KO Gibacht Rundweg Folder 280125
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‚April 2015
der gibacht
Wanderberg an der Glasstraße
im Bayerischen Wald
Goldsteig
Der Gibacht-
Rundwanderweg
führt teilweise am
Qualitätswanderweg
GOLDSTEIG entlang!
Familienfreundlich
Einkehrmöglichkeit
Rundweg
→ Berggasthaus Gibacht
→ Pfennigfelsen
→ Drei-Wappen-Felsen
→ Kreuzfelsen
→ Reiseck
→ Tannenriegel
→ Berggasthaus Gibacht
Geschichtliches über den Gibacht
In den Plansammlungen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs
befinden sich eine ganze Reihe von alten Karten, Landtafeln
und Federzeichnungen, beginnend ab dem Jahre 1514, die das
bayerisch-pfälzisch-böhmische Grenzgebiet zeigen.
In den Erstvermessungsplänen des Königreichs Bayern aus dem
Jahre 1832 ist oberhalb des ursprünglichen Glashüttendorfes
Althütte bereits der Ort „Giebacht“ eingetragen. In der
Hauschronik der Freiherren Voith von Voithenberg, deren Besitz
sich von Herzogau bei Waldmünchen bis an die Stadtgrenze
von Furth im Wald erstreckt, wird im Jahre 1895 ein Forsthaus
am Gibacht erwähnt. Am 30. Januar 1910 erhält das heute noch
bestehende Anwesen eine Konzession zur Einrichtung einer
Gastwirtschaft.
Nachdem kein Hinweis vorliegt, dass der Name „Gibacht“ vom
Grundbesitzer eingeführt wurde, ist von einer Entstehung durch
den Volksmund auszugehen.
Die Leute sollten damit wohl auf die nahe Grenze zu Böhmen
aufmerksam gemacht werden.
Mit den Jahren hat sich die Namensgebung „Gibacht“
schließlich auf den ganzen Bergzug übertragen, dessen
einzelne Erhebungen zwar schon Namen wie Drei Wappen,
Kreuzfelsen, Riegelbaum oder Reiseck hatten, denen aber bis
dahin eine einheitliche gipfelübergreifende Bezeichnung fehlte.
† Kreuzfelsen
In den Nachkriegsjahren und in der Zeit des Eisernen
Vorhangs war der Gibacht nur von Westen erreichbar.
Nach der friedlichen Revolution im Nachbarland
Tschechien wurden bereits Anfang 1990 Kontakte zum
tschechischen Touristenklub, Ortsverein Domažlice (Taus),
aufgenommen und nach einem gemeinsamen Konzept
die alten grenzüberschreitenden Wanderwege wieder
hergestellt. Damit sind sowohl der Gibacht als auch der
Čerchov für die Touristen von beiden Seiten der deutschtschechischen
Grenze frei zugänglich.
So erreichen Sie uns:
Bayern
Weiden
Waldmünchen
Regensburg
GIBACHT
Passau
Glaskreuz †
Tschechien
Leuchtturm
www.bayerischer-wald-ganz-oben.de
Info & Kontakt
Distanz: ←→ 5,25 km
Dauer: ca. 2 Std.
Höhenmeter: ↗ 182 m
↓ 844 m
↑ 933 m
Tourist-Info Waldmünchen
Marktplatz 16
93449 Waldmünchen
Tel. 09972 307 25
tourist@waldmuenchen.de
Gibachtrundwanderweg
Entdeckerregion
Rätsel-Rallye um den
GIBACHT
Auf Entdeckungstour
mit Fanny & Beppi
Hierzu gibt es eine
Kinder-Rätselrallye.
Erhältlich in der
Tourist-Info Waldmünchen.
www.bayerischer-wald-ganz-oben.de
Der Gibacht ist ein breit
lagerndes Bergmassiv,
das sich in Nord-
Süd-Richtung vom
Drei-Wappen-Felsen
unmittelbar an der
deutsch-tschechischen
Grenze über den
Kreuzfelsen und das
Reiseck bis hinunter
in die Further Senke
erstreckt.
Zu erreichen über
die Straße von
Waldmünchen nach
Furth im Wald, die
zum Parkplatz beim
gleichnamigen
Berggasthof (845 m)
führt.
Der Rundweg beginnt links vom Gasthaus und führt in
nördlicher Richtung durch leicht ansteigendes Gelände bis
zum sogenannten Pfennig-Felsen (895 m).
Hier ist an einem Felsen ein kleines bewegliches Türchen
angebracht, hinter welches die Wanderer Münzen einlegen
in der Hoffnung, dass sie gesund an diesen Ort zurückkehren.
Von hier bietet sich eine herrliche Aussicht hinunter auf
Waldmünchen und das Ulrichsgrüner Tal, hinüber auf das
Bergdorf Herzogau (679 m), weiter zum Schwarzwihrberg
(706 m) bei Rötz sowie auf den Schneeberg (765 m) und den
Frauenstein (865 m) oberhalb von Tiefenbach.
Nach dem Pfennigfelsen schleicht sich der Weg auf
einem alten Schmugglersteig zur Landesgrenze und der
Unterstellhütte beim Drei-Wappen-Felsen (901 m).
In den Felsen sind von links die Wappen des Churfürstentums
Bayern (CB), des Königreichs Böhmen (KB) und des
Herzogtums Pfalz (HP) mit der Jahreszahl 1766 eingemeißelt
und erinnern an die damalige Abmarkung der Grenze
zwischen Bayern und Böhmen. Grundlage hierfür war der
Grenzvertrag vom 3. März 1764, den die österreichische Kaiserin
Maria Theresia (damals zugleich böhmische Königin
und als solche handelte) und der bayerische Kurfürst Max
III. Joseph geschlossen hatten und mit dem die jahrhundertelangen
Streitigkeiten über den genauen Grenzverlauf
unblutig beendet wurden.
†
Vom Drei-Wappen-Felsen verläuft der Wanderweg auf
der Kammlinie in südlicher Richtung allmählich ansteigend
bis zum wuchtigen Kreuzfelsen, der mit 938 m die
höchste Erhebung des Gibacht-Bergzuges darstellt.
Hier hat die Bergwacht Furth im Wald 1952 ein Gipfelkreuz
errichtet, das 1986 und zuletzt im Jahre 2016 erneuert
wurde. Es liegt ein Gipfelbuch auf. Vom Kreuzfelsen geht
der Blick hinüber ins Nachbarland Tschechien auf den
Čerchov (1.042 m) mit seinem Aussichtsturm.
Nach dem Kreuzfelsen geht es weiter, bis die südliche
Dominante des Bergmassivs Gibacht erreicht wird, das
Reiseck (902 m).
Von dem gläsernen Gipfelkreuz öffnet sich ein
wunderbares Panorama auf den Oberen Bayerischen
Wald: Im Tal die Stadt Furth im Wald, umgeben von den
Gemeinden Arnschwang, Eschlkam und Neukirchen b. Hl.
Blut mit ihren zugehörigen Dörfern, Einöden und Weilern.
Einrahmung bildet ein Bergkranz: der Osser (1.293 m), der
Hohe Bogen (1.079 m) überragt vom Großen Arber
(1.456 m), dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes,
der Kaitersberg (1.192 m) und der Haidstein (742 m).
Das von Ralph Wenzel
geschaffene Glaskreuz
wurde im Jahre 2005
im Rahmen eines
gemeinsamen Projektes
der Stadt Furth im Wald,
der Arbeitsgemeinschaft
„Wanderwege Furth im
Wald“ und des Clubs
Tschechischer Touristen,
Sektion Domažlice
errichtet und durch
die Europäische Union
über die Euregio Bayern
gefördert.
Das Glaskreuz ist
„den verstorbenen
Glasmachern und
Hüttenleuten, die an
den Hängen von Gibacht
und Čerchov gelebt
und gearbeitet haben“
gewidmet.
Nun wendet sich der Weg nach Westen und führt
hinüber zu einem schroffen Felsrücken, dem
Tannenriegel (910 m). Auf seinem höchsten Punkt
befindet sich ein etwa 3,5 m hoher Turm, der „Leuchtturm
der Menschlichkeit“ (Titelfoto), gemauert mit Steinen
aus der ganzen Welt. Eine traumhafte Aussicht weit
hinaus nach Westen über das oberpfälzische Hügelland,
hinunter auf Gleißenberg, auch das bayerische
Meran genannt, auf die Ortschaften Lixenried, Bogen,
Gschwand, Ried, in das Chambtal und die Chamer Bucht
und schließlich hinüber zum Hienerberg (780 m) mit
dem Rosshof und seinen Wiesen.
Nach diesem seelischen Atemholen erfolgt der Rückweg
zum Berggasthof Gibacht, der zur abschließenden
Einkehr und leiblichen Stärkung einlädt.
Auf Initiative des
Gibacht-Bergwirtes und
Glaskünstlers Ralph
Wenzel († 2021) wurde
im Jahr 2005 ein etwa
fünf Kilometer langer
Wanderweg rund um
den Gibacht angelegt,
der den gesamten
Bergzug in einer
Höhenlage
von 845 m bis 938 m
erschließt.
Ralph Wenzel († 2021)
hatte auch die Ideen
zum Glaskreuz und
Leuchtturm. Zusammen
mit freiwilligen Helfern
verwirklichte er diese
Projekte. Für seine
Initiativen war er 2018
mit dem Glasstraßen-
Preis ausgezeichnet
worden.
†