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Der Harz_01_26_I

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Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 01_2026

Ausschreibung

Naturschutz-

Förderpreis 2026 S. 4/5

Fotoausstellung

„Die räuberischen

Insekten“ S. 17

Schüler entdecken

die Heimkehle

S. 18

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EDITORIAL

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

www.harzklub.de

Redaktion:

Christoph Steingaß (CS)

Redaktionskollegium:

Axel Seiler (Hauptpressewart),

Michael Rudolph (stellv. Hauptpressewart),

Klaus Dumeier

(stellv. Präsident).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Der auszugsweise oder vollständige

Abdruck von Beiträgen ist nur

mit Genehmigung des Verlages

gestattet.

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Jeweils zum 15. des Vormonats.

Verlag und Druck:

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)

Harzdruckerei GmbH

Max-Planck-Straße 12/14

38855 Wernigerode

Telefon: 03943 5424-0

Telefax: 03943 5424-99

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www.harzdruckerei.de

Layout:

E. Köhler, Telefon: 03943 5424-46

e.koehler@harzdruckerei.de

Anzeigenverkauf:

F. Benesch, Telefon: 03943 5424-24

Abo-Hotline:

Telefon: 03943 5424-0

DER HARZ erscheint Anfang des

Monats. Jahresabonnementpreis:

37,99 € inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Titelseite:

Blick in den gesicherten Dröhnebergstollen

bei Wolfshagen

Foto: privat

Unlängst erzählte mir eine Bekannte aus Reihen des Harzklubs

schmunzelnd, sie wäre fremdgegangen! Schon hatte sie meine

ungeteilte Aufmerksamkeit, denn ich dachte, ich würde Zeuge

eines Geständnisses, dessen Inhalt ich sicher nicht für möglich

gehalten hätte.

Ich kannte diese Frau sehr gut - und nun das!

Aber das Schmunzeln passte nicht so richtig zu der Beichte! Und

tatsächlich erwies sich die Ankündigung als wenig spektakulär oder gar verwerflich. Das

Fremdgehen bestand nämlich lediglich darin, so wurde ich aufgeklärt, dass diese Person

mit einem Zweigverein gewandert war, dem sie nicht angehörte. Die angebotene Tour hätte

ihr so gut gefallen, dass sie sich zu diesem Schritt genötigt sah.

Ich konnte ihr nur erwidern, dass gegen diese Form des Fremdgehens nichts einzuwenden

wäre. Schließlich sind wir ein großer Verein mit sehr vielen Zweigvereinen, die aber dennoch

alle das gleiche Ziel verfolgen, nämlich in guter Gesellschaft die Natur zu genießen

und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun.

Sie hätte etliche Mitwanderer und Mitwanderinnen kennengelernt und sich spontan für

eine der nächsten Wanderungen angemeldet. Da sie mittlerweile auch das Stempelfieber

der Harzer Wandernadel gepackt hätte, plant sie zukünftig mit einigen ihrer neuen Freunde

gemeinsam die grünen Kästen aufzusuchen.

Vielleicht sollte man noch viele andere Wanderfreunde und Wanderfreundinnen ermuntern,

sich selbst diese Art des „Fremdgehens“ zu gestatten! Neue Leute kennenlernen,

unbekannte Gebiete erleben, daran gibt es nichts auszusetzen!

Und – um im Bild zu bleiben: wenn beim gemeinsamen Wandern einmal ein Bach oder ein

Graben zu überqueren ist, dann ist auch ein Seitensprung erlaubt!

Nun aber einmal ganz ernst: DER HARZ wünscht allen Leserinnen und Lesern ein gesundes,

friedliches und erfolgreiches neues Wanderjahr und hofft auf viele Begegnungen!

Glück Auf

CS

INHALT

Harzklub:

Ausschreibung des Naturschutz-Förderpreises 2026 4/5

36. Jahrestag der Brockenmauer-Öffnung 6

Harzklub-Zweigverein Bad Suderode:

Grubenlichtermarkt 7

Harzklub-Zweigverein Wolfshagen:

Bergbauwanderung am 16. November 2025 8

Harzklub-Zweigverein Thale

Advent im Walde 9

Heimatstuben Lerbach und Riefensbeek-Kamschlacken:

Dennert-Tanne am Zimmermannsplatz 9

Niedersächsische Landesforsten

Die Zitterpappel ist im Harz willkommen 10

DTV und DWV

… begrüßen Initiative zur Haftungsreduzierung bei Wanderwegen 11

WANDERN

Zweigverein Quedlinburg: Herbstliche Rundwanderung im Harz 12

Zweigverein Thale: Von Teichen, Burgruinen und Granitfelsen 13

Zweigverein Ballenstedt: Unterwegs im Oberharzer Wasserregal 14

Wanderungen Januar/Februar 2026 21

Harzer Tourismusverband:

18. Harzer KulturWinter lockt mit 100 Terminen 16

HTV-Podcast „Der Harz hinter den Kulissen“ feiert 100. Folge 16

Nationalpark Harz:

Fotoausstellung in Ilsenburg: „Die räuberischen Insekten“ 17

HARZVERBAND e.V.:

Ausflug in die Tiefe 18

Aktion (Schrott-)Wichteln ist der Renner 19

Die Zitterpappel – Hoffnungsträgerin für karge Flächen 19

Von Lappen und Waschlappen! 20

01 | 2026 3


HARZKLUB

AUSSCHREIBUNG des Naturschutz-Förderpreises

für die Harzklub-Zweigvereine durch den Hauptverein

Motto: Naturschutztag 2026 –

„Naturschutz und Freizeit im Einklang“

Der Naturschutztag des Harzklub e.V. findet am 6. Juni 2026

im Kurpark von Neustadt (Harz) erstmalig in Thüringen statt.

Der Zweigverein Neustadt/Osterode wird diesen spannenden Tag

gemeinsam mit bewährten Partnern des Harzklubs, am Naturschutz

interessierten Institutionen sowie Naturschutzverbänden

gestalten.

An diesem Tag können wir zeigen, was beim Harzklub für den

Natur- und Umweltschutz getan wird. Daher bitten wir hiermit

unsere Harzklub-Zweigvereine, sich mit ihren Naturschutzmaßnahmen

am Naturschutztag 2026 zu beteiligen.

Das Motto „Naturschutz und Freizeit im Einklang“ lässt einen

breiten Spielraum, um sich um den Naturschutzpreis zu bewerben.

Naturschutzmaßnahmen, wie Pflanzaktionen, Biotoppflege

und Artenschutz finden ebenso Platz, wie Umweltbildung,

gemeinsame Aktivitäten in der Natur oder Besucherlenkung durch

Ausweisung von Wanderwegen oder Brückenbau.

Beispielhaft sind hier einige Themenfelder genannt:

» Umweltbildung und Exkursionen, Müll-Sammelaktionen

» Botanische Wanderungen, Foto-Wanderungen, Wandertage

mit Schulklassen

» Maßnahmen zum Klimaschutz (Pflanzaktionen, Rückbau versiegelter

Flächen, Solaranlagen)

» Artenschutz (Vogelschutz, Fledermausschutz, Insektenschutz)

» Biotopflege jeglicher Art (Feuchtbiotope, Magerrasen usw.)

» Öffentlichkeitsarbeit mit Schulklassen bzw. Naturinteressierten.

Aktionen mit Kindergärten

» Kartierungen sowie Arterfassung, z.B. Vorkommen des Gartenschläfers,

Fledermausvorkommen, Erfassung der Vögel an

unseren Futterhäuschen im Winter

Natürlich können Sie sich mit ganz unterschiedlichen, großen

und kleinen Naturschutzaktivitäten um den Naturschutz-

Förderpreis bewerben.

Wir bitten alle Zweigvereine, ihre Projekte zum Natur- und Umweltschutz

sowie zur Landschafts-pflege und Umweltbildung in

der Harzklub-Geschäftsstelle einzureichen. Gern können Sie auch

Maßnahmen vergangener Jahre auswählen. Eine große Vielfalt

bereichert den Naturschutztag.

Ziel und Zweck des Naturschutzförderpreises:

Aus den Mitteln der Hermann-Reddersen-Stiftung wurde für die

Zweigvereine des Harzklub e.V. ein Naturschutz-Förderpreis gestiftet,

der vom Jahr 2001 an jährlich für herausragende Leistungen

auf dem Gebiet des Naturschutzes und der Landschaftspflege

vergeben wird.

Zu diesen Leistungen zählen:

1. Maßnahmen zum Schutz oder zur Erhaltung gefährdeter Tierund

Pflanzenarten

2. Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, Pflege oder Fortentwicklung

wertvoller Biotope

3. Maßnahmen der Landschaftspflege, welche die Einzigartigkeit

und Schönheit der Harzer Landschaft erhalten und fördern

4. Maßnahmen, die Störungen oder Verunstaltungen der Landschaft

aus früheren Zeiten wirtschaftlicher Nutzung beseitigen

oder abmildern

5. Maßnahmen der Umweltpädagogik und der Öffentlichkeitsarbeit,

die das Verständnis für den Natur- und Umweltschutz in

der Bevölkerung, insbesondere in der Jugend, fördern

6. Maßnahmen der Besucherlenkung in ökologisch sensiblen

Bereichen

Kriterien der Bewertung:

Die Leistungen werden nach folgenden Kriterien beurteilt und

bewertet. Sie sollten

… über einen längeren Zeitraum zu den wichtigen Aktivitäten

eines Zweigvereines gehören.

… sich in konkreten, sichtbaren bzw. objektiv feststellbaren Ergebnissen

niederschlagen.

… in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und bekannt

gemacht worden sein.

… durch ihr Vorbild zum Nachahmen anregen und über den Bereich

des Zweigvereins hinaus wirken.

Hierzu zählen auch Leistungen der zurückliegenden Jahre, die

bereits abgeschlossen sind oder noch andauern.

Harzklub-Zweigvereine, die sich in vorangegangenen Jahren bereits

an der Ausschreibung des Naturschutz-Förderpreises beteiligt

haben, können sich mit dem gleichen Projekt erneut bewerben.

Höhe und Verleihung des Förderpreises, Zeitpunkt

der Vergabe:

Der Preis wird mit insgesamt 2.500,- Euro jährlich dotiert. Empfänger

sind die Harzklub-Zweigvereine. Der Preis kann, je nach Art

der eingereichten Projekte, an mehrere Zweigvereine verliehen

werden. Hierüber entscheidet von Jahr zu Jahr der Hauptvorstand

des Harzklub e.V. nach eigenem Ermessen.

Der Förderpreis wird im Rahmen des Naturschutztages des

Harzklub e.V. vergeben.

Die Zweigvereine sind verpflichtet, ihre Naturschutzprojekte

auf dieser Veranstaltung öffentlich darzustellen.

4 01 | 2026


HARZKLUB

AKTUELL

Bewerbungen:

Bewerbungen für den Förderpreis sind bis zum 31. März 2026

von den Zweigvereinen dem Harzklub-Hauptverein unter Angabe

eines Ansprechpartners schriftlich vorzulegen.

Hierzu gehören eine Darstellung und Beschreibung der vorgestellten

Maßnahmen, Fotos zu deren Illustration und Berichte in der

örtlichen Tagespresse oder in „Der Harz“ über die betreffenden

Aktivitäten, ggf. Pflegeverträge usw. Sollte ein Projekt zu diesem

Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sein, so genügt zunächst eine

Ankündigung in schriftlicher Form.

Bewertung und Entscheidung über die Preisverteilung:

Der Hauptvorstand des Harzklub e.V. beruft eine Jury unter dem

Vorsitz des Haupt-Naturschutzwartes, welcher die Aufgabe der

Bewertung der eingegangenen Bewerbungen obliegt. Dieses

Gremium wird sich dazu vor Ort über Art, Umfang und Qualität

der zu beurteilenden Aktivitäten informieren.

Aufgrund dieser Informationen und nach objektiver Bewertung

der verschiedenen Kriterien unterbreitet die Jury dem Hauptvorstand

einen Vorschlag. Der Hauptvorstand entscheidet auf der

Grundlage der Vorschläge über die Vergabe des Preises.

Beispiele für Naturschutzaktivitäten

Naturschutzaktivitäten können sehr vielfältig und oft für Außenstehende

unscheinbar sein. Auch verschiedenste kleine Maßnahmen

zum Erhalt unserer Natur können einen großen Effekt bewirken.

So sollten die Zweigvereine sich nicht scheuen, auch kleinere

Einzelmaßnahmen aus ihrem Bereich für den Naturschutzpreis

einzureichen.

Wünschenswert ist es, wenn viele Arbeiten gemeinsam mit Kindern

durchgeführt werden. Dem Ideenreichtum sind dabei keine

Grenzen gesetzt, wenn es gilt, unsere Kinder und Jugendlichen

für die Natur zu sensibilisieren.

Folgende Beispiele von Naturschutzaktivitäten können als

Anregung gelten:

» Anlage und Pflege von Feuchtbiotopen (z.B. Teiche, Tümpel,

Laichgewässer)

» Naturnahe Gestaltung von Fließgewässern

» Anlage und Unterhaltung von Naturlehrpfaden, Rastplätzen,

Aussichtspunkten

» Pflege und Unterhaltung von Streuobstwiesen

» Renaturierung alter Bergwerkshalden, Militär- oder Industriebrachen

» Pflege von Schwermetallrasen

» Pflege von Trockenrasenflächen, Halb-Trockenrasen, Nass- und

Bergwiesen

» Fledermausschutz durch Kästen, Stollensicherung, Umwidmung

alter Gebäude usw.

» Kopfweidenpflege

» Amphibienschutz

» Umgestaltung eintöniger Parkflächen in naturnahe Flächen

» Pflanzen von Bäumen/Baumpatenschaften

» Aufsuchen und Markieren von Höhlenbäumen

» Bau von Vogelnistkästen und Besatzkontrolle im Herbst

» Bau von Weidenhütten (Kindergarten, Schule, Spielplätze)

» Bachpatenschaften

» Neophytenbekämpfung

» Kartierungsarbeiten sowie Aufnahme von geschützten Pflanzen-

und Tierarten

» Dokumentation natürlicher Prozesse und Abläufe

» Müllsammelaktionen im Wald

» Durchführung von Fachexkursionen und Seminaren

» Erfolgreiche Gruppenarbeit mit Kindern oder Jugendlichen,

Aktivitäten mit Kindergärten

» Durchführung von Arbeitsgemeinschaften in Schulen

» Maßnahmen in der Schule wie Anlage eines Schulgartens, Schulwald,

Schulteich

» Allgemeine Informationen für Kinder und Jugendliche in Schulen

und Vereinen

» Gewünscht sind auch Maßnahmen, die auf den Harzklub und

seine wertvolle Arbeit im Umweltschutz und bei der Wegearbeit

(Besucherlenkung) aufmerksam machen, zur Mitwirkung und

zum Mitwandern anregen als wertvolle und gesunde Freizeitgestaltung.

Albert-Schneider-Bank am Magdeburger Weg (Foto: CS)

01 | 2026 5


HARZKLUB

3. Dezember 2025 – 36. Jahrestag

der Maueröffnung auf dem Brocken

Dieses Datum ist ein fester Bestandteil

im Kalender des Harzklub e.V. Das soll

und muss so bleiben. Wenn auch die Teilnehmerzahlen

zu dieser Festveranstaltung

von Jahr zu Jahr weniger werden,

so schreibt dieses Datum einen wichtigen

Teil der Geschichte unseres Vereins.

Für die Generation in Deutschland, welche

nach 1990 geboren wurde, ist der Brocken

„nur“ das „Höchste im Norden“. Für die

Generationen davor ist es der Berg mit einer

einmaligen politischen Geschichte. 28

Jahre galt diese Erhebung als „unbezwingbar“.

Gleichwohl für Menschen in Ost- und

West-Deutschland. Eingemauert in Beton,

gesichert mit Metallzäunen, militärisches

Sperrgebiet.

Zum Glück ist dies alles Geschichte. Und

ebenfalls zum Glück gibt es noch Zeitzeugen,

welche Jahr für Jahr am 3. Dezember,

an historischer Stätte, ihre Erlebnisse, ihre

Eindrücke rund um dieses Datum zum Besten

geben. In 2025 konnte der Harzklub Ralf

Abrahms, Bürgermeister von Bad Harzburg,

als Festredner gewinnen. Traditionsgemäß

um 11.30 Uhr begrüßte der Harzklub- Präsident,

Dr. Oliver Junk, die angewanderten

Wanderfreunde und Wanderfreundinnen,

Mitglieder der Bergwacht und den Brockenwirt

mit seinen Begleitern, zu dem kleinen

Festakt. Dann übernahm Ralf Abrahms das

Wort. Es war eine der eindrucksvollsten

Redebeiträge, teilweise mit ernstem Hintergrund

aber auch mit lustigen Anekdoten

gespickt, welche zum Festakt „Mauerfall

Von links: Ralf Abrahms, Bürgermeister von Bad Harzburg; Michael Ermrich, Ehrenpräsident

Harzklub und Präsident des DWV; Daniel Steinhoff, Brockenwirt; Klaus Dumeier, Harzer Wandernadel

und stellvertr. Präsident Harzklub; Annett Drache, Geschäftsführerin Harzklub;

Prof. Dr. Oliver Junk, Präsident Harzklub

auf dem Brocken“ bisher zu hören waren.

Nach der Festrede folgte ein weiterer, recht

emotionaler Teil der Veranstaltung. Ein Urgestein

des Brockens sagt tschüss. Zwar ist

es nur ein Teilrückzug, aber Brockenwirt

Daniel Steinhoff gibt das Brockenhotel, inklusive

der damit verbundenen gastronomischen

Versorgungen zum Jahresende 2025

auf. Die Gipfelbesucher müssen trotzdem

nicht wirklich auf die berühmte Erbsensuppe

verzichten. Die „Verpflegungsstelle“

Brockenbahnhof wird weiterhin von Daniel

Steinhoff und seinem Team bewirtschaftet.

Für den Harzklub e.V. war der Goethesaal

im Brockenhotel über Jahre ein wichtiger

Treffpunkt, z.B. am Tag der Deutschen Einheit.

Familie Steinhoff hatte hier über Jahre,

über Jahrzehnte immer für eine gepflegte

Atmosphäre zu diesen Treffen gesorgt. Dafür

wurde am 03.12.2025 Danke gesagt.

Der Harzklub-Ehrenpräsident, Dr. Michael

Ermrich, überreichte dem scheidenden

Brockenwirt neben einer Urkunde ein Gemälde.

Dargestellt ist eine Harzlandschaft

mit Brockenblick. Eine kleine Plakette mit

Inschriften zum heutigen Tag ziert den

unteren Bildrahmen. Das Gemälde wurde

gesponsert durch das Harzklubarchiv, in

Verbindung mit der Hermann-Reddersen-

Stiftung. Einen würdigen Platz findet dieses

Kunstwerk in den Räumlichkeiten des

Bahnhofrestaurant, so versprach es Daniel

Steinhoff in seinen Dankesworten.

Der guten Tradition folgend beendete den

diesjährigen Festakt zur Maueröffnung auf

dem Brocken ein kleines, heimisches Qualitätsgetränk.

Abgefüllt in Fläschchen der

Minigröße.

Text und Fotos: Axel Seiler

6 01 | 2026


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Bad Suderode

Grubenlichtermarkt in Bad Suderode

Es war die nunmehr 8. Landesbergparade

Sachsen-Anhalt. Die Historische

Berg- und Hüttenknappschaft aus Bad

Suderode hatte wieder zu dieser Traditionsveranstaltung

geladen.

Am 29.11.2025 verwandelte sich der Kurpark

in Bad Suderode zu einem vorweihnachtlichen

Festplatz. Ab 14.00 Uhr konnten

sich die Besucher in Adventsstimmung

versetzen. Rund um den Behringer Brunnen

duftete es nach Glühwein und sonstigen

weihnachtlichen Leckereien. Ein buntes

Musikprogramm, vorgeführt von Kindern

und Schülern der örtlichen Einrichtungen,

stimmten auf die Adventszeit ein.

Was von den meisten Besuchern des Grubenlichtermarktes

nicht wahrgenommen

wurde, hinter diesem Fest steckt ganz, ganz

viel Organisation und Arbeit.Hier zeigt sich

zum xten Male, wie wichtig ehrenamtliche

Tätigkeiten sind. „Der Harz geht nicht ohne

uns…“, der Zweigverein Bad Suderode bestätigt

diesen Slogan eindrucksvoll. Das

Team um Marlen Krimmling, Vorsitzende

des Zweigvereins, hatte viele Punkte auf

dem Plan, welche es galt abzuarbeiten. So

fanden fünf Organisationstreffen mit den

Traditionsvereinen der Bergbaugeschichte

der Region statt.

Zwei davon mit dem

Landesverband des

Bergmanns- Hütten-

und Knappschaftsvereine

Sachsen- Anhalt e.V.

Gleichwohl zählten

Ordnung und

Sauberkeit rund

um den Festplatz,

das weihnachtliche

Ausschmücken, die

Nacharbeiten und

die Organisation des eigentlichen Ablaufs

der Veranstaltung zu den Aufgaben des

Zweigvereins Bad Suderode.......ca. 800

Stunden im Ehrenamt!

Dank und Lohn für diesen Aufwand spiegelten

die vielen hunderte von Besuchern

wider, welche dann ab 17.30 Uhr die bergmännische

Aufwartung der acht Traditionsvereine

auf der Kurparkterrasse verfolgen

konnten.

Welchen Stellenwert die Landesbergparade

Sachsen-Anhalt in der Region hat, bewiesen

nicht nur die zahlreichen Besucher der

Veranstaltung. Auch die Poltikprominenz

war mit anwesend. Neben dem Landrat des

Landkreises Harz, Thomas Balcerowski, waren

es die Staatssekretärin im Ministerium

für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft

und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt

und der Ortsbürgermeister, Gerd Adler.

Bevor ein kleines Höhenfeuerwerk diesen

gelungene Grubenlichtermarkt in Bad Suderode

beendete, erklang vielstimmig,

begleitet vom Bergmann-Spielmannzug,

das Steigerlied.

Text und Fotos: Axel Seiler

01 | 2026

7


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Wolfshagen

Bergbauwanderung am 16. November 2025

Nach der ersten Etappe ins Ochsental

und zum Wittenberg am 13. September

fand auch die 2. Bergbauwanderung des

Harzklub-Zweigvereins Wolfshagen im

Harz mit dem Ziel Dröhneberg und Todtberg

reges Interesse.

Zum Start um 10.00 Uhr begrüßten Uwe

Brennecke und Dr. Siegfried Klingebiel

28 Teilnehmer am Sportplatz in Wolfshagen.

Nach einem kurzen Abstecher zum

Fossecken-Aussichtspunkt am renaturierten

Diabas-Steinbruch führte die Tour abseits

der Forstwege auf schmalem Pfad in

Richtung Dröhnebergstollen. Die 2 m hohe

Böschung hinunter zum Stollenmundloch

meisterten alle Teilnehmer dank Seilsicherung

problemlos.

An dieser Stelle übernahm Siegfried Wielert,

Fledermaus-Experte für die Harzregion, das

Kommando. Eindrucksvoll schilderte er die

aufwändigen Arbeiten zur Öffnung des fast komplett verschütteten

Mundlochs und die Herrichtung des ca. 110 m langen Stollens zum

Winterquartier für Fledermäuse. Der Blick in den mit Grubenlampen

ausgeleuchteten Stollen, der vermutlich

bereits im 16. Jahrhundert aufgefahren

wurde, war zweifelsfrei das Highlight der

historischen Bergbau-Wanderung.

Weiter führte die Tour entlang des kupfer-

und bleiführenden Erzgangs über den

ehemaligen Dröhnebergstollen in Richtung

Granetalsperre zum Todtberg mit der markanten

Bergkuppe aus kristallinem Quarz.

Unter der Ära von Georg Friedrich Borchers

verfügte das für Goslar bedeutende Familienunternehmen

hier in der zweiten Hälfte

des 19. Jahrhunderts über die Abbaurechte

auf Kupfererze. Die Erzführung erwies

sich allerdings als wenig ergiebig, sodass

der Bergbau 1892 zum Erliegen kam. Nach

knapp 5 Stunden und ca. 8 km traf sich das

„Montane Wanderteam“ am Start und Ziel

Blick in den gesicherten Dröhnebergstollen am Sportplatz zum Abschlußfoto.

bei Wolfshagen. (Foto: privat)

Meistgestellte Frage: Wann folgt die

3. Bergbau-Etappe? Antwort: Im kommenden

Frühjahr laden Uwe Brennecke und Dr. Siegfried Klingebiel

auf spannende Erkundungstour zur ehemaligen Grube „König

David“ ein.

8 01 | 2026


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Thale

Advent im Walde

Es war die letzte geplante Aktion des Harzklub- Zweigverein

Thale im Wanderjahr 2025.

Traditionsgemäß im Freien, in der Natur. „Advent im Walde“, am

Lagerfeuer, bei Glühwein und Würstchen vom Grill, dazu Weihnachtsmusik

aus der Box. Winterliches Wetter wurde gewünscht.

Doch dafür hatte Petrus, an diesem 13.12.2025, kein offenes Ohr.

So mussten die Wanderfreunde und Wanderfreundinnen mit

klassischem Novemberwetter ihren Jahresabschluss bestreiten.

45 Mitglieder des Zweigverein Thale fanden sich dennoch zusammen

und wärmten sich am Lagerfeuer. Wie in jedem Jahr hatten

die Mitglieder der Naturstation diese Zusammenkunft liebevoll

vorbereitet. Im Vorfeld wurden neue, mobile Sitzgelegenheiten geschaffen.

20 Meter Lichterkette gaben dem Verpflegungsstand, wo

Glühwein und Würstchen gereicht wurden, weihnachtlichen Flair.

Pünktlich um 14.00 Uhr wurde das Lagerfeuer angezündet. Für die

Wanderer, welche in zwei verschiedenen Gruppen zum Peterstichel

kamen, war somit die gewünschte Atmosphäre geschaffen.

Fritz Nennhuber, Vorsitzender des Zweigverein, dankte den Anwesenden

für den erbrachten Einsatz im abgelaufenen Jahr.

Gleichwohl gab er einen kleinen Ausblick ins Wanderjahr 2026.

Angeregt durch die frische Waldluft in Verbindung mit lecker Glühwein

wurde reichlich geredet und gelacht. Unterm Strich eine gelungene

Veranstaltung, so die einhellige Meinung aller Teilnehmer.

Text und Foto: Axel Seiler

Informationen über Beil der Zimmerleute und Axt der Holzhauer

Heimatstuben Lerbach und Riefensbeek-

Kamschlacken stellen Dennert-Tanne

am Zimmermannsplatz auf

Die Vorstände der befreundeten Vereine Heimatstube Lerbach e.V. und

Heimatstube Riefensbeek-Kamschlacken e.V. haben am 3. Oktober 2025 bei

herrlichem Sonnenschein eine Dennert-Tanne am sogenannten „Zimmermannsplatz“

aufgestellt.

An diesem markanten Punkt zwischen Buntenbock und Riefensbeek-

Kamschlacken werden Wanderer somit künftig über den historischen

Hintergrund dieser Stätte informiert. Noch vor 100 Jahren wurden hier

die Äste der gefällten Fichtenstämme mit Äxten entfernt, bevor die

Stämme für Bauholz zu Balken „gezimmert“ wurden. Anschließend

transportierte man sie mit Pferdefuhrwerken zum Sägewerk in

Osterode. Auch die kurzen Holz-Abschnitte wurden verwendet

als Holzschindeln zur Dachabdeckung der Häuser.

Der Unterschied zwischen Axt und Beil wird auf der Tafel ausführlich

beschrieben. So wird die Axt in verschiedenen Formen

zum Fällen von Bäumen verwendet, während das Beil, ebenfalls

in verschiedenen Ausführungen, zum Handwerkszeug

der Zimmerleute zählt. Das wird auf der Dennert-Tanne

mittels Bilddarstellungen auch veranschaulicht.

Eine gemeinsame Vesper beendete das ehrenamtliche

Werk mit „Glückauf“.

Rainer Kutscher

Vorsitzender der Heimatstube Lerbach

01 | 2026

9


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN

Baum des Jahres hilft als Pionier bei der Wiederbewaldung

Die Zitterpappel ist im Harz willkommen

Die Zitterpappel (Populus tremula) gilt

als Pionierbaum, der schnell offene Flächen

besiedelt und geschädigte Wälder

regeneriert: Sie ist von der Baum des

Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum

Baum des Jahres 2026 gekürt worden

und erlebt aktuell im Harz eine Renaissance.

Im Mittelgebirge wird sie dringend gebraucht

und ist auf Freiflächen, die nach

dem Fichtensterben entstanden sind, gern

gesehen. Die auch Aspe oder Espe genannte

Baumart breitet sich auf lichten Flächen

aus und verbessert durch ihre biologisch

gut abbaubare Laubstreu den sauren Nadelwaldboden.

Oftmals sind Zitterpappeln

die ersten Bäume, die wieder Schatten

spenden, für Windruhe sorgen oder vor

Frost schützen. Förster sprechen von einem

Vorwald, wenn unter den Pionierbäumen

empfindliche Baumarten nachwachsen.

Diese positiven Eigenschaften nutzen die

Niedersächsischen Landesforsten bei der

Blätter der Zitterpappel (Bildautor: H.-R. Müller)

aktuellen Wiederbewaldung.

Im Klimawandel kommt daher

der Zitterpappel eine besondere

Bedeutung zu. Auch deswegen

hat die Baum des Jahres

– Dr. Silvius Wodarz Stiftung sie

ausgewählt.

Die Zitterpappel ist in fast ganz

Europa, weiten Teilen Asiens

und sogar im nördlichen Afrika

heimisch. An die Bodenqualität

stellt sie keine hohen Ansprüche.

Sie gedeiht am besten

auf lockeren, humusreichen,

frischen bis feuchten, nährstoff-

und basenreichen Sand-

, Lehm- und Lößböden und ist

vom Tiefland bis in Höhen von

2.000 Metern verbreitet. Besonders

häufig begegnet man

ihr an Waldrändern, in lichten

Wäldern oder als Solitär in

offenen Landschaften. Dank

ihrer Fähigkeit, sich über Wurzelausläufer

zu vermehren, kann sie nach Störungen

wie Sturm oder Feuer rasch neue Bestände

bilden. Auch ihre leichten, durch den

Wind verbreiteten Samen unterstützen die

schnelle Ausbreitung.

Schon ein leichter Wind bringt ihre Blätter

zum Flirren und verleiht ihr ein fast

lebendiges, tanzendes Aussehen. Doch

nicht nur ihre Erscheinung macht sie besonders

- sie ist auch für viele Tiere und

Pflanzen von großer Bedeutung und bietet

zahlreichen Arten einen Lebensraum.

Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen

ihre Blätter als Futterquelle, Spechte zimmern

Höhlen in das weiche Holz, und viele

Singvögel finden hier Nahrung. Weil sie

die Biodiversität fördert, spielt die Espe in

der Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Ihr

schlanker Wuchs und die leuchtend gelbe

Herbstfärbung machen sie außerdem zu

einem beliebten Zier- und Alleebaum. In

offenen Agrarlandschaften wird sie gerne

gepflanzt, um Winderosion zu verringern.

Vorkommen im Harz

Zitterpappel als Alleebaum (Bildautor: A. Gomolka)

Harz im Forstamt Riefensbeek beheimatet

verschiedene Aspenarten. Auffällig und in

größerer Zahl wächst dort die Amerikanische

Aspe. Förster Jan-Ole Kropla schätzt

die intensive Laubverfärbung. „Das leuchtende

Blattgelb lockt Besucher auf den Kanadaweg,

wo im Herbst beim sogenannten

Indian Summer Birken, Pappeln oder Ahorne

im WeltWald um die Wette leuchten“.

Kropla pflegt das Arboretum bei Bad Grund,

in dem rund 600 Baum- und Straucharten

seit 1975 gepflanzt wurden. Andere

Standorte, auf denen künftig Zitterpappeln

wachsen sollen, untersuchen Forstleute im

Rahmen der laufenden Forsteinrichtung.

Derzeit planen örtliche Försterinnen und

Förster gemeinsam mit Fachleuten aus der

Forsteinrichtung die Wiederbewaldung des

Harzes. Dabei erfährt der Baum des Jahres

eine Wertschätzung, die ihm früher nicht

zu Teil wurde. Neben Erlen, Birken, Weiden

oder Ebereschen soll sie als Pionierbaum

die Wuchsbedingungen für Wirtschaftsbaumarten

begünstigen.

Im Wind zitternde Blätter und flugfähige

watteartige Samen

Kätzchen der Zitterpappel mit watteartigen

Samen (Bildautor: H.-R. Müller)

Gezielte Anpflanzungen oder natürliche

Vorkommen finden sich im Harz an verschiedenen

Stellen, wie beispielsweise im

Forstamt Clausthal an der L504 zwischen

Altenau und Torfhaus. Auch der WeltWald

Besonders charakteristisch sind ihre

rundlichen bis herzförmigen Blätter mit

seitlich abgeflachtem Stiel: Sie reagieren

selbst auf die kleinste Brise und beginnen

zu "zittern". Zittern wie Espenlaub sagt

10 01 | 2026


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN

der Volksmund. Im

Frühjahr, noch vor

dem Blattaustrieb,

erscheinen die Blüten

– männliche

purpurfarbene und

weibliche grünliche

Kätzchen. Aus ihnen

entwickeln sich kleine

Kapselfrüchte,

deren watteartige

Samen der Wind

weit verbreitet.

Unter der Erde ist

die Zitterpappel

nicht weniger beeindruckend:

Ihr

weit verzweigtes

Wurzelsystem bringt immer wieder neue

Triebe hervor, sodass ganze Haine genetisch

identischer Bäume entstehen. Ein berühmtes

Beispiel ist "Pando" in Utah (USA),

ein gewaltiger Klon der Amerikanischen

Zitterpappel (Populus tremuloides), der als

größter lebender Organismus der Welt gilt.

Klone der Amerikanischen Zitterpappel – Pando

– größter lebender Organismus der Welt

(Bildautor: J. Zapell)

Auch für den Menschen

war und ist

die Zitterpappel

von Bedeutung. Ihr

Holz ist hell, leicht

und gut zu bearbeiten

– ideal für

Zündhölzer, Sperrholz,

leichte Möbel

oder die Papierproduktion.

In früheren

Zeiten nutzte

man junge Blätter

als Zutat für Salate

oder fermentierte

sie als Vitamin-Creichen

Ersatz für

Sauerkraut. Die Rinde

enthält Salicylate, die traditionell gegen

Fieber, Schmerzen und rheumatische Beschwerden

verwendet wurden.

Mit der Wahl der Zitterpappel zum Baum

des Jahres 2026 steht eine Baumart im Mittelpunkt,

die auf vielfältige Weise unser

Ökosystem bereichert. Ihr lebendiges Spiel

im Wind erinnert uns daran, dass Bäume

mehr sind als bloße Landschaftselemente

- sie sind ein wichtiger Teil der Natur, den

es zu bewahren gilt.

Über die Baum des Jahres – Dr. Silvius

Wodarz Stiftung

Seit 1989 kürt die

Stiftung jährlich

den Baum des

Jahres, um auf

die ökologische,

kulturelle und

forstwirtschaftliche Bedeutung heimischer

Baumarten aufmerksam zu machen. Ziel

ist es, das Bewusstsein für den Wert und

Schutz unserer Bäume in Wäldern, in Städten

und in der Landschaft zu stärken.

Michael Rudolph

Niedersächsische Landesforsten

Alle Fotos

Quelle → https://baum-des-jahres.de

Eine gute Nachricht für den Wandertourismus

DTV und DWV begrüßen Initiative zur

Haftungsreduzierung bei Wanderwegen

Deutsche Tourismusverband (DTV) und

der Deutsche Wanderverband (DWV)

begrüßen ausdrücklich, dass Bund und

Länder im Rahmen der am 4. Dezember

2025 stattgefundenen Ministerpräsidentenkonferenz

in Berlin einen entscheidenden

Schritt zur Reduzierung von

Haftungsrisiken in Wäldern und anderen

öffentlich zugänglichen Erholungsräumen

vereinbart haben.

Beide Verbände hatten sich in den vergangenen

Wochen intensiv dafür eingesetzt,

dass diese Reform endlich umgesetzt wird

– und sehen in der nun geplanten gesetzlichen

Klarstellung einen längst überfälligen

Durchbruch. Hierzu haben sie sich mit einer

Resolution mit dem Titel „Für den Erhalt der

Wanderinfrastruktur – Reform des Bundeswaldgesetzes

jetzt!“ an die Bundes- sowie

Landesministerien für Land- und Forstwirtschaft

gerichtet.

Die Anpassungen sollen zu mehr Rechtssicherheit

führen, bürokratische Lasten verringern

und den Zugang zur Natur weiterhin

niedrigschwellig ermöglichen. Aus Sicht der

Verbände ist es von zentraler Bedeutung,

dass die angekündigten Gesetzesänderungen

nun zügig und wie vorgesehen bis spätestens

31. Dezember 2026 in Kraft treten.

„Ob Wegweiser oder Sitzbank – ein Rückbau

unserer Wanderinfrastruktur aufgrund

von unkalkulierbaren Haftungsrisiken hätte

den Wandertourismus enorm geschadet.

Die geplanten Anpassungen im Bundesund

Landesrecht sind ein wichtiger und

längst überfälliger Schritt, um das Wanderangebot

in Deutschland zu erhalten. Unsere

Wälder und Wanderwege generieren

jedes Jahr hohe Einnahmen und stärken

damit unsere Tourismusregionen und die

regionale Wirtschaft“, sagt Norbert Kunz,

Geschäftsführer des DTV.

„Mit den gesetzlichen Anpassungen werden

endlich rechtliche Klarheiten geschaffen.

Das ist besonders für unsere vielen

Ehrenamtlichen, die mit viel Engagement

vorhandene Wanderinfrastruktur wie Sitzgelegenheiten,

Informationstafeln oder

Wegweiser im Wald pflegen und ausbauen,

eine gute Nachricht. Wandern ist Deutschlands

beliebtestes Freizeitangebot und ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor – besonders im

ländlichen Raum. Damit das auch so bleibt,

müssen die geplanten Anpassungen der

Haftungsrisiken jetzt zügig bis Ende nächsten

Jahres umgesetzt werden“, sagt Dr.

Bernd Hartmann, Geschäftsführer des DWV.

Am 4. Dezember 2025 haben sich die Bundesregierung

und die Länder im Rahmen

der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin

auf eine umfassende föderale Modernisierungsagenda

verständigt. Ziel dieser

Agenda ist es, Staat und Verwaltung in

Deutschland grundlegend zu erneuern, bürokratische

Hürden abzubauen, Verfahren

spürbar zu beschleunigen und staatliche

Strukturen effizienter zu gestalten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Agenda

betrifft die Reduzierung von Haftungsrisiken

im Gemeingebrauch von Gewässern,

Wäldern und bei der Nutzung unentgeltlicher

und zulassungsfreier öffentlicher Einrichtungen

z. B. Parkanlagen. Diese sollen

künftig gesetzlich ausdrücklich als Nutzung

„auf eigene Gefahr“ festgeschrieben werden.

Die Haftung für Verkehrssicherungspflichten

wird dabei auf grobe Fahrlässigkeit

und Vorsatz beschränkt. Hierfür sind

Änderungen im Bundes- und Landesrecht

vorgesehen.

01 | 2026

11


WANDERN

Harzklub-Zweigverein Quedlinburg

Herbstliche Rundwanderung im Harz:

Köhlerweg, Stemberghaus und Schöneburg

Zu einer herbstlichen Rundwanderung

hatte der Wanderführer vom Harzklub

Zweigverein Quedlinburg, Manfred

Böhm, in den Harz eingeladen. Vom zentralen

Parkplatz im Luftkurort Altenbrak

begann die Wanderung.

Nach der Begrüßung stellte uns Manfred

Böhm den geplanten Wanderverlauf vor.

Rechts der Bode wanderten wir flussaufwärts

auf dem Harzer-Hexen-Stieg. Nach

ca. 1,3 km erreichten wir den Abzweig

zum „Großen Mühlental“. Nun ging es im

Großem Mühlental – auf einem Forstweg –

stetig bergauf. Das Große Mühlental endet,

später unter den Namen Oberförsterweg,

an der B81. Die B81 stellt, zumindest in

diesem Bereich, eine Wasserscheide dar.

Kurz bevor wir die B81 erreichten, trafen

wir auf den im Jahre 2003 eingeweihten

Köhlerweg. Dieser Köhlerweg ist zugleich

Bestandteil des Harzer-Hexen-Stieges.

Stemberghaus – Aussichtspunkt

Schöneburg

Auf diesem Köhlerweg wanderten wir bis

zum Stemberghaus. Neben einer rustikalen

Gaststätte befindet sich auf dem Gelände

der Arbeitsplatz eines Holzgestalters.

Wir konnten ihn bei der Herstellung einer

Holzfigur beobachten. Eine Kettensäge war

hierbei sein wichtigstes Arbeitswerkzeug.

Außerdem gibt es am Stemberghaus eine

Köhlerei mit einem Museumsbereich. Meines

Wissens ist es die einzige verbliebene

Köhlerei von hunderten von Köhlereien,

die es einst im Harz gab. Die Holzkohle

wurde hauptsächlich für die vielen im Harz

vorhandenen Erzaufbereitungsbetriebe

(Hochöfen) benötigt.

Am Stemberghaus legten wir

unsere Mittagspause ein. Anschließend

ging es auf dem

Harzer-Hexen-Stieg in nördlicher

Richtung weiter. Auf einem

schmalen Pfad erreichten

wir die Schöneburg. Von

dieser Schutzhütte hatten wir

einen schönen Ausblick auf

das Bodetal mit dem Kurort

Altenbrak. Wie auch am Stemberghaus

befindet sich dort

eine Stempelstelle der Harzer

Wandernadel.

Nach einer kurzen Pause ging es auf dem

Harzer-Hexen-Stieg auf teilweise steilen,

durch das auf dem Stieg liegende nasse

Herbstlaub, nicht ganz ungefährlichen

Bereichen hinunter ins Bodetal. Unten

angekommen, machten wir noch einen

Abstecher zu einer Forellenzuchtanlage.

Dort bestand die Möglichkeit, Forellen zu

kaufen. Nach einer kurzen Einkaufs- und

Besichtigungspause wanderten wir, jetzt

flussabwärts, zurück zu unserem Parkplatz.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an den

Überresten eines technischen Denkmals

vorbei. In den Jahren 1887/1888 wurde dort

an der Bode eine Holzschleiferei errichtet.

In dieser Fabrik wurden Holzstämme durch

Schleifen mit großen Schleifscheiben in ihre

Holzfasern zerlegt. Diese Holzfasern wurden

zur Papierherstellung benötigt. Zur Versorgung

der Schleiferei mit mechanischer

Energie, wurde 2 km flussaufwärts ein Wehr

in der Bode errichtet. Von dort floss ein Teil

des Bodewassers durch einen in den Felsen

gehauenen 398 m langen Wasserstollen

über ein errichtetes Aquädukt in einer

13 m hohen Fallstrecke direkt in die beiden

Wasser-Turbinen. In den Turbinen wurde

die kinetische und

potentielle Energie

des Wassers in Rotationsenergie

umgewandelt.

Sie hatten

eine Leistung von

je 250 PS. Um eine

möglichst große potentielle

Energie zu

erzielen, wurden die

Turbinen unter der

Werkhalle angeordnet.

Höchstwahrscheinlich

wurde

die entstandene Rotationsenergie über

2 vertikal angeordnete Königswellen (Welle

mit Kegelrädern) auf die höhere Ebene

übertragen. Von dort wurde die Energie

über Wellen mit schaltbaren Kupplungen zu

den einzelnen Maschinen geleitet. Da zum

Zeitpunkt der Planung der Holzschleiffabrik

noch keine funktionstüchtigen elektrischen

Generatoren und Motoren zur Verfügung

standen, konnte nur eine mechanische

Kraftübertragung angewendet werden.

Am 10.06.1972 wurde die Holzschleiffabrik

für immer geschlossen. Das Aquädukt wurde

nicht mehr gebraucht und wurde deshalb

kaum noch unterhalten und gepflegt.

Bei der Hauptprüfung des Bauwerks im

Jahre 2019 wurde der desolate Zustand

festgestellt. Es bestand Einsturzgefahr.

Um das unter Denkmalsschutz stehende

Bauwerk der Nachwelt zu erhalten, wurde

es vor dem Rückbau umfangreich erfasst

und dokumentiert. Die Kosten des Rückbaus

des 42 m langen und 3,5 m breiten

Aquädukt im Jahre 2023 betrugen 1,398

Mio. €. Das rechte Widerlager des Aquädukts

wurde der Nachwelt, mit einer entsprechenden

Informationstafel versehen,

erhalten. Vom einstigen Aquädukt bis zum

Parkplatz waren es nur noch knapp 1 km.

Text und Fotos: Gerd Horenburg

12 01 | 2026


WANDERN

Harzklub-Zweigverein Thale

Von Teichen, Burgruinen und Granitfelsen –

Ein erlebnisreicher Wandertag im Harz

Ich hatte die Gelegenheit an einer geführten

Wanderung des Harzklub Zweigvereins

Thale teilzunehmen. Der Parkplatz

am Kurpark Friedrichsbrunn war

der Treffpunkt zu dieser Wanderung.

Der Erholungsort Friedrichsbrunn ist ein

Ortsteil von Thale im Landkreis Harz in

Sachsen-Anhalt. Die Leitung der Wanderung

lag in den Händen vom Wanderfreund

Wolfgang Hannusch. Nach der Begrüßung

und Vorstellung der Wanderung durch den

Wanderleiter, wanderten wir vom Parkplatz

etwas bergab zur Beckstraße. Diese Beckstraße,

ist eine ca. 6 km lange Forststraße,

die Friedrichsbrunn im Westen mit der B242

zwischen Harzgerode und Siptenfelde im

Osten verbindet. Bereits nach etwa 100 m

verließen wir die Beckstraße, um auf einen

Waldweg in östlicher Richtung bergauf zu

wandern.

Dieser Waldweg dient im Winter als Teil

der gespurten Loipen um Friedrichsbrunn.

Aber auf Grund der Klimaerwärmung ist

in und um Friedrichsbrunn, bei Höhenlagen

zwischen 490 und 590 m, kaum noch

Wintersport möglich. Nach knapp 2 km erreichten

wir den Forstweg Friedrichsbrunner

Straße. Etwa in Höhe der Viktorshöhe

verließen wir den Forstweg und wanderten

auf einem Wandersteg hinauf zur Großen

Teufelsmühle.

Große Teufelsmühle – Bergrat-Müller-

Teich – Erichsburger Teich – Erichsburg

Diese Felsformation besteht aus einzelne

Granitfelsenquadern. Die bei dem Ramberggranit

aufgetretene typische Verwitterung

nennt man Wollsackverwitterung. Hier

an der Großen Teufelsmühle unterhalb der,

bis zur Wende sehr beliebten, Waldgaststätte

Viktorshöhe legten wir eine kurze Verschnaufpause

ein. Auch eine Stempelstelle

der Harzer Wandernadel befindet sich dort.

Von dort ging es hinunter zum Bergrat-

Müller-Teich. Dieser Kunstteich wurde zur

Wasserhaltung der Grube „Carl Wilhelm“

in den Jahren 1737 - 1738 vom Bergrat

Müller angelegt. Der ca. 400 m entfernte

Erichsburger Teich, den wir anschließend

aufsuchten, wurde bereits im Jahre 1709

angelegt. In der erwähnten Grube wurde

von 1708 bis 1741 Pyrit, Flussspat und Kupferkies

abgebaut.

Nach dem Abstecher zum Erichsburger

Teich wanderten wir auf der Beckstraße

in südlicher Richtung weiter zur Ruine

Erichsburg. Die Burganlage Erichsburg

wurde erstmals im Jahre 1259 erwähnt.

Da die Burg in der Folgezeit zur Plünderung

der Heerstraßen genutzt wurde, wurde die

Burg im Jahre 1345 durch ein Aufgebot der

Grafen von Hohnstein und Schwarzburg

und den Städten Erfurt und Mühlhausen

zerstört. Der Wallgraben und einzelne Mauerreste

der zerstörten Burg sind noch gut

sichtbar. Neben den beiden Informationstafeln

und einer Sonderstempelstelle der

Harzer Wandernadel, befindet sich eine urige

Sitzbankgruppe. Hier legten wir unsere

Mittagspause ein. Anschließend wanderten

wir noch ein Stück auf der Beckstraße, ehe

es über den Schlangenweg hinunter ging

ins Uhlenbachtal ging.

Jagdhof Siptenfelde – Forsthaus Uhlenstein

– Bärbank – Großer Uhlenbach –

Gondelteich

Dort machte uns eine Infotafel über den

Jagdhof des 1. deutschen Kaisers Otto I.

bekannt. Der Jagdhof Siptenfelde wurde

im Jahre 936 fertiggestellt. Da die Könige

und Kaiser in den späteren Jahrhunderten

feste Königs- bzw. Kaisersitze bevorzugten,

wurde der Siptenfelder Jagdhof, nach einer

wechselhaften Geschichte, ab dem Jahr

1600 nur noch als wüst bezeichnet.

Unmittelbar neben dem einstigen Jagdhof,

von dem keine äußerliche Spuren zu erkennen

sind, befindet sich heute das Forsthaus

Uhlenstein mit einem vorgelagerten

Teich, dem Uhlenbachteich. Wir folgten

der Forststraße am Großem Uhlenbach

bis zur Bärbank. Herbert Baer hat im Jahre

2022, nach 33 Jahren, den Vorsitz des

Zweigvereins Friedrichsbrunn in jüngere

Hände gelegt. Noch heute arbeitet er als

Wegewart für seinen Zweigverein. Mit der

Schaffung dieser Bärbank wurde ihm für

seine Tätigkeit als 1. Vorsitzenden gedankt.

Auch hier befindet sich – wie auch am

Bergrat-Müller-Teich – eine Stempelstelle

der Harzer Wandernadel. Nach einer kur-

01 | 2026

13


WANDERN

zen Pause ging es nun auf der Forststraße

hinauf bis zum Gondelteich. Dieser Gondelteich

wurde im Jahre 1936 angelegt. Von

1937 bis 1948 befanden sich acht Ruderboote

auf diesem Teich. Nach der Aufgabe

als Naherholungsgebiet, wurde, nach einer

Erweiterung des Teiches, das Wasser des

Gondelteiches als Trinkwasser für den Ort

Friedrichsbrunn mitverwendet. Ab 1983,

nach Anschluss an das Leitungsnetz des

Rappbode-Talsperrensystems, dient der

Teich, wie auch die anderen Teiche auf dieser

Wanderung, neben der Funktion als

Angelteich, dem Hochwasserschutz. Vom

Gondelteich aus wanderten wir zurück zum

Parkplatz am Kurpark.

Für die 13 km lange Wanderung mit vielen

Höhenmetern möchte ich mich bei dem

Wanderleiter Wolfgang Hannusch recht

herzlich bedanken.

Text u. Fotos: Gerd Horenburg

Harzklub-Zweigverein Ballenstedt

Wasser, Bergbau und Natur –

Unterwegs im Oberharzer Wasserregal

Der Harzklub Zweigverein Ballenstedt

hatte zu einer Wanderung im Oberharz

eingeladen. Die Leitung der Wanderung

übernahm der Wanderführer Ralf

Riediger. Der 2. Treffpunkt zu dieser

Wanderung war der, kurz vor Clausthal

Zellerfeld gelegene, Parkplatz Dammgraben

an der B242. Bei recht kaltem,

stürmischem und regnerischem Wetter

hatte sich eine kleine Wandergruppe zusammengefunden.

Nach der Begrüßung und Vorstellung der

Wanderroute ging der Wanderleiter auf die

Bedeutung dieser Teichanlagen, Gräben

und Wasserstollen für den damaligen Bergbau

ein. Die Anlegung dieses Wasserhaltungssystems

war die Voraussetzung, um

überhaupt Bergbau betreiben zu können.

Es war zu der damaligen Zeit sicherlich eine

Meisterleistung, dieses Wasserhaltungssystem

zu erstellen. Nicht umsonst ist es

zusammen mit Bergwerk Rammelsberg

bei Goslar und der Altstadt von Goslar im

Jahre 1992 in das UNESCO Weltkulturerbe

aufgenommen worden.

Über 1.000 Jahre hat der Bergbau die Geschichte

des Oberharzes maßgeblich bestimmt.

Ein großer Teil der für die Wasserkrafterzeugung

wichtigen Anlage ist noch

heute betriebsbereit. Unterhalten werden

von der Harzer Wasserwirtschaft GmbH

noch 65 Teiche, rund 70 km Gräben und 80

km Wasserläufe. An den Teichen, Gräben

und Wasserläufen gibt es ausreichend viele

Informationstafeln, die Auskunft über die

Bedeutung und Funktion der einzelnen Objekte

geben. All diese künstlichen Teiche,

Gräben und Wasserläufe sind nur für den

Bergbau angelegt worden.

Auf unserer Wanderung kamen wir unmittelbar

an drei größeren Teichen vorbei, die

hauptsächlich für die Wasserkrafterzeugung

der, bei Clausthal Zellerfeld gelegenen,

Erzbergwerke der Grube Dorothea und

Grube Carolina zuständig waren. Vom 16.

bis zum 19. Jahrhundert war der Oberharz

mit seinen Bergwerken der größte Industriestandort

Europas. In jener Zeit stand,

neben der menschlichen und der tierischen

Kraft (Pferde wurde in Pferdegaipel zur Erzförderung

eingesetzt), nur die Wasserkraft

zur Verfügung.

Über die Wasserkraft wurden Pumpen zur

Beseitigung des Grubenwassers angetrieben.

An den Radachsen der Wasserräder

waren sogenannte Krummzapfen befestigt.

An diesen Zapfen wurden Gestänge aus

Holz befestigt. So entstand aus der Drehbewegung

der Wasserräder eine lineare

Bewegung. Durch diese Gestänge konnte

die Wasserkraft auch auf bis zu 1.000 m

entfernten Wasserpumpen übertragen

werden.

Die verwendeten Pumpen aus Holz hatten

Saughöhen von bis zu 7 m. Die Förderhöhen

betrugen bis zu 13 m. Da die Bergwerke

zum Teil sehr tief waren, brauchte man

z.B. bei einer Grubentiefe von 600 m allein

40 hintereinander geschaltete Pumpen,

um das Grubenwasser bis zum Wasserlösestollen

hochzupumpen. Bei größerem

Wasserzufluss in den Gruben konnten bis

zu drei Pumpen nebeneinandergeschaltet

werden. Welcher technische Aufwand dafür

notwendig war um in dem Beispiel die 120

Pumpen mit Holzgestänge zu betreiben, ist

kaum nachvollziehbar. Um die benötigte

Energie zum Antrieb der vielen Pumpen

zu erzielen, wurden mehrere Wasserräder

(Kunsträder) miteinander verbunden.

Um die Wasserkraft voll auszunutzen, d.h.

dass neben der kinetischen Energie auch

die potentielle Energie des Wassers genutzt

werden konnte, wurde bis zu 10 m

große oberschlächtige Wasserräder verwendet.

Auch die Fahr-Kunst wurde durch

14 01 | 2026


WANDERN

Wasserkraft betrieben. Über die, sich gegenläufig

bewegenden, Gestänge-Leitern

war es möglich, relativ leicht in das Bergwerk

ein- bzw. auszufahren. Als Kehrrad

bezeichnete man die mit gegenläufigen

Schaufelkränzen versehenden Wasserräder

zur Erzförderung.

Eine Besonderheit gab es in Clausthal-Zellerfeld.

Dort wurde jahrzehntelang das unter

Tage vorhandene Wasser zum Transport

des Erzes benutzt. In einer Tiefe von etwa

350 m wurde das gewonnene Erz in Erzkähnen

von den Gruben zu den Pochwerken

und später auch zu dem Förderschacht des

Ottiliae Schachtes zur Zentralen Erzaufbereitung

transportiert.

Hutthaler Graben – Hutthaler Widerwaage

– Innerste

Vom Parkplatz Dammgraben wanderten

wir in nordwestlicher Richtung. Bald erreichten

wir den Hutthaler Graben. Dieser

waagerechte Wassergraben diente zusammen

mit dem angeschlossenen Hutthaler

Teich zur Vergrößerung und Optimierung

des Hirschler Teiches. Über einen Wasserstollen

ist der Hutthaler Graben sowie die

Hutthaler Widerwaage mit dem Hirschler

Teich verbunden. An der Hutthaler Widerwaage

(kleines Wasserbecken) befindet

sich auch eine gemauerte Ausflut (Abfluss).

Je nach Wasserstand des Hirschler Teiches

und des Hutthaler Graben konnte das Wasser

in beide Richtungen fließen.

Es war zu der damaligen Zeit sehr schwierig,

einen kilometerlangen, waagerechten Wassergraben

zu erstellen. Durch den großen

und immer steigenden Wasserverbrauch

in den Bergwerken wurde alles anfallende

Regenwasser über große Flächen gesammelt

und über Gräben kilometerweit bis zu

den einzelnen Bergwerken transportiert.

Dabei mussten teilweise Wasserscheiden

überwunden werden. Bevor wir die Hutthaler

Widerwaage erreichten kamen wir zum

Martin-Schmidt-Platz. Dr. M. Schmidt war

viele Jahre der Direktor des heutigen Harzwasserwerke

GmbH. Er sorgte dafür, dass

dieses Wasserwegesystem der Nachwelt

erhalten blieb. Die Texte für die vielen in

Schilderform gehaltenen Informationstafeln

stammen fast alle aus seiner Feder.

Dieses Wassersystem ist unter dem Begriff

Oberharzer Wasserregal bekannt.

Unser nächstes Ziel war der Innerste

Sprung. Das Wasser der Innerste durchfließt

den in unmittelbarer Nähe vorhandenen

Entensumpf Teich bevor es in den Nassewieser

Teich einmündet.

Nassewieser Teich – Hirschler Teich –

Jägersbleeker Teich

Der Nassewieser Teich ist zweigeteilt. Über

zwei unterschiedlich hohen Entnahmestellen

(oberer Fall und Grundstriegel) konnte

das Wasser nach zwei Bergwerken über

entsprechenden Gräben geleitet werden.

Auf der Luftseite des Damms des Nassewieser

Teiches befindet sich ein Aquädukt,

der Kehrzuggraben. Durch diesen Graben

wurde das Wasser des Kehrzug Berges gesammelt

und den Burgstätter Zug mit der

Caroline Grube und der Dorothea Grube

zugeführt. Nach gut einem Kilometer erreichten

wir den größeren Hirschler Teich.

Dieser ist – wie schon erwähnt – durch einen

Wasserstollen mit der Hutthaler Widerwaage

verbunden.

Unterhalb des Damms des Hirschler Teiches

befinden sich weitere Teiche. Als letzten

Teich auf unserer 8,7 km langen Wanderung

erreichten wir den Jägersbleeker Teich. In

der Weppner Hütte legten wir eine Pause

ein. Hier trafen wir auf Wanderfreunde

vom Zweigverein Clausthal-Zellerfeld, die

dort im Rahmen einer Picknick-Wanderung

ebenfalls Rast machten.

Den Abschluss der Wanderung bildete die

Einkehr in die Waldgaststätte Polsterberger

Hubhaus. In dem ehemaligen Hubhaus

wurde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert

Wasser aus dem Dammgraben in den 18 m

höher gelegenen Tränkegraben gepumpt.

Von dort konnte es dem Hirschler Teich über

die Hutthaler Widerwaage oder auch dem

Jägersbleeker Teich über den Jägersbleeker

Wasserlauf zugeführt werden. Die Clausthal-

Zellerfelder Gruben Caroline und Dorothea

konnten aufgrund ihrer Höhenlage nur

durch den Hirschler Teich mit Wasserkraft

versorgt werden. Es ist mir im Rahmen meines

Wanderberichtes nicht möglich, noch

näher auf die einzelnen Wassergräben, Teiche,

Bergwerke usw. einzugehen.

Ich möchte mich bei dem Wanderführer Ralf

Riediger für die sehr interessante Wanderung

und der Bereitstellung des Kartenmaterials

recht herzlich bedanken.

Text und Fotos: Gerd Horenburg

01 | 2026

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HARZER TOURISMUSVERBAND

18. Harzer KulturWinter

lockt mit 100 Terminen

Harzer Tourismusverband

Vom 30. Januar bis 8. Februar 2026 lädt der 18. Harzer

KulturWinter wieder mit einem abwechslungsreichen

Programm zu kulturellen Entdeckungen ein. Über

40 verschiedene Veranstaltungen an mehr als 100

Terminen werden in insgesamt 18 Harzorten geboten

und sorgen so in den Zeugnis- und Winterferien für

vielfältige Erlebnisse für Groß und Klein.

Spannende Wissensvermittlung und Einblicke bieten

die Technikführungen an der Talsperre Wendefurth, eine

Zeitreise am Rammelsberg sowie die Laternen- und Taschenlampenführungen

in den Harzer Höhlen. Weitere

Familienangebote und Mitmachaktionen werden auf dem

Schloss Wernigerode® oder auch im Dom|Schatz Halberstadt

geboten. Einer klassischen Winterwanderung kann man sich

in Bad Harzburg oder Bad Lauterberg anschließen.

Theater- und Musikfreunde dürfen sich auf Tanz und Schauspiel

des Harztheaters in Halberstadt und Quedlinburg sowie

auf die mitreißende Trommelshow der „Schlagzeugmafia“ in

Osterode freuen. Ergänzt wird das KulturWinter-Programm

durch besondere Genuss- und Kulturhöhepunkte wie die Gin-

Verkostung in Nordhausen oder die stimmungsvollen

Kerzenscheinführungen im Kloster Walkenried mit

anschließendem Harzer Kniesteessen.

Ein kostenfreies Faltblatt ist beim Harzer Tourismusverband und in den Tourist-Informationen erhältlich.

Alle Infos stehen auch online unter www.harzinfo.de/kultur-winter zur Verfügung.

HTV-Podcast „Der Harz hinter den Kulissen“

feiert 100. Folge

Der Harzer Tourismusverband

veröffentlicht seit Sommer 2021

seinen Podcast „Der Harz hinter

den Kulissen“, in dem alle zwei

Wochen Harzer Protagonisten

Einblicke in ihre Arbeit geben.

Ende 2025 wurde mit der 100.

Folge ein besonderer Meilenstein

erreicht.

In der Jubiläumsfolge wirft Podcast-Host

Luca gemeinsam mit

HTV-Marketingleiter Tobias einen

unterhaltsamen Blick hinter die

Kulissen der HTV-Geschäftsstelle

im Bäckergildehaus in Goslar. Dabei

kommen die Mitarbeiter selbst zu

Wort, Aufgaben und Zuständigkeiten werden augenzwinkernd

entwirrt – und ganz nebenbei wird der eine oder andere bislang

gut gehütete Geheimtipp verraten.

In den inzwischen über 100 Folgen haben

die unterschiedlichsten Charaktere und

Themen aus dem Harz ihren Platz vor dem

Mikro gefunden – genau diese Vielfalt macht

den besonderen Reiz des Podcast aus. So

erklärte Immo Feldmer von der Harzköhlerei

Stemberghaus in der ersten Folge

die traditionelle Holzkohleherstellung im

Erdmeiler. In Folge 60 gab die gebürtige

Zellerfelderin Inge Schubert Harzer Mundart

zum Besten und mit Sascha Bergmann

von der Polizei Clausthal-Zellerfeld sprach

Luca über den Winterverkehr. Aber auch

Oberhexe Antje Wedde, Luchsvater Ole Anders,

den einstigen Bundesliga-Spieler und

Harzer Nils Petersen oder Ronny Kallmeyer,

Küchenchef der Restaurants im Gothischen

Haus in Wernigerode, hatte Luca schon vor dem Mikro. Ein Ende

ist bisher nicht in Sicht. Auf Lucas Wunschliste stehen noch zahlreiche

spannende Gesprächspartner.

Alle Folgen des Podcast „Der Harz hinter den Kulissen“ finden sich online auf

harzinfo.de/die-region/podcast-der-harz-hinter-den-kulissen und überall da, wo es Podcasts gibt.

16 01 | 2026


NATIONALPARK HARZ

Fotoausstellung in Ilsenburg

„Verborgen, verblüffend, verkannt –

Die räuberischen Insekten“

Die Larve der Federlibelle fixiert die nächste Beute: eine Stechmücken-Larve. (Fotos: Hubert Handmann)

Im Nationalparkhaus Ilsetal werden die faszinierenden Fotografien

von Hubert Handmann gezeigt

Im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg ist derzeit die Sonderausstellung

„Verborgen, verblüffend, verkannt – Die räuberischen

Insekten“ zu sehen. Die faszinierenden Makrofotografien des

Biologen und Fotografen Hubert Handmann geben einzigartige

Einblicke in das verborgene Leben dieser erstaunlichen Beutegreifer

aus dem Insektenreich – von eleganten Flugjägern bis

hin zu raffinierten Lauerjägern. Anschaulich wird ihre wichtige

Rolle im Ökosystem sichtbar gemacht, ergänzt durch informative

Ein Uferläufer, ein räuberischer Käfer, stöbert im feuchten Ufersand.

Der Kopf des Tieres ist circa 2 mm breit.

Bildtexte und die Möglichkeit, das Buch „Das große Fressen“ vom

Autor persönlich signieren zu lassen. Die Ausstellung ist bis zum

25. Januar 2026 jeweils dienstags bis sonntags von 8.30 bis 16.30

Uhr geöffnet, montags nur an Feiertagen. Der Eintritt ist frei.

Faszination der Schönheit, Skurrilität und verblüffenden

Leistungen der Insekten

Hubert Handmann beschäftigt sich seit seinem Studium der Biologie

und Chemie intensiv mit der Zoologie, Ökologie und der Makrofotografie.

Ihn begeistern besonders die Insekten, die größte und

erfolgreichste Tiergruppe, die mit ihrer Schönheit, manchmal auch

Skurrilität, ihrem unerschöpflichem Strukturreichtum und ihren

verblüffenden Leistungen immer wieder überrascht. Das erschließt

sich aber erst bei näheren Betrachtungen, so dass nur die Makrofotografie

alles sichtbar macht. Obwohl diese Tiere allgegenwärtig

sind und in vielerlei Hinsicht unverzichtbar in Ökosystemen und in

unserer Umwelt, werden sie oft übersehen oder ignoriert.

„Besonders spannend sind die räuberischen Insekten. Denn sie

alle, die Stöber- und Pirschjäger, die Gleit- und Schwimmjäger, die

Flugjäger und die Lauerjäger haben ihre eigenen, diffizilen Strukturen

und Strategien zum Fangen und Überwältigen der Beutetiere

entwickelt“ sagt Handmann. „Sie sind die natürlichen Feinde der

Pflanzenfresser, also auch der Pflanzenschädlinge und regulieren

deren Populationsdichten. Deshalb können sie zur biologischen

Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Es gibt also viele Gründe,

die Insekten in all ihren Phänomenen stärker sichtbar zu machen

und zu besprechen.“

01 | 2026

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HARZVERBAND

Ein Ort voller Naturwunder und Geschichte

Ein Ausflug in die Tiefe: Schüler entdecken die

Heimkehle

Die Heimkehle bei Uftrungen zählt zu den größten Karst-Schauhöhlen

Deutschlands. Sie liegt mitten auf der Grenze zwischen

Sachsen-Anhalt und Thüringen, am Rande des Naturparks Harz

(Sachsen-Anhalt), eingebettet in den Südharzer Zechsteingürtel.

Bekannt ist sie für ihre gewaltigen unterirdischen Hallen, ihre

klaren Seen und eine Gedenkstätte, die an die Zwangsarbeit

während der NS-Zeit erinnert. Außerdem ist die Höhle ein bedeutendes

Winterquartier für Fledermäuse. Als Teil des Natura-

2000-Netzes steht sie unter besonderem Schutz.

Die Schulklasse geht in der Heimkehle vorbei an einem gespannten, feinen

Netz – es hilft beim Fledermaus-Monitoring. (Foto: HARZVERBAND)

Mitte November wurde die Heimkehle zum Klassenzimmer: Christel

Zander vom Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen begrüßte

zwei zehnte Klassen des Gymnasiums Wilhelm von Humboldt Nordhausen,

Esther Czymoch, Fachbereichsleiterin des Geoparks, und

Christian Resow, Fachbereichsleiter des Naturparks Harz, hießen vier

sechste Klassen der Staatlichen Regelschule „G. E. Lessing“ Nordhausen

willkommen. Die Schulen folgten einer Einladung des UNESCO

Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen. An zwei Tagen

erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Programm – gestaltet

vom Geopark-Team, den Höhlenführern der Heimkehle und einem

Ranger des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz. Auch das

neu gestaltete Infozentrum NaturErlebnisHöhle Heimkehle, das Ende

Juni seine Pforten als neue Begegnungs- und Bildungsstätte rund

um Umwelt, Natur, Artenschutz und Nachhaltigkeit öffnete, spielte

dabei eine zentrale Rolle.

Das Team des HARZVERBANDS legte den Fokus auf Rohstoffe und

Nachhaltigkeit: Bei einem Rohstoffspiel, das Esther Czymoch und

Christian Resow mitbrachten, stellten die Kinder fest, dass Rohstoffe

weltweit ungleich verteilt sind – und Recycling ein sinnvoller Weg

sein kann, damit umzugehen.

Klassenweise ging es auf Entdeckungstour. Während eine Gruppe mit

Helmen ausgestattet in die Höhle einfuhr, folgte die andere Ranger

Raik Fleckstein nach draußen in die Natur und später ins neue Info-

Zentrum. Er erklärte, wie ein Biosphärenreservat funktioniert, wie

sich eine Karstlandschaft entwickelt und warum der Gips den Boden

ständig verändert. Die Kinder erfuhren, dass Anhydrit die wasserfreie

Form von Gips ist und dass sich durch die langsame Auflösung des

Gesteins Höhlen und Erdfälle bilden. „Wir leben auf einem Schweizer

Käse“, verglich Raik Fleckstein und wies auf die ständige Entstehung

neuer Erdfälle hin. Auch der umstrittene Gipsabbau in der Region

kam zur Sprache.

Der Natureingang der Höhle wurde ebenso besichtigt. Von ihm

stammt der Name Heimkehle, weil er optisch an eine Kehle erinnert.

Früher war er der Haupteingang für Besucher, heute dient er dem

Fledermaus-Monitoring. Ein gespanntes, feines Netz fängt in der

Höhle die Tiere kurzzeitig ein, damit sie bestimmt, vermessen und

beringt werden können. Auch Höhlenforscher und Höhlentaucher

sind hier regelmäßig im Einsatz.

In der Höhle selbst führte unter anderem Simone Kneißl durch die

Dunkelheit. Sie demonstrierte, wie absolut finster es im Berginneren

sein kann – bevor die Beleuchtung für den gewünschten

Wow-Effekt sorgte.

Die Heimkehle misst insgesamt 2136 Meter, verläuft sogar über die

Landesgrenze nach Thüringen, doch nur 600 Meter der Strecke sind

derzeit zugänglich. Der Rest bleibt den rund 4800 bis 5300 Fledermäusen

vorbehalten, die hier jeden Winter einziehen – 15 Arten,

darunter das Große Mausohr und die Mopsfledermaus.

Die Kinder erfuhren viel über die Geschichte des Ortes: Erste urkundliche

Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1357. 1920 wurde die

Höhle als Schauhöhle mit elektrischem Licht erschlossen. Zwischen

1944 und 1945 diente sie als Außenlager des Konzentrationslagers

Mittelbau-Dora zur Rüstungsproduktion; ein unterirdischer See

wurde damals mit Beton verfüllt, große Eingänge für Lastwagen

geschaffen. Die Höhle musste sich ständigem Wandel unterziehen, in

dieser Zeit vor allem durch Menschenhand. Nach dem Krieg sprengten

die Alliierten 1946 die unterirdischen Hallen. „Im Umkreis von fünf

Kilometern hatten die Häuser keine Scheiben mehr“, so viel Dynamit

sei zum Einsatz gekommen, berichtete Simone Kneißl. Seit 1954 ist

die Höhle wieder zugänglich – dank Nordhäuser Heimatforschern,

Höhlenfreunden, Uftrunger Bürgern und Firmen der Umgebung. Bei

einem Besuch der Höhle steht heute sowohl die Geschichte der Höhle

als auch die natürliche Geologie im Fokus der Führung. Zudem ist die

Heimkehle Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes.

Häufig werde gefragt, warum man den Beton über dem See nicht

entferne, berichtete Simone Kneißl. Das sei aus Denkmalschutzgründen

verboten. „Aber irgendwann holt sich die Natur auch das

wieder zurück“, meinte sie. Die Gruppen besuchten den kleinen

und großen Dom, entdeckten den unterirdischen Thyrasee auf der

thüringischen Seite der Höhle und hörten, dass die Höhle sich durch

eindringendes Wasser ständig weiter auflöst – es ist eine sogenannte

Laughöhle. Hochwasser hatte erst Ende 2023 vier Monate lang zur

Schließung geführt.

Zum Abschluss wartete ein besonderes Erlebnis: die Licht- und

Klanginstallation „Fledermausgeflüster“ im großen Dom. Bevor

die Schüler über den Stollen den Weg nach draußen antraten, warfen

sie noch einen Blick in die Ausstellung. Hier erfuhren sie anhand von

Fotos und Exponaten mehr über die Vegetation in der Höhle, ihre

Geschichte und das Thema Höhlenforschung.

So endeten zwei erlebnisreiche Tage zwischen Geologie, Naturkunde

und Zeitgeschichte – voller Eindrücke, die sicher noch lange

nachhallen.

Text: Carolin Neumann

Die Exkursionen wurden gefördert durch:

Ministerium für Umwelt,

Energie,Naturschutz

und Forsten

18 01 | 2026


Geschmückter Weihnachtsbaum (Foto: moerschy auf Pixabay)

HARZVERBAND

Nachhaltige Geschenke

Aktion (Schrott-)Wichteln

ist der Renner

Der HARZVERBAND e.V. hatte sich für

die diesjährige Weihnachtszeit wieder

eine kreative und nachhaltige Aktion

einfallen lassen: Nach dem erfolgreichen

Tauschweihnachtsbaum im Vorjahr

stand diesmal das (Schrott-)Wichteln auf

dem Programm.

Unter dem Motto „Aus der Abstellkammer

ins Abenteuer“ waren alle Besucherinnen

und Besucher der Ausstellung (Eintritt frei)

eingeladen, in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg

Dinge zu tauschen, die noch zu gut

für die Mülltonne waren, aber nicht oder

nicht mehr gebraucht wurden.

Vom Buch über selbst gestrickte Mützen

bis hin zu Kinderspielzeug oder kleinen Dekorationsstücken

– alles, was noch funktionstüchtig

war, konnte auf diese Weise ein

neues Zuhause finden.

Der HARZVERBAND, Träger des UNESCO

Global Geoparks Harz . Braunschweiger

Land . Ostfalen und des Naturparks Harz,

startete die Aktion mit einem ersten Paket,

das ab dem 1. Dezember in der Ausstellung

zum Tausch bereitstand.

Die Besucher brachten anschließend ihre

eigenen Wichtelpäckchen mit und tauschten

sie gegen die bereits vorhandenen Geschenke.

Die Aktion lief bis einschließlich

23. Dezember.

Viele Neugierige nutzten die Gelegenheit

und besuchten die Ausstellung, die montags

bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr

und freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet ist.

Text: Carolin Neumann

REGIONALVERBAND HARZ

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das erste Wichtelpaket ließ nicht lange auf

einen Tausch warten. (Foto: HARZVERBAND)

Tausch-Weihnachtsbaum –

Tauschen Sie ihre Weihnachtsdeko!

Die festliche Zeit steht vor der Tür und mit ihr die Vorfreude auf

das Weihnachtsfest. Wie in der Modebranche gibt es auch für den

Weihnachtsschmuck in jedem Jahr einen neuen Trend. Manchmal

ist auch einfach Zeit für etwas Neues.

Aber müssen wir den alten Schmuck dann gleich wegwerfen?

NEIN, in diesem Jahr nicht!

Der Naturpark Harz bietet eine originelle und umweltschonende

Alternative. Tauschen Sie ihren Schmuck einfach mit anderen. Vielleicht

sucht jemand genau Ihren Schmuck oder jemand hat genau

die Dekoration an unseren Baum gehängt, die sie suchen. Vom 2.

bis 20. Dezember wird in der Natur- und Geoparkausstellung „Drei

Länder - ein Harz“ in Quedlinburg ein Tausch-Weihnachtsbaum

stehen. Hängen Sie ihren alten Weihnachtsschmuck an unseren

Baum und nehmen Sie sich, was Ihnen gefällt.

Ob bunte Christbaumkugeln, traditionelle Strohsterne, stilvolle

Holzfiguren, klingende Weihnachtsglöckchen oder einen glitzernden

Stern für die Spitze. All das können Sie vorbeibringen, solange

es in gebrauchsfähigem Zustand ist. Auf diese Weise entsteht ein

sich ständig wandelnder Weihnachtsbaum.

Wir hoffen, dass sich zahlreiche Menschen an der Aktion beteiligen

und die gemeinsame Vorfreude auf Weihnachten steigern.

Baum des Jahres 2026

Die Zitterpappel –

Hoffnungsträgerin für karge Flächen

Abgesetzter Kasten (wenn möglich):

Die Ausstellung in der Hohen Straße 6 in Quedlinburg ist

Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr und

Freitag von 08:00 – 14:00 Uhr geöffnet.

Text: Christoph Diedicke

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Jetzt auch auf der Website des Naturpark Harz!

Der Naturpark Harz engagiert sich in der Bildung für nachhaltige

Entwicklung (BNE). Ermöglicht wird dies durch eine Projektförderung

des Landes Sachsen-Anhalt. Die Tätigkeiten richten sich

dabei vor allem an die Zielgruppen Kinder und Jugendliche.

Alles zum Projekt ist jetzt auch auf unserer Website zu finden.

Neben aktuellen Informationen zu den Projektbausteinen stellen

wir auch Bildungsmaterial, beispielsweise zum Thema Waldboden,

zur Verfügung.

Text: Christoph Diedicke

Wer durch unsere heimischen Wälder spaziert, dem begegnet

sie vielleicht, ohne dass sie sofort auffällt – die Zitterpappel,

auch Aspe oder Espe genannt. Doch sobald der Wind durch ihre

Krone streicht, verrät sie sich: Schon ein sanfter Hauch genügt,

und ihre runden bis herzförmigen Blätter beginnen zu beben

und zu rauschen. Nicht umsonst stammt der bekannte Ausdruck

„zittern wie Espenlaub“ von diesem besonderen Baum. Verantwortlich

dafür sind ihre langen, abgeflachten Blattstiele, die das

Blatt leicht ins Schwingen

bringen – ein faszinierendes

Schauspiel

in jedem Sommerwind.

Die Zitterpappel, auch bekannt unter

den Namen Espe oder Aspe, ist der Baum

des Jahres 2026. (Symbolfoto: Pixabay)

Auch ihr Erscheinungsbild

ist unverwechselbar.

Der junge Stamm der Zitterpappel

ist glatt und

gelblich-braun, übersät

mit kleinen Korkwarzen.

Mit den Jahren wird die

Rinde dunkler, schließlich

schwarzgrau und tief

rissig – ein stiller Beweis

für ihre Wandlungsfähigkeit

und Beständigkeit.

Doch die Zitterpappel ist weit mehr als nur schön anzusehen. Als

lichtliebende Pionierbaumart gehört sie zu den ersten, die sich

auf freien, kargen Flächen ansiedeln. Ihr schnelles Wachstum und

ihre starke Vermehrung über Samen und Wurzelausläufer machen

sie zu einer wahren Wegbereiterin des Waldes. Oft ist sie es, die

den Grundstein für eine neue Waldgeneration legt.

Auch ökologisch spielt die Zitterpappel eine bedeutende Rolle.

Ihr leicht zersetzbares Laub bereichert den Waldboden, schafft

Nährstoffe und fördert so das Wachstum anderer Pflanzen. Zugleich

bietet sie zahlreichen Tieren – von Insekten über Vögel bis

hin zu kleinen Säugern – Schutz und Lebensraum.

Diese Vielseitigkeit und ihre große Bedeutung für Natur und Umwelt

wurden nun besonders gewürdigt: Die Zitterpappel wurde

zum Baum des Jahres 2026 gewählt. Eine Auszeichnung, die ihre

Rolle als unverzichtbaren Teil unserer heimischen Landschaft

unterstreicht – als Baum, der zeigt, wie eng Neubeginn, Wandel

und Leben miteinander verbunden sind.

Text: Christian Resow

14

12 | 2024

Die Öffentlichkeitsarbeit des HARZVERBANDS wird

gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,

Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes

Sachsen-Anhalt.

01 | 2026

19


Von Lappen und Waschlappen!

Nicht über die Kälte meckern –

es ist alles eine Frage der Einstellung!

+ 10 °C Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen pflanzen Blumen.

+ 5 °C Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

+ 2 °C Italienische Autos springen nicht mehr an.

0 °C Destilliertes Wasser gefriert.

– 1 °C Der Atem wird sichtbar. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

– 4 °C Die Katze will mit ins Bett.

– 10 °C Die Lappen gehen zum Schwimmen.

– 12 °C Zu kalt zum Schneien. Der Lappe trägt weiterhin kurze Hosen.

– 15 °C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

– 18 °C Die Hausbesitzer Helsinkis drehen die Heizung auf.

– 20 °C Der Atem wird hörbar.

– 22 °C Französische Autos springen nicht mehr an.

– 23 °C Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

– 24 °C Deutsche Autos springen nicht mehr an.

– 26 °C Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

– 29 °C Die Katze will unter den Schlafanzug.

– 30 °C Kein Auto springt mehr an. Der Lappe tritt gegen die Reifen und startet seinen Lada.

– 31 °C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen.

– 32 °C Lapplands Fußballer beginnen mit dem Training für den Frühling.

– 35 °C Zeit, ein heißes Bad zu planen, die Lappen schaufeln Schnee vom Dach.

– 39 °C Quecksilber gefriert, zu kalt zum Denken, die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

– 40 °C Das Auto will mit ins Bett, die Lappen ziehen einen Pullover an.

– 44 °C Einige Lappen denken darüber nach, die Fenster zu schließen.

– 45 °C Die Lappen schließen tatsächlich das Klofenster.

– 50 °C Die Seelöwen verlassen Grönland, die Lappen ziehen Handschuhe an.

– 70 °C Die Eisbären verlassen den Nordpol, in Rovaniemi (Lappland) wird ein Marathon durchgeführt.

– 75 °C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis, die Lappen setzen eine Mütze auf.

– 120 °C Alkohol gefriert, Folge davon: der Lappe ist sauer.

– 270 °C Die Hölle friert zu, der Lappe zieht eine lange Hose an.

– 273,15 °C Absoluter Nullpunkt, die Lappen geben zu: Ja, es ist etwas kühl! Gib mir noch einen Schnaps

zum Lutschen!

20 01 | 2026


HARZKLUB

Der Harzklub wandert wieder, wandern Sie mit!

Geführte Wanderungen im Januar | Februar 2026

BITTE BEACHTEN SIE:

Um Anmeldung zu den Wanderungen wird gebeten. Rucksackverpflegung, zweckmäßige Kleidung und

geeignetes Schuhwerk ist erforderlich. Die Teilnahme an den Wanderungen erfolgt auf eigene Gefahr.

Sonntag, 18.01.2026

Wanderung in Springe und Umgebung

Zweigverein Hildesheim

Treffpunkt: 10 Uhr Hildesheimer Str. 36, Hildesheim

Wanderung: Springe und umzu

Streckenlänge: ca. 13 km

Einkehr geplant, Rucksackverpflegung

Anmeldung: Michael Nelle → Tel. 0157 87151914

Samstag, 24.01.2026

Anwandern (Familienwanderung)

Zweigverein Thale

Treffpunkt: 9.30 Uhr Busbahnhof Thale (Busfahrt zur Haltestelle

Hexentanzplatz) 10.00 Uhr Klubhaus Thale (Wanderung)

Wanderung: Klubhaus – Kuhlager

Streckenlänge: ca. 5 km

Anmeldung: F. Nennhuber → Tel: 03947 4199666

Sonntag, 25.01. 26

Langschläferwanderung

Zweigverein Salzgitter

Treffpunkt: 12.00 Uhr SZ-Lebenstedt, Stadtbad

Streckenlänge: ca. 8 km, für Familien geeignet

Einkehr: Gala Hof bei Nico

Anmeldung: Regina Girelli → Tel: 0151 65127657 (Bitte 7 Tage vorher)

Mittwoch, 28.01.26

Walderlebnistour Winterschlaf der Tiere

Zweigverein Salzgitter

Treffpunkt: 16.00 Uhr SZ-Bad, Parkplatz Thermalbad

Streckenlänge: ca. 3 km, für Familien und Senioren

Anmeldung: Beate Vitt → Tel: 0175 5236302

Sonntag, 01.02.2026

Wanderung von Tosmar zum Waldfrieden

Zweigverein Hildesheim

Treffpunkt: Söhrer Forsthaus, Diekholzen

Wanderung: Tosmar – Höhenweg – Steinberg-Waldfrieden

Streckenlänge: ca. 10 km

Einkehr geplant, Rucksackverpflegung

Anmeldung: G. Neumann → Tel. 0162 8898107

Sonntag, 08.02.26

3-Dörfer-Wanderung

Zweigverein Salzgitter

Treffpunkt: 09.30 Uhr Parkplatz Heerter See, K 21 zwischen

Gebhardshagen und Lobmachtersen

Streckenlänge: ca. 15 km

Anmeldung: Manfred Broser → Tel: 05341 33264

Samstag, 14.02.2026

Grünkohlwanderung

Zweigverein Salzgitter

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Salzgitter-Lichtenberg, Parkplatz an der

Kanzel

Streckenlänge: ca. 13 km

Wanderung: über Altenhagen zum Schützenhaus nach

Gebhardshagen.

Einkehr: ca. 12.30 Uhr, Preis wird bei Anmeldung bekannt

gegeben.

Anmeldung: Manfred Broser → Tel: 05341 33264 (bis 09.02.2026)

Winterlinge können leichten Frost vertragen (Foto: CS)

01 | 2026 21


Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 01_2026

HARZKLUB

Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen

und erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Einzelmitglied

Familie

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Der Jahresbeitrag ist unterschiedlich und ist bei den Zweigvereinen zu erfragen.

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Ort, Datum

Der Harz (-er Wald)

geht nicht ohne uns

Harzklub hilft!

Hier geht es zur großen Pflanzaktion:

https://harzklub.de/harzklub-hilft/

Aktiv für den Naturschutz

im Harz!

Unterschrift

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«

(erscheint monatlich, Abo-Hotline: siehe Impressum).

Unterschrift

Ausschreibung

Naturschutz-

Förderpreis 2026 S. 4/5

Fotoausstellung

„Die räuberischen

Insekten“ S. 17

Schüler entdecken

die Heimkehle

S. 18

www.harzklub.de

Vorteile der Mitgliedschaft

im Harzklub e.V.

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung

von Wanderheimen z.B. beim Kauf

von Wanderkarten, Übernachtungen in den

Wanderheimen

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher

Wanderverband): Vergünstigungen regional

und deutschlandweit bei vielen Partnern

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme

an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.

Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,

Brockenveranstaltungen, den

Veranstaltungen der Zweigvereine und an

den geführten Wanderungen und Ausflügen

des Harzklubs

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit

der Teilnahme an den Lehrgängen,

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,

Wegebeschilderung, Naturschutz,

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,

Klöppeln)

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,

Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,

Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,

in Höhlen oder Bergwerke

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund

der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-

Musikinstrumente)

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft

im Deutschen Wanderverband

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im

Landestrachtenverband

✔ Vermarktung und Werbung für die

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen

über die Geschäftsstelle, das Internet,

Rundschreiben und Presseinformationen

✔ Information sämtlicher Zweigvereine

zu den Geschehnissen im Harzklub und im

gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,

Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,

Internet, Presse

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,

Internet

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien

für besondere Projekte der Zweigvereine

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,

Veranstaltungen usw.

✔ Beratung durch den Hauptverein über

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,

Datenschutz usw.

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder

im gesamten Harzklub können sich viel besser

Gehör verschaffen, als einzeln agierende

„Ortsvereine“

✔ Aktive Mitwirkung in der großen

Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns

22 01 | 2026


Veranstaltungshöhepunkte entlang der Straße der Romanik

Für genauere Informationen zu den einzelnen

Veranstaltungen besuchen Sie bi te

A le Konzerte „Unter großen Bögen“ finden

Sie auch auf unserer Internetseite

www.stra sede romanik.de.

Romaniktag © Kulturstiftung Sachsen-Anhalt,

Museum Burg Falkenstein

montalbâne © Stefan Schweiger

Ro sini-Quarte t © Marco Reiß

KONZERTE AN DER STRASSE DER

ROMANIK – ROSSINI

24. Mai 2025, 15: 0 Uhr: Hi lersleben

» 5. Juli 2025, 19: 0 Uhr: Diesdorf

18. Juli 2025, 18:30 Uhr: Melkow

» 17. August 2025, 16: 0 Uhr: Walbeck

» 31. August 2025, 17: 0 Uhr: Beuster

marcorei s637@googlemail.com

DOMFESTSPIELE

DOM HALBERSTADT

6. bis 9. Juni 2025

www.domfestspiele-halberstadt.de

FESTIVAL MONTALBÂNE 2025

» 20. bis 2. Juni 2025

www.montalbane.de

» 5. und 6. Juli 2025

www.ton-am-dom.de

Konzert im Halberstädter Dom

© Ulrich Schrader

tanzart, Cristian Colatriano-Ensemble

© Rolf K. Wegst

DOM

MAGDEBURG

DOM

HAVELBERG

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

SCHLO S

NEUENBURG

KLOSTER

HAMERSLEBEN

www.kulturstiftung-st.de

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

DOM | SCHATZ

HALBERSTADT

Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ist

verantwortlich für 20 bedeutende

Baudenkmale. 14 davon befinden sich

an der „Straße der Romanik“.

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

ECKARTS

BURG

BURG

FALKENSTEIN

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

HARZ

SCHLOSS

BERNBURG

KLOSTER

MICHAELSTEIN

MUSIKAKADEMIE | MUSEUM

SCHLO S

GOSECK

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

Fotos: Andreas Bez (Schlo s Neuenburg), Henrik Bo lma n (Schlo s Leitzkau, Schloss Bernburg, Schlo s Goseck,

Kloster Hamersleben), Achim Bötefür (Kloster Jerichow), Christoph Ja n (Dom Magdeburg, Dom Havelberg, Konradsburg),

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (Kloster Michaelstein, Schloss A lstedt), Wolfram Schmidt (Burg Falkenstein),

Falk Wenzel (Dom & Schatz Halberstadt), Manuela Werner (Eckartsburg).

KONRADS

BURG

SCHLO S

LEITZKAU

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

KULTUR

STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

Herbst/Winter 2025/26

Im Harz ist immer was los

für Kinder! Holt Euch die

„Hits für Kids“ in den

Touristinfos im ganzen

Harz und entdeckt jede

Menge spannende

Abenteuer, coole

Erlebnisse und Spaß

für die ganze Familie!

Werbung in ?

Unser Kundenberater

Ferdinand Benesch

informiert Sie gern.

Tel. 03943 542424

f.benesch@harzdruckerei.de

„Unter großen Bögen“ 2025

D

ie Konzertreihe „Unter großen Bögen“

ist eine Festivalkooperation entlang

der „Straße der Romanik“, die in und

an den historischen und b eindruckenden

Bauwerken von Sachsen-Anhalt sta tfindet.

Inmi ten romanischer Architektur mit majestätischen

Bögen und gewaltigen Mauern

erleben Sie eine einmalige Akustik. „Unter

großen Bögen“ bietet Musikalisches für Jung

und Alt. Musikliebhaber und Kulturgemeinschaften

sind eingeladen, sich auf eine spannende

Entdeckungstour zu begeben, die sowohl

musikalisch als auch architektonisch

unverge sliche Eindrücke hinterlä st.

KULTURSTIFTUNG

SACHSEN-ANHALT

FASZINATION

Straße der ROMANIK

2025/26

die angegebenen Webseiten oder treten

mit den Veranstaltern direkt in Kontakt.

in Sachsen-Anhalt

Jahre sonderausgabe | 24. Jahrgang | Ausgabe 2025 | Schutzgebühr 1 € | Die historische Reihe aus der HARZDRUCKEREI

ROMANIKTAG an den Bauwerken

der Straße der Romanik

» 31. Mai 2025

www.stra sede romanik.de

BELLA ITALIA – ITALIENISCHE

STUNDEN IM DOM

» 17. Mai 2025

www.halberstadt-tourismus.de

TON AM DOM

DOM HALBERSTADT

NACHT DER KIRCHEN

DOM / DOMPLATZ

» 30. August 2025

www.halberstadt-tourismus.de

14 aus20

SEILBAHNEN THALE

ERLEBNISWELT

Gleich

online lesen! www.strassederromanik.de

Entdecken Sie eine faszinierende Welt aus Stein, Kunst und Geschichte in

Sachsen-Anhalt! Die spannendsten News zu 88 Bauwerken in 73 Orten

entlang der Tourismusroute finden Sie im Magazin „Faszination Straße der

Romanik“ – alljährlich druckfrisch aus der Harzdruckerei.

Das Bodetal gehört zu den schönsten Anziehungspunkten

des Harzes. Genau hier, wo sich Hexentanzplatz und

Roßtrappe beinahe berühren, liegt die Seilbahnen Thale

Erlebniswelt. Mit tollen Attraktionen wie der Kabinenbahn

zum Hexentanzplatz, dem Sessellift zur Rosstrappe, der

Sommerrodelbahn Harzbob und dem Freizeitpark auf der

„Spassinsel“ zieht die Seilbahnen Thale Erlebniswelt Jahr

für Jahr ca. 700.000 Besucher an.

Nur 5 Minuten von der Bergstation der Kabinenbahn am

Hexentanzplatz entfernt geht es etwas schneller zu. Unsere

Sommerrodelbahn Harzbob lädt euch in schnittigen Bobs zu

einer rasanten Kurvenfahrt durch den Wald ein. Ein tolles

Erinnerungsfoto von der flotten Runde ist Pflicht.

Öffnungszeiten und Tickets

unter www.rabensteiner-stollen.de

Rabensteiner Stollen, Netzkater 8, 99768 Harztor, Tel: 036331 48153


Bunt ist unsere

Lieblingsfarbe!

Druckerei

Offset- und Digitaldruck

• Kleinst- und Großauflagen von Visitenkarten, Briefbögen,

Durchschreibsätze, Flyer, Einladungen, Broschüren, Kalender,

Bücher in höchster Qualität

• personalisierte Drucksachen, Mailings u.v.m.

Grafikdesign und Druckvorstufe

Weiterverarbeitung und Veredelung, Logistik

Werbetechnik

Konzept, Layout, Herstellung

• Fahrzeugbeschriftungen

• Schilder, Leitsysteme, Fahnen und Banner

• Textilveredelung

• Aufkleber und Digitaldrucke

• Großformatkopien und CAD-Plots

• Werbeartikel u.v.m.

Copyshop

• Ausdrucke, Kopien oder

Scannen schwarz und

farbig im Format

DIN A4 und DIN A3

• Kopien von Bücherseiten

in A4 und A3

• Druck und Bindung von

z.B. Bachelor-, Master- oder

Hausarbeiten mit Hard-,

Soft-Cover oder Ringbindungen

Max-Planck-Straße 12/14

38855 Wernigerode

Tel. 03943 54240

info@harzdruckerei.de

www.harzdruckerei.de

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