lebenskreis-dezember-2025
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LEBENSKREIS
AKTUELLE HOSPIZINFORMATIONEN
Dezember 2025
uwieder
spiz e.V.
Inhalt
Lebenskreis
Grußwort 4
Aus dem Ambulanten Hospiz 5
Letzte Hilfe Kurse 5
Qualifizierungskurs Hospizbegleiter 6
Ein besonderes Schulprojekt 7
Neuer Auftritt in den sozialen Medien 9
Aus dem Rhein-Wied Hospiz 10
(Rhein-Wied) Hospiz für Vielfalt- Spiritualität 10
Rückblick auf unseren Basar 11
Aktion „Gesund im Ehrenamt“ 13
Advent im Rhein-Wied Hospiz 15
Aus dem Verein 16
Unsere Auszeitreise: Rückblick 16
Wer wir sind und was wir tun:
Unsere ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen 18
Trauerangebote 20
Neues Angebot für trauernde junge Erwachsene 21
Wir informieren gemeinsam 22
Wir sagen DANKE 22
Gedenken an die Verstorbenen 23
Das neue Bestattungsrecht 24
Unser gemeinsamer Oasentag 26
Veranstaltungstipps 27
3
Grußwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Advents- und Weihnachtszeit gilt als Zeit der Freude, des Lichts und der Gemeinschaft.
Doch für manche ist sie schmerzhaft – eine Zeit, die erinnert, dass
jemand fehlt. Viele blicken diesen Tagen mit schwerem Herzen entgegen, weil
das „Fest der Liebe“ für sie stiller, vielleicht dunkler geworden ist.
In diesen Wochen denken wir besonders an alle, die einen Verlust erfahren haben
oder einem Abschied entgegensehen. Weihnachten kann dann zur Herausforderung
werden – und doch erleben wir immer wieder, wie wohltuend es sein
kann, wenn jemand einfach da ist: ohne viele Worte, ohne den Schmerz kleinzureden.
Mitgefühl bedeutet manchmal nur, gemeinsam auszuhalten, zuzuhören,
eine Hand zu halten.
Weihnachten erzählt von einem Licht, das in die Dunkelheit kommt – leise,
unscheinbar und doch voller Hoffnung. Vielleicht können auch wir ein Stück
dieses Lichts weitergeben: durch Zuwendung, Verständnis und die Gewissheit,
dass Liebe bleibt – über den Tod hinaus.
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen gesegnete Weihnachten und einen guten
Start ins neue Jahr.
Beate Christ
Beate Christ,
Koordination Trauerbegleitung,
Neuwieder Hospizverein
4 Lebenskreis
Aus dem Ambulanten Hospiz
Ambulantes Hospiz Neuwied
bietet Kurse „Letzte Hilfe“
Fast jeder kennt die Begrifflichkeit „Erste-Hilfe-Kurse“ bei denen vermittelt
wird, wie man handeln kann und sollte, falls sich ein Mensch in einer Notsituation
befindet und Hilfe benötigt. Seit ein paar Jahren gibt es das Konzept der
„Letzte-Hilfe-Kurse“.
Letzte-Hilfe-Kurse möchten interessierten Bürgerinnen und Bürgern vermitteln,
was man unterstützend tun kann, wenn jemand im nahen Umfeld schwersterkrankt,
sterbend ist und wie man ihm in der letzten Lebensphase begleitend zur
Seite stehen kann.
Das Kurskonzept wurde von dem Palliativmediziner
Georg Bollig entwickelt und
wird seitdem in ganz Deutschland von
zertifizierten Kursleitenden angeboten.
Mehrere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen
des Ambulanten Hospiz Neuwied
haben in den letzten Jahren an den
Kursleiterschulungen von „Letzte-Hilfe-
Deutschland“ erfolgreich teilgenommen.
Sie sind zur Schulung von Kursen für Erwachsene
sowie zur Schulung von Kursen
für Kinder und Jugendliche zertifiziert.
Aufgrund des großen Interesses an der Thematik und den positiven Rückmeldungen
von Teilnehmenden unserer bisher durchgeführten Kurse, bietet das
Ambulante Hospiz Neuwied auch im nächsten Jahr wieder (teilweise in Kooperationen)
an verschiedenen Orten im Kreis Neuwied und der Region Bendorf
Letzte-Hilfe-Kurse an.
Das Angebot ist offenen für alle Interessierten. Die Termine werden über unsere
Homepage und über die Presse bekannt gegeben.
Nähere Infos auch unter www.letztehilfe.info.
Lebenskreis
5
Neuer Kurs: Hospizbegleiter
Anfang Oktober ist der neue Hospizbegleiterkurs des Ambulanten Hospiz mit
14 teilnehmenden Frauen und Männern gestartet.
Wir freuen uns sehr, dass sich immer wieder Menschen auf den Weg machen
und sich für die ehrenamtliche Aufgabe als Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen
qualifizieren. Wir wünschen allen Teilnehmenden eine gute und erfüllende
Zeit während der 8-monatigen Schulung.
Aufbau
einer vertrauensvollen
Beziehung
Hilfe bei der im
Zusammenhang mit dem
Sterben erforderlichen Auseinandersetzung
mit sozialen,
ethischen und religiösen
Sinnfragen
Begleitung der
sterbenden Menschen sowie
deren An- und Zugehörigen,
die auch psychosozial
ausgerichtet ist
Fähigkeit der
ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen
Grundvoraussetzung:
Befähigungskurs/Erstqualifizierung
Unterstützung
bei der Überwindung
von Kommunikationsschwierigkeiten
Hilfe beim
Verarbeitungsprozess
in der Konfrontation
mit dem Sterben
Quelle: Auszüge aus der Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 2 SGB V
6 Lebenskreis
Projektwoche zum Thema Sterben und Tod
am Rhein-Wied-Gymnasium
Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 – 7 des Rhein-Wied-Gymnasiums in
Neuwied beschäftigten sich im Rahmen einer Projektwoche intensiv mit den
Themen Sterben, Tod und Trauer.
Es war für alle Beteiligten eine wunderbare Erfahrung. Die Aufgeschlossenheit,
der Mut, die Neugier und Begeisterung der Schüler für das Thema Tod war wirklich
unglaublich.
Auf Initiative des Ambulanten Hospizes ist ein ganz besonderes Projekt entstanden.
Daniel Bungard, Lehrer am Rhein-Wied-Gymnasium und Ehrenamtlicher
beim Ambulanten Hospiz Neuwied, hat gemeinsam mit den Hospizlern (Hauptund
ehrenamtliche MitarbeiterInnen des ambulanten Hospiz Neuwied, des
Rhein-Wied Hospiz und des Hospizvereins) dieses Projekt durchgeführt. Zwanzig
Schülerinnen und Schüler haben sich freiwillig im Rahmen einer Projektwoche
kurz vor den Sommerferien für dieses Projekt angemeldet und arbeiteten
begeistert mit.
Die Jungen und Mädchen haben erste
Einblicke in die Hospizbegleitung sowie
die Trauerbegleitung erhalten. Die Inhalte
wurden interaktiv, spielerisch
und altersentsprechend vermittelt.
Die Werte der Hospizarbeit, die sich
in der Haltung wiederspiegeln, die
Zusammenarbeit im Netzwerk, der
Umgang mit Gefühlen und vieles
mehr wurde erörtert und auch
kreativ umgesetzt.
Eines der Highlights war sicherlich
der Besuch im stationären
Hospiz. Die Schüler hatten die Gelegenheit
eine Führung durch das
Lebenskreis
7
Ich bin mit dem
Verlust nicht alleine.
Darf man
im Hospiz auch
zocken?
Bekommt man sein
Lieblingsessen?
Darüber
reden tut gut.
Rhein-Wied Hospiz zu erhalten und Fragen zu stellen.
Geduldig und ausführlich wurde jede Frage beantwortet.
Das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Am letzten Tag der Projektwoche wurden die Erfahrungen und neuen
Kenntnisse kreativ umgesetzt und der gesamten Schülerschaft des
Gymnasiums präsentiert. Jeder Schüler/jede Schülerin hat ein Diorama
(Schaukasten) passend zu den behandelten Themen geschaffen und
ausgestellt. Die Dioramen konnten durch das „Schaufenster“ begutachtet
und bewundert werden und regten zum Nachdenken und Darüber
reden an.
Einige der Schaukästen wurden uns von
Schülern zur Verfügung gestellt und können
gerne bei uns im Schaufenster der
Geschäftsstelle bewundert werden.
Es ist spannend,
was im Körper beim
Sterben vor sich geht.
Darf man
im Hospiz auch
auf dem Boden
schlafen?
Jetzt habe ich
gar keine Angst
mehr vor dem
Tod.
8 Lebenskreis
Das Ambulante Hospiz in Social media
Das Ambulante Hospiz ist seit Anfang Oktober nun auch in den sozialen Medien
facebook und instagram vertreten.
Schauen Sie gerne mal rein. Wir freuen uns über follower und likes.
ambulantes_hospiz_neuwied
ambulantes hospiz neuwied
Lebenskreis
9
Aus dem Rhein-Wied Hospiz
Spirituelle Vielfalt im Hospiz
Im Hospiz begegnen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Wegen des
Glaubens, des Suchens und des Hoffens. Die Schale mit den Symbolen aus verschiedenen
Traditionen erinnert daran, dass Spiritualität viele Sprachen spricht
– und jede ihren Platz hat.
Begleitung hier bedeutet: Raum zu geben – für Stille, für Fragen, für Trost. Für
das, was trägt, wenn Worte fehlen.
10
Lebenskreis
1. Basar im Rhein-Wied Hospiz
Ein Tag voller Wärme und Begegnung – das Rhein-Wied Hospiz öffnete seine
Türen zum 1. Basar.
Zwischen Duft von frischem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, zwischen
Lächeln und Gesprächen, konnten Besucherinnen und Besucher das
Hospiz besichtigen, selbstgemachte Kostbarkeiten entdecken und das
Haus in seiner besonderen Atmosphäre erleben.
Es war ein Tag, an dem spürbar wurde, dass das Hospiz nicht nur ein
Ort des Abschieds, sondern auch ein Ort des Lebens, der schaft und der Herzensnähe
Gemeinist.
Wir danken allen, die gekommen sind, Interesse gezeigt und uns
mit Spenden unterstützt haben und allen haupt- und ehrenamtlichen
Helfern und Helferinnen, die das überhaupt erst möglich gemacht
haben.
Lebenskreis
11
12
Lebenskreis
„Gesund im Ehrenamt“ – Ein erfrischender Nachmittag
an der frischen Luft
Am 19. September hieß es für Ehrenamtliche des Rhein-Wied Hospiz: Raus ins
Freie! Unter dem Motto „Gesund im Ehrenamt“ ging es in die Gesundheitswerkstatt
von Michi Peters nach Oberdürenbach-Schelborn. Dort wartete ein abwechslungsreiches
Programm – und das Schönste: alles fand draußen an der
frischen Luft statt. Gefördert wurde das Projekt durch die Lottostiftung Rheinland-Pfalz.
Umgeben von Natur, Wiesen und weiter Aussicht begann der Nachmittag mit
bewussten Atemübungen, die Körper und Seele gleichermaßen belebten. Fröhliche
Klopfübungen brachten Schwung und gute Laune, während die heilsamen
Laute und Farben in der natürlichen Umgebung eine besondere Kraft entfalten
konnten.
Ein Teil der Übungen widmete sich dem Sammeln und Zerstreuen – eine wohltuende
Methode, um Ruhe zu finden und zugleich Leichtigkeit zu spüren. Sanfte
Tai-Chi-Bewegungen unter freiem Himmel rundeten den Nachmittag ab und verbanden
Bewegung mit der heilsamen Wirkung von Licht, Luft und Natur.
Neben den vielfältigen Übungen
war auch der gemeinsame Austausch
in entspannter Atmosphäre
ein wertvoller
Teil des Tages. Der Ausflug
zeigte eindrucksvoll,
wie sehr frische
Luft, Bewegung und
Gemeinschaft dazu
beitragen, Gesundheit
und Wohlbefinden
im Ehrenamt zu
stärken.
Lebenskreis 13
Die Teilnehmenden gingen erfüllt nach Hause – dankbar
für die heilsame Kraft der Natur und die inspirierende
Begleitung durch Michi Peters.
14
Lebenskreis
Advent im Rhein-Wied Hospiz –
ein Kalender voller Lichtmomente
Im Dezember wird es im Rhein-Wied Hospiz besonders stimmungsvoll: Hinter jedem
Türchen unseres Adventskalenders verbirgt sich eine kleine Überraschung
– mal ein liebevolles Detail, mal ein besonderes Erlebnis.
Von kleinen Aufmerksamkeiten über gemeinsame Aktionen bis hin zu musikalischen
Momenten und Konzerten – jeden Tag erwartet unsere Gäste und ihre
Zugehörigen etwas Neues, das Herz und Sinne berührt.
Wie in einem Kalender aus Licht und Wärme öffnen sich Tag für Tag kleine Fenster
der Freude, des Innehaltens und der Gemeinschaft.
FREUDE
GEMEINSCHAFT
KRAFT
TRÄUME
ERINNERUNGEN
MUSIK
WÄRME
MUT
OFFENHEIT
AUFMERKSAMKEIT
LEBEN
FRIEDEN
FREIHEIT
WÜNSCHE
FAMILIE
KINDER
LICHT
LIEBE
SONNE
AKZEPTANZ
GLÜCK
RELIGION
VIELFALT
TOLERANZ
Unsere Gäste dürfen gespannt sein – auf eine Adventszeit, die Hoffnung, Nähe
und Leuchten in den Alltag bringt.
Lebenskreis
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Aus dem Verein
Auszeitreise für Trauernde „Trauerwege gehen“ –
Ein Rückblick
13 Frauen und Männer machten sich Anfang
August auf den Weg nach Winterberg,
um in einer besonderen Auszeit Kraft zu
tanken, in Gemeinschaft zu sein und neue
Perspektiven im Leben mit der Trauer zu
entdecken.
Von Beginn an entstand in der Gruppe eine
besondere Verbundenheit. Solidarität, Verständnis
und ehrliches Miteinander prägten
die Tage. Es wurde gelacht, geweint,
erzählt, zugehört und manchmal auch gemeinsam
geschwiegen – getragen von der
Atmosphäre im Bildungs- und Exerzitienhaus
St. Bonifatius, das Raum für Rückzug,
Begegnung und Austausch bot.
Gemeinsame Ausflüge führten die Teilnehmenden
auch zu Trainings- und Wettkampfstätten
von Weltmeistern und Olympiasiegern
Die behutsam angeleiteten Impulse, Gespräche und kreativen Angebote der Trau-
erbegleiterinnen Heidi Hahnemann und Beate Christ gaben den Teilnehmenden
wertvolle Hilfestellungen, die sie in ihr eigenes Leben übertragen konnten. Auch
die Ausflüge, Wanderungen und besonderen Erlebnisse in und um Winterberg er-
öffneten neue Blickwinkel und Momente der Freude – immer eingebettet in die Si-
cherheit der Gemeinschaft. Freundschaften entwickelten sich, und manch eine/r
ist in dieser besonderen Umgebung über sich selbst hinausgewachsen.
Die Frauen und Männer spürten, dass man auf dem Weg durch die Trauer nicht
allein ist – dass es „Engel“ gibt, sichtbar und unsichtbar, die begleiten, stärken
und trösten. Die Teilnehmenden erfuhren, wie gut es tut, Hilfe anzunehmen, die
eigenen Stärken (wieder) zu entdecken und mutig neue Wege zu gehen – ein Er-
lebnis, das lange nachwirkt.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die sich mutig auf diese Reise eingelassen haben.
Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und Ihr Miteinander haben diese Auszeit zu etwas
ganz Besonderem werden lassen.
16
Lebenskreis
Irgendwann legt sich die Erinnerung über den
Schmerz der Trauer, so wie Schnee über eine
Winterlandschaft.
Die Trauer ist dann nicht weg, aber die schönen
Erinnerungen überwiegen.
Erinnerungen
Michael Haseloff
Lebenskreis
17
Wer wir sind und was wir tun:
Unsere ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen
Beatrix Knab
Familientrauerbegleitung
Teresa Mautes
Gruppe junge Erwachsene,
Familientrauerbegleitung
Jenny Jung
Gruppe junge Erwachsene,
Familientrauerbegleitung
Angelika Kramer-Kron
Trauercafé Neuwied
Marita Berg
Trauercafé Neuwied
Ingrid Steyer
Familientrauerbegleitung
Ulrike Gönner
Trauercafé Dierdorf
18 Lebenskreis
Bianca Orth
Gruppe für Eltern
von Sternenkindern
Angelika Mumme
Trauertreff Neustadt
Christine Kabierschke
Gruppe für Eltern von
Sternenkindern
Karin Breidbach
Familientrauerbegleitung
Claudia Breuer
Trauertreff Neustadt
Monica Windheuser
Trauercafé Neuwied
Bettina Boschmann
Trauercafé Neuwied
Lebenskreis
19
Gerne bieten wir – Erwachsenen und Kindern – auch
Einzelbegleitung an.
Trauerangebote
Veranstaltung/Ort
Weitere Informationen sind in der Geschäftsstelle des
Neuwieder Hospiz e. V. erhältlich, Tel.: 02631 953 0488
oder unter verein@neuwieder-hospiz.de sowie unter
beate.christ@neuwieder-hospiz.org und mobil unter
0160 232 0537.
Datum
Trauercafés
Neuwied
Geschäftsstelle, 15:30 – 17:30 Uhr
Dierdorf
Katholisches Pfarrheim, Untertorstr. 1, Dierdorf
15:30 Uhr – 17:00 Uhr
Linz
Historisches Rathaus, 16:00 – 17:30 Uhr
TrauerTreff am Abend in Neustadt (Wied)
Mehrgenerationenhaus, Hauptstraße 2
18:30 – 20:00 Uhr
Jeden 3. Dienstag im Monat
Jeden 3. Dienstag im Monat
Jeden 3. Mittwoch im Monat
Jeden 1. Dienstag im Monat
Gruppe für Eltern von Sternenkindern
Neuwied
Geschäftsstelle, 17:30 – 19:00 Uhr
1-mal im Monat, donnerstags
Gesprächskreis für trauernde Angehörige
Neuwied
Geschäftsstelle, 18:00 – 20:15 Uhr
1-mal im Monat
Auszeittag für Trauernde
Vallendar
Gruppe für trauernde Kinder
Neuwied
Geschäftsstelle, 16:30 – 18:00 Uhr
2-mal pro Jahr
„Wegstück“ – Trauergruppe für junge Erwachsene (18 bis 30)
Neuwied
Geschäftsstelle, 19:00 – 21:00 Uhr
Alle zwei Wochen mittwochs
1-mal im Monat donnerstags
20 Lebenskreis
Den Trauerweg ein Stück gemeinsam gehen –
Trauergruppe für junge Erwachsene
Trauer gehört zum Leben, doch manchmal kann sie sehr schwer auf den Schultern
lasten. Es kann helfen, die eigenen Gefühle, Erfahrungen und Erlebnisse mit
anderen zu teilen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Der Neuwieder Hospizverein bietet seit Oktober
eine Trauergruppe für junge Erwachsene im Alter
von 18 bis 30 Jahren an. Unter dem Namen „Wegstück“
geht es darum, Austausch und gegenseitige
Unterstützung zu finden.
In der Gruppe können die Teilnehmenden
beim gemeinsamen Kochen und Essen,
beim kreativen Tun oder bei anderen Aktivitäten
Raum für ihre Gefühle und Fragen
finden. Die qualifizierten Trauerbegleiterinnen
Jenny Jung und Teresa Mautes begleiten
die jungen Menschen auf ihrem Trauer- und
Lebensweg, unterstützen dabei, Neues auszuprobieren
und Kraft zu schöpfen.
Die Gruppentreffen finden regelmäßig einmal
im Monat donnerstags von 19 bis 21 Uhr statt,
die Teilnahme ist kostenlos.
Infos und Anmeldung:
Tel.: 0160 232 0537 oder per E-Mail an:
beate.christ@neuwieder-hospiz.org
Lebenskreis
21
Wir informieren gemeinsam
Wir sagen DANKE
Unsere Pusteblume unterwegs…
Kaum zu glauben – seit fast zwei Jahren ist der Becker Touristik-Bus auf den Straßen
in und um Neuwied unterwegs und macht auf unsere Hospiz- und Trauerbegleitung
aufmerksam. Dieses Projekt ist nur eines von vielen Beispielen dafür, auf
wie vielfältige Weise uns Wertschätzung und Unterstützung entgegengebracht
werden.
Wir sagen von Herzen DANKE! Immer wieder zeigen Unternehmen, Vereine, Gruppen,
Gemeinden und auch Privatpersonen ihr Engagement, indem sie unsere Arbeit
finanziell unterstützen. Dank dieser Spenden können wir unsere Angebote
in der Sterbe- und Trauerbegleitung sichern und weiterhin für Menschen da sein,
die unsere Hilfe benötigen.
22 Lebenskreis
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.
Rainer Maria Rilke
Wir gedenken
unseren Verstorbenen
In diesen Tagen möchten wir auch innehalten und uns an all jene erinnern, die
wir auf ihrem letzten Weg begleiten durften. Jede Begegnung, jedes gemeinsame
Gespräch und jedes stille Abschiednehmen hat Spuren hinterlassen — Spuren der
Verbundenheit, der Dankbarkeit und des Vertrauens.
Wir erleben immer wieder, wie wertvoll jeder Augenblick ist und wie kostbar ein
liebevoller Blick, eine leise Berührung oder ein gemeinsames Lächeln sein kann.
Doch unser Gedenken gilt auch jenen Verstorbenen aus unserer gesamten Neuwieder
Hospizgemeinschaft, den haupt- und ehrenamtlich Tätigen, Mitgliedern,
Freunden und Unterstützern. Manche von ihnen sind schon länger nicht mehr
unter uns, doch in unseren Herzen und Geschichten leben sie weiter. Durch sie
wissen wir, dass Gemeinschaft über den Tod hinaus bestehen kann.
Wir halten einen Moment still — aus Respekt vor jedem einzelnen Leben, das uns
begegnet ist, und aus Dankbarkeit für das, was bleibt: Liebe, die weiterwirkt.
Lebenskreis
23
Das neue Bestattungsrecht in Rheinland-Pfalz
Seit dem 27. September 2025 gilt in Rheinland-Pfalz
ein neues Bestattungsgesetz. Der vollständige Text
lässt sich leicht im Internet finden. Mit dem neuen
Bestattungsgesetz hat Rheinland-Pfalz eine der
liberalsten Regelungen in Deutschland.
Vorab: Wer wie bisher seinen Leichnam auf einem
Friedhof bestattet wissen will (Erdbestattung)
oder nach der Einäscherung die Urne auf einem
Friedhof beigesetzt haben möchte (Feuerbestattung),
für den hat sich nichts geändert. Auch die
Seebestattung auf Hoher See oder in Küstengewässern
ist nach wie vor möglich.
Doch enthält das neue Bestattungsgesetz unter
Abkehr von der Friedhofspflicht einige bedeutsame
Erweiterungen hinsichtlich „neuer Bestattungsformen“
für Personen mit Hauptwohnsitz in
Rheinland-Pfalz. Mit dieser Regelung soll ein „Bestattungs-Tourismus“
vermieden werden.
Eine weitere notwendige Voraussetzung ist, dass
die verstorbene Person schriftlich eine neue Bestattungsform
bestimmt und eine Person für die Totenfürsorge
benannt. Dann, und nur dann, sind auch
die Flussbestattung auf Rhein, Mosel, Lahn und Saar
oder die Aushändigung der Ascheurne an Angehörige
oder das Ausbringen der Asche außerhalb des hofs
Friedmöglich.
Ebenfalls nunmehr möglich ist die Erdbestattung in einem
Tuch, und zwar unabhängig vom religiösen Bekenntnis, wobei
jedoch die in ein Tuch gehüllte Leiche in einem geschlos-
in einem Tuch
24 Lebenskreis
Urnenaufbewahrung zuhause • Flussbestattung • Erdbestattung
Wohnsitz
in Rheinland-Pfalz • Schriftliche Bestimmung der Bestattungsform
senen Sarg bis unmittelbar zur Grabstätte transportiert
werden muss.
Die Durchführung der neuen Bestattungsformen
obliegt dem Bestatter, an den man sich auch wegen
Fragen wenden kann. Ob größere Teile der
Bevölkerung eine neue Bestattungsform wählen
werden, bleibt abzuwarten. Insgesamt betont die
neue Regelung das Selbstbestimmungsrecht der
Verstorbenen; nicht die Hinterbliebenen sondern
nur der Verstorbene kann die neue Bestattungsform
wählen.
Schwierig kann es werden, wenn die verstorbene
Person eine neue Bestattungsform gewünscht hat,
die für die Totenfürsorge benannte Person jedoch
ihren Wohnsitz in einem anderen Bundesland hat.
Dann muss ggf. auch das Recht am Wohnsitz der
für die Totenfürsorge bestimmten Person beachtet
werden.
Eine Neuregelung enthält das Gesetz für sogenannte
Sternenkinder. Dieser Begriff ersetzt den Begriff
der Fehlgeburt für Kinder unter 500 Gramm, bei denen
die 24. Schwangerschaftswoche nicht erreicht
wurde. Auf Antrag der Eltern ist nunmehr auch eine
Erd- oder Feuerbestattung möglich.
Manfred Kaufmann
Lebenskreis
25
Lyrik und Musik auf der Sommerwiese –
Oasentag 2025
Auch in diesem Jahr fand, als Dankeschön für die vielfältige ehrenamtliche Mitarbeit
in der Hospiz- und Trauerarbeit im Ambulanten Hospiz, im Hospizverein
sowie im Rhein-Wied Hospiz ein „Oasentag“ statt.
Auf der Wiese des Geländes der Ev. Kirchengemeinde Altwied, verbrachten wir
gemeinsam einen gemütlichen Sommernachmittag bei schönem Sommerwetter
und kleinem Imbiss.
Als besonderes Highlight entführten
uns Frau Ute Hartmann (Lyrik)
und Herr Klaus Mäurer (Gitarre) in
die Welt des Dialogs zwischen Worten
der Dichterin und Nobelpreisträgerin
Louise Glück und Gitarren-Klängen
bekannter Melodien.
26 Lebenskreis
Veranstaltungshinweise
... im 1. Halbjahr 2026
Januar
Neujahrsempfang
22. Januar 2026
Vorschau – August 2026:
Auszeit für trauernde Familien
21. bis 23. August 2026
März
Jahresgedenken
6. März 2026
April
Forum Hospiz
18. April 2026
Juli
Umzug des Hospizvereins
1. Juli 2026
Bleiben Sie
immer aktuell:
Lebenskreis
27
Morgenstern
Rezept für einen Tag voller Himmelslicht.
Noch eingehüllt in die wohlige Wärme der Decke,
einen großen Schluck leuchtende Morgensonne gegen das Dunkel der Nacht.
Eine kräftige Prise Fröhlichkeit, ein Lächeln versuchen.
Eine Handvoll Geduld und Nachsicht mit den eigenen Plänen,
dazu ein Hauch Milde und Achtsamkeit als Balsam für die eigene Seele,
ein großer Happen Mut und alles einen Moment wirken lassen –
innehalten vor diesem Tag noch unentdeckter Schönheit.
Und dann, mit einem tiefen Atemzug und einem ersten Schritt den Tag öffnen,
neuer Tag, neue Stunde – mir geschenkt.
Einzunehmen täglich, morgens auf nüchternen Magen,
Dosierung: unbegrenzt.
Nebenwirkungen: keine.
Sabine Schaefer-Kehnert
Liebe Hospizinteressierte,
ein Jahr voller Zuversicht, guter Entscheidungen
und unvergesslicher Augenblicke wünschen Ihnen
die Teams der Hospizarbeit im Kreis Neuwied.
Herausgeber:
Neuwieder Hospiz e.V.
Engerser Straße 55 · 56564 Neuwied
Tel.: 02631 953 0488 · verein@neuwieder-hospiz.org
www.neuwieder-hospiz.de
Rhein-Wied Hospiz
Aubachstraße 53 · 56567 Neuwied-Niederbieber
Tel.: 02631 99968-0 · info@rhein-wied-hospiz.de
www.rhein-wied-hospiz.de
Bildnachweise:
S. 2; pixabay
Titel- und Rückseite, S. 4, 9, 10, 13, 15, 17,
18–19, 21 und 23; Adobe Stock
Übrige Bildmotive;
Neuwieder Hospiz e.V., Rhein-Wied Hospiz
und Ambulantes Hospiz Neuwied
Ambulantes Hospiz Neuwied
Engerser Straße 55 · 56564 Neuwied · Tel.: 02631 344 240
Außenstelle Neustadt/Wied · Tel.: 02683 9430-490/-491
info.ambulantes-hospiz-neuwied@marienhaus.de
Neuwieder
Hospiz e.V. www.ambulantes-hospiz-neuwied.de