27.01.2026 Aufrufe

Fachmagazin eTrends - Ausgabe 06-2025

eTrends ist die **moderne Wissensplattform der Schweiz**, die die Fachleute in den Bereichen Elektrotechnik, SmartBuilding, Gebäudeautomation, SmartHome, Multimedia, ICT/IOT, Engergie, Licht und E-Mobility über die aktuellen und zukünftigen Technologien und Trends informiert.

eTrends ist die **moderne Wissensplattform der Schweiz**, die die Fachleute in den Bereichen Elektrotechnik, SmartBuilding, Gebäudeautomation, SmartHome, Multimedia, ICT/IOT, Engergie, Licht und E-Mobility über die aktuellen und zukünftigen Technologien und Trends informiert.

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eTrends 06 : 2025 ELEKTRO, SMART BUILDING, MULTIMEDIA, ICT/IOT, LICHT, EMOBILITY

eTrends

ELEKTRO, SMART BUILDING, MULTIMEDIA

ICT/IOT, LICHT, EMOBILITY

No6

2025

BACNET

Sichere Gebäudeautomation

auf dem Vormarsch.

VIRTUELLE ZEV

Selbst produzierten Solarstrom

im Quartier teilen.

WIR SIND ZUKUNFT

Wie geht es weiter

nach der Grundbildung?


Einfach. Mehr.

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Beratung durch jedes Projekt. Vonder Objektaufnahmeüberdie Lichtplanungbis hin zumSupport

nach der Inbetriebnahme stehen Ihnen unsere Lichtprofiszur Seite.

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EDITORIAL

Jetzt ist das

Jahr schon um

Bild: Michael Donadel

Wow, wo ist die Zeit schon wieder hin? Die Zeit,

die scheinbar immer schneller läuft. Oder liegt es

daran, dass wir alle immer beschäftigter sind? KI

und smarte Tools beschleunigen vieles, aber das

Tempo im Handwerk selbst lässt sich nicht gleichermassen

hochdrehen. Entsteht da mittelfristig sogar

ein Konflikt? Komische Gedanken, die mich hier

gerade beschäftigen… Aber zurück zum Rückblick.

Macht ein solcher überhaupt noch Sinn in einer

Zeit, in der alles nur noch nach vorne gerichtet ist?

Ich finde: Ja! Wenn wir uns nicht «verheizen» wollen,

dann brauchen wir das Innehalten. Und wir

müssen unsere Erfolge bewusst feiern. Notfalls auch

nur im Kleinen, Stillen.

Wir als Branche, wir als eTrends haben 2025 einiges

erreicht, das wir feiern dürfen. Da war zum

Beispiel der würdige Branchentag im Januar in

Bern. Da waren die weltweit ersten EFZ-Abschlüsse

von Gebäudeinformatikern und Gebäudeinformatikerinnen

im Sommer. Und da sind die 600 lesenswerten

Seiten, die wir für unsere Branche produziert

haben. Sie sind der Spiegel einer grossartigen

Community.

In unserer «What’s Next?»-Story begleiteten wir

sechs junge Persönlichkeiten bei ihren Weiterbildungen

mit Texten und in Videos. Nächstes Jahr gibt

es übrigens ein neues Format für «Wir sind Zukunft».

Damit geht das Projekt in das fünfte Jahr.

Das sind doch feiernswerte Punkte, oder? Sicher

hast auch du eigene Projekte, die du feiern kannst,

am besten gleich jetzt.

Auf ein tolles 2026! Frohe Festtage und einen

guten Rutsch, im Namen des grossartigen eTrends-

Teams, das mich begleitet!

René Senn, Chefredaktor

redaktion@etrends.ch

Folgen Sie uns auf

LinkedIn unter:

eTrends-Magazin

Ausgabe 6/25 eTrends

3


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bevorstehende bidirektionale Anwendungen ebnet.


INHALT

© eTrends 06/25

Erscheinungsdatum: 05.12.2025

10

48

68

What's Next? Projektleiter!

Tageslicht besser nutzen

Tag der Gebäudeinformatik

ENTRÉE

06 Trends

Darüber spricht man

in der Branche.

10 Wir sind Zukunft

Nachwuchstalente –

Caner Tetik.

16 Gebäudeinformatik

Die ersten (W)EFZ im

neuen Beruf sind da!

PRAXIS

20 Virtuelle ZEV

Auf gute Solar-Nachbarschaft.

28 Kreislaufwirtschaft

Erkenntnisse aus dem Circular

Economy Symposium.

32 Umschaltungen

Arbeiten an Schaltgerätekombinationen

gut planen.

LICHT

36 Tageslicht intelligent

nutzen

Grosse Energieeinsparungen

dank Tageslichtsensorik.

46 Der neue Lichtboss

Claudio Hartmann,

Geschäftsführer der SLG,

im Interview.

50 Beleuchtungssanierung

Energieeffizienz dank

durchgängigem Konzept.

SMART BUILDING

56 BACnet Secure Connect

Ein Meilenstein für die

Cybersicherheit von Gebäuden.

64 Digitale Effizienz

Digitale Werkzeuge optimieren

die Arbeitsweise

68 Fernzugriff auf HLKS

Hacker nutzen ungesicherte

Schnittstellen in Gebäuden.

74 Zweiter TDGI

In Sursee wurde die

Gebäudeinformatik gefeiert.

EMOBILITY

82 Audi S6 im Test

Ich bin auch ein Konzertsaal

mit bis zu 405 kW Leistung.

BASISWISSEN

84 Leiterfarben

Verwechslungen können

gravierende Folgen haben.

88 NIN-Prüfungsfragen

Teste dein Normenwissen mit

sechs spannenden Fragen.

NEUHEITEN

92 Neuheiten im Markt

VERBÄNDE

90 Branchentag 2026

Energie trifft Strategie

im Kursaal Bern.

95 Save the Date / Termine

95 News der Partnerverbände

FINALE

98 Kolumne Streiflicht

Kernkraft versus Windkraft

98 Impressum

Titelfoto:

© Adobe Stock (SKIMP Art)

Cybersecurity wird uns alle

in Zukunft noch sehr

beschäftigen.


TRENDS

Licht in seiner

flexibelsten Form

Die mit dem Red Dot Award 2025 ausgezeichnete

Stehleuchte Irio von Baltensweiler

überzeugt durch funktionales

Design. Die feine Schweizer Familienmanufaktur

entwickelt und produziert

seit 1951 in Luzern. An der Irio lassen

sich zwei Leuchtenköpfe drehen und

neigen, ein dritter ist frei positionierbar.

Im Sockel mit Netzschalter befindet sich

ein integriertes Kabeldepot. Erhältlich

in Alu, Bronze oder Schwarz, mit Tunable

White oder Casambi-Steuerung. Ein Blick

auf das weitere Sortiment der Manufaktur

lohnt sich. www.baltensweiler.ch

Wenn’s gerade sein muss

Mit IP65-Schutz und gummiverstärktem Gehäuse

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Einsatz unter harten Baustellenbedingungen ausgelegt.

Staub, Wasser oder Stösse beeinträchtigen weder

Funktion noch Präzision. Der Arbeitsradius beträgt

bis zu 120 m. Dank Triple Power Source ist der

Betrieb mit 18 V-/12 V-Akku oder C-Batterien möglich.

Gesteuert wird der Laser optional auch per App.

Für exakte Linienführung sorgt eine magnetische Halterung

mit Dreh-Feineinstellung. www.bosch-professonal.com

6 eTrends Ausgabe 6/25


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20.-24.1.2026

Halle 1.1|Stand A40

Überblick in Echtzeit

Die Solar Station von Luká Jezn aus Tschechien bietet einen kompakten Überblick

über Erzeugung, Verbrauch und Batteriestatus von Photovoltaikanlagen. Das stromsparende

E-Ink-Display zeigt alle fünf Minuten automatisch aktualisierte Daten direkt

aus der Cloud – übersichtlich, ortsunabhängig und dank E-Ink praktisch ohne Stromverbrauch.

Die Solar Station ist kompatibel mit Produkten wie Fronius, Sungrow,

Solaredge, Solarmanager und vielen weiteren. www.solar-station.cz

Xesar

Einfach vielfältig

Die Lösungsmöglichkeiten mit Xesar sind

einfach vielfältig. Vielfältig ist ab sofort auch

das Angebot an Zutrittsmedien. SwissBau Mit der

neuen Xesar-App können Sie Xesar-Türen

nun auch mit dem Smartphone öffnen.

20.-24.1.2026

Halle 1.1|Stand A40

Xesar-Top-Features

Mehrplatzbetrieb mit Benutzerrollen

Vielfältige Produktauswahl

Attraktive Bezahlmodelle

Send aKey

Xesar

Einfach vielfältig

Ausgabe 6/25

eTrends

Die Lösungsmöglichkeiten mit Xesar sind

einfach vielfältig. Vielfältig ist ab sofort auch


TRENDS

Kreist dir um den Kopf

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8 eTrends Ausgabe 6/25


SMARTE

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FÜR FLEXIBLE

GEBÄUDE

Design ist Ansichtssache,

Reichweite nicht

Der neue BMW iX2 bietet mit bis zu 449 km WLTP-Reichweite und 313 PS einen souveränen

Einstieg in die elektrische Kompaktklasse. Mit seiner markanten SUV-Coupé-

Form positioniert sich der neue BMW iX2 als elektrisches Kompaktmodell mit sportlichem

Anspruch. Mit Allradantrieb für die Schweiz, effizientem Wärmemanagement

und digitalem Cockpit eignet sich das SUV-Coupé für den Alltag. Für Nutzerinnen und

Nutzer mit gehobenem Anspruch, ab 65 000 Franken. www.bmw.ch

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Überall,

wo Sicherheit

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seien dies Wärme pumpen, Wechselrichter

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Ausgabe 6/25

eTrends

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Entrée WIR SIND ZUKUNFT

Wir sind

Zukunft

DEIN EINSTIEG

INS BERUFSLEBEN.

Weiterbildung:

Elektroprojektleiter Installation

und Sicherheit (BPEL)

Grundbildung: Montage-Elektriker EFZ


?

What’s Next?

Welche Möglichkeiten haben junge Berufsleute nach dem

Abschluss ihrer Grundbildung? In dieser Episode von «What’s Next?»

besuchen wir Caner Tetik, der nach seiner Lehre zum Montage-

Elektriker EFZ noch jene zum Elektroinstallateur EFZ absolviert

und dabei seine Passion in der Planung gefunden hat.

Aktuell besucht er die Weiterbildung zum Elektroprojektleiter

Installation und Sicherheit (BPEL).

TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: MICHAEL DONADEL

Wir sind die Zukunft. Ich bin Julian und habe kürzlich meine Lehre zum Elektroinstallateur

abgeschlossen – jetzt frage ich mich: What’s Next? Was ist für mich der nächste

Schritt? Für das eTrends Magazin mache ich mich auf den Weg, um herauszufinden,

welche Möglichkeiten ich nun habe. In Interviews und Gesprächen mit Absolventen,

Bildungsträgern oder Verantwortlichen der Branche suche ich nach verschiedenen

möglichen Wegen. Schaut auch online vorbei und tauscht euch mit uns aus.

Wir sind Zukunft | «What's Next?»-Partner:

Der Nachwuchs ist eine Investition in die Zukunft! Die folgenden Firmen unterstützen die Nachwuchsförderung im Rahmen der

Aktion «Wir sind Zukunft» von eTrends in Zusammenarbeit mit EIT.swiss:

Ausgabe 6/25

eTrends

11


Caner

Tetik

21

Grundbildung: Montage-Elektriker EFZ, Abschluss 2022,

Bingesser Huber Elektro AG, Rickenbach

Aktuelle Tätigkeit: Elektroplaner bei Amstein + Walthert St.Gallen AG

Aktuelle Weiterbildung: Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit (BPEL)

Das gefällt ihm besonders am Beruf: Das Planen von komplexen elektrischen Anlagen

JAHRE

F

ür diese Story ist Julian

von Bern mit dem Zug nach

St.Gallen unterwegs. Er ist

etwas zu früh am Firmensitz

der Amstein + Walthert in

St.Gallen angekommen, und so kommt

Caner direkt von einem seiner Projekte

ans vereinbarte Meeting an seinem Arbeitsplatz.

Denn er hat viel zu erzählen

über seinen Werdegang und seine aktuellen

Projekte. Caner Tetik war 15

Jahre alt, als sein zukünftiger Lehrmeister

ihm einen pragmatischen Rat

gab: «Aufgrund deiner Ausgangslage

mit Sek B solltest du zunächst die Lehre

zum Montage-Elektriker EFZ machen.

Danach kannst du die Zusatzlehre zum

Elektroinstallateur angehen.» Für den

heute 21-Jährigen war das der richtige

Einstieg. Von 2019 bis 2022 absolvierte

er seine erste Lehre bei der Bingesser

Huber Elektro AG in Rickenbach. «Es

war ein guter Start für mich», erinnert

sich Caner. Direkt danach packte er bei

der gleichen Firma die Zusatzausbildung

zum Elektroinstallateur EFZ an

und schaffte auch diesen Abschluss.

Nach einer kleinen Pause und dem

Wechsel zu Amstein + Walthert im

Sommer 2024 verspürte der wissbegierige

Caner erneut Interesse an einer

Weiterbildung.

fasziniert mich sogar noch mehr als die

Installation selbst.» Und ergänzt lachend:

«Manchmal habe ich mich über

die Planer geärgert und dachte plötzlich:

Moment mal – ich könnte das doch

von Grund auf selbst machen! Das war

der Moment, in dem ich wusste: Ich will

das Thema Planung richtig anpacken.»

Und so ist Caner seit April 2025 an der

ZBW in St.Gallen in der Weiterbildung

zum Elektroprojektleiter Installation

und Sicherheit (BPEL).

Innovative Büros

Die Büros der Amstein + Walthert sind

hell und modern eingerichtet, es

herrscht ein freundliches und kameradschaftliches

Arbeitsumfeld. Hier

arbeiten Fachleute in komplexen Projekten

und helfen Jungen, sich erfolgreich

in die Materie einzuarbeiten. Auf

seinen zwei Bildschirmen zeigt Caner

Julian ein komplexes 3D-Modell eines

Neubaus in Winterthur. «Das ist aktuell

eines der schönsten Projekte», sagt

er stolz. Er navigiert locker durch das

BIM-Modell und weiss viel über das

komplexe Projekt zu berichten. Julian

kennt aus seinem Alltag nur 2D-Pläne

– die dreidimensionale Darstellung beeindruckt

ihn sichtlich. Caner ist sehr

versiert in den digitalen Programmen

und kennt sein Projekt in- und auswendig.

«Aktuell erstellen wir Konzeptpläne.

Ich arbeite dabei eng mit unseren

BIM-Spezialisten in St.Gallen

zusammen.» Zu viele Details darf er

aber nicht zeigen (und wir schon gar

nicht filmen oder fotografieren).

«Wenn ich auf die Baustelle gehe,

nehme ich den Laptop mit. Ich arbeite

fast nur noch digital», erklärt er.

Der Wechsel von der Installation

zur Planung

Julian will wissen, wie der Wechsel von

der ausführenden zur planenden Zunft

war. «Das war definitiv eine Herausforderung»,

gibt Caner zu. «Aber

gleichzeitig ist es ein riesiger Vorteil,

dass ich als Installateur genau weiss,

was ich plane. Ich kann sehr gut mit

den ausführenden Firmen kommunizieren,

weil ich ihre Sprache spreche

und ihre Bedürfnisse kenne. Das

macht vieles einfacher, auch auf der

Baustelle.» Er arbeitet in einem tollen

Team, das spannende Projekte realisiert.

«Ich kann hier viel lernen, auch

weil die Elektroplanung ein sehr anspruchsvolles

Gebiet ist», sagt er. Caner

ist ein sehr offener, fröhlicher →

Die Planung im Blut

«Ich habe schon nach der Grundbildung

zum Montage-Elektriker von

meinem Geschäftsführer kleinere Aufträge

erhalten, bei denen ich mehr Verantwortung

hatte und mir überlegen

musste: Wie installiere ich das am besten?

Dabei merkte ich: Die Planung

«Ich kann sehr gut mit den

ausführenden Firmen kommunizieren,

weil ich ihre Sprache spreche und ihre

Bedürfnisse kenne.»

12 eTrends Ausgabe 6/25


Einfach den QR-Code

scannen und mehr erfahren!

Verfolge

Caners

Weg

im Video


Julians

Fazit

Die Planung, insbesondere jene

mit 3D, findet Julian eine

spannende Aufgabe. «Es ist aus

meiner Sicht essenziell, dass

Planung und Elektroinstallation

eng zusammenarbeiten. Ich sehe

Pläne meistens noch in 2D. Dass

Caner seinen Weg vom Montage-

Elektriker EFZ über die Zusatzausbildung

Elektroinstallateur

EFZ gegangen ist, beweist einmal

mehr, dass es in unserer Branche

viele Möglichkeiten gibt für

‹What’s Next?›, das ist toll.»


«Was ich als

Installateur gelernt

habe, kann ich

auch als Planer

einsetzen.»

und neugieriger Mensch. Alles, was er

gelernt hat, gibt er gerne weiter, auch

die beiden lernenden Elektroplaner im

Betrieb unterstützt er, wo er kann.

Auch hier kommt seine Ausbildung

zum Elektroinstallateur EFZ seinem

Arbeitgeber sehr zugute.

Teilzeitpensum für die Weiter bildung

Caner arbeitet im Moment 90 Prozent,

denn am Donnerstagnachmittag hat er

Schule. Amstein + Walthert unterstützt

ihn nicht nur finanziell, sondern ermöglicht

es ihm auch, sich jederzeit mit

Kollegen zum gemeinsamen Lernen,

zum Erfahrungsaustausch und dem

Aufbau von Fachkompetenz zu treffen.

«Das schätze ich sehr. Die Firma steht

hinter mir.» Und der Zufall will es, dass

wir ihn an einem Donnerstag treffen.

«Kommst du mit in die Schule nach

dem Mittagessen? Es steht Elektrotechnik

auf dem Stundenplan. Die

Schule ist nur 10 Minuten von hier entfernt»,

fragt Caner spontan. Julian zögert

keine Sekunde. «Klar, das interessiert

mich, ich bin dabei.»

Die Lernatmosphäre an der ZBW

ist praxisnah: Viele Lehrpersonen

kommen aus der Branche, was Caner

besonders schätzt. «Sie wissen genau,

wovon sie sprechen, und man kann viel

aus ihren Erfahrungen mitnehmen»,

berichtet er. In der ZBW-Lektion am

Nachmittag geht es um den kapazitiven

Stromkreis, es wird die Parallelschaltung

von nicht ohmschen Widerständen

behandelt. Das wird schnell

komplex, sobald Spannung, Phasenverschiebung

und Blindleistung ins

Spiel kommen.

Warum diese Weiterbildung?

Caner erklärt seine grosse Motivation

so: «Ich möchte mich weiterbilden und

im Beruf weiterkommen. Ich habe

ganz bewusst die Fachrichtung Instal-

lation und Sicherheit statt Planung

gewählt, denn ich möchte mir alle

Möglichkeiten offenhalten. Diese

Fachrichtung liegt näher bei meiner

bisherigen Arbeit, und falls ich später

noch die Weiterbildung zum Dipl.

Elektroinstallations- und Sicherheitsexperten

(HFPEL) machen möchte, ist

dies sicher der einfachere Weg.»

Ein Weg mit Perspektive

Sein Weg vom Montage-Elektriker

EFZ über Elektroinstallateur EFZ

zum Elektroprojektleiter Installation

und Sicherheit ist nicht der klassische

– aber zeugt von Engagement und

Durchhaltewillen. Wer sich wie Caner

Schritt für Schritt weiterentwickelt,

zeigt Beharrlichkeit und den Willen zur

kontinuierlichen Weiterbildung. Ein

wichtiger Faktor in der heutigen Zeit,

insbesondere für den Nachwuchs. Aktuell

konzentriert sich Caner darauf,

seine Weiterbildung erfolgreich abzuschliessen.

Vielleicht nimmt er später

eine weitere in Angriff, er hat dafür

viele Möglichkeiten. Sein Werdegang

zeigt: In der Elektrobranche stehen

jungen Fachleuten mit der richtigen

Einstellung viele Türen offen.

CST-222 – Testadapter für

Ladeinfrastruktur (EVSE)

Der CST-222 ist ein kompakter und benutzerfreundlicher Testadapter zur Überprüfung von

Ladestationen für Elektrofahrzeuge (EVSE). Er ermöglicht sowohl eigenständige Funktionstests

als auch vollständige Sicherheitsprüfungen in Verbindung mit einem Installationstester. Das Gerät

simuliert ein Elektrofahrzeug und gängige Fehlerzustände gemäss IEC/EN 61851-1 und IEC/HD 60364-7-722.

Messfunktionen:

Netzspannungen: L1/N, L2/N, L3/N, N/PE

Frequenzmessung und Phasenfolge (Drehfeldrichtung)

Control Pilot Signal – positive und negative Spannung

Frequenz und Tastverhältnis (Duty Cycle) des CP-Signals

Berechnung des maximalen Ladestroms aus dem Duty Cycle (bis 80 A)

Vorprüfung PE – Anzeige bei gefährlicher Spannung >50 V


Entrée AUSZEICHNUNG

«Dra bliibe!»

Die ersten 40 EFZ der Grundbildung

Gebäudeinformatik sind vergeben. Das wurde auch

am Tag der Gebäude informatik gefeiert.

TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: RAINER EDER

A

m Tag der Gebäudeinformatik

standen nicht nur

Fachthemen und Praxisworkshops,

sondern auch

junge Berufsleute im Zentrum.

Der Grund dafür ist einfach:

Seit August 2025 stehen der Branche

die ersten 40 Gebäudeinformatikerinnen

und -informatiker mit EFZ zur

«Ein cooler Beruf

für Leute mit Spass

an Technik und

Abwechslung!»

Julian Fenten, Spetec AG

Verfügung. Ihre Durchschnittsnote

bei der IPA lag bei 5.2 und gesamthaft

bei 5.1. Für die Berufsverbände

EIT.swiss, ICT-Berufsbildung Schweiz

und Suissetec als Träger der Grundbildung

und für die gesamte Branche ist

das ein sehr wichtiger Meilenstein.

Ideale Ergänzung für die Branche

Vor vier Jahren wagten die ersten Lernenden

und ihre Lehrbetriebe den

Schritt in die damals neu lancierte

Grundbildung Gebäudeinformatik

EFZ. Sie zählen zu den Pionierinnen

und Pionieren in einem für die Branche

immer wichtigeren Bereich. «Die Gebäudeinformatik

ergänzt die traditionellen

Tätigkeitsfelder und passt damit

gut zu den anderen Grundbildungen»,

sagt Norbert Ivan Büchel, Leiter der

Abteilung Berufsbildung und Mitglied

der Geschäftsleitung von EIT.swiss.

«Zudem leisten wir mit diesem Beruf

einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung

der energie- und klimapolitischen

Ziele der Schweiz», hält er fest.

Dass dies so ist, bestätigte auch Tim

Frey von EnergieSchweiz in seinem

Referat «Automation als Schlüssel

zur Energiewende?» am diesjährigen

TDGI.

Es fruchtet langsam

Die neue Grundbildung fasst langsam

Fuss, wie Martin Stalder, Projektleiter

bei EIT.swiss, in seiner Präsentation

zur Entwicklung des Berufs zeigte.

Aktuell bestehen über 200 Lehr- →

16 eTrends Ausgabe 6/25


134 Ausbildungsbetriebe

in der Schweiz

Ausgabe 6/25 eTrends

17


verhältnisse über alle Fachrichtungen

hinweg. Insgesamt bilden 134 Firmen

Gebäudeinformatikerinnen und

-informatiker EFZ aus. Der TDGI bietet

gerade ihnen eine ideale Plattform

für den Austausch (siehe auch Artikel

auf Seite 70). Diese jungen Berufsleute

sind ein wichtiger Baustein für die Entwicklung

unserer Branche und eine

Bereicherung für sie.

«Offenheit ist

wichtig – weil man

jeden Tag etwas

Neues dazulernt.»

Dian Kabshi, Spline AG

Erfolg verdient Rampenlicht

KNX Swiss als Initiant des Tages der

Gebäudeinformatik TDGI, der zusammen

mit EIT.swiss und Suissetec

durchgeführt wird, nutzte die Chance,

um die junge Grundbildung und die

erfolgreichen Absolvierenden ins

Rampenlicht zu stellen. Sie – und damit

indirekt auch einige ihrer Lehrbetriebe

– wurden für ihren Erfolg

gefeiert und gewürdigt. Felix von Rotz,

Präsident von KNX Swiss, lobte dieses

Engagement. «Ihr gehört zu den

Wegbereiterinnen und Wegbereitern

der Gebäudeinformatik und könnt zurecht

stolz auf eure Leistungen sein»,

sagte er. Denn der Weg zum EFZ war

für den ersten Jahrgang mit verschiedenen

Herausforderungen verbunden,

und zwar sowohl inhaltlich als auch

organisatorisch. Begriffe wie «modularer

Aufbau», «Fachrichtungen» oder

«Handlungskompetenzen» gehörten

bis dahin nicht unbedingt zum Vokabular

von Ausbildungen, zumindest

nicht in der Elektrobranche. Lerninhalte

und Abschlussmodule mussten

erarbeitet, Abläufe festgelegt und

Prozesse eingespielt werden. Bildungsverantwortliche,

Lehrbetriebe und

Lernende konnten nicht auf die Erfahrungen

früherer Jahrgänge zurückgreifen.

Davon war am Tag der Gebäudeinformatik

allerdings nichts

mehr zu spüren.

Nachwuchs ist unterwegs

Dass der TDGI auch für die junge Generation

funktioniert, zeigten die Berufsschulen

Sursee und St.Gallen. Sie

kamen als Klassenverbund.Daraus

entstand spontan ein auf ihre Bedürfnisse

zugeschnittenes Programm, das

künftig noch ausgebaut werden soll.

Viel Anerkennung erhielten auch die

vier Lernenden der Fachrichtung Gebäudeinformatik

aus Sursee, die in der

Ausstellung den Besuchern ihr Smart-

«Es ist eine

super Ausbildung

und ein Job mit

viel Zukunft –

es lohnt sich

weiterzumachen,

auch wenn

es manchmal

schwierig ist.»

Dario La Fata, Swisspro Automation AG

Home-Projekt in Form kleiner digitalisierter

Holzhäuser präsentierten.

Begeisterung, die ansteckt

Die Begeisterung und die Freude der

jungen Berufsleute wirkten ansteckend

und motivierend. «Mache, dra

bliibe und Spass ha!» – das ist zusammengefasst

die Botschaft des ersten

Jahrgangs an alle, die ihnen folgen

werden.

Ausgezeichnet Die Absolvierenden des ersten Jahrgangs Gebäudeinformatik EFZ zusammen mit ihren Berufsbildnern und

den Verbandsvertretern. «Sie sind die allerersten der Schweiz – beziehungsweise der Welt», sagte Norbert Büchel. Und fügte augenzwinkernd

hinzu: «Eigentlich haben sie ein WEFZ gemacht, ein weltweit erstes EFZ.»

18 eTrends Ausgabe 6/25


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Praxis ENERGIE

Beitrag zur Energiewende Die Umsetzung des vZEV in Meggen mit CKW,

der Projektleitung SEAG und dem Installateur SyEnergy verlief reibungslos,

die Nachbarn waren informatorisch eingebunden. Foto: CKW

Virtuelle ZEV:

Auf gute Solar-

Nachbarschaft

20 eTrends Ausgabe 6/25


lokalerstrom.ch

Die Vermarktung von lokal

produziertem Strom wirft viele

Fragen auf und bringt diverse

Herausforderungen mit sich.

Die Informationsplattform von

Swissolar, Energie Schweiz

und VSE www.lokalerstrom.ch

informiert übersichtlich, fundiert,

neutral und aktuell über ZEV,

vZEV und LEG.

Drei Mehrfamilienhäuser in Meggen,

die in einem virtuellen Zusammenschluss

zum Eigenverbrauch (vZEV) ihren selbst

produzierten Solarstrom teilen: Die Parteien

profitieren von tieferen Energiekosten, und

es ist geplant, 80 Prozent des produzierten

Stroms selbst zu verbrauchen.

AUTOR: CLAUDIO DE BONI

S

chon seit einigen Jahren

können sich Parteien in einem

Haus oder einer Siedlung

zu einem Zusammenschluss

zum Eigenverbrauch

(ZEV) organisieren und so Solarstrom

gemeinsam nutzen. Bisher lohnte sich

das meist nur bei Neubauten oder Sanierungen,

da private Stromzähler und

Leitungen nötig waren. Seit Anfang

2025 sind nun virtuelle ZEV (vZEV)

möglich: Dabei können die Zähler des

Energieversorgers (EVU) für die Abrechnung

genutzt werden. Alle Liegenschaften,

die am gleichen Verteilkasten

bzw. an der gleichen Trafostation angeschlossen

sind, können sich zusammenschliessen.

Der Betreiber der Solaranlage

verkauft den Strom an die

Mitglieder des vZEV – zu einem Preis,

der tiefer ist als der Strom des lokalen

Elektrizitätsversorgers.

Machbar Seit diesem Jahr können

sich Eigentümer zu virtuellen

Eigenverbrauchsgemeinschaften

zusammenschliessen und so noch

einfacher ihren Solarstrom teilen.

Möglichst hoher Eigenverbrauch

Zu den ersten vZEV schweizweit zählt

ein Projekt im luzernischen Meggen.

Auf den begrünten Flachdächern

dreier Mehrfamilienhäuser im Meggenhornquartier

wurden auf Initiative

der lokalen Energie Genossenschaft

Meggen (EGM) Solaranlagen mit einer

Gesamtfläche von rund 425 m2 und

einer Leistung von 85,4 kWp installiert.

Die EGM hat sich der Förderung nachhaltiger

Energien verschrieben und

stellt Kapital für Solaranlagen zu attraktiven

Bedingungen zur Verfügung.

«In Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch

sehen wir grosses Potenzial»,

so Markus von Escher, Verwaltungsratspräsident

der EGM. «Durch

clevere Nutzung und zunehmend auch

Speicherlösungen kann der Solarstrom

nahezu vollständig innerhalb des Zusammenschlusses

verbraucht werden

und fliesst kaum ins lokale Netz. Damit

wird auch das Problem einer möglicher

Netzüberlastung entschärft.»

Die Stockwerkeigentümer wurden

an einen öffentlichen Anlass von Markus

von Escher auf das Modell der

EGM aufmerksam. «Sie liessen sich →

Ausgabe 6/25

eTrends

21


«In Zusammenschlüssen

zum

Eigenverbrauch

sehen wir grosses

Potenzial.»

überzeugen, Teil dieses vZEV-Pionierprojekts

zu werden und einen Beitrag

zur Energiewende zu leisten», sagt von

Escher. Die Umsetzung schliesslich

verlief reibungslos, und die Nachbarn

waren informatorisch eingebunden.

Einfach und gut berechenbar

Solaranlagen und mit ihnen auch Zusammenschlüsse

zum Eigenverbrauch

sind im Trend, wie Andreas Pfister, Leiter

Energy Management & Billing bei

der CKW, weiss: «Das Interesse an unseren

Informationsveranstaltungen und

Webinaren für Fachpersonen ist riesig.»

Im Juni 2025 sind bereits 130 aktive

vZEV bei der CKW registriert. Doch

für wen eignet sich ein vZEV? «Ein virtueller

ZEV eignet sich besonders für

bestehende Mehrfamilienhäuser – wie

jene in Meggen. Dank Smart Meter sind

keine zusätzlichen Installationen nötig.

Der vZEV kann einfach beim Netzbetreiber

angemeldet werden. Die Energieversorger

sind verpflichtet, die Messdaten

bereitzustellen.» Eine Partei des

vZEV tritt gegenüber dem EVU als

Stromkäufer und Verkäufer auf und

übernimmt die gesamte Abrechnung

innerhalb der Gemeinschaft. «Die Rentabilität

lässt sich gut planen, da der

Preis für den Solarstrom meist in Abhängigkeit

zum Netztarif festgelegt

wird», erklärt Pfister. Abgesehen von

kurzfristigen Ausreissern infolge des

Ukraine-Konflikts hätten sich die

Strompreise in der Vergangenheit als

stabil erwiesen. In der Regel beläuft

sich der Preis für den Solarstrom in einem

ZEV oder vZEV auf ca. 80 % des

lokalen Standardtarifs. Der Erlös für

den Betreiber ist somit höher, als wenn

der Strom ins Netz eingespeist würde.

Für die Bezüger ist der Solarstrom

günstiger – eine Win-Win-Situation.

Anspruchsvoll ist hingegen die

korrekte und faire Abrechnung für

alle Beteiligten. Deshalb bieten verschiedene

Unternehmen, darunter

auch die CKW, entsprechende Abrechnungs-Dienstleistungen

an.

Hoher Eigenverbrauch schützt vor

schwankenden Marktpreisen

Mit den ersten Monaten des vZEV im

Meggerhornquartier zeigt sich von

Escher zufrieden: «Erwartungsgemäss

schwankt der effektive Eigenverbrauchsanteil

je nach Solarstromangebot

und Monat zwischen 50 und knapp

100 %. Nach einem Jahr wird sich zeigen,

ob wir den in der Planung berechneten

Wert von 80 % erreichen. Ohne

virtuellen ZEV könnte jedes Haus nur

den eigenen Solarstrom nutzen – mit

tieferem Eigenverbrauch und mehr

Einspeisung ins Netz.» Dies würde

nicht nur das Verteilnetz mehr belasten,

sondern auch die Wirtschaftlichkeit

der Anlage. Denn, nachdem die

Abnahmevergütungen für Solarstrom

in den letzten Jahren attraktiv waren,

reduzieren die Verteilnetzbetreiber

diese aufgrund der tieferen Marktpreise

nun wieder. Ab 2026 werden die

Einspeisevergütungen gesetzlich geregelt.

Das Bundesamt für Energie legt

quartalsweise einen gemittelten

Marktpreis fest, der im Sommer bei

hohem Solarenergieangebot tiefer sein

wird als im Winter, wenn der Strom

knapp ist. Dies soll eine marktdienliche

Einspeisung fördern. Für Solaranlagen

bis 150 Kilowatt Leistung gelten

jedoch Mindestvergütungen. Bis 30

Kilowatt liegt sie bei 6.2 Rp. pro Kilowattstunde,

für grössere Anlagen bis

150 Kilowatt sinkt sie kontinuierlich.

Die Verteilnetzbetreiber sind aber

frei, auch höhere Preise für den Solarstrom

zu bezahlen. Oft vergüten sie

zusätzlich den sogenannten Herkunftsnachweis

(HKN) mit 1.5 bis 3

Rappen pro Kilowattstunde.

Die Technologie schreitet voran

Verteilnetzbetreiber erhalten zudem

neu das Recht, die Einspeisung von

Solaranlagen zu begrenzen, um das

Netz zu entlasten. Dies geschieht nur

nach vorgängiger Vereinbarung mit

den Anlagenbesitzenden und muss

vergütet werden, falls die Verluste 3 %

der Jahresproduktion übersteigen. Dabei

wird nur die Einspeisung gestoppt,

nicht aber die Produktion. Der Eigenverbrauch

ist davon also nicht tangiert.

Die Beteiligten am vZEV im Meggenhornquartier

sind bestrebt, den Eigenverbrauch

hochzuhalten. Dies er-

Information Die EGM am «Tag der Sonne» auf dem Dorfplatz Meggen. Hier wurden die

Stockwerkeigentümer auf das Modell des vZEV aufmerksam. Foto: EGM

22 eTrends Ausgabe 6/25


fordert teilweise eine Anpassung des

Verhaltens: Statt wie früher am Abend

zum Niedertarif zu waschen, soll die

Waschmaschine nun idealerweise am

Mittag laufen – wenn die eigene Solaranlage

Strom liefert. Zudem werde

wohl bald eine Batterie nachgerüstet,

wie von Escher vermutet: «Als die Anlage

geplant wurde, waren Speicherbatterien

weniger verbreitet und zu teuer.

Heute würden wir definitiv eine Batterie

empfehlen.»

Die neuenALADIN

Funk-Raumthermostate

sind da!

Energie Genossenschaft

Meggen

Seit 2022 fördert die Energie Genossenschaft

Meggen (EGM) den Ausbau erneuerbarer Energien

in der Gemeinde Meggen. Sie baut und betreibt

Photovoltaikanlagen und organisiert Zusammenschlüsse

zum Eigenverbrauch (ZEV), damit

der lokal erzeugte Solarstrom direkt genutzt

werden kann. Bürger:innen können sich als

Genossenschafter:innen beteiligen und so von der

Solarstromproduktion profitieren. Ziel der EGM

ist es, die lokale Energiewende voranzutreiben

und einen Beitrag zur CO 2 -Reduktion zu leisten.

Die Genossenschaft ist gemeinnützig organisiert

und arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen.

Zudem hat Meggen, eine «Energiestadt Gold», ein

attraktives Förderprogramm, u. a. für PV-Anlagen.

› ALADIN Funk-Temperaturfühler ohne Verkabelung

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oder KNX-Systeme

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Zweckbau,Platzierung Sender ganz am Schluss

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Ausgabe 6/25 eTrends

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STORY codeto

ZEITERFASSUNG MIT SYSTEM –

WENIGER AUFWAND,

MEHR ÜBERBLICK

reportr digitalisiert den gesamten Rapportierungsprozess

– von der Erfassung über die Freigabe

bis zum Export für Lohn und Controlling.

codeto | Zürich | www.getreportr.ch

Intuitiv

Die Mobile App ist

bewusst einfach

aufgebaut: Zeiten

draussen erfassen,

Projekt oder Absenz

wählen, Belege als Foto

anhängen und zur

Visierung einreichen –

schnell und effizient.

Fotos: Codeto


Funktionen im Überblick

Mehr Optionen:

www.getreportr.ch

Mobile Zeiterfassung

Arbeitszeiten direkt vor Ort oder

unterwegs erfassen

Absenzen

einfache Antragstellung inkl. Anhang

oder Foto

Stundensaldi-Anzeige

transparente, verständliche Übersicht

über die wichtigsten Stundenkonten

Mehrstufige Visierung

Zuerst zum hinterlegten Projektleiter,

danach entlang des definierten

Prozesses – Absenzen gehen direkt

an Vorgesetzte.

Projektbezogene Zusätze

manuell oder automatisch gemäss

GAV und projektspezifischen Vorgaben,

bspw. Pikettdienst oder Nachtzulagen

Mitarbeiterbezogene Zusätze

manuell oder automatisch erfassbar,

bspw. Tageszulagen

Spesenmanagement

Spesen erfassen, Belege per Foto

anhängen, automatisch zuordnen

Umlaufprotokoll

transparente Nachverfolgung

aller Einträge und Freigaben

ERP-Integration

Schnittstellen zu Abacus,

SAP und weiteren Systemen

Skalierbar

ideal für Firmengruppen mit mehreren

Standorten und Einheiten

Konfigurierbare Rollen & Regeln

Steuerung nach Organisationsstruktur

Gehostet in der Schweiz

sicher und dem Schweizer Datenschutz

unterstellt

GAV-Unterstützung

viele Regelungen vorkonfiguriert und

anpassbar

Mit reportr werden Arbeitszeiten per

App oder am Desktop erfasst, Absenzen

können flexibel beantragt und

genehmigt werden. Projektverantwortliche

und Teamleitende behalten

jederzeit den Überblick über ihre Projekte,

Teams und offenen Einträge.

Stundenerfassung wird oft als notwendiges

Übel empfunden. Darum

setzen wir bei reportr auf eine möglichst

einfache App, damit Mitarbeitende

draussen ihre Zeiten schnell und

fehlerarm erfassen. reportr automatisiert

den gesamten Ablauf – von der

Erfassung über die Visierung bis zur

Weiterleitung an Lohnbuchhaltung und

Dokumentation. Wird ein Eintrag nicht

visiert, erhält die Mitarbeiterin oder der

Mitarbeiter sofort eine Meldung und

kann direkt korrigieren. Das spart Ressourcen

und steigert die Qualität.

reportr eignet sich für kleine Betriebe

ebenso wie für grosse Unternehmensstrukturen

mit mehreren

Gesellschaften und Niederlassungen –

inklusive mehrstufiger Genehmigungen,

individueller Zuschlagsregeln

und konfigurierbarer Rollen.

Praxistauglich Die Webanwendung

ist für Projektleiter, Sekretariat und

Vorgesetzte gemacht: Überblick

behalten, visieren, Auszüge generieren,

eigene Zeit rapportieren und vieles mehr.

GAV-konform

Der Gesamtarbeitsvertrag (Elektro-

GAV inkl. Anpassungen 2026) wurde

bei der Entwicklung von reportr stets

berücksichtigt. Viele Regelungen –

von Arbeitszeiten über Pausen bis zu

Zuschlägen – sind vorkonfiguriert und

lassen sich anpassen. Zudem erfasst

reportr die vorgeschriebene «Lage der

Arbeitszeit» gemäss GAV und Arbeitsgesetz,

wie sie bei Lohnkontrollen

gefordert ist.

Mobil und nahtlos integrierbar

reportr gibt es als Mobile App und

Webanwendung. Die Oberfläche ist

intuitiv und synchronisiert Daten in

Echtzeit. So können Stundenkontrolle

und Projektcontrolling zeitnah erfolgen,

Massnahmen rechtzeitig eingeleitet

werden. Über Schnittstellen ist

reportr in ERP-Systeme wie Abacus

oder SAP integrierbar. Für Volta-Mobile-Nutzer

steht eine direkte Schnittstelle

zur Verfügung, über die Stunden

automatisch an reportr übermittelt

werden – ohne die App zu verlassen.

Die Software wird in der Schweiz

betrieben und erfüllt höchste Datenschutzstandards.

Rollenbasiert und übersichtlich

Ob Lernende, Mitarbeitende oder Projektleitende

– alle nutzen nur die Funktionen,

die sie im Alltag benötigen. Mit

wenigen Klicks lassen sich Einträge

erfassen, weiterleiten, visieren oder

auswerten – inklusive Stellvertretung,

Status und vollständigem Protokoll.

Der Ampelstatus zeigt auf einen Blick,

ob Einträge erfasst (grau), weitergeleitet

(gelb), visiert (grün) oder abgelehnt

(rot) sind. Das Umlaufprotokoll dokumentiert

jede Aktion lückenlos mit

Zeitstempel und Kommentar.

Eine Plattform für alles –

Integration mit planr

codeto, zuhause in Zürich, entwickelt

praxistaugliche Softwarelösungen für

die Elektrobranche sowie weitere Gewerbe.

Mit planr, der etablierten Lösung

für Einsatz-, Ressourcen- und

Kapazitätsplanung, ist codeto bereits

bei vielen Unternehmen im Einsatz –

unter anderem bei der Baumann Koelliker

Gruppe, Frey+Cie Gruppe,

BKW Building Solutions oder der

Burkhalter Gruppe. Jetzt folgt mit reportr

der nächste Schritt – entwickelt

in enger Zusammenarbeit mit einer

führenden Gruppe der Branche.

reportr lässt sich schon heute in

Kombination mit planr nutzen: Der

Wechsel zwischen Planung und Rapportierung

ist innerhalb derselben

Anwendung möglich. An der vollständigen

Integration, bei der geplante

Einsätze automatisch übernommen

werden, wird derzeit gearbeitet. Die

Einführung ist ab 2026 vorgesehen.

Interessiert?

Erleben Sie, wie effizient Ihre Zeiterfassung

sein kann – in einer persönlichen

Demo, beim kostenlosen Testen

oder in unserem kommenden

Webinar. Für alle Optionen können

Sie sich auf unserer Webseite unter

www.getreportr.ch anmelden.

Zahlen & Fakten

• Bereits mehrere Firmen

arbeiten produktiv mit reportr –

darunter kleinere Unternehmen

mit rund 20 Mitarbeitenden

ebenso wie grössere mit über

100 Mitarbeitenden.

• Über 1600 User erfassen bereits

ihre Stunden mit reportr,

und es werden laufend mehr.


Advertorial Solar Manager AG

INSTALLATEURE WERDEN

PERFORMANCE-EXPERTEN

PV-Performance von Solar Manager zeigt in der

App auf einen Blick, wie gut eine Photovoltaikanlage

arbeitet. Der Performance-Indikator bewertet ihre

aktuelle Leistung farblich von «kritisch» bis «sehr gut».

Solar Manager AG | 5630 Muri | www.solarmanager.ch

Installateurs-

Vorteil

Mehr Transparenz,

weniger Aufwand,

zufriedene Kunden

und neue Umsatzpotenziale.

Coming soon!

Dieses Feature

steht ab Februar 2026

allen Kunden

mit Premium-Abo

zur Verfügung.

Die Erwartungen an Photovoltaikanlagen

steigen: Kunden wollen nicht

nur Strom produzieren, sondern auch

sicher sein, dass ihre Anlage optimal

läuft. Mit dem neuen Feature PV­Performance

bietet Solar Manager Installateuren

und Endbenutzern ein leistungsstarkes

Werkzeug, um genau das

zu gewährleisten. Gleichzeitig kann

damit das eigene Geschäftsfeld ausgebaut

werden.

Mehr als Monitoring – neue

Geschäftsmöglichkeiten

PV­Performance ist ein wertvolles

Feature für den Kunden, aber auch

eine Chance für Installateure. Mit den

gewonnenen Daten können Sie Wartungsverträge

anbieten, regelmässige

Checks durchführen und sich als Qualitätsgarant

positionieren. Je mehr

Kunden diese Premium­Funktion nutzen,

desto einfacher wird es für Sie,

Auffälligkeiten früh zu erkennen und

zusätzliche Servicepakete anzubieten.

Was sieht der Installateur?

Im Webportal haben Installateure den

Überblick über ihre betreuten Anlagen

und können die PV­Performancedaten

ihrer Premium­Kunden im Detail

einsehen. Verluste, Trends und

Auffälligkeiten sind in den erweiterten

Dashboards sofort erkennbar. Das

ermöglicht proaktive Wartung, weniger

ungeplante Einsätze und eine professionelle

Betreuung.

Was sieht der Kunde?

Der Kunde sieht in seiner Solar Manager

App den Performance­Indikator

und einige einfache Kennzahlen.

Solange alles im grünen Bereich ist,

muss er sich keine Sorgen machen. Befindet

sich der Indikator im roten Bereich,

liegen die Erträge deutlich unter

den Erwartungen (ohne offensichtlichen

Grund wie Schnee) oder es treten

wiederholt Ausfälle auf, lohnt sich ein

vertiefter Blick und gegebenenfalls die

Rückmeldung an den Installateur.

Alles im Blick –

einfach und verständlich

Das Widget liefert folgende Hinweise

bezüglich PV­Anlage:

· Sofortcheck der Leistung:

Aktuelle PV­Leistung und

Tagesertrag in Echtzeit

· KI-basierte Verlustanalyse:

Transparente Aufschlüsselung

von Ursachen wie Leistungseinbussen

(Verschattung,

Verschmutzung, etc.), Schnee

oder Ausfallzeiten

· Trends & Verlauf:

Tages­, Wochen und Monatsansichten

machen Muster sichtbar –

etwa saisonale Effekte.

So lässt sich frühzeitig erkennen, ob

Handlungsbedarf besteht. Das spart

Zeit, reduziert ungeplante Einsätze

und stärkt die Kundenbindung.

Mehr dazu erfahren

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pvperformance

Insights für den Installateur Die detaillierte Ansicht im

Webportal hilft, die Performance von Kundenanlagen zu überwachen.

App-Ansicht

Die App zeigt genau,

wie es um die

Performance einer

PV-Anlage steht.

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Praxis NACHHALTIGKEIT

Mit Kreislaufwirtschaft

zur

Energiewende

Am 5. September versammelten sich in Embrach Wissenschaftler,

Politiker und Unternehmer zum Circular Economy Symposium der

Kyburz Switzerland AG. Unter dem Motto «Energie. Klima.

Verantwortung» diskutierten sie konkrete Wege zu einer kreislauforientierten

Energiewende.

AUTOR: NICOLA SENN, FOTOS: JETON SHALI / KYBURZ SWITZERLAND AG


D

as in den Köpfen der Fachleute

liegende Wissen müssen

wir verteilen.» Mit dieser

Forderung leitete der

Gründer und Geschäftsführer

der Kyburz Switzerland AG,

Martin Kyburz, das vierte Circular

Economy Symposium ein. Die Veranstaltung

fand im erst kürzlich fertiggestellten

neuen Hauptsitz des Gastgebers

statt, der die im Symposium

diskutierten Kreislaufprinzipien verkörpern

will. Kyburz’ Aussage zeigte

gleich die Richtung an: Wissensaustausch

und Offenheit standen im Mittelpunkt.

«Schaut es euch heute alles

genau an und macht es bitte noch besser»,

ergänzte er und unterstrich damit

die Open-Source-Philosophie von

Kyburz, Innovationen zu teilen und

voneinander zu lernen.

Batterien auf dem Vormarsch

Den fachlichen Auftakt machte Prof.

Dr. Maximilian Fichtner, Batterieexperte

der Universität Ulm, mit einem

Überblick über drei Antriebstechnologien

der Zukunft: batterieelektrischer

Antrieb, Wasserstoff und E-Fuels.

Fichtners Erkenntnisse zusammengefasst:

1

Wasserstoff hat das Problem der

Energieeffizienz. In der gesamten

Energiekette von der Erzeugung bis

zur Umwandlung in Fahrstrom geht

der Grossteil (rund 80%) der Energie

verloren. Nur rund 20 Prozent der initial

eingesetzten Energie kommen

schlussendlich in den Rädern an.

Hinzu kommen Herausforderungen

wie hohe Wasserstoffpreise, ungenügend

ausgebaute Tankinfrastruktur

sowie die knappe Verfügbarkeit von

grünem Wasserstoff.

E-Fuels seien aktuell auf dem Papier

noch präsenter als in der Realität.

Von den bis 2035 global angekündigten

Projekten mit insgesamt 45 TWh

Jahreskapazität seien 99 Prozent noch

ohne finale Investitionsentscheidung,

so Fichtner. 45 TWh/a entsprächen gerade

einmal einem Tausendstel der

weltweiten Ölproduktion. Für die

Individualmobilität stellt Fichtner

E-Fuels daher aktuell noch in Frage

– eine bessere Einsatzmöglichkeit

sieht er beispielsweise beim Flug- oder

Schiffsverkehr, wo man auf hohe Energiedichten

angewiesen sei.

Batterieelektrische Fahrzeuge

punkten hingegen mit einem Wirkungsgrad

von 70 bis 80 Prozent der

eingesetzten Energie. Vereinzelte chinesische

Hersteller sind bereits dabei,

Modelle mit Reichweiten von über

1000 km auf den Markt zu bringen.

Hinzu kommt, dass der CO 2 -Fussabdruck

von BEVs bereits bis zu über

70 Prozent unter jenem von Fahrzeugen

mit fossilen Antrieben liegt. Laut

Fichtner wird es in Zukunft entscheidend

sein, dass Batterien zunehmend

«Das Steinzeitalter

ging nicht

zu Ende, weil

es an Steinen

mangelte,

und das Ölzeitalter

wird nicht

zu Ende gehen,

wenn das

Öl knapp wird.»

frei von kritischen Rohstoffen werden

– so beispielsweise die Natrium-Ionen-

Batterie. Fichtner schloss mit einem

Zitat des ehemaligen saudischen Ölministers,

Scheich Ahmed Yamani:

«Das Steinzeitalter ging nicht zu Ende,

weil es an Steinen mangelte, und das

Ölzeitalter wird nicht zu Ende gehen,

wenn das Öl knapp wird.»

Energiewende durch Investitionswende

Klimaschutz und Energiewende gehen

für den ehemaligen SP-Nationalrat

Roger Nordmann Hand in Hand. Die

Schweiz sieht er auf dem Weg zur Energiewende

bereits bei einem Fort- →

1 Die Symposium­Teilnehmenden sehen die Open­Source­Philosophie von Kyburz als grosse Chance

für die Energiewende. 2 v.l.n.r.: Dani Ménard, Roger Nordmann, Martin Kyburz, Maximilian Fichtner,

Lush Manrecaj, Marcel Gauch, Sarah Andrina Schütz (Moderation)

2

29


1 Martin Kyburz, Gründer und Geschäftsführer

der Kyburz Switzerland AG

2 Maximilian Fichtner, Batterieexperte

und Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für

Elektrochemische Energiespeicherung

3 Roger Nordmann, Mitglied des Nationalrats

2004–2025, Klimaschutz- und Energieexperte

4 Marcel Gauch, Projektmanager für das

Empa Technology & Society Lab

1

2

3

4

schritt von 40 Prozent. Der «Gamechanger»

sei die Batterietechnologie.

Positiv hob er hervor, dass der Schweizer

Stromverbrauch in den letzten 20

Jahren nicht gestiegen ist, was sich auf

Effizienzgewinne zurückführen lässt.

Um den Energiebedarf für die Sommer-

und Winterzeit mit Erneuerbaren

zu decken und sich gleichzeitig von der

Atomkraft loszukoppeln, brauche es

allerdings deutlich höhere Investitionen

vom Bund. Im Jahr 2024 stand die

Schweiz bei knapp unter 10 Prozent

Solarstromanteil am Strommix. In

Deutschland lag dieser Anteil bei

knapp 15 Prozent. Hier gebe es noch

Luft nach oben. Nordmanns Appell an

die Politik: «Die Schweiz braucht eine

Investitionswende. Um mit der Energiewende

nachhaltig voranzukommen,

müssen rund 2 Prozent des BIP in den

Stromsektor investiert werden.» Aktuell

liegt dieser Wert bei knapp der

Hälfte, also bei einem Prozent.

Energiewende ist gleich Stoffwende

«Es gibt keine Energiewende ohne eine

Stoffwende», so die Kernbotschaft des

Referats von Marcel Gauch vom Technology

& Society Lab der Empa. Batterietechnologie

lasse sich zwar auf die

Grösse gigantischer Stromnetzspeicher

skalieren – so beispielsweise beim

Al Dhafra Solarkraftwerk in Abu

Dhabi mit einer geplanten Speicherkapazität

von rund 19 GWh. Entscheidend

für die Nachhaltigkeit sei allerdings

auch das Recycling.

«Die Fahrzeugbatterien

halten

bereits deutlich

länger, als es der

öffentliche Diskurs

vermuten lässt.»

30 eTrends Ausgabe 6/25


Kyburz selbst betreibt eine hauseigene

Recyclinganlage für Lithium-Ionen-

Batterien. Damit können bereits über

90 Prozent der Rohmaterialien zurückgewonnen

werden. Wie genau das

Unternehmen dabei vorgeht, ist auf

seiner Webseite* detailliert erklärt.

Gauch sieht ein Potenzial in den vielseitigen

alternativen Batterietechnologien.

Ob Natrium-Ionen-Batterie,

Lithium-Schwefel- oder Solid-State-

Batterien, die Forschung werde zunehmend

höhere Energiedichten

ermöglichen, sodass ganz neue Anwendungsbereiche

erschlossen werden

können. Auch die Lebensdauer der

Batterien spielt eine zentrale Rolle.

«Die Fahrzeugbatterien halten bereits

deutlich länger, als es der öffentliche

Diskurs vermuten lässt», hebt Marcel

Gauch hervor. Dies führt dazu, dass

weniger Altbatterien pro Jahr für das

Recycling anfallen als ursprünglich

prognostiziert.

Von der Theorie in die Praxis

Neben den Fachvorträgen lebte das

Circular Economy Symposium auch

von konkreten Beispielen. So boten

die Architekten Lush Manrecaj und

Dani Ménard eine Führung durch den

Kyburz Neubau an, bei dem Kreislaufwirtschaft

in der Konzeption mitgedacht

wurde. Dies zeigt sich in der

Auswahl von langlebigen und nachhaltigen

Materialien sowie in der Flexibilität

und dem Energiekonzept des

Baus, der Tageslicht und Solarenergie

nutzt, um einen nachhaltigen Betrieb

zu gewährleisten.

In einem weiteren Workshop zeigte

Christoph Fässler (Modual AG, Brunnen

SZ) das Potenzial von Second-

Life-Speichern (siehe eTrends 01/2024)

auf. Batterien, deren Kapazität zu niedrig

für die Fahrzeuge ist, eignen sich

weiterhin zur stationären Speicherung

von Energie in Gebäuden. Im Sinne der

Kreislaufwirtschaft ist es, die Lebensdauer

von Produkten mit kritischen

Rohstoffen zu maximieren. Als wachsendes

Unternehmen steht die Modual

AG in einem herausfordernden Markt

im Wettbewerb mit grossen asiatischen

Herstellern, die meistens einen signifikanten

Preisvorteil haben. Dennoch

nimmt sie die Herausforderung an,

nicht zuletzt, da es aus umwelttechnischen

Gründen deutlich sinnvoller ist,

auf Second-Life-Batterien zu setzen.

Fazit: Mut zur Umsetzung gefragt

Das vierte Circular Economy Symposium

hinterliess einen motivierenden

Eindruck. Das Commitment und die

Zuversicht der Teilnehmenden waren

deutlich erkennbar. Die Schweiz steht

nicht vor einem Technologie-, sondern

vor einem Umsetzungsproblem. Was

es braucht, sind Mut zur konsequenten

Umsetzung und die Bereitschaft, die

notwendigen Investitionen zu tätigen,

ohne die die Technologien nicht skaliert

werden können. Wie einst beim

Bau der Schweizer Speicherkraftwerke

durch unsere Vorfahren sind heute

grossangelegte Investitionen in eine

nachhaltige Energiezukunft gefragt.

Die Lösungen sind da: von effizienten

Batteriesystemen über nachhaltige

Baukonzepte bis hin zu innovativen

Recyclingverfahren. Die Kreislaufwirtschaft

erweist sich dabei nicht nur

als Mittel zum Zweck, sondern als zentraler

Baustein für eine erfolgreiche

Energiewende. Kyburz’ Open-Source-

Philosophie könnte zum Katalysator

werden: «Schaut es euch […] genau an

und macht es bitte noch besser.»

*battery-recycling.kyburz-switzerland.ch

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Ausgabe 6/25 eTrends

31


Praxis ARBEITSSICHERHEIT

Umschaltungen

Arbeiten an Umschaltungen, also Schalt geräte kombinationen,

die eine oder mehrere Schaltvorgänge beinhalten, sind häufig

aus zuführen in der Elektroinstallation. Sie sind mit gewissen Risiken

verbunden und müssen deshalb gut geplant sein.

AUTOR: SANDRO KRIEG

A

rbeiten an Umschaltungen

finden in unterschiedlichen

Bereichen der Gebäudetechnik

statt: In Wohnbauten,

wenn eine neue Hauptverteilung

platziert wird, oder in

grossen Industriekomplexen, wenn

neue Sicherungselemente eingebaut

oder Revisionen an Leistungsschaltern

durchgeführt werden. Bei solchen Arbeiten

besteht immer ein gewisses Gefahrenpotenzial,

da teils grosse Leistungen

geschaltet und unterschiedliche

Wann darf

abgeschaltet werden?

Die Arbeitsvorbereitung

ist das A&O.

Schalthandlungen vorgenommen werden.

Um sie ohne die Gefahr einer

Elektrisierung oder eines Störlichtbogens

durchführen zu können, bedarf es

einer sauberen Planung. Deshalb richtet

sich dieser Beitrag hauptsächlich an

Planer, Projektleiterinnen oder leitende

Monteure, die solche Arbeiten planen.

Arbeitsvorbereitung

Eine fundierte Arbeitsvorbereitung ist

hier das A&O und hat direkten Einfluss

auf den Erfolg bei der Ausführung.

Bei der Planung einer Umschaltung

müssen einige Punkte vorab

geklärt werden:

Umfang der Abschaltung

Was muss alles abgeschaltet werden?

In gewissen Situationen reicht eine

Teilabschaltung der Anlage unter Berücksichtigung

der Sicherheitsregeln

Nr. 4 und 5, die besagen: «Benachbarte,

unter Spannung stehende Teile

sind abzudecken». Dies ist zum Beispiel

in grösseren Hauptverteilungen

der Fall, wenn ein einzelnes Feld abgeschaltet

werden kann.

In anderen Fällen muss die komplette

Anlage vom Netz getrennt werden.

Hier muss geklärt werden, ob es

reicht, wenn ab Hausanschlusskasten

(HAK) abgeschaltet wird, oder ob

eine Schaltung des Verteilnetzbetreibers

notwendig ist, zum Beispiel wenn

ein HAK ersetzt werden soll. In diesem

Fall sollte der Netzbetreiber früh

genug in das Vorhaben eingeweiht werden,

und es muss geklärt werden, ob

weitere Liegenschaften von der Abschaltung

betroffen sind. Des Weiteren

muss abgeschätzt werden, wie

lange die Anlage stromlos sein wird

und ob dies für alle Anlagen in dieser

Liegenschaft so möglich ist. Bei längeren

Abschaltungen kann es nötig sein,

beispielsweise Gefrierschränke oder

komplexe chemische Prozesse in der

Pharmaindustrie mit einer Ersatzstromversorgung

zu erschliessen. Dafür

eignen sich mobile Generatoren,

die sich mieten lassen.

Zeitpunkt der Abschaltung

Wann darf die Anlage stromlos gemacht

werden? Dies ist in Wohnhäusern

relativ einfach, früh genug kommuniziert,

ist eine Abschaltung tagsüber

grundsätzlich möglich.

32 eTrends Ausgabe 6/25


Schwieriger wird es bei Gewerbeliegenschaften.

Dort kann es sein, dass

die Abschaltung aufgrund der Bürozeiten

nur abends möglich ist. Andere

Gewerke wie z. B. Banken erlauben

die Schaltungen nur am Wochenende.

In Datenzentern können sogar ganze

Monate für jegliche Arbeiten am

Strom gesperrt sein, zum Beispiel zum

Jahresende wegen der Jahresabschlüsse

sowie der erhöhten Transaktionsraten

von Kreditkarten zum

Weihnachtsverkauf, dies als Sicherheitsmassnahme

und um den Zahlungsverkehr

nicht zu gefährden. Das

heisst, der Zeitpunkt der Abschaltung

muss frühzeitig mit allen Projektbeteiligten

besprochen werden.

Schaltprogramm

Bei komplexeren Schalthandlungen

kann ein Schaltprogramm notwendig

sein. Darin sind die einzelnen Schaltungen

in der richtigen Reihenfolge

aufgelistet. Zusätzlich ist geregelt,

wer die Schaltung durchführen darf

und zu welchem Zeitpunkt was genau

passiert. Dieses «Drehbuch» verhindert,

dass Schaltungen vergessen oder

in der falschen Reihenfolge ausgeführt

werden, was zu gefährlichen

Situationen führen könnte.

Das Schaltprogramm sollte auf

jeden Fall vom Anlagenbetreiber

oder Anlagenverantwortlichen und

vom ausführenden Installateur, vertreten

durch den Projektleiter als

Vorgesetzten, unterzeichnet werden.

Weitere Informationen zum Schaltprogramm

sind in der ESTI-Weisung

100 zu finden.

Bei einfacheren Schalthandlungen

wie zum Beispiel dem Ausschalten

des HAK kann auf ein Schaltprogramm

verzichtet werden, wichtig ist

jedoch, dass auch dort die Sicherheitsvorkehrungen

für Arbeiten unter

Spannung 1 (AuS1) gemäss der

«Arbeiten an

Schaltgerätekombinationen

sind nicht

gefährlich, wenn

man sich an

die Regeln hält.»

ESTI-Weisung 407 eingehalten werden.

Das heisst, dass die persönliche

Schutzausrüstung getragen werden

muss und Schaltungen nur von geschultem

Personal und zu zweit vorgenommen

werden dürfen.

Kontrolle

Da solche Umschaltungen meist einen

erhöhten Aufwand bedeuten im Vergleich

zu normalen Arbeiten, macht es

Sinn, einen Sicherheitsberater mit aufzubieten,

der direkt vor dem Einschalten

kontrolliert und misst. So kann

einerseits die Sicherheit der Anlage

noch vor Inbetriebnahme gewährleistet

werden und andererseits muss der

entsprechende Anlageteil nicht nochmals

im Nachhinein geprüft werden,

was einen wirtschaftlichen Vorteil

darstellt.

Zudem sind bei Arbeiten innerhalb

der Schaltgerätekombination die

Prüfungen zum Stücknachweis zu erbringen.

Bei geringfügigen Anpassungen

kann der Stücknachweis entweder

direkt in den Sicherheitsnachweis integriert

werden oder der Installateur

kann einen «Service-Stücknachweis»

für den neu erstellten Teil ausstellen.

Bei grösseren Anpassungen lohnt es

sich, dies gemeinsam mit dem Schaltanlagenmonteur

zu tun.

Notfallorganisation

Selbst wenn alle Punkte eingehalten

werden, kann immer etwas anders

laufen als erwartet. Mit einer Risikoanalyse

der anstehenden Arbeiten

lassen sich potenzielle Gefahren ermitteln

und einordnen. So kann man

sich auf einen möglichen Notfall vorbereiten,

zum Beispiel Ersatzsicherungen

für den Fall eines Kurzschlusses

bestellen oder nachschauen, wo

die nächste Notfallstation ist. Sinnvoll

ist auch, allfällige Pikett-Nummern

zu notieren, zum Beispiel jene

des Netzbetreibers, des Grossisten

für Ersatzmaterial, des Lieferanten

des Leistungsschalters oder die gängigen

Notfallnummern.

Fazit

Arbeiten an oder in Schaltgerätekombinationen

sind nicht gefährlich,

wenn man sich an die Regeln hält. Es

liegt in unserer Verantwortung als

Vorgesetzte, den nötigen Aufwand zu

betreiben, um dem Montagepersonal

ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen

und für die Kundschaft eine saubere

Arbeit mit reibungslosem Ablauf zu

gewährleisten.

unterstützen

schulen

Installationstechnik

und

EMV

beraten

kontrollieren

Beispiele aus unserer Dienstleistung

Aufzeigen der EMV-Aspekte in der NIN

Unterstützung bei der Umsetzung der

Planungsrichtline NIS (PR-NIS)

Schulungen zu EMV-gerechter und

emissionsarmer Installationstechnik

Spezifische Schulungen zu Frequenzumrichter-Installationen

Anpassungen für wirksameren

Funktionspotenzialausgleich

Erarbeiten von objektbezogenen

Vorgaben und Konventionen für die

Bauherrschaft

ENGINEERING UND BERATUNG

AG für EMV und Blitzschutz

CH-8152 Opfikon / Glattbrugg

Ausgabe 6/25 eTrends

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Licht ENERGIESPAREN

36 eTrends Ausgabe 6/25


Tageslicht

intelligent

nutzen

Die Schweiz verschwendet jährlich Millionen

Kilowatt stunden, weil Kunstlicht brennt,

obwohl draussen die Sonne scheint.

Moderne Tageslichtsensorik könnte das ändern.

AUTOR: PROF. BJÖRN SCHRADER*

D

ie Schweiz verbraucht rund

10 Prozent ihres Stroms für

Beleuchtung, zwei Drittel

davon in Dienstleistungsund

Industriegebäuden. Die

Mehr heit dieser Gebäude wird tagsüber

genutzt, wenn eigentlich genügend Tageslicht

vorhanden wäre. Die Tageslichtplanung

wurde in den letzten Jahrzehnten

in der Schweiz vernachlässigt. So sind

viele moderne Gebäude schlechter mit

Tageslicht belichtet als vor 100 Jahren –

sei es wegen tiefer Grundrisse, ungünstiger

Laibungen oder stark getönter Verglasungen.

Die Folge sind dauerhaft

brennende Leuchten, höhere Betriebskosten

und weniger Nutzerkomfort.

Die klassische Faustregel «Fensterfläche

zu Bodenfläche 1:10», wie sie in

Bauverordnungen steht, ist längst nicht

mehr zeitgemäss. Sie ignoriert Faktoren

wie hohe Raumtiefen, Verdichtung,

dicke Laibungen oder den Lichtttransmissionsgrad

der Verglasung. Räume,

die auf dem Papier «genug Fenster» haben,

sind in der Realität oft schlecht belichtet

– und Kunstlicht bleibt Standard.

Heute gilt: Entscheidend ist nicht die

Fensterfläche, sondern die tatsächliche

Versorgung des Raums mit Tageslicht.

Genau hier setzen die SN EN 17037

«Tageslicht in Gebäuden» und die SIA-

Wegleitung 4004 an. Sie machen Tageslicht

plan- und bewertbar und heben es

auf das Niveau eines echten Qualitätskriteriums.

Tageslicht als Basis,

Sensorik als Schlüssel

Tageslicht wird von den Nutzenden

klar bevorzugt – aber es ist dynamisch.

Im Winter ist es schwächer, an heissen

Sommertagen müssen Gebäude zunehmend

vor Überhitzung geschützt werden,

weshalb das Tageslicht draussen

bleiben muss. Damit Kunstlicht nur

dann und nur dort zuschaltet, wo es

tatsächlich gebraucht wird, braucht es

intelligente Tageslichtsensorik. Sie regelt

das Kunstlicht konstant nach, →

Ausgabe 6/25 eTrends

37


«Tageslichtsensorik gleicht

die natürlichen Schwankungen

des Tageslichts mit der

Verlässlichkeit der Technik

aus und schafft Räume,

die sparsamer und attraktiver sind.»

mischt es gezielt bei und garantiert damit

optimale Lichtverhältnisse – energieeffizient

und komfortabel zugleich.

Die beste Steuerung ist die, die von den

Nutzenden nicht bemerkt wird, weil sie

sich rundum zufrieden fühlen.

Der Effekt ist eindrücklich: In Fallstudien

mit Schulhäusern, Bürogebäuden

und Industriehallen lagen die Einsparungen

wesentlich höher als jene,

die mit dem blossen Ersatz konventioneller

Leuchten durch Leuchten mit

LED erzielt werden. Die Botschaft für

Neubauten und Sanierung ist klar: Der

grösste Hebel liegt in der Kombination

von LED, Sensorik und Lichtsteuerung.

Ein echtes Dreamteam.

Normen und Standards schaffen

Verbindlichkeit

Die technischen und normativen

Grundlagen sind vorhanden. Die SN

EN 17037 definiert Qualitätsstufen für

Tageslicht, die SIA-Wegleitung 4004

übersetzt sie in die Praxis. Ergänzt werden

sie durch die IEC 63180, die Prüfverfahren

für Präsenz- und Bewegungsmelder

vorgibt. Das von EnergieSchweiz

geförderte Projekt SensoDaylight plus

erarbeitet die Kriterien für eine gute

Tageslichtsensorik. Damit lässt sich die

Qualität von Meldern objektiv vergleichen

– eine wichtige Grundlage für Planung

und Ausschreibung.

Auf nationaler Ebene verlangt die

SIA 387/4 energieeffiziente Beleuchtung,

die MuKEn fordern den Einsatz

von effizienten Steuerungen in Neubauten.

Die KBOB-Empfehlungen wieder -

um legen Standards für die öffentliche

Hand fest, bleiben aber vage. Hier

braucht es Nachbesserungen: Konstantlichtregelung

und DALI-2 sollten

verbindliche Standards in allen Zweckbauten

werden, gerade auch im Hinblick

auf die energetische Betriebsoptimierung

(eBO), die in vielen

Kantonen der Schweiz verpflichtend

ist. Der Stromverbrauch von Gebäuden

soll gesenkt werden, indem die Einstellungen

gebäudetechnischer Anlagen

überprüft und verbessert werden. Dies

ist auch ein integraler Bestandteil der

ESG-Strategie (Environment-Social-

Governance) von Unternehmen.

Gute Planung macht den Anfang

Der Weg zur erfolgreichen Tageslichtnutzung

beginnt in der Planung. Zuerst

muss eine hohe Tageslichtversorung

nachgewiesen werden – nicht mit Fensterflächenkennwerten,

sondern mit

vereinfachten Verfahren oder Simulationen

nach SN EN 17037. Erst auf

dieser Basis entfaltet Sensorik ihr Potenzial.

Für die Umsetzung sind hochwertige

Produkte entscheidend. Nur

Melder mit geprüfter Reichweite und

Empfindlichkeit nach IEC 63180 oder

dem sensNORM-Label gewährleisten

verlässliche Ergebnisse. Ebenso wichtig

ist die Verwendung von standardisierten

Lichtsteuerungsprotokollen wie

DALI-2. Es ist offen sind lässt sich

leicht in andere Systeme wie KNX integrieren.

DALI-2 ermöglicht im Gegensatz

zu einer konventionellen Verkabelung

die einfache Adressierung, flexible

Szeneneinstellungen und spätere Anpassungen

ohne teure Umbauten.

Die Inbetriebsetzung erfordert

mehr Beachtung. Die Melder für Tageslicht

und Präsenz müssen korrekt

eingestellt werden. Nachlaufzeiten,

Dimmniveaus und Sollwerte lassen

sich mit Hilfe von zusätzlichen Messgeräten

wie einem Beleuchtungsstärkemessgerät

präzise einstellen. Die

Messungen sind zu dokumentieren

und Voraussetzung für eine korrekte

Abnahme. Nach der Möblierung und

dem Bezug des Gebäudes ändert sich

die Umgebungshelligkeit für den Melder

sehr stark. Daher ist es notwendig,

die Einstellungen und Anpassungen

nach drei bis sechs Monaten zu überprüfen.

Hier können auch Nutzerfeedbacks

berücksichtigt werden. So lassen

sich auch mögliche Fehlfunktionen

beheben und die Akzeptanz bei den

Nutzenden erhöhen.

Rolle der Bauherren und

der öffentlichen Hand

Bauherren haben es in der Hand, Qualität

einzufordern. Sie sollten nicht nur

Energiekennwerte verlangen, sondern

konkrete Normbezüge: Tageslichtnachweis

nach SN EN 17037, Sensortechnik

nach IEC 63180, Steuerung

über DALI-2. Öffentliche Bauherren

38 eTrends Ausgabe 6/25


DALI-LINK

stehen besonders in der Pflicht. Wer

Schulen, Spitäler oder Verwaltungsgebäude

errichtet, darf sich nicht mit

Minimalstandards zufriedengeben.

Konstantlichtregelung muss Standard

sein – nicht Option.

Die einfache und komfortable

Beleuchtungslösung fürmehrFlexibilität.

Perspektive der Nutzenden

Technik allein reicht nicht. Räume

müssen auch bedienbar bleiben. Der

WELL-Standard fordert explizit manuelle

Eingriffsmöglichkeiten. Nutzende

müssen jederzeit die Kontrolle

behalten. Nur so entsteht Akzeptanz –

und nur so wird verhindert, dass Steuerungen

abgeschaltet werden, weil sie

«nerven».

Wirtschaftlichkeit und Mehrwert

Die Kosten sprechen für sich: Hochwertige

Sensorik macht nur einen kleinen

Bruchteil der Investition in die

Beleuchtung aus, amortisiert sich aber

meist nach einigen Jahren. Hinzu

kommen weniger Wartung, bessere

Zertifizierbarkeit nach Minergie oder

ESG und nicht zuletzt ein höherer Immobilienwert.

Tageslicht steigert nicht

nur das Wohlbefinden, sondern auch

den Marktwert.

Fazit

Tageslicht ist das Licht mit der höchsten

Qualität. Doch erst die intelligente

Tageslichtsensorik macht es zum Effizienztreiber.

Sie gleicht die natürlichen

Schwankungen des Tageslichts mit der

Verlässlichkeit der Technik aus – und

schafft Räume, die sparsamer, gesünder

und attraktiver sind.

Wer heute baut, muss sich fragen:

Genügt eine veraltete 1 : 10-Faustregel

oder wollen wir messbare Tageslichtqualität?

Die Antwort liegt in der konsequenten

Anwendung von SN EN

17037, SIA 4004 und IEC 63180 – und

in der Integration von DALI-2-Sensorik

als Standard. Nur so werden Gebäude

fit für die Energiestrategie 2050

und attraktiv für die Menschen, die sie

nutzen.

MitDALI-LINK vonB.E.G.Luxomat können Sie Ihre

Lichtsteuerung einfach, modularund zukunftssicher

gestalten.

Ihre MehrwerteimÜberblick

Mehrzonen-Beleuchtungslösung

Einfache Installation dank DALI-Bus-Vernetzung

Biszu80%weniger Energieverbrauch durch

DALI-gesteuerte Präsenzmelder

Schnelle undunkomplizierte Inbetriebnahme per

DALI-LINK App

Flexible Gruppenzuweisung –auchnachträglich

anpassbar

GuidedLight (Schwarmfunktion)

Zwei Betriebsarten: Bluetooth-Insellösung oder

KNX-Anbindung

DALI-Spannungsversorgung

E-No

PS-DALI-LINK-USB-REG 405800 209

PS-DALI-LINK-DE 405 800199

Tasterschnittstelle

PBM-DALI-LINK-4W-BLE 405 600139

Präsenzmelder

PD11-DALI-LINK-FLAT-DE/W 535975 078

(weitere Modelle verfügbar)

*Prof. Björn Schrader

Dozent, für Tages- und Kunstlicht

an der Hochschule Luzern – Technik &

Architektur, Institut für Gebäude technik |

Energie, Geschäftsführer der

Beratungsfirma Lichkollektiv GmbH

ZumSortiment

DALILINK

Ausgabe 6/25 eTrends

www.swisslux.ch

39


STORY Elektro-Material AG

LICHTLEITSYSTEM

FÜR DIE ZERMATTER

BERGBAHNEN

Die Zermatt Bergbahnen AG realisierte eine

Ersatzanlage für die in die Jahre gekommene

Pendelbahn Zermatt-Furi. Ein neues

Beleuchtungs konzept mit einem speziell

angefertigten LED-Band führt die Gäste nun

intuitiv durch die beiden Bergbahnstationen.

Elektro-Material AG | 8048 Zürich-Altstetten | www.elektro-material.ch

Die klimatischen Bedingungen in der

Bergregion stellen hohe Anforderungen

an die Qualität der Beleuchtung:

Sie muss Wind und Kälte standhalten,

eine lange Lebensdauer aufweisen,

möglichst wartungsarm sein und auch

die Designanforderungen der Bauherrschaft

erfüllen. Die von EM Licht vorgeschlagenen

Leuchten haben sich bereits

auf dem Klein Matterhorn auf

3883 m ü. M. bewährt und integrieren

sich nun in die moderne und funktionale

Architektur der Tal- und Bergstation

der Pendelbahn auf 1620 bzw. 1867

m ü M. Sie übernehmen mehrere Funktionen:

normgerechte Beleuchtung, Besucherführung

und Gästeleitsystem

sowie Gewährleistung von Sicherheitsund

Wartungsbeleuchtung.

Lichtleitsystem in der Talstation

«Unsere Gäste sollen sich wohl, willkommen

und sicher fühlen», wünschte

sich Kurt Guntli, Leiter Elektrotechnik

und stellvertretender Geschäftsführer

der Zermatt Bergbahnen AG.

Die Lichtplanerinnen und -berater von

EM Licht erarbeiteten ein innovatives

Beleuchtungskonzept, das eine einladende

Atmosphäre für die Gäste

schafft und für hohe Lichtqualität, Sicherheit

und Effizienz sorgt. Die hierfür

eigens entwickelten Sonderleuchten

leiten die Besucherinnen und

Besucher vom Eingang zu den Kassen,

danach zu den Schliessfächern und

schliesslich zu den Gondeln.

LED-Bänder wurden vor Ort

zugeschnitten

Sämtliche Leuchten sind DALI-fähig

und können über eine tageslichtabhängige

Steuerung gedimmt werden. Das

effiziente Lichtkonzept schafft eine

höhere Lichtqualität für die Gäste und

die Mitarbeitenden und reduziert den

Wartungsaufwand und den Verbrauch.

Die Abhängungen der LED-Bänder

wurden vor Ort zugeschnitten, um sie

optimal an die jeweilige Deckensituation

anpassen zu können.

Atmosphäre, Sicherheit und

Effizienz

Kurt Guntli fasst das Ergebnis so zusammen:

«Im Vergleich zu vorher ist es

wie Tag und Nacht. Wir haben jetzt

überall eine hohe Lichtqualität und

Gleichmässigkeit.» Das freut nicht zuletzt

die Mitarbeitenden im Pistendienst

und bei den Beschneiungsanlagen,

denn sie sind häufig nachts

unterwegs und schätzen jetzt insbesondere

die gleichmässige Helligkeit und

die automatische Anpassung des Beleuchtungsniveaus.

Zum ganzen Beitrag

e-m.info/674


Klare Besucherführung

Die Leuchten unterstützen

die Orientierung in

der Tal- und Bergstation.


STORY Swisslux AG

KONSTANTLICHT-REGELUNG:

EINFACHER ALS IHR RUF

Als Integratoren oder Planerinnen können wir mit einer intelligenten

Lichtsteuerung einen echten Beitrag zur Energieeffizienz

leisten. Und das ist viel einfacher, als viele denken.

Swisslux AG | 8618 Oetwil am Se | www.swisslux.ch

In Büros, Schulen und Verwaltungsgebäuden

brennt das Licht oft den

ganzen Tag, obwohl draussen die

Sonne scheint. Dies geschieht, weil die

künstliche Beleuchtung nicht auf das

vorhandene Tageslicht reagiert. Das

Ergebnis: unnötiger Energieverbrauch

und verschenktes Einsparpotenzial.

Dabei arbeiten moderne LED-Leuchten

in Kombination mit intelligenter

Präsenz- und Tageslichtsensorik präzise,

effizient und unauffällig.

Bis zu 25 Prozent zusätzliche

Einsparung

Solche Systeme funktionieren mit

hochwertigen, intelligenten B.E.G.-

Meldern ganz einfach. Der Lichtfühler

im Melder misst kontinuierlich die

Raumhelligkeit und berücksichtigt

dabei das einfallende Tageslicht. Die

intelligente Konstantlichtregelung

dimmt daraufhin das Kunstlicht bis

zum erforderlichen Lichtwert. Das

Licht schaltet nur dann und nur mit

der nötigen Intensität zu, wenn es

wirklich gebraucht wird. Bei Räumen

mit Fenstern lassen sich bis zu 25 Prozent

Energie zusätzlich sparen. Erfolgreiche

Beispiele aus Schulhäusern und

Bürogebäuden zeigen: Die Kombination

von LED-Leuchten und Meldern

mit intelligenter Konstantlichtregelung

und Präsenzfunktion ergibt ein

Dream-Team.

Der Raum bestimmt die Lösung

Der Verwendungszweck eines Raums

bestimmt die erforderliche Beleuchtungsstärke

sowie die nötige Abwesenheitsdauer

von Personen, nach der ein

Sensor das Licht selbstständig ausschaltet.

Bei höheren Beleuchtungsstärken

haben unkalibrierte Lichtmessungen

einen grossen Einfluss auf den

Energiebedarf, ebenso wie zu lange

Nachlaufzeiten bei in der Regel kurzen

Aufenthalten. Deshalb ist es wichtig,

die Melder entsprechend ihren Anforderungen

zu definieren. B.E.G. bietet

über 40 Präsenzmelder mit Tageslichtsensorik

für KNX und DALI-2.

Folgende vier Faktoren bestimmen

die Wahl des Sensors:

· Verwendungszweck

Toiletten benötigen 100 Lux,

Büros 500 Lux, Zeichenräume

750 Lux. Die Kurzpräsenzfunktion

verkürzt bei kurzen Aufenthalten

die Nachlaufzeit automatisch.

Viele Räume lassen sich

zudem in Arbeitsplätze und

Durchgangszonen aufteilen,

wodurch sich mit unterschiedlichen

Beleuchtungsstärken und

Nachlaufzeiten zusätzlich Energie

einsparen lässt.

· Reflexionen

Weisse Wände reflektieren 90

Prozent, dunkle Farben 10 Prozent

Licht. Sensoren mit integriertem

Lichtfühler eignen sich für Räume

mit dunklen Oberflächen (< 10%

Reflexionsgrad), solche mit

externem Lichtfühler sind weniger

störanfällig auf Reflexionen des

Tageslichts.

Farbe Reflexion Geeigneter Sensor

Weiss 90 % Beide

Pastell 60 % Beide

Hellgrau 60 % Beide

Dunkelgrau 40 % Beide

Dunkle Farbe 10 % Innenliegender

Helligkeitssensor

innenliegend

Helligkeitssensor

aussenliegend

Reflexionen richtig berücksichtigen

Helle Oberflächen reflektieren bis zu 90 Prozent des Lichts, dunkle nur 10 Prozent. Für eine stabile Konstantlichtregelungen sind diese

Unterschiede entscheidend: Räume mit dunklen Farben erfordern innenliegende Sensoren, während aussenliegende Lichtfühler weniger

störanfällig auf Reflexionen des Tageslichts sind.


E a = 100 %

Beleuchtungsstärke aussen

Fenster

12

%

4

3 2 1

0 1 2 3 m 5

Raumtiefe

Beleuchtungsstärke innen E i

Kunstlicht

Naturlicht

Ausgeglichenes Lichtbild

Die Offset-Funktion im Sensor

regelt fensternahe Lichtgruppen

stärker herunter als jene

in der Raumtiefe. So bleibt die

Helligkeit im ganzen Raum

konstant – unabhängig davon,

wie viel Tageslicht einfällt.

Einige B.E.G.-Modelle

verfügen über zwei getrennte

Lichtfühler, um die Helligkeit

in fensternahen und -fernen

Zonen unabhängig zu

erfassen.

100 %

on/off

Messbar effizient

Die Konstantlichtregelung

passt die Beleuchtung

laufend an das vorhandene

Tageslicht an und reduziert

so den Energieverbrauch

um bis zu 25 Prozent.

Zusätzlich trägt eine

optimierte Nachlaufzeit zu

weiteren Einsparungen bei,

ohne dass die Nutzenden

auf Komfort verzichten

müssen.

Energieverbrauch

75 %

50 %

25 %

10 %

mit Konstantlichtregelung

mit optimierter Nachlaufzeit

· Fensterfront

Die Offset-Funktion der B.E.G.-

Melder regelt fensternahe

Lichtgruppen stärker herunter als

solche in der Raumtiefe.

· Montagehöhe

Die Montagehöhe beeinflusst die

Sensorwahl erheblich. Ab fünf

Meter Höhe sind Sensoren mit

schmalem Öffnungswinkel wie

der PD4-KNXs-GH-DX-AP

erforderlich, die gezielt das

Bodenlicht messen.

Inbetriebnahme entscheidet über

den Erfolg

Die Konstantlichtregelung hätte einen

besseren Ruf verdient. Meist gehen die

Probleme auf unsaubere Planung, Inbetriebnahme

bzw. Feinjustierung und

Kalibrierung zurück. Fazit: Die Melder

müssen korrekt geplant, platziert

und eingestellt werden. Bei der Inbetriebnahme

ist Vorsicht geboten:

Dimmniveaus und Sollwerte lassen

sich mit einem Beleuchtungsstärkemessgerät

präzise kalibrieren. Wichtig

ist auch die Anpassung der Regel-

geschwindigkeit an die jeweilige Nutzung.

In der Praxis finden wir zudem

oft zu lange Nachlaufzeiten, was

schlecht für die Effizienz ist und mit

dem Tageslicht direkt nichts zu tun hat.

Nachjustierung als Erfolgsrezept

Im Neubau kann sich zudem die Helligkeit

eines Raums nach der Möblierung

nochmals deutlich ändern. Eine

Überprüfung nach drei bis sechs Monaten

ist sinnvoll, auch um Nutzerrückmeldungen

einzubeziehen. Das

ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern

Teil einer sauberen Inbetriebnahme,

steigert die Akzeptanz und

schafft die Möglichkeit, Feinjustierungen

vorzunehmen, bevor sie zum Problem

werden. Die tageslichtabhängige

Steuerung macht so den Technikern

und der Kundschaft mehr Freude.

Breites Sortiment für unterschiedliche

Anforderungen

Swisslux bietet mit den B.E.G. KNX-

Sensoren Lösungen für verschiedene

Raumsituationen. Die PD2N-KNXs-

Serie eignet sich für normale Raumhöhen,

die PD4N-KNXs-Serie für

grössere Räume. Der PD11-KNXs-

FLAT wurde speziell für flache Deckenmontagen

entwickelt. Alle Modelle

sind auch KNX Secure-fähig und

bieten mit der Standard- oder Deluxe-

Software Funktionen wie Offset-Betrieb,

Kurzpräsenz, Selbstanpassung

der Nachlaufzeit und tageslichtabhängige

Abschaltung. Für Integratoren

und Planerinnen bedeutet das: klare

Struktur, einfache Inbetriebnahme,

zuverlässige Funktionen.

Energieeffizienz ist Pflicht

Die energetische Betriebsoptimierung

ist in ersten Kantonen bereits verpflichtend.

Konstantlichtregelung ist

Stand der Technik und ein Baustein,

der einfach umsetzbar ist und nachweislich

wirkt. Die beste Steuerung ist

jene, die niemand bemerkt. Für Planer

und Integratorinnen bedeutet das: Mit

der richtigen Sensorik und sorgfältiger

Inbetriebnahme lassen sich Energieziele

ohne Komforteinbussen erreichen.

Das zahlt sich aus für die Betreiber,

die Nutzenden und die Umwelt.


STORY ESYLUX Swiss AG

WANDMELDER

MIT DALI-2

Der neue Wandpräsenzmelder

BASIC BMS DALI-2 macht den Umstieg

auf intelligente Lichtsteuerung so

einfach wie nie, ohne zusätzliche Verkabelung.

ESYLUX Swiss AG | 8335 Aadorf | www.esylux.com

Mit dem PD 180/16 BASIC BMS

DALI-2 präsentiert ESYLUX erstmals

einen Wandpräsenzmelder für das Bussystem

DALI-2. Als Eingabegerät sendet

er Informationen zu Präsenz und

Helligkeit in seinem Bereich an die jeweilige

Steuereinheit. Seine Betriebsspannung

bezieht er allein über den

zweiadrigen DALI-Bus, was unter

anderem den einfachen Austausch

konventioneller Lichtschalter mit

Zweiader-Verkabelung ermöglicht.

Zahlreiche Abdeckungsvarianten als

Zubehör erweitern das Einsatzgebiet.

Flure, Treppenhäuser und Sanitärbereiche

sind die wohl typischsten Einsatzgebiete

für Wandpräsenzmelder.

Dies liegt auch daran, dass hier meist

viele Menschen verkehren und deshalb

oft der Wunsch besteht, den Lichtschalter

gegen eine hygienischere

Lichtsteuerung ohne Berührungsfläche

auszutauschen. Im Portfolio seiner

Einstiegsserie BASIC bietet ESYLUX

hierfür mit dem PD 180/16 BASIC

BMS DALI-2 nun eine neue Lösung.

Einfacher Umstieg von ON/OFF

auf DALI-2

Der Wandpräsenzmelder verfügt über

eine maximale Erfassungsreichweite

von 16 m im Durchmesser, und er

misst die Helligkeit in einem Bereich

von 5 bis 2000 Lux. Seine Ergebnisse

zu Präsenz und Helligkeit sendet er als

Eingabegerät an die Steuereinheit der

DALI-Linie. Für den Betrieb reicht

ihm die vorhandene Spannung der beiden

Bus-Adern. Dies wiederum ermöglicht

nicht zuletzt den Austausch

konventioneller Lichtschalter ganz

ohne zusätzliche Leitungen – und erleichtert

so zugleich den Umstieg vom

simplen ON/OFF auf das zukunftssichere

Bussystem DALI-2.

Für Orte, an denen nicht die Verbesserung

der Hygiene, sondern vor

allem eine höhere Flexibilität gefragt

ist, bietet der Melder zwei Eingänge

für konventionelle Taster. Zahlreiche

Abdeckungen in unterschiedlichen

Farben als Zubehör schaffen ausserdem

Kompatibilität mit gängigen Markenschaltern.

Dazu zählen auch eine

Variante mit IP44 sowie eine passende

Unterputzdose. Darüber hinaus stehen

fünf Melder-Ausführungen für

das SNAPFIX-Befestigungssystem

von Feller bereit, unter anderem mit

IP55. Sie lassen sich mit einem vormontierten

Adapter ohne Verschrauben

einfach in die passenden Befestigungsplatten

einschnappen.

«Die DALI-2-Wandmelder

der Serie BASIC ermöglichen

den einfachen Einstieg in eine

zukunftssichere Lichtsteuerung.»

Bild: ESYLUX



Licht INTERVIEW

Der neue

Lichtboss

der Schweiz

Licht weitergedacht – effizient, ästhetisch,

intelligent. Claudio Hartmann spricht über neue

Perspektiven, strategische Weichenstellungen

und die Rolle der SLG in einer Branche,

in der Licht längst mehr ist als nur Technik.

AUTOR: RENÉ SENN, FOTOS: MICHAEL DONADEL

S

eit dem 1. Juli 2025 leitet

Claudio Hartmann die

Schweizer Licht Gesellschaft

(SLG) als Geschäftsführer.

Seine Mission:

Licht nicht nur als Technologie,

sondern als Gestaltungselement, als

Wirkungsträger und als gesellschaftliche

Verantwortung im Hinblick auf die

Nachhaltigkeit zu positionieren. Wir

haben mit ihm über aktuelle Herausforderungen

gesprochen, die von der

Förderpolitik über die Rolle der Elektrobranche

bis hin zur Nachwuchsförderung

reichen.

Claudio, du bist seit Kurzem

Geschäftsführer der SLG – was hat

dich an dieser Aufgabe gereizt?

Das Thema Licht fasziniert mich schon

lange – es verbindet Technik, Gestaltung,

Nachhaltigkeit und Emotionen

auf einzigartige Weise. Meine Aufgabe

bei der SLG bietet die Chance,

diese Vielfalt aktiv mitzugestalten und

die Branche weiterzuentwickeln. Besonders

spannend finde ich das breite

Spektrum, das die SLG abdeckt – von

technischen Normen bis hin zur kreativen

Lichtgestaltung. Dieses Zusam-

menspiel von Fachlichkeit, Praxisnähe

und Gestaltungsfreude macht die Arbeit

unglaublich vielseitig. Und genau

das motiviert mich: Menschen und

Disziplinen zusammenzubringen, um

gemeinsam gutes Licht in all seinen

Facetten zu fördern.

Wo setzt du in deiner Rolle neue

Akzente – was liegt dir besonders

am Herzen?

Mir ist wichtig, dass die SLG als offene,

vernetzte und zukunftsorientierte

Plattform wahrgenommen wird.

Ich möchte den Dialog innerhalb der

Branche und auch darüber hinaus fördern.

Gleichzeitig liegt mir der Nachwuchs

besonders am Herzen: Wir müssen

junge Menschen für das Thema

Licht begeistern und ihnen Perspektiven

bieten. Und nicht zuletzt will ich

die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung

noch stärker verankern.

Licht ist heute weit mehr als Beleuchtung

– es trägt entscheidend dazu bei,

unsere Umgebung lebenswerter zu

gestalten: Es fördert Wohlbefinden,

Gesundheit, Sicherheit und schafft

eine Atmosphäre, in der Menschen

sich gerne aufhalten.

Was hat dich in den ersten

100 Tagen begeistert?

Das Engagement der Menschen rund

um die SLG beeindruckt mich sehr.

Man spürt an allen Fronten, wie viel

Herzblut in der Lichtbranche steckt –

sei es bei unseren Kursleitenden, in

den Fachgruppen oder bei unseren

Partnern. Diese Offenheit, gemeinsam

etwas zu bewegen, hat mich von Anfang

an motiviert.

Und wann hast du gedacht:

Wow, da haben wir aber noch

ganz viel Arbeit vor uns?

Die SLG und ihr Vorstand haben vor

rund zwei Jahren die zukünftigen

Handlungsfelder definiert und sie an

der Generalversammlung 2024 vorgestellt.

Unsere Mission ist klar: Als führendes

nationales Kompetenzzentrum

für Licht und Beleuchtung bieten wir

unabhängiges und fundiertes Lichtwissen

– wir sind Fachverband, bilden

aus und vernetzen alle, die sich professionell

mit Licht befassen. Wir wollen

die Mitgliederzahl steigern und neue

Zielgruppen in der Gestaltung ansprechen,

unsere Weiterbildungsangebote

weiter ausbauen. Zudem möchten wir

46 eTrends Ausgabe 6/25


die SLG als führende Lichtexpertin

stärker positionieren. Diese Aufgaben

sind anspruchsvoll – aber sie sind auch

eine grosse Chance, unsere Vision zu

verwirklichen: Wir vernetzen Menschen,

Unternehmungen und Institutionen,

damit hochwertiges und nachhaltiges

Licht für alle Realität wird.

Wie gross ist dein Team in Olten?

Das SLG-Team besteht aktuell aus

acht sehr engagierten Mitarbeitenden,

die sich mit viel Fachwissen und Begeisterung

für unsere gemeinsamen

Ziele einsetzen. Wir arbeiten eng zusammen,

um die verschiedenen Projekte

und Initiativen der SLG erfolgreich

voranzubringen. Die Mischung

aus erfahrenen Fachleuten und jungen

Talenten sorgt für eine motivierende

Teamdynamik und innovative Lösungsansätze.

Seit 2025 wird die Geschäftsleitung

durch die neue Position

eines stellvertretenden Geschäftsführers

in Lausanne ergänzt. Gregory

Bartholdi hat sie inne, was eine moderne,

zweisprachige und breit abgestützte

Führung sicherstellt.

Nicht zu vergessen sind auch unsere

Fachgruppen-Mitglieder, unsere

Dozierenden im SLG-College sowie

unser Vorstand. Sie alle tragen mit

ihrem grossen Engagement, ihrer

Erfahrung und ihrem Netzwerk entscheidend

zur Weiterentwicklung und

zur Strahlkraft der SLG bei. Gemeinsam

bilden wir ein starkes Team, das

die Vielfalt der Lichtbranche widerspiegelt.

Wie finanziert ihr euch?

Unser Finanzierungsmodell stützt sich

auf mehrere solide und komplementäre

Säulen. Die Mitgliedschaft bildet

die Basis: Ihre Beiträge sichern unsere

laufenden Aktivitäten und unsere

Funktion als Fachverband. Darüber

hinaus ist die Aus- und Weiterbildung

eine zentrale Säule. Sie umfasst Lehrgänge

zu eidgenössischen Fachausweisen

sowie spezialisierte Kurse. Veranstaltungen

wie der SLG light day

(energy light day) und Initiativen wie

Lightbank, unterstützt von Energie-

Schweiz, ergänzen dieses Angebot.

So schaffen wir die Voraussetzungen

dafür, die Lichtbranche nachhaltig

weiterentwickeln und erstklassige

Leistungen für Mitglieder und Fachleute

bereitstellen zu können.

Zur Person

Claudio Hartmann (58) ist eidg.

Dipl. Verkaufsleiter und Absolvent

eines Managementlehrgangs

an der Cornell University

mit Schwerpunkten in Strategischer

Geschäftsentwicklung

und Change-Management. Er

hat über 20 Jahre bei Osram/

LEDVANCE in verschiedenen

Funktionen gearbeitet, zuletzt

als Territory Head DACH sowie

zusätzlich als Geschäftsführer

für die Schweiz, Österreich und

Slowenien. Bevor er zur SLG

stiess, war er Stv. Geschäftsführer

und Bereichsleiter Vertrieb

bei neuco.

Wer kann bei euch Mitglied werden?

Grundsätzlich alle juristischen Personen,

die ein Interesse am Thema Licht

und an der Weiterentwicklung unserer

Branche haben. Wir heissen sowohl

Leuchtenhersteller als auch Licht- und

Elektroplaner:innen sowie Betreiber

von grossen Beleuchtungsanlagen willkommen.

Wichtig ist uns die Vielfalt

der Perspektiven, denn gerade im Austausch

entstehen neue Ideen und Impulse

für die gesamte Lichtbranche.

Wo liegt der aktuelle Fokus bei den

Projekten?

Bei Projekten, die Energieeffizienz und

Lichtqualität verbinden. Mit der Initiative

«energylight» fördern wir den

Einsatz von LED-Technologien und

intelligenten Steuerungen, um Energie

zu sparen. Gleichzeitig setzen wir mit

dem Prix Lumière ein Zeichen für innovative

Lichtprojekte. Ein jährli- →

Ausgabe 6/25 eTrends

47


cher Höhepunkt ist der SLG light day,

an dem wir Fachwissen, Trends und

Best Practices rund um Tages- und

Kunstlicht, Lichtqualität und nachhaltige

Beleuchtung zusammenbringen.

Die SLG hat auch verschiedene

Fachgruppen, welche?

Unsere Fachgruppen sind das Herzstück

der SLG – sie bündeln das Expertenwissen

und tragen wesentlich

zur inhaltlichen Arbeit bei. Sie werden

als Expertengremien wahrgenommen

und sind in verschiedene Themenfelder

gegliedert, zum Beispiel Innenraumbeleuchtung,

Lichtemissionen,

Messtechnik, Steuerungen, Not- und

Tunnelbeleuchtung, öffentliche Beleuchtung

und Lichtmasten sowie

Leuchtentragwerke.

Ein Ziel ist es, die Arbeit dieser

Fachgruppen nicht nur an Veranstaltungen

und Publikationen sichtbar zu

machen, sondern auch in Normengremien

einfliessen zu lassen. Damit stärken

wir die Rolle der SLG als Lichtexpertin.

Gibt es eine Fachgruppe,

die noch fehlt?

Im Moment sind wir mit den bestehenden

Fachgruppen sehr gut aufgestellt.

Trotzdem könnten Themen wie Nachhaltigkeit

und Tageslicht noch stärker

in den Fokus rücken. Ob sich daraus

neue Fachgruppen oder einfach vertiefte

Schwerpunkte ergeben, wird sich

zeigen. Wichtig ist, dass wir als SLG

flexibel bleiben und Entwicklungen

aufnehmen.

Die Branche hat sich von

LED-Retrofit zu intelligenten

Licht systemen entwickelt.

Wie siehst du den Stellenwert von

Sensorik und Automation heute?

Zur Schweizerischen

Licht Gesellschaft SLG

Sensorik und Automation haben heute

einen sehr hohen Stellenwert, da sie

zentrale Komponenten moderner

Lichtsysteme sind. Durch den Einsatz

intelligenter Sensoren können Einsparungen

von über 90 Prozent erzielt

werden, und Beleuchtungslösungen

können noch gezielter auf Nutzerbedürfnisse

und Umgebungsbedingungen

reagieren, was sowohl den Komfort als

auch die Energieeffizienz verbessert.

Gleichzeitig ermöglichen automatisierte

Systeme eine flexible Anpassung

an wechselnde Anforderungen, etwa

im Zusammenspiel mit Tageslicht oder

bei der Präsenzsteuerung.

Sensorik, Tageslichtlenkung,

Automation sind allgemein

bekannt, aber werden oft nicht

umgesetzt. Wo hapert’s aus deiner

Sicht: am Wissen, am Willen oder

am System?

Ein bisschen an allem. Technologisch

sind wir heute sehr weit, aber das Wissen

über die richtige Anwendung fehlt

oft – sowohl bei der Planung als auch

im Betrieb. Dazu kommt, dass solche

Systeme nur dann wirklich funktionieren,

wenn alle Beteiligten – von der

Planung über die Installation bis zur

Nutzung – an einem Strang ziehen. Hier

hapert es manchmal an der Koordination

und am Verständnis für das Zusammenspiel

von Technik, Architektur

und Mensch. Ich glaube, wir müssen

das Thema Lichtsteuerung stärker als

integralen Bestandteil guter Lichtplanung

begreifen – nicht als Zusatz, sondern

als selbstverständlichen Teil eines

nachhaltigen Gesamtsystems.

Die Elektrobranche steht

im Zentrum des Lichts.

Nimmt sie aus deiner Sicht

ihre Verantwortung wahr?

Der Verband SLG ist das unabhängige Kompetenzzentrum für Lichtthemen

in der Schweiz. Seit über 100 Jahren vernetzt er Fachleute aus Planung,

Architektur, Technik, Lehre und Industrie mit dem Ziel, Licht ganzheitlich zu

denken: effizient, ästhetisch, intelligent.

Die Kernaufgaben der SLG sind:

• Förderung von Qualität und Wirkung in der Lichtanwendung

• Interdisziplinärer Austausch über Normen, Technik, Gestaltung

• Weiterbildungen am das SLG College (z. B. Lichtplaner:in FA)

• Fachgruppen zu den Themen Innenraum- und Aussenbeleuchtung,

Lichtsteuerung usw.

Die SLG ist gemeinnützig organisiert, politisch unabhängig und wird von

einem breiten Netzwerk aus Institutionen und Unternehmen getragen.

Die Elektrobranche spielt ohne Frage

eine zentrale Rolle, denn sie bringt das

Licht letztlich zum Leuchten. Viele Unternehmen

und Fachleute nehmen diese

Verantwortung sehr ernst – gerade,

wenn es um Energieeffizienz, Nachhaltigkeit

und Qualität geht. Gleichzeitig

sehe ich noch Potenzial: Licht wird oft

noch zu technisch gedacht, während

Themen wie Wirkung, Wahrnehmung

oder Gestaltung eher zu kurz kommen.

Hier möchten wir als SLG Brücken

bauen – zwischen Technik, Design und

Mensch. Nur wenn alle Disziplinen zusammenarbeiten,

entsteht gutes Licht

im ganzheitlichen Sinn.

Das BFE reduziert Fördergelder,

dies ist für die SLG ein Einschnitt.

Was bedeutet das für eure Projekte

und deren Weiterentwicklung?

Wir sind seit vielen Jahren ein wichtiger

Partner des BFE, insbesondere in

Projekten rund um Energieeffizienz

und nachhaltige Beleuchtung. Natürlich

zwingen uns die Kürzungen, Prioritäten

zu setzen. Gleichzeitig sehe

ich darin auch eine Chance: Wir wollen

unsere Aktivitäten breiter abstützen,

neue Partnerschaften eingehen

und die Eigeninitiative in der Branche

stärken. Unser Ziel bleibt, das Thema

Licht als wichtigen Bestandteil einer

nachhaltigen und lebenswert gebauten

Umwelt weiter voranzutreiben – unabhängig

von der Höhe der Fördergelder.

Wie wichtig ist dir der Austausch

mit anderen Verbänden?

Sehr wichtig. Viele Themen in der

Lichtbranche überschneiden sich mit

Bereichen wie Architektur, Elektrotechnik,

Energie oder Nachhaltigkeit –

da ist Zusammenarbeit entscheidend.

Ich sehe die SLG als verbindendes Element

zwischen diesen Welten. Durch

den offenen Dialog entstehen Synergien,

neue Ideen und gemeinsame Initiativen,

die die Branche insgesamt

stärken. Licht hört nicht an einer Disziplingrenze

auf – im Gegenteil, es verbindet.

Wie fördert die SLG den Nachwuchs?

Es gibt keine Grundbildung

zum Thema Licht.

Das stimmt, eine eigentliche Grundbildung

zum Thema Licht gibt es nicht.

Mit dem SLG College schliessen

wir aber diese Lücke. Wir bieten drei

modular aufgebaute Lehrgänge an,

die vom Grundlagenwissen bis zur Vertiefung

spezifischer Themen in der

Lichtplanung führen. Diese Lehrgänge

bereiten auf die eidgenössische Berufsprüfung

mit Fachausweis Lichtplaner:in

48 Mehr zur SLG: www.slg.ch

eTrends Ausgabe 6/25


Passend zum Schalter

(Video-) Innensprechstellen Serie 40

«Wir müssen junge

Menschen für das Thema

Licht begeistern und

ihnen Perspektiven bieten.»

für die Innenbeleuchtung und Lichtspezialist:in

für die öffentliche Beleuchtung

vor – und bieten gleichzeitig die

Möglichkeit, den europäischen Titel

European Lighting Expert (ELE) zu

erlangen. Damit schaffen wir eine anerkannte,

praxisnahe Qualifikation für

Fachleute aus der Schweiz und ganz

Europa.

Ergänzend zu den Lehrgängen

bieten wir eine Vielzahl an Tages­ und

Vorabendseminaren an, die aktuelle

Themen, Normen und Technologien

behandeln. So können sich Fachleute

weiterbilden und ihr Wissen laufend auf

dem neuesten Stand halten.

Die KOCH Türsprechanlage TC:Bus bietet mit der Serie 40

«Innensprechstellen imSchalterformat» eine umfassendes

Sprechstellensortiment, passend zu den aktuellen

CH-Schalterdesigns.

Die kompakten Audio- und Video-Innensprechstellen der

Serie 40 gibt es in den Standardausführungen schwarz, weiss,

Alu farblos oder schwarz eloxiert. Die Aluminium-Sprechstellen

liefern wir auf Wunsch auch farbig eloxiert, gepulvert

oder sogar vergoldet und natürlich nach Mass.

–Videoversionen für UP Dose Gr. I+I

–Audioversionen für UP Dose Gr. I

Das SLG College ist ein wichtiges

Standbein von euch und der

Lichtbranche der Schweiz.

Wie erfolgreich seid ihr damit?

Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Die Nachfrage ist da, und

unsere Teilnehmerzahlen wachsen

jährlich sowohl in der Deutsch­ als

auch in der Westschweiz. In Lausanne

haben wir seit dem 1. März 2025 eine

eigene Niederlassung und können dadurch

die Qualität unserer Ausbildung

weiter erhöhen.

Das SLG College ist ein sehr wichtiger

Teil unserer Arbeit, und wir

möchten unser Angebot weiter ausbauen,

unter anderem zu gestalterischen

Elementen sowie Sensorik und

Automation.

Wenn du eine LED-Leuchte wärst,

wo würde man dich finden?

Wahrscheinlich auf einem Sportplatz.

Ich bin selbst sehr sportverbunden –

spiele Tennis und verfolge Eishockey

mit grosser Begeisterung. Eine Sportplatzleuchte

passt also gut zu mir: leistungsstark,

fokussiert und dafür da,

anderen das Spielfeld zu erhellen. Genauso

verstehe ich meine Rolle bei der

SLG – Orientierung geben, Begeisterung

schaffen und das Beste aus jedem

Spielzug herausholen.

Besuchen Sie uns an der

Messe «SWISSBAU» inBasel.

20. –23. Januar 2026

Halle 1.1, Stand B62

Ausgabe 6/25 eTrends

www.kochag.ch

49


Licht ENERGIE SPAREN

Intelligente

Beleuchtungssanierung

in Uster

Vorbildlich

Saniertes Büro- und Lagergebäude

der Bachofen AG in Uster


Im Zuge der

Beleuchtungssanierung

im Büround

Lagergebäude

der Bachofen AG

in Uster wurde die

bestehende Anlage

vollständig durch

eine moderne,

energieeffiziente

Lichtlösung ersetzt.

AUTOREN: ENERGYLIGHT

PARTNER NEVALUX AG /

STEFAN GASSER, SLG

D

ie bestehende Beleuchtung

basierte auf Leuchtstoffröhren

mit manueller Steuerung.

Diese Technologie

führte zu einem hohen

Energieverbrauch und bot nur geringe

Flexibilität in der Bedienung. Zudem

machte das Verkaufsverbot für Leuchtstoffröhren

eine mittelfristige Umrüstung

ohnehin erforderlich. Gesucht

war daher eine moderne Beleuchtungslösung

mit automatischer Regelung,

minimalem Wartungsaufwand und

intelligenter Vernetzung. Ziel der Sanierung

war die Implementierung eines

sensorbasierten Beleuchtungssystems,

das sowohl den Betrieb optimiert

als auch die Nachhaltigkeitsziele des

Unternehmens unterstützt.

Umsetzung

Die Firma nevalux entwickelte ein

durchgängiges Lichtkonzept für alle

Bereiche des Gebäudes. Jede Zone erhielt

eine Lösung, die auf ihre spezifischen

Anforderungen abgestimmt

wurde. Christof Bolliger von der Partner

+ Services Bachofen AG, sagt dazu:

«Die Leuchten zeichnen sich durch

hochwertige Ausführung aus, das Steuerungssystem

durch intelligente Funktionalität.

Künstliches Licht ergänzt

gezielt den natürlichen Tageslichteinfall,

während eine automatische Abschaltung

unnötige Beleuchtung reduziert.

Das Projekt wurde von der

Planung bis zur Umsetzung erfolgreich

realisiert.» Hauswart Ueli Hediger ergänzt:

«Die Zusammenarbeit verlief

unkompliziert, professionell und lösungsorientiert.

Das intelligente Lichtsystem

im gesamten Gebäude arbeitet

zuverlässig, ist nahezu wartungsfrei

und zeichnet sich durch hohe Energieeffizienz

aus.»

Bürobereiche

· Halbautomatische Steuerung

mit manuellem Einschalten und

automatischer Regelung über

Präsenz- und Tageslichtsensoren

· Vernetzte, dimmbare LED-

Leuchten mit Bluetooth-Mesh-

Technologie

· Flexible Gruppen- und

Einzelsteuerung für optimale

Lichtverteilung

Gute Planung

Simulation der

neuen Beleuchtung

für die Büros

Ausgabe 6/25 eTrends

51


Lagerbereiche

· Drahtlos vernetzte Leuchten

mit Bewegungserkennung

· Aktivierung nur der benötigten

Lichtgruppen zur Steigerung

der Energieeffizienz

· Kommunikation der Leuchten

über Bluetooth Mesh für

gleichmässige Ausleuchtung

Nachhaltigkeit

· Wiederverwendung vorhandener

Gehäuse und Tragsysteme

· Integration neuer LED-Module in

bestehende Strukturen

· Ressourcenschonende Umsetzung

bei unverändertem architektonischem

Erscheinungsbild

Ein Praxisbeispiel für vernetzte

Beleuchtung

Das System, das sich in Schulen und

öffentlichen Bauten bewährt hat, wird

auch bei der Bachofen AG erfolgreich

eingesetzt. Die Zahlen, die mittels

SIA-Norm 387/4 berechnet wurden,

belegen die Wirkung:

· 93% Energieeinsparung

in Logistik und Fertigung

· Bis zu 87% Einsparung

in den Bürobereichen

· Erreicht durch gezielte Planung

und Inbetriebnahme

Im Verlauf der Projektplanung wurde

deutlich, dass sich nicht jeder Sensortyp

für jede Umgebung eignet. Besonders

in Räumen mit komplexer Geometrie

waren eine sorgfältige Auswahl und

Platzierung von HF- oder PIR-Sensoren

erforderlich. Die Möglichkeit, unterschiedliche

Sensortechnologien flexibel

einzusetzen, erwies sich dabei als

grosser Vorteil des Systems.

10

7.5

5.6

4.2

Energiebedarf (kWh/m 2 )

800

Lux

600

Lux

Reduktion der

Beleuchtungsstärken

–25 %

Vorteile für Betreiber und

Elektrofachleute

· Einfache Installation:

230-V-Direktanschluss

ohne zusätzliche Busleitungen

oder Steuerzentralen

· Zukunftssicher:

Unterstützung offener Standards

(DALI, Bluetooth Mesh)

und modular erweiterbar

· Wartungsarm:

Robuste Bauweise, intelligente

Steuerung und reduzierte

Betriebszeiten senken Aufwand

und Kosten

Fazit

Die Beleuchtungssanierung am Standort

Uster verdeutlicht, wie der Einsatz

moderner Sensorik und digital vernetzter

Systeme den Energieverbrauch

5 Min.

1 Min.

–25 %

Reduktion der Sensor-

Nachlaufzeiten

Für mehr Energieeffizienz Die drei wichtigsten Massnahmen von OptiLight

senkt, den Bedienkomfort verbessert

und den nachhaltigen Betrieb eines

Gebäudes unterstützt. Das Projekt

kombiniert technische Effizienz, wirtschaftliche

Vorteile und ökologische

Verantwortung in einem zukunftsorientierten

Gesamtkonzept.

«Die Beleuchtung

ist echt top,

ein riesiger Unterschied

zu vorher,

well done!»

Nutzerfeedback

Bildung kleiner,

vernetzter

Sensorgruppen

–25 %

Gute Planung und korrekte Inbetriebnahme

mit dem OptiLight-Standard

less

energy

for a better

light

energylight.ch

Basierend auf der Lichtvereinbarung von Davos (2018) wurde

von der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) gemeinsam mit

EnergieSchweiz und weiteren Partnern die Initiative «energylight»

ins Leben gerufen. Ziel: Das enorme Energiesparpotenzial

von rund 3,5 TWh pro Jahr im Bereich der Beleuchtung in der

Schweiz besser auszuschöpfen.

Das Projekt «OptiLight»

Im Rahmen von OptiLight wurden 25 Praxisbeispiele realisiert

und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass durch optimierte

Planung und korrekte Inbetriebnahme – zusätzlich zu einer

Standard-Erneuerung – Energieeinsparungen von durchschnittlich

67 % erzielt werden konnten. Die Bachofen AG in

Uster ist eines der 25 OptiLight-Praxisbeispiele.

Zentrale Optimierungsmassnahmen

· Beleuchtungsstärke auf Normwerte reduzieren

→ Vermeidung von Überbeleuchtung,

Anpassung an die tatsächliche Sehaufgabe.

· Nachlaufzeiten der Sensoren reduzieren

→ Licht wird schneller ausgeschaltet, wenn keine

Bewegung oder genügend Tageslicht erkannt wird.

· Kleinere Lichtgruppen oder Schwarmbeleuchtung

einrichten

→ Licht reagiert zonenweise oder dynamisch

auf Bewegungen und Tageslicht.

Weitere Infos unter: www.energylight.ch

52 eTrends Ausgabe 6/25


An die Sehaufgabe

angepasst

Neue intelligente

Beleuchtung in der

Werkstatt

«Vielen Dank für die massive

Verbesserung unserer Arbeitsplatzatmosphäre

und die tiptoppe

Umsetzung. Bin wunschlos glücklich.»

Nutzerfeedback

Ausgabe 6/25 eTrends

53


STORY Zumtobel Licht AG

BELEUCHTUNG IM KREISLAUF

1

Für nachhaltiges

Design weiterdenken

über das Produkt und

seine Nutzung hinaus:

Wer Leuchten von

Anfang an für den

Kreislauf entwickelt,

schafft modulare

Produkte, die sich

reparieren und

wieder aufbereiten

lassen. Entscheidend

sind transparente

Materialkonzepte,

durchdachte

Prozesse und

ein ganzheitlich

betrachteter

Lebenszyklus.

Zumtobel Licht AG |

8050 Zürich | www.zumtobel.ch

Zirkuläre Produktentwicklung bedeutet,

bereits beim Design an einen möglichen

zweiten Lebenszyklus eines Produkts

zu denken. Entsprechend dem

Cradle to Cradle-Prinzip sind Leuchten

klassische Produkte für den technischen

Kreislauf. Wenn sie so konzipiert

werden, dass sie sich reparieren, wiederverwenden

oder in neue Produktgenerationen

integrieren lassen, entsteht

Mehrwert für Mensch und Umwelt.

Das Gesetz gibt den Rahmen vor

Mit dem European Green Deal wurden

2019 die Grundlagen für eine

funktionierende Kreislaufwirtschaft

geschaffen. Unternehmen sind gefordert,

ihre Wertschöpfung nachhaltiger

zu gestalten und transparent zu berichten.

Die neue CSRD (Corporate

Sustainability Reporting Directive)

2

verpflichtet grosse Unternehmen, ihre

Fortschritte im Bereich Kreislaufwirtschaft

offenzulegen. Auf Produktebene

setzt die ESPR (Environmental

Sustainable Product Regulation) neue

Massstäbe: Sie definiert Anforderungen

an Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit

und Energieeffizienz und

ebnet mit dem digitalen Produktpass

den Weg zu mehr Transparenz.

Zirkuläres Design bei der

Zumtobel Group

Die Umsetzung verlangt ein Umdenken

– weg von Linearität, hin zu Zirkularität.

Das bedeutet, dass Produkte

und Geschäftsmodelle über den gesamten

Lebenszyklus betrachtet werden

müssen und bereits in der Designphase

evaluiert wird, wie langlebig,

reparierbar oder wiederverwendbar

Foto: Henning Moser


3

ein Produkt sein kann. Dieser Wandel

betrifft alle Stakeholder entlang der

Wertschöpfungskette. Die Zumtobel

Group hat dazu ein Rahmenwerk mit

drei Säulen entwickelt: die Circular

Design Rules mit Circular Sourcing,

Circular Design und Circular Systems.

Transparenz als Basis für

Kreislauf wirtschaft

Jede zirkuläre Entwicklung beginnt

mit Transparenzschaffung zu Materialien,

deren Herkunft und Potenzial

zur Wiederverwertung. Wie hoch sind

Recyclinganteil und Recyclingfähigkeit

des Materials? Und welche Stoffe

könnten kritisch sein? Nur mit einer

transparenten Datenbasis lassen sich

fundierte Entscheidungen treffen.

Zumtobel erhebt dazu den Recyclinganteil

und die Recyclingfähigkeit

der Produkte systematisch nach DIN

EN 45557 und 45555 und arbeitet eng

mit Zulieferern zusammen. So entsteht

ein umfassender Datenpool, der

Rückschlüsse auf Materialqualität

und Potenziale erlaubt. Herausfordernd

bleibt die Erfassung kritischer

Stoffe ausserhalb gesetzlicher Vorgaben

– ein Aspekt, an dem konsequent

gearbeitet wird.

Design als Fundament der

Kreislauffähigkeit

Zirkuläres Design verankert die Prinzipien

der Kreislaufwirtschaft direkt

in der Produktentwicklung. Drei Fragen

leiten die Teams: Ist das Produkt

einfach in Einzelkomponenten und

Materialien zerlegbar? Welche Bauteile

sind langlebig und wiederverwendbar?

Und welche Ersatzteile sollen

direkt beim Kunden austauschbar

sein? Ein durchdachtes Design bildet

die Grundlage geschlossener Produktkreisläufe.

Die richtige Materialwahl

und Konstruktion ermöglichen Reparatur,

Wiederverwendung und effizientes

Recycling – und tragen durch

mehrfach nutzbare Komponenten

auch zur CO 2 -Reduktion bei.

Auf dem Weg zum digitalen

Produkt pass

Mit einem digitalen Produktpass, eingeführt

durch die EU und gefördert

durch die ESPR, sollen Daten zukünftig

zentral erfasst und zugänglich gemacht

werden. So wird der Austausch

zwischen Herstellern, Lieferanten und

Nutzern vereinfacht und der Weg zu

geschlossenen Materialkreisläufen geebnet.

Zumtobel arbeitet bereits da-

4

ran, die dafür notwendigen Systeme zu

etablieren und die entsprechende

Transparenz für Materialien, Komponenten

und deren Wiederverwendbarkeit

zu schaffen.

1 Leuchtenproduktion Kreislauffähige

Produkte werden so konzipiert, dass ihre

Komponenten und Materialien am Ende

ihrer Lebensdauer effizient recycelt oder

wiederverwendet werden können.

2 Produktdesign Ein modulares Leuchten-

Design ermöglicht einen flexibleren

Einsatz und verlängert die Lebensdauer

der Produkte.

3 Leuchten-Demontage In einer Kreislaufwirtschaft

werden Leuchten und

Einzelkomponenten nach dem Ende ihrer

Lebensdauer ausgetauscht, aufbereitet

und wiederverwendet.

4 Kreislaufdiagramm Die Circular Design

Rules der Zumtobel Group wurden

gemeinsam mit Harald Gründl vom

Designstudio EOOS entwickelt.


Smart Building NORMIERUNG

«BACnet Secure

Connect ist

ein Meilenstein»

BACnet/SC soll die Gebäudeautomation

mit Verschlüsselung, Zertifikaten und neuer

Architektur sicherer machen.

AUTOR: MARKUS BACK

56 eTrends Ausgabe 6/25


D

ie Professoren Dr. Olivier

Steiger und Dr. Sebastian

Obermeier von der Hochschule

Luzern erklären,

warum das Thema jetzt

drängt, wo die Stolpersteine liegen und

weshalb ohne Know-how der allerbeste

Standard wenig nützt.

Was war die ursprüngliche Motivation

hinter der Entwicklung von

BACnet Secure Connect?

PROF. DR. OLIVIER STEIGER BACnet/IP

war über viele Jahre hinweg der Standard

in der Gebäudeautomation.

Durch die fehlende Verschlüsselung

und Authentifizierung war er allerdings

wie ein offenes Buch, in dem

man nicht nur mitlesen, sondern sogar

mitschreiben konnte. BACnet/SC setzt

mit seiner TLS-Verschlüsselung und

einer sicheren Authentifizierung der

Teilnehmer genau hier an. Gleichzeitig

wurden alte Schwächen wie z. B. die

Broadcasts, die im BACnet/IP immer

nötig waren, behoben. Das vereinfacht

die Verwaltung erheblich.

PROF. DR. SEBASTIAN OBERMEIER Aus

IT-Sicht sind Broadcasts ein schwieriges

Thema. Sie belasten die Netze, sind

unsicher und verhindern praktisch

jede saubere Cloud-Anbindung. BACnet/SC

bricht mit diesem Prinzip und

setzt auf eine Hub-and-Spoke-Architektur,

die eine verlässliche, Firewalltaugliche

Kommunikation erlaubt.

Die Motivation bei der Entwicklung

von BACnet SC war also zweifach:

Sicherheitslücken zu schliessen und

das Protokoll auf einer zukunftsfähigen

Architektur aufzusetzen.

Was sind die wesentlichen

Unterschiede zwischen BACnet/IP

und BACnet/SC?

STEIGER Über die entfallenden Broadcasts

haben wir bereits gesprochen,

doch es gibt natürlich weitere wichtige

Unterschiede. Während BACnet/IP

beispielsweise die Daten im Klartext

überträgt, verschlüsselt BACnet/SC sie

zuverlässig und ermöglicht zudem die

Authentifizierung von Netzwerkteilnehmern.

Bei BACnet/SC muss sich

jedes Gerät mit einem gültigen Zertifikat

anmelden, bevor es kommunizieren

kann. Das ist ein radikaler Bruch

mit der bisherigen Praxis, bei der ein

eingestecktes Gerät sofort mit dem

Netz verbunden war. Zu guter Letzt:

BACnet/SC setzt auf TCP statt UDP,

wodurch die Kommunikation verbindungsorientiert

und damit zuverlässiger

als bei BACnet/IP ist.

OBERMEIER Dieser Wechsel ist gerade

bei Firewalls entscheidend. Bei UDP

muss ich die Firewall mittels zustandsloser

Regeln weit öffnen, um eingehende

Antworten durchzulassen. Bei

TCP entfällt dieses Risiko, da es verbindungsorientiert

arbeitet. Dadurch

lassen sich die Antworten eindeutig

zuordnen und können somit kontrolliert

die Firewall passieren. Für die

Integration in moderne IT-Landschaften

ist das ein grosser Vorteil.

Welche Herausforderungen

ergeben sich beim Zertifikatsmanagement

in der Praxis?

OBERMEIER Zertifikate sind ein Fluch

und ein Segen zugleich. Sie schaffen

Vertrauen, müssen allerdings über die

gesamte Laufzeit organisiert werden.

Um sie auszustellen, zu verteilen, erneuern

und widerrufen braucht es

klare Prozesse und eine Public-Key-

Infrastruktur. Während dies in der

klassischen IT längst Standard ist,

fängt man in der Gebäudeautomation

erst damit an, sich über solche Aspekte

Gedanken zu machen. Ohne Verantwortlichkeiten

und dokumentierte Abläufe

wird das schnell chaotisch, und

genau hier liegt die Herausforderung:

Wer kümmert sich um was?

STEIGER Besonders knifflig wird es in

Multi-Hersteller-Umgebungen. Jeder

Hersteller kocht seine eigene Suppe,

aber am Ende muss der Gebäudebetreiber

sie auslöffeln und damit umgehen

können. Da Best Practices und

einheitliche Leitfäden fehlen, forschen

wir an diesem Thema, damit nicht

jeder das Rad neu erfinden muss.

Neue Komplexität

für Installateure und

Gebäudebetreiber

«Wer BACnet/SC isoliert betrachtet,

denkt zu kurz.» Prof. Dr. Sebastian Obermeier

Welche typischen Stolpersteine

treten bei der Inbetriebnahme von

BACnet/SC auf?

STEIGER Der erste Stolperstein ist fast

banal: Es ist oft unklar, wer zuständig

ist. Wer verwaltet die Zertifikate? Wer

«Schon kleine

Fehler können grosse

Folgen haben.»

Prof. Dr. Sebastian Obermeier

Hochschule Luzern, über den Aufbau

von BACnet-Netzwerken

legt die Schlüssel fest? Wer sorgt für

Updates? Ohne Rollen und Prozesse

funktioniert das System nicht, weshalb

sie schon lange vor der Fertigstellung

eines Gebäudes und der darin verbauten

Anlagen definiert sein müssen.

OBERMEIER Ein Beispiel aus unserem

Labor zeigt, wie heikel das ist: Studierende

sollten eine Zertifikatskette konfigurieren.

Ein einziges fehlendes Häkchen

in der Anleitung führte dazu, dass

sich alle ausgesperrt haben und das

Gerät erst nach einem Hardware-Reset

wieder nutzbar war. Solche Fehler sind

lehrreich, aber in der Praxis fatal. Sicherheit

geht immer mit einem Initialaufwand

einher, und selbst kleinste Versäumnisse

können grosse Folgen haben.

Wie wirkt sich das auf den Alltag

im Gebäudebetrieb beziehungsweise

Facility Management aus?

STEIGER Kurzfristig wird es komplexer.

Einige Facility Manager und technische

Verantwortliche haben einen

elektrotechnischen Hintergrund, aber

wenig Erfahrung mit IKT-Sicherheit.

Zertifikate, Schlüsselmanagement und

sicherheitsbezogene Prozesse sind

Neuland für sie, was den Alltag nicht

einfacher, sondern schwieriger macht.

Langfristig, so meine Hoffnung, werden

sich automatisierte Tools und standardisierte

Prozesse etablieren, die

vieles vereinfachen. Aber noch stecken

diese Lösungen in Kinderschuhen.

OBERMEIER Erste Ansätze für automatisiertes

Zertifikatsmanagement gibt

es. Manche Hersteller experimentieren

mit Werkzeugen, welche die Erneuerung

und Verteilung vereinfachen

sollen. Sobald der Markt gross ge- →

Ausgabe 6/25 eTrends

57


«Der erste Stolperstein

ist fast banal:

Es ist oft unklar,

wer zuständig ist.»

Prof. Dr. Olivier Steiger

nug ist, werden weitere professionelle

Lösungen folgen, was den Facility Managern

den Alltag erleichtern wird.

Ist eine Koexistenz von BACnet/IP

und BACnet/SC möglich?

STEIGER Ja, das ist derzeit sogar die

Regel. Viele bestehende Anlagen

laufen mit BACnet/IP, während neue

Anlagenteile auf SC laufen. Technisch

ist das möglich, aber die technische

Integration von BACnet/SC ist oft

schwieriger als gedacht. Selbst Hersteller-Profis,

die uns beim Einrichten unterstützen

wollten, brauchten mitunter

viel Zeit, bis alles sauber und zuverlässig

lief. Das liegt daran, dass es in diesem

Bereich kaum Erfahrungen gibt,

auf die man zurückgreifen könnte.

OBERMEIER In diesem Zusammenhang

sollte allerdings beachtet werden, dass

ein System nur so sicher wie sein

schwächstes Glied ist. Wenn ich alte,

unsichere Komponenten weiterlaufen

lasse, besteht das Risiko weiterhin.

Deshalb ist eine schrittweise Migration

sinnvoll, etwa stockwerkweise bei Renovierungen.

Aber mittelfristig führt

kein Weg an einer kompletten Umstellung

auf BACnet/SC vorbei.

Planung, IT-

Schnittstellen und

Marktstatus

Was sollten Planer und Systemintegratoren

beachten,

wenn BACnet/SC gefordert wird?

STEIGER Sie sollten früh eine klare

Netzwerkarchitektur entwickeln und

sich hierbei beispielsweise Gedanken

über die Verwaltung der Zertifikate

und Schlüssel machen oder darüber,

worauf bei Updates zu achten ist. Diese

Fragen müssen schon in der Planung

beantwortet werden und nicht erst später

vom Betreiber. Ausserdem müssen

Integratoren Betreibern erklären können,

welche Prozesse sie erwarten.

OBERMEIER BACnet/SC ist nur ein

Baustein in einem grösseren Sicherheitskonzept

und kein Allheilmittel.

Planer müssen deshalb eng mit IT-

Sicherheitsverantwortlichen zusammenarbeiten

und Schnittstellen sauber

definieren. Wer BACnet/SC isoliert

betrachtet, denkt zu kurz.

Wie gut lässt sich BACnet/SC in

moderne IT­Sicherheitskonzepte

integrieren?

OBERMEIER Durch Fähigkeiten wie

Zero Trust, bei dem keinem Datenpaket

blind vertraut wird, sehr gut. Gleiches

gilt für OT/IT-Schnittstellen, die

sich mit BACnet/SC sicher in die

Cloud bringen lassen.

STEIGER Hinzu kommt ein weiterer Aspekt,

der in der Branche immer wichtiger

wird: das Nachhaltigkeitsreporting.

Betreiber grosser Immobilienportfolios

müssen heute ihre Energie- und

Verbrauchsdaten auf Knopfdruck bereitstellen

können. Damit wird BACnet/SC

zum Enabler für Smart Building

und Green Building, da es eine sichere

Kommunikation gewährleistet.

Wo stehen wir bei der Marktdurchdringung

von BACnet/SC?

STEIGER BACnet ist bei grösseren Projekten

längst Standard. BACnet/SC ist

als Teil der aktuellen Revision definiert

und erste Produkte sind verfügbar,

aber in der Umsetzung stehen wir

immer noch am Anfang. Die meisten

Anlagen laufen weiterhin auf IP, und

viele Verantwortliche sind der Meinung

«Wir sichern einfach das IT-

Netz, das reicht.» Doch das ist trügerisch,

weil man ein unsicheres System

in einer sicheren Hülle hat. Sobald

jedoch die Hülle durchbrochen wird,

ist man schutzlos.

«BACnet/SC ist

ein zentrales

Zukunftsthema.»

Prof. Dr. Olivier Steiger

Hochschule Luzern

OBERMEIER Ausserdem muss BACnet/

SC aktiv in Ausschreibungen genannt

werden. Wer es nicht fordert, bekommt

weiterhin klassische BACnet/IP-Geräte.

Der Standard allein bewirkt also erst

einmal wenig, vielmehr braucht es ein

klares Bekenntnis zu mehr Sicherheit.

Schulung, Forschung

und Ausblick

Welche Schulungsangebote gibt es

heute, und wie hoch ist der Bedarf?

STEIGER Einige Hersteller bieten Seminare

an, aber hierbei handelt es sich

zumeist um Insellösungen, die sich auf

proprietäre Lösungen beschränken.

Was fehlt, ist ein übergreifender Leitfaden,

der Multi-Hersteller-Umgebungen

abdeckt. Genau daran arbeiten wir

in einem Forschungsprojekt. Ziel ist

eine Richtlinie, die allen Beteiligten,

von Planern über Integratoren bis zu

Facility Managern, eine bestimmte

Rolle zuweist.

OBERMEIER Viele in der Branche haben

kaum Berührung mit IT-Sicherheit.

Während die Kernkompetenz von

Elektrofachkräften in der elektrischen

Installation liegt, erfordert die sichere

Gebäudeautomation zusätzliche Kenntnisse

in der IT-Sicherheit. Gezielte

Grundlagenschulungen werden daher

in vielen Fällen unerlässlich sein.

Woran forschen Sie aktuell

an der HSLU?

STEIGER Gemeinsam mit dem Cyber

Defense Campus von Armasuisse untersuchen

wir aktuell die Cybersicherheit

in der Gebäudeautomation. Dabei

gehen wir der Frage nach, wie gefährlich

unsichere Protokolle in der Praxis

sind und welche Prozesse es braucht,

um die Sicherheit zu erhöhen. Künftig

werden wir zusätzlich auf Smart Meter

und PV-Anlagen schauen, weil sie

Massenphänomene und somit sicherheitsrelevant

sind.

OBERMEIER Ein weiteres Thema ist

Post-Quantum-Sicherheit. Heute ist

BACnet/SC nicht resistent gegen Angriffe

mit Quantencomputern. Noch

sind diese in der Praxis nicht relevant,

aber wir wollen vorbereitet sein, weshalb

wir auch in unseren Laboren an

der optimalen Anwendung von Post-

Quantum-Algorithmen und Quantum-

Key-Distribution forschen.

Hochschule Luzern, www.hslu.ch

58 eTrends Ausgabe 6/25


Advertorial Hager AG

EINE NEUE DIMENSION

Die origin-Linie bietet ein umfassendes Sortiment: Schalter, Steckdosen,

Drehdimmer, Raumthermostate mit Drehrad, USB- und Datensteckdosen,

Taster, Orientierungsleuchten sowie Lösungen für Sondernetze.

Alle Komponenten sind in Schwarz, Weiss und punktuell in Orange

für Sondernetze erhältlich.

Hager AG | 6020 Emmenbrücke | hager.ch

Ob moderner Neubau, denkmalgeschütztes

Gebäude oder stilvolle

Renovation: origin ist die vielseitige

Lösung für unterschiedlichste architektonische

Anforderungen. Die einheitliche

Durchmesserdimension von

58 mm sorgt für harmonische Schalterkombinationen

und garantiert volle

Kompatibilität innerhalb des gesamten

Hager­Sortiments. Die klare, reduzierte

Formsprache fügt sich nahtlos in

jede Raumgestaltung ein. Das kratzfeste,

UV­beständige und nicht vergilbende

Duroplast­Material garantiert

Langlebigkeit, einfache Reinigung und

höchste Hygiene.

Eine neue Dimension von Einheit

Für Installateur:innen bedeutet origin

eine deutliche Vereinfachung im Arbeitsalltag.

Die Konzentration auf

eine einzige Durchmesserdimension

und die vergrösserte Abdeckung von

92 × 92 mm ermöglichen mehr Flexibilität

bei der Installation. Das optimierte

Sortiment mit quickconnect­

Stecktechnik, 45°­Anschlüssen und

vereinheitlichter Schaltmechanik erleichtert

die Montage erheblich.

Eine neue Dimension von Klarheit

Präzise, funktional, reduziert auf das

Wesentliche: Die klare Systematik mit

einheitlichen Massen schafft Struktur

und Übersichtlichkeit – in Planung

und Ausführung. Damit ist origin

nicht nur ein Produkt, sondern Ausdruck

einer gestalterischen Haltung –

Swiss Made im besten Sinne.

Eine neue Dimension von Ästhetik

origin ist das Ergebnis eines engen Dialogs

mit Schweizer Architekt:innen.

In Workshops flossen gestalterische

und funktionale Anforderungen direkt

in die Entwicklung ein. Die Linie führt

das traditionelle Amacher­Design zeitgemäss

weiter und vereint klare Formsprache

mit moderner Funktionalität.

Ein einheitliches Masssystem vereinfacht

Planung und Montage – für

durchgängige Gestaltung im Innenausbau.

origin ersetzt die bisherige basico­

Linie und vereint Bewährtes mit einem

zukunftsweisenden Systemansatz.

Vielseitig origin mit

seiner klaren Formensprache

passt zu jeder

Architektur.


STORY Equans Switzerland AG

GEMEINSAM

IN DIE ZUKUNFT DER

GEBÄUDETECHNIK


Das Unternehmen ist zwar noch jung,

verfügt aber bereits über 180 Jahre Erfahrung,

internationale Expertise und umfassende

Ressourcen. Diese Eigenschaften machen Equans

Switzerland zur Vorreiterin und Entwicklerin

nachhaltiger B2B-Lösungen in der Schweiz.

Equans Switzerland AG | 8005 Zürich | www.equans.ch

Equans Switzerland entstand 2023 aus

dem Zusammenschluss von Bouygues

Energies & Services und Equans.

Durch die Fusion des globalen Leaders

aus Frankreich und der lokal verankerten

Equans aus der Schweiz entstand

eine international erfahrene Komplettanbieterin,

die auf 180 Jahre Expertise

zurückgreifen kann. Sowohl Kunden

als auch Partner profitieren von diesem

breiten Ressourcenpool – für integrierte,

flexible und intelligente Gebäude­

und Energielösungen. Equans

unterstützt Partnerunternehmen dort,

wo zusätzliche Expertise gefragt ist.

Alles aus einer Hand

Equans Switzerland bietet Partnern

und Kunden ganzheitliche Lösungen

über Planungs­, Bau­ und Betriebsphasen

hinweg: Das Angebot umfasst neben

Gebäudetechnik, Gebäudeautomation

und Facility Management auch

Spezialdisziplinen wie die Energieversorgung,

Verkehrstechnik, Telekom

und Energieoptimierung. Das Schweizer

Unternehmen bündelt und vernetzt

Gebäude­, Energie­ und Infrastrukturkompetenzen

und sorgt so für mehr

Effizienz und weniger Schnittstellenaufwand

für Projektverantwortliche.

Lokal verwurzelt – national präsent

Schweizweit sind über 6000 Mitarbeitende

an mehr als 100 Standorten für

Kunden und Partner von Equans Switzerland

im Einsatz. Regionale Projekte

werden genau so effektiv realisiert wie

landesweite Lösungen. Dass dabei

Höchstleistungen erbracht werden und

Equans Switzerland

bietet Partnern

und Kunden ganzheitliche

Lösungen

über Planungs­,

Bau­ und Betriebsphasen

hinweg.

Präzision gelebt wird, unterstreicht die

Partnerschaft mit Swiss Athletics. Was

im sportlichen Wettkampf zum Erfolg

führt, funktioniert auch in der Wirtschaft

– davon ist CEO Claudio Picech

überzeugt. Deshalb unterstützt Equans

Switzerland Schweizer Athlet:innen

bei ihrer sportlichen und beruflichen

Karriere. Die gemeinsamen Werte und

Qualitäten leben sowohl die Mitarbeitenden

von Equans Switzerland als

auch die Athlet:innen von Swiss Athletics

Tag für Tag – und tragen sie erfolgreich

die Welt hinaus.

Eine verlässliche Partnerschaft

Auch Partnerunternehmen dürfen auf

Unterstützung von Equans Switzerland

zählen. Als Vorreiterin und Innovatorin

bietet das Unternehmen

Lösungen im Spannungsfeld der drei

zentralen Transformationsachsen, denen

sich die Branche heute stellen

muss. Im Fokus steht die Energiewende

mit nachhaltigen Lösungen. So

forciert Equans Switzerland beispielsweise

im Rahmen des Projekts «Carbon

Shift» die Dekarbonisierung. Sie

optimiert Prozesse und fördert Innovation.

«Mit Digitalisierung helfen wir

unseren Kunden, innovative und wettbewerbsstarke

Prozesse zu etablieren.

Wir entwickeln intelligente, effiziente

und digitale Lösungen für nachhaltigen

Mehrwert», so Claudio Picech,

CEO von Equans Switzerland.

Investition in die Zukunft

Zukunftsfähigkeit steht auch bei der

Firmenstrategie von Equans Switzerland

im Vordergrund. Claudio Picech

verrät, wie er sie erreichen will: «Mit

unseren drei Peaks One Team, regionale

Verankerung / nationale Vernetzung

und operative Exzellenz. Unser

Team ist entscheidend. Wir investieren

deshalb in Weiterbildung, fördern Karrieren

und leben Inklusion. Das macht

uns zum leistungsstarken Team, das

mit vereinten Kräften, gebündeltem

Know­how und Herzblut eine gemeinsame

Zukunft gestaltet.»

Claudio

Picech

Equans-CEO

mit Weitblick

Claudio Picech (58) ist ehemaliger

CEO und Präsident von Siemens

Italien und Griechenland. Er führt

Equans Switzerland seit dem

Zusammenschluss von Bouygues

Energies & Services und Equans im

Jahr 2022 als CEO in die Zukunft der

Gebäudetechnik.

«One Team,

regionale Verankerung,

nationale Vernetzung

und operative Exzellenz

machen unsere

Zukunftsfähigkeit aus.»

Seit mehr als zwei Jahrzehnten

setzt er ehrgeizige Visionen

erfolgreich um und verfügt über

breite Erfahrung in Global

and Multicultural Operations,

Commercial Strategy, Turnaround

and Transformational Change,

Operational Performance sowie

Servant und Inspirational

Leadership.

Als Group CEO von Equans

Switzerland verfolgt er das Ziel,

alle Mitarbeitenden zu befähigen,

gemeinsam mit dem Unternehmen

Marktführerin in den Bereichen

Energie, Digital und Industrial Transition

zu werden.

Seine Vision: die Spezialgebiete

Energieversorgung, Transport,

Telekommunikation, Gebäudetechnik

und Facility Management gezielt

zu verbinden, um die Zukunft aktiv

mitzugestalten und eine nachhaltigere

Welt zu schaffen.

Im Zentrum seiner Strategie stehen

die Mitarbeitenden von Equans

Switzerland – sie sind es, die jeden

Tag Grossartiges leisten.


STORY NeoVac Gruppe

DAS MIETMODELL FÜR

LADESTATIONEN

Jetzt einsteigen und Immobilien fit für die Mobilität der Zukunft

machen: E-Mobility Go! ist die clevere Komplettlösung für

Ladeinfrastrukturen in Wohn- und Gewerbeliegenschaften.

NeoVac Gruppe | 9463 Oberriet | neovac.ch/e-mobility-go

Mit E-Mobility Go! von NeoVac können

Liegenschaftsbesitzer:innen und

Verwaltungen die vielfältigen Vorzüge

der Elektromobilität uneingeschränkt

und sorgenfrei geniessen, ohne sich

Gedanken darüber machen zu müssen.

NeoVac koordiniert dabei nicht

nur die Erschliessung und Erstinstallation

des Grundausbaus, sondern organisiert

auch den Einbau von einzelnen

Ladestationen und übernimmt die

Abrechnung, die Wartung und die

Service- und Supportleistungen.

Selbst die Stromkosten für die Ladeinfrastruktur

werden direkt an NeoVac

fakturiert. Damit haben Eigentümer:innen

und Verwaltungen weniger

administrativen Aufwand und die

Gewissheit, dass alles funktioniert.

Zudem müssen sie zukünftig keine Investitionen

mehr in die Infra struktur

tätigen. Interessierte Mieter:innen und

Nutzer:innen können ihre Ladestation

direkt online bestellen. Sie profitieren

ihrerseits von einem einfachen Zugang

zur Elektromobilität und können sich

dabei auf eine kompetente Ansprechpartnerin

verlassen, die bei Fragen und

Wünschen stets zur Stelle ist. NeoVac

übernimmt sämtliche Leistungen

im Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur

– von der Installation und

Inbetriebnahme der Ladestation bis

zur persönlichen Betreuung der

Mieter:innen und Nutzer:innen. Auch

das Debitorenrisiko geht auf NeoVac

über. Eigentümer:innen und Verwaltungen

müssen sich mit E-Mobility Go!

um nichts kümmern.

So funktioniert’s

Grundausbau durch Verwaltung/

Eigentümer:in

NeoVac unterstützt Verwaltungen und

Eigentümer:innen bei der Erschliessung

der Tiefgarage und Erstinstallation des

Grundausbaus (Ausbaustufe C1). So sind

sie bereit für E-Mobility. Gerne arbeiten

wir auch mit dem bevorzugten Installationsunternehmen

des Kunden oder der

Kundin zusammen.

Mieter:in bestellt Ladestation

bei NeoVac

Nutzer:innen und Mieter:innenbestellen

ihre Ladestation direkt online. Neo-

Vac kümmert sich um die Installation

und Inbetriebnahme. Verwaltungen

und Eigentümer:innen haben keinen

Aufwand.

Betrieb und Unterhalt Ladestation

NeoVac sorgt für den reibungslosen Betrieb

der Ladestation und übernimmt Abrechnung,

Service, Support und Wartung.

Abrechnung über Kreditkarte von

Mieter:in/Nutzer:in

Die Gebühren für die genutzte Energie

werden direkt über die Kreditkarte der

Mieter:innen und Nutzer:innen abgerechnet.

Das Debitorenrisiko trägt NeoVac.


Ein Tarif, alles inbegriffen

Tarif Ladestrom

Aktuell geltender Einheitstarif *

+ 8 Rp./kWh

Kosten Ladestation

Kauf: CHF 1980.–

oder Miete: CHF 39.–/mtl.

Einmaliges Onboarding: CHF 95.–

· App-Nutzung «NeoVac myCharge»

· Kreditkartenkommission

· Internetabo-Gebühren

· Grundgebühren Gruppenmessung E-Mobility

· Zahlung EW-Rechnungen Gruppenmessung

· Bewirtschaftung

· NeoVac Telefon-Support

Preise inkl. MwSt, * Hochtarif, wenn Einheitstarif nicht verfügbar


Smart Building DIGITALISIERUNG

Vom manuellen

Aufwand zur

digitalen Effizienz

Digitale Werkzeuge optimieren die Arbeitsweise von

KNX-Integratoren – von der Bestandesaufnahme

über die Erstellung der Tasterlayouts bis hin zur Anreicherung

der Pläne mit KNX-Komponenten.

TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: SIRESCA

F

ür Martin Hofer, Geschäftsführer

der Hofer Gebäudeautomation

GmbH in

Schindellegi, war die tägliche

Projektarbeit lange geprägt

von Zettelwirtschaft und manuellen

Prozessen, insbesondere wenn

bestehende Anlagen erweitert wurden

und keine saubere Dokumentation vorhanden

war: «Früher haben wir bei

Bestandesaufnahmen Fotos gemacht,

handschriftliche Notizen ergänzt und

alles mühsam in Excel oder PDFs übertragen»,

erzählt er. «Bis man wusste,

welches Foto zu welchem Schalter gehört,

war der halbe Tag vorbei.»

Deshalb hat sich Martin Hofer einen

digitalen Baustellenordner angeschafft.

Mit der Lösung von Siresca

kann er beispielsweise bei der vollständigen

Bestandesaufnahme einer Villa

in weniger als zwei Stunden alle Schalter,

KNX-Komponenten und Tableau-

Elemente im digitalen Grundriss fotografieren

und mit Markern darin

positionieren. «Ich sehe sofort, wo was

installiert ist – ohne Nachbearbeitung.

Das ist ein riesiger Fortschritt», sagt

Martin Hofer.

Tasterlayouts auf Knopfdruck

Ein grosser Zeitfresser war früher die

Erstellung der Tasterlayouts. «Wir

mussten die Beschriftungen in Excel

pflegen oder separat dokumentieren»,

erzählt Hofer. Inzwischen reicht es, in

Siresca Marker zu setzen, das Bild des

Tasters und die Bezeichnung zu hinterlegen

– und mit einem Knopfdruck

auf die Exportfunktion wird das komplette

Layout generiert. Hofer schätzt

die Zeitersparnis auf über 50 Prozent

gegenüber dem früheren Prozess.

Flexibel trotz Änderungen

Baustellenalltag bedeutet Veränderung:

neue Pläne, geänderte Tasterpositionen,

verschobene Wände. «Früher

war das Chaos vorprogrammiert, →

Spart viel Zeit Elemente werden im

digitalen Grundriss fotografiert und mit

Markern versehen.

64 eTrends Ausgabe 6/25


Mobil Mit dem digitalen

Baustellenordner wird der

Alltag für Integratoren

einfacher.


Autonom arbeiten Der Integrator

kann bei Änderungen die Pläne

selbst anpassen.

weil man auf neue Pläne warten

musste», so Martin Hofer. Im digitalen

Baustellenordner wird der alte Plan

durch den neuen ersetzt, alle bestehenden

Daten bleiben erhalten, weiterarbeiten

ist sofort möglich.

Unabhängigkeit und neue

Arbeitsweise

Ein weiterer Vorteil liegt in der Unabhängigkeit

von Dritten. «Früher war

ich darauf angewiesen, dass der Planer

oder der Elektriker den Plan zuerst mit

meinen Plananpassungen aktualisiert.

Heute bin ich autonom», so Hofer.

Siresca ermöglicht es ihm, dem PDF-

Plan KNX-Symbole und Beschriftungen

hinzuzufügen, Pläne zu exportieren

und mit klaren Markierungen

weiterzugeben, zeitgleich an den Elektriker

für die Ausführung sowie an den

Planer für die Revision. «Ich kann dem

Elektriker ein PDF mit markierten

Leuchten und Schaltern schicken, und

er weiss genau, was zu tun ist – es gibt

keine Missverständnisse mehr.» Diese

Arbeitsweise hat nicht nur Martin Hofers

Effizienz erhöht, sondern auch die

Zusammenarbeit auf der Baustelle

deutlich verbessert.

Effiziente DALI-Inbetriebnahme

Für die Beleuchtungsinbetriebnahme

mit DALI können die Leuchten in

Siresca beschriftet und eindeutig identifiziert

werden. DALI-Leuchten lassen

sich auch aus der Ferne in Betrieb

nehmen und prüfen. «Das Absetzen

der Befehle ist nun sehr einfach», berichtet

Hofer. «Ich kann dem Elektriker

den angepassten Plan mit markierten

KNX-Komponenten übermitteln.»

«Siresca hat

meinen Arbeitsalltag

enorm

vereinfacht.

Ich spare Zeit,

reduziere Fehler

und habe meine

Projekte stets

im Überblick.»

Martin Hofer, KNX-Integrator

66 eTrends Ausgabe 6/25


Ergänzung zu ETS

Martin Hofer nutzt Siresca parallel zur

ETS-Software, die er weiterhin für die

KNX-Programmierung verwendet.

«Ich habe immer beide Programme offen»,

erklärt er. «Damit sehe ich sofort,

was wo verbaut ist, und kann schnell auf

Änderungen reagieren.» Diese Kombination

schafft eine effiziente Verbindung

zwischen Planung, Dokumentation

und Inbetriebnahme.

Für Martin Hofer ist Siresca nicht

einfach ein Tool, sondern ein zentraler

Bestandteil seiner täglichen Arbeit geworden.

«Es ist wie mein digitales Gedächtnis

– ich weiss jederzeit, wo welches

Gerät steht, welche Adresse es hat

und wie es beschriftet ist.» Dies gilt

auch für das Erfassen von Mehrarbeiten:

In Siresca kann bei Zusätzen ein

Aufgabenmarker im Plan platziert werden,

sodass die Abrechnung dieser zusätzlich

geleisteten Arbeiten nicht vergessen

geht.

Fazit

Mit dem Baustellenordner von Siresca

lassen sich Arbeitsprozesse digitalisieren

und optimieren. Dies spart viel Zeit

bei höherer Genauigkeit und besserer

Nachvollziehbarkeit.

«Ich sehe sofort, wo was

installiert ist – ohne Nachbearbeitung.

Das ist ein riesiger Fortschritt.»

Eindeutig identifiziert DALI-Leuchten vor der Inbetriebnahme

POWER

EINE QUALITÄT, DIE UNS

ERFOLGREICH MACHT.

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gesucht?

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Im Sport und im Job zählen dieselben Qualitäten: Leidenschaft, Teamwork und Power. Als Premium

Partner von Swiss Athletics sind wir immer auf der Suche nach Nachwuchstalenten, die mit uns

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Ausgabe 6/25 eTrends

67

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Smart Building CYBERSICHERHEIT

Fernzugriff

auf HLKS

Risiko oder

Effizienz?

Immer mehr Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen

lassen sich aus der Ferne warten – ein klarer

Fortschritt, sagen Hersteller. Doch ungesicherte

Schnittstellen machen Gebäude anfällig für Angriffe.

AUTOR: EUGEN ALBISSER

68 eTrends Ausgabe 6/25


E

in Montagmorgen in einem

Büro gebäude irgendwo in

der Schweiz. Der Facility

Manager scrollt durch das

Logfile der Gebäudeautomation

– und bleibt abrupt stehen. Ein Verbindungsversuch

aus Osteuropa. Ungewöhnlich.

Offiziell hat niemand aus

dieser Region Zugriff. Und doch wurde

versucht, sich in die zentrale Steuerung

einzuloggen, also in jenes System, das

die Heizung, Lüftung und Klimatisierung

des gesamten Hauses regelt.

Der Vorfall bleibt ohne Folgen.

Doch er wirft Fragen auf: Wer hat Zugriff

auf die Systeme? Wie werden

Wartungsverbindungen abgesichert?

Und wie schnell kann aus einem Servicefeature

eine potenzielle Schwachstelle

werden?

Verantwortlichkeiten klären

Remotezugriff auf alte

Heizungen? Wärmeerzeugerhersteller

bieten Nachrüstlösungen

für Modelle älterer

Generationen. Wichtigste

Voraus setzung: ein stabiler

WLAN­Empfang im Heizraum.

Foto: Adobe Stock

«Als Betreiber würde ich auf ein

durchdachtes Nutzermanagement

bestehen. In diesem Zusammenhang

spricht man heute häufig vom

Zero­Trust­Ansatz.»

Warum Fernwartung heute unverzichtbar

ist

Der Wunsch nach Fernzugriff ist kein

Selbstzweck. In der Praxis zählt jeder

eingesparte Technikereinsatz. Besonders

in weitläufigen Anlagen oder bei

dezentralen Installationen spart die

Fernwartung Zeit und Kosten und reduziert

Ausfallzeiten. Das ist ein wichtiger

Faktor, etwa bei raumlufttechnischen

Anlagen in Spitälern, Hotels

oder Bürokomplexen.

«Wir sehen eine klare Zunahme

der Nachfrage», sagt etwa Thomas

Cano nica, Connectivity-Verantwortlicher

bei Elco Schweiz, stellvertretend

für viele andere in einem unserer

Inter views zum Thema. Dies gilt nicht

nur im Neubau, sondern zunehmend

auch bei der Nachrüstung bestehender

Systeme. Was früher also als Zusatzoption

galt, ist heute Standard.

In der Sanitärtechnik wiederum

wird der Fernzugriff zu einem neuen

Instrument der Qualitätssicherung.

Bei der Firma Laufen, einem der führenden

Schweizer Hersteller von Sanitärkeramik

und vernetzten WC-Systemen,

liefert die Plattform «Laufen

Smart» beispielsweise eine zentrale

Übersicht über Betriebsdaten und -zustände.

Auf diese Weise können Störungen

früher erkannt und Wartungen

gezielter geplant werden.

Der Nutzen ist also greifbar. Doch

er hat eine Voraussetzung: Der Zugriff

muss kontrolliert, dokumentiert und

abgesichert sein. Genau an diesem

Punkt beginnen die Probleme.

Wo lauern die Fallstricke?

In der Praxis erfolgt der Fernzugriff

häufig über VPN-Tunnel, cloudbasierte

Gateways oder direkt über integrierte

Plattformlösungen der Hersteller.

Während die Technik ausgereift

ist, sind die dahinter stehenden Prozesse

oft erstaunlich unscharf geregelt.

Die Problematik beginnt häufig

bei der Zuständigkeit: Wer vergibt Zugriffsrechte,

wer entzieht sie wieder,

und wer dokumentiert den Zugriff –

wenn etwa ein externer Techniker ein

Update aufspielt?

Ein häufiger Fehler ist, dass

Dienst leister nach Abschluss ihrer Tätigkeit

nicht aus dem System entfernt

werden – sodass Zugänge unkontrolliert

bestehen bleiben.

«Als Betreiber würde ich auf ein

durchdachtes Nutzermanagement bestehen.

In diesem Zusammenhang

spricht man heute häufig vom Zero-

Trust-Ansatz. Freigaben in OT-Netzwerken

sollten meiner Meinung nach

nach folgendem Prinzip erfolgen: so

viel wie nötig, so wenig wie möglich»,

sagt Daniel Berchtold. Er ist der Mitgründer,

Sales Manager und GL-Mitglied

der Firma HOOC aus Visp. Deren

Angebot umfasst eine breite

Palette von IoT-Gateways und Remote-Management-Lösungen

für

Fernzugriff, -steuerung und -wartung

sowie modernste Visualisierungs- und

Alarmierungsdienste.

Fehlende Verantwortlichkeiten

Technisch gesehen sind Zugriffslösungen

heutzutage relativ einfach, sicher

und übersichtlich zu handhaben. «Der

Zugriff auf unsere vernetzten Produkte

wird durch Multi-Faktor-Authentifizierung

(MFA), rollenbasierte

Verwaltung und verschlüsselte Authentifizierung

geschützt. Jede Interaktion

wird in detaillierten Protokolldateien

dokumentiert, sodass nur

befugte Nutzende Änderungen vornehmen

können. Für grössere Einrichtungen

bietet Laufen zudem eine zentrale

Verwaltungsplattform zur

Benutzersteuerung und Dokumentation»,

erklärt etwa Michael Jehle, Head

of Smart & Electronics bei Laufen.

Doch ein Knackpunkt bleibt bestehen:

Selbst bei gut gemeinten Sicherheitskonzepten

fehlt es oft an Durchsetzung:

Der Projektleiter plant ein

verschlüsseltes System, doch der

Subunter nehmer öffnet später einen

Zugang – weil es einfacher ist, und

schon könnte ein Einfallstor entstanden

sein.

Olivier Steiger, Professor an der

Hochschule Luzern, arbeitet als Experte

für Gebäudeautomation und Leiter

des Forschungsprojekts «Cybersecurity

der Gebäudeautomation» an

praxisnahen Sicherheitslösungen. In

seiner Forschung beobachtet er dieses

Muster: «Das wohl kritischste Versäumnis

sind fehlende Verantwortlichkeiten.

Für jede Anlage müssen die

Zuständigkeiten bezüglich der Cybersicherheit

zwischen den Verantwortlichen

der Bereiche IT und OT (Prozesstechnik),

dem Facility Management

sowie externen Dienstleistern und

Herstellern festgelegt werden.»

Integration in bestehende Systeme

Die Fernwartung ist längst nicht mehr

nur ein Thema für Neubauten. Auch

bei bestehenden HLKS-Anlagen →

69


1

1 Die Plattform «Laufen

Smart» liefert eine zentrale

Übersicht über Betriebsdaten

und ­zustände

öffentlicher WC­Anlagen.

Auf diese Weise können

Störungen früher erkannt

und Wartungen gezielter

geplant werden.

2 Anbieter wie HOOC

integrieren Security by

Design systematisch in

ihre Produktentwicklung

und zertifizieren ihre

Kompo nenten nach IEC

62 443. Foto: HOOC AG

«Das wohl kritischste Versäumnis

sind fehlende Verantwortlichkeiten.»

2

steigt der Bedarf – etwa bei Nachrüstungen

in Spitälern, Schulen oder Bürogebäuden.

Die technische Integration

ist dabei oft weniger das Problem

als die organisatorische Umsetzung.

«Dank einer breiten Palette an

Gateways und der Unterstützung gängiger

Feldbusprotokolle ist die Anbindung

an bestehende Systeme problemlos

möglich», sagt Daniel Berchtold

von HOOC.

Beim Sanitäranbieter Laufen zeigt

sich ein ähnliches Bild: Die Smart-

Plattform ist modular aufgebaut und

lässt sich in bestehende Sanitärsysteme

einfügen. «Die Integration in

moderne Gebäude verläuft meist reibungslos,

besonders wenn bereits

Smart-Home- oder Gebäudeautomationssysteme

vorhanden sind. Herausforderungen

bestehen vor allem bei

älteren Sanitäranlagen, die möglicherweise

keine digitale Schnittstelle besitzen.

Laufen arbeitet mit IoT-Adaptern

und Retrofit-Lösungen, um auch

bestehende Systeme vernetzbar zu

machen», sagt Michael Jehle.

Auch der Anbieter von Heizsystemen

und digitalen Lösungen zur Anlagenüberwachung

Elco bietet Nachrüstlösungen,

etwa für Wärmeerzeuger

älterer Generationen. Plug-and-play-

Lösungen ermöglichen die nachträgliche

Fernwartung, sofern die Netzwerkinfrastruktur

mitspielt. «Technisch

gestaltet sich die Nachrüstung mit

Remocon Net, einem lokalen Gateway,

in der Regel unkompliziert.

Kompati ble Elco-Heizungen lassen

sich unkompliziert in die bestehende

Infrastruktur integrieren – Voraussetzung

ist ein stabiler WLAN-Empfang

im Heizraum. In der Praxis lohnt es

sich, den WLAN-Empfang vor der Installation

zu prüfen, um einen reibungslosen

Ablauf sicherzustellen», so

Thomas Canonica.

70 eTrends Ausgabe 6/25


Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik

als Engpass

Die Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik

bleibt in vielen Fällen der Engpass.

Zwar bieten Standards wie KNX Secure

eine durchgängige Lösung – doch

ohne entsprechendes Know­how beim

Planer und Integrator bleibt das Potenzial

oft ungenutzt.

Glücklicherweise gibt es aber überall

Cybersecurity­Hilfe: «Um die maximale

Sicherheit der KNX­Installationen

zu gewährleisten, haben wir die

KNX Secure Checklist erstellt», erklärt

Klaus Wächter, Berater des Vorstands

bei KNX Swiss und Vizepräsident

bei der KNX Association. «Sie

enthält einen Schritt­für­Schritt­

Guide zu allem, was bei einer sicheren

KNX­Installation zu beachten ist. Die

dort gezeigten Beispiele lassen sich

auch gut nutzen, um zu verstehen, wie

sich eine existierende Anlage umrüsten

lässt. Ich möchte allerdings betonen,

dass es nicht möglich ist, vorhandene

KNX­Geräte durch ein Update

in KNX­Secure­Geräte umzuwandeln.

Ein Austausch von Komponenten

ist unumgänglich.»

Daniel

Berchtold

Hooc

Immer mehr HLKS­Systeme

werden aus der Ferne gewartet.

Warum ist das aus Ihrer Sicht

sinnvoll – und was sollte man

dabei nie vergessen?

Die Anforderungen an die

Steuerungstechnik, an die

Sensoren/Aktoren und die

Integration von Schnittstellen in

HLKS-Systeme steigen stetig.

Waren früher meist einfache

Regler im Einsatz, so handelt es

sich heute vermehrt um komplexe

Systeme, die gewerkübergreifend

steuern, regeln und mit Fremdsystemen

kommunizieren.

Während der Inbetriebnahme und

Einregulierungsphase sowie bei

regelmässigen Softwareunterhaltsarbeiten

bringt ein Fernzugang

wirtschaftliche Vorteile und

ist langfristig von Nutzen. Das

Cyberresilienzgesetz (CRA) und

Verordnungen wie die NIS2

werden HLKS-Systembetreiber in

Zukunft dazu drängen, den

Systemintegrator mit der

Aufrechterhaltung der Sicherheit

(Firmware-Updates und Patch-

Management) zu beauftragen.

Wie helfen Sie Ihren Kunden

dabei, den Überblick zu behalten

– also zu wissen, wer wann wie

auf welche Systeme zugreift?

Ein integriertes Nutzermanagement

ist ein wichtiger Bestandteil

unserer Lösung. Dank dem

zentralisierten Ansatz können

Zugriffe schnell, gezielt und

flexibel erteilt oder wieder

entzogen werden.

Zudem bieten wir einen

Mechanismus, bei dem Zugriffe

nur für einen definierten Zeitraum

gewährt werden können. Darüber

Achtung.

Fertig. Go!

Mobilität einfacher machen –

mit dem Mietmodell für Nutzer:innen und Mieter:innen.

E-Mobility Go! ist die clevere Komplettlösung für Ladeinfrastrukturen

in Wohn- und Gewerbeliegenschaften. Eigentümer:innen und

Verwaltungen brauchen sich lediglich um den Grundausbau zu

kümmern. Mieter:innen und Nutzer:innen bestellen die Ladestation

direkt bei NeoVac. Die Abrechnung erfolgt über die Kreditkarte.

Making energy smarter

neovac.ch/e-mobility-go


hinaus führen wir detaillierte Zugriffsprotokolle

und ermöglichen es,

Alarmmeldungen auszulösen, sobald

sich ein Benutzer mit einer Anlage

verbindet. So schaffen wir maximale

Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Wohin geht die Reise in den nächsten

Jahren – welche Technologien oder

Anforderungen kommen Ihrer Meinung

nach auf die Branche zu?

Wir beobachten, dass die Anforderungen

im Bereich IT/OT-Security weiter

verschärft werden. In der EU ist im

Dezember 2024 der Cyber Resilience Act

(CRA) in Kraft getreten. Hersteller

kommunikationsfähiger Hardware sind

verpflichtet, die Cybersicherheit ihrer

Produkte über den gesamten Lebenszyklus

hinweg sicherzustellen.

Auch im Bereich der HLK-Steuerungen

wird dies ein regelmässiges Patchund

Updatemanagement erfordern –

vergleichbar mit dem, was wir heute

aus der IT kennen. Das bedeutet ein

Umdenken bei System-integratoren,

und auch die Hersteller stehen in der

Pflicht.

Unsere Lösung unterstützt dieses

Prinzip heute schon und kann in naher

Zukunft – dank der Einhaltung der

Norm IEC 62443 – auch in Umgebungen

mit kritischer Infrastruktur eingesetzt

und vom Betreiber zertifiziert werden.

Reto Marek

Dozent HSLU

Welche organisatorischen Versäumnisse

oder Unsicherheiten sind aus

Ihrer Sicht besonders kritisch?

Das wohl kritischste Versäumnis sind

fehlende Verantwortlichkeiten. Für jede

Anlage müssen die Zuständigkeiten

bezüglich der Cybersicherheit zwischen

den Verantwortlichen der Bereiche IT

und OT, dem Facility Management sowie

externen Dienstleistern und Herstellern

festgelegt werden. Die IT ist beispielsweise

für abgesicherte Netze zuständig,

die OT für sichere Updates und der

technische Dienst bzw. das Facility

Olivier Steiger

HSLU

Welche blinden Flecken sehen Sie

aktuell beim Fernzugriff auf HLKSund

Gebäudeautomationssysteme?

Der wichtigste blinde Fleck ist, dass

Cyberangriffe bei der Gebäudeautomation

(GA) oft gar nicht als Gefahr

wahrgenommen werden. Das bedeutet,

dass die GA häufig ohne Berücksichtigung

der Cybersicherheit geplant und

umgesetzt wird – in der Annahme,

dass die IT-Abteilung mögliche Probleme

auf übergeordneter Ebene abfängt,

indem sie für die GA beispielsweise

eigene virtuelle Netze verwendet.

Dies garantiert jedoch keine

vollständige Sicherheit beim Fernzugriff,

da die Webanbindung Angriffe wie

die Befehlsinjektion über die Web-

Management für die Vermeidung

nicht autorisierter physischer Zugriffe

auf die Anlage. Die Hersteller liefern

sichere Hardware und Software.

Zudem ist technisches und nichttechnisches

Personal häufig nicht

ausreichend für die Cyberrisiken

im Bereich der Gebäudeautomation

geschult.

Ebenso wichtig ist eine lückenlose

Verwaltung und Dokumentation aller

sicherheitsrelevanten Aspekte der

Anlage. Dazu gehören die eingesetzten

Komponenten, die Firmwareund

Softwareversionen, die Passwörter,

die Sicherheitszertifikate

und die Sicherheitseinstellungen.

Dies ermöglicht einen Überblick

über verwundbare oder veraltete

Komponenten, bildet die Grundlage

für Risikoanalysen und erleichtert

die Wiederherstellung der Anlage

nach einem Vorfall.

Letztlich fehlen oft strukturierte,

periodische Prüfungen, sogenannte

Audits, um Sicherheitslücken zu

erkennen.

management-Oberflächen oder

den Zugriff auf einzelne Geräte mit

hardcodierten Zugangsdaten ermöglicht.

Auch die Manipulationssicherheit,

beispielsweise bei Firmware-

Updates, ist damit nicht automatisch

gewährleistet.

Zudem fehlt oft weiterhin das

Bewusstsein dafür, welchen Gefahren

die GA und somit das Gebäude und

seine Nutzenden durch Cyberangriffe

ausgesetzt sind. Dazu zählen Datendiebstahl,

Betriebsstörungen,

der unbefugte physische Zugang zum

Gebäude, die Einbindung in DDoS-

Attacken (Distributed Denial of Service),

Erpressung und die Preisgabe privater

Nutzerdaten, beispielsweise von

Anwesenheitszeiten.

Wie gut ist das IT-Sicherheitsverständnis

im Bereich Gebäudetechnik

im Vergleich zur klassischen IT-

Branche?

Das IT-Sicherheitsverständnis in

der Gebäudetechnik ist deutlich

schwächer ausgeprägt als in der

klassischen IT-Branche. Ein Grund:

Es fehlen spektakuläre Fälle,

die – wie im IT-Bereich – zur Sensibilisierung

beitragen würden.

Studien und eigene Untersuchungen

zeigen jedoch: Auch Gebäudeautomations-Komponenten

weisen zahlreiche

Schwachstellen auf, und mit dem

Internet verbundene Systeme sind

vielen Attacken ausgesetzt.

Lange standen Funktionalität und

Preis im Vordergrund, Cybersicherheit

galt als zweitrangig. Positiv: Das

Bewusstsein bei Herstellern nimmt zu

– erkennbar an besser abgesicherten

IoT-Komponenten und sicheren

Standards wie BACnet Secure Connect

und KNX Secure. Dies sensibilisiert

zunehmend auch Planende und

Nutzende.

Eine weitere Herausforderung ist

die Kommunikationslücke zwischen IT

und Gebäudeautomation. Beiden Seiten

fehlt oft das Verständnis für die

Anforderungen des anderen, was zu

unsicheren Kompromissen führt – etwa

wenn Netzwerke für die Inbetriebnahme

kurz geöffnet und dann dauerhaft

ungesichert bleiben.

72 eTrends Ausgabe 6/25


«Cybersicherheit sollte nicht länger

als lästige Pflicht betrachtet werden,

sondern als integraler Bestandteil

der Betriebssicherheit.»

Ausnutzbare Schwachstellen

Doch zurück zur harten Realität des

Alltags, in der viele Betreiber einfach

darauf vertrauen, dass ihre Anlage

sicher sei, und zwar weil sie bisher reibungslos

lief – und dies als Beleg für

Sicherheit nehmen. Olivier Steiger

sagt dazu: «Das ist definitiv ein Trugschluss.»

Im bereits erwähnten Forschungsprojekt

«Cybersecurity der Gebäudeautomation»

baut die Hochschule

Luzern eine realitätsnahe Testumgebung

für typische HLK-Systeme auf

– und zeigt dort, wie rasch und gezielt

Schwachstellen ausnutzbar sind (siehe

auch QR-Code für Zugang zum Interview

mit Olivier Steiger).

Wie geht es weiter?

Die Zukunft des Fernzugriffs ist längst

angebrochen – sie heisst Predictive

Maintenance, digitale Zwillinge und

vernetzte Energiesysteme. Doch mit

jeder zusätzlichen Vernetzung steigen

auch die Anforderungen an Struktur,

Transparenz und Sicherheit.

Anbieter wie HOOC integrieren

Security by Design systematisch in ihre

Produktentwicklung und zertifizieren

ihre Komponenten nach IEC 62 443.

Auch Laufen setzt auf frühzeitige Aufklärung:

Bereits in der Planungsphase

begleiten sie Projekte beratend, um

potenzielle Risiken zu adressieren und

mit praxisnahen Schulungen abzufedern.

Andere Hersteller beobachten, dass

das Kundeninteresse tendenziell geringer

ausfällt, wenn das Thema «Sicherheit»

sehr technisch dargestellt

wird. Die Idee von Security by Design

ist aber im Grossen und Ganzen angekommen

– aber ihre konsequente Anwendung

scheitert manchmal an Ressourcen,

Verständnis oder interner

Priorisierung.

Für Professor Steiger liegt die Zukunft

daher in einem Mentalitätswandel:

«Cybersicherheit sollte nicht

länger als lästige Pflicht betrachtet

werden, sondern als integraler Bestandteil

der Betriebssicherheit.» Denn

eines ist sicher: Fernzugriff wird bleiben.

Die Frage ist nur, ob als Stärke –

oder als Schwachstelle.

Im Rahmen unserer Artikelrecherche

haben wir mit fünf Experten aus

Industrie und Forschung gesprochen.

Die vollständigen Interviews zum

Thema «Fernzugriff auf HLKS-Systeme»

sind online zu finden unter:

https://hi.switchy.io/fkjL

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Ausgabe 6/25 eTrends

73


Smart Building BRANCHENEVENT

Gefeierte

Gebäudeinformatik

74 eTrends Ausgabe 6/25


Felix von Rotz

«Nutzen Sie den Tag,

um sich zu vernetzen

und weiterzubilden.»

Tim Frey «Gebäudeautomation führt

zu Energieeinsparungen.»

Knapp 300 Fachleute, 25 Aussteller,

13 Workshops, zwei Weltpremieren:

Am 29. Oktober 2025 feierte die

Branche zum zweiten Mal den Tag

der Gebäudeinformatik (TDGI) auf

dem Campus Sursee.

TEXT: ANNETTE JACCARD, RENÉ SENN

FOTOS: RAINER EDER

D

er Tag begann im Auditorium,

wo Felix von Rotz, Präsident

von KNX Swiss, die

Anwesenden begrüsste und

sie aufforderte, sich in den

Pausen nicht nur mit dem ausgezeichneten

Essen zu stärken, sondern sich

auch zu vernetzen. Mit ihm auf der

Bühne standen die drei Kooperationspartner,

Norbert Büchel von EIT.swiss,

Daniel Stamm von Suissetec und Matthias

Bauhofer von ICT Berufsbildung

Schweiz.

Von Energieeffizienz bis KI

Danach erwies Tim Frey, Geschäftsführer

von EnergieSchweiz, dem TDGI

die Ehre. Er stellte dieses Programm

des Bundesamts für Energie und

dessen Ziele vor. «Die Schweiz steht

bezüglich Energieverbrauch nicht

schlecht da, der Stromverbrauch bleibt

konstant trotz Bevölkerungswachstum,

E-Mobilität und Digitalisierung. Auch

die CO 2 -Emissionen sinken», waren

seine guten Nachrichten. Und sein

Fazit: «Die Gebäudeautomation und

insbesondere die neue Ausbildung

Gebäudeinformatiker:in leisten einen

wichtigen Beitrag zur Erhöhung der

Energieeffizienz von Gebäuden und

zur Senkung des Energiekonsums.»

Weltpremiere: Nomi

Die erste Weltpremiere des Tages präsentierte

KI-Expertin Nina Habicht,

Gründerin und CEO von Dreamleap:

Nomi, den Chatbot von KNX Swiss,

den sie entwickelt hatte. Bevor sie ihn

von der Leine liess und ihm die ersten

Fragen stellte, erklärte sie, welche

Schritte erforderlich sind, um einen

solchen Bot zu entwickeln. «Wenn ein

CEO eines Tages voller Elan verkündet

‹wir machen jetzt auch mit KI›,

dann ist das sicher eine gute Sache,

aber er wird auch schnell merken, dass

sich KI-Tools nicht aus dem Ärmel

schütteln lassen.» Denn um einen

Chatbot zu erstellen, braucht es eine

gründliche Vorbereitung in fünf Schritten:

Planung und Sichtung der Datengrundlage,

Entwickeln eines Modells,

Prüfen des Modells, Inbetriebnahme,

Überwachung und Wartung. Nomi bestand

die Feuertaufe und ist auch auf

unsinnige Fragen und Hackingversuche

vorbereitet.

Ausgabe 6/25 eTrends

75


1

Workshop-Buffet

Am TDGI dürfen sich die Teilnehmenden

ihr eigenes Workshop-Menu zusammenstellen,

je nach Interesse und

Lust und Laune. Zur Auswahl standen

insgesamt 13 Workshops zu so verschiedenen

Themen wie Agiles Netzwerk-Management

im Smart Building,

KNX IoT, Home Assistant, Cybersicherheit

in der Gebäudeautomation,

KNX-Matter-Bridge, Verkaufen ist

(k)ein Kinderspiel und viele mehr.

Thomas Roth von Maneth Stiefel sagt

dazu: «Wir schätzen es sehr, dass wir

das Programm passend zu unseren Interessen

zusammenstellen können.»

Ausbilden leicht gemacht

Martin Stalder, Projektleiter Gebäudeinformatik

bei EIT.swiss, bot für interessierte

Firmen einen Workshop zur

neuen Grundbildung Gebäudeinformatiker:in

an, in dem Lernende

und Berufsbildner von ihren Erfahrungen

berichteten. Diese wertvollen Informationen

halfen Firmen, die noch

in der Evaluationsphase sind und Fragen

zum neuen Beruf haben. Ein tolles

Fazit des TDGI: Im Kreis der Teilnehmenden

gibt es viele Firmen, die sich

mit dem Gedanken auseinandersetzen,

in Zukunft einen Ausbildungsplatz für

einen Gebäudeinformatiker oder eine

Gebäudeinformatikerin anzubieten.

Der TDGI war dafür die ideale Austauschplattform.

Pause und Netzwerken

Wer in den Pausen über ein bestimmtes

Thema wie Bildung, IoT oder Cybersicherheit

sprechen wollte, konnte

sich in der Ausstellungshalle an eine

Themeninsel, gekennzeichnet mit einer

Fahne, stellen und sich mit anderen

Interessierten austauschen. Auch hier

fand insbesondere das Thema Bildung

regen Anklang. Norbert Büchel: «Die

Themeninseln sind super, um sich mit

anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen

in ein Thema zu vertiefen.»

Ausstellung der Partner

In der Ausstellung präsentierten 25

Hersteller sowie die fünf Kooperations-

und drei Verbandspartner des

TDGI ihre Produktneuheiten bzw.

Dienstleistungen. Am Stand von

EIT.swiss beispielsweise informierte

Petra Braun, Leiterin Marketing und

Kommunikation, die jungen Teilnehmenden

darüber, was sie in einer Lehre

zum/zur Gebäudeinformatiker:in EFZ

erwarten würde und zeigte ihnen auf,

weshalb sie gefragte Fachleute wären.

Auch Thomas Roth schätzte die Ausstellung:

«Ich habe von der Ausstellung

2

sehr profitiert, da ich mit einigen unserer

Lieferanten offene Fragen aus unserer

Praxis besprechen konnte.»

Grundbildung erfolgreich abgeschlossen

Die zweite Weltpremiere kam zum

krönenden Abschluss des Tages. 15

strahlende Gesichter auf der Bühne

vereint, die allerersten Gebäudeinformatiker:innen,

die ihr EFZ in der

Tasche haben! Als die drei besten jeder

Fachrichtung vorgestellt wurden,

erfüllte begeisterter Applaus für die

Pioniere des neuen Berufs das Plenum.

Ihre Freude und ihr Stolz waren deutlich

zu spüren, es war ein historischer

Moment für die Branche (siehe auch

Artikel auf S. 16).

Dass die neue Grundbildung

Gebäude informatiker:in EFZ wirklich

Fahrt aufnimmt, zeigt sich auch

daran, dass aktuell über 200 Lernende

sie absolvieren und insgesamt 134 Firmen

Lernende ausbilden.

3 4

76 eTrends Ausgabe 6/25


PROGRAMMIERBARE

LOGIKRELAIS

5

Ausklang

Nach der Ehrung der frischgebackenen

Gebäudeinformatiker bedankte

sich Felix von Rotz bei allen, die zum

Gelingen dieses Tages beigetragen

hatten, insbesondere bei René Senn

und Tania Umhang von der Geschäftsstelle

von KNX Swiss. Zum lockeren

Ausklang trafen sich nochmal alle zu

einem Apéro riche und zu Gesprächen

auch abseits von Technik und Gebäudeinformatik,

die ebenfalls wichtig

sind für einen guten Zusammenhalt in

der Branche.

1 + 2 Nina Habicht: «Mit KI-Tools lässt sich viel Arbeitszeit

einsparen. Doch sie sind nicht einfach aus dem Ärmel zu

schütteln.» 3 25 Aussteller präsentierten ihre Produkte dem

interessierten jungen und älteren Publikum 4, 5, 6 Die Work -

shops zu verschiedensten Themen fanden grossen Anklang.

Die Teilnehmenden konnten aus dem breiten Angebot

die Themen wählen, die sie am meisten interessierten.

Typ 8A.04.9.024.832C -ELDAS®-Nr:505929021

-Versorgungsspannung12…24 VDC

-8digitale/analoge(0-10 V) Eingänge

-4Relaisausgänge,10A

-Bis zu 5Erweiterungsmodulepro PLR

-USB-C-Highspeed-Anschluss für:

•Programmierung

•Spannungsversorgung während der Konfiguration

-RJ45 Ethernet oder Modbus TCP/IPAnschluss

-RS485-Port fürMODBUS RTU-Verbindung

6

DC Schaltnetzteil

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Industriestrasse 1a, 8157 Dielsdorf (ZH)

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Ausgabe 6/25 eTrends

77


Advertorial Flextron AG

KABELLOS SCHALTEN IM TABLEAU

Flextron engagiert sich im Bereich innovativer Schaltsysteme

und Energieoptimierungen für Privat- und Zweckbauten.

Flextron AG | 8317 Tagelswangen | www.flextron.ch

Mit dem selbst entwickelten, revolutionären

Schaltsystem ALADIN (Funkstandard

EnOcean) können elektrische

Installationen ohne Verkabelung

realisiert werden. Als batterielose Sender

stehen Taster, Präsenzmelder,

Thermostate und vieles mehr zur Verfügung.

Die Taster funktionieren über

ein Modul, das bei Betätigung kinetische

Energie erzeugt. Bei den Sensoren

und Thermostaten dient ein eigenes

Solarpanel als Energiequelle.

Mit der neu entwickelten Empfängerserie

der ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte

(REG) von Flextron

können elektrische Verbraucher wie

Licht, Lüftung, Heiz- und Kühlsysteme

sowie Jalousien per Funk kabellos

bedient werden.

Die Empfänger werden direkt im

Schaltschrank auf DIN-Hutschienen

installiert. Es können mehrere REGund

Antennenmodule auf einfache

Weise via Modul-Bus (RJ12 Stecker)

kombiniert werden. Die externen Antennenmodule

sorgen stets für eine

sichere Funkverbindung – auch stockwerkübergreifend

und in grossen Gebäuden.

Dank der äusserst einfachen Programmierung

mit dem bewährten

Funktionsdrehrad und der Tastenbedienung

lassen sich die Geräte

schnell aufeinander einlernen und mit

Funktionen programmieren.

Folgende ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte

stehen zur Verfügung:

· REG-Schaltmodul mit sechs

verschiedenen Kanälen für

Beleuchtung

· REG-DALI-Controller mit vier

Broadcast-Kanälen für die

Steuerung von DALI-Betriebsgeräten

· REG-Heizungsmodul für die

Steuerung von bis zu sechs

Stellantrieben von Bodenheizungsventilen

mit Unterstützung

der FreeCooling-Funktion

· REG-Jalousiemodul für die

Bedienung von Rollläden,

Markisen und anderen Beschattungssystemen.

Dafür stehen bis

zu drei Gerätegruppen zur

Verfügung.

Die wichtigsten Vorteile der Flextron

ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte:

• Installation im Schaltschrank auf

DIN-Hutschienen

• Sichere Funkverbindung dank

externem Antennenmodul

(auch stockwerkübergreifend)

• Mehrere verschiedene REG-Module

können in Serie oder parallel

verbunden werden.

• Kabelloses Steuern von Licht,

Lüftung, Heiz- und Kühlsystemen,

Jalousien und anderen elektrischen

Verbrauchern

• Einfachstes Einlernen der ALADIN-

Funktaster und -Sender mittels

Funktions- und Modus-Drehrad

• ALADIN-Funktaster und -Thermostaten

funktionieren ohne Verkabelung

und ohne Batterien

Für den Einbau einzelner Geräte stehen

die bewährten ALADIN UP-

Empfänger zur Auswahl. Sie können

einfach in eine Unterputzdose oder

hinter Schalter und Steckdosen installiert

werden. Renovationen in privaten

oder bei komplexen Bauten werden so

enorm vereinfacht.

Das Team von Flextron verfügt über

jahrelange Erfahrung im Bereich der

Gebäudeautomation und unterstützt Sie

gerne bei der Realisierung und Installation

Ihrer kabellosen Schaltsysteme.


Die neue origin

ersetzt basico.

Front und Gehäuse aus

Duroplast – hochwertig, kratzfest,

UV-stabil, antibakteriell,

antistatisch und pflegeleicht.

Mit origin führen wir das traditionelle

Amacher- und basico-Design in

einer klaren, harmonischen Formsprache

weiter.

Die neue Durchmesserdimension

vereinfacht Planung und Montage –

mit grösserer Abdeckung und

optimaler Passform.

Fokussiert auf das Wesentliche,

bietet origin effiziente Installation –

schnell, konsistent, hochwertig.

Eine neue

Dimension

von Einheit.

Ein Durchmesser für

alle Kombinationen.

Einheitliche Masse.

Einfache Montage.


HOOC

Gateways

Bindeglied

zwischen

Anlagen und der

HOOC Cloud

STORY HOOC AG

VERNETZTE INFRASTRUKTUR:

ANSCHLUSS VERPASST?

Vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 wird das Gebäude

von der zentral gesteuerten Einheit zum Teil eines grösseren Ökosystems.

Hierzu entwickelt die HOOC AG konkrete, effiziente und vor allem sichere

Vernetzungslösungen, die Hand und Funktion haben.

HOOC AG | 3930 Visp | www.hooc.ch

Die Gebäudetechnik befindet sich im

Umbruch: Wo gestern einzelne Anlagen

unabhängig voneinander gesteuert

wurden, verschmelzen heute Heizung,

Lüftung, Klima und Elektro zu

einem intelligenten Gesamtsystem.

Wer hier stehenbleibt, verpasst den

Anschluss an die Zukunft, die nicht

mehr nur gewerke-, sondern ganz klar

standortübergreifend wird.

Von der konventionellen zur

integralen Gebäudetechnik

Wo früher Installationen isoliert funktionierten,

wird heute dank dem

Einsatz von lokalen Netzwerken und

zentralen Gebäudeleitsystemen vornehmlich

gewerkeübergreifend programmiert

und implementiert. Hier ist

die HOOC AG zuhause. Mit ihrer Connectivity-

und IoT-Palette verfügt sie

über ein umfassendes Angebot – vom

sicheren Fernzugriff über die intelligente

Fernüberwachung bis hin zu spezifischen

LoRa-Funktechnologie- und

Embeddedlösungen. Zweifellos ein

ansehnliches Dienstleistungsportfolio,

denn das Motto von HOOC lautet nicht

umsonst: «Wir entwickeln. Immer. Weiter.»

Und so war das, was vor dreissig

Jahren mit den ersten Gebäudesteuerungen

begann, lediglich der erste

Schritt in eine netzwerkübergreifende

Zukunft. Getreu ihrem Motto hat sich

die HOOC AG im Gleichschritt mit der

Gebäudetechnik weiterentwickelt und

bewegt sich nun zusehends in Richtung

intelligente Infrastruktur.

Die Zukunft: vernetzte Infrastrukturen

Wer heute Vernetzung sagt, denkt

häufig an sogenannte intelligente

Stromnetze (Smart Grids), bei denen

städtische Infrastrukturen zu einzelnen

Energieverbünden zusammengeschlossen

werden. Damit solche Systeme,

in denen Gebäude gleichzeitig

Energieverbraucher UND -produzenten

sind, funktionieren, bedarf es

neuer Konzepte und einer durchgängig

sicheren und effizienten Kommunikation

zwischen den unterschiedlichsten

Anlagen und Plattformen.

Die Herausforderung liegt darin, diese

heterogenen Systeme standortübergreifend

miteinander zu verbinden.

Gleichzeitig gilt es, den Anforderungen

Dritter – von EVUs bis technischen

Facility Managements – gerecht zu werden.

Dafür müssen Anlagenzugriffe

zeitlich und funktionsspezifisch eingeschränkt

werden können. Bis anhin war

eine solch grundlegende Veränderung

nur über den Aufbau einer neuen OT-

Infrastruktur möglich.

Doch leichter gesagt als getan:

Denn Schaffung und Unterhalt einer

Netzwerkinfrastruktur setzen eine

umfangreiche Planung voraus, erfordern

spezielles technisches Know-how

und sind mit hohen Kosten verbunden.

Zudem müssen bestehende Geräte

häufig neu IP-konfiguriert werden –

ein Aufwand, der sich in der Praxis oft

nicht amortisieren lässt.

Konkret: HOOC CrossLink

Hier setzt das neue HOOC CrossLink

an. Die Basis bildet eine Cloud-Architektur,

über die Netzwerke miteinan-


der verbunden oder Daten voneinander

isoliert transportiert werden

können. Die nach IEC 62443 zertifizierte

HOOC-Lösung ermöglicht es,

auch bestehende Gebäudetechnik-

Anlagen einzubinden – ohne dass die

OT-Infrastruktur neu aufgebaut werden

muss. Damit ist der Arbeits- und

Kostenaufwand um ein Vielfaches

geringer. Ausserdem bedarf es keines

technischen Expertenwissens, um die

CrossLink-Lösung zu implementieren.

Ein interessantes Plus: Bei fehlendem

Netzwerk mit Internetzugang

bietet HOOC auch eine Möglichkeit

zur Vernetzung via Mobilfunk.

Nova Connect: netzdienliche

Steuerung von Solaranlagen

Zusammen mit der Gebäudetechnik

hat sich in den letzten Jahren auch der

Energiesektor entwickelt. So werden

Stromproduktionsstätten wie z. B. Solarparks

oder Wasserkraftwerke gezielt

von Netzbetreibern angesteuert, um die

von ihnen eingespeiste Energie je nach

Bedarf vorübergehend zu drosseln oder

wieder hochzufahren. Diese sogenannte

Netzdienlichkeit ermöglicht es,

die Soll-Frequenz des Stromnetzes stabil

im Gleichgewicht zu halten.

Grössere Solarparks werden deshalb

häufig bereits in der Planung

netzdienlich ausgelegt, kleinere und

mittlere jedoch häufig nicht. Energieversorgungsunternehmen

(EVUs) stehen

daher heute vor der Herausforderung,

die Vielzahl von kleineren und

mittleren Installationen in einem zentral

steuerbaren Pool zusammenzuführen.

Hier kommt das von HOOC

und Novagrid entwickelte Nova Connect

ins Spiel. Dafür wurde das von

Novagrid vertriebene Energiemanagement-System

SolarLog an HOOC

CrossLink sowie an das Dienstleistungssystem

von meonet angebunden.

Durch das so entstandene Nova Connect

können Leistungen von verschiedenen

PV-Anlagen an einem zentralen

Punkt zusammengefasst und netzdienlich

in Echtzeit gesteuert werden:

Ein intelligentes Flottenmanagement

wird möglich.

Vernetzung von Wärmeverbünden

Während Nova Connect die Netzdienlichkeit

als Ziel hat, steht bei Wärmeverbundsystemen

die effiziente Energieversorgung

ganzer Quartiere im

Vordergrund. Damit diese gelingt, bedarf

es einer reibungslosen Kommunikation

zwischen den verschiedenen

Steuerungskomponenten. Mit HOOC

CrossLink werden die Komponenten

über Gateways und einen virtuellen

HOOC CrossLink

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

Scada-

Wärmeverbund

Heizzentrale

Vernetzung Wärmeverbund

Scada-Heizzentrale Alle LAN-Schnittstellen der HOOC-Geräte werden über

HOOC CrossLink zu einem standortübergreifenden Gesamtnetzwerk verbunden.

Dadurch kann das SCADA-System in der Heizzentrale direkt mit IP-

Endgeräten im gesamten Netzwerk kommunizieren.

HOOC CrossLink

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

Managementsystem

Verteilnetzbetreiber

Switch in der HOOC Cloud miteinander

verbunden. So lassen sich Wärmeerzeuger

und Übergabestationen über

mehrere Standorte hinweg koordinieren,

auch hier ohne dass ein gemeinsames

Netzwerk aufgebaut werden muss.

Grenzenlose Möglichkeiten

Die genannten Beispiele zeigen nur

zwei der vielen Möglichkeiten auf, die

sich mit der neuen HOOC-Vernetzungslösung

eröffnen. Ob bei der

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

WAN 1

LAN

LAN

LAN

4

OPT0

2

3

Heizung

Zähler

Standort 1

HOOC Connect XT

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

WAN 1

Standort 1

HOOC Connect XM

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

WAN 1

LAN

LAN

LAN

4

OPT0

Heizung

Zähler

Standort 1

HOOC Connect XH

Netzdienliche Steuerung von Solaranlagen

Nova Connect Die OPT0-Vernetzung ermöglicht es, ein virtuelles Netzwerk

standortübergreifend bereitzustellen. Dank der Abbildung (Mapping) virtueller

Adressen auf das jeweilige Anlagenetz kann ein zentrales Managementsystem

mit den IP-Endgeräten beliebiger Standorte kommunizieren – ohne dass vor Ort

Änderungen an den Netzwerkeinstellungen vorgenommen werden müssen.

LAN

LAN

2

3

LAN

4

EMS

Solar

Überwachung von industriellen Produktionsstätten,

dem Management

von zentralisierten Alarmsystemen

oder der LoRa-Nachrüstung von älteren

Installationen – HOOC beschreitet

mit CrossLink den Weg in ein

neues Zeitalter der Automation. Denn

dank HOOC können Geräte und Anlagen

nahezu unabhängig von Alter,

Protokoll und Netzwerk miteinander

kommunizieren. Sicher, schnell und

(kosten)effizient.

2

3

LAN

SEP0

SEP1

OPT0

WAN 1

LAN

LAN

2

3

LAN

4

EMS

Solar

Standort 1

HOOC Connect XM


eMobility TESTBERICHT

Ich bin auch

ein Konzertsaal

mit bis zu

405 kW Leistung

82 eTrends Ausgabe 6/25


Wir hatten die Gelegenheit, diese hübsche

Raubkatze auf Samtpfoten eine Woche

zu fahren. Viel Kraft, viel Ruhe und erstaunlich

viel Alltag – wenn das Budget da ist.

TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: RENÉ SENN, AUDI

W

ir haben an dieser Stelle

vor kurzem über den Q6

e-tron geschrieben. Der

S6 e-tron Avant teilt viele

seiner Gene. Das «S»

steht für die High-Performance-Version.

Und die steht diesem grosszügigen

Kombi ausgesprochen gut. Mit

503 PS katapultiert sich der elektrische

Avant in 3,9 Sekunden auf 100 km/h.

Das ist Sportwagen-Territorium, verpackt

in Familienauto-Praktikabilität.

Display-Debatte

Innen ist S6 mit dem neuen Curved

Display ausgestattet. Zu Beginn war

dies noch etwas gewöhnungsbedürftig,

aber rückblickend sehr übersichtlich

und intuitiv. Ich vermisse es schon beinahe

bei meinem jetzigen Fahrzeug.

Beifahrer-Display? Das ist hingegen

unnötiger Schnickschnack, das Geld

dafür würde ich mir sparen.

Ausstattung: teils unnötig

Nicht sparen würde ich beim Sound.

Und hier meine ich nicht den künstlichen

Motorensound, der eingestellt

werden kann, er ist unnötig. Denn

wenn elektrisch, dann auf Samtpfoten.

Alles andere ist V6. Nein, es geht um

das Bang & Olufsen-Soundsystem.

22 Lautsprecher, fein säuberlich mit

viel Liebe abgestimmt, sorgen im Innenraum

für den perfekten Klang.

Aber Achtung: Die Raubkatze nicht

mit Dosenfutter aus Spotify füttern.

Dieses System verlangt HQ-Musik –

Tidal passt da viel besser.

Konzert statt Stau

Und dann: Einfach mal in das Fahrzeug

sitzen am Abend und die Lieblingsmusik

hören. Muss ja nicht immer

im Fahren sein, oder? Dire Straits,

«Industrial Disease» mit den knackigen

Gitarren-Riffs. Oder noch besser:

Anstatt an ein Live-Konzert zu fahren

und dabei im Stau zu stehen, «An Evening

in New York» von Suzanne Vega

geniessen. Augen schliessen und abtauchen.

Die WLTP-Reichweite von

675 km dank 100-kWh-Batterie würde

ja eh nicht bis New York reichen. Zudem

wurde das Live-Album 1987 aufgenommen.

Und zeitreisen kann der

S6 nicht, auch wenn er über 40 Assistenzsysteme

verfügt.

Fazit: Raubkatze für Geniesser

Der Sitzkomfort ist grosszügig, der

Kofferraum sowieso. Familie, Freunde,

Gepäck – hat alles Platz. Die Testwoche

war viel zu schnell vorbei, der S6

Avant hat uns grosse Freude gemacht.

Er ist kein Fahrzeug für schmale Budgets,

das ist klar. Aber für seine Klasse

ist er klasse. Die Ladeleistung von bis

zu 270 kW macht ihn alltagstauglich,

auch auf langen Strecken. Der Verbrauch

lag bei 20,8 kWh/100 km. Die

Ingenieure haben in Sachen Batterieund

Ladetechnik enorme Fortschritte

gemacht. Fazit: Gerne wären wir noch

ein paar Kilometer mehr gefahren mit

dem S6 – am liebsten mit Suzanne

Vega und Co. im Ohr.

Aufgeräumt Ein «Arbeitsplatz»,

der Freude macht und intuitiv zu bedienen

ist. Bei Bedarf auch mit «Hey Audi!»

Ausgabe 6/25

eTrends

83


Basiswissen INSTALLATION

Leiterfarben

Kaum ein Element von

Elektroinstallationen erscheint

so banal und ist gleichzeitig

so bedeutsam wie die Farbgebung

der Leiterisolationen.

Verwechslungen können

gravierende Folgen haben.

Klare Kennzeichnungen sorgen

für Ordnung und Sicherheit.

AUTOR: BEAT SCHENK

Leiter Anschlüsse Farben

L1 U SCHWARZ oder

L2 V BRAUN oder

L3 W GRAU

Neutralleiter N BLAU

Positiv L+ + ROT

Negativ L- – WEISS

Mittelpunktleiter M BLAU

Neutralleiter N BLAU

Schutzleiter PE GRÜN-GELB

PEN-Leiter

PEL-Leiter

PEM-Leiter

PEN

PEL

PEM

GRÜN-GELB,

Markierung BLAU

Schutz-Potenzialausgleichsleiter PB GRÜN-GELB

Funktionserdungsleiter FE ROSA

Tabelle 1 Leiterfarben nach SN EN IEC 60445:2021

L

eiter werden mit Farben, Zahlen

oder Buchstaben gekennzeichnet.

Jeder Leiter muss an

jedem Anschluss eindeutig

identifizierbar sein. Welche

Farben für welche Funktionen zu verwenden

sind, regelt die SN EN IEC

60445, deren Bestimmungen auch in die

NIN aufgenommen wurden. Der Titel

dieser Norm lautet «Basic and safety

principles for man-machine interface,

marking and identification – Identification

of equipment terminals, conductor

terminations and conductors», auf

Deutsch «Grund- und Sicherheitsregeln

für die Mensch-Maschine-Schnittstelle

– Kennzeichnung von Anschlüssen

elektrischer Betriebsmittel, angeschlossenen

Leiterenden und Leitern». Der

Titel mag auf den ersten Blick etwas

sperrig wirken. Er macht aber eine klare

Aussage: Die Leiterkennzeichnung ist

ein wichtiges Element jeder «Mensch-

Maschine-Schnittstelle». Die verwendeten

Farben und Symbole sollen eine

einfache und konsistente Interaktion

84 eTrends Ausgabe 6/25


Abbildung 1 Bezeichnung von PE, SPA, PEN und Neutralleiter

it Schutzleiter

mit der «Maschine» Elektroinstallation

ermöglichen. Die SN EN IEC 60445

ersetzte 2017 die SN EN IEC 60446, was

mit einer Erweiterung der Farbpalette

einherging. Die aktuelle Version der

Norm stammt aus dem Jahr 2021 blau / und braun

definiert Farben und alphanumerische

Benennungen zur Kennzeichnung von

Aussenleitern, Neutral-, Schutz- und

PEN-Leitern, der in der NIN 2025 neu der Farben gibt es neben den oben erwähnten

keine. Es empfiehlt sich je-

n-gelb / blau / eingeführten braun PEL- und braun PEM-Leiter / schwarz / grau

sowie für Schutzpotenzial-Ausgleichsleiter

und Funktions-Erdungsleiter. Zwecke zu verwenden und einen kondoch,

ähnliche Farben für ähnliche

Zu beachten ist, dass die SN EN sistenten Stil für die gesamte Installation

zu entwickeln. So verwendet IEC 60445 eine sogenannte Sicherheits-

man

b / braun / schwarz / grau

grundnorm ist, die in erster Linie für

die Anwendung durch Technische Komitees

bei der Ausarbeitung von Normen

vorgesehen ist. Es liegt in der Verantwortung

dieser Komitees, wann

lau / braun / schwarz / grau

Schutzleiter,

Potenzialausgleichsleiter

PEN-Leiter grün-gelb

PEN-Leiter-Enden hellblau

Neutralleiter

X ohne Schutzleiter

blau / braun / schwarz / grau

schwarz / blau / braun / schwarz / grau

immer möglich bei der Erarbeitung der

in den eigenen Arbeitsbereich fallenden

Normen die Anforderungen der Sicherheitsgrundnormen

zu übernehmen. Infolgedessen

gelten die Anforderungen

der SN EN 60445 nur, wenn sie in diesen

Normen enthalten oder zitiert sind.

Interessant ist hierbei, dass den drei

Aussenleitern keine fixe Farbe zugeordnet

wird, sondern eine beschränkte

variable Zuordnung der Farben zulässig

ist, die in der Tabelle in englischer

alphabethischer Reihenfolge aufgelistet

sind (black, brown, grey). Eine bevorzugte

Phasenfolge oder Drehrichtung

wird damit nicht angegeben.

Was sagt die NIN?

Leitungen müssen so bezeichnet werden,

dass sie bei Überprüfungen, Reparaturen

oder Änderungen eindeutig

identifiziert werden können. Insbesondere

gilt dies für Potenzialausgleichs-,

Schutz-, PEN- und Neutralleiter. Neutralleiter

und Schutzleiter müssen zudem

über ihre ganze Länge farblich

wie in Abbildung 1 dargestellt gekennzeichnet

sein.

Um eine Verwechslung mit dem

grün-gelben Schutzleiter auszuschliessen,

bei dem das Verhältnis der Farbanteile

maximal 70 zu 30 Prozent betragen

darf, dürfen die Einzelfarben

Grün und Gelb nicht anderweitig verwendet

werden. Auch die Farbe Blau

muss exakt gemäss Vorgaben eingesetzt

werden.

Für die Kennzeichnung von Lampendrähten

und dergleichen steht eine

breite Auswahl an Leiterfarben zur

Verfügung. Vorschriften für die Wahl

z. B. zu einem roten Lampendraht vorzugsweise

rosa korrespondierende

oder wählt für «Storen auf» eine helle

und für «Storen zu» eine dunkle Farbe.

Leiter in Kabeln

Leiter in AC-Kabeln werden in der

Schweiz gemäss HD 308 S2 gekennzeichnet.

Es kann vorkommen, dass

gewisse Farbkombinationen noch nicht

bei allen Herstellern verfügbar sind.

Dies betrifft insbesondere Kabel mit

roten und weissen Leitern für DC-Installationen.

Bis Produkte mit den neuen Farben

Rot und Weiss etabliert sind, können

weiterhin die Farben Rot und Dunkelblau

für DC-Anlagen verwendet werden.

Dies ist eine Übergangslösung,

sofern keine Verwechslungsgefahr mit

dem Neutral- oder Mittelpunktleiter

besteht.

Falls eine Kennzeichnung mit

Buchstaben und/oder Ziffern besteht,

müssen lateinische Grossbuchstaben

und arabische Ziffern verwendet werden.

Es wird empfohlen, für Gleichstromelemente

Buchstaben aus der

ersten Hälfte und für Wechselstromelemente

Buchstaben aus der zweiten

Hälfte des Alphabets (ab N) zu wählen.

Wichtig: Um Verwechslungen mit den

Ziffern «1» und «0» zu vermeiden, dürfen

die Buchstaben «L» und «O» nicht

zur Kennzeichnung verwendet werden.

Die Symbole «+» und «–» sind hingegen

zulässig. Die Ziffern «6» und «9»

müssen unterstrichen werden, wenn sie

für sich alleine stehen. Die Kennzeichnungen

durch alphanumerische Zeichen

müssen eindeutig unterscheidbar

und dauerhaft sein.

Bei Installationskabeln mit zwei

bis fünf Adern sind gemäss HD 308 S2

die Adern auf ihrer ganzen Länge mit

den folgenden Farben gekennzeichnet:

Braun, Schwarz und Grau für die Aussenleiter,

Blau für den Neutralleiter,

Grün-Gelb für den Schutzleiter.

Bei Kabeln mit nummerisch gekennzeichneten

Adern ist die Ader mit

der tiefsten Nummer als Neutralleiter

zu wählen und an den Enden blau zu

kennzeichnen. Ein numerisch gekennzeichneter

Leiter darf nicht als Schutzleiter

verwendet werden.

In der Schweiz werden in Kabeln

mit vier oder fünf Adern in der Regel

die Farben Braun, Schwarz und Grau

für die Kennzeichnung der Aussenleiter

verwendet. Ebenfalls ist es üblich, dass

die genannte Reihenfolge auch die Phasenfolge

bzw. Drehrichtung vorgibt.

Die Anwendung dieser Farben sowie

die übliche Phasenfolge haben sich

etabliert, tragen wesentlich zur guten

Erkennbarkeit bei und gewährleis- →

Aderzahl G mit Schutzleiter X ohne Schutzleiter

2

3

4

grün-gelb / blau / braun

grün-gelb / braun / schwarz / grau

5 grün-gelb / blau / braun /

schwarz / grau

Abbildung 2 Aderfarben in Kabeln nach SN HD 308 S2

blau / braun

braun / schwarz / grau

blau / braun / schwarz / grau

schwarz / blau / braun /

schwarz / grau

Ausgabe 6/25 eTrends

85


5

grün-gelb / blau / braun / schwarz / grau

schwarz / blau / braun / schwarz / grau

erahl

2

3

4

5

Aderzahl

G mit Schutzleiter

2

dürfen einfarbig verlegt werden.

Schutz-, PEN- und Neutralleiter müssen

mit den entsprechenden Farben

gekennzeichnet werden. Die Verwendung

einer Farbe (Braun, Schwarz

G mit Schutzleiter

X ohne Schutzleiter

oder Grau) für alle Aussenleiter eines

Stromkreises ist zulässig.

X ohne Schutzleiter

Fazit

Eine normgerechte Leiterkennzeichnung

ist eine wichtige Voraussetzung

für den sicheren Betrieb und eine sichere

Instandhaltung und Erweiterung

elektrischer Anlagen. Sie schafft

Klarheit in der Zuordnung, erleichtert

Messungen und verhindert falsche Anschlüsse.

Wer die Vorgaben der NIN

konsequent umsetzt, stellt sicher, dass

Installationen auch Jahre später eindeutig

lesbar sind, unabhängig davon,

wer sie prüft oder Veränderungen vornimmt.

Gerade beim Zusammentreffen

von alten und neuen Farbzuordnungen

sind erhöhte Aufmerksamkeit

und Sorgfalt unerlässlich. Regelkonforme

und auf eine eindeutige Lesbarkeit

angelegte Kennzeichnungen sind

ein wesentliches Element der technischen

Sicherheit und der Qualität von

Elektroinstallationen.

Alte und neue Farben blau / braun

Die Verwendung von Aderfarben wurde

in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals

/ braun geändert. Deshalb geben die vor-

3

blau

grün-gelb / blau / braun handenen Leiterfarben braun / schwarz wichtige / grau Hinweise

auf das Alter von Installationen.

Die vorhandenen Farben können jedoch

4

auch für Verwirrung sorgen, insbeson-

dann, blau wenn / braun in / schwarz einer Installation

/ grau

grün-gelb / blau / braun

braun / schwarz / grau

Abbildung 3 Kennzeichnung grün-gelb in / braun / schwarz / graudere

Kabeln nach NIN 5.1.4.3.4

plötzlich blaue Aussenleiter auftauchen.

Beim Zusammentreffen von alten

5

und neuen Leitungen ist den Bezeichnungen

/ schwarz schwarz besondere / grau / blau / braun Aufmerksamkeit / schwarz / grau zu

grün-gelb / braun / schwarz grün-gelb / grau / blau / braun / schwarz blau / braun / grau

schenken. Und bei der Erweiterung

von bestehenden Installationen, in denen

ten dadurch sowohl Sicherheit als auch

gelbe Neutralleiter vorhanden

grün-gelb Übersichtlichkeit.

/ blau / braun / schwarz / grau schwarz / blau / sind, braun muss / schwarz die / grau Kennzeichnung derart

Es ist ebenfalls zulässig, nur eine

Farbe für alle drei Aussenleiter zu verwenden

und die eindeutige Kennzeichnung

durch nummerische Benennung

zu gewährleisten. Diese Identifizierung

wird häufig in der Industrie, z. B.

für den Anschluss von Motoren angewendet.

In der Regel unterliegen solche

Anlagen der Normenreihe

SN EN 60204, die ebenfalls eine Identifizierung

erfolgen, dass die Funktion der Leiter

unmissverständlich erkennbar ist. Dies

wird dadurch erreicht, dass der neue

blaue Neutralleiter an der Anschlussstelle

gelb markiert wird. PEN-Leiter

sind grün-gelb mit blauer Markierung

und werden so an bestehende gelbe

PEN-Leiter angeschlossen.

Electrosuisse Fachreport

Als neutraler Fachverband bietet

Electrosuisse erstklassige Dienstleistungen

und Produkte rund um Beratung,

Normung und Weiterbildung an.

www.electrosuisse.ch

der Leiter durch Zahlen,

Alphanumerik, Farbe oder einer Kombination

Alte Installation Neue Installation

davon zulässt.

PEN-Leiter

Einadrige Kabel und Leitungen

und Aderleitungen, die nach ihren Betriebsmittelnormen

nicht in den entsprechenden

Neutralleiter

Farben erhältlich sind,

z. B. bei Querschnitten über 25 mm²,

Abbildung 5 Kennzeichnung beim Zusammentreffen von alten und neuen Leitern

2 3 4 5 6

1

Leiter Vor 1970 Ab 1970 Ab 1980 Ab 2005

L1 Rot Schwarz Schwarz Braun

L2 Blau Rot Rot Schwarz

L3 Grün Weiss Weiss Grau

N Gelb Gelb Hellblau Blau/Hellblau

PE Gelb-Rot Gelb-Grün Gelb-Grün Gelb-Grün

Abbildung 4

History Leiterkennzeichnung

86 eTrends Ausgabe 6/25


Glanzvolle Festtage

und einen guten Rutsch!

Die Otto Fischer AG wünscht Ihnen eine wundervolle Adventszeit,

erholsame Feiertage und einen grossartigen Start ins neue Jahr!


Basiswissen NORMEN-FRAGEN

Prüfe dein

Normen-

Fachwissen

Was gilt gemäss NIN als

Werkzeug?

Was ist ein

Verlängerungskabel?

Was sind die

Planungsgrundsätze für

die Energieeffizienz?

1 2

5

Hilfsmittel, die erforderlich sind, wenn

Verschalungen, Abdeckungen, Gehäuse

und dgl. nicht mehr mit den blossen

Fingern geöffnet werden können.

Schraubenzieher, Schraubenschlüssel

(z. B. Gabelschlüssel, Sechskantsteckschlüssel,

Steckschlüssel für Schrauben

mit Innensechskant «Inbus»). Zangen,

Münzen, Messerklingen und dgl. werden

als Werkzeuge betrachtet, ebenso

wie Dreikant- und Vierkantschlüssel.

2 2.2.1.68

Ortsveränderliche Leitung, die am einen

Ende mit einem Stecker und am

anderen Ende mit einer Kupplungssteckdose

versehen ist.

2 2.2.1.64

Die Planungsgrundsätze nach 8.1 berücksichtigen

die folgenden Aspekte:

· Lastprofil (Wirkleistung und

Blindleistung);

· Verfügbarkeit der lokalen

Erzeugung (Photovoltaik,

Windturbine, Generator usw.)

und Speicherung;

· Reduzierung der Energieverluste

in der elektrischen Anlage;

· Anordnung der Stromkreise unter

Berücksichtigung der Energieeffizienz

(Maschen),

· zeitliche Verteilung des Einsatzes

der Energie entsprechend des

Kundenbedarfs;

· die vom Energieversorger

angebotene Tarifstruktur.

2 8.1.2.2

88 eTrends Ausgabe 6/25


Fragen und Antworten

zur NIN SN 411000 und

anderen Normen.

Hinweis: Die Nummern bezeichnen die Quellen der

jeweiligen Dokumente für weitere Informationen.

Mit freundlicher

Unterstützung von

Electrosuisse

Was fällt alles unter

Fahrzeuge und transportable

Baueinheiten gemäss 7.17?

Welche Netzsysteme

sind für elektrische Anlagen

auf transportablen

Baueinheiten zulässig?

Welche Grundgrössen

werden für die Berechung

der Energieeffizienz

von elektrischen Anlagen

verwendet?

4 3

6

In diesem Kapitel steht «Baueinheiten»

für ein Fahrzeug und/oder eine

bewegliche oder transportable Konstruktion,

die alle oder einzelne Teile

einer elektrischen Anlage enthält.

Baueinheiten sind entweder beweglich,

z. B. Fahrzeuge (selbstangetrieben

oder gezogen), oder transportabel,

z. B. auf einem Rahmen befestigte

Container oder Kabinen. Beispiele

sind Baueinheiten für Fernsehen und

Rundfunk, medizinische Bereiche,

Werbung, Feuerwehr, Verwendung für

spezielle Informationstechniken, Baueinheiten

für Katastrophenhilfe,

Partyservice und ähnliches.

2 7.17.1

Innerhalb einer Baueinheit darf nur

das System TN-S verwendet werden.

2 7.17.3

In welchen Abständen eine elektrischen

Anlage bewertet werden muss,

wird entsprechend der Art der elektrischen

Anlage und der Betriebsmittel,

· ihrer Nutzung und Betriebsart,

· der Häufigkeit und dem Umfang

der Wartung,

· der Beurteilung von Faktoren,

welche die Energieeffizienz

beeinflussen, und

· der Art der äusseren Einflüsse

bestimmt.

2 8.1.2.3

Ausgabe 6/25 eTrends

89


Verbände BRANCHENEVENT

EIT.swiss Branchentag 2026:

Energie

trifft Strategie

Save the Date

29. 01. 2026

Der Branchentag von EIT.swiss ist ein wichtiger Treffpunkt

der Schweizer Elektrobranche. Am 29. Januar 2026 ist es bereits

zum fünften Mal wieder so weit: Im Berner Kursaal treffen

Praxis auf Politik, Technik auf Vision – und Energie auf Strategie.

AUTORIN: VERENA KLINK


Hier erhalten Sie Ihre Tickets

für den Branchentag:

https://www.eit.swiss/de/

branchentag1/tickets

D

ie Schweizer Elektrobranche

steht vor gewaltigen

Herausforderungen. Die

Energiewende, die digitale

Transformation und der

akute Fachkräftemangel stellen Betriebe

und Verbände gleichermassen

auf die Probe. Vor diesem Hintergrund

lädt EIT.swiss am 29. Januar 2026 bereits

zum fünften Mal zum EIT.swiss

Branchentag 2026 – einer Veranstaltung,

die sich in den letzten Jahren als

Plattform für Austausch, Weiterbildung

und strategische Orientierung

etabliert hat.

Themen am Puls der Zeit

Der Branchentag steht im kommenden

Jahr unter dem Motto «Energie trifft

Strategie» – ein Leitsatz, der aktueller

kaum sein könnte. Denn der Handlungsdruck

steigt: Politische Rahmenbedingungen

wie das neue Stromversorgungsgesetz

über eine sichere

Stromversorgung mit erneuerbaren

Energien, regulatorische Anforderungen

wie die zu erwartende NIV-Revision

und die technologische Entwicklung

im Bereich künstliche Intelligenz

wirken direkt auf Planung, Betrieb und

Ausbildung in der Elektrobranche.

In seinem bewährten Format kombiniert

der Branchentag strategische

Impulse mit praxisorientierter Weiterbildung.

Am Vormittag erwarten die

Teilnehmenden Referate von Expertinnen

und Experten aus Politik, Wirtschaft

und Technologie. Diskutiert

werden unter anderem die Rolle der KI

in der Energieplanung, politische Weichenstellungen

der kommenden Jahre

sowie wirtschaftliche Perspektiven für

KMU und Bildungsinstitutionen.

Weiterbildung mit Mehrwert

Am Nachmittag rückt die berufliche

Qualifikation in den Vordergrund:

EIT.swiss bietet eine Auswahl an Modulen

an, die als anerkannte Weiter-

bildung gemäss NIV gelten. Damit

schlägt der Branchentag die Brücke

zwischen strategischer Orientierung

und konkretem Know-how – ein Ansatz,

der insbesondere für Führungskräfte,

Betriebsinhaberinnen und

-inhaber sowie Verantwortliche für die

Ausbildung von Fachpersonal von grosser

Bedeutung ist.

Branchentreffen mit Netzwerkcharakter

Der Anlass ist nicht nur Informationsquelle,

sondern auch Treffpunkt.

Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden,

Unternehmen, Bildungseinrichtungen

und Behörden nutzen die

Gelegenheit zum Austausch. Im persönlichen

Gespräch werden nicht selten

neue Kooperationen, politische

Initiativen oder innovative Ausbildungsprojekte

angestossen.

Der EIT.swiss Branchentag 2026 ist

weit mehr als ein Branchenevent – er ist

ein Stimmungsbarometer und ein Spiegel

der aktuellen Entwicklung in der

Schweizer Elektrobranche. Wer Strategien

für die Zukunft sucht, kommt am

29. Januar in den Kursaal Bern.

Feierlicher Abschluss:

Die nationale HBB­Feier

Als besonderer Programmpunkt findet

am Abend die nationale Feier für

Absolventinnen und Absolventen der

höheren Berufsbildung (HBB) statt. –

Die HBB-Feier wurde im Jahr 2025

mit grossem Erfolg zum ersten Mal

überhaupt durchgeführt. Sie ist ein

Zeichen der Wertschätzung gegenüber

dem Berufsnachwuchs und der dualen

Bildung insgesamt. Die Teilnahme an

der HBB-Feier ist ausschliesslich auf

Einladung möglich.

EIT.swiss Fachreport:

Als Branchen verband ist

EIT.swiss für die Berufsbildung der

Elektrobranche verantwortlich und als

Interessensvertreter aktiv.

www.eit.swiss

EIT.swiss dankt allen Sponsoren und Medienpartnern des Branchentags 2026:

Ausgabe 6/25

eTrends

91


NEUHEITEN

Mit wenigen Klicks

Massgeschneidert Schluss mit aufwändigen Abklärungen. Mit dem

neuen Online-Konfigurationstool von Demelectric lässt sich der passende

Stromverteiler in wenigen Schritten zusammenstellen. Die Auswahl

ist einfach: Gehäuse aus Hartgummi oder Kunststoff? Einspeisung?

Steckdosen nach CH-Norm oder CEE-Typ? Alles direkt wählbar.

Dank klarer Struktur und smarter Filterfunktion entsteht in

wenigen Minuten genau der Verteiler, der auf der Baustelle

gebraucht wird. Konfiguration speichern, bestellen – fertig.

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Sichere E-Mobilität Der BENNING EV 3-3 kann alleinstehend zur

Funktionsprüfung und Fehlersuche von E-Ladestationen genutzt

werden. In Verbindung mit einem geeigneten Installationsprüfgerät

kann zudem die Wirksamkeit der Schutzmassnahmen normkonform

nachgewiesen werden.

Leistungsmerkmale

· Simulation des Fahrzeugstatus A, B, C, D

· Analyse des CP- und PP-Signals (Fahrzeugstatus,

Signalspannung, Frequenz, Tastverhältnis)

· PE-Test (Warnung vor anliegender Phasenspannung

am Schutzleiter)

· Auslösung der Fehlerstromschutzeinrichtung

mit Zeitmessung (RCD-Auslösezeit 30 mA AC und 6 mA DC)

· Drehfeldmessung

· Spannungsmessung

· Simulation der Fehler CP kurzgeschlossen und PE unterbrochen

In Verbindung mit einem geeigneten Installationsprüfgerät

können folgende Prüfungen durchgeführt werden:

· Schutzleiterwiderstand

· Isolationswiderstand

· Schleifen-/Netzimpedanz

· Prüfung der Fehlerstromschutz -

einrichtung (RCD-Auslösezeit

und -strom 30 mA AC, 6 mA DC)

Im Lieferumfang enthalten

· Schutztasche

· Bedienungsanleitung

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Lichtsteuerung

Sparsam und modern Mit DALI-LINK von B.E.G.

Luxomat gestalten Sie Ihre Lichtsteuerung modular,

effizient und zukunftssicher:

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· Bis zu 80 Prozent Energieeinsparung mit dem

DALI-gesteuerten Präsenzmelder

· Schnelle Inbetriebnahme per DALI-LINK App

· Flexible Gruppenzuweisungen, jederzeit

nachträglich anpassbar

· Intelligente Lichtverläufe durch Funktionen

wie Guided Light (Schwarmfunktion)

· Zwei Betriebsarten:

· Bluetooth-Insellösung

· KNX-Anbindung

So passt sich DALI-LINK perfekt an die Anforderungen

moderner Gebäude an – zukunftssicher, flexibel

und energieeffizient.

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92 eTrends Ausgabe 6/25


WERKZEUGEFÜR PROFIS

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Kabeltrommeln undRingwaren

Zukunftssicher

prüfen,

normgerecht

dokumentieren

Schnell und fehlerfrei Der PROFITEST MF XTRA von Gossen

Metrawatt begleitet Elektroprofis optimal durch den

Arbeitsalltag. Mit einem klugen Bedienkonzept und idealer

Funktionsvielfalt vereinfacht er die normkonforme Prüfung

von elektrischen Anlagen und Maschinen und beschleunigt

den Dokumentationsprozess. Der Prüfablauf kann auf die

Anlagenstruktur zugeschnitten werden – für ein standardisiertes,

zuverlässiges Messverfahren.

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Kabeltrommeln

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Prüfabläufe für wiederholte und normgerechte

Prüfungen mit Protokollierung und Erstellung

individueller Prüfsequenzen mittels Software

IZYTRONIQ am PC

· Umfassende Messfunktionen: Schleifen- und

Netzimpedanz, Isolations- und Erdungswiderstand,

Ableitstrom, Restspannung, Niederohmmessung,

Prüfen von Fehlerstrom-Schutzschaltern / IMD

Isolations- und RCM-Differenzstrom-Wächtern

· Prüfung von E-Ladestationen: Prüfadapter Metraline

PRO-TYP EM zur Simulation unterschiedlicher

Betriebszustände eines Elektrofahrzeugs an der

Ladeeinrichtung

· Komfortable Bedienung: intuitive Benutzerführung

via Funktionsdrehrad und Softkey-Tasten, Signalisierung

bei Anlagenfehlern sowie Anschlussfehlern des

Prüfgeräts, Akkukontrolle und automatische Geräteabschaltung

bei Entladung

· Einfache Dokumentation: intelligente Protokollier-

Software IZYTRONIQ zur geräteübergreifenden

Darstellung, Verwaltung und Dokumentation der

Prüfdaten

Der PROFITEST MF XTRA unterstützt die schnelle und

fehlerfreie Prüfung der Wirksamkeit von Schutzmassnahmen

an ortsfesten elektrischen Anlagen (IEC 60364-6 und

EN 50110-1), Maschinen (EN 60204-1) und E-Ladepunkten

(EN 61851-1) mit vordefinierten und programmierbaren

Prüfsequenzen sowie komfortabler Bedienung. Geräte-Updates

via USB-Schnittstelle gewährleisten den zukunftssicheren

Einsatz des Prüfgeräts und schützen Investitionen.

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Ausgabe 6/25

eTrends

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Tel. +4143 455 4400

Fax+41 43 45544 11

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demelectric.ch

93


Der Treffpunkt der Elektroprofis

EIT.swiss

Branchentag

mit anschliessender EIT.swiss HBB-Feier

29. Januar 2026

Kursaal Bern

Zukunftsthemen der Elektrobranche stehen im Mittelpunkt:

Energie, Digitalisierung und Fachkräftemangel.

Spannende Referate, eine interaktive Podiumsdiskussion

und praxisnahe Seminare –u. a. zu Photovoltaik,

Energiewirtschaft und Lichttechnik –bieten Fachwissen aus

erster Hand.

Gleichzeitig schafft der Anlass Raum für Dialog,

Networking und Inspiration. ½Tag ist als Weiterbildung

gemäss NIV anrechenbar.

WeitereInformationen zur Veranstaltung

undAnmeldung finden Siehier:

eit.swiss/branchentag

Partner:

Medien-Partner:

94 eTrends Ausgabe 6/25


Finale VERBÄNDE

SLG

STARKER

VERBANDSHERBST

Save the Date

Aussenbeleuchtungstagung,

JEE und

Berufsprüfungen.

Messe Schweiz

20.–23. Januar 2026

Swissbau,

Messe Basel

Messe Frankfurt

8.–13. März 2026

Light and Building

Messe Frankfurt

GNI

7. Mai 2026

30 Jahre GNI, Jubiläum & GV

Kinderspital Zürich

eTrends Branchenagenda

EIT.swiss

29. Januar 2026

Branchentag,

Kursaal Bern

KNX Swiss

25. März 2026

Generalversammlung,

Suissetec-Campus, Lostorf

Messe Schweiz

9.–10. September 2026

Ineltec 2026,

Messe Zürich

Nadine Müller

Leiterin Marketing Kommunikation

Auch in diesem Jahr dürfen wir auf

zwei erfolgreiche Veranstaltungen im

Bereich der Aussenbeleuchtung zurückblicken.

Die Aussenbeleuchtungstagung

in Zürich sowie der JEE,

Journée romande pour l’éclairage extérieur

in Lausanne, stiessen auf grosses

Interesse und bestätigen den hohen

Stellenwert dieser Themen in der

Branche. Beide Tagungen boten den

Teilnehmenden praxisnahe Fachbeiträge

und viel Gelegenheit zum Austausch

mit Kolleginnen und Kollegen.

Weiter fand im November ein

Webinar zur SIA-Norm 387/4 statt.

Bei diesem Austausch beantwortete

unser Experte häufige Fragen und

Herausforderungen bei der konkreten

Anwendung der Norm in Beleuchtungsprojekten.

Ein weiteres Vorabendseminar im

November beantwortete die Frage:

«Wie lassen sich Beleuchtungsstärken

in Innenräumen normgerecht messen

und bewerten, und wie lässt sich die

Norm vereinfachen für die Anwendung

in der Praxis?»

Ein weiteres Highlight (mit neuem

Teilnehmerrekord!) war die diesjährige

Berufsprüfung zum/zur eidgenössisch

fachausgewiesenen Lichtplaner /

Lichptlanerin. Das kontinuierlich

wachsende Interesse an dieser Weiterbildung

zeigt, dass Lichtplanung als

Fachgebiet zunehmend an Bedeutung

gewinnt. Die erfolgreichen Absolventinnen

und Absolventen erhalten ihre

Fachausweise im Rahmen des Lichtfestivals

im Januar 2026 in Murten –

ein Anlass, der wie jedes Jahr in besonderer

Atmosphäre stattfindet und

die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte

für die Lichtbranche unterstreicht.

Die SLG gratuliert allen

neuen Lichtplanerinnen und Lichtplanern

herzlich!

www.slg.ch

Ausgabe 6/25

eTrends

Alle Termine

der Branche

95


Finale VERBÄNDE

eev | aae

PERSÖNLICHE

KONTAKTE PFLEGEN

Branchenplattform

für Wissenstransfer

und Networking.

fvb

LICHTLÖSUNGEN

DER ZUKUNFT

Neue Technologien

revolutionieren

die Welt des Lichts.

MMTS

ERFOLGS-

GESCHICHTEN

Mitglieder berichten

und geben

Erfahrungen weiter.

Massimiliano Messina

Leiter Kommunikation

Der persönliche Kontakt und der gegenseitige

Austausch sind nicht ersetzbar.

Deshalb ist es für die eev sehr

wichtig, mit den Mitgliedern und Vertragspartnern

auch im Rahmen ihrer

Veranstaltungen regelmässig in Kontakt

zu treten, um ihre Bedürfnisse

und Erwartungen aufzunehmen. Dieser

wertvolle Austausch hat die Vereinigung

auch im Verlaufe dieses Jahr

bereichert. So blickt die eev in positiver

Erinnerung auf das Forum ELITE

Romandie in Aigle, auf ihre Generalversammlung

in Locarno und auf die

electro-tec in Bern zurück. Mit der

electro-tec, dem nationalen Branchentreff

des Elektroinstallationsgewerbes,

bringt die eev Anbieter und Fachspezialisten

zusammen. Auch in

diesem Jahr bot die electro-tec den

über 6000 Besuchenden wie Installateuren,

Planern und anderen Fachleuten

die Möglichkeit, durch persönliche

Gespräche mit Ausstellenden vertieftes

Know-how für ihren Berufsalltag

zu erlangen. Der Mix der Ausstellenden

und die starke Präsenz der Branchenverbände

vor Ort bildeten die

Elektrobranche ab. 2004 ins Leben

gerufen, findet die electro-tec alle

zwei Jahre statt.

Die eev freut sich bereits jetzt auf

die Veranstaltungen, die im Jahr 2026

stattfinden werden – im Mai findet die

ELITE Gerätetagung in Safenwil

statt, in deren Rahmen eev-Vertragspartner

Produktneuheiten und Trends

aus dem Bereich der Haushaltsgeräte

präsentieren. Im Juni trifft sich die

Elektrobranche mit circa 500 Anwesenden

an der Generalversammlung in

Sion, und im Herbst organisiert sie das

Forum ELITE Ticino, die im zweijährlichen

Rhythmus durchgeführte

Networking-Veranstaltung für die

Mitglieder aus der italienischsprachigen

Schweiz.

www.eev.ch

Markus Binda

Fachdelegierter fvb

Welche Technologien und Trends prägen

künftige Beleuchtungslösungen?

Materialwahl und Materialzusammensetzung

werden wichtige Punkte

zur Minimierung der grauen Energie.

Das Produktedesign kommender

Leuchten wird noch gezielter auf

stoffreine Trennbarkeit und Reperaturfähigkeit

ausgelegt sein.

Künftig werden vermehrt auch die

nicht-visuellen Wirkungen des Lichts

(biologisch wirksames Licht) mittels

Human Centric Lighting abgedeckt.

Durch Veränderung der Lichtfarbe,

der Lichtintensität und die Anpassung

des Blaulichtanteils im Tagesverlauf

werden die biologischen Einflüsse des

Tageslichts auf den Menschen durch

das Kunstlicht imitiert.

Dank Li-Fi (Light Fidelity), einer

optischen, drahtlosen Technologie zur

Datenübertragung, kann in Zukunft

ein heute gängiges Wi-Fi-Netz durch

eine Beleuchtungsanlage mit Li-Fi ersetzt

werden. Mit dem grossen Vorteil,

dass Li-Fi keinerlei elektromagnetische

Strahlung abgibt.

3D-Drucker werden in der Leuchtenproduktion

zu einem Game Changer.

Der 3D-Druck erlaubt komplexe

Formen, filigrane Muster und organische

Strukturen. Künftige 3D-Drucker

können mit recycelten oder biologisch

abbaubaren Grundmaterialien

betrieben werden. Auch ist eine dezentrale

Produktion mit mobilen

3D-Druckern unkompliziert zu bewerkstelligen.

Das führt zu einem

reduzierten Logistikaufwand, verkürzt

Lieferzeiten und minimiert die

CO 2 -Emissionen beim Transport.

Die Lichtlösungen der Zukunft

werden also smart, nachhaltig und

menschenzentriert sein. Der FVB und

seine Mitglieder begleiten sie gerne in

diese Zukunft.

www.fvb.ch

Thomas Gründler

Vorstandsmitglied

Umweltschutz ist auch im Multimedia-

Fachhandel ein zentrales Thema. Wir

von der Sauter AG übernehmen Verantwortung

und setzen auf nachhaltige

Lösungen – mit dem Ziel, so weit

wie möglich CO 2 -neutral zu arbeiten.

Ein Vorteil unseres Unternehmens

sind die kurzen Wege zu Kundinnen

und Kunden. Dafür nutzen wir Elektrofahrzeuge:

Unser Servicewagen

benötigt rund 25 kWh pro 100 km (ca.

Fr. 8.50).

Trotz höherer Anschaffungskosten

zahlt sich das E-Auto aus – für die

Umwelt und punkto Betriebskosten.

Unsere Ladestation mit 22 kW Leistung

haben wir über einen Partnerbetrieb

günstig bezogen – verbunden mit

einer Social-Media-Kampagne, die

beiden Seiten nützte. Geladen wird

meist nur einmal pro Woche, das reicht

für rund 250 km Fahrt. Auch im Winter

ist das Fahrzeug zuverlässig.

Für innerstädtische Termine oder

Heimberatungen setzen wir oft unser

schnelles E-Bike (bis 45 km/h) ein. Im

Radius von 10 km sind wir damit

schneller und flexibler als jedes andere

Fahrzeug. Unsere Kundschaft nimmt

diese Initiative positiv wahr – ein

Imagegewinn, der auch in der Kommunikation

nützlich ist.

Nachhaltigkeit endet bei uns nicht

bei der Mobilität: Wir fördern Reparaturen,

sorgen für fachgerechte Entsorgung

und verkaufen funktionierende

Altgeräte weiter. Unser Engagement

ist kein Trend, sondern Teil unserer

Firmenphilosophie. Nachhaltigkeit

lebt vom Austausch. Deshalb: Meldet

eure Erfolgsgeschichten der MMTS-

Geschäftsstelle – so können wir voneinander

lernen und gemeinsam unsere

Branche nachhaltig stärken.

www.mmts.ch

96 eTrends Ausgabe 6/25


GNI

HERBSTANLÄSSE

UND KURSE

Mit einem kontrollierten

Live Hacking in

den Kaninchenbau.

KNX Swiss

ECHANGE

ROMANDIE

Warum KNX

für unsere Branche

entscheidend ist.

Swissolar

7-PUNKTE-PLAN

FÜR DEN AUSBAU

Solarenergie für

unsere Versorgungssicherheit.

Tania Messerli

Leiterin Geschäftsstelle

Die Kurse zu «Cybersicherheit im Gebäude»

wurden um ein Vertiefungsmodul

erweitert. Das Modul 3 «Folge

dem weissen Kaninchen» richtet sich

an technisch versierte Betreiber, Integratoren

und Sicherheitsverantwortliche.

Die Schwerpunkte sind:

· Defense in Depth-Konzept

· KNX Secure: Theorie und Praxis

· Anwendbare Normen und

Prüfstandards

· Live Hackerangriff

Zudem planen wir einen Kurs im Bereich

Energieoptimierung. Hier werden

die verschiedenen Potenziale aus

Sicht der Hersteller, Planer und Betreiber

gezeigt, um Umbauprojekte

und Neubauten nach der Inbetriebnahme

so zu regeln und zu optimieren,

dass die geplanten Werte auch erreicht

werden können.

Im Oktober haben wir einen sehr

gut besuchten Anlass zu Innovationen

bei Migros durchgeführt. Stefano Soppelsa,

MGB, zeigte, wie ein innovativer

Bauherr Vorgaben für das Projekt machen

und sie auch durchsetzen kann. In

Uznach wurde eine Fassade ganz aus

Fotovoltaikelementen vorgegeben, und

der Architekt musste sich mit diesem

für ihn neuen Bauelement auseinandersetzen.

Auch die Vorgabe, dass eine

komplexe Sanierung der Haustechnik

innert zehn Jahren amortisiert sein

muss, war eine Anforderung der Bauherrin

für eine Überbauung in Kloten.

Beat Gut von anergytec AG zeigte eindrücklich,

wie er mit innovativen Ansätzen

Restenergie nutzbar machte. So

versorgt nun die sanierte Zentrale einige

Wohnungen, ein Bankgebäude

sowie eine Migros Filiale inkl. Restaurant

wieder zuverlässig mit Wärme und

Kälte.

www.g-n-i.ch

René Senn

Leiter Geschäftsstelle

Am 12. November trafen sich Mitglieder

von KNX Swiss, EIT.vaud und

EIT.genève zum jährlichen Echange

Romandie, diesmal im Château de

Prangins bei Nyon. Der Anlass zeigte,

welchen Mehrwert KNX für KMU

bieten kann. Die Referate und Praxisbeispiele

verdeutlichten, dass eine gut

ausgeführte KNX-Installation sauberer,

übersichtlicher und deutlich einfacher

weiterzuentwickeln ist als eine

traditionelle Elektroinstallation.

Ein weiterer positiver Punkt: Die

Preise vieler KNX-Geräte sind in den

letzten Jahren gesunken, wodurch

KNX nicht mehr zwingend teurer ist.

Gleichzeitig wird in immer mehr Ausschreibungen

eine Inbetriebnahme

durch Technikerinnen und Techniker

verlangt, die den Kurs KNX Advanced

absolviert haben. Das erhöht die

Qualität der Projekte.

Dafür ist auch der neue Beruf

Gebäudeinformtiker:in EFZ sehr

wichtig. Die ersten Lernenden haben

ihre Grundbildung diesen Sommer

abgeschlossen und stehen der Branche

zur Verfügung.

Die Möglichkeiten und Herausforderungen

für Betriebe, die Lernende

in diesem Beruf ausbilden (wollen),

wurden in Prangins intensiv diskutiert

– und man merkte deutlich, dass er in

der Branche angekommen ist. Das Interesse

daran und die Offenheit dafür

sind viel grösser als noch vor vier Jahren

bei der Einführung. Die ersten

Abschlüsse zeigen: Die Ausbildung

funktioniert und liefert genau die

Kompetenzen, die benötigt werden.

Der Anlass fand seinen Abschluss

bei einem geselligen Apéro im wunderschönen

Ambiente des Schlosses.

www.knx.ch

Claudio De Boni

Kommunikation

Der Ausbau der Solarenergie in der

Schweiz schreitet rasant voran: Im laufenden

Jahr werden bereits mehr als

14 Prozent unseres Stromverbrauchs

aus Photovoltaikanlagen gedeckt –

eine Strommenge, die etwa der regulären

Jahresproduktion des AKW

Gösgen entspricht. 2025 wird der Ausbau

wiederum auf hohem Niveau, aber

leicht tiefer liegen als im Vorjahr.

Zur Stabilisierung des Ausbaus

und zur Erreichung der gesetzlichen

Ziele für die Stromproduktion aus erneuerbaren

Energien braucht es weitere

Massnahmen. Mit einem in

7 Punkte aufgegliederten Aktionsplan

zeigt Swissolar auf, welche Weichen

jetzt gestellt werden müssen, damit die

enormen Potenziale der Solarenergie

genutzt werden können und sich Solarstrom

zusammen mit dezentralen

Steuerungen und Speicherlösungen

optimal ins Gesamtenergiesystem integriert.

Swissolar appelliert mit dem Aktionsplan

2030 an die Politik, den eingeschlagenen

und vom Volk mehrfach

bestätigten Pfad in Richtung Vollversorgung

mit erneuerbaren Energien

konsequent weiter zu verfolgen. Verlässlichkeit

der politischen Rahmenbedingungen

ist die wichtigste Voraussetzung

dafür, dass weiterhin in

Solaranlagen investiert wird. Swissolar

setzt für einen nächsten Marktaufschwung

grosse Hoffnungen in die

neuen lokalen Strommodelle. Allerdings

müssen dazu die bestehenden

Hindernisse bei diesen Modellen beseitigt

werden.

Mehr Informationen zum Aktionsplan

von Swissolar: www.swissolar.

ch/aktionsplan2030

www.swissolar.ch

Ausgabe 6/25

eTrends

97


Finale KOLUMNE

STREIFLICHT

Kernkraft versus Windkraft

Es ist vergleichbar mit unterschiedlichen

religiösen Glaubenswahrheiten, man

findet meist keinen gemeinsamen Nenner,

die Eckpunkte sind definiert. Diesen Eindruck

hat man beim im vergangenen Sommer

veröffentlichten Bericht «Perspektiven

für die Kernenergie in der Schweiz»

der Akademie der Naturwissenschaften

Schweiz (SCNAT). Kurz zusammengefasst

heisst es dort: Kein neues Kernkraftwerk

in der Schweiz vor 2050.

Begründet wird dies mit «zu spät – zu teuer

– unnötig – von der Bevölkerung nicht

gewünscht», Argumenten, die auch vom

WWF, Greenpeace und Grünen Parteien

regelmässig vorgebracht werden. Dass

innerhalb von Akademien auch gewisse

Welt- und Politikvorstellungen existieren,

gehört zu den Eigenheiten aller Vereinigungen.

Aber eigentlich erwartet man bei

so heiklen Grundsatzartikeln eine gewisse

Ausgewogenheit bezüglich der Stossrichtung.

So behauptet die SCNAT in ihrem

Papier, dass es rein zeitlich unmöglich sei,

in der Schweiz innerhalb von 25 Jahren ein

Kernkraftwerk zu realisieren. Dies lässt

sich aber ändern, was eine Frage des politischen

Willens ist. Interessant ist, dass

auch bei den Windkraftwerken in etwa der

gleiche Zeithorizont besteht, wie der Interessenverband

Suisse Eole bestätigt.

Das Argument «zu teuer» im Vergleich zur

Windenergie ist nicht stichhaltig. Denn

letztere wird massiv subventioniert, früher

mit einer kostendeckenden Einspeisevergütung

von 23 Rp./kWh während fünf

Jahren und anschliessend mit 13 Rp/kWh.

Deshalb sagt die Professorin für nukleare

Sicherheit an der ETH, Annalisa Manera,

dass man ein AKW fast gratis bauen könnte,

wenn man es gleich wie die Windenergie

subventionieren würde. So kämen innerhalb

von fünf Jahren etwa 14 Milliarden

Franken zusammen, was ungefähr den

mutmasslichen Baukosten entsprechen

würde. Damit wären sämtliche Investitionen

und Kapitalkosten gedeckt, was einer

Rekordamortisation entsprechen würde.

Die eigentlichen Brennstoffkosten fallen

bei den Betriebskosten kaum ins Gewicht.

So stellt das AKW Leibstadt den Strom

zu etwa 5 bis 6 Rp./kWh her, wobei auch

die Entsorgungskosten inbegriffen sind.

Ebenso ist das Argument «nicht nötig» –

weil 2050 genügend Wind- und Solarstrom

produziert werden könnten – falsch. Das

stimmt zwar grundsätzlich bei der buchhalterischen

Jahresbetrachtung. Aber der

Strom steht nicht immer dann zur Verfügung,

wenn er gebraucht wird. Es sind

enorme Investitionen für Speicheraktivitäten

notwendig. In einem beschränkten

Ausmass können Speicherseen eingesetzt

werden, aber man denkt vorwiegend an

Batterien bzw. an Gaskraftwerke. Das Problem

mit der Netzregulierung liesse sich

auch mit KKWs teilweise lösen, weil auch

sie im Minutentakt um jeweils bis 100 MW

gesteuert werden können.

Im Bericht der SCNAT wird auch argumentiert,

dass die Bevölkerung in aktuellen

Umfragen neue KKWs ablehne. Dies ist

ebenfalls fragwürdig, denn je nach der

Version der Fragestellung ergeben sich

auch positive Antworten. Verschwiegen

wird auch, dass die Gaskraftwerke bei

Umfragen massiv ungünstiger abschneiden,

verglichen mit den KKWs. Als Leser

dieses Berichts vermisst man eine technologiefreie

Betrachtung der gesamten

Problematik, die diesem wissenschaftlichen

Bericht gut anstehen und ihn auch

glaubwürdiger erscheinen lassen würde.

Hans R. Ris ist Publizist und Autor

aktueller Fachbücher in den Fach -

gebieten Energie- und Lichttechnik

eTrends

IMPRESSUM

Die Fachzeitschrift für Elektro technik,

Smart Building, Multimedia, ICT/IoT,

Licht, e-Mobility

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Offizielles Organ

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KNX Swiss, www.knx.ch

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Die nächste

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