Zeitung Dezember
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
34 Jahre Melibokus Rundblick
Alsbach-Hähnlein . Sandwiese . Bickenbach . Seeheim-Jugenheim . Malchen . Ober-Beerbach . Balkhausen . Zwingenberg . Rodau . Fehlheim . Schwanheim . Hochstädten . Auerbach . Bensheim
Ausgabe 262 Dezember 2025
Herausgeberin:
Eva M. Wicht
Georg-Fröba-Straße 26
64665 Alsbach-Hähnlein
Redaktion und Anzeigen:
Telefon 0 62 57 / 90 31 54
redaktion@melibokus-rundblick.de
www.melibokus-rundblick.de
Eva Wicht, Dipl. Grafik-Designerin
Ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches Jahr 2026 wünschen
wir unseren Leserinnen und Lesern, sowie allen Kundinnen und Kunden!
Ihre Eva M. Wicht und Vera Samstag
„Heiße Zeitung!“
EHRLICH BROTHERS gastieren mit ihrer aktuellen Jubiläums-Show „Diamonds“ auch in Mannheim | 3 x 2 Tickets
zu gewinnen | Show der Superlative „No Limits“ am 13. Juni 2026 in Frankfurt
Sofort Feuer gefangen hat der Melibokus Rundblick in den Händen von Magier Chris Ehrlich bei unserem Interview mit den weltweit angesagtesten Star-Magier.
Foto: Dirk Zengel / Mehr auf Seite 23 und 24
MANNHEIM/ALSBACH-HÄHN-
LEIN (tt), Die Ehrlich Brothers
sind nicht nur „brandgefährliche“
Illusionisten, sondern offenbar auch
selbst ziemlich feuerfest: bei der
Generalprobe zur aktuellen Show
„Diamonds“ stand das stachelige
Haupthaar von Andreas durch
einen Pyro-Unfall plötzlich in
Flammen. Zum Glück ist alles gut
gegangen.
Die Lektüre des Melibokus Rundblick
ist nicht ganz so riskant, aber
kaum weniger spektakulär. Denn
die Redaktion verfügt über einen
heißen Draht in die Region und
kennt die wichtigsten Hot Spots
zwischen Darmstadt und Bensheim.
Seit 34 Jahren bezaubert die
kostenfreie Lokalzeitung ihre Leser
in rund 28.500 Haushalten mit
aktuellen Berichten aus den Städten
und Gemeinden – umfassend
recherchiert, nah am Geschehen
und unterhaltsam aufbereitet.
Auch die Ehrlich Brothers gönnten
sich kürzlich ein paar Minuten
Lesevergnügen. „Heiße Berichte“,
kommentierte Chris die Vielfalt an
lokalen News und Hintergrundstorys,
die eine glühende Leidenschaft
für Menschen und Geschichten
spiegeln. Und schon fing der MR in
seinen Händen Feuer. So kann es
gehen, wenn man für eine Sache
brennt. Funken sprühen auch bei
der gigantischen „Diamonds“-
Welttournee der beiden Star-
Magier, in der die spektakulärsten
Tricks der letzten zehn Jahre noch
einmal im großen Stil für das Publikum
inszeniert werden.
Für das Gastspiel in der Mannheimer
SAP Arena am 5. Januar
verlosen wir 3 x je 2 Karten, einmal
für die Mittags- und zweimal für
die Abendvorstellung.
Email schreiben an redaktion@
melibokus-rundblick.de mit „Heiße
Zeitung!“ und schon ist man
im Lostopf!
Spezial Show „No Limits“
am 13. Juni 2026
(DZ), Der krönende Abschluss der
aktuellen Show ist die gantische
Spezialshow „No Limits“ in der Deutschen-Bank-Park-Arena
am 13. Juni
in Frankfurt. Melibokus Rundblick hat
die Ehrlich Brothers Ende November
zu einem Interview getroffen und mit
ihnen über die neue Stadion-Show
gesprochen. Auch wenn die beiden
nicht zu viel verraten wollten, so sind
die Dimensionen der Show und die
dargebotenen Acts ohne Übertreibung
groß. „Es wird viel Feuer geben“,
so die Brüder. Und natürlich viele
Überraschungen: Ein Sportwagen
wird sich in ein 8 Tonnen schweres
„KI-Monster Titanium“ verwandeln.
Flugzeugturbinen werden einen
gigantischen Sog ausüben uvm.
Auf jeden Fall ein Muss für jeden
Fan der Illusion. „Einen Wunsch
haben wir noch an die Leser des
Melibokus Rundblick“, so Andreas
Ehrlich. „Bitte kommt nach Frankfurt,
denn wir möchten den Stadion-
Publikumsrekord, welcher derzeit in
Düsseldorf bei 40.211 Zuschauern
liegt, überbieten und ihn wieder ins
Rhein-Main-Neckar Gebiet holen!
Wir freuen uns auf euch!“
GEWINNSPIEL
„Heiße Zeitung“
mailen und
gewinnen!
Mehr Infos Seite 23
Am 29. + 30.12. haben
wir für Sie geöffnet!
23.-27.12. + 31.12. geschlossen!
2
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Rasantes Silvester Special im Parktheater Bensheim
„Blond - frisch getönt“- ein wilder Mix aus Revue, Musik-Kabarett und Comedy
BENSHEIM (meli), Zum traditionellen
Silvester Special der
Internationalen Sommerfestspiele
Bensheim-Auerbach/Hessische
Bergstraße am Mittwoch, den
31. Dezember, um 19.00 Uhr im
Parktheater Bensheim präsentieren
Annette Postel, Gunzi Heil und
Joe Völker die Kult-Revue „Blond
– frisch getönt“. Ein wilder Mix
aus Revue, Musik-Kabarett und
Comedy.
Annette Postel und Gunzi Heil: Beide
strohblond - und blitzgescheit!
Sie: „Erotisches Weib mit göttlicher
Stimme“, Er: „kabarettistische Allzweckwaffe
- freilaufend“. Beide
u.a. Preisträger Kleinkunstpreis Baden-Württemberg
und zusammen
mit dem etwas aus der Art geschlagenen
„mit allen Wassermusiken
gewaschenen“ Quoten-Brünetten
Joe Völker am Piano ein „flotter
Dreier“ der umwerfend komischen
Art. Da muss man schon ´ne Menge
unterm blonden Pony haben …
Gemeinsam streifen diese etwas
angeschrägten Allrounder rasant
durch die - natürlich an den Haaren
herbeigezogene - Geschichte der
blonden Musik und spielen sich
intelligent und virtuos, mit viel
Selbstironie und stets geschmacksicher
im fliegenden Wechsel musikalisch,
komödiantisch und ka-
Zum traditionellen Bergsträßer Jahreswechsel der Internationalen Sommerfestspiele Bensheim-Auerbach/
Hessische Bergstraße am 31. Dezember im Parktheater Bensheim präsentieren Annette Postel,
Gunzi Heil und Joe Völker die Kult-Revue „Blond – frisch getönt“. Ein wilder Mix aus Revue, Musik-Kabarett
und Comedy. Wahlweise anschließend mit Büffet und Party im Theaterrestaurant. Foto: meli
barettistisch pointiert die blonden
Bälle zu. Ein musikalischer Spaß par
excellence - zum Schreien komisch.
Da muß man schon ´ne Menge
unterm blonden Pony haben! Besser,
witziger, intelligenter lässt sich
Musikkabarett kaum auf die Bühne
bringen. Absolut festspielwürdig.
Wahlweise anschließend mit Büffet
und Party im Theaterrestaurant.
Karten per eMail oder Post: KaPe-
Becker@t-online.de, Tel. 06251/
2332, www.festspiele-auerbach.de.
Nummerierter Sitzplatz VVK 37,90
€/ AK 40,00 €
Melibokus Rundblick jetzt auch
als E-Paper: www.melibokus-rundblick.de
Theater Mobile präsentiert:
Neujahrskonzert mit dem Tyrol Music
Project am 3. Januar | „Bluezz´n Roll“
mit Mr. Lonely am 30. Januar
Mr. Lonely: Fünf Vollblut-Musiker aus Polen begeistern das Publikum mit
einzigartigem Sound, nostalgisch und gleichzeitig modern. Foto: meli
ZWINGENBERG (meli), Das Tyrol
Music Project erfüllt sich einen
lang gehegten Traum, indem es
mit Walzerklängen aus Wien sowie
bekannten Melodien von Mozart
bis Schostakowitsch das neue Jahr
begrüßt.
Als musikalische Botschafter Österreichs
bereisten sie schon die ganze
Welt und nahmen dabei stets ihre musikalischen
Eindrücke in ihr Repertoire
auf. Nun wandeln die vier Musiker aus
dem Tiroler Unterland auf den Spuren
von Johann Strauss, der seinerzeit den
Walzer auf der ganzen Welt berühmt
machte. Mit den akustischen Instrumenten
Geige, Akkordeon, Gitarre und
Kontrabass bilden sie das wohl kleinste
Symphonieorchester der Welt. Die
eigenen Arrangements für diese kleine
Besetzung verleihen den bekannten
Melodien einen besonderen, intimen
Charme. Und so laden die Musiker
des TMP zum Neujahrskonzert am 3.
Januar ins Theater Mobile ein.
Die Band Mr. Lonely tritt am 30. Januar
auf: Fünf Vollblut-Musiker aus
Polen haben sich in ungewöhnlicher
Besetzung zusammengefunden: Mit
zwei Gesangsstimmen, E-Gitarren,
Akustik- und Bassgitarren, Kontrabass,
Trompete, Saxophon, Klarinette
und Schlagzeug präsentiert
„Mr. Lonely“ einen einzigartigen
Sound, nostalgisch und gleichzeitig
überraschend modern.
Inspiriert von Elvis, The Black Keys,
Caro Emerald, Dave Matthews
Band oder Nick Waterhouse lässt
die Band das Publikum eintauchen
in eine Klangwelt voller Überraschungen
und Sehnsucht, ein
bittersüßes, ironisches Chaos aus
bluesigen Gitarrenklängen und
jazzigen Bläsermelodien, umhüllt
von rockiger Energie.
Das Debut-Album erscheint im
Februar 2026, doch schon am
30. Januar spielt diese großartige
Newcomer-Band im Mobile.
Neujahrskonzert
unter dem Motto
„Oper küsst Operette“
MÖRLENBACH (meli), Mit einem
festlichen Konzert begrüßt die Ev.
Kirchengemeinde Mörlenbach das
neue Jahr: Am Donnerstag, 1. Januar
2026, findet um 18 Uhr in der Ev.
Kirche Mörlenbach das traditionelle
Neujahrskonzert der Reihe Kunst in
der Kirche statt.
Unter dem Motto „Oper küsst
Operette“ präsentieren Studierende
der Musikhochschule Mannheim ein
abwechslungsreiches Programm mit
bekannten Arien aus Oper und Operette.
„In diesem Jahr dürfen sich die
Besucher auf ein ganz besonderes
Konzerterlebnis freuen“, sagt Astrid
Teigesser, die für die Reihe „Kunst in
der Kirche“ verantwortlich ist.
Die jungen Musiker verwandeln
die Kirche in einen „faszinierenden
Klangraum voller Emotionen und
Ausdruckskraft“. Gemeinsam entführen
sie das Publikum „in die
Welt großer Komponisten und
zeitloser Melodien – von zartem
Belcanto bis hin zu schwungvoller
Operettenfreude“.
Zum festlichen Rahmen gehört auch
die Atmosphäre: Bei Kerzenschein
und einem Glas Sekt können die
Gäste den Abend genießen und sich
musikalisch auf das neue Jahr einstimmen.
Der Eintritt ist frei, Spenden
sind herzlich willkommen.
Kostenlose Verteilung
in alle Haushalte
Auflage: 28.500 Exemplare
Melibokus Rundblick - so werbewirksam, weil er gelesen wird!
Verteilungsgebiet:
IMPRESSUM
"MELIBOKUS RUNDBLICK" ist ein
lokaler Nachrichtenanzeiger, Erscheinungsweise:
7 x /Jahr
Auflage: 28.500 Exemplare.
Herausgeberin:
MELIBOKUS RUNDBLICK -VERLAG
Eva M. Wicht
Dipl. Grafik-Designerin / Journalistin
Georg-Fröba-Straße 26
64665 Alsbach-Hähnlein
Telefon: 06257 / 903154
Telefax: 06257 / 903155
redaktion@melibokus-rundblick.de
www.melibokus-rundblick.de
Anzeigen und Redaktion:
Eva M. Wicht (verantwortlich)
Gesamt-Gestaltung: Eva M. Wicht
(c) 2025 by Designstudio Eva M. Wicht.
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere
das Recht des öffentlichen Vortrags und
der photomechanischen Wiedergabe,
auch einzelner Teile, sowie die durch das
Designstudio Eva M. Wicht gestalteten
Werbeanzeigen. Nachdrucke, auch auszugsweise
nur mit schriftlicher Genehmigung
des Verlages u. mit Quellenangabe.
Beiträge, die mit dem Namen des Autors
versehen sind, geben nicht unbedingt die
Meinung der Redaktion wieder. Zitate
aus Publikationen dienen der Information
der Leser, ohne dass sich die Redaktion
mit dem Inhalt der wiedergegebenen
Meinung identifiziert. Für unverlangt
eingesandte Fotos und Manuskripte wird
keine Gewähr übernommen.
(2000 Haushalte
in Bensheim)
Redaktion und Anzeigenannahme:
Telefon: 0 62 57 / 90 31 54 oder redaktion@melibokus-rundblick.de
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
3
Früher war mehr Lametta
Wera Kupser zeigt im Bickenbacher Museum ihre beeindruckende Sammlung von historischem Weihnachtsschmuck
Mehrere hundert weihnachtliche Figuren und vielfältigen Weihnachtsschmuck von 1880 bis heute zeigt Wera Kupser aus ihrer Sammlung noch
bis zum 1. Februar in der Sonderausstellung „Alles nur Kugeln oder was ? – Christbaumschmuck im Wandel der Zeit“. Foto: Stefan Oelsner
BICKENBACH (tt), Beim Thema
Christbaumschmuck denkt man
fast unweigerlich an das berühmte
Loriot-Zitat: „Früher war mehr
Lametta!“ Doch handelsübliche
Stanniolstreifen sind viel zu banal,
als dass sie in der Kollektion von
Wera Kupser eine tragende Rolle
spielen würden. Sie kommen aber
vor. Denn mit ihrem reichen Fundus
will die Sammlerin aus Vallendar bei
Koblenz die Entwicklung des saisonalen
Baumbehangs im Wandel der
Zeiten dokumentieren und Traditionen
für die Zukunft bewahren.
Die aktuelle Sonderausstellung im
Bickenbacher Museum läuft bis
1. Februar und damit bis weit über
die Weihnachtszeit hinaus. Man
kann sich im Kolbschen Haus also
noch lange nach dem Fest in Stimmung
bringen.
Die erste Vorsitzende Margit Franz
freute sich bei der Vernissage, mit
Wera Kupser eine von wenigen
Expertinnen in diesem Spezialbereich,
ausstellen zu dürfen. An
zwei Wochenenden im November
wurde die Präsentation mit großem
Aufwand vorbereitet. Etliche
Vitrinen wurden bestückt und mit
Texterläuterungen versehen. Darunter
auch eine mit Baumschmuck
aus Folie und Stanniol, wie er in
den 1970er Jahren immer mehr
in Mode kam. Doch die Kunststoff-Ära,
die bis heute andauert,
ist für die Sammlerin nur eine
archivarische Fußnote, die zu einer
ganzheitlichen Collage dazugehört.
Am meisten liebt Wera Kupser ihre
Exponate aus feinstem geblasenem
Glas oder edlen Metallen. Kleine,
filigran gearbeitete Kunstwerke
aus den für Insider namhaften
Manufakturen Europas.
Zum Beispiel die Gablonzer Hohlglasperlen,
die in einer Firma in der
Tschechischen Republik noch heute
hergestellt werden. Die Herstellung
von Christbaumschmuck hat in
Poniklá mehr als einhundertjährige
Tradition. Ursprünglich stellte man
aus den Glasperlen lediglich Bijouterie
her, ab Ende des 19. Jahrhunderts
begannen die Glasmacher dann
damit, sie auf Draht aufzufädeln und
aus ihnen Miniaturnachbildungen
von Gegenständen zu fertigen: darunter
Flugzeuge, Lokomotiven, Kinderkutschen
und Sternchen. Die
gesamte Fertigung vom Blasen der
Glasperlen in Formen, das Versilbern,
Färben, Schneiden sowie die
Montage erfolgt bis heute in purer
Handarbeit. 2020 wurde die Herstellung
von Weihnachtsschmuck
aus Glasperlen in die Liste für
immaterielles Weltkulturerbe der
UNESCO aufgenommen. Gleich daneben
erkennt man Schmuckstücke
aus Watte und Pappe, aus denen
Figürchen oder Kugeln geformt und
mit Glimmer bestreut wurden, was
sie zu einer funkelnden und zudem
preisgünstigen Baumdekoration
macht. Aus Dresden kommen mit die
schönsten dieser Miniaturen, die auch
fast 100 Jahre nach ihrer Fertigung
nichts von ihrem Charme und ihrem
ästhetischen Reiz verloren haben.
Sehenswert sind auch die Repliken
von Christbaumschmuck aus dem
Viktorianischen Zeitalter, der wegen
seiner Formenvielfalt und feinen
Fertigung bekannt ist. Noch heute
werden Nachbildungen und Inter-
pretationen in einer Manufaktur in
Thüringen hergestellt. Wera Kupser
kennt die meisten von ihnen persönlich.
„Ich bin meistens vor Ort“,
sagt sie in Bickenbach und zeigt
Motive aus Blei, wie sie Anfang
des 20. Jahrhunderts in Mode
kamen. An Heiligabend wurden
die flachen Objekte an den Baum
gehängt, an Silvester wurden sie
eingeschmolzen, um beim gemeinsamen
Bleigießen – wie heute noch
– sein persönliches „Schicksal“ im
neuen Jahr zu erfahren. Daraus entwickelten
sich später auch wunderschön
gestaltete dreidimensionale
Schmuckstücke aus Zinn, die unter
anderem aus einer Gießerei am Ammersee
kommen: edel, matt und mit
filigranen Motiven versehen.
In Bickenbach zeigt die Sammlerin
rund zwei Drittel ihrer Kollektion.
Wera Kupser pflegt ihre Leidenschaft
seit über 40 Jahren. „Als ich
acht war, hat mir meine Großmutter
einen kleinen Weihnachtsbaum
samt Schmuck geschenkt.“ Seither
liebt sie die dekorative Vielfalt, die
sie gern in einem zeitgeschichtlichen
und stilistischen Kontext interessierten
Menschen präsentiert.
Darunter auch das Retro-Glaskunst-Design
von Veit Hartleb. Ende
der 1980iger Jahre spezialisierte
er sich als Kunstglasbläser. 2005
machte er sich selbstständig als
Christbaumschmuck-Glasbläser, ein
Beruf, in den nun all sein Können in
sehr speziellen Formen zusammenfließt
und einen ganz eignen Stil
definiert. Berühmt ist Hartleb vor
allem für seine magischen Pilze, die
scheinbar einer surrealen Traumwelt
entstammen. Zu den Lieblingen der
Besitzerin gehören aber auch die
zarten Kunstwerke aus Fadenglas
und die magischen Reflexkugeln,
die sie schon als Kind fasziniert
hatten. Diese sogenannten „Täuscherle“
vereinen Dekorationssteine
im Kern mit einem Spiegelreflex
in der inneren Hülle, was reizvolle
Effekten am erleuchteten Christbaum
erzeugt und für einen edlen,
luxuriösen Touch sorgt.
„Diese Ausstellung passt hervorragend
in die Zeit“, so Bürgermeister
Markus Hennemann bei der Vernissage.
Der Arbeitskreis Kultur, dessen
Vorsitz er innehat, präsentiert dieses
Jahr unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen
Zeiten erstmals die
„Bickenbacher Advenstssterne“, Die
Sonderausstellung ist in diese kleine
Veranstaltungsreihe eingebunden.
Rauhnachtführungen in Zwingenberg
ZWINGENBERG (meli), Ab dem 26.
Dezember 2025 gibt es täglich bis
zum 5. Januar 2026 die beliebten
Rauhnachtführungen. Beginn jeweils
16.00 Uhr; mit folgender
Ausnahme: Am 31.12. findet keine
Führung statt. Für die Führungen
liegen dem Verein schon einige Anmeldungen
vor. Der Treffpunkt für
alle Führungen ist das Museum in
der Scheuergasse. Die Führungen
sind kostenfrei. Der Geschichtsverein
freut sich aber über eine Spende. Um
eine Anmeldung wird gebeten unter
der Email: stadtfuehrungen@
geschichtsverein-zwingenberg.de
oder per Telefon: 06251/8482594.
Für Veranstaltungen oder private
Feiern können Stadtführungen
unter der gleichen Email oder telefonisch
angefragt werden.
Nähere Beschreibungen zu den
Führungsangeboten findet man auf
der Homepage https://geschichtsverein-zwingenberg.de/stadtrundgaenge/.
Kreis Bergstraße bietet neue Kulturportale:
Künstlerdatenbank und Kulturtipps auf
www.kreis-bergstrasse.de
Kulturschaffende können sich und ihre Veranstaltungen
ab sofort online registrieren lassen
KREIS BERGSTRASSE (meli), Wo
finden Konzerte statt, welche Theatergruppen
treten auf und welche
Künstlerinnen und Künstler gibt es
hier vor Ort? Wer macht eigentlich
was in der Kulturszene unserer Region?
Der Kreis Bergstraße möchte
genau diese Fragen künftig auf
einem neuen digitalen Kulturportal
beantworten – übersichtlich,
gebündelt und für alle zugänglich.
Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt im
Kreis sichtbar zu machen – sowohl
für interessierte Bürgerinnen und
Bürger als auch für Kunst- und
Kulturschaffende selbst.
Ab sofort haben deshalb Kunstund
Kulturschaffende aller Art die
Möglichkeit, sich über die Künstlerdatenbank
auf der Webseite des
Kreises per Formular zu registrieren.
Nach einer kurzen Prüfung durch
die zuständige Stelle werden die
Einträge auf der Webseite veröffentlicht.
So entsteht eine digitale Übersicht
über das kulturelle Angebot im
Kreis Bergstraße – ein Verzeichnis,
das auch Veranstalter, Publikum,
Interessierte, Vereine und Initiativen
zusammenbringen soll. Bereits seit
einigen Wochen veröffentlicht der
Kreis auf seinen Social-Media-Kanälen
zudem regelmäßig Kulturtipps
aus der Region. Die positive
Resonanz war so groß, dass diese
Idee nun erweitert wurde: Auch
Kulturtipps können künftig direkt
über ein Online-Formular auf der
Homepage des Kreises eingereicht
werden. Die beliebtesten Tipps erscheinen
weiterhin auf den Social-
Media-Plattformen des Kreises.
Das neue Angebot richtet sich ausdrücklich
an alle, die in der Region
kulturell tätig sind – vom Tanz, über
Musik und Theater bis Malerei und
Bildhauerei, von Hobbydarbietungen
bis zum professionellen Auftritt. Alle
Kulturschaffenden aus dem Kreis sind
herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Über den
Link www.kreis-bergstrasse.de/kuenstlerdatenbank
gelangt man zur
Künstlerdatenbank. Die Kulturtipps
können hier einsehen beziehungsweise
eintragen: www.kreis-bergstrasse.de/kulturtipps.
Eure Stimme zählt! Umfrage für alle Jugendlichen in
Zwingenberg
Standort für mobilen Jugendtreffwagen in Zwingenberg gesucht
ZWINGENBERG (meli), Die Stadt
Zwingenberg plant einen neuen
Treffpunkt für Jugendliche: Einen
mobilen Jugendtreffwagen, der als
Ort zum Treffen, Austausch und zur
Freizeitgestaltung dienen soll. Ziel ist
es, jungen Menschen eine zentrale
Anlaufstelle zu bieten, die flexibel vor
Ort genutzt werden kann.
Zur Auswahl stehen zwei mögliche
Standorte:
- der südliche Stadtpark, zentral
gelegen und gut erreichbar,
- sowie die Fläche an der Dirt-Bike-
Anlage, mit der Möglichkeit für eine
Erweiterung durch Outdoor-Sportgeräte
und eine Grillhütte.
Um die bestmögliche Nutzung zu
gewährleisten, führt die Stadt eine
Umfrage durch. Die Ergebnisse fließen
direkt in die Entscheidungsfindung
ein. Die Teilnahme dauert nur
wenige Minuten und Eltern sowie
Erziehungsberechtigte sind ebenso
eingeladen, sich zu beteiligen unter
(https://zwingenberg.de/de/aktu-
elles/meldungen/beteiligungsportal-
Jugendtreff.php). Bewertungsbögen
im Bürgerbüro liegen auch bereit;
eine Abgabebox steht dort zur
Verfügung. „Eure Meinung ist uns
wichtig – sie trägt dazu bei, dass der
Jugendtreffwagen dort steht, wo er
am meisten genutzt und geschätzt
wird“, betont die Stadtverwaltung.
Die Ergebnisse der Befragung
sollen zeitnah ausgewertet und
in den weiteren Planungsprozess
einfließen. Für Rückfragen stehen
das Bürgerbüro und das Team der
Stadtverwaltung zur Verfügung.
Die Stadt bittet alle Jugendlichen
um rege Beteiligung.
Marie Wowes zu Gast in der
Jugenheimer Buchhandlung Zabel
Ende November stellte die Buchhandlung Zabel die erste New-
Adult-Romance „Anatomy of a Broken Heart“ der in Jugenheim
aufgewachsenen Buchhändlerin Marie Wowes vor. Foto: meli
4
Danke!
Auch 2026 sind wir wieder
für Sie da mit Top-Beratung,
Service & Kundendienst!
Unser Team dankt für die gute Zusammenarbeit, wünscht
besinnliche Weihnachten und ein zufriedenes neues Jahr.
Gesunde Hunde statt Modehunde: Wenn Zucht krank macht
DARMSTADT-DIEBURG (meli),
Immer mehr Hunde leiden unter
zuchtbedingten Defekten, die ihr
Leben stark beeinträchtigen. Zu
den häufigsten Problemen gehören
Atemnot, Augenprobleme, Hautund
Haarveränderungen, Schäden
der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates,
neurologische
Störungen sowie Taubheit.
Halterinnen und Halter werden von
den gesundheitlichen Einschränkungen
und Folgekosten ihrer
Tiere oft unvorbereitet getroffen.
„Viele Hunde mit sogenannten
Defekt- oder Qualzuchtmerkmalen
sind behandlungsbedürftig, mit
enormen Kosten und großem Leid
für Tier und Halter“, betont Vize-
Landrat Lutz Köhler.
Das Tierschutzgesetz verbietet
zwar gemäß §11b das Züchten
von Wirbeltieren, wenn bei den
Nachkommen mit Leiden verbundene
erblich bedingte Verhal-
tensstörungen auftreten oder die
Haltung nur unter Schmerzen oder
Leiden möglich ist. Bis heute fehlt
Veterinäramt seit 11. Dezember in
Kranichstein
DARMSTADT-DIEBURG (meli),
Das Veterinäramt des Landkreises
Darmstadt-Dieburg zog am Donnerstag,
11. Dezember, in seine
neuen Räume in Trakt eins, 1.
Obergeschoss, auf dem Gelände des
Landratsamts in der Jägertorstraße
207 in Kranichstein ein. Der bisherige
Standort in der Rheinstraße 67
wird aufgegeben.
Die Leiterin des Veterinäramtes,
Regine Röhrig, weist darauf hin,
dass es bereits eine Reihe von
Online-Services gibt, die unter
Online-Services: Landkreis Darmstadt
Dieburg - Kreisverwaltung
zu finden sind. Für die ASP sind die
Online-Möglichkeiten unter www.
ladadi.de/asp zu finden.
Kunden wie etwa Jäger und Landwirte,
die Blutproben von Wildschweinen
und Schweinen wegen
der Afrikanischen Schweinepest
vorbeibringen, werden gebeten,
sich an der Servicetheke am Haupteingang
zu melden. Die Mitarbeiter
dort zeigen dann den Weg zum
Veterinäramt. Im 1. Obergeschoss
von Trakt eins wird es dann eine
Empfangstheke für den Kundenverkehr
geben. Eine Tischgruppe
für Kunden, die warten müssen
oder wollen, wird es ebenfalls geben.
Besucher müssen im 1. Stock
nochmal klingeln, bevor sie ins
Veterinäramt eintreten können.
Auf demselben Stockwerk ist auch
der Fachbereich Landwirtschaft und
Umwelt untergebracht.
Besucher können auf dem Gelände
des Landkreises für 90 Minuten
mit Parkscheibe parken. Sollte der
Besuch absehbar länger dauern,
kann an der Servicetheke am
Haupteingang eine entsprechende
DARMSTADT (meli), Ein Haustier
steht bei vielen Kindern oft
ganz oben auf dem Weihnachtswunschzettel:
Doch ein Tier ist
kein gewöhnliches Geschenk. Wer
sich dafür entscheidet, übernimmt
Verantwortung für ein fühlendes
Lebewesen. Neben den klassischen
Haustieren wie Hund, Katze oder
Kaninchen wünschen sie sich immer
häufiger exotische Tiere wie
Schildkröten, Papageien, Chamäleons
oder Schlangen. Doch das
Regierungspräsidium (RP) Darmstadt
rät dringend davon ab, Tiere
unüberlegt oder spontan - etwa
als Weihnachtsüberraschung – zu
kaufen.
Die Fachleute des RP betonen:
Ein Tier sollte man nur dann anschaffen,
wenn seine artgerechte
Haltung langfristig gesichert ist und
die Halterinnen und Halter sich der
Verpflichtung bewusst sind. Spontane
Entscheidungen führen häufig
dazu, dass die Freude über das neue
Familienmitglied schnell verfliegt.
schutz in Baden-Württemberg
die Aufklärungskampagne „Frei
Schnauze – Erkenne Qualzucht“
Der „Teacup-Hund“ – eine Erfindung des Menschen. Für die Teacup-Züchtungen
werden die kleinsten und schwächsten Tiere eines Wurfes dieser
Rassen ausgewählt und gezielt miteinander verpaart. Die aus dieser Paarung
resultierenden Nachkommen sind in Folge besonders klein und wiegen weniger
als ihre „Original“-Vorfahren.
Foto: shutterstock
Bescheinigung für das Auto ausgedruckt
werden.
Der Erste Kreisbeigeordnete und
Vize-Landrat Lutz Köhler sieht für
die Kunden des Veterinäramtes
Vorteile im neuen Standort: „Zum
einen haben wir nun Parkmöglichkeiten
für die Besucher“, sagt er,
„zum anderen verspreche ich mir
durch die Nähe zum Fachbereich
Landwirtschaft und Umwelt Synergien,
um noch effizienter für
die Menschen da zu sein.“
BICKENBACH (meli), Die Gemeinde Bickenbach
startet gemeinsam mit HessenForst ein
kleines, aber wirkungsvolles Pilotprojekt zur
Holzwerbung mit Rückepferden. Auf einer
vier Hektar großen Fläche im Gemeindewald
wird erstmals bewusst auf Pferderückung
gesetzt. Ziel des Projekts ist es, Boden,
Jungwuchs und sensible Bereiche besser
zu schützen als bei maschineller Holzernte.
Pferde verursachen kaum Bodenverdichtung,
benötigen keine breiten Rückegassen
und arbeiten besonders leise – ideal für die
vielfältigen Nutzungen und den hohen Erholungswert
des Bickenbacher Waldes.
Der 8-jährige Wallach ist ein Süddeutsches
Kaltblut und kommt mit den schmalen
Pflanzreihen gut zurecht.
Die ca. 4-Hektar-Fläche in der Wiederaufforstung
am Erlensee soll zeigen, welche
ökologischen und praktischen Vorteile die
Pferderückung bietet und ob diese Arbeitsweise
künftig auch in anderen Bereichen des
141 Hektar großen Gemeindewaldes sinnvoll
eingesetzt werden kann.
Mit dem Projekt setzt Bickenbach mit Hessen-Forst
ein sichtbares Zeichen für naturnahe
und nachhaltige Waldpflege.
jedoch eine konkrete Benennung
dieser Merkmale, so dass seitens
der Landesbeauftragten für Tiererfolgte.
Denn es gibt immer wieder
Zuchttrends, die nicht auf Gesundheit
und Wohlbefinden der Tiere achten,
übernimmt Verantwortung für
Jahrzehnte. Oft auch dann noch,
wenn die Kinder längst aus dem
Haus sind. Außerdem sollte man
die Tierarztkosten nicht unterschätzen.
Die Artenschützerinnen und Artenschützer
des RP erinnern zudem daran,
dass viele Tierarten melde- oder
nachweispflichtig sind. Zahlreiche
exotische und geschützte Tiere
fallen unter die Bestimmungen des
Bundesnaturschutzgesetzes und
der Bundesartenschutzverordnung.
Diese schreiben Nachweis-, Mel-
sondern ein außergewöhnliches
Aussehen in den Vordergrund
stellen. Zu den problematischen
Merkmalen zählen die Kurz- und
Rundköpfigkeit bestimmter Rassen,
übergroße und besonders schwere
Hunde (Riesenwuchs), besonders
kleinwüchsige Tiere (zum Beispiel
Teacup-Hunde), Schwanzlosigkeit,
Beschwerden des Bewegungsapparates
durch Kurzbeinigkeit,
Wirbelsäulendeformationen und
stark überwinkelte Gliedmaßen
sowie Veränderungen der Haut in
Verbindung mit Pigmentierungsstörungen.
Bestimmte Trend-
Fellfarben wie Albinismus, Weißköpfigkeit,
Merle-Färbung oder
die Aufhellung der Farbintensität
von Haaren können zu schweren
Augen-, Ohren- oder Hauterkrankungen
führen.
Kreistierschutzbeauftragte Christa
Wilczek appelliert deshalb an alle
zukünftigen Hundehalterinnen
Projekt „Pferderückung im Bickenbacher Gemeindewald“
und Hundehalter: „Wer einen Hund
aufnehmen möchte, sollte sich über
Qualzuchtmerkmale informieren.
Jede Entscheidung für Gesundheit
statt Optik ist eine Entscheidung
für das Wohl des Tieres und schützt
vor großem Leid.“
Ein ausführliches fachliches Merkblatt
zu Qualzucht und Erbkrankheiten
bei Heimtieren mit dem
Schwerpunkt Hunde, ist auf der
Homepage der Kreistierschutzbeauftragten
unter https://www.
ladadi.de/verkehr-verbraucherschutz-sicherheit/kreistierschutzbeauftragte.html.
eingestellt.
Ebenso sind dort ein Aufklärungsfilm
zur Qualzucht und diverses
Informationsmaterial der Aufklärungskampagne
zu finden. Im
Foyer der Kreisverwaltung ist ein
Poster zu diesem Thema aufgehängt
und diversen Informationen
liegen als Flyer in Papierform zum
Mitnehmen und Weitergeben aus.
Im Wiederaufforstungsgebiet am Erlensee zeigt der achtjährige Süddeutsche Kaltblutwallach,
wie präzise und bodenschonend Pferde im Wald arbeiten können. Sein Einsatz ist Teil
des gemeinsamen Pilotprojekts der Gemeinde Bickenbach und HessenForst, das die Vorteile
der Pferderückung für Boden, Jungwuchs und Natur erlebbar macht.
Foto: meli
Weihnachten: RP Darmstadt mahnt zur Vorsicht bei Tiergeschenken
Nicht selten werden Tiere später
ausgesetzt oder abgegeben, weil
sie zu viel Aufwand oder Kosten
verursachen.
„Ein Tier ist kein Weihnachtsgeschenk,
sondern eine langfristige
Verantwortung. Wer ein Lebewesen
aufnimmt, schenkt nicht nur
Freude, sondern verpflichtet sich
zu Fürsorge, Wissen und Respekt“,
betont Artenschutz-Expertin Nicole
Gorka. „Besonders bei exotischen
Arten gilt: Ihre artgerechte Haltung
erfordert Zeit, Fachwissen und oft
hohe Kosten. Wer sie anschafft,
muss sich dieser Verantwortung
vollständig bewusst sein.“
Auch die gestiegenen Energiepreise
spielen dabei eine Rolle.
Viele exotische Arten benötigen
dauerhaft höhere Temperaturen,
die mit spezieller Technik erzeugt
werden müssen, das kann teuer
werden. Hinzu kommt, dass einige
Tiere - beispielsweise Schildkröten
- ein sehr hohes Lebensalter erreichen.
Wer sich für sie entscheidet,
Sauberes Trinkwasser: Was können Tierhalter dazu
beitragen?
DARMSTADT-DIEBURG (meli),
Die Kampagne „Reines Ried“ läuft
seit 2023 und befindet sich nun
in der zweiten Phase bis 2026. Mit
den Modellkommunen Mörfelden-
Walldorf und Darmstadt geht es
darum, den Eintrag von sogenannten
Spurenstoffen, zu denen auch
Arzneimittelrückstände gehören,
in das bedeutende Grundwasserreservoir
zu verringern. Über das
Abwasser und trotz Kläranlagen
können diese in die Umwelt ge-
langen. Kreistierschutzbeauftragte
Dr. Christa Wilczek weist darauf
hin, dass auch Rückstände von
Tierarzneien, wie auch die von
Medikamenten für Menschen, nicht
im Waschbecken oder der Toilette
entsorgt werden. Das Einsammeln
der Hinterlassenschaften in Hundekotbeuteln
und Entsorgung über
den Restmüll kann ebenfalls zu einer
Verringerung von Einträgen in die
Umwelt beitragen und reduziert
zudem das Infektionsrisiko. Auch
de- und Kennzeichnungspflichten
vor, um den legalen Handel zu
sichern und den Schutz gefährdeter
Arten zu gewährleisten. Gemeinsam
mit den Veterinärbehörden
überwacht das RP die Einhaltung
dieser Vorschriften und achtet auf
artgerechte Haltungsbedingungen.
Besonders wichtig ist: In Hessen ist
die Haltung gefährlicher Tiere wie
bestimmter Schlangen, Skorpione,
Krokodile, Spinnen oder Großkatzen
verboten.
Die Anschaffung eines Haustiers
sollte daher gut überlegt sein. Wer
mit dem Gedanken spielt, ein Tier
ins Haus zu holen, sollte folgende
Punkte bedenken:
• Realistisch prüfen: Habe ich genug
Zeit, Platz und Geld, um ein Tier
dauerhaft zu halten?
• Gespräch mit den Kindern: Wenn
sich Kinder ein Tier wünschen, sollte
die Entscheidung gemeinsam und
nicht spontan fallen.
Vorab informieren:
• Handelt es sich um ein geschütztes
Katzenstreu sollte grundsätzlich
über den Restmüll entsorgt werden.
Bei äußerlich aufgetragenen Flohund
Zeckenmitteln ist oftmals ein
zeitlicher Abstand vor sehr engem
Tierkontakt sowie vor dem Baden
und Waschen des Tieres einzuhalten.
Ebenso sollten Halsbänder vor dem
Baden und Waschen des Tieres abgenommen
werden, um zu vermeiden,
dass unerwünschte Inhaltsstoffe ins
Wasser gelangen. Mehr Infos unter
www.reines-ried.de.
oder gefährliches Tier?
• Die private Haltung gefährlicher
Arten ist in Hessen verboten.
• Für viele geschützte Arten sind EU-
Bescheinigungen erforderlich; bei
europäischen Landschildkröten muss
zusätzlich eine Fotodokumentation
fortgeführt werden.
• Seriöse Quellen wählen: Kaufen Sie
Tiere ausschließlich bei anerkannten
Züchterinnen, Züchtern oder im seriösen
Zoofachhandel. Dort erhalten
Sie nicht nur die nötigen Unterlagen,
sondern auch fachkundige Beratung
zur Haltung und Pflege.
• Papiere sofort verlangen: Werden
die erforderlichen Bescheinigungen
nicht direkt beim Kauf ausgehändigt,
sollten Sie vom Erwerb absehen.
• Vorsicht beim Onlinekauf: vom
Kauf über das Internet ohne persönliche
Übergabe und ohne Papiere
wird dringend abgeraten.
Weitere Infos: https://rp-darmstadt.
hessen.de/umwelt-und-energie/naturschutz/artenschutz-biologischevielfalt
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
5
„Full House“ beim Markttag der Alsbacher Melibokusschule
Vorweihnachtliche Stimmung beim glitzernden Basar
ALSBACH-HÄHNLEIN (tt), Auch
in diesem Jahr fand in der Melibokusschule
in Alsbach wieder der
beliebte Markttag statt. Zahlreiche
Gäste kamen am Freitag vor dem
Ersten Advent in die kooperative
Gesamtschule, um die vorweihnachtliche
Stimmung zu genießen.
Ein großes Stöbern und Entdecken
unter dem Motto „Zauberhafte Dinge
und mehr“, das von Schülerinnen
und Schülern aller Altersklassen
gestaltet worden war. Eine Collage
aus selbst gebastelter Weihnachtsdeko,
festlichen Adventskränzen
und vielem mehr.
Ihren Status als Geheimtipp hat
die Veranstaltung längst verloren.
Die Flure waren voll. An mehr als
40 Ständen drängten sich Besucher
vor filigran gefalteten Weihnachtssternen,
kunstvoll bemalten
Weihnachtskarten, Kerzen und
Teelichtern sowie selbstgemachten
Marmeladen, Plätzchen und Schokoladencrossies.
Auch das Jahrbuch
dürfte bald unter manchem Christbaum
liegen. Aufmerksamkeit genoss
auch das Team der Schülerzeitung
„Hokuspokus-Melibokus“. Sie
Am Stand von Maya, Sophie und Mila wurden selbstgemachte Plätzchen und zahlreiche weihnachtliche Leckereien
angeboten, darunter „Rentier-Nasen“, süße Naschtüten und ein köstlicher Weihnachtspunsch.
entstand vor sechs Jahren durch die
Initiative einiger Schülerinnen und
Schüler. Die Mitglieder der Redaktion
wollen drei Mal im Jahr wichtige
und persönliche Themen, die sie
beschäftigen, bekannt machen und
den Anstoß geben, diese öffentlich
diskutieren, so die Akteure vor Ort.
Beim hessischen Schülerzeitungswettbewerb
im vergangenen Jahr
wurden die Macher mit einem 2.
Platz in der Kategorie der Real- und
Gesamtschulen ausgezeichnet.
Das Erfolgsrezept des Marktes ist
seine glitzernde Vielfalt. Schüler
verkauften Weihnachtskakao in
einer schmucken Tüte, individuelle
Keksmischungen, Armbänder aus
Holzperlen und Adventskalender
für beinahe jeden Geschmack.
Das Team vom MINT-Wahlpflichtunterricht
hatte selbstgemachte
Traubenseife und „Meli-Bellos“ für
sensible und winterlich geschützte
Lippen im Angebot. Außerdem
lockte ein umfangreicher Bücherflohmarkt
und eine große Tombola,
die von vielen Besuchern als Höhepunkt
des Markttages bezeichnet
wurde.
Aber auch kulinarisch hatten die
Gäste die Qual der Wahl: schon am
Eingang knallte frisches Popcorn,
drinnen gab es Waffeln, Muffins
und Brownies sowie herzhafte Gerichte
wie Chili sin Carne, das eine
neunte Klasse zubereitet hatte. An
einer internationalen Theke konnte
man wählen aus Baklava (Türkei),
Samosa (Indien) oder Kuku nach
persischem Rezept. Die ganze Welt
zum Anbeißen inmitten einer zwar
quirligen, aber doch auch adventlich
strahlenden Atmosphäre.
Und auch die Kassen klingelten
dazu feierlich: die Erlöse kommen
dem Förderverein zugute, der im
letzten Jahr unter anderem neue
Tischtennisplatten angeschafft
hatte. Das Einkommen bleibt also
im Haus. Bessere Investitionen gibt
es nicht.
team:unity
Immobilienwertermittlung nach ImmoWertV2021
Auch Finn, Flavio, Jonah und Matti (v. l.) aus der 7cG wünschten den Besuchern des Markttages der Alsbacher
Melibokusschule ein „Frohes Fest“ an ihrem festlich geschmückten „Santa-Stop“.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9H PUSCH, hier vertreten
durch Makka, hatten für den Markttag mit viel Kreativität große und
kleine Weihnachtssterne sowie Mäppchen und Geschenkttaschen
gebastelt.
Fotos: Stefan Oelsner
Jetzt bewerben – Kultursommer
Südhessen 2026
Bewerbungsfrist noch bis 25. Januar 2026
Agnieszka Krämer
Bergstraße 4
64342 Seeheim-
Jugenheim
Tel. 0176 / 83492915
www.unitymakler.de
Oliver Eßinger
Rheinstr. 18
64319 Pfungstadt
Tel. 0177 / 7539539
Sichtlichen Spaß bereitet der Markttag den Schülerinnen und Schülern, die in liebevoller Handarbeit, auch
in Zusammenarbeit mit ihren Eltern, weihnachtlichen Schmuck und viele Geschenkideen zu ihrem Markttag
mitgebracht hatten, wie hier Wachsarbeiten und Kerzen in bunten Farben am Stand der Klasse 6bG.
DARMSTADT (meli), Das Online-
Bewerbungsportal für den 33.
Kultursommer Südhessen ist ab
sofort geöffnet. Bis zum 25. Januar
2026 können Veranstalter und
Institutionen aus ganz Südhessen
ihre Projekte für eine finanzielle
oder werbliche Förderung einreichen.
Der Kultursommer fördert kulturelle
Formate aus allen Bereichen
wie Musik, Theater, Kleinkunst,
Literatur, Bildender Kunst sowie
interdisziplinären Projekten. Besonders
willkommen sind Vorhaben,
die Kinder und Jugendliche
einbeziehen, Teilhabe ermöglichen
oder inklusive und integrative
Ansätze verfolgen.
Parallel startet auch die Bewerbung
für die Tage der Offenen
Ateliers, die 2026 am 26. und
27. September stattfinden und
erneut den Abschluss des Kultursommers
bilden. Teilnehmen können
Kunstschaffende, Ateliergemeinschaften
und Kunstorte aller
sechs Gebietskörperschaften.
Der Kultursommer Südhessen
2026 findet vom 1. Juni bis 27.
September 2026 statt und umfasst
Veranstaltungen im Kreis
Bergstraße, Kreis Groß-Gerau,
Kreis Offenbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg,
Odenwaldkreis
und in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt.
Landrat Klaus Peter Schellhaas,
Vorsitzender des Kultursommer
Südhessen e. V., betont: „Wir freuen
uns auf kreative Ideen, starke
Kulturprojekte und zahlreiche
offene Ateliers, die die Vielfalt
Südhessens sichtbar machen.“
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich
über das Online-Portal des
Kultursommers.
Alle Informationen, Förderrichtlinien
und Zugang zum Portal
finden Sie unter: www.kultursommer-suedhessen.de.
6
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Das Hollywort
von Klaus Holdefehr
„Schau mal, das ist ein Weihnachtswichtel.“
Gabi, Heidelore
und Susanne sind auf
einen Kaffee zu ihrer Freundin
Gundula gekommen, und
die zeigt ihnen eine trollige
Figur, die sie im saisonalen
Angebot eines großen Vermöblers
aus Schweden gefunden
hat. Dort hört sie auf
den Namen „Vinterfint“, und
das umschreibt alles, was
„schön winterlich“ ist. Da ist
der Weihnachtsmann nicht
weit und eine gewisse Verwandtschaft
ist auch nicht
zu übersehen.
Die vier Freundinnen, allesamt
in einem Alter, in dem
die Kinder aus dem Haus, aber
noch keine Enkel in Sicht sind,
stimmen sich auf das Fest der
Feste ein. Früher ging es dabei
anders zu. Was schenke ich
einer 15-Jährigen? Kann ich
meinen Sohn noch mit einem
Buch von Stephen King auf
eine fantastische Lesereise
schicken? Und immer wieder
ein Rasierwasser für Bernd,
meinen Mann?
Das Überlegungen enden in
einem gemeinsamen Seufzer.
Ist ja alles nicht so einfach
mit Weihnachten. Vor allem
dann, wenn ein Stadium erreicht
ist, in dem eigentlich
jeder schon alles hat. Und die
Alternative, sich nichts mehr
zu schenken, auch nicht
funktioniert, weil irgendein
Saboteur dann doch noch ein
kleines Päckchen hinter dem
Rücken vorzaubert und denjenigen
blöd aussehen lässt,
der sich an die Vereinbarung
gehalten hat.
„Aber da sind doch die Weihnachtswichtel“,
gibt Gundula
zu bedenken. „Ihr könnt im
Wohnzimmer eine kleine,
schön dekorierte Tür aufstellen,
und die Wichtel für
die Weihnachtszeit bei euch
einziehen lassen.“ „Kann man
die Tür aufmachen?“, will
Gabi wissen. „Ja.“ „Und was
seh ich dahinter? Die Wohnzimmerwand?“
„Nein, da
gehört natürlich eine Wichtelwohnung
hin.“ „Und die
Möbel?“ „Gibt es im Set des
Möbelhauses mit dazu.“
Gabi, Heidelore und Susanne
überlegen, was das soll. Ob
damit Weihnachtsstimmung
aufkommt? Und wo sollen
der Weihnachtsmann, Knecht
Ruprecht und Rudolph unterkommen?
Ganz zu schweigen
vom Weihnachtsbaum, „der
Wichteleien
Wenn sich in die Dreifaltigkeit von
Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht und
Rudolph neue Algorithmen mischen
aber sowieso immer zu früh
zu nadeln anfängt“, wie Heidelore
einwirft.
Gundula stellt Weihnachtsplätzchen
auf den Tisch und
setzt ihren Wichtel mit dazu.
„Ja, das mit den Geschenken
ist ja tatsächlich so eine
Sache. Aber inzwischen gibt
es dafür auch eine Wichtel-
Alternative. Das Geschenkwichteln.
Dazu tun sich
Menschen zusammen, die
sich gut kennen – so wie wir.
Jeder schreibt seine Wünsche
auf einen Zettel, dann wird
ausgelost. Diejenige, die einen
bestimmten Wunschzettel
gezogen hat, beschenkt
ausschließlich dessen Autorin.
Das sorgt dafür, dass
die richtigen Geschenke bei
den Auserwählten ankommen
und die anderen keinen
Grund zum Neid haben, weil
sie von anderen auch genau
das Richtige bekommen.“
Das muss sich erst mal setzen.
Dann signalisieren die
drei Freundinnen von Gundula,
dass sie gern mal einen
Testlauf machen möchten.
Aber natürlich erst mal über
ihre Wunschzettel nachdenken
müssen.
„Kein Problem“, sagt Gundula
zu den Freundinnen. „Wir
müssen für die Auslosung
auch gar nicht mehr zusammenkommen,
obwohl ich
euch natürlich gern um mich
habe. Es gibt für das Auslosen
nämlich inzwischen Handy-Apps
wie Wichtelmania,
drawnames und den Wichtel-O-Mat.
Das macht alles
ziemlich einfach. Obwohl: Im
vergangenen Jahr hat meine
Cousine Petra das mal ausprobiert
und war am Ende so
durcheinander, dass sie ihrer
Freundin Claudia ausgerechnet
das Buch geschenkt hat,
das sie eigentlich selbst lesen
wollte. Jetzt überlegt sie, wie
sie es ohne viel Aufhebens
zurückbekommen kann.“
Aber wenn all genau das bekommen,
was sie wollen,
gibt es ja gar keine unerwünschten
Geschenke mehr,
die wir auf unserem Gräuelabend
nach Weihnachten
zum Tausch anbieten können“,
überlegt Gabi. „Das wär
doch sehr schade.“ „Ja, das
stimmt“, pflichtet ihr Gundula
bei. „Da muss wohl erst
eine App programmiert werden,
die auch Fehler für den
Gräuelabend macht.“
Angestrebte
Verjüngungskur
Gemeinsam unterwegs
– Odenwaldklub stärkt die
Familienarbeit
ODENWALD (meli), Der Odenwaldklub
e.V. (OWK) setzt verstärkt
auf Familienarbeit und baut seine
Angebote gezielt aus. Mit neuen
Formaten möchte der traditionsreiche
Wanderverein Familien für
die Freude an Natur, Bewegung
und Gemeinschaft begeistern – und
gleichzeitig die Zukunft des Vereins
sichern.
Im Mittelpunkt stehen familienfreundliche
Wanderungen, spannende
Naturerlebnisse und kreative
Mitmachaktionen, die generationenübergreifend
verbinden. Zahlreiche
Ortsgruppen haben inzwischen eigene
Familienbeauftragte, die vor Ort
Aktionen planen, koordinieren und
mit frischen Ideen die Vereinsarbeit
bereichern. „Familien sind die Zukunft
unseres Vereins“, betont OWK-
Vorsitzender Helmut Seitel. „Wir
möchten zeigen, dass Wandern nicht
altmodisch ist, sondern Menschen
aller Generationen verbindet.“ Ziel
ist es, jungen Familien den Zugang
zur Natur zu erleichtern und ihnen
zu zeigen, wie wertvoll gemeinsames
Erleben in der heutigen schnelllebigen
Zeit sein kann.
Mit seinem Engagement für Familien
beweist der Odenwaldklub,
dass Wandern weit mehr ist als
reine Bewegung: Es steht für gelebte
Gemeinschaft, Verantwortungsbewusstsein
und Naturverbundenheit.
Familienarbeit im OWK bedeutet,
gemeinsam draußen zu sein, Werte
weiterzugeben und Zukunft
zu gestalten. So macht sich der
Odenwaldklub auf den Weg, neue
Zielgruppen zu erreichen – und das
Wandern als zeitgemäßes, verbindendes
Erlebnis für die ganze Familie
neu zu entdecken.
Der Odenwaldklub (OWK) ist ein
traditionsreicher Wander- und
Heimatverein, der seit 1882 aktiv
ist. Er pflegt ein weitläufiges
Wegenetz im Odenwald, markiert
und unterhält Wanderwege und
engagiert sich stark im Natur- und
Landschaftsschutz. Neben dem
Wandern fördert der OWK regionale
Kultur, Brauchtum, Heimatkunde
und Gemeinschaftsaktivitäten in
zahlreichen Ortsgruppen. Ehrenamt
spielt eine zentrale Rolle, ebenso wie
die Ausbildung von Wanderführerinnen
und Wanderführern.
HÄHNLEIN (raha), Früher gab es
in Hähnlein sehr viele Gasthäuser.
Dokumentiert sind bis zu zehn Wirtschaften,
die gleichzeitig nebeneinander
existierten. Diese Zeiten sind
allerdings lange vorbei. Das
Restaurant „Dimitra“, ehemals
das Gasthaus „Zum
Waldblick“ ist mittlerweile
die letzte existierende
Gaststätte in Hähnlein. Da
kann man nur hoffen, dass
die „Dimi“ noch lange ihr
griechisches Restaurant
weiterführen kann.
Früher gab es „Wirtschaften“
im Ort wie Sand am
Meer! Fernsehen, Handy
und Internet waren noch
unbekannt. Die Rentner
saßen schon morgens in
der Wirtschaft und tranken
ihren „Halben“. Dazu lief die
Blasmusik aus dem „Plattenautomat“,
der Jukebox.
Das Ritual des „Halbentrinkens“
konnte sich durchaus mehrmals
am Tag wiederholen. Die Jüngeren
trafen dann nach Feierabend ein
und tranken ihr Bier. Nicht selten
kam es dabei zu Ehekrisen, weil
die „Lohntüte“ weitestgehend an
den Wirt übereignet wurde. Vielen
Wirten ging es daher finanzmäßig
St. Martinsfest der Kita Regenbogen begeisterte Groß und Klein
ALSBACH-HÄHNLEIN (dawo),
Am Freitag, den 14.11.2025 feierte
die Ev. Kita Regenbogen ihr
traditionelles St. Martinsfest – ein
besonderes Ereignis, das zahlreiche
Familien und Besucher auf den
Hähnleiner Marktplatz lockte.
Schon in den Wochen zuvor hatten
die Kinder mit viel Freude bunte
Laternen in der Kita gebastelt.
Am Vormittag fand zudem eine
kleine Andacht mit der Pfarrerin
Julia Fricke in den Räumen der Kita
statt, die die Kinder auf den Festtag
einstimmte.
Pünktlich um 17 Uhr versammelten
sich dann alle am Brunnen auf dem
Marktplatz. Die Kinder sangen das
Lied ,,Kommt wir wollen Laterne
laufen“ und trugen gemeinsam
ein Gedicht vor, wofür sie von den
vielen Zuschauern Beifall ernteten.
Anschließend verteilte der Elternbeirat
Brezeln – gespendet vom
HKV Hähnlein, bevor sich der Martinsumzug
in Bewegung setzte.
Angeführt wurde der Umzug von
einem St. Martin hoch zu Ross,
begleitet von der Freiwilligen Feuerwehr
Hähnlein und dem DRK
Bilder und Geschichten gesucht
Die Kinder der Kindertagesstätte „Regenbogen“ freuen sich gemeinsam mit ihrer Leiterin Stephanie Stahl-Rechel (mi.) auf ihren Martinsumzug,
der mit vielen bunten Laternen und kreativen Motiven glänzte. Hier sind alle beim Start auf dem Hähnleiner Marktplatz zu sehen.
Wer weiß was über alte Gaststätten in Hähnlein?
sehr gut und so mancher vergab
auch Kredite an seine durstige
Kundschaft. Einige Wirte waren
außerdem schillernde Persönlichkeiten
mit besonderem Einfluss
auf ihre Gäste. Auch politisch war
man seiner Wirtschaft zugetan. Die
Bauern gingen in die eine und die
Arbeiter in die andere Gaststätte.
Die Vereine hatten alle ihre „persönliche“
Kneipe und der jeweilige Wirt
war natürlich Mitglied bei seinen
Vereinen. Die ganz alten Gaststätten
im Ort kennt sicher niemand mehr,
Alsbach, die für Sicherheit sorgten.
Der Zug schlängelte sich stimmungsvoll
durch die Straßen bis
zum Sportplatz. Dort erwartete
die Besucherinnen und Besucher
da sie schon sehr lange geschlossen
haben. So gab es unter anderem
mal das „Schnokeloch“, und den
„Adler“ in der Georg-Fröba-Straße,
den „Rebstock“ in der Alsbacher
Straße, den Löwen in der Gernsheimer
Straße und die „Neue Welt“ an
der Ecke Gernsheimer/ Waldstraße
(heute Becks Holzstübchen) zu
finden. Ältere Mitbürger werden
sich bestimmt noch an die „Frische
Quelle (beim „Knoche“)“ an der
Ecke Carlo- Mierendorff/ Wilhelm-
Leuschner- Straße, das Gasthaus
warme Getränke wie Glühwein und
Kinderpunsch sowie Würstchen und
Pommes, liebevoll vom SKV Hähnlein
ausgerichtet. Ein rundum gelungener
Tag – getragen von vielen
Den Martinsumzug führte Jasmin Hunsrücker hoch zu Roß mit ihrem Pferd Buddy an.
„Zur Spitz“ (beim „Schlappe“) am
Beginn der Spießgasse, an die
„Krone (beim „Becht“)“ an der Ecke
Georg-Fröba- Straße und Gernsheimer
Straße, an das „Täubchen“ in
der Rodauer Straße, an
die „Kegelbahn“ in der
Waldstraße und an die
schönste Kneipe im
Ort, an das „Dorfglöckchen“
erinnern. Noch
nicht so lange her sind
die Schließungen des
„Rodackers“ (die „Thekla“),
des „Sportheims“
und der „Marktschänke“.
Aber es gab auch
illustre Gaststätten,
die öfters den Namen
wechselten: So wurde
aus dem einfachen
„Bistro“ erst „Alains
Bistro“, später die Pizzeria
„Mezza Luna“
dann auch mal kurzzeitig
das „Hennechen“, und zum
Schluss die „Osteria Abbruzese“.
Mittlerweile ist dort ein Steuerberater
eingezogen.
Immerhin gibt es von den neuen
Besitzern der ehemaligen Pfungstädter
Brauerei, den „Biermachern“,
Interesse am „Dorfglöckchen“. Für
manche Hähnleiner würde damit
helfenden Händen und bereichert
durch die große Beteiligung der
Gemeinschaft. Das Team der Ev. Kita
Regenbogen bedankt sich herzlich
für das gelungene Fest.
Fotos: S. Oelsner
ein Traum in Erfüllung gehen. Fragt
sich nur, ob der Besitzer und die
„Biermacher“ auf einen gemeinsamen
Nenner kommen. Schön
wär`s!
Um die Geschichte der Hähnleiner
Gasthäuser fundiert zu dokumentieren,
haben sich seit Sommer
Volker Werner, Klaus Gerhard,
Jürgen Flauaus und Ralf Habich
mittlerweile schon mehrmals getroffen,
um Infos, Hinweise und
Fotos über die Kneipen zu sichten.
Wenn man genug Material gesammelt
hat, will man eine Broschüre
über das Thema herausbringen.
Hierzu sucht man noch Anekdoten,
Geschichten und Fotos über den
Gaststättenbetrieb mit seinen vielfältigen
verschiedenen Wirtsleuten
und den Gästen. Wer hierzu etwas
beitragen kann, darf sich gerne mit
Volker Werner (Tel. 06257/9188412,
Mail: wernerv@posteo.de) in Verbindung
setzen.
In den 80er Jahren hatte der Arbeitskreis
Geschichte, aus dem der
Museumsverein hervorgegangen
ist, schon einmal eine Broschüre
über die alten Gasthäuser in
Hähnlein herausgebracht. Dieses
Heftchen möchte man als Grundlage
nehmen, mit Fotos und Infos
erweitern und dann neu auflegen.
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
7
Internationales Musikfeuerwerk begeisterte in Bensheim
Über 300 Musikerinnen und Musiker aus fünf Ländern verwandelten die Weststadthalle beim
sechsten Bickenbacher Tattoo in eine spektakuläre Show aus Klang, Kultur und Choreografie
Natürlich stand auch der Gastgeber der international besetzten Musikshow, das Musikcorps Bickenbach im Rampenlicht, das mit großer
Begeisterung an der Musik, Gemeinschaftssinn und authentischem Charme seinen Auftritt zu etwas ganz Besonderem machte.
BENSHEIM (fk), Als sich am Samstag
(29.11.) die Türen der Bensheimer
Weststadthalle öffneten, war
sofort spürbar, dass das sechste
Bickenbacher Tattoo mehr sein
würde als ein gewöhnlicher Konzertabend.
Über der Bühne wehten
die Fahnen aus fünf Ländern,
Musikerinnen und Musiker in Uniformen,
Trachten, Schottenröcken
und Federhüten füllten die Gänge,
und ein Stimmengewirr aus verschiedenen
Sprachen machte die
internationale Ausrichtung schon
vor Beginn sichtbar.
Mehr als 300 Beteiligte hatten sich
an diesem Tag für zwei aufeinanderfolgende
Shows versammelt
– ein logistisches Großprojekt, koordiniert
rund um das Musikcorps
Bickenbach, das erneut Gastgeber
einer Musikschau war, die tradi-
Einen herzlichen Dank für`s Mitmachen und den tollen Empfang der
Musikgruppen richtete der Stabführer und Band Leader des Musikcorps
Bickenbach, Manfred Hofmann, zusammen mit Moderator Florian
Adam-Neumann zum Ende der Show an die zahlreich erschienen
Besucher des Bickenbacher Tattoos.
Fotos: Stefan Oelsner
Ein sattes Klangbild und eine tiefe Verwurzelung in der Tradition bei einem modernen Repertoire zeichnet
die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Lingenau aus Österreich aus, die bei der Bergsträßer
Musikshow gleichzeitg ihr 150-jähriges Jubiläum feierten.
tionelle Marschmusik, moderne
Arrangements und choreografische
Elemente vereinte. Moderator
Florian Adam-Neumann begrüßte
das Publikum und führte durch ein
Programm, das regionale Vertreter
ebenso wie internationale Formationen
zusammenbrachte.
Unter den Gästen befand sich auch
die hessische Ministerin Heike
Hofmann, die einen Scheck über
5000 Euro für die „hervorragende
Jugendarbeit“, unter anderem in
der Schule in Alsbach-Hähnlein,
und an das MCB übergab. Den
musikalischen Auftakt gestalteten
anschließend die Massed Pipes &
Drums, bestehend aus mehreren
Dudelsack- und Trommlergruppen:
den Hohenlohe Pipes & Drums,
den Clan Pipers Frankfurt und den
United Highland Pipes and Drums.
Gemeinsam erzeugten sie den
typischen, voll klingenden Sound,
der durch die Kombination mehrerer
Pipes & Drums-Ensembles
entstand. Ihr Marsch durch die
Halle kennzeichnete den traditionellen
Beginn eines Tattoos, bei
dem die rhythmische Präzision der
Trommler und die kontinuierlichen
Bordune der Dudelsäcke ineinandergreifen.
Ihr späterer zweiter Auftritt mit
„Amazing Grace“ sowie dem Solo
des Lonely Piper betonte den
kulturellen Hintergrund dieser
Formation, die weltweit bei militärischen
und zeremoniellen Veranstaltungen
präsent ist. Aus Belgien
kam das Royal Fasam Orchestra, das
als moderne Marching- und Showband
auftritt. Auffällig waren ihre
Uniformen mit hochgeschnittenen
Hosen und kurzen Oberteilen,
ergänzt durch beleuchtete Trommeln,
die im leicht abgedunkelten
Hallenlicht klare Akzente setzten.
Musikalisch bewegten sie sich
zwischen populären Rock- und
Popsongs, darunter „I Love Rock ’n’
Roll“ und Titel von Coldplay. Charakteristisch
für diese Formation
ist die aufwendige Kombination
aus schnellen Marschchoreografien
und rhythmisch anspruchsvollen
Schlagzeugpassagen.
Häufige Tempowechsel und dynamische
Übergänge sorgten dafür,
dass das Programm stetig in
Bewegung blieb. Der Musikverein
Lingenau aus Österreich steht für
eine Verbindung von Tradition und
modernem Blasmusikverständnis.
Die Mitglieder traten in Tracht
auf, und die typischen blauen
Kniestrümpfe gelten als Markenzeichen
der Gruppe. Mit einem
Durchschnittsalter von 29 Jahren
und einem 14-jährigen Tenorhornspieler
in ihren Reihen zeigte die
Formation, wie Nachwuchsarbeit
und Traditionspflege miteinander
verbunden werden können. Musikalisch
präsentierten sie mehrere
Märsche in rascher Abfolge und
wechselten zwischen klassischen
alpenländischen Melodien und
modernen Arrangements wie „Let’s
Get Loud“ von Jennifer Lopez.
Ihr Repertoire spiegelte sowohl
die Wurzeln der österreichischen
Blasmusik als auch deren Weiterentwicklung
wider.
Fortsetzung Seite 22
Öffnungszeiten der
städtischen Einrichtungen
in Zwingenberg
ZWINGENBERG (meli), Die Stadtverwaltung
Zwingenberg teilt mit,
dass das Rathaus vom 29.12. bis
einschl. 2.01.26 geschlossen ist.
Das Bürgerbüro ist am 29.+30.12.
zu den üblichen Öffnungszeiten
geöffnet. Am 2.01.26 ist das Bürgerbüro
geschlossen. Der Wertstoffhof
ist am 27.12. sowie am 3.01. geöffnet.
Die Bücherei ist vom 29.12. bis
einschließlich 5.01. geschlossen.
8
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Fünftes Martinsfeuer der Hutzelschweizer Alsbach: Tolle Stimmung
beim Lagerfeuer für Groß und Klein
ALSBACH (meli), Das fünfte Martinsfeuer
der Hutzelschweizer Alsbach
e.V. am 15. November war
auch dieses Jahr wieder sehr gut
besucht. Oliver Färbert sorgte mit
seiner fetzigen Musik für ausgelassene
Stimmung. Auch die kleinen
Gäste hatten bei Kinderpunsch und
Waffeln sichtlich ihren Spaß. Im
Rahmen des Festes überreichten die
Hutzler der Kita Sandwiese zu ihrem
50-jährigen Bestehens eine Spende
von 500 Euro. Die Hutzelschweizer
bedanken sich an dieser Stelle nochmal
bei allen Besuchern.
Foto re.: (V.li.:) Hutzler-Beisitzer Klaus
Kaffenberger, Manuela Leiß (1. Vors.
Elternbeirat), Hutzler Präsi Frank
Schäfer, Hutzler-Rechner Calli Willweber,
Nicole Wildner (Erzieherin),
Janina Ehnert (2. Vors. Elternbeirat),
BM Sebastian Bubenzer und Kinder
der Kita Sandwiese. Foto: meli
Die Weiberfastnacht ist fest in Bergsträßer Hand
Gelbe Säcke statt
Gelber Tonne
DARMSTADT-DIEBURG (meli), Im
LaDaDi werden Leichtverpackungen
seit dem 1. Januar 2025 ausschließlich
über Gelbe Säcke entsorgt. Gelbe
Tonnen, Sackgaragen oder andere
Behälter werden nicht mehr geleert.
Die Säcke müssen am Boden an der
Straße bereitgestellt werden – nicht
im Behälter, nicht am Zaun und nicht
in Gitterboxen. Obwohl Sackgaragen
laut Systemfestlegung nicht mehr
zulässig sind, wurden sie bisher aus
Kulanz weiterhin geleert. Diese Übergangsphase
ist nun abgeschlossen.
Ausgenommen sind Großanfallstellen,
wie Großwohnanlagen, Schulen oder
Gewerbebetriebe, die von der Firma
RMG einen 1.100-Liter Container
erhalten haben. Gitterboxen haben in
der Vergangenheit Unfälle und Sachschäden
verursacht, und auch Sackgaragen
erschweren den reibungslosen
Ablauf der Abholung. Deshalb müssen
die Gelben Säcke sichtbar und lose am
Boden bereitliegen.
Sitzungspräsidentin Michaela Hartnagel-Keil ruft die „Proseccoschneggen“ in den Elferrat der Hessischen
Weiberfastnacht des hr-Fernsehens
EINHAUSEN/HÄHNLEIN/FRANK-
FURT (DZ), Zum vierten Mal begrüßt
Michaela Hartnagel-Keil
aus Einhausen Ende Januar die
Zuschauer im hr-Sendesaal als Sitzungspräsidentin
zur Aufzeichnung
der hessischen Weiberfastnacht.
Aufgefüllt wird in diesem Jahr
auch der restliche Elferrat bzw. die
Elferrätinnen aus der Bergstraße
mit den „Proseccoschneggen“
welche eng mit der Bergsträßer
Fastnacht verbunden sind. Neben
Michaela Hartnagel-Keil, sitzen auf
der Bühne Jutta Zinecker, Kerstin
Fuhrmann, Kerstin Strzoda, Yvonne
Helfert, Angelika Matecki, Nicole
Wolf, Doris Lies, Marion Jirschitzka,
Chrissi Preßler und Marilza Dingeldey,
wie die „Proseccoschneggen“
mit bürgerlichem Namen heißen.
Regionalen musikalischen Spaß
bringen das Odenwälder Musikduo
„Die Rodensteiner“ nicht nur mit
ihrem neuen Sommerhit „Wind im
Haar – Bella Italia“ mit, sondern auch
die Sitzungspräsidentin hat ihr neues
Karnevalslied „Weiberfastnacht ist
nur einmal im Jahr“ dabei. Abgerundet
wird das Abendprogramm durch
weitere Auftritte unterschiedlicher
Künstler und Gruppen. „Wir wollen
wieder eine Weiberfastnacht auf
die Bühne bringen, die das Publikum
begeistert!“, verspricht die
Sitzungspräsidentin Hartnagel-Keil.
Moderatorin und Sitzungspräsidentin Michaela Hartnagel-Keil (mitte hinten) stellt die neuen Elferrätinnen
der hr-Weiberfastnacht, die „Proseccoschneggen“ vor: (v.li.) Jutta Zinecker, Kerstin Fuhrmann, Kerstin
Strzoda, Yvonne Helfert, Angelika Matecki, Nicole Wolf, Doris Lies, Marion Jirschitzka und Chrissi Preßler.
Nicht auf dem Bild ist Marilza Dingeldey welche am Samstagmorgen verhindert war. Foto: Dirk Zengel
Doch bevor es zur Aufzeichnung
kommt, haben nicht nur die Damen
vom Elferrat noch einige
Termine vor sich, verrät Michaela
Hartnagel-Keil: „Termine mit dem
hr, Kostümproben, Abstimmung
mit Maske, Technik und organisatorische
Meetings“. Wer keine Plätze
mehr für die Aufzeichnung am 27.
Januar ergattern konnte, muss sich
bis zur Ausstrahlung am 12. Februar
2026 gedulden.
Erfolgreiche Bensheimer Segelflieger
BENSHEIM (meli),
Auf dem hessischen
Segelfliegertag in
Wetzlar wurden die
Gewinner der Deutschen
Meisterschaft
im Streckensegelflug
(DMSt) ausgezeichnet.
Dieser Wettbewerb
findet dezentral (d.h.
gleichzeitig an jedem
Flugplatz in Deutschland)
über die gesamte
Saison statt, gewertet
(online) werden die
drei weitesten Flüge
der jeweiligen PilotInnen.
Franziska Pawel (Segelfluggruppe
Bensheim)
erreichte auf
Bundesebene Platz 3 der Damenwertung
und ist gleichzeitig
hessische Meisterin im Streckensegelflug.
Lukas Etz ist Deutscher
Die amtierende Hessenmeisterin Franziska Pawel (re.,
SFG-Bensheim) und Sandra Malzacher (3. Platz, SFC
Riedelbach).
Foto: meli
Vizemeister der Clubklasse und
ebenfalls hessischer Meister. Pawel
erreichte außerdem u.a. in der
hessischen Jugendwertung Platz
3 und sicherte damit
der Jugendmannschaft
Bensheim Platz
1 in Hessen. Die Bensheimer
Segelflieger
haben einen weiteren
Grund zur Freude: Sie
gewannen als Team
die Regionalliga Mitte
und feiern damit
den Wiederaufstieg
in die 2. Segelfliegerbundesliga.
Bei
diesem dezentralen
deutschlandweiten
Vereinswettbewerb ist
die Schnittgeschwindigkeit,
nicht die Gesamtflugstrecke,
eines
Teams entscheidend.
In Bensheim bestand
die Mannschaft aus mindestens
30 ambitionierten StreckenflugpilotInnen
und weit mehr Helfern
– eine echte Vereinsleistung.
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
9
Ente – DER Weihnachtsklassiker
(spp-o) Wenn es nach Bratapfel
duftet, ist es Zeit für Klassiker mit
Twist: Diese gefüllte Ente bringt
fruchtige Süße, nussigen Biss und
zartes Fleisch in ein Gericht, das
Eindruck macht.
Die Füllung aus Äpfeln, Birnen,
Rosinen und Walnüssen verleiht der
Ente eine feine Würze. Dabei überzeugt
die Barbarie-Ente mit feiner
Struktur und besonders saftigem
Geschmack.
Gefüllte Barbarie-Ente mit Äpfeln,
Birnen und Walnüssen
Zutaten für 6 Personen
1 Barbarie-Ente
2 große Äpfel
2 große Birnen
2 Handvoll Walnusskerne
2 Handvoll Rosinen
Salz, Pfeffer
Beilagen: Rosenkohl, Rotkohl und
Kartoffeln nach Belieben
Zubereitung
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Äpfel, Birnen, Rosinen und Walnüsse
mit Salz und Pfeffer mischen,
in die Ente füllen. Ente von außen
würzen und in einen Bräter legen.
Pro Kilogramm etwa 1 Stunde garen.
Anschließend entbeinen und vor
dem Servieren nochmals 20 Minuten
bei 220°C nachbräunen.
Bewegte Geschichte: Nostalgisches Flair beim Weihnachtsmarkt
Das historische Pferdekarussell von Markus Schneider dreht sich seit 125 Jahren
BÜRSTADT (tt), Seit 1924 bleibt man
Bensheim treu. Beim Winzerfest ist
die Familie seit der Premiere 1929
mit dabei. Später kam der Weihnachtsmarkt
dazu. „Die Stadt ist
mein zweites Wohnzimmer“, lacht
Markus Schneider. Aber auch in
Zwingenberg, Hähnlein, Lorsch und
Einhausen fühlt er sich wohl. Ob
Fastnacht, Kerb oder Stadtfest: wo
Rummel ist, trifft man fast immer
auch ein Mitglied der Schneider-
Familie. Er repräsentiert bereits die
fünfte Generation von Schaustellern,
die mit verschiedenen Fahrgeschäften
sowie mit klassischer Schiffschaukel,
Kinderkarussell, Crêpes- und Süßwarenständen
in der Region präsent
sind. Ein Familienbetrieb mit Tradition
und Zukunft. Gegründet vom
Urgroßvater Johann Wagner anno
1889. Ein Generationenprojekt. Stationiert
in Bürstadt-Riedrode. Aber
meistens unterwegs.
Neben Ehefrau Silke, Spross einer
pfälzischen Schaustellerfamilie, ist
auch Markus Junior (30) längst mit
im Boot. Ebenso wie Tochter Marissa
(26). Und auch die drei Enkelkinder
wachsen in einen Stammbaum
hinein, der tiefe Wurzeln geschlagen
hat. Schneider ist Schausteller aus
Berufung und Leidenschaft. Wenn
er von seinem Alltag spricht, leuchten
die Augen. Trotz einer Menge
Handarbeit, viel Fahrerei und immer
mehr Bürokratie. In Amtsstuben sitzt
Schneider heute beinahe so oft wie
im Ticketbüdchen. Obwohl das eher
der Job der Gattin ist. Saison ist zehn
Ein ganz besonderer Schatz, wie man ihn heute nur ganz selten sieht: ein historisches Bodenkarussell aus dem Jahr 1900, das noch unter der
Leitung von Markus Schneiders Vorfahren Johann Wagner gebaut wurde und sich seither im Familienbesitz befindet. Fotos: Stefan Oelsner
Monate im Jahr. Zwischen Weihnachten
und Fastnacht wird verschnauft.
Es ist die Zeit, in der die Geräte gewartet
und repariert werden. Darunter
ein ganz besonderer Schatz, wie man
ihn heute nur ganz selten sieht: ein
historisches Bodenkarussell aus dem
Jahr 1900, das noch unter der Leitung
seines Vorfahren Johann Wagner
gebaut wurde und sich seither im
Familienbesitz befindet. Bis 22. Dezember
traben die handbemalten
Rösslein noch über den Bensheimer
Weihnachtsmarkt. Standort ist seit
vielen Jahren die untere Fußgängerzone
am Hospitalbrunnen. Hier
leuchtet das altehrwürdige Karussell
vor der Fachwerkkulisse der Innenstadt
– für Schneider eine perfekte
Kombination.
Auch, wer zu alt zum Mitfahren
ist (ist man das je?), erfreut sich an
der zeitlosen Strahlkraft nostalgischer
Eleganz und dem Flair dieser
monumentalen „Reitschule“ mit
seinen 32 geschnitzten Pferden, die
vor drei Jahren von einer Künstlerin
neu bemalt wurden. Sie heißen
Toni, Hella, Gretel oder Johann. Die
langhaarigen Schweife stammen aus
dem Schwarzwald, das Zaumzeug ist
aus Leder.
Jedes Detail spiegelt die Hingabe und
den Respekt, mit dem Markus Schneider
dieses buchstäblich schwere Erbe
hegt und pflegt. Denn die Tierchen
aus massivem Vollholz sind – ebenso
wie der Traktor, der Oldtimer und die
Kutsche - alles andere als Leichtgewichte.
Zwei Tage dauert der Aufbau.
Es gibt ausschließlich Einzelteile. Mit
elf Metern Durchmesser und neun
Metern Höhe hat das Karussell mit
neuzeitlichen Plastikmodellen nichts
gemein. Hier dreht sich ein wertvolles
Stück Vergangenheit, das einst von
der renommierten Firma Gundelwein
im thüringischen Wutha gefertigt
wurde. Markus Schneider hat es von
seinem Vater übernommen. Er kennt
jede Schraube, jedes Glühbirnchen
und das winzigste Detail, das den
Mechanismus in Bewegung setzt.
Apropos. Die Antriebstechnik ist ein
Kapitel für sich. In der Karussellmitte
steht neben dem Flachriemenantrieb
ein mit Salzwasser gefüllter Behälter,
wie er bis heute zur Geschwindigkeitssteuerung
genutzt wird. Mittels
einer Kurbel werden Metallplatten in
die Salzwasserlösung getaucht und
über den dadurch geschlossenen
Stromkreislauf die Karussellumdrehungen
reguliert. Die Elektroden
sind über eine Kurbelmechanik
verbunden, die die Geschwindigkeit
steuert. Je tiefer die Elektroden ins
Wasser ragen, desto schneller dreht
sich der Motor. Es gibt nichts, mit dem
das Anfahren sanfter und geschmeidiger
klappt, so der Besitzer. Es ist so,
als ob die Pferdchen ganz sachte
in einen langsamen Trab starten.
Gebremst wird von Hand. Selbst das
Ölkännchen ist historisch. Sobald ein
Fahrgeschäft aufgebaut ist, kommt
Familie Kehr wünscht allen Frohe Weihnachten!
das Kreisbauamt zur Abnahme. Einmal
im Jahr klingelt der TÜV. Tragende
Metallteile werden sandgestrahlt und
geröntgt, um innere „Verletzungen“
diagnostizieren zu können. Doch der
Familienbetrieb muss sich um vieles
weitere kümmern: Gema-Pauschalen,
Handwerkskammer, Finanzamt
und Berufsgenossenschaft. Plus die
Kosten für Wartung und Anfahrt.
Eine Fahrt mit dem Klassiker kostet
drei Euro. Dafür drehen die Pferdchen
zwölf Runden. Dafür reitet der
Kunde, klein oder groß, auf einem
lebendigen Denkmal in die Frühzeit
des Jahrmarktes. „Es ist ein Wunder,
dass dieses Karussell die Wirren der
Zeit überstanden hat“, so Markus
Schneider.
Während des Zweiten Weltkriegs
wurde es von Worms nach Riedrode
gebracht und dort im Wald vergraben,
um es vor Schäden zu schützen.
Im Jahr 1929 soll es sich, so erzählt
man, auf dem zugefrorenen Rhein bei
Worms gedreht und die Menschen
verzaubert haben. In den 1980er
Jahren wurde der einstige Holzmast
aufgrund neuer TÜV-Auflagen durch
ein Stahlmodell ersetzt, der Holzboden
wird alle paar Jahre geschliffen
Die Pferde wurden vor drei Jahren
von einer Künstlerin neu bemalt.
und lasiert. Das erledigt er selbst. Als
nächstes sollen die Malereien an der
Außenfassade erneuert werden. Das
übernimmt die Künstlerin. Markus
Schneider möchte traditionelle Bensheimer
Motive sehen. Das würde den
Bezug zu Bensheim nochmals vertiefen,
so der Schausteller, der sich in
der größten Stadt des Kreises bestens
aufgehoben fühlt. „Man kennt und
vertraut sich.“ Das sei nicht überall so,
bedauert er. Doch in Bensheim verlaufe
der Dialog mit der Verwaltung stets
fair und freundlich. Wie das unter
alten Bekannten nun mal so ist.
Die Antriebstechnik des historischen Karussells ist einzigartig, gebremst
wird noch von Hand.
10
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Spielerische Einblicke - Lernen hautnah
Tag der offenen Tür am Schuldorf Bergstraße
SEEHEIM-JUGENHEIM (tt), „There
is strength in the differences
between us and comfort where
we overlap.” Das Songzitat von
Ani DiFranco steht auf den Stufen
der Bibliothek des Internationalen
Schulzweigs. Es könnte auch als
übergreifendes Motto einer Veranstaltung
dienen, die den Charakter
des Schuldorfs Bergstraße in seiner
Vielfalt und Buntheit spiegelt: der
Tag der offenen Tür unterstreicht
die Gemeinschaft von Menschen
unterschiedlicher Herkunft mit
ihren multiplen Fähigkeiten und
Interessen. Es geht, wie in dem Lied,
um die Macht der Vielfalt und die
Fusion unterschiedlicher Talente und
Perspektiven. Und gleichzeitig um
Geborgenheit durch geteilte Werte.
Die Kooperative Gesamtschule mit
Gymnasialer Oberstufe bietet ein
enorm breites und differenziertes
Bildungsangebot, das jungen Menschen
gezielte Schwerpunktsetzungen
ermöglicht, innerschulische
Übergänge erleichtert und Schülern
entsprechend ihrer Eignung zu qualifizierten
Abschlüssen begleitet. Bei
Das Weihnachtslied „Last Christmas“ sangen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Förderstufe in weihnachtlichem Look und luden
zum gemeinsamen Singen und Basteln ein.
Fotos: Stefan Oelsner
Erfolgreiche Nikolaus-Aktion im
REWE Markt Stahl in Alsbach
Groß war die Freude bei den Kindern, als sie im am 6. Dezember
im REWE Markt Stahl in Alsbach ihre Nikolausüberraschung abholten.
Die selbst bemalten Stiefel waren gut gefüllt, außer dem
Schoko-Nikolaus gab es auch Gesundes, wie eine Orange, Apfel
und Nüsse. Zum Basteln war noch Knete im Stiefel zu finden. Die
Aktion kam bei den Kindern sehr gut an. 137 Kinder hatten den
REWE-Nikolausstiefel bunt bemalt und zur Befüllung wieder im
im Markt abgegeben. Über die hohe Beteiligung freute sich auch
Marktleiter Jan Stahl.
Foto: Eva Wicht
Die Bläserklasse des Schuldorf Bergstraße sorgte für
Begeisterung bei Eltern und Besuchern.
den regelmäßigen Open Days präsentiert
sich das breite Spektrum auf
eine plastische, spielerische und betont
kommunikative Art. Bereits zur
Eröffnung am späten Nachmittag
des 5. Dezember füllten sich die Räume
mit neugierigen Gästen, die vom
Kollegium und zahlreichen Schülern
herzlich empfangen wurden.
Über all fanden kreative Projekte
und Mitmachaktionen statt. Viel
Andrang herrschte in den naturwissenschaftlichen
Fachräumen, wo
spannende Experimente vorgeführt
wurden. Aber auch im Innenhof
erläuterten die jungen Forscher
wissenswerte Fakten aus den Bereichen
Physik und Chemie. Warum
zum Beispiel leuchtet ein Knicklicht?
Der Farbstoff im Röhrchen ist ein
polycyclischer Kohlenwasserstoff,
der – je nach Farbe - bestimmte
färbende Substanzen enthält. Der
feine Glaskörper im Inneren enthält
Wasserstoffperoxid und knackt auf,
wenn man das Objekt biegt. Durch
das „Knicken“ wird also ein chemischer
Prozess in Gang gesetzt, die
sogenannte Chemolumineszenz.
Die Besucher erlebten Kontraste
in jeder Ecke: künstlerisch-kreative
Darbietungen beim Team
Darstellendes Spiel, handwerkliche
Fingerfertigkeit in der Holzwerkstatt
oder spannende Herausforderungen
im Fachbereich Mathematik, wo es
nicht nur um Formeln, sondern auch
um praxisnahes Modellieren ging:
an einer Station sollten Gäste das
Gewicht eines Radiergummis oder
einer Tintenpatrone schätzen. Gleich
nebenan lockten Geometrie-Würfel
zum Ausprobieren.
Gestärkt von einer Grillbratwurst
eines beherzt weitsichtigen Abiturjahrgangs
2027 spazierte man
über den weitläufigen Campus und
verschaffte sich einen repräsentativen
Eindruck von den einzelnen
Fachräumen über das musische
Angebot bis zu den Sportanlagen
Im Chemielabor probierten die jungen Besucher verschiedene
Experimente aus.
Bunte Laternen bastelten die Kinder bei Kunstlehrerin
Katrin Johanning.
und Bibliotheken.
Weil dem Tag der
offenen Tür kurz vor
Weihnachten auch
ein Laternenfest
angeschlossen war,
konnte man die benötigten
Utensilien
gleich vor Ort zusammenbauen.
An
einer langen Theke
in der SISS Secondary
(internationaler
Schulzweig) reihten
sich kulinarische Spezialitäten aus
der ganzen Welt aneinander, unter
anderem aus Schweden, Brasilien
und aus der Türkei. Nahrhaft waren
auch die Informationen zum
Eine Einleitung in das Programmieren für Anfänger gab es bei
Anna Maier-Markgraf in der IT-Werkstatt.
pädagogischen Konzept, zu den
individuellen Fördermöglichkeiten
und den zahlreichen außerschulischen
Angeboten. In Gebäude 41
lief praktisch alles auf Englisch ab:
Ausstellungen, Weihnachtslieder, Elterninformationen
und vieles mehr.
Die Veranstaltung war bewusst dialogisch
konzipiert, in jedem Raum
wurde man freundlich, aber nicht
aufdringlich begrüßt. Über einem
Feuer wurde Stockbrot gebacken,
und auch der heilige Nikolaus von
Myra schlenderte mit himmlischer
Begleitung über den Campus der
Europaschule und verteilte Äpfel
und andere Leckereien.
Ein Magnet war Schulhund Cosmo,
der eigentlich Chianti Prince of Finjas
Garden heißt und im Schuldorf
seit zwei Jahren als Schulbegleithund
jobbt. Der tierische Kollege
ist Sozialarbeiter und Lernbegleiter,
Konzentrationstrainer und Integrationshelfer.
Ein allseits beliebter
Co-Pädagoge, der vor seinem Dienstantritt
einen speziellen Wesenstest
erfolgreich absolviert hat, um sich als
Schulhund zu qualifizieren.
Besonders für Eltern von Kindern
in vierten Klassen war die dreistündige
Veranstaltung ein wertvoller
Blick in die Facetten einer großen
Schulgemeinde, in der Diversität
und Gemeinschaftsgefühl gleichermaßen
gelebt werden. So wie
es in dem Song von Ani DiFranco
treffend heißt.
Moderne und traditionelle Weinachtslieder präsentierte die Chorklasse bei ihrem Auftritt.
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
11
Der Nikolaus war ein Feuerwehrmann
Die Fördervereine der Feuerwehren von Alsbach und Hähnlein erfreuten wieder mit ihrer Nikolausaktion
ALSBACH-HÄHNLEIN (mh), Nach
einer Idee der damaligen Vereinsvorsitzenden
Bettina Götz wurde
vor fünf Jahren die Nikolausaktion
der Feuerwehr am Gerätehaus
Alsbach ins Leben gerufen und
fortan jährlich bis heute erfolgreich
durchgeführt.
Die Ortsteilfeuerwehr Hähnlein
schloss sich dieser beliebten Aktion
vor zwei Jahren an: Die Fördervereine
beider Ortsteilfeuerwehren
wollen die Kinder der Gemeinde
Alsbach-Hähnlein, vom Kleinkindalter
bis zehn Jahre am Nikolaustag
mit einem kleinen Nikolaus-
Geschenk überraschen. In diesem
Jahr erschien der Nikolaus in der
Waschhalle des fast fertiggestellten
Feuerwehrgerätehaus in Alsbach
und, wie im vergangenen Jahr, am
Marktplatz in Hähnlein.
Beide Vereine arbeiten von der
Organisation bis zur Verteilung
Hand in Hand zusammen.
Nach gemeinsamen Bespre-
Der Alsbacher Feuerwehr-Nikolaus mit seinen Helfern. Natürlich durften die Kinder auch das Feuerwehrauto
erkunden.
Fotos: Eva M. Wicht
Etwas schüchtern nahmen manche Kinder ihre Geschenktüte von
dem freundlichen Nikolaus entgegen.
chungen erarbeitete der IT-Spezialist
aus Hähnlein einen intelligenten
Internetauftritt. Beworben wurde
diese Veranstaltung über private
und soziale Medien sowie über die
Homepages beider Feuerwehren.
Die Bürgerinnen und Bürger der
Gemeinde konnten sich über einen
Button auf den Homepages beider
Feuerwehren anmelden, so dass
bekannt war, wieviel Kinder den
Nikolaus sehen möchten.
Nach der Auswertung der Anmeldungen,
war bekannt, wie viele
Kinder angemeldet wurden und wo
der Nikolaus angetroffen werden
sollte. Auch so konnte auch die Zahl
der zu füllenden Nikolaustüten kal-
kuliert werden. Wie am Fließband
packten die „Feuerwehrelfer“ rund
350 Weihnachtstüten mit den gleichen
Geschenken. Am Nikolaustag
wurden die Ausgabestellen bereits
nachmittags dekoriert.
In der Waschhalle des Feuerwehrgerätehauses
in Alsbach wurde ein
Platz für den Nikolaus reserviert. Ab 17
Uhr standen schon erwartungsvolle
Kinder in einer Schlange vor dem
Nikolaus und wollten ihre Tüten abholen.
Die Eltern hatten Gelegenheit
mit aktiven Feuerwehrkameraden
und -kameradinnen zu sprechen
und den mitgebrachten Becher
mit Glühwein füllen zu lassen.
Auch konnten Feuerwehrfahrzeuge
besichtigt werden. Manche Kinder
zeigten sich „lässig und cool“:
„Ach lass doch den Nikolaus ruhig
kommen“ und ließen sich gerne
mit ihm fotografieren. Manche
waren ehrfürchtig und froh, dass
der Nikolaus sie nicht auf so manches
Verhalten angesprochen hat;
eine Erleichterung nach Erhalt der
Tüten und Händeschütteln war
erkennbar.
Die vielen Helfer des Nikolaus sind
sich unisono sicher, dass eine gleiche
Aktion im nächsten Jahr wieder
gemeinsam durchgeführt werden
soll. Bürgermeister Sebastian Bubenzer
schaute auch vorbei und
dankte allen Helfern.
„SUPER ABBA - a tribute to ABBA“
Show am 18. Januar in Bensheim
BENSHEIM (meli), ABBA verbindet
Generationen – weltweit kennen die
Menschen Ihre Songs: In einem mit
viel Liebe musikalisch choreographiertem
Live-Konzert bringt „SU-
PER ABBA – a tribute to ABBA“ die
unvergessenen Songs von ABBA auf
die Bühne – ein Hochgenuss für jung
und alt! 50 Jahre ist es jetzt her, dass
aus den Köpfen Agnetha, Björn, Benny
und Anni-Frid der Corpus ABBA
wurde. „SUPER ABBA - a tribute to
ABBA“ lässt jetzt den Glamour-Pop
und die Ohrwürmer aus der Glitzerwelt,
die unvergesslichen Superhits
auf der Konzertbühne wieder aufleben
und die ABBA-Glitzerwelt auf
2 x 2
Karten zu
gewinnen!
Plateauschuhen wieder auferstehen. Eintrittskarten
für die Veranstaltung am 18. Januar 2026 (20 Uhr)
im Parktheater Bensheim sind unter 0761 888499
99 , allen bekannten Vorverkaufsstellen, sowie
www.reservix.
de und www.
eventim.de
erhältlich.
Wenn ihr an redaktion@melibokusrundblick.de
bis
27.12.25 das Wort
„ABBA“ mailt, (bitte
mit Namen und
Adresse) kommt ihr
in den Lostopf. Wir
verlosen 2x2 Karten
für die ABBA
Show am 18. Januar.
CONNI – Das Musical gastiert in
Bensheim
BENSHEIM (meli), Die
Mitmach-Musical Produktion
von Cocomico
macht am 09.01.2026
in Bensheim zu zwei Shows
im Parktheater Halt. Conni hat
Geburtstag, und da hat sie so einiges
vor: Spielen, toben, tanzen, singen,
mit ihren Freunden die weltbeste
Schokotorte „Conni-Super-Selber-
Spezial!“ backen, und mit ihrem Teddy
und ihrem lieben Kater Mau kuscheln
… und dann ist Conni: Endlich groß!
Auch Connis Eltern und ihr kleiner
Bruder Jakob stehen ihr zur Seite
und sind schon ganz aufgeregt. An
2 x 2
Karten zu
gewinnen!
Connis Geburtstag wird bestimmt
alles klappen, und der super tollen
Geburtstagsfete steht nichts im
Wege. Oder…? Für Conni, ihre Familie,
ihre Freunde und all ihre kleinen und
großen Zuschauer*innen wird es in
diesem Musical-Geburtstags-Abenteuer
nie langweilig.
Wenn ihr uns bis 27.12.25 das
Wort „CONNI“ mailt, (bitte mit
Namen und Adreese) kommt ihr
in den Lostopf. Wir verlosen 2
x2 Karten für die Vorstellung um
13 Uhr am 09. Januar 2026 im
Bensheimer Parktheater.
CONNI, Das Musical, 09. Januar
2026, Bensheim PARKTHEATER, Einlass:
12.00/15.00, Beginn: 13.00/16.00
Uhr, Preis: 27,80 € - 35,85 € (inklusive
Vorverkaufsgebühr)
Lesestoff für die
freien Tage
SEEHEIM-JUGENHEIM (meli),
Wer sich vor Weihnachten noch
mit Büchern, CDs und DVDs für die
Ferien versorgen möchte, hat dafür
in der Bücherei in Seeheim am 18.
Dezember, sowie in der Bücherei in
Jugenheim am 23. Dezember, letztmals
die Gelegenheit. Nach dem
Jahreswechsel nehmen die beiden
Büchereien ihre reguläre Ausleihe
wieder am Dienstag, dem 6. Januar
(Jugenheim), und am Mittwoch,
dem 7. Januar (Seeheim) auf.
www.vhl.de
Wir beraten Mitglieder im Rahmen von § 4 Nr. 11 StBerG.
Wir bedanken uns bei unseren Kunden
für ihr Vertrauen und wünschen
frohe Weihnachten und
einen guten Start ins neue Jahr.
12
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Titel, Medaillen und Qualifikationen für die nationalen Meisterschaften
TV Seeheim feiert große Erfolge bei den Hessischen Einzelmeisterschaften
MELSUNGEN/SEEHEIM-JUGEN-
HEIM (meli), Mit einem hochmotivierten
Team ist der TV Seeheim zu
den Hessischen Einzelmeisterschaften
(HEM) im Rope Skipping nach Melsungen
gereist – und kehrte mit
einem wahren Medaillenregen und
zahlreichen Qualifikationen für die
nationalen Wettbewerbe zurück. Die
Athletinnen und Athleten zeigten in
allen Altersklassen große Vielseitigkeit,
Kampfgeist und Nervenstärke.
Den Auftakt machten die jüngsten
Teilnehmerinnen. In der Altersklasse
(AK) 6 setzte Livia Malin Jana Kostial
gleich ein Ausrufezeichen. Sie
dominierte die Speed-Disziplinen
und gewann Gold im Single Rope
Speed Sprint, im Single Rope Speed
Endurance (180 s) sowie im Double
Under Cup (HDU-Cup). Für ihre
starke Freestyle-Darbietung gab es
zudem Silber – ebenso wie in der
Gesamtwertung.
Auch in der AK 5 ging es eng zu.
Antonia Muik krönte sich mit Gold
zur Hessischen Meisterin in der Gesamtwertung,
unterstützt durch eine
Silbermedaille im Freestyle. Lea Christ
folgte dicht dahinter und sicherte sich
Bronze im Freestyle sowie Silber in der
Gesamtwertung – ein Doppelerfolg
für den TV Seeheim. Hanna Lina Franz
komplettierte das starke Teamresultat
mit Platz 5 im Speed Sprint und Platz
9 in der Gesamtwertung.
Auch in der AK 4 überzeugten alle drei
Seeheimer Springerinnen. Johanna
Hoffmann holte Silber im Single Rope
Speed Endurance, Lara Reichel Bronze
in derselben Disziplin und Silber im
Single Rope Speed Sprint. Außerdem
gewann sie Gold im Double Under
Mit einem hochmotivierten Team ist der TV Seeheim zu den Hessischen Einzelmeisterschaften im Rope Skipping gereist – und kehrte mit einem
wahren Medaillenregen und zahlreichen Qualifikationen für die nationalen Wettbewerbe zurück.
Foto: meli
Cup, Elin Schache steuerte hier Bronze
bei. Alle drei Athletinnen qualifizierten
sich damit für die Deutschen Meisterschaften
bzw. das Bundesfinale.
In der AK 3 zeigten die Seeheimerinnen
erneut starke Leistungen. Ani
Machleid gewann Gold im Double
Under Cup und teilte sich Platz
5 im Speed Sprint mit Su Yilmaz
– beide lösten damit das Ticket für
das Bundesfinale. Yilmaz überzeugte
zusätzlich mit einem starken 4. Platz in
der Ausdauerdisziplin und qualifizierte
sich für die Deutsche Meisterschaft.
Lisa Zeißner erreichte Platz 9 in der
Gesamtwertung, während Emma
Lyachenko mit 75 Sprüngen im 30-
Sekunden-Sprint ebenfalls das Bundesfinale
erreichte. Für das sportliche
Highlight sorgte Lillith Müller in der AK
2: Mit drei Goldmedaillen – im Double
Under Cup, im Triple Under Cup (174
Sprünge), und im Single Rope Speed
Sprint, wo sie erstmals die magischen
100 in einem Wettkampf erreichte
– war sie die erfolgreichste Springerin
des Wettkampfs. Zudem gewann sie
Silber in der Endurance-Disziplin und
Bronze in der Gesamtwertung.
Auch ihre Teamkolleginnen überzeugten
mit starken Leistungen:
Marie Henke belegte Rang 6 in der
Gesamtwertung, Amelie Lyachenko
wurde Vierte im Speed Endurance
und qualifizierte sich damit fürs
Bundesfinale. Lucie Arcache sicherte
sich die Bundesfinalqualifikation im
Speed Sprint, und Marietta Schache
rundete mit Platz 11 im Triple Under
Cup das hervorragende Seeheimer
Ergebnis ab. Bei den erfahrensten
Springerinnen und Springern sicherte
sich Jonas Bausch (AK 1) mit Silber im
Speed Sprint und Endurance sowie
Bronze im Freestyle den dritten Platz
in der Gesamtwertung.
Patricia Spengler (AK 1) gewann
Gold im Sprint und Bronze in der
Endurance-Disziplin. Nina Hüter
erreichte Rang 5 im Sprint und Rang
8 im Double Under Cup. In der AK O
weiblich triumphierte Hannah Kehr
souverän im Triple Under Cup mit 90
Sprüngen und sicherte sich Gold.
Aufgrund eines neuen Wertungssystems
stehen die Freestyle- und
Gesamtqualifikationen für die nationalen
Wettkämpfe noch aus.
Der TV Seeheim rechnet aber mit
weiteren Nominierungen. Schon jetzt
steht aber fest, dass der TV Seeheim
nicht nur das zahlenmäßig stärkste,
sondern auch das erfolgreichste
Team bei diesem Wettkampf war.
Besonders erfreulich ist, dass neben
den schon routinierten Teilnehmern
in den höheren Altersklassen auch
die Teilnehmerinnen in den jüngeren
Altersklassen, für die dies teilweise die
ersten Landesmeisterschaft war, große
Erfolge feiern, was die großartige
Nachwuchsarbeit des Vereins zeigt.
Die Hessischen Einzelmeisterschaften
2025 waren für den TV Seeheim ein
voller Erfolg – und machen Lust auf
die kommenden Wettbewerbe.
Capoeira wird fester Bestandteil des Kursprogramms beim TV Seeheim
SEEHEIM (meli), Nach einer erfolgreichen
Testphase integriert der TV
Seeheim Capoeira ab 2026 dauerhaft
in sein Kursangebot. Die brasilianische
Kampfkunst verbindet Musik, Tanz
und Akrobatik zu einem einzigartigen
Bewegungserlebnis und richtet sich
an Anfänger jeden Alters – ganz ohne
Vorkenntnisse.
Warum Capoeira?
• Capoeira ist ein gemeinsames
Erlebnis, das Bewegung, Spaß und
Kultur vereint – ideal für Kinder (ab
14 Jahren) und Eltern.
• Ein effektives Ganzkörpertraining
• Kreativ, dynamisch und anders
– Capoeira kombiniert den Nervenkitzel
aus dem Kampfsport, Körperbeherrschung
und Akrobatik mit einer
starken und positiven Community.
Das Training findet weiterhin freitags
von 18.00 bis 20.00 Uhr im Sportheim
des TV Seeheim im Christian-Stock-
Stadion statt. Geleitet wird der Kurs
von den erfahrenen Trainer Nina Weis
und Jan Weber (und in Vertretung
Jana Zweifel), die seit vielen Jahren
Capoeira praktizieren und ihre Leidenschaft
für Bewegung und Gemein-
schaft weitergeben. „Capoeira ist ein
effektives Workout und ein Ausgleich
zum Alltag: Fitness, Flow und Energie.
Und gleichzeitig ist es viel mehr – es
ist Nervenkitzel, Spaß, Beats und Style.
Es ist wie das Überraschungsei der
Fitnesstrends – für jede und jeden
ist etwas dabei – und das, ganz ohne
dass man Vorkenntnisse braucht“,
sagt Nina Weis. Jan Weber ergänzt:
„Wir freuen uns sehr darüber, dass
wir mit dem TV Seeheim einen starken
Partner gefunden haben, um Capoeira
auch 2026 wieder an die Bergstraße
zu bringen. Und die Trainingszeit am
Freitagabend: ein perfekter Start ins
Wochenende!“
Interessierte können sich per Mail zum
Probetraining anmelden unter: capoeiranavioalemanha@gmail.com.
Spielerisch stark fürs Leben
Die neue Ballschule der Petkovic Academy eröffnet in Seeheim-Jugenheim
SEEHEIM (nat), Beim TC Seeheim
hat eine neue sportliche Initiative
ihre Türen geöffnet: die Ballschule
der Petkovic Academy. Das innovative
Konzept richtet sich an Kinder,
die sich mit Spaß und Bewegung
weiterentwickeln möchten. In
kleinen Gruppen lernen sie, mit verschiedenen
Bällen umzugehen, ihre
Motorik zu verbessern und dabei
Selbstvertrauen sowie Teamgeist
zu stärken.
Das Leitmotiv der Academy lautet
dabei: „Bewegung ist der Schlüssel
zu einem gesunden Körper, einem
wachen Geist und einem glücklichen
Leben.“
Die neu eröffnete Ballschule verfolgt
einen ganzheitlichen Ansatz.
Im Vordergrund steht nicht nur das
Erlernen einzelner Ballsportarten,
sondern die Freude an Bewegung in
all ihren Formen. Durch abwechslungsreiche
Spiele und Übungen
werden die Kinder auf spielerische
Weise gefördert – ihre Geschicklichkeit,
Koordination und Konzentration
wachsen dabei fast von selbst.
Gleichzeitig lernen sie, fair miteinander
umzugehen, sich gegenseitig
zu unterstützen und gemeinsam
Ziele zu erreichen. Besonderen
Wert legt die Petkovic Academy
auf eine persönliche Betreuung.
Durch bewusst klein gehaltene
Gruppen kann jedes Kind individuell
gefördert werden. Das qualifizierte
Trainerteam geht auf die Bedürfnisse
und das Entwicklungstempo
jedes Teilnehmers ein, sodass Fortschritte
nicht nur sportlich, sondern
auch persönlich sichtbar werden.
Für Eltern, die ihren Kindern eine
regelmäßige,
aber flexible Sportmöglichkeit
bieten möchten, gibt es verschiedene
Mitgliedschaftsmodelle. Nach
einer unverbindlichen Schnupperstunde
können Familien zwischen
den Varianten BASIC, FLEX und
PRO wählen. Besonders beliebt sind
die flexiblen Modelle, bei denen
verpasste Stunden nachgeholt oder
auf andere Tage verschoben werden
können – ein Angebot, das sich ideal
mit den oft vollen Wochenplänen
vieler Familien vereinbaren lässt.
Mit der neuen Ballschule möchte
die Petkovic Academy einen Ort
schaffen, an dem Kinder sich mit
Freude bewegen, Freundschaften
schließen und wichtige Grundlagen
für ein aktives, gesundes Leben
legen können.
Das Konzept verbindet Sport, Pädagogik
und Begeisterung – eine
Kombination, die schon jetzt viele
Familien in der Region überzeugt.
Mehr Infos: www.petkovic-academy.de.
Mit viel Spaß und Bewegung entdecken die Kinder in der Ballschule der Petkovic Academy ihre Freude am
Sport, während sie spielerisch ihre Motorik, Koordination und Teamgeist stärken.
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
13
Das Verkehrskonzept in Alsbach-
Hähnlein lebt
Erste Verbesserungen umgesetzt
ALSBACH-HÄHNLEIN (raha), Im
August hatte der Radsportverein „Solidarität“
Hähnlein der Gemeinde ein
umfangreiches Verkehrskonzept mit
Mängeln und Verbesserungsvorschlägen
an und auf Rad- und Fußwegen
im Gemeindegebiet vorgetragen und
stieß bei Bürgermeister Sebastian
Bubenzer damit auf offene Ohren.
Mittlerweile wurden zwei Termine
dazu mit Vereinsvertretern sowie dem
Bürgermeister, dem gemeindlichen
Bauamt und der Polizei wahrgenommen.
Dabei wurden die aufgezeigten
Mängel und Verbesserungsvorschläge
in drei Kategorien von „sofort umsetzbar“,
„unter Einbeziehung anderer zuständiger
Behörden vielleicht mittelfristig
umsetzbar“ und „nur langfristig
oder gar nicht umsetzbar“ eingeteilt.
Beim RSV weiß man natürlich, dass
bei etlichen Mängeln und Vorschlägen
noch andere Behörden mitzureden
haben und alles auch Geld kostet, was
bei den Kommunen ja nicht gerade
üppig vorhanden ist.
Leider ist so Einiges auch nicht umzusetzen,
weil es bei zuständigen
Behörden andere Ansichten darüber
gibt. So ist zum Beispiel die umstrittene
Vorfahrtsregelung auf dem
Radweg an der L 3112 an der neuen
Hähnleiner Feuerwehr und der Einfahrt
zur Sandwiese zu Ungunsten
der Radfahrer und Fußgänger von
der Straßenverkehrsbehörde genauso
geplant worden. Dort argumentiert
man, die Sicherheit für Radfahrer und
Fußgänger wäre bei dieser Regelung
besser und die Vorfahrt somit klar
erkennbar. Leider sind viele Fußgänger
und Radfahrer da anderer Meinung.
Sicher ist nur, dass der Radfahrer selbst
schuld ist, wenn er dort unter einem
LKW liegt. Also gilt es, die Regelung
weiterhin unbedingt zu beachten!
Der Stärkere hat dort nämlich die
Vorfahrt!
Trotzdem sind schon kleine Erfolge
zu vermelden: So wurde im Rodacker
der Bordstein an der Einfahrt zum
Radweg nach Langwaden weiter
abgesenkt, um die Radfahrer aus
westlicher Richtung gefahrlos auf
den Radweg zu leiten. Auch eine
Schlagbaum-Schranke am Ende der
Spießgasse ist gekürzt worden, damit
man besser daran vorbeikommt.
So werden Stück für Stück und mit
viel Geduld die vielen Problemstellen
im Gemeindegebiet verbessert.
Die Bürgerschaft ist aufgerufen,
eventuelle Mängel zu melden und
vielleicht vorzuschlagen, was verbessert
werden kann. Beim RSV ist
man fest entschlossen, das Konzept
weiter zu verfolgen und auszubauen,
von Zeit zu Zeit nachzufragen, was
bereits umgesetzt wurde und wo es
noch klemmt. Einen weiteren Termin
mit der Gemeinde hat man für das
Frühjahr anvisiert.
Stern Profis GmbH erneut ausgezeichnet: Top-Werkstatt 2026
und Deutscher Werkstattpreis – Platz 3 bundesweit!
Ein unglaublicher Erfolg für das Team der Stern Profis GmbH aus Bickenbach. Erneut dürfen sich die AMG-
Spezialisten über die Auszeichnung Top-Werkstatt 2026 freuen.
Foto: meli
BICKENBACH (meli), Die Stern
Profis GmbH aus Bickenbach
an der Bergstraße setzt erneut
Maßstäbe in der deutschen Werkstattlandschaft.
Nach der Auszeichnung
zur Top-Werkstatt
2025 durch auto motor und
sport dürfen sich die Stern Profis
auch 2026 wieder über diesen
begehrten Titel freuen.
Doch damit nicht genug: Am 10.
Oktober in Würzburg wurde das
Unternehmen zusätzlich mit dem
Deutschen Werkstattpreis 2025
geehrt – und erreichte dabei einen
beeindruckenden dritten Platz
unter den besten Werkstätten
Deutschlands.
„Das ist ein unglaublicher Erfolg
– für unser gesamtes Team, unsere
Region und natürlich für unsere
Kundinnen und Kunden“, sagt
Salvatore Greco, CEO der Stern
Profis GmbH. Besonders beeindruckt
zeigte sich die Jury von der
hervorragenden Ausstattung, der
außergewöhnlichen Fachkompetenz
und der klaren Spezialisierung
der Werkstatt. Der Moderator
der Preisverleihung betonte: „Die
Stern Profis gehören zu den am
besten ausgestatteten Betrieben,
die die Jury je gesehen hat – hier
fehlt es wirklich an nichts.“
Brabus-Kompetenzzentrum
und AMG-Spezialist
Als Brabus-Kompetenzzentrum
und Spezialwerkstatt für
Mercedes-AMG sind die Stern
Profis die erste Adresse für alle,
die Performance, Präzision und
Leidenschaft für den Stern suchen.
Egal ob Wartung, Diagnose oder
individuelle Veredelung – hier
wird jedes Fahrzeug mit höchster
Sorgfalt und tiefem Fachwissen
betreut. Wenn ein AMG- oder
Brabus-Fahrer in der Region mit
seinem Boliden liegenbleibt, führt
der Weg früher oder später immer
zu den Stern Profis – denn hier
weiß man genau, was ein Hochleistungsfahrzeug
braucht.
Von der Bergstraße nach
ganz Europa
Was als regionales Fachzentrum
begann, ist heute eine Werkstatt
mit europaweitem Ruf. Dank der
starken Social-Media-Präsenz
und herausragender Kundenbewertungen
vertrauen inzwischen
Fahrzeugbesitzer aus der ganzen
Republik und darüber hinaus den
Stern Profis ihre Fahrzeuge an.
Kunden kommen nicht nur aus
Deutschland, sondern auch aus
der Schweiz, Österreich, Belgien,
den Niederlanden und Italien – und
nehmen dafür oft lange Anfahrtswege
in Kauf, um ihre Fahrzeuge
in Bickenbach in besten Händen
zu wissen.
„Unsere Leidenschaft für Mercedes-
AMG und Brabus verbindet Menschen
über Grenzen hinweg. Wir
freuen uns, dass unser Qualitätsanspruch
weit über die Region hinaus
Anerkennung findet“, so Salvatore
Greco.
Mit den aktuellen Auszeichnungen
stehen die Stern Profis einmal
mehr für höchste Kompetenz,
Präzision und Leidenschaft rund
um Mercedes-Benz, AMG und
Brabus – und zählen damit zu den
führenden Spezialbetrieben in
Deutschland.
Über die Stern Profis GmbH
Die Stern Profis GmbH in Bickenbach
ist ein inhabergeführtes
Unternehmen mit Spezialisierung
auf Mercedes-Benz, AMG
und Brabus. Als anerkanntes Brabus-Kompetenzzentrum
steht
das Unternehmen für höchste
Qualität, technische Expertise und
kompromisslose Leidenschaft für
Performance-Fahrzeuge. Durch
modernste Ausstattung, hochqualifizierte
Fachkräfte und einen
starken Auftritt in den sozialen Medien
hat sich die Werkstatt europaweit
einen hervorragenden Ruf als
Kompetenzzentrum für Fahrzeuge
mit dem Stern erarbeitet.
Kontakt:
Stern Profis GmbH
Breithauptstraße 4A, 64404 Bickenbach,
Tel. 06257 / 507 91 69,
Mail: info@sternprofis.de, www.
sternprofis.de
KfZ-Zulassung bequem von zu Hause erledigen
DARMSTADT-DIEBURG (meli),
Wer ein Fahrzeug zulassen möchte,
muss dafür nicht unbedingt
persönlich zur Zulassungsbehörde
kommen. Viele Anliegen lassen sich
bereits heute unkompliziert online
erledigen.
Unter www.ladadi.de/zulassung
stehen die sogenannten iKfz-
Verfahren zur Verfügung, ergänzt
durch kurze Erklärvideos, die Schritt
für Schritt durch die Anwendungen
führen. Die Terminsituation in den
Zulassungsstellen hat sich durch
verschiedene Maßnahmen in den
vergangenen Wochen spürbar entspannt:
Termine sind inzwischen im
Schnitt innerhalb von zehn bis 14
Tagen planbar verfügbar.
Zusätzlich werden täglich morgens
gegen 7 Uhr tagesaktuelle Termine
freigeschaltet, die nicht immer vollständig
ausgebucht sind. Dennoch
erreichen die Verwaltung weiterhin
zahlreiche telefonische oder
schriftliche Terminanfragen – die
jedoch nicht nötig sind. Gerade bei
kurzfristigen oder dringenden Anliegen
lohnt sich deshalb der Blick
ins Online-Angebot: Viele Vorgänge
können direkt digital abgeschlossen
werden – ohne Wartezeit, ohne
Termin und ohne Anfahrt.
Alle Informationen und die Online-Verfahren
gibt es unter: www.
ladadi.de/zulassung.
14
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Zwingenberg setzt auf Prävention: Stadt als 168. Kommune im Sicherheitsprogramm
KOMPASS begrüßt
Roman Poseck: „Bevölkerung, Polizei und Kommune ziehen gemeinsam an einem Strang, um die Sicherheit
zu erhöhen und den Menschen vor Ort ein noch besseres Sicherheitsgefühl zu geben“
ZWINGENBERG (meli), Zwingenberg
im Landkreis Bergstraße
verstärkt seine Sicherheits- und
Präventionsarbeit: Die Stadt wurde
als 168. Kommune von Innenminister
Roman Poseck in das hessische
Sicherheitsprogramm KOMPASS
aufgenommen. Ziel ist es, gemeinsam
mit den Bürgerinnen und
Bürgern, lokalen Institutionen und
der Polizei gezielte Maßnahmen zu
entwickeln, die das Sicherheitsgefühl
vor Ort weiter optimieren.
Innenminister Roman Poseck sagte
bei der KOMPASS Begrüßung: „Ich
freue mich, die Stadt Zwingenberg
heute als 168. Kommune im KOM-
PASS-Programm begrüßen zu dürfen.
Mit dem heutigen offiziellen
Beitritt setzen wir ein wichtiges
Zeichen für die Sicherheit vor Ort.
Die Stadt Zwingenberg weist schon
jetzt eine niedrige Kriminalitätsbelastung
auf und ist wie die übrige
Region Südhessen sehr sicher. Die
Anzahl der Straftaten insgesamt
hat sich in Zwingenberg von 251
im Jahr 2023 auf 177 im Jahr 2024
reduziert, das ist ein Rückgang
um knapp 30 Prozent. Besonders
deutlich zeigt sich diese positive
Entwicklung an der Häufigkeitszahl:
Die Zahl der Straftaten hochgerechnet
auf 100.000 Einwohner
liegt in Zwingenberg bei 2.430 und
konnte damit im Vergleich zu 2023
deutlich um 1.055 Fälle reduziert
werden. Damit liegt die Stadt
weit unter dem Hessenschnitt
von 6.000 Straftaten auf 100.000
Einwohner.
Trotz dieser schon jetzt positiven
Kriminalitätsentwicklung will
Zwingenberg die Sicherheit nachhaltig
stärken und die Prävention
noch stärker in den Fokus nehmen.
Dazu zählt die Früherkennung von
Gefahren, wie beispielsweise bei Extremwetterlagen
und in Fällen von
Einbruch und Vandalismus. Auch
innerhalb der Stadtgesellschaft soll
Sicherheit mittels verschiedener
Vorhaben, wie der Ausleuchtung
des Radwegs zwischen Zwingenberg
und Rodau lokalspezifisch
weiterentwickelt werden.
Erste Schritte hat die Stadt mit
der Einführung des Freiwilligen
Polizeidienstes und mit einem
Schutzmann vor Ort bereits unternommen.
Bei diesen Maßnahmen
hat die Zusammenarbeit zwischen
Stadt und Land bereits vorbildlich
funktioniert und soll nun mit
weiteren Präventionsmaßnahmen
intensiviert werden. Hinzu kommen
Ideen von Bürgern, die in der weiteren
Sicherheitsstrategie berücksichtigt
werden sollen. Sicherheit
bleibt eine gemeinsame Aufgabe
von der Bevölkerung, Polizei und
Kommune. Alle ziehen gemeinsam
an einem Strang, um die Sicherheit
zu erhöhen und den Menschen vor
Ort ein noch besseres Sicherheitsgefühl
zu geben. Für diesen Weg
wünsche ich Zwingenberg alles
Gute und viel Erfolg.“
„Ich freue mich über die Teilnahme
der Stadt Zwingenberg am KOM-
PASS-Programm. Die Polizeiliche
Kriminalstatistik belegt, dass die
Bürgerinnen und Bürger in Zwingenberg
bereits sehr sicher leben.
Durch die Zusammenarbeit der
Verantwortlichen mit der Polizei
und durch individuell angepasste
Maßnahmen wird die gute Sicherheitslage
weiter erhalten und
das Sicherheitsgefühl nachhaltig
gestärkt werden. Im Rahmen des
KOMPASS-Programms können
sich zukünftig alle Menschen in
Zwingenberg noch aktiver beteiligen
und dadurch einen wichtigen
Beitrag für ihre Sicherheit leisten“,
führte Polizeipräsident Christian
Vögele fort. Der Zwingenberger
Bürgermeister, Dr. Sebastian Cle-
(v.l.n.r.) Kriminaloberkommissar Hofmann (Führungsgruppe, Polizeidirektion Bergstraße), Kriminaldirektor Henne (Polizeidirektion Bergstraße),
Landtagsabgeordnete Birgit Heitland, Bürgermeister Zwingenberg Dr. Sebastian Clever, Innenminister Roman Poseck sowie Christian Vögele
(Polizeipräsident Südhessen), Kriminalhauptkommissar Runzheimer (Schutzmann vor Ort) und Florian Diry (Ordnungsamt Zwingenberg)
bei der Begrüßung der Stadt Zwingenberg im KOMPASS-Programm.
Fotos: Eva M. Wicht
Ein bewegender Moment ergab sich im Anschluss an die Übergabe, als Polizeikommissarin Katharina
Mandel im Namen des Landes Hessen in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen wurde. Die in
Heppenheim eingesetzte Beamtin war erst am Vortag überraschend gebeten worden, an der Veranstaltung
teilzunehmen. Dass sie dort allerdings ihre Ernennungsurkunde erhält, erfuhr sie erst vor Ort. Die
feierliche und für sie zugleich vollkommen unerwartete Übergabe rührte sie sichtbar zu Tränen und wurde
von den Anwesenden mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt.
ver, welcher das Starter-Kit mit
dem KOMPASS-Schild überreicht
bekam, führte in seiner Ansprache
aus: „Zwingenberg und Rodau sind
sichere Orte – und das soll auch
so bleiben. Mit KOMPASS setzen
wir bewusst auf Prävention und
auf eine enge Zusammenarbeit
zwischen Stadt, Polizei und Bürgerschaft.
Gemeinsam wollen wir
frühzeitig erkennen, wo in unserer
Stadt Handlungsbedarf besteht,
und das Sicherheitsgefühl der
Menschen in Zwingenberg und
Rodau weiter stärken.“
Die KOMPASS-Sicherheitsinitiative
Mit dem 2017 initiierten KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel
(KOMPASS) hat das Hessische
Innenministerium ein Angebot
für Städte und Gemeinden oder
auch Stadtteile eingerichtet, mit
dem diese in Zusammenarbeit mit
den relevanten gesellschaftlichen
Akteuren und der hessischen Polizei
ihre Sicherheitsarchitektur gezielt
weiterentwickeln können, um vor
allem die gefühlte Sicherheitslage
zu verbessern. Auf Grundlage
einer Bestandsaufnahme bestehender
Präventionsangebote und
der Sicherheitslage sowie einer
Bürgerbefragung sollen konkrete
Lösungsvorschläge für die Sicherheitsbedarfe
vor Ort erarbeitet
werden. Im Rahmen des bundesweit
einmaligen Programms, über
das gegenwärtig 167 hessische
Kommunen im Austausch mit ihren
Bürgerinnen und Bürgern stehen,
wurden hessenweit zahlreiche
Sicherheitsanalysen und Bürgerbefragungen
zur Erkennung von
Problemfeldern in Kommunen und
der Entwicklung entsprechender
Lösungsansätze durchgeführt.
Im Rahmen von KOMPASS bildet
eine Bürgerbefragung einen
zentralen ersten Schritt: Sie dient
dazu, gemeinsam mit den Menschen
vor Ort ein genaues Bild der
bestehenden Sicherheitslage und
des persönlichen Sicherheitsgefühls
zu erhalten.
Die Ergebnisse fließen anschließend
in die Entwicklung
passgenauer Maßnahmen für
Zwingenberg und Rodau ein. Die
Teilnahme an der Umfrage ist über
die Webseite der Stadt Zwingenberg
möglich. Zusätzlich stehen
gedruckte Beteiligungsformulare
zur Verfügung, die unter anderem
im Bürgerbüro ausliegen. Die Stadt
lädt alle Bürgerinnen und Bürger
ein, sich einzubringen und so
aktiv an der Weiterentwicklung
der lokalen Sicherheitsstrategie
mitzuwirken.
Zwingenbergs Bürgermeister Dr. Sebastian Clever (2.v.li.), welcher das Starter-Kit mit dem KOMPASS-
Schild von Innenminister Roman Possek überreicht bekam, betonte in seiner Ansprache nochmal: „Zwingenberg
und Rodau sind sichere Orte – und das soll auch so bleiben.“
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
15
Resiliente Technik an Laternen: Heinerboxen machen
Darmstadt krisenfest
Eine erste Heinerbox hing probeweise schon im September an einer Laterne im Lichtenbergblock. Foto: Gerd Keim
DARMSTADT (meli), Derzeit installiert
ein Team der TU Darmstadt gemeinsam
mit der Wissenschaftsstadt
die im LOEWE-Zentrum emergenCI-
TY entwickelten Heinerboxen: Sensorboxen,
die auch ein Notfallnetz
aufspannen können. Sie erfassen
nicht nur Umweltdaten und Verkehr,
sondern testen auch neue Wege
der Krisenkommunikation. Damit
verwandelt sich der Darmstädter
Lichtenbergblock in ein Reallabor
für Notfallkommunikation und
nachhaltige Stadtentwicklung.
Seit Ende November hängen die
ersten Heinerboxen im Lichtenbergblock.
Insgesamt rund 40 Boxen
werden an Straßenlaternen montiert.
Dort messen sie das Mikroklima
und den Verkehr im Quartier. Das
Team des LOEWE-Zentrums emergenCITY
hat die Heinerbox in und für
Darmstadt entwickelt. Daher auch
der Name: „Heiner“, der Spitzname
der Darmstädterinnen und Darmstädter,
trifft auf Sensorboxen. Das
Besondere: Die Heinerbox misst im
Alltag wie in der Krise und verfügt
über die nötige Technik, um im
Ernstfall ein Notfallnetz aufspannen
zu können. Das Anwendungs- und
Transferzentrum Digital Resilience
Xchange (DiReX), das ebenfalls zur
TU Darmstadt gehört, begleitet unter
anderem die Weiterentwicklung der
Boxen im Praxisbetrieb.
Der hessische Wissenschaftsminister
Timon Gremmels erklärt: „Mit
den Heinerboxen zeigt Darmstadt,
wie exzellente Forschung direkt im
Alltag der Menschen ankommt. Was
Wissenschaftler im LOEWE-Zentrum
emergenCITY entwickelt haben,
Schauspieler Hans-Joachim Heist beim Dreh
zum Heinerbox Info-Clip. Foto: Felix Schreiber
wird hier im Lichtenbergblock zum
gelebten Transfer: Modernste Messtechnik
hilft, das Stadtviertel besser
zu verstehen und kann im Ernstfall
Leben schützen.
Die Messdaten der Heinerbox werden
für alle öffentlich zugänglich
sein und über eine Webseite zudem
verständlich erklärt. Das erhöht das
Vertrauen in die Wissenschaft enorm.
Die Verbindung von Wissenschaft,
Stadt und Zivilgesellschaft macht
aus dem Quartier ein Reallabor für
nachhaltige Stadtentwicklung und
Aurora DeMeehl, Stadtführerin und Dragkünstlerin aus Darmstadt
beim Dreh.
Foto: Felix Schreiber
resiliente Krisenkommunikation
– und damit zu einem Vorbild weit
über Hessen hinaus.“
Matthias Hollick, wissenschaftlicher
Koordinator von emergenCITY und
Professor für Informatik an der TU
Darmstadt, ergänzt: „Mit der Heinerbox
zeigen wir, dass Digitalisierung
den Menschen vor Ort dient und
gleichzeitig die Resilienz der Stadt
erhöht. Dass dabei alle gewünschten
Daten in anonymisierter Form erhoben
werden, war uns schon beim
Entwurf der Heinerbox ein zentrales
Anliegen.“
Hanno Benz, Oberbürgermeister
der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
betont: „Für Darmstadt ist die enge
Anbindung an die Forschung der
TU Darmstadt ein Glücksfall. Hier
im Quartier können wir erproben,
welche Technologien bei der Stadtplanung
von morgen und in Krisenzeiten
helfen, ohne dass
für die Stadt zusätzliche
Kosten entstehen.“
Zum Reallabor im Lichtenbergblock
gehört neben
der Heinerbox auch
die Litfaßsäule 4.0, der
Prototyp einer Warnsäule
auf dem Riegerplatz,
die seit April dort steht.
Die energieautarke Säule
kann auch bei einem
Stromausfall noch Informationen
und Warnmeldungen
anzeigen. Auch
sie aus der emergenCI-
TY-Forschung hervorgegangen,
die das Land
Hessen über das LOEWE
Förderprogramm ab 2020
bis Ende 2026 mit rund 32
Millionen Euro fördert.
Heinerboxen evaluieren Verkehrsmaßnahmen
der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Die Heinerboxen erfassen Temperatur,
Luftdruck, Luftfeuchtigkeit,
Feinstaub und Lichteinstrahlung,
also Werte, die Aufschluss über das
kleinräumliche Stadtklima geben.
Hinzu kommt ein Abstandssensor,
der Daten zu Verkehr und
Flächennutzung liefert. Auch der
Lärmpegel wird gemessen und die
Geräusche automatisch klassifiziert,
beispielsweise als Verkehrslärm,
Hundegebell oder Musik. Darüber
entsteht ein präzises Bild davon, wie
der öffentliche Raum genutzt wird
– ohne personenbezogene Daten
zu erheben.
Das dient unmittelbar der Stadtplanung:
Die Heinerboxen begleiten
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
und für erhöhte Verkehrssicherheit,
die die Wissenschaftsstadt
Darmstadt im Lichtenbergblock
unter dem Projekttitel „Heinerblock“
umsetzt. Ziel ist ein lebenswerteres
Quartier. „Mit den Maßnahmen
wollen wir in einem ersten Aufschlag
den Durchgangsverkehr
reduzieren, Fahrradfahren und
Carsharing fördern sowie die Schulwege
sicherer machen. Mithilfe der
Heinerboxen lassen sich auch Effekte
von kleineren Veränderungen evaluieren,“
sagt Paul Georg Wandrey,
Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt.
Resilienz und Nutzen für den
Krisenfall von Anfang an mitgedacht
Die Sensorboxen sind so gestaltet,
dass sie auch in Krisensituationen
funktionieren. Selbst wenn Strom,
Internet oder Mobilfunk für mehrere
Tage ausfallen, erfassen sie weiter
Daten, dank der Integration einer
Batterie und verschiedener Funktechnologien
wie LoRa, WiFi und
Bluetooth.
Gerade in einer Krise werden die
Heinerboxen besonders wertvoll:
Ihre Messwerte können Einsatzkräften
entscheidende Hinweise liefern.
So weisen zum Beispiel erhöhte
Feinstaubwerte auf einen Brand
hin und Verkehrsdaten unterstützen
die Planung von Hilfsmaßnahmen.
Solche praktischen Einsatzmöglichkeiten
wird auch das Anwendungsund
Transferzentrum DiReX in den
nächsten Jahren weiterverfolgen.
„In Krisenzeiten brauchen wir zuverlässige
digitale Technologie, um
bestmöglich auf kritische Ereignisse
reagieren zu können und uns schnell
wieder von der Krise zu erholen.
Mit DiReX investieren wir gezielt
in die Zukunftsfähigkeit unseres
Landes und stärken unsere digitale
Resilienz, wissenschaftlich und pra-
xisnah“, bekräftigt Prof. Dr. Kristina
Sinemus, hessische Ministerin für
Digitalisierung und Innovation, in
Wiesbaden.
„Resilienz entsteht nicht im Labor,
sondern im Miteinander“, ergänzt
Michèle Knodt, Direktorin von
DiReX und Professorin für Politikwissenschaft
an der TU Darmstadt.
„Wenn Menschen verstehen,
mitreden und mitgestalten, wird
digitale Technik zur echten Stärke
in Krisen. Genau das wollen wir mit
DiReX und der Heinerbox erreichen
– gemeinsam mit der Stadt, der
Politik und den Bürgerinnen und
Bürgern.“
Ein Notfallnetz für die Bevölkerung
im Lichtenbergblock
Die eingebauten Funktechnologien
könnten zukünftig im Ernstfall auch
ein Notfallnetz ermöglichen. Darüber
ließen sich Warnmeldungen
und Handlungsanweisungen der
Behörden verbreitet oder Hilferufe
absetzen. Die erste Idee: Sich per
WLAN mit einer Heinerbox verbinden
und auf dem eigenen Handy
eine einfache Website mit aktuellen
Lageinformationen angezeigt
bekommen.
Um alle im Quartier einzubinden,
begleitet die Heinerboxen eine breit
angelegte Informationskampagne:
Dazu gehören eine Website, Informationen
im Viertel und ein Film
mit prominenten Darmstädter
Gesichtern wie Schauspieler Hans-
Joachim Heist, Stadtführerin Aurora
DeMeehl und YouTuber Dietmar
Diamant. Außerdem setzen die
Forschenden auf Transparenz: Die
Messdaten und Forschungsergebnisse
werden öffentlich zugänglich
sein, damit alle sehen, was sich im
Quartier verändert. Jede Laterne
mit Heinerbox bekommt in den
nächsten Wochen einen QR-Code,
über den die Daten dann abgerufen
werden können.
Um gemeinsam und vor Ort über
Resilienz ins Gespräch zu kommen,
ist im kommenden Frühjahr eine
weitere Aktion geplant. DiReX
und emergenCITY laden zur Familien-Rallye
im Lichtenbergblock
ein. Dabei dreht sich alles um
die Heinerboxen und das Thema
Krisenvorsorge. Am 21. März 2026
startet die Rallye mit einem großen
Aktionstag.
Weitere Infos: www.heinerbox.tudarmstadt.de.
Datenplattform mit
Messwerten: https://data.heinerbox.tu-darmstadt.de
16
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
Wir bedanken uns für Ihre Treue und
wünschen allen eine ruhige und besinnliche
Weihnachtszeit und einen guten Start
ins Jahr 2026.
Konsum von heute spiegelt Verantwortung für morgen
Über 60 Gäste beim dritten „Bürgerdialog Nachhaltigkeit“ in Alsbach-Hähnlein
ALSBACH-HÄHNLEIN (tt), Der
Ramsch des Einen ist das Glück des
Anderen. Oder anders gesagt: Nützlichkeit
ist eine Frage der Perspektive.
Jeder Flohmarkt funktioniert nach
diesem Prinzip. Die Urform von
Upcycling und Nachhaltigkeit. Es
gibt aber auch andere, jüngere
Varianten dieser Idee, bei denen die
gemeinsame oder abwechselnde
Nutzung von Gütern, etwa durch
das Tauschen, Leihen, Mieten oder
Schenken, im Zentrum steht.
Sharing Economy heißt das Neudeutsch.
Eine Wirtschaft des Teilens,
die sich auf vielen Ebenen abspielen
kann. Das Kollektiv teilt sich Autos
und Wohnungen, Gärten und Parkplätze,
Werkzeug und Kleidung,
Lebensmittel und Fahrräder, Büroräume
und sogar Haustiere. Das ist
so erfolgreich und attraktiv, dass es
längst kommerzielle Akteure auf den
Plan gerufen hat.
Im Kleinen gibt es solche Modelle
auch in der Region: öffentliche
Bücherschränke in Pfungstadt oder
das Repaircafé in Bickenbach, das
alte Dinge instand setzt. Die (wenig
genutzten) Mitfahrbänke in Alsbach
oder das Sozialkaufhaus des DRK
in Hähnlein, das gebrauchte und
gespendete Waren anbietet.
„Teilen macht Freude und Freunde“,
betonte Dr. Andreas Brockmeyer
vom Klima- und Nachhaltigkeitsbeirat
(KNB) der Gemeinde Alsbach-
Hähnlein zu beginn des dritten
Bürgerdialogs Nachhaltigkeit, der
Mitte November im Bürgerhaus
HÜTTENFELD (meli), Der beste
Abfall ist der, der gar nicht erst
entsteht. In diesem Sinne geht der
ZAKB passend zur „Europäischen
Woche der Abfallvermeidung“
auf diesem Feld einen weiteren
Schritt voran – zusammen mit der
gemeinnützigen Initiative Labdoo.
org e.V.: Ab sofort können Bürgerinnen
und Bürger im Abfallwirtschaftszentrum
(AWZ) Heppenheim
gebrauchte Laptops, Tablets und
E-Book-Reader abgeben, damit diese
für Bildungszwecke aufbereitet
und an Bedürftige weitergegeben
werden.
Wer funktionsfähige Geräte spendet,
schenkt anderen Menschen
neue Chancen – und trägt zugleich
zu mehr Nachhaltigkeit bei. Denn
gerade im Bereich der Elektroge-
Sonne stattgefunden hat. Über 60
Gäste beteiligten sich an der gut
zweistündigen Informations- und
Diskussionsveranstaltung. Darunter
auch Bürgermeister Sebastian Bubenzer
und sein Vorgänger Georg
Bildung statt E-Schrott – ZAKB startet Kooperation mit Labdoo
Der ZAKB schenkt gebrauchten Notebooks und Tablets ein neues Leben
Foto: shutterstock
Tipps rund um die Immobilie von Thomas Wolf
Rausch. Die Themen waren Konsum,
Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung.
Seit nahezu vier Jahren beschäftigt
sich der KNB mit Fragen des Klimaschutzes
und setzt sich in und
für die Gemeinde mit Aspekten der
Nachhaltigkeit auseinander. Leitfaden
ist der kommunale Klima- und
Nachhaltigkeitsaktionsplan. Projektpartner
ist das Europäische Institut
für Arbeitsbeziehungen (EIAB), ein
gemeinnütziger Verein, der die europäische
Integration durch einen
sozialen und interkulturellen Dialog
fördern will. Das Thema Nachhaltigkeit
gehört ebenfalls ins Portfolio des
in Alsbach ansässigen Vereins. Nach
den Hauptthemen Klima und Wasser
ging es diesmal um den Komplex
Kaufen und Verwerten. Lisa Scholz
von der Verbraucherzentrale Hessen
widmete sich in
ihrem Vortrag
mit dem Titel
„Genießen statt
Verschwenden“
der Frage nach
intelligentem
Konsum und
Lebensmittelverschwendung.
In Deutschland
landen jährlich
etwa elf Millionen
Tonnen
Lebensmittel im
Müll. Dies entspricht
etwa 75
Kilogramm pro
Kopf. Die meisten dieser Abfälle
entstehen in privaten Haushalten,
wo etwa 59 Prozent aller Lebensmittelabfälle
anfallen. Rund ein
Drittel ist Obst und Gemüse, weil
es nur relativ kurz nutzbar ist. Die
Lebensmittelverschwendung hat
erhebliche Auswirkungen auf die
Umwelt, da sie Ressourcen wie
Wasser, Düngemittel und Technik
kosten und Treibhausgase freisetzen.
Um die Lebensmittelverschwendung
zu reduzieren, sei es wichtig,
dass Verbraucher bewusster mit
Lebensmitteln umgehen und diese
nachhaltig nutzen, so die Referentin,
Wer funktionsfähige Geräte spendet,
schenkt anderen Menschen
neue Chancen – und trägt zugleich
zu mehr Nachhaltigkeit bei.
räte steckt großes Potenzial: Viele
intakte Laptops und Tablets verstauben
ungenutzt in Schubladen
– dabei könnten sie an anderen
Orten weiterverwendet und wertvolle
Ressourcen wie Edelmetalle
und seltene Erden im Kreislauf
gehalten werden.
Für die Umsetzung setzt der ZAKB
auf den Förderverein Labdoo.org
e.V. als verlässlichen Partner. Labdoo.org
ist eine internationale,
ehrenamtlich getragene Initiative,
die gespendete IT-Geräte sammelt,
technisch aufbereitet und mit
leistungsfähiger Bildungssoftware
ausstattet. Die Geräte werden
anschließend CO²-neutral über
sogenannte Reisepaten an Schulen
und Bildungsprojekte weltweit
verteilt. So erhalten Kinder, Auszubildende
und Studierende in
mehr als 2.600 Projekten rund um
den Globus Zugang zu digitalen
Lernmöglichkeiten.
Gespendet werden können funktionsfähige
Laptops, Tablets und
E-Book-Reader – möglichst mit
Netzteil. Wichtig ist, dass alle BIOS-,
die betont: „Etwa die Hälfte dieses
Abfalls könnte durch kluges Einkaufen
vermieden werden.“ Finanziell
würde das ein durchschnittliches
Einsparpotenzial von 137 Euro pro
Jahr und Haushalt bedeuten.
Die Gründe der Verschwendung: zu
viel gekauft, zu viel gekocht oder
falsch gelagert. Tipp der Ernährungsexpertin:
zuerst die Vorräte
prüfen und nur nach Bedarf kleinere
Mengen einkaufen. Produkte, die
sich nicht so lange halten, zuerst
verbrauchen. „Am besten im Kühlschrank
nach vorn stellen.“ Wer es
kann, sollte beim Direktvermarkter
kaufen. Das spart zudem überflüssiges
Verpackungsmaterial.
Sarah-Helene Sowa ist als Sustainability
Managerin verantwortlich für
den Bereich Nachhaltigkeit beim
E-Bike-Hersteller Riese & Müller am
Standort Mühltal. Die Manufaktur
setzt auf Material-Recycling und
die Wiederverwendung von großen
Verpackungen. Auf diese Weise habe
man den ökologischen Fußabdruck
des Unternehmens in den letzten
drei Jahren markant reduzieren
können, so die Mitarbeiterin, die
in Alsbach lebt und sich unter
anderem im Vorstand der Initiative
Umweltschutz (IUHAS) engagiert.
Die Betriebswirtschaftlerin war vor
einigen Jahren aus der Finanzwelt in
die Mobilitätsbranche gewechselt.
Radfahren ist auch für Christian
Haibt vom KNB eine der besten
Möglichkeiten, um die Umwelt zu
schonen – und ein ideales Beispiel
Boot- und Festplattenpasswörter
vor der Abgabe entfernt werden.
Wer die Festplatte ausbaut, sollte
Halterungen und Schrauben beilegen,
damit eine Ersatzplatte
eingebaut werden kann.
Der ZAKB empfiehlt, das Gerät vor
der Abgabe zu formatieren und
alle darauf gespeicherten Daten zu
löschen. Die Datenlöschung wird
standardmäßig auch von Labdoo
vorgenommen. Weitere Informationen
unter der Labdoo-Website
www.labdoo.org/deu/de/faq/.
Nachdem das Gerät an Labdoo
übergeben wurde, hat der ZAKB
jedoch keinen Einfluss mehr auf
die Nutzung und kann daher nicht
sicherstellen, dass Daten weiterhin
geschützt werden. Wer bei der
Spende Name, Wohnort und E-
von Thomas Tritsch
Thomas Wolf, Immobilienmakler
& Sachverständiger
für Nachhaltigkeit im Alltag. Haibt,
der sich auch als Vorsitzender beim
Verein „Lernort Natur an der Fasanenlache“
engagiert, brachte beim
Bürgerdialog verschiedene Ideen
ins Spiel, wie man täglich Ressourcen
sparen kann. Zum Beispiel bei
der persönlichen Garderobe. Der
negative Trend heißt Fast Fashion:
„schnelle Mode“, billig produziert
und teuer für die Umwelt, weil
bald wieder out. Das zerstört Natur
und Ressourcen. Besser als diese
Wegwerfmode sei es, hochwertige
Kleidung zu kaufen, die man lange
tragen und reparieren kann. Er
empfiehlt nicht nur das gute alte
Handwerk, das offene Nähte schließt
und Schuhe neu besohlt – sondern
auch Großmutters Fingerfertigkeiten
beim Sockenstopfen.
In Unverpackt-Läden oder auf dem
Markt lässt sich Verpackungsmaterial
vermeiden, und wer Busse und bahnen
– oder Fahrrad – fährt, kann das
Auto auch mal stehen lassen. Banale
Dinge mit großem Effekt, so Haibt,
der wie alle Referenten auch mit dem
Publikum in einen Dialog getreten ist.
Das war der Sinn der Veranstaltung,
die globale Themen in einer lokalen
Dimension beleuchtet und dabei
alle Bürger – Jung und Alt – für die
Welt von morgen sensibilisieren will.
EIAB-Vorsitzender und KNB-Mitglied
Dr. Lutz Büchner fasste die Ergebnisse
zusammen und blickte nach vorn. Der
nächste Bürgerdialog im kommenden
Jahr soll sich mit dem Thema
Kleidung beschäftigten.
Mail-Adresse angibt, erhält einen
Tracking-Link und kann so nachvollziehen,
wohin das eigene Gerät
gespendet wurde.
Nicht angenommen werden: Desktop-PCs,
Monitore, Drucker, PC-
Zubehör, Festplatten, Geräte mit
hohem Stromverbrauch (>120 W),
sehr alte Geräte (z. B. mit Windows
XP/Vista) oder Funkmäuse und
-tastaturen.
Den Projektstart hat der ZAKB in
die Europäische Woche der Abfallvermeidung
gelegt, die vom 22.
bis 30. November 2025 unter dem
Motto „Reparieren statt wegwerfen
– Elektroschrott vermeiden!“
stattfand. Die Aktion des ZAKB griff
dieses Thema auf und zeigt ganz
praktisch, wie Wiederverwendung
funktionieren kann.
Der Immobilien-Ratgeber!
Liebe Leserin, liebe Leser,
seit Jahren bieten wir Ihnen auf
unserer Website täglich neue und
interessante Berichte zu allerlei
Immobilienthemen an.
Da nicht alle Personengruppen einen
Internetzugang haben, möchte
ich Ihnen heute daraus wieder einen
Bericht vorstellen, der auch Sie
interessieren könnten.
Immobilienförderung 2026: Welche
Neuerungen für Eigentümer
geplant sind
Für 2026 plant die Bundesregierung
neue Förderanreize für Eigentümer,
die energetisch sanieren oder
altersgerecht umbauen möchten.
Ziel ist es, mehr Investitionen in den
Gebäudebestand anzustoßen – mit
weniger Bürokratie, attraktiveren
Zuschüssen und klareren Förderkriterien.
Wer Sanierungen plant, sollte
sich jetzt schon vorbereiten – denn
einige Programme starten bereits
zum Jahreswechsel.
Schwerpunkte: Energie, Klima
und Wohngesundheit
Besonders gefördert werden künftig
Maßnahmen zur Reduzierung des
Energieverbrauchs – also Dämmung,
Heizungstausch, Fenster, aber auch
Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung.
Zusätzlich sollen erstmals
Zuschüsse für Maßnahmen zur
Wohngesundheit möglich werden
– etwa bei Schallschutz, Raumluft
oder natürlichen Baustoffen. Auch
altersgerechte Umbauten (barrierearme
Bäder, Aufzüge) werden
stärker gefördert.
Einfachere Antragstellung geplant
Viele Eigentümer haben in der Vergangenheit
auf Förderungen verzichtet
– wegen komplizierter Anträge
oder unklarer Bedingungen. Ab 2026
soll ein zentrales Online-Portal mit
Förderassistent Schritt für Schritt
durch den Prozess führen. Auch
Kombinationsförderungen und automatische
Datenübernahme sind
geplant. Wer gut vorbereitet ist, kann
so Aufwand und Zeit sparen.
Beratung bleibt wichtig
Wer Fördermittel nutzen will, sollte
sich frühzeitig informieren – am
besten über einen Energieberater
oder Architekten. Auch steuerliche
Fragen spielen eine Rolle. Je besser
die Maßnahme vorbereitet ist, desto
reibungsloser verläuft der Antrag.
Fazit
Die neue Förderlandschaft ab 2026
bietet große Chancen. Eigentümer, die
früh planen, sichern sich finanzielle
Vorteile – und machen ihre Immobilie
fit für die Zukunft.
Möchten auch Sie Ihre Immobilie
professionell und sicher vermieten,
verkaufen oder kaufen, so wenden
Sie sich vertrauensvoll an unser fachübergreifendes
Immobilien- Sachverständigen-
und Planungsbüro, denn
hier erwarten Sie DEKRA zertifizierte
Spezialisten wie Immobilienmakler,
Sachverständige und Architekten
(www.ikzb.de).
Wir freuen
uns auf
Sie: IMM-House
Immobilien- & Sachverständigenbüro,
Thomas Wolf DEKRA
zertifizierter Immobilienmakler
und Sachverständiger für Immobilienbewertung,
64665 Alsbach-
Hähnlein, Tel.: 06257 – 50 46 746,
www.imm-house.de
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
17
TU Darmstadt eröffnet Metal Energy Hub
Metalle als Energiespeicher: EU und Land Hessen fördern Projekt mit drei Millionen Euro
Start der Pilotanlage: v.l.n.r. Professorin Michèle Knodt, Professor Andreas Dreizler, Professor Thomas Walther (Vizepräsident der TU Darmstadt),
Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori, Professor Christian Hasse (Projektkoordinator) und Professor Bernd Epple.
DARMSTADT (meli), Wie können
erneuerbare Energien über längere
Zeit sicher und klimaneutral gespeichert
werden? Mit dieser und
weiteren wichtigen Zukunftsfragen
beschäftigen sich Forschende der
TU Darmstadt nun im neuen Metal
Energy Hub.
Für eine umweltfreundliche Speicherung
von Energie: Die TU
Darmstadt bündelt ab sofort ihre
Forschungsaktivitäten zu metallischen
Energieträgern in einem
neu gegründeten Metal Energy Hub
(MEH). Das Zentrum, das heute auf
dem Campus Lichtwiese eröffnet
wurde, wird mit drei Millionen
Euro vom Land Hessen und der
EU gefördert. Der hessische Wirtschaftsminister
Kaweh Mansoori
besuchte die TU zur Übergabe des
Förderbescheids und zum Start
einer Pilotanlage.
Im Metal Energy Hub sollen künftig
metallbasierte Energiespeicher
als innovative Lösung für das
sogenannte Langzeitspeicher-Problem
in Deutschland entwickelt
werden. Dieses entsteht, weil erneuerbare
Energiequellen massive
Speicherkapazitäten erfordern
und bestehende Lösungen wie
Batterien und Pumpspeicher für die
saisonale Speicherung über längere
Dem hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori wird die Verbrennung von Eisenpulver
demonstriert.
Fotos: Klaus Mai
Zeiträume nicht ausreichen. Die
Darmstädter Forschenden setzen
daher auf Metalle als chemische
Energieträger.
Die neue, universtär einmalige
Pilotanlage ermöglicht dabei die
Verbrennung von mehreren Hundert
Kilogramm Eisenpulver pro
Stunde, um eine Energiefreisetzung
von einem Megawatt und damit
die sogenannte semi-industrielle
Skala zu erreichen. Eisenpulver
hat den Vorteil, dass es über lange
Zeiträume sicher und verlustfrei
gelagert und einfach transportiert
werden kann. Bei der Verbrennung
entsteht CO2-freie Wärme – für
eine Stromerzeugung in Kraftwerken
und Industrie- oder Fernwärme.
Die neue Technologie ermöglicht
es, ehemalige Kohlekraftwerke zu
CO2-freien Eisenkraftwerken umzurüsten,
bestehende Infrastrukturen
weiter zu nutzen und so die
Energiewende zu beschleunigen.
„Insbesondere bei hoch relevanten
Themen wie der
Energiewende ist
es wichtig, den
Forschungstransfer
parallel zur Grundlagenforschung
zu
betreiben“, sagt
Professor Thomas
Walther, Vizepräsident
für Innovation
und Internationales
der TU Darmstadt.
„Der Metal Energy
Hub ist ein perfektes
Beispiel dafür, dass
Forschungsstärke
und xchange Hand
in Hand gehen und
sich so Innovationen
mit echtem Impact
entwickeln.“
Eisen sei einer der ältesten Werkstoffe
der Menschheit und könne
nun eine Schlüsselrolle in der
weltweiten klimaneutralen Energieversorgung
übernehmen, erklärt
Koordinator Professor Christian
Hasse vom Fachgebiet Simulation
reaktiver Thermo-Fluid Systeme
(STFS): „Wir bauen auf die erfolgreiche
Forschung mit unseren
Partnern, etwa dem Karlsruher
Institut für Technologie, im Projekt
Clean Circles auf. Mit dem Metal
Energy Hub schaffen wir nun die
Plattform, um metallische Energieträger
zur industriellen Anwendung
zu bringen, als skalierbare Lösung
für Transport und Speicherung von
erneuerbarer Energie.“
Technologiemanager Marius
Schmidt betont, im MEH solle
gezeigt werden, dass metallische
Energieträger nicht nur im Labor
funktionieren, sondern auch im
industriellen Umfeld. „Die Ein-
Megawatt-Pilotanlage ist ein entscheidender
Schritt dahin. Über
unser Partnernetzwerk bringen wir
Forschung, Industrie und Politik
zusammen – damit aus der Technologie
schnell marktfähige Lösungen
werden“, sagt er. „Es geht dabei
nicht nur um eine neue Technologie
– sondern darum, bestehende
Infrastrukturen in Deutschland
intelligent zu transformieren, statt
sie abzuschreiben.“
Am MEH sind neben dem STFS
auch die Fachgebiete Reaktive
Strömungen und Messtechnik
(RSM; Professor Andreas Dreizler)
und Energiesysteme und Energietechnik
(EST; Professor Bernd
Epple) beteiligt sowie das Institut
für Technische Thermodynamik
(TTD; Professor Peter Stephan) und
Professorin Michèle Knodt vom
Institut für Politikwissenschaft.
Gemeinsam will das Team von
Brennerkonzepten bis zum semiindustriellen
Maßstab forschen,
die Entwicklung vorantreiben sowie
metallische Energieträger und darauf
aufbauende Geschäftsmodelle
auf system- und volkswirtschaftlich-politischer
Ebene analysieren.
Durch das Partnernetzwerk sollen
die Markteinführung beschleunigt
und eine Ausgründung vorbereitet
werden.
Eisen als Schlüsseltechnologie für
die Energiewende
Erneuerbare Energieüberschüsse
aus dem Sommer für den Winter
nutzbar machen – das gelingt
mit Eisenpulver als CO?-freiem
Energiespeicher. Das Konzept ist
ebenso einfach wie genial: Eisenpulver
wird verbrannt, wobei Energie
in Form von Hitze freigesetzt wird
– ohne CO?-Emissionen. Es entsteht
Eisenoxid, das mithilfe von grünem
Wasserstoff oder Elektrolyse wieder
in Eisen zurückverwandelt werden
kann. Dieser Kreislauf lässt sich beliebig
oft durchlaufen und ermöglicht
eine langfristige Energiespeicherung,
die im Gegensatz zu Batterien keine
Selbstentladung kennt.
„Strom darf nicht zum Luxusgut werden“
Mehr als 15.100 Menschen im Kreis Darmstadt-Dieburg können
Strom- und Gasrechnung nicht pünktlich oder gar nicht bezahlen
DARMSTADT-DIEBURG (meli),
Licht an, Heizung an – nicht in
allen Haushalten im Kreis Darmstadt-
Dieburg klappt das problemlos. Im
Landkreis Darmstadt-Dieburg leben
nach Schätzungen der Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
mehr als 15.100 Menschen in Haushalten,
die ihre Rechnungen beim
Energieversorger nicht oder nicht
pünktlich bezahlen können.
Die NGG Darmstadt und Mainz
beruft sich dabei auf Angaben des
Statistischen Bundesamtes (Destatis).
Demnach haben bundesweit im
Schnitt 5 Prozent der Bevölkerung
Probleme beim Bezahlen von Stromund
Gasrechnungen. „Steigende
Strompreise setzen die Menschen
unter Druck. Wer im Kreis Darmstadt-Dieburg
für einen Niedriglohn
arbeitet oder sogar nur den Mindestlohn
bekommt, muss ohnehin jeden
Cent zweimal umdrehen. Wenn für
diese Menschen Strom jetzt mehr
und mehr zum Luxusgut wird, dann
muss dringend etwas passieren“, sagt
Guido Noll. Der Geschäftsführer der
NGG Darmstadt und Mainz fordert
die Bundesregierung auf, die Strom-
steuer für private Haushalte – wie
im Koalitionsvertrag von Union und
SPD vereinbart – zu senken. „Der
Effekt wäre sofort da: Mit geringeren
Stromkosten könnte der Staat den
Menschen prompt und wirkungsvoll
unter die Arme greifen“, so Noll.
Der Gewerkschafter appelliert an die
Bundestagsabgeordneten aus dem
Landkreis Darmstadt-Dieburg und der
Region, sich in Berlin „für einen kräftigen
und dauerhaften Stromsteuer-
Rabatt stark zu machen“. Außerdem
gehörten Stromnetze in die öffentliche
Hand: „‚Strom-Autobahnen‘
dürfen nicht zur Rendite-Infrastruktur
für Investoren werden“, fordert Noll.
Für private Haushalte sei es wichtig,
möglichst langfristig stabile Energiekosten
zu haben. Davon würden
aber auch Schwimmbäder, Schulen
und Krankenhäuser profitieren. Die
vom Bund geplante Senkung der
Stromnetzentgelte könnte genauso
wie die Befreiung der Gaskunden von
der Gasspeicherumlage nur ein erster
Schritt sein. Darüber hinaus begrüßt
die NGG Darmstadt und Mainz den
vom Bund für das kommende Jahr
bis 2028 geplanten vergünstigten
Industriestrompreis von rund 5 Cent
pro Kilowattstunde. Es sei jetzt allerdings
entscheidend, welche energieintensiven
Unternehmen nach dem
Willen der Bundesregierung davon
profitieren sollen.
„Gerade auch die Lebensmittelindustrie
hat einen hohen Energiebedarf.
Das müssen die heimischen Bundestagsabgeordneten
jetzt gegenüber
der Bundesregierung in Berlin deutlich
machen. Auf jeden Fall ist es für die
Ernährungswirtschaft im Kreis Darmstadt-Dieburg
und der Region wichtig,
dass der Bund die Stromsteuer auch
über das Jahresende hinaus senkt.
Denn hohe Energiekosten dürfen
keine Arbeitsplätze gefährden“, so
Guido Noll.
RP-Marktüberwachung warnt vor
gefährlicher Weihnachtsbeleuchtung
DARMSTADT (meli), Jetzt in der
Weihnachtszeit bringen Lichterketten
viele Häuser und Wohnungen zum
Leuchten. Immer beliebter werden
bewegte bunte Lichter und Weihnachtsmotive,
die auf Hausfassaden
projiziert werden. Bei diesen Projektoren
sind zum Teil Laser verbaut,
die für das menschliche Auge schnell
gefährlich werden können.
Laser sind inzwischen in vielen Produkten
zu finden. Diesen immer
stärker wachsenden Markt hat das
RP Darmstadt zum Anlass genommen,
Laser-Projektoren aus dem Onlinehandel
zu überprüfen. Geprüft wurden
die Laserausgangsleistung und
der Schutz vor dem Eindringen von
Feuchtigkeit. Das Ergebnis: Bei etwa
80 Prozent der bestellten Stichproben
stellten die Prüfer sicherheitstechnische
Mängel fest.
Der Labor-Test hat bei etwa 30 Prozent
der Projektoren unzulässig hohe
Laserausgangsleistungen ergeben.
Das ist gefährlich, denn schon eine
geringe Leistung wird durch den
Linseneffekt im menschlichen Auge
drastisch verstärkt, was zu dauerhaften
Schäden führen kann. Daher
rät die RP-Marktüberwachung dazu,
bereits beim Kauf auf die formalen
Anforderungen zu achten. Zu den Sicherheits-
und Warnhinweise auf der
Verpackung und dem Produkt selbst
fgehören die Angabe der Laserklasse,
die Laserleistung sowie die Angabe
einer in der EU niedergelassenen
verantwortlichen Person. Pflicht ist
zum Beispiel die Kennzeichnung mit:
„Laserstrahlung, nicht in den Strahl
blicken. Verbraucher-Laser-Produkt
der Klasse 2.“
Niederspannungsgeräte müssen vor
dem Eindringen von Fremdkörpern,
Staub und Wasser geschützt werden.
Da die getesteten Laserprojektoren
für den Außenbereich entwickelt
wurden, spielt die IP-Klassifizierung
eine wichtige Rolle, um Stromschläge
zu vermeiden. Diese Produkte sollten
mindestens eine IP-Klasse 44 oder
höher aufweisen. Die Projektoren
wurden dahingehend geprüft, wie sie
vor dem Eindringen von Spritzwasser
geschützt sind. Hier zeigten die Tests,
dass bei den meisten der Projektoren
trotz Angabe eines IP-Schutzes dieser
nicht eingehalten wird: Bei etwa 80
Prozent drang Spritzwasser in den
Netzstecker oder den Projektor selbst
ein. Im Betrieb können dadurch Kurzschlüsse
und gefährliche Situationen
für den Benutzer entstehen.
18
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Vorweihnachtliche Klänge von besinnlich bis fröhlich
Gesangverein Harmonie Fehlheim inszenierte stimmungsvolles Adventskonzert
Traditionelle Weihnachtslieder und moderne weihnachtliche Gospels präsentierten die Sängerinnen und Sänger des Gesangsvereins „Harmonie“ Fehlheim mit dem Traditionschor
und dem Chor FUNtastiXX bei ihrem Konzert „Adventszauber“ in der festlich illuminierten Kirche St. Bartholomäus in Fehlheim.
Fotos: Stefan Oelsner
FEHLHEIM (tt), Traditionsgemäß
luden die Chöre des Gesangvereins
Harmonie Fehlheim zum
Ersten Advent in die voll besetzte
Fehlheimer Kirche ein. Der diesjährige
„Adventszauber“ folgte dem
Anspruch der vergangenen Jahre
und bot dem Publikum ein breites
Spektrum an weihnachtlichen
Liedern von besinnlich bis fröhlich,
von klassisch und traditionell
bis zu modernen Arrangements
aus Deutschland, Europa und der
Welt.
Unter der Gesamtleitung von
Thomas Adelberger begrüßte
nach dem gemeinsamen Intro („O
Heiland, reiß die Himmel auf“)
zunächst der gemischte Traditionschor
die Gäste in der Katholischen
Kirche St. Bartholomäus, wo bereits
eine Viertelstunde vor Beginn
keine Sitzplätze mehr verfügbar
waren. Mit einem warmen „Vater
unser“ und „What A Wonderful
World“. Der Dirigent begleitete
einige Stücke an der Orgel auf der
Empore, was ihn auch räumlich
durchaus vor eine anspruchsvolle
Aufgabe stellte. Der Chor bestätigte
seinen Ruf als souveräner und
BICKENBACH (meli), Ende November
war es soweit: Nach fast einem
Jahr intensiver Proben wurde das
Theaterstück der Kindertheatergruppe
„Vorhang Auf!“ im vollbesetzten
Bickenbacher Bürgerhaus
uraufgeführt. Zwölf Kinder im
Alter von 9 bis 12 Jahren hatten
sich für das Projekt der Kinderund
Jugendförderung Bickenbach
angemeldet. Theaterpädagogin
Sabine Orthey entwickelte gemeinsam
mit den Kindern nach der erfolgreichen
Aufführung im Vorjahr
ein ganz neues Stück. Die ersten
Ideen entstanden spielerisch in der
Auseinandersetzung mit Märchen
und der Frage: Welche Rolle würde
ich am liebsten übernehmen? Die
Kinder stellten fest, dass in vielen
Märchen der König eine zentrale
Rolle hat. Da alle gerne mal den
König spielen wollten, kam schnell
die Frage nach der Macht des Königs
auf und warum das so ist. Wie ist
das eigentlich heute? Aus diesen
Mit stimmungsvollen modernen Weihnachtsliedern luden die Sängerinnen und Sänger der Fehlheimer
Chöre zusammen mit Chorleiter Thomas Adelberger die Gäste zum Mitsingen und Mitklatschen ein.
homogener Klangkörper, der sich
sicher auf sehr unterschiedlichem
Terrain bewegt und der Dynamik
seines Leiters folgt, der immer
wieder auch für humoristische
Einlagen sorgt. Dem gemeinsam
intonierten, fragil-getragenen
Wallfahrts- und Adventslied „Maria
durch ein Dornwald ging“ mit
dem „Kyrie“ im Refrain folgten
drei Titel des Chors FUNtastiXX,
der 2005 aus einem Chorprojekt
heraus entstanden war und seither
viele Freunde gewonnen hat. Das
Was macht Macht? Was Macht macht!
Aufführung der Bickenbacher Kindertheatergruppe „Vorhang Auf!“
umfangreiche Repertoire besteht
aus deutschen und englischen
Stücken zwischen modernem Pop
und Rock sowie Gospel und traditioneller
geistlicher und weltlicher
Musik. „Der Stern (Nacht liegt über
allen Dächern)“ ist ein Lied, das die
Die Ausprägungen und Auswirkungen von „Macht“ im täglichen Leben waren das Thema des Theaterstücks der Bickenbacher
Jugendförderung, welchers in verschiedenen Szenen anschaulich dargestellt wurden. Fotos: Stefan Oelsner
Geschichte eines kleinen Lichts in
der Dunkelheit erzählt. Der Text
behandelt die Hoffnung und den
Frieden, der Gottes Menschensohn
in die Welt bringt. „Siyahamba“
ist eine südafrikanische Melodie,
die in den 1990er Jahren auch in
Nordamerika und Europa populär
wurde. Der Text bedeutet in der
Zulu-Sprache „Wir brechen auf,
um im Licht des Königs zu gehen“.
Er besteht aus einer Phrase und
Variationen, die der Chor mit viel
Leidenschaft und Energie dargeboten
hat.
Mit „Night Of Silence“ wurde die
“Stille Nacht“ ins Englische übertragen,
das „Feliz Navidad“ des
Puerto-Ricanischen Sängers José
Feliciano bildete einen schwungvollen
Abschluss, bevor sich beide
Chöre gemeinsam mit einem „O,
Du Fröhliche“ beim Publikum
verabschiedet haben. Auch in
diesem Jahr war der Fehlheimer
Adventszauber eine schöne Collage
aus Klang und Raum, aus
anspruchsvoller Chormusik in der
wunderschönen Umgebung der
neuromanischen Saalkirche im
charakteristischen Rundbogenstil.
Ideen entwickelte sich ein
modernes Theaterstück, das
in einem Museum spielt.
Der etwas unbeholfene
König wird zur Vernissage
erwartet, verliert dabei
aber seine Krone. Schnell
entdeckt der Türsteher am
Einlass, welche Macht ihm
die Krone verleiht. Die Museumsdirektorin
wird von
ihrer viel schlaueren Praktikantin
zurechtgewiesen,
und ein verrückter Künstler
inszeniert eine Königsstatue,
die vom Publikum der
Lächerlichkeit preisgegeben
wird. Am Ende stellen die
Kinder in einem Rap die
Frage ans Publikum: Was
macht Macht - mit mir, mit
dir, mit jedem hier? Der enttäuschte
König ruft: „Mir
gefällt das Stück nicht!“
und wirft seine Krone in die
Zuschauerreihen.
60 Jahre im Dienst der Kirchenmusik
Organist Reinhard Sillus „verkündigt
mit den Tasten“
ZWINGENBERG (meli), Seit nunmehr
60 Jahren spielt der Zwingenberger
Reinhard Sillus als nebenberuflicher
Kirchenmusiker in ev. Gemeinden
der Region die Orgel. Dafür wurde
er jetzt vom Ev. Dekanat Bergstraße
und seiner Heimatkirchengemeinde
im Gottesdienst zum Volkstrauertag
gewürdigt – der Termin war gut
gewählt: Den ersten Gottesdienst,
den der im Jahre 1965 gerade einmal
15-jährige Reinhard Sillus musikalisch
begleitete, war ebenfalls ein Gottesdienst
aus Anlass des Volkstrauertags.
Seine erste Organistenstelle trat der
Teenager in Bickenbach an und sein
erster Einsatz im dortigen Gotteshaus
bleibt ihm bis heute unvergesslich.
„Ich habe es überstanden“, sagt er
rückblickend und schmunzelt.
Ausbildung mit strengen Lehrern
Angefangen hat alles, als er 13 Jahre
alt war. Damals ermutigte ihn der
Zwingenberger Pfarrer Adam Höfle,
das Orgelspiel zu erlernen. Reinhard
Sillus bildete sich fortan stets weiter
– unter anderem beim Kantor der
Darmstädter Pauluskirche, Erich Fischer,
und beim Leiter des Darmstädter
Bachchores, Horst Gehann. Seinen
Erfolg verdanke er vor allem seinen
Mentoren. „Nur bei strengen Lehrern
kann man etwas lernen“, erzählt er. Er
habe deren hohen Maßstab irgendwann
auf sich selbst übertragen – eine
Haltung, die ihm half, die C-Prüfung
als kirchenmusikalische Ausbildung
erfolgreich abzuschließen.
Seit sechs Jahrzehnten ist Reinhard Sillus Organist.
Stationen eines Musikerlebens
Von 1967 bis 1975 spielte Sillus in
der ev. Gemeinde Alsbach; anschließend
bis 1992 erneut in Bickenbach.
Seit 1992 ist er Organist in seiner
Heimatgemeinde Zwingenberg. Im
Hauptberuf arbeitete er bis zu seinem
Ruhestand beim Amtsgericht
in Darmstadt. „Mir hat irgendwie
der Mut gefehlt, hauptberuflich als
Organist zu arbeiten“, sagt er offen.
Die Verbundenheit zu seiner Heimatkirche
spielt für ihn eine große
Rolle. Als Kind habe er die Kirche in
Zwingenberg selbst besucht und sei
dort konfirmiert worden.
Ein Gottesgeschenk
Ohne Orgel würde ihm etwas Entscheidendes
fehlen. „Es war ein
Gottesgeschenk, dass ich das lernen
durfte“, sagt er. Viele Gottesdienste
gestaltet Sillus gemeinsam mit seiner
Frau, der Prädikantin Bärbel Andreas-Sillus.
Die Monate, in denen
die Bergkirche für die Renovierung
geschlossen war und er im Gemeindehaus
auf ein Klavier ausweichen
musste, beschreibt er als „schwere
Zeit“. „Das ist nicht mein Instrument“,
räumt er ein.
Man lernt eben nie aus
Auf die Frage nach seinem Lieblingskomponisten
kommt die Antwort
ohne Zögern: Bach. „Da geht nichts
darüber“, sagt Sillus. Jeden Gottesdienst
empfinde er als kleines Konzert
und jedes Konzert als eine Art Verkündigung.
Trotz seiner Erfahrung spürt
er bis heute die Herausforderung
des Orgelspiels. „Man lernt eben nie
aus“, sagt er. Es sei wichtig, offen für
Neues zu bleiben und nicht nur ein
festgefahrenes Programm abzuspulen.
Deshalb habe er „noch lange Zeit
Unterricht genommen“, selbst als er
schon längst Organist war.
Ein Amt, das trägt
Auch nach Jahrzehnten bleibt Sillus
der Zwingenberger Orgel treu. „Man
ist oft auch der Beschenkte, ich
bekomme sehr viel zurück“, sagt er.
An Aufhören denkt er nur, wenn
die Qualität nicht mehr stimmen
sollte: „Solange ich kann, möchte
ich spielen. Wenn ich es nur noch
mäßig kann, höre ich auf, öffentlich
zu spielen.“ Dass sich die Kirche in
den vergangenen Jahrzehnten stark
verändert hat, hat er hautnah erlebt.
Als er als kleiner Junge begann, sei
es selbstverständlich gewesen, einer
Kirche anzugehören. Heute sei vieles
anders – „es ist eben eine andere Zeit“,
sagt er nachdenklich.
Musik, die nicht nur Räume füllt
Pfarrerin Silke Bienhaus, stellvertretende
Dekanin des Ev. Dekanats Bergstraße
und unter anderem zuständig
für den Bereich Kirchenmusik, dankte
dem Jubilar für dessen außergewöhnliches
Engagement mit einem sehr
persönlichen Grußwort, in dem sie das
Lebenswerk des Kirchenmusikers in
den Mittelpunkt stellte. Sie würdigte
Sillus als einen Organisten, der beim
Spielen „sich selbst und die Menschen
um sich herum vergisst und ganz
in Gottes Gegenwart aufgeht“. Sein
Orgelspiel sei „eine Verkündigung
mit den Tasten“ – Musik, die nicht
Foto: meli
nur Räume füllt, sondern „tief in die
Menschen hineingeht“.
Besondere Gabe
Silke Bienhaus erinnerte mit Blick auf
den Volkstrauertags-Gottesdienst vor
60 Jahren daran, wie prägend dieser
geschichtliche Kontext gewesen sein
muss: Nur zwanzig Jahre nach dem
Ende des Zweiten Weltkriegs saßen
in der Kirche Menschen, die den
Krieg unmittelbar erfahren hatten.
Der Volkstrauertag sei „damals noch
ganz anders mit Emotionen besetzt
gewesen als heute“. Inmitten dieser
beklemmenden Atmosphäre habe ein
junger Organist, der selbst nach dem
Krieg geboren wurde, die Gemeinde
musikalisch begleitet – und damit
bereits früh seine besondere Gabe
unter Beweis gestellt.
Ein ganz, ganz großes Danke
Dieses Gottesgeschenk, das Sillus
damals empfing – das Orgelspiel
erlernen und in den Dienst der Kirche
stellen zu dürfen –, sei heute ein
Geschenk an die Gemeinden. „Für uns
ist es ein Gottesgeschenk, dass Sie für
uns die Gottesdienste musikalisch gestalten“,
sagte Bienhaus. „Dafür sage
ich Danke – ein ganz, ganz großes
Dank!“ Diesem Dank schloss sich auch
Kirchenvorstandsvorsitzende Claudia
Willbrand für die Heimatgemeinde
an. Zahlreiche Gratulanten reihten
sich ein, darunter viele Pfarrpersonen:
Die Emeriti Bernhard Dienst
(Zwingenberg), Klaus-Willi Schmidt
(Bickenbach) oder Hans-Peter Rabenau
(Jugenheim) sowie die amtierende
stellvertretende Kirchenpräsidentin
Ulrike Scherf (ehemals Pfarrerin in
Zwingenberg sowie Alsbach).
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
19
Ein Fest der Vielfalt und Besinnlichkeit
Weihnachtliche Atmosphäre beim Weihnachtsmarkt im AGAPLESION HAUS BICKENBACH
Besucher vieles zu entdecken. Besonders
gut kamen die selbstgebackenen
Plätzchen der Senioren an, und die
kleinen Stände, die mit liebevollen
Details geschmückt waren, zogen
viele Gäste an.
Doch der Weihnachtsmarkt war
nicht nur ein Ort für den Verkauf von
Waren, sondern auch ein Treffpunkt
für gemeinsame Momente. Jung und
Alt kamen ins Gespräch, schwelgten
in Erinnerungen und genossen das
bunte Treiben.
Im AGAPLESION HAUS BICKENBACH
Einrichtung arbeiten Menschen aus
32 verschiedenen Ländern Seite an
Seite – mit unterschiedlichen Sprachen,
Kulturen und Geschichten. Was
Der Gesangverein Sängerkranz 1832 e.V. sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier.
Monika Fertig (vorne) und Helene
Meierhöfer (re.) besuchten
gemeinsam den Basar.
Wir wünschen allen ein besinnliches und friedliches
Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2026!
Ein reichhaltiges Angebot an selbstgemachter Advents-Deko, hier von Ute Glauben aus Seeheim-Jugenheim,
und interessanten Weihnachtsgeschenken erfreuten die Heimberwohner und Gäste.
Gerhard Weiser aus Alsbach, hier
mit seiner Tochter (li.) und Betreuungspersonal,
hatte auch viel Spaß
auf der Weihnachtsfeier.
Eine kleine niedliche Schneekugel wechselt gerade ihren Besitzer.
BICKENBACH (meli), Der Duft von
Glühwein und frisch gebackenen
Plätzchen zog am 29.11.2025 die Besucher
auf den traditionellen Weihnachtsmarkt
im AGAPLESION HAUS
BICKENBACH. Zwischen festlich
geschmückten Ständen, leuchtenden
Lichtern und einer gemütlichen
Atmosphäre wurde der Beginn der
Adventszeit gebührend gefeiert.
Fotos: Eva M. Wicht
Die Organisatoren des Weihnachtsmarktes
haben in diesem Jahr wieder
keine Mühen gescheut, um eine
besondere Atmosphäre zu schaffen.
Im Erdgeschoss der Einrichtung wurde
ein stimmungsvoller Marktplatz
aufgebaut, der vor allem durch die
vielen handgefertigten Produkte
und das bunte Angebot besticht. Von
selbstgemachtem Schmuck bis hin zu
duftendem Zimtgebäck gab es für die
uns verbindet, ist mehr als ein Beruf:
es ist die gemeinsame Leidenschaft,
für andere da zu sein. Jeder bringt
ein Stück seiner Heimat mit – Wärme,
Humor, Werte, Traditionen. Und
genau diese Vielfalt macht das Team
so besonders. Gemeinsam schafft
man einen Ort, an dem Respekt, Zusammenarbeit
und Herzlichkeit jeden
Tag spürbarbar sind. Man zeigt, dass
Vielfalt nicht trennt – sie bereichert.
Und sie macht die Einrichtung zu
einem Zuhause, in dem sich Menschen
wohl, sicher und willkommen
fühlen.
Der Weihnachtsmarkt in der Einrichtung
war nicht nur ein gelungenes
Fest, sondern auch ein Symbol für das
Miteinander und die Solidarität in
der Region. Für alle, die es in diesem
Jahr nicht geschafft haben, dabei
zu sein, bleibt zu hoffen, dass der
Weihnachtsmarkt auch im nächsten
Jahr wieder ein Ort der Besinnlichkeit
und Freude wird.
Der Weihnachtsmarkt hat erneut
bewiesen: Die wahre Magie der
Adventszeit liegt nicht nur in den
festlichen Lichtern, sondern auch in
den Menschen, die sich mit Herz und
Hand füreinander einsetzen.
Eine besondere Überraschung waren die Blechvespen.
20
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
Gesundheitstipps von Dr. Sabine Wiesner
aus Alsbach-Hähnlein
Oh du fröhliche ...
Gestern war er da wieder, dieser
eine Satz: „in vier Wochen ist
Weihnachten, und es ist noch
so wahnsinnig viel zu tun, wie
soll ich das schaffen“. Jedes Jahr
kommt Weihnachten überraschend,
und bis es so weit ist
liegen viele völlig platt unter’m
Tannenbaum…
Es geht um das Thema Stress,
der sich gerade in der Zeit, in
der es doch besinnlicher, ruhiger,
stimmungsvoller sein soll, mit
schöner Regelmäßigkeit dem
„normalen Wahnsinn“ oben
aufstülpt.
Oft reicht ein „Pipifax“, um das
berühmte Fass zum Überlaufen
zu bringen, jeder kennt das: die
berühmte Fliege an der Wand
und wir explodieren - wie wäre
es, es dieses Jahr einmal anders
zu machen? Das Jahr gemütlich
und friedvoll ausklingen zu
lassen, die Festvorbereitungen
als Chance zum Innehalten, als
Bereicherung mit Muße anzunehmen,
statt darunter schier
zusammenzubrechen – so wie es
früher auch Brauch war? Quality
time oder auch Me-time statt
Weihnachtshetze?
Stress gab es schon immer, aber:
es gab auch Phasen, in denen man
zur Ruhe kam – und genau das
fehlt uns heute so oft. Diese Phasen
wieder einbauen zu lernen geht
zwar nicht von heute auf morgen,
ist aber allemal lohnend, denn es
ist eine Investition in die eigene
Gesundheit.
Sie wissen es aus vielen meiner
Artikel: Stress ist messbar. Und es ist
immer wieder spannend zu sehen,
was Stress mit unserem Körper
macht – und mit welchen eigentlich
einfachen „Tools“ wir aus dem
Hamsterrad rauskommen können
– wir helfen Ihnen gerne dabei!
Übrigens: Stress heißt immer auch
Cortisol-Ausschüttung. Und das
heißt wiederum Blutzucker-Erhöhung.
Das ist ein sinnvoller und
wichtiger Überlebensmechanismus,
um in „Kampf- und Fluchtzeiten“
genug Energie zu haben. Wenn
Dr. Sabine Wiesner
diese „Entladungen“ ausbleiben,
bleibt der Blutzucker dauerhaft
erhöht – auch unabhängig
vom Essen. Deswegen: wenn
schon Stress, dann lieber bei
den Kohlehydraten aufpassen.
Heißt Konkret: Weihnachtsgans
ja, Knödel und süßes Rotkraut
lieber nein??
Und noch etwas Wichtiges
sehen wir gerade in dieser Jahreszeit
wieder: wie wichtig ein
guter Vitamin-D-Spiegel ist: Wir
nähern uns dem kürzesten Tag
des Jahres, und damit der längsten
Nacht des Jahres – nicht
alles, was uns dunkel erscheint,
ist eine Depression: mit einem
„unterirdischen“ Vitamin-D-
Spiegel – ja, das sehen wir
auch heute noch immer wieder
– kann die Sonne nicht in uns
scheinen. Kennen Sie Ihren
Vitamin-D-Spiegel?
Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes
Weihnachtsfest und
alles Gute für ein glückliches
und gesundes neues Jahr!
Mehr Sicherheit im Alltag – nicht nur für Senioren
Aufklärung am Beratungsstand in Zwingenberg
ZWINGENBERG (meli), Am 21. November
setzten Bernd Timmermann,
der ehrenamtliche Sicherheitsberater
für Seniorinnen und Senioren in
Zwingenberg, und der Schutzmann
vor Ort, Herr KHK Runzheimer von
der Polizei Bensheim, ein gemeinsames
Zeichen für mehr Sicherheit
im Alltag. Von 13-14 Uhr standen
sie mit einem polizeilichen Präventionsstand
auf dem Parkplatz des
Netto-Marktes in Zwingenberg interessierten
Bürgerinnen und Bürgern
für Fragen zur Verfügung. Ziel der
Veranstaltung war es, den Menschen
vor Ort wertvolle Informationen und
praktische Tipps zu den Themen
Telefonbetrug, Taschendiebstahl und
Einbruchschutz zu geben. Besonders
ältere Menschen sind häufig Opfer
von Trickbetrügern am Telefon,
die mit gefälschten Geschichten
Vertrauen und Emotionen ausnutzen.
Am Stand wurden daher auch
konkrete Fragen beantwortet und
auf die Gefahren von sogenannten
„Enkeltrick“-Anrufen, „Schockanrufen“
und anderen betrügerischen
Methoden hingewiesen.
Sicherheit im Alltag durch praktische
Aufklärung
„Es ist mir besonders wichtig, den
Seniorinnen und Senioren zu zeigen,
wie sie sich vor Betrügern und Trickdieben
schützen können“, erklärte
Timmermann, der vielen älteren
Zwingenbergern gut bekannt ist.
„Oft wissen sie nicht, wie sie in einer
vermeintlich dringenden Situation
richtig reagieren sollen. Unser Präventionsstand
soll daher ein Ort sein,
an dem sie konkrete Handlungstipps
Sicherheitsberater für Senioren Bernd Timmermann (re.) und Kriminalhauptkommissar Runzheimer setzen
ein Zeichen für mehr Sicherheit im Alltag, besonders von Senioren.
Foto: meli
erhalten können.“, so Herr KHK
Runzheimer, der Schutzmann vor
Ort für Zwingenberg, der das polizeiliche
Angebot mit wichtigen
Informationen zum Thema Einbruchschutz
ergänzte. Besonders
für Hauseigentümer gab er wertvolle
Ratschläge, wie sie ihr Zuhause sicherer
machen können – etwa durch
moderne Sicherheitstechnik, effektive
Beleuchtung und das richtige
Verhalten bei Abwesenheit.
Praktische Beratung für alle
Generationen
Der Stand richtete sich nicht nur an
Seniorinnen und Senioren, sondern
an alle interessierten Bürgerinnen
und Bürger. Mehrere Zwingenberger
Wo Hilfe ankommt, wächst Hoffnung
Weihnachtsaktion der Regionalen Diakonie Bergstraße
BERGSTRASSE (meli), „Wo Hilfe
ankommt, wächst Hoffnung“ – unter
diesem Motto findet aktuell die
Weihnachtssammlung der Regionalen
Diakonie Bergstraße statt. In
einer Zeit, die von vielen mit Geborgenheit
und einem wärmenden
Zuhause in Verbindung gebracht
wird, sammelt die Regionale Diakonie
Bergstraße vor Ort Spenden für
dringend benötigte Hilfe.
Wohnungsnotfallhilfe wichtiger
denn je
Was für viele selbstverständlich ist,
bleibt anderen verwehrt: Ein eigenes
Zuhause. Aktuell sind rund 531.000
Menschen in Deutschland wohnungslos
und geeigneter Wohnraum
ist zunehmend schwerer zu finden.
„Bezahlbare Wohnungen werden
immer knapper, viele Menschen
geraten dadurch in existenzielle
Notlagen“, unterstreicht Jenna
Reibold, Leiterin der Regionalen
Diakonie Darmstadt-Dieburg.
Genau hier setzt die Regionale
Diakonie Bergstraße an. Wohnungsnotfallhilfe
bedeutet mehr als eine
warme Dusche oder ein Schlafplatz.
Es geht um Vertrauen, persönliche
Begleitung und vor allem um Prävention,
damit Menschen gar nicht
erst ihre Wohnung verlieren. Ob
Beratungsgespräche, Hilfe bei Anträgen
oder konkrete Lösungsansätze
bei drohender Wohnungslosigkeit:
nutzten die Gelegenheit, sich direkt
vor Ort zu informieren und Fragen
zu stellen. Trotz des „ersten Winterhauchs
am Melibokus“ war die
Atmosphäre entspannt und aufgeschlossen,
sodass die Besucher nicht
nur wertvolle Antworten erhielten,
sondern auch Informationsmaterial
zu den Themen mit nach Hause
nehmen konnten. „Besonders die
Frage, wie man sich bei Anrufen
oder beim Einkaufen im Alltag besser
vor Kriminalität schützen kann,
wurde häufig gestellt“, berichteten
Sicherheitsberater für Senioren
und SvO gemeinsam. „Das zeigt,
dass die Menschen ein wachsendes
Bewusstsein für die Gefahren von
Die Regionale Diakonie Darmstadt-
Dieburg unterstützt Menschen in
diesen Situationen.
Eine Geschichte, die Mut macht
Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigt
die Geschichte einer Frau, die ihre
Wohnung verlor, im Wald lebte und
für Behörden nicht mehr erreichbar
war. Daraufhin wurden Ihre Geldleistungen
eingestellt und sie verlor
damit den letzten Halt.
Bei der Regionalen Diakonie Bergstraße
fand sie bei einer Beraterin die
notwendige Unterstützung, wurde
über ihre Rechte aufgeklärt, die
Leistungen liefen wieder an und es
klappte auch mit der neuen eigenen
Wohnung.
Betrügereien entwickeln, aber auch
praktische Tipps benötigen, wie sie
sich in solchen Momenten verhalten
können.“
Ein Zeichen der Sicherheit und
Prävention
Die Veranstaltung war ein deutliches
Zeichen für die Wichtigkeit präventiver
Maßnahmen, um gemeinsam
für mehr Sicherheit im Alltag zu
sorgen. „Es ist gut zu wissen, dass
es Initiativen wie diese gibt, die
uns aufmerksam machen und uns
helfen, uns besser vor kriminellen
Machenschaften zu schützen“, sagte
eine Zwingenbergerin, die sich zum
Thema Taschendiebstahl und Einbruchschutz
beraten ließ.
Hilfe um zu helfen – Ihre Spende
kommt an
Die Regionale Diakonie Bergstraße
setzt sich für Menschen direkt vor
Ort ein. „Der Bedarf an Hilfe steigt,
während die Finanzierung sozialer
Arbeit nicht mitwächst. Viele Projekte
werden erst durch Spenden ermöglicht.
Daher bedanken wir uns herzlich
bei allen Unterstützern“, sagt Jenna
Reibold. Wer die Arbeit der Regionalen
Diakonie unterstützen möchte, kann
mit einer Spende dazu beitragen.
Mehr Infos: www.diakonie-bergstrasse.de.
Spendenkonto: Regionale Diakonie
Bergstraße Sparkasse Bensheim,
IBAN: DE75509500680001090042
Verwendungszweck: Hoffnung
Familienpatinnen und -Paten gesucht
EBERSTADT (meli), Für das Familienpatenschaftsprojekt
des Caritasverbandes
Darmstadt e.V. „KIM
– Kinder im Mittelpunkt“ werden
Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich
engagieren möchten, um
Familien im Alltag zu unterstützen,
zu begleiten und zu entlasten.
Gesucht werden Ehrenamtliche
für Familien in Darmstadt und
den westlichen Landkreis Darmstadt–Dieburg.
Seit einigen Jahren unterstützen
Ehrenamtliche viele Familien im
Alltag und sorgen so für Entlastung.
Das Projekt, angeleitet durch
Mitarbeiter*innen des Caritasverband
Darmstadt e.V., findet immer
mehr Zulauf und verdeutlicht den
großen Bedarf an Unterstützung in
vielen Familien. Um den Bedarf zu
decken, sucht der Caritasverband
regelmäßig nach neuen Pat*innen,
die Interesse und Freude daran haben,
sich ehrenamtlich für Familien
zu engagieren.
Auch im neuen Jahr findet wieder
eine mehrteilige Schulung für zukünftige
Familienpat*innen statt.
Diese Schulungen werden durch
die Projektkoordinator*innen organisiert
und begleitet. Am Ende
der Schulung werden Zertifikate
verliehen und passende Einsätze
in den Familien besprochen. Wenn
das Interesse geweckt ist und man
gerne mehr erfahren möchte, freut
sich das Caritaszentrum Eberstadt
Süd über einen Anruf oder eine
Nachricht, Tel. 06151 - 394990,
Mail: caritaszentrum-eberstadt@
caritasverband-darmstadt.de.
Wer hat Interesse an
Programmgestaltung?
SEEHEIM-JUGENHEIM (meli), Für
das kommunale Seniorenprogramm
2026, das gerade in der Planung
ist, sucht das Seniorenbüro noch
Mitstreiter, die Lust haben, sich an
der Programmgestaltung zu beteiligen.
„Vielleicht gibt es jemanden,
der gerne einmal eine Lesung oder
einen Ausflug anbieten möchte?
Oder eine Wanderung, eine Gesprächsgruppe,
ein gemeinsames
Musizieren?“, so Andrea Lehrian, die
Leiterin des Seniorenbüros.
Kontakt: Kommunales Seniorenbüro,
Andrea Lehrian, Tel. 06257/990-
284, E-Mail andrea.lehrian@seeheim-jugenheim.de.
A N Z E I G E N S O N D E R V E R Ö F F E N T L I C H U N G
21
Hustensirup und Rosencreme aus eigener Herstellung
ASB Tagespflege Alsbach macht einen Ausflug zum Kloster Lorsch
Gut gelaunt kamen die Seniorinnen am wunderschönen Kloster in Lorsch an.
ALSBACH (meli), Ende November
unternahmen die Seniorinnen
der ASB-Tagespflege Alsbach einen
wunderschönen Ausflug zum Kloster
Lorsch. Alle Teilnehmerinnen waren
bester Stimmung als die Fahrt mit
dem hausinternen ASB Fahrdienst losging.
Vor Ort stellten alle gemeinsam
Hustensirup aus Andorn, Ysop, Ingwer
und Honig her sowie eine duftende
Rosencreme - ein besonderes Erlebnis,
das viel Freude bereitete.
Zum Mittag gab es eine leckere
selbstgekochte Kartoffelsuppe mit
Würstchen in geselliger Runde, diese
wärmte bei den kühlen Temperaturen
von innen ordentlich auf. Anschließend
erhielt die Gruppe spannende
Informationen zu den archäologischen
Ausgrabungen rund um das
Klostergelände und
konnte das Gelände erkunden.
Frau Götz vom
Kloster Lorsch kam extra
für die ASB Tagespflegegäste
an ihrem freien
Tag, um alles mit großer
Leidenschaft zu erläutern
und die gestellten
Fragen zu beantworten.
Gegen 14 Uhr kehrten
die Tagesgäste glücklich
nach Alsbach zurück,
um bei leckerem Kaffee
und Kuchen den Tag
ausklingen zu lassen.
Es war für alle Beteiligten
ein sehr schöner
Tag und wird sicher im
Frühjahr wiederholt.
Fotos: meli
Unter fachlicher Anleitung von Frau Götz
stellten Charlotte Markwart und Gertraud
Unger Hustensirup her.
Einheitliche Regeln
zu Lachgas
DARMSTADT-DIEBURG (meli), Der
LaDaDi begrüßt die vom Bundestag
beschlossene bundesweit einheitliche
Regelung zur Einschränkung
des Verkaufs und Besitzes von
Lachgas als Rauschmittel. „Lachgas
ist keine harmlose Party-Einlage,
sondern birgt erhebliche Risiken für
Gesundheit und Sicherheit – gerade
für junge Menschen“, so Sozialund
Jugenddezernentin Christel
Sprößler.
Im Auftrag des Jugendhilfeausschusses
wurde ein umfassendes
Konzept zur Lachgasprävention
erarbeitet, das derzeit schrittweise
im gesamten Kreisgebiet umgesetzt
wird. Es umfasst die Erstellung leicht
verständlicher Infomaterialien, das
bestehende Präventionsangebot
wird durch Workshops und Fortbildungen
für Schulen, Jugendarbeit
und Fachkräfte erweitert. Für das
Jahr 2026 ist zudem ein Theaterprojekt
zum Thema Lachgas in Zusammenarbeit
mit Schulen vorgesehen.
„Ein Verbot allein reicht nicht aus“,
betont Sprößler. Es gehe zwar eine
wichtige Signalwirkung davon aus,
weil deutlich werde, dass Lachgas
nicht ungefährlich sei. Gleichzeitig
sei bekannt, dass Verbote die
Verbreitung nicht vollständig verhindern
können. Deshalb bleibe Prävention
zentral. Der Landkreis wolle
insbesondere Jugendliche frühzeitig
über Risiken informieren und sie
dazu befähigen, selbstbestimmte
und informierte Entscheidungen zu
ihrem Konsumverhalten zu treffen.
Wohnung passend zum Alter
Konstantion Braun vom Seniorenbeirat Seeheim-Jugeheim informierte „Wie Senioren
barrierefrei leben“
SEEHEIM-JUGENHEIM (miri), So
lange wie möglich im vertrauten
zuhause bleiben, das ist der Wunsch
vieler älterer Menschen. Welche Möglichkeiten
es gibt, das eigene Heim für
das Wohnen im Alter vorzubereiten,
darüber referierte Konstantin Braun
vom Seniorenbeirat Seeheim-Jugenheim.
„Der Wunsch der meisten
Senioren ist, solange wie möglich in
den eigenen vier Wänden zu wohnen.
Das bedeutet oft eine Anpassung der
Wohnung. Das Haupthindernis sind
dabei meist Treppen, hohe Einstiege
von Duschen oder Badewannen, zu
hoch angebrachte Waschbecken
und vieles mehr.“ Den Zustand der
eigenen Wohnung in Einklang mit
den Interessen zu bringen, ist das
Ziel der Wohnberatung in Seeheim-
Jugenheim. „Unser Ratschlag ist
immer: Werden Sie rechtzeitig aktiv,
nicht erst dann, wenn es kaum noch
geht“, mahnte Konstantin Braun.
Es sei nicht verkehrt, sich schon im
Alter von 60 Jahren mit dem Thema
Barrierefreiheit auseinanderzusetzen.
„Wenn man diese Freiheit vielleicht
erst mit 80 braucht, es dann aber
ganz plötzlich gehen muss, ist man
dankbar, das Thema schon vorher in
Angriff genommen zu haben. Man
darf ruhig vorausdenken.“ Wer sich
für die kostenfreie Wohnberatung
der Gemeinde entscheidet, wird von
Braun und seinen Kollegen von der
Wohnberatung vor Ort beraten. „Wir
kommen zu den Menschen nach
Hause, um sie über den Zustand der
Wohnung und die Möglichkeiten der
barrierefreien Umgestaltung aufzuklären.
Alle Mitglieder sind geschult
und kennen sich aus.“ Geeignete
Möglichkeiten für nötige Umbauten
werden bei der Beratung vorgestellt
und besprochen. „Die Entscheidung
über das, was umgebaut oder geändert
wird, liegt am Schluss aber
immer bei den Senioren selbst.“
Die Kosten für die Maßnahmen
bewegen sich dabei in einem großen
Radius: Von Stolperfallen wie herumliegenden
Teppichen, die man
nur beseitigen muss, bis zum kompletten
Badezimmerumbau, ist laut
Konstantin Braun alles möglich. Zu
den günstigen Maßnahmen gehört
auch, einen Handlauf an einer Treppe,
ein zweites Geländer oder Haltegriffe
in der Dusche anzubringen. „Diese
Dinge kosten zwar Geld, aber nicht
viel. Stürze von Treppen oder in der
Dusche können gravierend sein, daher
lohnt es sich.“ Auch wenn das Bett
zu niedrig ist, lässt sich das einfach
beheben, in dem man sich von einem
Schreiner für jeden der Bettfüße einen
Untersatz anfertigen lässt. Zu den
teuren und aufwendigen Maßnahmen
gehören Umbaumaßnahmen,
der Klassiker ist das Badezimmer.
„Badewanne raus, ebenerdige Dusche
rein, Toilette höher - hier gibt
es verschiedene Möglichkeiten der
Anpassung. Das Gleiche gilt für die
Küche“, so Konstantin Braun.
Solche Umbauten kosten viel Geld
und sollten von einer Fachfirma
durchgeführt werden. Sind Maßnahmen
nötig, so können dafür Zuschüsse
beantragt werden. Dafür müssen
die Maßnahmen aber vor Beginn der
Arbeiten eingereicht und bewilligt
werden. „Wenn jemand einen Pflegegrad
hat, kommen verschiedene
Institutionen wie Kranken- und Pflegekassen
oder Zuschüsse von Ländern
infrage, die die Zuschüsse bewilligen
können. Ohne Pflegegrad eignet
sich nur die KFW, die Kreditanstalt
für Wiederaufbau. Diese Anstalt gibt
Geld, sofern sie welches im Topf hat.
Der ist aber regelmäßig leer, also müssen
diejenigen, die keinen Pflegegrad
haben, alles aus der eigenen Tasche
finanzieren. Und auch diejenigen mit
Pflegegrad müssen zu den Maßnahmen
etwas dazu bezahlen.“
Konstantin Braun machte den Ablauf
einer Zuschussbewilligung am
Beispiel eines Treppenlifts deutlich.
„Wenn jemand einen Pflegegrad
hat, braucht er eine entsprechende
Verordnung von seinem Arzt. So ist
bei einem Treppenlift ein Zuschuss
von bis zu 4.000 Euro möglich.“
Kostet ein Treppenlift zwischen 6.000
und 10.000 Euro so lässt sich laut
dem Referenten ausrechnen, wie viel
Eigenanteil noch verbleibt. Zuschüsse
gibt es für jede Einzelmaßnahme,
sofern man einen Pflegegrad hat.
„In den letzten ein, zwei Jahren gab
es in Seeheim-Jugenheim relativ
wenige Anfragen von Personen, die
eine Wohnberatung zu Hause benötigten.
Das hat sich mittlerweile aber
deutlich geändert.“ Der Kontakt für
die Beratung läuft über das Seniorenbüro
der Gemeinde. Ein Termin
kann über das kommunale Seniorenbüro
vereinbart werden. Kontakt:
Kommunales Seniorenbüro, Andrea
Lehrian, E-Mail andrea.lehrian@
seeheim-jugenheim.de.
22
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
Internationales Musikfeuerwerk
begeisterte in Bensheim
BENSHEIM (fk), Die Fanfare Bersaglieri
di Lonate Pozzolo aus Italien
zeigte anschließend eine Formation,
die innerhalb der Tattoo-Szene vor
allem durch ihren Auftrittsstil auffällt.
Bersaglieri werden traditionell
in hoher Geschwindigkeit dargestellt
– ein Element, das die Gruppe
auch auf der Bühne umsetzte. Mit
den typischen schwarzen Federhüten
liefen die Musiker im zügigen
Tempo spielend über die Bühne,
was die hohen konditionellen Fähigkeiten
der Gruppe unter Beweis
Fortsetzung von Seite 7
„Pipes & Drums“ dürfen bei keinem Tattoo fehlen. Für Gänsehautmomente sorgten die „Massed Pipes &
Drums“ der „Hohenlohe Highlanders Pipes & Drums“ zusammen mit „The Clan Pipers Frankfurt“.
stellte. Italienische Flaggen an den
Instrumenten verdeutlichten die
Herkunft, und rhythmische Fanfarenläufe
bildeten die Grundlage
ihres Beitrags. Ein Trompetensolo
eines 18-jährigen Musikers war
zudem einer der musikalischen
Höhepunkte. Die Gruppe setzte
stark auf eine Wechselwirkung
mit dem Publikum, unterstützt
durch Zwischenrufe und Publikumsfragen
des Moderators. Als
der Moderator nach ihrem Auftritt
ins Publikum fragte: „Hat euch die
Ein weiteres Highlight war die Showband „Juliana Amersfoort“ aus
den Niederlanden.
Show bisher gefallen?“ antwortete
das Publikum mit stehenden Ovationen
und lautem Applaus. Die
niederländische Christelijke Muziek
- en Showband Juliana Amersfoort
eröffnete anschließend die zweite
Hälfte des Programms. Die Band
ist bekannt für ihre großen Formationen,
ihre instrumentale Vielfalt
und ihre Shows, die visuelle und
musikalische Konzepte verbinden.
In ihrem Programm stellten sie
die vier Elemente – Erde, Wasser,
Feuer, Luft – dar, unterstützt durch
passende Bewegungsmuster und
musikalische Themen. Der musikalische
Aufbau war dabei in
mehrere Abschnitte gegliedert, die
die jeweiligen Elemente charakterisierten
und so einen erzählerischen
Rahmen bildeten. Das Musikcorps
Bickenbach selbst präsentierte ein
Repertoire aus bekannten internationalen
und deutschen Titeln. Dazu
gehörten unter anderem „Probier’s
mal mit Gemütlichkeit“, „The Sound
of Silence“, „99 Luftballons“ und
„Rolling on a River“. Die Stücke
wurden mit choreografischen Formationen
verbunden, die unter der
Leitung von Band-Leader Manfred
Hofmann einstudiert worden waren.
Charakteristisch für das MCB
ist die Verbindung aus Musik und
Bewegungsabläufen, die bei ihrer
eigenen Musikschau eine zentrale
Rolle spielt. Im abschließenden
Finale versammelten sich alle Musikerinnen
und Musiker in der Halle.
Die gemeinsame Schlussformation
fasste die internationale Zusammenarbeit
des Abends feierlich
zusammen und wurde erneut mit
stehenden Ovationen und minutenlangem
Applaus gewürdigt.
Collage aus Emotion, Reflexion und Perspektive
Künstlerkreis Seeheim-Jugenheim mit individuellen Sichtweisen auf die Welt
SEEHEIM-JUGENHEIM (tt), Die Erde
ist einigermaßen rund und rotiert stoisch
um ihre Achse. Seit kurzem sogar
etwas schneller als früher. Jenseits der
planetarischen Definition versteht
der Mensch unter dem Begriff Welt
die Gesamtheit der begreifbaren
oder erkennbaren Dinge - und deren
Beziehungen zueinander. Seine Wahrnehmung
der Welt verändert sich je
nach Perspektive: der zivilisatorisch
gefärbten, der philosophischen oder
der persönlichen.
Die Welt ist so, wie man sie sieht. Und
damit voller Kontraste, Assoziationen
und Interpretationen. Auch die Kunst
ist eine Art, die Welt zu betrachten. Sie
beeinflusst die Qualität, wie wir sie
empfinden und mit ihr interagieren.
Kunst formt die Realität und fordert
sie heraus. Und sie ist in der Lage, Blicke
zu weiten und neue Horizonte zu
öffnen, indem sie den Menschen aus
Automatismen der Wahrnehmung
herausreißt und sinnlich motiviert,
über das Offensichtliche hinaus zu
schauen und in eine andere Welt
- einer der Vorstellungskraft – einzutauchen.
Wer derzeit mit offenem Visier in die
Galerie Altes Rathaus kommt, dem
öffnet sich ein ganzes Universum an
Kreativität und Ausdruck. Magische
Landschaften und amüsante Illusionen,
offene Zivilisationskritik und
verträumte Paradiese, dunkle Bedrohungen
und sonnige Phantasien. Der
Künstlerkreis Seeheim-Jugenheim
präsentiert unter dem Titel „Unsere
Welt“ eine mannigfaltige Collage mit
über 30 Arbeiten von 16 Mitgliedern,
in der die Vielfalt der Akteure deutlich
wird - sowohl in technisch-handwerklicher
wie auch in expressiver
Hinsicht. Die Ausstellung ist bis zum
21. Dezember geöffnet, immer samstags
von 15 bis 17 und sonntags von
11 bis 17 Uhr.
„Ob Angst oder Hoffnung, Trotz oder
Stolz: die Welt ist ein hoch emotionales
Thema“, so Ernst Spangenberg
bei der Vernissage und schob nach,
dass auch der Humor eine wichtige
Zutat ist, mit der man seine Umgebung
wahrnehmen und einordnen
kann. Er selbst hat zwei Werke beigesteuert.
Der betagte Bickenbacher
Maler, Autor und Humorist bleibt sich
treu: poetisch und gesellschaftskritisch,
märchenhaft und zart, und die
Wahrnehmung immer durch einen
visuellen Tritt in den Allerwertesten
aufhellend. Wie verträumt liegt Olga
Fritsches Alpsee im fotografischen
Dunst, während Christina Müller in
kosmischen Spiralnebeln schwebt
oder sich ihre eigene Welt zusammenbaut:
ein Materialmix aus Acrylfarbe,
Die Künstlerinnen und Künstler des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim, hier Olga Fritsche, Ernst Spangenberg
und Christine Müller (v.l.), zeigen in ihrer Gemeinschaftsausstellung „Unsere Welt“ im Alten Rathaus
Jugenheim vielfältige und kontrastreiche Werke aus Fotografie, Malerei und Bildhauerei. Die Ausstellung
ist noch bis zum 21. Dezember zu sehen.
Fotos: Stefan Oelsner
Andreas Becker eröffnete die Gemeinschaftsausstellung des Künstlerkreises Seeheim-Jugenheim unter
dem Motto „Unsere Welt“, hier zu sehen mit einigen der ausgestellten Werke.
Textfragmenten und Zeitungsausschnitten,
der sich beim präzisen
Betrachten als Collage aus Hektik und
Meditation, aus grellbunter Energie
und naturverbundener Kontemplation
herausstellt. Der Mensch wird
darin zum Konstrukteur seiner Umgebung
– und gleichermaßen zum
kritischen Kommentator dessen, was
er geschaffen hat.
Zur Ruhe kommt der Besucher bei
den abstrakten Gemälden von Uschi
Möser („Cool Place“) und Helga
Mayer, die menschliche Silhouetten
aus dem Nebel auftauchen lässt. Die
Malerin aus Nieder-Beerbach vereint
gegenständliche-figürliche Elemente
und freie Assoziationen aus Formen
und Farben, die dem Betrachter viel
Raum zum sinnlichen Erleben und
Interpretieren lassen.
Cornelia Herpel-Mattutat zeigt neben
plastischen Gemälden auch Installationen
und Objekte aus Marmor.
„Verbrannte Erde“ besteht aus einem
verkohlten Holz-Berg, an dem kleine
Figürchen recht verloren erscheinen:
der Mensch zerstört seine Umwelt,
mit öden Konsequenzen. Aus CDs und
Spielfiguren hat sie die humorvolle
Allegorie einer Welt erschaffen, in
der jedes Gleichgewicht verloren gegangen
ist. Neben solchen sozial- und
konsumkritischen Werken sind in der
Ausstellung auch positive Arbeiten zu
sehen. Blanka Pfundsteins Naturbilder
zum Beispiel, in Jugenheim zeigt sie
einen zarten Schmetterlingsflug in
weichen Pastelltönen. Auch Dörte
Hartmann entdeckt die Schönheit der
Welt im Zusammenspiel von Farben
und Stimmungen in der Ästhetik des
Augenblicks („Weites Land“).
Weitere beteiligte Künstler sind Eva
Riecke, Saskia Grudzenski-Theis,
Adelheid Koldau, Eva Huxton, Annette
Deutsch, Andreas Becker, Helmut
Tischer und Jörg Höfle.
Adventsbasar im AWO Sozialzentrum Bensheim: Ein stimmungsvoller
Start in die Vorweihnachtszeit
Charakteristisch für das Musiccorps Bickenbach ist die Verbindung aus
Musik und Bewegungsabläufen, die bei ihrer eigenen Musikschau eine
zentrale Rolle spielt.
Angereist aus Italien sorgte die Formation „Fanfara Bersaglierei di Lonate Pozzolo“ mit ihrem temporeichen
Auftritt und mitreißenden Rhthmen für Begeisterung.
Fotos: Stefan Oelsner
Ein besonderes Highlight bildete erneut der Chor „FUNtastixx“ aus Fehlheim.
BENSHEIM (meli), Wie traditionell
jedes Jahr am Samstag vor dem
ersten Advent öffnete das AWO
Sozialzentrum Bensheim auch
dieses Mal wieder seine Türen für
Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige,
Freunde und Nachbarn.
Im festlich geschmückten Erdgeschoss
erwartete die Gäste ein liebevoll
gestalteter Adventsbasar, der
bereits vor dem offiziellen Beginn
neugierig erkundet wurde. An den
Verkaufsständen gab es vieles zu
entdecken: Von regionalem Honig
über hochwertig Selbstgestricktes
bis hin zu weihnachtlicher Dekoration
und köstlichen Plätzchen war
für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Bewohnerinnen und Bewohner
hatten in den Wochen zuvor fleißig
mit dem Betreuungsteam gebacken
und so gab es auch am eigenen
Stand weihnachtliches Gebäck zu
erwerben. Natürlich durfte auch
das leibliche Wohl nicht zu kurz
kommen. In der Cafeteria warteten
selbstgebackene Kuchen, frisch
zubereitete Waffeln mit heißen
Kirschen oder Himbeeren und Puderzucker.
Für all jene, die es eher
herzhaft bevorzugten, standen
Würstchen mit Brötchen bereit.
Ein besonderes Highlight bildete
erneut der Chor „FUNtastixx“ aus
Fehlheim. Mit einer schwungvollen
Mischung aus modernen Klassikern
und traditionellen Weihnachtsliedern
sorgten die Sängerinnen und
Sänger für eine fröhliche, aber
Foto: meli
zugleich besinnliche Atmosphäre.
Das Publikum klatschte begeistert,
stimmte bei bekannten Liedern
mit ein oder genoss die stimmungsvollen
Beiträge in ruhiger,
gemütlicher Atmosphäre.
So wurde der Adventsbasar auch in
diesem Jahr zu einem rundum gelungenen
Nachmittag, der die Gäste
stimmungsvoll in die Adventszeit
einstimmen ließ und echte Vorfreude
auf die kommenden Wochen
weckte.
A u s g a b e 2 6 2 / D e z e m b e r 2 0 2 5
23
GEWINNSPIEL
„Heiße Zeitung“
mailen und
gewinnen!
Wir verlosen:
3 x je 2 Karten
für die
„Diamonds Show“ der
Ehrlich Brothers
(2 x 2 Karten für die Abendvorstellung
und 1 x 2 Karten
für die Nachmittagsvorstellung,
deshalb bitte angeben,
ob nachmittags oder abends)
1 x 50.-€ und
2 x 20.-€
Lösung mailen an:
redaktion@melibokus-rundblick.de
(bitte mit Adresse)
oder per Post an:
Melibokus Rundblick
Georg-Fröba-Str. 26
64665 Alsbach-Hähnlein
Einsendeschluss: 27.12.25
MÖBELHAUS
ALBIEZ –
IHR WOHNTRAUM
IN DEN BESTEN
HÄNDEN
Im Kreis Bergstraße verwurzelt,
in der Welt des stilvollen
Wohnens zu Hause. Bei Albiez
in Bensheim-Auerbach verschmelzen
Design, Qualität und
persönlicher Service zu einem
besonderen Einrichtungserlebnis.
Auf über 1.800 m²
Ausstellungsfläche entdecken
Sie inspirierende Wohnwelten
mit hochwertigen Möbeln
für Wohnzimmer, Esszimmer,
Schlafzimmer und Küchen.
Bei uns finden sie renommierte
Marken wie ROLF BENZ, ÆRA,
Team 7 oder Leicht – stilvoll in
Szene gesetzt für jeden Stil und
Anspruch.
Von der ersten Beratung bis
zum fachgerechten Einbau
durch unser hauseigenes
Schreinerteam begleiten wir
Sie zuverlässig auf dem Weg zu
Ihrer Wunscheinrichtung.
Die gelungene Verbindung
aus regionaler Verbundenheit,
Stilbewusstsein und Servicequalität
überzeugt weit über
Bensheim-Auerbach hinaus
– auch Kunden aus Darmstadt,
Mannheim oder Heidelberg
vertrauen auf unser Know-how.
Albiez – Ihr Zuhause beginnt
hier.
Ausstellung ohne Federvieh
Wegen der Vogelgrippe nur Kaninchen bei Lokalschau des KlZV H 132 Hähnlein | Mit „Egon Bernhard“- Sonderschau
aus vielen Rassen ausgestellt und
der Silber-Club konnte nochmal
mit 60 weiteren Tieren der Rassen
Groß- und Kleinsilber antreten.
Vereinsmeister wurde in diesem
Jahr Kevin Schwarz (deutsche
Kleinwidder), den Leistungspreis
konnte Roland Seib erringen,
der auch mit seinen „Kleinsilber
gelb“ (385,0 Punkte) bei der Clubschau
punkten konnte. Hier erhielt
Manfred Bader aus dem rheinhessischen
Mommenheim die meisten
Punkte (385,5) für seine „Kleinsilber
schwarz“ bei den Rammlern und
bei den Häsinnen konnte der
Clubvorsitzende Stefan Lorenz aus
Mömbris mit „Kleinsilber blau“
gewinnen (386,5 Punkte).
Ein Geschenkeparcour für die Kleinen
war die große Attraktion. 132
Kinder liefen durch den von Dieter
Bethge gestalteten Irrgarten und
erhielten danach Überraschungen.
Dieter Bethge hatte für über 200 €
Sachen gekauft und sie dem Verein
gespendet. Eine Tombola rundete
die Ausstellung ab. Symbolisch
hatte man noch eine Ausstellung
mit Federtieren aus Holz und gehäkelten
Figuren aufgebaut.
Der KlZV-Vorsitzende Gunther
Hornung zeigte sich zufrieden mit
der Schau und verwies schon jetzt
auf das traditionelle Schlachtfest
am Sonntag, den 8. März 2026 ab
10.00 Uhr in der Sport- und Kulturhalle.
Die Siebenbürger Musikanten
sind auch wieder mit dabei!
In der „Egon Bernhard“-Sonderschau, in Gedenken an den langjährigen Züchter und Ehrenmitglied des Vereins Egon Bernhard, wurden insgesamt
306 Preise und Auszeichnungen aus 70 Jahren Kleintierzucht gezeigt, darunter Wimpel, Pokale, Teller und Urkunden. Hier präsentieren
die Vorsitzenden des Hähnleiner Kleintierzuchtvereins, Gunther Hornung und Fabian Schüttler, gemeinsam mit Werner Kühnel ein helles
Großsilber-Kaninchen.
Fotos: Stefan Oelsner
HÄHNLEIN (raha), Im Gedenken
an ihren im Frühjahr verstorbenen
Erfolgszüchter Egon Bernhard
hatten die Mitglieder des
Hähnleiner Kleintierzuchtvereins
ihre diesjährige Ausstellung als
Gedächtnisschau dem in Züchterkreisen
bundesweit bekannten
Hühnerfreund gewidmet. Leider
durften wegen der grassierenden
Vogelgrippe keine Federtiere in der
Sport- und Kulturhalle ausgestellt
werden. Der Verein hatte sich schon
im Vorfeld entschieden, keine
Hühner, Tauben, Enten und Gänse
mit ins Programm zu nehmen. Zu
groß war das Risiko. Doch es fehlte
einfach das typische Krähen und
Gackern in der Halle. Deshalb war
man bei den Kleintierzüchtern froh,
die Club-Sonderschau des Hessen-
Nassauischen Kaninchen „Silber-
Clubs“ mit präsentieren zu können.
Der eigene Verein hatte 155 Tiere
Über ihre sehr gute Bewertungen bei der Lokalschau des Hähnleiner Kleintierzuchtvereins H132 freuten
sich die Züchter Dirk Schmidt (Landratpokal für Alaska Kaninchen schwarz), sowie der zweite Vorsitzende
Fabian Schüttler und Lukas Polster (v.li.), hier beide mit „Löwen Köpfchen rhönfarbig“.
„Haarige Zeiten“ im Gaase-Theater
Fünf umjubelte Vorstellungen gab es im November in der Hähnleiner Radsporthalle
Viel Applaus und ein großes Lob von der Autorin des Schwanks Winnie Abel erhielten die beliebten Darsteller
des Hähnleiner Gaase-Theaters, die wie gewohnt wieder alles gaben. Fotos: Stefan Oelsner
HÄHNLEIN (raha), Das vereinseigene
„Gaase-Theater“ spielte den
Dreiakter „Haarige Zeiten“ von
Winnie Abel. Die Handlung des
Stücks spielt in einem Friseursalon
und das Geschäft wird dabei mit
einer Betriebsprüfung durch das
Finanzamt konfrontiert.
Natürlich gibt es die üblichen
Verwechslungen mit zahlreichen
Lachern. Für das Theater spielten
Thomas Rhein, der auch Regie
führte, Michael Nickels, Giuliana
Dreher, Dirk „Carlo“ Schuchmann,
Miriam Rettig, Fabienne Schwab,
Kevin Dieter, Nele Rhein, Rosa
Nickel und Eva Gerhard. Das
von Helmut Nickel und seinem
„Rentner“- Team in vielen Stunden
gestaltete Bühnenbild wurde vom
Publikum genauso gelobt wie die
Ausschmückung der Radsporthalle.
Mit Arkaden und Lämpchen
erzeugten die Helfer vom
Radsportverein eine gemütliche
Stimmung.
Sogar die Autorin des Schwanks,
Winnie Abel war am vorletzten
Theaterabend zu Gast und lobte
die Aufführung des Ensembles.
Natürlich hatte der Regisseur auch
wieder jede Menge Lokalkolorit
mit eingebaut. Besonders Kevin
Dieter als Wolfgang-Petri-Fan
sorgte für spaßige Einlagen und
musikalische Stimmung in der
Halle. Auch das tuntige Gehabe
von Silvio (Thomas Rhein) und
seinem „Doppelgänger“ Thorsten
(Michael Nickels) sowie der
italienisch angehauchte Slang
von Azubi Selina (Miriam Rettig)
brachten das Publikum zu Lachtränen.
Zum ersten Mal hatte man
auch Elektronik mit eingebaut um
bestimmte Geräusche einzubauen.
Siggi Burkl sorgte für diese
Technik.
Besonders interessant ist beim
„Gaase- Theater“-Ensemble die
wohl einzige gehörlose Souffleuse
in Deutschland, Carmen Schäfer.
Wie sie trotz des Handicaps ihre
Truppe im Griff hat, ist sensationell!
Mitte November war dann
wieder Schluss mit der Hähnleiner
Theatersaison und das Ensemble
kann sich erneut ans Sichten
illustrer Stücke fürs nächste Jahr
machen.
Ein schönes Weihnachtsgeschenk
für
alle Musikfreunde
HEPPENHEIM (meli), Die Stadtkapelle
Heppenheim unter der Leitung
ihres Dirigenten Wilco Grootenboer
nutzt derzeit jede Probenminute für
die Vorbereitung auf das Konzert
„Auftakt 2026“ am 31. Januar
2026 ab 19 Uhr im Festsaal des
Hotel-Restaurants „Halber Mond“.
Die Zuhörer können sich u.a. auf
Melodien aus den Musicals „Evita“,
„Das Phantom der Oper“ und auf
„And the Rest is Silence“ freuen.
Tickets gibt es im Heppenheimer
Stadthaus. Ein schönes Weihnachtsgeschenk
für alle Musik-
freunde. Infos: heppenheim.de
www.stadtkapelle-
Herzlichen
Glückwünsch!
Die Gewinner des Preisrätsels
aus der MR November
- Ausgabe:
50.- € gewonnen hat Stephan
Volk aus Zwingenberg,
je 20.- € gewonnen haben
Michael Walter aus Hähnlein
und Magdalena Lachnit aus
Seeheim-Jugenheim.
BENSHEIM (meli), Ein Klassik-
Highlight der besonderen Art: Die
„Himmlische Nacht der Tenöre“ ist
eine der ganz wenigen Tourproduktionen
in Deutschland, bei der auf
technische Verstärkung verzichtet
wird. Hier stehen nur die Stimmen
der drei herausragenden Opernsänger
im Mittelpunkt – pure Kraft und
emotionale Tiefe, ungeschminkt und
unverfälscht.
Seit 16 Jahren entfachen die Sänger
mit ihrer Leidenschaft für Musik
wahre Begeisterungsstürme bei
Zuschauern aller Altersgruppen. Das
außergewöhnliche Konzert vereint
die beeindruckende akustische Kraft
„Diamonds“ - Die besten Illusionen aus 10 Jahren |
Jubiläumstour der Ehrlich Brothers geht weiter
Aufgrund der überwältigenden
Nachfrage verlängern Andreas und
Chris Ehrlich ihre Jubiläumstour, die
ursprünglich auf ein Jahr begrenzt
war. Zwischen Dezember 2025
und Mai 2026 gibt es zahlreiche
zusätzliche Shows in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Der
Tour-Auftakt war am 13.12.2025
in der Rudolf Weber-Arena in
Oberhausen.
Den krönenden Abschluss erleben
die Fans am 13.06.2026 mit der
gigantischen Special-Show NO
LIMITS in Frankfurt, wenn die Weltrekord-Magier
zum dritten Mal in
ein Fußballstadion gehen.
In DIAMONDS verbiegen die EHR-
LICH BROTHERS Bahnschienen mit
bloßen Händen, sie lassen einen 10
Tonnen schweren Monstertruck
erscheinen, sie fliegen und ver-
Melibokus Rundblick verlost 3 x 2
Tickets für die „Diamonds Show“ in
Mannheim am 5. Januar 2026.
Näheres auf dem Titel dieser Ausgabe
und auf Seite 23.
„Himmlische Nacht der Tenöre“
Einzigartige Klangwelt: Drei herausragende Opernsänger präsentieren die reine Kraft der Stimme ohne jegliche
technische Verstärkung am 25. Januar im Parktheater Bensheim
In einer fesselnden und mitreißenden Show nehmen drei herausragende
Tenöre das Publikum mit auf eine musikalische Reise. Foto: meli
wandeln sich dabei
in Schmetterlinge.
Auf diese und viele
weitere-Highlights
dürfen die Zuschauer
sich freuen. Auch
eine der Illusionen,
die David Copperfield
einst von den Zauberbrüdern
erwerben wollte, ist dabei:
Zum großen Finale lassen die Weltrekord-Magier
es in der gesamten
Arena schneien. Andreas und Chris
Ehrlich haben ihre Diamanten aus
zehn Tour-Jahren geschliffen und
präsentieren ihre Illusionen in neuen
Arrangements. Es wird zudem
einige Überraschungen geben!
der drei Tenöre mit der exquisiten
Begleitung eines Streichensembles
– alles ohne Mikrofone oder technische
Verstärkung. Das Ergebnis ist
ein atemberaubendes Hörerlebnis,
bei dem die Stimme in ihrer reinsten
Form spürbar wird.
2026 führt die Reise nach Italien,
dem Land großer Opernkomponisten.
Die hochklassige zweistündige
Show entführt das Publikum
in die Welt der italienischen Opern
mit Klassikern von Giuseppe Verdi,
Ruggero Leoncavallo, Ernesto De
Curtis und Puccini. Das Kammerorchester,
von talentierten bulgarischen
Musikerinnen gespielt, bildet
Tickets gibt es unter www.ehrlich-brothers.com
oder der Hotline
01805 004159 (14 Cent/
Min. aus dem deutschen Festnetz,
max. 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunknetz).
Alle Tourdaten unter www.ehrlich-brothers.com
und www.
facebook.com/EhrlichBrothers
ein harmonisches Klangfundament
und ermöglicht es dem Publikum,
jedes Detail der Stimmen und Bewegungen
hautnah mitzuerleben.
Das festliche Programm verbindet
die schönsten Werke der klassischen
Musik mit bekannten Weihnachtsliedern
und beliebten Arien – ein
Galaabend der Extraklasse, der sowohl
Herz als auch Sinne berührt.
Ob in ehrwürdigen Kirchen oder
renommierten Konzertsälen: Diese
Live-Erfahrung ist ein Muss für alle
Liebhaber authentischer Musik.
Tickets ab 32,45 Euro sind an allen
bekannten Vorverkaufsstellen sowie
unter www.eventim.de erhältlich.
Fitness, Wellness und Gesundheit - mit Pfitzenmeier zur Bestform
A N Z E I G E
BENSHEIM (meli), Wenn ein
neues Jahr beginnt, formulieren
viele Menschen Vorsätze. Einer
der beliebtesten ist Jahr für Jahr
die Verbesserung der Gesundheit.
Sei es durch Sport oder
Ernährung. Jeder will fit sein,
körperlich und mental, auch im
nächsten Jahr. In der Metropolregion
Rhein-Neckar ist das gar nicht
so schwer, denn ein starker Partner
hilft dabei: Pfitzenmeier. Die Nummer
eins in Sachen Wellness, Fitness
und Gesundheit bringt auch 2026
die Mitglieder wieder in Bestform.
Bestform ist nicht für jeden gleich.
Nicht jeder hat das gleiche Ziel,
nicht alle sehen ihre Bestform auf
dem gleichen Stand. Auch der Weg
dorthin unterscheidet sich.
Die einen wollen mit Ausdauer
und Kraft zur Bestform, andere mit
Aqua Fitness. Und wieder andere
brauchen Group Fitness oder einen
Personal Trainer, um Bestform zu
erreichen. Pfitzenmeier hat alle
Aspekte im ganzheitlichen Angebot
dabei.
Training bei Pfitzenmeier für
die körperliche Bestform
So kann die eigene Bestform auf den
großen Trainingsflächen, die eigene
Bereiche besitzen,
wie den Langhantelbereich
oder den
Functionalbereich,
erreicht werden. Wer
lieber in Gruppen
trainiert, findet im
Kursbereich sicher
sein Glück, denn Woche
für Woche bietet
die Nummer eins der
Region über 1.300 Kurse und Workouts
in den Premium Clubs und
Resorts von Bensheim bis Karlsruhe
und Wiesloch bis Neustadt an der
Weinstraße an. Klassiker wie Yoga,
moderne Angebote wie TRX, an
Land und im Wasser – Pfitzenmeier
strahlt vor Vielfalt und zeigt sich
selbst in Bestform.
Bei Pfitzenmeier mit Wellness
zur mentalen Bestform
Der Spaß sollte ohnehin im Vordergrund
stehen. Dabei können
auch der Diagnostikbereich oder
die ausgebildeten Personal Trainer
helfen. So kann man durch das
Feststellen des IST-Zustandes Ziele
genauer definieren und Fortschritte
leichter erkennen. Die Coaches
helfen dabei, die passenden Trainingspläne
zu erstellen und beim
vielfältigen Angebot den Überblick
zu behalten. Und dann ist da ja
noch der Wellnessbereich. Last
fällt im Saunabereich ab, wo es
eine Auswahl an unterschiedlichen
Saunaarten und auch einen abgetrennten
Damenbereich gibt.
Dampfbäder mit verschiedenen
Duftessenzen lockern Körper und
Geist auf.
Im Wellnessbecken mit Massagedüsen
oder den Ruheräumen
schweifen die Gedanken ab und
Sorgen verschwinden für einen
Moment. Mit neuer Energie und
in Bestform geht es danach wieder
an die Herausforderungen im
Alltag. Viele Möglichkeiten, kein
vorgeschriebener Weg, aber eine
persönliche Bestform.
Wo Sie den ersten Schritt gehen
können, wissen Sie nun ja: Bei
Pfitzenmeier, der Nummer eins
der Region in Sachen Wellness,
Fitness und Gesundheit, ist die
Bestform in 2026 mehr als nur
ein Vorsatz.