1-2026
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion - Fertigungstechnik, Materialien und Qualitätsmanagement
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Januar/Februar/März 1/2026 Jahrgang 20
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
NanoGlue
Schlüsseltechnologie für Photonik
und Quantencomputing
nanosystec GmbH, Seite 6
IN DIESEM HEFT:
BEST OF 2025
Das ganze Spektrum des Testens
Flying Probe Board Tester Semiconductor
Die Schnellsten – die Genauesten
SPEA-Testsysteme stehen für Präzision und Flexibilität.
Sie produzieren – wir liefern das Testequipment für
jeden Bereich Ihrer Elektronikfertigung.
Software für Reparatur und Prozessoptimierung
Mit COMPASS erfassen Sie die Prüfdaten aller Testsysteme,
reparieren zielgenau, sparen Zeit und optimieren Ihre Fertigung.
Reparatur Analyse Optimierung
spea.com
Editorial
Andreas Koch
Geschäftsführer
Perzeptron
https://scm-supply-chain-management.de/
Sichtbar, sicher und nachhaltig
Die Elektronikbranche ist seit Jahren mit Lieferengpässen, Allokationen und schwankendem
Bedarf konfrontiert. Gleichzeitig liegen in vielen Unternehmen wertvolle Bauteile ungenutzt
im Regal, die andernorts dringend benötigt werden. Doch bislang fehlte der Überblick, wo
diese Bestände verfügbar sind.
Das will die Firma Perzeptron nun mit der neuen StockDB-Plattform ändern. Einer Bauteil-
Datenbank und Marktplatzlösung für Elektroniküberbestände, die Transparenz in reale
Lagerbestände bringt und den direkten Austausch zwischen Unternehmen ermöglicht – ohne
Zwischenhändler, ohne Provisionen und ohne Handelsstufen.
Wie entstehen eigentlich Überbestände? Häufig aus üblichen Abläufen: Fertigungsaufträge
werden kurzfristig storniert, Serien werden verkleinert oder auf neue Designs umgestellt. Und
weil Bauteile oft nur in großen Verpackungseinheiten verfügbar sind. Oder durch veränderte
Spezifikationen oder Zulassungen, sodass ehemals benötigte Komponenten nicht mehr
eingesetzt werden können. Was bleibt, sind Lagerregale voller funktionsfähiger Bauteile, die
buchhalterisch Werte darstellen, aber praktisch ungenutzt bleiben. Diese Bestände binden
Kapital, erschweren die Disposition und führen zu Materialverschwendung – während andere
Hersteller für dieselben Teile hohe Preise zahlen oder lange Lieferzeiten in Kauf nehmen
müssen.
In die StockDB können Unternehmen ihre Überbestände kostenfrei hochladen und
Interessierte gezielt nach benötigten Komponenten suchen, darüber hinaus Alternativen
identifizieren und Anbieter direkt kontaktieren. Auf Zwischenhändler, Aufschläge oder
Provisionen wird dabei bewusst verzichtet und somit der Austausch von Bauteilen einfach,
transparent und wirtschaftlich sinnvoll.
Die StockDB ist keine Handelsplattform im klassischen Sinne. Es geht darum, dass
Unternehmen sich gegenseitig unterstützen – um Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit
in der Elektronikfertigung langfristig zu verbessern.
Neben der Verbesserung der Materialverfügbarkeit leistet die StockDB einen konkreten
Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bauteile, die andernfalls ungenutzt blieben oder entsorgt würden,
gelangen wieder in den Umlauf. Das reduziert Neuproduktion, schont Ressourcen und stärkt
die Materialeffizienz der gesamten Branche.
Zur StockDB: https://perzeptron.de/stockdb/
Andreas Koch
© Pete/AdobeStock
1/2026
3
Inhalt
3 Editorial
4 Inhalt
6 Titelstory
7 Aktuelles
9 Künstliche Intelligenz
12 Digitalisierung
15 Dienstleistung
21 Speicherprogrammierung
22 Cybersicherheit
26 Kennzeichnen/Identifizieren
28 Wärmemanagement
30 Löt- und Verbindungstechnik
35 Beschichten/Lackieren/Vergießen
36 Produktionsausstattung
38 Qualitätssicherung
Januar/Februar/März 1/2026 Jahrgang 20
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
NanoGlue
Schlüsseltechnologie für Photonik
und Quantencomputing
nanosystec GmbH, Seite 6
IN DIESEM HEFT:
BEST OF 2025
Titelstory
NanoGlue -
Schlüsseltechnologie
für Photonik und
Quantencomputing
In der modernen Photonikfertigung
spielt die präzise Ausrichtung
und dauerhafte Fixierung
optoelektronischer Komponenten
eine zentrale Rolle. 6
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
• Herausgeber und Verlag:
beam-Verlag
Georg-Voigt-Str. 41
35039 Marburg
info@beam-verlag.de
www.beam-verlag.de
• Redaktion:
Ing. Frank Sichla
electronic-fab@beam-verlag.de
• Anzeigenverwaltung:
beam-Verlag
Myrjam Weide
m.weide@beam-verlag.de
Tel.: 015568 051314
• Erscheinungsweise:
4 Hefte jährlich
• Satz und Reproduktionen:
beam-Verlag
• Druck + Auslieferung:
Bonifatius GmbH, Paderborn
www.bonifatius.de
Hinweis:
Der beam-Verlag übernimmt, trotz sorgsamer
Prüfung der Texte durch die Redaktion, keine
Haftung für deren inhaltliche Richtigkeit. Alle
Angaben im Einkaufsführerteil beruhen auf
Kundenangaben!
Handels- und Gebrauchs namen, sowie
Warenbezeichnungen und dergleichen werden in
der Zeitschrift ohne Kennzeichnungen verwendet.
Dies berechtigt nicht zu der Annahme, dass
diese Namen im Sinne der Warenzeichen- und
Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten
sind und von jedermann ohne Kennzeichnung
verwendet werden dürfen.
NIS2-Umsetzung ab 2026 - Industrielle
Fertigung besonders betroffen
Besonders für Industrieunternehmen – von der Fertigung bis zum
Maschinenbau – steigt damit der Handlungsdruck entlang
komplexer Liefer- und Produktionsketten deutlich. 24
Welche Rolle spielt KI im PCB-Fertigungsprozess?
Wie kann KI den Herstellungsprozess von Leiterplatten verbessern?
Wie kann eine KI für die automatisierte optische Inspektion (AOI) von Leiterplatten
eingesetzt werden? Hier die Antworten. 10
4 1/2026
Inhalt
RED-DA-Cybersicherheit
für Hersteller funkbasierter IoT-Geräte
Wenn Sie funkbasierte oder intelligente/smarte Produkte
herstellen, die sich über WiFi, Bluetooth oder andere
Funktechniken vernetzen, sind Sie wahrscheinlich mit der
CE-Kennzeichnung auf Elektronikgeräten vertraut. Mit
der zunehmenden Verbreitung intelligenter und vernetzter
Produkte nehmen jedoch auch die Cyberrisiken zu. 22
Lösungen
für komplexe
Materialien
und Prozesse
Die Elektronikindustrie steht vor
wachsenden Anforderungen
an die Produktbeschriftung.
Rückverfolgbarkeit,
Normenkonformität und
Fälschungsschutz sind heute
unverzichtbar – gleichzeitig
werden Bauteile immer kleiner
und komplexer. 26
EINSATZ VON KI | ANALYTICS TOOLS
IN DER ELEKTRONIKPRODUKTION
Kein Einsatz geplant
32%
Produkv im Einsatz
22%
Pilotphase | Testbetrieb
14%
In Planung
32%
KI in der Elektronikfertigung
Die Digitalisierung macht Fortschritte. Die Branche befindet sich
im Umbruch – mit klaren Zielen, ersten pragmatischen Schritten,
aber auch weiterhin noch bestehenden Umsetzungshürden. 9
Wie starke Partner die Fertigung neu denken
In der modernen Fertigung ist eine durch gängige Datenstruktur von
der Maschine (Shop floor) bis zum Endprodukt entscheidend. Gemeint
ist damit, dass alle Produktionsdaten – von Maschinen sensoren über
Prozess parameter bis zu Qualitätskontrollen – nahtlos in den zentralen
IT-Systemen zusammenfließen. 12
Innovatives Wärmemanagement
für SiC-Halbleiter
Die steigende Nachfrage nach leistungs fähiger
und kompakter Leistungselektronik stellt hohe
Anforderungen an das Wärme-Management
moderner Halbleitertechnologien. Insbesondere
Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN)
bieten erhebliche Vorteile gegenüber
herkömmlichen Siliziumlösungen. 28
1/2026
5
Titelstory
NanoGlue
Schlüsseltechnologie für Photonik
und Quantencomputing
In der modernen Photonikfertigung spielt die präzise Ausrichtung und dauerhafte Fixierung
optoelektronischer Komponenten eine zentrale Rolle.
Aktives Alignement und Kleben von kryogenen, optoelektronischen Komponenten mit dem NanoGlue
Gerade bei der Montage von Laserdioden,
Wellenleitern, mikrooptischen Bauteilen und
photonischen Chips entscheidet die Genauigkeit
im Nanometerbereich über Kopplungsverluste,
Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit der Systeme.
Mit NanoGlue
stellte nanosystec ein technologisch ausgereiftes
Epoxidklebesystem bereit, das die Verarbeitung
dieses anspruchsvollen Materials universell
und prozesssicher ermöglicht. Während
klassische Fügeverfahren wie Laser- und Selektivlöten
zwingend metallische Kontaktflächen
voraussetzen, erlaubt das Epoxidkleben die Verbindung
nahezu aller Werkstoffkombinationen.
„Diese Flexibilität bietet einen entscheidenden
Vorteil in modernen Hybridarchitekturen
optischer Module, da speziell das Fügen
von optischen Komponenten in der Entwicklung
von Quantencomputern immer mehr an Bedeutung
gewinnt,“ hebt Jan Kallendrusch, CTO der
nanosystec GmbH hervor.
Speziell photonische Subsysteme, optische
Zuführungen in kryogenen Umgebungen und
Hybridbaugruppen erfordern nicht nur elektrische
Isolationsfähigkeit, sondern auch langfristige
Formstabilität über große Temperaturbereiche.
nanosystec GmbH
https://nanosystec.com
Genau hier bietet NanoGlue einen signifikanten
Mehrwert. Das System kombiniert das
aktive Alignement mit hochgenauer Epoxidapplikation,
um Bauteile zunächst auf maximale
optische Leistung auszurichten und anschließend
positionsstabil im Nanometerbereich zu
fixieren. Kontrollierte UV- und Temperaturprozesse
reduzieren das Risiko nachhärtungsbedingter
Lageverschiebungen, die sonst zu
Leistungseinbußen führen könnten. Darüber
hinaus können größere Spaltmaße ausgeglichen
werden, was die Anforderungen an
die mechanische Vorpräzision senkt und Fertigungskosten
reduziert.
Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil
ergibt sich aus der kostengünstigen modularen
Anlagentechnik und den vergleichsweisen preiswerten
Klebstoffen. Sowohl Lagerbedingungen
als auch Prozesszeiten bleiben gut beherrschbar.
Zudem ermöglicht das Dosiersystem das
Aufbringen des Klebstoffs in Form von Punkten,
Linien oder polygonalen Mustern, sodass
auch komplexe Geometrien zuverlässig abgedeckt
werden können. Dabei lassen sich Kleinstmengen
bis hinunter zu 5 nl präzise applizieren.
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen
lässt sich optional die Haftfestigkeit durch
vorgeschaltete Plasma-Reinigung erhöhen,
wodurch die Langzeitstabilität der Verbindungen,
selbst unter hoher Feuchte, starken Temperaturschwankungen
oder mechanischer Vibration,
verbessert wird.
„Im Gegensatz zu metallbasierten Fügetechnologien
erfordert das Epoxidkleben weder zusätzliche
Metallisierungsschichten noch absolut plane
Kontaktflächen. Diese Flexibilität macht Nano-
Glue insbesondere für photonische Baugruppen
in großer oder kleiner Anzahlattraktiv“, ergänzt
Jan Kallendrusch.
Was NanoGlue bietet
ist somit eine Kombination aus universeller
Materialkompatibilität, hoher Prozesspräzision,
reduzierter mechanischer Vorbearbeitung und
überzeugender Kostenstruktur. Für eine weiterführende
Automatisierung lässt sich NanoGlue
problemlos in bestehende Produktionslinien integrieren.
Die Zu- und Abführung kann dabei über
Förderbänder, Roboter oder Feeder mit Werkstückträgern
im JEDEC-Format erfolgen. Dank
der modularen Systemarchitektur ist auch die
nachträgliche Automatisierung einzelner Stationen
möglich.
Mit Blick auf die steigende optische Integrationsdichten
und die zunehmende Relevanz
kryogener, opto-elektronischer Komponenten
markiert das System einen zentralen Technologieschritt.
Ob in der Serienfertigung, in F&E-
Laboren oder im Aufbau von Quantencomputing
Infrastruktur. ◄
6 1/2026
Aktuelles
SPEA GmbH erhält
dreifache Zertifizierung
Die SPEA GmbH hat erfolgreich eine Dreifach-
Zertifizierung durch die Visocert GmbH abgeschlossen.
Damit wurden die international anerkannten
Normen ISO 9001:2015, ISO 14001:2015
und ISO 45001:2023 erfüllt – ein bedeutender
Schritt, der das ausgeprägte Qualitätsbewusstsein
des Unternehmens unterstreicht.
Die drei Zertifizierungen stehen jeweils für
zentrale Unternehmenswerte:
• ISO 9001:2015 bestätigt ein wirksames
Qualitätsmanagementsystem, das klare
Prozesse, kontinuierliche Verbesserung
und Kundenzufriedenheit in den
Mittelpunkt stellt.
• ISO 14001:2015 bescheinigt die
Einführung eines strukturierten
Umweltmanagementsystems, mit dem
ökologische Auswirkungen reduziert und
Ressourcen effizient eingesetzt werden.
• ISO 45001:2023 zertifiziert ein modernes
Arbeits- und Gesundheitsschutz-Management,
das sichere Arbeitsplätze, Prävention
von Risiken und gesundheitsorientierte
Unternehmensstrukturen gewährleistet.
Mit der erfolgreichen Zertifizierung erfüllt die
SPEA GmbH die geforderten internationalen
Normen und setzt ein deutliches Zeichen als
zukunftsfähiges und nachhaltiges Unternehmen.
Die Auszeichnung zeigt, dass SPEA nicht
nur höchste Qualitätsansprüche verfolgt, sondern
sich ebenso für Umweltverantwortung und
den Schutz seiner Mitarbeitenden engagiert.
Die Visocert GmbH bestätigt mit diesen Zertifikaten
die konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung
der Managementsysteme der SPEA
GmbH – ein starkes Signal für Kunden, Partner
und Mitarbeitende gleichermaßen.
SPEA GmbH
www.spea.com
Von links: Uwe Winkler (Geschäftsführer SPEA GmbH),
Chris Hahn (Leitung Service SPEA GmbH),
Doris Pfundstein (Leitung Administration,
Finanzen, Personal SPEA GmbH),
Norbert Kautzner (Leitung Applikation SPEA
GmbH), Thomas Reulein (Visocert GmbH)
PRODUKTION.
INNOVATION.
ZUKUNFT.
Lernen Sie Expertinnen und Experten
aus der gesamten Wertschöpfungskette
der Metallbearbeitung kennen und
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die Produktion von morgen.
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Aktuelles
Innovation traf auf starken Austausch
Die productronica 2025 in München zeigte sich
auch dieses Jahr als bedeutende Plattform für
die Elektronikfertigung – mit wachsender Internationalität
und einem spürbaren Innovationsgeist.
Über 47.000 Fachbesucher aus 98 Ländern
besuchten die 50. und damit Jubiläumsausgabe
der Leitmesse, um sich über besonders
gefragte Themen wie Produktionsautomation,
Advanced Packaging oder Leistungselektronik
zu informieren und auszutauschen.
BECKTRONIC GmbH
www.becktronic.de
Leitmesse für Elektronikfertigung
trifft auf smarte SMT-Lösungen
von Becktronic
Für Becktronic als Spezialist für lasergeschnittene
SMD-Schablonen war der Messeauftritt ein
voller Erfolg: Ein durchgängig gut besuchter Stand
bot Raum für intensive Gespräche mit Fachbesuchern,
Partnern und langjährigen Bestandskunden.
Mit dem persönlichen Fokus auf intelligente
und hochpräzise Lösungen für effizientere
Produktionsprozesse war die productronica die
ideale Bühne für das Becktronic-Team und seine
Lösungen für die SMT-Fertigung.
Neues Schablonen-Archivierungsregal
mit LED-Beleuchtung begeistert Besucher
Ein besonderes Highlight war die Präsentation
des neuen, von Becktronic selbst
entwickelten Schablonen-Archivierungsregals.
Der erste Prototyp der Neuentwicklung kommt
mit einer LED-Beleuchtung, die belegte Schablonen-Slots
anzeigt. Mittels mitgelieferter Software
können die LED-Slots angesteuert werden,
um Schablonen ein- oder auszu buchen.
Weitere Ausbauschritte, wie zum Beispiel
die Anbindung an Kunden-ERP-Systeme sind
geplant. Die Lösung ermöglicht ein schnelles
Auffinden und eine schnelle Bereitstellung von
Produktionsschablonen – ein echter Mehrwert
für effiziente Fertigungsprozesse. Die Reaktionen
auf diese smarte Innovation aus dem
Hause Becktronic waren durchweg positiv:
Besonders Fachbesucher aus der deutschen
Elektronik fertigung zeigten reges Interesse an
dem praxisorientierten System.
Zufriedene Kunden
und starkes Branchenfeedback
Neben dem regen Austausch mit neuen Interessenten
freute sich das Becktronic-Team über
den Besuch zahlreicher Bestandskunden, die
den Stand gezielt aufsuchten, um sich über aktuelle
Entwicklungen zu informieren. Das durchweg
positive Feedback der treuen Kundschaft
bestätigte einmal mehr die hohe Qualität und
den praxisnahen Ansatz, den Becktronic in der
Entwicklung seiner Produkte verfolgt. ◄
Mai/Juni/Juli 2/2025 Jahrgang 19
EINKAUFSFÜHRER
ELEKTRONIK-PRODUKTION
Fachzeitschrift für Elektronik-Produktion
Daten-Management
in der Elektronikentwicklung
FlowCAD, Seite 6
mit umfangreichem Produkt index, Firmenverzeichnis und
deutschen Vertretungen ausländischer Firmen.
Alle Infos unter: www.beam-verlag.de/einkaufsfuehrer
Kontakt: info@beam-verlag.de
Einsendeschluss für Unterlagen: 10.04.2026
Anzeigen-/Redaktionsschluss: 31.03.2026
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SONDERTEIL
EINKAUFSFÜHRER
ELEKTRONIK-PRODUKTION
ab Seite 16
8 1/2026
Künstliche Intelligenz
KI in der Elektronikfertigung
DATENERFASSUNG IN DER ELEKTRONIKPRODUKTION
Keine systemasche
Erfassung
Material/Logisk-Daten
Prozessparameter
Qualitätsdaten
Inspekonsdaten
Maschinendaten
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
Fokus der Datenerfassung in der Elektronikproduktion
Die Digitalisierung macht Fortschritte
– das zeigte eine qualitative
Umfrage des KI-Spezialisten
Xplain Data und der SmartRep
GmbH. Das Bild ist eindeutig:
Die Branche befindet sich im
Umbruch – mit klaren Zielen, ersten
pragmatischen Schritten, aber
auch weiterhin noch bestehenden
Umsetzungshürden.
Zunächst sendet die Branche ein
positives Signal: Management und
Mitarbeitende stehen KI-Initia tiven
überwiegend offen gegenüber. Dies
spiegelt sich auch in der Investitionsbereitschaft
wider – mehr
als 70% der Unternehmen planen
Investi tionen in KI und Digitalisierung
innerhalb der nächsten ein bis
zwei Jahre. Während viele Unternehmen
bereits wichtige digitale Grundlagen
geschaffen haben, stehen sie
weiterhin vor einzelnen Herausforderungen.
Die Rück meldungen der
Fach- und Führungskräfte machen
deutlich: Erste digitale Initiativen
wurden erfolgreich realisiert, doch
Datenqualität, Systemfragmentierung
und unklare Wirtschaftlichkeit
erschweren den nächsten Schritt zu
nachhaltigem Mehrwert.
Xplain Data GmbH
www.xplain-data.com
SmartRep
www.smartrep.de
1/2026
Datenbasis geschaffen, doch
Qualität und Nutzung bleiben
zentrale Herausforderungen
Die Umfrage zeigt deutlich: Die
Grundlage für eine datengetriebene
Produktion ist in den meisten
Unternehmen bereits gelegt. Qualitäts-,
Inspektions- und Maschinendaten
werden von über 80% der
Unternehmen systematisch erhoben,
oft schon seit mehr als drei
Jahren (64%).
Allerdings bewerten lediglich 14%
der Befragten ihre Datenqualität als
„hoch“. Die große Mehrheit (71%)
stuft diese als mittelmäßig ein, mit
erkennbaren Lücken und Inkonsistenzen.
Hinzu kommt eine deutliche
Fragmentierung: Obwohl die Daten
überwiegend in lokalen Systemen
sowie in MES- und ERP-Systemen
gespeichert werden (89%), nutzen
lediglich 11% der Befragten Data-
Lake- oder Cloud-Architekturen, die
als Voraussetzung für skalierbare
KI-Anwendungen gelten.
Einsatz von KI:
Erste Anwendungen, aber noch
keine durchgängige Strategie
Beim aktuellen Einsatz von KI
zeigt sich ein gemischtes Bild. 35%
der Unternehmen nutzt KI oder
Analytics bereits produktiv oder
in Pilotprojekten; knapp ein Drittel
plant konkrete Schritte. Der Einsatz
konzentriert sich dabei stark
auf etablierte Use Cases: Bilderkennung
(Computer Vision) wird
von 92% der Nutzer eingesetzt,
gefolgt von Prozessoptimierung,
Qualitäts-Management und Traceability
(je 42%).
Fortgeschrittene Anwendungen
wie Predictive Quality oder Supply-
Chain-Optimierung kommen laut
Umfrage noch in keinem der
befragten Unternehmen praktisch
zum Einsatz.
Die größten Hürden:
Fragmentierung
und Ressourcen
Auf die Frage nach den zentralen
Hindernissen kristallisieren sich
zwei Kernbereiche heraus:
1. Technologische Fragmentierung
(46%): Insbesondere fehlende
Schnittstellen und mangelnde
Standardisierung erschweren
skalierbare Lösungen.
2. Ressourcenmangel: Sowohl
Budget restriktionen (58%) als
auch Fachkräfte- bzw. Knowhow-Mangel
(42%) belasten
viele Unternehmen.
Bemerkenswert gering hingegen
fällt die Rolle kultureller Faktoren
aus: Skepsis im Management (12%)
und unter Mitarbeitenden (19%) spielen
eine deutlich kleinere Rolle als
häufig vermutet.
Ziele sind klar, Dringlichkeit
wird unterschiedlich bewertet
Die angestrebten Ziele sind sehr
eindeutig: Qualitätsverbesserung ist
mit 96% das absolute Ziel, gefolgt
von Produktivitätssteigerung (71%)
und Kostensenkung (57%). Die
befragten Experten sehen den
größten Nutzen von KI/Digitalisierung
ebenfalls primär in der Qualitäts-
und Prozessverbesserung
sowie der Automatisierung. Trotz
dieser klaren Zielvorgabe ist die
empfundene Dringlichkeit für Investitionen
gespalten: Während für die
Mehrheit (61%) das Thema mittelfristig
(ein bis zwei Jahre) relevant ist,
sehen nur 11% einen hohen kurzfristigen
Handlungsbedarf.
Fazit und Ausblick:
Von der Datensammlung
zur intelligenten Nutzung
„Die Umfrage zeigt ein klares
Bild“, fasst Dr. Michael Haft, CEO
Xplain Data GmbH, zusammen.
„Die Elektronikfertiger haben die
Phase des reinen Datensammelns
hinter sich gelassen. Jetzt steht die
Branche vor der anspruchsvolleren
Aufgabe, aus diesen Daten konsistenten
Mehrwert zu generieren. Entscheidend
dabei sind weniger die
technischen Möglichkeiten selbst,
sondern ihre wirtschaftlich sinnvolle
und integrierte Einbettung in
bestehende Prozesslandschaften.“
Die Ergebnisse verdeutlichen:
Künftige Lösungsansätze müssen
stärker auf Integration, Standardisierung
und die nachweisbare Wirtschaftlichkeit
von KI und Digitalisierung
ausgerichtet sein, um den
Wandel in der Breite der Branche
nachhaltig zu beschleunigen. ◄
EINSATZ VON KI | ANALYTICS TOOLS
IN DER ELEKTRONIKPRODUKTION
Kein Einsatz geplant
32%
In Planung
32%
Produkv im Einsatz
22%
Status quo des KI-Einsatzes in der Elektronikproduktion
Pilotphase | Testbetrieb
14%
9
Künstliche Intelligenz
Welche Rolle spielt KI im PCB-Fertigungsprozess?
Wie kann KI den Herstellungsprozess von Leiterplatten verbessern? Wie kann eine KI für die automatisierte
optische Inspektion (AOI) von Leiterplatten eingesetzt werden? Hier die Antworten.
Künstliche Intelligenz (KI) wurde in
verschiedenen Fertigungsindustrien
erfolgreich implementiert, da sie die
Effizienz und Präzision von Herstellungsprozessen
verbessern kann,
und in letzter Zeit wurde auch von
Leiterplatten (PCB) Fertigungs- und
Montagedienstleistern übernommen.
Eines der wichtigsten Prozesse in
der Leiterplattenherstellungskette,
die eine KI verbessern kann, ist die
PCB-Qualitätsprüfung durch automatisierte
optische Inspektion (AOI).
Quelle:
What is the role of AI in the
PCB manufacturing process?
PCB Directory
www.pcbdirectory.com
übersetzt von FS
Feinheiten als Herausforderung
AOI-Maschinen verfügen über
Bildgebungssysteme, die hochauflösende
Bilder aufnehmen und
sie dann mit Bildern einer einwandfreien
Modelltafel oder mit einer
Bilddatenbank aus akzeptablen
und defekten Proben vergleichen.
Mit der Nachfrage nach kleineren,
leistungsfähigeren Teilen steigt die
daraus resultierende Komplexität
und Feinheit der Defekte in massengefertigten
Leiterplatten. Die
Erkennung feinstofflicher Defekte
auf einer Leiterplatte und ihren Komponenten
wie Bruch, Abrieb, Kontamination,
Fragmente, Luftblasen
usw. ist möglicherweise nicht möglich,
indem herkömmliche manuelle
Inspektions- oder AOI-Maschinen
mit regelbasierten Bildgebungsmechanismen
verwendet werden.
Die Qualitätskontrolle ist ein
großes Dilemma in der Leiterplatten-
Herstellungskette, da eine zuverlässige
Prüfung und Erkennung
von Defekten in neu hergestellten
oder montierten Leiter platten
und die anschließende Nacharbeit
von defekten Leiterplatten erforderlich
ist. Die Verbesserung der
Geschwindigkeit und Wirksamkeit
der Qualitätskontrolle kann den
Produktionsertrag und -durchsatz
erheblich steigern und die Herstellungskosten
und den Abfall reduzieren.
KI-gestützte optische Inspektion
KI kann visuelle Inspektionsmaschinen
mit maschinellem Lernen
und Computer-Vision-Technologien
aufrüsten und so die Erkennung
von Fehlern deutlich schneller
und genauer machen. In den letzten
Jahren hat sich das maschinelle Lernen
enorm verbessert. Während ein
KI-System in der Regel von Grund
auf neu trainiert werden musste und
Hunderte oder sogar Tausende von
Bildbeispielen erforderte.
Die heutigen Deep-Learning-
Mecha nismen sind oft vortrainiert,
daher sind deutlich weniger zusätzliche
Proben erforderlich, um das
System an eine bestimmte Anwendung
anzupassen. Im Laufe der Zeit
kann KI-Software sogar ihre Fehlererkennungsfunktionen
erheblich
erlernen und verbessern. Sie
könnten eine zuverlässige und konsistente
Alternative zur herkömmlichen
regel basierten Bildverarbeitung
bieten, die bei der Erkennung
subtiler Defekte nicht zuverlässig
war.
KI-gestützte visuelle Inspektion
kann große Mengen an Bildern analysieren
und komplexe Vergleiche
und Berechnungen schnell in Echtzeit
durchführen. Die von diesen
Systemen verwendeten Mustererkennungsalgorithmen
ermög lichen
auch eine prädiktive Analyse und
Simulation der Fertigungskette,
um Fehltritte während des gesamten
Prozesses vorher zu erkennen.
Ermöglicht wird dies durch die Integration
von KI über intelligente Sensoren,
die zur Erfassung von Daten
in verschiedenen Phasen verwendet
werden. Diese KI-gestützten Echtzeit-Überwachungssysteme
sorgen
dafür, dass die Qualitätsprüfungen
kontinuierlich durchgeführt werden
und somit Produktionsausfälle minimieren.
Die generierten umfassenden
Datensätze ermöglichen es
Herstellern, Trends zu analysieren,
wiederkehrende Probleme proaktiv
anzugehen und fundierte Entscheidungen
über den Prozess zu treffen.
Vorteile von KI
in der visuellen Inspektion
• erhöhte Genauigkeit
KI beseitigt menschliche Vorurteile
und Inkonsistenzen, wodurch
sichergestellt wird, dass selbst
kleinste Defekte erkannt werden.
Dadurch sinken die Fehlerquoten.
• verbesserte Effizienz
KI-fähige automatisierte Inspektion
in Echtzeit beschleunigt Produktionslinien,
was zu weniger
Zeit für Qualitätsprüfung und
schnelleren Durchlaufzeiten führt.
• Kosteneinsparungen
KI-gestütztes AOI hilft, Abfall zu
reduzieren, indem es Defekte
frühzeitig identifiziert. Dies führt
zu reduzierten Nacharbeiten und
Renditen durch Kunden, die die
Rentabilität des Herstellungsprozesses
weiter steigern.
10 1/2026
Künstliche Intelligenz
• Skalierbarkeit
Mit der gestiegenen Nachfrage
nach Leiterplatten können KI-
Systeme leicht skaliert werden,
um erhöhte Produktionsmengen
zu bewältigen, ohne die Qualität
zu beeinträchtigen.
Jenseits der visuellen Inspektion
Andere Anwendungen von KI im
PCB-Herstellungsprozess umfassen:
• Design-Optimierung
KI kann verwendet werden, um
Schaltungen genau und schneller
als normale Computerprogramme
zu entwerfen. KI kann
konfiguriert werden, um PCB-
Layouts für optimale Signalintegrität,
reduzierte elektromagnetische
Störungen und minimalen
Stromverbrauch zu entwerfen.
Dies ermöglicht die Herstellung
von Leiterplatten, die die
Leistungsanforderungen erfüllen
und gleichzeitig unter den
Fertigungsbeschränkungen bleiben.
KI-Tools ermöglichen es
PCB-Designern auch, mehrere
Arten von Leiterplatten mit minimalem
Aufwand zu entwerfen.
• vorausschauende Wartung
KI kann verwendet werden, um
den Zustand der Fertigungsanlagen
zu überwachen und
potenzielle Ausfälle im Voraus
vorherzusagen. Dies minimiert
Ausfallzeiten und sorgt dafür,
dass die Produktionslinien ununterbrochen
sind.
• Prozessautomatisierung
Machine-Learning-Algorithmen
können verwendet werden, um
Löt-, Bohr- und Ätzprozesse mit
höchster Genauigkeit und minimaler
Materialverschwendung
zu optimieren.
• Supply Chain Management
KI kann verwendet werden, um die
Effizienz der Lieferkette zu steigern,
indem die Nachfrage vorhergesagt,
der Lagerbestand verwaltet
und die Logistik so optimiert
wird, dass Rohstoffe und Fertigprodukte
pünktlich geliefert werden.
Fazit
KI-gesteuerte Systeme verändern
die Leiterplattenfertigung
durch außergewöhnliche Präzision,
Effizienz und Anpassungsfähigkeit.
Durch die effizientere Qualitätskontrolle,
die Vorhersage von
Mängeln im Herstellungsprozess
oder die Erzwingung kontinuierlicher
Verbesserungen kann KI zu
einem unverzichtbaren Bestandteil
für Leiterplattenhersteller werden,
um mit der sich verändernden
Landschaft dieses Marktes Schritt
zu halten. Mit der Weiterentwicklung
der KI-Technologien wird im PCB-
Fertigungsprozess weitere Innovationen
ermöglicht. ◄
www.beam-verlag.de
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1/2026
11
Digitalisierung
Wie DMG Mori, Tulip und KUMAVISION
die Fertigung neu denken
Was eine starke Partnerschaft möglich macht und welche Vorteile sich daraus ergeben, lesen Sie hier.
In der modernen Fertigung ist eine durchgängige
Datenstruktur von der Maschine (Shopfloor)
bis zum Endprodukt entscheidend. Gemeint
ist damit, dass alle Produktionsdaten – von
Maschinen sensoren über Prozess parameter
bis zu Qualitätskontrollen – nahtlos in den zentralen
IT-Systemen zusammenfließen. Eine
solche End-to-End-Datenintegration eliminiert
Insellösungen und Daten silos, schafft Echtzeit-Transparenz
und lückenlose Rückverfolgbarkeit,
und verschafft Unternehmen deutliche
Wettbewerbsvorteile.
Autoren:
Tim Peikert
Presales Consultant
KUMAVISION AG
www.kumavision.com
Sebastian Kress
Head of Digital Solutions
DMG MORI
www.dmgmori.com
Modernste Maschinen
und flexible MES-Plattform
treffen auf bewährte ERP-Branchenlösung:
• DMG MORI
ist einer der weltweit führenden Werkzeugmaschinenhersteller
und setzt auf die modulare
MES-Software Tulip, um seine Maschinen digital
zu vernetzen. Tulip ist ein No-Code Manufacturing
Execution System (MES), das Produktionsprozesse
zentral steuert und optimiert,
indem es Echtzeitdaten aus allen Fertigungsbereichen
erfasst und verwaltet. Über
offene Schnittstellen (Treiber, APIs etc.) können
Maschinen, Geräte und Sensoren direkt
angebunden werden. Berechtigte Key-User
könnten mit Tulip sogar ohne Programmierkenntnisse
eigene Apps bauen, um Abläufe
vor Ort zu digitalisieren und anzupassen– das
macht die Produktion transparenter, effizienter
und flexibler.
• KUMAVISION
hingegen ist ein Spezialist für ERP-Software
(Enterprise Resource Planning) auf Basis von
Microsoft Dynamics 365 Business Central. Als
Microsoft-Partner bringt KUMAVISION tiefes
Branchen-Know-how ein und liefert vorkonfigurierte
ERP-Branchenlösungen (z. B. für
Medizintechnik, Fertigungsindustrie, Elektronik,
Handel und Projektierung). Dieses ERP-
System verwaltet Aufträge, Stücklisten, Lager,
Qualitätssicherung und vieles mehr – also die
kaufmännischen und logistischen Prozesse im
Unternehmen.
Nahtlose Gesamtlösung
Durch die Integration von Tulip MES und
der KUMAVISION-ERP-Lösung entsteht eine
nahtlose Gesamtlösung: Shopfloor-Daten
und Geschäfts prozesse greifen reibungslos
in einander. Produktionsdaten aus Tulip fließen
direkt ins ERP, während ERP-Auftrags- und
Stück listendaten automatisch im MES verfügbar
sind. DMG MORI und KUMAVISION demonstrierten
diese nahtlose Verknüpfung eindrucksvoll
im Rahmen des „Digitalen Morgenkaffees“
im November 2025 – einer gemeinsamen Webinar-Reihe.
Dort wurde live gezeigt, wie Tulip sich
ins ERP integrieren lässt, um Daten vom Shopfloor
unmittelbar mit den Unternehmensprozessen
zu verbinden.
Diese Integration setzt neue Maßstäbe in Transparenz,
Effizienz und Steuerung der Fertigung.
Mit anderen Worten: Das Zusammenspiel der
modularen Tulip-MES-Lösung von DMG MORI
und der ERP-Software von KUMAVISION beantwortet
die eingangs genannten Herausforderungen
und eröffnet völlig neue Möglichkeiten
für eine nachhaltige Digitalisierung.
Vorteile der MES-ERP-Integration
in der Praxis
Sprechen wir konkret über die Vorteile des
integrierten Ansatzes – insbesondere dann,
wenn Prozessparameter oder wichtige Fertigungsdaten
zwischen MES und ERP ausgetauscht
werden müssen. Einige der Nutzenpotenziale
wurden bereits angedeutet; hier die
wichtigsten Aspekte im Überblick:
• keine doppelten Eingaben, weniger Fehler
Wenn beispielsweise an einer Maschine ein
Prozessparameter (etwa ein Drehmoment oder
Temperaturwert) gemessen wird, übernimmt
Tulip diesen automatisch ins System. Über die
Schnittstelle steht der Wert zugleich im ERP
bereit – manuelles Übertragen oder Notieren
entfällt. Das spart Zeit und verhindert Übertragungsfehler.
Beispiel: Bei einer Qualitätsprüfung lassen sich
alle relevanten Messdaten direkt digital erfassen
und im ERP hinterlegen. Der Prüfer muss
nicht mehr fragen „Welche Parameter soll ich
bei der Qualitätsprüfung abspeichern?“ – die
integrierte Lösung sorgt dafür, dass sämtliche
erforderlichen Prüfdaten automatisch und
12 1/2026
Digitalisierung
an der richtigen Stelle gespeichert werden.
Die Fertigung wird somit schrittweise papierlos,
und Mitarbeiter an der Linie erhalten stets
die richtigen Informationen zur richtigen Zeit
am richtigen Ort.
• Echtzeittransparenz und Monitoring
Führungskräfte und Mitarbeiter im Produktionsumfeld
sehen in Echtzeit, was auf dem Shopfloor
passiert. Das MES meldet z.B. den Fortschritt
eines Fertigungsauftrags oder Maschinenzustände
an das ERP. Dadurch kann eine
Leitstelle sofort erkennen, ob ein Kundenauftrag
planmäßig läuft oder ob es Engpässe gibt.
Die Frage „Wo steht der Kundenauftrag und
können wir den Liefertermin einhalten?“ lässt
sich jederzeit mit einem Klick beantworten.
Alle Abteilungen – vom Einkauf über die Produktion
bis zur Verwaltung – arbeiten mit derselben
aktuellen Datengrundlage, Verzögerungen
oder unterschiedliche Informationsstände
gehören der Vergangenheit an.
• Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung
In bestimmten Branchen ist lückenlose Dokumentation
gesetzlich vorgeschrieben (Stichwort
MDR, FDA, ISO 13485). Durch die Kopplung
von MES und ERP wird jede Komponente und
jeder Prozessschritt automatisch rückverfolgbar.
Tulip kann beispielsweise für jedes gefertigte
Medizinprodukt einen elektronischen Fertigungsbegleitdatensatz
bzw. ein Electronic
Device History Record (eDHR) erzeugen.
Darin sind alle Prozessparameter, Prüfungen
und Freigaben gespeichert. Diese Informationen
stehen im ERP-System gebündelt zum
Abruf bereit – für Audits, Zertifizierungen oder
im Falle von Rückrufen. Auch in der Elektroindustrie,
wo auch Seriennummern und Chargen
verfolgt werden müssen, sorgt die integrierte
Lösung dafür, dass vom Bauteil bis zum Endprodukt
alles dokumentiert ist.
Die Qualitätssicherung profitiert ebenfalls:
Fertigungsfehler lassen sich schneller aufdecken
und analysieren, da MES-Daten
(z. B. Abweichungen in Messwerten) direkt mit
den ERP-Daten (z. B. betroffene Chargen und
Lieferungen) verknüpft sind.
• höhere Effizienz und Produktivität
Wenn Fertigungsinseln wegfallen und Prozesse
Ende-zu-Ende digital ablaufen, steigt
die Produktivität spürbar. Manuelle Dateneingaben
oder das Suchen nach Informationen
entfallen – die Mitarbeiter können sich auf wertschöpfende
Tätigkeiten konzentrieren.
Die Kombination von ERP- und MES-Daten ermöglicht
zudem eine optimale Ressourcennutzung:
Maschinen, Material und Personal werden
effizienter eingesetzt. In der Praxis wurden
durch solche Integrationsprojekte bereits beeindruckende
Ergebnisse erzielt.
Fertigungsauftrag
Produktionsstückliste
Prüfplan Fertigung
1/2026
13
Digitalisierung
Anwendungsbeispiel Elektronik
In der Elektro- und Elektronikfertigung steht
man vor der Herausforderung, hohe Stückzahlen
bei zugleich hoher Variantenvielfalt fehlerfrei
zu produzieren. Hier spielt die Flexibilität und
Usability der Tulip-MES-Plattform eine große
Rolle. Ohne Programmieraufwand lassen sich
Montage schritte als digitale Workflows abbilden
und bei Änderungen am Produkt rasch anpassen.
Mitarbeiter an Montageplätzen sehen auf
Tablets die aktuellen Arbeitsanweisungen und
werden Schritt für Schritt durch den Prozess
geführt. Dabei erfasst Tulip jede Aktion und
jeden Messwert: Von Anzugsdrehmomenten
auf einer Leiter plattenbestückung bis zu Prüfspannungen
oder optischen Inspektionen. Die
Integration mit dem ERP-System stellt sicher,
dass z. B. Be stückungsdaten mit den Stücklisten
im ERP abgeglichen sind und Verbrauchsmaterial
automatisch nachgebucht wird. Umgekehrt
kann das ERP System Fertigungsaufträge, Bauteilcharge
und Prüfvorgaben direkt an Tulip übergeben
– alle relevanten Infos stehen dem Produktionsmitarbeiter
digital zur Verfügung, nichts
muss mühsam zusammengesucht werden. Das
Ergebnis sind deutlich weniger Fehler in der Fertigung
(bis zu 60% weniger Montagefehler) und
eine höhere Produktivität. Gerade in der Elektronik,
wo Margen unter Kostendruck stehen, macht
sich jeder vermiedene Fehler bezahlt. Außerdem
verbessern sich mit der Datenintegration
die Durchlaufzeiten: Wenn etwa eine Baugruppe
fertig gemeldet wird, kann das ERP sofort den
nächsten Produktionsschritt oder den Versand
einleiten, ohne manuelle Rückmeldung. Auch
Service- und Wartungsdaten der Maschinen
(z.B. aus dem Tulip Machine Monitoring) können
ins ERP übertragen werden, um präventive Wartungen
zu planen – Ausfallzeiten werden kürzer.
All das verschafft Unternehmen in der Elektronikfertigung
einen wichtigen Vorsprung in Bezug
auf Geschwindigkeit und Qualität.
Fazit: Zukunft der Fertigung –
vernetzt, transparent, effizient
Die durchgängige Digitalisierung der Fertigung
– vom Sensor der Werkzeugmaschine bis zur
Finanzbuchhaltung im ERP – ist kein Zukunftstraum
mehr, sondern realisierbar und extrem
nutzenstiftend. Die Partnerschaft von DMG
MORI und KUMAVISION mit Tulip zeigt exemplarisch,
wie man ein MES und ERP zum integrierten
Nervensystem der Produktion verbinden
kann. Die Vorteile reichen von weniger Fehlern,
höherer Produktivität und besserer Quali tät
bis hin zu Compliance-Sicherheit und agilerem
Reagieren auf Kundenwünsche.
Wichtig ist dabei auch die Vorgehensweise:
Statt „Big Bang“-Projekten empfiehlt sich ein iteratives
Vorgehen. Im „Digitalen Morgen kaffee“
wurde hierzu betont, mit kleinen Proof-of-Value-
Projekten zu starten und dann schrittweise zu
erweitern. So lassen sich Risiken minimieren,
und das System wächst agil mit den Anforderungen.
Jede erfolgreiche Integration eines
Teilprozesses bringt sofort Mehrwert und kann
anschließend skaliert werden.
Am Ende zahlt sich die Investition in durchgängige
Datenstrukturen in der Fertigung unmittelbar
aus: Unternehmen gewinnen Echtzeit-
Einblicke in ihre Produktion, können fundiertere
Entscheidungen treffen und ihre gesamte
Wertschöpfung optimal steuern. In einer Zeit,
in der Lieferketten, Qualitätsanforderungen und
Kostendruck immer komplexer werden, ist eine
MES-ERP-Integration daher mehr denn je ein
Erfolgsfaktor – das digitale Dream-Team für eine
zukunftsfähige Industrie. ◄
14 1/2026
Dienstleistung
Technologiekompetenz vereint:
kessler systems übernimmt Soluware,
Schulz Group als starker Partner an Bord
IHRE LÖSUNG
FÜR OPTIMALE
ELEKTRONIK-
SYSTEME:
Amelie Schulz (Geschäftsführerin der Soluware GmbH)
und Marc Kessler (Geschäftsführer der kessler systems GmbH)
Anfang November hat die kessler systems GmbH
aus Ostrach die Soluware GmbH aus Ravensburg übernommen.
Parallel dazu hat die Ravensburger Schulz
Group Anteile an kessler systems erworben und wurde
damit strategischer Partner des Unternehmens. Amelie
Schulz und Marc Kessler werden künftig gemeinsam die
Geschäftsführung der Soluware übernehmen.
Mit dieser neuen Struktur wird die Grundlage für eine
lang fristige, starke und zukunftsorientierte Zusammenarbeit
zwischen kessler systems, Soluware und der
Schulz Group geschaffen. Die Kompetenzen der Unternehmen
– von Software- und Hardware-Entwicklung,
Konstruktion, Prototyping bis hin zur Produktion elektronischer
Baugruppen und Geräte – werden gebündelt.
Das Ergebnis sind durchgängige Lösungen aus einer
Hand, vom Konzept bis zur Serienfertigung. Ein besonderer
Fokus liegt dabei auf zentralen Schlüssel branchen.
Das gemeinsame Portfolio richtet sich gezielt an Unternehmen
aus der Industrie, der Agrarwirtschaft sowie
der Verteidigungs- und Rüstungsbranche.
Im Mittelpunkt stehen auch mittelständische Hidden
Champions, die auf der Suche nach innovativen
Lösungen zur Digitalisierung und technologischen Weiterentwicklung
sind. Durch die enge Verzahnung von Softwareentwicklung,
Elektronik fertigung und strategischer
Beratung bieten die Partner maßgeschneiderte Komplettlösungen
aus einer Hand – von der ersten Idee über
das Proto typing bis hin zur Serienproduktion. Kunden
profitieren von einem tiefgreifenden Branchenverständnis,
kurzen Entscheidungs wegen und einem hohen Maß
an technischer Exzellenz.
Ziel ist es, Unternehmen bei der digitalen Transformation
nachhaltig zu unterstützen und ihre Wettbewerbsfähigkeit
langfristig zu stärken.
Durch die Zusammenführung von Entwicklungs-,
Konstruktions- und Fertigungskompetenzen entsteht
ein leistungsstarkes Technologie-Ökosystem. Die Partnerschaft
ermöglicht eine noch umfassendere Unterstützung
von Kunden – schnell, flexibel und technisch
erstklassig. Die strategische Begleitung durch die
Schulz Group schafft ideale Voraussetzungen für weiteres
Wachstum und innovative Produktentwicklungen.
Der Standort Ravensburg der Soluware GmbH bleibt
vollständig erhalten, und alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt.
Gleiches gilt für alle bestehenden Standorte
der kessler systems GmbH: Auch hier bleibt das
Team unverändert, und die Strukturen bestehen fort. Für
Kunden bedeutet dies vertraute Ansprechpartner, stabilen
Betrieb sowie zusätzliche technologische Stärke, erweiterte
Kapazitäten und neue Entwicklungsmöglichkeiten.
„Mit Soluware gewinnen wir hoch qualifizierte Software-
Teams und erweitern unser Leistungs angebot deutlich“,
sagt Marc Kessler, Geschäftsführer der kessler systems
GmbH. „Gemeinsam schaffen wir ein Setup, das
den gesamten Konstruktions-, Entwicklungs- und Fertigungsprozess
abdeckt – wir werden zum Full-Solution-Partner
für unsere Kunden. Effizient, innovativ und
immer mit Blick auf die schnelle Umsetzung der Wünsche
unserer Kunden“.
Amelie Schulz, Geschäftsführerin der Soluware GmbH,
ergänzt: „Die Kooperation eröffnet neue Perspektiven
für unsere Kunden sowie unser Team. Wir bündeln
Know-how, denken Lösungen ganzheitlich und setzen
Projekte schneller und zukunftssicher um.“
Die neue Unternehmensstruktur steht für Wachstum,
Stabilität und technologische Stärke. Sie schafft die
Grundlage für nachhaltige Innovation sowie eine partnerschaftliche
Weiterentwicklung in einem anspruchsvollen
Technologiemarkt.
kessler systems GmbH
www.kesslersystems.de
1/2026 15
• SPEZIFIKATION
• HARDWARE
• SOFTWARE
• FERTIGUNG
• GEHÄUSE
• INTEGRATION
www.heitec.de
Dienstleistung
Europaweiter One-Stop-Shop
für Verbindungstechnik und Komponentenschutz
Service-Partner für die
Integration der Elektronik
in Applikationen
WERNER WIRTH baut sein Angebot
als One-Stop-Shop weiter aus.
Das Unternehmen für Verbindungstechnik
und Komponentenschutz
setzt dazu auf die Spezialisierung
seiner Standorte.
Kunden steht somit ein vielseitiges
Beratungs- und Fertigungsspektrum
zur Verfügung, das
WERNER WIRTH mit Expertise,
Effizienz und Produktionssicherheit
umsetzt. Im nächsten Schritt
wird eine europaweite Matrixstruktur
ausgerollt.
Werner Wirth GmbH
info@wernerwirth.com
www.wernerwirth.com
Im Jahr 2000 begann WERNER
WIRTH, mit ersten Kooperationspartnern
seine Produktionssicherheit
zu stärken. Heute kann das
Unternehmen mit seinen Standorten
als One-Stop-Shop für Verbindungstechnik
und Komponentenschutz
agieren. Kunden erhalten
Engineering, Fertigung und
Maschinen- und Werkzeugbau für
alle Entwicklungsschritte von der
ersten Produktidee bis zur Serienfertigung.
Dabei profitieren sie von
der Spezialisierung der WERNER-
WIRTH-Standorte.
Von der Musterbis
zur Großserienfertigung
Der Hauptsitz in Hamburg fungiert
als Technikum und Innovationszentrum
der Gruppe. Hier werden
Muster und Kleinserien gefertigt
und damit Kunden bei Produktentwicklung
und Ramp-ups begleitet.
Alle Fertigungs- sowie Prüftechnologien
von WERNER WIRTH stehen
dafür in Hamburg zur Verfügung.
Zudem ist hier das Kompetenzzentrum
für den Kunststoffspritzguss
angesiedelt.
Mittlere und große Serien fertigt
die UAB WERNER WIRTH Baltic
in Klaipeda, Litauen. Neben Kabelkonfektion
und Baugruppenmontage
ist der Standort auch auf Steckverbinder
spezialisiert.
Mit dem Standort WERNER
WIRTH Ukraina TOV bietet die
Unternehmensgruppe ein Produktionszentrum
für die manuelle
Fertigung.
Das europaweit gespannte Netzwerk
sichert mit über 150 Mitarbeitern
eine hohe Verfügbarkeit und
Kosteneffizienz. Alle Standorte
sind nach DIN ISO 9001:15 zertifiziert
und realisieren eine durchgängige
Fertigungsqualität. Dank
standort übergreifenden Teams profitieren
Kunden zudem von einem
gruppenweiten Know-how-Transfer.
In diese Stärken will WERNER
WIRTH weiter investieren. Alle
Standorte sollen hinsichtlich ihrer
Fertigungstechnologien und ihren
Expertisen weiterentwickelt werden.
Um Kunden noch besser
entlang des Entwicklungs- und
Umsetzungsprozesses unterstützen
zu können, sollen die Abläufe
der Standorte harmonisiert und
eine gemeinsame Matrixstruktur
ausgerollt werden. Damit will sich
WERNER WIRTH noch stärker als
Servicepartner für die Integration
der Elektronik in Applikationen wie
Internet of Things, Robotik, Medizin-
oder Verteidigungstechnik positionieren.
◄
16 1/2026
Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
B.E.STATEuropean ESD competence centre
B.E.STATEuropean
ESD
competence centre
B.E.STATEuropean
ESD
competence centre
Ihr kompetenter Partner für
Ihr kompetenter Partner für
Ihr kompetenter Partner für
ESD Dienstleistungen
ESD Dienstleistungen
Analysen - Audits - Zertifizierungen
Analysen Audits Zertifizierungen
Analysen - Audits - Zertifizierungen
Vorbereitung und Durchführung von ESD Audits
Vorbereitung und Durchführung von ESD Audits
Vorbereitung und Durchführung von ESD Audits
Material - Qualifizierungen
Material Qualifizierungen
Material - Qualifizierungen
ESD Materialien, ESD Fußböden,
ESD Materialien, ESD Fußböden,
Verpackungen
Verpackungen
ESD Materialien, ESD Fußböden,
ESD Verpackungen
(auch in Klimakammer bei 12 % Luftfeuchtigkeit und 23 °C Temperatur möglich)
(auch in Klimakammer bei 12 % Luftfeuchtigkeit und 23 °C Temperatur möglich)
(auch in Klimakammer bei 12 Luftfeuchtigkeit und 23 °C Temperatur möglich)
(auch in Klimakammer bei 12 % Luftfeuchtigkeit und 23 °C Temperatur möglich)
Maschinen + Anlagen
Maschinen Anlagen
Maschinen + Anlagen
Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung
Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung
Zertifizierung Zertifizierung kompletter kompletter SMT Linien
SMT Linien
Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung
Zertifizierung kompletter SMT Linien
Kalibrierungen
Kalibrierungen
Kalibrierungen
ESD Mess- und Prüfgeräte
ESD Mess- und Prüfgeräte
ESD Mess- und Prüfgeräte
Messmethoden u.a. nach DIN EN 61340-2-1 im
Messmethoden u.a. nach
DIN EN 61340-2-1
im
Labor des
Labor des
B.E.STAT B.E.STAT Messmethoden European u.a. ESD nachcompetence DIN EN 61340-2-1 centre
im
European ESD competence centre
„ Labor Auf- und des
Auf- und Entladung Entladung von von Foliematerialien
Foliematerialien
“
mit mit B.E.STAT einem
einem
EVM European EVM Elektrostatik ESD Elektrostatik competence Voltmeter
centre
Voltmeter
„ Auf- und Entladung von Foliematerialien
“
mit einem
EVM Elektrostatik Voltmeter
Training - Seminare - Fach-Symposien - Workshops - Online Seminare
Training Seminare Fach-Symposien Workshops Online Seminare
Training - Seminare - Fach-Symposien - Workshops - Online Seminare
Erstellung und Einführung von ESD Kontrollprogrammen
Erstellung und Einführung von ESD Kontrollprogrammen
Erstellung und Einführung von ESD Kontrollprogrammen
Materialprüfungen nach DIN EN 61340-5-3 mit den
neuen Materialprüfungen nach DIN EN 61340-5-3 mit den
neuen Widerstandsmessgeräten
Widerstandsmessgeräten
PRS-801B
PRS-801B
und
und
PRS-812B PRS-812B Materialprüfungen mit den entsprechenden nach DIN EN mit den entsprechenden 61340-5-3 Spezialelektroden.
Spezialelektroden.
mit Es Es neuen können Widerstandsmessgeräten
Messungen können Messungen bis zu einem PRS-801B
bis zu einem Grenzwert undvon
14 12
Grenzwert von
14 12
1 PRS-812B x 10 Ω (bzw. 10 (bzw. mit den 1 x entsprechenden 10 10 Ω) durchgeführt durchgeführt Spezialelektroden.
werden.
werden.
14 12
Es können 14 Messungen 12
bis zu einem Grenzwert von
14 12
1 x 10 Ω
(bzw. 1 x 10 Ω
) durchgeführt werden.
Unsere nächsten ESD Seminare vom
Unsere nächsten ESD Seminare
vom
02. 02. 05. Februar 2026 und
im Mai/Juni Unsere
- 05. nächsten
Februar ESD
2026 Seminare
und im Mai/Juni vom
2026
2026
02. - 05. Februar 2026 und
im Mai/Juni 2026
Vormerken: ESD-Workshops „Anforderungen
Vormerken:
ESD-Workshops „Anforderungen
an an Maschinen Maschinen und Anlagen(AHE)“ und Anlagen(AHE)“ Vormerken:
ESD-Workshops „Anforderungen
+ Messungen
Messungen
und und Verpackungen
Verpackungen
II. Quartal 2026
II. Quartal 2026
an Maschinen und Anlagen(AHE)“ + Messungen
und Verpackungen II. Quartal 2026
Autor: Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
Autor: Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
Autor: Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
Autor: Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
Autor: Dipl.-Ing. Hartmut Berndt Berndt
Dipl.-Ing. Hartmut Berndt
B.E.STAT B.E.STAT European European ESD competence centre
ESD competence centre
Alter Alter Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Bahndamm Hartmut Bahndamm Hartmut 18
Berndt
Berndt
18
D-01723 D-01723 B.E.STAT B.E.STAT Kesselsdorf, European European ESD Kesselsdorf, ESD Germany
competence competence centre
centre
Alter Germany
Alter Bahndamm Bahndamm 18
18
phone D-01723 D-01723 +49 Kesselsdorf, Kesselsdorf, 171 3401657
Germany
Germany
phone +49 171 3401657
email: email: uberndt@bestat-esd.com
uberndt@bestat-esd.com
web:
web:
phone phone www.bestat-cc.com
+49 171 3401657
www.bestat-cc.com
+49 171 3401657
email: uberndt@bestat-esd.com
email: uberndt@bestat-esd.com
web:
web:
www.bestat-cc.com
www.bestat-cc.com
Dienstleistung
Modernste Spritzgusslösungen
für hochwertige Anwendungen
Electronics² ermöglicht Komplettlösungen für die Kunststoffverarbeitung und Elektronikfertigung aus einer Hand.
Kontron baut mit der Servicemarke Electronics²
gezielt seine Kompetenz in der Kunststoffverarbeitung
aus. Durch umfangreiche Investitionen
in modernste Spritzgießmaschinen am
Standort Leipzig stärkt das Unternehmen die
eigene Wertschöpfungstiefe und erweitert das
Leistungsspektrum für anspruchsvolle Anwendungen
in Bereichen wie Industrieelektronik,
Medizin- und Energietechnik sowie Automotive.
Durch die umfassende Erweiterung
der Fertigungskapazitäten und den Einsatz
einer hochautomatisierten Spritzgießfertigung
am Standort Leipzig stärkt Kontron eSystems
innerhalb des Electronics² Verbundes seine Position
als leistungsstarker Partner für die Kunststoffverarbeitung.
Ein wesentlicher Baustein ist der automatisierte
In-Mold-Decoration-Prozess (IMD), der
die Fertigung hochwertiger Sichtteile mit exzellenter
Oberflächengüte ermöglicht. Erstmals
können so sämtliche Kunststoffteile direkt am
Standort Leipzig hergestellt werden. Die erhöhte
Fertigungstiefe trägt wesentlich zur Reduzierung
der Abhängigkeit von externen Zulieferern und
zur Stärkung der Lieferkettenresilienz innerhalb
der Kontron-Gruppe bei.
Kontron Electronics GmbH
www.kontron.com/de/produkte-loesungen/
electronics2
Ein wesentlicher Mehrwert
für die Kunden ergibt sich aus der vollständigen
Integration von Kunststoffverarbeitung
und Elektronikfertigung an einem Standort.
Sämtliche Entwicklungs-, Produktions- und
Qualitätssicherungs prozesse greifen nahtlos
ineinander und ermöglichen kurze Reaktionszeiten
sowie maßgeschneiderten Lösungen. So
entstehen unter einem Dach zukunftsweisende
Komponenten in höchster Qualität, insbesondere
für Anwendungen in der die Elektromobilität.
Die gesamte Produktionsinfrastruktur
ist auf höchste Qualitätsstandards, kurze
Fertigungszeiten sowie maximale Design- und
Varianten flexibilität ausgelegt. Dank vollautomatisierter
Handling- und Verpackungsprozesse,
einer sauberraumkonformen Sichtbauteilfertigung
und einer zentralen Materialversorgung können
unterschiedlichste Kundenanforderungen umgesetzt
werden. Moderne Produktions zellen, automatisierte
Bauteil entnahme, kameragestützte
Qualitätssicherung und ein vollständig integriertes
Verpackungs system gewährleisten einen
reibungslosen Ablauf. Ergänzt wird dies durch
ein am Standort etabliertes fahrerloses Transportsystem,
das einen kontinuierlichen und wirtschaftlichen
Hochleistungsprozess sicherstellt.
Electronics²
vereint die gebündelte Fertigungs- und Entwicklungskompetenz
von Kontron, KATEK und
beflex electronic. Innerhalb dieses Verbundes
fungiert Kontron eSystems am Standort Leipzig
als Kompetenzzentrum für die Entwicklung und
Fertigung komplexer Sicht- und Funktions bauteile
aus Kunststoff für unterschiedlichste Branchen –
von einfachen bis hin zu hochkomplexen, optisch
besonders anspruchsvollen Bauteilen. Mit der
Servicemarke Electronics² verfolgt Kontron einen
integrativen Ansatz bei der Entwicklung, Fertigung
und Integration von Kunststoff- und Elektronikbaugruppen.
Die Marke steht für verlässliche
Prozesse, maximale Flexibilität und passgenaue
Lösungen, auch für komplexe und hochwertige
Anwendungen. ◄
18 1/2026
Dienstleistung
Starker Start für starke Serienfertiger
Auf diese Weise übernimmt Eurocircuits die
frühe Phase des Fertigungsprozesses effizient,
digital abgesichert und seriennah. EMS-Unternehmen
können sich ganz auf ihr Kerngeschäft –
die Serienfertigung – konzentrieren. Das Ergebnis:
eine schnellere Markteinführung, geringere
Kosten und stabile Prozesse über die gesamte
Wertschöpfungskette.
Mit dem PCB/PCBA-Visualizer-Tools lassen sich Layoutdaten, Fertigungsinformationen und die
Stückliste vorab prüfen.
Schnell, digital, seriennah: Eurocircuits unterstützt
EMS-Unternehmen in der Prototypingund
NPI-Phase mit effizienten Prozessen, validierten
Daten und seriennaher Fertigung – für
reibungslose Übergänge und eine echte Win-
Win-Partnerschaft.
Denn Entwicklungszyklen werden immer kürzer,
Produkte zunehmend komplexer und Timeto-Market
zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Für EMS-Unternehmen kann es wirtschaftlich
und organisatorisch sinnvoll sein, die
Prototyping- und NPI-Phase an einen spezialisierten
Partner auszulagern, wenn der eigene
Schwerpunkt auf der Serienfertigung liegt oder
interne Ressourcen begrenzt sind. Genau hier
liegt die Stärke von Eurocircuits, Spezialist für
die Fertigung von Leiterplatten – unbestückt
oder bestückt – in kleinen Stückzahlen, typischerweise
zwischen ein und fünf Stück. Alle
Prozesse sind konsequent digitalisiert, automatisiert
und auf schnelle Auftragsabwicklung
ausgerichtet.
2025
Eurocircuits GmbH
www.eurocircuits.de/services
1/2026
Jährlich fertigt Eurocircuits über 100.000 Aufträge
für nahezu 20.000 Entwickler und mehr
als 11.000 aktive Kunden in ganz Europa. Diese
Spezialisierung sorgt für kurze Durchlaufzeiten,
hohe Zuverlässigkeit und eine Qualität, die der
Serien fertigung sehr nahekommt. „Mit unserer
Spezialisierung auf Prototypen und Kleinserien
bieten wir die perfekte Ergänzung für EMS-Unternehmen,
die später die Serien fertigung übernehmen“,
betont Dirk Stans, Managing Partner
bei Eurocircuits.
Digital First
Ein zentrales Element bei Eurocircuits ist
das Digital-First-Prinzip. Herzstück ist der digitale
Zwilling – eine virtuelle Fertigung der Leiterplatte
oder Baugruppe auf Basis der hochgeladenen
Daten. Mit den PCB- und PCBA-
Visualizer-Tools lassen sich Layoutdaten, Fertigungsinformationen
und Stücklisten bereits vor
der Bestellung automatisch prüfen. So werden
Designfehler, unvollständige Daten oder fehlerhafte
Footprints frühzeitig erkannt, noch bevor
Kosten entstehen. EMS-Unternehmen erhalten
dadurch validierte Daten, die direkt für Prototyping,
NPI oder Serienfertigung genutzt werden
können. Das reduziert Fehler, beschleunigt
Abläufe und schafft Planungssicherheit.
Prototypen werden bei Eurocircuits mit denselben
Prozessen gefertigt wie spätere Serien.
Das sorgt für verlässliche Ergebnisse und Produktionsdaten,
die sich nahtlos in den NPI-Prozess
der EMS-Unternehmen integrieren lassen.
Darüber hinaus werden die Daten der Prototypenfertigung
so aufbereitet, dass sie nahezu ohne
Anpassungen in die Serienproduktion übernommen
werden können. Das spart Zeit, vermeidet
Übergabefehler und senkt das Risiko kostspieliger
Designrevisionen.
Prototyping is the Core
Prototyping ist keine Neben sache, sondern tägliches
Geschäft
• Spezialisierung auf Low-Volume,
High-Mix Fertigung
• Ø >80 Bestückaufträge pro Tag (2025)
• Ø 400 Leiterplattenaufträge pro Tag (2025)
• 3500 Kundendatensätze täglich geprüft
(2025)
• 1500+ unterschiedliche Bauteile täglich
bestellt
• Prozesse getrimmt auf Geschwindigkeit,
Flexibilität und Präzision
• optimiert, um Verzögerungen, Fehler
und Nacharbeit zu vermeiden ◄
Kabelfertigung, Bestückung,
Gerätebau, Gravuren, …
ISO 9001 & EN ISO 13485
Eichenweg 1a | CH-4410 Liestal
Tel. +41 (0)61 902 04 00
info@h2d-electronic.ch
www.h2d-electronic.ch
19
Dienstleistung
Lieferketten unter Druck
Schutz der Elektronikindustrie
vor Obsoleszenz und Fälschungen
In sicherheitskritischen Branchen wie Luft- und
Raumfahrt, Verteidigung, Medizin und Avionik
stehen Elektronikfertiger unter wachsendem
Druck. Gründe sind die zunehmende Obsoleszenz
elektronischer Bauteile und die wachsende
Gefahr durch gefälschte Komponenten. Beides
gefährdet nicht nur die Funktion, sondern auch
Sicherheit, Reputation und Wirtschaftlichkeit.
Das bayerische Unternehmen factronix hat sich
darauf spezialisiert, diese Risiken durch technologische
und organisatorische Lösungen zu
minimieren.
Obsoleszenz-Management mit System
Wird ein Bauteil vom Hersteller abgekündigt,
drohen Lieferengpässe und Produktionsstopps.
Ersatz aus unbekannten Quellen ist riskant –
Rückverfolgbarkeit und Echtheit sind oft unklar.
2025
factronix GmbH
www.factronix.com
© AdobeStock/IM Imagery
factronix begegnet dem mit einem umfassenden
Obsoleszenz-Management: Komponenten
werden aus Altbeständen oder Leiterplatten
entlötet, gereinigt, requalifiziert und wiederverwendet
– vollautomatisiert, normkonform und
rückverfolgbar. Jeder Prozessschritt wird dokumentiert,
vom Wareneingang bis zur Neuverzinnung.
Das spart Zeit, Kosten und Ressourcen
und sichert zugleich höchste Zuverlässigkeit.
Reballing und Legierungswechsel
Ein häufiger Hinderungsgrund bei der Wiederverwendung
ist die Lötlegierung: Während ältere
Systeme noch auf zinn-bleihaltiger Technologie
basieren, verlangen neuere Produkte bleifreie
Verbindungen nach RoHS.
Mit laserbasiertem Reballing und automatisiertem
Neuverzinnen ermöglicht factronix den
sicheren Wechsel zwischen Legierungen. Die
thermische Belastung bleibt kontrolliert niedrig
und empfindliche Bauteile werden geschont.
Gerade in Raumfahrt- und Verteidigungsanwendungen
ist das ein entscheidender Vorteil, um
Zinn-Whisker und Kurzschlüsse zu vermeiden.
Fälschungsschutz
durch akkreditierte Prüflabore
Parallel zur Obsoleszenz wächst das Risiko
gefälschter Elektronik. Um höchste Sicherheit
zu gewährleisten, kooperiert factronix mit
White Horse Laboratories, einem nach ISO/IEC
17025 akkreditierten Testzentrum am Standort
Deutschland.
Dort werden elektronische Komponenten nach
AS6171A und AS6081 umfassend geprüft. Mit
mikroskopischen Inspektionen, elektrischen
Funktionstests, Röntgenanalysen und Materialuntersuchungen.
Das Ergebnis ist ein dokumentierter Prüfbericht,
der Material, Form und Funktion eindeutig
belegt – ein verlässlicher Schutz vor Fehlteilen,
Rückrufaktionen und Haftungsrisiken.
Rework auf höchstem Niveau
Auch komplette Baugruppen lassen sich mit
modernster Rework-Technologie überarbeiten:
vom Nachlöten über Bauteiltausch bis zu Reparaturen
auf BGA-, QFN- oder µBGA-Ebene.
Alle Arbeiten erfolgen unter ESD-Schutz und
nach IPC-Standards. Besonders in Luftfahrt,
Medizintechnik und Verteidigung ist das eine
wirtschaftliche und nachhaltige Alternative zur
Neuproduktion.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Die Wiederverwendung und gezielte Rückgewinnung
von Komponenten senkt nicht nur
Kosten, sondern auch den CO 2 -Fußabdruck.
„Unsere Kunden sparen Material- und Beschaffungskosten
und erfüllen zugleich ihre Nachhaltigkeitsziele“,
betont Stefan Theil von factronix.
Fazit
Mit der Kombination aus technologischer
Präzision, normgerechter Qualitätssicherung
und nachhaltigem Prozessdesign bietet factronix
einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität
und Zukunftssicherheit elektronischer Lieferketten
– insbesondere dort, wo Ausfälle keine
Option sind. ◄
20 1/2026
Speicherprogrammierung
Programmier- und Testlösung
bietet maximale Geschwindigkeit und Flexibilität
Die schnellste verfügbare Programmierlösung:
• Parallele High-Speed-Programmierung
via Automotive Ethernet oder USB3 (bis zu 300MB/s)
• Patentierte Kabeltechnologie für flexible Anpassung
an die Produktionsumgebung
• Frei skalierbar
• Kundenindividuell konfigurierbar
• Basierend auf standardisierter Softwareplattform
• Standardisierte Komponenten für den industriellen Einsatz
• Plug & Play Lösung zur Anbindung an Automationspartner
• 24/7 Technischer Support
2025
ProMik
Programmiersysteme für die
Mikroelektronik GmbH
info@promik.com
www.promik.com
Die End-of-Line-Flash-Programmierung
(EoL) stellt eine zentrale
Herausforderung in der Elektronikfertigung
dar: Große Datenmengen
müssen effizient, schnell und zuverlässig
auf eine Vielzahl von Prüflingen
übertragen werden.
Mit der EoL-Lösung von ProMik
steht Unternehmen die schnellste
verfügbare Programmierlösung zur
Verfügung, die parallele High-Speed-
Flash- Programmierung via Automotive
Ethernet oder USB3 mit Datenraten
von bis zu 300 MB/s ermöglicht.
Zusätzlich integriert das System
umfassende Funktionstests, um die
Qualität und Zuverlässigkeit der gefertigten
Steuergeräte sicherzustellen.
Das ProMik-End-of-Line-System
kann individuell konfiguriert werden
– zudem ist die Lösung frei skalierbar
und kundenindividuell konfigurierbar,
um den spezifischen
Anforderungen verschiedener Fertigungsprozesse
gerecht zu werden.
Das Programmier- und Test system
basiert auf den bewährten Softwareund
Hardwarelösungen von ProMik
und bietet eine patentierte Kabeltechnologie,
die eine flexible Anpassung
an jede Produktionsumgebung
erlaubt. Ein entscheidender Vorteil
für Hersteller, die ihre Produktionskapazitäten
optimieren möchten.
Dank ProMiks XDM-Serie mit wahlweise
Ethernet- oder USB3-Schnittstellen
werden große Datenmengen
mit höchster Geschwindigkeit übertragen.
Diese Technologie ermöglicht
zudem Kabelverbindungen von
bis zu 10 m, wodurch eine flexible
Platzierung in der Produktion gewährleistet
wird. Gleichzeitig ermöglicht
das Plug&Play-Design eine nahtlose
Anbindung an Automationspartner,
wodurch Integrationszeiten erheblich
verkürzt werden.
Dank der standardisierten Software-Plattform
und Komponenten,
die für den industriellen Einsatz
konzipiert sind, gewährleistet
das System eine zuverlässige und
lang lebige Nutzung in der Produktion.
Das modulare Design erleichtert
zudem den einfachen Austausch
und die Wartung einzelner Komponenten
in kürzester Zeit.
Zudem sorgt die integrierte Active-
Cooling-Funktion für eine zuverlässige
Temperaturkontrolle, um Überhitzung
zu vermeiden und eine dauerhaft
stabile Performance sicherzustellen.
Diese industrieoptimierte
Bauweise gewährleistet eine langlebige
und zuverlässige Nutzung,
selbst unter anspruchsvollen Produktionsbedingungen.
Mit der End-of-Line-Lösung von
ProMik profitieren Unternehmen
von einer signifikanten Steigerung
der Produktionsgeschwindigkeit,
umfassender Cybersecurity während
der Programmierung, reduzierten
Kosten und maximaler Prozesssicherheit.
Das parallele Flashen
und die hohe Datenrate über Ethernet
oder USB3 ermöglichen einen
erheblichen Durchsatzgewinn und
setzen neue Maßstäbe für die Endof-Line-Flash-Programmierung.
Zudem steht 24/7 ein technischer
Support bereit, um jederzeit schnelle
und kompetente Unterstützung zu
gewährleisten. ◄
Spendenkonto:
DE23 3702 0500 0008 0901 00
1/2026
21
Cybersicherheit
RED-DA-Cybersicherheit
für Hersteller funkbasierter IoT-Geräte
Autor:
Abhinay Venuturumilli
Senior Manager Worldwide Marketing der
Wireless Solutions Group
Microchip Technology
www.microchip.com
Wenn Sie funkbasierte oder intelligente/
smarte Produkte herstellen, die sich über WiFi,
Bluetooth oder andere Funktechniken vernetzen,
sind Sie wahrscheinlich mit der CE-Kennzeichnung
auf Elektronikgeräten vertraut. Das
CE-Logo ist mehr als nur ein Label – es ist die
Voraussetzung für das legale Inverkehrbringen
von Produkten auf dem Markt der Europäischen
Union (EU) und bestätigt, dass Geräte
die grundlegenden Anforderungen an Gesundheit
und Sicherheit erfüllen.
Überarbeitete Richtlinie
Bis vor kurzem konzentrierten sich die EU-
Vorschriften für Elektronikgeräte vor allem
darauf, körperliche Schäden, Gerätefehlfunktionen
und Funkstörungen zu vermeiden. Mit der
zunehmenden Verbreitung intelligenter und vernetzter
Produkte – von alltäglichen Consumer-
Geräten bis hin zu komplexen industriellen Systemen
– nehmen jedoch auch die Cyberrisiken
zu. Geräte sind zunehmend mit Netzwerken verbunden,
verarbeiten personenbezogene Daten
und sind Teil kritischer Infrastrukturen, was sie
zu bevorzugten Zielen für Cyberangriffe macht.
Um diesen wachsenden Bedenken zu begegnen,
hat die EU die Funkanlagenrichtlinie RED
(Radio Equipment Directive) durch den RED
Delegated Act (RED-DA) überarbeitet, der im
August 2025 in Kraft getreten ist. Die neue Verordnung
stellt sicher, dass alle funkfähigen und
IoT-Produkte, die auf den EU-Markt in Verkehr
gebracht werden, die verbindlichen Cybersicherheitsanforderungen
erfüllen.
Wo gilt RED-DA?
Der Anwendungsbereich der RED-DA ist breit
gefächert und erweitert sich mit dem Wachstum
des digitalen Ökosystems. Die Richtlinie gilt für
alle Produkte, die eine Funkschnittstelle enthalten.
Dazu gehören Geräte wie Unterhaltungselektronik
(Smart Speaker, vernetzte Lichtschalter
und Fernseher), Wearables (Smartwatches und
Fitness-Tracker), Gesundheits-/Medizintechnik
und medizinische Sensoren, vernetztes Spielzeug
und Ortungsgeräte sowie IoT-Systeme, die
Smart Homes, industrielle Umgebungen und kritische
Infrastrukturen unterstützen.
RED-DA im Kontext
des Cyber Resilience Act (CRA)
RED-DA konzentriert sich zwar speziell
auf funkbasierte Geräte, ist jedoch keine isolierte
Initiative. Sie ist Teil einer umfassenderen
Regulierungsinitiative der EU zum Aufbau
eines stärkeren und sichereren digitalen Ökosystems.
CRA ist eine separate, aber ergänzende
Verordnung, die sich auf eine breitere Kategorie
digitaler Produkte mit Embedded-Software
bezieht, unabhängig davon, ob diese über eine
Funkschnittstelle verfügen.
Zusammen bilden RED-DA und CRA wichtige
Säulen des sich weiterentwickelnden Cybersicherheits-Regulierungsrahmens
der EU. Während
RED-DA sicherstellt, dass Geräte, die Funktechnik
verwenden, sicher, vertrauenswürdig und
konform sind, bevor sie das CE-Zeichen tragen
dürfen, erweitert CRA diesen Anwendungsbereich
auf den gesamten Lebenszyklus digitaler
Produkte. Dazu gehören die Entwicklung nach
dem Prinzip „Secure by Design“, die laufende
Softwarewartung, die Meldung von Schwachstellen
und der langfristige Support, um einen
stärkeren Schutz und eine höhere Widerstandsfähigkeit
im gesamten digitalen Ökosystem zu
gewährleisten. Kurz gesagt, RED-DA ist ein
Baustein im mehrschichtigen Ansatz der EU
zur Sicherheit digitaler Produkte. Für Hersteller
hilft das Verständnis von RED-DA nicht nur
dabei, unmittelbare Compliance-Anforderungen
zu erfüllen, sondern auch, sich auf die umfassenderen,
systemischen Verpflichtungen vorzubereiten,
die durch die CRA eingeführt werden.
22 1/2026
Cybersicherheit
EN 18031 als harmonisierte Norm
In diesem Sinne hat Europa die Norm EN
18031 als harmonisierte Norm eingeführt, um die
Cybersicherheitsanforderungen der RED zu erfüllen.
Sie umfasst Netzwerkschutz, Datenschutz
und Betrugsprävention und bietet Herstellern
einen praktischen Rahmen für den Nachweis
der Konformität. Für die meisten funk basierten
und IoT-Produkte steht die Norm EN 18031 im
Mittelpunkt, die Anforderungen an den Schutz
von Netzwerken vor Missbrauch, Störungen
und Angriffen festlegt. Sie betont sichere Designpraktiken
wie Authentifizierung, Zugriffskontrolle,
verschlüsselte Kommunikation, geschützte
Updates und Widerstandsfähigkeit gegen gängige
Bedrohungen, um sicherzustellen, dass
vernetzte Geräte sowohl konform als auch vertrauenswürdig
sind. Die Norm enthält maßgeschneiderte
Leitlinien für verschiedene Gerätetypen
und stellt sicher, dass die Sicherheitsmaßnahmen
dem Risiko angemessen sind.
Da Europa seine digitale Widerstandsfähigkeit
(Resilienz) stärkt, werden diese Normen
und Vorschriften die Art und Weise prägen, wie
Produkte entworfen, getestet, dokumentiert und
gewartet werden, und gleichzeitig die Messlatte
für die Sicherheit höher legen.
Warum Konformität für Entwickler
funkbasierter Produkte wichtig ist
• Risko und Ruf
Für Lösungsanbieter, die funkbasierte Technik
integrieren, ist robuste Netzwerksicherheit
nicht nur für die Einhaltung von Vorschriften
unerlässlich, sondern auch zum Schutz
des Kundennutzens und zur Wahrung des
Vertrauens im Markt. Die Nichteinhaltung
der RED-DA-Anforderungen kann Produkte
anfällig für Sicherheitslücken, Rückrufe oder
Verkaufsbeschränkungen machen. Dies stört
den Geschäftsbetrieb und schädigt den Ruf
der Marke sowie die langfristige Glaubwürdigkeit
bei Partnern, Regulierungsbehörden
und Endnutzern. Seit dem 1. August 2025 ist
die Einhaltung der Vorschriften für alle neuen
funkbasierten Geräte, die in der EU verkauft
werden, obligatorisch. Jedes Produkt, das
keine gültige Konformitätserklärung (DoC;
Declaration of Conformity) gemäß EN 18031
vorweisen kann, riskiert nun ein Verkaufsverbot
in Europa.
• Komplexität in der Lieferkette
Hersteller integrieren häufig Funkmodule oder
System-on-Chip-Bausteine (SoCs) als Rückgrat
ihrer Funkanbindung. Wenn sichergestellt
ist, dass diese Komponenten selbst die
Norm EN 18031 erfüllen und über eine vorgelagerte
DoC verfügen, vereinfacht sich die
nachgelagerte Konformitätsprüfung erheblich,
was die Kosten und den technischen
Aufwand reduziert.
1/2026
Die Rolle der Konformitätserklärung (DoC)
Eine DoC ist eine offizielle Erklärung, die bestätigt,
dass ein Produkt alle geltenden Richtlinien
und Normen erfüllt, einschließlich der RED-DAfestgelegten
Cybersicherheitsanforderungen. Für
Unternehmen, die Funkmodule oder SoCs integrieren,
bietet der Erhalt einer DoC von Technologieanbietern
erhebliche Vorteile: Erstens vereinfacht
sie die Dokumentation, da die DoC des
Lieferanten in die Konformitätsunterlagen des
Produkts aufgenommen werden kann. Zweitens
beschleunigt sich die CE-Kennzeichnung durch
den Einsatz vorzertifizierter Module und drittens
reduziert sich der Gesamtaufwand für die Konformität,
da umfangreiche zusätzliche Tests auf
ein Minimum reduziert werden.
Über die Effizienz hinaus stärkt es auch das
Vertrauen, indem es ein starkes Bekenntnis zur
regulatorischen Verantwortung gegenüber Partnern
und Endnutzern signalisiert. Anbieter von
Funk-SoCs und -modulen, die der RED-DA-
Konformität Priorität einräumen, ermöglichen
ihren Kunden schnellere, sicherere und zuverlässigere
Neuerungen.
Praktische Schritte
für Hersteller funkbasierter Geräte
Für Hersteller funkbasierter Geräte umfassen
die RED-DA-Anforderungen praktische
Schritte, die mit dem Verständnis der Verordnung
und den für das jeweilige Produkt geltenden
harmonisierten Normen beginnen. Es ist
faktisch notwendig, nur Funkmodule oder Chipsätze
RED-DA-konformer Lieferanten mit gültigen
DoCs für EN 18031 auszuwählen. Da die
Verantwortung für das Endprodukt letztlich beim
Hersteller liegt, stellt eine gründliche Lückenanalyse
sicher, dass alle zusätzlichen Anforderungen,
die über die vom ausgewählten Modul
oder SoC abgedeckten Anforderungen hinausgehen,
ordnungsgemäß berücksichtigt werden.
Sicherheit muss ebenfalls von Anfang an integriert
werden, wobei Security-by-Design-Praktiken
in den Hardware- und Software-Lebenszyklus
einfließen müssen. Um die Konformität
zu gewährleisten, sollten Hersteller eine vollständige
und überprüfbare Dokumentation,
einschließlich technischer Unterlagen, Testberichte
und Konformitätserklärungen von Lieferanten,
mindestens zehn Jahre nach Markteinführung
aufbewahren. Schließlich sollten Unternehmen
eine kontinuierliche Konformität planen,
indem sie sich über neue Vorschriften wie den
CRA auf dem Laufenden halten und Prozesse
für zeitnahe Sicherheitsupdates und Schwachstellenmanagement
implementieren.
Sicherheit
ist eine gemeinsame Verantwortung
Die RED-DA-Cybersicherheitsanforderungen,
mit der Norm EN 18031 als Kernstück, stellen
einen Wandel im Umgang von Herstellern mit der
Sicherheit funkbasierter und IoT-Produkte dar.
Die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften
liegt nicht bei einem einzelnen Akteur,
sondern ist eine gemeinsame Verpflichtung des
gesamten Entwicklungs- und Lieferökosystems.
Die Wahl des richtigen Anbieters für Funkmodule
oder SoCs, der RED-DA proaktiv unterstützt
und eine Konformitätserklärung ausstellt,
ist von entscheidender Bedeutung. Genauso
wichtig ist auch, dass Hersteller selbst Verantwortung
dafür übernehmen, wie diese Technologien
in ihre Endprodukte integriert und implementiert
werden. Sicherheit muss von Anfang an
in den Entwicklungsprozess integriert sein und
darf nicht erst in einer späten Phase als Patch
hinzugefügt werden.
Dazu zählt auch das Prinzip der gestaffelten
Verteidigung, die gewährleistet, dass die Sicherheit
über mehrere Ebenen des Systems hinweg
implementiert wird, anstatt sich auf einen einzigen
Schutzpunkt zu verlassen. Kunden werden
dazu angehalten, TLS (Transport Layer
Security) für verschlüsselte Kommunikation
zu aktivieren – auch wenn ihre Geräte bereits
WiFi-Sicherheitsprotokolle nutzen. Durch solche
mehrschichtigen Schutzmaßnahmen lassen
sich Risiken mindern, wenn eine Ebene versagt.
Angreifer werden daran gehindert, über eine einzige
Schwachstelle Zugriff auf sensible Daten
oder Systemsteuerungen zu erlangen.
Durch die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen,
compliance-fähigen Lieferanten und die
Ausrichtung interner Entwicklungsprozesse an
anerkannte Standards können Unternehmen
die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und
somit widerstandsfähigere, vertrauenswürdige
Lösungen für die vernetzte Welt bereitstellen.
Fazit
Jetzt ist es an der Zeit, zu handeln, um sich
vorzubereiten, zusammenzuarbeiten und sichere
funkbasierte Produkte zu entwickeln, die den
Erwartungen von heute und den Herausforderungen
von morgen gerecht werden. ◄
23
Cybersicherheit
NIS2-Umsetzung ab 2026
Industrielle Fertigung besonders betroffen
Überwachung vernetzter Systeme: NIS2 verlangt durchgängige Kontrolle © Obrela/Freepik
Mit Verspätung hat die Bundesregierung die
Umsetzung von NIS2 beschlossen. Ab 2026
tritt das Cybersicherheits-Gesetz nun auch in
Deutschland vollständig in Kraft. Besonders für
Industrieunternehmen – von der Fertigung bis
zum Maschinenbau – steigt damit der Handlungsdruck
entlang komplexer Liefer- und Produktionsketten
deutlich.
Eine der gravierendsten Änderungen von
NIS2 betrifft den deutlich erweiterten Geltungsbereich:
Neben klassischen KRITIS-Betreibern
rücken nun auch zahlreiche Industrie-, Technologie-
und Dienstleistungsbranchen in den Fokus.
Insgesamt sind damit rund 30.000 Unternehmen
in Deutschland erfasst.
Autor:
Stefan Bange
Managing Director Germany
Obrela
www.obrela.com
Die Richtlinie unterscheidet dabei zwischen
„wesentlichen“ und „wichtigen“ Einrichtungen.
Wesentlich sind Organisationen, deren Ausfall
die Grundversorgung oder die öffentliche
Sicherheit unmittelbar gefährdet. Wichtig sind
dagegen Unternehmen, deren Ausfall kritisch,
aber nicht sofort versorgungsrelevant ist –
etwa Medizintechnik-, Elektronik- oder Maschinenbauer,
Lebensmittelproduzenten oder Forschungseinrichtungen.
Fünf Sektoren, die NIS2 besonders fordert
Entscheidend ist jedoch weniger die Frage, ob
ein Unternehmen unter NIS2 fällt, sondern wie
stark es die neuen Vorgaben spürt. Branchen mit
verteilten OT-Systemen, tiefen Dienstleisterketten
oder hohen Versorgungsrisiken stehen vor
besonders hohem Aufwand. In der Umsetzung
zeigt sich: Fünf Sektoren trifft es deutlich härter
als den Rest – aufgrund ihrer Strukturen, Abhängigkeiten
und operativen Kritikalität.
• Energieversorgung
Der Energiesektor ist durch die Energiewende
einer der am stärksten digitalisierten OT-
Bereiche. Smart-Meter-Gateways, automatisierte
Laststeuerung, digitale Netzleittechnik
und tausende dezentrale Erzeuger treffen
auf jahrzehntealte OT-Anlagen – eine Angriffsfläche,
die gezielt ausgenutzt wird. Stadtwerke
spüren den Druck besonders: kleine Teams,
begrenzte Budgets und verteilte Anlagen führen
dazu, dass NIS2 vor allem Transparenz
in OT-Netzen und frühzeitige Bedrohungserkennung
verlangt.
• Gesundheitssektor
Ransomware-Gruppen nutzen die hohe digitale
Abhängigkeit in Kliniken aus. Malware
gefährdet nicht nur Daten, sondern unmittelbar
Menschenleben, während veraltete
Medizingeräte und unklare Asset-Landschaften
zusätzliche Risiken schaffen. Für Kliniken
bedeutet NIS2 vor allem: MedTech-Umgebungen
sichtbar machen und privilegierte
Zugänge strikt kontrollieren.
• Finanzsektor
Die Finanzbranche bleibt eines der lukrativsten
Ziele: Angriffe auf Zahlungsprozesse, API-
Ketten und ausgelagerte Dienste treffen auf
komplexe, historisch gewachsene IT-Architekturen.
NIS2 fordert hier vor allem strengere
Audits von Dienstleistern, Härtung privilegierter
Zugänge und kontinuierliches Monitoring
kritischer Zahlungsströme.
• Transport
Transport zählt zu den „wesentlichen Einrichtungen“.
Kombinationen aus Alt- Systemen,
hoher Zuliefererzahl und selten aktualisierten
Anwendungen erhöhen das Risiko. NIS2
macht die Koordination und Dokumentation
zahlreicher Schnittstellen zur zentralen Herausforderung.
Industrie im Visier der Angreifer
In der fertigenden Industrie sind Stillstände,
Lieferunterbrechungen und lange Wiederanlaufzeiten
längst reale Szenarien. Laut Digital
Universe Report H1 2025 [1] entfallen 7% aller
be obachteten Vorfälle auf diesen Sektor. Das
sind rund 800 Angriffe allein im ersten Halbjahr
2025 und damit eine kontinuierlicher Angriffswelle
im Wochentakt. Die Spannbreite reicht
von kompromittierten Bediener-Accounts über
Manipulationen an Maschinenabläufen bis zu
Eingriffen in Logistikprozesse oder unerlaubten
Änderungen an Steuerungssystemen. Die Motive
reichen von finanziellen Interessen bis hin zu
gezielter Betriebsspionage.
Ein Kernproblem: Klassische OT wurde nie für
das Internet gebaut. Viele Steuerungen laufen seit
Jahrzehnten, sind kaum patchbar oder basieren
noch auf Windows XP Embedded. Gleich zeitig
hängen heute IIoT-Sensorik, Cloud- Dienste,
MES- und ERP-Systeme im selben Netzwerk
– oft ohne klare Segmentierung.
NIS2 erhöht den Druck für Hersteller
Besonders für industrielle Fertiger verschärft
NIS2 die Lage, denn Produktionslinien, Zuliefererverbünde
und Remote-Wartungszugänge erzeugen
eine Angriffsfläche, die sich kaum vollständig
kontrollieren lässt. Das zeigt auch eine aktuelle
Studie des Digitalverbands Bitkom [2] in
Deutschland: 28% der befragten Unternehmen
berichten darin von Angriffen auf ihre Zulieferer
oder von einem entsprechenden Verdacht
innerhalb der letzten zwölf Monate. In 41% dieser
Fälle hatte der Cybersicherheitsvorfall direkte
F olgen auf Lieferkette, Produktion und Reputation.
24 1/2026
Cybersicherheit
Jede Störung wirkt sich damit nicht nur operativ,
sondern auch wirtschaftlich aus: Liefertermine
geraten ins Wanken, inter nationale Kundenketten
erwarten Nachweise über Sicherheitsstandards,
und Maschinenstillstände verursachen
schnell sechsstellige Kosten.
Hinzu kommt die wachsende Zahl digitaler Integrationen
– von Predictive-Maintenance-Plattformen
bis zu smarten Materialflüssen. Damit
rückt die gesamte Produktionsumgebung in den
Fokus: Asset-Transparenz, kontinuierliche Überwachung,
gesicherte OT-Updates, Lieferkettenkontrollen
und Protokollierung von Eingriffen
werden zu verpflichtenden Kernprozessen. Für
Maschinen- und Anlagenbauer bedeutet NIS2
zudem, dass auch sie als Dienstleister auditierbar
werden und ihre Remote-Zugänge, Serviceprozesse
und Softwarebereitstellung nachweislich
absichern müssen.
Best Practices für NIS2: Grundlagen
Für die Umsetzung von NIS2 sind einige
grundlegende Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar.
Sie bilden das Fundament für eine wirksame
Risiko¬steuerung, klare Prozesse und eine
nachweisbare Compliance. Das folgende Set
an Best Practices fasst die zentralen Schritte
zusammen, die Unternehmen branchenübergreifend
berücksichtigen sollten.
• Strukturiertes Risiko-Management
etablieren
Organisationen sollten formale Richtlinien zur
Risikoanalyse und Informationssicherheit definieren
und diese kontinuierlich über ein zentrales
Framework überwachen, etwa durch
Managed Risk & Controls (MRC).
• Robustes Incident Handling sicherstellen
Klare Prozesse, getestete Abläufe und ein
kontinuierliches Monitoring sind nötig, um
Vorfälle schnell zu erkennen und zu beheben.
Managed Detection Response(MDR)-Dienste
unterstützen Echtzeit-Detektion und Reaktion.
• Business Continuity und Disaster
Recovery fest verankern
Unternehmen benötigen einen formalisierten
Business Continuity Plan (BCP; Notfallplan),
regelmäßige Backup-Tests und klare Wiederanlaufstrategien,
um auch unter Belastung
handlungsfähig zu bleiben.
• Cyberrisiken in der Lieferkette
aktiv managen
Durchgängige Risikoanalysen, definierte
Sicherheitsanforderungen für Zulieferer und
regelmäßige Sicherheitsprüfungen von Integrationen
minimieren Schwachstellen entlang
der Supply Chain.
• Sichere Entwicklung und Systempflege
gewährleisten
Sicherheitsanforderungen müssen in Beschaffung
und Entwicklung verankert, Schwachstellen
regelmäßig getestet und Patch- sowie Vulnerability-Management
kontinuierlich betrieben
werden.
• Wirksame Kontrolle der
Sicherheitsmaßnahmen überprüfen
KPIs, kontinuierliche Risikoüberprüfung und
Echtzeit-Einblicke in die Wirksamkeit von
Kontrollen helfen, die eigene Sicherheitslage
messbar und auditierbar zu halten.
Managed Security statt Alleingang
NIS2 wird für viele Unternehmen vor allem
eines: ein Ressourcenproblem. Organisationen
scheitern nicht an der Technik, sondern an fehlender
Transparenz, begrenzten Teams und der
Vielzahl an Schnittstellen. NIS2 verlangt durchgängiges
Monitoring und schnelle Reaktionsfähigkeit
– Anforderungen, die viele Unternehmen
nur mit externen Partnern rund um die Uhr
abdecken können.
Security-as-a-Service-Modelle bieten hier eine
realistische Entlastung. Externe Partner übernehmen
Aufgaben wie MDR, MRC, die Pflege
zentraler Sicherheitsrichtlinien sowie die Bewertung
neuer Schwachstellen. So entstehen klare
Verantwortlichkeiten, ein durch gängiger Überblick
über Risiken und eine Reaktionsfähigkeit,
die rund um die Uhr funktioniert. Das sind alles
Voraussetzungen, die NIS2 jetzt verpflichtend
macht und viele Organisationen aus eigener
Kraft nur schwer erfüllen können.
Wer schreibt
Stefan Bange ist seit mehr als 15 Jahren im
Bereich IT-Sicherheit und Cybersicherheit tätig,
wobei sein Fokus auf MSSP, Compliance und
Threat Intelligence Services liegt. Als Geschäftsführer
Deutschland unterstützt er Unternehmen
dabei, ihre Cybersecurity-Operation zu stärken
und mit den Managed Security Services
von Obrela Sicherheitsrisiken effektiv zu minimieren.◄
Quellen
[1] Obrela: Digital Universe Report H1 2025;
www.obrela.com/de/report/digitales-universumbericht-h1-2025-bericht/
2] Bitkom: IT-Sicherheit: Angreifer nehmen Zulieferer
ins Visier; www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/IT-Sicherheit-Angreifer-Zulieferer
1/2026
25
Kennzeichnen/Identifizieren
Produktkennzeichnung in der Elektronikindustrie
Lösungen für komplexe Materialien
und Prozesse
Lasermarkierung auf unterschiedlichen Ebenen
eines Elektronikprodukts
Autorin:
Kathrin Urban
ALLTEC Angewandte Laserlicht
Technologie GmbH
FOBA Laser Marking +
Engraving
info@fobalaser.com
www.fobalaser.com
Die Elektronikindustrie steht vor
wachsenden Anforderungen an die
Produktbeschriftung. Rückverfolgbarkeit,
Normenkonformität und Fälschungsschutz
sind heute unverzichtbar
– gleichzeitig werden Bauteile
immer kleiner und komplexer.
Besonders herausfordernd ist die
Kennzeichnung farbiger oder empfindlicher
Produkte, oft mit speziellen
Eigenschaften wie Flammenhemmung
oder Laserschweißbarkeit.
Wie können diese Herausforderungen
sicher und effizient gelöst
werden? Und was muss bei der Kennzeichnung
in der Elektronik industrie
besonders bedacht werden?
Bedingungen und Bedeutungen
Die Anforderungen an die Bauteilmarkierung
von Elektronikkomponenten
steigen. Elektronische
Kunststoffbauteile wie Gehäuse,
Steckverbinder oder Sensoren
müssen nicht nur normenkonform
gekennzeichnet werden, sondern
auch unter extremen Bedingungen
zuverlässig lesbar bleiben.
Im Produktionsprozess sind diese
Punkte von zentraler Bedeutung:
• Rückverfolgbarkeit:
Seriennummern und Codes für
lückenlose Dokumentation
• Prozesssicherheit: Dauerhaft
lesbare Markierung und OCV-
Prüfung (Optical Character
Verification)
• Effizienz: Kürzere Taktzeiten,
weniger Rüstaufwand,
Integration in digitale
Fertigungsumgebungen (MES/
ERP)
Herkömmliche Verfahren, wie
Tampondruck oder Etikettierung, stoßen
hier an ihre Grenzen: Sie verursachen
hohe Kosten, benötigen
Verbrauchsmaterialien und bergen
Risiken für die Prozesssicherheit.
Wie Lasersystemen
die Produktkennzeichnung
effizienter und sicherer machen
Drei Anwendungsbeispiele aus
der Elektronikindustrie zeigen, wie
die Herausforderungen aus der
Branche gelöst werden konnten
und die Produktionsabläufe sicher
auf die Zukunft eingestellt wurden:
Smart-Home-Steuerungen –
Effiziente Lasermarkierung
auf mehreren Ebenen
Die Kennzeichnung von Smart-
Home-Steuerungen stellt Hersteller
vor besondere Hürden. Drei unterschiedliche
Ebenen sollten auf verschiedenen
Höhen markiert werden.
Die Vorgabe war, den Text präzise
und wiederholgenau aufzubringen,
bei gleichzeitig limitierter Taktzeit.
Die Markierung sollte kontrastreich
und dauerhaft lesbar sein und das
auch nach Kontakt mit Chemikalien,
wie z.B. Reinigungsmitteln.
Zwei mögliche Ansätze konnten
zusammen mit dem Kunden erarbeitet
werden:
• Lasermarkierung mit einem
20-Watt-Faserlaser und
Z-Achse – die Ebenen werden
mechanisch angefahren, um
die Laserbeschriftung präzise
aufzubringen.
• Lasermarkierung mit einem
20-Watt-Faserlaser mit Fokus-
Shift-Technologie – ermöglicht
einen Arbeitsbereich von
bis zu 99 mm Höhe ohne
mechanische Achsen.
Das integrierte Kamerasystem
ermöglicht eine automatische und
wiederholgenaue Markierausrichtung,
der Prozess wird dadurch
erheblich vereinfacht. Der Vorteil für
die Produktion: Keine Rüstzeiten –
das Bauteil wird eingelegt, der Job
in der Software ausgewählt und die
Markierung startet sofort. Zusätzlich
entfallen Verbrauchsmaterialien
wie Etiketten oder Tinte, was
die Lösung für den Kunden nicht
nur wirtschaftlich, sondern auch
nachhaltig macht.
Silizium-Wafer –
Sichere Lasermarkierung
für empfindliche Oberflächen
Auch die Kennzeichnung von Silizium-Wafern
bringt komplexe Anforderungen
mit sich. Die extrem dünne
Beschichtung von 3-5 µm darf bei
der Markierung nicht beschädigt
werden. Die Texthöhe und der Data-
Matrix-Code (DMC) sollten möglichst
klein sein, in diesem Fall nicht größer
als 3mm, und der Text sollte exakt an
der Kante des Bauteils aufgebracht
werden. Die verlässliche Rücklesbarkeit
muss hierbei wiederholgenau
gewährleistet werden.
Diese Lösung konnte im FOBA-
Applikationslabor erarbeitet werden:
• Lasermarkierung mit einem
30-Watt-Faserlaser – schnelle
und kontrastreiche Markierung
ohne Materialbeschädigung
Die Musterteile wurden im Applikationslabor
getestet, um die optimalen
Parameter zu definieren.
Aufgrund der geforderten Markierprozesszeit
von max. 2 s kam
ein 30-Watt-Laser zum Einsatz.
Das integrierte Kamerasystem im
Schreibkopf erfasst die Kante zuverlässig,
um die Markierung präzise
26 1/2026
Kennzeichnen/Identifizieren
UV-Lasermarkierung auf verschieden farbigen Kunststoffen
zu positionieren. Der DMC-Code
wird direkt nach der Laserbeschriftung
zurückgelesen und nach Norm
validiert. Die Beschichtung bleibt
intakt und beschädigt das empfindliche
Material nicht. Der Ausschuss
konnte durch die Einbindung
der Kamerasysteme erheblich
verringert werden.
Farbige Kunststoffe –
Flexible Beschriftungslösung
für vielfältige Materialien
Die Aufgabe war in diesem Fall,
die herkömmlich genutzten Etiketten
auf Kunststoffkomponenten zu ersetzen,
denn diese können sich lösen
und führen beim Wechsel des Produkts
zu langen Rüstzeiten. Für den
Hersteller bedeutete das vor allem
eine komplexe Qualitätskontrolle
und damit erhöhte Kosten.
Die Farbvielfalt und Materialeigenschaften
von Kunststoffen, wie
PA, PC oder PBT, erschweren eine
einheitliche Lösung für Produktionsstrecken.
Dazu kommen zusätzliche
Eigenschaften wie Laserschweißbarkeit,
Flammenhemmung und chemische
Resistenz. Insbesondere auf
roten oder orangenen Kunststoffen
war eine kontrastreiche, gut lesbare
Markierung schwer zu realisieren.
Folgende Lösung konnte umgesetzt
werden:
• Lasermarkierung mit einem
4-Watt-Ultravioletten-Laser –
schonende Markiertechnologie
mit minimalem Wärmeeintrag
für kontrastreiche
Beschriftungen auf verschieden
farbigen Kunststoffen
Der UV-Laser kann alle vorgegebenen
Kunststoffe kontrastreich markieren.
Die geringe Wärmeeinwirkung
vermeidet starkes Aufschäumen
und sichert damit die Kratzfestigkeit
und Beständigkeit der
Markierung. Die Inhalte sind dauerhaft
und sicher lesbar. Eine flexible
Anpassung der Inhalte ist ohne
Rüstzeiten möglich, genauso wie die
wiederholgenaue Positionierung.
Empfehlungen
für die Implementierung
eines Lasersystems:
Die erfolgreiche Einführung eines
Lasermarkiersystems beginnt mit
einer klaren Analyse der Anforderungen.
Definieren Sie zunächst die
zu kennzeichnenden Materialien,
Oberflächen und Markiereffekte.
Prüfen Sie, ob zusätzliche Funktionen
wie integrierte Kamerasysteme
für automatische Ausrichtung und
Qualitätskontrolle erforderlich sind.
Für eine reibungslose Integration in
die Produktionslinie sollten Schnittstellen
zu MES- oder ERP-Systemen
berücksichtigt werden.
Führen Sie vorab Musterbeschriftungen
unter realistischen Bedingungen
durch, um die optimale
Laserquelle und Parameter festzulegen.
Testen Sie die Bedienbarkeit
der Software und die Ergonomie
des Systems im Applikationslabor.
Planen Sie außerdem Schulungen
für Bediener und Administratoren
sowie Servicepakete für präventive
Wartung, um Ausfallzeiten
zu minimieren.
Eine strukturierte Vorgehensweise
– von der Bedarfsanalyse
über die Prozessvalidierung (IQ,
OQ, PQ/MQ) bis hin zur Integration
in bestehende Arbeitsabläufe –
stellt sicher, dass das Lasersystem
langfristig effizient, normenkonform
und zukunftssicher arbeitet.
Für die Zukunft sicher aufgestellt
Die Lasermarkierung vereint
Prozesssicherheit, Nachhaltigkeit,
Flexibilität und erfüllt die steigenden
Anforderungen an Rückverfolgbarkeit
und Qualität in der Elektronikindustrie.
Die ausgereifte Technologie
ermöglicht die Kennzeichnung
diverser Kunststoffarten und ist für
die materialspezifischen Herausforderungen
elektronischer Bauteile
optimiert. Sowohl wirtschaftlich als
auch hinsichtlich Gesundheits- und
Umweltverträglichkeit bietet diese
Beschriftungslösung entscheidende
Vorteile und ist ressourcen schonend
und einfach zu bedienen. ◄
Ultravioletter Lasermarkierer
für die Markierung empfindlicher Kunststoffe
20-Watt-Faserlaser mit Multi-Level-Markierfunktion
für die Kennzeichnung auf unterschiedlichen Ebenen
1/2026
27
Wärmemanagement
Innovatives Wärmemanagement
für SiC-Halbleiter
Top Side Cooling mit KERAMOLD als fortschrittliche Alternative zu bestehenden Kühlkonzepten
Die steigende Nachfrage nach leistungsfähiger
und kompakter Leistungselektronik stellt
hohe Anforderungen an das Wärme-Management
moderner Halbleitertechnologien. Insbesondere
Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid
(GaN) bieten erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen
Siliziumlösungen, darunter höhere
Spannungsfestigkeit, geringere Schaltverluste
und verbesserte Effizienz bei hohen Temperaturen.
Allerdings geht diese höhere Leistungsdichte
mit einem erhöhten Kühlbedarf einher.
Top Side Cooling
Traditionell erfolgt die Wärmeableitung über
die Unterseite des Halbleiters (Bottom Side Cooling),
bei dem die Verlustwärme durch das Substrat
und die Lötverbindung an das Gehäuse
weitergeleitet wird. Allerdings begrenzen hier
mehrere thermische Schnittstellen die Effizienz.
Eine vielversprechende Alternative stellt das Top
Side Cooling dar, bei dem die Wärme direkt über
die Oberseite des Chips an einen Kühl körper
abgeführt wird. Dies reduziert den Wärmewiderstand
und verbessert die Temperaturhomogenität
innerhalb des Halbleiters, was
wiederum die Lebensdauer und Effizienz des
gesamten Systems steigert.
Autor:
Wolfgang Höfer
Geschäftsbereichsleiter
Thermal Management
Keramische Folien GmbH & Co. KG
www.kerafol.com
Ein zentraler Faktor für die erfolgreiche Implementierung
von Top Side Cooling ist die Auswahl
eines geeigneten Thermal Interface Materials
(TIM), welches eine effiziente Wärmeübertragung
ermöglicht.
Herausforderungen herkömmlicher TIMs
für Top Side Cooling
Um die Wärmeableitung im Top Side Cooling
zu optimieren, müssen TIMs eine hohe Wärmeleitfähigkeit
besitzen, thermische Übergangswiderstände
minimieren, in den meisten Anwendungen
elektrisch isolieren und gleichzeitig eine
hohe mechanische Stabilität und Zuverlässigkeit
bieten.
Wärmeleitpasten weisen durch ihre geringe
BLT (Bond-Line Thickness) einen sehr geringen
thermischen Widerstand auf, sind jedoch
elektrisch nicht isolierend. Auch neigen einige
der auf dem Markt befindlichen Pasten gerade
bei intensiveren „Power Cycles“ zum sogenannten
Pump Pump out Effect. Generell ist der Auftrag
der Paste per Sieb- oder Schablonendruck
sehr zeitaufwendig. Auch sind Pasten nicht zum
Toleranzausgleich gedacht, dort werden vernetzende
System wie Gap Filler Liquids verwendet.
Phasenwechselmaterialien (PCMs) schmelzen
bei höheren Betriebstemperaturen und reduzieren
dadurch ihren Kontaktwiderstand. Allerdings
sind sie mechanisch über einen längeren Zeitraum
bzw. über eine höhere Zyklenzahl eher
instabil und können demnach an Leistung verlieren.
Auch diese Materialgruppe ist für Anwendungen,
bei denen eine elektrische Isolation gefordert
ist, nicht geeignet. Zusätzlich erfordert das
Auftragen eines PCMs spezielle zeitaufwendige
Montagemethoden wie z.B. Siebdruck.
Die Verwendung von Gap Filler Liquids ist
inzwischen gerade bei höheren Stückzahlen
ein oft gewählter Lösungsansatz. Gerade die
Kombination aus hoher Wärmeleitfähigkeit,
Exkurs Hybridfolie
Durch den Trend (z.B. im Automotive) auf
eine 800V Architektur, statt vorher 400V zu
setzen, ergeben sich vor allem im Bereich
der elektrischen Isolationsfestigkeit neue Herausforderungen.
Aus Sicherheits gründen
wird z.B. ein 2-lagiger Aufbau des TIMs
gefordert, um die elektrische Isolation auch
im Falle von z.B. Verunreinigungen durch
metallische Partikel, oder Luftein schlüssen
sicher zu gewährleisten. Hier gibt es verschiedene
Kombinationsmöglichkeiten, auf
die in einer separaten Application Note
„Wärme management für SiC-Halbleiter im
800V Bereich: Top Side Cooling mit Hybridfolie“
genauer eingegangen wird.
Eine Möglichkeit ist dabei, eine Kombination
aus Wärmeleitfolie und Gap Filler Liquid
zu wählen. Beide Schichten sind dabei
elektrisch isolierend, thermisch leitfähig
und durch den Gap Filler können Bauteiltoleranzen
ausgeglichen werden. Einen alternativen
Ansatz stellt dabei der Einsatz einer
speziell entwickelten ultradünnen Keramik
dar, welche bei einer Schichtstärke von nur
40 µm noch flexible und hoch elektrisch
isolierende (ca. 5kV) ist.
geringer Materialkosten und einfacher Automatisierung
durch Dispensanlagen bietet hier
einige Vorteile. Im Gegensatz zu den vorher
erwähnten Produktgruppen sind Gap Filler Liquids
auch elektrisch isolierend. Nachteilig ist hier die
längere Prozesszeit in der Fertigung durch den
benötigten Vernetzungsvorgang des Materials
an sich. Im Falle komplexer Geometrien ist die
exakte Beeinflussung der Materialverteilung
durch die Abhängigkeit vom Dispensprozess
sowie der Bauteil toleranzen etwas erschwert.
KERAMOLD 15
28 1/2026
Wärmemanagement
KERAMOLD 25
Dennoch sind Gap Filler Liquids ein sehr gern
gewählter Ansatz, da diese durch den „Nassin-Nass“-Verbau
speziell im Toleranzausgleich
große Vorteile haben und der mechanische Druck
auf die Baugruppen sehr gering ist.
KERAMOLD
Dies ist ein speziell entwickeltes, thermisch
hochleitfähiges und elektrisch isolierendes Granulat
auf TPE-Basis, welches die Vorteile verschiedener
Materialgruppen im Bereich der TIMs
kombiniert. Es wird im Overmolding- Prozess
direkt auf die Platine bzw. den Chip aufgebracht,
wodurch eine passgenaue, wärmeleitfähige und
elektrisch isolierende Schutzschicht entsteht,
und das ohne Vernetzungsprozess.
Top Side Cooling bedeutet mechanische, elektrische
und thermische Herausforderungen. Die
Verlustleistung des SiC-Halbleiters setzt sich aus
den Leitungs- und den Schaltverlusten zusammen
und kann je nach Anwendung mehrere
100 W pro Modul betragen (z.B. bei SiC-MOS-
FETs für Inverter in der EV-Industrie). Zusätzlich
steigt auch die Anforderung an die Isolationsfestigkeit;
die elektrische Isolation des TIMs muss
oftmals mehrere kV betragen, was aber durch
das KERAMOLD-Material erreicht werden kann.
VORTEIL
Hohe Wärmeleitfähigkeit
Normgerechte Passform
Elektrische Isolation
Automatisierungsfähig
1/2026
Dank spezieller Füllstoffe erreichen Produkte
der KERAMOLD-Reihe eine Wärmeleitfähigkeit
von über 2,5 W/mK in z-Richtung (Through
Plane) und über 3,2 W/mK in x/y-Richtung (in
Plane), auch das ist im Vergleich zu klassischen
Kunststoffen deutlich höher. Ein Material mit 3,5
W/mK (KERAMOLD 35) ist bereits in Entwicklung.
Durch die verbesserte Wärmeableitung
und die zusätzliche Wärmespreizung können
Hot Spots besser gekühlt und ggf. Kühlkörper
kleiner dimensioniert werden.
Die 3D-Form des TIMs verbessert nicht nur
den Wärmetransport an sich, sondern verhindert
auch Kriechströme, da nicht nur die Kontaktfläche
des Halbleiters, sondern z.B. auch noch die
Pins angebunden und gekapselt werden. Auch
die Materialausnutzung ist bei dieser Methode
sehr hoch und reproduzierbar darstellbar.
KERAMOLD weist einen CTI von >600 V auf
(Isolationsklasse I) und kann dazu beitragen, die
Bauteilabstände klein zu halten.
Das Umspritzen mit dem weichen und elastischen
TPE schützt den Chip zusätzlich vor
mechanischen Belastungen, wie Vibrationen
oder „CTE Mismatch“, Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen,
was die Verlängerung der Lebensdauer
der elektronischen Bauteile ermöglicht.
WIRKUNG/NUTZEN
Effizienter Wärmetransfer
vom Chip zur Kühlfläche
3D-Teile und passgenaue Kapselung
von Bauteilen möglich
Hohe Isolationsfestigkeit
(Schutz vor Kurzschluss)
Senkung von Prozesszeit
und Materialeinsatz
Das Umspritzen der Halbleiter mit KERAMOLD
kann vollständig in bestehende Fertigungsprozesse
integriert werden und führt zu einer geringeren
Prozesszeit innerhalb der Fertigung. Das
Aushärten von 2K-Materialien, wie Potting- oder
Gap-Filler-Materialien, dauert deutlich länger,
als dies bei Spritzgussteilen der Fall ist. Fertigungsqualität
und Wiederholungsgenauigkeit
beim Umspritzen sind sehr hoch.
Durch die vollständige Kapselung der Platine
sowie der SiC-Halbleiter können andere Materialien
und Prozessschritte wie Potting oder Conformal
Coating entfallen, da das KERAMOLD-
Material nicht nur für den Wärmetransport, sondern
auch für den Schutz der elektronischen
Baugruppe entwickelt wurde.
Fazit
KERAMOLD eignet sich sehr gut als Schlüsseltechnologie
für effizientes Top Side Cooling aufgrund
folgender Vorteile:
• hohe Wärmeleitfähigkeit
• passgenaue Form
• exzellente mechanische Festigkeit
• Automatisierung und
Prozesskostenersparnis
• All-in-One Solution ◄
KERAMOLD umspritzte Platine
29
Löt- und Verbindungstechnik
UV-Klebstoff für die Verkapselung
von flexiblen PV-Modulen
2025
Hoenle Adhesives GmbH
www.hoenle.com
Die Hoenle Adhesives GmbH hat
einen UV-Klebstoff speziell für die
Folien laminierung von organischen
(OPV) und auf Perovskit basierenden
(PSC) Photovoltaiksystemen entwickelt:
Vitralit UH 1411 ist ein sehr
flexibler, hybrider Epoxidharz-Acrylatklebstoff,
der mit UV-Licht aushärtet.
Vitralit UH 1411 wurde speziell
zur Versiegelung und Verklebung
von flexiblen PV-Modulen ent wickelt
und kann nach dem Auftragen durch
eine Kombination aus UV- bzw. sichtbarem
Licht und Wärme ausgehärtet
werden. Dies ermöglicht auch
in potenziellen Schatten zonen eine
hohe Haftung. Zur Aushärtung eignen
sich speziell die hauseigenen
LED-Geräte von Dr. Hönle, beispielsweise
die Powerline 820 HP
AC IC. Die Module der Powerline
sind lückenlos anreihbar, um die
gewünschte Bahnbreite komplett
zu bestrahlen. Die Intensität ist
regelbar und kann an die Bahngeschwindigkeit
im Bereich von 10 bis
100% angepasst werden, sodass ein
gleichbleibendes Härtungsergebnis
gewährleistet wird. Die Versorgung
und Ansteuerung der LED Powerline
820 AC IC HP erfolgt entweder über
die optional erhältliche LED powerdrive
IC oder über ein externes Netzteil
und kundenseitiger Ansteuerung
der Schnittstelle.
Im ausgehärteten Zustand ist der
Hybrid-Klebstoff Vitralit UH 1411,
aufgrund seiner Zusammensetzung
aus Epoxidharz- und Acrylatkomponenten,
sowohl sehr beständig gegenüber
Umwelt- und Medieneinflüssen,
als auch weich und flexibel.
Somit bietet Vitralit UH 1411
eine optimierte Lösung für die Integration
von flexiblen Solarzellen in
moderne Indoor-Konzepte.
Ein zentraler Vorteil von Vitralit
UH 1411 ist die hohe Haftung auf
allen üblichen Barrierefolien, die
für die Herstellung flexibler Photovoltaik-Module
verwendet werden.
Die Klebkraft ist selbst nach einer
hohen Beanspruchung durch Temperatur
und Luftfeuchtigkeit noch
gewährleistet. Außerdem ist der
Klebstoff transparent und vergilbungsfrei,
was eine optimale Lichtaufnahme
und lange Lebensdauer
der PV-Module sicherstellt.
Organische und perovskit-basierte
Photovoltaiksysteme ermöglichen
völlig neue Anwendungen sowohl
im Innen- als auch im Außenbereich.
Das Einfangen von künstlichem
Licht in Innenräumen kann
genutzt werden, um kabellose Elektronik
mit Strom zu versorgen. Die
Flexibilität der neuartigen Module
ermöglicht zudem auch das Anbringen
an geometrisch anspruchsvolle
Untergründe. Einen entscheidenden
Beitrag zu diesen Fortschritten hat
die Weiter entwicklung von Klebetechnologien
geleistet.
Die Hoenle Adhesives GmbH
begleitet diese Entwicklungen durch
die Bereitstellung von innovativen
Hightech-Klebstoffen, die individuell
auf die entsprechende Kundenanwendung
angepasst werden können.◄
High-Speed Large Area Bonder
SYSTECH Europe
www.systech-europe.de
Die japanische Kaijo Corporation
stellte auf der SEMICON Euro pa 2025
mit dem MPB-2000 einen neuen vollautomatischen
und hochleistungsfähigen
Thermosonic Large Area
Bonder vor.
Mit einem Bonding-Bereich von
290 × 290 mm und der maximalen
Substratgröße bis zu 300 × 300 mm
eignet sich der Bonder für ein breites
Spektrum an Anwendungen. Der
Bonder verarbeitet Golddrähte von 15
bis 75 µm sowie Kupferdrähte von 15
bis 50 µm und erreicht dabei Bond-
Geschwindigkeiten von 135 ms pro
Draht. Mit einer Eintauchtiefe von 30
mm erfüllt er so die Anforderungen
für eine große Anzahl an Applikationen.
Der vibrationskontrollierte
XY-Tisch und die stark gedämpfte
Maschinenbasis sichern dabei
höchste Bondqualität, auch bei komplexen
Bauteilen und unterschiedlichsten
Materialien.
30 1/2026
Löt- und Verbindungstechnik
LED-Optik für deutlich höhere Intensität
2025
Dr. Hönle AG
www.hoenle.de
Die Dr. Hönle AG hat eine neuartige
Optik für ihre UV-Aushärtegeräte-Serie
bluepoint LED entwickelt,
die das Licht zu einer linienförmigen
Bestrahlung bündelt und
somit Klebstoffe mit einer wesentlich
höheren Intensität aushärten
kann. Die hohe Intensität ist meist
bei Anwendungen, bei denen in
einen Spalt bestrahlt werden muss,
gefordert, wie beispielsweise dem
Active Alignment.
Die neue Optik kann einfach auf
die LED-Köpfe der bluepoint-LEDund
bluepoint-LED-eco-Geräte von
Hönle aufgeschraubt werden. Die
Anschaffung neuer LED-Geräte ist
nicht erforderlich. Die neue Optik ist
für Wellenlängen von 365/385/405
nm geeignet. Das fokussierte Licht
liefert eine Bestrahlungsfläche von
10 x 1 mm und kann Intensitäten
von bis zu 7000 mW/cm 2 erreichen.
Durch die spezielle Form der Linse
wird das Licht absolut homogen
über das Bestrahlungsfeld verteilt.
Die Optik eignet sich besonders
für kleinflächige Anwendungen,
bei denen eine besonders hohe
Intensität auf kleinem Raum erforderlich
ist.
Dies ist zum Beispiel bei der
Aushärtung in Spalten notwendig.
Klebstoffe, die in Ringspalten aufgetragen
werden, können schnell
und zuverlässig durch eine kreisförmige
Anordnung mehrerer LED-
Köpfe um den Umfang ausgehärtet
werden. Die optimierte Aushärtung
und die hohe Intensität
ermöglichen kürzeste Aushärtungszyklen.
Die UV-Punktstrahlerserie
bluepoint LED von Hönle ist speziell
für die Aushärtung von UVhärtenden
Klebstoffen in industriellen
Montageprozessen geeignet.
Die kompakten Maße des LED-
Kopfes der bluepoint-Serie erlauben
selbst bei beengten Platzverhältnissen
eine Integration in die
Maschine. Die LED-Köpfe werden
passiv gekühlt und benötigen
weder Luft- noch Wasserkühlung.
Da LEDs keine IR-Energie emittieren,
erfolgt die Aushärtung bei
geringen Temperaturen. Dadurch
sind LED-Geräte ideal für den Einsatz
bei temperaturempfindlichen
Substraten geeignet.
Typische Anwendungen für die
bluepoint-Geräte mit der neuen
Optik sind das Active Alignment,
Stablinsen- oder Linsenverklebungen
in der Optik oder in der
Medizintechnik, als auch Underfills
oder das Sichern von SMDs auf
Leiter platten im Bereich der Elektronik.
Für alle diese Anwendungen
sind zudem speziell auf die Wellenlängen
der bluepoint LED angepasste
UV-Klebstoffe der Vitralit-
Serie von Panacol erhältlich. ◄
Der schwebend gelagerte Bondkopf
mit seiner großen Eintauchtiefe
ermöglicht eine flexible Bearbeitung
selbst großformatiger Substrate bis
zu 300 mm.
Dank der integrierten Funktion zur
Temperatur- und Positionskorrektur
passt das System seine Parameter
in Echtzeit an und gewährleistet
auch bei anspruchsvollen Prozessen
höchste Bondqualität.
„Mit dem MPB-2000 setzt Kaijo
neue Maßstäbe in Produktivität,
Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit
für die elektronische Montage
und Fertigung und erweitert die
Einsatzmöglichkeiten im Halbleiterund
Elektronikbereich deutlich“, hebt
Jörg Lewandowski, Geschäftsführer
der Systech Europe GmbH hervor.
1/2026
Damit der leistungsstarke Draht-
Bonder sein volles Potenzial
entfalten kann, ist der MPB-2000
optimal auf moderne Fertigungsumgebungen
abgestimmt. Die
SECS/GEM-Schnittstelle ermöglichen
eine nahtlose Integration in
Industrie-4.0-Prozesse.
Die Kaijo Corporation blickt auf
mehr als ein halbes Jahrhundert
Innovationskraft in der Thermosonic-
Bonding-Technologie zurück. In
Europa wird der neue Kaijo-Draht-
Bonder MPB-2000 exklusiv von der
SYSTECH Europe GmbH vertrieben,
die Kunden in Europa nicht nur
modernste Technik, sondern auch
fundierte technische Beratung, Prozessunterstützung
und Service auf
hohem Niveau anbietet. ◄
31
Löt- und Verbindungstechnik
Kleine Dichtung, große Wirkung
und kleinsten Bauteilen. EMI-tec
Micro-Sil kompensiert spielerisch
Bauteiltoleranzen und ist ideal, wenn
geringe Schließkräfte erforderlich
sind. Dank der herausragenden
Haftfähigkeit bleibt die Dichtung
zuverlässig am Platz, ermöglicht
eine leichte Montage und minimiert
den Materialverbrauch.
EMI-tec Micro-Sil erreicht eine
herausragende elektrische Leitfähigkeit
und resultierende exzellente
Abschirmwirkung. Gleichzeitig überzeugt
EMI-tec Micro-Sil mit hervorragenden
mechanischen Eigenschaften
und Korrosionsbeständigkeit.
Auf vielen Materialien ist keine
galvanische Vorbehandlung erforderlich,
um eine optimale Haftung
und andauernde Abschirmwirkung
zu erzielen. EMI-tec Micro-Sil bietet
kompromisslose Performance
in anspruchsvollen Umgebungen.
Anwender profitieren von einer
signifikanten Steigerung der Produktionseffizienz
und der Realisierung
filigranster Dichtungs-Designs.
EMI-tec Micro-Sil – Dichtungsund
Abschirmtechnik Made in
Europe. ◄
2025
EMI-tec Elektronische
Materialien GmbH
www.emi-tec.de
EMI-tec präsentierte EMI-tec
Micro-Sil, eine fortschrittliche
Lösung für präzise Dichtungen in
der Elektronikindustrie. Dank des
robotergeführten Auftrags ermöglicht
EMI-tec Micro-Sil die Herstellung
von Dichtraupen mit unübertroffener
Genauigkeit. Die Technologie
garantiert gleichbleibend hohe
Qualität und Wiederholgenauigkeit,
selbst bei komplexen Geometrien
SiliconPhotonics-Chips in Quantencomputern
erfordern stabile Fügetechniken für Lichtwellenleiter
SiliconPhotonics-Chips in Quantencomputern
arbeiten bei einer
Temperatur von wenigen Kelvin.
Die Befestigung der notwendigen
Einmoden-Lichtwellenleiter
gestaltet sich dadurch herausfordernd.
Typische Epoxidkleber
erreichen nicht die notwendige
Stabilität der Verbindung, insbesondere
wenn mehrere Abkühlzyklen
erforderlich sind.
Selektives Laserlöten erzeugt
wesentlich robustere Verbindungen,
welche wiederholte Temperaturzyklen
überstehen. Das von nanosystec
angebotene Fertigungssystem
VersaSolder eignet sich
ideal, um mehrere Lichtwellenleiter
mit solchen SiliconPhotonics-
Chips zusammenzufügen. Zwei
optische Lötköpfe fokussieren die
Laserstrahlen gleichzeitig auf die
Verbindungsstelle und schmelzen
das Lotmaterial auf. Nachdem die
Laserleistung reduziert wurde,
kühlt die Lötverbindung aus, härtet
und formt eine stabile Verbindung.
Die symmetrische Anordnung
der beiden Laserstrahlen
vermeidet Verzug während des
Fügeprozesses.
Im Vergleich zum Klebeprozess
spart das Laserlöten Zeit, denn
das Platzieren des Lichtwellenleiters
und das Laserlöten dauern
nur wenige Sekunden. Deshalb
erzielt das Laserlöten in der
gleichen Zeit einen wesentlich
höheren Durchsatz.
Mit seiner modularen Architektur
lässt sich das VersaSolder-System
perfekt auf die speziellen
Anforderungen der Prozessentwicklung
und Serienfertigung
anpassen.
nanosystec GmbH
www.nanosystec.com
32 1/2026
Löt- und Verbindungstechnik
COMPLETE AND FLEXIBLE SMT SOLUTIONS
Stabile metallische Verbindungen
für hohe Zuverlässigkeit
in der optoelektronischen Fertigung
„Sie suchen
hochfunktionale
Maschinen für
präzise & flexible
SMD-Fertigung?
Bei uns finden Sie
alles aus einer Hand!“
Bei der optoelektronischen Fertigung zählen jedes
Mikrometer, jede Millisekunde und jeder eingesparte
Prozessschritt. Daher kommt der Mikrometer-Justage
eine besondere Bedeutung zu. Mit dem System Nano-
Solder kombiniert nanosystec aktive Präzisions justage
optischer Komponenten mit selektivem Laserlöten.
So erreicht nanosystec eine ideale Kombination aus
Präzision, reproduzierbarer Energieeinbringung,
Stabilität der Verbindungen und Wirtschaftlichkeit.
Das NanoSolder System
ermöglicht die hochgenaue Positionierung optischer
Bauteile wie integrierten photonischen Schaltkreisen,
Wellenleitern, Diodenlasern und Photodioden.
Dank präziser Achsbewegungen im Sub-Mikrometer-
Bereich wird durch das aktive Alignement, eine optimale
Koppeleffizienz sicherstellt. Ein Schwerpunkt ist
die hochpräzise Bearbeitung von vergoldeten Lichtwellenleitern
(LWL). Diese werden vorab metallisiert
anschließend mit Lotpaste oder eine passende Pre-
Form appliziert und exakt mit einem präzisen Laserstrahl
aufgeschmolzen. Die daraus entstehende
metallische Verbindung ist kraft- und formschlüssig
und überzeugt durch hohe thermische, mechanische
und elektromagnetische Belastbarkeit. Das System
lässt sich ebenso auf Fiberarrays (FAU) anwenden,
bei denen mehrere Fasern beispielsweise mit einem
photonischen Chip verbunden werden. Voraussetzung
ist die entsprechende Vorbereitung der Bauteile
und Kontaktflächen.
nanosystec GmbH
https://nanosystec.com
Statement:
„Im Vergleich zu Klebeverbindungen ist der Lötverbund
besonders stabil, wenn Komponenten wiederholt
starken Temperaturwechseln oder elektromagnetischer
Strahlung ausgesetzt sind. Eine typische
Anwendung findet sich im Bereich Quantum Computing“,
hebt Guenter Hummelt, Geschäftsführer von
nanosystec hervor und ergänzt: „Hier arbeiten die
Chips, auf denen die Rechenprozesse laufen, bei
Millikelvin-Temperaturen im Dewar. Muss der Chip
mehrfach entnommen und wieder abgekühlt werden,
entsteht erheblicher thermischer Stress, sodass
Klebungen dabei verspröden und brechen können,
wohingegen metallische Lötverbindungen form stabil
und belastbar bleiben.“
Durch den Einsatz des Lasers
wird das Lotmaterial gezielt aufgeschmolzen. Während
des Lötprozesses wird das Temperaturprofile zur
Nachverfolgung gespeichert. Ein eingesetztes Pyrometer
regulieren aktiv die Wärmeeingabe wodurch
eine exakte Energieeinbringung und Prozesskontrolle
gewährleistet wird. Dies führt zu reproduzierbaren
Lötergebnissen.
„Diese gezielte Energieeinbringung bedeutet eine
geringere thermische Belastung für benachbarte empfindliche
Komponenten, weniger Materialverzug und
eine dauerhaft stabile Verbindung, welches ein entscheidender
Faktor gerade in der hochwertigen Opto-
Elektronik ist“, ergänzt Guenter Hummelt.
Durch das kombinierte Verfahren von aktiver Justage
und selektivem Laserlöten entfallen Wartezeiten für
Klebstoffaushärtung oder langwierige manuelle Nachjustagen.
Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung
der Taktzeiten und einer Steigerung des Durchsatzes,
wodurch unmittelbar die Kosten pro Einheit
gesenkt werden können. ◄
1/2026 33
dispenseALL
Universelles
Dispensen mittels
verschiedener
Dosierventile
placeALL ® 520
Vollautomatisches
effizientes Bestücken
und Dispensen
Fritsch GmbH
Kastnerstraße 8
D-92224 Amberg
Tel. +49 9621 78800-0
info@fritsch-smt.com
www. fritsch-smt.de
Löt- und Verbindungstechnik
Innovative Elektronikflussmittel-Serie
2025
FELDER GmbH Löttechnik
www.felder.de
Mit der neuen No-Clean-
Elektronikflussmittel-Serie ISO-
Flux ClearWave bietet die
FELDER GmbH Löttechnik eine
multifunktionale Flussmittel-Serie
für sämtliche Schwalllötprozesse
in der elektronischen Baugruppenfertigung
an. Alle Produkte
zeichnen sich durch hohe Effizienz
und optimale Verarbeitungseigenschaften
aus:
• ISO-Flux ClearWave: harzfreie
ORL0-Basisversion mit 2% Feststoffgehalt
• ISO-Flux ClearWave S: mit 0,2%
Harzanteil
ISO-Flux ClearWave und Clear-
Wave S wurden speziell für die
hochqualifizierte, bleifreie Fertigung
kommerzieller Elektronikbaugruppen
entwickelt und erzielen
bei Schaltungen mit Mischbestückung
beste Lötergebnisse.
Die Applikation des Flussmittels
auf die Leiterplatte ist mit allen
bekannten Fluxverfahren durchführbar
(z.B. Sprühen, Jetten, Dippen,
Schäumen).
Das Produkt ISO-Flux Clear-
Wave ist für Wellenlötanlagen mit
Sprühfluxer als auch für modernste
Selektivlötanlagen mit Dropjet-
Fluxern bestens geeignet, da ein
Verkleben der Jet-Düsen ausgeschlossen
werden kann.
Die harzhaltige Variante ISO-
Flux ClearWave S wurde für das
Selektivlöten mit Sprühfluxer-Systemen
optimiert. Zudem eignet sie
sich hervorragend für den Einsatz
in Wellenlötanlagen mit Schaumfluxer-Auftrag,
wobei der minimale
Harzanteil bei Flussmittelrückständen,
die nicht vollständig ausreagiert
sind, eine physikalische
Kapselung (Inertisierung) bildet
und bei der Schaumapplikation
für eine sehr feinporige Schaumkrone
sorgt. ◄
Größte Vakuum-Reflow-Lötanlage am Markt
Manchmal kommt es dann doch
auf die Größe an. Um den besonderen
Anforderungen eines international
tätigen Tech-Konzerns
gerecht zu werden, hat
das Wertheimer Unternehmen
SMT Thermal Discoveries mit der
Sonderausführung des Modells
V630, die nach aktueller Marktbeobachtung
wohl weltweit größte
Vakuum-Reflow-Lötanlage der
Welt gebaut.
2025
SMT Maschinen- und
Vertriebs GmbH & Co. KG
smt@smt-wertheim.de
www.smt-wertheim.de
Auf fast 12 m Länge und 1,8 m
Breite bei ca. 9 t Gewicht verteilen
sich Vorheizzonen, Peakzone,
die sehr große Vakuumkammer,
die Produkten von 71 x 85 cm
Platz bietet, sowie fünf Kühlzonen.
„Anspruchsvolle Taktzeiten, die
einen sehr hohen Produktdurchsatz
ermöglichen, und die zu produzierenden
Bauteilgrößen des Kunden,
haben dazu geführt, dass die
Dimensionen des auf Konvektion
basierenden Lötofens mit Vakuumfunktion,
die bisher üblichen Maße
unserer V-Serie noch weiter ausdehnen.“
sagt Florian Graf Head of
Sales & Marketing bei SMT.
„Wir kennen den Markt sehr gut
und beobachten ihn natürlich auch
sehr genau. Uns ist nicht bekannt,
dass bisher eine Anlage dieser
Art in diesen Dimensionen am
Markt aufgetaucht ist“, so Graf
weiter. Aktuell könne man daher
davon ausgehen, dass es sich
bei dieser Ausführung, um die
wohl aktuell größte Reflow-Lötanlage
mit Vakuum-Funktion der
Welt handelt.
Von links: Daniel Hamann (Sales Director),
Waldemar Sager (Produktionsverantwortlicher)
Reflow-Lötanlagen, basierend
auf Konvektionstechnologie, sind
seit der Gründung 1987 das Kerngeschäft
des Wertheimer Unternehmens
SMT. Reflow-Vakuum-Lötanlagen
sind seit 2009 im Portfolio.
„Bestehende, etablierte und verlässliche
Technologie wurde hier nun
auf skaliert. „Theoretisch könne
man auch noch größere Anlagen
bauen“ so Graf. „Man braucht dann
halt etwas Platz. Mit den unterschiedlichen
Ausführungen V290,
V350, V450, V580 können wir aber
auch die Kunden bedienen, die diesen
Platz nicht haben “. ◄
34 1/2026
Beschichten/Lackieren/Vergießen
Modulares Zellenkonzept für das Dichten, Vergießen
und Kleben ein- und mehrkomponentiger Kunststoffsysteme
RAMPF Holding
GmbH & Co. KG
www.rampf-group.com
Das modulare Zellenkonzept
MC 1000 von RAMPF Production
Systems ist eine hochentwickelte
Automatisierungslösung, die maximale
Produktionsautonomie beim
Dichten, Vergießen und Kleben ein-
Verbesserte Kantenbeschichtung
in AR-Optiken
DELO hat eine Lösung zur
Kanten beschichtung für die
Augmented- Reality-Industrie
entwickelt. Sie kombiniert Hochleistungs
beschichtungen, Jetventil-Dosiertechnik
und Aushärtungstechnologie
zu einem integrierten
System. Die Lösung ist auf
die automatisierte Serienfertigung
ausgelegt und ermöglicht Herstellern
von Waveguides und anderen
optischen Komponenten eine bessere
Kontrolle optischer Reflexionen
und höhere Prozesseffizienz.
Im Zentrum steht eine Produktfamilie
lichtabsorbierender Polymerbeschichtungen,
beispielhaft
DELO KATIOBOND OE6107.
Das UV-härtbare Material besitzt
einen Absorptionskoeffizienten
von 50 OD/mm (bei 800 nm) und
erreicht bereits bei 60 µm Schichtdicke
eine Lichtabsorption von
über 99,9% (OD 3). Nach der Aushärtung
ist die Beschichtung oberflächentrocken
und widerstandsfähig
gegenüber Umwelteinflüssen.
Das Material ist frei von
IBOA, PFAS und Lösungsmitteln,
wodurch ein nachhaltiger und vereinfachter
Produktions prozess
ohne zusätzliche Abdampfschritte
ermöglicht wird. Die lange Verarbeitungszeit
von bis zu 14
Tagen unterstützt zudem automatisierte
Fertigungsprozesse.
Der Auftrag erfolgt mit einem
Jetventil der DELO-DOT-PN-
Serie und erlaubt ein präzises,
berührungsloses Dosieren
auch auf schmalen Geometrien
wie Kanten von AR-Waveguides
oder Displays.
DELO Industrie Klebstoffe
www.delo.de
und mehrkomponentiger Kunststoffsysteme
ermöglicht.
Durch die intelligente Vernetzung
von Anlage, Robotik und Sensorik
entsteht ein geschlossenes System,
das sämtliche Prozesse selbstständig
und in Echtzeit steuert – für
maximale Effizienz, Präzision und
Agilität in der Fertigung.
Maximale Flexibilität
auf engstem Raum
Das MC 1000 vereint Dosier-,
Füge- und Prüftechnik in einer
kompakten, modularen Einheit.
Dank des intelligenten Baukastensystems
lässt sich die Zelle mit
leistungsstarker Dosiertechnik,
Robotik, Linearachsen, Transportbändern
sowie Rund- oder Schiebetischen
individuell ausstatten und
flexibel für unterschiedlichste
Anwendungen konfigurieren.
Füge-, Montage- und Prüfprozesse
werden nahtlos integriert –
sowohl als Stand-alone-Lösung als
auch eingebettet in komplexe Fertigungslinien.
Für die Steuerung
kommen bewährte Systeme von
Beckhoff und Siemens zum Einsatz.
Die Bedienung erfolgt intuitiv
über das hauseigene RAMPF-HMI.
Autonomer Mischkammerwechsel
für maximale
Laufzeiten und minimalen
Wartungsaufwand
Ausgestattet mit dem neuen
Mischkopf MSC-SD, vereint das MC
1000 statisches und dynamisches
• Mit dem modularen Zellenkonzept
MC 1000 präsentiert
RAMPF Production Systems
eine intelligente Automatisierungslösung
für maximale
Produktionsautonomie
beim Dichten, Vergießen und
Kleben ein- und mehrkomponentiger
Kunststoffsysteme.
• Anlage, Robotik und Sensorik
sind vollständig vernetzt
und bilden ein geschlossenes
System, das Produktionsprozesse
selbstständig und in
Echtzeit steuert.
• Das MC 1000 ist mit dem
brandneuen Mischkopf MSC-
SD ausgestattet, der statisches
und dynamisches
Mischen in einer Einheit
vereint. Der automatische
Mischkammerwechsel sorgt
für maximale Anlagenverfügbarkeit
bei minimalem Wartungsaufwand.
Mischen in einem System. Besonders
hervorzuheben ist der automatische
Mischkammerwechsel
des MSC-SD:
• höchste Produktionssicherheit
und Prozessstabilität durch optimierte
Mischergeometrie
• konstante und reproduzierbare
Mischprozesse – ideal für die
Serienfertigung
• erhöhte Anlagenverfügbarkeit
durch reduzierte Stillstandzeiten
• signifikante Reduzierung von
Reinigungsaufwand ◄
1/2026
35
Produktionsausstattung
Elektrisch leitfähige Strukturbeschichtung
Die neue Strukturbeschichtung StoPox KU 614 thix von StoCretec ist ESD-sicher, rutschhemmend
und einfach zu verarbeiten.
StoPox KU 614 thix wird mit
der Stehrakel appliziert...
... und gleichmäßig im
Kreuzgang nachgewalzt
StoPox KU 614 thix ist
eine Strukturbeschichtung
mit integrierter
Rutschhemmung (R9)
Verarbeiterfreundlich optimiert
Durch ihre werkseitig thixotropierte B-Komponente
lässt sich mit StoPox KU 614 thix sehr einfach
eine strukturierte Oberfläche mit der Rutschhemmklasse
R9 herstellen. Qualitativ bietet die
Beschichtung das hohe Niveau von StoPox KU
614: Beide sind elektrisch volumen¬leitfähige
Beschichtungen mit hoher mechanischer Beständigkeit,
die die kontrollierte Ableitung elektrostatischer
Ladungen sicherstellen. Schon ab einer
niedrigen Luftfeuchtigkeit von 12% erfüllen sie
die in der ESD-Norm (DIN EN IEC 61340-5-1)
geforderte Leitfähigkeit.
StoCretec GmbH
www.stocretec.de
Eine zusätzliche Versiegelung ist nicht notwendig.
Die sehr guten Verlaufseigenschaften
führen zu wirtschaftlichem Verbrauch. Eingesetzt
werden die Epoxid¬harzbeschichtungen
vorwiegend auf mineralischen Untergrün¬den
in Neubau und Sanierung, sie eignen sich aber
auch für die Überarbeitung von EP-Altbeschichtungen.
Zusätzlich ist die Lackverträglichkeit für
den Einsatz in der Automobilindustrie bescheinigt.
Weitere Eigenschaften: in Ex-Schutz-Zonen
einsetzbar, chemisch beständig und emissionsarm
gemäß den Kriterien des Ausschusses zur
gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten
(AgBB). Tönbar ist das Material in ausgewählten
Farbtönen nach RAL oder StoColor-System.
Da die Beschichtungen keine Fasern enthalten,
sind auch helle Nuancen möglich. ◄
ESD-Eigenschaften:
• Systemwiderstand „Person-
Schuhwerk-Boden“ <10 9 Ohm
(DIN EN IEC 61340-5-1)
• Körperspannung „Walking-Test“
<100 Volt IN EN IEC 61340-5-1)
• Personenschutz (DIN VDE 0100-
410) in Kombination mit dem Leitlack
StoPox WL 118
• geeignet für Ex-Schutz-Bereiche
Ableitwiderstand < 10 8 Ohm
(TRGS 727)
36 1/2026
Produktionsausstattung
Lötrauchabsauger für 24/7-Einsatz
Saubere Luft in der Produktion – rund um
die Uhr: Die neuen Weller ZeroSmog Guard
Lötrauchabsaugungen sind für den kontinuierlichen
24/7-Einsatz beim professionellen
Handlöten in der Fertigung konzipiert. Die Filtrationseinheiten
unter der Werkbank bieten
eine geräuscharme Filtration auf dem neuesten
Stand der Technik. Sie sorgt für eine effektive
Luftreinigung und maximalen Gesundheitsschutz
für die Anwender.
2025
pk components
www.pk-components.de
Mit einer Partikelfiltrationseffizienz von 99,95
% und der Möglichkeit verschiedene Gase zu filtern,
gewährleisten diese Geräte einen komfortablen
und hochwirksamen Schutz beim Löten
in der Produktionsumgebung.
Die neuen ESD-sicheren ZeroSmog Guard
Absauganlagen bieten durch effiziente Filterung
von Lötrauchpartikeln und Gasen eine hervorragende
Luftqualität. Ausgestattet mit einem leistungsstarken
Gebläse, sorgen diese Geräte
für saubere Luft und eine effektive Geruchsbeseitigung.
Hauptmerkmale:
• niedriger Geräuschpegel: <50 dB(A)
• schneller und einfacher Filterwechsel
• ESD-sicher
• Ein- und Zweiplatzvarianten
• Kits zur unverzüglichen Betriebsaufnahme
Die Broschüre zum Zero Smog Guard kann
bei Weller oder pk components angefordert
werden. ◄
TSCHAD: Unser Team behandelt
die 11-jährige Nasrin A. gegen
Malaria. Wie 800.000 andere
Menschen floh sie vor dem Krieg
im Sudan ins Nachbarland.
© Ante Bußmann / MSF
MIT IHRER SPENDE
SIND WIR DA.
Mit Ihrer Spende rettet Ärzte ohne Grenzen Leben:
45 Euro kosten zum Beispiel die Medikamente,
um 300 an Malaria erkrankte Kinder zu behandeln.
Jetzt spenden
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00
BIC: BFSWDE33XXX
www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden
1/2026
37
Qualitätssicherung
KI-gestützte Inspektionslösungen
für die Elektronikfertigung
Viscom auf der NORTEC 2026
Die Viscom SE stellt auf der NORTEC vom
3. bis 5. Februar 2026 in Hamburg ihre neuesten
KI-gestützten Inspektionslösungen für die Elektronikfertigung
vor. Am Stand A4.250 erfahren
Besucher, wie innovative AOI- und AXI- Systeme
in Kombination mit Künstlicher Intelligenz Prüfprozesse
beschleunigen, automatisieren und
nachhaltig optimieren können.
Stand A4.160
Viscom SE
www.viscom.com
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Messeauftritts
ist Viscoms KI-Portfolio vAI, das die Qualitätssicherung
in der Elektronikproduktion neu
definiert. Die intelligenten Software-Lösungen
ermöglichen eine automatisierte Bildverarbeitung,
KI-gestützte Verifikation sowie eine effiziente
Nutzung von Prozess- und Prüfdaten. Ziel
ist es, manuelle Aufwände zu reduzieren und
eine konstant hohe Prüfqualität sicherzustellen.
Ein weiteres Highlight ist die neue Software-Funktion
vAI ProVision. Die KI-basierte
Lösung vereinfacht die Erstellung von 3D-AOIund
3D-AXI-Prüfprogrammen erheblich. Durch
die Integration von Künstlicher Intelligenz in die
vVision-Software können Inspektionspläne künftig
nahezu automatisch generiert und optimiert
werden: schnell, zuverlässig und mit minimalem
Bedienaufwand. Bereits nach wenigen Minuten
steht ein einsatzbereites Prüfprogramm zur
Verfügung, das höchste Prüftiefe mit maximaler
Qualität verbindet und die Fertigung nachhaltig
optimiert.
Weiter präsentiert Viscom leistungsstarke
Inspektions-Hardware im Live-Betrieb. Auf der
Sonderfläche „Elektronikfertigung LIVE“ können
Besucher das Premium-AOI iS6059 PCB
Inspection Plus am Gemeinschaftsstand A4.160
in einer realen Produktionslinie erleben.
Das System kombiniert hohe Inspektionsgeschwindigkeit
mit exzellenter Bildqualität und
nutzt eine 3D-Kamera der neuesten Generation,
die Bilder bis zu 25% schneller erfasst und
langfristig Produktionskosten senkt.
Die Live-Produktionslinie zeigt alle wesentlichen
Schritte der modernen Elektronikfertigung
– von der Subtratseinbringung über Bestückung,
Löten und integrierte Inspektionsprozesse bis
hin zum Nutzentrennen der fertigen Baugruppe.
Darüber hinaus bietet die Sonderfläche Raum
für den direkten fachlichen Austausch mit Viscoms
Experten.
Mit dem Messeauftritt unterstreicht Viscom
seine Rolle als Technologieführer für KIgestützte
Inspektionssysteme. Unter dem Motto
„Wir machen Technologie sicher, zuverlässig
und nachhaltig“ zeigt man, wie Künstliche
Intelligenz in der Elektronikfertigung zu mehr
Effizienz, geringeren Kosten und maximaler
Produktqualität beiträgt. ◄
Live-Demos am Stand A4.160:
Dienstag und Mittwoch 14:00 Uhr
Donnerstag 10:00 und 14:00 Uhr
38 1/2026
Qualitätssicherung
Pulvermesssystem führt mit Präzision
zu besseren Batterien
2025
Die Entwicklung leistungs fähigerer und effizienterer
Lithium-Ionen-Batterien (LIBs) zählt zu
den zentralen Herausforderungen der modernen
Batterieforschung. Eine präzise Charakterisierung
der eingesetzten Materialien spielt
dabei eine entscheidende Rolle. Das Pulvermesssystem
PD-600 von Nittoseiko Analytech
bietet Forschenden und Entwickelnden
ein zuverlässiges Werkzeug zur Analyse des
spezifischen Widerstands pulverförmiger Materialien
– eine essentielle Komponente für die
Optimierung der elektrochemischen Eigenschaften
von Elektroden.
Einfluss des Pulverwiderstands
auf die Batterie-Performance
Die Effizienz und Langlebigkeit von LIBs werden
maßgeblich durch den Gesamtwiderstand
der Batterie bestimmt. Dieser Widerstand setzt
sich aus ionischen und elektronischen Komponenten
zusammen, die direkt von den Materialeigenschaften
der Elektroden beeinflusst werden:
• ionischer Widerstand
bezieht sich auf die Bewegung von Lithium-
Ionen im Elektrolyten, durch die Solid-Electrolyte-Interphase
(SEI) und im Aktivmaterial
• elektronischer Widerstand
umfasst den Widerstand der Aktivmaterialien,
die Kontaktwiderstände zwischen Partikeln
und Stromkollektoren sowie den Schweißwiderstand
der Laschen, wird maßgeblich
durch die Leitfähigkeit der eingesetzten Pulver
beeinflusst und spielt eine zentrale Rolle für
die Leistung der Batterie. Eine präzise Messung
dieser Eigenschaft ist daher unverzichtbar,
um die Zusammensetzung und Struktur
der Elektroden zu optimieren.
1/2026
Werkzeug für präzise Materialanalysen
Das Pulvermesssystem PD-600 ermöglicht
die detaillierte Analyse des spezifischen Widerstands
verschiedener pulverförmiger Materialien,
darunter Kohlenstoffprodukte, Metallpulver und
thermoplastische Substanzen. Forschende profitieren
von einer Kombination aus Präzision, Flexibilität
und einfacher Handhabung:
• kontrollierter Druckbereich
Das PD-600 ermöglicht Messungen unter verschiedenen
Verdichtungsbedingungen (0,01
kN bis 20 kN), um die Materialeigenschaften
unter realistischen Bedingungen zu bewerten.
• anpassbare Messeinsätze
Unterschiedliche Messeinsätze erlauben die
Analyse von Materialien mit sowohl niedrigem
als auch hohem Widerstand.
• effizientes Probensystem
Eine integrierte Vakuumtechnologie erleichtert
das Befüllen und Reinigen der Messkammer
und erhöht die Wiederholbarkeit
der Ergebnisse.
Relevanz für die Batterieforschung
Durch die Integration des PD-600 in die Materialanalyse
lassen sich wichtige Erkenntnisse für
die Entwicklung und Optimierung von Elektroden
gewinnen:
• Materialeigenschaften präzise bewerten:
Eine detaillierte Analyse der elektrischen
Eigenschaften liefert wichtige Daten für die
Materialauswahl und Rezepturentwicklung.
• Optimierung der Batterieperformance:
Materialien mit optimierten Leitfähigkeitswerten
ermöglichen die Entwicklung von Batterien
mit höherer Energieeffizienz und verbesserter
Ladeleistung.
• Effizienz in der Forschung steigern:
Frühzeitige Materialcharakterisierung reduziert
die Abhängigkeit von umfangreichen
Testserien und trägt zur Kostensenkung bei.
Fazit
Das PD-600 liefert Forschenden und Entwickelnden
in der Batterietechnologie ein präzises
und zuverlässiges Werkzeug zur Materialanalyse.
Durch die Möglichkeit, den spezifischen Widerstand
von Pulvern unter kontrollierten Bedingungen
zu messen, können wichtige Einblicke in
die Leitfähigkeit und andere Materialeigenschaften
gewonnen werden. Diese Erkenntnisse tragen
entscheidend zur Optimierung von Batteriematerialien
und zur Entwicklung leistungsstärkerer
Energiespeicherlösungen bei.
Prüfung der Qualität der Messergebnisse
Um die Leistungsfähigkeit des PD-600 selbst
zu erleben, bietet die N&H Technology GmbH
die Analyse von Einzelproben an. Dieser Service
erlaubt es Ihnen, sich von der Genauigkeit
und Zuverlässigkeit der Messergebnisse
zu überzeugen – ein entscheidender Schritt, um
das Potenzial des PD-600 für Ihre Forschung
zu entdecken.
N&H Technology GmbH
info@nh-technology.de
www.nh-technology.de
39
Qualitätssicherung
Schnellere Laser-Schwingungsmessung
für Forschung und Industrie
Die Polytec GmbH aus Waldbronn setzt mit ihrem neuen optischen Schwingungsmesssystem VibroScan QTec
Maßstäbe in der Schwingungsanalyse.
VibroScan QTec liefert aussagekräftige Schwingformen.
VibroScan QTec ist immer dabei und kann einfach als Gepäck
aufgegeben werden.
2025
Herzstück des Systems ist
die innovative QTec-Technologie,
die ein völlig neues Niveau in
der Genauigkeit und Effizienz der
Messungen erreicht. QTec basiert
auf einem Mehrkanal-Interferometer
mit Empfangsdiversität, das Messdaten
aus mehreren Perspektiven
bündelt und das Signal/Rausch-
Verhältnis erheblich verbessert.
Dadurch können selbst auf rauen
Oberflächen präzise Ergebnisse
erzielt werden – ohne zeitaufwändige
Mittelungen oder Oberflächenvorbereitung.
Messungen sind bis
zu zehnmal schneller und ermöglichen
damit eine deutliche Zeit- und
Kostenersparnis.
Das VibroScan QTec-System
erlaubt die flächenhafte, berührungslose
Analyse von Schwingungen
unterschiedlichster Objekte, von
großen Fahrzeugkarosserien bis
hin zu Mikrobauteilen wie MEMS. Es
liefert unverfälschte Messdaten, da
das Messobjekt nicht durch Berührung
beeinflusst wird.
Polytec GmbH
www.polytec.de
Anwendungen
von Produktentwicklung
über Qualitätssicherung
bis zur Fertigungskontrolle
Beeindruckend ist die vielseitige
Einsetzbarkeit des Systems: Erstmals
ist es gelungen, die QTec-Technologie
vom infraroten SWIR-Laser
auch auf den sichtbaren Helium-
Neon-Laser zu übertragen, der
durch seinen µm-großen Messfleck
und seine hohe Auflösung viele Vorteile
mit sich bringt. Mit dem speziell
abgestimmten HeNe-Laser können
nun auch Messungen an sehr kleinen
Objekten und in Medien wie
Wasser präzise durchgeführt werden
– ein entscheidender Vorteil für
Anwendungen in der Medizintechnik,
etwa bei der Analyse von Hydrophonen
oder Ultraschallkomponenten.
Automatisierung
als weiterer Meilenstein
Mit RoboVib und RotoVib bietet
Polytec Lösungen für eine vollautomatische
experimentelle Modalanalyse.
RoboVib kombiniert das
VibroScan QTec mit einem Roboterarm,
der das System über das Messobjekt
führt, während RotoVib das
Objekt auf einem Drehteller automatisch
in Position bringt. Diese
Technologien verkürzen Prüfzeiten
selbst bei komplexen 3D-Bauteilen
von Tagen auf Stunden.
Kompakt und portabel
Das VibroScan ist zudem besonders
kompakt – rund 50% kleiner
als Vorgängermodelle – und ideal
für den mobilen Einsatz. Mithilfe der
zugehörigen PSV-Software mit KI-
Funktionen wird die Benutzerfreundlichkeit
weiter erhöht. Automatische
Objekterkennung und 3D-Abgleich
reduzieren die Einrichtungszeit und
vereinfachen den Schulungsaufwand
für Anwender.
Fazit
Mit dem VibroScan und der QTec-
Technologie bietet Polytec eine
zukunftsweisende Lösung für die
präzise, schnelle und vielseitige
Schwingungsanalyse – ein Gewinn
für Forschung, Entwicklung und Produktion.
◄
Aus 3 mach´ 1: VibroScan QTec in der 3D-Konfiguration ermöglicht
synchronisierte Triax-Schwingungsmessungen für Modalanalyse,
Dehnungsmessung und NDT.
40 1/2026
Qualitätssicherung
9K-Zeilenkamera für Hochgeschwindigkeitsund
Präzisionsanwendungen
Excelitas präsentierte die neue
Zeilenkamera pco.horizon 9.1 TDI
bi CLHS für Prüfanwendungen mit
höchsten Anforderungen an Lichtempfindlichkeit,
Präzision und Bildstabilität.
Die Kamera mit einer Auflösung
von 9072 Pixeln und Zeilenraten
bis 600 kHz eignet sich optimal
für Hochgeschwindigkeitsanwendungen
wie zum Beispiel die
Inspektion von Halbleitern, Prüfung
von Aufdrucken, Bahninspektion
und bildgebende Diagnostik.
2025
Excelitas Technologies, Corp.
www.excelitas.com
Die Zeilenkamera erfasst kleinste
Abweichungen oder Merkmale bei
der Inspektion großer Flächen, ohne
räumliche Details zu verzerren.
Die TDI-Funktion (Time Delay
and Integration) in 256 Stufen erhöht
durch wiederholte Belichtungen mit
Bewegungskompensation die Bildqualität
in Umgebungen mit schwachem
Licht und in Hochgeschwindigkeitsanwendungen.
Der rückwärtig belichtete CMOS-
Sensor mit zwei lichtempfindlichen
Bereichen verbessert die
Empfindlichkeit und das Signal/
Rausch-Verhältnis. Der durch ein
Peltier-Element (TEC) temperaturstabilisierte
Sensor liefert konsistente
Bildqualität mit minimalem
Dunkelstrom. Dies ist insbesondere
bei wechselnden Umgebungstemperaturen
von Vorteil und gewährleistet
Reproduzierbarkeit in der
Präzisionsbildgebung.
Die Kamera lässt sich einfach
in neue oder bestehende industrielle
Bildverarbeitungssysteme
integrieren dank ihrem robusten
Gehäuse und anpassbaren thermischen
Design mit Flüssigkeitsoder
Luftkühlung. Die Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle
CLHS
sorgt für schnelle und zuverlässige
Datenübertragung und eignet sich
für lange Kabel mit großer Reichweite.
Der kombinierte Anschluss für
Strom, Trigger- und Status signale
vereinfacht die Systemintegration
und das Kabel-Management. ◄
Das ESD-Multimeter: All-in-One-Gerät für die digitale Zukunft
Eine bedeutende Neuentwicklung kennzeichnet
aktuell den Bereich der ESD-Messtechnik.
Das in Deutschland entwickelte und produzierte
Messgerät von KEINATH Electronic vereint
erstmals alle relevanten ESD-Messverfahren
in einem einzigen System und digitalisiert den
gesamten Messprozess. Die Technologie des
EPA SafeAssure ermöglicht normgerechte ESD-
Messungen mit automatischer Bewertung der
Normkonformität für Einrichtungen und Materialien
gemäß internationaler Standards.
Besonders innovativ ist die effiziente Erfassung
und Dokumentation mittels RFID-Technologie,
die eine einfache Identifikation und Verwaltung
von EPA-Betriebseinrichtungen erlaubt.
2025
KEINATH Electronic GmbH
consulting & equipment
www.keinath-electronic.de
Ein technisches Highlight stellt die dazugehörige
Feldmühle für kontaktlose Messungen
dar, als abnehmbares Messwerk in ergonomischem
Design mit integriertem Abstandssensor
für höchste Präzision. Das Gerät bietet
zudem eine digitale Datenverwaltung mit
automatischer Dokumentation und Analysefunktionen.
Sämtliche Messdaten werden
erfasst, ausgewertet und können in bestehende
QM-Systeme integriert werden. Die
Zusammenführung mehrerer Messgeräte in
einem System reduziert nicht nur den Gerätepark,
sondern optimiert auch Arbeitsabläufe
und steigert die Effizienz im ESD-Schutz. ◄
1/2026
41
Qualitätssicherung
Bidirektionale programmierbare DC-Stromversorgung
Meilhaus Electronic GmbH
www.meilhaus.com
Das chinesische Unternehmen
Ainuo konzentriert sich seit 30 Jahren
auf die Entwicklung und Produktion
von elektrischen Mess geräten,
Prüfnetzteilen und speziellen Stromversorgungssystemen.
Zu den Kernprodukten
von Ainuo gehören elektrische
Sicherheitsprüfgeräte, AC/
DC-Netzteile, Boden-Netzteile
für Flugzeuge, Motortestsysteme,
Leistungsanalysatoren und elektronische
AC/DC-Lasten.
Neu im Sortiment von Meilhaus
Electronic ist die ANEVH(F)-Serie
von Ainuo. Dabei handelt es sich um
eine Familie von programmierbaren,
bidirektionalen Gleichstromnetzteilen,
die Gleichstromversorgung
und Rückkopplungslast integrieren.
Die Geräte der ANEVH(F)-Serie
können als Quelle arbeiten oder
als Senke, die Energie aufnimmt
und sauber in das Netz zurückspeist.
Die ANEVH(F)-Serie deckt
Spannungsbereiche von 0 bis 2250
V ab, per Parallelbetrieb mehrerer
Geräte sind maximale Leistungen
bis 1 MW möglich.
Die Energie fließt bidirektional
mit automatischer nahtloser
Um schaltung, hoher Leistungsdichte,
schnellen dynamischen
Ansprechcharakteristiken, integrierter
Funktionsgenerator-Funktion
und Standard-Testkurven sowie der
Möglichkeit, mehrere Signalformen
frei zu erzeugen.
Die Geräte der ANEVH(F)-Serie
können im Labor, in der Automobilelektronik,
in der Prüfung von Batterien,
Motoren und Elektronik für
neue Energien, in Mikronetzen, bei
Hochleistungstests und anderen
Testszenarien eingesetzt werden.
Sie erlauben u.a. Tests für Mikronetze
und Mikro-Wechselrichter,
Tests für Automobilmotoren, Steuerungen
und Antriebsbatterien, Tests
für Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-DCDC,
Tests von unterbrechungsfreien
Stromversorgungen
(USV), Bordladegeräten (OBC),
Ladestationen und bidirektionalen
DC-DC-Wandlern. ◄
Hochpräzise Takterzeugung mit dem Clock-Generator
2025
SI Scientific Instruments GmbH
www.si-gmbh.de
42 1/2026
Qualitätssicherung
Modularer DC-Leistungsanalysator –
kompakt, leistungsstark, flexibel und präzise
Acht Funktionen in einem Gerät:
LXinstruments stellte auf dem Aviation
Forum Hamburg den neuen
modularen DC-Leistungsanalysator
ITECH IT2705 vor.
Der ist kompakt und leistungsstark,
flexibel und präzise – und bündelt
mit bidirektionaler Architektur
und integriertem Vier quadranten-
Design Stromversorgungs-, Lastund
Analysefunktionen in einem
Gerät.
Entwicklungs-Background
Die steigende Komplexität
elektrischer Ausrüstungen stellt
auch steigende Anforderungen
an die eingesetzten Testsysteme.
LXinstruments ist Spezialist für
Funktionstest- Systeme im Aerospace-Bereich
und Mitglied im
Portal deutscher Raumfahrt – KMU
Best Of Space.
LXinstruments GmbH
info@lxinstruments.com
www.lxinstruments.com
Mit den jetzt ins Sortiment aufgenommenen
neuen DC-Leistungsanalysatoren
der ITECH IT2705-
Serie bietet LXinstruments
Lösungen, die unterschiedliche
Stromversorgungs-, Last- und Analysefunktionen
kompakt und nutzerfreundlich
in einem Gerät vereinen.
8-in-1:
Das bietet der neue ITECH IT2705
Der IT2705 ist ein hochmodular
aufgebauter, hochpräziser DC-
Leistungsanalysator mit bidirektionaler
Architektur und Vier-Quadranten-Design.
Das ermöglicht flexibles
Testen in beide Richtungen
und ein nahtloses Umschalten
zwischen Energieversorgung und
Last. Das System bietet acht synchron
steuerbare Kanäle, Abtastraten
von bis zu 200 kSa/s und
eine Auflösung im Femtoampereund
Nanovolt-Bereich. Damit eignet
sich der IT2705 auch für hochpräzise
Charakterisierungen empfindlichster
Komponenten – unterstützt
durch integrierte Puls- und
Sweep-Modi. Sollte die Leistung
des neuen IT2705 nicht für geplante
Testszenarien ausreichen, lassen
sich die meisten Modelle des
IT2705 zur Leistungserweiterung
auch im Master-Slave-Parallelbetrieb
einsetzen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
• DC-Quelle
stabile Gleichspannungsversorgung
mit bis zu 150 V
und bis 30 A pro Modul
• bidirektionales Netzteil
Stromquelle und -senke
in einem Modul
• regenerative Last
bis zu 93% Wirkungsgrad
durch die Rückspeisung
der Energie ins Netz
• SMU
Quelle-, Senk- und Messgerät
• Leistungsanalysator
Messung von Leistung,
Energie und Wirkungsgrad
• Datenlogger
Erfassung von Spannungs-,
Strom- und Leistungsdaten
• EIS-Funktion
präzise Impedanzanalyse
über ein breites Frequenzspektrum
(z.B. ACIR) inkl.
Bode- und Nyquist-Plots
• Arbiträr-
Wellenformgenerator
freidefinierbare Spannungs-,
Strom- und Leistungsverläufe
Damit ist der IT2705 eine leistungsstarke
und vielseitig einsetzbare
Plattform, die die Komplexität
von Testsystemen reduzieren kann
und gleichzeitig deren Flexibilität
steigert. ◄
Der hochpräzise Clock-Generator CG635 von
Stanford Research Systems setzt Maßstäbe
in der präzisen Taktsignalerzeugung und bietet
eine zuverlässige Lösung für Entwicklung,
Test und Qualitätsprüfung digitaler Schaltkreise,
Systeme und Netzwerke. Mit seinem extrem
geringen Jitter und hoher Frequenzstabilität
ist er insbesondere für die Überprüfung von
ADCs und DACs unverzichtbar, da Taktmodulationen
und Jitter andernfalls zu starkem
Rauschen und nicht vorhandenen Artefakten
führen können. In hochfrequenten Netzwerken
und digitalen Systemen minimiert der CG635
Synchronisationsverluste und reduziert die
Bitfehlerrate durch seine exakte Signalerzeugung
erheblich.
Der CG635 generiert symmetrische oder
asymmetrische Takte im Bereich von 1 mHz bis
2,05 GHz mit einem Sub-ps-Jitter und erlaubt
eine außergewöhnlich feine Frequenzein stellung
mit einer Auflösung von 0,001 Hz.
Die frontseitigen Ausgänge bieten eine kontinuierliche
Regelung von Offset und Amplitude
oder können automatisch auf standardisierte
Pegel gesetzt werden. Unterstützte
Standardpegel umfassen CMOS, PECL, ECL
und LVDS etc. während die rückseitigen Ausgänge
für RS485- und LVDS-Signale an
Twisted-Pair-Leitungen ausgelegt sind. Diese
Flexibilität ermöglicht eine nahtlose Integration
in unterschiedlichste Anwendungen,
von Laboraufbauten bis hin zu industriellen
Testumgebungen.
Ein besonderes Highlight ist der integrierte
binäre Zufallsgenerator, der es ermöglicht, Taktund
Datensignale für den Test von seriellen
Datenkanälen mittels Eye-Pattern-Analysen zu
erzeugen. Die Flankensteilheit der Ausgangssignale
beträgt dabei typisch 80 ps, was eine
äußerst präzise Signalverarbeitung gewährleistet.
Optional kann der CG635 mit einem
hochpräzisen Rubidium-Frequenzstandard
ausgestattet werden, wodurch sich die Frequenzstabilität
auf unter 0,0001 ppm verbessert
und die Alterung des Geräts signifikant
reduziert wird.
Für eine komfortable Steuerung und Integration
in bestehende Messsysteme verfügt
der CG635 über vielseitige Computer-Schnittstellen,
darunter IEC-Bus und V.24. Diese
ermöglichen eine einfache Fernsteuerung
und Automatisierung von Messabläufen, was
insbesondere in anspruchsvollen Labor- und
Produktions umgebungen von Vorteil ist. ◄
1/2026
43
Qualitätssicherung
3D Digitales Stereomikroskop
Unternehmen, sowie deren Zulieferketten
für die Inspektion, Handhabung,
Messung und Analyse von Fertigungsteilen
eingesetzt.
Vision Engineering Ltd ist ein global führender
Entwickler und Hersteller patentierter,
ergonomischer Stereo- und Digitalinstrumente
und Messtechnik. Die Systeme
werden von weltweit führenden
Der Sektor Auftragsfertigung bietet Kunden
umfassende Lösungen – von Entwicklung
und Konstruktion bis hin zur Serienfertigung
und Markteinführung. So profitieren
die Kunden von modernster Technologie
und einem erfahrenen Team aus
Konstrukteuren und Ingenieuren.
Vision Engineering, ein weltweit führender
Anbieter von ergonomischen Mikroskopen, digitalen
Visualisierungs- und Messtechniklösungen,
gibt die Markteinführung von ProteQ VISO
bekannt, einem digitalen Stereomikroskop mit
vollständig integriertem „Autostereo”-Display,
dass eine echte 3D-Bildbetrachtung auf einem
Flachbildschirm ohne 3D-Brille oder herkömmliche
Okulare am Mikroskop ermöglicht.
ProteQ VISO wurde für anspruchsvolle Inspektionen
und Manipulationen, die Entwicklung neuer
Produkte und Prototypen entwickelt und bietet
im Vergleich zu 2D-Systemen einen enormen
Fortschritt in Bezug auf Benutzerkomfort, Effizienz
in der Zusammenarbeit und digitale Vielseitigkeit
– ideal für präzise Arbeitsabläufe z. B.
in der Elektronik, Prototypenbau und die Entwicklung
medizinischer Geräte.
2025
„Eye-Tracking“ Autostereo-Display
Das Autostereo-Display von ProteQ VISO ist
eine 3D-LED-Display-Technologie, die keine
zusätzliche Brille oder andere Hilfs mittel benötigt,
um lebendige LED-3D-Bilder zu liefern.
Der Betrachter genießt ein beeindruckendes
3D-Erlebnis mit geringerer Ermüdung der
Augen. Zwei Kameras im Monitor steuern die
Eye- Tracking-Software, die dafür sorgt, dass
der Benutzer perfekt klare 3D-Bilder erhält und
dabei den Kopf frei bewegen kann.
Ergonomisch gestaltet,
auf Effizienz ausgelegt
Die aufrechte Betrachtungsposition, der verstellbare
Bildschirm und die komfortable Sichtweise
von ProteQ VISO definieren ergonomische
Mikroskopie neu – Ermüdungserscheinungen
werden minimiert und die Produktivität bei längeren
Arbeitsphasen maximiert. In Kombination
mit der Live-Vergrößerungsanzeige und dem
nahtlosen 10:1-Zoom können Benutzer präzise,
schnell und bequem arbeiten.
Die Stereobildfunktion des Mikroskops verbessert
die Tiefenwahrnehmung und ermöglicht
eine intuitive 3D-Interaktion während der Inspektion
und Prototypenentwicklung. Wenn Zusammenarbeit
entscheidend ist, können Benutzer
zur Mono-Ansicht wechseln, um Diskussionen
und gemeinsame Analysen in Echtzeit durchzuführen
– egal ob persönlich oder aus der Ferne.
Verbesserte digitale Zusammenarbeit
und Konnektivität
ProteQ VISO bietet eine Reihe digitaler Funktionen
für moderne technische Teams:
• Bildaufnahme, Wiedergabe und Streaming:
Bilder und Videos auf USB-drives oder PC
aufnehmen und mühelos plattformübergreifend
weitergeben.
• Bild-in-Bild und Überlagerungen:
Ansichten referenzieren neben Live-Bildern
mit Überlagerungsunterstützung und voreingestellter
Speicherung.
• Anmerkungs- und Bemaßungswerkzeuge:
Notizen hinzufügen, Merkmale messen und
Berichte optimieren
• Peripherie- und Netzwerkintegration:
Kompatibel mit externer Software wie Dimension
Two; Benutzer können direkt über die
Benutzeroberfläche auf E-Mails, Teams und
Dateien zugreifen.
Das System verfügt außerdem über durchdachte
Details für spezielle Anwendungen – eine
moderne Objekt-Beleuchtung und ein abnehmbares
Display für den Einsatz in der Sicherheits-
Werkbank und Laminar-Flow-Box. Verriegelbare
Arretierungen, schnell austauschbare Beleuchtungskomponenten,
eine optionale 360-Grad-
Winkeloptik und eine Durchlichtbeleuchtung
gewährleisten äußerste Präzision mit Flexibilität.
Ein Sprung in der Mikroskopie-Innovation
„ProteQ VISO markiert die nächste Generation
der ergonomischen Desktop-Digitalmikroskopie“,
so Paul Newbatt, Group Sales
and Marketing Director bei Vision Engineering.
„Es ermöglicht Teams, schneller zu arbeiten,
intelligenter zu interagieren und komfortabel zu
bleiben – und das alles bei echter Stereoklarheit
auf dem Bildschirm.“
ProteQ VISO kann ab sofort direkt bei Vision
Engineering oder über das weltweite Vertriebsnetz
bestellt werden. ◄
Vision Engineering Ltd.
www.visioneng.de
Weitere Informationen unter: www.visioneng.de/proteqviso
44 1/2026
Qualitätssicherung
Innovative Objektive für Spezialanwendungen
Außergewöhnliche Optikanwendungen
in anspruchsvollen
Bereichen wie Messtechnik, Halbleiterfertigung,
Biowissenschaften
oder Automatisierung stehen vor der
Herausforderung, exakt passende
optische Komponenten zu finden,
denn Lösungen von der Stange führen
allzu häufig nur zu mittelguten
Ergebnissen. Der Optik-Experte
Vision & Control GmbH löst als
OEM-Zulieferer solche Probleme
– mit maßgeschneiderten Objektiven
für höchste Ansprüche.
Die spezifischen Anpassungen
von Vision & Control ermöglichen
eine präzise Bildgebung bei geringem
Aufwand. Neben einer höheren
optischen Qualität bieten sie noch
weitere Vorteile gegenüber Standardlösungen:
Sie optimieren den Bauraum
und ermöglichen zeitsparende
Prozesse, vor allem bei Inline-Inspektionen,
etwa im Rahmen der Qualitätskontrolle.
2025
Vision & Control GmbH
www.vision-control.com
1/2026
Beispiele für die Produkte von
Vision & Control sind maßgeschneiderte
Objektive mit niedriger
Schärfen tiefe und hoher Numerischer
Apertur (NA) – sie ermöglichen
es, exakt auf kritische Elemente
der zu inspizierenden Objekte
zu fokussieren und sie dadurch
gezielt im Blickfeld hervorzu heben.
So lassen sich – gegebenenfalls
auch mit Laserunterstützung – verborgene
Details sichtbar machen,
die für die Qualitäts kontrolle bedeutsam
sind. Für Anwendungen, die
eine präzise Erfassung der Oberflächenstrukturen
erfordern, hat
Vision & Control vergrößernde
Doppel- Gauss-Objektive mit einem
NA-Wert von mehr als 0,1 im Programm.
Die Multi-Aperture-Objektive von
Vision & Control kombinieren mehrere
Bildmodi in einem System. Ausgestattet
mit hochauflösenden VIS-
Sensoren, Polarisationssensoren und
Short-Wave-Infrared-(SWIR)-Sensoren
wie dem IMX990, sind diese
Objektive ideal für Anwendungen, bei
denen mehrere verschiedene Bildmodi
erforderlich sind. Das spart Zeit
und Raum im Produktionsprozess.
Ein weiteres Beispiel für
anspruchsvolle optische Lösungen
aus dem Hause Vision & Control
sind Multi-Mess- beziehungsweise
Split-Field-Objektive. Diese Technologie
ermöglicht es, eine Abbildung
in spezifische „Points of Interest“
(POI) aufzuteilen und damit mehrere
Bereiche simultan zu inspizieren.
Für diese Art von spezifischen
Anwendungen hat Vision & Control
sein Multikamerasystem vicosys im
Angebot, das dank blitzschneller
Bildverarbeitungsprozesse bis zu
8 Kameras steuern und das Ergebnis
dank zertifizierter Schnitt stellen
genauso zügig an die Anlagensteuerung
weitergeben kann.
Für spezielle Anwendungen, etwa
zur Kontrolle im Rahmen der industriellen
Prozesskontrolle, hat das Unternehmen
entozentrische Objektive
mit integrierter koaxialer Beleuchtung
im Programm. Diese ermöglichen
es, mithilfe eines dichroitischen
Spiegels Laseranwendungen präzise
zu verfolgen, und gewährleisten eine
fokussierte Laserführung und damit
eine optimale Bildgebung.
Des Weiteren bietet Vision &
Control spezielle Lösungen für
Beleuchtungen im SWIR- (Short
Wave Infrared) und NIR- (Near
Infrared) Spektralbereich, die eine
Materialidentifikation durch spektrale
Bildgebung ermöglichen.
Sie machen sich den Umstand
zunutze, dass Materialien Licht
über das elektromagnetische Spektrum
in unterschiedlicher Stärke
reflektieren. Dieser Effekt wird beispielsweise
in der Halbleiterinspektion
genutzt. Für Anwendungen im
SWIR-Bereich entwickelt Vision &
Control auch telezentrische Objektive,
die keine Nachfokussierung
bei verschiedenen Wellenlängen
erfordern. Solche Objektive werden
in Anwendungen eingesetzt,
die eine besonders hohe Präzision
und Transmission erfordern.
Für die Inspektion größerer
Objekte bietet Vision & Control
telezentrische Großfeld-Objektive
an, die durch die Fresnel-Technik
ein niedrigeres Gewicht und niedrigere
Kosten im Vergleich zu herkömmlichen
Objektiven mit großem
Durchmesser ermöglichen. Kompakte
Weitfeld-Objektive für Zeilenkameras
können nach Kundenspezifikationen
bereitgestellt werden. ◄
UV-F-Theta-Objektiv mit reduziertem
Ausgasverhalten für die Elektronikfertigung
2025
Excelitas Technologies präsentierte
ein neues F-Theta-Objektiv
mit reduziertem Ausgasverhalten.
Das Quarzglasobjektiv aus
der Reihe LINOS UV F-Theta-
Ronar eignet sich besonders für
die Halbleiterfertigung sowie
generell für die UV-Laserbearbeitung
mit hohen Leistungen und
kurzen Pulsen. Es ist mit einer
High-End-Breitbandbeschichtung
versehen und für den Wellenlängenbereich
von 340 bis 360
nm optimiert. Die hochwertige
optische Konstruktion gewährleistet
minimierte Rückreflexionen
und höchst uniforme Spot- Größen
über das gesamte Scanfeld. Bei
einer Laseraustritts öffnung von
15 mm beträgt die minimale Spotgröße
11 µm. Das F-Theta-Objektiv
ist für eine Brennweite von
252 mm ausgelegt. Es eignet
sich optimal zum Einsatz mit dem
ausgasarmen UV-Strahlaufweiter
von Excelitas. Der Hersteller verwendet
modernste Produktionstechnologien
unter Reinraumbedingungen
und erreicht dadurch
eine langanhaltende optische
Stabilität. Auch die Materialien
für Gehäuse und Staubschutzkappe
sind nach ihren geringen
Ausgasungseigenschaften ausgewählt.
Das F-Theta-Objektiv lässt
sich über sein M85x1-Standardgewinde
einfach in industrielle
Laserapplikationen integrieren.
Zielanwendungen sind u.a. Wafer-
Verarbeitung, Display- Fertigung
und Solarzellenproduktion.
Excelitas
Technologies, Corp.
www.excelitas.com
45
Qualitätssicherung
Hochpräzise Flying-Probe-Tester
APT-2400F und APT-2600FD sind die neusten leistungsstarken Flying-Probe-Systeme aus dem Hause TAKAYA.
Die hochpräzisen Tester sind
speziell auf die Anforderungen der
miniaturisierten Elektronikfertigung
ausgelegt und überzeugen durch ein
modulares Gesamtkonzept. Die Systeme
sind sowohl als Stand-Aloneals
auch In-Line- Version erhältlich
und bieten maximale Flexibilität,
Präzision und Testtiefe.
Die TAKAYA-Systeme basieren auf
einem einzigartigen mechanischen
Konzept mit sechs Achsen und zehn
Prüfnadeln, von denen vier vertikal
angeordnet sind. Diese Struktur ermöglicht
gezielten Zugriff auf schwer
erreichbare Kontakt stellen, etwa zwischen
hohen Bau teilen oder an Steckverbindern,
und erhöht damit die Prüfabdeckung
signifikant.
2025
Anatomie und Möglichkeiten
Die APT-2400F ist ein einseitiges
Test system mit vier Achsen
und sechs Prüfnadeln, wobei
vier Proben abgewinkelt und zwei
vertikal sind. Mit einer minimalen
Kontakt fläche von nur 50 µm sind
auch hochdichte HDI-Leiterplatten
problem los testbar.
Für komplexere Prüfanforderungen
bieten die Systeme, insbesondere
der beidseitige Tester APT-
2600FD, erweiterte Funktionen. Die
beidseitige Prüfung spart Zeit, da der
Wendevorgang entfällt, erweitert die
Testabdeckung und erhöht die Prüftiefe.
Das Multiprobe- System erlaubt
den gleichzeitigen Kontakt mit mehreren
Prüfpunkten auf der Unterseite
und unterstützt damit die Integration
von In-System-Programming (ISP).
Ein Laser misst die Oberflächenhöhe
von Leiterplatten und Bauteilen,
erleichtert die Erkennung von
Defekten wie ange hobenen Bauteilen,
und das System passt Koordinaten
automatisch an Leiterplattenverformungen
an, um Prüf stabilität trotz
mechanischer Toleranzen sicherzustellen.
und ermöglicht so eine Kontaktierung
ausschließlich über den Federdruck
der Messnadeln. Dadurch wird
eine besonders schonende und präzise
Prüfung selbst empfindlichster
Bauteile gewährleistet.
Zudem verfügen die Systeme
über modernste Kameratechnologie.
Das integrierte CMOS-Kamerasystem
mit Flüssiglinse unterstützt
Auto fokus, 3D-Real-Map-Visualisierung
sowie OCR. Eine separate
Remote-Kamera überwacht die Prüfprozesse
in der Fertigung und ermöglicht
Remote-Debugging. Zum Testspektrum
zählen optische Verfahren
wie OCR, Barcode- und Bauteilerkennung
sowie Polarisationsprüfung.
Ein spezieller LED-Farbsensor
analysiert zuverlässig Farbton,
Sättigung und Leuchtdichte.
Erweiterte
elektrische Testfunktionen
Es stehen umfassende elektrische
Prüfverfahren zur Verfügung, darunter
In-Circuit-Tests, Funktions tests
und Open/Short-Erkennungen. Neuentwickelte
Temperatursensoren
erfassen temperaturabhängige Bauteile
und Halbleiter, um fehlerhafte
oder falsch bestückte Komponenten
präzise zu identifizieren. Eine
hochauflösende 16-Bit-Messtechnik,
4-Quadranten-Spannungsversorgungen
und ein programmierbarer
AC-Generator gewähr leisten
auch bei komplexen Funktionsprüfungen
exakte Ergebnisse. In der
SL-Version können die APT- Flying-
Prober Leiter plattenformate bis
985 × 610 mm verarbeiten und sind
somit für vielfältige Anwendungen
in Entwicklung und Produktion
geeignet.
Industrie-4.0-Anbindung
und wirtschaftliche Vorteile
Damit die leistungsstarke Prüftechnologie
ihr volles Potenzial entfalten
kann, ist die APT-Serie optimal
auf moderne Fertigungsumgebungen
abgestimmt. Standardisierte
Schnittstellen, wie SMEMA,
IPC-HERMES-9852 und OPC UA,
ermöglichen eine nahtlose Integration
in Industrie-4.0-Prozesse. Ein
automatisches Reinigungssystem hält
die Nadeln frei von Verunreinigungen
und gewährleistet stabile Prüfergebnisse.
Die benutzerfreundliche Software
erlaubt eine unkomplizierte Prüfprogrammerstellung
auf Basis gängiger
CAD-Formate wie ODB++.
Die Serie ist für den Dauerbetrieb
ausgelegt und bietet eine Z-Achsen-
Beschleunigung von bis zu 50 G.
Sie verbindet höchste mechanische
Präzision mit energieeffizientem
Betrieb. Durch die flexible Bauweise
und die hohe Prüfgenauigkeit tragen
die Systeme maßgeblich zur
Senkung der Testkosten vom Prototyp
bis zur Massen produktion bei,
bei gleichzeitiger Verbesserung der
Produkt qualität und -zuverlässigkeit.
Fazit
Mit den Serien APT-2400F und
APT-2600FD positioniert sich
SYSTECH Europe als verlässlicher
Technologiepartner für automatisierte
Testlösungen in der europäischen
Elektronik fertigung. ◄
SYSTECH EUROPE GmbH
info@systech-europe.de
www.systech-europe.de
Schonende Kontaktierung
und moderne Bildverarbeitung
Die neuen Systeme sind mit der
„Zero-Impact Probe Control“ ausgestattet.
Diese Steuerung reduziert
die Geschwindigkeit der Prüfnadeln
unmittelbar vor dem Kontakt auf Null
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