11. Jänner 2026
- Chaos in der Grazer Bezirkspolitik - Sonntagsfrühstück mit Herbert Prohaska - Grazer Gemeinderäte im Leistungs-Check - Für die neue Straßenbahn müssen Haltestellen angepasst werden - Am Steirerball stürmten die Grazer die Hofburg
- Chaos in der Grazer Bezirkspolitik
- Sonntagsfrühstück mit Herbert Prohaska
- Grazer Gemeinderäte im Leistungs-Check
- Für die neue Straßenbahn müssen Haltestellen angepasst werden
- Am Steirerball stürmten die Grazer die Hofburg
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11. JÄNNER 2026, AUSGABE 2
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Steirisch
Abermals pilgerten
zahlreiche Steirer
nach Wien zum
weiß-grünen
Highlight in der
Hofburg: dem
Steirerball.
SEITE 15
Bezirksvorsteher haben bereits 29 Mal gewechselt
Chaotisches
Sesselrücken in
Grazer Bezirken
Türkisch
Grazer Gastronomen
möchten
die türkische Küche
hierzulande auf
ein neues Niveau
heben. Auch in
Andritz eröffnen
zwei Lokale.
SEITE 10
Wild. In den Grazer Bezirken herrscht ein Kommen und Gehen, das seinesgleichen sucht. Bereits 29 Mal in dieser Legislaturperiode
wurde ein Bezirksvorsteher bzw. ein Stellvertreter gewechselt, in Wetzelsdorf gibt es derzeit gleich gar keinen. SEITEN 4/5
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www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Wer hat noch
nicht, wer will
noch mal
I
n einer Zeit, in der
politische Karrieren oft
im Takt von 280 Zeichen
und 15-sekündigen Clips
gemessen werden, droht eine
der wichtigsten Tugenden der
Demokratie verloren zu gehen:
die Beständigkeit. Insbesonders
in der Politik wird ihr
eigentlich traditionell zu Recht
eine große Bedeutung
eingeräumt. Hundert Tage
Schonfrist hat jeder Politiker in
einer neuen Funktion, um sich
ernsthaft einarbeiten zu
können. In manchen Grazer
Bezirken zählt man mit
hundert absolvierten Arbeitstagen
aber fast schon zum
alten Eisen (siehe Seiten 4/5).
Sage und schreibe 29 Mal hat
ein Bezirksvorsteher (bzw.
Stellvertreter) in dieser
Legislaturperiode bereits
gewechselt. Alle paar Monate
wird die Funktion freiwillig
weiter- und teils sogar
zurückgegeben, dabei ist es
gerade bei den Bezirksvorstehern
besonders wichtig, nah
an den Menschen zu sein und
sich aus Überzeugung in den
Dienst der Allgemeinheit
stellen zu wollen. Doch leider
hat man in manchen Bezirken
den Eindruck, dass viele lieber
woanders wären. Hier ist
Bürgermeisterin Elke Kahr
gefordert, schnell wieder
Ordnung in den Laden zu bringen,
ansonsten kann sie ihre
forcierte „Stärkung der
Bezirksdemokratie“ gleich wieder
abblasen, weil es nichts
mehr gibt, was man stärken
könnte.
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Herbert Prohaska
Herbert Prohaska
kommt am
Mittwoch in die
Komödie Graz
und zeigt sich
im Gespräch
auch von seiner
privaten Seite.
Der Jahrhundertfußballer Österreichs über Familie und Freunde,
seine künstlerischen Ambitionen und Erinnerungen an Graz.
Wie sieht ein typischer Tag abseits der Kameras
im Leben von Herbert Prohaska
heute aus?
Ich bin sehr gern zuhause bei meiner Frau, wir
haben eine große Familie. Am Dreikönigstag zum
Beispiel sind alle vorbeigekommen. Das Haus
war bummvoll – ich habe zwei Töchter und vier
Enkelkinder, und drei Hunde waren auch dabei.
Wir sind in der Familie eng verbunden und wohnen
nicht weit voneinander. Ich genieße das sehr.
Welche Rolle spielt die Familie in Ihrem
Leben?
Die Familie ist die absolute Nummer eins, das
war bei mir schon immer so. Ab einem gewissen
Alter wird es auch immer wichtiger, dass du gute
Freunde hast. Dann fühlst du dich nicht wirklich
alt, ohne Familie und Freunde lässt du dich
irgendwann gehen. Ich habe zum Glück viele
Freunde und ho!e auch, dass das so bleibt.
Sie haben einmal gesagt, im Fußball lerne
man viel fürs Leben. Was war die wichtigste
Lektion, die Sie auf dem Platz gelernt
haben und die Ihnen privat geholfen hat?
In einem Mannschaftssport wie im Fußball lernst
du zum Beispiel, dass du nicht alleine für dich da
und wichtig bist, sondern die Kollegen brauchst.
Ich hab immer super Mitspieler gehabt, auch
deswegen ist meine Karriere so gut geworden.
Auch da sind viele sehr gute Freundschaften entstanden.
Sie haben kürzlich ein Buch mit Hans
Krankl geschrieben und treten am Mittwoch
in der Komödie Graz auf. Sind Sie
gar unter die Künstler gegangen?
(lacht) Nein, als Künstler sehe ich mich natürlich
nicht so. Aber ich mache das sehr gerne. Auch „Der
rote Stuhl“, mit dem ich gemeinsam mit Bernhard
Egger nach Graz komme, ist bei den Leuten
bis jetzt gut angekommen, und solange keiner
schreibt, ich soll mich putzen, machen wir weiter.
Haben Sie besondere persönliche Erinnerungen
oder Anekdoten, die Sie mit Graz
verbinden?
Privat war ich, glaub ich, tatsächlich noch nie in
Graz, sondern immer nur als Fußballer. Aber ich
habe immer gerne in Graz gespielt, das waren
zum Teil richtige Schlachten. Jetzt komme ich aber
auch gern in einer anderen Funktion, und vielleicht
geht sich ja ein Besuch am Schlossberg aus!
TOBIT SCHWEIGHOFER
Herbert Prohaska wurde am am 8. August 1955
in Wien geboren. „Schneckerl“ Prohaska ist eine
österreichische Fußballlegende, bekannt als Spieler
(u. a. mit Austria Wien, Inter Mailand, AS Rom)
und Trainer (u. a. Österreichische Nationalmannschaft),
der siebenmal Meister und viermal Cupsieger
wurde, die WM-Teilnahmen 1978 und 1982
miterlebte und heute als ORF-Analytiker tätig ist;
er gilt als Jahrhundertspieler Österreichs.
GEPA
graz
4 graz
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
4
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Jeder Feinstaubtag ist einer
zu viel.“
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner
als Reaktion zu den Luftgütedaten
STADT GRAZ / FISCHER, FOTO SCANIA, GETTY
Sesselrück-Chaos
2025 war das erfolgreichste Jahr
bisher. UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM / C. NESTROY
Erfolgreichstes
Jahr verzeichnet
■ Das Universalmuseum
Joanneum hat 2025 sein erfolgreichstes
Jahr seit seiner
Gründung verzeichnet. In den
20 Museen und der Tierwelt
Herberstein wurden letztes
Jahr rund 1.174.000 Besucher
verzeichnet. Damit wurde
nicht nur die Millionengrenze
überschritten, sondern auch
ein Besucherrekord aufgestellt.
Einen großen Anteil an
diesem Erfolg hatte die Steiermark
Schau 2025.
In manchen
Grazer Bezirken
hat sich eine
richtiggehende
„Schleuderstuhl“-
Mentalität
eingeschlichen. GETTY
?
Conny Leban-Ibrakovic gemeinsam
mit Christian Jelesic
KK
Wartehäuschen
in Andritz
■ Im März 2023 wurde von
Conny Leban-Ibrakovic ein
Wartehäuschen am Dürrgrabenweg
in Andritz gefordert.
Vor wenigen Wochen wurde
diese Forderung realisiert und
ein Häuschen bei der Haltestelle
aufgestellt. Zuvor wurde
das gewünschte Wartehäuschen
mehrfach abgewiesen.
Nun bietet es Erleichterung
bei Schlechtwetter oder für
Menschen mit Mobilitätseinschränkung.
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Wissen Sie schon, wen Sie bei der Gemeinderatswahl wählen?
■ Mit 2026 startet in Graz auch
ein Wahljahr. Die Legislaturperiode
der derzeitigen Stadtregierung
neigt sich dem Ende zu und
es wird neu gewählt – ein genauer
Termin für die Graz-Wahl steht
aber noch nicht fest. Ob vor dem
Sommer oder danach: 61,7 Prozent
unserer Leser wissen bereits,
wo sie ihr Kreuzerl machen werden.
Bevor es zur Wahlurne geht,
haben die restlichen 38,3 Prozent
voraussichtlich bis Juni oder September
Zeit, um eine finale Entscheidung
zu treffen. Es bleibt
spannend, ob sich die Rathauskoalition
an der Macht halten
kann oder ob neue Koalitionen
gebildet werden müssen.
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
38,3 %
NEIN
61,7 %
JA
632 Teilnehmer, nicht repräsentativ, Stand:
Freitag, 9. Jänner, 12 Uhr, Foto: Getty
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 5
➜
TOP
716 Personen gerettet
Die Berufsfeuerwehr Graz ist 2025
zu insgesamt 6505 Einsätzen eingerückt.
716 Personen wurden gerettet.
Insolvenzen
Der Pleitegeier kreist auch 2026
weiter. Das Jahr begann bereits mit
mehreren Insolvenzen.
FLOP
➜
in den Grazer Bezirken
HIN UND HER. Wildes
Kommen und Gehen in
den Bezirken. In Wetzelsdorf
gibt es schon
seit einem Monat keinen
Bezirksvorsteher.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Wer hat noch nicht, wer
will noch mal? In manchen
Grazer Bezirken
kann man den Eindruck gewinnen,
dass diese Einladung tatsächlich
für die Besetzung der
Bezirksvorsteher-Positionen gilt.
Alleine in diesen Tagen wurde
der neue Bezirksvorsteher Ulrich
Pichler in Andritz präsentiert,
morgen, Montag, tritt die 2. Bezirksvorsteher-Stv.
Ulrike Repolust
in St. Peter zurück und wird
ersetzt. In dieser Tonart geht es in
der Legislaturperiode tatsächlich
schon seit langem zu.
In Andritz startete die Grüne
Xenia Hobacher, übergab dann
an Karin Reimelt von der KPÖ,
die wiederum an Doris Kampus
(SPÖ), die jetzt wieder an den
Grünen Ulrich Pichler übergab.
In St. Peter übergab der grüne
Matias Neumann an den KPÖler
Mario Rossmann.
In Jakomini ging das Amt von
Lubomir Surnev (KPÖ) an den
grünen Valentin Gritsch. Bei dessen
Wahl brauchte es allerdings
mehrere Anläufe, da zu wenige
Bezirksräte erschienen waren.
In Mariatrost übernahm nach
dem Tod von Helmut Schwab,
der die Agenden der grünen Astrid
Wlach übernommen hatte,
schließlich wieder Erwin Wurzinger.
Wetzelsdorf
Völlige Verwirrung herrscht in
Wetzelsdorf – dort gibt es schon
seit einem Monat überhaupt
keinen Bezirksvorsteher. Bereits
im Oktober 2024 legte Belinda
Walkner (SPÖ), die Christoph
Richter von der KPÖ nachfolgte,
ihr Amt wie vereinbart zurück.
Ihr sollte Bettina Sticher
(Grüne) folgen. Bei der dementsprechenden
Bezirksratssitzung
waren allerdings die KPÖ-Mandatare
nicht anwesend, weshalb
die nötige Mehrheit nicht gegeben
war. Sie war dann ein Jahr
im Amt, im Dezember 2025 ist
allerdings wieder Walkner gewählt
worden. Bis heute wurde
diese aber noch nicht angelobt.
Formal ist jetzt also Stellvertreter
Peter Sauermoser (ÖVP) für die
Amtsgeschäfte zuständig.
29 Wechsel
Insgesamt kam es zu zehn Wechsel
der Bezirksvorsteher, dreimal
wurden die ersten Stellvertreter
getauscht und sage und schreibe
In Wetzelsdorf
gibt es
laut
graz.at
derzeit
keinen
Bezirksvorsteher.
KK
16-mal änderten sich die zweiten
Bezirksvorsteher-Stellvertreter.
Die Wechselquote der Bezirksräte
ist noch einmal ungleich höher.
Die Halbwertszeit der Grazer
Bezirksvorsteher ist in dieser
Legislaturperiode also auffällig
gering. Das liegt augenscheinlich
vor allem auch an der Vereinbarung
von KPÖ, Grünen und SPÖ,
die in manchen Bezirken abgemacht
haben, sich die Amtszeit
aufzuteilen. Eine Entscheidung,
die von Anfang an auch intern
umstritten war und tatsächlich in
einem unübersichtlichen Chaos
endet.
202425010
6 graz
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
K O M M E N T A R
von
Verena
Leitold
✏ verena.leitold@grazer.at
Herr Ober,
einmal mehr
Qualität bitte!
N
icht schon wieder eine
Kebap-Bude!“ Kommentare
wie diese
kommen wie das Amen im
Gebet, wenn wir über
Schließungen in der Grazer
Gastroszene berichten.
Kebap-Buden gibt es in Graz
tatsächlich schon einige – das
bedeutet aber nicht, dass wir
echtes Kebap schon kennenlernen
durften. Denn mit
authentischer türkischer
Küche haben diese Imbisslokale
meistens wenig bis gar
nichts zu tun. Ein von zwei
anderen Restaurants bekannter
Gastronom möchte das
jetzt ändern: Er erö!net im
Februar das Nivan (siehe
Seite 10) und möchte dort die
Gerichte seines Heimatlandes
auf ein neues Level heben.
Bedeutet: selbstgesteckte
regionale Kalbfleischspieße
statt tiefgekühlte Fertigware,
Holzkohle statt Elektrogrill,
Säbel statt Maschine und
selbstgebackenes Brot statt
Billigwecken. Mit diesem
Qualitätsanspruch möchte er
auch andere anstecken und
das Niveau des Grazer Kebap
insgesamt erhöhen. Ho!entlich
gelingt’s! Bei anderen
Fastfood-Klassikern ist das ja
bereits geglückt. Burger,
Pizza, Sushi und Co bekommt
man auch bei uns inzwischen
in wirklich guter Qualität,
wenn sie einem etwas wert
ist. In diesem Sinn: Mahlzeit!
Vielleicht können wir bald
„Juhu, schon wieder eine
Kebap-Bude!“ jubeln.
Gemeinderäte
im Fleiß-Check
Insgesamt wurden im Jahr 2025 genau 777 Gemeinderatsinitiativen im Grazer Rathaus gesetzt.
LEISTUNGSNACHWEIS. In einer Auswertung aller Gemeinderatsinitiativen
des Jahres 2025 hat abermals KFG-Klubobmann Alexis Pascuttini die Nase
vorne. Gleich neun Mandatare haben keine einzige Initiative eingebracht.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Ein Mandat im Grazer Gemeinderat
ist weit mehr
als ein prestigeträchtiger
Titel – es ist die Verantwortung
im obersten Organ der Stadt. Im
Jahr 2025 wurde diese mit monatlich
2605,50 Euro für einfache
Mandatare und 4981,90 Euro
für Klubobleute honoriert, was
durchaus als Arbeitsauftrag der
Grazer an ihre politischen Vertreter
zu verstehen ist. In einer
aktuellen Auswertung der gesetzten
Gemeinderatsinitiativen
im Jahr 2025 hat hier KFG-Mann
Alexis Pascuttini mit 182 Stück
klar die Nase vorne. Gefolgt von
Neos-Chef Philipp Pointner, der
für 83 der 113 Initiativen seiner
Fraktion verantwortlich zeich-
net. An dritter Stelle rangiert
FPÖ-Mandatar Günter Wagner
mit 53 Initiativen. Wie zu erwarten
war, liegen die Oppositionsparteien
damit in Front, da die
Regierungs- bzw. Koalitionsparteien
vieles in der Regierungsarbeit
erledigen können, ohne den
Gemeinderat zu bemühen.
„Ein Gemeinderatsmandat ist
kein Nebenjob und schon gar
kein bloßer Titel. Anträge und
Anfragen sind kein Selbstzweck,
sondern das zentrale Instrument,
um Interessen der Grazerinnen
und Grazer durchzusetzen“,
weiß Pascuttini.
Am Ende des Rankings stehen
übrigens gleich sechs KPÖ-Gemeinderäte,
zwei von der ÖVP
und ein Grüner mit keiner einzigen
(!) Initiative im Grazer Gemeinderat.
STADT GRAZ/ FISCHER
Initiativen-Ranking
■ Alexis Pascuttini, KFG: 182
■ Philipp Pointner, Neos: 83
■ Günter Wagner, FPÖ: 53
■ Markus Huber, ÖVP: 47
■ D. Schlüsselberger, SPÖ: 45
■ Keine Initiative: Christopher
Fröch, Kurt Luttenberger, Simon
Gostentschnigg, Metin Deveci,
Amrei Lässer, Maike Manecke
(alle KPÖ), Daniela Gmeinbauer,
Martin Brandstätter (ÖVP),
David Ram (Grüne)
■ Initiativen pro GR:
■ KFG: 74,67
■ Neos: 56,5
■ FPÖ: 53
■ SPÖ: 23
■ ÖVP: 16,08
■ Grüne: 4,89
■ KPÖ: 2,13
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0
316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer
(DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß (0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Leonhard
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Gedruckt nach den
Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
den Richtlinien des
Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens
Recyclingpapierprodukte“
„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
papierprodukte“
Druck Styria, UW-Nr. 1417
EU Ecolabel: Bitte
sammeln Sie Altpapier
für das Recycling
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 7
Auf der Nordseite (rechts) der Straße gab es kürzlich bereits neue Bäume.
Auf der Südseite soll bald ein durchgehender Gehsteig kommen. STREET VIEW
Ein lange geforderter
Gehsteig wird Realität
ENDLICH. In der Johann-Haiden-Straße kommt
ein neuer Gehsteig, die Fahrbahn wird schmäler.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Seit Jahren fordern die Anrainer
in der Johann-Haiden-Straße
in Eggenberg
einen Gehsteig, nicht zuletzt für
die vielen Kinder, die die Straße
auf ihrem Weg etwa in die nahe
gelegene Volksschule Baiern
nutzen. Im vergangenen Frühjahr
gab es zum Ärgernis der
Bewohner dann zwar 20 neue
Bäume, aber wieder keinen
Gehsteig (wir haben berichtet).
Jetzt wird endlich nachgebessert.
Geplant ist ein durchgehender
Gehsteig auf der Südseite
der Straße, der eine sichere Verbindung
insbesondere Richtung
Volksschule schafft. Die Detailplanung
läuft bereits, die Umsetzung
ist – nach Abschluss des
straßenrechtlichen Verfahrens –
für die zweite Jahreshälfte 2026
vorgesehen.
Da es bis dahin noch dauert,
soll eine Übergangslösung
schneller für mehr Sicherheit
sorgen. „Pragmatisch und wirksam“
nennt Vizebürgermeis-
terin Judith Schwentner die
Maßnahmen. Durch neue Bodenmarkierungen
werden die
Parkplätze abwechselnd links
und rechts angeordnet. Autofahrer
sollen durch diese leichten
Fahrbahnversätze, die die
bisherige gerade Linienführung
unterbrechen, zu mehr Aufmerksamkeit
und geringerer
Geschwindigkeit gezwungen
werden. Die Fahrbahnbreite
wird dabei bewusst reduziert.
Begegnungsverkehr bleibt zwar
möglich, aber eben nur bei angepasstem
Tempo.
Wenn dann der neue Gehsteig
auch baulich umgesetzt wird,
nutzt man die Gelegenheit, um
auch Beleuchtung und Entwässerung
anzupassen. Alles ist
barrierefrei ausgelegt.
„Es geht mit dem Projekt darum,
dass Kinder, ältere Menschen
und Familien sicher in
ihrem Wohnumfeld unterwegs
sein können. Genau dort setzen
wir an“, betont Schwentner. Dabei
soll nicht nur die Verkehrssicherheit
erhöht, sondern auch
die Aufenthaltsqualität verbessert
werden.
Im Teich des ORF-Parks landet immer wieder Gebäck wie Semmeln oder
Brot. Das kann den Enten, den Gewässern und der Umwelt schaden. KK
Das Problem mit der
Fütterung von Enten
QUAK. In Graz werden immer wieder Enten mit
Gebäck gefüttert. Den Tieren kann das schaden.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Oft ist gut gemeint nicht
gut getan. Dieses Sprichwort
trifft auch auf die
Fütterung von Wasservögeln zu.
Eine Leserin berichtet, dass trotz
Schildern, die auf Fütterungsverbote
hinweisen, altes Gebäck
wie Semmeln oder Brot in vielen
Teichen der Stadt landet, etwa
im Teich des ORF-Parks.
Entgegen vieler Erwartungen
ist das Füttern von Wasservögeln
nicht lebensnotwendig und
kann den Tieren, den Gewässern
und der Umwelt schaden.
Fütterungsverbot
„Leider wird das Entenfütterverbot
in Graz immer wieder ignoriert,
darum setze ich mich für
eine flächendeckende, gut verständliche
Beschilderung ein.
Denn falsch verstandene Tierliebe
kann leider schaden, anstatt
zu helfen“, betont Tierschutz-
Stadträtin Claudia Schönbacher.
„Zum Wohle der Tiere und
der Umwelt wäre es wirklich
wünschenswert, wenn sich alle
an das Fütterungsverbot halten.“
Wasservögel sind Wildtiere,
die auch bei den winterlichen
Witterungsverhältnissen ohne
menschliche Hilfe überleben.
„Brotreste verschmutzen unsere
Teiche und locken Ratten an.
Vor allem aber ist Brot keine geeignete
Nahrung für die Tiere“,
ergänzt Schönbacher.
Semmeln und Brot sind also
nicht nur ungeeignet für unsere
gefiederten Freunde und
können gesundheitliche Schäden
verursachen, die Fütterungen
führen auch dazu, dass die
Tiere ihre natürliche Scheu vor
potenziellen Gefahrenquellen
verlieren. Die Ansammlung von
vielen Wasservögeln auf einem
Fleck kann zudem die Ausbreitung
von Krankheiten und Seuchen
begünstigen.
Nicht nur den Tieren schadet
die Fütterung: Auch die Gewässer
und die Umwelt leiden darunter.
Nicht gefressenes Futter
sinkt auf den Grund der Teiche
und verfault dort. Die Wasserqualität
verschlechtert sich und
das biologische Gleichgewicht
wird gestört.
8 graz
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
Haltestellen werden
VORBEREITUNG. Diese Woche wurde die zweite Flexity-Tram geliefert. Für
die neuen Straßenbahnen müssen jetzt etliche Haltestellen adaptiert werden.
Bei Interesse ist eine baldige
Anmeldung von Vorteil.
Wintererlebnis
Eisfischen
KK
■ Die Erlenteiche in Graz
laden Winter- und Angelfreunde
zu verschiedenen
Eisfisch-Events ein. Das
Forellen-Eisfischen und das
Raubfisch-Hecht-Eisfischen
finden am 11. und 18. Jänner
von 9 bis 15 Uhr statt. Es gibt
nur wenige Plätze pro Termin.
Veranstaltet werden die
Events vom Verein NSÖW –
Nachhaltig, sozial, ökologisch,
waidgerecht.
Die zweite Grazer Flexity mit der Wagennummer 541 ist am Donnerstag angekommen. Jetzt wird getestet. HOLDING GRAZ
Christbaum-Verwertung
Am 12. Jänner startet die neue
Geräte-Retter-Prämie.
GETTY
Eine Prämie für
Geräte-Retter
■ Um die Umwelt zu schützen,
startet am 12. Jänner die
Geräte-Retter-Prämie. Sie tritt
in die Fußstapfen des ehemaligen
Reparaturbonus, der
2025 beendet wurde. Sie soll
dazu beitragen, dass mehr
Geräte repariert werden und
so weniger Abfall entsteht. Mit
der Prämie können 50 Prozent,
maximal aber 130 Euro
pro Reparatur oder Service
und 30 Euro pro Kostenvoranschlag
gespart werden.
LUSTIG. Die HLW
Sozialmanagement
Graz hat via Social
Media dazu aufgerufen,
Christbäume über den
Zaun zu werfen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Für Belustigung bei unseren
Lesern sorgte ein aktueller
Aufruf der HLW Sozialmanagement
Graz. Dort wurde
nach Christbäumen gesucht.
Wer also seinen alten Christbaum
nicht zur Entsorgungsstelle
bringen will, soll ihn einfach
bei der Schule über den Zaun
werfen, so der Aufruf.
Nachgefragt
Wir haben bei der Schule nachgefragt,
ob man wirklich einfach
so seinen Christbaum über
den Schulzaun werfen darf. „Ja,
jeder darf gerne seinen Baum
über den Zaun auf die Wiese neben
dem Schulgebäude werfen“,
heißt es vonseiten der Schule.
Gebraucht werden die Bäume
für ein Schulprojekt. „Wir haben
dieses Projekt bereits im letzten
Jahr durchgeführt. Die Bäume
wurden auf der Wiese aufgelegt,
und die Schüler haben dann
Texte mit einem sozialen Hin-
tergrund dazu verfasst. Spaziergänger
konnten diese dann beim
Vorbeigehen lesen. Heuer haben
wir etwas Ähnliches geplant“, erklärt
man vonseiten der Schule.
Zugang zum Zaun findet man
entweder vom Hasnerplatz kommend
über den schmalen Weg
neben dem Kindergarten oder
von der Grabenstraße kommend
nach dem Caritas-Laden Carla &
Paul.
Die HLW Sozialmanagement Graz ist auf der Suche nach Christbäumen.
Man soll seine Bäume einfach über den Schulzaun werfen.
STREET VIEW
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 9
angepasst
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
I
m Frühling werden die ersten
neuen Straßenbahnen in Graz
unterwegs sein. Stadt und Holding
haben ja bekanntlich insgesamt
31 sogenannte Flexity-Trams
bei der Firma Alstom bestellt. Am
Donnerstag ist die zweite Garnitur
geliefert worden. Zuvor war sie seit
vergangenem Juli in der Hauptwerkstätte
der Wiener Linien in Simmering
zu etlichen Test- und Einstellfahrten
auf deren Probegleisen.
Bevor die knapp 34 Meter langen
Flexitys, die 60 Sitzplätze bieten
und insgesamt bis zu 200 Personen
befördern können, in den Regelbetrieb
übergehen können, müssen
jetzt seitens der Graz Linien aber
etliche Haltestellen angepasst werden.
„Dazu zählen der Umbau der
Aufmerksamkeitsfelder (Blindenleitsystem),
Korrekturen des Randleistenabstandes
zum Einstieg bzw.
auch Absenkungen der Bordsteine
in gebogenen Haltestellenbereichen,
wo ein gesetzeskonformer
Abstand baulich nicht anders erreichbar
ist“, erklärt Holding-Sprecherin
Sara Schmidt.
Angepasst werden folgende
Haltestellen: Schloßbergplatz, Kaiser-Franz-Josef-Kai
bzw. Schloßbergbahn,
Hauptplatz Andritz,
Breitenweg, Plüddemanngasse,
Puchstraße, Brauhaus Puntigam sowie
die Endhaltestellen Puntigam,
Smart City und St. Peter. Teilweise
wurden die Arbeiten bereits erledigt.
Außerdem liegt der Fokus auf Haltestellen
entlang der Linie 1 Richtung
Mariatrost, die parallel zum
zweigleisigen Ausbau bzw. Bau des
Speicherkanals umgesetzt werden.
Es handelt sich vor allem um Haltestellen,
die in einem Bogen liegen.
Die Kosten sind im genehmigten
Schienenbauprogramm enthalten
und werden in Verbindung mit
ohnehin notwendigen Gleissanierungen
im Sinne der Effizienzsteigerung
parallel abgewickelt.
EDELMETALLZENTRUM GRAZ
Gratis Beratung am Hauptplatz in Graz:
8340 € für Grazerin
Die „Grazer“-Leserin Erika
S. kam kürzlich mit einer
Münzsammlung, einer
Uhr und ein wenig Schmuck
und bekam stolze 8340 Euro
für die seit Jahren unbeachteten
Teile. Machen auch Sie
– am Grazer Hauptplatz – aus
altem (auch beschädigten)
Schmuck, geerbtem Silberbesteck,
Gold und Silbermünzen
oder alten Uhren bares Geld.
Unser Leser-Tipp:
Verkaufen Sie seriös nur im
Edelmetallzentrum Graz am
Hauptplatz 14 (im ehem. GVB-
Haus, direkt über dem Notariat).
Die Beratung ist 100 % diskret
und kostenlos. Geöffnet ist
Montag und Dienstag von 10-
13 Uhr und Nachmittag von 15
bis 17 Uhr, sowie mittwochvormittags
von 10 bis 13 Uhr. Ein-
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Edelmetallzentrum sorgte für große Freude.
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Gastro
Börse
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Ishak und Zelal Ceylan sowie Engin Karabacak eröffnen im Februar das Nivan in der Albert-Schweitzer-Gasse: So soll es aussehen.
MARC LA BER (2), RODARICH
Erster Einblick ins Nivan
GUSTO. Bereits bekannte Gastronomen möchten die türkische Küche in Graz zurück zum Ursprung
bringen und sperren bald das Nivan auf. In Andritz sind außerdem gleich zwei neue Lokale am Start.
Von Verena Leitold & Sabrina Naseradsky
redaktion@grazer.at
In erster Linie machen wir
das für uns selbst“, lacht Ishak
Ceylan. Mit der Qualität
des Kebaps ist er in Graz nämlich
absolut nicht zufrieden –
und er möchte nicht jedes Mal
nach Wien oder Istanbul reisen,
wenn er Lust darauf hat.
Zusammen mit seiner Tochter
Zelal Ceylan (die beiden führen
bereits das Galliano sowie
das Mirano in Graz) und Engin
Karabacak eröffnet er deshalb
am 13. Februar das Nivan in
den Räumlichkeiten des ehemaligen
Easy Asia in der Albert-
Schweitzer-Gasse.
„Wir möchten mit dem Kebap
zurück zum Ursprung – regionales,
hochwertiges Kalbfleisch
selbst auf Spieße gesteckt und
im Holzgrill gebraten, dann
mit einem Säbel statt mit der
Maschine geschnitten“, macht
Ceylan Gusto. Durch den Holzkohlegrill
erhält das Fleisch ein
rauchiges Aroma. Und auch das
Brot wird selbst gebacken.
Neben Kebap soll alles angeboten
werden, was die türkische
Küche hergibt – auch
für Vegetarier: Eintöpfe, viele
verschiedene Meze, Suppen, Pides,
Lahmacuns, Ekmekler und
Co. Dafür konnte er Yeliz Darsel
gewinnen, die zuletzt in der
Türkei in 5-Sterne-Restaurants
gearbeitet hat. „Ziel ist es, türkische
Küche in erstklassiger
Qualität anzubieten. Bisher gibt
es das so in Graz nicht, aber wir
hoffen, da eine Vorreiterrolle
einnehmen zu können, sodass
vielleicht ein Umdenken in der
Szene stattfindet“, so Ceylan.
Gestaltet wurde das Lokal von
Designer und Architekt Marco
Asslaber alias Marc La Ber. Natürliche,
helle Farben und viel
Holz dominieren. Rund 80 Sitzplätze
stehen zur Verfügung.
Aktuell wird noch umgebaut.
Die Eröffnung soll am 13. Februar
stattfinden.
Neues aus Andritz
Auch in Andritz tut sich momentan
einiges in der Gastro.
Viele können sich noch an
das Kultkaffeehaus Romana
in der Stattegger Straße 58f erinnern.
Umso trauriger waren
die Gäste, als das Lokal vor fünf
Jahren vermeintlich für immer
die Pforten geschlossen hat.
Doch nun gibt es ein Revival:
Gastronom Manuel Ecker hat
das Café Romana am 2. Jänner
wieder aufgesperrt. „Wir haben
vieles erneuert, unter anderem
die Elektrik und die Geräte, aber
ansonsten haben wir das Lokal
so belassen, wie es war. Mir war
wichtig, den Charme und Charakter
des alten Cafés zu erhalten“,
erzählt Ecker.
Geöffnet hat man ab sofort an
sieben Tagen die Woche. Neben
Frühstück und dem klassischen
Kaffeehausangebot gibt es auch
ein Mittagsmenü sowie ein umfangreiches
À-la-carte-Angebot.
„Wir haben einen super Koch,
der alles frisch zubereitet. Bei
uns kommt nichts aus der Tüte“,
so der Gastronom, der auch in
Niederösterreich ein Lokal betreibt.
Geboten wird klassische
Hausmannskost zu fairen Preisen,
warme Küche gibt es bis
21 Uhr. Derzeit ist man noch auf
der Suche nach weiterem Personal.
Unweit der Post mitten im
Zentrum von Andritz steht
ebenfalls eine Neueröffnung an.
In den Räumlichkeiten des ehemaligen
Japaners zieht nun das
Alkai Haven ein.
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graz 11
Carla-Laden muss schließen
TRAURIG. Der Carla-Laden in der Grazer Lindengasse wird mit Ende April geschlossen, wie die
Caritas nun bestätigt hat. Die sieben weiteren Läden in Graz bleiben jedoch weiter bestehen.
Der Carla-Laden in der Lindengasse sperrt im April zu. Die sieben weiteren
Carla-Läden in Graz bleiben aber weiterhin geöffnet.
STREET VIEW
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Eine traurige Nachricht für
alle Fans der Carla-Läden:
Jener in der Lindengasse
wird geschlossen. „Der Standort
Lindengasse in Graz befindet
sich in einer Phase des Rückbaus
und wird mit April nicht
mehr zur Verfügung stehen“,
heißt es vonseiten der Caritas.
„Mit den verbleibenden sieben
Carla-Standorten (Annenstraße,
Keplerstraße, Grabenstraße,
Merangasse, Jakomini, St. Peter,
Herrgottwiesgasse) ist das
Angebot in Graz weiterhin gut
erreichbar für Einkauf und Sachspendenabgaben.
Eine Abgabe
von Textilien ist auch in Containern
möglich“, heißt es weiter.
Sinnvoll
Insgesamt 30 Carla-Standorte
betreibt die Caritas in der gesamten
Steiermark. Die Läden
dienen nicht nur dazu, Spenden
entgegenzunehmen und Waren
günstig weiterzuverkaufen,
sondern haben auch einen sozialen
Mehrwert. Menschen in
schwierigen Lebenssituationen
erhalten dort die Möglichkeit einer
Beschäftigung. Im Rahmen
von Beschäftigungsprojekten
werden brauchbare Waren und
tragbare Kleidung abgegeben,
sortiert und wieder verkauft.
Somit leisten die Carla-Läden
auch ein wichtigen Beitrag
zur Ressourcenschonung, zu
Nachhaltigkeit und dem Klimaschutz.
Waren wird so ein zweites
Leben eingehaucht. Gerade
in Zeiten, wo es besonders bei
Gewand wieder ein Revival von
Secondhand-Mode gibt, sind
die Carla-Läden ein wahrer
Fundus nicht nur für Fans.
Der erste SteirerTalk zur KI
IM GESPRÄCH. Unter dem Titel „KI 2026: Chancen, Regeln, Realität“ lädt die Steirische Volkspartei
am 13. Jänner zur ersten Ausgabe ihres neuen Diskussionsformats SteirerTalk ein.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Den Auftakt des SteirerTalk
bildet ein Thema, das
Wirtschaft, Arbeitswelt
und Gesellschaft gleichermaßen
betrifft: Künstliche Intelligenz.
Die technologische Entwicklung
schreitet rasch voran und wirft
zugleich neue Fragen auf. Was
ist realistisch? Was kommt auf
Unternehmen und Arbeitsprozesse
zu? Und welche Rahmenbedingungen
werden ab 2026
entscheidend sein?
Forum
Unter dem Motto „KI 2026:
Chancen, Regeln, Realität“ diskutieren
die Rechtsanwältin Gerit
Katrin Jantschgi und der KI-
Unternehmer Clemens Wasner
mit den Gästen. Jantschgi zählt
mit ihrer Kanzlei Dr. Jantschgi
Rechtsanwältin OG zu den führenden
Expertinnen für Tech
Law in der Steiermark. Bei der
Diskussion will sie Klarheit in
die KI-Debatte bringen und aufzeigen,
warum Regulierungen
nicht bremsen, sondern schützen.
Wasner ist der Vorsitzende der
AI Austria, der zentralen Plattform
für Künstliche Intelligenz
in Österreich, und Mitgründer
des KI-Unternehmens Enlite AI.
Beim SteirerTalk bringt er die
unternehmerische und strategische
Perspektive in die Diskussion
ein.
Der erste SteiererTalk findet
in den Räumlichkeiten der Steirischen
Volkspartei am Karmeliterplatz
6 statt. Beginn ist am
13. Jänner um 19 Uhr. Jeder mit
Voranmeldung ist willkommen.
Bei der Steirischen Volkspartei am Karmeliterplatz 6 findet der erste
Steirer Talk statt. Beleuchtet wird diesmal das spannende Thema KI.
GEPA
12 graz
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S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Hilfe bei Kälte
Der Winter kann für obdachlose
Menschen eine gnadenlose Zeit
sein. Die sinkenden Temperaturen,
der eisige Wind und die
Gefahr von Frostbite machen
das Überleben zur täglichen Herausforderung.
In dieser kalten
Jahreszeit sind die Bedürfnisse
der Obdachlosen dringlicher als
je zuvor. Während viele von uns
in warmen Räumen Schutz !nden,
kämpfen andere ums Überleben
auf der Straße. Es sind Kältebusse
unterwegs. Eine warme
Decke, ein heißer Kaffee oder
eine einfache Mahlzeit können
für obdachlose Menschen einen
enormen Unterschied machen.
Hilfsorganisationen und Ehrenamtliche
setzen sich dafür ein,
diese Not zu lindern, indem sie
Notunterkünfte bereitstellen und
wertvolle Ressourcen sammeln.
Die winterliche Kälte verstärkt
die Dringlichkeit, unseren Mitmenschen
zu helfen.
Jede kleine Geste zählt. Lassen
Sie uns gemeinsam dafür sorgen,
dass niemand in dieser
kalten Jahreszeit allein gelassen
wird.
Wolfgang Gottinger
* * *
Annenstraße
Die einzige Chance, dass ankommende
Bahnreisende nicht
sofort in die Bim-Unterführung
eintauchen, sondern zu Fuß bis
zur Annenstraße weitergehen,
wäre eine Art Shoppingcenter.
Ein Interspar im Parterre, inklusive
Restaurant, wäre z.B. toll!
Nahema Guerlain
* * *
Neugestaltung
Ich halte es (Umbau des Tummelplatzes,
Anm.) für eine langlebige,
gesunde, kostengünstige
Idee für diesen doch so heißen
Platz, besser als „Sprühdosen“,
Planen und Klimaanlagen. Aber
es gibt ja sehr viele „Zwiderwurzn“,
die im Sommer gerne ihr
heißgeliebtes Auto in der prallen
Sonne stehen lassen müssen. Nebenbei
ärgern sie sich, warum
es kaum ein Parkplatz in einem
teuren Betonbunker gibt.
Stephan Kraus
* * *
Tummelplatz-Umbau
Hoffentlich wird dieses Projekt
nicht mehr umgesetzt und die
Wahlen retten uns davor, sowie
500 Meter daneben ist der Stadtpark,
somit braucht niemand
dort irgendwelche Stauden.
Robert Neukam
* * *
Moschee in Puntigam
Österreich verfügt bereits über
eine hohe Dichte an religiösen
Einrichtungen. Warum wertvolle
Bauflächen für solche Projekte
verschwenden, die nur einer
kleinen Minderheit zugutekommen,
statt der gesamten Gesellschaft
zu dienen. Wäre es nicht
sinnvoller, diese Ressourcen und
Energien in Wissenschaft und
Forschung zu investieren, um die
Menschheit als Ganzes voranzubringen?
Nathan Levy
* * *
Aufregung um Moschee
Wenn man dagegen ist, wird
man als Ausländerfeind abgestempelt.
Ich tu mir das nicht
mehr an. Macht doch in Europa,
was ihr wollt. Ich als Mann hab
nichts zu befürchten oder zu verlieren,
mir tun nur die Frauen
leid. Die ganze Aufklärung und
Emanzipation war für die Fisch.
Michael Hochreiter
* * *
Bahnübergänge
Ich bin der Meinung, dass man
alle unbeschrankten Bahnübergänge
in beschrankte Bahnübergänge
umbauen muss. Natürlich
kostet das Geld, aber es kostet
auch Geld, die Neutorgasse zu
verpflanzen bzw. Radwege auszubauen
usw.
Helmut Oblak
* * *
Gefährlich
Was soll das bringen, wenn so
manche Autofahrer das Rotlicht
NICHT beachten. Dann stehen
die Fahrzeuge zwischen den geschlossenen
Schrankenbäumen
und werden so vom Zug erfasst.
Hierzu gibt es leider auch unzählige
Beispiele in letzter Zeit.
Martin-Kain Bacher
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Vergangene Woche
im täglichen E-Paper
Bauernbundball
■ Die Kältewelle hat Graz weiterhin
fest im Griff. Hausbesitzer
sollten besonders darauf achten,
dass vor ihren Häusern geräumt
und gestreut ist. Auch sollte man
ein Auge auf Obdachlose haben,
damit diese bei der großen Kälte
keinen Schaden nehmen.
Neuer Eigentümer
■ Am Mittwoch wurden die Details
zum 75. Bauernbundball präsentiert.
3500 Bäume verwandeln
das Ballereignis in einen eigenen
Wald. Sie können dann von den
Besuchern mit nach Hause genommen
werden. Für Stimmung
sorgt heuer Andreas Gabalier.
Kältewelle
■ Das Leiner-Areal hat einen neuen
Besitzer. Damit steigt die Hoffnung
auf eine weitere Belebung
der Annenstraße. Der neue Besitzer
der Grazer Immobilienentwickler
Trivalue möchte auch die
Anrainer in das Projekt einbinden.
FLOMITTEREGGER, GETTY, STREET VIEW
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 13
In der Überfuhrgasse und der Kalvarienbergstraße wünscht man sich die
Erweiterung der Grünen Zone. Diese wird jetzt von der Stadt geprüft.
Parkschein bitte: Grüne
Zone wird erweitert
NEU. Die Abteilung für Verkehrsplanung prüft gerade
drei Gebiete für eine Parkzonenerweiterung.
KK
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Aktuell finden in einzelnen
Bereichen, in denen es
noch keine Grünen Zonen
gibt, erste Vorprüfungen statt“,
bestätigt man im Büro der zuständigen
Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner. Diese sollen klären,
wie sich die Gebührenpflicht auf
Verkehr, Anrainer und Stadtraum
auswirken würden. „Der Mobilitätsplan
2040 der Stadt Graz sieht
die schrittweise Ausweitung von
Parkzonen als wichtigen Baustein
für eine faire und zukunftsorientierte
Verkehrsorganisation vor“,
wird argumentiert.
Drei Gebiete werden momentan
untersucht. Die genauen Orte
möchte man noch nicht nennen.
Vonseiten der Abteilung für Verkehrsplanung
wurde dem Bezirksvorsteher-Stellvertreter
von
Lend, Wolfgang Krainer, jedoch
mitgeteilt, dass sich die Erweiterung
der Zone in der Alten Poststraße
bis zur Peter-Tunner-Gasse
unter den aktuellen Prüfungen
befinde. Die ÖVP Lend hat diese
auf vielfachen Wunsch von Anrainern
ebenso beantragt wie einen
Bereich in der nördlichen Kalvarienbergstraße
bis zur Kalvarienkirche
und der Überfuhrgasse.
Die ÖVP Eggenberg rund um Robert
Hagenhofer hat wiederum
die Erweiterung der bestehenden
Zone Richtung Süden (etwa Heinrich-Heine-Straße,
Reininghausstraße,
Gaswerkstraße) beantragt.
„Diese Wünsche werden bei
zukünftigen Ausbauvorhaben
jedenfalls berücksichtigt“, heißt
es aus dem Büro der Vizebürgermeisterin.
Zeitpunkt
Die letzte große Parkzonenerweiterung
gab es im Herbst 2023.
Damals wurden beispielsweise
Ziernfeldgasse, Lerchengasse
und Teile von Schönbrunngasse,
Petersgasse und Raiffeisenstraße
zur Grünen Zone. Die Blaue
Zone wurde in der Elisabethinergasse
erweitert. Außerdem hat
man die Kurzparkzone zwischen
Schwimmschulkai und Grabenstraße
von Grün zu Blau umgefärbelt.
Wann es mit der Erweiterung
der Straßenzüge, die aktuell geprüft
werden, so weit ist, kann
noch nicht gesagt werden.
szene
graz
14 www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
14
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Ich muss mir das Publikum nicht
nackt vorstellen.“
Lisa Eckhart im Rahmen eines APA-Interviews
anlässlich ihres neuen Programmes, mit dem sie am
21. Februar in Graz gastieren wird MAXIMILIAN WÜHRER
Tanzpaar-
Voting:
www.grazer.at
Italienisches Flair
am Tanzparkett
Das Trio bestehend aus Claudia Eichler, Pierre Gider und Lisa Weswaldi-Eichler (v. l.) choreografiert die Polonaise der diesjährigen Opernredoute.
LUEF, KK
LEBENSGEFÜHL. Am
31. Jänner findet die
Opernredoute statt.
Auch am Tanzparkett
heißt es: La dolce vita.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Die Polonaise ist die Visitenkarte
jedes Balles“,
betont Claudia Eichler,
Inhaberin der Tanzschule Eichler.
Sie choreogra!ert gemeinsam
mit Tochter Lisa Weswaldi-Eichler
und Pierre Gider
die Polonaise der diesjährigen
Opernredoute. „Wir wollen das
Publikum durch die Polonaise
in eine rauschende La-dolcevita-Ballnacht
versetzen.“ Das
Mutter-Tochter-Duo hat uns in
einem Gespräch erste Informationen
zur Polonaise verraten.
Italo-Hits
„Sagen wir so: Es kommt natürlich
ein Eros Ramazzotti, aber
auch etwas Klassisches vor. Mehr
verraten wir noch nicht!“, heißt
es von den beiden Choreogra!nnen.
Neben Cha-Cha-Cha und
Rumba werden in diesem Jahr
auch Wiener Walzer und Disco
Fox in der Polonaise vertanzt. Ein
besonderer Fokus liegt dabei auf
den Choreogra!ebildern. „Die
meisten Gäste sehen die Polonaise
von oben. Man versucht daher,
dass die Choreogra!e durch
sogenannte Choreogra!e-Bilder
erzählt wird. Zuerst sieht man
einen Kreis und auf einmal ein
Viereck oder ein Schachbrett“, erklärt
Lisa Weswaldi-Eichler.
Freude und Emotion
Geprobt wird heuer weniger als
in den Jahren zuvor: Einstudiert
wird die Choreogra!e nur an
zwei langen Wochenenden. Danach
folgt die Generalprobe, bevor
es schließlich am 31. Jänner
aufs Tanzparkett der Oper Graz
geht. Im Vorfeld hat man zudem
bis 27. Jänner die Möglichkeit,
auf grazer.at für sein Lieblings-
Polonaisepärchen abzustimmen.
„Für eine gelungene Tanznacht
gehört natürlich dazu, dass man
mit viel Freude und Emotion
auf die Tanzfläche geht – vielleicht
aber nicht nur mit der eigenen
Partnerin oder dem Partner.
Das Wichtigste aber ist, dass
man überhaupt auf die Tanzfläche
geht“, erzählt Claudia Eichler
abschließend.
All jenen, die ihre Tanzkenntnisse
vor der Opernredoute auffrischen
wollen, bieten die Grazer
Tanzschulen sogenannte
Ball!t-Kurse an.
Die Honorarkonsules der Steiermark mit Manuela Khom
und Doyen Rudi Roth (M.)
KK
Diplomatisches Mittagessen
■ Zu einem gemeinsamen Mittagessen anlässlich
des neuen Jahres trafen sich auf Einladung von Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom die
Honorarkonsules der Steiermark. Doyen Rudi Roth
durfte das konsularische Korps im Landhauskeller
begrüßen. Gemeinsam stießen die Diplomaten
auf das zehnjährige Doyen-Jubiläum von Roth und
Edith Hornig (die leider gesundheitlich verhindert
war) an. Unter anderen gesehen wurden: Bernhard
Rinner, Günter Nebel, Florian Weitzer, Stefan
Düss, Bernhard Kügler, Peter Grieshofer, Alois
Sundl, Michael Ksela, Manfred Kainz, Marianne
Graf und Jörg Hofreiter.
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
szene graz 15
SCHERIAU, LEX KARELLY
Dieter Hardt-Stremayr
Der Graz-Tourismus-Chef feiert am
14. Jänner seinen 63er. Wir sagen
Happy Birthday!
GEBURTSTAGSKINDER
DER WOCHE
Happy Birthday!
Urs Harnik
Der Leiter der Konzernkommunikation
der Energie Steiermark wird am
15.!Jänner 57. Wir gratulieren herzlich!
Am Steirerball mit dabei: Georg und Lena Doppelhofer, Markus Huber und Andrea Teppan (hinten v. l.), Gerhard Goldbrich,
Marcella Handl, Kurt Egger, Karlheinz Kornhäusl, Alexandra Reischl, Kurt Hohensinner und Roland Reischl (vorne, v. l.) KK
Steirer-Sturm auf die Hofburg
■ Seit mittlerweile 125 Jahren ist
der Steirerball in Wien eine wahre
Institution. Heuer war der Ball laut
Veranstalter so früh ausverkauft
wie noch nie. Hunderte Steirer
in Wien ließen sich die Gelegenheit
nicht entgehen, sich mit ihren
Landsleuten zu treffen. Aber
auch zahlreiche Prominente aus
dem Steirerland traten die Reise
über den Semmering an, um in
der Hofburg das Steirerblut, das ja
bekanntlich kein Himbeersaft ist,
hochleben zu lassen.
Heuer wurde der Ball von der
Gastregion Thermen- und Vulkanland
präsentiert. Für eines
der musikalischen Highlights des
Abends sorgte Gewerkschafter Josef
„Beppo“ Mu chitsch mit seiner
Band Beppo’s Dance Band.
Viele Gäste
Den Steirerball nicht entgehen ließen
sich: Landeshauptmann Mario
Kunasek, Landeshauptmann-
Stv. Manuela Khom, Landesrätin
Claudia Holzer, ÖVP-Klubobmann
Lukas Schnitzer und FPÖ-
Klubobmann Marco Triller. Auf
Einladung von RMA-Vorstand
Georg Doppelhofer, der von
Gattin Lena begleitet wurde, und
„Grazer“-Geschäftsführer Gerhard
Goldbrich waren auch WB-
Generalsekretär Kurt Egger in
Begleitung von Andrea Teppan,
Landesrat Karlheinz Kornhäusl,
Stadtrat Kurt Hohensinner, ÖVP-
Graz-Geschäftsführer Markus
Huber, Notariatskammer-Österreich-Vizepräsidentin
Marcella
Handl und „mein Bezirk“-Chefredakteur
Roland Reischl mit Gattin
Alexandra dabei.
Der Start ins
neue Jahr
■ Den Startschuss zu den Neujahrsempfängen
im heurigen
Jahr gab auch 2026 die Landwirtschaftskammer
Steiermark.
Präsident Andreas Steinegger
konnte gemeinsam mit seiner
Vize Maria Pein zahlreiche Gäste
begrüßen. Unter anderen mit
dabei waren: Manuela Khom,
Claudia Holzer, Kurt Hohensinner,
Werner Brugner, Bernd
Brodtrager, Josef Herk, Josef
Pesserl, Johann Scheuch, Heinz
Zöllner, Gerald Ortner, Hans
Roth, Martin Schaller, Markus
Huber und Lukas Schnitzer.
Lukas Schnitzer, Andreas Steinegger
und Manuela Khom (v. l.) LK STEIERMARK/FUCHS
Der musikalische Höhepunkt
Andreas Gabalier ist Stargast beim 75.
Steirischen Bauernbundball und steht
zum sechsten Mal auf jener Hauptbühne,
auf der sein Stern einst aufgegangen ist.
Somit kehrt der Volks-Rock’n’Roller an
einen ganz besonderen Ort seiner Karriere
zurück. Mit seinem unverwechselbaren
Mix aus Volksmusik, Rock und Pop hat er
sich längst an die Spitze der heimischen
Musikszene gespielt. Wenn Gabalier die
Bühne betritt, ist Stimmung garantiert:
mitreißende Beats, große Emotionen
und pure Energie. Seine Hits laden zum
Mitsingen, Feiern und Tanzen ein und
werden den Ballsaal zum Beben bringen.
[© Malte Christians]
Kulinarik
am Ball
Der Steirische Bauernbundball ist
eine Leistungsschau der heimischen
Landwirtschaft kombiniert mit regionalen
Köstlichkeiten und heimischen Produkten.
Diese Schmankerln erwarten Sie am Ball.
Chefcaterer Toni
Legenstein verwöhnt
heuer beim steirischen
Bauernbundball die Ball-
Besucher mit Hirschgulasch,
Serviettenknödel und
Rotkraut – ein festlicher,
regionaler Genuss.
Im VIP-Bereich kredenzt
Wolfgang Edler vom Landhaus
Oswald geschmortes
Hirschkalb und rosa
gebratenes Kräuterschwein
mit Haselnusskruste, dazu
geräucherte Kartoffeln und
feines Wurzelgemüse.
Weinbaudirektor Martin
Palz freut sich bereits
auf die Glorreichen
Sieben Ballweine, die am
15. Jänner im Rahmen
einer Blindverkostung
ausgewählt und feierlich
präsentiert werden.
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[© Arthur]
Der 75. Steirische Bauernbundball steht ganz im Zeichen der
heimischen Forstwirtschaft und trägt das Motto „Bussi bis bald im
Steirischen Wald“. Der Ball verwandelt den Messecongress Graz in
eine eindrucksvolle Waldkulisse und setzt damit ein starkes Zeichen für
Nachhaltigkeit, Heimatverbundenheit und Zukunftsdenken. Gemeinsam
mit dem Waldverband Steiermark, angeführt von Obmann Paul Lang
und Direktor Bernd Poinsitt, werden rund 3500 heimische Bäume als
Dekoration eingesetzt. Diese werden nach dem Ball ausgepflanzt und
leisten als CO2-Speicher einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Für
Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager ist der Bauernbundball ein
bedeutender Wirtschaftsmotor und Treffpunkt von Stadt und Land.
Ballorganisator Raffael Fux unterstreicht den Anspruch, nicht nur über
Nachhaltigkeit zu sprechen, sondern sie sichtbar zu machen – als
moderne Leistungsschau der steirischen Land- und Forstwirtschaft.
Einpflanzen
und
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Nimm dir einen
Baum vom
Ball mit und
mache ein Foto
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Sabrina Naseradsky
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Finanzbildung ist eine Schlüsselkompetenz
fürs Leben.“
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-
Miedl anlässlich ihres Besuches an der
FH Joanneum in Graz BKA/ANDY WENZEL
Karl-Heinz Snobe
Josef Herk
Lehrstelle
dringend gesucht
Die Lehrstellenmarkt zeigt sich derzeit sehr angespannt. Es gibt mehr Lehrstellensuchende als offene Lehrstellen. Schuld ist die Wirtschaftskrise. GETTY, SCHERIAU, WOLF
BEDENKLICH. Karriere
mit Lehre – das war
viele Jahre ein Stehsatz.
Doch nun gerät
der Lehrstellenmarkt
unter Druck.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
mischen Lehrstellenmarkt auswirkt.
Angespannt
Das zeigt auch die aktuelle Lehrlingsstatistik
des AMS Steiermark.
Denn die Lage am Lehrstellenmarkt
ist mehr als angespannt.
Von Jänner bis Dezember wurden
5088 Lehrstellen angeboten.
Das ist ein Minus von 409 Lehrstellen
oder 7,4 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr. Dabei haben
sich die Branchen unterschiedlich
entwickelt. In der Warenherstellung
blieb die Lage stabil,
während im Handel ein Minus
von 6,9 Prozent oder 112 Stellen
TopJobs
In Kooperation mit
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■ Social Media Manager (m/w/d)
- Das Institut Allergosan sucht einen Social Media Manager für seine
Marke Caricol®. Für diese Position gilt ein KV-Mindestbruttoentgelt von
2.500 Euro auf Vollzeitbasis.
■ Sozialbetreuer oder Pflegeassistent (m/w/d)
- LebensGroß sucht einen Sozialbetreuer oder einen Pflegeassistenten.
Das Mindestgehalt beträgt bei Vollzeitanstellung 2.794,50
Euro brutto zzgl. Zuschläge.
Die heimische Wirtschaft
ist soeben in ihr viertes
Rezessionsjahr gestartet.
Eine Tatsache, die sich mittlerweile
leider auch auf den heiund
in der Beherbung und Gastronomie
ein Minus von drei Prozent
bzw. 16 Stellen zu verzeichnen
ist. Für Bewerber verschärft
sich dadurch auch die Situation.
Denn noch nie seit 2010 war das
Angebot an Lehrstellen so gering
wir im Vorjahr. 2025 meldeten
die steirischen Unternehmen
nur mehr 5088 offene Lehrstellen.
Dem gegenüber stehen 8477
vorgemerkte Lehrstellensuchende.
Zum Stichtag Ende Dezember
hatten 1249 junge Menschen
noch keine Lehrstelle.
AMS-Chef Karl-Heinz Snobe
zur aktuellen Situation: „Die
negative Entwicklung am Lehrlingsmarkt
ist eine direkte Folge
der angespannten wirtschaftlichen
Lage. Viele Betriebe reduzieren
ihr Angebot mit spürbaren
Folgen für die Jugendlichen und
jungen Erwachsenen. Aber: Wer
heute nicht ausbildet, dem fehlen
morgen die Fachkräfte. Deshalb
appelliere ich an die Unternehmen,
trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen in Ausbildung
zu investieren.“
Appell
Auch Wirtschaftskammer-Steiermark-Präsident
Josef Herk betont,
wie wichtig Lehrlingsausbildung
ist: „Die duale Ausbildung
ist eine tragende Säule unseres
Wirtschaftsstandorts und ein zentraler
Faktor für Wettbewerbsfähigkeit
und Fachkräftesicherung
in der Steiermark. Jeder Lehrling
von heute ist eine dringend benötigte
Fachkraft von morgen. Der
aktuelle Rückgang beim Lehrstellenangebot
ist kein mangelndes
Bekenntnis zur Ausbildung, sondern
eine direkte Folge der angespannten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
mit denen viele
Betriebe konfrontiert sind. Umso
wichtiger ist es jetzt, Ausbildung
und Qualifizierung konsequent zu
stärken und Unternehmen wieder
Planungssicherheit zu geben.“
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz eco 19
➜
TEURER
GETTY (2)
Tee +22,6 %
Schlechte Nachrichten angesichts der
Kälte. Tee ist im Jahresvergleich um
22,6 Prozent teurer geworden.
Benzin und Diesel –5,1 %
Benzin und Diesel sind im Jahresvergleich
um 5,1 Prozent günstiger
geworden.
BILLIGER
➜
Klimafreundliches Heizen
VERGLEICH. Welche Heizform ist auf lange Sicht die klimafreundlichste? Dieser Frage ist die WKO-
Landesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker in einer Pilotstudie nachgegangen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
In der Studie wurde der CO2-
Fußabdruck verschiedener
Heizsysteme von der Herstellung
über den Betrieb bis zur Entsorgung
(„Cradle to Grave“) analysiert.
Das ganz klare Fazit: Pellets
und Wärmepumpen erzielen bis zu
91 Prozent CO2-Einsparung gegenüber
bestehenden Ölheizungen.
Analyse
Studienautor Andreas Gumpetsberger:
„Oft wird über den
‚ökologischen Rucksack‘ bei der
Herstellung neuer Heizungen diskutiert.
Unsere Daten zeigen aber
klar: Dieser ist vernachlässigbar.
Der Hebel liegt im Betrieb. Wer
seine alte Ölheizung tauscht, leistet
den effektivsten Beitrag zum
Klimaschutz, der für Hausbesit-
zer möglich ist.“ „Die Installateure
tragen dazu bei, die Klimaziele
Österreichs und der EU zu erreichen.
Sie helfen, die Abhängigkeit
von fossilen Energieträgern
zu verringern, die Luftqualität zu
verbessern und den Energieverbrauch
insgesamt zu senken“, so
Anton Berger, Landes- und Bundesinnungsmeister
der Sanitär-,
Heizungs- und Lüftungstechniker.
„Nachhaltigkeit ist längst ein
zentraler Wettbewerbsfaktor für
die steirische Wirtschaft. Genau
darauf baut unsere Nachhaltigkeitsstrategie.
Sie unterstützt Betriebe
durch branchenspezifische
Projekte – wie diese Pilotstudie
– praxisnah darin, ökologische
Verantwortung, wirtschaftliche
Stärke und langfristige Zukunftssicherung
erfolgreich zu verbinden“,
erklärt WKO-Vizepräsidentin
Gabi Lechner.
Anton Berger, Innungsmeister, WKO-Vizepräsidentin Gabi Lechner und Nachhaltigkeitsexperte
Andreas Gumpetsberger (v. l.) präsentieren die Pilotstudie.
Finanzbildungsstrategien
VISITE. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl stattete der FH Joanneum in Graz einen Besuch
ab. Thema waren unter anderem die Finanzausbildungsaktivitäten der Fachhochschule.
Michael Murg, Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, Martin Payer (kaufmännischer
Geschäftsführer FH Joanneum, v. l.)
FH JOANNEUM / MANFRED TERLER
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Über hohen Besuch durfte
sich die FH Joanneum
freuen. Finanzstaatssekretärin
Barbara Eibinger-Miedl
ließ sich über die Finanzbildungsaktivitäten
der FH Joanneum informieren.
Auch tauschte man
sich über die geplante Neuausrichtung
der österreichischen
Finanzbildungsstrategie aus. Im
Rahmen des Besuchs präsentierte
Michael Murg, Leiter des Instituts
Bank- und Versicherungswirtschaft,
die strategische Verankerung
von Finanzbildung in Lehre,
Forschung sowie in der Wissens-
vermittlung an der FH Joanneum.
„Unter dem Dach der Nationalen
Finanzbildungsstrategie setzen
wir aktuell über 200 Maßnahmen
um, mehr als die Hälfte davon
richtet sich gezielt an junge Menschen.
Initiativen wie jene der FH
Joanneum zeigen, wie Finanzbildung
in Lehre, Forschung und
Praxis wirksam verankert werden
kann. Gemeinsam mit Partnern
aus Wissenschaft und Bildung
arbeiten wir bereits an der Weiterentwicklung
der Strategie ab
2027, damit Menschen in allen
Lebensphasen sicher, informiert
und selbstbestimmt finanzielle
Entscheidungen treffen können“,
so die Staatssekretärin.
20
viva
graz
www.grazer.at 11. JÄNNER 2025 2026
Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
20
Achten wir bei diesen Temperaturen
aufeinander. Bieten Sie
konkret Hilfe an.“
Nicola Baloch, Geschäftsführerin der VinziWerke
Österreich, über die anhaltende Kältewelle VINZIWERKE
H. Sourij und J. Mader übernehmen
das Führungsteam. CHRISTIAN TAUCHER GRAZ
Neue Köpfe in
Fachgesellschaft
■ Die Österreichische Diabetes
Gesellschaft (ÖDG) hat ein
neues Führungsteam gewählt.
Harald Sourij wird neuer Präsdident
der Fachgesellschaft.
Julia Mader übernimmt die
Funktion der Ersten Sekretärin.
In den kommenden zwei Jahren
wollen sie die Gesellschaft
für Diabetes fachlich und gesundheitspolitisch
weiterentwickeln.
„Unser Ziel ist es, die
Versorgung von Menschen mit
Diabetes in Österreich nachhaltig
zu stärken und Innovationen
rasch in die Praxis zu bringen“,
so Sourij.
Bewegung ist ein zentrales
Thema. „Wissenschaftliche Erkenntnisse
zeigen klar, dass
Menschen mit Typ-1-Diabetes
bei optimaler Einstellung und
mit modernen technischen
Hilfsmitteln sogar im Spitzensport
oder als Piloten erfolgreich
aktiv sein können“, erklärt
Mader. Weitere strategische
Schwerpunkte liegen in der Erforschung
seltener Diabetesformen
und in der strukturierten
Nutzung nationaler Gesundheitsdaten.
Ein weiterer Fokus
liegt auf der Verbesserung der
Versorgung von Betroffenen mit
Typ-1-Diabetes. Die ÖDG plant
zudem die Weiterentwicklung
des Disease-Management-Programms
„Therapie Aktiv“ und
die Integration digitaler Lösungen
wie des elektronischen Diabetespasses.
Winterblues:
Ursachen und
Prävention
DUNKEL. Der Winter
kann psychisch belastend
sein. Ein Gespräch
mit Mehrnusch Hasiba-
Naghibi über die saisonale
Depression.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Die Tage sind kurz, es ist neblig
und die Sonne versteckt
sich hinter den Wolken – ein
klassischer Wintertag. Viele Menschen
belastet die kalte Jahreszeit
psychisch. In manchen Fällen
kann es sogar zu einer saisonalen
Depression kommen. Wir waren
mit Mehrnusch Hasiba-Naghibi,
der neuen ärztlichen Leiterin der
Ambulanten Psychosozialen Rehabilitation
Graz von pro mente,
im Gespräch und haben die
saisonale Depression, ihre Ursachen
und ihre Prävention unter
die Lupe genommen.
Herbst und Winter
Eine saisonale Depression ist eine
depressive Verstimmung, die regelmäßig
zu einer bestimmten Jahreszeit
auftritt, „meistens im Herbst
oder Winter, daher wird sie auch
oft als Winterdepression bezeichnet“,
erkärt Hasiba-Naghibi.
Grundsätzlich kann eine saisonale
Depression jeden treffen.
Meist macht sich die psychische
Erkrankung ab dem jungen
Erwachsenenalter bemerkbar.
Frauen scheinen etwas häufiger
betroffen zu sein als Männer.
Mangel an Licht
Ein zentraler Auslöser für eine
saisonale Depression scheint
der Mangel an Tageslicht zu sein.
„Weniger Licht bringt unseren inneren
Rhythmus durcheinander –
also den natürlichen Wechsel von
Wachsein und Schlafen. Dadurch
kann es zu verstärkter Müdigkeit,
Schlafproblemen, verminderter
Energie und eben auch gedrückter
Stimmung kommen“, weiß die
Expertin. Auch verschiedene Botenstoffe
im Gehirn können aus
dem Gleichgewicht geraten und
so die Stimmung beeinflussen.
Saisonal
Eine saisonale Depression unterscheidet
sich häufig von einer
klassischen Depression. Eine
klassische Depression tritt von
der Jahreszeit unabhängig auf.
In der Regel schlafen Betroffene
schlechter und haben weniger
Appetit. Im Gegensatz dazu
„zeigt sich die Winterdepression
durch ein vermehrtes Schlafbedürfnis,
Heißhunger auf Süßes
und Gewichtszunahme. Das Bedürfnis,
sich zurückzuziehen, ist
ebenfalls oft vorhanden“, betont
die ärztliche Leiterin. Außerdem
reichen „die Beschwerden von
leichter Antriebslosigkeit bis zu
deutlicher Niedergeschlagenheit.“
Rund
200.000
Österreicher
leiden
an einer
saisonalen
Depression.
Wir haben
uns mit
Mehrnusch
Hasiba-Naghibi
über die
Krankheit
unterhalten.
GETTY, ANTJE WOLM
Lichttherapie
Als wirksam zeige sich die Lichttherapie,
„bei der man täglich,
am besten vormittags, für eine
gewisse Zeit vor einer medizinischen
Lampe, die den Mangel
an hellem Tageslicht ausgleicht,
sitzt“, erklärt Hasiba-Naghibi.
Aber auch Medikamente und
Bewegungstherapien können
hilfreich sein, jedoch ist oft „eine
Kombination aus mehreren Maßnahmen
am erfolgreichsten“.
Hasiba-Naghibi empfiehlt, „für
so viel Tageslicht wie möglich zu
sorgen und auch bei bewölktem
Himmel am besten tägliche Bewegung
im Freien zu machen“.
Außerdem können ein regelmäßiger
Tagesablauf, Erholung und
bewusste Pausen helfen. Betroffene
sollten bereits im Herbst aktiv
gegensteuern.
Tipps für den Alltag
■ Gehen Sie nach draußen –
idealerweise vormittags.
■ Halten Sie sich in hellen
Räumen auf.
■ Öffnen Sie Vorhänge früh.
■ Bleben Sie in Bewegung.
■ Achten Sie auf regelmäßige
Schlafenszeiten.
■ Pflegen Sie soziale Kontakte.
Treffen Sie Freunde und Familie.
■ Sprechen Sie bei länger anhaltender
Belastung mit Ihrem
Arzt und holen sich Hilfe.
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
viva 21
➜
IN
GETTY (2)
Bewusstes Leben
Immer mehr Menschen setzen auf ein
bewusstes Leben, slow Life, mentale
Gesundheit und erfüllende Hobbys.
Es wird in Graz gemordet
■ Erfolgsautorin Claudia Rossbacher
entführt in ihrem 15.
Steirerkrimi „Steirerzwist“ ihre
Leser diesmal nach Graz. „Es ist
das erste Mal, dass ich in Graz
morde“, lacht Rossbacher. Und
ergänzt: „Ich gab jetzt in allen
Regionen einen Mord. Graz
setzt hier einen Schlusspunkt.
Ich weiß zwar noch nicht, wie es
mit den Steirerkrimis weitergeht,
aber ich kann versprechen, es
wird weitergehen.“ Alle Fans der
Steirerkrimis dürfen sich wieder
auf einen spannenden Fall
rund um das Ermittlerduo Sandra
Mohr und Sascha Bergmann
freuen. Die Grazer werden beim
Lesen sofort an die beschriebenen
Orte versetzt werden. Der
neue Steirerkrimi ist ab sofort im
Buchhandel erhältlich.
Der neue Steirerkrimi
ist da. Graz
ist diesmal der Ort
des Geschehens.
Die Grazer werden
viele Orte beim
Lesen wiedererkennen.
KK
Burn-out-Gesellschaft
Eine unausgeglichene Work-Life-
Balance in der schnelllebigen Hustle-
Kultur tritt in den Hintergrund.
Walerich Berger und Sandra Schimmler, die Geschäftsführung von Jugend
am Werk Steiermark, freuen sich über das Ergebnis. JUGEND AM WERK STEIERMARK/KOCO
Starker Zusammenhalt
OUT
➜
■ Der SteiermarkRadar zeigt,
dass soziale Arbeit für die kritische
Infrastruktur unverzichtbar
ist. Besonders wichtig wahrgenommen
werden Angebote für
Menschen mit Behinderung,
Leistungen für Kinder, Jugendliche
und Familien sowie Beschäftigungsprojekte
für Arbeitssuchende.
Dem SteiermarkRadar
zufolge leistet Jugend am Werk
Steiermark einen wichtigen Beitrag
zum sozialen Zusammenhalt.
„Wir werden auch künftig
ein verlässlicher Anbieter sozialer
Dienstleistungen bleiben“, so
die Geschäftsführer Walerich
Berger und Sandra Schimmler.
22 viva
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
Die Party-Hits für
Jürgen Löschnig, Susanne Jagsch
und Wolfgang Grimus (v. l.) GRAZ AIRPORT
Airport Graz
übergibt Spende
■ „Warten aufs Christkind“ war
auch am 24. Dezember 2025 eine
viel und gerne besuchte Veranstaltung
am Graz Airport. Und nicht
wenige haben die Möglichkeit genutzt,
die von HELP4KIDS aufgestellten
Spendenboxen zu füllen.
Dem weihnachtlichen Gedanken
folgend, hat der Graz Airport auf
die gesammelten Spenden noch
einmal 2000 Euro draufgelegt,
die nun Familien mit Kindern
mit Behinderungen zugutekommen.
„Gerade Kinder, denen es
nicht so gut geht, brauchen unsere
besondere Aufmerksamkeit
und Unterstützung. Es ist daher
schön, zu sehen, dass viele Besucher
von ,Warten aufs Christkind‘
bereit sind, für die gute Sache zu
spenden“, erklären Wolfgang Grimus
und Jürgen Löschnig, die
Geschäftsführer des Graz Airport.
„Herzlichen Dank an alle Spenderinnen
und Spender! Jeder einzelne
noch so kleine Betrag ist wertvoll.
Denn nur gemeinsam – mit
gelebter Solidarität und sozialer
Verantwortung – können wir diesen
Familien Momente der Freude
und Ho!nung schenken“, so
Susanne Jagsch, Präsidentin von
HELP4KIDS.
PARTY. Die Skisaison
ist in vollem Gange
und mit ihr auch das
Après-Ski. Doch zu
welchen Hits wird auf
den Hütten gefeiert?
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wer kennt es nicht, im
Sommer singen wir am
Strand den jeweiligen
Sommerhit lauthals mit. Doch
auch im Winter kommen beim
Après-Ski das Feiern und die Pistengaudi
mit den jeweiligen Hits
nicht zu kurz.
Den Klassiker „Schifoan“ von
Wolfgang Ambros kann noch
heute jedes Kind mitsingen. Aber
auch „Anton aus Tirol“ von DJ Ötzi
oder die Hits von Andreas Gabalier,
von „Hulapalu“ bis hin zu „I
sing a Liad für di“, sind mittlerwei-
le Klassiker, die auf den diversen
Hütten rauf und runter gespielt
werden. Ebenso den Weg zum
Après-Ski haben zahlreiche Ballermann-Stars
und deren Hits wie
Mickie Krause mit seinem „Schatzi
schenk mir ein Foto“ gefunden.
Neue Hits
Doch was wären die Klassiker
ohne die neuen Hits, die einen
wesentlichen Beitrag zur Hüttengaudi
leisten?
Apropos Hüttengaudi: Bei einer
Après-Ski-Party darf für viele
der Alkohol nicht fehlen. Auch
hier regieren die Klassiker wie
Bier, Spritzer und Aperol. Aber
auch Glühwein, Punsch und Jägermeister
werden gerne konsumiert.
Nach der hochprozentigen
Party gilt auf jeden Fall: Ski bitte
stehen lassen und mit der Gondel
ins Tal. So schützt man sich
und andere. Und man kann auch
ohne Alkohol ordentlich feiern
und die Après-Ski-Hits nüchtern
genießen.
DJ Ötzi rockt mit seinem 13 Jahre alten Hit „Tirol“ die Pisten.
DJ ÖTZI/PRESSE
Après-Ski-Hits 2026
■ Mickie Krause, Lorenz Büffel,
Kings of Günter, Immer
Hansi - Baila Baila
■ Mountain Crew - Octopus
(100.000 Hände)
■ Immer Hansi & Stuk - Forever
LAM
■ DJ Ötzi - „Tirol“
■ DJ Ötzi - „Happy“
■ Jan Smit - Tranquilo
■ Die Draufgänger & Pietro
Basile - MalleKur
■ Julian Sommer - SOS
■ Tream x Mia Julia - HERZ-
BLATT (AUA AUA)
■ Matty Valentino - I Leb wie
i Leb
■ Snollebollekes - Zwaai-
Phone
■ Lawineboys - Zebra
■ Tream - Herz macht BAMM
■ Rumbombe - Hurensohn
■ Da - Ich will dich nicht
■ Kreisligalegende - Malle is’
Liebe
■ Lorenz Büffel, Oli.P - Maja
■ Mickie Krause & Cindy -
Una Paloma Blanca
■ Moses C, Tim Toupet & Der
Partycrasher - Papa (Ich will
lieber saufen)
■ Oimara - Wackelkontakt
■ Effe Serieus - Baila de
Gasolina
■ Die Draufgänger x Vincent
Gross - Ski-Twist
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at viva
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die Hüttengaudi
Rätsel-Lösung vom 4.1.2026
S G S K E E V
S T U R M T O W E R G O D
E E A R A B U G G Y
L I N E C K B E R G E T C
R A N E H E U E R Z
E N T E N P L A T Z A E
F R U E H F E Z I N K
C C E A R A B E S K
U K H U U R I S O M
P A V A N E I E L A U
K A N O N I E R H A U S
V I O L A A N S
Lösung:
F L A T U S
S P O E I G E L SCHLOSS-
P O N Y S E R A BERG- Lösung:
O I U R A N
ELEFANT
SCHLOSSBERG-
L E I B N I T Z ELEFANT
Nach einem gelungenen Skitag wird in den Hütten zu den neuesten Après-Ski-Hits gefeiert.
GETTY
Sudoku-Lösung
vom 11.1.2025
1 2 8 4 7 3 5 9 6
4 6 9 5 1 2 8 7 3
7 5 3 9 8 6 4 1 2
9 3 1 6 4 7 2 8 5
5 7 4 8 2 9 3 6 1
2 8 6 1 3 5 7 4 9
8 9 5 2 6 4 1 3 7
3 4 2 7 9 1 6 5 8
6 1 7 3 5 8 9 2 4
24 viva
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
Jetzt schon buchen und
FRÜHBUCHER. Jetzt
schon den Sommerurlaub
zu buchen, zahlt
sich auf jeden Fall aus.
Denn jetzt hat man
noch die volle Auswahl.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wohin soll die Reise heuer gehen? Wer jetzt schon bucht, hat noch die Qual der vollen Auswahl.
GETTY
Ab in den Süden oder
doch lieber ein Städtetrip?
Viele machen sich
bereits jetzt Gedanken darüber,
wohin im Sommer die Reise
gehen soll. Wir haben mit
Reiseexperte Max Schlögl von
Gruber Reisen darüber gesprochen,
warum sich früh buchen
auszahlt.
Vorteile
„Meine Empfehlung ist es, ins
Reisebüro zu gehen. Denn die
Experten können für die Kun-
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at viva
25
Geld sparen
den die besten Schnäppchen
finden“, so Schlögl. Und ergänzt:
„Es ist auch nicht teurer,
im Reisebüro zu buchen. Wir
haben Preisparität“, räumt der
Experte mit einem hartnäckigen
Gerücht auf, dass es teurer
ist, im Reisebüro zu buchen.
Laut dem Experten gibt es gerade
jetzt im Jänner die besten
Angebote. Daher zahlt es sich
auch aus, sich umzuschauen
und auch gleich zu buchen.
Denn jetzt haben die Urlauber
noch die volle Auswahl.
Wer nicht unbedingt ins Reisebüro
möchte, sondern lieber
von der heimischen Couch aus
online bucht, dem empfiehlt
der Experte, nur bei renommierten
österreichischen Seiten
zu buchen. Hände weg von ausländischen
Seiten. Denn hier
kann es für die Kunden schnell
zu bösen Überraschungen kommen.
Generell hat sich in den letzten
Jahren der Trend hin zum
frühen Buchen entwickelt.
„Wirkliches Last Minute gibt es
eigentlich nicht mehr“, erklärt
Schlögl. Und gerade bei Last
Minute hat man nicht mehr die
volle Auswahl und bekommt
vielleicht nicht genau das Hotel
oder den Reiseort, den man sich
eigentlich gewünscht oder ausgesucht
hat.
Der Trend zum frühen Buchen
hat sich schon vor Corona
abgezeichnet, wurde dann aber
durch die Pandemie wieder eingebremst.
Die Menschen haben
zu der Zeit wieder kurzfristiger
gebucht, weil man natürlich
nicht wusste, wann der nächste
Lockdown kommt.
Das hat sich mittlerweile wieder
komplett gedreht. Inzwischen
reisen die Menschen wieder
viel mehr. „Wir sehen, dass
die Kunden schon sehr früh
eine Reiseentscheidung treffen.
Das ist aus unserer Sicht auch
gut fürs Geldbörserl“, weiß der
Reise experte.
mobil
graz
26
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
26
Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Unser Verkehrssystem muss
auf ältere Menschen mehr
Rücksicht nehmen.“
Katharina Jaschinsky (VCÖ) über Fußgängerunfällen.
Besonders Ältere sind betroffen. R. NOEWMAN
Wintercheck und Fahrverhalten
Sicher durch
den Winter
Bei eisigen
Temperaturen
sollte vor dem
Fahrtantritt ein
Wintercheck
durchgeführt
werden. Im
Straßenverkehr
gilt erhöhte
Aufmerksamkeit.
GETTY
BRR. Die eisigen Temperaturen sorgen im Großraum Graz für chaotische Verkehrsszenen. Wir haben
für Sie Tipps rund um den Wintercheck Ihres Autos und den Straßenverkehr bei Schnee und Eis.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Frostige Temperaturen,
Schneefall und eisige Straßen
sorgen im Großraum
Graz für chaotische Verkehrsszenen
und Unfälle. Wir haben
für Sie Tipps und Tricks, wie Sie
sich auf eisigen Straßen richtig
verhalten und wie Sie Ihr Auto
winterfit machen.
Winterfit
Im Idealfall sollte das Fahrzeug
bereits im November winterfit
gemacht werden. Es ist jedoch
nicht zu spät, es jetzt noch checken
zu lassen.
Neben dem Wechsel auf Winterreifen
sollte die Scheibenwisch
anlage mit Frostschutzmittel
aufgefüllt werden.
„Sommer-Konzentrate frieren
bei Temperaturen um null Grad
ein und können bei sehr tiefen
Temperaturen das Reinigungssystem
der Waschanlage regelrecht
sprengen“, erklärt ÖAMTC-
Techniker Steffan Kerbl. Dabei
ergibt sich die Gelegenheit, die
Wischblätter zu überprüfen und
eventuell zu ersetzen, denn: Abgenützte
Wischer ziehen Schlieren.
„Bei Minusgraden klappt
man die Wischer über Nacht am
besten hoch. So vermeidet man
das Anfrieren und Einreißen“,
empfiehlt Kerbl.
Beim Wintercheck empfiehlt
es sich außerdem, die Gummidichtungen
mit Applikationsstiften
zu imprägnieren. Dadurch
kann das Anfrieren der
Türen verhindert werden.
Bei einem Rundgang ums Auto
sollte sichergestellt werden, dass
alle Lampen ordnungsgemäß
funktionieren. „Sehen und gesehen
werden sind in der dunklen
Jahreszeit das A und O“, sagt
Kerbl. „Deshalb sollte man auch
darauf achten, dass die Scheinwerfer
richtig eingestellt sind.“
Bei eisigen Temperaturen
wird die Batterie stärker beansprucht.
Kurzstreckenfahrer
sollten längere Fahrten einplanen,
um ausreichend Ladung
zu gewährleisten. Außerdem
hilft es, beim Starten unnötige
Stromverbraucher auszuschalten.
Für den Winter sollte man das
Auto mit einer kleinen Grundausstattung
versehen: Schneebesen,
Eiskratzer, Handschuhe,
eine Decke, eine Reserveflasche
Frostschutzmittel und ein Enteisungsspray
sind hilfreich.
Eisige Straßen – richtiges Verhalten
■ Routen sollten geplant werden: Hauptverkehrsadern werden
schneller und gründlicher von Schnee geräumt.
■ Das Auto von Schnee und Eis befreien.
■ Es empfiehlt sich, mehr Zeit einzuplanen: Stress führt zu Fehlern.
■ Die Geschwindigkeit und der Abstand müssen den Fahrbahnverhältnissen
angepasst werden.
■ Plötzliche Fahrmanöver, wie scharf lenken, stark bremsen und
beschleunigen, können das Auto zum Schleudern bringen.
■ Sollte das Auto ins Schleudern kommen: Fuß vom Gas, auskuppeln
und in die gewünschte Richtung lenken.
■ Besondere Aufmerksamkeit gilt gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern.
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
mobil graz 27
GETTY (2)
... in Graz
Beim Winterdienst der Holding
Graz sind maximal 76
Fahrzeuge im Einsatz.
ANZAHL DER WINTERDIENST-
... in Linz
FAHRZEUGE In Linz sind es 50 Fahrzeuge.
Angefangen von Unimogs bis
76 : 51
hin zu Kleintraktoren.
Neuer RegioBus
Die neu ausgerichtete RegioBus-Linie 635 fährt von Montag bis Freitag. GETTY
ÖFFIS. Die RegioBus-
Linie 635 wurde neu
ausgerichtet. Sie fährt
von Montag bis Freitag.
Nach fast drei Jahrzehnten
von Vision zu Bau hat
mit 14. Dezember 2025
die Koralmbahn schlussendlich
Fahrt aufgenommen. Damit
Hand in Hand ging der große
Fahrplanwechsel, der auch sämtliche
Änderungen bei den Regio-
Bus-Linien mit sich gebracht hat.
Die RegioBus-Linie 635 wurde
im Zuge dessen jetzt neu ausgerichtet.
Montag bis Freitag
Durch die neue Linienführung
wird der RegioBus 635 nun mit
der S-Bahn-Linie, S1, am Kalsdorf-Bahnhof
verknüpft. Des
Weiteren kann durch die neue
Führung bei der Haltestelle
„Kalsdorf Industriezeile“ zu den
beiden RegioBus-Linien 510 und
640 gewechselt werden.
Zu Stoßzeiten gilt der RegioBus
681 als gute Alternative. Die zwei
Linien kreuzen sich an den Haltestellen
„Gewerbepark Wundschuh“
und „Werndorf Terminal
Süd 1“. Der Bus fährt von Kalsdorf
Bahnhof über Werndorf
und das Cargo Center Graz zum
Wundschuh-Gewerbepark. Um
4.57 Uhr fährt der erste Bus am
Bahnhof Kalsdorf ab. Der letzte
startet seine Fahrt um 18.47
Uhr. Betrieben wird die Linie von
Montag bis Freitag.
28
sport
graz
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
28
Als sich die Möglichkeit des
Wechsels ergeben hat, war
ich Feuer und Flamme.“
Teamstürmer Michael Gregoritsch über seinen
Transfer von Bröndby zum FC Augsburg GEPA
Voller Erfolg: das Race-Camp des
Skiclub Graz auf der Reiteralm KK
Fünf Tage für die
Renn-Technik
■ Das Race-Camp des Skiclub
Graz auf der Reiteralm
hat mittlerweile schon Tradition.
So ging es auch in dieser
Saison in den Weihnachtsferien
wieder fünf Tage lang
darum, die Renn-Technik der
Nachwuchs-Racer zu verbessern.
Bei perfektem Wetter
und ebensolchen Pisten trainierten
die Club-Mitglieder ab
6 Jahren quasi Seite an Seite
mit der heimischen und internationalen
Elite, die ebenfalls
Stammgast auf der Reiteralm
ist. Da gab es auch den ein oder
anderen Tipp vom Profi für die
Grazer Rennläufer.
Erfolgsgarant: UBSC-Point Guard
und Topscorer Tevin Brewer GEPA
UBSC startet als
Favorit ins Jahr
■ Mit dem Heimspiel gegen
St. Pölten endet für den
UBSC Graz heute (Sportpark,
17.30 Uhr) die kurze Winterpause
in der Basketball-Superliga.
Die Truppe von Trainer
Ervin DragŠič geht als Dritter
der Liga als klarer Favorit in das
Duell mit den Niederösterreichern,
die nur auf Rang neun
der Elferliga platziert sind.
Der Grazer Slalomspezialist Ralph Seidler in Action. Über den Europa- will er in den Weltcup kommen.
Grazer Slalomspezialist
hat Weltcup im Visier
EHRGEIZ. Ralph Seidler hat es aus Graz in den Slalom-Europacup geschafft.
Der soll aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg in den Weltcup sein.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Ein Grazer im Renn-Einsatz
beim Nightrace in Schladming?
Ganz unmöglich ist
das nicht. Denn Slalom-Spezialist
Ralph Seidler ist mit einem Sieg
und einem dritten Platz bei den
FIS-Rennen in Obdach ins neue
Jahr gestartet. Schafft er es, seine
starken Trainingsleistungen am
Dienstag und Mittwoch bei den
Europacup-Rennen in Crans-
Montana umzusetzen und aufs
Stockerl zu fahren, rückt der Weltcup
näher. „Dann dürfte ich die
interne Quali gegen einen Fahrer
aus dem Weltcup bestreiten. So,
wie das Jakob Greber geschafft
hat, der in Alta Badia und Madonna
di Campiglio statt Adrian
Pertl starten durfte“, sagt Seidler.
Auch wenn es für Schladming
nicht reichen sollte – das große
Ziel des Grazers ist natürlich
der Weltcup. Für das er seit dem
Volksschulalter arbeitet. Standortnachteil
inklusive. „In der
Unterstufe bei den Ursulinen
hab ich einmal die Woche um
11 Uhr frei bekommen und bin
mit meinen Eltern entweder auf
die Hebalm nach Turnau oder
Gaal zum Trainieren gefahren.“
Läufer mit Heimat in Skigebietsnähe
konnten da wesentlich öfter
trainieren. „Am Wochenende
waren wir dann in Schladming,
wo meine Eltern zum Glück eine
Wohnung haben“, erzählt Seidler.
Kopfsache
Mittlerweile ist er im ÖSV-Kader
und eine Saison kostet ihn rund
3000 Euro. „Wenn du da nicht
dabei bist, kostet eine Saison im
Europacup um die 30.000 Euro.“
Apropos Europacup. In diesem
„Vorzimmer“ zum Weltcup
ist das Niveau laut Seidler
„extrem hoch“. Fahrer, die den
Sprung in den Weltcup schaffen,
überraschen dann nicht selten
KK/PRIVAT
mit Top-Platzierungen – wie der
Norweger Hans Grahl-Madsen,
der in Val d’Isere Sechster wurde.
„Auch die Dichte ist hoch. Zwei
Zehntel entscheiden da gleich
über zehn oder mehr Plätze. Und
zwei Zehntel kannst bei einem
Schwung verlieren“, sagt Seidler.
Worauf es im modernen Skisport
aber besonders ankommt,
ist die mentale Komponente.
„Zu 90 Prozent entscheidet der
Kopf über den Erfolg“, ist Seidler
überzeugt. „Im Training fahr ich
super Schwünge, aber wenn Europacup
vor dem Rennen steht,
ist das immer noch eine ganz
andere Sache.“ Gelingt ihm dieser
Schritt, könne es auch schnell
nach oben gehen.
Dass die nächsten Rennen
ausgerechnet in Crans-Montana,
dem Ort der verheerenden
Brand-Katastrophe stattfinden,
bereitet Seidler kein Kopfzerbrechen.
„Der Brand hatte ja nichts
mit dem Skisport zu tun.“
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
sport graz 29
OHA!➜
Neuer Tormann
Der GAK leiht Franz Stolz vom CFC
Genua aus. Zuletzt war der 24-Jährige
an Rapid Bukarest verliehen.
Angstgegner Fehérvár
Die Graz 99ers unterlagen in Fehérvár
2:5 und warten damit seit Oktober
2022 auf einen Sieg bei den Ungarn.
GAK 1902, GEPA
Von Sturm zum FC Porto
OJE!
➜
TRANSFER. Lenka Mazuchova verlässt die Sturm-Damen nach nur einem halben Jahr in Richtung
Portugal – weil sie in Graz nie richtig angekommen ist und ihr Potenzial nicht entfalten konnte.
Es klingt ein wenig paradox:
Die Slowakin Lenka
Mazuchova wechselt vom
SK Sturm zum FC Porto, weil sie
in Graz ihr volles Potenzial nicht
entfalten konnte. Licht ins Dunkel
bringt Sektionsleiter Michael
Erlitz. „Lenka ist eine der besten,
wenn nicht die beste linksfüßige
Spielerin in der österreichischen
Bundesliga und Porto ist ganz sicher
der nächste Schritt in ihrer
Karriere“, sagt Erlitz. „Aber aufgrund
der Sprachbarriere hat sie
sich nicht richtig wohlgefühlt in
Graz und konnte daher auch ihr
Potenzial nicht abrufen.“
Bei ihren früheren Stationen in
Kroatien hatte sie slowakische
Mitspielerinnen – die haben ihr
in Graz gefehlt, und auch ihr
Englisch war nicht ausreichend,
um Anschluss zu finden. „Es
gab immer wieder Kommunikationsprobleme
im Training“,
bestätigt Erlitz. Als das Angebot
vom FC Porto hereinflatterte,
habe man sich rasch dazu entschieden,
Mazuchova nichts in
den Weg zu legen. „Es ist schade,
denn wir haben sie lange
beobachtet und sie war unsere
absolute Wunschspielerin“, sagt
Erlitz. „So haben wir uns in beiderseitigem
Einvernehmen getrennt.“
KM
Lenka Mazuchova (rechts) macht den nächsten Karriereschritt.
GEPA
Am Mittwoch haben Paul Offner und die HSG Graz im Sportpark das Training
für die zweite Hälfte der HLA-Saison wieder aufgenommen.
GEPA
Start in die zweite Hälfte
■ Im Sportpark hat Trainer Spyros
Balomenos die Spieler der
HSG Graz zum Trainingsauftakt
im Jahr 2026 und zum Start in
die zweite Saisonhälfte gebeten.
Nach einer kurzen Besprechung
ging es für die Handballer erst in
die Kraftkammer und dann auch
aufs Parkett. Die Liga pausiert
zwar noch bis Anfang Februar,
für Lukas Schweighofer und Co
geht es aber zuvor in drei Testspielen
zur Sache: Am 15. Jänner
kommt der slowenische Vizemeister
RK Gorenje Velenje
nach Graz, am 20. Jänner geht
es zu Zweitligist Sportunion Leoben
und drei Tage später spielt
die HSG auswärts gegen Velenje.
Und: Ab 30. Jänner steigt in
Wien das Final-Event des neuen
Hndbl3beat-Bewerbs, in dem die
Grazer auf Hard, Krems und Vöslau
treffen.
30 grazer sonntag
www.grazer.at 11. JÄNNER 2026
SO ISST GRAZ
GRAZWORTRÄTSEL
Der Kreuzwirt am Rosenberg
präsentiert ...
... Rehragout mit
Spätzle
Archäolo-
samstäglicher
Bau-
Joanneumgiemuseum-
Highlight in
Exponat aus
ernmarkt
Krieglach
Kleinklein
in Graz
steir. Landesfeiertag
ehem. steir.
Pop-Trio
10
alte Stadt Behörde
in Polen Örtlichkeit
Abk. für des Puch
"Zugführer" Museums
9
7
Nachbarort
von Graz
Abk. für "so
genannt"
Grazer
Krauthäuptel
& Co.
Millionenfaches
einer
Einheit
luftförmige
Stoffe
Kartenspiel
Symbol
für Übersinnliches
Nichtregierungsorganisation
steirischer
Kabarett-
Export nach
Deutschland
Web-Domäne
Indiens
weißer
Tiger & Co.
2
Maschenwerke
der
Petrijünger
Michael Gauster vom Kreuzwirt KK (2)
Seit Dezember erstrahlt der Kreuzwirt
am Rosenberg wieder in neuem
Glanz. Moderne tri!t dabei auch
ganz bewusst auf den klassischen
Wirtshausstil, die klassischen
Speisen dürfen
dabei natürlich auch
nicht fehlen. LEO
Zutaten:
1 kg Rehschlögel (geschnitten
4 mal 4), 2
Zwiebeln, 1 Karotte, 200 g
Sellerie, 150 g Champig nons,
1 l Rotwein, 200 g Tomatenmark, 100 g
Preiselbeeren, 50 g Bitterschokolade, Wacholder,
Pfe!er, Lorbeer, Salz, 50 g Butter;
Spätzle: 250 ml Milch, 100 ml Sodawasser,
5 Eier, 1/2 kg Mehl glatt, Salz, Muskat
Zubereitung:
Öl in großem Topf erhitzen, Rehfleisch
scharf anbraten und mit Salz würzen.
Dann das Fleisch wieder rausnehmen
und die Zwiebeln anschwitzen, danach
das Wurzelgemüse und die Champignons
dazugeben und gut mitrösten. Tomatenmark
dazugeben, kurz mitrösten,
mit Rotwein ablöschen. 5 Min. köcheln
lassen, danach mit Fond oder Rindsuppe
aufgießen. Aufkochen lassen und danach
Fleisch dazugeben und für 1–2 Stunden
weichkochen. Danach das Fleisch ausstechen,
die Sauce nach Bedarf noch
ein bisschen einkochen lassen. Am Ende
dann Preiselbeeren, Schoko und die geriebenen
Gewürze dazu, kurz mitkochen
lassen. Dann die Sauce mit der Butter lange
mixen, bis sie schön sämig ist, bei Bedarf
etwas mit Maizena abziehen. Dann
das Fleisch wieder dazugeben und 10
Min. bei kleiner Hitze warm ziehen lassen.
Für die Spätzle alle Zutaten in Küchenmaschine
geben und gut rühren. Kochendes
Wasser gut würzen und die Masse durch
ein Spätzlesieb einlaufen lassen. Die
fertigen Spätzle mit Butter kurz durchschwenken
und anrichten. Mahlzeit!
"Artenreich"
in Raaba-
Grambach
ind. Fluss
wenig Platz
bietend
Autor,
Schöpfer
Schlössl
am Gelände
der Grazer
Messe
Spross,
Trieb
frz. Tresterbranntwein
mysteriöses
Flugobjekt
das
Stück zu
auf der
Rückseite
Großmütterchen
Grazer Per-
formance-
Künstlerin
(Evamaria)
Lösung:
SUDOKU
die
Ewige
Stadt
5
8
12
sportliche
Leistungsfähigkeit
Morgenland
derb für
"Gesindel"
männlicher
Vorname
Ausruf des
Erstaunens
engl. für
"sein"
3
eitel, gefallsüchtig
Heiliger
Geist
englisch
für "Öl"
Abk. für
"Campingplatz"
"lebenslängliche"
Beziehung
11
"langes I"
1
Mädchen im
Huhn
Wunderland
vor dem
bei Carroll
Schlüpfen
Nepote
17. griech.
Buchstabe
Märchengestalt
kurzhalsige
Giraffenart
langer
Teil des
Besens
14
KFZ-Kz.
für Hermagor
6
Autorin
† 1929
in Graz
(Marie von)
Bezeichnung,
Benennung
Abk. für
"Bezirk"
Initialen von
Kopernikus
Schreibbüchlein
4
Abk. für
"ad acta"
chem.
Zeichen
für Tellur
Rätsellösungen: S. 23
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
1
3
4 5 7
7 5 3 8 6 1
1 8 5
7 2
5 4 9
8 5 2 4 1
6
6 3 9
1149
Jede
Zi!er darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
spitzen,
los geht’s.
Viel Spaß!
13
Abk. für
"Gerichtshof"
schadenfrohe
Verachtung
G E W I N N S P I E L
2 x 2 Tageskarten
für das Skigebiet Präbichl zu
gewinnen!
Wie lautet die Lösung?
E-Mail mit Betreff „Rätsel“,
Lösung und Telefonnummer an:
gewinnspiel@grazer.at
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn
nicht übertragbar. Einsendeschluss: 14.1.2026.
Gewinner werden telefonisch verständigt und
sind mit der Veröffentlichung einverstanden.
11. JÄNNER 2026 www.grazer.at
grazer sonntag 31
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 11. JÄNNER
Winterwelt in Graz
Auch im neuen Jahr heißt es: Rauf
aufs Eis. Die Grazer Winterwelt lädt
heute wieder zum Eislaufen ein.
Von 9 bis 19 Uhr können Slots für
die Eisfläche gebucht werden, und
dann können unzählige Runden
auf der großen Eisfläche gedreht
werden. Am Genussmarkt gibt
es Getränke und die Möglichkeit,
etwas zu essen.
Loipenbesuch in Thal
Sportskanonen aufgepasst: In
Thal hat durch den Neuschnee
die Langlaufsaison begonnen. Die
Loipe steht sowohl für Skating- als
auch Diagonal-Stil zur Verfügung
und hat derzeit täglich bis 21 Uhr
offen. Im Dunkeln kann bei Flutlicht
gelaufen werden.
Illusionen in der Stadthalle
Die Ehrlich Brothers gastieren heute
zweimal mit ihrem Programm
„Diamonds“ in der Stadthalle Graz.
Die spektakulärsten Illusionen aus
zehn Jahren Bühnengeschehen
werden die Gäste heute zum
Staunen bringen. Um 14 Uhr und
um 19 Uhr.
Kabarett für Kids
Im Zuge des Knopftheaters im
Kindermuseum Frida & Fred wird
heute das Kinderkabarett „Trotzphase
junior“ von Tanja Ghetta
aufgeführt. Mit viel Humor erzählt
das Stück vom Zusammenleben
mit den Eltern.
Empfohlen ab
fünf Jahren.
Und alles auf Krankenschein
Lustig wird es auch im
Theater der Komödie Graz:
Heute wird das Theaterstück „Und
alles auf Krankenschein“ von Ray
Cooney aufgeführt. Ein Krankenhaus
wird zum Schauplatz
der Verrücktheit. Ärzte werden
plötzlich zu Krankenschwestern
oder Pastoren – ein Chaos, das zu
vielen lustigen Momenten und Vergnügen
beim Publikum führt. Um
16.30 Uhr geht es los.
Auftakt ins neue Jahr
Der UBSC Graz startet mit
einem Heimspiel in das
neue Basketball-Jahr.
Um 17.30 Uhr ist der
SKN St. Pölten im
Raiffeisen Sportpark
zu Gast. Das Hinspiel
im September konnte
die Truppe von Ervin
Dragšič klar gewinnen,
auch heute soll
ein Erfolg her.
HIGHLIGHT
G99 vs. VIC
17.30 Uhr
Michael Schiechl und die 99ers wollen auch heute gegen die Vienna
Capitals als Sieger vom Eis gehen. Um 17.30 Uhr geht’s los. GEPA, GETTY
Avanti, Avanti Minoritensaal
Heute finden drei Konzerte im
Rahmen der Reihe „Meerschein-
Konzerte“ im Minoritensaal statt.
Der Gitarrist Diknu Schneeberger
und Christian Bakanic am
Akkordeon erschaffen in „Avanti,
Avanti“ eigenständige Klangwelten,
angefangen bei swingendem Gipsy-
Jazz über feurigen Balkan-Groove
bis hin zu lyrischen Melodien und
kammermusikalischer Form. Um 11,
17 und 19.30 Uhr.
Neujahrskonzert
Das Jugendblasorchester Don Bosco
veranstaltet heute sein beliebtes
Neujahrskonzert. Unter dem Motto
„Zwischen Drama und Leidenschaft“
werden unter anderem
WOHIN AM SONNTAG
Werke von Johann Strauß Sohn,
Richard Wagner und John Williams
dargeboten. Im Don- Bosco-Saal um
15 Uhr.
Einblicke in der Oper
Um 11 Uhr findet im Café Stolz der
Oper Graz wieder die Programmreihe
„Vor der Premiere“ statt. Die
Gäste bekommen heute Einblicke
in den Tanzabend „La Divina
Comedia“. Regisseure, Choreografen,
Bühnen- und Kostümbildner,
Dirigenten, Dramaturgen und
Protagonisten erzählen von der
bevorstehenden Produktion.
Matrosen auf Landgang
In der Oper Graz sind heute wieder
drei Matrosen auf Landgang. Um
18 Uhr wird das von der Kritik gelobte
Musical „On the Town“ von
Leonard Bernstein aufgeführt. Drei
Matrosen wollen New York samt
allen Sehenswürdigkeiten entdecken
– am besten in weiblicher
Begleitung. Ein fulminanter Abend
voller Spaß, Schwung und vielfältiger
Musik entfaltet sich vor den
Augen des Publikums.
Kunst im Schlossbergtunnel
Um 15 Uhr findet heute ein Artwalk
durch den Schlossbergtunnel statt.
Anwesend sind die 13 Künstler,
die im Stollen ausstellen, und die
Kuratorin. Die Ausstellung präsentiert
die Arbeiten der 13 Künstler,
die derzeit in der Steiermark leben
und arbeiten. Der Treffpunkt ist
beim unteren Eingang am Schlossbergplatz.
Heimspiel in Liebenau
Die 99ers wollen heute im Bunker
im Kampf um die Tabellenspitze voll
anschreiben. Um 17.30 Uhr geht es
in der Eishalle Liebenau gegen die
Vienna Capitals. Die letzten beiden
Partien gegen die Wiener konnten
die 99ers jeweils mit 3:1 gewinnen.