Newsletter_02-2026_DE
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 02/26
Wie Reinraumförderbänder
saubere
Produktionsprozesse
sichern
TITEL
Wie Reinraumförderbänder
der Montech AG saubere
Produktionsprozesse sichern
Saubere Prozesse brauchen die richtigen
Förderlösungen. In sensiblen Produktionsumgebungen
kommt es auf jedes Detail
an, denn schon kleinste Partikel können
die Produktqualität beeinträchtigen. Reinraumförderbänder
sichern einen kontrollierten
Materialfluss und sind ein zentraler
Bestandteil moderner Reinraumproduktion
und Fertigungsprozesse, von der Pharmaund
Medizintechnikindustrie bis zur Chemie-
und Halbleiterproduktion.
Für die Produktion im Reinraum sind
Förderlösungen gefragt, die höchste Anforderungen
an Hygiene, Präzision und Zuverlässigkeit
erfüllen. Die von Montech speziell
für den Reinraum entwickelten Förderbänder
sind konsequent auf Reinraumtauglichkeit
ausgelegt und garantieren eine minimale
Partikelemission. Hochwertige, FDAkonforme
Fördergurte mit Bandkantenversiegelung
verhindern Staubbildung, sind
leicht zu reinigen und überzeugen durch
hohe Verschleissfestigkeit. Das hygienische
Design reduziert Kontaminationen und unterstützt
eine stabile Reinraumproduktion
und Produktqualität über lange Laufzeiten.
Neben Material- und Designqualität
spielt auch das Reinraumhandling und der
Materialfluss eine entscheidende Rolle. Die
Förderlösungen der Montech AG lassen sich
millimetergenau an jede Fertigungslinie anpassen.
Taktbetrieb, individuell einstellbare
Beschleunigungs- und Bremsrampen
sowie variable Fördergeschwindigkeiten
ermöglichen einen schonenden Transport
und minimieren die Partikelbildung entlang
des gesamten Produktionsprozesses.
Energieeffiziente, wirkungsgradoptimierte
Antriebe – darunter ein 24-V-DC-Antrieb,
integriert in die Antriebsrolle mit Ø 78 mm
– gewährleisten einen zuverlässigen und
wirtschaftlichen Dauerbetrieb.
Für zusätzliche Sicherheit sind ausgewählte
Konfigurationen der Förderlösungen durch
das Fraunhofer-Institut geprüft und bis
ISO-Klasse 4, 5 und 6 zertifiziert. Dazu zählen
unter anderem das TB30R mit Mittenoder
Kopfantrieb sowie das TB40R. Die unabhängige
Zertifizierung liefert belastbare
Messergebnisse und schafft Vertrauen bei
Investitionsentscheidungen in der Reinraumproduktion
und Qualitätskontrolle.
Weitere Vorteile bieten die flexible
Konfiguration und die kurze Lieferzeit.
Trotz individueller Auslegung beträgt die
Lieferzeit nur vier bis fünf Wochen. Optional
ist ein Unterbau mit Edelstahl-Stellfüssen
erhältlich, welcher höchste Stabilität
und Reinraumtauglichkeit gewährleistet.
Die Kombination aus minimaler Partikelemission,
hoher Verschleissfestigkeit, zertifizierter
Qualität, Energieeffizienz und
schneller Verfügbarkeit macht die Reinraumförderbänder
der Montech AG zu einer
wirtschaftlichen und zuverlässigen Lösung
für professionelles Reinraumhandling und
Materialtransport sowie für Fertigungsprozesse
mit höchsten Hygieneanforderungen.
Montech AG
Gewerbestrasse 12
CH 4552 Derendingen
Telefon: +41 326815500
eMail: info@montech.com
Internet: https://www.montech.com
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 2/63
ERSCHEINT
IN DIESEN
TAGEN
FEBRUAR 2026
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
dies sind bewegende Zeiten und in diesen Zeiten
kann man nicht st ehen bleiben sondern muss sich
mitbewegen. Da in Deutschland Arbeitsp lätze
abgebaut und im europäischen Umland, aber auch
in Amerika, aufgebaut werden, haben wir uns entschieden,
unsere Inhalte weiteren Interessierten
zur Verfügung zu st ellen. Den erst en Schritt sehen
Sie, wenn Sie den englischen Newsletter öffnen.
Alle Artikel, die uns in englischer Sprache nicht
vorliegen, haben wir per KI ins Englische übersetzt.
Wir können da nicht alles Korrektur lesen, hoffen
jedoch, dass KI das schon ganz gut macht.
Hier ein kurzer Überblick über die Inhalte
dieses Newsletters:
> Wie Reinraumförderbänder der Montech AG
saubere Produktionsprozesse sichern
> Induktives Laden macht Reinraumautomatisierung
durch Fabmatics
wartungsfrei und sicher
> Mensch im Reinraum: Ergonomie, Gesundheit,
Produktivität und Sicherheit
> Maßgeschneidert für den Einsatz
in Reinräumen
> In 5 Schritten zum digitalen
HACCP-Management: Effizienz und
Rechtssicherheit im Reinraum
> . . .
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 3/63
Die sauberste Art zu Laden: Wiferion treibt die Halbleiterindustrie an
Induktives Laden macht
Reinraumautomatisierung durch
Fabmatics wartungsfrei und sicher
Der weltweite Bedarf an Leistungselektronik und Chips für Anwendungen in den
Bereichen Automotive, Kommunikation und Industrie wächst ungebremst. Doch
viele der Produktionsstätten stammen aus einer anderen Zeit: 200-mm-Waferfabriken,
die in den 1990er- und 2000er-Jahren entstanden sind, arbeiten noch
heute mit teils manuellen Materialflüssen. Ihre Modernisierung ist aufgrund der
hohen Reinheitsanforderungen komplex, aber dringend nötig. Der Dresdner Automatisierungsspezialist
Fabmatics entwickelt seit über 30 Jahren Lösungen, die
vom Transport über die Lagerung bis hin zur Identifikation von Wafern reichen
– unterstützt durch die wartungsfreie Ladetechnologie von Wiferion.
In der Halbleiterindustrie sind zwei grundlegende
Waferdurchmesser von Bedeutung:
200 mm und 300 mm. 300-mm-Wafer werden
zur Produktion leistungsstarker Prozessoren
und Speicherchips verwendet und
in modernen, hochautomatisierten Fertigungsstätten
produziert. Im Gegensatz dazu
sind die Produktionsanlagen für 200-mm-
Wafer, die vor allem für Leistungselektronik
und bestimmte Automobilkomponenten
zum Einsatz kommen, in der Regel älter und
über Jahrzehnte organisch gewachsen. Die
Folge: Häufig existieren dort heterogene Infrastrukturen,
die sich nur schwer mit neuen
Technologien vereinbaren lassen. Gleichzeitig
steigt der gesellschaftliche und wirtschaftliche
Druck, Prozesse zu automatisieren.
Lieferkettenengpässe, steigende Energiekosten
und der Fachkräftemangel haben
gezeigt, wie wichtig stabile und durchgängige
Abläufe sind. Automatisierung ist in der
Halbleiterfertigung daher kein Zukunftsthema
mehr, sondern eine Voraussetzung für
die Wettbewerbsfähigkeit.
Inmitten des europäischen Mikroelektronik-Clusters
Dresden sorgt Fabmatics
mit mehr als 300 Mitarbeitenden dafür,
dass 200-mm-Fabriken ihre Anlagen durch
maßgeschneiderte Automatisierungslösungen
effizienter und sicherer betreiben
können. Das Unternehmen beliefert namhafte
Kunden der internationalen Halbleiterindustrie
in Europa, Asien und den
USA. Bereits im Jahr 2009 begann Fabmatics
mit der Entwicklung eines eigenen
mobilen Roboters, der zunächst schienengebunden
war. Das System wurde später
so weiterentwickelt, dass es sich frei im
Raum bewegen kann und damit maximale
Flexibilität für den Materialtransport
Der mobile HERO Fab 200 positioniert einen
Waferbehälter millimetergenau in einem Reinraumregal
– ein Beispiel für das zuverlässige
Materialhandling in gewachsenen 200-mm-
Fabriken. (Quelle: Fabmatics GmbH,
Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))
bietet. Heute sind Transportroboter wie
der HERO Fab fester Bestandteil der Produktfamilie.
Sie befördern Waferkassetten
autonom, verbinden Maschinen über mehrere
Ebenen hinweg und lassen sich dank
ihrer modularen Konstruktion optimal an
kundenspezifische Layouts anpassen. Eine
Herausforderung stellte zunächst jedoch
die Energieversorgung dar – bis Fabmatics
auf die Ladelösung von Wiferion – a PULS
brand stieß.
Das Wiferion-Ladepanel ist bündig in die
Reinraum-Bodenplatte integriert – für kontaktloses
Laden ohne Partikelbildung und minimalinvasiven
Einbau. (Quelle: Fabmatics GmbH,
Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))
Partikelfrei heißt induktiv:
Laden im Reinraum
Da mobile Roboter in Reinräumen grundsätzlich
innerhalb der kontrollierten, staubfreien
Produktionsumgebung geladen
werden müssen, geraten klassische Ladesysteme
schnell an ihre Grenzen. Das Ausschleusen
der Fahrzeuge würde das Risiko
einer Kontamination drastisch erhöhen und
ganze Chargen empfindlicher Wafer gefährden.
Doch auch das Laden im Reinraum
selbst ist mit herkömmlicher Kontakttechnik
problematisch: Schleifkontakte und Steckverbindungen
erzeugen beim Anfahren
Abriebpartikel – ein untragbares Risiko in
Produktionsumgebungen, in denen schon
kleinste Verunreinigungen Schäden in Millionenhöhe
verursachen können. Kupfer,
das in vielen Kontaktlösungen verwendet
wird, ist im Reinraum ohnehin tabu, da es
die Oberflächen der Halbleitersubstrate beschädigen
kann. Auch alternative Materialien
wie Edelstahl oder Silber überzeugten in
der Praxis nicht. „Wir wollten unsere Roboter
bereits in der ersten Generation, die 2013 auf
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Seite 4/63
Dank ausgereifter Sicherheitstechnik bewegen sich mobile Roboter und Mitarbeitende
selbst in engen Reinraumbereichen sicher und effizient nebeneinander.
(Quelle: Fabmatics GmbH, Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))
den Markt ging, mit einer induktiven Ladelösung
anbieten, doch die übertragbare
Energiemenge der damaligen Systeme war
für unsere Zwecke nicht ausreichend. Wiferion
gab es damals noch nicht“, sagt Carsten
Grunert, Leiter der Produktentwicklung bei
Fabmatics. „Darum haben wir eine kontaktbasierte
Ladetechnologie, entwickelt, die in
den Boden integriert wurde. Diese sorgte
aber für einen hohen Verschleiß und Wartungsaufwand
und war wenig flexibel.“
Als Fabmatics die zweite Generation
seiner mobilen Roboter entwickelte, hatte
sich die Technologiesituation grundlegend
verändert. Wiferion war inzwischen am
Markt und bot als erster Anbieter eine induktive
Ladelösung, die bis zu 60 Amper
überträgt – genug, um mobile Roboter im
Reinraum unterbrechungsfrei zu betreiben.
Damit wurde möglich, was 2013 noch an
technischen Grenzen scheiterte.
Zusammen mit dem Partner PohlCon
entwickelte Fabmatics Ladepads, die nahtlos
in den Doppelboden der Reinräume
eingebettet werden können. Dazu muss lediglich
eine der üblicherweise im Reinraum
vorhandenen Bodenplatten ersetzt werden,
sodass aufwändige Umbauten nicht nötig
sind. Die Energieübertragung erfolgt kontaktlos
über ein magnetisches Feld, sodass
keine Partikel erzeugt werden. Darüber hinaus
ist das kabellose Ladesystem des Wireless-Charging-Spezialisten
auch brandschutztechnisch
vorteilhaft. Schleppketten
oder offene Kontakte, die Partikelabreibung
und Funkenbildung begünstigen könnten,
werden überflüssig.
Flexibel, wartungsfrei und zukunftssicher:
automatisiertes Laden im Prozess
Der größte Vorteil liegt jedoch im Prinzip
des In-Process-Charging. Anstatt feste
Ladezeiten einzuplanen, laden die Roboter
von Fabmatics während ihrer normalen
Arbeit, beispielsweise beim Be- und Entladen
von Wafer-Kassetten. Dank der hohen
Positionierungstoleranz der Wiferion-Systeme
genügt es, wenn der Roboter kurz
über dem Ladepad anhält. Selbst kleinere
Abweichungen führen nicht zu Ladeunterbrechungen.
Jede kurze Pause genügt, um
den Energiestand stabil zu halten. Separate
Ladezonen, lange Pausen oder manuelle
Eingriffe sind nicht erforderlich. Das macht
die Lösung zudem besonders platzsparend.
Neben der minimalinvasiven Installation
überzeugt das Ladesystem zudem mit
seiner hohen Flexibilität: Dank des modularen
Designs kann die Ladeinfrastruktur
an wechselnde Layouts angepasst werden
– ein wesentlicher Vorteil in gewachsenen
Produktionsumgebungen, die regelmäßig
erweitert oder umgerüstet werden. So entsteht
eine wartungsfreie Ladeinfrastruktur,
die sich in jede bestehende Produktionsumgebung
einfügt und neben Reinraumtauglichkeit
auch mit Zukunftssicherheit
punktet.
Ohne Schleppketten und Stolperfallen:
neue Anwendungsbereiche
„Die Kombination aus kabelloser Energieversorgung
und prozessintegriertem Laden
ist für unsere Anwendungen ideal“, erklärt
Carsten Grunert. „Wir konnten schon zuvor
einen 24/7-Betrieb realisieren – heute geschieht
das jedoch deutlich flexibler, wartungsfrei
und mit höchster Prozessreinheit.
Ein echter Gewinn für unsere Systeme!
Die hohe Flexibilität hat uns zudem die Erschließung
neuer Anwendungsbereiche ermöglicht.“
Laden im Prozess: Der mobile Roboter
nimmt Energie über ein Ladepanel
vor der Handlingstation auf und arbeitet
ohne separate Ladepausen weiter.
(Quelle: Fabmatics GmbH,
Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))
So hat Fabmatics die Wiferion-Technologie
inzwischen in weitere Roboterserien integriert,
die zuvor durch die Einschränkungen
herkömmlicher Ladesysteme limitiert waren.
Da die Ladeplatten auch senkrecht an
Wänden montiert werden können, eignen
sie sich für vertikale Anwendungen wie
Etagenlifte. Insbesondere beim Materialtransport
über mehrere Stockwerke ist die
Technologie von Vorteil: Ohne die Notwendigkeit
für mechanische Verbindungen oder
Schleppketten, die üblicherweise Kabel für
die Energieübertragung führen, entfallen
potenzielle Stolperfallen und Brandschutzrisiken.
Zudem ermöglicht die kabellose Lösung
eine geräuscharme und nahtlose Integration
in den laufenden Betrieb.
Fazit: Ein großer Gewinn für die Automatisierung
in der Halbleiterindustrie
Durch die Integration der Wiferion-Technologie
konnte Fabmatics eine zentrale
Hürde bei der Automatisierung von Reinraumprozessen
überwinden. Die induktive
Energieversorgung ermöglicht einen wartungsfreien,
prozessintegrierten Betrieb
mobiler Roboter selbst in hochsensiblen
Produktionsumgebungen. Für die Halbleiterindustrie,
insbesondere für die 200-mm-
Waferfabriken mit ihren historisch gewachsenen
Strukturen, bedeutet dies einen echten
Effizienzsprung. Induktives Laden wird
somit zum Schlüssel für die nächste Stufe
der Automatisierung.
item Industrietechnik GmbH
D 42699 Solingen
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Seite 5/63
Mensch im Reinraum:
Ergonomie, Gesundheit, Produktivität
und Sicherheit
Reinräume sind hochsensible Arbeitsumgebungen, in denen Präzision,
Sauberkeit und Prozesssicherheit oberste Priorität haben. Neben
Luftführung, Filtertechnik und Materialauswahl spielt der Faktor
Mensch seit jeher eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren
rücken jedoch ergonomische, gesundheitliche und sicherheitsrelevante
Rahmenbedingungen zunehmend stärker in den Fokus, da sie
maßgeblich die Stabilität, Effizienz und Qualität sensibler Prozesse
beeinflussen – selbst unter streng kontrollierten Reinraumbedingungen.
Ergonomie als Erfolgsfaktor im Reinraum
Arbeiten im Reinraum bedeutet häufig langes Sitzen, hohe Konzentration
und präzise, wiederkehrende Bewegungen. Gleichzeitig
schränken Schutzkleidung und definierte Arbeitsabläufe die Bewegungsfreiheit
ein. Fehlende ergonomische Unterstützung kann
in solchen Umgebungen schnell zu körperlicher Ermüdung, Fehlhaltungen
und nachlassender Konzentration führen – mit direkten
Auswirkungen auf Prozessqualität und Sicherheit.
Eine ergonomisch gestaltete Sitzlösung unterstützt den Körper
dort, wo Belastungen entstehen: durch dynamisches Sitzen, stabile
Unterstützung der Wirbelsäule und individuelle Anpassungsmöglichkeiten.
Ziel ist es, natürliche Bewegungen zu fördern, statische
Belastungen zu reduzieren und eine aufrechte, entspannte Sitzhaltung
zu ermöglichen – auch über längere Arbeitsphasen hinweg.
Gesundheit und Konzentration – langfristig gedacht
Gesundheit im Reinraum ist mehr als eine Frage des Komforts.
Muskel-Skelett-Belastungen, Verspannungen oder Ermüdung wirken
sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf die
Fehleranfälligkeit. Gerade in sensiblen Produktions- oder Laborprozessen
kann nachlassende Konzentration erhebliche Folgen haben.
Moderne Reinraumstühle setzen daher auf Mechaniken, die
sich automatisch an Bewegungen anpassen und dynamisches Sitzen
unterstützen. Funktionen wie synchronisierte Bewegungsabläufe
zwischen Sitzfläche und Rückenlehne entlasten die Wirbelsäule
und fördern Mikrobewegungen, die die Durchblutung anregen. Individuell
einstellbare Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnen ermöglichen
es, den Stuhl präzise an Körpergröße und Tätigkeit anzupassen – ein
entscheidender Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung.
Produktivität durch ergonomische Stabilität
Produktivität im Reinraum entsteht dort, wo ergonomische Stabilität
und Bewegungsfreiheit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.
Ein Arbeitsstuhl muss Halt geben, ohne Bewegungen einzuschränken,
und Flexibilität bieten, ohne instabil zu wirken.
Sitzlösungen wie der TEXON wurden gezielt für diese Anforderungen
entwickelt. Seine ergonomische Konstruktion unterstützt
wechselnde Arbeitspositionen und präzise Tätigkeiten gleicherma-
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Seite 6/63
Skintec: Materialinnovation
für Reinraum und Mensch
Ein zentrales Element moderner Reinraumsitzlösungen ist das Bezugsmaterial.
Skintec, eine speziell für Reinraum-, Labor- und ESD-
Anwendungen entwickelte Oberfläche, verbindet mehrere Anforderungen,
die lange als schwer vereinbar galten.
Das Material ist dauerhaft leitfähig – auch in hellen Farbtönen
und unterstützt so den Schutz vor elektrostatischen Entladungen.
Gleichzeitig besitzt Skintec eine geschlossene, glatte Oberfläche,
die keine Partikel bindet und leicht zu reinigen ist. Die vollständig
verkapselte Struktur verhindert Abrieb und Materialermüdung,
selbst bei intensiver Nutzung.
Darüber hinaus trägt Skintec zur ergonomischen Qualität bei:
Die Oberfläche ist weich und formstabil, wodurch auch bei langen
Sitzzeiten ein gleichbleibend angenehmes Sitzgefühl entsteht. Damit
wird deutlich, dass Materialwahl nicht nur eine Frage der Hygiene
oder ESD-Sicherheit ist, sondern auch direkten Einfluss auf den
Menschen am Arbeitsplatz hat.
Design als Motivation im funktionalen Umfeld
Reinräume sind häufig funktional und technisch geprägt. Dennoch
kann Gestaltung einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmotivation leisten.
Klare Linien, reduzierte Formen und bewusst gesetzte Designelemente
unterstützen die Orientierung und schaffen eine angenehme
Arbeitsatmosphäre – ohne die funktionalen Anforderungen
zu beeinträchtigen.
Beim TEXON zeigt sich dieser Ansatz unter anderem im charakteristischen
Verbindungselement zwischen Sitzfläche und Rückenlehne.
Es steht symbolisch für die Verbindung von Mensch und
Technik und macht ergonomische Funktion sichtbar, ohne sie in den
Vordergrund zu drängen. Design wird so zum unterstützenden Element
im Arbeitsalltag.
Fazit: Der Mensch als integraler Bestandteil
des Reinraums
ßen. Die Bewegungsmechanik reagiert auf den Nutzer, nicht umgekehrt
– ein Ansatz, der die Konzentration fördert und Arbeitsunterbrechungen
reduziert. So entsteht eine stabile Basis für gleichbleibend
hohe Arbeitsqualität.
Sicherheit im Reinraum: Hygiene und ESD im Fokus
Neben ergonomischen Aspekten spielen im Reinraum Sicherheitsanforderungen
eine zentrale Rolle. Sitzlösungen müssen so gestaltet
sein, dass sie weder Partikel freisetzen noch elektrostatische Entladungen
verursachen. Materialien, Oberflächen und Konstruktion
sind daher entscheidend.
Ein konsequentes Hygienic Design setzt auf glatte, fugenlose
Oberflächen, abgerundete Übergänge und verkapselte Mechaniken.
Diese Merkmale verhindern Partikelablagerungen und ermöglichen
Reinigungs- und Desinfektionsprozesse, die zuverlässig stets denselben
hygienischen Zustand erreichen. Dadurch bleibt die hygienische
Sicherheit unabhängig von der Häufigkeit oder Intensität der
Reinigung dauerhaft stabil.
Reinraumprozesse sind nur so stabil wie die Bedingungen, unter
denen Menschen darin arbeiten. Ergonomie, Gesundheit, Produktivität
und Sicherheit stehen in direktem Zusammenhang und lassen
sich nicht isoliert betrachten. Moderne Sitzlösungen zeigen, wie sich
diese Anforderungen miteinander verbinden lassen – durch durchdachte
Ergonomie, hygienische Konstruktion und innovative Materialien
wie Skintec.
Der Mensch wird damit nicht als Störfaktor, sondern als integraler
Bestandteil des Reinraums verstanden. Eine konsequent ergonomische
Arbeitsplatzgestaltung trägt dazu bei, Prozesse sicherer,
effizienter und nachhaltiger zu gestalten – und langfristig die Qualität
sensibler Arbeitsumgebungen zu sichern.
Bimos - eine Marke der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG
Brühlstraße 21
D 72469 Meßstetten-Tieringen
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Seite 7/63
Neue Handhabungs-Lösung für die Reinraum-Technik:
Mit dem lift2move cleanroom bietet EXPRESSO sein erstes mobiles
Hebe- und Transportsystem, das nach ISO 14644 zertifiziert ist.
Die Bedieneinheit des lift2move cleanroom bietet dem Anwender
die Möglichkeit, bis zu acht frei wählbare Höhen präzise und automatisch
mit bis zu acht verschiedenen Hubgeschwindigkeiten anzufahren, wobei
das manuelle Anfahren immer möglich bleibt.
Maßgeschneidert für den
Einsatz in Reinräumen
Mit dem neuen lift2move cleanroom bietet der Intralogistik-Spezialist
EXPRESSO erstmals ein mobiles Hebe- und
Transportsystem, das nach ISO 14644 zertifiziert ist. Damit
gehört das deutsche Unternehmen nun zu jenem kleinen
Kreis von Herstellern, die in der Lage sind, solche reinraumfähigen
Materialfluss-Lösungen zu realisieren. Das neue
Vorschubgerät erweitert die lift2move Modellreihe und
ist ausgelegt für den Einsatz in der Elektronik- und Halbleiterfertigung,
in der optischen Industrie und in den Forschungsabteilungen
vieler anderer Branchen.
Halbleiter und Isolatoren, mechatronische und feinmechanische
Präzisionsbauteile, sensible Optiken und viele messtechnische
Komponenten lassen sich ohne die Einhaltung strenger Reinheits-
Richtlinien nicht qualitätssicher fertigen. Viele Hersteller dieser
Branchen haben daher innerhalb ihrer Betriebsgebäude geschlossene
Bereiche eingerichtet, deren Ausstattung verschiedenen Reinraumklassen
nach ISO 14644 entsprechen. Sobald es aber darum
geht, in diesen Räumen effiziente Materialflusswege einzurichten,
zeigt sich immer wieder das gleiche Problem: Je höher ein Reinraum
klassifiziert ist, desto weniger dafür geeignete Hebezeuge,
Transportmittel und Fördersysteme bietet der Markt. Als Ausweg
aus diesem Dilemma präsentiert der deutsche Intralogistik-Spezialist
EXPRESSO nun sein erstes reinraumfähiges Hebe- und Transportsystem:
Den lift2move cleanroom, ein mobiles Vorschubgerät
mit elektrisch angetriebenem Hubmast, das die Bedingungen der
Reinraumklasse 5 nach ISO 14644-1 erfüllt. Als Nachweis dafür erhielt
der neue Hebelift vor wenigen Tagen die entsprechende Zertifizierung
durch das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und
Automatisierung (IPA). „Mit dieser ISO 14644-zertifizierten Neuentwicklung
erweitern wir unsere lift2move-Modellreihe mit einer
hebe- und transporttechnischen Speziallösung, die vielen Herstel-
lern von elektronischen, mikroelektronischen und optischen Bauteilen
das Leben leichter macht“, sagt Oliver Stauch-Vaupel, der den
Geschäftsbereich Angetriebene Handhabungs- und Transportgeräte
bei EXPRESSO leitet.
Hohe Stabilität und präzise Materialführung
Der lift2move cleanroom ist als Systemlösung mit einem elektrisch
angetriebenen Hubmast und einem Ausleger zur Aufnahme
von Werkstückträgern, Bauteilen oder Behältern ausgelegt. Er bewältigt
Nutzlasten von bis zu 180 kg und kann seine Last frei im
Raum bewegen und über einen Hubweg von 1.600 mm heben und
senken. Seine Grundausstattung ist angelehnt an die Premiumvariante
des lift2move, die EXPRESSO unter der Bezeichnung Solution
anbietet. Das bedeutet unter anderem: Er verfügt über ein
kippsicheres, tiefliegendes Stabilitätsfahrwerk für problemloses
und komfortables Manövrieren, spurlos abrollende und leise laufende
Polyurethanrollen nach ESD-Standard und eine dreistufige
Betriebsbremse, mit der sich die hinteren Lenkrollen entweder arretieren,
bremsen oder im Freilauf drehen und schwenken lassen.
Außerdem – und das ist ein Highlight – haben ihn die EXPRES-
SO-Ingenieure mit der intelligenten VPC-Positionssteuerung ausgerüstet.
Sie bietet dem Anwender die Möglichkeit, bis zu acht frei
wählbare Höhen präzise und automatisch mit bis zu acht verschiedenen
Hubgeschwindigkeiten anzufahren, wobei das manuelle
Anfahren immer möglich bleibt. Auf diese Weise unterstützt der
lift2move cleanroom die Realisierung von Handhabungsprozessen,
bei denen es auf exaktes und wiederholgenaues Zu- und Abführen
sowie Positionieren von Werkstücken oder Trägern ankommt.
„Und da das Fahrwerk eine Unterfahrlänge von 492 mm sowie eine
Unterfahrhöhe von 88 mm erlaubt, kann der Ausleger oder die
Lastaufnahme des lift2move cleanroom auch in die Bauräume von
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Seite 8/63
Der lift2move cleanroom von EXPRESSO verfügt über
ein kippsicheres, tiefliegendes Stabilitätsfahrwerk für
komfortables Manövrieren sowie spurlos abrollende und leise
laufende Polyurethanrollen nach ESD-Standard.
Anlagen und Maschinen einfahren. Das ermöglicht ein unterbrechungsfreies
Materialhandling“, betont Oliver Stauch-Vaupel.
Durchdachte und ergonomische Konstruktion
Als Reinraum-zertifiziertes Hebe-Senk-Gerät ist der neue lift2move
cleanroom von EXPRESSO nahezu vollständig in Edelstahl und
Aluminium ausgeführt. Alle Oberflächen sind Glasperlen-gestrahlt,
elektropoliert oder eloxiert. Das gilt ebenso für den an der Rückseite
des Hubmastes in Hüfthöhe befestigten Schaltschrank, in dem
neben den Blei-Vlies-Batterien (18 Ah BV an 24 V) auch eine integrierte
Einheit zur kabellosen Bedienung untergebracht ist. Außen
am Gehäuse liegen der Not-Aus-Schalter und eine Ladezustandsanzeige.
Über dem kompakten Schaltschrank befindet sich der ergonomisch
geformte Zwei-Hand-Manövriergriff, mit dem sich der
550 mm breite und insgesamt 2.335 mm hohe lift2move cleanroom
sicher, leicht und zielgenau bewegen lässt.
Nach ISO 14644 Reinraum-zertifizierte Hebe- und Fördermittel
wie der lift2move cleanroom sind keine Massenprodukte und gehören
zur Königsklasse der modernen Handhabungstechnik. Ihre
Entwicklung und Produktion stellt höchste Anforderungen an den
Hersteller. Als vorteilhaft für EXPRESSO erweisen sich hier, dass
das Unternehmen konsequent auf Made in Germany setzt, über viele
Jahrzehnte Praxiserfahrung aus unzähligen Branchenprojekten verfügt
und stets das Ziel verfolgt, in seinen Systemlösungen die neusten
Erkenntnisse der Ergonomie umzusetzen. „Das kommt nicht
zuletzt dann zum Tragen, wenn wir individuelle Lastaufnahmen
für spezielle Aufgaben der Handhabungstechnik realisieren. Künftig
wird unser Engineering hier auch die besonderen Erfordernisse
der Reinraum- und Sauberraumtechnik verstärkt im Auge behalten“,
sagt Oliver Stauch-Vaupel.
EXPRESSO Deutschland GmbH & Co. KG
D 34123 Kassel
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Seite 9/103
In 5 Schritten zum digitalen HACCP-Management:
Effizienz und Rechtssicherheit im Reinraum
Verantwortliche für das Qualitätsmanagement im Reinraum stehen
täglich vor einer Mammutaufgabe: Die Einhaltung von HACCP-
Richtlinien (Hazard Analysis and Critical Control Points) muss lückenlos
garantiert werden. Doch während die Produktionstechnik
oft „State of the Art“ ist, herrscht im Qualitätsmanagement (QM)
vielerorts noch das „Zettel-und-Stift-Zeitalter“ vor. Und das kann
zum Problem werden.
„Analoge“ Prozesse im Qualitätsmanagement führen oft zu
langwierigen Prozessen und binden unnötige Ressourcen. Das Risiko
dabei: Ein einziger Fehler in den QM-Abläufen oder eine lückenhafte
Reinigungshistorie kann fatale Folgen haben, beispielsweise in
der Pharma- oder Lebensmittelproduktion: Von einem daraus folgenden
Imageverlust für den Hersteller ganz zu schweigen. Abhilfe
schafft hier intelligente Digitalisierung. Mit spezialisierter Software
wie dem im industriellen Qualitätsmanagement häufig eingesetzten
e-QSS lassen sich HACCP-Checks per Smartphone steuern und in
Echtzeit auswerten.
Hier helfen Smartphone, App & Co.
Hier erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten Ihr HACCP-Management
digitalisieren und welche Vorteile moderne App-Lösungen bieten.
Bevor es an die Umsetzung geht, stellt sich dabei die Frage:
Was macht eine gute QM-Software aus? Für lückenlose und
rechtssichere Prozesse im Reinraum hilft moderne IT heute vor
allem mit folgenden Features:
– Kennzahlen in Echtzeit: Mit Hilfe passender QM-Anwendungen
greifen alle Beteiligten auf ein „Cockpit“ zu, das qualitätsrelevante
Kennzahlen in Echtzeit abbildet. Werden Abweichungen von
Soll-Werten – etwa bei Lebensmittelproben -. festgestellt, alarmiert
das System sofort, nicht erst zeitversetzt nach der manuellen
Dateneingabe.
– Intuitive Checklisten: Moderne Apps erklären sich intuitiv. Bei
hoher Personal-Fluktuation oder bei Sprachbarrieren von Mitarbeitern
senken beispielsweise selbsterklärende digitale Checklisten
die Fehlerquote massiv und reduzieren den Bedarf an zeitintensiven
Schulungen.
– Interaktive Führung und Avatare: Moderne Systeme führen den
Nutzer schrittweise durch wichtige Prozesse, etwa bei der Vorbereitung
eines Audits. Virtuelle Ratgeber unterstützen im QM-Alltag
und sorgen für eine konsistente Datenqualität.
– Bildnachweise statt Textwüsten: Ein Foto eines perfekt gereinigten
Laborraums kann als Soll-Vorgabe und Beleg zugleich dienen.
Das ersetzt komplizierte Beschreibungen und ist für ein Reinigungsteam
schnell verständlich.
– Integrierte Übersetzung: Um Sprachbarrieren zu überwinden,
können Handbücher und Prüfvorgaben unkompliziert in verschiedene
Sprachen übersetzt werden – eine Grundvoraussetzung
für globale Standards.
In 5 Schritten zu sicheren Prozessen
Wenn Sie von analogen Listen auf ein digitales System umsteigen
möchten, empfiehlt sich ein strukturierter Prozess. So kann er
aussehen:
Schritt 1: Daten als belastbare Grundlage schaffen
Eine reibungslose Dateninfrastruktur ist das Fundament. Es geht
nicht nur um das Sammeln von Daten, sondern um deren Verfügbarkeit.
Backend (Server/Datenbank) und Frontend müssen nahtlos
verknüpft sein. Nur ein valider Datenbestand ermöglicht eine automatisierte
Auswertung, die Zeit spart und die Fehleranalyse verbessert.
Ein smart organisierter Datenpool ist die Basis für jede Prozessoptimierung.
Schritt 2: Integration mobiler Endgeräte
Im Reinraum müssen Daten dort erhoben werden, wo sie entstehen:
direkt beim Arbeitseinsatz vor Ort. Mitarbeiter, die durch
Smartphones begleitet werden, können so in Echtzeit dokumentieren
oder Tickets für Mängel auslösen. Das erhöht die Flexibilität und
minimiert Reaktionszeiten bei Abweichungen massiv.
Schritt 3: Abläufe in Echtzeit steuern
Digitale Tools ermöglichen den sofortigen Vergleich von Sollund
Ist-Werten. Dies geht über reine Kontrolle hinaus: Es ermöglicht
„Predictive Maintenance“ (vorausschauende Wartung) von Produktionsanlagen.
Wenn Daten zeigen, dass eine Leistung vom Sollwert
abweicht – zum Beispiel bei Temperaturabfall von Kühleinheiten -
kann eingegriffen werden, bevor ein Schaden entsteht. Ein wichtiger
Hebel für lückenloses HACCP-Management.
Schritt 4: Gezielter Einsatz spezialisierter Apps
Spezialisierte Anwendungen wurden exakt auf die Anforderungen
im HACCP-Management hin entwickelt. Diese bieten manipulationssichere
Dokumentation und flexible Planung von Kontrollgängen.
So können beispielsweise Prüfkataloge und Leistungsverzeichnisse
an Labor- oder Produktionsbedingungen angepasst
werden, ohne die Validierfähigkeit zu verlieren – auch nach der
Durchführung von Updates.
Schritt 5: Dienstleistersteuerung durch Vernetzung
Oft wird das Reinigungsmanagement an externe Firmen vergeben.
Eine zentrale Software vernetzt dabei Auftraggeber und
Dienstleister. Entscheider auf beiden Seiten sehen in Echtzeit beispielsweise,
ob eine Schleuse vorschriftsgemäß gereinigt wurde
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Seite 10/63
oder ob Schulungsdefizite beim externen Personal vorliegen. Transparenz
schafft hier das notwendige Vertrauen und rechtliche Sicherheit
im Falle eines Audits.
Datenintegrität und Schulung als Erfolgsfaktoren
Bei der Arbeit im Reinraum ist die Datenintegrität das höchste Gut.
Moderne Software bietet eine lückenlose Nachvollziehbarkeit, wer
wann welche Änderung vorgenommen hat. Dies ist essenziell für die
Einhaltung von GMP-Standards.
Ebenso wichtig ist die Schulungsplanung. Digitale Systeme ermöglichen
es, den Ausbildungsstand jedes Mitarbeiters individuell
nachzuweisen. Vor einer Inspektion lässt sich so per Mausklick belegen,
dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre spezifischen
Aufgaben im Reinraum qualifiziert sind. Etwaige Defizite werden
durch automatisierte Reports sofort sichtbar.
Die Digitalisierung des HACCP-Managements ist kein Selbstzweck.
Sie sorgt für effiziente Abläufe und rechtssichere Dokumentation.
Aber nicht nur das: Sie ist auch eine Antwort auf steigenden
Kostendruck und den Fachkräftemangel. Indem Software und App
Routineaufgaben übernehmen, werden wertvolle personelle Ressourcen
frei. Fachkräfte können sich auf komplexe Aufgaben konzentrieren,
während die IT für eine rechtssichere und lückenlose
Beweisführung sorgt.
Wer heute auf digitale Lösungen setzt, macht sein HACCP-Management
krisensicher, transparent und fit für die Anforderungen
der Zukunft.
Eva Neumann
Über die Autoren:
Oswald Neumann
Eva und Oswald Neumann führen seit 34 Jahren gemeinsam die Neumann
& Neumann Software und Beratungs GmbH im bayerischen
Steingaden. Das Unternehmen ist verlässlicher Innovationspartner
rund um das Thema Qualitätssicherung und in diesem Bereich
Marktführer. Neumann & Neumann ist Anbieter der QM-Software
e-QSS incl. Prozessberatung. Die im Facility- und Qualitätsmanagement
beliebte QM-Software kommt in über 100 verschiedenen Gewerken,
in über 80 Ländern zum Einsatz und ist die perfekte Grundlage
für die intelligente Digitalisierung von Qualitätsprüfungen und
-prozessen.
Neumann & Neumann Software und Beratungs GmbH
D 86989 Steingaden
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Seite 11/103
Fertiggestellte Reinräume der Reinraumklasse C und Reinraumklasse
B: qualifizierte Infrastruktur mit lufttechnischer Versorgung und klaren
Material- und Personenwegen. (Copyright: io)
Mitarbeitertraining im Reinraum: Einweisung am CliniMACS Prodigy®
und Einüben der qualifizierten Abläufe. (Copyright: io)
io begleitete
PROVIREX von der
ersten Idee bis zur
erfolgreichen
Realisierung
hochmoderner
Reinräume für
ATMP-Produktion
Einweisung und Prozesstraining am CliniMACS Prodigy®. (Copyright: io)
Mit der Fertigstellung der neuen Reinräume für die Herstellung von
Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP) hat PROVIREX
einen Meilenstein für die Zell- und Gentherapie in Deutschland erreicht.
io war von Beginn an als Beratungs- und Planungspartner an
Bord – von der Konzeptentwicklung über die Planung und Realisierung
bis hin zur Qualifizierungsbegleitung.
Sicherheits- und Prozess-Check: Prüfung der Arbeitsanweisungen für
den Schleusungsprozess und Eintritt in den S3** Bereich. (Copyright: io)
Innovatives Projekt für zukunftsweisende Therapien
PROVIREX Genome Editing Therapies GmbH ist ein hochinnovatives
Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger
Gentherapien spezialisiert hat. Die neuen Reinräume im TecHHub
Hamburg erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitsstufe
S3** und sind GMP-konform. Sie ermöglichen PROVIREX die
Anwendung der proprietären Brec1-Technologie als Stammzelltherapie
im Rahmen erster klinischer Prüfung. Durch die sogenannte
Genschere Brec1 wird der Bauplan des AIDS-Erregers HIV aus dem
Erbgut der infizierten Zelle herausgeschnitten und das Virus eliminiert.
Erstmals könnte es so gelingen, das Virus zu entfernen, statt es
durch antiretrovirale Therapie in Schach zu halten, wie bei bisheri-
Eintrittsschleuse des Produktionsbereichs: vollständig geschützter
Mitarbeiter vor dem Betreten des GMP-Reinraums. (Copyright: io)
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 12/63
hat io das Projekt über alle Phasen hinweg begleitet. Beginnend mit
der Machbarkeitsanalyse und Konzeptentwicklung, über Basic und
Detail Design bis hin zur Realisierungsbegleitung und Schnittstellenkoordination
im TecHHub. Die Leistungen umfassten unter anderem:
– Planung und Integration der GMP-Reinraum- und Laborbereiche
unter Berücksichtigung der TGA-Anforderungen
– Projektmanagement und Koordination aller Gewerke (HLKS,
Elektro, MSR) sowie Abstimmung mit dem Bauherrn und den
Behörden
Reinraum mit Tageslicht und Blick in die Stadt: Mitarbeiter in Vollschutz
auf dem Weg in den Prozessbereich. (Copyright: io)
gen Behandlungsformen üblich.
Zusätzlich können durch die neuen Reinräume der PROVIREX
in Deutschland bald deutlich mehr Krebspatienten von der CAR-T
Krebstherapie profitieren, darunter auch Menschen, die mit HIV
leben und aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen an die
Labore schwer Zugang zu solchen Therapien haben.
Ganzheitliche Expertise für komplexe Anforderungen
Als herstellerunabhängiges Beratungs- und Planungsunternehmen
Ein starkes Signal für die Zukunft der Gentherapie
„Wir sind stolz, PROVIREX bei diesem wegweisenden Projekt unterstützt
zu haben. Die neuen Reinräume sind ein entscheidender
Schritt für die Entwicklung innovativer Therapien gegen HIV und
Krebs“, erklärt Dr. Thomas Centner, Principal Consultant bei io.
„Unsere interdisziplinäre Expertise in Pharma/Biotech, TGA und
Architekturplanung hat dazu beigetragen, ein Reinraumprojekt zu
realisieren, dass höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entspricht
und in Hamburg einen der schönsten Reinräume zu schaffen,
in dem qualifizierte Mitarbeiter eine ansprechende Arbeitsumgebung
vorfinden – einzigartig in Deutschland.
io
D 69115 Heidelberg
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Annex-1-Compliance durch intensive Unterstützung in Beratung,
Umsetzung und Inspektion
GMP-Upgrade für Bulkherstellung
und aseptische Abfüllung
Similasan AG entwickelt und produziert homöopathische Arzneimittel. Das Unternehmen mit Sitz in Jonen, Kanton Aargau,
beschäftigt in der Schweiz rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Produktpalette umfasst mehr als 110 von der
Swissmedic zugelassene homöopathische Präparate. Weltweit ist Similasan der größte Hersteller von natürlichen Augentropfen.
gempex unterstützt die Similasan AG.
Die bestehende Sterilabfüllung für Augentropfen, die Bulkherstellung
im Reinraum sowie die Wasseranlage sollten an die Anforderungen
des Annex 1 angepasst werden. Rahmenanforderungen
waren Umbau im Bestand bei laufender Produktion, Upgrade QM-
System, flexible Ressourcenverstärkung sowie die mit dem Umbau
verbundenen Inspektionen.
Gefordert war das Gesamtprojektmanagement für alle Teilgewerke
sowie umfängliche Beratung und intensive, aktive Unterstützung
bei allen notwendigen begleitenden Maßnahmen der Qualifizierung–
von der URS bis zur PQ. Beim Umbau der Abfülllinie wurde
am technischen Design mitgewirkt. Die WFI-Anlage musste nach
Erneuerung durch die Phasen PQ I-III gebracht werden.
Weiter waren Planung und Durchführung der Validierungen
einschließlich der Aseptic Process Simulation zu unterstützen. Das
gesamte QMS war an das Upgrade anzupassen. QA-Aufgaben wurden
als ausgelagerte Dienstleistung übernommen. Zusammen mit
dem Kunden waren die Inspektionen vorzubereiten, zu begleiten
und nachzuverfolgen. Inbetriebnahme-Unterstützung rundete das
Aufgabenpaket ab.
In enger Abstimmung mit dem Kunden erfolgte die Unterstützung
überwiegend vor Ort mit einem Team von bis zu vier Personen,
unterstützt durch weitere fachspezifische Experten etwa die IT-Validierung
betreffend. Temporär wurde eine stellvertretende QA-Leitung
gestellt. Ein erfahrener Berater leitete das Projekt und stand
dauerhaft für alle kritischen Fragen zur Verfügung.
Die in die Jahre gekommene aseptische Abfüllung konnte nach
intensivem Upgrade erfolgreich an die hohen Anforderungen des
neuen EU GMP Annex 1 Leitfadens angepasst, die Inspektionen
bestanden werden. Zukunftssicher kann die Similasan AG Augentropfen
nun nach den neuesten und höchsten Qualitätsstandards
herstellen und vertreiben.
gempex-Key Performances waren:
– GMP-Upgrade
– Beratung EU GMP Annex 1
– Projektmanagement
– URS, SMF
– Qualifizierung Validierung, SOPs
– Upgrade QMS und QA-Unterstützung
– Konstruktion, Design
– CSV nach GAMP
– Swissmedic Inspektionsbegleitung und Support
gempex GmbH - THE GMP-EXPERT
Besselstr. 6
D 68219 Mannheim
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Seite 14/63
Ableitfähige Energiekette mit selbsttragender Funktion
macht platzraubende Abschirmungen überflüssig
Platzsparend, abriebfest
und ableitfähig:
Kompakte e-skin soft
ESD für Reinräume
INGENIEURBÜRO &
REINRAUMSERVICE
EGON BUCHTA GMBH
Mit der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos sowie der zunehmenden
Verbreitung von KI steigt auch der Bedarf an Lithium-Ionen-
Batterien und Mikrochips. Da diese Technologien immer mehr Leistung
bringen müssen, werden sie auch empfindlicher und stellen hohe
Anforderungen an die Produktionsumgebungen. Mit der e-skin soft
ESD bringt igus jetzt eine neue Energiekette für Reinräume auf den
Markt, die nicht nur abriebfest ist, sondern auch ableitfähig. Für Konstrukteure
ist sie ein Gamechanger, da sie deutlich mehr Flexibilität
und Platzersparnis bei der Energieführung von Leitungen ermöglicht.
Winzige elektrostatische Entladungen (Electrostatic Discharge, ESD) sind für
das Auge nicht sichtbar, können aber in der Halbleiter- und Elektronikfertigung
empfindliche Produkte beschädigen. Entsprechend wichtig ist es, dass alle Maschinenkomponenten,
die in der Nähe dieser Produkte zum Einsatz kommen,
einen ESD-Schutz haben. Doch das ist bei der Führung von Energie- und Datenleitungen
keine Selbstverständlichkeit, da sie in der Regel nicht ableitfähig
sind. „Viele Konstrukteure realisieren spezielle Abschirmungen, die allerdings
wertvollen Platz im Reinraum verschwenden“, sagt Kira Weller, Produktmanagerin
e-ketten und Reinraum-Expertin bei igus. Eine ebenso unpraktische Alternative
sei es, einen großen Abstand zum Produkt zu halten, was ebenfalls zu
Platzproblemen führen kann. Um dieses Dilemma zu lösen, hat igus eine neue
Variante der reinraumtauglichen Energiekette e-skin soft entwickelt: die e-skin
„WIR SIND
FÜR SIE DA.“
FULLSERVICE FOR
CLEANROOM SOLUTIONS
– GMP- und Nutzerberatung
– Dokumentenerstellung nach
EU-GMP-Leitfaden; Annex 15
– partikuläre und mikrobiologische
Qualifizierungen,
Wartungen und Service
inkl. Messtechnik und
Dokumentation für „as built“,
„at rest“ und „in operation“
– Qualifizierungen von
Kühl- und Wärmegeräten
– Hygienepläne, Schleusenordnungen,
SOP‘s
– GMP- und Hygieneschulungen
– Blower-Door-Test
Mit der e-skin soft ESD bringt igus eine abriebfeste und ableitfähige Energiekette
für Reinräume auf den Markt, die für mehr Sicherheit in der Chip- und
Batteriefertigung sorgt. (Quelle: igus SE & Co. KG)
www.reinraumservice.de
NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 15/63
soft ESD, eine kompakte e-kette, die nicht
nur abriebfest ist, sondern dank Additiven
im Material auch ableitfähig. Elektrostatische
Aufladungen lassen sich über die
Anschlusselemente ableiten, ähnlich wie
bei einem Blitzableiter. Kira Weller: „Für
Konstrukteure ist die neue Energiekette ein
Gamechanger, da sie sich ohne zusätzliche
Abschirmungen in der Nähe des Produkts
einsetzen lässt.“
Platzsparende e-kette ermöglicht
enge Biegeradien
Die e-skin soft ESD ist kompakt konstruiert
und benötigt nur wenig Bauraum. Sie
besteht aus einer Ober- und einer Unterschale,
die ein geschlossenes Rohrgehäuse
bilden, das Leitungen, Kabel oder Medienführungen
sicher umschließt. Gefertigt
ist sie aus einem hauseigenen Hochleistungskunststoff,
der einen engen Biegeradius
von 55 mm ermöglicht. Die Innenhöhe
variiert je nach Ausführung zwischen
20 mm, 24 mm, 28 mm und 40 mm, die
Innenbreite zwischen 33 mm, 48mm, 68
mm und 85 mm. Eine weitere Besonderheit:
Dank der ovalen Geometrie und einer
definierten Steifigkeit kann die e-skin soft
ESD, anders als herkömmliche Wellschläuche,
auch freitragende Längen realisieren.
Eine Führung wird somit überflüssig. Darüber
hinaus erweist sich die Energiekette
als besonders langlebig und erreicht eine
Lebensdauer von mehr als 20 Millionen
Doppelhüben.
Jahresrückblick 2025
Produktiv, nachhaltig und
digital in Richtung Zukunft
Auch im vergangenen Jahr zeigte sich wieder, dass Technik „made in
Eschweiler“ auch in außergewöhnlichen Projekten Anwendung findet
– vom Weltraumroboter über einen Parkturm bis zum Fitnessgerät. Um
mehr Platz für eigene Produkte und kundenspezifische Lösungen zu
schaffen, unternahm Rodriguez 2025 einen zukunftsweisenden Schritt:
Mit der Einweihung einer neuen, hochmodernen Fertigungshalle und der
kontinuierlichen Umstellung auf ein neues ERP-System laufen immer
mehr Produktionsprozesse digital und Workflows greifen noch besser ineinander.
Auf dem Weg zur höchsten
Reinheitsstufe ISO Klasse 1
Die e-skin soft ESD wird strengsten Reinraumanforderungen
gerecht. „Der Hochleistungskunststoff
ist extrem abriebfest,
so dass im Betrieb selbst bei schnellen Bewegungen
keinerlei Partikel entstehen“,
betont Kira Weller. Auch Partikel von den
Leitungen können nicht nach außen gelangen,
da sich die Ober- und Unterschale per
Reißverschluss-Prinzip zu einem geschlossenen
Rohr zusammenfügen lassen. „Das
garantiert sowohl Reinraumtauglichkeit als
auch eine schnelle Befüllung und Wartung
der Leitungen“, so Kira Weller. Tests im
hauseigenen Reinraumlabor in Köln, das
gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnik und Automatisierung
(IPA) realisiert wurde, hat die neue Energiekette
bereits mit sehr guten Ergebnissen absolviert.
Die offizielle Zertifizierung wird in
den kommenden Wochen erfolgen.
igus SE & Co. KG
D 51147 Köln
2025 war für Rodriguez ein ereignisreiches Jahr: Unter anderem wurde eine
hochmoderne Fertigungshalle in Betrieb genommen. (Bild: Rodriguez GmbH)
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Seite 16/63
Einer der Höhepunkte war die Einweihung der neuen Fertigungshalle
am Anfang des Jahres: Das 3.000 Quadratmeter
große Gebäude bietet viel Platz für die Fertigung eigener
Produkte und kundenspezifischer Lösungen – ein echter
Meilenstein für die Lineartechnik. Damit einher gehen
weitere Digitalisierungsschritte in der Fertigung, optimierte
Workflows und stabile Produktions-abläufe, auch dank
eines zukunftsfähigen, firmenweiten ERP-Systems. Außerdem
sorgen eine moderne Lüftungsanlage und LED-Beleuchtung
für einen möglichst geringen Energieverbrauch.
„Wir haben mit unserem Neubau-Projekt gezeigt, dass
Nachhaltigkeit und Automatisierung keine Gegensätze sind,
sondern sich gut ergänzen“, so Gunther Schulz, Geschäftsführender
Gesellschafter der Rodriguez GmbH.
Nachhaltig ist auch die Anwendung eines Münchner
Start-ups, das Rodriguez in diesem Jahr mit seinen Kugeldrehverbindungen
unterstützt hat. In dem Vertical-Parking-Turm
des Unternehmens werden PKW übereinander
geparkt – das spart wertvollen Platz in den Städten und verringert
die Bodenversiegelung. Die Kugeldrehverbindungen
sorgen dabei für eine sichere Lagerung des rotierenden
Antriebssystems des Turms. In einer ebenfalls innovativen
Anwendung kommen seit diesem Jahr Kugelgewindespindeln
von Rodriguez zum Einsatz: Sie sind in einer besonderen
Langhantelstange mit beweglichen Griffen verbaut. Die
„Squeezebar“ verfügt dadurch über eine hohe Laufruhe und
Kippstabilität und sorgt für hohe Performance.
Doch nicht nur die Technik, auch die Menschen bei Rodriguez
prägten das vergangene Jahr: Kontinuierliche Fortbildungen
zum Thema Digitalisierung, neue Auszubildende
und zahlreiche Messeauftritte, u. a. auf der All about automation,
bauma, SpaceTech.NRW, automatica oder Nacht
der Unternehmen, zeigen die ganze Innovationskraft des
Unternehmens.
Zum Jahresende hat Rodriguez eine besondere Tradition:
Das Unternehmen verteilt keine Geschenke an Kunden
und Geschäftspartner, sondern spendet an wohltätige
Organisationen der Region. Eine Spende erhalten 2025 u. a.
das Ronald McDonald Haus in Aachen, das Eltern schwerkranker
Kinder in der Nähe von Kinderkliniken ein Zuhause
auf Zeit bietet. Darüber hinaus unterstützt Rodriguez in diesem
Jahr das Vinzenz-Heim in Aachen, das Menschen mit
Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.
Und auch der Tierschutzverein und das Tierheim
der StädteRegion Aachen e.V. können sich über eine Spende
freuen.
Rodriguez GmbH
D 52249 Eschweiler
NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 17/63
CFD-Simulation senkt Risiken in teuren Reinraumprojekten
Prävention statt Schadensbegrenzung
Reinräume sind kostenintensive Bauprojekte. Das Investitionsvolumen liegt zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Quadratmeter,
in der Halbleiterfertigung können sie mit bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter noch deutlich höher ausfallen. Ein
Reinraum mit 1.000 Quadratmetern Fläche erreicht somit schnell Kosten in Millionenhöhe. Dennoch verzichten viele Bauherren
auf eine Maßnahme, die nur einen Bruchteil der Gesamtinvestition ausmacht, jedoch zentrale Risiken minimieren
kann: die strömungs- und partikeltechnische Analyse mittels CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics).
Gespräche mit Herstellern und Ausrüstern zeigen ein überraschend
einheitliches Bild: Simulationen werden selten in frühen Projektphasen
eingesetzt – häufig erst dann, wenn während des Betriebs
unerwartete Strömungsphänomene, Partikelrückführungen oder
Tot-Zonen auftreten. In solchen Fällen müssen Ursachen nachträglich
identifiziert und teils kostenintensiv korrigiert werden. Merkle
CAE Solutions, spezialisiert auf numerische Simulationsberechnungen,
wird oft erst dann hinzugezogen, wenn Probleme bereits
entstanden sind. Dabei ließen sich viele dieser Herausforderungen
im Vorfeld durch digitale Analysen vermeiden.
Eine CFD-Simulation verursacht im Durchschnitt rund ein bis
zwei Prozent der Baukosten eines Reinraums. Bei einem Projektvolumen
von einer Million Euro entspricht dies etwa 5.000 bis 20.000
Euro – ein Betrag, der im Verhältnis zu möglichen Folgekosten gering
ist. Die Simulation ermöglicht die vorausschauende Bewertung
der Luftströmung, die Visualisierung von Partikelbewegungen sowie
die Analyse von Temperaturfeldern. Tot-Zonen, unerwünschte Verwirbelungen
oder kritische Partikelkonzentrationen können so bereits
vor Baubeginn erkannt werden. Für Betreiber sensibler Produktionsanlagen,
etwa in der Optik, Medizintechnik oder Pharmazie,
liefert dies entscheidende Planungssicherheit.
Strömungsprozesse in Reinräumen reagieren empfindlich auf
kleinste Änderungen in Geometrie, Ausstattung und Betriebsparametern.
Erfahrungswerte allein reichen daher oft nicht aus, um komplexe
Wechselwirkungen zuverlässig vorherzusagen. Die Simulation
dient hier als objektive Grundlage, um Luftauslässe, Filterpositionen
oder Maschinenanordnungen so zu gestalten, dass die spezifizierten
Reinheitsklassen dauerhaft eingehalten werden. Fehlplanungen
können erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen – etwa
wenn ein Kunde die Inbetriebnahme verweigert, weil Partikelablagerungen
die Produktqualität beeinträchtigen.
„Mit Multiphysics-Simulationen können wir die Reinräume
in der Zwischenzeit bereits inklusive des dort geplanten Produktions-
und Arbeitsumfeldes simulieren. Damit wissen wir nicht nur,
ob der Reinraum an sich funktioniert, sondern auch, ob die geplante
Produktion so störungs-, keim und Partikelfrei ablaufen kann“, so
Dipl.-Ing. (TU) Stefan Merkle, Geschäftsführender Gesellschafter
der Merkle CAE Solutions GmbH.
Merkle CAE Solutions versteht die CFD-Analyse daher nicht
als Zusatzelement, sondern als integralen Bestandteil einer vorausschauenden
Reinraumplanung. Sie trägt dazu bei, Risiken zu
minimieren, Nacharbeiten zu vermeiden und die Funktionsfähigkeit
hochsensibler Produktionsumgebungen sicherzustellen. Für
Bauherren bedeutet dies, dass sie ein vergleichsweise geringer Planungsaufwand
vor zeit- und kostenintensiven Korrekturen im laufenden
Betrieb schützt.
Merkle CAE Solutions GmbH
D 89518 Heidenheim
Reinraum in der Halbleiterindustrie.
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 18/63
Erfolgreiche
Zusammenarbeit in
der Reinstmedienerzeugung
Reinraumüberwachung
neu gedacht
Mit über 75 Jahren Erfahrung ist die Vetter Pharma-Fertigung
GmbH & Co KG eine der global führenden Contract Development
and Manufacturing Organizations (CDMO) für injizierbare
Wirkstoffe. Das Unternehmen erlebt langfristiges Wachstum und
eine beständig steigende Nachfrage. Um dieser gerecht zu werden,
investiert Vetter in Portfolioerweiterungen und den globalen
Ausbau seiner Standorte. Einer davon ist Langenargen, wo Vetter
seit 1998 flüssige und lyophilisierte Produkte in Vials und Spritzen
abfüllt.
Höchste Qualitätsanforderungen
Derzeit verfügt das Werk über vier Abfülllinien, zwei weitere sollen
zukünftig dazukommen. Doch dafür müssen bestimmte Voraussetzungen
erfüllt sein: So braucht es beispielsweise genügend
Reinstmedien wie Wasser oder Dampf, um die Linien zu beliefern
und zu reinigen. In Langenargen erzeugten vor Kurzem noch zwei
Anlagen per Umkehrosmose gereinigtes Wasser (Purified Water,
PW). War die größere der beiden Anlagen zwecks Sanitisierung
außer Betrieb, konnte die kleinere den Bedarf nicht mehr abdecken.
Um die Produktionskapazitäten nicht nur abzusichern, sondern
in Zukunft auch vergrößern zu können, brauchte Vetter
einen weiteren PW-Erzeuger. Dabei spielten die hohen Qualitätsanforderungen
des Unternehmens eine entscheidende Rolle
– und führten zu einer speziellen Anforderung für das Projekt in
Langenargen: Vetter war auf der Suche nach einem System, das
PW in der Qualität von Wasser für Injektionszwecke (WFI) erzeugen
kann.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
Telefon: +49 7951 4020
D 74654 Crailsheim
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HTS401 - hochgenauer Feuchte- und
Temperatursensor für anspruchsvolle
Klimaregelung
Industrieprozesse unterliegen oft hohen
Anforderungen: extreme Umgebungsbedingungen,
aggressive Medien,
chemisch-intensive Reinigungsprozesse
und gleichzeitiger Bedarf nach
präzisen, ausfallsicheren Messdaten.
Genau hier setzt der HTS401 an. Klassische
Sensorlösungen stoßen dabei
schnell an ihre Grenzen – etwa durch
Kondensation, Korrosion, Temperaturextreme
oder aufwendige Wartungsprozesse.
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NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 19/63
Revolutionäre Chips für die Materialforschung
Fraunhofer IPMS schließt Lücke
in der Charakterisierung von
organischen Halbleitern
Die innovativen Chips des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme
IPMS revolutionieren die Charakterisierung organischer Materialien und beschleunigen
die Entwicklung neuer elektronischer Anwendungen. Ein neu entwickelter
Messadapter ermöglicht erstmals die gleichzeitige Kontaktierung
von bis zu acht Interdigitalelektrodenpaaren und setzt damit neue Maßstäbe
in der präzisen Materialanalyse. Vor dem Hintergrund des wachsenden
Bedarfs an flexiblen und effizienten Technologien leisten
diese hochgenauen Messmethoden einen entscheidenden Beitrag zur
Leistungssteigerung zukünftiger elektronischer Systeme.
Das Fraunhofer IPMS hat einen bedeutenden
Durchbruch in der Materialforschung
erzielt. Mit den neu entwickelten Chips auf
Basis von Interdigitalelektroden lassen sich
empfindliche und innovative Materialien
deutlich effizienter analysieren. Dazu zählen
unter anderem Materialien für organische
Leuchtdioden (OLEDs), organische
Solarzellen, organische Feldeffekttransistoren
(OFET) sowie metalloxidbasierte Gassensoren.
Dies vereinfacht den Testprozess
erheblich, verkürzt Entwicklungszeiten und
stellt einen entscheidenden Fortschritt für
die Entwicklung elektronischer Technologien
der nächsten Generation dar.
m diese Leistungsfähigkeit gezielt an
unterschiedliche Anwendungen anzupassen,
arbeitete das Fraunhofer IPMS in den
vergangenen Jahren eng mit Partnern und
Auftraggebern zusammen. Projektleiter
Henry Niemann erläutert: »Die Chips wurden
kontinuierlich weiterentwickelt, etwa
durch neue Elektrodengeometrien, unterschiedliche
Elektrodenmaterialien sowie
Anpassungen von Gateoxidmaterial und
-dicke.« Bislang stellte insbesondere die
einfache und parallele Kontaktierung mehrerer
Elektroden eine Herausforderung dar.
Mit dem neuen Messadapter ist es dem
Fraunhofer IPMS nun gelungen, diese Lücke
zu schließen. Der Messadapter ermöglicht
die parallele Kontaktierung mehrerer
Interdigitalelektrodenpaare und steigert die
Neuer Messadapter für die gleichzeitige
Kontaktierung von bis zu acht Interdigitalelektrodenpaaren.
© Fraunhofer IPMS
Explosionszeichnung des Messadapters mit
Position des AX1580 Chips. Die roten Buchsen
kontaktieren das Gate, die SMA-Buchsen
kontaktieren je ein Source-Drain-Paar.
© Fraunhofer IPMS
Chip AX1580, 15x15 mm2, mit 8 Gold-Interdigitalelektrodenpaaren
mit einer Kanalweite
von 10 mm und Kanallängen von 2,5; 5, 10 und
20 µm. Der Chip selbst kann als Gateelektrode
genutzt werden, das Gateoxid zwischen Gate
und den Interdigitalelektroden ist typisch SiO2
mit einer Dicke von 230 nm. © Fraunhofer
IPMS
Effizienz und Qualität des Testprozesses
deutlich.
Gruppenleiter Alexander Graf ergänzt:
»Unsere maßgeschneiderten Chips ermöglichen
es Materialforschern, zentrale Kenngrößen
wie Leitfähigkeit, Feldeffekt, Kontaktwiderstand
und Ladungsträgerbeweglichkeit
präzise zu messen und gezielt zu
optimieren.« Damit schaffen sie die Grundlage
für die Entwicklung, Optimierung und
Reproduzierbarkeit von Materialien und
Prozessen für maßgeschneiderte Lösungen,
die den spezifischen Anforderungen der Industrie
entsprechen.
Eine Auswahl der Interdigitalelektroden-Chips
sowie der neue Messadapter
werden auf der Analytica 2026 am Fraunhofer-Stand
A3 - #312 vorgestellt. Dort erhalten
interessierte Besucher Einblicke in konkrete
Anwendungsmöglichkeiten. Individuelle
Termine können vorab über die Webseite
des Fraunhofer-Instituts für Photonische
Mikrosysteme IPMS vereinbart werden.
Fraunhofer-Institut für Photonische
Mikrosysteme IPMS
D 01109 Dresden
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 20/63
Fraunhofer unterstützt
Automobilzulieferer
Brose bei
Einstieg ins Raumfahrt-
und
Satellitengeschäft
Der Automobilzulieferer Brose SE plant den Einstieg
in den Raumfahrt- und Satellitensektor. Dazu
hat das Familienunternehmen im Oktober strategische
Partnerschaften mit dem Fraunhofer-Institut
für Kurzzeitdynamik EMI, dem Fraunhofer-Institut
für Silicatforschung ISC und BERLIN SPACE Consortium
(BERLIN SPACE) geschlossen.
Der Automobilzulieferer Brose SE plant den Einstieg in den
Raumfahrt- und Satellitensektor. Dazu hat das Familienunternehmen
im Oktober strategische Partnerschaften mit
dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI, dem
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und BERLIN
SPACE Consortium (BERLIN SPACE) geschlossen. Ziel der
Kooperationen ist es, Kleinsatelliten und Schlüsselkomponenten
für die Raumfahrttechnologie sowie hocheffiziente
elektrische Antriebssysteme gemeinsam zu entwickeln und
in industrieller Serienfertigung herzustellen.
Mit den Partnerschaften bündelt Brose seine jahrzehntelange
Erfahrung in der Produktion von mechatronischen
Komponenten und Systemen für Automobile mit der wis-
Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI und das
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC unterstützen den
Automobilzulieferer Brose beim Einstieg ins Raumfahrt- und
Satellitengeschäft. © Fraunhofer EMI
NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Seite 21/63
senschaftlichen und technologischen
Expertise seiner Partner. Die
Fraunhofer-Institute bringen neben
der Infrastruktur auch umfassendes
Know-how in Satellitentechnologien
und Materialien ein. BERLIN
SPACE entwickelt elektrische Hall-
Effekt-Antriebe, die Kleinsatelliten
besonders effizient und langlebig
im All bewegen.
Gemeinsam wollen die Partner
die gesamte Bandbreite von Kleinsatelliten
von 50 bis 500 kg abdecken,
neue Technologien schneller
zur Marktreife führen und so die
internationale Wettbewerbsfähigkeit
des Raumfahrtstandorts
Deutschland nachhaltig stärken.
Die Serienfertigung soll am Brose
Standort Würzburg aufgebaut werden.
»Unsere Kooperationen mit
Fraunhofer und BERLIN SPACE
ermöglichen es uns, unsere umfassende
Technologiekompetenz auf
die Raumfahrt zu übertragen und
am Standort Würzburg innovative
Lösungen für die industrielle Serienfertigung
von Satelliten und
Antriebssystemen zu entwickeln.
Damit wollen wir neue Maßstäbe
in der Raumfahrt setzen«, sagt Raymond
Mutz, Geschäftsführer Antriebe
der Brose SE.
Auch die Partner betonen die
strategische Bedeutung der Zusammenarbeit:
»Die Verbindung
von Forschungsexpertise und industrieller
Fertigungskompetenz
schafft die Grundlage für eine
leistungsfähige und skalierbare
Produktion von Satellitenkomponenten«,
so Prof. Dr. Frank Schäfer,
Geschäftsfeldleiter am Fraunhofer
EMI. Norbert Pilz, CEO BERLIN
SPACE: »Unsere Hall-Effekt-Antriebe
sind ideal für Kleinsatelliten
– kompakt, präzise steuerbar und
energieeffizient. Mit Brose können
wir diese Technologie nach industriellen
Maßstäben in Serie fertigen.«
Diese starken Partnerschaften
tragen dazu bei, die industrielle
Fähigkeitslücke Europas im Bereich
NewSpace zu schließen und
den Zugang zu zukunftsweisenden
Technologien im internationalen
Wettbewerb zu sichern.
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik,
Ernst-Mach-Institut, EMI
D 79104 Freiburg
Neuer SUSS-Produktionsstandort
in Zhubei
feierlich eröffnet
– Größtes internationales Investitionsprojekt
der Unternehmensgeschichte planmäßig abgeschlossen
– Standort soll strategische, mittelfristige Wachstumsziele
durch zusätzliche Produktionskapazität unterstützen
– Erste Anlagen aus neuer Fertigung werden Anfang 2026
an Kunden geliefert
SUSS, ein führender Anbieter von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie,
hat am 30. Oktober 2025 den neuen Produktionsstandort in Zhubei
(Taiwan) feierlich eröffnet und damit einen wichtigen strategischen Meilenstein erreicht.
„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren so viele Anlagen gebaut wie nie
zuvor und unser globales Produktionsnetzwerk voll ausgelastet. In Zhubei schaffen
wir zusätzliche Kapazitäten, um unseren mittelfristigen, strategischen Wachstumsplan
zu unterstützen“, so Dr. Thomas Rohe, Vorstand Operations (COO) von SUSS.
Das Unternehmen verfügt nun in Deutschland und in Taiwan über ähnlich hohe und
flexibel einsetzbare Fertigungskapazitäten, die – abhängig von der Kundennachfrage
– für unterschiedliche Anlagen genutzt werden können.
Am neuen Standort kann sich die Fertigungskapazität unter Reinraumbedingungen
in Taiwan auf 6.300 Quadratmeter verdoppeln. Insgesamt verfügt der neue
Standort über eine Innenfläche von rund 18.000 Quadratmetern und bietet den mittlerweile
mehr als 400 SUSS-Mitarbeitenden in Taiwan ein hochmodernes und funk-
Zhubei, Taiwan / Production Facility
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Seite 22/63
tionales Gebäude für Produktion, Entwicklung, Service, Training
und Verwaltung. Durch das hohe Wachstum der vergangenen Jahre
war die Belegschaft in Taiwan zuletzt auf insgesamt acht Standorte,
die nach dem Abschluss des Umzugs aufgegeben werden, verteilt.
Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten rund 15 Mio. €
in den neuen Standort Zhubei investiert – vor allem für die Büround
Reinraumeinbauten. Damit ist Zhubei das größte, internationale
Infrastrukturprojekt in der bisherigen Unternehmensgeschichte von
SUSS.
Feierliche Eröffnung mit mehr als
100 Gästen der Halbleiter-Community
Im Rahmen der feierlichen Eröffnung, an der mehr als 100 geladene
Kunden, Lieferanten, Vertreter aus Politik und lokaler Behörden sowie
Mitarbeitende von SUSS teilnahmen, hob Dr. Thomas Rohe die
Bedeutung des Standorts Taiwan für das Unternehmen hervor: „Wir
haben uns vor einigen Jahren bewusst dafür entschieden, in Taiwan
den aktuell einzigen Produktionsstandort von SUSS außerhalb
Deutschlands zu eröffnen. In der Zwischenzeit haben wir uns als Arbeitgeber
einen Namen gemacht und uns als Bestandteil der taiwanesischen
Halbleiter-Community etabliert.“ Er dankte auch den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz: „Alle Projektbeteiligten
haben den sehr ambitionierten Zeitplan eingehalten und
dafür gesorgt, dass wir heute – nur ein Jahr nach der Unterzeichnung
des langfristigen Mietvertrags – die Eröffnung feiern können.“
Ausbau der Produktionskapazitäten
für Zukunftslösungen in Kundennähe
Burkhardt Frick, CEO von SUSS, betonte in seinem Grußwort die
Bedeutung Taiwans für die Halbleiter- und Halbleiter-Equipment-
Industrie: „Taiwan bietet ein einzigartiges Ökosystem mit hochqualifizierten
Arbeitskräften und Lieferanten sowie mit führenden
Chipherstellern, die den überwiegenden Teil der fortschrittlichsten
Halbleiter für den Weltmarkt herstellen. Wir sind stolz, ein Teil dieses
Ökosystems zu sein und gemeinsam mit unseren Kunden zukunftsweisende
Lösungen für die Industrie zu entwickeln.“
Als Beispiel nannte Frick die heterogene Integration von Chipmodulen,
mit der sich ein größerer Teil des Innovationspotenzials auf
das sogenannte Backend der Halbleiterwertschöpfungskette verlagert.
SUSS adressiert diesen Trend mit dem Geschäftsbereich
Advanced Backend Solutions, der mit Coating-, Imaging- und Bonding-Lösungen
zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt.
In Taiwan produziert SUSS derzeit temporäre Bonder, Coater und
UV-Projektionsscanner – allesamt Lösungen aus dem Segment Advanced
Backend Solutions. Die Fertigstellung erster Anlagen, die in
Zhubei gebaut werden, ist für Anfang 2026 geplant.
SUSS MicroTec SE
D 85748 Garching
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High-Tech-Unternehmen präsentiert auf der Swiss Plastics Expo neuen Markenauftritt
Weiterentwicklung zum
Serienspezialisten für kleine
Kunststoffteile: 1zu1 wird 1zu1scale
Vom Spezialisten für Prototypen zum Produktionspartner
für Serien: Das High-Tech-Unternehmen 1zu1 hat sich in
den vergangenen Jahren systematisch weiterentwickelt. Ab
sofort zeigt sich das auch nach außen: Das Unternehmen
tritt künftig als 1zu1scale am Markt auf. Bei der Swiss Plastics
Expo in Luzern präsentierte 1zu1scale die neue Marke
und die Pläne für das neue Jahr. 2026 steigert der Serienspezialist
die Kapazität im Spritzguss und investiert weiter
in innovative 3D-Druck-Technologien.
1996 gegründet, benannte sich das High-Tech-Unternehmen 2002
in 1zu1 Prototypen um und konzentrierte die Marke 2017 auf 1zu1.
Seither entwickelte sich das Unternehmen vom Spezialisten für Prototypen
und Kleinserien immer mehr zum Partner für die Serienfertigung.
Die Anzahl der gefertigten Bauteile hat sich in den vergangenen
zehn Jahren verzehnfacht. Mit topmodernen 3D-Druck-
Maschinen, Spritzgussfertigung und integriertem Werkzeugbau
realisiert 1zu1scale heute in kurzer Zeit kleine und präzise Kunststoffbauteile
in Serienqualität.
Der gemeinsam mit Silberball Brand Management entwickelte
neue Markenauftritt unterstreicht die Transformation: Der Branchenpionier
aus Dornbirn (Österreich) bietet schnell skalierende
Lösungen. So beschleunigt 1zu1scale die Markteinführung innovativer
Produkte von Kunden in der DACH-Region. Der rechtliche Firmenname
bleibt vorerst unverändert.
„Alle Technologien streben zur Serie. Wir gestalten seit gut 25
Jahren die Zukunft des 3D-Drucks mit und richten uns auch im
Spritzguss auf kleine und besonders anspruchsvolle Bauteile aus.
Wo robuste filigrane Strukturen und komplexe Geometrien gefragt
sind, helfen wir weiter – ohne Umwege im Schnelldurchlauf“, betont
CEO Thomas Kohler.
Mit dem neuen Markenauftritt 1zu1scale wird der seit Jahren vorangetriebene
Wandel zum Serienfertiger auch nach außen sichtbar.
„Die meisten Unternehmen schaffen inzwischen selbst brauchbare
Prototypen. Beim Schritt hin zur Serie steigen wir als Profis ein und
begleiten sie. Die sofortige Möglichkeit zur Skalierung kann für spezialisierte
Branchen wie Medizintechnik und Elektronik zum Gamechanger
werden“, ist Thomas Kohler überzeugt.
Investitionen in Kapazität und Qualität
Als Praxispartner von Maschinenherstellern hat 1zu1scale viele technologische
Meilensteine mitbegleitet. Mit Investitionen in Knowhow,
Maschinen, Prozesse, Automatisierung und Qualitätssicherung
hat das High-Tech-Unternehmen in den vergangenen Jahren
die industrielle Fertigung im 3D-Druck vorangetrieben. Parallel dazu
wurden auch im Spritzguss Qualität und Stückzahlen gesteigert. Im
Reinraum wird seit zehn Jahren gefertigt. Mitte 2025 komplettierte
die Zertifizierung nach EN ISO 13485 das Angebot für Kunden aus
Präsentation von 1zu1scale (von links): Jan Löfving (CEO Prototal Group),
Thomas Kohler (CEO 1zu1scale) und Ronnie Petersson (CCO Prototal
Group). (Foto: 1zu1scale)
der Medizintechnik.
Mit der kürzlich installierten Senkerodiermaschine erweitert
1zu1scale sein Angebot um langlebige Stahlwerkzeuge. „Die hausinterne
Herstellung öffnet neue Türen. Damit sind wir ein kontinuierlicher
Produktionspartner von kleinen Serien bis zur Millionenstückzahl“,
freut sich Thomas Kohler. Im Laufe des Jahres wird 1zu1scale
auch im 3D-Druck die Kapazität mit Investitionen in weitere Großanlagen
der neuesten Generation ausbauen.
Positionierung in der Prototal Group
1zu1scale ist seit 2022 Teil der internationalen Prototal Group mit
Hauptsitz im schwedischen Jönköping. Nordeuropas führender Anbieter
für die industrielle 3D-Druck-Fertigung ist auch im Spritzguss
aktiv. 1zu1scale deckt die DACH-Region ab und fokussiert auf filigrane
und präzise Kleinbauteile. Die Spezialisierung ermöglicht den
passgenauen Kundenservice bei hoher Flexibilität. „Kleine, filigrane
Bauteile landen künftig bei 1zu1scale, für andere greifen wir auf unsere
Partner in der Prototal Group zurück. Das bündelt Ressourcen
und spart Kosten für alle Seiten“, erklärt Thomas Kohler.
Alle Leistungen der Gruppe sind über das Dornbirner Unternehmen
auch in der DACH-Region verfügbar: vom klassischen Prototypenbau
bis zur Großserienfertigung. Die verstärkte Integration ist
zentraler Baustein für die Wachstumsstrategie der Prototal Group,
wie CEO Jan Löfving festhält: „Internationale Standards, lokale Lieferketten
und europaweite Vernetzung garantieren maximale Geschwindigkeit,
Flexibilität und Effizienz. 2026 wollen wir in ganz
Zentraleuropa voll durchstarten. 1zu1scale öffnet als Vorreiter im
DACH-Raum die Türen.“
1zu1 Prototypen GmbH & Co KG
AT 6850 Dornbirn
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Seite 24/63
Elektronikfertigung:
ESD-sicher und abdruckarm
greifen
Sensible Elektronik perfekt bewegt – mit dem neuen Sauggreifermaterial HT1-
ESD von Schmalz. Der Werkstoff löst gleich mehrere kritische Probleme der
Elektronikfertigung gleichzeitig: Er hinterlässt kaum Abdrücke auf Bauteilen,
schützt zuverlässig vor elektrostatischen Entladungen (ESD) und hält Temperaturen
bis 170 Grad Celsius stand.
Ein winziger Fingerabdruck auf einem Halbleiter-Wafer, eine kaum merkliche elektrostatische
Entladung, Leitruß, der Partikel freisetzen kann. Die Folge: kostspielige Fehlproduktion
oder Kontaminationen. Bisher mussten Hersteller Kompromisse eingehen. Schmalz vereint
jetzt alle Anforderungen im neuen Sauggreifermaterial HT1-ESD.
Das Hochleistungsmaterial kombiniert die Eigenschaften der beiden bereits bewährten
Werkstoffe HT1 und NBR-ESD. Die HT1-Komponente sorgt für eine abdruckarme Handhabung,
da sie nur minimale chemische Rückstände auf Bauteilen hinterlässt. Gleichzeitig
widersteht sie Hitze bis 170 Grad Celsius, ohne ihre mechanischen oder chemischen Eigenschaften
zu verlieren. Die hohe Ozonbeständigkeit und Verschleißfestigkeit verlängern die
Lebensdauer der Sauggreifer erheblich. Risse oder Materialdegradation treten nicht auf, wodurch
die Betriebssicherheit gewährleistet wird.
Ohne kritische Zusatzstoffe
Schmalz verbessert den Nutzen für Anwender durch die Materialzusammensetzung: Das
Sauggreifermaterial HT1-ESD kommt dank NBR-ESD ohne externe Beschichtungen und
Leitruß aus. Diese leitfähigen Zusatzstoffe können sich bei Abnutzung ablösen, den ESD-
Schutz beeinträchtigen, den Prozess kontaminieren und zu Ertragsverlusten führen. Elektronikfertiger
profitieren dank des neuen Materials HT1-ESD von sauberen Oberflächen, die
den Ausschuss deutlich reduzieren. Wartungs- und Stillstandszeiten sinken, die Maschinenverfügbarkeit
steigt.
Die Sauggreifer aus dem Material HT1-ESD eignen sich dank minimierter Abdrücke und
maximiertem ESD-Schutz für unterschiedliche Anwendungen in der Elektronikfertigung:
von Haushaltsgeräten über Verbraucherelektronik bis zur Halbleiterherstellung und Endmontage.
Um allen Werkstücken gerecht zu werden, bietet Schmalz die Sauggreifer in unterschiedlichen
Bauformen an.
J. Schmalz GmbH
D 72293 Glatten
Sichere Handhabung sensibler Elektronik: Der
neue Sauggreifer aus dem Material HT1-ESD
bewegt Leiterplatten abdruckarm und schützt
zuverlässig vor elektrostatischen Entladungen.
(Bild: J. Schmalz GmbH)
NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026
Wafer-Handling mit System: Sauger aus
dem Material HT1-ESD schützen vor elektrostatischen
Entladungen und sichern die
Oberflächenqualität sensibler Elektronikbauteile.
(Bild: J. Schmalz GmbH)
Seite 25/63
Architekturbüro Telluride setzt sich durch
Physik-Neubau der TU Berlin
Der Physik-Neubau mit dem Center for Integrated Photonics Research (CIPHOR)
auf dem Ost-Campus der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) wird nach
den Plänen des Architekturbüros Telluride entstehen. Im Rahmen eines Sachverständigenkolloquiums
sprachen sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Bauen und Wohnen als Bauherrin, die Senatsverwaltung für Wissenschaft,
Gesundheit und Pflege als Bedarfsträgerin, sowie die TU Berlin als spätere Nutzerin
für den Entwurf des Architekturbüros Telluride aus. Vorangegangen war ein
zweistufiges Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb, bei
dem fünf Generalplanungsteams Lösungsvorschläge zur Umsetzung der Raumund
Funktionsprogrammatik einreichten.
So soll der Physik-Neubau zukünftig aussehen.
Der TU Physik-Neubau ist das dreieckige Gebäude im Zentrum.
Der Entwurf überzeugt durch eine klare,
funktionale Architektur und eine kompakte
Bauweise. Für das nahezu dreieckige
Grundstück zwischen dem Interdisziplinären
Zentrum für Modulation und Simulation
(IMoS) und dem Wirtschaftsgebäude des
Berliner Zoos in unmittelbarer Nähe vom
Bahnhof Zoologischer Garten, sehen die
Planerinnen und Planer einen Baukörper
mit fünf Obergeschossen vor.
Der gesamte Neubau umfasst eine
Nutzfläche von 4.496 m² bei einem Kostenrahmen
von 93,75 Mio. Euro, davon 6,7 Mio.
Euro allein für neue Forschungsgroßgeräte.
Neben der Bundesförderung in Höhe von
31,325 Mio. Euro finanziert die TU Berlin
den Neubau aus eigenen Mitteln.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung,
Bauen und Wohnen:
„Wir bauen für Berlin. Die Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, Bauen und
Wohnen leistet als Bauherrin mit dem Forschungsbau
einen wichtigen Beitrag zur
Stärkung des Wissenschaftsstadtortes Berlin.
Dem Architekturbüro Telluride ist ein
Entwurf gelungen, der den modernen Ansprüchen
an das Gebäude für Experimentalphysik
mehr als entspricht. Die Lehrenden
und Studierenden werden dort nach der
Fertigstellung ein optimales Umfeld haben,
um an Zukunftstechnologien wie Photonik,
Quantenphysik und Halbleiterforschung erfolgreich
zu lernen und zu forschen.“
Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft,
Gesundheit und Pflege:
„Photonik, Quantenphysik und Halbleiterforschung
sind Schlüsselwissenschaften,
die unsere technologische Zukunft
prägen werden. Sie ermöglichen schnellere
Datenverarbeitung, präzisere Messverfahren
und völlig neue Anwendungen in Medizin,
Kommunikation und Energie. Mit dem
Neubau schaffen wir ein Umfeld, in dem
diese Technologien vorangetrieben und
ihre Potenziale für Berlin und weit darüber
hinaus erschlossen werden können. Dass
die Teilfinanzierung des CIPHOR durch die
Forschungsförderung des Bundes gelungen
ist, ist zugleich ein Ausdruck des wissenschaftspolitischen
Erfolgs des Landes Berlin,
das damit seine führende Rolle in diesen
Zukunftsfeldern weiter stärkt.“
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Seite 26/63
Lars Oeverdieck, Kanzler der TU Berlin:
„Ich freue mich über die Jury-Entscheidung
sehr und noch mehr, dass es jetzt mit
großen Schritten weiter geht. Die TU Berlin
benötigt diesen Neubau dringend, da das
Bestandsgebäude der Physiker*innen so
stark sanierungsbedürftig ist, dass einzig
dieser Ersatz-Neubau als Lösung infrage
kommt. Nur so kann die TU Berlin den Anforderungen
an die exzellente Forschung
auch weiterhin gerecht werden.“
Prof. Dr. Michael Kneissl, TU-Professor
für Experimental-Physik und CIPHOR-
Sprecher:
„Es war vor allem die Funktionalität, die
mich an diesem Entwurf überzeugt hat. Die
Planer haben sehr gut verstanden, worauf es
bei einem derart spezialisierten Gebäude
ankommt. Mit dem Physik-Neubau erhält
die Forschung zur integrierten Quantenphotonik
an der TU Berlin eine zukunftsweisende
Basis, die die Physik der nächsten
Jahrzehnte maßgeblich prägen wird.“
Die Fassade wird die innere Organisation
nach außen spiegeln. Ergänzt wird sie
durch Terrassen als Kommunikationszonen
und Holzelemente in den oberen Etagen.
Herzstück des Gebäudes bildet der im zweiten
Obergeschoss geplante Reinraum: Mit
einer stützenfreien Breite von 14 Metern soll
er optimale Bedingungen für die hochspezialisierte
Forschung bieten. Eine Begrünung
von Fassade und Dach sowie der Einsatz von
Photovoltaik sorgen neben Systemen zur
Wärmerückgewinnung für Nachhaltigkeit.
Im Erdgeschoss entstehen Epitaxie-Labore
sowie eine Werkstatt, die eine einfache
Einbringung großer Geräte ermöglicht. Die
Labore für Laser- und Röntgenanalytik sind
im Untergeschoss geplant, während die Bereiche
für photonische Quantentechnologien
im ersten Obergeschoss untergebracht
werden. Sie werden stark schwingungsisoliert
und temperatur- und feuchtestabil
ausgeführt für optimale Forschungsbedingungen.
Auf der zum IMoS ausgerichteten
Gebäudeseite werden Büroflächen, Co-
Working-Spaces und Besprechungsräume
angesiedelt. Der Haupteingang ist im Süden
angeordnet; die Anlieferung ist über die
Müller-Breslau-Straße von Nordosten vorgesehen.
Von 2019 bis 2021 wurde ein städtebauliches
Gutachterverfahren durchgeführt, das
den Standort der zukünftigen Physik in der
Müller-Breslau-Straße 11-12 bestätigte, ein
Bebauungsplan für das Gebiet Hertzallee
Nord befindet sich in Aufstellung.
Unter der Federführung der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung, Bauen und
Wohnen werden die nun beauftragten Ingenieurinnen
und Ingenieure zusammen mit
der TU Berlin den ausgewählten Entwurf
weiter ausarbeiten und umsetzen. Ziel ist es,
mit dem Bauen in 2028 zu beginnen.
Technische Universität Berlin
D 10587 Berlin
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ChemiSphere App für sofortigen Zugriff über 2D-Barcodes auf Produktdokumentation
und Qualitätsdaten der Life-Science-Produkte von Merck.
Merck führt ChemiSphere®-App für
einfacheren Zugriff auf digitale Daten
und höhere Laboreffizienz ein
– Direktes Bindeglied zwischen physischen Produkten und digitalen Arbeitsabläufen
für Reduzierung manueller Schritte und Effizienzsteigerung
– Sofortiger Zugriff auf Produktdokumentation wie Sicherheitsdatenblätter (SDS) und Analysezertifikate (CoA)
– Baut auf der Merck M-Trust-Plattform für sichere und rückverfolgbare Laborprozesse auf
Merck, ein führendes Wissenschafts- und
Technologieunternehmen, gab heute den
Start der ChemiSphere®-App bekannt.
Dieses digitale Tool erlaubt Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern, über 2D-Barcodes
auf den Life-Science-Produkten von
Merck sofortigen Zugriff auf Produktdokumentation
und Qualitätsdaten. Die App
baut auf der sicheren digitalen Traceability-
Plattform M-Trust des Unternehmens auf.
Sie wurde entwickelt, um den Datenabruf
schneller und zuverlässiger zu machen, wodurch
Labors manuelle Schritte reduzieren
und die Datenintegrität verbessern können.
„Die ChemiSphere®-App führt exemplarisch
vor, wie die M-Trust-Technologie
Arbeitsabläufe in nahtlose digitale Erlebnisse
verwandelt“, so Thomas Endress,
Leiter M-Trust bei Merck. „Die App steht
beispielhaft für die Zukunft wissenschaftlicher
Arbeit, in der physische Produkte und
digitale Daten eine Einheit bilden und so die
Arbeit der Kunden erleichtern. Sie erhalten
nicht nur unmittelbar Zugang zu benötigten
Informationen, sondern auch das Vertrauen
in die Produkte wird gestärkt.“
Der erste kommerzielle Anwendungsfall
der App wurde in Zusammenarbeit mit
der Metrohm AG aus Herisau in der Schweiz
entwickelt. Gemeinsam haben die Unternehmen
eine Lösung entwickelt, die Titrations-
und Karl-Fischer-Reagenzdaten von
den Reagenzflaschen direkt an den OM-
NIS-Titrator von Metrohm überträgt. Dieser
nahtlose Prozess schließt eine kritische
Lücke bei der digitalen Datenintegrität, verbessert
die Effizienz von Titrationsabläufen
maßgeblich und verhindert Fehler bei der
Datenübermittlung.
Mit der Einführung der ChemiSphere®-
App unterstreicht Merck seine Ambition,
intelligente digitale Tools zu entwickeln, die
die tägliche Laborarbeit vereinfachen und
wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen.
„Im Chemielabor können selbst kleine
Verbesserungen beim Arbeitsablauf einen
entscheidenden Einfluss auf die Effizienz
und die Fehlerquote der Datenübertragung
haben“, sagte Rajeev Nair, Leiter des Chemiegeschäftes
des Unternehmensbereiches
Life Science. „Durch die direkte Verknüpfung
der Reagenzdaten mit der Gerätesoftware
und die Reduzierung manueller
Schritte hilft die ChemiSphere®-App Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern,
das Risiko manueller Eingabefehler zu eliminieren
und die Analyseabläufe im Labor
zu optimieren.“
Weitere App-Funktionen umfassen:
– Sofortiger Zugriff auf Analysezertifikate
und Sicherheitsdatenblätter
– Produktauthentifizierung durch sichere
Scanfunktion, wobei Qualitätsdaten mit
dem physischen Artikel verknüpft werden
– Integration mit der Merck M-Trust-
Plattform zur Unterstützung digitaler
Produktpässe und Maßnahmen zur
Fälschungssicherheit
Die App baut auf der Merck M-Trust-
Plattform auf, die im Januar 2025 eingeführt
wurde, um die Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit
und Fälschungssicherheit branchenübergreifend
zu verbessern. M-Trust
ermöglicht es Unternehmen, die Qualität
und Echtheit von Produkten zu überprüfen,
indem physische Produkte sicher mit ihren
digitalen Zwillingen verknüpft werden. Dies
schafft Vertrauen und ermöglicht eine solide
Qualitätskontrolle für Produkte und ihre
digitalen Produktpässe (DPP).
Die ChemiSphere® -App ist für Kunden
im App Store und auf Google Play verfügbar.
Merck KGaA
D 64293 Darmstadt
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Seite 28/63
MASTER OF PURITY
Reinraum-Tücher
HiTech-Sondertücher
Reinraum-Papier
gefertigt im Ostseewerk Lübeck
Semiconductor Medical
Microelectronics Space
CLEAR & CLEAN Werk für Reintechnik GmbH
info@clearclean.de www.cleanboss.de
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Seite 29/63
Chargencodierung als Schlüssel
für Rückverfolgbarkeit, Produktsicherheit
und Compliance
Rückverfolgbarkeit ist heute kein optionales Qualitätsmerkmal
mehr, sondern in vielen Branchen gesetzlich vorgeschrieben.
Chargencodierung bildet dabei die Grundlage
für transparente Produktionsprozesse, gezielte Rückrufaktionen
und rechtssichere Kennzeichnung.
Ob Lebensmittel, Arzneimittel, Kosmetik oder technische Produkte
– die eindeutige Kennzeichnung von Produktionschargen ist aus
modernen Produktions- und Lieferketten nicht mehr wegzudenken.
Sie ermöglicht es Unternehmen, Produkte eindeutig ihrer Herstellungsgruppe
zuzuordnen und im Ernstfall schnell und gezielt zu reagieren.
Was ist Chargencodierung?
Eine Charge bezeichnet eine Gruppe von Produkten, die unter gleichen
Bedingungen innerhalb eines definierten Produktionszeitraums
hergestellt wurde. Bei der Chargencodierung erhält diese
Gruppe einen eindeutigen Code, der in der Regel aus Zahlen, Buchstaben
oder einer Kombination beider besteht und direkt auf dem
Produkt oder der Verpackung angebracht wird.
Die Chargennummer erlaubt es, jedes einzelne Produkt seiner
Produktionscharge zuzuordnen. Im Gegensatz zur Serialisierung,
bei der jedes Produkt eine individuelle Kennung erhält, tragen alle
Produkte einer Charge denselben Code. Typischerweise enthält
eine Chargennummer Informationen wie Produktionsdatum, Herstellungsort,
fortlaufende Nummern oder Qualitätsmerkmale. Häufig
orientieren sich Unternehmen dabei an den Empfehlungen des
GS1-Systems; nicht selten wird die Kennzeichnung mit dem Buchstaben
„L“ für Los oder Lot eingeleitet.
LSS V Chargencodierung
(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)
Warum Chargencodierung unverzichtbar ist
Die Bedeutung der Chargencodierung liegt vor allem in drei Bereichen:
Produktsicherheit, Qualitätskontrolle und betriebliche
Effizienz. Wird beispielsweise in der Lebensmittelproduktion eine
Verunreinigung festgestellt, ermöglicht eine korrekte Chargenkennzeichnung,
ausschließlich die betroffene Produktionscharge
zurückzurufen. Ohne diese Zuordnung müssten im Zweifel alle Produkte
vom Markt genommen werden – mit erheblichen wirtschaftlichen
Folgen.
Darüber hinaus schafft Chargencodierung Transparenz entlang
der gesamten Lieferkette. Hersteller können nachvollziehen, welche
Rohstoffe wann verarbeitet wurden, welche Maschinen beteiligt waren
und an welche Kunden die Produkte ausgeliefert wurden. Diese
Rückverfolgbarkeit reduziert Haftungsrisiken, schützt Verbraucher
und erleichtert die Ursachenanalyse bei Qualitätsabweichungen.
Auch logistisch bringt Chargencodierung Vorteile: Mithilfe des
FIFO-Prinzips (First In, First Out) lassen sich Lagerbestände effizient
steuern, Verfall vermeiden und Ausfallzeiten in der Produktion
reduzieren.
Programm Hand Scan
(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)
STS T Karton Chargencodierung
(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)
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Produktionsgeschwindigkeit und Haltbarkeitsanforderungen:
– Continuous Inkjet (CIJ):
Bewährt für hohe Produktionsgeschwindigkeiten und nahezu
alle Oberflächen, von Kunststoff über Glas bis Metall.
– Thermal Inkjet (TIJ):
Wartungsarm, präzise und besonders geeignet für Kartonagen
und Faltschachteln, zunehmend auch für glatte Materialien.
– Laserkennzeichnung:
Dauerhafte, wischfeste Markierungen ohne Verbrauchsmaterialien,
geeignet für hohe Taktraten und anspruchsvolle Umgebungen.
– Thermotransferdruck (TTO):
Insbesondere für Etiketten und Folienverpackungen geeignet,
mit hoher Druckqualität und Beständigkeit.
Moderne Kennzeichnungssysteme lassen sich häufig kombinieren
und durch Kamerasysteme zur automatischen Qualitätsprüfung
ergänzen.
Einsatz in zahlreichen Industriezweigen
FM Kanister variable Daten (Copyright: b+b Automationsund
Steuerungstechnik GmbH)
Gesetzliche Vorgaben in verschiedenen Branchen
In zahlreichen Industrien ist die Chargencodierung gesetzlich
verpflichtend:
– Lebensmittelindustrie:
Die EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 verpflichtet Unternehmen
zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten
Lebensmittelkette. Informationen zu Herkunft und Weitergabe
müssen den Behörden kurzfristig zur Verfügung gestellt werden,
häufig innerhalb von 24 Stunden. Die Dokumentationspflicht
beträgt in der Regel mindestens fünf Jahre.
– Pharmaindustrie:
Hier gelten besonders hohe Anforderungen. Die EU-Richtlinie
2011/62/EU schreibt neben der Chargendokumentation auch eine
Serialisierung vor. Ergänzend gelten GMP-Vorgaben und Richtlinien
der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Aufbewahrungsfristen
reichen je nach Produkt von mindestens fünf bis zu
30 Jahren.
– Medizinprodukte:
Seit Inkrafttreten der Medical Device Regulation (MDR) müssen
Medizinprodukte mit einer Unique Device Identification
(UDI) gekennzeichnet werden. Diese enthält unter anderem die
Chargennummer und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit über die
europäische Datenbank EUDAMED. Die Aufbewahrungsfristen
liegen häufig bei zehn bis 15 Jahren.
– Kosmetik:
Die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 schreibt eine
verpflichtende Chargenkennzeichnung vor, um Inhaltsstoffe und
Produktionsbedingungen nachvollziehen zu können.
Fehlt die vorgeschriebene Kennzeichnung, drohen Bußgelder,
Verkaufsverbote oder weitere rechtliche Konsequenzen.
Technologien zur Chargencodierung
Für die Anbringung von Chargencodes kommen unterschiedliche
Druck- und Markierverfahren zum Einsatz, abhängig von Material,
Chargencodierung ist in nahezu allen Industrien relevant: von Lebensmitteln
und Getränken über Pharma, Kosmetik und Chemie bis
hin zu Automobilbau, Elektronik und Luft- und Raumfahrt. Überall
dort, wo Sicherheit, Qualität und Nachvollziehbarkeit eine Rolle
spielen, ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Produktion.
Bestandteil moderner Qualitätssicherung
Auch Qualitätsmanagementnormen wie die DIN EN ISO 9001:2015
fordern eine durchgängige Rückverfolgbarkeit. Chargendaten liefern
wertvolle Informationen für die kontinuierliche Verbesserung
von Prozessen, etwa bei der Analyse von Lieferanten, Maschinen
oder Produktionszeiten.
Durch die Integration in ERP-Systeme wird die Chargenverwaltung
heute weitgehend automatisiert – vom Wareneingang über die
Produktion bis zur Auslieferung. Das reduziert manuelle Fehler und
stellt sicher, dass im Bedarfsfall alle Informationen sofort verfügbar sind.
Digitale Erfassung und Industrie 4.0
Neben klassischen Barcodes kommen zunehmend QR-Codes und
RFID-Technologien zum Einsatz. Während Barcodes grundlegende
Informationen abbilden, ermöglichen QR-Codes die Speicherung
umfangreicher Zusatzdaten. RFID-Tags erlauben eine kontaktlose
Erfassung, auch ohne Sichtkontakt, und bieten vor allem in Logistik
und Lagerhaltung erhebliche Effizienzgewinne.
Die Kombination aus präziser Kennzeichnung und digitaler Datenerfassung
ist ein zentraler Baustein von Industrie 4.0 und Smart
Manufacturing.
Fazit
Chargencodierung ist weit mehr als eine formale Pflicht. Sie ist ein
zentrales Element moderner, sicherer und effizienter Produktion.
Angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender
Erwartungen an Transparenz wird ihre Bedeutung weiter
zunehmen. Unternehmen, die frühzeitig in zuverlässige Kennzeichnungs-
und Rückverfolgbarkeitslösungen investieren, schaffen die
Grundlage für langfristige Rechtssicherheit, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.
b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH
D 64760 Oberzent
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Seite 31/63
Neues Verfahren für stabile
und langlebige Festkörperbatterien
Forschenden des Paul Scherrer Instituts PSI ist ein Durchbruch auf dem Weg zur praktischen Anwendung von Lithium-
Metall-Festkörperbatterien gelungen – der nächsten Generation von Akkus, die mehr Energie speichern, sicherer sind und
schneller laden als herkömmliche Lithiumionen-Batterien.
Festkörperbatterien gelten als vielversprechende Lösung für Elektromobilität,
mobile Elektronik und stationäre Energiespeicherung
– unter anderem, weil sie keine brennbaren flüssigen Elektrolyte
benötigen und daher grundsätzlich sicherer sind als herkömmliche
Lithiumionen-Batterien.
Allerdings stehen zwei zentrale Probleme der Marktreife im
Weg: Einerseits bleibt die Bildung von Lithiumdendriten an der
Anode ein kritischer Punkt – winzige nadelartige Metallstrukturen,
die den lithiumionenleitenden Festelektrolyten zwischen den
Elektroden durchdringen, sich in Richtung Kathode ausbreiten und
letztlich interne Kurzschlüsse verursachen. Andererseits besteht
eine elektrochemische Instabilität an der Grenzfläche zwischen der
Lithium-Metall-Anode und dem Festelektrolyten, was die langfristige
Leistung und Zuverlässigkeit der Batterie beeinträchtigt.
Um diese beiden Hindernisse zu überwinden, entwickelte das
Team um Mario El Kazzi, Leiter der Gruppe Batteriematerialien und
Diagnose am Paul Scherrer Institut PSI, ein neues Fertigungsverfahren:
«Wir haben zwei Ansätze kombiniert, die gemeinsam sowohl
den Elektrolyten verdichten als auch die Grenzfläche zum Lithium
stabilisieren», so der Wissenschaftler. Über ihre Ergebnisse berichtet
das Team im Wissenschaftsjournal Advanced Science.
Was sind Festkörperbatterien?
Elektrolyten sind zentrale Bauteile in wiederaufladbaren Batterien,
da sie den Ionenfluss zwischen Anode und Kathode ermöglichen.
Festkörperbatterien besitzen im Gegensatz zu klassischen Lithiumionen-Batterien
einen festen Elektrolyten. Das macht sie gleich
doppelt überlegen: Zum einen enthalten sie keine brennbaren flüssigen
Komponenten – der Betrieb ist also deutlich sicherer. Zum anderen
versprechen Festkörperbatterien mit dünnem Lithiummetall
als Anode höhere Energiedichten. Damit könnten etwa Elektroautos
künftig spürbar grössere Reichweiten erzielen.
Das Problem mit der Verdichtung
Im Mittelpunkt der PSI-Studie steht der Argyrodit-Typ Li₆PS₅Cl
(LPSCl), ein sulfidbasierter Festelektrolyt aus Lithium, Phosphor
und Schwefel. Das Mineral weist eine hohe Lithiumionenleitfähigkeit
auf, was einen schnellen Ionentransport innerhalb der Batterie
ermöglicht – eine wesentliche Voraussetzung für hohe Leistung und
effiziente Ladeprozesse. Das macht Argyrodit-basierte Elektrolyten
zu vielversprechenden Kandidaten für Festkörperbatterien. Die Umsetzung
scheiterte jedoch bisher daran, das Material ausreichend zu
verdichten, sodass keine Hohlräume entstehen, in die Lithiumdendriten
eindringen könnten.
Zur Verdichtung des Festelektrolyten setzten Forschungsgruppen
bislang auf zwei Ansätze: Entweder pressten sie das Material bei
Raumtemperatur unter sehr hohem Druck oder sie wendeten Heisspressverfahren
an, die Druck mit Temperaturen von über 400 Grad
Celsius kombinieren. Beim letzteren Prozess, dem sogenannten
klassischen Sintern, werden die Partikel durch die Anwendung von
Wärme und Druck zu einer dichteren Struktur verschmolzen.
Beide Methoden führten jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen:
Das Pressen bei Raumtemperatur ist unzureichend, weil
es zu einer porösen Mikrostruktur und übermässigem Kornwachstum
führt. Die Verarbeitung bei sehr hohen Temperaturen wiederum
birgt das Risiko, dass der Festelektrolyt zersetzt wird. Um einen
robusten Elektrolyten sowie eine stabile Grenzfläche zu erhalten,
mussten die PSI-Forschenden daher einen neuen Ansatz verfolgen.
Der Temperatur-Trick
Mit einem innovativen Herstellungsprozess zur Batterie der
Zukunft: PSI-Forschende zeigen in einer aktuellen Studie, wie sich Festkörperbatterien
kostengünstig, effizient und langlebig produzieren lassen.
Das Bild zeigt eine Testzelle, in der die am PSI entwickelte
Festkörperbatterie hergestellt und getestet wird.
© Paul Scherrer Institut PSI/Mahir Dzambegovic
Um Argyrodit zu einem homogenen Elektrolyten zu verdichten, bezogen
El Kazzi und sein Team den Faktor Temperatur zwar mit ein,
allerdings auf behutsamere Weise: Anstelle des klassischen Sinterverfahrens
wählten sie einen schonenderen Ansatz, bei dem das Mineral
unter mässigem Druck und bei moderater Temperatur von nur
etwa 80 Grad Celsius gepresst wurde. Dieses sanfte Sintern führte
zum Erfolg: Die moderate Wärme und der ausgeübte Druck sorgten
dafür, dass sich die Partikel wie gewünscht anordneten, ohne die
chemische Stabilität des Materials zu verändern. Die Partikel im Mineral
gingen enge Bindungen miteinander ein, poröse Stellen wurden
kompakter und kleine Hohlräume schlossen sich. Das Ergebnis
ist eine kompakte, dichte Mikrostruktur, die gegen das Eindringen
von Lithium-Dendriten gewappnet ist. In dieser Form ist der Festelektrolyt
bereits bestens für einen schnellen Lithiumionen-Transport
geeignet.
Die sanfte Sinterung allein reichte aber nicht aus. Um auch bei
hohen Stromdichten, wie sie beim schnellen Laden und Entladen
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Seite 32/63
Bestwerte nach 1500 Durchgängen
Links: Poröser Festelektrolyt, durch den Lithium-Dendriten (grau) bis zur
Lithiumoberfläche (silbern) vordringen können; die Grenzfläche ist nur
durch eine natürliche Grenzschicht (rosa) geschützt. Rechts: Am Paul
Scherrer Institut PSI hergestellter, dicht gesinterter Festelektrolyt mit stabilisierender
Lithiumfluorid-Beschichtung (blau), die das Eindringen von
Dendriten verhindert und die Lithiumoberfläche schützt. © Paul Scherrer
Institut PSI/Jinsong Zhang
auftreten, zuverlässig zu funktionieren, benötigte die Festkörperzelle
eine weitere Modifikation. Dazu wurde eine 65 Nanometer dünne
Beschichtung aus Lithiumfluorid (LiF) unter Vakuum verdampft
und gleichmässig als ultradünner Film auf die Lithium-Oberfläche
aufgetragen – sie dient als Passivierungsschicht an der Grenzfläche
zwischen Anode und Festelektrolyt.
Diese Zwischenschicht erfüllt eine doppelte Funktion: Einerseits
verhindert sie die elektrochemische Zersetzung des Festelektrolyten
bei Kontakt mit dem Lithium und unterdrückt so die Bildung
von «totem», inaktivem Lithium. Andererseits wirkt sie als physikalische
Barriere, die das Eindringen der Lithiumdendriten in den Festelektrolyten
verhindert.
In Laborversuchen mit Knopfzellen zeigte die Batterie unter anspruchsvollen
Bedingungen eine aussergewöhnliche Leistung. «Ihre
Zyklusstabilität bei hoher Spannung war bemerkenswert», sagt Jinsong
Zhang, Doktorand und Hauptautor der Studie. Nach 1500 Aufund
Entladevorgängen hatte die Zelle noch etwa 75 Prozent ihrer
ursprünglichen Kapazität behalten. Es wanderten also immer noch
drei Viertel der Lithiumionen von der Kathode zur Anode. «Ein herausragendes
Ergebnis. Diese Werte zählen zu den besten, die bisher
gemeldet wurden.» Zhang sieht deshalb gute Chancen, dass Festkörperbatterien
herkömmliche Lithiumionen-Batterien mit Flüssigelektrolyt
in puncto Energiedichte und Haltbarkeit bald übertreffen
könnten.
El Kazzi und sein Team zeigen damit erstmals, dass die Kombination
aus mildem Sintern des Festelektrolyten und einer dünnen
Passivierungsschicht auf der Lithium-Anode sowohl die Dendritenbildung
als auch die Grenzflächeninstabilität wirksam unterdrückt
– zwei der hartnäckigsten Herausforderungen bei Festkörperbatterien.
Diese kombinierte Lösung markiert einen wichtigen Fortschritt
für die Festkörperbatterieforschung – auch, weil sie ökologische und
wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt: Aufgrund der niedrigen
Temperaturen spart der Prozess Energie und damit Kosten. «Unser
Ansatz ist eine praktische Lösung für die industrielle Herstellung
von Festkörperbatterien auf Argyroditbasis», so El Kazzi. «Noch ein
paar zusätzliche Anpassungen – und wir könnten loslegen.»
Paul Scherrer Institut
CH 5232 Villigen PSI
WIR MESSEN
NACH NORMEN
ISO 14644
VDI 2083
GMP
ANNEX 1
MEDIZINISCHE DRUCKLUFT
UND WEITERE EDELGASE
ISO 8573 + PHARMACOPEIA
C-tec Cleanroom-Technology GmbH
Tübinger Straße 47 D 72127 Kusterdingen
Tel.: +49 7071 6887180 Fax: +49 7071 688718700
E-Mail: public@c-tec.de www.c-tec.de
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Eigenständiger Reinraum vertieft
die Spezialisierung
Zollner baut
Kompetenzen in
Thailand weiter aus
Bluechips Microhouse Co., Ltd., Teil der Zollner Unternehmensgruppe,
hat eine neue Reinraumanlage am Standort in Chiang Mai,
Thailand, offiziell eröffnet. Die Erweiterung unterstreicht Zollners
kontinuierliches Engagement für den Ausbau von Kapazität und
Leistungsfähigkeit in internationalen Märkten.
Der Bau des neuen Reinraumgebäudes begann im Juni 2025.
Dank der standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb
Zollners konnte ein ambitionierter Zeitplan eingehalten werden:
Die Anlage wurde innerhalb von sechs Monaten errichtet und als
ISO‐Klasse 7 zertifiziert. Die 1.000 m² große Einrichtung wurde als
eigenständige Struktur konzipiert, um die strikte Einhaltung von
Reinraumstandards in Logistik, Montage und Verpackung sicherzustellen.
Die Eröffnungsfeier fand im Beisein von Vertreterinnen und
Vertretern der Geschäftsleitungen von Bluechips und Zollner sowie
strategischen Partnern statt, die künftig von der neuen Anlage profitieren
werden. Nach Besichtigungen des Hauptwerks und des neu
errichteten Reinraums wurden die Gäste zu einem authentischen
Lanna‐Markt eingeladen – eine Würdigung der thailändischen und
der deutschen Kultur, die die Zusammenarbeit zwischen Zollner und
Bluechips prägt.
Markus Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands der Zollner
Elektronik AG, betonte die zentrale Bedeutung der Expansion in
Thailand für die strategische Ausrichtung von Zollner: „Mehr denn
je brauchen unsere Kunden globale Lösungen von Zollner. Durch die
Stärkung unseres Fertigungsnetzwerks hier in Thailand stellen wir
weiterhin eine verlässliche Zusammenarbeit mit unseren Schlüsselpartnern
sicher.“
Die neue Reinraumanlage ist die erste Erweiterung seit der
Übernahme von Bluechips im Juli 2025. Sie bekräftigt Zollners Bekenntnis
zu einer erweiterten globalen Präsenz, Kundennähe und
ausgebauten Leistungsfähigkeit.
Zollner Elektronik AG
D 93499 Zandt
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Seite 34/63
RAUMEDIC erweitert Vorstand: Bianca Holler
wird Chief Human Resources Officer
Bianca Holler, Chief Human Resources
Officer (CHRO) und
Mitglied des Vorstandes der
RAUMEDIC AG.
“Mit der Erweiterung des Vorstands
um eine eigenständige
CHRO-Position verankern
wir die strategische Bedeutung
unserer Mitarbeitenden auch
strukturell auf höchster Ebene“,
erklärt Jürgen Werner, Vorsitzender
des Aufsichtsrats. „Unser
Vorstandsteam hat sich im vergangenen
Jahr hervorragend bewährt.
Mit Bianca Holler stärken
wir es weiter und setzen ein klares
Signal: Unsere Mitarbeitenden
sind der Schlüssel zum Erfolg
von RAUMEDIC.“
Strategische HR-Projekte erfolgreich vorangetrieben
Bianca Holler ist seit Mai 2023 Teil von RAUMEDIC und hat in ihrer
bisherigen Funktion als Global Vice President Human Resources
bereits maßgeblich zur strategischen Weiterentwicklung der Personalarbeit
beigetragen. Unter ihrer Verantwortung hat RAUMEDIC
die Personalarbeit strategisch neu aufgestellt: von der Modernisierung
der Leistungsbeurteilung über die Weiterentwicklung der Führungskultur
bis hin zur systematischen Messung und Verbesserung
der Mitarbeiterzufriedenheit.
„In meiner neuen Rolle als CHRO möchte ich dazu beitragen,
dass wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um weiterhin
eine Kultur zu leben, in der Menschen ihr volles Potenzial entfalten
können“, sagt Bianca Holler.
Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Medizintechnik
Holler verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Human
Resources in der Medizintechnikbranche. Vor ihrem Wechsel zu
RAUMEDIC war sie bei Ottobock als Head of Global HR tätig und
verantwortete dort die weltweite Personalarbeit sowie nachhaltige
Kultur- und Entwicklungsprojekte.
Ab dem 1. Januar 2026 besteht der Vorstand der RAUMEDIC
AG aus vier gleichberechtigten Mitgliedern: Bianca Holler (CHRO),
Thomas Knechtel (CTO), Klaus Schabert (COO) und Dr. Robert
Schilling (CFO).
Raumedic AG
D 95233 Helmbrechts
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PEARL Project-Setup
Siemens-Studie definiert Standards
für Sicherheit, Effizienz und Flexibilität
in Life Science-Laboren neu
– Weltweit erster unabhängiger Vergleichstest von Laborlüftungssystemen unter realen
Belastungsbedingungen liefert bahnbrechende Erkenntnisse
– Ergebnisse lassen sich direkt auf Planung, Optimierung und Betrieb von Laboren weltweit anwenden
– Siemens entwickelt Smart Lab Ecosystem weiter, um die Labore der Zukunft sicherer, anpassungsfähiger
und nachhaltiger zu machen
Siemens hat die Ergebnisse einer umfassenden unabhängigen Studie
zur Laborlüftung im Bereich Life Sciences vorgestellt. Die Studie
wurde zwischen November 2024 und Februar 2025 in Zusammenarbeit
mit der H. Lüdi + Co. AG, einem Anbieter von Komponenten
und Systemlösungen für moderne Labore und Siemens Xcelerator-Partner,
durchgeführt. Die Hochschule Luzern (HSLU) in der
Schweiz wurde als unabhängiges Forschungs- und Prüfinstitut mit
der Durchführung aller Messaktivitäten beauftragt. Das Projekt mit
dem Namen PEARL war das weltweit erste dieser Art, bei dem verschiedene
Lüftungs- und Luftverteilungsanlagen für Labore unter
kontrollierten, realen Bedingungen verglichen wurden.
Während der Testphase wurden drei verschiedene Luftzufuhranlagen
in sieben unterschiedlichen Konfigurationen unter vergleichbaren
Bedingungen geregelt und gemessen und bis an ihre
Grenzen belastet. Daraus ergeben sich einzigartige Datenerkenntnisse
für jedes System, die den Vergleich bestimmter Situationen
unter Berücksichtigung diverser Faktoren wie Sicherheit und Kontaminationskontrolle,
Benutzerkomfort, Systemflexibilität, Anpassungsfähigkeit
und Lüftungseffizienz ermöglichen.
Die Studie zeigt, dass eine präzise Volumenstromregelung entscheidend
ist für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in Laborumgebungen.
Eine Überversorgung mit Luft kann kontrollierte Bedingungen
beeinträchtigen sowie zu höheren Kosten und höheren
CO₂-Emissionen führen. Auffallend war, dass in einigen Szenarien
weniger als die Hälfte der Luftmenge benötigt wurde, wodurch eine
um 45 Prozent bessere Belüftungseffizienz erreicht und eine bessere
Abführung von gefährlichen Gasen und Wärme nachgewiesen
wurde. Ein besser kontrollierter Volumenstrom führte außerdem zu
einer bis zu 29 Prozent schnelleren Erholzeit nach simuliertem Verschütten,
was die Sicherheit und den Komfort der Nutzer direkt verbessert.
Darüber hinaus empfiehlt das Projekt PEARL eine Abkehr
von der Gestaltung von Laborräumen für einen einzigen, spezifischen
Verwendungszweck hin zur Schaffung flexibler Umgebungen
der nächsten Generation, die von null bis zu 300 Watt pro Quadratmeter
skalierbar sind. Diese fortschrittlichen Systeme sind optimal
dimensioniert und kontrolliert und liefern genau die Luftmenge, die
für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Komfort erforderlich
ist. Gleichzeitig sparen sie Energie und reduzieren CO₂-Emissionen.
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Seite 36/63
Im Rahmen des Projekts PEARL haben wir drei führende Lüftungssysteme
unter identischen, kontrollierten Bedingungen in unserem Pilotlabor
in Zug getestet. Wir haben neun Leistungsfaktoren gemessen – von der
Partikelentfernungsgeschwindigkeit über den Benutzerkomfort bis hin
zur Lüftungseffizienz – mithilfe von Wärmelasten, intelligenten Sensoren,
Aerosolrückgewinnungstests und Laservisualisierung.
Während der Durchführung der physischen Tests erstellte Siemens
ein digitales Modell des gesamten Projektaufbaus, einschließlich
Simulation der Tests selbst. „Der Vergleich unseres digitalen
Modells aus dem Projekt PEARL mit realen Messungen ergab eine
erstaunliche Genauigkeit. Dank dieser validierten Erkenntnisse
können wir die Leistung, Sicherheit und den Komfort zukünftiger
Labordesigns direkt im digitalen Zwilling optimieren“, sagte Tim
Walsh, Global Solution Director für Life Sciences bei Siemens Smart
Infrastructure.
Aufgrund von Investitionen in Forschung und Entwicklung, Innovationen
in der Biotechnologie und einer wachsenden Pipeline
neuer Medikamente steigt die Nachfrage nach Laborflächen in allen
Schlüsselregionen. Allein im Vereinigten Königreich werden Schätzungen
zufolge in den nächsten fünf Jahren eine Million Quadratmeter
an zusätzlichen Laborflächen benötigt, um den prognostizierten
Forschungsbedarf zu decken. Die Ergebnisse der Studie tragen
dazu bei, den dringenden Bedarf an sichereren, flexibleren und
energieeffizienten Laboren zu decken.
Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Projekt PEARL hat
Siemens das Smart Lab Ecosystem (SLE) weiterentwickelt. Das SLE
ist ein modulares Infrastruktur-Kit, mit dem sich hochgradig anpassungsfähige
und skalierbare Laborumgebungen schaffen lassen, die
auf spezifische Forschungsbedürfnisse zugeschnitten werden können
– von der Grundlagenforschung bis hin zu Hochsicherheitslaboren.
Es ermöglicht eine um bis zu 80 Prozent schnellere Planung
und Konfiguration aller Arten von Laborumgebungen bis hin zur
Biosicherheitsstufe 2.
„Das Projekt PEARL ist bahnbrechend für die Laborindustrie“,
fügte Walsh hinzu. „Zum ersten Mal verfügen wir über reale Daten,
die unsere digitalen Modelle nicht nur bestätigen, sondern uns auch
ermöglichen, diese zu verfeinern und Labore zu entwickeln, die hinsichtlich
Sicherheit, Komfort und Effizienz wirklich optimal sind.
Das Smart Lab Ecosystem baut auf dieser Grundlage auf und bietet
unseren Kunden eine komplette, schlüsselfertige Lösung, die sowohl
innovativ als auch zukunftssicher ist. Wir bauen nicht einfach
nur Labore, sondern schaffen intelligente Umgebungen, die wissenschaftliche
Entdeckungen beschleunigen und den Fortschritt auf
Jahre hinaus vorantreiben werden.“
Siemens AG
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Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern. (Copyright: Angst+Pfister
Sensors and Power AG)
Outgassing unter Kontrolle
– Reinheit in der
Halbleiterfertigung sichern
Wesentliche Fakten auf einen Blick
– evolast® setzt einen neuen Massstab für Reinheit in der Halbleiterindustrie:
Entwickelt für ultra-niedrige Ausgasungsleistung,
die die Prozessintegrität in kritischen Plasma-, Temperatur- und
Nasschemieumgebungen schützt.
– Der fortschrittlichste niedrig ausgasende Elastomerwerkstoff:
evolast® gewährleistet kontaminationsfreie Abdichtung und
langfristige Zuverlässigkeit in Halbleiter-Dichtungslösungen,
unterstützt höhere Waferausbeuten und reduziert Wartungsstillstände.
– 100% europäisch entwickelt und im Reinraum gefertigt: evolast®
kombiniert vier Jahrzehnte Erfahrung in Perfluorelastomeren mit
validierten Ergebnissen der thermischen Desorptionsspektroskopie
(TDS), die eine Gesamtausgasung von nur 0,02 ppm bestätigen
und einen neuen Standard für ultra-saubere Dichtungsmaterialien
setzen.
In der Halbleiterfertigung bestimmen Präzision und Reinheit den
Erfolg. In den ultrareinen Umgebungen der Waferproduktion können
selbst mikroskopisch kleine Verunreinigungen ganze Fertigungsläufe
gefährden. Ausgasung – das Freisetzen von Gasen oder
Dämpfen aus Materialien unter Hitze oder Vakuum – ist eine stille,
aber ernste Bedrohung für die Prozessintegrität.
Dies ist der Grund, warum evolast® von Angst+Pfister, eine leistungsstarke,
niedrig ausgasende Familie von Perfluorelastomeren,
für die Entwicklung von Dichtungslösungen der nächsten Generation
in der Halbleiterindustrie unverzichtbar ist. Vollständig in Europa
entwickelt und hergestellt, bietet evolast® unübertroffene Prozessstabilität,
Reinheit und Zuverlässigkeit unter den anspruchsvollsten
Plasma-, Temperatur- und Nasschemiebedingungen der Branche.
Die Herausforderung: Ausgasung in Halbleiterumgebungen
In der Waferproduktion kann die Materialauswahl darüber entscheiden,
ob ein Prozess Präzision im Nanometerbereich erreicht oder
durch katastrophale Kontamination beeinträchtigt wird.
Unter Einwirkung von Vakuum, Plasma oder hohen Temperaturen
können Elastomere flüchtige organische Verbindungen (VOCs),
Feuchtigkeit oder andere Verunreinigungen freisetzen. Diese Emissionen
können sich auf Waferoberflächen ablagern, die Plasmauniformität
beeinträchtigen und Defekte oder verringerte Ausbeuten
verursachen.
Selbst geringste Ausgasungsmengen können die Prozesschemie
in CVD- oder Ätzkammern verändern und kostspielige Ausfallzeiten
sowie Reinigungszyklen verursachen.
Ingenieure suchten lange nach niedrig ausgasenden Elastomeren,
die Reinheit mit Haltbarkeit verbinden. Standard-FKM-Materialien
reichen oft nicht aus, insbesondere bei längerer Plasmaexposition.
Der Bedarf an Perfluorelastomer-O-Ringen, die bei hohen
Temperaturen und aggressiven chemischen Umgebungen fehlerfrei
funktionieren, ist größer denn je.
Die Lösung: evolast® FFKM für ultra-saubere Leistung
Zur Bewältigung der anhaltenden Herausforderung der Ausgasung
in der Halbleiterfertigung hat Angst+Pfister die evolast®-FFKM-
Reihe speziell konzipierter Dichtungswerkstoffe geschaffen, die die
Materialstabilität neu definieren.
Jeder evolast®-Werkstoff kombiniert eine exakt abgestimmte
Polymerarchitektur mit kontrollierter Reinraumverarbeitung, um
eine möglichst geringe molekulare Abgabe im Betrieb sicherzustellen.
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Leistungsnachweis
Angst+Pfister führte umfangreiche TDS-Tests durch, um das Ausgasungsverhalten
unter vakuumähnlichen Bedingungen der Halbleiterindustrie
zu quantifizieren.
– Testbedingungen: Temperaturanstieg von Umgebung auf +200°C
über 120 Minuten, anschliessend 120 Minuten Halten im beheizten
Vakuum (insgesamt 240 Minuten).
– Ergebnisse: Alle evolast®-Werkstoffe zeigten aussergewöhnlich
niedrige Gesamtfreisetzung von flüchtigen Bestandteilen.
– Ergebnis: Minimale molekulare Emission bedeutet reduzierte
Waferkontamination, stabile Plasmabedingungen und längere
Wartungsintervalle.
Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern.
(Copyright: Angst+Pfister Sensors and Power AG)
Diese Ergebnisse bestätigen, dass evolast® unter thermischem,
plasma- und chemischem Stress zuverlässig arbeitet und in jeder
Phase der Chipproduktion Sauberkeit und Konsistenz sicherstellt.
Anwendungsfall: Abdichtung einer Plasmaätzkammer
Herausforderung:
Ein Wafer-Ätzwerkzeug, das unter hoher Plasmaintensität arbeitet,
benötigte Dichtungsmaterialien, die während langer Plasmaexposition
weder degradieren noch molekulare Verunreinigungen freisetzen.
Konventionelle Elastomere zeigten Oberflächenerosion und
messbare VOC-Abgabe nach mehreren hundert Stunden.
Lösung:
Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern.
(Copyright: Angst+Pfister Sensors and Power AG)
Alle evolast®-Varianten durchlaufen eine ultrapure Endreinigung
und Vakuumverpackung, wodurch vor der Installation absolute
Oberflächenreinheit garantiert wird.
Werkstoffwissenschaft hinter der Reinheit
Über Jahrzehnte hinweg hat Angst+Pfister die evolast®-FFKM-Formulierung
auf Basis von Polymerstrukturen optimiert, die besonders
widerstandsfähig gegen thermische Degradation und chemische
Angriffe sind.
– Die PS1-Serie bietet überlegene Beständigkeit für Nasschemieprozesse
und stellt sicher, dass Dichtungen weder degradieren
noch Verunreinigungen in säure- oder lösungsmittelbasierte
Bäder abgeben.
– Die PS2-Serie hält extremen thermischen Umgebungen wie
LPCVD und Rapid Thermal Processing stand und bietet
Betriebstemperaturen bis +340°C.
– Die PS3-Serie, entwickelt für Plasma- und Gasabscheidung,
weist aussergewöhnlich niedrige Ausgasung und minimalen
Metallgehalt auf – entscheidend für Reinraumbetriebe.
In jedem Fall behält evolast® die Dichtungsintegrität über Tausende
von Prozesszyklen hinweg.
Durch den Einsatz von evolast® PS341 – einem Perfluorelastomer,
das für Sauerstoff- und Fluorplasma entwickelt wurde – erreichte
die Anlage stabile Leistung mit vernachlässigbarer Ausgasung. Die
Dichtungen behielten ihre Integrität bis +330°C mit minimalem
Druckverformungsrest und ohne sichtbare Oberflächenabnutzung.
Laborvalidierung:
Zur Bestätigung führte Angst+Pfister TDS-Tests an mehreren evolast®-Sorten
(PS221, PS251, PS321, PS341, PS342, PS343) durch, um
die Gasfreisetzung unter Hochtemperatur und Vakuum zu messen.
Jede Probe wurde linear von Raumtemperatur auf +200°C über
120 Minuten erhitzt und dann weitere 120 Minuten gehalten.
Die Ausgasungskurven zeigen, dass alle evolast®-Compounds
selbst bei längerer Einwirkung hoher Temperaturen extrem niedrige
Desorptionswerte aufweisen.
Video Q&A: Ausgasungstests und Materialreinheit
Im Interview erklärt Simone Lavelli, technischer Experte für Compoundentwicklung
bei Angst+Pfister, wie das Unternehmen evolast®-FFKM-Werkstoffe
mittels TDS und Reinraumfertigungsprotokollen
validiert.
Zuschauer erhalten Einblick in den Zusammenhang zwischen
molekularer Reinheit, Prozesszuverlässigkeit und der Bedeutung von
Ausgasungskontrolle für die Integrität moderner Halbleiterprozesse.
https://youtu.be/vAsvqtLscRE
Fazit
In der Halbleiterindustrie definiert Reinheit die Leistung. Jede Dich-
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Seite 39/63
tungskomponente spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung
von Prozesszuverlässigkeit, Anlagenverfügbarkeit und Waferausbeute.
Mit evolast® setzt Angst+Pfister einen neuen Massstab für
niedrig ausgasende Elastomere, indem modernste Polymertechnik
mit vollständiger europäischer Produktionskontrolle kombiniert
wird. Über alle evolast®-Werkstoffe hinweg zeigen strenge TDS-
Tests aussergewöhnlich niedrige Gesamtmassenverluste, was herausragende
chemische und thermische Stabilität unter Vakuum und
hohen Temperaturen bestätigt.
Diese Leistung spiegelt die Präzision der evolast®-Perfluorelastomerstruktur
wider. Ein hochfluoriertes Polymergerüst, optimierte
Vernetzungsdichte und ultra-saubere Compoundierung
ergeben ein stabiles Netzwerk, das Degradation und Oxidation widersteht.
Diese Eigenschaften verhindern die Freisetzung von Verunreinigungen
und erhalten die Materialintegrität selbst unter den
anspruchsvollen Plasma- und Chemiebedingungen der Halbleiterfertigung.
Das Ergebnis ist messbar: konstante Dichtungsleistung, längere
Wartungsintervalle und erhöhte Prozessreinheit, die direkt zu höheren
Waferausbeuten und niedrigeren Gesamtbetriebskosten führen.
evolast® vereint die von Ingenieuren geforderte Robustheit mit der
Reinheit, die moderne Halbleiterfertigung verlangt.
Indem evolast® molekulare Stabilität, Reinheit und Prozesssicherheit
gewährleistet, etabliert es seine Rolle als entscheidender
Wegbereiter für Innovationen in der Halbleiterindustrie – und
schafft Vertrauen im Kern eines jeden Chips.
Angst+Pfister Sensors and Power AG
CH 8050 Zürich
SÜDPACK Medica mit neuem
Service für die Gesundheitsbranche
MedHub nennt sich ein neuer Service der SÜDPACK Medica. Per Telefon, E-Mail oder online können komfortabel ab sofort
hochwertige, vorgefertigte Beutel in üblichen Standardformaten und definierten Losgrößen bestellt werden. Die in ISO-
Reinräumen hergestellten Verpackungslösungen des MedHubs sind stets auf Lager und entsprechen selbstverständlich
den höchsten Qualitätsstandards der Medizinbranche.
Konsequente Kundenorientierung und zuverlässige Lieferung zum
Wunschdatum oder just in time: MedHub ist erste Wahl für medizinische
Einrichtungen und Zulieferer, die Standardbeutel schnell
und ohne großen Aufwand zum effizienten, sicheren Verpacken
ihrer Produkte benötigen. Die SÜDPACK Medica hat hierfür im gerade
erweiterten, ISO 7 zertifizierten Werk im französischen Coulmer
ihre Prozesse so optimiert, dass eingehende Bestellungen umgehend
bearbeitet und unverzüglich auf den Weg gebracht werden
können.
Die vorgefertigten Beutel lassen sich an verschiedenen Stellen
der Wertschöpfungskette in der Pharmaindustrie einsetzen, beispielsweise
für das Verpacken von Produkten wie Stopper, Filter
oder Konnektoren. Sie finden aber auch als einfache Transferverpackung
etwa für Glasflaschen, Ampullen oder Spritzen Verwendung,
die zur Verabreichung von flüssigen Parenteralen wie etwa Infusionen
notwendig sind und daher vor der Befüllung absolut keimfrei
sein müssen.
Derzeit umfasst das Portfolio neben Rollenware aus Tyvek maßgeblich
3-Rand-Siegelbeutel aus Folie und Tyvek, die sterilisationsfähig,
durchstoßfest und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit
sind. Die Beutel verfügen über die erforderlichen Barriereeigenschaften
für maximalen Produktschutz und können dank der exzellenten
Peeleigenschaften des Materials einfach und schnell auch im
stressigen Arbeitsalltag geöffnet werden. Für schwerere Produkte
stehen zusätzlich 3-Rand-Siegelbeutel aus PA/PE in unterschiedlichen
Größen zur Auswahl, die sich durch eine zuverlässige mikrobielle
Barriere auszeichnen und nicht zuletzt auch für die Gammasterilisation
geeignet sind.
Die unter Reinraumbedingungen produzierten Beutel sind permanent
auf Lager und jederzeit abrufbar. Ihre hohe Qualität und Sicherheit
wie auch ihre regulatorische Konformität untermauert die
SÜDPACK Medica mit entsprechenden Zertifikaten.
Der neue Service richtet sich explizit an Kunden, die kontinuierlich
Standardprodukte für ihre täglichen Verpackungsanforderungen
benötigen und die hierbei auf hohen Bestellkomfort und kurze
Lieferzeiten Wert legen. Selbstverständlich sind auch weiterhin individuelle
Beutellösungen bei freier Wahl von Formaten, Materialkombinationen
und Öffnungssystemen realisierbar, die sowohl bedruckt
als auch unbedruckt bestellt werden können, unterstreicht
der Hersteller.
SÜDPACK Medica AG
CH 6341 Baar
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Seite 40/63
Anwender profitieren von Kooperation zwischen Familienunternehmen und Start-up
Automatisierung macht
personalisierte Medizin bezahlbar
Trifft die Innovationskraft von Start-ups auf das Know-how renommierter Familienunternehmen,
kann aus der Kooperation etwas entstehen, von dem nicht nur
die beteiligten Unternehmen profitieren, sondern auch Umwelt und Anwender.
Der Fluidikexperte Bürkert ist eine Partnerschaft mit Green Elephant Biotech,
den Spezialisten für nachhaltige Zellkultur- und Labortechnik, eingegangen.
Die Produkte machen den Nutzen deutlich: Ein innovatives Zellkultursystem
reduziert die Kosten der personalisierten Medizin erheblich und die Laborverbrauchsmaterialien
aus dem pflanzenbasierten Kunststoff Polylactid (PLA) haben
einen positiven Effekt auf das Ökosystem.
Felix Wollenhaupt (Green Elephant Biotech)
und Hendrik Faustmann (Bürkert Fluid Control
Systems) freuen sich über die Kooperation.
(Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)
dem profitiert die Kooperation von der regionalen
Nähe und der gemeinsamen Muttersprache.
Felix Wollenhaupt, Mitgründer und
Geschäftsführer bei GEB erläutert: „Bürkert
ist attraktiv für uns als Technologiepartner,
weil wir mit der Zusammenarbeit die Lücken
in der Gerätentwicklung, Fluidsteue-
Verschiedene Produkte wie z.B. CellScrew® mini adapter von Green Elephant Biotech profitieren
von der Kooperation und ermöglichen regeneratives Wirtschaften, von dem Mensch und Umwelt
direkt profitieren. (Quelle: Green Elephant Biotech)
Nicht selten wird die Innovationskraft eines
Start-ups ausgebremst, sobald ein Investor
einsteigt und zu komplexe Prozesse überstülpt.
Bei der Kooperation zwischen dem
Familienunternehmen Bürkert Fluid Control
Systems und Green Elephant Biotech
(GEB), den Spezialisten für nachhaltige
Zellkultur- und Labortechnik, wurde deshalb
bewusst darauf geachtet, genau das
zu verhindern. Davon profitieren nun nicht
nur beide Unternehmen, sondern auch
die Anwender (Bild 1). Als Biotech-Experte
für nachhaltige Zellkulturtechnik im
Life-Sciences-Bereich ist das Start-up ein
innovativer Akteur in der Biotechnologie-
Branche. Dieses Know-how und die entsprechenden
Netzwerke sind für den Fluidikexperten
sehr hilfreich. Das Familienunternehmen
wiederum bringt langjähriges
Know-how in der Planung und Entwicklung
automatisierter Fluidiklösungen ein. Außerrung,
Regelungstechnik und auch die ganze
Systemintegration schließen.“
Produkte für regeneratives Wirtschaften
An verschiedenen Produkten von GEB zeigt
sich, welchen konkreten Nutzen Anwender
aus der Kooperation ziehen: Personalisierte
Medizin und Laborverbrauchsmaterialien
aus pflanzenbasiertem Kunststoff (Bild 2).
Personalisierte Medizin kann Leben retten,
ist meist jedoch sehr teuer. Das liegt daran,
dass die Produkte in individuellen Losgrößen
hergestellt werden, dennoch einen
ähnlich hohen Aufwand in Dokumentation
und Qualitätssicherung nach sich ziehen
wie eine Serienfertigung. Gerade die Lohnkosten
führen hier zu den hohen Produktkosten,
die teilweise im sechs- bis siebenstelligen
Eurobereich liegen. Durch Automatisierung
kann das innovative Zellkultursystem
CellScrew Personalkosten einsparen
und personalisierte Medizin nachhaltig und
effizient herstellen. Sie kommt dadurch in
einen Preisrahmen, der von Krankenkassen
übernommen werden kann. Durch die
Partnerschaft, bei der Know-how aus den
Bereichen der Fluidik-Automatisierung und
der Biotechnologie zusammenkommen,
entsteht ein erheblicher gesellschaftlicher
Mehrwert. Ähnliches gilt für die Produkte
aus pflanzenbasiertem Kunststoff (PLA) der
Biotechnologen. Herkömmliches Laborverbrauchsmaterial
wie Petrischalen, Pipettenspitzen
oder Reaktionsgefäße setzt in
der Regel auf Polystyrol, ein Kunststoff, der
nicht biologisch abbaubar und daher in der
Entsorgung problematisch ist. Hier können
die PLA-Alternativen einen wichtigen Einfluss
auf nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen
nehmen. Die Produkt-Beispiele
machen deutlich, welcher volkswirtschaftliche
Nutzen aus einer Kooperation von
innovativen Start-ups und renommierten
Familienunternehmen mit flexiblen Strukturen
entstehen kann. Die Fluidikexperten
sind daher für weitere Kooperation offen
zum Beispiel in den Branchen Food & Beverage,
New Food, Labor oder erneuerbare
Energien.
Bürkert GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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Markenauftritt unter neuer Dachmarke
Aus Infrareal und Pharmaserv wird INNEXIS
Authentisch und zukunftsorientiert: INNEXIS bündelt
Leistungen unter einer Dachmarke für mehr Wirkung bei
Kunden und Stakeholdern.
Die Infrareal Gruppe tritt ab sofort mit einem einheitlichen Markenauftritt
unter der neuen Dachmarke INNEXIS auf. Zur Infrareal
Gruppe gehören die Pharmaserv GmbH, die den Pharma & Life
Science Park Behringwerke in Marburg betreibt und zudem spezialisierte
Leistungen im Bereich Logistik und Engineering anbietet.
Weiterhin gehören zur Unternehmensgruppe die Pharmapark Jena
GmbH, als Eigentümer und Betreiber des Parks im Zentrum von
Jena/ Thüringen sowie die Pharmapark Orth Management GmbH,
die den Pharma- und Biotech-Standort im niederösterreichischen
Orth betreibt. Mit klarer Positionierung will das Unternehmen seine
Rolle als führender Infrastrukturanbieter für die Pharma- und Life-
Science- Branche weiter ausbauen. Die Spezialisierung auf die besonderen
Anforderungen der Pharma- und Biotechunternehmen,
kombiniert mit tiefem regulatorischem Know-how, GxP-Kompetenz
und Nähe zu den entscheidenden Prozessschnittstellen sorgen
dabei für Sicherheit und Effizienz bei Kunden.
Warum der neue Markenauftritt?
Bisher traten die verschiedenen Unternehmenssparten mit eigenen
Profilen auf. Mit der neuen Dachmarke werden diese Aktivitäten zusammengeführt,
um Kommunikation und Marktauftritt zu vereinfachen.
Für Kunden, Partner und Investoren bedeutet das mehr Übersichtlichkeit,
klar erkennbare Zuständigkeiten und eine konsistente
Ansprache. Künftig erhalten sie alle Informationen zu den Leistungen
aus einer Hand mit vereinfachtem Zugang zu den spezialisierten
Lösungen in Engineering und Logistik. Gleichzeitig soll der einheitliche
Auftritt für eine stärkere internationale Sichtbarkeit sorgen
und die Expansionsbestrebungen des Unternehmens unterstützen.
„Ein neuer Name allein verändert nichts. Aber mit der neuen
Dachmarke INNEXIS sprechen wir mit einer klaren Stimme, bündeln
unsere Expertise und geben Orientierung. So entsteht für
unsere Kunden – vom Start-up bis zum globalen Pharma- und Biotechkonzern
– genau das, was sie brauchen: Klarheit und Vertrauen.
Unter INNEXIS schaffen wir einen Auftritt, der die Stärken unserer
Pharma & Life Science Parks und spezialisierten Engineering und
Logistik Lösungen sichtbar macht. Für unsere Kunden, Partner und
Investoren heißt das: weniger Umwege, mehr Orientierung und ein
vereinfachter Zugang zu den Leistungen“, sagt Dr. Martin Egger,
CEO der INNEXIS Unternehmensgruppe.
Was ändert sich?
Alle bisherigen Kommunikationskanäle und Markenauftritte werden
ab dem 9. Dezember 2025 auf die neue Dachmarke umgestellt.
Neben dem Webauftritt umfasst das auch die bisherigen Social-Media-Kanäle
der Unternehmensgruppe sowie die direkte Kundenansprache.
„Gerade in einer Branche, in der Vertrauen, Transparenz und Sicherheit
entscheidend sind, sorgt der einheitliche Auftritt für Verlässlichkeit
und Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können
sich darauf verlassen, dass sie künftig alle relevanten Informationen
an einer Stelle finden“, ergänzt Kerstin von Heemskerck, Director
Corporate Communications & Marketing.
Die Umstellung auf die neue Dachmarke erfolgt ab dem 9. Dezember
2025. In einem weiteren Schritt werden zu Beginn des kommenden
Jahres die Umfirmierungen und entsprechenden Änderungen
im Handelsregister bzw. Firmenbuch in Österreich vorgenommen.
Mit dem Launch wird INNEXIS nicht nur ein konsistentes Erscheinungsbild
präsentieren, sondern auch die Weichen stellen, um
künftige Kommunikations- und Wachstumsstrategien noch stärker
auf die Bedürfnisse der Zielgruppen auszurichten.
Infrareal Holding GmbH & Co. KG
D 35041 Marburg
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Wichtige Meilensteine für die 2027 geplante Markteinführung erreicht
Vetter forciert Markteinführung des neuen V-
OVS® next Spritzenverschluss-Systems
– Neue Studien belegen hohe Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit
– Design finalisiert und Vorbereitungen für die serielle Fertigung gestartet
– Neue Funktionen setzen einen neuen Standard
Vetter, Partner globaler Pharma- und Biotechunternehmen
für die Herstellung lebensverbessernder
Medikamente, arbeitet
mit Hochdruck an der für 2027 geplanten
Markteinführung des V-OVS® next, der
nächsten Generation seines erfolgreichen
Spritzenverschluss-Systems V-OVS®. Nach
einer bereits Anfang 2025 erfolgreich abgeschlossenen
Studie hat Vetter nun weitere
Meilensteine in der laufenden Entwicklung
erreicht: Eine zweite Human-Factors-Studie
sowie eine wichtige Funktionsstudie
bestätigen die positiven Ergebnisse für das
neue Verschlusssystem. Außerdem wurde
das Design des neuen Top-Produktes finalisiert
und die Vorbereitung zur seriellen Fertigung
auf den Weg gebracht.
Vertiefte Erkenntnisse aus
mehreren Studien
Während sich die erste Human-Factors-
Studie auf Produkt und Benutzer konzentrierte,
umfasste die zweite Studie zusätzlich
eine nutzungsbezogene Risikoanalyse. Sie
bestätigt die intuitive, sichere und effektive
Handhabung von V-OVS® next. Auch das
Design wurde von den Studienteilnehmern
als benutzerfreundlich bewertet. Unter
anderem verringere sich die Wahrscheinlichkeit
einer Fehlbedienung, so eines der
Ergebnisse. Vetter hat darüber hinaus die
strukturelle Leistungsfähigkeit des neuen
Systems während der Herstellung und
Handhabung getestet.
„Unser Ziel war es, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit
und Design so zu kombinieren,
dass Anwender einen echten Mehrwert
erhalten“, sagt Dr. Claus Feussner, Senior
Vice President Development Service bei
Vetter. „Die positiven Studienergebnisse
bestätigen, dass wir dieses Ziel mit dem V-
OVS® next erreichen.“
Partner und Lieferanten
frühzeitig involviert
Zum mehrstufigen Entwicklungsprozess
bei Vetter gehört auch die aktive Einbindung
von Partnern und Lieferanten.
So stellt das Unternehmen seinen Spritzenglas-Lieferanten
im nächsten Schritt
Muster zur Verfügung. Damit erhalten die
Zulieferer die Gelegenheit, die Implementierung
in ihrer Produktion über eine Reihe
unterschiedlicher Spritzenformate hinweg
zu testen.
„Die ersten Biopharma-Kunden haben
uns bereits auf der Pharmapack 2025
positives Feedback gegeben. Nun freuen
wir uns darauf, auch einige Glaslieferanten
einzubinden und ihre Meinung zu unserem
weiterentwickelten Verschlusssystem zu erfahren“,
sagt Lars Hahn, Senior Vice President
Global Sales Organization bei Vetter.
„Wir haben bereits erfolgreiche Gespräche
mit mehreren Partnern entlang der Wertschöpfungskette
geführt. Deren durchweg
ermutigende Reaktionen bestärken uns auf
dem Weg zur Markteinführung.“
Intuitivere Handhabung, innovative
Funktionalität, hochwertiges Design
Das neue Spritzenverschluss-System, entwickelt
auf Basis umfangreicher Marktstudien
und Kundenfeedbacks, vereint intuitive
Handhabung, innovative Funktionalität
und ein hochwertiges Design. Es ist für eine
Vielzahl von Spritzenformaten geeignet.
Insbesondere soll das neue System Anwendungen
in den Bereichen Augenheilkunde,
ästhetische Injektionen, Rekonstitutionslösungen
und Biologika weiter verbessern
sowie sicherer und einfacher gestalten.
Auch nach der Markteinführung des
neuen V-OVS® next wird Vetter weiterhin
das bewährte Verschlusssystem V-OVS®
anbieten. Mit der Einführung der nächsten
Generation erweitert Vetter sein Lösungsportfolio
für spritzenbasierte Produkte.
Darüber hinaus verwenden V-OVS® und
V-OVS® next die gleichen Kontaktmaterialien,
was ein Upgrade auf das neue System
als Lebenszyklusmaßnahme für bestehende
Arzneimittel oder als Differenzierungsmerkmal
für neue Arzneimittel erleichtert.
V-OVS® next montiert auf einer Spritze. © Vetter Pharma International GmbH
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
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Mit dem HTS401 stellt E+E Elektronik die nächste Generation der Feuchte- und Temperaturmessung vor:
Eine modulare Plattform für präzise Klimaregelung, geringere Stillstandszeiten und zuverlässige Messwerte
auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.
Ausfallsicher, modular und präzise
– der HTS401 von E+E Elektronik
Industrielle Prozesse stellen hohe Anforderungen an die Messtechnik. Extreme
Umgebungsbedingungen, aggressive Medien, chemisch intensive
Reinigung und der Bedarf an genauen, ausfallsicheren Daten stehen auf
der Tagesordnung. Konventionelle Sensoren stoßen hier schnell an ihre
Grenzen – etwa durch Kondensation, Korrosion, Temperaturextreme oder
arbeitsintensive Wartung. Der HTS401 wurde genau für diese Einsatzfälle
entwickelt und verbindet ein robustes Schutzkonzept mit hoher Messgenauigkeit,
einfacher Systemintegration und einem Wartungskonzept, das unterbrechungen
Prozessminimiert.
Damit der Sensor auch unter starkem
Stress betriebsbereit bleibt, kombiniert der
HTS401 das proprietäre E+E Sensor-Coating
mit dem Condensation Guard, einer beheizbaren
Sensoreinheit, die aktiv einer Betauung
des Sensors entgegenwirkt. Sobald
aufgrund der Umgebungsbedingungen ein
Kondensationsrisiko erkennbar ist, wird die
Sensortemperatur automatisch leicht angehoben.
So werden Feuchteansammlungen
auf der Sensoroberfläche verhindert und
das Ausgangssignal bleibt stabil. Ergänzt
durch die automatische ReCovery-Funktion
(ARC) schützt sich das Sensorelement aktiv
vor schädlichen chemischen Einflüssen.
Das reduziert korrosionsbedingte Ausfälle
und Messwertdrifts, verlängert die Lebensdauer
und minimiert Wartungseingriffe –
insbesondere in Anwendungen mit hoher
Luftfeuchtigkeit sowie bei regelmäßiger
automatischer Reinigung bzw. Sterilisation.
Wartung ohne Prozessunterbrechung –
schnelle Kalibrierung durch Modultausch
Mit der integrierten rapidX-Technologie
vereinfacht der HTS401 zudem die Wartung
und Kalibrierung: Das Sensormodul kann
im Feld werkzeuglos in nur 10 Minuten gewechselt
werden, inklusive Filtertausch und
Zugangsvorbereitung. Eine Vor-Ort-Kalibrierung
entfällt, da jedes rapidX-Sensormodul
vorkalibriert und mit digitalem Abnahmeprüfzeugnis
gemäß DIN EN 10204-3.1
ausgeliefert wird.
Hohe Genauigkeit für stabile Regelung
Mit einer Messgenauigkeit von bis zu ±0,95
% rF und ±0,1 °C sowie einem Betriebsbereich
von −40 °C bis +80 °C liefert der
HTS401 verlässliche Werte von Außenbereichen
bis hin zu kontrollierten Umgebungen
wie Reinräumen. Für zusätzliche xibilität in der Anwendung berechnet der
Fle-
HTS401 zudem wichtige, aus der relativen
Feuchte abgeleitete Größen wie Taupunkt,
Mischungsverhältnis oder Enthalpie direkt
im Gerät.
Einfache Systemintegration und flexible
Ausführungen
Der HTS401 unterstützt digitale und analoge
Schnittstellen und lässt sich über die E+E-
Software PCS10 konfigurieren. Damit kann
der Sensor schnell in bestehende Automations-
und Gebäudemanagementsysteme
integriert werden. Verfügbar sind Wandund
Kanalversionen sowie Varianten mit
abgesetztem Fühler; optional ist ein Display
erhältlich, das mehrere Messgrößen gleichzeitig
visualisiert.
Typische Anwendungen
Der HTS401 ist für ein breites Spektrum
an Einsatzbereichen optimiert, darunter
High-End-HVAC (z. B. Rechenzentren,
Schwimmhallen, Außenanwendungen),
Landwirtschaft (Gewächshäuser, Ställe, La-
HTS401 Wandmontage
mit Display.
(Foto: E+E Elektronik
Ges.m.b.H.)
gerung und Reifung), pharmazeutische Anwendungen
(Reinraumüberwachung) sowie
Lebensmittel- und Getränkeprozesse wie
Fleisch- und Käse-Reifung.
Der HTS401 steht für präzise, ausfallsichere
Feuchte- und Temperaturmessung
bei minimalem Wartungsaufwand. Als
Nachfolger von EE212 und EE210 unterstützt
er Betreiber dabei, Prozesse stabil zu
regeln, Energie effizienter einzusetzen und
Serviceeinsätze planbarer zu machen.
E+E Elektronik Ges.m.b.H.
Langwiesen 7
A 4209 Engerwitzdorf
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Hochschulen in Rheinland-Pfalz
erhalten Promotionsrecht für
forschungsstarke Fachrichtungen
ten. Am Standort Zweibrücken steht der
Schwerpunkt „Integrierte Miniaturisierte
Systeme“ (IMS) im Fokus. Hier werden unter
anderem innovative Bio- und Sensorsysteme
entwickelt, die beispielsweise in der
medizinischen Diagnostik, der Wirkstoffforschung
oder im Gesundheitsmonitoring
eingesetzt werden können. Moderne Forschungsinfrastrukturen
wie Reinraum sowie
biomedizinische, chemische und analytische
Labore ermöglichen die interdisziplinäre
Zusammenarbeit von Forschenden
aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und
Technik.
An den Standorten Pirmasens und Kaiserslautern
bündelt der Forschungsschwerpunkt
„Sustainable Materials, Products and
Processes“ (STAMP) die Aktivitäten in den
Bereichen Biotechnologie und angewandte
Pharmazie. Ziel ist es, nachhaltige Materialien,
Produkte und Prozesse zu.
Ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung
von Forschung und Praxis ist der
Weincampus Neustadt, der gemeinsam mit
Partnerhochschulen und regionalen Einrichtungen
aufgebaut wurde. Hier wird an
nachhaltigen Fermentationstechnologien,
moderner Diagnostik und digitalen Lösungen
für die Weinproduktion geforscht – mit
dem Ziel, Qualität, Sicherheit und Wirt-
Die Hochschulen in Rheinland-Pfalz erreichen
einen bedeutenden Meilenstein:
Mit der Entscheidung und Bekanntgabe
des Ministeriums für Wissenschaft und
Gesundheit (MWG) erhalten besonders
forschungsstarke Fachrichtungen an Hochschulen
für angewandte Wissenschaften
(HAW) in Rheinland-Pfalz künftig das Promotionsrecht
in drei hochschulübergreifenden
Promotionsclustern. Die Hochschule
Kaiserslautern (HSKL) koordiniert dabei
das Promotionscluster Medical & Environmental
Life Sciences, an dem sich aktuell
die Hochschulen Kaiserslautern, Bingen,
Koblenz und Trier beteiligen.
Mit dem Promotionsrecht können qualifizierte
Nachwuchswissenschaftlerinnen
und -wissenschaftler ihre Promotion künftig
direkt an den HAWen absolvieren. Die
HSKL bringt dafür langjährige Erfahrung
in der Betreuung kooperativer Promotionen
mit: Aktuell begleitet sie rund 45 Promovierende,
davon 16 in den thematischen
Schwerpunkten des neuen Promotionsclusters.
Zur Sicherung der hohen Qualität
wurden umfassende Unterstützungs- und
Qualifizierungsstrukturen aufgebaut.
Die forschungsstarke Ausrichtung der
Hochschule zeigt sich insbesondere in den
vier etablierten Forschungsschwerpunkschaftlichkeit
zu verbessern.
Die Leistungsfähigkeit der HSKL wird
durch zahlreiche erfolgreich eingeworbene
Drittmittelprojekte unterstrichen, die unter
anderem von Bundesministerien, der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, der Europäischen
Union und Stiftungen gefördert
werden. Aktuelle Projekte befassen sich
beispielsweise mit neuartigen Biosensoren,
Immuntherapien, dem schnellen Nachweis
von Viren sowie dem Einsatz künstlicher
Intelligenz in den Lebenswissenschaften.
Auch Zukunftsthemen wie Demenzforschung
oder nachhaltige Mikrosensorik stehen
im Fokus.
Neben dem Promotionscluster „Medical
& Environmental Life Sciences“ starten in
Rheinland-Pfalz zwei weitere hochschulübergreifende
Promotionscluster mit Promotionsrecht:
„Angewandte Informatik“
(koordiniert durch die Hochschule Trier)
sowie „Nachhaltige Technik und Naturwissenschaften“
(koordiniert durch die Hochschule
Koblenz), an denen die Hochschule
Kaiserslautern ebenfalls mit Professorinnen
und Professoren aktiv beteiligt ist. Die Beurteilung
der Promotionscluster erfolgte durch
eine unabhängige Expertenkommission
unter Vorsitz von Prof. Dr. Christian Facchi
(Wissenschaftsrat). Bewertet wurden unter
anderem das Forschungsprofil, die organisatorischen
Strukturen, die wissenschaftliche
Leistungsfähigkeit sowie die Betreuungserfahrung
in der Promotion. Die Entscheidung
wurde vom MWG am 12.01.2026
in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.
Mit dem Promotionsrecht und der
aktiven Beteiligung an mehreren Promotionsclustern
stärkt die Hochschule Kaiserslautern
ihre Rolle als leistungsfähiger
Forschungsstandort und leistet einen
wichtigen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher
Herausforderungen in Medizin, Umwelt-
und Lebenswissenschaften sowie
nachhaltiger Technologieentwicklung und
damit zur Weiterentwicklung des Wissenschafts-
und Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz.
Impression vom Forschungstag der HAW. (Copyright: HSKL)
Hochschule Kaiserslautern
D 67659 Kaiserslautern
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analytica 2026:
Mehr Nachhaltigkeit im Labor
– Green Lab im Fokus von Messe, Konferenz und Rahmenprogramm
– Neue Geräte und Methoden schonen Ressourcen
– 3D-Druck und Miniaturisierung für alle
Konzepte und Inspirationen für das grüne Labor stehen
ganz oben auf der Agenda der analytica 2026. Die Weltleitmesse
für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie findet
vom 24. bis 27. März 2026 in München statt.
Auf der analytica präsentieren Aussteller ihre Lösungen für das
grüne Labor - wie hier Tubes aus biobasiertem Kunststoff.
© Messe München GmbH
Innovative Analysengeräte, weniger giftige Chemikalien und mehr
Künstliche Intelligenz: Auf der analytica 2026 zeigen Aussteller und
Forscher aus aller Welt, wie sich die tägliche Laborarbeit nachhaltiger
gestalten lässt. „Die analytica versteht sich als Wegweiser ins
grüne Labor“, betont Exhibition Director Susanne Grödl. Green-
Lab-Konzepte ziehen sich daher wie ein roter Faden durch Messe,
analytica conference und das umfangreiche Rahmenprogramm.
Neue Messtechniken tragen entscheidend zu mehr Nachhaltigkeit
im Labor bei. Bestes Beispiel dafür sind die „elektronischen
Nasen“ von Plasmion. Der analytica Aussteller hat eine Ionisationstechnik
für die Massenspektrometrie entwickelt, die Schadstoffspuren
und andere Substanzen in festen, flüssigen oder gasförmigen
Proben detektiert – ohne aufwändige Probenvorbereitung. So verringert
sich der Verbrauch an Chemikalien und anderen Materialien
von allein.
In der instrumentellen Analytik hat sich in Sachen Nachhaltigkeit
ohnehin viel getan. Für mehr Nachhaltigkeit sorgt auch die
superkritische Flüssigchromatographie (supercritical fluid chromatography,
SFC-Chromatographie), die als mobile Phase flüssiges
CO2 verwendet. Das spart nicht nur organische Lösemittel, sondern
senkt zugleich den Energiebedarf, denn aufgrund der geringeren
Viskosität des superkritischen CO2 verringert sich der Pumpaufwand.
Auf der analytica sind alle großen Anbieter von SFC-Systemen
vertreten, unter ihnen Agilent, Knauer, PerkinElmer, Shimadzu,
Thermo Fisher und Waters.
Mini-Komponenten aus dem 3D-Drucker
In der analytica conference Session „Towards sustainable HPLC“
steht die SFC-Chromatographie ebenfalls auf dem Programm (24.
März, 09:30-11:30 Uhr). Ein weiterer Schwerpunkt dieser Session
liegt auf der Miniaturisierung, denn kleinere Geräte benötigen weniger
Lösemittel und andere Chemikalien. Mikrofluidik-Chips für
die Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) etwa lassen sich
mit 3D-Druckern herstellen und mit gängigen Pumpen sowie Detektoren
verbinden. Um Miniaturisierung und 3D-Druck geht es
auch in der Session „Green analytical labs of the future“ (25. März,
15:00-17:00 Uhr). Highlight ist hier ein 3D-gedrucktes Laborsystem
namens 2LabsToGo-Eco, das Chromatographie und Bioassays kombiniert
und sich mit Solarstrom versorgt.
analytica Foren: Regulierung und Best-Practice-Beispiele
Wer sich über gesetzliche Vorgaben zu Nachhaltigkeit im Labor informieren
möchte, sollte die analytica Foren nicht verpassen. Hier
erfahren die Besucher zudem anhand von Best-Practice-Beispielen,
wie sie grüne Konzepte in ihrem Labor implementieren können.
Inspirationen gibt es unter anderem zu Verbrauchsmaterialien aus
Plastik, auf die Labore kaum verzichten können. Gut zu wissen, dass
analytica Aussteller wie Eppendorf, Integra und Omnilab ihr Portfolio
schon in Richtung Nachhaltigkeit umstellen. Eppendorf etwa
produziert Tubes, Pipettenspitzen und andere ausgewählte Verbrauchsmaterialien
bereits aus biobasierten Kunststoffen.
Last but not least spielen Digitalisierung und künstliche Intelligenz
eine Schlüsselrolle im Green Lab. Denn wenn die KI Arbeitsabläufe
und Versuchsdesigns optimal berechnet, lassen sich Energie
und Verbrauchsmaterialien leicht einsparen. Digitale Datenerfassung
und KI-gestützte Auswertung steigern zudem den Erkenntnisgewinn,
sodass sich manche Messungen komplett erübrigen. In
der analytica Sonderschau „Digital Transformation“ erleben die Besucher
digitalisierte Workflows in Aktion.
„Das grüne Labor wird Wirklichkeit, wenn Maßnahmen in den
verschiedensten Bereichen ineinandergreifen“, betont Susanne
Grödl. „Mit der analytica bringen wir Akteure entlang der gesamten
Wertschöpfungskette zusammen und setzen damit jene Prozesse in
Gang, die das Green Lab real werden lassen.“
Messe München GmbH
D 81823 München
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ENGEL auf der Plastindia 2026
Neue Spritzgießlösungen
für den Wachstumsmarkt Indien
Kurze Zyklen, niedriger Energieverbrauch,
hohe Ausbringung:
Die Electronica Ventura 150
Spritzgießmaschine steigert die
Produktivität in der Serienfertigung.
Die ENGEL Gruppe präsentiert auf der Plastindia 2026 in
Neu-Delhi vom 5. bis 10. Februar innovative Fertigungslösungen,
die speziell auf die dynamischen Anforderungen
des indischen Marktes zugeschnitten sind. Am ENGEL
Messestand erleben die Besucher zwei ausschließlich für
Indien entwickelte Produktneuheiten – eine vollelektrische
Spritzgießmaschine und eine neue Zwei-Platten-Lösung
von Electronica Plastic Machines (Electronica), einem Mitglied
der ENGEL Gruppe seit 2024. Begleitet werden diese
Innovationen von weiteren Exponaten, die zeigen, wie sich
Effizienz und Präzision in unterschiedlichsten Anwendungen
miteinander verbinden lassen.
Mit den beiden Marken ENGEL und Electronica zeigt das Unternehmen,
wie moderne Maschinenkonzepte und digitale Lösungen
die Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie,
dem technischen Spritzguss, der Medizintechnik und der
Verpackung nachhaltig steigern. Die speziell für den lokalen Markt
entwickelten Spritzgießlösungen von Electronica unterstreichen
das Engagement, leistungsstarke und kosteneffiziente Lösungen direkt
vor Ort und in Kundennähe anzubieten.
Premiere der hocheffizienten Zwei-Platten-Spritzgießlösung
„Made in India“
ENGEL und Electronica Plastic Machines präsentieren auf der Plastindia
2026 eine leistungsstarke Zwei-Platten-Spritzgießmaschine
mit 6.500 kN Schließkraft. Electronica fertigt die Maschine speziell
für den indischen Markt, ihre Premiere auf der Messe ist ein absolutes
Novum für Indien.
Das Exponat zeigt eine Anwendung aus dem technischen
Spritzguss und rückt dabei die neue Maschine sowie deren gesteigerte
Performance und Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt. Die
besonders wirtschaftliche Zwei-Platten-Spritzgießlösung bietet
eine hohe Energieeffizienz, kurze Zykluszeiten und eine hervorragende
Wiederholgenauigkeit – selbst bei großen Schussgewichten.
Das digitale Assistenzsystem iQ weight control sorgt durch Echtzeitkompensation
von Materialschwankungen für konstant hohe Qualität
und kann den Ausschuss um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Mit großzügigem Werkzeugraum, kurzen Lieferzeiten und robuster
Maschinentechnologie bietet Electronica eine attraktive Lösung
für Verarbeiter, die im wettbewerbsintensiven indischen Markt
nach zuverlässigen und wirtschaftlichen Produktionssystemen suchen.
Die Kombination aus intelligenter Software und effizienter
Hardware schafft einen klaren Vorteil – mit höherer Prozesssicherheit,
besserer Qualität und gesteigerter Anlageneffizienz.
ENGEL und Electronica bringen vollelektrische Innovation für
Indien auf den Markt
Auf der Plastindia wird auch eine vollelektrische Spritzgießmaschine
von Electronica mit 1.000 kN Schließkraft vorgestellt – ein Novum
für den indischen Markt. Diese kompakte Innovation vereint
hohe Energieeffizienz, exzellente Prozessstabilität und minimalen
Wartungsaufwand und verschafft Herstellern in kostenkritischen
Branchen einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Das Exponat zeigt die Herstellung von Verschlusskappen für
Zahnpastatuben – und präsentiert eine Lösung, mit der Verarbeiter
Betriebskosten senken, die Bauteilqualität verbessern und strenge
Hygienestandards einhalten können. Dank ihres hydraulikölfreien
Antriebssystems minimiert die vollelektrische Maschine das Kontaminationsrisiko
und liefert zugleich präzise, reproduzierbare Ergebnisse
bei kurzen Zykluszeiten und geringem Energieverbrauch.
Sie ist die ideale Wahl für Unternehmen, die Produktivität und Prozesssicherheit
in der Medizin- und Verpackungsbranche steigern
möchten.
Holmlos präzise – bei hoher Wirtschaftlichkeit
Auf der Plastindia 2026 zeigt ENGEL eine kompakte medizinische
Fertigungszelle auf Basis einer holmlosen victory 50 Spritzgießmaschine
mit 500 kN Schließkraft und zeigt damit, wie sich Präzision,
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Wirtschaftlichkeit und minimaler Platzbedarf in der Medizintechnik
vereinen lassen.
Der entscheidende Vorteil der holmlosen Schließeinheit liegt
in der Möglichkeit, vergleichsweise große Werkzeuge auf kleineren
Maschinen zu betreiben. Da häufig die Werkzeugabmessungen
und nicht die erforderliche Schließkraft über die Maschinenauswahl
entscheiden, können Verarbeiter oft eine niedrigere Schließkraftklasse
wählen. Dies senkt die Investitionskosten und reduziert den
Platzbedarf erheblich – ein entscheidender Vorteil in kostenintensiven
Reinraumumgebungen. Zudem erleichtert der frei zugängliche
Werkzeugbereich die Integration von Automatisierung und ermöglicht
schnelle, ergonomische Werkzeugwechsel.
Die hohe Präzision der victory Baureihe wird durch die einzigartige
Force-Divider-Technologie von ENGEL sichergestellt, die
die Schließkraft gleichmäßig über die gesamte Werkzeugaufspannfläche
verteilt. Dies garantiert eine gleichmäßige Kavitätenfüllung,
hervorragende Reproduzierbarkeit und eine stabile Bauteilqualität –
auch bei anspruchsvollen Anwendungen mit Mehrfachwerkzeugen.
Die Messeanwendung veranschaulicht klar diese Vorteile: In
einem Vierfach-Werkzeug von Vasantha werden in einer Zykluszeit
von nur 11 Sekunden Gel-Applikator-Tuben aus HDPE mit einem
Teilegewicht von 1,9 Gramm gefertigt, was einem Schussgewicht von
7,6 Gramm entspricht. Die victory 50 verbindet hohe Stückleistung
mit zuverlässiger Prozessstabilität und geringem Platzbedarf – und
unterstreicht damit ihre Eignung für großvolumige Anwendungen in
der Medizintechnik.
Die ENGEL Holmlos-Technologie ermöglicht Herstellern präzise,
platzsparende und wirtschaftlich effiziente Produktionskonzepte
– ohne Kompromisse bei der Prozesssicherheit.
Tempo und Produktivität für Verpackung und Haushaltswaren
Flexibilität bei geringem Platzbedarf für die moderne
Medizintechnik: Die kompakte holmlose ENGEL victory 50
Spritzgießmaschine produziert HDPE-Gel-Applikator-Tuben mit
hoher Wirtschaftlichkeit, Reproduzierbarkeit und Präzision.
Erstmals in Indien: Die Zwei-Platten-Spritzgießlösung von Electronica
bietet hohe Effizienz, kurze Zykluszeiten und zuverlässige Präzision für
eine wirtschaftliche Produktion.
In den Segmenten Verpackung und Haushaltswaren steigt die Nachfrage
nach immer kürzeren Zykluszeiten bei gleichbleibend hoher
Produktivität. Electronica zeigt auf der Ventura 150, wie diese Anforderungen
nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden – anhand
der Produktion einer PP-Box für den Alltagsgebrauch. Die Maschine
verarbeitet ein Schussgewicht von 95 g und demonstriert das Potenzial
der Ventura-Baureihe. Geringe Investitionskosten verschaffen
den Kunden einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Ventura-Serie
überzeugt mit hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – eine optimale
Lösung für die Serienproduktion von Konsumgütern.
Spritzgießmaschinen von Electronica verbinden ein robustes
Design mit energieeffizienter Antriebstechnik und senken die Betriebskosten
deutlich. Ein intuitives Steuerungssystem und die einfache
Wartung sorgen für hohe Verfügbarkeit und minimieren ungeplante
Stillstände. Mit der Ventura-Serie bietet Electronica eine
leistungsstarke und kosteneffiziente Lösung, die speziell auf die
Anforderungen des indischen Markts zugeschnitten ist. Am Messestand
zeigt Electronica, wie die Kombination aus kurzen Zykluszeiten,
hoher Präzision und niedrigem Energieverbrauch die Produktion
von Verpackungen und Haushaltsartikeln deutlich effizienter
macht – und so die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigert.
inject AI – Die Antwort auf steigende Qualitätsanforderungen
und Fachkräftemangel
In der indischen Industrie – insbesondere in der Medizintechnik
und der Automobilzulieferung – steigen die Qualitätsanforderungen
kontinuierlich, während der Fachkräftemangel in der Verfahrenstechnik
eine konstante Herausforderung bleibt. Die ENGEL Gruppe
begegnet diesen Anforderungen mit dem neuen inject AI Framework,
das die etablierten Assistenzsysteme auf ein neues Niveau
autonomer Maschinensteuerung hebt. „Wir integrieren jahrzehntelanges
anwendungsspezifisches Know-how direkt in die Maschinensteuerung
– so wird Expertenwissen für jeden Mitarbeitenden
sofort verfügbar“, sagt Gerhard Dimmler, CTO von ENGEL.
In anspruchsvollen Branchen sorgen die digitalen Systeme für
vollständige Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit, reduzieren
den Ausschuss und senken den Energieverbrauch. Für den indischen
Markt bedeutet das eine geringere Abhängigkeit von spezialisiertem
Personal und eine bislang unerreichte Prozessstabilität durch KIgestützte
Optimierung. Der iQ process observer überwacht kontinuierlich
mehr als 1.000 Prozessparameter, erkennt selbst kleinste
Abweichungen frühzeitig und gibt konkrete Handlungsempfehlungen,
noch bevor Ausschuss entsteht. Gemeinsam mit dem ENGEL
Virtual Assistant (EVA) als kontinuierlicher 24/7-Unterstützung und
dem KI-basierten Part Finder zur automatischen Ersatzteilerkennung
entsteht so ein digitales Ökosystem, das die Effizienz entlang
der gesamten Wertschöpfungskette erhöht und den Weg zu einer
intelligenteren, autonomeren Produktion ebnet.
Fazit
Mit einem breiten Portfolio – von hochpräzisen Spezialanwendungen
bis hin zu robusten, kosteneffizienten Lösungen für den Massenmarkt
– unterstreicht die ENGEL Gruppe auf der Plastindia 2026
ihr tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen des indischen
Markts. Die gezeigten Exponate und Technologien demonstrieren,
wie Kunden ihre Wettbewerbsfähigkeit durch innovative
Maschinenkonzepte, intelligente Assistenzsysteme und eine starke
lokale Präsenz – ermöglicht durch die Partnerschaft mit Electronica
– nachhaltig steigern können. ENGEL liefert nicht nur Maschinen,
sondern ganzheitliche, zukunftsorientierte Gesamtlösungen, die
Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit optimal vereinen.
ENGEL AUSTRIA GmbH
AT 4311 Schwertberg
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Seite 49/63
Nachhaltiger Nadelschutz für moderne Biologika-Anwendungen
Schreiner MediPharm präsentiert
Needle-Trap für großvolumige Spritzen
auf der Pharmapack
Schreiner MediPharm, ein führender Entwickler und Hersteller
von Funktionslabels für die Healthcare Industrie, hat
sein erfolgreiches Nadelschutzsystem Needle-Trap weiterentwickelt:
Das Label mit integriertem Nadelfänger ist nun
auch für großvolumige Spritzen verfügbar und adressiert
damit gezielt die steigenden Anforderungen moderner Biologika
und Biosimilars. Auf der Pharmapack in Paris stellte
Schreiner MediPharm das innovative Produkt vom 21. bis
22. Januar 2026 erstmals einem internationalen Fachpublikum
vor.
Der Markt für Biologika und Biosimilars wächst kontinuierlich und
stellt Pharmahersteller vor neue Herausforderungen hinsichtlich der
Primärverpackung. Hochviskose Wirkstoffe mit größeren Molekülstrukturen
erfordern zunehmend den Einsatz großvolumiger Spritzen
mit Füllvolumina von bis zu 5 ml. Ein zuverlässiger Schutz vor
Nadelstichverletzungen muss entsprechend angepasst werden, um
eine sichere Verarbeitung in der Herstellung und eine zuverlässige
Funktionalität für den Endanwender zu realisieren.
Vor diesem Hintergrund hat Schreiner MediPharm sein einzigartiges
Nadelschutzsystem Needle-Trap konsequent weiterentwickelt.
Das Label mit integriertem Nadelschutz ist nun auch für
2,25-ml-, 3-ml- und 5-ml-Spritzen einsetzbar. Design und Funktion
wurden gezielt an die spezifischen Anforderungen adaptiert, um
auch bei großvolumigen Spritzen eine zuverlässige Schutzfunktion
zu gewährleisten. Umfangreiche Tests stellen zudem eine prozesssichere
Produktion bei Schreiner MediPharm sowie eine reibungslose
Verarbeitung von Needle-Trap auf den Etikettieranlagen der
Pharmahersteller sicher.
Die generellen Vorteile von Needle-Trap bleiben auch bei der
Ausführung für großvolumige Spritzen vollständig erhalten und werden
in Teilen sogar verstärkt. Das kompakte Design ermöglicht im
Vergleich zu konventionellen Nadelschutzsystemen oder Autoinjektoren
deutliche Einsparungen bei Materialeinsatz, Kosten und CO₂-
Emissionen. Gleichzeitig profitieren Pharmahersteller von einer
effizienten Integration in bestehende Prozesse. Die Verarbeitung
erfolgt auf herkömmlichen Spendesystemen und die Umverpackung
bleibt unverändert. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zeigen
sich entlang der gesamten Lieferkette, vom geringeren Platzbedarf
bei Lagerung, Transport und Kühlung bis hin zur umweltfreundlicheren
Entsorgung.
Erstmals präsentierte Schreiner MediPharm Needle-Trap für
großvolumige Spritzen auf der Pharmapack, die vom 21. bis 22. Januar
2026 in Paris stattfand. Am Stand 4B18 erhielten Fachbesucher
detaillierte Einblicke in die Weiterentwicklung des Nadelschutzsystems
sowie in das gesamte Portfolio multifunktionaler Spezialetiketten
für die pharmazeutische Industrie. Schreiner MediPharm
zeigt dort, wie innovative Etikettenlösungen einen wichtigen Beitrag
zu mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz in der Pharma
Supply Chain leisten können.
Schreiner MediPharm
D 85764 Oberschleißheim
Needle-Trap von Schreiner MediPharm ist nun auch für großvolumige Spritzen verfügbar und bietet zuverlässigen Schutz vor Nadelstichverletzungen
bei gleichzeitiger Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. © Schreiner MediPharm
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Werkstofflösungen für Anwendungen in der Luftfahrt, Elektronik, Medizin und Industrie
Neue Generation technischer
Partikelschäume
Bei steigenden Anforderungen stoßen klassische Partikelschäume
wie Polypropylen oder Polystyrol oft an ihre Grenzen. Hohe Temperaturen,
mechanische Dauerbelastung oder aggressive Chemikalien
lassen sich damit nur schwer und meist unwirtschaftlich bewältigen.
Als Spezialist für Hochleistungskunststoffe bietet Ensinger nun
eine zukunftsweisende Alternative: technische Schäume auf Basis
von Thermoplasten wie Polyetheretherketon (PEEK), Polyethersulfon
(PESU) und Polycarbonat (PC). Diese vereinen die strukturellen
Vorteile klassischer Schäume, wie etwa Leichtbau und Energieabsorption,
mit den herausragenden Eigenschaften technischer Polymere.
Individuell einstellbare Dichte: Die Partikelschäume (hier Polycarbonat)
können an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden – von
ultraleichten Schäumen bis hin zu Materialien mit höherer Festigkeit.
Feine Zellstruktur, anpassbare Dichte
Die Herstellung erfolgt über ein neu entwickeltes, energieeffizientes
Verfahren, das eine feine und homogene Zellstruktur ermöglicht.
Darüber hinaus lassen sich Dichte und Materialeigenschaften gezielt
an kundenspezifische Anforderungen anpassen – von ultraleichten
Lösungen bis hin zu strukturtragenden Bauteilen.
Vielfältige Einsatzbereiche
Die Partikelschäume sind leicht, robust und schlagzäh. Je nach
Kunststoff bieten sie eine Temperaturbeständigkeit von bis zu
300°C (bei PEEK) sowie eine hohe Resistenz gegenüber Ölen, Fetten,
Reinigungsmitteln oder Lösungsmitteln. Damit eröffnen sich
neue Perspektiven für anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen
Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Medizintechnik sowie im
Mobilitätssektor.
Mit thermoplastischen Polymeren wie PC, PESU und PEEK erweitert
Ensinger das Anwendungsspektrum technischer Partikelschäume. Die
neue Produktlinie verbindet die Vorteile von Hochleistungskunststoffen
mit den strukturellen Eigenschaften konventioneller Schäume.
Verfügbare Formate in der Pilotphase
Die Produktlinie befindet sich derzeit in der Pilotphase. Ensinger
unterstützt seine Kunden bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung.
Die Projektpartner profitieren von individueller
Beratung, anpassbaren Werkstoffeigenschaften und technischer
Unterstützung. Ziel ist die Entwicklung leistungsfähiger Partikelschaumlösungen,
die funktionale und wirtschaftliche Vorteile bieten.
Bereits jetzt können Beads in verschiedenen Dichten sowie
Partikelschaumstoffplatten in Mustergrößen für Versuche und Tests
bezogen werden. Individuelle Formteile werden projektbezogen gemeinsam
entwickelt.
Ensinger GmbH
D 71154 Nufringen
Materialvielfalt: Mit PC, PESU, PEEK und weiteren Kunststoffen bietet
Ensinger eine breite Palette an technischen Kunststoffen, wie sie bislang
in der Welt der Partikelschäume nicht verfügbar war.
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Systec präsentiert die neue
Autoklaven-Generation:
Die Systec DX- und Systec VX-Serien
Die Next Generation
Systec Autoklaven
Mit den neuen Systec DX- und Systec VX-Serien stellt die Systec
GmbH & Co. KG die nächste Generation kompakter und mittelgroßer
Laborautoklaven vor. Aufbauend auf der technologischen Basis
der jüngsten Systec HX-Serie wurden beide Linien vollständig überarbeitet
– mit neuem Design, optimierter Prozessarchitektur und
einer von Grund auf neu entwickelten Touchscreen-Steuerung. Das
Ergebnis: schnellere, präzisere und ressourceneffizientere Sterilisationsprozesse
bei maximaler Bedienfreundlichkeit.
Darüber hinaus verfügen alle Modelle standardmäßig über moderne
Schnittstellen zur digitalen Anbindung, einschließlich Ethernet,
USB sowie optionalem WLAN. Die dokumentationsrelevanten
Prozessdaten können automatisiert im PDF- oder CSV-Format exportiert
werden, wobei der erweiterte interne Speicher die Archivierung
von mindestens zehn Jahren ermöglicht. Dank manipulationssicherer
Signaturen, AuditTrail-Funktionen sowie vollständiger
Rückverfolgbarkeit aller Eingriffe erfüllen die neuen Serien zentrale
Anforderungen der FDA-Richtlinie 21 CFR Part 11.
Die robuste Konstruktion aller Autoklaven der Systec DX- und
Systec VX-Serien basiert auf korrosionsbeständigem Edelstahl
(AISI 304 / 1.4301) für Rahmen und Verkleidung sowie pharmazeutischem
Edelstahl (AISI 316L / 1.4404) für den Druckbehälter. Der
Standardbetriebsbereich umfasst Temperaturen bis 140 °C bei 4
bar; optional sind 150 °C bei 5 bar verfügbar. Bis zu fünf flexible PT-
100-Temperatursensoren können einzeln konfiguriert werden – zur
reinen Dokumentation oder zur direkten Prozesssteuerung. Zudem
lassen sich bis zu 100 Benutzer und Gruppen einrichten, mit jeweils
eigenen oder gemeinsamen Programmlisten.
Wie alle Systec Autoklaven sind auch die neuen Serien für anspruchsvollste
Laboranwendungen ausgelegt. Somit lassen sich
Flüssigkeiten, poröse Festkörper, großvolumige Medienflaschen
oder Abfallmaterialien ebenso zuverlässig wie validierbar sterilisieren.
Systec DX-Serie – horizontale Tischautoklaven
für maximale Platzausnutzung
Die Systec DX-Serie umfasst sieben Modelle mit Kammervolumina
von 25 bis 200 Litern. Die horizontale Bauweise ermöglicht eine
besonders effiziente Nutzung des Innenraums und erleichtert die
Integration in Laborarbeitsplätze mit begrenztem Raumangebot.
Hohe Beladekapazitäten – ideal für Standardlaborflaschen, Erlenmeyer-Kolben
und Schüttgutbehälter – kombiniert mit reduzierten
Zykluszeiten ermöglichen eine deutliche Steigerung des Probendurchsatzes.
Durch die neue Steuerungsarchitektur werden Aufheiz- und
Abkühlzeiten signifikant verkürzt. Innovative Isoliermaterialien
nach Reinraumstandard (ohne Partikelabgabe) reduzieren gleichzeitig
den Energieverbrauch.
Systec VX-Serie – vertikale Standautoklaven
für maximale Beladungshöhe
Die Systec VX-Serie umfasst acht Modelle mit 40 bis 150 Litern
Kammervolumen und ist insbesondere für Anwendungen optimiert,
die maximale Beladungshöhe erfordern. Die vertikale Beschickung
ermöglicht ein ergonomisches Handling auch bei schweren oder
großvolumigen Proben. Hierzu kann auch eine Hebevorrichtung genutzt
werden.
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Neue Systec DX-Serie uns Systec VX-Serie Autoklaven.
(Copyright: Systec GmbH & Co. KG)
Dank großzügiger Nutzraumhöhe können Erlenmeyer-Kolben, Medienflaschen
und Schüttgutbehälter in größeren Stückzahlen pro
Zyklus verarbeitet werden. Die neu entwickelte Prozessarchitektur
sorgt zudem für besonders schnelle und energieeffiziente Zyklen.
Für die Optimierung spezifischer Anwendungen stehen bei der
Systec VX-Serie sowie der Systec DX-Serie zahlreiche Optionen zur
Verfügung, darunter:
– Vakuumsystem zur Entfernung verbleibender Luft
aus Festkörpern und Abfällen
– Radialventilator für eine homogene Temperaturverteilung
während der Abkühlphase und deutlich verkürzte Rückkühlzeiten
– Ultracooler zur Rückkühlzeitreduzierung um bis zu 90 %
– Dampf-Luft-Gemischverfahren für druckempfindliche
Materialien
– Abluftfiltration
– Superdry-Trocknung sowie viele weitere Optionen.
Digital vernetzt und zentral überwacht:
Systec Connect DS für Systec DX- und VX-Serien
Mit dem Systec Connect Documentation System (DS) lassen sich
sämtliche Autoklavierprozesse der Systec DX- und Systec VX-Serien
in Echtzeit überwachen – intuitiv, zentralisiert und ohne zusätzliche
Hardware- oder Softwareinstallationen. Kontrollgänge zum
Gerät entfallen vollständig: Alle laufenden und abgeschlossenen
Prozesse werden übersichtlich zusammengeführt und im Browser
dargestellt. Dies erleichtert die Integration in bestehende IT-Umgebungen
und erhöht die zeitliche Effizienz aller Sterilisationsabläufe
erheblich.
Gerade in Laboren mit mehreren parallel arbeitenden Tischoder
Standautoklaven ist eine kontinuierliche Überwachung entscheidend,
um Fehlermeldungen sofort zu erkennen und die Geräte
nach Zyklusende ohne Verzögerung wieder zu beschicken. Mit Systec
Connect DS für die neue Generation der Systec DX- und Systec
VX-Serien entfällt die Notwendigkeit, jeden Autoklaven regelmäßig
vor Ort zu prüfen.
Alle relevanten Informationen werden zentral zusammengeführt
und lassen sich klar strukturiert auslesen – von Programmart
und Restlaufzeit bis hin zu aktuellen Temperatur- und Druckwerten.
Farblich hervorgehobene Statusanzeigen machen den Systemzustand
auf einen Blick erkennbar. Unregelmäßigkeiten können
dadurch sofort erkannt und behoben werden, was Downtime zwischen
Sterilisationsprozessen deutlich reduziert. Darüber hinaus
können auch Daten abgeschlossener Prozesse eingesehen werden
– inklusive Statistiken zu minimalen und maximalen Messwerten,
F₀-Werten und weiteren Parametern. So lassen sich laufende Prozesse
mit historischen Daten vergleichen und langfristige Prozessoptimierungen
ableiten.
Systec Connect DS ist vollständig webbasiert und auf allen gängigen
Systemen nutzbar – unabhängig von Betriebssystem oder
Browser. Die Einbindung in bestehende EDV-Strukturen ist ohne
zusätzliche Software oder kostspielige Upgrades möglich.
Für den Betrieb von Systec Connect DS wird ausschließlich eine
Ethernet- oder WLAN-Verbindung innerhalb des internen Labornetzwerks
benötigt. Alle Daten bleiben im lokalen Netzwerk; externe
Server oder Cloud-Verbindungen sind nicht erforderlich. Zudem
dient Connect DS ausschließlich der Überwachung – es werden
keine Steuerbefehle an die Autoklaven gesendet und keine Daten
verändert. Manipulationen oder unbeabsichtigte Prozessmodifikationen
sind ausgeschlossen. Der Zugriff erfolgt ausschließlich über
die im Autoklaven hinterlegten Nutzerkonten, sodass nur autorisierte
Personen Einblick in Prozessdaten und Historien erhalten.
Systec Connect DS ermöglicht vollständige Transparenz über
alle laufenden und vergangenen Sterilisationsvorgänge und sorgt für
effizientere Arbeitsabläufe – insbesondere in Laboren mit mehreren
Autoklaven der Systec DX-, der Systec VX- und Systec HX-Serien.
Die Systec Connect App ist kostenlos verfügbar.
Komplettes Portfolio – von 25 bis 1580 Litern
Mit den neuen Serien bietet Systec nun drei vollständig überarbeitete
und harmonisierte Produktlinien:
– Systec DX-Serie: 25–200 l (horizontale Tischautoklaven)
– Systec VX-Serie: 40–150 l (vertikale Standautoklaven)
– Systec HX-Serie/Systec HX-Serie 2D: 65–1580 l (horizontale
Stand- und Durchreiche-Autoklaven)
Statement Systec
„Mit der neuen Generation unserer Systec DX- und Systec VX-Serien
setzen wir unseren Innovationskurs konsequent fort. Die Autoklaven
bieten maximale Effizienz, höchste Prozesssicherheit und
zukunftsfähige digitale Vernetzung. Für Labor und Industrie bedeutet
das: noch schnellere Ergebnisse, reduzierte Betriebskosten und
eine nachhaltige Verbesserung der gesamten Sterilisationsprozesse.“
— Systec GmbH & Co. KG
Systec GmbH & Co. KG
D Linden 35440
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Dosiersystem TOP 7000 Cast:
Präzision und Stabilität für Casting-Prozesse
Sein neues Präzisions-Dosiersystem TOP 7000 mit dem Zusatz
„Cast“ hat Elmet speziell für die Anforderungen von Casting-, Beschichtungs-
und Manual-Molding-Anwendungen entwickelt. Es
ist für die Verarbeitung aus 20- oder 200-Liter-Fässern geeignet
und zeichnet sich durch seine besonders hohe Präzision und Prozessstabilität
aus. Damit erweitert Elmet seine Produktpalette an
Dosiersystemen um eine eigenständige Lösung für Anwendungen
außerhalb des klassischen LSR-Spritzgusses, für den die Systeme
TOP 700, TOP 3100, TOP 5100 und das Flaggschiff TOP 7000 Pro
ausgelegt sind. Elmet präsentiert das neue Dosiersystem TOP 7000
Cast erstmals der Öffentlichkeit auf der MD&M West in Anaheim,
Kalifornien/USA.
Konstanter Volumenstrom, stabiles Mischverhältnis, reproduzierbare
Ergebnisse
Das speziell für den Casting-Einsatz entwickelte System basiert auf
dem Hochleistungstyp TOP 7000 Pro von Elmet und kombiniert
einen konstanten Volumenstrom mit einem stabilen Mischverhältnis.
Dies ermöglicht reproduzierbare Bauteilqualitäten, selbst bei
Materialien mit stark variierender Viskosität und Füllstoffen. Bis zu
fünf frei konfigurierbare Rampenprofile sorgen für präzise und prozesssichere
Füllvorgänge. Frei wählbare Abschaltkriterien, wie Zeit,
Volumen, Fülldruck oder ein externes Start-/Stopp-Signal, ermöglichen
eine flexible Anpassung an unterschiedliche Castingprozesse.
Optional lassen sich binnen Sekunden per QR-Code-Rezeptverwaltung
gespeicherte Rezepturen aufrufen. Dies spart Zeit und verhindert
Fehleinstellungen. Ergänzend können dem optimal gemischten
Basismaterial bis zu sechs Additive mit einer Genauigkeit von +/-
0,01% zugemischt werden.
Der von drei Seiten mögliche Fasswechsel erfolgt vollautomatisch
ab Fassrand. Er dauert für ein 200-Liter-Fasspaar weniger als
fünf Minuten, sodass ein schneller Wiederanlauf möglich ist. Die
vollautomatische Entlüftung sichert dabei konstante Prozessbedingungen
bei jedem Wechsel. Die intuitive Software und die selbstlernende
Regelung, die sich automatisch an das Förderverhalten des
Materials anpasst, senken den Betriebsaufwand und erhöhen die
Prozesssicherheit. Förderleistungen von – je nach Viskosität – mehr
als fünf Litern pro Minute ermöglichen kurze Zykluszeiten. In Verbindung
mit einer Materialausnutzung von bis zu 99,8 % pro Gebinde,
einem geringen Stromverbrauch von nur 150 bis 400 Wh während
des Betriebs und niedrigen Instandhaltungskosten ergibt sich
eine hohe Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer von oft
zwanzig und mehr Jahren.
Das TOP 7000 Cast erfüllt die Anforderungen der EN ISO 13849-
1 und ist CE-, RoHS- und UL-konform. Es ist für alle Standardmaterialien,
flammhemmende Materialien, HVI-Materialien, ölbeständige
Compounds, Medical-Materialien sowie weitere Spezialmaterialien
ausgelegt. Das verarbeitbare Viskositätsspektrum reicht dabei von
0,001 Pas bis 3.000 Pas. Für hochgefüllte und abrasive Materialien
ist optional eine verschleißfeste Ausführung verfügbar, die für einen
dauerhaften Betrieb ohne erhöhte Wartungsintervalle konzipiert ist.
Für eine breite Palette industrieller Anwendungen
Als Produktionslösung für wechselnde Materialien, kleine Losgrößen
und hohe Qualitätsanforderungen setzt das neue TOP 7000 Cast
einen klaren Standard für effiziente, stabile und reproduzierbare
Dosierprozesse im Casting-Umfeld. © Elmet
Typische Anwendungen des TOP 7000 Cast, die hohe Anforderungen
an Präzision, Materialhomogenität und reproduzierbare Füllprozesse
stellen, sind das Direktfüllen (Casting) von Produkten für
den Hoch- und Mittelspannungsbereich wie Isolatoren (HVI) und
Composite-Hollow-Core-Isolatoren (Verbundhohlisolatoren) sowie
Cable Joints. Weitere Anwendungen sind das Manual Molding medizinischer
Produkte wie Manifolds (Verteiler für Flüssigkeiten und
Gase), Prothesen-Liner und Medical Cushions (orthopädische Kissen),
wahlweise mit oder ohne Dispensing-Gun. In den Bereichen
Gewebe- und Paper-Release-Beschichtung sowie bei der Ummantelung
von Kabeln, bei denen gleichmäßige, kontrollierte Materialaufträge
erforderlich sind, punktet der TOP 7000 Cast mit seinem
kontinuierlichen, stabilen Volumenstrom, auch bei signifikanten
Viskositätsunterschieden.
ELMET Elastomere Produktions- und Dienstleistungs-GmbH
AT 4064 Oftering
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Seite 54/63
TX/TIX-Schläuche von SMC – temperaturbeständig, flexibel und lebensmittelkonform für vielseitige
Industrieanwendungen. (Foto: SMC Deutschland GmbH)
Die neuen Schläuche erfüllen internationale Normen, bieten hohe Temperaturund
Chemikalienbeständigkeit und ermöglichen eine flexible Installation
– ideal für die Lebensmittel-, Pharma- und Halbleiterindustrie.
SMC präsentiert Polyethylen-Schläuche
der Serie TX/TIX für hygienekritische
Industrieanwendungen
Mit der neuen Polyethylen-Schlauchserie TX/TIX stellt SMC eine
leistungsstarke Lösung für den Transport von Druckluft, Wasser oder
inerten Gasen für anspruchsvolle Fertigungs- und Prozessumgebungen
vor. Die Schläuche bieten nicht nur technische Robustheit,
sondern auch regulatorische Sicherheit und damit einen entscheidenden
Vorteil für Hersteller in der Lebensmittel-, Pharma- und
Halbleiterindustrie.
„Für Maschinenbauer und Systemintegratoren erleichtern die
TX/TIX-Schläuche durch standardisierte Zulassungen globale Projektumsetzungen
und schaffen Planungssicherheit in bestehenden
Maschinen“, erläutert Olaf Hagelstein, Produktmanager bei SMC
Deutschland.
Die TX/TIX-Schläuche erfüllen internationale Normen wie die
EU-Verordnung 10/2011, FDA-Richtlinien und den Japan Food Sanitation
Act. Für Anlagenbauer bedeutet das: weniger Aufwand bei der
Zulassung, schnellere Marktzugänge und eine verlässliche Basis für
den weltweiten Einsatz.
Gegenüber Medien wie Säuren, Laugen, Alkoholen und Fetten
sowie einer großen Temperaturtoleranz besitzen die Schläuche eine
stabile Performance auch unter extremen Bedingungen. Das reduziert
Stillstandzeiten und erhöht die Betriebssicherheit.
Lichtundurchlässigkeit, verschieden Zollmaße, Rollenlängen
und Farben ermöglichen eine passgenaue Auswahl für unterschiedliche
Anwendungen und Nachrüstungen in bestehenden Anlagen.
In Kombination mit den korrosionsbeständigen Edelstahlfittings
der Serie KFG2 entsteht eine langlebige, wartungsarme Verbindung
– ideal für Abfüllanlagen, Verpackungssysteme, Dosierstationen,
Wasseraufbereitung sowie Prozesse in der Halbleiterfertigung
und Laborautomation.
SMC Deutschland GmbH
D 63329 Egelsbach
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Die neue XTI-Berstscheibe von Bormann & Neupert by BS&B wird
ohne Schweißnähte gefertigt und setzt damit neue Maßstäbe in
der Leckagefreiheit bei Hochdruckanwendungen.
Einteilige Berstscheibe
sichert Hochdruckanwendungen
In kritischen Hochdruckanwendungen
– etwa bei anspruchsvollen
Prozessmedien wie Wasserstoff,
in Hydraulikanlagen oder
in der Luft- und Raumfahrt – ist
die Dichtigkeit aller Komponenten
eine wichtige Grundvoraussetzung
für den sicheren Betrieb.
Mit der neuen XTI-Berstscheibe
bietet Bormann & Neupert by
BS&B eine Druckentlastungslösung,
die höchsten Anforderungen
an Leckagefreiheit, Zuverlässigkeit
und Kompaktheit
genügt.
Die aus dem Vollen gefräste Berstscheibe kommt vollständig ohne Schweißverbindungen
aus und vermeidet so mögliche Schwachstellen, die durch den
Fügeprozess entstehen können. Das integrierte Design der XTI verzichtet komplett
auf Trennstellen, wodurch sie Anlagenbetreibern absolute Dichtigkeit und
große Prozesssicherheit gewährleistet. Auch Schweißprüfungen und -dokumentationen
werden dadurch überflüssig; das vereinfacht die technische Zulassung
von Systemen.
Erhöhte Sicherheit im Fokus
Ihre Gestaltung macht die XTI zudem besonders kompakt und leicht, was sie
für mobile Anwendungen oder den Einsatz in beengten Bauräumen prädestiniert.
Ein dauerhafter Betriebsdruck von bis zu 80 Prozent des minimalen Ansprechdrucks
ist ohne gesteigertes Risiko möglich, ebenso wie eine Anwendung
im Vakuum oder bei häufig wechselnden Druckzyklen. Erst, wenn der kritische
Druck erreicht wird, spricht die Scheibe hochpräzise an. Ihre Gestaltung mit
Kreuzrillung verhindert dabei, dass Bruchstücke freigesetzt werden – ein wichtiger
Sicherheitsaspekt, um Beschädigungen in nachgeschalteten Anlagen zu
vermeiden.
Die wartungsfreien XTI-Berstscheiben werden von BS&B kundenspezifisch
in allen gängigen Materialien in Durchmessern von 0,25 bis 1 Zoll und mit maßgeschneiderten
Prozessanschlüssen gefertigt – selbst in kleinen Stückzahlen
oder als Einzelanfertigung. Die Lieferung erfolgt immer ready-to-use, einbaufertig
und betriebsbereit. Selbstverständlich erfüllen die Berstscheiben alle relevanten
Sicherheitsstandards wie etwa die Druckgeräterichtlinie.
Bormann & Neupert by BS&B GmbH
D 40221 Düsseldorf
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Seite 56/63
Höchste Qualität und Präzision im µm-Bereich
Gleitgewindetriebe mit
vielfältigen Optionen
Das Schleifen feinster Gewindespindeln gehörte seit der
Gründung der Feinmess Suhl GmbH vor mehr als 140 Jahren
zu den Kernkompetenzen des Unternehmens – das heute
zur Steinmeyer-Gruppe gehört. Sie bilden das Herzstück
der Präzisions-Gleitgewindetriebe des Herstellers und lassen
sich heute durch umfassende Optionen in der Fertigung
an die Anforderungen verschiedener Branchen und Anwendungen
anpassen.
Darüber hinaus bieten die verschleißbeständigen Gleitgewindetriebe
einen einfachen Aufbau, eine definierte Leichtgängigkeit, minimales
Spiel sowie exakte Form- und Maßhaltigkeit bis Toleranzgrad
4 für höchste Positionierpräzision im µm-Bereich. Bedingt durch
die auftretende Gleitreibung bei Gleitgewindetrieben können diese
außerdem selbsthemmend dimensioniert werden, dabei wird die
Mutter durch Haftreibung auf der Spindel gehalten.
Muttervarianten für mehr Flexibilität
Die Spindeln der vielseitig einsetzbaren Gleitgewindetriebe aus
Suhl können aus verschiedenen Materialien wie Stahl, Edelstahl
oder nichtrostendem Stahl sowie mit verschiedenen Verfahren hergestellt
werden: geschliffen oder gerollt. Zudem realisiert das Unternehmen
auf Kundenwunsch verschiedene Gewindetypen, -größen,
-richtungen sowie Gangzahlen. Die geschliffenen Spindeln sind mit
einer Steigung von ≥ 0,2 mm und einem Steigungswinkel von bis zu
40° sowie einem Durchmesser von 2 mm bis 25 mm erhältlich. Bei
einer gerollten Spindel ist dieselbe Steigung möglich – allerdings mit
einem Steigungswinkel von bis zu 90 ° und einem Durchmesser von
3 mm bis 25 mm.
Spezielle Materialien und ausgefallene Geometrien
Feinmess Suhl fertigt ein- bis siebengängige Spindeln mit einer Länge
von bis zu drei Metern sowie vielfältigen Möglichkeiten in Bezug
auf die Gewindegeometrie: von Metrisch über UTS und Whitworth
bis hin zu Trapez, Sägezahn oder Sonderformen. Zudem sind spezielle
Beschichtungen für eine besondere Oberflächenhärte, Korrosionsschutz
oder reibungsreduzierende Schmierstoffe (PTFE)
realisierbar – ideal für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen.
Maximale Flexibilität bei der Auslegung der Gleitgewindetriebe
bieten die Muttern mit ihren vielfältigen Optionen hinsichtlich
Bauform, Vorspannung, Spiel oder Material. So sind Formen wie Zylinder,
Flansch oder spielreduziert erhältlich. Darüber hinaus bietet
Feinmess Suhl federvorgespannte Muttern für ein eingeengtes Axialspiel
oder optional eingepasste bzw. gepaarte Varianten für ein geringes
Spiel und kleines Drehmoment. Auch Sonderformen für den
Einbau in kundenspezifische Bauräume sind für den Hersteller kein
Problem sowie Anpassung von Drehmoment und Axialspiel – selbst
bei geringen Stückzahlen. Die Muttern können speziellen Anforderungen
entsprechend aus Messing, Bronze Stahl oder Edelstahl bis
hin zu Kunststoff gefertigt werden.
Umfassende Schmierstoff-Optionen
Je nach Anwendung und Branche bietet Feinmess Suhl passende
Schmierstoff-Optionen wie zum Beispiel Leichtlauffette, Dauerschmierungen
sowie reinraum- bzw. lebensmittelverträgliche Varianten
an. Auch ein schmierstofffreier Betrieb der Gleitgewindetriebe
ist möglich.
Steinmeyer Holding GmbH
D 72458 Albstadt
Gerollter Gleitgewindetriebe von Feinmess Suhl mit Kunststoffmutter.
(Bild: Feinmess Suhl GmbH)
Geschliffener Gleitgewindetriebe von Feinmess Suhl mit Mutter aus
Chromstahl. (Bild: Feinmess Suhl GmbH)
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Seite 57/63
KAGER bietet eine große Auswahl an selbstklebenden Temperatur-Messstreifen
Produkt- und prozessnahe
Thermokontrolleure
Die schnelle Bereitstellung selbstklebender Wärme- und
Hitzemessstreifen zur Überwachung und Dokumentation
von Temperatur-Grenzwerten zählt zu den Kernkompetenzen
von KAGER. Dabei können die Kunden aus einem breit
gefächerten Angebot an Indikatoren mit irreversibler Anzeige
für den Einsatz in der Produktion, Qualitätssicherung,
Produktentwicklung und Logistik wählen. Aktuell großer
Nachfrage erfreuen sich insbesondere die Messstreifen der
Produktgruppen Tempstrip und Thermoscale. Lesen Sie
hier, was sie unterscheidet und wo ihre wichtigsten Einsatzgebiete
liegen.
Die selbstklebenden Temperaturmess-Etiketten aus dem Sortiment
des deutschen Handels- und Beratungsunternehmens KAGER decken
ein großes Spektrum an industriellen und gewerblichen Anwendungen
ab. Aufgrund ihrer einfachen und zuverlässigen Handhabung
gelten vor allem die Ausführungen mit irreversibler Ergebnisanzeige
als manipulationssicheres Mittel der Visualisierung,
Überwachung, Dokumentation und Nachverfolgbarkeit thermischer
Grenzwerte. Dieser Gruppe von Wärme- und Hitzeindikatoren gehören
sowohl die Etiketten der Tempstrip-Familie als auch die Multilayer-Indikatoren
vom Typ Thermoscale an. Sie liegen in verschiedenen
Varianten vor und unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer
Funktionsweise.
Die Thermoindikatoren der KAGER-Hausmarke Tempstrip stehen
in Standardausführungen mit verschiedenen 5-, 6-, 8- und 10-Felder-
Skalen sowie als Einzel- und Mehrfeld-Messpunkte zur Verfügung.
(Bild: Kiefer Industriefotografie)
Große Auswahl für viele Aufgaben
Bei den Thermoindikatoren der KAGER-Hausmarke Tempstrip
handelt es sich um flexible Aufkleber für Messbereiche von 29° C bis
260° C. Sie stehen in Standardausführungen mit verschiedenen 5-,
6-, 8- und 10-Felder-Skalen sowie als Einzel- und Mehrfeld-Messpunkte
zur Verfügung. Damit können Anwender in Produktentwicklung,
Logistik und Prüftechnik beispielsweise die Temperaturen
von Werkzeugen, Bauteilen, Verpackungen oder Geräteoberflächen
überwachen. Die Genauigkeiten liegen dabei bis zur 100° C-Grenze
bei +/-1° C und darüber hinaus bei +/- 1,0 Prozent. Auf Wunsch
kann KAGER die Tempstrip-Messstreifen- und punkte auch in
kunden- oder produktspezifischen Sonderausführungen liefern.
Dabei enthält jede Verpackungseinheit je zehn Messstreifen oder
50 Messpunkte. Ab Losgröße 5.000 gibt es die Indikatoren auch als
Rollenware.
Für die Temperaturmessung in Prozess- und Simulationskammern,
Maschinengehäusen und zwischen funktionellen Wirkflächen
ausgelegt sind die Multilayer-Folien vom Typ Thermoscale im
KAGER-Programm. Ihr mehrlagiger Aufbau mit einem integrierten
Mikrokapsel-System visualisiert Temperaturverläufe in einem
Bereich von 150° C bis 210°. Wenn beispielsweise zu klären ist, ob
die Prozesskammer eines Trockenofens einwandfrei arbeitet oder
ob die Wärmeverteilung auf Druckwalzen homogen ist, dann ist
Thermoscale das Mittel der Wahl. Auch in der Laminiertechnik, in
der Photovoltaik, in der Verbindungstechnik und überall dort wo
die Messung von Temperaturverläufen auf Flächen verfahrenstechnisch
relevant ist und es nicht auf die letzte Stelle hinter dem Kom-
Auf Wunsch liefert KAGER die Tempstrip-Messstreifen- und punkte
auch in kunden- oder produktspezifischen Sonderausführungen.
(Bild: Kiefer Industriefotografie)
Thermoscale erfasst einen Messbereich von 150° C bis 210° C.
Ausgelöst wird die Einfärbung der Folie durch eine temperaturempfindliche
Mikrokapsel-Lage in ihrem Inneren. (Bild: Kager)
ma ankommt, kann diese Multilayer-Folie als einfaches Messmittel
dienen.
Anzeige mit Farbsprengkapseln
Die Visualisierung erfolgt bei Thermoscale über verschiedene Färbungen
und Farbintensitäten. Dabei reicht die gut ablesbare Farb-
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skala von blassem Hellbau bis zu tiefem Karminrot. Ausgelöst wird
die temperaturabhängige Einfärbung der Folie durch die Mikrokapsel-Lage
in ihrem Inneren. In dieser Funktionsschicht zwischen
dem Trägermaterial und der äußeren Schutzschicht befinden sich
winzige Farbkapseln und definierte Bereiche mit einer farbgebenden
Substanz. Kommt eine Thermoscale-Folie mit einer heißen
oder warmen Oberfläche in Kontakt, reagieren diese beiden Komponenten
miteinander und färben die Folie.
Die Intensität der Färbung folgt dabei der Wärmeverteilung bzw.
-entwicklung. Das heißt, die Farbanzeige richtet sich nach der erreichten
Höhe der Temperatur und der Dauer der Hitzeeinwirkung.
Mit minimalem Aufwand und ohne den Einsatz technischer Messgeräte
oder komplizierter Prüfaufbauten kann sich der Anwender
damit schnell und eindeutig ein Bild von den thermischen Einflüssen
auf Oberflächen und Bauteilen machen. Dank ihrer geringen
Dicke kann die Folie auch auf gewölbte Oberflächen aufgelegt werden.
Thermoscale gibt es auf Fünf-Meter-Rollen und als Einzelblatt
(270 x 200 mm).
Mitglieder einer großen Produktfamilie
Tempstrip und Thermoscale sind Ausschnitte aus der großen Indikatoren-Auswahl
an irreversiblen und reversiblen Mess- und
Prüfmitteln, die KAGER aktuell bereitstellt. Hier finden sich neben
weiteren Messstreifen und Messfolien auch Farbwechsellacke und
Spezialkreiden. Insgesamt bietet das Sortiment von KAGER derzeit
Messmittel, die einen Bereich von -17° C bis 1.270° C erfassen. ms
Kager Industrieprodukte GmbH
D 63128 Dietzenbach
Neue Baugrößen schließen Lücke bei den Serien GPP5000AL und GPD5000AL
Erweiterung des
Greifersortiments
Die Zimmer Group, global agierender Hersteller zukunftsgerichteter
Automatisierungstechnik, erweitert ihr Portfolio innerhalb der
bewährten Greiferserien GPP5000AL und GPD5000AL gleich
doppelt. Mit der neuen Baugröße GPP5025AL bei den 2-Backen-
Parallelgreifern sowie dem neuen Dreibacken-Zentrischgreifer
GPD5016AL werden gezielt bestehende Lücken im Baugrößenspektrum
geschlossen und Anwendern zusätzliche Flexibilität bei
der Auslegung pneumatischer Greiflösungen eröffnet.
Die Serien stehen für kompakte, wirtschaftliche Greifer mit
hochwertiger Aluminium-Profilnutenführung (Aluminum Linear
Guide). Im Vergleich zu herkömmlichen T-Nut-Greifern liefert diese
präzise Führungsvariante eine deutlich bessere Performance und ist
technisch auf Augenhöhe mit vielen anderen marktüblichen Führungsprinzipien.
Sie ermöglicht stabile, wartungsfreie Bewegungsabläufe
und ist daher perfekt für ein breites Spektrum industrieller
Handhabungs- und Automatisierungsaufgaben.
Außerdem neu sind die Long-Stroke-Varianten: Kunden, die
sich für die L-Varianten mit verlängertem Hub der Serie GPP5000AL
entscheiden, profitieren von einem besonderen Vorteil: Diese Long-
Stroke-Ausführungen ermöglichen bis zu 60 % mehr Hub bei gleicher
Baugröße und eröffnen damit neue Anwendungsmöglichkeiten,
insbesondere bei großen Greifwegen oder variierenden Werkstückabmessungen.
Gleichzeitig lassen sich durch den Einsatz einer
kleineren Baugröße Gewicht, Bauraum und damit Investitionskosten
reduzieren – ein klarer Vorteil für effiziente und dynamische
Automatisierungskonzepte.
Weitere Produkt-Highlights:
– Aluminium-Profilnutenführung – präzise, verschleißarm und
wirtschaftlich, mit deutlich verbesserter Performance gegenüber
Standard-T-Nut-Führungen.
– L-Varianten mit verlängertem Hub – bis zu 60 % mehr Hub bei
gleicher Baugröße für maximale Flexibilität und optimierte
Anlagenkonzepte
– Hohe Varianten- und Zubehörvielfalt – optimal abgestimmt auf
unterschiedliche Hub-, Kraft- und Konstruktionssituationen
– Wartungsfreie Konstruktion – verschleißarme Aluminium-Stahl-
Profilnutenführung senkt Folgekosten und Stillstandzeiten.
– Reinraumgeeignet – zertifiziert nach DIN EN ISO 14644-1 für
Reinraumklasse 4, ideal für saubere Produktionsumgebungen.
Mit der neuen Baugröße GPP5025AL erweitert die Zimmer Group
die Serie gezielt im Bereich mittlerer Hub- und Kraftanforderungen.
Sie bietet eine ausgewogene Kraft-Gewichts-Performance und fügt
sich nahtlos in das bestehende Baukastensystem ein. Ergänzend
dazu adressiert der neue GPD5016AL als Dreibacken-Zentrischgreifer
Anwendungen, bei denen eine zentrische, formschlüssige
Werkstückaufnahme gefordert ist, und überträgt die bewährten
Konstruktionsprinzipien der 5000AL-Familie konsequent auf dieses
Greifkonzept.
Damit unterstreicht die Weiterentwicklung das Engagement der
Zimmer Group, innovative, modulare und nachhaltige Komponenten
für die Automatisierungstechnik bereitzustellen – mit Blick auf
Wirtschaftlichkeit, Leistung und Anwenderfreundlichkeit.
Zimmer GmbH
D 77866 Rheinau
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Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions, ein Mitglied der globalen Busch Group, hat sein
Portfolio an Turbomolekular-Vakuumpumpen um die ATH 4506 M ergänzt
– das größte Modell der ATH-M Baureihe.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
präsentiert die neue
Turbopumpe ATH 4506 M
Mit einem Saugvermögen von 4.500 l/s fürStickstoff eignet sich
die neue Turbopumpe für Prozesse in derHalbleiterproduktion, der
Großflächenbeschichtung und anderen Anwendungen, bei denen
ein hoher Gasdurchsatz erforderlich ist, etwa bei der Evakuierung
großer Vakuumkammern für die Weltraumsimulation.
Plug&Play-Betrieb mit integriertem Controller
Die ATH 4506 M verfügt über einen integrierten Controller, der separate
externe Steuereinheiten überflüssig macht, die Installation
vereinfacht und den für das Systemsetup benötigten Platz reduziert.
In nur neun Minuten erreicht die Vakuumpumpe ihre volle Drehzahl
von 23.500 Umdrehungen pro Minute (U/Min), sodass Herstellungsprozesse
schnell anlaufen können. Ein Energiesparmodus
senkt die Leistungsaufnahme bei Inaktivität und trägt so zu einem
energieeffizienten Betrieb bei.
Auf die Prozessanforderungen abgestimmtes
Temperaturmanagement
Je nach Prozessbedingungen sind unterschiedliche Betriebstemperaturen
erforderlich. Aus diesem Grund ist die ATH 4506 M in zwei
Ausführungen erhältlich:
– Eine unbeheizte Variante für saubere, korrosionsfreie
Anwendungen, die keine zusätzliche Heizung benötigen
– zum Beispiel in der Großflächenbeschichtung.
– Eine Ausführung mit einem Temperaturmanagementsystem
(TMS) bis 90 °C für die Halbleiterproduktion und andere
korrosive Prozesse, bei denen eine moderate Beheizung
Kondensation und Partikelbildung verhindert.
Indem sie die Temperatur der Vakuumpumpe an den Prozess anpasst,
minimiert die ATH 4506 M Kondensation und Partikelansammlungen
im Pumpeninneren, reduziert den Verschleiß interner
Bauteile und verhindert ungeplante Stillstandszeiten. Dies führt zu
höherer Zuverlässigkeit, konstanter Produktqualität und niedrigeren
Gesamtbetriebskosten für den Nutzer.
Zustandsüberwachung und digitale Integration
Die ATH 4506 M ist mit internen Sensoren zur Überwachung von
Temperatur, Spülbedingungen, Drehzahl und außeraxialer Bewegung
ausgestattet. Anhand dieser Messungen kann der Betreiber
den Zustand der Vakuumpumpe in Echtzeit überwachen und so Unregelmäßigkeiten
frühzeitig erkennen. Dies hilft, ungeplante Stillstandszeiten
zu vermeiden, und erleichtert die vorausschauende
Wartung. Da die Vakuumpumpe IoT-fähig ist, kann sie an digitale
Überwachungssysteme angeschlossen und somit in automatisierte
Produktionsumgebungen integriert werden.
Mit der Schutzart IP54 ist die Vakuumpumpe gegen Staub und
Spritzwasser geschützt. Dies erhöht ihre Widerstandsfähigkeit in
anspruchsvollen Industrieumgebungen und verlängert ihre Lebensdauer.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
D 35614 Asslar
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Veranstaltungen im Februar 2026
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05.02.2026 Konferenz Reinraum Innovationsforum – Interaktive Konferenz zu den Chancen und Entwicklungs
potenzialen des Reinraums
Veranstaltungsort: Horw (CH), Veranstalter: Hochschule Luzern – Technik & Architektur
09.02.2026 Seminar Grundlagen der Qualifizierung und Validierung von Anlagen und Prozessen
Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
10.02.2026 Seminar Cleanroom-Event 2026: „Ein Blick hinter die Kulissen“
Veranstaltungsort: Regensburg, Veranstalter: Niotronic Hard- & Software GmbH
11.02.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
11.02.2026 - 12.02.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche
Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
12.02.2026 Webinar Fundamentals of Visual Inspection - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
19.02.2026 - 20.02.2026 Seminar GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
23.02.2026 - 27.02.2026 Training & Schulung Reinraum Service- & Messtechniker/-in IHK mit Fachkundenachweis
„Sicherheits-Werkbänke, Mikrobiologie, Monitoring“
Veranstaltungsort: Westerham bei München, Veranstalter:
IHK Akademie München und Oberbayern gGmbH
23.02.2026 - 25.02.2026 Training & Schulung Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat
Veranstaltungsort: ReinraumTrainigCenter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH
24.02.2026 - 25.02.2026 Seminar Reinraumqualifizierung mit Praxisworkshop
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
27.02.2026 - 28.02.2026 Seminar Sicherheitstraining Zytostatika
Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH
Veranstaltungen im März 2026
Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken
02.03.2026 - 06.03.2026 Training & Schulung Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in (IHK)
mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb.
Veranstaltungsort: Krefeld, Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein
03.03.2026 - 04.03.2026 Webinar Isolator & Barriere-Technik (PT 33) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
10.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Praxiskurs Dampfsterilisation
Veranstaltungsort: Horn, Schweiz, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
11.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
12.03.2026 Webinar Single-Use Systems - What you need to know - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
13.03.2026 - 14.03.2026 Seminar Aseptische Herstellung atoxischer Parenteralia
Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH
16.03.2026 - 17.03.2026 Seminar Validierung von Prüf- und Testmethoden
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Veranstaltungen im März 2026
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Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
16.03.2026 - 20.03.2026 Seminar Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: München/Dachau, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
17.03.2026 - 18.03.2026 Webinar Cross Contamination Control - Live Online Training
- Implementation of a Cross Contamination Control Strategy
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
17.03.2026 Seminar Medical Grade Plastics – Kunststoffe in der Medizintechnik
Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
17.03.2026 Tagung Reinraum-Stammtisch: „Retrofit − Nachrüstung von Lüfter-Filter-Modulen (FFU)
an Maschinen für ein integriertes Minienvironment“
Veranstaltungsort: Kahla, Veranstalter: COLANDIS GmbH
18.03.2026 - 20.03.2026 Webinar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 27.03.2026 Messe analytica 2026
Veranstaltungsort: München, Veranstalter: Messe München GmbH
24.03.2026 - 26.03.2026 Messe LOUNGES 2026
Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Inspire Media GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz Trends in Barrier Systems & Robotics - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP for Prefilled Syringes - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz European Aseptic Technologies & Annex 1 Conference - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP-compliant Clean Rooms and Facilities - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Kongress GMP PharmaCongress & GMP PharmaTechnica Expo 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
25.03.2026 Seminar Hygienic Design – Reinigungsgerechte Gestaltung von
Maschinen, Anlagen und Komponenten
Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
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