30.01.2026 Aufrufe

der motor – Forum für Motoren- und Antriebstechnik – Ausgabe 4/25

Ein Sieg der Vernunft – Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig. Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik stand auf dem Spiel. Technologieoffenheit statt Monokultur Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem, sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar. Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen mehrere technologische Pfade parallel verfolgen. Klimaschutz braucht Realismus Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein. Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen. Und darin liegt die eigentliche Chance.

Ein Sieg der Vernunft – Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat
Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig.
Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik stand auf dem Spiel.
Technologieoffenheit statt Monokultur
Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem, sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar.
Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen mehrere technologische Pfade parallel verfolgen.
Klimaschutz braucht Realismus
Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein.
Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen.
Und darin liegt die eigentliche Chance.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Ausgabe 4/2025 | Schutzgebühr 7,90€

Praxisorientierte Diagnoseund

Instandsetzungsabläufe

für Werkstätten

Dichtmassen

Alles, was die Werkstatt

im Motorbereich

wirklich braucht

Wenn Zuverlässigkeit

im Service

zum Alltag wird

Investition

in die Zukunft


Editorial

Ein Sieg der Vernunft –

Warum der Verbrenner weiter eine Zukunft hat

Die Entscheidung der EU, das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035

zurückzunehmen, ist mehr als eine politische Korrektur. Sie steht

für eine Rückkehr zu einer realistischeren Mobilitätspolitik. Der oft

vorschnell abgeschriebene Verbrennungsmotor bleibt damit Teil

der künftigen Antriebslandschaft. Und das ist folgerichtig.

Der ursprünglich geplante Abschied vom Verbrenner sollte ein starkes

Klimasignal setzen, war jedoch eine pauschale Antwort auf ein

komplexes Problem. Statt Emissionen gezielt zu regulieren, sollte

eine ganze Technologie verschwinden – ungeachtet der Effizienzgewinne

moderner Motoren und der Fortschritte bei alternativen

Kraftstoffen. Europas führende Position in der Motorentechnik

stand auf dem Spiel.

Technologieoffenheit statt Monokultur

Mit dem neuen Kurs setzt die EU auf Technologieoffenheit. Der Verbrenner selbst ist nicht das Problem,

sondern der fossile Kraftstoff. Genau hier eröffnen moderne Motoren, E-Fuels und Hybridkonzepte

neue Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion. Für ländliche Regionen, Langstreckenverkehr und

schwere Fahrzeuge bleiben Verbrenner ohnehin unverzichtbar.

Der Schritt stabilisiert auch die industrielle Basis Europas. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen

am Verbrennungsmotor und den Kompetenzen, die ihn über Jahrzehnte geprägt haben. Eine abrupte

Abkehr hätte wirtschaftliche Schäden und Innovationsverluste riskiert. Nun können Unternehmen

mehrere technologische Pfade parallel verfolgen.

Klimaschutz braucht Realismus

Die Entscheidung ist kein Rückfall, sondern ein pragmatischer Ansatz. Elektrofahrzeuge werden weiter

an Bedeutung gewinnen, aber sie lösen nicht alle Herausforderungen. Nachhaltige Mobilität wird

eher durch ein Zusammenspiel verschiedener Antriebstechnologien entstehen, als durch ein einziges

Konzept. Der Verbrenner – mit klimaneutralen Kraftstoffen – kann ein Teil dieser Lösung sein.

Der Weg bleibt anspruchsvoll. Er erfordert klare politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Forschung

und Infrastruktur und die Bereitschaft, Technologien fair zu bewerten. Doch der Kurswechsel

öffnet den Raum für echten Wettbewerb der Ideen.

Und darin liegt die eigentliche Chance.

Ihr

Agritechnica 2025 – Globaler Powerbooster für die Landwirtschaft

Elring Dichtmassen – Alles, was die Werkstatt im Motorbereich wirklich braucht

VOR ORT: DGS Mainz – Wenn Zuverlässigkeit im Service zum Alltag wird

Elektrische Antriebseinheiten für den Mercedes-Benz GLC

Neues Werk in Rumänien – iwis investiert in die Zukunft

Deutz-Fahr Serie 8 TTV mit FPT N67-Motoren

Innovative Lösungen für Land- und Forstwirtschaft

Im Rückspiegel: Die Geburt des modernen Automobils

MAN bietet spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung

Maritime Perspektiven für Triebwerksspezialist MTU Aero Engines

IVECO S-Way CNG setzt neuen Maßstab für Reichweite und Effizienz

MARX – Vom Taxameter zur Hochdruckeinspritzung

VOR ORT: Motoren Henze – Praxisorientierte Diagnose- & Instandsetzung

mtu/Rolls-Royce testet erfolgreich den ersten reinen Methanol-Schiffsmotor

Für das Gute im Motor – MS Motorservice Deutschland

Energie aus dem Ozean – Normandie Hydroliennes

Neue Offroad-Antriebe – Sicher durch schwieriges Gelände

VMI – Ein Verband in Bewegung

Ambitionierte Quote für strombasierte Erneuerbare Kraftstoffe – UNITI

NPR of Europe setzt Maßstäbe mit PVD-Topringen

Hybridgetriebe von ZF für schwere LKW im Praxistest

Treffpunkt der Zukunftsgestalter – 54. VDBUM Großseminar 2026

Reifenspuren für die Ewigkeit

Expertenseite

Impressum

Layout

dallidallidesign

Bildnachweise

Seite 4-7 Text & Bilder: DLG; Seite 8-11 Text & Bilder: Elring; Seite 12-13

Text: Bepoint, Bilder: DGS; Seite 14-16 Text & Bilder: Mercedes-Benz;

Seite 18-19 Text: Bepoint, Bilder: iwis; Seite 20-21 Text: FPT Industrial,

Bilder: FPT Industrial/olgasss81/Dreamstime.com; Seite 22-23 Text &

Bilder: Zeppelin Baumaschinen; Seite 24-26 Text & Bilder: Mercedes-

Benz; Seite 28-29 Text & Bilder: MAN Truck & Bus; Seite 30-31 Text:

MTU Aero Engines, Bilder: MTU Aero Engines/Irabel8/Dreamstime.com;

Seite 32-33 Text & Bilder: IVECO Deutschland AG; Seite 34-35 Text:

Bepoint, Bilder: Marx/Eyewave/Dreamstime.com; Seite 36-39 Text: Henze,

Bilder: Henze/Artzzz/Dreamstime.com; Seite 40-41 Text: mtu/Rolls

Royce Power Systems AG, Bilder: mtu/Rolls Royce Power Systems AG/

chaoss_info/Dreamstime.com; Seite 42-44 Text & Bilder: MS Motorservice;

Seite 45 Text & Bilder: Normandie Hydroliennes/kdk/MarineForum/

Sgoodwin4813/Dreamstime.com; Seite 46-47 Text & Bilder: KIT/mex;

Seite 48-50 Text: VMI, Bilder: VMI/Teeranat Ngoenvivatkul/Dreamstime.

com; Seite 52 Text & Bild: UNITI; Seite 52-54 Text: KIT/Toedter, Bilder:

KIT/Toedter/Leigh Prather/Dreamstime.com; Seite 55-57 Text: NPR/NE,

Bilder: NPR/NE/Puttachat Kumkrong/Konstantin Malkov/Dreamstime.

com; Seite 58-59 Text & Bilder: ZF; Seiter 60-63 Text: VDBUM, Bilder:

VDBUM/zagor_info/Dreamstime.com; Seite 64-65 Text & Bilder: aum/jri/

NASA; Seite 66-67: Bepoint

Ausgabe

4/2025

4

8

12

14

18

20

22

24

28

30

32

34

36

40

42

45

46

48

52

55

58

60

64

66

2 3

dermotor.de | Ausgabe 4/2025 3

dermotor.de | Ausgabe 4/2025



Agritechnica 2025

des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung

und Heimat, Alois Rainer, sowie zahlreicher internationaler

Delegationen zeigte das hohe agrarpolitische

Interesse an der Weltleitmesse.

Agritechnica 2025

Globaler Powerbooster für die Landwirtschaft

Die Agritechnica 2025 hat ihren Anspruch als Weltleitmesse der Landtechnik

eindrucksvoll bestätigt. Vom 9. bis 15. November setzte sie in Hannover starke

globale Maßstäbe und bot nationalen und internationalen Entscheidern aus

Landwirtschaft, Landtechnikindustrie und -handel wichtige Impulse, Innovationen

und präzise Geschäftskontakte. Rund 476.000 investitionsfreudige Fachbesucherinnen

und Fachbesucher aus 171 Ländern nutzten die Plattform für

Austausch, Marktüberblick und neue Kooperationen.

Unter dem Leitthema „Touch Smart Efficiency“

präsentierten 2.849 Aussteller aus 52 Ländern modernste

Technologien für einen nachhaltigen Fortschritt

der globalen Agrarbranche. Das neue Besucherkonzept

„7 Tage – 7 Themen“ bot zusätzliche

Orientierung bei Investitionsentscheidungen und

fachlichen Informationen. Die Messe vermittelte im

neuen Digital Farm Center praxisorientiertes Knowhow

zu Digitalisierung, Automatisierung, KI und Robotik

und demonstrierte deren effiziente Einbindung

in landwirtschaftliche Prozesse. Parallel fand die

Systems & Components als Leitmesse der Zulieferindustrie

für Landtechnik und den Off-Highway-Sektor

statt. Über 300 Fachveranstaltungen, Spotlights

und Branchen-Events unterstrichen zudem die fachliche

Führungsrolle der Agritechnica. Der Besuch

Mit einem vielfältigen Ausstellungsangebot und

Fachprogramm präsentierte die DLG (Deutsche

Landwirtschafts-Gesellschaft) als Veranstalter zusammen

mit ihren Partnern technische Innovationen,

die maximale Effizienz, Ressourcenschonung und

wirtschaftliches Wachstum miteinander vereinen –

passend zum neuen Leitbild der DLG der „Nachhaltigen

Produktivitätssteigerung“.

Die Agritechnica 2025 hat gezeigt, wie Innovationskraft,

Produktivität und Nachhaltigkeit

Hand in Hand gehen können. Unter dem Leitthema

„Touch Smart Efficiency“ demonstrierte die Agritechnica

eindrucksvoll, wie modernste Technologien

aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung,

Robotik und KI in die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse

integriert werden und effizienzsteigernd

wirken. Hier in Hannover haben wir zukunftsweisende

Impulse für die Landwirtschaft und Landtechnik

von morgen in die ganze Welt gesendet. In Zeiten

globaler Herausforderungen setzte die Agritechnica

– als globaler Powerbooster der Landwirtschaft – ein

wichtiges Signal für Wachstum und Fortschritt. Wir

haben bewiesen, dass wir gemeinsam an den richtigen

Stellschrauben arbeiten und unsere Aussteller

die passenden Antworten auf die unternehmerischen

Fragen der Branche haben.

Tobias Eichberg, Geschäftsführer der DLG Markets GmbH

Jubiläum: 1985 fand die erste Agritechnica mit 551 Ausstellern

statt – damals noch auf der Frankfurter Messe in Frankfurt Main.

Hohe Zufriedenheit der Fachbesucher

mit dem Ausstellungsangebot

Die Besucher zeigten sich äußerst zufrieden

mit dem Ausstellungsangebot und den fachlichen

Themen der Agritechnica, was eine Zustimmung

von 95 Prozent in der Besucherbefragung bestätigt.

Besonders großes Interesse galt den Themen

Traktoren, Transportfahrzeuge, Erntetechnik, Technik

für Bodenbearbeitung und Aussaat, Pflanzenschutz

und Düngung, Smart Farming und Automatisierung.

Timo Zipf, Projektleiter der Agritechnica

Rund 32 Prozent der Entscheider reisten aus dem

Ausland an – davon 15 Prozent von außerhalb Europas.

Darunter zahlreiche Fachbesucher aus den Nie-

4 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 5



Agritechnica 2025

derlanden, Österreich, Italien, der Schweiz, Frankreich,

Dänemark, Großbritannien, Polen, Tschechien

sowie aus den USA, Kanada und China. Am International

Farmers Day standen die drei Agrarnationen

Frankreich, Tschechien und Kanada im Fokus. Zudem

nutzten über 1.600 Journalisten und Influencer

aus 55 Ländern die Agritechnica, um sich über aktuelle

Trends und Innovationen zu informieren.

Aussteller aus 52 Ländern

Der Anteil der internationalen Aussteller betrug 68

Prozent. Die meisten der 2.849 Aussteller kamen aus

Deutschland, gefolgt von Italien, China, der Türkei

und den Niederlanden. In 37 Pavillons präsentierten

sich verschiedene Länder und Nationen – darunter

erstmals auch Australien, Polen, Ungarn, Tschechien,

die Türkei sowie ein Pavillon der kanadischen

Agricultural Manufacturers (AMC).

Agritechnica mit neuem

Besuchertagekonzept:

„7 Tage – 7 Themen“

Auf der Weltleitmesse hatte das neue Besuchertagekonzept

„7 Tage – 7 Themen“ Premiere. Mit den

neu konzipierten Thementagen richtete sich die Agritechnica

gezielt an unterschiedliche Fachbesuchergruppen.

Den Auftakt bildete der „Innovation and

Press Day“ für Entscheider und die internationale

Fach- und Wirtschaftspresse, gefolgt von den beiden

„Agribusiness Days“, die Ausstellern den fokussierten

Austausch mit investitionsorientierten Kunden

und Entscheidern ermöglichten. Der „International

Farmers Day“ stellte die globale Landwirtschaft in

den Mittelpunkt, während der „Digital Farm Day“ digitale

Technologien hervorhob. Mit dem „Young Professionals

Day“ rückte der internationale Branchennachwuchs

in den Fokus, bevor der Samstag unter

dem Motto „Celebrate Farming“ die Leistungen und

Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft feierte.

Großer Zuspruch für das

neue Digital Farm Center

Das Digital Farm Center erlebte auf der Agritechnica

2025 einen erfolgreichen Auftakt und bot Start-ups

und Herstellern eine zentrale Bühne für Innovationen

aus Digitalisierung, Automatisierung, Robotik und KI.

In Halle 21 präsentierten sie ihre neuesten Systeme

und Anwendungen. Das Fachprogramm der DLG-

Expert Stage „Digital Farming“ thematisierte unter

anderem Spot Spraying, den Einsatz generativer

KI und Automatisierungslösungen; in der täglichen

Praktikerstunde teilten Anwender ihre Erfahrungen

aus der landwirtschaftlichen Praxis. In der Robotics

Live Arena erlebten die Besucher an allen Messetagen

modernste Robotertechnologie, die zeigte, wie

autonome Maschinen bereits heute komplexe Aufgaben

im Feld meistern und welche Perspektiven sie

für die Landwirtschaft eröffnen.

International Dealer Center:

Landtechnikhandel im Mittelpunkt

Mit dem neu konzipierten International Dealer Center

wurde das Angebot für den Landtechnikhandel konsequent

ausgebaut – durch erweitertes Business-

Matchmaking, neue fachliche Schwerpunkte und

zielgerichtete Networking-Formate, die den internationalen

Austausch intensivierten. Im DLG-Spotlight

„Werkstatt Live“ gaben Werkstattteams Einblicke in

die Arbeit als Land- und Baumaschinenmechatroniker:

Sie demonstrierten klassische Wartungsprozesse

an Traktoren und anderen Landmaschinen. Anschließend

konnten Besucherinnen und Besucher

mit den Werkstattteams und Experten ins Gespräch

kommen und ihre Fragen zum Berufsbild stellen.

Internationales Fachprogramm und

ausgezeichnete Innovationen

Die Agritechnica bot als global führende Zukunftsplattform

und Ideenschmiede, gestaltet von der

DLG und zahlreichen Partnern aus Industrie, Wissenschaft

und Beratung, ein umfangreiches Fachprogramm

mit über 300 Veranstaltungen. Auf den

Bühnen der DLG-Spotlights zu den Themen Digital

Farming, Soil Health und Werkstatt Live, der DLG-

Expert Stages „Smart Efficiency“, „Digital Farming“

und „Systems & Components“ sowie in den kompakten

und pointierten Pop-up Talks Forst, Dealer

und International Insights wurde Wissen für internationale

Fachbesucher vermittelt. Im Fokus standen

neben Automatisierung, Robotik, KI unter anderem

Themen wie Bodengesundheit, innovative Antriebstechnologien,

Lösungen rund um die Ausbringung

von Gülle, Pflanzenschutz und Saatgut bei gleichzeitig

hoher Produktionseffizienz.

Die im Rahmen der Agritechnica vergebenen Neuheitenpreise

„Innovation Award Agritechnica“ für

Lösungen in der Landtechnik, die „Systems & Components

Trophy – Engineers‘ Choice“ für innovative

Systeme und Komponenten im Off-Highway-Sektor

und der Preis für visionäre Konzepte im Entwicklungsstadium

„DLG-Agrifuture Concept Winner“

verdeutlichten allesamt die Innovationskraft der ausstellenden

Unternehmen und Branchen. Verliehen

wurde auch der „Women in Ag Award“ für herausragende

Leistungen von Frauen aus Landwirtschaft

und Agribusiness sowie der „DLG Agri Influencer

Award” für außergewöhnliches Engagement im Bereich

Social Media.

Die nächste Agritechnica und

Systems & Components finden

vom 14. bis 20. November 2027

in Hannover statt.

6 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 7



Dichtmassen

VON ELRING – DAS ORIGINAL

Dichtmassen

Alles, was die Werkstatt

im Motorbereich

wirklich

braucht

kann es somit nicht mehr zu Rissbildung kommen

und ein Dichtspalt von bis zu 0,2 Millimeter lässt sich

so abdichten. Das Curil TM T2 bleibt dauerplastisch,

das heißt: es härtet nicht aus und zeigt so eine erhöhte

Widerstandsfähigkeit bei Verwendungen wo

Vibrationen auftreten. Durch diese Eigenschaft ist

aber auch eine leichte Demontage garantiert.

Für Materialpaarungen zwischen

Metall-Metall / Metall-Kunststoff /

Kunststoff-Kunststoff ist Curil TM T2

bestens geeignet. Auch die Verwendung

in Verbindung mit Weichstoffdichtungen,

beispielweise

Ölwannendichtungen oder Wasserpumpendichtungen

funktioniert

einwandfrei. Der Temperaturbereich

für den Einsatz beträgt erstaunliche

minus 55 bis 270 Grad

Celsius.

50 Prozent Luftfeuchtigkeit beträgt die Reaktionsgeschwindigkeit

zwei Millimeter in fünf Stunden. In

der Praxis kann Dirko TM HT allerdings auch nach wenigen

Minuten im sogenannten Nassverbau verwendet

werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass Dirko TM

HT für mittelgroße Dichtspalte bis circa zwei Millimeter

geeignet ist und auch auf lackierten Oberflä-

Zudem ist das neue Curil TM T2 resistent

gegen Mineralöle (auch mit Zusätzen),

synthetische Öle, Schmierfette,

Kühlmittel, kaltes und heißes

Wasser, Salzwasser, Reinigungsmittel,

schwache Säuren und Laugen,

Benzin- und Diesel-Kraftstoff!

Dichtmassen gibt es bei Elring schon seit den 1930er Jahren. Damals war eine

flüssige Dichtmasse nötig, um die in dieser Zeit zur Verfügung stehenden Dichtmaterialen

zusätzlich abdichten zu können. Das Elring-Produkt hatte den noch

heute bekannten Namen Curil TM .

Bei Curil TM handelte es sich damals

um eine aushärtende Dichtmasse,

die gegen Benzin und Diesel resistent

war. In der Zwischenzeit gibt es

einen Nachfolger der schon

früher beliebten Dichtmasse.

Zudem hat sich das Elring

Dichtmassen-Portfolio

um einige weitere Produkte

vergrößert.

Curil TM T2 – eine wirklich

universelle Dichtmasse

Das lösemittelfreie Curil TM T2, welches erst seit Frühjahr

2021 auf dem Markt erhältlich ist, benötigt im

Gegensatz zu seinem Vorgänger keinerlei Ablüftzeit,

das heißt: eine Wartezeit bei der Montage ist nicht

notwendig und die Arbeit ist schneller erledigt. Durch

das Fehlen des Lösungsmittels kommt es auch nicht

zu dessen Verdunstung, was bedeutet, dass es zu

keiner Materialschrumpfung kommt. Im Dichtspalt

Die Lagerfähigkeit beträgt hervorragende

36 Monate und eine Kennzeichnung

als Gefahrgut entfällt

komplett bei diesem Produkt.

Dirko TM HT – Die Silikon-

Dichtmasse

Silikon-Dichtmassen finden sich

am Motor an vielen Stellen. Ventildeckel,

Steuergehäuse, Ölwannen

aber auch an vielen Stellen an Getrieben.

Das Elring-Silikon Dirko TM HT härtet

durch zwei zusammenspielende

Komponenten: Luftfeuchtigkeit und

Sauerstoff. Unter Standardbedingungen

von 23 Grad Celsius und

8 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 9



Dichtmassen

chen verwendet werden kann. Als weitere Produkteigenschaft

kommt die enorme Hitzebeständigkeit

von 315 Grad Celsius dazu, welche das Silikon über

einen Zeitraum von 24 Stunden verträgt.

Abdichtung von Ventildeckeln gegen den Zylinderkopf.

Aber auch Steuergehäuse, Nockenwellenträger,

Flanschverbindungen, Gehäuse- und Lagerdeckel

lassen sich sicher abdichten.

anwender- und

umweltfreundlich

muss es sein

Anzeige

ihre schnelle Vernetzungszeit, eine gute Haftung und

ihre Verträglichkeit mit Metallen aus. Eine Schwachstelle

haben Oxim Silikone jedoch im Allgemeinen.

Während des Vernetzungsvorgangs kommt es zu einer

Abspaltung von 2-Butanonoxim

– auch genannt

Methyl-Ethyl-Keton-Oxim

oder kurz MEKO. Dies

mag zunächst nach einer

wichtigen Information für jeden Chemiker klingen,

doch hat es eine außerordentliche Tragweite für die

Personengruppen, die tagtäglich mit diesen Stoffen

arbeiten, sei es nun in der Werkstatt oder beim Do-It-

Yourself am eigenen Auto, denn MEKO steht im Verdacht,

sich negativ auf die Gesundheit auszuwirken.

Aus diesem Grund gibt es bereits seit September

2013 in Deutschland einen Arbeitsplatzgrenzwert

von einem Milligramm pro Kubikmeter Luft für eingesetzte

chemische Stoffe. Auch das bisherige Dirko

TM von Elring hat diese strengen Richtlinien bereits

erfüllt und eine chemische Zusammensetzung realisiert,

die nur ein Minimum des vorgegebenen Grenzwertes

erreicht hat.

Bei der Weiterentwicklung der Dirko TM HT Dichtmasse

entschied man sich jedoch, eine gänzlich schadstofffreie

Beschaffenheit zu ermöglichen. So konnte

seit Februar 2020 ein MEKO-freies Dirko TM Oxim

Silikon-Portfolio anbieten. Damit können die Elring-

Kunden völlig frei von gesundheitsschädlichen Stoffen

arbeiten. Ein großer Vorteil der Elring-Silikone,

der nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Auch die neuen anaeroben Dichtmassen und das

neue Curil TM T2 haben in ihrer Rezeptur einen Schritt

Richtung Zukunft gemacht. Diese Dichtmassengruppen

sind nun frei von umweltschädlichen Stoffen,

gekennzeichnet durch das grüne eco-friendly Icon.

Die anaeroben Dichtmassen sind zudem im praktischen

Faltenbalgfläschchen mit Twist Cap, was ein

präzises Applizieren ermöglicht und sich leicht öffnen

und schließen lässt – auch mit einer Hand.

10

Eine Einschränkung bei der Verwendung gibt es allerdings.

Silikone sind nicht resistent gegen Benzin

und Diesel, der Anwendungsbereich ist dennoch

sehr weit. Beständig ist Dirko TM HT gegenüber Mineralölen,

synthetischen Öle, Schmierfette, Kühlmittel,

UV-Strahlung, Salzwasser, Reinigungsmittel, schwache

Säuren und Laugen.

Anaerobe Dichtmassen

EL-Liq 73 und EL-Liq 74

Eine weitere Gruppe wichtiger Dichtmassen an

Motoren sind die anaeroben Dichtmassen. Wie die

Produktbezeichnung es sagt, findet die chemische

Reaktion unter Ausschluss von Sauerstoff statt, die

andere Komponente ist der vollflächige Kontakt

zweier Metalloberflächen. Erst dann beginnt die Reaktion

und die Bildung eines medien- und temperaturbeständigen

Dichtfilms, der aushärtet. Der Temperaturbereich,

in dem die anaeroben Dichtmassen

sicher abdichten, beträgt minus 55 bis 180 Grad

Celsius. Der Einsatzbereich ist klassischer Weise die

Da keine Ablüftzeit erforderlich ist, ist eine sofortige

Dichtfunktion gegeben. Die optimale Verarbeitungstemperatur

beträgt 23 Grad Celsius. Medienbeständig

sind die Flächendichtungen EL-Liq gegenüber

Mineralölen, synthetischen Ölen, Kraftstoffen und

Kühlmittelzusätzen. Der maximal überbrückbare

Dichtspalt beträgt bei beiden Dichtmitteln 0,35 Millimeter.

Der Unterschied zwischen den beiden von

Elring angeboten EL-Liq besteht darin, dass die Klebewirkung

bei EL-Liq 73 ungefähr doppelt so hoch

ist als bei EL-Liq 74.

Professionelles Abdichten

mit gutem Gewissen

Bei der Expansion und Verbesserung des Dichtmassen-Portfolios

wurde zudem Wert darauf gelegt,

dass die Dichtmassen anwender- und umweltfreundlicher

sein sollten.

Dirko schwarz, beige und grau sind sogenannte

Oxim-Silikone. Diese zeichnen sich vor allem durch

LiqRep Repair Kit

Starter Set

B50.950

Mit dem Repair Kit von Elring haben Sie

alles, was Sie für eine professionelle

Klebereparatur an Motor und Karosserie

benötigen.

Das LiqRep Repair Kit beinhaltet:

1x LiqRep Metal

1x LiqRep Plastic

10x LiqRep Mixing Tubes

1x LiqRep Dispensing Gun

www.elring.de

Instagram

YouTube



der motor vor Ort

Wenn Zuverlässigkeit im Service zum Alltag wird

Ein Eingriff im laufenden Betrieb

Ein weiterer Motor der vier Hauptmotoren musste

während des aktiven Fährbetriebs ausgebaut werden.

Ein Schritt, der immer eine exakte Planung erfordert

und den die Mitarbeiter der Fährgesellschaft

präzise organisieren. Denn jede Verzögerung hätte

unmittelbare Auswirkungen auf die Verbindung für

Pendler, Schüler und Ausflügler. Der Motor wurde

nach Mainz transportiert, wo die DGS-Spezialisten

die komplette Grundüberholung übernahmen.

Wenn Zuverlässigkeit

im Service zum Alltag wird

Die Servicespezialisten der DGS Mainz halten Fähre in Bewegung.

Die Fährverbindung ist für viele Pendler am Rhein

ein selbstverständlicher Teil des Alltags. Dass die

Fähre seit Jahren zuverlässig ihre Strecke zwischen

Bad Honnef und dem gegenüberliegenden Ufer

absolviert, liegt auch an einem eingespielten Team

aus Technikern, das selten im Rampenlicht steht. Als

die Motoren nach zehntausenden Betriebsstunden

eine Generalüberholung benötigten, zeigte sich,

wie reibungslos das Zusammenspiel zwischen der

Fährgesellschaft Honnef Pool GmbH & Co. KG

und der DGS Diesel- und Getriebeservice GmbH in

Mainz funktioniert – und dass selbst ein Eingriff am

Herzstück des Antriebs den Fährbetrieb nicht zum

Stillstand bringen muss.

Ein unscheinbares Rückgrat

des Rheinverkehrs

Damit der Fährbetrieb täglich ohne Unterbrechungen

läuft, arbeitet im Hintergrund eine präzise abgestimmte

technische Infrastruktur. Die DGS in Mainz betreut

als langjähriger Servicepartner der Fährgesellschaft

die vier John-Deere-Marinemotoren der Fähre Bad

Honnef, die mittlerweile über 50.000 Betriebsstunden

absolviert hat. Regelmäßige Wartungen gehören zum

Routineprogramm – doch nun stand wieder ein Eingriff

an, der über das Übliche hinausging.

Generalüberholung bis

in die letzte Schraube

In Mainz folgte eine detaillierte Überprüfung des Aggregats.

Bauteile wurden geprüft, Verschleißkomponenten

ersetzt und das Gehäuse frisch lackiert. Den

Abschluss bildete ein intensiver Probelauf, der die

Funktionstüchtigkeit des Motors bestätigte – ein entscheidender

Moment, bevor der Antrieb wieder zurück

an den Rhein überführt wurde.

Wiedereinbau ohne Stillstand

In enger Zusammenarbeit zwischen den Mechanikern

der Fährgesellschaft und der DGS fand der Motor

erneut seinen Platz im Maschinenraum der Fähre,

während der reguläre Betrieb weiterlief. Der nahtlose

Ablauf zeigt, wie gut die Abläufe zwischen Fährgesellschaft

und Servicepartner abgestimmt sind und

welch hohe Präzision hinter einem alltäglich wirkenden

Fährdienst steckt.

Fortsetzung folgt

Der überholte Motor ist bereits der zweite, den die

DGS als Spezialist für Diesel- und Getriebetechnik

komplett erneuert hat. Die beiden restlichen Antriebe

sollen voraussichtlich im kommenden Jahr folgen.

Damit bleibt die Fährverbindung auch weiterhin das,

was sie für die Region längst ist: ein verlässliches

Stück Infrastruktur, das den Rhein täglich verbindet.

12 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 13



Elektrische Antriebseinheiten für den Mercedes-Benz GLC

verantwortet die Produktion der Einheiten für den

neuen CLA und zukünftiger Modelle im Top-End-

Segment. Mit der Montage von elektrischen Antrieben

steuert Sebeș Schlüsselkomponenten für die

Produktion des vollelektrischen GLC bei, dessen Serienproduktion

im nächsten Jahr im Mercedes-Benz

Werk Bremen beginnt. Ab dem kommenden Jahr

wird Sebeș auch das ungarische Mercedes-Benz

Werk in Kecskemét, in dem die neue elektrische C-

Klasse vom Band laufen wird, mit elektrischen Antrieben

beliefern. Rumäniens Ministerpräsident Ilie

Bolojan und weitere Regierungsvertreter besuchten

anlässlich einer Veranstaltung zum Produktionsstart

das Star Assembly Werk in Sebeș.

Produktionsstart

der elektrischen

Antriebseinheiten

für den Mercedes-Benz GLC bei Star Assembly

Star Assembly, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz AG,

hat ihr Produktionsportfolio erweitert und offiziell mit der Montage der elektrischen

Antriebseinheiten für den neuen, vollelektrischen Mercedes-Benz GLC begonnen.

Die neuen Produktionsumfänge im Bereich von

Komponenten für Elektrofahrzeuge stärken die

strategische Rolle des Werks im globalen Produktionsnetzwerk

und der Geschäftsstrategie von Mercedes-Benz.

Sebeș ist das zweite Werk im globalen

Produktionsnetzwerk, das die Mercedes-Benz

Fahrzeugwerke mit elektrischen Antriebseinheiten

versorgt. Der Produktionsstandort arbeitet eng mit

dem Werk Untertürkheim, dem Kompetenzzentrum

für Antriebstechnologien, zusammen. Untertürkheim

Die Produktion der elektrischen Antriebseinheiten

für den neuen, vollelektrischen Mercedes-Benz

GLC ist ein wichtiger Meilenstein in der

Transformation unseres Werks und unterstreicht die

Rolle von Sebeș im globalen Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk.

Investitionen in die neuen Produktionsumfänge

erhöhen die Flexibilität und stärken

damit die Zukunftsfähigkeit. Ich bin stolz auf das

hoch engagierte und kompetente Team, das seine

Erfolgsgeschichte mit diesen neuen High-

Tech-Produkten fortschreiben wird.

Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group

AG, verantwortlich für Produktion, Qualität und Supply Chain

Management

Diese Investitionen bedeuten Technologietransfer,

Zugang zu Märkten, Arbeitsplätze

und die Integration der rumänischen Industrie in die

europäische Wertschöpfungskette, die den Grundstein

für eine gesunde Entwicklung der künftigen

Wirtschaft legt. Wenn ein Unternehmen an einen

Standort kommt, geht es nicht nur um die Produktion

selbst. Es bedeutet auch, die Bildung zu unterstützen

und soziale Verantwortung. Ein wettbewerbsfähiges

Land zu sein bedeutet, qualifizierte Arbeitskräfte

zu haben. Ich möchte mich bei dem Team von Star

Assembly Sebeș für den signifikanten Beitrag

bedanken.

Ilie Bolojan, Ministerpräsident von Rumänien

Wir haben heute einen wichtigen Schritt in

die Zukunft der Mobilität gemacht. Dieser Erfolg

ist das Ergebnis umfassender Zusammenarbeit,

des Engagements des Teams, der Flexibilität und

Expertise. Wir sind stolz auf unsere hochqualifizierten

Mitarbeitenden und dankbar für die anhaltende

Unterstützung der lokalen Community wie auch der

Behörden bei diesem bedeutenden Projekt. All das

positioniert Sebeș als wichtigen Knotenpunkt in der

globalen Elektrifizierungsstrategie von Mercedes-Benz.

Gheorghe Achim, Geschäftsführer von

Star Assembly & Star Transmission

Mercedes-Benz investierte in eine neue Halle, die

sich über mehr als 30.000 Quadratmeter erstreckt

und sowohl Montage- als auch Logistikfunktionen

für die Produktion von elektrischen

Antrieben integriert.

Diese Investition unterstreicht

das klare Bekenntnis des Unternehmens

zu seinen hochqualifizierten

Mitarbeitenden, der weiteren Entwicklung

der Region Alba und der Rolle Rumäniens in der

Automobilindustrie. Das Projekt hat eine Zusage für

staatliche Unterstützung erhalten.

Digital und nachhaltig:

High-Tech-Montage von

elektrischen Antriebseinheiten

30.000 m 2

für Montage

und Logistik

Die elektrische Antriebseinheit für den neuen GLC

wurde bei Mercedes-Benz intern entwickelt. Eine Antriebseinheit

besteht im Wesentlichen aus drei Subsystemen:

einem Elektromotor, einer Leistungselektronik

und dem Getriebeteil zur Kraftübertragung.

Die Montage dieser Bauteile zu einem Gesamtsystem

findet im Werk Sebeș statt. Die Gesamtsysteme

werden dann an das Werk Bremen geliefert, wo im

kommenden Jahr die Serienproduktion des neuen

elektrischen GLC beginnt.

Die Fertigung und Montage der elektrischen Antriebseinheiten

ist hochkomplex und erfordert eine

Vielzahl von Produktionsschritten. Die Montagelinie

14 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 15



Anzeige

für die elektrischen Antriebseinheiten umfasst rund

15.000 Quadratmeter, ist etwa 1.000 Meter lang und

besteht aus mehr als 200 manuellen und automatisierten

Prozessen. In den Produktionsbereichen im

Werk Sebeș arbeiten ausschließlich Mitarbeitende,

die zuvor in anderen Bereichen des Standorts tätig

waren. Die Basis dafür bildete ein umfangreiches

Qualifizierungs- und Umschulungsprogramm, das

eine nachhaltige Beschäftigung und eine langfristige

Entwicklung der Belegschaft sicherstellt.

DLG-POWERMIX-TEST

Fendt 620 Vario

Bestwerte im Feld und auf der Straße

Das Werk ist vollständig in MO360, das digitale Produktions-Ökosystem

von Mercedes-Benz, integriert

und dank der MO360 Data Platform mit dem Produktionsverbund

vernetzt. Dies gewährleistet unter

anderem die lückenlose Nachvollziehbarkeit jeder

Komponente, einschließlich aller Produktionsdaten.

Die Produktion in Sebeș erfolgt wie an allen eigenen

Standorten des Mercedes-Benz Produktionsnetzwerks

bilanziell Kohlenstoffdioxid-neutral 2 und wird

mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Die

Installation einer Photovoltaikanlage mit bis zu fünf

Megawatt wird derzeit geprüft. Die neue Produktionshalle

für den elektrischen Antrieb wird von einer

Wärmepumpenanlage versorgt.

Technische Daten 1 der elektrischen

Antriebseinheit für den neuen GLC:

• Energieverbrauch kombiniert:

14,9-18,8 kWh/100 km

• CO₂-Emissionen kombiniert:

0 g/km | CO₂-Klasse: A

Über Star Assembly

Star Assembly, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft

der Mercedes-Benz Group AG, hat ihren

Sitz in Sebeș, Rumänien und ist ein wichtiger Bestandteil

des globalen Powertrain-Produktionsverbunds

des Unternehmens. Seit der Gründung im

Jahr 2013 hat sich das Werk auf die Montage mehrerer

Getriebetypen spezialisiert und bereits 2020 mit

dem Produktionsstart des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes

einen wichtigen Schritt in Richtung

Elektromobilität gemacht. Mit kontinuierlichen Investitionen

in Innovation, Digitalisierung und Personalentwicklung

kombiniert Star Assembly fortschrittliches

Fertigungs-Know-how mit hochqualifizierten

Mitarbeitenden, um Komponenten für das globale

Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk zu liefern. Die

Erweiterung um die Montage von elektrischen Antriebseinheiten

untermauert die Transformation hin

zu einer vollelektrischen Zukunft.

Anzeige

Kleinwagensegment.

Pan.

[1] Die Angaben sind vorläufig und wurden intern nach Maßgabe der Zertifizierungsmethode „WLTP-Prüfverfahren“ ermittelt. Es liegen

bislang weder eine EG-Typgenehmigung noch eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten vor. Abweichungen zwischen den

Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

[2] Bilanziell CO₂-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO₂-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte

Ausgleichsprojekte kompensiert werden.

16



Investition in die Zukunft

Investition in die Zukunft

Mit dem Bau und der Inbetriebnahme des neuen Werks im rumänischen

Oradea stärkt iwis gezielt seine Produktionsbasis

und schafft die Voraussetzungen für eine langfristig kosteneffiziente

Fertigung bei gleichbleibend hohen Qualitätsstandards.

Qualität und Produktzuverlässigkeit „Made in Germany“

– produziert in Rumänien. Geht das? Absolut! Die

Münchner Spezialisten für Steuerketten- und Systemlösungen

sowie Peripherieprodukte sind sich

ihrer Sache sicher. Wo iwis draufsteht, ist stets eine

hundertprozentige iwis Produktqualität gewährleistet.

Unsere langjährige Erfahrung und kontinuierliche

Entwicklungsarbeit waren ein wesentlicher

Bestandteil dieser Entscheidung. Die Produktionsstätten

entsprechen nicht nur dem neuesten

Stand der Technik, sondern wurden auch nach unseren

Standards und Anforderungen geplant, ausgerichtet

und in ihren Abläufen effizient optimiert.

Wir legen großen Wert darauf, dass alle Ersatzteile,

Produktionsmittel sowie unsere Mitarbeitenden

den hohen Erwartungen des Marktes und unserer

Partner nicht nur gerecht werden, sondern diese

konsequent übertreffen und dauerhaft auf

einem exzellenten Niveau gehalten werden.

Ein klares Zeichen an den Markt

Sinnvolles Wachstum und die kontinuierliche Weiterentwicklung

in einem schnelllebigen Markt erfordern

eine stetige, offene und fokussierte Kommunikation

nach außen. Der regelmäßige Austausch mit Handelspartnern,

Werkstätten und Branchenkollegen

liefert den Experten zeitnahe Hinweise auf neue

Anforderungen oder Optimierungspotenziale. So

lassen sich neben einzelnen Ersatzteilen auch die

iwis-Kits zukunftsorientiert und marktnah weiterentwickeln

sowie anspruchsvolle Themenfelder gezielt

adressieren.

Bereits seit Beginn des Neubaus im Jahr 2020 wird

das Projekt von erfahrenen Experten begleitet, die relevante

Marktanforderungen und Entwicklungen kontinuierlich

im Blick haben. Alle Fertigungslinien konnten

dank der langjährigen Erfahrung aus anderen

Standorten von Anfang an präzise geplant werden,

um optimal auf kommende Anforderungen und Herausforderungen

ausgerichtet zu sein. So ist sichergestellt,

dass sämtliche iwis Qualitätsanforderungen

dauerhaft erfüllt und zuverlässig eingehalten werden.

Am Standort Oradea wurden mittlerweile rund 180

Arbeitsplätze geschaffen. Von der Produktion über

die Montage bis hin zur Warenlogistik werden sämtliche

Prozessschritte kontinuierlich überwacht, regelmäßig

geprüft und bei Bedarf gezielt optimiert.

Das neue Werk in Rumänien ist für uns vor

allem eine Investition in eine zukunftssichere

und wirtschaftliche Produktionsbasis. Vor dem Hintergrund

eines sich wandelnden Antriebsmarktes gehen

wir davon aus, dass der Verbrennungsmotor noch

über einen längeren Zeitraum relevant bleibt. Entsprechend

entwickeln wir unsere Steuerketten- und Systemlösungen

kontinuierlich weiter und sichern

eine verlässliche Versorgung unserer Kunden.

Stefan Köhler, Product Manager Aftermarket

Ersatzteile in Erstausrüsterqualität sind für iwis keine

Option, sondern fester Anspruch und klare Verpflichtung.

Auch in Zeiten schnelllebiger Veränderungen,

stetig neuer Herausforderungen und eines sich beinahe

wöchentlich ändernden Marktes, ist für die

Münchner Spezialisten völlig klar:

Unser Portfolio erstreckt sich dank unserer langjährigen

Erfahrungen und stetigen Entwicklungen neuer

und optimierter Varianten inzwischen über mehr

als 700 iwis-Kits. Sie erhalten von uns außerdem

selbstverständlich neben den bewährten Komplettlösungen

auch alle einzelnen Komponenten wie Ölpumpen,

Nockenwellenversteller und mehr mit dem

bewährten Qualitätsanspruch in geprüfter Erstausrüsterqualität.

18 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 19



DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV mit FPT-Motoren

DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV

mit N67-Motoren

DEUTZ-FAHR, Teil des Unternehmens SDF, ist eine

führende deutsche Marke, die an der Spitze der

Spitzentechnologie für die Landwirtschaft steht und

die Mission verfolgt, zuverlässige, hochwertige und

leistungsstarke Traktoren und landwirtschaftliche

Erntemaschinen zu liefern.

FPT stärkt seine

führende Position

in der Landwirtschaft

FPT, die Marke der Iveco Group, die sich mit der Entwicklung, Produktion und

dem Vertrieb von Antriebssträngen und Lösungen für On- und Offroad-Fahrzeuge

sowie für Schiffs- und Stromerzeugungsanwendungen befasst, hat mit

SDF einen neuen Vertrag über die Lieferung seines N67-Motors für den neuen

DEUTZ-FAHR der Serie 8 TTV unterzeichnet, der auf der Agritechnica 2025 vorgestellt

wurde. Eine wichtige Partnerschaft für FPT und ein wahrer Meilenstein,

der die führende Position der Marke im Agrarsektor festigt und sie erneut als

zuverlässigen und bevorzugten Partner für OEMs weltweit bestätigt.

Die neue DEUTZ-FAHR-Serie 8 TTV zeichnet sich

durch ihre Technologie, ihren Premium-Komfort und

ihre fortschrittliche digitale Intelligenz aus und bietet

außergewöhnliche Leistung und Effizienz für anspruchsvolle

landwirtschaftliche Anwendungen.

Der FPT N67-Motor war die perfekte Wahl, um die

Maschine zu vervollständigen. So garantiert er hohe

Leistungsdichte im oberen Drehzahlbereich und

sein kompaktes Design trägt entscheidend zur Verbesserung

der Manövrierbarkeit und des allgemeinen

Handlings der Maschine bei, um selbst bei anspruchsvollsten

Einsätzen eine optimale Leistung

zu gewährleisten. Der N67 lässt sich nahtlos in die

neue Serie 8 TTV integrieren und garantiert schnelle

Reaktionszeiten und Kraftstoffeffizienz. Da er HVOkompatibel

ist, bietet er ein Ölwechselintervall von

1.000 Stunden, was reduzierte Wartungskosten und

maximale Betriebszeit gewährleistet. Darüber hinaus

wurden eine spezielle Ölwanne und eine integrierte

Motorsteuerungssoftware gemeinsam entwickelt,

um den spezifischen Anforderungen der neuen

DEUTZ-FAHR Serie 8 TTV gerecht zu werden.

Mit seiner in dieser Klasse führenden Leistung in

Bezug auf Kraft und Drehmoment, Kraftstoffeffizienz

und Zuverlässigkeit zeichnet sich der N67 durch seine

Flexibilität aus. Er verfügt über eine Sechszylinder-Konfiguration

und bietet eine Vielzahl von Optionen,

um die Lösung an die Kundenanforderungen

anzupassen. Dank der bahnbrechenden AGR-freien

Verbrennung und der exklusiven, patentierten HIeSCR2-Nachbehandlungstechnologie

von FPT stellt

die NEF-Baureihe den Produktivitätsmaßstab für Anwendungen

im mittleren Leistungsbereich dar, wobei

die neu entwickelten Stage-V-Motoren weitere Leistungs-

und Effizienzsteigerungen ermöglichen.

Als Marktführer im Bereich landwirtschaftlicher Antriebsstränge

ist die FPT NEF-Familie die optimale

Wahl für anspruchsvollste Anwendungen auf dem

Feld und verkörpert das Bekenntnis der Marke zu

technologischer Exzellenz. Seit seiner Einführung im

Jahr 2001 wurden mehr als zwei Millionen NEF-Motoren

für eine Vielzahl von Anwendungen hergestellt,

darunter Landwirtschaft, Bauwesen, Straßenverkehr,

Schifffahrt und Stromerzeugung.

Mit über 100 Jahren Erfahrung in der Herstellung

von Traktoren und Landmaschinen feiert FPT stolz

ein Jahrhundert voller Innovationen und Spitzenleistungen.

Dieses bemerkenswerte Vermächtnis unterstreicht

die Stärke der Technologie, die bewährte

N67 – Technische Daten für die neue

Serie 8 TTV von DEUTZ-FAHR

• Zertifizierung: Stage V / Tier 4 Final

• Anzahl der Zylinder/Ventile: 6L / 4

• Einspritzsystem: Common Rail

• Turbolader: eVGT (TCA)

• Hubraum: 6,7 Liter

• Bohrung x Hub: 104 mm x 132 mm

• Max. Leistung bei 1950 U/min: 250 kW (340 PS)

• Max. Drehmoment bei 1400 U/min: 1398 Nm

• ATS: HI-eSCR2

Zuverlässigkeit der Produkte und das anhaltende

Vertrauen, das sich die Marke durch konstante Leistung

in der Praxis bei den Kunden erworben hat.

Die Teilnahme an der Agritechnica hätte nicht

besser gefeiert werden können. Diese neue

Partnerschaft mit der Marke DEUTZ-FAHR ist ein klares

Zeichen dafür, dass wir als starker und zuverlässiger

Partner in der Branche anerkannt sind. Als Unternehmen

haben wir stets die Bedürfnisse unserer

Kunden im Blick und stellen Innovation in den Mittelpunkt

unseres Handelns. Der Agrarsektor entwickelt

sich rasant weiter, und statt einfach nur Schritt zu

halten, wollen wir unseren Kunden als verlässlicher

Partner zur Seite stehen. Diese Partnerschaft ist ein

gemeinsamer Erfolg für unser gesamtes Team, und

wir sind zuversichtlich, dass sie den Weg für

weitere gemeinsame Erfolge ebnen wird.

Sylvain Blaise, Präsident der Powertrain Business Unit

der Iveco Group

Um die Leistungsstandards zu erreichen, die

wir für diese neue Traktoren-Generation festgelegt

haben, sind wir eine strategische Entwicklungspartnerschaft

mit FPT eingegangen. Die Kombination

der führenden Antriebslösungen von FPT – mit über

zwei Millionen produzierten Motoren und einer nachgewiesenen

Zuverlässigkeit – mit dem technischen

Know-how von SDF war entscheidend.

Alessandro Maritano, Chief Commercial Officer von SDF

20 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 21



Innovative Lösungen für Land- und Forstwirtschaft

Innovative Lösungen für

Land- und Forstwirtschaft

Zeppelin untermauerte auf der Agritechnica

seine Rolle als führender

und zuverlässiger Partner.

Auf der diesjährigen Agritechnica zeigen wir,

dass wir für jegliche Anwendungen unserer

Kunden in der Land- und Forstwirtschaft die passende

Lösung bieten können. Ein Highlight sind die

neuen Zeppelin Telehandler, die wir zusammen mit

unseren Vertriebspartnern exklusiv vorstellen

werden.

Moritz Graf von Spee, Vertriebsleiter Landwirtschaft

und Standleiter

Bereits zum sechsten Mal war Zeppelin auf der weltweit

führenden Messe für Landtechnik vertreten, auf

der innovative Technologien, nachhaltige Lösungen

und zukunftsweisende Entwicklungen der Agrarbranche

präsentiert wurden. Auf einer Fläche 403

Quadratmetern stellte das Unternehmen Neumaschinen

und die dazugehörigen Servicedienstleistungen

sowie Telematiksysteme aus.

Die umfangreiche Exponateliste umfasste neben den

Cat Baggern vom 1,8-Tonnen-Minibagger bis zum

15-Tonnen-Kettenbagger für den forstwirtschaftlichen

Einsatz auch die Cat Radlader bis zu einem Einsatzgewicht

von 17 Tonnen und Joystick-Lenkung sowie

drei Modelle der neuen Zeppelin Telehandler – wobei

der ZT6.26 sowohl mit einem Dieselmotor als auch

vollelektrisch gezeigt wurde. Ein Cat Deltalader 275

mit Mulcher und ein Cat Radlader 906, der als Cat

Certified Used Maschine gezeigt wurde, rundeten das

Produktprogramm ab. Nicht nur Neu- und Gebrauchtmaschinen

wurden den Kunden auf der Messe gezeigt,

sondern die Besucher konnten sich auf dem

Zeppelin Telehandler ZT6.26

Cat Deltalader 275

Messestand darüber hinaus auch über die umfassenden

Servicedienstleistungen und die innovative Flottenmanagementlösung

Cat VisionLink informieren.

„Für Zeppelin hat die Messe eine sehr hohe Bedeutung,

denn neben der bauma ist es die größte Messe,

Motorteile?

Wittich!

auf der wir uns präsentieren. Gemeinsam mit unseren

Vertriebspartnern zeigen wir uns als zuverlässiger

Anbieter qualitativ hochwertiger Maschinen, Anbaugeräte

und Dienstleistungen für unsere Kunden.

Die Agritechnica ist ein Branchentreffpunkt, geprägt

von Leidenschaft und Antrieb. So hat der Kontakt

zu unseren Kunden und Partnern auf der Messe für

mich persönlich einen immens hohen Stellenwert!“,

so Moritz Graf von Spee. Durch das vielfältige Produktprogramm

untermauert Zeppelin seine Rolle als

führender und zuverlässiger Partner für Landwirte,

Lohn- und Forstunternehmer sowie Kunden aus

dem Bereich der erneuerbaren Energie, bekräftigt er.

„Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des 100-jährigen

Bestehens von Caterpillar, das wir in diesem Jahr feiern,

freue ich mich besonders, dass wir auf der Agritechnica

mit einem so starken Auftritt vertreten sind“,

erinnert Moritz Graf von Spee daran, dass die Anfänge

des amerikanischen Herstellerpartners in der

Landwirtschaft liegen.

Anzeige

Immer für Sie da:

Unsere Motoren-Spezialisten

Werner Schasche,

Jan Lecköny

und Michael Schmidt

22

Tel. (05 21) 932 04 10 | motorenteile@wittich-gmbh.de | wittich-gmbh.de



Die Geburt des modernen Automobils

Die Geburt des

modernen Automobils

Erster Mercedes vor 125 Jahren

Der neue Mercedes-Benz GLC begeistert mit der kraftvollen Neuinterpretation des

klassischen Mercedes-Kühlergrills aus dem Jahr 1900. Dieses ikonische Gesicht

der Mercedes-Benz Automobile geht zurück auf den ersten Mercedes und damit

zugleich auf das erste moderne Automobil überhaupt – den Mercedes 35 PS.

Mercedes-Simplex 40 PS, der Nachfolger des Mercedes 35 PS von

1900. Fotografiert auf der Straße von Nizza nach La Turbie, dem

Zielort des Bergrennens der Woche von Nizza zu Beginn des 20.

Jahrhunderts. Aufnahme eines Fahrzeugs aus dem Baujahr 1903 von der

Presseveranstaltung Classic Insight „Die Ära Mercédès“ im April 2017.

Die Vorgeschichte des Mercedes 35 PS: Jellinek fordert

von DMG-Chefingenieur Wilhelm Maybach ein

modernes, leistungsstarkes und sicheres Fahrzeug,

das mit innovativer Technik die Einschränkungen

bisheriger Automobile überwindet. Auslöser ist der

tödliche Unfall des Rennfahrers Wilhelm Bauer mit

einem von Jellinek eingesetzten Daimler Phönix 23

PS Rennwagen im Bergrennen Nizza–La Turbie während

der Woche von Nizza 1900. Jellineks Rennwagen

startet unter dem Pseudonym „Mercédès“, nach

dem Vornamen seiner ältesten Tochter. Wenig später

wird er zum Markennamen der DMG-Automobile.

Neues Fahrzeugkonzept für

dauerhafte Hochleistung

Maybach, der herausragende leitende Konstrukteur

der DMG, entwickelt daraufhin mit seinen Mitarbeitern

ein von Grund auf neu konzipiertes Gesamtfahrzeug.

Der Mercedes 35 PS löst sich erstmals völlig

vom Prinzip der motorisierten Kutsche: Sein tiefer

Schwerpunkt, der lange Radstand und die breite

Spur verleihen ihm ein bis zu diesem Zeitpunkt

unerreichtes Maß an Fahrsicherheit und Stabilität.

Dazu kommen eine schräg stehende Lenksäule und

das Getriebe mit Fußkupplung – wichtige Lösungen

für eine gute Ergonomie und bis heute Merkmale im

Automobilbau.

• Das aktuelle Mercedes-Benz-Design

spiegelt die markante Form des

Bienenwabenkühlers wider

• Der Mercedes 35 PS gilt als erstes

modernes Automobil und ist der erste

Mercedes überhaupt

• Konstruiert mit Impulsen aus dem

Motorsport und geeignet für Rennen

wie Alltag gleichermaßen

• Revolutionärer Gesamtentwurf nur 14

Jahre nach der Erfindung des Automobils

mit Hochleistungsmotor,

Bienenwabenkühler, niedrigem

Schwerpunkt und langem Radstand

• 1901 dominiert der Mercedes 35 PS

die berühmte Woche von Nizza

Mercedes 35 PS Vierzylinder-Hochleistungsmotor.

Studioaufnahme aus dem Jahr 1900.

Am 22. November 1900 stellt die Daimler-Motoren-

Gesellschaft (DMG) in Cannstatt das erste Fahrzeug

des Typs fertig. Dieses hoch innovative Automobil

entsteht auf Wunsch des DMG-Geschäftspartners

und begeisterten Automobilisten Emil Jellinek. Der

vorzüglich vernetzte Kaufmann ist damals der wichtigste

Kunde des Unternehmens. Er bestellt allein im

Jahr 1900 insgesamt 72 neue Fahrzeuge, die er an

Käufer aus der europäischen Oberschicht veräußert.

Der Mercedes 35 PS ist ein Hochleistungsfahrzeug

seiner Zeit. Es deckt mehrere Segmente ab,

wie damals üblich: Als Sportausführung brilliert es

in Rennen. Oder versehen mit einer repräsentativen

Karosserie eignet es sich für komfortable Fahrten.

Entsprechend nutzen die Kunden den Mercedes

35 PS sowohl in Rennen wie auch im Alltag – und

genießen überall einen eindrucksvollen Auftritt. Nur

14 Jahre nach der Erfindung des Automobils durch

Carl Benz und Gottlieb Daimler im Jahr 1886 – unabhängig

voneinander – ist der Mercedes 35 PS von

1900 ein revolutionärer Gesamtentwurf. Er setzt den

Maßstab für die künftige Entwicklung des modernen

Automobils.

Ein Meilenstein ist der Antrieb des neuen

Automobils. Das innovative Konzept

erlaubt den Einsatz eines neuen

Hochleistungsmotors. Dieser von

Josef Brauner konstruierte Motor

stellt aus vier Zylindern mit 5,9 Litern

Hubraum 25,7 kW (35 PS) bei 950/

min zur Verfügung – ein für damalige

Verhältnisse spektakulärer Wert. Der

von Maybach erfundene Bienenwabenkühler,

der für eine besonders effiziente

Kühlung sorgt, macht eine hohe

24 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 25



Anzeige

Dauerleistung möglich. Seine Wabenstruktur an der

Front des Fahrzeugs entwickelt sich vom technisch

notwendigen Konstruktionsdetail zum ikonischen

Designelement der Marke Mercedes und ab 1926

von Mercedes-Benz. Im gerade präsentierten neuen

Mercedes-Benz GLC findet der Kühler einen neuen

Ausdruck für die Zukunft des Automobils.

Prozess der Perfektionierung

Mercedes 35 PS Rennwagen des Barons Henri de Rothschild

beim Bergrennen Nizza–La Turbie am 29. März 1901 im Rahmen

der Woche von Nizza vom 25. bis 29. März 1901. Der markante

Bienenwabenkühler prägt die Front des Fahrzeugs.

Der erste Mercedes 35 PS wird mehrere Wochen

lang ausgiebig erprobt und technisch verfeinert.

Nach dieser Perfektionierung durch das sogenannte

Einfahren wird der erste Mercedes der Geschichte

am 22. Dezember 1900 nach Nizza an Emil Jellinek

versandt. Mit durchschlagendem Erfolg setzt

der DMG-Geschäftspartner den neuen Automobiltyp

bei der Woche von Nizza vom 25. bis 29. März

1901 ein: Der Mercedes 35 PS dominiert die Wettbewerbe

und siegt unter anderem beim Rennen

Nizza–Salon–Nizza über 392 Kilometer sowie beim

Bergrennen Nizza–La Turbie.

Nach dem Mercedes 35 PS von 1900 bringt die DMG

1901 dessen Schwestermodelle Mercedes 12/16 PS

und Mercedes 8/11 PS auf den Markt. Diese erste

Mercedes-Generation wird 1902 durch die Modellfamilie

Mercedes-Simplex abgelöst. Die erhält ihren

Namenszusatz aufgrund der für damalige Verhältnisse

besonders einfachen Bedienung.

Eine weitere strategische Entscheidung von großer

Tragweite fällt ebenfalls im Jahr 1900: Die DMG

kauft ein 185.000 Quadratmeter großes Gelände in

Untertürkheim, um ein neues Werk zu bauen. Daraus

entwickelt sich das heutige Mercedes-Benz Stammwerk.

Der am 6. März 1900 im Alter von nur 65 Jahren

verstorbene Gottlieb Daimler erlebt diese wichtigen

Weichenstellungen nicht mehr. Doch die Innovationskraft

des von ihm gegründeten Unternehmens führt

Mercedes-Benz unverändert in die Zukunft.

Anzeige

DLG-POWERMIX-TEST

Fendt 620 Vario

Bestwerte im Feld und auf der Straße

Kleinwagensegment.

Pan.

26



MAN bei der Langen Nacht der Wissenschaften

MAN BEI DER LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN

Spannende Einblicke in

Forschung und Entwicklung

Am 25. Oktober ermöglichte die Lange Nacht der Wissenschaften in Nürnberg,

Fürth und Erlangen spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung. Auch

MAN öffnete an diesem Samstag wieder seine Tore und zeigte, wie der Nutzfahrzeughersteller

in Nürnberg die Zukunft mitgestaltet.

Zu sehen waren innovative Antriebstechnologien,

aber auch die hochmoderne Fertigung im Nürnberger

Werk. Außerdem stellte MAN die Ausbildung der

Zukunft vor und gab den vielen Menschen eine Bühne,

die hinter den Kulissen den Betrieb des Standorts

ermöglichen.

Zum mittlerweile zwölften Mal konnte die Öffentlichkeit

in Nürnberg, Fürth und Erlangen hinter die Kulissen

von Hochschulen, Forschungseinrichtungen

und Unternehmen blicken.

• Antriebstechnologie im Wandel: MAN präsentierte

den neuesten und effizientesten Diesel-Motor

sowie Hochvoltbatterien für eTrucks und eBusse.

• Produktion hautnah: Besucherinnen und Besucher

erlebten die Fertigung des 13-Liter-Dieselmotors

und warfen einen Blick in die hochautomatisierte

Batteriemontage im höchsten Produktionsgebäude

des Werks.

• Campus Future Driveline: Hier forschen MAN und

Hochschulen gemeinsam an den Antrieben von

morgen. Die Gäste erfuhren, wie spezialisierte

Prüfstände, Messanlagen und Lehrmodule zum

Einsatz kommen und welche Projekte aktuell im

Bereich Batterie und Wasserstoff-Brennstoffzelle

laufen.

• Menschen im Mittelpunkt: Die Teams für Sicher

heit, Infrastruktur und Gesundheitsvorsorge am

Standort Nürnberg stellten sich vor und zeigten,

wie sie das Werk zusammenhalten.

• Ausbildung der Zukunft: Auszubildende laden

ein zum Mitmachen – vom Virtual-Reality-Parcours

über das Playstation Truck Race bis hin zu virtuellen

Schweißübungen und kreativen Eigenentwicklungen.

Bei der letzten Langen Nacht der Wissenschaften

im Jahr 2023 informierten sich rund 2.100

Besucherinnen und Besucher über unsere Technologien

und die zahlreichen Berufsbilder am Standort.

Auch dieses Jahr haben wir wieder viele Highlights im

Programm – sowohl für Technik-Fans als auch für junge

Menschen auf der Suche nach spannenden und

zukunftssicheren Jobs bei einem der führenden

Mobilitätsunternehmen Europas.

Ingo Essel, Leiter des MAN-Standorts Nürnberg

28 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 29



Maritime Perspektiven

Maritime Perspektiven

für Triebwerksspezialist MTU Aero Engines

Die Triebwerksspezialisten MTU Aero Engines und GE Aerospace vertiefen ihre

langjährige Zusammenarbeit. Aufbauend auf der bestehenden Partnerschaft

bei Luftfahrtantrieben und Industriegasturbinen wollen die beiden Unternehmen

auch im Marinegeschäft zukünftig stärker gemeinsam agieren.

Deutschland haben mehrere europäische Länder

Interesse an diesem Schiffstyp bekundet. Ein entscheidender

Faktor für den erfolgreichen Einsatz der

LM2500 auf See ist das weltumspannende Servicenetzwerk

der MTU. Mit Standorten und Expertenteams

auf fünf Kontinenten kann die MTU die erforderliche

Unterstützung überall dort leisten, wo sie

erforderlich ist.

Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger

Systempartner der Bundeswehr im Bereich der

Luftfahrtantriebe.

tern. In den nächsten Jahren möchte die MTU ihre

Instandhaltungsleistung für Industriegasturbinen der

LM-Serie deutlich steigern – um 30 Prozent gegenüber

2024.

ritime Geschäft gemeinsam mit uns unternimmt, ist

angesichts unserer langjährigen Zusammenarbeit in

der Luftfahrt der logische nächste Schritt –

strategisch und technologisch.

Im Mittelpunkt stehen die leistungsstarken Industriegasturbinen

LM2500 und LM6000. Sie sind abgeleitet

von Flugzeugtriebwerken von GE Aerospace und

eignen sich besonders gut für den Einsatz auf See.

Für beide Modelle fertigt die MTU bereits heute verschiedene

Komponenten und bietet an ihren Standorten

weltweit Instandhaltungsleistungen an.

Antriebssysteme mit Gasturbinen kommen häufig in

militärischen Schiffen zum Einsatz, unter anderem

auf Fregatten der deutschen Marine. Den Schiffen

kommt dabei die hohe Leistung und Zuverlässigkeit

der Turbinen zugute. Zukünftig könnte der LM2500

von GE Aerospace auch eine wesentliche Rolle beim

Antrieb der nächsten deutschen Fregattengeneration

F127 zukommen. Derzeit läuft die Beschaffung

von mindestens fünf Schiffen dieser Klasse. Neben

Die MTU und die Bundeswehr halten seit

mehr als 20 Jahren Triebwerke für Kampfflugzeuge

und Hubschrauber gemeinsam instand.

Unsere Teams und Angehörige der Bundeswehr

arbeiten dabei unmittelbar nebeneinander und Hand

in Hand. Gemeinsam mit GE Aerospace wollen wir

unser Know-how und unsere Erfahrung aus der Luftfahrt

nun auf den Marinebereich übertragen. Damit

können die deutschen und internationale Seestreitkräfte

von bewährter Technologie und zuverlässigem

Service profitieren.

André Sinanian, Geschäftsführer der

MTU Maintenance Berlin-Brandenburg

In Deutschland führt die MTU die Instandhaltung von

Industriegasturbinen am ihrem Standort im brandenburgischen

Ludwigsfelde durch. Hier investiert das

Unternehmen derzeit in den Ausbau der Kapazitäten.

Unter anderem entsteht eine hochmoderne Halle mit

einer Arbeitsfläche von mehr als 10.500 Quadratme-

Neben der Fertigung von Komponenten und der Instandhaltung

der Turbinen kommt der Vorbereitung

für den stationären Einsatz in Kraftwerken oder auf

Schiffen, dem so genannten Packaging, große Bedeutung

zu. GE Aerospace und die MTU prüfen derzeit

Möglichkeiten, diese Leistungen im Fall von GE-

Turbinen für den gesamten Weltmarkt außerhalb der

USA zukünftig in Deutschland bündeln: bei der MTU

in Ludwigsfelde.

Die MTU ist für uns ein führender Serviceanbieter

für die LM-Modellreihe. Wir freuen

uns, unsere Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Im Marinegeschäft ist die MTU der ideale Partner

für uns: technologisch herausragend, ein bewährter

Partner der deutschen Streitkräfte und weltweit

präsent mit leistungsfähigen Instandhaltungsfähigkeiten.

Die LM2500 ermöglicht dem Energiesektor

und der Schifffahrt den Zugang zu modernster Luftfahrttechnologie.

Dass die MTU den Einstieg ins ma-

Mark Musheno, Vice President Sales & Marketing

bei GE Aerospace

Neben dem Geschäft mit Industriegasturbinen arbeiten

die MTU und GE auch in der Luftfahrt eng zusammen.

So ist die MTU seit über 50 Jahren am

Neubau von GE-Triebwerken für zivile Flugzeuge beteiligt,

insbesondere für Langstreckenflugzeuge von

Airbus und Boeing.

Zudem hält die MTU an ihren Standorten weltweit ein

breites Portfolio an zivilen GE-Triebwerken instand.

Die Bandbreite reicht dabei von lange etablierten

Modellen wie dem CF6 bis zum neuesten Modell

GEnx. Im militärischen Bereich sind die beiden Unternehmen

durch eine jahrzehntelange Kooperation

bei Antrieben für Kampfflugzeuge verbunden. Diese

kommen bei den US-Streitkräften und weiteren Luftwaffen

zum Einsatz. Zugleich ist die MTU Partner

von GE beim Antrieb für den weltweit modernsten

Transporthubschrauber CH-53K.

30 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 31



Über 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung

Über 1000 Kilometer

mit einer Tankfüllung

Die Testfahrten der französischen Journalisten Fabien

Calvet (www.truckstop.fr) und Loïc Fieux (Les

Routiers) führten entlang der belgischen und spanischen

Grenze unter realen Einsatzbedingungen. Der

Gesamtzug bestand aus der Sattelzugmaschine, die

einen beladenen Krone-Schiebeplanenauflieger mit

einem zulässigen Gesamtzuggewicht von 30 Tonnen

zog, und demonstrierte die Effizienz, Ausdauer und

Alltagstauglichkeit des IVECO S-Way CNG.

Dieselähnliche Leistung

bei leisem Betrieb

Die Journalisten hoben das außergewöhnliche

Handling und den Fahrkomfort des IVECO S-Way

CNG hervor. Die Hochleistungsmotorbremse und

der Intarder ermöglichten kraftvolles, ausdauerndes

Bremsen, während die vollluftgefederten Achsen

und die neue Lenksäule die Fahrpräzision und den

Komfort steigerten.

IVECO S-Way CNG setzt neuen Maßstab

für Reichweite und Effizienz

IVECO, seit mehr als 30 Jahren Pionier bei alternativen Antrieben, hat erneut

die herausragende Leistungsfähigkeit der gasbetriebenen schweren Sattelzugmaschinen

unter Beweis gestellt. Im vergangenen Sommer erzielte die IVECO

S-Way CNG Sattelzugmaschine ein außergewöhnliches Ergebnis: Über 1.000

Kilometer wurden mit einer einzigen CNG-Betankung zurückgelegt.

schnelle Betankungsmöglichkeit bestätigt zudem

die technologische Reife und Alltagstauglichkeit der

CNG-Lösungen von IVECO.

Gebaut für Leistung und Effizienz

Der getestete IVECO S-Way CNG wird von einem

xCursor-13-Motor von FPT Industrial angetrieben.

Dieser liefert 500 PS und 2.200 Nm Drehmoment. Der

moderne Gasmotor der neuesten Generation ist bereits

für die Erfüllung der kommenden Euro-VII-Norm

vorbereitet und erreicht seine optimale Leistung im

Drehzahlbereich zwischen 1.000 und 1.500 U/min.

In Kombination mit dem automatisierten 12-Gang-

ZF-TraXon-Getriebe der zweiten Generation und

einem langen Hinterachsübersetzungsverhältnis

maximiert der xCursor 13 die Drehmomentausbeute

bei niedrigen Motordrehzahlen über die gesamte

Strecke.

Technologie, die Effizienz vorantreibt

Die IVECO Ingenieure haben in puncto Leistung und

Kraftstoffeffizienz nichts dem Zufall überlassen. Der

vorausschauende GPS-Tempomat nutzt die Topografien

optimal aus, gewinnt kinetische Energie bei

Gefällestrecken zurück und passt die Motordrehzahl

vor Steigungen an. Intelligente Energiemanagementsysteme

– einschließlich dem geregelten Lichtmaschinenbetrieb,

abkoppelbarem Luftkompressor

und variabler Servolenkungspumpe – stellen sicher,

dass Energie nur bei Bedarf verbraucht wird. Aerodynamische

Optimierungen wie 3D-Luftabweiser,

Seitenverkleidungen und Spiegelkameras reduzieren

zusätzlich den Luftwiderstand und senken den Kraftstoffverbrauch

auf Langstrecken.

Biomethan:

bewährte CO₂-freie Alternative

Über die Leistung hinaus bieten die mit Methan angetriebenen

IVECO Nutzfahrzeuge den Betreibern eine

nachhaltige und wirtschaftliche Transportlösung. Sie

profitieren von einem gut ausgebauten und verbreiteten

Tankstellennetz, das reibungslose Abläufe in

ganz Europa ermöglicht. Heute können Fahrende an

rund 4.300 Bio-LNG- und 800 Bio-CNG-Stationen

tanken. Lokal aus organischen Abfällen gewonnenes

Biomethan reduziert CO₂-Emissionen durchschnittlich

um 95 Prozent und senkt gleichzeitig Feinstaubund

Stickoxidwerte deutlich im Vergleich zum Diesel.

Das europäische Gas-Tankstellennetz wächst weiter:

2026 sind 50 neue Stationen geplant.

Dieser Meilenstein zeigt perfekt unser Engagement

für nachhaltigen Transport, der unseren

Kunden Leistung und Wirtschaftlichkeit bietet.

Mit über 1.000 Kilometern mit nur einer Tankfüllung

setzt der IVECO S-Way CNG einen neuen Maßstab für

Reichweite, Effizienz und Komfort und beweist erneut,

dass Gas eine echte Alternative zu Diesel im Fernverkehr

ist – ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung

des Straßengüterverkehrs.

Giandomenico Fioretti, Head of Alternative Propulsion

Business Development bei IVECO

• Außergewöhnliche Kraftstoffeffizienz:

über 1.000 Kilometer unter realen

Bedingungen gefahren.

• Der xCursor 13-Motor liefert dieselähnliche

Leistung bei niedrigeren

Emissionen.

• Mit Biomethan durchschnittlich 95

Prozent CO₂-Reduktion erreicht –

das unterstreicht IVECOs Engagement

für einen nachhaltigen

und wirtschaftlichen Straßengüterverkehr.

Der Gasmotor überzeugte durch ein sanftes, reaktionsschnelles

und bemerkenswert leises Laufverhalten.

Das Fahrgefühl auf der Straße war mit dem

eines Dieselmodells vergleichbar – jedoch deutlich

leiser. Der durchschnittliche Verbrauch lag über mehr

als 1.000 Kilometer bei unter 21 kg/100 km. Eine

Die neuen 620-Liter-Tanks bieten eine Gesamtkapazität

von 1.240 Litern, was mindestens 190 Kilogramm

CNG entspricht. Das sind 18 Prozent mehr gegenüber

der Vorgängergeneration und eine beeindruckende

Steigerung von 72 Prozent im Vergleich zu den ersten

IVECO CNG-Sattelzugmaschinen von 2011.

32 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 33



Vom Taxameter zur Hochdruckeinspritzung

Vom Taxameter zur

Hochdruckeinspritzung

Entwicklung eines Hamburger Betriebs

entlang der Motoren- und Einspritztechnik

Die heutige Spezialisierung des Hamburger Unternehmens MARX GmbH auf

Dieseleinspritzsysteme geht auf eine mechanische Entwicklung am Ende des

19. Jahrhunderts zurück. Ausgangspunkt war der von Carl Marx entwickelte

Taxameter, der Zeit- und Wegmessung kombinierte. Die Installation dieser Systeme

führte zur Etablierung einer Werkstatt mit frühem Fokus auf Präzisionsmechanik

und technische Integration.

das Einsatzspektrum. Kooperationen mit Yamaha,

Yanmar, Bosch, Nippon Denso und Delphi erschlossen

unterschiedliche Einspritzsystemarchitekturen.

2007 wurde der Betrieb als Delphi-Regio-Hub etabliert.

Die Zugehörigkeit der Marke C.A.V. zu Delphi

stellte dabei eine technologische Kontinuität innerhalb

der Einspritztechnik her.

Heute zählt die Dieselwerkstatt zu den spezialisierten

Betrieben für die Instandsetzung von Einspritzsystemen

in Deutschland. Bearbeitet werden

mechanische Reiheneinspritzpumpen ebenso wie

moderne Common-Rail-Systeme einschließlich Prüfung,

Kalibrierung und Systemdiagnose. Ergänzend

ist das Unternehmen Generalimporteur für Yanmar

Industrie- und Marinemotoren sowie Vertriebspartner

für Tohatsu-Außenbordmotoren. Ein Ersatzteillager

mit rund 30.000 Positionen und regelmäßige

Schulungen für etwa 140 Partnerwerkstätten unterstützen

die technische Umsetzung.

In den 1920er-Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt

der MARX GmbH auf die Fahrzeugelektrik. Die

Umrüstung von Karbid- auf elektrische Beleuchtung

erforderte systemisches Verständnis von Bordnetzen

und Fahrzeugtechnik und bildete die Grundlage

für spätere Arbeiten an motor- und antriebsnahen

Komponenten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten britische Fahrzeuge

mit Lucas-Elektrik den Werkstattbetrieb. Ersatzteile

wurden direkt aus Großbritannien bezogen,

1954 übernahm das Unternehmen die deutsche Vertretung

von Lucas. Mit der Marke C.A.V. wurde das

Leistungsspektrum um Komponenten der Dieseleinspritztechnik

erweitert. Damit begann der gezielte

Aufbau von Know-how im Bereich mechanischer

Einspritzsysteme.

Ausbau der Diesel- und

Einspritzsystemkompetenz

Über Perkins wurde diese Kompetenz weiter vertieft.

Neben Schulungen und Ersatzteilversorgung für

Werkstätten entstand ein eigener Bereich für Industrie-

und Marinedieselmotoren. Stationäre Aggregate,

Schiffsdieselmotoren und Außenborder erweiterten

Zweites Geschäftsfeld:

Zeit- und Sicherheitssysteme

Parallel dazu entwickelte sich aus dem ursprünglichen

Taxameter- und Stempeluhrgeschäft ein organisatorisch

eigenständiger Bereich für Zeit- und

Sicherheitssysteme mit Fokus auf elektronische

Zeiterfassungs- und Zutrittslösungen.

Kennzeichnend für beide Bereiche ist ein durchgängiges

Systemverständnis. Mechanik, Einspritztechnik,

Elektrik und elektronische Steuerung wurden

über Jahrzehnte hinweg als funktionale Gesamtsysteme

betrachtet. Diese Herangehensweise bildet

die Grundlage für die heutige Positionierung in der

Motoren- und Einspritztechnik, insbesondere dort,

wo Instandsetzung und Systemdiagnose hohe technische

Tiefe erfordern.

34 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 35



der motor vor Ort

Wenn der Motor auffällig wird

Gründliche Erstdiagnose:

Die Basis einer fundierten Entscheidung

Bevor über Reparatur oder Motortausch entschieden

wurde, war eine saubere und lückenlose Diagnose

unverzichtbar, beginnend mit dem Auslesen

des Fehlerspeichers. In den ersten Arbeitsstunden

wurden alle relevanten Systeme geprüft und Bauteile

demontiert.

Durchgeführte Diagnosearbeiten

• Abdrücken des Kühlsystems

• Ausbau und Prüfung des AGR-Ventils

• Prüfung von wassergekühltem AGR-Kühler

• Demontage und Abdrücken des wassergekühlten

Turboladers

• Druckverlusttest (deutlich erhöhte Werte)

• Endoskopie der Zylinder (Rostspuren)

Wenn der Motor

auffällig wird

Praxisorientierte Diagnose- und

Instandsetzungsabläufe für Werkstätten

Ein LAIKA-Caravan auf Fiat-Basis

sollte ursprünglich nur für einen

kurzen Vor-Urlaubscheck in

die Werkstatt. Doch die gemeldeten

Symptome – Geräusche aus

dem Turbolader und Kühlwasserverlust

– deuteten auf einen komplexen

Schaden hin. Für viele

Werkstätten ist dies ein vertrautes

Szenario: Was als Kleinigkeit

beginnt, erfordert am Ende eine

umfassende Systemdiagnose.

Die Ergebnisse ließen keinen Zweifel: Der Motor war

intern so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht

mehr wirtschaftlich war.

Wichtige Diagnoseindikatoren

Typische Hinweise auf schwerwiegende

Motorschäden:

• Ungewöhnliche Turboladergeräusche

• Kühlwasserverluste ohne sichtbare

Undichtigkeiten

• Rostspuren oder Beschädigungen an den

Zylinderlaufbahnen

• Druckverlust oberhalb der Toleranz

• Fremdkörper im Motor

Vorbereitung des Motortausches:

Platz schaffen für Präzision

Um Motor und Getriebe sicher auszubauen, wurde

die Vorderachse demontiert. Dieser umfangreiche

Arbeitsschritt schaffte den nötigen Arbeitsraum, um

Kühlerpaket, Leitungen und Anbauteile gefahrlos zu

lösen.

36 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 37



der motor vor Ort

Wenn der Motor auffällig wird

Warum Anbauteile

konsequent erneuern?

Gründe für vollständige Erneuerung bei

Motorprojekten:

• Vermeidung von Folgeschäden

• Sicherstellung der Gewährleistung

• Stabilität der Betriebsparameter

• Minimierung von Nacharbeiten und

Kundenreklamationen

Finale Arbeiten: Der Funktionsnachweis

Nach dem mechanischen Einbau folgten die

finalen Prüfschritte:

• Auffüllen aller Flüssigkeiten

• Anlernen der Systeme und Bauteile

• Probefahrt unter Lastbedingungen

• Dichtheitsprüfung

• Kontrolle und Auslesen des Fehlerspeichers

Erst nach erfolgreicher Funktionsüberprüfung wird

das Fahrzeug an den Kunden übergeben.

FAZIT: Strukturierte Prozesse

zahlen sich aus

Für Werkstätten zeigt dieses Projekt eindrucksvoll,

wie wichtig eine präzise Diagnostik und eine konsequente

Erneuerung aller Verschleißteile sind. Filter,

Dichtungen und Schrauben mögen unscheinbar wirken

– doch in Kombination mit einem neuen Motor

bilden sie die Grundlage für Qualität, Zuverlässigkeit

und zufriedene Kunden.

Parallel wurden Anbauteile gereinigt, geprüft und für

die Wiederverwendung oder Erneuerung bewertet.

Eine sorgfältige Vorarbeit zahlt sich aus: Sie minimiert

spätere Reklamationsrisiken und sorgt für stabile

Ergebnisse.

Anzeige

Einbau des neuen Motors:

Alles, was für die Zukunft zählt

Der neue Motor wurde anschließend mit einer Kombination

aus geprüften, instand gesetzten und neuen

Komponenten komplettiert. Ziel ist eine langfristig

zuverlässige und technisch einwandfreie Lösung.

Erneuerte und überarbeitete Bauteile

• Neuer Dieselpartikelfilter

• Neuer Turbolader (Schaufelschäden durch

Fremdkörper)

• Gereinigtes Ladeluftsystem

• Instand gesetzte Injektoren

• Zweimassenschwungrad und Kupplung

• Diverse Lager, Leitungen und Dichtungen

• Zahnriemen, Ölpumpe und weitere

Verschleißkomponenten

38



Der erste reine Methanol-Schiffsmotor

ROLLS-ROYCE TESTET ERFOLGREICH

Der erste reine

Methanol-Schiffsmotor

VIDEO

ANSEHEN

Rolls-Royce hat auf dem Prüfstand in Friedrichshafen den weltweit ersten

schnelllaufenden Schiffsmotor erfolgreich getestet, der ausschließlich mit Methanol

betrieben wird. Damit setzen die Ingenieurinnen und Ingenieure von Rolls-

Royce gemeinsam mit ihren Partnern im Forschungsprojekt meOHmare einen

wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu klimaneutralen und umweltfreundlichen

Antriebslösungen für die Schifffahrt.

Das ist eine echte Weltneuheit. Bislang gibt

es keinen anderen schnelllaufenden Motor

dieser Leistungsklasse, der rein mit Methanol betrieben

wird. Wir investieren gezielt in Zukunftstechnologien,

um unseren Kunden effiziente Wege zur Reduktion

von Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu eröffnen

und unsere Führungsrolle bei nachhaltigen

Antriebssystemen weiter auszubauen.

Dr. Jörg Stratmann, CEO der Rolls-Royce Power Systems AG

Das Ziel von Rolls-Royce ist es, seinen Kunden effiziente

Möglichkeiten zur Reduzierung ihrer CO₂-

Emissionen anzubieten, ganz im Sinne der strategischen

Zielsetzung innerhalb des mehrjährigen

Transformationsprogramms, den CO₂-Ausstoß zu

reduzieren. Das Projekt steht auch im Einklang mit

der strategischen Initiative von Power Systems, das

Marinegeschäft auszubauen.

Das Verbundvorhaben meOHmare wird vom Bundesministerium

für Wirtschaft und Energie gefördert

und vereint die Expertise von Rolls-Royce, dem Einspritzsystemspezialisten

Woodward L’Orange und

dem Technologie- und Forschungszentrum WTZ

Roßlau. Ziel ist es, bis Ende 2025 ein vollumfängliches

Konzept für einen CO₂-neutralen Schiffsmotor

auf Basis von grünem Methanol zu entwickeln.

Innovative Technik für

einen neuen Kraftstoff

Methanol stellt die Ingenieurkunst vor neue Herausforderungen:

Der flüssige Alkohol zündet nicht

selbst wie Diesel und erfordert eine komplett neu

entwickelte Einspritztechnik. „Wir haben das Brennverfahren,

die Aufladung und die Motorsteuerung

grundlegend neu konzipiert – und sogar unsere Prüfstandsinfrastruktur

angepasst“, erklärt Dr. Johannes

Kech, Leiter der Methanolmotor-Entwicklung in der

Division Power Systems bei Rolls-Royce. „Die ersten

Tests zeigen: Der Motor läuft stabil – jetzt geht es um

die Feinabstimmung.“

Signal an die Branche:

Methanol-Technologie erreicht

wichtigen Entwicklungsschritt

Mit dem erfolgreichen Testlauf senden wir ein

klares Signal: Grünes Methanol ist ein zukunftsfähiger

Kraftstoff – und die Technologie dafür ist da. Besonders

für Betreiber von Fähren, Yachten oder Versorgungsschiffen,

die ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren

wollen, ist der Single-Fuel-Methanolmotor eine attraktive

Lösung. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen

für eine breitere Nutzung zu schaffen.

Denise Kurtulus, Senior Vice President Global Marine bei Rolls-Royce

Parallel dazu arbeitet Rolls-Royce an einem Dual-Fuel-Konzept,

das sowohl Methanol als auch Diesel nutzen

kann – eine Brückentechnologie, solange grünes

Methanol noch nicht flächendeckend verfügbar ist.

Hintergrund: Warum Methanol?

Grünes Methanol gilt als einer der vielversprechendsten

alternativen Kraftstoffe für die Schifffahrt. Wird es

mit Strom aus erneuerbaren Energien im Power-to-

X-Verfahren hergestellt, ist der Betrieb CO₂-neutral.

Im Vergleich zu anderen nachhaltigen Kraftstoffen

ist Methanol einfach zu lagern, biologisch abbaubar

und verursacht deutlich weniger Schadstoffe.

Der Methanolmotor auf dem Prüfstand bei der Division Power

Systems von Rolls-Royce.

„Methanol ist für uns der Kraftstoff der Zukunft in der

Schifffahrt – sauber, effizient und klimafreundlich. Es

verbrennt deutlich emissionsärmer als fossile Kraftstoffe

und überzeugt mit einer im Vergleich zu anderen

nachhaltigen Energieträgern hohen Energiedichte“,

so Denise Kurtulus.

40 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 41



Für das Gute im Motor

MS MOTORSERVICE DEUTSCHLAND GMBH

Für das Gute im Motor

Ihr zuverlässiger Partner seit über 20 Jahren

• Kolbenringe: auf Wunsch mit GDC-Beschichtung

• 360-Grad-Sputterlager

• Ventile: mit Sitzpanzerung, plasmanitriert

• Ventilführungen: ölgekühlt, mit Ölschmierung

• Ventilsitzringe: Stellite, Tribaloy

• Pleuelstangen

• Kurbelgehäuse

Technisches Know-how

Für das Gute im Motor engagieren wir

uns jeden Tag aufs Neue. Für erstklassige

Produkte und umfassenden

Service!

Motorservice ist einer der führenden Spezialisten

für Ersatzteile im und am Motor. Seit über 20 Jahren

ist MS Motorservice Deutschland GmbH als zuverlässiger

Partner für die Aftermarket-Aktivitäten in

Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig:

• Für Motoreninstandsetzer und Großhändler bieten

wir ein breites Produktsortiment Motorenkomponenten

der Marken Kolbenschmidt, Pierburg, BF,

TRW Engine Components, Turbo by Intec und weiteren

renommierten Marken rund um den Motor

– verbunden mit hohem Qualitätsstandard, technischem

Service und umfassenden Problemlösungen

– alles aus einer Hand.

• Außerdem liefern wir Motorenteilen für Gasmotoren

und BHKW, Kleinserien und Sonderanwendungen.

Motorenteile in Premiumqualität

Motorservice bietet ein breites Ersatzteilprogramm

in Erstausrüstungsqualität für zahlreiche Anwendungen

wie PKW, Transporter, NKW, Baumaschinen,

Landmaschinen und Einbaumotoren.

Das Lieferprogramm umfasst beispielsweise Kolben,

Kolbenringe und Zylinderlaufbuchsen, Kurbelgehäuse,

Kurbelwellen und Nockenwellen, Gleitlager,

Ventile, Ventilführungen und Ventilsitzringe,

Schwungscheiben, Pleuel und Zylinderköpfe sowie

Wasserpumpen und Ölpumpen.

Motorenteile für Gasmotoren

Um das Verschleißverhalten von Gasmotoren zu

optimieren, bietet Motorservice die Motorenteile je

nach Anforderung und Anwendung in passenden

Varianten an.

Gasmotoren benötigen je nach Gasart und Motorausführung

unterschiedliche Zylinderkopfvarianten.

Bei Biogasanwendungen wird die Variante mit ölgeschmierter

Auslassventilführung und Zündkerzengewinde

M14 und M18 erfolgreich eingesetzt. Für den

Betrieb in Erdgasmotoren ist der Zylinderkopf mit

ungeschmierter Auslassventilführung und Zündkerzengewinde

M14 erhältlich.

Motorservice bietet nicht nur qualitativ hochwertige

Produkte rund um den Motor, sondern auch

geballtes technisches Know-how und eine Vielzahl

an Services. Nutzen Sie die Chance und holen Sie

sich Fachwissen direkt vom Experten. Mit unserem

Schulungsangebot bieten wir Ihnen die Möglichkeit,

das Wissen eines Erstausrüsters auf interessante

und ansprechende Weise direkt an ihre Mitarbeiter

und Kunden zu vermitteln.

Technische Informationen aus der Praxis für die Praxis:

Mit unseren Produkt Informationen, Service Informationen,

technischen Broschüren und Postern

sind Sie immer auf dem neuesten Stand der Technik.

Produktportfolio (Auszug)

für zahlreiche Anwendungen

Kolben

Unter modernsten Gesichtspunkten

entwickelt

und produziert Motorservice

liefert Kolben stets

komplett mit Kolbenringen,

Kolbenbolzen sowie den

dazugehörenden Bolzensicherungsringen

aus. Diese vom Experten

perfekt aufeinander abgestimmten

Komponenten erleichtern Ihnen die Bestellung.

Portfolio für Gasmotoren

• Zylinderköpfe: ölgeschmierte/ungeschmierte

Ventilführung (Ex), komplett

• Kolben, Zylinderlaufbuchsen, Assemblies: Kolben

mit angepasster Verdichtung, Kolben ohne Mulde

zur freien Konfiguration des Kolbenbodens,

Zylinderlaufbuchsen mit Feuerring

Zylinderlaufbuchsen

Langlebigkeit für viele tausend Kilometer: Das umfangreiche

Sortiment umfasst nasse und trockene

Zylinderlaufbuchsen und Rippenzylinder sowie Zylinder

für Kompressoren. Die mitgelieferten Dichtringsätze

für nasse Zylinderlaufbuchsen komplettieren

den Lieferumfang für den einfachen Ersatz.

42 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 43



Energie aus dem Ozean

Zylinderköpfe

Bedarfsgerecht für Sie

komplettiert: Motorservice

verfügt über

ein breites Produktportfolio

an Zylinderköpfen

für Pkw und Nkw.

Bedarfsgerecht und reparaturfreundlich sind die

Zylinderköpfe auch mit vormontierten Ventilen und

Ventilfedern erhältlich.

Gleit- und Sputterlager

Damit alles reibungslos läuft: Kolbenschmidt Gleitlager

sorgen mit optimalen Gleitwerkstoffen und perfekter

Geometrie für weniger Reibung und mehr Dynamik.

Ihr Partner für alle Fälle – Motorservice bietet

neben einem großen Sortiment

an Standardund

Übermaßgrößen

auch spezielle Sonderlösungen

für die

Reparatur an.

Ventile, Ventilführungen, Ventilsitzringe

und Ventilzubehör

Temperaturbeständige Exaktheit: Um

die optimale Ausstattung für die Belastung

im Motorbetrieb darzustellen,

müssen die einzelnen Ventiltriebkomponenten

genau auf die benötigten Anforderungen

und Anwendungen

abgestimmt sein. Daher

hat Motorservice Ventiltriebkomponenten

in verschiedenen

Materialien und Ausführungen

im Programm.

Motorservice verfügt über ein stetig wachsendes

Produktsortiment mit über 1.100 Ventilen für mehr

als 8.000 Anwendungen, ein breites Ventilführungssortiment

von über 800 Ventilführungstypen für mehr

als 3.500 Anwendungen und bietet bei Ventilsitzringen

mit über 400 verschiedenen lieferbaren Abmessungen

nahezu uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten

für alle gängigen Motoren.

Energie aus dem Ozean

Meeresströmungen als Energiequelle: Das französische Start-up „Normandie

Hydroliennes“ (NH) möchte mit der Kraft der Gezeiten Energie erzeugen. Dazu

plant das Unternehmen auf dem Meeresboden ein Feld aus „Unterwasserwindrädern“

zu errichten, die die Kraft der Meeresbewegungen in grünen Strom umwandeln

sollen.

Gezeitenkraftwerk

Wind, Abkühlungsprozesse an der Wasseroberfläche

sowie die Anziehungskräfte von Mond und Sonne

sind permanente Treiber für Wasserbewegungen in

den Meeren – ähnlich wie auch der Wind sich stetig

oberhalb des Meeresspiegels bewegt. Doch im Gegensatz

zum Wind wird die Energie der Meeresströmungen

bisher kaum zur Stromproduktion genutzt.

Anzeige

MOTORENTEILE IN PREMIUMQUALITÄT

www.ms-motorservice.de

Umsetzung

Im Rahmen des ersten Projekts ‚NH1‘ möchte Normandie

Hydroliennes in der Straße von Alderney,

etwa drei Kilometer vor der Küste der Normandie, vier

Unterwasserturbinen mit insgesamt zwölf Megawatt

Leistung installieren und bis 2028 ans Netz bringen.

Die Funktionsweise des Gezeitenkraftwerks ähnelt

laut Hersteller der von Windkraftanlagen, allerdings

mit kleineren Rotorblättern. Das soll im Vergleich zu

anderen Gezeitenanlagen nicht nur die Kosten senken,

sondern auch die Erweiterung der Anlage erleichtern.

Normandie

Der Standort eines Gezeitenkraftwerks ist entscheidend

für dessen Effizienz. Für eine optimale

Stromproduktion benötigt die Anlage eine möglichst

gleichmäßige Strömung mit ausreichend hoher Geschwindigkeit

– und genau das bietet die Straße von

Alderney. Hier erreicht die Strömung regelmäßige

Geschwindigkeiten von bis zu zwölf Knoten (etwa 22

Stundenkilometer). Damit soll das Kraftwerk in bis zu

3.000 Stunden pro Jahr etwa 34 Gigawattstunden

Strom erzeugen können. Genug, um rund 15.000

Menschen mit Energie zu versorgen.

Blick voraus

Wenn sich das Gezeitenkraftwerk als rentabel erweist,

soll die Anlage auf 250 Megawatt erweitert

werden. Das Gesamtpotenzial für Gezeitenkraftwerke

vor der französischen Küste liegt nach Angaben

der Betreiber bei rund sechs Gigawatt – das

entspricht der Leistung von zwei üblichen Atomkraftwerken.

Um dieses Potenzial ausschöpfen zu

können, braucht es allerdings rund 2.000 Unterwasserturbinen,

und Fördermittel: Die Europäische

Union fördert das Projekt mit 31 Millionen Euro aus

dem Innovationsfonds. Und wieder ist es ein französisches

Unternehmen, das hier voran geht.

dermotor.de | Ausgabe 4/2025

45



Sicher durch schwieriges Gelände

NEUE ANTRIEBSTECHNIK FÜR OFFROAD-FAHRZEUGE

Sicher durch

schwieriges Gelände

Feuchte Wiesen, steile Hänge und lockere Böden stellen für landwirtschaftliche Fahrzeuge

oft eine Herausforderung dar. Ein neues Antriebssystem, das Offroad-Fahrzeuge

sicher durch schwieriges Gelände bringt, haben Forschende des Karlsruher Instituts

für Technologie (KIT) gemeinsam mit einem Industriepartner entwickelt. Es ersetzt herkömmliche

Differenziale durch einzeln steuerbare Getriebe an jedem Rad. So lassen

sich Gelände bewältigen, die zuvor nicht befahrbar waren.

Fahrzeuge mit „Line Traction“ schaffen Steigungen über 100

Prozent.

Fahrzeuge wie Traktoren oder Hangmäher sind bisher

mit klassischen Differenzialgetrieben ausgestattet.

Diese sorgen dafür, dass sich die Räder einer

Achse beim Kurvenfahren unterschiedlich schnell

drehen – man spricht von einem offenen Differenzial.

Der Nachteil: Verliert ein Rad die Bodenhaftung,

beginnt es durchzudrehen und das zweite Rad der

Achse bleibt stehen. Das führt zu reduziertem Vortrieb.

Ein gesperrtes Differenzial hingegen sorgt

dafür, dass beide Räder einer Achse fest miteinander

verbunden sind und sich synchron drehen. So

kommt das Fahrzeug auch durch unwegsames Gelände,

etwa beim Befahren von Wiesen, Schnee oder

Schlamm. Es kann jedoch nicht um die Kurve fahren.

Zwei Prinzipien, ein System –

Vorteile im Gelände

Das neue Antriebssystem gleicht die Nachteile beider

Prinzipien aus: Es verbessert die Bodenhaftung

und ermöglicht gleichzeitig einen präzisen Drehzahlausgleich

in Kurven, denn es hat an jedem Rad ein

steuerbares Getriebe. „Das System passt automatisch

die Drehzahlen der Räder an die Fahrsituation

an. Damit wird die volle mechanische Kraft des Antriebs

bei gleichzeitiger Kontrolle der Radgeschwindigkeiten

präzise auf die Räder verteilt“, sagt Stefan

Herr, Leiter der Forschungsgruppe Antriebstechnik

des Institutsteils Mobile Arbeitsmaschinen am KIT.

Auf diese Weise drehen alle Räder mit optimaler Geschwindigkeit

bei maximaler Kraftübertragung – das

Fahrzeug kommt auch in schwierigen Situationen

voran.

„Ein Traktor mit dem ‚Line Traction System‘ bietet

mehr Leistung und Sicherheit, indem er die Kraft

auch bei starkem Gefälle oder ungleichmäßigem

Untergrund auf den Boden bringt“, sagt Herr. „Unser

Versuchsfahrzeug fährt dort weiter, wo andere stehen

bleiben. Flächen, die bisher nicht nutzbar waren oder

von Hand bewirtschaftet werden mussten, lassen

sich nun maschinell bearbeiten.“ Einsatzszenarien

sind etwa das Mähen von steilen Hängen an Autobahntrassen

oder von Wiesen in bergigen Regionen.

Ein weiterer großer Vorteil des Systems: Der konventionelle

Antriebsstrang mit zentralem Motor bleibt

erhalten. Dadurch ist das Gesamtsystem kompakt,

gewichtsneutral und wirtschaftlich. Der Antrieb

kann sowohl mit einem Verbrennungs- als auch mit

einem Elektromotor erfolgen. „Das System ist auch

für emissionsfreie Antriebe geeignet und damit zukunftsfähig“,

erklärt Herr.

Forschung trifft Praxis:

Von der Idee zur Innovation

Die Technologie entstand in Zusammenarbeit mit

der Müller Landmaschinen GmbH, dem Erfinder des

Systems. In mehreren Projekten haben die Beteiligten

das System von der Idee bis zur Vorserie entwickelt

und erforscht. „Unsere Forschung ist eng mit

der Praxis verbunden – wir bringen das Wissen auf

die Straße oder aufs Feld“, sagt Herr. „Zudem sind

von Beginn an Studierende und Promovierende an

den Forschungsarbeiten beteiligt. Sie haben so früh

die Möglichkeit, sich in laufende Projekte einzubringen

und Innovationen mitzugestalten.“

Ausgezeichnete Technik –

Gold bei Innovationspreis

Für das serienreife Produkt zeichnete die Deutsche

Landwirtschafts-Gesellschaft den Industriepartner

Der Hangmäher mit „Line Traction“ fährt dort weiter, wo andere

Mähmaschinen stehen bleiben.

Müller Landmaschinen GmbH gemeinsam mit dessen

Integrationspartner Aebi Maschinenfabrik & Co.

AG auf der weltgrößten agrartechnischen Fachmesse

AGRITECHNICA in Hannover mit dem „Innovation

Award AGRITECHNICA“ mit Gold aus. Der Preis

zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen der Agrartechnik

und unterstreicht den erfolgreichen Transfer

von Forschung am KIT in die Industrie.

Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT

Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel,

Energiewende und nachhaltigem Umgang

mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher

Intelligenz, technologischer Souveränität und

demografischem Wandel. Als Die Universität in der

Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche

Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur

Anwendungsorientierung unter einem Dach – und

ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation

voranzutreiben. Damit bietet das KIT als

Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden

sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende

Möglichkeiten, eine nachhaltige und

resiliente Zukunft zu gestalten.

KIT – Science for Impact.

46 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 47



VMI – Ein Verband in Bewegung

VMI – Ein Verband

in Bewegung

Engagiert im Tagesgeschäft, hartnäckig in der Verbandsarbeit. Eigenschaften,

die Bewegung schaffen. Auch in diesem Jahr sind wieder viele dem Ruf zu den

vielseitigen Regionaltagungen und zur Jahrestagung nach Ulm gefolgt.

Verbandsarbeit im Wandel der Branche

ist notweniger denn je. Aufmerksamkeit

kommt nicht von allein und bedarf einer

ständigen Kommunikation. Die Mitglieder

profitieren vom vielfältigen Engagement

und nutzen jede Veranstaltung zum Netzwerken,

Beratschlagen und gemeinschaftlichen

Fachsimpeln.

Bestehende Mechanismen greifen in der

aktuellen wirtschaftlichen Phase der Veränderungen,

aber auch aufgrund politischer

Hürden nicht mehr wie gewohnt.

Viele Mitgliedsbetriebe kämpfen mit ähnlichen

Herausforderungen.

Da ist der VMI als Kontaktstelle und Bindeglied

eine Unterstützung, um regen Gedankenaustausch

zu fördern. Auf der Mitgliederversammlung

in Ulm bot sich neben

den üblichen Regularien ein breites Spektrum

an Themen, die von den aktuellen Herausforderungen

im Tagesgeschäft, über

Unternehmensnachfolge, bis hin zu strategischen

Entwicklungen innerhalb des Verbandes

reichten. Die gemeinsamen Tage

in Ulm wurden ausgiebig zum Austausch

genutzt, denn auch 2026 steht der VMI

als starker Ansprechpartner für Mitgliedsunternehmen

und Aktive der Branche zur

Verfügung. Die geplanten Regionaltagungen

Nord/West und Süd sind bereits in der

Endphase der Vorbereitung und auch die

Jahrestagung und MV 2026 in Bonn nimmt

Formen an. Die Anmeldungen werden bereits

entgegengenommen.

Der VMI bei der Besichtigung des Ulmer Magirus Iveco Museum.

Der VMI-Vorstand.

Die Geschäftsstelle beantwortet gerne Fragen zum

Verband und seinen Zielen, für ein stabiles Miteinander

in einer starken Gemeinschaft.

Verband der Motoren-Instandsetzungsbetriebe e.V.

Büchel 12-14, 41460 Neuss

Tel.: 02131-76012-20 /-21

kontakt@vmi-ev.de · www.vmi-ev.de

Gut besuchte Mitgliederversammlung im September.

VMI-Termine

20.3.2026 Regio Nord/West:

Bücker & Essing in Lingen

24.4.2026 Regio Süd: Sterki-HTP in Sinsheim

11.9.2026 Automechanika: VMI-Rundgang

24.-26.9.2026 JT & MV 2026 Bonn

48 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 49



Anzeige

Quote für strombasierte Erneuerbare Kraftstoffe gefordert

Verbände aus Verkehrs- und

Energiebranche fordern ambitionierte

Quote für strombasierte Erneuerbare

Kraftstoffe im Straßenverkehr

Die Bundesregierung befasst sich aktuell mit der Umsetzung der Europäischen

Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) in nationales Recht. Der kürzlich bekanntgewordene

Arbeitsstand diesbezüglich gibt Verbänden aus der Verkehrs- und

der Energiebranche, darunter UNITI, Anlass zur Sorge. In einem gemeinsamen

Positionspapier fordern sie deutlich ambitioniertere Quoten für den Einsatz von

erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs im Straßenverkehr als

bislang vorgesehen.

Ambitionierte Beimischungsquoten im Straßenverkehr

bilden einen maßgeblichen Hebel, um den Produktionshochlauf

Erneuerbarer Kraftstoffe anzureizen.

Ein kürzlich bekannt gewordener Arbeitsentwurf

eines „Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der

THG-Minderungsquote“, der die europäische RED

III in deutsches Recht umsetzen soll, bleibt bezüglich

der nationalen Mengenquoten für sogenannte

RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin

beziehungsweise Erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen

Ursprungs) hinter den Erwartungen der

Verkehrs- und Energiebranche zurück. So sieht der

Entwurf eine RFNBO-Mengenquote im Jahr 2030

von 1,2 Prozent und in 2040 von vier Prozent vor.

Diese Werte liegen deutlich unter denen, die andere

europäische Länder beschlossen haben und können

angesichts eines absehbar schrumpfenden Gesamtmarkts

für Kraftstoffe infolge einer weiteren Elektrifizierung

des Straßenverkehrs noch nicht einmal eine

wachsende absolute Nachfrage garantieren.

UNITI fordert daher unter anderem gemeinsam mit

dem ADAC, dem DSLV Bundesverband Spedition

und Logistik und dem Zentralverband Deutsches

Kraftfahrzeuggewebe (ZDK) die Bundesregierung

auf, deutlich höhere nationale RFNBO-Quoten vorzusehen.

Die Verbände plädieren für eine RFNBO-

Mindestquote im Straßenverkehr von wenigstens

fünf Prozent im Jahr 2030 sowie 24 Prozent in 2040.

Ambitionierte Quoten

für den Einsatz erneuerbarer

Kraftstoffe im Straßenverkehr

sind ein unverzichtbares

regulatives Instrument, um

den Hochlauf regenerativer

Fuels wie Wasserstoff oder

E-Fuels anzureizen und damit

die für die Erreichung der

Klimaziele notwendige Kraftstoffwende

voranzubringen.

Der Gesetzgeber sollte bei

der RED-Umsetzung deutlich nachschärfen

und zeitnah eine Kabinettsfassung vorlegen.

Elmar Kühn, UNITI-Hauptgeschäftsführer

Eine Reihe weiterer im Entwurf vorgesehener Aspekte

begrüßen die Verbände dagegen ausdrücklich: So

sollen die Quoten für fortgeschrittene Bio-Kraftstoffe

deutlich steigen. Auch den Ansatz, mit dem Gesetz

eine langfristige Perspektive bis 2040 zu formulieren,

bewerten sie positiv.

dermotor.de | Ausgabe 4/2025

51



Die Physik lässt sich nicht ändern

ERNEUERBARE KRAFTSTOFFE

Die Physik lässt

sich nicht ändern

IT-Experte Olaf Toedter erklärt, wie E-Fuels und HVO einen

Beitrag zum Klimaschutz leisten und warum Europas Regulierung

an der Realität vorbeigeht.

schlossener Kreislauf. Das wirkt sofort – im gesamten

Bestand.

Und was bedeutet das für den Vergleich

zwischen Elektroautos und Verbrennern

mit erneuerbaren Kraftstoffen?

Für Dr. Olaf Toedter,

Leiter neue Technologien

und Zündsysteme

am Karlsruher

Institut für Technologie

(KIT,) steht fest: Entscheidend

für die Klimabilanz

ist nicht der

Motor, sondern die verwendete Antriebsenergie. Im

Gespräch erläutert er, warum erneuerbare Kraftstoffe

im Bestand sofort wirken, weshalb die EU-Regulierung

an der Realität vorbeigeht – und wieso am

Ende „die Physik sich nicht ändern lässt“.

Herr Toedter, mehr als 96 Prozent der

Fahrzeuge im Bestand in Deutschland

verfügen über einen Verbrennungsmotor. Auch

bei Neufahrzeugen dominieren Verbrenner oder

Hybride. Warum ist das so?

Der Verbrennungsmotor ist eine robuste Technologie,

die über Jahrzehnte weiterentwickelt wurde. Wir

haben es mit sehr unterschiedlichen Nutzerprofilen

zu tun: vom Kurzstreckenbetrieb bis zu Langstreckentransporten,

von Baumaschinen bis zu landwirtschaftlichen

Anwendungen. Dieses breite Spektrum

konnte bisher kein anderes Antriebskonzept so abdecken

wie der Verbrennungsmotor. Mit der Hybridisierung

ist er zudem noch effizienter geworden.

Wie lange wird dieser hohe Anteil Ihrer

Einschätzung nach bestehen bleiben?

Wenn wir es schaffen, fossilen Kohlenstoff durch

Kohlenstoff aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen,

dann sehe ich keinen Grund, warum das enden sollte.

Jeder wird den Antrieb wählen, der für seine Anwendung

am besten passt. Und da wird weiterhin

ein erheblicher Anteil verbrennungsmotorisch sein –

fast immer hybridisiert.

Allerdings hängt das stark von der Regulierung ab.

Heute bewertet die EU-Flottenverordnung nur die

Emissionen am Auspuff – nicht die CO₂-Vorkette, also

das, was wir Well-to-Tank nennen. Das führt zu einer

Asymmetrie: Während die Renewable Energy Directive

erneuerbare Kraftstoffe berücksichtigt, fallen sie in

der Flottenregulierung durchs Raster. Würden Fahrzeuge

mit CO₂-neutralen Kraftstoffen gleichgestellt,

könnten sie wie Elektrofahrzeuge anerkannt werden

– und sofort zum Klimaschutz beitragen.

Welche Rolle spielen erneuerbare

Kraftstoffe dabei?

Sie sind der Schlüssel. Entscheidend ist nicht der

Motor, sondern die Vorkette des Energieträgers.

Wenn wir fossilen Kohlenstoff durch Kohlenstoff

aus regenerativen Quellen ersetzen, entsteht ein ge-

Sind E-Fuels oder HVO ohne technische

Anpassungen nutzbar?

Wir haben am KIT bewusst den Begriff „reFuels“ verwendet,

um all diese Kraftstoffe zusammenzufassen

– egal, ob sie auf erneuerbarem Strom, biogenen

Quellen oder Reststoffen basieren. Entscheidend ist:

Sie liegen innerhalb der Kraftstoffnormen und sind

damit sofort in der gesamten Bestandsflotte nutzbar.

Das gilt nicht nur für Pkw, sondern auch für Schienenfahrzeuge,

Schiffe oder Flugzeuge. Es ist kein

Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch: All

diese Pfade tragen zusammen zur Defossilisierung

bei.

Ab 2035 dürfen Pkw am Auspuff kein CO₂

mehr emittieren. Ist es sinnvoll, nur auf

den Tailpipe-Ansatz zu schauen?

Nein. Aus wissenschaftlicher Sicht ist dieser Rahmen

zu klein. Die Flottenregulierung betrachtet nur

die Emission am Auspuff, nicht aber die Vorkette. Die

Renewable Energy Directive tut es, die Flottenregulierung

nicht. Das ist eine Asymmetrie, die Probleme

verschiebt, statt löst. Wenn ich direkt oder indirekt

CO₂ aus der Atmosphäre entnehme und es in den

Kreislauf zurückführe, habe ich im besten Fall ein

geschlossenes System. Physikalisch wird es nie 0,0

sein, aber es ist ein entscheidender Beitrag.

Batterieelektrische Fahrzeuge sind nicht CO₂-frei,

sie schneiden teilweise kaum besser ab als moderne

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder Hybride.

Versorge ich einen Verbrennungsmotor mit erneuerbaren

Kraftstoffen, sind deren Werte im Vergleich

sogar besser. Und das Entscheidende: Die Wirkung

tritt sofort ein, im gesamten Bestand. Natürlich gibt

es Idealfälle bei E-Autos, etwa wenn jemand eine

eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat und

damit sein Auto lädt. Aber realistisch sind die meisten

Haushalte ans Netz angeschlossen. Diese Systemrealität

wird oft ausgeblendet. Besonders deutlich

wird der Vorteil bei Hybriden: Sie profitieren von

beiden Seiten – elektrischer Effizienz im Kurzstreckenbetrieb

und erneuerbaren Kraftstoffen auf langen

Strecken. Damit schneiden sie in realistischen

Ökobilanzen oft besser ab als gedacht.

Braucht es eine Überarbeitung der

EU-Flottenverordnungen?

Unbedingt. Wenn wir die realen Emissionen senken

wollen, müssen wir die Vorketten einbeziehen. Dann

können wir alle Technologien dort einsetzen, wo

sie am meisten bewirken – batterieelektrisch in der

Stadt, flüssige Kraftstoffe auf langen Strecken. Fahrzeuge,

die mit CO₂-neutralen Kraftstoffen betrieben

werden, sollten genauso anerkannt werden wie Elektrofahrzeuge.

52 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 53



Warum ein Werkstoff die Zukunft prägt

Droht durch die nächste Stufe der

Verschärfung der CO₂-Flottenziele in 2030

ein de-facto-Verbrennerverbot schon vor dem

Jahr 2035?

Aktueller Fahrzeugbestand

4% BEV/andere

KOLBENRINGE AUS STAHL IM MODERNEN MOTORENBAU

NPR OF EUROPE SETZT MASSSTÄBE MIT PVD-TOPRINGEN

Ja, faktisch läuft es darauf hinaus. Hersteller können

physikalisch nicht erreichbare Werte nur dadurch

erfüllen, dass sie viele batterieelektrische Fahrzeuge

zulassen, die mit null Gramm zählen, oder

durch Pooling mit anderen Herstellern. Das führt zu

einer Quersubventionierung: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren

finanzieren indirekt die E-Fahrzeuge.

Wie wirken sich diese Vorgaben auf

die langen Entwicklungszyklen der

Automobilindustrie aus?

Das ist ein entscheidender Punkt. Die Automobilindustrie

plant in langen Zyklen: von der Flottenplanung

über Modellreihen bis hin zu konkreten Fahrzeugen.

Jede Neuentwicklung muss erprobt und

freigegeben werden – Kunden erwarten absolute

Verlässlichkeit.

Wenn klar ist, dass der Verbrennungsmotor in Europa

keine Zukunft hat, wird nicht mehr investiert. Schon

heute sehen wir: In Europa wird kaum noch vorentwickelt,

während in Asien und den USA Hybrid- und

Verbrennertechnologien weiter beschleunigt werden.

Die Physik lässt sich dabei nicht ändern: Egal

mit welchem Antrieb, es gibt Anwendungsfälle, die

Kraftstoffe brauchen – und wenn Europa diese Entwicklung

stoppt, wird sie anderswo vorangetrieben.

Warum fordern inzwischen auch OEM

mehr Technologieoffenheit?

Weil es nicht um den Motor an sich geht, sondern

um die Regulierung. Entscheidend ist, dass derzeit

nur der CO₂-Wert am Auspuff zählt. OEM und Verbände

kritisieren, dass klimaneutrale Kraftstoffe dadurch

nicht anerkannt werden. Würden Fahrzeuge,

die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben

werden, als eigene Klasse bilanzierbar, ließe

sich das 0-Gramm-Ziel auch ohne reinen Elektrozwang

erreichen. Wenn Fahrzeuge mit erneuerbaren

96% Verbrenner

Kraftstoffen anerkannt würden, hätten wir realen Klimaschutz.

Genau deshalb fordern mittlerweile auch

die Hersteller Technologieoffenheit.

Schadet der „all electric“-Kurs der EU der

deutschen Automobilwirtschaft?

Ja. Unsere Ingenieurkompetenzen werden nicht berücksichtigt.

Und es ist auch nicht der Kurs, der zur

maximalen Treibhausgasreduktion führt. Wir brauchen

Wettbewerb der Technologien unter vergleichbaren

Rahmenbedingungen.

Andere Weltregionen setzen nicht auf ein

Verbrennerverbot. Wie gehen sie vor?

Japan, China oder die USA betrachten die gesamte

Kette, nicht nur den Auspuff. China setzt auf unterschiedliche

Fahrzeugklassen, Japan auf parallele

Technologien. Europa hat sich sehr speziell aufgestellt

– und nicht unbedingt auf dem effizientesten

Weg. Die EU-Regulierung folgt den IPCC-Vorgaben,

die länderspezifisch bilanzieren.

Die EU-Regulierung folgt den Vorgaben des Pariser

Abkommens und den Bilanzierungsrichtlinien des

IPCC. Diese Logik ist länderspezifisch und führt bei

global gehandelten Energieträgern zu erheblichen

Verschiebungen. Hier gibt es Handlungsbedarf. Am

Ende setzen sich weltweit die technisch besten Systeme

durch.

Warum

ein Werkstoff

die Zukunft prägt

Kolbenringe aus Stahl gewinnen im Motorenbau zunehmend an Bedeutung – und

das nicht ohne Grund. Die steigenden thermischen und mechanischen Belastungen

moderner Aggregate stellen Materialien vor ganz neue Herausforderungen.

NPR of Europe setzt Maßstäbe mit PVD-Topringen, eine extrem belastbare Kombination

der Beschichtung.

Für Werkstattprofis zeigt sich im Alltag immer deutlicher:

Stahlringe bieten nicht nur eine präzisere Abdichtung

und robustere Verschleißfestigkeit, sondern

lösen auch viele der Probleme, die in der Praxis

regelmäßig zu Leistungseinbußen oder erhöhtem Ölverbrauch

führen. Damit werden sie zum zentralen

Bauteil für zuverlässige Motoren, längere Standzeiten

und eine saubere Abgasbilanz.

Geprägt von den hohen Qualitätsanforderungen

internationaler Fahrzeughersteller verfolgt NPR

of Europe auch im Aftermarket eine klar definierte

Produktstrategie. Das Unternehmen aus Korntal-

Münchingen hat sich weltweit einen Namen als

verlässlicher Anbieter von Kolbenringen aus Stahl

gemacht – und das nicht ohne Grund: Die Produkte

erfüllen die gleichen strengen Kriterien wie im

Erstausrüstungsgeschäft und bieten damit Werkstätten

ein Bauteil, das sowohl in Leistung als

auch in Standfestigkeit überzeugt.

Über Jahrzehnte hinweg galten Grauguss und Sphäroguss

als die Standardwerkstoffe für Kolbenringe in

Otto- und Dieselmotoren. Doch die Anforderungen

an moderne Aggregate haben sich grundlegend verändert

– und mit ihnen die Anforderungen an die eingesetzten

Bauteile. Was im Lkw-Sektor bereits seit

mehr als 30 Jahren erfolgreich eingesetzt wird, setzt

sich inzwischen in nahezu allen Motorenkategorien

durch: Kolbenringe aus Stahl.

54 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 55



Warum ein Werkstoff die Zukunft prägt

Präzision durch Formtreue

Ein wesentlicher Vorteil der Stahlringe liegt im

schlankeren Querschnitt. Dadurch passen sie sich

der Zylinderlaufbahn deutlich präziser an – ein wichtiges

Kriterium, wenn man bedenkt, wie stark Zylinderlaufflächen

unter thermischer und mechanischer

Belastung arbeiten.

Für die Werkstattpraxis bedeutet das:

• bessere Abdichtung

• geringerer Ölverbrauch

• niedrigere Blow-by-Mengen

• stabilere Kompressionswerte

Besonders bei Motoren mit Laufleistung oder minimalen

Unrundheiten in der Laufbahn zeigt sich dieser

Effekt deutlich.

Ein Werkstoff für höhere

Belastungsgrenzen

Moderne Motoren arbeiten kompakter, mit höheren

Drücken und höheren Temperaturen als frühere Generationen.

Downsizing, Turboaufladung und steigende

Einspritzdrücke belasten Kolbenringe stärker denn je.

Stahl bietet hierfür die passenden

Materialeigenschaften:

• hohe Festigkeit und Härte

• hohe Temperaturbeständigkeit

• geringe Materialermüdung

• praktisch keine Bruchanfälligkeit

Das Resultat ist eine klar höhere Standzeit – ein Vorteil,

der sich für Werkstätten besonders bei der Motoreninstandsetzung

auszahlt. Auch Upgrades im

Rahmen von Überholungen sind problemlos möglich.

Leistungssteigerung durch PVD

PVD („Physical Vapour Deposition") ist ein vakuumbasiertes

Beschichtungsverfahren, bei dem hochfeste

Schichten direkt auf Kolbenringe aufgebracht

werden. Die PVD-Beschichtungen zeichnen sich

durch hohe Härte (1.400–2.200 HV), eine kompakte

Schichtstruktur und damit eine sehr hohe Verschleißfestigkeit

aus.

Systemvorteile, die im

Werkstattalltag zählen

Technische Pluspunkte:

• höhere Ringspannung

• größere Härte

• geringere Ringhöhe

• hohe Ermüdungsdauer

Praxisnutzen im Motorbetrieb:

• präzisere Abdichtung

• weniger Ölverbrauch

• geringere Blow-by-Gase

• reduzierter Flanken- und Nutverschleiß

• längere Serviceintervalle

• bessere Anpassung an Zylindertoleranzen

• geringere Reibungsverluste

Diese sorgt für eine langfristig stabile Ringgeometrie

und ermöglicht eine reduzierte Ringspannung bei

Ölabstreifringen, was zu geringeren Reibungsverlusten

führt. NPR of Europe nutzt diese Technologie zur

Herstellung reibungsarmer und langlebiger Kolbenringe

für effiziente Motoren.

Optimierte Ringposition für

bessere Emissionswerte

Durch ihre geringere axiale Ringhöhe können Stahlringe

näher am Kolbenboden platziert werden. Das

verringert das Spaltvolumen am Feuersteg – ein Bereich,

der bei herkömmlichen Gussringen häufig zu

erhöhten Partikel- oder HC-Emissionen beiträgt.

Für die Praxis bedeutet das:

• sauberere Verbrennung

• weniger Partikel bei Dieselmotoren

• niedrigere HC-Werte bei Ottomotoren

• annähernd OEM-Abgasqualität nach Überholung

Weniger Verschleiß, längere Standzeit,

höhere Standfestigkeit

Der hohe Härtegrad der Stahlringe reduziert sowohl

den Flankenverschleiß am Ring als auch den Nutverschleiß

am Kolben. Typische Schadensbilder wie

Spielvergrößerung in der Ringnut, Leistungsverlust

oder steigender Ölverbrauch treten deutlich seltener

auf.

Dadurch verlängern sich:

• Wartungsintervalle

• Motorstandzeiten

• Lebensdauer des gesamten Ring-Kolben-Systems

Besonders Kompressionsringe profitieren von der

Dehnungsfestigkeit des Materials. Auch unter extremen

Betriebsbedingungen – etwa bei hohen Lastanteilen,

langen Autobahnetappen oder Flotteneinsätzen

– bleibt die Dichtfunktion stabil. Das macht

Stahl zum Schlüsselmaterial für nachhaltige Motorperformance

und zuverlässige Abdichtwirkung.

56 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 57



Hybridgetriebe von ZF im Praxistest

DEKARBONISIERUNG DER TRANSPORTINDUSTRIE

Hybridgetriebe von ZF für

schwere LKW im Praxistest

Friedrichshafen. Das neue Hybridgetriebe TraXon 2 Hybrid hat sich in ersten

Fahrtests im Praxiseinsatz bewiesen. Europäische Transportflotten sowie Mitglieder

des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)

e.V. erhielten einen Einblick in die Neuentwicklung und konnten das Getriebesystem

im ZF-eigenen Testfahrzeug erfahren. Das Resümee der Teilnehmer: Mit

der Innovation geht das Unternehmen aktiv auf die Bedürfnisse der Flotten ein,

reduziert auf praktikable Weise Emissionen und hilft zugleich, die Gesamtbetriebskosten

(TCO) zu senken.

Der langfristige und wahrnehmbare Mehrwert

für Hersteller und Flotten durch die Neuentwicklung

von TraXon 2 Hybrid ist vorhanden. Deshalb

gehen wir davon aus, dass der Hybrid kommt. In den

Anwendungen mit höherer Tagesfahrleistung wird

Das neue Getriebesystem TraXon 2 Hybrid (inklusive

E-Maschine) für schwere Nutzfahrzeuge, basiert auf dem

klassischen TraXon 2 Getriebesystem.

sich der klassische Fernverkehrs-Lkw in Richtung

Hybrid-Antriebsstrang orientieren. Die Flotten erreichen

ihre CO₂-Einsparziele mit dieser Technologie

und die Wirtschaftlichkeit stimmt.

Christian Feldhaus, Leiter der Nutzfahrzeuggetriebesparte bei ZF

Hybrid-Power für die Straße: Roger Schwarz, Leiter Abt. Technik

BGL e.V., bewertet Effizienz, Leistungsfähigkeit sowie Potenzial.

Die Technologie ist die ideale Kombination

aus Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit

– Werte, die für unsere Branche entscheidend

sind. Der gezeigte ZF-Hybrid stellt für unsere Mitgliedsunternehmen

eine praktikable Lösung auf dem

Weg zur Voll-Elektrifizierung dar, bis die europäische

Ladeinfrastruktur großflächig zur Verfügung steht.

Nun sollte das System schnell breitflächig

getestet werden und auf die Straße kommen.

Roger Schwarz, Leiter Abt. Technik des Bundesverbandes

Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

TraXon 2 Hybrid wurde entwickelt, um die Gesamteffizienz

zu verbessern und die CO₂-Emissionen

deutlich zu reduzieren, während gleichzeitig die

Reichweite und die Tank-Infrastruktur des Verbrennungsmotors

erhalten bleiben. Das Getriebesystem,

das ZF auf der IAA 2024 vorgestellt hatte, eignet sich

für schwere Nutzfahrzeuge sowohl als Vollhybrid- als

auch mit Plug-in-Hybridantrieb. Seine Vielseitigkeit

ermöglicht eine nahtlose Integration in verschiedene

Fahrzeugarchitekturen. Ebenso kann das Getriebesystem

neben Diesel mit HVO/E-Fuels, CNG/LPG

oder Wasserstoff-Verbrennern kombiniert werden.

Emissionsreduktion und

Wirtschaftlichkeit

Kalkulationen mit dem VECTO-Simulationstool zeigen

ein CO₂-Reduktionspotenzial von bis zu 47

Prozent im Fernverkehr und bis zu 73 Prozent im

Verteilerverkehr, bei entsprechend konsequentem

Nachladen. Damit werden die ab 2030 vorgegebenen

Flottenziele direkt adressiert und Spediteure profitieren

von reduzierten Mautkosten. Entsprechend unterstützt

auch ZF die Einordnung des PHEV-Lkws in

die europäischen Eurovignetten- und Mautsysteme

inklusive einer Gesamtgewichts-kompensation, wie

sie für E-Lkws bereits umgesetzt wird.

Technologie der Großserie

Das neue System orientiert sich technisch eng an der

bewährten Großserientechnologie von ZF. Im Mittelpunkt

steht das Getriebesystem TraXon 2 für schwere

Nutzfahrzeuge, das durch In-house-Entwicklungen

der diversen Elektrifizierungsbereiche ergänzt wird.

Der Elektromotor ist in der sogenannten P2-Anordnung

zwischen Kupplung und Getriebe positioniert

und überträgt seine Leistung mittels eines Planetengetriebes

direkt auf die Eingangswelle. Dadurch

kann der Lkw auch rein elektrisch fahren, zudem

unterstützt der E-Motor im Boost-Modus den Verbrennungsmotor

und ermöglicht elektrische Rekuperation.

Die elektrische Architektur arbeitet mit

einer Spannung von 600 bis 800 Volt, die Dauerleistung

beträgt 190 Kilowatt, wobei die Spitzenleistung

deutlich darüber liegt.

58 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 59



Treffpunkt der Zukunftsgestalter

Treffpunkt der

Zukunftsgestalter

54. VDBUM-Großseminar

vom 10. bis 13. Februar 2026

in Willingen

In nicht einmal mehr zwei Monaten veranstaltet der VDBUM sein 54. Großseminar

unter dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten!“ im Kongresszentrum

Sauerland Stern Hotel in Willingen. Der Wissens-check-up für die Führungskräfte

der Branche kommt exakt zum richtigen Zeitpunkt, denn nun, da sich erstmals

seit fünf Jahren ein Anstieg des Bauvolumens abzeichnet, werden die 50

Vorträge ausgewiesener Experten den Teilnehmenden viele Anregungen geben.

Traditionell versammelt sich das Who is who der

Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik zu Beginn

des Baujahres in Willingen und vom 10. bis 13.

Februar 2026 werden wieder rund 1.200 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zu DEM Branchen- und Netzwerk-Event

erwartet.

Der erste Programmpunkt ist am Dienstagnachmittag

stets die Eröffnung der Fachausstellung, an

der mehr als 100 Ausstellende teilnehmen. Sie

präsentieren ihre Produkte und Dienstleitungen

ganz zentral zwischen den Seminarräumen

Korbach und Winterberg. In den

Vortragspausen und beim abendlichen

Get-together ist genug Zeit eingeplant,

um sich über neue Technik und Verfahren

informieren zu können oder

die Themen einzelner Vorträge zu

diskutieren und zu vertiefen, denn

manche Aussteller sind auch als

Vortragende aktiv. Der Weg zum

dritten Seminarraum, Brilon, über

den Außenbereich, komplettiert

die Fachausstellung. Die Freifläche

bietet ausreichend Platz

auch für größere Baugeräte und

Maschinen.

Mit der Hochtief AG, der Kiesel

GmbH und der Wirtgen Group

begleiten drei hochkarätige

Partner das Großseminar. Beim Rundgang zur Eröffnung

der Fachausstellung werden sie im Gespräch

mit VDBUM-Geschäftsführer Dieter Schnittjer ihre

Großseminar-Themen vorstellen. Die drei Unternehmen

sind jeweils mit mehreren, äußerst vielschichtigen

Themen am Vortragsprogramm beteiligt. Zudem

treten sie bei den drei Abendgalas in Erscheinung.

Die Themenpartner des Großseminars sind die Syniotec

GmbH sowie die Hansa-Flex AG. Am Dienstagnachmittag

werden auch wieder Studierende und

Meisterschüler begrüßt, denen der VDBUM gemeinsam

mit Paten eine kostenfreie Teilnahme am Großseminar

ermöglicht.

Start frei für den Bau-Turbo

Die erste Abendgala wird in das Thema des Großseminars

einleiten. Durch den Abend führt Moderatorin

Alexandra von Lingen. Im Rahmen des beliebten

Lounge-Talks wird sie mit VDBUM-Präsident Dirk

Bennje sicher auch erörtern, was die Freigabe von 23

Infrastruktur-Großprojekten durch Bundesverkehrsminister

Patrick Schnieder für die Branche bedeutet,

wann der Bau-Turbo im Hochbau zünden und die Bürokratie

auf ein ausreichendes Maß gestutzt wird. Ein

weiteres Thema werden die Aktivitäten sein, die der

Verband 2025 im Sinne seiner Mitglieder

angestoßen und bereits an

den Start gebracht

hat.

60 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 61



Anzeige

Treffpunkt der Zukunftsgestalter

Eisen der Branche. Ob „Trassenbau“, „Straßen- und

Brückenbau“, „Forschung und Entwicklung“, Digitalisierung

und BIM-Lösungen“, „Abbruch und Recycling“

oder „Werkstatt und Logistik“ – in den rund

50 Vorträgen werden hochkarätige Referenten die

enorme Themenvielfalt der Branche darstellen und

neue Herangehensweisen, Produkte und Lösungen

vorstellen, mit denen sich Bauprozesse in Zeiten des

Fachkräftemangels effizient umsetzen lassen.

Info: www.vdbum.de

VDBUM-Großseminar-2026- PM-2: Kompakte

Wissensvermittlung: Rund 1.200 Führungskräfte werden

am Fitness-Programm für die Baubranche, Umwelt- und

Maschinentechnik teilnehmen.

Kompakte Wissensvermittlung: Rund 1.200 Führungskräfte

werden am Fitness-Programm für die Baubranche, Umweltund

Maschinentechnik teilnehmen.

Ein fester Bestandteil des ersten Abends ist der Impulsvortrag.

Insbesondere in den letzten Jahren traten

hier Redner ganz unterschiedlicher Couleur auf,

was unter den Teilnehmenden zu lebhaften Diskussionen

führte, die die eigene Meinungsbildung unterstützten.

Wer Keynote-Speaker beim Großseminar

2026 sein wird, dazu hält sich Wolfgang Lübberding,

Technischer Leiter des VDBUM, noch bedeckt.

Am Mittwochmorgen wird der Seminarraum Korbach

bereits um 8:30 Uhr gut gefüllt sein, denn dann

beginnt die Podiumsdiskussion

unter dem Titel „Brücken

bauen – Zukunft gestalten!“.

Unter den Gesprächspartner*innen, die Alexandra

von Lingen auf dem Podium begrüßen wird, sind

Martina Steffen, Vorstandmitglied und Arbeitsdirektorin

der Hochtief AG, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Autobahn GmbH

des Bundes, und Michael Gutzeit, Director HVDC

Projects bei der TransnetBW GmbH. Diese Zusammensetzung

lässt schon jetzt auf eine spannende

Diskussion schließen. DB InfraGO und die Autobahn

GmbH sind erstmals am VDBUM-Großseminar vertreten

– auf dem Podium, als Referenten oder auch

als Teilnehmer der Fachausstellung. Letztere will die

Experten-Veranstaltung auch nutzen, um aktiv nach

Partnern für anstehende Projekte zu suchen.

Info: vdbum.de

Mit den sechs Schwerpunktthemen des Großseminars

widmet sich der VDBUM wieder den heißen

Ausgezeichnete Ideen

Der zweite Galaabend steht ganz im Zeichen, des

VDBUM-Förderpreises, der 2026 zum 13. Mal verliehen

wird. 53 Bewerbungen um die renommierte

Auszeichnung, die in drei Kategorien verliehen wird,

haben es der Jury alles andere als leicht gemacht.

Wie zu hören ist, sind hochspannende, wirklich innovative

Beiträge eingegangen. Am Donnerstabend

steht die nächste Ehrung an: Die besten 24 jungen

Leute aus acht Regionalentscheiden des Azubi-

Cups, treten im Finale um die 3. Deutschen Meisterschaften

im Steuern von Baumaschinensimulatoren

gegeneinander an. Der Gewinner oder die Gewinnerin

wird auf der großen Bühne ausgezeichnet. Dieser

Abend bietet erneut hervorragendes Essen, Zeit für

Gespräche mit alten Bekannten und neuen Kontakten.

Ein Unterhaltungsact rundet den letzten Abend

des Großseminars ab.

Zu einem echten Erfolgsmodell hat sich innerhalb

kürzester Zeit der „Tag der Arbeitskreise“ entwickelt.

Seit 2024 wird er freitagvormittags, nach Ende des

Großseminar-Programms veranstaltet. Interessierte

sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die fünf

Arbeitskreise waren seit dem Großseminar 2025 weiter

aktiv, wie etwa der Arbeitskreis „Elektrotechnik“

zeigt, der gerade die sehr hilfreiche „Fachinfo Photovoltaik“

in digitaler Form veröffentlicht hat. Dieser

Arbeitskreis sowie die weiteren „Baulogistik“, „Turmdrehkrane“,

„Wasserstoff im Schwerverkehr“ und

„Werkstatt 4.0“ werden ihre Ergebnisse präsentieren

und weitere brennende Themen bearbeiten. Auch

steht die Neugründung des AK „Allgemeine Technik“

an. Die Sprecher der Arbeitskreise werden mittags

die vorläufigen Ergebnisse präsentieren. Nach dem

Mittagessen erden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

dann die Heimreise antreten.

Mehr als 40 lösungsorientierte Fachvorträge

Fachausstellung mit mehr als 100 Partnern

1000 Fach- und Führungskräfte

Netzwerkkontakte höchster Qualität für

Ihre tägliche Bau organisation

Weiterbildungsveranstaltung mit Zertifikat

VDBUM Verband der Baubranche,

Umwelt- und Maschinentechnik e. V.

Henleinstraße 8 a · 28816 Stuhr

Tel.: 0421 87168-0 · Fax: 0421 87168-88

E-Mail: zentrale@vdbum.de

Patenschaften für Studierende m/w

und Meisterschüler m/w

Forschung trifft Praxis

VDBUM-Förderpreis 2026

Freitag – Tag der VDBUM-Arbeitskreise

Jetzt anmelden auf vdbum.de!

Bild & Grafiken: vdbum, Adobe Firefly

Bild & Grafiken: vdbum, Adobe Firefly

62



Literatur

Reifenspuren für die Ewigkeit

„Reifenspuren für die Ewigkeit“

aus der Edition Blickwinkel ist

für zehn Euro bei Google Books

als 70-seitiges und mit Fotos

versehenes PDF herunterladbar.

Reifenspuren

für die Ewigkeit

Das chinesische Mondfahrzeug Yutu während seiner Mission

auf dem Erdtrabanten 2016, aufgenommen von der Raumsonde

„Chang’e-3“.

So könnte das nächste Mondauto LTV (Lunar Terrain Vehicle) der

NASA aussehen – Kosten: 4,6 Milliarden US-Dollar.

Nach Jahrzehnten Pause sollen bald wieder Menschen auf dem Mond landen.

Und sie werden auch wieder mit einem Fahrzeug unterwegs sein. Neun Mondautos

hat es bislang gegeben – die meisten waren unbemannt. Ihnen hat der

Hamburger Journalist Harald Kaiser, früher Leiter des Ressorts Auto und Technik

beim „Stern“, nun ein kleines Buch gewidmet.

Am 17. November 1970 verließ der unbemannte Mondrover

Lunochod 1 die Landeeinheit Luna 17 über eine Rampe und

begann die Umgebung zu erkunden (Modell).

„Reifenspuren für die Ewigkeit“ zeichnet auf knapp

70 Seiten Anfang und Entwicklung der Mondrover

nach. Im kollektiven Gedächtnis hat sich vor allem

das zweisitzige Lunar Roving Vehicle der NASA

festgesetzt, von dem je ein Exemplar bei drei Apollo-

Missionen 1971 und 1972 auf dem Mond benutzt

wurde.

Allerdings war es nicht das erste Fahrzeug, das

auf dem Erdtrabanten herumfuhr. Bereits neun

Monate vor den Amerikanern hatte die Sowjetunion

das achträdrige und „kurzsichtige“ Mondfahrzeug

Lunochod 1 auf der Oberfläche des Planeten

abgesetzt. Der 2,21 Meter lange und 2,5 km/h

schnelle Weltraum-Lada wurde allerdings von der

Erde aus ferngesteuert.

Harald Kaiser nennt nicht nur technische Details zu

den Weltraumfahrzeugen, sondern illustriert zum

Beispiel, wie das US-Mondauto nach der Landung

auseinandergeklappt wurde, und berichtet auch

von der ersten Autoreparatur auf dem Mond sowie

dem einen oder anderen Ereignis rund um die

Fahrten. Ideengeber für die Entwicklung des NASA-

Fahrzeugs war übrigens ein Deutscher. Den Apollo-

Rovern und Lunochod 2 folgten erst rund 40 Jahre

später zwei chinesische Fahrzeuge, von denen eines

bereits nach 114 Metern im Mondstaub stecken

blieb, sowie 2023 noch ein indisches Vehikel, das

noch weniger Meter weit fuhr – allesamt unbemannt.

Harald Kaiser zählt auch eine kuriose Kugel zu den

Mondautos, die die Japaner im vergangenen Jahr

auf dem Planeten abwarfen und die sich in der Mitte

teilte und per Elektromotor rollte.

Die Geschichte der Mondautos wird weitergehen:

Voraussichtlich 2030 wird im Rahmen der Artemis-

Mission der NASA wieder ein – dann einmal wieder

bemanntes – Geländefahrzeug auf dem Mond

landen. Harald Kaiser schließt seinen kleinen Ausflug

in die Welt lunarer Mobile mit einem All-Almanach

ab, der im 1. Jahrhundert beginnt.

Der US-amerikanische Astronaut Jim Irwin mit dem

Apollo-15-Mondauto auf dem Mond 1971.

64 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 65



Expertenseite

Expertenseite

Motorenfachbetriebe sortiert nach dem Postleitzahlbereich

KFZ-Motoren-Instandsetzung,

Zylinderschleiferei Romed

Müssigang e.U.

6065 Thaur (AUT)

Dörferstraße 28

Tel. +43 5223 492834, Fax -15

office@muessigang.at

www.muessigang.at

Langbauer GmbH & CO KG

8073 Feldkirchen bei Graz (AUT)

Kalsdorferstraße 26

Tel. +43 316 711595, Fax -18

office@langbauer-motoren.at

www.langbauer-motoren.at

Dubhe S.r.l

Operational Headquarters

10060 Candiolo (TO), (IT)

Via Sestriere 3

Tel. +39 011 3972132

amministrazione@

pec.dubhegroup.com

www.dubhegroup.com

Hans Kühnapfel

Motoreninstandsetzung

14532 Stahnsdorf

Potsdamer Allee 11

Tel. +49 3329 62034

Fax +49 3329 612350

kuehnapfelmotorinstandsetzung

@t-online.de

Brückner & Galley

Motoreninstandsetzung GmbH

15366 Neuenhagen

Rosa-Luxemburg-Damm 1

Tel. +49 33 422553-0, Fax -28

neuenhagen@

brueckner-und-galley.de

www.brueckner-und-galley.de

Motorenzentrum

Wilhelm Schmidt GmbH

15831 Groß Kienitz

Otto-Porath-Platz 2-3

Tel. +49 33 708 541-0

info@w-schmidt.de

www.w-schmidt.de

Friedrich Marx GmbH & Co. KG

21035 Hamburg (Allermöhe)

Rungedamm 29

Tel. +49 040 23779-0

Fax +49 040 23779-199

info@marx-technik.de

Vierol Aktiengesellschaft

26123 Oldenburg

Karlstraße 19

Tel. +49 44121020-0, Fax -111

info@vierol.de · www.vierol.de

Schmettau & Fuchs GmbH

28876 Oyten

Margarete-Steiff-Straße 7

Tel. +49 421 43855-61 (Motorteile)

Tel. +49 421 43855-60 (Fahrzeugteile)

motor@s-f.de · fahrzeug@s-f.de

Motoren Henze GmbH

30459 Hannover

Friedländer Weg 3

Tel. +49 511 410298-0

(auch WhatsApp)

info@motorenhenze.de

www.motorenhenze-hannover.de

Cleantaxx

Rußfilterreinigung GmbH

30855 Langenhagen

Industriestraße 12

Tel. +49 511 779 578 55, Fax -57

info@cleantaxx.com

www.cleantaxx.com

Motoren- Handels- und

Instandsetzungs GmbH

30880 Laatzen

Bahnweg 2

Tel. +49 511 8210-72, Fax -73

info@mhigmbh.de

www.mhigmbh.de

Karl Pieper GmbH & Co.KG

Fahrzeug und Schiffsmotoren

32423 Minden

Viktoriastraße 50

Tel. +49 5713 4-088, Fax -454

email@karlpieper.com

www.karlpieper.com

BSK GmbH

& Co. KG

33100 Paderborn

Karl-Schurz-Straße 36a

Tel. +49 5251 54018-0, Fax -18

info@motor-experten.de

www.motor-experten.de

Motoren Eckernkamp GmbH

Eckernkamp Classics GmbH

33818 Leopoldshöhe

Westring 7-9

Tel. +49 5202 9833-6

info@motoren-eckernkamp.de

www.motoren-eckernkamp.de

Buchheister & Oppelt

Motoreninstandsetzung

38551 Vollbüttel

Gem. Ribbesbüttel

Druffelbecker Weg 14

Tel. +49 5373330-418, Fax -237

buchheister-oppelt@t-online.de

Motoren

TOESE GmbH

38820 Halberstadt

Im Sülzeteiche 20

Tel. +49 3941 688-70, Fax -788

info@bs-motorentoese.de

www.bs-motorentoese.de

CAMPRO-

Technologie GmbH

44809 Bochum

Seilfahrt 109

Tel. +49 234 52499-69, Fax -95

post@campro-nockenwellen.de

www.campro-nockenwellen.de

Micke GmbH

44809 Bochum

Seilfahrt 109

Tel. +49 234 512291, Fax -583549

post@micke-technologie.de

www.micke-technologie.de

Weidemann

+ Dresemann

Motoreninstandsetzung GmbH

48153 Münster

Robert-Bosch-Straße 14

Tel. +49 251 74795-90, Fax -92

info@wd-motoreninstandsetzung.de

www.wd-motoreninstandsetzung.de

Sommerkamp

GmbH

48477 Hörstel-Bergeshövede

Kanalstraße111

Tel. +49 5459 802288

Mobil: +49 172 5320081

info@sommerkamp-motoren.de

www.sommerkamp-motoren.de

Sieker Turbo

48480 Spelle

Adam-Opel-Straße 1

Tel. +49 5977 2958-72, Fax -73

info@sieker-turbo.de

www.sieker-turbo.de

Bücker & Essing GmbH

49811 Lingen (Ems)

Friedrich-Ebert-Straße 125

Tel. +49 591 7105-0, Fax -234

info@buecker-essing.de

www.buecker-essing.de

Motoren Feuer GmbH

51491 Overath

Am Weidenbach 3-4

Tel. +49 2206 9586-0

info@motorenfeuer.de

www.motorenfeuer.de

Georg Riemschoss

GmbH

53773 Hennef

Löhestraße 8a

Tel. +49 2242 90109-70, Fax -79

info@riemschoss.de

www.riemschoss.de

DGS Diesel- und

Getriebeservice GmbH

55129 Mainz-Hechtsheim

Wernher-von-Braun-Straße 11

Tel. +49 6131 580-70, Fax -7717

info@dgs-mainz.com

Motoreninstandsetzung

Streit GmbH & Co. KG

57368 Lennestadt

Oedingermühle 7

Tel. +49 2725-247, Fax -7481

mail@streit-motoren.de

www.streit-motoren.de

Friedrich Dicke GmbH & Co. KG

service@motoren-dicke.de

www.motoren-dicke.de

59609 Anröchte

Benzstraße 6

Tel. +49 2947 9798-63, Fax -64

83483 Bischofswiesen

Am Pfaffenkogel 18

Tel. +49 8652 9781000

Fax +49 8652 64831

M. Drees Motorentechnik GmbH

59609 Anröchte

Völlinghauser Straße 15

Tel. +49 2947 999-8000, Fax -8010

info@dreesmotorentechnik.de

www.dreesmotorentechnik.de

Sauer & Sohn GmbH & Co. KG

64807 Dieburg

Groß-Zimmerner-Straße 51

Tel. +49 6071 206-0, Fax -300

info@sauerundsohn.de

www.sauer-motorentechnik.de

MAHLE Aftermarket GmbH

70376 Stuttgart

Pragstraße 26-46

Tel. +49 711 501-0

aftermarket.support@mahle.com

www.mahle-aftermarket.com

NPR of Europe GmbH

70825 Korntal-Münchingen

Siemensstraße 56

Tel. +49 7150 9163-0, Fax -100

info@npr-europe.com

www.npr-europe.com

MS Motorservice

Deutschland GmbH

71732 Tamm

Rudolf-Diesel-Straße 9

Tel. +49 213 3267200, Fax -64

www.ms-motorservice.de

Rager Motorentechnik

72406 Bisingen

Im Gansbad 3

Tel. +49 7476 9458270

info@rager-motorentechnik.de

www.rager-motorentechnik.de

ElringKlinger AG

72581 Dettingen/Erms

Max-Eyth-Straße 2

Tel. +49 7123 724 799

info@elringklinger.de

www.elring.de

laser company GmbH

72622 Nürtingen

Walter-Rauch-Straße 6/1

Tel. +49 7022 9772257

info@laser-company.de

www.laser-company.de

OE Germany Handels GmbH

73730 Esslingen am Neckar

Fritz-Müller-Straße 100-104

Tel. +49 711 627698-0, Fax -51

info@oe-germany.de

www.oe-germany.de

Sterki-HTP GmbH & Co. KG

74889 Sinsheim

In der Au 8

Tel. +49 7261 86491-0, Fax -15

info@sterki.eu

www.sterki.eu

Graf Motoren und

Motorenteile GmbH

79379 Müllheim

Schliengener Str. 12

Tel. +49 7631 -5495, Fax -14513

info@graf-motoren.de

www.graf-motoren.de

iwis mobility systems

GmbH & Co. KG

81369 München

Albert-Rosshaupter Straße 53

Tel. +49 89 76909-0, Fax -1333

sales-aftermarket@iwis.com

www.iwis.com

BTS GmbH

82362 Weilheim/Obb.

Paradeisstraße 56

Tel. +49 881 627-300, Fax -311

info@bts-turbo.de

www.bts-turbo.de

H. Ganslmeier

Motoren- und

Maschinen-

Instandsetzungs GmbH

84032 Landshut

Opalstraße 2

Tel. +49 871-35073, Fax -35793

landshut@ganslmeier-motoren.de

www.ganslmeier-motoren.de

Altmann

Zylinderschleiferei GmbH

85276 Pfaffenhofen a. d. Ilm

Dieselstraße 3

Tel. +49 8441 78900-0, Fax -39

info@altmann-gmbh.net

www.altmann-gmbh.net

Lutz Fahrzeug-

Service GmbH

86971 Peiting

Klammspitzstraße 6

Tel. +49 8861 2564-44, Fax -64

info@lutz-fahrzeug-service.de

www.motoren-lutz.de

Weindl Einspritzpumpen- und

Motoreninstandsetzung e.K.

86971 Steingaden

Auerbergstraße 2

Tel. +49 8862 911718-00, Fax -09

auskunft@weindl-motoren.de

www.weindl-motoren.de

REINZ-Dichtungs-GmbH

89233 Neu-Ulm

Reinzstraße 3 - 7

Tel. +49 731 7046-0, Fax -16000

reinz.info@dana.com

www.victorreinz.com

Viertel Motoren GmbH

90431 Nürnberg

Sigmundstraße 154

Tel. +49 911 32643-0, Fax -99

info@viertel-motoren.de

www.viertel-motoren.de

04435 Schkeuditz

Döbichauer Straße 11b

Tel. +49 34205 730-0

info@viertel-motoren-leipzig.de

71069 Sindelfingen

Dornierstraße 7

Tel. +49 7031 819902-0

info@viertel-motoren-stuttgart.de

Motoren Michaelis

GmbH & Co. KG

94315 Straubing

Zwickauer Straße 7

Tel. +49 9421 9279-0, Fax -15

info@motoren-michaelis.de

www.motoren-michaelis.de

Motorencenter Heyd GmbH

96052 Bamberg

Kirschäckerstraße 7

Tel. +49 951 3029-971

info@motorencenter-heyd.de

www.motorencenter-heyd.de

IPSA-Autoteile

Großhandelsges. mbH

99610 Sömmerda

Erfurter Höhe 42

Tel. +49 3634 3186-0, Fax -19

verkauf@ipsa-autoteile.de

www.ipsa-autoteile.de

66 dermotor.de | Ausgabe 4/2025 67



Anzeige

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!