CityGlow Januar 2026
CITYGLOW ist ein hochwertiges Stadt- und Kulturmagazin, das urbane Lebensart, Kunst, Musik, Events und gesellschaftliche Themen stilvoll miteinander verbindet. Es richtet sich an kulturinteressierte Leserinnen und Leser, die Inspiration, Tiefgang und einen Blick hinter die Kulissen der Stadt suchen. Redaktionelle Reportagen, Interviews und Porträts werden mit starken Bildstrecken und modernem Design kombiniert und machen jede Ausgabe zu einem visuellen Erlebnis. Der Fokus liegt auf regionalen Highlights aus Städten wie Hannover und Hamburg, ergänzt durch internationale Kunst- und Kulturthemen. CITYGLOW versteht sich als Plattform für Kreative, Kulturschaffende und Marken, die urbanen Zeitgeist sichtbar machen möchten.
CITYGLOW ist ein hochwertiges Stadt- und Kulturmagazin, das urbane Lebensart, Kunst, Musik, Events und gesellschaftliche Themen stilvoll miteinander verbindet.
Es richtet sich an kulturinteressierte Leserinnen und Leser, die Inspiration, Tiefgang und einen Blick hinter die Kulissen der Stadt suchen.
Redaktionelle Reportagen, Interviews und Porträts werden mit starken Bildstrecken und modernem Design kombiniert und machen jede Ausgabe zu einem visuellen Erlebnis.
Der Fokus liegt auf regionalen Highlights aus Städten wie Hannover und Hamburg, ergänzt durch internationale Kunst- und Kulturthemen.
CITYGLOW versteht sich als Plattform für Kreative, Kulturschaffende und Marken, die urbanen Zeitgeist sichtbar machen möchten.
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01.2026
CITYGLOW
6,90 EURO
AUCH IM ABO
WWW.CITYGLOW.DE
Erfolgreich ins neue Jahr starten
Firmenfeiern im Mister Q
Das neue Jahr hat begonnen, der Alltag
kehrt langsam zurück – und genau jetzt
ist der richtige Zeitpunkt, um gemeinsam
mit dem Team zusammenzukommen.
Ob als gelungener Jahresauftakt,
als Dankeschön für das vergangene Jahr
oder als nachgeholte Weihnachtsfeier:
Im Mister Q könnt ihr eure Firmenfeier
auch im Januar und Februar noch
stilvoll umsetzen. Ohne den typischen
Jahresendstress bleibt mehr Raum für
Austausch, Genuss und gemeinsame
Momente. Die zentrale Eventlocation
am Raschplatz bietet dafür den idealen
Rahmen: modern, gut erreichbar und
mit einer Atmosphäre, die auch nach
den Feiertagen zum Verweilen einlädt.
So startet ihr entspannt und motiviert
gemeinsam ins neue Jahr.
Hochwertige
Kulinarik, authentische
Atmosphäre und ein
Konzept, das verbindet
Bei eurer Firmenfeier im neuen Jahr genießt
ihr die gleiche Qualität und Vielfalt
wie zur klassischen Weihnachtssaison.
Die moderne asiatische Küche folgt
dem Slowfood-Prinzip und überzeugt
mit frischen, aromatischen Gerichten,
die im beliebten Sharing-Konzept
serviert werden. Fleisch-, Fisch- und
Gemüsegerichte kommen getrennt
auf den Tisch – ideal für Teams mit
unterschiedlichen Vorlieben und Ernährungsweisen.
Das stilvolle Interieur
schafft eine warme, elegante Atmosphäre,
die eure Feier zu etwas Besonderem
macht. Ob kleines Team
oder größere Gruppe mit
bis zu 120 Personen: Die
flexibel nutzbaren Räume
und die integrierte
Cocktailbar bieten beste
Voraussetzungen für einen
gelungenen Abend zum
Jahresstart.
Individuelle
Planung,
professionelle
Betreuung und
ein starker
Impuls für das
neue Jahr
Damit eure Firmenfeier im
neuen Jahr genauso rund
wird wie ein klassisches
Dezember-Event, begleitet
euch das erfahrene Mister-
Q-Team von der ersten
Planung bis zum letzten
Drink. Unterstützung
bei
Menüauswahl,
Ablauf und
Dekoration
sorgt dafür, dass
eure Veranstaltung
genau zu euren
Zielen passt – ob festlich,
locker oder mit inhaltlichen
Programmpunkten wie
Präsentationen oder Ansprachen. So
schafft ihr nicht nur einen besonderen
Abend, sondern setzt auch ein positives
Zeichen für Zusammenhalt, Motivation
und Teamkultur im neuen Jahr. Ein
Jahresauftakt, der in Erinnerung bleibt
und den Grundstein für ein erfolgreiches
Jahr legt.
Das Team des Mister Q wünscht ein
schönes neues Jahr.
Mister Q – Restaurant & Bar
Raschplatz 5, 30161 Hannover
Webseite: https://misterq.de
Herausgeber Michael Panusch
EDITORIAL
Der Januar gilt vielen als leiser Monat.
Als eine Zeit des Innehaltens, des
Neustarts, vielleicht auch der Vorsätze.
Doch wer genauer hinsieht, merkt
schnell: Unsere Städte schlafen nicht –
sie atmen Kultur, Bewegung und Ideen.
Und genau davon erzählt diese Januar-Ausgabe
des CityGlow Magazins.
Wir beginnen das Jahr mit einem Blick
in die Kunstgeschichte und zugleich
mitten hinein in die Gegenwart: Die
große Retrospektive des schwedischen
Ausnahmekünstlers Anders Zorn zeigt,
wie zeitlos starke Bilder sein können.
Licht, Bewegung, Persönlichkeit –
Zorns Werke erinnern uns daran, dass
wahre Modernität oft dort entsteht, wo
handwerkliche Meisterschaft auf mutigen
Blick trifft.
Musikalisch startet das Jahr mit voller
Klangkraft. Die Konzertsäle zeigen im
Januar, wie vielfältig Musik heute verstanden
wird: von großen klassischen
Namen über emotionale Klezmer-Melodien
bis hin zu Pop, der im orchestralen
Gewand neue Facetten zeigt. Diese Mischung
steht sinnbildlich für eine Kulturlandschaft,
die keine Grenzen kennt
– und genau darin ihre Stärke findet.
Bewegung spielt auch jenseits der Musik
eine zentrale Rolle. Mit dem Feuerwerk
der Turnkunst erleben wir, wie Sport
zur Kunst wird: kraftvoll, poetisch, mitreißend.
Es ist ein Erlebnis, das Generationen
verbindet und zeigt, wie sehr uns
gemeinsames Staunen gut tut – gerade
zu Beginn eines neuen Jahres.
Noch einen Schritt weiter geht das Real
Dance Festival, das Tanz als Sprache
unserer Zeit versteht. Offen, inklusiv,
politisch und sinnlich zugleich. Hier
wird deutlich: Kultur ist nicht nur Unterhaltung,
sie ist Dialog, Teilhabe und
Spiegel unserer Gesellschaft.
Diese Ausgabe lädt Sie ein, den Januar
neu zu entdecken – als Monat voller
Energie, Inspiration und urbanem
Glanz. Lassen Sie sich treiben, überraschen,
begeistern. Die Stadt hat viel zu
erzählen.
Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden
Start ins neue Jahr.
Herzlich
Michael Panusch
Herausgeber, CityGlow Magazin
CITYGLOW
Vielfalt in
Bewegung
Was das Real Dance
Festival 2026 prägt
Hannover tanzt erneut — und wie. Vom
28. Januar bis 1. Februar 2026 präsentiert
das Real Dance Festival ein bretes
Spektrum zeitgenössischer Tanzformen –
von modernem Bühnentanz über urbane
Styles bis hin zu experimentellen Formaten.
Unter der künstlerischen Leitung
von Melanie Zimmermann bringt das
Festival internationale Perspektiven in die
Stadt und macht Tanz als gesellschaftlich
relevanten Ausdruck erfahrbar.
Programmhöhepunkte:
Internationale Stars und
inklusive Formate
Zu den auffälligsten Highlights gehört
der Auftaktabend mit der Company
A.I.M by Kyle Abraham, bekannt für
ihre kraftvolle choreografische Sprache
zwischen Modern Dance, Hip-Hop und
politischem Ausdruck. Ebenfalls hoch gehandelt
werden „LAX“ des US-Künstlers
Jerron Herman, Choy Ka Fais Stück aus
der Forschungsreihe „SoftMachine: The
Return“, sowie Nadia Beugrés „Épique
! (pour Yikakou)”, das mit intensiver
Energie soziale Realitäten verhandelt.
Workshops, ein Videotanz-Screening, ein
Showing-Format sowie das erste inklusive
No-Boundaries Dance Battle Hannovers
erweitern das Festival zu einem
offenen Raum für alle, unabhängig von
Erfahrung, körperlichen Voraussetzungen
oder Stilrichtungen.
Vision und Wirkung:
Ein Festival für Austausch
und Teilhabe
Mit seinem klaren Fokus auf kulturellen
Austausch und Zugänglichkeit versteht
sich das Real Dance Festival als inklusives
Forum für Begegnung. Angebote wie
Audiodeskription, Relaxed Performances
und spezifische Workshops für blinde
und sehbehinderte Menschen öffnen den
Tanz für ein breites Publikum. Das Festival
setzt so nicht nur künstlerische Impulse,
sondern schafft auch nachhaltige
Strukturen für Teilhabe und Vielfalt
in der Tanzszene Hannovers. – 1. Februar
2026
Foto: Katharina Drößler
4
Hannover
Wichtige Infos zum Real Dance Festival 2026 –
kompakt als Stichpunkte
Ort: Verschiedene Spielstätten
in Hannover
Programm-Schwerpunkte:
• Mixed-Bill mit A.I.M by Kyle Abraham
• „LAX“ von Jerron Herman
• „SoftMachine: The Return“
von Choy Ka Fai
• „Épique ! (pour Yikakou)“
von Nadia Beugré
• Workshops, Videotanz-Screening,
Showing-Format
• Inklusives No-Boundaries Dance
Battle (kostenfrei)
Tickets: 10–30 € je nach Veranstaltung;
einige Angebote kostenlos
Vorverkauf: Start am 28. November 2025
Barrierefreiheit: Audiodeskription,
Relaxed Performances,
alternative Sitzplätze,
Workshops für blinde/
sehbehinderte Personen
Ziele: Künstlerische Vielfalt, kultureller
Austausch, Förderung inklusiver
Tanzkultur
Brujas Collective
- Ready To Be
Soft Battle
Nadia Beugré Épique (pour Yikakou)
A.I.M by Kyle
Abraham MIXED
BILL
Foto:Alexander Diaz
5
Feuerwerk der
Turnkunst startet
2026 mit „VIVA“
in Hannover
Foto: China-National-Acrobatic-Troupe
Foto: MOTUS
Am 17. Januar 2026 eröffnet Europas
erfolgreichste Turnshow „Feuerwerk
der Turnkunst“ ihre neue Saison in
Hannover und bringt mit dem Programm
VIVA ein Spektakel voller
Energie, Rhythmus und internationaler
Akrobatik auf die Bühne. In der
ZAG-Arena am Expo Plaza erwartet die
Zuschauer ein mitreißendes Programm,
das Kunstturnen, Artistik und Bühnenperformance
zu einem lebendigen
Gesamterlebnis vereint. VIVA steht
als Ausdruck purer Lebensfreude und
verbindet klassische Turnelemente mit
innovativen Show-Acts, die den Turnsport
neu interpretieren.
Internationale Stars
und vielfältige
Darbietungen
Die Show versammelt ein hochkarätiges,
internationales Ensemble aus
Künstlern und Spitzenathleten. Dazu
zählen unter anderem die dänische
Schleuderbrett-Gruppe MOTUS, japanische
Rope-Artisten sowie Performances
aus rhythmischer Sportgymnastik
und modernem Kunstturnen. Zu den
sportlichen Höhepunkten zählt der Auftritt
des amtierenden Turn-Weltmeisters
Lukas Dauser, der seine Dynamik
an Barren und Reck präsentiert. Ergänzt
wird das Programm durch Livemusik,
visuelle Effekte und eine Choreografie,
die Bewegung, Tanz und Akrobatik in
einer kraftvollen Dramaturgie vereint.
Ein Erlebnis für
die ganze Familie
Seit über drei Jahrzehnten zählt das
„Feuerwerk der Turnkunst“ zu den
erfolgreichsten Showformaten Deutschlands
und begeistert ein generationenübergreifendes
Publikum. Die emotionale
Mischung aus Bewegungskunst,
Musik und erzählerischen Elementen
macht die neue Tournee auch 2026
wieder zu einem besonderen Ereignis.
In Hannover stehen zwei Aufführungen
– am Nachmittag und am Abend – auf
dem Programm, die Besucherinnen und
Besuchern eine flexible Planung ermöglichen.
Der Vorverkauf läuft bereits.
Wichtige Informationen
Veranstaltung:
Feuerwerk der Turnkunst –
VIVA-Tournee 2026
Datum & Uhrzeiten:
17. Januar 2026,
14:00 Uhr und 19:00 Uhr
Ort:
ZAG-Arena, Expo Plaza 7,
30539 Hannover
Programm:
Internationale Akrobatik, Kunstturnen,
Livemusik, Showelemente
unter dem Motto VIVA
Besondere Acts:
Lukas Dauser (Kunstturn-
Weltmeister), MOTUS (Dänemark),
Haribow (Japan) u. a.
Tickets:
Online im Vorverkauf erhältlich,
Preis abhängig von Kategorie
und Platzbereich
6
Wieder Lachen wie früher:
Die neue Heinz Erhardt Revue in Hannover
Hannover
Hannover bekommt Anfang 2026 ein
Wiedersehen mit einer der wohl kultigsten
Figuren der deutschen Unterhaltung
– der Komiker Heinz Erhardt lebt
mit der „Neuen Heinz Erhardt Revue“
noch einmal auf der Bühne auf. Am 5.
Januar 2026 wird die Show im Theater
am Aegi zu erleben sein und verspricht
einen Abend voller Humor, musikalischer
Leichtigkeit und nostalgischer
Stimmung. Die Revue bringt die Klassiker
Erhardts zurück — mit Wortspielen,
Gedichten, Sketchen und Liedern,
frisch interpretiert vom Ensemble um
Patrick L. Schmitz.
Stimmung, Songs und
schlagfertige Pointen:
Die Show
Die „Neue Heinz Erhardt Revue“ ist
eine Hommage an Erhardts berühmte
Gedichte, Sketche und Lieder. Erwartet
werden Szenen wie „Das Nasshorn“,
belter Diktion, verspielter Mimik und
viel Charme lässt er das Publikum in
die 50er- und 60er-Jahre zurückreisen.
Begleitet wird er von einem Ensemble
aus Aline Joers, Gerald Ließ und dem
Pianisten Franz Tröger — gemeinsam
sorgen sie für Musik, Tempo und einen
Abend zum Lachen.
Zeitlose Unterhaltung: Warum
die Revue noch heute
funktioniert
Die Show lebt vom Witz und der Sprache
– und genau das macht sie auch
heute noch aktuell. Die Mischung aus
nostalgischer Stimmung, gekonntem
Sprachwitz und musikalischer Leichtigkeit
spricht ein Publikum aller
Generationen an. Für alle, die Erhardt
schätzten, ist die Revue Rückblick und
Wiederbelebung zugleich; für jüngere
Zuschauer eine Gelegenheit, den großen
Humoristen kennenzulernen —
Wichtige Infos zur „Neuen
Heinz Erhardt Revue“ 2026
in Hannover – kompakt als
Stichpunkte
Datum:
5. Januar 2026, 20:00 Uhr
(Einlass ab 19:00 Uhr)
Ort:
Theater am Aegi, Aegidientorplatz 2,
30159 Hannover
Aufführung:
Hommage an Heinz Erhardt — mit Gedichten,
Sketchen, Liedern, Wortspielen
und musikalischer Begleitung
Darsteller & Ensemble:
Patrick L. Schmitz (in der Rolle von
Heinz Erhardt), Aline Joers, Gerald
Ließ, Pianist Franz Tröger
Stil & Stimmung:
Schelmischer Wortwitz, nostalgische
Atmosphäre, flotte Songs, humoristische
Sketche, liebevolles Bühnenbild
„Die Made“ oder „König Erl“ — mit
dem typischen schelmischen Humor
und der charakteristischen Sprachspielerei,
die Erhardt so legendär machten.
Patrick L. Schmitz übernimmt das Erbe
mit großer Hingabe: Mit verschwur-
modern interpretiert und
liebevoll inszeniert. Die „Neue
Heinz Erhardt Revue“ schafft es,
Humor, Nostalgie und
Spielfreude in einem Abend
zu vereinen.
Fotos: Klaus Barnickel
7
8
Januar
Der Januar hat ein ganz eigenes Geräusch.
Es ist dieses leise Pfffff, wenn
der Dezember endlich loslässt. Die Welt
wirkt frisch gewaschen, die Straßen sind
leerer, der Himmel klarer, und selbst die
Menschen scheinen ein kleines bisschen
zögerlicher zu sprechen – als müssten
sie erst wieder in Gang kommen. Ich
mag das. Dieses Innehalten nach dem
großen Jahresend-Feuerwerk. Dieses
Gefühl, dass alles möglich scheint, aber
noch nichts entschieden ist.
Der Januar ist wie ein frisch aufgeschlagenes
Notizbuch: noch keine
Kritzeleien, keine peinlichen Seiten,
keine Eselsohren. Nur Raum. Und
Licht. Warum fühlt sich der Januar wie
ein Neuanfang an Vielleicht, weil wir
Menschen kalendarische Wesen sind.
Wir lieben Rahmen. Anfänge. Ritualisierte
Neustarts. Ein Montag reicht uns
ja schon, um „ab jetzt wird alles anders“
zu denken. Und der Januar?
Der ist der Montag des Jahres. Nur
ohne die schlechte Laune. Die Tage
werden langsam heller – kaum merklich,
aber spürbar. Die Luft ist klar, oft
bitterkalt, aber voller Versprechen. Die
Sonne zeigt sich plötzlich wieder öfter,
als wolle sie sagen: „Na gut. Ich geb mir
Mühe.“ Selbst die Natur scheint mitzuspielen:
Die Bäume sind nackt, die Erde
ruht, aber unter der Oberfläche passiert
schon was. Der Januar ist nicht tot – er
ist Vorbereitung. Trendthemen: Was
der Januar heute so mit uns macht. Der
Januar hat sich in den letzten Jahren zu
einer Art Trainingscamp für Selbstoptimierer
entwickelt. Es ist der Monat der
klaren Kante, der guten Vorsätze, der
Listen und Tabellen.
Dry January?
Natürlich. Wer hat schon noch Zeit für
Wenn die Welt einmal
tief durchatmet
Alkohol, wenn man gleichzeitig ein Bullet
Journal führen, meditieren, laufen,
journaling, meal preppen und seine
toxischen Kontakte aussortieren muss?
Veganuary?
Auch beliebt. Plötzlich essen alle Tofu,
der Kichererbsenverbrauch schießt in
die Höhe, und man googelt heimlich:
„Wie würze ich Tempeh, damit es nicht
nach Keller schmeckt?“
No-Spend-January?
Wird jedes Jahr populärer. Nach Dezember
verstehe ich auch warum.
Decluttering-Challenges?
Januar ist der natürliche Feind des Gerümpels.
Kein Monat produziert mehr Menschen,
die drei Stunden lang beseelt
Tupperdeckel sortieren, um danach
erschöpft, aber stolz zu verkünden: „Ich
fühle mich sooo viel leichter.“ Aber
bei all dem Optimierungswahn hat der
Januar einen Vorteil: Er lässt uns zumindest
darüber nachdenken, wer wir
eigentlich sein wollen. Selbst wenn es
am Ende doch wieder beim Latte mit
Sojamilch bleibt. Januar: Der Monat, in
dem niemand arbeitet – aber alle so tun.
Ich weiß nicht, ob Sie das auch kennen,
aber der Januar fühlt sich an, als würde
die Welt mit angezogener Handbremse
fahren. Alle sitzen wieder auf ihren Bürostühlen,
aber die Energie ist noch im
Urlaub. Mails beginnen mit „Ich hoffe,
du bist gut ins neue Jahr gekommen“,
und man liest zwischen den Zeilen:
„Ich bin’s nicht.“ Die Menschen trudeln
langsam zurück in den Alltag, mit einer
Mischung aus Erleichterung und
Überforderung. Und das Schöne ist:
Niemand erwartet richtig was. Im Januar
sind wir kollektiv nett zueinander,
weil wir alle wissen, dass keiner gerade
wirklich funktioniert.
Persönliche Erinnerung: Januar-Ausflüge
gegen den Winterblues Ich habe
irgendwann gemerkt, dass der Januar
perfekt ist für Ausflüge. Nicht für Reisen
– dafür ist er mir zu anstrengend.
Aber für kleine Fluchten. Spaziergänge
im Wald, wenn der Frost unter den
Schuhen knirscht. Ein Tagestrip ans
Meer, wo die Strände leer sind und der
Wind dir die Gedanken aus dem Kopf
bläst. Besuche in kleinen Cafés, die
noch nicht überfüllt sind, weil alle mit
„Dry January“-Tees zu Hause sitzen.
Ich erinnere mich an einen Januar,
da bin ich allein an die Ostsee gefahren.
Es war klirrend kalt, der Himmel
war so blau, dass es fast wehtat, und
ich war die einzige Person in einem
fünf Kilometer Radius. Ich stand am
Strand, sah die Sonne glitzern, hörte
das leise Plätschern der Wellen – und
dachte: So fühlt sich Neustart an. Ja,
mit einem Glühwein! Wie man den
Januar gestalten kann – ohne daran zu
scheitern. Nicht alles auf einmal wollen.
Der Januar ist kein Bootcamp. Er ist ein
sanfter Einstieg. Die Helligkeit nutzen.
Selbst wenn’s nur fünf Minuten sind –
Sonnenlicht im Januar wirkt wie Kaffee
direkt ins Herz.
Rituale statt Vorsätze.
Ein kurzer Spaziergang, eine Kerze
morgens, ein warmes Essen – kleine
Dinge zählen. Social Detox light.
Man muss nicht alle blockieren, aber
man darf das Handy öfter mal ignorieren.
Dry January? Gerne. Aber ohne
Zwang. Ein alkoholfreier Cocktail ist
toll. Ein Glas Wein ab und zu auch. Der
Januar verzeiht. Den Zauber im Kleinen
suchen. Eine neue Pflanze. Ein leeres
Notizbuch. Eine Playlist, die noch nicht
mit Erinnerungen gefüllt ist. Fazit: Der
Januar ist kein harter Schnitt – sondern
ein zartes Neustarten. Er zwingt uns
nicht, besser zu werden. Er lädt uns ein.
Zu Frische. Zu Licht. Zu einem neuen
Kapitel mit weichem Anfang. Vielleicht
ist der Januar gar nicht der Monat der
Optimierer, sondern der Monat der
Träumer. Derjenigen, die glauben, dass
etwas Neues beginnen kann – auch
wenn der Boden gefroren ist. Also
atmen wir ein. Tief. Und dann gehen
wir langsam los – in dieses neue, helle,
ungefüllte Jahr.
9
The Silk
Asiatisch-europäische Küche im Seidenmix,
mit Prosecco vom Fass von Christian Hanke
Peter Sebastian, Mike Washington
Pascal Krieger, Nina Petri, Rwe Rohde
Eppendorfs hochwertige gastronomische
Szene hat ein neues Highlight:
„The Silk, Restaurant und Bar“ in der
Eppendorfer Landstraße 6. Speisen aus
Vietnam werden in den drei Räumen
des gemütlichen, mit Sesseln und Sofas
in schwarzen und dunkelblauen Stoffen
ausgestatteten Restaurants angeboten,
aber auch originelle asiatisch-europäische
Speisekombinationen. In die Stoffe
ist Seide eingearbeitet – ebenso wie in
die Stoffbahnen, die leicht hängend die
Decken zieren. Alles besteht aus recycelbarem
Material. Daher der Name.
75 Plätze bietet The Silk seinen Gästen,
ohne dass die Tische eng gestellt sind.
„Es geht mir nicht nur um gutes Essen,
sondern auch um eine angenehme Atmosphäre
und guten Service“, betont
Inhaberin Anh Dao Tran, die das Restaurant
gemeinsam mit Koch Chi Lang
Nguyen eröffnet hat. „Er ist das Herz
des Ladens, weil er sehr präzise und
kreativ kocht“, lobt Anh Dao Tran. Für
beide ist es bereits das vierte Restaurant,
das sie leiten. Sie leben seit 2000 (Chi
Lang Nguyen) beziehungsweise 2007
(Anh Dao Tran) in Hamburg.
Jürgen und Chon Hunke mit Silk Geschäftsführerin Anh Dao Tran
Bedo, Taco, Sven Assmuth mit Ehefrau Aya Mahir,
10
Pascale Krieger, Art Garfunkel
Art Garfunkel mit Rene Naggatis
Inhaber und Chefkoch,
Herr Lang
Qualität zeigt sich im The Silk auch
beim Essen, das mit hochwertigem
Besteck in handgemachtem Geschirr
serviert wird. Dazu trinkt man aus speziell
für das Restaurant angefertigten
Designgläsern. Da könnten die Speisen
und Getränke nicht allzu preiswert
sein – wäre ein naheliegender Gedanke.
Doch das Gegenteil ist der Fall: Mehr
als 22,90 Euro kostet hier kein Gericht.
Außerdem wird ein Mittagstisch angeboten,
ab 12,90 Euro (inklusive eines
Getränks).
An dem langen Bartresen lässt sich
zudem gern ein Getränk einnehmen –
eines der vielen Carlsberg-Biere zum
Beispiel oder, ganz neu, Prosecco vom
Fass.
The Silk
Eppendorfer Lanstrasse 6
20149 Hamburg
www.thesilk-restaurant.de
Silk
Geschäftsführerin The Silk, Anh Dao Tran
11
CAVALLUNA
Tor zur Anderswelt
Magische Pferdewelten
erobern Hannover
Wenn sich die Tore zu einer anderen Welt öffnen, beginnt eine
Reise voller Magie, Emotionen und beeindruckender Bilder: Mit
„CAVALLUNA – Tor zur Anderswelt“ kommt Europas erfolgreichste
Familienshow mit Pferden am Samstag, 31. Januar 2026,
und Sonntag, 1. Februar 2026 in die ZAG Arena Hannover.
Die neue Show entführt das Publikum in eine geheimnisvolle
Fantasiewelt, in der Realität und Magie miteinander verschmelzen.
Im Zentrum der Geschichte steht die junge Zauberin Meerin, die
über die besondere Gabe verfügt, ihre Zeichnungen zum Leben zu
erwecken. Doch als sie aus ihrem Dorf verbannt wird, beginnt eine
abenteuerliche Reise durch fremde Welten – begleitet von inneren
Zweifeln, dunklen Mächten und der Suche nach Vertrauen in die
eigene Stärke. Eine Erzählung über Mut, Hoffnung und Selbstfindung,
die Jung und Alt gleichermaßen berührt.
CAVALLUNA steht seit Jahren für eine einzigartige Verbindung
aus hochklassiger Reitkunst, internationalem Tanz, mitreißender
Musik und spektakulären Bühnenbildern. In „Tor zur Anderswelt“
stehen 56 Pferde, Ponys und Esel gemeinsam mit rund 100 Mitwirkenden
in der Arena und erschaffen eindrucksvolle Szenen:
von emotionalen Freiheitsdressuren über spektakuläre Reitformationen
bis hin zu waghalsigem Trickreiten. Modernste Lichttechnik
und visuelle Effekte lassen märchenhafte Landschaften entstehen
und ziehen das Publikum mitten hinein in diese andere Welt.
Internationale Spitzenreiter und bekannte Publikumslieblinge
prägen die Show. Künstler wie Bartolo Messina begeistern mit
inniger Freiheitsdressur und charmanten Miniponys, während
Kenzie Dysli als starke Gegenspielerin mit Ausdruckskraft und
12
Präsenz überzeugt. Weitere Ausnahmetalente
wie Rudj Bellini
oder Laury Tisseur lassen die
Grenzen zwischen Reitkunst,
Schauspiel und Choreografie
verschwimmen. Im Mittelpunkt
steht dabei stets die besondere
Harmonie zwischen Mensch
und Tier – spürbar in jeder Bewegung
und jedem Moment der
Show.
Auch abseits der Bühne wird dieser respektvolle
Umgang gelebt: Die Pferde genießen während der
Tournee großzügige Ruhezeiten, kurze Wege und
artgerechte Bedingungen. Diese Fürsorge spiegelt sich
in ihrer Gelassenheit und Ausstrahlung während der
Vorstellung wider und macht CAVALLUNA zu einem
Erlebnis, das weit über klassische Unterhaltung hinausgeht.
Mit hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern
zählt „Tor zur Anderswelt“ zu den großen kulturellen
Highlights der Saison 2025/26. Der Tourstopp
in Hannover verspricht zwei Tage voller Staunen,
Emotionen und unvergesslicher Bilder – ein Erlebnis
für die ganze Familie.
Termine in Hannover – ZAG Arena
Samstag, 31.01.2026: 14:00 Uhr & 19:00 Uhr
Sonntag, 01.02.2026: 13:00 Uhr
Weitere Informationen und Tickets unter
www.cavalluna.com
13
Wurzel der
Hoffnung
Sara Schubert und die leise
Dringlichkeit der Natur
Manche Ausstellungen schreien nach
Aufmerksamkeit. Andere sprechen leise
– und bleiben genau deshalb länger
im Kopf. Mit „Wurzel der Hoffnung“
zeigt Sara Schubert ab dem 10. Januar
im Leine Center Hannover/Laatzen
eine Werkserie, die nicht auf Effekte
setzt, sondern auf Wirkung. Ihre Bilder
fordern kein schnelles Gefallen ein. Sie
verlangen Zeit. Und sie stellen eine Frage,
die sich kaum umgehen lässt: Wie
gehen wir mit einer Natur um, deren
Zerbrechlichkeit längst offensichtlich
ist – und die wir dennoch täglich übersehen?
Kunst als Spiegel unserer
Verantwortung
Sara Schuberts Arbeiten bewegen sich
seit Jahren an der Schnittstelle zwischen
Ästhetik und Haltung. Die Künstlerin
verbindet abstrakte Malerei mit figurativen
Naturmotiven, oft Tiere, Pflanzen
oder organische Strukturen. Was auf
den ersten Blick harmonisch wirkt,
offenbart bei genauerem Hinsehen eine
Spannung: zwischen Schönheit und
Verlust, zwischen Kraft und Verletzlichkeit.
„Wurzel der Hoffnung“ treibt diese
Auseinandersetzung weiter – konzentrierter,
klarer, konsequenter.
Im Zentrum der neuen Serie steht die
tiefe Verbundenheit zwischen Mensch
und Natur. Doch Schubert idealisiert
diese Beziehung nicht. Stattdessen
macht sie sichtbar, wie fragil dieses
Gleichgewicht geworden ist. Ihre Bilder
sind keine romantischen Naturdarstellungen,
sondern visuelle Zustandsbeschreibungen
einer Welt, in der Artenvielfalt
schwindet und Lebensräume
zerfallen.
Fragmentierung als
künstlerisches Prinzip
Ein prägendes Merkmal der Ausstellung
ist die Fragmentierung. Mehrere
kleinformatige Leinwände fügen sich zu
einem größeren Gesamtbild zusammen
– nicht nahtlos, sondern bewusst unterbrochen.
Diese Brüche sind kein Zufall,
sondern Teil der Aussage. Sie stehen für
die Zersplitterung natürlicher Lebensräume,
für unterbrochene Kreisläufe
und für ein Ökosystem, das aus dem
Takt geraten ist.
Besonders eindrucksvoll wirkt dabei ein
einzelnes Fragment, das konsequent in
Schwarz-Weiß gehalten ist. Es entzieht
sich der farblichen Harmonie der übrigen
Bildteile und fungiert als stilles
Mahnmal. Dieses Element steht für
das, was bereits verloren ist – oder kurz
davorsteht zu verschwinden. Ohne Pathos,
ohne erhobenen Zeigefinger, aber
mit klarer Aussage: Nicht alles lässt sich
reparieren, wenn wir zu lange warten.
Zwischen Abstraktion und Präzision
Sara Schuberts Bildsprache lebt von
Kontrasten. Wilde, oft mit den Händen
geschaffene abstrakte Hintergründe
treffen auf hochpräzise ausgearbeitete
Tier- und Naturmotive. Diese Kombination
erzeugt Spannung – visuell
wie emotional. Die abstrakten Flächen
wirken wie emotionale Landschaften,
während die figurativen Elemente Halt
geben und Orientierung schaffen.
Die Tiere in Schuberts Arbeiten erscheinen
dabei nie dekorativ. Sie blicken
den Betrachter häufig direkt an, fast
konfrontativ. Ihre Präsenz ist ruhig,
aber bestimmt. Es sind keine Motive
zum schnellen Weiterblättern, sondern
Bilder, die einen innehalten lassen. Genau
darin liegt ihre Stärke.
Haptik als Teil der Aussage
Ein weiteres zentrales Element ihrer Arbeiten
ist die Haptik. Durch den gezielten
Einsatz von Strukturpaste entstehen
Oberflächen, die Tiefe erzeugen und
beinahe zum Berühren einladen. Diese
körperliche Dimension der Malerei ist
kein Selbstzweck. Sie macht die Werke
greifbarer – im wörtlichen wie im übertragenen
Sinn.
14
Schubert arbeitet häufig intuitiv, insbesondere
bei den abstrakten Hintergründen.
Hände ersetzen den Pinsel, Bewegung
ersetzt Kontrolle. Dieser direkte
Dialog mit dem Material spiegelt ihre
enge Verbindung zur Natur wider. Die
Bilder entstehen nicht nur aus einem
Konzept heraus, sondern aus einem
Prozess, der Nähe zulässt und Zufall
akzeptiert.
Hoffnung ohne Naivität
Der Titel „Wurzel der Hoffnung“ ist bewusst
gewählt. Hoffnung, so Schubert,
sei kein naiver Optimismus, sondern
eine Entscheidung. Eine Haltung. Die
Wurzel steht dabei für Ursprung, Stabilität
und Wachstum – aber auch für das
Unsichtbare, das unter der Oberfläche
liegt. Ihre Kunst fragt nicht, ob Hoffnung
möglich ist, sondern worauf sie
gründen kann.
Diese Perspektive zieht sich durch die
gesamte Serie. Trotz der thematisierten
Verluste sind die Arbeiten nicht düster.
Farben bleiben präsent, Formen
lebendig. Hoffnung entsteht hier nicht
durch Verdrängung, sondern durch
Bewusstsein. Wer erkennt, was auf dem
Spiel steht, kann Verantwortung übernehmen.
Kunst als öffentlicher Raum
Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit
sucht Sara Schubert gezielt den Weg in
öffentliche und halböffentliche Räume.
Kooperationen mit Immobilienprojekten,
Hotels und Galerien gehören zu
ihren aktuellen Vorhaben. Kunst, so
ihre Überzeugung, müsse dort stattfinden,
wo Menschen leben, arbeiten und
sich begegnen – nicht ausschließlich in
klassischen Ausstellungsräumen.
Die GlowArt Gallery im Leine Center
Laatzen bietet dafür den idealen Rahmen.
Eingebettet in einen lebendigen
Alltagsort erreicht die Ausstellung ein
Publikum, das nicht zwingend gezielt
eine Galerie besucht. Genau darin liegt
eine große Chance: Kunst wird Teil des
täglichen Weges, nicht nur Ziel eines
geplanten Besuchs.
Rückblick: Ein konsequenter Weg
„Wurzel der Hoffnung“ ist kein isoliertes
Projekt, sondern ein weiterer Schritt
in einer klaren künstlerischen Entwicklung.
Bereits in den vergangenen Jahren
zeigte Sara Schubert ihre Arbeiten in
unterschiedlichen Ausstellungsräumen,
unter anderem im Haus Jupiter in
Hamburg, in Nissis Kunstkantine in der
HafenCity und im Reepschläger Haus
in Wedel. Auch das Theater an der Marschnerstraße
bot 2023 Raum für ihre
Werke.
Die Resonanz war durchweg positiv –
nicht nur wegen der handwerklichen
Qualität, sondern vor allem wegen der
inhaltlichen Klarheit. Schuberts Arbeiten
polarisieren nicht, aber sie bleiben
hängen. Sie liefern keine einfachen
Antworten, sondern öffnen Denk- und
Gefühlsräume.
Die Vernissage am 10. Januar
Die Ausstellung „Wurzel der Hoffnung“
eröffnet am 10. Januar in der GlowArt
Gallery im Leine Center Laatzen. Die
Vernissage bietet die Gelegenheit, die
Künstlerin persönlich kennenzulernen,
Einblicke in ihre Arbeitsweise zu erhalten
und die Werke im direkten Austausch
zu erleben.
Gerade bei Schuberts Bildern lohnt sich
der Blick im Original. Strukturen, Farbtiefen
und Details entfalten ihre volle
Wirkung erst im Raum. Die Ausstellung
lädt dazu ein, langsamer zu werden –
und genauer hinzusehen.
Fazit
„Wurzel der Hoffnung“ ist keine gefällige
Ausstellung. Sie ist klar, ruhig und
konsequent. Sara Schubert nutzt ihre
Kunst nicht, um zu beruhigen, sondern
um zu sensibilisieren. Ihre Bilder erinnern
daran, dass Natur nicht Kulisse
ist, sondern Grundlage unseres Lebens.
Und dass Hoffnung dort beginnt, wo
wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Wer Kunst sucht, die berührt, ohne zu
belehren, und die Haltung zeigt, ohne
laut zu sein, sollte sich diese Ausstellung
nicht entgehen lassen.
Vernissage: 10. Januar – 16:00 Uhr
Ort: GlowArt Gallery,
Leine Center Laatzen,
Albert-Schweitzer-Str. 10,
30880 Laatzen
Ausstellung:
„Wurzel der Hoffnung“ – Sara Schubert
Anmeldung unter:
michael@glowart-gallery.com
15
Ein musikalischer Jahresauftakt
voller Klangfarben
Klangvielfalt
als Leitmotiv
der Saison
Symphoniker
Hamburg
Laeiszhalle
Kleiner Saal
Foto: Dan Hannen
Die Hamburger Philharmonie startet
im Januar 2026 mit einem außergewöhnlich
breit gefächerten Programm
in das neue Jahr. In Elbphilharmonie
und Laeiszhalle treffen sinfonische
Höhepunkte auf populäre Formate und
virtuose Kammermusik. Die Bandbreite
reicht vom festlichen Neujahrston über
internationale Gastorchester bis hin zu
populären Acts, die den renommierten
Konzertsaal mit einem ganz eigenen
Publikum füllen. Schon der erste Monat
des Jahres zeigt damit, wie konsequent
Hamburg seine Rolle als eine der
wichtigsten Musikmetropolen Europas
ausbaut.
Foto: Daniel Dittus
Sylvain Cambreling
16
Hamburg
Foto: Dan Hannen
Symphoniker Hamburg mit Sylvain Cambreling
Stars zwischen Klassik, Klezmer und Pop
Zu den markantesten Höhepunkten
zählen die beiden Abende mit den Prinzen
am 14. und 15. Januar im Großen
Saal der Elbphilharmonie. Das Vokalensemble,
begleitet von einem großen
Orchester, nutzt die besondere Akustik
des Hauses für ein Programm, das zwischen
Nostalgie und energiegeladenen
Pop-Arrangements changiert. Klassisch
geprägte Hörerinnen und Hörer kommen
beim Auftritt der Cameristi della
Scala am 12. Januar auf ihre Kosten:
Das Kammerorchester der Mailänder
Scala ist Teil des Festivals „Koinzidenz“
und präsentiert ein fein kuratiertes
Programm mit italienischer Eleganz.
Ein besonderes emotionales Erlebnis
verspricht zudem Giora Feidman am
9. Januar, dessen Konzert „For a Better
World“ mit berührenden Klezmer-Melodien
ein Statement für Verständigung
und kulturelle Vielfalt setzt.
Die Programmauswahl im Januar verdeutlicht,
wie konsequent die Elbphilharmonie
ihren Anspruch verfolgt, ein
Haus für alle zu sein. Internationale
Spitzenorchester, gefeierte Solistinnen
und Solisten, genreübergreifende
Projekte und populäre Künstlerinnen
und Künstler formen ein Programm,
das unterschiedliche Publika zusammenführt.
Mit exzellenter Akustik,
architektonischer Strahlkraft und einer
offenen kuratorischen Handschrift bietet
Hamburg damit einen musikalischen
Jahresauftakt, der sowohl Kennerinnen
und Kenner als auch Neugierige in seinen
Bann zieht.
Wichtige Konzerttermine im Januar 2026
Datum Künstler / Veranstaltung Ort / Saal
09.01.2026 Giora Feidman – „For a Better World“ Elbphilharmonie
12.01.2026 Cameristi della Scala – Elbphilharmonie
Festival „Koinzidenz“
14.01.2026 Die Prinzen – Symphonica 2026 Elbphilharmonie, Großer Saal
15.01.2026 Die Prinzen – Symphonica 2026 Elbphilharmonie, Großer Saal
17
Das Guzheng ist eine sogenannte "Wölbbrettzither" mit einer langen Tradition, die in
der klassischen und modernen chinesischen Musik gespielt wird. Ruirui Ye beherrscht
die Kunst des Guzhengspielens perfekt.
Guzheng oder die
sanfte, verbindende
Kraft der Musik
Ruirui Ye im Interview
über sich und
ihr faszinierendes
Instrument
Unter den vielen traditionellen Musikinstrumenten
Chinas zählt das Saiteninstrument
Guzheng zu den beliebtesten.
Es gibt es schon lange und wurde im
Laufe der Zeit angepasst. Wenn Touristen
an ihre Erlebnisse in China zurückdenken,
prägen die eindringlichen
Klänge dieses Instrumente oft ihre Erinnerungen.
Das Guzheng ist ein großes
Instrument mit 18 bis 23 oder mehr Saiten.
Es ist für die chinesische Oper und
Konzerte bestimmt und wird häufig in
traditionellen Musikensembles gespielt.
Doch gibt es auch in der Popmusik in
letzter Zeit ein immer größeres Interesse
daran. Wenn traditionelle Klänge mit
zeitgenössischen Beats verschmelzen,
erzeugt das einen ganz eigenen, frischen
Reiz. CITY GLOW unterhielt sich mit
der in Berlin lebenden chinesischen
Musikerin Ruirui Ye - die auch in Hamburg
als Dozentin fungiert - über dieses
faszinierende Instrument und ihr Leben
als Musikerin.
Hallo Ruirui! Lass uns doch zuerst
mal in der Zeit zurückgehen. Wann
hast du angefangen, Guzheng zu spielen?
Was hat dich an diesem Instrument
so fasziniert?
Ich habe mit etwa acht oder neun Jahren
begonnen, Guzheng zu spielen.
Zunächst war es einfach die Freude an
der Musik, die mich faszinierte. Mit der
Zeit wurde das Instrument ein fester
Bestandteil meines Lebens – zu einem
Medium, um meine Gefühle auszudrücken,
sei es Freude, Traurigkeit, Wut
oder Sehnsucht.
Und was war der entscheidende Moment,
der dich dazu brachte, Musikerin
werden zu wollen?
Musik ist für mich seit jeher eine Quelle
der Geborgenheit und inneren Freude,
eine leise und zugleich kraftvolle Sprache,
mit der ich meine Gefühle ausdrücken
kann. Durch meine Musik möchte
ich etwas Wahres, Gutes und Schönes
weitergeben, Menschen berühren und
ein Gefühl von Nähe entstehen lassen.
Diese sanfte, verbindende Kraft der
Musik war letztlich der entscheidende
Impuls, Musikerin zu werden.
Das Guzheng ist ja ein traditionelles
chinesisches Instrument. Kannst du
bitte für unsere Leser kurz die wichtigsten
Eigenschaften beschreiben?
Foto: MICHAEL WIGGLESWORTH/YPA
Die Klänge des Guzheng sind meist
von Harmonie geprägt und spiegeln
das traditionelle chinesische Ideal der
Ausgewogenheit wider. Zugleich fangen
sie den Alltag der Menschen ein: Viele
heute als traditionell geltende Stücke
sind eng mit Sprache und den vielfältigen
regionalen Kulturen Chinas verwoben
und zeigen so die subtile Verbindung
von Kultur, Alltag und Musik. Das
Guzheng trägt zudem die Prinzipien
chinesischer Philosophie und Ästhetik
in sich. In diesem Sinne ist es weit mehr
als ein Musikinstrument – es ist ein
Träger von Kultur.
Kann man damit nur chinesische Musik
spielen? Wie ist es mit westlicher
klassischer Musik: Ist es sehr schwer,
diese auf das Guzheng zu transkribieren?
Viele Stücke lassen sich durchaus
transkribieren, wobei dies durchaus
anspruchsvoll sein kann. Mein Schwerpunkt
liegt derzeit auf traditionellen
chinesischen Stücken, gleichzeitig
experimentiere ich, besonders hier in
Deutschland, auch damit, westliche
klassische und moderne Musik auf dem
Guzheng zum Klingen zu bringen, um
die Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments
zu erweitern.
Nun bist du ja nicht nur Musikerin,
sondern auch Dozentin an der Universität
der Künste Berlin und an der
Hochschule für Musik, Theater und
Medien Hannover (HMTMH). Lassen
sich diese beiden Tätigkeiten zeitlich
und inhaltlich gut miteinander koordinieren?
An der Shanghai International Studies
University (SISU) im Herbst 2025 war
Ruirui Ye an einem intensiven akademischen
Austausch beteiligt. Außer ihr
zu sehen auf dem Foto (v.l.): Assoc. Prof.
Dr. Hu Chunchun, Direktor des Instituts
für Europäische Studien, Prof. Dr. Jiang
Feng, Vorsitzender/Chairman, (beide
SISU), Dr. Maurice Mengel, Abteilungsleiter,
Ethnologisches Museum, Humboldt
Forum (Berlin) sowie ein Mitarbeiter
der SISU.
Foto: Ruirui Ye (hfr)
18
Hamburg
Ich liebe diese Kombination, weil ich
fest daran glaube, dass Musik durch
den Austausch mit anderen eine tiefere
Bedeutung und ein größeres Verständnis
erfährt. Die Möglichkeit, sowohl als
Musikerin kreativ zu arbeiten als auch
als Wissenschaftlerin zu forschen und
als Lehrende Wissen weiterzugeben,
bereichert mich auf eine ganz besondere
Weise und lässt mich die Musik aus
immer neuen Perspektiven erleben und
vermitteln.
Internationale Kulturarbeit erfordert
sowohl theoretisches als auch praktisches
Engagement. Deshalb habe ich
mich als Guzheng-Musikerin auch der
Forschung und Lehre gewidmet. Ich
empfinde, dass sich beide Tätigkeiten
gegenseitig fördern und mir helfen,
mich in beiden Bereichen weiterzuentwickeln.
Bei deinem Auftritt auf dem YAC ART
& MUSIC-Event im YU GARDEN in
Hamburg Ende September ist mir aufgefallen,
dass die Titel der gespielten
Stücke von dir alle eine gewisse bildliche
Vorgabe geliefert haben, zum
Beispiel „Taifun“. Wie ist es aber mit
Absoluter Musik, also mit Kompositionen,
die sich auf nichts Außermusikalisches
beziehen, sondern lediglich
„Werk Nr. 77“ oder so heißen: Gibt es
das auch bei Guzheng-Kompositionen?
Zunächst möchte ich sagen, dass das
YAC ART & MUSIC-Event im YU
GARDEN in Hamburg eine sehr bedeutungsvolle
Veranstaltung war, und
ich danke noch einmal herzlich den
Veranstaltern für die großartige Organisation.
Es war eine wunderbare
Gelegenheit, die Musik mit so vielen
Menschen zu teilen. Es ist faszinierend,
wie Musik verschiedene Formen der
Ausdruckskraft annehmen kann. Bei
meinen Kompositionen versuche ich
oft, eine bildhafte oder emotionale Vorstellung
zu vermitteln, wie es bei Titeln
wie „Taifun“ der Fall ist, um die Zuhörer
auf eine bestimmte Reise mitzunehmen.
Aber natürlich gibt es auch Kompositionen,
die keine direkte bildliche Referenz
haben, sondern einfach als abstrakte
Werke existieren – ähnlich wie bei der
Absoluten Musik. Selbst unter traditionellen
Guzheng-Kompositionen
gibt es durchaus auch Stücke, die keine
erzählerische oder bildhafte Assoziation
haben, sondern eher in der Musik
selbst ruhen und in ihrer Struktur und
Klangfarbe eine eigene Bedeutung tragen.
Manchmal braucht es keine Worte
oder Bilder, manchmal ist es einfach der
Klang der Musik, der für sich spricht.
Wie schwer (oder leicht) ist es für
dich, Auftrittsmöglichkeiten und Publikum
für deine Musik zu finden? Das
Guzheng fällt ja eher in die Kategorie
„exotisch“ und damit in eine Nische,
für die es nicht so wahnsinnig viele
Gelegenheiten für Konzerte gibt – das
würde ich jetzt denken. Stimmt das?
Ich persönlich denke nicht, dass es an
Auftrittsmöglichkeiten mangelt. Ganz
im Gegenteil, für mich gibt es viele
Gelegenheiten, meine Musik zu präsentieren.
Heute gibt es immer mehr kulturellen
Austausch, und die Menschen
sind zunehmend offen für die Schönheit
verschiedener Kulturen. Wenn man
Musik mit Herz und Leidenschaft spielt,
spüren die Zuhörer diese Energie – und
dann wird das Instrument selbst weniger
wichtig. Es ist letztlich ein Werkzeug,
um Gedanken, Gefühle und die
Verbindung dazwischen auszudrücken.
Was ist das Schwierigste am Musikerinnen-Dasein
und was das Schönste?
Ich würde nicht sagen, dass es besonders
schwierig ist, Musikerin zu sein,
aber was für mich wirklich am schönsten
ist, ist die Möglichkeit, durch die
Musik eine tiefere Verbindung zu den
‚Seelenverwandten‘ zu finden, die meine
Musik verstehen. Darüber hinaus empfinde
ich die Musik als ein Medium, um
nicht nur mit den Menschen, sondern
auch mit der Natur und allem Lebendigen
in Resonanz zu treten. Musik
hat die einzigartige Fähigkeit, Werte,
Gefühle und die Harmonie der Welt zu
vermitteln – es ist, als ob sie die Sprache
der Natur selbst spricht. Für mich liegt
die wahre Schönheit des Musikerseins
darin, diese universellen Verbindungen
zu spüren und durch meine Musik Teil
dieses größeren Ganzen zu sein.
Siehst du das Internet und die neuen
Medien als wichtig für die Zukunft der
klassischen Musik an? Und auch ganz
speziell aus der Perspektive deines
Instruments Guzheng betrachtet?
Ich halte das Internet und die neuen
Medien definitiv für sehr wichtig, besonders
für die Zukunft der klassischen
Musik. Die Zeiten ändern sich, und
jede Ära hat ihre eigene Vorstellung
von ‚klassischer Musik‘, die sich stets an
den Bedürfnissen und Möglichkeiten
der Zeit orientiert. Digitale Plattformen
bieten darüber hinaus eine großartige
Gelegenheit, Musik einer breiteren Öffentlichkeit
zugänglich zu machen und
neue Formen der Interaktion mit dem
Publikum zu schaffen. Für das Guzheng
sehe ich das als besonders wertvoll
an, da es ein traditionelles Instrument
ist, das durch die neuen Medien eine
globale Bühne finden kann. Musik
kennt keine Grenzen. Und über das
Internet kann Guzheng-Musik Menschen
weltweit erreichen und auch neue
Interpretationen ansprechen. Wie ich
in meinem Buch Zheng: Eine lebendige
Tradition geschrieben habe, erschließt
die digitale Vernetzung nicht nur neue
Zuhörerkreise, sondern auch vielfältige
künstlerische Möglichkeiten.
Besten Dank für das hoch interessante
Gespräch und weiterhin viel Erfolg.
Text von CETIN YAMAN
Die Saiten des Guzheng werden mit Hilfe
von Fingerplektren gezupft. Der Klangkörper
ist aus Holz und es gibt bewegliche
Stege.
Ruirui Ye nach ihrem Auftritt auf dem
YAC ART & MUSIC-Event mit dem Titel
BEST OF NORTHERN ART 2025 Ende
September im Yu Garden in Hamburg. Zu
sehen mit Veranstalter Cetin Yaman (li.,
YAC) und Gastgeber Qiuyi Chen.
Foto: GEORGE KRAUSE (hfr)
Foto: JERZY PRUSKI/YPA
19
Gelb für Sonne,
Leben und Weisheit
Die mexikanische Künstlerin
Indira Mónica Castellón.
Sie haben's wieder getan... Die Edel-Tequila-Marke
Padre Azul hat eine neue
Artist Edition veröffentlicht. Das verantwortliche
Unternehmen Tradition
Mexico mit Sitz in Österreich ließ für
die Ausgabe 2025 einen Tequila Joven
von der mexikanischen Künstlerin Indira
Mónica Castellón neugestalten. Es
handelt sich dabei um eine limitierte
Edition des Tequila Joven. Ein Teil des
Erlöses soll an die eigene Ramon por
Vida Stiftung, die die einheimische Bevölkerung
Mexikos und vor allem Kinder
in Not unterstützen will, gehen. Das
von Künstlerin Indira Mónica Castellón
für die Padre Azul Joven Artist Edition
2025 erschaffene Design soll Licht,
Kultur und Leidenschaft widerspiegeln.
Ihre Kunst zolle der ewigen Dualität
von Licht und Dunkelheit Tribut. Das
war Anlass genug für CITY GLOW,
sich mit Indira über ihre künstlerischen
Visionen und ihre Arbeit am Design
der Flasche zu unterhalten.
Lass uns doch gleich mit deiner künstlerischen
Tätigkeit starten, liebe Indi-
Foto: Tradition Mexico (hfr)
Indira
Mónica
Castellón
kreiert für
Padre Azul
die neue Art
Edition
ra. Kannst du uns bitte zunächst deine
Vorgehensweise bei der Kreation
neuer Kunstwerke etwas beschreiben?
Wie beginnst du im Allgemeinen ein
Kunstwerk?
Mein Stil ist figurativer Expressionismus
mit surrealistischen Einflüssen. Im
Laufe der Zeit habe ich eine persönliche
Bildsprache entwickelt, die Symbole
und Farbmetaphern verwendet. Ich
mag es, Atmosphären und Hell-Dunkel-Kontraste
zu schaffen. Meine Bildsprache
ist die Farbe, und als Maler
studiere ich unaufhörlich das Licht. Ich
glaube, man muss offen sein, die Augen
offen halten und seine Sinne schärfen,
um die Welt wahrzunehmen und etwas
zu sagen zu haben. Inspiration ist für
mich genau das. Malen selbst ist zutiefst
inspirierend. Obwohl der Entstehungsprozess
eines Kunstwerks nicht immer
gleich ist, schreibe und recherchiere ich
in der Regel die Idee, die ich entwickeln
möchte, fertige Skizzen, Farbstudien
und so weiter an. Jedes Werk ist ein
anderes Abenteuer.
Welche Werkzeuge und Materialien
verwendest du normalerweise für deine
Kunstwerke?
Ich experimentiere gern mit verschiedenen
Techniken und Materialien.
Jede Idee und jeder Prozess erfordern
unterschiedliche Techniken, obwohl die
Ölmalerei mein bevorzugtes Medium
ist. Ich genieße alle Techniken und Disziplinen,
wie zum Beispiel Keramik und
Druckgrafik.
Gelingt es dir immer, das gewünschte
Ergebnis auf die Leinwand zu bringen?
Normalerweise schaffe ich das, meine
Vorstellung auf der Leinwand festzuhalten.
Mir ist es aber wichtiger, einen Dialog
mit dem Kunstwerk zu führen und
mich treiben zu lassen. Ich genieße die
Stunden im Atelier, lasse mich immer
wieder überraschen und beobachte, wie
sich das Bild entwickelt.
Was oder wer hat dich in deiner frühen
Schaffensphase beeinflusst?
Mein erster Einfluss war mein Großvater
väterlicherseits. Er war Tischler und
meine erste Begegnung mit Kunst, mit
dem Handwerk des Künstlers und mit
dem Respekt vor diesem Beruf. Ich erinnere
mich, wie mich die europäische
Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts
schon in jungen Jahren tief beeindruckt
hat, insbesondere der Umgang der
Meister mit Licht. Heute bin ich sehr
inspiriert von der freien, unkonventionellen
Kunst junger Künstler aus aller
Welt.
Bleiben wir doch gleich in der Vergangenheit:
Wann wurde dir klar, dass
du Künstler werden wolltest? Wie alt
warst du damals? Gibt es ein besonde-
20
Hamburg
res Erlebnis, das mit dieser Entscheidung
verbunden ist?
Schon als kleines Kind war Zeichnen
mein Zufluchtsort, eine Möglichkeit,
mich von der Welt zurückzuziehen.
Von Anfang an genoss ich es sehr, meine
eigenen Welten zu erschaffen, und
der Prozess faszinierte mich. Ich war
sechs Jahre alt, als ich das entdeckte,
und von da an suchte ich nach Kursen,
Workshops, Ausstellungsbesuchen und
vielem mehr. Ich glaube, ich wusste es
immer schon: Es gab keinen anderen
Beruf, den ich ergreifen wollte, keine
andere Tätigkeit, die meinem Leben so
viel Sinn gab.
Und nun zu den Details, wie du die
Kunstwerke für die Padre Azul Tequila-Flaschen
gestaltet hast. Die offizielle
Pressemitteilung von Padre Azul
besagt, dass „das Design der Künstlerin
Indira Mónica Castellón für die
Padre Azul Joven Artist Edition 2025
Licht, Kultur und Leidenschaft widerspiegelt;
ihre Kunst ist eine Hommage
an die ewige Dualität von Licht und
Dunkelheit.“ Könntest du das bitte für
unsere Leser etwas genauer erläutern?
Mein Werk für die Padre Azul Artist
Edition 2025 ist eine Hommage an mexikanische
Traditionen, insbesondere
an den Día de Muertos, ein farbenfrohes
und bedeutungsvolles Fest, an dem
die Welten der Lebenden und der Toten
zusammenkommen. In der Antike wurden
Altäre mit menschlichen Schädeln
als Opfergaben errichtet; heute werden
Altäre in Anlehnung an diese Tradition
mit Zuckerschädeln verziert. Mit meinem
Entwurf wollte ich unseren Vorfahren
Tribut zollen.
Erfordert diese Art von Kunstwerk
– also eine Auftragsarbeit mit einer
bestimmten inhaltlichen Vorgabe –
ein Umdenken beim Künstler? Normalerweise
arbeitet ein Künstler völlig
frei und ohne Einschränkungen. Hier
musstest du aber immer die Flaschenform
berücksichtigen, nicht wahr?
Für mich als Künstlerin ist die Arbeit an
einem Werk mit spezifischen Vorgaben,
wie beispielsweise einem Auftragswerk,
eine kreative Herausforderung, die mir
große Freude bereitet. Sie regt mich
dazu an, neue Ideen zu entwickeln und
mich mit Themen auseinanderzusetzen,
die ich sonst eher meide. Es ist eine
wunderbare Herausforderung und eine
großartige Lernerfahrung.
Wie kam es, dass du diesen gelblichen
Beige-Ton als Hintergrund für das
Flaschendesign gewählt hast? Bildet er
einen guten Kontrast zu den anderen,
dunkleren Farben? Oder spiegelt er
vielleicht die Farben der mexikanischen
Landschaft wider, aus der der Padre
Azul Tequila stammt? (Der Journalist
spinnt hier ein bisschen rum … ;-) ).
Der Gelbton, den ich für Calaveritas
gewählt habe, symbolisiert das Sonnenlicht,
das die Agave reifen lässt, die
Weisheit der Menschen, die das Land
bearbeiten, und die Freude am Gedenken
an unsere Verstorbenen. Er steht
für das Leben.
Aha, da lag ich ja gar nicht so falsch!
Aber gibt es in deinem Umfeld auch
Menschen, die das kritisieren und
sagen, es sei viel zu kommerziell, dass
ein echter Künstler so etwas nicht
machen sollte? Wenn ja, wie argumentierst
du dagegen?
Ehrlich gesagt, ist mir noch niemand
begegnet, der dieses Projekt kritisiert.
Ich bin überzeugt, dass Kunst für alle
zugänglich sein sollte, und ich freue
mich sehr, dass Projekte wie dieses sie
den Menschen näherbringen. Es ist eine
wunderbare und sehr großzügige Initiative
von Tequila Padre Azul. Außerdem
ist die Welt des Tequilas voller Symbole
und Darstellungen unserer Heimat.
In der norddeutschen Kulturszene
genießen die Art Editions
von Padre Azul Kult-Status. So
werden die kunstvoll gestalteten
Tequila-Flaschen immer gern
als Präsente an Ehrengäste auf
Events überreicht. Zum Beispiel
wie hier an den Honorarkonsul
von Italien in Hamburg Anton
Rössler auf einem Art Event im
Sommer 2024 im Speicher am
Kaufhauskanal in Hamburg. Neben
ihm: Pianistin Giulia Loperfido
und Kawai-Markenbotschafterin
Anne-Sophie Desrez.
Einblick in die Produktion des Edel-
Tequilas Padre Azul in Mexiko.
Vielen Dank für das Interview, wir
möchten dir zu dieser wundervollen
Gestaltung der Padre-Azul-Flasche
gratulieren; sie ist außergewöhnlich
gut gelungen. Und vielleicht hast du
ja irgendwann wieder eine Ausstellung
in Hamburg (wie 2004, 2007 und
2009) und unsere Leser können deine
aufregenden Kunstwerke live bewundern.
Text von CETIN YAMAN
Foto: Jerzy Pruski/YPA
Foto: Tradition Mexico (hfr)
21
Renaissance eines Stars:
Die Ausstellung von Anders Zorn in Hamburg
In der Hamburger Kunsthalle ist noch bis zum 25. Januar
2026 die bislang umfassendste Retrospektive des schwedischen
Malers Anders Zorn (1860–1920) zu sehen.
Unter dem Titel „Anders Zorn. Schwedens Superstar“
präsentiert das Museum eine breite Auswahl aus dem
Werk eines Künstlers, der um 1900 zu den weltweit gefeierten
Größen gehörte. Die Schau versammelt mehr als
150 Arbeiten und bietet damit einen selten vollständigen
Überblick über Zorns Schaffen – von frühen Aquarellen
über Meisterwerke der Ölmalerei bis hin zu Radierungen,
Skulpturen und Fotografien.
Zwischen Impressionismus und Porträtkunst
Zorns Entwicklung war geprägt von internationalem
Austausch und einem Gespür für moderne Tendenzen.
Seine Jahre in Paris brachten ihn in unmittelbaren
Kontakt mit dem Impressionismus, dessen flirrende
Lichtstimmungen er virtuos in die eigene Bildsprache
übertrug. Besonders hervorstechend sind seine Porträts
– elegante, psychologisch dichte Studien, die Zorn
zu einem gefragten Maler der Gesellschaft machten. Die
Hamburger Ausstellung zeigt zudem Werke, die während
seines Aufenthalts 1891/92 in Hamburg entstanden,
darunter atmosphärische Ansichten des Hafens und des
städtischen Lebens.
Ein Wiedersehen mit einem europäischen
Ausnahmetalent
Die Präsentation in der Hamburger Kunsthalle eröffnet
die Gelegenheit, Zorn als vielseitigen Künstler neu zu
entdecken: als Porträtisten, Landschaftsmaler, Beobachter
des Alltags und sensiblen Gestalter von Licht
und Wasser. Mit ihrer umfassenden
Werkschau liefert die Kunsthalle einen
eindrucksvollen Beitrag zur Wiederentdeckung
eines Künstlers, der lange
im Schatten anderer Größen des Fin
de Siècle stand. Für Kunstinteressierte
bietet die Ausstellung ein seltenes und
reiches Panorama eines herausragenden
europäischen Œuvres.
Wichtige Infos zur Ausstellung: „Anders Zorn. Schwedens Superstar“
Ausstellungstitel: „Anders Zorn. Schwedens Superstar“
Ort: Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg
Laufzeit: 26. September 2025 bis 25. Januar 2026
Umfang: Über 150 Werke (Gemälde, Aquarelle, Radierungen, Skulpturen, Fotografien)
Besonderheiten: Erste umfassende Gesamtschau in Deutschland;
inklusive Arbeiten aus Zorns Hamburg-Aufenthalt 1891/92
Thematische Schwerpunkte: Porträts, Landschaften, Akte, Alltagsszenen,
Heimatmotive aus Dalarna, Wasser- und Naturszenen
Kuratorische Leitung: Dr. Markus Bertsch und Team
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
22
Fotos: CETIN YAMAN/YPA
Draußen am Eingang konnten Elektroautomobile des chinesischen Herstellers Changan bewundert werden. Das Autohaus Günther
in Halstenbek (Schleswig-Holstein, Nähe Hamburg) hat diese jetzt seit Neuestem in seinem Portfolio.
Politik, Diplomatie, Society
China Night 2025 im Yu Garden bietet
alles mit Rang und Namen
Im traditionellen chinesischen Ambiente des Yu Garden wurden von Geschäftsführer
und Präsident der Hamburger China-Gesellschaft Qiuyi Chen auch in 2025
hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien zur China Night
begrüßt. Damit will man aber nicht nur eine hochwertige Party schmeißen, sondern
hat höhere Ziele: „Die China Night schafft eine wertvolle Plattform für den Austausch
zu vielfältigen Themen und verfolgt das Ziel, Menschen aus Ost und West
zusammenzubringen und nicht nur geschäftliche, sondern auch menschliche Verbindungen
zu stärken“, so Chen in seiner Begrüßungsrede. In diesem Tenor sprach
23
lights des Jahres gezählt werden darf.
CITY GLOW unterhielt sich mit dem
Betreiber des Yu Garden Qiuyi Chen
über dieses einmalige Restaurant in
Hamburg mit seinem fantastischen,
sehr originalen fernöstlichen Ambiente.
Hamburgs Stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Fegebank war
als Ehrengast eingeladen und hielt die Grußrede. Neben ihr (re.) der
neue chinesische Generalkonsul Dong Lin. Links zu sehen: Yu Garden-Betreiber
Qiuyi Chen mit Ehefrau Shuheng Tian.
Ein gut gelauntes Medien-Quartett auf
der China Night (v.l., im Uhrzeigersinn):
NDR TV-Moderator Hinnerk Baumgarten,
Lokal TV-Moderator Ermo Goedelt,
Medien-Psychologe Jo Groebel und Medien-Unternehmer
Jürgen Hunke.
auch Hamburgs Stellvertretende Bürgermeisterin
Katharina Fegebank, die
betonte, dass man in geopolitisch turbulenten
Zeiten als Ausgleich vieles auf
der zwischenmenschlichen Ebene an
der Fortführung von guten Beziehungen
leisten könnte und verwies dabei
auf ihren Ehemann, der gerade zu dem
Zeitpunkt sich in geschäftlicher Mission
in China befand.
Ausgerichtet wird die China Night von
der Hamburger China-Gesellschaft.
„Wir sehen uns mehr denn je als Brücke
zwischen Kulturen und Nationen, um
das gegenseitige Verständnis und die
Freundschaft zu fördern. Die Veranstaltung
ist nicht nur für Deutsche und
Chinesen, sondern für alle Nationalitäten
ausgerichtet und wird von der
Society Lady Chun Li-Hunke mit Fashion-Designerin
Katharina Arnold.
Hamburger China-Gesellschaft mit viel
Engagement und Engagement organisiert“,
so Chen weiter. Dies konnte man
auch bei den erschienenen VIP-Gäste
feststellen, unter denen sich der chinesische,
portugiesische Generalkonsul
und die argentinische Generalkonsulin
befanden. Stimmungsvolle Gesangseinlagen
– traditionelle chinesische Lieder
und westliche Opernarien – sowie ein
köstliches Flying Buffet komplettierten
einen perfekten Abend, der auch dieses
Jahr ganz sicher zu den Party-High-
CG: Das Yu Garden im chinesischen
Teehaus in Hamburg-Harvestehude
wurde im Februar 2025 fünf Jahre alt.
Wie lautet deine persönliche Bilanz
bis jetzt, Qiuyi?
QCh: Insgesamt bin ich mit der Entwicklung
des Yu Garden sehr zufrieden.
Wir hatten am Anfang natürlich viel
Pech, da auch hier mit der Eröffnung
quasi zeitgleich die Pandemie losging.
Aber wir sind da gut rausgekommen
und blicken sehr zuversichtlich in die
Zukunft. Wir konnten uns nicht nur als
Stätte, wo man sehr gut essen und sehr
guten Wein trinken kann, etablieren,
sondern haben uns auch einen guten
Ruf als Ort der kulturellen Begegnungen
erworben. Insofern stehen wir im
Moment gut da, beispielsweise kommen
alle chinesischen Delegationen,
die nach Hamburg kommen, auch bei
uns vorbei, weil das Yu Garden eben
etwas ganz Besonderes ist. Wir haben
hier verschiedene Räumlichkeiten,
wir haben ein Teehaus, einen „Secret
Garden“ und viele schöne Außenplätze,
einen Teich mit diversen Stegen sowie
chinesische Pflanzen und Bäume. Man
kann hier sehr viele verschiedene Sachen
organisieren, Open Air-Konzerte
oder Kammermusik-Aufführungen und
vieles mehr. Diese kulturellen Angebote
werden auch sehr gut angenommen
und dadurch macht mir auch das Betreiben
des Yu Garden sehr viel Spaß
und empfinde das als wesentlich mehr
als „nur“ ein Restaurant zu leiten.
Beim zweiten Anlauf hat’s geklappt
CG: Du wolltest ja eigentlich von Anfang
an, also 2008, beim Projekt Yu
Garden mit dabei sein. Das hat aber
dann erst 2019 geklappt. Was hat dich
bewogen, so lange an dem Thema
dran zu bleiben?
QCh: Ja, ich war tatsächlich bei der
Grundsteinlegung mit dabei, aber der
Auftrag ging dann zuerst an jemand
anderen. Darum war ich sehr froh als
ich 2019 den Anruf von der Hamburger
Kulturbehörde erhielt mit der Anfrage,
ob ich denn noch Interesse an dem
Yu Garden hätte. Die Jahre davor dort
verliefen sehr holprig, das Teehaus war
24
Hamburg
Fotos: CETIN YAMAN/YPA
PR-Managerin Alexandra von Rehlingen
(li.) und Maria Sobotka (re. Vorstand
Hamburger China-Gesellschaft) mit einem
Party-Gast.
Dietmar Hamm, Geschäftsführer der
Kontorhausverwaltung Bach GmbH
(u.a. Levantehaus, Hamburg-City), und
Begleitung.
mal geöffnet, mal geschlossen und die
Resonanz darauf war dementsprechend
schwach. Und mein Konzept basierte
von Anfang an auf einer Kombination
eines Restaurant-Betriebs mit der
Durchführung von Events, das eine
muss das andere pushen. Das Gebäude
ist auch so erstellt, dass man dies in der
Verwendung berücksichtigen muss.
CG: Nicht unerwähnt darf dabei natürlich
die Historie bleiben. Das Yu
Garden ist aus der Städtepartnerschaft
zwischen Hamburg und Shanghai
entstanden. Und das Yu Garden – das
Original – gibt es auch in Shanghai
in China. Ist die Version in Hamburg
eigentlich exakt genauso wie das Original?
QCh: Also, es war so, dass Anfang des
Jahrtausends, damals noch unter dem
Bürgermeister Ole von Beust, die Stadt
im Rahmen der Städtepartnerschaft
Hamburg Shanghai das Grundstück
– immerhin 3000 Quadratmeter groß
- für 30 Jahre kostenlos zur Verfügung
gestellt hat. Daraufhin hat Shanghai
gesagt, gut, dann schenken wir euch
eine Kopie des Teehauses in Shanghai.
Das Original ist zwar um einiges größer,
aber Hamburg erhielt dadurch dieses
attraktive Teehaus.
Nachbarn, internationale Gäste – jeden
Tag bunte Mischung im Restaurant
CG: Wie setzt sich denn normalerweise
euer Gastaufkommen zusammen?
Habt ihr überwiegend Chinesen, die
in Hamburg wohnen oder die geschäftlich
nach Hamburg kommen,
bei euch?
QCh: Wir haben durch unsere Premium-Lage
im Stadtteil Harvestehude
eine sehr gute Mischung. Uns besuchen
sowohl viele Chinesen, die in Hamburg
wohnen, und welche, die geschäftlich
hierherkommen, als auch viele Deutsche.
Und was für uns wichtig ist: es
besuchen uns auch viele Gäste aus der
unmittelbaren Nachbarschaft im Stadtviertel.
Und ich denke dieser Erfolg
hängt auch damit zusammen, dass wir
nicht nur chinesisches Essen anbieten,
sondern insgesamt ein „China-Feeling“
vermitteln. Ich nenne das „One Day in
China“ und will dieses Konzept noch
weiter ausbauen; mal sehen, vielleicht
sogar in Kooperation mit der Stadt
Hamburg. Das ist zum Beispiel gerade
im Sommer, wo die Gastronomie der
Stadt mehr oder weniger im Sommerloch
verharren muss, eine ganz griffige
Idee. Zu uns kommen viele Touristen,
eben wegen des genannten Grundes,
also, um mitten in Hamburg ein „China-Erlebnis“
haben zu können.
CG: Nicht vergessen darf man auch
die hohe Dichte an VIPs und Prominenten,
die bei euch verkehrt – und
das nicht nur auf der China Night.
Bürgermeister, Senatoren, Wirtschaftskapitäne,
national bekannte
Schauspieler und TV-Moderatoren,
Sport-Stars und viele andere sind im
Yu Garden zu Gast! Kommen wir aber
nun zu deiner zusätzlichen Funktion
als Präsident der Hamburger China
Gesellschaft. Dies ist ein nicht-kommerzielles
Engagement und erfordert
ein anderes Denken als ein Unternehmer.
Da ist eine Mission gefragt, die
man an die Menschen weitergeben
möchte. Wie lautet deine?
QCh: Nun, zum Glück ist es so, dass
Hamburg als Hafenstadt schon immer
international ausgerichtet gewesen ist
und das Verhältnis zu China aufgrund
der bestehenden, immer guten Handelsbeziehungen
auch im Allgemeinen
als gut zu bezeichnen ist. Das erleichtert
unsere Arbeit als chinesischer Kulturverein
stark. Das Ziel des Vereins ist es,
die Menschen zusammenzubringen, das
heißt die Deutschen und die Chinesen,
die hier leben. Mit kulturellen Veranstaltungen
lässt sich dieses Ziel gut
erreichen. Wenn die Menschen untereinander,
also unabhängig von der Politik
und den Medienberichterstattungen,
sich gut verstehen, dann ist das eine
sehr gute Basis für alles andere.
Hamburg als Handelsstadt pflegt einen
gesunden, pragmatischen Ansatz
QCh: In Hamburg gibt es das ja wie gesagt
schon, deswegen geht es hier in der
Hansestadt eher darum, die bestehenden
Verbindungen zu vertiefen – und
natürlich auch neue aufzubauen. Zu
diesem Zweck haben wir diverse sehr
beliebte Veranstaltungen, im Frühling
haben wir den Chinesischen Neujahrsempfang,
dann feiern wir im Yu Garden
ein Sommerfest, im Herbst das Mond-
Fest im Ni Hao und Ende des Jahres
eben die China Night, die inzwischen
schon überregional einen hervorragenden
Ruf als top Party-Event genießt.
Zusätzlich gibt es bei uns im Shanghai-Saal
– im 1. Obergeschoss – auch
regelmäßig Vorträge, wir informieren
die Menschen über China und das über
alle möglichen Aspekte: Wirtschaft,
Kultur, Politik und Gesellschaft. Außerdem
mieten sich andere China-bezogene
Vereine bei uns ein und halten ihre
eigenen Veranstaltungen ab, wie zum
Beispiel neulich die John Rabe-Ausstellung
für einen Tag oder das Art & Music-Event
von der Kunstberatungsfirma
YAC.
CG: Prima, das hört sich nicht nur
nach einem Erfolgskonzept an, sondern
wie wir auch imm
er wieder eindrucksvoll beobachten
können, es ist auch eines! Gratulation
dazu und weiterhin viel Erfolg, lieber
Qiuyi!
Text: CETIN YAMAN/YPA
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SKINS
feiert Deutschlandpremiere
in Hamburg
– unsere Beauty-Reporterin Lucy
war direkt vor Ort
Am Mittwoch, den 03.12.2025, verwandelte sich die Bleichenbrücke
10 in Hamburg in einen echten Hotspot der Beauty-Szene. Unsere
Beauty-Reporterin Lucy war exklusiv vor Ort, als Skins seine
erste deutsche Boutique eröffnete – ein Meilenstein für das niederländische
Luxus-Label, das seit Jahren als Geheimtipp für außergewöhnliche
Nischenparfums und High-End-Beauty gilt. Bereits
beim feierlichen Ribbon Cutting wurde klar: Skins bringt nicht
einfach nur einen Shop nach Hamburg, sondern ein komplett neues
Erlebnis. Auf 180 Quadratmetern präsentiert die Marke rund
200 kuratierte Luxus- und Nischenbrands, die Beauty-Fans bisher
nur aus internationalen Metropolen kannten. Namen wie Aesop,
Le Labo, Creed, Byredo oder Maison Francis Kurkdjian standen
im Fokus – ebenso wie aufregende Newcomer der internationalen
Duft- und Skincare-Welt. Alles in einem Ambiente, das bewusst
dazu einlädt, zu entdecken, zu testen und einzutauchen.
Ein Raum, der die Sinne weckt
Lucy beschreibt die Atmosphäre als „eine Mischung aus Galerie,
Duftlabor und Wohnzimmerluxus“. Jede Marke hat ihren eigenen
Moment, jeder Duft seine Bühne. Genau das ist das Konzept: Die
Kundinnen und Kunden sollen nicht einfach einkaufen – sie sollen
erleben. Skins setzt dabei stark auf persönliche Beratung und individuelle
Beauty-Routinen, die echte Emotionen auslösen sollen.
Ein echtes Highlight waren für Lucy die Skins-Boxen, die verschiedene
Themenwelten – von Parfum über Skincare bis Makeup
– in kuratierten Sets zusammenfassen. Perfekt für alle, die etwas
Besonderes verschenken wollen oder sich selbst an neue Marken
herantasten möchten.
Ein starkes Statement für Hamburg
Für Co-Founder und Creative Director Philip Hillege ist Hamburg
der perfekte Ausgangspunkt für die Expansion nach Deutschland.
Die Mischung aus hanseatischer Eleganz und moderner Offenheit
passt ideal zum Anspruch von Skins: Luxus mit Haltung, Qualität
ohne Übertreibung und ein Lifestyle, der Understatement mit
Premiumgefühl verbindet.
Mit der Eröffnung in Hamburg startet Skins offiziell seine
Deutschlandoffensive – weitere Standorte sind bereits in Planung,
Frankfurt folgt am 17.12.2025.
Hamburg darf sich also freuen: Eine neue Adresse für Duftkunst,
High-End-Care und erlesene Beautyschätze hat die Stadt bereichert
– und Lucy konnte bestätigen: Dieser Store setzt Maßstäbe.
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Hamburg
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