23. Dezember 2025
- Weiße Weihnachten in Graz stehen vor der Tür - 64 Todesopfer auf steirischen Straßen - SK Sturm trennt sich von Trainer Jürgen Säumel
- Weiße Weihnachten in Graz stehen vor der Tür
- 64 Todesopfer auf steirischen Straßen
- SK Sturm trennt sich von Trainer Jürgen Säumel
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Grazer23. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
2°
Die Chance
auf weiße
Weihnachten
lebt! Zu Mittag
soll der Schneeregen
in Schneefall übergehen,
der die ganze Nacht anhält.
Traurig I
Der VCÖ berichtet von einem Anstieg
der Verkehrsunfälle mit Todesopfern in
der Steiermark im Verleich zu 2024. 2
Traurig II
Nach langem Hin und Her herrscht nun
Klarheit: Der SK Sturm hat sich von
Trainer Jürgen Säumel getrennt. 4
Weiße Weihnachten
stehen vor der Tür
GEPA, GETTY (2)
Schneeflöckchen. Die Wetterprognosen für den morgigen 24. Dezember stehen auf Schnee. Damit gibt es Chancen auf Weiße Weihnachten! Alles
andere als gewöhnlich, denn zuletzt hat es 2010 am Heiligen Abend in Graz geschneit. Aktuell werden fünf Zentimeter Neuschnee vorausgesagt. SEITE 4
2 graz
www.grazer.at 23. DEZEMBER 2025
Das gesamte „Grazer“-Team
wünscht schöne Feiertage.
KK
Wir wünschen
frohe Feiertage!
■ Diese Ausgabe des „Grazer
24“ ist die letzte des Jahres.
Wir gehen über die Feiertage
in Winterpause und starten am
7. Jänner wieder ins neue Jahr.
Bleiben Sie uns gewogen und
genießen Sie die stillste Zeit
des Jahres. Im Namen des ganzen
„Grazer“-Teams wünschen
wir: Frohe Weihnachten, schöne
Feiertage und einen guten
Rutsch!
Steirische Straßen
forderten 64 Opfer
Der VCÖ berichtet von einem Anstieg der Verkehrsunfälle mit Todesopfern in der Steiermark im Vergleich zu 2024. GETTY
TRAURIG. Die Sicherheit auf den steirischen Straßen hat sich im Jahr 2025
verschlechtert. Wie Daten der Mobilitätsorganisation VCÖ zeigen, verloren
seit Jahresbeginn bereits 64 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben.
Das Friedenlicht ist in der Grazer
Burg angekommen. LAND STMK/ LAIMER
Friedenslicht
angekommen
■ Das Friedenslicht aus lehem ist in der Steiermark an-
Bethgekommen
und wurde gestern
von einer Abordnung der Feuerwehrjugend
Weiz in die Grazer
Burg überbracht. Landeshauptmann
Mario Kunasek
hat das Friedenslicht entgegengenommen
und bedankte
sich für den Besuch. „Ihr, die
jungen Mitglieder unserer Feuerwehren,
seid ein großartiges
Beispiel dafür, dass Gemeinschaft
und Verantwortung
nicht nur Worte sind, sondern
gelebte Wirklichkeit.“
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Seit Jahresbeginn kamen in
der Steiermark bereits 64
Menschen im Straßenverkehr
ums Leben, um einen mehr
als im gesamten Vorjahr, berichtet
die Mobilitätsorganisation
VCÖ (Verkehrsclub Österreich).
Die Analyse der Unfallursachen
zeigt ein klares Bild: Zu
hohe Geschwindigkeit sowie
Unachtsamkeit und Ablenkung
– etwa durch das Smartphone
– sind eindeutig die tödlichsten
Gefahren im Straßenverkehr.
Besonders betroffen sind Pkw-
Insassen (27 Tote) und Motorradfahrer
(16 Tote). Aber auch
die schwächeren Verkehrsteilnehmer
sind in relativ großer
Zahl verstorben: Fünf E-Bike-
Fahrer sowie jeweils vier Mopedfahrer,
Radfahrer und Fußgänger
verunglückten in diesem Jahr
tragischerweise tödlich.
Tempo 80
Angesichts dieser Entwicklung
fordert der VCÖ konsequente
Maßnahmen. „Insbesondere
auf Freilandstraßen ist die Zahl
schwerer Unfälle hoch. Hier sollte
Tempo 80 die Regel und Tempo
100 die zu begründende Ausnahme
sein“, betont VCÖ-Expertin
Katharina Jaschinsky. Zudem
drängt die Organisation auf mehr
Tempokontrollen und die Aufnahme
von „Handy am Steuer“ in
das Vormerksystem – eine Maßnahme,
die in den meisten EU-
Staaten bereits Standard ist.
Ältere Fahrer
Ein weiterer Fokus liegt auf dem
demografischen Wandel. Um älteren
Menschen eine sichere Mobilität
zu ermöglichen, fordert der
VCÖ mehr Verkehrsberuhigung
und Tempo 30 im Ortsgebiet sowie
den massiven Ausbau baulich
getrennter Radwege. „Un-
ser Verkehrssystem muss an die
steigende Zahl älterer Menschen
angepasst werden“, so Jaschinsky.
Im bundesweiten Vergleich liegt
die Steiermark bei der Anzahl der
Verkehrstoten an dritter Stelle,
hinter Niederösterreich (106 Tote)
und Oberösterreich (73 Tote).
Steirische Unfälle
■ 1.1.-21.12.2025: 64 Verkehrstote
(vorläufige Daten)
■ 2024: 63 Verkehrstote
■ 2023: 81 Verkehrstote
■ 2022: 70 Verkehrstote
■ 2021: 50 Verkehrstote
■ 2020: 52 Verkehrstote
■ 2019: 72 Verkehrstote
■ 2018: 69 Verkehrstote
■ 2017: 76 Verkehrstote
■ 2016: 72 Verkehrstote
■ Quelle: BMI, Statistik Austria,
VCÖ
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23. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 3
Ein Platz für
Rüde Yoda
Grazer
Pfoten
Bisher wurden 21 PV-Anlagen fertiggestellt. 14 Anlagen sind derzeit in Umsetzung,
und weitere 18 sind für die kommenden zwei Jahre geplant.ENERGIE GRAZ
Zwischenbilanz PV-Plan
■ Ein zentraler Teil des Klimaschutzplans
der Stadt Graz ist
der PV-Masterplan. Im Zeitraum
von 2024 bis 2026 wurden
mehr als 50 Standorte für
PV-Anlagen identifiziert. Ziel
ist es, bis 2030 mehr als 30 Prozent
des verbrauchten Stroms
im Haus Graz mit eigenen PV-
Anlagen zu erzeugen. Das von
der Stadt Graz und der Holding
Graz in Auftrag gegebene Projekt
wird von der Energie Graz
und der GBG betreut. Der Fokus
der Installationen liegt auf
Dächern und bereits versiegelten
Flächen. Mittlerweile wurden
21 Anlagen fertiggestellt. 14
weitere befinden sich derzeit in
Umsetzung. In den kommenden
zwei Jahren sind 18 weitere Projekte
geplant. „Der Masterplan
Photovoltaik ist ein echter Erfolg:
Allein im Jahr 2025 haben wir damit
die bestehende PV-Leistung
der Stadt fast verdoppelt“, unterstreicht
Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner.
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Weiße Weihnachten sind in Graz schon einige Jahre her. Aktuellen Prognosen
zufolge könnte es jetzt aber wieder soweit sein.
STEIERMARK TOURISMUS/SCHIFFER
Nach 15 Jahren wieder
weiße Weihnachten
SPANNEND. Zuletzt hat es 2010 am Heiligen Abend
geschneit. Heuer stehen die Chancen wieder gut.
Nach nur 52 Pflichtspielen trennt sich der SK Sturm Graz mit sofortiger
Wirkung vom Trainerteam Jürgen Säumel und Martin Lassnig.
GEPA
Trainer weg: SK Sturm
Graz geht neue Wege
ENTSCHEIDUNG. Nun herrscht Klarheit. Der SK
Puntigamer Sturm Graz trennt sich von Säumel.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Die Zeiten, in denen es am
24. Dezember regelmäßig
auch in Graz ein Winterwonderland
gibt, sind schon lange
vorbei. Etliche Jahre mussten
die Grazer nämlich ohne Schnee
am Heiligen Abend auskommen.
Tatsächlich hat es das letzte Mal
im Jahr 2010 weiße Weihnachten
bei uns gegeben. In den letzten
14 Jahren war Frau Holle wohl
selbst zu sehr mit Feierlichkeiten
beschäftigt, die Schneedecke
blieb aus.
Das letzte Mal, dass es wirklich
an allen drei Weihnachtsfeiertagen
Schnee gab, war im Jahr
2007. Damals hat es sowohl am
24., als auch am 25., als auch am
26. Dezember geschneit.
Besonders schneereich waren
auch die 90er-Jahre. 1994, 1995,
1996, 1998 und 1999 gab es so
richtig weiße Weihnachten mit
Schnee an allen drei Feiertagen.
1990 hat es laut Geosphere Austria
immerhin am 26. Dezember
geschneit.
Die 80er hängen da nicht viel
nach. Schnee an allen drei Weihnachtsfeiertagen
gab es in den
Jahren 1990, 1981, 1984 und 1986.
Am 24. Dezember hat es außerdem
im Jahr 1982 geschneit.
Schnee an Heiligabend gab‘s außerdem
in den Jahren 1961, 1962,
1963, 1968, 1969, 1970 und 1978.
So stehen die Chancen
In diesem Jahr stehen die Chancen
erstmals seit langem wieder
ganz gut, was weiße Weihnachten
in Graz betrifft. Im Südosten
Österreichs ist es inzwischen laut
Geosphere sogar relativ wahrscheinlich.
Für die Landeshauptstadt
werden aktuell bis zu fünf
Zentimeter Neuschnee vorhergesagt,
etwas westlich von Graz
können es sogar zehn bis zwanzig
Zentimeter sein.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Am Montagnachmittag,
dem 22. Dezember, sah es
noch so aus, als würde an
jenem Tag keine Entscheidung
getroffen werden, wie es mit der
sportlichen Führung beim SK
Puntigamer Sturm Graz weitergeht.
Seit dem frühen Montagabend
herrscht nun doch Klarheit.
Der Blackies-Cheftrainer
Jürgen Säumel und sein Co-Trainer
Martin Lassnig wurden mit
sofortiger Wirkung entlassen.
Fehlende Resultate
Ausschlaggebend für diese Entscheidung
waren mitunter die
Leistung des Vereins und die
ausbleibenden Ergebnisse: „Wir
haben uns diese Entscheidung
keinesfalls leicht gemacht, doch
durch die Entwicklung in den
letzten Wochen und Monaten
sehen wir uns zu diesem Schritt
gezwungen. Durch die Resultate,
vor allem aber die Leistungen
in letzter Zeit, sind wir zu dem
Schluss gekommen, dass ein
neuer Impuls von der Trainerbank
für das Frühjahr und den
Rest der Saison notwendig ist. Wir
werden alle gemeinsam an einem
Strang ziehen, um möglichst
schnell wieder das wahre Gesicht
des SK Sturm zu zeigen zu können“,
so Sportdirektor Michael
Parensen.
Nachfolger
Die Gerüchteküche brodelt.
Gespräche sollen nicht nur mit
Maximilian Senft, Trainer des
Aufsteigers SV Ried, geführt worden
sein. Auch der ehemalige
Blau-Weiß-Linz-Trainer Gerald
Scheiblehner, der dieses Jahr bei
den Grasshoppers Zürich anheuerte,
könnte Säumel folgen. Bis
zum Trainingsstart am 2. Jänner
soll ein Nachfolger präsentiert
werden.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß
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Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
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www.grazer.at 23. DEZEMBER 2025
Bildung als zentraler Rohstoff
Wirtschaftsstadtrat
Kurt
Hohensinner
fordert einen
Kurswechsel mit
schnelleren Genehmigungsverfahren,
weniger
Bürokratie und
einer aktiven Innenstadtpolitik.
GRAZER VOLKSPARTEI/ JÖBSTL
VISION. Vor knapp zwei Monaten hat Kurt Hohensinner die Agenden des Wirtschaftsstadtrats übernommen.
Zum Ende des Jahres fordert er einen Kurswechsel für den Wirtschaftsstandort Graz.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Es knirscht im Wirtschaftsmotor.
Auch die Stadt Graz
muss sich diesen Herausforderungen
stellen. Dabei zählt
Graz mit 10.383 Arbeitgeberbetriebe
und insgesamt 203.318 unselbstständig
Beschäftigte zum
Motor der steirischen Wirtschaft.
Unrund
Dennoch läuft es in der Grazer
Wirtschaft nicht wirklich rund.
2024 gab es in Graz 1.493 Neugründungen,
das ist ein Minus
von 2,7 Prozent gegenüber 2023.
Und am Arbeitsmarkt steigt der
Druck spürbar: Ende Oktober
2025 waren in Graz und Graz-
Umgebung 19.423 Personen arbeitsuchend
vorgemerkt – deutlich
mehr als im Oktober 2024.
„Graz hat eine starke wirtschaftliche
DNA: Industrie, Forschung,
Start-ups, kreative Köpfe
– und vieles mehr. Aber Stärke
allein reicht nicht, wenn die Rahmenbedingungen
schlechter
werden“, betont Wirtschaftsstadtrat
Kurt Hohensinner. Graz
wächst weiter. Die Wohnbevölkerung
liegt bei 305.314 (Stichtag
1.1.2025), und die Entwicklung
zeigt: Diese Stadt braucht
mehr Arbeitsplätze, mehr Gründungsdynamik
und vor allem
mehr Standort-Tempo. Als Universitäts-
und Hochschulstadt
mit rund 63.000 Studierenden
und rund 8.000 wissenschaftlichen
Mitarbeitern ist Graz zudem
ein Magnet für Talent. „Graz
hat keine Bodenschätze. Unser
Rohstoff heißt Bildung. Aus unseren
Schulen, Universitäten,
Forschungs- und Kompetenzzentren
entsteht Wertschöpfung,
Beschäftigung und internationale
Strahlkraft. Diese Kraft will ich
politisch noch stärker fördern
und absichern“, so Hohensinner.
Positiv
Bei allem Jammern über die
schlechte Wirtschaftslage und
die Herausforderungen, vor denen
die steirische Landeshauptstadt
steht, darf man auch die
positiven Entwicklungen, die
es auch im heurigen Jahr gegeben
hat, nicht übersehen. So hat
sich der heimische Tourismus
äußerst positiv entwickelt. 2024
wurden in Graz 1.393.297 Nächtigungen
erreicht (+7,9 Prozent)
– ein neuer Bestwert. „Heuer
stehen wir nach dem November
bei 1.40.887 Nächtigungen, einem
weiteren Plus von 4,8 Prozent
oder 61.000 Nächtigungen“,
sagt Hohensinner, „wir werden
sehen, wo wir dann mit den abschließenden
Zahlen für 2025
liegen werden.“ Zuletzt positiv
zu vermerken waren rund 1.300
zusätzliche Nächtigungen aus
Großbritannien gegenüber dem
Vorjahr. Die Direktflugverbindung
der British Airways zwischen
London und Graz, die am
21. November 2025 aufgenommen
wurde, zeigt bereits erfreuliche
Auswirkungen.
Kurswechsel
Für 2026 erwartet das WIFO für
Österreich wieder ein kleines
Wachstum. Dies ist eine Chance
– aber nur, wenn Graz seine
Hausaufgaben macht. „Wir können
Probleme lösen: Es braucht
schnellere Genehmigungsverfahren,
weniger Bürokratie,
und eine aktive Innenstadtpolitik.
Dazu gehört vor allem die
Einsicht, dass Erreichbarkeit
ein wesentlicher Standortfaktor
ist – für Betriebe, Mitarbeiter
und Kunden“, hält Hohensinner
fest, der zusammenfasst: „2026
braucht es einen klaren Kurswechsel
für Graz: Weg von kommunistischer
Klientelpolitik
und grünen Prestigeprojekten,
hin zu einer Politik der Vernunft,
die die Zukunft im Blick hat.
Graz darf sich nicht länger im
Klein-Klein verlieren. Die Prioritäten
müssen wieder dort liegen,
wo Arbeitsplätze entstehen,
wo Leistung gelebt wird und wo
unsere Stadt im internationalen
Wettbewerb bestehen muss.“
Graz muss wieder attraktiv werden.
GRAZ TOURISMUS - MARKUS SPENGER
8 graz
www.grazer.at 23. DEZEMBER 2025
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
Einfamilienhaus
stand in Flammen
■ In der Nacht von Montag auf
den heutigen Dienstag, 23. Dezember,
kam es zu einem Brand
eines Einfamilienhauses in Petersdorf
II im Bezirk Graz-Umgebung.
Das Haus stand in Vollbrand.
An den Löscharbeiten
beteiligten sich 12 Feuerwehren
mit rund 120 Einsatzkräften. Die
79-jährige Bewohnerin wurde
mit Verletzungen unbestimmten
Grades in das LKH Graz eingeliefert.
Sie gab an, während
des Heizens mit einem Ofen
eingeschlafen zu sein. Das Einfamilienhaus
brannte komplett
aus – der Sachschaden konnte
bislang nicht berechnet werden.
Brandursacheermittlungen
wurden vom Landeskriminal-
Weil eine 79-Jährige während des Heizens mit ihrem Ofen einschlief, fing
ein Einfamilienhaus Feuer. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. FF PETERSDORF II
amt Steiermark übernommen.
Unfall: Fußgänger
schwer verletzt
■ Am Montagnachmittag, dem
22. Dezember, kam es zu einem
Verkehrsunfall in Graz-Gösting.
Eine 18-jährige Motorradlenkerin
aus Graz fuhr am Nachmittag
auf der Anton-Kleinoscheg-
Straße. Kurz vor der Kreuzung
zum Corneliusweg beschlug
ihr Helmvisier stark – sie konnte
kaum noch sehen. Zeitgleich
stieg ein 85-jähriger Fußgänger
aus einem Linienbus aus und
wollte den dortigen Schutzweg
überqueren. Die Motorradlenkerin
und der Fußgänger stießen
zusammen. Beide Verkehrsteilnehmer
kamen zum Sturz. Der
85-Jährige war für kurze Zeit
bewusstlos und musste mit
schweren Verletzungen ins UKH
Graz eingeliefert werden. Auch
die 18-Jährige musste ins Spital
gebracht werden. Sie wurde
ambulant versorgt und der Fußgänger
stationär aufgenommen.
Die 18-Jährige war nüchtern. An
ihrem Motorrad entstand ein
Sachschaden in bisher unbekannter
Höhe.
Auf A9 kollidierten
LKW und PKW
■ Am Montag, dem 22. Dezember,
kam es zu einem Verkehrsunfall
auf der A9, Pyhrnautobahn
in Fahrtrichtung
Voralpenkreuz zwischen der
Autobahnauffahrt Übelbach
und dem Gleinalmtunnel. Ein
PKW und ein Klein-LKW stießen
zusammen. Dabei wurde
eine Person unbestimmten Grades
verletzt und musste vom anwesenden
Rettungsdienst medizinisch
versorgt werden. Die
Höhe des entstandenen Sachschadens
ist bisher unbekannt.
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Lärm um nichts
Ich vermute, eine Handvoll
werden es schon sein und
durch den Aufruf sollen es
vielleicht einige mehr werden.
Aber was will man da
viel ändern? Solche Probleme
gibt es in ganz Österreich und
die landen auch nicht beim
Bürgeranwalt. Viel Lärm um
nichts. Wenigstens ist es nicht
noch eine Hölle.
Andrea Kallinger
* * *
Frechheit
Zeit wird es! Absolute Frechheit
was uns da zugemutet
wird! Reine Willkür!
Simone Windisch
* * *
Abmontieren
Die Ampel gehört abmontiert
und zwar in beiden Richtungen,
da es keinen ersichtlichen
Nutzen gibt. Dort ist keine
Schule, sondern vielmehr ein
Zebrastreifen samt Verkehrsinsel
und ohnehin eine 30er-
Zone. Dass die Ampel noch
dazu am Sonntag und feiertags
spät nachts aktiv ist kann
keiner erfinden, bei de facto
keinem Verkehr.
Yalokin Vortimid
* * *
12-Jährige
Auf jeder Seite der Ampel
12-Jährige hinsetzen und eine
Stunde beobachten lassen.
Dann nach einer Lösung fragen
und innerhalb weniger
Minuten die Vorschläge der
Kids umsetzen. Innerhalb von
10 Minuten ist der Stau aufgelöst
und der Verkehr fließt.
Aber die hochdotierten Spezialisten
der Behörde müssen ja
noch monatelang evaluieren.
Vielleicht würde ihnen KI nützen,
denn menschliche dürfte
knapp bemessen sein.
Herbert Paar
* * *
Zu wenig Stau
Mehr Ampeln! Graz
braucht einfach mehr Ampeln
die 24/7 aktiv sind.
Sonst hätten wir ja zu wenig
Stau!
Ernst Peter
* * *
Endlich
Bravo, endlich wird mal etwas
dagegen unternommen.
Robert Neukam
* * *
Blöd
Unnötige Ampel!
* * *
Julian Vic
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Die neue
Ampel in
Mariatrost
Seit 1,5 Monaten gibt es in
Mariatrost viel Stau. An der
Kreuzung Heinrichstraße/Mariatroster
Straße wurde eine
Ampel in Betrieb genommen,
die nun im Früh- und Nachmittagsverkehr
zu Zeitverlusten
führt. Der Bezirksvorsteher
bringt gemeinsam mit den Bewohnern
eine Beschwerde bei
der Volksanwaltschaft ein. Unsere
Leser haben kommentiert.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
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STARKE STEIERMARK –
STARKES EUROPA
Europa? Gerade jetzt!
Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter
nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr
denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten
Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer
Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass
die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale
Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!
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Ausblick
Was am Mittwoch
in Graz wichtig ist
■ Einige Grazer Adventmärkte sind am morgigen 24. Dezember
schon geschlossen (die Adventlounge in der Schmiedgasse, die
Kunsthandwerksmärkte am Färberplatz und im Lesliehof, die Christkindlmärkte
am Südtiroler Platz, Karmeliterplatz, am Eisernen Tor,
im Joanneumsviertel sowie das Winter Wonderlend am Mariahilferplatz).
Wer am Heiligen Vormittag morgen noch einen Punsch genießen
möchte, hat am Weihnachtsmarkt am Hauptplatz, Mehlplatz,
Glockenspielplatz und im Franziskanerviertel die Möglichkeit dazu.
Der Kinder-Advent in der Kleinen Neutorgasse und der Markt am
Tummelplatz sind ebenfalls noch geöffnet.
■ Die meisten Geschäfte haben verkürzte Öffnungszeiten: Supermärkte
schließen um 13 Uhr. Und auch die meisten anderen Geschäfte
machen am frühen Nachmittag zu.
■ Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren im Ferienplan – dieser gilt
bis einschließlich 6. Jänner. Die letzten Straßenbahnen und Busse
fahren um 18 Uhr am Jakominiplatz ab. In der Nacht auf 25. Dezember
fährt ebenso wie in der Nacht darauf kein Nachtbus!
Am morgigen 24. Dezember haben noch ein paar Grazer Christkindlmärkte
geöffnet: so etwa der große am Hauptplatz (bis 14 Uhr). GRAZ TOURISMUS/WALTER
■ Das Friedenslicht aus Bethlehem ist seit 1986 ein leuchtendes
Symbol des Weihnachtsfriedens und wird mittlerweile in über 30
Ländern verbreitet. In Graz kann man es im ORF Landesstudio, Landesverbandshaus
der Pfadfinder, am Hauptbahnhof, im Dom, der
Stadtpfarrkirche sowie einigen weiteren Pfarren ab morgen abholen.
Prosit 2026
„der Grazer“ wünscht Ihnen und Ihren Familien erholsame und
besinnliche Feiertage und viel Erfolg im neuen Jahr!
www.grazer.at