Fachmagazin eTrends - Ausgabe 06-2025
eTrends ist die **moderne Wissensplattform der Schweiz**, die die Fachleute in den Bereichen Elektrotechnik, SmartBuilding, Gebäudeautomation, SmartHome, Multimedia, ICT/IOT, Engergie, Licht und E-Mobility über die aktuellen und zukünftigen Technologien und Trends informiert.
eTrends ist die **moderne Wissensplattform der Schweiz**, die die Fachleute in den Bereichen Elektrotechnik, SmartBuilding, Gebäudeautomation, SmartHome, Multimedia, ICT/IOT, Engergie, Licht und E-Mobility über die aktuellen und zukünftigen Technologien und Trends informiert.
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eTrends 06 : 2025 ELEKTRO, SMART BUILDING, MULTIMEDIA, ICT/IOT, LICHT, EMOBILITY
eTrends
ELEKTRO, SMART BUILDING, MULTIMEDIA
ICT/IOT, LICHT, EMOBILITY
No6
2025
BACNET
Sichere Gebäudeautomation
auf dem Vormarsch.
VIRTUELLE ZEV
Selbst produzierten Solarstrom
im Quartier teilen.
WIR SIND ZUKUNFT
Wie geht es weiter
nach der Grundbildung?
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EDITORIAL
Jetzt ist das
Jahr schon um
Bild: Michael Donadel
Wow, wo ist die Zeit schon wieder hin? Die Zeit,
die scheinbar immer schneller läuft. Oder liegt es
daran, dass wir alle immer beschäftigter sind? KI
und smarte Tools beschleunigen vieles, aber das
Tempo im Handwerk selbst lässt sich nicht gleichermassen
hochdrehen. Entsteht da mittelfristig sogar
ein Konflikt? Komische Gedanken, die mich hier
gerade beschäftigen… Aber zurück zum Rückblick.
Macht ein solcher überhaupt noch Sinn in einer
Zeit, in der alles nur noch nach vorne gerichtet ist?
Ich finde: Ja! Wenn wir uns nicht «verheizen» wollen,
dann brauchen wir das Innehalten. Und wir
müssen unsere Erfolge bewusst feiern. Notfalls auch
nur im Kleinen, Stillen.
Wir als Branche, wir als eTrends haben 2025 einiges
erreicht, das wir feiern dürfen. Da war zum
Beispiel der würdige Branchentag im Januar in
Bern. Da waren die weltweit ersten EFZ-Abschlüsse
von Gebäudeinformatikern und Gebäudeinformatikerinnen
im Sommer. Und da sind die 600 lesenswerten
Seiten, die wir für unsere Branche produziert
haben. Sie sind der Spiegel einer grossartigen
Community.
In unserer «What’s Next?»-Story begleiteten wir
sechs junge Persönlichkeiten bei ihren Weiterbildungen
mit Texten und in Videos. Nächstes Jahr gibt
es übrigens ein neues Format für «Wir sind Zukunft».
Damit geht das Projekt in das fünfte Jahr.
Das sind doch feiernswerte Punkte, oder? Sicher
hast auch du eigene Projekte, die du feiern kannst,
am besten gleich jetzt.
Auf ein tolles 2026! Frohe Festtage und einen
guten Rutsch, im Namen des grossartigen eTrends-
Teams, das mich begleitet!
René Senn, Chefredaktor
redaktion@etrends.ch
Folgen Sie uns auf
LinkedIn unter:
eTrends-Magazin
Ausgabe 6/25 eTrends
3
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Charge
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MID-zertifiziert.
V2X-ready.
Zukunftssicher.
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MID-Zertifizierung! Integriertes Display für volle Transparenz.
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bevorstehende bidirektionale Anwendungen ebnet.
INHALT
© eTrends 06/25
Erscheinungsdatum: 05.12.2025
10
48
68
What's Next? Projektleiter!
Tageslicht besser nutzen
Tag der Gebäudeinformatik
ENTRÉE
06 Trends
Darüber spricht man
in der Branche.
10 Wir sind Zukunft
Nachwuchstalente –
Caner Tetik.
16 Gebäudeinformatik
Die ersten (W)EFZ im
neuen Beruf sind da!
PRAXIS
20 Virtuelle ZEV
Auf gute Solar-Nachbarschaft.
28 Kreislaufwirtschaft
Erkenntnisse aus dem Circular
Economy Symposium.
32 Umschaltungen
Arbeiten an Schaltgerätekombinationen
gut planen.
LICHT
36 Tageslicht intelligent
nutzen
Grosse Energieeinsparungen
dank Tageslichtsensorik.
46 Der neue Lichtboss
Claudio Hartmann,
Geschäftsführer der SLG,
im Interview.
50 Beleuchtungssanierung
Energieeffizienz dank
durchgängigem Konzept.
SMART BUILDING
56 BACnet Secure Connect
Ein Meilenstein für die
Cybersicherheit von Gebäuden.
64 Digitale Effizienz
Digitale Werkzeuge optimieren
die Arbeitsweise
68 Fernzugriff auf HLKS
Hacker nutzen ungesicherte
Schnittstellen in Gebäuden.
74 Zweiter TDGI
In Sursee wurde die
Gebäudeinformatik gefeiert.
EMOBILITY
82 Audi S6 im Test
Ich bin auch ein Konzertsaal
mit bis zu 405 kW Leistung.
BASISWISSEN
84 Leiterfarben
Verwechslungen können
gravierende Folgen haben.
88 NIN-Prüfungsfragen
Teste dein Normenwissen mit
sechs spannenden Fragen.
NEUHEITEN
92 Neuheiten im Markt
VERBÄNDE
90 Branchentag 2026
Energie trifft Strategie
im Kursaal Bern.
95 Save the Date / Termine
95 News der Partnerverbände
FINALE
98 Kolumne Streiflicht
Kernkraft versus Windkraft
98 Impressum
Titelfoto:
© Adobe Stock (SKIMP Art)
Cybersecurity wird uns alle
in Zukunft noch sehr
beschäftigen.
TRENDS
Licht in seiner
flexibelsten Form
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überzeugt durch funktionales
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White oder Casambi-Steuerung. Ein Blick
auf das weitere Sortiment der Manufaktur
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Einsatz unter harten Baustellenbedingungen ausgelegt.
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Betrieb mit 18 V-/12 V-Akku oder C-Batterien möglich.
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6 eTrends Ausgabe 6/25
SwissBau
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Die Lösungsmöglichkeiten mit Xesar sind
einfach vielfältig. Vielfältig ist ab sofort auch
das Angebot an Zutrittsmedien. SwissBau Mit der
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20.-24.1.2026
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Ausgabe 6/25
eTrends
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8 eTrends Ausgabe 6/25
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Form positioniert sich der neue BMW iX2 als elektrisches Kompaktmodell mit sportlichem
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Ausgabe 6/25
eTrends
www.wieland-electric.ch
Entrée WIR SIND ZUKUNFT
Wir sind
Zukunft
DEIN EINSTIEG
INS BERUFSLEBEN.
Weiterbildung:
Elektroprojektleiter Installation
und Sicherheit (BPEL)
Grundbildung: Montage-Elektriker EFZ
?
What’s Next?
Welche Möglichkeiten haben junge Berufsleute nach dem
Abschluss ihrer Grundbildung? In dieser Episode von «What’s Next?»
besuchen wir Caner Tetik, der nach seiner Lehre zum Montage-
Elektriker EFZ noch jene zum Elektroinstallateur EFZ absolviert
und dabei seine Passion in der Planung gefunden hat.
Aktuell besucht er die Weiterbildung zum Elektroprojektleiter
Installation und Sicherheit (BPEL).
TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: MICHAEL DONADEL
Wir sind die Zukunft. Ich bin Julian und habe kürzlich meine Lehre zum Elektroinstallateur
abgeschlossen – jetzt frage ich mich: What’s Next? Was ist für mich der nächste
Schritt? Für das eTrends Magazin mache ich mich auf den Weg, um herauszufinden,
welche Möglichkeiten ich nun habe. In Interviews und Gesprächen mit Absolventen,
Bildungsträgern oder Verantwortlichen der Branche suche ich nach verschiedenen
möglichen Wegen. Schaut auch online vorbei und tauscht euch mit uns aus.
Wir sind Zukunft | «What's Next?»-Partner:
Der Nachwuchs ist eine Investition in die Zukunft! Die folgenden Firmen unterstützen die Nachwuchsförderung im Rahmen der
Aktion «Wir sind Zukunft» von eTrends in Zusammenarbeit mit EIT.swiss:
Ausgabe 6/25
eTrends
11
Caner
Tetik
21
Grundbildung: Montage-Elektriker EFZ, Abschluss 2022,
Bingesser Huber Elektro AG, Rickenbach
Aktuelle Tätigkeit: Elektroplaner bei Amstein + Walthert St.Gallen AG
Aktuelle Weiterbildung: Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit (BPEL)
Das gefällt ihm besonders am Beruf: Das Planen von komplexen elektrischen Anlagen
JAHRE
F
ür diese Story ist Julian
von Bern mit dem Zug nach
St.Gallen unterwegs. Er ist
etwas zu früh am Firmensitz
der Amstein + Walthert in
St.Gallen angekommen, und so kommt
Caner direkt von einem seiner Projekte
ans vereinbarte Meeting an seinem Arbeitsplatz.
Denn er hat viel zu erzählen
über seinen Werdegang und seine aktuellen
Projekte. Caner Tetik war 15
Jahre alt, als sein zukünftiger Lehrmeister
ihm einen pragmatischen Rat
gab: «Aufgrund deiner Ausgangslage
mit Sek B solltest du zunächst die Lehre
zum Montage-Elektriker EFZ machen.
Danach kannst du die Zusatzlehre zum
Elektroinstallateur angehen.» Für den
heute 21-Jährigen war das der richtige
Einstieg. Von 2019 bis 2022 absolvierte
er seine erste Lehre bei der Bingesser
Huber Elektro AG in Rickenbach. «Es
war ein guter Start für mich», erinnert
sich Caner. Direkt danach packte er bei
der gleichen Firma die Zusatzausbildung
zum Elektroinstallateur EFZ an
und schaffte auch diesen Abschluss.
Nach einer kleinen Pause und dem
Wechsel zu Amstein + Walthert im
Sommer 2024 verspürte der wissbegierige
Caner erneut Interesse an einer
Weiterbildung.
fasziniert mich sogar noch mehr als die
Installation selbst.» Und ergänzt lachend:
«Manchmal habe ich mich über
die Planer geärgert und dachte plötzlich:
Moment mal – ich könnte das doch
von Grund auf selbst machen! Das war
der Moment, in dem ich wusste: Ich will
das Thema Planung richtig anpacken.»
Und so ist Caner seit April 2025 an der
ZBW in St.Gallen in der Weiterbildung
zum Elektroprojektleiter Installation
und Sicherheit (BPEL).
Innovative Büros
Die Büros der Amstein + Walthert sind
hell und modern eingerichtet, es
herrscht ein freundliches und kameradschaftliches
Arbeitsumfeld. Hier
arbeiten Fachleute in komplexen Projekten
und helfen Jungen, sich erfolgreich
in die Materie einzuarbeiten. Auf
seinen zwei Bildschirmen zeigt Caner
Julian ein komplexes 3D-Modell eines
Neubaus in Winterthur. «Das ist aktuell
eines der schönsten Projekte», sagt
er stolz. Er navigiert locker durch das
BIM-Modell und weiss viel über das
komplexe Projekt zu berichten. Julian
kennt aus seinem Alltag nur 2D-Pläne
– die dreidimensionale Darstellung beeindruckt
ihn sichtlich. Caner ist sehr
versiert in den digitalen Programmen
und kennt sein Projekt in- und auswendig.
«Aktuell erstellen wir Konzeptpläne.
Ich arbeite dabei eng mit unseren
BIM-Spezialisten in St.Gallen
zusammen.» Zu viele Details darf er
aber nicht zeigen (und wir schon gar
nicht filmen oder fotografieren).
«Wenn ich auf die Baustelle gehe,
nehme ich den Laptop mit. Ich arbeite
fast nur noch digital», erklärt er.
Der Wechsel von der Installation
zur Planung
Julian will wissen, wie der Wechsel von
der ausführenden zur planenden Zunft
war. «Das war definitiv eine Herausforderung»,
gibt Caner zu. «Aber
gleichzeitig ist es ein riesiger Vorteil,
dass ich als Installateur genau weiss,
was ich plane. Ich kann sehr gut mit
den ausführenden Firmen kommunizieren,
weil ich ihre Sprache spreche
und ihre Bedürfnisse kenne. Das
macht vieles einfacher, auch auf der
Baustelle.» Er arbeitet in einem tollen
Team, das spannende Projekte realisiert.
«Ich kann hier viel lernen, auch
weil die Elektroplanung ein sehr anspruchsvolles
Gebiet ist», sagt er. Caner
ist ein sehr offener, fröhlicher →
Die Planung im Blut
«Ich habe schon nach der Grundbildung
zum Montage-Elektriker von
meinem Geschäftsführer kleinere Aufträge
erhalten, bei denen ich mehr Verantwortung
hatte und mir überlegen
musste: Wie installiere ich das am besten?
Dabei merkte ich: Die Planung
«Ich kann sehr gut mit den
ausführenden Firmen kommunizieren,
weil ich ihre Sprache spreche und ihre
Bedürfnisse kenne.»
12 eTrends Ausgabe 6/25
Einfach den QR-Code
scannen und mehr erfahren!
Verfolge
Caners
Weg
im Video
Julians
Fazit
Die Planung, insbesondere jene
mit 3D, findet Julian eine
spannende Aufgabe. «Es ist aus
meiner Sicht essenziell, dass
Planung und Elektroinstallation
eng zusammenarbeiten. Ich sehe
Pläne meistens noch in 2D. Dass
Caner seinen Weg vom Montage-
Elektriker EFZ über die Zusatzausbildung
Elektroinstallateur
EFZ gegangen ist, beweist einmal
mehr, dass es in unserer Branche
viele Möglichkeiten gibt für
‹What’s Next?›, das ist toll.»
«Was ich als
Installateur gelernt
habe, kann ich
auch als Planer
einsetzen.»
und neugieriger Mensch. Alles, was er
gelernt hat, gibt er gerne weiter, auch
die beiden lernenden Elektroplaner im
Betrieb unterstützt er, wo er kann.
Auch hier kommt seine Ausbildung
zum Elektroinstallateur EFZ seinem
Arbeitgeber sehr zugute.
Teilzeitpensum für die Weiter bildung
Caner arbeitet im Moment 90 Prozent,
denn am Donnerstagnachmittag hat er
Schule. Amstein + Walthert unterstützt
ihn nicht nur finanziell, sondern ermöglicht
es ihm auch, sich jederzeit mit
Kollegen zum gemeinsamen Lernen,
zum Erfahrungsaustausch und dem
Aufbau von Fachkompetenz zu treffen.
«Das schätze ich sehr. Die Firma steht
hinter mir.» Und der Zufall will es, dass
wir ihn an einem Donnerstag treffen.
«Kommst du mit in die Schule nach
dem Mittagessen? Es steht Elektrotechnik
auf dem Stundenplan. Die
Schule ist nur 10 Minuten von hier entfernt»,
fragt Caner spontan. Julian zögert
keine Sekunde. «Klar, das interessiert
mich, ich bin dabei.»
Die Lernatmosphäre an der ZBW
ist praxisnah: Viele Lehrpersonen
kommen aus der Branche, was Caner
besonders schätzt. «Sie wissen genau,
wovon sie sprechen, und man kann viel
aus ihren Erfahrungen mitnehmen»,
berichtet er. In der ZBW-Lektion am
Nachmittag geht es um den kapazitiven
Stromkreis, es wird die Parallelschaltung
von nicht ohmschen Widerständen
behandelt. Das wird schnell
komplex, sobald Spannung, Phasenverschiebung
und Blindleistung ins
Spiel kommen.
Warum diese Weiterbildung?
Caner erklärt seine grosse Motivation
so: «Ich möchte mich weiterbilden und
im Beruf weiterkommen. Ich habe
ganz bewusst die Fachrichtung Instal-
lation und Sicherheit statt Planung
gewählt, denn ich möchte mir alle
Möglichkeiten offenhalten. Diese
Fachrichtung liegt näher bei meiner
bisherigen Arbeit, und falls ich später
noch die Weiterbildung zum Dipl.
Elektroinstallations- und Sicherheitsexperten
(HFPEL) machen möchte, ist
dies sicher der einfachere Weg.»
Ein Weg mit Perspektive
Sein Weg vom Montage-Elektriker
EFZ über Elektroinstallateur EFZ
zum Elektroprojektleiter Installation
und Sicherheit ist nicht der klassische
– aber zeugt von Engagement und
Durchhaltewillen. Wer sich wie Caner
Schritt für Schritt weiterentwickelt,
zeigt Beharrlichkeit und den Willen zur
kontinuierlichen Weiterbildung. Ein
wichtiger Faktor in der heutigen Zeit,
insbesondere für den Nachwuchs. Aktuell
konzentriert sich Caner darauf,
seine Weiterbildung erfolgreich abzuschliessen.
Vielleicht nimmt er später
eine weitere in Angriff, er hat dafür
viele Möglichkeiten. Sein Werdegang
zeigt: In der Elektrobranche stehen
jungen Fachleuten mit der richtigen
Einstellung viele Türen offen.
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Ladeinfrastruktur (EVSE)
Der CST-222 ist ein kompakter und benutzerfreundlicher Testadapter zur Überprüfung von
Ladestationen für Elektrofahrzeuge (EVSE). Er ermöglicht sowohl eigenständige Funktionstests
als auch vollständige Sicherheitsprüfungen in Verbindung mit einem Installationstester. Das Gerät
simuliert ein Elektrofahrzeug und gängige Fehlerzustände gemäss IEC/EN 61851-1 und IEC/HD 60364-7-722.
Messfunktionen:
Netzspannungen: L1/N, L2/N, L3/N, N/PE
Frequenzmessung und Phasenfolge (Drehfeldrichtung)
Control Pilot Signal – positive und negative Spannung
Frequenz und Tastverhältnis (Duty Cycle) des CP-Signals
Berechnung des maximalen Ladestroms aus dem Duty Cycle (bis 80 A)
Vorprüfung PE – Anzeige bei gefährlicher Spannung >50 V
Entrée AUSZEICHNUNG
«Dra bliibe!»
Die ersten 40 EFZ der Grundbildung
Gebäudeinformatik sind vergeben. Das wurde auch
am Tag der Gebäude informatik gefeiert.
TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: RAINER EDER
A
m Tag der Gebäudeinformatik
standen nicht nur
Fachthemen und Praxisworkshops,
sondern auch
junge Berufsleute im Zentrum.
Der Grund dafür ist einfach:
Seit August 2025 stehen der Branche
die ersten 40 Gebäudeinformatikerinnen
und -informatiker mit EFZ zur
«Ein cooler Beruf
für Leute mit Spass
an Technik und
Abwechslung!»
Julian Fenten, Spetec AG
Verfügung. Ihre Durchschnittsnote
bei der IPA lag bei 5.2 und gesamthaft
bei 5.1. Für die Berufsverbände
EIT.swiss, ICT-Berufsbildung Schweiz
und Suissetec als Träger der Grundbildung
und für die gesamte Branche ist
das ein sehr wichtiger Meilenstein.
Ideale Ergänzung für die Branche
Vor vier Jahren wagten die ersten Lernenden
und ihre Lehrbetriebe den
Schritt in die damals neu lancierte
Grundbildung Gebäudeinformatik
EFZ. Sie zählen zu den Pionierinnen
und Pionieren in einem für die Branche
immer wichtigeren Bereich. «Die Gebäudeinformatik
ergänzt die traditionellen
Tätigkeitsfelder und passt damit
gut zu den anderen Grundbildungen»,
sagt Norbert Ivan Büchel, Leiter der
Abteilung Berufsbildung und Mitglied
der Geschäftsleitung von EIT.swiss.
«Zudem leisten wir mit diesem Beruf
einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung
der energie- und klimapolitischen
Ziele der Schweiz», hält er fest.
Dass dies so ist, bestätigte auch Tim
Frey von EnergieSchweiz in seinem
Referat «Automation als Schlüssel
zur Energiewende?» am diesjährigen
TDGI.
Es fruchtet langsam
Die neue Grundbildung fasst langsam
Fuss, wie Martin Stalder, Projektleiter
bei EIT.swiss, in seiner Präsentation
zur Entwicklung des Berufs zeigte.
Aktuell bestehen über 200 Lehr- →
16 eTrends Ausgabe 6/25
134 Ausbildungsbetriebe
in der Schweiz
Ausgabe 6/25 eTrends
17
verhältnisse über alle Fachrichtungen
hinweg. Insgesamt bilden 134 Firmen
Gebäudeinformatikerinnen und
-informatiker EFZ aus. Der TDGI bietet
gerade ihnen eine ideale Plattform
für den Austausch (siehe auch Artikel
auf Seite 70). Diese jungen Berufsleute
sind ein wichtiger Baustein für die Entwicklung
unserer Branche und eine
Bereicherung für sie.
«Offenheit ist
wichtig – weil man
jeden Tag etwas
Neues dazulernt.»
Dian Kabshi, Spline AG
Erfolg verdient Rampenlicht
KNX Swiss als Initiant des Tages der
Gebäudeinformatik TDGI, der zusammen
mit EIT.swiss und Suissetec
durchgeführt wird, nutzte die Chance,
um die junge Grundbildung und die
erfolgreichen Absolvierenden ins
Rampenlicht zu stellen. Sie – und damit
indirekt auch einige ihrer Lehrbetriebe
– wurden für ihren Erfolg
gefeiert und gewürdigt. Felix von Rotz,
Präsident von KNX Swiss, lobte dieses
Engagement. «Ihr gehört zu den
Wegbereiterinnen und Wegbereitern
der Gebäudeinformatik und könnt zurecht
stolz auf eure Leistungen sein»,
sagte er. Denn der Weg zum EFZ war
für den ersten Jahrgang mit verschiedenen
Herausforderungen verbunden,
und zwar sowohl inhaltlich als auch
organisatorisch. Begriffe wie «modularer
Aufbau», «Fachrichtungen» oder
«Handlungskompetenzen» gehörten
bis dahin nicht unbedingt zum Vokabular
von Ausbildungen, zumindest
nicht in der Elektrobranche. Lerninhalte
und Abschlussmodule mussten
erarbeitet, Abläufe festgelegt und
Prozesse eingespielt werden. Bildungsverantwortliche,
Lehrbetriebe und
Lernende konnten nicht auf die Erfahrungen
früherer Jahrgänge zurückgreifen.
Davon war am Tag der Gebäudeinformatik
allerdings nichts
mehr zu spüren.
Nachwuchs ist unterwegs
Dass der TDGI auch für die junge Generation
funktioniert, zeigten die Berufsschulen
Sursee und St.Gallen. Sie
kamen als Klassenverbund.Daraus
entstand spontan ein auf ihre Bedürfnisse
zugeschnittenes Programm, das
künftig noch ausgebaut werden soll.
Viel Anerkennung erhielten auch die
vier Lernenden der Fachrichtung Gebäudeinformatik
aus Sursee, die in der
Ausstellung den Besuchern ihr Smart-
«Es ist eine
super Ausbildung
und ein Job mit
viel Zukunft –
es lohnt sich
weiterzumachen,
auch wenn
es manchmal
schwierig ist.»
Dario La Fata, Swisspro Automation AG
Home-Projekt in Form kleiner digitalisierter
Holzhäuser präsentierten.
Begeisterung, die ansteckt
Die Begeisterung und die Freude der
jungen Berufsleute wirkten ansteckend
und motivierend. «Mache, dra
bliibe und Spass ha!» – das ist zusammengefasst
die Botschaft des ersten
Jahrgangs an alle, die ihnen folgen
werden.
Ausgezeichnet Die Absolvierenden des ersten Jahrgangs Gebäudeinformatik EFZ zusammen mit ihren Berufsbildnern und
den Verbandsvertretern. «Sie sind die allerersten der Schweiz – beziehungsweise der Welt», sagte Norbert Büchel. Und fügte augenzwinkernd
hinzu: «Eigentlich haben sie ein WEFZ gemacht, ein weltweit erstes EFZ.»
18 eTrends Ausgabe 6/25
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Praxis ENERGIE
Beitrag zur Energiewende Die Umsetzung des vZEV in Meggen mit CKW,
der Projektleitung SEAG und dem Installateur SyEnergy verlief reibungslos,
die Nachbarn waren informatorisch eingebunden. Foto: CKW
Virtuelle ZEV:
Auf gute Solar-
Nachbarschaft
20 eTrends Ausgabe 6/25
lokalerstrom.ch
Die Vermarktung von lokal
produziertem Strom wirft viele
Fragen auf und bringt diverse
Herausforderungen mit sich.
Die Informationsplattform von
Swissolar, Energie Schweiz
und VSE www.lokalerstrom.ch
informiert übersichtlich, fundiert,
neutral und aktuell über ZEV,
vZEV und LEG.
Drei Mehrfamilienhäuser in Meggen,
die in einem virtuellen Zusammenschluss
zum Eigenverbrauch (vZEV) ihren selbst
produzierten Solarstrom teilen: Die Parteien
profitieren von tieferen Energiekosten, und
es ist geplant, 80 Prozent des produzierten
Stroms selbst zu verbrauchen.
AUTOR: CLAUDIO DE BONI
S
chon seit einigen Jahren
können sich Parteien in einem
Haus oder einer Siedlung
zu einem Zusammenschluss
zum Eigenverbrauch
(ZEV) organisieren und so Solarstrom
gemeinsam nutzen. Bisher lohnte sich
das meist nur bei Neubauten oder Sanierungen,
da private Stromzähler und
Leitungen nötig waren. Seit Anfang
2025 sind nun virtuelle ZEV (vZEV)
möglich: Dabei können die Zähler des
Energieversorgers (EVU) für die Abrechnung
genutzt werden. Alle Liegenschaften,
die am gleichen Verteilkasten
bzw. an der gleichen Trafostation angeschlossen
sind, können sich zusammenschliessen.
Der Betreiber der Solaranlage
verkauft den Strom an die
Mitglieder des vZEV – zu einem Preis,
der tiefer ist als der Strom des lokalen
Elektrizitätsversorgers.
Machbar Seit diesem Jahr können
sich Eigentümer zu virtuellen
Eigenverbrauchsgemeinschaften
zusammenschliessen und so noch
einfacher ihren Solarstrom teilen.
Möglichst hoher Eigenverbrauch
Zu den ersten vZEV schweizweit zählt
ein Projekt im luzernischen Meggen.
Auf den begrünten Flachdächern
dreier Mehrfamilienhäuser im Meggenhornquartier
wurden auf Initiative
der lokalen Energie Genossenschaft
Meggen (EGM) Solaranlagen mit einer
Gesamtfläche von rund 425 m2 und
einer Leistung von 85,4 kWp installiert.
Die EGM hat sich der Förderung nachhaltiger
Energien verschrieben und
stellt Kapital für Solaranlagen zu attraktiven
Bedingungen zur Verfügung.
«In Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch
sehen wir grosses Potenzial»,
so Markus von Escher, Verwaltungsratspräsident
der EGM. «Durch
clevere Nutzung und zunehmend auch
Speicherlösungen kann der Solarstrom
nahezu vollständig innerhalb des Zusammenschlusses
verbraucht werden
und fliesst kaum ins lokale Netz. Damit
wird auch das Problem einer möglicher
Netzüberlastung entschärft.»
Die Stockwerkeigentümer wurden
an einen öffentlichen Anlass von Markus
von Escher auf das Modell der
EGM aufmerksam. «Sie liessen sich →
Ausgabe 6/25
eTrends
21
«In Zusammenschlüssen
zum
Eigenverbrauch
sehen wir grosses
Potenzial.»
überzeugen, Teil dieses vZEV-Pionierprojekts
zu werden und einen Beitrag
zur Energiewende zu leisten», sagt von
Escher. Die Umsetzung schliesslich
verlief reibungslos, und die Nachbarn
waren informatorisch eingebunden.
Einfach und gut berechenbar
Solaranlagen und mit ihnen auch Zusammenschlüsse
zum Eigenverbrauch
sind im Trend, wie Andreas Pfister, Leiter
Energy Management & Billing bei
der CKW, weiss: «Das Interesse an unseren
Informationsveranstaltungen und
Webinaren für Fachpersonen ist riesig.»
Im Juni 2025 sind bereits 130 aktive
vZEV bei der CKW registriert. Doch
für wen eignet sich ein vZEV? «Ein virtueller
ZEV eignet sich besonders für
bestehende Mehrfamilienhäuser – wie
jene in Meggen. Dank Smart Meter sind
keine zusätzlichen Installationen nötig.
Der vZEV kann einfach beim Netzbetreiber
angemeldet werden. Die Energieversorger
sind verpflichtet, die Messdaten
bereitzustellen.» Eine Partei des
vZEV tritt gegenüber dem EVU als
Stromkäufer und Verkäufer auf und
übernimmt die gesamte Abrechnung
innerhalb der Gemeinschaft. «Die Rentabilität
lässt sich gut planen, da der
Preis für den Solarstrom meist in Abhängigkeit
zum Netztarif festgelegt
wird», erklärt Pfister. Abgesehen von
kurzfristigen Ausreissern infolge des
Ukraine-Konflikts hätten sich die
Strompreise in der Vergangenheit als
stabil erwiesen. In der Regel beläuft
sich der Preis für den Solarstrom in einem
ZEV oder vZEV auf ca. 80 % des
lokalen Standardtarifs. Der Erlös für
den Betreiber ist somit höher, als wenn
der Strom ins Netz eingespeist würde.
Für die Bezüger ist der Solarstrom
günstiger – eine Win-Win-Situation.
Anspruchsvoll ist hingegen die
korrekte und faire Abrechnung für
alle Beteiligten. Deshalb bieten verschiedene
Unternehmen, darunter
auch die CKW, entsprechende Abrechnungs-Dienstleistungen
an.
Hoher Eigenverbrauch schützt vor
schwankenden Marktpreisen
Mit den ersten Monaten des vZEV im
Meggerhornquartier zeigt sich von
Escher zufrieden: «Erwartungsgemäss
schwankt der effektive Eigenverbrauchsanteil
je nach Solarstromangebot
und Monat zwischen 50 und knapp
100 %. Nach einem Jahr wird sich zeigen,
ob wir den in der Planung berechneten
Wert von 80 % erreichen. Ohne
virtuellen ZEV könnte jedes Haus nur
den eigenen Solarstrom nutzen – mit
tieferem Eigenverbrauch und mehr
Einspeisung ins Netz.» Dies würde
nicht nur das Verteilnetz mehr belasten,
sondern auch die Wirtschaftlichkeit
der Anlage. Denn, nachdem die
Abnahmevergütungen für Solarstrom
in den letzten Jahren attraktiv waren,
reduzieren die Verteilnetzbetreiber
diese aufgrund der tieferen Marktpreise
nun wieder. Ab 2026 werden die
Einspeisevergütungen gesetzlich geregelt.
Das Bundesamt für Energie legt
quartalsweise einen gemittelten
Marktpreis fest, der im Sommer bei
hohem Solarenergieangebot tiefer sein
wird als im Winter, wenn der Strom
knapp ist. Dies soll eine marktdienliche
Einspeisung fördern. Für Solaranlagen
bis 150 Kilowatt Leistung gelten
jedoch Mindestvergütungen. Bis 30
Kilowatt liegt sie bei 6.2 Rp. pro Kilowattstunde,
für grössere Anlagen bis
150 Kilowatt sinkt sie kontinuierlich.
Die Verteilnetzbetreiber sind aber
frei, auch höhere Preise für den Solarstrom
zu bezahlen. Oft vergüten sie
zusätzlich den sogenannten Herkunftsnachweis
(HKN) mit 1.5 bis 3
Rappen pro Kilowattstunde.
Die Technologie schreitet voran
Verteilnetzbetreiber erhalten zudem
neu das Recht, die Einspeisung von
Solaranlagen zu begrenzen, um das
Netz zu entlasten. Dies geschieht nur
nach vorgängiger Vereinbarung mit
den Anlagenbesitzenden und muss
vergütet werden, falls die Verluste 3 %
der Jahresproduktion übersteigen. Dabei
wird nur die Einspeisung gestoppt,
nicht aber die Produktion. Der Eigenverbrauch
ist davon also nicht tangiert.
Die Beteiligten am vZEV im Meggenhornquartier
sind bestrebt, den Eigenverbrauch
hochzuhalten. Dies er-
Information Die EGM am «Tag der Sonne» auf dem Dorfplatz Meggen. Hier wurden die
Stockwerkeigentümer auf das Modell des vZEV aufmerksam. Foto: EGM
22 eTrends Ausgabe 6/25
fordert teilweise eine Anpassung des
Verhaltens: Statt wie früher am Abend
zum Niedertarif zu waschen, soll die
Waschmaschine nun idealerweise am
Mittag laufen – wenn die eigene Solaranlage
Strom liefert. Zudem werde
wohl bald eine Batterie nachgerüstet,
wie von Escher vermutet: «Als die Anlage
geplant wurde, waren Speicherbatterien
weniger verbreitet und zu teuer.
Heute würden wir definitiv eine Batterie
empfehlen.»
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sind da!
Energie Genossenschaft
Meggen
Seit 2022 fördert die Energie Genossenschaft
Meggen (EGM) den Ausbau erneuerbarer Energien
in der Gemeinde Meggen. Sie baut und betreibt
Photovoltaikanlagen und organisiert Zusammenschlüsse
zum Eigenverbrauch (ZEV), damit
der lokal erzeugte Solarstrom direkt genutzt
werden kann. Bürger:innen können sich als
Genossenschafter:innen beteiligen und so von der
Solarstromproduktion profitieren. Ziel der EGM
ist es, die lokale Energiewende voranzutreiben
und einen Beitrag zur CO 2 -Reduktion zu leisten.
Die Genossenschaft ist gemeinnützig organisiert
und arbeitet eng mit lokalen Partnern zusammen.
Zudem hat Meggen, eine «Energiestadt Gold», ein
attraktives Förderprogramm, u. a. für PV-Anlagen.
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jederzeit den Überblick über ihre Projekte,
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Übel empfunden. Darum
setzen wir bei reportr auf eine möglichst
einfache App, damit Mitarbeitende
draussen ihre Zeiten schnell und
fehlerarm erfassen. reportr automatisiert
den gesamten Ablauf – von der
Erfassung über die Visierung bis zur
Weiterleitung an Lohnbuchhaltung und
Dokumentation. Wird ein Eintrag nicht
visiert, erhält die Mitarbeiterin oder der
Mitarbeiter sofort eine Meldung und
kann direkt korrigieren. Das spart Ressourcen
und steigert die Qualität.
reportr eignet sich für kleine Betriebe
ebenso wie für grosse Unternehmensstrukturen
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bei der Entwicklung von reportr stets
berücksichtigt. Viele Regelungen –
von Arbeitszeiten über Pausen bis zu
Zuschlägen – sind vorkonfiguriert und
lassen sich anpassen. Zudem erfasst
reportr die vorgeschriebene «Lage der
Arbeitszeit» gemäss GAV und Arbeitsgesetz,
wie sie bei Lohnkontrollen
gefordert ist.
Mobil und nahtlos integrierbar
reportr gibt es als Mobile App und
Webanwendung. Die Oberfläche ist
intuitiv und synchronisiert Daten in
Echtzeit. So können Stundenkontrolle
und Projektcontrolling zeitnah erfolgen,
Massnahmen rechtzeitig eingeleitet
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reportr in ERP-Systeme wie Abacus
oder SAP integrierbar. Für Volta-Mobile-Nutzer
steht eine direkte Schnittstelle
zur Verfügung, über die Stunden
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Die Software wird in der Schweiz
betrieben und erfüllt höchste Datenschutzstandards.
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Ob Lernende, Mitarbeitende oder Projektleitende
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erfassen, weiterleiten, visieren oder
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Status und vollständigem Protokoll.
Der Ampelstatus zeigt auf einen Blick,
ob Einträge erfasst (grau), weitergeleitet
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praxistaugliche Softwarelösungen für
die Elektrobranche sowie weitere Gewerbe.
Mit planr, der etablierten Lösung
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unter anderem bei der Baumann Koelliker
Gruppe, Frey+Cie Gruppe,
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arbeitet. Der Performance-Indikator bewertet ihre
aktuelle Leistung farblich von «kritisch» bis «sehr gut».
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Die Erwartungen an Photovoltaikanlagen
steigen: Kunden wollen nicht
nur Strom produzieren, sondern auch
sicher sein, dass ihre Anlage optimal
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bietet Solar Manager Installateuren
und Endbenutzern ein leistungsstarkes
Werkzeug, um genau das
zu gewährleisten. Gleichzeitig kann
damit das eigene Geschäftsfeld ausgebaut
werden.
Mehr als Monitoring – neue
Geschäftsmöglichkeiten
PVPerformance ist ein wertvolles
Feature für den Kunden, aber auch
eine Chance für Installateure. Mit den
gewonnenen Daten können Sie Wartungsverträge
anbieten, regelmässige
Checks durchführen und sich als Qualitätsgarant
positionieren. Je mehr
Kunden diese PremiumFunktion nutzen,
desto einfacher wird es für Sie,
Auffälligkeiten früh zu erkennen und
zusätzliche Servicepakete anzubieten.
Was sieht der Installateur?
Im Webportal haben Installateure den
Überblick über ihre betreuten Anlagen
und können die PVPerformancedaten
ihrer PremiumKunden im Detail
einsehen. Verluste, Trends und
Auffälligkeiten sind in den erweiterten
Dashboards sofort erkennbar. Das
ermöglicht proaktive Wartung, weniger
ungeplante Einsätze und eine professionelle
Betreuung.
Was sieht der Kunde?
Der Kunde sieht in seiner Solar Manager
App den PerformanceIndikator
und einige einfache Kennzahlen.
Solange alles im grünen Bereich ist,
muss er sich keine Sorgen machen. Befindet
sich der Indikator im roten Bereich,
liegen die Erträge deutlich unter
den Erwartungen (ohne offensichtlichen
Grund wie Schnee) oder es treten
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vertiefter Blick und gegebenenfalls die
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Praxis NACHHALTIGKEIT
Mit Kreislaufwirtschaft
zur
Energiewende
Am 5. September versammelten sich in Embrach Wissenschaftler,
Politiker und Unternehmer zum Circular Economy Symposium der
Kyburz Switzerland AG. Unter dem Motto «Energie. Klima.
Verantwortung» diskutierten sie konkrete Wege zu einer kreislauforientierten
Energiewende.
AUTOR: NICOLA SENN, FOTOS: JETON SHALI / KYBURZ SWITZERLAND AG
D
as in den Köpfen der Fachleute
liegende Wissen müssen
wir verteilen.» Mit dieser
Forderung leitete der
Gründer und Geschäftsführer
der Kyburz Switzerland AG,
Martin Kyburz, das vierte Circular
Economy Symposium ein. Die Veranstaltung
fand im erst kürzlich fertiggestellten
neuen Hauptsitz des Gastgebers
statt, der die im Symposium
diskutierten Kreislaufprinzipien verkörpern
will. Kyburz’ Aussage zeigte
gleich die Richtung an: Wissensaustausch
und Offenheit standen im Mittelpunkt.
«Schaut es euch heute alles
genau an und macht es bitte noch besser»,
ergänzte er und unterstrich damit
die Open-Source-Philosophie von
Kyburz, Innovationen zu teilen und
voneinander zu lernen.
Batterien auf dem Vormarsch
Den fachlichen Auftakt machte Prof.
Dr. Maximilian Fichtner, Batterieexperte
der Universität Ulm, mit einem
Überblick über drei Antriebstechnologien
der Zukunft: batterieelektrischer
Antrieb, Wasserstoff und E-Fuels.
Fichtners Erkenntnisse zusammengefasst:
1
Wasserstoff hat das Problem der
Energieeffizienz. In der gesamten
Energiekette von der Erzeugung bis
zur Umwandlung in Fahrstrom geht
der Grossteil (rund 80%) der Energie
verloren. Nur rund 20 Prozent der initial
eingesetzten Energie kommen
schlussendlich in den Rädern an.
Hinzu kommen Herausforderungen
wie hohe Wasserstoffpreise, ungenügend
ausgebaute Tankinfrastruktur
sowie die knappe Verfügbarkeit von
grünem Wasserstoff.
E-Fuels seien aktuell auf dem Papier
noch präsenter als in der Realität.
Von den bis 2035 global angekündigten
Projekten mit insgesamt 45 TWh
Jahreskapazität seien 99 Prozent noch
ohne finale Investitionsentscheidung,
so Fichtner. 45 TWh/a entsprächen gerade
einmal einem Tausendstel der
weltweiten Ölproduktion. Für die
Individualmobilität stellt Fichtner
E-Fuels daher aktuell noch in Frage
– eine bessere Einsatzmöglichkeit
sieht er beispielsweise beim Flug- oder
Schiffsverkehr, wo man auf hohe Energiedichten
angewiesen sei.
Batterieelektrische Fahrzeuge
punkten hingegen mit einem Wirkungsgrad
von 70 bis 80 Prozent der
eingesetzten Energie. Vereinzelte chinesische
Hersteller sind bereits dabei,
Modelle mit Reichweiten von über
1000 km auf den Markt zu bringen.
Hinzu kommt, dass der CO 2 -Fussabdruck
von BEVs bereits bis zu über
70 Prozent unter jenem von Fahrzeugen
mit fossilen Antrieben liegt. Laut
Fichtner wird es in Zukunft entscheidend
sein, dass Batterien zunehmend
«Das Steinzeitalter
ging nicht
zu Ende, weil
es an Steinen
mangelte,
und das Ölzeitalter
wird nicht
zu Ende gehen,
wenn das
Öl knapp wird.»
frei von kritischen Rohstoffen werden
– so beispielsweise die Natrium-Ionen-
Batterie. Fichtner schloss mit einem
Zitat des ehemaligen saudischen Ölministers,
Scheich Ahmed Yamani:
«Das Steinzeitalter ging nicht zu Ende,
weil es an Steinen mangelte, und das
Ölzeitalter wird nicht zu Ende gehen,
wenn das Öl knapp wird.»
Energiewende durch Investitionswende
Klimaschutz und Energiewende gehen
für den ehemaligen SP-Nationalrat
Roger Nordmann Hand in Hand. Die
Schweiz sieht er auf dem Weg zur Energiewende
bereits bei einem Fort- →
1 Die SymposiumTeilnehmenden sehen die OpenSourcePhilosophie von Kyburz als grosse Chance
für die Energiewende. 2 v.l.n.r.: Dani Ménard, Roger Nordmann, Martin Kyburz, Maximilian Fichtner,
Lush Manrecaj, Marcel Gauch, Sarah Andrina Schütz (Moderation)
2
29
1 Martin Kyburz, Gründer und Geschäftsführer
der Kyburz Switzerland AG
2 Maximilian Fichtner, Batterieexperte
und Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für
Elektrochemische Energiespeicherung
3 Roger Nordmann, Mitglied des Nationalrats
2004–2025, Klimaschutz- und Energieexperte
4 Marcel Gauch, Projektmanager für das
Empa Technology & Society Lab
1
2
3
4
schritt von 40 Prozent. Der «Gamechanger»
sei die Batterietechnologie.
Positiv hob er hervor, dass der Schweizer
Stromverbrauch in den letzten 20
Jahren nicht gestiegen ist, was sich auf
Effizienzgewinne zurückführen lässt.
Um den Energiebedarf für die Sommer-
und Winterzeit mit Erneuerbaren
zu decken und sich gleichzeitig von der
Atomkraft loszukoppeln, brauche es
allerdings deutlich höhere Investitionen
vom Bund. Im Jahr 2024 stand die
Schweiz bei knapp unter 10 Prozent
Solarstromanteil am Strommix. In
Deutschland lag dieser Anteil bei
knapp 15 Prozent. Hier gebe es noch
Luft nach oben. Nordmanns Appell an
die Politik: «Die Schweiz braucht eine
Investitionswende. Um mit der Energiewende
nachhaltig voranzukommen,
müssen rund 2 Prozent des BIP in den
Stromsektor investiert werden.» Aktuell
liegt dieser Wert bei knapp der
Hälfte, also bei einem Prozent.
Energiewende ist gleich Stoffwende
«Es gibt keine Energiewende ohne eine
Stoffwende», so die Kernbotschaft des
Referats von Marcel Gauch vom Technology
& Society Lab der Empa. Batterietechnologie
lasse sich zwar auf die
Grösse gigantischer Stromnetzspeicher
skalieren – so beispielsweise beim
Al Dhafra Solarkraftwerk in Abu
Dhabi mit einer geplanten Speicherkapazität
von rund 19 GWh. Entscheidend
für die Nachhaltigkeit sei allerdings
auch das Recycling.
«Die Fahrzeugbatterien
halten
bereits deutlich
länger, als es der
öffentliche Diskurs
vermuten lässt.»
30 eTrends Ausgabe 6/25
Kyburz selbst betreibt eine hauseigene
Recyclinganlage für Lithium-Ionen-
Batterien. Damit können bereits über
90 Prozent der Rohmaterialien zurückgewonnen
werden. Wie genau das
Unternehmen dabei vorgeht, ist auf
seiner Webseite* detailliert erklärt.
Gauch sieht ein Potenzial in den vielseitigen
alternativen Batterietechnologien.
Ob Natrium-Ionen-Batterie,
Lithium-Schwefel- oder Solid-State-
Batterien, die Forschung werde zunehmend
höhere Energiedichten
ermöglichen, sodass ganz neue Anwendungsbereiche
erschlossen werden
können. Auch die Lebensdauer der
Batterien spielt eine zentrale Rolle.
«Die Fahrzeugbatterien halten bereits
deutlich länger, als es der öffentliche
Diskurs vermuten lässt», hebt Marcel
Gauch hervor. Dies führt dazu, dass
weniger Altbatterien pro Jahr für das
Recycling anfallen als ursprünglich
prognostiziert.
Von der Theorie in die Praxis
Neben den Fachvorträgen lebte das
Circular Economy Symposium auch
von konkreten Beispielen. So boten
die Architekten Lush Manrecaj und
Dani Ménard eine Führung durch den
Kyburz Neubau an, bei dem Kreislaufwirtschaft
in der Konzeption mitgedacht
wurde. Dies zeigt sich in der
Auswahl von langlebigen und nachhaltigen
Materialien sowie in der Flexibilität
und dem Energiekonzept des
Baus, der Tageslicht und Solarenergie
nutzt, um einen nachhaltigen Betrieb
zu gewährleisten.
In einem weiteren Workshop zeigte
Christoph Fässler (Modual AG, Brunnen
SZ) das Potenzial von Second-
Life-Speichern (siehe eTrends 01/2024)
auf. Batterien, deren Kapazität zu niedrig
für die Fahrzeuge ist, eignen sich
weiterhin zur stationären Speicherung
von Energie in Gebäuden. Im Sinne der
Kreislaufwirtschaft ist es, die Lebensdauer
von Produkten mit kritischen
Rohstoffen zu maximieren. Als wachsendes
Unternehmen steht die Modual
AG in einem herausfordernden Markt
im Wettbewerb mit grossen asiatischen
Herstellern, die meistens einen signifikanten
Preisvorteil haben. Dennoch
nimmt sie die Herausforderung an,
nicht zuletzt, da es aus umwelttechnischen
Gründen deutlich sinnvoller ist,
auf Second-Life-Batterien zu setzen.
Fazit: Mut zur Umsetzung gefragt
Das vierte Circular Economy Symposium
hinterliess einen motivierenden
Eindruck. Das Commitment und die
Zuversicht der Teilnehmenden waren
deutlich erkennbar. Die Schweiz steht
nicht vor einem Technologie-, sondern
vor einem Umsetzungsproblem. Was
es braucht, sind Mut zur konsequenten
Umsetzung und die Bereitschaft, die
notwendigen Investitionen zu tätigen,
ohne die die Technologien nicht skaliert
werden können. Wie einst beim
Bau der Schweizer Speicherkraftwerke
durch unsere Vorfahren sind heute
grossangelegte Investitionen in eine
nachhaltige Energiezukunft gefragt.
Die Lösungen sind da: von effizienten
Batteriesystemen über nachhaltige
Baukonzepte bis hin zu innovativen
Recyclingverfahren. Die Kreislaufwirtschaft
erweist sich dabei nicht nur
als Mittel zum Zweck, sondern als zentraler
Baustein für eine erfolgreiche
Energiewende. Kyburz’ Open-Source-
Philosophie könnte zum Katalysator
werden: «Schaut es euch […] genau an
und macht es bitte noch besser.»
*battery-recycling.kyburz-switzerland.ch
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Ausgabe 6/25 eTrends
31
Praxis ARBEITSSICHERHEIT
Umschaltungen
Arbeiten an Umschaltungen, also Schalt geräte kombinationen,
die eine oder mehrere Schaltvorgänge beinhalten, sind häufig
aus zuführen in der Elektroinstallation. Sie sind mit gewissen Risiken
verbunden und müssen deshalb gut geplant sein.
AUTOR: SANDRO KRIEG
A
rbeiten an Umschaltungen
finden in unterschiedlichen
Bereichen der Gebäudetechnik
statt: In Wohnbauten,
wenn eine neue Hauptverteilung
platziert wird, oder in
grossen Industriekomplexen, wenn
neue Sicherungselemente eingebaut
oder Revisionen an Leistungsschaltern
durchgeführt werden. Bei solchen Arbeiten
besteht immer ein gewisses Gefahrenpotenzial,
da teils grosse Leistungen
geschaltet und unterschiedliche
Wann darf
abgeschaltet werden?
Die Arbeitsvorbereitung
ist das A&O.
Schalthandlungen vorgenommen werden.
Um sie ohne die Gefahr einer
Elektrisierung oder eines Störlichtbogens
durchführen zu können, bedarf es
einer sauberen Planung. Deshalb richtet
sich dieser Beitrag hauptsächlich an
Planer, Projektleiterinnen oder leitende
Monteure, die solche Arbeiten planen.
Arbeitsvorbereitung
Eine fundierte Arbeitsvorbereitung ist
hier das A&O und hat direkten Einfluss
auf den Erfolg bei der Ausführung.
Bei der Planung einer Umschaltung
müssen einige Punkte vorab
geklärt werden:
Umfang der Abschaltung
Was muss alles abgeschaltet werden?
In gewissen Situationen reicht eine
Teilabschaltung der Anlage unter Berücksichtigung
der Sicherheitsregeln
Nr. 4 und 5, die besagen: «Benachbarte,
unter Spannung stehende Teile
sind abzudecken». Dies ist zum Beispiel
in grösseren Hauptverteilungen
der Fall, wenn ein einzelnes Feld abgeschaltet
werden kann.
In anderen Fällen muss die komplette
Anlage vom Netz getrennt werden.
Hier muss geklärt werden, ob es
reicht, wenn ab Hausanschlusskasten
(HAK) abgeschaltet wird, oder ob
eine Schaltung des Verteilnetzbetreibers
notwendig ist, zum Beispiel wenn
ein HAK ersetzt werden soll. In diesem
Fall sollte der Netzbetreiber früh
genug in das Vorhaben eingeweiht werden,
und es muss geklärt werden, ob
weitere Liegenschaften von der Abschaltung
betroffen sind. Des Weiteren
muss abgeschätzt werden, wie
lange die Anlage stromlos sein wird
und ob dies für alle Anlagen in dieser
Liegenschaft so möglich ist. Bei längeren
Abschaltungen kann es nötig sein,
beispielsweise Gefrierschränke oder
komplexe chemische Prozesse in der
Pharmaindustrie mit einer Ersatzstromversorgung
zu erschliessen. Dafür
eignen sich mobile Generatoren,
die sich mieten lassen.
Zeitpunkt der Abschaltung
Wann darf die Anlage stromlos gemacht
werden? Dies ist in Wohnhäusern
relativ einfach, früh genug kommuniziert,
ist eine Abschaltung tagsüber
grundsätzlich möglich.
32 eTrends Ausgabe 6/25
Schwieriger wird es bei Gewerbeliegenschaften.
Dort kann es sein, dass
die Abschaltung aufgrund der Bürozeiten
nur abends möglich ist. Andere
Gewerke wie z. B. Banken erlauben
die Schaltungen nur am Wochenende.
In Datenzentern können sogar ganze
Monate für jegliche Arbeiten am
Strom gesperrt sein, zum Beispiel zum
Jahresende wegen der Jahresabschlüsse
sowie der erhöhten Transaktionsraten
von Kreditkarten zum
Weihnachtsverkauf, dies als Sicherheitsmassnahme
und um den Zahlungsverkehr
nicht zu gefährden. Das
heisst, der Zeitpunkt der Abschaltung
muss frühzeitig mit allen Projektbeteiligten
besprochen werden.
Schaltprogramm
Bei komplexeren Schalthandlungen
kann ein Schaltprogramm notwendig
sein. Darin sind die einzelnen Schaltungen
in der richtigen Reihenfolge
aufgelistet. Zusätzlich ist geregelt,
wer die Schaltung durchführen darf
und zu welchem Zeitpunkt was genau
passiert. Dieses «Drehbuch» verhindert,
dass Schaltungen vergessen oder
in der falschen Reihenfolge ausgeführt
werden, was zu gefährlichen
Situationen führen könnte.
Das Schaltprogramm sollte auf
jeden Fall vom Anlagenbetreiber
oder Anlagenverantwortlichen und
vom ausführenden Installateur, vertreten
durch den Projektleiter als
Vorgesetzten, unterzeichnet werden.
Weitere Informationen zum Schaltprogramm
sind in der ESTI-Weisung
100 zu finden.
Bei einfacheren Schalthandlungen
wie zum Beispiel dem Ausschalten
des HAK kann auf ein Schaltprogramm
verzichtet werden, wichtig ist
jedoch, dass auch dort die Sicherheitsvorkehrungen
für Arbeiten unter
Spannung 1 (AuS1) gemäss der
«Arbeiten an
Schaltgerätekombinationen
sind nicht
gefährlich, wenn
man sich an
die Regeln hält.»
ESTI-Weisung 407 eingehalten werden.
Das heisst, dass die persönliche
Schutzausrüstung getragen werden
muss und Schaltungen nur von geschultem
Personal und zu zweit vorgenommen
werden dürfen.
Kontrolle
Da solche Umschaltungen meist einen
erhöhten Aufwand bedeuten im Vergleich
zu normalen Arbeiten, macht es
Sinn, einen Sicherheitsberater mit aufzubieten,
der direkt vor dem Einschalten
kontrolliert und misst. So kann
einerseits die Sicherheit der Anlage
noch vor Inbetriebnahme gewährleistet
werden und andererseits muss der
entsprechende Anlageteil nicht nochmals
im Nachhinein geprüft werden,
was einen wirtschaftlichen Vorteil
darstellt.
Zudem sind bei Arbeiten innerhalb
der Schaltgerätekombination die
Prüfungen zum Stücknachweis zu erbringen.
Bei geringfügigen Anpassungen
kann der Stücknachweis entweder
direkt in den Sicherheitsnachweis integriert
werden oder der Installateur
kann einen «Service-Stücknachweis»
für den neu erstellten Teil ausstellen.
Bei grösseren Anpassungen lohnt es
sich, dies gemeinsam mit dem Schaltanlagenmonteur
zu tun.
Notfallorganisation
Selbst wenn alle Punkte eingehalten
werden, kann immer etwas anders
laufen als erwartet. Mit einer Risikoanalyse
der anstehenden Arbeiten
lassen sich potenzielle Gefahren ermitteln
und einordnen. So kann man
sich auf einen möglichen Notfall vorbereiten,
zum Beispiel Ersatzsicherungen
für den Fall eines Kurzschlusses
bestellen oder nachschauen, wo
die nächste Notfallstation ist. Sinnvoll
ist auch, allfällige Pikett-Nummern
zu notieren, zum Beispiel jene
des Netzbetreibers, des Grossisten
für Ersatzmaterial, des Lieferanten
des Leistungsschalters oder die gängigen
Notfallnummern.
Fazit
Arbeiten an oder in Schaltgerätekombinationen
sind nicht gefährlich,
wenn man sich an die Regeln hält. Es
liegt in unserer Verantwortung als
Vorgesetzte, den nötigen Aufwand zu
betreiben, um dem Montagepersonal
ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen
und für die Kundschaft eine saubere
Arbeit mit reibungslosem Ablauf zu
gewährleisten.
unterstützen
schulen
Installationstechnik
und
EMV
beraten
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Aufzeigen der EMV-Aspekte in der NIN
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Licht ENERGIESPAREN
36 eTrends Ausgabe 6/25
Tageslicht
intelligent
nutzen
Die Schweiz verschwendet jährlich Millionen
Kilowatt stunden, weil Kunstlicht brennt,
obwohl draussen die Sonne scheint.
Moderne Tageslichtsensorik könnte das ändern.
AUTOR: PROF. BJÖRN SCHRADER*
D
ie Schweiz verbraucht rund
10 Prozent ihres Stroms für
Beleuchtung, zwei Drittel
davon in Dienstleistungsund
Industriegebäuden. Die
Mehr heit dieser Gebäude wird tagsüber
genutzt, wenn eigentlich genügend Tageslicht
vorhanden wäre. Die Tageslichtplanung
wurde in den letzten Jahrzehnten
in der Schweiz vernachlässigt. So sind
viele moderne Gebäude schlechter mit
Tageslicht belichtet als vor 100 Jahren –
sei es wegen tiefer Grundrisse, ungünstiger
Laibungen oder stark getönter Verglasungen.
Die Folge sind dauerhaft
brennende Leuchten, höhere Betriebskosten
und weniger Nutzerkomfort.
Die klassische Faustregel «Fensterfläche
zu Bodenfläche 1:10», wie sie in
Bauverordnungen steht, ist längst nicht
mehr zeitgemäss. Sie ignoriert Faktoren
wie hohe Raumtiefen, Verdichtung,
dicke Laibungen oder den Lichtttransmissionsgrad
der Verglasung. Räume,
die auf dem Papier «genug Fenster» haben,
sind in der Realität oft schlecht belichtet
– und Kunstlicht bleibt Standard.
Heute gilt: Entscheidend ist nicht die
Fensterfläche, sondern die tatsächliche
Versorgung des Raums mit Tageslicht.
Genau hier setzen die SN EN 17037
«Tageslicht in Gebäuden» und die SIA-
Wegleitung 4004 an. Sie machen Tageslicht
plan- und bewertbar und heben es
auf das Niveau eines echten Qualitätskriteriums.
Tageslicht als Basis,
Sensorik als Schlüssel
Tageslicht wird von den Nutzenden
klar bevorzugt – aber es ist dynamisch.
Im Winter ist es schwächer, an heissen
Sommertagen müssen Gebäude zunehmend
vor Überhitzung geschützt werden,
weshalb das Tageslicht draussen
bleiben muss. Damit Kunstlicht nur
dann und nur dort zuschaltet, wo es
tatsächlich gebraucht wird, braucht es
intelligente Tageslichtsensorik. Sie regelt
das Kunstlicht konstant nach, →
Ausgabe 6/25 eTrends
37
«Tageslichtsensorik gleicht
die natürlichen Schwankungen
des Tageslichts mit der
Verlässlichkeit der Technik
aus und schafft Räume,
die sparsamer und attraktiver sind.»
mischt es gezielt bei und garantiert damit
optimale Lichtverhältnisse – energieeffizient
und komfortabel zugleich.
Die beste Steuerung ist die, die von den
Nutzenden nicht bemerkt wird, weil sie
sich rundum zufrieden fühlen.
Der Effekt ist eindrücklich: In Fallstudien
mit Schulhäusern, Bürogebäuden
und Industriehallen lagen die Einsparungen
wesentlich höher als jene,
die mit dem blossen Ersatz konventioneller
Leuchten durch Leuchten mit
LED erzielt werden. Die Botschaft für
Neubauten und Sanierung ist klar: Der
grösste Hebel liegt in der Kombination
von LED, Sensorik und Lichtsteuerung.
Ein echtes Dreamteam.
Normen und Standards schaffen
Verbindlichkeit
Die technischen und normativen
Grundlagen sind vorhanden. Die SN
EN 17037 definiert Qualitätsstufen für
Tageslicht, die SIA-Wegleitung 4004
übersetzt sie in die Praxis. Ergänzt werden
sie durch die IEC 63180, die Prüfverfahren
für Präsenz- und Bewegungsmelder
vorgibt. Das von EnergieSchweiz
geförderte Projekt SensoDaylight plus
erarbeitet die Kriterien für eine gute
Tageslichtsensorik. Damit lässt sich die
Qualität von Meldern objektiv vergleichen
– eine wichtige Grundlage für Planung
und Ausschreibung.
Auf nationaler Ebene verlangt die
SIA 387/4 energieeffiziente Beleuchtung,
die MuKEn fordern den Einsatz
von effizienten Steuerungen in Neubauten.
Die KBOB-Empfehlungen wieder -
um legen Standards für die öffentliche
Hand fest, bleiben aber vage. Hier
braucht es Nachbesserungen: Konstantlichtregelung
und DALI-2 sollten
verbindliche Standards in allen Zweckbauten
werden, gerade auch im Hinblick
auf die energetische Betriebsoptimierung
(eBO), die in vielen
Kantonen der Schweiz verpflichtend
ist. Der Stromverbrauch von Gebäuden
soll gesenkt werden, indem die Einstellungen
gebäudetechnischer Anlagen
überprüft und verbessert werden. Dies
ist auch ein integraler Bestandteil der
ESG-Strategie (Environment-Social-
Governance) von Unternehmen.
Gute Planung macht den Anfang
Der Weg zur erfolgreichen Tageslichtnutzung
beginnt in der Planung. Zuerst
muss eine hohe Tageslichtversorung
nachgewiesen werden – nicht mit Fensterflächenkennwerten,
sondern mit
vereinfachten Verfahren oder Simulationen
nach SN EN 17037. Erst auf
dieser Basis entfaltet Sensorik ihr Potenzial.
Für die Umsetzung sind hochwertige
Produkte entscheidend. Nur
Melder mit geprüfter Reichweite und
Empfindlichkeit nach IEC 63180 oder
dem sensNORM-Label gewährleisten
verlässliche Ergebnisse. Ebenso wichtig
ist die Verwendung von standardisierten
Lichtsteuerungsprotokollen wie
DALI-2. Es ist offen sind lässt sich
leicht in andere Systeme wie KNX integrieren.
DALI-2 ermöglicht im Gegensatz
zu einer konventionellen Verkabelung
die einfache Adressierung, flexible
Szeneneinstellungen und spätere Anpassungen
ohne teure Umbauten.
Die Inbetriebsetzung erfordert
mehr Beachtung. Die Melder für Tageslicht
und Präsenz müssen korrekt
eingestellt werden. Nachlaufzeiten,
Dimmniveaus und Sollwerte lassen
sich mit Hilfe von zusätzlichen Messgeräten
wie einem Beleuchtungsstärkemessgerät
präzise einstellen. Die
Messungen sind zu dokumentieren
und Voraussetzung für eine korrekte
Abnahme. Nach der Möblierung und
dem Bezug des Gebäudes ändert sich
die Umgebungshelligkeit für den Melder
sehr stark. Daher ist es notwendig,
die Einstellungen und Anpassungen
nach drei bis sechs Monaten zu überprüfen.
Hier können auch Nutzerfeedbacks
berücksichtigt werden. So lassen
sich auch mögliche Fehlfunktionen
beheben und die Akzeptanz bei den
Nutzenden erhöhen.
Rolle der Bauherren und
der öffentlichen Hand
Bauherren haben es in der Hand, Qualität
einzufordern. Sie sollten nicht nur
Energiekennwerte verlangen, sondern
konkrete Normbezüge: Tageslichtnachweis
nach SN EN 17037, Sensortechnik
nach IEC 63180, Steuerung
über DALI-2. Öffentliche Bauherren
38 eTrends Ausgabe 6/25
DALI-LINK
stehen besonders in der Pflicht. Wer
Schulen, Spitäler oder Verwaltungsgebäude
errichtet, darf sich nicht mit
Minimalstandards zufriedengeben.
Konstantlichtregelung muss Standard
sein – nicht Option.
Die einfache und komfortable
Beleuchtungslösung fürmehrFlexibilität.
Perspektive der Nutzenden
Technik allein reicht nicht. Räume
müssen auch bedienbar bleiben. Der
WELL-Standard fordert explizit manuelle
Eingriffsmöglichkeiten. Nutzende
müssen jederzeit die Kontrolle
behalten. Nur so entsteht Akzeptanz –
und nur so wird verhindert, dass Steuerungen
abgeschaltet werden, weil sie
«nerven».
Wirtschaftlichkeit und Mehrwert
Die Kosten sprechen für sich: Hochwertige
Sensorik macht nur einen kleinen
Bruchteil der Investition in die
Beleuchtung aus, amortisiert sich aber
meist nach einigen Jahren. Hinzu
kommen weniger Wartung, bessere
Zertifizierbarkeit nach Minergie oder
ESG und nicht zuletzt ein höherer Immobilienwert.
Tageslicht steigert nicht
nur das Wohlbefinden, sondern auch
den Marktwert.
Fazit
Tageslicht ist das Licht mit der höchsten
Qualität. Doch erst die intelligente
Tageslichtsensorik macht es zum Effizienztreiber.
Sie gleicht die natürlichen
Schwankungen des Tageslichts mit der
Verlässlichkeit der Technik aus – und
schafft Räume, die sparsamer, gesünder
und attraktiver sind.
Wer heute baut, muss sich fragen:
Genügt eine veraltete 1 : 10-Faustregel
oder wollen wir messbare Tageslichtqualität?
Die Antwort liegt in der konsequenten
Anwendung von SN EN
17037, SIA 4004 und IEC 63180 – und
in der Integration von DALI-2-Sensorik
als Standard. Nur so werden Gebäude
fit für die Energiestrategie 2050
und attraktiv für die Menschen, die sie
nutzen.
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*Prof. Björn Schrader
Dozent, für Tages- und Kunstlicht
an der Hochschule Luzern – Technik &
Architektur, Institut für Gebäude technik |
Energie, Geschäftsführer der
Beratungsfirma Lichkollektiv GmbH
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Ausgabe 6/25 eTrends
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39
STORY Elektro-Material AG
LICHTLEITSYSTEM
FÜR DIE ZERMATTER
BERGBAHNEN
Die Zermatt Bergbahnen AG realisierte eine
Ersatzanlage für die in die Jahre gekommene
Pendelbahn Zermatt-Furi. Ein neues
Beleuchtungs konzept mit einem speziell
angefertigten LED-Band führt die Gäste nun
intuitiv durch die beiden Bergbahnstationen.
Elektro-Material AG | 8048 Zürich-Altstetten | www.elektro-material.ch
Die klimatischen Bedingungen in der
Bergregion stellen hohe Anforderungen
an die Qualität der Beleuchtung:
Sie muss Wind und Kälte standhalten,
eine lange Lebensdauer aufweisen,
möglichst wartungsarm sein und auch
die Designanforderungen der Bauherrschaft
erfüllen. Die von EM Licht vorgeschlagenen
Leuchten haben sich bereits
auf dem Klein Matterhorn auf
3883 m ü. M. bewährt und integrieren
sich nun in die moderne und funktionale
Architektur der Tal- und Bergstation
der Pendelbahn auf 1620 bzw. 1867
m ü M. Sie übernehmen mehrere Funktionen:
normgerechte Beleuchtung, Besucherführung
und Gästeleitsystem
sowie Gewährleistung von Sicherheitsund
Wartungsbeleuchtung.
Lichtleitsystem in der Talstation
«Unsere Gäste sollen sich wohl, willkommen
und sicher fühlen», wünschte
sich Kurt Guntli, Leiter Elektrotechnik
und stellvertretender Geschäftsführer
der Zermatt Bergbahnen AG.
Die Lichtplanerinnen und -berater von
EM Licht erarbeiteten ein innovatives
Beleuchtungskonzept, das eine einladende
Atmosphäre für die Gäste
schafft und für hohe Lichtqualität, Sicherheit
und Effizienz sorgt. Die hierfür
eigens entwickelten Sonderleuchten
leiten die Besucherinnen und
Besucher vom Eingang zu den Kassen,
danach zu den Schliessfächern und
schliesslich zu den Gondeln.
LED-Bänder wurden vor Ort
zugeschnitten
Sämtliche Leuchten sind DALI-fähig
und können über eine tageslichtabhängige
Steuerung gedimmt werden. Das
effiziente Lichtkonzept schafft eine
höhere Lichtqualität für die Gäste und
die Mitarbeitenden und reduziert den
Wartungsaufwand und den Verbrauch.
Die Abhängungen der LED-Bänder
wurden vor Ort zugeschnitten, um sie
optimal an die jeweilige Deckensituation
anpassen zu können.
Atmosphäre, Sicherheit und
Effizienz
Kurt Guntli fasst das Ergebnis so zusammen:
«Im Vergleich zu vorher ist es
wie Tag und Nacht. Wir haben jetzt
überall eine hohe Lichtqualität und
Gleichmässigkeit.» Das freut nicht zuletzt
die Mitarbeitenden im Pistendienst
und bei den Beschneiungsanlagen,
denn sie sind häufig nachts
unterwegs und schätzen jetzt insbesondere
die gleichmässige Helligkeit und
die automatische Anpassung des Beleuchtungsniveaus.
Zum ganzen Beitrag
e-m.info/674
Klare Besucherführung
Die Leuchten unterstützen
die Orientierung in
der Tal- und Bergstation.
STORY Swisslux AG
KONSTANTLICHT-REGELUNG:
EINFACHER ALS IHR RUF
Als Integratoren oder Planerinnen können wir mit einer intelligenten
Lichtsteuerung einen echten Beitrag zur Energieeffizienz
leisten. Und das ist viel einfacher, als viele denken.
Swisslux AG | 8618 Oetwil am Se | www.swisslux.ch
In Büros, Schulen und Verwaltungsgebäuden
brennt das Licht oft den
ganzen Tag, obwohl draussen die
Sonne scheint. Dies geschieht, weil die
künstliche Beleuchtung nicht auf das
vorhandene Tageslicht reagiert. Das
Ergebnis: unnötiger Energieverbrauch
und verschenktes Einsparpotenzial.
Dabei arbeiten moderne LED-Leuchten
in Kombination mit intelligenter
Präsenz- und Tageslichtsensorik präzise,
effizient und unauffällig.
Bis zu 25 Prozent zusätzliche
Einsparung
Solche Systeme funktionieren mit
hochwertigen, intelligenten B.E.G.-
Meldern ganz einfach. Der Lichtfühler
im Melder misst kontinuierlich die
Raumhelligkeit und berücksichtigt
dabei das einfallende Tageslicht. Die
intelligente Konstantlichtregelung
dimmt daraufhin das Kunstlicht bis
zum erforderlichen Lichtwert. Das
Licht schaltet nur dann und nur mit
der nötigen Intensität zu, wenn es
wirklich gebraucht wird. Bei Räumen
mit Fenstern lassen sich bis zu 25 Prozent
Energie zusätzlich sparen. Erfolgreiche
Beispiele aus Schulhäusern und
Bürogebäuden zeigen: Die Kombination
von LED-Leuchten und Meldern
mit intelligenter Konstantlichtregelung
und Präsenzfunktion ergibt ein
Dream-Team.
Der Raum bestimmt die Lösung
Der Verwendungszweck eines Raums
bestimmt die erforderliche Beleuchtungsstärke
sowie die nötige Abwesenheitsdauer
von Personen, nach der ein
Sensor das Licht selbstständig ausschaltet.
Bei höheren Beleuchtungsstärken
haben unkalibrierte Lichtmessungen
einen grossen Einfluss auf den
Energiebedarf, ebenso wie zu lange
Nachlaufzeiten bei in der Regel kurzen
Aufenthalten. Deshalb ist es wichtig,
die Melder entsprechend ihren Anforderungen
zu definieren. B.E.G. bietet
über 40 Präsenzmelder mit Tageslichtsensorik
für KNX und DALI-2.
Folgende vier Faktoren bestimmen
die Wahl des Sensors:
· Verwendungszweck
Toiletten benötigen 100 Lux,
Büros 500 Lux, Zeichenräume
750 Lux. Die Kurzpräsenzfunktion
verkürzt bei kurzen Aufenthalten
die Nachlaufzeit automatisch.
Viele Räume lassen sich
zudem in Arbeitsplätze und
Durchgangszonen aufteilen,
wodurch sich mit unterschiedlichen
Beleuchtungsstärken und
Nachlaufzeiten zusätzlich Energie
einsparen lässt.
· Reflexionen
Weisse Wände reflektieren 90
Prozent, dunkle Farben 10 Prozent
Licht. Sensoren mit integriertem
Lichtfühler eignen sich für Räume
mit dunklen Oberflächen (< 10%
Reflexionsgrad), solche mit
externem Lichtfühler sind weniger
störanfällig auf Reflexionen des
Tageslichts.
Farbe Reflexion Geeigneter Sensor
Weiss 90 % Beide
Pastell 60 % Beide
Hellgrau 60 % Beide
Dunkelgrau 40 % Beide
Dunkle Farbe 10 % Innenliegender
Helligkeitssensor
innenliegend
Helligkeitssensor
aussenliegend
Reflexionen richtig berücksichtigen
Helle Oberflächen reflektieren bis zu 90 Prozent des Lichts, dunkle nur 10 Prozent. Für eine stabile Konstantlichtregelungen sind diese
Unterschiede entscheidend: Räume mit dunklen Farben erfordern innenliegende Sensoren, während aussenliegende Lichtfühler weniger
störanfällig auf Reflexionen des Tageslichts sind.
E a = 100 %
Beleuchtungsstärke aussen
Fenster
12
%
4
3 2 1
0 1 2 3 m 5
Raumtiefe
Beleuchtungsstärke innen E i
Kunstlicht
Naturlicht
Ausgeglichenes Lichtbild
Die Offset-Funktion im Sensor
regelt fensternahe Lichtgruppen
stärker herunter als jene
in der Raumtiefe. So bleibt die
Helligkeit im ganzen Raum
konstant – unabhängig davon,
wie viel Tageslicht einfällt.
Einige B.E.G.-Modelle
verfügen über zwei getrennte
Lichtfühler, um die Helligkeit
in fensternahen und -fernen
Zonen unabhängig zu
erfassen.
100 %
on/off
Messbar effizient
Die Konstantlichtregelung
passt die Beleuchtung
laufend an das vorhandene
Tageslicht an und reduziert
so den Energieverbrauch
um bis zu 25 Prozent.
Zusätzlich trägt eine
optimierte Nachlaufzeit zu
weiteren Einsparungen bei,
ohne dass die Nutzenden
auf Komfort verzichten
müssen.
Energieverbrauch
75 %
50 %
25 %
10 %
mit Konstantlichtregelung
mit optimierter Nachlaufzeit
· Fensterfront
Die Offset-Funktion der B.E.G.-
Melder regelt fensternahe
Lichtgruppen stärker herunter als
solche in der Raumtiefe.
· Montagehöhe
Die Montagehöhe beeinflusst die
Sensorwahl erheblich. Ab fünf
Meter Höhe sind Sensoren mit
schmalem Öffnungswinkel wie
der PD4-KNXs-GH-DX-AP
erforderlich, die gezielt das
Bodenlicht messen.
Inbetriebnahme entscheidet über
den Erfolg
Die Konstantlichtregelung hätte einen
besseren Ruf verdient. Meist gehen die
Probleme auf unsaubere Planung, Inbetriebnahme
bzw. Feinjustierung und
Kalibrierung zurück. Fazit: Die Melder
müssen korrekt geplant, platziert
und eingestellt werden. Bei der Inbetriebnahme
ist Vorsicht geboten:
Dimmniveaus und Sollwerte lassen
sich mit einem Beleuchtungsstärkemessgerät
präzise kalibrieren. Wichtig
ist auch die Anpassung der Regel-
geschwindigkeit an die jeweilige Nutzung.
In der Praxis finden wir zudem
oft zu lange Nachlaufzeiten, was
schlecht für die Effizienz ist und mit
dem Tageslicht direkt nichts zu tun hat.
Nachjustierung als Erfolgsrezept
Im Neubau kann sich zudem die Helligkeit
eines Raums nach der Möblierung
nochmals deutlich ändern. Eine
Überprüfung nach drei bis sechs Monaten
ist sinnvoll, auch um Nutzerrückmeldungen
einzubeziehen. Das
ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern
Teil einer sauberen Inbetriebnahme,
steigert die Akzeptanz und
schafft die Möglichkeit, Feinjustierungen
vorzunehmen, bevor sie zum Problem
werden. Die tageslichtabhängige
Steuerung macht so den Technikern
und der Kundschaft mehr Freude.
Breites Sortiment für unterschiedliche
Anforderungen
Swisslux bietet mit den B.E.G. KNX-
Sensoren Lösungen für verschiedene
Raumsituationen. Die PD2N-KNXs-
Serie eignet sich für normale Raumhöhen,
die PD4N-KNXs-Serie für
grössere Räume. Der PD11-KNXs-
FLAT wurde speziell für flache Deckenmontagen
entwickelt. Alle Modelle
sind auch KNX Secure-fähig und
bieten mit der Standard- oder Deluxe-
Software Funktionen wie Offset-Betrieb,
Kurzpräsenz, Selbstanpassung
der Nachlaufzeit und tageslichtabhängige
Abschaltung. Für Integratoren
und Planerinnen bedeutet das: klare
Struktur, einfache Inbetriebnahme,
zuverlässige Funktionen.
Energieeffizienz ist Pflicht
Die energetische Betriebsoptimierung
ist in ersten Kantonen bereits verpflichtend.
Konstantlichtregelung ist
Stand der Technik und ein Baustein,
der einfach umsetzbar ist und nachweislich
wirkt. Die beste Steuerung ist
jene, die niemand bemerkt. Für Planer
und Integratorinnen bedeutet das: Mit
der richtigen Sensorik und sorgfältiger
Inbetriebnahme lassen sich Energieziele
ohne Komforteinbussen erreichen.
Das zahlt sich aus für die Betreiber,
die Nutzenden und die Umwelt.
STORY ESYLUX Swiss AG
WANDMELDER
MIT DALI-2
Der neue Wandpräsenzmelder
BASIC BMS DALI-2 macht den Umstieg
auf intelligente Lichtsteuerung so
einfach wie nie, ohne zusätzliche Verkabelung.
ESYLUX Swiss AG | 8335 Aadorf | www.esylux.com
Mit dem PD 180/16 BASIC BMS
DALI-2 präsentiert ESYLUX erstmals
einen Wandpräsenzmelder für das Bussystem
DALI-2. Als Eingabegerät sendet
er Informationen zu Präsenz und
Helligkeit in seinem Bereich an die jeweilige
Steuereinheit. Seine Betriebsspannung
bezieht er allein über den
zweiadrigen DALI-Bus, was unter
anderem den einfachen Austausch
konventioneller Lichtschalter mit
Zweiader-Verkabelung ermöglicht.
Zahlreiche Abdeckungsvarianten als
Zubehör erweitern das Einsatzgebiet.
Flure, Treppenhäuser und Sanitärbereiche
sind die wohl typischsten Einsatzgebiete
für Wandpräsenzmelder.
Dies liegt auch daran, dass hier meist
viele Menschen verkehren und deshalb
oft der Wunsch besteht, den Lichtschalter
gegen eine hygienischere
Lichtsteuerung ohne Berührungsfläche
auszutauschen. Im Portfolio seiner
Einstiegsserie BASIC bietet ESYLUX
hierfür mit dem PD 180/16 BASIC
BMS DALI-2 nun eine neue Lösung.
Einfacher Umstieg von ON/OFF
auf DALI-2
Der Wandpräsenzmelder verfügt über
eine maximale Erfassungsreichweite
von 16 m im Durchmesser, und er
misst die Helligkeit in einem Bereich
von 5 bis 2000 Lux. Seine Ergebnisse
zu Präsenz und Helligkeit sendet er als
Eingabegerät an die Steuereinheit der
DALI-Linie. Für den Betrieb reicht
ihm die vorhandene Spannung der beiden
Bus-Adern. Dies wiederum ermöglicht
nicht zuletzt den Austausch
konventioneller Lichtschalter ganz
ohne zusätzliche Leitungen – und erleichtert
so zugleich den Umstieg vom
simplen ON/OFF auf das zukunftssichere
Bussystem DALI-2.
Für Orte, an denen nicht die Verbesserung
der Hygiene, sondern vor
allem eine höhere Flexibilität gefragt
ist, bietet der Melder zwei Eingänge
für konventionelle Taster. Zahlreiche
Abdeckungen in unterschiedlichen
Farben als Zubehör schaffen ausserdem
Kompatibilität mit gängigen Markenschaltern.
Dazu zählen auch eine
Variante mit IP44 sowie eine passende
Unterputzdose. Darüber hinaus stehen
fünf Melder-Ausführungen für
das SNAPFIX-Befestigungssystem
von Feller bereit, unter anderem mit
IP55. Sie lassen sich mit einem vormontierten
Adapter ohne Verschrauben
einfach in die passenden Befestigungsplatten
einschnappen.
«Die DALI-2-Wandmelder
der Serie BASIC ermöglichen
den einfachen Einstieg in eine
zukunftssichere Lichtsteuerung.»
Bild: ESYLUX
Licht INTERVIEW
Der neue
Lichtboss
der Schweiz
Licht weitergedacht – effizient, ästhetisch,
intelligent. Claudio Hartmann spricht über neue
Perspektiven, strategische Weichenstellungen
und die Rolle der SLG in einer Branche,
in der Licht längst mehr ist als nur Technik.
AUTOR: RENÉ SENN, FOTOS: MICHAEL DONADEL
S
eit dem 1. Juli 2025 leitet
Claudio Hartmann die
Schweizer Licht Gesellschaft
(SLG) als Geschäftsführer.
Seine Mission:
Licht nicht nur als Technologie,
sondern als Gestaltungselement, als
Wirkungsträger und als gesellschaftliche
Verantwortung im Hinblick auf die
Nachhaltigkeit zu positionieren. Wir
haben mit ihm über aktuelle Herausforderungen
gesprochen, die von der
Förderpolitik über die Rolle der Elektrobranche
bis hin zur Nachwuchsförderung
reichen.
Claudio, du bist seit Kurzem
Geschäftsführer der SLG – was hat
dich an dieser Aufgabe gereizt?
Das Thema Licht fasziniert mich schon
lange – es verbindet Technik, Gestaltung,
Nachhaltigkeit und Emotionen
auf einzigartige Weise. Meine Aufgabe
bei der SLG bietet die Chance,
diese Vielfalt aktiv mitzugestalten und
die Branche weiterzuentwickeln. Besonders
spannend finde ich das breite
Spektrum, das die SLG abdeckt – von
technischen Normen bis hin zur kreativen
Lichtgestaltung. Dieses Zusam-
menspiel von Fachlichkeit, Praxisnähe
und Gestaltungsfreude macht die Arbeit
unglaublich vielseitig. Und genau
das motiviert mich: Menschen und
Disziplinen zusammenzubringen, um
gemeinsam gutes Licht in all seinen
Facetten zu fördern.
Wo setzt du in deiner Rolle neue
Akzente – was liegt dir besonders
am Herzen?
Mir ist wichtig, dass die SLG als offene,
vernetzte und zukunftsorientierte
Plattform wahrgenommen wird.
Ich möchte den Dialog innerhalb der
Branche und auch darüber hinaus fördern.
Gleichzeitig liegt mir der Nachwuchs
besonders am Herzen: Wir müssen
junge Menschen für das Thema
Licht begeistern und ihnen Perspektiven
bieten. Und nicht zuletzt will ich
die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung
noch stärker verankern.
Licht ist heute weit mehr als Beleuchtung
– es trägt entscheidend dazu bei,
unsere Umgebung lebenswerter zu
gestalten: Es fördert Wohlbefinden,
Gesundheit, Sicherheit und schafft
eine Atmosphäre, in der Menschen
sich gerne aufhalten.
Was hat dich in den ersten
100 Tagen begeistert?
Das Engagement der Menschen rund
um die SLG beeindruckt mich sehr.
Man spürt an allen Fronten, wie viel
Herzblut in der Lichtbranche steckt –
sei es bei unseren Kursleitenden, in
den Fachgruppen oder bei unseren
Partnern. Diese Offenheit, gemeinsam
etwas zu bewegen, hat mich von Anfang
an motiviert.
Und wann hast du gedacht:
Wow, da haben wir aber noch
ganz viel Arbeit vor uns?
Die SLG und ihr Vorstand haben vor
rund zwei Jahren die zukünftigen
Handlungsfelder definiert und sie an
der Generalversammlung 2024 vorgestellt.
Unsere Mission ist klar: Als führendes
nationales Kompetenzzentrum
für Licht und Beleuchtung bieten wir
unabhängiges und fundiertes Lichtwissen
– wir sind Fachverband, bilden
aus und vernetzen alle, die sich professionell
mit Licht befassen. Wir wollen
die Mitgliederzahl steigern und neue
Zielgruppen in der Gestaltung ansprechen,
unsere Weiterbildungsangebote
weiter ausbauen. Zudem möchten wir
46 eTrends Ausgabe 6/25
die SLG als führende Lichtexpertin
stärker positionieren. Diese Aufgaben
sind anspruchsvoll – aber sie sind auch
eine grosse Chance, unsere Vision zu
verwirklichen: Wir vernetzen Menschen,
Unternehmungen und Institutionen,
damit hochwertiges und nachhaltiges
Licht für alle Realität wird.
Wie gross ist dein Team in Olten?
Das SLG-Team besteht aktuell aus
acht sehr engagierten Mitarbeitenden,
die sich mit viel Fachwissen und Begeisterung
für unsere gemeinsamen
Ziele einsetzen. Wir arbeiten eng zusammen,
um die verschiedenen Projekte
und Initiativen der SLG erfolgreich
voranzubringen. Die Mischung
aus erfahrenen Fachleuten und jungen
Talenten sorgt für eine motivierende
Teamdynamik und innovative Lösungsansätze.
Seit 2025 wird die Geschäftsleitung
durch die neue Position
eines stellvertretenden Geschäftsführers
in Lausanne ergänzt. Gregory
Bartholdi hat sie inne, was eine moderne,
zweisprachige und breit abgestützte
Führung sicherstellt.
Nicht zu vergessen sind auch unsere
Fachgruppen-Mitglieder, unsere
Dozierenden im SLG-College sowie
unser Vorstand. Sie alle tragen mit
ihrem grossen Engagement, ihrer
Erfahrung und ihrem Netzwerk entscheidend
zur Weiterentwicklung und
zur Strahlkraft der SLG bei. Gemeinsam
bilden wir ein starkes Team, das
die Vielfalt der Lichtbranche widerspiegelt.
Wie finanziert ihr euch?
Unser Finanzierungsmodell stützt sich
auf mehrere solide und komplementäre
Säulen. Die Mitgliedschaft bildet
die Basis: Ihre Beiträge sichern unsere
laufenden Aktivitäten und unsere
Funktion als Fachverband. Darüber
hinaus ist die Aus- und Weiterbildung
eine zentrale Säule. Sie umfasst Lehrgänge
zu eidgenössischen Fachausweisen
sowie spezialisierte Kurse. Veranstaltungen
wie der SLG light day
(energy light day) und Initiativen wie
Lightbank, unterstützt von Energie-
Schweiz, ergänzen dieses Angebot.
So schaffen wir die Voraussetzungen
dafür, die Lichtbranche nachhaltig
weiterentwickeln und erstklassige
Leistungen für Mitglieder und Fachleute
bereitstellen zu können.
Zur Person
Claudio Hartmann (58) ist eidg.
Dipl. Verkaufsleiter und Absolvent
eines Managementlehrgangs
an der Cornell University
mit Schwerpunkten in Strategischer
Geschäftsentwicklung
und Change-Management. Er
hat über 20 Jahre bei Osram/
LEDVANCE in verschiedenen
Funktionen gearbeitet, zuletzt
als Territory Head DACH sowie
zusätzlich als Geschäftsführer
für die Schweiz, Österreich und
Slowenien. Bevor er zur SLG
stiess, war er Stv. Geschäftsführer
und Bereichsleiter Vertrieb
bei neuco.
Wer kann bei euch Mitglied werden?
Grundsätzlich alle juristischen Personen,
die ein Interesse am Thema Licht
und an der Weiterentwicklung unserer
Branche haben. Wir heissen sowohl
Leuchtenhersteller als auch Licht- und
Elektroplaner:innen sowie Betreiber
von grossen Beleuchtungsanlagen willkommen.
Wichtig ist uns die Vielfalt
der Perspektiven, denn gerade im Austausch
entstehen neue Ideen und Impulse
für die gesamte Lichtbranche.
Wo liegt der aktuelle Fokus bei den
Projekten?
Bei Projekten, die Energieeffizienz und
Lichtqualität verbinden. Mit der Initiative
«energylight» fördern wir den
Einsatz von LED-Technologien und
intelligenten Steuerungen, um Energie
zu sparen. Gleichzeitig setzen wir mit
dem Prix Lumière ein Zeichen für innovative
Lichtprojekte. Ein jährli- →
Ausgabe 6/25 eTrends
47
cher Höhepunkt ist der SLG light day,
an dem wir Fachwissen, Trends und
Best Practices rund um Tages- und
Kunstlicht, Lichtqualität und nachhaltige
Beleuchtung zusammenbringen.
Die SLG hat auch verschiedene
Fachgruppen, welche?
Unsere Fachgruppen sind das Herzstück
der SLG – sie bündeln das Expertenwissen
und tragen wesentlich
zur inhaltlichen Arbeit bei. Sie werden
als Expertengremien wahrgenommen
und sind in verschiedene Themenfelder
gegliedert, zum Beispiel Innenraumbeleuchtung,
Lichtemissionen,
Messtechnik, Steuerungen, Not- und
Tunnelbeleuchtung, öffentliche Beleuchtung
und Lichtmasten sowie
Leuchtentragwerke.
Ein Ziel ist es, die Arbeit dieser
Fachgruppen nicht nur an Veranstaltungen
und Publikationen sichtbar zu
machen, sondern auch in Normengremien
einfliessen zu lassen. Damit stärken
wir die Rolle der SLG als Lichtexpertin.
Gibt es eine Fachgruppe,
die noch fehlt?
Im Moment sind wir mit den bestehenden
Fachgruppen sehr gut aufgestellt.
Trotzdem könnten Themen wie Nachhaltigkeit
und Tageslicht noch stärker
in den Fokus rücken. Ob sich daraus
neue Fachgruppen oder einfach vertiefte
Schwerpunkte ergeben, wird sich
zeigen. Wichtig ist, dass wir als SLG
flexibel bleiben und Entwicklungen
aufnehmen.
Die Branche hat sich von
LED-Retrofit zu intelligenten
Licht systemen entwickelt.
Wie siehst du den Stellenwert von
Sensorik und Automation heute?
Zur Schweizerischen
Licht Gesellschaft SLG
Sensorik und Automation haben heute
einen sehr hohen Stellenwert, da sie
zentrale Komponenten moderner
Lichtsysteme sind. Durch den Einsatz
intelligenter Sensoren können Einsparungen
von über 90 Prozent erzielt
werden, und Beleuchtungslösungen
können noch gezielter auf Nutzerbedürfnisse
und Umgebungsbedingungen
reagieren, was sowohl den Komfort als
auch die Energieeffizienz verbessert.
Gleichzeitig ermöglichen automatisierte
Systeme eine flexible Anpassung
an wechselnde Anforderungen, etwa
im Zusammenspiel mit Tageslicht oder
bei der Präsenzsteuerung.
Sensorik, Tageslichtlenkung,
Automation sind allgemein
bekannt, aber werden oft nicht
umgesetzt. Wo hapert’s aus deiner
Sicht: am Wissen, am Willen oder
am System?
Ein bisschen an allem. Technologisch
sind wir heute sehr weit, aber das Wissen
über die richtige Anwendung fehlt
oft – sowohl bei der Planung als auch
im Betrieb. Dazu kommt, dass solche
Systeme nur dann wirklich funktionieren,
wenn alle Beteiligten – von der
Planung über die Installation bis zur
Nutzung – an einem Strang ziehen. Hier
hapert es manchmal an der Koordination
und am Verständnis für das Zusammenspiel
von Technik, Architektur
und Mensch. Ich glaube, wir müssen
das Thema Lichtsteuerung stärker als
integralen Bestandteil guter Lichtplanung
begreifen – nicht als Zusatz, sondern
als selbstverständlichen Teil eines
nachhaltigen Gesamtsystems.
Die Elektrobranche steht
im Zentrum des Lichts.
Nimmt sie aus deiner Sicht
ihre Verantwortung wahr?
Der Verband SLG ist das unabhängige Kompetenzzentrum für Lichtthemen
in der Schweiz. Seit über 100 Jahren vernetzt er Fachleute aus Planung,
Architektur, Technik, Lehre und Industrie mit dem Ziel, Licht ganzheitlich zu
denken: effizient, ästhetisch, intelligent.
Die Kernaufgaben der SLG sind:
• Förderung von Qualität und Wirkung in der Lichtanwendung
• Interdisziplinärer Austausch über Normen, Technik, Gestaltung
• Weiterbildungen am das SLG College (z. B. Lichtplaner:in FA)
• Fachgruppen zu den Themen Innenraum- und Aussenbeleuchtung,
Lichtsteuerung usw.
Die SLG ist gemeinnützig organisiert, politisch unabhängig und wird von
einem breiten Netzwerk aus Institutionen und Unternehmen getragen.
Die Elektrobranche spielt ohne Frage
eine zentrale Rolle, denn sie bringt das
Licht letztlich zum Leuchten. Viele Unternehmen
und Fachleute nehmen diese
Verantwortung sehr ernst – gerade,
wenn es um Energieeffizienz, Nachhaltigkeit
und Qualität geht. Gleichzeitig
sehe ich noch Potenzial: Licht wird oft
noch zu technisch gedacht, während
Themen wie Wirkung, Wahrnehmung
oder Gestaltung eher zu kurz kommen.
Hier möchten wir als SLG Brücken
bauen – zwischen Technik, Design und
Mensch. Nur wenn alle Disziplinen zusammenarbeiten,
entsteht gutes Licht
im ganzheitlichen Sinn.
Das BFE reduziert Fördergelder,
dies ist für die SLG ein Einschnitt.
Was bedeutet das für eure Projekte
und deren Weiterentwicklung?
Wir sind seit vielen Jahren ein wichtiger
Partner des BFE, insbesondere in
Projekten rund um Energieeffizienz
und nachhaltige Beleuchtung. Natürlich
zwingen uns die Kürzungen, Prioritäten
zu setzen. Gleichzeitig sehe
ich darin auch eine Chance: Wir wollen
unsere Aktivitäten breiter abstützen,
neue Partnerschaften eingehen
und die Eigeninitiative in der Branche
stärken. Unser Ziel bleibt, das Thema
Licht als wichtigen Bestandteil einer
nachhaltigen und lebenswert gebauten
Umwelt weiter voranzutreiben – unabhängig
von der Höhe der Fördergelder.
Wie wichtig ist dir der Austausch
mit anderen Verbänden?
Sehr wichtig. Viele Themen in der
Lichtbranche überschneiden sich mit
Bereichen wie Architektur, Elektrotechnik,
Energie oder Nachhaltigkeit –
da ist Zusammenarbeit entscheidend.
Ich sehe die SLG als verbindendes Element
zwischen diesen Welten. Durch
den offenen Dialog entstehen Synergien,
neue Ideen und gemeinsame Initiativen,
die die Branche insgesamt
stärken. Licht hört nicht an einer Disziplingrenze
auf – im Gegenteil, es verbindet.
Wie fördert die SLG den Nachwuchs?
Es gibt keine Grundbildung
zum Thema Licht.
Das stimmt, eine eigentliche Grundbildung
zum Thema Licht gibt es nicht.
Mit dem SLG College schliessen
wir aber diese Lücke. Wir bieten drei
modular aufgebaute Lehrgänge an,
die vom Grundlagenwissen bis zur Vertiefung
spezifischer Themen in der
Lichtplanung führen. Diese Lehrgänge
bereiten auf die eidgenössische Berufsprüfung
mit Fachausweis Lichtplaner:in
48 Mehr zur SLG: www.slg.ch
eTrends Ausgabe 6/25
Passend zum Schalter
(Video-) Innensprechstellen Serie 40
«Wir müssen junge
Menschen für das Thema
Licht begeistern und
ihnen Perspektiven bieten.»
für die Innenbeleuchtung und Lichtspezialist:in
für die öffentliche Beleuchtung
vor – und bieten gleichzeitig die
Möglichkeit, den europäischen Titel
European Lighting Expert (ELE) zu
erlangen. Damit schaffen wir eine anerkannte,
praxisnahe Qualifikation für
Fachleute aus der Schweiz und ganz
Europa.
Ergänzend zu den Lehrgängen
bieten wir eine Vielzahl an Tages und
Vorabendseminaren an, die aktuelle
Themen, Normen und Technologien
behandeln. So können sich Fachleute
weiterbilden und ihr Wissen laufend auf
dem neuesten Stand halten.
Die KOCH Türsprechanlage TC:Bus bietet mit der Serie 40
«Innensprechstellen imSchalterformat» eine umfassendes
Sprechstellensortiment, passend zu den aktuellen
CH-Schalterdesigns.
Die kompakten Audio- und Video-Innensprechstellen der
Serie 40 gibt es in den Standardausführungen schwarz, weiss,
Alu farblos oder schwarz eloxiert. Die Aluminium-Sprechstellen
liefern wir auf Wunsch auch farbig eloxiert, gepulvert
oder sogar vergoldet und natürlich nach Mass.
–Videoversionen für UP Dose Gr. I+I
–Audioversionen für UP Dose Gr. I
Das SLG College ist ein wichtiges
Standbein von euch und der
Lichtbranche der Schweiz.
Wie erfolgreich seid ihr damit?
Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.
Die Nachfrage ist da, und
unsere Teilnehmerzahlen wachsen
jährlich sowohl in der Deutsch als
auch in der Westschweiz. In Lausanne
haben wir seit dem 1. März 2025 eine
eigene Niederlassung und können dadurch
die Qualität unserer Ausbildung
weiter erhöhen.
Das SLG College ist ein sehr wichtiger
Teil unserer Arbeit, und wir
möchten unser Angebot weiter ausbauen,
unter anderem zu gestalterischen
Elementen sowie Sensorik und
Automation.
Wenn du eine LED-Leuchte wärst,
wo würde man dich finden?
Wahrscheinlich auf einem Sportplatz.
Ich bin selbst sehr sportverbunden –
spiele Tennis und verfolge Eishockey
mit grosser Begeisterung. Eine Sportplatzleuchte
passt also gut zu mir: leistungsstark,
fokussiert und dafür da,
anderen das Spielfeld zu erhellen. Genauso
verstehe ich meine Rolle bei der
SLG – Orientierung geben, Begeisterung
schaffen und das Beste aus jedem
Spielzug herausholen.
Besuchen Sie uns an der
Messe «SWISSBAU» inBasel.
20. –23. Januar 2026
Halle 1.1, Stand B62
Ausgabe 6/25 eTrends
www.kochag.ch
49
Licht ENERGIE SPAREN
Intelligente
Beleuchtungssanierung
in Uster
Vorbildlich
Saniertes Büro- und Lagergebäude
der Bachofen AG in Uster
Im Zuge der
Beleuchtungssanierung
im Büround
Lagergebäude
der Bachofen AG
in Uster wurde die
bestehende Anlage
vollständig durch
eine moderne,
energieeffiziente
Lichtlösung ersetzt.
AUTOREN: ENERGYLIGHT
PARTNER NEVALUX AG /
STEFAN GASSER, SLG
D
ie bestehende Beleuchtung
basierte auf Leuchtstoffröhren
mit manueller Steuerung.
Diese Technologie
führte zu einem hohen
Energieverbrauch und bot nur geringe
Flexibilität in der Bedienung. Zudem
machte das Verkaufsverbot für Leuchtstoffröhren
eine mittelfristige Umrüstung
ohnehin erforderlich. Gesucht
war daher eine moderne Beleuchtungslösung
mit automatischer Regelung,
minimalem Wartungsaufwand und
intelligenter Vernetzung. Ziel der Sanierung
war die Implementierung eines
sensorbasierten Beleuchtungssystems,
das sowohl den Betrieb optimiert
als auch die Nachhaltigkeitsziele des
Unternehmens unterstützt.
Umsetzung
Die Firma nevalux entwickelte ein
durchgängiges Lichtkonzept für alle
Bereiche des Gebäudes. Jede Zone erhielt
eine Lösung, die auf ihre spezifischen
Anforderungen abgestimmt
wurde. Christof Bolliger von der Partner
+ Services Bachofen AG, sagt dazu:
«Die Leuchten zeichnen sich durch
hochwertige Ausführung aus, das Steuerungssystem
durch intelligente Funktionalität.
Künstliches Licht ergänzt
gezielt den natürlichen Tageslichteinfall,
während eine automatische Abschaltung
unnötige Beleuchtung reduziert.
Das Projekt wurde von der
Planung bis zur Umsetzung erfolgreich
realisiert.» Hauswart Ueli Hediger ergänzt:
«Die Zusammenarbeit verlief
unkompliziert, professionell und lösungsorientiert.
Das intelligente Lichtsystem
im gesamten Gebäude arbeitet
zuverlässig, ist nahezu wartungsfrei
und zeichnet sich durch hohe Energieeffizienz
aus.»
Bürobereiche
· Halbautomatische Steuerung
mit manuellem Einschalten und
automatischer Regelung über
Präsenz- und Tageslichtsensoren
· Vernetzte, dimmbare LED-
Leuchten mit Bluetooth-Mesh-
Technologie
· Flexible Gruppen- und
Einzelsteuerung für optimale
Lichtverteilung
→
Gute Planung
Simulation der
neuen Beleuchtung
für die Büros
Ausgabe 6/25 eTrends
51
Lagerbereiche
· Drahtlos vernetzte Leuchten
mit Bewegungserkennung
· Aktivierung nur der benötigten
Lichtgruppen zur Steigerung
der Energieeffizienz
· Kommunikation der Leuchten
über Bluetooth Mesh für
gleichmässige Ausleuchtung
Nachhaltigkeit
· Wiederverwendung vorhandener
Gehäuse und Tragsysteme
· Integration neuer LED-Module in
bestehende Strukturen
· Ressourcenschonende Umsetzung
bei unverändertem architektonischem
Erscheinungsbild
Ein Praxisbeispiel für vernetzte
Beleuchtung
Das System, das sich in Schulen und
öffentlichen Bauten bewährt hat, wird
auch bei der Bachofen AG erfolgreich
eingesetzt. Die Zahlen, die mittels
SIA-Norm 387/4 berechnet wurden,
belegen die Wirkung:
· 93% Energieeinsparung
in Logistik und Fertigung
· Bis zu 87% Einsparung
in den Bürobereichen
· Erreicht durch gezielte Planung
und Inbetriebnahme
Im Verlauf der Projektplanung wurde
deutlich, dass sich nicht jeder Sensortyp
für jede Umgebung eignet. Besonders
in Räumen mit komplexer Geometrie
waren eine sorgfältige Auswahl und
Platzierung von HF- oder PIR-Sensoren
erforderlich. Die Möglichkeit, unterschiedliche
Sensortechnologien flexibel
einzusetzen, erwies sich dabei als
grosser Vorteil des Systems.
10
7.5
5.6
4.2
Energiebedarf (kWh/m 2 )
800
Lux
600
Lux
Reduktion der
Beleuchtungsstärken
–25 %
Vorteile für Betreiber und
Elektrofachleute
· Einfache Installation:
230-V-Direktanschluss
ohne zusätzliche Busleitungen
oder Steuerzentralen
· Zukunftssicher:
Unterstützung offener Standards
(DALI, Bluetooth Mesh)
und modular erweiterbar
· Wartungsarm:
Robuste Bauweise, intelligente
Steuerung und reduzierte
Betriebszeiten senken Aufwand
und Kosten
Fazit
Die Beleuchtungssanierung am Standort
Uster verdeutlicht, wie der Einsatz
moderner Sensorik und digital vernetzter
Systeme den Energieverbrauch
5 Min.
1 Min.
–25 %
Reduktion der Sensor-
Nachlaufzeiten
Für mehr Energieeffizienz Die drei wichtigsten Massnahmen von OptiLight
senkt, den Bedienkomfort verbessert
und den nachhaltigen Betrieb eines
Gebäudes unterstützt. Das Projekt
kombiniert technische Effizienz, wirtschaftliche
Vorteile und ökologische
Verantwortung in einem zukunftsorientierten
Gesamtkonzept.
«Die Beleuchtung
ist echt top,
ein riesiger Unterschied
zu vorher,
well done!»
Nutzerfeedback
Bildung kleiner,
vernetzter
Sensorgruppen
–25 %
Gute Planung und korrekte Inbetriebnahme
mit dem OptiLight-Standard
less
energy
for a better
light
energylight.ch
Basierend auf der Lichtvereinbarung von Davos (2018) wurde
von der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) gemeinsam mit
EnergieSchweiz und weiteren Partnern die Initiative «energylight»
ins Leben gerufen. Ziel: Das enorme Energiesparpotenzial
von rund 3,5 TWh pro Jahr im Bereich der Beleuchtung in der
Schweiz besser auszuschöpfen.
Das Projekt «OptiLight»
Im Rahmen von OptiLight wurden 25 Praxisbeispiele realisiert
und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass durch optimierte
Planung und korrekte Inbetriebnahme – zusätzlich zu einer
Standard-Erneuerung – Energieeinsparungen von durchschnittlich
67 % erzielt werden konnten. Die Bachofen AG in
Uster ist eines der 25 OptiLight-Praxisbeispiele.
Zentrale Optimierungsmassnahmen
· Beleuchtungsstärke auf Normwerte reduzieren
→ Vermeidung von Überbeleuchtung,
Anpassung an die tatsächliche Sehaufgabe.
· Nachlaufzeiten der Sensoren reduzieren
→ Licht wird schneller ausgeschaltet, wenn keine
Bewegung oder genügend Tageslicht erkannt wird.
· Kleinere Lichtgruppen oder Schwarmbeleuchtung
einrichten
→ Licht reagiert zonenweise oder dynamisch
auf Bewegungen und Tageslicht.
Weitere Infos unter: www.energylight.ch
52 eTrends Ausgabe 6/25
An die Sehaufgabe
angepasst
Neue intelligente
Beleuchtung in der
Werkstatt
«Vielen Dank für die massive
Verbesserung unserer Arbeitsplatzatmosphäre
und die tiptoppe
Umsetzung. Bin wunschlos glücklich.»
Nutzerfeedback
Ausgabe 6/25 eTrends
53
STORY Zumtobel Licht AG
BELEUCHTUNG IM KREISLAUF
1
Für nachhaltiges
Design weiterdenken
über das Produkt und
seine Nutzung hinaus:
Wer Leuchten von
Anfang an für den
Kreislauf entwickelt,
schafft modulare
Produkte, die sich
reparieren und
wieder aufbereiten
lassen. Entscheidend
sind transparente
Materialkonzepte,
durchdachte
Prozesse und
ein ganzheitlich
betrachteter
Lebenszyklus.
Zumtobel Licht AG |
8050 Zürich | www.zumtobel.ch
Zirkuläre Produktentwicklung bedeutet,
bereits beim Design an einen möglichen
zweiten Lebenszyklus eines Produkts
zu denken. Entsprechend dem
Cradle to Cradle-Prinzip sind Leuchten
klassische Produkte für den technischen
Kreislauf. Wenn sie so konzipiert
werden, dass sie sich reparieren, wiederverwenden
oder in neue Produktgenerationen
integrieren lassen, entsteht
Mehrwert für Mensch und Umwelt.
Das Gesetz gibt den Rahmen vor
Mit dem European Green Deal wurden
2019 die Grundlagen für eine
funktionierende Kreislaufwirtschaft
geschaffen. Unternehmen sind gefordert,
ihre Wertschöpfung nachhaltiger
zu gestalten und transparent zu berichten.
Die neue CSRD (Corporate
Sustainability Reporting Directive)
2
verpflichtet grosse Unternehmen, ihre
Fortschritte im Bereich Kreislaufwirtschaft
offenzulegen. Auf Produktebene
setzt die ESPR (Environmental
Sustainable Product Regulation) neue
Massstäbe: Sie definiert Anforderungen
an Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit
und Energieeffizienz und
ebnet mit dem digitalen Produktpass
den Weg zu mehr Transparenz.
Zirkuläres Design bei der
Zumtobel Group
Die Umsetzung verlangt ein Umdenken
– weg von Linearität, hin zu Zirkularität.
Das bedeutet, dass Produkte
und Geschäftsmodelle über den gesamten
Lebenszyklus betrachtet werden
müssen und bereits in der Designphase
evaluiert wird, wie langlebig,
reparierbar oder wiederverwendbar
Foto: Henning Moser
3
ein Produkt sein kann. Dieser Wandel
betrifft alle Stakeholder entlang der
Wertschöpfungskette. Die Zumtobel
Group hat dazu ein Rahmenwerk mit
drei Säulen entwickelt: die Circular
Design Rules mit Circular Sourcing,
Circular Design und Circular Systems.
Transparenz als Basis für
Kreislauf wirtschaft
Jede zirkuläre Entwicklung beginnt
mit Transparenzschaffung zu Materialien,
deren Herkunft und Potenzial
zur Wiederverwertung. Wie hoch sind
Recyclinganteil und Recyclingfähigkeit
des Materials? Und welche Stoffe
könnten kritisch sein? Nur mit einer
transparenten Datenbasis lassen sich
fundierte Entscheidungen treffen.
Zumtobel erhebt dazu den Recyclinganteil
und die Recyclingfähigkeit
der Produkte systematisch nach DIN
EN 45557 und 45555 und arbeitet eng
mit Zulieferern zusammen. So entsteht
ein umfassender Datenpool, der
Rückschlüsse auf Materialqualität
und Potenziale erlaubt. Herausfordernd
bleibt die Erfassung kritischer
Stoffe ausserhalb gesetzlicher Vorgaben
– ein Aspekt, an dem konsequent
gearbeitet wird.
Design als Fundament der
Kreislauffähigkeit
Zirkuläres Design verankert die Prinzipien
der Kreislaufwirtschaft direkt
in der Produktentwicklung. Drei Fragen
leiten die Teams: Ist das Produkt
einfach in Einzelkomponenten und
Materialien zerlegbar? Welche Bauteile
sind langlebig und wiederverwendbar?
Und welche Ersatzteile sollen
direkt beim Kunden austauschbar
sein? Ein durchdachtes Design bildet
die Grundlage geschlossener Produktkreisläufe.
Die richtige Materialwahl
und Konstruktion ermöglichen Reparatur,
Wiederverwendung und effizientes
Recycling – und tragen durch
mehrfach nutzbare Komponenten
auch zur CO 2 -Reduktion bei.
Auf dem Weg zum digitalen
Produkt pass
Mit einem digitalen Produktpass, eingeführt
durch die EU und gefördert
durch die ESPR, sollen Daten zukünftig
zentral erfasst und zugänglich gemacht
werden. So wird der Austausch
zwischen Herstellern, Lieferanten und
Nutzern vereinfacht und der Weg zu
geschlossenen Materialkreisläufen geebnet.
Zumtobel arbeitet bereits da-
4
ran, die dafür notwendigen Systeme zu
etablieren und die entsprechende
Transparenz für Materialien, Komponenten
und deren Wiederverwendbarkeit
zu schaffen.
1 Leuchtenproduktion Kreislauffähige
Produkte werden so konzipiert, dass ihre
Komponenten und Materialien am Ende
ihrer Lebensdauer effizient recycelt oder
wiederverwendet werden können.
2 Produktdesign Ein modulares Leuchten-
Design ermöglicht einen flexibleren
Einsatz und verlängert die Lebensdauer
der Produkte.
3 Leuchten-Demontage In einer Kreislaufwirtschaft
werden Leuchten und
Einzelkomponenten nach dem Ende ihrer
Lebensdauer ausgetauscht, aufbereitet
und wiederverwendet.
4 Kreislaufdiagramm Die Circular Design
Rules der Zumtobel Group wurden
gemeinsam mit Harald Gründl vom
Designstudio EOOS entwickelt.
Smart Building NORMIERUNG
«BACnet Secure
Connect ist
ein Meilenstein»
BACnet/SC soll die Gebäudeautomation
mit Verschlüsselung, Zertifikaten und neuer
Architektur sicherer machen.
AUTOR: MARKUS BACK
56 eTrends Ausgabe 6/25
D
ie Professoren Dr. Olivier
Steiger und Dr. Sebastian
Obermeier von der Hochschule
Luzern erklären,
warum das Thema jetzt
drängt, wo die Stolpersteine liegen und
weshalb ohne Know-how der allerbeste
Standard wenig nützt.
Was war die ursprüngliche Motivation
hinter der Entwicklung von
BACnet Secure Connect?
PROF. DR. OLIVIER STEIGER BACnet/IP
war über viele Jahre hinweg der Standard
in der Gebäudeautomation.
Durch die fehlende Verschlüsselung
und Authentifizierung war er allerdings
wie ein offenes Buch, in dem
man nicht nur mitlesen, sondern sogar
mitschreiben konnte. BACnet/SC setzt
mit seiner TLS-Verschlüsselung und
einer sicheren Authentifizierung der
Teilnehmer genau hier an. Gleichzeitig
wurden alte Schwächen wie z. B. die
Broadcasts, die im BACnet/IP immer
nötig waren, behoben. Das vereinfacht
die Verwaltung erheblich.
PROF. DR. SEBASTIAN OBERMEIER Aus
IT-Sicht sind Broadcasts ein schwieriges
Thema. Sie belasten die Netze, sind
unsicher und verhindern praktisch
jede saubere Cloud-Anbindung. BACnet/SC
bricht mit diesem Prinzip und
setzt auf eine Hub-and-Spoke-Architektur,
die eine verlässliche, Firewalltaugliche
Kommunikation erlaubt.
Die Motivation bei der Entwicklung
von BACnet SC war also zweifach:
Sicherheitslücken zu schliessen und
das Protokoll auf einer zukunftsfähigen
Architektur aufzusetzen.
Was sind die wesentlichen
Unterschiede zwischen BACnet/IP
und BACnet/SC?
STEIGER Über die entfallenden Broadcasts
haben wir bereits gesprochen,
doch es gibt natürlich weitere wichtige
Unterschiede. Während BACnet/IP
beispielsweise die Daten im Klartext
überträgt, verschlüsselt BACnet/SC sie
zuverlässig und ermöglicht zudem die
Authentifizierung von Netzwerkteilnehmern.
Bei BACnet/SC muss sich
jedes Gerät mit einem gültigen Zertifikat
anmelden, bevor es kommunizieren
kann. Das ist ein radikaler Bruch
mit der bisherigen Praxis, bei der ein
eingestecktes Gerät sofort mit dem
Netz verbunden war. Zu guter Letzt:
BACnet/SC setzt auf TCP statt UDP,
wodurch die Kommunikation verbindungsorientiert
und damit zuverlässiger
als bei BACnet/IP ist.
OBERMEIER Dieser Wechsel ist gerade
bei Firewalls entscheidend. Bei UDP
muss ich die Firewall mittels zustandsloser
Regeln weit öffnen, um eingehende
Antworten durchzulassen. Bei
TCP entfällt dieses Risiko, da es verbindungsorientiert
arbeitet. Dadurch
lassen sich die Antworten eindeutig
zuordnen und können somit kontrolliert
die Firewall passieren. Für die
Integration in moderne IT-Landschaften
ist das ein grosser Vorteil.
Welche Herausforderungen
ergeben sich beim Zertifikatsmanagement
in der Praxis?
OBERMEIER Zertifikate sind ein Fluch
und ein Segen zugleich. Sie schaffen
Vertrauen, müssen allerdings über die
gesamte Laufzeit organisiert werden.
Um sie auszustellen, zu verteilen, erneuern
und widerrufen braucht es
klare Prozesse und eine Public-Key-
Infrastruktur. Während dies in der
klassischen IT längst Standard ist,
fängt man in der Gebäudeautomation
erst damit an, sich über solche Aspekte
Gedanken zu machen. Ohne Verantwortlichkeiten
und dokumentierte Abläufe
wird das schnell chaotisch, und
genau hier liegt die Herausforderung:
Wer kümmert sich um was?
STEIGER Besonders knifflig wird es in
Multi-Hersteller-Umgebungen. Jeder
Hersteller kocht seine eigene Suppe,
aber am Ende muss der Gebäudebetreiber
sie auslöffeln und damit umgehen
können. Da Best Practices und
einheitliche Leitfäden fehlen, forschen
wir an diesem Thema, damit nicht
jeder das Rad neu erfinden muss.
Neue Komplexität
für Installateure und
Gebäudebetreiber
«Wer BACnet/SC isoliert betrachtet,
denkt zu kurz.» Prof. Dr. Sebastian Obermeier
Welche typischen Stolpersteine
treten bei der Inbetriebnahme von
BACnet/SC auf?
STEIGER Der erste Stolperstein ist fast
banal: Es ist oft unklar, wer zuständig
ist. Wer verwaltet die Zertifikate? Wer
«Schon kleine
Fehler können grosse
Folgen haben.»
Prof. Dr. Sebastian Obermeier
Hochschule Luzern, über den Aufbau
von BACnet-Netzwerken
legt die Schlüssel fest? Wer sorgt für
Updates? Ohne Rollen und Prozesse
funktioniert das System nicht, weshalb
sie schon lange vor der Fertigstellung
eines Gebäudes und der darin verbauten
Anlagen definiert sein müssen.
OBERMEIER Ein Beispiel aus unserem
Labor zeigt, wie heikel das ist: Studierende
sollten eine Zertifikatskette konfigurieren.
Ein einziges fehlendes Häkchen
in der Anleitung führte dazu, dass
sich alle ausgesperrt haben und das
Gerät erst nach einem Hardware-Reset
wieder nutzbar war. Solche Fehler sind
lehrreich, aber in der Praxis fatal. Sicherheit
geht immer mit einem Initialaufwand
einher, und selbst kleinste Versäumnisse
können grosse Folgen haben.
Wie wirkt sich das auf den Alltag
im Gebäudebetrieb beziehungsweise
Facility Management aus?
STEIGER Kurzfristig wird es komplexer.
Einige Facility Manager und technische
Verantwortliche haben einen
elektrotechnischen Hintergrund, aber
wenig Erfahrung mit IKT-Sicherheit.
Zertifikate, Schlüsselmanagement und
sicherheitsbezogene Prozesse sind
Neuland für sie, was den Alltag nicht
einfacher, sondern schwieriger macht.
Langfristig, so meine Hoffnung, werden
sich automatisierte Tools und standardisierte
Prozesse etablieren, die
vieles vereinfachen. Aber noch stecken
diese Lösungen in Kinderschuhen.
OBERMEIER Erste Ansätze für automatisiertes
Zertifikatsmanagement gibt
es. Manche Hersteller experimentieren
mit Werkzeugen, welche die Erneuerung
und Verteilung vereinfachen
sollen. Sobald der Markt gross ge- →
Ausgabe 6/25 eTrends
57
«Der erste Stolperstein
ist fast banal:
Es ist oft unklar,
wer zuständig ist.»
Prof. Dr. Olivier Steiger
nug ist, werden weitere professionelle
Lösungen folgen, was den Facility Managern
den Alltag erleichtern wird.
Ist eine Koexistenz von BACnet/IP
und BACnet/SC möglich?
STEIGER Ja, das ist derzeit sogar die
Regel. Viele bestehende Anlagen
laufen mit BACnet/IP, während neue
Anlagenteile auf SC laufen. Technisch
ist das möglich, aber die technische
Integration von BACnet/SC ist oft
schwieriger als gedacht. Selbst Hersteller-Profis,
die uns beim Einrichten unterstützen
wollten, brauchten mitunter
viel Zeit, bis alles sauber und zuverlässig
lief. Das liegt daran, dass es in diesem
Bereich kaum Erfahrungen gibt,
auf die man zurückgreifen könnte.
OBERMEIER In diesem Zusammenhang
sollte allerdings beachtet werden, dass
ein System nur so sicher wie sein
schwächstes Glied ist. Wenn ich alte,
unsichere Komponenten weiterlaufen
lasse, besteht das Risiko weiterhin.
Deshalb ist eine schrittweise Migration
sinnvoll, etwa stockwerkweise bei Renovierungen.
Aber mittelfristig führt
kein Weg an einer kompletten Umstellung
auf BACnet/SC vorbei.
Planung, IT-
Schnittstellen und
Marktstatus
Was sollten Planer und Systemintegratoren
beachten,
wenn BACnet/SC gefordert wird?
STEIGER Sie sollten früh eine klare
Netzwerkarchitektur entwickeln und
sich hierbei beispielsweise Gedanken
über die Verwaltung der Zertifikate
und Schlüssel machen oder darüber,
worauf bei Updates zu achten ist. Diese
Fragen müssen schon in der Planung
beantwortet werden und nicht erst später
vom Betreiber. Ausserdem müssen
Integratoren Betreibern erklären können,
welche Prozesse sie erwarten.
OBERMEIER BACnet/SC ist nur ein
Baustein in einem grösseren Sicherheitskonzept
und kein Allheilmittel.
Planer müssen deshalb eng mit IT-
Sicherheitsverantwortlichen zusammenarbeiten
und Schnittstellen sauber
definieren. Wer BACnet/SC isoliert
betrachtet, denkt zu kurz.
Wie gut lässt sich BACnet/SC in
moderne ITSicherheitskonzepte
integrieren?
OBERMEIER Durch Fähigkeiten wie
Zero Trust, bei dem keinem Datenpaket
blind vertraut wird, sehr gut. Gleiches
gilt für OT/IT-Schnittstellen, die
sich mit BACnet/SC sicher in die
Cloud bringen lassen.
STEIGER Hinzu kommt ein weiterer Aspekt,
der in der Branche immer wichtiger
wird: das Nachhaltigkeitsreporting.
Betreiber grosser Immobilienportfolios
müssen heute ihre Energie- und
Verbrauchsdaten auf Knopfdruck bereitstellen
können. Damit wird BACnet/SC
zum Enabler für Smart Building
und Green Building, da es eine sichere
Kommunikation gewährleistet.
Wo stehen wir bei der Marktdurchdringung
von BACnet/SC?
STEIGER BACnet ist bei grösseren Projekten
längst Standard. BACnet/SC ist
als Teil der aktuellen Revision definiert
und erste Produkte sind verfügbar,
aber in der Umsetzung stehen wir
immer noch am Anfang. Die meisten
Anlagen laufen weiterhin auf IP, und
viele Verantwortliche sind der Meinung
«Wir sichern einfach das IT-
Netz, das reicht.» Doch das ist trügerisch,
weil man ein unsicheres System
in einer sicheren Hülle hat. Sobald
jedoch die Hülle durchbrochen wird,
ist man schutzlos.
«BACnet/SC ist
ein zentrales
Zukunftsthema.»
Prof. Dr. Olivier Steiger
Hochschule Luzern
OBERMEIER Ausserdem muss BACnet/
SC aktiv in Ausschreibungen genannt
werden. Wer es nicht fordert, bekommt
weiterhin klassische BACnet/IP-Geräte.
Der Standard allein bewirkt also erst
einmal wenig, vielmehr braucht es ein
klares Bekenntnis zu mehr Sicherheit.
Schulung, Forschung
und Ausblick
Welche Schulungsangebote gibt es
heute, und wie hoch ist der Bedarf?
STEIGER Einige Hersteller bieten Seminare
an, aber hierbei handelt es sich
zumeist um Insellösungen, die sich auf
proprietäre Lösungen beschränken.
Was fehlt, ist ein übergreifender Leitfaden,
der Multi-Hersteller-Umgebungen
abdeckt. Genau daran arbeiten wir
in einem Forschungsprojekt. Ziel ist
eine Richtlinie, die allen Beteiligten,
von Planern über Integratoren bis zu
Facility Managern, eine bestimmte
Rolle zuweist.
OBERMEIER Viele in der Branche haben
kaum Berührung mit IT-Sicherheit.
Während die Kernkompetenz von
Elektrofachkräften in der elektrischen
Installation liegt, erfordert die sichere
Gebäudeautomation zusätzliche Kenntnisse
in der IT-Sicherheit. Gezielte
Grundlagenschulungen werden daher
in vielen Fällen unerlässlich sein.
Woran forschen Sie aktuell
an der HSLU?
STEIGER Gemeinsam mit dem Cyber
Defense Campus von Armasuisse untersuchen
wir aktuell die Cybersicherheit
in der Gebäudeautomation. Dabei
gehen wir der Frage nach, wie gefährlich
unsichere Protokolle in der Praxis
sind und welche Prozesse es braucht,
um die Sicherheit zu erhöhen. Künftig
werden wir zusätzlich auf Smart Meter
und PV-Anlagen schauen, weil sie
Massenphänomene und somit sicherheitsrelevant
sind.
OBERMEIER Ein weiteres Thema ist
Post-Quantum-Sicherheit. Heute ist
BACnet/SC nicht resistent gegen Angriffe
mit Quantencomputern. Noch
sind diese in der Praxis nicht relevant,
aber wir wollen vorbereitet sein, weshalb
wir auch in unseren Laboren an
der optimalen Anwendung von Post-
Quantum-Algorithmen und Quantum-
Key-Distribution forschen.
Hochschule Luzern, www.hslu.ch
58 eTrends Ausgabe 6/25
Advertorial Hager AG
EINE NEUE DIMENSION
Die origin-Linie bietet ein umfassendes Sortiment: Schalter, Steckdosen,
Drehdimmer, Raumthermostate mit Drehrad, USB- und Datensteckdosen,
Taster, Orientierungsleuchten sowie Lösungen für Sondernetze.
Alle Komponenten sind in Schwarz, Weiss und punktuell in Orange
für Sondernetze erhältlich.
Hager AG | 6020 Emmenbrücke | hager.ch
Ob moderner Neubau, denkmalgeschütztes
Gebäude oder stilvolle
Renovation: origin ist die vielseitige
Lösung für unterschiedlichste architektonische
Anforderungen. Die einheitliche
Durchmesserdimension von
58 mm sorgt für harmonische Schalterkombinationen
und garantiert volle
Kompatibilität innerhalb des gesamten
HagerSortiments. Die klare, reduzierte
Formsprache fügt sich nahtlos in
jede Raumgestaltung ein. Das kratzfeste,
UVbeständige und nicht vergilbende
DuroplastMaterial garantiert
Langlebigkeit, einfache Reinigung und
höchste Hygiene.
Eine neue Dimension von Einheit
Für Installateur:innen bedeutet origin
eine deutliche Vereinfachung im Arbeitsalltag.
Die Konzentration auf
eine einzige Durchmesserdimension
und die vergrösserte Abdeckung von
92 × 92 mm ermöglichen mehr Flexibilität
bei der Installation. Das optimierte
Sortiment mit quickconnect
Stecktechnik, 45°Anschlüssen und
vereinheitlichter Schaltmechanik erleichtert
die Montage erheblich.
Eine neue Dimension von Klarheit
Präzise, funktional, reduziert auf das
Wesentliche: Die klare Systematik mit
einheitlichen Massen schafft Struktur
und Übersichtlichkeit – in Planung
und Ausführung. Damit ist origin
nicht nur ein Produkt, sondern Ausdruck
einer gestalterischen Haltung –
Swiss Made im besten Sinne.
Eine neue Dimension von Ästhetik
origin ist das Ergebnis eines engen Dialogs
mit Schweizer Architekt:innen.
In Workshops flossen gestalterische
und funktionale Anforderungen direkt
in die Entwicklung ein. Die Linie führt
das traditionelle AmacherDesign zeitgemäss
weiter und vereint klare Formsprache
mit moderner Funktionalität.
Ein einheitliches Masssystem vereinfacht
Planung und Montage – für
durchgängige Gestaltung im Innenausbau.
origin ersetzt die bisherige basico
Linie und vereint Bewährtes mit einem
zukunftsweisenden Systemansatz.
Vielseitig origin mit
seiner klaren Formensprache
passt zu jeder
Architektur.
STORY Equans Switzerland AG
GEMEINSAM
IN DIE ZUKUNFT DER
GEBÄUDETECHNIK
Das Unternehmen ist zwar noch jung,
verfügt aber bereits über 180 Jahre Erfahrung,
internationale Expertise und umfassende
Ressourcen. Diese Eigenschaften machen Equans
Switzerland zur Vorreiterin und Entwicklerin
nachhaltiger B2B-Lösungen in der Schweiz.
Equans Switzerland AG | 8005 Zürich | www.equans.ch
Equans Switzerland entstand 2023 aus
dem Zusammenschluss von Bouygues
Energies & Services und Equans.
Durch die Fusion des globalen Leaders
aus Frankreich und der lokal verankerten
Equans aus der Schweiz entstand
eine international erfahrene Komplettanbieterin,
die auf 180 Jahre Expertise
zurückgreifen kann. Sowohl Kunden
als auch Partner profitieren von diesem
breiten Ressourcenpool – für integrierte,
flexible und intelligente Gebäude
und Energielösungen. Equans
unterstützt Partnerunternehmen dort,
wo zusätzliche Expertise gefragt ist.
Alles aus einer Hand
Equans Switzerland bietet Partnern
und Kunden ganzheitliche Lösungen
über Planungs, Bau und Betriebsphasen
hinweg: Das Angebot umfasst neben
Gebäudetechnik, Gebäudeautomation
und Facility Management auch
Spezialdisziplinen wie die Energieversorgung,
Verkehrstechnik, Telekom
und Energieoptimierung. Das Schweizer
Unternehmen bündelt und vernetzt
Gebäude, Energie und Infrastrukturkompetenzen
und sorgt so für mehr
Effizienz und weniger Schnittstellenaufwand
für Projektverantwortliche.
Lokal verwurzelt – national präsent
Schweizweit sind über 6000 Mitarbeitende
an mehr als 100 Standorten für
Kunden und Partner von Equans Switzerland
im Einsatz. Regionale Projekte
werden genau so effektiv realisiert wie
landesweite Lösungen. Dass dabei
Höchstleistungen erbracht werden und
Equans Switzerland
bietet Partnern
und Kunden ganzheitliche
Lösungen
über Planungs,
Bau und Betriebsphasen
hinweg.
Präzision gelebt wird, unterstreicht die
Partnerschaft mit Swiss Athletics. Was
im sportlichen Wettkampf zum Erfolg
führt, funktioniert auch in der Wirtschaft
– davon ist CEO Claudio Picech
überzeugt. Deshalb unterstützt Equans
Switzerland Schweizer Athlet:innen
bei ihrer sportlichen und beruflichen
Karriere. Die gemeinsamen Werte und
Qualitäten leben sowohl die Mitarbeitenden
von Equans Switzerland als
auch die Athlet:innen von Swiss Athletics
Tag für Tag – und tragen sie erfolgreich
die Welt hinaus.
Eine verlässliche Partnerschaft
Auch Partnerunternehmen dürfen auf
Unterstützung von Equans Switzerland
zählen. Als Vorreiterin und Innovatorin
bietet das Unternehmen
Lösungen im Spannungsfeld der drei
zentralen Transformationsachsen, denen
sich die Branche heute stellen
muss. Im Fokus steht die Energiewende
mit nachhaltigen Lösungen. So
forciert Equans Switzerland beispielsweise
im Rahmen des Projekts «Carbon
Shift» die Dekarbonisierung. Sie
optimiert Prozesse und fördert Innovation.
«Mit Digitalisierung helfen wir
unseren Kunden, innovative und wettbewerbsstarke
Prozesse zu etablieren.
Wir entwickeln intelligente, effiziente
und digitale Lösungen für nachhaltigen
Mehrwert», so Claudio Picech,
CEO von Equans Switzerland.
Investition in die Zukunft
Zukunftsfähigkeit steht auch bei der
Firmenstrategie von Equans Switzerland
im Vordergrund. Claudio Picech
verrät, wie er sie erreichen will: «Mit
unseren drei Peaks One Team, regionale
Verankerung / nationale Vernetzung
und operative Exzellenz. Unser
Team ist entscheidend. Wir investieren
deshalb in Weiterbildung, fördern Karrieren
und leben Inklusion. Das macht
uns zum leistungsstarken Team, das
mit vereinten Kräften, gebündeltem
Knowhow und Herzblut eine gemeinsame
Zukunft gestaltet.»
Claudio
Picech
Equans-CEO
mit Weitblick
Claudio Picech (58) ist ehemaliger
CEO und Präsident von Siemens
Italien und Griechenland. Er führt
Equans Switzerland seit dem
Zusammenschluss von Bouygues
Energies & Services und Equans im
Jahr 2022 als CEO in die Zukunft der
Gebäudetechnik.
«One Team,
regionale Verankerung,
nationale Vernetzung
und operative Exzellenz
machen unsere
Zukunftsfähigkeit aus.»
Seit mehr als zwei Jahrzehnten
setzt er ehrgeizige Visionen
erfolgreich um und verfügt über
breite Erfahrung in Global
and Multicultural Operations,
Commercial Strategy, Turnaround
and Transformational Change,
Operational Performance sowie
Servant und Inspirational
Leadership.
Als Group CEO von Equans
Switzerland verfolgt er das Ziel,
alle Mitarbeitenden zu befähigen,
gemeinsam mit dem Unternehmen
Marktführerin in den Bereichen
Energie, Digital und Industrial Transition
zu werden.
Seine Vision: die Spezialgebiete
Energieversorgung, Transport,
Telekommunikation, Gebäudetechnik
und Facility Management gezielt
zu verbinden, um die Zukunft aktiv
mitzugestalten und eine nachhaltigere
Welt zu schaffen.
Im Zentrum seiner Strategie stehen
die Mitarbeitenden von Equans
Switzerland – sie sind es, die jeden
Tag Grossartiges leisten.
STORY NeoVac Gruppe
DAS MIETMODELL FÜR
LADESTATIONEN
Jetzt einsteigen und Immobilien fit für die Mobilität der Zukunft
machen: E-Mobility Go! ist die clevere Komplettlösung für
Ladeinfrastrukturen in Wohn- und Gewerbeliegenschaften.
NeoVac Gruppe | 9463 Oberriet | neovac.ch/e-mobility-go
Mit E-Mobility Go! von NeoVac können
Liegenschaftsbesitzer:innen und
Verwaltungen die vielfältigen Vorzüge
der Elektromobilität uneingeschränkt
und sorgenfrei geniessen, ohne sich
Gedanken darüber machen zu müssen.
NeoVac koordiniert dabei nicht
nur die Erschliessung und Erstinstallation
des Grundausbaus, sondern organisiert
auch den Einbau von einzelnen
Ladestationen und übernimmt die
Abrechnung, die Wartung und die
Service- und Supportleistungen.
Selbst die Stromkosten für die Ladeinfrastruktur
werden direkt an NeoVac
fakturiert. Damit haben Eigentümer:innen
und Verwaltungen weniger
administrativen Aufwand und die
Gewissheit, dass alles funktioniert.
Zudem müssen sie zukünftig keine Investitionen
mehr in die Infra struktur
tätigen. Interessierte Mieter:innen und
Nutzer:innen können ihre Ladestation
direkt online bestellen. Sie profitieren
ihrerseits von einem einfachen Zugang
zur Elektromobilität und können sich
dabei auf eine kompetente Ansprechpartnerin
verlassen, die bei Fragen und
Wünschen stets zur Stelle ist. NeoVac
übernimmt sämtliche Leistungen
im Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur
– von der Installation und
Inbetriebnahme der Ladestation bis
zur persönlichen Betreuung der
Mieter:innen und Nutzer:innen. Auch
das Debitorenrisiko geht auf NeoVac
über. Eigentümer:innen und Verwaltungen
müssen sich mit E-Mobility Go!
um nichts kümmern.
So funktioniert’s
Grundausbau durch Verwaltung/
Eigentümer:in
NeoVac unterstützt Verwaltungen und
Eigentümer:innen bei der Erschliessung
der Tiefgarage und Erstinstallation des
Grundausbaus (Ausbaustufe C1). So sind
sie bereit für E-Mobility. Gerne arbeiten
wir auch mit dem bevorzugten Installationsunternehmen
des Kunden oder der
Kundin zusammen.
Mieter:in bestellt Ladestation
bei NeoVac
Nutzer:innen und Mieter:innenbestellen
ihre Ladestation direkt online. Neo-
Vac kümmert sich um die Installation
und Inbetriebnahme. Verwaltungen
und Eigentümer:innen haben keinen
Aufwand.
Betrieb und Unterhalt Ladestation
NeoVac sorgt für den reibungslosen Betrieb
der Ladestation und übernimmt Abrechnung,
Service, Support und Wartung.
Abrechnung über Kreditkarte von
Mieter:in/Nutzer:in
Die Gebühren für die genutzte Energie
werden direkt über die Kreditkarte der
Mieter:innen und Nutzer:innen abgerechnet.
Das Debitorenrisiko trägt NeoVac.
Ein Tarif, alles inbegriffen
Tarif Ladestrom
Aktuell geltender Einheitstarif *
+ 8 Rp./kWh
Kosten Ladestation
Kauf: CHF 1980.–
oder Miete: CHF 39.–/mtl.
Einmaliges Onboarding: CHF 95.–
· App-Nutzung «NeoVac myCharge»
· Kreditkartenkommission
· Internetabo-Gebühren
· Grundgebühren Gruppenmessung E-Mobility
· Zahlung EW-Rechnungen Gruppenmessung
· Bewirtschaftung
· NeoVac Telefon-Support
Preise inkl. MwSt, * Hochtarif, wenn Einheitstarif nicht verfügbar
Smart Building DIGITALISIERUNG
Vom manuellen
Aufwand zur
digitalen Effizienz
Digitale Werkzeuge optimieren die Arbeitsweise von
KNX-Integratoren – von der Bestandesaufnahme
über die Erstellung der Tasterlayouts bis hin zur Anreicherung
der Pläne mit KNX-Komponenten.
TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: SIRESCA
F
ür Martin Hofer, Geschäftsführer
der Hofer Gebäudeautomation
GmbH in
Schindellegi, war die tägliche
Projektarbeit lange geprägt
von Zettelwirtschaft und manuellen
Prozessen, insbesondere wenn
bestehende Anlagen erweitert wurden
und keine saubere Dokumentation vorhanden
war: «Früher haben wir bei
Bestandesaufnahmen Fotos gemacht,
handschriftliche Notizen ergänzt und
alles mühsam in Excel oder PDFs übertragen»,
erzählt er. «Bis man wusste,
welches Foto zu welchem Schalter gehört,
war der halbe Tag vorbei.»
Deshalb hat sich Martin Hofer einen
digitalen Baustellenordner angeschafft.
Mit der Lösung von Siresca
kann er beispielsweise bei der vollständigen
Bestandesaufnahme einer Villa
in weniger als zwei Stunden alle Schalter,
KNX-Komponenten und Tableau-
Elemente im digitalen Grundriss fotografieren
und mit Markern darin
positionieren. «Ich sehe sofort, wo was
installiert ist – ohne Nachbearbeitung.
Das ist ein riesiger Fortschritt», sagt
Martin Hofer.
Tasterlayouts auf Knopfdruck
Ein grosser Zeitfresser war früher die
Erstellung der Tasterlayouts. «Wir
mussten die Beschriftungen in Excel
pflegen oder separat dokumentieren»,
erzählt Hofer. Inzwischen reicht es, in
Siresca Marker zu setzen, das Bild des
Tasters und die Bezeichnung zu hinterlegen
– und mit einem Knopfdruck
auf die Exportfunktion wird das komplette
Layout generiert. Hofer schätzt
die Zeitersparnis auf über 50 Prozent
gegenüber dem früheren Prozess.
Flexibel trotz Änderungen
Baustellenalltag bedeutet Veränderung:
neue Pläne, geänderte Tasterpositionen,
verschobene Wände. «Früher
war das Chaos vorprogrammiert, →
Spart viel Zeit Elemente werden im
digitalen Grundriss fotografiert und mit
Markern versehen.
64 eTrends Ausgabe 6/25
Mobil Mit dem digitalen
Baustellenordner wird der
Alltag für Integratoren
einfacher.
Autonom arbeiten Der Integrator
kann bei Änderungen die Pläne
selbst anpassen.
weil man auf neue Pläne warten
musste», so Martin Hofer. Im digitalen
Baustellenordner wird der alte Plan
durch den neuen ersetzt, alle bestehenden
Daten bleiben erhalten, weiterarbeiten
ist sofort möglich.
Unabhängigkeit und neue
Arbeitsweise
Ein weiterer Vorteil liegt in der Unabhängigkeit
von Dritten. «Früher war
ich darauf angewiesen, dass der Planer
oder der Elektriker den Plan zuerst mit
meinen Plananpassungen aktualisiert.
Heute bin ich autonom», so Hofer.
Siresca ermöglicht es ihm, dem PDF-
Plan KNX-Symbole und Beschriftungen
hinzuzufügen, Pläne zu exportieren
und mit klaren Markierungen
weiterzugeben, zeitgleich an den Elektriker
für die Ausführung sowie an den
Planer für die Revision. «Ich kann dem
Elektriker ein PDF mit markierten
Leuchten und Schaltern schicken, und
er weiss genau, was zu tun ist – es gibt
keine Missverständnisse mehr.» Diese
Arbeitsweise hat nicht nur Martin Hofers
Effizienz erhöht, sondern auch die
Zusammenarbeit auf der Baustelle
deutlich verbessert.
Effiziente DALI-Inbetriebnahme
Für die Beleuchtungsinbetriebnahme
mit DALI können die Leuchten in
Siresca beschriftet und eindeutig identifiziert
werden. DALI-Leuchten lassen
sich auch aus der Ferne in Betrieb
nehmen und prüfen. «Das Absetzen
der Befehle ist nun sehr einfach», berichtet
Hofer. «Ich kann dem Elektriker
den angepassten Plan mit markierten
KNX-Komponenten übermitteln.»
«Siresca hat
meinen Arbeitsalltag
enorm
vereinfacht.
Ich spare Zeit,
reduziere Fehler
und habe meine
Projekte stets
im Überblick.»
Martin Hofer, KNX-Integrator
66 eTrends Ausgabe 6/25
Ergänzung zu ETS
Martin Hofer nutzt Siresca parallel zur
ETS-Software, die er weiterhin für die
KNX-Programmierung verwendet.
«Ich habe immer beide Programme offen»,
erklärt er. «Damit sehe ich sofort,
was wo verbaut ist, und kann schnell auf
Änderungen reagieren.» Diese Kombination
schafft eine effiziente Verbindung
zwischen Planung, Dokumentation
und Inbetriebnahme.
Für Martin Hofer ist Siresca nicht
einfach ein Tool, sondern ein zentraler
Bestandteil seiner täglichen Arbeit geworden.
«Es ist wie mein digitales Gedächtnis
– ich weiss jederzeit, wo welches
Gerät steht, welche Adresse es hat
und wie es beschriftet ist.» Dies gilt
auch für das Erfassen von Mehrarbeiten:
In Siresca kann bei Zusätzen ein
Aufgabenmarker im Plan platziert werden,
sodass die Abrechnung dieser zusätzlich
geleisteten Arbeiten nicht vergessen
geht.
Fazit
Mit dem Baustellenordner von Siresca
lassen sich Arbeitsprozesse digitalisieren
und optimieren. Dies spart viel Zeit
bei höherer Genauigkeit und besserer
Nachvollziehbarkeit.
«Ich sehe sofort, wo was
installiert ist – ohne Nachbearbeitung.
Das ist ein riesiger Fortschritt.»
Eindeutig identifiziert DALI-Leuchten vor der Inbetriebnahme
POWER
EINE QUALITÄT, DIE UNS
ERFOLGREICH MACHT.
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Partner von Swiss Athletics sind wir immer auf der Suche nach Nachwuchstalenten, die mit uns
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Ausgabe 6/25 eTrends
67
premium partner of
Smart Building CYBERSICHERHEIT
Fernzugriff
auf HLKS
Risiko oder
Effizienz?
Immer mehr Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen
lassen sich aus der Ferne warten – ein klarer
Fortschritt, sagen Hersteller. Doch ungesicherte
Schnittstellen machen Gebäude anfällig für Angriffe.
AUTOR: EUGEN ALBISSER
68 eTrends Ausgabe 6/25
E
in Montagmorgen in einem
Büro gebäude irgendwo in
der Schweiz. Der Facility
Manager scrollt durch das
Logfile der Gebäudeautomation
– und bleibt abrupt stehen. Ein Verbindungsversuch
aus Osteuropa. Ungewöhnlich.
Offiziell hat niemand aus
dieser Region Zugriff. Und doch wurde
versucht, sich in die zentrale Steuerung
einzuloggen, also in jenes System, das
die Heizung, Lüftung und Klimatisierung
des gesamten Hauses regelt.
Der Vorfall bleibt ohne Folgen.
Doch er wirft Fragen auf: Wer hat Zugriff
auf die Systeme? Wie werden
Wartungsverbindungen abgesichert?
Und wie schnell kann aus einem Servicefeature
eine potenzielle Schwachstelle
werden?
Verantwortlichkeiten klären
Remotezugriff auf alte
Heizungen? Wärmeerzeugerhersteller
bieten Nachrüstlösungen
für Modelle älterer
Generationen. Wichtigste
Voraus setzung: ein stabiler
WLANEmpfang im Heizraum.
Foto: Adobe Stock
«Als Betreiber würde ich auf ein
durchdachtes Nutzermanagement
bestehen. In diesem Zusammenhang
spricht man heute häufig vom
ZeroTrustAnsatz.»
Warum Fernwartung heute unverzichtbar
ist
Der Wunsch nach Fernzugriff ist kein
Selbstzweck. In der Praxis zählt jeder
eingesparte Technikereinsatz. Besonders
in weitläufigen Anlagen oder bei
dezentralen Installationen spart die
Fernwartung Zeit und Kosten und reduziert
Ausfallzeiten. Das ist ein wichtiger
Faktor, etwa bei raumlufttechnischen
Anlagen in Spitälern, Hotels
oder Bürokomplexen.
«Wir sehen eine klare Zunahme
der Nachfrage», sagt etwa Thomas
Cano nica, Connectivity-Verantwortlicher
bei Elco Schweiz, stellvertretend
für viele andere in einem unserer
Inter views zum Thema. Dies gilt nicht
nur im Neubau, sondern zunehmend
auch bei der Nachrüstung bestehender
Systeme. Was früher also als Zusatzoption
galt, ist heute Standard.
In der Sanitärtechnik wiederum
wird der Fernzugriff zu einem neuen
Instrument der Qualitätssicherung.
Bei der Firma Laufen, einem der führenden
Schweizer Hersteller von Sanitärkeramik
und vernetzten WC-Systemen,
liefert die Plattform «Laufen
Smart» beispielsweise eine zentrale
Übersicht über Betriebsdaten und -zustände.
Auf diese Weise können Störungen
früher erkannt und Wartungen
gezielter geplant werden.
Der Nutzen ist also greifbar. Doch
er hat eine Voraussetzung: Der Zugriff
muss kontrolliert, dokumentiert und
abgesichert sein. Genau an diesem
Punkt beginnen die Probleme.
Wo lauern die Fallstricke?
In der Praxis erfolgt der Fernzugriff
häufig über VPN-Tunnel, cloudbasierte
Gateways oder direkt über integrierte
Plattformlösungen der Hersteller.
Während die Technik ausgereift
ist, sind die dahinter stehenden Prozesse
oft erstaunlich unscharf geregelt.
Die Problematik beginnt häufig
bei der Zuständigkeit: Wer vergibt Zugriffsrechte,
wer entzieht sie wieder,
und wer dokumentiert den Zugriff –
wenn etwa ein externer Techniker ein
Update aufspielt?
Ein häufiger Fehler ist, dass
Dienst leister nach Abschluss ihrer Tätigkeit
nicht aus dem System entfernt
werden – sodass Zugänge unkontrolliert
bestehen bleiben.
«Als Betreiber würde ich auf ein
durchdachtes Nutzermanagement bestehen.
In diesem Zusammenhang
spricht man heute häufig vom Zero-
Trust-Ansatz. Freigaben in OT-Netzwerken
sollten meiner Meinung nach
nach folgendem Prinzip erfolgen: so
viel wie nötig, so wenig wie möglich»,
sagt Daniel Berchtold. Er ist der Mitgründer,
Sales Manager und GL-Mitglied
der Firma HOOC aus Visp. Deren
Angebot umfasst eine breite
Palette von IoT-Gateways und Remote-Management-Lösungen
für
Fernzugriff, -steuerung und -wartung
sowie modernste Visualisierungs- und
Alarmierungsdienste.
Fehlende Verantwortlichkeiten
Technisch gesehen sind Zugriffslösungen
heutzutage relativ einfach, sicher
und übersichtlich zu handhaben. «Der
Zugriff auf unsere vernetzten Produkte
wird durch Multi-Faktor-Authentifizierung
(MFA), rollenbasierte
Verwaltung und verschlüsselte Authentifizierung
geschützt. Jede Interaktion
wird in detaillierten Protokolldateien
dokumentiert, sodass nur
befugte Nutzende Änderungen vornehmen
können. Für grössere Einrichtungen
bietet Laufen zudem eine zentrale
Verwaltungsplattform zur
Benutzersteuerung und Dokumentation»,
erklärt etwa Michael Jehle, Head
of Smart & Electronics bei Laufen.
Doch ein Knackpunkt bleibt bestehen:
Selbst bei gut gemeinten Sicherheitskonzepten
fehlt es oft an Durchsetzung:
Der Projektleiter plant ein
verschlüsseltes System, doch der
Subunter nehmer öffnet später einen
Zugang – weil es einfacher ist, und
schon könnte ein Einfallstor entstanden
sein.
Olivier Steiger, Professor an der
Hochschule Luzern, arbeitet als Experte
für Gebäudeautomation und Leiter
des Forschungsprojekts «Cybersecurity
der Gebäudeautomation» an
praxisnahen Sicherheitslösungen. In
seiner Forschung beobachtet er dieses
Muster: «Das wohl kritischste Versäumnis
sind fehlende Verantwortlichkeiten.
Für jede Anlage müssen die
Zuständigkeiten bezüglich der Cybersicherheit
zwischen den Verantwortlichen
der Bereiche IT und OT (Prozesstechnik),
dem Facility Management
sowie externen Dienstleistern und
Herstellern festgelegt werden.»
Integration in bestehende Systeme
Die Fernwartung ist längst nicht mehr
nur ein Thema für Neubauten. Auch
bei bestehenden HLKS-Anlagen →
69
1
1 Die Plattform «Laufen
Smart» liefert eine zentrale
Übersicht über Betriebsdaten
und zustände
öffentlicher WCAnlagen.
Auf diese Weise können
Störungen früher erkannt
und Wartungen gezielter
geplant werden.
2 Anbieter wie HOOC
integrieren Security by
Design systematisch in
ihre Produktentwicklung
und zertifizieren ihre
Kompo nenten nach IEC
62 443. Foto: HOOC AG
«Das wohl kritischste Versäumnis
sind fehlende Verantwortlichkeiten.»
2
steigt der Bedarf – etwa bei Nachrüstungen
in Spitälern, Schulen oder Bürogebäuden.
Die technische Integration
ist dabei oft weniger das Problem
als die organisatorische Umsetzung.
«Dank einer breiten Palette an
Gateways und der Unterstützung gängiger
Feldbusprotokolle ist die Anbindung
an bestehende Systeme problemlos
möglich», sagt Daniel Berchtold
von HOOC.
Beim Sanitäranbieter Laufen zeigt
sich ein ähnliches Bild: Die Smart-
Plattform ist modular aufgebaut und
lässt sich in bestehende Sanitärsysteme
einfügen. «Die Integration in
moderne Gebäude verläuft meist reibungslos,
besonders wenn bereits
Smart-Home- oder Gebäudeautomationssysteme
vorhanden sind. Herausforderungen
bestehen vor allem bei
älteren Sanitäranlagen, die möglicherweise
keine digitale Schnittstelle besitzen.
Laufen arbeitet mit IoT-Adaptern
und Retrofit-Lösungen, um auch
bestehende Systeme vernetzbar zu
machen», sagt Michael Jehle.
Auch der Anbieter von Heizsystemen
und digitalen Lösungen zur Anlagenüberwachung
Elco bietet Nachrüstlösungen,
etwa für Wärmeerzeuger
älterer Generationen. Plug-and-play-
Lösungen ermöglichen die nachträgliche
Fernwartung, sofern die Netzwerkinfrastruktur
mitspielt. «Technisch
gestaltet sich die Nachrüstung mit
Remocon Net, einem lokalen Gateway,
in der Regel unkompliziert.
Kompati ble Elco-Heizungen lassen
sich unkompliziert in die bestehende
Infrastruktur integrieren – Voraussetzung
ist ein stabiler WLAN-Empfang
im Heizraum. In der Praxis lohnt es
sich, den WLAN-Empfang vor der Installation
zu prüfen, um einen reibungslosen
Ablauf sicherzustellen», so
Thomas Canonica.
70 eTrends Ausgabe 6/25
Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik
als Engpass
Die Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik
bleibt in vielen Fällen der Engpass.
Zwar bieten Standards wie KNX Secure
eine durchgängige Lösung – doch
ohne entsprechendes Knowhow beim
Planer und Integrator bleibt das Potenzial
oft ungenutzt.
Glücklicherweise gibt es aber überall
CybersecurityHilfe: «Um die maximale
Sicherheit der KNXInstallationen
zu gewährleisten, haben wir die
KNX Secure Checklist erstellt», erklärt
Klaus Wächter, Berater des Vorstands
bei KNX Swiss und Vizepräsident
bei der KNX Association. «Sie
enthält einen SchrittfürSchritt
Guide zu allem, was bei einer sicheren
KNXInstallation zu beachten ist. Die
dort gezeigten Beispiele lassen sich
auch gut nutzen, um zu verstehen, wie
sich eine existierende Anlage umrüsten
lässt. Ich möchte allerdings betonen,
dass es nicht möglich ist, vorhandene
KNXGeräte durch ein Update
in KNXSecureGeräte umzuwandeln.
Ein Austausch von Komponenten
ist unumgänglich.»
→
Daniel
Berchtold
Hooc
Immer mehr HLKSSysteme
werden aus der Ferne gewartet.
Warum ist das aus Ihrer Sicht
sinnvoll – und was sollte man
dabei nie vergessen?
Die Anforderungen an die
Steuerungstechnik, an die
Sensoren/Aktoren und die
Integration von Schnittstellen in
HLKS-Systeme steigen stetig.
Waren früher meist einfache
Regler im Einsatz, so handelt es
sich heute vermehrt um komplexe
Systeme, die gewerkübergreifend
steuern, regeln und mit Fremdsystemen
kommunizieren.
Während der Inbetriebnahme und
Einregulierungsphase sowie bei
regelmässigen Softwareunterhaltsarbeiten
bringt ein Fernzugang
wirtschaftliche Vorteile und
ist langfristig von Nutzen. Das
Cyberresilienzgesetz (CRA) und
Verordnungen wie die NIS2
werden HLKS-Systembetreiber in
Zukunft dazu drängen, den
Systemintegrator mit der
Aufrechterhaltung der Sicherheit
(Firmware-Updates und Patch-
Management) zu beauftragen.
Wie helfen Sie Ihren Kunden
dabei, den Überblick zu behalten
– also zu wissen, wer wann wie
auf welche Systeme zugreift?
Ein integriertes Nutzermanagement
ist ein wichtiger Bestandteil
unserer Lösung. Dank dem
zentralisierten Ansatz können
Zugriffe schnell, gezielt und
flexibel erteilt oder wieder
entzogen werden.
Zudem bieten wir einen
Mechanismus, bei dem Zugriffe
nur für einen definierten Zeitraum
gewährt werden können. Darüber
Achtung.
Fertig. Go!
Mobilität einfacher machen –
mit dem Mietmodell für Nutzer:innen und Mieter:innen.
E-Mobility Go! ist die clevere Komplettlösung für Ladeinfrastrukturen
in Wohn- und Gewerbeliegenschaften. Eigentümer:innen und
Verwaltungen brauchen sich lediglich um den Grundausbau zu
kümmern. Mieter:innen und Nutzer:innen bestellen die Ladestation
direkt bei NeoVac. Die Abrechnung erfolgt über die Kreditkarte.
Making energy smarter
neovac.ch/e-mobility-go
hinaus führen wir detaillierte Zugriffsprotokolle
und ermöglichen es,
Alarmmeldungen auszulösen, sobald
sich ein Benutzer mit einer Anlage
verbindet. So schaffen wir maximale
Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Wohin geht die Reise in den nächsten
Jahren – welche Technologien oder
Anforderungen kommen Ihrer Meinung
nach auf die Branche zu?
Wir beobachten, dass die Anforderungen
im Bereich IT/OT-Security weiter
verschärft werden. In der EU ist im
Dezember 2024 der Cyber Resilience Act
(CRA) in Kraft getreten. Hersteller
kommunikationsfähiger Hardware sind
verpflichtet, die Cybersicherheit ihrer
Produkte über den gesamten Lebenszyklus
hinweg sicherzustellen.
Auch im Bereich der HLK-Steuerungen
wird dies ein regelmässiges Patchund
Updatemanagement erfordern –
vergleichbar mit dem, was wir heute
aus der IT kennen. Das bedeutet ein
Umdenken bei System-integratoren,
und auch die Hersteller stehen in der
Pflicht.
Unsere Lösung unterstützt dieses
Prinzip heute schon und kann in naher
Zukunft – dank der Einhaltung der
Norm IEC 62443 – auch in Umgebungen
mit kritischer Infrastruktur eingesetzt
und vom Betreiber zertifiziert werden.
Reto Marek
Dozent HSLU
Welche organisatorischen Versäumnisse
oder Unsicherheiten sind aus
Ihrer Sicht besonders kritisch?
Das wohl kritischste Versäumnis sind
fehlende Verantwortlichkeiten. Für jede
Anlage müssen die Zuständigkeiten
bezüglich der Cybersicherheit zwischen
den Verantwortlichen der Bereiche IT
und OT, dem Facility Management sowie
externen Dienstleistern und Herstellern
festgelegt werden. Die IT ist beispielsweise
für abgesicherte Netze zuständig,
die OT für sichere Updates und der
technische Dienst bzw. das Facility
Olivier Steiger
HSLU
Welche blinden Flecken sehen Sie
aktuell beim Fernzugriff auf HLKSund
Gebäudeautomationssysteme?
Der wichtigste blinde Fleck ist, dass
Cyberangriffe bei der Gebäudeautomation
(GA) oft gar nicht als Gefahr
wahrgenommen werden. Das bedeutet,
dass die GA häufig ohne Berücksichtigung
der Cybersicherheit geplant und
umgesetzt wird – in der Annahme,
dass die IT-Abteilung mögliche Probleme
auf übergeordneter Ebene abfängt,
indem sie für die GA beispielsweise
eigene virtuelle Netze verwendet.
Dies garantiert jedoch keine
vollständige Sicherheit beim Fernzugriff,
da die Webanbindung Angriffe wie
die Befehlsinjektion über die Web-
Management für die Vermeidung
nicht autorisierter physischer Zugriffe
auf die Anlage. Die Hersteller liefern
sichere Hardware und Software.
Zudem ist technisches und nichttechnisches
Personal häufig nicht
ausreichend für die Cyberrisiken
im Bereich der Gebäudeautomation
geschult.
Ebenso wichtig ist eine lückenlose
Verwaltung und Dokumentation aller
sicherheitsrelevanten Aspekte der
Anlage. Dazu gehören die eingesetzten
Komponenten, die Firmwareund
Softwareversionen, die Passwörter,
die Sicherheitszertifikate
und die Sicherheitseinstellungen.
Dies ermöglicht einen Überblick
über verwundbare oder veraltete
Komponenten, bildet die Grundlage
für Risikoanalysen und erleichtert
die Wiederherstellung der Anlage
nach einem Vorfall.
Letztlich fehlen oft strukturierte,
periodische Prüfungen, sogenannte
Audits, um Sicherheitslücken zu
erkennen.
management-Oberflächen oder
den Zugriff auf einzelne Geräte mit
hardcodierten Zugangsdaten ermöglicht.
Auch die Manipulationssicherheit,
beispielsweise bei Firmware-
Updates, ist damit nicht automatisch
gewährleistet.
Zudem fehlt oft weiterhin das
Bewusstsein dafür, welchen Gefahren
die GA und somit das Gebäude und
seine Nutzenden durch Cyberangriffe
ausgesetzt sind. Dazu zählen Datendiebstahl,
Betriebsstörungen,
der unbefugte physische Zugang zum
Gebäude, die Einbindung in DDoS-
Attacken (Distributed Denial of Service),
Erpressung und die Preisgabe privater
Nutzerdaten, beispielsweise von
Anwesenheitszeiten.
Wie gut ist das IT-Sicherheitsverständnis
im Bereich Gebäudetechnik
im Vergleich zur klassischen IT-
Branche?
Das IT-Sicherheitsverständnis in
der Gebäudetechnik ist deutlich
schwächer ausgeprägt als in der
klassischen IT-Branche. Ein Grund:
Es fehlen spektakuläre Fälle,
die – wie im IT-Bereich – zur Sensibilisierung
beitragen würden.
Studien und eigene Untersuchungen
zeigen jedoch: Auch Gebäudeautomations-Komponenten
weisen zahlreiche
Schwachstellen auf, und mit dem
Internet verbundene Systeme sind
vielen Attacken ausgesetzt.
Lange standen Funktionalität und
Preis im Vordergrund, Cybersicherheit
galt als zweitrangig. Positiv: Das
Bewusstsein bei Herstellern nimmt zu
– erkennbar an besser abgesicherten
IoT-Komponenten und sicheren
Standards wie BACnet Secure Connect
und KNX Secure. Dies sensibilisiert
zunehmend auch Planende und
Nutzende.
Eine weitere Herausforderung ist
die Kommunikationslücke zwischen IT
und Gebäudeautomation. Beiden Seiten
fehlt oft das Verständnis für die
Anforderungen des anderen, was zu
unsicheren Kompromissen führt – etwa
wenn Netzwerke für die Inbetriebnahme
kurz geöffnet und dann dauerhaft
ungesichert bleiben.
72 eTrends Ausgabe 6/25
«Cybersicherheit sollte nicht länger
als lästige Pflicht betrachtet werden,
sondern als integraler Bestandteil
der Betriebssicherheit.»
Ausnutzbare Schwachstellen
Doch zurück zur harten Realität des
Alltags, in der viele Betreiber einfach
darauf vertrauen, dass ihre Anlage
sicher sei, und zwar weil sie bisher reibungslos
lief – und dies als Beleg für
Sicherheit nehmen. Olivier Steiger
sagt dazu: «Das ist definitiv ein Trugschluss.»
Im bereits erwähnten Forschungsprojekt
«Cybersecurity der Gebäudeautomation»
baut die Hochschule
Luzern eine realitätsnahe Testumgebung
für typische HLK-Systeme auf
– und zeigt dort, wie rasch und gezielt
Schwachstellen ausnutzbar sind (siehe
auch QR-Code für Zugang zum Interview
mit Olivier Steiger).
Wie geht es weiter?
Die Zukunft des Fernzugriffs ist längst
angebrochen – sie heisst Predictive
Maintenance, digitale Zwillinge und
vernetzte Energiesysteme. Doch mit
jeder zusätzlichen Vernetzung steigen
auch die Anforderungen an Struktur,
Transparenz und Sicherheit.
Anbieter wie HOOC integrieren
Security by Design systematisch in ihre
Produktentwicklung und zertifizieren
ihre Komponenten nach IEC 62 443.
Auch Laufen setzt auf frühzeitige Aufklärung:
Bereits in der Planungsphase
begleiten sie Projekte beratend, um
potenzielle Risiken zu adressieren und
mit praxisnahen Schulungen abzufedern.
Andere Hersteller beobachten, dass
das Kundeninteresse tendenziell geringer
ausfällt, wenn das Thema «Sicherheit»
sehr technisch dargestellt
wird. Die Idee von Security by Design
ist aber im Grossen und Ganzen angekommen
– aber ihre konsequente Anwendung
scheitert manchmal an Ressourcen,
Verständnis oder interner
Priorisierung.
Für Professor Steiger liegt die Zukunft
daher in einem Mentalitätswandel:
«Cybersicherheit sollte nicht
länger als lästige Pflicht betrachtet
werden, sondern als integraler Bestandteil
der Betriebssicherheit.» Denn
eines ist sicher: Fernzugriff wird bleiben.
Die Frage ist nur, ob als Stärke –
oder als Schwachstelle.
Im Rahmen unserer Artikelrecherche
haben wir mit fünf Experten aus
Industrie und Forschung gesprochen.
Die vollständigen Interviews zum
Thema «Fernzugriff auf HLKS-Systeme»
sind online zu finden unter:
https://hi.switchy.io/fkjL
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Mehr Infos: siemens.ch/operationsmanager
Ausgabe 6/25 eTrends
73
Smart Building BRANCHENEVENT
Gefeierte
Gebäudeinformatik
74 eTrends Ausgabe 6/25
Felix von Rotz
«Nutzen Sie den Tag,
um sich zu vernetzen
und weiterzubilden.»
Tim Frey «Gebäudeautomation führt
zu Energieeinsparungen.»
Knapp 300 Fachleute, 25 Aussteller,
13 Workshops, zwei Weltpremieren:
Am 29. Oktober 2025 feierte die
Branche zum zweiten Mal den Tag
der Gebäudeinformatik (TDGI) auf
dem Campus Sursee.
TEXT: ANNETTE JACCARD, RENÉ SENN
FOTOS: RAINER EDER
D
er Tag begann im Auditorium,
wo Felix von Rotz, Präsident
von KNX Swiss, die
Anwesenden begrüsste und
sie aufforderte, sich in den
Pausen nicht nur mit dem ausgezeichneten
Essen zu stärken, sondern sich
auch zu vernetzen. Mit ihm auf der
Bühne standen die drei Kooperationspartner,
Norbert Büchel von EIT.swiss,
Daniel Stamm von Suissetec und Matthias
Bauhofer von ICT Berufsbildung
Schweiz.
Von Energieeffizienz bis KI
Danach erwies Tim Frey, Geschäftsführer
von EnergieSchweiz, dem TDGI
die Ehre. Er stellte dieses Programm
des Bundesamts für Energie und
dessen Ziele vor. «Die Schweiz steht
bezüglich Energieverbrauch nicht
schlecht da, der Stromverbrauch bleibt
konstant trotz Bevölkerungswachstum,
E-Mobilität und Digitalisierung. Auch
die CO 2 -Emissionen sinken», waren
seine guten Nachrichten. Und sein
Fazit: «Die Gebäudeautomation und
insbesondere die neue Ausbildung
Gebäudeinformatiker:in leisten einen
wichtigen Beitrag zur Erhöhung der
Energieeffizienz von Gebäuden und
zur Senkung des Energiekonsums.»
Weltpremiere: Nomi
Die erste Weltpremiere des Tages präsentierte
KI-Expertin Nina Habicht,
Gründerin und CEO von Dreamleap:
Nomi, den Chatbot von KNX Swiss,
den sie entwickelt hatte. Bevor sie ihn
von der Leine liess und ihm die ersten
Fragen stellte, erklärte sie, welche
Schritte erforderlich sind, um einen
solchen Bot zu entwickeln. «Wenn ein
CEO eines Tages voller Elan verkündet
‹wir machen jetzt auch mit KI›,
dann ist das sicher eine gute Sache,
aber er wird auch schnell merken, dass
sich KI-Tools nicht aus dem Ärmel
schütteln lassen.» Denn um einen
Chatbot zu erstellen, braucht es eine
gründliche Vorbereitung in fünf Schritten:
Planung und Sichtung der Datengrundlage,
Entwickeln eines Modells,
Prüfen des Modells, Inbetriebnahme,
Überwachung und Wartung. Nomi bestand
die Feuertaufe und ist auch auf
unsinnige Fragen und Hackingversuche
vorbereitet.
→
Ausgabe 6/25 eTrends
75
1
Workshop-Buffet
Am TDGI dürfen sich die Teilnehmenden
ihr eigenes Workshop-Menu zusammenstellen,
je nach Interesse und
Lust und Laune. Zur Auswahl standen
insgesamt 13 Workshops zu so verschiedenen
Themen wie Agiles Netzwerk-Management
im Smart Building,
KNX IoT, Home Assistant, Cybersicherheit
in der Gebäudeautomation,
KNX-Matter-Bridge, Verkaufen ist
(k)ein Kinderspiel und viele mehr.
Thomas Roth von Maneth Stiefel sagt
dazu: «Wir schätzen es sehr, dass wir
das Programm passend zu unseren Interessen
zusammenstellen können.»
Ausbilden leicht gemacht
Martin Stalder, Projektleiter Gebäudeinformatik
bei EIT.swiss, bot für interessierte
Firmen einen Workshop zur
neuen Grundbildung Gebäudeinformatiker:in
an, in dem Lernende
und Berufsbildner von ihren Erfahrungen
berichteten. Diese wertvollen Informationen
halfen Firmen, die noch
in der Evaluationsphase sind und Fragen
zum neuen Beruf haben. Ein tolles
Fazit des TDGI: Im Kreis der Teilnehmenden
gibt es viele Firmen, die sich
mit dem Gedanken auseinandersetzen,
in Zukunft einen Ausbildungsplatz für
einen Gebäudeinformatiker oder eine
Gebäudeinformatikerin anzubieten.
Der TDGI war dafür die ideale Austauschplattform.
Pause und Netzwerken
Wer in den Pausen über ein bestimmtes
Thema wie Bildung, IoT oder Cybersicherheit
sprechen wollte, konnte
sich in der Ausstellungshalle an eine
Themeninsel, gekennzeichnet mit einer
Fahne, stellen und sich mit anderen
Interessierten austauschen. Auch hier
fand insbesondere das Thema Bildung
regen Anklang. Norbert Büchel: «Die
Themeninseln sind super, um sich mit
anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen
in ein Thema zu vertiefen.»
Ausstellung der Partner
In der Ausstellung präsentierten 25
Hersteller sowie die fünf Kooperations-
und drei Verbandspartner des
TDGI ihre Produktneuheiten bzw.
Dienstleistungen. Am Stand von
EIT.swiss beispielsweise informierte
Petra Braun, Leiterin Marketing und
Kommunikation, die jungen Teilnehmenden
darüber, was sie in einer Lehre
zum/zur Gebäudeinformatiker:in EFZ
erwarten würde und zeigte ihnen auf,
weshalb sie gefragte Fachleute wären.
Auch Thomas Roth schätzte die Ausstellung:
«Ich habe von der Ausstellung
2
sehr profitiert, da ich mit einigen unserer
Lieferanten offene Fragen aus unserer
Praxis besprechen konnte.»
Grundbildung erfolgreich abgeschlossen
Die zweite Weltpremiere kam zum
krönenden Abschluss des Tages. 15
strahlende Gesichter auf der Bühne
vereint, die allerersten Gebäudeinformatiker:innen,
die ihr EFZ in der
Tasche haben! Als die drei besten jeder
Fachrichtung vorgestellt wurden,
erfüllte begeisterter Applaus für die
Pioniere des neuen Berufs das Plenum.
Ihre Freude und ihr Stolz waren deutlich
zu spüren, es war ein historischer
Moment für die Branche (siehe auch
Artikel auf S. 16).
Dass die neue Grundbildung
Gebäude informatiker:in EFZ wirklich
Fahrt aufnimmt, zeigt sich auch
daran, dass aktuell über 200 Lernende
sie absolvieren und insgesamt 134 Firmen
Lernende ausbilden.
3 4
76 eTrends Ausgabe 6/25
PROGRAMMIERBARE
LOGIKRELAIS
5
Ausklang
Nach der Ehrung der frischgebackenen
Gebäudeinformatiker bedankte
sich Felix von Rotz bei allen, die zum
Gelingen dieses Tages beigetragen
hatten, insbesondere bei René Senn
und Tania Umhang von der Geschäftsstelle
von KNX Swiss. Zum lockeren
Ausklang trafen sich nochmal alle zu
einem Apéro riche und zu Gesprächen
auch abseits von Technik und Gebäudeinformatik,
die ebenfalls wichtig
sind für einen guten Zusammenhalt in
der Branche.
1 + 2 Nina Habicht: «Mit KI-Tools lässt sich viel Arbeitszeit
einsparen. Doch sie sind nicht einfach aus dem Ärmel zu
schütteln.» 3 25 Aussteller präsentierten ihre Produkte dem
interessierten jungen und älteren Publikum 4, 5, 6 Die Work -
shops zu verschiedensten Themen fanden grossen Anklang.
Die Teilnehmenden konnten aus dem breiten Angebot
die Themen wählen, die sie am meisten interessierten.
Typ 8A.04.9.024.832C -ELDAS®-Nr:505929021
-Versorgungsspannung12…24 VDC
-8digitale/analoge(0-10 V) Eingänge
-4Relaisausgänge,10A
-Bis zu 5Erweiterungsmodulepro PLR
-USB-C-Highspeed-Anschluss für:
•Programmierung
•Spannungsversorgung während der Konfiguration
-RJ45 Ethernet oder Modbus TCP/IPAnschluss
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6
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Ausgabe 6/25 eTrends
77
Advertorial Flextron AG
KABELLOS SCHALTEN IM TABLEAU
Flextron engagiert sich im Bereich innovativer Schaltsysteme
und Energieoptimierungen für Privat- und Zweckbauten.
Flextron AG | 8317 Tagelswangen | www.flextron.ch
Mit dem selbst entwickelten, revolutionären
Schaltsystem ALADIN (Funkstandard
EnOcean) können elektrische
Installationen ohne Verkabelung
realisiert werden. Als batterielose Sender
stehen Taster, Präsenzmelder,
Thermostate und vieles mehr zur Verfügung.
Die Taster funktionieren über
ein Modul, das bei Betätigung kinetische
Energie erzeugt. Bei den Sensoren
und Thermostaten dient ein eigenes
Solarpanel als Energiequelle.
Mit der neu entwickelten Empfängerserie
der ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte
(REG) von Flextron
können elektrische Verbraucher wie
Licht, Lüftung, Heiz- und Kühlsysteme
sowie Jalousien per Funk kabellos
bedient werden.
Die Empfänger werden direkt im
Schaltschrank auf DIN-Hutschienen
installiert. Es können mehrere REGund
Antennenmodule auf einfache
Weise via Modul-Bus (RJ12 Stecker)
kombiniert werden. Die externen Antennenmodule
sorgen stets für eine
sichere Funkverbindung – auch stockwerkübergreifend
und in grossen Gebäuden.
Dank der äusserst einfachen Programmierung
mit dem bewährten
Funktionsdrehrad und der Tastenbedienung
lassen sich die Geräte
schnell aufeinander einlernen und mit
Funktionen programmieren.
Folgende ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte
stehen zur Verfügung:
· REG-Schaltmodul mit sechs
verschiedenen Kanälen für
Beleuchtung
· REG-DALI-Controller mit vier
Broadcast-Kanälen für die
Steuerung von DALI-Betriebsgeräten
· REG-Heizungsmodul für die
Steuerung von bis zu sechs
Stellantrieben von Bodenheizungsventilen
mit Unterstützung
der FreeCooling-Funktion
· REG-Jalousiemodul für die
Bedienung von Rollläden,
Markisen und anderen Beschattungssystemen.
Dafür stehen bis
zu drei Gerätegruppen zur
Verfügung.
Die wichtigsten Vorteile der Flextron
ALADIN EnO-Reiheneinbaugeräte:
• Installation im Schaltschrank auf
DIN-Hutschienen
• Sichere Funkverbindung dank
externem Antennenmodul
(auch stockwerkübergreifend)
• Mehrere verschiedene REG-Module
können in Serie oder parallel
verbunden werden.
• Kabelloses Steuern von Licht,
Lüftung, Heiz- und Kühlsystemen,
Jalousien und anderen elektrischen
Verbrauchern
• Einfachstes Einlernen der ALADIN-
Funktaster und -Sender mittels
Funktions- und Modus-Drehrad
• ALADIN-Funktaster und -Thermostaten
funktionieren ohne Verkabelung
und ohne Batterien
Für den Einbau einzelner Geräte stehen
die bewährten ALADIN UP-
Empfänger zur Auswahl. Sie können
einfach in eine Unterputzdose oder
hinter Schalter und Steckdosen installiert
werden. Renovationen in privaten
oder bei komplexen Bauten werden so
enorm vereinfacht.
Das Team von Flextron verfügt über
jahrelange Erfahrung im Bereich der
Gebäudeautomation und unterstützt Sie
gerne bei der Realisierung und Installation
Ihrer kabellosen Schaltsysteme.
Die neue origin
ersetzt basico.
Front und Gehäuse aus
Duroplast – hochwertig, kratzfest,
UV-stabil, antibakteriell,
antistatisch und pflegeleicht.
Mit origin führen wir das traditionelle
Amacher- und basico-Design in
einer klaren, harmonischen Formsprache
weiter.
Die neue Durchmesserdimension
vereinfacht Planung und Montage –
mit grösserer Abdeckung und
optimaler Passform.
Fokussiert auf das Wesentliche,
bietet origin effiziente Installation –
schnell, konsistent, hochwertig.
Eine neue
Dimension
von Einheit.
Ein Durchmesser für
alle Kombinationen.
Einheitliche Masse.
Einfache Montage.
HOOC
Gateways
Bindeglied
zwischen
Anlagen und der
HOOC Cloud
STORY HOOC AG
VERNETZTE INFRASTRUKTUR:
ANSCHLUSS VERPASST?
Vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 wird das Gebäude
von der zentral gesteuerten Einheit zum Teil eines grösseren Ökosystems.
Hierzu entwickelt die HOOC AG konkrete, effiziente und vor allem sichere
Vernetzungslösungen, die Hand und Funktion haben.
HOOC AG | 3930 Visp | www.hooc.ch
Die Gebäudetechnik befindet sich im
Umbruch: Wo gestern einzelne Anlagen
unabhängig voneinander gesteuert
wurden, verschmelzen heute Heizung,
Lüftung, Klima und Elektro zu
einem intelligenten Gesamtsystem.
Wer hier stehenbleibt, verpasst den
Anschluss an die Zukunft, die nicht
mehr nur gewerke-, sondern ganz klar
standortübergreifend wird.
Von der konventionellen zur
integralen Gebäudetechnik
Wo früher Installationen isoliert funktionierten,
wird heute dank dem
Einsatz von lokalen Netzwerken und
zentralen Gebäudeleitsystemen vornehmlich
gewerkeübergreifend programmiert
und implementiert. Hier ist
die HOOC AG zuhause. Mit ihrer Connectivity-
und IoT-Palette verfügt sie
über ein umfassendes Angebot – vom
sicheren Fernzugriff über die intelligente
Fernüberwachung bis hin zu spezifischen
LoRa-Funktechnologie- und
Embeddedlösungen. Zweifellos ein
ansehnliches Dienstleistungsportfolio,
denn das Motto von HOOC lautet nicht
umsonst: «Wir entwickeln. Immer. Weiter.»
Und so war das, was vor dreissig
Jahren mit den ersten Gebäudesteuerungen
begann, lediglich der erste
Schritt in eine netzwerkübergreifende
Zukunft. Getreu ihrem Motto hat sich
die HOOC AG im Gleichschritt mit der
Gebäudetechnik weiterentwickelt und
bewegt sich nun zusehends in Richtung
intelligente Infrastruktur.
Die Zukunft: vernetzte Infrastrukturen
Wer heute Vernetzung sagt, denkt
häufig an sogenannte intelligente
Stromnetze (Smart Grids), bei denen
städtische Infrastrukturen zu einzelnen
Energieverbünden zusammengeschlossen
werden. Damit solche Systeme,
in denen Gebäude gleichzeitig
Energieverbraucher UND -produzenten
sind, funktionieren, bedarf es
neuer Konzepte und einer durchgängig
sicheren und effizienten Kommunikation
zwischen den unterschiedlichsten
Anlagen und Plattformen.
Die Herausforderung liegt darin, diese
heterogenen Systeme standortübergreifend
miteinander zu verbinden.
Gleichzeitig gilt es, den Anforderungen
Dritter – von EVUs bis technischen
Facility Managements – gerecht zu werden.
Dafür müssen Anlagenzugriffe
zeitlich und funktionsspezifisch eingeschränkt
werden können. Bis anhin war
eine solch grundlegende Veränderung
nur über den Aufbau einer neuen OT-
Infrastruktur möglich.
Doch leichter gesagt als getan:
Denn Schaffung und Unterhalt einer
Netzwerkinfrastruktur setzen eine
umfangreiche Planung voraus, erfordern
spezielles technisches Know-how
und sind mit hohen Kosten verbunden.
Zudem müssen bestehende Geräte
häufig neu IP-konfiguriert werden –
ein Aufwand, der sich in der Praxis oft
nicht amortisieren lässt.
Konkret: HOOC CrossLink
Hier setzt das neue HOOC CrossLink
an. Die Basis bildet eine Cloud-Architektur,
über die Netzwerke miteinan-
der verbunden oder Daten voneinander
isoliert transportiert werden
können. Die nach IEC 62443 zertifizierte
HOOC-Lösung ermöglicht es,
auch bestehende Gebäudetechnik-
Anlagen einzubinden – ohne dass die
OT-Infrastruktur neu aufgebaut werden
muss. Damit ist der Arbeits- und
Kostenaufwand um ein Vielfaches
geringer. Ausserdem bedarf es keines
technischen Expertenwissens, um die
CrossLink-Lösung zu implementieren.
Ein interessantes Plus: Bei fehlendem
Netzwerk mit Internetzugang
bietet HOOC auch eine Möglichkeit
zur Vernetzung via Mobilfunk.
Nova Connect: netzdienliche
Steuerung von Solaranlagen
Zusammen mit der Gebäudetechnik
hat sich in den letzten Jahren auch der
Energiesektor entwickelt. So werden
Stromproduktionsstätten wie z. B. Solarparks
oder Wasserkraftwerke gezielt
von Netzbetreibern angesteuert, um die
von ihnen eingespeiste Energie je nach
Bedarf vorübergehend zu drosseln oder
wieder hochzufahren. Diese sogenannte
Netzdienlichkeit ermöglicht es,
die Soll-Frequenz des Stromnetzes stabil
im Gleichgewicht zu halten.
Grössere Solarparks werden deshalb
häufig bereits in der Planung
netzdienlich ausgelegt, kleinere und
mittlere jedoch häufig nicht. Energieversorgungsunternehmen
(EVUs) stehen
daher heute vor der Herausforderung,
die Vielzahl von kleineren und
mittleren Installationen in einem zentral
steuerbaren Pool zusammenzuführen.
Hier kommt das von HOOC
und Novagrid entwickelte Nova Connect
ins Spiel. Dafür wurde das von
Novagrid vertriebene Energiemanagement-System
SolarLog an HOOC
CrossLink sowie an das Dienstleistungssystem
von meonet angebunden.
Durch das so entstandene Nova Connect
können Leistungen von verschiedenen
PV-Anlagen an einem zentralen
Punkt zusammengefasst und netzdienlich
in Echtzeit gesteuert werden:
Ein intelligentes Flottenmanagement
wird möglich.
Vernetzung von Wärmeverbünden
Während Nova Connect die Netzdienlichkeit
als Ziel hat, steht bei Wärmeverbundsystemen
die effiziente Energieversorgung
ganzer Quartiere im
Vordergrund. Damit diese gelingt, bedarf
es einer reibungslosen Kommunikation
zwischen den verschiedenen
Steuerungskomponenten. Mit HOOC
CrossLink werden die Komponenten
über Gateways und einen virtuellen
HOOC CrossLink
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
Scada-
Wärmeverbund
Heizzentrale
Vernetzung Wärmeverbund
Scada-Heizzentrale Alle LAN-Schnittstellen der HOOC-Geräte werden über
HOOC CrossLink zu einem standortübergreifenden Gesamtnetzwerk verbunden.
Dadurch kann das SCADA-System in der Heizzentrale direkt mit IP-
Endgeräten im gesamten Netzwerk kommunizieren.
HOOC CrossLink
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
Managementsystem
Verteilnetzbetreiber
Switch in der HOOC Cloud miteinander
verbunden. So lassen sich Wärmeerzeuger
und Übergabestationen über
mehrere Standorte hinweg koordinieren,
auch hier ohne dass ein gemeinsames
Netzwerk aufgebaut werden muss.
Grenzenlose Möglichkeiten
Die genannten Beispiele zeigen nur
zwei der vielen Möglichkeiten auf, die
sich mit der neuen HOOC-Vernetzungslösung
eröffnen. Ob bei der
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
WAN 1
LAN
LAN
LAN
4
OPT0
2
3
Heizung
Zähler
Standort 1
HOOC Connect XT
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
WAN 1
Standort 1
HOOC Connect XM
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
WAN 1
LAN
LAN
LAN
4
OPT0
Heizung
Zähler
Standort 1
HOOC Connect XH
Netzdienliche Steuerung von Solaranlagen
Nova Connect Die OPT0-Vernetzung ermöglicht es, ein virtuelles Netzwerk
standortübergreifend bereitzustellen. Dank der Abbildung (Mapping) virtueller
Adressen auf das jeweilige Anlagenetz kann ein zentrales Managementsystem
mit den IP-Endgeräten beliebiger Standorte kommunizieren – ohne dass vor Ort
Änderungen an den Netzwerkeinstellungen vorgenommen werden müssen.
LAN
LAN
2
3
LAN
4
EMS
Solar
Überwachung von industriellen Produktionsstätten,
dem Management
von zentralisierten Alarmsystemen
oder der LoRa-Nachrüstung von älteren
Installationen – HOOC beschreitet
mit CrossLink den Weg in ein
neues Zeitalter der Automation. Denn
dank HOOC können Geräte und Anlagen
nahezu unabhängig von Alter,
Protokoll und Netzwerk miteinander
kommunizieren. Sicher, schnell und
(kosten)effizient.
2
3
LAN
SEP0
SEP1
OPT0
WAN 1
LAN
LAN
2
3
LAN
4
EMS
Solar
Standort 1
HOOC Connect XM
eMobility TESTBERICHT
Ich bin auch
ein Konzertsaal
mit bis zu
405 kW Leistung
82 eTrends Ausgabe 6/25
Wir hatten die Gelegenheit, diese hübsche
Raubkatze auf Samtpfoten eine Woche
zu fahren. Viel Kraft, viel Ruhe und erstaunlich
viel Alltag – wenn das Budget da ist.
TEXT: RENÉ SENN, FOTOS: RENÉ SENN, AUDI
W
ir haben an dieser Stelle
vor kurzem über den Q6
e-tron geschrieben. Der
S6 e-tron Avant teilt viele
seiner Gene. Das «S»
steht für die High-Performance-Version.
Und die steht diesem grosszügigen
Kombi ausgesprochen gut. Mit
503 PS katapultiert sich der elektrische
Avant in 3,9 Sekunden auf 100 km/h.
Das ist Sportwagen-Territorium, verpackt
in Familienauto-Praktikabilität.
Display-Debatte
Innen ist S6 mit dem neuen Curved
Display ausgestattet. Zu Beginn war
dies noch etwas gewöhnungsbedürftig,
aber rückblickend sehr übersichtlich
und intuitiv. Ich vermisse es schon beinahe
bei meinem jetzigen Fahrzeug.
Beifahrer-Display? Das ist hingegen
unnötiger Schnickschnack, das Geld
dafür würde ich mir sparen.
Ausstattung: teils unnötig
Nicht sparen würde ich beim Sound.
Und hier meine ich nicht den künstlichen
Motorensound, der eingestellt
werden kann, er ist unnötig. Denn
wenn elektrisch, dann auf Samtpfoten.
Alles andere ist V6. Nein, es geht um
das Bang & Olufsen-Soundsystem.
22 Lautsprecher, fein säuberlich mit
viel Liebe abgestimmt, sorgen im Innenraum
für den perfekten Klang.
Aber Achtung: Die Raubkatze nicht
mit Dosenfutter aus Spotify füttern.
Dieses System verlangt HQ-Musik –
Tidal passt da viel besser.
Konzert statt Stau
Und dann: Einfach mal in das Fahrzeug
sitzen am Abend und die Lieblingsmusik
hören. Muss ja nicht immer
im Fahren sein, oder? Dire Straits,
«Industrial Disease» mit den knackigen
Gitarren-Riffs. Oder noch besser:
Anstatt an ein Live-Konzert zu fahren
und dabei im Stau zu stehen, «An Evening
in New York» von Suzanne Vega
geniessen. Augen schliessen und abtauchen.
Die WLTP-Reichweite von
675 km dank 100-kWh-Batterie würde
ja eh nicht bis New York reichen. Zudem
wurde das Live-Album 1987 aufgenommen.
Und zeitreisen kann der
S6 nicht, auch wenn er über 40 Assistenzsysteme
verfügt.
Fazit: Raubkatze für Geniesser
Der Sitzkomfort ist grosszügig, der
Kofferraum sowieso. Familie, Freunde,
Gepäck – hat alles Platz. Die Testwoche
war viel zu schnell vorbei, der S6
Avant hat uns grosse Freude gemacht.
Er ist kein Fahrzeug für schmale Budgets,
das ist klar. Aber für seine Klasse
ist er klasse. Die Ladeleistung von bis
zu 270 kW macht ihn alltagstauglich,
auch auf langen Strecken. Der Verbrauch
lag bei 20,8 kWh/100 km. Die
Ingenieure haben in Sachen Batterieund
Ladetechnik enorme Fortschritte
gemacht. Fazit: Gerne wären wir noch
ein paar Kilometer mehr gefahren mit
dem S6 – am liebsten mit Suzanne
Vega und Co. im Ohr.
Aufgeräumt Ein «Arbeitsplatz»,
der Freude macht und intuitiv zu bedienen
ist. Bei Bedarf auch mit «Hey Audi!»
Ausgabe 6/25
eTrends
83
Basiswissen INSTALLATION
Leiterfarben
Kaum ein Element von
Elektroinstallationen erscheint
so banal und ist gleichzeitig
so bedeutsam wie die Farbgebung
der Leiterisolationen.
Verwechslungen können
gravierende Folgen haben.
Klare Kennzeichnungen sorgen
für Ordnung und Sicherheit.
AUTOR: BEAT SCHENK
Leiter Anschlüsse Farben
L1 U SCHWARZ oder
L2 V BRAUN oder
L3 W GRAU
Neutralleiter N BLAU
Positiv L+ + ROT
Negativ L- – WEISS
Mittelpunktleiter M BLAU
Neutralleiter N BLAU
Schutzleiter PE GRÜN-GELB
PEN-Leiter
PEL-Leiter
PEM-Leiter
PEN
PEL
PEM
GRÜN-GELB,
Markierung BLAU
Schutz-Potenzialausgleichsleiter PB GRÜN-GELB
Funktionserdungsleiter FE ROSA
Tabelle 1 Leiterfarben nach SN EN IEC 60445:2021
L
eiter werden mit Farben, Zahlen
oder Buchstaben gekennzeichnet.
Jeder Leiter muss an
jedem Anschluss eindeutig
identifizierbar sein. Welche
Farben für welche Funktionen zu verwenden
sind, regelt die SN EN IEC
60445, deren Bestimmungen auch in die
NIN aufgenommen wurden. Der Titel
dieser Norm lautet «Basic and safety
principles for man-machine interface,
marking and identification – Identification
of equipment terminals, conductor
terminations and conductors», auf
Deutsch «Grund- und Sicherheitsregeln
für die Mensch-Maschine-Schnittstelle
– Kennzeichnung von Anschlüssen
elektrischer Betriebsmittel, angeschlossenen
Leiterenden und Leitern». Der
Titel mag auf den ersten Blick etwas
sperrig wirken. Er macht aber eine klare
Aussage: Die Leiterkennzeichnung ist
ein wichtiges Element jeder «Mensch-
Maschine-Schnittstelle». Die verwendeten
Farben und Symbole sollen eine
einfache und konsistente Interaktion
84 eTrends Ausgabe 6/25
Abbildung 1 Bezeichnung von PE, SPA, PEN und Neutralleiter
it Schutzleiter
mit der «Maschine» Elektroinstallation
ermöglichen. Die SN EN IEC 60445
ersetzte 2017 die SN EN IEC 60446, was
mit einer Erweiterung der Farbpalette
einherging. Die aktuelle Version der
Norm stammt aus dem Jahr 2021 blau / und braun
definiert Farben und alphanumerische
Benennungen zur Kennzeichnung von
Aussenleitern, Neutral-, Schutz- und
PEN-Leitern, der in der NIN 2025 neu der Farben gibt es neben den oben erwähnten
keine. Es empfiehlt sich je-
n-gelb / blau / eingeführten braun PEL- und braun PEM-Leiter / schwarz / grau
sowie für Schutzpotenzial-Ausgleichsleiter
und Funktions-Erdungsleiter. Zwecke zu verwenden und einen kondoch,
ähnliche Farben für ähnliche
Zu beachten ist, dass die SN EN sistenten Stil für die gesamte Installation
zu entwickeln. So verwendet IEC 60445 eine sogenannte Sicherheits-
man
b / braun / schwarz / grau
grundnorm ist, die in erster Linie für
die Anwendung durch Technische Komitees
bei der Ausarbeitung von Normen
vorgesehen ist. Es liegt in der Verantwortung
dieser Komitees, wann
lau / braun / schwarz / grau
Schutzleiter,
Potenzialausgleichsleiter
PEN-Leiter grün-gelb
PEN-Leiter-Enden hellblau
Neutralleiter
X ohne Schutzleiter
blau / braun / schwarz / grau
schwarz / blau / braun / schwarz / grau
immer möglich bei der Erarbeitung der
in den eigenen Arbeitsbereich fallenden
Normen die Anforderungen der Sicherheitsgrundnormen
zu übernehmen. Infolgedessen
gelten die Anforderungen
der SN EN 60445 nur, wenn sie in diesen
Normen enthalten oder zitiert sind.
Interessant ist hierbei, dass den drei
Aussenleitern keine fixe Farbe zugeordnet
wird, sondern eine beschränkte
variable Zuordnung der Farben zulässig
ist, die in der Tabelle in englischer
alphabethischer Reihenfolge aufgelistet
sind (black, brown, grey). Eine bevorzugte
Phasenfolge oder Drehrichtung
wird damit nicht angegeben.
Was sagt die NIN?
Leitungen müssen so bezeichnet werden,
dass sie bei Überprüfungen, Reparaturen
oder Änderungen eindeutig
identifiziert werden können. Insbesondere
gilt dies für Potenzialausgleichs-,
Schutz-, PEN- und Neutralleiter. Neutralleiter
und Schutzleiter müssen zudem
über ihre ganze Länge farblich
wie in Abbildung 1 dargestellt gekennzeichnet
sein.
Um eine Verwechslung mit dem
grün-gelben Schutzleiter auszuschliessen,
bei dem das Verhältnis der Farbanteile
maximal 70 zu 30 Prozent betragen
darf, dürfen die Einzelfarben
Grün und Gelb nicht anderweitig verwendet
werden. Auch die Farbe Blau
muss exakt gemäss Vorgaben eingesetzt
werden.
Für die Kennzeichnung von Lampendrähten
und dergleichen steht eine
breite Auswahl an Leiterfarben zur
Verfügung. Vorschriften für die Wahl
z. B. zu einem roten Lampendraht vorzugsweise
rosa korrespondierende
oder wählt für «Storen auf» eine helle
und für «Storen zu» eine dunkle Farbe.
Leiter in Kabeln
Leiter in AC-Kabeln werden in der
Schweiz gemäss HD 308 S2 gekennzeichnet.
Es kann vorkommen, dass
gewisse Farbkombinationen noch nicht
bei allen Herstellern verfügbar sind.
Dies betrifft insbesondere Kabel mit
roten und weissen Leitern für DC-Installationen.
Bis Produkte mit den neuen Farben
Rot und Weiss etabliert sind, können
weiterhin die Farben Rot und Dunkelblau
für DC-Anlagen verwendet werden.
Dies ist eine Übergangslösung,
sofern keine Verwechslungsgefahr mit
dem Neutral- oder Mittelpunktleiter
besteht.
Falls eine Kennzeichnung mit
Buchstaben und/oder Ziffern besteht,
müssen lateinische Grossbuchstaben
und arabische Ziffern verwendet werden.
Es wird empfohlen, für Gleichstromelemente
Buchstaben aus der
ersten Hälfte und für Wechselstromelemente
Buchstaben aus der zweiten
Hälfte des Alphabets (ab N) zu wählen.
Wichtig: Um Verwechslungen mit den
Ziffern «1» und «0» zu vermeiden, dürfen
die Buchstaben «L» und «O» nicht
zur Kennzeichnung verwendet werden.
Die Symbole «+» und «–» sind hingegen
zulässig. Die Ziffern «6» und «9»
müssen unterstrichen werden, wenn sie
für sich alleine stehen. Die Kennzeichnungen
durch alphanumerische Zeichen
müssen eindeutig unterscheidbar
und dauerhaft sein.
Bei Installationskabeln mit zwei
bis fünf Adern sind gemäss HD 308 S2
die Adern auf ihrer ganzen Länge mit
den folgenden Farben gekennzeichnet:
Braun, Schwarz und Grau für die Aussenleiter,
Blau für den Neutralleiter,
Grün-Gelb für den Schutzleiter.
Bei Kabeln mit nummerisch gekennzeichneten
Adern ist die Ader mit
der tiefsten Nummer als Neutralleiter
zu wählen und an den Enden blau zu
kennzeichnen. Ein numerisch gekennzeichneter
Leiter darf nicht als Schutzleiter
verwendet werden.
In der Schweiz werden in Kabeln
mit vier oder fünf Adern in der Regel
die Farben Braun, Schwarz und Grau
für die Kennzeichnung der Aussenleiter
verwendet. Ebenfalls ist es üblich, dass
die genannte Reihenfolge auch die Phasenfolge
bzw. Drehrichtung vorgibt.
Die Anwendung dieser Farben sowie
die übliche Phasenfolge haben sich
etabliert, tragen wesentlich zur guten
Erkennbarkeit bei und gewährleis- →
Aderzahl G mit Schutzleiter X ohne Schutzleiter
2
3
4
grün-gelb / blau / braun
grün-gelb / braun / schwarz / grau
5 grün-gelb / blau / braun /
schwarz / grau
Abbildung 2 Aderfarben in Kabeln nach SN HD 308 S2
blau / braun
braun / schwarz / grau
blau / braun / schwarz / grau
schwarz / blau / braun /
schwarz / grau
Ausgabe 6/25 eTrends
85
5
grün-gelb / blau / braun / schwarz / grau
schwarz / blau / braun / schwarz / grau
erahl
2
3
4
5
Aderzahl
G mit Schutzleiter
2
dürfen einfarbig verlegt werden.
Schutz-, PEN- und Neutralleiter müssen
mit den entsprechenden Farben
gekennzeichnet werden. Die Verwendung
einer Farbe (Braun, Schwarz
G mit Schutzleiter
X ohne Schutzleiter
oder Grau) für alle Aussenleiter eines
Stromkreises ist zulässig.
X ohne Schutzleiter
Fazit
Eine normgerechte Leiterkennzeichnung
ist eine wichtige Voraussetzung
für den sicheren Betrieb und eine sichere
Instandhaltung und Erweiterung
elektrischer Anlagen. Sie schafft
Klarheit in der Zuordnung, erleichtert
Messungen und verhindert falsche Anschlüsse.
Wer die Vorgaben der NIN
konsequent umsetzt, stellt sicher, dass
Installationen auch Jahre später eindeutig
lesbar sind, unabhängig davon,
wer sie prüft oder Veränderungen vornimmt.
Gerade beim Zusammentreffen
von alten und neuen Farbzuordnungen
sind erhöhte Aufmerksamkeit
und Sorgfalt unerlässlich. Regelkonforme
und auf eine eindeutige Lesbarkeit
angelegte Kennzeichnungen sind
ein wesentliches Element der technischen
Sicherheit und der Qualität von
Elektroinstallationen.
Alte und neue Farben blau / braun
Die Verwendung von Aderfarben wurde
in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals
/ braun geändert. Deshalb geben die vor-
3
blau
grün-gelb / blau / braun handenen Leiterfarben braun / schwarz wichtige / grau Hinweise
auf das Alter von Installationen.
Die vorhandenen Farben können jedoch
4
auch für Verwirrung sorgen, insbeson-
dann, blau wenn / braun in / schwarz einer Installation
/ grau
grün-gelb / blau / braun
braun / schwarz / grau
Abbildung 3 Kennzeichnung grün-gelb in / braun / schwarz / graudere
Kabeln nach NIN 5.1.4.3.4
plötzlich blaue Aussenleiter auftauchen.
Beim Zusammentreffen von alten
5
und neuen Leitungen ist den Bezeichnungen
/ schwarz schwarz besondere / grau / blau / braun Aufmerksamkeit / schwarz / grau zu
grün-gelb / braun / schwarz grün-gelb / grau / blau / braun / schwarz blau / braun / grau
schenken. Und bei der Erweiterung
von bestehenden Installationen, in denen
ten dadurch sowohl Sicherheit als auch
gelbe Neutralleiter vorhanden
grün-gelb Übersichtlichkeit.
/ blau / braun / schwarz / grau schwarz / blau / sind, braun muss / schwarz die / grau Kennzeichnung derart
Es ist ebenfalls zulässig, nur eine
Farbe für alle drei Aussenleiter zu verwenden
und die eindeutige Kennzeichnung
durch nummerische Benennung
zu gewährleisten. Diese Identifizierung
wird häufig in der Industrie, z. B.
für den Anschluss von Motoren angewendet.
In der Regel unterliegen solche
Anlagen der Normenreihe
SN EN 60204, die ebenfalls eine Identifizierung
erfolgen, dass die Funktion der Leiter
unmissverständlich erkennbar ist. Dies
wird dadurch erreicht, dass der neue
blaue Neutralleiter an der Anschlussstelle
gelb markiert wird. PEN-Leiter
sind grün-gelb mit blauer Markierung
und werden so an bestehende gelbe
PEN-Leiter angeschlossen.
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Normung und Weiterbildung an.
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der Leiter durch Zahlen,
Alphanumerik, Farbe oder einer Kombination
Alte Installation Neue Installation
davon zulässt.
PEN-Leiter
Einadrige Kabel und Leitungen
und Aderleitungen, die nach ihren Betriebsmittelnormen
nicht in den entsprechenden
Neutralleiter
Farben erhältlich sind,
z. B. bei Querschnitten über 25 mm²,
Abbildung 5 Kennzeichnung beim Zusammentreffen von alten und neuen Leitern
2 3 4 5 6
1
Leiter Vor 1970 Ab 1970 Ab 1980 Ab 2005
L1 Rot Schwarz Schwarz Braun
L2 Blau Rot Rot Schwarz
L3 Grün Weiss Weiss Grau
N Gelb Gelb Hellblau Blau/Hellblau
PE Gelb-Rot Gelb-Grün Gelb-Grün Gelb-Grün
Abbildung 4
History Leiterkennzeichnung
86 eTrends Ausgabe 6/25
Glanzvolle Festtage
und einen guten Rutsch!
Die Otto Fischer AG wünscht Ihnen eine wundervolle Adventszeit,
erholsame Feiertage und einen grossartigen Start ins neue Jahr!
Basiswissen NORMEN-FRAGEN
Prüfe dein
Normen-
Fachwissen
Was gilt gemäss NIN als
Werkzeug?
Was ist ein
Verlängerungskabel?
Was sind die
Planungsgrundsätze für
die Energieeffizienz?
1 2
5
Hilfsmittel, die erforderlich sind, wenn
Verschalungen, Abdeckungen, Gehäuse
und dgl. nicht mehr mit den blossen
Fingern geöffnet werden können.
Schraubenzieher, Schraubenschlüssel
(z. B. Gabelschlüssel, Sechskantsteckschlüssel,
Steckschlüssel für Schrauben
mit Innensechskant «Inbus»). Zangen,
Münzen, Messerklingen und dgl. werden
als Werkzeuge betrachtet, ebenso
wie Dreikant- und Vierkantschlüssel.
2 2.2.1.68
Ortsveränderliche Leitung, die am einen
Ende mit einem Stecker und am
anderen Ende mit einer Kupplungssteckdose
versehen ist.
2 2.2.1.64
Die Planungsgrundsätze nach 8.1 berücksichtigen
die folgenden Aspekte:
· Lastprofil (Wirkleistung und
Blindleistung);
· Verfügbarkeit der lokalen
Erzeugung (Photovoltaik,
Windturbine, Generator usw.)
und Speicherung;
· Reduzierung der Energieverluste
in der elektrischen Anlage;
· Anordnung der Stromkreise unter
Berücksichtigung der Energieeffizienz
(Maschen),
· zeitliche Verteilung des Einsatzes
der Energie entsprechend des
Kundenbedarfs;
· die vom Energieversorger
angebotene Tarifstruktur.
2 8.1.2.2
88 eTrends Ausgabe 6/25
Fragen und Antworten
zur NIN SN 411000 und
anderen Normen.
Hinweis: Die Nummern bezeichnen die Quellen der
jeweiligen Dokumente für weitere Informationen.
Mit freundlicher
Unterstützung von
Electrosuisse
Was fällt alles unter
Fahrzeuge und transportable
Baueinheiten gemäss 7.17?
Welche Netzsysteme
sind für elektrische Anlagen
auf transportablen
Baueinheiten zulässig?
Welche Grundgrössen
werden für die Berechung
der Energieeffizienz
von elektrischen Anlagen
verwendet?
4 3
6
In diesem Kapitel steht «Baueinheiten»
für ein Fahrzeug und/oder eine
bewegliche oder transportable Konstruktion,
die alle oder einzelne Teile
einer elektrischen Anlage enthält.
Baueinheiten sind entweder beweglich,
z. B. Fahrzeuge (selbstangetrieben
oder gezogen), oder transportabel,
z. B. auf einem Rahmen befestigte
Container oder Kabinen. Beispiele
sind Baueinheiten für Fernsehen und
Rundfunk, medizinische Bereiche,
Werbung, Feuerwehr, Verwendung für
spezielle Informationstechniken, Baueinheiten
für Katastrophenhilfe,
Partyservice und ähnliches.
2 7.17.1
Innerhalb einer Baueinheit darf nur
das System TN-S verwendet werden.
2 7.17.3
In welchen Abständen eine elektrischen
Anlage bewertet werden muss,
wird entsprechend der Art der elektrischen
Anlage und der Betriebsmittel,
· ihrer Nutzung und Betriebsart,
· der Häufigkeit und dem Umfang
der Wartung,
· der Beurteilung von Faktoren,
welche die Energieeffizienz
beeinflussen, und
· der Art der äusseren Einflüsse
bestimmt.
2 8.1.2.3
Ausgabe 6/25 eTrends
89
Verbände BRANCHENEVENT
EIT.swiss Branchentag 2026:
Energie
trifft Strategie
Save the Date
29. 01. 2026
Der Branchentag von EIT.swiss ist ein wichtiger Treffpunkt
der Schweizer Elektrobranche. Am 29. Januar 2026 ist es bereits
zum fünften Mal wieder so weit: Im Berner Kursaal treffen
Praxis auf Politik, Technik auf Vision – und Energie auf Strategie.
AUTORIN: VERENA KLINK
Hier erhalten Sie Ihre Tickets
für den Branchentag:
https://www.eit.swiss/de/
branchentag1/tickets
D
ie Schweizer Elektrobranche
steht vor gewaltigen
Herausforderungen. Die
Energiewende, die digitale
Transformation und der
akute Fachkräftemangel stellen Betriebe
und Verbände gleichermassen
auf die Probe. Vor diesem Hintergrund
lädt EIT.swiss am 29. Januar 2026 bereits
zum fünften Mal zum EIT.swiss
Branchentag 2026 – einer Veranstaltung,
die sich in den letzten Jahren als
Plattform für Austausch, Weiterbildung
und strategische Orientierung
etabliert hat.
Themen am Puls der Zeit
Der Branchentag steht im kommenden
Jahr unter dem Motto «Energie trifft
Strategie» – ein Leitsatz, der aktueller
kaum sein könnte. Denn der Handlungsdruck
steigt: Politische Rahmenbedingungen
wie das neue Stromversorgungsgesetz
über eine sichere
Stromversorgung mit erneuerbaren
Energien, regulatorische Anforderungen
wie die zu erwartende NIV-Revision
und die technologische Entwicklung
im Bereich künstliche Intelligenz
wirken direkt auf Planung, Betrieb und
Ausbildung in der Elektrobranche.
In seinem bewährten Format kombiniert
der Branchentag strategische
Impulse mit praxisorientierter Weiterbildung.
Am Vormittag erwarten die
Teilnehmenden Referate von Expertinnen
und Experten aus Politik, Wirtschaft
und Technologie. Diskutiert
werden unter anderem die Rolle der KI
in der Energieplanung, politische Weichenstellungen
der kommenden Jahre
sowie wirtschaftliche Perspektiven für
KMU und Bildungsinstitutionen.
Weiterbildung mit Mehrwert
Am Nachmittag rückt die berufliche
Qualifikation in den Vordergrund:
EIT.swiss bietet eine Auswahl an Modulen
an, die als anerkannte Weiter-
bildung gemäss NIV gelten. Damit
schlägt der Branchentag die Brücke
zwischen strategischer Orientierung
und konkretem Know-how – ein Ansatz,
der insbesondere für Führungskräfte,
Betriebsinhaberinnen und
-inhaber sowie Verantwortliche für die
Ausbildung von Fachpersonal von grosser
Bedeutung ist.
Branchentreffen mit Netzwerkcharakter
Der Anlass ist nicht nur Informationsquelle,
sondern auch Treffpunkt.
Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden,
Unternehmen, Bildungseinrichtungen
und Behörden nutzen die
Gelegenheit zum Austausch. Im persönlichen
Gespräch werden nicht selten
neue Kooperationen, politische
Initiativen oder innovative Ausbildungsprojekte
angestossen.
Der EIT.swiss Branchentag 2026 ist
weit mehr als ein Branchenevent – er ist
ein Stimmungsbarometer und ein Spiegel
der aktuellen Entwicklung in der
Schweizer Elektrobranche. Wer Strategien
für die Zukunft sucht, kommt am
29. Januar in den Kursaal Bern.
Feierlicher Abschluss:
Die nationale HBBFeier
Als besonderer Programmpunkt findet
am Abend die nationale Feier für
Absolventinnen und Absolventen der
höheren Berufsbildung (HBB) statt. –
Die HBB-Feier wurde im Jahr 2025
mit grossem Erfolg zum ersten Mal
überhaupt durchgeführt. Sie ist ein
Zeichen der Wertschätzung gegenüber
dem Berufsnachwuchs und der dualen
Bildung insgesamt. Die Teilnahme an
der HBB-Feier ist ausschliesslich auf
Einladung möglich.
EIT.swiss Fachreport:
Als Branchen verband ist
EIT.swiss für die Berufsbildung der
Elektrobranche verantwortlich und als
Interessensvertreter aktiv.
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EIT.swiss dankt allen Sponsoren und Medienpartnern des Branchentags 2026:
Ausgabe 6/25
eTrends
91
NEUHEITEN
Mit wenigen Klicks
Massgeschneidert Schluss mit aufwändigen Abklärungen. Mit dem
neuen Online-Konfigurationstool von Demelectric lässt sich der passende
Stromverteiler in wenigen Schritten zusammenstellen. Die Auswahl
ist einfach: Gehäuse aus Hartgummi oder Kunststoff? Einspeisung?
Steckdosen nach CH-Norm oder CEE-Typ? Alles direkt wählbar.
Dank klarer Struktur und smarter Filterfunktion entsteht in
wenigen Minuten genau der Verteiler, der auf der Baustelle
gebraucht wird. Konfiguration speichern, bestellen – fertig.
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Funktionsprüfung und Fehlersuche von E-Ladestationen genutzt
werden. In Verbindung mit einem geeigneten Installationsprüfgerät
kann zudem die Wirksamkeit der Schutzmassnahmen normkonform
nachgewiesen werden.
Leistungsmerkmale
· Simulation des Fahrzeugstatus A, B, C, D
· Analyse des CP- und PP-Signals (Fahrzeugstatus,
Signalspannung, Frequenz, Tastverhältnis)
· PE-Test (Warnung vor anliegender Phasenspannung
am Schutzleiter)
· Auslösung der Fehlerstromschutzeinrichtung
mit Zeitmessung (RCD-Auslösezeit 30 mA AC und 6 mA DC)
· Drehfeldmessung
· Spannungsmessung
· Simulation der Fehler CP kurzgeschlossen und PE unterbrochen
In Verbindung mit einem geeigneten Installationsprüfgerät
können folgende Prüfungen durchgeführt werden:
· Schutzleiterwiderstand
· Isolationswiderstand
· Schleifen-/Netzimpedanz
· Prüfung der Fehlerstromschutz -
einrichtung (RCD-Auslösezeit
und -strom 30 mA AC, 6 mA DC)
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nachträglich anpassbar
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wie Guided Light (Schwarmfunktion)
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92 eTrends Ausgabe 6/25
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Anlagenstruktur zugeschnitten werden – für ein standardisiertes,
zuverlässiges Messverfahren.
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Prüfabläufe für wiederholte und normgerechte
Prüfungen mit Protokollierung und Erstellung
individueller Prüfsequenzen mittels Software
IZYTRONIQ am PC
· Umfassende Messfunktionen: Schleifen- und
Netzimpedanz, Isolations- und Erdungswiderstand,
Ableitstrom, Restspannung, Niederohmmessung,
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Isolations- und RCM-Differenzstrom-Wächtern
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PRO-TYP EM zur Simulation unterschiedlicher
Betriebszustände eines Elektrofahrzeugs an der
Ladeeinrichtung
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via Funktionsdrehrad und Softkey-Tasten, Signalisierung
bei Anlagenfehlern sowie Anschlussfehlern des
Prüfgeräts, Akkukontrolle und automatische Geräteabschaltung
bei Entladung
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Software IZYTRONIQ zur geräteübergreifenden
Darstellung, Verwaltung und Dokumentation der
Prüfdaten
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an ortsfesten elektrischen Anlagen (IEC 60364-6 und
EN 50110-1), Maschinen (EN 60204-1) und E-Ladepunkten
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Prüfsequenzen sowie komfortabler Bedienung. Geräte-Updates
via USB-Schnittstelle gewährleisten den zukunftssicheren
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Ausgabe 6/25
eTrends
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CH-8954Geroldswil
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93
Der Treffpunkt der Elektroprofis
EIT.swiss
Branchentag
mit anschliessender EIT.swiss HBB-Feier
29. Januar 2026
Kursaal Bern
Zukunftsthemen der Elektrobranche stehen im Mittelpunkt:
Energie, Digitalisierung und Fachkräftemangel.
Spannende Referate, eine interaktive Podiumsdiskussion
und praxisnahe Seminare –u. a. zu Photovoltaik,
Energiewirtschaft und Lichttechnik –bieten Fachwissen aus
erster Hand.
Gleichzeitig schafft der Anlass Raum für Dialog,
Networking und Inspiration. ½Tag ist als Weiterbildung
gemäss NIV anrechenbar.
WeitereInformationen zur Veranstaltung
undAnmeldung finden Siehier:
eit.swiss/branchentag
Partner:
Medien-Partner:
94 eTrends Ausgabe 6/25
Finale VERBÄNDE
SLG
STARKER
VERBANDSHERBST
Save the Date
Aussenbeleuchtungstagung,
JEE und
Berufsprüfungen.
Messe Schweiz
20.–23. Januar 2026
Swissbau,
Messe Basel
Messe Frankfurt
8.–13. März 2026
Light and Building
Messe Frankfurt
GNI
7. Mai 2026
30 Jahre GNI, Jubiläum & GV
Kinderspital Zürich
eTrends Branchenagenda
EIT.swiss
29. Januar 2026
Branchentag,
Kursaal Bern
KNX Swiss
25. März 2026
Generalversammlung,
Suissetec-Campus, Lostorf
Messe Schweiz
9.–10. September 2026
Ineltec 2026,
Messe Zürich
Nadine Müller
Leiterin Marketing Kommunikation
Auch in diesem Jahr dürfen wir auf
zwei erfolgreiche Veranstaltungen im
Bereich der Aussenbeleuchtung zurückblicken.
Die Aussenbeleuchtungstagung
in Zürich sowie der JEE,
Journée romande pour l’éclairage extérieur
in Lausanne, stiessen auf grosses
Interesse und bestätigen den hohen
Stellenwert dieser Themen in der
Branche. Beide Tagungen boten den
Teilnehmenden praxisnahe Fachbeiträge
und viel Gelegenheit zum Austausch
mit Kolleginnen und Kollegen.
Weiter fand im November ein
Webinar zur SIA-Norm 387/4 statt.
Bei diesem Austausch beantwortete
unser Experte häufige Fragen und
Herausforderungen bei der konkreten
Anwendung der Norm in Beleuchtungsprojekten.
Ein weiteres Vorabendseminar im
November beantwortete die Frage:
«Wie lassen sich Beleuchtungsstärken
in Innenräumen normgerecht messen
und bewerten, und wie lässt sich die
Norm vereinfachen für die Anwendung
in der Praxis?»
Ein weiteres Highlight (mit neuem
Teilnehmerrekord!) war die diesjährige
Berufsprüfung zum/zur eidgenössisch
fachausgewiesenen Lichtplaner /
Lichptlanerin. Das kontinuierlich
wachsende Interesse an dieser Weiterbildung
zeigt, dass Lichtplanung als
Fachgebiet zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Die erfolgreichen Absolventinnen
und Absolventen erhalten ihre
Fachausweise im Rahmen des Lichtfestivals
im Januar 2026 in Murten –
ein Anlass, der wie jedes Jahr in besonderer
Atmosphäre stattfindet und
die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte
für die Lichtbranche unterstreicht.
Die SLG gratuliert allen
neuen Lichtplanerinnen und Lichtplanern
herzlich!
www.slg.ch
Ausgabe 6/25
eTrends
Alle Termine
der Branche
95
Finale VERBÄNDE
eev | aae
PERSÖNLICHE
KONTAKTE PFLEGEN
Branchenplattform
für Wissenstransfer
und Networking.
fvb
LICHTLÖSUNGEN
DER ZUKUNFT
Neue Technologien
revolutionieren
die Welt des Lichts.
MMTS
ERFOLGS-
GESCHICHTEN
Mitglieder berichten
und geben
Erfahrungen weiter.
Massimiliano Messina
Leiter Kommunikation
Der persönliche Kontakt und der gegenseitige
Austausch sind nicht ersetzbar.
Deshalb ist es für die eev sehr
wichtig, mit den Mitgliedern und Vertragspartnern
auch im Rahmen ihrer
Veranstaltungen regelmässig in Kontakt
zu treten, um ihre Bedürfnisse
und Erwartungen aufzunehmen. Dieser
wertvolle Austausch hat die Vereinigung
auch im Verlaufe dieses Jahr
bereichert. So blickt die eev in positiver
Erinnerung auf das Forum ELITE
Romandie in Aigle, auf ihre Generalversammlung
in Locarno und auf die
electro-tec in Bern zurück. Mit der
electro-tec, dem nationalen Branchentreff
des Elektroinstallationsgewerbes,
bringt die eev Anbieter und Fachspezialisten
zusammen. Auch in
diesem Jahr bot die electro-tec den
über 6000 Besuchenden wie Installateuren,
Planern und anderen Fachleuten
die Möglichkeit, durch persönliche
Gespräche mit Ausstellenden vertieftes
Know-how für ihren Berufsalltag
zu erlangen. Der Mix der Ausstellenden
und die starke Präsenz der Branchenverbände
vor Ort bildeten die
Elektrobranche ab. 2004 ins Leben
gerufen, findet die electro-tec alle
zwei Jahre statt.
Die eev freut sich bereits jetzt auf
die Veranstaltungen, die im Jahr 2026
stattfinden werden – im Mai findet die
ELITE Gerätetagung in Safenwil
statt, in deren Rahmen eev-Vertragspartner
Produktneuheiten und Trends
aus dem Bereich der Haushaltsgeräte
präsentieren. Im Juni trifft sich die
Elektrobranche mit circa 500 Anwesenden
an der Generalversammlung in
Sion, und im Herbst organisiert sie das
Forum ELITE Ticino, die im zweijährlichen
Rhythmus durchgeführte
Networking-Veranstaltung für die
Mitglieder aus der italienischsprachigen
Schweiz.
www.eev.ch
Markus Binda
Fachdelegierter fvb
Welche Technologien und Trends prägen
künftige Beleuchtungslösungen?
Materialwahl und Materialzusammensetzung
werden wichtige Punkte
zur Minimierung der grauen Energie.
Das Produktedesign kommender
Leuchten wird noch gezielter auf
stoffreine Trennbarkeit und Reperaturfähigkeit
ausgelegt sein.
Künftig werden vermehrt auch die
nicht-visuellen Wirkungen des Lichts
(biologisch wirksames Licht) mittels
Human Centric Lighting abgedeckt.
Durch Veränderung der Lichtfarbe,
der Lichtintensität und die Anpassung
des Blaulichtanteils im Tagesverlauf
werden die biologischen Einflüsse des
Tageslichts auf den Menschen durch
das Kunstlicht imitiert.
Dank Li-Fi (Light Fidelity), einer
optischen, drahtlosen Technologie zur
Datenübertragung, kann in Zukunft
ein heute gängiges Wi-Fi-Netz durch
eine Beleuchtungsanlage mit Li-Fi ersetzt
werden. Mit dem grossen Vorteil,
dass Li-Fi keinerlei elektromagnetische
Strahlung abgibt.
3D-Drucker werden in der Leuchtenproduktion
zu einem Game Changer.
Der 3D-Druck erlaubt komplexe
Formen, filigrane Muster und organische
Strukturen. Künftige 3D-Drucker
können mit recycelten oder biologisch
abbaubaren Grundmaterialien
betrieben werden. Auch ist eine dezentrale
Produktion mit mobilen
3D-Druckern unkompliziert zu bewerkstelligen.
Das führt zu einem
reduzierten Logistikaufwand, verkürzt
Lieferzeiten und minimiert die
CO 2 -Emissionen beim Transport.
Die Lichtlösungen der Zukunft
werden also smart, nachhaltig und
menschenzentriert sein. Der FVB und
seine Mitglieder begleiten sie gerne in
diese Zukunft.
www.fvb.ch
Thomas Gründler
Vorstandsmitglied
Umweltschutz ist auch im Multimedia-
Fachhandel ein zentrales Thema. Wir
von der Sauter AG übernehmen Verantwortung
und setzen auf nachhaltige
Lösungen – mit dem Ziel, so weit
wie möglich CO 2 -neutral zu arbeiten.
Ein Vorteil unseres Unternehmens
sind die kurzen Wege zu Kundinnen
und Kunden. Dafür nutzen wir Elektrofahrzeuge:
Unser Servicewagen
benötigt rund 25 kWh pro 100 km (ca.
Fr. 8.50).
Trotz höherer Anschaffungskosten
zahlt sich das E-Auto aus – für die
Umwelt und punkto Betriebskosten.
Unsere Ladestation mit 22 kW Leistung
haben wir über einen Partnerbetrieb
günstig bezogen – verbunden mit
einer Social-Media-Kampagne, die
beiden Seiten nützte. Geladen wird
meist nur einmal pro Woche, das reicht
für rund 250 km Fahrt. Auch im Winter
ist das Fahrzeug zuverlässig.
Für innerstädtische Termine oder
Heimberatungen setzen wir oft unser
schnelles E-Bike (bis 45 km/h) ein. Im
Radius von 10 km sind wir damit
schneller und flexibler als jedes andere
Fahrzeug. Unsere Kundschaft nimmt
diese Initiative positiv wahr – ein
Imagegewinn, der auch in der Kommunikation
nützlich ist.
Nachhaltigkeit endet bei uns nicht
bei der Mobilität: Wir fördern Reparaturen,
sorgen für fachgerechte Entsorgung
und verkaufen funktionierende
Altgeräte weiter. Unser Engagement
ist kein Trend, sondern Teil unserer
Firmenphilosophie. Nachhaltigkeit
lebt vom Austausch. Deshalb: Meldet
eure Erfolgsgeschichten der MMTS-
Geschäftsstelle – so können wir voneinander
lernen und gemeinsam unsere
Branche nachhaltig stärken.
www.mmts.ch
96 eTrends Ausgabe 6/25
GNI
HERBSTANLÄSSE
UND KURSE
Mit einem kontrollierten
Live Hacking in
den Kaninchenbau.
KNX Swiss
ECHANGE
ROMANDIE
Warum KNX
für unsere Branche
entscheidend ist.
Swissolar
7-PUNKTE-PLAN
FÜR DEN AUSBAU
Solarenergie für
unsere Versorgungssicherheit.
Tania Messerli
Leiterin Geschäftsstelle
Die Kurse zu «Cybersicherheit im Gebäude»
wurden um ein Vertiefungsmodul
erweitert. Das Modul 3 «Folge
dem weissen Kaninchen» richtet sich
an technisch versierte Betreiber, Integratoren
und Sicherheitsverantwortliche.
Die Schwerpunkte sind:
· Defense in Depth-Konzept
· KNX Secure: Theorie und Praxis
· Anwendbare Normen und
Prüfstandards
· Live Hackerangriff
Zudem planen wir einen Kurs im Bereich
Energieoptimierung. Hier werden
die verschiedenen Potenziale aus
Sicht der Hersteller, Planer und Betreiber
gezeigt, um Umbauprojekte
und Neubauten nach der Inbetriebnahme
so zu regeln und zu optimieren,
dass die geplanten Werte auch erreicht
werden können.
Im Oktober haben wir einen sehr
gut besuchten Anlass zu Innovationen
bei Migros durchgeführt. Stefano Soppelsa,
MGB, zeigte, wie ein innovativer
Bauherr Vorgaben für das Projekt machen
und sie auch durchsetzen kann. In
Uznach wurde eine Fassade ganz aus
Fotovoltaikelementen vorgegeben, und
der Architekt musste sich mit diesem
für ihn neuen Bauelement auseinandersetzen.
Auch die Vorgabe, dass eine
komplexe Sanierung der Haustechnik
innert zehn Jahren amortisiert sein
muss, war eine Anforderung der Bauherrin
für eine Überbauung in Kloten.
Beat Gut von anergytec AG zeigte eindrücklich,
wie er mit innovativen Ansätzen
Restenergie nutzbar machte. So
versorgt nun die sanierte Zentrale einige
Wohnungen, ein Bankgebäude
sowie eine Migros Filiale inkl. Restaurant
wieder zuverlässig mit Wärme und
Kälte.
www.g-n-i.ch
René Senn
Leiter Geschäftsstelle
Am 12. November trafen sich Mitglieder
von KNX Swiss, EIT.vaud und
EIT.genève zum jährlichen Echange
Romandie, diesmal im Château de
Prangins bei Nyon. Der Anlass zeigte,
welchen Mehrwert KNX für KMU
bieten kann. Die Referate und Praxisbeispiele
verdeutlichten, dass eine gut
ausgeführte KNX-Installation sauberer,
übersichtlicher und deutlich einfacher
weiterzuentwickeln ist als eine
traditionelle Elektroinstallation.
Ein weiterer positiver Punkt: Die
Preise vieler KNX-Geräte sind in den
letzten Jahren gesunken, wodurch
KNX nicht mehr zwingend teurer ist.
Gleichzeitig wird in immer mehr Ausschreibungen
eine Inbetriebnahme
durch Technikerinnen und Techniker
verlangt, die den Kurs KNX Advanced
absolviert haben. Das erhöht die
Qualität der Projekte.
Dafür ist auch der neue Beruf
Gebäudeinformtiker:in EFZ sehr
wichtig. Die ersten Lernenden haben
ihre Grundbildung diesen Sommer
abgeschlossen und stehen der Branche
zur Verfügung.
Die Möglichkeiten und Herausforderungen
für Betriebe, die Lernende
in diesem Beruf ausbilden (wollen),
wurden in Prangins intensiv diskutiert
– und man merkte deutlich, dass er in
der Branche angekommen ist. Das Interesse
daran und die Offenheit dafür
sind viel grösser als noch vor vier Jahren
bei der Einführung. Die ersten
Abschlüsse zeigen: Die Ausbildung
funktioniert und liefert genau die
Kompetenzen, die benötigt werden.
Der Anlass fand seinen Abschluss
bei einem geselligen Apéro im wunderschönen
Ambiente des Schlosses.
www.knx.ch
Claudio De Boni
Kommunikation
Der Ausbau der Solarenergie in der
Schweiz schreitet rasant voran: Im laufenden
Jahr werden bereits mehr als
14 Prozent unseres Stromverbrauchs
aus Photovoltaikanlagen gedeckt –
eine Strommenge, die etwa der regulären
Jahresproduktion des AKW
Gösgen entspricht. 2025 wird der Ausbau
wiederum auf hohem Niveau, aber
leicht tiefer liegen als im Vorjahr.
Zur Stabilisierung des Ausbaus
und zur Erreichung der gesetzlichen
Ziele für die Stromproduktion aus erneuerbaren
Energien braucht es weitere
Massnahmen. Mit einem in
7 Punkte aufgegliederten Aktionsplan
zeigt Swissolar auf, welche Weichen
jetzt gestellt werden müssen, damit die
enormen Potenziale der Solarenergie
genutzt werden können und sich Solarstrom
zusammen mit dezentralen
Steuerungen und Speicherlösungen
optimal ins Gesamtenergiesystem integriert.
Swissolar appelliert mit dem Aktionsplan
2030 an die Politik, den eingeschlagenen
und vom Volk mehrfach
bestätigten Pfad in Richtung Vollversorgung
mit erneuerbaren Energien
konsequent weiter zu verfolgen. Verlässlichkeit
der politischen Rahmenbedingungen
ist die wichtigste Voraussetzung
dafür, dass weiterhin in
Solaranlagen investiert wird. Swissolar
setzt für einen nächsten Marktaufschwung
grosse Hoffnungen in die
neuen lokalen Strommodelle. Allerdings
müssen dazu die bestehenden
Hindernisse bei diesen Modellen beseitigt
werden.
Mehr Informationen zum Aktionsplan
von Swissolar: www.swissolar.
ch/aktionsplan2030
www.swissolar.ch
Ausgabe 6/25
eTrends
97
Finale KOLUMNE
STREIFLICHT
Kernkraft versus Windkraft
Es ist vergleichbar mit unterschiedlichen
religiösen Glaubenswahrheiten, man
findet meist keinen gemeinsamen Nenner,
die Eckpunkte sind definiert. Diesen Eindruck
hat man beim im vergangenen Sommer
veröffentlichten Bericht «Perspektiven
für die Kernenergie in der Schweiz»
der Akademie der Naturwissenschaften
Schweiz (SCNAT). Kurz zusammengefasst
heisst es dort: Kein neues Kernkraftwerk
in der Schweiz vor 2050.
Begründet wird dies mit «zu spät – zu teuer
– unnötig – von der Bevölkerung nicht
gewünscht», Argumenten, die auch vom
WWF, Greenpeace und Grünen Parteien
regelmässig vorgebracht werden. Dass
innerhalb von Akademien auch gewisse
Welt- und Politikvorstellungen existieren,
gehört zu den Eigenheiten aller Vereinigungen.
Aber eigentlich erwartet man bei
so heiklen Grundsatzartikeln eine gewisse
Ausgewogenheit bezüglich der Stossrichtung.
So behauptet die SCNAT in ihrem
Papier, dass es rein zeitlich unmöglich sei,
in der Schweiz innerhalb von 25 Jahren ein
Kernkraftwerk zu realisieren. Dies lässt
sich aber ändern, was eine Frage des politischen
Willens ist. Interessant ist, dass
auch bei den Windkraftwerken in etwa der
gleiche Zeithorizont besteht, wie der Interessenverband
Suisse Eole bestätigt.
Das Argument «zu teuer» im Vergleich zur
Windenergie ist nicht stichhaltig. Denn
letztere wird massiv subventioniert, früher
mit einer kostendeckenden Einspeisevergütung
von 23 Rp./kWh während fünf
Jahren und anschliessend mit 13 Rp/kWh.
Deshalb sagt die Professorin für nukleare
Sicherheit an der ETH, Annalisa Manera,
dass man ein AKW fast gratis bauen könnte,
wenn man es gleich wie die Windenergie
subventionieren würde. So kämen innerhalb
von fünf Jahren etwa 14 Milliarden
Franken zusammen, was ungefähr den
mutmasslichen Baukosten entsprechen
würde. Damit wären sämtliche Investitionen
und Kapitalkosten gedeckt, was einer
Rekordamortisation entsprechen würde.
Die eigentlichen Brennstoffkosten fallen
bei den Betriebskosten kaum ins Gewicht.
So stellt das AKW Leibstadt den Strom
zu etwa 5 bis 6 Rp./kWh her, wobei auch
die Entsorgungskosten inbegriffen sind.
Ebenso ist das Argument «nicht nötig» –
weil 2050 genügend Wind- und Solarstrom
produziert werden könnten – falsch. Das
stimmt zwar grundsätzlich bei der buchhalterischen
Jahresbetrachtung. Aber der
Strom steht nicht immer dann zur Verfügung,
wenn er gebraucht wird. Es sind
enorme Investitionen für Speicheraktivitäten
notwendig. In einem beschränkten
Ausmass können Speicherseen eingesetzt
werden, aber man denkt vorwiegend an
Batterien bzw. an Gaskraftwerke. Das Problem
mit der Netzregulierung liesse sich
auch mit KKWs teilweise lösen, weil auch
sie im Minutentakt um jeweils bis 100 MW
gesteuert werden können.
Im Bericht der SCNAT wird auch argumentiert,
dass die Bevölkerung in aktuellen
Umfragen neue KKWs ablehne. Dies ist
ebenfalls fragwürdig, denn je nach der
Version der Fragestellung ergeben sich
auch positive Antworten. Verschwiegen
wird auch, dass die Gaskraftwerke bei
Umfragen massiv ungünstiger abschneiden,
verglichen mit den KKWs. Als Leser
dieses Berichts vermisst man eine technologiefreie
Betrachtung der gesamten
Problematik, die diesem wissenschaftlichen
Bericht gut anstehen und ihn auch
glaubwürdiger erscheinen lassen würde.
Hans R. Ris ist Publizist und Autor
aktueller Fachbücher in den Fach -
gebieten Energie- und Lichttechnik
eTrends
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Licht, e-Mobility
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