4. Jänner 2026
- Interview mit Landeshauptmann Mario Kunasek - Wolfgang Malik im Gespräch - Grazer Kultlokal Peter Weinstube wird neu übernommen - IV Präsident Kurt Maier zieht Bilanz - Grazer Spitzenkandidaten im Interview
- Interview mit Landeshauptmann Mario Kunasek
- Wolfgang Malik im Gespräch
- Grazer Kultlokal Peter Weinstube wird neu übernommen
- IV Präsident Kurt Maier zieht Bilanz
- Grazer Spitzenkandidaten im Interview
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4. JÄNNER 2026, AUSGABE 1
Jahreswechsel
Graz tanzte ins neue Jahr! Zu
Silvester zeigte sich die Stadt von
ihrer schönsten Seite. 14
Pächterwechsel
Die Peter Weinstube wird neu übernommen.
Die Betreiber wollen das
Kultlokal traditionell weiterführen. 9
Sie gestalten
unser Leben
2026
Entscheidungsträger
im Gespräch
Einblicke. IV-Präsident Kurt Maier, Landeshauptmann Mario Kunasek, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (obere Reihe v. l.), Bürgermeisterin
Elke Kahr, Musiker Manfred Koch, Stadtrat Kurt Hohensinner und Ex-Holding-Vorstand Wolfgang Malik (unten v. l.) über Graz und ihre Pläne für 2026.
SCHERIAU (2), KK(3), FISCHER (3), GETTY
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E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Sie sind die
Architekten
unserer Zukunft
I
n einer Ära, die von
Algorithmen, Big Data
und einer permanenten
Flut an Informationen geprägt
ist, könnte man meinen,
Entscheidungen würden sich
fast von selbst treffen. Doch
das Gegenteil ist der Fall: Die
Bedeutung menschlicher
Entscheidungsträger ist im
Jahr 2026 angesichts wirtschaftlicher,
sozialer und
klimatischer Turbulenzen so
kritisch wie selten zuvor. Sie
sind die Architekten unserer
Zukunft. Ein echter Entscheidungsträger
zeichnet sich
nicht durch die Abwesenheit
von Fehlern aus, sondern
durch den Mut zur Priorisierung.
In einer Zeit, in der es
unmöglich ist, es jedem recht
zu machen, ist die Fähigkeit
zur klaren Richtungswahl das
wertvollste Gut. Wir haben in
der ersten „Grazer“-Ausgabe
des Jahres genau solche
relevanten Entscheidungsträger
aus Politik, Wirtschaft und
Entertainment zum Gespräch
gebeten. Ihr Handeln – oder
Nichthandeln – bestimmt, wie
gut wir mit den Stürmen der
kommenden Jahre zurechtkommen
werden. Während
die KI unsere Effizienz
optimieren wird, muss der
Mensch hier den moralischen
Kompass halten. Denn wahre
Führung ist kein Privileg der
Macht, sondern die Bereitschaft,
die Last der Konsequenzen
auf den eigenen
Schultern zu tragen. Davon
brauchen wir heute mehr
denn je.
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Stefano
Bernardin
Der beliebte
Schauspieler über
seine Neujahrsvorsätze,
seine
Verbindung zu
Graz und seine
Rolle als Conferencier
der
Opernredoute.
Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?
Tatsächlich gibt es bei mir zuerst nur einen Espresso
mit Zucker. Erst ein oder zwei Stunden später
esse ich dann eine Kleinigkeit wie ein getoastetes
Brot mit Butter oder ein Croissant. Am Sonntag gibt
es dann immer einen Brunch. Aber auch da starte
ich zuerst mit einem Espresso. Beim Brunch gibt
es dann alles wie Eier oder Eierspeis, Schinken und
Käse. Da nehme ich mir ebenso wie im Urlaub Zeit
für ein gutes Frühstück mit meiner Familie. Im Italienurlaub
darf’s zum Espresso aber dann auch typisch
italienisch ein Cornetto mit Crema sein.
Was verbindet Sie mit Graz?
Ich mag die Stadt sehr gerne. Sie ist wunderschön
und das Klima ist fast italienisch. Ich habe auch
schon oft in Graz gespielt. Graz ist definitiv eine
meiner Lieblingsstädte. Es ist eine hübsche, freundliche
und helle Stadt. Ich war auch schon mit meinen
Kindern hier, und jetzt fragen sie mich immer,
wann wir wieder nach Graz fahren (lacht).
Sie sind 2026 der Conferencier der Opernredoute.
Waren Sie schon einmal auf der
Opernredoute?
Nein, ich war tatsächlich noch nie auf der Opernredoute.
Auch nicht am Opernball in Wien. Ich habe
aber gehört, dass die Opernredoute eine sehr tolle
Veranstaltung sein soll. Ich freue mich schon sehr
darauf. In der Grazer Oper war ich schon, und mir
gefällt das Haus sehr gut.
Was können die Gäste von Ihnen als Conferencier
erwarten?
Es ist mir eine große Ehre, die Rolle übernehmen
zu dürfen. Für mich ist es eine große Herausforderung,
hier etwas ganz Neues zu machen. Ich war
zwar schon Conferencier im Kabarett Simpl, aber
das ist ja etwas völlig anderes. Ich werde meinen
ganzen italienischen Charme spielen lassen. Ganz
Stefano Bernardin braucht in der Früh erst einmal
einen Espresso mit Zucker, um in den Tag zu
starten. Frühstück gibt es dann erst später. KK
nach dem Motto „La dolce vita“ werde ich Lockerheit
und Humor mitbringen. Aber am besten, wir
lassen uns alle überraschen.
Die Opernredoute steht unter dem italienischen
Motto „La dolce vita“. Sie haben ja
italienische Wurzeln, was bedeutet La dolce
vita für Sie?
Der größte Luxus im Leben ist Zeit. Für mich ist La
dolce vita auch gutes Essen, gute Getränke, schöne
Dinge, Leidenschaft. Eben alles, was Körper, Geist
und Seele erfreut.
Das neue Jahr hat gerade begonnen. Haben
Sie Neujahrsvorsätze gefasst?
Ich fasse jedes Jahr einen Vorsatz. Voriges Jahr etwa
habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Wenn ich
einmal einen Neujahrsvorsatz gefasst habe, dann
ziehe ich ihn auch durch. Heuer möchte ich von
Jänner bis April auf Alkohol verzichten. Auf der
Opernredoute werde ich im Sinne des La dolce vita
jedoch eine Ausnahme machen (lacht).
Vor der Kamera oder auf der Bühne, was
macht Ihnen mehr Spaß?
Eigentlich beides, denn ich brauche auch die Abwechslung.
Auf die Bühne möchte ich jedoch auf
keinen Fall verzichten. Drehen hingegen ist ein
ganz anderes Medium. Wie gesagt, ich brauche beides.
SABRINA NASERADSKY
Stefano Bernardin wurde am 30. Juli 1977 in
Wien geboren. Nach der Matura absolvierte er
die Schauspielausbildung am Konservatorium
der Stadt Wien. Hier war unter anderen Elfriede
Ott seine Lehrerin. 2002 erhielt er die Romy als
Shootingstar. Am 31. Jänner führt er als Conferencier
durch die 25. Opernredoute.
graz
4 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
4
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Mein bester Rat ist, Motivation
nicht länger als einzigen
Antrieb zu nutzen.“
Arnold Schwarzenegger weiß, wie es mit
Neujahrsvorsätzen besser gelingen kann. KK
„Wer hart arbeitet, darf
Landeshauptmann
Mario
Kunasek im
Gespräch
über sein
erstes Jahr
als steirisches
Oberhaupt,
die Zusammenarbeit
mit Elke Kahr
und geplante
Projekte
2026. SCHERIAU
IM GESPRÄCH. Wir haben
Landeshauptmann
Mario Kunasek zum
auführlichen Neujahrsinterview
gebeten.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Herr Landeshauptmann,
was war Ihr persönliches
Highlight in Ihrem ersten
Jahr als politisches steirisches
Oberhaupt?
Mario Kunasek: Positiv ist,
dass wir die ungesunde Dynamik
ständig steigender Neuverschuldung
durchbrochen haben.
Nach vielen Jahren flacht
die Kurve endlich ab – ein Erfolg,
zu dem alle Regierungsmitglieder
in ihren Ressorts
maßgeblich beigetragen haben.
Gleichzeitig investieren wir gezielt
in den Tourismus: Eine
Million Euro fließt in die Qualitätsoffensive
für Top-Camping
in der Steiermark. Gemeinsam
mit dem Tourismusverband
Schladming investieren wir 4,5
Millionen Euro in 60 Kilometer
neue Bike-Trails zwischen Schladming
und Ramsau. Zudem
unterstützen wir die Wintersportwochen
für Schulklassen
mit 300.000 Euro.
Vor welchen größten Herausforderungen
steht die Steiermark
Ihrer Meinung nach im kommenden
Jahr, insbesondere im
Hinblick auf Finanzen, Gesundheitsversorgung
oder Bildung?
Kunasek: Die größte Herausforderung
bleibt das Budget. Es
gilt, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs
konsequent
beizubehalten – das sind wir
den kommenden Generationen
schuldig. Im Gesundheitsbereich
ist die Steiermark auf dem
richtigen Weg: Mit dem kürzlich
beschlossenen Regionalen
Strukturplan Gesundheit 2030
schaffen wir eine ausgewogene
Balance zwischen wohnortnaher
Versorgung und spezialisierter
Medizin. Wir sichern den Erhalt
aller Spitalsstandorte sowie
eine durchgehende Akut- und
Notfallversorgung in allen Bezirken.
Im Bildungsbereich stellen
wir unter Landesrat Stefan Hermann
zusätzlich eine Million
Euro für Schulassistenzen und
Inklusionspädagogen bereit und
bauen die Kinderbetreuungsplätze
kontinuierlich aus.
Seit Juli sind Sie Vorsitzender
der Landeshauptleutekonferenz.
Sie haben den Bund wiederholt
zu mehr Tempo bei Reformen
ermahnt. In welchen Bereichen
erwarten Sie dringende Maßnahmen?
Kunasek: Da sprechen Sie einen
zentralen Punkt an. In der Steiermark
haben wir das strengste
Sozialunterstützungsgesetz Österreichs
auf den Weg gebracht.
Ziel ist, dass sich Leistung wieder
lohnen muss: Wer hart arbeitet
und Steuern zahlt, darf nicht der
Dumme sein. Wer vorübergehend
Hilfe braucht, soll sie erhalten
– eine soziale Hängematte
darf es jedoch nicht geben.
Das steirische Modell sehe ich
durchaus als Vorbild für ganz
Österreich.
Welche konkreten Projekte, die
unter Ihrer Führung initiiert wurden,
werden 2026 für die Bürger
spürbar sein?
Kunasek: Mit dem ersten Deregulierungsgesetz
entlasten wir
Bürger und Unternehmen durch
raschere und effizientere Verfahren.
Ein zweites, noch weitreichenderes
Gesetz ist bereits
4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 5
➜
TOP
SCHIFFER, STREET VIEW
Besuchsrekord im Kindermuseum
Mit 110.665 Besuchern 2025 freut
sich das Kindermuseum FRida & freD
über das beste Ergebnis in 22 Jahren.
Wieder Brand zu Silvester
Wieder kam es in einem Grazer
Innenstadtlokal zu einem Brand. 13
Personen wurden (leicht) verletzt.
FLOP
➜
nicht der Dumme sein“
in Arbeit, Details präsentieren
wir im kommenden Jahr. Das
Digitalisierungsgesetz stärkt die
Nutzung elektronischer Anträge
in behördlichen Verfahren.
Durch das „Once-only-Prinzip“
müssen Bürger ihre Daten
künftig nicht mehrfach vorlegen.
Klar ist dabei: Das Recht
auf ein analoges Leben bleibt
bestehen. Zusätzlich sparen
wir in der Landespolitik bei uns
selbst – mit einer Nulllohnrunde
und einer Kürzung der Parteienförderung
um 15 Prozent.
Verkehrstechnisch erhält Hart
bei Graz endlich eine Autobahnanschlussstelle.
.
Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit
der Landesregierung
mit der Grazer Stadtregierung,
insbesondere mit Bürgermeisterin
Elke Kahr?
Kunasek: Trotz ideologischer
Unterschiede finden Zusammenarbeit
und Gespräche stets
wertschätzend und auf Augenhöhe
statt. Ich pflege eine sehr
gute Gesprächsbasis mit Bürgermeisterin
Elke Kahr. Es gab
bereits mehrere gemeinsame
Termine – etwa im Zuge des tragischen
Grazer Amoklaufs, aber
auch beim Spatenstich für das
Damen- und Nachwuchs-Trainingszentrum
des SK Sturm.
Der Finanzausgleich zwischen
Land und Gemeinden ist ein
wichtiges Thema. Wie beurteilen
Sie die finanziellen
Herausforderungen
der
Stadt Graz, und
wie kann das
Land die Stadt
bestmöglich unterstützen?
Pro Kopf ist
ein Wiener um
450 Euro bessergestellt
als ein Steirer.“
Kunasek: Klar ist: Die Steiermark
braucht endlich einen fairen
Finanzausgleich. Im Bundesländervergleich
zeigt sich,
dass steirische Gemeinden nur
11,8 Prozent vom Steuerkuchen
erhalten. Pro Kopf ist ein Wiener
damit um rund 450 Euro
bessergestellt als ein Steirer. Der
Sonderfall Graz verdeutlicht:
Die Landeshauptstadt verfügt
über ein Milliardenbudget und
sprengt mit ihrer Neuverschuldung
den Stabilitätspakt. Für
2026 sind 181 Millionen Euro
an operativen und investiven
Neuschulden budgetiert –
mehr, als allen 286 Gemeinden
zusammen zustehen würde.
Hier braucht es dringend Sanierungsmaßnahmen.
Als Landesregierung
unterstützen wir
die steirischen
Kommunen
dort, wo es nötig
und möglich
ist. Deshalb
haben wir –
Stichwort Graz
– eine Verordnungsänderung
beschlossen
und den Kassenstärker für die
Haushaltsjahre 2025 bis 2027
von bisher 60 Millionen auf bis
zu 150 Millionen Euro angehoben.
Welche konkreten Projekte, die
sowohl für das Land als auch für
die Stadt Graz von Bedeutung
sind, wollen Sie 2026 vorantreiben?
Kunasek: Ein zentraler
Schwerpunkt ist die weitere
Entlastung der Steirer sowie
der heimischen Unternehmen.
Deshalb bringen wir im
kommenden Jahr ein zweites,
noch weitreichenderes Deregulierungspaket
auf den Weg
und verschlanken gleichzeitig
die Landesverwaltung. Ab 2026
soll bei Pensionierungen nur
noch jede dritte Stelle nachbesetzt
werden. Nach dem Amoklauf
in Graz wurde der Beirat
für Gewaltprävention eingerichtet,
um den Schutz junger
Menschen zu verbessern.
Er erarbeitet unter anderem
überarbeitete Notfallkonzepte
für Bildungseinrichtungen,
damit sich Einsatzkräfte besser
orientieren können. Der Beirat
bleibt auch künftig ein wichtiges
Unterstützungsgremium
der Landesregierung. Mit dem
Verbot der organisierten Bettelei
unterbinden wir das Betteln
mit Kindern und Tieren – die
Stadt Graz müsste diese Regelung
lediglich konsequent umsetzen.
202425010
6 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
K O M M E N T A R
von
Sabrina
Naseradsky
✏ sabrina.naseradsky@grazer.at
Zu Tode
gejammert ist
auch gestorben
J
a, der Wirtschaft geht es
nicht gut. Viele Menschen
bangen um ihre
Jobs. Die Konjunktur will nicht
so richtig in Schwung kommen,
und uns droht ein viertes
Rezessionsjahr. Zum Jahresabschluss
haben wir mit
Wirtschaftskammer-Präsident
Josef Herk (siehe Interview in
der Ausgabe vom 28.12.,
Seite 14) und IV-Präsident
Kurt Maier (Interview Seite 10
in dieser Ausgabe) über die
aktuelle Lage der Wirtschaft
gesprochen. Auch sie wissen:
Ja, die Lage ist nicht rosig.
Dennoch sind sich beide einig:
Es ist aber auch nicht alles
schlecht. Wichtig sei es, wieder
einen positiven Zugang zu der
gesamten Thematik zu finden.
Die Menschen sparen, aus
Sorge um die Zukunft und um
sich einen finanziellen Polster
zu schaffen, falls einmal etwas
sein sollte. Dadurch schrumpft
aber der Konsum weiter, und
immer mehr Geschäfte und
Lokale müssen aufgrund
mangelnden Umsatzes
schließen. Ein Teufelskreis.
Doch wie diesen durchbrechen?
Wie schon im Titel
geschrieben, ist zu Tode
gejammert auch gestorben.
Vielleicht müssen wir uns alle
einfach einmal an der Nase
nehmen und überlegen, was
in unserer Wirtschaft gut läuft
und wo wir unseren Beitrag
für eine positive Wirtschaftsentwicklung
für die kommenden
zwölf Monate leisten
können.
„Der Flughafen Graz
wird eine völlig neue
Bedeutung erhalten“
Wolfgang Malik bleibt der Stadt unter anderem als Stratege erhalten und erwartet einen Aufschwung beim Flughafen. KK
IM GESPRÄCH. Nach 25 Jahren hat sich Wolfgang Malik mit Jahreswechsel
als Vorstandsvorsitzender der Holding Graz freiwillig zurückgezogen.
An den Ruhestand denkt der umtriebige 71-Jährige aber noch lange nicht.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Herr Malik, Sie sind seit wenigen
Tagen nicht mehr
im Amt als Holding-Vorstand.
Wie geht es Ihnen?
Wolfgang Malik: Mit geht es
wirklich wunderbar! Der Konzern
ist bestens aufgestellt und
ich freue mich schon auf die
kommende Zeit, in der ich mich
ganz auf strategische Aufgaben
konzentrieren kann. Ich bleibe
ja Aufsichtsrat-Vorsitzender der
Energie Graz und des Flughafens
Graz. Da stehen ausgesprochen
wichtige Weichenstellungen an.
Sie meinen das Geothermieprojekt
für die Grazer Fernwärme
und die Haltestelle beim Flughafen
für die Koralmbahn?
Malik: Ja, unter anderem. Beim
Geothermieprojekt sind wir wieder
gut auf Schiene. Und auch
der Flughafen erhält durch die
Koralmbahn eine neue Bedeutung.
Er liegt direkt im Zentrum
vom Wirtschaftsraum Graz, dem
Cargocenter, und auch Kärntner
werden ihn vermehrt nutzen,
selbst ohne Haltestelle. Bei dem
Thema bleibe ich aber trotzdem
dahinter, damit die Koralmbahn
einmal auch beim Flughafen stehen
bleibt.
Auf welche Errungenschaften
in Ihrer Zeit bei der Holding sind
Sie denn besonders stolz?
Malik: Die Gründung des Haus
Graz vor 15 Jahren ist bestimmt
ein Highlight. Das ist nach wie
vor ein Vorzeigeprojekt für ganz
Österreich. Alleine mit dieser
Strukturreform haben wir bis heute
125 Millionen Euro nachhaltig
eingespart. Hier kann man auch
in Zukunft sicher noch weiter optimieren
und somit den Grazern
viel Geld sparen. Dann noch die
Gründung der Energie-Graz-
GmbH, der Kauf des Flughafens
und die Neuausrichtung unseres
Werbeunternehmens „Ankünder“.
Die Holding hat sich unter
Ihnen auch zum potenten
Sportsponsor entwickelt.
Malik: Ja, darauf bin ich auch
stolz. Wir sponsern in vielen
Sportarten und auch im Fußball
nicht nur Sturm und GAK, sondern
auch den drittgrößten Fußballverein
von Graz – den GSC
Straßenbahn, der in den 30er
Jahren in der Staatsliga sogar
besser als Sturm und GAK war.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0
316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer
(DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß (0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Leonhard
Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664 80 666 6683), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at |
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VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
Gedruckt nach den
Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
den Richtlinien des
Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens
Recyclingpapierprodukte“
„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
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sammeln Sie Altpapier
für das Recycling
4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 7
„Wir brauchen sichere WCs“
UMGEDACHT. Öffentliche Toiletten werden immer öfter demoliert. Die
Stadt prüft jetzt Methoden zur Abschreckung, die ÖVP sieht sich bestätigt.
Am Lendplatz und im
Volksgarten kommt es inzwischen
fast täglich zu
Vandalismus bei den öffentlichen
Toiletten (wir berichteten).
Stadtrat Manfred Eber kündigte
daraufhin an, aktiv werden zu
wollen und Maßnahmen wie
eine Videoüberwachung und
eine Bezahlschranke am Lendplatz
prüfen lassen zu wollen.
Eine Idee, die Stadtrat Kurt Hohensinner
erst kürzlich im Rahmen
eines Runden Tisches für
mehr Sicherheit am Lendplatz
bzw. im Volksgarten präsentierte
und Gemeinderatsanträge
für eine Bezahlschranke eingebracht
hat.
Dementsprechend positiv
steht er der Entwicklung gegenüber:
„Wir brauchen funktionierende,
sichere und saubere
Die öffentliche Toilette am Lendplatz soll eine Bezahlschranke erhalten.
Toiletten. Seit Monaten haben
wir uns für Verbesserungen eingesetzt.
Diese Bemühungen ha-
ben sich nun ausgezahlt und zu
einem Umdenken beim zuständigen
Stadtrat Eber geführt.“ TS
KK
Der neue Automat befindet sich
in der Heinrichstraße 45. LUEF
Neuer Automat
mit Rohmilch
■ Naturbelassene, frische
Milch rund um die Uhr: die
gibt es ab sofort in Geidorf. Im
Haus der ehemaligen Klöcherperle
hat ein Milchautomat
eröffnet. Das Ganze funktioniert
völlig verpackungsfrei:
Die Rohmilch von der Familie
Möstl aus Semriach – nicht
pasteurisiert und homogenisiert
– kann über ein selbst
mitgebrachtes Gefäß mitgenommen
werden. Sie ist dann
etwa vier Tage haltbar. Ein Liter
kostet übrigens zwei Euro.
8 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
R. Krotzer, C. Klimt-Weithaler, E.
Kahr, A. Melinz und M. Eber (v. l.)KPÖ
KPÖ spendete
304.494,41 Euro
■ Seit 27 Jahren spenden die
Mandatare der steirischen
KPÖ einen Großteil ihrer Gehälter
für in Not geratene Menschen.
Jetzt wurde wieder Bilanz
gezogen: 2025 haben sie
insgesamt 304.494,41 Euro von
ihren Polit-Bezügen weitergegeben.
Damit konnten 2521
Personen bzw. Familien in
Notlagen unterstützt werden.
Seit 1998 konnte insgesamt
eine Summe von 3.850.161,33
Euro abgegeben werden.
31.027 Personen bzw. Haushalten
kam dieses Geld zugute.
Schwester Elisabeth nahm die
Spenden der Schüler entgegen. KK
HLW Schrödinger
für soziale Wärme
■ In den vergangenen Wochen
setzte die HLW Schrödinger
ein Zeichen für Solidarität.
Mit großem Engagement sammelten
die Schüler der 2HLKa
Spenden für das benachbarte
Marienstüberl: Insgesamt
2.383,80 Euro Bargeld kamen
zusammen. Außerdem leistete
jede der 30 Klassen einen Beitrag:
30 Schlafsäcke im Wert
von 1800 Euro sowie 30 Kisten
mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln
konnten übergeben
werden.
Arche Noah
Neues Zuhause für
hunderte Tiere
Bewegendes Jahr: Nach acht Jahren in der Arche Noah hat Schäferhund Heck eine Familie gefunden. GETTY, ARCHE NOAH (4)
TIERSCHUTZ. Die
Arche Noah in Graz
konnte heuer rund 250
Hunde und 780 Katzen
an neue Familien vermitteln.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Das Jahr ist zu Ende gegangen
und auch 2025 wurden
zahlreiche Tiere in
der Arche Noah aufgenommen
– sei es durch Abgaben, behördliche
Abnahmen oder Fundtiere.
Stand 19. Dezember 2025 wurden
258 Hunde und 798 Katzen
aufgenommen. Gleichzeitig fanden
aber auch 253 Hunde und
780 Katzen ein neues Zuhause.
Warmes Zuhause
„Es gibt jeden Tag unzählige
Schicksale in unserem Tierheim,
Die Hündin Gina liebt lange Spieleinheiten
und Spaziergänge.
die sehr bewegen – positiv als
auch negativ. Ein besonderer
Moment heuer war der Auszug
unseres längsten Bewohners.
Schäferhund Heck hat nach acht
Jahren im Tierheim sein Zuhause
gefunden“, heißt es seitens der
Arche Noah.
Nicht nur Heck hat lange auf
ein neues Zuhause gewartet,
auch viele andere Hunde sehnen
sich nach einem warmen Platz.
Daisy, Bella, Gina, Freddie, Wolfi
und Jim sind bereits seit Jahren
im Tierheim und hoffen auf eine
zweite Chance.
Die Katzen des Tierheims werden
meist schneller vermittelt,
oft unter einem Jahr. Viele von
ihnen kommen in einem sehr
schlechten Zustand ins Tierheim
und benötigen lange Behandlungen
oder kostspielige Operationen,
bevor sie wieder gesund für
ein neues Zuhause sind.
Umbau Hundebereich
„Ein weiterer besonderer Moment
war auch, als wir vom Land
Steiermark, Tierschutzlandesrat
Hannes Amesbauer, die Zusage
zur finanziellen Unterstützung
des Umbaus für unseren Hundebereich
erhalten haben“, wird
von der Arche Noah ergänzt.
Das Land Steiermark hat
300.000 Euro für den ersten Bauabschnitt
des neuen Hundebereichs
zur Verfügung gestellt. Das
bedeutet für die Arche Noah somit
mehr Planungssicherheit für
die kommenden Entwicklungsschritte.
Der Spatenstich hat am
19. November stattgefunden.
Wolfi sucht ein Zuhause. Er liebt es,
geistig gefordert zu werden.
Neue Situationen ängstigen Bella,
doch wird sie immer sicherer.
Der Amstaff-Rüde Freddie wünscht
sich eine fixe Bezugsperson.
4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
Peter Weinstube
graz 9
Kultlokal wird neu übernommen
WECHSEL. Im Februar eröffnen Peter Weinstube und Café T.H. am Grazer Franziskanerplatz neu. Die
traditionelle Wirtshausküche möchte man beibehalten, aber auch ein bisschen Pep reinbringen.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Die Peter Weinstube am
Franziskanerplatz ist seit
vielen Jahrzehnten eine
Institution. Mit Ende des Jahres
haben Helga und Herbert
Zach, die das Wirtshaus seit 2003
führten, sich jetzt in die Pension
verabschiedet. Seit im Sommer
bekannt wurde, dass die beiden
letzten Pächter Schluss machen,
gingen die Gerüchte um, wie es
mit einer der letzten Weinstuben
der Stadt weitergehen wird
– Burgerbude, Kebaplokal, Veganertempel
wurden heraufbeschworen.
Am Freitag fand nun die
Schlüsselübergabe mit den
„Neuen“ statt. Die Familie
Worch/Strohmaier übernimmt
nicht nur das alteingesessene
Gasthaus, sondern auch das angrenzende
Café T.H. und kann
beruhigen: „Es bleibt ein klassisches
Wirtshaus mit Hausmannskost!“,
verspricht Noel
Worch. „Und die geröstete Leber
und das Wiener Schnitzel werden
auf der Karte bleiben!“ Drei
verschiedene Menüs möchte
man täglich anbieten: eines mit
Fleisch, ein vegetarisches und
ein veganes. Wirtshausklassiker,
Gutbürgerliches, Gemüseküche
– alles bodenständig, regional
und saisonal – lautet die Devise.
Umbau
Und auch die Weinstubeneinrichtung
bleibt erhalten. Nur
ein bisschen „Pep“ möchten die
neuen Pächter reinbringen. „Wir
möchten Modernes mit Altem
verbinden“, erklärt Worch.
Eine Verbindung gibt es auch
über das Café T.H. (zuletzt als
„Nove“ geführt) – räumlich und
inhaltlich. Denn einerseits wird
die Wand zur Weinstube durchbrochen.
Andererseits kann man
auch die hausgemachten Mehlspeisen,
die im Kaffeehaus angeboten
werden, ins Gasthaus rüberbestellen.
Optisch soll es ein
etwas moderneres Mobiliar geben.
Und aufgesperrt wird schon
um 7 Uhr, damit man sich auf
dem Weg zur Arbeit einen Kaffee
gönnen kann.
Die Eröffnung ist bereits im Februar
geplant.
Die Peter Weinstube sperrt im Februar unter neuer Führung wieder auf.
KK
10 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
Notwendige Reformen fehlen
BILANZ. Der Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark Kurt Maier über das abgelaufene Jahr,
was er von 2026 erwartet und welche Rahmenbedingungen die steirische Industrie jetzt benötigt.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Welche Bilanz ziehen Sie für
das Jahr 2025?
Kurt Maier: „Es hat
sich 2025 leider das fortgesetzt, was
bereits 2023/24 der Fall war. Wobei
man sagen muss, dass es auch Branchen
gibt, denen es gut geht. Aber
dem Großteil geht es nicht gut. Das
Thema, das am stärksten diskutiert
wird, ist die Wettbewerbsfähigkeit
vor allem im internationalen Bereich.
Wir sind ein Exportland, da
haben wir mit unserer Lohn- und
Energiekostenstruktur und dem
gesamten Bürokratieaufwand mittlerweile
einen Wettbewerbsnachteil.
Damit tut sich die Steiermark
besonders schwer.“
Das Wiwa wird für 2026 mit 0,9
Prozent vorausgesagt. Das liegt weit
unter dem EU-Durchschnitt. Was
läuft schief im Staate Österreich?
Maier: „Was viel zu wenig angegangen
wird, sind strukturelle Reformen.
Es wird nur an der Oberfläche
gekratzt, aber tiefgreifende
Reformen fehlen völlig. Diese wird
man aber angehen müssen. Die
Verschuldung von Land und Bund
wird weiter steigen. Ich glaube, dass
ausgabenseitig noch viel Potenzial
da ist. Man muss einfach den Mut
haben, die Dinge auszusprechen.“
Die Bundesregierung hat nun 100
Maßnahmen zur Deregulierung
und Entbürokratisierung auf Schie-
ne gebracht. Ein Tropfen auf den
berühmten heißen Stein oder doch
echte Entlastung?
Maier: „Es ist ein erster Schritt.
Wir können die Auswirkungen von
all den Maßnahmen noch nicht
einschätzen. Wir können jedoch
auch keine Wunder erwarten, dass
die Bürokratie sich in ein, zwei
Jahren völlig ändert. Aber es ist
wichtig, dass man das Thema jetzt
angeht, und da muss man auch
draufbleiben. Wir als Landes- und
Bundes-IV bringen uns da auch
entsprechend ein.“
Energiepreise sind ein zentraler
Wettbewerbsfaktor. Welche Maßnahmen
braucht es jetzt, damit die
steirische Industrie international
konkurrenzfähig bleibt?
Maier: „Die gesamten Netz- und
Infrastrukturkosten werden derzeit
von der Industrie getragen. Man
spricht zwar immer von den erneuerbaren
Energien und darüber, was
alles investiert werden muss, aber
niemand hat darüber gesprochen,
dass wir auch die Infrastruktur dazu
brauchen. In Österreich haben wir
hier einen riesigen Nachholbedarf,
und dieser darf nicht auf Kosten der
Industrie gehen.“
Welche Rahmenbedingungen
braucht die Industrie, um wettbewerbsfähig
zu bleiben?
Maier: „Die Lohn- und Lohnnebenkosten
sind ein Thema, bei
dem wir in den letzten Jahren massiv
an Wettbewerbsfähigkeit verloren
haben. Gott sei Dank haben
hier die Sozialpartner schon eingelenkt.
Das ist der Weg, den wir
fortsetzen müssen. Man darf nicht
glauben, dass mit einem niedrigen
Abschluss das Thema erledigt ist.
In Wahrheit brauchen wir Jahre,
um wieder einigermaßen aufzuholen,
um wieder wettbewerbsfähig
zu sein.“
Was sind aus Ihrer Sicht die derzeit
größten Herausforderungen für die
steirische Industrie?
Maier: „Wie bereits erwähnt sind
die Energie- und Lohnkosten und
die Bürokratie die größten Herausforderungen.
Aber auch der Fachkräftemangel,
der schon allein aus
der demografischen Entwicklung
entsteht, ist ein Thema. Die Digitalisierung
und KI werden uns in
den nächsten Jahren begleiten. Das
wird vielfach als Bedrohung gesehen,
was nicht der Fall ist. Es werden
neue Stellen, Funktionen und
IV-Steiermark-Präsident
Kurt Maier erwartet sich
für 2026 keinen großen
Konjunkturaufschwung.
Eine Chance für die
Industrie sieht er jedoch
in den Freihandelsabkommen.
SCHERIAU
Qualifikationen notwendig werden,
und das muss man angehen.
Ein Thema, das derzeit ebenfalls
heiß diskutiert wird, sind Freihandelsabkommen.
Diese sind für uns
dringendst notwendig. Aufgrund
der geopolitischen Verwerfungen
brauchen wir einfach neue Märkte.
Aus meiner Sicht wird die Diskussion
nicht objektiv und sachlich geführt.
Neue Märkte werden als große
Bedrohung gesehen. Das ist für
uns nicht nachvollziehbar. Es ist ja
auch eine Chance für uns, Themen
wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit
und Kinderarbeit einzubringen
und so Einfluss zu nehmen. Mercosur
ist hier ein Paradebeispiel.
Bereits heute generieren 1400 Unternehmen
aus Österreich Wertschöpfung
und sichern indirekt
Arbeitsplätze.“
Die Aussichten für 2026 sind nicht
rosig. Was erwarten Sie vom kommenden
Jahr?
Maier: „Ich glaube nicht, dass
jemand einen großen Konjunkturaufschwung
erwartet. Es muss
gelingen, den Privatkonsum anzukurbeln,
und auch das Thema
Inflation muss man in den Griff
kriegen.“
12 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
Spitzenkandidaten
IM GESPRÄCH. Auch wenn der Termin noch nicht genau feststeht:
In diesem Jahr wird in Graz der Gemeinderat gewählt. Wir haben
mit den Spitzenkandidaten aller Parteien gesprochen. In dieser
Ausgabe gibt’s die Interviews mit jenen von KPÖ, ÖVP und Grünen.
TS
Sportstadtrat Kurt Hohensinner (r.)
freut sich über den Schnee.
KK
Loipe in Thal
ist in Betrieb
■ Dank Neuschnee und winterlicher
Temperaturen hat in Thal
die Langlaufsaison begonnen.
Finanziert vom Sportamt der
Stadt Graz stehen derzeit 3,8 Kilometer
(südlich entlang des
Flutlichtes und nördlich von der
Straße bis zum Parkplatz beim
Fußballplatz) für Skating- und
Diagonal-Stil zur Verfügung.
Betrieben wird die Loipe vom
Sportverein Wisio, der Loipenstadl
und der Verleih sind aktuell
allerdings geschlossen. Wer
öffentlich anreisen will, kann
das von Graz aus am besten
über die Regionalbusse 710 oder
712 machen. Allerdings sind von
der Haltestelle Thalerseestraße
mindestens 15 Minuten Fußweg
einzuplanen.
Aktuelle Informationen
zur Schneelage gibt es unter
dem offiziellen Loipentelefon:
Tel. 0 664/85 90 331.
KPÖ
Frau Bürgermeisterin, der Wahltermin
liegt in Ihrer Hand. Wann wird
denn nun gewählt?
Der Termin wurde noch nicht
festgelegt, ich werde mich aber
jedenfalls für einen Termin innerhalb
der normalen Frist, die in der Gemeindewahlordnung
festgelegt ist,
einsetzen. Die Zusammenarbeit in
der Koalition ist konstruktiv und von
gegenseitigem Vertrauen geprägt.
Wie gehen Sie mit der Kritik der
Opposition um, die bei einer Wahl
von Ihnen einen baldigen Rückzug
vermutet? Werden Sie die nächste
Legislaturperiode komplett absolvieren?
Da ist wohl der Wunsch Vater des
Gedankens. Unabhängig davon ist
zuerst natürlich einmal das Ergebnis
der Wahl abzuwarten. Wenn die KPÖ
nicht mehr stärkste Partei sein sollte,
bin ich auch nicht mehr Bürgermeisterin.
Und selbst wenn wir die
meisten Stimmen erreichen, ist noch
lange nicht ausgemacht, dass es auch
eine Mehrheit im Gemeinderat gibt
– es hat ja schon öfter Koalitionen
gegen die stärkste Kraft gegeben.
Sollte ich aber wiedergewählt werden,
werde ich natürlich – ich werde
nächstes Jahr 65 – das Amt ausüben,
solange ich gesund bleibe.
Ab 2026 übernimmt die Stadt Graz
die Förderung der Antidiskriminierungsstelle
Steiermark, nachdem das
Land diese gestrichen hat. Welche
weiteren sozialen Sicherungssysteme
muss die Stadt 2026 aufgrund von
Landeskürzungen auffangen?
Die Kürzungen im Bereich des Landes
sind sehr
Elke Kahr
umfangreich,
und es ist gar nicht möglich, alle Probleme
aufzuzählen, die sich dadurch
in allen Lebensbereichen ergeben.
Es liegt auf der Hand, dass die Stadt
nicht alles abfangen und kompensieren
kann, was dadurch verloren
geht. Wir bemühen uns aber, so
viele Leistungen wie möglich, die
auch wichtige Aufgaben erfüllen,
abzusichern. Als Beispiel möchte ich
nur nennen, dass das Land früher bei
Armenbegräbnissen 60 Prozent der
Kosten getragen hat, das wurde abgeschafft.
Jeder Mensch hat aber das
Recht auf ein würdiges Begräbnis,
deshalb übernimmt die Stadt künftig
die gesamten Kosten, wenn es keine
andere Möglichkeit gibt.
Ein zentrales Versprechen im letzten
Wahlkampf war die Schaffung von
ca. 300 neuen Gemeindewohnungen.
Wie ist der aktuelle Status dieser
Projekte bis zum Wahltermin 2026?
Dieses Versprechen wurde bereits
eingelöst, seit 2021 wurden 301
neu gebaute Wohnungen an ihre
Bewohnerinnen und Bewohner
übergeben. Mindestens 150 weitere
sind schon in der Planungsphase. Wir
treffen Vorsorge, um auch in Zukunft
erschwingliche Wohnungen für die
Grazerinnen und Grazer bauen zu
können. Dazu kommen viele Sanierungen,
mit denen die Wohnqualität
in bestehenden Wohnungen erhöht
wurde, zum Beispiel durch den
Anbau von Balkonen und thermische
Sanierung, was auch die Heizkosten
deutlich absenkt.
4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 13
auf den Zahn gefühlt
ÖVP
Manche Umfragen deuten auf
ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen
zwischen Ihnen und Elke Kahr hin.
Mit welchen konkreten „Plänen,
die Graz nach vorne bringen“,
wollen Sie den ersten Platz für die
ÖVP zurückerobern?
Die Kahr-Schwentner-Koalition
geht in ihr fünftes Jahr, aber
Lösungen für wesentliche
Fragen fehlen. Im Verkehr, wo
wir weiter Chaos, Stau und das
Ausspielen der Verkehrsteilnehmer
gegeneinander erleben. In
der Bildung, wo an der Zukunft
unserer Kinder gespart wird. In
der Wirtschaft, wo Betriebe und
Geschäfte nicht gehört werden.
Es braucht eine Fülle von
Maßnahmen – aber zuerst: einen
neuen Zugang, einen Kurswechsel
für Graz.
Sie haben eine Zusammenarbeit
mit den aktuellen Grazer Grünen
ausgeschlossen. Welche stabilen
Mehrheiten sehen Sie für Graz
nach der Wahl 2026?
Es geht nicht um Parteien oder
Personen, sondern um die Art,
Politik zu machen. Kurswechsel
für Graz bedeutet: eine Politik,
die alle in dieser Stadt repräsentiert,
nicht nur die Klientel
einzelner Parteien. Die Zeit bis
zur Wahl wollen wir deshalb
nicht mit der Spekulation über
Mehrheiten verbringen, sondern
mit dem Einsatz für diesen
Kurswechsel.
Sie kritisieren die „Budget-
Chaos politik“ der KPÖ-geführten
Koalition und mahnen
Einsparungen bei „Unsinnigkeiten“
ein. Wo genau würde eine
ÖVP-geführte Stadtregierung im
Jahr 2026 den Rotstift ansetzen?
Die Schieflage der Stadt zeigt sich
im Budget. Wir müssen weg vom
Aktionismus, hin zur Vernunft.
Weg von kommunistischer
Klientelpolitik und grünen Prestigeprojekten,
hin zu ausgewogener
Politik. Mit dem Geld des Neutorgassen-Eröffnungsfestes
hätte
man zwei Kindergartengruppen
aufmachen können. Millionen
werden für Straßenumbauten
wie in der Kaiserfeldgasse oder
der Laimburggasse ausgegeben,
und das ohne Nutzen und gegen
den Willen der Bevölkerung.
Gleichzeitig fehlt das Geld für
Investitionen in die Zukunft.
Wie wollen Sie die Wirtschaft als
frischgebackener zuständiger
Stadtrat voranbringen? Was
können Sie besser machen als
Ihr Vorgänger und Parteikollege
Günter Riegler?
Kurt Hohensinner
Wichtig ist: Die Grazer Wirtschaft
– das sind nicht anonyme
Konzerne, sondern die vielen
Betriebe, die den Menschen in
dieser Stadt Arbeit geben. Die
kleinen Geschäfte, die unsere
Stadt prägen. Ihre Interessen
werden von der Kahr-Schwentner-Koalition
leider übersehen.
Meine Aufgabe ist es deshalb
vor allem, Ihnen eine Stimme
zu geben – meinen Beitrag zu
leisten, dass es wieder aufwärts
geht. 2026 wird ein wichtiges
Jahr für Graz. Ich glaube aber
daran, dass es ein gutes werden
kann. Und ich wünsche allen
Grazerinnen und Grazern alles
Gute für dieses neue Jahr.
die Grünen
Wie wollen Sie die Wähler
2026 davon überzeugen, dass
die vielen Baustellen der
letzten Jahre den langfristigen
Nutzen wert waren?
Mit dem, was die Baustellen
am Ende bringen: eine verbesserte
Infrastruktur, die allen
zugutekommt – Straßenbahnlinien,
Gehsteige, Radwege,
Wasser- und Energieversorgung
sowie einiges an neuen
Bäumen und Grünflächen. So
steigern wir weiter Schritt für
Schritt die Lebensqualität in
der Stadt, und ich danke allen
Grazerinnen und Grazern für
ihr Verständnis auf dem Weg
dahin.
Welche konkreten Schritte der
„Radoffensive 2030“ werden
im Wahljahr 2026 fertiggestellt?
Die Radoffensive schafft ein
zusammenhängendes Netz
an Radwegen, das allen
Verkehrsteilnehmer:innen mehr
Sicherheit bringt. Herzstücke
wie der Joanneumring, die
Neutorgasse oder die neue
Verbindung in der Petersgasse
zeigen gut, wohin die Reise
geht. Bis 2026 werden weitere
Lücken geschlossen und
wichtige Achsen ausgebaut:
etwa in der Keplerstraße, der
Plabutscher Straße oder in der
Peter-Tunner-Gasse.
Wie sieht Ihre Strategie aus, um
Graz bis 2026 resilienter gegen
Extremwetterereignisse wie
Starkregen zu machen?
Gegen überhitzte Plätze und
überflutete Keller hilft vor allem
das Entsiegeln von Flächen,
3000 neu gepflanzte Bäume und
ein Dutzend neuer Parks. Weil
jeder Baum wie eine natürliche
Klimaanlage wirkt, haben wir auch
den Baumschutz massiv gestärkt.
Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass
Regenwasser besser versickern
und zurückgehalten werden kann.
Und wir haben in der Stadt klare
Regeln verankert, damit wichtige
Grünflächen geschützt bleiben
und nicht weiter verbaut werden.
Judith Schwentner
Streben Sie 2026 eine Fortführung
der aktuellen Koalition
an, oder gibt es neue inhaltliche
Bedingungen?
Wir haben in dieser Koalition
neue Maßstäbe gesetzt – mit
dem, was wir für Graz auf den
Weg gebracht haben, genauso
wie mit dem Miteinander,
das wir leben. Ich will diese
konstruktive Zusammenarbeit
2026 definitiv fortsetzen. Mit
dem gemeinsamen Ziel, die
Lebensqualität in unserer Stadt
weiter zu verbessern.
STADT GRAZ (2), WEIDINGER, GETTY
14 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
So tanzte Graz ins neue Jahr
NEUJAHR. Mit dem Beginn des neuen Jahres liegt ein ereignisreicher Jahreswechsel hinter uns.
Rund um Silvester zeigte sich die Stadt von ihrer schönsten und feierlichsten Seite.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Das Jahr 2025 ist zu Ende
gegangen, und der Jahreswechsel
wurde in Graz
feierlich begangen. Rund um Silvester
war in der Stadt viel los –
zahlreiche Feiern, Begegnungen
und besondere Momente sorgten
für einen stimmungsvollen
Abschluss des Jahres und einen
gelungenen Start ins neue Jahr.
Jahresausklang
Bereits am 30. Dezember wurde
das Jahr im San Pietro sowie im
Gösser Bräu beim traditionellen
Bauernsilvester feierlich verabschiedet.
Im San Pietro erwartete die
Gäste ab 19 Uhr ein genussvolles
Bauernsilvester-Buffet aus der
hauseigenen Küche. Ab 21.30
Uhr sorgte die Liveband Smash
mit mitreißender Musik für beste
Stimmung und animierte das
Publikum zum Mitsingen und
Tanzen. Der Dresscode lautete
Dirndl und Lederhose, was dem
Abend eine besonders stimmungsvolle
Atmosphäre verlieh.
Auch im Gösser Bräu wurde
das Bauernsilvester ausgelassen
gefeiert. Von 18 bis 20 Uhr stimmten
sich die Gäste gemeinsam auf
den Abend ein, bevor von 20 bis
1 Uhr mit DJ Mr. Jive ausgiebig
getanzt und gefeiert wurde. Zum
krönenden Abschluss ließen die
Besucher das Jahr noch einmal
gebührlich ausklingen und sorgten
für einen stimmungsvollen
Übergang in das neue Jahr.
Nirgends konnte man das Jahr
am 31. Dezember besser ausklingen
lassen als am höchsten Punkt
von Graz. Im Biergarten am
Schlossberg wurde der Jahresausklang
in entspannter Atmosphäre
gefeiert. Kulinarische Silvesterschmankerln,
wärmende
Feuerzangenbowle, Musik zum
Tanzen und traditionelle Bräuche
sorgten für einen gemütlichen
und stimmungsvollen letzten Tag
des Jahres.
Um 16 Uhr startete das Gourmet-Silvester-Dinner
im Schlossberg-Restaurant.
Ein stilvoller
Champagnerempfang, exklusives
Fingerfood aus der Schlossbergküche,
kreative Drinks und ein
mitreißendes DJ-Set sorgten ab
19.30 Uhr für eine stimmungsvolle
und unvergessliche Silvesterparty
– hoch über den Dächern
von Graz.
www.grazer.at
Alle Fotos auf
www.grazer.at
präsentiert
Im Gösser Bräu wurde am 30. Dezember beim Bauernsilvester ausgiebig
das Ende des Jahres 2025 gefeiert.
FEDOROVA
Nirgendwo in Graz konnte man den letzten Abend des Jahres bei besserem
Ausblick auf das bunte Silvestertreiben der Stadt genießen.
SCHLOSSBERG
16 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
Als mehrfacher
Preisträger
auf der
Trompete
sammelte
„Cook“
früh internationale
Konzerterfahrung.
COOK (3)
Jubiläum für Cook
HALBES JAHRHUNDERT. Zum 50. Geburtstag lässt Musiker Manfred „Cook“
Koch seinen Werdegang Revue passieren und hat einige Überraschungen parat.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Mit 50 Jahren darf man
Bilanz ziehen. Oder
man dreht einfach den
Verstärker auf und macht weiter.
Manfred „Cook“ Koch entscheidet
sich für Letzteres.
Das Leben des Cook
Cook zählt zu den prägenden
Persönlichkeiten der österreichischen
Event- und Musikszene.
Geboren am 24. Februar 1976
in Deutschlandsberg, war sein
Lebensweg früh von Musik, Organisationstalent
und außergewöhnlicher
Leidenschaft für
Live-Erlebnisse bestimmt.
Bereits im Kindesalter erhielt
Koch umfassenden Musikunterricht,
später besuchte er das
Musikgymnasium Graz sowie
das Konservatorium und die
Musikhochschule. Als mehrfacher
Preis träger auf der Trompete
und Absolvent eines Kapellmeisterlehrgangs
sammelte
er früh internationale Konzerterfahrung.
1999 markierte einen Wendepunkt:
Mit der Gründung
der Liveband EGON7 etablierte
sich Koch als Musiker,
Bandleader und Manager.
Die Band entwickelte sich zur
meistgebuchten Coverband
im deutschsprachigen Raum,
war Ö3-Coverband, Tourband
von David Hasselhoff und in
zahlreichen ORF-TV-Formaten
präsent. Parallel gründete Koch
Cook Music Management, eine
Event- und Konzertagentur mit
Full-Service-Anspruch.
Highlights
Morgen, am 5. Jänner, beginnt
der 50-tägige Countdown zu
Cooks Geburtstag. In dieser Zeit
erscheinen auf seinen Social-Media-Kanälen
täglich Videos, Postings,
Rückblicke und besondere
Highlights – gemeinsam mit Menschen,
die sein bisheriges Leben
geprägt haben.
Das erste Highlight des Jahres
ist „Das Konzert“ im Grazer
Stefanien saal am 14. März. Der
Vorverkauf dazu startet an Cooks
Geburtstag, dem 24. Februar.
Ein weiterer Höhepunkt folgt mit
„Die Party“ am Karmeliterplatz in
Graz: Zu ausgewählten Top-50-
Songs wird für einen Ticketpreis
von sieben Euro gefeiert – der
Reinerlös beider Konzerte kommt
dem Pflegekinderwesen zugute.
Die Band EGON7 wurde im Jahr 1999 gegründet und ist
seitdem nicht mehr wegzudenken.
Manfred Koch, Gerhard Goldbrich („der Grazer“) und Eva
Maria Reiter (v. l.) beim ersten Businessmarathon 2001
18 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
Vorschau für 2026
www.grazer.at
AUSBLICK. Das vergangene Jahr war eines voller Events und tollen
Erinnerungen. Wir blicken nun voller Freude auf das neue Jahr 2026
und haben die wichtigsten und tollsten Highlights zusammengefasst.
präsentiert
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Es war ein sehr veranstaltungsreiches
und feierlustiges
Jahr beim „Grazer“,
und genau so wird es auch im
Jahr 2026 weitergehen. Zahlreiche
Veranstaltungen, Konzerte
und Überraschungen erwarten
die Grazer im neuen Jahr.
Das steht bevor
Am 19. Juni findet bereits zum
vierten Mal das „Grazer“-Marktfest
am Lendplatz statt. Die Besucherinnen
und Besucher dürfen
sich auf einen Nachmittag
voller Musik, Unterhaltung und
guter Laune freuen. Der Eintritt
ist frei, das Fest ist für alle Altersgruppen
offen.
Auch dieses Jahr findet wieder
im Sommer Latin Live am Lendplatz
statt. Der Platz verwandelt
sich erneut in eine Tanzfläche –
ob Salsa, Bachata oder Kizomba,
hier kommen Tanzbegeisterte
voll auf ihre Kosten.
Am 13. September heißt es ab
in den Stadtpark. Der KIDs DAY
lädt alle Kinder und Eltern ein,
verschiedenste Sportarten auszuprobieren
und überall selbst
mitzumachen. Direkt vor Ort
informiert man sich über die gewählte
Sportart und kann so einfach
und entspannt herausfinden,
was einem gefällt und wohin der
sportliche Weg einen führen kann.
99 Luftballons heißt es am
19. Juni in Piber, wenn Nena ihr
Publikum zum Mitsingen und
-tanzen bringt – ein Konzert, das
man sich nicht entgehen lassen
darf. Im August wird der Karmeliterplatz
wieder so richtig beben.
Wolfgang Ambros und EGON7
spielen am 14. August ihr Konzert
und bringen Stimmung in
die Stadt. Am Tag darauf, dem 15.
September, heizt Robin Schulz so
richtig ein.
DeZwa spielen wie gewohnt
ihre legendären Schlossberg-
Konzerte, und auch im San
Pietro erwarten die Gäste
einige traditionelle, aber
auch neue Events.
Starke Partner
Auch dieses Jahr sind
wir wieder starker
Partner von diversen
Veranstaltungen.
Gleich
zu Beginn
d e s
Jahres findet am 31. Jänner die
25. Opernredoute 2026 unter
dem Motto „La dolce vita“
statt. Die Oper verwandelt
sich an
diesem Abend
zu einer kuratierten
Der Grazer
Schlossberg
wird im
Sommer auch
heuer wieder
Schauplatz
zahlreicher
Austropop-
Abende mit
DeZwa.
Festnacht und bildet den Höhepunkt
der Ballsaison – heuer mit
einem Extra an Sinnlichkeit, Stil
und szenischer Finesse.
Kurz darauf, am 13. Februar,
findet der 75. Bauernbundball
im Messe Congress Graz
statt. Mit Künstlern wie Smash,
Die Südsteirer, DJ Peter
Wurzinger, DJ Maxx-
Duke und vielen mehr
kann die ganze Nacht
durchgefeiert und getanzt
werden.
Weitere Überraschungen
und Top-Highlights werden
noch bekanntgegeben. Bleiben
Sie gespannt.
B. GASSER (2), KK, HEIKO_LASCHITZKI_LAUGH_PEAS_ENTERTAINMENT_LIFESTYLE_GMBH
Nena spielt am
16. Juni in Piber und
wird richtig Stimmung
machen.
Im Sommer wird der Lendplatz wieder zur bebenden
Tanzfläche bei Latin Live.
Am 19. Juni findet erneut das Marktfest
am Lendplatz statt.
4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 19
Meister der Mülltrennung
APPELL. Nachhaltigkeitslandesrätin Simone Schmiedtbauer ruft auf, das neue Jahr mit einer guten
Tat zu beginnen: der richtigen Mülltrennung. Zudem klärt sie über verbreitete Müll-Irrtümer auf.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Wer zu Silvester die Korken
knallen lässt, der
kann das neue Jahr mit
einer guten Tat starten und sie
richtig entsorgen. Kaum bekannt
ist nämlich, dass diese in der Gelben
Tonne bzw. im Gelben Sack
landen sollten. Nachhaltigkeitslandesrätin
Simone Schmiedtbauer
ruft dazu auf, als Neujahrsvorsatz
für das kommende Jahr
ganz besonders auf die richtige
Mülltrennung zu achten, und
klärt über weit verbreitete Irrtümer
bei der Mülltrennung auf.
Mit der richtigen Handhabung
wird der Inhalt der Mülltonnen
zu einem wertvollen Rohstoff.
„Wir arbeiten in der Steiermark
an einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft,
bei der Abfälle wertvolle
Rohstoffe für neue Produkte
sind“, erklärt Schmiedtbauer.
Die Steiermark sei bereits jetzt
europaweiter Spitzenreiter in
Sachen Mülltrennung, doch es
gebe noch Verbesserungspotenzial.
„Mit dem nötigen Knowhow
können wir gemeinsam
noch besser werden und damit
einen wichtigen Beitrag zu einer
nachhaltigeren Zukunft für unsere
Steiermark leisten.“
Christbäume
Bei umweltgerechter Handhabung
leisten die alten Christbäume
einen wertvollen Beitrag
zu mehr Nachhaltigkeit: Als
Hackgut verarbeitet, können
sie in Biomassekraftwerken zu
sauberer Energie umgewandelt
werden. „Auch nach Weihnachten
spenden die Christbäume
so weiterhin wohlige Wärme“,
erklärt Landesrätin Simone
Schmiedtbauer. „Allein mit den
steirischen Christbäumen könnten
wir die Stadt Bruck einen
ganzen Monat lang mit nachhaltiger
Energie versorgen.“
Bevor der Christbaum zur Entsorgungsstelle
gebracht wird,
muss er unbedingt von Schmuck
wie Lametta, Engelshaar, Christbaumhaken
und anderen Deko-
Elementen befreit werden. Viele
dieser Materialien enthalten
schädliche Stoffe wie Schwermetalle
oder zerfallen nach der
Landesrätin
Simone
Schmiedtbauer
klärt
über die
häufigsten
Fehler bei
der Mülltrennung
und Christbaumentsorgung
auf.
KK
Zerkleinerung zu Mikroplastik,
was die Umwelt belastet. Kaputte
Christbaumkugeln gehören
nicht in den Glascontainer, da
sie wertvolles Recyclingmaterial
zerstören. Sie müssen im Restmüll
entsorgt werden. „Christbäume
dürfen aber auf keinen
Fall im Restmüll entsorgt werden“,
weist Schmiedtbauer auf
ein großes Problem hin.
Häufige Müll-Irrtümer
Backpapier: RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Altpapier
Flaschenkorken: RICHTIG: Gelbe Tonne, FALSCH: Biotonne
Fotos: RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Altpapier
Geschenkpapier (beschichtet): RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Altpapier
Glühbirnen: RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Glascontainer
Holzsteigen: RICHTIG: Gelbe Tonne, FALSCH: Biotonne
Kot von Haustieren, Mist: RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Biotonne
Milch-/Saftpackerl (leer): RICHTIG: Gelbe Tonne, FALSCH: Altpapier
Plastikspielzeug: RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Gelbe Tonne
Servietten (verunreinigt): RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Altpapier
Taschentücher (benutzt): RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Altpapier
Trinkgläser (kaputt): RICHTIG: Restmüll, FALSCH: Glascontainer
20 graz
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
Aufregung um Kahlschlag
BLANK. In Mariagrün ärgern sich die Bewohner über die Rodung von zahlreichen Bäumen und Sträuchern.
Obwohl alles rechtens gewesen zu sein scheint, will man seitens der Stadt noch einmal prüfen.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Die Anrainer der Rafensedergasse
in Mariagrün
trauten ihren Augen nicht,
als Anfang Dezember fast alle Bäume
und Sträucher auf einem eigentlich
vielbewachsenen Grundstück
in ihrer Straße geschlägert
wurden – darunter auch „Grazer“-
Leser, die sich mit ihrem Ärger an
unsere Redaktion wandten.
Auf Nachfrage heißt es aus dem
Büro der zuständigen Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner:
„Ja, auch uns haben kürzlich
Beschwerden erreicht. Aber es
handelt sich bei dem Areal um
ein Privatgrundstück, das auch
landwirtschaftlich genutzt wird,
in dem die Baumschutzverordnung
nicht gilt.“ Deshalb waren
die Rodungen nicht genehmigungspflichtig
und es sind auch
keine Ersatzpflanzungen vorgeschrieben.
Trotzdem möchte man
sich seitens der Stadt den Fall
aufgrund der Beschwerden noch
einmal anschauen.
Der Grundstückseigentümer
war für uns kurzfristig leider nicht
zu erreichen.
Baumschutz
Durch die Grazer Baumschutzverordnung
sind Bäume auf öffentlichen
und privaten Grundstücken
geschützt. Sie gilt in weiten Teilen
der Stadt – jedoch nicht flächendeckend
in den Randbezirken im
Norden, Osten und Westen. In ihr
ist geregelt, welche Bäume entfernt
werden dürfen und welche
nicht bzw. für welche es Ersatzpflanzungen
geben muss.
Auf diesem Grundstück in Mariatrost wurden sämtliche Bäume und Sträucher
gerodet. Auch bei der Stadt Graz sind Beschwerden eingegangen. LUEF
Rätsel-Lösung vom 28.12.2025
T R B S A
H A N S L I S T F O N D S
T O S C A L U E F A T
M E G I L E T T Z U
K A R M E L I T E N L E E
S E I L E U A S A N T
I V I C A O S I M P L A T Z
O H H T A P A U E
N E A N D E R T A L E R
V I E E I L E O L I V
I L E E R R U M M E L
C L I P S I N N
Lösung:
L O L B S E
V A D E M E C U M PUCH
C C A H I MUSEUM
S H A K E R I N Lösung:
N O R D W E G PUCH MUSEUM
Sudoku-Lösung
vom 4.1.2026
7 1 5 6 9 8 3 2 4
2 3 4 7 1 5 8 9 6
9 6 8 2 3 4 7 5 1
8 4 2 1 6 3 5 7 9
1 9 3 5 2 7 6 4 8
6 5 7 4 8 9 1 3 2
4 7 1 9 5 6 2 8 3
5 8 6 3 4 2 9 1 7
3 2 9 8 7 1 4 6 5
22 grazer sonntag
www.grazer.at 4. JÄNNER 2026
SO ISST GRAZ
Das Rox Graz präsentiert ...
... Pfeffer-Filetsteak
mit Pfeffersauce &
Speckbohnen
Elisabeth vom Rox mit dem Steak
und der hausgemachten Sauce KK (2)
In der Bar „Rox“ am Joanneumring wird
ein vielfältiges Programm geboten. Ob
Musik, Cocktails oder Sport, hier ist für
jeden etwas dabei. Nicht vergesdarf
man dabei natürlich
auch die herrlichen
amerikanischen Gerichte.
LEO
sen
Zutaten:
Filet: 1 Rinderfiletsteak
(250 g), Salz
und frisch gemahlener
schwarzer Pfeffer, 1 TL
Butterschmalz oder Öl, 1 kleines Stück
Butter; Pfeffersauce: ½ kleine Schalotte,
fein gewürfelt, 1 TL grüne Pfefferkörner in
Lake (leicht zerdrückt), 1 TL Butter, 50 ml
Cognac oder Weinbrand, 100 ml Rinderfond,
50 ml Obers, ½ TL Dijon-Senf, Salz
nach Geschmack; Speckbohnen: 100 g
grüne Bohnen, 3 Scheiben Frühstücksspeck
(Bacon), Salz, Pfeffer, etwas Butter
Zubereitung:
Das Steak 30 Minuten vor dem Braten
aus dem Kühlschrank nehmen. Mit Salz
und Pfeffer würzen. In heißem Butterschmalz
von jeder Seite 2–3 Minuten
scharf anbraten. Butter zugeben, kurz
übergießen. Im Ofen bei 120 °C auf die
gewünschte Garstufe bringen: Rare: ca. 6
Min. Medium: ca. 8–9 Min. Well done: ca.
12 Min. Danach kurz ruhen lassen. Pfeffersauce:
Butter in der Pfanne schmelzen,
Schalotte glasig anschwitzen. Pfefferkörner
zugeben, kurz mitrösten, dann
mit Cognac ablöschen. Etwas einkochen
lassen, Fond und Obers zugeben, cremig
einkochen. Senf einrühren, mit Salz abschmecken.
Speckbohnen: Bohnen 6–8
Minuten in Salzwasser garen, abschrecken.
In Speck einwickeln und in Butter
rundherum goldbraun anbraten.
GRAZWORTRÄTSEL
Baupläne
beim
Stadion in
Liebenau
Grazer Erhebung
östlich
der Mur
heran
Adresse
bei der Brückenkopfgasse
beim
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Hahnenschrei
Grazer
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Krankenhaus
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Grazer Gemeinderat
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Stadt
ca. 30 km
südlich
18
9
Schloßberggebäude
mit
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Blähung
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Klimaschutz
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Graz (3 W.)
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16
5
2
13
eingeschaltet
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das Boot
mit der
Stange
bewegen
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Langschwanzpapagei
Ausruf
der Verwunderung
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von Graz 4
Rätsellösungen: S. 20
1 5 3
3 4 1 9
6 7
4 2 3 5
7 6 8
6 7 4 9
1 9 2 8
5 6 3 1
8
in diesem
Jahr
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9
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4. JÄNNER 2026 www.grazer.at
grazer sonntag 23
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 4. JÄNNER
WOHIN AM SONNTAG
ON THE
TOWN
18 Uhr
Oper Graz
Heute wird auf der Hauptbühne der Oper Graz Leonard Bernsteins erstes Musical „On the Town“ aufgeführt.
WERNER KMETITSCH/OPER GRAZ, GETTY
Die Winterwelt in Graz
Die Grazer Winterwelt lädt am heutigen
Sonntag wieder zum Eislaufen
ein. Von 9 bis 19 Uhr können Slots
für die 3000 Quadratmeter große
Eisfläche gebucht werden. Am
Genussmarkt gibt es Getränke und
die Möglichkeit, etwas zu essen.
Musical einer Ikone
Das Musical von und über Cher „Die
Cher Show“ macht heute noch einmal
Halt in Graz. Die größten Hits,
die berühmtesten Outfits und die
berührende Lebensgeschichte der
Popikone werden in der Helmut-
List-Halle heute auf die Bühne gebracht.
Fans können etwa „Believe“,
„If I could turn Back Time“ oder
„Strong Enough“ erleben. Um 14
Uhr.
Theater für die Kleinen
Heute führt das Kuddel Muddel
Theater das Stück „Mats und die
Wundersteine“ im Frida und Fred
auf. Um 16 Uhr wird daher eine
Geschichte über die Geschenke
unserer Erde und die Achtsamkeit,
mit der wir sie annehmen, auf die
Bühne gebracht. Empfohlen ab drei
Jahren.
Lichterpark in Frohnleiten
Auch der Lichterpark Lumagica in
Frohnleiten hat heute wieder seine
Tore geöffnet. Das Motto „Colors
of Life“ verspricht eine bunte und
leuchtende Reise durch das Areal.
Rund 300 leuchtende Objekte
können bestaunt werden und bieten
Gästen ein Zusammenspiel aus
Lichtkunst, Klang und Interaktivität
– ein Erlebnis für die ganze Familie.
Es gibt Timeslots zu buchen.
Landgang in New York
Um 18 Uhr sind heute wieder drei
Matrosen in der Oper Graz auf Landgang.
In Leonard Bernsteins Musical
wollen die drei Matrosen New York
erkunden und alle Sehenswürdigkeiten
besuchen – am besten in
weiblicher Begleitung. Ein Abend
voller Hits, Humor und Schwung.
Um 18 Uhr.
Tanz und Akrobatik
Im Orpheum Graz präsentiert heute
um 19 Uhr der Cirque Noël ein Programm
der australischen Gruppe
„Circa“. Bei „Wolf“ geht es um die
Komplexität des Menschseins, über
Veränderung und Verwandlungskraft.
Ein Abend voller intensiver
Energie und Choreografien – zwischen
Akrobatik und Tanz.
Kasperl im neuen Jahr
Auch der Kasperl ist im neuen
Jahr angekommen. Um 11, 15 und
16.30 treffen bei „Kasperl und die
Eisprinzessin“ der Kasperl und
seine Freunde die Eisprinzessin. Im
Orpheum extra.
Literatur und Musik
Im Kunstgarten wird heute „Veracruz
schreibt man mit Z“ von der
Schriftstellerin Fernanda Melchor
gelesen. Irmi Horn liest und Eva
Jiménez begleitet den Nachmittag
musikalisch. Beginn ist um 16 Uhr.
Anmeldung bis spätestens zwei
Stunden vor Programmbeginn
unter kunstgarten@mur.at oder
Tel. 0 316/262787.
Ein Rundgang
Ebenfalls heute findet um 10.30
und um 14.30 Uhr ein Altstadtrundgang
statt. Gemeinsam
werden die engen Gassen,
imposante Bauten und die moderne
Architektur der steirischen
Landeshauptstadt entdeckt. Eine
Anmeldung bei der Tourismusinformation
Region Graz ist
unbedingt erforderlich, da die
Teilnehmerzahl begrenzt ist. Telefonnummer:
0 316/8075-0.
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* Quelle: ÖAK, 1. HJ 2025
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