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Ausblick 2026 1

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PROGNOSEN UND ERWARTUNGEN DER BRANCHENPLAYER

ZUSAMMENGETRAGEN VON HI HEUTE

WHAT´S NEW

IN 2026?

Branchenplayer und ihre Erwartungen

für das kommende Jahr


2 EDITORIAL

Ein umkämpfter Markt zwischen

Konsolidierung und Aufbruch

Zum Abschluss des Jahres blickt HI HEUTE gemeinsam

mit Ihnen ins nächste Jahr. Namhafte Marktakteure

sagen, wie sie die kommenden zwölf Monate

sehen, und was sie von ihnen erwarten. Die Unternehmen

selbst geben Beispiele ihrer konkreten Vorhaben.

All das dürfte Spannung versprechen, die dieses Magazin

in interessante Beiträge fließen lassen möchte.

2026 wird zum Lackmustest für die Handelsimmobilienbranche:

Die Talsohle ist durchschritten, aber der

Aufschwung bleibt selektiv – gefragt sind belastbare

Konzepte, kuratierte Standorte und mutige Akteure.

Nach Jahren der Preis- und Zinsvolatilität mehren

sich die Signale einer Stabilisierung, doch wer jetzt zurück

in den Autopiloten will, verpasst die entscheidende

Phase der Neuaufstellung.

Wer sind Gewinner, wer steht unter Zugzwang?

Die großen Linien sind klar: Die Investitionsmärkte

ziehen leicht an, Transaktionsvolumina erholen sich,

gleichzeitig bleiben Finanzierung und Regulierung anspruchsvoll.

Im Handel selbst setzt sich die Konsolidierung

fort – Gewinner sind lebensmittelgeankerte Formate,

Fachmarktzentren und Non-Food-Discounter

mit klarer Preis- und Markenbotschaft. Innenstädte,

Highstreets und Shopping Center stehen unter Zugzwang,

ihre Rolle neu zu definieren: weg vom reinen

Verkaufsort, hin zu Mixed-Use-Lebensräumen mit

starken Ankern aus Gastro, Health, Entertainment

und Services.

Frühzyklisches Chancenjahr

Branchenkenner skizzieren 2026 als „frühzyklisches

Chancenjahr“, in dem selektives Kapital zurückkehrt

– vorausgesetzt, Lagequalität, ESG-Fähigkeit und

Transformationsstory stimmen. Investmenthäuser und

Banken erwarten moderates Preiswachstum und eine

weitere Spreizung zwischen Core-Objekten in Toplagen

und peripheren Beständen mit erheblichem Repositionierungsbedarf.

Developer und Bestandshalter blicken

vorsichtig optimistisch nach vorn: Wer heute konsequent

umbaut, nachverdichtet und Digital- wie Omnichannel-Fähigkeit

in die DNA von Handelsstandorten

integriert, positioniert sich in einem knapper werdenden

Angebotsumfeld.

Projekte mit Signalwirkung

Viele Unternehmen der Branche planen für 2026 sichtbare

Leuchtturmprojekte: Revitalisierungen von Shopping

Centern zu „Lifestyle Hubs“, die Wohnen, Arbeiten,

Versorgung und Freizeit zu einem kuratierten Angebot

verbinden. Portfolios werden aktiv umgeschichtet –

raus aus nicht mehr zukunftsfähigen Flächen, hinein

in lebensmittelgeankerte Retail Parks, urbane Quartiere

und hybride Formate an Verkehrsknotenpunkten.

Gleichzeitig rücken Dekarbonisierung, Zertifizierungen

und datengetriebenes Asset Management von der

Kür zur Pflicht; viele Akteure nutzen 2026, um ESG-

Pfade, Mietermixe und Flächenkonzepte so zu justieren,

dass Wertsteigerung und Wirkung künftig zusammenfallen.

Unser Digitalmagazin „What‘s new in 2026?“ eröffnet

den Blick auf ein Jahr, in dem sich entscheidet, wer die

Krise lediglich überstanden hat – und wer aus ihr ein

tragfähiges, neues Geschäftsmodell für Handelsimmobilien

entwickelt.

Viel Spaß beim Lesen!

Ihre

Thorsten Müller

Chefredakteur

Ralf Beckmann

Herausgeber



4 INTERVIEW

Prof. Dr. Tobias Just, IRE|BS

„Konjunkturelle Erholung verläuft

langsamer als nach früheren Krisen”

HI HEUTE: 2025 befindet sich auf der Zielgeraden. Welche

besonderen Erfahrungen und Erkenntnisse aus den

letzten Monaten nehmen Sie mit ins neue Jahr, die uns

allen vielleicht ein bisschen zuversichtlich stimmt?

Die zentrale Erfahrung ist, dass die konjunkturelle Erholung

dieses Mal deutlich langsamer verläuft als nach der

Finanz- und Wirtschaftskrise, und dass dies mehr Unternehmen

in der Immobilienwirtschaft einsehen.

Abwarten als Strategie funktioniert nicht, sondern es

muss energisch an Gebäuden, an Verträgen, an Geschäftsmodellen,

an Finanzierungskonzepten, an Mitarbeiterqualifikationen

gearbeitet werden, und es ist ein höheres

Maß an Analysefähigkeit und Umsetzungsbereitschaft

notwendig. Dies mag auf den ersten Blick weniger zuversichtlich

wirken als es gemeint ist. Die Zuversicht ist damit

verbunden, dass die Akteure in Wirtschaft und Politik

ins Handeln kommen, weil sie aktiv sein müssen. Die Zuversicht

schöpfe ich also daraus, dass der Erfolg auf harter

Arbeit gründet und nicht auf Finanzierungswagnissen.

HI HEUTE: Schauen wir primär auf Ihre Arbeit bei der

IREBS: Was waren für Sie die Höhepunkte in diesem

Jahr?

Wir haben viele analytisch und inhaltlich bemerkenswerte

Projekte angeschoben oder abgeschlossen. Ich möchte

hier zwei herauspicken, die innerstädtische Bezüge aufweisen:

Zum einen arbeiten wir an einer Forschungsreihe

zu Mixed-Use Gebäuden. Gemeinsam mit Daniel Oeter

und Kim Schwilp habe ich den Erfolg und Verbreitungsgrad

von gemischten Gebäudenutzungen analysiert.

Wir wollen verstehen, wie sich Städte ändern, wie gemischte

Gebäude im urbanen Kontext wirken und ob

damit ein Renditeverlust verbunden ist. Dies ist gerade

auch für Handelsimmobilien wichtig, weil hier häufig Umnutzungskonzepte

anstehen. Zum anderen habe ich mit

Hannah Salzberger untersucht, wie sich unsere Städte mit

Blick auf verstärkte Home-office-Nutzungen unterscheiden

und wie sich hier Lagequalitäten durchsetzen. In der

Weiterbildung haben wir neue Studienformate ausprobiert,

um z.B. das Thema Künstliche Intelligenz mit einem

innovativen Seminaransatz in die Branche zu tragen.

Eines meiner persönlichen Highlights war sicherlich, dass

ich einen Vortrag im großen Festsaal des Schlosses Schönbrunn

in Wien halten durfte. Immobilien sind eben deutlich

mehr als nur umbauter Cashflow.

HI HEUTE: Können Sie uns auch schon einige der feststehenden

Veröffentlichungen und Veranstaltungen für

2026 nennen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen?

2026 werde ich zusammen mit KollegInnen gleich drei

Bücher herausgeben: Eines zum türkischen Immobilienmarkt,

das ich zusammen mit der Universität Ankara

konzipiert habe, eines zusammen mit Wolfgang Schäfers

aus Regensburg und Bing Wang von MIT Sloan zu Innovationsthemen

in der Immobilienwirtschaft und dann die

neue Auflage des Immobilienökonomie-Lehrbuchs, mit

dem Karl-Werner Schulte vor drei Jahrzehnten die Disziplin

der Immobilienökonomie prägte und das wir nun im

IREBS-Kollegenkreis neu herausbringen werden.

Noch gespannter schaue ich auf die Publikationen, an denen

ich mit meinen Doktoranden arbeite und dir wir bei

internationalen Journals eingereicht haben. Hier steht die

Publikation nicht fest, da es ein strenges Referee-Verfahren

gibt, und wahrscheinlich ist auch der Leserkreis kleiner,

doch die Themen sind wichtig: Es geht um Immobilienindizes,

Stadttypologien, Immobilienaktiencluster und

eben soziale Infrastruktur. Gerne berichte ich zu einem

anderen Zeitpunkt ausführlicher zu den einzelnen Themen,

viele haben direkte oder indirekte Implikationen für

Innenstädte und damit auch für Handelsimmobilien.


INTERVIEW 5

HI HEUTE: Wie beurteilen Sie derzeit die fachliche Qualität

der in der Handelsimmobilienwirtschaft tätigen

Mitarbeitenden? Sind diese für die vielen digitalen Anforderungen

überhaupt ausreichend geschult?

Insgesamt ist das Ausbildungsniveau in der Immobilienwirtschaft,

und damit auch in der Handelsimmobilienwirtschaft,

in den letzten zwei Jahrzehnten, in denen ich

in der Immobilienaus- und -weiterbildung tätig bin, spürbar

gestiegen. Die Anforderungen sowie die technischen

Unterstützungstools auch.

Foto: IREBS

Die Welt entwickelt sich rasch weiter, und dies führt zu

einem seltsamen Spannungsverhältnis. Die Mitarbeiter-

Innen können immer mehr und dennoch wird der Qualifizierungsbedarf

nicht kleiner, sondern eher größer. Und

weil sich gleichzeitig in der Grundausbildung Akzente

verschieben, wächst meiner Ansicht nach der Bedarf an

Abstraktionsfähigkeiten, generalistischer Perspektive und

Kommunikationsfähigkeiten. Wir müssen gleichzeitig die

neuen KI-Tools können und müssen gerade weil wir sie

nutzen in der Lage sein, auf einer höheren Abstraktionsebene

die Ergebnisse angemessen zu bewerten und nicht

zu viel Vertrauen entgegen zu bringen. Dies stellt nicht

nur die MitarbeiterInnen, sondern auch die Ausbilderinnen

vor Herausforderungen, denn die Balance zwischen

neuen Techniken und alten Kompetenzen verschiebt sich

täglich – und nicht immer in eine Richtung.

HI HEUTE: Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Defizite

in Unternehmen rund um den Einzelhandel, und

haben Sie andererseits auch nicht zu unterschätzende

Stärken?

Es gibt ja das fast schon ermüdende Diktum, dass „Handel

immer Handel im Wandel“ sei. Dies ist angesichts der

vielen Verwerfungen eine Stärke, weil der Handel seit

Jahrzehnten an Veränderungen gewöhnt ist, sich entsprechend

in einer stetigen Veränderung befindet. Dies erfordert

ein hohes Maß an Flexibilität. Unternehmen, die diese

Elastizität mitbringen, sind resilient.

Eine Schwäche entsteht also genau dort, wo man sich dem

notwendigen Wandel widersetzt, regulatorischen Schutz

fordert, der nur ein Stundung der notwendigen Anpassung

wäre. Hier sehe ich als Schwäche die Kleinteiligkeit

der Branche. Dies ist nicht nur bei der technologischen

Anpassung ein Problem, sondern auch für die Transformation

der Städte, weil es zu viele, und dann mitunter

entgegengerichtete Partikularinteressen gibt, die Wandel

erschweren. Doch weil eine lebendige Innenstädte ge-

Prof. Dr. Tobias Just, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher

Leiter IRE|BS Immobilienakademie

rade auch einen vielfältigen und lebhaft-durchmischten

Handel braucht, ist eine Lösung in der Kombination von

kleinteiligen Nutzungen und mehr Verantwortung auf einer

höheren Managementebene. Das ist leicht gesagt, viel

schwerer umgesetzt, sonst wären BIDs erfolgreicher.

HI HEUTE: Was meinen Sie, wird 2026 die größte Herausforderung

für die Handelsimmobilienwirtschaft darstellen

und worin würden Sie als Experte einen Weg sehen,

diese zu meistern?

Die größte Herausforderung wird darin liegen, dass der

gesamtwirtschaftliche Schwung fehlt, zusätzliche Impulse

durch Zuwanderung abebben und wir in einem Stimmungstief

versacken, das dann auch die Konsumlaune

trübt. Gleichzeitig kann die (nationale) Politik angesichts

der großen geopolitischen Herausforderungen eher symbolische

als echte Flankierung beim Transformationsprozess

der Städte geben.

Dies ist keine neue Herausforderung, sondern letztlich

dieselben wie 2024 und 2025. Hier müssen die Antworten

auf kommunaler Ebene gefunden werden. Wir brauchen

dann nicht nur Experimentierfreude, sondern auch eine

Plattform, damit die vielfältigen regionalen Experimente

analysiert werden können, sodass die erfolgreichen angepasst

kopiert werden können und die nicht erfolgreichen

vermieden.


6 EXPERTENBEITRAG

Roman Müller, Union Investment

2026 bietet attraktive

An- und Verkaufschancen

Die europäischen Einzelhandelsimmobilienmärkte

gewinnen an Dynamik

Roman Müller, Head of Investment

Management Retail

Sinkende Leerstandsquoten, Mietwachstum und eine begrenzte Neubau-Pipeline sprechen für eine weitere

Erholung der europäischen Einzelhandelsimmobilienmärkte im kommenden Jahr. Den positiven Trend

bestätigt auch der von Union Investment und NIQ-GfK jüngst veröffentlichte Global Retail Attractiveness Index

(GRAI): Trotz eines angespannten Arbeitsmarkts und unterschiedlicher nationaler Entwicklungen steigen

Konsumentenvertrauen und Einzelhandelsstimmung laut Erhebung weiter, wodurch Europas Stellung als

attraktivster Einzelhandelsmarkt der Welt gefestigt wird. So hat der EU-15 Retail Index im dritten Quartal

2025 einen neuen Höchststand erreicht.

Positiv stechen derzeit vor allem Polen, Tschechien, Iberia

und UK hervor. Für den deutschen Einzelhandelsmarkt

gilt: Da sich die Inflationsraten zuletzt wieder normalisiert

haben und auch die Löhne gestiegen sind, dürfte sich das

Verbrauchervertrauen vorbehaltlich einer anhaltenden

wirtschaftlichen Stagnation perspektivisch verbessern.

Vor diesem Hintergrund werden die Einzelhandelsumsätze

voraussichtlich leicht steigen, was in den kommenden

Jahren den Boden für moderates Mietpreiswachstum

in den deutschen Immobilienhochburgen bereiten dürfte.

Mit Blick auf die 1A-Lagen der deutschen Innenstädte

steigen die Spitzenmieten beispielsweise in Düsseldorf

und Frankfurt wieder, während sie in Hamburg, Berlin

und München stabil sind. In deutschen Shoppingcentern

ist die durch die Corona-Pandemie akzelerierte Korrektur

der Mietniveaus weitestgehend abgeschlossen und vor allem

die Polarisierungsgewinner verzeichnen wieder positive

Wachstumsraten.

Aktuell bieten sich dementsprechend attraktive Chancen

für An- und Verkäufe von Einzelhandelsimmobilien. Das

Transaktionsvolumen steigt bereits und dürfte auch 2026

weiter anziehen. Investoren zeigen zunehmend Interesse

an hochwertigen Einzelhandelsimmobilien, darunter

insbesondere lebensmittelgeankerte Fachmarktzentren

sowie Shoppingcenter in guten Lagen. Das positive Sentiment

hat Union Investment erfolgreich genutzt, um unter

anderem das Shoppingcenter Palladium in Prag für einen

Rekordverkaufspreis zu veräußern. Es ist die bisher größte

jemals auf dem tschechischen Markt durchgeführte Immobilientransaktion

sowie die größte in der CEE-Region

durchgeführte Single-Asset-Transaktion in den vergangenen

fünf Jahren.

Eine von Union Investment beauftragte Umfrage unter

rund 400 Personen aus dem Einzugsgebiet des Centers

ergibt außerdem, dass 42 Prozent der Befragten es gut

finden, wenn sie die Möglichkeit haben, einen Arztbesuch

mit Shoppen/ Einkaufsbummel zu verbinden. Laut Studie

spielen zudem eine perfekte Erreichbarkeit und möglichst

kostenlose Parkmöglichkeiten eine wichtige Rolle für die

Besucher. Allesamt Bereiche, in denen das Rheinpark-

Center seine Stärken ausspielen kann. Die Ampeln stehen

also auf grün.


EXPERTENBEITRAG 7

Baustart im Sommer 2024

Im April 2023 beschließt Union Investment das Projekt,

bereits im Sommer 2024 wird die Baugenehmigung für

die Umnutzung erteilt. Rund 11.500 Quadratmeter dürfen

zu Flächen für Arztpraxen und gesundheitsnahe Dienstleistungen

umgewidmet werden. Die ersten Baumaßnahmen

beginnen. Rund 50 Millionen Euro investiert Union

Investment über den Offenen Immobilienfonds UniImmo:

Europa in die Neupositionierung des Rheinpark-Centers.

Es zählt seit dem Jahr 2011 zum Portfolio des Fonds.

Gleichzeitig laufen die Vermietungsaktivitäten an. Aktuell

sind bereits rund 60 Prozent der neuen Gesundheitsfläche

vermietet. Unter den neuen Mietern befinden sich eine

große Zahnarztpraxis mit Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

sowie Kieferorthopädie, ein Physiotherapeut,

Fitness-Studio, ein Yoga- und Wellnessstudio sowie das

Facharzt- und Therapeutenzentrum Valmedica. Ein weiterer

Mietvertrag mit einer radiologischen Praxis steht

kurz vor dem Abschluss. Die ursprünglichen Mieter im

zweiten Obergeschoss, darunter Aldi, Mediamarkt und

die Drogeriekette dm, sind ins Erdgeschoss gezogen und

haben langfristige Mietverträge für die neuen Flächen unterzeichnet.

Inzwischen sind auch bereits die ersten Öffnungen

für die Lichthöfe in das Dach geschnitten worden.

Die Eröffnung des Rheinpark-Centers ist für Anfang 2027

geplant. Unter welchen Namen es dann durchstartet, steht

allerdings noch nicht fest. Vorerst erfolgt die Umgestaltung

unter dem Arbeitstitel „Mall of Life“. Fest steht aber:

Durch die kreative Umnutzung von Flächen, Erweiterung

oder Änderung bestehender Nutzungen sowie die gezielte

Aufwertung von Standorten entstehen attraktive und lebenswerte

Quartiere mit Flächen, die an die sich ändernden

Bedürfnisse der Nutzer angepasst sind.

Das Rheinpark Center gehört zu den größten und erfolgreichsten Einkaufszentren im Raum Düsseldorf.


8 EXPERTENBEITRAG

Susanne Gehle, Kaufland

Im Fokus:

Modernisierungen

bei Kaufland

Der Blick beschränkt sich nicht auf die Filiale:

Den Kunden ein One-Stop-Shopping-Erlebnis bieten

Susanne Gehle, Geschäftsführerin

Immoblien Kaufland

Modernisierungen gehören seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der Kaufland Unternehmensstrategie.

Sie tragen wesentlich dazu bei, unsere Filialen zukunftsfähig aufzustellen und unseren Kunden ein zeitgemäßes

Einkaufserlebnis zu bieten. Während wir im vergangenen Geschäftsjahr rund 40 Kaufland-Filialen

modernisiert haben, erhöhen wir diese Zahl im aktuellen Geschäftsjahr deutlich: Bis Ende Februar 2026 sollen

insgesamt 50 Standorte umfassend saniert werden.

Bereits vor Weihnachten konnten die ersten Projekte erfolgreich

abgeschlossen werden. Ein besonderer Schwerpunkt

liegt dabei auf dem Umbau im laufenden Betrieb,

der durchschnittlich einen Zeitraum von sechs Monaten

umfasst. Bis Ende Februar sollen dann alle 50 Modernisierungen

abgeschlossen werden.

Indem wir unter anderem Bäckereien und Sushi-Shops

integrieren, Obst- und Gemüse- sowie Thekenbereiche

Die Kaufland-Filiale in Bad Tölz vor der Modernisierung


EXPERTENBEITRAG 9

Fotos: Kaufland

Die Kaufland-Filiale in Bad Tölz nach iher Modernisierung

neu gestalten und unsere Kassenzonen mit Selbstbedienungskassen

ausstatten, wollen wir vor allem unsere

Frischekompetenz hervorheben. Molkerei-, Wurst- und

Tiefkühlprodukte werden in neuen Kühlmöbeln ansprechend

platziert. Durch moderne Technik im Hintergrund

erhöhen wir gleichzeitig die Energieeffizienz deutlich,

reduzieren CO2-Emissionen und helfen, unsere Filialen

langfristig nachhaltiger zu betreiben. Neue Wärmerückgewinnungssysteme,

die die Abwärme der Kühlmöbel für

das Heizen der Kaufland-Filiale nutzen, senken den Energieverbrauch

erheblich – im Schnitt um rund 160.000 Kilowattstunden

pro Markt und Jahr.

Unser Blick bei einer Modernisierung beschränkt sich

jedoch nicht nur auf unsere Filiale. Wir wollen unseren

Kunden ganzheitliche One-Stop-Shopping-Erlebnisse

bieten. Daher nutzen unsere Partner in den Malls vor Ort

häufig den Zeitpunkt unserer Modernisierungen, um ihre

Ladeneinrichtungen und Sortimente aufzuwerten. Teilweise

strukturieren wir in diesem Kontext ebenso Malls

um und integrieren neue Branchenkonzepte.

Ab dem kommenden Jahr nehmen wir uns noch mehr vor!

Dann werden wir jährlich bis zu 60 Kaufland-Filialen modernisieren.

Unsere Filialen sind in ihrer Struktur, Größe

und Lage sehr heterogen und kein Umbau ähnelt dem anderen.

Wir stecken viel zeitlichen Aufwand in die Vorbereitung

der Modernisierungen. Vorrang hat dabei unsere

Filialeinrichtung, also, wie und wo wollen wir in Zukunft

unser Sortiment für die Kunden am besten sicht- und erlebbar

machen. Daneben laufen die Vorbereitungen für die

baulich und technisch notwendigen Arbeiten. Gemeinsam

mit unseren externen Fachplanern, Architekten und Fachfirmen

bereiten wir die weiteren Schritte für die nächsten

Modernisierungen vor. Unser Ziel dabei bleibt unverändert:

Wir wollen unsere Filialen für unsere Kunden auf

ein neues Niveau heben, den Umbau so reibungslos wie

möglich organisieren und ihnen Märkte nach der Modernisierung

bieten, in denen Einkaufen Freude macht. Ein

bequemes Einkaufserlebnis, ein attraktives Sortiment und

ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt, sind für uns unverzichtbar.


10 INTERVIEW

Markus Trojansky, Expansionsverantwortlicher bei dm

Einkaufen, wie es ins Leben passt.

Zukunft beginnt heute.

HI HEUTE: dm hat auch in diesem Jahr seine Expansion

beachtlich fortsetzen können – auch wenn die Vorzeichen

schon einmal besser waren. Worauf schauen Sie mit besonderer

Freude diesbezüglich zurück?

Wir freuen uns sehr, dass dm-drogerie markt weiterhin

sehr expansiv unterwegs ist, selbst unter herausfordernden

Rahmenbedingungen. Besonders freut uns, dass wir bei Investoren

und Vermietern nach wie vor als vertrauenswürdiger

und bevorzugter Partner angesehen werden. Dies ist

eine direkte Folge unserer kontinuierlichen und intensiven

Kontaktarbeit, die sich nachhaltig auszahlt. Es bestätigt uns

darin, dass unser fleißiges Tun in der engen Zusammenarbeit

mit allen Beteiligten den Unterschied machen – und

das motiviert uns, auch weiterhin mit vollem Einsatz an der

positiven Entwicklung unserer Märkte mitzuwirken.

Gerne schauen wir auch auf die erfolgreiche Expansion von

dm-drogerie markt nach Polen. Die Auslandsexpansion in

neue Länder ist nicht nur eine spannende Herausforderung,

sondern auch eine wertvolle Erfahrung die gezeigt

hat, wie wichtig strategische Planung, interkulturelle Kompetenz

und Teamarbeit für den nachhaltigen Erfolg sind.

Die positive Resonanz des Marktes und das Wachstum von

dm in Polen bestätigen, dass wir den richtigen Weg gegangen

sind und treiben uns an, weiterhin mit Leidenschaft an

solchen Vorhaben mitzuwirken.


INTERVIEW 11

HI HEUTE: Die Mietpreisverhandlungen dürften sicherlich

in diesem Jahr auch nicht einfacher geworden sein.

Wie sieht da Ihre Wahrnehmung aus? Was hat sich in

jüngster Zeit hier möglicherweise noch einmal ein bisschen

verändert?

Die konditionellen Fragestellungen unserer Mitverhältnisse

sind tatsächlich anspruchsvoller geworden. Wir beobachten,

dass die Mieten weiterhin nur in eine Richtung

tendieren – nach oben. Mit dem Effekt, dass anstelle der

klassischen Nettomiete verstärkt mietfreie Zeiten, Baukostenzuschüsse

oder flexiblere Laufzeiten in den Fokus geraten.

Vermieter und Mieter suchen häufiger nach kreativen

Lösungen, um Projekte wirtschaftlich abbilden zu können.

Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch gestiegene

Baukosten und die veränderten Finanzierungsbedingungen.

Banken fordern zunehmend höhere Eigenkapitalanteile

und die Zinssätze sind deutlich gestiegen.

Diese Faktoren führen neben gestiegenen Kosten für bspw.

Instandhaltung und Energie dazu, dass Vermieter ihre Erwartungen

an die Mieten entsprechend anpassen.

Für uns heißt das, dass wir besonders genau abwägen müssen,

wo und wie wir investieren, um weiterhin wirtschaftlich

erfolgreich zu bleiben, ohne Kompromisse bei der

Standortqualität einzugehen.

HI HEUTE: Bei Ihren Kundinnen und Kunden jedenfalls

genießt dm weiterhin enormes Ansehen und erfreut sich

hoher Beliebtheit, wie die jüngsten Erhebungen einmal

mehr zeigen. Kann man das überhaupt noch steigern ?

Markus Trojansky ist bei dm seit vielen Jahren Geschäftsführer

und Leiter und verantwortet die Expansion und

Filialinvestitionen.

nahtloser funktionieren und weiter ausgebaut werden:

Bessere Verfügbarkeitsanzeigen, vereinfachte Bestell- und

Abholprozesse sowie zusätzliche digitale Services, die den

Einkauf im Alltag erleichtern. Die Dienstleistung dm-Express

- der Kunde bestellt online und kann kurzfristig die

Ware fertig gepackt in seinem bevorzugten Markt abholen

- ist ein weiterer Baustein, dem Kunden zu ermöglichen bei

dm einzukaufen, wie es ins Leben passt. Nämlich stationär,

online oder über die Abholstationen in den Märkten.

Fotos: dm-drogerie markt GmbH + Co. KG

Unsere Kundinnen und Kunden haben dm in Deutschlands

wichtigster Verbraucherbefragung, dem Kundenmonitor,

zum beliebtesten stationären Handelsunternehmen gewählt.

In der Hauptkategorie „Globalzufriedenheit“ erzielt

dm mit 1,76 die Bestnote unter allen untersuchten stationären

Händlern. In der Kategorie Drogeriemärkte bestätigt

dm damit seine führende Position in Deutschland. In diesem

Zusammenhang investieren wir erneut über einhundert

Millionen Euro unter anderem in das Retail-Design

unserer Märkte und rollen unser modernstes Ladenbild

kontinuierlich aus. Dazu gehören optimierte Wegeführungen,

verbesserte Orientierung im Markt und ein insgesamt

noch komfortableres Einkaufserlebnis. Auch der konsequente

Ausbau der Selfservice-Kassen geht weiter.

Gleichzeitig sehen wir dies als Verpflichtung und Ansporn

zugleich, unser Angebot und unsere Services kontinuierlich

zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei spielt

die verbesserte Verknüpfung von Online und Markt eine

wichtige Rolle. Unsere Omnichannel-Angebote sollen noch

HI HEUTE: In der Presse wird rege über die Aktivitäten

von dm im Gesundheitsmarkt in Verbindung mit dem Online-Angebot

apothekenexklusiver und apothekenpflichtiger

Artikel sowie verschiedener Gesundheitsservices

berichtet ?

Angesichts der steigenden Kosten im Gesundheitswesen

wird deutlich, dass unser System grundlegend umdenken

muss – weg von der reinen Krankheitsbehandlung hin zu

mehr Vorbeugung und Gesundheitsförderung. Das wachsende

Bedürfnis vieler Menschen, ihre Lebensqualität und

ihr Wohlbefinden bis ins hohe Alter zu erhalten, sowie digitale

Innovationen unterstützen diesen Wandel.

Es ist ein zentrales Anliegen von dm, für unsere Kunden die

Gesundheitskompetenz stetig auszubauen. Daher erweitert

dm sein Online-Angebot um apothekenpflichtige Produkte,

vor allem rezeptfreie OTC-Medikamente und apothekenexklusive

Kosmetik. Die Versandapotheke ist dabei nur ein

Baustein, um Gesundheitsvorsorge und präventive Maß-


12 INTERVIEW

nahmen für Kunden zugänglich und erschwinglich zu machen.

Im Rahmen dieser Strategie testen wir aktuelle eine

Blutanalyse in ausgewählten Märkten. Dieses Angebot ergänzt

das bestehende Gesundheitssystem und reagiert auf

veränderte Kundenbedürfnisse. Zusätzlich werden weitere

Services wie Haut- und Augenscreenings in den Märkten

getestet.

Diese Maßnahmen sind eine logische Erweiterung unseres

Fokus auf Gesunderhaltung, mit dem Ziel, unseren Kunden

ein attraktives Gesundheitsangebot zu bieten und sie

auf ihrem Weg zu mehr Prävention und Wohlbefinden zu

unterstützen.

HI HEUTE: Was sind für das kommende Jahr bei Ihrer

Standortsuche die wichtigsten Faktoren? Ist Mixed-Use

weiterhin auch bei Ihnen ein wichtiger Trend?

Für das kommende Jahr zählen bei unserer Standortsuche

vor allem drei Faktoren: Die Lage, die Lage und nochmals

die Lage – gepaart mit einem passenden Einzugsgebiet, das

eine nachhaltige Kundenfrequenz ermöglicht. Besonders

wichtig ist uns die stadtnahe Versorgung, damit wir für unsere

Kundinnen und Kunden gut erreichbar sind.

Da dm als Mieter fungiert, ist Mixes-Use kein Konzept von

dm selbst. Wir ziehen Mixed-Use-Projekte grundsätzlich

dann in Betracht, wenn sie sich in einer sehr guten Lage

befinden. Unsere Priorität liegt darauf, Standorte zu finden,

die sich durch starke Erreichbarkeit und ein attraktives

Umfeld auszeichnen.

Fachmarktstandorte wiederum sind für uns schon aus dem

Selbstverständnis heraus, der führende discountierender


INTERVIEW 13

Drogeriefachmarkt zu sein, sehr attraktiv und überdies definitiv

der Kunden liebste Einkaufsstätte. Der Trend zur Individualmobilität

verstärkt diese Entwicklung noch.

Einzelhandel insgesamt wieder an Fahrt gewinnt und wir

unsere Standortentwicklung effizienter vorantreiben können.

HI HEUTE: Wie schauen Sie auf planungsrechtliche Aspekte?

Hier könnte sich ja im kommenden Jahr ein bisschen

was verändern. Betrifft Sie das relevant?

Im kommenden Jahr steht voraussichtlich eine Novellierung

des Baurechts an, die unter anderem zum Ziel hat,

Baugenehmigungen schneller zu erteilen. Dies betrifft auch

den Handel und dürfte daher direkt Einfluss auf unsere Expansionsmöglichkeiten

haben. Derzeit ist eines der Hauptprobleme,

dass Genehmigungsverfahren sich oft sehr langwierig

gestalten oder generell herausfordernd sind. Mit den

geplanten Änderungen erwarten wir, dass die Expansion im

HI HEUTE: Was müsste 2026 passieren, dass Sie völlig

umhauen würde?

Da wir bei allem was wir tun mit beiden Beinen fest auf dem

Boden stehen, sind wir prinzipiell standhaft. Überdies gilt

bei uns stets beharrlich im Bemühen und Bescheiden in der

Erfolgserwartung zu bleiben. Aber natürlich würde es uns

riesig freuen, wenn wir in 2026 einen spürbaren Wandel im

Gesundheits- und Wohlfühlbereich erzielen. Also wenn wir

es schaffen, unseren Kunden durch innovative Services und

ein erweitertes Sortiment noch besser zu einem gesunden

und bewussten Lebensstil zu verhelfen.


14 INTERVIEW

Dirk Völkel, VÖLKEL Real Estate

„In dieser schnelllebigen Welt gilt es,

die richtigen Schlüsse zu ziehen und

sich weiterzuentwickeln“

HI HEUTE: Herr Völkel, 2025 war ein Jahr, das für Sie und

Ihr Unternehmen einige Veränderungen bereitgehalten

hat. Dafür hat vor allem die DEKA, als Eigentümer zahlreicher

von Ihnen gemanagter Einkaufscenter, gesorgt.

Wie betrachten Sie es im Rückspiegel?

Dirk Völkel: In der Tat ist 2025 ein Jahr mit viel Bewegung

im Markt gewesen, nicht nur bei uns. Die Zusammenarbeit

mit der Deka bestand acht Jahre. Wir übergeben unter anderem

zwei nachhaltig aufgewertete Center, das Alleen

Center Trier und das Nedderfeld Center in Hamburg sowie

einen Kauf Park Göttingen, in dem die Nachnutzung

des Real-SB-Warenhauses unter Aufteilung der Flächen

und Berücksichtigung des Baurechts zu meistern war. Mit

diesem Objekt konnte für die Deka ein Nachhaltigkeitspreis

gewonnen werden, viele technische Innovationen

wurden auf Marktreife getestet und nach proof of concept

auch an anderer Stelle umgesetzt. In allen Objekten wurden

viele Vermietungserfolge erzielt und großvolumige

Baumaßnahmen gesteuert. Wir haben die Corona-Phase

gemeistert, uns der Energieknappheit mit einem Gasnotfallplan

gestellt und vieles andere mehr.

Die Deka hat nach der langen Zeit einen Wettbewerb ausgelobt,

was nicht ungewöhnlich ist, das Management wird

neu strukturiert und organisiert. Die Zusammenarbeit

war uns immer eine Herzensangelegenheit, wir haben

viel investiert, waren tief in den Systemen und Prozessen

verwurzelt. Deswegen wollten wir mit der durchgeführten

Einarbeitung unserer Nachfolger die Grundlage legen,

damit diese einen bestmöglichen Einstieg erhalten. Vielleicht

hat das Vorbildcharakter im Sinne der Investoren

bzw. Anlegerinteressen. Viele gute Mitarbeiter finden jetzt

ein neues berufliches Zuhause, bleiben aber an alter Stelle.

Ein gutes Gefühl.

Im Centerbereich gab es auch einiges Neues. Der Wandel

des Düsseldorfer ehemaligen Stilwerks ins düwell und

der Gewinn des German Design Awards durch Eigentümer

und Marketingagentur mit uns als Center Manager

und strategischer Berater war ein schönes Highlight des

Jahres. Am Jahresbeginn gab es noch keinen Namen, die

alten Namensrechte waren Geschichte. Das Center stand

im Marketing vor dem Nichts. Jetzt ist das Objekt aufgrund

des gemeinsamen Engagements wieder fest in der Düsseldorfer

Gesellschaft etabliert. Einige Managementverträge

wurden verlängert. Phasen bzw. Zyklen enden, neue beginnen.

HI HEUTE: Wie beurteilen Sie aktuell die Marktsituation?

Es gab ja im innerdeutschen Center Management-

Bereich eine Reihe von Wechseln. Welche Erkenntnisse

ziehen Sie daraus?

Dirk Völkel: Wenn Sie die Situation der Center meinen,

pessimistischer als noch vor ein oder zwei Jahren. Wir

sind noch nicht durchs Tal. Ich gehe davon aus, dass wir

vor einer Welle an Verkäufen ab 2026 stehen. Das bedeutet

auch Chancen. Die recht vielen Wechsel sind nach meiner

Beobachtung der Versuch bzw. Ansatz, neue Impulse

zu setzen. Was anders ist, ist dann besser, wenn die Prozesse

optimiert werden. Einfache, verständliche Prozesse

ermöglichen schnelle Entscheidungen. Handelsunternehmen

ändern ihre Expansionsstrategien in einem Jahresverlauf.

Abschlüsse gehen verloren, wenn z. B. der Entscheidungsprozess

stockt.

In der Formel Eins z. B. den Fahrer zu tauschen, jedoch

das Auto der Vorjahressaison unverändert zu nutzen, mag

schnellere Rundenzeiten ergeben, lässt die Gewinnchancen

aber nicht sprunghaft steigen, wenn der Wettbewerb

über eine neuere, bessere Technik verfügt. Der Fahrer

muss sich auch erst auf das Team und das Auto einstel-


INTERVIEW 15

len. Das Beispiel finde ich deshalb treffend, weil nur Fahrer

und Mechaniker das Auto im Zusammenspiel bestens

abgestimmt auf die Strecke bringen. Der eine kann ohne

die anderen nicht erfolgreich sein und umgekehrt. Im

übertragenen Sinne bedarf es dieses Bewusstseins auch

in unserer Branche. In schwierigen Zeiten muss man zusammenstehen.

Probleme lassen sich man am besten gemeinsam

lösen. Jeder muss den Blick nach innen richten

und optimieren, was er sieht. Es wäre zunächst der

optimale Prozess zu definieren und dann den oder die

Partner zu suchen, die am besten dazu passen. Je komplexer,

desto schwieriger, da unflexibler und langsamer in

den Entscheidungen und administrativen Vorgaben. Viele

Beteiligten auf einem Mandat bedeuten großen Abstimmungsbedarf.

Führbarkeit und Führung sind der Schlüsselfaktor

in Verbindung mit Controlling.

Fotos: Völkel

HI HEUTE: Wie sehen nun Ihre nächsten Schritte aus?

Gibt es bereits konkrete neue Geschäftsanbahnungen?

Blicken Sie zuversichtlich auf 2026?

Dirk Völkel: Wir sind 2025 stark im Bürosegment gewachsen,

aber nicht nur. Insgesamt konnten wir vier neue Investoren

gewinnen. In Berlin haben wir ein Portfolio von

fünf Büroimmobilien mit insgesamt 19.000 qm Mietfläche

in unser umfassendes kaufmännisches und technisches

Property Management integriert. Dazu gehört auch das

Kronenpalais in Berlin-Mitte, dem Sitz der Deutschen

Kredit Bank AG. In Hamburg wurde uns das Kaufmannshaus

im Passagenviertel anvertraut, eine wahre Hamburger

Perle mit 28.000 qm Mietfläche. Hier engagieren

wir uns aktiv im Lenkungsausschuss des ersten Business

Improvement Districts Hamburgs. Für den 1. Februar und

den 1. April bereiten wir uns auf zwei weitere großvolumige

Übernahmen in Berlin vor. Beide Objekte sind Büroimmobilien,

wobei eines auch einen höheren Retail-Anteil

umfasst und als Mischimmobilie konzipiert ist. Darüber

hinaus beginnen wir eine spannende Zusammenarbeit

mit einem französischen Investor, der gerade seinen

Markteintritt in Deutschland vollzieht. Wir werden das

umfassende Property Management für die angekauften

Immobilien, bisher einen Baumarkt in Hagen sowie eine

Büroimmobilie in Dortmund, übernehmen, die derzeit in

das Eigentum des Fonds übergehen. Besonders hervorzuheben

ist die Übernahme des IMOTEX Mode/Centers in

Neuss zum Jahreswechsel, das mit einer Mietfläche von

rund 57.000 Quadratmetern und 140 Mieteinheiten eine

bedeutende Erweiterung unseres Portfolios darstellt. Das

Onboarding des Projekts läuft seit Oktober 2025 und umfasst

das Center Management, Technische Property Management,

die Haustechnik, internationales Leasing, Mar-

Dirk Völkel, Geschäftsführender Gesellschafter von VÖLKEL

Real Estate (Hamburg)

keting sowie Customer Service. Für Europas führendes

Modezentrum im B2B-Bereich für Fast Fashion mit internationalen

Mietpartnern haben wir uns zum Ziel gesetzt,

den Auftritt, die Marktpräsenz und die Marktanteile des

Centers nachhaltig zu stärken bzw. zu erweitern.

Ansonsten berichten wir spätestens im Laufe des zweiten

Quartals über weitere Akquisitionserfolge im Bereich

Shopping Center.

HI HEUTE: Wo sehen Sie für Ihr Unternehmen in den

kommenden Jahren die größten Chancen? Shopping

Center werden hier sicher nicht mehr so sehr wie in der

Vergangenheit im Vordergrund stehen, oder?

Dirk Völkel: Dafür gibt es keinen Grund. Handelsimmobilien

und Shopping Center sind Teil unserer DNA. Ich

wüsste kein Unternehmen, dessen Führungskräfte mehr

Center revitalisiert hätten. Wir kennen viele Objekte in

allen Regionen des Landes aus dem Management und/

oder aus Beratungsmandaten sowie in der Schweiz. Unser

Wissen und unsere Erfahrung werden dazu führen, dass

wir weiter mitmischen werden. Unseren Platz im Ranking

jetzt aufzugeben ist das eine, aber für ein unbeteiligtes

Zuschauen gibt es keinen Grund. Allerdings ist Quantität

kein Ziel. Es muss schon passen, was die Chance auf einen


16 INTERVIEW

gemeinsamen Erfolg im Zusammenspiel mit einem Eigentümer

angeht. Da freuen wir uns schon sehr auf das, was

dieses Jahr noch folgt.

Unser strategisches Portfolio an Serviceleistungen ermöglicht

in dieser Zeit ein breites Einsatzspektrum, wir

bedienen ja alle gewerblichen Asset-Klassen. Das war in

der Vergangenheit so und wird so bleiben. Unsere Tochtergesellschaft

in Rumänien ist inzwischen auch am Start,

sich im immer mehr professionalisierenden Markt bekannter

zu machen. Die ersten Angebote sind im Markt.

Wir gehen davon aus, im Jahr 2026 operativ im Management

zu beginnen. Es gibt dort auch Kooperationsanfragen

von Marktteilnehmern, die wir prüfen.

HI HEUTE: Was stimmt Sie zuversichtlich, Ihre gesteckten

Ziele für 2026 und darüber hinaus zu erreichen und

wo gibt es eventuell noch Nachjustier-Bedarf?

Dirk Völkel: Ich glaube fest, dass es für alles, was passiert,

einen Grund gibt – man könnte auch sagen, einen Plan.

Wir haben in den letzten Jahren so viele Prüfungen bestanden,

sicher auch Fehler gemacht. Die exogenen Schocks

und disruptiven Veränderungen allerorts erforderten eine

große Anpassungsfähigkeit und in kürzester Zeit die richtigen

Entscheidungen zu treffen. Ausschlaggebend ist die

Qualität und der Zusammenhalt des Teams. Es kommt darauf

an, in dieser schnelllebigen Welt die richtigen Schlüsse

zu ziehen und sich weiterzuentwickeln. Dieser Herausforderung

stellen wir uns seit zweieinhalb Jahren laufend.

Durch ein verstärktes Qualitätsmanagement und umfassendes

Durchleuchten und Verbessern aller Prozesse sind

wir nachhaltig stärker geworden. Das setzen wir fort.

HI HEUTE: Wie wird sich aus Ihrer Wahrnehmung das

Center Management in naher bis mittlerer Zukunft noch

weiter verändern?

Dirk Völkel: Die Frage hatten wir schon einmal vor nicht

allzu langer Zeit. Mit Fontane gesprochen, es ist ein weites

Feld. Lassen Sie mich eines sagen: Ich halte es für einen

fatalen Fehler, größere Center nur im Teilzeitmanagement

oder ganz ohne ein Center Management betreiben

zu wollen. Das ist so, wie wenn ein Bekleidungsgeschäft

keine Beratung mehr bietet oder einem Patienten ein Roboter

im weißen Kittel in der Arztpraxis gegenübersitzt.

Viele bunte Wollfäden machen noch keinen Pullover. Eine(r)

muss sie zusammenfügen und -halten. Wenn kein

Dirigent das Ensemble leitet, wie soll es klingen? Viele

Aufgaben können digitalisiert werden, KI eröffnet neue

Welten. Wenn im stationären Handel, auf dem Marktplatz,

der Mensch und führende Kopf abhandenkommt, wie soll

es funktionieren? Aktuell zwingt die Situation zu Einsparungen

an allen Ecken und Enden, im Marketing und beim

Center Management ist schnell am falschen Ende gespart,

denn es ist das entscheidende Differenzierungskriterium

im harten Wettbewerb.

Foto: Völkel

Seit kurzem im Management-Portfolio von VÖLKEL Real Estate: Imotex Mode Center Neuss


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Immer mehr Wohnquartiere, multifunktionale Flächen und neue Retailangebote

verändern die Innenstädte, die Mobilität–und die Anforderungen an Parkräume:

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18 INTERVIEW

Torsten Janke

„Wir möchten allen Menschen

Zugang zu bezahlbaren

Produkten in ihrer Nähe bieten”

HI HEUTE: Die weitere Expansion und Filialoptimierung

dürften auch im kommenden Jahr Ihre Hauptaufgaben

darstellen. Legen Sie hier besondere inhaltliche Schwerpunkte

auf bestimmte Dinge?

Torsten Janke: Unser Anspruch an uns als Grund- und

Nahversorger ist ganz einfach: Wir wollen Menschen

dort erreichen, wo sie leben und arbeiten. Das gilt auch

für 2026. Das bedeutet, dass wir weiter an der Expansion

unseres Filialnetzes arbeiten und den Bestand kontinuierlich

modernisieren. Wir haben in den vergangenen Jahren

bereits viel erreicht und werden daran anknüpfen.

HI HEUTE: Sicher haben Sie 2026 einzelne Regionen

speziell im Fokus. Welches sind diese und gibt es bei den

Projekten Besonderheiten?

Torsten Janke: Wir sind ein Grund- und Nahversorger für

alle Menschen, weshalb es keine Fokussierung auf eine

bestimmte Region gibt. Mit mehr als 2.200 Filialen in 20

Regionalgesellschaften ist ALDI Nord in Deutschland nahezu

flächendeckend erreichbar. Was für uns zählt, ist die

Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden. Diese gilt es

punktuell weiter auszubauen und wo es notwendig ist zu

optimieren.

HI HEUTE: Inzwischen wird bei der Gestaltung der LEH-

Immobilien auch verstärkt auf die Dächer geschaut. Welche

Philosophie der Nutzung verfolgen Sie auf diesem

Gebiet?

Torsten Janke: Unsere Standardbaubeschreibung sieht

für Neubauten ein Flachdach vor. Dieses eignet sich für

die Montage von Photovoltaikanlagen besser als die herkömmlichen

Satteldächer. Doch gerade in Ballungsräumen,

wo Platz knapp und wertvoll ist, gehen wir, wo es

wirtschaftlich sinnvoll ist und einen Mehrwert schafft,

einen Schritt weiter: Mit Mixed-Use-Objekten nutzen wir

nicht nur die Dachfläche, sondern erweitern das Gebäude

gegebenenfalls nach oben oder zur Seite. Neben dem ALDI

Markt entsteht so zusätzliche Nutzfläche für Wohnraum,

Büros, Hotels, Arztpraxen oder Kindergärten. In Wuppertal

beispielsweise haben wir eine Filiale mit Kindertagesstätte

kombiniert. Wo es sich städtebaulich anbietet, ist

Mixed-Use für uns eine pragmatische und zeitgemäße

Lösung.

HI HEUTE: ESG-Themen gehören ja längst schon bei der

Planung mit dazu. Wie sieht Ihr aktueller Standard diesbezüglich

aus und gibt es da auch noch Potenzial für Extras?

Torsten Janke: Wir errichten Neubauten gemäß unserer

Standardbaubeschreibung in Holzrahmenbauweise. Holz

ist ein nachwachsender Rohstoff, und die Fertigung der

Bauteile hat einen geringeren CO2-Fußabdruck als alternative

Baustoffe wie etwa Ziegel, Stahl oder Zement.

Zusätzlich werden Neubauten mit Photovoltaikanlagen

ausgestattet, um ihren eigenen – grünen – Strom zu produzieren.

Aktuell sind das schon mehr als 800 Filialen. Um

den Energieverbrauch weiter zu reduzieren, setzen wir

flächendeckend auf LEDs. Wir nutzen zudem ein ressourcenschonendes

Kühlkonzept, und die Abwärme der Kühlmöbel

wird nach dem Prinzip der Wärmerückgewinnung

zum Heizen der Filiale genutzt. Darüber hinaus prüfen wir

kontinuierlich, ob es weiteres Potenzial gibt.


INTERVIEW 19

HI HEUTE: Bei der Realisierung neuer Märkte bzw. Erweiterung

bestehender Läden gibt es durch hohe Auflagen

der Behörden speziell in Deutschland so manche

Hürde zu überwinden. Aber der „Regulierungswahn“

hinsichtlich der zulässigen Handelsflächen könnte 2026

durch die angedachte Paragraphenüberarbeitung nennenswert

reduziert werden. Wie sehen Sie das?

Foto: ALDI Nord

Torsten Janke: Eine umfassende Entbürokratisierung ist

nicht nur für uns als expandierendes Handelsunternehmen

eine Verbesserung. Weniger bürokratische Hürden

und klarere Vorgaben würden Bauprozesse beschleunigen

und Investitionen erleichtern. Kommunen könnten zudem

flexibler auf lokale Versorgungsbedarfe reagieren.

Entscheidend ist jetzt, dass die Novelle praxistauglich und

zukunftsorientiert umgesetzt wird.

HI HEUTE: Wann wäre 2026 für ALDI Nord mit Blick auf

Ihren Verantwortungsbereich ein erfolgreiches Jahr?

Torsten Janke: Unser Credo ist „Gutes für alle“: Wir möchten

allen Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigen,

bezahlbaren Produkten in ihrer Nähe bieten und unser

Filialnetz entsprechend weiter nach verdichten. Wenn

wir diesem Ziel 2026 wieder einen Schritt näherkommen,

werte ich das als Erfolg!

Torsten Janke, Managing Director Real Estate & Expansion

Foto: ALDI Nord

Mehr als 100 ALDI Nord Märkte in Deutschland sind bereits in Holzrahmenbauweise errichtet oder aktuell im Bau.


20 INTERVIEW

Dr. Angelus Bernreuther, DEFAMA

„Bei Einzelhandelsimmobilien ist ein

gesunder Realismus eingekehrt”

HI HEUTE: Wie schauen Sie geschäftlich auf das nun fast

beendete Jahr 2025 zurück?

2025 war ein sehr gutes Geschäftsjahr für die DEFAMA. Wir

freuen uns über bislang 16 Ankäufe zum Stand Anfang Dezember.

Es sind gute Produkte im Value-Add Bereich bei

Fachmärkten auf dem Markt, vor allem wenn man nicht

nur auf lebensmittelgeankerte Immobilien abzielt. Wir

konnten so beispielsweise ein Portfolio mit vielen Drogeriemärkten

ankaufen. Diese schätzen wir ähnlich attraktiv

ein wie den Lebensmittelhandel. Grundsätzlich freuen wir

uns auch über eine gut gefüllte Ankaufspipeline. Es läuft

bei Fachmärkten.

HI HEUTE: Was stimmt Sie zuversichtlich, dass 2026

(noch) besser wird und was stört oder behindert Ihre

Arbeit?

Anders als in anderen Asset-Klassen, wie etwa Büros, ist

bei Einzelhandelsimmobilien ein gesunder Realismus

eingekehrt. Nach der Corona-Pandemie, die viele Trends

im Handel deutlich beschleunigt hat, sind Einzelhandelsstandorte

und -konzepte sehr gut einschätzbar. Das zeigt

sich auch in der Preisgestaltung. Ein deutlicher Vorteil

für Investoren wie die DEFAMA, die einerseits die„ Asset-Management-Kompetenz

im eigenen Hause haben

und andererseits sehr schnell im Ankauf agieren können.

Grundsätzlich beobachten wir aber, dass sich die Transaktionsdauer

insgesamt verlängert.

HI HEUTE: Was wird bei DEFAMA im kommenden Jahr

weiter im Mittelpunkt stehen und was sich vielleicht ein

bisschen verändern?

Wir werden klar weiter unseren Fokus auf Opportunitäten

bei Fachmärkten und Fachmarktzentren in Deutschland

legen. Seit über 10 Jahren verfolgen wir als börsengelistetes

Unternehmen erfolgreich den Kurs einer Buy-and-hold-

Strategie. Unsere sehr hohe Vermietungsquote unterstreicht

unseren Anspruch auf eine langfristige Perspektive

mit stabilen Cash-Flows. Wir werden deshalb unser

aktives Asset-Management weiter vorantreiben.

Foto: DEFAMA

Non-Food-Discounter ACTION als starker Nachnutzer in Albstadt-

DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG

HI HEUTE: Wie bewerten Sie die Situation auf dem deutschen

Markt rund um die von Ihnen ins Visier genommenen

Handelsimmobilien im Vergleich zu anderen europäischen

Nationen?

Deutschland ist nach wie vor die wichtigste Volkswirtschaft

in Europa. Investments in Fachmärkte und damit

im weitesten Sinn immer in kurzfristige Bedarfsbereiche

sind also grundsätzlich positiv. Fachmärkte befriedigen

grundlegende Bedürfnisse, die in kurzen Zeitabständen

und um einiges konjunkturunabhängiger befriedigt werden.

Die Renditen für Einzelhandelsimmobilien sind dabei

in letzter Zeit gestiegen, auch für Shopping Center. Es gibt

natürlich weitere Ländermärkte, die derzeit unserer Beobachtung

nach im Fokus paneuropäischer Investmentplattformen

für Einzelhandel stehen, beispielsweise Italien. In


INTERVIEW 21

unserem Segment der eher kleineren Fachmarktstandorte

sehen wir aber in Deutschland auch für die Zukunft ausreichendes

Marktpotenzial für weiteres Wachstum.

Foto: DEFAMA

HI HEUTE: Welche Voraussetzungen sind für Sie bei der

Standortsuche eigentlich nach neuestem Stand am wichtigsten?

Da hat sich grundsätzlich wenig geändert: Lage, Mieterzufriedenheit

und Flexibilität in der Nutzung. Gerade in

Zeiten, in denen der Neubau fast zum Erliegen gekommen

ist (und damit auch der klassische Core-Bereich), rücken

beim Kunden eingeführte Standorte, die der Mieter einschätzen

und über die man ggf. Revitalisierungspläne legen

kann, in den Vordergrund. Übrigens per se auch ein

ESG-Ansatz, aber auch eine Chance auf grüne Potenzialhebung.

Etwa die Hälfte der DEFAMA-Standorte ist zum

Beispiel schon mit Schnellladestationen für Elektroautos

ausgestattet. Zusammen mit den Mietern macht bei Fortentwicklung

von Standorten energetisch auch die Implementierung

einer Wärmepumpe einen großen Hebel in

Sachen ESG aus. Investitionen, die sich nicht nur für die

Umwelt rechnen.

HI HEUTE: Gibt es eigentlich eine vom Unternehmen definierte

Vision, wo DEFAMA 2030 stehen will und wenn

ja, wie sieht diese aus?

Ja, die gibt es. Bis zum Jahr 2030 wollen wir unser Portfo-

Dr. Angelus Bernreuther, Head of Business Development,

DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG

lio auf eine halbe Milliarde Euro ausbauen. Derzeit sind

es rund 350 Mio. Euro. Wir sind sehr zuversichtlich, dass

unser Value-Add-Weg zusammen mit einem aktiven Management

unserer Immobilien in enger Abstimmung mit

unseren Mietern dabei weiterhin der richtige ist.

Foto: DEFAMA

dm-Drogeriemarkt als stabiler Frequenzbringer in Dresden


22 INTERVIEW

Vanessa Hegele, Lidl

Wir denken die Nahversorgung

weiter – flexibel, nachhaltig

und flächendeckend

Immobilienstrategie 2026, die Rolle von Mixed-Use in Innenstädten

und warum Holz mehr ist als nur ein Baustoff

HI HEUTE: Frau Hegele, das Jahr 2025 ist so gut wie Geschichte.

Wie blicken Sie auf die vergangenen zwölf Monate

zurück?

Vanessa Hegele: Das Jahr 2025 war für uns ein Jahr, in dem

wir gezeigt haben, wie flexibel und innovativ die Nahversorgung

heute sein kann, insbesondere in urbanen Räumen.

Ein absolutes Highlight war die Eröffnung unserer

drei Filialen in ehemaligen Galeria-Standorten in Berlin

– etwa am Hermannplatz oder am Kurfürstendamm.

Das war ein starkes Signal. Wir haben bewiesen, dass wir

leerstehende Großflächen in bester Lage erfolgreich revitalisieren

und passgenau für unsere Kunden umbauen

können, inklusive separater Eingänge und individueller

Öffnungszeiten. Im November haben wir diesen Weg in

Hamburg im Alstertaler-Einkaufszentrum fortgesetzt und

hier eine weitere Filiale im Galeria-Standort eröffnet.

Foto: Kerstin Seipt Photograpie

Nach zwei Filialen in Berlin eröffnet Lidl Ende November 2025 am zentralen Galeria-Standort im Alstertaler-Einkaufszentrum in Hamburg eine

weitere Filiale.


INTERVIEW 23

Es war ein Jahr, in dem wir die Zukunft der Innenstädte

aktiv mitgestaltet und attraktive Anlaufpunkte geschaffen

haben, wo Leerstand drohte. Denn wir verstehen den Lebensmitteleinzelhandel

nicht nur als Versorger, sondern

als Mitgestalter urbaner Lebensqualität.

Foto: Lidl in Deutschland

HI HEUTE: Expansion steht bei Lidl traditionell im Fokus.

Was ist für das kommende Jahr geplant? Gibt es

Schwerpunkte bei der Standortauswahl?

Vanessa Hegele: Unsere Immobilienstrategie für 2026 ist

klar: Wir wollen noch näher an unsere Kunden rücken und

ihnen flächendeckend ein optimales Einkaufserlebnis bieten.

Der Ausbau des Filialnetzes bleibt ein zentraler Treiber

für nachhaltiges Wachstum, um auch in bislang nicht

erschlossenen Regionen eine Lidl-Filiale zu eröffnen.

Deshalb entwickeln wir unser gesamtes Portfolio qualitativ

und quantitativ weiter. Konkret planen wir für das

kommende Jahr eine hohe zweistellige Zahl an Neu- und

Wiedereröffnungen.

Hinsichtlich der Standortauswahl prüfen wir deutschlandweit

alle verfügbaren Optionen. Unser Schlüssel zum

Erfolg sind dabei flexible, standortspezifische Konzepte.

Wir bauen maßgeschneidert – egal ob im ländlichen

Raum, in Randlagen oder in hochverdichteten Stadtzentren.

Dabei orientieren wir uns an einer Idealgröße von

Vanessa Hegele, Leiterin Immobilien Portfoliomanagement/

Organisation der Lidl Immobilien Dienstleistung GmbH &

Co. KG

Foto: Saskia Uppenkamp

Am Kurfürstendamm in Berlin eröffnet erstmals eine Lidl-Filiale am Galerie-Standort, womit der Discounter zur Revitalisierung leerstehender

Großflächen beiträgt.


24 INTERVIEW

rund 1.400 Quadratmetern Verkaufsfläche, um das Sortiment

von rund 4.300 Artikeln ansprechend zu präsentieren.

Großzügige Gänge und niedrige Regale sorgen dabei

nicht nur für ein angenehmes Einkaufserlebnis, sondern

auch für attraktive Arbeitsbedingungen, wobei wir gerade

bei Nachverdichtungen stets die Flächeneffizienz im

Blick haben. Wir wollen ein verlässlicher Partner für jede

Kommune sein und legen besonderen Wert auf sozial- und

umweltverträgliche Lösungen sowie eine sensible städtebauliche

Integration. Das zeigt sich auch darin, dass wir

2026 erstmals an neuen Standorten wie im hessischen

Raunheim oder in Schlüsselfeld in Bayern Filialen eröffnen

werden. Unser Fokus liegt derzeit vor allem auf mittelgroßen

Städten und Metropolen, wo wir aktiv zur Belebung

der Innenstädte beitragen können.

HI HEUTE: Mixed-Use wird immer mehr ein Thema in

der Immobilienbranche. Wie gehen Sie damit um? Gibt

es hier Besonderheiten?

Vanessa Hegele: Mixed-Use ist für uns ein möglicher Baustein

zur Erschließung urbaner Standorte und eine Alternative,

um platzsparend Nahversorgung zu realisieren. An

geeigneten Standorten kombinieren wir die Filialnutzung

beispielsweise mit Kindertagesstätten, Wohnen oder Büros

und Hotels. Solche Projekte ergänzen unsere anderen

flexiblen Konzepte, wie die Metropolfiliale mit Parkplätzen

im Erd- und Verkaufsfläche im Obergeschoss, oder unsere

Präsenz in Fachmarktzentren, die Kunden kurze Wege

und ein vielfältiges Angebot bieten. Ein aktuelles Projekt

ist unser geplantes Vorhaben in Denkendorf im Landkreis

Esslingen, welches 2027 fertiggestellt werden soll. Dort

entsteht neben einer modernen Lidl-Filiale ein angegliedertes,

dreistöckiges Therapiezentrum für Arzt- und Therapeutenpraxen.

Mit diesem Konzept verbinden wir modernes

Einkaufen mit lokaler medizinischer Infrastruktur

und bieten den Bürgern einen doppelten Mehrwert.

Auch unsere Partnerschaft mit Galeria setzen wir 2026 fort

und eröffnen weitere integrierte Standorte in Düsseldorf,

Viernheim und Stuttgart.

HI HEUTE: Nachhaltige Bauweise mit dem Schwerpunkt

Holz bestimmt auch zunehmend bei Lidl die Realisierung

der Märkte. Wie sieht diesbezüglich Ihr aktueller

Standard aus und was nehmen Sie sich hier für die Zukunft

vielleicht noch mehr vor?

Vanessa Hegele: Holz ist für uns der Baustoff der Zukunft,

wenn es darum geht, Nachhaltigkeit und modernes Design

zu vereinen. Als nachwachsender Rohstoff trägt er

dazu bei, den CO2-Fußabdruck unserer Neubauten zu

reduzieren. Unsere bereits realisierten Holzbaufilialen

in Albstadt-Ebingen, Wangen oder München-Moosach

sind energieeffizient, flexibel und schaffen eine tolle Atmosphäre

für Kunden und Mitarbeiter. Sie zeichnen sich

durch eine lösbare und rückbaubare Konstruktion ohne

Verbundstoffe aus und wurden, wie in Albstadt-Ebingen

Foto: Saskia Uppenkamp

Moderne Kühlmöbel, ansprechende Materialien und breite Gänge - die Gestaltung der Lidl-Filiale am Kurfürstendamm richtet sich konsequent

an den Kundenbedürfnissen aus.


INTERVIEW 25

Foto: Sebastian Pieknik

In der Filiale auf dem ehemaligen Quelle-Areal "The Q" in Nürnberg erwartet die Kunden eine großzügig gestaltete Obst- und Gemüseabteilung.

und Wangen, bereits mit dem DGNB-Zertifikat in Platin

für höchste Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Unser Anspruch ist es, bei allen Neubauten höchste Nachhaltigkeitsstandards

zu erfüllen und oft über die gesetzlichen

Vorgaben hinauszugehen. Dazu gehören im Außenbereich

standardmäßig eine Photovoltaik-Anlage auf dem

Dach sowie die Förderung nachhaltiger Mobilität durch

E-Ladesäulen und eine gute ÖPNV-Anbindung. Für 2026

sind daher weitere konkrete Holzbauprojekte in Planung,

um den Anteil dieser ressourcenschonenden Bauweise in

unserem Netz kontinuierlich zu erhöhen. Als Beispiel lässt

sich die neue Filiale in der Industriestraße 42 in Welzheim

nennen.

HI HEUTE: Wann wäre 2026 für Lidl mit Blick auf Ihren

Verantwortungsbereich ein erfolgreiches Jahr?

Vanessa Hegele: Für uns wird 2026 dann ein erfolgreiches

Jahr, wenn es uns gelingt, unsere Immobilienstrategie auf

allen Ebenen umzusetzen. Dabei wollen wir durch weitsichtige

Expansion und innovative Filialkonzepte noch

näher an die Menschen heranrücken und die Stadtentwicklung

positiv beeinflussen. Gleichzeitig gilt es, durch

nachhaltiges Bauen sowie die Modernisierung unserer

Bestandsimmobilien unserer ökologischen Verantwortung

gerecht zu werden. Gerade im Innenbereich unserer

Bestands- und Neubauten passen wir uns stetig an veränderte

Kundenbedürfnisse an, etwa durch breitere Gänge,

moderne Regale und mehr Fläche für das Frischesortiment.

Kurzum: Wir sind erfolgreich, wenn wir den Menschen

in ihrem direkten Lebensumfeld eine zukunftsfähige

Nahversorgung sichern.

HI HEUTE: Gibt es etwas, was Sie sich persönlich vom

neuen Jahr wünschen würden?

Vanessa Hegele: Ich wünsche mir, dass der Mut und die

Innovationskraft, die wir etwa bei den Galeria-Projekten

und unseren Holzbaufilialen gezeigt haben, weiterhin das

Handeln aller Akteure in der Immobilien- und Handelsbranche

bestimmen.

Denn ich bin überzeugt: Der Lebensmitteleinzelhandel hat

das Potenzial, Impulsgeber für lebenswerte Städte zu sein.


Kurzstatements


MÖGLICH-

MACHER

Kaufland Immobilien.

Voller Möglichkeiten.

Was wir möchten, ist ganz einfach:

Den Alltag für die Menschen in Ihrer Region als moderner Nahversorger lebendiger gestalten.

Gemeinsam schaffen wir einen Erlebnisort für Kunden:

One-Stop-Shopping – dieser Anspruch wird durch unsere Mietpartner Wirklichkeit.

Flexibilität ist bei uns Standard:

Wir sind da für jede Stadt und offen für alle Handelslagen.

Der große Vorteil:

Wir liefern alles aus einer Hand – von

der Ersten Idee bis zur Umsetzung.


28 KURZSTATEMENTS

Handelsimmobilien weiter in Konsolidierung

Iris Schöberl

ZIA-Präsidentin

Foto:ZIA/Laurence Chaperon

Der Retail-Investmentmarkt

zeigte sich zuletzt sehr robust

– obwohl aktuelle Befragungen

wie der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex

(ISI)

zeigen, dass die Erholung der

Immobilienwirtschaft insgesamt

noch auf wackligem

Fundament steht. Für 2026

sehe ich Einzelhandelsimmobilien

weiter in der Konsolidierungsphase.

Lebensmittelgeankerte

Fachmarktzentren,

aber auch attraktive High-

Street-, Shopping-Center-

und Mixed-Use-Standorte

werden sich verstärkter

Nachfrage erfreuen – bei Verbrauchern

und Investoren

gleichermaßen.

Iris Schöberl


KURZSTATEMENTS 29

Es braucht den Mut der Bundesregierung

Stefan Genth

HDE-Hauptgeschäftsführer

Foto: HDE

Die Weihnachtszeit entscheidet

darüber, ob die Händlerinnen

und Händler mit

Schwung und Zuversicht in

das neue Jahr starten können.

War 2025 geprägt von

anhaltender Konsumzurückhaltung,

so hofft der Handel

für 2026 auf eine spürbare

und nachhaltige Erholung der

Verbraucherstimmung. Wenn

sich die Konsumlaune aufhellt,

kann das den notwendigen

gesamtwirtschaftlichen

Aufschwung anstoßen. Dafür

braucht es aber auch den Mut

der Bundesregierung, wirksame

Maßnahmen zur Entlastung

von Wirtschaft und

Verbrauchern konsequent

umzusetzen.

Stefan Genth


30 KURZSTATEMENTS

Abnehmende Belastungen – keine Boom-Signale

Prof. Dr. Tobias Just

Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter IRE|BS Immobilienakademie

Foto:IREBS

Prof. Dr. Tobias Just

Aktuell sind beide Komponenten

des ifo-Klimaindex für den

Einzelhandel – die Lage- und die

Erwartungskomponente – deutlich

negativ: der Einzelhandel

steckt weiterhin in einer tiefen

strukturellen und konjunkturellen

Belastungsphase. Und

doch gibt es Zeichen der Hoffnung:

Zum Beispiel ist der Abstand

der Lageeinschätzung im

Einzelhandel zur Einschätzung

für die Gesamtwirtschaft zwar

noch erheblich, in den letzten

zwölf Monaten lag diese Differenz

aber deutlich unterhalb

des langjährigen Mittelwertes.

Das bedeutet, die strukturelle

Last nimmt allmählich ab, und

die konjunkturellen Probleme

in Deutschland dominieren

auch die Entwicklung im Handel.

Erholt sich die Gesamtwirtschaft,

wird dies auch im Handel

ankommen, Genau dies zeigt

sich in einer mühevollen, doch

messbaren Erholung der Frühindikatoren

für Einzelhandelsimmobilien.

Das sind alles keine

Boom-Signale, aber zumindest

nehmen Belastungen ab.


KURZSTATEMENTS 31

Shopping Center 2026 - Performance auf allen Ebenen

Ingmar Behrens

Generalsekretär German Council of Shopping Places (GCSP)

Foto:Gernan Council of Shopping Places

Das „Modell zur Performance

Messung von Shopping Centern“,

wissenschaftlich initiierte

von der gif und dem GCSP,

hat 2025 gezeigt, dass es sechs

Haupt- und 19 Unterkriterien

bedarf, damit jedes Center an

seinem Erfolg arbeiten kann.

Statt einem hilflosen Ranking

liefert das Modell fachliche

Hinweise und gibt echte Arbeitshilfen.

In 2026 wird dieses

zukunftsweisende Modell weiterentwickelt

und in der Folge

auf allen Ebenen aufzeigen,

welches Performance Potential

an jedem Standort vorhanden

ist.

Ingmar Behrens


32 KURZSTATEMENTS

BAU muss nicht länger für Business As Usual stehen

Sebastian Schels

Geschäftsführender Gesellschafter RATISBONA

Foto: Ratisbona

Das kommende Jahr bleibt

für die Bau- und Immobilienwirtschaft

angespannt:

Kosten- und Zinsdruck

werden anhalten. Für RA-

TISBONA ist das kein Grund

zur Bremse, sondern Bestätigung

unseres Kurses:

wirtschaftliche, zukunftsfähige

Handelsimmobilien mit

klarer ökologischer Wirkung.

Mit unseren ECO Märkten

steigern wir die Kostenvorteile

weiter – und mit dem

ersten LOOP Markt setzen

wir europaweit Maßstäbe für

zirkuläres, gesundes Bauen

und zeigen, dass BAU nicht

länger für Business As Usual

stehen muss.

Sebastian Schels


KURZSTATEMENTS 33

2026 bringt Dynamik und Richtung zugleich

Marc Föhrer

Geschäftsführer Stadt + Handel

Foto: Stadt und Handel

2026 bringt Dynamik und Richtung

zugleich: Mit neuen regulatorischen

Impulsen und

technologischen Möglichkeiten

entsteht ein einmaliges Chancenfenster

für Handel, Immobilienwirtschaft

und Kommunen.

Es ist entscheidend, dass

wir Innovation zulassen und die

Rahmenbedingungen modernisieren

– und nicht an Strukturen

festhalten, die nicht mehr

zur Realität passen. Handel,

Immobilienwirtschaft und die

öffentliche Hand brauchen Mut,

Orientierung und gemeinsame

Lösungen.

Marc Föhrer


34 KURZSTATEMENTS

Herausfordernd, aber mit Erholungstendenzen

Thomas Kuhlmann

Vorstandsvorsitzender Hahn Gruppe

Foto: Hahn-Gruppe

2026 wird gesamtwirtschaftlich

herausfordernd bleiben,

jedoch mit leichten Erholungstendenzen

gegenüber 2025. Für

versorgungsorientierte Handelsimmobilien

– insbesondere

Fachmarktzentren und Lebensmittelmärkte

– erwarten wir

eine stabil positive Entwicklung.

Die geringe Konjunkturabhängigkeit

der Nahversorgung

sichert nachhaltige Kundenfrequenzen

und Umsätze. Für

unsere Investoren bedeutet

dies verlässliche Einkommensströme

und eine kontinuierlich

positive Wertentwicklung ihrer

Immobilienobjekte.

Thomas Kuhlmann


dm macht

das Leben schön

dm-drogerie markt GmbH + Co. KG · Am dm-Platz 1 · 76227 Karlsruhe

Mit innovativen Raumkonzepten

schafft dm einladende Einkaufswelten:

Funktional, inspirierend und zum Wohlfühlen.

Ob in Karlsruhe, Wien, Breslau oder Bratislava –

dm soll sich überall wie dm anfühlen.


36 KURZSTATEMENTS

Herausfordernd, aber voller Chancen!

Thomas Mark

President MK Illumination

Foto:MK Illumination

2026 bleibt herausfordernd,

aber voller Chancen. Gerade in

unsicheren Zeiten zeigt sich,

wie stark Orte wirken, an denen

Menschen einander begegnen.

Shopping Center und öffentliche

Räume gewinnen als Treffpunkte,

Erlebnis- und Identitätsräume

weiter an Bedeutung.

Der Blick in die Zukunft gleicht

momentan einem Blick in ein

Wasserglas – vieles bleibt diffus.

Doch wir wissen: Wer jetzt nicht

in Innovation investiert, verliert

den Anschluss. Wir planen bewusst

konservativ, investieren

konsequent in Innovation, Digitalisierung

und neue Lichtlösungen

– fokussiert, agil und

optimistisch.

Thomas Mark


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www.langguth-burbulla.de


38 KURZSTATEMENTS

Kein Ausruhen auf dem Status Quo

Lars Jähnichen

Geschäftsführender Gesellschafter IPH Handelsimmobilien

Lars Jähnichen

Wir gehen davon aus, dass sich

die aktuell zu beobachtende

leichte Erholung am Vermietungsmarkt

2026 fortsetzen

wird. Dennoch bleibt der

Markt herausfordernd. Zu den

positivsten Signalen gehört,

dass große internationale

Händler – vor allem Fashiohkonzepte

– wieder Interesse an

Ansiedlungen in Deutschland

zeigen. Zugleich wandeln sich

Pop-Up-Stores immer mehr

von einer Notlösung zum Frequenzbringer,

wobei ihr Erfolg

wie auch bei neuen Kosmetikstores

und Gastroangeboten

von einer starken Präsenz in

den sozialen Medien abhängt.

Spannend ist zudem, dass

großflächige Konzepte ihre

Geschäfte mittlerweile häufig

individuell an die verschiedenen

lokalen Gegebenheiten

anpassen. Für Eigentümer

und ihre Dienstleister bedeuten

diese dynamischen Trends

für das kommende Jahr: Kein

Ausruhen auf dem Status Quo,

sondern ein permanentes Ohr

am Markt.


KURZSTATEMENTS 39

Wir selbst erwarten ein klares Wachstum

Karl Schwitzke

Geschäftsführender Gesellschafter Schwitzke GmbH

Foto: Schwitzke GmbH

Wir erleben einen deutlichen

Wandel: Der Konsum verschiebt

sich vom Produkt hin

zum Erlebnis. Kunden erwarten

heute, überrascht und

berührt zu werden und Erlebnisse

in Gemeinschaft zu

erfahren. Diese Entwicklung

prägt unsere Handels- und

Gastroprojekte und eröffnet

neue Chancen. Gleichzeitig

entstehen in den von uns begleiteten

Wachstumsmärkten

wegweisende Trends. Unsere

Söhne bereichern diese Entwicklung

mit frischen Impulsen.

Für 2026 erwarten wir

ein deutliches Wachstum.

Karl Schwitzke


40 KURZSTATEMENTS

Setzen weiter auf Wachstum und Qualität

Susanne Gehle

Geschäftsfüherin Immobilien Kaufland

Foto: Kaufland

Wachstum ist unser Ziel! 2026

setzt Kaufland weiter auf

Wachstum und Qualität! Während

das Filialnetz in attraktiven

Lagen weiter ausgebaut

wird, plant Kaufland bis zu 60

Standorte pro Jahr im laufenden

Betrieb umfangreich zu modernisieren.

Neue Store- und Mall-Konzepte,

ein klarer Fokus auf Frische

und Digitalisierung beim Einkaufen

stärken die Attraktivität

der Märkte und sorgen für zufriedene

Kunden!

Susanne Gehle


KURZSTATEMENTS 41

Erfreuliche Mietflächen-Nachfrage

Dirk Völkel

Geschäftsführender Gesellschafter VÖLKEL Real Estate

Foto: Völkel

Wir erwarten für 2026 ein intensives,

professionelles Arbeiten

aller Marktteilnehmer an

den Assets mit dem Ziel der

Stabilisierung der Investments

und Sicherung der Liquidität.

Wir gehen auch von einer steigenden

Anzahl von Verkäufen

aus. Ausländische Investoren

mit klarer Investmentstrategie

beobachten den Markt und suchen

die passenden Produkte.

Die Nachfrage nach Mietflächen

in gut gemanagten Objekten

und Lagen dürfte sich weiter

positiv entwickeln, da die Handelsunternehmen

überwiegend

ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Dirk Völkel


42 KURZSTATEMENTS

Deutlich gestärkt, voller Zuversicht ins neue Jahr

Christine Hager

Geschäftsführerin Sierra Germany GmbH

Foto:Sonae Sierra

Im Jahr 2025 ist Sonae Sierra in

Deutschland mit der Akquisition

der Real Estate Management

Sparte (REM) von Unibail-Rodamco-Westfield

zum zweitgrößten

Property Manager für

Center im Eigentum Dritter

geworden. Mit der Übernahme

ist das Portfolio auf 19 Einkaufszentren

mit einer Gesamtmietfläche

von fast 1 Million

Quadratmetern angewachsen.

Derart gestärkt blicken wir sehr

zuversichtlich und mit großer

Vorfreude auf das neue Jahr: Als

verlässlicher Partner im Center-

und Property Management

mit über 35 Jahren Erfahrung

entwickeln wir zukunftsfähige

Lösungen und schaffen damit

Mehrwert für Immobilien aller

Assetklassen.

Christine Hager


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44 KURZSTATEMENTS

Fühlen uns für 2026 gut aufgestellt

Jens Siegfried

Geschäftsführer AIP Planungs GmbH

Foto: AIP

Trotz Bauturbo lässt der Ausblick

für das kommende Jahr

keinen allzu großen Optimismus

aufkommen, aber vom

ewigen rumnölen wird es

auch nicht besser! Wir haben

unseren Konsolidierungsprozess

in 2025 abgeschlossen

und fühlen uns für 2026 gut

aufgestellt. Neben laufenden

Bauvorhaben in Berlin, Düsseldorf,

Hagen, Neuss und

Saarbrücken bearbeiten wir

Studien für eine große Bandbreite

von Neubau -, Umbau

- und Erweiterungsprojekten

für Kommunen und private

Bauherren und freuen uns auf

ein spannendes 2026.

Jens Siegfried


Zukunft gestalten.

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Wir lösen Wir lösen Herausforderungen und und entfesseln entfesseln das Potenzial das Potenzial jeder jeder Gewerbeimmobilie.

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Beratung Beratung bis zur bis zur Umsetzung. Dank Dank Erfahrung Erfahrung und und Marktkenntnis bleiben bleiben wir einen wir einen Schritt Schritt voraus, voraus, reagieren reagieren flexibel flexibel

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auf auf Veränderungen und und unterstützen unsere unsere Kunden Kunden bei der bei der Zielerreichung. Jede Jede Immobilie Immobilie – – Handel, ob Handel, Büro Büro oder oder

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Logistik Logistik – hat – ihre hat eigene ihre eigene Geschichte. Wir begleiten Wir begleiten und und gestalten gestalten sie weiter. sie weiter. Denn Denn für uns für ist uns jede ist jede

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Herausforderung

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VÖLKEL Real Estate GmbH · Ferdinandstraße 3 · 20095 Hamburg · Fon: 040 - 189 812 821 · Web: voelkel-re.de

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39


46 KURZSTATEMENTS

Wir sehen attraktive Wachstumschancen

Julia Rahner

CEO - Geschäftsführerin, Managing Director Apleona Real Estate GmbH

Foto:Apleona

2026 sehen wir attraktive

Wachstumschancen und erwarten

eine stabile Marktentwicklung.

Apleona Real

Estate wird seine Rolle als

Top-Arbeitgeber weiter ausbauen,

wirtschaftliche Ziele

nachhaltig sichern und

die Digitalisierungsroadmap

konsequent vorantreiben. Zudem

optimieren wir unsere

Prozesse kontinuierlich, um

Effizienz und Qualität weiter

zu steigern. Kundenzufriedenheit

bleibt unser höchstes

Gut – unsere Bestnoten im

aktuellen Bell Report für alle

Bereiche unterstreichen diesen

Anspruch deutlich.

Julia Rahner


KURZSTATEMENTS 47

2026 wird für uns ein starkes Jahr!

Andre Stromeyer

Geschäftsführer HBB Gewerbebau Projektgesellschaften und Centermanagement

Foto: HBB

2026 wird für uns ein starkes

Jahr: Im Januar übernehmen wir

das Allee Center Trier, das Nedderfeld

Center Hamburg, das

Loop5 und das CHINON CEN-

TER in Hofheim ins Management.

Zusätzlich starten in 2026

neue Property-Management-

Aufträge und weitere Umstrukturierungen.

Die Umgestaltung

des Forum Schwanthalerhöhe

in München zum Mixed-Use-

Objekt wird abgeschlossen. Wir

setzen unseren Wachstumskurs

fort, stärken unsere Position

und bleiben ein verlässlicher,

innovativer Partner.

Andre Stromeyer


48 KURZSTATEMENTS

Selber anpacken und proaktiv werden!

Dr. Rainer Burbulla

Partner Langguth & Burbulla Rechtsanwälte PartG mbB

Foto: Langguth & Burbulla

Wenngleich die wirtschaftliche

Lage in Deutschland derzeit

überwiegend negativ bewertet

wird, konnten wir Ende 2025

im Transaktionsgeschäft erste

Anzeichen einer (Wieder-)

Belebung erkennen. Für 2026

könnte ich mir daher vorstellen,

dass es im Immobilien-/

Transaktionsgeschäft durchaus

– sehr vorsichtig – (wieder)

nach vorne gehen könnte. Die

„goldenen Jahre“, in denen es

bei Immobilientransaktionen

„wie von allein ging“ und man

nur zuwarten musste, werden

allerdings nicht so schnell wiederkommen.

Vielmehr heißt es,

„selber anpacken und proaktiv

werden“. Für 2026 bin ich also

(vorsichtig) optimistisch!

Dr. Rainer Burbulla


KURZSTATEMENTS 49

Verhaltener Optimismus!

Dr. Joachim Will

Leiter der Kompetenzgruppe „Einzelhandel“ der gif e.V.

Foto: HBB

Das Klagelied ist des Kaufmanns

Gruß … und der Einzelhandel

hatte zuletzt dafür auch gute

Gründe. Dies gilt zwar nicht für

alle Branchen, aber doch für die

meisten. Ursache sind die gesamtwirtschaftlichen

Rahmenbedingungen,

die Verunsicherung

der Verbraucher und die

daraus resultierende Konsumzurückhaltung.

Es gibt aktuell nur wenig Hoffnung,

dass sich dies 2026 ändern

wird. Weiter expansiv wird

der Lebensmittel- und Drogeriewarenhandel

sein. Und der

Nonfood-Discount; allen voran

Action. Für den Rest gilt:

Durchhalten! Die eigenen Konzepte

optimieren und auf bessere

Zeiten hoffen. Diese werden

kommen. Aber erst wenn

die gesamtwirtschaftliche Situation

dies auch zulässt.

Dr. Joachim Will


50 KURZSTATEMENTS

Es wird ein Jahr des Aufbruchs

Markus Kratz

Geschäftsführer kplus konzept GmbH

Foto:kplus

2026 wird ein Jahr des Aufbruchs,

in dem sich gesellschaftliche

und wirtschaftliche

Strukturen neu ordnen.

Für kplus konzept heißt das,

Transformation aktiv zu gestalten:

Als Büro für Innenarchitektur,

Architektur und

Kommunikation entwickeln

wir Prozesse, die Orientierung

geben, schaffen Räume,

die Zukunft ermöglichen und

Designs, die Menschen verbinden.

Zusätzlich verstärkt

der „cokon“ als Eventlocation

und Showroom für nachhaltige,

zukunftsorientierte

Lösungen diese Haltung und

setzt weitere Impulse für Austausch

und Wandel.

Markus Kratz


KURZSTATEMENTS 51

Der gesamtwirtschaftliche Aufstieg kommt!

Dr. Wulf Aengevelt

Geschäftsführender Gesellschafter des DIP-Partners Aengevelt Immobilien

Foto:Aengevelt

Wir erwarten, dass der angekündigte

gesamtwirtschaftliche

Aufschwung endlich kommt.

Erste Trendwenden im Wohnungsbau,

bei Handels- und

Spezialimmobilien sind zwar

erkennbar, bedürfen aber zur

Erreichung größerer Marktrelevanz

noch der Nachhaltigkeitsstimulanz.

Damit auch der

Office-Sektor an Schwung gewinnt,

muss die Politik mit Deregulierung

und Bürokratieabbau

vorankommen, um Impulse

für Wachstum und Flächenexpansion

freizusetzen. Für 2026

sehen wir segment- und regionsspezifische

Belebungen des

Investment- und Transaktionsgeschehens.

Dr. Wulf Aengevelt


52 ADVERTORIAL ALDI NORD

Mixed-Use im urbanen Raum:

ALDI Nord setzt auf

flexible Standortkonzepte

Bezahlbarer Wohnraum, Nahversorgung für den alltäglichen Bedarf, nachhaltige Stadtentwicklung:

Die Anforderungen an Projektentwickler im urbanen Raum haben sich in den

vergangenen Jahren gewandelt. ALDI Nord realisiert darum seit einigen Jahren gemeinsam

mit verschiedenen Partnern flexible Mixed-Use-Standortkonzepte. Auch wenn der Discounter

weiterhin klassische Stand-Alone-Filialen bevorzugt: In dicht besiedelten Vierteln mit begrenzter

Baufläche ist die gemischte Nutzung von Immobilien eine sinnvolle Alternative.

Die Stadtzentren in Deutschland sind im stetigen Wandel.

Das liegt nicht zuletzt am veränderten Konsumverhalten

der Menschen. Der Trend geht zu gemischt genutzten

Quartieren und zurück zu einem Stadtmodell der kurzen

Wege. Gleichzeitig ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Mit

seinem Mixed-Use-Konzept bietet ALDI Nord eine pragmatische

Lösung: In urbanen Zentren setzt das Unternehmen

nicht ausschließlich auf Stand-Alone-Filialen,

sondern auch auf gemischt genutzte Immobilien. In diesen

sind neben einer ALDI Nord Filiale auch Wohnraum,

Büro- und Hotelflächen, Arztpraxen oder Kindergärten

untergebracht – entsprechend den standortspezifischen

In Lehrte sind über der neu gebauten ALDI Nord Filiale 24 seniorengerechte Wohnungen entstanden.


ADVERTORIAL ALDI NORD 53

Fotos: ALDI Nord

Kindertagesstätte und Discounter in einem Gebäude: Gemeinsam mit Partnern entwickelt ALDI Nord passgenaue Nutzungskonzepte.

Bedingungen. „Unser Ziel ist es, eine flächendeckende

Versorgung anzubieten und damit unserem Versprechen

nachzukommen, ‚Gutes für alle‘ zu bieten – dort, wo die

Menschen leben und arbeiten. Das ist unser Anspruch als

Grund- und Nahversorger“, sagt Torsten Janke, Managing

Director Real Estate & Expansion für ALDI Nord in

Deutschland.

Lösungen, die zu den Standortansprüchen passen

Ein besonderes Mixed-Use-Objekt wurde 2024 in Lehrte

fertiggestellt. In Kooperation mit der Diakonie sind dort

über einer modernen ALDI Nord Filiale 24 altersgerechte

Wohnungen für Senioren entstanden. Die Filiale bildet

einen zentralen Baustein des neu gestalteten Nahversorgungszentrums,

in dem sich außerdem eine Bäckerei,

eine Fleischerei und eine Arztpraxis befinden. Für die

ansässigen Seniorinnen und Senioren, aber auch für die

Anwohner im Umkreis bedeutet dieses Quartier eine Erleichterung:

Zentrale Versorgungsangebote, die kompakt

in einem Komplex zusammengefasst und fußläufig erreichbar

sind.

Nach einem ähnlichen Konzept hat ALDI Nord in Wuppertal

ein Objekt realisiert, das neben einer modernen Filiale

auch eine Kindertagesstätte beherbergt. Eltern können

ihre Kinder in die Kita bringen und gleichzeitig Einkäufe

erledigen. Auch 2026 sind weitere Mixed-Use-Projekte geplant:

In Bochum entsteht u.a. gegenüber des Bergbaumuseums

eine neue ALDI Filiale mit 15 Wohneinheiten direkt

über dem Markt.

Mit den richtigen Partnern zum besten Ergebnis

Die Flächenplanung von Mixed-Use-Objekten erfolgt

durch die Expansionsabteilung der ALDI Nord Immobilienverwaltung

(IMV) mit mehr als 50 Kolleginnen und

Kollegen in Kooperation mit strategischen Partnern –

üblicherweise erfahrenen Unternehmen aus dem Immobiliensektor.

Gemeinsam mit diesen entwickelt die IMV

Grundstücke und Gebäude, die einen modernen ALDI

Markt sowie weitere Nutzungen vorsehen – immer unter

Berücksichtigung der bestehenden Infrastruktur. Denn

alle Mixed-Use-Konzepte von ALDI Nord sollen Bedürfnisse

innerhalb des Quartiers bedienen und einen städtebaulichen

Mehrwert bieten. Bau und Vermietung liegen

üblicherweise bei den Partnern, während sich ALDI Nord

um die Einzelhandelsflächen kümmert.

Doch das Konzept birgt auch Herausforderungen für die

Projektentwicklung. Genehmigungsverfahren sind komplex

und variieren von Kommune zu Kommune. Zusätzlich

sind die baulichen Anforderungen an Statik, Brandschutz

und Schallschutz für gemischt genutzte Objekte höher.

Dadurch werden Mixed-Use-Projekte technisch und finanziell

schnell anspruchsvoll.

Die Stand-Alone-Filiale macht daher weiterhin einen

Großteil des ALDI Nord Filialnetzes aus – und das wird

auch in Zukunft so bleiben. „Wo es sich städtebaulich anbietet

und nachhaltig umsetzen lässt, ist Mixed-Use für

uns jedoch eine pragmatische und zeitgemäße Lösung“, so

Torsten Janke.


54 ADVERTORIAL SAWATZKIMÜHLENBRUCH

WELCOME DEALS: Die neue Ära

der POS-Kommunikation

beginnt am Center-Eingang

Smarte Kommunikation trifft KI: für mehr Aufmerksamkeit,

mehr Service und wertvolle Insights für Betreiber

Schon am Center-Eingang startet die Experience. Über großformatige Screens oder

per attraktiv gestalteten Plakaten mit QR-Codes werden Besucher in Echtzeit begrüßt.

Ob Angebote, News oder Event-Highlights – alles wird sofort sichtbar. So entsteht

bereits beim Betreten des Centers ein intuitiver Einstieg in das Einkaufs- und

Entertainment-Erlebnis.

Der erste Moment entscheidet

SawatzkiMühlenbruch führt mit WELCOME DEALS eine

neue Generation der digitalen Center- und Handelskommunikation

ein. Nach über 15 Jahren Erfahrung in diesem

Bereich und als Technologie-Partner des GCSP weiß das

Unternehmen, wie entscheidend der erste Eindruck am

POS ist. „Für mich ist der Moment, in dem ein Besucher

das Center betritt, wie ein persönlicher Händedruck“, sagt

Dieter Sawatzki. „Genau in diesen ersten Sekunden entscheidet

sich, ob jemand sich willkommen fühlt, ob Neugier

entsteht und ob wir es schaffen, eine echte Verbindung aufzubauen.

Unser Ziel war es, diesen Moment nicht nur informativ,

sondern emotional sinnvoll zu gestalten.“ Genau hier

setzt WELCOME DEALS an und macht den Center-Eingang

zum zentralen Touchpoint einer neuen Besucherkommunikation.


ADVERTORIAL SAWATZKIMÜHLENBRUCH 55

Fotos: SawatzkiMühlenbruch

Ein Erlebnis schon beim Betreten

Angebote, Kollektionen, News und Event-Hinweise erscheinen

in Echtzeit und verwandeln den Moment des Ankommens

in ein visuelles und informatives Erlebnis. „Wir

wollten den Eintritt ins Center neu denken und zu einem

inspirierenden Startpunkt machen“, erklärt Dieter Sawatzki.

„Die Menschen sehen sofort, was im Center.“

Flexibel steuern, immer aktuell bleiben

Die Inhalte der Screens lassen sich flexibel steuern. Centermanagement-Teams

können über eine intuitive App in

Sekunden Updates einspielen, während die Content-Redaktion

von SawatzkiMühlenbruch zusätzlich für kontinuierlich

aktuelle Inhalte sorgt. Marketingaktionen, saisonale

Events und kurzfristige Angebote bleiben so jederzeit präsent

– ohne zusätzlichen Aufwand für Betreiber.

Service neu definiert: Der KI-Chat-Assistent

Ein besonderer Bestandteil von WELCOME DEALS ist der

integrierte KI-Chat-Assistent. Besucher scannen einen

QR-Code und gelangen in einen Live-Chat, der rund um

die Uhr Antworten liefert – von Öffnungszeiten über Anfahrtsinformationen

bis hin zu Store-Suchen. Der Chat

funktioniert in 28 Sprachen und schafft Barrierefreiheit für

ein internationales Publikum. „KI macht Service unmittelbarer

und persönlicher“, so Dieter Sawatzki. „Unser Chat-

Assistent ist verfügbar, bevor überhaupt eine Frage an der

Info-Theke entstehen kann.“

Wertvolle Insights für Betreiber

Während Besucher profitieren, erhalten Centerbetreiber

gleichzeitig wertvolle Daten. Das System zeigt, welche

Shops und Angebote besonders gefragt sind, wann Besucherfrequenzen

steigen und welche Fragen im KI-Chat

gestellt werden. „Wir liefern nicht nur Kommunikation,

sondern auch Erkenntnisse. Diese Kombination ist heute

entscheidend, um Center attraktiv und relevant zu halten“,

betont Dieter Sawatzki.


56 ADVERTORIAL FAIR PARKEN

Parken

im Zukunftscheck

Handelsunternehmen, Kommunen und Immobilienbetreiberinnen und-betreiber

stehen gleichermaßen vor einer Herausforderung: den Betrieb effizient,

wirtschaftlich und zugleich nachhaltig zu gestalten. Was für Logistik

und Energie gilt, betrifft auch den Parkplatz vor Ihrer Tür. In dem Zusammenhang

kommt die Frage auf: Ist Ihre Parkfläche schon fit für die Zukunft?

Sebastian Müller, Bereichsleiter

gebührenpflichtiges Parken bei

Fair Parken

FreeFlow als smarter Gamechanger

Eine digitale Parkraumbewirtschaftung ersetzt Schranken,

Tickets und störanfällige Hardware durch moderne

Ka-mera- und Softwarelösungen. Das macht sich bezahlt,

denn weniger Materialeinsatz, weniger Wartung und weniger

Stillstand stehen mehr Effizienz und eine reibungslose

Customer Journey gegenüber. Kundinnen und Kunden

fahren barrierefrei ein und aus, ohne anzuhalten.

Betreiberinnen und Betreiber profitieren von automatisierten

Prozessen und neuen Möglichkeiten, Daten für die

Optimierung ihrer Standorte einzusetzen.


ADVERTORIAL FAIR PARKEN 57

Fotos: Fair Parken

Wissenschaftlich belegt: bessere Klimabilanz

Eine vom Fraunhofer-Institut UMSICHT in Zusammenarbeit

mit fair parken durchgeführte Studie zeigt, dass das

FreeFlow-System im Vergleich zu klassischen Schrankenkonzepten

deutlich klimafreundlicher ist.

Je nach Verkehrssituation lassen sich zwischen 31 und

60 % CO2-Emissionen einsparen, unter anderem durch

die Vermeidung von Stop-and-Go-Situationen an Schranken.Das

bedeutet: Jeder einzelne Parkvorgang trägt spürbar

zur Reduzierung von Emissionen bei.

Mehrwert für Betreiberinnen, Betreiber und

Standorte

In vielerlei Hinsicht bringt das Konzept Vorzüge mit sich:

• Kostenreduktion durch Wegfall wartungsintensiver

Schrankenanlagen

Fazit

FreeFlow ist nicht nur eine technologische Weiterentwicklung

– es ist ein echter Hebel zugunsten von Klimafreundlichkeit,

Wirtschaftlichkeit und Kundenerlebnis.

Damit wird Parken von einem Nebenschauplatz zum strategischen

Faktor einer nachhaltigen Standortentwicklung.

Sprechen Sie uns an und erfahren Sie, wie FreeFlow auch

Ihre Parkfläche zukunftssicher macht!

Ihr Ansprechpartner:

Sebastian Müller

Bereichsleitung gebührenpflichtiges Parken

E-Mail: mueller.sebastian@fairparken.com

Telefon: 0211 8 90 91 370

• Digitalisierung des gesamten Park- und Paymentprozesses

• Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch schnelle,

unkomplizierte Lösungen

• Ein Plus an Nachhaltigkeit infolge einer messbaren

CO2-Einsparung


58 ADVERTORIAL

BitGalerie macht den

nächsten großen Schritt

Der Bauantrag für Stadtloggien wurde Anfang Herbst eingereicht

Der Bauantrag für das zukunftsgerichtete Gebäudeensemble aus Wohn-, Entertainment- und Geschäftshaus (Arbeitstitel:

BitGalerie) ist bei Bürgermeister Joachim Kandels längst eingereicht. Da die wesentlichen Zukunftsparameter

für den Standort Bitburg weiterhin positiv bleiben, arbeiteten Stadt und Investorengemeinschaft Hand in

Hand aktiv weiter an der Belebung der Innenstadt.

Architektur und Nutzungsmischung wurden nach Corona

auf maximale Flexibilität und Fungibilität ausgelegt – ein

Ansatz, der sich an wandelnde Bedürfnisse von Stadtgesellschaft,

Betreibern und Investoren auch in Zukunft anpasst.

Damit zeigt die Konzeption, wie ein zukunftssicherer Nutzungsmix

Sicherheit für die Investments schafft.

„Wir entwickeln Immobilien nicht für Grundrisse, sondern

für Wirkung: mehr Begegnung, mehr Lebensqualität und

messbarer Public Value für Quartier und Stadt,“ sagt Stefan

Kutscheid (FACO Immobilien). „Mit der BitGalerie schaffen

wir einen Ort, der Ökologie, Ökonomie und Soziales verbinden

kann – und Bitburg in der wachsenden Metropolregion

Deutschland–Luxemburg sichtbar stärkt.“ Die abgeschlossenen

Mietverträge bestätigen diese Aussage.

Zentrales Element ist die Symbiose aus Stadtplatz mit wettergeschützten

gastronomischen Stadtbalkonen der BitGa-

Bundesbauminsisterin Verena Hubertz zeigte sich auf der EXPO von dem Konzept begeistert.


ADVERTORIAL 59

So soll die zukünftige BitGalerie (Arbeitstitel) aussehen

lerie an der nach Südwesten ausgerichteten Fassade. Diese

„Loggien über dem Platz“ ermöglichen ganzjährig niedrigschwellige

Teilhabe – vom Wochenmarkt über Kultur- und

Sportformate bis zu urbanen Open-Air-Events. Das gewünschte

Ergebnis: Piazza-Feeling in geschützten Loggen

für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. Das

Geschäftsgebäude beinhaltet alle für eine Veranstaltung

notwendigen Infrastrukturen und bietet für Veranstalter

ein einmaliges Setting ohne hohe Rüstkosten. Statt Schlange

zu stehen am Street-Food-Imbiss - regionale Produkte

und qualitätvoller gastronomischer Service.

Soziale und sinnliche Urbanität entwickeln und Räume für

mehr Blickkontakte, Begegnungen und Ritualformate im

Alltag, die Innenstadt beleben wird die regionale Attraktivität

von Bitburg und dem Eifelkreis dynamisch beflügeln.

Der scheidende Bürgermeister, Joachim Kandels, hat sich

immer für das Großprojekt eingesetzt. In Bitburg wurde

bereits in der Vergangenheit mit dem erfolgreichen Privat-

Public-Partnership-Projekt der Stadthalle mit Markenerlebniswelt

Bitburger gezeigt, wie gemeinsam vernetztes

Handeln Besonderes auch in Mittelzentren entstehen lassen

kann.

Große komplexe Immobilienvorhaben in die bauliche Umsetzung

zu entwickeln, verlangt von allen Beteiligten großes

Engagement, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nur so

kann ein gemeinsames Zukunftsbild Realität werden.

Joachim Kandels: „Die BitGalerie ist ein Zukunftsbaukasten

für die Innenstadt: Markthalle, Kino, Fitness, Handel, Stadtbalkone

und Komfort-Wohnen reagieren gemeinsam auf

das, was Menschen heute und morgen brauchen. So wird

aus einem Gebäude ein Impulsgeber – für die Stadt, ihre

Bürgerinnen und Bürger sowie die regionale Wirtschaft.“

Vorbereitende Abrissarbeiten laufen bereits.


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