat Kumkrong/Konstantin Malkov/Dreamstime.
com; Seite 58-59 Text & Bilder: ZF; Seiter 60-63 Text: VDBUM, Bilder:
VDBUM/zagor_info/Dreamstime.com; Seite 64-65 Text & Bilder: aum/jri/
NASA; Seite 66-67: Bepoint
Ausgabe
4/2025
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dermotor.de | Ausgabe 4/2025
Agritechnica 2025
des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung
und Heimat, Alois Rainer, sowie zahlreicher internationaler
Delegationen zeigte das hohe agrarpolitische
Interesse an der Weltleitmesse.
Agritechnica 2025
Globaler Powerbooster für die Landwirtschaft
Die Agritechnica 2025 hat ihren Anspruch als Weltleitmesse der Landtechnik
eindrucksvoll bestätigt. Vom 9. bis 15. November setzte sie in Hannover starke
globale Maßstäbe und bot nationalen und internationalen Entscheidern aus
Landwirtschaft, Landtechnikindustrie und -handel wichtige Impulse, Innovationen
und präzise Geschäftskontakte. Rund 476.000 investitionsfreudige Fachbesucherinnen
und Fachbesucher aus 171 Ländern nutzten die Plattform für
Austausch, Marktüberblick und neue Kooperationen.
Unter dem Leitthema „Touch Smart Efficiency“
präsentierten 2.849 Aussteller aus 52 Ländern modernste
Technologien für einen nachhaltigen Fortschritt
der globalen Agrarbranche. Das neue Besucherkonzept
„7 Tage – 7 Themen“ bot zusätzliche
Orientierung bei Investitionsentscheidungen und
fachlichen Informationen. Die Messe vermittelte im
neuen Digital Farm Center praxisorientiertes Knowhow
zu Digitalisierung, Automatisierung, KI und Robotik
und demonstrierte deren effiziente Einbindung
in landwirtschaftliche Prozesse. Parallel fand die
Systems & Components als Leitmesse der Zulieferindustrie
für Landtechnik und den Off-Highway-Sektor
statt. Über 300 Fachveranstaltungen, Spotlights
und Branchen-Events unterstrichen zudem die fachliche
Führungsrolle der Agritechnica. Der Besuch
Mit einem vielfältigen Ausstellungsangebot und
Fachprogramm präsentierte die DLG (Deutsche
Landwirtschafts-Gesellschaft) als Veranstalter zusammen
mit ihren Partnern technische Innovationen,
die maximale Effizienz, Ressourcenschonung und
wirtschaftliches Wachstum miteinander vereinen –
passend zum neuen Leitbild der DLG der „Nachhaltigen
Produktivitätssteigerung“.
Die Agritechnica 2025 hat gezeigt, wie Innovationskraft,
Produktivität und Nachhaltigkeit
Hand in Hand gehen können. Unter dem Leitthema
„Touch Smart Efficiency“ demonstrierte die Agritechnica
eindrucksvoll, wie modernste Technologien
aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung,
Robotik und KI in die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse
integriert werden und effizienzsteigernd
wirken. Hier in Hannover haben wir zukunftsweisende
Impulse für die Landwirtschaft und Landtechnik
von morgen in die ganze Welt gesendet. In Zeiten
globaler Herausforderungen setzte die Agritechnica
– als globaler Powerbooster der Landwirtschaft – ein
wichtiges Signal für Wachstum und Fortschritt. Wir
haben bewiesen, dass wir gemeinsam an den richtigen
Stellschrauben arbeiten und unsere Aussteller
die passenden Antworten auf die unternehmerischen
Fragen der Branche haben.
Tobias Eichberg, Geschäftsführer der DLG Markets GmbH
Jubiläum: 1985 fand die erste Agritechnica mit 551 Ausstellern
statt – damals noch auf der Frankfurter Messe in Frankfurt Main.
Hohe Zufriedenheit der Fachbesucher
mit dem Ausstellungsangebot
Die Besucher zeigten sich äußerst zufrieden
mit dem Ausstellungsangebot und den fachlichen
Themen der Agritechnica, was eine Zustimmung
von 95 Prozent in der Besucherbefragung bestätigt.
Besonders großes Interesse galt den Themen
Traktoren, Transportfahrzeuge, Erntetechnik, Technik
für Bodenbearbeitung und Aussaat, Pflanzenschutz
und Düngung, Smart Farming und Automatisierung.
Timo Zipf, Projektleiter der Agritechnica
Rund 32 Prozent der Entscheider reisten aus dem
Ausland an – davon 15 Prozent von außerhalb Europas.
Darunter zahlreiche Fachbesucher aus den Nie-
4 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 5
Agritechnica 2025
derlanden, Österreich, Italien, der Schweiz, Frankreich,
Dänemark, Großbritannien, Polen, Tschechien
sowie aus den USA, Kanada und China. Am International
Farmers Day standen die drei Agrarnationen
Frankreich, Tschechien und Kanada im Fokus. Zudem
nutzten über 1.600 Journalisten und Influencer
aus 55 Ländern die Agritechnica, um sich über aktuelle
Trends und Innovationen zu informieren.
Aussteller aus 52 Ländern
Der Anteil der internationalen Aussteller betrug 68
Prozent. Die meisten der 2.849 Aussteller kamen aus
Deutschland, gefolgt von Italien, China, der Türkei
und den Niederlanden. In 37 Pavillons präsentierten
sich verschiedene Länder und Nationen – darunter
erstmals auch Australien, Polen, Ungarn, Tschechien,
die Türkei sowie ein Pavillon der kanadischen
Agricultural Manufacturers (AMC).
Agritechnica mit neuem
Besuchertagekonzept:
„7 Tage – 7 Themen“
Auf der Weltleitmesse hatte das neue Besuchertagekonzept
„7 Tage – 7 Themen“ Premiere. Mit den
neu konzipierten Thementagen richtete sich die Agritechnica
gezielt an unterschiedliche Fachbesuchergruppen.
Den Auftakt bildete der „Innovation and
Press Day“ für Entscheider und die internationale
Fach- und Wirtschaftspresse, gefolgt von den beiden
„Agribusiness Days“, die Ausstellern den fokussierten
Austausch mit investitionsorientierten Kunden
und Entscheidern ermöglichten. Der „International
Farmers Day“ stellte die globale Landwirtschaft in
den Mittelpunkt, während der „Digital Farm Day“ digitale
Technologien hervorhob. Mit dem „Young Professionals
Day“ rückte der internationale Branchennachwuchs
in den Fokus, bevor der Samstag unter
dem Motto „Celebrate Farming“ die Leistungen und
Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft feierte.
Großer Zuspruch für das
neue Digital Farm Center
Das Digital Farm Center erlebte auf der Agritechnica
2025 einen erfolgreichen Auftakt und bot Start-ups
und Herstellern eine zentrale Bühne für Innovationen
aus Digitalisierung, Automatisierung, Robotik und KI.
In Halle 21 präsentierten sie ihre neuesten Systeme
und Anwendungen. Das Fachprogramm der DLG-
Expert Stage „Digital Farming“ thematisierte unter
anderem Spot Spraying, den Einsatz generativer
KI und Automatisierungslösungen; in der täglichen
Praktikerstunde teilten Anwender ihre Erfahrungen
aus der landwirtschaftlichen Praxis. In der Robotics
Live Arena erlebten die Besucher an allen Messetagen
modernste Robotertechnologie, die zeigte, wie
autonome Maschinen bereits heute komplexe Aufgaben
im Feld meistern und welche Perspektiven sie
für die Landwirtschaft eröffnen.
International Dealer Center:
Landtechnikhandel im Mittelpunkt
Mit dem neu konzipierten International Dealer Center
wurde das Angebot für den Landtechnikhandel konsequent
ausgebaut – durch erweitertes Business-
Matchmaking, neue fachliche Schwerpunkte und
zielgerichtete Networking-Formate, die den internationalen
Austausch intensivierten. Im DLG-Spotlight
„Werkstatt Live“ gaben Werkstattteams Einblicke in
die Arbeit als Land- und Baumaschinenmechatroniker:
Sie demonstrierten klassische Wartungsprozesse
an Traktoren und anderen Landmaschinen. Anschließend
konnten Besucherinnen und Besucher
mit den Werkstattteams und Experten ins Gespräch
kommen und ihre Fragen zum Berufsbild stellen.
Internationales Fachprogramm und
ausgezeichnete Innovationen
Die Agritechnica bot als global führende Zukunftsplattform
und Ideenschmiede, gestaltet von der
DLG und zahlreichen Partnern aus Industrie, Wissenschaft
und Beratung, ein umfangreiches Fachprogramm
mit über 300 Veranstaltungen. Auf den
Bühnen der DLG-Spotlights zu den Themen Digital
Farming, Soil Health und Werkstatt Live, der DLG-
Expert Stages „Smart Efficiency“, „Digital Farming“
und „Systems & Components“ sowie in den kompakten
und pointierten Pop-up Talks Forst, Dealer
und International Insights wurde Wissen für internationale
Fachbesucher vermittelt. Im Fokus standen
neben Automatisierung, Robotik, KI unter anderem
Themen wie Bodengesundheit, innovative Antriebstechnologien,
Lösungen rund um die Ausbringung
von Gülle, Pflanzenschutz und Saatgut bei gleichzeitig
hoher Produktionseffizienz.
Die im Rahmen der Agritechnica vergebenen Neuheitenpreise
„Innovation Award Agritechnica“ für
Lösungen in der Landtechnik, die „Systems & Components
Trophy – Engineers‘ Choice“ für innovative
Systeme und Komponenten im Off-Highway-Sektor
und der Preis für visionäre Konzepte im Entwicklungsstadium
„DLG-Agrifuture Concept Winner“
verdeutlichten allesamt die Innovationskraft der ausstellenden
Unternehmen und Branchen. Verliehen
wurde auch der „Women in Ag Award“ für herausragende
Leistungen von Frauen aus Landwirtschaft
und Agribusiness sowie der „DLG Agri Influencer
Award” für außergewöhnliches Engagement im Bereich
Social Media.
Die nächste Agritechnica und
Systems & Components finden
vom 14. bis 20. November 2027
in Hannover statt.
6 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 7
Dichtmassen
VON ELRING – DAS ORIGINAL
Dichtmassen
Alles, was die Werkstatt
im Motorbereich
wirklich
braucht
kann es somit nicht mehr zu Rissbildung kommen
und ein Dichtspalt von bis zu 0,2 Millimeter lässt sich
so abdichten. Das Curil TM T2 bleibt dauerplastisch,
das heißt: es härtet nicht aus und zeigt so eine erhöhte
Widerstandsfähigkeit bei Verwendungen wo
Vibrationen auftreten. Durch diese Eigenschaft ist
aber auch eine leichte Demontage garantiert.
Für Materialpaarungen zwischen
Metall-Metall / Metall-Kunststoff /
Kunststoff-Kunststoff ist Curil TM T2
bestens geeignet. Auch die Verwendung
in Verbindung mit Weichstoffdichtungen,
beispielweise
Ölwannendichtungen oder Wasserpumpendichtungen
funktioniert
einwandfrei. Der Temperaturbereich
für den Einsatz beträgt erstaunliche
minus 55 bis 270 Grad
Celsius.
50 Prozent Luftfeuchtigkeit beträgt die Reaktionsgeschwindigkeit
zwei Millimeter in fünf Stunden. In
der Praxis kann Dirko TM HT allerdings auch nach wenigen
Minuten im sogenannten Nassverbau verwendet
werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass Dirko TM
HT für mittelgroße Dichtspalte bis circa zwei Millimeter
geeignet ist und auch auf lackierten Oberflä-
Zudem ist das neue Curil TM T2 resistent
gegen Mineralöle (auch mit Zusätzen),
synthetische Öle, Schmierfette,
Kühlmittel, kaltes und heißes
Wasser, Salzwasser, Reinigungsmittel,
schwache Säuren und Laugen,
Benzin- und Diesel-Kraftstoff!
Dichtmassen gibt es bei Elring schon seit den 1930er Jahren. Damals war eine
flüssige Dichtmasse nötig, um die in dieser Zeit zur Verfügung stehenden Dichtmaterialen
zusätzlich abdichten zu können. Das Elring-Produkt hatte den noch
heute bekannten Namen Curil TM .
Bei Curil TM handelte es sich damals
um eine aushärtende Dichtmasse,
die gegen Benzin und Diesel resistent
war. In der Zwischenzeit gibt es
einen Nachfolger der schon
früher beliebten Dichtmasse.
Zudem hat sich das Elring
Dichtmassen-Portfolio
um einige weitere Produkte
vergrößert.
Curil TM T2 – eine wirklich
universelle Dichtmasse
Das lösemittelfreie Curil TM T2, welches erst seit Frühjahr
2021 auf dem Markt erhältlich ist, benötigt im
Gegensatz zu seinem Vorgänger keinerlei Ablüftzeit,
das heißt: eine Wartezeit bei der Montage ist nicht
notwendig und die Arbeit ist schneller erledigt. Durch
das Fehlen des Lösungsmittels kommt es auch nicht
zu dessen Verdunstung, was bedeutet, dass es zu
keiner Materialschrumpfung kommt. Im Dichtspalt
Die Lagerfähigkeit beträgt hervorragende
36 Monate und eine Kennzeichnung
als Gefahrgut entfällt
komplett bei diesem Produkt.
Dirko TM HT – Die Silikon-
Dichtmasse
Silikon-Dichtmassen finden sich
am Motor an vielen Stellen. Ventildeckel,
Steuergehäuse, Ölwannen
aber auch an vielen Stellen an Getrieben.
Das Elring-Silikon Dirko TM HT härtet
durch zwei zusammenspielende
Komponenten: Luftfeuchtigkeit und
Sauerstoff. Unter Standardbedingungen
von 23 Grad Celsius und
8 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 9
Dichtmassen
chen verwendet werden kann. Als weitere Produkteigenschaft
kommt die enorme Hitzebeständigkeit
von 315 Grad Celsius dazu, welche das Silikon über
einen Zeitraum von 24 Stunden verträgt.
Abdichtung von Ventildeckeln gegen den Zylinderkopf.
Aber auch Steuergehäuse, Nockenwellenträger,
Flanschverbindungen, Gehäuse- und Lagerdeckel
lassen sich sicher abdichten.
anwender- und
umweltfreundlich
muss es sein
Anzeige
ihre schnelle Vernetzungszeit, eine gute Haftung und
ihre Verträglichkeit mit Metallen aus. Eine Schwachstelle
haben Oxim Silikone jedoch im Allgemeinen.
Während des Vernetzungsvorgangs kommt es zu einer
Abspaltung von 2-Butanonoxim
– auch genannt
Methyl-Ethyl-Keton-Oxim
oder kurz MEKO. Dies
mag zunächst nach einer
wichtigen Information für jeden Chemiker klingen,
doch hat es eine außerordentliche Tragweite für die
Personengruppen, die tagtäglich mit diesen Stoffen
arbeiten, sei es nun in der Werkstatt oder beim Do-It-
Yourself am eigenen Auto, denn MEKO steht im Verdacht,
sich negativ auf die Gesundheit auszuwirken.
Aus diesem Grund gibt es bereits seit September
2013 in Deutschland einen Arbeitsplatzgrenzwert
von einem Milligramm pro Kubikmeter Luft für eingesetzte
chemische Stoffe. Auch das bisherige Dirko
TM von Elring hat diese strengen Richtlinien bereits
erfüllt und eine chemische Zusammensetzung realisiert,
die nur ein Minimum des vorgegebenen Grenzwertes
erreicht hat.
Bei der Weiterentwicklung der Dirko TM HT Dichtmasse
entschied man sich jedoch, eine gänzlich schadstofffreie
Beschaffenheit zu ermöglichen. So konnte
seit Februar 2020 ein MEKO-freies Dirko TM Oxim
Silikon-Portfolio anbieten. Damit können die Elring-
Kunden völlig frei von gesundheitsschädlichen Stoffen
arbeiten. Ein großer Vorteil der Elring-Silikone,
der nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.
Auch die neuen anaeroben Dichtmassen und das
neue Curil TM T2 haben in ihrer Rezeptur einen Schritt
Richtung Zukunft gemacht. Diese Dichtmassengruppen
sind nun frei von umweltschädlichen Stoffen,
gekennzeichnet durch das grüne eco-friendly Icon.
Die anaeroben Dichtmassen sind zudem im praktischen
Faltenbalgfläschchen mit Twist Cap, was ein
präzises Applizieren ermöglicht und sich leicht öffnen
und schließen lässt – auch mit einer Hand.
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Eine Einschränkung bei der Verwendung gibt es allerdings.
Silikone sind nicht resistent gegen Benzin
und Diesel, der Anwendungsbereich ist dennoch
sehr weit. Beständig ist Dirko TM HT gegenüber Mineralölen,
synthetischen Öle, Schmierfette, Kühlmittel,
UV-Strahlung, Salzwasser, Reinigungsmittel, schwache
Säuren und Laugen.
Anaerobe Dichtmassen
EL-Liq 73 und EL-Liq 74
Eine weitere Gruppe wichtiger Dichtmassen an
Motoren sind die anaeroben Dichtmassen. Wie die
Produktbezeichnung es sagt, findet die chemische
Reaktion unter Ausschluss von Sauerstoff statt, die
andere Komponente ist der vollflächige Kontakt
zweier Metalloberflächen. Erst dann beginnt die Reaktion
und die Bildung eines medien- und temperaturbeständigen
Dichtfilms, der aushärtet. Der Temperaturbereich,
in dem die anaeroben Dichtmassen
sicher abdichten, beträgt minus 55 bis 180 Grad
Celsius. Der Einsatzbereich ist klassischer Weise die
Da keine Ablüftzeit erforderlich ist, ist eine sofortige
Dichtfunktion gegeben. Die optimale Verarbeitungstemperatur
beträgt 23 Grad Celsius. Medienbeständig
sind die Flächendichtungen EL-Liq gegenüber
Mineralölen, synthetischen Ölen, Kraftstoffen und
Kühlmittelzusätzen. Der maximal überbrückbare
Dichtspalt beträgt bei beiden Dichtmitteln 0,35 Millimeter.
Der Unterschied zwischen den beiden von
Elring angeboten EL-Liq besteht darin, dass die Klebewirkung
bei EL-Liq 73 ungefähr doppelt so hoch
ist als bei EL-Liq 74.
Professionelles Abdichten
mit gutem Gewissen
Bei der Expansion und Verbesserung des Dichtmassen-Portfolios
wurde zudem Wert darauf gelegt,
dass die Dichtmassen anwender- und umweltfreundlicher
sein sollten.
Dirko schwarz, beige und grau sind sogenannte
Oxim-Silikone. Diese zeichnen sich vor allem durch
LiqRep Repair Kit
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alles, was Sie für eine professionelle
Klebereparatur an Motor und Karosserie
benötigen.
Das LiqRep Repair Kit beinhaltet:
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1x LiqRep Plastic
10x LiqRep Mixing Tubes
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www.elring.de
YouTube
der motor vor Ort
Wenn Zuverlässigkeit im Service zum Alltag wird
Ein Eingriff im laufenden Betrieb
Ein weiterer Motor der vier Hauptmotoren musste
während des aktiven Fährbetriebs ausgebaut werden.
Ein Schritt, der immer eine exakte Planung erfordert
und den die Mitarbeiter der Fährgesellschaft
präzise organisieren. Denn jede Verzögerung hätte
unmittelbare Auswirkungen auf die Verbindung für
Pendler, Schüler und Ausflügler. Der Motor wurde
nach Mainz transportiert, wo die DGS-Spezialisten
die komplette Grundüberholung übernahmen.
Wenn Zuverlässigkeit
im Service zum Alltag wird
Die Servicespezialisten der DGS Mainz halten Fähre in Bewegung.
Die Fährverbindung ist für viele Pendler am Rhein
ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Dass die
Fähre seit Jahren zuverlässig ihre Strecke zwischen
Bad Honnef und dem gegenüberliegenden Ufer
absolviert, liegt auch an einem eingespielten Team
aus Technikern, das selten im Rampenlicht steht. Als
die Motoren nach zehntausenden Betriebsstunden
eine Generalüberholung benötigten, zeigte sich,
wie reibungslos das Zusammenspiel zwischen der
Fährgesellschaft Honnef Pool GmbH & Co. KG
und der DGS Diesel- und Getriebeservice GmbH in
Mainz funktioniert – und dass selbst ein Eingriff am
Herzstück des Antriebs den Fährbetrieb nicht zum
Stillstand bringen muss.
Ein unscheinbares Rückgrat
des Rheinverkehrs
Damit der Fährbetrieb täglich ohne Unterbrechungen
läuft, arbeitet im Hintergrund eine präzise abgestimmte
technische Infrastruktur. Die DGS in Mainz betreut
als langjähriger Servicepartner der Fährgesellschaft
die vier John-Deere-Marinemotoren der Fähre Bad
Honnef, die mittlerweile über 50.000 Betriebsstunden
absolviert hat. Regelmäßige Wartungen gehören zum
Routineprogramm – doch nun stand wieder ein Eingriff
an, der über das Übliche hinausging.
Generalüberholung bis
in die letzte Schraube
In Mainz folgte eine detaillierte Überprüfung des Aggregats.
Bauteile wurden geprüft, Verschleißkomponenten
ersetzt und das Gehäuse frisch lackiert. Den
Abschluss bildete ein intensiver Probelauf, der die
Funktionstüchtigkeit des Motors bestätigte – ein entscheidender
Moment, bevor der Antrieb wieder zurück
an den Rhein überführt wurde.
Wiedereinbau ohne Stillstand
In enger Zusammenarbeit zwischen den Mechanikern
der Fährgesellschaft und der DGS fand der Motor
erneut seinen Platz im Maschinenraum der Fähre,
während der reguläre Betrieb weiterlief. Der nahtlose
Ablauf zeigt, wie gut die Abläufe zwischen Fährgesellschaft
und Servicepartner abgestimmt sind und
welch hohe Präzision hinter einem alltäglich wirkenden
Fährdienst steckt.
Fortsetzung folgt
Der überholte Motor ist bereits der zweite, den die
DGS als Spezialist für Diesel- und Getriebetechnik
komplett erneuert hat. Die beiden restlichen Antriebe
sollen voraussichtlich im kommenden Jahr folgen.
Damit bleibt die Fährverbindung auch weiterhin das,
was sie für die Region längst ist: ein verlässliches
Stück Infrastruktur, das den Rhein täglich verbindet.
12 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 13
Elektrische Antriebseinheiten für den Mercedes-Benz GLC
verantwortet die Produktion der Einheiten für den
neuen CLA und zukünftiger Modelle im Top-End-
Segment. Mit der Montage von elektrischen Antrieben
steuert Sebeș Schlüsselkomponenten für die
Produktion des vollelektrischen GLC bei, dessen Serienproduktion
im nächsten Jahr im Mercedes-Benz
Werk Bremen beginnt. Ab dem kommenden Jahr
wird Sebeș auch das ungarische Mercedes-Benz
Werk in Kecskemét, in dem die neue elektrische C-
Klasse vom Band laufen wird, mit elektrischen Antrieben
beliefern. Rumäniens Ministerpräsident Ilie
Bolojan und weitere Regierungsvertreter besuchten
anlässlich einer Veranstaltung zum Produktionsstart
das Star Assembly Werk in Sebeș.
Produktionsstart
der elektrischen
Antriebseinheiten
für den Mercedes-Benz GLC bei Star Assembly
Star Assembly, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz AG,
hat ihr Produktionsportfolio erweitert und offiziell mit der Montage der elektrischen
Antriebseinheiten für den neuen, vollelektrischen Mercedes-Benz GLC begonnen.
Die neuen Produktionsumfänge im Bereich von
Komponenten für Elektrofahrzeuge stärken die
strategische Rolle des Werks im globalen Produktionsnetzwerk
und der Geschäftsstrategie von Mercedes-Benz.
Sebeș ist das zweite Werk im globalen
Produktionsnetzwerk, das die Mercedes-Benz
Fahrzeugwerke mit elektrischen Antriebseinheiten
versorgt. Der Produktionsstandort arbeitet eng mit
dem Werk Untertürkheim, dem Kompetenzzentrum
für Antriebstechnologien, zusammen. Untertürkheim
Die Produktion der elektrischen Antriebseinheiten
für den neuen, vollelektrischen Mercedes-Benz
GLC ist ein wichtiger Meilenstein in der
Transformation unseres Werks und unterstreicht die
Rolle von Sebeș im globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk.
Investitionen in die neuen Produktionsumfänge
erhöhen die Flexibilität und stärken
damit die Zukunftsfähigkeit. Ich bin stolz auf das
hoch engagierte und kompetente Team, das seine
Erfolgsgeschichte mit diesen neuen High-
Tech-Produkten fortschreiben wird.
Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group
AG, verantwortlich für Produktion, Qualität und Supply Chain
Management
Diese Investitionen bedeuten Technologietransfer,
Zugang zu Märkten, Arbeitsplätze
und die Integration der rumänischen Industrie in die
europäische Wertschöpfungskette, die den Grundstein
für eine gesunde Entwicklung der künftigen
Wirtschaft legt. Wenn ein Unternehmen an einen
Standort kommt, geht es nicht nur um die Produktion
selbst. Es bedeutet auch, die Bildung zu unterstützen
und soziale Verantwortung. Ein wettbewerbsfähiges
Land zu sein bedeutet, qualifizierte Arbeitskräfte
zu haben. Ich möchte mich bei dem Team von Star
Assembly Sebeș für den signifikanten Beitrag
bedanken.
Ilie Bolojan, Ministerpräsident von Rumänien
Wir haben heute einen wichtigen Schritt in
die Zukunft der Mobilität gemacht. Dieser Erfolg
ist das Ergebnis umfassender Zusammenarbeit,
des Engagements des Teams, der Flexibilität und
Expertise. Wir sind stolz auf unsere hochqualifizierten
Mitarbeitenden und dankbar für die anhaltende
Unterstützung der lokalen Community wie auch der
Behörden bei diesem bedeutenden Projekt. All das
positioniert Sebeș als wichtigen Knotenpunkt in der
globalen Elektrifizierungsstrategie von Mercedes-Benz.
Gheorghe Achim, Geschäftsführer von
Star Assembly & Star Transmission
Mercedes-Benz investierte in eine neue Halle, die
sich über mehr als 30.000 Quadratmeter erstreckt
und sowohl Montage- als auch Logistikfunktionen
für die Produktion von elektrischen
Antrieben integriert.
Diese Investition unterstreicht
das klare Bekenntnis des Unternehmens
zu seinen hochqualifizierten
Mitarbeitenden, der weiteren Entwicklung
der Region Alba und der Rolle Rumäniens in der
Automobilindustrie. Das Projekt hat eine Zusage für
staatliche Unterstützung erhalten.
Digital und nachhaltig:
High-Tech-Montage von
elektrischen Antriebseinheiten
30.000 m 2
für Montage
und Logistik
Die elektrische Antriebseinheit für den neuen GLC
wurde bei Mercedes-Benz intern entwickelt. Eine Antriebseinheit
besteht im Wesentlichen aus drei Subsystemen:
einem Elektromotor, einer Leistungselektronik
und dem Getriebeteil zur Kraftübertragung.
Die Montage dieser Bauteile zu einem Gesamtsystem
findet im Werk Sebeș statt. Die Gesamtsysteme
werden dann an das Werk Bremen geliefert, wo im
kommenden Jahr die Serienproduktion des neuen
elektrischen GLC beginnt.
Die Fertigung und Montage der elektrischen Antriebseinheiten
ist hochkomplex und erfordert eine
Vielzahl von Produktionsschritten. Die Montagelinie
14 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 15
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für die elektrischen Antriebseinheiten umfasst rund
15.000 Quadratmeter, ist etwa 1.000 Meter lang und
besteht aus mehr als 200 manuellen und automatisierten
Prozessen. In den Produktionsbereichen im
Werk Sebeș arbeiten ausschließlich Mitarbeitende,
die zuvor in anderen Bereichen des Standorts tätig
waren. Die Basis dafür bildete ein umfangreiches
Qualifizierungs- und Umschulungsprogramm, das
eine nachhaltige Beschäftigung und eine langfristige
Entwicklung der Belegschaft sicherstellt.
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Bestwerte im Feld und auf der Straße
Das Werk ist vollständig in MO360, das digitale Produktions-Ökosystem
von Mercedes-Benz, integriert
und dank der MO360 Data Platform mit dem Produktionsverbund
vernetzt. Dies gewährleistet unter
anderem die lückenlose Nachvollziehbarkeit jeder
Komponente, einschließlich aller Produktionsdaten.
Die Produktion in Sebeș erfolgt wie an allen eigenen
Standorten des Mercedes-Benz Produktionsnetzwerks
bilanziell Kohlenstoffdioxid-neutral 2 und wird
mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Die
Installation einer Photovoltaikanlage mit bis zu fünf
Megawatt wird derzeit geprüft. Die neue Produktionshalle
für den elektrischen Antrieb wird von einer
Wärmepumpenanlage versorgt.
Technische Daten 1 der elektrischen
Antriebseinheit für den neuen GLC:
• Energieverbrauch kombiniert:
14,9-18,8 kWh/100 km
• CO₂-Emissionen kombiniert:
0 g/km | CO₂-Klasse: A
Über Star Assembly
Star Assembly, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft
der Mercedes-Benz Group AG, hat ihren
Sitz in Sebeș, Rumänien und ist ein wichtiger Bestandteil
des globalen Powertrain-Produktionsverbunds
des Unternehmens. Seit der Gründung im
Jahr 2013 hat sich das Werk auf die Montage mehrerer
Getriebetypen spezialisiert und bereits 2020 mit
dem Produktionsstart des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes
einen wichtigen Schritt in Richtung
Elektromobilität gemacht. Mit kontinuierlichen Investitionen
in Innovation, Digitalisierung und Personalentwicklung
kombiniert Star Assembly fortschrittliches
Fertigungs-Know-how mit hochqualifizierten
Mitarbeitenden, um Komponenten für das globale
Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk zu liefern. Die
Erweiterung um die Montage von elektrischen Antriebseinheiten
untermauert die Transformation hin
zu einer vollelektrischen Zukunft.
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Kleinwagensegment.
Pan.
[1] Die Angaben sind vorläufig und wurden intern nach Maßgabe der Zertifizierungsmethode „WLTP-Prüfverfahren“ ermittelt. Es liegen
bislang weder eine EG-Typgenehmigung noch eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten vor. Abweichungen zwischen den
Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.
[2] Bilanziell CO₂-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO₂-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte
Ausgleichsprojekte kompensiert werden.
16
Investition in die Zukunft
Investition in die Zukunft
Mit dem Bau und der Inbetriebnahme des neuen Werks im rumänischen
Oradea stärkt iwis gezielt seine Produktionsbasis
und schafft die Voraussetzungen für eine langfristig kosteneffiziente
Fertigung bei gleichbleibend hohen Qualitätsstandards.
Qualität und Produktzuverlässigkeit „Made in Germany“
– produziert in Rumänien. Geht das? Absolut! Die
Münchner Spezialisten für Steuerketten- und Systemlösungen
sowie Peripherieprodukte sind sich
ihrer Sache sicher. Wo iwis draufsteht, ist stets eine
hundertprozentige iwis Produktqualität gewährleistet.
Unsere langjährige Erfahrung und kontinuierliche
Entwicklungsarbeit waren ein wesentlicher
Bestandteil dieser Entscheidung. Die Produktionsstätten
entsprechen nicht nur dem neuesten
Stand der Technik, sondern wurden auch nach unseren
Standards und Anforderungen geplant, ausgerichtet
und in ihren Abläufen effizient optimiert.
Wir legen großen Wert darauf, dass alle Ersatzteile,
Produktionsmittel sowie unsere Mitarbeitenden
den hohen Erwartungen des Marktes und unserer
Partner nicht nur gerecht werden, sondern diese
konsequent übertreffen und dauerhaft auf
einem exzellenten Niveau gehalten werden.
Ein klares Zeichen an den Markt
Sinnvolles Wachstum und die kontinuierliche Weiterentwicklung
in einem schnelllebigen Markt erfordern
eine stetige, offene und fokussierte Kommunikation
nach außen. Der regelmäßige Austausch mit Handelspartnern,
Werkstätten und Branchenkollegen
liefert den Experten zeitnahe Hinweise auf neue
Anforderungen oder Optimierungspotenziale. So
lassen sich neben einzelnen Ersatzteilen auch die
iwis-Kits zukunftsorientiert und marktnah weiterentwickeln
sowie anspruchsvolle Themenfelder gezielt
adressieren.
Bereits seit Beginn des Neubaus im Jahr 2020 wird
das Projekt von erfahrenen Experten begleitet, die relevante
Marktanforderungen und Entwicklungen kontinuierlich
im Blick haben. Alle Fertigungslinien konnten
dank der langjährigen Erfahrung aus anderen
Standorten von Anfang an präzise geplant werden,
um optimal auf kommende Anforderungen und Herausforderungen
ausgerichtet zu sein. So ist sichergestellt,
dass sämtliche iwis Qualitätsanforderungen
dauerhaft erfüllt und zuverlässig eingehalten werden.
Am Standort Oradea wurden mittlerweile rund 180
Arbeitsplätze geschaffen. Von der Produktion über
die Montage bis hin zur Warenlogistik werden sämtliche
Prozessschritte kontinuierlich überwacht, regelmäßig
geprüft und bei Bedarf gezielt optimiert.
Das neue Werk in Rumänien ist für uns vor
allem eine Investition in eine zukunftssichere
und wirtschaftliche Produktionsbasis. Vor dem Hintergrund
eines sich wandelnden Antriebsmarktes gehen
wir davon aus, dass der Verbrennungsmotor noch
über einen längeren Zeitraum relevant bleibt. Entsprechend
entwickeln wir unsere Steuerketten- und Systemlösungen
kontinuierlich weiter und sichern
eine verlässliche Versorgung unserer Kunden.
Stefan Köhler, Product Manager Aftermarket
Ersatzteile in Erstausrüsterqualität sind für iwis keine
Option, sondern fester Anspruch und klare Verpflichtung.
Auch in Zeiten schnelllebiger Veränderungen,
stetig neuer Herausforderungen und eines sich beinahe
wöchentlich ändernden Marktes, ist für die
Münchner Spezialisten völlig klar:
Unser Portfolio erstreckt sich dank unserer langjährigen
Erfahrungen und stetigen Entwicklungen neuer
und optimierter Varianten inzwischen über mehr
als 700 iwis-Kits. Sie erhalten von uns außerdem
selbstverständlich neben den bewährten Komplettlösungen
auch alle einzelnen Komponenten wie Ölpumpen,
Nockenwellenversteller und mehr mit dem
bewährten Qualitätsanspruch in geprüfter Erstausrüsterqualität.
18 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 19
DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV mit FPT-Motoren
DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV
mit N67-Motoren
DEUTZ-FAHR, Teil des Unternehmens SDF, ist eine
führende deutsche Marke, die an der Spitze der
Spitzentechnologie für die Landwirtschaft steht und
die Mission verfolgt, zuverlässige, hochwertige und
leistungsstarke Traktoren und landwirtschaftliche
Erntemaschinen zu liefern.
FPT stärkt seine
führende Position
in der Landwirtschaft
FPT, die Marke der Iveco Group, die sich mit der Entwicklung, Produktion und
dem Vertrieb von Antriebssträngen und Lösungen für On- und Offroad-Fahrzeuge
sowie für Schiffs- und Stromerzeugungsanwendungen befasst, hat mit
SDF einen neuen Vertrag über die Lieferung seines N67-Motors für den neuen
DEUTZ-FAHR der Serie 8 TTV unterzeichnet, der auf der Agritechnica 2025 vorgestellt
wurde. Eine wichtige Partnerschaft für FPT und ein wahrer Meilenstein,
der die führende Position der Marke im Agrarsektor festigt und sie erneut als
zuverlässigen und bevorzugten Partner für OEMs weltweit bestätigt.
Die neue DEUTZ-FAHR-Serie 8 TTV zeichnet sich
durch ihre Technologie, ihren Premium-Komfort und
ihre fortschrittliche digitale Intelligenz aus und bietet
außergewöhnliche Leistung und Effizienz für anspruchsvolle
landwirtschaftliche Anwendungen.
Der FPT N67-Motor war die perfekte Wahl, um die
Maschine zu vervollständigen. So garantiert er hohe
Leistungsdichte im oberen Drehzahlbereich und
sein kompaktes Design trägt entscheidend zur Verbesserung
der Manövrierbarkeit und des allgemeinen
Handlings der Maschine bei, um selbst bei anspruchsvollsten
Einsätzen eine optimale Leistung
zu gewährleisten. Der N67 lässt sich nahtlos in die
neue Serie 8 TTV integrieren und garantiert schnelle
Reaktionszeiten und Kraftstoffeffizienz. Da er HVOkompatibel
ist, bietet er ein Ölwechselintervall von
1.000 Stunden, was reduzierte Wartungskosten und
maximale Betriebszeit gewährleistet. Darüber hinaus
wurden eine spezielle Ölwanne und eine integrierte
Motorsteuerungssoftware gemeinsam entwickelt,
um den spezifischen Anforderungen der neuen
DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV gerecht zu werden.
Mit seiner in dieser Klasse führenden Leistung in
Bezug auf Kraft und Drehmoment, Kraftstoffeffizienz
und Zuverlässigkeit zeichnet sich der N67 durch seine
Flexibilität aus. Er verfügt über eine Sechszylinder-Konfiguration
und bietet eine Vielzahl von Optionen,
um die Lösung an die Kundenanforderungen
anzupassen. Dank der bahnbrechenden AGR-freien
Verbrennung und der exklusiven, patentierten HIeSCR2-Nachbehandlungstechnologie
von FPT stellt
die NEF-Baureihe den Produktivitätsmaßstab für Anwendungen
im mittleren Leistungsbereich dar, wobei
die neu entwickelten Stage-V-Motoren weitere Leistungs-
und Effizienzsteigerungen ermöglichen.
Als Marktführer im Bereich landwirtschaftlicher Antriebsstränge
ist die FPT NEF-Familie die optimale
Wahl für anspruchsvollste Anwendungen auf dem
Feld und verkörpert das Bekenntnis der Marke zu
technologischer Exzellenz. Seit seiner Einführung im
Jahr 2001 wurden mehr als zwei Millionen NEF-Motoren
für eine Vielzahl von Anwendungen hergestellt,
darunter Landwirtschaft, Bauwesen, Straßenverkehr,
Schifffahrt und Stromerzeugung.
Mit über 100 Jahren Erfahrung in der Herstellung
von Traktoren und Landmaschinen feiert FPT stolz
ein Jahrhundert voller Innovationen und Spitzenleistungen.
Dieses bemerkenswerte Vermächtnis unterstreicht
die Stärke der Technologie, die bewährte
N67 – Technische Daten für die neue
Serie 8 TTV von DEUTZ-FAHR
• Zertifizierung: Stage V / Tier 4 Final
• Anzahl der Zylinder/Ventile: 6L / 4
• Einspritzsystem: Common Rail
• Turbolader: eVGT (TCA)
• Hubraum: 6,7 Liter
• Bohrung x Hub: 104 mm x 132 mm
• Max. Leistung bei 1950 U/min: 250 kW (340 PS)
• Max. Drehmoment bei 1400 U/min: 1398 Nm
• ATS: HI-eSCR2
Zuverlässigkeit der Produkte und das anhaltende
Vertrauen, das sich die Marke durch konstante Leistung
in der Praxis bei den Kunden erworben hat.
Die Teilnahme an der Agritechnica hätte nicht
besser gefeiert werden können. Diese neue
Partnerschaft mit der Marke DEUTZ-FAHR ist ein klares
Zeichen dafür, dass wir als starker und zuverlässiger
Partner in der Branche anerkannt sind. Als Unternehmen
haben wir stets die Bedürfnisse unserer
Kunden im Blick und stellen Innovation in den Mittelpunkt
unseres Handelns. Der Agrarsektor entwickelt
sich rasant weiter, und statt einfach nur Schritt zu
halten, wollen wir unseren Kunden als verlässlicher
Partner zur Seite stehen. Diese Partnerschaft ist ein
gemeinsamer Erfolg für unser gesamtes Team, und
wir sind zuversichtlich, dass sie den Weg für
weitere gemeinsame Erfolge ebnen wird.
Sylvain Blaise, Präsident der Powertrain Business Unit
der Iveco Group
Um die Leistungsstandards zu erreichen, die
wir für diese neue Traktoren-Generation festgelegt
haben, sind wir eine strategische Entwicklungspartnerschaft
mit FPT eingegangen. Die Kombination
der führenden Antriebslösungen von FPT – mit über
zwei Millionen produzierten Motoren und einer nachgewiesenen
Zuverlässigkeit – mit dem technischen
Know-how von SDF war entscheidend.
Alessandro Maritano, Chief Commercial Officer von SDF
20 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 21
Innovative Lösungen für Land- und Forstwirtschaft
Innovative Lösungen für
Land- und Forstwirtschaft
Zeppelin untermauerte auf der Agritechnica
seine Rolle als führender
und zuverlässiger Partner.
Auf der diesjährigen Agritechnica zeigen wir,
dass wir für jegliche Anwendungen unserer
Kunden in der Land- und Forstwirtschaft die passende
Lösung bieten können. Ein Highlight sind die
neuen Zeppelin Telehandler, die wir zusammen mit
unseren Vertriebspartnern exklusiv vorstellen
werden.
Moritz Graf von Spee, Vertriebsleiter Landwirtschaft
und Standleiter
Bereits zum sechsten Mal war Zeppelin auf der weltweit
führenden Messe für Landtechnik vertreten, auf
der innovative Technologien, nachhaltige Lösungen
und zukunftsweisende Entwicklungen der Agrarbranche
präsentiert wurden. Auf einer Fläche 403
Quadratmetern stellte das Unternehmen Neumaschinen
und die dazugehörigen Servicedienstleistungen
sowie Telematiksysteme aus.
Die umfangreiche Exponateliste umfasste neben den
Cat Baggern vom 1,8-Tonnen-Minibagger bis zum
15-Tonnen-Kettenbagger für den forstwirtschaftlichen
Einsatz auch die Cat Radlader bis zu einem Einsatzgewicht
von 17 Tonnen und Joystick-Lenkung sowie
drei Modelle der neuen Zeppelin Telehandler – wobei
der ZT6.26 sowohl mit einem Dieselmotor als auch
vollelektrisch gezeigt wurde. Ein Cat Deltalader 275
mit Mulcher und ein Cat Radlader 906, der als Cat
Certified Used Maschine gezeigt wurde, rundeten das
Produktprogramm ab. Nicht nur Neu- und Gebrauchtmaschinen
wurden den Kunden auf der Messe gezeigt,
sondern die Besucher konnten sich auf dem
Zeppelin Telehandler ZT6.26
Cat Deltalader 275
Messestand darüber hinaus auch über die umfassenden
Servicedienstleistungen und die innovative Flottenmanagementlösung
Cat VisionLink informieren.
„Für Zeppelin hat die Messe eine sehr hohe Bedeutung,
denn neben der bauma ist es die größte Messe,
Motorteile?
Wittich!
auf der wir uns präsentieren. Gemeinsam mit unseren
Vertriebspartnern zeigen wir uns als zuverlässiger
Anbieter qualitativ hochwertiger Maschinen, Anbaugeräte
und Dienstleistungen für unsere Kunden.
Die Agritechnica ist ein Branchentreffpunkt, geprägt
von Leidenschaft und Antrieb. So hat der Kontakt
zu unseren Kunden und Partnern auf der Messe für
mich persönlich einen immens hohen Stellenwert!“,
so Moritz Graf von Spee. Durch das vielfältige Produktprogramm
untermauert Zeppelin seine Rolle als
führender und zuverlässiger Partner für Landwirte,
Lohn- und Forstunternehmer sowie Kunden aus
dem Bereich der erneuerbaren Energie, bekräftigt er.
„Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des 100-jährigen
Bestehens von Caterpillar, das wir in diesem Jahr feiern,
freue ich mich besonders, dass wir auf der Agritechnica
mit einem so starken Auftritt vertreten sind“,
erinnert Moritz Graf von Spee daran, dass die Anfänge
des amerikanischen Herstellerpartners in der
Landwirtschaft liegen.
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Immer für Sie da:
Unsere Motoren-Spezialisten
Werner Schasche,
Jan Lecköny
und Michael Schmidt
22
Tel. (05 21) 932 04 10 | motorenteile@wittich-gmbh.de | wittich-gmbh.de
Die Geburt des modernen Automobils
Die Geburt des
modernen Automobils
Erster Mercedes vor 125 Jahren
Der neue Mercedes-Benz GLC begeistert mit der kraftvollen Neuinterpretation des
klassischen Mercedes-Kühlergrills aus dem Jahr 1900. Dieses ikonische Gesicht
der Mercedes-Benz Automobile geht zurück auf den ersten Mercedes und damit
zugleich auf das erste moderne Automobil überhaupt – den Mercedes 35 PS.
Mercedes-Simplex 40 PS, der Nachfolger des Mercedes 35 PS von
1900. Fotografiert auf der Straße von Nizza nach La Turbie, dem
Zielort des Bergrennens der Woche von Nizza zu Beginn des 20.
Jahrhunderts. Aufnahme eines Fahrzeugs aus dem Baujahr 1903 von der
Presseveranstaltung Classic Insight „Die Ära Mercédès“ im April 2017.
Die Vorgeschichte des Mercedes 35 PS: Jellinek fordert
von DMG-Chefingenieur Wilhelm Maybach ein
modernes, leistungsstarkes und sicheres Fahrzeug,
das mit innovativer Technik die Einschränkungen
bisheriger Automobile überwindet. Auslöser ist der
tödliche Unfall des Rennfahrers Wilhelm Bauer mit
einem von Jellinek eingesetzten Daimler Phönix 23
PS Rennwagen im Bergrennen Nizza–La Turbie während
der Woche von Nizza 1900. Jellineks Rennwagen
startet unter dem Pseudonym „Mercédès“, nach
dem Vornamen seiner ältesten Tochter. Wenig später
wird er zum Markennamen der DMG-Automobile.
Neues Fahrzeugkonzept für
dauerhafte Hochleistung
Maybach, der herausragende leitende Konstrukteur
der DMG, entwickelt daraufhin mit seinen Mitarbeitern
ein von Grund auf neu konzipiertes Gesamtfahrzeug.
Der Mercedes 35 PS löst sich erstmals völlig
vom Prinzip der motorisierten Kutsche: Sein tiefer
Schwerpunkt, der lange Radstand und die breite
Spur verleihen ihm ein bis zu diesem Zeitpunkt
unerreichtes Maß an Fahrsicherheit und Stabilität.
Dazu kommen eine schräg stehende Lenksäule und
das Getriebe mit Fußkupplung – wichtige Lösungen
für eine gute Ergonomie und bis heute Merkmale im
Automobilbau.
• Das aktuelle Mercedes-Benz-Design
spiegelt die markante Form des
Bienenwabenkühlers wider
• Der Mercedes 35 PS gilt als erstes
modernes Automobil und ist der erste
Mercedes überhaupt
• Konstruiert mit Impulsen aus dem
Motorsport und geeignet für Rennen
wie Alltag gleichermaßen
• Revolutionärer Gesamtentwurf nur 14
Jahre nach der Erfindung des Automobils
mit Hochleistungsmotor,
Bienenwabenkühler, niedrigem
Schwerpunkt und langem Radstand
• 1901 dominiert der Mercedes 35 PS
die berühmte Woche von Nizza
Mercedes 35 PS Vierzylinder-Hochleistungsmotor.
Studioaufnahme aus dem Jahr 1900.
Am 22. November 1900 stellt die Daimler-Motoren-
Gesellschaft (DMG) in Cannstatt das erste Fahrzeug
des Typs fertig. Dieses hoch innovative Automobil
entsteht auf Wunsch des DMG-Geschäftspartners
und begeisterten Automobilisten Emil Jellinek. Der
vorzüglich vernetzte Kaufmann ist damals der wichtigste
Kunde des Unternehmens. Er bestellt allein im
Jahr 1900 insgesamt 72 neue Fahrzeuge, die er an
Käufer aus der europäischen Oberschicht veräußert.
Der Mercedes 35 PS ist ein Hochleistungsfahrzeug
seiner Zeit. Es deckt mehrere Segmente ab,
wie damals üblich: Als Sportausführung brilliert es
in Rennen. Oder versehen mit einer repräsentativen
Karosserie eignet es sich für komfortable Fahrten.
Entsprechend nutzen die Kunden den Mercedes
35 PS sowohl in Rennen wie auch im Alltag – und
genießen überall einen eindrucksvollen Auftritt. Nur
14 Jahre nach der Erfindung des Automobils durch
Carl Benz und Gottlieb Daimler im Jahr 1886 – unabhängig
voneinander – ist der Mercedes 35 PS von
1900 ein revolutionärer Gesamtentwurf. Er setzt den
Maßstab für die künftige Entwicklung des modernen
Automobils.
Ein Meilenstein ist der Antrieb des neuen
Automobils. Das innovative Konzept
erlaubt den Einsatz eines neuen
Hochleistungsmotors. Dieser von
Josef Brauner konstruierte Motor
stellt aus vier Zylindern mit 5,9 Litern
Hubraum 25,7 kW (35 PS) bei 950/
min zur Verfügung – ein für damalige
Verhältnisse spektakulärer Wert. Der
von Maybach erfundene Bienenwabenkühler,
der für eine besonders effiziente
Kühlung sorgt, macht eine hohe
24 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 25
Anzeige
Dauerleistung möglich. Seine Wabenstruktur an der
Front des Fahrzeugs entwickelt sich vom technisch
notwendigen Konstruktionsdetail zum ikonischen
Designelement der Marke Mercedes und ab 1926
von Mercedes-Benz. Im gerade präsentierten neuen
Mercedes-Benz GLC findet der Kühler einen neuen
Ausdruck für die Zukunft des Automobils.
Prozess der Perfektionierung
Mercedes 35 PS Rennwagen des Barons Henri de Rothschild
beim Bergrennen Nizza–La Turbie am 29. März 1901 im Rahmen
der Woche von Nizza vom 25. bis 29. März 1901. Der markante
Bienenwabenkühler prägt die Front des Fahrzeugs.
Der erste Mercedes 35 PS wird mehrere Wochen
lang ausgiebig erprobt und technisch verfeinert.
Nach dieser Perfektionierung durch das sogenannte
Einfahren wird der erste Mercedes der Geschichte
am 22. Dezember 1900 nach Nizza an Emil Jellinek
versandt. Mit durchschlagendem Erfolg setzt
der DMG-Geschäftspartner den neuen Automobiltyp
bei der Woche von Nizza vom 25. bis 29. März
1901 ein: Der Mercedes 35 PS dominiert die Wettbewerbe
und siegt unter anderem beim Rennen
Nizza–Salon–Nizza über 392 Kilometer sowie beim
Bergrennen Nizza–La Turbie.
Nach dem Mercedes 35 PS von 1900 bringt die DMG
1901 dessen Schwestermodelle Mercedes 12/16 PS
und Mercedes 8/11 PS auf den Markt. Diese erste
Mercedes-Generation wird 1902 durch die Modellfamilie
Mercedes-Simplex abgelöst. Die erhält ihren
Namenszusatz aufgrund der für damalige Verhältnisse
besonders einfachen Bedienung.
Eine weitere strategische Entscheidung von großer
Tragweite fällt ebenfalls im Jahr 1900: Die DMG
kauft ein 185.000 Quadratmeter großes Gelände in
Untertürkheim, um ein neues Werk zu bauen. Daraus
entwickelt sich das heutige Mercedes-Benz Stammwerk.
Der am 6. März 1900 im Alter von nur 65 Jahren
verstorbene Gottlieb Daimler erlebt diese wichtigen
Weichenstellungen nicht mehr. Doch die Innovationskraft
des von ihm gegründeten Unternehmens führt
Mercedes-Benz unverändert in die Zukunft.
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26
MAN bei der Langen Nacht der Wissenschaften
MAN BEI DER LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN
Spannende Einblicke in
Forschung und Entwicklung
Am 25. Oktober ermöglichte die Lange Nacht der Wissenschaften in Nürnberg,
Fürth und Erlangen spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung. Auch
MAN öffnete an diesem Samstag wieder seine Tore und zeigte, wie der Nutzfahrzeughersteller
in Nürnberg die Zukunft mitgestaltet.
Zu sehen waren innovative Antriebstechnologien,
aber auch die hochmoderne Fertigung im Nürnberger
Werk. Außerdem stellte MAN die Ausbildung der
Zukunft vor und gab den vielen Menschen eine Bühne,
die hinter den Kulissen den Betrieb des Standorts
ermöglichen.
Zum mittlerweile zwölften Mal konnte die Öffentlichkeit
in Nürnberg, Fürth und Erlangen hinter die Kulissen
von Hochschulen, Forschungseinrichtungen
und Unternehmen blicken.
• Antriebstechnologie im Wandel: MAN präsentierte
den neuesten und effizientesten Diesel-Motor
sowie Hochvoltbatterien für eTrucks und eBusse.
• Produktion hautnah: Besucherinnen und Besucher
erlebten die Fertigung des 13-Liter-Dieselmotors
und warfen einen Blick in die hochautomatisierte
Batteriemontage im höchsten Produktionsgebäude
des Werks.
• Campus Future Driveline: Hier forschen MAN und
Hochschulen gemeinsam an den Antrieben von
morgen. Die Gäste erfuhren, wie spezialisierte
Prüfstände, Messanlagen und Lehrmodule zum
Einsatz kommen und welche Projekte aktuell im
Bereich Batterie und Wasserstoff-Brennstoffzelle
laufen.
• Menschen im Mittelpunkt: Die Teams für Sicher
heit, Infrastruktur und Gesundheitsvorsorge am
Standort Nürnberg stellten sich vor und zeigten,
wie sie das Werk zusammenhalten.
• Ausbildung der Zukunft: Auszubildende laden
ein zum Mitmachen – vom Virtual-Reality-Parcours
über das Playstation Truck Race bis hin zu virtuellen
Schweißübungen und kreativen Eigenentwicklungen.
Bei der letzten Langen Nacht der Wissenschaften
im Jahr 2023 informierten sich rund 2.100
Besucherinnen und Besucher über unsere Technologien
und die zahlreichen Berufsbilder am Standort.
Auch dieses Jahr haben wir wieder viele Highlights im
Programm – sowohl für Technik-Fans als auch für junge
Menschen auf der Suche nach spannenden und
zukunftssicheren Jobs bei einem der führenden
Mobilitätsunternehmen Europas.
Ingo Essel, Leiter des MAN-Standorts Nürnberg
28 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 29
Maritime Perspektiven
Maritime Perspektiven
für Triebwerksspezialist MTU Aero Engines
Die Triebwerksspezialisten MTU Aero Engines und GE Aerospace vertiefen ihre
langjährige Zusammenarbeit. Aufbauend auf der bestehenden Partnerschaft
bei Luftfahrtantrieben und Industriegasturbinen wollen die beiden Unternehmen
auch im Marinegeschäft zukünftig stärker gemeinsam agieren.
Deutschland haben mehrere europäische Länder
Interesse an diesem Schiffstyp bekundet. Ein entscheidender
Faktor für den erfolgreichen Einsatz der
LM2500 auf See ist das weltumspannende Servicenetzwerk
der MTU. Mit Standorten und Expertenteams
auf fünf Kontinenten kann die MTU die erforderliche
Unterstützung überall dort leisten, wo sie
erforderlich ist.
Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger
Systempartner der Bundeswehr im Bereich der
Luftfahrtantriebe.
tern. In den nächsten Jahren möchte die MTU ihre
Instandhaltungsleistung für Industriegasturbinen der
LM-Serie deutlich steigern – um 30 Prozent gegenüber
2024.
ritime Geschäft gemeinsam mit uns unternimmt, ist
angesichts unserer langjährigen Zusammenarbeit in
der Luftfahrt der logische nächste Schritt –
strategisch und technologisch.
Im Mittelpunkt stehen die leistungsstarken Industriegasturbinen
LM2500 und LM6000. Sie sind abgeleitet
von Flugzeugtriebwerken von GE Aerospace und
eignen sich besonders gut für den Einsatz auf See.
Für beide Modelle fertigt die MTU bereits heute verschiedene
Komponenten und bietet an ihren Standorten
weltweit Instandhaltungsleistungen an.
Antriebssysteme mit Gasturbinen kommen häufig in
militärischen Schiffen zum Einsatz, unter anderem
auf Fregatten der deutschen Marine. Den Schiffen
kommt dabei die hohe Leistung und Zuverlässigkeit
der Turbinen zugute. Zukünftig könnte der LM2500
von GE Aerospace auch eine wesentliche Rolle beim
Antrieb der nächsten deutschen Fregattengeneration
F127 zukommen. Derzeit läuft die Beschaffung
von mindestens fünf Schiffen dieser Klasse. Neben
Die MTU und die Bundeswehr halten seit
mehr als 20 Jahren Triebwerke für Kampfflugzeuge
und Hubschrauber gemeinsam instand.
Unsere Teams und Angehörige der Bundeswehr
arbeiten dabei unmittelbar nebeneinander und Hand
in Hand. Gemeinsam mit GE Aerospace wollen wir
unser Know-how und unsere Erfahrung aus der Luftfahrt
nun auf den Marinebereich übertragen. Damit
können die deutschen und internationale Seestreitkräfte
von bewährter Technologie und zuverlässigem
Service profitieren.
André Sinanian, Geschäftsführer der
MTU Maintenance Berlin-Brandenburg
In Deutschland führt die MTU die Instandhaltung von
Industriegasturbinen am ihrem Standort im brandenburgischen
Ludwigsfelde durch. Hier investiert das
Unternehmen derzeit in den Ausbau der Kapazitäten.
Unter anderem entsteht eine hochmoderne Halle mit
einer Arbeitsfläche von mehr als 10.500 Quadratme-
Neben der Fertigung von Komponenten und der Instandhaltung
der Turbinen kommt der Vorbereitung
für den stationären Einsatz in Kraftwerken oder auf
Schiffen, dem so genannten Packaging, große Bedeutung
zu. GE Aerospace und die MTU prüfen derzeit
Möglichkeiten, diese Leistungen im Fall von GE-
Turbinen für den gesamten Weltmarkt außerhalb der
USA zukünftig in Deutschland bündeln: bei der MTU
in Ludwigsfelde.
Die MTU ist für uns ein führender Serviceanbieter
für die LM-Modellreihe. Wir freuen
uns, unsere Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Im Marinegeschäft ist die MTU der ideale Partner
für uns: technologisch herausragend, ein bewährter
Partner der deutschen Streitkräfte und weltweit
präsent mit leistungsfähigen Instandhaltungsfähigkeiten.
Die LM2500 ermöglicht dem Energiesektor
und der Schifffahrt den Zugang zu modernster Luftfahrttechnologie.
Dass die MTU den Einstieg ins ma-
Mark Musheno, Vice President Sales & Marketing
bei GE Aerospace
Neben dem Geschäft mit Industriegasturbinen arbeiten
die MTU und GE auch in der Luftfahrt eng zusammen.
So ist die MTU seit über 50 Jahren am
Neubau von GE-Triebwerken für zivile Flugzeuge beteiligt,
insbesondere für Langstreckenflugzeuge von
Airbus und Boeing.
Zudem hält die MTU an ihren Standorten weltweit ein
breites Portfolio an zivilen GE-Triebwerken instand.
Die Bandbreite reicht dabei von lange etablierten
Modellen wie dem CF6 bis zum neuesten Modell
GEnx. Im militärischen Bereich sind die beiden Unternehmen
durch eine jahrzehntelange Kooperation
bei Antrieben für Kampfflugzeuge verbunden. Diese
kommen bei den US-Streitkräften und weiteren Luftwaffen
zum Einsatz. Zugleich ist die MTU Partner
von GE beim Antrieb für den weltweit modernsten
Transporthubschrauber CH-53K.
30 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 31
Über 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung
Über 1000 Kilometer
mit einer Tankfüllung
Die Testfahrten der französischen Journalisten Fabien
Calvet (www.truckstop.fr) und Loïc Fieux (Les
Routiers) führten entlang der belgischen und spanischen
Grenze unter realen Einsatzbedingungen. Der
Gesamtzug bestand aus der Sattelzugmaschine, die
einen beladenen Krone-Schiebeplanenauflieger mit
einem zulässigen Gesamtzuggewicht von 30 Tonnen
zog, und demonstrierte die Effizienz, Ausdauer und
Alltagstauglichkeit des IVECO S-Way CNG.
Dieselähnliche Leistung
bei leisem Betrieb
Die Journalisten hoben das außergewöhnliche
Handling und den Fahrkomfort des IVECO S-Way
CNG hervor. Die Hochleistungsmotorbremse und
der Intarder ermöglichten kraftvolles, ausdauerndes
Bremsen, während die vollluftgefederten Achsen
und die neue Lenksäule die Fahrpräzision und den
Komfort steigerten.
IVECO S-Way CNG setzt neuen Maßstab
für Reichweite und Effizienz
IVECO, seit mehr als 30 Jahren Pionier bei alternativen Antrieben, hat erneut
die herausragende Leistungsfähigkeit der gasbetriebenen schweren Sattelzugmaschinen
unter Beweis gestellt. Im vergangenen Sommer erzielte die IVECO
S-Way CNG Sattelzugmaschine ein außergewöhnliches Ergebnis: Über 1.000
Kilometer wurden mit einer einzigen CNG-Betankung zurückgelegt.
schnelle Betankungsmöglichkeit bestätigt zudem
die technologische Reife und Alltagstauglichkeit der
CNG-Lösungen von IVECO.
Gebaut für Leistung und Effizienz
Der getestete IVECO S-Way CNG wird von einem
xCursor-13-Motor von FPT Industrial angetrieben.
Dieser liefert 500 PS und 2.200 Nm Drehmoment. Der
moderne Gasmotor der neuesten Generation ist bereits
für die Erfüllung der kommenden Euro-VII-Norm
vorbereitet und erreicht seine optimale Leistung im
Drehzahlbereich zwischen 1.000 und 1.500 U/min.
In Kombination mit dem automatisierten 12-Gang-
ZF-TraXon-Getriebe der zweiten Generation und
einem langen Hinterachsübersetzungsverhältnis
maximiert der xCursor 13 die Drehmomentausbeute
bei niedrigen Motordrehzahlen über die gesamte
Strecke.
Technologie, die Effizienz vorantreibt
Die IVECO Ingenieure haben in puncto Leistung und
Kraftstoffeffizienz nichts dem Zufall überlassen. Der
vorausschauende GPS-Tempomat nutzt die Topografien
optimal aus, gewinnt kinetische Energie bei
Gefällestrecken zurück und passt die Motordrehzahl
vor Steigungen an. Intelligente Energiemanagementsysteme
– einschließlich dem geregelten Lichtmaschinenbetrieb,
abkoppelbarem Luftkompressor
und variabler Servolenkungspumpe – stellen sicher,
dass Energie nur bei Bedarf verbraucht wird. Aerodynamische
Optimierungen wie 3D-Luftabweiser,
Seitenverkleidungen und Spiegelkameras reduzieren
zusätzlich den Luftwiderstand und senken den Kraftstoffverbrauch
auf Langstrecken.
Biomethan:
bewährte CO₂-freie Alternative
Über die Leistung hinaus bieten die mit Methan angetriebenen
IVECO Nutzfahrzeuge den Betreibern eine
nachhaltige und wirtschaftliche Transportlösung. Sie
profitieren von einem gut ausgebauten und verbreiteten
Tankstellennetz, das reibungslose Abläufe in
ganz Europa ermöglicht. Heute können Fahrende an
rund 4.300 Bio-LNG- und 800 Bio-CNG-Stationen
tanken. Lokal aus organischen Abfällen gewonnenes
Biomethan reduziert CO₂-Emissionen durchschnittlich
um 95 Prozent und senkt gleichzeitig Feinstaubund
Stickoxidwerte deutlich im Vergleich zum Diesel.
Das europäische Gas-Tankstellennetz wächst weiter:
2026 sind 50 neue Stationen geplant.
Dieser Meilenstein zeigt perfekt unser Engagement
für nachhaltigen Transport, der unseren
Kunden Leistung und Wirtschaftlichkeit bietet.
Mit über 1.000 Kilometern mit nur einer Tankfüllung
setzt der IVECO S-Way CNG einen neuen Maßstab für
Reichweite, Effizienz und Komfort und beweist erneut,
dass Gas eine echte Alternative zu Diesel im Fernverkehr
ist – ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung
des Straßengüterverkehrs.
Giandomenico Fioretti, Head of Alternative Propulsion
Business Development bei IVECO
• Außergewöhnliche Kraftstoffeffizienz:
über 1.000 Kilometer unter realen
Bedingungen gefahren.
• Der xCursor 13-Motor liefert dieselähnliche
Leistung bei niedrigeren
Emissionen.
• Mit Biomethan durchschnittlich 95
Prozent CO₂-Reduktion erreicht –
das unterstreicht IVECOs Engagement
für einen nachhaltigen
und wirtschaftlichen Straßengüterverkehr.
Der Gasmotor überzeugte durch ein sanftes, reaktionsschnelles
und bemerkenswert leises Laufverhalten.
Das Fahrgefühl auf der Straße war mit dem
eines Dieselmodells vergleichbar – jedoch deutlich
leiser. Der durchschnittliche Verbrauch lag über mehr
als 1.000 Kilometer bei unter 21 kg/100 km. Eine
Die neuen 620-Liter-Tanks bieten eine Gesamtkapazität
von 1.240 Litern, was mindestens 190 Kilogramm
CNG entspricht. Das sind 18 Prozent mehr gegenüber
der Vorgängergeneration und eine beeindruckende
Steigerung von 72 Prozent im Vergleich zu den ersten
IVECO CNG-Sattelzugmaschinen von 2011.
32 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 33
Vom Taxameter zur Hochdruckeinspritzung
Vom Taxameter zur
Hochdruckeinspritzung
Entwicklung eines Hamburger Betriebs
entlang der Motoren- und Einspritztechnik
Die heutige Spezialisierung des Hamburger Unternehmens MARX GmbH auf
Dieseleinspritzsysteme geht auf eine mechanische Entwicklung am Ende des
19. Jahrhunderts zurück. Ausgangspunkt war der von Carl Marx entwickelte
Taxameter, der Zeit- und Wegmessung kombinierte. Die Installation dieser Systeme
führte zur Etablierung einer Werkstatt mit frühem Fokus auf Präzisionsmechanik
und technische Integration.
das Einsatzspektrum. Kooperationen mit Yamaha,
Yanmar, Bosch, Nippon Denso und Delphi erschlossen
unterschiedliche Einspritzsystemarchitekturen.
2007 wurde der Betrieb als Delphi-Regio-Hub etabliert.
Die Zugehörigkeit der Marke C.A.V. zu Delphi
stellte dabei eine technologische Kontinuität innerhalb
der Einspritztechnik her.
Heute zählt die Dieselwerkstatt zu den spezialisierten
Betrieben für die Instandsetzung von Einspritzsystemen
in Deutschland. Bearbeitet werden
mechanische Reiheneinspritzpumpen ebenso wie
moderne Common-Rail-Systeme einschließlich Prüfung,
Kalibrierung und Systemdiagnose. Ergänzend
ist das Unternehmen Generalimporteur für Yanmar
Industrie- und Marinemotoren sowie Vertriebspartner
für Tohatsu-Außenbordmotoren. Ein Ersatzteillager
mit rund 30.000 Positionen und regelmäßige
Schulungen für etwa 140 Partnerwerkstätten unterstützen
die technische Umsetzung.
In den 1920er-Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt
der MARX GmbH auf die Fahrzeugelektrik. Die
Umrüstung von Karbid- auf elektrische Beleuchtung
erforderte systemisches Verständnis von Bordnetzen
und Fahrzeugtechnik und bildete die Grundlage
für spätere Arbeiten an motor- und antriebsnahen
Komponenten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten britische Fahrzeuge
mit Lucas-Elektrik den Werkstattbetrieb. Ersatzteile
wurden direkt aus Großbritannien bezogen,
1954 übernahm das Unternehmen die deutsche Vertretung
von Lucas. Mit der Marke C.A.V. wurde das
Leistungsspektrum um Komponenten der Dieseleinspritztechnik
erweitert. Damit begann der gezielte
Aufbau von Know-how im Bereich mechanischer
Einspritzsysteme.
Ausbau der Diesel- und
Einspritzsystemkompetenz
Über Perkins wurde diese Kompetenz weiter vertieft.
Neben Schulungen und Ersatzteilversorgung für
Werkstätten entstand ein eigener Bereich für Industrie-
und Marinedieselmotoren. Stationäre Aggregate,
Schiffsdieselmotoren und Außenborder erweiterten
Zweites Geschäftsfeld:
Zeit- und Sicherheitssysteme
Parallel dazu entwickelte sich aus dem ursprünglichen
Taxameter- und Stempeluhrgeschäft ein organisatorisch
eigenständiger Bereich für Zeit- und
Sicherheitssysteme mit Fokus auf elektronische
Zeiterfassungs- und Zutrittslösungen.
Kennzeichnend für beide Bereiche ist ein durchgängiges
Systemverständnis. Mechanik, Einspritztechnik,
Elektrik und elektronische Steuerung wurden
über Jahrzehnte hinweg als funktionale Gesamtsysteme
betrachtet. Diese Herangehensweise bildet
die Grundlage für die heutige Positionierung in der
Motoren- und Einspritztechnik, insbesondere dort,
wo Instandsetzung und Systemdiagnose hohe technische
Tiefe erfordern.
34 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 35
der motor vor Ort
Wenn der Motor auffällig wird
Gründliche Erstdiagnose:
Die Basis einer fundierten Entscheidung
Bevor über Reparatur oder Motortausch entschieden
wurde, war eine saubere und lückenlose Diagnose
unverzichtbar, beginnend mit dem Auslesen
des Fehlerspeichers. In den ersten Arbeitsstunden
wurden alle relevanten Systeme geprüft und Bauteile
demontiert.
Durchgeführte Diagnosearbeiten
• Abdrücken des Kühlsystems
• Ausbau und Prüfung des AGR-Ventils
• Prüfung von wassergekühltem AGR-Kühler
• Demontage und Abdrücken des wassergekühlten
Turboladers
• Druckverlusttest (deutlich erhöhte Werte)
• Endoskopie der Zylinder (Rostspuren)
Wenn der Motor
auffällig wird
Praxisorientierte Diagnose- und
Instandsetzungsabläufe für Werkstätten
Ein LAIKA-Caravan auf Fiat-Basis
sollte ursprünglich nur für einen
kurzen Vor-Urlaubscheck in
die Werkstatt. Doch die gemeldeten
Symptome – Geräusche aus
dem Turbolader und Kühlwasserverlust
– deuteten auf einen komplexen
Schaden hin. Für viele
Werkstätten ist dies ein vertrautes
Szenario: Was als Kleinigkeit
beginnt, erfordert am Ende eine
umfassende Systemdiagnose.
Die Ergebnisse ließen keinen Zweifel: Der Motor war
intern so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht
mehr wirtschaftlich war.
Wichtige Diagnoseindikatoren
Typische Hinweise auf schwerwiegende
Motorschäden:
• Ungewöhnliche Turboladergeräusche
• Kühlwasserverluste ohne sichtbare
Undichtigkeiten
• Rostspuren oder Beschädigungen an den
Zylinderlaufbahnen
• Druckverlust oberhalb der Toleranz
• Fremdkörper im Motor
Vorbereitung des Motortausches:
Platz schaffen für Präzision
Um Motor und Getriebe sicher auszubauen, wurde
die Vorderachse demontiert. Dieser umfangreiche
Arbeitsschritt schaffte den nötigen Arbeitsraum, um
Kühlerpaket, Leitungen und Anbauteile gefahrlos zu
lösen.
36 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 37
der motor vor Ort
Wenn der Motor auffällig wird
Warum Anbauteile
konsequent erneuern?
Gründe für vollständige Erneuerung bei
Motorprojekten:
• Vermeidung von Folgeschäden
• Sicherstellung der Gewährleistung
• Stabilität der Betriebsparameter
• Minimierung von Nacharbeiten und
Kundenreklamationen
Finale Arbeiten: Der Funktionsnachweis
Nach dem mechanischen Einbau folgten die
finalen Prüfschritte:
• Auffüllen aller Flüssigkeiten
• Anlernen der Systeme und Bauteile
• Probefahrt unter Lastbedingungen
• Dichtheitsprüfung
• Kontrolle und Auslesen des Fehlerspeichers
Erst nach erfolgreicher Funktionsüberprüfung wird
das Fahrzeug an den Kunden übergeben.
FAZIT: Strukturierte Prozesse
zahlen sich aus
Für Werkstätten zeigt dieses Projekt eindrucksvoll,
wie wichtig eine präzise Diagnostik und eine konsequente
Erneuerung aller Verschleißteile sind. Filter,
Dichtungen und Schrauben mögen unscheinbar wirken
– doch in Kombination mit einem neuen Motor
bilden sie die Grundlage für Qualität, Zuverlässigkeit
und zufriedene Kunden.
Parallel wurden Anbauteile gereinigt, geprüft und für
die Wiederverwendung oder Erneuerung bewertet.
Eine sorgfältige Vorarbeit zahlt sich aus: Sie minimiert
spätere Reklamationsrisiken und sorgt für stabile
Ergebnisse.
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Einbau des neuen Motors:
Alles, was für die Zukunft zählt
Der neue Motor wurde anschließend mit einer Kombination
aus geprüften, instand gesetzten und neuen
Komponenten komplettiert. Ziel ist eine langfristig
zuverlässige und technisch einwandfreie Lösung.
Erneuerte und überarbeitete Bauteile
• Neuer Dieselpartikelfilter
• Neuer Turbolader (Schaufelschäden durch
Fremdkörper)
• Gereinigtes Ladeluftsystem
• Instand gesetzte Injektoren
• Zweimassenschwungrad und Kupplung
• Diverse Lager, Leitungen und Dichtungen
• Zahnriemen, Ölpumpe und weitere
Verschleißkomponenten
38
Der erste reine Methanol-Schiffsmotor
ROLLS-ROYCE TESTET ERFOLGREICH
Der erste reine
Methanol-Schiffsmotor
VIDEO
ANSEHEN
Rolls-Royce hat auf dem Prüfstand in Friedrichshafen den weltweit ersten
schnelllaufenden Schiffsmotor erfolgreich getestet, der ausschließlich mit Methanol
betrieben wird. Damit setzen die Ingenieurinnen und Ingenieure von Rolls-
Royce gemeinsam mit ihren Partnern im Forschungsprojekt meOHmare einen
wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu klimaneutralen und umweltfreundlichen
Antriebslösungen für die Schifffahrt.
Das ist eine echte Weltneuheit. Bislang gibt
es keinen anderen schnelllaufenden Motor
dieser Leistungsklasse, der rein mit Methanol betrieben
wird. Wir investieren gezielt in Zukunftstechnologien,
um unseren Kunden effiziente Wege zur Reduktion
von Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu eröffnen
und unsere Führungsrolle bei nachhaltigen
Antriebssystemen weiter auszubauen.
Dr. Jörg Stratmann, CEO der Rolls-Royce Power Systems AG
Das Ziel von Rolls-Royce ist es, seinen Kunden effiziente
Möglichkeiten zur Reduzierung ihrer CO₂-
Emissionen anzubieten, ganz im Sinne der strategischen
Zielsetzung innerhalb des mehrjährigen
Transformationsprogramms, den CO₂-Ausstoß zu
reduzieren. Das Projekt steht auch im Einklang mit
der strategischen Initiative von Power Systems, das
Marinegeschäft auszubauen.
Das Verbundvorhaben meOHmare wird vom Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie gefördert
und vereint die Expertise von Rolls-Royce, dem Einspritzsystemspezialisten
Woodward L’Orange und
dem Technologie- und Forschungszentrum WTZ
Roßlau. Ziel ist es, bis Ende 2025 ein vollumfängliches
Konzept für einen CO₂-neutralen Schiffsmotor
auf Basis von grünem Methanol zu entwickeln.
Innovative Technik für
einen neuen Kraftstoff
Methanol stellt die Ingenieurkunst vor neue Herausforderungen:
Der flüssige Alkohol zündet nicht
selbst wie Diesel und erfordert eine komplett neu
entwickelte Einspritztechnik. „Wir haben das Brennverfahren,
die Aufladung und die Motorsteuerung
grundlegend neu konzipiert – und sogar unsere Prüfstandsinfrastruktur
angepasst“, erklärt Dr. Johannes
Kech, Leiter der Methanolmotor-Entwicklung in der
Division Power Systems bei Rolls-Royce. „Die ersten
Tests zeigen: Der Motor läuft stabil – jetzt geht es um
die Feinabstimmung.“
Signal an die Branche:
Methanol-Technologie erreicht
wichtigen Entwicklungsschritt
Mit dem erfolgreichen Testlauf senden wir ein
klares Signal: Grünes Methanol ist ein zukunftsfähiger
Kraftstoff – und die Technologie dafür ist da. Besonders
für Betreiber von Fähren, Yachten oder Versorgungsschiffen,
die ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren
wollen, ist der Single-Fuel-Methanolmotor eine attraktive
Lösung. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen
für eine breitere Nutzung zu schaffen.
Denise Kurtulus, Senior Vice President Global Marine bei Rolls-Royce
Parallel dazu arbeitet Rolls-Royce an einem Dual-Fuel-Konzept,
das sowohl Methanol als auch Diesel nutzen
kann – eine Brückentechnologie, solange grünes
Methanol noch nicht flächendeckend verfügbar ist.
Hintergrund: Warum Methanol?
Grünes Methanol gilt als einer der vielversprechendsten
alternativen Kraftstoffe für die Schifffahrt. Wird es
mit Strom aus erneuerbaren Energien im Power-to-
X-Verfahren hergestellt, ist der Betrieb CO₂-neutral.
Im Vergleich zu anderen nachhaltigen Kraftstoffen
ist Methanol einfach zu lagern, biologisch abbaubar
und verursacht deutlich weniger Schadstoffe.
Der Methanolmotor auf dem Prüfstand bei der Division Power
Systems von Rolls-Royce.
„Methanol ist für uns der Kraftstoff der Zukunft in der
Schifffahrt – sauber, effizient und klimafreundlich. Es
verbrennt deutlich emissionsärmer als fossile Kraftstoffe
und überzeugt mit einer im Vergleich zu anderen
nachhaltigen Energieträgern hohen Energiedichte“,
so Denise Kurtulus.
40 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 41
Für das Gute im Motor
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Ihr zuverlässiger Partner seit über 20 Jahren
• Kolbenringe: auf Wunsch mit GDC-Beschichtung
• 360-Grad-Sputterlager
• Ventile: mit Sitzpanzerung, plasmanitriert
• Ventilführungen: ölgekühlt, mit Ölschmierung
• Ventilsitzringe: Stellite, Tribaloy
• Pleuelstangen
• Kurbelgehäuse
Technisches Know-how
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uns jeden Tag aufs Neue. Für erstklassige
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Motorservice ist einer der führenden Spezialisten
für Ersatzteile im und am Motor. Seit über 20 Jahren
ist MS Motorservice Deutschland GmbH als zuverlässiger
Partner für die Aftermarket-Aktivitäten in
Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig:
• Für Motoreninstandsetzer und Großhändler bieten
wir ein breites Produktsortiment Motorenkomponenten
der Marken Kolbenschmidt, Pierburg, BF,
TRW Engine Components, Turbo by Intec und weiteren
renommierten Marken rund um den Motor
– verbunden mit hohem Qualitätsstandard, technischem
Service und umfassenden Problemlösungen
– alles aus einer Hand.
• Außerdem liefern wir Motorenteilen für Gasmotoren
und BHKW, Kleinserien und Sonderanwendungen.
Motorenteile in Premiumqualität
Motorservice bietet ein breites Ersatzteilprogramm
in Erstausrüstungsqualität für zahlreiche Anwendungen
wie PKW, Transporter, NKW, Baumaschinen,
Landmaschinen und Einbaumotoren.
Das Lieferprogramm umfasst beispielsweise Kolben,
Kolbenringe und Zylinderlaufbuchsen, Kurbelgehäuse,
Kurbelwellen und Nockenwellen, Gleitlager,
Ventile, Ventilführungen und Ventilsitzringe,
Schwungscheiben, Pleuel und Zylinderköpfe sowie
Wasserpumpen und Ölpumpen.
Motorenteile für Gasmotoren
Um das Verschleißverhalten von Gasmotoren zu
optimieren, bietet Motorservice die Motorenteile je
nach Anforderung und Anwendung in passenden
Varianten an.
Gasmotoren benötigen je nach Gasart und Motorausführung
unterschiedliche Zylinderkopfvarianten.
Bei Biogasanwendungen wird die Variante mit ölgeschmierter
Auslassventilführung und Zündkerzengewinde
M14 und M18 erfolgreich eingesetzt. Für den
Betrieb in Erdgasmotoren ist der Zylinderkopf mit
ungeschmierter Auslassventilführung und Zündkerzengewinde
M14 erhältlich.
Motorservice bietet nicht nur qualitativ hochwertige
Produkte rund um den Motor, sondern auch
geballtes technisches Know-how und eine Vielzahl
an Services. Nutzen Sie die Chance und holen Sie
sich Fachwissen direkt vom Experten. Mit unserem
Schulungsangebot bieten wir Ihnen die Möglichkeit,
das Wissen eines Erstausrüsters auf interessante
und ansprechende Weise direkt an ihre Mitarbeiter
und Kunden zu vermitteln.
Technische Informationen aus der Praxis für die Praxis:
Mit unseren Produkt Informationen, Service Informationen,
technischen Broschüren und Postern
sind Sie immer auf dem neuesten Stand der Technik.
Produktportfolio (Auszug)
für zahlreiche Anwendungen
Kolben
Unter modernsten Gesichtspunkten
entwickelt
und produziert Motorservice
liefert Kolben stets
komplett mit Kolbenringen,
Kolbenbolzen sowie den
dazugehörenden Bolzensicherungsringen
aus. Diese vom Experten
perfekt aufeinander abgestimmten
Komponenten erleichtern Ihnen die Bestellung.
Portfolio für Gasmotoren
• Zylinderköpfe: ölgeschmierte/ungeschmierte
Ventilführung (Ex), komplett
• Kolben, Zylinderlaufbuchsen, Assemblies: Kolben
mit angepasster Verdichtung, Kolben ohne Mulde
zur freien Konfiguration des Kolbenbodens,
Zylinderlaufbuchsen mit Feuerring
Zylinderlaufbuchsen
Langlebigkeit für viele tausend Kilometer: Das umfangreiche
Sortiment umfasst nasse und trockene
Zylinderlaufbuchsen und Rippenzylinder sowie Zylinder
für Kompressoren. Die mitgelieferten Dichtringsätze
für nasse Zylinderlaufbuchsen komplettieren
den Lieferumfang für den einfachen Ersatz.
42 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 43
Energie aus dem Ozean
Zylinderköpfe
Bedarfsgerecht für Sie
komplettiert: Motorservice
verfügt über
ein breites Produktportfolio
an Zylinderköpfen
für Pkw und Nkw.
Bedarfsgerecht und reparaturfreundlich sind die
Zylinderköpfe auch mit vormontierten Ventilen und
Ventilfedern erhältlich.
Gleit- und Sputterlager
Damit alles reibungslos läuft: Kolbenschmidt Gleitlager
sorgen mit optimalen Gleitwerkstoffen und perfekter
Geometrie für weniger Reibung und mehr Dynamik.
Ihr Partner für alle Fälle – Motorservice bietet
neben einem großen Sortiment
an Standardund
Übermaßgrößen
auch spezielle Sonderlösungen
für die
Reparatur an.
Ventile, Ventilführungen, Ventilsitzringe
und Ventilzubehör
Temperaturbeständige Exaktheit: Um
die optimale Ausstattung für die Belastung
im Motorbetrieb darzustellen,
müssen die einzelnen Ventiltriebkomponenten
genau auf die benötigten Anforderungen
und Anwendungen
abgestimmt sein. Daher
hat Motorservice Ventiltriebkomponenten
in verschiedenen
Materialien und Ausführungen
im Programm.
Motorservice verfügt über ein stetig wachsendes
Produktsortiment mit über 1.100 Ventilen für mehr
als 8.000 Anwendungen, ein breites Ventilführungssortiment
von über 800 Ventilführungstypen für mehr
als 3.500 Anwendungen und bietet bei Ventilsitzringen
mit über 400 verschiedenen lieferbaren Abmessungen
nahezu uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten
für alle gängigen Motoren.
Energie aus dem Ozean
Meeresströmungen als Energiequelle: Das französische Start-up „Normandie
Hydroliennes“ (NH) möchte mit der Kraft der Gezeiten Energie erzeugen. Dazu
plant das Unternehmen auf dem Meeresboden ein Feld aus „Unterwasserwindrädern“
zu errichten, die die Kraft der Meeresbewegungen in grünen Strom umwandeln
sollen.
Gezeitenkraftwerk
Wind, Abkühlungsprozesse an der Wasseroberfläche
sowie die Anziehungskräfte von Mond und Sonne
sind permanente Treiber für Wasserbewegungen in
den Meeren – ähnlich wie auch der Wind sich stetig
oberhalb des Meeresspiegels bewegt. Doch im Gegensatz
zum Wind wird die Energie der Meeresströmungen
bisher kaum zur Stromproduktion genutzt.
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Umsetzung
Im Rahmen des ersten Projekts ‚NH1‘ möchte Normandie
Hydroliennes in der Straße von Alderney,
etwa drei Kilometer vor der Küste der Normandie, vier
Unterwasserturbinen mit insgesamt zwölf Megawatt
Leistung installieren und bis 2028 ans Netz bringen.
Die Funktionsweise des Gezeitenkraftwerks ähnelt
laut Hersteller der von Windkraftanlagen, allerdings
mit kleineren Rotorblättern. Das soll im Vergleich zu
anderen Gezeitenanlagen nicht nur die Kosten senken,
sondern auch die Erweiterung der Anlage erleichtern.
Normandie
Der Standort eines Gezeitenkraftwerks ist entscheidend
für dessen Effizienz. Für eine optimale
Stromproduktion benötigt die Anlage eine möglichst
gleichmäßige Strömung mit ausreichend hoher Geschwindigkeit
– und genau das bietet die Straße von
Alderney. Hier erreicht die Strömung regelmäßige
Geschwindigkeiten von bis zu zwölf Knoten (etwa 22
Stundenkilometer). Damit soll das Kraftwerk in bis zu
3.000 Stunden pro Jahr etwa 34 Gigawattstunden
Strom erzeugen können. Genug, um rund 15.000
Menschen mit Energie zu versorgen.
Blick voraus
Wenn sich das Gezeitenkraftwerk als rentabel erweist,
soll die Anlage auf 250 Megawatt erweitert
werden. Das Gesamtpotenzial für Gezeitenkraftwerke
vor der französischen Küste liegt nach Angaben
der Betreiber bei rund sechs Gigawatt – das
entspricht der Leistung von zwei üblichen Atomkraftwerken.
Um dieses Potenzial ausschöpfen zu
können, braucht es allerdings rund 2.000 Unterwasserturbinen,
und Fördermittel: Die Europäische
Union fördert das Projekt mit 31 Millionen Euro aus
dem Innovationsfonds. Und wieder ist es ein französisches
Unternehmen, das hier voran geht.
dermotor.de | Ausgabe 4/2025
45
Sicher durch schwieriges Gelände
NEUE ANTRIEBSTECHNIK FÜR OFFROAD-FAHRZEUGE
Sicher durch
schwieriges Gelände
Feuchte Wiesen, steile Hänge und lockere Böden stellen für landwirtschaftliche Fahrzeuge
oft eine Herausforderung dar. Ein neues Antriebssystem, das Offroad-Fahrzeuge
sicher durch schwieriges Gelände bringt, haben Forschende des Karlsruher Instituts
für Technologie (KIT) gemeinsam mit einem Industriepartner entwickelt. Es ersetzt herkömmliche
Differenziale durch einzeln steuerbare Getriebe an jedem Rad. So lassen
sich Gelände bewältigen, die zuvor nicht befahrbar waren.
Fahrzeuge mit „Line Traction“ schaffen Steigungen über 100
Prozent.
Fahrzeuge wie Traktoren oder Hangmäher sind bisher
mit klassischen Differenzialgetrieben ausgestattet.
Diese sorgen dafür, dass sich die Räder einer
Achse beim Kurvenfahren unterschiedlich schnell
drehen – man spricht von einem offenen Differenzial.
Der Nachteil: Verliert ein Rad die Bodenhaftung,
beginnt es durchzudrehen und das zweite Rad der
Achse bleibt stehen. Das führt zu reduziertem Vortrieb.
Ein gesperrtes Differenzial hingegen sorgt
dafür, dass beide Räder einer Achse fest miteinander
verbunden sind und sich synchron drehen. So
kommt das Fahrzeug auch durch unwegsames Gelände,
etwa beim Befahren von Wiesen, Schnee oder
Schlamm. Es kann jedoch nicht um die Kurve fahren.
Zwei Prinzipien, ein System –
Vorteile im Gelände
Das neue Antriebssystem gleicht die Nachteile beider
Prinzipien aus: Es verbessert die Bodenhaftung
und ermöglicht gleichzeitig einen präzisen Drehzahlausgleich
in Kurven, denn es hat an jedem Rad ein
steuerbares Getriebe. „Das System passt automatisch
die Drehzahlen der Räder an die Fahrsituation
an. Damit wird die volle mechanische Kraft des Antriebs
bei gleichzeitiger Kontrolle der Radgeschwindigkeiten
präzise auf die Räder verteilt“, sagt Stefan
Herr, Leiter der Forschungsgruppe Antriebstechnik
des Institutsteils Mobile Arbeitsmaschinen am KIT.
Auf diese Weise drehen alle Räder mit optimaler Geschwindigkeit
bei maximaler Kraftübertragung – das
Fahrzeug kommt auch in schwierigen Situationen
voran.
„Ein Traktor mit dem ‚Line Traction System‘ bietet
mehr Leistung und Sicherheit, indem er die Kraft
auch bei starkem Gefälle oder ungleichmäßigem
Untergrund auf den Boden bringt“, sagt Herr. „Unser
Versuchsfahrzeug fährt dort weiter, wo andere stehen
bleiben. Flächen, die bisher nicht nutzbar waren oder
von Hand bewirtschaftet werden mussten, lassen
sich nun maschinell bearbeiten.“ Einsatzszenarien
sind etwa das Mähen von steilen Hängen an Autobahntrassen
oder von Wiesen in bergigen Regionen.
Ein weiterer großer Vorteil des Systems: Der konventionelle
Antriebsstrang mit zentralem Motor bleibt
erhalten. Dadurch ist das Gesamtsystem kompakt,
gewichtsneutral und wirtschaftlich. Der Antrieb
kann sowohl mit einem Verbrennungs- als auch mit
einem Elektromotor erfolgen. „Das System ist auch
für emissionsfreie Antriebe geeignet und damit zukunftsfähig“,
erklärt Herr.
Forschung trifft Praxis:
Von der Idee zur Innovation
Die Technologie entstand in Zusammenarbeit mit
der Müller Landmaschinen GmbH, dem Erfinder des
Systems. In mehreren Projekten haben die Beteiligten
das System von der Idee bis zur Vorserie entwickelt
und erforscht. „Unsere Forschung ist eng mit
der Praxis verbunden – wir bringen das Wissen auf
die Straße oder aufs Feld“, sagt Herr. „Zudem sind
von Beginn an Studierende und Promovierende an
den Forschungsarbeiten beteiligt. Sie haben so früh
die Möglichkeit, sich in laufende Projekte einzubringen
und Innovationen mitzugestalten.“
Ausgezeichnete Technik –
Gold bei Innovationspreis
Für das serienreife Produkt zeichnete die Deutsche
Landwirtschafts-Gesellschaft den Industriepartner
Der Hangmäher mit „Line Traction“ fährt dort weiter, wo andere
Mähmaschinen stehen bleiben.
Müller Landmaschinen GmbH gemeinsam mit dessen
Integrationspartner Aebi Maschinenfabrik & Co.
AG auf der weltgrößten agrartechnischen Fachmesse
AGRITECHNICA in Hannover mit dem „Innovation
Award AGRITECHNICA“ mit Gold aus. Der Preis
zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen der Agrartechnik
und unterstreicht den erfolgreichen Transfer
von Forschung am KIT in die Industrie.
Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT
Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel,
Energiewende und nachhaltigem Umgang
mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher
Intelligenz, technologischer Souveränität und
demografischem Wandel. Als Die Universität in der
Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche
Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur
Anwendungsorientierung unter einem Dach – und
ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation
voranzutreiben. Damit bietet das KIT als
Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden
sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende
Möglichkeiten, eine nachhaltige und
resiliente Zukunft zu gestalten.
KIT – Science for Impact.
46 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 47
VMI – Ein Verband in Bewegung
VMI – Ein Verband
in Bewegung
Engagiert im Tagesgeschäft, hartnäckig in der Verbandsarbeit. Eigenschaften,
die Bewegung schaffen. Auch in diesem Jahr sind wieder viele dem Ruf zu den
vielseitigen Regionaltagungen und zur Jahrestagung nach Ulm gefolgt.
Verbandsarbeit im Wandel der Branche
ist notweniger denn je. Aufmerksamkeit
kommt nicht von allein und bedarf einer
ständigen Kommunikation. Die Mitglieder
profitieren vom vielfältigen Engagement
und nutzen jede Veranstaltung zum Netzwerken,
Beratschlagen und gemeinschaftlichen
Fachsimpeln.
Bestehende Mechanismen greifen in der
aktuellen wirtschaftlichen Phase der Veränderungen,
aber auch aufgrund politischer
Hürden nicht mehr wie gewohnt.
Viele Mitgliedsbetriebe kämpfen mit ähnlichen
Herausforderungen.
Da ist der VMI als Kontaktstelle und Bindeglied
eine Unterstützung, um regen Gedankenaustausch
zu fördern. Auf der Mitgliederversammlung
in Ulm bot sich neben
den üblichen Regularien ein breites Spektrum
an Themen, die von den aktuellen Herausforderungen
im Tagesgeschäft, über
Unternehmensnachfolge, bis hin zu strategischen
Entwicklungen innerhalb des Verbandes
reichten. Die gemeinsamen Tage
in Ulm wurden ausgiebig zum Austausch
genutzt, denn auch 2026 steht der VMI
als starker Ansprechpartner für Mitgliedsunternehmen
und Aktive der Branche zur
Verfügung. Die geplanten Regionaltagungen
Nord/West und Süd sind bereits in der
Endphase der Vorbereitung und auch die
Jahrestagung und MV 2026 in Bonn nimmt
Formen an. Die Anmeldungen werden bereits
entgegengenommen.
Der VMI bei der Besichtigung des Ulmer Magirus Iveco Museum.
Der VMI-Vorstand.
Die Geschäftsstelle beantwortet gerne Fragen zum
Verband und seinen Zielen, für ein stabiles Miteinander
in einer starken Gemeinschaft.
Verband der Motoren-Instandsetzungsbetriebe e.V.
Büchel 12-14, 41460 Neuss
Tel.: 02131-76012-20 /-21
kontakt@vmi-ev.de · www.vmi-ev.de
Gut besuchte Mitgliederversammlung im September.
VMI-Termine
20.3.2026 Regio Nord/West:
Bücker & Essing in Lingen
24.4.2026 Regio Süd: Sterki-HTP in Sinsheim
11.9.2026 Automechanika: VMI-Rundgang
24.-26.9.2026 JT & MV 2026 Bonn
48 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 49
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Quote für strombasierte Erneuerbare Kraftstoffe gefordert
Verbände aus Verkehrs- und
Energiebranche fordern ambitionierte
Quote für strombasierte Erneuerbare
Kraftstoffe im Straßenverkehr
Die Bundesregierung befasst sich aktuell mit der Umsetzung der Europäischen
Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) in nationales Recht. Der kürzlich bekanntgewordene
Arbeitsstand diesbezüglich gibt Verbänden aus der Verkehrs- und
der Energiebranche, darunter UNITI, Anlass zur Sorge. In einem gemeinsamen
Positionspapier fordern sie deutlich ambitioniertere Quoten für den Einsatz von
erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs im Straßenverkehr als
bislang vorgesehen.
Ambitionierte Beimischungsquoten im Straßenverkehr
bilden einen maßgeblichen Hebel, um den Produktionshochlauf
Erneuerbarer Kraftstoffe anzureizen.
Ein kürzlich bekannt gewordener Arbeitsentwurf
eines „Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der
THG-Minderungsquote“, der die europäische RED
III in deutsches Recht umsetzen soll, bleibt bezüglich
der nationalen Mengenquoten für sogenannte
RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin
beziehungsweise Erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen
Ursprungs) hinter den Erwartungen der
Verkehrs- und Energiebranche zurück. So sieht der
Entwurf eine RFNBO-Mengenquote im Jahr 2030
von 1,2 Prozent und in 2040 von vier Prozent vor.
Diese Werte liegen deutlich unter denen, die andere
europäische Länder beschlossen haben und können
angesichts eines absehbar schrumpfenden Gesamtmarkts
für Kraftstoffe infolge einer weiteren Elektrifizierung
des Straßenverkehrs noch nicht einmal eine
wachsende absolute Nachfrage garantieren.
UNITI fordert daher unter anderem gemeinsam mit
dem ADAC, dem DSLV Bundesverband Spedition
und Logistik und dem Zentralverband Deutsches
Kraftfahrzeuggewebe (ZDK) die Bundesregierung
auf, deutlich höhere nationale RFNBO-Quoten vorzusehen.
Die Verbände plädieren für eine RFNBO-
Mindestquote im Straßenverkehr von wenigstens
fünf Prozent im Jahr 2030 sowie 24 Prozent in 2040.
Ambitionierte Quoten
für den Einsatz erneuerbarer
Kraftstoffe im Straßenverkehr
sind ein unverzichtbares
regulatives Instrument, um
den Hochlauf regenerativer
Fuels wie Wasserstoff oder
E-Fuels anzureizen und damit
die für die Erreichung der
Klimaziele notwendige Kraftstoffwende
voranzubringen.
Der Gesetzgeber sollte bei
der RED-Umsetzung deutlich nachschärfen
und zeitnah eine Kabinettsfassung vorlegen.
Elmar Kühn, UNITI-Hauptgeschäftsführer
Eine Reihe weiterer im Entwurf vorgesehener Aspekte
begrüßen die Verbände dagegen ausdrücklich: So
sollen die Quoten für fortgeschrittene Bio-Kraftstoffe
deutlich steigen. Auch den Ansatz, mit dem Gesetz
eine langfristige Perspektive bis 2040 zu formulieren,
bewerten sie positiv.
dermotor.de | Ausgabe 4/2025
51
Die Physik lässt sich nicht ändern
ERNEUERBARE KRAFTSTOFFE
Die Physik lässt
sich nicht ändern
IT-Experte Olaf Toedter erklärt, wie E-Fuels und HVO einen
Beitrag zum Klimaschutz leisten und warum Europas Regulierung
an der Realität vorbeigeht.
schlossener Kreislauf. Das wirkt sofort – im gesamten
Bestand.
Und was bedeutet das für den Vergleich
zwischen Elektroautos und Verbrennern
mit erneuerbaren Kraftstoffen?
Für Dr. Olaf Toedter,
Leiter neue Technologien
und Zündsysteme
am Karlsruher
Institut für Technologie
(KIT,) steht fest: Entscheidend
für die Klimabilanz
ist nicht der
Motor, sondern die verwendete Antriebsenergie. Im
Gespräch erläutert er, warum erneuerbare Kraftstoffe
im Bestand sofort wirken, weshalb die EU-Regulierung
an der Realität vorbeigeht – und wieso am
Ende „die Physik sich nicht ändern lässt“.
Herr Toedter, mehr als 96 Prozent der
Fahrzeuge im Bestand in Deutschland
verfügen über einen Verbrennungsmotor. Auch
bei Neufahrzeugen dominieren Verbrenner oder
Hybride. Warum ist das so?
Der Verbrennungsmotor ist eine robuste Technologie,
die über Jahrzehnte weiterentwickelt wurde. Wir
haben es mit sehr unterschiedlichen Nutzerprofilen
zu tun: vom Kurzstreckenbetrieb bis zu Langstreckentransporten,
von Baumaschinen bis zu landwirtschaftlichen
Anwendungen. Dieses breite Spektrum
konnte bisher kein anderes Antriebskonzept so abdecken
wie der Verbrennungsmotor. Mit der Hybridisierung
ist er zudem noch effizienter geworden.
Wie lange wird dieser hohe Anteil Ihrer
Einschätzung nach bestehen bleiben?
Wenn wir es schaffen, fossilen Kohlenstoff durch
Kohlenstoff aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen,
dann sehe ich keinen Grund, warum das enden sollte.
Jeder wird den Antrieb wählen, der für seine Anwendung
am besten passt. Und da wird weiterhin
ein erheblicher Anteil verbrennungsmotorisch sein –
fast immer hybridisiert.
Allerdings hängt das stark von der Regulierung ab.
Heute bewertet die EU-Flottenverordnung nur die
Emissionen am Auspuff – nicht die CO₂-Vorkette, also
das, was wir Well-to-Tank nennen. Das führt zu einer
Asymmetrie: Während die Renewable Energy Directive
erneuerbare Kraftstoffe berücksichtigt, fallen sie in
der Flottenregulierung durchs Raster. Würden Fahrzeuge
mit CO₂-neutralen Kraftstoffen gleichgestellt,
könnten sie wie Elektrofahrzeuge anerkannt werden
– und sofort zum Klimaschutz beitragen.
Welche Rolle spielen erneuerbare
Kraftstoffe dabei?
Sie sind der Schlüssel. Entscheidend ist nicht der
Motor, sondern die Vorkette des Energieträgers.
Wenn wir fossilen Kohlenstoff durch Kohlenstoff
aus regenerativen Quellen ersetzen, entsteht ein ge-
Sind E-Fuels oder HVO ohne technische
Anpassungen nutzbar?
Wir haben am KIT bewusst den Begriff „reFuels“ verwendet,
um all diese Kraftstoffe zusammenzufassen
– egal, ob sie auf erneuerbarem Strom, biogenen
Quellen oder Reststoffen basieren. Entscheidend ist:
Sie liegen innerhalb der Kraftstoffnormen und sind
damit sofort in der gesamten Bestandsflotte nutzbar.
Das gilt nicht nur für Pkw, sondern auch für Schienenfahrzeuge,
Schiffe oder Flugzeuge. Es ist kein
Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch: All
diese Pfade tragen zusammen zur Defossilisierung
bei.
Ab 2035 dürfen Pkw am Auspuff kein CO₂
mehr emittieren. Ist es sinnvoll, nur auf
den Tailpipe-Ansatz zu schauen?
Nein. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser Rahmen
zu klein. Die Flottenregulierung betrachtet nur
die Emission am Auspuff, nicht aber die Vorkette. Die
Renewable Energy Directive tut es, die Flottenregulierung
nicht. Das ist eine Asymmetrie, die Probleme
verschiebt, statt löst. Wenn ich direkt oder indirekt
CO₂ aus der Atmosphäre entnehme und es in den
Kreislauf zurückführe, habe ich im besten Fall ein
geschlossenes System. Physikalisch wird es nie 0,0
sein, aber es ist ein entscheidender Beitrag.
Batterieelektrische Fahrzeuge sind nicht CO₂-frei,
sie schneiden teilweise kaum besser ab als moderne
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder Hybride.
Versorge ich einen Verbrennungsmotor mit erneuerbaren
Kraftstoffen, sind deren Werte im Vergleich
sogar besser. Und das Entscheidende: Die Wirkung
tritt sofort ein, im gesamten Bestand. Natürlich gibt
es Idealfälle bei E-Autos, etwa wenn jemand eine
eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat und
damit sein Auto lädt. Aber realistisch sind die meisten
Haushalte ans Netz angeschlossen. Diese Systemrealität
wird oft ausgeblendet. Besonders deutlich
wird der Vorteil bei Hybriden: Sie profitieren von
beiden Seiten – elektrischer Effizienz im Kurzstreckenbetrieb
und erneuerbaren Kraftstoffen auf langen
Strecken. Damit schneiden sie in realistischen
Ökobilanzen oft besser ab als gedacht.
Braucht es eine Überarbeitung der
EU-Flottenverordnungen?
Unbedingt. Wenn wir die realen Emissionen senken
wollen, müssen wir die Vorketten einbeziehen. Dann
können wir alle Technologien dort einsetzen, wo
sie am meisten bewirken – batterieelektrisch in der
Stadt, flüssige Kraftstoffe auf langen Strecken. Fahrzeuge,
die mit CO₂-neutralen Kraftstoffen betrieben
werden, sollten genauso anerkannt werden wie Elektrofahrzeuge.
52 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 53
Warum ein Werkstoff die Zukunft prägt
Droht durch die nächste Stufe der
Verschärfung der CO₂-Flottenziele in 2030
ein de-facto-Verbrennerverbot schon vor dem
Jahr 2035?
Aktueller Fahrzeugbestand
4% BEV/andere
KOLBENRINGE AUS STAHL IM MODERNEN MOTORENBAU
NPR OF EUROPE SETZT MASSSTÄBE MIT PVD-TOPRINGEN
Ja, faktisch läuft es darauf hinaus. Hersteller können
physikalisch nicht erreichbare Werte nur dadurch
erfüllen, dass sie viele batterieelektrische Fahrzeuge
zulassen, die mit null Gramm zählen, oder
durch Pooling mit anderen Herstellern. Das führt zu
einer Quersubventionierung: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren
finanzieren indirekt die E-Fahrzeuge.
Wie wirken sich diese Vorgaben auf
die langen Entwicklungszyklen der
Automobilindustrie aus?
Das ist ein entscheidender Punkt. Die Automobilindustrie
plant in langen Zyklen: von der Flottenplanung
über Modellreihen bis hin zu konkreten Fahrzeugen.
Jede Neuentwicklung muss erprobt und
freigegeben werden – Kunden erwarten absolute
Verlässlichkeit.
Wenn klar ist, dass der Verbrennungsmotor in Europa
keine Zukunft hat, wird nicht mehr investiert. Schon
heute sehen wir: In Europa wird kaum noch vorentwickelt,
während in Asien und den USA Hybrid- und
Verbrennertechnologien weiter beschleunigt werden.
Die Physik lässt sich dabei nicht ändern: Egal
mit welchem Antrieb, es gibt Anwendungsfälle, die
Kraftstoffe brauchen – und wenn Europa diese Entwicklung
stoppt, wird sie anderswo vorangetrieben.
Warum fordern inzwischen auch OEM
mehr Technologieoffenheit?
Weil es nicht um den Motor an sich geht, sondern
um die Regulierung. Entscheidend ist, dass derzeit
nur der CO₂-Wert am Auspuff zählt. OEM und Verbände
kritisieren, dass klimaneutrale Kraftstoffe dadurch
nicht anerkannt werden. Würden Fahrzeuge,
die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben
werden, als eigene Klasse bilanzierbar, ließe
sich das 0-Gramm-Ziel auch ohne reinen Elektrozwang
erreichen. Wenn Fahrzeuge mit erneuerbaren
96% Verbrenner
Kraftstoffen anerkannt würden, hätten wir realen Klimaschutz.
Genau deshalb fordern mittlerweile auch
die Hersteller Technologieoffenheit.
Schadet der „all electric“-Kurs der EU der
deutschen Automobilwirtschaft?
Ja. Unsere Ingenieurkompetenzen werden nicht berücksichtigt.
Und es ist auch nicht der Kurs, der zur
maximalen Treibhausgasreduktion führt. Wir brauchen
Wettbewerb der Technologien unter vergleichbaren
Rahmenbedingungen.
Andere Weltregionen setzen nicht auf ein
Verbrennerverbot. Wie gehen sie vor?
Japan, China oder die USA betrachten die gesamte
Kette, nicht nur den Auspuff. China setzt auf unterschiedliche
Fahrzeugklassen, Japan auf parallele
Technologien. Europa hat sich sehr speziell aufgestellt
– und nicht unbedingt auf dem effizientesten
Weg. Die EU-Regulierung folgt den IPCC-Vorgaben,
die länderspezifisch bilanzieren.
Die EU-Regulierung folgt den Vorgaben des Pariser
Abkommens und den Bilanzierungsrichtlinien des
IPCC. Diese Logik ist länderspezifisch und führt bei
global gehandelten Energieträgern zu erheblichen
Verschiebungen. Hier gibt es Handlungsbedarf. Am
Ende setzen sich weltweit die technisch besten Systeme
durch.
Warum
ein Werkstoff
die Zukunft prägt
Kolbenringe aus Stahl gewinnen im Motorenbau zunehmend an Bedeutung – und
das nicht ohne Grund. Die steigenden thermischen und mechanischen Belastungen
moderner Aggregate stellen Materialien vor ganz neue Herausforderungen.
NPR of Europe setzt Maßstäbe mit PVD-Topringen, eine extrem belastbare Kombination
der Beschichtung.
Für Werkstattprofis zeigt sich im Alltag immer deutlicher:
Stahlringe bieten nicht nur eine präzisere Abdichtung
und robustere Verschleißfestigkeit, sondern
lösen auch viele der Probleme, die in der Praxis
regelmäßig zu Leistungseinbußen oder erhöhtem Ölverbrauch
führen. Damit werden sie zum zentralen
Bauteil für zuverlässige Motoren, längere Standzeiten
und eine saubere Abgasbilanz.
Geprägt von den hohen Qualitätsanforderungen
internationaler Fahrzeughersteller verfolgt NPR
of Europe auch im Aftermarket eine klar definierte
Produktstrategie. Das Unternehmen aus Korntal-
Münchingen hat sich weltweit einen Namen als
verlässlicher Anbieter von Kolbenringen aus Stahl
gemacht – und das nicht ohne Grund: Die Produkte
erfüllen die gleichen strengen Kriterien wie im
Erstausrüstungsgeschäft und bieten damit Werkstätten
ein Bauteil, das sowohl in Leistung als
auch in Standfestigkeit überzeugt.
Über Jahrzehnte hinweg galten Grauguss und Sphäroguss
als die Standardwerkstoffe für Kolbenringe in
Otto- und Dieselmotoren. Doch die Anforderungen
an moderne Aggregate haben sich grundlegend verändert
– und mit ihnen die Anforderungen an die eingesetzten
Bauteile. Was im Lkw-Sektor bereits seit
mehr als 30 Jahren erfolgreich eingesetzt wird, setzt
sich inzwischen in nahezu allen Motorenkategorien
durch: Kolbenringe aus Stahl.
54 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 55
Warum ein Werkstoff die Zukunft prägt
Präzision durch Formtreue
Ein wesentlicher Vorteil der Stahlringe liegt im
schlankeren Querschnitt. Dadurch passen sie sich
der Zylinderlaufbahn deutlich präziser an – ein wichtiges
Kriterium, wenn man bedenkt, wie stark Zylinderlaufflächen
unter thermischer und mechanischer
Belastung arbeiten.
Für die Werkstattpraxis bedeutet das:
• bessere Abdichtung
• geringerer Ölverbrauch
• niedrigere Blow-by-Mengen
• stabilere Kompressionswerte
Besonders bei Motoren mit Laufleistung oder minimalen
Unrundheiten in der Laufbahn zeigt sich dieser
Effekt deutlich.
Ein Werkstoff für höhere
Belastungsgrenzen
Moderne Motoren arbeiten kompakter, mit höheren
Drücken und höheren Temperaturen als frühere Generationen.
Downsizing, Turboaufladung und steigende
Einspritzdrücke belasten Kolbenringe stärker denn je.
Stahl bietet hierfür die passenden
Materialeigenschaften:
• hohe Festigkeit und Härte
• hohe Temperaturbeständigkeit
• geringe Materialermüdung
• praktisch keine Bruchanfälligkeit
Das Resultat ist eine klar höhere Standzeit – ein Vorteil,
der sich für Werkstätten besonders bei der Motoreninstandsetzung
auszahlt. Auch Upgrades im
Rahmen von Überholungen sind problemlos möglich.
Leistungssteigerung durch PVD
PVD („Physical Vapour Deposition") ist ein vakuumbasiertes
Beschichtungsverfahren, bei dem hochfeste
Schichten direkt auf Kolbenringe aufgebracht
werden. Die PVD-Beschichtungen zeichnen sich
durch hohe Härte (1.400–2.200 HV), eine kompakte
Schichtstruktur und damit eine sehr hohe Verschleißfestigkeit
aus.
Systemvorteile, die im
Werkstattalltag zählen
Technische Pluspunkte:
• höhere Ringspannung
• größere Härte
• geringere Ringhöhe
• hohe Ermüdungsdauer
Praxisnutzen im Motorbetrieb:
• präzisere Abdichtung
• weniger Ölverbrauch
• geringere Blow-by-Gase
• reduzierter Flanken- und Nutverschleiß
• längere Serviceintervalle
• bessere Anpassung an Zylindertoleranzen
• geringere Reibungsverluste
Diese sorgt für eine langfristig stabile Ringgeometrie
und ermöglicht eine reduzierte Ringspannung bei
Ölabstreifringen, was zu geringeren Reibungsverlusten
führt. NPR of Europe nutzt diese Technologie zur
Herstellung reibungsarmer und langlebiger Kolbenringe
für effiziente Motoren.
Optimierte Ringposition für
bessere Emissionswerte
Durch ihre geringere axiale Ringhöhe können Stahlringe
näher am Kolbenboden platziert werden. Das
verringert das Spaltvolumen am Feuersteg – ein Bereich,
der bei herkömmlichen Gussringen häufig zu
erhöhten Partikel- oder HC-Emissionen beiträgt.
Für die Praxis bedeutet das:
• sauberere Verbrennung
• weniger Partikel bei Dieselmotoren
• niedrigere HC-Werte bei Ottomotoren
• annähernd OEM-Abgasqualität nach Überholung
Weniger Verschleiß, längere Standzeit,
höhere Standfestigkeit
Der hohe Härtegrad der Stahlringe reduziert sowohl
den Flankenverschleiß am Ring als auch den Nutverschleiß
am Kolben. Typische Schadensbilder wie
Spielvergrößerung in der Ringnut, Leistungsverlust
oder steigender Ölverbrauch treten deutlich seltener
auf.
Dadurch verlängern sich:
• Wartungsintervalle
• Motorstandzeiten
• Lebensdauer des gesamten Ring-Kolben-Systems
Besonders Kompressionsringe profitieren von der
Dehnungsfestigkeit des Materials. Auch unter extremen
Betriebsbedingungen – etwa bei hohen Lastanteilen,
langen Autobahnetappen oder Flotteneinsätzen
– bleibt die Dichtfunktion stabil. Das macht
Stahl zum Schlüsselmaterial für nachhaltige Motorperformance
und zuverlässige Abdichtwirkung.
56 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 57
Hybridgetriebe von ZF im Praxistest
DEKARBONISIERUNG DER TRANSPORTINDUSTRIE
Hybridgetriebe von ZF für
schwere LKW im Praxistest
Friedrichshafen. Das neue Hybridgetriebe TraXon 2 Hybrid hat sich in ersten
Fahrtests im Praxiseinsatz bewiesen. Europäische Transportflotten sowie Mitglieder
des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)
e.V. erhielten einen Einblick in die Neuentwicklung und konnten das Getriebesystem
im ZF-eigenen Testfahrzeug erfahren. Das Resümee der Teilnehmer: Mit
der Innovation geht das Unternehmen aktiv auf die Bedürfnisse der Flotten ein,
reduziert auf praktikable Weise Emissionen und hilft zugleich, die Gesamtbetriebskosten
(TCO) zu senken.
Der langfristige und wahrnehmbare Mehrwert
für Hersteller und Flotten durch die Neuentwicklung
von TraXon 2 Hybrid ist vorhanden. Deshalb
gehen wir davon aus, dass der Hybrid kommt. In den
Anwendungen mit höherer Tagesfahrleistung wird
Das neue Getriebesystem TraXon 2 Hybrid (inklusive
E-Maschine) für schwere Nutzfahrzeuge, basiert auf dem
klassischen TraXon 2 Getriebesystem.
sich der klassische Fernverkehrs-Lkw in Richtung
Hybrid-Antriebsstrang orientieren. Die Flotten erreichen
ihre CO₂-Einsparziele mit dieser Technologie
und die Wirtschaftlichkeit stimmt.
Christian Feldhaus, Leiter der Nutzfahrzeuggetriebesparte bei ZF
Hybrid-Power für die Straße: Roger Schwarz, Leiter Abt. Technik
BGL e.V., bewertet Effizienz, Leistungsfähigkeit sowie Potenzial.
Die Technologie ist die ideale Kombination
aus Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit
– Werte, die für unsere Branche entscheidend
sind. Der gezeigte ZF-Hybrid stellt für unsere Mitgliedsunternehmen
eine praktikable Lösung auf dem
Weg zur Voll-Elektrifizierung dar, bis die europäische
Ladeinfrastruktur großflächig zur Verfügung steht.
Nun sollte das System schnell breitflächig
getestet werden und auf die Straße kommen.
Roger Schwarz, Leiter Abt. Technik des Bundesverbandes
Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.
TraXon 2 Hybrid wurde entwickelt, um die Gesamteffizienz
zu verbessern und die CO₂-Emissionen
deutlich zu reduzieren, während gleichzeitig die
Reichweite und die Tank-Infrastruktur des Verbrennungsmotors
erhalten bleiben. Das Getriebesystem,
das ZF auf der IAA 2024 vorgestellt hatte, eignet sich
für schwere Nutzfahrzeuge sowohl als Vollhybrid- als
auch mit Plug-in-Hybridantrieb. Seine Vielseitigkeit
ermöglicht eine nahtlose Integration in verschiedene
Fahrzeugarchitekturen. Ebenso kann das Getriebesystem
neben Diesel mit HVO/E-Fuels, CNG/LPG
oder Wasserstoff-Verbrennern kombiniert werden.
Emissionsreduktion und
Wirtschaftlichkeit
Kalkulationen mit dem VECTO-Simulationstool zeigen
ein CO₂-Reduktionspotenzial von bis zu 47
Prozent im Fernverkehr und bis zu 73 Prozent im
Verteilerverkehr, bei entsprechend konsequentem
Nachladen. Damit werden die ab 2030 vorgegebenen
Flottenziele direkt adressiert und Spediteure profitieren
von reduzierten Mautkosten. Entsprechend unterstützt
auch ZF die Einordnung des PHEV-Lkws in
die europäischen Eurovignetten- und Mautsysteme
inklusive einer Gesamtgewichts-kompensation, wie
sie für E-Lkws bereits umgesetzt wird.
Technologie der Großserie
Das neue System orientiert sich technisch eng an der
bewährten Großserientechnologie von ZF. Im Mittelpunkt
steht das Getriebesystem TraXon 2 für schwere
Nutzfahrzeuge, das durch In-house-Entwicklungen
der diversen Elektrifizierungsbereiche ergänzt wird.
Der Elektromotor ist in der sogenannten P2-Anordnung
zwischen Kupplung und Getriebe positioniert
und überträgt seine Leistung mittels eines Planetengetriebes
direkt auf die Eingangswelle. Dadurch
kann der Lkw auch rein elektrisch fahren, zudem
unterstützt der E-Motor im Boost-Modus den Verbrennungsmotor
und ermöglicht elektrische Rekuperation.
Die elektrische Architektur arbeitet mit
einer Spannung von 600 bis 800 Volt, die Dauerleistung
beträgt 190 Kilowatt, wobei die Spitzenleistung
deutlich darüber liegt.
58 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 59
Treffpunkt der Zukunftsgestalter
Treffpunkt der
Zukunftsgestalter
54. VDBUM-Großseminar
vom 10. bis 13. Februar 2026
in Willingen
In nicht einmal mehr zwei Monaten veranstaltet der VDBUM sein 54. Großseminar
unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten!“ im Kongresszentrum
Sauerland Stern Hotel in Willingen. Der Wissens-check-up für die Führungskräfte
der Branche kommt exakt zum richtigen Zeitpunkt, denn nun, da sich erstmals
seit fünf Jahren ein Anstieg des Bauvolumens abzeichnet, werden die 50
Vorträge ausgewiesener Experten den Teilnehmenden viele Anregungen geben.
Traditionell versammelt sich das Who is who der
Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik zu Beginn
des Baujahres in Willingen und vom 10. bis 13.
Februar 2026 werden wieder rund 1.200 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer zu DEM Branchen- und Netzwerk-Event
erwartet.
Der erste Programmpunkt ist am Dienstagnachmittag
stets die Eröffnung der Fachausstellung, an
der mehr als 100 Ausstellende teilnehmen. Sie
präsentieren ihre Produkte und Dienstleitungen
ganz zentral zwischen den Seminarräumen
Korbach und Winterberg. In den
Vortragspausen und beim abendlichen
Get-together ist genug Zeit eingeplant,
um sich über neue Technik und Verfahren
informieren zu können oder
die Themen einzelner Vorträge zu
diskutieren und zu vertiefen, denn
manche Aussteller sind auch als
Vortragende aktiv. Der Weg zum
dritten Seminarraum, Brilon, über
den Außenbereich, komplettiert
die Fachausstellung. Die Freifläche
bietet ausreichend Platz
auch für größere Baugeräte und
Maschinen.
Mit der Hochtief AG, der Kiesel
GmbH und der Wirtgen Group
begleiten drei hochkarätige
Partner das Großseminar. Beim Rundgang zur Eröffnung
der Fachausstellung werden sie im Gespräch
mit VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer ihre
Großseminar-Themen vorstellen. Die drei Unternehmen
sind jeweils mit mehreren, äußerst vielschichtigen
Themen am Vortragsprogramm beteiligt. Zudem
treten sie bei den drei Abendgalas in Erscheinung.
Die Themenpartner des Großseminars sind die Syniotec
GmbH sowie die Hansa-Flex AG. Am Dienstagnachmittag
werden auch wieder Studierende und
Meisterschüler begrüßt, denen der VDBUM gemeinsam
mit Paten eine kostenfreie Teilnahme am Großseminar
ermöglicht.
Start frei für den Bau-Turbo
Die erste Abendgala wird in das Thema des Großseminars
einleiten. Durch den Abend führt Moderatorin
Alexandra von Lingen. Im Rahmen des beliebten
Lounge-Talks wird sie mit VDBUM-Präsident Dirk
Bennje sicher auch erörtern, was die Freigabe von 23
Infrastruktur-Großprojekten durch Bundesverkehrsminister
Patrick Schnieder für die Branche bedeutet,
wann der Bau-Turbo im Hochbau zünden und die Bürokratie
auf ein ausreichendes Maß gestutzt wird. Ein
weiteres Thema werden die Aktivitäten sein, die der
Verband 2025 im Sinne seiner Mitglieder
angestoßen und bereits an
den Start gebracht
hat.
60 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 61
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Treffpunkt der Zukunftsgestalter
Eisen der Branche. Ob „Trassenbau“, „Straßen- und
Brückenbau“, „Forschung und Entwicklung“, Digitalisierung
und BIM-Lösungen“, „Abbruch und Recycling“
oder „Werkstatt und Logistik“ – in den rund
50 Vorträgen werden hochkarätige Referenten die
enorme Themenvielfalt der Branche darstellen und
neue Herangehensweisen, Produkte und Lösungen
vorstellen, mit denen sich Bauprozesse in Zeiten des
Fachkräftemangels effizient umsetzen lassen.
Info: www.vdbum.de
VDBUM-Großseminar-2026- PM-2: Kompakte
Wissensvermittlung: Rund 1.200 Führungskräfte werden
am Fitness-Programm für die Baubranche, Umwelt- und
Maschinentechnik teilnehmen.
Kompakte Wissensvermittlung: Rund 1.200 Führungskräfte
werden am Fitness-Programm für die Baubranche, Umweltund
Maschinentechnik teilnehmen.
Ein fester Bestandteil des ersten Abends ist der Impulsvortrag.
Insbesondere in den letzten Jahren traten
hier Redner ganz unterschiedlicher Couleur auf,
was unter den Teilnehmenden zu lebhaften Diskussionen
führte, die die eigene Meinungsbildung unterstützten.
Wer Keynote-Speaker beim Großseminar
2026 sein wird, dazu hält sich Wolfgang Lübberding,
Technischer Leiter des VDBUM, noch bedeckt.
Am Mittwochmorgen wird der Seminarraum Korbach
bereits um 8:30 Uhr gut gefüllt sein, denn dann
beginnt die Podiumsdiskussion
unter dem Titel „Brücken
bauen – Zukunft gestalten!“.
Unter den Gesprächspartner*innen, die Alexandra
von Lingen auf dem Podium begrüßen wird, sind
Martina Steffen, Vorstandmitglied und Arbeitsdirektorin
der Hochtief AG, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender
der Geschäftsführung der Autobahn GmbH
des Bundes, und Michael Gutzeit, Director HVDC
Projects bei der TransnetBW GmbH. Diese Zusammensetzung
lässt schon jetzt auf eine spannende
Diskussion schließen. DB InfraGO und die Autobahn
GmbH sind erstmals am VDBUM-Großseminar vertreten
– auf dem Podium, als Referenten oder auch
als Teilnehmer der Fachausstellung. Letztere will die
Experten-Veranstaltung auch nutzen, um aktiv nach
Partnern für anstehende Projekte zu suchen.
Info: vdbum.de
Mit den sechs Schwerpunktthemen des Großseminars
widmet sich der VDBUM wieder den heißen
Ausgezeichnete Ideen
Der zweite Galaabend steht ganz im Zeichen, des
VDBUM-Förderpreises, der 2026 zum 13. Mal verliehen
wird. 53 Bewerbungen um die renommierte
Auszeichnung, die in drei Kategorien verliehen wird,
haben es der Jury alles andere als leicht gemacht.
Wie zu hören ist, sind hochspannende, wirklich innovative
Beiträge eingegangen. Am Donnerstabend
steht die nächste Ehrung an: Die besten 24 jungen
Leute aus acht Regionalentscheiden des Azubi-
Cups, treten im Finale um die 3. Deutschen Meisterschaften
im Steuern von Baumaschinensimulatoren
gegeneinander an. Der Gewinner oder die Gewinnerin
wird auf der großen Bühne ausgezeichnet. Dieser
Abend bietet erneut hervorragendes Essen, Zeit für
Gespräche mit alten Bekannten und neuen Kontakten.
Ein Unterhaltungsact rundet den letzten Abend
des Großseminars ab.
Zu einem echten Erfolgsmodell hat sich innerhalb
kürzester Zeit der „Tag der Arbeitskreise“ entwickelt.
Seit 2024 wird er freitagvormittags, nach Ende des
Großseminar-Programms veranstaltet. Interessierte
sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die fünf
Arbeitskreise waren seit dem Großseminar 2025 weiter
aktiv, wie etwa der Arbeitskreis „Elektrotechnik“
zeigt, der gerade die sehr hilfreiche „Fachinfo Photovoltaik“
in digitaler Form veröffentlicht hat. Dieser
Arbeitskreis sowie die weiteren „Baulogistik“, „Turmdrehkrane“,
„Wasserstoff im Schwerverkehr“ und
„Werkstatt 4.0“ werden ihre Ergebnisse präsentieren
und weitere brennende Themen bearbeiten. Auch
steht die Neugründung des AK „Allgemeine Technik“
an. Die Sprecher der Arbeitskreise werden mittags
die vorläufigen Ergebnisse präsentieren. Nach dem
Mittagessen erden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
dann die Heimreise antreten.
Mehr als 40 lösungsorientierte Fachvorträge
Fachausstellung mit mehr als 100 Partnern
1000 Fach- und Führungskräfte
Netzwerkkontakte höchster Qualität für
Ihre tägliche Bau organisation
Weiterbildungsveranstaltung mit Zertifikat
VDBUM Verband der Baubranche,
Umwelt- und Maschinentechnik e. V.
Henleinstraße 8 a · 28816 Stuhr
Tel.: 0421 87168-0 · Fax: 0421 87168-88
E-Mail: zentrale@vdbum.de
Patenschaften für Studierende m/w
und Meisterschüler m/w
Forschung trifft Praxis
VDBUM-Förderpreis 2026
Freitag – Tag der VDBUM-Arbeitskreise
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Bild & Grafiken: vdbum, Adobe Firefly
Bild & Grafiken: vdbum, Adobe Firefly
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Literatur
Reifenspuren für die Ewigkeit
„Reifenspuren für die Ewigkeit“
aus der Edition Blickwinkel ist
für zehn Euro bei Google Books
als 70-seitiges und mit Fotos
versehenes PDF herunterladbar.
Reifenspuren
für die Ewigkeit
Das chinesische Mondfahrzeug Yutu während seiner Mission
auf dem Erdtrabanten 2016, aufgenommen von der Raumsonde
„Chang’e-3“.
So könnte das nächste Mondauto LTV (Lunar Terrain Vehicle) der
NASA aussehen – Kosten: 4,6 Milliarden US-Dollar.
Nach Jahrzehnten Pause sollen bald wieder Menschen auf dem Mond landen.
Und sie werden auch wieder mit einem Fahrzeug unterwegs sein. Neun Mondautos
hat es bislang gegeben – die meisten waren unbemannt. Ihnen hat der
Hamburger Journalist Harald Kaiser, früher Leiter des Ressorts Auto und Technik
beim „Stern“, nun ein kleines Buch gewidmet.
Am 17. November 1970 verließ der unbemannte Mondrover
Lunochod 1 die Landeeinheit Luna 17 über eine Rampe und
begann die Umgebung zu erkunden (Modell).
„Reifenspuren für die Ewigkeit“ zeichnet auf knapp
70 Seiten Anfang und Entwicklung der Mondrover
nach. Im kollektiven Gedächtnis hat sich vor allem
das zweisitzige Lunar Roving Vehicle der NASA
festgesetzt, von dem je ein Exemplar bei drei Apollo-
Missionen 1971 und 1972 auf dem Mond benutzt
wurde.
Allerdings war es nicht das erste Fahrzeug, das
auf dem Erdtrabanten herumfuhr. Bereits neun
Monate vor den Amerikanern hatte die Sowjetunion
das achträdrige und „kurzsichtige“ Mondfahrzeug
Lunochod 1 auf der Oberfläche des Planeten
abgesetzt. Der 2,21 Meter lange und 2,5 km/h
schnelle Weltraum-Lada wurde allerdings von der
Erde aus ferngesteuert.
Harald Kaiser nennt nicht nur technische Details zu
den Weltraumfahrzeugen, sondern illustriert zum
Beispiel, wie das US-Mondauto nach der Landung
auseinandergeklappt wurde, und berichtet auch
von der ersten Autoreparatur auf dem Mond sowie
dem einen oder anderen Ereignis rund um die
Fahrten. Ideengeber für die Entwicklung des NASA-
Fahrzeugs war übrigens ein Deutscher. Den Apollo-
Rovern und Lunochod 2 folgten erst rund 40 Jahre
später zwei chinesische Fahrzeuge, von denen eines
bereits nach 114 Metern im Mondstaub stecken
blieb, sowie 2023 noch ein indisches Vehikel, das
noch weniger Meter weit fuhr – allesamt unbemannt.
Harald Kaiser zählt auch eine kuriose Kugel zu den
Mondautos, die die Japaner im vergangenen Jahr
auf dem Planeten abwarfen und die sich in der Mitte
teilte und per Elektromotor rollte.
Die Geschichte der Mondautos wird weitergehen:
Voraussichtlich 2030 wird im Rahmen der Artemis-
Mission der NASA wieder ein – dann einmal wieder
bemanntes – Geländefahrzeug auf dem Mond
landen. Harald Kaiser schließt seinen kleinen Ausflug
in die Welt lunarer Mobile mit einem All-Almanach
ab, der im 1. Jahrhundert beginnt.
Der US-amerikanische Astronaut Jim Irwin mit dem
Apollo-15-Mondauto auf dem Mond 1971.
64 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 65
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info@laser-company.de
www.laser-company.de
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Tel. +49 7631 -5495, Fax -14513
info@graf-motoren.de
www.graf-motoren.de
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Altmann
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85276 Pfaffenhofen a. d. Ilm
Dieselstraße 3
Tel. +49 8441 78900-0, Fax -39
info@altmann-gmbh.net
www.altmann-gmbh.net
Lutz Fahrzeug-
Service GmbH
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Weindl Einspritzpumpen- und
Motoreninstandsetzung e.K.
86971 Steingaden
Auerbergstraße 2
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89233 Neu-Ulm
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