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SOLiNZ 2025/4

SOLiNZ - solidarisches Linz - ist die Online-Zeitung der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe Linz.

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SOLiNZ

Die Nachbarschaftszeitung lesen - hören - schauen und aktiv werden! Ausgabe 4/2025

Aus dem Inhalt:

> Vor und nach dem

Kettensägenmassaker 3

> Wir begraben nicht unsere

Hoffnung 5

> Baumrodungen mit

massivem Polizeiaufgebot 6

> Teuerste Hitzeinsel 9

> Bäume schützen uns 11

> Die Entlastungslüge 12

> Offener Brief an die OÖN 14

> Natur und Asphalt in Auhof 16

> Zufälle gibt´s 18

> Riesenrad blockiert Radund

Fußweg 19

> Strukturelle Korruption 20

> Liebe deinen Nächsten! 22

> KV Ordensspitäler 23

> Klimaticket verteuert 24

> St. Florian - ein Sündenfall 26

> Mehr für Care! 27

> Bettenabbau in Spitälern

als Todesfalle 28

> „Urbanismo ambiental“ 30

> Pensionen statt Kanonen 32

> Friedenskalender 2026 35

> Recall Rotax! 36

Baummassaker im Bergschlösslpark

Ü

ber 230 Bäume hat die ASFINAG am Bergschlössl- und im Ziegeleipark Anfang Dezember

roden lassen, um eine Autobahn mitten durch Linz zu bauen. Baubeginn soll

Mitte 2026 sein. Dieses Baummassaker ist nur der Vorgeschmack darauf, was uns blüht,

wenn wir dieses wahnwitzige Autobahnprojekt nicht stoppen können. Nur mit einem Großaufgebot

an Polizei konnten die Rodungen gegen den ebenso gewaltfreien wie hartnäckigen

Widerstand von AktivistInnen durchgesetzt werden. Das zeigt: Der Widerstand wächst,

die Linzerinnen und Linzer verstehen immer weniger, warum die politisch Verantwortlichen

so versessen sind, eine milliardenteure Autobahn zu errichten, die MEHR Autos und WENI-

GER Lebensqualität bringt. Und wo die menschen- und umweltfreundliche Alternative dazu

auf der Hand liegt: Ausbau von Bahn, Bus und Bim!

Weiter auf Seite 2 bis 13


Viele Bäume

sind gefallen.

WIR STEHEN

AUF!

Zur „Bauvorbereitung“ der A26-Tunnelautobahn hat die ASFINAG im Bereich des Bergschlösslparks

über 230 Bäume fällen lassen. Insgesamt sind zehntausende Baumjahre

innerhalb weniger Tagen vernichtet worden. Ein wertvoller Naherholungsraum der Linzerinnen

und Linzer ist schwer beschädigt worden. In Zeiten der Klimakrise und der zunehmenden

Erhitzung der Städte kühlenden Grünraum zu zerstören, ist besonders unverantwortlich.

Insgesamt droht das Absterben von noch viel mehr Bäumen und Grünraum, da

für den Autobahn-Tunnelbau die stark Wasser führende Lehmschicht zwischen Stadion und

Bahnhofsknoten entwässert werden muss.

Darüber hinaus heizt der Bau dieser Autobahn den Ausstoß klimaschädlicher Gase an

(im Ausmaß des CO2-Ausstoßes des gesamten Linzer-Verkehrs eines Jahres!). Der Autoverkehr

in der Innenstadt nimmt – laut ASFINAG - um 30% zu, dem Bahnhofsviertel und

der A7 droht ein Verkehrskollaps. Und dafür soll in Zeiten finanzieller Knappheit zumindest

1,2 Milliarden Euro beim Fenster rausgeschmissen werden, die bitter beim Ausbau

des öffentlichen Verkehrs fehlen, der wirklich eine Verkehrsentlastung bringen könnte. Zumindest

60 Millionen Euro muss Linz beisteuern.

Linzerinnen und Linzer sollen über A26 entscheiden: Volksbefragung!

Die politischen Verantwortlichen haben sich verrannt. Doch noch können sie zurück. Baubeginn

soll erst im Sommer 2026 sein. Die Linzer Bevölkerung soll in einer Volksbefragung

selbst entscheiden, ob die Stadt Linz Geld für dieses Autobahnprojekt ausgibt. Für

eine solche Volksbefragung hat es bereits zwei Anläufe gegeben. Einmal wurden rd. 10.000

Unterschriften für eine Volksbefragung gesammelt, ein weiteres Mal über 7.000 Unterschriften.

Ausreichend, um eine Volksbefragung zu erreichen. Doch Bürgermeister Luger und

sein Nachfolger Prammer haben mit advokatischen Winkelzügen bisher eine Befragung der

Bevölkerung verhindert.

Angst vor der Bevölkerung ist kein guter Ratgeber für eine zukunftsorientierte Politik. Wir

rufen den Gemeinderat auf, das Zerstörungswerk zu beenden und die Linzerinnen

und Linzer selbst in einer Volksbefragung über die Zukunft entscheiden zu lassen!

Gerald Oberansmayr

2


Bergschlösslpark Linz vor...

...und nach dem Kettensägenmassaker


Grüngürtelcamp

im Bergschlösslpark

Als im Oktober bekannt wurde, dass die

Baumrodungen als Bauvorbereitung für

die A26 bevorstehen, formierte sich sofort

eine Widerstandsbewegung. Beim ersten

Treffen wurden zielstrebig Aufgabenbereiche

verteilt. Umfangreiche Recherchen

brachten eine peinliche Situation für die Linz

AG ans Licht. Die Tunnelbohrmaschine für

die Kanalumlegung blieb unter dem Bergschlösslpark

stecken.

Da weitere Baumrodungen für diese Bergung

notwendig sind, meldete das Bündnis

„Ja! Zum Grüngürtel“ sofort eine Versammlung

genau über dem Bohrkopf an und errichtete

am 19.11. ein Camp, um dauerhaft

Widerstand gegen die drohenden Fällungen

zu leisten.

Seither ist das Camp rund um die Uhr von

Aktivisti besetzt. Teilweise bei Minusgraden

wurden Workshops und Plena abgehalten,

Pressearbeit oder Homeoffice gemacht

und ganz nebenbei noch Sondierungsbohrungen

im Park verhindert. Bei zahlreichen

Veranstaltungen wurden Konzerte gespielt,

eine kulturbotanische Führung abgehalten,

die erste Linzer Hundedemo-lebenswerte

Stadt für Mensch und Tier und eine Pressekonferenz

im Camp organisiert und durchgeführt.

Für die Aktion „Dieser Baum ist ein Kunstwerk“

wurden 243 Plaketten von Hand bemalt,

viele davon schon ein Kunstwerk für

sich, und auf die zu fällenden Bäume gehängt.

Aufgrund der Baumrodungen konnte

diese Aktion nicht beendet werden.

Im Laufe der Wochen kamen viele Menschen

zusammen, informierten und beteiligten

sich am Widerstand gegen die

rückwärtsgewandte Verkehrspolitik und Naturzerstörung.

„Dieser Baum ist eine Kunstwerk“ –

243 mit Hand bemalte Plaketten

„Das Camp ist für mich und viele ETWAS

BESONDERES geworden: legaler Versammlungsort,

um für Umweltschutz und gegen

die A26 aufmerksam zu machen, Ort der

Begegnung, neue Menschen kennenlernen

und des Zusammenhalts, Krafttankort nach

heftigen Stunden Widerstand gegen sinnlosen

Baummord, Platz für Aktionen und

Kreativität, visionäre Stätte, an der alle ihre

eigenen Fähigkeiten einbringen und daraus

etwas Größeres entsteht.“, beschreibt Luchs

(Aktivist) seine Erfahrung.

Christian Leckschmidt

4


„Wir begraben

nicht unsere

Hoffnung“

Wir sind aber auch zusammengekommen,

um etwas symbolisch zu begraben.

Wir begraben …

aber nicht die Bäume

Sie leben in unseren Fotos und Videos,

und natürlich in unserer Erinnerung und in

unseren Herzen weiter

Wir begraben …

… die Betonschädel von Stadt Linz und Land OÖ, an der Spitze, namentlich genannt,

Bürgermeister Prammer und LH Stelzer, die für diesen Unsinn, nein, für diese verantwortungslose

Zerstörung – trotz Faktenlage, die auf dem Tisch liegt – verantwortlich sind.

Und wir begraben …

… generell die rückwärtsgewandte Verkehrs- und Betonpolitik eigentlich des letzten

Jahrhunderts, die aber mehr denn je in der Stadt Linz und im Land OÖ bei denen vorhanden

ist, die an der Macht sitzen und unser Steuergeld für ihre „Vorzeigeprojekte“, für ihren

aufgemotzten Lebenslauf verprassen.

Wir begraben jedoch nicht …

… unseren Widerstand

Wir begraben nicht …

… unseren Willen, eine bessere, zukunftsfähige Stadt Linz mitzugestalten

Wir begraben nicht …

… unsere Vision einer lebenswerten Stadt ohne A26

Wir begraben nicht …

… unsere Hoffnung

Wir werden weiterhin …

Widerstand bieten, an einer zukunftsfähigen Stadt mitgestalten, unsere Visionen einbringen

und Hoffnung haben.

Auszug aus der Rede von Luchs, vollständige Rede auf

https://www.solidarwerkstatt.at/umwelt-energie/wir-begraben-nicht-unsere-hoffnung

5


Baumrodungen

nur mit

massivem

Polizeiaufgebot

durchführbar

Viele Menschen und Initiativen versuchten die Baumrodungen im Bergschlössl- und Ziegeleipark,

als Vorbereitung für den Bau der A26-Autobahn, zu verhindern oder zumindest

hinauszuzögern und bereiteten sich auf den Tag vor. Doch was am 2.12. geschah, hat

niemand kommen sehen.

Ein Großaufgebot der Polizei riegelte das Gelände hermetisch ab und die Baumrodungen

der Firmen Strasser und Ganser starteten.

Die Aktivisten im Grüngürtel-Camp im Bergschlösslpark schlugen sofort Alarm. Bevölkerung,

Presse und PolitikerInnen wurden mit vorbereiteten Nachrichten informiert. Einige

Aktivisti setzten sich Maschinen in den Weg oder versuchten auf Bäume zu klettern, viele

stellten sich mit Transparenten an den Straßenrand, um ihren Widerstand zu zeigen.

„Schwarze Tage für die Umwelt“

Die Polizei, teils mit Helmen und Schlagstöcken in der Hand, war sichtlich nervös und

reagierte teilweise aggressiv auf die friedlichen Proteste. Es kam zu Verhaftungen. Der Lärm

der Motorsägen, der umstürzenden Bäume und das immense Polizeiaufgebot waren furchteinflössend.

Innerhalb weniger Stunden glich die historische Parklandschaft einem trostlosem

Schlachtfeld.

„In Zeiten, in denen wir bereits unter den Folgen des Klimawandels leiden, in einer Stadt

wie Linz über 240 Bäume zu roden, ist an Ignoranz und Kurzsichtigkeit kaum zu überbieten.

Die Auswirkungen dieser fehlgeleiteten Planung werden nicht nur uns AnrainerInnen treffen,

sondern über kurz oder lang uns alle. Es ist eine Schande, wie von öffentlicher Seite damit

umgegangen wird: Eine Volksbefragung zum Bau der A26 wird unter fadenscheinigen

Begründungen abgewürgt, die Bevölkerung nicht ausreichend informiert. Das sind schwar-

6


ze Tage für die Umwelt, das Zusammenleben in Linz und nicht zuletzt für ein demokratisches

Verständnis.“, resümiert Tina Stolz (Anrainerin und Aktivisti).

Neuer Höhepunkt im Kampf gegen Uraltprojekt

Im Camp organisierten sich sofort solidarische Aktivisti und AnrainerInnen und versorgten

die Baumbesetzter mit Lebensmittel und Decken, soweit dieses zugelassen wurde. Andere

kümmerten sich um Rechtsberatung oder Persönliches nach der Freilassung aus der Haft.

Die Pressegruppe gab Interviews, machte Presseaussendungen und social media. Der Widerstand

wurde sehr professionell betrieben, was sich auch in den zahlreichen Medienbeiträgen

wiederfindet.

Dieses Szenario wiederholte sich jeden Tag. Immer mehr Bereiche wurden gefällt, doch

die Besetzungen blieben hartnäckig. Aktivisti wurden verhaftet, und schon kletterte die

nächste Anrainerin auf einen schlecht bewachten Baum.

Immer wenn abends die Polizei abzog, wurde in Plena beraten und reflektiert, danach bis

spät in die Nacht Vorbereitungen für den nächsten Tag getroffen. Dank dem unermüdlichen

Einsatz konnte eine Baumgruppe von 13 Bäumen bis zum Wochenende bewahrt werden,

woraufhin Aktivisti ein Baumhaus errichteten, in welchem fortan eine Person als Baumschutz

schläft.

Der Jahrzehnte lange Kampf gegen das Uraltprojekt A26 Autobahn hat einen neuen Höhepunkt

erreicht.

Christian Leckschmidt

7


40.000 Bäume

müssten gepflanzt

werden, um die

Rodungen zu

kompensieren!

Als ehemaliger Naturschutzbeauftragter

der Stadt Linz, Stadtökologe und Leiter

der Naturkundlichen Station und des Botanischen

Gartens sehe ich die in den letzten Tagen

vorgenommenen Rodungen im Bereich des Bergschlössl- und Ziegeleiparks äußerst kritisch.

Es ist völlig unverständlich, dass in Zeiten der hereinbrechenden Klima- und Artenkrise

derart wertvolle Baumsubstanz einem Autobahnprojekt weichen muss, wie das hier der Fall

ist. Nur um die Dimensionen zu verdeutlichen: Um die ökologischen Funktionen eines alten,

großkronigen Baumes mit 20 m Durchmesser hinsichtlich Klima und Feinstaubreinigung zu

kompensieren, müsste man 400 junge Bäume pflanzen. Vorsichtig geschätzt wurden in den

letzten Tagen 50 alte Bäume gefällt. Das heißt, es müssten 20 000 junge Bäume gepflanzt

werden. Wenn man die übrigen kleineren Bäume dazurechnet, wären das mindestens nochmals

so viel, also 40 000! Die verloren gegangene Lebensraumfunktion lässt sich leider

ohnehin nicht kompensieren.

Und das noch

dazu in einer ohnehin

durch Verkehr belasteten

Zone mit schlechter

Luftqualität! Die von

der ASFINAG ins Treffen

geführten Ersatzpflanzungen

können

das nicht annähernd

wett machen. Es wäre

höchst an der Zeit, angesichts

der nunmehr

vorhandenen problematischen

Umweltund

Finanzsituation das

Projekt A26-Westring

in Frage zu stellen!

Friedrich Schwarz

8


100 Millionen

Euro - teuerste

Hitzeinsel

der Stadt

D

as geplante Autobahnkreuz

der A26 zerstört gesunden

Boden, große Bäume und jahrzehntelange

Kühlleistung im Bergschlössl-

und Ziegeleipark. Auch

wenn der Schaden nicht durch Geld

aufgewogen werden kann, so ist es

doch aufschlussreich, wie hoch der

Schaden monetär zu bewerten ist.

Der Stadtentwickler Lorenz Potocnik

(Linz plus) schätzt den Gesamtschaden

auf bis zu 100 Millionen Euro

ein. Allein der Verlust von rund 240

großen Bäumen entspricht einem

Schaden von bis zu 16 Millionen

Euro. Ihre Kühlleistung, nachgewiesen

in wissenschaftlichen Studien,

hat einen jährlichen Wert von fast 4

Millionen Euro. Durch die lange Bauzeit

und die erst nach vielen Jahren

wirksamen Neupflanzungen gehen

Jahrzehnte Kühlung verloren. Schaden:

über 75 Millionen Euro. Hinzu

kommen 7,2 Millionen Euro zerstörter

Bodenwert im Bergschlössl- und

Ziegeleipark. Das sind Flächen, deren

Verlust sich stadtklimatisch nicht

reparieren lässt.

9


Kondolenzschreiben der Teilnehmenden an der Mahnwache am 5.12.2025 an die

Linzer Bevölkerung anlässlich der Baumrodungen im Bergschlössl- und Ziegeleipark

Liebe hinterbliebene Linzerinnen und Linzer!

In tiefer Betroffenheit sprechen wir Ihnen unser Mitgefühl zum Verlust von Jahrhunderten an

Baumgeschichte und -geschichten Ihrer Stadt aus.

Der viel zu frühe Tod Ihrer Buchen, Birken und Platanen im Bergschlössl- und Ziegeleipark

durch Menschenhand ist unbegreiflich, waren die Bäume doch in der Blüte ihrer Jahre, hoch

leistungsfähig und stets bereit, Ihnen Schatten zu spenden, für Kühlung zu sorgen, für Sie

Schadstoffe und Staub zu filtern, Sauerstoff bereitzustellen und auch unterschiedlichsten

Lebewesen Herberge zu bieten.

Vielleicht erinnern Sie sich so wie wir auch gerne an Momente, in denen Sie durch die

Gegenwart der Verstorbenen Ruhe, Erholung und inneren Ausgleich und Frieden finden

konnten.

Unsere Anteilnahme gilt besonders den Kindern, die die Großartigkeit dieser geschlägerten

Bäume nie kennenlernen werden. Das gesamte Leben von heute Neugeborenen

wird nicht reichen, Bäume 150 oder 200 Jahre und länger wachsen und gedeihen zu sehen.

Werte Hinterbliebene, Ihr erlittener Verlust berührt uns. Wir sind von der Grausamkeit

des Plans, die Rodungen weiterzuführen, bis 243 Bäume einem neuen Linzer Wahrzeichen

gewichen sind, erschüttert. Das ist erst der Beginn. 40.000 m2 Fläche soll die Autobahnkreuzung

samt neuer Straßen, Tunnels, Ein- und Ausfahrten verschlingen, und damit auch

jene Oasen, wo Ihre Verstorbenen beheimatet und verwurzelt waren. Ein sinkender Grundwasserspiegel

würde auf längere Sicht viele zusätzliche Bäume in den Tod reißen.

Liebe Linzerinnen und Linzer, es ist jetzt nicht an der Zeit, die Verstorbenen in Frieden

ruhen zu lassen.

Es ist vielmehr an der Zeit, die zuständigen Politiker:innen zu drängen, Sie als Hinterbliebene

um Ihre Meinung zu fragen und diese auch zu hören.

Seien Sie versichert, dass wir auf diesem Weg an Ihrer Seite sein werden.

In Trauer und Verbundenheit

Alle, die wir hier versammelt sind.

Elfriede Pirolt

10


Bäume schützen uns

Sauerstoff, Kühlung und

Feinstaubfilter

Ein etwa 20 Meter hoher

Laubbaum produziert pro

Tag etwa 10.000 Liter Sauerstoff.

Das reicht für bis zu 10 Menschen.

Bäume spenden aber

auch Schatten und dienen als

natürlicher Sonnenschutz. Ein

einziger Baum verdunstet bis zu

500 Liter Wasser pro Tag und hat

damit die Leistung von 10 bis 15

Klimaanlagen. An heißen Sommertagen

sinkt im Schatten der

grünen Riesen die gefühlte Temperatur

um bis zu 15 Grad.

Gabriele Winkler machte für Interessierte einen botanischen

Rundgang im Bergschlösslpark, bei dem sie auch viel zum kulturellen

Hintergrund der verschiedenen Bäume zu sagen wusste.

Hier ein Video vom Rundgang.

Artenvielfalt

Darüber hinaus finden unzählige Lebewesen

in alten Bäumen eine Vielfalt an Nischen.

Totholz ist alles andere als tot. 2.500

verschiedene Flechten und Pilze gehören

ebenso dazu wie rund 1.350 Insektenarten

wie Wildbienen, Ameisen und Käfer. Ein

Großteil der etwa 1.000 Wespen- und Bienenarten

nutzt das Biotopholz zur Vermehrung.

In den Kronen sind Käfer, Schmetterlingsraupen,

Spinnen, Schlupfwespen,

Wanzen und Schnecken zu finden.

Klimaschutz

Bäume verwandeln das Kohlendioxid

aus der Luft mit Hilfe der Fotosynthese in

Zucker. Eine 35 Meter hohe Buche mit 100

Jahren speichert in ihrem Holzkörper ungefähr

3,5 Tonnen CO 2

.

Seit Anfang November fanden regelmäßig Mahnwachen für den Erhalt der Bäume statt (hier am

16.11.2025 im Bergschlösslpark).

11


Entlastungslüge A26:

Ein Plus von 23 Prozent auf

Linzer Hauptverkehrsstraßen

wird als „Entlastung“ verkauft

Die ASFINAG hat

im Zuge der UVP

eine Prognose der

Verkehrsentwicklung

für den Vollausbau der

A26-Autobahn entwickelt:

Ergebnis: Der

Mittelwert von Zu- und

Abnahmen der Belastung

durch die A26

bei diesen 25 stark befahrenen

Straßen beträgt

23 % plus! (siehe

Schaubild Seite 13).

D.h. selbst wenn die-

Linzer Westtangente

(der grüne Straßenzug

im Westen) durch die

A26 entlastet werden

würde, in Summe produziert

diese Autobahn

eine erhebliche Mehrbelastung.

Fazit: Wir

geben also weit über

eine Milliarde dafür

aus, dass wir MEHR

Autoverkehr in der

Stadt bekommen. Das

ist verrückt. Es ist noch

nicht zu spät für ein

Umdenken: Geben wir

das Geld für tatsächliche

Entlastung aus.

STADTBAHN STATT

AUTOBAHN!

12


13


Linz, 28.10.2025

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE VERKEHRSWENDE JETZT!

an die Oberösterreichischen Nachrichten zur Berichterstattung über die A26

Sehr geehrte Damen und Herren!

Dass die OÖN spätestens seit der (erschlichenen) Bewilligung dieses Steinzeitprojekts

den Weg der objektiven und unabhängigen Berichterstattung verlassen haben, ist

augenscheinlich. Es gibt nur mehr Jubelmeldungen und völlig unkritische Berichterstattungen

über ein Projekt, das von der Politik als Entlastungprojekt verkauft wird, obwohl dem

selbst die Bewilligungsunterlagen widersprechen. Auch in Ihrem gestrigen Artikel wird wieder

mit überholten oder falschen Zahlen argumentiert.

Sie erwähnen mit keinem Wort, dass der Kfz-Verkehr auf der B127 seit 13 Jahren durch

die Bemühungen, den umweltfreundlichen Verkehr zu forcieren, kontinuierlich gefallen ist.

Und Sie erwähnen mit keinem Wort, dass der Kfz-Verkehr auf der B127 seit der Eröffnung

der Donautalbrücke im November 2024 deutlich (über 10 %) angestiegen ist. Nur weil die

Brücke da ist! Das heißt: durch die Brücke wurden nun alle Anstrengungen der Vertreter der

Landesabteilung, den umweltfreundlichen Verkehr zu puschen, mit einem Schlag zunichte

gemacht (siehe Grafik Seite 15).

Und Sie erwähnen mit keinem Wort, dass Politik und Asfinag jahrelang vollmundig versprochen

haben, dass die Donautalbrücke sofort bei Ihrer Eröffnung die Nibelungenbrücke

um 20.000 Kfz pro Tag entlasten wird.

Dennoch wird auch heute noch – 11 Monate nach Eröffnung der Donautalbrücke – der

Bauleiter der A26 auf der ASFINAG Homepage mit diesem nie ansatzweise eingetretenen

Wert zitiert.

Wenn jetzt 10.000 Kfz über die Donautalbrücke fahren, dann ist das nach Adam Riese nur

die Hälfte (!) dieses x - fach versprochenen Wertes, also Aufgabe nicht erfüllt!

Und Sie erwähnen mit keinem Wort, dass in der letzten Woche vor der Eröffnung der

Donautalbrücke nur mehr 37.000 Kfz über die Nibelungenbrücke gefahren sind und nicht

43.500, weil Sie hier Zahlen aus dem Jahr 2022 zitieren, die im Jahr 2024 schon überholt

waren.

Das letzte Mal, wo Sie in Ihrer Zeitung noch kritische Worte eines hohen Landesmitarbeiters

abgedruckt haben, war im Jahr 2004 der sehr richtige Kommentar mit dem Titel „Es

gibt Intelligenteres, als den Stau mit mehr Straßen zu bekämpfen!“ Nur ein Satz daraus:

„Die weitere Entwicklung des Straßenverkehrs allein durch mehr Straßen in den Griff

bekommen zu wollen, ist die am wenigsten intelligente Form der Verkehrspolitik“.

14


Die aktuelle Linie Ihrer Zeitung dagegen ist es, sich zum Edelhelfer einer ewig gestrigen

Betonierer-Lobby zu machen, obwohl sie scheinheilig Umweltpreise wie die Feronia vergibt.

Dass die Prognosen des Verkehrs südlich der Donautalbrücke für diese Phase des Projekts

falsch sein müssen, ist offensichtlich. Hier (Obere Donaulände und Römerbergtunnel)

weitere 10.000 Kfz in der Hauptverkehrszeit durchschleusen zu können, wäre wirklich ein

Wunder. Also waren die 20.000 prognostizierten Kfz über die Brücke von Anfang an eine

Phantasiezahl (genauso wie die prognostizierten 72.000 Kfz/d auf der Nibelungenbrücke).

Wie ebenfalls oft in Ihrer Zeitung abgedruckt!

Wenn man den Kurs vor der Eröffnung der Donautalbrücke wieder aufnehmen und über

die Achse Richtung Oberes Mühlviertel konsequent weiter den ÖV ausbauen und die Umsetzung

der Stadtbahn massiv beschleunigen würde (zB die Elektrifizierung der Mühlkreisbahn),

dann würde man auch für diesen Bereich im Westen von Linz eine gute Lösung

finden. So könnte man auf die vollkommen unzulässige und milliardenschwere Parallel- bzw.

Doppelförderung von klimaschädlichem Autobahnmonster und Stadtbahn auf der gleichen

Verkehrsachse verzichten.

Zuletzt sei auch erwähnt, dass die von Ihnen erwähnte Rudolfstraße mit einem über den

Erwartungen liegenden Rückgang auch ein ähnliches Schicksal wie die B127 erleiden wird.

Erst durch die A26 mit Freinberg-Tunnel und Donautalbrücke wird es möglich sein, von

Westen über die

Rudolfstraße nach

Urfahr zu fahren.

Damit ist es mehr

als wahrscheinlich,

dass die Rudolfstraße

durch die A26

nicht entlastet und

damit das Projektziel

nicht erfüllt werden

wird. Seit Jahren

weigern Sie sich

beharrlich, über

diesen einen von

vielen Denkfehlern

im Zusammenhang

mit der A26 zu berichten.

Unabhängige

Berichterstattung

schaut anders

aus!

Viele Grüße,

Initiative

Verkehrswende

jetzt!

15


Spaziergang

durch den Konflikt:

Natur und

Asphalt in

Linz-Auhof

Von Harald Müllner

Unser Spaziergang am 24. Oktober beginnt am Campus der Johannes Kepler Universität

(JKU) in Linz-Dornach, einem Ort, der Fortschritt und Konflikt wie kaum ein zweiter

vereint. Die geplante massive Erweiterung des Universitätsviertels, angetrieben durch die

neue IT:U (Interdisciplinary Transformation University Austria), wirft einen langen Schatten

auf das sensible Gleichgewicht zwischen Urbanisierung und Natur. Die ambitionierten Bauprojekte

zeigen exemplarisch, wo die Grenzen der Nachverdichtung in einer wachsenden

Stadt liegen.

Grünes Erbe in Gefahr: Der Kampf um die Klimaschneisen

Der erste Stopp ist das Biologiezentrum Linz. Ursprünglich sollte dieser zentrale Standort

für naturwissenschaftliche Forschung, der die umfangreichen Landessammlungen beherbergt,

der IT:U weichen. Massive Proteste führten jedoch zur Entscheidung, das Zentrum

zu behalten und zu sanieren. Dieser Konflikt ist bezeichnend: Er demonstriert, wie wertvolle

Naturforschung und das Bewahren des naturwissenschaftlichen Erbes durch den Drang

nach neuer Technologie bedroht wurden.

Nur wenige Schritte weiter führt uns der Blick auf geplante Wohnbauten wie das Wohnprojekt

Mengerstraße. Diese Projekte sind in einem hochsensiblen Gebiet angesiedelt, wo

wichtige Kaltluftschneisen verlaufen. Jede zusätzliche Versiegelung, wie auch die Bebauung

in der Mengerstraße oder der mögliche Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Mengerschule,

verstärkt den Urban Heat Island Effect (städtische Überhitzung) und beeinträchtigt

die Lebensqualität in der Umgebung.

Ein weiteres unsichtbares, aber entscheidendes Ökosystem sind die Elmberggräben. Der

Bau des neuen JKU Parkhauses erfolgte direkt auf oder in der Nähe von Retentionsflächen.

Auch die Planung für den zukünftigen IT:U-Campus berührte aufgrund der Nähe zum

Biologiezentrum hydrologisch sensible Gebiete. Diese Flächen sind lebenswichtig für den

Hochwasserschutz, da sie Hangwasser aus den Gräben kontrolliert zurückhalten. Die Planer

müssten die verlorene Rückhaltekapazität aufwendig kompensieren und weitere Schutzbauten

im Bereich von der JKU oberhalb werden errichten.

Der geplante S-Bahn-Ausbau bedeutet zudem gravierende Eingriffe in die Natur: Er erfordert

weitreichende Baumfällungen (Rodungen) , greift in den Donaudamm ein und gefährdet

wertvolle Habitate wie jene von Biber und Eisvogel.

16


Vom Chaos der Autos: Verkehrswende verpasst

Die soziale Dimension der Entwicklung zeigt sich besonders im Verkehr. Obwohl die JKU

und das umliegende Viertel gut an den öffentlichen Verkehr angebunden sind, leidet die

gesamte Gegend unter dem motorisierten Individualverkehr (MIV).

Die Johann-Wilhelm-Klein-Straße und die Altenbergerstraße fungieren als kritische

Verkehrszonen. Die Zunahme von Stellplätzen, etwa in Tiefgaragen bei Studentenheim-Zubauten

JKU Erweiterungen, IT:U Neubau oder Wohnbauten, bedeutet eine kumulative

Zunahme der Verkehrsbelastung.

Ein Brennpunkt des sozialen Konflikts ist der Aubrunnerweg. Hier führen sogenannte Elterntaxis

vor den Schulen (der

fusionierten Mira-Lobe-Schule

und dem Bundesschulzentrum)

zu täglichem Chaos und massiven

Rückstaus. Der neu errichtete

Mini-Kreisverkehr sollte die

Situation entschärfen, wird jedoch

von Kritikern als Maßnahme

empfunden, die den Elterntaxis

Vorrang einräumt, anstatt

das Problem durch eine temporäre

Schulstraße (Fahrverbot)

an der Wurzel zu packen.

Die Last der Geschichte und die Zukunft des Gedenkens

Schließlich führt der Spaziergang auch zu einem Ort der Stille und des Gedenkens. Auf

dem Gelände des Wohnprojekts Mengerstraße wurden bei Aushubarbeiten Fundamente

des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Dornach freigelegt. Dieses Lager, das in der NS-Zeit

Zwangsarbeiter beherbergte, war jahrzehntelang unsichtbar. Die Funde lösten eine wichtige

Debatte über die Errichtung einer Gedenkstätte aus, damit die Geschichte der Leiden

und der NS-Vergangenheit des Areals (das unter anderem auch eine Flakkaserne umfasste)

nicht negiert wird. Auch das historische Schloss Auhof, heute Rektorat der JKU, hat eine

NS-Vergangenheit.

Der Ausbau in Dornach-Auhof

zeigt, dass der

Baufortschritt nur dann

nachhaltig und sozialverträglich

ist, wenn er aktiv

den Klima- und Naturschutz

verteidigt, den Verkehr

zugunsten der aktiven

Mobilität beruhigt und die

historische Verantwortung

wahrnimmt.

Weitere Informationen

können unter:

JKU_Gelaendegeschichte

nachgelesen werden

17


Zufälle gibt´s

Wir haben in der vorigen Ausgaben von

SOLiNZ darüber berichtet, dass ein

Baum in der Lederergasse umgeschnitten

wurde. Der Baum war offensichtlich nicht

krank. Entsprechend verwundert und verärgert

waren wir darüber. Michael Schmida

(KPÖ) hat das dankenswerter Weise aufgegriffen

und in einer Anfrage an die zuständige

Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) um Auskunft ersucht, warum dieser Baum der

Kettensäge zum Opfer gefallen ist. Die Antwort kam prompt: Der Baum hätte einen „Pilzbefall

(zottiger Schillerporling) am Stammkopf und im gesamte Kronbereich“ gehabt. Nun,

es könnte ja tatsächlich so gewesen sein, auch wenn eine Erkrankung nicht offensichtlich

gewesen war. Warum wäre sonst der Baum umgeschnitten worden?

Der Argwohn wurde allerdings geweckt, als nur wenige Tage nach dieser Auskunft, an genau

der Stelle, wo der Baum stand, ein Baustellencontainer für die Errichtung eines Hauses

auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgestellt wurde. Wenn der Baum nicht gewichen

wäre, hätten doch glatt ein oder zwei Parkplatz dafür geopfert werden müssen. Um

das zu vermeiden, hat den Baum just im richtigen Augenblick der „zottige Schillerporling“

befallen, um Platz für den Baustellencontainer zu machen. Es gibt manchmal Zufälle, die so

gar nicht zufällig wirken.

18


RIESENRAD blockiert

Rad- und Fußweg

Man fühlt sich an Schilda erinnert,

wenn man dieser Tage mit dem

Rad im Volksgarten beim Musiktheater

vorbei fahren will. Ein Riesenrad wurde

beim Christkindlmarkt so aufgestellt,

dass der Radweg blockiert ist – mehr

als ein Monat lang. Dabei handelt es

sich um eine viel befahrene Hauptradwegroute

mitten durch Linz. Für viele

AlltagsradlerInnen bedeutet diese

Sperre, dass sie einen gefährlichen

Umweg über stark befahrene Straßen

nehmen. Auch FußgängerInnen müssen

den Weg über die Rampe beim

Musiktheater nehmen - insbesondere

für gehbeeinträchtigte Menschen eine

zusätzliche Hürde. Ein rascher und sicherer

Rad- und Fußweg wird einfach

kommerziellen Interessen geopfert.

Dabei hätte die Blockade des Radund

Fußwegs leicht vermieden werden

können, wenn das Riesenrad etwas

weiter in Richtung Kärtnerstraße

verlegt worden wäre. Im Vorjahr ging

das ja auch. Die monatelange Sperre

ist ein Fußtritt für jene Menschen, die

auch in der kalten Jahreszeit umweltfreundlich

mit dem Rad unterwegs

sein wollen und die sich von der Politik

erwarten, dass ihnen dabei keine Prügel

vor die Füße bzw. das Rad geworfen

werden. Mobilitäts-Stadtrat Martin

Hajart, der schon bei der Neugestaltung

des Radwegs über die Nibelungenbrücke

eine klägliche Figur gemacht

hat, stellt wieder einmal unter

Beweis, dass ihm das Fahrrad nur für

coole PR-Fotos wichtig ist, die Alltagsrealität

von RadfahrerInnen ihm aber

am A…. vorbei geht.

19


Kaplanhofviertel

Strukturelle

Korruption

Umgehung der UVP soll mit 1,6

Millionen für ein Parkhaus belohnt

werden

Im Kaplanhofviertel soll ein mehrstöckiges

Parkhaus mit 200 Stellplätzen

errichtet werden. Jeder weiß,

dass zusätzlicher Parkraum zusätzlichen

Fehlplanung: 111 Meter hohe Quadrill

Autoverkehr anzieht. Laut VCÖ-Untersuchung

verursacht im Durchschnitt jeder

Parkplatz in zentrumsnahen Stadtteilen im Schnitt 13,6 gefahrene Kilometer pro Tag.

Im verkehrsgeplagten Kaplanhofviertel, wo mit dem Quadrill ein neuer Verkehrsmagnet

entstanden ist, ein besonderer Unfug.

Mit besagtem Quadrill – einem Megahochhaus im Tabakfabrikgelände – steht dieses

geplante Parkhaus in einer besonderen Beziehung. Für den Bau der Quadrill wären eigentlich

– aufgrund der Höhe und Dichte des Projekts - 1235 Autostellplätze notwendig

gewesen. Da ab 720 Stellplätzen aber eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich

ist, hat die Baubehörde des Landes OÖ dem Bauträger 525 Stellplätze „nachgesehen“.

Mit 710 Stellplätzen konnte die UVP umgangen werden. Jetzt nach Fertigstellung der

Quadrill wird ein Parkhaus mit 200 Parkplätzen „nachgereicht“ wird. Ein Schelm, wer

dabei Böses denkt.

Betreiber der Parkhauses ist die Immobilien Linz GmbH & Co KG (ILG), also jene kommunale

Immobilien- bzw. Gesellschaftseinheit, die das Areal der Tabakfabrik Linz bzw.

das Umfeld mitverwaltet. Aufsichtsratsvorsitzender der ILG ist Bürgermeister Prammer.

Vom Linzer Stadtsenat wurden der ILG dafür 1,6 Millionen an Subventionen in Aussicht

gestellt. Die Umgehung der Umweltverträglichkeitsprüfungen wird also nun mit der Subventionierung

von Stellplätzen belohnt. Dazu fallen mir nur zwei Wörter ein: STRUKTU-

RELLE KORRUPTION. Ein Geflecht von privaten Investoren und öffentlichen Entscheidungsträgern

kollaboriert bei der autozentrierten Zerstörung der Stadt.

20


Widerstand gegen die Garage im Kaplanhofviertel

Errichtet werden soll mehrstöckige Parkhaus auf einem Grundstück an der Ecke Petzoldstraße

/Lederergasse. Damit entsteht de facto eine Pendlergarage mitten in der

Stadt, die enormen Mehrverkehr in das Kaplanhofviertel bringt. Dagegen regt sich Widerstand.

Die Bürgerinitiative „Tabakfabrik: wir reden mit!“ empört sich: „Das ist Betrug

an den Linzer:innen und wirkt wie ein ‚gezieltes‘ Umgehen der Gesetze.“ Brita Piovesan,

die Sprecherin der Bürgerinitiative, ist entsetzt: „Meine schlimmsten Befürchtungen werden

wahr. Diese Garage ist einer der Schäden aus den städtischen Fehlplanungen rund

um die Quadrill. Das Viertel braucht mehr Durchgrünung, Parks, öffentlichen Verkehr

und echte Lebensqualität – aber sicher keine neuen Garagen, die nur noch zusätzlichen

Verkehr erzeugen.“ Die Schlussfolgerung: „So geht das nicht! Diese Garage darf nicht

gebaut werden!“

Eine Petition der Bürgerinitiative kann hier unterzeichnet werden:

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/widerstand-gegen-die-garage-im-kaplanhofviertel

Gerald Oberansmayr

Das mehrstöckige Parkhaus an der Ecke Petzoldstraße/Lederergasse würde zusätzlichen

Verkehr ins Kaplanhofviertel ziehen.

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Kundgebung vor dem OÖ Landtag am 9.12.2025

Am 9.12.2025 fand eine Kundgebung der Solidarwerkstatt Österreich vor dem OÖ

Landtag statt. Motto: "Liebe deinen Nächsten! Nein zum Budget der sozialen Grausamkeiten!"

Mehrere Redner:innen kritisierten die Kürzungen im Sozialbereich scharf, insbesondere

den vorliegenden Entwurf zum Sozialhilfe-Ausführungsgesetz.

Boris Lechthaler, Solidarwerkstatt Österreich: "Draufhauen auf die Schwächsten der Gesellschaft

– das ist das Programm der schwarz-blauen Landesregierung in Oberösterreich.

In Oberösterreich gibt es schon jetzt eines der rigidesten Sozialhilfe-Gesetze. Bei der Landtagssitzung

im Dezember 2025 soll das Sozialhilfe-Gesetz ein weiteres Mal verschärft werden.

So soll bei Verstößen gegen die 'Bemühenspflicht' die Sozialhilfe um 30 Prozent, im

Wiederholungsfall um 50 Prozent gekürzt werden. Dann droht sogar die Totalstreichung."

Stefan Thurner, Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ: "Die Kürzungen bei Integrations-

und Jugendprojekten gefährden die Bemühungen, sozial Benachteiligte an den Arbeitsmarkt

heranzuführen. Wir kritisieren den mangelnden Dialog und die Einbindung von

sozialen Organisationen als Expert:innen."

Witha Hölzl, eh. Lehrbeauftragte an der FH OÖ für soziale Arbeit: "Die Zahl der Sozialhilfebezieher:innen

ist in Oberösterreich trotz wachsender Armut von 15.000 auf aktuell 5.000

zurückgegangen, weil der Zugang zur Sozialhilfe immer restriktiver wird. Hauptbetroffen

sind Frauen, v.a. Alleinerzieherinnen, und Kinder."

Hans Linsmaier, eh. Betriebsratsvorsitzender der voestalpine: "Die Sozialhilfe darf nicht

als Instrument der Bevormundung, Kontrolle und Sanktion verstanden werden, sondern als

solidarische Unterstützung für all jene, die sie benötigen."

Peter Binder, dritter Landtagspräsident und SPÖ-Abgeordneter: "Dieses Budget

spart auf der Rücken der Ärmsten in der Gesellschaft. Wir werden diesem Budget daher

nicht zustimmen."

Mit der Kundgebung riefen die Teilnehmer:innen den OÖ Landtag auf, dieses Budget

nicht zu beschließen und die Novelle zum Sozialhilfe-Ausführungsgesetz zu überarbeiten.

Wir brauchen eine Sozialpolitik, die den Schwächeren in unserer Gesellschaft den Rücken

stärkt und sie nicht demütigt.

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KV Ordensspitäler

Arbeitszeitverkürzung und

Sicherung der Reallöhne

Übergabe der Forderungen am 3.12.2025 vor den Barmherzigen Brüdern in Linz

Am 3. Dezember übergaben die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler

bei Kundgebungen in Linz, Wels und Ried ihre Unterschriften zur Unterstützung

der Forderungen für die laufenden Kollektivvertragsverhandlungen.

Menschen in Pflege-, Sozial- und Gesundheitsberufen tragen unsere Gesellschaft – Tag

für Tag. Viele von ihnen sind erschöpft und arbeiten längst an der Belastungsgrenze. Es

geht um echte Entlastung und faire, wertgesicherte Einkommen. Nur mit besseren Arbeitsbedingungen

kann auch künftig eine gute und würdevolle Patientenversorgung gewährleistet

und neue Mitarbeitende gefunden werden. Deshalb setzen wir uns in der KV-Runde

2025/26 für eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung und die Sicherung der Reallöhne ein.

Bereits 6.843 Kolleg:innen, also über zwei Drittel der Belegschaft, unterstützen diese Forderungen.

Die Lohnverhandlungen haben schon begonnen, doch auf die Forderungen wurde - trotz

der vielen Unterschriften - bisher nicht eingegangen. In einer erneuten Befragung lehnten

99 % der erreichten Beschäftigten das aktuelle Angebot der Arbeitgeber ab. Die Verhandlungen

werden nun fortgesetzt.

Unser Ziel bleibt eine gemeinsame Lösung auf Augenhöhe und ein konstruktiver Dialog

mit der Geschäftsführung. Sollte diese nicht handeln, dann endet die gesetzte 40-tägige

Frist am 12. Jänner. Danach werden weitere Schritte beraten – bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen

wie Streik.

Bleibt bitte am Laufenden und unterstützt uns zu Ende des Ultimatums zu unserer Kundgebung

am Mo, 12.1.2025, 14.30 Uhr, vor dem Landhaus in Linz.

#wirsorgengemeinsam

Sandra von den Barmherzigen Schwestern Linz

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Öffi-Fahrer sollen für den Linzer Flughafen zahlen?

Oberösterreichs Klimaticket wird noch teurer und das Geld fließt stattdessen in den

Flugverkehr. Während das Land Oberösterreich den Flugverkehr weiter großzügig unterstützt,

müssen Öffi-Fahrer:innen künftig immer tiefer in die Tasche greifen. Das Klimaticket

wird um bis zu 19 Prozent teurer. Dieser Anstieg entspricht ca. dem Landeszuschuss

für den in finanzielle Schieflage gekommenen Linzer Flughafen.

Die Anpassung als „Harmonisierung zum Klimaticket Österreich” anzupreisen ist angesichts

der Kostenverhältnisse ein billiger Versuch davon abzulenken, dass OÖ bereits das

teuerste Ticket aller Bundesländer hat.

„Wer Bus und Bahn nutzt, wird bestraft, während der Linzer Flughafen weiter Millionen

an Förderungen kassiert – das ist klimapolitisch und volkswirtschaftlich absurd“ kritisiert die

Klima-Allianz OÖ.

Die geplante weitere Verteuerung entspricht rund 3 bis 4,5 Mio. Euro jährlich – fast genau

so viel, wie das Land dem Linzer Flughafen überweist. Über 40.000 Pendler:innen, Studierende

und Senior:innen trifft das besonders. Wer konkret vom Linzer Flughafen profitiert, bleibt

offen (nachdem u.a. die Verbindungen nach Frankfurt bei weitem nicht ausgelastet waren).

„So drängt man die Menschen wieder ins Auto, verschärft damit die Stausituation auf den

Straßen und gefährdet die Klimaziele 2030 gleich mit“, warnt die Klima-Allianz OÖ.

Die Klima-Allianz OÖ fordert deshalb: Preise gar nicht oder maximal nur inflationsnah

anheben, die Kernzonenaufschläge abschaffen und endlich mehr Investitionen in attraktive,

klimafreundliche Öffis statt in zusätzliche Straßen und Flugverkehr. Eine Querfinanzierung

über eine höhere CO 2 -Bepreisung würde einen zusätzlichen Umlenkeffekt bringen.

„Wer Klimaschutz ernst nimmt, darf Öffi-Fahren nicht zum Luxus machen“, so die

Klima-Allianz OÖ abschließend.

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Petition

NEIN zur Verteuerung des Klimatickets OÖ –

JA zu leistbarer, klimafreundlicher Mobilität!

Die Klima-Allianz OÖ hat eine Petition gegen die geplante Preiserhöhung

für das OÖ Klimaticket von 19 Prozent gestartet. Bitte unterstützen!

Hier unterschreiben:

https://mein.aufstehn.at/petitions/nein-zur-verteuerung-des-klimatickets-oo-ja-zu-leistbarer-klimafreundlicher-mobilitat

Statt Millionen in Flugverbindungen und Straßenbau zu stecken, braucht es Investitionen

in Bus, Bahn und aktiver Mobilität, damit Oberösterreich seine Klimaziele 2030

und 2040 erreichen kann.

Wir fordern das Land Oberösterreich auf,

• die geplante Preissteigerung des Klimatickets OÖ für 2026 von rund 19%

zurückzunehmen

• Leistbare, faire und sozial gerechte Preise im öffentlichen Verkehr sicherzustellen

• den Ausbau des öffentlichen Verkehrs kontinuierlich weiter voranzutreiben

• Zusätzliche Anreize für die Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad zu schaffen

Leistbare Mobilität ist ein soziales Grundrecht.

Die angekündigte Preissteigerung für das Klimaticket OÖ würde genau die falschen

Signale senden und die Menschen verstärkt in den motorisierten Individualverkehr treiben:

Wer klimafreundlich unterwegs ist, darf nicht bestraft werden!

Stattdessen braucht es ein starkes, gut ausgebautes und leistbares öffentliches Verkehrssystem

in Oberösterreich, das für alle Menschen niederschwellig zugänglich

bleibt. Der kolportierte Stopp des Ausbaus des Öffinetzes in den nächsten beiden

Jahren muss aufgehoben werden.

Bekannter Weise ist der Verkehrssektor derjenige mit dem geringsten Rückgang

der CO2-Emissionen in den letzten Jahren (OÖ liegt im Vergleich mit den Bundesländern

bei der Reduktion seit 1990 an vorletzter Stelle). Neben Umstellung auf emissionsfreie

Technologien ist die Emissionsvermeidung durch Nutzung von Öffis sowie in der

Folge nicht notwendigen Bau von hochrangigen Straßen aufgrund der Verkehrsentlastung

ein Schlüssel zur Erreichung der notwendigen Klimaziele.

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Stift St. Florian

Ein Sündenfall

Der Rückschritt von biologisch auf konventionell

Das Stift Sankt Florian stellt nach der Pensionierung des langjährigen Betriebsleiters Volker

König seinen Ackerbau von biologischer Landwirtschaft auf konventionelle um. Für

viele ist diese Entscheidung – nach Jahrzehnten biologischer Landwirtschaft – nicht nachvollziehbar.

Der Berichterstattung zufolge geht es um wirtschaftliche Vorteile durch Kooperation

mit benachbarten Betrieben. Laut Aussagen dieser Kooperationspartner soll der

Umweltschutz nicht unter der Umstellung leiden. Das muss jedoch hinterfragt werden. Es

sollte – gerade in Österreich mit relativ hohem Anteil an biologischer Landwirtschaft – bekannt

sein, welche Unterschiede zwischen biologischer und konventionller Landwirtschaft

bestehen. Für König selbst ist es „ein Schlag ins Gesicht”, dass das von ihm aufgebaute

Projekt nicht in der Form weitergeführt wird. Kritik kommt auch von Anwohner:innen und

den Grünen. Zurecht wird kritisiert, warum nicht regionale (Bio-)Bäuer:innen aus St. Florian

bei der Bewirtschaftung zum Zug gekommen sind.

Klar scheint: Nur eine Fortführung des Bio-Anbaus würde den regenerierten Boden dauerhaft

so erhalten – im konventionellen Anbau kommen jedenfalls synthetische Stoffe zu

Einsatz. Zwar wird vonseiten der neuen Bewirtschafter argumentiert, dass diese nur gezielt

an bestimmten Flächen verwendet werden, doch handelt es sich um einen Rückschritt und

wird die Abhängigkeit von fossilen Düngemitteln weiter in Kauf genommen. Dazu kommt

die Frage der Kontrolle, die bei konventioneller Landwirtschaft laxer ist. Weiters ist biologische

Landwirtschaft relevant für den Erhalt der Artenvielfalt – die ebenfalls bekanntermaßen

in Gefahr ist.

Gewinn zu Lasten von Natur, Gesellschaft und Lebensräumen

Es gibt keinen Grund, gerade auch in Zeite der fortschreitenden Klimakrise, gewonnene

Errungenschaften wieder abzubauen – außer allenfalls mehr Gewinn für die Besitzer der

Landflächen, konkret das Stift Sankt Florian. Nicht zum ersten Mal ist die katholische Diözese

in Oberösterreich kein Vorbild beim Schutz von Lebensgrundlagen: im Jahr 2021 wurden

am Linzer Freinberg hunderte Bäume auf Grundstücken der Diözese gerodet – ebenfalls mit

Gewinnabsichten zulasten von Natur, Gesellschaft, Lebensräume. Es ist an der Zeit, diese

Fehler nicht erneut zu begehen!

Andreas Schütz

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Internationaler Tag der Pflege

Überwältigendes Votum

für MEHR FÜR CARE!

Zum Internationalen Tag der Pflege am 29. Oktober

veranstaltete auch heuer wieder die „Mehr

für Care-Arbeit“-Gruppe OÖ eine Straßenaktion am

Linzer Martin-Luther-Platz, um auf die Bedeutung

dieses wichtigen Sektors aufmerksam zu machen.

Den PassantInnen wurden zwei Fragen gestellt:

„Sind Sie dafür, dass im Gesundheits- und Sozialbereich

gespart wird?“ Und: „Soll eine menschenwürdige,

bedarfsgerechte Betreuung und Pflege

ALLEN MENSCHEN zustehen, oder NUR FÜR JENE sein, die es sich leisten können.“ Die

Antwort der übergroßen Anzahl der Menschen: NEIN zum Sparen bei Gesundheit und Sozialem,

und: ALLE MENSCHEN soll eine menschenwürdige, bedarfsgerechte Betreuung

und Pflege zu stehen!

Dieses überwältigende Votum

bestärkt uns: Es braucht einen

Rechtsanspruch auf Pflege!

Care-Arbeit ist ein Rückgrat für

den gesellschaftlichen Zusammenhalt,

wir brauchen mehr

und besser bezahltes Personal

in diesem Bereich, um die Zukunft

menschlich bewältigen zu

können.

Petition

NEIN ZUR STREICHUNG

DER VERPFLICHTENDEN

HEBAMMENBERATUNG

IM E-ELTERN-KIND-PASS

Mit großer Empörung wurde das österreichische Hebammengremium am 11.11.2025

informiert, dass das verpflichtende zweite e-EKP-Gespräch aufgrund von Budgetgründen

gestrichen werden soll.

Wir fordern die Weiterführung des fachlich ausgearbeiteten, politisch zugesicherten

und international empfohlenen Hebammentermins in der Schwangerschaft.

Petition hier unterschreiben

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Bettenabbau in Spitälern als Todesfalle

Mit nur 55 Jahren starb die Mutter von zwei Kindern aus dem Mühlviertel, da sie im

Bezirkskrankenhaus Rohrbach nicht behandelt werden konnte und keines der weiteren

angefragten Krankenhäuser Kapazitäten hatte. In einem Offenen Brief an die OÖ Gesundheitslandesrätin

Christine Haberlander thematisiert Rudolf Schober im Namen der Solidarwerkstatt

den Hintergrund: die Kürzungspolitik im Gesundheitsbereich und den Abbau der

Spitalsbetten auf Druck der EU-Kommission. Wir bringen Auszüge aus diesem Offenen Brief

Sehr geehrte Frau Landesrätin,

dass eine Mutter von zwei Kindern im Mühlviertel mit 55 Jahren aus dem Leben scheiden

musste, macht das Versagen der schwarz-blauen Landesregierung in Oberösterreich

mit ihren Kürzungen im Gesundheitsbereich mehr als offensichtlich. Dass es zwei Wochen

brauchte, bis dieser Skandal an die Öffentlichkeit kam, lässt Verschweigen und Vertuschen

des rigiden Gesundheits- und Bettenabbaus in den Spitälern vermuten.

Als zuständige Landesrätin drückten Sie, Frau Haberlander, Ihr Mitgefühl so aus: „Der Tod

dieser Frau ist menschlich eine Tragödie, mein Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen.

Die Geschehnisse müssen aufgeklärt werden.“ Nur wird die Mutter damit nicht mehr

ihrer Familie zurückgebracht. Dass die Sparpolitik im Gesundheitsbereich die Umstände des

Todes wesentlich mitverursacht hat, scheinen Sie nicht zur Sprache bringen zu wollen.

Hauptbetroffen sind alle PatientInnen, welche diesen Sparwahn im Bereich Gesundheit

mit langen Wartezeiten, geringerer Versorgungsdichte und unsozialen Selbstbehalten erleben

müssen. Das Personal spricht mittlerweile von „politischer Planlosigkeit“! Die dafür

verantwortliche Politik schert sich nicht darum.

Da die Erstdiagnose bei der 55-jährigen Mutter, eine Aortendissektion, im Bezirkskrankenhaus

Rohrbach nicht behandelt werden konnte, wurden über die Landesgrenzen hinweg

Fachkliniken für eine Behandlung abgefragt. Weder das KUK in LINZ noch die Spezialklinik

Wels-Grieskirchen, Barmherzigen Brüder, die Klinik in St. Pölten und in Salzburg konnten

oder wollten aufgrund gravierenden Kapazitätsmangel diese Patientin nicht übernehmen.

Alle diese Krankenhäuser sind in der Vergangenheit bis zur Gegenwart von rigiden Kürzungen

des Gesundheitsbudgets betroffen.

Im Linzer Kepler Uni-Klinikum herrscht öffentlich die Meinung vor, das sei “bestimmt kein

Einzelfall“, da habe man ähnliche Erfahrungen gemacht. Da bei Gesundheit und Pflege

an allen Enden und Ecken gespart wird, macht sich flächendeckende Frustration bei allen

Bediensteten breit: „Das Gefühl, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, haben wir als

Klinikum seit vielen Jahren verloren!“

2012 wurde ein unsozialer Deckel für die zukünftigen Ausgaben im Gesundheitssystem

still und heimlich eingeführt. Für alle Zukunft? Mit einer sogenannten 15a Vereinbarung

zwischen Bund und Länder wurde festgelegt, dass die Ausgaben für Gesundheit nur mehr

im eng begrenzten Rahmen des Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigen dürfen.

„Deckelung“ der Gesundheitsausgaben

Diese Vorgaben stellen in Summe gewaltige Kürzungen im österreichischen Gesundheitssystem

dar. Denn die ältere Bevölkerung, die von deutlich höheren Gesundheitsrisiken betroffen

ist, nimmt weit über dem Durchschnitt zu. Diese „Deckelung“ des Gesundheitsbudgets

war eine der Bedingungen der EU-Kommission, um Österreich aus dem damaligen

28


EU-Defizitverfahren zu

entlassen. Das österreichische

Parlament hat

sich bereitwillig dieser

Erpressung gebeugt.

Insgesamt sind zwischen

2012 und 2024

österreichweit 7.170 öffentliche

Spitalsbetten

abgebaut worden (über

minus 15 Prozent), in

Oberösterreich 1.475

Spitalsbetten (über minus

17 Prozent).

Zieht man in Betracht, dass in diesem Zeitraum die Bevölkerung in Österreich bzw. Oberösterreich

gewachsen ist, so ist die Zahl der Betten je 1.000 Einwohner noch deutlicher

gesunken: in Österreich um 22 Prozent, in Oberösterreich um 24 Prozent!

In Oberösterreich wurde das Landeskrankenhaus Enns und österreichweit weitere fünf

Spitäler und 40 Spitalsabteilungen geschlossen.

Eine Studie der Arbeiterkammer geht von einem sofortigen zusätzlichen Personalbedarf

von 20 Prozent in den österreichischen Krankenhäusern aus, um zumindest die

schlimmsten Engpässe zu überwinden. Doch die Tatsache, dass sich Österreich wiederum

in einem EU-Defizitverfahren befindet, lässt gegenteiliges befürchten.

Voller Text siehe:

https://www.solidarwerkstatt.at/soziales-bildung/bettenabbau-in-spitaelern-als-todesfalle-2

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MEDELLIN

„Urbanismo Ambiental“

Best practice

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Medellín ist die Hauptstadt der kolumbianischen Bergprovinz Antioquia und die zweitgrößte

Stadt des Landes. 1991 galt sie als die gefährlichste Stadt der Welt. Heute

steht sie für innovative Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit. Diese Stadt trotzt der Hitze mit

Grünkorridoren. Geschafft hat sie das durch die Umsetzung des „Green Corridors“-Projekts.

Ziel war es, die steigenden Temperaturen und die Luftverschmutzung zu bekämpfen.

Das Projekt verbindet Parks, Straßen und Flussläufe mit grünen Korridoren, was nicht nur

die Luftqualität verbessert, sondern auch die Biodiversität fördert und das Stadtklima nachhaltig

positiv beeinflusst.

Seit dem Start des Projekts im Jahr 2016 wurden entlang

von 30 grünen Korridoren, darunter 20 Kilometer beschatteter

Rad- und Fußwege, über 880.000 Bäume und

zusätzlich 2,5 Millionen Pflanzen gepflanzt und 5.000 m²

vertikale Gärten angelegt. Dadurch sank die Durchschnittstemperatur

der Stadt um 2 °C und wird voraussichtlich im

kommenden Jahrzehnt um weitere 4–5 °C sinken. Luftverschmutzung

und Atemwegserkrankungen sind zurückgegangen,

und mehr Menschen fahren in der Stadt Fahrrad.

Neben den ökologischen

Vorteilen wird

dadurch auch die Lebensqualität

der Bewohner

erhöht. Grünflächen

laden zu Aktivitäten im

Freien ein, und das reduzierte

städtische „Hitzeinsel“-Phänomen

sorgt


für angenehmere Aufenthaltsorte in der Stadt. Auch

andere Städte wie Bogotá und Barranquilla folgen

diesem Vorbild.

„... wir brauchen einen Kulturwandel. Wir müssen

weg vom privaten Auto, den öffentlichen Nahverkehr

weiter ausbauen und Radfahren attraktiver machen.

Der Klimawandel macht auch vor uns nicht halt. Die

Corredores Verdes sind aber nur ein Teil einer größeren

Strategie des ‘Urbanismo Ambiental’ (umweltbewusster

Urbanismus)“, erklärt der Stadtplaner Alejandro

Restrepo Montoya. Diese Strategie verbindet

Stadtplanung, Soziologie, Geografie und Architektur,

um Städte ganzheitlich zu verstehen und zu gestalten

und will eine Balance zwischen sozialer Entwicklung,

wirtschaftlicher Rentabilität und ökologischer Gesundheit

schaffen. Eine Strategie auch für Österreichs

Städte.

Anders in Österreich. Hier wird Umwelt vielerorts dem Autoverkehr untergeordnet. So

aktuell geschehen in Linz. Für den Bau des Tunnels der geplanten A26 Autobahn im Jahre

2026, mitten durch Linz, fielen Anfang Dezember 2025 über 230, teils 200 Jahre alte,

Bäume, den Kettensägen einer Politik zum Opfer, die scheinbar die Interessen der Autound

Bauindustrie über jene der Lebensqualität und Gesundheit der Menschen und Umwelt

stellt, statt „Urbanismo Ambiental“.

„Urbanismo Ambiental“

Eveline Steinbacher

https://goodimpact.eu/entdecken/weltreise/medellin-von-der-gefahrlichsten-zur-nachhaltigsten-stadt-der-welt

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Pensionen

statt

Kanonen

Mit einer Transparentaktion vor

der SPÖ-Zentrale in Linz machte

die Solidarwerkstatt Österreich

auf eine freche Lüge von Finanzminister

Marterbauer aufmerksam.

Die Regierung beziffert die Einsparungen

durch die nicht volle

Inflationsabgeltung bei den Pensionen

für 2026 mit 350 Millionen

Euro, bis zum Ende der Legislaturperiode

2029 solllen es 1,4 Milliarden

Euro werden.

Allein in diesem und im nächsten

Jahr beträgt die Erhöhung der Millitärausgaben

719 Millionen Euro.

Bis 2032 sollen sich die Ausgaben

für das Bundesheer von 5 Milliarden

(2024) auf 11 Milliarden Euro (2033)

mehr als verdoppeln. Über diesen Zeitraum addiert wachsen die Ausgaben für das Militär

um rd. 23 Milliarden. Schon jetzt ist klar: nicht in diese Kalkulationen sind die enormen

Rüstungsinvestitionen für Sky Shield und die Neubeschaffung von 35 Kampfflugzeugen

enthalten. Für diese beiden Großprojekte – mindestens 12 Milliarden Euro – „braucht

es eine Sonderlösung“, wie der Generalstabschef des österreichischen Bundesheeres,

Rudolf Striedinger, unlängst erklärte.

Finanzminister Marterbauer sagt, die Kürzungen bei den Pensionen seien notwendig,

um „die Staatsfinanzen in Ordnung bringen“. Das ist eine freche Lüge. Die Pensionskürzungen

sind nur ein kleiner Teil, dessen, was Österreich für die militärische Aufrüstung

in den nächsten Jahren verschleudern will. All die Kürzungen bei Sozialem und

Umwelt dienen in Wirklichkeit nicht dem Zweck einer vorgeblichen „Konsolidierung“ des

Budgets, sondern der Finanzierung der hypertrophen Aufrüstung, zu der sich die Machteliten

im Rahmen der EU entschlossen haben.

Wir können uns wachsende Ausgaben für Pensionen, Gesundheit, Klimaschutz usw. sehr

wohl leisten, wenn wir uns aus diesem Rüstungswahn befreien und zu einer aktiven Friedens-

und Neutralitätspolitik zurückkehren. Das ist sowohl die gute Nachricht – als auch die

schlechte, wenn man weiß, wie sehr sich die Machteliten zurzeit in militärischen Machtphantasien

verrennen.

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DIE WAFFEN NIEDER!

Wir für den Frieden!

Feministischer Friedensaktivismus in Russland und in der Diaspora.

Aktivismus für den Frieden bei uns.

Frauen für den Frieden OÖ, Solidarwerkstatt Österreich und WILPF organisierten

am 7. November in Linz eine gut besuchte Veranstaltung mit zwei Referentinnen:

Claudia Brunner, feministische Sozialwissenschafterin an der Universität Klagenfurt, Zentrum

für Friedensforschung und Friedensbildung und Elena Smirnova, feministische Aktivistin

und Doktorandin an der Universität Wien, Institut für Internationale Entwicklung. Während

Claudia Brunner vor allem auf theoretische Zusammenhänge von Krieg, Kapitalismus und

Patriarchat einging, berichtet Elena Smirnova vor allem über konkrete antimilitaristische und

feministische Widerstandsarbeit in Russland. In der Diskussion flossen dann theoretische

Überlegungen und praktische Friedensarbeit zusammen.

Etliche Fragen wurden aufgeworfen und diskutiert: Wie können wir entgegen dem derzeit

vorherrschenden Militarisierungsdiskurs den Stimmen für Abrüstung und Dialog Gehör

verschaffen? Wie können wir in Österreich eine Bewegung für Frieden und Neutralität stärken?

Wie kann die internationale Zusammenarbeit der Friedensgruppen gelingen, die sich

dem „teile und herrsche“ der Mächtigen entzieht?

Ein wichtiger Austausch, der mit einer Aktion abgeschlossen wurde, die über Meinungsverschiedenheiten

in einzelnen Punkten hinweg einen gemeinsamen Willen zum Ausdruck

brachte: DIE WAFFEN NIEDER! FRIEDEN!

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Stopp EU-Mercosur-Freihandelsabkommen

– VOLKSABSTIMMUNG!

Im November haben Solidarwerkstatt-AktivistInnen

die notwendigen Unterschriften für

die parlamentarische Bürgerinitiative STOPP

EU-MERCOSUR-FREIHANDELSABKOMMEN –

VOLKSABSTIMMUNG übergeben. Jetzt kann die

diese Initiative auch online unterstützt werden – direkt

über die Parlamentshomepage auf:

https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/BI/27

Unterstützt dieses Anliegen, denn das

EU-Mercosur Freihandelsabkommen…

• … heizt die Abholzung des Regenwaldes an.

Der Export von Rindfleisch, Zuckerrohr, Soja, biogenen

Treibstoffen usw. bedroht riesige Flächen im

Amazonas. Der Regenwald ist aber die grüne Lunge

der Welt, unentbehrlich für Klimaschutz und Artenvielfalt

und damit für unser aller Überleben.

• … gefährdet unsere regionale Landwirtschaft, viele (klein-)bäuerliche Existenzen

und unsere Ernährungssouveränität. Billigexporte landwirtschaftlicher Güter aus den

Mercosur-Staaten setzen europäische Bäuerinnen und Bauern einem unfairen Wettbewerb

aus. Pestizidexporte der agrochemischen Industrie, die in der EU nicht mehr zugelassen

sind, vergiften dort die Arbeitenden, bedrohen Böden und Gewässer und landen über den

Export von Nahrungs- und Futtermitteln wieder auf unseren Tellern.

• … unterläuft eine umweltfreundliche Mobilitätswende. Angekurbelt wird der Export

von Verbrenner-Autos aus Europa nach Südamerika und der Import von Rohstoffen für

die Autoindustrie, die unter katastrophalen sozialen und ökologischen Bedingungen in den

Mercosur-Staaten abgebaut werden. Der Warentransport zwischen den Kontinenten über

tausende Kilometer heizt dem Klima zusätzlich ein.

• ... verschärft die Ausbeutung des globalen Südens. Neokoloniale Handelsbeziehungen

höhlen Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechte, Verbraucherschutz und Tierwohl

aus. Davon profitieren nur die großen Konzerne, insbesondere das Agrobusiness, die Chemie-

und Autoindustrie. Deswegen müssen wir das EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

Die EU-Kommission will dieses Abkommen so rasch wie möglich in Kraft treten lassen.

Um das Mitspracherecht der nationalen Parlamente zu umgehen, wird das Abkommen in einen

Freihandels- und politischen Teil aufgespalten. Wir müssen uns gegen diesen undemokratischen

Verfahrenstrick wehren. Wir fordern deshalb vom österreichischen Parlament

eine VOLKSABSTIMMUNG über das EU-Mercosur-Abkommen!

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FRIEDENSKALENDER 2026

Auch heuer gibt es wieder einen Friedenskalender der Solidarwerkstatt Österreich,

der nicht nur als Planer genutzt werden kann, sondern auch wieder viele

interessante Beiträge zu Ereignissen und Personen enthält, die für den Frieden von

Bedeutung sind. Ein heißer Tipp für alle, die auf der Suche nach nachhaltigen Geschenken

sind. Jetzt bestellen!

Buchkalender, Format A5, 148 Seiten, 4fbg.

mit 53 Wochen-, viele Tageseinträgen, Friedenskunstwerken und Raum für eure Notizen.

Preis: EUR 18,90; für 3 Expl. á EUR 16,90; für 10 Expl. á EUR 14,90

Beschränkte Stückzahl, bitte rasch bestellen! Auslieferung ab sofort!

Bestellung an office@solidarwerkstatt.at bzw. T 0664 1540742

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Recall Rotax!

KEINE Motoren aus Österreich

für Killerdrohnen!

DEMONSTRATION

Samstag, 17. Jänner 2026

Treffpunkt: 14h, Bahnhof Wels

Fast die Hälfte der israelischen Kriegsdrohnen sind mit Motoren von Rotax aus Gunskirchen,

Oberösterreich, ausgestattet. Auch in anderen dieser Drohnen auf der ganzen

Welt finden sich diese Motoren. Diese Motoren werden als Herzstück dieser Tötungsmaschinen

bezeichnet. Durch den Einsatz dieser Drohnen beim Krieg gegen die Menschen in

Gaza hat sich Österreich an einem Völkermord mitverantwortlich gemacht. Mit diesen Rüstungsgeschäften

wird nationales Recht, Völkerrecht und das Kriegsvölkerrecht gebrochen.

Ein Management, das auf kurzfristige Profite mit derartigen Geschäften setzt, gefährdet

langfristig Arbeitsplätze und Wohlstand der Beschäftigten. Unsere Regierung hat dabei zuoder

wegschaut. Es ist zu prüfen, inwieweit sie sich strafrechtlich verantworten muss.

Wir fordern:

• Sofortiger Stopp aller Lieferungen von Motoren für Killerdrohnen, besonders

auch an Israel.

• Vollständige Aufklärung über die bisherigen Lieferungen und strafrechtliche

Verfolgung der dafür Verantwortlichen.

• Keine Rüstungsgeschäfte mit Israel!

• Sofortige Aufkündigung der Rüstungskooperation Österreichs mit Israel.

• Sicherung der Arbeitsplätze bei Rotax durch Sicherstellung der

ausschließlich zivilen Nutzung der Produkte

Veranstalter: Solidarwerkstatt Österreich, Palästina Solidarität Linz, Antimilitaristische Aktion Wien

Mit Unterstützung weiterer Friedens- und Solidaritätsinitiativen

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Denkmalschutz im Tiefschlaf

Das charmante Gründerzeithaus Graben 17/Marienstraße aus dem Jahr 1850 soll im

Jänner abgerissen werden. Ersetzt wird es durch einen einfallslosen 5-stöckigen Neubauklotz

Marke Glas und Beton. Als Bauherr fungiert der Immobilieninvestors Sebastian

Aigner von der 21 Group AG. Der Denkmalschutz in Linz befindet sich wieder einmal im

Tiefschlaf.

Gründerzeithaus soll abgerissen... ... und durch dieses ersetzt werden.

SOLiNZ - wir über uns

SOLiNZ – Solidarisches Linz – ist das Online-Medium

der Solidarwerkstatt-Kommunalgruppe

Linz. Wir verstehen uns als Nachbarschaftszeitung

in mehrfacher Hinsicht: Unser Schwerpunkt liegt auf Linz und seinen Nachbargemeinden;

auch Nachbarschaftsthemen – was tut sich im Grätzel? – wollen wir ein großes Augenmerk

schenken; und wir wollen gute Nachbarschaft fördern – im Sinne von Zusammenstehen und

gemeinsam Handeln statt sich auseinander dividieren zu lassen. Wir wollen dazu ermutigen,

solidarisch für eine soziale und ökologische Stadtentwicklung, für Demokratie und Selbstbestimmung

aktiv zu werden. Dabei ist es unser Anspruch, mehr als eine Zeitung zum Lesen zu

sein, indem wir Text, Video und Audio miteinander verknüpfen.

Wir sind von Parteien und Konzernen unabhängig. Aber wir sind abhängig davon, dass

Menschen mithelfen, SOLiNZ zu gestalten und zu verbreiten. Wenn auch du dazu Lust

hast, schau bei unseren 14-tägigen Kommunalgruppen-Treffen vorbei oder schick uns

deine Ideen!

KONTAKT:

Solidarwerkstatt-Büro, Waltherstraße 15, 4020 Linz, T 0732 77 10 94 od. 0664 15 40 742.

office@solidarwerkstatt.at, www.solidarwerkstatt.at, www.facebook.com/solidarwerkstatt

Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung für unser Zeitungsprojekt SOLiNZ:

Raiffeisenbank Perg, IBAN: AT42 3477 7000 06274146, BIC: RZOO AT2L 777. Vielen Dank!

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