RegionalSport - 22.01.2026
Das Sportmagazin im Norden
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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 22. Januar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 03 / 2026
REGIONAL
Jeden
Donnerstag
neu !
Das Sportmagazin im Norden
Blickpunkt Millerntor:
Dieses Derby verspricht
HOCHSPANNUNG
+++ Hauke Wahl und Fabio Baldé im Gespräch
Sky-Kommentator Frank Buschmann im Interview: „In Hamburg herrscht Vollalarm“
Vor dem Spiel in Bielefeld -
Interview mit Rückkehrer Jonas Meffert:
„Freue mich,
wieder hier zu sein"
Fotos: Ruhnke/RS/Altona/JK
Handball-EM Hauptrunde:
So geht’s für das
DHB-Team weiter
+ Inteview mit DHB-Kapitän
Johannes Golla
Interview mit Altonas Kapitän Pascal El-Nemr:
„Endspiele
können wir gut“
Gedenktafel für KSV-Mitbegründer
Georg P.
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Stadtderby
2 | RegionalSport
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Interview mit Sky-Kommentator Frank Buschmann (61):
„In Hamburg herrscht Vollalarm“
Herr Buschmann, am Freitagabend
kommentieren Sie das
Hamburger Stadtderby. Für
Sie ein Spiel wie jedes andere?
Frank Buschmann: Selbstverständlich
ist es für uns bei Sky
und für mich im Speziellen ein
besonderes Spiel. Ich weiß sehr
wohl um die Bedeutung des
Derbys und dass in Hamburg
Vollalarm herrscht. Schmiso
(die Red.: Florian Schmidt-
Sommerfeld) und ich haben
uns gefreut, als feststand, dass
wir diese Partie kommentieren
dürfen.
Wie sind aus Ihrer Sicht die
sportlichen Vorzeichen?
Frank Buschmann: Es klingt
platt, aber beide Teams müssen
gewinnen. St. Pauli braucht gegen
einen Mitkonkurrenten unbedingt
den Dreier, aber der
HSV hat das Hinspiel chancenlos
mit 0:2 verloren – also ist da
definitiv eine Rechnung offen.
Für beide Mannschaften steht
eine Menge auf dem Spiel.
Nach den zwei Niederlagen
rangiert der FC St. Pauli auf
Platz 18. Spielt das für die
Psyche eine Rolle?
Frank Buschmann: Im Moment
ist der Tabellenplatz noch
völlig egal – wichtig ist, dass der
Abstand zu den anderen Mannschaften
nicht zu groß wird.
Insgesamt sind 12 Punkte aus
den Spielen aber zu wenig. Ich
finde es schade, dass der Start
ins neue Jahr jetzt so missglückt
ist, weil der Dezember mit fünf
Punkten ein guter Monat war.
Zuvor war schon in München
ein Unentschieden durchaus
drin und ich hatte das Gefühl,
dass es in die richtige Richtung
geht. Um es auf den Punkt zu
bringen, der Punkt in Dortmund
wäre für den Kopf sehr, sehr
wichtig gewesen, denn dann
wäre die Brust deutlich breiter,
als nach dieser bitteren Pleite.
Sollte Eric Smith aus Ihrer
Sicht am Freitag im Mittelfeldzentrum
bleiben?
Frank Buschmann: Unbedingt.
Er tut St. Pauli dort gut und
EINWURF
Rückschläge en masse – jetzt muss
St. Pauli Stärke zeigen
Fangen wir mal vorne an: Aus braun-weißer
Sicht begann das Jahr bereits mit der
Sprunggelenks-Verletzung von Andreas
Hountondji unglücklich. Bei allen technischen Unzulänglichkeiten
taten seine körperliche Wucht und seine tiefen
Läufe dem Angriffsspiel gut. Weiter ging es mit der Hiobsbotschaft
von den erneut aufgetretenen Fußbeschwerden
Jackson Irvines - positiv zumindest, dass St. Paulis Kapitän
am Dienstag auf dem Platz zu sehen war und 45 Minuten
Teile des Mannschaftstrainings absolvierte. Seine Laufstärke,
seine Präsenz in der gegnerischen Box sowie sein Kopfballspiel
fehlen aktuell immens. Doch damit nicht genug,
denn nach dem witterungsbedingten Ausfall der Leipzig-
Partie folgten in Wolfsburg und Dortmund ganz, ganz bittere
Last-Minute-Niederlagen.
Ausgerechnet nun kommt der HSV zum Stadtderby und
will die 0:2-Hinspielniederlage vergessen machen. Alexander
Blessin betonte am Samstag, dass das genau der richtige
Gegner sei – aber ist das so? Das Spiel bedeutet aus Sicht der
Gastgeber Chance und Risiko zugleich. Mit dem so dringend
benötigten Heimsieg würde sich nicht nur punktetechnisch
die tabellarische Lage ändern, sondern auch die Stimmung
im Umfeld des Klubs. Bei einer Niederlage hätte der Rivale
aus dem Volkspark schon acht Punkte Vorsprung und zudem
wäre dies der nächste herbe Rückschlag. St. Pauli muss
am Freitag Stärke zeigen und von Beginn an das Heft des
Handelns in die Hand nehmen. Klar ist, dass dazu die eigenen
Fans zwingend benötigt werden – das Millerntor kann
nämlich der entscheidende Faktor sein. Der HSV hat in dieser
Saison mehrfach gezeigt, dass er außerhalb der Festung
des Volksparkstadions Probleme hat. Sollte aber ausgerechnet
am Millerntor der erste Auswärtsdreier gelingen, dürfte
die Brust enorm breit werden.
Fassen wir zusammen: Die Vorzeichen für einen spannungsgeladenen
Abend könnten besser nicht sein, wenn Fußball-
Deutschland ans Millerntor schaut.
Freuen wir uns einfach drauf.
Ihr Frank Sorgatz
wenn er halt weniger läuft,
müssen die anderen etwas
mehr tun. Dafür spielt Smith
aber diese entscheidenden Pässe
oder verlagert das Spiel, wie
es bei St. Pauli nur wenige können.
Klar tut Hountondjis Ausfall
weh, aber ist er der Stürmer,
der zweistellig trifft?
In welchen Bereichen sollte
Sportchef Andreas Bornemann
noch personell nachlegen?
Frank Buschmann: Wenn ich
mir die Spiele anschaue, müsste
St. Pauli vorne noch was machen.
Sie schießen viel zu wenig
Tore und wer sollte da vorne
in der Rückrunde die Tore machen?
Klar tut Hountondjis
Ausfall weh, aber ist er der
Stürmer, der zweistellig trifft?
Ich weiß aber auch, dass der
Stürmermarkt nicht ganz einfach
ist.
Trauen Sie denn St. Pauli den
erneuten Klassenerhalt zu?
Frank Buschmann: Absolut.
Ich sehe nämlich den Kader im
Mittelfeld, in der Abwehr und
im Tor ordentlich aufgestellt
und wenn sich vorne noch was
tut, traue ich St. Pauli Platz 15
oder sogar 14 zu.
Blicken wir auf den HSV: Gibt
es für Sie eine Erklärung, warum
es so eine große Diskrepanz
zwischen den Heim- und
den Auswärtsspielen gibt?
Frank Buschmann: Nein, das
kann ich rational nicht erklären.
Es gibt sicher unterschiedliche
Herangehensweisen, aber
warum die Leistungen so unter-
schiedlich sind, ist mir ein Rätsel.
Klar ist, sie treten in der
Fremde vorsichtiger und gehemmter
auf und zwei Zähler
sind viel zu wenig. Aber ein
Thema beschäftigt mich…
Nämlich?
Frank Buschmann: Ich habe
nie verstanden, dass Robert
Glatzel so wenige Einsatzminuten
bekommt. Ich weiß, dass
Polzin Tiefe in sein Spiel bekommen
möchte, aber ein Stürmer,
der im Strafraum präsent
ist, täte dem HSV echt gut.
Durch Vieira, Lokonga und
Downsist ist der HSV mit Ball
eindeutig stärker geworden.
Wenn man den Auftritt in
Gladbach und nun im Rückspiel
zu Grunde legt, hat sich
die Elf entwickelt. In welchen
Bereichen hat die
Truppe Fortschritte gemacht?
Frank Buschmann: Eindeutig
im spielerischen Bereich.
Durch Vieira, Lokonga
und Downs ist der
HSV mit Ball eindeutig
stärker geworden. Zudem
imponiert mir Vuskovic
in der Abwehr. Wie der
mit 18 Jahren auftritt, ist
beeindruckend.
Daniel Heuer Fernandes
unterlief beim letzten
Derby am Millerntor
ein großer Fauxpas, als
er ein skurriles Eigentor
erzielte. Könnte das Folgen
für seinen Auftritt
am Freitag haben?
Frank Buschmann: Nein, das
glaube ich nicht. Heuer Fernandes
ist ein erfahrener Keeper,
dem wird das nichts ausmachen.
Außer er schlägt beim
ersten Rückpass über den Ball,
dann möchte ich mal sehen,
wie es weitergeht. Aber die St.
Pauli-Fans werden sich diesbezüglich
sicher etwas einfallen
lassen, wenn er den Ball am
Fuß hat.
Frank Buschmann: Um es kurz
und knapp zu sagen: Ich wünsche
mir, dass es nicht so ist
und dass intern alles schonungslos
aufgeklärt wird.
Seit Saisonbeginn gibt es bei
Sky den “Flutlicht-Freitag“
mit jeweils zwei Kommentatoren.
Wie zufrieden sind Sie
bisher mit dem Format?
Frank Buschmann: Im
Große Vorfreude: Frank Buschmann wird das Derby gemeinsam
mit Florian Schmidt-Sommerfeld für Sky kommentieren.
Kern ist es so gelaufen, wie wir
uns das vorgestellt haben – das
heißt nicht, dass man einzelne
Dinge nicht immer noch verbessern
kann. Als mich Sky gefragt
hat, ob ich mir das gemeinsam
mit Schmiso vorstellen könnte,
war ich von der Idee sehr angetan.
Es ist etwas Neues und ich
sehe in dem Format eine große
Chance. Ich habe zu Beginn
auch richtig auf die Fresse bekommen
– und ja, im ersten
Spiel zwischen Bayern und
Leipzig war es etwas
zu viel Gerede von
uns. Aber wir
hatten uns auf diesen Tag so gefreut
und gar nicht groß überlegt,
dass das den Zuschauer
überfordert. Ich finde, wir haben
mittlerweile den richtigen
Mix und halten auch mal die
Stadtderby
Foto: Sky
stadt
derby
Klappe. Aber es wird immer
die Nörgler geben, die etwas
kritisieren - denn egal, was
du machst, alle Leute wirst du
nicht begeistern können.
Wie läuft bei Ihnen die Vorbereitung
auf das Derby?
Frank Buschmann: Bei mir hat
die Vorbereitung auf ein Fußballspiel
vor 53 Jahren begonnen.
Seitdem verfolge ich im
Fußball und in anderen Ballsportarten
die Entwicklung. Ich
lese, lese und lese und verfolge
alles, was in der Zeitung steht
und über die Klubs diskutiert
wird. Ich habe schon die Zusammenfassungen
vom Wochenende
gesehen und werde
noch mindestens ein komplettes
Spiel von St. Pauli und dem
HSV anschauen. Schmiso telefoniert
auch immer nochmals
gerne mit den Trainern und
die Pressekonferenzen schaue
ich mit natürlich auch an.
Zudem erhalten wir vom Sender
Daten mit den wichtigsten
Statistiken. Da muss
man sehen, was für einen
wichtig ist.
Wie wird denn am Freitagabend
das Sky-Team
am Millerntor aussehen?
Frank Buschmann: Sky
wird mit mindestens 25
Mann vor Ort sein. Wie
erwähnt, kommentiere
ich die Partie mit
Schmiso und als Moderatorin
ist Mara Mones
dabei. Zudem wird Patrick
Wasserziehr als
Field-Reporter zugegen
und Didi Hamann unser
Experte sein.
Abschließend: Wie geht das
Stadtderby aus?
Frank Buschmann: Super
schwierig… aber ich wage es:
St. Pauli gewinnt 2:1.
(Frank Sorgatz)
Glauben Sie, dass die unschöne
Auseinandersetzung zwischen
dem HSV und Ex-Vorstand
Stefan Kuntz noch Auswirkungen
auf den sportlichen
Bereich haben könnte?
RegionalSport | 3
stadt
derby
Stadtderby
Die Stimmung bei Hauke Wahl
war drei Tage nach der bitteren
2:3-Niederlage beim BVB schon
wieder besser. In der Dortmunder
Mixed-Zone hatte der Abwehrspieler
seinen Kopf partout
nicht hochbekommen. „Es
sind Kleinigkeiten, die den Unterschied
machen. So ist eben
Fußball und das haben wir
heute gesehen. Heute wird es
noch wehtun, nächste Woche
sieht die Welt dann wieder anders
aus.“
Gesagt, getan: Am Dienstag
blickte der 31-Jährige schon
deutlich optimistischer nach
vorne: „Wir haben das Dortmund-Spiel
am Tag danach
analysiert und dann war es
auch abgehakt. Für den Verein,
für unsere Fans und die Stadt
ist es das wichtigste Spiel -
auch für uns Mannschaft ist es
sehr wichtig. Wenn man unsere
Punktzahl sieht, ist jetzt aber jedes
Spiel wichtig – aber klar ist
es besonders.“ An den 2:0-Sieg
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St. Paulis Hauke Wahl spricht über das 113.Stadtderby:
„Für uns ist jetzt jedes Spiel wichtig“
im Hinspiel hat der gebürtige
Hamburger gute Erinnerungen:
„Wir haben sehr dominant gespielt
und waren in den Zweikämpfen
voll da – das war
Zweikampfstark: Hauke Wahl (hier im
Hinspiel gegen Jordan Torunarigha)
muss auch am Freitag als Führungsspieler
vorangehen. Foto: Ruhnke
Derby-Splitter:
• Überraschung: Beim Training
am Dienstag stand plötzlich St.
Pauli-Kapitän Jackson Irvine auf
dem Platz und absolvierte bei
der 45 Minuten-Einheit Teile
des Mannschafts trainings. Ob es
der Australier in den Derby-
Kader schaffen wird, ist allerdings
fraglich, denn nach
Informationen von Regional
Sport hat der 32-Jährige nach
wie vor große Schmerzen am lädierten
linken Fuß. Danel Sinani
(Wade) machte hingegen
schon einen Großteil des Trainings
mit und könnte am Freitag
dabei sein. Connor Metcalfe
(Knie) arbeitete individuell im
Kraftraum und dürfte erstmal
noch kein Thema sein.
• Ansetzung: Der DFB hat Tobias
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schon das beste Saisonspiel.“
Tugenden, die auch am Freitagabend
gefragt sein dürften,
oder? Wahl führt aus: „Ein Derby
muss man einen Ticken anders
spielen, als andere Spiele –
aber man muss auch authentisch
bleiben. Wir müssen auf
dem Platz präsent sein und dadurch
nehmen wir unsere Fans
mit – sie werden sicher als
Wand hinter uns stehen. Die
Vorfreude ist bei uns auf jeden
Fall sehr groß.“
St. Paulis Abwehrroutinier, der
mit hoher Wahrscheinlichkeit
erneut in der Dreier-Abwehrkette
den zentralen Part einnimmt,
warnt aber vor der
Elf aus dem Volkspark: „Es
wird ein anderes Spiel als in
der Hinrunde. Der HSV hat viele
neue Spieler und ist deutlich
gefestigter. Ähnlich wie wir in
der Saison davor, haben sie aus
den ersten Spielen gelernt. Es
ist eine gute Mannschaft, aber
auch wir haben Qualitäten, mit
denen wir ihnen wehtun können.“
(Frank Sorgatz)
das Stadtderby als Schiedsrichter
nominiert.
• Bilanz: Wenn der Hamburger
SV auswärts punktet, geht es
torlos zu. Ein 0:0 gab es in Gladbach
und bei Union Berlin.
Nach sechs Niederlagen belegt
der HSV den letzten Platz in der
Auswärtstabelle. Positiv sind
die 15 Punkte aus den Heimspielen.
• Erkenntnis: Zur Rutschpartie
wurde das Heimdebüt gegen
Gladbach für Damion Downs.
Die Leihgabe aus Southampton
vergab in der vierten Minute
nach einem Torwartabpraller
die Chance zur HSV-Führung.
Downs schlitterte in ganzer
Länge durch den Strafraum.
Empfehlung seines Trainers Polzin:
„Längere Stollen.“
• Neuer Keeper: Wie diverse
Medien übereinstimmend berichten,
wird der HSV den Norweger
Sander Tangvik als
Nachfolger von Daniel Peretz
von Rosenborg BK verpflichten.
Demnach soll der 23-jährige
Keeper einen langfristigen Vertrag
an der Elbe unterschreiben
und am Mittwoch den Medizincheck
absolvieren. Als Ablöse
stehen dem Vernehmen nach
zirka 2,5 Millionen im Raum.
(Sorgatz/Ehlers)
Vor der Wiederauflage des Derbys haben sich die Vorzeichen grundlegend gewandelt:
Der Druck liegt bei St. Pauli
Anfang Mai 2024, ein Freitag
war es, verpasste der FC St.
Pauli eine historische Chance.
Ausgerechnet im Volksparkstadion
hätte der
Stadtteilklub seinen
Aufstieg feiern und zelebrieren
können. Diese
Schmach wehrte der Hamburger
SV mit einer engagierten
Leistung und einem 1:0-Sieg
ab. St. Pauli brauchte noch eine
Woche zum Aufstieg. Der HSV
ein ganzes Jahr.
Das Wiedersehen im Volkspark
entschieden die St. Paulianer
für sich. Ihr 2:0 ist erst ein halbes
Jahr her, erscheint aber
doch aus einer fernen Zeit. Zu
knapp fiel der Gästesieg seinerzeit
aus – nicht nur Trainer Alexander
Blessin sah am zweiten
Spieltag deutlich überlegene
St. Paulianer, die
ihre Bilanz eine Woche
darauf auf sieben
Punkte ausbauten. Gleichzeitig
wurde der HSV von den Bayern
durchgeschüttelt und war in
der Tabelle hintendran. Weiterer
Reformbedarf war offenkundig.
Der HSV verstärkte sich mit
Vuskovic, Lokonga und Vieira.
Am Kleingeld fehlte es nicht.
Vor der Wiederauflage des
Vorschau: Fr., 23.01.2026 - 20:30 Uhr
Stadtderbys haben sich die Vorzeichen
gründlich gewandelt.
Die St. Paulianer durchschritten
ein Tal von neun Niederlagen.
Die wenigen Erfolgserlebnisse
danach wurden gleich
wieder getrübt von Last-Minute-Niederlagen
in Wolfsburg
FC St. Pauli – Hamburger SV
So könnten sie spielen:
St. Pauli: Vasilj - Dzwigala, Wahl, Mets - Pyrka, Sands, Oppie - Fujita,
Smith - Pereira Lage, Kaars
HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, Vuskovic, Elfadli - Gocholeishvili,
Lokonga, Remberg, Muheim - Vieira, Downs, Dompé
Tipp: 1:0
und Dortmund. Der HSV zog
unter anderem durch späte
Heimsiege gegen Stuttgart und
Bremen vorbei. Zweifellos: Das
Momentum spricht für die Rothosen.
Allerdings haben sich sieben
Zweitliga-Jahre ins Gemüt des
einstigen Bundesliga-Dinos gegraben.
Trainer Merlin Polzin
lässt deshalb auf ein 0:0 gegen
Mönchengladbach nichts kommen
und weist ungeduldige
Kommentatoren, namentlich in
den sozialen Medien, zurecht:
„Wir werden uns weiterhin
über jeden Punkt freuen, den
wir in der Bundesliga holen.“
Diese Aussage ging nicht ganz
konform mit dem Mienenspiel
einiger Wortführer im HSV-
Stadtderby
stadt
derby
Intensiv: Im Hinspiel konnte Adam
Dzwigala HSV- Stürmer Ransford
Königsdörffer stoppen. Gelingt es dem
St. Pauli-Routinier auch am
Freitagabend?
Foto: Ruhnke
Team. Nicolai Remberg („Wir
hatten große Chancen, haben
nur das Tor nicht gemacht“)
und Miro Muheim („Wir waren
dominant und haben Druck erzeugt“)
werteten das Remis gegen
Gladbach als Verlust zweier
Punkte. Solche Aussagen belegen
zum einen ein gewachsenes
Anspruchsdenken, sind andererseits
ein Element der Vorsicht.
So weit hat sich der HSV
von der Abstiegszone dann
doch nicht entfernt.
Aber was soll der FC St. Pauli
sagen? Nach den Niederlagen in
Wolfsburg und Dortmund, die
nicht unerwartet kamen, aber
unnötig waren, brennt das
Schlusslicht am Millerntor. Die
Kiezkicker müssen aufpassen,
nicht den Anschluss zu verlieren.
Vier Punkte Rückstand
sind es bereits auf den ersten
Nichtabstiegsplatz, fünf Punkte
zum HSV. Es braucht keine umfangreiche
Tabellendiskussion,
um zu erkennen, dass die Gäste
vom Volkspark ihrem Lokalrivalen
am Freitag schon nahezu
uneinholbar enteilen könnten.
Der erste Auswärtssieg würde
dem Aufsteiger zwar noch nicht
zum Klassenerhalt reichen,
aber einen Meilenstein markierte
er schon, und das ausgerechnet
im Stadion des Lokalrivalen.
Andererseits: Gewinnen die St.
Paulianer, wären sie wieder
mitten im Geschehen. Und der
Anschauungsunterricht, wie
man eine große Sause des ungeliebten
Nachbarn verhindern
kann, ist ja noch einigermaßen
frisch – 3. Mai 2024, Volksparkstadion,
die aufgeschobene Feier
des FC St. Pauli. (WE)
RegionalSport | 5
Stadtderby
In Wilhelmsburg geboren, im
Volkspark sozialisiert. Seit
2020 trägt der heute 20-jährige
Fabio Baldé das HSV-Trikot.
Anlass genug für ein Derby-
Interview.
Herr Baldé, Ende November
leiteten Sie mit einem unwiderstehlichen
Spurt und dem
Pass auf Fabio Vieira das
Siegtor gegen den VfB Stuttgart
ein und lösten unbeschreiblichen
Jubel aus. War
diese Aktion ein Höhepunkt
Ihrer Karriere? Was ging in
dem Moment in Ihnen vor?
Fabio Baldé: Der Pass auf Fabio
Vieira in der Nachspielzeit
war bislang schon einer der Höhepunkte
meiner bisherigen
Karriere. Das war einfach ein
unbeschreibliches Gefühl, als
der Ball im Tor war. In Unterzahl
gegen den VfB Stuttgart so
einen Sieg zu feiern, war schon
sehr besondere. Das hat man
danach auch anhand der Reaktionen
unserer Fans gesehen
und wie wir anschließend mit
HSV-Angreifer Fabio Baldé im Derby-Interview:
„Wir haben große Lust auf das Spiel“
ihnen im Stadion gefeiert haben.
Das war schon ein Highlight.
Sie als gebürtiger Hamburger
werden besonders viele
Freunde und Verwandte im
Stadion begrüßen dürfen. Ist
das ein zusätzlicher Ansporn
und haben Sie auch St.-Pauli-
Fans unter Ihren Bekannten?
Fabio Baldé: Ich habe hier viele
Freunde und meine Familie,
ich bin gebürtiger Hamburger.
Hamburg ist mein Zuhause. Als
Kind habe ich davon geträumt,
eines Tages mal für den HSV zu
spielen. Diesen Traum konnte
ich mir durch harte Arbeit erfüllen.
Ein großes Ziel ist für
mich, für den HSV in der Bundesliga
ein Stadtderby zu spielen,
das ist schon Ansporn genug.
Das nun mit der Familie
im Rücken als gebürtiger Hamburger
erleben zu dürfen, ist
schon was ganz Besonderes.
Das Derby am Millerntor steht
bevor. Eine Woche später
kommen die Bayern ins Volksparkstadion.
Was ist die größere
Herausforderung?
Fabio Baldé: Wir brauchen uns
nichts vormachen: Für mich gehört
der FC Bayern zu den besten
Mannschaften der Welt. Das
wird eine ganz
große Herausforderung
für uns,
genauso wie das
Stadtderby aber
auch. Wir freuen
uns auf beide
Spiele innerhalb
einer Woche und
sind der Überzeugung,
dass
wir mit guten
Leistungen etwas
holen können.
Unser Fokus
liegt erstmal
auf Freitag, da
wollen wir gemeinsam
mit unseren
Fans die
Punkte holen.
Danach geht der
Blick Richtung
Bayern.
dem Platz aus. Man sieht, was
wir können. Wir bereiten uns
optimal vor für Freitag und haben
große Lust auf das Spiel.
Schmiedestraße 17, 21516 Müssen - Tel. 0172-4000272
Am zweiten
Spieltag hat der
HSV im Volksparkstadion
gegen
St. Pauli
verdient mit 0:2
verloren. Inzwischen veränderte
sich einiges, gerade
auch im Tabellenbild. Wie
kam es zum Umschwung?
Fabio Baldé: Am Saisonanfang
hatten wir eine neu zusammengestellte
Mannschaft, da mussten
wir uns erstmal finden und
einspielen. Mittlerweile sieht
man aber, dass wir auf und neben
dem Platz als Mannschaft
extrem zusammengeschweißt
sind und gemeinsam viele
Schritte gemacht haben. Das
zahlt sich auch auf unsere Leistung
und unseren Auftritt auf
Besonders: Für den gebürtigen
Hamburger Fabio Baldé ist die Partie
am Millerntor eine ganz spezielle.
Foto: Ruhnke
Und Ihr Tipp für
das Derby am Freitag?
Und worauf wird es am
Freitagabend ankommen?
Fabio Baldé: Beide Mannschaften
haben ihre Qualitäten. Aber
in so einem Derby sind auch
andere Komponente als fußballerische
Qualität gefragt. Da
sind auch Mentalität und Wille
wichtig. Wir haben eine gute
Einstellung für das Spiel und
wollen das Ding ziehen.
(Wolfgang Ehlers)
6 | RegionalSport
Holstein Kiel
Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld:
Mit guten Umschaltmomenten zum Sieg in der SchücoArena?
Mit dem Aufwind des 2:0-Heimerfolges
am vergangenen Wochenende
gegen den SC Paderborn
07 reisen die Kieler Störche
am Freitag zum Auswärtsspiel
in die SchücoArena.
Aufsteiger und Gastgeber DSC
Arminia Bielefeld bittet die Elf
Vorschau: Fr., 23.01.2026 - 18:30 Uhr
DSC Arminia Bielefeld - Holstein Kiel
So könnten sie spielen:
Arminia Bielefeld: Kersken - Großer, Bauer, Felix - Momuluh, Russo,
Sicker - Corboz - Grodowski, Telalovic, Wörl
Holstein Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic – Rosenboom, Meffert,
Tohumcu, Tolkin – Therkelsen, Skrzybski – Harres
Tipp: 1:2
Holsteins Steven Skrzybski gegen Paderborns Calvin Brackelmann. Der Paderborn-
Verteidiger zog sich in der Schlussphase eine schlimme Verletzung zu – befindet
sich aber nach eigenen Aussagen auf dem Weg der Besserung.
Fotos: RS
ven Skrzybski. Auf der „Bielefelder
Alm“ schrillen die Alarmglocken
nach der späten 0:1-Niederlage
im Kellerduell bei Fortuna
Düsseldorf lauter denn je. Mit
19 Punkten steht der Aufsteiger
aus Ostwestfalen auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.
Sechs
Spiele in Folge sind die Arminen
nun ohne Sieg. „Wir müssen
arbeiten und intensiv spielen,
denn wir stecken definitiv im
Abstiegskampf. Wir müssen
dringend punkten und schauen
von Woche zu Woche“, sagt
DSC-Angreifer Semir Telalovic,
von KSV-Cheftrainer Marcel
Rapp zum Flutlicht-Tanz. „Wir
müssen unsere Umschaltmomente
noch besser lösen. Ballbesitz
bringt keine Punkte, aber wir
sind auf einem guten Weg und
haben gegen Paderborn gut gestanden“,
sagt KSV-Kapitän Steder
im Winter vom 1. FC Nürnberg
auf Leihbasis zum Aufsteiger
wechselte. Verzichten müssen
die Gastgeber auf Außenspieler
Daniel Richter, der an einem
Kreuzbandriss laboriert.
Eine Sperre auf Seiten der Bielefelder
droht Benjamin Boakye
und Monju Momuluh, die mit
vier Gelben Karten vorbelastet
ins Spiel gehen. Auf Kieler Seite
müssen die Mittelfeldakteure
Stefan Schwab und Magnus
Knudsen aufpassen, dass sie sich
nicht die fünfte Gelbe Karte
abholen. (Andrè Haase)
Überangebot im Mittelfeld:
Rapp muss harte Entscheidungen treffen
Am vergangenen Sonntag im
Heimspiel gegen den SC Paderborn
(2:0) fehlte Mittelfeldspieler
Magnus Knudsen zur Überraschung
aller,
Härtefall: Magnus Knudsen fehlte gegen
Paderborn im Kader der Störche.
im Spieltagskader. War der 24-
jährige Norweger erkrankt
oder verletzt?
Nein! Knudsen hat seinen Kaderplatz
räumen müssen. Umso
verwunderlicher, denn in der
Hinrunde galt der Mittelfeldakteur
unter KSV-Chefcoach Marcel
Rapp als Stammspieler und
war gesetzt. 13 Mal begann der
24-Jährige in der Startelf und
kam in allen 17 Partien zum
Einsatz. Es waren also rein
sportliche Gründe,
die Rapp so
kommentierte:
„Ich weiß, was es
menschlich bedeutet,
Spieler
aus dem Kader zu
nehmen. Aber
ich kann nur 20
Leute mitnehmen.
Es ging darum,
wer eine
realistische
Chance hatte,
eingewechselt zu
werden. Am Ende
ist es mein Job
als Trainer, Entscheidungen
zu
treffen. Bei
Knudsen habe
ich keine Chance gesehen, dass
er gegen Paderborn Spielzeit
bekommt.“ Klingt logisch und
plausibel, aber für den Norweger
sicherlich ein Nackenschlag.
„Wir haben viele Sechser
und Achter in der Mannschaft.
Diesmal hat es eben
Magnus getroffen. Es war eine
harte Entscheidung“, ergänzte
Rapp. Fakt ist: Die Winterneuzugänge
Jonas Meffert (siehe Interview)
und Hoffenheim-Leihgabe
Umut Tohumcu haben das
Potenzial für die Startelf. Dadurch
sind zwei Kaderplätze
belegt. Bei der Vielzahl der Mittelfeldspieler
wird es also weiterhin
vor den Punktspielen
Überraschungen im Spieltagskader
geben. (Andrè Haase)
RegionalSport | 7
Holstein Kiel
Interview mit Rückkehrer Jonas Meffert:
„Freue mich, wieder hier zu sein"
Herr Meffert, Ihr erstes
Pflichtspiel nach Ihrem Wechsel
vom Hamburger SV zurück
zu Holstein Kiel haben Sie mit
den Störchen 2:0 gegen Paderborn
gewonnen. Mit der beeindruckenden
Passquote von 96
Prozent waren Sie im Mittelfeld
der Taktgeber. Wie fällt
Ihr Fazit aus?
Jonas Meffert: (lacht) Es ist also
noch Luft nach oben, um auf
einhundert Prozent zu kommen.
Aber im Ernst: Die Mannschaft
hat mir sehr geholfen, alles
reingehauen und alles weg
verteidigt. Ich bin froh, mit einem
Spiel zurückzukommen.
Das freut mich einfach.
Sie haben Paderborn mit den
eigenen Mitteln geschlagen.
Hinten gut und sicher stehen
und dann schnell umschalten.
War das der Plan im Vorfeld?
Jonas Meffert: Man muss ehrlich
sagen, dass wir auch Fußball
spielen wollten. Wenn man
dann, so wie wir, früh in Führung
geht, dann verändert sich
so ein Spiel ja auch ein bisschen.
Wir müssen uns aber
auch in Zukunft vornehmen,
weiter mehr Fußball zu spielen.
Es sah aber schon sehr gut aus.
Wir haben die Tore schön herausgespielt
und hätten ein,
zwei Angriffe aber noch besser
zu Ende spielen können.
Wie hat es sich denn für Sie
angefühlt, im Stadion und der
Kabine? Kannten Sie die Wege
noch?
Jonas Meffert: Im Stadion hat
sich tatsächlich nicht viel verändert
- auf dem Trainingsgelände
aber schon. Die Fans haben
uns mega unterstützt, das
war auch sehr wichtig. Ich fand
es einfach schön.
Wenn man auf die Tabelle
schaut, ist ja alles sehr eng
beisammen. Von daher war
der Sieg schon wichtig, oder?
Jonas Meffert: Ja, genau. Es haben
ja im Vorfeld alle betont,
dass es sehr wichtig ist, Punkte
zu holen. Darüber zu reden ist
immer leicht, das dann so umzusetzen,
war schon extrem
wichtig. Aber wir müssen
weiter-
ma-
chen. Ein
Sieg bringt nichts.
Man hatte gegen Paderborn
den Eindruck, wenn es hinten
in der Defensive eng wurde,
haben Ihre Teamkollegen den
Meffert angespielt, getreu
dem Motto: Der findet schon
eine Lösung. Haben Sie das
auch so wahrgenommen?
Jonas Meffert: Ich finde es super,
wie die Spieler mich einbinden.
Es gehört eine Menge
Mut dazu, den Sechser anzuspielen.
Meine Mitspieler sind
gute Fußballer und sehen den
Raum, in dem ich mich positioniere.
Ich muss dann vernünftig
weiter nach vorne spielen und
bin aber ehrlich, dass es auch
noch besser geht.
Starkes Comeback für Holstein Kiel: Jonas Meffert war
gegen Paderborn im Mittelfeldzentrum präsent. Foto: RS
Ich versuche, mich immer fallenzulassen
zu den Innenverteidigern.
Generell mag ich es aber
lieber, hinter den Stürmern aufzudrehen
mit kurzen Pässen.
Jetzt geht es am Freitag zum
Flutlichtspiel in die Schüco -
Arena nach Bielefeld. Das
wird sicherlich nicht einfach,
oder?
Jonas Meffert: Richtig.
Das Spiel ist eine riesige Herausforderung.
Ich erwarte ein
sehr intensives Spiel. Wir werden
alles dafür tun, mit unseren
Mitteln die drei Punkte zu holen.
Abschließend, wie blicken Sie
auf die viereinhalb Jahre in
Hamburg zurück?
Jonas Meffert: Das wird immer
in meinem Kopf bleiben. Aber
es ist Vergangenheit und ich
freue mich, wieder hier zu sein.
(Andrè Haase)
8 | RegionalSport
Holstein ehrt Vereinsikone Blaschke
Großer Bahnhof für eine echte Vereinsikone. Rund um den 150. Geburtstag von Holstein- „Gründervater“ Georg P. Blaschke
(geb. 20. Januar 1876) gab es zahlreiche spannende Gedenkveranstaltungen von historischem Wert
Die KSV Holstein gibt anlässlich des
Geburtstages sogar eine Autogrammkarte
von Blaschke heraus.
Besonders eindrucksvoll
war das, was die aktive Fanszene
der KSV rund um die
Compagno Ultras vor der
Zweitliga-Begegnung zwischen
den Störchen und dem SC Paderborn
am Sonntag inszenierten.
„Georg P. Blaschke – unvergessen“,
prangte es zu Spielbeginn
auf großen weißen Lettern
auf einem 80 Meter langen
schwarzen Banner, das in der
Mitte das Konterfei des Geburtstagskindes
präsentierte: Der erste
Torschütze der Vereinsgeschichte
als knapp 20-Jähriger in
der schmucken Ausgehuniform
der „Einjährig-Freiwilligen“ des
kaiserlichen Heeres um 1895.
Ein echter Hingucker!
„Personen wie Georg P. Blaschke
spiegeln die gesamte Bandbreite
der gesellschaftlichen Bedeutung
unseres Vereines im historischen
Kontext der Stadtgeschichte
eindrucksvoll wider.
Gerade auch jetzt in diesen doch
sehr bewegten und politisch
komplexen Zeiten. Für viele
Holstein-Anhänger und natürlich
auch für mich als Clubhistoriker
besitzen die Feierlichkeiten
rund um den 150. Geburtstag
unserer Vereinsikone große
Symbolkraft“, so Clubhistoriker
Patrick Immo Nawe.
Am Dienstagvormittag wurde
am Blaschke-Grab im Beisein
der beiden Holstein-Legenden
Harry Witt und Peter Rautenberg
ein Kranz, gestiftet vom Block
501, niedergelegt. Und am Nachmittag
des gleichen Tages wurde
mit der schmucken Blaschke-
Bronze-Gedenktafel in der Dänischen
Straße 24, der früheren
DFB-Zentrale, ein weiterer Erinnerungsort
geschaffen. „Das
wird sicherlich auch den zahlreichen
internationalen Gästen
der Landeshauptstadt, die diese
historisch wertvolle Straße
durchlaufen, nicht verborgen
bleiben“, so Nawe. Mit Historiker
Jürgen Weber sowie Rolf Fischer,
dem Vorsitzenden der Gesellschaft
für Kieler Stadtgeschichte,
hielten zwei echte
Fachleute Kurzvorträge zu
Blaschkes Leben. Die Enthüllung
der Gedenktafel war indes
den beiden Nachkommen von
Georg P. Blaschke vorbehalten:
seinen beiden Ur-Ur-Enkeln Justus
(9) und Annika (7).
Holsteins Aufsichtsratsvorsitzender
Andreas Breitner, der genau
wie das gesamte Präsidium
der KSV, der Traditionsclub, der
Holstein Kiel
designierte Kieler Oberbürgermeister
Samet Yilmaz, die Familie
Blaschke, Hausbesitzerin Nana
Petrick sowie der Block 501-
Vorstand an der „Geburtstagsfeier“
teilnahm, meinte: „Die KSV
ist viel mehr als ein x-beliebiger
Zweitligist. Holstein ist einer
der großen Traditionsvereine im
deutschen Fußball. Dazu passt,
dass Georg P. Blaschke nicht nur
unseren Verein, sondern gleich
den ganzen DFB aus der Taufe
gehoben hat. Eine Meisterleistung.“
Auch in Zukunft wird
sich der erfolgreichste Profiverein
des Landes Schleswig-Holstein
sowie seine begeisterungsfähige
Fangemeinde um die weitere
Sichtbarmachung seiner
schillernden Vereinsgeschichte
im Kieler Stadtbild bemühen.
Clubhistoriker Patrick Nawe hat
schon jetzt weitere Projekte ins
Auge gefasst. Man darf gespannt
sein!
(RS)
Am Grab von Blaschke wurde ein Kranz
niedergelegt.
Fotos: RS
Choreographie der Compagno Ultras für Georg Blaschke vor dem Heimspiel
gegen Paderborn.
Die neue Gedenktafel am Blaschke Haus in
der Dänischen Straße.
Enthüllung der Gedenktafel (Gruppenfoto): Gedenkveranstaltung zum 150. Geburtstag der Holstein-Vereinsikone Georg P. Blaschke (von links): Rolf Fischer (1. Vorsitzender
Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte), Jürgen Weber (Historiker), Samet Yilmaz (designierter Kieler Oberbürgermeister), Patrick Nawe (KSV-Clubhistoriker), Justus und
Annika Blaschke (Ur-Ur-Enkel von Georg P. Blaschke), Wolfgang Schwenke (Geschäftsführer), Steffen Schneekloth (Präsident), Andreas Breitner (Aufsichtsratsvorsitzender)
und Olaf Rebbe (Sportchef).
RegionalSport | 9
Regionalliga Nord
1. Bundesliga
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München (M) 18 57 50
2. Borussia Dortmund 18 18 39
3. TSG Hoffenheim 17 14 33
4. VfB Stuttgart (P) 18 7 33
5. RB Leipzig 17 9 32
6. Bayer 04 Leverkusen 17 9 29
7. Eintracht Frankfurt 18 -1 27
8. SC Freiburg 18 -2 24
9. 1. FC Union Berlin 18 -3 24
10. 1. FC Köln (N) 18 -3 20
11. Bor. Mönchengladbach 18 -6 20
12. VfL Wolfsburg 18 -11 19
13. Werder Bremen 17 -13 18
14. Hamburger SV (N) 17 -10 17
15. FC Augsburg 18 -15 16
16. 1. FC Heidenheim 18 -22 13
17. 1. FSV Mainz 05 18 -13 12
18. FC St. Pauli 17 -15 12
Die nächsten Spiele
23.01.26 - 20:30 FC St. Pauli - Hamburger SV
24.01.26 - 15:30 FC Bayern München - FC Augsburg
24.01.26 - 15:30 Eintr. Frankfurt - TSG Hoffenheim
24.01.26 - 15:30 Bayer Leverkusen - Werder Bremen
24.01.26 - 15:30 Mainz 05 - VfL Wolfsburg
24.01.26 - 15:30 1. FC Heidenheim - RB Leipzig
24.01.26 - 18:30 Union Berlin - Borussia Dortmund
25.01.26 - 15:30 Borussia M’gladbach - VfB Stuttgart
25.01.26 - 17:30 SC Freiburg - 1. FC Köln
2. Bundesliga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. FC Schalke 04 18 12 38
2. SV Elversberg 18 15 34
3. SV Darmstadt 98 18 12 34
4. SC Paderborn 07 18 8 33
5. 1. FC Kaiserslautern 18 10 30
6. Hannover 96 18 6 29
7. Hertha BSC 18 5 29
8. 1. FC Nürnberg 18 -3 25
9. Karlsruher SC 18 -6 25
10. Holstein Kiel (A) 18 0 23
11. VfL Bochum (A) 18 1 22
12. 1. FC Magdeburg 18 -5 20
13. Preußen Münster 18 -6 20
14. Fortuna Düsseldorf 18 -11 20
15. Eintr. Braunschweig 18 -12 20
16. Arminia Bielefeld (N) 18 2 19
17. Dynamo Dresden (N) 18 -8 16
18. Greuther Fürth 18 -20 15
Die nächsten Spiele
23.01.26 - 18:30 DSC Arm. Bielefeld - Holstein Kiel
23.01.26 - 18:30 SV Darmstadt 98 - 1. FC Nürnberg
24.01.26 - 13:00 Karlsruher SC - Hertha BSC
24.01.26 - 13:00 Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf
24.01.26 - 13:00 Greuther Fürth - Eintr. Braunschweig
24.01.26 - 20:30 1. FC Magdeburg - Dynamo Dresden
25.01.26 - 13:30 FC Schalke 04 - 1. FC Kaiserslautern
25.01.26 - 13:30 SC Paderborn 07 - Preußen Münster
25.01.26 - 13:30 SV Elversberg - VfL Bochum
3. Liga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1 SC Verl 20 21 38
2 MSV Duisburg (N) 20 14 37
3 Energie Cottbus 20 9 37
4 Hansa Rostock 20 13 35
5 VfL Osnabrück 20 8 35
6 Rot-Weiss Essen 20 6 35
7 Hoffenheim II (N) 20 9 31
8 SV Wehen Wiesbaden 20 3 31
9 TSV 1860 München 20 0 31
10 Waldhof Mannheim 20 -2 29
11 VfB Stuttgart II 20 -4 29
12 FC Viktoria Köln 20 1 27
13 FC Ingolstadt 04 20 5 25
14 Jahn Regensburg (A) 20 -4 24
15 1. FC Saarbrücken 20 -2 23
16 Erzgebirge Aue 20 -6 22
17 Alemannia Aachen 20 -9 21
18 TSV Havelse (N) 20 -11 16
19 SSV Ulm 1846 20 -19 16
20 Schweinfurt 05 (N) 20 -32 9
Die nächsten Spiele
23.01.26 - 19:00 Viktoria Köln - 1. FC Saarbrücken
24.01.26 - 14:00 FC Ingolstadt 04 - VfB Stuttgart II
24.01.26 - 14:00 Erzgebirge Aue - SSV Ulm 1846
24.01.26 - 14:00 Energie Cottbus - Schweinfurt 05
24.01.26 - 14:00 Rot-Weiss Essen - TSV Havelse
24.01.26 - 14:00 TSG Hoffenheim II - Alem. Aachen
24.01.26 - 16:30 MSV Duisburg - Jahn Regensburg
25.01.26 - 13:30 Waldhof Mannheim - H. Rostock
25.01.26 - 16:30 VfL Osnabrück - 1860 München
25.01.26 - 19:30 SV Wehen Wiesbaden - SC Verl
Regionalliga Nord
Pl. Team
Diff. Pkt.
1. SV Meppen 44 49
2. VfB Oldenburg 29 46
3. SV Drochtersen/Assel 24 46
4. SSV Jeddeloh II 24 41
5. 1. FC Phönix Lübeck 12 36
6. Hamburger SV II 3 31
7. Bremer SV 3 30
8. Hannover 96 II (A) 3 28
9. SC Weiche FL 08 1 27
10. VfB Lübeck -11 27
11. Werder Bremen II -8 26
12. Kickers Emden 2 25
13. HSC Hannover (N) -24 23
14. FSV Schöningen (N) -18 21
15. Eintracht Norderstedt -16 18
16. BW Lohne -20 17
17. Altona 93 (N) -27 15
18. FC St. Pauli II -21 14
Keine Spiele
Interview mit Altonas Kapitän Pascal El-Nemr:
„Endspiele können wir gut“
An Ostern 2025 zog sich
Altonas Kapitän Pascal El-
Nemr (32) einen Kreuzbandriss
zu. Nun kehrt er
zurück, um seinem Team im
Abstiegskampf zu helfen.
Herr El-Nemr, wie geht es Ihnen
aktuell?
Pascal El-Nemr: Mir geht es
ziemlich gut. Ich bin im Dezember
wieder ins Training eingestiegen.
Zunächst als freier
Mann ohne Körperkontakt.
Laut MRT ist alles heil im Knie.
Wir sind voll im Zeitplan.
Wie haben Sie die erste Halbserie
auf der Tribüne erlebt?
Pascal El-Nemr: Als unser
Team nach dem starken Start
einen Knick bekam und die Ergebnisse
schlechter
wurden, tat es besonders
weh, draußen sitzen
zu müssen. Unser
Team geriet in einen
Negativstrudel. Deshalb
kam die Winterpause
sehr gelegen.
Wie optimistisch sind
Sie in Sachen Klassenerhalt?
Pascal El-Nemr:
Grundsätzlich optimistisch.
Wir haben drei
Punkte Rückstand auf
den ersten Nichtabstiegsplatz,
aber ein
Nachholspiel in der
Hinterhand. Die Lücke
ist nicht groß. Jetzt
kommen natürlich nur
Rückkehr: AFC-Kapitän Pascal El-Nemr
will nach seiner Verletzung wieder voll
angreifen. Foto: Altona 93/MSSP
noch Endspiele. Endspiele können
wir aber gut. Haben wir unter
anderem beim entscheidenden
Aufstiegsspiel gegen Schöningen
mit unserem 2:0-Sieg
bewiesen.
Werden Sie wieder der Spieler,
der Sie vor Ihrer Verletzung
waren?
Pascal El-Nemr: Das denke ich
nicht. Die Verletzung hat etwas
mit mir gemacht. Ich habe mich
zurückgekämpft und noch
mehr mentale Stärke gewonnen.
Ich habe Bock, als noch gereifterer
Spieler noch ein paar
Jahre auf dem Platz zu stehen
und den Zuschauern an der
Adolf-Jäger-Kampfbahn mit unserem
Team Freude zu bereiten.
In dieser Saison mit dem Klassenerhalt.
Und steigen wir wirklich
ab, werden wir eben Meister
in der Oberliga Hamburg
und steigen wieder auf.
(misch)
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10 | RegionalSport
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Transferticker Regionalliga Nord:
Kaum Bewegung im Kader
der Lübecker Teams
Noch verhalten sich die Verantwortlichen
beim 1. FC Phönix
Lübeck und beim VfB Lübeck
auffällig ruhig auf dem
Transfermarkt.
Mit Rückkehrer Felix Drinkuth
(Eintracht Norderstedt) haben
die Grün-Weißen den Publikumsliebling
auf die Lohmühle
zurückgeholt. Verlassen haben
den VfB Noah Andreas und Nemo
Philipp, die beide um Auflösung
der Verträge baten. Beim
1. FC Phönix Lübeck ist mit
Omar Ramihic (FC Slovan Velvary)
ein neuer Akteur im Kader
von Chefcoach Christiano
Adigo. Den Buniamshof verlassen
hat Valentin Steinmetz (vereinslos).
(AH)
RegionalSport | 10
PANORAMA
Transferticker Oberliga Hamburg:
Mehr als nur Max Kruse
Mit Max Kruse
(37) landete
die TuS Dassendorf
in diesem
Winter einen Transfercoup.
Doch auch andere Wechsel
lassen aufhorchen. Hier
sind drei davon.
OBER
Jahraus zum Jahresanfang.
Oberliga-Spitzenreiter ETSV
Hamburg bleibt seiner Linie
treu und verpflichtet gern auch
mal höherklassige Spieler. Mit
Linksaußen Luis Jahraus (20)
stößt nun nach Lennart Appe
SV Todesfelde: Abgänge:
Rafael Krause (schon vor
der Winterpause - jetzt VfR
Neumünster), Kai-Fabian Schulz (Karriereende
im Herbst), Max Kischkat
(SSV Großensee). Zugänge: Justin Cloppatt
(SV Eichede), Tobias Reichl (VfR
Garching, davor U19 Türkgücü München).
Holstein Kiel II: Abgänge: Muhamed
Ajruli (ETSV Hamburg). Zugänge:
Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt). SV
Eichede: Abgänge: Brayann Charles-Emmanuel
Kouakou (SC Victoria), Justin
Cloppatt (SV Todesfelde), Jonas Dürr
(SV Preußen Reinfeld), Kartik Sharma
(FC Teutonia 05 Ottensen), Lional Lingani
(beruflich). Zugänge: Przemyslaw
Szymura (SV Azadi Lübeck). Heider SV:
Abgänge: Macius Dahm (MTSV Hohenwestedt),
Eric Gründemann (unbekannt).
Zugänge: keine. VfR Neumünster:
Abgänge: Lukas Franz (TuS Hartenholm).
Zugänge: Rafael Krause (SV Todesfelde),
Radovan Karaman (1. FC
Phönix Lübeck). PSV Neumünster: Abgänge:
Samuel Aphrem (TuS Hartenholm).
Zugänge: Ahmad Bello (Niendorfer
TSV), Mats Lübker (TSV Bordesholm).
MTSV Hohenwestedt: Abgänge:
Torben Hendrischke (TSV Brokstedt),
ein weiterer Akteur vom FC St.
Pauli II zum Kader. In der Hinrunde
absolvierte Jahraus 477
Spielminuten für die kleinen
Kiezkicker – blieb aber ohne
Tor und Vorlage. Nun will er
mit dem ETSV Hamburg den
Aufstieg packen und in der
nächsten Saison wieder in der
Regionalliga Nord spielen.
Nuxoll eine Liga tiefer.
Er war eine stille Hoffnung
mindestens einiger Fans des
Regionalligisten Eintracht Norderstedt:
Innenverteidiger Yannik
Nuxoll (28). Ab Sommer
ging Nuxoll auf große Tour,
reiste für ein halbes Jahr nach
Asien. „Wir würden uns sehr
freuen, ihn danach wieder in
Norderstedt zu sehen“, hieß es
in der Pressemitteilung der Eintracht
bei Nuxolls Verabschiedung.
Doch aus der Rückkehr
zur Stabilisierung der Defensive
wurde nichts. Nuxoll entschied
sich für einen Wechsel
in die Oberliga Hamburg zur
TuS Dassendorf – und dürfte
dort mit seiner Zweikampfstärke
auf Anhieb einer der Top-
Abwehrspieler der Liga sein.
Billstedts neuer Keeper.
Und noch ein ungewöhnlicher
Wechsel. Torwart Mauro Alcaraz
(32) wechselt von Regionalligist
Altona 93 ins Oberliga-
Mittelfeld zum SC Vorwärts-
Wacker Billstedt. Mit seinen Paraden
soll er zu einem
versöhnlichen Saisonabschluss
beitragen – und dem Team bei
der historischen Mission helfen,
zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte
den Lotto-Pokal
zu gewinnen.
Transferticker Oberliga Schleswig-Holstein: Aderlass beim MTSV Hohenwestedt
Transferkarrusell dreht sich in der Oberliga
Das Wechselkarussell dreht sich in der Oberliga in der Winterpause. RegionalSport hat die bisherigen Ab- und Zugänge
der 16 Teams zusammengefasst (Stand: 19.01.26):
Top-Torjäger Kjell Knaak wechselt vom abstiegsbedrohten
MTSV Hohenwestedt zu Holstein Kiel II.
(misch)
Jan Nötzelmann (unbekannt), Luca Ubben
(SV Merkur Hademarschen), Kjell Knaak
(Holstein Kiel II). Zugänge: Macius Dahm
(Heider SV), Kirill Vojtenko (TSV Heiligenstedten).
TuS Rotenhof: Abgänge: Melvin
Bolleininger (TSV Kosel). Zugänge:
keine. Kaltenkirchener TS: Abgänge: keine.
Zugänge: Justus Scharbert (U19 JFV
Südholstein), Tom Nyamekye Steffen
(U19 JFV Lübeck). Inter Türkspor Kiel:
Abgänge: keine. Zugänge: keine. 1. FC
Phönix Lübeck II: Abgänge: Radovan Karaman
(VfR Neumünster), Elijah-Abankwa
Ceesay (Hamburger SV III). Zugänge: keine.
SV Preußen Reinfeld: Abgänge: Kamel
Ejleh (unbekannt), Benjamin Pirch
(eigene Zweite). Zugänge: Jonas Dürr
(SV Eichede). TSV Nordmark Satrup:
Abgänge: Levin Maarten Gröhn (TSB
Flensburg A-Jugend), Luca Max Clausen
(FSG Ostseeküste). Zugänge: Tobias
Rau (SC Mautern, Österreich). FC Kilia
Kiel: Abgänge: keine. Zugänge: keine. Oldenburger
SV: Abgänge: Jesper Görtz (Eutin
08 II), Jano Göllner (FC Dornbreite Lübeck),
Michel Petersen (TSV Klausdorf).
Zugänge: Sebastian Witt (TSV Lütjenburg).
Eutin 08: Abgänge: Denis Klassen
(Karriereende). Zugänge: keine.
(Andrè Haase)
Druck auf dem Kessel
Vorschau: So., 25.01.2026 - 16:00 Uhr Hamburger SV – SGS Essen
Für seine Frauen hat der
Hamburger SV viele
freundliche Worte übrig.
Auf der Leinwand und in
Interviews wurde auch in
der Halbzeit des Männerspiels
gegen Gladbach
auf den Jahresstart der Frauen
hingewiesen. Bei den Männern
sei regelmäßig zu sehen, was
die Unterstützung von den Rängen
des Volksparkstadions bewirken
kann. Man bitte das Publikum
um rege Teilhabe auch
am kommenden Sonntag.
Dieses Spiel könnte wichtiger
kaum sein. Die in der Hinrunde
allein in Leipzig siegreichen
HSV-Frauen sind mit sieben
Punkten auf den zweiten Abstiegsplatz
zurückgefallen,
überholt von einer SGS Essen,
die vor der Winterpause fünf
ungeschlagene Pflichtspiele absolvierte.
Trotzdem gab es in Essen zur
Jahreswende einen Trainer-
Frauen-Bundesliga
wechsel. Heleen Jaques will
„die familiäre Identität“ des
letzten reinen Frauenvereins in
der 1. Liga bewahren. Diesen
Zusammenhalt beschwören sie
auch beim HSV. Gleichwohl:
Gegen die Mannschaft aus dem
Pott ist Druck auf dem Kessel.
(Wolfgang Ehlers)
RegionalSport | 11
Panorama
Solide Hinrunde:
Defensive Stärke und attraktiver Fußball als Basis für den Erfolg
Der TSV Doppeleiche
Viöl überwintert auf
Platz 2 der Kreisklasse
A im Kreis Nordfriesland.
Mit konstanten Leistungen und
einer klaren Spielidee hat sich
das Team in der Hinrunde als
eine der Topmannschaften etabliert.
Trainer Tobi Timmermann
zeigt sich entsprechend zufrieden,
sieht aber weiterhin Entwicklungspotenzial.
„In der bisherigen Saison zeigen
wir eine solide Leistung:
Unsere Defensive überzeugt
durch Stabilität und Einsatz,
während wir gleichzeitig attraktiven,
kombinationsreichen
und schön anzusehenden Fußball
spielen“, zieht Timmermann
ein positives Zwischenfazit.
Besonders erfreulich: Die
Mannschaft konnte nahtlos an
die Leistungen der Vorsaison
anknüpfen und ihre Spielweise
weiter festigen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor
liegt laut dem Coach im starken
Miteinander innerhalb der
Mannschaft. „Unser Team überzeugt
nicht nur durch starken
Zusammenhalt, Willen und eine
geschlossene Mannschaftsleistung“,
betont Timmermann.
Hinzu komme eine intensive
und ehrliche Nachbereitung der
Spiele: „Weniger positive Punkte
werden im Training gezielt
aufgearbeitet, um an den richtigen
Stellschrauben zu drehen
und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Trotz der Tabellenführung
sieht der Trainer
noch Luft nach oben – vor allem
im Angriffsspiel. „Offensiv
fehlt uns gelegentlich noch die
letzte Durchschlagskraft. Demnach
muss die Chancenverwertung
noch besser werden“, erklärt
Timmermann selbstkritisch.
In der Winterpause bleibt
es beim TSV ruhig. Veränderungen
im Kader sind nicht geplant,
was die Stabilität innerhalb
des Teams zusätzlich unterstreicht.
Auch auf die Hallensaison
verzichtete der Verein
bewusst. Aufgrund der erhöhten
Verletzungsgefahr entschied
man sich gegen Einsätze unter
dem Hallendach.
Der Start in die Vorbereitung
auf die Rückrunde folgt: Erst im
Februar bittet das Trainerteam
die Spieler wieder auf den
Platz. Dennoch blickt Timmermann
optimistisch auf den weiteren
Saisonverlauf. „Unser
Ziel ist es, weiterhin attraktiven
Unterschiedliche Wege in der Hinrunde:
und erfolgreichen Fußball zu
spielen, den Anschluss an die
Aufstiegsplätze zu halten und
oben mitzuspielen“, so der
Coach. Ob es am Ende tatsächlich
für den Aufstieg reicht,
bleibt offen: „Am Ende der Saison
wird sich zeigen, ob wir in
der kommenden Spielzeit eine
Liga höher antreten können.“
(OO)
FC LoLa mit gemischter Zwischenbilanz
Zum Jahreswechsel
zieht der FC LoLa ein
differenziertes Fazit.
Während die zweite
Mannschaft nach ihrem
Aufstieg in die B‐Klasse
sportlich überzeugt und auf einem
starken dritten Tabellenplatz
überwintert, befindet sich
die erste Mannschaft weiterhin
in der Findungsphase in der
A‐Klasse.
Besonders erfreulich gestaltet
sich die Entwicklung der Zweiten.
Nach dem Ligaaufstieg hat
sich das Team schnell angepasst
und konstante Leistungen
gezeigt. „Die Zweite verkörpert
vieles von dem, wofür unser
Verein steht: Stabilität, Zusammenhalt
und Verlässlichkeit“,
sagt Lasse Horn, Obmann für
Öffentlichkeitsarbeit beim FC
LoLa. Trotz anfänglicher Zweifel
im Vorfeld sei die Integration
in die höhere Spielklasse
problemlos verlaufen. „Einsatzbereitschaft,
Moral und Entwicklung
sind klar erkennbar.
Das ist eine positive Bestätigung
für die geleistete Arbeit.“
Deutlich herausfordernder verlief
die Hinrunde für die Erste
Mannschaft. In einer spielstarken
und ausgeglichenen
A‐Klasse machte sich vor allem
der fehlende Vorbereitungszeitraum
nach dem Trainerwechsel
bemerkbar. „Die nötige Eingespieltheit
und taktische Feinabstimmung
konnten sich bislang
noch nicht vollständig entwickeln
– das ist unter diesen Voraussetzungen
keine Überraschung“,
erklärt Horn. Dennoch
gebe es bereits Ansätze, die Mut
machen: „In einzelnen Spielen
zeigen wir, dass der Aufstieg
kein Zufall war.“ Der Blick
nach vorn bleibt in beiden
Teams konstruktiv und realistisch.
Für die Erste liege der Fokus
nun darauf, Stabilität zu gewinnen
und sich Schritt für
Schritt weiterzuentwickeln.
„Unser Ziel ist der Klassenerhalt
und eine nachhaltige Etablierung
in der Liga – ohne überhastete
Entscheidungen“, betont
Horn. Die Zweite hingegen
soll ihren erfolgreichen Weg
fortsetzen: „Oben dranbleiben,
weiter reifen und sich dauerhaft
als Spitzenteam der B‐Klasse
behaupten. Die Mannschaft
hat bewiesen, dass sie dieses
Niveau halten kann.“ Mit einer
klaren Zielsetzung und Zuversicht
geht der FC LoLa in die
Winterpause. Die Vorbereitung
auf die Rückrunde ist bereits in
Planung – in dem Bewusstsein,
dass kontinuierliche Arbeit,
Teamgeist und Geduld die
Grundlage für eine erfolgreiche
zweite Saisonhälfte bilden.
(Oliver Ollrogge)
12 | RegionalSport
3. Liga Männer:
HSG Eider Harde will Heimstärke zurückgewinnen
Vorschau: Sa., 24.01.2026 - 19:15 Uhr
HSG Eider Harde - Füchse Berlin II
Nach dem wichtigen
Auswärtssieg zum
Jahresauftakt reist
mit den Füchsen Berlin
II am Samstag
(19:15 Uhr) eine der
Top-Mannschaften
der 3. Liga Nord-Ost
nach Hohn.
Für die HSG Eider Harde geht
es dabei nicht nur um Punkte,
sondern auch um Wiedergutmachung
vor eigenem Publikum.
Während das Team von
RL-Nord Frauen:
Trainer Matthias Hinrichsen in
der Fremde bereits neun Zähler
sammelte, stehen in der heimischen
Werner-Kurt-Halle bislang
lediglich sechs Punkte zu
Buche – zu wenig für den eigenen
Anspruch.
Der Erfolg in Plauen kam zum
richtigen Zeitpunkt. Er gab
Selbstvertrauen und bestätigte
die Arbeit aus der langen Vorbereitungsphase.
„Viele Trainingsinhalte
sind aufgegangen,
das stärkt das Vertrauen in unsere
Abläufe“, betont Hinrichsen
und macht deutlich, wie
wertvoll dieser Sieg für die
Mannschaft war.
Gegen die talentierte Bundesliga-Reserve
der Füchse erwartet
die HSG eine intensive Partie.
Berlin überzeugt mit Tempo, individueller
Qualität und variabler
Abwehr. Dennoch will Eider
Harde seinen eigenen Stil
durchziehen. „Wir bereiten uns
auf den Gegner vor, stellen aber
nicht alles um. Wir vertrauen
auf unsere Stärken – und haben
Spitzenspiel als nächste Bewährungsprobe für HG OKT
Vorschau: So., 25.01.2026 – 14.00 Uhr HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen - Lauenburger SV
Wenn die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen
am kommenden
Spieltag den Lauenburger
SV empfängt,
treffen der
Tabellenzweite und
der Vierte der Regionalliga
Nord aufeinander
– ein echtes Spitzenspiel.
Die Gastgeberinnen sind
seit sieben Ligapartien ungeschlagen,
haben vor kurzem sogar
Tabellenführer HSG Eider
Harde die erste Saisonniederlage
beigebracht und damit ihre
Titelambitionen untermauert.
Dennoch bleibt die Ausgangslage
klar: Zwei Punkte
trennen OKT noch von Platz
eins.
Gegen Lauenburg wartet eine
knifflige Aufgabe. Der Aufsteiger
hat sich als unangenehmer
Gegner etabliert. „Lauenburg ist
ein starker Aufsteiger mit einer
aggressiven Abwehr. Die gilt es
zu knacken – gleichzeitig müssen
wir hinten genauso stabil
stehen. Sie haben zudem starke
Das aktuelle Team der HG OKT.
Foto: Privat
1:1-Spielerinnen“, sagt OKT-
Spielerin Inra Isabelle Krück.
Trotz des jüngsten Prestigesiegs
in Harde bleibt die Mannschaft
realistisch. „Auch wenn wir
unsere Hausaufgaben erledigen,
brauchen wir noch Schützenhilfe.
Eider Harde ist weiter mit
zwei Punkten vorn und hat den
direkten Vergleich gewonnen.
Wir geben unser Bestes und
schauen, was am Ende dabei
herauskommt“, so Krück.
Was die HG aktuell so stark
macht, ist vor allem ihre Ausgeglichenheit.
„Wir haben einen
starken Teamgeist und keine
einzelne Spielerin, die heraussticht.
Dadurch sind wir auf
vielen Positionen flexibel und
gefährlich.“ Zudem hat die
Rückkehr von Maresa Groht
nach ihrem Kreuzbandriss der
Defensive zusätzliche Stabilität
Panorama
"!
"!
Magazin
genug Abwehrvarianten in der
Hinterhand, falls wir nachjustieren
müssen“, erklärt der
Coach.
Emotion und Energie sollen am
Samstag den Ausschlag geben.
Personell kann Hinrichsen aus
dem Vollen schöpfen – alle
Spieler sind fit. Das Ziel ist
klar: Eine leidenschaftliche
Leistung und ein Heimsieg, um
den positiven Start ins neue
Jahr zu bestätigen.
(Ole Jacobsen)
verliehen.
Personell bleibt die Lage jedoch
angespannt: Weiter fehlen Marit
Albers (Kreuzbandriss), Lisa
Olf (mehrere Rücken-OPs) sowie
studiumsbedingt Lisa Wolgast.
Trotzdem geht die HG
selbstbewusst in das Duell –
mit der nächsten großen Chance,
Druck auf die Tabellenspitze
auszuüben.
(Ole Jacobsen)
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RegionalSport | 13
"!"!
Magazin
Handball-EM
Die Erleichterung war
riesig. Mit einem 34:32-
Erfolg über Spanien
löste die deutsche
Mannschaft doch noch
das Hauptrunden-Ticket,
das nach der Serbien-
Pleite höchst gefährdet war.
Aufgrund einiger Fehlentscheidungen
stand Alfred Gislason
besonders im Fokus. Bei einem
vorzeitigen „Aus“ wäre es wohl
sein letztes Spiel als Bundestrainer
gewesen. „So konnten
wir den Druck von der Mannschaft
fernhalten“, nahm der
66-Jährige die Situation mit
Galgenhumor. Er stärkte die Defensive
mit der Hereinnahme
von Matthes Langhoff. Der Berliner
zusammen mit Johannes
Golla, Tom Kiesler und Julian
Köster – das war schon ein sehr
stattliches Bollwerk gegen die
zuvor ungeschlagenen Spanier.
In der ersten Partie des Tages
Deutschland – Spanien 34:32
Ein erlösender Sieg
schlugen die Österreicher
die Serben mit 26:25. Damit
war klar, dass der
DHB-Auswahl ein Unentschieden
und nicht ein
Drei-Tore-Sieg für das
Weiterkommen genügen
würde. Vor 9526 Zuschauern
in Herning gerieten
die deutschen Farben nie
in Rückstand und führten
zeitweise sogar mit vier
Toren. „Wir spielten im
Angriff mehr gute Kreuzungen
als gegen Serbien“,
lobte Alfred Gislason. Bester
Torschütze war Renars
Uscins mit acht Treffern.
„Wir können nachher erleichtert
ins Bett fallen
und besser als die letzten
zwei Tage schlafen“, sagte
der Linkshänder. Kreisläufer
Justus Fischer strahlte:
„Das war eine Achterbahnfahrt
mit Happyend!“
(JK)
Bundestrainer Alfred Gislason stand
unter Druck gegen Spanien. Foto: JL
EM-Hauptrunde:
So geht’s für das DHB-Team weiter
Bis zum Montagabend
musste mit einem frühzeitigen
Ausscheiden gerechnet
werden. Stattdessen
geht die DHB-Auswahl
mit 2:0 Punkten in die
Hauptrunde und hat vier weitere
schwere Spiele vor der
Brust.
Zum Auftakt der Hauptrunde
geht es am Donnerstag gegen
den zweiten Staffelsieger von
Herning. Und das sind nicht die
Dänen, sondern die Portugiesen,
die am Dienstagabend die
Gastgeber eine 29:31-Niederlage
zufügten. „Dänemark hat gefühlt
seit 50 Jahren zu Hause
nicht mehr verloren“, staunte
nicht nur Bundestrainer Alfred
Gislason. Gegen Portugal erlitten
die deutschen Handballer
im Viertelfinale der letzten
Weltmeisterschaft ein bitteres
Last-Minute-Aus.
Am Samstag geht es gegen Norwegen.
Die Skandinavier haben
– wie ihr Top-Star Sander Sagosen
– offenbar die besten Jahre
hinter sich. Am Montag dann
der Klassiker gegen Dänemark.
„Es ist sicherlich kein Heimvorteil
gegen 15.000 Dänen spielen
zu müssen“, meint Rückraumass
Marko Grgic. Ein unmögliches
Vorhaben ist es aber auch
nicht, wie die Portugiesen bewiesen
haben. Außerdem werden
deutsche Fans in vierstelliger
Zahl erwartet.
Der Abschluss der Hauptrunde
ist am Mittwoch. Dann geht es
gegen Frankreich. Fällt dann
die Entscheidung um einen
Platz im Halbfinale? Alfred Gislason
orakelt: „Wenn sich alle
gegenseitig die Punkte abnehmen,
kann man sich vielleicht
sogar zwei Niederlagen erlauben.“
(JK)
REGIONAL
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14 | RegionalSport
DHB-Kapitän Johannes Golla:
„Nie den Glauben an uns verloren“
Johannes Golla, 34:32
gegen Spanien. Was
geht in Ihnen vor?
Johannes Golla: In dieser
Gruppe war vor dem letzten
Spiel ja fast noch alles möglich
gewesen. Sportlich haben wir
schon öfter schwere Momente
erlebt, da darf man den Kopf
Johannes Golla zeigte gegen Spanien vollen Einsatz.
EM-Splitter:
nicht verlieren. Wir hatten viel
gesprochen und den Glauben
an uns nie verloren. Der wurde
noch stärker, als Österreich gegen
Serbien gewonnen hatte.
Außerdem hatten wir bei Olympia
zwei Mal gegen Spanien gewonnen.
Foto: JK
Jetzt folgen vier Spiele in der
Hauptrunde?
Johannes Golla: Es geht hammerhart
weiter, aber das wussten
wir schon vorher. Wir bringen
zwei Punkte mit. In der Vorrunde
hatten wir zwei gute und
ein schlechtes
Spiel.
Handball-EM
"!
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Magazin
Wir können es noch besser machen.
Sie sprachen gerade von zwei
guten und einem schlechten
Spiel: Was war beim schlechten
anders?
Johannes Golla: Gegen Österreich
und Spanien hatten wir
die Abwehr, die wir brauchen,
um den Torhütern zu helfen.
Wir waren sehr beweglich und
haben den Gegnern einige ihrer
Stärken genommen. Mit
Tom Kiesler
und Matthes
Langhoff
haben wir
zwei Spieler, die sehr viele Fähigkeiten
auf mehreren Positionen
der Abwehr mitbringen.
Ist das Halbfinale möglich?
Johannes Golla: Wir werden alles
versuchen. So viele weitere
Möglichkeiten habe ich persönlich
wohl gar nicht mehr. Ich
habe inzwischen wohl mehr
große Turnier gespielt, als ich
noch vor mir haben werde. (JK)
Handball-Jahrmarkt. Im Herninger
Messekomplex wird in zwei
Hallen die Fan-Kultur gelebt.
Sterne mit den Namen aller aktuellen
dänischen Nationalspieler
kleben auf dem Fußboden und
zieren den Weg zum Eingang, der
sich jeden Nachmittag für etliche
Stunden öffnet. Für die Zuschauer
gibt es Spielwiesen, Imbisswagen
und eine Bühne, die als Plattform
für Live-Musik oder Talkgäste
dient. Ein Museum taucht in die
100-jährige dänische Handballgeschichte
ein. Große Konterfeis
der modernen Handballhelden
zieren die Passage zwischen den
beiden Hallen. In Originalgröße
steht eine Foto-Troika als Selfi-
Modell parat: Simon Pytlick, Emil
Jakobsen und Mathias Gidsel.
Vorbereitung. Zwischen den
Spielen ist nur ein Tag Zeit.
Während die deutschen Spieler
noch frühstücken, läuft bereits
im Staff die Vorbereitung auf
den nächsten Gegner. Analyst
Patrick Luig bereitet Videos auf.
Alfred Gislason feilt an der generellen
Taktik für Angriff und
Abwehr. Sein Assistent Erik
Wudtke beschäftigt sich eher individuell
mit einzelnen Spielern
und Besonderheiten.
Torwart-Trainer Mattias Andersson
hat die Wurfbilder auf der
Agenda.
Höhle. Die deutschen Handballer
schlafen im Hotel in Zweier-
Zimmern. Die beiden
Flensburger Spieler wohnen zusammen.
„Unsere Höhle“, grinst
Johannes Golla. „Das ist alles
sehr ordentlich“, betont Teamkollege
Marko Grgic. „Wir müssen
nicht durch Kleidungsstücke
schwimmen.“
(JK)
RegionalSport | 15
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Magazin
Handball-EM 2026 - Spielplan
Gruppe A
Gruppe B
Gruppe C
Gruppe D
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Deutschland 3 4
2. Spanien 3 4
3. Österreich 3 2
4. Serbien 3 2
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Portugal 3 5
2. Dänemark 3 4
3. N’mazedonien 3 3
4. Rumänien 3 0
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Frankreich 3 6
2. Norwegen 3 4
3 Tschechien 3 2
4. Ukraine 3 0
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Slowenien 3 6
2. Schweiz 3 3
3. Färöer 3 3
4. Montenegro 3 0
Spanien - Serbien 29:27
Deutschland - Österreich 30:27
Österreich - Spanien 25:30
Serbien - Deutschland 30:27
Österreich - Serbien 26:25
Deutschland - Spanien 34:32
Portugal - Rumänien 40:34
Dänemark - Nordm’donien 36:24
Nordma’donien - Portugal 29:29
Rumänien - Dänemark 24:39
Nordm’donien - Rumänien 24:23
Dänemark - Portugal 29:31
Frankreich - Tschechien 42:28
Norwegen - Ukraine 39:22
Ukraine - Frankreich 26:46
Tschechien - Norwegen 25:29
Tschechien - Ukraine 38:29
Frankreich - Norwegen 38:34
Slowenien - Montenegro 41:40
Färöer - Schweiz 28:28
Montenegro - Färöer 24:37
Schweiz - Slowenien 35:38
Montenegro - Schweiz 26:43
Slowenien - Färöer 30:27
Gruppe E
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Schweden 2 4
2. Kroatien 2 4
3. Niederlande 2 0
4. Georgien 2 0
Kroatien - Georgien 32:29
Schweden - Niederlande 36:31
Niederlande - Kroatien 29:35
Georgien - Schweden 29:38
Niederlande - Georgien *
Schweden - Kroatien *
* Spiele bei Redaktionsschluss
noch nicht beendet
Halbfinale
30. Januar 2026
1. der Hauptrundengruppe 1 -
2. der Hauptrundengruppe 2
2. der Hauptrundengruppe 1 -
1. der Hauptrundengruppe 2
Gruppe F
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Island 3 6
2. Ungarn 3 4
3. Italien 3 2
4. Polen 3 0
Island - Italien 39:26
Ungarn - Polen 29:21
Polen - Island 23:31
Italien - Ungarn 26:32
Polen - Italien 28:29
Ungarn - Island 23:24
Finale
1. Februar 2026 - 18:00 Uhr
Gewinner Halbfinalspiel 1 -
Gewinner Halbfinalspiel 2
Spiel um Platz 5
30. Januar 2026 - 15:00 Uhr
3. der Hauptrundengruppe 1
- 3. der Hauptrundengruppe 2
Hauptrunde
Gruppe I (Herning/Dänemark)
Hauptrunde
Gruppe II (Malmö/Schweden)
23.01.26 - 15:30 Island - 2. Gruppe E
23.01.26 - 18:00 Schweiz - Ungarn
23.01.26 - 20:30 Slowenien - 1. Gruppe E
25.01.26 - 15:30 Island - 1. Gruppe E
25.01.26 - 18:00 Slowenien - Ungarn
25.01.26 - 20:30 Schweiz - 2. Gruppe E
27.01.26 - 15:30 Slowenien - 2. Gruppe E
27.01.26 - 18:00 Schweiz - Island
Spiel um Platz 3
22.01.26 - 15:30 Deutschland - Portugal
22.01.26 - 18:00 Spanien - Norwegen
22.01.26 - 20:30 Frankreich - Dänemark
24.01.26 - 15:30 Frankreich - Portugal
24.01.26 - 18:00 Spanien - Dänemark
27.01.26 - 20:30 Slowenien - Ungarn
28.01.26 - 15:30 1. Gruppe D - Island
28.01.26 - 18:00 Schweiz - 1. Gruppe E
28.01.26 - 20:30 2. Gruppe E - Ungarn
1. Februar 2026 - 15:15 Uhr
Verlierer Halbfinalspiel 1 -
Verlierer Halbfinalspiel 2
24.01.26 - 20:30 Deutschland - Norwegen
26.01.26 - 15:30 Portugal - Norwegen
26.01.26 - 18:00 Spanien - Frankreich
26.01.26 - 20:30 Deutschland - Dänemark
28.01.26 - 15:30 Spanien - Portugal
28.01.26 - 18:00 Deutschland - Frankreich
28.01.26 - 20:30 Dänemark - Norwegen