12. Jänner 2026
- Gastro am Thalersee ist insolvent - Hoffnung: Sterile Tigermücken zeigten in Graz Wirkung - Das war der Steirerball in der Wiener Hofburg
- Gastro am Thalersee ist insolvent
- Hoffnung: Sterile Tigermücken zeigten in Graz Wirkung
- Das war der Steirerball in der Wiener Hofburg
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Grazer12. JÄNNER 2026, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
6°
Es wird
spürbar
wärmer. Die
Höchstwerte
liegen morgen bei
etwa 6 °, der Himmel über Graz
bleibt jedoch meist bedeckt.
Hofburg
Die Steirer reisten in Scharen über den
Semmering nach Wien und feierten in
der Hofburg den Steirerball. 5
Hoffnung
Der Einsatz von sterilen Tigermücken
wirkt. Heute wurden die Ergebnisse
des Pilotprojekts präsentiert. 2
Gastro am
Thalersee
ist insolvent
KK
Bitter. Die Pächter des Restaurants am Thalersee mussten Insolvenz anmelden. Es ist bereits die zweite Pleite am See innerhalb von zwei Jahren:
Laut KSV1870 beträgt die Überschuldung der Gesellschaft 800.000 Euro. Das Lokal soll aber ab 21. Jänner wieder aufgesperrt werden. SEITE 4
2 graz
www.grazer.at 12. JÄNNER 2026
LH-Stv. Manuela Khom begrüßte
rund 140 Personen. LAND STMK / BINDER
Der Empfang im
neuen Jahr
■ Die Landesregierung hat
heute zum traditionellen Neujahrsempfang
in die Aula der
Alten Universität geladen.
Rund 140 Personen sind der
Einladung gefolgt und wurden
von Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom in
Vertretung des Landeshauptmanns
Mario Kunasek begrüßt.
„Die Steiermark ist ein
sehr vielfältiges Land. Aber wir
alle haben das gemeinsame
Ziel, die Steiermark weiter nach
vorne zu bringen“, so Khom.
Kulturszene: Die KPÖ fordert Lösungen
von Blau-Schwarz. GETTY
KPÖ fordert Plan
vom Land
■ Die KPÖ kritisiert die geplanten
Kürzungen in der Kulturszene
und fordert die Landesregierung
dazu auf, einen
Plan zur Kompensation der
fehlenden Mittel vorzulegen.
„Es braucht jetzt einerseits ein
sofortiges Ende weiterer Kürzungen
und andererseits konkrete
Pläne, wie fehlende Mittel
ersetzt werden können – sonst
stehen viele Kulturschaffende
und Einrichtungen schon
bald vor dem Aus“, so Claudia
Klimt-Weithaler.
Sterile Tigermücken
zeigen Wirkung
Erwin Wieser, Experte für strategischen Infektionsschutz im Gesundheitsamt Graz, Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamts
Graz, und Stadtrat Robert Krotzer (v.l) präsentierten heute die Ergebnisse.
FOTOFISCHER/STADTGRAZ
STUDIE. Der Einsatz von sterilen Tigermücken-
Männchen zeigt Wirkung. Heute wurden die
Ergebnisse des Pilotprojekts präsentiert.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Während der Mückensaison
2025 hat das
Gesundheitsamt Graz
in Zusammenarbeit mit der Sektion
Insect Pets Control (IPCL)
eine umfangreiche Studie zur
Sterilen-Insekten-Technik (SIT)
durchgeführt. Heute wurden die
Ergebnisse präsentiert. Im Zuge
der Studie wurden über sieben
Wochen insgesamt 804.500 sterile
männliche Tigermücken in
einem 15 Hektar großen Aktionsgebiet,
Graz Ost – Schönau, freigesetzt.
Parallel dazu wurde ein
gleichgroßes Kontrollgebiet im
Grazer Westen beobachtet.
Da bei den Tigermücken ausschließlich
die Weibchen stechen,
wurden nur sterile Männchen
freigelassen. Durch das
Prinzip der „Marktverdrängung“
sollen diese den fruchtbaren
Männchen Konkurrenz machen.
Weibliche Tigermücken pflanzen
sich in der Regel nur einmal im
Leben fort. Paaren sie sich mit
den sterilen Männchen, werden
nicht überlebensfähige Eier gelegt,
wodurch die Population reduziert
werden soll.
Ergebnisse
Die Studie hat ergeben, dass rund
70 Prozent der Eier unfruchtbar
gemacht wurden und im
Behandlungsgebiet eine signifikante
Reduktion der Weibchendichte
nachweisbar ist. Sterile
Tigermücken-Männchen sind
somit konkurrenzfähig und die
SIT-Methode kann dazu beitragen,
die Population zu kontrollieren.
„Neben dieser innovativen
Maßnahme bleibt die Mithilfe
der Bevölkerung entscheidend:
Stehendes Wasser in Regentonnen,
Blumentopfuntersetzern,
Gießkannen oder Vogeltränken
sollte entfernt oder abgedeckt
werden, um Brutstätten zu vermeiden,“
betont Gesundheitsstadtrat
Robert Krotzer und plädiert
für Unterstützung aus der
Bevölkerung.
Tipps der Stadt Graz
■ Blumentöpfe, Vogeltränken
und Futternäpfe regelmäßig
ausleeren
■ Gießkannen, Kübel und
Scheibtruhen ausleeren und
umgedreht abstellen
■ Planschbecken und Spielzeug
regelmäßig ausleeren und
abdecken
■ Alte Flaschen, Dosen,Gläser
und Plastiksäcke ordnungsgemäß
entsorgen
■ Wasseransammlungen bei
Abdeckplanen entfernen
■ Autoreifen, Geräte und
Maschinen nicht unter freiem
Himmel lagern
■ Regenrinnen und Gullys
regelmäßig reinigen
■ Plastiksessel schrägstellen
■ Regenwassertonnen
regelmäßig entleeren und mit
einem feinmaschigen Netz
abdecken
■ Überwinterung von Mücken
durch die Reinigung von Wasserbehältern
verhindern
12. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 3
Viel Liebe für
Rüde Aro
Grazer
Pfoten
Der emeritierte steirische Diözesanbischof Egon Kapellari feierte am heutigen
Montag, dem 12. Jänner, seinen 90. Geburtstag festlich. DIÖZESE GRAZ-SECKAU
Kapellari feierte 90er
■ Am heutigen Montag,
dem 12. Jänner, feierte der
emeritierte steirische Diözesanbischof
Egon Kapellari
seinen 90. Geburtstag.
Viele Freunde, Bekannte und
Wegbegleiter sind gekommen,
um dem dem ältesten
Bischof Österreichs zum
Geburtstag zu gratulieren.
Neben einer Sonderausgabe des
Magazins „Denken und Glauben“
überreichten ihm Diözesanbischof
Wilhelm Krautwaschl
und Auxiliarbischof Johannes
Freitag eine päpstliche Gratulationsurkunde.
In seiner Rede hob Kapellari
die vielen Treffen im Laufe seines
dankbar hervor. Namentlich
erwähnte er Waltraud Klasnic,
Franz Voves, Hermann Schützenhöfer
und Jörg Haider.
Sein 23. und letztes Werk über
die „anthropologische Dimension
des Humors“ ist im Fertigwerden
und soll nach seinem Ableben
veröffentlicht werden.
Aro braucht eine klare Führung und viel Liebe.
Aro ist ein Denksportler und
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in der Natur unterwegs
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www.grazer.at 12. JÄNNER 2026
Zweite Pleite in zwei Jahren
Nächstes
Thalersee-Lokal
„versenkt“
Das
Waldcafé
hat noch
geschlossen,
am 21.
Jänner will
man aber
wieder
aufsperren.
FOTO
TRAURIG. Die Pächter des Restaurants am Thalersee „Waldcafé“ mussten Insolvenz anmelden. Die
Passiva belaufen sich auf rund 883.000 Euro, das Lokal soll aber bald weitergeführt werden.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Es sollte das neue Juwel im
Grazer Westen werden: Mit
einem Investitionsvolumen
von sieben Millionen Euro
verwandelte die Holding Graz
das alte Restaurant am Thalersee
in einen modernen Prachtbau
aus Glas und Holz. Doch die
glänzende Fassade täuscht nicht
über die wirtschaftlichen Turbulenzen
hinweg. Wie der KSV1870
am heutigen Montag bekannt
gab, musste die Betreibergesellschaft
Kraft Moments KMG Insolvenz
anmelden.
Damit reißt die Negativserie
am See nicht ab. Erst im Februar
2024 scheiterten die Vorgänger
des „Waldcafés“. Nun trifft es das
Team um Michael Zotter und
Anton Borkmann. Die Zahlen
sind ernüchternd: Laut Creditforum
stehen Passiva von rund
880.000 Euro lediglich 88.000
Euro an Aktiva gegenüber. Als
Hauptgrund für das finanzielle
Desaster werden die massiven
Investitionskosten genannt, die
weder durch den laufenden Betrieb
noch durch vorhandene
Mittel gedeckt werden konnten.
Einen Lichtblick gibt es aber:
das Lokal soll trotz Insolvenz
fortgeführt werden. Das Restaurant
ist derzeit in Betriebsurlaub
und wird am 21. Jänner wieder
öffnen.
„Der zu bestellenden Insolvenzverwalter
wird nunmehr zu
prüfen haben, ob eine Fortführung
im Interesse der Gläubiger
liegt und der vorgelegte Sanierungsplan
eingehalten werden
kann“, erklärt Brigitte Peißl-
Schickmair, Leiterin Insolvenz
Graz.
Reaktion
Die politische Reaktion ließ nicht
lange auf sich warten. NEOS-
Klubobmann Philipp Pointner
mahnt zur Vorsicht und fordert
eine kritische Prüfung des Gesamtkonzepts
durch die Stadt
Graz. „Nach zwei Insolvenzen
in zwei Jahren müssen die Stadt
und die Holding die Rahmenbedingungen
und das Gesamtkonzept
vor Ort kritisch prüfen.“
Trotz Investitionen von rund
sieben Millionen Euro durch die
Holding Graz habe sich gezeigt,
dass das bestehende Konzept
nicht trägt, meint Pointner. Der
Thalersee dürfe kein weiteres Finanzdebakel
der Stadt werden,
das laufend zusätzliche Mittel
bindet, betont Pointner. „Was
es jetzt braucht, ist eine Kurskorrektur
und ein zukunftsfittes
Konzept für das traditionsreiche
Naherholungsgebiet am Plabutsch.“
Um Klarheit zu schaffen, kündigt
der pinke Fraktionsvorsitzende
eine schriftliche Anfrage
an. Darin will er wissen, ob das
Konzept der Holding Graz tatsächlich
aufgeht oder ob eine
Anpassung mittlerweile notwendig
ist. „Der Thalersee muss groß
gedacht werden“, so Pointner,
„aber so, dass es für die Stadt
langfristig leistbar ist und wirtschaftlich
Sinn macht.“
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
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12. JÄNNER 2026 www.grazer.at
graz 5
„Steirabluat“
in der Wiener Hofburg
Landeshauptmann
Mario
Kunasek,
Ballorganisator
Andreas
Zakostelsky,
und Bischof
Wilhelm
Krautwaschl
(v.l.) eröffneten
den 126.
Steirerball.
VEREIN DER STEIRER/
VICKY POSCH (4)
ZÜNFTIG. Am Freitag,
9. Jänner, ging in der
Wiener Hofburg der
126. Steirerball über
die Bühne.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Ausverkauft hieß es bereits
im Vorfeld des Steirerballs.
Insgesamt 3500 Besucher
strömten in Tracht in die
Wiener Hofburg, um die Steiermark
hochleben zu lassen. Andreas
Zakostelsky, Obmann des
Vereins der Steirer in Wien und
Ballorganisator: „Der diesjährige
Steirerball war für uns als Verein
wirklich außergewöhnlich – wir
waren das erste Mal schon Wochen
vor dem Ball ausverkauft.
Außerdem war wieder eine erstklassige
Stimmung am Ball: Es ist
schön mitanzusehen, wie gut der
Ball vom Publikum angenommen
wird. Unsere Gäste verbreiten die
typisch steirische Lebensfreude
und genießen eine wunderbare
Ballnacht.“ Zur Eröffnung tanzte
das Jungdamen- und Jungherrenkomitee
unter der Leitung
von Tanzlehrerin Claudia Eichler
eine Polonaise. Danach präsentierte
die Meisterklasse der Modeschule
Graz mit Lieterin Barbara
Krenn-Schöggl ihre wunderbaren
Trachtenkreationen.
Volles Haus
Unter den Gästen befanden sich
die Staatssekretäre Barbara Eibinger-Miedl
und Jörg Leichtfried,
Landtagspräsident Gerald
Deutschmann, der zweite Landtagspräsident
Werner Amon,
Landeshauptmann Mario Kunasek,
die Landesräte Claudia
Holzer und Hannes Amesbauer,
ÖVP-Klubobmann Lukas Schnit-
zer und FPÖ-Klubobmann Marco
Triller, SPÖ Steiermark Chef Max
Lercher, Alt-Landeshauptmann
Christopher Drexler, WK Steiermark
Präsident Josef Herk, WK
Steiermark Vize-Präsidentin Gabi
Lechner, IV Österreich Präsident
Georg Knill, Rechnungshofpräsidentin
Margit Kraker, GRA-
WE Vorstand Klaus Scheitegel,
Landwirtschaftskammer Steiermark
Präsident Andreas Steinegger
und seine Vize-Präsidentin
Maria Pein, die Energie Steiermark
Vorstände Martin Graf und
Werner Ressi, Caritas-Präsidentin
Nora Tödtling-Musenbichler,
Postvorstand Peter Umundum,
die Banker Georg Bucher
und Martin Schaller, die Merkur
Versicherung Vorstände Christian
Kladiva, Markus Spellmeyer und
Andreas Gaugg, Grünen-Chefin
Leonore Gewessler, Ex-Vizekanzler
Werner Kogler, Bischof
Wilhelm Krautwaschl, TU-Rek-
tor Horst Bischof, die Rektorin der
Pädagogischen Hochschule Beatrix
Karl, Sturm-Präsident Christian
Jauk kam mit Gattin Katrin
Nachbauer und Sturm Vorstand
Gerhard Steindl. Ebenfalls gesichtet:
Designerin Lena Hoschek,
Moderatorin Nadja Bernhard und
Modeschule Graz Direktorin Barbara
Krenn-Schöggl. Auf Einladung
von RMA-Vorstand Georg
Doppelhofer, der von Gattin Lena
begleitet wurde, und „Grazer“-Geschäftsführer
Gerhard Goldbrich
waren auch WB-Generalsekretär
Kurt Egger in Begleitung von
Andrea Teppan, Landesrat Karlheinz
Kornhäusl, Stadtrat Kurt
Hohensinner, ÖVP-Graz-Geschäftsführer
Markus Huber, Notariatskammer-Österreich-Vizepräsidentin
Marcella Handl und
„mein Bezirk“-Chefredakteur Roland
Reischl mit Gattin und Presseclub-Geschäftsführerin
Alexandra
Reischl.
Georg und Lena Doppelhofer, Markus Huber und Andrea Teppan (hinten
v. l.), Gerhard Goldbrich, Marcella Handl, Kurt Egger, Karlheinz Kornhäusl,
Alexandra Reischl, Kurt Hohensinner und Roland Reischl (vorne, v. l.)
Andreas Zakostelsky, Beate Meinl-Reisinger, Leonore
Gewessler und Sabrina und Mario Kunasek (v.l.).
Die Staatssekretäre Barbara Eibinger-Miedl
und Jörg Leichtfried.
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graz 7
Das dritte Pleitejahr in Folge
STATISTIK. Die vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) aktuell veröffentlichteInsolvenzstatistik
zeigt ganz klar: es ist an eröffneten Firmeninsolvenzen das dritte Rekordpleitejahr in Folge.
Private besser
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
In der Steiermark wurden im
Jahr 2025 insgesamt 765 Firmeninsolvenzen
eröffnet.
Das sind um 28 mehr als im
Jahr 2024, da waren es 737. Die
größte Insolvenz nach Passiva in
Graz war die Eudokia Projekt 11
GmbH mit 7,7 Millionen Euro.
Bei Dienstnehmern waren das
IKJF - Institut für Kind, Jugend
und Familie mit 135 Dienstnehmern
und die myWorld mit 116
Dienstnehmern.
Zu den drei am meisten betroffenen
Branchen zählen der Bau,
der Handel und die Beherbung
und Gastronomie.
Auffallend ist, das immer immer
mehr Insolvenzverfahren
aufgrund der fehlenden Masse
abgewiesen werden.
Eine etwas bessere Situation
sieht der AKV aktuell bei den Privatinsolvenzen.
Hier ist sogar ein
gegenteiliger Trend feststellbar.
Trotz steigender Arbeitslosigkeit
liegen die Eröffnungen annähernd
auf dem Vorjahresniveau.
In der Steiermark wurden bis
2025 insgesamt 1020 Insolvenzen
verzeichnet. Das ist ein Minus
von 54 gegenüber 2024. Da
waren es noch 1074.
Die Passiva beliefen sich dabei
auf 118,8 Millionen Euro. Wobei
die steirischen Männer höher
verschuldet sind als die Frauen.
Im Jahr 2025 beliefen sich die
Passiva bei den Männern auf 91,7
Millionen Euro. Die der Frauen
hingegen „nur“ auf 27 Millionen
Euro. Immerhin ein unterschied
von rund 64 Millionen Euro.
Unser Land legt das dritte Rekordpleitejahr in Folge hin. Immer mehr Firmen
rutschen in die Insolvenz. Bei den Privaten läuft es hingegen besser. GETTY
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graz 9
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
Frontalkollision:
Drei Verletzte
■ Am Freitagmittag, dem 9. Jänner,
kam es im Grazer Bezirk
Andritz zu einem Verkehrsunfall.
Gegen 12:30 Uhr war ein
49-jähriger PKW-Lenker aus
Graz-Umgebung gemeinsam
mit seiner 83-jährigen Mutter
als Beifahrerin auf der Stattegger
Straße unterwegs. Zeitgleich
fuhr ein 79-jähriger Grazer mit
seinem PKW in die entgegengesetzte
Richtung. Aus bisher
ungeklärter Ursache kam es
zu einer Frontalkollision beider
Verkehrsteilnehmer. Im
Zuge der Befragung gab der
49-Jährige an, dass der entgegenkommende
PKW auf seine
Fahrspur geraten sei. Auch der
PKW-Lenker, der sich vor dem
Am Freitag entzog sich ein 20-jähriger Mann einer polizeilichen Kontrolle
und flüchtete vor den Beamten. Er stand unter Drogeneinfluss. LPD STEIERMARK
49-Jährigen befand, gab an, dass
er auf den Gehsteig ausweichen
musste, um eine Kollision zu vermeiden.
Der 79-Jährige konnte
sich an den Unfallhergang nicht
erinnern. Alle Unfallbeteiligten
wurden vom Roten Kreuz medizinisch
versorgt und ins LKH
Graz gebracht. Die 83-Jährige
erlitt Verletzungen unbestimmten
Grades. Die beiden Männer
zogen sich leichte Verletzungen
zu. An den Fahrzeugen entstand
ein massiver Sachschaden.
20-Jähriger ohne
Schein unterwegs
■ Am Freitagnachmittag, dem
9. Jänner, war ein 20-Jähriger
mit einem weißen PKW in Graz
unterwegs. In der Bienengasse
wollten Beamte seine Papiere
überprüfen. Dieser flüchtete
über die Grüne Gasse, weiter auf
die Wiener Straße, Am Damm,
Gabelsbergerstraße, Am Freigarten,
Kleiststraße und Mariengasse.
In der Keplerstraße konnte
er zum Anhalten gebracht werden.
Es stellte sich heraus, dass
der Lenker keinen Führerschein
besaß. Sowohl der 20-Jährige als
auch seine zwei Mitfahrer standen
unter Drogeneinfluss. Die
Polizei bittet nun Zeugen und
Personen, die gefährdet worden
sind, sich unter 059133/6594 zu
melden.
Fahrzeugbrände in
Graz-(Umgebung)
■ Am Samstagnachmittag, dem
10. Jänner, bemerkte ein 54-Jähriger,
dass sein Fahrzeug zu
brennen begann. Er stellte das
Fahrzeug Kreuzungsbereich der
Wiener Straße mit der Weinzöttlstraße
ab. Die Feuerwehr
konnte den Brand löschen. In
Premstätten fing ein abgestellter
PKW Feuer. Der Besitzer
gab an, dass es technischen
Problemen kam, weshalb er
das Auto abstellte. Ein Zeuge
bemerkte das Feuer und verständigte
die Feuerwehr, die
den Brand schließlich löschte.
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Nicolas
Wieser
Sportler
des
Wochenendes
Was diese Woche
im Sport passiert
■ Montag: Der GAK ist ab sofort wieder im schon traditionellen
Trainingslager in Loipersdorf. Dienstag und Freitag bestreiten die
„Rotjacken“ im Rahmen des Camps auch zwei Testspiele in Fürstenfeld:
zuerst gegen den KFC Komarnon (14 Uhr), Freitag folgt um 15
Uhr die Partie gegen die Admira.
■ Mittwoch: Nach dem 2:2 gegen Brügge bestreitet der SK Sturm im
Trainingslager im spanischen Marbella seinen zweiten Test. Gegner
ist ab 15 Uhr der FC Kopenhagen. Am Donnerstag geht es dann retour
nach Graz.
Der 28-Jährige hielt gegen die Capitals seinen Kasten sauber.
Der Schlussmann der Graz 99ers konnte
beim klaren 4:0-Heimsieg über die
Vienna Capitals ein Shutout feiern.
Chase Paar
Der UBSC Graz ist auch im
neuen Jahr gut in Form. In der
Basketball-Superliga siegten
die Grazer gegen St. Pölten klar
mit 108:78. Großen Anteil daran
hatte Legionär Chase Paar,
der mit 26 Punkten Topscorer
des Abends im Sportpark war.
GEPA
Mit seinem Talent und seinem
Können hat Nicolas
Wieser schon in der Vorsaison
das ein oder andere Mal
aufzeigen können. Und auch
wenn die Graz 99ers mit Max
Lagace wieder einen renommierten
Keeper nach Liebenau
geholt haben – dahinter soll
Nicolas Wieser als zukünftige
heimische Nummer 1 aufgebaut
werden. So hat sich
das Präsident Herbert Jerich
schon im Spätsommer gewünscht,
noch ehe die ersten
Scheiben auf das Grazer
Tor abgegeben worden sind.
Gegen die Vienna Capitals
durfte Wieser wieder einmal
über die volle Distanz gehen
und nicht nur das: Während
Manuel Ganahl. Lukas Kainz,
Lukas Haudum und Nick Bailen
für die Truppe von Trainer
Dan Lacroix trafen, konnte
Wieser am anderen Ende des
Feldes alle Schüsse der Capitals
entschärfen und beim 4:0-Sieg
ein Shutout feiern. In den 12
Spielen, die Wieser im Einsatz
war, hat er es auf ein sehr starkes
Save-Percentage von 91,49
Prozent gebracht. Im Schnitt
musste er nur 1,88 Gegentreffer
pro Spiel hinnehmen – auch
das ein Top-Wert in der Liga.
Weiter geht es für den 28-Jährigen
und seine Kollegen diese
Woche mit einem „West-
Doppel“. Am Freitag sind die
Grazer beim HC Innsbruck
gefordert, am Samstag bei den
Pioneers Vorarlberg. Diese
Spiele markieren auch schon
den Start ins letzte Viertel des
Grunddurchgangs.
Weiters positiv aufgefallen sind:
Joachim Standfest
Nach dem Abgang von Ralph
Spirk hat der GAK im Trainerteam
sofort nachgerüstet. 19
Jahre nachdem er den Verein
als Spieler verlassen hat, kehrt
Joachim Srandfest zurück -
als Co-Trainer von Ferdinand
Feldhofer.
■ Donnerstag: Um 17.30 Uhr bestreiten die Handballer der HSG
Graz einen Test gegen den slowenischen Vizemeister RK Gorenje
Velenje.
■ Freitag: Die Graz 99ers treten ab 19.15 Uhr beim HC Innsbruck
an, einen Tag danach geht es schon mit dem Spiel bei den Pioneers
Vorarlberg (19.30 Uhr) weiter.
■ Sonntag: Wiedergutmachung ist für die beiden Grazer Damen-
Basketball-Teams nach bitteren Heimniederlagenin der Superliga
angesagt. UBSC-DBBC empfängt um 17.30 Uhr Vienna United, UBI
Graz muss nach der Pleite gegen die Basket Flames ausgerechnet zu
Leader Klosterneuburg.
■ Sonntag: Bevor es in der Europa League wieder ernst wird, bestreitet
Sturm Graz noch bis Dienstag ein Kurz-Trainingslager im slowenischen
Catez.
Sonntag,
17.30 Uhr:
UBSC-DBBC vs.
Vienna United
Nikolina Kupres und die Damen von UBSC-DBBC sind gegen Vienna
United auf Wiedergutmachung für die jüngste Niederlage aus. GEPA
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Blaue Zone/Grüne Zone
Nachdem sie die Parkplätze
in der Blauen Zone vernichtet
haben, brauchen sie die
Grüne Zone. Bis sie diese
auch vernichten. Grüne Politik
halt.
Dorothea Schnieder
* * *
Das Geld
Stadt Graz braucht Geld.
Horst Steinberger
* * *
Senkung der Gebühren
Ein weiterer Beitrag der
Stadtregierung zur Gebührensenkung.
Andreas Hirtenberger
* * *
Juhu
Wir freuen uns alle dass wir
alle einen zusätzlichen Beitrag
zum wirtschaftlichen
Wohlergehen der Stadt Graz
liefern können.
Yalokin Vortimid
* * *
Abzocke
Ja, die Abzocke geht munter
weiter.
Matthias Hohl
* * *
Befürwortung
Wird ja von dem Bezirksvorsteher
befürwortet. Siehe
heutige Tageszeitung.
Günter Pratter
* * *
Toll
Das ist super.
Christoph J. E. Baierl-
Fuchs
* * *
Gemein
Wirklich dreist!
Örni Baumi
* * *
Weiter ausbauen!
Bitte unbedingt auch am
Neufeldweg!
Sebastian Pongratz
* * *
Konsequenzen
Logische Konsequenz der
Parkraumpolitik der Grünen
in der Stadt. Die Parkflächen
wurden beschnitten,
Parkplätze dadurch rarer
und wertvoller und die Parkgebiete
ziehen sich weiter
in Bereiche, welche bis vor
kurzem eher selten dafür genutzt
wurden.
Ernst Peter
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Grüne
Zone wird
größer
Die Abteilung für Verkehrsplanung
prüft gerade drei
Gebiete für eine Parkzonenerweiterung.
Dabei soll analysiert
werden, wie sich die Gebührenpflicht
auf Verkehr, Anrainer
und Stadtraum auswirken würde.
Wann die Erweiterung stattfinden
soll, steht noch nicht
fest. Die letzte größere Parkzonenerweiterung
fand im Jahr
2023 statt.
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12 www.grazer.at 19. SEPTEMBER 12. JÄNNER 2026 2021
Ausblick
Was am Dienstag
in Graz wichtig ist
■ Die ÖVP startet mit dem „SteirerTalk“ ein neues Diskussionsformat
in der Parteizentrale am Karmeliterplatz. Zur Premiere diskutieren
Tech-Law-Expertin Gerit Katrin Jantschgi und AI-Austria-Vorsitzender
Clemens Wasner unter dem Titel „KI 2026: Chancen, Regeln,
Realität“ über Künstliche Intelligenz.
■ Im Orpheum wird zur „Nacht der Musicals“ geladen. Neben Klassikern
wie “Tanz der Vampire“, “Mamma Mia”, oder “We Will Rock
You“ dürfen natürlich All Time Favourites wie “Das Phantom der
Oper”, “Cats”, “Die Rocky Horror Show”, ”Elisabeth”, “Grease” und die
“West Side Story” nicht fehlen. Los geht‘s um 20 Uhr.
■ Steiermarkweit werden jährlich circa 50.000 Blutkonserven zur
Versorgung der Bevölkerung benötigt. Auch in diesem Jahr werden
vom Roten Kreuz wieder dringend BLutspender gesucht. Morgen hat
man von 16 bis 19 Uhr im JUFA Hotel in der Idlhofgasse Gelegenheit
etwas Gutes zu tun.
■ Im Gasthof zur Sonne in Übelbach in Graz-Umgebung wird zum
Sänger- und Musikantenstammtisch geladen. Los geht‘s um 16 Uhr,
jeder kann ohne Anmeldung teilnehmen.
Zum Beginn des Jahres werden wieder dringend Blutspender gesucht. Morgen
kann man in Graz spenden und damit etwas Gutes tun. ROTES KREUZ LEONDING
■ Im Familien.Kompetenz.Zentrum gibt es morgen einerseits wieder
die Väterrunde (19 bis 20.30 Uhr) und andererseits den offenen
Babytreff (13.30 bis 16.30 Uhr).
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