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28. Dezember 2025

- Übersicht über die Grazer Baustellen 2026 - Interview mit Landeshauptmann-Atv. Manuela Khom - 2 Jahre nach tötlicher Silvesternacht: Grazer Lokale sind jetzt sicher - Überraschungsauftritt von Andreas Gabalier - Die Grazer Spitzenkandidaten im Interview

- Übersicht über die Grazer Baustellen 2026
- Interview mit Landeshauptmann-Atv. Manuela Khom
- 2 Jahre nach tötlicher Silvesternacht: Grazer Lokale sind jetzt sicher
- Überraschungsauftritt von Andreas Gabalier
- Die Grazer Spitzenkandidaten im Interview

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28. DEZEMBER 2025, AUSGABE 51

In Partylaune

Zur großen Freude seiner Fans legte

Andreas Gabalier im San Pietro einen

Überraschungsauftritt hin. 8

Im Gespräch

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom

im Interview über das kommende Jahr

und die Gemeinderatswahlen. 6

Mega-Baustellen-Jahr

2026 wird

wieder

gegraben

Mühsam. Auch im kommenden Jahr wird in Graz wieder ordentlich gegraben. Zahlreiche größere Projekte von Stadt, Land, Holding, Energie und

Privaten stehen am Programm, wir haben den kompletten Jahresüberblick. Schon jetzt steht fest: Staus sind auch 2026 so gut wie sicher. SEITEN 4/5

LUEF, FUCHS, STVP


2 die seite zwei

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Der Zustand

zwischen

der Zeit

E

s ist wieder so weit: Wir

befinden uns im

„Zwischenraum“. Jener

merkwürdigen Phase zwischen

Weihnachten und Neujahr, die

sich anfühlt, als wäre die Welt

kurzzeitig aus den Angeln der

Produktivität gehoben. Die

Zeit „zwischen den Jahren“ ist

das letzte große Refugium der

Entschleunigung in einer

ansonsten atemlosen Gesellschaft.

Der Begriff selbst ist ein

Paradoxon – wie kann man

sich zwischen Jahren befinden?

Historisch rührt dies von

der Verschiebung der Kalendersysteme

her, doch heute ist

es vor allem ein psychologischer

Zustand. Die großen

Erwartungen an das Weihnachtsfest

sind verpufft, die

guten Vorsätze für das neue

Jahr noch nicht in Kraft

getreten. Wir hängen in der

Schwebe. Doch diese „leere

Zeit“ hat einen hohen Wert. In

einer Welt, die ständige

Erreichbarkeit und Selbstoptimierung

fordert, sind sie eine

Einladung zum Nichtstun. Es

ist die Zeit der ehrlichen

Rückschau – ohne den Druck,

sofort etwas verändern zu

müssen. Vielleicht sollten wir

diesen Zustand des „Dazwischenseins“

mehr schätzen. Er

lehrt uns, dass Stillstand kein

Rückschritt ist, sondern die

notwendige Einatmung vor

dem nächsten großen Sprung.

Nutzen wir also das Niemandsland

der Zeit, bevor uns

der Jänner mit seinem

gewohnten Ernst wieder

einholt.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Martin Lux

Martin Lux ist

ein Streichwurst-Freak.

Der Brotaufstrich

kommt

bei ihm täglich

auf seinen

Toast. SCHERIAU

Der neue Notariatskammerpräsident über seine Liebe zu Streichwurst

und warum er nur einmal im Jahr auf Urlaub fährt.

Was frühstücken Sie?

Am Sonntag frühstücke ich gerne etwas ausgiebiger.

Da kommt dann auch ein Ei und Käse

auf den Tisch. Aber ich muss ehrlich gestehen,

ich bin ein Streichwurst-Freak. Ich liebe Streichwursttoast

(lacht). Den gibt es bei mir jeden Tag.

Es ist auch immer die gleiche Streichwurst.

Was schätzen Sie als Grazer an Graz ganz

besonders?

Vor allem die Atmosphäre, die kurzen Wege, und

trotzdem ist man schnell im Grünen. Ich wohne

in der Nähe vom Schillerplatz, und da ist man zu

Fuß schnell in der Stadt, aber auch am Ruckerlberg.

Und natürlich schätze ich die ausgezeichnete

Kulinarik der Stadt.

Warum haben Sie sich für den Beruf des

Notars entschieden?

Weil ich für die Menschen arbeiten wollte und

Dinge für die Menschen bewirken wollte. Ich erlebe

jeden Tag so viele positive Begenungen mit

Menschen, und das macht mir große Freude. Ich

bin einfach ein Menschenfreund.

Als Notar hat man einen sehr herausfordernden

Beruf. Wie entspannen Sie in Ihrer

Freizeit?

Ich spiele gerne Tennis. Da sage ich immer, ich

brauche etwas, wo ich mich mehr ärgere als bei

der Arbeit. Beim Tennis bin ich sehr ehrgeizig

(lacht). Ich liebe auch Ausflüge in die Südsteiermark

und besuche mit Freunden die eine oder

andere Buschenschank.

Wie verbringen Sie die Feiertage?

Zunächst mit der Familie, und dann im Jänner

trete ich meinen jährlichen Haupturlaub an. Ich

bin kein großer Freund der Kälte, und daher zieht

es mich immer in die Wärme. Es geht diesmal für

vier Wochen nach Indien. Dort werde ich dann

neun Naturreservate besuchen.

Sie folgen Dieter Kinzer nach 13 Jahren als

Notariatskammerpräsident nach. Welche

Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Mir ist es wichtig, den gemeinsam eingeschlagenen

Weg fortzusetzen und auf die Zeit entsprechend

zu reagieren. Wir werden den Weg

der Digitalisierung fortführen. Denn es ist ganz

wichtig, dass alle Rechtsangelegenheiten, außer

die höchstpersönlichen wie das Testament, digital

erledigt werden können. Man darf das Analoge

jedoch nicht außer Acht lassen. Denn gerade

in unserem Beruf ist die persönliche Beratung

wichtig. Ich finde, beides muss nebeneinander

stehen.

SABRINA NASERADSKY

Martin Lux wurde am 11. Jänner 1970 in Graz geboren.

Seit mittlerweile 30 Jahren ist als Notar für

die Grazer im Einsatz. In seiner Funktion als Vizepräsident

der Notariatskammer Steiermark setzte

er konsequent den Weg der Digitalisierung um.

Im November folgte er dem langjährigen Präsidenten

Dieter Kinzer in dessen Fuktion nach. Mit

ihm gemeinsam wurde Marcella Handl zur ersten

weiblichen Vizepräsidentin gewählt.



graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

4 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Du sollst ein Licht sein für

die Welt, in der du lebst. Du

sollst ein Licht sein für die

Menschen, denen du begegnest.“

Dompfarrer Ewald Pristavec KATHOLISCHE KIRCHE STMK

Ausblick auf die größten Projekte:

2026 wird wieder

Einige Maßnahmen wurden mit

Preisen belohnt. CONNYLEITGEBPHOTOGRAPHY

Nachhaltigkeit

in der KAGes

■ Die KAGes hat dieses Jahr

ihren ökologischen Fußabdruck

weiter optimiert. Die

Umweltteams haben 150 kleinere

Maßnahmen, wie die

Umstellung von Plastik-Wasserflaschen

auf Soda brunnen,

umgesetzt. Des Weiteren wurde

versucht, den Flächenbedarf

zu minimieren und bisherige

Leerstände aufzuwerten.

Es wurden zudem Bäume gepflanzt

und das Abfallaufkommen

wurde reduziert.

Auch im nächsten Jahr wird in Graz wieder anständig gegraben: und zwar ähnlich intensiv wie heuer.

LUEF

Staffelübergabe: Andreas Jaklitsch

(l.) und Gerd Hartinger GGZ

Bewegte Bilanz

der GGZ

■ 26 Jahre lang prägte Gerd

Hartinger als Geschäftsführer

die Geriatrischen Gesundheitszentren

der Stadt

Graz (GGZ). Mit Jahresende

verabschiedet er sich in den

Ruhestand und übergibt die

Leitung an seinen Nachfolger

Andreas Jaklitsch, welcher

bei der Feier offiziell

vorgestellt wurde. Mit dabei

waren Stadtrat Robert Krotzer

und Magistratsdirektor

Martin Haidvogl.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

Gehen Sie zu Silvester aus oder bleiben Sie zuhause?

■ Bald ist es so weit und das

Jahr neigt sich dem Ende zu.

Wie jedes Jahr stellt sich die Frage,

ob man Silvester gemütlich

zuhause verbringt oder lieber

ausgeht. Wir wollten von unseren

Lesern wissen, wie sie den

Jahreswechsel feiern möchten.

Das Ergebnis ist diesmal knapp:

49 Prozent bleiben zu Silvester

zuhause, während 51 Prozent

lieber feiern gehen und es zum

Jahresabschluss noch einmal

richtig krachen lassen. An Möglichkeiten

mangelt es jedenfalls

nicht, denn in Graz gibt es zahlreiche

Optionen, um das Jahr

gebührend ausklingen zu lassen.

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

49 %

Zuhause

51 %

Ausgehen

605 Teilnehmer, nicht repräsentativ, Stand:

Dienstag, 23. Dezember, 12 Uhr, Foto: Getty


28. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

TOP

GETTY (2)

Immer im Einsatz

Ein großes Dankeschön an alle

Menschen, die über die Feiertage für

andere im Einsatz waren.

graz 5

Mehr Verkehrstote als letztes Jahr

Seit Jahresbeginn kamen in der

Steiermark bereits 64 Menschen im

Straßenverkehr ums Leben.

ein Mega-Baustellen-Jahr

INFO. Auch im kommenden Jahr wird in Graz wieder gegraben. Stadt, Land, Holding und Energie, aber

auch Private haben einige größere Projekte vor. Es steht jetzt schon fest: Stau ist oft vorprogrammiert!

FLOP

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die gute Nachricht vorweg:

Das Baustellen-Jahr 2025

ist geschafft! Während die

meisten laufenden Projekte über

die Feiertage und den Jahreswechsel

ruhen, ist die Vorhabenliste

im städtischen Baustellenreferat

für das kommende Jahr

aber schon prall gefüllt. Ganze

112 Projekte wurden bisher bei

der Stadt Graz angemeldet – das

sind nicht nur die städtischen

Arbeiten, sondern beispielsweise

auch die des Landes, der Holding

Graz, der Energie Steiermark, der

Telekom sowie von Privaten.

Spontane Grabungen bei Rohrbrüchen

oder Ähnlichem sowie

noch nicht beschlossene Projekte

sind da natürlich noch nicht

dabei – und dennoch steht jetzt

schon fest: 2026 wird wieder

intensiv. „Es gibt zwar ein paar

Erleichterungen, wenn bereits

angefangene Großbaustellen wie

die Peter-Tunner-Gasse beendet

werden, und die Innenstadt

bleibt weitgehend verschont,

aber nächstes Jahr wird ein ähnlich

starkes Baustellen-Jahr wie

heuer“, gibt Referatsleiter Werner

Wunderl vom Straßenamt zu.

Und einige davon haben natür-

lich auch besondere Relevanz,

was den Verkehrsfluss betrifft.

Sprich: Stau ist vorprogrammiert.

Größte Projekte

Eines der größten Projekte, das

sicherlich staurelevant sein wird,

betrifft die Elisabethinergasse.

Zwischen Ungergasse und Rösselmühlgasse

wird schon ab

16. März gearbeitet, voraussichtlich

bis in die Sommerferien hinein.

Fernwärme- und Wasserleitungen

werden gelegt, außerdem

wird der Straßenraum neu gestaltet.

Eine neue Bushaltestelle

kommt. Im Zuge dessen werden

auch die Gehsteige adaptiert und

kleine Bäume gepflanzt.

Spüren werden vor allem Autofahrer

auch die Arbeiten am

Glacis stadteinwärts im Sommer.

Fräs- und Asphaltierungsarbeiten

stehen dort zwischen Heinrichstraße

und Elisabethstraße

an. Und auch am Kalvariengürtel,

wo Fernwärme und Gas gemacht

werden, sowie in der Karlauerstraße

kommt es sicherlich

zu Behinderungen. Außerdem

ist die Zufahrt zum Citypark aufgrund

von Gasleitungsarbeiten

in der Fabriksgasse erschwert.

Den Ausbau der Remise Steyrergasse

nutzt man für die Erneuerung

der Leitungen. Im Bereich

Steyrergasse und Schönaugürtel

stehen zum Sommer hin einige

Arbeiten an.

In der Liebenauer Hauptstraße

kommt es auf Höhe der Polizeiinspektion

sicher zu Verkehrsbehinderungen.

Im Zuge von Fräsund

Asphaltierungsarbeiten

werden gleich die ÖBB-Gleisanlagen

saniert, was zu einer Totalsperre

führt.

In der Merangasse gibt es

aufgrund von Gasleitungsverlegungen

durch die Energie

Graz zwischen Schillerplatz und

Nibelungengasse großes Staupotenzial.

In der Kärntner Straße

wird vom Land ein Busfahrstreifen

errichtet. In der Köflacher

Gasse (zwischen GKB-Bahnhof

und Alte Poststraße) werden

neue Fernwärme-Leitungen verlegt,

in der Keplerstraße bzw.

Babenbergerstraße wird ein

Fernwärme-Schacht saniert. Am

Kaiser-Franz-Josef-Kai erneuert

die Holding Wasserwirtschaft

entlang des Schlossbergs rund

65 Meter Abwasserleitung – teilweise

in offener Bauweise.

Die Puntigamer dürfen sich

auch schon auf längere Wartezeiten

einstellen. In der Puntigamer

Straße werden auf den rund

800 Metern zwischen der Murbrücke

und der Herrgottwiesgas-

se ab April neue Fernwärme- und

Wasserleitungen gelegt. Deshalb

sind die Änderung der Fahrspuren

und die Adaptierung der

Ampelanlagen unumgänglich.

Außerdem erneuert die ÖBB in

der Herrgottwiesgasse selbst die

Tragwerke der Brücke. Bei der

Haltestelle Puchstraße kommt es

zu Anpassungen durch die Graz

Linien. In der Triester Straße stehen

auf Höhe von Billa Plus und

Temmel Fernwärme-Leitungsverlegungen

Richtung Süden an.

Auch die Mariatroster müssen

weiter mit Staus und Wartezeiten

rechnen. Nicht nur die große

Baustelle in der Hilmgasse läuft

weiter, in der Mariatroster Straße

stehen auf Höhe der Hausnummern

281 bis 294 Fräs- und Asphaltierungsarbeiten

an. Außerdem

beginnen am 16. März die

Gleisbauarbeiten der Linie 1 ab

St. Johann stadteinwärts.

Innenstadt

In der Innenstadt bleiben die

Großbaustellen im nächsten Jahr

aus. Es kommt aber zu kleineren

Sanierungen, etwa am Glockenspielplatz,

am Hauptplatz

und in der Sporgasse. Außerdem

werden von der Holding die Haltestellen

Schloßbergbahn sowie

Schloßbergplatz angepasst.

In der Elisabethinergasse, am Glacis und in der Puntigamer Straße (v. l.) kommt es 2026 zu Baustellen, die erhebliches Staupotenzial mit sich bringen.STREET VIEW


202425010

6 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

K O M M E N T A R

von

Verena

Leitold

✏ verena.leitold@grazer.at

Damit sich nicht

auch die Wut

wieder aufstaut

U

nd jährlich grüßt das

Murmeltier – oder

besser gesagt: der

Maulwurf! Denn auch 2026

wird ein besonders intensives

Baustellen-Jahr in Graz, wie

man im zuständigen städtischen

Referat bestätigt. Dass

sich da nicht jeder darüber

freut, ist klar. Damit im

nächsten Jahr aber nicht

wieder die unzähligen

verärgerten Anrainer „grüßen“,

sollte sich vor allem in

Sachen Kommunikation

einiges ändern. Die politisch

Verantwortlichen und

zuständigen Stellen sollten

nämlich ihrerseits viel öfter

grüßen – und zwar mit

Informationen. Denn für die

betroffenen Bürger und

Geschäftstreibenden hat es

genau diese zuletzt oft nicht

– oder nur spärlich – gegeben.

Viel zu oft herrschte Aufregung,

weil Anrainer und

Unternehmer nicht rechtzeitig

über Behinderungen

informiert wurden. Gewisse

Baustellen lassen sich, wenn

man die Infrastruktur der

Stadt verbessern möchte,

nicht verhindern. Was sehr

wohl zu verhindern sein

dürfte, sind peinliche

Kommunikationspatzer und

aufbrausende Anrainer, die

von nichts etwas gewusst zu

haben scheinen. Offener und

klarer zu kommunizieren,

anstatt unangenehme Dinge

totzuschweigen: Das könnte

ein passender Neujahrsvorsatz

für 2026 sein!

„Graz soll endlich

wieder eine bunte

Stadt werden“

Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom stellt das kommende Jahr unter das Motto „Wirtschaft“.

IM GESPRÄCH. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom ruft im

Interview das Wirtschaftsjahr 2026 aus, berichtet von gemeinsamen Konzepten

mit Kärnten und ihrer Position im Grazer Gemeinderatswahlkampf.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Sie haben angekündigt, die

Wirtschaft 2026 in den Fokus

stellen zu wollen. Welche

spezifischen Aktionen planen Sie?

Manuela Khom: Unser klares

Ziel ist, dass möglichst viele

Menschen Arbeit haben müssen,

das stärkt die Wirtschaft, und das

wiederum garantiert den Erhalt

unseres Wohlstandes. Deshalb

müssen wir eine gute Infrastruktur

schaffen. Außerdem sind die

Personalkosten und Energiekosten

zu hoch, dadurch hat die

Industrie Probleme. Wir werden

am 29. Jänner mit einem hochrangig

besetzten Wirtschaftsforum

in der List-Halle den Auftakt

in das Wirtschaftsjahr 2026 setzen.

Welche Chancen eröffnen sich

mit dem Koralmtunnel für den

Grazer Raum? Wie wird Graz

2026 als zentraler Knotenpunkt

in der neuen Südstrecke weiter

gestärkt?

Khom: Es wird wahnsinnig

viel passieren. Wir sind da in enger

Abstimmung mit Kärnten,

entwickeln den Wirtschaftsraum

gemeinsam und setzen Schwerpunkte.

Wir stärken unsere Stärken

gegenseitig, davon werden

alle profitieren.

Haben Sie den Eindruck, dass

Graz gut auf diese Jahrhundertchance

vorbereitet ist?

Khom: Da gibt es sicher viel

Luft nach oben. Man hat schon

bei den Weihnachtsmärkten

gesehen, was die Koralmbahn

bringen kann. So viele Kärntner

ÖVP STEIERMARK

wie heuer habe ich da noch nie

gesehen. Es muss trotzdem noch

stärker in den Köpfen verankert

sein, dass Graz mit der Koralmbahn

jetzt an einer Hauptschlagader

liegt. Straßen und den Flughafen

brauchen wir aber ganz

genauso, darauf sollte man nicht

vergessen.

Nächstes Jahr finden in Graz

die Gemeinderatswahlen statt.

Landeshauptmann Mario Kunasek

etwa hat schon angekündigt,

sich verstärkt einbringen zu wollen.

Werden Sie das auch tun?

Khom: Nein, wir haben ein

starkes Team in Graz, das den

Wahlkampf sicher gut alleine

hinkriegen wird. Natürlich werden

wir mithelfen, denn Graz soll

endlich wieder eine weltoffene

und bunte Stadt werden.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0

316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer

(DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß (0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Leonhard

Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at |

VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/

80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner |

VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling



8 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Grazer Lokale sind jetzt sicher

IM FOKUS. Knapp zwei Jahre nach dem tragischen Brand in einem Innenstadtlokal zu Silvester, bei

dem eine Studentin ums Leben kam, fand eine Sicherheits-Schwerpunktaktion in der City statt.

Der verheerende Brand vor zwei Jahren, bei dem eine junge Frau ums Leben

kam und zehn Personen verletzt wurden, hat ein Umdenken ausgelöst. SCHERIAU

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

In der Nacht von 6. auf 7. Dezember

fand eine groß angelegte

Schwerpunktaktion in

der Grazer Nachtgastronomie

statt. Gewerbebehörde und Erhebungsdienst

haben gemeinsam

mit der Feuerpolizei und

dem Arbeitsinspektorat insgesamt

56 Betriebe überprüft. Der

Fokus lag auf dem Brandschutz.

Die erfreuliche Bilanz: Es gab

kaum etwas zu beanstanden. In

einigen, wenigen Fällen waren

Feuerlöscher nicht überprüft,

Fluchtwege nicht ordnungsgemäß

gekennzeichnet oder durch

Tische oder Sitzgelegenheiten

verstellt. Die meisten Mängel

konnten vor Ort behoben werden.

Auf brennbare Weihnachts-

deko wurde in den meisten Fällen

gänzlich verzichtet bzw. wurde

diese mit Flammschutzmitteln

behandelt. Nur in einem Fall hat

die Kontrolle ein Nachspiel: In

einem Lokal funktionierte ein

alarmgesicherter Notausgangsverschluss

nicht ordnungsgemäß.

Hier wurden entsprechende Verfahren

eingeleitet.

Die zuständige Stadträtin

Claudia Unger (ÖVP) betont

die Wichtigkeit der Kontrollen,

nimmt aber auch die Lokalbetreiber

in die Pflicht: „Sie sind

für die Sicherheit ihrer Gäste

verantwortlich.“ Die Leiterin der

Bau- und Anlagenbehörde Doris

Jurtschitsch: „Die Kontrollen

wurden durchwegs positiv

aufgenommen und als hilfreich

empfunden – Stichwort: Betriebsblindheit.“

Ein überraschendes Hulapalu

WEIHNACHTSPARTY. Am 20. Dezember wurde im San Pietro getanzt, gesungen und gefeiert.

DeZwa spielten mit Überraschungsgast Andreas Gabalier ihr letztes Konzert für dieses Jahr.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Am 20. Dezember verwandelte

sich das San

Pietro in eine pulsierende

Partyzone.

Beim legendären Weihnachtskonzert

wurde ausgelassen

gefeiert, getanzt und

mitgefiebert. Ab 21 Uhr gaben

deZwa noch einmal richtig

Vollgas. Mit ihrer energiegeladenen

Performance, mitreißenden

Rhythmen und bester

Laune rissen sie das Publikum

von den ersten Takten an mit.

Für den absoluten Höhepunkt

des Abends sorgte

Volks-Rock’n’Roller Andreas

Gabalier als Überraschung,

der die Stimmung noch einmal

auf ein neues Level hob.

Gemeinsam mit deZwa wurde

das letzte Konzert des Jahres

gebührend gefeiert und mit

einer mitreißenden Show abgeschlossen.

Unter den Gästen befanden

sich unter anderen Kosovo-

Trainer Franco Foda und seine

Frau Andrea Foda.

Ausklang

Im San Pietro wurde dieses

Jahr so richtig gefeiert, gut gegessen

und viel gute Zeit verbracht.

Am 30. Dezember findet

zum Jahresausklang Bauernsilvester

statt. Der Dresscode

lautet Dirndl und Lederhose.

Das Genussbuffet aus der

San-Pietro-Küche bietet den

perfekten kulinarischen Abschluss.

Ab 21 Uhr gibt es

Live-Musik von Smash zu hören.

www.grazer.at

präsentiert

Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier stieß zum letzten Konzert des

Jahres von deZwa und sorgte für beste Stimmung im San Pietro.

KK



10 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Den Spitzenkandidaten

auf den Zahn gefühlt

IM GESPRÄCH. Auch wenn der Termin noch nicht genau feststeht: Im nächsten Jahr wird in Graz der

Gemeinderat gewählt. Wir haben mit den Spitzenkandidaten aller Parteien gesprochen. In der nächsten

Ausgabe gibt’s die Interviews mit den Spitzenkandidaten von KPÖ, ÖVP und den Grünen.

TS

KFG

Wird die KFG antreten? Und wenn

ja: wer?

Die Bürgerliste „Korruptionsfreies

Graz“ (KFG) hat sich 2021, nachdem

die FPÖ Steiermark das nötige

Engagement bei der Aufklärung des

FPÖ-Graz-Finanzskandals vermissen

ließ, gegründet. Die vorrangigen

Ziele der KFG sind die lückenlose

Aufklärung des Grazer FPÖ-Finanzskandals

sowie die Schaffung eines

politischen Angebots für alle Grazer,

die nach ehrlicher, sauberer und

bürgernaher Politik suchen. Unsere

tägliche Arbeit hat uns gezeigt, dass

eine unabhängige Bürgerliste genau

das ist, was fehlt. Daher werden wir

als KFG mit mir als Spitzenkandidatin

erstmals zur Gemeinderatswahl

antreten.

Nach dem Antreten bei der Landtagswahl

2024 – welches konkrete

Ergebnis streben Sie für den Grazer

Gemeinderat an, um Ihren Stadtratssitz

aus eigener Kraft zu verteidigen?

Die Landtagswahl stand unter

dem Stern einer Protestwahl die

Bundespolitik betreffend. Die kommende

Gemeinderatswahl ist eine

Kommunalwahl, bei der die Bürger

wissen, dass es um die Zukunft

ihres höchstpersönlichen Lebensbereichs

geht. Wir haben gezeigt,

dass man auch ohne Millionen Euros

an Parteiförderung ehrliche Arbeit

machen kann, die nachhaltig positive

Veränderungen bewirkt. Sowohl als

Tierschutzstadträtin als auch in meiner

Parteifunktion haben wir unzähligen

Bürgern mit alltäglichen, aber

genauso wichtigen Anliegen helfen

können und uns den Absurditäten

der Stadtkoalition entgegengestellt.

Wir sind

daher

zuversichtlich,

Claudia Schönbacher

dass die Bürger unser Angebot

annehmen, und wollen in keinen

Machtrausch verfallen, wie es bereits

bei anderen Parteien ersichtlich ist.

Schließen Sie eine Zusammenarbeit

mit der FPÖ nach der Wahl 2026

kategorisch aus, oder wäre eine

Versöhnung unter neuen Vorzeichen

denkbar?

Das Problem bei der FPÖ waren stets

die handelnden Personen. Unehrlichkeit,

fehlender Aufklärungswille

– so, wie wir ihn uns gewünscht

hätten – beim größten kommunalen

Finanzskandal in der 2. Republik und

Freunderlwirtschaft in Reinkultur

sind keine Werte, für die wir stehen.

Solange diese Personen weiterhin

die Zügel in der FPÖ in der Hand

haben, ist eine Zusammenarbeit

definitiv ausgeschlossen.

Der Prozess rund um die Grazer FPÖ-

Finanzen läuft auch Ende 2025 noch.

Inwiefern wird die KFG das Thema

„saubere Politik“ zum zentralen

Wahlkampfslogan für 2026 machen?

Saubere Politik sollte immer Thema

sein, unabhängig davon, ob gerade

wieder ein Korruptionsskandal durch

das Land zieht. Saubere Politik wird

aber nicht das einzige Thema sein.

Im Fokus steht für uns die direkte

Bürgerbeteiligung, aber es braucht

auch einen gesamtheitlichen neuen

Lösungsansatz, was den Verkehr, die

Wirtschaftslage und die Steuergeldverschwendung

der Stadt betrifft.

SPÖ

Beim Stadtparteitag erhielten Sie 73 %

der Stimmen bei Ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin.

Wie wollen Sie die kritischen

Stimmen in der Grazer SPÖ bis zum

Wahltag 2026 versöhnen?

Dass bei einer Listenerstellung nicht alle

Wünsche erfüllt werden können, ist völlig

normal – das gehört zur innerparteilichen

Demokratie dazu. Entscheidend ist, dass

wir in der SPÖ Graz jetzt eine Geschlossenheit

erleben. Mein Team vereint viele

neue Gesichter und spiegelt die Vielfalt

unserer Stadt wider: bunt, engagiert und

tief in den Lebensrealitäten der Grazerinnen

und Grazer verankert. Inhaltlich sind

wir klar und geschlossen: Wir stehen für

sozialdemokratische Kernthemen wie Gesundheit,

Pflege, Bildung sowie Arbeitsplätze

und Wirtschaft. Diese gemeinsame

inhaltliche Basis verbindet uns weit über

einzelne Personalfragen hinaus.

Mit welcher Zielsetzung für das

Wahl ergebnis 2026 treten Sie an, um

eine stärkere Verhandlungsposition

gegenüber der KPÖ und den Grünen zu

erreichen?

Zunächst wird gewählt, da sind die Grazer

am Wort. Wir treten mit dem klaren

Anspruch an, gestärkt aus der Wahl

hervorzugehen. Wir sind ergebnisoffen

in Gesprächen, aber nicht an Parteitaktik

interessiert.

Sehen Sie die Fortsetzung der aktuellen

Koalitions-Zusammenarbeit als primäres

Ziel für die Zeit nach der Wahl 2026,

oder gibt es inhaltliche Hürden, die eine

Neuauflage erschweren könnten?

Unser Ziel ist klar: Wir wollen nach

der Wahl 2026 mehr Verantwortung

übernehmen, insbesondere im Gesundheitsbereich.

Hier warten die Grazer seit

Jahren auf spürbare Verbesserungen.

Dafür ist eine Rückkehr in den Stadtsenat

entscheidend,

denn nur wer mit

am Tisch sitzt,

Doris Kampus

kann politische

Verantwortung übernehmen und konkrete

Veränderungen umsetzen. Wir setzen

uns dafür ein, dass künftig jeder Grazer

Bezirk über ein eigenes Gesundheitszentrum

verfügt – ein Ausbau von derzeit

acht auf 17 Standorte. Zudem soll die

Anstellung pflegender Angehöriger weiter

ausgebaut werden, um die Pflege zuhause

langfristig abzusichern. Graz steht

vor wichtigen Entwicklungsschritten

und braucht dafür einen klaren Plan. Die

Chancen, die sich durch die Koralmbahn

für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort

ergeben, müssen konsequent genutzt

werden. Investitionen in Bildung und

zusätzliche Unterstützungssysteme an

Schulen sind Investitionen in die Zukunft

der Stadt. Gute Bildung, soziale Stabilität

und Chancengerechtigkeit sind zentrale

Voraussetzungen dafür, dass Graz ein

attraktiver Standort für Unternehmen

bleibt und jungen Menschen langfristig

gute Perspektiven bietet.

Welche Vorhaben wären ohne die SPÖ in

der Koalition nicht umgesetzt worden?

An erster Stelle steht hier ganz klar das

Modell der pflegenden Angehörigen in

der Stadt Graz. Ohne die SPÖ hätte es

dieses Projekt nicht gegeben, und es

wurde nun auch für 2026 verlängert.

Ebenso wichtig ist die bessere finanzielle

Ausstattung von sogenannten Brennpunktschulen.

Diese Schulstandorte

erhalten nun jährlich mehr Mittel. Wir

sorgen dafür, dass politische Vorhaben

nicht ideologisch, sondern praktikabel,

finanzierbar und im Sinne der gesamten

Stadt umgesetzt werden, dafür bin ich

dem Team im Gemeinderatsklub sehr

dankbar.


28. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

FPÖ

graz 11

NEOS

Die FPÖ will laut Ihrer Aussage

2026 „um Platz eins mitspielen“.

Welche Strategie verfolgen Sie, um

von aktuell rund 10,6 % (Wahlergebnis

2021) zur stärksten Kraft

aufzusteigen?

Grundsätzlich gilt es einmal festzuhalten,

dass die FPÖ auf Landesund

Bundesebene derzeit stärkste

Partei ist und in einigen Kommunen

der Steiermark seit dem Frühjahr

dieses Jahres auch wieder Bürgermeister

stellt. Diese Ausgangslage

ist folglich eine gänzlich andere

als vor fünf Jahren. Wir treten im

Gegensatz zur amtierenden Linkskoalition

für eine bürgernahe und

bodenständige Politik mit Hausverstand

ein. Ideologische Verkehrspolitik

und eine fehlgeleitete Toleranz

gegenüber illegalen Migranten wird

es mit uns jedenfalls nicht geben.

Unser Anspruch ist es, dass Graz

wieder als prosperierende Handelsund

Industriestadt wahrgenommen

wird. Zudem treten wir für ein

sicheres und leistbares Wohnumfeld

für heimische Familien ein.

Sie bemängeln eine mangelnde

Wahrnehmbarkeit der Stadtregierung

im Bereich Sicherheit.

Welche konkreten Maßnahmen für

mehr Ordnung und Sicherheit im

öffentlichen Raum fordern Sie für

das Wahljahr 2026?

Sicherheitspolitische Maßnahmen

wurden von dieser KPÖ-geführten

Stadtkoalition

völlig verschlafen.

Wir

René Apfelknab

wollen eine bessere Beleuchtung

von sogenannten Angstplätzen,

die Stärkung der Ordnungswache

und die Schaffung eines Sicherheitsstadtrats

mit entsprechenden

Handlungsmöglichkeiten. Darüber

hinaus muss man in Richtung des

Innenministers klare Forderungen

artikulieren: unter anderem die

Einrichtung einer Polizeiinspektion

in Puntigam und die personelle Aufstockung

der Exekutive im Bereich

der Landeshauptstadt.

Mit wem kann die FPÖ 2026 regieren?

Schließen Sie eine Zusammenarbeit

mit der KPÖ unter Elke

Kahr kategorisch aus, oder gibt es

punktuelle Überschneidungen, zum

Beispiel in sozialen Fragen?

Zunächst wird gewählt, dann gezählt

und anschließend verhandelt.

Der Entscheidung der Bürger will

ich in diesem Zusammenhang

nicht vorgreifen. Festzuhalten

ist allerdings, dass zwischen uns

Freiheitlichen und den Kommunisten

oder Grünen wirklich Welten

liegen. Unser Ziel ist es, die heimatbewusste

Alternative zu dieser

extrem linkslastigen Stadtkoalition

zu sein. Im Fokus aller politischen

Bemühungen muss jedenfalls stets

das Bürgerwohl stehen.

In Ihrer Herbstkampagne haben Sie

die Innenstadt in den Fokus gerückt.

Welche wirtschaftlichen Impulse

planen Sie für 2026, um den Leerstand

in der Grazer City zu bekämpfen und

die Attraktivität für Unternehmer zu

steigern?

Für mich ist ganz klar: Die Innenstadt

ist das Herz unserer Stadt. Deshalb

habe ich parallel zur Kampagne auch

eine Innenstadttour gemacht und direkt

mit Unternehmerinnen und Unternehmern

gesprochen. Viele wünschen

sich keine neuen Strategiepapiere

und Sesselkreise, sondern eine echte

Perspektive. Und genau hier setzen

wir NEOS schon lange an und werden

auch weiterhin konkrete Maßnahmen

von der Stadtregierung einfordern.

Auf unsere Initiative wurde zum

Beispiel schon die Pop-up-Förderung

so weiterentwickelt, dass aus der

geförderten Probezeit öfter dauerhaft

geöffnete Geschäfte werden. Als

Nächstes wollen wir, dass die Stadt

auf den Parkscheinen die Innenstadt

bewirbt und keine Einkaufszentren.

Unter dem Motto „GRAZ on POINTner“

laden Sie Bürger ein, Graz aktiv

mitzugestalten. Welche drei zentralen

Bürgerideen sollen sich definitiv

im NEOS-Wahlprogramm für 2026

wiederfinden?

Mir war und ist es wichtig, nah bei den

Menschen zu sein und ihnen zuzuhören,

wo der Schuh drückt. Die besten

Ideen kommen

Philipp Pointner

schließlich von

den Menschen, die hier leben.

Vor allem aus den Bezirken kommen

da immer sehr konkrete Vorschläge,

etwa zur Attraktivierung des

Ortskerns in Mariatrost, für einen

echten Murzugang in Geidorf oder

zur Wiederbelebung der Burgruine in

Gösting. Genau deshalb laden wir die

Menschen auch ein, bei uns aktiv zu

werden und für NEOS zu kandidieren.

Sie fordern, dass Bildung und Kinder

an erster Stelle stehen müssen. Woher

soll das Geld für Qualitätsverbesserungen

kommen, wenn gleichzeitig

in fast allen Ressorts gespart werden

muss?

Bildung beginnt nicht erst in der Schule,

sondern schon in der Kinderkrippe

und im Kindergarten. Sie entscheidet

darüber, ob Kinder echte Chancen im

Leben haben. In Graz erleben wir aber,

dass jedes Jahr Kinder abgewiesen

werden, obwohl der Bedarf da ist.

Das ist dramatisch. Deshalb braucht

es eine klare Prioritätensetzung. Die

Stadt Graz könnte selbst Mittel in

die Hand nehmen und endlich den

Ausbauturbo in der Kinderbildung

und Kinderbetreuung zünden.

Einsparungspotenziale sehen wir

bei den freiwilligen Leistungen, bei

Doppel- und Mehrfachförderungen

sowie bei Doppelgleisigkeiten in der

Verwaltung.

Philipp Pointner ist derzeit Fraktionsvorsitzender der NEOS, über die

Spitzenkandidatur wird erst am 21. März 2026 entschieden. STADT GRAZ (3), KK


12 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

2025 im Rückblick

ERINNERUNG. Wir blicken auf ein erfolgreiches und feierlustiges

Jahr zurück. Wir hatten viele Möglichkeiten, mit unseren Freunden,

Partnern, Kunden und Lesern zu feiern, zu reden und uns auszutauschen.

Hier ein kleiner Überblick über unser Event-Jahr 2025.

SCHERIAU

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@

Es war ein sehr

veranstaltungsreiches

und feierlustiges

Jahr beim „Grazer“.

Wir blicken auf viele erfolgreiche

Events zurück, die

wir dieses Jahr mit unseren Lesern,

Kunden, Partnern und Freunden

feiern durften.

Bereits ab Ende Juni verwandelte

sich unter der Organisation von

Manfred Leitold der Lendpatz jeden

Mittwoch beim Latin Live zu

einer bebenden Tanzfläche.

Weiter ging es mit den Konzerten

am Karmeliterplatz von 13. bis

16. August. Drei Tage, drei Top-Acts

und jede Menge gute Laune. Am

Fuße des Schlossbergs strömten

insgesamt rund 15.000 Fans zu den

Konzerten. Den Auftakt machten

Pizzera & Jaus mit ihrer „Comedian

Rhapsody“; sie heizten der

Menge ordentlich ein. Am Tag darauf

setzte Álvaro Soler den musikalischen

Höhenflug

fort. Nicht irgendwie,

irgendwo,

irgendwann ...,

sondern voller

Power und

mitten am Kar-

meliter-

www.grazer.at

präsentiert

Bürgermeisterin

Elke Kahr und

Landeshauptmann

Mario

Kunasek (l.)

gratulierten

„der Grazer“-

Geschäftsführer

Gerhard Goldbrich zu

40 Jahre „der Grazer“.

platz lieferte Nena am Samstag,

dem 16. August, den krönenden

Abschluss.

Kurz darauf verwandelte sich

der Grazer Stadtpark in eine riesige

Sportarena. Unter dem Motto

„Sport bringt Zusammenhalt!“

ging der Tag des Sports am 7. September

in die nächste Runde. An

51 Stationen präsentierten sich

die Vereine und luden zum Mitmachen

ein.

Stammtisch

Dieses Jahr veranstaltete der

„Grazer“ drei Wirtschafts-

Stammtische im San Pietro. Immer

wieder freuen wir uns, einen

Abend voller Gespräche, Ideen

und guter Laune zu verbringen.

Doch beim 26. Stammtisch gab

es gleich doppelten Grund zu feiern.

Mehr als 300 Gäste ließen

sich 40 Jahre „der Grazer“ und 20

Jahre San Pietro von Angelo und

Fabio Urban nicht entgehen. Als

oberste Gratulanten stellten sich

die Grazer Bürgermeisterin Elke

Kahr und Landeshauptmann

Mario Kunasek ein.

Feste über Feste

Am 19. September erlebte der

Grazer Lendplatz eine ganz besondere

Stimmung: Beim dritten

„Grazer“ Marktfest wurde der

Platz zu einem Treffpunkt für alle.

Am 27. September hieß es im San

Pietro „O’zapft is“. Gemeinsam

feierten wir unsere Jubiläen. Als

Stargast sang Volks-Rock’n’Roller

Andreas Gabalier.

Am 13. Dezember verwandelte

sich bei „Let’s Spend“ durch

Alina Radkovic das Orpheum

wieder in einen Ort voller Musik,

Humor und Emotionen. Lemo,

Julian le Play, Josef Hader und

viele weitere Künstler brachten

beste Stimmung ins Orpheum.

Kulinarisch wurde es im San Pietro

am 18. Oktober mit dem Küchenchefsdinner.

Ein Jahr, das

zeigte: Gemeinschaft, Genuss

und besondere Momente machen

den „Grazer“ aus.

Paul Pizzera heizte mit

Otto Jaus am Karmeliter-

platz ordentlich ein.

Julian le Play sorgte im Dezember für einige Gänsehautmomente bei

„Let’s Spend The Night Together“ im Orpheum.



14 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Es bleibt herausfordernd

BILANZ. Wirtschaftskammer-Präsident Josef

Herk zum Jahresabschluss über das vergangene

Jahr und seine Erwartungen für 2026.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Welche Bilanz ziehen Sie

für das Jahr 2026?

Josef Herk „Es war

ein herausforderndes Jahr. Wir

haben auch bei unserem letzten

Wirtschaftsbarometer gesehen,

dass sich die Wirtschaft nicht

wirklich erholt hat. Wir bewegen

uns in einem negativen Bereich

in einer Seitwärtsbewegung. Das

heißt, wir befinden uns in einer

durchaus sehr ernsten Situation.

Der Arbeitsmarkt präsentiert sich

etwas stabiler. Da sind die Arbeitslosenzahlen

nicht so dramatisch,

wie wir das erwartet hätten. Das

ist allerdings auch der demografischen

Entwicklung geschuldet.

Das verzerrt die Darstellung. Es

ist jedoch weiterhin ein herausfordernder

Cocktail, den wir zu stemmen

haben.“

Das Wiwa wird für 2026 mit 0,9

Prozent vorausgesagt. Das liegt

weit unter dem EU-Durchschnitt.

Was läuft schief im Staate Österreich?

Herk: „Für mich ist die ernüchternde

Erkenntnis, wie schnell

es gehen kann. Österreich wurde

vom Vorzeigeland zum Hinterherläufer.

Daran sieht man, dass einige

Jahre an falschen Maßnahmen

am Ende den Standort schädigen.

Für die Steiermark als Exportland

ist die Situation zudem doppelt so

schwierig.“

Die Bundesregierung hat nun

100 Maßnahmen zur Deregulierung

und Entbürokratisierung auf

Schiene gebracht. Ein Tropfen auf

den berühmten heißen Stein oder

doch echte Entlastung?

Herk: „Meine Wahrnehmung ist,

dass jedem, mit dem ich rede, bewusst

ist, dass es diese Maßnahmen

braucht. Die Richtung ist die

richtige. Wichtig wird sein, dass

die Maßnahmen dann auch greifen.

Meiner Meinung nach muss

auch das Thema ,Leistung muss

sich lohnen‘ im Sinne von steuerfreien

Überstunden endlich

umgesetzt werden. Aber krank-

jammern hilft auch nicht. Wir

brauchen hier einen gesunden

Optimismus. Denn die Sparquote

steigt und die Kaufkraft sinkt.

Ein Beweis dafür, dass die Stimmungslage

keine positive ist. Was

jedoch positiv hervorzuheben ist,

ist die Jahrhunderchance Koralmbahn.

Diese muss genutzt werden.

Es muss klug nachgedacht werden,

wie wir aus diesem neu entstandenen

Wirtschaftsraum den

besten Benefit ziehen können. Ich

erwarte mir hier schon eine gewisse

Aufbruchstimmung, die wir

alle dringend brauchen.“

Energiepreise sind ein zentraler

Wettbewerbsfaktor. Welche Maßnahmen

braucht es jetzt, damit

steirische Betriebe international

konkurrenzfähig bleiben?

Herk: „Die Steiermark hat hier

auch noch eine zusätzliche Belastung

durch die hohen Netzkosten

im Österreichvergleich. Das ist

eine Herausforderung. Wir erwarten

hier Maßnahmen. Bei den

Ankündigungen von Maßnahmen

bleibt zu hoffen, dass diese bei

den Unternehmen auch ankommen.“

Mit dem Center of Excellence

wurde heuer eine zentrale Ausbildungsstätte

eröffnet. Zudem zeigen

unsere Nachwuchskräfte immer

sehr stark bei den Skills-Veranstaltungen

auf. Wie wichtig sind diese

jungen Nachwuchskräfte für den

Erhalt des Wirtschaftsstandortes?

Herk: „Die Jugend ist der Bodenschatz

unseres Landes. Eine

wesentliche Aufgabe ist es, den

Nachwuchs bestmöglich zu betreuen,

auszubilden und zu motivieren,

ins unternehmerische Tun

zu kommen.“

Die Aussichten für 2026 sind nicht

rosig. Was erwarten Sie vom kommenden

Jahr?

Herk: „Die Aussichten für das

kommende Jahr sind in vielen

Bereichen sehr herausfordernd.

Vor allem im Bereich der Investitionen.“

Wie sieht Ihre Bilanz für die WKO

aus?

Herk: „Als Kammerorganisation

ist es für uns keine Frage, uns weiterzuentwickeln.

Reform ist ein

geflügeltes Wort. Es braucht keine

Revolution, aber eine Evolution.

Josef Herk im Gespräch über die

derzeitige Wirtschaftslage, was

der Standort jetzt braucht und die

Bedeutung der Jugend SCHERIAU

Das ist ein ganz normaler unternehmerischer

Prozess, den ich

ganz spannend finde, denn sonst

würde alles gleich bleiben.“



graz

16 www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Als Entschädigung für Stau:

Günstigere Öffi-Tickets gefordert

ENTSCHÄDIGUNG. Die von der Großbaustelle in der Hilmgasse geplagten Mariatroster fordern günstigere

Öffi-Tickets – oder wollen das Geld für ihre Jahreskarten zurück. Was die Holding dazu sagt.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Der Mariatroster Bezirksvorsteher

Erwin Wurzinger

bringt aufgrund der

neuen Ampel an der Kreuzung

Heinrichstraße/Mariatroster

Straße/Hilmgasse zusammen

mit vielen Anrainern Beschwerde

bei der Volksanwaltschaft ein

(wir haben letzte Woche berichtet).

Jetzt haben sich „Grazer“-

Leser mit weiteren Ideen gemeldet.

„Wie wäre es, wenn die

nachweislich von den Gleisarbeiten,

Baustellen und Ersatzverkehren

Betroffenen günstigere

Öffi-Tickets bekommen

würden?“, schlägt die eine (Name

der Redaktion bekannt) vor. „Ich

bin zu Fuß schneller. Ich möchte

das Geld für meine Jahreskarte

zurück“, fordert der andere.

„Die Forderung nach günstigeren

Tickets ist nachvollziehbar,

bringt jedoch erhebliche Herausforderungen

mit sich“, heißt

es seitens der Graz Linien. Der

bestehende Verbundtarif garantiere

Exklusivität: Tarife in der

Zone 101 (Graz) dürfen nicht

günstiger angeboten werden,

da dies den vertraglichen Bestimmungen

mit Stadt, Land,

Bund und Verkehrsverbund

Steiermark GmbH widerspreche.

Die Graz Linien sind eines

von rund 60 Verkehrsunternehmen

im Verkehrsverbund Steiermark

und daher an diese Tarife

gebunden. Außerdem sei eine

Vergünstigung aufgrund von

Verspätungen nicht mit den Tarif-

und Beförderungsbedingungen

der Holding Graz vereinbar.

Darüber hinaus argumentiert

man mit rund 90.000 Klima-

Ticket-Besitzern, die eine Vergünstigung

nur für Mariatroster

als Benachteiligung wahrnehmen

könnten.

„Wir ersuchen um Verständnis,

dass diese Großinvestition

in die Zukunft zwar aktuell Einschränkungen

mit sich bringt,

jedoch langfristig die Lebensqualität

und Sicherheit der Bevölkerung

in Mariatrost deutlich

verbessert“, so Holding-Sprecher

Gerald Zaczek-Pichler. „Eine

Anpassung der Ticketpreise ist

aus den genannten Gründen

nicht möglich.“

Da auch die Busse aufgrund der Bauarbeiten und der neuen Ampel oft im

Stau stehen, wünschen sich die Mariatroster günstigere Öffi-Tickets.

KK

Prosit 2026

„der Grazer“ wünscht Ihnen und Ihren Familien erholsame und

besinnliche Feiertage und viel Erfolg im neuen Jahr!

www.grazer.at



18 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Auch heuer wird

das offizielle

Silvester in Graz

ohne Böller

und Knallerei,

sondern mit

einem einzigartigen

Spektakel

aus Wasser und

Musik begangen.

GRAZ TOURISMUS/HARRY SCHIFFER

Den Jahreswechsel genießen

JAHRESWECHSEL. Silvester steht praktisch vor der Tür. Auch heuer finden zahlreiche Silvesterfeiern statt.

Wer schon immer einmal in Klagenfurt feiern wollte, ist mit der Koralmbahn jetzt noch schneller vor Ort.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Wer das alte Jahr in Graz

sportlich ausklingen

lassen möchte, der

kann am alljährlichen Silvesterlauf

teilnehmen. Gestartet wird

um 12.30 Uhr am Mariahilferplatz.

Im Anschluss kann man

dann ab 20 Uhr hier noch ins

neue Jahr hineinfeiern.

Auch heuer verzichtet die

Stadt Graz auf das Feuerwerk.

Stattdessen findet das mittlerweile

traditionelle Silvester-

spektakel am Hauptplatz statt.

Insgesamt fünf Shows beeindrucken

mit Wasser, Feuer, Laser

und Licht um 17.30, 19.30,

21 und 22.30 Uhr und um Mitternacht

die tausenden Besucher.

Zünftig wird’s am Franziskanerplatz:

Hier steigt ab 20 Uhr

die Silvester-Hütten-Party. Die

Gäste erwartet eine stimmungsvolle

Atmosphäre, Musik und

kulinarische Spezialitäten.

Etwas besinnlicher und ruhiger

wird es im Grazer Dom. Hier

findet ein Orgelkonzert mit Organist

Daniel Roth statt.

Ebenfalls gemütlich kann

man das Jahr beim Altstadt-

Rundgang ausklingen lassen.

Um 14 Uhr geht’s los. Eine Vorab-Anmeldung

ist erforderlich.

Treffpunkt ist bei der Tourismusinformation

in der Herrengasse.

In der GenussHauptstadt Graz

wir die Kulinarik auch zu Silvester

großgeschrieben. Zahlreiche

Partnerbetriebe bieten exqusite

Silvester-Menüs an.

Neuer Platz

Seit knapp drei Wochen ist man

in rund 45 Minuten von Graz aus

In Klagenfurt wird Silvester mit einer Silvesterfeier am Neuen Platz begangen.

Hier findet auch der beliebte Silvestermarkt statt.

TOURISMUS REGION KLAGENFURT AM WÖRTHERSEE/PIXELPOINT_MULTIMEDIA

in Klagenfurt. Somit bietet sich

ein Silvesterausflug in die Kärntner

Landeshauptstadt an.

Auch in Klagenfurt kann man

mit einem Silvesterlauf das alte

Jahr beenden. Gestartet wird um

15 Uhr am Strandbad Loretto.

Die große Silvesterfeier findet

dann am Neuen Platz mit verschiedenen

DJs und Live-Musik

statt. Im Gegensatz zu Graz findet

in Klagenfurt ein Silvesterfeuerwek

statt. Dieses steigt zwischen

23.30 und 00.30 Uhr.

Ebenfalls am Neuen Platz kann

man sich von 27. bis 31. Dezember

beim Silvestermarkt auf den

Jahreswechsel einstimmen.

Silvesterpfad

In Wien findet auch in diesem

Jahr wieder der traditionelle Silvesterpfad

statt. Insgesamt warten

100 Stunden Programm auf

mehreren Bühnen auf die Gäste

aus dem In- und Ausland. Auch

die Kulinarik kommt nicht zu

kurz. Zahlreiche Stände verwöhnen

die Besucher. Höhepunkt

des Abends ist das Schlagen der

Pummerin um Mitternacht und

der obligatorische Walzer am

Stephansplatz. Beginn ist um

14 Uhr.


28. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 19


20 graz

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

Gemeinsam

mehr erreichen

■ Unter dem Motto „Meet! Süden

Österreichs“ veranstalteten die

Convention-Büros Kärnten und

Steiermark die erste Studienreise,

um mit der Koralmbahn Business-,

Kongress- und Tagungstourismus

zu stärken. Präsentiert wurden

ein Blick in die Zukunft und Möglichkeiten

durch die Verbindung

zwischen den Bundesländern und

deren gemeinsame Qualitäten als

„eine“ Meetingdestination.

Schneevergnügen

WINTERLICH. Die

Weihnachtsferien sind

die ideale Zeit, sich auch

abseits der Pisten sportlich

zu betätigen und

Neues zu probieren.

Fast jeder ist schon einmal mit

Ski oder einem Snowboard

auf der Piste gestanden. Doch

wie viele haben schon einmal

Langlaufen oder Schneeschuhwandern

ausprobiert? Aber auch

eine rasante Abfahrt mit einer Rodel

kann durchaus ein Erlebnis

sein. Die heimischen Skigebiete

haben ein umfangreiches Angebot

auch abseits der „normalen“ Skipisten.

Schneegaudi

Auf der Hebalm wartet ein Langlaufloipennetz

von insgesamt

zwölf Kilometern auf die Sportler.

Rund zwei Kilometer davon werden

künstlich beschneit. Zudem

sind die einen Kilometer lange

„Seerunde“ und die 0,6 Kilometer

lange „Grenzloipe“ mit Flutlichtanlagen

ausgestattet. Somit steht

einem Langlaufvergnügen auch am

Abend nichts im Wege.

Neben dem Langlaufen kann

man auf der Hebalm die Natur auch

beim Schneeschuhwandern genießen.

Besonders beliebt ist es bei der

Freiländer Alm. Am besten startet

man am Parkplatz des Familienskigebietes

Klug-Lifte.

Zwei verschiedene, perfekt gespurte

Loipen stehen auf der Teichalm

zur Auswahl. Die Sommeralm-

Loipe ist 16 Kilometer lang und führt

vom Teichalm-See zur Holdahütt’n

und wieder zurück. Die Hochmoor-

Loipe führt als Rundstrecke in fünf

Kilometern um den Teichalm-See.

Sie wird als Einbahn geführt.

Am Salzstiegl erwartet die Gäste

eine eigene Rodelbahn, eine Ro-

delhütte und ein Rodeltaxi. Die

Rodelbahn ist zwei Kilometer lang,

wird täglich präpariert und ist auch

abgesichert sowie beleuchtet. Zwei

Geschwindigkeitsmesser sorgen für

eine zusätzliche Gaudi.

Wer es lieber gemütlich mag,

kann am Salzstiegl auch Touren

gehen und schneeschuhwandern.

Auf den verschiedenen Routen mit

unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

ist vom Einsteiger bis zum

Profi für jeden garantiert die richtige

Strecke dabei.

Ebenfalls rodeln kann man am

Präbichl. Die präparierte Rodelbahn

ist von 16.30 bis 22 Uhr beleuchtet.

So steht einem abendlichen

Rodelspaß nix mehr im Wege.

Auch das Langlaufvergnügen

kommt am Präbichl nicht zu kurz.

Bestens präparierte Pisten warten

auf die Sportler. Zudem ist das

Gebiet ein wahres Eldorado für

Para gleiter, die im Sommer wie im

Winter das überwältigende Bergpanorama

genießen können. NASA


28. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 21

abseits der Pisten

Rätsel-Lösung vom 21.12.2025

S H R K P

R O S A L I L A O S S E R

Z E N T A L S P E R R E

E I S N I T Z B A C H B C

V A S E E Y B O E S E R

L E S E R B I R N E E

F L A U S E N N A P A

O M A R M E S T E T

A N G E T A N J E T D I

D U S E L C U R A C A O

S A B A U M N E B E L N

N A M E N G

Lösung:

C L O U K I E W

I E N G I I OBER-

L E P R A A R ANDRITZ

S I N E B S T Lösung:

P L A B U T S C H OBERANDRITZ

Sudoku-Lösung

vom 28.12.2025

Auch abseits der Pisten kann man sich in den Ferien beim Schneeschuhwandern sportlich betätigen. MURTAL/ROBERT MAYBACH

1 9 8 3 5 2 7 4 6

2 5 6 4 7 1 8 9 3

3 7 4 8 6 9 5 2 1

5 8 3 6 4 7 9 1 2

6 2 9 1 8 5 4 3 7

7 4 1 9 2 3 6 5 8

8 3 2 5 9 6 1 7 4

4 1 5 7 3 8 2 6 9

9 6 7 2 1 4 3 8 5


22 grazer sonntag

www.grazer.at 28. DEZEMBER 2025

SO ISST GRAZ

GRAZWORTRÄTSEL

Das Ristorante Corti präsentiert ...

... Trippa alla

Fiorentina

Oper von

Puccini †

KFZ-Kz.

für Melk

Orden im

Kloster Maria

Schnee

ital. für "6"

4

Rage

Web-Kürzel

für "no

comment"

Weste

Leiter des

UKH Graz

(2 Wörter)

10

überlieferte

Erzählung

poetisch

für "Löwe"

Stammvater

vermutlicher

Schöpfer

des Landplagenbilds

Stipendium

der AVL für

exzellente

Studierende

TikTok-

Figur der

steir. Sängerin

Gini

Feldherr

in Schillers

Wallenstein

weibliches

Pferd

europ. Fußballbund

Brillentäschchen

9

6

total

verstopft

nö. Stadt an

der Thaya

Windschattenseite

Zickzacklauf

Teufelsdreck

mütterlich

chem.

Zeichen

für

Eisen

feines,

weiches

Leder

häufig,

mehrfach,

immer

wieder

Sammlung

von

Aussprüchen

röm. Heeresabteilung

von

100 Mann

Hilfe,

Rückhalt

7

Corti-Patron Engelbert Tschech

mit Trippa alla Fiorentina

PRIVAT

Sowohl die Gerichte als auch das Restaurant

selbst entführen die Gäste

des Ristorante Corti nach Italien. Trippa

alla Fiorentina, auch als Kutteleintopf

bekannt, bezeichnet ein Gericht aus Rinderpansen.

In toskanischen Osterien und

Trattorien wird dieses geschmackvolle

Gericht zu einer besonderen

Delikatesse.

LEO

Zutaten:

1 kg vorgekochte

Kutteln

aus Kalb- oder

Rindermagen

(ansonsten ca.

1 Stunde langsam mit

Salz und Weißwein köcheln),

1 große Zwiebel, 4 Selleriestängel, 4 Karotten,

3 EL Olivenöl, 500 g gehackte

Tomaten aus der Dose, Salz und Pfeffer,

150 g geriebener Parmesan

Zubereitung:

Die Kutteln gut waschen und in einem

Topf mit Wasser, Wein und Salz ca.

1 Stunde köcheln lassen, abgießen (etwas

Kochwasser zurückbehalten), abkühlen

lassen und in fingerdicke Streifen

schneiden. Sauce: In einem Topf

Olivenöl und die gehackten Zwiebeln

anschwitzen, ohne Farbe nehmen zu

lassen. Das Gemüse beifügen und nach

ca. 5 Minuten die gehackten Tomaten

hinzufügen und ca. 20 Minuten köcheln

lassen. Weißwein und etwas vom

Kochwasser zufügen und die Sauce

langsam weiterkochen lassen, bis sie

eindickt. Anschließend die vorgekochten

Kutteln zugeben und langsam ca.

30 bis 40 Minuten köcheln lassen. Mit

Salz und Pfeffer würzen. Mit gebratenen

Polenta scheiben und Parmesan

servieren. Buon appetito!

neuer Name

des Grazer

Stadionplatzes

"vorsintflutlicher

Deutscher"

"c'est la

..." ("So

ist das

Leben!")

Gehänge

an den

Ohrläppchen

Internetkürzel

für

"Laughing

out Loud"

Taschenbuch,

Leitfaden,

Ratgeber

Mixbecher

für

Cocktails

Lösung:

SUDOKU

3

Initialen von

Hesse †

österliches

Fundstück

ohne

Inhalt

chem.

Element

1

Hektik,

Hetzerei

das

Triebhafte

Quersträßlein

der

Schönaugasse

eingeschaltet

Rinderwahnsinn

Ausruf des

Staunens

männliches

Fürwort

Fluss

in Ostschottland

Hauptfluss

Tirols

engl. für

"Bart"

modern,

modisch

öst. Presseagentur

Abk. für

"Richtlinie"

lärmender

Betrieb

ungebraucht

2

"langes I"

8

chines.

"Vasen-

Dynastie"

1368-1644

gelbgrün

wie die

Frucht des

Ölbaums

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

6

9 8 3 7

2 3

3 6 5 1

5 8 3

6 5 4

1 6 8

6

5 3 8 2 6

7 1

813

Jede

Ziffer darf

in jeder

Reihe in

jedem

Quadrat

nur

einmal

vorkommen.

Bleistift

spitzen,

los geht’s.

Viel Spaß!

5

ein Umlaut

steir. Berg

im Toten

Gebirge

G E W I N N S P I E L

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unserer Stadt

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28. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

grazer sonntag 23

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 28. DEZEMBER

Zauberhafte Lichterwelt

In Frohnleiten kann man auch

nach Weihnachten noch den zauberhaften

Lichterweg „Lumagica“

bestaunen. Heuer steht das Ganze

unter dem Motto „Colors of Life:

Eine farbenfrohe Reise durch das

Leben“. Auf einem 1,5 Kilometer

langen Rundweg erwartet die

Gäste ein faszinierendes Zusammenspiel

aus Lichtkunst, Klang

und Interaktivität. Von 16.30 bis

21.30 Uhr hat Lumagica geöffnet,

letzter Einlass ist um 20.30 Uhr.

HIGHLIGHT:

17.30 Uhr

Eishalle

Liebenau

WOHIN AM SONNTAG

Schneewittchen in der Oper

Das Märchen ist ein Klassiker,

doch in der Oper Graz kommen

gleich elfmal so viele Zwerge

wie im Original auf die Bühne.

„Schneewittchen und die 77

Zwerge“ wird heute in der Oper

gespielt, empfohlen wird das

Stück für die ganze Familie. Gleich

zwei Vorführungen sind heute geplant,

die erste beginnt um 11 Uhr,

die zweite startet um 17 Uhr.

Lukas Haudum und die Grazer 99ers sind heute im Bunker auf Revanche aus, die letzte Heimpartie

gegen Pustertal ging mit 1:4 verloren. Heute geht es auf der Eisfläche ab 17.30 Uhr heiß her.

GEPA, BURRIE

Topspiel im Bunker

Die 99ers gehen zwischen den

Feiertagen in die heiße Phase der

Saison. Am heutigen Sonntag

treffen die Grazer zuhause auf

Pustertal. Mit den Südtirolern

haben die 99ers noch eine Rechnung

offen, im letzten Aufeinandertreffen

im Oktober gab es

eine bittere 1:4-Heimpleite. Heute

soll es für die Truppe von Trainer

Dan Lacroix besser klappen, um

17.30 Uhr startet die Partie in der

Eishalle Liebenau.

Theater für Kinder

Im Frida und Fred spielt das

Theater Auguste heute eine emotionale

Geschichte. Bei „Sterntaler

oder schenken macht reich“ wird

zu Mitgefühl und Nächstenliebe

aufgerufen. Los geht’s um 16 Uhr.

Auf in die City

Um 14.30 Uhr kann man bei einem

Altstadtrundgang die Grazer

Innenstadt näher kennenlernen.

Ob enge Gassen, imposante

Bauten oder moderne Architektur,

Graz weiß immer zu überzeugen.

Bei der Tourismusinformation

der Region Graz startet die Tour,

eine Anmeldung ist unbedingt

erforderlich.

Winterwelt

Beim Landessportzentrum können

Kufenflitzer auch heute wieder

ihr Können unter Beweis stellen.

Von 9 bis 19 Uhr hat die Grazer

Winterwelt auch heute geöffnet,

in diesem Zeitraum können Slots

zum Eislaufen gebucht werden.

Alle zwei Stunden wird das Eis

für rund 30 Minuten wieder auf

Vordermann gebracht.

Nussknacker

Für Fans von Ballett ist der heutige

Abend in der Helmut-List-Halle

genau das Richtige. Um 18 Uhr

ist hier das United European

Ballett & Live-Orchestra zu Gast

und präsentiert „Nussknacker“.

Der Klassiker von Tschaikowsky

wird von 40 professionellen Balletttänzern

aus verschiedensten

Ländern getanzt.

Lachen, bis der

Arzt kommt

In der Komödie

Graz wird

heute die Komödie

„Und alles auf Krankenschein“

gespielt. Im

Stück von Ray Cooney wird

ein Krankenhaus plötzlich zu einem

Tollhaus der Verrücktheiten,

wo unzählige Lacher garantiert

sind. Die Vorstellung in der

Münzgrabenstraße

beginnt um 19.30 Uhr.

Cirque Noël

Artistisch wird es

heute wieder im

Grazer Orpheum.

Wie schon in

den letzten

Tagen findet auch

heute eine Vorstellung

des Cirque Noël

statt. Um 17 Uhr präsentiert

wieder die „Flip Fabrique“

aus Kanada ihr neuestes

Programm „Six“. Gegründet

wurde die Compagnie von sechs

befreundeten Artisten in Quebec.


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