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RegionalSport - 22.01.2026

Das Sportmagazin im Norden

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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 22. Januar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 03 / 2026

REGIONAL

Jeden

Donnerstag

neu !

Das Sportmagazin im Norden

Blickpunkt Millerntor:

Dieses Derby verspricht

HOCHSPANNUNG

+++ Hauke Wahl und Fabio Baldé im Gespräch

Sky-Kommentator Frank Buschmann im Interview: „In Hamburg herrscht Vollalarm“

Vor dem Spiel in Bielefeld -

Interview mit Rückkehrer Jonas Meffert:

„Freue mich,

wieder hier zu sein"

Fotos: Ruhnke/RS/Altona/JK

Handball-EM Hauptrunde:

So geht’s für das

DHB-Team weiter

+ Inteview mit DHB-Kapitän

Johannes Golla

Interview mit Altonas Kapitän Pascal El-Nemr:

„Endspiele

können wir gut“

Gedenktafel für KSV-Mitbegründer

Georg P.

Blaschke

enthüllt

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Stadtderby

2 | RegionalSport

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Interview mit Sky-Kommentator Frank Buschmann (61):

„In Hamburg herrscht Vollalarm“

Herr Buschmann, am Freitagabend

kommentieren Sie das

Hamburger Stadtderby. Für

Sie ein Spiel wie jedes andere?

Frank Buschmann: Selbstverständlich

ist es für uns bei Sky

und für mich im Speziellen ein

besonderes Spiel. Ich weiß sehr

wohl um die Bedeutung des

Derbys und dass in Hamburg

Vollalarm herrscht. Schmiso

(die Red.: Florian Schmidt-

Sommerfeld) und ich haben

uns gefreut, als feststand, dass

wir diese Partie kommentieren

dürfen.

Wie sind aus Ihrer Sicht die

sportlichen Vorzeichen?

Frank Buschmann: Es klingt

platt, aber beide Teams müssen

gewinnen. St. Pauli braucht gegen

einen Mitkonkurrenten unbedingt

den Dreier, aber der

HSV hat das Hinspiel chancenlos

mit 0:2 verloren – also ist da

definitiv eine Rechnung offen.

Für beide Mannschaften steht

eine Menge auf dem Spiel.

Nach den zwei Niederlagen

rangiert der FC St. Pauli auf

Platz 18. Spielt das für die

Psyche eine Rolle?

Frank Buschmann: Im Moment

ist der Tabellenplatz noch

völlig egal – wichtig ist, dass der

Abstand zu den anderen Mannschaften

nicht zu groß wird.

Insgesamt sind 12 Punkte aus

den Spielen aber zu wenig. Ich

finde es schade, dass der Start

ins neue Jahr jetzt so missglückt

ist, weil der Dezember mit fünf

Punkten ein guter Monat war.

Zuvor war schon in München

ein Unentschieden durchaus

drin und ich hatte das Gefühl,

dass es in die richtige Richtung

geht. Um es auf den Punkt zu

bringen, der Punkt in Dortmund

wäre für den Kopf sehr, sehr

wichtig gewesen, denn dann

wäre die Brust deutlich breiter,

als nach dieser bitteren Pleite.

Sollte Eric Smith aus Ihrer

Sicht am Freitag im Mittelfeldzentrum

bleiben?

Frank Buschmann: Unbedingt.

Er tut St. Pauli dort gut und

EINWURF

Rückschläge en masse – jetzt muss

St. Pauli Stärke zeigen

Fangen wir mal vorne an: Aus braun-weißer

Sicht begann das Jahr bereits mit der

Sprunggelenks-Verletzung von Andreas

Hountondji unglücklich. Bei allen technischen Unzulänglichkeiten

taten seine körperliche Wucht und seine tiefen

Läufe dem Angriffsspiel gut. Weiter ging es mit der Hiobsbotschaft

von den erneut aufgetretenen Fußbeschwerden

Jackson Irvines - positiv zumindest, dass St. Paulis Kapitän

am Dienstag auf dem Platz zu sehen war und 45 Minuten

Teile des Mannschaftstrainings absolvierte. Seine Laufstärke,

seine Präsenz in der gegnerischen Box sowie sein Kopfballspiel

fehlen aktuell immens. Doch damit nicht genug,

denn nach dem witterungsbedingten Ausfall der Leipzig-

Partie folgten in Wolfsburg und Dortmund ganz, ganz bittere

Last-Minute-Niederlagen.

Ausgerechnet nun kommt der HSV zum Stadtderby und

will die 0:2-Hinspielniederlage vergessen machen. Alexander

Blessin betonte am Samstag, dass das genau der richtige

Gegner sei – aber ist das so? Das Spiel bedeutet aus Sicht der

Gastgeber Chance und Risiko zugleich. Mit dem so dringend

benötigten Heimsieg würde sich nicht nur punktetechnisch

die tabellarische Lage ändern, sondern auch die Stimmung

im Umfeld des Klubs. Bei einer Niederlage hätte der Rivale

aus dem Volkspark schon acht Punkte Vorsprung und zudem

wäre dies der nächste herbe Rückschlag. St. Pauli muss

am Freitag Stärke zeigen und von Beginn an das Heft des

Handelns in die Hand nehmen. Klar ist, dass dazu die eigenen

Fans zwingend benötigt werden – das Millerntor kann

nämlich der entscheidende Faktor sein. Der HSV hat in dieser

Saison mehrfach gezeigt, dass er außerhalb der Festung

des Volksparkstadions Probleme hat. Sollte aber ausgerechnet

am Millerntor der erste Auswärtsdreier gelingen, dürfte

die Brust enorm breit werden.

Fassen wir zusammen: Die Vorzeichen für einen spannungsgeladenen

Abend könnten besser nicht sein, wenn Fußball-

Deutschland ans Millerntor schaut.

Freuen wir uns einfach drauf.

Ihr Frank Sorgatz

wenn er halt weniger läuft,

müssen die anderen etwas

mehr tun. Dafür spielt Smith

aber diese entscheidenden Pässe

oder verlagert das Spiel, wie

es bei St. Pauli nur wenige können.

Klar tut Hountondjis Ausfall

weh, aber ist er der Stürmer,

der zweistellig trifft?

In welchen Bereichen sollte

Sportchef Andreas Bornemann

noch personell nachlegen?

Frank Buschmann: Wenn ich

mir die Spiele anschaue, müsste

St. Pauli vorne noch was machen.

Sie schießen viel zu wenig

Tore und wer sollte da vorne

in der Rückrunde die Tore machen?

Klar tut Hountondjis

Ausfall weh, aber ist er der

Stürmer, der zweistellig trifft?

Ich weiß aber auch, dass der

Stürmermarkt nicht ganz einfach

ist.

Trauen Sie denn St. Pauli den

erneuten Klassenerhalt zu?

Frank Buschmann: Absolut.

Ich sehe nämlich den Kader im

Mittelfeld, in der Abwehr und

im Tor ordentlich aufgestellt

und wenn sich vorne noch was

tut, traue ich St. Pauli Platz 15

oder sogar 14 zu.

Blicken wir auf den HSV: Gibt

es für Sie eine Erklärung, warum

es so eine große Diskrepanz

zwischen den Heim- und

den Auswärtsspielen gibt?

Frank Buschmann: Nein, das

kann ich rational nicht erklären.

Es gibt sicher unterschiedliche

Herangehensweisen, aber

warum die Leistungen so unter-


schiedlich sind, ist mir ein Rätsel.

Klar ist, sie treten in der

Fremde vorsichtiger und gehemmter

auf und zwei Zähler

sind viel zu wenig. Aber ein

Thema beschäftigt mich…

Nämlich?

Frank Buschmann: Ich habe

nie verstanden, dass Robert

Glatzel so wenige Einsatzminuten

bekommt. Ich weiß, dass

Polzin Tiefe in sein Spiel bekommen

möchte, aber ein Stürmer,

der im Strafraum präsent

ist, täte dem HSV echt gut.

Durch Vieira, Lokonga und

Downsist ist der HSV mit Ball

eindeutig stärker geworden.

Wenn man den Auftritt in

Gladbach und nun im Rückspiel

zu Grunde legt, hat sich

die Elf entwickelt. In welchen

Bereichen hat die

Truppe Fortschritte gemacht?

Frank Buschmann: Eindeutig

im spielerischen Bereich.

Durch Vieira, Lokonga

und Downs ist der

HSV mit Ball eindeutig

stärker geworden. Zudem

imponiert mir Vuskovic

in der Abwehr. Wie der

mit 18 Jahren auftritt, ist

beeindruckend.

Daniel Heuer Fernandes

unterlief beim letzten

Derby am Millerntor

ein großer Fauxpas, als

er ein skurriles Eigentor

erzielte. Könnte das Folgen

für seinen Auftritt

am Freitag haben?

Frank Buschmann: Nein, das

glaube ich nicht. Heuer Fernandes

ist ein erfahrener Keeper,

dem wird das nichts ausmachen.

Außer er schlägt beim

ersten Rückpass über den Ball,

dann möchte ich mal sehen,

wie es weitergeht. Aber die St.

Pauli-Fans werden sich diesbezüglich

sicher etwas einfallen

lassen, wenn er den Ball am

Fuß hat.

Frank Buschmann: Um es kurz

und knapp zu sagen: Ich wünsche

mir, dass es nicht so ist

und dass intern alles schonungslos

aufgeklärt wird.

Seit Saisonbeginn gibt es bei

Sky den “Flutlicht-Freitag“

mit jeweils zwei Kommentatoren.

Wie zufrieden sind Sie

bisher mit dem Format?

Frank Buschmann: Im

Große Vorfreude: Frank Buschmann wird das Derby gemeinsam

mit Florian Schmidt-Sommerfeld für Sky kommentieren.

Kern ist es so gelaufen, wie wir

uns das vorgestellt haben – das

heißt nicht, dass man einzelne

Dinge nicht immer noch verbessern

kann. Als mich Sky gefragt

hat, ob ich mir das gemeinsam

mit Schmiso vorstellen könnte,

war ich von der Idee sehr angetan.

Es ist etwas Neues und ich

sehe in dem Format eine große

Chance. Ich habe zu Beginn

auch richtig auf die Fresse bekommen

– und ja, im ersten

Spiel zwischen Bayern und

Leipzig war es etwas

zu viel Gerede von

uns. Aber wir

hatten uns auf diesen Tag so gefreut

und gar nicht groß überlegt,

dass das den Zuschauer

überfordert. Ich finde, wir haben

mittlerweile den richtigen

Mix und halten auch mal die

Stadtderby

Foto: Sky

stadt

derby

Klappe. Aber es wird immer

die Nörgler geben, die etwas

kritisieren - denn egal, was

du machst, alle Leute wirst du

nicht begeistern können.

Wie läuft bei Ihnen die Vorbereitung

auf das Derby?

Frank Buschmann: Bei mir hat

die Vorbereitung auf ein Fußballspiel

vor 53 Jahren begonnen.

Seitdem verfolge ich im

Fußball und in anderen Ballsportarten

die Entwicklung. Ich

lese, lese und lese und verfolge

alles, was in der Zeitung steht

und über die Klubs diskutiert

wird. Ich habe schon die Zusammenfassungen

vom Wochenende

gesehen und werde

noch mindestens ein komplettes

Spiel von St. Pauli und dem

HSV anschauen. Schmiso telefoniert

auch immer nochmals

gerne mit den Trainern und

die Pressekonferenzen schaue

ich mit natürlich auch an.

Zudem erhalten wir vom Sender

Daten mit den wichtigsten

Statistiken. Da muss

man sehen, was für einen

wichtig ist.

Wie wird denn am Freitagabend

das Sky-Team

am Millerntor aussehen?

Frank Buschmann: Sky

wird mit mindestens 25

Mann vor Ort sein. Wie

erwähnt, kommentiere

ich die Partie mit

Schmiso und als Moderatorin

ist Mara Mones

dabei. Zudem wird Patrick

Wasserziehr als

Field-Reporter zugegen

und Didi Hamann unser

Experte sein.

Abschließend: Wie geht das

Stadtderby aus?

Frank Buschmann: Super

schwierig… aber ich wage es:

St. Pauli gewinnt 2:1.

(Frank Sorgatz)

Glauben Sie, dass die unschöne

Auseinandersetzung zwischen

dem HSV und Ex-Vorstand

Stefan Kuntz noch Auswirkungen

auf den sportlichen

Bereich haben könnte?

RegionalSport | 3


stadt

derby

Stadtderby

Die Stimmung bei Hauke Wahl

war drei Tage nach der bitteren

2:3-Niederlage beim BVB schon

wieder besser. In der Dortmunder

Mixed-Zone hatte der Abwehrspieler

seinen Kopf partout

nicht hochbekommen. „Es

sind Kleinigkeiten, die den Unterschied

machen. So ist eben

Fußball und das haben wir

heute gesehen. Heute wird es

noch wehtun, nächste Woche

sieht die Welt dann wieder anders

aus.“

Gesagt, getan: Am Dienstag

blickte der 31-Jährige schon

deutlich optimistischer nach

vorne: „Wir haben das Dortmund-Spiel

am Tag danach

analysiert und dann war es

auch abgehakt. Für den Verein,

für unsere Fans und die Stadt

ist es das wichtigste Spiel -

auch für uns Mannschaft ist es

sehr wichtig. Wenn man unsere

Punktzahl sieht, ist jetzt aber jedes

Spiel wichtig – aber klar ist

es besonders.“ An den 2:0-Sieg

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St. Paulis Hauke Wahl spricht über das 113.Stadtderby:

„Für uns ist jetzt jedes Spiel wichtig“

im Hinspiel hat der gebürtige

Hamburger gute Erinnerungen:

„Wir haben sehr dominant gespielt

und waren in den Zweikämpfen

voll da – das war

Zweikampfstark: Hauke Wahl (hier im

Hinspiel gegen Jordan Torunarigha)

muss auch am Freitag als Führungsspieler

vorangehen. Foto: Ruhnke

Derby-Splitter:

• Überraschung: Beim Training

am Dienstag stand plötzlich St.

Pauli-Kapitän Jackson Irvine auf

dem Platz und absolvierte bei

der 45 Minuten-Einheit Teile

des Mannschafts trainings. Ob es

der Australier in den Derby-

Kader schaffen wird, ist allerdings

fraglich, denn nach

Informationen von Regional

Sport hat der 32-Jährige nach

wie vor große Schmerzen am lädierten

linken Fuß. Danel Sinani

(Wade) machte hingegen

schon einen Großteil des Trainings

mit und könnte am Freitag

dabei sein. Connor Metcalfe

(Knie) arbeitete individuell im

Kraftraum und dürfte erstmal

noch kein Thema sein.

• Ansetzung: Der DFB hat Tobias

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schon das beste Saisonspiel.“

Tugenden, die auch am Freitagabend

gefragt sein dürften,

oder? Wahl führt aus: „Ein Derby

muss man einen Ticken anders

spielen, als andere Spiele –

aber man muss auch authentisch

bleiben. Wir müssen auf

dem Platz präsent sein und dadurch

nehmen wir unsere Fans

mit – sie werden sicher als

Wand hinter uns stehen. Die

Vorfreude ist bei uns auf jeden

Fall sehr groß.“

St. Paulis Abwehrroutinier, der

mit hoher Wahrscheinlichkeit

erneut in der Dreier-Abwehrkette

den zentralen Part einnimmt,

warnt aber vor der

Elf aus dem Volkspark: „Es

wird ein anderes Spiel als in

der Hinrunde. Der HSV hat viele

neue Spieler und ist deutlich

gefestigter. Ähnlich wie wir in

der Saison davor, haben sie aus

den ersten Spielen gelernt. Es

ist eine gute Mannschaft, aber

auch wir haben Qualitäten, mit

denen wir ihnen wehtun können.“

(Frank Sorgatz)

das Stadtderby als Schiedsrichter

nominiert.

• Bilanz: Wenn der Hamburger

SV auswärts punktet, geht es

torlos zu. Ein 0:0 gab es in Gladbach

und bei Union Berlin.

Nach sechs Niederlagen belegt

der HSV den letzten Platz in der

Auswärtstabelle. Positiv sind

die 15 Punkte aus den Heimspielen.

• Erkenntnis: Zur Rutschpartie

wurde das Heimdebüt gegen

Gladbach für Damion Downs.

Die Leihgabe aus Southampton

vergab in der vierten Minute

nach einem Torwartabpraller

die Chance zur HSV-Führung.

Downs schlitterte in ganzer

Länge durch den Strafraum.

Empfehlung seines Trainers Polzin:

„Längere Stollen.“

• Neuer Keeper: Wie diverse

Medien übereinstimmend berichten,

wird der HSV den Norweger

Sander Tangvik als

Nachfolger von Daniel Peretz

von Rosenborg BK verpflichten.

Demnach soll der 23-jährige

Keeper einen langfristigen Vertrag

an der Elbe unterschreiben

und am Mittwoch den Medizincheck

absolvieren. Als Ablöse

stehen dem Vernehmen nach

zirka 2,5 Millionen im Raum.

(Sorgatz/Ehlers)


Vor der Wiederauflage des Derbys haben sich die Vorzeichen grundlegend gewandelt:

Der Druck liegt bei St. Pauli

Anfang Mai 2024, ein Freitag

war es, verpasste der FC St.

Pauli eine historische Chance.

Ausgerechnet im Volksparkstadion

hätte der

Stadtteilklub seinen

Aufstieg feiern und zelebrieren

können. Diese

Schmach wehrte der Hamburger

SV mit einer engagierten

Leistung und einem 1:0-Sieg

ab. St. Pauli brauchte noch eine

Woche zum Aufstieg. Der HSV

ein ganzes Jahr.

Das Wiedersehen im Volkspark

entschieden die St. Paulianer

für sich. Ihr 2:0 ist erst ein halbes

Jahr her, erscheint aber

doch aus einer fernen Zeit. Zu

knapp fiel der Gästesieg seinerzeit

aus – nicht nur Trainer Alexander

Blessin sah am zweiten

Spieltag deutlich überlegene

St. Paulianer, die

ihre Bilanz eine Woche

darauf auf sieben

Punkte ausbauten. Gleichzeitig

wurde der HSV von den Bayern

durchgeschüttelt und war in

der Tabelle hintendran. Weiterer

Reformbedarf war offenkundig.

Der HSV verstärkte sich mit

Vuskovic, Lokonga und Vieira.

Am Kleingeld fehlte es nicht.

Vor der Wiederauflage des

Vorschau: Fr., 23.01.2026 - 20:30 Uhr

Stadtderbys haben sich die Vorzeichen

gründlich gewandelt.

Die St. Paulianer durchschritten

ein Tal von neun Niederlagen.

Die wenigen Erfolgserlebnisse

danach wurden gleich

wieder getrübt von Last-Minute-Niederlagen

in Wolfsburg

FC St. Pauli – Hamburger SV

So könnten sie spielen:

St. Pauli: Vasilj - Dzwigala, Wahl, Mets - Pyrka, Sands, Oppie - Fujita,

Smith - Pereira Lage, Kaars

HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, Vuskovic, Elfadli - Gocholeishvili,

Lokonga, Remberg, Muheim - Vieira, Downs, Dompé

Tipp: 1:0

und Dortmund. Der HSV zog

unter anderem durch späte

Heimsiege gegen Stuttgart und

Bremen vorbei. Zweifellos: Das

Momentum spricht für die Rothosen.

Allerdings haben sich sieben

Zweitliga-Jahre ins Gemüt des

einstigen Bundesliga-Dinos gegraben.

Trainer Merlin Polzin

lässt deshalb auf ein 0:0 gegen

Mönchengladbach nichts kommen

und weist ungeduldige

Kommentatoren, namentlich in

den sozialen Medien, zurecht:

„Wir werden uns weiterhin

über jeden Punkt freuen, den

wir in der Bundesliga holen.“

Diese Aussage ging nicht ganz

konform mit dem Mienenspiel

einiger Wortführer im HSV-

Stadtderby

stadt

derby

Intensiv: Im Hinspiel konnte Adam

Dzwigala HSV- Stürmer Ransford

Königsdörffer stoppen. Gelingt es dem

St. Pauli-Routinier auch am

Freitagabend?

Foto: Ruhnke

Team. Nicolai Remberg („Wir

hatten große Chancen, haben

nur das Tor nicht gemacht“)

und Miro Muheim („Wir waren

dominant und haben Druck erzeugt“)

werteten das Remis gegen

Gladbach als Verlust zweier

Punkte. Solche Aussagen belegen

zum einen ein gewachsenes

Anspruchsdenken, sind andererseits

ein Element der Vorsicht.

So weit hat sich der HSV

von der Abstiegszone dann

doch nicht entfernt.

Aber was soll der FC St. Pauli

sagen? Nach den Niederlagen in

Wolfsburg und Dortmund, die

nicht unerwartet kamen, aber

unnötig waren, brennt das

Schlusslicht am Millerntor. Die

Kiezkicker müssen aufpassen,

nicht den Anschluss zu verlieren.

Vier Punkte Rückstand

sind es bereits auf den ersten

Nichtabstiegsplatz, fünf Punkte

zum HSV. Es braucht keine umfangreiche

Tabellendiskussion,

um zu erkennen, dass die Gäste

vom Volkspark ihrem Lokalrivalen

am Freitag schon nahezu

uneinholbar enteilen könnten.

Der erste Auswärtssieg würde

dem Aufsteiger zwar noch nicht

zum Klassenerhalt reichen,

aber einen Meilenstein markierte

er schon, und das ausgerechnet

im Stadion des Lokalrivalen.

Andererseits: Gewinnen die St.

Paulianer, wären sie wieder

mitten im Geschehen. Und der

Anschauungsunterricht, wie

man eine große Sause des ungeliebten

Nachbarn verhindern

kann, ist ja noch einigermaßen

frisch – 3. Mai 2024, Volksparkstadion,

die aufgeschobene Feier

des FC St. Pauli. (WE)

RegionalSport | 5


Stadtderby

In Wilhelmsburg geboren, im

Volkspark sozialisiert. Seit

2020 trägt der heute 20-jährige

Fabio Baldé das HSV-Trikot.

Anlass genug für ein Derby-

Interview.

Herr Baldé, Ende November

leiteten Sie mit einem unwiderstehlichen

Spurt und dem

Pass auf Fabio Vieira das

Siegtor gegen den VfB Stuttgart

ein und lösten unbeschreiblichen

Jubel aus. War

diese Aktion ein Höhepunkt

Ihrer Karriere? Was ging in

dem Moment in Ihnen vor?

Fabio Baldé: Der Pass auf Fabio

Vieira in der Nachspielzeit

war bislang schon einer der Höhepunkte

meiner bisherigen

Karriere. Das war einfach ein

unbeschreibliches Gefühl, als

der Ball im Tor war. In Unterzahl

gegen den VfB Stuttgart so

einen Sieg zu feiern, war schon

sehr besondere. Das hat man

danach auch anhand der Reaktionen

unserer Fans gesehen

und wie wir anschließend mit

HSV-Angreifer Fabio Baldé im Derby-Interview:

„Wir haben große Lust auf das Spiel“

ihnen im Stadion gefeiert haben.

Das war schon ein Highlight.

Sie als gebürtiger Hamburger

werden besonders viele

Freunde und Verwandte im

Stadion begrüßen dürfen. Ist

das ein zusätzlicher Ansporn

und haben Sie auch St.-Pauli-

Fans unter Ihren Bekannten?

Fabio Baldé: Ich habe hier viele

Freunde und meine Familie,

ich bin gebürtiger Hamburger.

Hamburg ist mein Zuhause. Als

Kind habe ich davon geträumt,

eines Tages mal für den HSV zu

spielen. Diesen Traum konnte

ich mir durch harte Arbeit erfüllen.

Ein großes Ziel ist für

mich, für den HSV in der Bundesliga

ein Stadtderby zu spielen,

das ist schon Ansporn genug.

Das nun mit der Familie

im Rücken als gebürtiger Hamburger

erleben zu dürfen, ist

schon was ganz Besonderes.

Das Derby am Millerntor steht

bevor. Eine Woche später

kommen die Bayern ins Volksparkstadion.

Was ist die größere

Herausforderung?

Fabio Baldé: Wir brauchen uns

nichts vormachen: Für mich gehört

der FC Bayern zu den besten

Mannschaften der Welt. Das

wird eine ganz

große Herausforderung

für uns,

genauso wie das

Stadtderby aber

auch. Wir freuen

uns auf beide

Spiele innerhalb

einer Woche und

sind der Überzeugung,

dass

wir mit guten

Leistungen etwas

holen können.

Unser Fokus

liegt erstmal

auf Freitag, da

wollen wir gemeinsam

mit unseren

Fans die

Punkte holen.

Danach geht der

Blick Richtung

Bayern.

dem Platz aus. Man sieht, was

wir können. Wir bereiten uns

optimal vor für Freitag und haben

große Lust auf das Spiel.

Schmiedestraße 17, 21516 Müssen - Tel. 0172-4000272

Am zweiten

Spieltag hat der

HSV im Volksparkstadion

gegen

St. Pauli

verdient mit 0:2

verloren. Inzwischen veränderte

sich einiges, gerade

auch im Tabellenbild. Wie

kam es zum Umschwung?

Fabio Baldé: Am Saisonanfang

hatten wir eine neu zusammengestellte

Mannschaft, da mussten

wir uns erstmal finden und

einspielen. Mittlerweile sieht

man aber, dass wir auf und neben

dem Platz als Mannschaft

extrem zusammengeschweißt

sind und gemeinsam viele

Schritte gemacht haben. Das

zahlt sich auch auf unsere Leistung

und unseren Auftritt auf

Besonders: Für den gebürtigen

Hamburger Fabio Baldé ist die Partie

am Millerntor eine ganz spezielle.

Foto: Ruhnke

Und Ihr Tipp für

das Derby am Freitag?

Und worauf wird es am

Freitagabend ankommen?

Fabio Baldé: Beide Mannschaften

haben ihre Qualitäten. Aber

in so einem Derby sind auch

andere Komponente als fußballerische

Qualität gefragt. Da

sind auch Mentalität und Wille

wichtig. Wir haben eine gute

Einstellung für das Spiel und

wollen das Ding ziehen.

(Wolfgang Ehlers)

6 | RegionalSport


Holstein Kiel

Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld:

Mit guten Umschaltmomenten zum Sieg in der SchücoArena?

Mit dem Aufwind des 2:0-Heimerfolges

am vergangenen Wochenende

gegen den SC Paderborn

07 reisen die Kieler Störche

am Freitag zum Auswärtsspiel

in die SchücoArena.

Aufsteiger und Gastgeber DSC

Arminia Bielefeld bittet die Elf

Vorschau: Fr., 23.01.2026 - 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld - Holstein Kiel

So könnten sie spielen:

Arminia Bielefeld: Kersken - Großer, Bauer, Felix - Momuluh, Russo,

Sicker - Corboz - Grodowski, Telalovic, Wörl

Holstein Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic – Rosenboom, Meffert,

Tohumcu, Tolkin – Therkelsen, Skrzybski – Harres

Tipp: 1:2

Holsteins Steven Skrzybski gegen Paderborns Calvin Brackelmann. Der Paderborn-

Verteidiger zog sich in der Schlussphase eine schlimme Verletzung zu – befindet

sich aber nach eigenen Aussagen auf dem Weg der Besserung.

Fotos: RS

ven Skrzybski. Auf der „Bielefelder

Alm“ schrillen die Alarmglocken

nach der späten 0:1-Niederlage

im Kellerduell bei Fortuna

Düsseldorf lauter denn je. Mit

19 Punkten steht der Aufsteiger

aus Ostwestfalen auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.

Sechs

Spiele in Folge sind die Arminen

nun ohne Sieg. „Wir müssen

arbeiten und intensiv spielen,

denn wir stecken definitiv im

Abstiegskampf. Wir müssen

dringend punkten und schauen

von Woche zu Woche“, sagt

DSC-Angreifer Semir Telalovic,

von KSV-Cheftrainer Marcel

Rapp zum Flutlicht-Tanz. „Wir

müssen unsere Umschaltmomente

noch besser lösen. Ballbesitz

bringt keine Punkte, aber wir

sind auf einem guten Weg und

haben gegen Paderborn gut gestanden“,

sagt KSV-Kapitän Steder

im Winter vom 1. FC Nürnberg

auf Leihbasis zum Aufsteiger

wechselte. Verzichten müssen

die Gastgeber auf Außenspieler

Daniel Richter, der an einem

Kreuzbandriss laboriert.

Eine Sperre auf Seiten der Bielefelder

droht Benjamin Boakye

und Monju Momuluh, die mit

vier Gelben Karten vorbelastet

ins Spiel gehen. Auf Kieler Seite

müssen die Mittelfeldakteure

Stefan Schwab und Magnus

Knudsen aufpassen, dass sie sich

nicht die fünfte Gelbe Karte

abholen. (Andrè Haase)

Überangebot im Mittelfeld:

Rapp muss harte Entscheidungen treffen

Am vergangenen Sonntag im

Heimspiel gegen den SC Paderborn

(2:0) fehlte Mittelfeldspieler

Magnus Knudsen zur Überraschung

aller,

Härtefall: Magnus Knudsen fehlte gegen

Paderborn im Kader der Störche.

im Spieltagskader. War der 24-

jährige Norweger erkrankt

oder verletzt?

Nein! Knudsen hat seinen Kaderplatz

räumen müssen. Umso

verwunderlicher, denn in der

Hinrunde galt der Mittelfeldakteur

unter KSV-Chefcoach Marcel

Rapp als Stammspieler und

war gesetzt. 13 Mal begann der

24-Jährige in der Startelf und

kam in allen 17 Partien zum

Einsatz. Es waren also rein

sportliche Gründe,

die Rapp so

kommentierte:

„Ich weiß, was es

menschlich bedeutet,

Spieler

aus dem Kader zu

nehmen. Aber

ich kann nur 20

Leute mitnehmen.

Es ging darum,

wer eine

realistische

Chance hatte,

eingewechselt zu

werden. Am Ende

ist es mein Job

als Trainer, Entscheidungen

zu

treffen. Bei

Knudsen habe

ich keine Chance gesehen, dass

er gegen Paderborn Spielzeit

bekommt.“ Klingt logisch und

plausibel, aber für den Norweger

sicherlich ein Nackenschlag.

„Wir haben viele Sechser

und Achter in der Mannschaft.

Diesmal hat es eben

Magnus getroffen. Es war eine

harte Entscheidung“, ergänzte

Rapp. Fakt ist: Die Winterneuzugänge

Jonas Meffert (siehe Interview)

und Hoffenheim-Leihgabe

Umut Tohumcu haben das

Potenzial für die Startelf. Dadurch

sind zwei Kaderplätze

belegt. Bei der Vielzahl der Mittelfeldspieler

wird es also weiterhin

vor den Punktspielen

Überraschungen im Spieltagskader

geben. (Andrè Haase)

RegionalSport | 7


Holstein Kiel

Interview mit Rückkehrer Jonas Meffert:

„Freue mich, wieder hier zu sein"

Herr Meffert, Ihr erstes

Pflichtspiel nach Ihrem Wechsel

vom Hamburger SV zurück

zu Holstein Kiel haben Sie mit

den Störchen 2:0 gegen Paderborn

gewonnen. Mit der beeindruckenden

Passquote von 96

Prozent waren Sie im Mittelfeld

der Taktgeber. Wie fällt

Ihr Fazit aus?

Jonas Meffert: (lacht) Es ist also

noch Luft nach oben, um auf

einhundert Prozent zu kommen.

Aber im Ernst: Die Mannschaft

hat mir sehr geholfen, alles

reingehauen und alles weg

verteidigt. Ich bin froh, mit einem

Spiel zurückzukommen.

Das freut mich einfach.

Sie haben Paderborn mit den

eigenen Mitteln geschlagen.

Hinten gut und sicher stehen

und dann schnell umschalten.

War das der Plan im Vorfeld?

Jonas Meffert: Man muss ehrlich

sagen, dass wir auch Fußball

spielen wollten. Wenn man

dann, so wie wir, früh in Führung

geht, dann verändert sich

so ein Spiel ja auch ein bisschen.

Wir müssen uns aber

auch in Zukunft vornehmen,

weiter mehr Fußball zu spielen.

Es sah aber schon sehr gut aus.

Wir haben die Tore schön herausgespielt

und hätten ein,

zwei Angriffe aber noch besser

zu Ende spielen können.

Wie hat es sich denn für Sie

angefühlt, im Stadion und der

Kabine? Kannten Sie die Wege

noch?

Jonas Meffert: Im Stadion hat

sich tatsächlich nicht viel verändert

- auf dem Trainingsgelände

aber schon. Die Fans haben

uns mega unterstützt, das

war auch sehr wichtig. Ich fand

es einfach schön.

Wenn man auf die Tabelle

schaut, ist ja alles sehr eng

beisammen. Von daher war

der Sieg schon wichtig, oder?

Jonas Meffert: Ja, genau. Es haben

ja im Vorfeld alle betont,

dass es sehr wichtig ist, Punkte

zu holen. Darüber zu reden ist

immer leicht, das dann so umzusetzen,

war schon extrem

wichtig. Aber wir müssen

weiter-

ma-

chen. Ein

Sieg bringt nichts.

Man hatte gegen Paderborn

den Eindruck, wenn es hinten

in der Defensive eng wurde,

haben Ihre Teamkollegen den

Meffert angespielt, getreu

dem Motto: Der findet schon

eine Lösung. Haben Sie das

auch so wahrgenommen?

Jonas Meffert: Ich finde es super,

wie die Spieler mich einbinden.

Es gehört eine Menge

Mut dazu, den Sechser anzuspielen.

Meine Mitspieler sind

gute Fußballer und sehen den

Raum, in dem ich mich positioniere.

Ich muss dann vernünftig

weiter nach vorne spielen und

bin aber ehrlich, dass es auch

noch besser geht.

Starkes Comeback für Holstein Kiel: Jonas Meffert war

gegen Paderborn im Mittelfeldzentrum präsent. Foto: RS

Ich versuche, mich immer fallenzulassen

zu den Innenverteidigern.

Generell mag ich es aber

lieber, hinter den Stürmern aufzudrehen

mit kurzen Pässen.

Jetzt geht es am Freitag zum

Flutlichtspiel in die Schüco -

Arena nach Bielefeld. Das

wird sicherlich nicht einfach,

oder?

Jonas Meffert: Richtig.

Das Spiel ist eine riesige Herausforderung.

Ich erwarte ein

sehr intensives Spiel. Wir werden

alles dafür tun, mit unseren

Mitteln die drei Punkte zu holen.

Abschließend, wie blicken Sie

auf die viereinhalb Jahre in

Hamburg zurück?

Jonas Meffert: Das wird immer

in meinem Kopf bleiben. Aber

es ist Vergangenheit und ich

freue mich, wieder hier zu sein.

(Andrè Haase)

8 | RegionalSport


Holstein ehrt Vereinsikone Blaschke

Großer Bahnhof für eine echte Vereinsikone. Rund um den 150. Geburtstag von Holstein- „Gründervater“ Georg P. Blaschke

(geb. 20. Januar 1876) gab es zahlreiche spannende Gedenkveranstaltungen von historischem Wert

Die KSV Holstein gibt anlässlich des

Geburtstages sogar eine Autogrammkarte

von Blaschke heraus.

Besonders eindrucksvoll

war das, was die aktive Fanszene

der KSV rund um die

Compagno Ultras vor der

Zweitliga-Begegnung zwischen

den Störchen und dem SC Paderborn

am Sonntag inszenierten.

„Georg P. Blaschke – unvergessen“,

prangte es zu Spielbeginn

auf großen weißen Lettern

auf einem 80 Meter langen

schwarzen Banner, das in der

Mitte das Konterfei des Geburtstagskindes

präsentierte: Der erste

Torschütze der Vereinsgeschichte

als knapp 20-Jähriger in

der schmucken Ausgehuniform

der „Einjährig-Freiwilligen“ des

kaiserlichen Heeres um 1895.

Ein echter Hingucker!

„Personen wie Georg P. Blaschke

spiegeln die gesamte Bandbreite

der gesellschaftlichen Bedeutung

unseres Vereines im historischen

Kontext der Stadtgeschichte

eindrucksvoll wider.

Gerade auch jetzt in diesen doch

sehr bewegten und politisch

komplexen Zeiten. Für viele

Holstein-Anhänger und natürlich

auch für mich als Clubhistoriker

besitzen die Feierlichkeiten

rund um den 150. Geburtstag

unserer Vereinsikone große

Symbolkraft“, so Clubhistoriker

Patrick Immo Nawe.

Am Dienstagvormittag wurde

am Blaschke-Grab im Beisein

der beiden Holstein-Legenden

Harry Witt und Peter Rautenberg

ein Kranz, gestiftet vom Block

501, niedergelegt. Und am Nachmittag

des gleichen Tages wurde

mit der schmucken Blaschke-

Bronze-Gedenktafel in der Dänischen

Straße 24, der früheren

DFB-Zentrale, ein weiterer Erinnerungsort

geschaffen. „Das

wird sicherlich auch den zahlreichen

internationalen Gästen

der Landeshauptstadt, die diese

historisch wertvolle Straße

durchlaufen, nicht verborgen

bleiben“, so Nawe. Mit Historiker

Jürgen Weber sowie Rolf Fischer,

dem Vorsitzenden der Gesellschaft

für Kieler Stadtgeschichte,

hielten zwei echte

Fachleute Kurzvorträge zu

Blaschkes Leben. Die Enthüllung

der Gedenktafel war indes

den beiden Nachkommen von

Georg P. Blaschke vorbehalten:

seinen beiden Ur-Ur-Enkeln Justus

(9) und Annika (7).

Holsteins Aufsichtsratsvorsitzender

Andreas Breitner, der genau

wie das gesamte Präsidium

der KSV, der Traditionsclub, der

Holstein Kiel

designierte Kieler Oberbürgermeister

Samet Yilmaz, die Familie

Blaschke, Hausbesitzerin Nana

Petrick sowie der Block 501-

Vorstand an der „Geburtstagsfeier“

teilnahm, meinte: „Die KSV

ist viel mehr als ein x-beliebiger

Zweitligist. Holstein ist einer

der großen Traditionsvereine im

deutschen Fußball. Dazu passt,

dass Georg P. Blaschke nicht nur

unseren Verein, sondern gleich

den ganzen DFB aus der Taufe

gehoben hat. Eine Meisterleistung.“

Auch in Zukunft wird

sich der erfolgreichste Profiverein

des Landes Schleswig-Holstein

sowie seine begeisterungsfähige

Fangemeinde um die weitere

Sichtbarmachung seiner

schillernden Vereinsgeschichte

im Kieler Stadtbild bemühen.

Clubhistoriker Patrick Nawe hat

schon jetzt weitere Projekte ins

Auge gefasst. Man darf gespannt

sein!

(RS)

Am Grab von Blaschke wurde ein Kranz

niedergelegt.

Fotos: RS

Choreographie der Compagno Ultras für Georg Blaschke vor dem Heimspiel

gegen Paderborn.

Die neue Gedenktafel am Blaschke Haus in

der Dänischen Straße.

Enthüllung der Gedenktafel (Gruppenfoto): Gedenkveranstaltung zum 150. Geburtstag der Holstein-Vereinsikone Georg P. Blaschke (von links): Rolf Fischer (1. Vorsitzender

Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte), Jürgen Weber (Historiker), Samet Yilmaz (designierter Kieler Oberbürgermeister), Patrick Nawe (KSV-Clubhistoriker), Justus und

Annika Blaschke (Ur-Ur-Enkel von Georg P. Blaschke), Wolfgang Schwenke (Geschäftsführer), Steffen Schneekloth (Präsident), Andreas Breitner (Aufsichtsratsvorsitzender)

und Olaf Rebbe (Sportchef).

RegionalSport | 9


Regionalliga Nord

1. Bundesliga

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.

1. Bayern München (M) 18 57 50

2. Borussia Dortmund 18 18 39

3. TSG Hoffenheim 17 14 33

4. VfB Stuttgart (P) 18 7 33

5. RB Leipzig 17 9 32

6. Bayer 04 Leverkusen 17 9 29

7. Eintracht Frankfurt 18 -1 27

8. SC Freiburg 18 -2 24

9. 1. FC Union Berlin 18 -3 24

10. 1. FC Köln (N) 18 -3 20

11. Bor. Mönchengladbach 18 -6 20

12. VfL Wolfsburg 18 -11 19

13. Werder Bremen 17 -13 18

14. Hamburger SV (N) 17 -10 17

15. FC Augsburg 18 -15 16

16. 1. FC Heidenheim 18 -22 13

17. 1. FSV Mainz 05 18 -13 12

18. FC St. Pauli 17 -15 12

Die nächsten Spiele

23.01.26 - 20:30 FC St. Pauli - Hamburger SV

24.01.26 - 15:30 FC Bayern München - FC Augsburg

24.01.26 - 15:30 Eintr. Frankfurt - TSG Hoffenheim

24.01.26 - 15:30 Bayer Leverkusen - Werder Bremen

24.01.26 - 15:30 Mainz 05 - VfL Wolfsburg

24.01.26 - 15:30 1. FC Heidenheim - RB Leipzig

24.01.26 - 18:30 Union Berlin - Borussia Dortmund

25.01.26 - 15:30 Borussia M’gladbach - VfB Stuttgart

25.01.26 - 17:30 SC Freiburg - 1. FC Köln

2. Bundesliga

Pl. Team

Sp. Diff. Pkt.

1. FC Schalke 04 18 12 38

2. SV Elversberg 18 15 34

3. SV Darmstadt 98 18 12 34

4. SC Paderborn 07 18 8 33

5. 1. FC Kaiserslautern 18 10 30

6. Hannover 96 18 6 29

7. Hertha BSC 18 5 29

8. 1. FC Nürnberg 18 -3 25

9. Karlsruher SC 18 -6 25

10. Holstein Kiel (A) 18 0 23

11. VfL Bochum (A) 18 1 22

12. 1. FC Magdeburg 18 -5 20

13. Preußen Münster 18 -6 20

14. Fortuna Düsseldorf 18 -11 20

15. Eintr. Braunschweig 18 -12 20

16. Arminia Bielefeld (N) 18 2 19

17. Dynamo Dresden (N) 18 -8 16

18. Greuther Fürth 18 -20 15

Die nächsten Spiele

23.01.26 - 18:30 DSC Arm. Bielefeld - Holstein Kiel

23.01.26 - 18:30 SV Darmstadt 98 - 1. FC Nürnberg

24.01.26 - 13:00 Karlsruher SC - Hertha BSC

24.01.26 - 13:00 Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf

24.01.26 - 13:00 Greuther Fürth - Eintr. Braunschweig

24.01.26 - 20:30 1. FC Magdeburg - Dynamo Dresden

25.01.26 - 13:30 FC Schalke 04 - 1. FC Kaiserslautern

25.01.26 - 13:30 SC Paderborn 07 - Preußen Münster

25.01.26 - 13:30 SV Elversberg - VfL Bochum

3. Liga

Pl. Team

Sp. Diff. Pkt.

1 SC Verl 20 21 38

2 MSV Duisburg (N) 20 14 37

3 Energie Cottbus 20 9 37

4 Hansa Rostock 20 13 35

5 VfL Osnabrück 20 8 35

6 Rot-Weiss Essen 20 6 35

7 Hoffenheim II (N) 20 9 31

8 SV Wehen Wiesbaden 20 3 31

9 TSV 1860 München 20 0 31

10 Waldhof Mannheim 20 -2 29

11 VfB Stuttgart II 20 -4 29

12 FC Viktoria Köln 20 1 27

13 FC Ingolstadt 04 20 5 25

14 Jahn Regensburg (A) 20 -4 24

15 1. FC Saarbrücken 20 -2 23

16 Erzgebirge Aue 20 -6 22

17 Alemannia Aachen 20 -9 21

18 TSV Havelse (N) 20 -11 16

19 SSV Ulm 1846 20 -19 16

20 Schweinfurt 05 (N) 20 -32 9

Die nächsten Spiele

23.01.26 - 19:00 Viktoria Köln - 1. FC Saarbrücken

24.01.26 - 14:00 FC Ingolstadt 04 - VfB Stuttgart II

24.01.26 - 14:00 Erzgebirge Aue - SSV Ulm 1846

24.01.26 - 14:00 Energie Cottbus - Schweinfurt 05

24.01.26 - 14:00 Rot-Weiss Essen - TSV Havelse

24.01.26 - 14:00 TSG Hoffenheim II - Alem. Aachen

24.01.26 - 16:30 MSV Duisburg - Jahn Regensburg

25.01.26 - 13:30 Waldhof Mannheim - H. Rostock

25.01.26 - 16:30 VfL Osnabrück - 1860 München

25.01.26 - 19:30 SV Wehen Wiesbaden - SC Verl

Regionalliga Nord

Pl. Team

Diff. Pkt.

1. SV Meppen 44 49

2. VfB Oldenburg 29 46

3. SV Drochtersen/Assel 24 46

4. SSV Jeddeloh II 24 41

5. 1. FC Phönix Lübeck 12 36

6. Hamburger SV II 3 31

7. Bremer SV 3 30

8. Hannover 96 II (A) 3 28

9. SC Weiche FL 08 1 27

10. VfB Lübeck -11 27

11. Werder Bremen II -8 26

12. Kickers Emden 2 25

13. HSC Hannover (N) -24 23

14. FSV Schöningen (N) -18 21

15. Eintracht Norderstedt -16 18

16. BW Lohne -20 17

17. Altona 93 (N) -27 15

18. FC St. Pauli II -21 14

Keine Spiele

Interview mit Altonas Kapitän Pascal El-Nemr:

„Endspiele können wir gut“

An Ostern 2025 zog sich

Altonas Kapitän Pascal El-

Nemr (32) einen Kreuzbandriss

zu. Nun kehrt er

zurück, um seinem Team im

Abstiegskampf zu helfen.

Herr El-Nemr, wie geht es Ihnen

aktuell?

Pascal El-Nemr: Mir geht es

ziemlich gut. Ich bin im Dezember

wieder ins Training eingestiegen.

Zunächst als freier

Mann ohne Körperkontakt.

Laut MRT ist alles heil im Knie.

Wir sind voll im Zeitplan.

Wie haben Sie die erste Halbserie

auf der Tribüne erlebt?

Pascal El-Nemr: Als unser

Team nach dem starken Start

einen Knick bekam und die Ergebnisse

schlechter

wurden, tat es besonders

weh, draußen sitzen

zu müssen. Unser

Team geriet in einen

Negativstrudel. Deshalb

kam die Winterpause

sehr gelegen.

Wie optimistisch sind

Sie in Sachen Klassenerhalt?

Pascal El-Nemr:

Grundsätzlich optimistisch.

Wir haben drei

Punkte Rückstand auf

den ersten Nichtabstiegsplatz,

aber ein

Nachholspiel in der

Hinterhand. Die Lücke

ist nicht groß. Jetzt

kommen natürlich nur

Rückkehr: AFC-Kapitän Pascal El-Nemr

will nach seiner Verletzung wieder voll

angreifen. Foto: Altona 93/MSSP

noch Endspiele. Endspiele können

wir aber gut. Haben wir unter

anderem beim entscheidenden

Aufstiegsspiel gegen Schöningen

mit unserem 2:0-Sieg

bewiesen.

Werden Sie wieder der Spieler,

der Sie vor Ihrer Verletzung

waren?

Pascal El-Nemr: Das denke ich

nicht. Die Verletzung hat etwas

mit mir gemacht. Ich habe mich

zurückgekämpft und noch

mehr mentale Stärke gewonnen.

Ich habe Bock, als noch gereifterer

Spieler noch ein paar

Jahre auf dem Platz zu stehen

und den Zuschauern an der

Adolf-Jäger-Kampfbahn mit unserem

Team Freude zu bereiten.

In dieser Saison mit dem Klassenerhalt.

Und steigen wir wirklich

ab, werden wir eben Meister

in der Oberliga Hamburg

und steigen wieder auf.

(misch)

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10 | RegionalSport

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Transferticker Regionalliga Nord:

Kaum Bewegung im Kader

der Lübecker Teams

Noch verhalten sich die Verantwortlichen

beim 1. FC Phönix

Lübeck und beim VfB Lübeck

auffällig ruhig auf dem

Transfermarkt.

Mit Rückkehrer Felix Drinkuth

(Eintracht Norderstedt) haben

die Grün-Weißen den Publikumsliebling

auf die Lohmühle

zurückgeholt. Verlassen haben

den VfB Noah Andreas und Nemo

Philipp, die beide um Auflösung

der Verträge baten. Beim

1. FC Phönix Lübeck ist mit

Omar Ramihic (FC Slovan Velvary)

ein neuer Akteur im Kader

von Chefcoach Christiano

Adigo. Den Buniamshof verlassen

hat Valentin Steinmetz (vereinslos).

(AH)

RegionalSport | 10


PANORAMA

Transferticker Oberliga Hamburg:

Mehr als nur Max Kruse

Mit Max Kruse

(37) landete

die TuS Dassendorf

in diesem

Winter einen Transfercoup.

Doch auch andere Wechsel

lassen aufhorchen. Hier

sind drei davon.

OBER

Jahraus zum Jahresanfang.

Oberliga-Spitzenreiter ETSV

Hamburg bleibt seiner Linie

treu und verpflichtet gern auch

mal höherklassige Spieler. Mit

Linksaußen Luis Jahraus (20)

stößt nun nach Lennart Appe

SV Todesfelde: Abgänge:

Rafael Krause (schon vor

der Winterpause - jetzt VfR

Neumünster), Kai-Fabian Schulz (Karriereende

im Herbst), Max Kischkat

(SSV Großensee). Zugänge: Justin Cloppatt

(SV Eichede), Tobias Reichl (VfR

Garching, davor U19 Türkgücü München).

Holstein Kiel II: Abgänge: Muhamed

Ajruli (ETSV Hamburg). Zugänge:

Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt). SV

Eichede: Abgänge: Brayann Charles-Emmanuel

Kouakou (SC Victoria), Justin

Cloppatt (SV Todesfelde), Jonas Dürr

(SV Preußen Reinfeld), Kartik Sharma

(FC Teutonia 05 Ottensen), Lional Lingani

(beruflich). Zugänge: Przemyslaw

Szymura (SV Azadi Lübeck). Heider SV:

Abgänge: Macius Dahm (MTSV Hohenwestedt),

Eric Gründemann (unbekannt).

Zugänge: keine. VfR Neumünster:

Abgänge: Lukas Franz (TuS Hartenholm).

Zugänge: Rafael Krause (SV Todesfelde),

Radovan Karaman (1. FC

Phönix Lübeck). PSV Neumünster: Abgänge:

Samuel Aphrem (TuS Hartenholm).

Zugänge: Ahmad Bello (Niendorfer

TSV), Mats Lübker (TSV Bordesholm).

MTSV Hohenwestedt: Abgänge:

Torben Hendrischke (TSV Brokstedt),

ein weiterer Akteur vom FC St.

Pauli II zum Kader. In der Hinrunde

absolvierte Jahraus 477

Spielminuten für die kleinen

Kiezkicker – blieb aber ohne

Tor und Vorlage. Nun will er

mit dem ETSV Hamburg den

Aufstieg packen und in der

nächsten Saison wieder in der

Regionalliga Nord spielen.

Nuxoll eine Liga tiefer.

Er war eine stille Hoffnung

mindestens einiger Fans des

Regionalligisten Eintracht Norderstedt:

Innenverteidiger Yannik

Nuxoll (28). Ab Sommer

ging Nuxoll auf große Tour,

reiste für ein halbes Jahr nach

Asien. „Wir würden uns sehr

freuen, ihn danach wieder in

Norderstedt zu sehen“, hieß es

in der Pressemitteilung der Eintracht

bei Nuxolls Verabschiedung.

Doch aus der Rückkehr

zur Stabilisierung der Defensive

wurde nichts. Nuxoll entschied

sich für einen Wechsel

in die Oberliga Hamburg zur

TuS Dassendorf – und dürfte

dort mit seiner Zweikampfstärke

auf Anhieb einer der Top-

Abwehrspieler der Liga sein.

Billstedts neuer Keeper.

Und noch ein ungewöhnlicher

Wechsel. Torwart Mauro Alcaraz

(32) wechselt von Regionalligist

Altona 93 ins Oberliga-

Mittelfeld zum SC Vorwärts-

Wacker Billstedt. Mit seinen Paraden

soll er zu einem

versöhnlichen Saisonabschluss

beitragen – und dem Team bei

der historischen Mission helfen,

zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte

den Lotto-Pokal

zu gewinnen.

Transferticker Oberliga Schleswig-Holstein: Aderlass beim MTSV Hohenwestedt

Transferkarrusell dreht sich in der Oberliga

Das Wechselkarussell dreht sich in der Oberliga in der Winterpause. RegionalSport hat die bisherigen Ab- und Zugänge

der 16 Teams zusammengefasst (Stand: 19.01.26):

Top-Torjäger Kjell Knaak wechselt vom abstiegsbedrohten

MTSV Hohenwestedt zu Holstein Kiel II.

(misch)

Jan Nötzelmann (unbekannt), Luca Ubben

(SV Merkur Hademarschen), Kjell Knaak

(Holstein Kiel II). Zugänge: Macius Dahm

(Heider SV), Kirill Vojtenko (TSV Heiligenstedten).

TuS Rotenhof: Abgänge: Melvin

Bolleininger (TSV Kosel). Zugänge:

keine. Kaltenkirchener TS: Abgänge: keine.

Zugänge: Justus Scharbert (U19 JFV

Südholstein), Tom Nyamekye Steffen

(U19 JFV Lübeck). Inter Türkspor Kiel:

Abgänge: keine. Zugänge: keine. 1. FC

Phönix Lübeck II: Abgänge: Radovan Karaman

(VfR Neumünster), Elijah-Abankwa

Ceesay (Hamburger SV III). Zugänge: keine.

SV Preußen Reinfeld: Abgänge: Kamel

Ejleh (unbekannt), Benjamin Pirch

(eigene Zweite). Zugänge: Jonas Dürr

(SV Eichede). TSV Nordmark Satrup:

Abgänge: Levin Maarten Gröhn (TSB

Flensburg A-Jugend), Luca Max Clausen

(FSG Ostseeküste). Zugänge: Tobias

Rau (SC Mautern, Österreich). FC Kilia

Kiel: Abgänge: keine. Zugänge: keine. Oldenburger

SV: Abgänge: Jesper Görtz (Eutin

08 II), Jano Göllner (FC Dornbreite Lübeck),

Michel Petersen (TSV Klausdorf).

Zugänge: Sebastian Witt (TSV Lütjenburg).

Eutin 08: Abgänge: Denis Klassen

(Karriereende). Zugänge: keine.

(Andrè Haase)

Druck auf dem Kessel

Vorschau: So., 25.01.2026 - 16:00 Uhr Hamburger SV – SGS Essen

Für seine Frauen hat der

Hamburger SV viele

freundliche Worte übrig.

Auf der Leinwand und in

Interviews wurde auch in

der Halbzeit des Männerspiels

gegen Gladbach

auf den Jahresstart der Frauen

hingewiesen. Bei den Männern

sei regelmäßig zu sehen, was

die Unterstützung von den Rängen

des Volksparkstadions bewirken

kann. Man bitte das Publikum

um rege Teilhabe auch

am kommenden Sonntag.

Dieses Spiel könnte wichtiger

kaum sein. Die in der Hinrunde

allein in Leipzig siegreichen

HSV-Frauen sind mit sieben

Punkten auf den zweiten Abstiegsplatz

zurückgefallen,

überholt von einer SGS Essen,

die vor der Winterpause fünf

ungeschlagene Pflichtspiele absolvierte.

Trotzdem gab es in Essen zur

Jahreswende einen Trainer-

Frauen-Bundesliga

wechsel. Heleen Jaques will

„die familiäre Identität“ des

letzten reinen Frauenvereins in

der 1. Liga bewahren. Diesen

Zusammenhalt beschwören sie

auch beim HSV. Gleichwohl:

Gegen die Mannschaft aus dem

Pott ist Druck auf dem Kessel.

(Wolfgang Ehlers)

RegionalSport | 11


Panorama

Solide Hinrunde:

Defensive Stärke und attraktiver Fußball als Basis für den Erfolg

Der TSV Doppeleiche

Viöl überwintert auf

Platz 2 der Kreisklasse

A im Kreis Nordfriesland.

Mit konstanten Leistungen und

einer klaren Spielidee hat sich

das Team in der Hinrunde als

eine der Topmannschaften etabliert.

Trainer Tobi Timmermann

zeigt sich entsprechend zufrieden,

sieht aber weiterhin Entwicklungspotenzial.

„In der bisherigen Saison zeigen

wir eine solide Leistung:

Unsere Defensive überzeugt

durch Stabilität und Einsatz,

während wir gleichzeitig attraktiven,

kombinationsreichen

und schön anzusehenden Fußball

spielen“, zieht Timmermann

ein positives Zwischenfazit.

Besonders erfreulich: Die

Mannschaft konnte nahtlos an

die Leistungen der Vorsaison

anknüpfen und ihre Spielweise

weiter festigen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor

liegt laut dem Coach im starken

Miteinander innerhalb der

Mannschaft. „Unser Team überzeugt

nicht nur durch starken

Zusammenhalt, Willen und eine

geschlossene Mannschaftsleistung“,

betont Timmermann.

Hinzu komme eine intensive

und ehrliche Nachbereitung der

Spiele: „Weniger positive Punkte

werden im Training gezielt

aufgearbeitet, um an den richtigen

Stellschrauben zu drehen

und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Trotz der Tabellenführung

sieht der Trainer

noch Luft nach oben – vor allem

im Angriffsspiel. „Offensiv

fehlt uns gelegentlich noch die

letzte Durchschlagskraft. Demnach

muss die Chancenverwertung

noch besser werden“, erklärt

Timmermann selbstkritisch.

In der Winterpause bleibt

es beim TSV ruhig. Veränderungen

im Kader sind nicht geplant,

was die Stabilität innerhalb

des Teams zusätzlich unterstreicht.

Auch auf die Hallensaison

verzichtete der Verein

bewusst. Aufgrund der erhöhten

Verletzungsgefahr entschied

man sich gegen Einsätze unter

dem Hallendach.

Der Start in die Vorbereitung

auf die Rückrunde folgt: Erst im

Februar bittet das Trainerteam

die Spieler wieder auf den

Platz. Dennoch blickt Timmermann

optimistisch auf den weiteren

Saisonverlauf. „Unser

Ziel ist es, weiterhin attraktiven

Unterschiedliche Wege in der Hinrunde:

und erfolgreichen Fußball zu

spielen, den Anschluss an die

Aufstiegsplätze zu halten und

oben mitzuspielen“, so der

Coach. Ob es am Ende tatsächlich

für den Aufstieg reicht,

bleibt offen: „Am Ende der Saison

wird sich zeigen, ob wir in

der kommenden Spielzeit eine

Liga höher antreten können.“

(OO)

FC LoLa mit gemischter Zwischenbilanz

Zum Jahreswechsel

zieht der FC LoLa ein

differenziertes Fazit.

Während die zweite

Mannschaft nach ihrem

Aufstieg in die B‐Klasse

sportlich überzeugt und auf einem

starken dritten Tabellenplatz

überwintert, befindet sich

die erste Mannschaft weiterhin

in der Findungsphase in der

A‐Klasse.

Besonders erfreulich gestaltet

sich die Entwicklung der Zweiten.

Nach dem Ligaaufstieg hat

sich das Team schnell angepasst

und konstante Leistungen

gezeigt. „Die Zweite verkörpert

vieles von dem, wofür unser

Verein steht: Stabilität, Zusammenhalt

und Verlässlichkeit“,

sagt Lasse Horn, Obmann für

Öffentlichkeitsarbeit beim FC

LoLa. Trotz anfänglicher Zweifel

im Vorfeld sei die Integration

in die höhere Spielklasse

problemlos verlaufen. „Einsatzbereitschaft,

Moral und Entwicklung

sind klar erkennbar.

Das ist eine positive Bestätigung

für die geleistete Arbeit.“

Deutlich herausfordernder verlief

die Hinrunde für die Erste

Mannschaft. In einer spielstarken

und ausgeglichenen

A‐Klasse machte sich vor allem

der fehlende Vorbereitungszeitraum

nach dem Trainerwechsel

bemerkbar. „Die nötige Eingespieltheit

und taktische Feinabstimmung

konnten sich bislang

noch nicht vollständig entwickeln

– das ist unter diesen Voraussetzungen

keine Überraschung“,

erklärt Horn. Dennoch

gebe es bereits Ansätze, die Mut

machen: „In einzelnen Spielen

zeigen wir, dass der Aufstieg

kein Zufall war.“ Der Blick

nach vorn bleibt in beiden

Teams konstruktiv und realistisch.

Für die Erste liege der Fokus

nun darauf, Stabilität zu gewinnen

und sich Schritt für

Schritt weiterzuentwickeln.

„Unser Ziel ist der Klassenerhalt

und eine nachhaltige Etablierung

in der Liga – ohne überhastete

Entscheidungen“, betont

Horn. Die Zweite hingegen

soll ihren erfolgreichen Weg

fortsetzen: „Oben dranbleiben,

weiter reifen und sich dauerhaft

als Spitzenteam der B‐Klasse

behaupten. Die Mannschaft

hat bewiesen, dass sie dieses

Niveau halten kann.“ Mit einer

klaren Zielsetzung und Zuversicht

geht der FC LoLa in die

Winterpause. Die Vorbereitung

auf die Rückrunde ist bereits in

Planung – in dem Bewusstsein,

dass kontinuierliche Arbeit,

Teamgeist und Geduld die

Grundlage für eine erfolgreiche

zweite Saisonhälfte bilden.

(Oliver Ollrogge)

12 | RegionalSport


3. Liga Männer:

HSG Eider Harde will Heimstärke zurückgewinnen

Vorschau: Sa., 24.01.2026 - 19:15 Uhr

HSG Eider Harde - Füchse Berlin II

Nach dem wichtigen

Auswärtssieg zum

Jahresauftakt reist

mit den Füchsen Berlin

II am Samstag

(19:15 Uhr) eine der

Top-Mannschaften

der 3. Liga Nord-Ost

nach Hohn.

Für die HSG Eider Harde geht

es dabei nicht nur um Punkte,

sondern auch um Wiedergutmachung

vor eigenem Publikum.

Während das Team von

RL-Nord Frauen:

Trainer Matthias Hinrichsen in

der Fremde bereits neun Zähler

sammelte, stehen in der heimischen

Werner-Kurt-Halle bislang

lediglich sechs Punkte zu

Buche – zu wenig für den eigenen

Anspruch.

Der Erfolg in Plauen kam zum

richtigen Zeitpunkt. Er gab

Selbstvertrauen und bestätigte

die Arbeit aus der langen Vorbereitungsphase.

„Viele Trainingsinhalte

sind aufgegangen,

das stärkt das Vertrauen in unsere

Abläufe“, betont Hinrichsen

und macht deutlich, wie

wertvoll dieser Sieg für die

Mannschaft war.

Gegen die talentierte Bundesliga-Reserve

der Füchse erwartet

die HSG eine intensive Partie.

Berlin überzeugt mit Tempo, individueller

Qualität und variabler

Abwehr. Dennoch will Eider

Harde seinen eigenen Stil

durchziehen. „Wir bereiten uns

auf den Gegner vor, stellen aber

nicht alles um. Wir vertrauen

auf unsere Stärken – und haben

Spitzenspiel als nächste Bewährungsprobe für HG OKT

Vorschau: So., 25.01.2026 – 14.00 Uhr HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen - Lauenburger SV

Wenn die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen

am kommenden

Spieltag den Lauenburger

SV empfängt,

treffen der

Tabellenzweite und

der Vierte der Regionalliga

Nord aufeinander

– ein echtes Spitzenspiel.

Die Gastgeberinnen sind

seit sieben Ligapartien ungeschlagen,

haben vor kurzem sogar

Tabellenführer HSG Eider

Harde die erste Saisonniederlage

beigebracht und damit ihre

Titelambitionen untermauert.

Dennoch bleibt die Ausgangslage

klar: Zwei Punkte

trennen OKT noch von Platz

eins.

Gegen Lauenburg wartet eine

knifflige Aufgabe. Der Aufsteiger

hat sich als unangenehmer

Gegner etabliert. „Lauenburg ist

ein starker Aufsteiger mit einer

aggressiven Abwehr. Die gilt es

zu knacken – gleichzeitig müssen

wir hinten genauso stabil

stehen. Sie haben zudem starke

Das aktuelle Team der HG OKT.

Foto: Privat

1:1-Spielerinnen“, sagt OKT-

Spielerin Inra Isabelle Krück.

Trotz des jüngsten Prestigesiegs

in Harde bleibt die Mannschaft

realistisch. „Auch wenn wir

unsere Hausaufgaben erledigen,

brauchen wir noch Schützenhilfe.

Eider Harde ist weiter mit

zwei Punkten vorn und hat den

direkten Vergleich gewonnen.

Wir geben unser Bestes und

schauen, was am Ende dabei

herauskommt“, so Krück.

Was die HG aktuell so stark

macht, ist vor allem ihre Ausgeglichenheit.

„Wir haben einen

starken Teamgeist und keine

einzelne Spielerin, die heraussticht.

Dadurch sind wir auf

vielen Positionen flexibel und

gefährlich.“ Zudem hat die

Rückkehr von Maresa Groht

nach ihrem Kreuzbandriss der

Defensive zusätzliche Stabilität

Panorama

"!

"!

Magazin

genug Abwehrvarianten in der

Hinterhand, falls wir nachjustieren

müssen“, erklärt der

Coach.

Emotion und Energie sollen am

Samstag den Ausschlag geben.

Personell kann Hinrichsen aus

dem Vollen schöpfen – alle

Spieler sind fit. Das Ziel ist

klar: Eine leidenschaftliche

Leistung und ein Heimsieg, um

den positiven Start ins neue

Jahr zu bestätigen.

(Ole Jacobsen)

verliehen.

Personell bleibt die Lage jedoch

angespannt: Weiter fehlen Marit

Albers (Kreuzbandriss), Lisa

Olf (mehrere Rücken-OPs) sowie

studiumsbedingt Lisa Wolgast.

Trotzdem geht die HG

selbstbewusst in das Duell –

mit der nächsten großen Chance,

Druck auf die Tabellenspitze

auszuüben.

(Ole Jacobsen)

GRIMM BAU

Hauptstraße 15 • 24800 Elsdorf • post@grimm-bau.eu

Tel. 0 43 32 / 99 66 99

RegionalSport | 13


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Handball-EM

Die Erleichterung war

riesig. Mit einem 34:32-

Erfolg über Spanien

löste die deutsche

Mannschaft doch noch

das Hauptrunden-Ticket,

das nach der Serbien-

Pleite höchst gefährdet war.

Aufgrund einiger Fehlentscheidungen

stand Alfred Gislason

besonders im Fokus. Bei einem

vorzeitigen „Aus“ wäre es wohl

sein letztes Spiel als Bundestrainer

gewesen. „So konnten

wir den Druck von der Mannschaft

fernhalten“, nahm der

66-Jährige die Situation mit

Galgenhumor. Er stärkte die Defensive

mit der Hereinnahme

von Matthes Langhoff. Der Berliner

zusammen mit Johannes

Golla, Tom Kiesler und Julian

Köster – das war schon ein sehr

stattliches Bollwerk gegen die

zuvor ungeschlagenen Spanier.

In der ersten Partie des Tages

Deutschland – Spanien 34:32

Ein erlösender Sieg

schlugen die Österreicher

die Serben mit 26:25. Damit

war klar, dass der

DHB-Auswahl ein Unentschieden

und nicht ein

Drei-Tore-Sieg für das

Weiterkommen genügen

würde. Vor 9526 Zuschauern

in Herning gerieten

die deutschen Farben nie

in Rückstand und führten

zeitweise sogar mit vier

Toren. „Wir spielten im

Angriff mehr gute Kreuzungen

als gegen Serbien“,

lobte Alfred Gislason. Bester

Torschütze war Renars

Uscins mit acht Treffern.

„Wir können nachher erleichtert

ins Bett fallen

und besser als die letzten

zwei Tage schlafen“, sagte

der Linkshänder. Kreisläufer

Justus Fischer strahlte:

„Das war eine Achterbahnfahrt

mit Happyend!“

(JK)

Bundestrainer Alfred Gislason stand

unter Druck gegen Spanien. Foto: JL

EM-Hauptrunde:

So geht’s für das DHB-Team weiter

Bis zum Montagabend

musste mit einem frühzeitigen

Ausscheiden gerechnet

werden. Stattdessen

geht die DHB-Auswahl

mit 2:0 Punkten in die

Hauptrunde und hat vier weitere

schwere Spiele vor der

Brust.

Zum Auftakt der Hauptrunde

geht es am Donnerstag gegen

den zweiten Staffelsieger von

Herning. Und das sind nicht die

Dänen, sondern die Portugiesen,

die am Dienstagabend die

Gastgeber eine 29:31-Niederlage

zufügten. „Dänemark hat gefühlt

seit 50 Jahren zu Hause

nicht mehr verloren“, staunte

nicht nur Bundestrainer Alfred

Gislason. Gegen Portugal erlitten

die deutschen Handballer

im Viertelfinale der letzten

Weltmeisterschaft ein bitteres

Last-Minute-Aus.

Am Samstag geht es gegen Norwegen.

Die Skandinavier haben

– wie ihr Top-Star Sander Sagosen

– offenbar die besten Jahre

hinter sich. Am Montag dann

der Klassiker gegen Dänemark.

„Es ist sicherlich kein Heimvorteil

gegen 15.000 Dänen spielen

zu müssen“, meint Rückraumass

Marko Grgic. Ein unmögliches

Vorhaben ist es aber auch

nicht, wie die Portugiesen bewiesen

haben. Außerdem werden

deutsche Fans in vierstelliger

Zahl erwartet.

Der Abschluss der Hauptrunde

ist am Mittwoch. Dann geht es

gegen Frankreich. Fällt dann

die Entscheidung um einen

Platz im Halbfinale? Alfred Gislason

orakelt: „Wenn sich alle

gegenseitig die Punkte abnehmen,

kann man sich vielleicht

sogar zwei Niederlagen erlauben.“

(JK)

REGIONAL

Das Sportmagazin im Norden

Der schnelle

Weg zu meiner

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I M P R E S S U M

RegionalSport erscheint

wöchentlich im Ihrens-Verlag

Verlagsleitung: Sascha Hoppe (V.i.S.d.P.)

Redaktion: Oliver Ollrogge, Frank Sorgatz ,

Sebastian Nieden, Jan Kirschner, Hanno Bode, Norbert

Gettschat, Michael Böhm, Claus Bergmann, Stefan

Knauß, Marcus Sellhorn, Peter Böhmer, Mirko Schneider,

David Schmiedhold, Olaf Wegerich, Patrick Nawe

(Fotos), Andrè Haase

Verlagsanschrift: Altstädter Markt 1-3,

24768 Rendsburg, Tel. 04331-4405189

E-Mail: info@regionalsportverlag.de

www.regionalsport.net

Herstellung: Druckerei Lohmeier, Eckernförde

Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Texte,

Manus kripte und Fotos. Nachdruck, Aufnahme in

Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigungen

benötigen die vorherige Zustim mung des Verlages.

Unsere Texte sehen explizit den Einschluss aller

Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit

wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung

wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende

Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die

drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen

Kontext als diskriminierend zu verstehen.

14 | RegionalSport


DHB-Kapitän Johannes Golla:

„Nie den Glauben an uns verloren“

Johannes Golla, 34:32

gegen Spanien. Was

geht in Ihnen vor?

Johannes Golla: In dieser

Gruppe war vor dem letzten

Spiel ja fast noch alles möglich

gewesen. Sportlich haben wir

schon öfter schwere Momente

erlebt, da darf man den Kopf

Johannes Golla zeigte gegen Spanien vollen Einsatz.

EM-Splitter:

nicht verlieren. Wir hatten viel

gesprochen und den Glauben

an uns nie verloren. Der wurde

noch stärker, als Österreich gegen

Serbien gewonnen hatte.

Außerdem hatten wir bei Olympia

zwei Mal gegen Spanien gewonnen.

Foto: JK

Jetzt folgen vier Spiele in der

Hauptrunde?

Johannes Golla: Es geht hammerhart

weiter, aber das wussten

wir schon vorher. Wir bringen

zwei Punkte mit. In der Vorrunde

hatten wir zwei gute und

ein schlechtes

Spiel.

Handball-EM

"!

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Magazin

Wir können es noch besser machen.

Sie sprachen gerade von zwei

guten und einem schlechten

Spiel: Was war beim schlechten

anders?

Johannes Golla: Gegen Österreich

und Spanien hatten wir

die Abwehr, die wir brauchen,

um den Torhütern zu helfen.

Wir waren sehr beweglich und

haben den Gegnern einige ihrer

Stärken genommen. Mit

Tom Kiesler

und Matthes

Langhoff

haben wir

zwei Spieler, die sehr viele Fähigkeiten

auf mehreren Positionen

der Abwehr mitbringen.

Ist das Halbfinale möglich?

Johannes Golla: Wir werden alles

versuchen. So viele weitere

Möglichkeiten habe ich persönlich

wohl gar nicht mehr. Ich

habe inzwischen wohl mehr

große Turnier gespielt, als ich

noch vor mir haben werde. (JK)

Handball-Jahrmarkt. Im Herninger

Messekomplex wird in zwei

Hallen die Fan-Kultur gelebt.

Sterne mit den Namen aller aktuellen

dänischen Nationalspieler

kleben auf dem Fußboden und

zieren den Weg zum Eingang, der

sich jeden Nachmittag für etliche

Stunden öffnet. Für die Zuschauer

gibt es Spielwiesen, Imbisswagen

und eine Bühne, die als Plattform

für Live-Musik oder Talkgäste

dient. Ein Museum taucht in die

100-jährige dänische Handballgeschichte

ein. Große Konterfeis

der modernen Handballhelden

zieren die Passage zwischen den

beiden Hallen. In Originalgröße

steht eine Foto-Troika als Selfi-

Modell parat: Simon Pytlick, Emil

Jakobsen und Mathias Gidsel.

Vorbereitung. Zwischen den

Spielen ist nur ein Tag Zeit.

Während die deutschen Spieler

noch frühstücken, läuft bereits

im Staff die Vorbereitung auf

den nächsten Gegner. Analyst

Patrick Luig bereitet Videos auf.

Alfred Gislason feilt an der generellen

Taktik für Angriff und

Abwehr. Sein Assistent Erik

Wudtke beschäftigt sich eher individuell

mit einzelnen Spielern

und Besonderheiten.

Torwart-Trainer Mattias Andersson

hat die Wurfbilder auf der

Agenda.

Höhle. Die deutschen Handballer

schlafen im Hotel in Zweier-

Zimmern. Die beiden

Flensburger Spieler wohnen zusammen.

„Unsere Höhle“, grinst

Johannes Golla. „Das ist alles

sehr ordentlich“, betont Teamkollege

Marko Grgic. „Wir müssen

nicht durch Kleidungsstücke

schwimmen.“

(JK)

RegionalSport | 15


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Handball-EM 2026 - Spielplan

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Gruppe D

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Deutschland 3 4

2. Spanien 3 4

3. Österreich 3 2

4. Serbien 3 2

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Portugal 3 5

2. Dänemark 3 4

3. N’mazedonien 3 3

4. Rumänien 3 0

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Frankreich 3 6

2. Norwegen 3 4

3 Tschechien 3 2

4. Ukraine 3 0

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Slowenien 3 6

2. Schweiz 3 3

3. Färöer 3 3

4. Montenegro 3 0

Spanien - Serbien 29:27

Deutschland - Österreich 30:27

Österreich - Spanien 25:30

Serbien - Deutschland 30:27

Österreich - Serbien 26:25

Deutschland - Spanien 34:32

Portugal - Rumänien 40:34

Dänemark - Nordm’donien 36:24

Nordma’donien - Portugal 29:29

Rumänien - Dänemark 24:39

Nordm’donien - Rumänien 24:23

Dänemark - Portugal 29:31

Frankreich - Tschechien 42:28

Norwegen - Ukraine 39:22

Ukraine - Frankreich 26:46

Tschechien - Norwegen 25:29

Tschechien - Ukraine 38:29

Frankreich - Norwegen 38:34

Slowenien - Montenegro 41:40

Färöer - Schweiz 28:28

Montenegro - Färöer 24:37

Schweiz - Slowenien 35:38

Montenegro - Schweiz 26:43

Slowenien - Färöer 30:27

Gruppe E

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Schweden 2 4

2. Kroatien 2 4

3. Niederlande 2 0

4. Georgien 2 0

Kroatien - Georgien 32:29

Schweden - Niederlande 36:31

Niederlande - Kroatien 29:35

Georgien - Schweden 29:38

Niederlande - Georgien *

Schweden - Kroatien *

* Spiele bei Redaktionsschluss

noch nicht beendet

Halbfinale

30. Januar 2026

1. der Hauptrundengruppe 1 -

2. der Hauptrundengruppe 2

2. der Hauptrundengruppe 1 -

1. der Hauptrundengruppe 2

Gruppe F

Pl. Team Sp. Pkt.

1. Island 3 6

2. Ungarn 3 4

3. Italien 3 2

4. Polen 3 0

Island - Italien 39:26

Ungarn - Polen 29:21

Polen - Island 23:31

Italien - Ungarn 26:32

Polen - Italien 28:29

Ungarn - Island 23:24

Finale

1. Februar 2026 - 18:00 Uhr

Gewinner Halbfinalspiel 1 -

Gewinner Halbfinalspiel 2

Spiel um Platz 5

30. Januar 2026 - 15:00 Uhr

3. der Hauptrundengruppe 1

- 3. der Hauptrundengruppe 2

Hauptrunde

Gruppe I (Herning/Dänemark)

Hauptrunde

Gruppe II (Malmö/Schweden)

23.01.26 - 15:30 Island - 2. Gruppe E

23.01.26 - 18:00 Schweiz - Ungarn

23.01.26 - 20:30 Slowenien - 1. Gruppe E

25.01.26 - 15:30 Island - 1. Gruppe E

25.01.26 - 18:00 Slowenien - Ungarn

25.01.26 - 20:30 Schweiz - 2. Gruppe E

27.01.26 - 15:30 Slowenien - 2. Gruppe E

27.01.26 - 18:00 Schweiz - Island

Spiel um Platz 3

22.01.26 - 15:30 Deutschland - Portugal

22.01.26 - 18:00 Spanien - Norwegen

22.01.26 - 20:30 Frankreich - Dänemark

24.01.26 - 15:30 Frankreich - Portugal

24.01.26 - 18:00 Spanien - Dänemark

27.01.26 - 20:30 Slowenien - Ungarn

28.01.26 - 15:30 1. Gruppe D - Island

28.01.26 - 18:00 Schweiz - 1. Gruppe E

28.01.26 - 20:30 2. Gruppe E - Ungarn

1. Februar 2026 - 15:15 Uhr

Verlierer Halbfinalspiel 1 -

Verlierer Halbfinalspiel 2

24.01.26 - 20:30 Deutschland - Norwegen

26.01.26 - 15:30 Portugal - Norwegen

26.01.26 - 18:00 Spanien - Frankreich

26.01.26 - 20:30 Deutschland - Dänemark

28.01.26 - 15:30 Spanien - Portugal

28.01.26 - 18:00 Deutschland - Frankreich

28.01.26 - 20:30 Dänemark - Norwegen

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