RegionalSport - 29.01.2026
Das Sportmagazin im Norden
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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 30. Januar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 04 / 2026
REGIONAL
Das Das Sportmagazin im im Norden Nor-
Jeden
Donnerstag
neu !
Zwei Spiele, kein Tor:
Endet die Sturmkrise
des HSV ausgerechnet
gegen die Bayern?
Nach dem starken Punktgewinn gegen RB Leipzig:
Mit neuem Selbstvertrauen
nach Augsburg
+++ Interview mit St. Paulis Torschützen Martijn Kaars
SHFV-Wahlen gestartet: Wer waren die Besten 2025? +++ Interview mit Deran Toksöz
Fotos: Ruhnke / Bergmann /
Fotos: Ruhnke/RS/Altona/JK
Interview mit Thomas Helmer:
„Der HSV braucht
die Punkte dringender“
Marcel Rapp:
"Es ist ein
richtungs -
weisendes Spiel"
+++ Nekic fehlt
- Knudsen geht
Handball-EM - DHB-Team gewinnt gegen Frankreich:
Halbfinale
gegen Kroatien
+++ Interview mit DHB-Torwart Andreas Wolff
+++ Sonntag wieder gegen Dänemark?
FC Bayern München
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Im Namen der Serie
Der FC Bayern München fährt mit einer Portion Wut im
Bauch ins Volksparkstadion
Jonathan Tah kennt
sich mit Rekorden aus.
In der vorvergangenen
Saison reizte er den FC
Bayern. Seinerzeit spielte Tah
für Bayer Leverkusen, die sich
den Nimbus der Unbesiegbarkeit
erarbeitete. 34 Punktspiele
ohne Niederlage legten die Leverkusener
hin, die außerdem
den DFB-Pokal gewannen. Tah
stand zu diesem Zeitpunkt bereits
mit dem FC Bayern in
Kontakt und wechselte ein Jahr
später, im Sommer des Jahres
2025.
Bis vor einer Woche befand sich
Jonathan Tah erneut auf Rekordkurs.
Nun aber kann den Bayern
eine Bundesliga-Saison ohne
Niederlage nicht mehr gelingen.
Dafür sorgte der FC Augsburg.
Nach saisonübergreifend 27 ungeschlagenen
Begegnungen unterlag
der Rekordmeister dem
FCA mit 1:2. „Der Fokus lag
aber nie auf irgendwelchen Rekorden“,
sagte Jonathan Tah
hinterher. Gewurmt hat ihn die
Niederlage dennoch: „Die Wut,
die jetzt in uns steckt, wollen
wir im nächsten Spiel auf den
Platz bringen – und wieder unsere
Qualität und Energie zeigen.“
Da konnte der HSV von Glück
reden, dass der nächste Gegner
am Mittwoch die PSV Eindhoven
war. Im Volksparkstadion
treten die Bayern erst am Sonnabend
an. Große Namen: Die
abendliche Partie ist als Top-
Spiel des Bundesliga-Wochenendes
deklariert. Man muss sich
nicht den verkniffenen Gesichtsausdruck
eines Uli Hoeneß
vor Augen führen, um zu
EINWURF
Taichi Hara könnte das fehlende
Puzzleteil des FC St. Pauli sein
Warum gehen Sie eigentlich zum Fußball,
liebe Leser? Ein Grund ist doch sicherlich,
dass niemand vorher weiß, wie das Spiel ausgeht. Rund um das
Derby hieß es: Der FC St. Pauli muss dieses Spiel gegen einen direkten
Konkurrenten unbedingt gewinnen. Der Druck war am
Ende vielleicht zu groß und so sprang ein unspektakuläres 0:0
heraus, womit keines der Teams so richtig zufrieden war. Gegen
RB Leipzig hieß es im Vorwege, dass die Kiezkicker gegen die
pfeilschnelle Offensive keine Chance hätten und es nur um die
Höhe des Ergebnisses ginge. Die Realität sah anders aus, denn
der FC St. Pauli trat deutlich mutiger als gegen den HSV auf.
Statt lange Bälle und tiefes Stehen, wurde mit der Kugel mehr als
vernünftig kombiniert und situativ auch mal hoch gepresst – und
siehe da, der FC St. Pauli kann gegen ein Topteam der Liga
durchaus mithalten. Um es an dieser Stelle aber auch klar und
deutlich zu sagen: Die Elf hat nur dann eine Chance, die Klasse
zu halten, wenn sie fortan genau so (!) auftritt. Defensive und vor
allem passive Auftritte wie jeweils in der ersten Hälfte gegen
Union Berlin und zuletzt gegen den HSV dürfen sich nicht wiederholen.
St. Pauli hat durchaus gute Kicker in seinen Reihen
und braucht sich vor vielen Mannschaften in der Liga nicht verstecken,
wie auch RB-Cheftrainer Ole Werner vor der Partie lobend
einräumte.
Dem Vernehmen nach soll nach Fujita und Ando mit Taichi Hara
ein dritter Japaner für das letzte fehlende Mosaiksteinchen im
Sturm sorgen. Mit Jones hat der Klub bereits einen pfeilschnellen
Angreifer und mit Martijn Kaars einen guten Fußballer, der
technisch beschlagen ist und Räume gut antizipiert. Was fehlt ist
ein kopfballstarker und robuster Stürmer, da Hountondjis Rückkehr
noch in den Sternen steht. Hara könnte in genau dieses Anforderungsprofil
passen und die Sturmprobleme lösen. Wann
der 26-Jährige zum Kader stößt ist noch fraglich – beim Abstiegskracher
in Augsburg muss es voraussichtlich das vorhandene
Personal richten. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Braun-Weißen
wieder genauso couragiert auftreten wie gegen Leipzig, dann
stehen den drei so wichtigen Auswärtspunkten nichts im Wege.
Ob der HSV die drei Punkte im Topspiel gegen Bayern München
einfährt, ist dagegen fraglich – dort stecken nämlich so ziemlich
alle vorhandenen Stürmer in einer Krise. Ob der Däne Albert
Gronbaek die Misere beenden kann, wird sich zeigen. Am Millerntor
bot sich zumindest offensiv ein erschreckendes Bild –
aber wer weiß, ob das Volksparkstadion wieder ein Faktor sein
kann. Womit wir thematisch wieder beim Anfang wären und der
Frage: Warum gehen wir so gerne ins Stadion?
Ihr Frank Sorgatz
Akrobatisch: Bayerns Topstürmer Harry Kane
(hier gegen Fabian Rieder) versuchte alles, traf
aber ausnahmsweise gegen Augsburg nicht. Foto: Hübner
wissen, wie sehr die Bayern
Niederlagen verachten. Die nötige
Selbsterkenntnis lieferte Joshua
Kimmich. Ohne
„harte Arbeit“
und „unsere Spielprinzipien“
sei man halt besiegbar.
„Wenn wir da nachlassen,
dann sind wir nicht top-top“,
erklärte der Nationalmannschaftskapitän
und forderte „eine
Reaktion“ ein. Weil der
Punktevorsprung zu den zweitplatzierten
Dortmundern immer
noch acht Punkte beträgt, droht
den Münchnern im Ernst keine
Gefahr in Sachen Titelverteidigung.
Die Pleite gegen Augsburg
wird jedoch die Sinne schärfen,
was die Aufgabe für den HSV
nicht einfacher macht. Nerviger
als eine Niederlage sind – zwei
Niederlagen. Bei den Bayern
spricht man in solchen Fällen
von einer Serie.
Erfolgserlebnis: Am Mittwochabend
siegte der FC Bayern in
der Champions League beim
PSV Eindhoven durch Treffer
von Musiala und Kane mit 2:1.
(Wolfgang Ehlers)
2 | RegionalSport
„Ich habe Lösungen mit dem Ball“
Zwei torlose Spiele sind eine Referenz allein für Torwart Daniel Heuer Fernandes
Daniel Heuer Fernandes kehrte
zurück an den Ort eines Blackouts.
Doch vor dem südlichen
Torrechteck im Millerntor-Stadion,
dort, wo er vor zwei Jahren
nach einem legendär-kuriosen
Eigentor Schadenfreude geweckt
hatte, lief der Torhüter am Freitag
höchstens Gefahr, mit den
Füßen festzufrieren. Ähnlich beschäftigungslos
war nur noch
Nikola Vasilj. Auch St. Paulis
Keeper musste sich auf wärmende
Übungen beschränken. Die
Stürmer beider Seiten kamen
den Torhütern selten zu nahe.
Auch wenn Nikola Remberg
(„Ich wurde angeschrien und bepöbelt
– das war geil!“) die Derby-Atmosphäre
genoss, so ging
es auf dem Rasen blutarm zu.
Weil es aktuell nur wenige Szenen
zu diskutieren gab, rückte
Daniel Heuer Fernandes auf andere
Weise in den Mittelpunkt
des Geschehens. Zuschauer erinnerten
ihn an das Eigentor vor
zwei Jahren. Das schien Heuer
Fernandes „kein bisschen“ zu
tangieren. „Ich habe viele Lösungen
mit dem Ball“, beteuerte der
Torhüter. Der Beweis blieb am
Freitag aus. St. Paulis Angreifer
verhängten gegen Heuer Fernandes
ein weitgehendes Ballverbot.
Schon eine Woche zuvor gegen
Gladbach war es torlos zugegangen.
„Zu-Null-Spiele sind immer
gut“, sagte Daniel Heuer Fernandes.
Der 33-Jährige dürfte gegen
die Bayern anders gefordert werden.
Gedanken um den Stammplatz
muss sich Heuer Fernandes
Potenzial nach oben: Fabio Baldé (re.,
hier gegen Adam Dzwigala) wusste
nach seiner Einwechslung nur selten
zu überzeugen. Foto: Jacobsen
vorerst nicht machen. Der zehn
Jahre jüngere Norweger Sander
Tangvik wurde als Backup für
den Rest der Saison verpflichtet.
Der Konkurrenzkampf könnte
nach der Sommerpause anders
aussehen, doch Aufstiegskeeper
Heuer Fernandes ist erfahren darin,
Angriffe abzuwehren, auch
intern. Pollersbeck, Ulreich,
Raab und zuletzt Peretz mussten
früher oder später zurückste-
cken. Die Verpflichtung Tangviks
zeigt unterdessen, dass der HSV
für Bewegung im Kader zu haben
ist. Die wechselwilligen Hefti,
Pherai, Ramos und Sahiti spielen
in den Planungen von Trainer
Merlin Polzin kaum noch eine
Rolle. Da sich Sturmtalent Alexander
Rössing-Lelesiit im Derby
Hamburger SV
verletzte und Jean-Luc Dompé
unter Achillessehnenbeschwerden
leidet, gibt es weiteren
Handlungsbedarf für den Angriff,
zumal das Zutrauen in vorhandene
Kräfte schwindet. Fabio Baldé,
am Millerntor für Rössing-Lelesiit
gekommen, wurde wieder
ausgewechselt. Auf der rechten
Seite betrieb der Ex-Braunschweiger
Rayan Philippe das
Gegenteil von Eigenwerbung, indem
er die wenigen Konterchancen
noch vor dem entscheidenden
letzten Pass verstolperte.
Augenhöhe ist nicht mehr: Mit
Leistungen wie zuletzt werden
die inzwischen fünfmal in Folge
sieglosen Hamburger keinen
Bayern-Star erschrecken. Und
doch ist die Situation für den
HSV um einiges komfortabler als
Mitte September, da er das Aufeinandertreffen
in München mit
0:5 verloren. Bester Hamburger
damals, einmal mehr: Daniel
Heuer Fernandes.
*
HSV suspendiert
Jean-Luc Dompé
Bei dem Duell gegen Bayern wird
Jean-Luc Dompé nicht dabei
sein. Wie der HSV am Donnerstag
mitteilte, wird der Profi nach
einer Alkoholfahrt bis auf Weiteres
suspendiert.
Neuzugang: Der HSV steht vor
einer Leihe des Dänen Albert
Gronbaek. Der 24 Jahre alte Offensivspieler
war zuletzt von Stades
Rennes aus Frankreich an
den italienischen Erstligisten
CFC Genua verliehen. (WE)
Vorschau: Sa., 31.01.2026 – 18:30 Uhr
Hamburger SV – Bayern München
So könnten sie spielen:
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Vuskovic, Torunarigha –
Jatta, Lokonga, Remberg, Muheim – Vieira, Königsdörffer, Philippe
Bayern München: Neuer – Davies, Bischof, Tah, Guerreiro – Pavlovic,
Kimmich – Olise, Karl, Diaz – Kane
Tipp: 0:2
Das Jahrtausend-Erlebnis
Im Volksparkstadion leitete der FC Bayern eine unvergleichliche Meisterserie ein
Vor einem Fernsehschirm im
Volksparkstadion vertiefte sich
Carsten Jancker ins Schalker
Tränenmeer. Er war frei von
Glücksgefühl und Häme. Mitleid
drückte Carsten Jancker aus,
und das will etwas heißen bei einem,
der gerade Bundesliga-
Meister mit dem FC Bayern geworden
war.
Die Geschichte um den Kopfball
von Sergej Barbarez zum 1:0 für
den Hamburger SV in der 90. Minute
ist bekannt. Ebenfalls Oliver
Kahns Aufruf: „Weiter! Immer
weiter!“ Und natürlich der von
Schiedsrichter Markus Merk geahndete
Rückpass auf HSV-Keeper
Mathias Schober, der den
Ball in die Hand nahm und jenen
Freistoß verwirkte, den Patrik
Andersson in der vierminütigen
Nachspielzeit zum Ausgleich
nutzte. Damit zog der FC Bayern
um einen Punkt an Schalke vorbei,
wo sich Königsblau an diesem
19. Mai 2001 schon in Feierlaune
befand.
Deutsche Meisterschaften, die
nicht an die Bayern gehen, sind
in diesem Jahrtausend die Ausnahme.
Dreimal durchbrach Borussia
Dortmund die Phalanx, je
einmal Werder Bremen, der VfB
Stuttgart und der VfL Wolfsburg.
Schließlich absolvierte Bayer Leverkusen
2023/24 eine perfekte
Saison – der Rest: Bayern, und
gerade ist der Vorsprung wieder
riesig.
Das heißt nicht, dass der Rekordmeister
ohne Ausrutscher agiert.
Kurz vor Jahresende holte sich
Mainz 05 einen Punkt in der Allianz
Arena ab, den der FC St.
Pauli in der Nachspielzeit verfehlt
hatte. Und dem FC Augsburg
gelang just ein 2:1.
Sergej Barbarez ist 54. Seine Söhne,
1994 geboren, kennen kaum
einen anderen Meister als den FC
Bayern München. Ein 1:1 am
Sonnabend würde der HSV feiern,
nicht die Bayern. (WE)
RegionalSport | 3
FC St. Pauli
1:1 gegen RB Leipzig:
Kaars lässt das Millerntor jubeln
St. Pauli zeigt sich vor allem spielerisch formverbessert und verdient sich den Zähler gegen RB Leipzig.
Es wirkte fast wie eine Erlösung,
als Martijn Kaars in der
dritten Minute der Nachspielzeit
den berechtigten Elfmeter
(Raum foulte den Niederländer
im Sechzehner) zum 1:1 verwandelte.
Nach bitteren Last-
Minute-Pleiten in Wolfsburg
und in Dortmund schlug das
Pendel nun um.
Der Kiezklub belohnte sich in
der Nachholpartie durch den
späten Treffer für eine couragierte
und vor allem spielerisch
ansprechende Leistung. Trainer
Alexander Blessin, der seine
Startelf auf vier Positionen veränderte
(Ando, Saliakas, Sinani
und Jones kamen für Dzwigala,
Oppie, Pereira Lage und Kaars),
lobte nach der Partie: „Wir haben
gut ins Spiel gefunden und
haben gerade die Eins-gegen-
Eins-Situationen in den Griff
bekommen.“ Damit bezog sich
der 52-Jährige vor allem auf die
individuelle Qualität von Leipzigs
Außenstürmer, Nusa und
Diomande. Beide Ausnahmespieler
deuteten ihr Potential
immer wieder an, wurden aber
durch die St. Pauli-Defensive
gut in Schach gehalten. Daran
hatten vor allem Manolis Saliakas
und Arkadiusz Pyrka ihren
Verdienst, die auf den Außenbahnen
extrem gut mit nach
hinten arbeiteten. Das Wichtigste
im Vergleich zum unbefriedigenden
Derby war aber, dass St.
Pauli spielerische Lösungen
suchte und weniger auf lange
Bälle setzte. In der Sturmspitze
tat Ricky-Jade Jones mit seinem
Tempo enorm gut und hatte vor
der Pause drei gute Aktionen,
als er jeweils alleine auf RB-
Keeper Gulasci zulief und jedes
Mal falsche Entscheidungen
traf. Blessin mahnt an: „Wir
hatten gute Ballgewinne, sind
aber zu fahrlässig und überhastet
gewesen. An guten Tagen
macht Ricky die Chancen.“ Tat
Treffsicher: Martijn Kaars schnappte sich in der Nachspielzeit
den Ball und erzielte per Elfmeter das 1:1. Foto: Ruhnke
er aber nicht und so war es ein
Spiel auf Messers Schneide,
denn auch die Elf von Ole Werner
hatte durch Schlagers Pfostenschuss
(8.), Nusa (35./44.)
und vor allem durch Romulo
(45 +1.) erstklassige Möglichkeiten.
So ging es torlos in die
Pause und mit der Erkenntnis,
dass St. Pauli dem Champions
League-Anwärter durchaus Paroli
geboten hat. Nach dem
Wechsel blieb es abwechslungsreich:
Nachdem Romulos Kopfball
noch knapp an Vasiljs Gehäuse
vorbeistrich (57.), war es
aber neun Minuten später soweit.
Ein Eckball von Nationalspieler
Raum wurde von Saliakas
zu zentral geklärt, so dass
Diomande an den Ball kam. Der
Ausnahmespieler von der Elfenbeinküste
fackelte nicht lange
und drosch den Ball zur Führung
für die Ostdeutschen ins
Netz. St. Pauli schüttelte sich
und schlug zurück. Der eingewechselte
Jackson Irvine verpasste
eine Kaars-Flanke nur
knapp und der Niederländer
scheiterte kurz vor Ende an Gulasci.
Wichtig, dass Vasilj auf
der Gegenseite St. Pauli am Leben
hielt und einen Schuss von
Gomis sensationell aus dem
Winkel kratzte. Es folgte das
Wegrutschen David Raums, der
damit Kaars zu Fall brachte und
anschließend der verwandelte
Elfmeter des Ex-Magdeburgers
zum insgesamt verdienten Remis
in der Nachspielzeit. Kapitän
Jackson Irvine lobte: „Wir
waren von der ersten Minute
sehr aktiv und hatten viel Intensität
in unserem Spiel. Wir haben
uns diesen Punkt verdient.
Insgesamt war unser Performance-Level
sehr hoch.“
FC St. Pauli - RB Leipzig
1:1 0:0
(Frank Sorgatz)
St. Pauli: Vasilj - Ando, Wahl, Mets - Saliakas (88. Ceesay), Sands (76. Irvine), Smith,
Pyrka - Sinani (76. Pereira Lage), Fujita (76. Rasmussen) - Jones (67. Kaars)
RB Leipzig: Gulasci – Baku, Orban, Bitshiabu, Raum - Seiwald, Schlager, Baumgartner
(85. Banzuzi) - Diomande (90 +4. Henrichs), Romulo (64. Harder), Nusa (85. Gomis)
Tore: 0:1 Diomande (66.), 1:1 Kaars (90+3.; Elfmeter)
Zuschauer: 29.147 Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)
Torschütze Martijn Kaars im Gespräch:
„In Augsburg müssen wir genauso auftreten“
Unmittelbar nach
dem Foul haben Sie
sich den Ball geschnappt
und wollten
den Elfmeter schießen.
Wie kam es zu der Entscheidungsfindung?
Martijn Kaars: In Dortmund
hätten wir beinahe einen Elfmeter
bekommen und da wollte
ich auch schon schießen. Ich
hatte Augenkontakt mit Eric
Smith gehabt und auch Jackson
Irvine ist gekommen und hat
gesagt: Schieß du.
Wie haben Sie das Foulspiel
von David Raum wahrgenommen?
Martijn Kaars: Mathias Rasmussen
hatte den Ball und ich
habe den tiefen Lauf gemacht.
Dann kam ich an den Ball und
Raum ist in mich reingerutscht.
Es war ein ganz klarer Elfmeter.
Nachdem Sie von der Bank gekommen
sind, konnten Sie für
deutliche Belebung sorgen.
Wie blicken Sie auf Ihren Einsatz
zurück?
Martjin Kaars: Ich gebe immer
alles und habe Energie. Heute
war es ein offeneres Spiel als
noch gegen den HSV – das kam
mir zugute. Wir haben auch
mal hoch gepresst und wussten,
dass uns Leipzig auf dem Flügel
Räume anbietet. Ricky-Jade Jones
hat es aber zuvor auch gut
gemacht und viele Räume geschaffen.
Am Samstag steht ein ganz
wichtiges Spiel in Augsburg
an. Ihr Ausblick?
Martijin Kaars: Wir haben im
Hinspiel 2:1 gewonnen und das
zeigt, dass wir eine sehr gute
Chance haben, wieder drei
Punkte zu holen. Wir haben gegen
Leipzig so gespielt, wie wir
wollten, haben hoch gepresst
und den Gegner zu Fehlern gezwungen.
In Augsburg müssen
wir genauso auftreten. Wir müssen
dort alles geben, um die
drei Punkte zu holen.
(Frank Sorgatz)
4 | RegionalSport
Die Noten des FC St. Pauli:
Mets ragt heraus – Jones im Abschluss zu zögerlich
Vasilj: Sicher, ruhig, und mit einer
Monsterparade gegen Gomis
kurz vor dem Ende. Hat seine
Schwächephase definitiv
überwunden und zählt wieder
zu den Leistungsträgern.
Note 3
Ando: Guter Auftritt des Japaners.
Offensiv mit mutigem
Passspiel und defensiv konsequent.
Kann so weitergehen.
Note 2,5
Wahl: Ließ sich nicht auf allzu
viele Laufduelle mit der wieselflinken
RB-Offensive ein. Stattdessen
abgeklärt im Stellungsspiel
und ideenreich mit Ball.
Note 2,5
Mets: Trainer Alexander Blessin
lobte auf der PK seinen gesamten
Defensivverbund. Der
robuste Este stach aber trotzdem
heraus. Bärenstärk – im direkten
Zweikampf quasi unüberwindbar.
Note 2
Saliakas: Das war doch wieder
der “alte Manos“. Nach vorne
immer wieder anschiebend und
nach hinten mit viel Engagement
und Einsatz. Einziger Kritikpunkt
war die zu zentrale
Kopfballabwehr vor dem 0:1.
Wird nach dieser Leistung auch
in Augsburg starten. Note 3
Ceesay (ab 87.): Sollte vorne für
Unruhe sorgen und tat dies.
Note: -
Sands: Okay, aber
eben auch nicht
mehr. Im Spiel
nach vorne oftmals zu unsauber.
Note 4
Irvine (ab 76.):
Der Kapitän warf
sich in jeden Ball
und hatte nach
einer Kaars-Flanke
kurz vor dem
Ausgleich eine
Riesenchance.
Note -
Smith: Umsichtig
wie eh und je.
Spielte einige sehenswerte
Diagonalbälle.
Auch
wenn er im Laufe
des Spiels läuferisch
abbaute,
immer noch zu
wichtig, um ausgewechselt zu
werden. Note 3
Pyrka: Wechselte von der rechten
auf die linke Schienenseite.
Machte es ordentlich, vor allem
in der Defensive gegen den
spielfreudigen Diomande. Aber
manchmal im Spiel nach vorne
zu umständlich. Note 3,5
Zweikampfstark: An Karol Mets (hier gegen Leipzigs
Baumgartner) war kein Vorbeikommen. Foto: Ruhnke
Fujita: Viel Licht und Schatten.
Hatte einige geniale Momente,
wie den Steckpass in der ersten
Hälfte auf Jones. Im Abschluss
aber zu zögerlich und
teilweise zu kompliziert.
Note 4
FC St. Pauli
Rasmussen (ab 76.): Erstes
Spiel am Millerntor für den norwegischen
Winterneuzugang.
Vor dem Foul zum Elfmeter
spielte der Linksfuss einen klugen
Ball auf Kaars. Note -
Sinani: Fing stark an und ließ
stark nach. Trotzdem: Seine
fußballerische Klasse und seine
Standards tun dem Team gut.
Note 4
Pereira Lage (ab 76.): Nach seinem
enttäuschenden Derby-
Einsatz, dieses Mal wieder mit
Ideen und mehr tiefen Läufen.
Note -
Jones: Bei ihm gingen die Meinungen
am Dienstagabend weit
auseinander. Die einen
schwärmten von seinem Tempo,
die anderen monierten seine
Zögerlichkeit im Abschluss.
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo
dazwischen. Note 3,5
Kaars (ab 67.): Das so wichtige
Elfmetertor wird dem Stürmer
beflügeln und Selbstvertrauen
geben. Note 3
(Frank Sorgatz)
Wichtiges Abstiegsduell beim FC Augsburg – Arthur Chaves und Claude Maurice überzeugen beim 2:1 in München
Rückenwind durch den Sieg in der Allianz-Arena?
Keine Zeit zum Durchpusten
für den FC St. Pauli. Nach dem
Remis gegen RB Leipzig geht es
bereits am Samstag schon weiter
beim FC Augsburg. Eine
Partie, die für beide Klubs eine
große Bedeutung im Abstiegskampf
hat. Aber auf was für
ein Team trifft St. Pauli bei seinem
dritten Auswärtsspiel des
neuen Jahres?
Der FC Augsburg wollte eigentlich
im Sommer eine andere
Ausrichtung implementieren:
Zu langweilig und bieder war
der Fußball unter Ex-Coach Jess
Thorup. Fortan wollte man offensiver
und spektakulärer
spielen und zudem sollte der
Klub eine andere Außendarstellung
verpasst bekommen. Das
waren Schlagworte, die man zu
Beginn der Saion immer wieder
aus den Reihen der Fuggerstädter
hörte. Dazu holte der Klub
mit Sandro Wagner einen extrem
extrovertierten Cheftrainer
und einige neue Spieler.
Wer gedacht hatte, der FCA
würde sich fortan im oberen
Drittel ansiedeln, hatte sich
merklich getäuscht. Das Gegenteil
war der Fall. Nachdem
Wagner am ersten Spieltag noch
mit einem Auswärtssieg in Freiburg
aufhorchen ließ, folgten
danach ernüchternde Wochen.
Zudem trat der Ex-Profi in der
Öffentlichkeit unglücklich und
zum Teil überheblich auf und
zog den Fokus dadurch viel zu
oft auf sich. Als deutlich wurde,
dass der Abstiegskampf in
Augsburg Stammgast war, wurde
Wagner nach nur 153 Tagen
im Amt gefeuert und Ex-Coach
Manuel Baum übernahm. Im
ersten Spiel gab es direkt einen
bemerkenswerten Dreier gegen
Bayer Leverkusen, danach folgten
aber auch uninspirierte und
weniger positive Auftritte – bis
zum vergangenen Samstag, als
der FCA sensationell mit 2:1
beim FC Bayern gewann. Im 3-
4-3-System stachen in der Allianz-Arena
vor allem Winter-
Neuzugang Arthus Chavas, der
von der TSG Hoffenheim ausgeliehen
wurde, und Topstürmer
Claude-Maurice heraus. St.
Pauli wird in Augsburg auf
eben Claude-Maurice und möglicherweise
auf Essende, der in
München nach seiner Einwechslung
im Sturmzentrum
zu überzeugen wusste, aufpassen
müssen. Blessin warnt:
„Wir dürfen uns in Augsburg
den Schneid nicht abkaufen
lassen.“ An das Hinspiel haben
die Hamburger noch sehr gute
Erinnerungen, dort siegte man
nach großem Kampf mit 2:1
und anschließend stand der
Verein mit sieben Punkten aus
drei Partien hervorragend da.
Die Gegenwart sieht anders aus,
denn für beide Vereine geht es
um das nackte Überleben.
Ärgerlich: St. Pauli-Verteidiger
Adam Dzwigala droht mit einem
grippalen Infekt auszufallen.
(Frank Sorgatz)
Vorschau: Sa., 31.01.2026 - 15:30 Uhr
FC Augsburg - FC St. Pauli
So könnten sie spielen:
FCA: Dahmen - Arthur Chaves, Schlotterbeck, Zesiger - Fellhauer,
Massengo, Rexhbecaj, Giannoulis - Rieder, Claude-Maurice - Essende
St. Pauli: Vasilj - Ando, Wahl, Mets - Saliakas, Sands, Smith, Pyrka -
Fujita, Kaars - Jones
Tipp: 0:1
RegionalSport | 5
1. Bundesliga
Unter der Decke
Nach dem Unentschieden im Derby herrschte bei den Beteiligten beider Klubs wenig Zufriedenheit
Dicke Wolldecken hatten
Konjunktur, als
sich die Wortführer unter
den Hamburger
Fußballprofis hinter
dem Spielertunnel zur
Öffentlichkeitsarbeit
einfanden. Sie ließen Dampf
ab, der den verschwitzten Körpern
entströmte.
Einig waren sich St. Paulianer
wie HSV-Spieler in der Bewertung
der 90 Minuten. „Wir
wollten drei Punkte, aber das
war nicht genug“, sagte Platzherren-Torwart
Nikola Vasilj.
Auch beim HSV fand sich niemand,
der die volle Zufriedenheit
ausdrückte über den Auswärtspunkt.
Übermut wäre auch voreilig gewesen,
denn am Wochenende
verschärfte sich die Situation
im Abstiegskampf durch den
Mainzer Erfolg gegen Wolfsburg
und den Augsburger Überraschungssieg
beim FC Bayern.
So fiel der FC St. Pauli vor dem
Viele Diskussionen, wenig Fußball: Hauke Wahl (Mitte)
und Nicolai Remberg (re.). Das Derby hielt nicht, was es
versprach.
Foto: Ruhnke
Dienstagspiel gegen Leipzig
wieder auf den vorletzten Platz
zurück. Dem HSV mag das Unentschieden
am Millerntor etwas
mehr helfen,
aber der Drei-
Punkte-Vorsprung
zum Relegationsplatz
ist das Gegenteil
von Sicherheit.
Woran es den
Rothosen besonders
in Auswärtsspielen
mangelt, zeigt die
Bilanz von gerade
einmal drei Punkten.
Bezeichnend:
Sämtliche Unentschieden
– in
Mönchengladbach,
bei Union
Berlin und nun
am Millerntor –
gingen auf ein torloses
Geschehen
zurück. Dass es im Volksparkstadion
wesentlich besser läuft,
bewahrt den HSV vor größten
Sorgen. „Wir werden uns weiterhin
über jeden Punkt freuen,
den wir in der Bundesliga holen“,
hatte Trainer Merlin Polzin
bereits vor einer Woche
nach dem 0:0 gegen Gladbach
beteuert. „Man muss sehen, wo
wir herkommen und wo der
Verein sieben Jahre lang war.“
Um nach dieser Saison nicht
wieder in der 2. Liga andocken
zu müssen, braucht der Hamburger
SV eine bessere Auswärtsbilanz.
Nach dem Bayern-
Gastspiel tritt er nur noch siebenmal
auf eigenem Platz an.
Merlin Polzin kennt Spielplan
und Bilanzen. Er weiß deshalb,
„dass wir diesen Monat
schnellstmöglich korrigieren
sollten“. Auch seinen Trainerkollegen
Alexander Blessin
vom FC St. Pauli drängt es nach
Frühlingsgefühlen, denn: „Dieses
Derby entsprach dem Wetter.
Es konnte mich überhaupt
nicht erwärmen.“
(Wolfgang Ehlers)
Thomas Helmer vor dem Nord-Süd-Gipfel:
„Der HSV braucht die Punkte dringender“
Er war Abwehrchef
beim FC Bayern, Europameister
mit Deutschland
– heute lebt Thomas
Helmer in Hamburg
und läuft regelmäßig
für die
HSV-Traditionself auf. Vor dem
Bundesliga-Duell zwischen
dem HSV und Bayern München
spricht der 60-Jährige
über seine doppelte Verbundenheit,
Chancen des Underdogs
und ein mögliches Schlüsselduell.
Herr Helmer, wem drücken
Sie die Daumen – und sind Sie
im Stadion?
Thomas Helmer: Ich bin im
Stadion und freue mich sehr
auf das Spiel. Ich bin grundsätzlich
jemand, der mit den
Underdogs sympathisiert. Der
HSV braucht die Punkte dringender
als die Bayern. Als
Wahlhamburger bin ich also
eher beim HSV – auch wenn ich
glaube, dass Bayern am Ende
sowieso Meister wird.
Wie viel Fantasie braucht es
nach dem Nordderby, damit
der HSV gegen Bayern
6 | RegionalSport
punktet?
Thomas Helmer: Das Derby
war kein typisches Derby, beide
wollten vor allem nicht verlieren.
Was mir beim HSV gefällt,
ist die defensive Stabilität und
der Zusammenhalt. Mit Vuskovic
haben sie einen sehr talentierten
Innenverteidiger, der
viel Ruhe ausstrahlt. Aber vorne
fehlt manchmal die letzte
Entschlossenheit. Gegen Bayern
musst du deine Chancen eiskalt
nutzen.
Bayern verlor zuletzt erstmals
in dieser Saison – warum passiert
das nicht nochmal?
Thomas Helmer: Nach Niederlagen
reagieren die Bayern
meist stark. Die englischen Wochen
sind sie gewohnt. Dazu
kehren verletzte Spieler zurück.
Die individuelle Klasse ist
enorm. Die Pleite war eher ein
Warnschuss – das macht sie gefährlicher.
Musiala kommt zurück – für
wen wird es eng?
Thomas Helmer: Musiala
braucht vielleicht noch etwas
Zeit, aber wenn er bei alter
Form ist, spielt er. Karl hat seine
Chance gut genutzt, Olise
und Díaz ebenfalls. Bayern wird
eher offensiver aufstellen als jemanden
klar „rauszunehmen“.
Kane gegen Vuskovic – was erwarten
Sie?
Thomas Helmer: Vuskovic
macht das in seinem Alter sehr
gut, spielt clever und elegant.
Aber Kane ist eine andere
Hausnummer. Er ist nicht nur
Torjäger, sondern bereitet auch
vor. Da kommt eine ganze Offensivreihe
auf Vuskovic zu.
Erreichen beide Vereine ihre
Ziele?
Thomas Helmer: Bei Bayern
gibt es wenig zu kritisieren.
Wenn sie die Form halten, werden
sie Meister. Beim HSV wird
es eng, vor allem wegen der
Insider: Thomas Helmer kennt sich in der Bundesliga
immer noch bestens aus.
Foto: Privat
Auswärtsschwäche. Die Entwicklung
stimmt, aber sie schießen
zu wenige Tore.
Ist Lennart Karl reif für die
Nationalmannschaft?
Thomas Helmer: Er zeigt tolle
Ansätze und glaubt an sich.
Vielleicht ist es noch früh, aber
ausschließen würde ich es
nicht. Solche Talente können in
einer starken Mannschaft
wachsen und bei einem Kader
von 26 Mann könnte man ihn
ruhig mitnehmen.
Ihr Tipp?
Thomas Helmer: Ich tippe bei
meinen alten Vereinen oft 2:2.
Realistisch glaube ich aber an
einen Bayern-Sieg, vielleicht
2:0. (Ole Jacobsen)
Holstein Kiel
KSV seit sechs Spielen ungeschlagen
Marcel Rapp: "Es ist ein richtungsweisendes Spiel"
Am Sonnabend um 13 Uhr
kommt der Tabellenletzte,
SpVgg Greuther Fürth ins Holstein-Stadion.
Zuletzt spielten
die Kleeblätter im Kellerduell
gegen Eintracht
Braunschweig torlos 0:0-
Unentschieden.
Zu wenig, um die „Rote
Laterne“ an die Konkurrenz
abzugeben. Zudem
hadern die Fürther mit
großem Verletzungspech.
Stammspieler wie Luca
Itter (muskuläre Probleme),
Julian Green (Adduktorenprobleme),
Jomaine
Cronsbruch (Wadenprobleme)
und Torjäger
Felix Klaus
(Pferdekuss) können
nicht ersetzt werden. Gerade
Klaus fehlt in vorderster
Front. Der Topscorer
der zweiten Bundesliga
hat bislang sieben
Innenverteidiger Ivan
Nekic fehlt den Kieler
Störchen im Heimspiel
gegen Tabellenschlusslicht
Greuther Fürth. Der 25-jährige
Kroate, der zwischenzeitlich
die 2:0-Führung gegen Bielefeld
erzielte, sah nach einem
Foulspiel die Gelb-Rote Karte.
Sehr zum Ärger von KSV-Chefcoach
Marcel Rapp. „Eine solche
Entscheidung kippt dann
das ganze Spiel. Es ist kein
Handball, kein Basketball. So
eine Entscheidung kann das
Spiel kippen und das haben wir
gesehen“, haderte der Kieler
Trainer. Linksverteidiger Marco
Komenda feierte gegen Bielefeld
ein Jubiläum. 100 Pflichtspiele
für die KSV Holstein stehen
mit dem Einsatz in der
Schüco-Arena auf seiner Uhr.
Im Sommer 2020 wechselte der
gebürtige Darmstädter vom SV
Meppen an die Kieler Förde
und verlängerte seinen Vertrag
bei den Störchen erst im vergangenen
November bis 2028.
„Ich identifiziere mich mit dem
Verein, den Menschen und der
Art, wie bei Holstein Kiel Fußball
gelebt wird“, sagte Komanda.
Angreifer Louis Köster
wechselte Ende vergangener
Ausfall: Ivan Nekic fehlt wegen seiner
Gelb-Rot-Sperre gegen Fürth
Woche auf Leihbasis in die Regionalliga
West zur
Tore geschossen und acht vorbereitet,
womit er an mehr als
der Hälfte aller Fürther Tore beteiligt
war. „Felix
hat nach dem Regensburg-
Spiel über Knieprobleme geklagt
und hat im letzten Spiel
einen Schlag bekommen“, erklärt
Chefcoach Heiko Vogel.
Dafür kehrt gegen die KSV
Holstein Ex-Storch Jannik
Dehm nach seiner Gelb-Sperre
zurück. Auf Seiten der Gastgeber
fehlt Ivan Nekic (Gelb-Rot).
Für die Kieler, die seit sechs
Spielen immerhin ungeschlagen
sind, zählt nur ein Heimsieg,
denn es ist eng im Tabellenkeller.
Fortuna Düsseldorf,
auf dem Abstiegs-Relegationsplatz,
hat nur vier Punkte weniger,
als die Störche. Ohne die
vier Abgänge Knudsen, Prasse,
Köster und Wagner geht es in
die kommenden Aufgaben.
„Wir haben den Anspruch, das
Spiel zu gewinnen. Es ist ein
richtungsweisendes Spiel. Wir
sollten alles daran setzen, dass
wir das Spiel gewinnen. Trotz
der tabellarischen Lage hat
Fürth eine gute Mannschaft -
vor allem in der Offensive", sagt
KSV-Coach Marcel Rapp.
(Andrè Haase)
Vorschau: Sa., 31.01.2026 - 13:00 Uhr
Holstein Kiel - SpVgg Greuther Fürth
So könnten sie spielen:
Holstein Kiel: Krumrey – Ivezic, Zec, Komenda – Niehoff, Meffert,
Tohumcu, Tolkin – Therkelsen, Skrzybski – Harres
Greuther Fürth: Schlieck - Bjarnason, Ziereis, Münz - Dehm, Reich, Will,
Keller - Hrgota - Futkeu, Higl
Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth:
Nekic fehlt - Komenda feiert - Köster und Prasse wechseln
Neue Herausforderung: Luca Prasse
wechselt auf Leihbasis zum Nordost-
Regionalligisten FSV Zwickau. Fotos: RS
Tipp: 2:0
Zweitvertretung vom Ligakonkurrenten
VfL Bochum. „Ich
freue mich, in einer starken Regionalliga
Einsätze zu bekommen
und mich auf diesem Niveau
beweisen zu können“, sagt
der 23-Jährige kurz und knapp.
Auch Luca Prasse wechselt die
Seiten. Der Mittelfeldspieler
schließt sich ebenfalls auf Leihbasis
dem Nordost-Regionalligisten
FSV Zwickau an. „Für
mich und meine Entwicklung
ist es wichtig, auf so hohem Niveau
wie möglich auf dem Platz
zu stehen. Daher habe ich mich
für diesen Schritt entschieden
und freue mich auf die neue,
spannende Herausforderung in
Zwickau", so Prasse.
(Andrè Haase)
RegionalSport | 7
2. Bundesliga
Nach dem unglücklichen 2:2-Unentschieden gegen Bielefeld:
Phil Harres: „Müssen den Deckel draufmachen"
Nach dem 2:2-Remis
am Freitagabend bei
Arminia Bielefeld,
blickte KSV-Torjäger
Phil Harres noch einmal auf
das wilde Spiel, das die Kieler
nach 2:0-Führung noch aus der
Hand gaben, zurück.
Herr Harres, wie bewerten Sie
das 2:2-Unentschieden nach
2:0-Führung gegen Arminia
Bielefeld. Da kann man wohl
nur schwer mit zufrieden sein,
oder sagen Sie: Den Punkt haben
wir gerne mitgenommen?
Phil Harres: Ja, den Punkt
müssen wir mitnehmen, aber
am Ende fühlt es sich eher nach
Punktverlusten an - weil wir 2:0
geführt haben. Am Ende fühlt
es sich aber auch nach einer
Zum Teil zufrieden: Phil Harres wollte in
Bielefeld den Auswärtssieg mitnehmen.
Niederlage an.
Wir hatten das
Spiel komplett im
Griff und von daher
tut es schon
weh.
Es sah auch so
aus, als wenn es
schwer war, die
2:0-Führung zu
verteidigen,
oder?
Phil Harres:
Ja, das ist klar.
Mit einem
Mann weniger
auf der
Bielefelder
Alm, das ist
sehr, sehr eklig.
Wir haben Bielefeld
wieder ins Spiel zurückgebracht
und dann lebte das
Stadion. Die Mannschaft hat
gemerkt, hier geht noch was -
das ist alles sehr bitter.
Am Ende ist man natürlich immer
schlauer, aber wäre Ihr
Abseitstor zum 3:0 der Deckel
gewesen, den man gebracht
hätte?
Phil Harres: Ja, ich denke
schon. Oder aber in der zweiten
Halbzeit, wo wir noch ein, zwei
Möglichkeiten auf das 3:0 hatten.
Da müssen wir den Deckel
draufmachen. Wenn wir 3:0
führen, glaube ich nicht, dass
da noch etwas angebrannt wäre.
(Andrè Haase)
In der Hinrunde noch Stammspieler:
Magnus Knudsen wechselt zu Aarhus GF
So ganz überraschend kommt
der Abgang von Mittelfeldspieler
Magnus Knudsen nicht. In
der Hinrunde zählte Knudsen
unter Trainer Marcel Rapp
noch zum absoluten Stammpersonal
und stand 13 Mal in
der Startelf und kam in allen
17 Partien zum Einsatz.
Jetzt wechselt der 24-jährige
Norweger zum dänischen Club
Aarhus GF. Nach dem Transfer
von Jonas Meffert war das Angebot
an Mittelfeldspielern groß
- in den letzten Spielen zählte
Knudsen nicht mal mehr zum
Spieltagskader. Für den aktuellen
Tabellenersten der dänischen
Superliga lief der 24-jährige
Norweger schon in der Saison
2023/24 auf. Zur ersten
Bundesliga-Saison der KSV
kam der Mann für das zentrale
Mittelfeld dann an die Kieler
Förde und bestritt ligaübergreifend
insgesamt
53 Partien im
Störche-Trikot. Magnus
Knudsen blickt
auf eine tolle und
lehrreiche Zeit hier
in Kiel zurück: „In
der ersten Bundesliga-Saison
der Vereinsgeschichte
dabei
zu sein, war eine
großartige Erfahrung
für mich. Nun möchte
ich die Möglichkeit
wahrnehmen, zu
So ganz überraschend kommt der Abgang
von Mittelfeldspieler Magnus Knudsen nicht.
meinem ehemaligen
Verein nach Dänemark zurückzugehen.
Ich danke allen hier
im und um den Verein für die
schöne Zeit“. Olaf Rebbe, Geschäftsführer
Sport der KSV,
sagt zum Wechsel: „Die Qualitätsdichte
im zentralen Mittelfeld
hat sich durch unsere Winter-Neuzugänge
noch einmal
verstärkt, sodass wir Magnus
nicht die Einsatzzeiten zusichern
konnten, die er sich
wünscht. Nun hat er die Möglichkeit,
zu seinem ehemaligen
Verein nach Aarhus zurückzukehren.”
(Andrè Haase)
Fotos: RS
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Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit
wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung
wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende
Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die
drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen
Kontext als diskriminierend zu verstehen.
8 | RegionalSport
PANORAMA
Interview mit Deran Toksöz von Aufsteiger HT 16:
„Das hat uns auch gewundert“
Ex-Profi Deran Toksöz
(37, drei Drittligaspiele
für Holstein Kiel) befindet
sich bei seinem Jugendverein
HT 16 in seinem x-
ten Frühling. Vier Treffer und
sechs Vorlagen steuerte der clevere
Mittelfeldspieler zur starken
ersten Halbserie des Aufsteigers
bei. Wir haben mit ihm
gesprochen.
Herr Toksöz, 29 Punkte nach
20 Spielen und Tabellenrang
acht. Da hätten Sie vor der
Saison eingeschlagen, oder?
Deran Toksöz: Jein! Ja, weil das
eine gute Bilanz und unser Ziel
der Klassenerhalt ist. Nein, weil
wir viele starke, junge Spieler
mit großem Potenzial haben.
Ich war mir schon vor der Saison
sicher, dass wir im Mittelfeld
mitspielen können. Nach
sechs Spielen hatten wir aber
nur sechs Punkte. Da wäre
mehr drin gewesen. Das wollen
wir jetzt zum Jahresauftakt besser
machen.
Da tritt Ihr Team gegen den
Spitzenreiter ETSV Hamburg
an. Das Hinspiel ging 1:6 ver
loren. Ist diesmal mehr drin?
Noch einmal mit Moral
Vorschau: So., 01.02.2026 – 14:00 Uhr
Merlin Polzin gab eine
Vorlage. „Wir beim HSV
können finishen“, sagte
der Trainer der männlichen
Profis, erinnernd an
späte Bundesliga-Heimsiege
gegen Stuttgart und
Bremen.
Deran Toksöz: Überraschungen
sind im Fußball immer möglich.
Stand heute sind bei uns
alle gesund und fit. Wir hoffen,
wir können da ein richtig gutes
Spiel zeigen.
Die Partie ist ein Heimspiel.
Doch überraschenderweise
holte Ihre Mannschaft in der
Hinrunde nur sieben Punkte
daheim, satte 22 dafür auswärts.
Bietet der sehr große
Rasenplatz an der Legienstraße
doch nicht wie vor der Saison
angenommen einen großen
Heimvorteil?
Deran Toksöz: Ehrlich gesagt:
Das hat uns auch gewundert.
Wir gingen davon aus, dass sich
sehr viele Gegner bei uns
schwertun werden. Wir sind
dann sogar für zwei Heimspiele
auf unseren Kunstrasen ausgewichen.
Das half aber auch
nicht so richtig. Eine wirkliche
Erklärung für die Heimschwäche
haben wir noch nicht gefunden.
Sie haben bislang zehn
Scorerpunkte gesammelt. Befinden
Sie sich im x-ten Frühling?
Deran Toksöz: Mir ist meine
Hamburger SV – SC Freiburg
Kiels Ex-Profi Deran Toksöz kickt in der
Oberliga Hamburg bei HT16. Foto: HT16
Person nicht so wichtig. Ich
möchte meine Erfahrung weitergeben
und als Führungsspieler
meinen Beitrag leisten, um
unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln.
Darauf liegt unser
aller Augenmerk. Wobei für die
jungen Spieler das, was ich auf
dem Feld noch kann, nicht der
Maßstab sein darf. Sondern
das, was die Spieler ein, zwei
Ligen höher leisten.
Wissen Sie denn schon, wie
lange Sie noch spielen wollen?
Deran Toksöz: Ich schaue von
Jahr zu Jahr. So lange ich Spaß
dran habe und mein Körper
mitmacht, spiele ich gerne weiter.
(lacht) Wenn Sie meine
Frau fragen würden, hätte Sie
am liebsten, dass ich aufhöre.
Aber sie gibt mir alle Freiheiten,
weiterzuspielen.
Wie sieht es denn mit Ihrer Fitness
aus?
Deran Toksöz: Ich ziehe ganz
gut mit. Ich bin jetzt bei den
Läufen, die wir machen, nicht
mehr ganz vorne dabei. Aber
das muss ich ja auch nicht.
Sie haben schon in Ihrer Jugend
von 2000 bis 2004 bei HT
16 gespielt. War es Ihr Plan,
auf der wohl letzten Station in
Ihrer Karriere noch einmal zurückzukehren?
Deran Toksöz: Das war eher
Zufall. Im Verein sind viele
Menschen aktiv, die ich sehr
schätze. Trainer Eddy Örün gehört
dazu, Präsident Ahmet Sahin,
Mitspieler Gökhan Iscan
und einige mehr. Ich fühle mich
einfach wohl hier.
(Mirko Schneider)
Polzins Worte nahmen sich die
Erstliga-Fußballerinnen zu Herzen.
Sophie Hillebrand schnappte
sich in der Nachspielzeit des
Abstiegskrimis gegen die SGS
Essen den Ball und verwandelte
den Strafstoß zum 2:1. Sophie
Hillebrand hatte vor rund 4400
Zuschauern bereits den Führungstreffer
zum 1:0 markiert.
Dank ihrer Tore verließ der Hamburger
SV den Abstiegsplatz. Essen
ist jetzt Vorletzter.
Nach dem ersten Heimsieg ihrer
Aufstiegssaison dürfen die HSV-
Frauen gleich noch einmal im
Volksparkstadion antreten. Am
Sonntag kehrt der SC Freiburg
ein. Die Hamburgerinnen tätigten
in der Winterpause sechs
Neuverpflichtungen, von denen
Jubel nach dem Schlusspfiff gegen Essen bei den Spielerinnen vom HSV, hier
feiern Pauline Machtens (li.) und Svea Stoldt.
Foto: Claus Bergmann
Torhüterin Lea Paulick, Verteidigerin
Magou Doucouré und Mittelfeldspielerin
Paulina Bartz die
Startelf bereicherten. Der HSV
fordert gegen Freiburg Revanche
für eine 2:6-Hinspielniederlage
im Dreisamstadion.
Moralische Rückenstärkung
durch ein positives Ergebnis der
Männer am Vortag wäre gern gesehen
(WE)
RegionalSport | 9
Tabellen
1. Bundesliga
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München (M) 19 56 50
2. Borussia Dortmund 19 21 42
3. TSG Hoffenheim 19 18 39
4. RB Leipzig 19 12 36
5. VfB Stuttgart (P) 19 10 36
6. Bayer 04 Leverkusen 18 10 32
7. SC Freiburg 19 -1 27
8. Eintracht Frankfurt 19 -3 27
9. 1. FC Union Berlin 19 -6 24
10. 1. FC Köln (N) 19 -4 20
11. Mönchengladbach 19 -9 20
12. VfL Wolfsburg 19 -13 19
13. FC Augsburg 19 -14 19
14. Hamburger SV (N) 18 -10 18
15. Werder Bremen 19 -16 18
16. 1. FSV Mainz 05 19 -11 15
17. FC St. Pauli 19 -15 14
18. 1. FC Heidenheim 19 -25 13
Nachholspiele:
FC St. Pauli - RB Leipzig 1:1
Werder Bremen - TSG Hoffenheim 0:2
Die nächsten Spiele
30.01.26 - 20:30 1. FC Köln - VfL Wolfsburg
31.01.26 - 15:30 Werder Bremen - Bor. M’gladbach
31.01.26 - 15:30 Eintr. Frankfurt - Bayer Leverkusen
31.01.26 - 15:30 FC Augsburg - FC St. Pauli
31.01.26 - 15:30 TSG Hoffenheim - Union Berlin
31.01.26 - 15:30 RB Leipzig - Mainz 05
31.01.26 - 18:30 Hamburger SV - Bayern München
01.02.26 - 15:30 VfB Stuttgart - SC Freiburg
01.02.26 - 17:30 Borussia Dortmund - Heidenheim
2. Bundesliga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. FC Schalke 04 19 12 39
2. SV Darmstadt 98 19 14 37
3. SC Paderborn 07 19 9 36
4. SV Elversberg 19 15 35
5. Hannover 96 19 7 32
6. 1. FC Kaiserslautern 19 10 31
7. Hertha BSC 19 5 30
8. Karlsruher SC 19 -6 26
9. 1. FC Nürnberg 19 -5 25
10. Holstein Kiel (A) 19 0 24
11. VfL Bochum (A) 19 1 23
12. Eintr. Braunschweig 19 -12 21
13. Arminia Bielefeld (N) 19 2 20
14. 1. FC Magdeburg 19 -6 20
15. Preußen Münster 19 -7 20
16. Fortuna Düsseldorf 19 -12 20
17. Dynamo Dresden (N) 19 -7 19
18. Greuther Fürth 19 -20 16
Die nächsten Spiele
30.01.26 - 18:30 1. FC Nürnberg - Preußen Münster
30.01.26 - 18:30 1. FC Magdeburg - Hannover 96
31.01.26 - 13:00 VfL Bochum - Schalke 04
31.01.26 - 13:00 Eintr. Braunschweig - Karlsruher SC
31.01.26 - 13:00 Holstein Kiel - Greuther Fürth
31.01.26 - 20:30 1. FC Kaiserslautern - SV Elversberg
01.02.26 - 13:30 Hertha BSC - SV Darmstadt 98
01.02.26 - 13:30 Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn
01.02.26 - 13:30 Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld
3. Liga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. MSV Duisburg (N) 21 16 40
2. Energie Cottbus 21 10 40
3. SC Verl 21 20 38
4. Hansa Rostock 21 17 38
5. Rot-Weiss Essen 21 9 38
6. VfL Osnabrück 21 8 36
7. Wehen Wiesbaden 21 4 34
8. TSV 1860 München 21 0 32
9. Hoffenheim II (N) 21 8 31
10. FC Viktoria Köln 21 3 30
11. VfB Stuttgart II 21 -5 29
12. Waldhof Mannheim 21 -6 29
13. FC Ingolstadt 04 21 6 28
14. Jahn Regensburg (A) 21 -6 24
15. Alemannia Aachen 21 -8 24
16. 1. FC Saarbrücken 21 -4 23
17. Erzgebirge Aue 21 -9 22
18. SSV Ulm 1846 (A) 21 -16 19
19. TSV Havelse (N) 21 -14 16
20. Schweinfurt 05 (N) 21 -33 9
Die nächsten Spiele
30.01.26 - 19:00 TSV Havelse - Erzgebirge Aue
31.01.26 - 14:00 1. FC Saarbrücken - VfL Osnabrück
31.01.26 - 14:00 Viktoria Köln - Waldhof Mannheim
31.01.26 - 14:00 Energie Cottbus - Hoffenheim II
31.01.26 - 14:00 Hansa Rostock - FC Ingolstadt 04
31.01.26 - 14:00 1860 München - Alemannia Aachen
31.01.26 - 14:00 Schweinfurt 05 - Jahn Regensburg
01.02.26 - 13:30 SSV Ulm 1846 - MSV Duisburg
01.02.26 - 16:30 SC Verl - VfB Stuttgart II
01.02.26 - 19:30 R-W Essen - SV Wehen Wiesbaden
Regionalliga Nord
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. SV Meppen 21 44 49
2. VfB Oldenburg 21 29 46
3. SV Drochtersen/Assel 21 24 46
4. SSV Jeddeloh II 20 24 41
5. 1. FC Phönix Lübeck 21 12 36
6. Hamburger SV II 21 3 31
7. Bremer SV 20 3 30
8. Hannover 96 II (A) 21 3 28
9. SC Weiche FL 08 21 1 27
10. VfB Lübeck 21 -11 27
11. Werder Bremen II 21 -8 26
12. Kickers Emden 21 2 25
13. HSC Hannover (N) 21 -24 23
14. FSV Schöningen (N) 19 -18 21
15. Eintracht Norderstedt 21 -16 18
16. BW Lohne 20 -20 17
17. Altona 93 (N) 20 -27 15
18. FC St. Pauli II 21 -21 14
Keine Spiele
Hallenfußball in Halstenbek
HRs erster Vorsitzender
Hans Jürgen
Stammer eröffnete
am 24.01.2026 sichtbar
stolz das diesjährige Hallenturnier
des Oberligisten. Gut gelaunt
stellte „Stammi“ das seit
mehr als 25 Jahren stattfindende
Spektakel vor.
Dem schloss sich Manager Oliver
Berndt schmunzelnd an:
„Turnierfavorit ist – neben Germania
Schnelsen – die Mannschaft
des CZ Fahrzeugforums.
Ein Team, dass mit zahlreichen
Oberliga-Kickern gespickt ist.
Die Jungs haben richtig Bock.“
Seinen Tipp mit Schnelsen
meinte Berndt nicht wirklich
ernst. Allerdings zeigte der Bezirksligist,
dass auch in der Halle
mit den Spielern von Trainer
Yakup Özdemir zu rechnen ist.
Am Ende sprang ein beachtenswerter
Platz Drei für die
Schnelsener heraus. Im Elfmeterschießen
setzte sich Germania
mit 3:2 gegen Landesligist
SC Nienstedten durch.
Ebenso wie Gastgeber und
Oberligist HR zeigte das Team
des CZ Fahrzeugforums teilweise
sehr schönen und trickreichen
Fußball. Doch kaum
überraschend setzte sich der
VfR Horst aus der Landesliga
Holstein durch. Im Finale fegten
die Jungs von Trainer Tor-
HR-Manager Oliver Berndt
Foto: Stefan Knauß
ben Reibe den VfL
Pinneberg mit 4:0
von der Platte.
Kein
Wunder,
denn für
Horst spielen
ehemalige
Oberligaspieler aus
Hamburg wie z.B. Tim Jeske
und Jan Eggers.
Insgesamt kann Berndt zufrieden
auf eine volle Halle mit
zahlreichen Zuschauern blicken.
Das Turnier war nicht nur
überaus professionell organisiert,
sondern fand auch in einem
sehr familiären Rahmen
statt. Klasse! (Stefan Knauß)
SHFV-Wahlen gestartet:
Wer waren die Besten 2025?
Wer prägte das Fußballjahr
2025 in Schleswig-
Holstein besonders?
Wer überzeugte als
bester Spieler, beste
Spielerin oder als herausragender
Trainer?
Gemeinsam mit LOTTO Schleswig-Holstein
startet der Schleswig-Holsteinische
Fußballverband
erneut die traditionellen
Wahlen und sucht die Top-Akteur*innen
des vergangenen
Jahres. Nach den Erfolgen von
Finn Porath, Fenja Bannach
und Marcel Rapp im Vorjahr
stellt sich nun die Frage: Wer
übernimmt diesmal die Spitzenpositionen?
Ab sofort sind Fußballbegeisterte
aus dem ganzen Land eingeladen,
ihre Stimme abzugeben.
Die Online-Abstimmung ist unter
www.voting.shfv-kiel.de
freigeschaltet und läuft bis zum
4. Februar 2026 um 23:59 Uhr.
Als Dankeschön für die Teilnahme
an der öffentlichen Abstimmung
verlost der SHFV
auch diesmal attraktive Gewinne,
darunter Tickets für ein
DFB-Länderspiel.
Im Vorfeld hat ein Gremium aus
Sportjournalist*innen und
SHFV-Funktionär*innen bereits
abgestimmt und pro Kategorie
jeweils zehn Kandidat*innen
bestimmt. Nun liegt es an
den Fans: Mit Ihrer Stimme entscheiden
Sie mit, wer die Auszeichnungen
als Fußballer,
Fußballerin und Trainer des
Jahres 2025 erhält.
Das Gesamtergebnis basiert auf
drei Säulen: dem öffentlichen
Online-Voting, der Bewertung
durch eine Jury sowie der Abstimmung
der Trainer*innen
der höchstspielenden Teams in
Schleswig-Holstein. Die jeweils
drei Bestplatzierten werden
schließlich am 9. März 2026 im
Rahmen einer feierlichen Ehrungsveranstaltung
in Büdelsdorf
offiziell geehrt
(RS)
10 | RegionalSport
Oberligen
Transferticker Oberliga Hamburg:
Vicky trotzt Angriffs-Fluch, ETSV-Talent zu Tesla
Die Oberliga Hamburg setzt auf Angriff. Der Beweis: die Transfers der Clubs.
Neue alte Offensive beim SC
Victoria. Gleich zwei neue Angreifer
hat der SC Victoria verpflichtet:
Michael Gries (24,
Linksaußen/zuletzt vereinslos)
und Charles Kouakou (22, zentraler
Stürmer/zuletzt SV Eichede)
verstärken das Team.
Beide spielten schon einmal für
den SC Victoria – und werden
hoffentlich nicht vom Vicky-
Fluch dieser Saison erfasst. Mit
Simon Siegfried, Kay Adam,
Dennis Bergmann, Tom Wittig
und Christian Kalenga verletzten
sich gleich fünf (!) Offensivspieler
in der Hinrunde schwer.
„Mit Charles und Michael haben
wir nun mehr Optionen im
Angriff und sind insgesamt
schwerer auszurechnen“, erklärt
Victorias Manager Michel
Massing. Mögen Sie gesund
bleiben!
Zimmermanns Schritt zurück
nach vorn. In der vergangenen
Saison setzte sich Ede Zimmermann
recht überraschend im
Sturm des ETSV Hamburg
durch. Seine Bilanz: 31 Spiele,
elf Tore, drei Vorlagen. In dieser
Muhamed Ajruli in einem Testspiel gegen
den TuS Rotenhorf.
Foto: Archiv
Hinrunde lief es beim 23 Jahre
alten Angreifer in der erneut
verstärkten ETSV-Offensive
aber nicht so gut (10 Spiele,
drei Treffer, eine Vorlage). Nun
OBER
sorgt Zimmermann für die
nächste Überraschung und
wechselt zu Nikola Tesla. Er
soll den Aufsteiger zum Klassenerhalt
schießen.
Rückkehrer aus Kiel. Spitzenreiter
ETSV Hamburg wiederum
hat im Winter erneut auf
dem Transfermarkt zugeschlagen.
Der offensive Mittelfeldspieler
Muhamed Ajruli (22,
zuletzt Holstein Kiel II) verstärkt
nun die ohnehin beste
Offensive der Liga (71 Tore).
Ajruli, der von der U 17 bis zur
U 19 beim Eimsbütteler TV
spielte, kam in der Hinrunde in
Kiel gar nicht zum Einsatz –
und will nun wieder zeigen,
was er draufhat.
(misch)
Die Winter-Transfers der Oberliga Schleswig-Holstein:
VfR Neumünster holt Tormaschine Carvalho
Das Wechselkarussell dreht sich in der Oberliga in der Winterpause.
RegionalSport hat die bisherigen Ab- und Zugänge der 16 Teams zusammengefasst (Stand: 26.01.26):
SV Todesfelde: Abgänge:
Rafael Krause (schon vor
der Winterpause - jetzt
VfR Neumünster), Kai-Fabian
Schulz (Karriereende im
Herbst), Max Kischkat (SSV
Großensee). Zugänge: Justin
Cloppatt (SV Eichede), Tobias
Reichl (VfR Garching, davor
U19 Türkgücü München).
Holstein Kiel II: Abgänge:
Muhamed Ajruli
(ETSV Hamburg). Zugänge:
Kjell Knaak (MTSV Hohenwestedt).
SV Eichede: Abgänge:
Brayann Charles-Emmanuel
Kouakou (SC Victoria),
Justin Cloppatt (SV Todesfelde),
Jonas Dürr (SV Preußen
Reinfeld), Kartik Sharma (FC
Teutonia 05 Ottensen), Lional
Lingani (beruflich). Zugänge:
Przemyslaw Szymura (SV Azadi
Lübeck).
Heider SV: Abgänge: Macius
Dahm (MTSV Hohenwestedt),
Eric Gründemann
(unbekannt). Zugänge:
keine.
11 | RegionalSport
VfR Neumünster: Abgänge:
Lukas Franz (TuS Hartenholm).
Zugänge: Rafael
Krause (SV Todesfelde), Radovan
Karaman (1. FC Phönix Lübeck),
Manuel Carvalho (SV
Schackendorf).
PSV Neumünster: Abgänge:
Samuel Aphrem
(TuS Hartenholm). Zugänge:
Ahmad Bello (Niendorfer
TSV), Mats Lübker (TSV
Bordesholm).
MTSV Hohenwestedt:
Abgänge: Torben Hendrischke
(TSV Brokstedt),
Jan Nötzelmann (unbekannt),
Luca Ubben (SV Merkur
Hademarschen), Kjell Knaak
(Holstein Kiel
II). Zugänge: Macius Dahm
(Heider SV), Kirill Vojtenko
(TSV Heiligenstedten).
keine.
TuS Rotenhof: Abgänge:
Melvin Bolleininger
(TSV Kosel). Zugänge:
Kaltenkirchener TS:
Abgänge: keine. Zugänge:
Justus Scharbert
(U19 JFV Südholstein), Tom
Nyamekye Steffen (U19 JFV Lübeck).
Inter Türkspor Kiel:
Abgänge: Santiano Laubinger
(TuS Hartenholm).
Zugänge: keine.
VfR-Coach Danny Cornelius (re.) begrüßt Manuel Carvalho
beim VfR Neumünster.
Foto: AH
1. FC Phönix Lübeck II:
Abgänge: Radovan Karaman
(VfR Neumünster),
Elijah-Abankwa Ceesay (Hamburger
SV III). Zugänge: keine.
SV Preußen Reinfeld:
Abgänge: Kamel Ejleh
(unbekannt), Benjamin
Pirch (eigene Zweite). Zugänge:
Jonas Dürr (SV Eichede).
TSV Nordmark Satrup:
Abgänge: Levin Maarten
Gröhn (TSB Flensburg
A-Jugend), Luca Max Clausen
(FSG Ostseeküste). Zugänge:
Tobias Rau (SC Mautern, Österreich).
FC Kilia Kiel: Abgänge:
keine. Zugänge: keine.
Oldenburger SV: Abgänge:
Jesper Görtz (Eutin
08 II), Jano Göllner (FC
Dornbreite Lübeck), Michel Petersen
(TSV Klausdorf). Zugänge:
Sebastian Witt (TSV Lütjenburg).
Eutin 08: Abgänge:
Denis Klassen (Karriereende).
Zugänge: keine.
(Andrè Haase)
RegionalSport | 11
"!"!
Magazin
Am Freitagabend kommt
es in der Regionalliga
Nord zu einem spannenden
Rückspiel: Der TSV
Hürup empfängt die
HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg.
Beide Teams stehen im
gesicherten Mittelfeld und wollen
wichtige Punkte mitnehmen
– Hürup zudem mit dem
klaren Ziel, die Niederlage aus
Handball im Norden
Freitagabend-Duell in Hürup:
TSV Hürup trifft auf HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg
Vorschau: Fr., 30.01.2026 - 20:30 Uhr TSV Hürup - HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg
der Hinrunde wettzumachen.
Im ersten Aufeinandertreffen
am 28.09.2025 setzte sich die
HSG deutlich mit 33:25 durch.
Dieses Ergebnis gibt den Gästen
Selbstvertrauen, während Hürup
in der heimischen Paul-Jensen-Halle
alles daran setzen
wird, sich revanchieren zu können.
Hürup präsentiert sich in dieser
Saison konstant und legt besonders
zuhause Wert auf eine stabile
Defensive. Nach der Pleite
im Hinspiel will das Team von
Elsner/Schlapkohl mutig auftreten
und über eine kompakte
Abwehr ins Spiel finden. Die
HSG reist hingegen mit Rückenwind
an: Neben dem Erfolg gegen
Hürup gelangen weitere
wichtige Siege, etwa gegen Bordesholm/Brügge
und THW Kiel
II. Auch enge Partien konnte
die Mannschaft für sich entscheiden,
was ihre mentale
Stärke unterstreicht.
Das Duell verspricht eine enge
Begegnung zu werden. Beide
Teams setzen auf ihre Abwehrreihen
– und wer den gegnerischen
Rückraum besser kontrolliert
und seine Chancen
konsequenter nutzt, dürfte am
Ende die besseren Karten haben.
(OO)
„Wir rechnen uns wieder etwas aus“
Wir sprachen vor dem Duell gegen Hürup mit HSG-Trainer Mario Acimovic.
Wie lautet Ihr Fazit der bisherigen
Saison?
Mario Acimovic: Wir sind prinzipiell
zufrieden. Gerne hätten
wir 1-2 Punkte mehr.
Was ist Ihr Ziel für den Rest
der Saison?
Mario Acimovic: Wir wollen
am Ende zwischen Platz 4 und
7 stehen. Nach oben wird nichts
mehr gehen und nach unten
auch nicht. Aber wir wollen die
jungen Spieler auch weiterentwickeln.
Was läuft gut? Wo sehen Sie
noch Verbesserungsbedarf?
Mario Acimovic: Wenn wir gut
im Spiel sind, dann läuft es
auch richtig gut – dann können
wir jeden Gegner schlagen. Wir
müssen mehr Konstanz in unser
Spiel bringen. Das gilt von
Spiel zu Spiel und auch in den
Spielen selber.
Was erwarten Sie vom Spiel
gegen Hürup?
Mario Acimovic: Sie haben eine
sehr gute Mannschaft, kriegen
es aber auch nicht immer
auf die Platte. Natürlich rechnen
wir uns - gerade nach dem
Hinspiel – auch etwas aus.
(Oliver Ollrogge)
HSG-Trainer Mario Acimovic Foto: HSG
Kämpferqualitäten im direkten Duell
Vorschau: Sa., 01.02.2026 – 15:00 Uhr HC Treia/Jübek - HSG Holsteinische Schweiz
Am kommenden Sonntag
empfängt im Schulzentrum
Silberstedt
Oberligist HC Treia/Jübek
die HSG Holsteinische
Schweiz.
Die HSG Holsteinische
Schweiz blickt auf eine
intensive Saisonphase zurück.
Nach dem Start mit einem neuen
Trainer in der vergangenen
Spielzeit investierte der Verein
schon früh in eine umfangreiche
Vorbereitung. Bis zu drei
Trainingseinheiten pro Woche
sowie zwei Trainingslager zeigen
deutlich, dass man sich in
der Oberliga etablieren möchte.
Erfolgreich zu sein bedeutet
12 | RegionalSport
hier nicht allein Tabellenplätze
zu verbessern, sondern vor allem
das eigene Leistungsmaximum
auszuschöpfen und als
Team zu wachsen.
Trainer Andreas Juhra, der aktuell
die erste Mannschaft
führt, ist bekannt dafür, seine
Spieler auf intensive Begegnungen
vorzubereiten und auf ein
variables Angriffsspiel zu setzen.
Beide Teams haben im bisherigen
Saisonverlauf gezeigt,
dass sie über große Kämpferqualitäten
verfügen und sich
auch gegen starke Gegner behaupten
können. Treia/Jübek
möchte die heimische Atmosphäre
nutzen und die erarbeiteten
Strukturen noch konsequenter
auf die Platte bringen.
Die HSG Holsteinische Schweiz
setzt auf ihre kompakte Abwehr,
geduldiges Angriffsspiel
und die gute körperliche Basis
aus der Vorbereitung, um auswärts
wichtige Punkte mitzunehmen.
(OO)
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!
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Deutschland – Frankreich 38:34
Deutschland schaltet den Titelverteidiger aus
Es wird einen neuen Europameister
geben. Die
deutsche Mannschaft
schaltete mit Frankreich
den Titelverteidiger aus
und erreichte selbst das Halbfinale.
Nach dem 38:34-Sieg vor
10.850 Zuschauern in Herning
geht es am Freitag und Sonntag
für die deutschen Farben um
die Medaillen.
Der Fokus stimmte bei der deutschen
Mannschaft auf Anhieb.
„Auf dem Spielfeld hatte ich
von Anfang an ein gutes Gefühl“,
sagte DHB-Kapitän Johannes
Golla später. „Wir waren
selbstbewusst, und jeder
wusste, worum es geht.“ Er
selbst schloss wenige Sekunden
vor der Pause einen Gegenstoß
mit ungeheurer Wucht ab und
zementierte den 19:15-Halbzeitstand.
Da hatte die Show von Juri
Handball EM
"!
"!
Magazin
Knorr bereits begonnen. Er warf
zwischen dem 9:7 und dem
24:19 stolze zehn Tore. „Er war
überragend und unser Offensivspiel
fantastisch“, lobte Bundestrainer
Alfred Gislason.
„Unsere Defensive stand meistens
gut, hat in der zweiten
Hälfte aber ein paar Probleme.“
Vor allem Dika Mem und der
zukünftige Flensburger Aymeric
Minne setzten der deutschen
Abwehr zu. Plötzlich
hieß es nur noch 32:31. Renars
Uscins und Marko Grgic hatten
die passende Antwort parat.
Die DHB-Auswahl brachte den
Sieg nach Hause. „Es hat vieles
funktioniert, was funktionieren
sollte“, meinte Johannes Golla.
„Und vorne gingen Würfe rein,
die in anderen Spielen nicht saßen.“
(JK)
Kiels Lukas Zerbe: Drei Würfe, drei Tore
gegen Frankreich.
Foto: JK
So geht es weiter :
Deutschland trifft im Halbfinale auf Kroatien
Die Handball-Europameisterschaft
umfasst nur noch fünf
Spiele, die allesamt im dänischen
Herning ausgetragen
werden. Zwei davon sind definitiv
mit deutscher Beteiligung.
Am Freitag geht es um 17.45
Uhr gegen Kroatien. Der Traum
ist das Endspiel am Sonntag.
2024 gewannen die deutschen
Handballer Olympia-Silber,
konnten zuvor aber bei der
Heim-EM keine Medaille gewinnen.
„Die Euphorie war vor
zwei Jahren groß“, erinnert sich
DHB-Kapitän Johannes Golla.
„Dann verloren wir aber zwei
Mal und waren am Ende nur
Vierter.“ Das soll sich nicht
wiederholen. Im Gegensatz
zum Turnier vor zwei Jahren
geht es dieses Mal nicht gegen
Top-Favorit Dänemark, sondern
gegen die Kroaten.
Gegen sie gab es in der Vorbereitung
zwei Siege. Interessant:
Auf der Bank sitzt mit Dagur Sigurdsson
der Trainer, der die
deutsche Mannschaft 2016 zum
EM-Titel führte. „Wir müssen
nun die Spannung aufrechthalten,
aber auch gut regenerieren“,
betont DHB-Linkshänder
Renars Uscins. „Es wird noch
mal härter, denn die Kraft ist
nach zwei Wochen fast am Ende.“
Unklar ist, ob Abwehrspezialist
Tom Kiesler wieder einsatzfähig
sein wird.
Die 15.000 Fans im Rund werden
zum Großteil mit den Dänen
fiebern, die am Freitag um
20.30 Uhr auf Island treffen. Ein
Sieg soll nur die Ouvertüre sein
für das Finale und schließlich
den dritten dänischen EM-Titel
nach 2008 und 2012. Am Sonntag
geht es um 15.15 Uhr um
Bronze, um 18 Uhr wird das
Gold-Duell angepfiffen. (JK)
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RegionalSport | 13
"!"!
Magazin
Handball EM
Andreas Wolff, herzlichen
Glückwunsch zum Sieg gegen
Frankreich. Was war ausschlaggebend?
DHB-Torwart Andreas Wolff:
„Die Vorfreude auf das Finalwochenende ist riesig“
Und Juri Knorr war fantastisch.
Genau so eine Leistung haben
wir von ihm gebraucht.
Die deutsche Mannschaft steht
abgereist. Wir sind noch immer
da, bleiben bis zum Schluss
und haben noch Aufgaben vor
uns.
Gegen den kommenden Gegner
Kroatien gab es Anfang
Januar zwei Siege. Folgt nun
der dritte Streich?
Andreas Wolff: Dass wir die
Kroaten vor zwei Wochen zwei
Mal geschlagen haben, bedeutet
vor einem Halbfinale absolut
nichts. Die Kroaten sind immer
dann am stärksten, wenn sie
unter Druck stehen. Nach der
deutlichen Niederlage gegen
Schweden meisterten sie die
schwierige Situation und gewannen
schließlich ihre Gruppe.
Wir müssen alles investieren.
Mit etwas Glück bekommen
wir vielleicht noch die
Chance zur Revanche gegen Dänemark.
(JK)
EM-Splitter
Andreas Wolff: Wir haben eine
deutlich verbesserte Offensivleistung
gezeigt und waren in
den entscheidenden Momenten
sowohl in der Defensive als
auch im Angriff cleverer. Jeder
Spieler konnte sich über die
vollen 60 Minuten auszeichnen.
Andreas Wolff spielt eine starke EM. Foto: JK
im dritten Halbfinale innerhalb
von zwei Jahren. Was ist
das für ein Gefühl?
Andreas Wolff: Die Vorfreude
auf das Finalwochenende ist
riesig, denn man ist bis zum
Schluss im Turnier. Viele Teams
in unserem Hotel sind schon
Neue Rolle.
Jim Gottfridsson ist im Sommer
nach zwölf Jahren bei der SG
Flensburg-Handewitt ins ungarische
Szeged gewechselt. In
Malmö grüßt sein Konterfei von
einer Drehtür am Zentralbahnhof.
In Deutschland ist gerade
ein Micky-Maus-Heft erschienen
– mit ihm als Donald-Duck-
Verschnitt. Er ist immer noch
sehr populär, spielt aber viel weniger
als früher. „Ich sehe mich
nach wie vor als einen wichtigen
Teil der Mannschaft, meine
Rolle hat sich aber verändert“,
sagt Jim Gottfridsson selbst.
Industrie-Konversion.
150 Jahre lang hatte Silkeborg
eine bedeutende Papierfabrik.
Heute wird das Gebäudeensemble
anderwärtig genutzt. Gewerbe
und Büros dominieren, es
gibt aber auch ein Museum, ein
Theater und ein Hotel. Hier hat
sich die deutsche Mannschaft
einquartiert. Die Handballer
schlafen in Zweier-Zimmern.
Medien-Alltag.
In Herning müssen die Journalisten
etliche Treppen – hoch
wie runter – erklimmen, um die
Mixed Zone zu erreichen. Das
ist der Ort, an dem Spieler und
Trainer interviewt werden dürfen.
In Malmö kamen die Akteure
während der Vor- und
Hauptrunde direkt in die Pressehalle.
Die akkreditierten Medienvertreter
hatten nur wenige
Schritte für kurze Spielanalysen.
Für längere Gespräche
dienen die Media Calls an den
Tagen zwischen den Spielen.
Der DHB lud stets in eine Location
in der Nähe des Teamhotels
von Silkeborg.
(JK)
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14 | RegionalSport
Juri Knorr wird immer mehr zum Faktor:
Der gebürtige Flensburger
In der Schlussphase saß Juri
Knorr auf der Bank. Er hatte
seinen Job getan – und wie.
Binnen 18 Minuten warf das
Rückraumass zehn Tore und
avancierte zum Matchwinner
beim 38:34-Erfolg der DHB-
Auswahl über Frankreich.
Juri Knorr ist der einzige deutsche
Nationalspieler, der nicht
in der Bundesliga spielt. Sein
Verein ist seit Sommer der dänische
Meister Aalborg. Durch
diesen Wechsel genießt der 25-
Jährige inzwischen auch im
Gastgeberland dieser Europameisterschaft
eine gewisse Popularität.
Jugendliche Fans
winkten ihm zu, als er die Partie
analysierte. „Die letzten Tage
waren nicht so einfach, da
ich manchmal das Gefühl hatte,
das Handballspielen verlernt zu
haben“, verriet Juri Knorr. „Es
war an der Zeit, dass es mal
wieder geklappt hat.“ Seine eigene
Leistung wollte er aber
nicht überhöhen. „Wir sind ein
Team“, betonte er. „Als mir und
auch anderen in der zweiten
Hälfte die Körner ausgingen,
brachten einige Wechsel eine
neue Dynamik.“
Juri Knorr steht nun zum zweiten
Mal nach 2024 in einem
Halbfinale der Europameisterschaft.
Was viele nicht wissen:
Er ist gebürtiger Flensburger.
Am 9. Mai 2000 stand
sein Vater Thomas
Knorr, der stolze 501
Erstliga-Partien bestritt,
bei der SG Flensburg-
Handewitt unter Vertrag.
Der Junior lebte
aber nur die ersten anderthalb
Jahre an der
deutsch-dänischen
Grenze. Der Stammklub
von Juri Knorr ist der
VfL Bad Schwartau.
Bei der HSG Ostsee, bei
der „Zweiten“ des FC
Barcelona, bei GWD
Minden und schließlich
bei den Rhein-Neckar
Löwen reifte das Rückraumass.
Seit Sommer
erfolgt der „Ausbruch
aus der Komfortzone“.
Juri Knorr ist mit einer
neuen Sprache konfrontiert.
„Ich spreche die
ersten Sätze Dänisch“,
erzählt er. Nun greift er
in seiner Wahlheimat
nach einer EM-Medaille.
(JK)
Juri Knorr mit vollem Einsatz für das
DHB-Team.
Foto: Jan Kirschner
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Magazin
Handball-EM 2026
Hauptrunde
Gruppe I (Herning/Dänemark)
Pl Team Sp. Pkt.
1. Dänemark 5 8
2. Deutschland 5 8
3. Portugal 5 5
4. Frankreich 5 4
5. Norwegen 5 3
6. Spanien 5 2
Ergebnisse der Hauptrunde
Deutschland - Portugal 32:30
Spanien - Norwegen 34:35
Frankreich - Dänemark 29:32
Frankreich - Portugal 46:38
Spanien - Dänemark 31:36
Deutschland - Norwegen 30:28
Portugal - Norwegen 35:35
Spanien - Frankreich 36:32
Deutschland - Dänemark 26:31
Spanien - Portugal 27:35
Deutschland – Frankreich 38:34
Dänemark - Norwegen 38:24
Hauptrunde
Gruppe II Malmö/Schweden)mark)
Pl. Team Sp. Pkt.
1. Kroatien 5 8
2. Island 5 7
3. Schweden 5 7
4. Slowenien 5 4
5. Ungarn 5 2
6. Schweiz 5 2
Ergebnisse der Hauptrunde
Island - Kroatien 29:30
Schweiz - Ungarn 29:29
Slowenien - Schweden 31:35
Island - Schweden 35:27
Slowenien - Ungarn 35:32
Schweiz - Kroatien 35:27
Slowenien - Kroatien 25:29
Schweiz - Island 38:38
Slowenien - Ungarn 32:32
Slowenien - Island 31:39
Schweiz - Schweden 21:34
Kroarien - Ungarn 27:25
Spiel um Platz 5
30.01.26 - 15:00 Uhr
Portugal - Schweden
Halbfinale
30.01.26 - 17:45 Uhr
Deutschland - Kroatien
30.01.26 - 20:30 Uhr
Dänemark - Island
Spiel um Platz 3
01.02.26 - 15:15 Uhr
Verlierer HF1 - Verlierer HF2
FINALE
01.02.26 - 18:00 Uhr
Sieger HF1 - Sieger HF2