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Thermenland_01-2026

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AUSGABE 171 JANUAR 2026

Thermenland

MAGAZIN

Pockinger Fasching:

Kaperfahrt durchs Thermenland

Karten-Verlosung:

Michael Mittermeier in Bad Füssing

Kneidinger-Interview:

“Industrie investiert in die Heimat”


Natürlich stark:

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Zukunft

ist das, was sich jeder von uns zu Beginn eines

jeden neuen Jahres erwartet – und zwar eine

gesunde, eine erfolgreiche, eine glückliche

Zukunft. Eine Zukunft mit Gewissheit, eine planbare,

sichere Zukunft, oder zumindest eine möglichst

hoffnungsvolle, die uns über die nächsten

12 Monate trägt.

Und was bekommen wir? Krieg, Rechtsruck, Klimawandel,

Wirtschaftskrise und immer höhere

Preise. Dazu müssen wir, die wir unseren Nachkommen

doch ein besseres Leben ermöglichen

wollten, realisieren, dass viele junge Menschen

glauben, sie würden es einmal schlechter haben

als wir. Zukunftsangst ist zum prägenden Gefühl

einer jungen Generation geworden, die die Kinder-

und Jugendpsychiatrien auch in Niederbayern

so überquellen lassen, dass Erweiterungen

der Kapazitäten dringend nötig sind. Bezirkstagspräsident

Dr. Olaf Heinrich bekräftigte

unlängst auf einem Symposium zur Kinder- und

Jugendpsychologie die angespannte Situation.

Es sei ein Thema, das unter den Nägeln brenne,

betonte Heinrich. Die sozialen Kontaktbeschränkungen

der Corona-Pandemie hätten wie ein

Katalysator gewirkt. „Aber auch jetzt kann man

nicht sagen, dass sich die Zahlen auf einem normalen

Niveau eingependelt haben.“ Zudem gebe

es viele weitere Faktoren, die für Beunruhigung

sorgen – zum Beispiel den Ukraine-Krieg. Und

auch im schulischen Bereich würden der Druck

und die Anforderungen an junge Menschen

wachsen. Generell werde der Anstieg der

Nutzung von sozialen Medien zum Problem.

Schließlich könne eine krankhafte Nutzung der

digitalen Medien eine Depression nach sich

AKTUELL

Martin Semmler M. A., Chefredakteur

ziehen. „80% Prozent aller Aufnahmen kommen

als Notfälle“, bilanzierte der Bezirkstagspräsident.

Die vollstationären Aufnahmen seien um

86 Prozent gestiegen. Dabei sei die Personalsituation

enorm angespannt und es sei eine

große Herausforderung, die Stellen adäquat zu

besetzen.

Es ist zum Fürchten! Manche mögen schon gar

nicht mehr in die Zeitung oder in die Nachrichten

schauen und drehen beim Radio schnell

einen Sender weiter zur Musik. Nur keine News!

Die Krisen machen Angst. Und sie betreffen

jeden. Was kann man tun?

Man kann die Schwierigkeiten des vergangenen

Jahrs zurücklassen, Ballast abwerfen, um leichter

in das neue Jahr zu treten. Doch dieses Gefühl

will sich bei vielen am Ende 2025 nicht recht einstellen,

weil das Jahr Krisen hervorgebracht hat,

die an der Datumsgrenze eben nicht enden.

Woher also Mut schöpfen für 2026? Wie neue

Kraft finden für das Kommende, ohne die Probleme

kleinzureden, die Augen vor der Wirklichkeit

zu verschließen? Denn das trägt nicht lang

und Schönfärberei ist ja auch nur eine Politur

der Oberfläche, unter der es weiter grummelt.

Zweifel und Zukunftsangst sind keine Erfindungen

der moderner Zeiten. Auch wenn uns heute

die Welt überwältigender und chaotischer

erscheint als jemals zuvor, wird sich die Erde

weiter drehen. Nach jeder Nacht kommt immer

ein neuer Morgen. Da haben wir schonmal eine

Gewissheit sicher. Eine weitere erklärt uns der

große Philosoph Arthur Schopenhauer: „In der

Vergangenheit hat kein Mensch gelebt, und in

der Zukunft wird nie einer leben, sondern die

Gegenwart allein ist die Form alles Lebens, ist

aber auch sein sicherer Besitz, der ihm nie entrissen

werden kann.“ Es bringt also nichts, in der

Vergangenheit zu verweilen, weil diese nicht

mehr zu ändern ist. Aber aus dem Augenblick

heraus, in dem wir uns befinden, haben wir

immer die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und

unsere Zukunft selbst zu gestalten.

Natürlich gilt dies in erster Linie für unser eigenes,

ganz persönliches Umfeld. Aber wir können

damit auch Einfluss nehmen auf höhere Entwicklungen,

auf die wir meinen, keinen Einfluss

zu haben. Nehmen wir die Schokolade: Zu teuer?

Einfach liegen lassen! Ja, jeder Kampf ist hart,

aber plötzlich kostet sie einfach wieder nur die

Hälfte. Wie das? Weil sich genug von uns dafür

entschieden haben. Als Verbraucher und als

Wähler hat ein jeder von uns eine Macht, die uns

die Mächtigen nur nicht zugestehen wollen und

uns deshalb ständig die klare Sicht vernebeln.

Besinnen wir uns doch im neuen Jahr einfach

einmal auf unsere Macht als kleines Rad im großen

Räderwerk der globalen Gesellschaft und

schöpfen aus dieser Gewissheit ein gutes Gefühl

mit Zuversicht.

DO SCHAU HER...

Ein Rasen als Duft? Ja, bist du deppert! Die österreichische

Fußball-Nationalmannschaft beschenkt sich und ihre Fans zur

historischen WM-Teilnahme 2026 mit einem ganz besonderen

Geruchsgenuss. „Kein Fake“, teilte der Verband (ÖFB) mit, der

Raumduft mit dem passenden Namen „A gmahde Wiesn“ sei

„tatsächlich aus den Originalrasen der WM-Qualifikationsspiele

extrahiert“ worden. Die Rede ist deshalb von einem Spray, „das

nach Fußballgeschichte riecht“.

Die jeweils 100 ml fassenden Fläschchen kosten in Anlehnung

an das Gründungsjahr des ÖFB 19,04 Euro, die 1. Auflage von

nur 100 Stück war wohl binnen Stunden vergriffen. Deshalb wurden

jetzt 500 weitere geordert. Der Erlös kommt dem eigenen

Fußballnachwuchs zugute.

Entwickelt wurde das Produkt zusammen mit der Apotheke Saint

Charles in Wien & Berlin. „A gmahde Wiesn“ dufte „nach Rasen,

Adrenalin und dem Aufbruch einer ganzen Nation“, vermarktet

diese ihr Produkt: „Zitrusnoten sorgen für Frische, Lorbeer bringt

Tiefe, die Basis bleibt grün und geerdet. Ein Duft wie ein Spielzug

– kraftvoll, überraschend und vertraut zugleich.“

Der aparte Raumduft ist auch im Shop der Apotheke unter

saint-charles.eu zu beziehen.

SID/sam – Foto: Apotheke Saint Charles


AKTUELL

Editorial: Wie bekommt die Zukunft ihre Zuversicht 3

Doschauher: Ein Raumduft wia a gmahde Wiesn 3

Neue Bürgerliste: Unterstützer:innen gesucht! 5

Pockinger Fasching: Das sind die Prinzenpaare! 5

Grüne zu VHS: Standbein der Gesundheitsvorsorge 6

Heilbäder: Neue Kooperation im Herzen Europas 8

Senioren-Union: Freude über EU-Führerscheinbeschluss 9

Rottbrücke: Kurz-Video-Doku über Demontage 9

Interview: Mit stabiler Heimatwirtschaft ins neue Jahr 10

Zahl des Monats: 2,7 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr 29

INHALT

10

GENIESSEN & ERLEBEN

Kinderfasching: Volles Programm in der Stadthalle 5

Hochadelige Rezepte: Wie man Blätterteig-Torte macht 12

Johannesbad: Umbau bringt mehr Komfort & Erlebnis 13

Johannesbad: Winterwellness wärmt Körper & Seele 13

14

FIT & GESUND

Bad Füssinger Heilwasser für Muskeln & Gelenke 2

Familienkur: Nach schweren Tagen zurück zur Stärke 14

Apotheker: Kalte Füße, Frösteln und heißer Glühwein 15

Naturapotheke: Stechpalme steigert die Abwehrkräfte 16

KULTUR & FREIZEIT

Skat-Club: 30 Jahre „reizender“ Spaß & Spannung 17

Kultur-Jubiläum: 70 Jahre Reichersberger Sommer 17

ECRI Kinder-Uni: Was heißt denn hier logisch? 17

Flashback: Das Thermenland vor 100 Jahren 18

Kartenverlosung I: Michael Mittermeier auf Zeitreise 19

Römermuseum: Boiotro in Winterferien geöffnet 19

Kino-Tipp: Dr. Moeller & die Weltverschwörung 19

Täufergeschichte: Kinder taufen oder Erwachsene? 20

Kartenverlosung II: Western-Feeling mit Tex Robinson 21

21

UNTERWEGS MIT DEGENHART

Mit guten Mächten ins neue Jahr 22

Brauchtum: Maschkeragehen 23

Neues Buch: „Lebenstage. Kindheit. Kirche. Kamera.“ 23

RAT & TAT

Verkehrs-Tipp: Für Kfz-Halter neu in 2026 24

Krisen-Telefon: Erste Hilfe für die belastete Seele 25

Cyber-Tipp: Verbraucherschützer warnen vor „Quishing“ 26

22

SERVICE

Thermenland Horoskop 28

Wetterprophet, Zahl des Monats 29

Impressum 29

Notrufnummern 30

Apotheken-Notdienst 30

www.thermenland-magazin.de

4


AKTUELL

Ende November hat sich in Pocking eine neue unabhängige Wählergruppierung formiert, die die Zukunft Pockings mit

bürgernaher Politik mitgestalten möchte.

„WIR für Pocking“ möchte die Anliegen vieler gesellschaftlicher Gruppen in den Stadtrat tragen und über Parteigrenzen hinweg

nach Lösungen suchen. Besonderes Augenmerk wird auf eine nachhaltige Stadtentwicklung mit bezahlbarem Wohnraum

und den Ausbau von Jugend- und Familienangeboten gelegt. Um ein lebenswertes Pocking für alle Generationen zu schaffen,

braucht es ein Stadtratsgremium, das Bürger aus unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen vereint. Unter diesem Aspekt

wurde bei der Nominierungsversammlung eine Stadtratsliste und Pockings 2. Bürgermeisterin, Barbara Weiss, als Kandidatin

für das Bürgermeisteramt, gewählt. Da es sich aber um eine neue Wählergruppierung handelt, werden für die Listenzulassung

zur Kommunalwahl am 8.3.2026 180 Unterstützerstimmen benötigt. Nur wenn diese Hürde genommen wird, kann die Liste

zur Stadtratswahl antreten und Barbara Weiss sich für das Amt zur Bürgermeisterin bewerben.

Die Unterschriften zur Listenzulassung

können von ortsansässigen Wahlberechtigten

im Rathaus in Pocking

abgegeben werden. Der Zeitraum zur

Stimmabgabe läuft bis 19.1.2026.

Es gelten die Öffnungszeiten des Rathauses von

Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, von

Montag bis Mittwoch von 13.00 bis 16.00 Uhr

und am Donnerstag von 13.00. bis 17.00 Uhr.

Auf Kaperfahrt durch

den Rottaler Fasching

mit Bürgermeisterkandidatin Barbara Weiss,

brauchen noch Unterstützer-Stimmen.

Die Pockinger Faschingsgesellschaft nimmt in dieser Festsession

alle feierwütigen Narrenfreunde mit auf eine ausgelassene

Kaperfahrt durchs Rottal. Als Freibeuter-Prinzenpaar haben sie sich

dazu zwei entsprechend passende Faschingsfreunde als Tollitäten

gewählt: Carina I. Grasel stammt zwar aus Pocking, ist aber als

närrische Flusspiratin auch sonst viel als Einsatztaucher bei der

DLRG Passau im feuchten Nass unterwegs. Mit ihren so geliebten

ruhigen Abenden mit Kater Balu wird jetzt vorerst wohl eher nix

mehr sein. Prinz Michael II. Maier stammt auch aus Pocking. Für ihn

als Kapitän der Landstraße ist das Kurshalten im Verkehrsfluss das

tägliche Geschäft. Aber er reitet auch ganz gern mit seiner Maschin'

die grüne Welle, was seiner Prinzessin auf dem Copilot ein ganz

neues Faschingsfeeling bescheren kann.

Passend dazu das Kinderprinzenpaar: Emilia I. Hauner kennt sich als

Mitglied der Kindergarde schon bestens mit närrischen Aufmärschen aus

und wird federleicht zu den aktuellen Faschingshits über die Planken

tanzen, während Kinderprinz Mex I. Reinl mit Freude in die Wandten

klettern und die Faschingsfeinde mit Tennisbällen traktieren wird. Als

Mitglied der Kinderfeuerwehr Hartkirchen ist er ja den Umgang mit Wasser

bestens gewohnt.

Unterhaltsame Kaperfahrt wünscht

Das Thermenland-Team!

5 www.thermenland-magazin.de


AKTUELL

Grüne Kommunalpolitiker auf Infobesuch bei der Volkshochschule Passau

Wichtiges Standbein der Gesundheitsvorsorge

Die Volkshochschule (VHS) für Stadt und

Landkreis Passau hat sich in den letzten Jahren

zu einer modernen und sehr vielfältigen

Bildungseinrichtung entwickelt, auf die die

Menschen in Stadt und Landkreis Passau stolz

sein dürfen. In den Räumlichkeiten des VHS-

Gesundheitscenters trafen sich die VHS-Leitung

Peter Kratzer und Anna Silbereisen mit

der Kreistagsfraktion der Grünen, die alle

zwei Jahre zu einem Informationsaustausch

vorbeischaut, um sich über die aktuelle Arbeit,

die Erfolge und Herausforderungen zu

informieren und der VHS mögliche Unterstützung

anzubieten, wie es Kreisrätin und VHS-

Verbandsrätin Jutta Koller zur Begrüßung

formulierte, denn, so Koller: „Wir wissen, dass

die Zuschüsse von Landkreis und Stadt für

unsere Volkshochschule sehr gut angelegt

sind.“

Autogenes Training bis Zumba

Im Mittelpunkt des diesjährigen Austauschs

standen die Gesundheitsangebote der VHS. Sie

liegen in der Verantwortung der stellvertretenden

Geschäftsleiterin Anna Silbereisen. „Unsere

Gesundheits- und Bewegungskurse werden

immer beliebter, über 500 Kurse sind es mittlerweile

– von Zumba bis zu Thai Chi, vom Wildkräuterspaziergang

bis zum autogenen Training,

von Selbstverteidigung bis zu Massagekursen.“

Silbereisen verwies darauf, dass es für viele Präventionskurse

auch eine Bezuschussung oder

Rückerstattung der Kursgebühren geben kann.

„Das ist möglich, weil wir hochqualifizierte

Kursleiter haben und weil die Kassen den gesundheitlichen

Wert unserer Präventionskurse

anerkennen.“

Fraktionsvorsitzender Eike Hallitzky schlug vor,

im Austausch mit der regionalen Ärzteschaft

eine stärkere Patienten-Information über die

präventiven VHS-Angebote durch die Hausärzte

anzuschieben. „Das könnte die Gesundheit unsere

Bürgerinnen und Bürger fördern und damit

die Hausärzte entlasten,“ stimmten Anna Silbereisen

und VHS-Geschäftsführer Peter Kratzer zu

und wollen den Vorschlag weiterverfolgen.

Sprachkurse weiter gefragt

Ein altes, leidiges Thema sei jetzt auch vom

Tisch, so VHS-Geschäftsführer Peter Kratzer auf

Nachfrage von Kreisrätin Jutta Koller: „Die Debatte

um eine sogenannte Scheinselbständigkeit

bei den Dozentinnen von Integrationskursen ist

beendet: Mittlerweile konnten wir unseren Dozenten

eine feste Anstellung anbieten.“ Und auf

die Frage von Kreisrätin Susanne Brandhuber,

ob sich in Zeiten von Google Übersetzer und KI

die Nachfrage nach Sprachkursen verringert

Die Gesundheitsangebote der VHS Passau spiegeln die Vorstellungen der Grünen Kreistagsfraktion in einem der

neuen „Bewegungsräume“ wieder: Eike Hallitzky, Vorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion (links), nutzte die

Spiegelwand für ein ungewöhnliches Gruppenbild mit VHS-Geschäftsführer Peter Kratzer, VHS-Verbandsrätin

Jutta Koller, Kreisrat Sascha Müller, Vize-Geschäftsführerin Anna Silbereisen und Kreisrätin Susanne Brandhuber.

Foto: Hallitzky

habe, konnte Kratzer Entwarnung geben: „Im Gegenteil,

nach einer Covid-Delle steigt die Zahl der

Teilnehmer erfreulicherweise wieder kontinuierlich

an.“

Neu: Die rollende VHS

Das sei nicht nur bei den Sprachkursen der Fall.

Auch in anderen Bereichen zeige sich die große

Attraktivität der VHS in steigenden Teilnahmezahlen.

Neben der hohen Qualität der Lehrkräfte

und einem hochmodernen Angebot liege das

auch daran, dass die VHS in allen Regionen ihre

Angebote mache. „Für die Gebiete, in denen wir

keine eigenen Räumlichkeiten haben, gibt es

jetzt das Konzept der rollenden Volkshochschule,“

erläutert Peter Kratzer. „Idealerweise

stellen die Gemeinden die Räume, wir das inhaltliche

Angebot.“ Sogar die Gefahr, die Kreisrat Sascha

Müller mit dem Verweis auf immer mehr

online-Angebote anspricht, sei eher ein Scheinriese,

so der VHS-Geschäftsführer: „Die meisten

Menschen wollen die Welt nicht nur online wahrnehmen.

Sie wollen sich sehen, miteinander ins

Gespräch kommen. Und weil wir ihnen zeigen,

dass sie bei uns willkommen sind, bleiben sie

auch und kommen gerne wieder.“

Mehr Geld für Kreismusikschule

Über großen Erfolg können sich die Grünen im

Passauer Kreistag freuen: Im Haushaltsentwurf

der Staatsregierung steht eine Erhöhung der Mittel

für die bayerischen Sing- und Musikschulen

um 7,7% von 26,1 Millionen Euro in 2025 und in

den Jahren 2026 und 2027 auf 28,1 Millionen

Euro. „Davon profitiert auch unsere Kreismusikschule

erheblich,“ freut sich Kreisrätin Jutta Koller.

„Im Kreistag herrscht große Einigkeit, dass

wir mit unserer Kreismusikschule einen herausragenden

Grundpfeiler kultureller Bildung

haben. Als regionale Kulturträgerin für uns alle

genauso wertvoll wie für die individuelle Kreativität,

Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung

unserer Kinder und Jugendlichen.“

Druck im Landtag zahlt sich aus

Deshalb hatte der Grünen-Fraktionsvorsitzende

Eike Hallitzky in wiederholten Gesprächen mit

der Haushaltsexpertin der Grünen MdL Claudia

Köhler zu den Beratungen zum Doppelhaushalt

2026/27 einen Antrag zur Erhöhung der Förderquote

der bayerischen Sing- und Musikschulen

im Staatshaushalt entwickelt. Hallitzky: „Natürlich

lehnten die Regierungsfraktionen den Antrag

der Grünen bei den Haushaltsberatungen

im Landtag formal ab. So ist halt das rituelle

Spiel zwischen Regierung und Opposition. Im Ergebnis

ist aber das Entscheidende, dass sich CSU

und FW nun bewegt und die Förderung erhöht

haben. Unser Druck hat sich offensichtlich ausgezahlt

und das freut uns sehr – im Interesse unserer

tollen Kreismusikschule.“ Grüne PA-Land

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6


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Die bayerischen und tschechischen Heilbäder-Verbände wollen

gemeinsam ein neues Kapitel in der traditionsreichen Geschichte der

europäischen Bäder- und Kurkultur aufschlagen: „Ziel ist es, die bayerisch-tschechische

Bäderregion mit ihren jährlich rund 30 Millionen

touristischen Übernachtungen als die erfolgreichste Gesundheitsregion

Europas in die Zukunft zu entwickeln“, sagte Peter Berek,

Präsident des Bayerischen Heilbäder-Verbands (BHV), bei der Unterzeichnung

eines entsprechenden Vertrags im tschechischen Karlsbad.

Grenzenlose Gesundheitswelt

AKTUELL

Bayerische und tschechische Heilbäder bilden gemeinsame Gesundheitsregion

Neue grenzenlose Kooperation im Herzen Europas

Startschuss der Kooperation ist ein jetzt gemeinsam unterzeichnetes Memorandum

des BHV mit dem Verband der Heilbäder der Tschechischen Republik

((SLL ČR) und des in Karlsbad ansässigen Instituts für Kurwesen und

Balneologie (ILaB). „Der Trend zur aktiven Gesundheitsvorsorge, zu Medical

Wellness und mehr Fitness in jedem Alter beschert unserer grenzenlosen

Gesundheitswelt im Herzen des Kontinents wachsende Besucherzahlen aus

der ganzen Welt“, sagte der bayerische Heilbäder-Präsident. Dieser „Gesundbrunnen

Europas“ mit seinen 100 Kurorten biete Gästen ein für jeden Geschmack

maßgeschneidertes Angebot, das wirkungsvolle Medizin und

heilsame Therapien mit ungezwungener Entspannung für Geist und Seele

verbinde, so Berek.

Motor für den Tourismus

In Bayern zählen die heute mehr als 70 Kurorte, Heilbäder und Kurbetriebe

mit ihren rund 23 Millionen Übernachtungen zu den wichtigsten Gesundheitsdestinationen

Deutschlands. Jede vierte Übernachtung in Bayern entfällt

auf einen Kurort. Damit sind die Heilbäder für ihre meist ländliche

Umgebung ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Tschechien registriert in seinen

knapp 50 Heilbädern zuletzt über 6 Millionen Übernachtungen jährlich.

Jede zweite Übernachtung in den tschechischen Heilbädern entfällt dabei

auf das historische Bäderdreieck mit den Kurorten Karlsbad, Franzensbad

und Marienbad. Die drei Orte sind heute unter anderem gemeinsam mit

dem bayerischen Bad Kissingen Teil des UNESCO-Welterbes „Great Spa

Towns of Europe“ (Große Heilbäder Europas).

„Ziel ist es, die bayerisch-tschechische Bäderregion als die erfolgsreichste Gesundheitsregion

Europas in die Zukunft zu entwickeln", sagte BHV-Präsident Peter Berek

(Mitte) bei den Verhandlungen des Vertrags im tschechischen Karlsbad (von links:

Kamila Haňáková und Lucie Jírovská von der Euregio Egrensis, Peter Berek und BHV-

Geschäftsführer Frank Oette).

Foto: ILaB

Ein Modell für ganz Europa

Eine Schlüsselrolle in der künftigen Zusammenarbeit übernimmt das Institut

für Kurwesen und Balneologie in Karlsbad, von dem die Initiative zur

engeren Kooperation ausging. Es soll die gemeinsame Forschung, Datenanalyse

und Innovationsentwicklung im Kurwesen koordinieren - etwa zu

Themen wie Wasserqualität, Heilfaktoren, Klimaresilienz oder neuen Formen

der Prävention und Rehabilitation.

„Wir wollen mit unserer Kooperation auf dem Gebiet der natürlichen Heilmittel

und Heilverfahren gemeinsam forschen und Innovationen anstoßen

- von der Digitalisierung über den Klimaschutz bis zur Ausbildung von

Fachkräften“, betonte auch BHV-Geschäftsführer Frank Oette. „Das Memorandum

ist ein Symbol für den Aufbruch.“ Unterstützt wird die neue Partnerschaft

durch die Euregio Egrensis, die seit Jahren die Vernetzung im

Grenzraum vorantreibt und deren Präsident BHV-Präsident Berek ist.

obx-news/sam

www.thermenland-magazin.de

8


AKTUELL

Senioren-Union begrüßt EU-Führerscheingesetz

„Fahrpraxis ist durch nichts zu ersetzen“

Die Senioren-Union der CSU (SEN) begrüßt die neue EU-Führerscheingesetzgebung

ausdrücklich. „Der Führerschein ist für ältere Menschen gerade

auf dem Land wichtig, wenn kein öffentlicher Nahverkehr nutzbar

ist. Wir haben viele Argumente gefunden und weitergegeben, die gegen

eine regelmäßige Gesundheitsprüfung älterer Führerscheinbesitzer

sprechen. Das hat gewirkt!“, betont Franz Meyer, Landesvorsitzender der

Senioren-Union der CSU und Altlandrat des Passauer Landes.

Manfred Weber, Partei- und Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei

(EVP), erklärt dazu: „Bei der Führerscheinreform hat sich dank der

EVP-Fraktion Pragmatismus und gesunder Menschenverstand durchgesetzt.

Verpflichtende Gesundheitsüberprüfungen für alle Fahrer ab 70 Jahren kommen

nicht. Es bleibt jedem Mitgliedstaat selbst überlassen, ob er solche Tests

vorschreibt. Insgesamt setzt die Reform auf Vertrauen statt Bevormundung

und wird dabei helfen, Europas Straßen sicher zu machen. Das war das Versprechen

der CSU und dieses Versprechen ist diese Woche eingelöst worden.“

Mehr Sicherheit auf der Straße

„Die EU hat die Führerscheingesetzgebung überarbeitet und das Europäische

Parlament hat die Reform nun endgültig beschlossen. Die Neufassung sieht

unter anderem die Einführung des EU-weiten Führerscheinentzugs bei

schweren Verkehrsdelikten sowie die Vereinheitlichung der Regeln zum begleiteten

Fahren vor“, erläutert EVP-Chef Weber weiter. „Der EU-weite Führerscheinentzug

erhöht die Sicherheit auch auf deutschen Straßen: Wer im

Ausland durch Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer, extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen

(ab 50 Stundenkilometer über dem Limit) oder

Unfälle mit Verletzungs- oder Todesfolge auffällig wird, stellt auch hier eine

Gefahr dar.“

Grenzenlos begleitetes Fahren

Zudem soll durch die Einführung des begleiteten Fahrens, auch für Berufskraftfahrer,

eine zusätzliche Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht

Ziehen in der Führenschein-Politik an einem Strang: Altlandrat und SEN-Landesvorsitzender

Franz Meyer und EVP-Fraktionsvorsitzender im Europaparlament Manfred

Weber.

Foto: Senioren-Union

werden. „Gerade in den Grenzregionen ist dies eine Erleichterung für Fahranfänger,

auch über die Grenzen hinweg die Möglichkeit des begleiteten Fahrens

zu nutzen. Fahrpraxis ist durch nichts zu ersetzen“, unterstreicht Weber

weiter. Auch eine Europäisierung des Flensburger Punktesystems werde es

nicht geben, da die bewährten nationalen Systeme verständlicher und als

ausreichend bewertet werden.

Seniorengerechte Kommunalpolitik

Mit Hinsicht auf die anstehenden Kommunalwahlen verwies SEN-Landesvorsitzender

Franz Meyer auf die „Deggendorfer Erklärung“ vom März 2025,

die sieben Forderungen an die zukünftige Gestaltung einer seniorengerechten

Politik in den bayerischen Gemeinden, Städten und Landkreisen zusammenfasst:

„Sichtbar sein und sichtbar bleiben, mit Erfahrung Zukunft

gestalten, selbstbewusst unsere Meinung in Partei und Gesellschaft einbringen,

also nicht lockerlassen“, so beschreibt Franz Meyer die Positionierung

seines Verbands. „Auf allen Ebenen, vom Landesverband über die Bezirke

bis zu den Kreis- und Ortsverbänden nehmen wir unser Mandat für die älteren

Menschen wahr und ich sage selbstbewusst, wir werden unserem Auftrag

auch gerecht.“

SEN

Jetzt im Video mitverfolgen:

Rottbrücke schwebt davon

Am 14. Oktober wurde die historische Rottbrücke bei Mittich mit einem

gigantischen Kran von ihren Fundamenten gehoben. Mit dieser gelungenen

Versetzung der historischen Holzbrücke aus ihren Fundamenten

in die benachbarte Feldwerkstatt, wo sie instand gesetzt wird, begann

der erste wichtige Bauabschnitt, um die Kreisstraße von Mittich nach

Neuhaus am Inn in diesem Bereich für die modernen Ansprüche des

Straßenverkehrs fit zu machen.

Knapp 50 Studierende der Fakultät Bauingenieurwesen an der Ostbayerischen

Technischen Hochschule (OTH) Regensburg haben kürzlich das Großprojekt

PA 15 Rottbrücke in Neuhaus am Inn besichtigt. Unter der Leitung

von Prof. Florian Scharmacher, der selbst ein Mitglied des Planungsteams

der Maßnahme ist, bekamen die Studenten einen Einblick in das einzigartige

Projekt an der Rott.

Ein Team vom Landratsamt Passau hat die schwebende

Rottbrücke im Herbst mit der Kamera begleitet und daraus

ein knapp 3 Minuten langes Video erstellt. Das ist jetzt auf

YouTube zu sehen unter:https://tinyurl.com/TLM-Rottbruecke

oder einfach den QR-Code mit dem Handy scannen:

sam

Foto: Landratsamt Passau

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AKTUELL

Industrie im freien Fall – Wirtschaftskrise im Passauer Land? Landrat Kneidinger im Thermenland-Interview:

„Die lokale Politik muss dafür sorgen, dass wirtsc

Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands

der Deutschen Industrie (BDI), sieht die

deutsche Industrie im freien Fall und den

Wirtschaftsstandort Deutschland in seiner

historisch tiefsten Krise seit Bestehen der

Bundesrepublik. Bereits im vierten Jahr sei

die deutsche Industrie bereits rückläufig, so

der BDI-Präsident. Das klingt nach Alarmstufe

Rot. Für das ganze Land. Bricht man

diese Alarmstimmung auf die Region herunter,

so beklagen die niederbayerischen Unternehmen

laut IHK Passau, dass die Entwicklung

beim Auftragsvolumen auch hier

Kummer bereite. Lediglich 23 Prozent der

Befragten vermeldeten im Herbst 2025 einen

Anstieg des inländischen Auftragsvolumens,

33 Prozent der Unternehmen stellen eine

Abnahme fest. Die Zahlen in Bezug auf das

ausländische Auftragsvolumen unterschieden

sich kaum.

Auftragsbestand im Sinkflug

Von der Handwerkskammer für Ostbayern hörte

man auch nichts Gutes: Der Auftragsbestand

sank hier im Gesamthandwerk auf den niedrigsten

Wert in einem 3. Quartal seit 2017. Auch die

Umsätze sind im Vergleich zum Vorquartal

wieder bei mehr Betrieben zurückgegangen. Der

Anteil der Betriebe mit Umsatzeinbußen ist mit

28 Prozent deutlich gestiegen.

Von Landrat Raimund Kneidinger wissen wir,

dass er persönlich viel bei den Betrieben im

Passauer Land unterwegs ist. Darum wollten wir

von ihm erfahren, wie es in der Region zu

Beginn des neuen Jahres aussieht und was die

regionale Politik hier bewegen kann.

„Ein absolutes Gegenbeispiel: Die

Knorr-Bremse investiert bei uns

einen dreistelligen Millionenbetrag“

Thermenland-Magazin: Herr Landrat Kneidinger,

wie sieht es aus im Passauer Land: Ist die

Industrie auch hier im freien Fall?

Landrat Raimund Kneidinger: Die Lage ist in

manchen Bereichen sicherlich ernst, aber Formulierungen

wie „Industrie im freien Fall“ sind

in keiner Weise angebracht, ja sogar gefährlich.

Solche Panik-Ausdrücke machen nur Angst. Für

den Landkreis Passau jedenfalls kann ich feststellen,

dass sich unser Branchen-Mix, der sich ja

nicht nur auf Automobil-Industrie stützt, sondern

über Handel, Dienstleistung und Tourismus

bis hin zur Landwirtschaft breit aufgestellt ist,

bewährt. Wir sind ein typischer Mitteltands-

Landkreis. Das zahlt sich bei Herausforderungen

aus.

Der Präsident des Maschinenbauverbands, Bertram

Kawlat, sprach im Deutschlandfunk von

einem strukturellen Rückgang seiner Branche.

„Strukturell“ muss hier wohl mit „dauerhaft“

übersetzt werden. Sehen Sie im Passauer Land

bei eingesessenen Betrieben auch Tendenzen,

ihre Investitionen lieber zu günstigeren Standorten

im Ausland zu verlagern?

Kneidinger: Ich will nicht ausschließen, dass es

solche Überlegungen gibt. Und darum muss mehr

denn je gelten, unseren Wirtschaftsstandort

„Unser mittelständischer Branchen-Mix bewährt sich

Tag um Tag“, erklärt Landrat Raimund Kneidinger im

Thermenland-Interview zur Situation der regionalen

Wirtschaft zur Jahreswende.

Foto: Christoph Kölbl / Landratsamt Passau

attraktiv zu halten. Wenn Sie mich zur möglichen

Abwanderung fragen, dann darf ich hier auf das

absolute Gegenmodell verweisen: In Aldersbach

investiert das Weltunternehmen Knorr-Bremse

einen dreistelligen Millionen Betrag in die Erweiterung

seines Standortes. Das ist ein Vertrauensbeweis

für unsere Region, für die Standortbedingungen

und besonders für die Mitarbeiter.

„Gerade unser Handwerk ist

gut aufgestellt“

Während die Industrie vor allem für Großabnehmer

produziert, ist das Handwerk schon viel

näher am privaten Auftraggeber. Seine Sparten

sind in unserer Region sehr breit aufgestellt,

vom Bau- und Metall-Handwerk über die gesamte

Installations-Palette und den Nahrungs-

Landrat Kneidinger setzt große Hoffnungen auf die A94 und das neue Autobahnkreuz Rottal: „Hier wird eine Region mit großer Dynamik entstehen.“

Foto: Felix Bonn / Autobahn Südbayern

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AKTUELL

haftliches Handeln vor Ort willkommen ist“

mittel-Bereich bis zu Schmuck, Orthopädie und

Optik sowie alle Formen der Mode. Was haben

Sie von den Handwerksbetrieben zu ihrer Situation

gehört?

Kneidinger: Hier ist nach wie vor der Arbeitskräftemangel

eine Hauptsorge. Und auch wenn

die Binnenkonjunktur im Landkreis gerade für

das Handwerk noch in vielen Bereichen zufriedenstellend

ist, so möchte ich hier die vielen

Baubetriebe nennen, die ihre Aufträge zum großen

Teil überregional und bei Großprojekten

generieren. Hier werden konjunkturelle Schwankungen

sofort spürbar. Oft vergessen wird die

Landwirtschaft. Hier erleben wir, dass es immer

weniger ratsam ist, nur auf ein Standbein zu setzen.

Aktuell erleben wir verrückte Entwicklungen

etwa im Milchbereich, Stichwort „Billigbutter“.

Wir sind auch einer der größten Fleischerzeuger

Süddeutschlands. Der Schweinepreis

etwa entscheidet dann schnell über die Zukunft

eines Betriebes. Insgesamt aber kann ich als

Fazit meiner vielen Besuche in Betreiben und

Firmen feststellen: Gerade unser Handwerk ist

gut aufgestellt.

Wo sehen Sie in den nächsten Jahren Handlungsbedarf,

um die Wirtschaftsbetriebe in der Region

noch besser zu stabilisieren und mit der Vielfalt

der Betriebe auch die Arbeitsplätze im ländlichen

Raum zu erhalten?

Kneidinger: Ich habe vorher von der Sorge um

Arbeitskräfte gesprochen. Hier sehe ich einen

wichtigen Ansatzpunkt für die Politik. Wir dürfen

nicht aufhören, die Voraussetzungen für

berufliche Bildung zu verbessern, in unsere

Schulen zu investieren und Möglichkeiten der

Weiterqualifizierung zu schaffen. Ein weiterer

wichtiger Punkt ist die Infrastruktur. Unsere

Wirtschaft braucht Wege. Ich setze hier unter

anderem große Hoffnungen auf die A94 und das

Eine intakte Kulturlandschaft ist die Grundlage für

eine florierende Landwirtschaft: Landrat Kneidinger

(Mitte) beim Setzen einer jungen Heckenpflanze mit

Franz Elender vom Landschaftspflegeverband.

Foto: Christoph Kölbl / Landratsamt Passau

Landrat Kneidinger (Mitte) beim Spatenstich zur Erweiterung des Standort Aldersbach: Das global aktive Unternehmen

Knorr-Bremse baut hier für 125 Millionen Euro das europäische Leitwerk für moderne Truck-Technologien.

Foto: Martin Gruber / BR

neue Autobahnkreuz Rottal. Hier wird eine

Region mit großer Dynamik entstehen.

„Betriebliche Investitionen sind bei

uns sicher hervorragend angelegt“

Eine funktionierende Infrastruktur ist ja in jeder

Region das Rückgrat der Wirtschaft. Kritik ist

hier immer wieder über die eher ausbaufähigen

Datenübertagungskapazitäten ob mobil oder stationär

und bezüglich des ÖPNVs im ländlichen

Raum zu hören. Auch die nötige Stabilität der

Energieversorgung spielt inzwischen eine Rolle.

Da täte unserer Region ein tüchtiger Schluck aus

dem Infrastruktur-Fördermitteltopf der Bundesregierung

gut. Was ließe sich hier fürs Passauer

Land erreichen?

Kneidinger: Es dürfen auch zwei oder drei Schlucke

sein! Die bereits angesprochene A94 muss

fertig werden, wir brauchen leistungsfähigere

Zugverbindungen und turboschnelle Datenleitungen

in allen Landkreisteilen. Fläche darf kein

Nachteil sein. Das erfordert hohe Investitionen –

Geld, das bei uns sicher hervorragend angelegt ist.

Die Wasserstoff-Initiative HyPaLa war ein Vorstoß

in ein wirtschaftliches Neuland. Nun ist es

ja gelungen mit dem Technologie-Campus Kunststoff

in Hutthurm, dem Technologiezentrum

Energie in Ruhstorf und zuletzt dem Technologie-Campus

Digitale Sicherheit in Vilshofen

akademische Standorte im Landkreis Passau zu

etablieren. Welche Rolle spielen diese Hochschul-

Exklaven für die Wirtschaft im Passauer Land?

Kneidinger: Hier geschieht ganz viel, ohne dass

dies zu Schlagzeilen führt. Denn es ist an allen

diesen Standorten gelungen, eine kleinteilige

Vernetzung mit der Wirtschaft zu schaffen. Da

lassen Unternehmen Materialien prüfen, beteiligen

sich an Forschungen, die für einen einzelnen

Betrieb niemals finanzierbar wären, da gibt

es wechselseitigen fachlichen Input und letztlich

finden so auch hochqualifizierte Fachkräfte

ihren Weg in unsere Wirtschaft.

„Wir müssen unseren guten

Stand halten und unsere Stärken

noch weiter ausbauen“

Was kann man als Kommunalpolitiker in der

Wirtschaft, die ja bereits im Kleinen von globalen

Entwicklungen abhängt, überhaupt bewirken?

Kneidinger: Auch wenn ich mich wiederhole: Wir

können als lokalpolitisch Verantwortliche vor

allem für die Rahmenbedingungen vor Ort eintreten.

Und: Ebenso wichtig wie die Infrastruktur

ist ein Klima, das wirtschaftsfreundlich ist. Die

Politik muss dazu beitragen, dass wirtschaftliches

Handeln willkommen ist und dass wir bei

Herausforderungen lösungsorientiert und nicht

problemorientiert denken. Ein solches Umfeld

erwarten Unternehmerinnen und Unternehmen

– und das zu Recht!

Welche wirtschaftlichen Ziele würden Sie gerne

für das Passauer Land erreichen?

Kneidinger: Wichtig ist, unseren guten Stand zu

halten und auch künftig Strukturen zu vermeiden,

die zu sehr von einzelnen Branchen abhängig

sind. Gleichzeitig schadet es nicht, unsere

Stärken noch weiter auszubauen. Ich denke da

an unseren ausgezeichneten Ruf als Gesundheitsregion.

Und weil Energie das Schlüsselthema

für wirtschaftlichen Erfolg bleiben wird,

setze ich große Hoffnungen auf das Regionalwerk,

das wir gemeinsam mit den Gemeinden

gegründet haben, um günstigen Strom und

Wärme aus der Region für die Region bereitzustellen.

Martin Semmler

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KULTUR FIT AKTUELL & GESUND & FREIZEIT

Der Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg konnte vor einiger Zeit Teile der Bibliothek des letzten Schlossverwalters Hans

Schellnhuber (1887 - 1968) erwerben. In diesem Konvolut fand sich auch ein Kochbuch aus dem Jahr 1649. Daraus hat Elmar

Grimbs wieder ein interessantes Rezept ausgewählt und wörtlich abgeschrieben. Die damals übliche Rechtschreibung und

- größtenteils fehlende - Interpunktion sind beibehalten. Eventuell unbekannte Ausdrücke sind erläutert. Die Abbildung

des Originaltextes kann auch als Übung zum Lesen alter Schriften genützt werden. Zum besseren Verständnis kann man

einzelne Textteile auch in bayerischer Mundart lesen. Der Schreiber hat nur wenige Mengenangaben gemacht, verließ sich

also auf die Erfahrung der Köchin oder des Kochs nach dem alten Grundsatz:

„Augenmaß und Handgewicht verlassen eine Köchin nicht”

Wie man die Alten Plötel

Dortten1) machen sol

Erstlich Nimb gar schens Weiß semel mehl

Daß nicht nach lest2) Vnd Nimb ein frischen butter

Der nicht schmirkhelt3) Vnd Zer schneit in ihn daß

mehl Nimb 12 eyr duter4) Vnd ein wenig siessen

milch raumb der mueß aber gewärmbt sein gieß

Ihn auch Vnter daß mehl Vnd dreib5) den

butter gar geschwint Vnter daß mehl daß

ehr nicht fast schmalzig6) werdte Vnd wan der

deig gar abknöten7) ist so dreib ihn fein din

auß8) Vnd bestreichen ihn mit buter Vnd schlag in

über einandter dreib in witer auß Vnd bestreich

in Witer man muß in ein Zwanzig mahl auß

dreiben Vnd bestreichen mit butter darnach

mag man ihn auß streichen oder auß dreiben

halben dheill so breit man die dorten

haben will Vnd die füll9) drauff gelegt Vnd

den halben Dheill oben auff man mueß auch

oben auff Zukhern Wan sie fertig ist sonst Zer

schröt10) der deig Vnd Wirdt hert oben auff

man mueß gar khiel11) auß bachen sonst geben

Sich12) die blötel nit Von ein andter So ist Sie

recht

Anmerkungen:

1) Plötel Dortten = Blätterteigtorte

2) Daß nicht nach lest = unbekannter Ausdruck

3) schmirkhelt = schmirgelt, nicht ranzig ist

4) eyr duter = Eierdotter

5) dreib Vnter = rühre unter;

6) nicht fast schmalzig = nicht zu weich

7) gar abknöten = fertig geknetet;

8) dreib ihn fein din auß = ganz dünn ausziehen

9) die füll = Füllung z. B. Creme oder Marmelade

10) Zerschröt = zerreisst, zerbricht

11) gar khiel = mit niedriger Tempeatur

12) geben Sich = lösen sich

Blätterteigtorte

Foto: mintandmeri.com

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Nachdem die Johannesbad Therme in Bad Füssing

bereits im letztem Jahr das Dampfbad für 160.000

Euro modernisiert hat, starten heuer die größeren

Baumaßnahmen zur General-Modernisierung. Das

Ziel ist laut Website „eine neu gestaltete Johannesbad

Therme mit innovativen Wassererlebnissen,

herausragendem Design, einladenden Ruhezonen

und erweiterten Wellness- und Gastronomieangeboten.

Kurz: mehr Komfort, mehr Vielfalt, mehr

Erlebnis - und noch mehr Erholung.“

Ort mit Wow-Faktor

„Endlich ist es soweit – die Johannesbad Therme

startet in eine neue Ara! Die Therme wird innen

und außen Schritt für Schritt modernisiert - und

bleibt dabei für Sie geöffnet“, heißt es dort in

einem Frage-Antwort-Bereich als Information

für die Gäste. „Freuen Sie sich auf neue Erlebnisbereiche,

ein helleres, moderneres Ambiente und

viele Details, die Ihr Wohlfühlerlebnis noch besonderer

machen.“ Man möchte mit dem Endresultat

der erheblichen Investitionen einen „Ort

mit Wow-Faktor, wie es ihn in Bad Füssing und

Umgebung kein zweites Mal gibt“, erschaffen.

Besucher laufend informiert

Da die Arbeiten abschnittsweise erfolgen, sind

immer nur einzelne Bereiche betroffen. Die genauen

Zeitpläne der Baumaßnahmen hängen

GENIESSEN & ERLEBEN

Johannesbad versüßt General-Modernisierung mit Bonus-Ticket für Gäste

Umbau bringt mehr Komfort & mehr Erlebnis

dabei von verschiedenen Faktoren wie Wetter,

Materialverfügbarkeit oder Genehmigungen ab.

Das Johannesbad will auf „unserer Website, in

unserem Newsletter oder exklusiv während

Ihres Thermenbesuchs selbst“ immer aktuell

über den jeweiligen Stand informieren. Dabei sei

dem Thermen-Team besonders wichtig: „Wenn

Ihr Besuch einmal anders verläuft als geplant –

sprechen Sie uns bitte an. Unser Team ist jederzeit

für Sie da und findet gemeinsam mit Ihnen

eine Lösung.“

Verlässlichkeit geht vor

Eine vollständige Schließung über mehrere

Monate soll bewusst vermieden werden. „Viele

unserer Gäste besuchen die Johannesbad

Therme regelmäßig, um zu entspannen oder um

von der heilenden Wirkung unseres Thermal-

Mineralwassers zu profitieren. Da das Johannesbad

ein familiengeführtes Unternehmen ist, bei

dem die eigenen Gäste und Mitarbeitenden

einen sehr hohen Stellenwert genießen, haben

wir uns bewusst dafür entschieden, die Modernisierung

schrittweise und bei laufendem Betrieb

anzugehen. So können wir unseren Gästen

die Nutzung des Thermal-Mineralwassers weiterhin

ermöglichen, regionale Arbeitsplätze in

dieser Phase sichern und unsere Partner können

sich weiterhin auf uns verlassen.“

Bonus-Ticket als

Ausgleich

Die meisten Modernisierungsmaßnahmen

finden werktags

und tagsüber statt.

In dieser Zeit kann es

in einzelnen Bereichen

zu Geräuschen

kommen. Man will

sich jedoch bemühen

uns jedoch, diese so

gering wie möglich

zu halten. „Am späten

Nachmittag, am

Abend und an den

Johannesbad-Chef Markus

Zwick investiert in die

Zukunft des Familienunternehmens.

Foto: Johannesbad Therme

Wochenenden können Sie Ihren Aufenthalt

ungestört genießen.“

Als Ausgleich wird es während der ersten Modernisierungs-Phase

ein „Bonus Ticket“ zum Preis

von 18,50 Euro geben, bei dem ein Verzehrbonus

im Wert von 8 Euro kostenlos dabei ist.

„Auch wir können es kaum erwarten!“ heißt es in

der Unternehmensinfo. „Es wird großartig –

freuen Sie sich mit uns auf das, was kommt!

Und vielleicht ergattern Sie bei bei Ihrem Besuch

schon den ein oder anderen Blick auf das, was

neu entsteht.“

sam

Winterwellness

Entspannen Sie in unserem herrlich warmen

Thermal-Mineralwasser, genießen Sie Aufgüsse

in unserer Saunawelt oder lassen Sie sich bei

einer Massage verwöhnen.

Johannesbad Therme Bad Füssing

Johannesstr. 2 | 94072 Bad Füssing

servicecenter@johannesbad.com

www.johannesbad-therme.de

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FIT & GESUND

Mit einer Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kur neue Kräfte schöpfen

Nach schweren Tagen zurück zur Stärke

Schlechte Nachrichten, Krisenstimmung und Winterblues

fordern Optimismus und Stärke an Körper, Geist und Seele.

Auch Familienfeiern zu Weihnachten und Silvester können für

Familien eine große Belastung sein, da hohe Erwartungen, alte

Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen zu Stress und

Streit führen, besonders bei Patchwork- oder toxischen Familienkonstellationen.

Kinder drehen auf, Eltern durch. Ärger

rund um die Feiertage gehört in den meisten Familien dazu.

Kinder leiden dann unter den Terminen der Eltern, deren

Druck zur Perfektion und den aus der Überforderung entstehenden

Wutausbrüchen und Weinkrämpfen.

Raus aus dem Alltagsstress

Jetzt gilt es, dem Prinzip der Natur zu folgen, sich auf das Wesentliche zu

konzentrieren, Negatives auszublenden und das zuzulassen, was einem

selbst hilft und guttut. Die Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kur bietet bei

ganzheitlichem Ansatz mit profunder Beratung und auf die eigenen Bedürfnisse

ausgerichteten Therapien die geeigneten Instrumente, um sich und

seine Familie fit zu machen für die Aufgabenstellungen eines fordernden

Alltags.

Frust statt Freude: Gerade an Fest- und Feiertagen gibt es in Familien Momente, in

denen sich Stress durch Erwartungsdruck und Überlastung in Streit entlädt. Elternteil-Kind-Kuren

bieten hier Auszeiten um wieder zu neuer Kraft und Perspektive zu

gelangen.

Foto: Patricia Nicolaysen

3 Wochen Zeit für sich

Die dreiwöchige stationäre Maßnahme zeigt damit Wege auf, wie sich das

Leben von Mutter, Vater und Kind gesünder, besser und in der Folge auch

glücklicher gestalten lässt. Neben den angebotenen Therapien und Leistungen

fördern der Austausch mit anderen Familien, das aktive Erleben in der

Natur wie auch die Freude am Gestalten den Mut, neue Weichen zu stellen.

Die Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kur eröffnet somit alle Voraussetzungen,

um fern vom Alltag und in ansprechendem Umfeld von Klinik und Natur

eingefahrene Verhaltensmuster zu überdenken, Neues mit „Hilfe zur Selbsthilfe“

zu testen und nach Abschluss der Kur zu Hause anzuwenden.

Unterstützung bei Anträgen

Das Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. berät interessierte Mütter und Väter über

diese ganzheitlichen Vorteile der Mutter-Kind- und Vater-Kind-Kur,

informiert über geeignete Kliniken in ganz Deutschland und weist den

Weg zur Kur. Die gemeinnützige Einrichtung steht seit über 25 Jahren

im Dienst der Familie. Ihre fachkundigen Berater wissen aus Erfahrung,

dass jeder Vater, jede Mutter und jedes Kind an Stärke gewinnen kann.

Es gilt nur die Möglichkeiten zu nutzen. Weitere Informationen sind unter

www.mutter-kind-hilfswerk.de zu finden, kostenfreie Beratung unter Tel.

0800-2255100 oder bei der Caritas OÖ, Tel. 0676-8776-7103.

sam

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FIT & GESUND

Wenn's einem zu kalt wird, hat Pockings Marien-Apotheker Gerald Kunz heiße Tipps

Von kalten Füßen, Frösteln und heißem Glühwein…

Foto: tom chrostek / unsplash

Frieren ist eigentlich eine ganz normale

Reaktion auf Kälte und hat verschiedene Ursachen.

Sinkt die Außentemperatur, muss der

Körper dennoch im Schnitt 36 Grad Celsius

bewahren, damit er funktionieren kann.

Diese Temperatur ist jedoch für die Organe

deutlich wichtiger als für die Gliedmaßen.

Daher zieht es der Organismus vor, Arme und

Beine zu vernachlässigen, um die Lebensfunktionen

zu sichern. Wie stark jemand bei

einer bestimmten Umgebungstemperatur

friert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Grund dafür ist zum Beispiel die Dicke

des Unterhautfettgewebes. Dieses isoliert die

inneren Organe und schützt sie somit vor

Wärmeverlust. Deshalb frieren dünne Menschen

häufig schneller als diejenigen, die

etwas mehr Fettgewebe besitzen.

Krank, nur weil man friert?

Bei vermehrtem Frieren kommen auch Erkrankungen

als Ursachen infrage, zum Beispiel eine

Erkältung, eine Grippe oder andere Infekte. Typisch

sind dann Fieber mit Schüttelfrost und das

Gefühl, am ganzen Körper zu frieren. Erkennt

man das Frösteln als Warnsignal des Körpers

und handelt entsprechend, kann man einer Erkältung

oft noch entgehen.

Grundsätzlich steigt die Kälteempfindlichkeit,

wenn die Durchblutung sinkt. Deshalb kann

Frieren auch bei Durchblutungsstörungen und

niedrigem Blutdruck auftreten. Zu den kalten

Händen und Füße kommt dann noch Blässe

hinzu.

Egal warum man friert, die Symptome sind

immer die gleichen: Die Muskeln beginnen zu

zittern, die Haare stellen sich zur so genannten

"Gänsehaut" auf, und nicht überlebenswichtige

Körperteile wie Zehen, Finger und Ohren fühlen

sich aufgrund geringer Durchblutung kalt an.

Dies alles sind Mechanismen des Körpers, sich

vor einer Unterkühlung zu schützen.

Gefühlte Temperatur?

Aus dem Wetterbericht kennen wir bereits, dass

es die reale Temperatur und die gefühlte Temperatur

gibt. Zum Beispiel empfinden wir im

Winter die Temperatur oft als kälter, wenn ein

scharfer Wind geht oder Schnee die Kleidung

durchnässt.

Auch unsere Anpassung an einem Raum verändert

unsere Wahrnehmung: Wer beispielsweise

lange im warmen Auto saß, empfindet die

Temperatur beim Aussteigen als deutlich kühler

als sie in Wahrheit ist.

Die subjektiv wahrgenommene Temperatur ändert

sich aber auch je nach Stimmung eines Menschen.

Unsere Empfindlichkeit gegenüber Kälte

wird durch negative Stimmung gesteigert. Auch

das Gegenteil funktioniert: sind wir gerade gut

gelaunt, haben wir einen aktiveren Stoffwechsel

und frieren damit wesentlich später.

Der Satz „Mach Dir warme Gedanken“ funktioniert

in gewisser Weise also wirklich. Unsere aktuelle

Stimmung beeinflusst spürbar, wie wir das

Wetter wahrnehmen. Wer sich also an einem

Wintertag einfach über die Sonne oder den glitzernden

Schnee freut, bekommt nicht ganz so

schnell kalte Ohren.

Kalte Hände & Füße als

Frauenleiden?

Kalte Hände und Füße sind sehr unangenehm,

nicht nur für einen selbst, sondern auch für

einen eventuellen Partner. Besonders Frauen

kennen das Problem, denn bei ihnen verengen

sich die Gefäße schneller als bei Männern. Ist der

Östrogenspiegel hoch, macht das zusätzlich empfindlich

für Kälte. Aus diesen Gründen wird

Frauen nicht nur schneller kalt, sondern sie

tauen auch sehr viel langsamer wieder auf.

Ein fitter Körper kann mit Kälte besser umgehen.

Regelmäßiger Sport kann deswegen kalten Händen

und Füßen vorbeugen. Außerdem ist alles

gut, was die Durchblutung fördert: Warme Fußbäder

vor dem Schlafen sorgen für mehr Wohlbefinden,

und auch Schlafsocken können sich als

hilfreich erweisen.

Eine warme Dusche kann die Körperwärme

kurzzeitig wiederherstellen, doch hält diese

meist nicht lange an. Schnell friert man nach

dem Abtrocknen wieder. Hilfreich sind aber

Wechselduschen, indem Sie einmal kaltes und

dann wieder warmes Wasser aufdrehen. Einige

Wiederholungen sorgen dafür, dass die Gefäße

sich weiten und engen und so der Kreislauf angeregt

wird.

Noch besser ist es, sich durch Sport oder einen

Spaziergang gezielt zu bewegen. Dies aktiviert

die Muskeln, und dadurch entsteht Wärme.

Das schneller fließende Blut kann außerdem

nun auch wieder Arme und Beine besser durchwärmen.

Trinken Sie gerade in Fröstelphasen nicht zu viel

Kaffee, und verzichten Sie auf das Rauchen. Obwohl

eine Tasse Kaffee zunächst wärmt, verengen

Koffein und Nikotin die Gefäße und

machen es daher dem wärmenden Blutfluss

noch schwerer, Sie wieder aufzutauen.

Vorsicht mit Alkohol bei Kälte

Bei den gerade vorherrschenden Temperaturen

könnte der ein oder andere schon mal auf den

Gedanken kommen, sich mit einer Portion Glühwein

aufzuwärmen - das kann jedoch gefährlich

werden: Durch den Alkohol erweitern sich die

Blutgefäße, und der Körper verliert noch mehr

Wärme. Eine Unterkühlung kann dann schnell

eintreten. Also lieber sparsam mit Alkohol umgehen

und sich dafür wärmer anziehen!

Am besten, Sie beherzigen alle Tipps und kommen

so wohlbehalten durch die kalten Tage:

Warme Kleidung nach dem Zwiebelprinzip,

Bewegung an der frischen Luft, um die Durchblutung

anzuregen, eine gesunde Prise Optimismus

und Herzenswärme – und nur ab und zu ein

Tässchen Glühwein.

Ich wünsche Ihnen einen gesunden und guten

Start in ein glückliches Neues Jahr 2026!

Ihr Marien-Apotheker Gerald Kunz

Foto: freepik

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FIT & GESUND

Ilex aquifolium:

Die Stechpalme steigert die Abwehrkräfte

Im rauen Klima der Alpen und Voralpen

ist die widerstandsfähige Stechpalme

zu Hause, die so gar nichts mit den

uns bekannten Palmen an den warmen

Stränden zu tun hat.

Die Stecheiche, Christbeeren, Christdorn, nur

einige Volksnamen für die Ilex, erreicht maximal

eine Höhe von 15 m. Die Blätter sind lederartig

und mit bis zu sieben Stachelzähnen versehen.

Die weiblichen Stechpalmen bekommen von Mai

bis Anfang Juni weiß-rosa Blüten. Bei Bestäubung

durch männliche Pflanzen, reifen bis Oktober

glänzende, saftige Steinfrüchte heran.

Die Stechpalme kann vielfältig angewendet werden.

Einen Tee, der als Kaltauszug aus den Blättern

zubereitet wird, hilft bei Durchfall, Reizung

und Übersäuerung des Magens, Leberleiden und

zur Steigerung der Abwehrkräfte. Auch eine

Tinktur oder ein Oxymel kann aus den Blättern

bereitet werden. Die Blütenessenz „Holly“ (engl.

von holy - heilig) wirkt unterstützend bei einer

früheren Kränkung bzw. um angestaute Wut

langsam zu lösen, damit sich das Herz wieder für

die Liebe öffnen kann. Als Abwehr- und Schutzräucherung

verwendet man eine Mischung aus

Blättern und Holz. Bei Geschwüren wird die eingeweichte

Rinde mit Wachs, Honig und Butter zu

einer Salbe angerührt, die auf die Haut aufgetragen

wird.

AGORA

II

GRIECHisches RESTAURANT

Rathausstraße3 · 94072 Bad Füssing

Tel. 08531-310592

Geöffnet 11-14.30 Uhr und 17-22 Uhr

Warme Küche 11-14 Uhr und 17-21.30 Uhr

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Für Drechselarbeiten, Intarsien und Zauberstäbe

war das wertvolle Ilexholz sehr gefragt, da es

sich hervorragend polieren lässt. Zweige von

Stechpalme, Weißdorn und Schlehe im Jungviehstall

aufgehängt, soll die Haut der Rinder vor

Flechtenkrankheiten schützen.

Wir bieten Ihnen täglich:

11-14 Uhr:

MITTAGSGERICHTE*

*außer Sonn- und Feiertag

Achtung: 20 bis 30 Stück der kleinen giftigen

roten Beeren genügen, um einen Erwachsenen

zu töten (bei Kindern ist die Dosis natürlich entsprechend

geringer).

Diese Hinweise dienen als Empfehlungen für

Therapiemöglichkeiten und ersetzen nicht den

Besuch eines Arztes bzw. einer Ärztin oder Heilpraktikers/Heilpraktikerin.

In der Schwangerschaft

ist eine fachliche Beratung durch den

behandelnden Frauenarzt besonders wichtig.

Wenn Sie neugierig auf die Natur und Ihre Wunder

sind, können Sie sich gerne zu einer Kräuterwanderung

oder einem Workshop bei Holler und

Co anmelden:

Handy: 0151/64000020

E-Mail: hollerundco@gmx.de

Instagram: www.instagram.com/hollerundco/

ALLE GERICHTE AUCH

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Donnerstag Ruhetag

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16


KULTUR & FREIZEIT

Niederbayerns Skat-Hochburg steht in Bad Füssing

30 Jahre Spaß & Spannung beim Klopfen & Reizen

Auch wenn das die vielen Schafkopf-Runden im Thermenland nicht

gerne hören, aber Skat ist das beliebteste und verbreitetste deutsche

Kartenspiel. Etwa 10 Millionen Menschen „reizen“ in Deutschland und

sitzen regelmäßig beim Skat in geselliger Runde zusammen. Und das

nicht nur im deutschsprachigen Raum, denn Skat ist auch weltweit

verbreitet. Seit seinen Anfängen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im

thüringischen Altenburg formierten sich im Laufe der Zeit vielerorts

Skat-Clubs und es wundert wenig, dass es gerade in Bad Füssing seit

nunmehr 30 Jahren auch einen gibt.

Geselligkeit & Gemeinschaft

Dieser feierte letztens sein Jubiläum bei einem heiteren Festabend im örtlichen

Club-Lokal „Hofschänke“, wo seit inzwischen 15 Jahren montags im

Nebenzimmer Skat geklopft wird.

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 hat sich der Verein zu einer festen Größe

im gesellschaftlichen Leben des Kurorts entwickelt – und zu einer Heimat

für alle, die Freude am Denksport und geselligem Miteinander haben. Das

bestätigte auch Bürgermeister Tobias Kurz, der gerne zur Jubiläumsfeier gekommen

war: „Der Skatclub trägt mit seinem Engagement und seiner Geselligkeit

viel zum lebendigen Vereinsleben in Bad Füssing bei. Hier wird

nicht nur gespielt, hier wird Gemeinschaft gepflegt.

Lebendiger Skat-Verein

Sorgen für eine lebendige Skat-Tradition im Thermenland: Spielführer Leopold

Phlipsen, 2. Vorstand Remo Wagner, Schriftführerin Anne Lutz, Schatzmeister Josef

Süss, Vereinsvorstand Karl-Heinz Ruppert, mit Gastgeber Franz Ordner jun. von der

Hofschänke und Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz. Foto: Waltraud Riedel

„Was damals als kleine Runde von Skat-Freunden begann, ist heute ein lebendiger

Verein mit über 25 Mitgliedern“, zeigte sich Vereinsvorstand Karl-

Heinz Ruppert erfreut über die stabile Entwicklung. Der Club blicke stolz

auf viele gemeinsame Erlebnisse, zahlreichen erfolgreichen Turnieren und

erfolgreiche Teilnahmen an verschiedenen Meisterschaften zurück. „Skat

ist mehr als nur ein Spiel – es verbindet Generationen und stiftet Freundschaften“,

betonte der Vorsitzende.

Der Skatclub trifft sich weiterhin jeden Montagabend um 19 Uhr in der Hofschänke

Bad Füssing. Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind jederzeit

herzlich willkommen.

Skat-Festival im Februar

Gäbe es den Skat-Club Bad Füssing nicht, das Herz des deutschen Skats

würde nicht regelmäßig im Februar in Niederbayern schlagen, denn

Deutschlands größtes Wochen-Skatturnier wird auch 2026 wieder im Kultur-

und Eventzentrum Bad Füssing stattfinden. 60.000 Euro an Preisgeldern

werden dann hier wie letztes Jahr ausgespielt. Rund 350 Teilnehmer

aus allen Bundesländern sowie aus dem angrenzenden Ausland werden

zum 23. Internationalen Skatfestival zwischen dem 23. und 27. Februar

zum Turnier erwartet, das offen für jedermann ist.

Anmeldungen sind auch kurzfristig noch möglich beim Organisator Alfred

Flöck, Tel. +49-2327-4126084, Mobil +49-163-8008673, alfred.floeck@web.de,

www.alfred-floeck-skat.de

Jubiläum bringt hochkarätige Konzerte ins Stift

70 Jahre Reichersberger Sommer

Im Jahr 1956 organisierte der damalige Rentmeister

des Stiftes Reichersberg Roman Foissner

erstmals ein Sommer-Kulturprogramm

in den Räumen des Stiftes. Damals waren

diese Konzerte ein kulturpolitischer Meilenstein

der Region. Die sogenannte Hochkultur

war zu dieser Zeit nur in größeren Städten

verankert. Professionelle Orchester, Chöre

und Solisten von Weltrang gastierten erstmals

im Innviertel. Die wunderbare Akustik

der Stiftskirche und der barocke Augustini

Saal wurden zu den wichtigsten Konzertsälen

der Region.

Herausragende Künstler

Kinderuni am European Campus Rottal-Inn

Was ist schon logisch?

Der European Campus Rottal-Inn (ECRI) lädt im

Januar wieder interessierte Kinder von 8 bis 12

Jahren zur Kinderuni in die Max-Breiherr-Straße

32 in Pfarrkirchen ein. Am Freitag, 23. Januar,

geht Prof. Dr. rer. nat. Christian Rummel von der

Technischen Hochschule Deggendorf (THD) ab 17

Die Konzerte und Meisterkurse im Stift wurden

zum Magneten für Konzertbesucher und interessierte

Musiker. Jörg Demus, Thomas Christian

und Maurice André waren einige der internationalen

Künstler, die im Stift gastierten. Seit dem

Jahr 2015 wird die Konzertreihe wieder in traditioneller

Form fortgeführt. Wie schon in der Vergangenheit

gastieren dabei bedeutende Musiker

und Orchester wie das Brucknerorchester Linz

regelmäßig im Stift. Ab dem Jahr 2022 ist der

Verein „Kultur Stift Reichersberg“ Träger dieser

Veranstaltungsreihe.

Uhr der Frage nach: „Warum ist etwas logisch –

oder eben nicht?“

Immer wieder hört man Leute sagen: „Das ist

doch unlogisch!“ Aber was bedeutet dieses Wort

„Logik“ eigentlich? Kann man Logik fühlen wie

Freude oder Wut? Oder gibt es Regeln, die uns

Junge Talente präsentierten sich auch schon 2024 im

Augustini Saal.

Foto: Stift Reichersberg

Das Jubiläumsjahr 2026 bringt gemäß dieser Tradition

wieder große Konzertereignisse in das

Stift am Inn. Das Brucknerorchester Linz, die Florianer

Sängerknaben, Haydns Schöpfung und internationale

Solisten werden im Stift zu hören

sein. Den Auftakt bildet am Sonntag, 8. Februar,

das Konzert „Junge Talente“. Karten dazu gibt es

im Internet unter reservix.at

sam

zeigen, wann etwas logisch ist? Am 23. Januar begibt

sich die Kinder-Uni am ECRI auf eine spannende

Reise ins Land des Denkens. Dabei wird

schnell klar: Logik kann ganz schön aufregend

sein! Denn manchmal führt der Weg der Gedanken

zu erstaunlichen Ergebnissen…

Die Kinderuni am ECRI ist ohne Anmeldung und

kostenlos. Infos gibt es unter +49-991-3615-8863,

kinderuni@th-deg.de

sam

Graphik:

YouTube-Screenshot von „Mathe mit Noel“

17 www.thermenland-magazin.de


FLASHBACK

Das Thermenland vor 100 Jahren

Liebe Freunde der „Pockinger Zeitung“, mit der 1. Ausgabe des Jahres

1926 finden sich wieder Ausgaben der zentralen Lokalzeitung

des Unteren Inntales im Pockinger Stadtarchiv. Nach über 9 Jahren

Pause wird das Thermenland Magazin nun wieder monatlich ein

Blick zurück in die Welt vor 100 Jahren werfen, wie sie die Menschen

damals im unteren Rott- und Inntal erlebten. Dabei sollen

wieder Schlaglichter eher auf den Alltag als auf das große Weltgeschehen,

das man in dicken Geschichtsbüchern oder Wikipedia

nachlesen kann, geworfen werden. Leopold Krönner, Verleger und

Druckereibesitzer in Pocking, war 1919 unversehrt aus dem Krieg

zurückgekehrt und hat die Schriftleitung der von ihm 1909 gegründeten

„Pockinger Zeitung“ wieder von seiner Frau übernommen. In

Format, Satzbild und Inhalten hatte sich über die Kriegszeit nichts

verändert.

Rückkehr der Normalität

Zum Jahreswechsel 1926 bestimmten die „Verträge von Locarno“

die Politik im der Weimarer Republik. In diesen Abkommen wurde

nach der für das Deutsche Reich so unter Druck akzeptierter Versailler

Kapitulation eine einvernehmliche Friedensordnung für ganz

Mitteleuropa geschlossen. Damit wurde das Fundament für eine

respektvolle Aufnahme des Reiches in den neu geschaffenen Völkerbund

gelegt, dem Vorläufer der UNO. Nach der schwierigen

Nachkriegszeit konnte nun wieder hoffnungsvoller Optimismus bei

den Menschen keimen. Übrigens entstand 1926 auch das Lied „Are

You Lonesome Tonight?“, mit dessen Cover-Version Elvis Presley

34 Jahre später einen Schmusesong-Ohrwurm ohne Gleichen schuf.

Ansonsten liefen auf dem Grammophon -wer sich eines leisten

konnte- durch aus schon US-Hits wie „Yes Sir, That's My Baby“, das

in der deutschen Version „Küss' mich, Schnucki-Putzi“ hieß, oder

„Die Polizei, die regelt den Verkehr“, Songs gerne mit eher zweideutigen

Texten, zu denen man an Tanzabenden den 20er-Jahre-

Standard „Fox Trot“ tanzte. Im Kino liefen damals noch Stummfilme,

so seit Herbst 1925 mit großem Erfolg die UfA-Filme „Varieté“ mit

Emil Jannings, das Nachkriegdrama „Die freudlose Gasse“ oder US-

Komödien wie „Sieben Chancen“ von Buster Keaton oder die erste

Verfilmung von Doyle's Abenteuerroman „The Lost World“ mit damals

bahnbrechenden Trickszenen. Außerdem war im September

auch die erste Wochenschau der UfA zu sehen. Im Thermenland

war man noch auf reisende Filmvorführer angewiesen, die die weite

Welt mit ihren Cinematographen in die Wirtshaussäle brachten.

Martin Semmler

Blitz aus E-Werk erschlägt Pferd

Prenzing. 4. Jan. Am verg. Donnerstag waren 1 Paar Pferde des

Gutsbesitzers Josef Schmidbauer, Weidinger in Prenzing, mit Düngerfahren

zur Wiese beschäftigt. In dieser Wiese steht ein Transformatorenhaus

des Elektrizitätswertes Frimhöring. Als die Pferde an

diesem vorbeigingen, wurden beide durch den elektrischen Strom,

den wahrscheinlich der Erdschluß abgab, zu Boden geworfen, wobei

eine hochträchtige, sehr wertvolle Zuchtstute getötet wurde. Das

zweite Pferd konnte jedoch gerettet werden. Der hiedurch entstandene

Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

www.thermenland-magazin.de

Ochsen gehen mit Bierwagen durch

Schönburg, 8. Jan. Die Brauerei Wochinger von Rotthalmünster

hatte soviel Biertransport zu erledigen, daß nebst Lastkraftwagen

und Pferden auch noch ein Paar Ochsen, die in der Mast stehen,

mithelfen mußten, d. h. selbe wurden für ein Paar kranke Pferde

hergenommen. Am Samstag stand das Ochsengespann vor dem

Gasthaus in Schönburg, hochbeladen mit Bierkisten und Leergeschirr,

als eben Herr Resch mit seinem Schimmel aus dem Hofe

fuhr. Daran erschraken die Ochsen und galoppierten mit hochgehobenem

Schwanze davon, während der Bierführer, der eben im Aufsitzen

begriffen war, an der Wagenseile dranhing.

Und so ging es im gestrecktem Tempo dem vorangefahrenen Herrn

Resch nach, den sie auch bald einholten. Als Herr Resch das Ochsengespann

hinter seinem Rücken sah, schlug er mit einer Gerte

auf die Köpfe der Ochsen ein, um sie zurückzutreiben. Doch das half

nichts, Herr Resch sah sich gezwungen mit seinem Schimmel auch

Galopp zu fahren und so ging die wilde Jagd eine Weile dahin, während

rückwärts die Bierkisten nur so herabflogen und Glasscherben

die Straße bedeckten. Nichtbeteiligte sollen sich an diesem Schnellfahren

krankgelacht haben.

Christbaumfeiern bringen guten Umsatz

Pocking, 11. Jan. Die Vereins-Christbaumfeiern haben mit gestrigem

Tage, man darf wirklich sagen, Gott sei Dank, in unserem Orte ihr

Ende gefunden. Sämtliche Vereine waren bemüht, ihre Feier durch

theatralische, deklamatorische oder sonstige Darbietungen kurzweilig

zu machen und es ist tatsächlich gelungen. Der Besuch war

überall sehr gut und können alle Vereine mit gestärkten Kassen und

lachenden Kassieren in das begonnene Vereinsjahr blicken.

Die Hilfsbereitschaft der hiesigen Geschäftswelt, wie der Freunde

und Gönner der Vereine, hat auch heuer bei Spendierung von Gegenständen

nicht versagt und so war allen Vereinen geholfen. Nun

stehen wir vor dem Fasching, der den Vereinen noch Einnahmemöglichkeiten

verschafft und dann ist es Zeit, daß Nerven und Geldbeutel

wieder in Ruhe und Ordnung kommen.

18

Bonnie & Clyde im Rottal

Pocking, 13. Jan. Mit einem Heiratsschwindler und Zechpreller hatten

es verg. Tage verschiedene Personen zu tun. In Bärnau bei Hartkirchen

erschien nach Neujahr ein Mann und empfahl sich den beiden

dortigen Bauern als Gärtner zum Baumschneiden. Er bekam

dort auch Beschäftigung und zwar bei beiden Bauern. Bei dem Bauern

Putz machte er sich an die ca. 18jährige Dienstmagd Anna Feldschmid

von Voglöd heran und versprach ihr das Heiraten. In einem

Zeitraume von 3 Tagen war sie auch schon seine Braut und zog mit

ihm ab. Den Eltern des Mädchens schwätzte er den Kopf voll von

der guten Partie die das Mädchen mache und lieh sich dabei einstweilen

5 Mk. [ca. 15 Euro] aus. Dann ging er in den Gasthof Fuchs

nach Würding und bestellte für eine ganze Hochzeit ein Mahl mit

11 Gängen, das für den Hochzeitsgast nur 5 Mk. kosten sollte, da

er das Mehr aus seiner Tasche zahle. Die Zeche blieb er einstweilen

schuldig, da er seine Brieftasche vergessen habe.

In unserem Geschäfte erschien der alte Knabe mit seinem blutjungen,

sehr schüchternen Bräutchen am Valentinitag nachmittags

und bestellte Hochzeitseinladungskarten von der feinsten Sorte und

drängte auf schnelle Anfertigung. Inzwischen ging das Brautpaar

nach Reding zum Brautmutterbitten zur Frau Wirtin Gerauer, weil

die der Bräutigam sehr gut kennt und auch im Pfarrhof Hartkirchen

hat er sich angemeldet. Nun zog der Gauner mit dem Mädchen

umher und nicht lange stand es an, als dieses erkannte, daß sie betrogen

sei, weil sie ja die Schwindlereien bald erkannte.

In Vilshofen brannte sie ihm durch und ist heute bereits wieder zu

Hause, wo sie vielleicht an die Mahnungen denken wird, die ihre

Dienstkolleginnen auf sie einredeten. Der Lump ist noch nicht verhaftet.

Derselbe schreibt sich Dominikus Joachim, led. Gärtner, geb.

am 14. April 1878 in München. wegen Diebstahl ist er sowohl von

der Staatsanwaltschaft Regensburg als auch der von München zur

Fahndung im Polizeiblatt ausgeschrieben.

Die 24-Stunden-Uhr

Pocking. 15. Jan. Die deutsche Reichsbahn beabsichtigt die Einführung

der 24-Stunden-Uhr, wie sie im Ausland bereits im Gebrauch

ist. Es darf bereits darauf hingewiesen werden, daß das jüngste

Verkehrsmittel, der Luftverkehr, die Umstellung auf die moderne

Zeitrechnung bereits vollzogen hat und das Reichsluftkursbuch alle

Zeitangaben nach der 24-Stunden-Uhr gibt.

Schuljahr beginnt nach Ostern

Pocking. 29. Jan (an die Eltern unserer Schulrekruten!) In einigen

Wochen wird der jüngste Nachwuchs unserer Kinder, Knaben und

Mädchen, zum ersten Male in die Schule einrücken. Da nicht selten

die kleinen Anfänger einige Wochen vor ihrem Schulantritt mit allerlei

unnötigen Dingen geplagt werden und um den Kindern ihren

ersten Schulgang soviel als möglich zu erleichtern, dürften nachfolgende

Mahnworte an die Eltern unserer Schulrekruten nicht unangebracht

sein:

1. Willst du dein Kind auf seinen ersten Eintritt in die Schule gut

vorbereiten, so quäle es nicht mit Rechnen, Schreiben ober Lesen!

Du trübst ihm dadurch nicht blos die Tage der goldenen Kinderzeit,

sondern raubst ihm zugleich Lernlust und Interesse am

Schulunterricht.

2. Unterhalte dich dagegen gern mit deinem Kinde zu Hause, auf

Spaziergängen u. dergl[eichen]., damit sein Vorstellungskreis

erweitert und sein Sprachvermögen gebildet werde.

3. Gewöhne dein Kind an Reinlichkeit und Ordnung, an ein rasches

Folgen und an eine gewisse Selbständigkeit, so daß es beim Ausund

Ankleiden usw. nicht immer fremder Hilfe bedarf.


KULTUR & FREIZEIT

Kartenverlosung für Michael Mittermeier im Großen Kulturhaus Bad Füssing

Schräge Zeitreise als Mega-Comedy-Event

Nach fast vier Jahrzehnten Comedy-Tour geht

Michael Mittermeier dahin, wo er noch nie gewesen

ist. Nach Bad Füssing. Nein, quatsch,

nochmal zurück: In die Zukunft. Aber wie

hinkommen? Mit dem Flixbus? In den 80ern

ist man da noch per Fluxkompensator mit

dem Auto hingefahren. Typisch. Doch wie

fährt man heute hin? Sind Zeitreisen überhaupt

möglich? Aber natürlich! Vor allem,

wenn die Uropa Erfinder war und vor 100 Jahren

im Keller eine Zeitmaschine gebastelt hat.

Das Ding stand dann jahrzehntelang bei Mittermeiers

Großeltern im Keller, hat nicht

funktioniert und es hieß immer, das sei ein

Prototyp für eine Solarheizung. Dabei war

nur der Akku leer. Aber jetzt kann’s losgehen!

Startzeit: Montag, 2. Februar, 19.30 Uhr!

Foto: Enrico Meyer

Kartenverlosung zum

Faschings-Booster

Mit seinem Programm „Flashback! Die Rückkehr

der Zukunft“ reist Michael Mittermeier zusammen

mit seinem Publikum in die Zukunft. Natürlich

mit Übergangsjacke, denn: „Ich weiß was Du

Anfang Februar getan haben wirst…“

Passend zum Beginn des Faschingsendspurts

gibt’s die Karten für Mittermeier's Flashback

bereits im Vorverkauf beim TicketService Bad

Füssing, Tel. +49-8531-975-522 oder E-Mail:

ticket@badfuessing.de

sowie unter www.okticket.de und

www.eventim.de

Zu Michael Mittermeiers erstem Gastspiel in Bad

Füssing verlosen Pothpourri Concerts und das

Thermenland Magazin 2x2 Eintrittskarten unter

allen, die bis zum 21. Januar eine E-Mail mit ihrer

Adresse schreiben an:

Thermenland-Podium@gmx.de

sam

Römermuseum in Winterferien geöffnet

Das Passauer Römermuseum Kastell Boiotro

liegt eigentlich bis Anfang März im Winterschlaf,

erwacht jedoch zwischen den Jahren

für einige Tage und lädt dazu ein, eine Reise

in die älteste Vergangenheit der Stadt Passau

zu unternehmen. Am 2., 3., 4. und 6. Januar

hat das Museum jeweils von 10 bis 16 Uhr

geöffnet.

Im Römermuseum bieten zahlreiche Fundstücke

aus Passau Einblicke in die Lebensgewohnheiten

der Menschen entlang der Grenze des Römischen

Imperiums. Ein Film zeigt die Veränderungen

der römischen Besiedlung über die Jahrhunderte,

detaillierte Modelle und lebensgroße Figuren

erzählen die Geschichten der Bewohner, die

hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Ideal für Familien

Der kostenlose Audioguide für Erwachsene und

die spezielle Audio-Tour für Kinder begleiten auf

eine Zeitreise in die Geschichte. Ein Römer-Quiz,

römische Brettspiele und verschiedene digitale

Anwendungen bieten Spaß und Unterhaltung

und durch geheimnisvolle Ferngläser kann man

einen Blick in die Vergangenheit riskieren.

Für Familien bietet das Römermuseum am Sonntag

28. Dezember, um 14 Uhr, eine spezielle Führung

an. Wie lebte es sich in der Zeit um Christi

Geburt? Hatte Jesus als Kind Spielsachen? Musste

er in die Schule?

Die Führung ist beim Eintrittspreis dabei.

Anmeldung wird empfohlen unter

roemermuseum@passau.de oder +49-851-34769.

Dr. Moeller & die

Weltverschwörung

In seiner neuen Dokumentation beleuchtet Dr. Felix Moeller (im Bild rechts;

Dokus: „Verbotene Filme“, „Sympathisanten des Terrors“) die Wirkungsgeschichte

einer der hartnäckigsten Propagandalügen des 20. Jahrhunderts:

der Hetzschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“, die noch heute für antisemitische

Verleumdungen eingesetzt und von vielen ohne Fakten-Check

für wahr genommen und auch noch weitergegeben wird. Am Sonntag, 11.

Januar, ist der Dokumentarfilmer um 19 Uhr in der Filmgalerie zu Gast und

stellt seine Dokumentation „Weltkarriere einer Lüge: Die Protokolle von

Zion“ persönlich vor.

sam

19 www.thermenland-magazin.de


KULTUR & FREIZEIT

500 Jahre Täuferbewegung – Auf Spurensuche im unteren Rott- und Inntal – Teil 2

Soll man Kinder oder Erwachsene taufen?

Die erste gedruckte Lutherbibel erschien

als Übersetzung des Neuen Testaments im

September 1522. Ab dann war die Heilige

Schrift, auf der das gesamte mittelalterliche

Gesellschaftsaufbau vom Leibeigenen

bis zu Papst und Kaiser fußte, für jeden Lesekundigen

endlich selbst verständlich.

Gerade das Bürgertum aber auch unzufriedene

Fürsten begannen, sich um die

Reformatoren zu versammeln. Deren Fangemeinde

wurde durch die Übersetzung

und die Auslegung der Reformatoren

immer kirchenkritischer und so wurde

auch die Unantastbarkeit der Sakramente

in Frage gestellt. Immerhin hieß die Kindertaufe

für alle Stände eine Unterordnung

des Nachwuchses unter die gottgegebenen

weltlichen Herren. In England

führte die Frage der Unauflösbarkeit der

Ehe schließlich zur Abspaltung der Anglikaner.

Viele Juden-Verfolgungen wurden

mit Hostienfrevel begründet. Was aber,

wenn diese gar nicht heilig waren?

Zwingli räumt auf

Vor allem im Umfeld der bereits erwähnten Reformatoren

Müntzer und Zwingli kam es zu einer

immer viraleren Diskussion um die biblische Begründung

einer Säuglingstaufe. Zwingli hielt die

Taufe wie auch das Abendmahl nur für ein äußeres

Symbol, das selber nichts bewirke. Schon

1519 gab er den Glauben auf, dass Kinder, die ungetauft

sterben, für das ewige Heil verloren

seien. 1521 nannte er die Lehre, dass die Taufe

von der Erbsünde reinigen könne, einen Aberglauben.

So entstand ein wichtiger Zweig der

Täuferbewegung in Zürich, zunächst als Verbündete

Zwinglis. Als Zwingli jedoch dem politischen

Druck der Züricher Ratsherren nachgab und

zwar das Sakrament der Kindertaufe verwarf,

den Ritus aber beibehielt, kam es zum Bruch zwischen

Reformierten und Taufgesinnten.

1. Täuferdisputation im Züricher Rathaus, 17. Januar

1525: Am Tisch links vermutlich zwei Täufer (Jörg Blaurock

und Felix Manz?), erhöht in der Mitte die zwei Bürgermeister

Diethelm Röist und Heinrich Walder, am

Tisch rechts Huldrych Zwingli (?) und Leo Jud (?).

Buchmalerei von Heinrich Thomann 1605/06 / Wikipedia

www.thermenland-magazin.de

Scheitert die Reformation?

Zwingli distanzierte sich von den Täufern auch,

weil diese die Trennung von Kirche und Staat

wollten. Er befürchtete, dass die Reformation in

Zürich dadurch scheitern könnte und der Katholizismus

wieder eingeführt würde. Den Gründervätern

der Täuferbewegung im Umkreis Zwinglis

ging dessen Reform der Kirche aber nicht weit

genug. Sie forderte die sofortige Abschaffung der

Messe und die Entfernung der Bilder. Im Herbst

1523 kam es schließlich zu einem Bruch zwischen

den späteren Täufern und Zwingli. Dem

Reformator war der Rückhalt der in Zürich herrschenden

Patrizier unverzichtbar. Die Täufer

lehnten die Kindertaufe als unbiblisch ab

und wiesen dabei auf die Taufe des erwachsenen

Jesu hin.

Tauffrage im Fokus

Einer Gruppe um Konrad Grebel, Sohn eines bekannten

Zürcher Kaufmanns und Ratsherrn, war

der Reformationsprozess nicht durchgreifend

genug, obwohl er ab 1522 leidenschaftlich für die

Reformation Zwinglis eingetreten war. Im Frühjahr

1524 wurde in einigen Landgemeinden von

den Prädikanten offen zur Verweigerung der

Säuglingstaufe aufgerufen. Der Rat der Stadt Zürich

erließ daraufhin am 11. August 1524 einen

Befehl, alle Kinder taufen zu lassen. Der Tauffrage

kam nun eine zentrale Stellung in der Auseinandersetzung

mit Zwingli zu. Die Wortführer

der Täuferbewegung nahmen brieflichen Kontakt

mit anderen Reformatoren wie Karlstadt

und Thomas Müntzer auf, was die Wogen natürlich

nicht gerade glättete. Für den 17. Januar

1525 setzte der Zürcher Rat entsprechend einer

Forderung von Manz eine mündliche Verhandlung

an, die sogenannte 1. Zürcher Taufdisputation.

Vor allem ist dabei interessant, dass hier

zum ersten Mal die täuferischen Ansichten öffentlich

dargelegt, das heißt, die Kindertaufe

verworfen und ausschließlich die Taufe von

Gläubigen gefordert wurden. Dabei beriefen sich

die Täufer auf die Taufanweisungen Jesu und die

Taufpraxis der Apostel.

Die erste Verbannung

20

Am 21. Januar 1525 traf sich eine kleine Gebetsgruppe

im Geheimen. Spontan bat Georg Blaurock Konrad Grebel

um die erste Erwachsenentaufe und taufte dann

selbst alle Anwesenden. Damit entstand die erste täuferische

Gemeinde.

Illustration auf www.mennoniten-weltweit.info

Am 18. Januar 1525 schließlich erließ der Zürcher

Rat ein vernichtendes Mandat gegen die Täufer.

Alle Kindertaufverweigerer wurden aufgefordert,

ihre neugeborenen Kinder unverzüglich

taufen zu lassen. Wer dieser Aufforderung nicht

innerhalb von 8 Tagen nachkäme, werde des

Landes verwiesen. Grebel und seinem Mitkämpfer

Felix Manz, unehelicher Sohn eines Geistlichen

im Züricher Großmünster, wurde jede

weitere Agitation gegen die Kindertaufe untersagt.

Auch das Unterrichten in ihren Bibelschulen

wurde verboten, was einem faktischen Versammlungsverbot

der Kindertaufgegner gleichkam.

Die Nicht-Zürcher unter den Täufern

wurden aufgefordert, das Gebiet Zürichs innerhalb

von 8 Tagen zu verlassen. Der Beschluss war

endgültig; eine weitere Disputation wurde ausgeschlossen.

Die erste Täufergemeinde

Grebel und Manz ignorierten das Verbot und v-

ersammelten ihre Anhänger nach wie vor zum

gemeinsamen Bibelstudium. Am Abend des

21. Januar 1525 traf sich der Grebelsche Kreis im

Haus der Mutter von Felix Manz. Nach einem

Gebet trat der ehemalige römisch-katholische

Priester Jörg Blaurock aus dem Gebiet des heutigen

Graubünden vor Konrad Grebel und bat diesen,

ihn zu taufen. Grebel kam dieser Bitte sofort

nach. Danach taufte Blaurock auf deren Bitten

hin auch die anderen des Kreises – unter ihnen

auch Felix Manz. Diese Taufe gilt bis heute als der

Gründungsakt der Täuferbewegung. Anlässlich

eines Abendessens bei einem täuferischen Mitbruder

in Zollikon vollzog Jörg Blaurock das

erste Abendmahl nach evangelischem Ritus mit

gestückeltem Brot und Wein. In Zürich wurde

der evangelische Ritus vom Rat erst zu Ostern

genehmigt. Damit sprachen sie nun mit ihrer

evangelischen Abendmahlsfeier dem Staat ein

2. Mal das Recht ab, in geistlichen Dingen zu

entscheiden.

Martin Semmler

unter Verwendung von Wikipedia


Evergreens und unvergessene Erfolgstitel von Roger Whittaker,

Johnny Cash, Glen Campbell, John Denver, Willi Nelson, Don Williams,

Truck Stop u.v.a. prägen das Programm von Tex Robinson und seine

Musikerfreunden. In unterschiedlicher Besetzung wird das Oberösterreichische

Country-Urgestein regelmäßig für Festivals und Konzerte

im In- und Ausland verpflichtet. Am Donnerstag, 22. Januar, kommen

„Tex Robinson & Friends“ wieder einmal nach Bad Füssing in den

Kleinen Konzertsaal am Kurplatz. Die Band besteht ausschließlich

aus versierten Musikern und setzt mit ihren Gitarren, Bass, Fidel,

Keyboard und wunderbaren Stimmen musikalische Akzente!

Country-Music im Blut

KULTUR & FREIZEIT

Thermenland Magazin verlost Karten für Country-Abend

Lagerfeuer-Feeling mit „Tex Robinson & Friends“

Tex Robinson heißt eigentlich Günter Schwaiger und wurde als Sohn von

Österreichs erstem Westernsänger Bill Herms in Wels geboren. Seit bald 50

Jahren steht der Country-Entertainer bereits auf der Bühne, denn er sang

erstmals als Vierjähriger im Welser Heinrichshof vor Publikum, als ihn sein

Vater während eines Konzerts aufforderte, ein Wienerlied zu trällern. Früh

geübt ist er heute bekannt für seine kräftige Stimme und wurde mehrfach

als österreichischer Sänger des Jahres ausgezeichnet sowie in die Country

Music Hall of Fame seines Heimatlandes aufgenommen. Traditionelle und

pop-orientierte Country-Music mit Anleihen von Rockabilly wechseln sich

bei ihm ab mit Honky Tonk im New Country-Stil, stimmungsvollen Duetts

und gefühlvollen Balladen – Covers wie eigenen Songs.

Honky-Tonk-Kartenverlosung

Der Country-Abend im Kleinen Konzertsaal beginnt am Donnerstag,

22. Januar, um 19.30 Uhr. Infos & Tickets gibt es beim TicketService Bad

Foto: Künstler

Füssing im Bgm.-Frankenberger-Haus, Kurallee 15, telefonisch unter +49-

8531-975-522, per Mail unter ticket@badfuessing.de oder online unter

www.badfuessing.com

Das Thermenland Magazin und der VeranstaltungsService Bad Füssing verlosen

2 mal 2 Karten für „Tex Robinson & Friends“ im Kleinen Konzertsaal

am Kurplatz unter allen, die bis zum 15. Januar eine E-Mail mit ihrer

Adresse schreiben an: Mein-Thermenland-Magazin@gmx.de sam

BAD FÜSSING JANUAR

2026 VORSCHAU HIGHLIGHTS

27.02.

29.03.

03.03.

Blues Briederchen - Blues BrothersTributeBand

Bad Füssinger Chöre unter der Leitung

von Hubert Gurtner

Anouk - Das Kindermusical -

Mit der Musik von Peter Maffay

02.04.

17.04.

Best of Varieté

Truck Stop

Karten / Infos unter

www. eventsbadfuessing.de

21 www.thermenland-magazin.de


KULTUR & FREIZEIT

Unterwegs mit Degenhart

Von guten Mächten

Kaum haben wir das neue Jahr mit Böllern, Glockengeläute und Raketen begrüßt, beginnt schon wieder der

Alltag. Die Zeit läuft unaufhaltsam weiter. Horae volant – die Stunden fliegen dahin. Es hat sich nur die

Jahreszahl geändert. Der 1. Januar ist nur ein willkürlich festgelegter Termin. Früher begann das Jahr am

1. März. In anderen Kulturkreisen fängt das Jahr zu anderen Zeiten an. Für die Kirche begann das Jahr am

1. Advent. Juden, Moslems und Chinesen haben wieder andere Neujahrstage. Eines habe alle gemeinsam:

Wir brauchen solche Termine mit Rückschau und Ausschau, denn alles hat seinen Anfang. Unsere Leben,

unsere Welt. An unseren Geburtstag denken wir dankbar an unsere Eltern, am Neujahrstag an den

Schöpfer der Welt.

Wir sind nicht dem Zufall ausgeliefert, wir sind in der Hand Gottes. Die Christen verlassen sich darauf.

Dietrich Bonhoeffer, der große evangelische Theologe und Märtyrer, schrieb vor seiner Hinrichtung im

Gefängnis: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit

uns am Abend und am Morgen – und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

3 Könige

Drei Könige ziehen durch das Land.

Weise Männer aus dem Morgenland.

Geführt von einem Stern.

Ihr Ziel noch unbekannt und fern.

Bethlehem wurde ihnen genannt,

eine Stadt, völlig unbekannt.

Vor Ort erstaunte Blick,

sie sahen nur ein Kind in der Krippe.

Was tun mit den Gaben,

Gold, Weihrauch und Myrrhe,

die sie bei sich haben?

Schenkt sie dem Kind,

so eine Stimme im Wind.

Dann ging es zurück

vorbei an Herodes,

zum Glück!

Silvesternacht

Böllerlärm, Raketenglimmer,

nicht zu vermeiden.

Das Jahr beginnt,

wie immer,

mit lautem Treiben.

Blick nach vorne,

Blick zurück,

war es schwer,

brachte Leid,

welche Wege waren weit?

Was war gut, brachte Glück?

Was wird kommen, was wird sein,

entscheiden ich und Gott allein.

Wendezeit

Das alte Jahr versinkt im Nebel,

Erinnerungen bleiben.

Vielleicht.

Das neue Jahr ist,

sichtbar schon,

am Horizont.

Es türmt sich

mächtig auf.

Nun gilt es anzunehmen,

gleich,

was da kommen mag.

Fotos: Pixabay

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22


Maschkeragehen

KULTUR & FREIZEIT

Eine Schweinsblase musste her. Die stand ganz oben auf meiner Wunschliste für die letzten Tage des Faschings

in den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren. Diese gehörte damals zu einer unbedingt notwendigen

Faschingsausrüstung. Die in einem Schreibwarengeschäft ausgestellten Faschingsmasken aus Pappe waren für

mich, vielmehr für den Geldbeutel meiner Eltern zu teuer. Fünf Mark kostete die billigste Maske, zwei Mark

fünfzig eine Pappnase mit einem Brillendrahtgestell.

Eine Schweinsblase dagegen war wesentlich billiger und wenn man sie beim Metzger, bei dem man Kunde war,

rechtzeitig bestellte, gab es sie, wenn die Nachfrage nicht zu groß war, sogar umsonst. Aber Schweinsblasen

waren gefragt. Sie waren, was heute fast in Vergessenheit geraten ist, ein traditionelles Symbol des Narren.

Bevor eine einsatzbereit, und beim Mascherka gehen mitgeführt werden konnte, musste sie erst, im rohen

Zustand, mit Luft gefüllt über dem heimischen Ofen, ausgetrocknet werden. Diese Prozedur dauerte

mindestens eine Woche. Sie trocknete so nach und nach und musste dazwischen immer wieder mit Luft

aufgefüllt werden. So wurde sie fertig gegerbt, hatte eine gelbgrüne Farbe und fuḧlte sich an wie Pergament.

Dann konnte sie gut aufgeblasen, zugeschnürt mit einer Schnur und befestigt an einem kurzen Stock, zum

Einsatz kommen.

Eine so präparierte Blase in Form eines Luftballons, gehörte auch bei mir zur ansonsten einfachen

Faschingsverkleidung. Wobei von Verkleidung zu sprechen schon übertrieben ist. Denn die war so einfach wie

einfallsreich. Eine alte Joppe kam noch einmal zu neuen Ehren. Sie wurde einfach umgedreht und erinnerte an

die Figur aus Nestroys Lumpazivagabundus. Einen alten Hut dazu gab es immer im ansonsten kargen

Kleiderschrank meines Vaters. So ausgestattet, mit noch ein wenig Ruß aus dem Ofenrohr im Gesicht, ging es

am Rosenmonat und Faschingsdienstag nach Schulschluss, der sehnlich erwartet wurde, auf die Straße. Meist

mit gleichgesinnten Gleichaltrigen, suchten wir die wenigen damals vorhandenen Geschäfte auf, um uns als

Maschkera wie Faschingsgeher damals genannt wurden, vorzustellen.

In manchen traditionellen Faschingshochburgen kommt

die Schweinsblase auch im 21.Jahrhundert noch zum

Einsatz. Meist führen sie als Hofnarren gekleidete Narren

mit sich, oder wie im Niederbayerischen Kurbad Bad

Birnbach der „Faschingsbräunl“. Das ist ein aus Leder

gefertigter Pferderumpf mit Kopf, in den eine Reiterfigur

schlüpft und mit der Schweinsblase um sich schlagend, in

wildem Galopp bei den Auftritten der Narren dabei ist. Der

Ursprung dieser Traditionsfigur soll einige Jahrhunderte

zurückgehen. Auf dem der Rathausplatz von Bad Birnbach

hat man dem „Faschingsbräunl“ sogar ein bronzenes

Denkmal gewidmet.

Ein eigener Brunnen für den Bräunl:

Das Wahrzeichen des

Birnbacher Faschings wurde am

Neuen Marktplatz verewigt.

Foto: Gemeinde Bad Birnbach

„Lebenstage. Kindheit. Kirche. Kamera.“

Der Titel des neuen Buches von Helmut Degenhart bringt es bereits auf den

Punkt um was es Inhalt geht. Es sind Erzählungen aus der Kindheit in der

Nachkriegszeit, Berichte über Reisen wie sie heute kaum noch zu

unternehmen sind, weil zu gefährlich und über Begegnungen mit vielen

Menschen der Zeitgeschichte.

In seinen 35 Jahren, die er als Journalist bei „unserRadio“ Passau, bei TRP 1

und nun seit Jahren bei „Niederbayerntv“ tätig ist, hat er viele Prominente

aus Politik und Kirche interviewt, von denen er in seinem Buch erzählt.

An seinen Reisen nach Afrika oder Südamerika, nach Indien oder zu den

Erdbebeneinsätzen nach Italien, lässt er uns in dem Buch teilhaben.

23 www.thermenland-magazin.de


RAT & TAT

Hauptuntersuchung (HU), Umweltnormen und Digitalisierung:

Das ist ab 2026 neu für Kraftfahrzeug-Halter

Ab Neujahr gelten in Deutschland, Österreich und der Europäischen

Union (EU) diverse Regelungen, die relevant sind für Fahrzeughalter,

Unternehmen und Fahrschulen. Die deutsche Gesellschaft für Technische

Überwachung mbH (GTÜ) und der österreichische Verkehrsclub

ÖAMTC haben Überblicke dazu veröffentlicht.

Die EU setzt ab 2026 eine Reihe von Maßnahmen um, die den Straßenverkehr,

die Fahrzeugtechnik und die Verkehrssicherheit europaweit betreffen.

Dazu zählen unter anderem die Einführung der Euro-7-Abgasnorm, neue

Vorschriften für eCall und digitale Fahrtenschreiber, Anpassungen bei

Führerscheinumtauschfristen sowie verschärfte Regelungen für städtische

Zufahrtskontrollen. Die Neuerungen betreffen dabei sowohl Pkw als auch

leichte Nutzfahrzeuge und sollen die Ziele der EU in Sachen Klimaschutz,

Sicherheit und Digitalisierung des Verkehrs weiter voranbringen.

Führerschein umtauschen

Wer seinen Führerschein in den Jahren 1999 bis 2001 erhalten hat, muss

ihn bis zum 19. Januar 2026 in den fälschungssicheren Kartenführerschein

umtauschen. Wer nach diesem Fristdatum bei einer Kontrolle noch den

alten Führerschein vorzeigt, riskiert ein Verwarngeld von 10 Euro und muss

den neuen Führerschein nachreichen – andernfalls droht erneut ein Bußgeld.

Der neue Führerschein ist 15 Jahre lang gültig.

Hauptuntersuchung (HU)

Für 2026 erstmals zugelassene Neufahrzeuge (Pkw und Wohnmobile bis 3,5

Tonnen Gesamtgewicht) gilt eine Drei-Jahres-Frist. In Deutschland erhalten

sie nächstes Jahr die rosafarbene Plakette. In Österreich wird das Prüfpickerl

für Auto und Motorrad künftig statt nach 5 erst nach 10 Jahren jährlich

fällig: Bei Neufahrzeugen bleiben anfänglich 4 Jahre Zeit, danach reicht

es, zweimal alle 2 Jahre in die Werkstatt zu fahren. Erst dann wird in das

jährliche Intervall gewechselt. Die Gefahr besteht dabei, dass bei größeren

Intervallen leichte Mängel zu schweren werden. Damit erhöht sich die

Eigenverantwortung von Lenker und Zulassungsbesitzer, auf den einwandfreien

Zustand des Fahrzeuges zu achten.

Digitaler Kfz-Schein kommt

Der digitale Zulassungsschein wird schrittweise eingeführt, der digitale

Führerschein kommt in Deutschland und soll EU-weit folgen – zunächst als

Ergänzung, später als vollwertiger Ersatz über eine EU-weite digitale Identitäts

Wallet. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat die kostenlose Handy-

App „i-Kfz“ bereits veröffentlicht. In ihr lassen sich unter anderem

Kfz-Scheine digital hinterlegen. Wenn das korrekt erfolgt ist, genügt bei

Verkehrskontrollen innerhalb Deutschlands das Vorzeigen per App – das

Papierdokument kann zuhause bleiben. Zudem erinnert die App auf

Wunsch an den HU-Termin. Auch enthält sie alle Angaben des Fahrzeugscheins.

Per QR-Code kann ein Kfz-Schein anderen App-Nutzern zur Verfügung

gestellt werden, etwa Familienangehörigen, die das Fahrzeug

ebenfalls nutzen. „i-Kfz“ ist in den App-Stores zu iOS und Android erhältlich.

Fahrausbildung wird billiger

Für 2026 plant das deutsche Bundesverkehrsministerium eine Reform, um

die Führerscheinkosten zu senken. Theorieeinheiten könnten künftig per

App absolviert werden – auch von zuhause aus. Die bisherigen Tagesobergrenzen

für Theorieunterricht könnten entfallen. Darüber hinaus verhandeln

Bund und Länder über eine deutliche Reduzierung und Aktualisierung

des Fragenkatalogs für die theoretische Prüfung. Manche Fahrstunden

sollen im Simulator absolviert werden können.

Neue Abgasnorm & Grenzwerte

Ab 29. November 2026 beginnt der stufenweise Start der Abgasnorm Euro 7

für Erstzulassungen neu entwickelter Pkw und leichter Transporter. Vom

29. November 2027 an gilt die Norm für alle neu zugelassenen Fahrzeuge

dieser Klassen. Für Busse und schwere Nutzfahrzeuge folgen die Vorgaben

Sofort gültige digitale Vignetten für Österreichs Autobahnen gibt es bereits jetzt

schon an den Vignetten-Verkaufsautomaten der ASFINAG.

Foto: ASFINAG

ab 2028/2029. Erstmals werden Emissionen, die nicht aus der Abgasanlage

stammen, systematisch begrenzt: Das heißt, auch Feinstaub, der beim Bremsen

entsteht (Bremsabrieb), sowie Partikel aus dem Reifenabrieb müssen

künftig Grenzwerten entsprechen. Für Elektro Fahrzeuge gelten dabei teils

strengere Partikel-Grenzwerte.

Batteriehaltbarkeit & Umweltpass

Für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride kommen Haltbarkeitsvorgaben

für ihre Antriebsbatterie. Nach fünf Jahren oder 100.000 Kilometern sollen

noch mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Leistung abrufbar sein,

nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern sind es mindestens 72 Prozent.

Eine weitere Neuerung ist der so genannte Umweltpass (Environmental

Vehicle Passport/EVP): Jeder Neuwagen soll künftig mit einem Fahrzeugpass

ausgeliefert werden, der seinen ökologischen Fußabdruck dokumentiert.

Dazu gehören etwa Emissionswerte, Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch oder

Batteriestatus.

E-Überwachung der Ruhezeiten

Für den gewerblichen grenzüberschreitenden Verkehr schreibt der Gesetzgeber

ab 1. Juli 2026 intelligente Fahrtenschreiber für Lkw und Transporter

ab 2,5 Tonnen Gesamtgewicht vor. Die Geräte erleichtern Kontrolle und

Durchsetzung von Lenk- und Ruhezeiten, tragen zur Fairness im Wettbewerb

bei und unterstützen die Sicherheit im Straßenverkehr.

Dafür soll es Erleichterungen beim Führerschein für schwere Fahrzeuge

geben. Neue Altersgrenzen und Schulungsmodelle sollen künftig den Job-

Zugang für junge Berufskraftfahrer erleichtern.

EU-Notruf eCall modernisiert

Ab 2026 erhalten neu entwickelte Pkw und leichte Transporter ihre Typgenehmigung

nur, wenn der „Next Generation eCall“ verbaut ist. Das System

ersetzt die bisherige Technik auf 2G-/3G-Basis und erhöht Verfügbarkeit

und Genauigkeit. Ab 1. Januar 2027 dürfen keine Neuwagen mehr zugelassen

werden, die nicht über den neuen eCall verfügen. Dies dient der Sicherheit

im Straßenverkehr, insbesondere bei schweren Unfällen.

Klebe-Vignette verschwindet

Für Österreichs Autobahnen wird es 2026 das letzte Mal eine Klebevignette

geben. Ab 2027 gibt es den Mautnachweis nur noch digital. Aber auch Menschen

ohne Internetzugang werden dann noch die Vignette „analog“ an

Tankstellen oder Automaten erwerben können. Dazu nennt man am Verkaufsschalter

sein Nummernschild. Das wird nach einem Datenabgleich vor

Ort in das Mautsystem eingebucht und man erhält nach der Bezahlung

einen Beleg. Die digitale Vignette ist nämlich an das Nummernschild gebunden.

Die digitale Vignette kann auf diesem „analogen“ Weg oder online

bei der ASFINAG oder dem ADAC erworben werden.

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24


RAT & TAT

Krisendienst Psychiatrie Niederbayern hilft auch an Fest und Feiertagen

Erste Hilfe für die belastete Seele

Angst und Beklemmung statt Besinnlichkeit, Heiterkeit und Frieden: Die

Zeit zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig birgt für viele Menschen

besonders großen psychischen Stress. Soziale Konflikte und negative

Emotionen kochen hoch, und die Medienlandschaft ist voll von Krisen,

Kriegen und angstauslösenden Szenarien. In der persönlichen Krisenund

Angstsituation wird jedoch niemand allein gelassen. Der Krisendienst

Psychiatrie Niederbayern bietet Unterstützung rund um die Uhr,

auch an den Feiertagen. Unter der Telefonnummer 0800-655-3000 erhält

man psychische Soforthilfe – telefonisch und falls nötig vor Ort. Im

Innviertel hilft die Krisenhilfe (www.krisenhilfeooe.at) bei psychischen

Krisen unter 0732-2177 rund um die Uhr.

Die aktuelle gesellschaftliche Lage – geprägt von wirtschaftlichen Unsicherheiten,

geopolitischen Spannungen und Veränderungen im sozialen Zusammenleben

– verstärkt die psychischen Belastungen zahlreicher Menschen.

Innere Unruhe, Panik und seelischer Belastung können hier die Folge sein.

Der Krisendienst Psychiatrie Niederbayern, Teil des Netzwerks Krisendienste

Bayern, steht in dieser herausfordernden Zeit rund um die Uhr bereit,

um Menschen in seelischen Notlagen zu unterstützen.

Werner Sagmeister, Leiter der Krisendienst-Leitstelle in Landshut, erklärt:

„Wir helfen bei vielen Arten von seelischen Krisen – beispielsweise bei depressiven

Zuständen, Ängsten und Panik oder bei akuten Belastungssituationen.

Wir hören zu, klären auf, ordnen ein und suchen gemeinsam mit

dem Anrufenden nach Lösungsansätzen. In manchen Fällen hilft schon ein

Innere Unruhe, Panik und seelischer Belastung können einen aus dem Gleichgewicht

bringen: Beratungsstellen helfen in psychischen Krisen sofort und rund um die Uhr

weiter.

Foto: Krisenhilfe OÖ

erstes Gespräch mit den Beraterinnen und Beratern des Krisendienstes. Anderenfalls

vermitteln wir weiterführende Hilfen. In besonderen Fällen veranlasst

die Leitstelle, dass ein mobiles Einsatzteam zum Hilfesuchenden

nach Hause fährt.“

BzNdb/sam

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Gerade rund um Festtage herum verteilen Kriminelle

verstärkt falsche Paket-Zustellbenachrichtigungen

von DHL. Wie bei gefälschten

Bank-Briefen, überklebten QR-Codes an Ladesäulen

und auf Parkautomaten und falschen

Strafzettel wollen sie über mit den Handy

schnell gescannte QR-Codes auf gefälschte Internetseiten

locken und Daten oder Geld stehlen.

Die Website Verbraucherzentrale.de informiert

darüber:

Was ist ein QR-Code?

RAT & TAT

Falsche QR-Codes in Mails, in Briefen, bei DHL-Benachrichtigungen und im Straßenverkehr

Verbraucherschützer warnen jetzt vor „Quishing“

Viele Quadrate in einem Quadrat: Das ist ein QR-

Code. QR steht für Quick Response, also: schnelle

Antwort. Die Quadrate enthalten Informationen,

die zum Beispiel mit einem Smartphone erfasst

werden können. Oft sind es Internet-Adressen,

um auf einfache Weise eine Internetseite zu öffnen.

Tückisch dabei ist, dass nicht alle Smartphones

anzeigen, was im QR-Code steht, bevor sie die

entsprechende Aktion ausführen. Während einige

zunächst die Internet-Adresse zeigen und

fragen, ob die Seite geöffnet werden soll, öffnen

andere so eine Seite sofort. Falls Ihr Gerät das

macht, sollten Sie sich eine App installieren, die

erst den Link anzeigt.

Woher kommt „Quishing“?

Kriminelle machen sich die Technik zunutze und

missbrauchen QR-Codes für ihre Zwecke. Das

wird als „Quishing“ bezeichnet. Das Kunstwort ist

eine Zusammensetzung der Worte „QR-Code“ und

„Phishing“, dem Fischen nach Passworten.

QR-Codes in Phishing-Mails

Vereinzelt tauchten im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale

NRW bereits Anfang 2021 erste

E-Mails auf, die einen schädlichen QR-Code enthielten.

Kriminelle hatten Logos bekannter Banken

missbraucht und zum Beispiel dazu

QR-Illustration: Foto: wir_sind_klein / Pixabay

aufgefordert, über den QR-Code ein Sicherheitsverfahren

zu erneuern. Zu dem Zeitpunkt waren

QR-Codes grundsätzlich für viele Menschen bekannt

durch die Corona-Warn-App. Bis heute ist

Quishing in E-Mails aber eher eine Randerscheinung

– verglichen mit Phishing-Mails, in denen

ein Link angeklickt werden soll. Dennoch gibt es

hin und wieder Betrugsversuche über diesen

Weg - aktuell zum Beispiel mit E-Mails, die vermeintlich

vom ADAC stammen. Hier locken Betrüger

mit einem angeblichen Dankesgeschenk

für die Teilnahme an einer Umfrage, die über

einen QR-Code aufgerufen werden soll – doch in

Wahrheit geht es nur darum, persönliche Daten

und Bankverbindungen zu sammeln.

Gefälschte Briefe von Banken

Einen Brief von der Commerzbank erhielt Mitte

September 2025 eine Verbraucherin aus Velbert.

Angeblich sei die „Aktualisierung des E-Bankings

erforderlich“, hieß es darin. Schon Ende August

2024 ging ein ähnlicher Brief an eine Verbraucherin

aus München. Auch sie wandte sich damals

ans Phishing-Radar der Verbraucherzentrale

NRW. Die Frau hat gar kein Konto bei der

Bank und war deshalb zu Recht erstaunt darüber,

dass sie ein „photoTAN-Verfahren zur Sicherheit

Ihrer Bankgeschäfte“ aktualisieren sollte. Dazu

enthielt der Brief einen auffällig platzierten QR-

Code. Allerdings führt er auf eine Internetseite,

die die Kriminellen betreiben. Dort eingetippte

Daten (wie zum Beispiel Zugangsdaten zum Online-Banking)

würden also in deren Hände gelangen.

In manchen Fällen werden auf diese Weise

direkt Geldtransfers veranlasst, warnt das Landeskriminalamt

Nordrhein-Westfalen.

E-Mails per Post verschickt

Nun haben Kriminelle ihren E-Mail-Text offenbar

um einem QR-Code ergänzt ausgedruckt und

verschicken ihn per Post. Denn die echte Commerzbank

hat mit dem Brief nichts zu tun. Genauso

wenig wie die anderen Banken, in deren

Namen ebenfalls Briefe verschickt werden. Auffällig

ist unter anderem, dass das Schreiben mit

„Sehr geehrte Kontoinhaberin, sehr geehrter

Kontoinhaber“ beginnt und nicht mit dem richtigen

Namen der angeschriebenen Person. Auch

die eher umständliche Formulierung am Ende ist

ungewöhnlich: „Vielen Dank für Ihr Verständnis

und Ihre sofortige Kooperation in dieser Angelegenheit.“

Zustell-Nachrichten von DHL

ADAC-Quishing-Illustration: Foto: Verbraucherzentrale NRW

Seit der extremen Paket-Zeit vor Weihnachten

gibt es nun verstärkte Schreiben und Paketbenachrichtigungen

im Briefkasten, die einen

seriösen Eindruck machen, aber wieder nur an

die Empfänger-Daten wollen. Darum warnen die

Verbraucherschützer nun verstärkt vor gefälschten

DHL-Benachrichtigungskarten mit QR-Codes

im Briefkasten.

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26


RAT & TAT

DHL-Quishing-Illustration: Foto: die-technikfans.de

Wohin der QR-Code tatsächlich führt: Augenscheinlich führt der Code sogar auf die Internetseite der Commerzbank

– beginnt die Adresse doch mit https:// und wird mit commerzbank.de fortgesetzt. Aber: Hinter dem .de befindet

sich ein Bindestrich (-). Die echte Seite der Commerzbank wäre es nur dann, wenn hinter dem .de ein Schrägstrich

(/) oder überhaupt nichts stehen würde! Foto: Verbraucherzentrale.de

Falsche QR-Codes an Ladesäulen

Ebenfalls im August 2024 gab es Warnungen vor

falschen QR-Codes auf E-Ladesäulen. Dort sind

die kleinen Quadrate oft zu finden, damit man

zum Laden des Elektroautos direkt bezahlen

kann. Kriminelle haben offenbar Codes überklebt,

sodass Menschen nicht auf die echte Bezahlseite

des Anbieters geführt wurden. Der

ADAC rät in solchen Fällen unter anderem, kei-

nen überklebten QR-Code zu scannen. Verfügt

die Ladesäule über ein Display, sollte der Code

von dort gescannt werden.

Falsche QR-Codes auf Parkautomaten

Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnte

bereits Mitte November 2024 vor überklebten

QR-Codes auf Parkscheinautomaten. Sie sollen

angeblich auf eine mobile Bezahlseite von

„easy park“ führen. Stattdessen öffnet sich aber

eine gefälschte Seite im Aussehen der echten.

Auffällig dabei seien unter anderem fehlende

Umlaute (ae statt ä) und dass es möglich sei,

längere Parkzeiten als in der Parkzone zulässig

auszuwählen.

Falsche Strafzettel für Falschparker

In einigen Städten bieten Ordnungsamt oder

Polizei auf Strafzetteln einen QR-Code an, über

den Autofahrer:innen bei einem Parkverstoß

direkt bezahlen können. Das nutzen auch Kriminelle

aus, die falsche Strafzettel unter die Scheibenwischer

parkender Fahrzeuge klemmen.

Gehen Sie im Zweifel mit dem vermeintlichen

Strafzettel zur Polizei, um den Sachverhalt zu

klären.

Tipps zum Schutz vor Quishing

▶ Scannen Sie einen QR-Code nur, wenn Sie sich sicher sind, dass er seriös

ist. Inzwischen erkennen viele Smartphones einen QR-Code über die Kamera-App.

Die sollten Sie aber nur nutzen, wenn die Infos des Codes (z.B.

Internet-Adresse) zunächst angezeigt und nicht direkt geöffnet werden.

Sehen Sie sich die Adresse genau an und lassen Sie die Internetseite nur

dann öffnen, wenn Sie sicher sind, dass sie dem echten Anbieter gehört.

▶ Zeigt Ihre Kamera oder Ihr QR-Code-Scanner vor dem Öffnen einer Internetseite

die Adresse nicht an, informieren Sie sich über seriöse Apps,

die das machen, installieren eine auf Ihrem Gerät und nutzen die zum

Scannen eines QR-Codes.

▶ Achten Sie in einer Internet-Adresse genau auf die Satzzeichen! Die Adresse

"beispiel.de/123" führt tatsächlich auf eine Unterseite des Auftritts

"Beispiel.de". Die Schreibweise "beispiel.de-123.com" hingegen würde auf

eine Unterseite des Auftritts "de-123.com" führen.

▶ Wenn Sie einen zweifelhaften Brief bekommen haben, rufen Sie beim

Absender an. Verlassen Sie sich dabei nicht auf eine im Brief angegebene

Telefonnummer, sondern recherchieren Sie auf seriösen Internetseiten,

ob die Nummer auch dort in Verbindung mit dem

Unternehmen zu finden ist. Bei einem Brief Ihrer Bank könnten Sie in

Ihr echtes Online-Banking gucken und prüfen, ob Sie dort eine Nachricht

mit Handlungsbedarf finden.

▶ Prüfen Sie bei einer Ladesäule, ob der QR-Code überklebt wurde. Falls

das so ist, scannen Sie ihn nicht!

▶ Wenn Sie auf den Betrug hereingefallen sind, wenden Sie sich umgehend

an die Polizei! Sie können zum Beispiel Anzeige erstatten über

die Online-Wache Ihres Bundeslandes. Falls Sie Geld bezahlt haben,

informieren Sie umgehend Ihre Bank oder rufen Sie den Sperr-Notruf

116116 an!

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SERVICE

Thermenland-Horoskop für das neue Sternenjahr

NUR IM THERMENLAND-MAGAZIN · EXKLUSIV VON SIEGI LILITH

Widder

Liebe: Sobald der Feiertagstrubel vorüber ist,

können Sie nicht mehr nachvollziehen, woher

diese Hektik eigentlich gekommen ist. Alles läuft

wieder wie geschmiert. Singles können von einem

Abenteuer ins nächste stürzen, die große Liebe

kommt aber erst später.

Körper: Arbeiten, Reisen, Unterhaltung nonstop,

dazu unkontrollierter Genuss von Alkohol und Zigaretten

machen Sie anfällig für alle möglichen

Wehwehchen. Am besten etwa mehr Vitamine und

Schlaf, dafür viel, viel weniger von den Genussmitteln.

Ihrer Gesundheit zuliebe.

Beruf: Sie werden vor eine große Aufgabe gestellt,

die Ihre ganze Phantasie und Energie fordern wird.

Nachdem Sie bemerken, dass Sie alles nur aus der

falschen Perspektive betrachtet haben, wird letztendlich

doch noch eine Erfolgsgeschichte daraus.

Stier (21.4.-20.5.)

Liebe: Es passiert dem Stier nicht oft, dass ihm

so viele Verehrer fast die Türe einrennen. Das kann

ihn überfordern, da bei ihm ohne Beteiligung des

Herzens nichts läuft. Aber auch Sie dürfen hin und

wieder ohne Trauschein und Liebesschwüre genießen.

Körper: Um alles bewältigen zu können, was Sie

sich vorgenommen haben, müssen Sie besser auf

Ihre Gesundheit achten. Magenprobleme und Sodbrennen

sind keine Fremdwörter für Sie. Eine ausgewogene

Ernährung und Sport zur Steigerung

Ihres Energiepegels sind angesagt.

Beruf: Orientierungslos und unterfordert suchen

Sie nach neuen Aufgaben und Abwechslung. Es ist

eine gute Zeit, über Veränderungen nachzudenken.

Doch wenn Sie nicht die notwendige Geduld und

Ausdauer aufbringen, die nötig ist, warten Sie lieber

noch ein wenig.

Zwillinge (21.5.-21.6.)

Liebe: Wenn Ihr Partner Sie nicht einengt, besteht

die Aussicht auf eine länger währende Beziehung.

Schrauben Sie Ihre Ansprüche und Erwartungen an

den Partner zurück. Da es den perfekten Partner

nur im Roman gibt, müssen beide Kompromissbereitschaft

zeigen.

Körper: Geben Sie nicht unnötiges Geld für Fitnessgeräte

aus, die Sie sowieso nicht öfters als

ein- bis zweimal benützen. Nehmen Sie ein paar

Probestunden im Fitnesscenter, um sich darüber

klar zu werden, welche Sportart Ihnen auch längere

Zeit Freude bereiten wird.

Beruf: Nicht jeder Widerstand ist etwas Negatives.

Vielleicht werden Sie damit aufgefordert, Ihre

Pläne und die Art, wie Sie diese durchführen, noch

mal zu überdenken. Dasselbe gilt für Kritik. Fühlen

Sie sich nicht gleich auf den Schlips getreten, es

ist nicht böse gemeint.

Krebs (22.6.-22.7.)

Liebe: In Sachen Liebe ist Erneuerung angesagt.

Beziehungs-Krebse fangen wieder bei Stunde Null

an. Der Partner wird wieder umworben, der Heiratsantrag

wiederholt. Bei den Singles flattert so

manch heißer Verehrer vorbei, der für ein romantisches

Schäferstündchen sorgt. Lassen Sie sich

darauf ein, dann erwartet Sie im nächsten Monat

eine Überraschung

Körper: Krebse zählen zu den guten Sportlern und

lassen nicht leicht etwas aus. Doch übertreiben

Sie es nicht, denn Sie neigen zu Verletzungen, die

es leicht zu vermeiden ginge. Einmal eher aufhören

oder eine niedrigere Schwierigkeitsstufe - Ihr Körper

wird’s Ihnen danken.

Beruf: In diesem Monat sollten Sie sich klar darüber

werden, ob Sie die Karriereleiter hoch wollen

und ob dies an Ihrem jetzigen Arbeitsplatz möglich

ist. Vorsicht, jemand will Sie über den Tisch ziehen

und hat es auf Ihre Ersparnisse abgesehen.

Löwe (23.7.-23.8.)

Liebe: Der Löwe ist ja bekannt dafür, dass er mit

dem Kopf durch die Wand will. In einer Beziehung

muss man auch Kompromisse schließen und mal

ein Auge zudrücken. Dabei können auch mal Funken

sprühen. Vorsicht, dass daraus kein vernichtendes

Feuer wird.

Körper: Teilen Sie Ihre Ressourcen so ein, dass

sie nie voll ausgereizt werden. Sie haben es nicht

nötig, sich bis zum Burn-out zu verausgaben. Sorgen

Sie in der Freizeit für genügend entspannenden

Ausgleich, z.B. mit Meditation, Yoga und ausreichend

Schlaf.

Beruf: Was Sie im Januar planen, verspricht Erfolg.

Nicht übermütig werden. Falls Sie an eine selbstständige

Tätigkeit denken, ist es noch zu früh. Zuerst

sollten Sie dafür sorgen, dass Sie ein

finanzielles Polster anlegen. Geduld ist nicht gerade

Ihre Stärke, jetzt aber nötig.

Jungfrau (24.8.-23.9.)

Liebe: Im Januar dreht sich alles um Freundschaft

und Liebe. Erotik steht an oberster Stelle und die

Jungfrau kann aus dem Vollen schöpfen. Lassen

Sie andere an Ihrem Glück teilhaben. Es werden

neue Freunde hinzukommen und alte Kontakte

werden wieder lebendig.

Körper: Nur, um dem anderen Geschlecht zu gefallen,

müssen Sie nicht bei jedem Date gleich in

den Kosmetik- bzw. Parfümtopf fallen. Sie wissen

doch, dass Ihre Haut sehr empfindlich auf Reizstoffe

reagiert. Lassen Sie sich beraten und greifen

Sie ruhig mal zu Naturmitteln.

Beruf: Damit Ihnen Ihre Schwächen bei Ihren Plänen

nicht zur Stolperfalle werden, sollten Sie fachmännische

Hilfe in Anspruch zu nehmen. So können

Sie bedenkenlos die Verantwortung übernehmen

und Ihren Chef und die Kollegen überraschen.

Waage (24.9.-23.10.)

Liebe: Ihr Partner und Freunde erwarten von

Ihnen, dass Sie zu den Differenzen Stellung beziehen.

Gerade, da Sie zum Jahreswechsel dies in

Ihre guten Vorsätze gepackt haben. Ob Ihre Ideen

angenommen werden, erfahren Sie nur, wenn Sie

sie aussprechen.

Körper: Abwarten und Tee trinken. Mit jedem Tag

des neuen Jahres wächst Ihr Energiehaushalt. Und

mit steigender Power wächst der Wunsch nach Bewegung.

Für Januar bedeutet das, bei „Couching“,

„Chillen“ und „Relaxen“ zu entspannen, bis der

Akku wieder gefüllt ist.

Beruf: Sie stehen vor der Frage, ob Sie mit der

Faust auf den Tisch schlagen sollen. So lange Sie

keinem Traum hinterher jagen, ist es besser, sich

in eine Warteposition zurückzuziehen, um den

Druck zu verringern. So können Sie die Antwort zu

erkennen, die zum Ziel führt.

Skorpion (24.10.-22.11.)

Liebe: Sie kommen voll auf Ihre Kosten. Besonders

zum Monatsende werden Sie verwöhnt. Ihr

aufblühendes Selbstwertgefühl lässt Sie erfolgreich

immer neue Dinge probieren. Auch die Single-

Skorpione profitieren von Ihrer Ausstrahlung, die

die Verehrer nur so anzieht.

Körper: Der Skorpion strotzt nicht immer vor

Energie. Setzt er sie gezielt ein, dann hält der Akku

eine gute Zeit lang. Wenn alles nach Plan läuft, hilft

Ihnen die gute Laune, die körperlichen Probleme

nicht so schwer zu nehmen und schnell den Grund

dafür zu finden.

Beruf: Energiegeladen beginnen Sie das neue Jahr

und haben ein beneidenswertes glückliches Händchen

für Erfolg versprechende Abschlüsse. Einige

Kollegen beobachten Sie neidisch und zeigen ihr

wahres Gesicht. Der Konflikt war überfällig und

sorgt für klare Fronten.

Schütze (23.11.-21.12.)

Liebe: Packen Sie in Ihre Vorsätze für das neue

Jahr hauptsächlich Veränderungen, die sich positiv

auf Ihre Beziehung auswirken. Single-Schützen

werden genau den Partner finden, mit dem Sie

durch dick und dünn gehen können. Amor hat Sie

im Visier!

Körper: Abenteuerurlaub mit Überlebenstraining,

das ist so ganz nach dem Geschmack des Schützen.

Doch werden Sie dieses sportliche Durchhaltetraining

alleine antreten müssen. Für Sie ist das

sicher kein Problem, da Sie immer schnell Anschluss

und Gleichgesinnte finden.

Beruf: Bevor Sie einen Auftrag annehmen, sollten

Sie sich fragen, ob Sie ihn auch bewältigen können.

Die Ernüchterung, wenn Sie bemerken, dass

Sie einen Fehler gemacht haben, wird Spuren hinterlassen.

Ein eventueller Stellungswechsel könnte

die Folge sein.

Steinbock (22.12.-20.1.)

Liebe: In der Liebe kommt es zu Missständen, die

noch eine Zeit lang ungeklärt bleiben werden. Erst

gegen Ende des Monats müssen Sie aufpassen,

damit Sie den richtigen Zeitpunkt nicht übersehen,

der zur Aufklärung verhilft. Es könnten sogar

Träume in Erfüllung gehen.

Körper: Wer sich großer Beliebtheit erfreut, wird

viel eingeladen. Jeder will Sie bei seinen Aktivitäten

dabei haben. Sie müssen lernen, Nein zu

sagen, sonst sind Sie am Ende völlig erschöpft und

der erwünschte Spaß und Erfolg wird zur Tortur.

Beruf: In der ersten Monatshälfte will Ihnen jemand

Ihre Stellung streitig machen. Seien Sie auf

der Hut. Durch aufmerksames Beobachten werden

Sie die Person erkennen und überzeugen können,

dass es sich miteinander besser arbeiten lässt,

als voller Neid und Missgunst.

Wassermann (21.1.-19.2.)

Liebe: Zum Jahresanfang hat der Wassermann ein

Händchen dafür, seinen Partner auf die Palme zu

bringen und sich dann auf schnellstem Wege außer

Reichweite zu bringen. Treiben Sie es nicht zu

bunt! Singles sind exzellente Verführer, aber fallen

leicht auf falsche Versprechen rein.

Körper: Ein überfüllter Terminplan schon zum

Jahresbeginn schafft Probleme, die Sie ständig in

sich hineinfressen. Das Resultat sind Tage voll Müdigkeit,

schlechter Laune und fehlender Abwehrkräfte.

So haben die Grippe-Viren, die gerade im

Anflug sind, beste Chancen.

Beruf: Der Glaube an sich selbst und die Entschlossenheit,

einen Sprung nach oben zu wagen,

stehen im Januar im Vordergrund. Risikobereitschaft

und Spekulationen sollten bei Ihren Plänen

keinen Platz haben. Es muss nicht alles angespannt

sein, sondern auch mal ruhig.

Fische (20.2.-20.3.)

Liebe: Die Berg- und Talfahrt vom letzten Jahr ist

endlich vorbei. Jetzt können Sie sich wieder auf

ein ruhiges, romantisches Liebesleben freuen. Versuchen

Sie aber, Ihrem Partner zuliebe, das Spiel

„heute viel Nähe, morgen viel Distanz“ ein wenig

zu reduzieren.

Körper: Im Januar dreht sich alles um Ihre Ohren.

Erstens sollten Sie ganz Ohr sein, was Ihr Arzt und

Therapeut Ihnen erklärt. Denn zweitens lässt sonst

eine Ohrenentzündung grüßen, die Ihnen den ganzen

Januar Probleme machen wird. „Wer nicht

hören will, muss fühlen“!

Beruf: Freundschaften am Arbeitsplatz wollen gepflegt

werden. Dies ist besonders wichtig, da Sie

unterstützenden Beistand brauchen, wenn es

darum geht, Leistung zu bringen, sich durchzusetzen,

etwas Neues zu starten und sich vor missgünstigen

Kollegen zu schützen.

Ein erfolgreiches, gesundes und liebevolles neues Sternenjahr wünscht Ihnen Ihre Siegi Lilith


Die 100-jährige Wettervorhersage für den Januar:

SERVICE

Das Jahr beginnt eher trocken & kalt

Der Jahresbeginn lag zu Zeiten unseres Wetterpropheten Mauritius Knauer

bezüglich seiner Wetteraufzeichnungen nicht im Januar, sondern im März.

Der Winter gehörte noch zum vorhergehenden Jahreskreis, so wie es auch

heute in der Landwirtschaft noch üblich ist. Laut seinen Aufzeichnungen

bringt der Winter des ausgehenden Venusjahres keine große Kälte und nicht

viel Schnee. Erst ab Ende Februar bis in den März hinein wird’s nochmal

richtig zapfig.

Denn bleiben die Temperaturen im Januar noch auf dem gleichen Niveau

wie Ende Dezember: Eine gewisse Kälte bleibt uns also über den ganzen

Monat erhalten, eisig wird’s aber nicht. Auch der Niederschlag, egal ob es

Regen ist oder auch Schnee, hält sich sehr in Grenzen und tritt, wenn überhaupt,

vor allem vom 16. bis 22. Januar auf. Dann wird es auch von der Temperatur

her eher lind – und lind klingt der Monat dann auch zu Beginn der

Faschings“hoch“zeit aus.

sam

Diese Wettervorhersage basiert auf der Langzeitstudie von Mauritius Knauer,

1649 bis 1664 Abt des fränkischen Zisterzienser-Klosters Langheim, bekannt

als „100-jähriger Kalender“.

ZAHL

DES

MONATS

2,7

Milliarden

Euro ...

Studie auf rund 252 Millionen Euro. Hinzu kommen Einnahmen aus Grundsteuer,

Gewerbesteuer und Abgaben. „Der Tourismus trägt in Niederbayern

einen bedeutenden Anteil zu Einkommen, Beschäftigung und regionaler

Entwicklung bei", unterstrich Braun.

Doch zeigt die Studie auch, dass die Branche trotz gestiegener Umsätze an

Dynamik verloren hat. „Die Umsätze sind zwar höher als in früheren Jahren,

doch der Tourismus kann weniger zu Einkommen und Wertschöpfung beitragen“,

sagte Schreiner. Gestiegene Kosten, Fachkräftemangel und eine schwache

Konsumstimmung bremsen das Wachstum. Im Vergleich zu 2017 ist die Zahl

der Aufenthaltstage um fast 12% zurückgegangen. Die Teilnehmerzahl an

Tagesreisen hat sogar noch stärker abgenommen.

Billig- & Exklusiv-Angebote gefragt

2,7 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr

erwirtschaftet die Touristik-Branche Niederbayerns. Das hat IHK-Hauptgeschäftsführer

Alexander Schreiner bei der Vorstellung der Studie „Wirtschaftsfaktor

Tourismus“ betont, die die Industrie- und Handelskammer (IHK)

Niederbayern gemeinsam mit dem Tourismusverband Ostbayern (TVO) vorgestellt

hat. Vom Hotel über den Einzelhandel bis zum Handwerksbetrieb –

viele Branchen profitieren direkt oder indirekt von den Gästen. Besonders

stark ist die Gastronomie mit rund der Hälfte der Gesamtumsätze, gefolgt vom

Einzelhandel mit 26 Prozent, also rund 710 Millionen Euro. Insgesamt schaffe

die Branche eine Wertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro – das entspreche

45.300 Vollzeitarbeitsplätzen, erklärte TVO-Chef Dr. Michael Braun ergänzend.

„Diese Zahl zeigt, welches Potenzial im Tourismus steckt und was es ganz

konkret für die Menschen in der Region bedeutet“.

Die Untersuchung belegt auch ein verändertes Reiseverhalten: Immer mehr

Gäste suchen entweder exklusive Erlebnisse oder günstige, flexible Angebote.

„Während die Premium-Wellnesshotels weiter wachsen, gerät die touristische

Mitte unter Druck“, so IHK-Chef Schreiner. Betroffen seien vor allem klassische

Mittelklassehotels und allgemeine Freizeitangebote. Für ihn steht fest: „Wir

müssen diese Mitte neu stärken, denn hier liegt die Breite der niederbayerischen

Tourismusbetriebe.“

obx-news

Aufziehende Wolken verdunkeln die Sonne

Auch Städte und Gemeinden spüren die wirtschaftlichen Effekte. Das

Steueraufkommen aus Einkommen- und Umsatzsteuer beläuft sich laut

IMPRESSUM

HERAUSGEBER:

Rottal-Verlag e.K.

Thermenlandverlag* Wollham 2c, 94060 Pocking,

Tel.: 08531-2489286, Fax: 08531-978764

office@rottal-verlag.com

www.thermenland-magazin.de

REDAKTION:

Chefredakteur: Martin Semmler M.A. (sam)

Mobil: +49(0)151-12856278,

Thermenland-Magazin@gmx.de

Redaktionsschluss: bis spätestens 18. des Vormonats.

ANZEIGEN:

Franz X. Miedl, Tel.: 08531-2489286,

Mobil: +49(0)171-8463140

Mail: miedl@rottal-verlag.com

Anzeigenschluss: bis spätestens 20. des Vormonats

GRAFIK:

Johann Berchtold

info@hb46.de

Mobil: +49(0)160-2754248

DRUCK:

Passavia Druckservice GmbH & Co KG, Passau

Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist

urheberrechtlich geschützt.

BILDQUELLEN: F. X. Miedl und andere

TITELBILD: Faschingsgesellschaft Pocking

Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des

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des Verlags nicht erlaubt.

Fehler, Irrtümer, Änderungen vorbehalten.

*Thermenlandverlag ist eine eingetragene Marke der

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Sorgentelefon (D) Kinder & Jugend: 116 111

Sorgentelefon (A) Kinder & Jugend: 147

Sorgentelefon (D) Eltern: 0800 111 0550

Power Child (Kindesmissbrauch): +49-89-38 666 888

Frauenhelpline (A): 0800 222 555

Polizei: (D) 110 / (A) 133 / Notruf: (EU-weit) 112

Ärztlicher Notdienst: (D) 116 117 / (A) 141

Telefonseelsorge: (D) 0800 1110222 / (A) 142

Frauenhaus (D): +49-851-89272

Frau für Frau (A): +43-7722-64650

Erste Hilfe in seelischer Not (BY): 0800-655-3000

APOTHEKENNOTDIENST JANUAR 2026

Die Apotheken aus Pocking und Umgebung wechseln sich ab. Der Notdienst wird von 8.30 8.00 Uhr morgens des

angegebenen Tages bis um 8.00 8.30 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.

Apotheke Telefon Telefon Adresse Adresse Januar 2026

Marien-Apotheke 08531-4801 Kirchplatz , 94060 Pocking 08./24.

Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 13.

St. Ulrich-Apotheke 08531-7602 Simbacher Str. 6, 94060 Pocking 14./20.

Alte Apotheke 08531-4982 Simbacher Str.12, 94060 Pocking 11./29.

Marien-Apotheke 08503-922025 Passauer-Str.10, 94152 Neuhaus 05./18.

Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 04.

Thermen-Apotheke 08531-21203 Sonnenstr. 4, 94072 Bad Füssing 09./21.

Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 12./25.

Kurpark-Apotheke 08531-2022 Kurallee 18, 94072 Bad Füssing 02./19.

Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 10./22.

Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 13.

Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 07./23.

St.-Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 06./17./28.

Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 04./27.

Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 03./21.

Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 11./29.

Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 08./24.

Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 02./19.

Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 11./29.

Markt-Apotheke Greiff 08573-969910 Am Gasteig 4, 94094 Malching 15.


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Liebe Kunden,

wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und ein gesundes, sportliches neues Jahr.

Vielen Dank für die schönen Momente, die wir mit Ihnen teilen durften. Wir freuen uns ganz

besonders auf Sie, denn das was uns Freude macht, ist Sie glücklich zu machen.

Herzliche Grüße, Modegalerie (Fü), LifeStyle by Gigi (Fü), Mode Kotter (Po)

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Thermalbadstr. 8 • Bad Füssing • Tel. 0 85 31-29 260


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