02.02.2026 Aufrufe

Newsletter_02-2026_DE

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

DE 02/26

Wie Reinraumförderbänder

saubere

Produktionsprozesse

sichern


TITEL

Wie Reinraumförderbänder

der Montech AG saubere

Produktionsprozesse sichern

Saubere Prozesse brauchen die richtigen

Förderlösungen. In sensiblen Produktionsumgebungen

kommt es auf jedes Detail

an, denn schon kleinste Partikel können

die Produktqualität beeinträchtigen. Reinraumförderbänder

sichern einen kontrollierten

Materialfluss und sind ein zentraler

Bestandteil moderner Reinraumproduktion

und Fertigungsprozesse, von der Pharmaund

Medizintechnikindustrie bis zur Chemie-

und Halbleiterproduktion.

Für die Produktion im Reinraum sind

Förderlösungen gefragt, die höchste Anforderungen

an Hygiene, Präzision und Zuverlässigkeit

erfüllen. Die von Montech speziell

für den Reinraum entwickelten Förderbänder

sind konsequent auf Reinraumtauglichkeit

ausgelegt und garantieren eine minimale

Partikelemission. Hochwertige, FDAkonforme

Fördergurte mit Bandkantenversiegelung

verhindern Staubbildung, sind

leicht zu reinigen und überzeugen durch

hohe Verschleissfestigkeit. Das hygienische

Design reduziert Kontaminationen und unterstützt

eine stabile Reinraumproduktion

und Produktqualität über lange Laufzeiten.

Neben Material- und Designqualität

spielt auch das Reinraumhandling und der

Materialfluss eine entscheidende Rolle. Die

Förderlösungen der Montech AG lassen sich

millimetergenau an jede Fertigungslinie anpassen.

Taktbetrieb, individuell einstellbare

Beschleunigungs- und Bremsrampen

sowie variable Fördergeschwindigkeiten

ermöglichen einen schonenden Transport

und minimieren die Partikelbildung entlang

des gesamten Produktionsprozesses.

Energieeffiziente, wirkungsgradoptimierte

Antriebe – darunter ein 24-V-DC-Antrieb,

integriert in die Antriebsrolle mit Ø 78 mm

– gewährleisten einen zuverlässigen und

wirtschaftlichen Dauerbetrieb.

Für zusätzliche Sicherheit sind ausgewählte

Konfigurationen der Förderlösungen durch

das Fraunhofer-Institut geprüft und bis

ISO-Klasse 4, 5 und 6 zertifiziert. Dazu zählen

unter anderem das TB30R mit Mittenoder

Kopfantrieb sowie das TB40R. Die unabhängige

Zertifizierung liefert belastbare

Messergebnisse und schafft Vertrauen bei

Investitionsentscheidungen in der Reinraumproduktion

und Qualitätskontrolle.

Weitere Vorteile bieten die flexible

Konfiguration und die kurze Lieferzeit.

Trotz individueller Auslegung beträgt die

Lieferzeit nur vier bis fünf Wochen. Optional

ist ein Unterbau mit Edelstahl-Stellfüssen

erhältlich, welcher höchste Stabilität

und Reinraumtauglichkeit gewährleistet.

Die Kombination aus minimaler Partikelemission,

hoher Verschleissfestigkeit, zertifizierter

Qualität, Energieeffizienz und

schneller Verfügbarkeit macht die Reinraumförderbänder

der Montech AG zu einer

wirtschaftlichen und zuverlässigen Lösung

für professionelles Reinraumhandling und

Materialtransport sowie für Fertigungsprozesse

mit höchsten Hygieneanforderungen.

Montech AG

Gewerbestrasse 12

CH 4552 Derendingen

Telefon: +41 326815500

eMail: info@montech.com

Internet: https://www.montech.com

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 2/63


ERSCHEINT

IN DIESEN

TAGEN

FEBRUAR 2026

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,

dies sind bewegende Zeiten und in diesen Zeiten

kann man nicht st ehen bleiben sondern muss sich

mitbewegen. Da in Deutschland Arbeitsp lätze

abgebaut und im europäischen Umland, aber auch

in Amerika, aufgebaut werden, haben wir uns entschieden,

unsere Inhalte weiteren Interessierten

zur Verfügung zu st ellen. Den erst en Schritt sehen

Sie, wenn Sie den englischen Newsletter öffnen.

Alle Artikel, die uns in englischer Sprache nicht

vorliegen, haben wir per KI ins Englische übersetzt.

Wir können da nicht alles Korrektur lesen, hoffen

jedoch, dass KI das schon ganz gut macht.

Hier ein kurzer Überblick über die Inhalte

dieses Newsletters:

> Wie Reinraumförderbänder der Montech AG

saubere Produktionsprozesse sichern

> Induktives Laden macht Reinraumautomatisierung

durch Fabmatics

wartungsfrei und sicher

> Mensch im Reinraum: Ergonomie, Gesundheit,

Produktivität und Sicherheit

> Maßgeschneidert für den Einsatz

in Reinräumen

> In 5 Schritten zum digitalen

HACCP-Management: Effizienz und

Rechtssicherheit im Reinraum

> . . .

Mit freundlichem Gruß

Reinhold Schuster

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 3/63


Die sauberste Art zu Laden: Wiferion treibt die Halbleiterindustrie an

Induktives Laden macht

Reinraumautomatisierung durch

Fabmatics wartungsfrei und sicher

Der weltweite Bedarf an Leistungselektronik und Chips für Anwendungen in den

Bereichen Automotive, Kommunikation und Industrie wächst ungebremst. Doch

viele der Produktionsstätten stammen aus einer anderen Zeit: 200-mm-Waferfabriken,

die in den 1990er- und 2000er-Jahren entstanden sind, arbeiten noch

heute mit teils manuellen Materialflüssen. Ihre Modernisierung ist aufgrund der

hohen Reinheitsanforderungen komplex, aber dringend nötig. Der Dresdner Automatisierungsspezialist

Fabmatics entwickelt seit über 30 Jahren Lösungen, die

vom Transport über die Lagerung bis hin zur Identifikation von Wafern reichen

– unterstützt durch die wartungsfreie Ladetechnologie von Wiferion.

In der Halbleiterindustrie sind zwei grundlegende

Waferdurchmesser von Bedeutung:

200 mm und 300 mm. 300-mm-Wafer werden

zur Produktion leistungsstarker Prozessoren

und Speicherchips verwendet und

in modernen, hochautomatisierten Fertigungsstätten

produziert. Im Gegensatz dazu

sind die Produktionsanlagen für 200-mm-

Wafer, die vor allem für Leistungselektronik

und bestimmte Automobilkomponenten

zum Einsatz kommen, in der Regel älter und

über Jahrzehnte organisch gewachsen. Die

Folge: Häufig existieren dort heterogene Infrastrukturen,

die sich nur schwer mit neuen

Technologien vereinbaren lassen. Gleichzeitig

steigt der gesellschaftliche und wirtschaftliche

Druck, Prozesse zu automatisieren.

Lieferkettenengpässe, steigende Energiekosten

und der Fachkräftemangel haben

gezeigt, wie wichtig stabile und durchgängige

Abläufe sind. Automatisierung ist in der

Halbleiterfertigung daher kein Zukunftsthema

mehr, sondern eine Voraussetzung für

die Wettbewerbsfähigkeit.

Inmitten des europäischen Mikroelektronik-Clusters

Dresden sorgt Fabmatics

mit mehr als 300 Mitarbeitenden dafür,

dass 200-mm-Fabriken ihre Anlagen durch

maßgeschneiderte Automatisierungslösungen

effizienter und sicherer betreiben

können. Das Unternehmen beliefert namhafte

Kunden der internationalen Halbleiterindustrie

in Europa, Asien und den

USA. Bereits im Jahr 2009 begann Fabmatics

mit der Entwicklung eines eigenen

mobilen Roboters, der zunächst schienengebunden

war. Das System wurde später

so weiterentwickelt, dass es sich frei im

Raum bewegen kann und damit maximale

Flexibilität für den Materialtransport

Der mobile HERO Fab 200 positioniert einen

Waferbehälter millimetergenau in einem Reinraumregal

– ein Beispiel für das zuverlässige

Materialhandling in gewachsenen 200-mm-

Fabriken. (Quelle: Fabmatics GmbH,

Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))

bietet. Heute sind Transportroboter wie

der HERO Fab fester Bestandteil der Produktfamilie.

Sie befördern Waferkassetten

autonom, verbinden Maschinen über mehrere

Ebenen hinweg und lassen sich dank

ihrer modularen Konstruktion optimal an

kundenspezifische Layouts anpassen. Eine

Herausforderung stellte zunächst jedoch

die Energieversorgung dar – bis Fabmatics

auf die Ladelösung von Wiferion – a PULS

brand stieß.

Das Wiferion-Ladepanel ist bündig in die

Reinraum-Bodenplatte integriert – für kontaktloses

Laden ohne Partikelbildung und minimalinvasiven

Einbau. (Quelle: Fabmatics GmbH,

Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))

Partikelfrei heißt induktiv:

Laden im Reinraum

Da mobile Roboter in Reinräumen grundsätzlich

innerhalb der kontrollierten, staubfreien

Produktionsumgebung geladen

werden müssen, geraten klassische Ladesysteme

schnell an ihre Grenzen. Das Ausschleusen

der Fahrzeuge würde das Risiko

einer Kontamination drastisch erhöhen und

ganze Chargen empfindlicher Wafer gefährden.

Doch auch das Laden im Reinraum

selbst ist mit herkömmlicher Kontakttechnik

problematisch: Schleifkontakte und Steckverbindungen

erzeugen beim Anfahren

Abriebpartikel – ein untragbares Risiko in

Produktionsumgebungen, in denen schon

kleinste Verunreinigungen Schäden in Millionenhöhe

verursachen können. Kupfer,

das in vielen Kontaktlösungen verwendet

wird, ist im Reinraum ohnehin tabu, da es

die Oberflächen der Halbleitersubstrate beschädigen

kann. Auch alternative Materialien

wie Edelstahl oder Silber überzeugten in

der Praxis nicht. „Wir wollten unsere Roboter

bereits in der ersten Generation, die 2013 auf

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 4/63


Dank ausgereifter Sicherheitstechnik bewegen sich mobile Roboter und Mitarbeitende

selbst in engen Reinraumbereichen sicher und effizient nebeneinander.

(Quelle: Fabmatics GmbH, Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))

den Markt ging, mit einer induktiven Ladelösung

anbieten, doch die übertragbare

Energiemenge der damaligen Systeme war

für unsere Zwecke nicht ausreichend. Wiferion

gab es damals noch nicht“, sagt Carsten

Grunert, Leiter der Produktentwicklung bei

Fabmatics. „Darum haben wir eine kontaktbasierte

Ladetechnologie, entwickelt, die in

den Boden integriert wurde. Diese sorgte

aber für einen hohen Verschleiß und Wartungsaufwand

und war wenig flexibel.“

Als Fabmatics die zweite Generation

seiner mobilen Roboter entwickelte, hatte

sich die Technologiesituation grundlegend

verändert. Wiferion war inzwischen am

Markt und bot als erster Anbieter eine induktive

Ladelösung, die bis zu 60 Amper

überträgt – genug, um mobile Roboter im

Reinraum unterbrechungsfrei zu betreiben.

Damit wurde möglich, was 2013 noch an

technischen Grenzen scheiterte.

Zusammen mit dem Partner PohlCon

entwickelte Fabmatics Ladepads, die nahtlos

in den Doppelboden der Reinräume

eingebettet werden können. Dazu muss lediglich

eine der üblicherweise im Reinraum

vorhandenen Bodenplatten ersetzt werden,

sodass aufwändige Umbauten nicht nötig

sind. Die Energieübertragung erfolgt kontaktlos

über ein magnetisches Feld, sodass

keine Partikel erzeugt werden. Darüber hinaus

ist das kabellose Ladesystem des Wireless-Charging-Spezialisten

auch brandschutztechnisch

vorteilhaft. Schleppketten

oder offene Kontakte, die Partikelabreibung

und Funkenbildung begünstigen könnten,

werden überflüssig.

Flexibel, wartungsfrei und zukunftssicher:

automatisiertes Laden im Prozess

Der größte Vorteil liegt jedoch im Prinzip

des In-Process-Charging. Anstatt feste

Ladezeiten einzuplanen, laden die Roboter

von Fabmatics während ihrer normalen

Arbeit, beispielsweise beim Be- und Entladen

von Wafer-Kassetten. Dank der hohen

Positionierungstoleranz der Wiferion-Systeme

genügt es, wenn der Roboter kurz

über dem Ladepad anhält. Selbst kleinere

Abweichungen führen nicht zu Ladeunterbrechungen.

Jede kurze Pause genügt, um

den Energiestand stabil zu halten. Separate

Ladezonen, lange Pausen oder manuelle

Eingriffe sind nicht erforderlich. Das macht

die Lösung zudem besonders platzsparend.

Neben der minimalinvasiven Installation

überzeugt das Ladesystem zudem mit

seiner hohen Flexibilität: Dank des modularen

Designs kann die Ladeinfrastruktur

an wechselnde Layouts angepasst werden

– ein wesentlicher Vorteil in gewachsenen

Produktionsumgebungen, die regelmäßig

erweitert oder umgerüstet werden. So entsteht

eine wartungsfreie Ladeinfrastruktur,

die sich in jede bestehende Produktionsumgebung

einfügt und neben Reinraumtauglichkeit

auch mit Zukunftssicherheit

punktet.

Ohne Schleppketten und Stolperfallen:

neue Anwendungsbereiche

„Die Kombination aus kabelloser Energieversorgung

und prozessintegriertem Laden

ist für unsere Anwendungen ideal“, erklärt

Carsten Grunert. „Wir konnten schon zuvor

einen 24/7-Betrieb realisieren – heute geschieht

das jedoch deutlich flexibler, wartungsfrei

und mit höchster Prozessreinheit.

Ein echter Gewinn für unsere Systeme!

Die hohe Flexibilität hat uns zudem die Erschließung

neuer Anwendungsbereiche ermöglicht.“

Laden im Prozess: Der mobile Roboter

nimmt Energie über ein Ladepanel

vor der Handlingstation auf und arbeitet

ohne separate Ladepausen weiter.

(Quelle: Fabmatics GmbH,

Fotograf: Sven Claus (FotograFisch))

So hat Fabmatics die Wiferion-Technologie

inzwischen in weitere Roboterserien integriert,

die zuvor durch die Einschränkungen

herkömmlicher Ladesysteme limitiert waren.

Da die Ladeplatten auch senkrecht an

Wänden montiert werden können, eignen

sie sich für vertikale Anwendungen wie

Etagenlifte. Insbesondere beim Materialtransport

über mehrere Stockwerke ist die

Technologie von Vorteil: Ohne die Notwendigkeit

für mechanische Verbindungen oder

Schleppketten, die üblicherweise Kabel für

die Energieübertragung führen, entfallen

potenzielle Stolperfallen und Brandschutzrisiken.

Zudem ermöglicht die kabellose Lösung

eine geräuscharme und nahtlose Integration

in den laufenden Betrieb.

Fazit: Ein großer Gewinn für die Automatisierung

in der Halbleiterindustrie

Durch die Integration der Wiferion-Technologie

konnte Fabmatics eine zentrale

Hürde bei der Automatisierung von Reinraumprozessen

überwinden. Die induktive

Energieversorgung ermöglicht einen wartungsfreien,

prozessintegrierten Betrieb

mobiler Roboter selbst in hochsensiblen

Produktionsumgebungen. Für die Halbleiterindustrie,

insbesondere für die 200-mm-

Waferfabriken mit ihren historisch gewachsenen

Strukturen, bedeutet dies einen echten

Effizienzsprung. Induktives Laden wird

somit zum Schlüssel für die nächste Stufe

der Automatisierung.

item Industrietechnik GmbH

D 42699 Solingen

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 5/63


Mensch im Reinraum:

Ergonomie, Gesundheit, Produktivität

und Sicherheit

Reinräume sind hochsensible Arbeitsumgebungen, in denen Präzision,

Sauberkeit und Prozesssicherheit oberste Priorität haben. Neben

Luftführung, Filtertechnik und Materialauswahl spielt der Faktor

Mensch seit jeher eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren

rücken jedoch ergonomische, gesundheitliche und sicherheitsrelevante

Rahmenbedingungen zunehmend stärker in den Fokus, da sie

maßgeblich die Stabilität, Effizienz und Qualität sensibler Prozesse

beeinflussen – selbst unter streng kontrollierten Reinraumbedingungen.

Ergonomie als Erfolgsfaktor im Reinraum

Arbeiten im Reinraum bedeutet häufig langes Sitzen, hohe Konzentration

und präzise, wiederkehrende Bewegungen. Gleichzeitig

schränken Schutzkleidung und definierte Arbeitsabläufe die Bewegungsfreiheit

ein. Fehlende ergonomische Unterstützung kann

in solchen Umgebungen schnell zu körperlicher Ermüdung, Fehlhaltungen

und nachlassender Konzentration führen – mit direkten

Auswirkungen auf Prozessqualität und Sicherheit.

Eine ergonomisch gestaltete Sitzlösung unterstützt den Körper

dort, wo Belastungen entstehen: durch dynamisches Sitzen, stabile

Unterstützung der Wirbelsäule und individuelle Anpassungsmöglichkeiten.

Ziel ist es, natürliche Bewegungen zu fördern, statische

Belastungen zu reduzieren und eine aufrechte, entspannte Sitzhaltung

zu ermöglichen – auch über längere Arbeitsphasen hinweg.

Gesundheit und Konzentration – langfristig gedacht

Gesundheit im Reinraum ist mehr als eine Frage des Komforts.

Muskel-Skelett-Belastungen, Verspannungen oder Ermüdung wirken

sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf die

Fehleranfälligkeit. Gerade in sensiblen Produktions- oder Laborprozessen

kann nachlassende Konzentration erhebliche Folgen haben.

Moderne Reinraumstühle setzen daher auf Mechaniken, die

sich automatisch an Bewegungen anpassen und dynamisches Sitzen

unterstützen. Funktionen wie synchronisierte Bewegungsabläufe

zwischen Sitzfläche und Rückenlehne entlasten die Wirbelsäule

und fördern Mikrobewegungen, die die Durchblutung anregen. Individuell

einstellbare Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnen ermöglichen

es, den Stuhl präzise an Körpergröße und Tätigkeit anzupassen – ein

entscheidender Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung.

Produktivität durch ergonomische Stabilität

Produktivität im Reinraum entsteht dort, wo ergonomische Stabilität

und Bewegungsfreiheit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Ein Arbeitsstuhl muss Halt geben, ohne Bewegungen einzuschränken,

und Flexibilität bieten, ohne instabil zu wirken.

Sitzlösungen wie der TEXON wurden gezielt für diese Anforderungen

entwickelt. Seine ergonomische Konstruktion unterstützt

wechselnde Arbeitspositionen und präzise Tätigkeiten gleicherma-

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 6/63


Skintec: Materialinnovation

für Reinraum und Mensch

Ein zentrales Element moderner Reinraumsitzlösungen ist das Bezugsmaterial.

Skintec, eine speziell für Reinraum-, Labor- und ESD-

Anwendungen entwickelte Oberfläche, verbindet mehrere Anforderungen,

die lange als schwer vereinbar galten.

Das Material ist dauerhaft leitfähig – auch in hellen Farbtönen

und unterstützt so den Schutz vor elektrostatischen Entladungen.

Gleichzeitig besitzt Skintec eine geschlossene, glatte Oberfläche,

die keine Partikel bindet und leicht zu reinigen ist. Die vollständig

verkapselte Struktur verhindert Abrieb und Materialermüdung,

selbst bei intensiver Nutzung.

Darüber hinaus trägt Skintec zur ergonomischen Qualität bei:

Die Oberfläche ist weich und formstabil, wodurch auch bei langen

Sitzzeiten ein gleichbleibend angenehmes Sitzgefühl entsteht. Damit

wird deutlich, dass Materialwahl nicht nur eine Frage der Hygiene

oder ESD-Sicherheit ist, sondern auch direkten Einfluss auf den

Menschen am Arbeitsplatz hat.

Design als Motivation im funktionalen Umfeld

Reinräume sind häufig funktional und technisch geprägt. Dennoch

kann Gestaltung einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmotivation leisten.

Klare Linien, reduzierte Formen und bewusst gesetzte Designelemente

unterstützen die Orientierung und schaffen eine angenehme

Arbeitsatmosphäre – ohne die funktionalen Anforderungen

zu beeinträchtigen.

Beim TEXON zeigt sich dieser Ansatz unter anderem im charakteristischen

Verbindungselement zwischen Sitzfläche und Rückenlehne.

Es steht symbolisch für die Verbindung von Mensch und

Technik und macht ergonomische Funktion sichtbar, ohne sie in den

Vordergrund zu drängen. Design wird so zum unterstützenden Element

im Arbeitsalltag.

Fazit: Der Mensch als integraler Bestandteil

des Reinraums

ßen. Die Bewegungsmechanik reagiert auf den Nutzer, nicht umgekehrt

– ein Ansatz, der die Konzentration fördert und Arbeitsunterbrechungen

reduziert. So entsteht eine stabile Basis für gleichbleibend

hohe Arbeitsqualität.

Sicherheit im Reinraum: Hygiene und ESD im Fokus

Neben ergonomischen Aspekten spielen im Reinraum Sicherheitsanforderungen

eine zentrale Rolle. Sitzlösungen müssen so gestaltet

sein, dass sie weder Partikel freisetzen noch elektrostatische Entladungen

verursachen. Materialien, Oberflächen und Konstruktion

sind daher entscheidend.

Ein konsequentes Hygienic Design setzt auf glatte, fugenlose

Oberflächen, abgerundete Übergänge und verkapselte Mechaniken.

Diese Merkmale verhindern Partikelablagerungen und ermöglichen

Reinigungs- und Desinfektionsprozesse, die zuverlässig stets denselben

hygienischen Zustand erreichen. Dadurch bleibt die hygienische

Sicherheit unabhängig von der Häufigkeit oder Intensität der

Reinigung dauerhaft stabil.

Reinraumprozesse sind nur so stabil wie die Bedingungen, unter

denen Menschen darin arbeiten. Ergonomie, Gesundheit, Produktivität

und Sicherheit stehen in direktem Zusammenhang und lassen

sich nicht isoliert betrachten. Moderne Sitzlösungen zeigen, wie sich

diese Anforderungen miteinander verbinden lassen – durch durchdachte

Ergonomie, hygienische Konstruktion und innovative Materialien

wie Skintec.

Der Mensch wird damit nicht als Störfaktor, sondern als integraler

Bestandteil des Reinraums verstanden. Eine konsequent ergonomische

Arbeitsplatzgestaltung trägt dazu bei, Prozesse sicherer,

effizienter und nachhaltiger zu gestalten – und langfristig die Qualität

sensibler Arbeitsumgebungen zu sichern.

Bimos - eine Marke der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG

Brühlstraße 21

D 72469 Meßstetten-Tieringen

Telefon: +49 7436 8710

Telefax: +49 7436 871110

eMail: bimos@bimos.com

Internet: http://www.bimos.com

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 7/63


Neue Handhabungs-Lösung für die Reinraum-Technik:

Mit dem lift2move cleanroom bietet EXPRESSO sein erstes mobiles

Hebe- und Transportsystem, das nach ISO 14644 zertifiziert ist.

Die Bedieneinheit des lift2move cleanroom bietet dem Anwender

die Möglichkeit, bis zu acht frei wählbare Höhen präzise und automatisch

mit bis zu acht verschiedenen Hubgeschwindigkeiten anzufahren, wobei

das manuelle Anfahren immer möglich bleibt.

Maßgeschneidert für den

Einsatz in Reinräumen

Mit dem neuen lift2move cleanroom bietet der Intralogistik-Spezialist

EXPRESSO erstmals ein mobiles Hebe- und

Transportsystem, das nach ISO 14644 zertifiziert ist. Damit

gehört das deutsche Unternehmen nun zu jenem kleinen

Kreis von Herstellern, die in der Lage sind, solche reinraumfähigen

Materialfluss-Lösungen zu realisieren. Das neue

Vorschubgerät erweitert die lift2move Modellreihe und

ist ausgelegt für den Einsatz in der Elektronik- und Halbleiterfertigung,

in der optischen Industrie und in den Forschungsabteilungen

vieler anderer Branchen.

Halbleiter und Isolatoren, mechatronische und feinmechanische

Präzisionsbauteile, sensible Optiken und viele messtechnische

Komponenten lassen sich ohne die Einhaltung strenger Reinheits-

Richtlinien nicht qualitätssicher fertigen. Viele Hersteller dieser

Branchen haben daher innerhalb ihrer Betriebsgebäude geschlossene

Bereiche eingerichtet, deren Ausstattung verschiedenen Reinraumklassen

nach ISO 14644 entsprechen. Sobald es aber darum

geht, in diesen Räumen effiziente Materialflusswege einzurichten,

zeigt sich immer wieder das gleiche Problem: Je höher ein Reinraum

klassifiziert ist, desto weniger dafür geeignete Hebezeuge,

Transportmittel und Fördersysteme bietet der Markt. Als Ausweg

aus diesem Dilemma präsentiert der deutsche Intralogistik-Spezialist

EXPRESSO nun sein erstes reinraumfähiges Hebe- und Transportsystem:

Den lift2move cleanroom, ein mobiles Vorschubgerät

mit elektrisch angetriebenem Hubmast, das die Bedingungen der

Reinraumklasse 5 nach ISO 14644-1 erfüllt. Als Nachweis dafür erhielt

der neue Hebelift vor wenigen Tagen die entsprechende Zertifizierung

durch das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und

Automatisierung (IPA). „Mit dieser ISO 14644-zertifizierten Neuentwicklung

erweitern wir unsere lift2move-Modellreihe mit einer

hebe- und transporttechnischen Speziallösung, die vielen Herstel-

lern von elektronischen, mikroelektronischen und optischen Bauteilen

das Leben leichter macht“, sagt Oliver Stauch-Vaupel, der den

Geschäftsbereich Angetriebene Handhabungs- und Transportgeräte

bei EXPRESSO leitet.

Hohe Stabilität und präzise Materialführung

Der lift2move cleanroom ist als Systemlösung mit einem elektrisch

angetriebenen Hubmast und einem Ausleger zur Aufnahme

von Werkstückträgern, Bauteilen oder Behältern ausgelegt. Er bewältigt

Nutzlasten von bis zu 180 kg und kann seine Last frei im

Raum bewegen und über einen Hubweg von 1.600 mm heben und

senken. Seine Grundausstattung ist angelehnt an die Premiumvariante

des lift2move, die EXPRESSO unter der Bezeichnung Solution

anbietet. Das bedeutet unter anderem: Er verfügt über ein

kippsicheres, tiefliegendes Stabilitätsfahrwerk für problemloses

und komfortables Manövrieren, spurlos abrollende und leise laufende

Polyurethanrollen nach ESD-Standard und eine dreistufige

Betriebsbremse, mit der sich die hinteren Lenkrollen entweder arretieren,

bremsen oder im Freilauf drehen und schwenken lassen.

Außerdem – und das ist ein Highlight – haben ihn die EXPRES-

SO-Ingenieure mit der intelligenten VPC-Positionssteuerung ausgerüstet.

Sie bietet dem Anwender die Möglichkeit, bis zu acht frei

wählbare Höhen präzise und automatisch mit bis zu acht verschiedenen

Hubgeschwindigkeiten anzufahren, wobei das manuelle

Anfahren immer möglich bleibt. Auf diese Weise unterstützt der

lift2move cleanroom die Realisierung von Handhabungsprozessen,

bei denen es auf exaktes und wiederholgenaues Zu- und Abführen

sowie Positionieren von Werkstücken oder Trägern ankommt.

„Und da das Fahrwerk eine Unterfahrlänge von 492 mm sowie eine

Unterfahrhöhe von 88 mm erlaubt, kann der Ausleger oder die

Lastaufnahme des lift2move cleanroom auch in die Bauräume von

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 8/63


Der lift2move cleanroom von EXPRESSO verfügt über

ein kippsicheres, tiefliegendes Stabilitätsfahrwerk für

komfortables Manövrieren sowie spurlos abrollende und leise

laufende Polyurethanrollen nach ESD-Standard.

Anlagen und Maschinen einfahren. Das ermöglicht ein unterbrechungsfreies

Materialhandling“, betont Oliver Stauch-Vaupel.

Durchdachte und ergonomische Konstruktion

Als Reinraum-zertifiziertes Hebe-Senk-Gerät ist der neue lift2move

cleanroom von EXPRESSO nahezu vollständig in Edelstahl und

Aluminium ausgeführt. Alle Oberflächen sind Glasperlen-gestrahlt,

elektropoliert oder eloxiert. Das gilt ebenso für den an der Rückseite

des Hubmastes in Hüfthöhe befestigten Schaltschrank, in dem

neben den Blei-Vlies-Batterien (18 Ah BV an 24 V) auch eine integrierte

Einheit zur kabellosen Bedienung untergebracht ist. Außen

am Gehäuse liegen der Not-Aus-Schalter und eine Ladezustandsanzeige.

Über dem kompakten Schaltschrank befindet sich der ergonomisch

geformte Zwei-Hand-Manövriergriff, mit dem sich der

550 mm breite und insgesamt 2.335 mm hohe lift2move cleanroom

sicher, leicht und zielgenau bewegen lässt.

Nach ISO 14644 Reinraum-zertifizierte Hebe- und Fördermittel

wie der lift2move cleanroom sind keine Massenprodukte und gehören

zur Königsklasse der modernen Handhabungstechnik. Ihre

Entwicklung und Produktion stellt höchste Anforderungen an den

Hersteller. Als vorteilhaft für EXPRESSO erweisen sich hier, dass

das Unternehmen konsequent auf Made in Germany setzt, über viele

Jahrzehnte Praxiserfahrung aus unzähligen Branchenprojekten verfügt

und stets das Ziel verfolgt, in seinen Systemlösungen die neusten

Erkenntnisse der Ergonomie umzusetzen. „Das kommt nicht

zuletzt dann zum Tragen, wenn wir individuelle Lastaufnahmen

für spezielle Aufgaben der Handhabungstechnik realisieren. Künftig

wird unser Engineering hier auch die besonderen Erfordernisse

der Reinraum- und Sauberraumtechnik verstärkt im Auge behalten“,

sagt Oliver Stauch-Vaupel.

EXPRESSO Deutschland GmbH & Co. KG

D 34123 Kassel

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023

Seite 9/103


In 5 Schritten zum digitalen HACCP-Management:

Effizienz und Rechtssicherheit im Reinraum

Verantwortliche für das Qualitätsmanagement im Reinraum stehen

täglich vor einer Mammutaufgabe: Die Einhaltung von HACCP-

Richtlinien (Hazard Analysis and Critical Control Points) muss lückenlos

garantiert werden. Doch während die Produktionstechnik

oft „State of the Art“ ist, herrscht im Qualitätsmanagement (QM)

vielerorts noch das „Zettel-und-Stift-Zeitalter“ vor. Und das kann

zum Problem werden.

„Analoge“ Prozesse im Qualitätsmanagement führen oft zu

langwierigen Prozessen und binden unnötige Ressourcen. Das Risiko

dabei: Ein einziger Fehler in den QM-Abläufen oder eine lückenhafte

Reinigungshistorie kann fatale Folgen haben, beispielsweise in

der Pharma- oder Lebensmittelproduktion: Von einem daraus folgenden

Imageverlust für den Hersteller ganz zu schweigen. Abhilfe

schafft hier intelligente Digitalisierung. Mit spezialisierter Software

wie dem im industriellen Qualitätsmanagement häufig eingesetzten

e-QSS lassen sich HACCP-Checks per Smartphone steuern und in

Echtzeit auswerten.

Hier helfen Smartphone, App & Co.

Hier erfahren Sie, wie Sie in fünf Schritten Ihr HACCP-Management

digitalisieren und welche Vorteile moderne App-Lösungen bieten.

Bevor es an die Umsetzung geht, stellt sich dabei die Frage:

Was macht eine gute QM-Software aus? Für lückenlose und

rechtssichere Prozesse im Reinraum hilft moderne IT heute vor

allem mit folgenden Features:

– Kennzahlen in Echtzeit: Mit Hilfe passender QM-Anwendungen

greifen alle Beteiligten auf ein „Cockpit“ zu, das qualitätsrelevante

Kennzahlen in Echtzeit abbildet. Werden Abweichungen von

Soll-Werten – etwa bei Lebensmittelproben -. festgestellt, alarmiert

das System sofort, nicht erst zeitversetzt nach der manuellen

Dateneingabe.

– Intuitive Checklisten: Moderne Apps erklären sich intuitiv. Bei

hoher Personal-Fluktuation oder bei Sprachbarrieren von Mitarbeitern

senken beispielsweise selbsterklärende digitale Checklisten

die Fehlerquote massiv und reduzieren den Bedarf an zeitintensiven

Schulungen.

– Interaktive Führung und Avatare: Moderne Systeme führen den

Nutzer schrittweise durch wichtige Prozesse, etwa bei der Vorbereitung

eines Audits. Virtuelle Ratgeber unterstützen im QM-Alltag

und sorgen für eine konsistente Datenqualität.

– Bildnachweise statt Textwüsten: Ein Foto eines perfekt gereinigten

Laborraums kann als Soll-Vorgabe und Beleg zugleich dienen.

Das ersetzt komplizierte Beschreibungen und ist für ein Reinigungsteam

schnell verständlich.

– Integrierte Übersetzung: Um Sprachbarrieren zu überwinden,

können Handbücher und Prüfvorgaben unkompliziert in verschiedene

Sprachen übersetzt werden – eine Grundvoraussetzung

für globale Standards.

In 5 Schritten zu sicheren Prozessen

Wenn Sie von analogen Listen auf ein digitales System umsteigen

möchten, empfiehlt sich ein strukturierter Prozess. So kann er

aussehen:

Schritt 1: Daten als belastbare Grundlage schaffen

Eine reibungslose Dateninfrastruktur ist das Fundament. Es geht

nicht nur um das Sammeln von Daten, sondern um deren Verfügbarkeit.

Backend (Server/Datenbank) und Frontend müssen nahtlos

verknüpft sein. Nur ein valider Datenbestand ermöglicht eine automatisierte

Auswertung, die Zeit spart und die Fehleranalyse verbessert.

Ein smart organisierter Datenpool ist die Basis für jede Prozessoptimierung.

Schritt 2: Integration mobiler Endgeräte

Im Reinraum müssen Daten dort erhoben werden, wo sie entstehen:

direkt beim Arbeitseinsatz vor Ort. Mitarbeiter, die durch

Smartphones begleitet werden, können so in Echtzeit dokumentieren

oder Tickets für Mängel auslösen. Das erhöht die Flexibilität und

minimiert Reaktionszeiten bei Abweichungen massiv.

Schritt 3: Abläufe in Echtzeit steuern

Digitale Tools ermöglichen den sofortigen Vergleich von Sollund

Ist-Werten. Dies geht über reine Kontrolle hinaus: Es ermöglicht

„Predictive Maintenance“ (vorausschauende Wartung) von Produktionsanlagen.

Wenn Daten zeigen, dass eine Leistung vom Sollwert

abweicht – zum Beispiel bei Temperaturabfall von Kühleinheiten -

kann eingegriffen werden, bevor ein Schaden entsteht. Ein wichtiger

Hebel für lückenloses HACCP-Management.

Schritt 4: Gezielter Einsatz spezialisierter Apps

Spezialisierte Anwendungen wurden exakt auf die Anforderungen

im HACCP-Management hin entwickelt. Diese bieten manipulationssichere

Dokumentation und flexible Planung von Kontrollgängen.

So können beispielsweise Prüfkataloge und Leistungsverzeichnisse

an Labor- oder Produktionsbedingungen angepasst

werden, ohne die Validierfähigkeit zu verlieren – auch nach der

Durchführung von Updates.

Schritt 5: Dienstleistersteuerung durch Vernetzung

Oft wird das Reinigungsmanagement an externe Firmen vergeben.

Eine zentrale Software vernetzt dabei Auftraggeber und

Dienstleister. Entscheider auf beiden Seiten sehen in Echtzeit beispielsweise,

ob eine Schleuse vorschriftsgemäß gereinigt wurde

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 10/63


oder ob Schulungsdefizite beim externen Personal vorliegen. Transparenz

schafft hier das notwendige Vertrauen und rechtliche Sicherheit

im Falle eines Audits.

Datenintegrität und Schulung als Erfolgsfaktoren

Bei der Arbeit im Reinraum ist die Datenintegrität das höchste Gut.

Moderne Software bietet eine lückenlose Nachvollziehbarkeit, wer

wann welche Änderung vorgenommen hat. Dies ist essenziell für die

Einhaltung von GMP-Standards.

Ebenso wichtig ist die Schulungsplanung. Digitale Systeme ermöglichen

es, den Ausbildungsstand jedes Mitarbeiters individuell

nachzuweisen. Vor einer Inspektion lässt sich so per Mausklick belegen,

dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre spezifischen

Aufgaben im Reinraum qualifiziert sind. Etwaige Defizite werden

durch automatisierte Reports sofort sichtbar.

Die Digitalisierung des HACCP-Managements ist kein Selbstzweck.

Sie sorgt für effiziente Abläufe und rechtssichere Dokumentation.

Aber nicht nur das: Sie ist auch eine Antwort auf steigenden

Kostendruck und den Fachkräftemangel. Indem Software und App

Routineaufgaben übernehmen, werden wertvolle personelle Ressourcen

frei. Fachkräfte können sich auf komplexe Aufgaben konzentrieren,

während die IT für eine rechtssichere und lückenlose

Beweisführung sorgt.

Wer heute auf digitale Lösungen setzt, macht sein HACCP-Management

krisensicher, transparent und fit für die Anforderungen

der Zukunft.

Eva Neumann

Über die Autoren:

Oswald Neumann

Eva und Oswald Neumann führen seit 34 Jahren gemeinsam die Neumann

& Neumann Software und Beratungs GmbH im bayerischen

Steingaden. Das Unternehmen ist verlässlicher Innovationspartner

rund um das Thema Qualitätssicherung und in diesem Bereich

Marktführer. Neumann & Neumann ist Anbieter der QM-Software

e-QSS incl. Prozessberatung. Die im Facility- und Qualitätsmanagement

beliebte QM-Software kommt in über 100 verschiedenen Gewerken,

in über 80 Ländern zum Einsatz und ist die perfekte Grundlage

für die intelligente Digitalisierung von Qualitätsprüfungen und

-prozessen.

Neumann & Neumann Software und Beratungs GmbH

D 86989 Steingaden

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023

Seite 11/103


Fertiggestellte Reinräume der Reinraumklasse C und Reinraumklasse

B: qualifizierte Infrastruktur mit lufttechnischer Versorgung und klaren

Material- und Personenwegen. (Copyright: io)

Mitarbeitertraining im Reinraum: Einweisung am CliniMACS Prodigy®

und Einüben der qualifizierten Abläufe. (Copyright: io)

io begleitete

PROVIREX von der

ersten Idee bis zur

erfolgreichen

Realisierung

hochmoderner

Reinräume für

ATMP-Produktion

Einweisung und Prozesstraining am CliniMACS Prodigy®. (Copyright: io)

Mit der Fertigstellung der neuen Reinräume für die Herstellung von

Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP) hat PROVIREX

einen Meilenstein für die Zell- und Gentherapie in Deutschland erreicht.

io war von Beginn an als Beratungs- und Planungspartner an

Bord – von der Konzeptentwicklung über die Planung und Realisierung

bis hin zur Qualifizierungsbegleitung.

Sicherheits- und Prozess-Check: Prüfung der Arbeitsanweisungen für

den Schleusungsprozess und Eintritt in den S3** Bereich. (Copyright: io)

Innovatives Projekt für zukunftsweisende Therapien

PROVIREX Genome Editing Therapies GmbH ist ein hochinnovatives

Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger

Gentherapien spezialisiert hat. Die neuen Reinräume im TecHHub

Hamburg erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitsstufe

S3** und sind GMP-konform. Sie ermöglichen PROVIREX die

Anwendung der proprietären Brec1-Technologie als Stammzelltherapie

im Rahmen erster klinischer Prüfung. Durch die sogenannte

Genschere Brec1 wird der Bauplan des AIDS-Erregers HIV aus dem

Erbgut der infizierten Zelle herausgeschnitten und das Virus eliminiert.

Erstmals könnte es so gelingen, das Virus zu entfernen, statt es

durch antiretrovirale Therapie in Schach zu halten, wie bei bisheri-

Eintrittsschleuse des Produktionsbereichs: vollständig geschützter

Mitarbeiter vor dem Betreten des GMP-Reinraums. (Copyright: io)

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 12/63


hat io das Projekt über alle Phasen hinweg begleitet. Beginnend mit

der Machbarkeitsanalyse und Konzeptentwicklung, über Basic und

Detail Design bis hin zur Realisierungsbegleitung und Schnittstellenkoordination

im TecHHub. Die Leistungen umfassten unter anderem:

– Planung und Integration der GMP-Reinraum- und Laborbereiche

unter Berücksichtigung der TGA-Anforderungen

– Projektmanagement und Koordination aller Gewerke (HLKS,

Elektro, MSR) sowie Abstimmung mit dem Bauherrn und den

Behörden

Reinraum mit Tageslicht und Blick in die Stadt: Mitarbeiter in Vollschutz

auf dem Weg in den Prozessbereich. (Copyright: io)

gen Behandlungsformen üblich.

Zusätzlich können durch die neuen Reinräume der PROVIREX

in Deutschland bald deutlich mehr Krebspatienten von der CAR-T

Krebstherapie profitieren, darunter auch Menschen, die mit HIV

leben und aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen an die

Labore schwer Zugang zu solchen Therapien haben.

Ganzheitliche Expertise für komplexe Anforderungen

Als herstellerunabhängiges Beratungs- und Planungsunternehmen

Ein starkes Signal für die Zukunft der Gentherapie

„Wir sind stolz, PROVIREX bei diesem wegweisenden Projekt unterstützt

zu haben. Die neuen Reinräume sind ein entscheidender

Schritt für die Entwicklung innovativer Therapien gegen HIV und

Krebs“, erklärt Dr. Thomas Centner, Principal Consultant bei io.

„Unsere interdisziplinäre Expertise in Pharma/Biotech, TGA und

Architekturplanung hat dazu beigetragen, ein Reinraumprojekt zu

realisieren, dass höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entspricht

und in Hamburg einen der schönsten Reinräume zu schaffen,

in dem qualifizierte Mitarbeiter eine ansprechende Arbeitsumgebung

vorfinden – einzigartig in Deutschland.

io

D 69115 Heidelberg

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 13/103


Annex-1-Compliance durch intensive Unterstützung in Beratung,

Umsetzung und Inspektion

GMP-Upgrade für Bulkherstellung

und aseptische Abfüllung

Similasan AG entwickelt und produziert homöopathische Arzneimittel. Das Unternehmen mit Sitz in Jonen, Kanton Aargau,

beschäftigt in der Schweiz rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Produktpalette umfasst mehr als 110 von der

Swissmedic zugelassene homöopathische Präparate. Weltweit ist Similasan der größte Hersteller von natürlichen Augentropfen.

gempex unterstützt die Similasan AG.

Die bestehende Sterilabfüllung für Augentropfen, die Bulkherstellung

im Reinraum sowie die Wasseranlage sollten an die Anforderungen

des Annex 1 angepasst werden. Rahmenanforderungen

waren Umbau im Bestand bei laufender Produktion, Upgrade QM-

System, flexible Ressourcenverstärkung sowie die mit dem Umbau

verbundenen Inspektionen.

Gefordert war das Gesamtprojektmanagement für alle Teilgewerke

sowie umfängliche Beratung und intensive, aktive Unterstützung

bei allen notwendigen begleitenden Maßnahmen der Qualifizierung–

von der URS bis zur PQ. Beim Umbau der Abfülllinie wurde

am technischen Design mitgewirkt. Die WFI-Anlage musste nach

Erneuerung durch die Phasen PQ I-III gebracht werden.

Weiter waren Planung und Durchführung der Validierungen

einschließlich der Aseptic Process Simulation zu unterstützen. Das

gesamte QMS war an das Upgrade anzupassen. QA-Aufgaben wurden

als ausgelagerte Dienstleistung übernommen. Zusammen mit

dem Kunden waren die Inspektionen vorzubereiten, zu begleiten

und nachzuverfolgen. Inbetriebnahme-Unterstützung rundete das

Aufgabenpaket ab.

In enger Abstimmung mit dem Kunden erfolgte die Unterstützung

überwiegend vor Ort mit einem Team von bis zu vier Personen,

unterstützt durch weitere fachspezifische Experten etwa die IT-Validierung

betreffend. Temporär wurde eine stellvertretende QA-Leitung

gestellt. Ein erfahrener Berater leitete das Projekt und stand

dauerhaft für alle kritischen Fragen zur Verfügung.

Die in die Jahre gekommene aseptische Abfüllung konnte nach

intensivem Upgrade erfolgreich an die hohen Anforderungen des

neuen EU GMP Annex 1 Leitfadens angepasst, die Inspektionen

bestanden werden. Zukunftssicher kann die Similasan AG Augentropfen

nun nach den neuesten und höchsten Qualitätsstandards

herstellen und vertreiben.

gempex-Key Performances waren:

– GMP-Upgrade

– Beratung EU GMP Annex 1

– Projektmanagement

– URS, SMF

– Qualifizierung Validierung, SOPs

– Upgrade QMS und QA-Unterstützung

– Konstruktion, Design

– CSV nach GAMP

– Swissmedic Inspektionsbegleitung und Support

gempex GmbH - THE GMP-EXPERT

Besselstr. 6

D 68219 Mannheim

Telefon: +49 621 8191190

Telefax: +49 621 81911940

eMail: info@gempex.com

Internet: http://www.gempex.de

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 14/63


Ableitfähige Energiekette mit selbsttragender Funktion

macht platzraubende Abschirmungen überflüssig

Platzsparend, abriebfest

und ableitfähig:

Kompakte e-skin soft

ESD für Reinräume

INGENIEURBÜRO &

REINRAUMSERVICE

EGON BUCHTA GMBH

Mit der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos sowie der zunehmenden

Verbreitung von KI steigt auch der Bedarf an Lithium-Ionen-

Batterien und Mikrochips. Da diese Technologien immer mehr Leistung

bringen müssen, werden sie auch empfindlicher und stellen hohe

Anforderungen an die Produktionsumgebungen. Mit der e-skin soft

ESD bringt igus jetzt eine neue Energiekette für Reinräume auf den

Markt, die nicht nur abriebfest ist, sondern auch ableitfähig. Für Konstrukteure

ist sie ein Gamechanger, da sie deutlich mehr Flexibilität

und Platzersparnis bei der Energieführung von Leitungen ermöglicht.

Winzige elektrostatische Entladungen (Electrostatic Discharge, ESD) sind für

das Auge nicht sichtbar, können aber in der Halbleiter- und Elektronikfertigung

empfindliche Produkte beschädigen. Entsprechend wichtig ist es, dass alle Maschinenkomponenten,

die in der Nähe dieser Produkte zum Einsatz kommen,

einen ESD-Schutz haben. Doch das ist bei der Führung von Energie- und Datenleitungen

keine Selbstverständlichkeit, da sie in der Regel nicht ableitfähig

sind. „Viele Konstrukteure realisieren spezielle Abschirmungen, die allerdings

wertvollen Platz im Reinraum verschwenden“, sagt Kira Weller, Produktmanagerin

e-ketten und Reinraum-Expertin bei igus. Eine ebenso unpraktische Alternative

sei es, einen großen Abstand zum Produkt zu halten, was ebenfalls zu

Platzproblemen führen kann. Um dieses Dilemma zu lösen, hat igus eine neue

Variante der reinraumtauglichen Energiekette e-skin soft entwickelt: die e-skin

„WIR SIND

FÜR SIE DA.“

FULLSERVICE FOR

CLEANROOM SOLUTIONS

– GMP- und Nutzerberatung

– Dokumentenerstellung nach

EU-GMP-Leitfaden; Annex 15

– partikuläre und mikrobiologische

Qualifizierungen,

Wartungen und Service

inkl. Messtechnik und

Dokumentation für „as built“,

„at rest“ und „in operation“

– Qualifizierungen von

Kühl- und Wärmegeräten

– Hygienepläne, Schleusenordnungen,

SOP‘s

– GMP- und Hygieneschulungen

– Blower-Door-Test

Mit der e-skin soft ESD bringt igus eine abriebfeste und ableitfähige Energiekette

für Reinräume auf den Markt, die für mehr Sicherheit in der Chip- und

Batteriefertigung sorgt. (Quelle: igus SE & Co. KG)

www.reinraumservice.de

NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 15/63


soft ESD, eine kompakte e-kette, die nicht

nur abriebfest ist, sondern dank Additiven

im Material auch ableitfähig. Elektrostatische

Aufladungen lassen sich über die

Anschlusselemente ableiten, ähnlich wie

bei einem Blitzableiter. Kira Weller: „Für

Konstrukteure ist die neue Energiekette ein

Gamechanger, da sie sich ohne zusätzliche

Abschirmungen in der Nähe des Produkts

einsetzen lässt.“

Platzsparende e-kette ermöglicht

enge Biegeradien

Die e-skin soft ESD ist kompakt konstruiert

und benötigt nur wenig Bauraum. Sie

besteht aus einer Ober- und einer Unterschale,

die ein geschlossenes Rohrgehäuse

bilden, das Leitungen, Kabel oder Medienführungen

sicher umschließt. Gefertigt

ist sie aus einem hauseigenen Hochleistungskunststoff,

der einen engen Biegeradius

von 55 mm ermöglicht. Die Innenhöhe

variiert je nach Ausführung zwischen

20 mm, 24 mm, 28 mm und 40 mm, die

Innenbreite zwischen 33 mm, 48mm, 68

mm und 85 mm. Eine weitere Besonderheit:

Dank der ovalen Geometrie und einer

definierten Steifigkeit kann die e-skin soft

ESD, anders als herkömmliche Wellschläuche,

auch freitragende Längen realisieren.

Eine Führung wird somit überflüssig. Darüber

hinaus erweist sich die Energiekette

als besonders langlebig und erreicht eine

Lebensdauer von mehr als 20 Millionen

Doppelhüben.

Jahresrückblick 2025

Produktiv, nachhaltig und

digital in Richtung Zukunft

Auch im vergangenen Jahr zeigte sich wieder, dass Technik „made in

Eschweiler“ auch in außergewöhnlichen Projekten Anwendung findet

– vom Weltraumroboter über einen Parkturm bis zum Fitnessgerät. Um

mehr Platz für eigene Produkte und kundenspezifische Lösungen zu

schaffen, unternahm Rodriguez 2025 einen zukunftsweisenden Schritt:

Mit der Einweihung einer neuen, hochmodernen Fertigungshalle und der

kontinuierlichen Umstellung auf ein neues ERP-System laufen immer

mehr Produktionsprozesse digital und Workflows greifen noch besser ineinander.

Auf dem Weg zur höchsten

Reinheitsstufe ISO Klasse 1

Die e-skin soft ESD wird strengsten Reinraumanforderungen

gerecht. „Der Hochleistungskunststoff

ist extrem abriebfest,

so dass im Betrieb selbst bei schnellen Bewegungen

keinerlei Partikel entstehen“,

betont Kira Weller. Auch Partikel von den

Leitungen können nicht nach außen gelangen,

da sich die Ober- und Unterschale per

Reißverschluss-Prinzip zu einem geschlossenen

Rohr zusammenfügen lassen. „Das

garantiert sowohl Reinraumtauglichkeit als

auch eine schnelle Befüllung und Wartung

der Leitungen“, so Kira Weller. Tests im

hauseigenen Reinraumlabor in Köln, das

gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für

Produktionstechnik und Automatisierung

(IPA) realisiert wurde, hat die neue Energiekette

bereits mit sehr guten Ergebnissen absolviert.

Die offizielle Zertifizierung wird in

den kommenden Wochen erfolgen.

igus SE & Co. KG

D 51147 Köln

2025 war für Rodriguez ein ereignisreiches Jahr: Unter anderem wurde eine

hochmoderne Fertigungshalle in Betrieb genommen. (Bild: Rodriguez GmbH)

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 16/63


Einer der Höhepunkte war die Einweihung der neuen Fertigungshalle

am Anfang des Jahres: Das 3.000 Quadratmeter

große Gebäude bietet viel Platz für die Fertigung eigener

Produkte und kundenspezifischer Lösungen – ein echter

Meilenstein für die Lineartechnik. Damit einher gehen

weitere Digitalisierungsschritte in der Fertigung, optimierte

Workflows und stabile Produktions-abläufe, auch dank

eines zukunftsfähigen, firmenweiten ERP-Systems. Außerdem

sorgen eine moderne Lüftungsanlage und LED-Beleuchtung

für einen möglichst geringen Energieverbrauch.

„Wir haben mit unserem Neubau-Projekt gezeigt, dass

Nachhaltigkeit und Automatisierung keine Gegensätze sind,

sondern sich gut ergänzen“, so Gunther Schulz, Geschäftsführender

Gesellschafter der Rodriguez GmbH.

Nachhaltig ist auch die Anwendung eines Münchner

Start-ups, das Rodriguez in diesem Jahr mit seinen Kugeldrehverbindungen

unterstützt hat. In dem Vertical-Parking-Turm

des Unternehmens werden PKW übereinander

geparkt – das spart wertvollen Platz in den Städten und verringert

die Bodenversiegelung. Die Kugeldrehverbindungen

sorgen dabei für eine sichere Lagerung des rotierenden

Antriebssystems des Turms. In einer ebenfalls innovativen

Anwendung kommen seit diesem Jahr Kugelgewindespindeln

von Rodriguez zum Einsatz: Sie sind in einer besonderen

Langhantelstange mit beweglichen Griffen verbaut. Die

„Squeezebar“ verfügt dadurch über eine hohe Laufruhe und

Kippstabilität und sorgt für hohe Performance.

Doch nicht nur die Technik, auch die Menschen bei Rodriguez

prägten das vergangene Jahr: Kontinuierliche Fortbildungen

zum Thema Digitalisierung, neue Auszubildende

und zahlreiche Messeauftritte, u. a. auf der All about automation,

bauma, SpaceTech.NRW, automatica oder Nacht

der Unternehmen, zeigen die ganze Innovationskraft des

Unternehmens.

Zum Jahresende hat Rodriguez eine besondere Tradition:

Das Unternehmen verteilt keine Geschenke an Kunden

und Geschäftspartner, sondern spendet an wohltätige

Organisationen der Region. Eine Spende erhalten 2025 u. a.

das Ronald McDonald Haus in Aachen, das Eltern schwerkranker

Kinder in der Nähe von Kinderkliniken ein Zuhause

auf Zeit bietet. Darüber hinaus unterstützt Rodriguez in diesem

Jahr das Vinzenz-Heim in Aachen, das Menschen mit

Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Und auch der Tierschutzverein und das Tierheim

der StädteRegion Aachen e.V. können sich über eine Spende

freuen.

Rodriguez GmbH

D 52249 Eschweiler

NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 17/63


CFD-Simulation senkt Risiken in teuren Reinraumprojekten

Prävention statt Schadensbegrenzung

Reinräume sind kostenintensive Bauprojekte. Das Investitionsvolumen liegt zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Quadratmeter,

in der Halbleiterfertigung können sie mit bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter noch deutlich höher ausfallen. Ein

Reinraum mit 1.000 Quadratmetern Fläche erreicht somit schnell Kosten in Millionenhöhe. Dennoch verzichten viele Bauherren

auf eine Maßnahme, die nur einen Bruchteil der Gesamtinvestition ausmacht, jedoch zentrale Risiken minimieren

kann: die strömungs- und partikeltechnische Analyse mittels CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics).

Gespräche mit Herstellern und Ausrüstern zeigen ein überraschend

einheitliches Bild: Simulationen werden selten in frühen Projektphasen

eingesetzt – häufig erst dann, wenn während des Betriebs

unerwartete Strömungsphänomene, Partikelrückführungen oder

Tot-Zonen auftreten. In solchen Fällen müssen Ursachen nachträglich

identifiziert und teils kostenintensiv korrigiert werden. Merkle

CAE Solutions, spezialisiert auf numerische Simulationsberechnungen,

wird oft erst dann hinzugezogen, wenn Probleme bereits

entstanden sind. Dabei ließen sich viele dieser Herausforderungen

im Vorfeld durch digitale Analysen vermeiden.

Eine CFD-Simulation verursacht im Durchschnitt rund ein bis

zwei Prozent der Baukosten eines Reinraums. Bei einem Projektvolumen

von einer Million Euro entspricht dies etwa 5.000 bis 20.000

Euro – ein Betrag, der im Verhältnis zu möglichen Folgekosten gering

ist. Die Simulation ermöglicht die vorausschauende Bewertung

der Luftströmung, die Visualisierung von Partikelbewegungen sowie

die Analyse von Temperaturfeldern. Tot-Zonen, unerwünschte Verwirbelungen

oder kritische Partikelkonzentrationen können so bereits

vor Baubeginn erkannt werden. Für Betreiber sensibler Produktionsanlagen,

etwa in der Optik, Medizintechnik oder Pharmazie,

liefert dies entscheidende Planungssicherheit.

Strömungsprozesse in Reinräumen reagieren empfindlich auf

kleinste Änderungen in Geometrie, Ausstattung und Betriebsparametern.

Erfahrungswerte allein reichen daher oft nicht aus, um komplexe

Wechselwirkungen zuverlässig vorherzusagen. Die Simulation

dient hier als objektive Grundlage, um Luftauslässe, Filterpositionen

oder Maschinenanordnungen so zu gestalten, dass die spezifizierten

Reinheitsklassen dauerhaft eingehalten werden. Fehlplanungen

können erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen – etwa

wenn ein Kunde die Inbetriebnahme verweigert, weil Partikelablagerungen

die Produktqualität beeinträchtigen.

„Mit Multiphysics-Simulationen können wir die Reinräume

in der Zwischenzeit bereits inklusive des dort geplanten Produktions-

und Arbeitsumfeldes simulieren. Damit wissen wir nicht nur,

ob der Reinraum an sich funktioniert, sondern auch, ob die geplante

Produktion so störungs-, keim und Partikelfrei ablaufen kann“, so

Dipl.-Ing. (TU) Stefan Merkle, Geschäftsführender Gesellschafter

der Merkle CAE Solutions GmbH.

Merkle CAE Solutions versteht die CFD-Analyse daher nicht

als Zusatzelement, sondern als integralen Bestandteil einer vorausschauenden

Reinraumplanung. Sie trägt dazu bei, Risiken zu

minimieren, Nacharbeiten zu vermeiden und die Funktionsfähigkeit

hochsensibler Produktionsumgebungen sicherzustellen. Für

Bauherren bedeutet dies, dass sie ein vergleichsweise geringer Planungsaufwand

vor zeit- und kostenintensiven Korrekturen im laufenden

Betrieb schützt.

Merkle CAE Solutions GmbH

D 89518 Heidenheim

Reinraum in der Halbleiterindustrie.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 18/63


Erfolgreiche

Zusammenarbeit in

der Reinstmedienerzeugung

Reinraumüberwachung

neu gedacht

Mit über 75 Jahren Erfahrung ist die Vetter Pharma-Fertigung

GmbH & Co KG eine der global führenden Contract Development

and Manufacturing Organizations (CDMO) für injizierbare

Wirkstoffe. Das Unternehmen erlebt langfristiges Wachstum und

eine beständig steigende Nachfrage. Um dieser gerecht zu werden,

investiert Vetter in Portfolioerweiterungen und den globalen

Ausbau seiner Standorte. Einer davon ist Langenargen, wo Vetter

seit 1998 flüssige und lyophilisierte Produkte in Vials und Spritzen

abfüllt.

Höchste Qualitätsanforderungen

Derzeit verfügt das Werk über vier Abfülllinien, zwei weitere sollen

zukünftig dazukommen. Doch dafür müssen bestimmte Voraussetzungen

erfüllt sein: So braucht es beispielsweise genügend

Reinstmedien wie Wasser oder Dampf, um die Linien zu beliefern

und zu reinigen. In Langenargen erzeugten vor Kurzem noch zwei

Anlagen per Umkehrosmose gereinigtes Wasser (Purified Water,

PW). War die größere der beiden Anlagen zwecks Sanitisierung

außer Betrieb, konnte die kleinere den Bedarf nicht mehr abdecken.

Um die Produktionskapazitäten nicht nur abzusichern, sondern

in Zukunft auch vergrößern zu können, brauchte Vetter

einen weiteren PW-Erzeuger. Dabei spielten die hohen Qualitätsanforderungen

des Unternehmens eine entscheidende Rolle

– und führten zu einer speziellen Anforderung für das Projekt in

Langenargen: Vetter war auf der Suche nach einem System, das

PW in der Qualität von Wasser für Injektionszwecke (WFI) erzeugen

kann.

Syntegon Technology GmbH

Blaufelder Straße 45

Telefon: +49 7951 4020

D 74654 Crailsheim

Internet: http://www.syntegon.com

eMail: packaging-ph@syntegon.com

HTS401 - hochgenauer Feuchte- und

Temperatursensor für anspruchsvolle

Klimaregelung

Industrieprozesse unterliegen oft hohen

Anforderungen: extreme Umgebungsbedingungen,

aggressive Medien,

chemisch-intensive Reinigungsprozesse

und gleichzeitiger Bedarf nach

präzisen, ausfallsicheren Messdaten.

Genau hier setzt der HTS401 an. Klassische

Sensorlösungen stoßen dabei

schnell an ihre Grenzen – etwa durch

Kondensation, Korrosion, Temperaturextreme

oder aufwendige Wartungsprozesse.

www.epluse.com/hts401

NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 19/63


Revolutionäre Chips für die Materialforschung

Fraunhofer IPMS schließt Lücke

in der Charakterisierung von

organischen Halbleitern

Die innovativen Chips des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme

IPMS revolutionieren die Charakterisierung organischer Materialien und beschleunigen

die Entwicklung neuer elektronischer Anwendungen. Ein neu entwickelter

Messadapter ermöglicht erstmals die gleichzeitige Kontaktierung

von bis zu acht Interdigitalelektrodenpaaren und setzt damit neue Maßstäbe

in der präzisen Materialanalyse. Vor dem Hintergrund des wachsenden

Bedarfs an flexiblen und effizienten Technologien leisten

diese hochgenauen Messmethoden einen entscheidenden Beitrag zur

Leistungssteigerung zukünftiger elektronischer Systeme.

Das Fraunhofer IPMS hat einen bedeutenden

Durchbruch in der Materialforschung

erzielt. Mit den neu entwickelten Chips auf

Basis von Interdigitalelektroden lassen sich

empfindliche und innovative Materialien

deutlich effizienter analysieren. Dazu zählen

unter anderem Materialien für organische

Leuchtdioden (OLEDs), organische

Solarzellen, organische Feldeffekttransistoren

(OFET) sowie metalloxidbasierte Gassensoren.

Dies vereinfacht den Testprozess

erheblich, verkürzt Entwicklungszeiten und

stellt einen entscheidenden Fortschritt für

die Entwicklung elektronischer Technologien

der nächsten Generation dar.

m diese Leistungsfähigkeit gezielt an

unterschiedliche Anwendungen anzupassen,

arbeitete das Fraunhofer IPMS in den

vergangenen Jahren eng mit Partnern und

Auftraggebern zusammen. Projektleiter

Henry Niemann erläutert: »Die Chips wurden

kontinuierlich weiterentwickelt, etwa

durch neue Elektrodengeometrien, unterschiedliche

Elektrodenmaterialien sowie

Anpassungen von Gateoxidmaterial und

-dicke.« Bislang stellte insbesondere die

einfache und parallele Kontaktierung mehrerer

Elektroden eine Herausforderung dar.

Mit dem neuen Messadapter ist es dem

Fraunhofer IPMS nun gelungen, diese Lücke

zu schließen. Der Messadapter ermöglicht

die parallele Kontaktierung mehrerer

Interdigitalelektrodenpaare und steigert die

Neuer Messadapter für die gleichzeitige

Kontaktierung von bis zu acht Interdigitalelektrodenpaaren.

© Fraunhofer IPMS

Explosionszeichnung des Messadapters mit

Position des AX1580 Chips. Die roten Buchsen

kontaktieren das Gate, die SMA-Buchsen

kontaktieren je ein Source-Drain-Paar.

© Fraunhofer IPMS

Chip AX1580, 15x15 mm2, mit 8 Gold-Interdigitalelektrodenpaaren

mit einer Kanalweite

von 10 mm und Kanallängen von 2,5; 5, 10 und

20 µm. Der Chip selbst kann als Gateelektrode

genutzt werden, das Gateoxid zwischen Gate

und den Interdigitalelektroden ist typisch SiO2

mit einer Dicke von 230 nm. © Fraunhofer

IPMS

Effizienz und Qualität des Testprozesses

deutlich.

Gruppenleiter Alexander Graf ergänzt:

»Unsere maßgeschneiderten Chips ermöglichen

es Materialforschern, zentrale Kenngrößen

wie Leitfähigkeit, Feldeffekt, Kontaktwiderstand

und Ladungsträgerbeweglichkeit

präzise zu messen und gezielt zu

optimieren.« Damit schaffen sie die Grundlage

für die Entwicklung, Optimierung und

Reproduzierbarkeit von Materialien und

Prozessen für maßgeschneiderte Lösungen,

die den spezifischen Anforderungen der Industrie

entsprechen.

Eine Auswahl der Interdigitalelektroden-Chips

sowie der neue Messadapter

werden auf der Analytica 2026 am Fraunhofer-Stand

A3 - #312 vorgestellt. Dort erhalten

interessierte Besucher Einblicke in konkrete

Anwendungsmöglichkeiten. Individuelle

Termine können vorab über die Webseite

des Fraunhofer-Instituts für Photonische

Mikrosysteme IPMS vereinbart werden.

Fraunhofer-Institut für Photonische

Mikrosysteme IPMS

D 01109 Dresden

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 20/63


Fraunhofer unterstützt

Automobilzulieferer

Brose bei

Einstieg ins Raumfahrt-

und

Satellitengeschäft

Der Automobilzulieferer Brose SE plant den Einstieg

in den Raumfahrt- und Satellitensektor. Dazu

hat das Familienunternehmen im Oktober strategische

Partnerschaften mit dem Fraunhofer-Institut

für Kurzzeitdynamik EMI, dem Fraunhofer-Institut

für Silicatforschung ISC und BERLIN SPACE Consortium

(BERLIN SPACE) geschlossen.

Der Automobilzulieferer Brose SE plant den Einstieg in den

Raumfahrt- und Satellitensektor. Dazu hat das Familienunternehmen

im Oktober strategische Partnerschaften mit

dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI, dem

Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und BERLIN

SPACE Consortium (BERLIN SPACE) geschlossen. Ziel der

Kooperationen ist es, Kleinsatelliten und Schlüsselkomponenten

für die Raumfahrttechnologie sowie hocheffiziente

elektrische Antriebssysteme gemeinsam zu entwickeln und

in industrieller Serienfertigung herzustellen.

Mit den Partnerschaften bündelt Brose seine jahrzehntelange

Erfahrung in der Produktion von mechatronischen

Komponenten und Systemen für Automobile mit der wis-

Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI und das

Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC unterstützen den

Automobilzulieferer Brose beim Einstieg ins Raumfahrt- und

Satellitengeschäft. © Fraunhofer EMI

NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 21/63


senschaftlichen und technologischen

Expertise seiner Partner. Die

Fraunhofer-Institute bringen neben

der Infrastruktur auch umfassendes

Know-how in Satellitentechnologien

und Materialien ein. BERLIN

SPACE entwickelt elektrische Hall-

Effekt-Antriebe, die Kleinsatelliten

besonders effizient und langlebig

im All bewegen.

Gemeinsam wollen die Partner

die gesamte Bandbreite von Kleinsatelliten

von 50 bis 500 kg abdecken,

neue Technologien schneller

zur Marktreife führen und so die

internationale Wettbewerbsfähigkeit

des Raumfahrtstandorts

Deutschland nachhaltig stärken.

Die Serienfertigung soll am Brose

Standort Würzburg aufgebaut werden.

»Unsere Kooperationen mit

Fraunhofer und BERLIN SPACE

ermöglichen es uns, unsere umfassende

Technologiekompetenz auf

die Raumfahrt zu übertragen und

am Standort Würzburg innovative

Lösungen für die industrielle Serienfertigung

von Satelliten und

Antriebssystemen zu entwickeln.

Damit wollen wir neue Maßstäbe

in der Raumfahrt setzen«, sagt Raymond

Mutz, Geschäftsführer Antriebe

der Brose SE.

Auch die Partner betonen die

strategische Bedeutung der Zusammenarbeit:

»Die Verbindung

von Forschungsexpertise und industrieller

Fertigungskompetenz

schafft die Grundlage für eine

leistungsfähige und skalierbare

Produktion von Satellitenkomponenten«,

so Prof. Dr. Frank Schäfer,

Geschäftsfeldleiter am Fraunhofer

EMI. Norbert Pilz, CEO BERLIN

SPACE: »Unsere Hall-Effekt-Antriebe

sind ideal für Kleinsatelliten

– kompakt, präzise steuerbar und

energieeffizient. Mit Brose können

wir diese Technologie nach industriellen

Maßstäben in Serie fertigen.«

Diese starken Partnerschaften

tragen dazu bei, die industrielle

Fähigkeitslücke Europas im Bereich

NewSpace zu schließen und

den Zugang zu zukunftsweisenden

Technologien im internationalen

Wettbewerb zu sichern.

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik,

Ernst-Mach-Institut, EMI

D 79104 Freiburg

Neuer SUSS-Produktionsstandort

in Zhubei

feierlich eröffnet

– Größtes internationales Investitionsprojekt

der Unternehmensgeschichte planmäßig abgeschlossen

– Standort soll strategische, mittelfristige Wachstumsziele

durch zusätzliche Produktionskapazität unterstützen

– Erste Anlagen aus neuer Fertigung werden Anfang 2026

an Kunden geliefert

SUSS, ein führender Anbieter von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie,

hat am 30. Oktober 2025 den neuen Produktionsstandort in Zhubei

(Taiwan) feierlich eröffnet und damit einen wichtigen strategischen Meilenstein erreicht.

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren so viele Anlagen gebaut wie nie

zuvor und unser globales Produktionsnetzwerk voll ausgelastet. In Zhubei schaffen

wir zusätzliche Kapazitäten, um unseren mittelfristigen, strategischen Wachstumsplan

zu unterstützen“, so Dr. Thomas Rohe, Vorstand Operations (COO) von SUSS.

Das Unternehmen verfügt nun in Deutschland und in Taiwan über ähnlich hohe und

flexibel einsetzbare Fertigungskapazitäten, die – abhängig von der Kundennachfrage

– für unterschiedliche Anlagen genutzt werden können.

Am neuen Standort kann sich die Fertigungskapazität unter Reinraumbedingungen

in Taiwan auf 6.300 Quadratmeter verdoppeln. Insgesamt verfügt der neue

Standort über eine Innenfläche von rund 18.000 Quadratmetern und bietet den mittlerweile

mehr als 400 SUSS-Mitarbeitenden in Taiwan ein hochmodernes und funk-

Zhubei, Taiwan / Production Facility

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 22/63


tionales Gebäude für Produktion, Entwicklung, Service, Training

und Verwaltung. Durch das hohe Wachstum der vergangenen Jahre

war die Belegschaft in Taiwan zuletzt auf insgesamt acht Standorte,

die nach dem Abschluss des Umzugs aufgegeben werden, verteilt.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten rund 15 Mio. €

in den neuen Standort Zhubei investiert – vor allem für die Büround

Reinraumeinbauten. Damit ist Zhubei das größte, internationale

Infrastrukturprojekt in der bisherigen Unternehmensgeschichte von

SUSS.

Feierliche Eröffnung mit mehr als

100 Gästen der Halbleiter-Community

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung, an der mehr als 100 geladene

Kunden, Lieferanten, Vertreter aus Politik und lokaler Behörden sowie

Mitarbeitende von SUSS teilnahmen, hob Dr. Thomas Rohe die

Bedeutung des Standorts Taiwan für das Unternehmen hervor: „Wir

haben uns vor einigen Jahren bewusst dafür entschieden, in Taiwan

den aktuell einzigen Produktionsstandort von SUSS außerhalb

Deutschlands zu eröffnen. In der Zwischenzeit haben wir uns als Arbeitgeber

einen Namen gemacht und uns als Bestandteil der taiwanesischen

Halbleiter-Community etabliert.“ Er dankte auch den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz: „Alle Projektbeteiligten

haben den sehr ambitionierten Zeitplan eingehalten und

dafür gesorgt, dass wir heute – nur ein Jahr nach der Unterzeichnung

des langfristigen Mietvertrags – die Eröffnung feiern können.“

Ausbau der Produktionskapazitäten

für Zukunftslösungen in Kundennähe

Burkhardt Frick, CEO von SUSS, betonte in seinem Grußwort die

Bedeutung Taiwans für die Halbleiter- und Halbleiter-Equipment-

Industrie: „Taiwan bietet ein einzigartiges Ökosystem mit hochqualifizierten

Arbeitskräften und Lieferanten sowie mit führenden

Chipherstellern, die den überwiegenden Teil der fortschrittlichsten

Halbleiter für den Weltmarkt herstellen. Wir sind stolz, ein Teil dieses

Ökosystems zu sein und gemeinsam mit unseren Kunden zukunftsweisende

Lösungen für die Industrie zu entwickeln.“

Als Beispiel nannte Frick die heterogene Integration von Chipmodulen,

mit der sich ein größerer Teil des Innovationspotenzials auf

das sogenannte Backend der Halbleiterwertschöpfungskette verlagert.

SUSS adressiert diesen Trend mit dem Geschäftsbereich

Advanced Backend Solutions, der mit Coating-, Imaging- und Bonding-Lösungen

zwei Drittel zum Konzernumsatz beiträgt.

In Taiwan produziert SUSS derzeit temporäre Bonder, Coater und

UV-Projektionsscanner – allesamt Lösungen aus dem Segment Advanced

Backend Solutions. Die Fertigstellung erster Anlagen, die in

Zhubei gebaut werden, ist für Anfang 2026 geplant.

SUSS MicroTec SE

D 85748 Garching

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 23/103


High-Tech-Unternehmen präsentiert auf der Swiss Plastics Expo neuen Markenauftritt

Weiterentwicklung zum

Serienspezialisten für kleine

Kunststoffteile: 1zu1 wird 1zu1scale

Vom Spezialisten für Prototypen zum Produktionspartner

für Serien: Das High-Tech-Unternehmen 1zu1 hat sich in

den vergangenen Jahren systematisch weiterentwickelt. Ab

sofort zeigt sich das auch nach außen: Das Unternehmen

tritt künftig als 1zu1scale am Markt auf. Bei der Swiss Plastics

Expo in Luzern präsentierte 1zu1scale die neue Marke

und die Pläne für das neue Jahr. 2026 steigert der Serienspezialist

die Kapazität im Spritzguss und investiert weiter

in innovative 3D-Druck-Technologien.

1996 gegründet, benannte sich das High-Tech-Unternehmen 2002

in 1zu1 Prototypen um und konzentrierte die Marke 2017 auf 1zu1.

Seither entwickelte sich das Unternehmen vom Spezialisten für Prototypen

und Kleinserien immer mehr zum Partner für die Serienfertigung.

Die Anzahl der gefertigten Bauteile hat sich in den vergangenen

zehn Jahren verzehnfacht. Mit topmodernen 3D-Druck-

Maschinen, Spritzgussfertigung und integriertem Werkzeugbau

realisiert 1zu1scale heute in kurzer Zeit kleine und präzise Kunststoffbauteile

in Serienqualität.

Der gemeinsam mit Silberball Brand Management entwickelte

neue Markenauftritt unterstreicht die Transformation: Der Branchenpionier

aus Dornbirn (Österreich) bietet schnell skalierende

Lösungen. So beschleunigt 1zu1scale die Markteinführung innovativer

Produkte von Kunden in der DACH-Region. Der rechtliche Firmenname

bleibt vorerst unverändert.

„Alle Technologien streben zur Serie. Wir gestalten seit gut 25

Jahren die Zukunft des 3D-Drucks mit und richten uns auch im

Spritzguss auf kleine und besonders anspruchsvolle Bauteile aus.

Wo robuste filigrane Strukturen und komplexe Geometrien gefragt

sind, helfen wir weiter – ohne Umwege im Schnelldurchlauf“, betont

CEO Thomas Kohler.

Mit dem neuen Markenauftritt 1zu1scale wird der seit Jahren vorangetriebene

Wandel zum Serienfertiger auch nach außen sichtbar.

„Die meisten Unternehmen schaffen inzwischen selbst brauchbare

Prototypen. Beim Schritt hin zur Serie steigen wir als Profis ein und

begleiten sie. Die sofortige Möglichkeit zur Skalierung kann für spezialisierte

Branchen wie Medizintechnik und Elektronik zum Gamechanger

werden“, ist Thomas Kohler überzeugt.

Investitionen in Kapazität und Qualität

Als Praxispartner von Maschinenherstellern hat 1zu1scale viele technologische

Meilensteine mitbegleitet. Mit Investitionen in Knowhow,

Maschinen, Prozesse, Automatisierung und Qualitätssicherung

hat das High-Tech-Unternehmen in den vergangenen Jahren

die industrielle Fertigung im 3D-Druck vorangetrieben. Parallel dazu

wurden auch im Spritzguss Qualität und Stückzahlen gesteigert. Im

Reinraum wird seit zehn Jahren gefertigt. Mitte 2025 komplettierte

die Zertifizierung nach EN ISO 13485 das Angebot für Kunden aus

Präsentation von 1zu1scale (von links): Jan Löfving (CEO Prototal Group),

Thomas Kohler (CEO 1zu1scale) und Ronnie Petersson (CCO Prototal

Group). (Foto: 1zu1scale)

der Medizintechnik.

Mit der kürzlich installierten Senkerodiermaschine erweitert

1zu1scale sein Angebot um langlebige Stahlwerkzeuge. „Die hausinterne

Herstellung öffnet neue Türen. Damit sind wir ein kontinuierlicher

Produktionspartner von kleinen Serien bis zur Millionenstückzahl“,

freut sich Thomas Kohler. Im Laufe des Jahres wird 1zu1scale

auch im 3D-Druck die Kapazität mit Investitionen in weitere Großanlagen

der neuesten Generation ausbauen.

Positionierung in der Prototal Group

1zu1scale ist seit 2022 Teil der internationalen Prototal Group mit

Hauptsitz im schwedischen Jönköping. Nordeuropas führender Anbieter

für die industrielle 3D-Druck-Fertigung ist auch im Spritzguss

aktiv. 1zu1scale deckt die DACH-Region ab und fokussiert auf filigrane

und präzise Kleinbauteile. Die Spezialisierung ermöglicht den

passgenauen Kundenservice bei hoher Flexibilität. „Kleine, filigrane

Bauteile landen künftig bei 1zu1scale, für andere greifen wir auf unsere

Partner in der Prototal Group zurück. Das bündelt Ressourcen

und spart Kosten für alle Seiten“, erklärt Thomas Kohler.

Alle Leistungen der Gruppe sind über das Dornbirner Unternehmen

auch in der DACH-Region verfügbar: vom klassischen Prototypenbau

bis zur Großserienfertigung. Die verstärkte Integration ist

zentraler Baustein für die Wachstumsstrategie der Prototal Group,

wie CEO Jan Löfving festhält: „Internationale Standards, lokale Lieferketten

und europaweite Vernetzung garantieren maximale Geschwindigkeit,

Flexibilität und Effizienz. 2026 wollen wir in ganz

Zentraleuropa voll durchstarten. 1zu1scale öffnet als Vorreiter im

DACH-Raum die Türen.“

1zu1 Prototypen GmbH & Co KG

AT 6850 Dornbirn

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 24/63


Elektronikfertigung:

ESD-sicher und abdruckarm

greifen

Sensible Elektronik perfekt bewegt – mit dem neuen Sauggreifermaterial HT1-

ESD von Schmalz. Der Werkstoff löst gleich mehrere kritische Probleme der

Elektronikfertigung gleichzeitig: Er hinterlässt kaum Abdrücke auf Bauteilen,

schützt zuverlässig vor elektrostatischen Entladungen (ESD) und hält Temperaturen

bis 170 Grad Celsius stand.

Ein winziger Fingerabdruck auf einem Halbleiter-Wafer, eine kaum merkliche elektrostatische

Entladung, Leitruß, der Partikel freisetzen kann. Die Folge: kostspielige Fehlproduktion

oder Kontaminationen. Bisher mussten Hersteller Kompromisse eingehen. Schmalz vereint

jetzt alle Anforderungen im neuen Sauggreifermaterial HT1-ESD.

Das Hochleistungsmaterial kombiniert die Eigenschaften der beiden bereits bewährten

Werkstoffe HT1 und NBR-ESD. Die HT1-Komponente sorgt für eine abdruckarme Handhabung,

da sie nur minimale chemische Rückstände auf Bauteilen hinterlässt. Gleichzeitig

widersteht sie Hitze bis 170 Grad Celsius, ohne ihre mechanischen oder chemischen Eigenschaften

zu verlieren. Die hohe Ozonbeständigkeit und Verschleißfestigkeit verlängern die

Lebensdauer der Sauggreifer erheblich. Risse oder Materialdegradation treten nicht auf, wodurch

die Betriebssicherheit gewährleistet wird.

Ohne kritische Zusatzstoffe

Schmalz verbessert den Nutzen für Anwender durch die Materialzusammensetzung: Das

Sauggreifermaterial HT1-ESD kommt dank NBR-ESD ohne externe Beschichtungen und

Leitruß aus. Diese leitfähigen Zusatzstoffe können sich bei Abnutzung ablösen, den ESD-

Schutz beeinträchtigen, den Prozess kontaminieren und zu Ertragsverlusten führen. Elektronikfertiger

profitieren dank des neuen Materials HT1-ESD von sauberen Oberflächen, die

den Ausschuss deutlich reduzieren. Wartungs- und Stillstandszeiten sinken, die Maschinenverfügbarkeit

steigt.

Die Sauggreifer aus dem Material HT1-ESD eignen sich dank minimierter Abdrücke und

maximiertem ESD-Schutz für unterschiedliche Anwendungen in der Elektronikfertigung:

von Haushaltsgeräten über Verbraucherelektronik bis zur Halbleiterherstellung und Endmontage.

Um allen Werkstücken gerecht zu werden, bietet Schmalz die Sauggreifer in unterschiedlichen

Bauformen an.

J. Schmalz GmbH

D 72293 Glatten

Sichere Handhabung sensibler Elektronik: Der

neue Sauggreifer aus dem Material HT1-ESD

bewegt Leiterplatten abdruckarm und schützt

zuverlässig vor elektrostatischen Entladungen.

(Bild: J. Schmalz GmbH)

NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Wafer-Handling mit System: Sauger aus

dem Material HT1-ESD schützen vor elektrostatischen

Entladungen und sichern die

Oberflächenqualität sensibler Elektronikbauteile.

(Bild: J. Schmalz GmbH)

Seite 25/63


Architekturbüro Telluride setzt sich durch

Physik-Neubau der TU Berlin

Der Physik-Neubau mit dem Center for Integrated Photonics Research (CIPHOR)

auf dem Ost-Campus der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) wird nach

den Plänen des Architekturbüros Telluride entstehen. Im Rahmen eines Sachverständigenkolloquiums

sprachen sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,

Bauen und Wohnen als Bauherrin, die Senatsverwaltung für Wissenschaft,

Gesundheit und Pflege als Bedarfsträgerin, sowie die TU Berlin als spätere Nutzerin

für den Entwurf des Architekturbüros Telluride aus. Vorangegangen war ein

zweistufiges Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb, bei

dem fünf Generalplanungsteams Lösungsvorschläge zur Umsetzung der Raumund

Funktionsprogrammatik einreichten.

So soll der Physik-Neubau zukünftig aussehen.

Der TU Physik-Neubau ist das dreieckige Gebäude im Zentrum.

Der Entwurf überzeugt durch eine klare,

funktionale Architektur und eine kompakte

Bauweise. Für das nahezu dreieckige

Grundstück zwischen dem Interdisziplinären

Zentrum für Modulation und Simulation

(IMoS) und dem Wirtschaftsgebäude des

Berliner Zoos in unmittelbarer Nähe vom

Bahnhof Zoologischer Garten, sehen die

Planerinnen und Planer einen Baukörper

mit fünf Obergeschossen vor.

Der gesamte Neubau umfasst eine

Nutzfläche von 4.496 m² bei einem Kostenrahmen

von 93,75 Mio. Euro, davon 6,7 Mio.

Euro allein für neue Forschungsgroßgeräte.

Neben der Bundesförderung in Höhe von

31,325 Mio. Euro finanziert die TU Berlin

den Neubau aus eigenen Mitteln.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung,

Bauen und Wohnen:

„Wir bauen für Berlin. Die Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung, Bauen und

Wohnen leistet als Bauherrin mit dem Forschungsbau

einen wichtigen Beitrag zur

Stärkung des Wissenschaftsstadtortes Berlin.

Dem Architekturbüro Telluride ist ein

Entwurf gelungen, der den modernen Ansprüchen

an das Gebäude für Experimentalphysik

mehr als entspricht. Die Lehrenden

und Studierenden werden dort nach der

Fertigstellung ein optimales Umfeld haben,

um an Zukunftstechnologien wie Photonik,

Quantenphysik und Halbleiterforschung erfolgreich

zu lernen und zu forschen.“

Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft,

Gesundheit und Pflege:

„Photonik, Quantenphysik und Halbleiterforschung

sind Schlüsselwissenschaften,

die unsere technologische Zukunft

prägen werden. Sie ermöglichen schnellere

Datenverarbeitung, präzisere Messverfahren

und völlig neue Anwendungen in Medizin,

Kommunikation und Energie. Mit dem

Neubau schaffen wir ein Umfeld, in dem

diese Technologien vorangetrieben und

ihre Potenziale für Berlin und weit darüber

hinaus erschlossen werden können. Dass

die Teilfinanzierung des CIPHOR durch die

Forschungsförderung des Bundes gelungen

ist, ist zugleich ein Ausdruck des wissenschaftspolitischen

Erfolgs des Landes Berlin,

das damit seine führende Rolle in diesen

Zukunftsfeldern weiter stärkt.“

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 26/63


Lars Oeverdieck, Kanzler der TU Berlin:

„Ich freue mich über die Jury-Entscheidung

sehr und noch mehr, dass es jetzt mit

großen Schritten weiter geht. Die TU Berlin

benötigt diesen Neubau dringend, da das

Bestandsgebäude der Physiker*innen so

stark sanierungsbedürftig ist, dass einzig

dieser Ersatz-Neubau als Lösung infrage

kommt. Nur so kann die TU Berlin den Anforderungen

an die exzellente Forschung

auch weiterhin gerecht werden.“

Prof. Dr. Michael Kneissl, TU-Professor

für Experimental-Physik und CIPHOR-

Sprecher:

„Es war vor allem die Funktionalität, die

mich an diesem Entwurf überzeugt hat. Die

Planer haben sehr gut verstanden, worauf es

bei einem derart spezialisierten Gebäude

ankommt. Mit dem Physik-Neubau erhält

die Forschung zur integrierten Quantenphotonik

an der TU Berlin eine zukunftsweisende

Basis, die die Physik der nächsten

Jahrzehnte maßgeblich prägen wird.“

Die Fassade wird die innere Organisation

nach außen spiegeln. Ergänzt wird sie

durch Terrassen als Kommunikationszonen

und Holzelemente in den oberen Etagen.

Herzstück des Gebäudes bildet der im zweiten

Obergeschoss geplante Reinraum: Mit

einer stützenfreien Breite von 14 Metern soll

er optimale Bedingungen für die hochspezialisierte

Forschung bieten. Eine Begrünung

von Fassade und Dach sowie der Einsatz von

Photovoltaik sorgen neben Systemen zur

Wärmerückgewinnung für Nachhaltigkeit.

Im Erdgeschoss entstehen Epitaxie-Labore

sowie eine Werkstatt, die eine einfache

Einbringung großer Geräte ermöglicht. Die

Labore für Laser- und Röntgenanalytik sind

im Untergeschoss geplant, während die Bereiche

für photonische Quantentechnologien

im ersten Obergeschoss untergebracht

werden. Sie werden stark schwingungsisoliert

und temperatur- und feuchtestabil

ausgeführt für optimale Forschungsbedingungen.

Auf der zum IMoS ausgerichteten

Gebäudeseite werden Büroflächen, Co-

Working-Spaces und Besprechungsräume

angesiedelt. Der Haupteingang ist im Süden

angeordnet; die Anlieferung ist über die

Müller-Breslau-Straße von Nordosten vorgesehen.

Von 2019 bis 2021 wurde ein städtebauliches

Gutachterverfahren durchgeführt, das

den Standort der zukünftigen Physik in der

Müller-Breslau-Straße 11-12 bestätigte, ein

Bebauungsplan für das Gebiet Hertzallee

Nord befindet sich in Aufstellung.

Unter der Federführung der Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung, Bauen und

Wohnen werden die nun beauftragten Ingenieurinnen

und Ingenieure zusammen mit

der TU Berlin den ausgewählten Entwurf

weiter ausarbeiten und umsetzen. Ziel ist es,

mit dem Bauen in 2028 zu beginnen.

Technische Universität Berlin

D 10587 Berlin

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 27/103


ChemiSphere App für sofortigen Zugriff über 2D-Barcodes auf Produktdokumentation

und Qualitätsdaten der Life-Science-Produkte von Merck.

Merck führt ChemiSphere®-App für

einfacheren Zugriff auf digitale Daten

und höhere Laboreffizienz ein

– Direktes Bindeglied zwischen physischen Produkten und digitalen Arbeitsabläufen

für Reduzierung manueller Schritte und Effizienzsteigerung

– Sofortiger Zugriff auf Produktdokumentation wie Sicherheitsdatenblätter (SDS) und Analysezertifikate (CoA)

– Baut auf der Merck M-Trust-Plattform für sichere und rückverfolgbare Laborprozesse auf

Merck, ein führendes Wissenschafts- und

Technologieunternehmen, gab heute den

Start der ChemiSphere®-App bekannt.

Dieses digitale Tool erlaubt Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftlern, über 2D-Barcodes

auf den Life-Science-Produkten von

Merck sofortigen Zugriff auf Produktdokumentation

und Qualitätsdaten. Die App

baut auf der sicheren digitalen Traceability-

Plattform M-Trust des Unternehmens auf.

Sie wurde entwickelt, um den Datenabruf

schneller und zuverlässiger zu machen, wodurch

Labors manuelle Schritte reduzieren

und die Datenintegrität verbessern können.

„Die ChemiSphere®-App führt exemplarisch

vor, wie die M-Trust-Technologie

Arbeitsabläufe in nahtlose digitale Erlebnisse

verwandelt“, so Thomas Endress,

Leiter M-Trust bei Merck. „Die App steht

beispielhaft für die Zukunft wissenschaftlicher

Arbeit, in der physische Produkte und

digitale Daten eine Einheit bilden und so die

Arbeit der Kunden erleichtern. Sie erhalten

nicht nur unmittelbar Zugang zu benötigten

Informationen, sondern auch das Vertrauen

in die Produkte wird gestärkt.“

Der erste kommerzielle Anwendungsfall

der App wurde in Zusammenarbeit mit

der Metrohm AG aus Herisau in der Schweiz

entwickelt. Gemeinsam haben die Unternehmen

eine Lösung entwickelt, die Titrations-

und Karl-Fischer-Reagenzdaten von

den Reagenzflaschen direkt an den OM-

NIS-Titrator von Metrohm überträgt. Dieser

nahtlose Prozess schließt eine kritische

Lücke bei der digitalen Datenintegrität, verbessert

die Effizienz von Titrationsabläufen

maßgeblich und verhindert Fehler bei der

Datenübermittlung.

Mit der Einführung der ChemiSphere®-

App unterstreicht Merck seine Ambition,

intelligente digitale Tools zu entwickeln, die

die tägliche Laborarbeit vereinfachen und

wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen.

„Im Chemielabor können selbst kleine

Verbesserungen beim Arbeitsablauf einen

entscheidenden Einfluss auf die Effizienz

und die Fehlerquote der Datenübertragung

haben“, sagte Rajeev Nair, Leiter des Chemiegeschäftes

des Unternehmensbereiches

Life Science. „Durch die direkte Verknüpfung

der Reagenzdaten mit der Gerätesoftware

und die Reduzierung manueller

Schritte hilft die ChemiSphere®-App Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftlern,

das Risiko manueller Eingabefehler zu eliminieren

und die Analyseabläufe im Labor

zu optimieren.“

Weitere App-Funktionen umfassen:

– Sofortiger Zugriff auf Analysezertifikate

und Sicherheitsdatenblätter

– Produktauthentifizierung durch sichere

Scanfunktion, wobei Qualitätsdaten mit

dem physischen Artikel verknüpft werden

– Integration mit der Merck M-Trust-

Plattform zur Unterstützung digitaler

Produktpässe und Maßnahmen zur

Fälschungssicherheit

Die App baut auf der Merck M-Trust-

Plattform auf, die im Januar 2025 eingeführt

wurde, um die Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit

und Fälschungssicherheit branchenübergreifend

zu verbessern. M-Trust

ermöglicht es Unternehmen, die Qualität

und Echtheit von Produkten zu überprüfen,

indem physische Produkte sicher mit ihren

digitalen Zwillingen verknüpft werden. Dies

schafft Vertrauen und ermöglicht eine solide

Qualitätskontrolle für Produkte und ihre

digitalen Produktpässe (DPP).

Die ChemiSphere® -App ist für Kunden

im App Store und auf Google Play verfügbar.

Merck KGaA

D 64293 Darmstadt

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 28/63


MASTER OF PURITY

Reinraum-Tücher

HiTech-Sondertücher

Reinraum-Papier

gefertigt im Ostseewerk Lübeck

Semiconductor Medical

Microelectronics Space

CLEAR & CLEAN Werk für Reintechnik GmbH

info@clearclean.de www.cleanboss.de

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 29/63


Chargencodierung als Schlüssel

für Rückverfolgbarkeit, Produktsicherheit

und Compliance

Rückverfolgbarkeit ist heute kein optionales Qualitätsmerkmal

mehr, sondern in vielen Branchen gesetzlich vorgeschrieben.

Chargencodierung bildet dabei die Grundlage

für transparente Produktionsprozesse, gezielte Rückrufaktionen

und rechtssichere Kennzeichnung.

Ob Lebensmittel, Arzneimittel, Kosmetik oder technische Produkte

– die eindeutige Kennzeichnung von Produktionschargen ist aus

modernen Produktions- und Lieferketten nicht mehr wegzudenken.

Sie ermöglicht es Unternehmen, Produkte eindeutig ihrer Herstellungsgruppe

zuzuordnen und im Ernstfall schnell und gezielt zu reagieren.

Was ist Chargencodierung?

Eine Charge bezeichnet eine Gruppe von Produkten, die unter gleichen

Bedingungen innerhalb eines definierten Produktionszeitraums

hergestellt wurde. Bei der Chargencodierung erhält diese

Gruppe einen eindeutigen Code, der in der Regel aus Zahlen, Buchstaben

oder einer Kombination beider besteht und direkt auf dem

Produkt oder der Verpackung angebracht wird.

Die Chargennummer erlaubt es, jedes einzelne Produkt seiner

Produktionscharge zuzuordnen. Im Gegensatz zur Serialisierung,

bei der jedes Produkt eine individuelle Kennung erhält, tragen alle

Produkte einer Charge denselben Code. Typischerweise enthält

eine Chargennummer Informationen wie Produktionsdatum, Herstellungsort,

fortlaufende Nummern oder Qualitätsmerkmale. Häufig

orientieren sich Unternehmen dabei an den Empfehlungen des

GS1-Systems; nicht selten wird die Kennzeichnung mit dem Buchstaben

„L“ für Los oder Lot eingeleitet.

LSS V Chargencodierung

(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)

Warum Chargencodierung unverzichtbar ist

Die Bedeutung der Chargencodierung liegt vor allem in drei Bereichen:

Produktsicherheit, Qualitätskontrolle und betriebliche

Effizienz. Wird beispielsweise in der Lebensmittelproduktion eine

Verunreinigung festgestellt, ermöglicht eine korrekte Chargenkennzeichnung,

ausschließlich die betroffene Produktionscharge

zurückzurufen. Ohne diese Zuordnung müssten im Zweifel alle Produkte

vom Markt genommen werden – mit erheblichen wirtschaftlichen

Folgen.

Darüber hinaus schafft Chargencodierung Transparenz entlang

der gesamten Lieferkette. Hersteller können nachvollziehen, welche

Rohstoffe wann verarbeitet wurden, welche Maschinen beteiligt waren

und an welche Kunden die Produkte ausgeliefert wurden. Diese

Rückverfolgbarkeit reduziert Haftungsrisiken, schützt Verbraucher

und erleichtert die Ursachenanalyse bei Qualitätsabweichungen.

Auch logistisch bringt Chargencodierung Vorteile: Mithilfe des

FIFO-Prinzips (First In, First Out) lassen sich Lagerbestände effizient

steuern, Verfall vermeiden und Ausfallzeiten in der Produktion

reduzieren.

Programm Hand Scan

(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)

STS T Karton Chargencodierung

(Copyright: b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH)

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 30/63


Produktionsgeschwindigkeit und Haltbarkeitsanforderungen:

– Continuous Inkjet (CIJ):

Bewährt für hohe Produktionsgeschwindigkeiten und nahezu

alle Oberflächen, von Kunststoff über Glas bis Metall.

– Thermal Inkjet (TIJ):

Wartungsarm, präzise und besonders geeignet für Kartonagen

und Faltschachteln, zunehmend auch für glatte Materialien.

– Laserkennzeichnung:

Dauerhafte, wischfeste Markierungen ohne Verbrauchsmaterialien,

geeignet für hohe Taktraten und anspruchsvolle Umgebungen.

– Thermotransferdruck (TTO):

Insbesondere für Etiketten und Folienverpackungen geeignet,

mit hoher Druckqualität und Beständigkeit.

Moderne Kennzeichnungssysteme lassen sich häufig kombinieren

und durch Kamerasysteme zur automatischen Qualitätsprüfung

ergänzen.

Einsatz in zahlreichen Industriezweigen

FM Kanister variable Daten (Copyright: b+b Automationsund

Steuerungstechnik GmbH)

Gesetzliche Vorgaben in verschiedenen Branchen

In zahlreichen Industrien ist die Chargencodierung gesetzlich

verpflichtend:

– Lebensmittelindustrie:

Die EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 verpflichtet Unternehmen

zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten

Lebensmittelkette. Informationen zu Herkunft und Weitergabe

müssen den Behörden kurzfristig zur Verfügung gestellt werden,

häufig innerhalb von 24 Stunden. Die Dokumentationspflicht

beträgt in der Regel mindestens fünf Jahre.

– Pharmaindustrie:

Hier gelten besonders hohe Anforderungen. Die EU-Richtlinie

2011/62/EU schreibt neben der Chargendokumentation auch eine

Serialisierung vor. Ergänzend gelten GMP-Vorgaben und Richtlinien

der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Aufbewahrungsfristen

reichen je nach Produkt von mindestens fünf bis zu

30 Jahren.

– Medizinprodukte:

Seit Inkrafttreten der Medical Device Regulation (MDR) müssen

Medizinprodukte mit einer Unique Device Identification

(UDI) gekennzeichnet werden. Diese enthält unter anderem die

Chargennummer und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit über die

europäische Datenbank EUDAMED. Die Aufbewahrungsfristen

liegen häufig bei zehn bis 15 Jahren.

– Kosmetik:

Die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 schreibt eine

verpflichtende Chargenkennzeichnung vor, um Inhaltsstoffe und

Produktionsbedingungen nachvollziehen zu können.

Fehlt die vorgeschriebene Kennzeichnung, drohen Bußgelder,

Verkaufsverbote oder weitere rechtliche Konsequenzen.

Technologien zur Chargencodierung

Für die Anbringung von Chargencodes kommen unterschiedliche

Druck- und Markierverfahren zum Einsatz, abhängig von Material,

Chargencodierung ist in nahezu allen Industrien relevant: von Lebensmitteln

und Getränken über Pharma, Kosmetik und Chemie bis

hin zu Automobilbau, Elektronik und Luft- und Raumfahrt. Überall

dort, wo Sicherheit, Qualität und Nachvollziehbarkeit eine Rolle

spielen, ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Produktion.

Bestandteil moderner Qualitätssicherung

Auch Qualitätsmanagementnormen wie die DIN EN ISO 9001:2015

fordern eine durchgängige Rückverfolgbarkeit. Chargendaten liefern

wertvolle Informationen für die kontinuierliche Verbesserung

von Prozessen, etwa bei der Analyse von Lieferanten, Maschinen

oder Produktionszeiten.

Durch die Integration in ERP-Systeme wird die Chargenverwaltung

heute weitgehend automatisiert – vom Wareneingang über die

Produktion bis zur Auslieferung. Das reduziert manuelle Fehler und

stellt sicher, dass im Bedarfsfall alle Informationen sofort verfügbar sind.

Digitale Erfassung und Industrie 4.0

Neben klassischen Barcodes kommen zunehmend QR-Codes und

RFID-Technologien zum Einsatz. Während Barcodes grundlegende

Informationen abbilden, ermöglichen QR-Codes die Speicherung

umfangreicher Zusatzdaten. RFID-Tags erlauben eine kontaktlose

Erfassung, auch ohne Sichtkontakt, und bieten vor allem in Logistik

und Lagerhaltung erhebliche Effizienzgewinne.

Die Kombination aus präziser Kennzeichnung und digitaler Datenerfassung

ist ein zentraler Baustein von Industrie 4.0 und Smart

Manufacturing.

Fazit

Chargencodierung ist weit mehr als eine formale Pflicht. Sie ist ein

zentrales Element moderner, sicherer und effizienter Produktion.

Angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender

Erwartungen an Transparenz wird ihre Bedeutung weiter

zunehmen. Unternehmen, die frühzeitig in zuverlässige Kennzeichnungs-

und Rückverfolgbarkeitslösungen investieren, schaffen die

Grundlage für langfristige Rechtssicherheit, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.

b+b Automations- und Steuerungstechnik GmbH

D 64760 Oberzent

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 31/63


Neues Verfahren für stabile

und langlebige Festkörperbatterien

Forschenden des Paul Scherrer Instituts PSI ist ein Durchbruch auf dem Weg zur praktischen Anwendung von Lithium-

Metall-Festkörperbatterien gelungen – der nächsten Generation von Akkus, die mehr Energie speichern, sicherer sind und

schneller laden als herkömmliche Lithiumionen-Batterien.

Festkörperbatterien gelten als vielversprechende Lösung für Elektromobilität,

mobile Elektronik und stationäre Energiespeicherung

– unter anderem, weil sie keine brennbaren flüssigen Elektrolyte

benötigen und daher grundsätzlich sicherer sind als herkömmliche

Lithiumionen-Batterien.

Allerdings stehen zwei zentrale Probleme der Marktreife im

Weg: Einerseits bleibt die Bildung von Lithiumdendriten an der

Anode ein kritischer Punkt – winzige nadelartige Metallstrukturen,

die den lithiumionenleitenden Festelektrolyten zwischen den

Elektroden durchdringen, sich in Richtung Kathode ausbreiten und

letztlich interne Kurzschlüsse verursachen. Andererseits besteht

eine elektrochemische Instabilität an der Grenzfläche zwischen der

Lithium-Metall-Anode und dem Festelektrolyten, was die langfristige

Leistung und Zuverlässigkeit der Batterie beeinträchtigt.

Um diese beiden Hindernisse zu überwinden, entwickelte das

Team um Mario El Kazzi, Leiter der Gruppe Batteriematerialien und

Diagnose am Paul Scherrer Institut PSI, ein neues Fertigungsverfahren:

«Wir haben zwei Ansätze kombiniert, die gemeinsam sowohl

den Elektrolyten verdichten als auch die Grenzfläche zum Lithium

stabilisieren», so der Wissenschaftler. Über ihre Ergebnisse berichtet

das Team im Wissenschaftsjournal Advanced Science.

Was sind Festkörperbatterien?

Elektrolyten sind zentrale Bauteile in wiederaufladbaren Batterien,

da sie den Ionenfluss zwischen Anode und Kathode ermöglichen.

Festkörperbatterien besitzen im Gegensatz zu klassischen Lithiumionen-Batterien

einen festen Elektrolyten. Das macht sie gleich

doppelt überlegen: Zum einen enthalten sie keine brennbaren flüssigen

Komponenten – der Betrieb ist also deutlich sicherer. Zum anderen

versprechen Festkörperbatterien mit dünnem Lithiummetall

als Anode höhere Energiedichten. Damit könnten etwa Elektroautos

künftig spürbar grössere Reichweiten erzielen.

Das Problem mit der Verdichtung

Im Mittelpunkt der PSI-Studie steht der Argyrodit-Typ Li₆PS₅Cl

(LPSCl), ein sulfidbasierter Festelektrolyt aus Lithium, Phosphor

und Schwefel. Das Mineral weist eine hohe Lithiumionenleitfähigkeit

auf, was einen schnellen Ionentransport innerhalb der Batterie

ermöglicht – eine wesentliche Voraussetzung für hohe Leistung und

effiziente Ladeprozesse. Das macht Argyrodit-basierte Elektrolyten

zu vielversprechenden Kandidaten für Festkörperbatterien. Die Umsetzung

scheiterte jedoch bisher daran, das Material ausreichend zu

verdichten, sodass keine Hohlräume entstehen, in die Lithiumdendriten

eindringen könnten.

Zur Verdichtung des Festelektrolyten setzten Forschungsgruppen

bislang auf zwei Ansätze: Entweder pressten sie das Material bei

Raumtemperatur unter sehr hohem Druck oder sie wendeten Heisspressverfahren

an, die Druck mit Temperaturen von über 400 Grad

Celsius kombinieren. Beim letzteren Prozess, dem sogenannten

klassischen Sintern, werden die Partikel durch die Anwendung von

Wärme und Druck zu einer dichteren Struktur verschmolzen.

Beide Methoden führten jedoch zu unerwünschten Nebenwirkungen:

Das Pressen bei Raumtemperatur ist unzureichend, weil

es zu einer porösen Mikrostruktur und übermässigem Kornwachstum

führt. Die Verarbeitung bei sehr hohen Temperaturen wiederum

birgt das Risiko, dass der Festelektrolyt zersetzt wird. Um einen

robusten Elektrolyten sowie eine stabile Grenzfläche zu erhalten,

mussten die PSI-Forschenden daher einen neuen Ansatz verfolgen.

Der Temperatur-Trick

Mit einem innovativen Herstellungsprozess zur Batterie der

Zukunft: PSI-Forschende zeigen in einer aktuellen Studie, wie sich Festkörperbatterien

kostengünstig, effizient und langlebig produzieren lassen.

Das Bild zeigt eine Testzelle, in der die am PSI entwickelte

Festkörperbatterie hergestellt und getestet wird.

© Paul Scherrer Institut PSI/Mahir Dzambegovic

Um Argyrodit zu einem homogenen Elektrolyten zu verdichten, bezogen

El Kazzi und sein Team den Faktor Temperatur zwar mit ein,

allerdings auf behutsamere Weise: Anstelle des klassischen Sinterverfahrens

wählten sie einen schonenderen Ansatz, bei dem das Mineral

unter mässigem Druck und bei moderater Temperatur von nur

etwa 80 Grad Celsius gepresst wurde. Dieses sanfte Sintern führte

zum Erfolg: Die moderate Wärme und der ausgeübte Druck sorgten

dafür, dass sich die Partikel wie gewünscht anordneten, ohne die

chemische Stabilität des Materials zu verändern. Die Partikel im Mineral

gingen enge Bindungen miteinander ein, poröse Stellen wurden

kompakter und kleine Hohlräume schlossen sich. Das Ergebnis

ist eine kompakte, dichte Mikrostruktur, die gegen das Eindringen

von Lithium-Dendriten gewappnet ist. In dieser Form ist der Festelektrolyt

bereits bestens für einen schnellen Lithiumionen-Transport

geeignet.

Die sanfte Sinterung allein reichte aber nicht aus. Um auch bei

hohen Stromdichten, wie sie beim schnellen Laden und Entladen

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 32/63


Bestwerte nach 1500 Durchgängen

Links: Poröser Festelektrolyt, durch den Lithium-Dendriten (grau) bis zur

Lithiumoberfläche (silbern) vordringen können; die Grenzfläche ist nur

durch eine natürliche Grenzschicht (rosa) geschützt. Rechts: Am Paul

Scherrer Institut PSI hergestellter, dicht gesinterter Festelektrolyt mit stabilisierender

Lithiumfluorid-Beschichtung (blau), die das Eindringen von

Dendriten verhindert und die Lithiumoberfläche schützt. © Paul Scherrer

Institut PSI/Jinsong Zhang

auftreten, zuverlässig zu funktionieren, benötigte die Festkörperzelle

eine weitere Modifikation. Dazu wurde eine 65 Nanometer dünne

Beschichtung aus Lithiumfluorid (LiF) unter Vakuum verdampft

und gleichmässig als ultradünner Film auf die Lithium-Oberfläche

aufgetragen – sie dient als Passivierungsschicht an der Grenzfläche

zwischen Anode und Festelektrolyt.

Diese Zwischenschicht erfüllt eine doppelte Funktion: Einerseits

verhindert sie die elektrochemische Zersetzung des Festelektrolyten

bei Kontakt mit dem Lithium und unterdrückt so die Bildung

von «totem», inaktivem Lithium. Andererseits wirkt sie als physikalische

Barriere, die das Eindringen der Lithiumdendriten in den Festelektrolyten

verhindert.

In Laborversuchen mit Knopfzellen zeigte die Batterie unter anspruchsvollen

Bedingungen eine aussergewöhnliche Leistung. «Ihre

Zyklusstabilität bei hoher Spannung war bemerkenswert», sagt Jinsong

Zhang, Doktorand und Hauptautor der Studie. Nach 1500 Aufund

Entladevorgängen hatte die Zelle noch etwa 75 Prozent ihrer

ursprünglichen Kapazität behalten. Es wanderten also immer noch

drei Viertel der Lithiumionen von der Kathode zur Anode. «Ein herausragendes

Ergebnis. Diese Werte zählen zu den besten, die bisher

gemeldet wurden.» Zhang sieht deshalb gute Chancen, dass Festkörperbatterien

herkömmliche Lithiumionen-Batterien mit Flüssigelektrolyt

in puncto Energiedichte und Haltbarkeit bald übertreffen

könnten.

El Kazzi und sein Team zeigen damit erstmals, dass die Kombination

aus mildem Sintern des Festelektrolyten und einer dünnen

Passivierungsschicht auf der Lithium-Anode sowohl die Dendritenbildung

als auch die Grenzflächeninstabilität wirksam unterdrückt

– zwei der hartnäckigsten Herausforderungen bei Festkörperbatterien.

Diese kombinierte Lösung markiert einen wichtigen Fortschritt

für die Festkörperbatterieforschung – auch, weil sie ökologische und

wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt: Aufgrund der niedrigen

Temperaturen spart der Prozess Energie und damit Kosten. «Unser

Ansatz ist eine praktische Lösung für die industrielle Herstellung

von Festkörperbatterien auf Argyroditbasis», so El Kazzi. «Noch ein

paar zusätzliche Anpassungen – und wir könnten loslegen.»

Paul Scherrer Institut

CH 5232 Villigen PSI

WIR MESSEN

NACH NORMEN

ISO 14644

VDI 2083

GMP

ANNEX 1

MEDIZINISCHE DRUCKLUFT

UND WEITERE EDELGASE

ISO 8573 + PHARMACOPEIA

C-tec Cleanroom-Technology GmbH

Tübinger Straße 47 D 72127 Kusterdingen

Tel.: +49 7071 6887180 Fax: +49 7071 688718700

E-Mail: public@c-tec.de www.c-tec.de

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 33/103


Eigenständiger Reinraum vertieft

die Spezialisierung

Zollner baut

Kompetenzen in

Thailand weiter aus

Bluechips Microhouse Co., Ltd., Teil der Zollner Unternehmensgruppe,

hat eine neue Reinraumanlage am Standort in Chiang Mai,

Thailand, offiziell eröffnet. Die Erweiterung unterstreicht Zollners

kontinuierliches Engagement für den Ausbau von Kapazität und

Leistungsfähigkeit in internationalen Märkten.

Der Bau des neuen Reinraumgebäudes begann im Juni 2025.

Dank der standortübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb

Zollners konnte ein ambitionierter Zeitplan eingehalten werden:

Die Anlage wurde innerhalb von sechs Monaten errichtet und als

ISO‐Klasse 7 zertifiziert. Die 1.000 m² große Einrichtung wurde als

eigenständige Struktur konzipiert, um die strikte Einhaltung von

Reinraumstandards in Logistik, Montage und Verpackung sicherzustellen.

Die Eröffnungsfeier fand im Beisein von Vertreterinnen und

Vertretern der Geschäftsleitungen von Bluechips und Zollner sowie

strategischen Partnern statt, die künftig von der neuen Anlage profitieren

werden. Nach Besichtigungen des Hauptwerks und des neu

errichteten Reinraums wurden die Gäste zu einem authentischen

Lanna‐Markt eingeladen – eine Würdigung der thailändischen und

der deutschen Kultur, die die Zusammenarbeit zwischen Zollner und

Bluechips prägt.

Markus Aschenbrenner, Mitglied des Vorstands der Zollner

Elektronik AG, betonte die zentrale Bedeutung der Expansion in

Thailand für die strategische Ausrichtung von Zollner: „Mehr denn

je brauchen unsere Kunden globale Lösungen von Zollner. Durch die

Stärkung unseres Fertigungsnetzwerks hier in Thailand stellen wir

weiterhin eine verlässliche Zusammenarbeit mit unseren Schlüsselpartnern

sicher.“

Die neue Reinraumanlage ist die erste Erweiterung seit der

Übernahme von Bluechips im Juli 2025. Sie bekräftigt Zollners Bekenntnis

zu einer erweiterten globalen Präsenz, Kundennähe und

ausgebauten Leistungsfähigkeit.

Zollner Elektronik AG

D 93499 Zandt

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 34/63


RAUMEDIC erweitert Vorstand: Bianca Holler

wird Chief Human Resources Officer

Bianca Holler, Chief Human Resources

Officer (CHRO) und

Mitglied des Vorstandes der

RAUMEDIC AG.

“Mit der Erweiterung des Vorstands

um eine eigenständige

CHRO-Position verankern

wir die strategische Bedeutung

unserer Mitarbeitenden auch

strukturell auf höchster Ebene“,

erklärt Jürgen Werner, Vorsitzender

des Aufsichtsrats. „Unser

Vorstandsteam hat sich im vergangenen

Jahr hervorragend bewährt.

Mit Bianca Holler stärken

wir es weiter und setzen ein klares

Signal: Unsere Mitarbeitenden

sind der Schlüssel zum Erfolg

von RAUMEDIC.“

Strategische HR-Projekte erfolgreich vorangetrieben

Bianca Holler ist seit Mai 2023 Teil von RAUMEDIC und hat in ihrer

bisherigen Funktion als Global Vice President Human Resources

bereits maßgeblich zur strategischen Weiterentwicklung der Personalarbeit

beigetragen. Unter ihrer Verantwortung hat RAUMEDIC

die Personalarbeit strategisch neu aufgestellt: von der Modernisierung

der Leistungsbeurteilung über die Weiterentwicklung der Führungskultur

bis hin zur systematischen Messung und Verbesserung

der Mitarbeiterzufriedenheit.

„In meiner neuen Rolle als CHRO möchte ich dazu beitragen,

dass wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um weiterhin

eine Kultur zu leben, in der Menschen ihr volles Potenzial entfalten

können“, sagt Bianca Holler.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Medizintechnik

Holler verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Human

Resources in der Medizintechnikbranche. Vor ihrem Wechsel zu

RAUMEDIC war sie bei Ottobock als Head of Global HR tätig und

verantwortete dort die weltweite Personalarbeit sowie nachhaltige

Kultur- und Entwicklungsprojekte.

Ab dem 1. Januar 2026 besteht der Vorstand der RAUMEDIC

AG aus vier gleichberechtigten Mitgliedern: Bianca Holler (CHRO),

Thomas Knechtel (CTO), Klaus Schabert (COO) und Dr. Robert

Schilling (CFO).

Raumedic AG

D 95233 Helmbrechts

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 35/103


PEARL Project-Setup

Siemens-Studie definiert Standards

für Sicherheit, Effizienz und Flexibilität

in Life Science-Laboren neu

– Weltweit erster unabhängiger Vergleichstest von Laborlüftungssystemen unter realen

Belastungsbedingungen liefert bahnbrechende Erkenntnisse

– Ergebnisse lassen sich direkt auf Planung, Optimierung und Betrieb von Laboren weltweit anwenden

– Siemens entwickelt Smart Lab Ecosystem weiter, um die Labore der Zukunft sicherer, anpassungsfähiger

und nachhaltiger zu machen

Siemens hat die Ergebnisse einer umfassenden unabhängigen Studie

zur Laborlüftung im Bereich Life Sciences vorgestellt. Die Studie

wurde zwischen November 2024 und Februar 2025 in Zusammenarbeit

mit der H. Lüdi + Co. AG, einem Anbieter von Komponenten

und Systemlösungen für moderne Labore und Siemens Xcelerator-Partner,

durchgeführt. Die Hochschule Luzern (HSLU) in der

Schweiz wurde als unabhängiges Forschungs- und Prüfinstitut mit

der Durchführung aller Messaktivitäten beauftragt. Das Projekt mit

dem Namen PEARL war das weltweit erste dieser Art, bei dem verschiedene

Lüftungs- und Luftverteilungsanlagen für Labore unter

kontrollierten, realen Bedingungen verglichen wurden.

Während der Testphase wurden drei verschiedene Luftzufuhranlagen

in sieben unterschiedlichen Konfigurationen unter vergleichbaren

Bedingungen geregelt und gemessen und bis an ihre

Grenzen belastet. Daraus ergeben sich einzigartige Datenerkenntnisse

für jedes System, die den Vergleich bestimmter Situationen

unter Berücksichtigung diverser Faktoren wie Sicherheit und Kontaminationskontrolle,

Benutzerkomfort, Systemflexibilität, Anpassungsfähigkeit

und Lüftungseffizienz ermöglichen.

Die Studie zeigt, dass eine präzise Volumenstromregelung entscheidend

ist für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in Laborumgebungen.

Eine Überversorgung mit Luft kann kontrollierte Bedingungen

beeinträchtigen sowie zu höheren Kosten und höheren

CO₂-Emissionen führen. Auffallend war, dass in einigen Szenarien

weniger als die Hälfte der Luftmenge benötigt wurde, wodurch eine

um 45 Prozent bessere Belüftungseffizienz erreicht und eine bessere

Abführung von gefährlichen Gasen und Wärme nachgewiesen

wurde. Ein besser kontrollierter Volumenstrom führte außerdem zu

einer bis zu 29 Prozent schnelleren Erholzeit nach simuliertem Verschütten,

was die Sicherheit und den Komfort der Nutzer direkt verbessert.

Darüber hinaus empfiehlt das Projekt PEARL eine Abkehr

von der Gestaltung von Laborräumen für einen einzigen, spezifischen

Verwendungszweck hin zur Schaffung flexibler Umgebungen

der nächsten Generation, die von null bis zu 300 Watt pro Quadratmeter

skalierbar sind. Diese fortschrittlichen Systeme sind optimal

dimensioniert und kontrolliert und liefern genau die Luftmenge, die

für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Komfort erforderlich

ist. Gleichzeitig sparen sie Energie und reduzieren CO₂-Emissionen.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 36/63


Im Rahmen des Projekts PEARL haben wir drei führende Lüftungssysteme

unter identischen, kontrollierten Bedingungen in unserem Pilotlabor

in Zug getestet. Wir haben neun Leistungsfaktoren gemessen – von der

Partikelentfernungsgeschwindigkeit über den Benutzerkomfort bis hin

zur Lüftungseffizienz – mithilfe von Wärmelasten, intelligenten Sensoren,

Aerosolrückgewinnungstests und Laservisualisierung.

Während der Durchführung der physischen Tests erstellte Siemens

ein digitales Modell des gesamten Projektaufbaus, einschließlich

Simulation der Tests selbst. „Der Vergleich unseres digitalen

Modells aus dem Projekt PEARL mit realen Messungen ergab eine

erstaunliche Genauigkeit. Dank dieser validierten Erkenntnisse

können wir die Leistung, Sicherheit und den Komfort zukünftiger

Labordesigns direkt im digitalen Zwilling optimieren“, sagte Tim

Walsh, Global Solution Director für Life Sciences bei Siemens Smart

Infrastructure.

Aufgrund von Investitionen in Forschung und Entwicklung, Innovationen

in der Biotechnologie und einer wachsenden Pipeline

neuer Medikamente steigt die Nachfrage nach Laborflächen in allen

Schlüsselregionen. Allein im Vereinigten Königreich werden Schätzungen

zufolge in den nächsten fünf Jahren eine Million Quadratmeter

an zusätzlichen Laborflächen benötigt, um den prognostizierten

Forschungsbedarf zu decken. Die Ergebnisse der Studie tragen

dazu bei, den dringenden Bedarf an sichereren, flexibleren und

energieeffizienten Laboren zu decken.

Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Projekt PEARL hat

Siemens das Smart Lab Ecosystem (SLE) weiterentwickelt. Das SLE

ist ein modulares Infrastruktur-Kit, mit dem sich hochgradig anpassungsfähige

und skalierbare Laborumgebungen schaffen lassen, die

auf spezifische Forschungsbedürfnisse zugeschnitten werden können

– von der Grundlagenforschung bis hin zu Hochsicherheitslaboren.

Es ermöglicht eine um bis zu 80 Prozent schnellere Planung

und Konfiguration aller Arten von Laborumgebungen bis hin zur

Biosicherheitsstufe 2.

„Das Projekt PEARL ist bahnbrechend für die Laborindustrie“,

fügte Walsh hinzu. „Zum ersten Mal verfügen wir über reale Daten,

die unsere digitalen Modelle nicht nur bestätigen, sondern uns auch

ermöglichen, diese zu verfeinern und Labore zu entwickeln, die hinsichtlich

Sicherheit, Komfort und Effizienz wirklich optimal sind.

Das Smart Lab Ecosystem baut auf dieser Grundlage auf und bietet

unseren Kunden eine komplette, schlüsselfertige Lösung, die sowohl

innovativ als auch zukunftssicher ist. Wir bauen nicht einfach

nur Labore, sondern schaffen intelligente Umgebungen, die wissenschaftliche

Entdeckungen beschleunigen und den Fortschritt auf

Jahre hinaus vorantreiben werden.“

Siemens AG

D 80333 München

Luftkeimsammler BioCapt® Single-Use für

ein kontinuierliches Monitoring im Reinraum

Erfahren Sie mehr

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 37/103


Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern. (Copyright: Angst+Pfister

Sensors and Power AG)

Outgassing unter Kontrolle

– Reinheit in der

Halbleiterfertigung sichern

Wesentliche Fakten auf einen Blick

– evolast® setzt einen neuen Massstab für Reinheit in der Halbleiterindustrie:

Entwickelt für ultra-niedrige Ausgasungsleistung,

die die Prozessintegrität in kritischen Plasma-, Temperatur- und

Nasschemieumgebungen schützt.

– Der fortschrittlichste niedrig ausgasende Elastomerwerkstoff:

evolast® gewährleistet kontaminationsfreie Abdichtung und

langfristige Zuverlässigkeit in Halbleiter-Dichtungslösungen,

unterstützt höhere Waferausbeuten und reduziert Wartungsstillstände.

– 100% europäisch entwickelt und im Reinraum gefertigt: evolast®

kombiniert vier Jahrzehnte Erfahrung in Perfluorelastomeren mit

validierten Ergebnissen der thermischen Desorptionsspektroskopie

(TDS), die eine Gesamtausgasung von nur 0,02 ppm bestätigen

und einen neuen Standard für ultra-saubere Dichtungsmaterialien

setzen.

In der Halbleiterfertigung bestimmen Präzision und Reinheit den

Erfolg. In den ultrareinen Umgebungen der Waferproduktion können

selbst mikroskopisch kleine Verunreinigungen ganze Fertigungsläufe

gefährden. Ausgasung – das Freisetzen von Gasen oder

Dämpfen aus Materialien unter Hitze oder Vakuum – ist eine stille,

aber ernste Bedrohung für die Prozessintegrität.

Dies ist der Grund, warum evolast® von Angst+Pfister, eine leistungsstarke,

niedrig ausgasende Familie von Perfluorelastomeren,

für die Entwicklung von Dichtungslösungen der nächsten Generation

in der Halbleiterindustrie unverzichtbar ist. Vollständig in Europa

entwickelt und hergestellt, bietet evolast® unübertroffene Prozessstabilität,

Reinheit und Zuverlässigkeit unter den anspruchsvollsten

Plasma-, Temperatur- und Nasschemiebedingungen der Branche.

Die Herausforderung: Ausgasung in Halbleiterumgebungen

In der Waferproduktion kann die Materialauswahl darüber entscheiden,

ob ein Prozess Präzision im Nanometerbereich erreicht oder

durch katastrophale Kontamination beeinträchtigt wird.

Unter Einwirkung von Vakuum, Plasma oder hohen Temperaturen

können Elastomere flüchtige organische Verbindungen (VOCs),

Feuchtigkeit oder andere Verunreinigungen freisetzen. Diese Emissionen

können sich auf Waferoberflächen ablagern, die Plasmauniformität

beeinträchtigen und Defekte oder verringerte Ausbeuten

verursachen.

Selbst geringste Ausgasungsmengen können die Prozesschemie

in CVD- oder Ätzkammern verändern und kostspielige Ausfallzeiten

sowie Reinigungszyklen verursachen.

Ingenieure suchten lange nach niedrig ausgasenden Elastomeren,

die Reinheit mit Haltbarkeit verbinden. Standard-FKM-Materialien

reichen oft nicht aus, insbesondere bei längerer Plasmaexposition.

Der Bedarf an Perfluorelastomer-O-Ringen, die bei hohen

Temperaturen und aggressiven chemischen Umgebungen fehlerfrei

funktionieren, ist größer denn je.

Die Lösung: evolast® FFKM für ultra-saubere Leistung

Zur Bewältigung der anhaltenden Herausforderung der Ausgasung

in der Halbleiterfertigung hat Angst+Pfister die evolast®-FFKM-

Reihe speziell konzipierter Dichtungswerkstoffe geschaffen, die die

Materialstabilität neu definieren.

Jeder evolast®-Werkstoff kombiniert eine exakt abgestimmte

Polymerarchitektur mit kontrollierter Reinraumverarbeitung, um

eine möglichst geringe molekulare Abgabe im Betrieb sicherzustellen.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 38/63


Leistungsnachweis

Angst+Pfister führte umfangreiche TDS-Tests durch, um das Ausgasungsverhalten

unter vakuumähnlichen Bedingungen der Halbleiterindustrie

zu quantifizieren.

– Testbedingungen: Temperaturanstieg von Umgebung auf +200°C

über 120 Minuten, anschliessend 120 Minuten Halten im beheizten

Vakuum (insgesamt 240 Minuten).

– Ergebnisse: Alle evolast®-Werkstoffe zeigten aussergewöhnlich

niedrige Gesamtfreisetzung von flüchtigen Bestandteilen.

– Ergebnis: Minimale molekulare Emission bedeutet reduzierte

Waferkontamination, stabile Plasmabedingungen und längere

Wartungsintervalle.

Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern.

(Copyright: Angst+Pfister Sensors and Power AG)

Diese Ergebnisse bestätigen, dass evolast® unter thermischem,

plasma- und chemischem Stress zuverlässig arbeitet und in jeder

Phase der Chipproduktion Sauberkeit und Konsistenz sicherstellt.

Anwendungsfall: Abdichtung einer Plasmaätzkammer

Herausforderung:

Ein Wafer-Ätzwerkzeug, das unter hoher Plasmaintensität arbeitet,

benötigte Dichtungsmaterialien, die während langer Plasmaexposition

weder degradieren noch molekulare Verunreinigungen freisetzen.

Konventionelle Elastomere zeigten Oberflächenerosion und

messbare VOC-Abgabe nach mehreren hundert Stunden.

Lösung:

Outgassing unter Kontrolle – Reinheit in der Halbleiterfertigung sichern.

(Copyright: Angst+Pfister Sensors and Power AG)

Alle evolast®-Varianten durchlaufen eine ultrapure Endreinigung

und Vakuumverpackung, wodurch vor der Installation absolute

Oberflächenreinheit garantiert wird.

Werkstoffwissenschaft hinter der Reinheit

Über Jahrzehnte hinweg hat Angst+Pfister die evolast®-FFKM-Formulierung

auf Basis von Polymerstrukturen optimiert, die besonders

widerstandsfähig gegen thermische Degradation und chemische

Angriffe sind.

– Die PS1-Serie bietet überlegene Beständigkeit für Nasschemieprozesse

und stellt sicher, dass Dichtungen weder degradieren

noch Verunreinigungen in säure- oder lösungsmittelbasierte

Bäder abgeben.

– Die PS2-Serie hält extremen thermischen Umgebungen wie

LPCVD und Rapid Thermal Processing stand und bietet

Betriebstemperaturen bis +340°C.

– Die PS3-Serie, entwickelt für Plasma- und Gasabscheidung,

weist aussergewöhnlich niedrige Ausgasung und minimalen

Metallgehalt auf – entscheidend für Reinraumbetriebe.

In jedem Fall behält evolast® die Dichtungsintegrität über Tausende

von Prozesszyklen hinweg.

Durch den Einsatz von evolast® PS341 – einem Perfluorelastomer,

das für Sauerstoff- und Fluorplasma entwickelt wurde – erreichte

die Anlage stabile Leistung mit vernachlässigbarer Ausgasung. Die

Dichtungen behielten ihre Integrität bis +330°C mit minimalem

Druckverformungsrest und ohne sichtbare Oberflächenabnutzung.

Laborvalidierung:

Zur Bestätigung führte Angst+Pfister TDS-Tests an mehreren evolast®-Sorten

(PS221, PS251, PS321, PS341, PS342, PS343) durch, um

die Gasfreisetzung unter Hochtemperatur und Vakuum zu messen.

Jede Probe wurde linear von Raumtemperatur auf +200°C über

120 Minuten erhitzt und dann weitere 120 Minuten gehalten.

Die Ausgasungskurven zeigen, dass alle evolast®-Compounds

selbst bei längerer Einwirkung hoher Temperaturen extrem niedrige

Desorptionswerte aufweisen.

Video Q&A: Ausgasungstests und Materialreinheit

Im Interview erklärt Simone Lavelli, technischer Experte für Compoundentwicklung

bei Angst+Pfister, wie das Unternehmen evolast®-FFKM-Werkstoffe

mittels TDS und Reinraumfertigungsprotokollen

validiert.

Zuschauer erhalten Einblick in den Zusammenhang zwischen

molekularer Reinheit, Prozesszuverlässigkeit und der Bedeutung von

Ausgasungskontrolle für die Integrität moderner Halbleiterprozesse.

https://youtu.be/vAsvqtLscRE

Fazit

In der Halbleiterindustrie definiert Reinheit die Leistung. Jede Dich-

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 39/63


tungskomponente spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung

von Prozesszuverlässigkeit, Anlagenverfügbarkeit und Waferausbeute.

Mit evolast® setzt Angst+Pfister einen neuen Massstab für

niedrig ausgasende Elastomere, indem modernste Polymertechnik

mit vollständiger europäischer Produktionskontrolle kombiniert

wird. Über alle evolast®-Werkstoffe hinweg zeigen strenge TDS-

Tests aussergewöhnlich niedrige Gesamtmassenverluste, was herausragende

chemische und thermische Stabilität unter Vakuum und

hohen Temperaturen bestätigt.

Diese Leistung spiegelt die Präzision der evolast®-Perfluorelastomerstruktur

wider. Ein hochfluoriertes Polymergerüst, optimierte

Vernetzungsdichte und ultra-saubere Compoundierung

ergeben ein stabiles Netzwerk, das Degradation und Oxidation widersteht.

Diese Eigenschaften verhindern die Freisetzung von Verunreinigungen

und erhalten die Materialintegrität selbst unter den

anspruchsvollen Plasma- und Chemiebedingungen der Halbleiterfertigung.

Das Ergebnis ist messbar: konstante Dichtungsleistung, längere

Wartungsintervalle und erhöhte Prozessreinheit, die direkt zu höheren

Waferausbeuten und niedrigeren Gesamtbetriebskosten führen.

evolast® vereint die von Ingenieuren geforderte Robustheit mit der

Reinheit, die moderne Halbleiterfertigung verlangt.

Indem evolast® molekulare Stabilität, Reinheit und Prozesssicherheit

gewährleistet, etabliert es seine Rolle als entscheidender

Wegbereiter für Innovationen in der Halbleiterindustrie – und

schafft Vertrauen im Kern eines jeden Chips.

Angst+Pfister Sensors and Power AG

CH 8050 Zürich

SÜDPACK Medica mit neuem

Service für die Gesundheitsbranche

MedHub nennt sich ein neuer Service der SÜDPACK Medica. Per Telefon, E-Mail oder online können komfortabel ab sofort

hochwertige, vorgefertigte Beutel in üblichen Standardformaten und definierten Losgrößen bestellt werden. Die in ISO-

Reinräumen hergestellten Verpackungslösungen des MedHubs sind stets auf Lager und entsprechen selbstverständlich

den höchsten Qualitätsstandards der Medizinbranche.

Konsequente Kundenorientierung und zuverlässige Lieferung zum

Wunschdatum oder just in time: MedHub ist erste Wahl für medizinische

Einrichtungen und Zulieferer, die Standardbeutel schnell

und ohne großen Aufwand zum effizienten, sicheren Verpacken

ihrer Produkte benötigen. Die SÜDPACK Medica hat hierfür im gerade

erweiterten, ISO 7 zertifizierten Werk im französischen Coulmer

ihre Prozesse so optimiert, dass eingehende Bestellungen umgehend

bearbeitet und unverzüglich auf den Weg gebracht werden

können.

Die vorgefertigten Beutel lassen sich an verschiedenen Stellen

der Wertschöpfungskette in der Pharmaindustrie einsetzen, beispielsweise

für das Verpacken von Produkten wie Stopper, Filter

oder Konnektoren. Sie finden aber auch als einfache Transferverpackung

etwa für Glasflaschen, Ampullen oder Spritzen Verwendung,

die zur Verabreichung von flüssigen Parenteralen wie etwa Infusionen

notwendig sind und daher vor der Befüllung absolut keimfrei

sein müssen.

Derzeit umfasst das Portfolio neben Rollenware aus Tyvek maßgeblich

3-Rand-Siegelbeutel aus Folie und Tyvek, die sterilisationsfähig,

durchstoßfest und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit

sind. Die Beutel verfügen über die erforderlichen Barriereeigenschaften

für maximalen Produktschutz und können dank der exzellenten

Peeleigenschaften des Materials einfach und schnell auch im

stressigen Arbeitsalltag geöffnet werden. Für schwerere Produkte

stehen zusätzlich 3-Rand-Siegelbeutel aus PA/PE in unterschiedlichen

Größen zur Auswahl, die sich durch eine zuverlässige mikrobielle

Barriere auszeichnen und nicht zuletzt auch für die Gammasterilisation

geeignet sind.

Die unter Reinraumbedingungen produzierten Beutel sind permanent

auf Lager und jederzeit abrufbar. Ihre hohe Qualität und Sicherheit

wie auch ihre regulatorische Konformität untermauert die

SÜDPACK Medica mit entsprechenden Zertifikaten.

Der neue Service richtet sich explizit an Kunden, die kontinuierlich

Standardprodukte für ihre täglichen Verpackungsanforderungen

benötigen und die hierbei auf hohen Bestellkomfort und kurze

Lieferzeiten Wert legen. Selbstverständlich sind auch weiterhin individuelle

Beutellösungen bei freier Wahl von Formaten, Materialkombinationen

und Öffnungssystemen realisierbar, die sowohl bedruckt

als auch unbedruckt bestellt werden können, unterstreicht

der Hersteller.

SÜDPACK Medica AG

CH 6341 Baar

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 40/63


Anwender profitieren von Kooperation zwischen Familienunternehmen und Start-up

Automatisierung macht

personalisierte Medizin bezahlbar

Trifft die Innovationskraft von Start-ups auf das Know-how renommierter Familienunternehmen,

kann aus der Kooperation etwas entstehen, von dem nicht nur

die beteiligten Unternehmen profitieren, sondern auch Umwelt und Anwender.

Der Fluidikexperte Bürkert ist eine Partnerschaft mit Green Elephant Biotech,

den Spezialisten für nachhaltige Zellkultur- und Labortechnik, eingegangen.

Die Produkte machen den Nutzen deutlich: Ein innovatives Zellkultursystem

reduziert die Kosten der personalisierten Medizin erheblich und die Laborverbrauchsmaterialien

aus dem pflanzenbasierten Kunststoff Polylactid (PLA) haben

einen positiven Effekt auf das Ökosystem.

Felix Wollenhaupt (Green Elephant Biotech)

und Hendrik Faustmann (Bürkert Fluid Control

Systems) freuen sich über die Kooperation.

(Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

dem profitiert die Kooperation von der regionalen

Nähe und der gemeinsamen Muttersprache.

Felix Wollenhaupt, Mitgründer und

Geschäftsführer bei GEB erläutert: „Bürkert

ist attraktiv für uns als Technologiepartner,

weil wir mit der Zusammenarbeit die Lücken

in der Gerätentwicklung, Fluidsteue-

Verschiedene Produkte wie z.B. CellScrew® mini adapter von Green Elephant Biotech profitieren

von der Kooperation und ermöglichen regeneratives Wirtschaften, von dem Mensch und Umwelt

direkt profitieren. (Quelle: Green Elephant Biotech)

Nicht selten wird die Innovationskraft eines

Start-ups ausgebremst, sobald ein Investor

einsteigt und zu komplexe Prozesse überstülpt.

Bei der Kooperation zwischen dem

Familienunternehmen Bürkert Fluid Control

Systems und Green Elephant Biotech

(GEB), den Spezialisten für nachhaltige

Zellkultur- und Labortechnik, wurde deshalb

bewusst darauf geachtet, genau das

zu verhindern. Davon profitieren nun nicht

nur beide Unternehmen, sondern auch

die Anwender (Bild 1). Als Biotech-Experte

für nachhaltige Zellkulturtechnik im

Life-Sciences-Bereich ist das Start-up ein

innovativer Akteur in der Biotechnologie-

Branche. Dieses Know-how und die entsprechenden

Netzwerke sind für den Fluidikexperten

sehr hilfreich. Das Familienunternehmen

wiederum bringt langjähriges

Know-how in der Planung und Entwicklung

automatisierter Fluidiklösungen ein. Außerrung,

Regelungstechnik und auch die ganze

Systemintegration schließen.“

Produkte für regeneratives Wirtschaften

An verschiedenen Produkten von GEB zeigt

sich, welchen konkreten Nutzen Anwender

aus der Kooperation ziehen: Personalisierte

Medizin und Laborverbrauchsmaterialien

aus pflanzenbasiertem Kunststoff (Bild 2).

Personalisierte Medizin kann Leben retten,

ist meist jedoch sehr teuer. Das liegt daran,

dass die Produkte in individuellen Losgrößen

hergestellt werden, dennoch einen

ähnlich hohen Aufwand in Dokumentation

und Qualitätssicherung nach sich ziehen

wie eine Serienfertigung. Gerade die Lohnkosten

führen hier zu den hohen Produktkosten,

die teilweise im sechs- bis siebenstelligen

Eurobereich liegen. Durch Automatisierung

kann das innovative Zellkultursystem

CellScrew Personalkosten einsparen

und personalisierte Medizin nachhaltig und

effizient herstellen. Sie kommt dadurch in

einen Preisrahmen, der von Krankenkassen

übernommen werden kann. Durch die

Partnerschaft, bei der Know-how aus den

Bereichen der Fluidik-Automatisierung und

der Biotechnologie zusammenkommen,

entsteht ein erheblicher gesellschaftlicher

Mehrwert. Ähnliches gilt für die Produkte

aus pflanzenbasiertem Kunststoff (PLA) der

Biotechnologen. Herkömmliches Laborverbrauchsmaterial

wie Petrischalen, Pipettenspitzen

oder Reaktionsgefäße setzt in

der Regel auf Polystyrol, ein Kunststoff, der

nicht biologisch abbaubar und daher in der

Entsorgung problematisch ist. Hier können

die PLA-Alternativen einen wichtigen Einfluss

auf nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen

nehmen. Die Produkt-Beispiele

machen deutlich, welcher volkswirtschaftliche

Nutzen aus einer Kooperation von

innovativen Start-ups und renommierten

Familienunternehmen mit flexiblen Strukturen

entstehen kann. Die Fluidikexperten

sind daher für weitere Kooperation offen

zum Beispiel in den Branchen Food & Beverage,

New Food, Labor oder erneuerbare

Energien.

Bürkert GmbH & Co. KG

D 74653 Ingelfingen

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 41/63


Markenauftritt unter neuer Dachmarke

Aus Infrareal und Pharmaserv wird INNEXIS

Authentisch und zukunftsorientiert: INNEXIS bündelt

Leistungen unter einer Dachmarke für mehr Wirkung bei

Kunden und Stakeholdern.

Die Infrareal Gruppe tritt ab sofort mit einem einheitlichen Markenauftritt

unter der neuen Dachmarke INNEXIS auf. Zur Infrareal

Gruppe gehören die Pharmaserv GmbH, die den Pharma & Life

Science Park Behringwerke in Marburg betreibt und zudem spezialisierte

Leistungen im Bereich Logistik und Engineering anbietet.

Weiterhin gehören zur Unternehmensgruppe die Pharmapark Jena

GmbH, als Eigentümer und Betreiber des Parks im Zentrum von

Jena/ Thüringen sowie die Pharmapark Orth Management GmbH,

die den Pharma- und Biotech-Standort im niederösterreichischen

Orth betreibt. Mit klarer Positionierung will das Unternehmen seine

Rolle als führender Infrastrukturanbieter für die Pharma- und Life-

Science- Branche weiter ausbauen. Die Spezialisierung auf die besonderen

Anforderungen der Pharma- und Biotechunternehmen,

kombiniert mit tiefem regulatorischem Know-how, GxP-Kompetenz

und Nähe zu den entscheidenden Prozessschnittstellen sorgen

dabei für Sicherheit und Effizienz bei Kunden.

Warum der neue Markenauftritt?

Bisher traten die verschiedenen Unternehmenssparten mit eigenen

Profilen auf. Mit der neuen Dachmarke werden diese Aktivitäten zusammengeführt,

um Kommunikation und Marktauftritt zu vereinfachen.

Für Kunden, Partner und Investoren bedeutet das mehr Übersichtlichkeit,

klar erkennbare Zuständigkeiten und eine konsistente

Ansprache. Künftig erhalten sie alle Informationen zu den Leistungen

aus einer Hand mit vereinfachtem Zugang zu den spezialisierten

Lösungen in Engineering und Logistik. Gleichzeitig soll der einheitliche

Auftritt für eine stärkere internationale Sichtbarkeit sorgen

und die Expansionsbestrebungen des Unternehmens unterstützen.

„Ein neuer Name allein verändert nichts. Aber mit der neuen

Dachmarke INNEXIS sprechen wir mit einer klaren Stimme, bündeln

unsere Expertise und geben Orientierung. So entsteht für

unsere Kunden – vom Start-up bis zum globalen Pharma- und Biotechkonzern

– genau das, was sie brauchen: Klarheit und Vertrauen.

Unter INNEXIS schaffen wir einen Auftritt, der die Stärken unserer

Pharma & Life Science Parks und spezialisierten Engineering und

Logistik Lösungen sichtbar macht. Für unsere Kunden, Partner und

Investoren heißt das: weniger Umwege, mehr Orientierung und ein

vereinfachter Zugang zu den Leistungen“, sagt Dr. Martin Egger,

CEO der INNEXIS Unternehmensgruppe.

Was ändert sich?

Alle bisherigen Kommunikationskanäle und Markenauftritte werden

ab dem 9. Dezember 2025 auf die neue Dachmarke umgestellt.

Neben dem Webauftritt umfasst das auch die bisherigen Social-Media-Kanäle

der Unternehmensgruppe sowie die direkte Kundenansprache.

„Gerade in einer Branche, in der Vertrauen, Transparenz und Sicherheit

entscheidend sind, sorgt der einheitliche Auftritt für Verlässlichkeit

und Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können

sich darauf verlassen, dass sie künftig alle relevanten Informationen

an einer Stelle finden“, ergänzt Kerstin von Heemskerck, Director

Corporate Communications & Marketing.

Die Umstellung auf die neue Dachmarke erfolgt ab dem 9. Dezember

2025. In einem weiteren Schritt werden zu Beginn des kommenden

Jahres die Umfirmierungen und entsprechenden Änderungen

im Handelsregister bzw. Firmenbuch in Österreich vorgenommen.

Mit dem Launch wird INNEXIS nicht nur ein konsistentes Erscheinungsbild

präsentieren, sondern auch die Weichen stellen, um

künftige Kommunikations- und Wachstumsstrategien noch stärker

auf die Bedürfnisse der Zielgruppen auszurichten.

Infrareal Holding GmbH & Co. KG

D 35041 Marburg

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 42/63


Wichtige Meilensteine für die 2027 geplante Markteinführung erreicht

Vetter forciert Markteinführung des neuen V-

OVS® next Spritzenverschluss-Systems

– Neue Studien belegen hohe Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit

– Design finalisiert und Vorbereitungen für die serielle Fertigung gestartet

– Neue Funktionen setzen einen neuen Standard

Vetter, Partner globaler Pharma- und Biotechunternehmen

für die Herstellung lebensverbessernder

Medikamente, arbeitet

mit Hochdruck an der für 2027 geplanten

Markteinführung des V-OVS® next, der

nächsten Generation seines erfolgreichen

Spritzenverschluss-Systems V-OVS®. Nach

einer bereits Anfang 2025 erfolgreich abgeschlossenen

Studie hat Vetter nun weitere

Meilensteine in der laufenden Entwicklung

erreicht: Eine zweite Human-Factors-Studie

sowie eine wichtige Funktionsstudie

bestätigen die positiven Ergebnisse für das

neue Verschlusssystem. Außerdem wurde

das Design des neuen Top-Produktes finalisiert

und die Vorbereitung zur seriellen Fertigung

auf den Weg gebracht.

Vertiefte Erkenntnisse aus

mehreren Studien

Während sich die erste Human-Factors-

Studie auf Produkt und Benutzer konzentrierte,

umfasste die zweite Studie zusätzlich

eine nutzungsbezogene Risikoanalyse. Sie

bestätigt die intuitive, sichere und effektive

Handhabung von V-OVS® next. Auch das

Design wurde von den Studienteilnehmern

als benutzerfreundlich bewertet. Unter

anderem verringere sich die Wahrscheinlichkeit

einer Fehlbedienung, so eines der

Ergebnisse. Vetter hat darüber hinaus die

strukturelle Leistungsfähigkeit des neuen

Systems während der Herstellung und

Handhabung getestet.

„Unser Ziel war es, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit

und Design so zu kombinieren,

dass Anwender einen echten Mehrwert

erhalten“, sagt Dr. Claus Feussner, Senior

Vice President Development Service bei

Vetter. „Die positiven Studienergebnisse

bestätigen, dass wir dieses Ziel mit dem V-

OVS® next erreichen.“

Partner und Lieferanten

frühzeitig involviert

Zum mehrstufigen Entwicklungsprozess

bei Vetter gehört auch die aktive Einbindung

von Partnern und Lieferanten.

So stellt das Unternehmen seinen Spritzenglas-Lieferanten

im nächsten Schritt

Muster zur Verfügung. Damit erhalten die

Zulieferer die Gelegenheit, die Implementierung

in ihrer Produktion über eine Reihe

unterschiedlicher Spritzenformate hinweg

zu testen.

„Die ersten Biopharma-Kunden haben

uns bereits auf der Pharmapack 2025

positives Feedback gegeben. Nun freuen

wir uns darauf, auch einige Glaslieferanten

einzubinden und ihre Meinung zu unserem

weiterentwickelten Verschlusssystem zu erfahren“,

sagt Lars Hahn, Senior Vice President

Global Sales Organization bei Vetter.

„Wir haben bereits erfolgreiche Gespräche

mit mehreren Partnern entlang der Wertschöpfungskette

geführt. Deren durchweg

ermutigende Reaktionen bestärken uns auf

dem Weg zur Markteinführung.“

Intuitivere Handhabung, innovative

Funktionalität, hochwertiges Design

Das neue Spritzenverschluss-System, entwickelt

auf Basis umfangreicher Marktstudien

und Kundenfeedbacks, vereint intuitive

Handhabung, innovative Funktionalität

und ein hochwertiges Design. Es ist für eine

Vielzahl von Spritzenformaten geeignet.

Insbesondere soll das neue System Anwendungen

in den Bereichen Augenheilkunde,

ästhetische Injektionen, Rekonstitutionslösungen

und Biologika weiter verbessern

sowie sicherer und einfacher gestalten.

Auch nach der Markteinführung des

neuen V-OVS® next wird Vetter weiterhin

das bewährte Verschlusssystem V-OVS®

anbieten. Mit der Einführung der nächsten

Generation erweitert Vetter sein Lösungsportfolio

für spritzenbasierte Produkte.

Darüber hinaus verwenden V-OVS® und

V-OVS® next die gleichen Kontaktmaterialien,

was ein Upgrade auf das neue System

als Lebenszyklusmaßnahme für bestehende

Arzneimittel oder als Differenzierungsmerkmal

für neue Arzneimittel erleichtert.

V-OVS® next montiert auf einer Spritze. © Vetter Pharma International GmbH

Vetter Pharma International GmbH

D 88212 Ravensburg

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 43/63


Mit dem HTS401 stellt E+E Elektronik die nächste Generation der Feuchte- und Temperaturmessung vor:

Eine modulare Plattform für präzise Klimaregelung, geringere Stillstandszeiten und zuverlässige Messwerte

auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Ausfallsicher, modular und präzise

– der HTS401 von E+E Elektronik

Industrielle Prozesse stellen hohe Anforderungen an die Messtechnik. Extreme

Umgebungsbedingungen, aggressive Medien, chemisch intensive

Reinigung und der Bedarf an genauen, ausfallsicheren Daten stehen auf

der Tagesordnung. Konventionelle Sensoren stoßen hier schnell an ihre

Grenzen – etwa durch Kondensation, Korrosion, Temperaturextreme oder

arbeitsintensive Wartung. Der HTS401 wurde genau für diese Einsatzfälle

entwickelt und verbindet ein robustes Schutzkonzept mit hoher Messgenauigkeit,

einfacher Systemintegration und einem Wartungskonzept, das unterbrechungen

Prozessminimiert.

Damit der Sensor auch unter starkem

Stress betriebsbereit bleibt, kombiniert der

HTS401 das proprietäre E+E Sensor-Coating

mit dem Condensation Guard, einer beheizbaren

Sensoreinheit, die aktiv einer Betauung

des Sensors entgegenwirkt. Sobald

aufgrund der Umgebungsbedingungen ein

Kondensationsrisiko erkennbar ist, wird die

Sensortemperatur automatisch leicht angehoben.

So werden Feuchteansammlungen

auf der Sensoroberfläche verhindert und

das Ausgangssignal bleibt stabil. Ergänzt

durch die automatische ReCovery-Funktion

(ARC) schützt sich das Sensorelement aktiv

vor schädlichen chemischen Einflüssen.

Das reduziert korrosionsbedingte Ausfälle

und Messwertdrifts, verlängert die Lebensdauer

und minimiert Wartungseingriffe –

insbesondere in Anwendungen mit hoher

Luftfeuchtigkeit sowie bei regelmäßiger

automatischer Reinigung bzw. Sterilisation.

Wartung ohne Prozessunterbrechung –

schnelle Kalibrierung durch Modultausch

Mit der integrierten rapidX-Technologie

vereinfacht der HTS401 zudem die Wartung

und Kalibrierung: Das Sensormodul kann

im Feld werkzeuglos in nur 10 Minuten gewechselt

werden, inklusive Filtertausch und

Zugangsvorbereitung. Eine Vor-Ort-Kalibrierung

entfällt, da jedes rapidX-Sensormodul

vorkalibriert und mit digitalem Abnahmeprüfzeugnis

gemäß DIN EN 10204-3.1

ausgeliefert wird.

Hohe Genauigkeit für stabile Regelung

Mit einer Messgenauigkeit von bis zu ±0,95

% rF und ±0,1 °C sowie einem Betriebsbereich

von −40 °C bis +80 °C liefert der

HTS401 verlässliche Werte von Außenbereichen

bis hin zu kontrollierten Umgebungen

wie Reinräumen. Für zusätzliche xibilität in der Anwendung berechnet der

Fle-

HTS401 zudem wichtige, aus der relativen

Feuchte abgeleitete Größen wie Taupunkt,

Mischungsverhältnis oder Enthalpie direkt

im Gerät.

Einfache Systemintegration und flexible

Ausführungen

Der HTS401 unterstützt digitale und analoge

Schnittstellen und lässt sich über die E+E-

Software PCS10 konfigurieren. Damit kann

der Sensor schnell in bestehende Automations-

und Gebäudemanagementsysteme

integriert werden. Verfügbar sind Wandund

Kanalversionen sowie Varianten mit

abgesetztem Fühler; optional ist ein Display

erhältlich, das mehrere Messgrößen gleichzeitig

visualisiert.

Typische Anwendungen

Der HTS401 ist für ein breites Spektrum

an Einsatzbereichen optimiert, darunter

High-End-HVAC (z. B. Rechenzentren,

Schwimmhallen, Außenanwendungen),

Landwirtschaft (Gewächshäuser, Ställe, La-

HTS401 Wandmontage

mit Display.

(Foto: E+E Elektronik

Ges.m.b.H.)

gerung und Reifung), pharmazeutische Anwendungen

(Reinraumüberwachung) sowie

Lebensmittel- und Getränkeprozesse wie

Fleisch- und Käse-Reifung.

Der HTS401 steht für präzise, ausfallsichere

Feuchte- und Temperaturmessung

bei minimalem Wartungsaufwand. Als

Nachfolger von EE212 und EE210 unterstützt

er Betreiber dabei, Prozesse stabil zu

regeln, Energie effizienter einzusetzen und

Serviceeinsätze planbarer zu machen.

E+E Elektronik Ges.m.b.H.

Langwiesen 7

A 4209 Engerwitzdorf

Telefon: +43 7235 6050

Telefax: +43 7235 6058

eMail: info@epluse.com

Internet: http://www.epluse.com

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 44/63


Das internationale Event der Reinraum- und Prozessbranche

Mit dem Code

rronline2026

dein kostenloses

Besucher-Ticket

buchen

24. bis 26. März 2026 · Messe Karlsruhe

Wir freuen uns, Sie im Frühjahr 2026 wieder in Karlsruhe begrüßen zu dürfen.

Neben allgemeinen Themen, wie Regelung und Compliance, Qualifizierung und Validierung,

Service und Dienstleistungen, Messen und Kalibrieren, Ausbildung und Training sowie

allgemeine Qualitätskontrolle und Mikrobiologie fokussieren die LOUNGES 2026 die Bereiche:

• Gebäudeplanung und Architektur

• Reinraumplanung und -ausstattung

• Reinraumbetrieb und Instandhaltung

• Messtechnik und Monitoring

• Lüftung und Klimatechnik

• Bekleidung und Verbrauchsmaterialien

• Reinigung und Hygiene

• Pharmaproduktion und Prozesstechnik

• Anlagenbau und -planung

• Pharmaverpackung und Kennzeichnung

• Prozessautomation und Digitalisierung

• Steriltechnik und Biotechnologie

• Künstliche Intelligenz und virtuelle Welten

• Qualitätsmanagement und Validierung

Buche jetzt dein kostenloses Besucher-Ticket und erhalte vergünstigten

Zugang zu den aufgezeichneten Vorträgen der LOUNGES 2026!

www.cleanroom-processes.de

Die Plattform der Reinraum- und Prozesstechnikbranche

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 45/63


Hochschulen in Rheinland-Pfalz

erhalten Promotionsrecht für

forschungsstarke Fachrichtungen

ten. Am Standort Zweibrücken steht der

Schwerpunkt „Integrierte Miniaturisierte

Systeme“ (IMS) im Fokus. Hier werden unter

anderem innovative Bio- und Sensorsysteme

entwickelt, die beispielsweise in der

medizinischen Diagnostik, der Wirkstoffforschung

oder im Gesundheitsmonitoring

eingesetzt werden können. Moderne Forschungsinfrastrukturen

wie Reinraum sowie

biomedizinische, chemische und analytische

Labore ermöglichen die interdisziplinäre

Zusammenarbeit von Forschenden

aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und

Technik.

An den Standorten Pirmasens und Kaiserslautern

bündelt der Forschungsschwerpunkt

„Sustainable Materials, Products and

Processes“ (STAMP) die Aktivitäten in den

Bereichen Biotechnologie und angewandte

Pharmazie. Ziel ist es, nachhaltige Materialien,

Produkte und Prozesse zu.

Ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung

von Forschung und Praxis ist der

Weincampus Neustadt, der gemeinsam mit

Partnerhochschulen und regionalen Einrichtungen

aufgebaut wurde. Hier wird an

nachhaltigen Fermentationstechnologien,

moderner Diagnostik und digitalen Lösungen

für die Weinproduktion geforscht – mit

dem Ziel, Qualität, Sicherheit und Wirt-

Die Hochschulen in Rheinland-Pfalz erreichen

einen bedeutenden Meilenstein:

Mit der Entscheidung und Bekanntgabe

des Ministeriums für Wissenschaft und

Gesundheit (MWG) erhalten besonders

forschungsstarke Fachrichtungen an Hochschulen

für angewandte Wissenschaften

(HAW) in Rheinland-Pfalz künftig das Promotionsrecht

in drei hochschulübergreifenden

Promotionsclustern. Die Hochschule

Kaiserslautern (HSKL) koordiniert dabei

das Promotionscluster Medical & Environmental

Life Sciences, an dem sich aktuell

die Hochschulen Kaiserslautern, Bingen,

Koblenz und Trier beteiligen.

Mit dem Promotionsrecht können qualifizierte

Nachwuchswissenschaftlerinnen

und -wissenschaftler ihre Promotion künftig

direkt an den HAWen absolvieren. Die

HSKL bringt dafür langjährige Erfahrung

in der Betreuung kooperativer Promotionen

mit: Aktuell begleitet sie rund 45 Promovierende,

davon 16 in den thematischen

Schwerpunkten des neuen Promotionsclusters.

Zur Sicherung der hohen Qualität

wurden umfassende Unterstützungs- und

Qualifizierungsstrukturen aufgebaut.

Die forschungsstarke Ausrichtung der

Hochschule zeigt sich insbesondere in den

vier etablierten Forschungsschwerpunkschaftlichkeit

zu verbessern.

Die Leistungsfähigkeit der HSKL wird

durch zahlreiche erfolgreich eingeworbene

Drittmittelprojekte unterstrichen, die unter

anderem von Bundesministerien, der Deutschen

Forschungsgemeinschaft, der Europäischen

Union und Stiftungen gefördert

werden. Aktuelle Projekte befassen sich

beispielsweise mit neuartigen Biosensoren,

Immuntherapien, dem schnellen Nachweis

von Viren sowie dem Einsatz künstlicher

Intelligenz in den Lebenswissenschaften.

Auch Zukunftsthemen wie Demenzforschung

oder nachhaltige Mikrosensorik stehen

im Fokus.

Neben dem Promotionscluster „Medical

& Environmental Life Sciences“ starten in

Rheinland-Pfalz zwei weitere hochschulübergreifende

Promotionscluster mit Promotionsrecht:

„Angewandte Informatik“

(koordiniert durch die Hochschule Trier)

sowie „Nachhaltige Technik und Naturwissenschaften“

(koordiniert durch die Hochschule

Koblenz), an denen die Hochschule

Kaiserslautern ebenfalls mit Professorinnen

und Professoren aktiv beteiligt ist. Die Beurteilung

der Promotionscluster erfolgte durch

eine unabhängige Expertenkommission

unter Vorsitz von Prof. Dr. Christian Facchi

(Wissenschaftsrat). Bewertet wurden unter

anderem das Forschungsprofil, die organisatorischen

Strukturen, die wissenschaftliche

Leistungsfähigkeit sowie die Betreuungserfahrung

in der Promotion. Die Entscheidung

wurde vom MWG am 12.01.2026

in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Mit dem Promotionsrecht und der

aktiven Beteiligung an mehreren Promotionsclustern

stärkt die Hochschule Kaiserslautern

ihre Rolle als leistungsfähiger

Forschungsstandort und leistet einen

wichtigen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher

Herausforderungen in Medizin, Umwelt-

und Lebenswissenschaften sowie

nachhaltiger Technologieentwicklung und

damit zur Weiterentwicklung des Wissenschafts-

und Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz.

Impression vom Forschungstag der HAW. (Copyright: HSKL)

Hochschule Kaiserslautern

D 67659 Kaiserslautern

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 46/63


analytica 2026:

Mehr Nachhaltigkeit im Labor

– Green Lab im Fokus von Messe, Konferenz und Rahmenprogramm

– Neue Geräte und Methoden schonen Ressourcen

– 3D-Druck und Miniaturisierung für alle

Konzepte und Inspirationen für das grüne Labor stehen

ganz oben auf der Agenda der analytica 2026. Die Weltleitmesse

für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie findet

vom 24. bis 27. März 2026 in München statt.

Auf der analytica präsentieren Aussteller ihre Lösungen für das

grüne Labor - wie hier Tubes aus biobasiertem Kunststoff.

© Messe München GmbH

Innovative Analysengeräte, weniger giftige Chemikalien und mehr

Künstliche Intelligenz: Auf der analytica 2026 zeigen Aussteller und

Forscher aus aller Welt, wie sich die tägliche Laborarbeit nachhaltiger

gestalten lässt. „Die analytica versteht sich als Wegweiser ins

grüne Labor“, betont Exhibition Director Susanne Grödl. Green-

Lab-Konzepte ziehen sich daher wie ein roter Faden durch Messe,

analytica conference und das umfangreiche Rahmenprogramm.

Neue Messtechniken tragen entscheidend zu mehr Nachhaltigkeit

im Labor bei. Bestes Beispiel dafür sind die „elektronischen

Nasen“ von Plasmion. Der analytica Aussteller hat eine Ionisationstechnik

für die Massenspektrometrie entwickelt, die Schadstoffspuren

und andere Substanzen in festen, flüssigen oder gasförmigen

Proben detektiert – ohne aufwändige Probenvorbereitung. So verringert

sich der Verbrauch an Chemikalien und anderen Materialien

von allein.

In der instrumentellen Analytik hat sich in Sachen Nachhaltigkeit

ohnehin viel getan. Für mehr Nachhaltigkeit sorgt auch die

superkritische Flüssigchromatographie (supercritical fluid chromatography,

SFC-Chromatographie), die als mobile Phase flüssiges

CO2 verwendet. Das spart nicht nur organische Lösemittel, sondern

senkt zugleich den Energiebedarf, denn aufgrund der geringeren

Viskosität des superkritischen CO2 verringert sich der Pumpaufwand.

Auf der analytica sind alle großen Anbieter von SFC-Systemen

vertreten, unter ihnen Agilent, Knauer, PerkinElmer, Shimadzu,

Thermo Fisher und Waters.

Mini-Komponenten aus dem 3D-Drucker

In der analytica conference Session „Towards sustainable HPLC“

steht die SFC-Chromatographie ebenfalls auf dem Programm (24.

März, 09:30-11:30 Uhr). Ein weiterer Schwerpunkt dieser Session

liegt auf der Miniaturisierung, denn kleinere Geräte benötigen weniger

Lösemittel und andere Chemikalien. Mikrofluidik-Chips für

die Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) etwa lassen sich

mit 3D-Druckern herstellen und mit gängigen Pumpen sowie Detektoren

verbinden. Um Miniaturisierung und 3D-Druck geht es

auch in der Session „Green analytical labs of the future“ (25. März,

15:00-17:00 Uhr). Highlight ist hier ein 3D-gedrucktes Laborsystem

namens 2LabsToGo-Eco, das Chromatographie und Bioassays kombiniert

und sich mit Solarstrom versorgt.

analytica Foren: Regulierung und Best-Practice-Beispiele

Wer sich über gesetzliche Vorgaben zu Nachhaltigkeit im Labor informieren

möchte, sollte die analytica Foren nicht verpassen. Hier

erfahren die Besucher zudem anhand von Best-Practice-Beispielen,

wie sie grüne Konzepte in ihrem Labor implementieren können.

Inspirationen gibt es unter anderem zu Verbrauchsmaterialien aus

Plastik, auf die Labore kaum verzichten können. Gut zu wissen, dass

analytica Aussteller wie Eppendorf, Integra und Omnilab ihr Portfolio

schon in Richtung Nachhaltigkeit umstellen. Eppendorf etwa

produziert Tubes, Pipettenspitzen und andere ausgewählte Verbrauchsmaterialien

bereits aus biobasierten Kunststoffen.

Last but not least spielen Digitalisierung und künstliche Intelligenz

eine Schlüsselrolle im Green Lab. Denn wenn die KI Arbeitsabläufe

und Versuchsdesigns optimal berechnet, lassen sich Energie

und Verbrauchsmaterialien leicht einsparen. Digitale Datenerfassung

und KI-gestützte Auswertung steigern zudem den Erkenntnisgewinn,

sodass sich manche Messungen komplett erübrigen. In

der analytica Sonderschau „Digital Transformation“ erleben die Besucher

digitalisierte Workflows in Aktion.

„Das grüne Labor wird Wirklichkeit, wenn Maßnahmen in den

verschiedensten Bereichen ineinandergreifen“, betont Susanne

Grödl. „Mit der analytica bringen wir Akteure entlang der gesamten

Wertschöpfungskette zusammen und setzen damit jene Prozesse in

Gang, die das Green Lab real werden lassen.“

Messe München GmbH

D 81823 München

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 47/63


ENGEL auf der Plastindia 2026

Neue Spritzgießlösungen

für den Wachstumsmarkt Indien

Kurze Zyklen, niedriger Energieverbrauch,

hohe Ausbringung:

Die Electronica Ventura 150

Spritzgießmaschine steigert die

Produktivität in der Serienfertigung.

Die ENGEL Gruppe präsentiert auf der Plastindia 2026 in

Neu-Delhi vom 5. bis 10. Februar innovative Fertigungslösungen,

die speziell auf die dynamischen Anforderungen

des indischen Marktes zugeschnitten sind. Am ENGEL

Messestand erleben die Besucher zwei ausschließlich für

Indien entwickelte Produktneuheiten – eine vollelektrische

Spritzgießmaschine und eine neue Zwei-Platten-Lösung

von Electronica Plastic Machines (Electronica), einem Mitglied

der ENGEL Gruppe seit 2024. Begleitet werden diese

Innovationen von weiteren Exponaten, die zeigen, wie sich

Effizienz und Präzision in unterschiedlichsten Anwendungen

miteinander verbinden lassen.

Mit den beiden Marken ENGEL und Electronica zeigt das Unternehmen,

wie moderne Maschinenkonzepte und digitale Lösungen

die Wettbewerbsfähigkeit in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie,

dem technischen Spritzguss, der Medizintechnik und der

Verpackung nachhaltig steigern. Die speziell für den lokalen Markt

entwickelten Spritzgießlösungen von Electronica unterstreichen

das Engagement, leistungsstarke und kosteneffiziente Lösungen direkt

vor Ort und in Kundennähe anzubieten.

Premiere der hocheffizienten Zwei-Platten-Spritzgießlösung

„Made in India“

ENGEL und Electronica Plastic Machines präsentieren auf der Plastindia

2026 eine leistungsstarke Zwei-Platten-Spritzgießmaschine

mit 6.500 kN Schließkraft. Electronica fertigt die Maschine speziell

für den indischen Markt, ihre Premiere auf der Messe ist ein absolutes

Novum für Indien.

Das Exponat zeigt eine Anwendung aus dem technischen

Spritzguss und rückt dabei die neue Maschine sowie deren gesteigerte

Performance und Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt. Die

besonders wirtschaftliche Zwei-Platten-Spritzgießlösung bietet

eine hohe Energieeffizienz, kurze Zykluszeiten und eine hervorragende

Wiederholgenauigkeit – selbst bei großen Schussgewichten.

Das digitale Assistenzsystem iQ weight control sorgt durch Echtzeitkompensation

von Materialschwankungen für konstant hohe Qualität

und kann den Ausschuss um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Mit großzügigem Werkzeugraum, kurzen Lieferzeiten und robuster

Maschinentechnologie bietet Electronica eine attraktive Lösung

für Verarbeiter, die im wettbewerbsintensiven indischen Markt

nach zuverlässigen und wirtschaftlichen Produktionssystemen suchen.

Die Kombination aus intelligenter Software und effizienter

Hardware schafft einen klaren Vorteil – mit höherer Prozesssicherheit,

besserer Qualität und gesteigerter Anlageneffizienz.

ENGEL und Electronica bringen vollelektrische Innovation für

Indien auf den Markt

Auf der Plastindia wird auch eine vollelektrische Spritzgießmaschine

von Electronica mit 1.000 kN Schließkraft vorgestellt – ein Novum

für den indischen Markt. Diese kompakte Innovation vereint

hohe Energieeffizienz, exzellente Prozessstabilität und minimalen

Wartungsaufwand und verschafft Herstellern in kostenkritischen

Branchen einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Das Exponat zeigt die Herstellung von Verschlusskappen für

Zahnpastatuben – und präsentiert eine Lösung, mit der Verarbeiter

Betriebskosten senken, die Bauteilqualität verbessern und strenge

Hygienestandards einhalten können. Dank ihres hydraulikölfreien

Antriebssystems minimiert die vollelektrische Maschine das Kontaminationsrisiko

und liefert zugleich präzise, reproduzierbare Ergebnisse

bei kurzen Zykluszeiten und geringem Energieverbrauch.

Sie ist die ideale Wahl für Unternehmen, die Produktivität und Prozesssicherheit

in der Medizin- und Verpackungsbranche steigern

möchten.

Holmlos präzise – bei hoher Wirtschaftlichkeit

Auf der Plastindia 2026 zeigt ENGEL eine kompakte medizinische

Fertigungszelle auf Basis einer holmlosen victory 50 Spritzgießmaschine

mit 500 kN Schließkraft und zeigt damit, wie sich Präzision,

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 48/63


Wirtschaftlichkeit und minimaler Platzbedarf in der Medizintechnik

vereinen lassen.

Der entscheidende Vorteil der holmlosen Schließeinheit liegt

in der Möglichkeit, vergleichsweise große Werkzeuge auf kleineren

Maschinen zu betreiben. Da häufig die Werkzeugabmessungen

und nicht die erforderliche Schließkraft über die Maschinenauswahl

entscheiden, können Verarbeiter oft eine niedrigere Schließkraftklasse

wählen. Dies senkt die Investitionskosten und reduziert den

Platzbedarf erheblich – ein entscheidender Vorteil in kostenintensiven

Reinraumumgebungen. Zudem erleichtert der frei zugängliche

Werkzeugbereich die Integration von Automatisierung und ermöglicht

schnelle, ergonomische Werkzeugwechsel.

Die hohe Präzision der victory Baureihe wird durch die einzigartige

Force-Divider-Technologie von ENGEL sichergestellt, die

die Schließkraft gleichmäßig über die gesamte Werkzeugaufspannfläche

verteilt. Dies garantiert eine gleichmäßige Kavitätenfüllung,

hervorragende Reproduzierbarkeit und eine stabile Bauteilqualität –

auch bei anspruchsvollen Anwendungen mit Mehrfachwerkzeugen.

Die Messeanwendung veranschaulicht klar diese Vorteile: In

einem Vierfach-Werkzeug von Vasantha werden in einer Zykluszeit

von nur 11 Sekunden Gel-Applikator-Tuben aus HDPE mit einem

Teilegewicht von 1,9 Gramm gefertigt, was einem Schussgewicht von

7,6 Gramm entspricht. Die victory 50 verbindet hohe Stückleistung

mit zuverlässiger Prozessstabilität und geringem Platzbedarf – und

unterstreicht damit ihre Eignung für großvolumige Anwendungen in

der Medizintechnik.

Die ENGEL Holmlos-Technologie ermöglicht Herstellern präzise,

platzsparende und wirtschaftlich effiziente Produktionskonzepte

– ohne Kompromisse bei der Prozesssicherheit.

Tempo und Produktivität für Verpackung und Haushaltswaren

Flexibilität bei geringem Platzbedarf für die moderne

Medizintechnik: Die kompakte holmlose ENGEL victory 50

Spritzgießmaschine produziert HDPE-Gel-Applikator-Tuben mit

hoher Wirtschaftlichkeit, Reproduzierbarkeit und Präzision.

Erstmals in Indien: Die Zwei-Platten-Spritzgießlösung von Electronica

bietet hohe Effizienz, kurze Zykluszeiten und zuverlässige Präzision für

eine wirtschaftliche Produktion.

In den Segmenten Verpackung und Haushaltswaren steigt die Nachfrage

nach immer kürzeren Zykluszeiten bei gleichbleibend hoher

Produktivität. Electronica zeigt auf der Ventura 150, wie diese Anforderungen

nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden – anhand

der Produktion einer PP-Box für den Alltagsgebrauch. Die Maschine

verarbeitet ein Schussgewicht von 95 g und demonstriert das Potenzial

der Ventura-Baureihe. Geringe Investitionskosten verschaffen

den Kunden einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Ventura-Serie

überzeugt mit hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – eine optimale

Lösung für die Serienproduktion von Konsumgütern.

Spritzgießmaschinen von Electronica verbinden ein robustes

Design mit energieeffizienter Antriebstechnik und senken die Betriebskosten

deutlich. Ein intuitives Steuerungssystem und die einfache

Wartung sorgen für hohe Verfügbarkeit und minimieren ungeplante

Stillstände. Mit der Ventura-Serie bietet Electronica eine

leistungsstarke und kosteneffiziente Lösung, die speziell auf die

Anforderungen des indischen Markts zugeschnitten ist. Am Messestand

zeigt Electronica, wie die Kombination aus kurzen Zykluszeiten,

hoher Präzision und niedrigem Energieverbrauch die Produktion

von Verpackungen und Haushaltsartikeln deutlich effizienter

macht – und so die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigert.

inject AI – Die Antwort auf steigende Qualitätsanforderungen

und Fachkräftemangel

In der indischen Industrie – insbesondere in der Medizintechnik

und der Automobilzulieferung – steigen die Qualitätsanforderungen

kontinuierlich, während der Fachkräftemangel in der Verfahrenstechnik

eine konstante Herausforderung bleibt. Die ENGEL Gruppe

begegnet diesen Anforderungen mit dem neuen inject AI Framework,

das die etablierten Assistenzsysteme auf ein neues Niveau

autonomer Maschinensteuerung hebt. „Wir integrieren jahrzehntelanges

anwendungsspezifisches Know-how direkt in die Maschinensteuerung

– so wird Expertenwissen für jeden Mitarbeitenden

sofort verfügbar“, sagt Gerhard Dimmler, CTO von ENGEL.

In anspruchsvollen Branchen sorgen die digitalen Systeme für

vollständige Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit, reduzieren

den Ausschuss und senken den Energieverbrauch. Für den indischen

Markt bedeutet das eine geringere Abhängigkeit von spezialisiertem

Personal und eine bislang unerreichte Prozessstabilität durch KIgestützte

Optimierung. Der iQ process observer überwacht kontinuierlich

mehr als 1.000 Prozessparameter, erkennt selbst kleinste

Abweichungen frühzeitig und gibt konkrete Handlungsempfehlungen,

noch bevor Ausschuss entsteht. Gemeinsam mit dem ENGEL

Virtual Assistant (EVA) als kontinuierlicher 24/7-Unterstützung und

dem KI-basierten Part Finder zur automatischen Ersatzteilerkennung

entsteht so ein digitales Ökosystem, das die Effizienz entlang

der gesamten Wertschöpfungskette erhöht und den Weg zu einer

intelligenteren, autonomeren Produktion ebnet.

Fazit

Mit einem breiten Portfolio – von hochpräzisen Spezialanwendungen

bis hin zu robusten, kosteneffizienten Lösungen für den Massenmarkt

– unterstreicht die ENGEL Gruppe auf der Plastindia 2026

ihr tiefes Verständnis für die spezifischen Anforderungen des indischen

Markts. Die gezeigten Exponate und Technologien demonstrieren,

wie Kunden ihre Wettbewerbsfähigkeit durch innovative

Maschinenkonzepte, intelligente Assistenzsysteme und eine starke

lokale Präsenz – ermöglicht durch die Partnerschaft mit Electronica

– nachhaltig steigern können. ENGEL liefert nicht nur Maschinen,

sondern ganzheitliche, zukunftsorientierte Gesamtlösungen, die

Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit optimal vereinen.

ENGEL AUSTRIA GmbH

AT 4311 Schwertberg

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 49/63


Nachhaltiger Nadelschutz für moderne Biologika-Anwendungen

Schreiner MediPharm präsentiert

Needle-Trap für großvolumige Spritzen

auf der Pharmapack

Schreiner MediPharm, ein führender Entwickler und Hersteller

von Funktionslabels für die Healthcare Industrie, hat

sein erfolgreiches Nadelschutzsystem Needle-Trap weiterentwickelt:

Das Label mit integriertem Nadelfänger ist nun

auch für großvolumige Spritzen verfügbar und adressiert

damit gezielt die steigenden Anforderungen moderner Biologika

und Biosimilars. Auf der Pharmapack in Paris stellte

Schreiner MediPharm das innovative Produkt vom 21. bis

22. Januar 2026 erstmals einem internationalen Fachpublikum

vor.

Der Markt für Biologika und Biosimilars wächst kontinuierlich und

stellt Pharmahersteller vor neue Herausforderungen hinsichtlich der

Primärverpackung. Hochviskose Wirkstoffe mit größeren Molekülstrukturen

erfordern zunehmend den Einsatz großvolumiger Spritzen

mit Füllvolumina von bis zu 5 ml. Ein zuverlässiger Schutz vor

Nadelstichverletzungen muss entsprechend angepasst werden, um

eine sichere Verarbeitung in der Herstellung und eine zuverlässige

Funktionalität für den Endanwender zu realisieren.

Vor diesem Hintergrund hat Schreiner MediPharm sein einzigartiges

Nadelschutzsystem Needle-Trap konsequent weiterentwickelt.

Das Label mit integriertem Nadelschutz ist nun auch für

2,25-ml-, 3-ml- und 5-ml-Spritzen einsetzbar. Design und Funktion

wurden gezielt an die spezifischen Anforderungen adaptiert, um

auch bei großvolumigen Spritzen eine zuverlässige Schutzfunktion

zu gewährleisten. Umfangreiche Tests stellen zudem eine prozesssichere

Produktion bei Schreiner MediPharm sowie eine reibungslose

Verarbeitung von Needle-Trap auf den Etikettieranlagen der

Pharmahersteller sicher.

Die generellen Vorteile von Needle-Trap bleiben auch bei der

Ausführung für großvolumige Spritzen vollständig erhalten und werden

in Teilen sogar verstärkt. Das kompakte Design ermöglicht im

Vergleich zu konventionellen Nadelschutzsystemen oder Autoinjektoren

deutliche Einsparungen bei Materialeinsatz, Kosten und CO₂-

Emissionen. Gleichzeitig profitieren Pharmahersteller von einer

effizienten Integration in bestehende Prozesse. Die Verarbeitung

erfolgt auf herkömmlichen Spendesystemen und die Umverpackung

bleibt unverändert. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zeigen

sich entlang der gesamten Lieferkette, vom geringeren Platzbedarf

bei Lagerung, Transport und Kühlung bis hin zur umweltfreundlicheren

Entsorgung.

Erstmals präsentierte Schreiner MediPharm Needle-Trap für

großvolumige Spritzen auf der Pharmapack, die vom 21. bis 22. Januar

2026 in Paris stattfand. Am Stand 4B18 erhielten Fachbesucher

detaillierte Einblicke in die Weiterentwicklung des Nadelschutzsystems

sowie in das gesamte Portfolio multifunktionaler Spezialetiketten

für die pharmazeutische Industrie. Schreiner MediPharm

zeigt dort, wie innovative Etikettenlösungen einen wichtigen Beitrag

zu mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz in der Pharma

Supply Chain leisten können.

Schreiner MediPharm

D 85764 Oberschleißheim

Needle-Trap von Schreiner MediPharm ist nun auch für großvolumige Spritzen verfügbar und bietet zuverlässigen Schutz vor Nadelstichverletzungen

bei gleichzeitiger Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. © Schreiner MediPharm

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 50/63


Werkstofflösungen für Anwendungen in der Luftfahrt, Elektronik, Medizin und Industrie

Neue Generation technischer

Partikelschäume

Bei steigenden Anforderungen stoßen klassische Partikelschäume

wie Polypropylen oder Polystyrol oft an ihre Grenzen. Hohe Temperaturen,

mechanische Dauerbelastung oder aggressive Chemikalien

lassen sich damit nur schwer und meist unwirtschaftlich bewältigen.

Als Spezialist für Hochleistungskunststoffe bietet Ensinger nun

eine zukunftsweisende Alternative: technische Schäume auf Basis

von Thermoplasten wie Polyetheretherketon (PEEK), Polyethersulfon

(PESU) und Polycarbonat (PC). Diese vereinen die strukturellen

Vorteile klassischer Schäume, wie etwa Leichtbau und Energieabsorption,

mit den herausragenden Eigenschaften technischer Polymere.

Individuell einstellbare Dichte: Die Partikelschäume (hier Polycarbonat)

können an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden – von

ultraleichten Schäumen bis hin zu Materialien mit höherer Festigkeit.

Feine Zellstruktur, anpassbare Dichte

Die Herstellung erfolgt über ein neu entwickeltes, energieeffizientes

Verfahren, das eine feine und homogene Zellstruktur ermöglicht.

Darüber hinaus lassen sich Dichte und Materialeigenschaften gezielt

an kundenspezifische Anforderungen anpassen – von ultraleichten

Lösungen bis hin zu strukturtragenden Bauteilen.

Vielfältige Einsatzbereiche

Die Partikelschäume sind leicht, robust und schlagzäh. Je nach

Kunststoff bieten sie eine Temperaturbeständigkeit von bis zu

300°C (bei PEEK) sowie eine hohe Resistenz gegenüber Ölen, Fetten,

Reinigungsmitteln oder Lösungsmitteln. Damit eröffnen sich

neue Perspektiven für anspruchsvolle Anwendungen in den Bereichen

Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Medizintechnik sowie im

Mobilitätssektor.

Mit thermoplastischen Polymeren wie PC, PESU und PEEK erweitert

Ensinger das Anwendungsspektrum technischer Partikelschäume. Die

neue Produktlinie verbindet die Vorteile von Hochleistungskunststoffen

mit den strukturellen Eigenschaften konventioneller Schäume.

Verfügbare Formate in der Pilotphase

Die Produktlinie befindet sich derzeit in der Pilotphase. Ensinger

unterstützt seine Kunden bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung.

Die Projektpartner profitieren von individueller

Beratung, anpassbaren Werkstoffeigenschaften und technischer

Unterstützung. Ziel ist die Entwicklung leistungsfähiger Partikelschaumlösungen,

die funktionale und wirtschaftliche Vorteile bieten.

Bereits jetzt können Beads in verschiedenen Dichten sowie

Partikelschaumstoffplatten in Mustergrößen für Versuche und Tests

bezogen werden. Individuelle Formteile werden projektbezogen gemeinsam

entwickelt.

Ensinger GmbH

D 71154 Nufringen

Materialvielfalt: Mit PC, PESU, PEEK und weiteren Kunststoffen bietet

Ensinger eine breite Palette an technischen Kunststoffen, wie sie bislang

in der Welt der Partikelschäume nicht verfügbar war.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 51/63


Systec präsentiert die neue

Autoklaven-Generation:

Die Systec DX- und Systec VX-Serien

Die Next Generation

Systec Autoklaven

Mit den neuen Systec DX- und Systec VX-Serien stellt die Systec

GmbH & Co. KG die nächste Generation kompakter und mittelgroßer

Laborautoklaven vor. Aufbauend auf der technologischen Basis

der jüngsten Systec HX-Serie wurden beide Linien vollständig überarbeitet

– mit neuem Design, optimierter Prozessarchitektur und

einer von Grund auf neu entwickelten Touchscreen-Steuerung. Das

Ergebnis: schnellere, präzisere und ressourceneffizientere Sterilisationsprozesse

bei maximaler Bedienfreundlichkeit.

Darüber hinaus verfügen alle Modelle standardmäßig über moderne

Schnittstellen zur digitalen Anbindung, einschließlich Ethernet,

USB sowie optionalem WLAN. Die dokumentationsrelevanten

Prozessdaten können automatisiert im PDF- oder CSV-Format exportiert

werden, wobei der erweiterte interne Speicher die Archivierung

von mindestens zehn Jahren ermöglicht. Dank manipulationssicherer

Signaturen, AuditTrail-Funktionen sowie vollständiger

Rückverfolgbarkeit aller Eingriffe erfüllen die neuen Serien zentrale

Anforderungen der FDA-Richtlinie 21 CFR Part 11.

Die robuste Konstruktion aller Autoklaven der Systec DX- und

Systec VX-Serien basiert auf korrosionsbeständigem Edelstahl

(AISI 304 / 1.4301) für Rahmen und Verkleidung sowie pharmazeutischem

Edelstahl (AISI 316L / 1.4404) für den Druckbehälter. Der

Standardbetriebsbereich umfasst Temperaturen bis 140 °C bei 4

bar; optional sind 150 °C bei 5 bar verfügbar. Bis zu fünf flexible PT-

100-Temperatursensoren können einzeln konfiguriert werden – zur

reinen Dokumentation oder zur direkten Prozesssteuerung. Zudem

lassen sich bis zu 100 Benutzer und Gruppen einrichten, mit jeweils

eigenen oder gemeinsamen Programmlisten.

Wie alle Systec Autoklaven sind auch die neuen Serien für anspruchsvollste

Laboranwendungen ausgelegt. Somit lassen sich

Flüssigkeiten, poröse Festkörper, großvolumige Medienflaschen

oder Abfallmaterialien ebenso zuverlässig wie validierbar sterilisieren.

Systec DX-Serie – horizontale Tischautoklaven

für maximale Platzausnutzung

Die Systec DX-Serie umfasst sieben Modelle mit Kammervolumina

von 25 bis 200 Litern. Die horizontale Bauweise ermöglicht eine

besonders effiziente Nutzung des Innenraums und erleichtert die

Integration in Laborarbeitsplätze mit begrenztem Raumangebot.

Hohe Beladekapazitäten – ideal für Standardlaborflaschen, Erlenmeyer-Kolben

und Schüttgutbehälter – kombiniert mit reduzierten

Zykluszeiten ermöglichen eine deutliche Steigerung des Probendurchsatzes.

Durch die neue Steuerungsarchitektur werden Aufheiz- und

Abkühlzeiten signifikant verkürzt. Innovative Isoliermaterialien

nach Reinraumstandard (ohne Partikelabgabe) reduzieren gleichzeitig

den Energieverbrauch.

Systec VX-Serie – vertikale Standautoklaven

für maximale Beladungshöhe

Die Systec VX-Serie umfasst acht Modelle mit 40 bis 150 Litern

Kammervolumen und ist insbesondere für Anwendungen optimiert,

die maximale Beladungshöhe erfordern. Die vertikale Beschickung

ermöglicht ein ergonomisches Handling auch bei schweren oder

großvolumigen Proben. Hierzu kann auch eine Hebevorrichtung genutzt

werden.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 52/63


Neue Systec DX-Serie uns Systec VX-Serie Autoklaven.

(Copyright: Systec GmbH & Co. KG)

Dank großzügiger Nutzraumhöhe können Erlenmeyer-Kolben, Medienflaschen

und Schüttgutbehälter in größeren Stückzahlen pro

Zyklus verarbeitet werden. Die neu entwickelte Prozessarchitektur

sorgt zudem für besonders schnelle und energieeffiziente Zyklen.

Für die Optimierung spezifischer Anwendungen stehen bei der

Systec VX-Serie sowie der Systec DX-Serie zahlreiche Optionen zur

Verfügung, darunter:

– Vakuumsystem zur Entfernung verbleibender Luft

aus Festkörpern und Abfällen

– Radialventilator für eine homogene Temperaturverteilung

während der Abkühlphase und deutlich verkürzte Rückkühlzeiten

– Ultracooler zur Rückkühlzeitreduzierung um bis zu 90 %

– Dampf-Luft-Gemischverfahren für druckempfindliche

Materialien

– Abluftfiltration

– Superdry-Trocknung sowie viele weitere Optionen.

Digital vernetzt und zentral überwacht:

Systec Connect DS für Systec DX- und VX-Serien

Mit dem Systec Connect Documentation System (DS) lassen sich

sämtliche Autoklavierprozesse der Systec DX- und Systec VX-Serien

in Echtzeit überwachen – intuitiv, zentralisiert und ohne zusätzliche

Hardware- oder Softwareinstallationen. Kontrollgänge zum

Gerät entfallen vollständig: Alle laufenden und abgeschlossenen

Prozesse werden übersichtlich zusammengeführt und im Browser

dargestellt. Dies erleichtert die Integration in bestehende IT-Umgebungen

und erhöht die zeitliche Effizienz aller Sterilisationsabläufe

erheblich.

Gerade in Laboren mit mehreren parallel arbeitenden Tischoder

Standautoklaven ist eine kontinuierliche Überwachung entscheidend,

um Fehlermeldungen sofort zu erkennen und die Geräte

nach Zyklusende ohne Verzögerung wieder zu beschicken. Mit Systec

Connect DS für die neue Generation der Systec DX- und Systec

VX-Serien entfällt die Notwendigkeit, jeden Autoklaven regelmäßig

vor Ort zu prüfen.

Alle relevanten Informationen werden zentral zusammengeführt

und lassen sich klar strukturiert auslesen – von Programmart

und Restlaufzeit bis hin zu aktuellen Temperatur- und Druckwerten.

Farblich hervorgehobene Statusanzeigen machen den Systemzustand

auf einen Blick erkennbar. Unregelmäßigkeiten können

dadurch sofort erkannt und behoben werden, was Downtime zwischen

Sterilisationsprozessen deutlich reduziert. Darüber hinaus

können auch Daten abgeschlossener Prozesse eingesehen werden

– inklusive Statistiken zu minimalen und maximalen Messwerten,

F₀-Werten und weiteren Parametern. So lassen sich laufende Prozesse

mit historischen Daten vergleichen und langfristige Prozessoptimierungen

ableiten.

Systec Connect DS ist vollständig webbasiert und auf allen gängigen

Systemen nutzbar – unabhängig von Betriebssystem oder

Browser. Die Einbindung in bestehende EDV-Strukturen ist ohne

zusätzliche Software oder kostspielige Upgrades möglich.

Für den Betrieb von Systec Connect DS wird ausschließlich eine

Ethernet- oder WLAN-Verbindung innerhalb des internen Labornetzwerks

benötigt. Alle Daten bleiben im lokalen Netzwerk; externe

Server oder Cloud-Verbindungen sind nicht erforderlich. Zudem

dient Connect DS ausschließlich der Überwachung – es werden

keine Steuerbefehle an die Autoklaven gesendet und keine Daten

verändert. Manipulationen oder unbeabsichtigte Prozessmodifikationen

sind ausgeschlossen. Der Zugriff erfolgt ausschließlich über

die im Autoklaven hinterlegten Nutzerkonten, sodass nur autorisierte

Personen Einblick in Prozessdaten und Historien erhalten.

Systec Connect DS ermöglicht vollständige Transparenz über

alle laufenden und vergangenen Sterilisationsvorgänge und sorgt für

effizientere Arbeitsabläufe – insbesondere in Laboren mit mehreren

Autoklaven der Systec DX-, der Systec VX- und Systec HX-Serien.

Die Systec Connect App ist kostenlos verfügbar.

Komplettes Portfolio – von 25 bis 1580 Litern

Mit den neuen Serien bietet Systec nun drei vollständig überarbeitete

und harmonisierte Produktlinien:

– Systec DX-Serie: 25–200 l (horizontale Tischautoklaven)

– Systec VX-Serie: 40–150 l (vertikale Standautoklaven)

– Systec HX-Serie/Systec HX-Serie 2D: 65–1580 l (horizontale

Stand- und Durchreiche-Autoklaven)

Statement Systec

„Mit der neuen Generation unserer Systec DX- und Systec VX-Serien

setzen wir unseren Innovationskurs konsequent fort. Die Autoklaven

bieten maximale Effizienz, höchste Prozesssicherheit und

zukunftsfähige digitale Vernetzung. Für Labor und Industrie bedeutet

das: noch schnellere Ergebnisse, reduzierte Betriebskosten und

eine nachhaltige Verbesserung der gesamten Sterilisationsprozesse.“

— Systec GmbH & Co. KG

Systec GmbH & Co. KG

D Linden 35440

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 53/63


Dosiersystem TOP 7000 Cast:

Präzision und Stabilität für Casting-Prozesse

Sein neues Präzisions-Dosiersystem TOP 7000 mit dem Zusatz

„Cast“ hat Elmet speziell für die Anforderungen von Casting-, Beschichtungs-

und Manual-Molding-Anwendungen entwickelt. Es

ist für die Verarbeitung aus 20- oder 200-Liter-Fässern geeignet

und zeichnet sich durch seine besonders hohe Präzision und Prozessstabilität

aus. Damit erweitert Elmet seine Produktpalette an

Dosiersystemen um eine eigenständige Lösung für Anwendungen

außerhalb des klassischen LSR-Spritzgusses, für den die Systeme

TOP 700, TOP 3100, TOP 5100 und das Flaggschiff TOP 7000 Pro

ausgelegt sind. Elmet präsentiert das neue Dosiersystem TOP 7000

Cast erstmals der Öffentlichkeit auf der MD&M West in Anaheim,

Kalifornien/USA.

Konstanter Volumenstrom, stabiles Mischverhältnis, reproduzierbare

Ergebnisse

Das speziell für den Casting-Einsatz entwickelte System basiert auf

dem Hochleistungstyp TOP 7000 Pro von Elmet und kombiniert

einen konstanten Volumenstrom mit einem stabilen Mischverhältnis.

Dies ermöglicht reproduzierbare Bauteilqualitäten, selbst bei

Materialien mit stark variierender Viskosität und Füllstoffen. Bis zu

fünf frei konfigurierbare Rampenprofile sorgen für präzise und prozesssichere

Füllvorgänge. Frei wählbare Abschaltkriterien, wie Zeit,

Volumen, Fülldruck oder ein externes Start-/Stopp-Signal, ermöglichen

eine flexible Anpassung an unterschiedliche Castingprozesse.

Optional lassen sich binnen Sekunden per QR-Code-Rezeptverwaltung

gespeicherte Rezepturen aufrufen. Dies spart Zeit und verhindert

Fehleinstellungen. Ergänzend können dem optimal gemischten

Basismaterial bis zu sechs Additive mit einer Genauigkeit von +/-

0,01% zugemischt werden.

Der von drei Seiten mögliche Fasswechsel erfolgt vollautomatisch

ab Fassrand. Er dauert für ein 200-Liter-Fasspaar weniger als

fünf Minuten, sodass ein schneller Wiederanlauf möglich ist. Die

vollautomatische Entlüftung sichert dabei konstante Prozessbedingungen

bei jedem Wechsel. Die intuitive Software und die selbstlernende

Regelung, die sich automatisch an das Förderverhalten des

Materials anpasst, senken den Betriebsaufwand und erhöhen die

Prozesssicherheit. Förderleistungen von – je nach Viskosität – mehr

als fünf Litern pro Minute ermöglichen kurze Zykluszeiten. In Verbindung

mit einer Materialausnutzung von bis zu 99,8 % pro Gebinde,

einem geringen Stromverbrauch von nur 150 bis 400 Wh während

des Betriebs und niedrigen Instandhaltungskosten ergibt sich

eine hohe Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer von oft

zwanzig und mehr Jahren.

Das TOP 7000 Cast erfüllt die Anforderungen der EN ISO 13849-

1 und ist CE-, RoHS- und UL-konform. Es ist für alle Standardmaterialien,

flammhemmende Materialien, HVI-Materialien, ölbeständige

Compounds, Medical-Materialien sowie weitere Spezialmaterialien

ausgelegt. Das verarbeitbare Viskositätsspektrum reicht dabei von

0,001 Pas bis 3.000 Pas. Für hochgefüllte und abrasive Materialien

ist optional eine verschleißfeste Ausführung verfügbar, die für einen

dauerhaften Betrieb ohne erhöhte Wartungsintervalle konzipiert ist.

Für eine breite Palette industrieller Anwendungen

Als Produktionslösung für wechselnde Materialien, kleine Losgrößen

und hohe Qualitätsanforderungen setzt das neue TOP 7000 Cast

einen klaren Standard für effiziente, stabile und reproduzierbare

Dosierprozesse im Casting-Umfeld. © Elmet

Typische Anwendungen des TOP 7000 Cast, die hohe Anforderungen

an Präzision, Materialhomogenität und reproduzierbare Füllprozesse

stellen, sind das Direktfüllen (Casting) von Produkten für

den Hoch- und Mittelspannungsbereich wie Isolatoren (HVI) und

Composite-Hollow-Core-Isolatoren (Verbundhohlisolatoren) sowie

Cable Joints. Weitere Anwendungen sind das Manual Molding medizinischer

Produkte wie Manifolds (Verteiler für Flüssigkeiten und

Gase), Prothesen-Liner und Medical Cushions (orthopädische Kissen),

wahlweise mit oder ohne Dispensing-Gun. In den Bereichen

Gewebe- und Paper-Release-Beschichtung sowie bei der Ummantelung

von Kabeln, bei denen gleichmäßige, kontrollierte Materialaufträge

erforderlich sind, punktet der TOP 7000 Cast mit seinem

kontinuierlichen, stabilen Volumenstrom, auch bei signifikanten

Viskositätsunterschieden.

ELMET Elastomere Produktions- und Dienstleistungs-GmbH

AT 4064 Oftering

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 54/63


TX/TIX-Schläuche von SMC – temperaturbeständig, flexibel und lebensmittelkonform für vielseitige

Industrieanwendungen. (Foto: SMC Deutschland GmbH)

Die neuen Schläuche erfüllen internationale Normen, bieten hohe Temperaturund

Chemikalienbeständigkeit und ermöglichen eine flexible Installation

– ideal für die Lebensmittel-, Pharma- und Halbleiterindustrie.

SMC präsentiert Polyethylen-Schläuche

der Serie TX/TIX für hygienekritische

Industrieanwendungen

Mit der neuen Polyethylen-Schlauchserie TX/TIX stellt SMC eine

leistungsstarke Lösung für den Transport von Druckluft, Wasser oder

inerten Gasen für anspruchsvolle Fertigungs- und Prozessumgebungen

vor. Die Schläuche bieten nicht nur technische Robustheit,

sondern auch regulatorische Sicherheit und damit einen entscheidenden

Vorteil für Hersteller in der Lebensmittel-, Pharma- und

Halbleiterindustrie.

„Für Maschinenbauer und Systemintegratoren erleichtern die

TX/TIX-Schläuche durch standardisierte Zulassungen globale Projektumsetzungen

und schaffen Planungssicherheit in bestehenden

Maschinen“, erläutert Olaf Hagelstein, Produktmanager bei SMC

Deutschland.

Die TX/TIX-Schläuche erfüllen internationale Normen wie die

EU-Verordnung 10/2011, FDA-Richtlinien und den Japan Food Sanitation

Act. Für Anlagenbauer bedeutet das: weniger Aufwand bei der

Zulassung, schnellere Marktzugänge und eine verlässliche Basis für

den weltweiten Einsatz.

Gegenüber Medien wie Säuren, Laugen, Alkoholen und Fetten

sowie einer großen Temperaturtoleranz besitzen die Schläuche eine

stabile Performance auch unter extremen Bedingungen. Das reduziert

Stillstandzeiten und erhöht die Betriebssicherheit.

Lichtundurchlässigkeit, verschieden Zollmaße, Rollenlängen

und Farben ermöglichen eine passgenaue Auswahl für unterschiedliche

Anwendungen und Nachrüstungen in bestehenden Anlagen.

In Kombination mit den korrosionsbeständigen Edelstahlfittings

der Serie KFG2 entsteht eine langlebige, wartungsarme Verbindung

– ideal für Abfüllanlagen, Verpackungssysteme, Dosierstationen,

Wasseraufbereitung sowie Prozesse in der Halbleiterfertigung

und Laborautomation.

SMC Deutschland GmbH

D 63329 Egelsbach

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 55/63


Die neue XTI-Berstscheibe von Bormann & Neupert by BS&B wird

ohne Schweißnähte gefertigt und setzt damit neue Maßstäbe in

der Leckagefreiheit bei Hochdruckanwendungen.

Einteilige Berstscheibe

sichert Hochdruckanwendungen

In kritischen Hochdruckanwendungen

– etwa bei anspruchsvollen

Prozessmedien wie Wasserstoff,

in Hydraulikanlagen oder

in der Luft- und Raumfahrt – ist

die Dichtigkeit aller Komponenten

eine wichtige Grundvoraussetzung

für den sicheren Betrieb.

Mit der neuen XTI-Berstscheibe

bietet Bormann & Neupert by

BS&B eine Druckentlastungslösung,

die höchsten Anforderungen

an Leckagefreiheit, Zuverlässigkeit

und Kompaktheit

genügt.

Die aus dem Vollen gefräste Berstscheibe kommt vollständig ohne Schweißverbindungen

aus und vermeidet so mögliche Schwachstellen, die durch den

Fügeprozess entstehen können. Das integrierte Design der XTI verzichtet komplett

auf Trennstellen, wodurch sie Anlagenbetreibern absolute Dichtigkeit und

große Prozesssicherheit gewährleistet. Auch Schweißprüfungen und -dokumentationen

werden dadurch überflüssig; das vereinfacht die technische Zulassung

von Systemen.

Erhöhte Sicherheit im Fokus

Ihre Gestaltung macht die XTI zudem besonders kompakt und leicht, was sie

für mobile Anwendungen oder den Einsatz in beengten Bauräumen prädestiniert.

Ein dauerhafter Betriebsdruck von bis zu 80 Prozent des minimalen Ansprechdrucks

ist ohne gesteigertes Risiko möglich, ebenso wie eine Anwendung

im Vakuum oder bei häufig wechselnden Druckzyklen. Erst, wenn der kritische

Druck erreicht wird, spricht die Scheibe hochpräzise an. Ihre Gestaltung mit

Kreuzrillung verhindert dabei, dass Bruchstücke freigesetzt werden – ein wichtiger

Sicherheitsaspekt, um Beschädigungen in nachgeschalteten Anlagen zu

vermeiden.

Die wartungsfreien XTI-Berstscheiben werden von BS&B kundenspezifisch

in allen gängigen Materialien in Durchmessern von 0,25 bis 1 Zoll und mit maßgeschneiderten

Prozessanschlüssen gefertigt – selbst in kleinen Stückzahlen

oder als Einzelanfertigung. Die Lieferung erfolgt immer ready-to-use, einbaufertig

und betriebsbereit. Selbstverständlich erfüllen die Berstscheiben alle relevanten

Sicherheitsstandards wie etwa die Druckgeräterichtlinie.

Bormann & Neupert by BS&B GmbH

D 40221 Düsseldorf

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 56/63


Höchste Qualität und Präzision im µm-Bereich

Gleitgewindetriebe mit

vielfältigen Optionen

Das Schleifen feinster Gewindespindeln gehörte seit der

Gründung der Feinmess Suhl GmbH vor mehr als 140 Jahren

zu den Kernkompetenzen des Unternehmens – das heute

zur Steinmeyer-Gruppe gehört. Sie bilden das Herzstück

der Präzisions-Gleitgewindetriebe des Herstellers und lassen

sich heute durch umfassende Optionen in der Fertigung

an die Anforderungen verschiedener Branchen und Anwendungen

anpassen.

Darüber hinaus bieten die verschleißbeständigen Gleitgewindetriebe

einen einfachen Aufbau, eine definierte Leichtgängigkeit, minimales

Spiel sowie exakte Form- und Maßhaltigkeit bis Toleranzgrad

4 für höchste Positionierpräzision im µm-Bereich. Bedingt durch

die auftretende Gleitreibung bei Gleitgewindetrieben können diese

außerdem selbsthemmend dimensioniert werden, dabei wird die

Mutter durch Haftreibung auf der Spindel gehalten.

Muttervarianten für mehr Flexibilität

Die Spindeln der vielseitig einsetzbaren Gleitgewindetriebe aus

Suhl können aus verschiedenen Materialien wie Stahl, Edelstahl

oder nichtrostendem Stahl sowie mit verschiedenen Verfahren hergestellt

werden: geschliffen oder gerollt. Zudem realisiert das Unternehmen

auf Kundenwunsch verschiedene Gewindetypen, -größen,

-richtungen sowie Gangzahlen. Die geschliffenen Spindeln sind mit

einer Steigung von ≥ 0,2 mm und einem Steigungswinkel von bis zu

40° sowie einem Durchmesser von 2 mm bis 25 mm erhältlich. Bei

einer gerollten Spindel ist dieselbe Steigung möglich – allerdings mit

einem Steigungswinkel von bis zu 90 ° und einem Durchmesser von

3 mm bis 25 mm.

Spezielle Materialien und ausgefallene Geometrien

Feinmess Suhl fertigt ein- bis siebengängige Spindeln mit einer Länge

von bis zu drei Metern sowie vielfältigen Möglichkeiten in Bezug

auf die Gewindegeometrie: von Metrisch über UTS und Whitworth

bis hin zu Trapez, Sägezahn oder Sonderformen. Zudem sind spezielle

Beschichtungen für eine besondere Oberflächenhärte, Korrosionsschutz

oder reibungsreduzierende Schmierstoffe (PTFE)

realisierbar – ideal für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen.

Maximale Flexibilität bei der Auslegung der Gleitgewindetriebe

bieten die Muttern mit ihren vielfältigen Optionen hinsichtlich

Bauform, Vorspannung, Spiel oder Material. So sind Formen wie Zylinder,

Flansch oder spielreduziert erhältlich. Darüber hinaus bietet

Feinmess Suhl federvorgespannte Muttern für ein eingeengtes Axialspiel

oder optional eingepasste bzw. gepaarte Varianten für ein geringes

Spiel und kleines Drehmoment. Auch Sonderformen für den

Einbau in kundenspezifische Bauräume sind für den Hersteller kein

Problem sowie Anpassung von Drehmoment und Axialspiel – selbst

bei geringen Stückzahlen. Die Muttern können speziellen Anforderungen

entsprechend aus Messing, Bronze Stahl oder Edelstahl bis

hin zu Kunststoff gefertigt werden.

Umfassende Schmierstoff-Optionen

Je nach Anwendung und Branche bietet Feinmess Suhl passende

Schmierstoff-Optionen wie zum Beispiel Leichtlauffette, Dauerschmierungen

sowie reinraum- bzw. lebensmittelverträgliche Varianten

an. Auch ein schmierstofffreier Betrieb der Gleitgewindetriebe

ist möglich.

Steinmeyer Holding GmbH

D 72458 Albstadt

Gerollter Gleitgewindetriebe von Feinmess Suhl mit Kunststoffmutter.

(Bild: Feinmess Suhl GmbH)

Geschliffener Gleitgewindetriebe von Feinmess Suhl mit Mutter aus

Chromstahl. (Bild: Feinmess Suhl GmbH)

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 57/63


KAGER bietet eine große Auswahl an selbstklebenden Temperatur-Messstreifen

Produkt- und prozessnahe

Thermokontrolleure

Die schnelle Bereitstellung selbstklebender Wärme- und

Hitzemessstreifen zur Überwachung und Dokumentation

von Temperatur-Grenzwerten zählt zu den Kernkompetenzen

von KAGER. Dabei können die Kunden aus einem breit

gefächerten Angebot an Indikatoren mit irreversibler Anzeige

für den Einsatz in der Produktion, Qualitätssicherung,

Produktentwicklung und Logistik wählen. Aktuell großer

Nachfrage erfreuen sich insbesondere die Messstreifen der

Produktgruppen Tempstrip und Thermoscale. Lesen Sie

hier, was sie unterscheidet und wo ihre wichtigsten Einsatzgebiete

liegen.

Die selbstklebenden Temperaturmess-Etiketten aus dem Sortiment

des deutschen Handels- und Beratungsunternehmens KAGER decken

ein großes Spektrum an industriellen und gewerblichen Anwendungen

ab. Aufgrund ihrer einfachen und zuverlässigen Handhabung

gelten vor allem die Ausführungen mit irreversibler Ergebnisanzeige

als manipulationssicheres Mittel der Visualisierung,

Überwachung, Dokumentation und Nachverfolgbarkeit thermischer

Grenzwerte. Dieser Gruppe von Wärme- und Hitzeindikatoren gehören

sowohl die Etiketten der Tempstrip-Familie als auch die Multilayer-Indikatoren

vom Typ Thermoscale an. Sie liegen in verschiedenen

Varianten vor und unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer

Funktionsweise.

Die Thermoindikatoren der KAGER-Hausmarke Tempstrip stehen

in Standardausführungen mit verschiedenen 5-, 6-, 8- und 10-Felder-

Skalen sowie als Einzel- und Mehrfeld-Messpunkte zur Verfügung.

(Bild: Kiefer Industriefotografie)

Große Auswahl für viele Aufgaben

Bei den Thermoindikatoren der KAGER-Hausmarke Tempstrip

handelt es sich um flexible Aufkleber für Messbereiche von 29° C bis

260° C. Sie stehen in Standardausführungen mit verschiedenen 5-,

6-, 8- und 10-Felder-Skalen sowie als Einzel- und Mehrfeld-Messpunkte

zur Verfügung. Damit können Anwender in Produktentwicklung,

Logistik und Prüftechnik beispielsweise die Temperaturen

von Werkzeugen, Bauteilen, Verpackungen oder Geräteoberflächen

überwachen. Die Genauigkeiten liegen dabei bis zur 100° C-Grenze

bei +/-1° C und darüber hinaus bei +/- 1,0 Prozent. Auf Wunsch

kann KAGER die Tempstrip-Messstreifen- und punkte auch in

kunden- oder produktspezifischen Sonderausführungen liefern.

Dabei enthält jede Verpackungseinheit je zehn Messstreifen oder

50 Messpunkte. Ab Losgröße 5.000 gibt es die Indikatoren auch als

Rollenware.

Für die Temperaturmessung in Prozess- und Simulationskammern,

Maschinengehäusen und zwischen funktionellen Wirkflächen

ausgelegt sind die Multilayer-Folien vom Typ Thermoscale im

KAGER-Programm. Ihr mehrlagiger Aufbau mit einem integrierten

Mikrokapsel-System visualisiert Temperaturverläufe in einem

Bereich von 150° C bis 210°. Wenn beispielsweise zu klären ist, ob

die Prozesskammer eines Trockenofens einwandfrei arbeitet oder

ob die Wärmeverteilung auf Druckwalzen homogen ist, dann ist

Thermoscale das Mittel der Wahl. Auch in der Laminiertechnik, in

der Photovoltaik, in der Verbindungstechnik und überall dort wo

die Messung von Temperaturverläufen auf Flächen verfahrenstechnisch

relevant ist und es nicht auf die letzte Stelle hinter dem Kom-

Auf Wunsch liefert KAGER die Tempstrip-Messstreifen- und punkte

auch in kunden- oder produktspezifischen Sonderausführungen.

(Bild: Kiefer Industriefotografie)

Thermoscale erfasst einen Messbereich von 150° C bis 210° C.

Ausgelöst wird die Einfärbung der Folie durch eine temperaturempfindliche

Mikrokapsel-Lage in ihrem Inneren. (Bild: Kager)

ma ankommt, kann diese Multilayer-Folie als einfaches Messmittel

dienen.

Anzeige mit Farbsprengkapseln

Die Visualisierung erfolgt bei Thermoscale über verschiedene Färbungen

und Farbintensitäten. Dabei reicht die gut ablesbare Farb-

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 58/63


skala von blassem Hellbau bis zu tiefem Karminrot. Ausgelöst wird

die temperaturabhängige Einfärbung der Folie durch die Mikrokapsel-Lage

in ihrem Inneren. In dieser Funktionsschicht zwischen

dem Trägermaterial und der äußeren Schutzschicht befinden sich

winzige Farbkapseln und definierte Bereiche mit einer farbgebenden

Substanz. Kommt eine Thermoscale-Folie mit einer heißen

oder warmen Oberfläche in Kontakt, reagieren diese beiden Komponenten

miteinander und färben die Folie.

Die Intensität der Färbung folgt dabei der Wärmeverteilung bzw.

-entwicklung. Das heißt, die Farbanzeige richtet sich nach der erreichten

Höhe der Temperatur und der Dauer der Hitzeeinwirkung.

Mit minimalem Aufwand und ohne den Einsatz technischer Messgeräte

oder komplizierter Prüfaufbauten kann sich der Anwender

damit schnell und eindeutig ein Bild von den thermischen Einflüssen

auf Oberflächen und Bauteilen machen. Dank ihrer geringen

Dicke kann die Folie auch auf gewölbte Oberflächen aufgelegt werden.

Thermoscale gibt es auf Fünf-Meter-Rollen und als Einzelblatt

(270 x 200 mm).

Mitglieder einer großen Produktfamilie

Tempstrip und Thermoscale sind Ausschnitte aus der großen Indikatoren-Auswahl

an irreversiblen und reversiblen Mess- und

Prüfmitteln, die KAGER aktuell bereitstellt. Hier finden sich neben

weiteren Messstreifen und Messfolien auch Farbwechsellacke und

Spezialkreiden. Insgesamt bietet das Sortiment von KAGER derzeit

Messmittel, die einen Bereich von -17° C bis 1.270° C erfassen. ms

Kager Industrieprodukte GmbH

D 63128 Dietzenbach

Neue Baugrößen schließen Lücke bei den Serien GPP5000AL und GPD5000AL

Erweiterung des

Greifersortiments

Die Zimmer Group, global agierender Hersteller zukunftsgerichteter

Automatisierungstechnik, erweitert ihr Portfolio innerhalb der

bewährten Greiferserien GPP5000AL und GPD5000AL gleich

doppelt. Mit der neuen Baugröße GPP5025AL bei den 2-Backen-

Parallelgreifern sowie dem neuen Dreibacken-Zentrischgreifer

GPD5016AL werden gezielt bestehende Lücken im Baugrößenspektrum

geschlossen und Anwendern zusätzliche Flexibilität bei

der Auslegung pneumatischer Greiflösungen eröffnet.

Die Serien stehen für kompakte, wirtschaftliche Greifer mit

hochwertiger Aluminium-Profilnutenführung (Aluminum Linear

Guide). Im Vergleich zu herkömmlichen T-Nut-Greifern liefert diese

präzise Führungsvariante eine deutlich bessere Performance und ist

technisch auf Augenhöhe mit vielen anderen marktüblichen Führungsprinzipien.

Sie ermöglicht stabile, wartungsfreie Bewegungsabläufe

und ist daher perfekt für ein breites Spektrum industrieller

Handhabungs- und Automatisierungsaufgaben.

Außerdem neu sind die Long-Stroke-Varianten: Kunden, die

sich für die L-Varianten mit verlängertem Hub der Serie GPP5000AL

entscheiden, profitieren von einem besonderen Vorteil: Diese Long-

Stroke-Ausführungen ermöglichen bis zu 60 % mehr Hub bei gleicher

Baugröße und eröffnen damit neue Anwendungsmöglichkeiten,

insbesondere bei großen Greifwegen oder variierenden Werkstückabmessungen.

Gleichzeitig lassen sich durch den Einsatz einer

kleineren Baugröße Gewicht, Bauraum und damit Investitionskosten

reduzieren – ein klarer Vorteil für effiziente und dynamische

Automatisierungskonzepte.

Weitere Produkt-Highlights:

– Aluminium-Profilnutenführung – präzise, verschleißarm und

wirtschaftlich, mit deutlich verbesserter Performance gegenüber

Standard-T-Nut-Führungen.

– L-Varianten mit verlängertem Hub – bis zu 60 % mehr Hub bei

gleicher Baugröße für maximale Flexibilität und optimierte

Anlagenkonzepte

– Hohe Varianten- und Zubehörvielfalt – optimal abgestimmt auf

unterschiedliche Hub-, Kraft- und Konstruktionssituationen

– Wartungsfreie Konstruktion – verschleißarme Aluminium-Stahl-

Profilnutenführung senkt Folgekosten und Stillstandzeiten.

– Reinraumgeeignet – zertifiziert nach DIN EN ISO 14644-1 für

Reinraumklasse 4, ideal für saubere Produktionsumgebungen.

Mit der neuen Baugröße GPP5025AL erweitert die Zimmer Group

die Serie gezielt im Bereich mittlerer Hub- und Kraftanforderungen.

Sie bietet eine ausgewogene Kraft-Gewichts-Performance und fügt

sich nahtlos in das bestehende Baukastensystem ein. Ergänzend

dazu adressiert der neue GPD5016AL als Dreibacken-Zentrischgreifer

Anwendungen, bei denen eine zentrische, formschlüssige

Werkstückaufnahme gefordert ist, und überträgt die bewährten

Konstruktionsprinzipien der 5000AL-Familie konsequent auf dieses

Greifkonzept.

Damit unterstreicht die Weiterentwicklung das Engagement der

Zimmer Group, innovative, modulare und nachhaltige Komponenten

für die Automatisierungstechnik bereitzustellen – mit Blick auf

Wirtschaftlichkeit, Leistung und Anwenderfreundlichkeit.

Zimmer GmbH

D 77866 Rheinau

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 59/63


Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions, ein Mitglied der globalen Busch Group, hat sein

Portfolio an Turbomolekular-Vakuumpumpen um die ATH 4506 M ergänzt

– das größte Modell der ATH-M Baureihe.

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions

präsentiert die neue

Turbopumpe ATH 4506 M

Mit einem Saugvermögen von 4.500 l/s fürStickstoff eignet sich

die neue Turbopumpe für Prozesse in derHalbleiterproduktion, der

Großflächenbeschichtung und anderen Anwendungen, bei denen

ein hoher Gasdurchsatz erforderlich ist, etwa bei der Evakuierung

großer Vakuumkammern für die Weltraumsimulation.

Plug&Play-Betrieb mit integriertem Controller

Die ATH 4506 M verfügt über einen integrierten Controller, der separate

externe Steuereinheiten überflüssig macht, die Installation

vereinfacht und den für das Systemsetup benötigten Platz reduziert.

In nur neun Minuten erreicht die Vakuumpumpe ihre volle Drehzahl

von 23.500 Umdrehungen pro Minute (U/Min), sodass Herstellungsprozesse

schnell anlaufen können. Ein Energiesparmodus

senkt die Leistungsaufnahme bei Inaktivität und trägt so zu einem

energieeffizienten Betrieb bei.

Auf die Prozessanforderungen abgestimmtes

Temperaturmanagement

Je nach Prozessbedingungen sind unterschiedliche Betriebstemperaturen

erforderlich. Aus diesem Grund ist die ATH 4506 M in zwei

Ausführungen erhältlich:

– Eine unbeheizte Variante für saubere, korrosionsfreie

Anwendungen, die keine zusätzliche Heizung benötigen

– zum Beispiel in der Großflächenbeschichtung.

– Eine Ausführung mit einem Temperaturmanagementsystem

(TMS) bis 90 °C für die Halbleiterproduktion und andere

korrosive Prozesse, bei denen eine moderate Beheizung

Kondensation und Partikelbildung verhindert.

Indem sie die Temperatur der Vakuumpumpe an den Prozess anpasst,

minimiert die ATH 4506 M Kondensation und Partikelansammlungen

im Pumpeninneren, reduziert den Verschleiß interner

Bauteile und verhindert ungeplante Stillstandszeiten. Dies führt zu

höherer Zuverlässigkeit, konstanter Produktqualität und niedrigeren

Gesamtbetriebskosten für den Nutzer.

Zustandsüberwachung und digitale Integration

Die ATH 4506 M ist mit internen Sensoren zur Überwachung von

Temperatur, Spülbedingungen, Drehzahl und außeraxialer Bewegung

ausgestattet. Anhand dieser Messungen kann der Betreiber

den Zustand der Vakuumpumpe in Echtzeit überwachen und so Unregelmäßigkeiten

frühzeitig erkennen. Dies hilft, ungeplante Stillstandszeiten

zu vermeiden, und erleichtert die vorausschauende

Wartung. Da die Vakuumpumpe IoT-fähig ist, kann sie an digitale

Überwachungssysteme angeschlossen und somit in automatisierte

Produktionsumgebungen integriert werden.

Mit der Schutzart IP54 ist die Vakuumpumpe gegen Staub und

Spritzwasser geschützt. Dies erhöht ihre Widerstandsfähigkeit in

anspruchsvollen Industrieumgebungen und verlängert ihre Lebensdauer.

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions

D 35614 Asslar

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026 Seite 60/63


www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 61/63


Veranstaltungen im Februar 2026

Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken

05.02.2026 Konferenz Reinraum Innovationsforum – Interaktive Konferenz zu den Chancen und Entwicklungs

potenzialen des Reinraums

Veranstaltungsort: Horw (CH), Veranstalter: Hochschule Luzern – Technik & Architektur

09.02.2026 Seminar Grundlagen der Qualifizierung und Validierung von Anlagen und Prozessen

Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

10.02.2026 Seminar Cleanroom-Event 2026: „Ein Blick hinter die Kulissen“

Veranstaltungsort: Regensburg, Veranstalter: Niotronic Hard- & Software GmbH

11.02.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat

Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

11.02.2026 - 12.02.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche

Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG

12.02.2026 Webinar Fundamentals of Visual Inspection - Live Online Training

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

19.02.2026 - 20.02.2026 Seminar GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

23.02.2026 - 27.02.2026 Training & Schulung Reinraum Service- & Messtechniker/-in IHK mit Fachkundenachweis

„Sicherheits-Werkbänke, Mikrobiologie, Monitoring“

Veranstaltungsort: Westerham bei München, Veranstalter:

IHK Akademie München und Oberbayern gGmbH

23.02.2026 - 25.02.2026 Training & Schulung Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat

Veranstaltungsort: ReinraumTrainigCenter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH

24.02.2026 - 25.02.2026 Seminar Reinraumqualifizierung mit Praxisworkshop

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

27.02.2026 - 28.02.2026 Seminar Sicherheitstraining Zytostatika

Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH

Veranstaltungen im März 2026

Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken

02.03.2026 - 06.03.2026 Training & Schulung Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in (IHK)

mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb.

Veranstaltungsort: Krefeld, Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein

03.03.2026 - 04.03.2026 Webinar Isolator & Barriere-Technik (PT 33) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

10.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Praxiskurs Dampfsterilisation

Veranstaltungsort: Horn, Schweiz, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

11.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

12.03.2026 Webinar Single-Use Systems - What you need to know - Live Online Training

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

13.03.2026 - 14.03.2026 Seminar Aseptische Herstellung atoxischer Parenteralia

Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH

16.03.2026 - 17.03.2026 Seminar Validierung von Prüf- und Testmethoden

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 62/63


Veranstaltungen im März 2026

Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken

Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

16.03.2026 - 20.03.2026 Seminar Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining

Veranstaltungsort: München/Dachau, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

17.03.2026 - 18.03.2026 Webinar Cross Contamination Control - Live Online Training

- Implementation of a Cross Contamination Control Strategy

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

17.03.2026 Seminar Medical Grade Plastics – Kunststoffe in der Medizintechnik

Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

17.03.2026 Tagung Reinraum-Stammtisch: „Retrofit − Nachrüstung von Lüfter-Filter-Modulen (FFU)

an Maschinen für ein integriertes Minienvironment“

Veranstaltungsort: Kahla, Veranstalter: COLANDIS GmbH

18.03.2026 - 20.03.2026 Webinar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 27.03.2026 Messe analytica 2026

Veranstaltungsort: München, Veranstalter: Messe München GmbH

24.03.2026 - 26.03.2026 Messe LOUNGES 2026

Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Inspire Media GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz Trends in Barrier Systems & Robotics - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP for Prefilled Syringes - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz European Aseptic Technologies & Annex 1 Conference - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP-compliant Clean Rooms and Facilities - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Kongress GMP PharmaCongress & GMP PharmaTechnica Expo 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

25.03.2026 Seminar Hygienic Design – Reinigungsgerechte Gestaltung von

Maschinen, Anlagen und Komponenten

Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

Impressum:

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366

info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997

Originaltexte und Bilder:

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stehen in der Verantwortung des jeweiligen Autors. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung

der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine

Haftung. Dem Herausgeber ist das ausschließliche, räumliche, zeitliche und inhaltlich eingeschränkte Recht eingeräumt, den Beitrag in unveränderter

oder bearbeiteter Form für alle Zwecke beliebig oft zu nutzen oder Dritten zur Nutzung zu übertragen. Dieses Nutzungsrecht bezieht sich auf Print- und

elektrische Medien (Internet, Datenbanken, Datenträger aller Art).

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 02-2026

Seite 63/63

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!