Herz STÄRKE 2026 – Sonderausgabe AstraZeneca
Diese Sonderausgabe begleitet Menschen mit Herzschwäche und ihre Angehörigen mit Orientierung, alltagsnahen Tipps und verständlichen medizinischen Hintergründen. Das Magazin zeigt, welche Hinweise im Alltag wichtig sind, wie Untersuchungen typischerweise ablaufen und wie Sie sich strukturiert auf Arzttermine vorbereiten – inklusive Fragen, Protokoll und praktischen Checklisten. Ein Schwerpunkt liegt auf „Kalium im Blick“: warum der Wert bei Herzschwäche eine Rolle spielen kann und wie Sie das Thema im Gespräch mit dem Behandlungsteam ansprechen. Ergänzt wird die Ausgabe durch ein Interview zur Begriffsklärung „Herzschwäche/Herzinsuffizienz“ sowie Hinweise zu Unterstützung und Selbsthilfeangeboten. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die ärztliche Beratung. Hinweis: Dieses Magazin ist mit freundlicher Unterstützung von AstraZeneca entstanden.
Diese Sonderausgabe begleitet Menschen mit Herzschwäche und ihre Angehörigen mit Orientierung, alltagsnahen Tipps und verständlichen medizinischen Hintergründen. Das Magazin zeigt, welche Hinweise im Alltag wichtig sind, wie Untersuchungen typischerweise ablaufen und wie Sie sich strukturiert auf Arzttermine vorbereiten – inklusive Fragen, Protokoll und praktischen Checklisten. Ein Schwerpunkt liegt auf „Kalium im Blick“: warum der Wert bei Herzschwäche eine Rolle spielen kann und wie Sie das Thema im Gespräch mit dem Behandlungsteam ansprechen. Ergänzt wird die Ausgabe durch ein Interview zur Begriffsklärung „Herzschwäche/Herzinsuffizienz“ sowie Hinweise zu Unterstützung und Selbsthilfeangeboten. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die ärztliche Beratung.
Hinweis: Dieses Magazin ist mit freundlicher Unterstützung von AstraZeneca entstanden.
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Herz
Ausgabe 2026
Kostenfrei für unsere Leserinnen und Leser
STÄRKE
Sonderausgabe AstraZeneca
Ausgabe
2026
Aus der (Herz)Schwäche
wächst die Kraft
Leben mit Herzschwäche: Erfahren Sie, wie Sie mit
der richtigen Unterstützung, praktischen Tipps
und inspirierenden Geschichten Ihren Alltag
aktiv gestalten und Ihre Lebensqualität erhalten
können.
Willkommen
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Herzschwäche gehört zu den häufigen
chronischen Erkrankungen und stellt
Betroffene und Angehörige im Alltag
vor viele Fragen. Auch wenn die Erkrankung
in der Regel nicht vollständig
heilbar ist, lässt sich der Verlauf
oft günstig beeinflussen – durch eine
frühzeitige Abklärung, eine passende
Therapie und Entscheidungen, die zu
den eigenen Lebensumständen passen.
Im Alltag geht es dabei um Symptome
und Belastbarkeit, um Arbeit
und Reisen, aber auch um die Frage,
wie man Sicherheit und Zuversicht im
Umgang mit der Erkrankung gewinnt.
Wichtig ist vor allem: Herzschwäche ist
kein Thema, das man alleine „aushalten“
muss.
Mit HerzStärke möchten wir Orientierung
geben und zugleich ermutigen.
Dieses Magazin bündelt Erfahrungsberichte
von Menschen, die
mit Herzschwäche leben, praktische
Anregungen für den Alltag und gut verständliche
medizinische Hintergründe.
Sie finden hier unter anderem Impulse,
wie Bewegung, Ernährung, Medikamentenplan,
Selbstbeobachtung
und regelmäßige Kontrollen im Alltag
sinnvoll zusammenspielen können –
ohne Überforderung, aber mit Klarheit.
Ergänzend geben wir Anregungen für
das Arztgespräch, Hinweise zur Organisation
des Alltags und Überblick über
Unterstützungsangebote, die Betroffene
nutzen können.
Herzschwäche führt häufig zu Arztbesuchen
und Behandlungen und fordert
das Gesundheitssystem spürbar. Umso
wichtiger ist es, Warnzeichen ernst zu
nehmen, Veränderungen früh zu besprechen
und den Umgang mit der
Krankheit aktiv zu gestalten. Viele Betroffene
berichten, dass sie mit einer
guten Behandlung, mit Reha-Angeboten
und mit angepassten Gewohnheiten
ihre Belastbarkeit und Lebensqualität
verbessern konnten.
HerzStärke versteht sich daher nicht
nur als Informationsangebot, sondern
auch als Brücke zu Austausch und
Unterstützung. Gemeinsam mit Fachleuten,
Selbsthilfegruppen und engagierten
Partnern setzen wir uns dafür
ein, dass Herzschwäche besser verstanden
wird und Hilfe dort ankommt,
wo sie gebraucht wird. Dabei beziehen
wir das Umfeld bewusst ein: Angehörige,
Freunde sowie Kolleginnen und
Kollegen können eine wichtige Stütze
sein – wenn sie wissen, was im Alltag
entlastet und worauf zu achten ist.
Wir wünschen uns, dass Ihnen dieses
Magazin Orientierung gibt, neue Perspektiven
eröffnet und Sie dabei unterstützt,
Ihren eigenen Weg mit Herzschwäche
zu finden. Lassen Sie uns
das Bewusstsein stärken und Schritt
für Schritt nach vorn schauen.
Mit herzlichen Grüßen
Winfried Klausnitzer, Vorstand
Herzschwäche Deutschland e.V.
2
Der Verein
Winfried Klausnitzer
Vorstand (Nürnberg)
Gabriele Meyer,
Vorstand (Nürnberg)
Otto Seifferth
Schatzmeister (Nürnberg)
Herzschwäche Deutschland e.V. ist
ein gemeinnütziger Verein, der sich
für die Aufklärung, Unterstützung
und Vernetzung von Menschen mit
Herzschwäche einsetzt. Ziel ist es,
Betroffenen und ihren Angehörigen
Wissen und praktische Hilfestellungen
zu bieten, um die Lebensqualität trotz
der Erkrankung zu verbessern.
Hier im Magazin »HerzSTÄRKE« sowie
auf der Website finden Sie zahlreiche
Informationen rund um das Leben mit
Herzschwäche Deutschland e.V. Herzschwäche.
Rednitzstraße 7
90449 Nürnberg
vorstand@herzschwaeche-deutschland.de
Impressum
»HerzStärke 2026 - Sonderausgabe AstraZeneca« ist ein Projekt vom Verein Herzschwäche Deutschland e.V. und wird veröffentlicht
auf dem Webkiosk von eMagazin.digital und in der Mediathek von GUT ZUM HERZ
Winfried Klausnitzer (Vorstand) | Herzschwäche Deutschland. e.V. | Rednitzstraße 7 | 90449 Nürnberg
vorstand@herzschwaeche-deutschland.de
Herausgeber und verantwortlicher Dienstanbieter (§ 5 DDG): Winfried Klausnitzer (Vorstand) | Rednitzstraße 7 | 90449 Nürnberg
Diese Sonderausgabe wurde mit freundlicher Unterstützung von AstraZeneca realisiert.
Verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV / Presserecht (V.i.S.d.P.): Winfried Klausnitzer (Vorstand) | Rednitzstraße 7 | 90449 Nürnberg
Redaktion und verantwortlich für den Inhalt (§ 55 Abs. 2 RStV): Winfried Klausnitzer
Ideen, Inszenierung, Layout und technische Umsetzung: JUNG & JUNG Verlag | Fotos: Matthias Jung, Tina Jung, 123RF und Envato
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Winfried Klausnitzer (Vorstand) | Rednitzstraße 7 | 90449 Nürnberg
Hinweis: Die Inhalte dieses Magazins ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten wenden Sie sich bitte an
Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Werbung/Anzeigen sind mit „Werbung“ oder „Anzeige“ gekennzeichnet; Advertorials sind zusätzlich durch
einen roten Rahmen kenntlich gemacht.
Erstveröffentlichung am 02. Januar 2026 | Alle Rechte vorbehalten.
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Herz Stärke
Wenn aus Schwäche Kraft wird
Lisa M. formt mit ihren Händen ein Herz und lächelt – ein Moment, den sie sich vor drei
Jahren nicht hätte vorstellen können. Die Diagnose Herzschwäche traf sie aus dem Nichts
und stellte ihr Leben auf den Kopf. Doch statt sich zurückzuziehen, kämpfte sie.
Mit medizinischer Unterstützung, gesunder Lebensweise und der Entscheidung, aktiv für
ihre Lebensqualität einzustehen, fand sie ihren Weg zurück. „Mein Herz mag geschwächt
sein, aber mein Lebensmut ist stärker denn je“, sagt sie heute.
Ihre Geschichte zeigt: Ein starkes Herz beginnt mit der richtigen Unterstützung und dem
Willen, sein Leben zu gestalten.
4
Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden;
jede Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.
Eine Diagnose, die den Alltag verändert
Herzschwäche betrifft in
Deutschland nach Schätzungen
viele Millionen Menschen;
jedes Jahr kommen zahlreiche
Neufälle hinzu. Oft beginnen die
Beschwerden unklar: schnelle
Erschöpfung, Atemnot, weniger
Kraft, manchmal ein Druckgefühl
im Brustbereich. Weil solche
Zeichen auch harmlose Ursachen
haben können, werden sie nicht
selten verdrängt. Zugleich gilt:
Wer anhaltende Symptome ernst
nimmt, schafft die Basis dafür,
dass Ärztinnen und Ärzte Ursachen
klären und Therapie bald
planen können.
Der Moment der Diagnose
Lisa erinnert sich an den Satz
ihres Arztes: „Sie haben eine
Herzschwäche.“ Für einen Augenblick
war alles still. Fragen
drängten sich auf: Was bedeutet
das für Beruf, Familie, Zukunft?
Lisa beschreibt, dass ihr vor
allem die Unsicherheit zusetzte.
Sie nahm sich Zeit, das Gespräch
zu verarbeiten, notierte offene
Punkte und vereinbarte zeitnah
einen weiteren Termin. Aus ihrer
Sicht war das der erste Schritt,
wieder Kontrolle zu gewinnen.
Körper und Kopf
Neben den körperlichen Grenzen
war die seelische Belastung
groß. „Ich hatte Angst, mein altes
Leben zu verlieren“, sagt Lisa.
Wichtig war für sie, Gefühle nicht
als Schwäche zu bewerten, sondern
als Reaktion auf eine neue
Lage. Mit Hilfe ihrer Familie und
durch Gespräche lernte sie, die
Diagnose als Aufgabe zu sehen,
nicht als Urteil. Kleine, erreichbare
Ziele halfen ihr, den Alltag
neu zu strukturieren.
Überblick statt Infoflut
Lisa suchte nach verlässlichen
Hinweisen und merkte schnell,
wie unklar vieles im Netz wirkt.
Sie entschied sich für einen erfahrenen
Kardiologen und fragte
gezielt nach Optionen, Warnzeichen
und Anlaufstellen. In einer
Gruppe traf sie Menschen, die
seit Jahren mit Herzschwäche
leben. Der Austausch war für
sie vor allem praktisch: Welche
Fragen gehören in den Arzttermin,
wie lässt sich Training sicher
steigern, wo finden Angehörige
Hilfe? „Es tat gut, konkrete Erfahrungen
zu hören“, sagt sie.
Was im Alltag helfen kann
Herzschwäche gilt in vielen Fällen
als chronische Erkrankung. Das
schließt Lebensqualität nicht
aus, verlangt aber meist eine
dauerhafte Begleitung. Ärztlich
abgestimmte Bewegung, eine
ausgewogene Ernährung und das
konsequente Einnehmen verordneter
Medikamente können
Beschwerden beeinflussen und
die Kraft verbessern – abhängig
von Ursache, Stadium und
individueller Situation. Wichtig
ist, Überforderung zu vermeiden
und Signale des Körpers ernst zu
nehmen.
Viele Betroffene profitieren
davon, ihren Verlauf zu notieren:
Gewicht, Blutdruck, Puls, Kraft,
Schlaf, Medikamente. Notieren
Sie auch, wann Beschwerden
auftreten und was Sie dann
getan haben. Zum Arzttermin
lohnt es sich, eine Liste aller
Präparate mitnehmen und Fragen
vorab zu formulieren. So wird
das Gespräch klarer und gemeinsam
lassen sich Prioritäten
setzen. Bei plötzlicher Atemnot
oder starken Brustschmerzen
gilt: sofort medizinische Hilfe.
Änderungen sollten Sie bald
ärztlich abklären lassen.
Soziale Hilfe
Lisa berichtet, dass sie durch
die Gruppe weniger allein war.
„Wenn jemand versteht, wovon
ich spreche, fällt die Angst kleiner
aus“, sagt sie. Fachleute weisen
darauf hin, dass soziale Hilfe
bei chronischen Erkrankungen
das Wohlbefinden stärken kann,
etwa weil sie motiviert, Wissen
teilt und in schwierigen Phasen
entlastet. Entscheidend ist, dass
Betroffene sich nicht unter Druck
setzen lassen, sondern passende
Angebote wählen.
Medizinische Entwicklungen
In den letzten Jahren haben sich
Diagnostik und Therapie besser.
Neue Geräte, bessere Bildgebung
und genauere Therapien können
dazu beitragen, Symptome zu
lindern und Klinikaufenthalte zu
reduzieren. Das bedeutet nicht,
dass jede Methode für jede Person
geeignet ist. Umso wichtiger
sind regelmäßige Kontrollen und
ein Plan, der gemeinsam angepasst
wird.
Leben mit Aufmerksamkeit
Heute achtet Lisa genauer
auf ihren Rhythmus. Sie plant
Pausen, überprüft Gewicht und
Blutdruck nach ärztlicher Empfehlung
und lässt geplante Kontrollen
nicht aus. „Ich habe gelernt,
5
mich nicht zu überfordern“, sagt
sie. Wenn Atemnot zunimmt oder
Schwellungen auftreten, handelt
sie früh und sucht medizinischen
Rat.
„Ich habe gelernt, auf meinen
Körper zu hören und Entscheidungen
bewusster zu treffen. Die
Diagnose hat mich nicht definiert,
aber sie hat meinen Blick
geschärft.“ – Lisa M.
HerzSTÄRKE: Das Magazin, das
einordnet
Mit „HerzSTÄRKE“ erzählen wir
Geschichten aus dem Alltag
mit Herzschwäche, ordnen
Begriffe verständlich ein und
geben Hinweise, wie Sie sich auf
Gespräche in Praxis oder Klinik
vorbereiten können. Wir trennen
klar zwischen Erfahrung, medizinischem
Wissen und Meinung.
Beiträge ersetzen keine persönliche
Beratung, sollen aber Überblick
geben – für Betroffene,
Familie und alle, die Warnzeichen
besser verstehen möchten.
Ein gemeinsames Ziel
Ärztinnen, Ärzte, Pflege,
Forschung und Selbsthilfe arbeiten
daran, Versorgung zu
verbessern und neue Erkenntnisse
in die Praxis zu bringen. Für
Betroffene kann es hilfreich sein,
sich aktiv einzubringen: Fragen
stellen, Therapieziele klären,
Termine dokumentieren, Hilfe
annehmen. Auch Familie profitieren
von klaren Hinweisen, weil
sie Sicherheit im Umgang mit der
Erkrankung gewinnen.
Mehr erfahren und sich
informieren
Auf dieser Seite finden Sie
einen Überblick über Herzschwäche
und mögliche Untersuchungen.
Nutzen Sie die
Hinweise als Vorbereitung auf
Ihren Arzttermin.
Mögliche Untersuchung
• Anamnese: Die
Ärztin oder der
Arzt fragt nach
Symptomen wie
Atemnot, Müdigkeit
oder Schwellungen
in den
Beinen.
• Vorgeschichte: Es
geht um frühere
Erkrankungen,
familiäre Risiken
und Faktoren wie
Bluthochdruck,
Diabetes oder
zurückliegende
Ereignisse.
• Puls- und Blutdruck:
Werte, die
Hinweise auf Kreislauf
und Belastung
geben können.
• Puls- und Blutdruckmessung:
Diese Werte geben
Hinweise auf die
Kreislauffunktion.
• Abhören von
Herz und Lunge:
Prüfung auf Herzgeräusche
oder
Flüssigkeitszeichen.
• Untersuchung
auf Ödeme: Kontrolle
an Beinen,
Knöcheln oder im
Bauch.
• Halsvenen: Sichtoder
Tastbefund
auf Anzeichen
eines Staus.
• EKG: Messung
6
Die in diesem Beitrag beschriebene Person ist frei erfunden;
jede Ähnlichkeit mit realen Personen ist rein zufällig.
der elektrischen Aktivität
und mögliche
Hinweise auf Rhythmusstörungen.
• Herzultraschall:
Beurteilung von Kammergröße,
Herzklappen
und Pumpleistung.
• Labortests: Bestimmung
von Markern
wie BNP oder
NT-proBNP, je nach
Zweck.
• Röntgenbild des
Brustkorbs: Einschätzung
von Herzgröße
und möglichem
Lungenwasser.
• MRT: Bei Bedarf zur
präzisen Darstellung
und zum Ausschluss
bestimmter Ursachen.
• Stresstest: Stress-EKG
oder medikamentöser
Test, um Reaktionen
unter Stress zu
beurteilen.
• Herzkatheter: In
ausgewählten Fällen,
um Engstellen der
Herzkranzgefäße zu
erkennen oder Messungen
vorzunehmen.
• Langzeit-EKG (24–72
Stunden): Erfasst
den Herzrhythmus
über einen längeren
Zeitraum, um intermittierende
Rhythmusstörungen,
Extrasystolen
oder unklare
Beschwerden wie
Herzstolpern, Schwindel
oder kurze Aussetzer
besser einzuordnen.
Wenn Sie anhaltende
Atemnot, ungewöhnliche
Müdigkeit, Schwellungen
in den Beinen, Brustschmerzen
oder unregelmäßigen
Herzschlag
bemerken, sollten Sie
einen Arzt aufsuchen
und diese Untersuchungen
in Betracht ziehen
– zögern Sie nicht, denn
eine frühzeitige Diagnose
kann entscheidend
für Ihre Gesundheit sein.
7
Das K im Blut
steht für
KALIUM
Hyperkaliämie und RAAS-Therapie:
Gemeinsam mit ärztlicher Beratung Lösungen finden
H
erz-Kreislauf-Erkrankungen
sind in
Deutschland weit verbreitet
und viele Patient:innen
erhalten moderne Therapieoptionen
wie die sogenannte
RAAS-Hemmung (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System).
Diese Therapie ist für viele
Menschen mit Herzschwäche
oder chronischer Nierenerkrankung
ein wichtiger Bestandteil
der Behandlung. Doch
manchmal stellt sich in der
Praxis eine Herausforderung
ein: erhöhte Kaliumwerte im
Blut, die sogenannte Hyperkaliämie.
Wenn der Kaliumwert
steigt: Eine medizinische
Herausforderung
Steigt der Kaliumwert, stehen
Ärzt:innen vor einer komplexen
Entscheidung. Häufig wird
in solchen Situationen erwogen,
die RAAS-Therapie zu
reduzieren oder zu pausieren,
um mögliche Komplikationen
zu vermeiden. Für viele Betroffene
stellt dies eine besondere
Situation dar, denn die RAAS-
Therapie gilt als wichtiger Baustein
im Behandlungskonzept.
Wichtiger Dialog:
Gemeinsam Lösungen
besprechen
Gerade in solchen Situationen
ist es wichtig, dass Patient:innen
das Gespräch mit ihrer
Kardiologin oder ihrem Kardiologen
führen.
Ein offener Austausch über
die individuellen Risiken, die
Vorteile der bisherigen Therapie
und mögliche Alternativen
kann helfen, gemeinsam eine
fundierte Entscheidung zu
treffen. Es gibt verschiedene
medizinische Ansätze, um erhöhte
Kaliumwerte zu behandeln
oder zu kontrollieren.
Informiert bleiben – Bewusst
nachfragen
Patient:innen sind heute mehr
denn je dazu eingeladen, ihre
Behandlung aktiv mitzugestalten.
Wer gut informiert
ist, kann gezielt nachfragen,
welche therapeutischen Möglichkeiten
es gibt, um sowohl
die Herztherapie als auch den
Kaliumhaushalt optimal zu
steuern. Ein vertrauensvoller
Dialog mit dem Behandlungsteam
ist dabei von zentraler
Bedeutung.
Herzschwäche: Ein häufiges
Krankheitsbild
Herzschwäche ist häufiger als
oft angenommen: In spezialisierten
Herzgruppen macht die
Herzschwäche etwa 16% aller
dokumentierten Herzerkrankungen
aus und gehört zu den
häufigsten Diagnosen.
Deutschlandweit leben etwa
4% aller Menschen mit einer
Herzschwäche – das sind über
vier Millionen Menschen – mit
jährlich etwa 400.000 Neuerkrankungen.
Mindestens
einer von fünf Menschen über
40 erkrankt an Herzschwäche.
Die positive Nachricht: Die Medizin
hat in den letzten Jahren
8
KDieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von AstraZeneca erstellt
9
bedeutende Fortschritte gemacht.
Das medizinische Dilemma:
Zwischen Herzschutz und
Kaliumkontrolle
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine
gut eingestellte Herzmedikation
– und dann zeigen Laborwerte
erhöhte Kaliumwerte. Plötzlich
entsteht die Frage: Therapie anpassen
oder engmaschig überwachen?
Diese Herausforderung
kennen viele Betroffene. Etwa
40-50% aller Patient:innen, die
RAAS-Hemmer erhalten, entwickeln
im Verlauf erhöhte Kaliumwerte.
Das kann komplex sein,
denn diese Medikamente haben
sich als sehr wirksam für die
Herzgesundheit erwiesen.
Was Herzspezialist:innen heute
empfehlen: Aktuelle Leitlinien
Internationale Expert:innen
haben 2023 ihre Empfehlungen
überarbeitet. Die Botschaft
ist deutlich: Herzmedikamente
sollten nicht automatisch abgesetzt
werden, wenn das Kalium
ansteigt. Stattdessen gibt es heute
verschiedene therapeutische Ansätze,
die helfen können, beide
Aspekte gleichzeitig zu berücksichtigen.
Die europäischen
Leitlinien empfehlen, diese neuen
Möglichkeiten zu evaluieren, um
die wichtige Herztherapie möglichst
kontinuierlich fortführen
zu können.
Moderne Herzschwäche-
Therapie: Das Vier-Säulen-
Konzept
Die moderne Herzschwäche-Therapie
setzt auf eine Kombination
aus vier Medikamentengruppen –
von Expert:innen „Fabulous Four“
genannt. Diese sollten idealerweise
zeitnah nach der Diagnose
etabliert werden. Studien zeigen
beeindruckende Ergebnisse: 33%
weniger Krankenhausaufenthalte
und 29% weniger Todesfälle. Doch
was passiert, wenn eines dieser
wichtigen Medikamente aufgrund
von Kalium-Problemen nicht optimal
dosiert werden kann?
Neue therapeutische
Möglichkeiten:
Kaliummanagement
In den letzten Jahren sind zusätzliche
Ansätze für das Kalium-Management
hinzugekommen. Dazu
gehören Arzneimittel, die im
Darm ansetzen und überschüssiges
Kalium binden, sodass es mit
dem Stuhl ausgeschieden werden
kann. In Studien konnte gezeigt
werden, dass sich damit erhöhte
Kaliumwerte besser kontrollieren
lassen. Für viele Patient:innen
kann das bedeuten, dass eine leitliniengerechte
Herzmedikation
eher fortgeführt oder angepasst
werden kann, ohne dass allein
wegen erhöhter Kaliumwerte auf
wichtige Medikamente verzichtet
werden muss. Welche Therapie im
Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet
immer das Behandlungsteam –
gemeinsam mit den Patient:innen
– auf Basis der individuellen
Situation.
Was bedeutet das für
Patient:innen?
Konkret bedeutet das: Moderne
medizinische Ansätze ermöglichen
es heute, sowohl den
Herzschutz als auch die Kaliumkontrolle
zu berücksichtigen. Die
heutige Medizin bietet Lösungen,
die beide Aspekte adressieren
können. Wichtig ist dabei der
offene Dialog mit den behandelnden
Ärzt:innen: Sprechen Sie Ihre
Bedenken bezüglich der Kaliumwerte
offen an. Erkundigen Sie
sich nach aktuellen therapeutischen
Alternativen, bevor Therapieentscheidungen
getroffen
werden.
Patient:innenrechte und informierte
Entscheidungen
Als Patient:innen haben Sie das
Recht auf eine Behandlung nach
den aktuellen medizinischen
Standards. Das bedeutet: Wenn
erhöhte Kaliumwerte auftreten,
sollten zunächst Wege zur
Kontrolle dieser Werte evaluiert
werden.
Werden Sie zur aktiven Partnerin
oder zum aktiven Partner in Ihrer
Behandlung: Informieren Sie
sich, stellen Sie Fragen und lassen
Sie sich alle Optionen erklären.
Moderne Herzmedizin setzt auf
gemeinsame Entscheidungsfindung
zwischen Ärzt:innen und
Patient:innen. Studien belegen:
Patient:innen, die aktiv in ihre
Behandlung einbezogen werden,
haben oft bessere Therapieergebnisse
und sind zufriedener mit
ihrer Versorgung. Nutzen Sie diese
Möglichkeit der Mitgestaltung.
Unterstützung durch
Patientenorganisationen
Eine Herzerkrankung verändert
das Leben und kann viele Fragen
aufwerfen, die über das rein
Medizinische hinausgehen. Der
Austausch mit anderen Betroffenen
kann dabei sehr wertvoll sein.
Die Patientenorganisation Herzschwäche
Deutschland e.V. bietet
bundesweit regionale Selbsthilfegruppen
für Menschen mit Herzschwäche
an. In diesen Gruppen
können sich Patient:innen und
ihre Angehörigen über ihre Erfahrungen
austauschen, praktische
Tipps für den Alltag erhalten
und voneinander lernen.
Die Selbsthilfegruppen von Herzschwäche
Deutschland e.V. behandeln
in ihren regelmäßigen
Treffen verschiedene Themen wie
Ernährung, Sport und Bewegung,
den Umgang mit Medikamenten
10
Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von AstraZeneca erstellt
sowie praktische Aspekte des
Zusammenlebens mit der Herzerkrankung.
Viele Teilnehmende berichten,
dass der Erfahrungsaustausch
mit anderen Betroffenen
ihnen geholfen hat, ihre Krankheit
besser zu verstehen und
selbstbewusster im Gespräch mit
ihren behandelnden Ärzt:innen
aufzutreten. Informationen zu
Selbsthilfegruppen für Herzpatient:innen
in Ihrer Region finden
Sie auf der Website von Herzschwäche
Deutschland e.V. oder
direkt über die Kontaktdaten des
Vereins. Auch die Deutsche Herzstiftung
e.V. bietet eine bundesweite
Übersicht über verschiedene
Herzpatient:innen-Selbsthilfegruppen
nach Postleitzahlen.
Fortschritte in der
Herzmedizin
Die Fortschritte in der Herzmedizin
geben Grund zur Hoffnung.
Mit modernen Ansätzen zum
Kaliummanagement und individualisierten
Therapiekonzepten
können heute mehr Menschen
von optimalen Herzmedikamenten
profitieren. Das Wichtigste:
Bleiben Sie im regelmäßigen Gespräch
mit Ihrem Behandlungsteam
und zögern Sie nicht, nach
aktuellen Therapiemöglichkeiten
zu fragen.
Die Kombination aus medizinischer
Versorgung, eigenverantwortlichem
Umgang mit der
Erkrankung und dem Austausch
mit anderen Betroffenen bildet
oft eine gute Grundlage für das
Leben mit einer Herzerkrankung.
Nutzen Sie alle verfügbaren Ressourcen
– von der medizinischen
Betreuung bis hin zu den Erfahrungen
anderer Patient:innen.
Erfahren Sie mehr zu diesem
wichtigen Thema mit Klick auf
folgenden Link: https://www.
mein-a-z.de/
Wissenswertes ...
Was ist Kalium?
Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und Elektrolyt.
Als positiv geladenes Teilchen unterstützt es zahlreiche
Grundfunktionen des Körpers. Es ermöglicht die Weiterleitung
von Nervensignalen und die Kontraktion von Muskeln,
stabilisiert die elektrische Spannung an Zellmembranen
und trägt zur Regulation des Flüssigkeitshaushalts und
des Blutdrucks bei.
Etwa 98 % des Kaliums befinden sich innerhalb der Körperzellen,
wo es Enzyme aktiviert und das Säure-Basen-
Gleichgewicht beeinflusst. Der tägliche Bedarf liegt bei
rund 2–4 g und kann durch kaliumreiche Lebensmittel wie
Bananen, Hülsenfrüchte oder Nüsse gedeckt werden. Im
Blut gilt ein Kaliumwert von 3,6–5,0 mmol/l als normal;
Abweichungen können sich etwa in Herzrhythmusstörungen
oder Muskelschwäche äußern.
Was sind die „Fabulous Four“?
Die „Fabulous Four“ bezeichnen die vier zentralen Medikamentengruppen
zur Behandlung der Herzschwäche
mit reduzierter Ejektionsfraktion. Dieses evidenzbasierte
Therapiekonzept umfasst:
1. ARNI (Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren)
oder ACE-Hemmer
2. Betablocker
3. MRA (Mineralokortikoidrezeptorantagonisten)
4. SGLT2-Hemmer
Kontaktinformationen Herzschwäche
Deutschland e.V.
Herzschwäche Deutschland e.V.
Rednitzstraße 7
90449 Nürnberg
Telefon: +49 (0) 911 6491312 (Anrufbeantworter)
E-Mail: kontakt@herzschwaeche-deutschland.de
Website: www.herzschwaeche-deutschland.de
Informationen zu regionalen Selbsthilfegruppen:
www.herzschwaeche.org
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AstraZeneca beim Runden Tisch und
Gesundheitsmarkt 2025
AstraZeneca war sowohl beim 4. Runden Tisch
Herzschwäche 2025 als auch beim ersten Gesundheitsmarkt
Herzschwäche vertreten. Der
Runde Tisch fand am 4. und 5. März 2025 in
Nürnberg statt, veranstaltet von Herzschwäche
Deutschland e.V.. Bei dieser bedeutsamen Veranstaltung
trafen sich Expert:innen aus Medizin,
Pflege, Forschung und Politik, um innovative
Lösungsansätze zu diskutieren - von der
Integration in den EU-Gesundheitsplan bis hin
zu ganzheitlichen Therapieansätzen.
Wenige Wochen später, am 3. Mai 2025, war
AstraZeneca auch beim erstmals durchgeführten
Gesundheitsmarkt Herzschwäche in der
Stadthalle Fürth präsent. Diese Veranstaltung
richtete sich an Betroffene, Angehörige und interessierte
Personen aus den Einzugsbereichen
Nürnberg, Fürth und Erlangen. Das Thema des
Gesundheitsmarktes war „Herzschwäche und
Nebenerkrankungen: Prävention, Therapie
und Lebensqualität“. Neben Vorträgen renommierter
Professor:innen aus der Region zu
diagnostischen und therapeutischen Aspekten
der Herzschwäche wurden auch chirurgische
Optionen und Selbsthilfemöglichkeiten für Betroffene
thematisiert.
Beide Veranstaltungen unterstreichen das kontinuierliche
Engagement von AstraZeneca in
der Herzschwäche-Versorgung. Das Unternehmen
nutzt diese Plattformen, um mit Fachpersonal,
Patient:innen und deren Angehörigen in
direkten Austausch zu treten und über moderne
Therapieoptionen zu informieren. Durch
die Teilnahme an beiden Events - sowohl der
wissenschaftlich ausgerichteten Fachtagung
als auch dem patientinnen- und patientenorientierten
Gesundheitsmarkt - demonstriert
AstraZeneca sein ganzheitliches Engagement
für die Verbesserung der Herzschwäche-Versorgung.
Hier geht´s zu den Beiträgen.
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Dieser Beitrag ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von AstraZeneca erstellt
Die Quellen dieses Beitrags
Herzschwäche: Ursachen, Symptome, Behandlung (BMG-Portal gesund.bund.de)
https://gesund.bund.de/herzschwaeche
Behandlung der chronischen Herzschwäche (IQWiG – Gesundheitsinformation.de)
https://www.gesundheitsinformation.de/behandlung-der-chronischen-herzschwaeche.
html
Patientenleitlinie Herzschwäche (NVL, AWMF-Register, PDF)
https://register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-006pll_S3_Chronische_Herzinsuffizienz_2022-07.pdf
Kalium: Blutwerte, Ursachen & Bedeutung (IQWiG – Gesundheitsinformation.de)
https://www.gesundheitsinformation.de/kalium.html
Vorsicht vor zu hohen Kalium-Werten (Deutsche Herzstiftung – Herzsprechstunde)
https://herzstiftung.de/herz-sprechstunde/alle-fragen/kalium-wert-zu-hoch
Hyperkaliämie verständlich (ICD-Info, gesund.bund.de)
https://gesund.bund.de/icd-code-suche/e87-5
Natriumzirkoniumcyclosilicat (Lokelma) bei Hyperkaliämie (IQWiG – Gesundheitsinformation.de)
https://www.gesundheitsinformation.de/natriumzirkoniumcyclosilicat-lokelma-bei-hyperkaliaemie.html
Ratgeber Patientenrechte (BMG – Stand Juni 2025, Download/Bestellung)
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/details/ratgeber-patientenrechte.html
Herzschwäche Deutschland e. V. (Selbsthilfe/Patientenorganisation)
https://herzschwaeche-deutschland.de/
Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Symptome und Therapie (Deutsche Herzstiftung)
https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herzinsuffizienz
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) – Patienteninformation (Bundesärztekammer, PDF)
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Patienten/Patienteninformationen/herzschwaeche-kip.pdf
Chronische Nierenerkrankung: Symptome, Ursachen, Behandlung (gesund.bund.de)
https://gesund.bund.de/chronische-nierenerkrankung
Was ist Shared Decision Making? Gemeinsam entscheiden (Stiftung Gesundheitswissen)
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/selbstmanagement/patient
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Kalium im Blick
Warum Hyperkaliämie bei Herzschwäche Aufmerksamkeit verdient
Manche Risiken entwickeln
sich leise. Keine dramatischen
Warnsignale, kein klarer Schmerzpunkt
– und trotzdem können
sie den Verlauf einer Erkrankung
beeinflussen. Genau deshalb
lohnt sich bei Herzschwäche
der Blick auf einen Wert, der
im Alltag oft wenig Beachtung
bekommt: Kalium. Was im Labor
wie eine Zahl wirkt, kann in der
Versorgung eine entscheidende
Rolle spielen – vor allem dann,
wenn mehrere Faktoren zusammenkommen.
Aufmerksamkeit
schafft hier Sicherheit, weil
Veränderungen früh erkannt und
besprochen werden können.
Hyperkaliämie bedeutet, dass
der Kaliumwert im Blut erhöht ist.
Kalium ist ein wichtiger Mineralstoff
und hilft bei der Reizleitung
von Nerven und Muskeln – auch
am Herzen. Erhöhte Werte bleiben
häufig zunächst unbemerkt
oder zeigen sich nur unspezifisch.
Umso wichtiger sind regelmäßige
Blutkontrollen, denn
Auffälligkeiten werden oft zuerst
im Labor sichtbar.
Bei Menschen mit Herzschwäche
ist das Thema besonders relevant:
Bewährte Medikamente
können den Kaliumhaushalt beeinflussen.
Zusätzlich können eine
eingeschränkte Nierenfunktion,
neue oder geänderte Medikamente,
Infekte oder Flüssigkeitsmangel
dazu beitragen, dass
Werte ansteigen. Dann geht es
darum, Kontrollen zu verdichten
und die Therapie so zu steuern,
dass sie sicher fortgeführt
werden kann.
Damit Erfahrungen aus dem
Alltag stärker in die Versorgung
einfließen, gibt es auf dieser
Doppelseite eine kurze Umfrage.
Sie wird von GUT ZUM
HERZ durchgeführt – für Herzschwäche
Deutschland e. V. und
AstraZeneca. Die Teilnahme ist
freiwillig und anonym; sie dauert
nur wenige Minuten.
Direkt im Anschluss finden Sie
den MediKlar-Kasten mit den
wichtigsten Punkten und drei
Fragen für das nächste Arztgespräch.
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Dieser Beitrag/Umfrage ist ein Advertorial/Anzeige und wurde mit freundlicher
Unterstützung von AstraZeneca erstellt
MediKlar – Medizin verständlich und
einfach erklärt, mit vielen Tipps
Was bedeutet
„Hyperkaliämie“?
Hyperkaliämie heißt: Der Kaliumwert
im Blut ist zu hoch.
Kalium ist ein Mineralstoff, der
unter anderem an der Reizleitung
von Nerven und Muskeln
beteiligt ist – auch am Herzen.
Erhöhte Werte machen sich
oft lange nicht eindeutig bemerkbar
und werden deshalb
häufig bei einer Blutkontrolle
entdeckt.
Warum ist das bei Herzschwäche
besonders
wichtig?
Bei Herzschwäche werden
Medikamente eingesetzt, die
nachweislich die Prognose
verbessern können. Einige
dieser bewährten Therapien
können jedoch den Kaliumhaushalt
beeinflussen – besonders,
wenn zusätzlich die
Nierenfunktion eingeschränkt
ist oder weitere Medikamente
hinzukommen. Steigt Kalium,
wird in der Praxis manchmal
die Herztherapie reduziert
oder pausiert. Um das zu vermeiden,
hilft ein klarer Plan:
regelmäßig kontrollieren, Auslöser
erkennen, gemeinsam
handeln – statt „erst reagieren,
wenn es kritisch wird“.
Drei Fragen, die Sie im Termin
weiterbringen
1. „Wie waren meine Kaliumwerte
und meine Nierenwerte
zuletzt – und gibt es
einen Trend?“
2. „Welche meiner Medikamente
oder Mittel können
Kalium erhöhen (auch
rezeptfrei oder Nahrungsergänzung)
– und wie
häufig sollten wir kontrollieren?“
3. „Was ist unser Vorgehen,
wenn Kalium steigt: Dosisanpassung,
Kontrollintervall,
Ernährungshinweise,
Ansprechpartner?“
Das 60-Sekunden-Protokoll:
So kommen Sie vorbereitet
in den Termin
Notieren Sie kurz (Stichworte
reichen):
• Datum der letzten Blutabnahme
und – falls
vorhanden – die wichtigsten
Werte (Kalium, Kreatinin/eGFR)
• Aktuelle Medikamentenliste
(inklusive „bei Bedarf“,
Tropfen/Sprays, pflanzliche
Mittel, Nahrungsergänzung)
• „Salzersatz“/Diätsalze oder
Sport-/Elektrolytprodukte
(können Kalium enthalten)
• Was hat sich geändert?
Neue Medikamente, Dosiswechsel,
Infekt, Krankenhausaufenthalt,
Flüssigkeitsmangel
(z. B. Durchfall/
Erbrechen)
• Alltag in einem Satz: Belastbarkeit,
ungewöhnliche
Schwäche, vermehrtes
Herzstolpern (falls
vorhanden)
Gerade wenn Hausarztpraxis,
Kardiologie und ggf. Nephrologie
beteiligt sind, lohnt
eine klare Abstimmung:
• Wer erhält Laborwerte –
und wer meldet sich bei
Auffälligkeiten?
• Wie schnell soll bei einem
erhöhten Wert kontrolliert
werden?
• Wen kontaktieren Sie
zuerst (Praxisnummer,
Notfallweg, Zeiten)?
• Wo liegt die „eine aktuelle“
Medikamentenliste (Papier,
App, Karte im Portemonnaie)?
Wann sollten Sie nicht
abwarten?
Bei deutlich schlechterem
Allgemeinzustand oder neuen,
starken Beschwerden
(z. B. ausgeprägte Muskelschwäche,
Ohnmacht, starke
Herzrhythmusprobleme) gilt:
medizinisch abklären lassen
– im Zweifel Notfallversorgung
nutzen. Solche Symptome haben
viele mögliche Ursachen,
sollten bei Herzschwäche aber
nicht „ausgesessen“ werden.
Orientierung & Unterstützung:
Praktische Informationen
für Betroffene und Angehörige
finden Sie bei Herzschwäche
Deutschland e. V.
Rechtlicher Hinweis: Dieser
MediKlar-Kasten dient der
allgemeinen Information und
ersetzt nicht die individuelle
medizinische Beratung.
Bitte besprechen Sie Diagnosen,
Laborwerte und Therapieentscheidungen
immer mit
Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
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Im Interview
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Herzschwäche oder
Herzinsuffizienz? Warum
zwei Begriffe oft unnötig
verunsichern
Im Gespräch mit Winfried
Klausnitzer, Vorstand von
Herzschwäche Deutschland
e.V. (Bild mitte)
Schon die Bezeichnung sorgt
häufig für Verwirrung: Heißt es
Herzschwäche oder Herzinsuffizienz?
Im Gespräch erklärt
Winfried Klausnitzer, warum
beide Begriffe dasselbe meinen,
welche Formen es gibt und worauf
Betroffene im Alltag achten
sollten.
Winfried Klausnitzer engagiert
sich als Vorstand bei Herzschwäche
Deutschland e.V. für
Information, Austausch und
mehr Aufmerksamkeit für das
Thema Herzschwäche.
Herr Klausnitzer, vorab ganz
klar: Ist „Herzschwäche“ dasselbe
wie „Herzinsuffizienz“?
Ja. Herzschwäche ist der alltagstaugliche
Begriff, Herzinsuffizienz
der medizinische Fachausdruck
– gemeint ist im Kern
dasselbe Krankheitsbild. Die
Irritation entsteht häufig dadurch,
dass Ärztinnen und Ärzte
anschließend stärker differenzieren:
nach akut oder chronisch,
nach Schweregrad und
nach Form der Herzinsuffizienz.
Für Betroffene ist die wichtigste
Botschaft: Zwei Worte, ein Thema
– aber mit unterschiedlichen
Ausprägungen.
Warum ist diese Unterscheidung
in Formen so wichtig?
Weil „Herzinsuffizienz“ nicht
automatisch bedeutet, dass das
Herz einfach nur „zu schwach
pumpt“. Es gibt Formen, bei
denen die Pumpfunktion deutlich
reduziert ist – und Formen,
bei denen die Pumpfunktion
scheinbar „normal“ ist, das Herz
sich aber schlechter füllt und
dadurch trotzdem Symptome
entstehen. Wer das versteht,
kann Arztbriefe, Befunde und
Therapieentscheidungen deutlich
besser einordnen.
Was sind aus Ihrer Sicht die
häufigsten Missverständnisse?
Viele hören die Diagnose zum
ersten Mal und wissen nicht,
was sie konkret bedeutet. Dazu
kommen typische Fehlannahmen:
„Ich habe doch nur etwas
weniger Luft“ oder „Das ist bestimmt
das Alter“. Auch Wassereinlagerungen
werden oft nicht
mit dem Herzen verbunden. In
der Praxis erleben wir zudem,
dass Herzschwäche manchmal
spät erkannt wird – und genau
deshalb ist Aufklärung so wichtig.
Woran kann man Herzschwäche
im Alltag merken?
Typische Signale sind Atemnot
(zunächst bei Belastung, später
unter Umständen auch in Ruhe),
Leistungsabfall, Müdigkeit, geschwollene
Beine/Knöchel und
ungewollte Gewichtszunahme
durch Wassereinlagerungen. Oft
kommen auch ein Druckgefühl
im Brustbereich, nächtliches
Aufwachen mit Luftnot oder
ein höherer Kissenbedarf hinzu.
Wichtig ist: Das sind keine exklusiven
„Herzsymptome“. Wenn
mehrere dieser Zeichen zusammenkommen
oder sich spürbar
verstärken, ist das ein sehr guter
Grund, es ärztlich abklären zu
lassen.
Wie wird die Diagnose üblicherweise
gestellt?
Meistens durch eine Kombination
aus Gespräch, Untersuchung
und Diagnostik: Blutdruck,
EKG, Laborwerte (z. B. BNP/NTproBNP)
– und vor allem der
Herzultraschall (Echokardiografie).
Entscheidend
ist, dass nicht
nur einzelne Werte
betrachtet
werden, sondern
das Gesamtbild
aus
Beschwerden,
Befunden und
Verlauf.
Viele Betroffene
wünschen
sich „eine klare
Ursache“. Gibt es
die immer?
Manchmal ja, oft sind es mehrere
Faktoren. Häufige Auslöser
können langjähriger Bluthochdruck,
koronare Herzerkrankung/
Herzinfarkt, Rhythmusstörungen
oder Herzklappenerkrankungen
sein. Dazu kommen Risikofaktoren
wie Diabetes, Übergewicht
und Bewegungsmangel. Wichtig
ist: Auch wenn die Ursache nicht
immer „die eine“ ist, gibt es
heute gute Möglichkeiten, Verlauf
und Lebensqualität positiv
zu beeinflussen – medizinisch
und im Alltag, Schritt für Schritt
und gut begleitet im Alltag, mit
klaren Zielen.
Was raten Sie Betroffenen für
den Alltag, ohne in „Selbstoptimierung“
zu kippen?
Ich halte drei Dinge für realistisch
und hilfreich: Erstens:
Veränderungen ernst nehmen
und notieren – Luft, Gewicht,
Schwellungen, Belastbarkeit.
Zweitens: Medikationsplan
sauber führen und Fragen sammeln,
damit das Arztgespräch
klarer wird. Drittens: Unterstützung
annehmen – Angehörige,
Reha, Herzsportgruppen
oder Selbsthilfe. Das
Ziel ist nicht Perfektion,
sondern mehr
Sicherheit und
weniger Unsicherheit.
Welche Rolle
spielt Selbsthilfe
bei Herzschwäche?
Eine große – weil
Herzschwäche den
Alltag oft dauerhaft
verändert. Selbsthilfe
kann Orientierung
geben: Wie gehen andere mit
schlechten Tagen um? Welche
Fragen helfen beim nächsten
Termin? Und ganz wichtig: Man
merkt, dass man nicht allein
ist. Herzschwäche Deutschland
e.V. unterstützt Betroffene und
Angehörige und fördert Selbsthilfe-Strukturen.
Welche Fragen sollte man sich
im Arztgespräch ruhig trauen?
Zum Beispiel: Welche Form der
Herzinsuffizienz liegt vor? Wie
schwer ist sie? Was ist das
Therapieziel? Welche Warnzeichen
sind für mich relevant?
Was kann ich tun, wenn sich
Beschwerden verschlechtern?
Und: Welche Anlaufstellen (Reha,
Herzsport, Selbsthilfe) passen zu
mir? Gute Medizin ist auch gute
Kommunikation.
Was wünschen Sie sich von
Öffentlichkeit und Versorgungssystem?
Mehr Wissen, mehr Aufmerksamkeit
und eine klare Versorgungsperspektive
– gerade bei
Früherkennung und Begleitung
im Alltag. Herzschwäche ist kein
Randthema. Aufklärung ist kein
„Nice-to-have“, sondern kann
dazu beitragen, dass Menschen
früher handeln und besser begleitet
werden.
Wenn jemand Teil von Herzschwäche
Deutschland e.V.
werden möchte – was muss
man konkret tun?
Am einfachsten ist der Weg über
den Aufnahmeantrag: ausfüllen,
unterschreiben und an den
Verein senden. Die Aufnahme
erfolgt per Beschluss des Vorstands.
Der Mitgliedsbeitrag
liegt bei mindestens 36 Euro pro
Jahr; für Selbsthilfegruppen und
Kliniken/Praxen gelten eigene
Beitragssätze. Die Zahlung kann
per SEPA-Lastschriftmandat
erfolgen – oder man überweist
den Beitrag selbst. Wer austreten
möchte, kann dies zum Ende
des Kalenderjahres schriftlich
erklären; im Aufnahmeantrag
wird hierfür eine Kündigungsfrist
von drei Monaten genannt.
Den Link zum Aufnahmeantrag
(Mitglied werden) finden Sie
ganz bequem auf der letzten
Seite dieses Magazins.
Begriffe kurz erklärt
Herzschwäche =
Herzinsuffizienz: zwei
Begriffe, ein Krankheitsbild.
Akut / chronisch: plötzlich
auftretend vs. langfristig
bestehend.
Formen: zum Beispiel
reduzierte Pumpfunktion
oder „erhaltene“
Pumpfunktion mit
Füllungsproblem.
Schweregrad: beschreibt,
wie stark Symptome im
Alltag einschränken.
Warnzeichen, die zeitnah
abgeklärt werden sollten:
Wenn etwas neu, deutlich
stärker oder rasch
zunehmend ist: ärztlich
abklären lassen.
Atemnot in Ruhe, starke
Schwellungen, schnelle
Gewichtszunahme
innerhalb weniger Tage,
Brustschmerz, Kollaps/
ohnmachtsnahes Gefühl.
Im Zweifel gilt: bei akuten,
schweren Beschwerden
den Notruf wählen.
Herzschwäche
Deutschland e.V.
informiert und unterstützt
Betroffene und
Angehörige und fördert
Selbsthilfe-Strukturen.
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