3. Februar 2026
- Kritik an "Einsparungsmaßnahmen" des Landes: Hochwasserschutzprojekte liegen auf Eis - Minister auf Besuch in Graz - Eine Wuchtel nach der anderen: die Finanzminister luden zum Jahresauftakt
- Kritik an "Einsparungsmaßnahmen" des Landes: Hochwasserschutzprojekte liegen auf Eis
- Minister auf Besuch in Graz
- Eine Wuchtel nach der anderen: die Finanzminister luden zum Jahresauftakt
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Grazer3. FEBRUAR 2026, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
3°
Morgen sind
den ganzen
Tag über leichte
Schnee- und
Regenschauer
möglich. Die Temperaturen
liegen zwischen 0 bis 3 Grad.
Solidarisch
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer
unterstützt den Ruf nach
Innenstadtbelebung in Graz. 4
Olympisch
Unser Redakteur Klaus Molidor ist als
Helfer bei den Olympischen Spielen und
gibt Einblicke hinter die Kulissen. 7
Kritik an „Einsparungsmaßnahmen“ des Landes
Hochwasserschutz:
Projekte liegen auf Eis
STADT GRAZ, FISCHER, KK
Wirbel. Große Hochwasserschutzprojekte im Grazer Raum scheinen zu wackeln. Die Grünen schlagen Alarm und kritisieren „unverantwortliche
Budgetkürzungen” seitens des Landes. Dort ist man um Beruhigung bemüht, die Projekte werden umgesetzt und verzögern sich lediglich. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 3. FEBRUAR 2026
Die Fahrzeuge sind im Modellmaßstab
1:18 gebaut. FH JOANNEUM/FABIAN HASLER
Crazy Cars an
der FH in Graz
■ An der FH Joanneum in
Graz fand der Crazy Car-Wettbewerb
statt. Im Wettrennen
traten 23 Teams – bestehend
aus Schülern, Studierenden
und Lehrenden – mit ihren
selbstfahrenden Modellautos
gegeneinander an. Das Team
Boreas der HTL Salzburg holte
sich den Gesamtsieg, gefolgt
vom Team Gigadrive und dem
Team Bitstream Racing, die
beide vom Institut Electronic
Engineering der FH Joanneum
ins Rennen geschickt wurden.
R. Hagenhofer, C. Loos, Fam.
Walch-Haider und J. Schilcher. KK
Bilder aus Lend
und Eggenberg
■ Im Pfarrsaal von St. Vinzenz
fand ein Vortrag über das
Thema Eggenberg und Lend
– damals und heute statt. Neben
einigen Anekdoten der
damaligen Zeit wurde auch
die Bildersammlung von Johann
Schilcher präsentiert.
Bezirksvorsteher-Stellvertreter
Robert Hagenhofer sprach
zudem über das im Dezember
erschienene neue Eggenberger
Geschichtsbuch, an dem
auch Karl Kubinzky mitgearbeitet
hat.
Projekte für den
Hochwasserschutz
liegen auf dem Trockenen
Der Bau eines Rückhaltebeckens für den Thalersee wurde auf nächstes Jahr verschoben. STADT GRAZ
ALARM. Die Grazer Grünen kritisieren Einsparungen des Landes beim
Hochwasserschutz. Wichtige Projekte würden nun auf Eis liegen. Beim
Land wehrt man sich: es handelt sich lediglich um Verzögerungen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Die Grazer Grünen schlagen
Alarm: Mitten in
Zeiten zunehmender
Extremwetterereignisse bremst
das Land Steiermark zentrale
Hochwasserschutzprojekte in
der Landeshauptstadt aus. Trotz
fertiger Pläne und unterschriebener
Verträge landen wichtige
Sicherheitsmaßnahmen nun in
der Warteschleife. Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner
findet deutliche Worte: „Hochwasserschutz
ist nichts, was
man einfach verschieben kann.“
Wer hier den Sparstift ansetze,
gefährde nicht nur Häuser
und Betriebe, sondern handle
auch ökonomisch kurzsichtig.
Die Folgekosten eines schweren
Unwetters würden die jetzigen
Einsparungen um ein Vielfaches
übersteigen.
Konkret geht es um zwei
Brennpunkte im Stadtgebiet, die
vorerst einmal auf Eis liegen sollen:
■ Thalersee: Der für das Frühjahr
2026 fixierte Ausbau des
Rückhaltebeckens wird auf unbestimmte
Zeit vertagt – ein Baubeginn
ist nun frühestens 2027 in
Sicht.
■ Petersbach: Beim vierten
Bauabschnitt im Oberlauf steht
das Behördenverfahren zwar vor
dem Abschluss, doch die notwendige
Förderzusage des Landes
wird bis 2028 blockiert. Mit
Baggerauffahrten ist hier nicht
vor 2029 zu rechnen.
„Das sind konkrete Schutzmaßnahmen
für Menschen, ihre
Häuser und ihre Lebensgrundlagen“,
betont Schwentner, die
das Land Steiermark auffordert,
„Verantwortung zu übernehmen,
transparent zu informieren und
die Prioritäten neu zu bewerten.
Klimawandelanpassung und Sicherheit
der Bevölkerung dürfen
nicht kurzfristigen Sparzielen
untergeordnet werden.“
Keine Einsparungen
Die zuständige Landesrätin Simone
Schmiedtbauer weist die
Vorwürfe zurück: „Beim Hochwasserschutz
wird nicht gespart,
das ist mir sehr wichtig.“ Das
Budget ist gleich hoch wie im
Vorjahr, lediglich die Baukosten
sind beim Thalersee gestiegen.
„Deshalb verschiebt sich das
Projekt ein wenig, aber abgesagt
ist gar nichts.“ Konkret soll heuer
im Herbst ausgeschrieben werden,
die Bauarbeiten 2027 fertig
gestellt sein. Im Budget ist eine
Million Euro dafür reserviert.
Was den Petersbach angeht,
spielt man im Büro Schmiedtbauer
den Ball an die Stadt zurück,
da man man offenbar noch
auf die Genehmigungen durch
die Stadt wartet. „Das Behördenverfahren
der Stadt ist nicht
abgeschlossen! Wir können erst
für eine Co-Finanzierung des
Bundes vorstellig werden, sobald
diese Verfahren durchgeführt
wurden.“
3. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 3
Nimah sucht
einen Platz
Grazer
Pfoten
Die Forscherinnen Dalial Freitak (l.) und Danae Nyckees untersuchen, wie
sich Umweltbelastungen auf Ameisen auswirken.
UNI GRAZ/TZIVANOPOULOS
Gefahren für Ameisen
■ Eine Forschungsgruppe der
Universität Graz macht auf
die negativen Auswirkungen
von Titandioxid auf Insekten
aufmerksam. Der Stoff ist
beispielsweise in Kosmetika,
Zahnpasta oder Sonnencremes
enthalten und kann für Ameisen
in Kombination mit dem
Pestizid Glyphosat gefährlich
werden. Dieser Cocktail kann
die Mikroorganismen im Darm
der Insekten beeinflussen und
zudem die Anzahl des Nachwuchses
beeinträchtigen.
Ein Forscherteam an der Universität
Graz hat die Auswirkungen
am Beispiel der Ameisenart
Cardiocondyla obscurior untersucht.
„Schadstoffe müssen
nicht immer gleich die Sterblichkeitsrate
erhöhen“, betonen
die Forscherinnen Dalial Freitak
und Danae Nyckees. „Wir
wissen viel zu wenig über die
Wechselwirkungen schädlicher
Stoffe“, ergänzen die beiden Wissenschaftlerinnen.
Nimah mag andere Hunde nach Sympathie.
Nimah ist ein richtiges Energiebündel
und immer
für ein Abenteuer bereit. Die
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kann sich aber schnell in
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4 graz
www.grazer.at 3. FEBRUAR 2026
Minister auf Besuch in Graz
Minister Wolfgang
Hattmannsdorfer
traf bei
seinem Besuch in
Graz mit Helmut
Marko und WK
Graz Regionalstellenobmann
Bernhard Bauer
zusammen. FISCHER
POLITIK. Im Rahmen seiner Steiermark-Tour machte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer
Station in Graz. Hier unterstützte er die WK Graz bei ihrer Kampagne zu Belebung der Innenstadt.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Wirtschaft ist nicht alles,
aber ohne Wirtschaft ist
alles nichts, zitierte Wirtschaftsminister
Wolfgang Hattmannsdorfer
bei seinem Graz Besuch
den ehemaligen deutschen
Bundeskanzler Ludwig Erhard.
Und ergänzte: „Man sieht an Graz,
was passiert, wenn die Wirtschaft
nicht gefördert wird.“
Hattmannsdorfer machte im
Rahmen seiner Steiermark-Tour
in Graz Station und traf dabei mit
WK Graz Regionalstellenobmann
Bernhard Bauer und Motorsport
Legende und Hotelier Helmut
Marko zusammen.
Bauer machte einmal mehr auf
die schwierige Situation der Grazer
Innenstadt aufmerksam. „Unsere
aktuelle Studie zur Innenstadt
zeigt ganz klar den Rückgang bei
der Besucherfrequenz. Das schlägt
sich auch auf den Handel und die
Gastronomie wieder“, weiß der WK
Obmann.
Er fordert daher einmal mehr, dass
Graz sich neu positionieren muss,
auch abseits des Weltkulturerbes.
„Wir haben auch die Unternehmer
in Graz befragt, was sie sich wünschen
würden. 75 Prozent fordern
eine bessere Einbindung der Mur.
Diese Lebensader muss genutzt
werden. Andere Städte machen
vor, wie das geht“, so Bauer. Einmal
mehr bringt er die bereits abgesagte
Surfwelle in der Mur ins
Spiel. Etwas, das auch Minister
Hattmannsdorfer gefallen würde.
„Sollte diese umgesetzt werden,
dann bin ich bei der Eröffnung einer
der Ersten, der einen Ritt wagt“,
lacht der Minister. Da die Stadt die
1,8 Millionen Euro für das Projekt
nicht aufbringen will, wäre eventuell
eine private Realisierung denkbar.
Eine Idee, der Helmut Marko
nicht abgeneigt wäre.
Tourismus
Auch im Bereich Tourismus ortet
Marko Probleme. „Der Tourismus
ist auf einem sehr niedrigen Niveau.
In Graz gibt es zu viele Betten, die
noch dazu zu Dumping-Preisen an-
geboten werden. Die Zeit rund um
den Formel 1 Grand Prix ist die einzige,
wo die Preise nach oben gehen
und eine Mindestaufenthaltsdauer
vorgeschrieben wird“, weiß der
Unternehmer. Auch kritisiert er die
Stadt und die Tourismusverantwortlichen:
„Im letzten Jahr wurde der
Grand Prix in Graz überhaupt nicht
beworben. Hier wurde viel Potenzial
liegen gelassen.“ Auch aus Markos
Sicht muss die Mur mehr in den
Mittelpunkt rücken: „Sie ist der einzige
Fluss in ganz Mitteleuropa, der
von der Stadt abgeschnitten ist. Man
braucht nur nach Marburg und Laibach
schauen, damit man sieht, wie
das geht. Aber man muss es wollen.
So könnte die Surfwelle in Graz aussehen.
Für die Umsetzung kann man auch
schauen, welche Förderungen es
gibt. Vielleicht auch auf EU-Ebene.“
Lösung
Minister Hattmannsdorfer will bessere
Rahmenbedingungen schaffen,
damit den Unternehmen das Wirtschaften
wieder erleichtert wird. Er
verweist dabei auch auf die von der
Bundesregierung geplanten Deregulierungs-
und Entbürokratisierungsmaßnahmen.
„Die Wertschöpfung
vor Ort ist wichtig“, weiß
der Minister. Ähnlich sieht es Marko:
„In Graz muss es neben Straßenbahn
und Radwegebau noch etwas
anderes geben.“
KRATZER&PARTNER ZT (DURCH KI BEARBEITET)
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
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(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena
Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
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Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
6 graz
www.grazer.at 3. FEBRUAR 2026
Eine Wuchtel nach
der anderen
WK Fachgruppenobmann
der Finanzdienstleister
Markus Kohlmeier
(m.)
mit seinen
Stargästen
Toni Polster
(l.) und Andi
Herzog. SCHERIAU
(6),
HUMORVOLL. Zum
Jahresauftakt luden
die Finanzdienstleister.
Highlight des Abends
waren Toni Polster und
Andi Herzog.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Am gestrigen 2. Februar lud
die Sparte der WKO Finanzdienstleister
zu ihrem
alljährlichen Jahresauftakt. Diesmal
hatte sich Spartenobmann
Markus Kohlmeier etwas ganz
Besonderes einfallen lassen. Die
beiden Fußballlegenden Toni
Polster und Andi Herzog bildeten
den humorvollen Höhepunkt
des Abends.
In seiner Eröffnungsrede sprach
Landesrat Willibald Ehrenhöfer
über die Steiermark und wie wichtig
es sei den Standort zu stärken
und dass sich die Steiermark auch
ihrer eigenen Stärken wie etwa
Service und Forschung und Entwicklung
bewusst sein sollte.
Der ehemalige Chefanalyst von
Raiffeisen Research Peter Brezinschek
beleuchtete in seiner kurzweiligen
Keynote derzeit brisante
Themen wie die geopolitische
Lage und ihre Auswirkungen auf
die Finanzmärkte, die Zinsen und
Währungen. Den neuen FED-
Chef Kevin Warsh sieht er durchaus
positiv und schätzt ihn nicht
als Erfüllungsgehilfe von Trumps
Fiskalpolitik ein. Dennoch erwartet
er heuer noch einige Zinssenkungsschritte
von Seiten der
amerikanischen Notenbank.
Auch kritisierte er die geplante
Senkung der Mehrwertsteuer
auf Lebensmittel. Seien doch der
größte Inflationstreiber nach wie
die Energiepreise. „Die Energieunternehmen
gehören privatisiert
oder zumindest entflechtet“, geht
Brezinschek mit der Bundesregierung
hart ins Gericht.
Humorvoller wurde es dann im
Anschluss. Toni Polster und Andi
Herzog spielten sich wie in guten
alten Zeiten die „Wuchtln“ zu und
sorgten für zahlreiche Lacher im
Publikum.
Finanziell
Den kurzweiligen Abend nicht
entgehen ließen sich: Nationalratsabgeordneter
Kurt Egger,
Stadtrat Kurt Hohensinner, WKO
Steiermark Präsident Josef Herk,
WKO Steiermark Direktor Karl-
Heinz Dernoscheg mit seinem
Stellvertreter Gerhard Kienzl,
Alt-Bürgemeister Siegfried Nagl,
WK Steiermark Fachgruppenobmann
Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Andreas Kern,
der Präsident der Kammer der
Ziviltechniker Gustav Spener,
die Immobilienexperten Patrick
Pongratz und Gerald Gollenz,
WK Fachgruppenobmann der
Versicherungsmakler Wolfgang
Wachschütz, die Finanzexperten
Joahnnes Tratz und Anton Maresch
und ICS Geschäftsführer
Karl Hartleb, Notar Dieter Kinzer
u.v.m.
WKO unter sich: Wolfgang Wachschütz
und Patrick Pongratz (r.).
Nationalratsabgeordneter Kurt Egger
und Finanzexperte Joahnnes Tratz.
Markus Kohlmeier mit Finanzexperte Peter Brezinschek
(r.) der die Keynote des Abends hielt.
WK-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, WK-Präsident
Josef Herk und Alt-Bürgermeister Siegfried Nagl (v.l.).
Stadtrat Kurt Hohensinner (r.) und
Landesrat Willibald Ehrenhöfer
3. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 7
Ein Grazer bei Olympia
EINBLICKE. Unser Sportredakteur Klaus Molidor ist als Helfer bei den Olympischen Spielen in Italien
(ab 6. Februar) mittendrin statt nur dabei und erzählt von seinen Erlebnissen hinter den Kulissen.
Nicht schlecht. Mit 50 zum
ersten Mal im Einsatz bei
Olympischen Spielen.
Nicht als Sportler, aber als Mixed
Zone Supervisor. Kurz erklärt bin
ich dafür zuständig, die Sportler
nach dem Rennen aus dem
Zielraum zu den Journalisten zu
bringen. Eine neue Erfahrung,
eine Herausforderung nach 25
Jahren auf der anderen Seite des
Zauns, ein Abenteuer.
Das schon weit vor dem ersten
Bewerb im Livigno Snow Park
begonnen hat, wo zum Beispiel
unsere beiden Fahnenträger
Anna Gasser und Benjamin Karl
im Einsatz sein werden.
Die Anreise per Flug von Graz
über München nach Mailand
und dann weiter mit Zug und
Bus über Bormio nach Livigno
hat schlappe 30 Stunden gedau-
ert – Schneechaos in München
und verpasster Anschlussflug
sei Dank. Dafür dann: Olympic
Spirit. Mit dem Überstreifen der
offiziellen Uniform stellt sich
schlagartig ein Zugehörigkeitsgefühl
zur Olympischen Familie
ein. Das wärmt – und Wärme
hab ich in diesen Tagen bitter
nötig. Denn Livigno liegt auf einem
Hochplateau auf 1800m
Seehöhe, eingekesselt von Bergriesen.
Da rasselt die Temperatur
schnell einmal auf minus 16
Grad. Da friert der Bart morgens
auf dem 500m-Lauf zur Bushaltestelle
gern einmal ein. Nach
20 Minuten warten kommt endlich
einer. „Livigno Snow Park?“
frage ich beim Einsteigen. „No“,
kommt es zurück. „Carosello“
Und schon bin ich wieder draußen.
Zehn weitere Minuten spä-
Klaus Molidor ist für uns bei den Olympischen Spielen in Livigno dabei.
ter kommt derselbe Bus, derselbe
Fahrer. „Livigno?“, sagt er und
winkt mich herein. Überlebt.
Fragt sich nur wie das bei den
Spielen wird. Die Big Air Bewerbe
enden nach 22 Uhr… MOLI
KK
Lisas Wochenende? Läuft.
Leider auch das Wasser
aus dem WC.
Da kann ich helfen:
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8 graz
www.grazer.at 3. FEBRUAR 2026
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
In Graz-Umgebung
fing Akku Feuer
■ Am Sonntagnachmittag, dem
1. Februar, wurde die Freiwillige
Feuerwehr Gratwein zu einem
Akkubrand alarmiert. Mit zwei
Feuerwehrfahrzeugen rückten
diese zum Einsatzort aus, wo sie
feststellten, dass ein Akku tatsächlich
Feuer fing. Die Feuerwehrleute
kühlten den Akku mit
Wasser und reinigten schließlich
die Straße.
Auffahrunfall auf
der Autobahn A9
■ Am Montag, dem 2. Februar
kam es auf der Autobahn A9 zu
einem Verkehrsunfall. Dabei
handelte es sich um einen Auffahrunfall
zwischen einem PKW
und einem LKW. Neben der Polizei
wurden die Freiwilligen Feuerwehren
Friesach-Wörth und
Gratkorn-Markt zum Verkehrsunfall
alarmiert. Ihre Aufgaben
bestanden darin, die Unfallstelle
abzusichern, den Brandschutz
aufzubauen, die Batterie der
Fahrzeuge abzuklemmen und
die Fahrbahn zu reinigen. Die
unfallbeteiligten Personen blieben
unverletzt. Über die Sachschäden
gibt es bis dato keine
näheren Informationen.
Auto mit einem
Kran geborgen
■ In den frühen Morgenstunden
des heutigen Dienstags, 3.
Am Montag
kam es zu
einem Verkehrsunfall
auf der
Autobahn
A9. Es wurde
niemand
verletzt. FF
GRATKORN-MARKT
Februar, steckte ein PKW auf
der L374 in einem Erdloch fest.
Dem Lenker gelang es nicht, das
Fahrzeug aus eigener Kraft wieder
ins Rollen zu bekommen. Er
alarmierte die Freiwillige Feuerwehr
Gössendorf. Diese konnte
das Fahrzeug mit einem Kran
bergen und anschließend sicher
abstellen.
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Juni 2024
Danke, dass das endlich jemandem
auffällt - Bäume
oder Beton steht seit Juni 2024
(Beginn der Begegnungszone)
vor meinen Schaufenstern in
der Kaiserfeldgasse und wird
wirklich nur alle paar Monate
für wenige Stunden bewegt.
Was wäre wenn wir Gewerbetreibende
sowas machen würden…
City Classic Damenmoden
* * *
Auch bei Lieferwagen
Auf praktisch jedem Lieferwagen
steht der Firmenname
drauf, interessiert keinen. Aber
wenn Transporte umweltfreundlich
und stadtverträglich
mit dem Radl durchgeführt
werden, soll eine Aufschrift ein
Problem sein? Lächerlich!
Severin Kann
* * *
Antwort
Lächerlich? Wenn LKW-Anhänger
neben der Autobahn
oder Landstraßen stehen und
nur als Dauerwerbeträger dienen,
halte ich das schon lange
für einen Missbrauch. Fragt
sich halt, ob diese Räder zufällig
irgendwo in der Stadt
auftauchen oder halt vor dem
Parteibüro stehen, oder ob hier
eine Gesetzeslücke ausgenutzt
wird und die Räder strategisch
an günstigen Plätzen dauergeparkt
werden. Der absolute
Alptraum für mich ist Italien,
wo oft Lieferwagen mit Werbeplakat
und Lautsprecher
durch die Stadt fahren und alle
behelligen, egal, ob sie das interessiert.
Franz Fürnschuss
* * *
Antwort
Sie parken vor dem Parteibüro
und sind außerdem regelmäßig
im Einsatz.
Tristan Ammerer
* * *
Antwort
Dieses „Rad“ steht seit mehreren
Monaten in der Neutorgasse…
Georg Schröck-Weikhard
* * *
Antwort
Ok, dann ist das ja tatsächlich
vor dem eigenen Büro.
Was dieses Rad betrifft, ist die
Aufregung wohl übertrieben.
Sollen sie es in einer Garage
verstecken? Oder gezwungen
werden, es neutral anzumalen?
Macht die ÖVP wohl auch
nicht.
Franz Fürnschuss
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Versteckte
Werbung
in Graz?
Dieses Jahr wird in Graz
gewählt und einige Menschen
vermuten in geparkten
Lastenfahrrädern versteckte
(Wahl-)Werbung. Lastenräder,
die in Fußgängerzonen abgestellt
werden, können zudem
den öffentlichen Raum blockieren.
Auf Facebook wurde sich
diesbezüglich ausgetauscht
und über die Lastenräder in der
Grazer Innenstadt diskutiert.
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3. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 11
Ausblick
Was am Mittwoch
in Graz wichtig ist
■ Nachdem gestern der Abriss der alten Markthalle am Hofbauerplatz
begonnen hat, findet der Bauernmarkt am morgigen Mittwoch
zum ersten mal im „Ausweichquartier“ statt: Die Beschicker sind nun
im Park direkt nebenan zu finden. Spezielle Gummimatten wurden
ausgelegt, um die Wiese zu schützen und einen sicheren Untergrund
zu schaffen. Das Warenangebot und die Öffnungszeiten (6 bis 13 Uhr)
bleiben unverändert.
■ Seit Montag findet noch bis morgen der Geflügelkongress in der
Seifenfabrik statt. Experten aus Handel, Politik, Wissenschaft und
Praxis diskutieren dort aktuelle Entwicklungen und Innovationen.
■ In einer Buchpräsentation mit Gespräch widmen sich der Autor Johannes
Chudoba und Barbara Stelzl-Marx vom Ludwig Boltzmann
Institut für Kriegsfolgenforschung den Narben einer Generation, die
nach 1945 zwischen Schweigen, Schuld und Aufbruch stand. „Schattengeneration
1955“ wird um 18 Uhr im Graz Museum vorgestellt.
So soll die Markthalle am Hofbauerplatz nach dem Neubau aussehen. Ab
morgen sind die Standler im Park nebenan mit ihren Waren zu finden. BILDERMEHR
■ Der 4. Februar ist Weltkrebstag. An diesem Tag stehen Forschung,
Prävention und Hilfe für Betroffene und Angehörige im Mittelpunkt. An
der Med Uni Graz wird diese Lungenkrebs gerade intensiv erforscht. Im
Rahmen einer internationalen Kooperation mit Kollegen aus Deutschland
haben Wissenschafter aus Graz, darunter Katarina Vizar Cisarova
und Philipp Jost, erforscht, wie Krebszellen die Immunantwort des
Körpers unterdrücken und sich so ungestört ausbreiten können.
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