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Jahresrückblick der Backnanger Kreiszeitung mit herausragenden Ereignissen aus Backnang und der Region
Jahresrückblick der Backnanger Kreiszeitung mit herausragenden Ereignissen aus Backnang und der Region
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025
BACKNANG
UNDUMGEBUNG
JAHRESRÜCKBLICK
Fotos: Alexander Becher (4), 7aktuell/AlexanderHald,Adobe Stock/Fedoruk
1 2
JANUAR
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |30
FEBRUAR
160Glätteunfälle im Rems-Murr-Kreis
Massiver Eisregen hat im Rems-Murr-Kreis für gefährliche
Glätte und weitreichende Beeinträchtigungen
gesorgt. InWaldrems schanzte ein Autofahrer
mit seinem Fahrzeug auf der glatten Straße
über eine Verkehrsinsel, auf der Kitzbüheler Straße
zwischen Backnang und Maubach an der Einmündung
zur B14 krachte esgleich bei mehreren
Fahrzeugen.Die Polizei zählte insgesamt rund 160
Foto:KarlKutasi
Unfälle im Kreis, acht Menschen wurden leicht
verletzt. Winterdienste, Rettungskräfte und Kommunen
waren im Dauereinsatz. Schulen und Kitas
boten Notbetreuung an, der ÖPNV geriet zum Teil
insStocken.Wer konnte, blieb am 15.Januar besser
zu Hause. Auch die umliegenden Notaufnahmen
registrierten ein stark erhöhtes Patientenaufkommennach
Stürzen.
Zukunftsvision der Sulzbacher Straße
Eine Visualisierung zeigt, wie die Sulzbacher Straße
in BacknangineinigenJahren aussehenkönnte.
Sie ist das Ergebnis eines Beteiligungsprozesses,
den das Stadtplanungsamt im vergangenen Jahr
mit der Initiative Radkultur des Landes organisiert
hat. Die Pläne stoßen auf ein geteiltes Echo: Kritiker
befürchten, dass die neue Verkehrsführung zu
Visualisierung: Stadt Backnang
noch mehr Staus führen wird, und monieren hohe
Ausgaben.Wie viel genaudie Neugestaltung kosten
würde, istzwar noch offen. Doch schon jetzt istklar,
dass die Stadt das Millionenprojekt nur umsetzen
kann, wenn sie Fördergelder bekommt.Der Baubeginn
istfür Anfang 2028 vorgesehen, er könnte sich
je nach Haushaltslageaber noch verschieben.
Keine stationäre PflegemehrinErlach
Hat die Erlacher Höhe 2021 noch den Neubau eines
Pflegeheims geplant, musste sie ihr stationäres
Pflegeangebot in Erlach stattdessen nach fast
20 Jahren wegen Fachkräftemangels einstellen. 30
Pflegeplätze wurden inAngebote der Wohnungsnotfallhilfeumgewandelt.
Fürelf schwerpflegebedürftige
Bewohner suchte das Team darum Plätze
in anderen Pflegeheimen. Die übrigen Bewohner
könnenambulant betreut werden. Hohe Kosten für
Leihkräfte und ein veraltetes Gebäude verstärkten
den Druck.Vorstand Wolfgang Sartorius berichtet,
man habe das Sozialministerium um finanzielle
Hilfe gebeten, das wiederum an den Kreis verwiesen
hätte –doch wegen der angespannten Haushaltslage
wurden keine zusätzlichen finanziellen
Hilfen bewilligt.
Bezahlkartefür Geflüchtete eingeführt
Die Bezahlkarte für Geflüchtete ist im Kreis eingeführt
worden.Die Karte–eine Visa-Debitkarte auf
Guthabenbasis –lässt digitale Zahlungen zu, soll
aber Geldtransfers ins Ausland und anSchleuser
erschweren. Von den Leistungen, die volljährige
Asylbewerber ohne Erwerbseinkommen erhalten,
werden monatlich 50 Euro als Guthaben auf die
Karte gebucht. Vorteile sind weniger Behördengängeund
eine bessereKostenkontrolle, doch viele
Geflüchtete beklagen Einschränkungen imAlltag.
So akzeptieren nicht alle Geschäfte die Karte. Seit
September könnenAsylbewerbereinmalimMonat
bei der Backnanger Arbeiterwohlfahrt Gutscheine,
die sie mit der Karte erworben haben, gegen Bargeld
tauschen. Beim Landratsamt, im Backnanger
Gemeinderat sowie bei Oberbürgermeister Maximilian
Friedrich stieß das auf Missfallen. Verhindernkönnensie
dieAktionabernicht.
Weissacher tötet seinen Kumpel
Im Ortsteil Aichholzhof in Weissach imTal hat ein
23-Jähriger seinen Freund imStreit tödlich verletzt.
Der Angeklagte gestand beimProzessbeginn im September
vor dem Stuttgarter Landgericht, in seiner
Wohnung unter anderem miteiner Stangeauf seinen
24-jährigen Freund eingeschlagen zuhaben. Dieser
starb noch amTatort. Das Gericht verurteilte den
Angeklagten imOktober wegen Totschlags zu zwölf
Jahren Haft.Gegendiese Entscheidung legteder Verurteilte
allerdings beim Bundesgerichtshof Revision
ein. Der wird nunprüfen,obdas angefochtene Urteil
auf einem Rechts- oder Verfahrensfehler beruht.
Neun Wohnungenfür Mieter mitkleinem Budget
Bei strahlendem Sonnenschein ist am5.Februar
mit einem symbolischen Spatenstich der offizielle
Startschuss für das Bauprojekt in der Mühlstraße
7/1 gefallen. Bei dem neuesten Wohnbauprojekt
der Städtischen Wohnbau Backnang GmbH
sind im Lauf des Jahres neun Wohneinheiten in
unterschiedlichen Größen entstanden. Sie wurden
unter anderem mit Mitteln der Landeswohnraumförderung
finanziert. Das Richtfest fand im
Oktober statt. Das Gesamtbudget für das Projekt
beträgtrund 3,9 Millionen Euro.Die Fertigstellung
der Wohnungen ist für das erste Quartal 2026 geplant,
am 1. April sollen die ersten Mieter in ihr
neues Zuhause einziehen können. DieWohnungen
werden ausschließlich an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein
vermietet.
Baustart aufder Oberen Walke
In Backnang hat der Spatenstich für den zweiten
Bauabschnitt des neuen Quartiers„Murrterrassen“
stattgefunden.Die Dibag IndustriebauAGerrichtet
auf der Oberen Walke 102 Wohnungen, ein Büround
Dienstleistungszentrum sowie eine Tiefgarage
mit138 Stellplätzen. Extrem attraktiv sei dasQuartier
wegen seiner Nähe zurInnenstadt undder guten
Nahversorgung. Insgesamt sollen in fünf Bauabschnitten
450 Wohnungen entstehen. Der erste
Bauabschnitt ist mit dem Pflegeheim und Plätzen
für betreutes Wohnen bereits abgeschlossen. Geplant
ist die Realisierung des Gesamtquartiers bis
2030. Vier der vorgesehenen fünf Bauabschnitte
sind bereitsgenehmigt.
Wohnhaus in Bartenbach brennt aus
Ein Wohnhaus im Sulzbacher Ortsteil Bartenbach
ist Ende Januar vollständig ausgebrannt. Rund 80
Einsatzkräfte der Feuerwehr verhinderten einÜbergreifen
auf Nachbargebäude, vomHausblieb jedoch
nureineRuine übrig. Zwei Personen wurden wegen
Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt, verletzt
wurde niemand. Eine 65-jährige Bewohnerin
des Hauses konnte durch aufmerksame Passanten
aus demHaus geholtwerden. In der Nacht nach dem
Brand flammte ein verstecktes Glutnest erneut auf.
Familie Wagner,die das Hausmit drei Generationen
bewohnte,stand vorden Trümmern ihreserst2022
gekauftenund aufwendigsanierten Hauses. DieGemeinde
brachte die Familie vorübergehend unter,
während die Nachbarn mit großer Hilfsbereitschaft
unterstützten undSpendensammelten.
ErstmalsdreiBundestagsabgeordnete im Wahlkreis
Am 23. Februar hat die Wahl zum 21. Deutschen
Bundestag stattgefunden. Die Wahlbeteiligung im
Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd lag bei
83,4Prozent. Hier konnte IngeGräßlevon derCDU
mit 36,6 Prozentder Erststimmen ihr Direktmandat
verteidigen. Danebenhaben auch RubenRupp(AfD)
und Ricarda Lang (Grüne) über die Landesliste den
Einzug inden Bundestag geschafft.Neben der CDU
war die AfD größte Gewinnerin der Wahl. In sieben
Gemeinden im Wahlkreis war sie sogar stärkste
Kraft, darunter in Althütte, Großerlach und Spiegelberg.
ImVergleich zur vorherigen Wahl büßte
dieFDP zweiDrittel ihrer Stimmenein (5,4Prozent
statt 15,8Prozent2021).Die Linken konnten ihrErgebnis
von 2,9auf 5,8Prozent glattverdoppeln. Das
BSWspielte mit4,3 Prozentkeine große Rolle.
Foto:Alexander Becher
Foto:Markus Stricker
Murrhardt bekommt neuesEinkaufszentrum
An der Berliner Straße in der Murrhardter Weststadt
hat Mitte Februar das neue Einkaufszentrum
mit Rewe, Penny, der Hörschbach-Apotheke und
der Bäckerei Mildenberger seine Türen geöffnet.
Zwei Jahre lang hatten die Murrhardterinnen und
Murrhardter auf die neue Einkaufsmöglichkeit am
Hörschbach gewartet. So lange haben der Abriss
des Vorgängergebäudesaus den1960er-Jahrenund
der Bau des neuen Gebäudekomplexes gedauert.
Schon amMorgen der Eröffnung war einiges los in
den Supermärkten undGeschäften. VieleBesucherinnenund
Besucher begrüßten die besseren Parkmöglichkeiten
vor Ort sowie die gute Erreichbarkeit
ausder Weststadt.
3 MÄRZ
APRIL
4
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |31
Modernisierte Stationenauf derMurrbahn
Foto:Alexander Becher
Die Deutsche Bahn hat die Modernisierung der
Bahnhöfe entlang der Murrbahn durchgeführt. An
den Bahnhöfen in Oppenweiler, Sulzbach an der
Murr, Murrhardt und Fornsbach standen verlängerte
Bahnsteige, neue Blindenleitsysteme, modernisierte
Aufgänge und Beleuchtung an,weshalb
teils nachts gearbeitet wurde und es zeitweise Einschränkungen
gab.ImDezember fanddann dieoffizielle
Einweihung statt: Die Stationen können nun
längere Doppelstockzüge aufnehmen, bieten mehr
Komfort und wurden durchKunstgestaltungen aufgewertet.Vertreteraus
Kommunen undLandlobten
dieVerbesserungen,erinnerten jedoch weiterhinan
dennotwendigen zweigleisigenAusbau.
Straßensanierung istabgeschlossen
Nach gut einem Jahr Bauzeit hat die Stadt Backnang
im Aprildie Sanierung derSchöntaler Straße,
der Friedrichstraße und der Aspacher Straße abgeschlossen.
Die Arbeiten im Untergrund umfassten
neue Leitungen für Wasser, Gas, Strom und Kommunikation
sowie größere Abwasserkanäle. 21 klimaresistente
Bäume wurden gepflanzt, Wege wurden
verbreitert und umRadschutzstreifen ergänzt.
Foto:AlexanderBecher
Die Aspacher Straße war im Zuge derArbeiten monatelang
halbseitig gesperrt,was den Verkehrsfluss
innerhalbdes Backnanger Stadtgebiets starkbeeinträchtigt
hatte. Die Stadt investierte 7,4 Millionen
Euro,unterstützt von 1,7 Millionen Euro aus Bund
undLand. Weitere UmgestaltungenimUmfeld sind
geplant, etwa was die Unterführung inder Friedrichstraßeangeht.
NeuesWohnenimBlütengarten
Der Start des Wohnprojekts ImBlütengarten hat
ein Signal gesetzt, wie innovatives Bauen inder
Region aussehen kann. Danach entwickelte sich
das entstehende Quartier zum sichtbaren Beispiel
für die IBA’27 (Internationale Bauaustellung), bei
derStroh,Holzund Lehm herkömmliche Baustoffe
ersetzen und nachhaltige
Wohnformen erprobt werden. Beim Baustellenfest
imMai erhielten BesucherEinblickeund würdigten
den Mut der Beteiligten. Während das große IBA-
Quartier Backnang-West weiter stagniert, bildet Im
Blütengarten eines der wenigen Projekte, das bereits
vorangekommenist.
WenigerVorrangflächen fürWindkraft geplant
Der Verband Region Stuttgarthat seinenRegionalplan
fürWindkraft überarbeitet:Statt 106sindnun
90 Vorranggebiete vorgesehen, der Flächenanteil
sinkt auf 1,9 Prozent. ImRems-Murr-Kreis entfielen
manche Gebiete ganz, andere wurden verkleinert.
Betroffen sind auch Flächen bei Spiegelberg
und Sulzbach,woder Verband eine „visuelle Überlastung“
vermeiden wollte. In Spiegelberg entfällt
damit ein bereits konkret geplanter Windpark auf
der Nassacher Ebene. Andere Projekte –etwa Oppenweiler/Aspach
–laufen weiter. Imnördlichen
Rems-Murr-Kreis sind insgesamt 15 Gebiete festgelegt.
Die Bürgermeister der besonders betroffenen
Gemeinden zeigten sich enttäuscht über die
Entscheidung derRegionalversammlung. Siesehen
ihre Bedenkennichtausreichendberücksichtigt.
Bohrmaschine gräbtsichunter derB14 durch
In Backnang ist der Bau eines neuen Abwasserentlastungskanals
unterhalb der B14mit der symbolischen
Taufeeiner 22 Tonnen schwerenTunnelbohrmaschine
gestartet. Kerstin Friedrich, Ehefrau des
Oberbürgermeisters Maximiliam Friedrich, übernahm
alsTunnelpatin die Zeremonie. Der335 Meter
langeKanal soll künftig 9500 statt bisher1000Liter
Wasserpro Sekunde ableitenund Überschwemmungen
ander B14und der Südstraße verhindern. Das
Projekt nutzte ein modernes Mikrotunnelingverfahren,
das Eingriffe an der Oberfläche vermeiden
konnte.Die Stadt investierte6,5 MillionenEuro, der
Bund steuerte700000Euro bei. EndeJuli war „Kerstin“ohne
Zwischenfälle am Ziel angekommen.
Foto:TobiasSellmaier
Querelenbei derBacknangerFeuerwehr
Personelle Wechsel hat es in der Führungsriege
der Freiwilligen Feuerwehr Backnang gegeben.Bei
der Hauptversammlung im März wurden Andreas
Kaufmann undMarcel Schäfer als zusätzlicheStellvertreter
gewählt, umden hauptamtlichen Kommandanten
Daniel Schwaderer zu unterstützen.
Dies war auch eine Reaktion auf anhaltende interne
Querelen und Kritik am Führungsstil des stellvertretenden
Kommandanten Stefan Burr. ImMai
zog dieser schließlich die Konsequenzen und erklärteseinen
Rücktritt. Im September wurdeMarcel
SchäferzuseinemNachfolger alsersterStellvertreter
gewählt.Die Hoffnung auf personelle Kontinuität
währte aber nicht lange: Im Oktober kündigte
Kommandant Daniel Schwaderer an, zum 1. April
2026 als Kreisbrandmeister in den Landkreis Freudenstadt
zuwechseln.Wie sein Vorgänger Thomas
Rohnacherblieb er nur zweiJahre in Backnang.
Neustartauf denSportplätzeninBurgstetten
Am dritten Märzwochenende sind in Erbstettendie
Allwetterplätze des Tennisclubs eingeweihtworden
und auch bei der SKGErbstetten hatwieder Fußball
stattgefunden. Zuvor hatten im Juni 2024 starke
Unwetter beide Anlagen schwer beschädigt, sodass
monatelang kein Sport möglich war.Viele Mitglieder
und Gäste kamen nun zur Feier, bei der sogar
Rollstuhltennisspielerinnendie barrierefreien Plätze
testeten. Der Verein leistete mehr als 2000 Arbeitsstunden
und investierte in Hochwasserschutz.
Auch die Fußballer freuten sich, denn der Rasenplatz
war nach langem Bangen wieder bespielbar.
Tageshospiz
in Backnang
wird eröffnet
Sechs Jahre nach der Eröffnung hat
die Hospizstiftung Rems-Murr den
„Haus des Lebens“-Ausbau in Back-
nang fertiggestellt. Ein Tageshos-
Kinder entstand durch den Aus-
bau des vierten Stockwerks und die
piz für acht Erwachsene und vier
Aufstockung umeine fünfte Ebene.
Die zwei neuen Etagen beinhalten
Therapie-,Ruhe- undKreativräume,
einen sogenannten Snoezelenraum
(ein gemütlicher,warmerRaummit
leisen Klängen, welcher Geborgen-
heit vermitteln soll), Seminarräume
und eine Dachterrasse. Nach Os-
tern startete der Betrieb, wodurch
eine Versorgungslücke geschlossen
wurde –besonders für mobileree
Gäste. Beim Tag der offenen Tür
zeigten sich Besucher beeindruckt
von der warmen Atmosphäre. Ehrenamtliche
und Angehörige betonten
die große Bedeutung der
Hospizarbeit.
Foto: AlexanderBecher
Stärkung derNahversorunginSpiegelberg
In Spiegelberg hat am 15. März der neue Ortkauf-
Smartstore inklusive Knusperlädle eröffnet und
damit die monatelange Zeit ohne Nahversorger beendet.
Der Laden entstand imfrüheren Rathgeber-
Geschäft, die Gemeinde unterstützte den Umbau
und vermietet die Räume an Ortkauf weiter. Zur
Eröffnung kamen Abgeordnete und regionalePartner,
der Bürgermeister zeigte sich erleichtert über
das zukunftsfähige Konzept. Der Smartstore bietet
rund 1900 Artikel, das Knusperlädle übernimmt
Servicezeiten und ergänzt das Angebot um Backwaren
und Postdienste. Unternehmer Christoph
Sarnowski will zudem mit regionalen Produzenten
kooperieren undplant bereits Erweiterungen.
Jugendtreff in Hohnweiler wird geschlossen
Der Auenwalder Jugendtreff im alten Rathaus in
Hohnweiler ist wegen Defekten an der Heizung
und der Wasserversorgung sowie baulicher Mängel
geschlossen worden. Die Jugendlichen, die die
Räume seit2021 selbstgestaltet hatten undzuletzt
bis zu160 Besucher zählten, reagieren enttäuscht
und kritisieren mangelnde Kommunikation. Der
Gemeinderat und die Jugendvertretung forderten
eine Lösung, Alternativen sollten geprüft werden,
um den Jugendtreff zuerhalten. Ende des Jahres
stand dann fest: Es gibt ein neues Quartier. Das
Pfarrhaus der evangelischen Kirche in Lippoldsweiler
wirdder neueMittelpunkt der kommunalen
Jugendarbeit. Anfang Dezember wurde der Mietvertrag
unterzeichnet. EinEröffnungstermin stand
da aber nochnicht fest.
5 6 MAI
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |32
JUNI
NeuesSchotterwerkfür dieRegion
Mit36MeternHöhe ragtdas neue Schotterwerk von
Lukas Gläser in Kirchberg-Zwingelhausen weithin
sichtbar über den Steinbruch. Bei derfeierlichenEröffnung
lobtenVertreter aus Politik und Wirtschaft
das 25-Millionen-Euro-Projekt als wichtiges Signal
für die Zukunft. Das Werk soll die Region zuverlässig
mit mineralischen Rohstoffen versorgen und
Nach 13 Jahren Pause hat die Leistungs- und Erlebnismesse
„Backnang. Vielfalt. Erleben.“ amersten
Maiwochenende Tausende Besucher angelockt.
Trotz Regen boten Firmen aus ganz unterschiedlichen
BranchenEinblickein ihreArbeit –von Hightech
über Gesundheitbis zumHandwerk. Attraktiob
i i l i i b hb D i
dabei deutlich umweltfreundlicher arbeiten. Modernste
Anlagen, kurze Transportwege und eine
große Lagerkapazität sparen Energie und Emissionen.Eine
Fotovoltaikanlage aufdem Dach und eine
Freiflächen-PV sorgen für grünen Strom. Für das
Familienunternehmen ist der Neubau ein Meilenstein
und Grundlage fürweitere Investitionen.
VielfältigeMesse in Backnang begeistert
Foto:Alexander Becher
seltener Porsche und zahlreiche Simulatoren. Familien,
Senioren undjunge Leutenutztendas breite
Programm mit Vorträgen, Aktionen und Bewirtung.
Organisatorische Herausforderungen durch
das Wetter meisterten THWund Helfer schnell.Am
Ende zogder BdS-Gewerbevereineinesehrpositive
Bil
nen waren beispielsweise ein begehbarer Darm, ein Bilanz.
Gewerbehalle brennt komplett nieder
Im Backnanger Gewerbegebiet Kuchengrundist Anfang
Juni eine Lagerhalle desMüllentsorgers Veolia
bei einem Großfeuer vollständig zerstört worden.
Als der Einsatzleiter Andreas Kaufmann wenige
Minutennach dem Alarmvor Ort eintraf, stand die
Halle bereits lichterloh in Flammen. Der stellvertretende
Kommandant der Backnanger Feuerwehr
schätzte die Lage sofort richtig ein und alarmierte
nicht nur sämtliche Backnanger Abteilungen, sondern
auch dieWehrenaus Winnenden,Leutenbach,
Burgstetten, Aspach, Schwäbisch Hall und Waiblingen.
In der akuten Phase waren 178 Feuerwehrleuteund
Rettungskräfte vorOrt. ZumEinsatz kam
auch das Drehleiterfahrzeug aus Winnenden, mit
dem der Brand von der Heinrich-Hertz-Straße aus
bekämpft wurde. DieBacknangersetzten ihr Drehleiterfahrzeug
auf der anderen Seite des Gebäudes
ein. DieHalle warnichtmehrzuretten.
NotfallpraxisBacknangschließt ihre Pforten
Foto:AlexanderBecher
Allen Protesten zum Trotz hat die Kassenärztliche
Vereinigung Baden-Württemberg (KV) die Backnanger
Notfallpraxiszum 30.Junigeschlossen.Somit
wurde die Notfallpraxis am Klinikum Winnendendie
einzige Anlaufstelle im Rems-Murr-Kreis fürPatienten,
die abends oder am Wochenende Beschwerden
haben, die nicht bis zur nächsten Sprechstunde des
Hausarztes wartenkönnen. In Winnendenwurde die
Notfallpraxis in den Räumen des Klinikums erweitert
und personell verstärkt. In Backnang waren die
Gemüter dennoch erhitzt. Bei einer Infoveranstaltung
im BacknangerBürgerhaushagelteesKritik an
der KV. Auch Oberbürgermeister Maximilian Friedrich
fand deutliche Worte und sprach von einem
„schwarzen Tag für Backnang“. Anfang des Jahres
hatte Backnang gemeinsammit zwölf weiterenStädten
sogar vor dem Sozialgericht Stuttgart gegen die
KV geklagt. Am Ende warallesvergebens.
Reinhold Sczuka erhält 94,2 Prozentder Stimmen
Aufdem ChefsesselimRathausvon Althütte hates
bei der Bürgermeisterwahl im Juni keine Veränderung
gegeben. Der 58-jährige Amtsinhaber Reinhold
Sczuka wurde ohne Gegenkandidat mit 94,2
Prozent der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung
war mit 28,2 Prozent allerdings noch
schlechter als im Jahr 2017 und lag deutlich unter
den Erwartungen. Der Diplom-Verwaltungswirt
leitet die Verwaltung von Althütte seit dem Jahr
1993 unddamit seit32Jahren. Reinhold Sczukaist
damit der dienstälteste Bürgermeister im Rems-
Murr-Kreis.
Foto:TobiasSellmaier
Kreis verfehlt Klimaziele deutlich
Die Leiterin des Klimaschutzamts, Paula Baumgärtner,
und Fachbereichsleiterin Nadine Hügler haben
im Mai eingeräumt: Der Rems-Murr-Kreis wird
seine Klimaziele klar verfehlen. Laut einer Analyse
des Instituts Inev stammen fast 70 Prozent des
Energieverbrauchs weiterhin aus fossilen Quellen,
der CO₂-Ausstoß liegt bei 2,4 Millionen Tonnen. Bei
Murrhardt hat Ende Mai sein europäisches Städtepartnerschaftsnetz
um die norditalienische Stadt
Pieve di Soligo erweitert. Delegationen der bisherigen
Mitglieder –Château-Gontier-sur-Mayenne
(Frankreich), Frome (England), Rabka-Zdrój (Polen)
und die Walterichstadt –wurden herzlichbeim
neuen Partner empfangen. Gemeinsam wurde die
Aufnahme mit einem feierlichen Akt begangen.
gleichbleibendemTempo wäredas CO₂-Restbudget
bereits 2031 erschöpft. Besonders kritisch wurde
derWärmebereich beurteilt, der mehr alsdie Hälfte
des Energiebedarfs ausmacht. Fachleute forderten
daher einen schnellen Ausbau von Windkraft und
Fotovoltaik. Trotz mancher Fortschritte mahnte die
Kreisverwaltung zu weiteren Anstrengungen.
Murrhardt mitneuer italienischerPartnerstadt
„Wir bekennen uns zu einer Zusammenarbeit, die
die Vielfalt Europas sichtbar macht und die Einheit
stärkt“, sagte Murrhardts Bürgermeister Armin
Mößnervor der Unterzeichnungder Urkunden.Ziel
ist es, den kulturellen,schulischenund sportlichen
Austausch zu fördern und das Engagement inden
Bereichen Umwelt,Nachhaltigkeitund soziale Verantwortungzustärken.
VermissteFornsbacherin totaufgefunden
Die fast vierwöchige, groß angelegte Suche nach
der vermissten Beate Z. aus Murrhardt-Fornsbach
hat im Mai ein tragisches Ende gefunden.Ein Passant
fand die 54-Jährige in einem Feuchtgebiet bei
der Wahlenmühle etwa zwei Kilometer von Fornsbach
entfernt. Polizei, Familie, Freunde und zahlreiche
freiwillige Helfer hatten zuvor mitenormem
Einsatz –mit Autos, Fahrrädern,zuFuß,mit Reiterund
Hundestaffeln, mit Drohnen undInfrarottechnik
–nach der demenzkranken Frau gesucht, weil
man befürchtete,sie könnte sich in einer hilflosen
Lage befinden. Die Ergebnisse der Obduktion bestätigten
die erste Einschätzung der Ermittler: Es
gab keine Hinweise auf eine Straftat oder Fremdeinwirkung.Die
genaueTodesursacheblieb unklar,
doch diePolizei ging davon aus,dass Beate Z. schon
länger totwar und sich der Leichnambereits einige
Zeit im Wasser befand.
Brücke über dieWeißach gesperrt
Bei einer routinemäßigen Kontrolle sind ander
Brücke über die Weißach in der Backnanger Eugen-Adolff-Straße
massive Schäden festgestellt
worden. Die Brücke wurde sofort gesperrt. Wenige
Tage danach baute das THW eine Behelfsbrücke.
ErsteStadtwettee
beim Straßenfest
Rund 400000 Besucher haben sich
beim 53. Backnanger Straßenfest
an mehr Ständen und an einem
erweiterten Rahmenprogramm er-
Stadtwette: AmStraßenfest-Mon-
tag sangen mehr als 200 bunt ge-
freut. Zum ersten Mal gab eseine
kleidete Menschen Wolle Kriwa-
sich eine Riesenradfreifahrt auf
dem Rummel. Damit die Sonne
den Gästen nichtzusehrzusetzte,
wurden den Besuchern erstmals
kostenfreie Pumpspender mit
Sonnencreme mit Lichtschutz-
faktor 50imStiftshof und imBie-
gel zur Verfügung gestellt.Für ein
wenig Wehmut sorgte jedoch die
Ankündigung, dass die Motive
des Bierkrugs künftig nicht mehr
wechseln. Vielmehrsolldas diesjährige
Design dauerhaftdie Krüge
zieren. VorallemSammler bedauerten
dieseEntwicklung.
neks Stadionhymne und sicherten
Die Freude darüber wargroß, weil so langeUmwege
verhindert werden können. Doch leiderrumpelte es
bei jeder Überfahrt gewaltig.Nach einer Sanierung
der Behelfsbrücke AnfangSeptember waraber auch
dieses Problembeseitigt.
Foto:Alexander Becher
7 8 JULI
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |33
AUGUST
Schlagerspektakel im Fautenhau
Andrea Berg hatindiesem Sommer ein ganz besonderes
Jubiläum gefeiert. Die Schlagersängerin aus
Aspach bot bei ihrem 20. Heimspiel in der Arena
im Fautenhau den jeweils rund 17000 aus nah und
fern angereisten Fans an zwei Abenden ein regelrechtes
Musikfeuerwerk und diverse schillernde
Outfits. Beim traditionellen Bergfest amSonntag
Foto:TobiasSellmaier
standunteranderemDJÖtzi aufder Bühne. Bereits
am Wochenende zuvor hatte der diesjährige Stargast
Andreas Gabalier dem Publikum mit Partyhits
wie„Hulapalu“ und„Ising aLiadfür di“ eingeheizt.
Es war schon der zweite Besuch des selbst ernannten
Volks-Rock-’n’-Rollersaus der Steiermark nach
2023.
Startschuss fürHallenneubauinKirchberg
Foto:AlexanderBecher
In Kirchberg an der Murr haben die Bauarbeiten für
den Neubau der Gemeindehalle begonnen. Rund 13
Millionen Euro gibt dieGemeinde für dasProjekt aus.
Dass die alte Gemeindehalle aus dem Jahr 1970 angegangen
werden musste, war schon seit über zehn
Jahren klar. Lange drehte sich die Debatte im Gemeinderat
dann umdie Frage: Neubau oder Sanierung?
Nachder Entscheidung für denNeubau ging es
an die konkreten Pläne: Die Gemeindehalle wird in
den Hang gebaut und soll einen unteren und einen
oberen Eingang erhalten. Im November gab es dann
gute Nachrichten: Der Hallenneubau lag zwei Wochen
vor dem eigentlichen Zeitplan und die Kosten
fast eine halbe Million Euro unterder Kalkulation.
Verheerenderr
Großbrandin
Unterweissachh
gibt und die Zeit, die das Beteiligungsverfahren
vorsieht, für das Abarbeiten aller Unterlagen zu
kurz ist.Die Verwaltung setzte aufweitere Gesprächemit
dem Landratsamtund demProjektierer Uhl
Windkraft. Mit ihrem Nein wollte die Gemeinde
Zeit gewinnen, um sich vertieft mit der Sache auseinandersetzenzukönnen.
In Unterweissach ist das
Haus von Familie Schmetzer
durch ein Feuer zerstört wor-
in dem alten Gebäude vom
Dachstuhl aus und verwüste-
te weite Teile des Ober- und
Erdgeschosses. Drei Personen
wurden aus dem Gebäude
gerettet, zwei von ihnen er-
litten eine Rauchgasvergif-
tung. Unter den Geretteten
war auch Robin Schmetzer,
deraneiner seltenenKrank-
heit leidet und vom Freundd
seiner Schwester aus demm
Haus geholt wurde. Seinn
Zuhause, welches erst kurzz
zuvor behindertengerechtt
umgebaut worden war, hat-te
er hingegen verloren. .
den. Der Brand breitete sich
Eine Spendenaktion fandd
große Unterstützung. Bei
der Brandursache ging die
Polizei von einem technischenDefekt
aus.
ZeltunterkunftinBacknangwirdabgebaut
In Backnang ist die letzte Notunterkunft für Geflüchtete
im Rems-Murr-Kreis abgebaut worden.
Aufgrund des Ukrainekriegs und der damit verbundenen
gestiegenen Zahl Geflüchteter hatte
man die Zeltunterkunft auf dem Sportplatz am
Berufsschulzentrum im Jahr 2022 errichtet. Bis zu
440 Menschen hätte man hier unterbringen können,
mehr als 140 waren esallerdings nie. Seit
Foto: FeuerwehrWeissach
April 2024 stand sie gänzlich leer, wur-
de allerdingsals Notreserveerhalten. Im
Juli dieses Jahres sah sich der Landkreis
schließlich gut genug aufgestellt, um
auch im Fall wieder steigender Zahlen
nicht auf die Zeltunterkunft angewiesen
zu sein. Das übrige Mobilar wurde einge-
lagert.
ZweiTotebei Frontalcrash
AufA
der B328 zwischen Großbottwar und
AspachA
sind zwei Menschen bei einem
schweren Unfall ums Leben gekommen.
Ein52-jähriger Audi-Fahrerund die 67-jäh-
Beifahrerin eines Mazda starben noch
rige
ann der Unfallstelle. Der 72-jährige Mazda-
wurde schwer verletzt. Laut Polizei
Fahrer
geriet der Audi, der inRichtung Backnang
unterwegs war, aus ungeklärter Ursache von der
Fahrbahn ab. Beim Gegenlenken verlor der Fahrer
die Kontrolleüber sein Auto undkollidierte frontal
mit dem entgegenkommenden Mazda, der durch
die Wucht des Aufpralls in den Grünstreifen geschleudert
wurde. Die Staatsanwaltschaft ordnete
ein Gutachten zur Klärung des genauen Unfallhergangsan.
Kabirinett
verabschiedet
sich
Nach 25Jahren Kleinkunst hat
das
Theater Kabirinett in Spie-
seinen letzten Öff-
gelberg
nungstag gefeiert. Zahlreiche
Stammgäste kamen, umsich im
Garten von der Kulturinstitu-
den Betreibern Thomas
tionund
und Irene Weber zu verabschie-
Die Stimmung war gelöst,
den.
Erinnerungen wurden geteilt,
ein
Gästebuch wurde gutgefüllt.
DieWebers zeigten sichdankbar
für die langjährige Unterstüt-
und blicken trotz Wehmut
zung
nach vorn. Ab September ging
Thomas Weber gemeinsam mit
Bühnenpartner James Geierauf
Tournee. Dass nachder Grusch-
mit dem Kabirinett
telkammer
eine weitere Kulturinstitution
in
der Umgebung wegbrach,ist
Thomas Weber sehr bewusst.
Das Gebäude inklusive Garten
und Ferienwohnung steht zum
Verkauf. Familie Weber plant,
nach Backnang zu ziehen.
Foto:TobiasSellmaier
Auenwaldhallewirdgesperrt
Aufgrund massiver Mängel hat die Gemeinde Auenwald
die Auenwaldhalle geschlossen. Eine Prüfung
hatte allerlei Probleme offenbart, von Asbest
über eine marode Elektrik bis hin zueinem undichten
Dach. Selbst eine „Minimalsanierung“ der
Halle, die Anfang der 70er-Jahre gebaut worden
war,hätte die Gemeindeunerschwingliche5,5 Millionen
Euro gekostet. Der Gemeinderat rang um
Alternativen, holte Abrissangebote ein und prüfte
Nachnutzungen, doch eine Entscheidung blieb aus.
Während Vereine und Schulen auf Ausweichräume
angewiesenwaren, wuchs der Druck durch eine Petition
mit über 1000 Unterstützern. Bislang gibt es
keine klare Perspektive fürErhaltoder Abriss.
Abrissder SängerhalleinOberbrüden
Die geschichtsträchtige Sängerhalle in Oberbrüden
ist abgerissen worden. Das 1950 eingeweihte
Gebäude war über Jahrzehnte kultureller Mittelpunkt
der Gemeinde –Heimstatt des Gesangvereins
Sängerlust, später Bühne der Kleinkunstreihe
Gruschtelkammer. Trotz langer Bemühungen
um eine Verlängerung der Nutzungsdauer endete
2023 der Spielbetrieb. Tatsächlich war das Aus
für die Sängerhalle ein Drama in mehreren Akten
und letztlich eine zermürbende Hängepartie.
Für Initiator Charley Graf schloss sich damit ein
Kapitel, doch erwill ermit einer neuen Reihe im
Backnanger „Merlin“,die im Herbst startete,weitermachen.
AllmersbachinvestiertinWindpark
Der Gemeinderat von Allmersbach im Tal hat sich
für eine Beteiligung am Windpark Hörnle entschieden.Durch
diesen Schritt könnte die Gemeinde von
etwaigen Gewinnen profitieren, welche die drei von
Uhl Windkraft geplanten Anlagen in dem Waldgebiet
planmäßig ab2028 abwerfen sollen. Auch der
Leutenbacher Gemeinderat sprach sich für eine Beteiligung
aus, wohingegen Berglen ablehnte. Wie
sehr das Projekt die Gemüter erhitzt, zeigte indesseneine
Infoveranstaltung vonUhl in Waldrems. Im
Dezember präsentierte das Unternehmen vor dem
Backnanger Gemeinderatschließlich die Ergebnisse
des Windgutachtens. Die Anlagen lassen sich demnach
wirtschaftlichbetreiben.
Neinder Gemeindenzum Windpark
Nach der Gemeinde Aspach, die im Juli Stellung
bezogen hatte, hat auch Oppenweiler die Zustimmung
zum geplanten Windpark mit seinen acht
Anlagen verweigert. DieGemeinde lehnte dasbeim
Landratsamt eingereichte Baugesuch zum Windpark
Aspach/Oppenweiler mit der Begründung ab,
dass es bei zuvielen Punkten noch Klärungsbedarf
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SEPTEMBER
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |34
OKTOBER
Minister Hermannbesucht Viaduktbaustelle
Der baden-württembergische Verkehrsminister
Winfried Hermann hat sich bei einem Besuch an
der B-14-Baustelle in Backnang vom Fortschritt
des vierstreifigen Ausbaus überzeugt. Unter dem
Viadukt erläuterten Vertreter des Regierungspräsidiums,wie
sich die Arbeiten zwischen Waldrems
und dem Wasserturm entwickelten und welche
Foto:Verkehrsministerium
Großbauwerke noch folgen sollten. Bereits fertig
waren mehrere Abschnitte, weitere Brücken, Tunnel
und Knotenpunkte befanden sich in Planung
oder Ausschreibung. Gelobtwurde das abgestimmte
Bauen unter Verkehr, zugleich wurde eingeräumt,
dass Rad- und Landwirtschaftsverkehr nur
unzureichendberücksichtigtwaren.
Neue Kinderarztpraxis öffnetihreTüren
Foto:AlexanderBecher
Wo früher Notfälle behandelt wurden, sitzen jetzt
Kinder im Wartezimmer: Am 1. Oktober hat das
neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ)
für Kinder-und Jugendmedizin in den ehemaligen
Räumlichkeiten der Notfallpraxis in Backnang eröffnet.
Es wird gemeinsam vom Landkreis und den
Rems-Murr-Kliniken getragen. Nachdem die Kinderärztin
Sabina Delic-Bikic ihre Praxis geschlossen
hatte, musste schnellein Ersatz gefundenwerden,
umdie ärztliche Versorgung für Kinder und
Jugendliche zugewährleisten. Mit den Ärztinnen
MarinaStepanyan in Vollzeit undVeronikaSeethaler
in Teilzeit und ihrem Team ist dies nun sichergestelltund
die kleinenPatienten können im frisch
gestalteten Wartezimmer zwischen Fuchsund Hase
Platznehmen.
Sonnenhoffeiert75Jahre
ICE-Plänesorgenfür Diskussionen
Der Sonnenhof in Kleinaspach hat sein 75-jähriges
Bestehen mit einem großen Jubiläumstag gefeiert
und Tausende Besucher auf das Gelände gelockt.
Bei Führungen, Musik und kulinarischen Angeboten
zeigte sich, wie sich der Familienbetrieb von der
Dorfbäckereizur Erlebnisdestination entwickelthatte.Gäste
erkundeten Hotel, Wellnessbereich, Eventräume
und das Bergwerk, während Fans Exponate
von Andrea Berg bestaunten. Die offeneAtmosphäre,
viele persönliche Begegnungen und Einblicke hinter
die Kulissen machten deutlich, welche Strahlkraft
derSonnenhof weit über Aspachhinausbesitzt.
Die mögliche Streckenführung eines ICE-Sprinters
über die Murrbahn, den derneueFahrplan derDeutschen
Bahn offenbar vorsieht, hat im Raum Backnang
für Aufmerksamkeit und Debatten gesorgt.
Zunächst war bekannt geworden, dass Fernzüge
künftigdurch Backnang und dasobere Murrtal fahren
könnten, was Reisezeiten vonStuttgartinRichtung
Berlinverkürzen könnte.Gleichzeitigmehrten
sichjedoch die Bedenken, da dieeingleisige Strecke
Überholungen nötig macht und Verspätungen im
Regionalverkehr drohen. Vertreter aus Landes- und
Bundespolitik sahen Chancen für bessere Anbindung,
pochten aber geschlossen auf Investitionen
und den zweigleisigen Ausbau derMurrbahn.
WirbelsturmfegtüberSiebersbach
WeranTornados denkt, demkommenunweigerlich
die Sturmjäger inden Sinn,die in den USA auf der
Jagd nach den verheerenden Wirbelstürmen sind.
Ende Oktober fegte jedoch auch ein Tornado über
Siebersbach. Laut dem Deutschen Wetterdienst erreichte
der Wind dort eine Geschwindigkeit von
rund 180 Kilometern pro Stunde. Mit den jährlich
etwa 40 bis 50 Tornados in Deutschland ge-
hört das Wetterereignis inSiebersbach damit zu
den stärkeren Fällen. Das zeigt sich auch anden
Schäden, die auf einer Schneise von etwa 1,35 Kilometern
Länge und zwischen 100 und 220 Metern
Breite entstanden:Der Sturmdeckte unter anderem
Ziegel von Häusern ab, entwurzelte etliche Bäume,
verbog einen Metallmast und trug einen rund 130
Kilogramm schweren Strandkorb einige Meter weit.
PflegeheimStaigackerwächstweiter
Die Stiftung Altenheime Backnang und Wildberg
hat Pläne für eine Erweiterung des Pflegeheims
Staigacker vorgestellt und damit aufden steigenden
Bedarf reagiert. Vorgesehen sind zusätzliche Bewohnerzimmer
durch Umnutzung sowie ein neuer
Anbau, um künftige Vorgaben mit Einzelzimmern
GrünesLicht fürOberbrüdens Mitte
zu erfüllen. Zudemplant der Träger Wohnraum für
Pflegekräfte aus aller Welt, der kostengünstig entstehen
soll.ImGemeinderat stieß das Konzept auf
breite Zustimmung,auch wenn über die Dachform
desNeubaus diskutiert wurde undder Rahmenplan
rechtlich noch offenblieb.
Der Gemeinderat Auenwald hat den Weg für die
Neugestaltung der Ortsmitte von Oberbrüden freigemacht
unddamit einseitJahrenumstrittenesProjekt
beschlossen. Grundlage ist eine überarbeitete
Planung,die Dorfplatz,Aufenthaltsflächen, Bushaltestellen
undStraßeneu ordnet.Der Platzwirdverkleinert
gepflastert, die Straße soll asphaltiert und
durch neue Bäume aufgewertet werden. Nach langen
Debatten über Kosten, Fördermittel und Gestaltung
überwog nun der Wunsch nach einem tragfähigen
Kompromiss. Mit demeinstimmigen Beschluss kann
nundie Ausschreibungstarten.
Kirchberger FledermäuselandenimSchwarzbuch
Auf diesen Eintrag sind die Kirchberger sicherlich
nicht stolz gewesen. Wegen 40000 Euro, die für vier
gesichtete Zwergfledermäuse geplant wurden, stand
die Gemeinde in diesem Jahr im Schwarzbuch des
Bunds der Steuerzahler. Das Schwarzbuch prangert
jährlich Projekte an, bei denen besonders viele
Steuergelder verschwendet wurden. Doch warum
musste die Gemeinde sotief in die Tasche greifen?
Als beschlossen wurde, die alte Gemeindehalle abzureißen,
war eine artenschutzrechtliche Prüfung
erforderlich. Dabei stellte sich heraus, dass der
Dachboden der Halle regelmäßig von vier Zwergfledermäusen
angeflogen wird. Da diese unter Artenschutzstehen,durftedas
GebäudenichtohneWeiteresabgerissen
werden.Die Lösung: eine Umsiedlung
derTiere in Ersatzquartiere undeine anschließende
Überwachung, ob die Fledermäuse dieneuenBehausungen
annehmen –für stolze 40000Euro.
Foto:privat
Kindergartenzieht insaltePfarrhaus
9,5 Millionen Euro sind für das Projekt mit Parkplätzen
geplant gewesen: der Neubau des Kindergartens
in Allmersbach im Tal. Vier Jahre lang
arbeitete die Gemeinde andem Projekt Bildäcker-
Kindergarten und führte sogar einen aufwendigen
Architektenwettbewerb durch. Im Herbst dieses
Jahres stellten die Gemeinderatsmitglieder dann
aber mit Erschrecken fest, wie hoch die Kosten
tatsächlich ausfallen würden. Doch nicht nur das:
Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen und der
geringeren Auslastung der bestehenden Kapazitäten,
insbesondere imKrippenbereich, wuchsen im
Gemeinderat die Zweifel am Bedarf für den viergruppigen
Neubau.Die Lösung: das alte Pfarrhaus.
Nach einem Abgleich mit der Denkmalschutzbehörde
stellte sich jedoch heraus, dass das Gebäude
nur teilweise für den Kindergartenbetrieb genutzt
werdenkann.Geplant istdeshalb einAnbau.
Foto: Alexander Becher
Backnang schließt Kitagruppen
Nach Jahren des Babybooms hat Backnang eine
Wende erlebt. In den vergangenen fünf Jahren
ging die Zahl der Geburten um rund 20 Prozent
zurück, immer weniger kleine Backnangerinnen
und Backnanger werden geboren. Der veränderte
Bedarf hängt aber auch mitdem gesetzlichenAnspruch
auf Ganztagsbetreuung und Verzögerung
der Bautätigkeit zusammen. Die Folge: Die Stadt
braucht weniger Kitaeinrichtungen. Und so wurden
einige Kitagruppen aufgelöst, die Kita Bregenzer
Straße in Maubach wurde sogar komplett
geschlossen.
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NOVEMBER
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |35
DEZEMBER
TödlicherWohnungsbrand in Backnang
Bei einem nächtlichen Brand in einem Mehrfamilienhaus
imBacknanger Melanchthonweg ist eine
82-jährige Bewohnerinums Leben gekommen.Einsatzkräfte
konnten die Seniorin nur noch tot aus
ihrer Wohnung bergen. Der Feuerwehr gelang es
jedoch, ein Übergreifen der Flammen aufdas obere
Stockwerk und Nachbargebäudezuverhindernund
Bahnpendler haben auch in diesem Jahr wieder
starke Nerven und viel Geduld gebraucht: Streckensperrungen
und Schienenersatzverkehr waren
zwischen Backnang und Stuttgart ander Tagesordnung.
Sorgte zuBeginn des Jahres vor allem die LinieS4für
Probleme, fuhren ab Sommerauchdie S3
unddie Regionalzüge selten nach Plan.Regelmäßig
mussten die Fahrgäste auf Busse umsteigen, was
eine 75-Jährigeunverletztaus dem Haus zu retten.
Rund 80 Kräfte waren im Einsatz, ein Feuerwehrmann
wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.
Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund
300000 Euro.Die Brandursacheist bisher noch unklar:
Die Kriminalpolizei ermittelt und hat einen
Sachverständigenmit einem Gutachten beauftragt.
Baustellenbehindern denBahnverkehr
Foto:7aktuell/Kevin Lermer
mal mehr undmal wenigergut funktionierte.Grund
fürdie wiederholten Sperrungen warendiverse Baustellen:Unter
anderem wurden Gleise ausgetauscht
und die Leit- und Sicherungstechnik für den digitalen
Bahnknoten erneuert. Im Verkehrsausschuss
des Kreistags zeigte sich MichaelHerdecker von DB
Infrago schuldbewusst: SeinUnternehmenhabeein
„KonglomeratanChaos“verursacht.
Gabriel Nold wird Bürgermeistervon Oppenweiler
Mit einem überraschend deutlichen Ergebnis hat
die Bürgermeisterwahl in Oppenweiler geendet:
GleichimerstenWahlgangholte Gabriel Nold 51,8
Prozent der Stimmen und damitdie absolute Mehrheit.
Der 23-Jährige war der mit Abstand jüngste
Kandidat im Bewerberfeld und zum Zeitpunkt der
Wahl noch Student: Erst Anfang 2026 wird ersein
Public-Management-Studium an der Verwaltungshochschule
Kehl abschließen. Insgesamt
hatten sich sieben Männer umdas Amt beworben,
darunter der ehemalige Bürgermeister von
Gschwend, Christoph Hald, der mit 35,7 Prozent
den zweiten Platz belegte. Amtsinhaber Bernhard
Bühler hattewegen gesundheitlicherProbleme auf
eine erneuteKandidaturverzichtet.
MaubacherGemeindeplant neuesZentrum
Die Christliche Gemeinde (DCG) hat angekündigt,
ihr Gelände inMaubach zu erweitern. Denn seit
1990, alsdie Gemeinde diealteSchule direkt an der
B14übernahm, stieg die Zahl der Mitglieder auf
mehr als das Doppelte an. Damit sich die rund 350
PolizistsollMafiabeauftragthaben
Gläubigen zu Gottesdiensten und Freizeitangeboten
treffen können, sind nun ein neuer Gemeindesaal,
eine Sporthalle und ein „Haus der Jugend“
geplant.Die Finanzierung sei gesichert, hieß es im
Gemeinderat,Baubeginn soll Ende 2026 sein.
Vordem Stuttgarter Landgericht hat im Dezember
der Prozess gegen einen 47-jährigen Polizeihauptmeister
aus dem Rems-Murr-Kreis begonnen. Er
soll 2022 einen mutmaßlichen Mafiaunterstützer
beauftragthaben, seinen Vorgesetzten anzugreifen.
Der Übergriff kam aber nicht zustande. Der Angeklagte
gab an, psychisch belastet gewesen zusein
und sich ineine unverständliche Handlung hineingesteigert
zu haben.AußerdemsollerinternePolizeidaten
an die italienische Mafiagruppe weitergegebenhaben,
das flog beieiner Razzia im April 2025
auf.ImJanuar wird es weitere Prozesse geben.
NeuesTeamimBacknangerGeburtshaus
Foto: Die Christliche Gemeinde
Ab Februar hat das Backnanger Geburtshaus eine
neueLeitung.Sechs Hebammen der Partnerschaftsgesellschaft
„Geborgen gebären“ übernehmen den
Betrieb, das ist Mitte Dezember bekannt gegeben
worden. Die bisherige Geschäftsführerin Nicole
Strobel geht ineine einjährige Freizeitausgleichsphase.Das
neueTeamsetzt aufindividuelle,außerklinische
Geburtsbetreuung. Sie begleiten Frauen
von der Vorsorge über die Geburt bis zur Nachsorge
und stehen in enger Abstimmung mit Kliniken.
Stadtund Vermieterbegrüßten die Fortführung des
Hauses, dasseit 2017 werdenden Eltern einewohnortnaheAlternative
zurKlinik bietet.
Foto:TobiasSellmaier
Foto:Geborgengebären
StreitumSpielplätze in Unterweissach
Die Gemeinde Weissach im Tal setzt ihre neue
Spielplatzkonzeption um: Die Spielplätze Mozartstraße
und Wefzgenhölzle sollen wegen knapper
Finanzen entfallen. Für die Mozartstraße läuft bereits
ein Bebauungsplanverfahren für ein Wohnhaus.
Dagegen formierte sich Widerstand: Bürgerinitiativen
fordern den Erhalt der „grünen Oasen“
mit altem Baumbestand und sammelten dafür
mehrere Hundert Unterschriften. Außerdem richteten
sie zwei Petitionen an den Landtag von Baden-Württemberg,
die jedoch erfolglos blieben. Im
November ließ die Gemeinde in der Mozartstraße
bereits die Spielgeräte abbauen.Die Anwohner reagierten
empört: Sie beklagen fehlende Transparenz
und mangelnde Bürgerbeteiligung. Der Konflikt
beschäftigt weiterhin den Gemeinderat.
Kreissparkasseplant UmbauamObstmarkt
Die Kreissparkasse Waiblingen will ihre Filialdirektion
am Obstmarkt in Backnang umbauen und
modernisieren.Kurz vor Weihnachten hat der Verwaltungsrat
daszwölf Millionen Euro teureProjekt
beschlossen. Geplantsindunter anderem eine Neugestaltung
der Kundenhalle und ein barrierefreier
Zugang von der Tiefgarage ins Gebäude. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die energetische Sanierung:
Statt mit Gas wird das Gebäude künftig mit einer
Wärmepumpe beheizt. Eine Teilfläche imErdgeschoss
soll nach demUmbau extern vermietetwerden,
zum Beispiel aneinen Gastronomiebetrieb.
Die Baumaßnahmen sollen Ende 2026 beginnen
undetwa18Monatedauern.
Hausder Gesundheit fürOppenweiler
Voneinem neuen Ärztehaus mit Apotheke träumt
man inder Gemeinte Oppenweiler schon lange,
doch auf dem Weg dorthin gab es immer wieder
Rückschläge. Zuletzt sprang die Hafner-Familienstiftung
als Investor ab, nachdem bautechnische
Probleme aufgetaucht waren,die das Projekt deutlich
verteuert hätten. Doch nun gibt es wieder
Hoffnung auf einen baldigen Baustart: Die Firma
Pfeil aus Althütte sprang als Bauträger in die Bresche
und will das Haus der Gesundheit nun in etwas
kleinerer Form bauen. Der Kaufvertrag für das
Grundstück inder Hauptstraße wurde imNovember
notariell beurkundet, 2026 sollen dann schon
die Bagger anrollen. Neben einer Apotheke sind
in dem Neubau außerdem Praxisräume für Ärzte,
Zahnärzte undPhysiotherapievorgesehen.
Tageselternhaus bleibt bestehen
Das Tageselternhaus inder Backnanger Mühlstraße
bleibt entgegen früherer Ankündigungen auch
ab April 2026 noch bestehen, das ist im Dezember
bekannt gegeben worden. Fünf Tagespflegepersonen
übernehmen die Betreuung künftig aufselbstständiger
Basis, der Verein Kinder-und Jugendhilfe
bleibt als bisheriger Träger und Vermittler eingebunden.
Die Stadt Backnang trägt die Kaltmiete,
über die Übernahme der Nebenkosten wird Anfang
des Jahres beraten. Steigende Personal- und
Nebenkosten, höhere Qualifikationsanforderungen
sowie sinkendeGeburtenzahlen machten dem
Träger zuvor einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich.
Lokaler Jahresrückblick 2025
Nummer298 ·Samstag, 27.Dezember2025 |36
SPORT
EinhistorischesJahr
fürdie SG Sonnenhof
Großaspach
2025 ist für die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach
ein Jahr der Superlative gewesen: Nach
einer Rekordserie von 23 Siegen inFolge und mit
nur einer Saisonniederlagestiegdie Mannschaft als
Meister der Oberliga indie Regionalliga Südwest
auf. Zudem gewann das Team von Trainer Pascal
Reinhardt den WFV-Pokal undverdientesich damit
ein Duell im DFB-Pokal gegenden deutschenVizemeister
Bayer Leverkusen.Das ging zwar am Ende
0:4 verloren, doch auch inder Regionalliga lief es
bis zur Winterpause hervorragend: Der Aufsteiger
überwintert auf Platz zwei. Insgesamt verlor die
Dorfklubelf im gesamtenJahr nur vierPflichtspiele
neben 29 Siegenund acht Unentschieden.
Foto:Tobias Sellmaier
Judofrauen sind
Rekordmeister
Im Oktober haben sich die Judokämpferinnen der
TSGBacknang zum insgesamtsechstenMal den Titel
alsdeutscherMeistergeholt–und sind damitgleichauf
mit den Crocodiles Osnabrück Rekordmeister.
Das Finale gewann die TSG um die zweifache Weltmeisterin
Anna-Maria Wagner,die mit diesem Wettkampf
ihre aktive Karriere beendete, mit 8:6 gegen
den Titelverteidiger JC Speyer.Gegen den hatten die
Backnanger Frauen ein Jahr zuvor noch das Finale
um diedeutsche Meisterschaft verloren.
Foto:Cedrik Strupp
Neue Sphärenfür die
SGM-Fußballerinnen
Erstmals inder Vereinsgeschichte haben die Fußballerinnen
der SGM Oppenweiler-Sulzbach den
Sprung in die Verbandsligageschafft.Als Tabellenzweiter
der Landesliga ging es in die Relegation.
Dort räumte die SGMalleGegner aus demWeg und
mischt nun eine Klasse höher richtig gut mit: Die
Rohrbachtalelf überwintert auf dem vierten Tabellenplatz.
Freude beiden Handballern desHCOB:
Endlich 2. Bundesliga!
DieHandballer desHCOppenweiler/Backnang haben
ein lange angestrebtes Ziel erreicht: Nach der
überlegenen Meisterschaft in der 3. Liga Süd und
den Siegen inder Relegation gegen Rostock und
Hildesheim schafften die Murrtaler den Aufstieg
in die 2.Bundesliga, der anschließend ausgiebig
gefeiert wurde. Bislang tut sich der HCOB in der
zweiten Liga allerdings schwer undist zumJahreswechsel
Tabellenletzter. Auch die Ablösung von
Aufstiegstrainer Stephan Just durch das Duo Tobias
Klisch/Volker Blumenschein brachte bislang
nichtdie erhofften Punkte.
Foto:Alexander Becher
Impressum
Texte
JAN Carolin Aichholz
FEB Melanie Maier
MÄRZ AndreasZiegele
APRIL Lorena Greppo
MAI Christine Schick
JUNI Matthias Nothstein
JULI Kai Wieland
AUG Nicola Scharpf
SEP AndreasZiegele
OKT Daniela Wahl
NOV KorneliusFritz
DEZ Kristin Doberer
SPORT LarsLaucke
Layout
Sindy Koch
RSVWaldrems
holt denTitel zurück
NacheinemJahr Pause sind dieFünferradballerdes
RSV Waldrems wieder deutscher Meistergeworden.
In der Hallevon TitelverteidigerRVGärtringenließensie
denGastgeber beider Endrunde im November
hinter sich und zogen mit jetzt zwölf nationalen
Titelnwieder mitden Gärtringern gleich.
SVAllmersbach
gewinntimBezirkspokal
Im Rennen umden Landesliga-Aufstieg hat es für
die Fußballer des SV Allmersbach nicht ganz gereicht.Dafür
holtesich die Täleself denBezirkspokal.ImFinale
gegen den Nachbarn TSVNellmersbachbejubeltedas
Team vonTrainer Hannes Stanke
am Ende einen 2:1-Sieg. Und vielleicht klapptes
mit dem Aufstiegjadiese Saison, denn zurWinterpause
führtder SVAdie Bezirksliga-Tabelle an.
Turnerinnenschaffen denSprung
indie 3. Bundesliga
Es ist fast schon ein Aufstieg mit Ansage gewesen:
Angeführt von der fünffachen deutschen Jugendmeisterin
Lara Gabriel gewannen die Turnerinnen
der TSG Backnang alle vier Regionalliga-Wettkämpfe
der Saison mit jeweils deutlichem Abstand
undschafftendamit denSprung in die3.Bundesliga.
Dort möchte die Mannschaft von Cheftrainerin MelanieAndergassen
nächstes Jahr weiterangreifen.
Foto: Hannah Rohrwick