Alster Magazin 02-2026
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ALSTER
LOCAL | PEOPLE | LIFESTYLE | 02 2026
MAGAZIN
ANGESAGT
INSPIRIERENDES
zur Farbe des Jahres
KUNST
KIRSTEN ROSCHLAUB
zeigt ikonische Fotos in neuer Galerie
© Raimar von Wienskowski
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LIEBE LESERINNEN & LIEBE LESER
Die meisten Deutschen lieben es, in schwarz-weiß
zu denken. Grau, was ist das? Hop oder Top.
Dazwischen gibt es wenig. So denken viele auch
bei den Themen Klimaschutz und Wirtschaft,
beziehungsweise Wirtschaftswachstum. Entweder, oder ...
Dabei benötigen wir bekanntermaßen beides. In welchem
Umfang ist dann immer eine Frage des Standpunktes, man
sollte aber wenigstens einmal in der Mitte suchen. Der
Schauspieler Hannes Jaenicke, wahrscheinlich Deutschlands
bekanntester Umweltaktivist, hat sich entschieden.
Er legt den Fokus klar auf Umweltschutz, sagt aber auch,
dass nachhaltiges Wirtschaften möglich sei. Wir trafen ihn
nach einem Talk beim CeU auf ein kurzes Gespräch (siehe
Seite 16). Davon und vom Talk können wir hier leider
nur ganz wenig wiedergeben, es lohnt sich auf jeden Fall
ein Blick auf die Seite seiner „Polorus Jack Foundation“
(www.polorus-jack.org).
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UND WAS DANN?
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Ebenfalls für diese Ausgabe gesprochen haben wir mit
der Schauspielerin Henrike Fehrs, die im Theaterstück
„Kleine Verbrechen unter Liebenden“ in Winterhude die
Sekretärin Susy spielt. Es geht um Lügen, Intrigen und
einen geplanten Mord im New York der 50er-Jahre. Im
Interview beantwortet die Hamburgerin, ob es Parallelen
zur heutigen Zeit gibt (mehr dazu auf Seite 10). Noch vor
den 50er-Jahren sind einige Fotos von Werner Bischof
entstanden. Eine feine Auswahl ist gerade in Pöseldorf in
der neu eröffneten Galerie Roschlaub zu sehen. Was an
einigen Aufnahmen so besonders ist, erklärt die Galeristin
Kirsten Roschlaub auf Seite 8.
Dazu haben wir wieder viele Termine, Tipps und Trends
im Magazin, beispielsweise Interieur und Mode in der
Pantone Farbe des Jahres Cloud Dancer.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und jede Menge
Inspirationen.
Kai Wehl,
Chefredakteur
Wir sprachen mit
Hannes Jaenicke über
Umweltschutz und seine
Projekte. S. 16
© WDR/ Annika Fußwinkel
Himmelstraße 10-16
22299 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 475865
dance@tanzparterre.de
www.tanzparterre.de
ALSTER | 3
INHALT
26
INTERIEUR IN DER
PANTONE-FARBE
DES JAHRES
INHALT
© blomus / STARK Home
03 EDITORIAL
06 NEWS
Oper mit Mord?, Karriereberatung, Müllsammlungsaktion,
Werner-Otto-Preis im Rathaus verliehen
08 INTERVIEW
Kirstin Roschlaub über den Umzug ihrer Galerie
09 NEWS
Zwei Mal spannende Kunst
10 INTERVIEW
Im Talk mit Schauspielerin Henrike Fehrs
11 EUROPA PASSAGE
Asiatisches Streetfood in gemütlicher Atmosphäre
12 VERANSTALTUNGSTIPPS
Von Acoustic-Sounds zu brasilianischem Jazz und mehr
14 BUCHTIPP
Herausgeber Jan Zimmermann über den Bildband „Eine
Stadt in Bewegung“
16 INTERVIEW
Hannes Jaenicke über den Umweltschutz
18 EVENTS
Hamburger Presseball und Foto-Aktion am Holocaust-
Gedenktag
20 VERKEHR
Mögliche Veränderungen im Stadtpark
22 MODE
Coole Looks in der Farbe des Jahres
24 HOCHZEIT
Die Geschichte des Eherings und Genussmomente für den
besonderen Tag
26 WOHNEN
Interieur-Inspirationen in weiß
30 IMMOBILIEN
Architekturjahrbuch 25/26 zeigt verschiedene Projekte
32 WHAT‘S UP IN TOWN / IMPRESSUM
Umwelttalk und Charity-Kellnern
34 WHAT‘S UP IN TOWN
Galerieopening und Jahresauftakt
4 | ALSTER
INHALT
14
HAMBURG
IN ALTEN
FOTOS
© Ars-Argenti
© Vintage Germany / H. Brandt
22
„CLOUD DANCER“:
ELEGANTE MODE
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MONTAG
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Pullover/Strickjacke 6,00€
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ALSTER | 5
NEWS
ADVERTORIALS
Gefahr: Während
einer Kreuzfahrt
erleben einige
Passagiere
brenzlige Situationen
an Bord.
MORD MIT BLICK AUF DIE ELBE
© Inken Rahardt
Direkt an der Elbe gelegen, mit Blick auf den Fluss, der Hamburg
mit der Welt verbindet, bietet das Opernloft im Alten Fährterminal
Altona, Van-der-Smissen-Str. 4, seit 2003 modernes Opern- und
Musiktheater. Ziel: Oper ungezwungen zugänglich und lebendig
zu machen, durch verschlankte und überraschende Inszenierungen.
Neben Oper gibt es weitere „Genres“ mit unterschiedlichen
Ausrichtungen wie etwa Eventoper, Opern-Slam und Krimi-Oper.
Eine der erfolgreichsten ist „Mord auf Backbord“, die im März
Wiederaufnahme feiert. Es geht auf Kreuzfahrt ins Mittelmeer:
Die Route führt von Spanien nach Italien, vorbei an Sevilla bis nach
Capri und in den Golf von Neapel. Mit an Bord ist die glamouröse
Opernsängerin Aline, die sich eher unfreiwillig eine Kabine mit der
anhänglichen Touristin Rebecca teilen muss. Doch dann entpuppt
sich Rebecca als Undercover-Ermittlerin, die auf der Jagd nach
dem international gesuchten Verbrecher José ist. Dabei geraten
die beiden Frauen immer wieder in brenzlige Situationen...
Freuen Sie sich auf perfekte Morde aus Leidenschaft und mediterrane
Melodien - von der andalusischen Habanera bis zur neapolitanischen
Canzone.
KRIMI-OPER
05. und 28.03. um 19:30 Uhr und 29.03. um 18:00 Uhr.
Infos & Tickets ab 28€ über www.opernloft.de (print@home)
Helfen Orientierung zu
finden und Entscheidungen
zu treffen: Christian und
Paula Matte.
© BUND
KARRIEREBERATUNG
Es gibt häufig Punkte im Leben, an denen Veränderung anstehen.
Dann stellen sich Fragen wie „Was passt zu mir? Und wo will ich
hin?“. Die Matte & Matte Personal Development aus St. Georg,
Spadenteich 1, möchte auf diesem Weg unterstützen und verbindet
dafür wissenschaftlich fundierte Begabungs- und Persönlichkeitsanalysen
mit professionellem Coaching. Für Schüler*innen
vor oder nach dem Abschluss kann das eine gute Möglichkeit sein,
sich einen Überblick über verschiedene Studiengänge und Berufe
zu verschaffen. Individuelle Begabungen, Interessen und Potenziale
können durch Erstellung eines ganzheitlichen Persönlichkeitsbildes
erfasst werden. So kann das Team von Matte & Matte eine
konkrete Empfehlung für den weiteren Karriereweg aussprechen.
Aber auch Berufserfahrene oder Unternehmen können von Ihrer
Expertise über Karrierewege und Personalsuche profitieren.
Mehr Infos: Tel. 040 45 00 05 11 und www.matteundmatte.de
2025 wurden bei der „Green Kayak“
Aktion rund 2,18 Tonnen Müll aus
Alster & Co gefischt.
FÜR EINE SAUBERE STADT
Zu viel Müll landet in den Parks, an Straßenrändern und in Gewässern
- wer durch die Hamburger Stadt und ihre Grünflächen geht,
wird das bestimmt schon mal mitbekommen haben. Um dagegen
etwas zu unternehmen, lädt der BUND am 24. Februar von 16 bis
18 Uhr zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion im Kellinghusenpark
und der Umgebung. Dort können Kinder und Erwachsene
zusammen anpacken und ein Zeichen für eine saubere Stadt
setzen. Neben dem Müllsammeln gibt es auch praktische Tipps,
wie sich Abfall im Alltag vermeiden lässt. Zum Abschluss wird der
gesammelte Müll gewogen und mit dem Vorjahr verglichen. Ob er
in diesem Jahr leichter oder schwerer als letztes Mal ist? Treffpunkt
ist das Haus der BUNDten Natur, Loehrsweg 13.
Mehr Informationen unter www.bund-hamburg.de
6 | ALSTER
NEWS
© WITTERS
Gewinner Werner-Otto-Preis 2026, Autismus Hamburg
e.V.: Torge Wittke, Lene Tent, Kai Freymann, Carmen Gnauf,
Dörte Tent, Franziska Scheinfest, Laudatorin Laura Ludwig
und Stifter Alexander Otto (v.l.)
WERNER-OTTO-PREIS
IM RATHAUS VERLIEHEN
Autismus Hamburg e.V. ist Gewinner des diesjährigen
von der Alexander Otto Sportstiftung ausgelobten
Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport.
Ausgezeichnet wurde der Verein für sein Rugbyangebot für
autistische Kinder. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld
von 15.000 Euro verbunden. Die Preisverleihung fand im
Rahmen eines Senatsempfangs mit rund 120 Gästen im
Hamburger Rathaus statt. Außerdem gab es wie in jedem
Jahr Anerkennungen verbunden mit Preisgeldern von
jeweils 5.000 Euro für Brücken für Kinder e.V. für seinen
„HafenCity-Run inklusive“, ein inklusives Laufangebot für
Menschen mit mentaler Beeinträchtigung, der SV Eidelstedt
für sein inklusives Schwimmangebot für Kinder und Jugendliche
sowie der SC Poppenbüttel für seine Gehschule für
beinamputierte Menschen.
„Die Bewerbungen sind Ausdruck der Vielfalt der Sportangebote
in unserer Stadt und des großen Engagements
der Vereine für Inklusion. Jedes einzelne Angebot trägt zur
Teilnahme und Teilhabe bei. Mit meiner Stiftung und dem
Preis möchte ich dazu beitragen, diese positive Entwicklung
zu verstetigen“, sagte Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender
der Alexander-Otto-Sportstiftung
Das macht Autismus Hamburg e.V.. Mit seinem Angebot
„Rugby für autistische Kinder“ ermöglicht der Verein Kindern
von 8-12 Jahren die Möglichkeit zur Entfaltung und Teilhabe.
Viele der Kinder erleben zum ersten Mal Gruppenerfahrungen
ohne Angst, Ausschluss und Mobbing. Ein klar strukturierter
Trainingsablauf gibt den Teilnehmenden Sicherheit,
Orientierung und Selbstvertrauen. Das Trainerteam begleitet
die Kinder mit großer Sensibilität und Professionalität.
Einige Kinder, die zuvor längere Zeit nicht zur Schule gehen
konnten, fanden durch das gestärkte Selbstvertrauen den
Weg zurück in den Unterricht. Das Preisgeld ermöglicht die
Sicherung der Trainingsgruppe und Gründung einer zweiten.
Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis
wird seit 2011 durch die Alexander Otto Sportstiftung
vergeben. Preiswürdig sind Projekte im Behindertensport in
Hamburg und der Metropolregion, die zur Inklusion und Förderung
von Menschen mit Behinderung im Sport beitragen.
Alle Preisträger gibt es auf www.alster-aktuell.de und auf
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ALSTER | 7
LOCAL PEOPLE
Bereichert Pöseldorf mit Kunstevents:
Galeristin Kirsten Roschlaub.
© Raimar von Wienskowski
GALERIE-NEUSTART NEBENAN
Über viele Jahre hat Kirsten Roschlaub mit ihrer Galerie für Kunst-Highlights im Mittelweg gesorgt. Jetzt ist die
Hamburgerin mit ihrer Galerie Roschlaub einige Straßen weitergezogen und erweitert ihr Angebot.
Alster Magazin: Du hattest 10 Jahre deine Galerie
im Mittelweg 21, jetzt bis du ein paar Straßen weitergezogen
in die Milchstraße 21. Was war der Grund
dafür?
Kirsten Roschlaub: Ich kenne die Gegend hier in Pöseldorf und
Rotherbaum sehr gut und somit auch das Ladengeschäft in der
Milchstraße Nr. 21. Ich finde es ist der schönste Laden in Hamburg
- freundlich und einladend und die Lage ist besser für Laufkunden,
als im Mittelweg. Aus diesen Gründen war es schon immer ein
Traum von mir, dort irgendwann einmal meine Galerie eröffnen zu
können. Außerdem war der Vormieter, Olaf Thomas Interieur, über
30 Jahre in dem Geschäft ansässig. Das sorgt für ein gutes Karma.
Änderst du auch dein Galeriekonzept,
oder bleibt alles beim Alten?
Neben den wechselnden Ausstellungen, die nicht mehr nur Fotografie
beinhalten werden, sondern auch Malerei, Skulpturen und
zeitgenössische Kunst im Allgemeinen, haben wir jetzt eine noch
größere Auswahl an Coffeetablebooks.
Hier kommt jeder auf seine Kosten. Ob Lifestyle, Reisen oder
natürlich Kunst. Bücher gibt es bei uns ab 15€, bis hin zu ausgewählten
Collectors Editions, die bis zu 3.500€ kosten aber auch eine
hohe Wertsteigerung haben können. Wir werden hier nicht nur klassische
Vernissagen sondern auch Buchpräsentationen veranstalten.
Viele Galerien kommen und gehen, du bist seit Jahren konstant
in Hamburgs Spitze vertreten und besten in der Kunstszene
vernetzt. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?
Das Galeriegeschäft ist sehr hart. Man muss vor allem Durchhaltevermögen
haben und natürlich sehr gut vernetzt sein. Es gibt
viele tolle Galerien in Hamburg. Ich freue mich besonders über die
jungen Galeristen in meiner Nachbarschaft wie z.B. Alice teNeues
mit ihrer Galerie „Watson“. Ich bin mir sicher, dass wir uns sehr gut
ergänzen, hier in der Milchstraße.
Du hast am alten Standort viele namhafte Fotograf*innen
gezeigt. Wie kam es dazu, dass der ikonische Fotograf Werner
Bischof den Start in der neuen Galerie macht?
Ich habe die Ausstellung von Werner Bischof in der Leica Galerie
in Frankfurt gesehen und wusste sofort, dass ich diese ikonischen
Fotos in meiner Eröffnungsausstellung zeigen möchte. Die Ausstellung
von Werner Bischof ist eigentlich über Jahre verplant.
Ich bin extra nach Zürich geflogen um persönlich mit Marco
Bischof, dem Sohn von Werner Bischof, zu sprechen und ich konnte
ihn zum Glück überzeugen, dass wir die Ausstellung zeigen können.
Gibt es ein Foto von ihm, dass dir besonders am Herzen liegt?
Diese Frage ist wirklich schwer, denn seine Fotos haben eine so
starke Wirkung und Aussagekraft. Persönlich berührt mich das
Foto des Flöte spielenden Jungen in den Anden. Kurz nach dieser
Aufnahme stürzte Werner Bischof mit seinem Auto von der steilen
Straße ab und starb bei diesem Unfall mit gerade mal 38 Jahren.
Ein großer, bis vor ein paar Jahren unentdeckter Schatz sind zudem
die Farbfotos, die bisher kaum ausgestellt wurden. Hier sieht man
den Beginn der Farbfotografie.
Mehr Infos auf www.galerie-roschlaub.de
8 | ALSTER
ADVERTORIALS
LOCAL PEOPLE
ÜBER DIE AUSEINANDERSETZUNG
MIT NEUEN TECHNOLOGIEN
Die Stiftungen der Sparkasse Holstein haben sich in diesem Jahr dem
Thema „Individualität + Intelligenz“ verschrieben. Dazu präsentieren
sie ein facettenreiches Kunst- und Kulturprogramm. Den Anfang machen
Frieder Falk mit „Black Box“ in der Galerie im Marstall Ahrensburg (bis
01.03.26) und Jaewon Kim mit „The Balance of Life“ in der Galerie in der
Wassermühle Trittau (bis 22.03.26). Die beiden setzen sich kritisch mit
der Frage auseinander, wie sich das Verständnis von Kreativität im Spannungsfeld
zwischen Mensch und Maschine verändert und suchen dafür
nach neuen Ausdrucksformen.
Ein Höhepunkt ist die Sommerausstellung „Volker Hinz – Legenden“.
Der langjährige stern-Fotograf dokumentierte über vier Jahrzehnte
hinweg Menschen und Ereignisse – von Politiker*innen über
Künstler*innen bis hin zu Alltagsgestalten – und schuf so eine visuelle
Chronik des 20. Jahrhunderts.
Jaewon Kim, a bunch of purple lines, Honigwaben, Pappe, Holz
und Filzstift (2025)
AUSSTELLUNGEN & INFOS
Mehr Infos zu den Ausstellungen und dem Vermittlungsprogramm
der Stiftungen unter www.galerie-im-marstall.de
und www.galerie-wassermuehle-trittau.de.
© Jaewon Kim
UNBEKANNTE SEITEN VON WERNER BISCHOF IN PÖSELDORF
Die erste Ausstellung von Kirsten Roschlaub in ihrer gerade
eröffneten Galerie in der Milchstraße 12 widmet sich dem ikonischen
Fotografen Werner Bischof (1916-1954) aus der Schweiz.
Unter dem Titel „COLORS + BLACK + WHITE“ sind wie der Name
bereits verrät nicht nur berühmte schwarz-weiß-Fotos zu sehen,
sondern auch Farb-Fotografien. Denn die Eröffnungsausstellung
widmet sich einem bislang wenig bekannten Aspekt im Werk von
Werner Bischof: seiner Farbfotografie. Vor rund vier Jahren entdeckten
sein Sohn Marco Bischof und Tania Kuhn im Archiv des
Werner Bischof Estate zahlreiche farbige Glasplattennegative,
die anschließend aufwendig restauriert wurden. Im Dialog mit
den ikonischen Schwarzweiß-Arbeiten eröffnen diese Bilder
eine neue, farbintensive
Perspektive auf das Werk
eines der bedeutendsten
Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Marco Bischof
glaubt, dass die Liebe
seines Vaters zur Farbfotografie
verbunden ist mit
seinen frühen Ambitionen,
Maler zu werden: Pläne, die
durch den Krieg zunichte
gemacht wurden.
© Werner Bischof Estate / Magnum Photos
Die Ausstellung ist noch
bis zum 19. April in der
Galerie Roschlaub in der
Milchstraße 21 zu sehen.
Mehr Infos auf:
www.galerie-roschlaub.
© Werner Bischof Estate
Eins der bekanntesten Fotos
von Werner Bischof: „Im Innenhof
des Meiji-Schrein“,
Tokio, Japan – 1951
Kaum bekannt: Farbfotos des
Schweizers wie „Modell mit
Rose in farbgefiltertes Licht“,
Studiofotografie, Zürich,
Schweiz – 1939.
ALSTER | 9
Jan Sosniok, Marisa Burger, Henrike Fehrs
und Leander Lichti (v.l.).
© Michael Petersohn
„WUNDERBARE GRATWANDERUNG“
Lügen, Intrigen und ein geplanter Mord: Im New York der 50er Jahre läuft ein Abend gehörig aus dem Ruder.
Schauspielerin Henrike Fehrs spielt in „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ Sekretärin Susy - und auch
sie hat einige Geheimnisse. Zu sehen ab dem 27. Februar in der Komödie Winterhuder Fährhaus.
Alster Magazin: Was hat Sie an dem Stück gereizt?
Henrike Fehrs: Mich reizt an „Kleine Verbrechen unter
Liebenden“ vor allem die außergewöhnliche Mischung
aus Komödie, Spannung und absurden Wendungen. Das
Stück spielt zudem viel mit Dingen, die man eher im übertragenden
Sinne verstehen darf. Das macht es so komplex. Die Rolle der Susy,
als scheinbar unschuldige Sekretärin, die plötzlich den geplanten
Mord stört und damit das Geschehen völlig durcheinanderbringt,
bietet mir die Chance, genau diese Dynamik auszuspielen und
sowohl komödiantisch als auch dramatisch zu wirken. Sie ist mehr
als nur Beiwerk: Susy ist ein Katalysator für Chaos und Enthüllungen.
Eine wunderbare Herausforderung für jede Schauspielerin.
Die Handlung spielt in den 1950er Jahren. Worin sehen Sie
dennoch die Aktualität?
Obwohl das Stück im New York der 50er Jahre angesiedelt ist,
spricht es erstaunlich moderne Themen an: Geschlechterrollen,
gesellschaftliche Konventionen, Fremdbilder und die unterschwelligen
Verletzungen, die im Namen von Liebe und Status entstehen
können. Die Figuren fühlen sich von ihrer Umgebung begrenzt, sei
es durch Ehe, Erwartungen oder soziale Zwänge, und finden kreative
Wege, mit diesen Beschränkungen umzugehen. Diese Themen
sind ja auch heute noch präsent, wenn auch in anderen Formen:
Selbstbestimmung, Rollenbilder und Doppelmoral innerhalb von
Beziehungen sind zeitlos.
Wie sehr ist das moralische Handeln der Figuren durch ihre
Zeit geprägt? Wo erkennen Sie Parallelen zur Gegenwart?
In den 50er Jahren waren Scheidung, Untreue oder Skandale mit
viel stärkerem sozialem Druck verbunden als heute. Jenny zum
Beispiel plant einen Mord, weil ihr die gesellschaftlichen Wege zur
Freiheit, etwa eine anständige Scheidung, versperrt sind. Dieses
moralische Dilemma entsteht aus einer Zeit, in der Frauen kaum
Wahlfreiheiten hatten und in der Status wichtiger war als persönliches
Glück. Auch heute noch sehen wir, wie Normen und Erwartungen
Menschen zu Entscheidungen drängen, die sie vielleicht
nie treffen würden, wenn sie frei wären von äußeren Urteilen oder
Rollenklischees. In dieser Reflexion zeigt das Stück seine Aktualität:
Wie weit geht man aus Liebe und was ist man bereit zu opfern?
Humor und Spannung gehen bei diesen Auftritten Hand in
Hand. Was reizt Sie an dieser Mischung besonders?
Die Kombination aus komödiantischen Momenten und einer Krimi-
Spannung ist eine wunderbare Gratwanderung: Einerseits lachen
wir über absurde Situationen, andererseits bleibt durch den (geplanten)
Mord und die Intrigen stets eine unterschwellige Spannung
bestehen. Und die Zuschauer werden fast in jeder Szene mit einer
neuen, unerwarteten Wendung konfrontiert. Das ist eine Herausforderung
für die Zuschauer und auch für uns Schauspieler. Aber eben
das macht das Stück für mich so fesselnd.
Spannend: Regie führte Ihr ehemaliger Schauspiellehrer.
Die Zusammenarbeit mit Harald Weiler ist etwas ganz Besonderes.
Als mein ehemaliger Lehrer kennt er mich als Schauspielerin noch
sehr gut, auch wenn meine Zeit als seine Schülerin nun schon fast
20 Jahre her ist. Er war an der Schauspielschule einer meiner absoluten
Lieblings-Lehrer, weil wir genau den gleichen Humor haben
und ich immer sehr schnell erahnen konnte, worauf er hinaus will.
Das ist natürlich eine sehr gute Voraussetzung. Andererseits ist es
auch etwas aufregend für mich, nach so langer Zeit nun als Kollegen
zusammenzuarbeiten. Man will zeigen, dass man etwas gelernt,
und sich weiterentwickelt hat. Fun Fact: die Rolle, mit der ich mich
2007 das erste Mal am Winterhuder Fährhaus beworben habe, hat
Harald inszeniert. Das muss doch ein gutes Zeichen sein.
Mehr Infos und Tickets auf www.komoedie-hamburg.de
VERLOSUNG
Wir verlosen 2x2 Karten für den 10. März um 19.30 Uhr.
Wer 2 gewinnen möchte, sendet bis zum 06. März eine E-Mail
an redaktion@alster-net.de, Stichwort: Verbrechen.
10 | ALSTER
ADVERTORIAL
LOCAL PEOPLE
ASIATISCHES STREETFOOD
© Annalena Ehlers
DER EXTRAKLASSE
Warum zwischen Japanisch und Koreanisch wählen? Bei Gangnam müssen Sie sich nicht entscheiden - sondern
können die Vielfalt der authentischen asiatischen Streetfood-Kultur an einem Ort genießen.
Im 1. OG der Europa Passage lädt Gangnam als moderner Asian
Food Market zu einer genussvollen Reise durch die Aromen
Koreas und Japans ein. Kulinarische Vielfalt, authentische
Rezepte und ein einzigartiges Marktkonzept treffen aufeinander
– perfekt für alle, die Abwechslung lieben und Qualität schätzen.
Entdecken Sie die köstliche Welt der koreanischen Küche in der
Japanese Booth mit frisch gerollten Kimbap, knusprigem Korean
Fried Chicken und herzhaften Ramen-Variationen. Besonders der
Gangnam Style Ramen aus der japanischen Booth ist mehr als
nur ein Gericht: Er vereint koreanische Würze mit japanischer
Eleganz und nimmt Sie mit auf eine Reise direkt ins Herz von
Seoul. Ein weiterer Gaumenschmaus ist das Korean Fried Chicken,
das in einer authentisch gestalteten koreanischen Booth serviert
wird, die ein Eintauchen in Kultur und Geschmack ermöglicht.
Die Hühnchenstücke werden nach einem speziellen Rezept mariniert,
das Süße, Würze und einen feinen Hauch von Knoblauch perfekt
ausbalanciert. Anschließend sorgt eine leichte, knusprige Panade für
das unverwechselbare Knacken bei jedem Bissen. Abgerundet wird
das Erlebnis in der stilvollen Bubble Tea Booth, die nicht nur mit
erfrischenden Kreationen begeistert, sondern auch die Energie und
das urbane Flair von Gangnam widerspiegelt. Mit modernem Dekor
und einladender Atmosphäre ist sie der ideale Ort zum Entspannen,
Genießen und Beisammensein und sorgt für ein extra Highlight im
hochwertigen Gangnam-Geschmackserlebnis.
EUROPA PASSAGE
Ballindamm 40, www.europa-passage.de
ALSTER | 11
VERANSTALTUNGSTIPPS
© Steven Haberland
MUSIK IM DUNKELN
Am 16. März verwandelt sich die Laeiszhalle in einen Raum intensiver
Wahrnehmung. Unter dem Titel „Hamburg Musik im Dunkeln“
entsteht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Veranstaltet
wird das Konzert vom gemeinnützigen Verein MenschHamburg
zugunsten des Dialoghauses Hamburg.
Hamburgs Top-Musikerinnen und -Musiker treten an diesem Abend
in Dunkelheit auf. Mit dabei sind u.a. Anna Depenbusch (Foto links),
Lotto King Karl, Rolf Zuckowski sowie Überraschungsgäste. Alle
Beteiligten verzichten auf Gagen und stellen ihr Engagement in
den Dienst dieses ganz besonderen Moments. In Anlehnung an das
weltbekannte Format „Dialog im Dunkeln“ wird auch die Laeiszhalle
an diesem Abend abgedunkelt. Nicht vollständig schwarz, aber
deutlich dunkler als bei klassischen Konzerten. Das Sehen tritt
zurück, das Hören wird geschärft. Für das Publikum entsteht ein
intensives Konzerterlebnis jenseits gewohnter Routinen.
LAEISZHALLE
Einlass: 18 Uhr. Beginn: 19 Uhr. Tickets ab 49€.
Mehr unter www.musikimdunkeln.com
WINTERHUDE CONCERT NIGHT
Am 13. März kommen gleich drei musikalische Acts ins Goldbekhaus
zur Winterthude Concert Night. Es wird Livemusik
und viel gute Laune geboten - das Publikum kann einfach
dem Sound lauschen oder sogar selbst mitsingen.
The Atticos spielen bekannte Hits von den 80ern bis heute
– mit Stimmung und Mitsinggarantie. Das Akustik-Duo
Cookies For The Cat (Foto rechts) bringt Coversongs aus
Folk, Rock, Country und Americana mit voluminösem Sound.
Der talentierte 20-jährige Singer-Songwriter Enno
Bardowicks covert gefühlvolle Hits am Klavier.
GOLDBEKHAUS
Bühne zum Hof. Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19 Uhr.
Eintritt: VV 12€/8,50 € ( zzgl. VVK Gebühren), AK 16€/12€.
Mehr unter www.goldbekhaus.de
© Cookies For The Cat
KONZERTE MIT KULTSTATUS
© Raimar von Wienskowski
Alexander Krichel, auf den großen internationalen Bühnen verankert,
kommt am 08. April in die Elbphilharmonie. Er gehört zu
jenen Pianisten, die ein Publikum nicht nur musikalisch, sondern
auch erzählerisch mitnehmen. Seine moderierten Konzerte
haben längst Kultstatus: kleine musikalische Reisen, bei denen
erfahrene Klassik-Kenner ebenso auf ihre Kosten kommen wie
neugierige Neulinge. Sein für diesen Abend konzipiertes Programm
führt durch zwei Welten, die Krichel wie kaum ein anderer
verbindet: Die strahlende, perlende kleine A-Dur-Sonate von
Schubert und Mendelssohns »Variations sérieuses« leuchten
die deutsche Romantik aus, ehe nach der Pause Rachmaninoffs
Corelli-Variationen den Weg in die russische Tradition weisen.
Den Schluss bildet Prokofjews eruptive siebte Sonate – ein
Finale, das kaum atemloser und halsbrecherischer sein könnte.
ELBPHILHARMONIE
Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 19:30 Uhr. Karten ab 26€.
Mehr unter www.elbphilharmonie.de
12 | ALSTER
VERANSTALTUNGSTIPPS
© Joachim Gern
BRASILIANISCHER JAZZ
Das Trio AMARÉ um die mehrfach mit dem Echo-Jazz ausgezeichnete
Sängerin Céline Rudolph bringt am 25. März ein frisches und emotional
aufgeladenes Konzert in den Nica Jazz Club. Sie werden ihr erst erschienenes
Album AMARÉ präsentieren.
Für das Hamburger Publikum ist Céline Rudolph keine Unbekannte –
mit ihrer musikalischen Vielseitigkeit, ihrer poetischen Tiefe und ihrer
warmen Bühnenpräsenz hat sie schon in früheren Konzerten beeindruckende
Spuren hinterlassen. Nun kommt sie mit ihrem neu gegründeten
Trio, bestehend aus ihr, Henrique Gomide und João Luís Nogueira in
den Nica Jazz Club. Mit dabei haben sie Brasilianische Musik und Jazz,
vereint mit Leichtigkeit, Tiefe und Leidenschaft. Dieses Trio definiert
die Schnittstelle zwischen brasilianischer Musik, kammermusikalischer
Klangsprache und zeitgenössischem Jazz neu. Sie entwerfen eine poetische
Vision davon, wie brasilianischer Jazz klingen kann: intim, intuitiv und
unaufhörlich im Fluss.
NICA JAZZ CLUB
Einlass: 18:30 Uhr. Beginn: 20 Uhr. Mehr unter www.nica-jazzclub.de
50 JAHRE ERFAHRUNG
Nur wenige Bands bestehen lang genug, um ihren fünfzigsten
Geburtstag zu feiern – und auch bei Squeeze schien das zwischenzeitlich
nicht selbstverständlich. Doch die britischen New-Wave-
Ikonen fanden immer wieder zueinander. Nun kommen sie mit
ihrem neuen Album „Trixies“ am 20. März nach Hamburg. Am 06.
März erscheint ihr Album, darin entführen sie ihr Publikum in die
fiktionale Welt eines gleichnamigen Nachtclubs. Die Songs dafür
schrieben die beiden Gründer Chris Difford und Glenn Tilbrook
bereits 1974 als Teenager – entschieden damals aber, dass ihnen
das nötige Können für angemessene Aufnahmen fehlte. Die
Demokassette verstaubte also in der Schublade – bis heute. Mit
50 Jahren Erfahrung im Rücken haben sie das Material nun endlich
vollendet. Ein besseres Geburtstagsgeschenk gibt es wohl kaum.
FABRIK
Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr. Mehr unter www.fabrik.de
© Dean Chalkley
© Katja Zakotnik
IM ZEICHEN DER DEMOKRATIE
Mit „trust & resistance“ schafft die Cellistin Katja Zakotnik einen
Solo-Konzertabend, der verfemter Musik gewidmet ist, sowie
Komponistinnen und Komponisten, die unter Diktaturen litten
oder heute leiden. Es ist eine Hommage an jene, die trotz widrigster
Umstände ihre Stimme in Noten verwandelt haben. Zu hören
sind diese Klänge am 27. Februar in der Kunstklinik Eppendorf.
Die Werke erzählen von Mut, Hoffnung und einer ungebrochenen
Kraft. So zum Beispiel das „Wiegala“ von Ilse Weber, die im KZ
Auschwitz ermordet wurde, als sie eine Kindergruppe betreute.
Oder das „Chonguri“ von Sulkhan Tsintsadze aus Georgien, einem
Land im Umbruch, in dem der Protest gegenwärtig keine Pause
kennt. Über dreiviertel der Musik, die in diesem Konzert erklingt,
stammt aus weiblicher Feder. Katja Zakotnik moderiert und liefert
die Hintergründe.
KUNSTKLINIK EPPENDORF
Beginn: 19 Uhr. Karten: 15€ /erm. 5€/ Unterstützungs-Preis 20€.
Mehr unter www.kunstklinik.hamburg
ALSTER | 13
LOCAL PEOPLE
Das Postcheckamt am Alten
Wall hat Lüden mehrfach
fotografiert.
Dieses Foto datiert von 1962.
Möven bei Höfn an der Südostküste
Islands. Einer Insel, die alle Formen
von Wasser aufweist.
© Vintage Germany / H. Brandt
HAMBURG IM WANDEL
Hamburg um 1960 – der Wiederaufbau ist weitgehend abgeschlossen, neue Straßen und moderne Architektur
prägen die Stadt. Fotograf Walter Lüden hält dies in zahlreichen
Aufnahmen fest, mit denen der Herausgeber Jan Zimmermann nun einen Bildband gefüllt hat.
In kurzer Zeit hat sich die Stadt Hamburg um 1960 gewandelt.
Neue Gebäude und Straßen schienen förmlich über
Nacht aus dem Boden zu schießen. Eindrucksvoll festgehalten
wurde dieser Umbruch vom Stadt-, Hafen- und
Industriefotografen Walter Lüden (1914–1996). In seinen Aufnahmen
dokumentierte er die moderne, international geprägte
Architektur, die zunehmende Vielfalt des Verkehrs, aber auch das
allmähliche Verschwinden alter Stadtstrukturen. In unzähligen
Fotografien hielt Lüden nicht nur den Alltag in der Hansestadt
fest, sondern öffnete auch den Blick auf Themenbereiche, die in
der damaligen Stadtfotografie selten Beachtung fanden.
Diese fotografischen Werke bilden die Grundlage für das
neue Fotobuch „Eine Stadt in Bewegung - Hamburg um 1960.
Fotografien von Walter Lüden“, herausgegeben vom Autor
und (Foto-)Historiker Dr. Jan Zimmermann. Es werden darin
die verschiedensten Ecken der Hansestadt erkundet. „Stadt ist
immer spannend, weil sie sich dauernd ändert. Landschaftsfotografien
können über lange Zeiten sehr gleichförmig aussehen.
Da bekommt man vom Zeitkolorit wenig mit“, beschreibt der
Herausgeber, „Aber wenn wir Stadtfotos sehen, gucken wir jedes
Mal hin. Entweder wir erkennen es gleich oder wir fangen an zu
überlegen, wo das sein könnte. Wir leben in Städten und sehen
die Gegenwart, aber eine Stadt hat eben auch an jeder Ecke eine
Vergangenheit.“ Lüden, dessen Atelier sich in der Innenstadt
befand, hat zwar nicht überall in der Stadt, aber an vielen Punkten
immer wieder fotografiert. Die Firmen, für die er gearbeitet
hat, waren auf Farben, Lacke und Dämmmaterialien spezialisiert
und haben überall in der Stadt Gebäude ausgestattet. Denen ist
Walter Lüden gefolgt. So nimmt er auf seinen Aufnahmen auch
in Stadtteile wie Horn und Bramfeld mit - was für einen Stadtfotografen
damals eher selten war.
Schon 2014 hat Jan Zimmermann ein Buch mit Lüdens Hamburg-Fotografien
herausgegeben und kennt sich daher mit dessen
Arbeit sehr gut aus. Da Walter Lüden zahlreiche Aufnahmen
hatte - sein Nachlass umfasst über 5.000 Filme –, blieben unzählige
sehenswerte Bilder bisher noch unveröffentlicht. „Es ist mein
zweites großes Buch mit Lüden Fotos und mein Ziel war es, die
Nachkriegszeit wegzulassen. Damit hat sich der erste Band vor
14 | ALSTER
LOCAL PEOPLE
über zehn Jahren sehr stark beschäftigt. Diesmal sollte es um
Architektur gehen“, so Zimmermann, „Besonders spannend finde
ich, dass viele der Bauten mittlerweile unter Denkmalschutz
stehen. Nicht jeder versteht, warum man ausgerechnet ein Bürogebäude
aus den 60ern unter Denkmalschutz gestellt werden
muss. Aber auf den Fotos kann man dieses Haus in seinem
Ursprung sehen, noch in ganz neuem Zustand.“
Architektur trifft in den Aufnahmen auch immer wieder auf
den Hamburger Verkehr, was die Stadt in all ihrer Dynamik
abbildet - ob Autos, Schiffe oder Züge. Nur wenige Fotografen
haben dieses Wechselspiel in einer solchen Dichte dokumentiert.
„Viele Fotografen haben entweder die schönen Autos oder das
Haus an sich fotografiert. Was macht Lüden? Er stellt sich auf die
andere Straßenseite und fotografiert die Autos vor dem dahinter
liegenden Haus. Das ist etwas ganz Besonderes in seinen Fotos
aus dieser Zeit“, so der Autor und (Foto-)Historiker.
Diese neuen und modernen Gebäude, die auf das muntere
Durcheinander in der Stadt treffen, verdeutlichen den Optimismus
der 1960er Jahre, der unter anderem dem wirtschaftlichen
Aufschwung zu verdanken ist. „Die Kombination aus Glas,
Stahl und dem Chrom der Autos - da kommt für mich ein ganz
besonderes Zeitgefühl hoch. Das heißt nicht, dass die Menschen
immer glücklich gewesen sind. Das sieht man bei den Passanten,
die haben genauso angestrengte Gesichter wie wir heute. Aber
die Bewegung und diese aufstrebenden Hochhäuser haben eine
Dynamik, die optimistisch in die Zukunft ragen. „Der Krieg liegt
hinter uns und jetzt wird alles wieder besser“ - das transportieren
für mich die Neubauten mit den vielen Autos“, beschreibt der
Herausgeber und fügt hinzu, „Es ist aber auch klar: Das ist die
Zeit, in der die Probleme von heute beginnen. Was den Verkehr
angeht, den Ausbau der autogerechten Stadt oder Denkmalschutz
für Häuser, bei denen klar ist, dass sie energetisch gar nicht mehr
auf dem Stand sind. Deshalb hat das auch so eine Aktualität.“
Um ein besseres Verständnis für die Person hinter den Fotos
zu bekommen, hat sich Jan Zimmermann zuvor auch mit dem
Bildungsweg, der beruflichen Ausbildung und dem Leben und
Wirken des Stadt-, Hafen- und Industriefotografen auseinandergesetzt.
Eine Person war ihm dabei eine besonders große Hilfe:
„Die Tochter von Walter Lüden hat in seinem Atelier als Fotolaborantin
gelernt und wusste viel über die Arbeit ihres Vaters. Ich
konnte viel aus ihren persönlichen Erinnerungen gewinnen.“
Warum Jan Zimmermann sich durch tausende Fotografien arbeitet
und sich intensiv mit den Geschichten hinter den Bildern
beschäftigt, hat für ihn auch einen ideellen Grund: „Ich dachte
mir: Die Fotos sind so gut, die muss man doch zeigen. Die sind
vielleicht einmal vor fünfzig oder sechzig Jahren in einem Buch
gewesen, aber seitdem nicht mehr gesehen worden. Den Blick
auf das Gesamtwerk macht ein Fotograf eigentlich nie selbst.
Da braucht es vielleicht auch den Blick eines anderen, um eine
Gesamtschau aus der großen Auswahl zusammenzustellen. Und
da bin ich eben in Hamburg einer von mehreren, die sich mit alten
Fotos beschäftigen. Man muss das zeitlich mit dem Beruf vereinbaren
können. Das macht man nicht einfach so nebenbei. Deshalb
sind solche Bücher nach wie vor etwas ganz Besonderes.“ lm
Tuckernde Käfer-Motoren dienen als Wärmequelle, während
im Hintergrund der Frachter Margarethe Bolten liegt.
© Vintage Germany / H. Brandt (3)
Das Audimax hat Lüden schon 1959 während des Baus fotografiert.
Dieses Foto wurde 1961 aufgenommen.
BUCHTIPP
Eine Stadt in Bewegung -
Hamburg um 1960. Fotografien
von Walter Lüden,
Hrsg. Jan Zimmermann,
Junius Verlag, Bildband,
224 Seiten, 49,90 Euro
Von 1954 bis 1962 fuhr im Kinderparadies
Planten un Blomen eine Kindereisenbahn.
ALSTER | 15
LOCAL PEOPLE
© WDR/ Annika Fußwinkel
Gehört zu Deutschlands
bekanntesten Umweltaktivisten:
Hannes Jaenicke
„ANDERE LÄNDER SIND WEITER“
Für das Neujahrsdinner ihres Clubs europäischer Unternehmerinnen hatte Kristina Tröger als
Talkgast den Schauspieler und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke ins Hotel Vier Jahreszeiten geladen.
Wir nutzen nach dem Talk die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch an der Alster.
Alster Magazin: Du hast vorhin erklärt - passenderweise
überwiegend vor Unternehmerinnen - , dass
Frauen nachhaltiger sind als Männer. Wie hast du das
festgestellt?
Hannes Jaenicke: Ich mache seit 20 Jahren Dokus und habe für
jedes Thema intensiv recherchiert, um entsprechende Protagonisten
zu finden. Und egal, ob es um Elfenbein- oder Wildtierhandel oder
andere Umweltschutz-Themen ging, fast immer sind wir bei den
Jane Goodalls dieser Welt hängen geblieben - bei Sylvia Earle, der
berühmtesten Meeresschützerin der Welt, bei Dr. Lucy King, die
Elefanten schützt, bei Laurie Marker, die berühmteste Geparden-
Forscherin oder bei Stefanie Brendel, die berühmteste Haischützerin
der Welt. Es sind auffälligerweise immer Frauen... (überlegt). Ich
würde sagen, 5 Prozent meiner Protagonisten waren Männer und 95
Prozent waren Frauen.
Das Zweite, das bei mir aus deinem Talk mit Kristina Tröger
extrem hängen geblieben ist, war dein Satz, dass „nur noch eine
Anpassung an den Klimawandel möglich ist, die Bekämpfung
nicht mehr“. Woran machst du das fest?
Wenn jetzt der Meeresspiegel steigt, was soll Hamburg dann
machen? Auf Schiffen leben? Es gibt tatsächlich entsprechende Projekte
in den Niederlanden. Die Niederländer sind weiter als wir, sie
berechnen sehr viel präziser, was auf sie zukommt. Ist ja klar, die
haben mehr Küste und die Hälfte des Landes liegt unter dem Meeresspiegel.
Und warum bauen die Griechen überall Pocket Parks?
Wieso versuchen die Südeuropäer, ihre Städte runterzukühlen? ...
Was sind Pocket Parks?
Kleinere oder größere brachliegende Flächen, die sofort mit
Bäumen bepflanzt werden, um für Abkühlung zu sorgen. Es werden
kleine Oasen in dichter Bebauung geschaffen.
Paris hat es auch gemacht...
Ja, es schaffen alle außer uns. Jetzt noch weniger. Im Koalitionsvertrag
findet das Thema Klimaschutz nicht mehr statt und es ist
aus dem Tagesgeschäft verschwunden. Im Ausland nicht und das
macht mir Hoffnung, dass es auch bei uns verstanden wird. Paris ist
eine Weltstadt mit Vorbildfunktion, weil sie versucht alles Grün zu
machen. Ich bin viel unterwegs, sehe Städte wie Amsterdam, Leiden
oder Utrecht. Sie sind teils Autofrei, das ist gut für das Klima und
die Lebensqualität. Nimm Kopenhagen, mitten in der Stadt bauen
16 | ALSTER
sie eine Müllverbrennungsanlage, die ein Fernwärmekraftwerk ist
und gleichzeitig ein Skigebiet mit künstlichem Schnee. Top. Neuseeland
liegt bei 84 Prozent regenerativen Energien. Also es gibt
Länder auf der Welt, wo es vorangeht, die weiter sind als wir.
Du selbst willst nicht warten und bist lange im Umweltschutz
aktiv. Unter anderem mit deiner „Pelorus Jack Foundation“.
Was genau macht ihr?
Sehr viel, vor allem aber unterstützen wir Menschen und Organisationen,
die nicht über üppige Spendensummen verfügen oder in
Büros sitzen und PR-Kampagnen organisieren, sondern die sich
an vorderster Front für den Erhalt der Natur und bedrohte Spezies
einsetzen. Beispielsweise für Orang-Utans auf Borneo, die durch
Vernichtung von Regenwäldern durch Palmöl-Plantagen oder
Tropenholz-Export ihren Lebensraum verlieren. Wir unterstützen
aber auch Projekte bei uns, wie Asinella bei München, die professionelle
tiergestützte Esel-Therapien anbietet, u.a. bei Kindern mit
Entwicklungsverzögerungen oder körperlichen Einschränkungen.
Mehr dazu gibt es auf www.pelorus-jack.org
kw
© Ulrich Tröger
Gastgeberin und CeU-Präsidentin Kristina Tröger,
Talkgast Hannes Jaenicke und Chefredakteur Kai Wehl (v.l.)
Siehe auch S. 32
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Top-
Bewertung
4,8
LOCAL PEOPLE
Jubiläum: Einen der beliebtesten
Bälle in der Hansestadt gab es in
diesem Jahr zum 75. Mal.
TANZ AN DER ALSTER
© Venia Peuker Fotografie
Den gab es beim 75. Hamburger Presseball im Hotel Atlantic. Rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur
und Medien feierten nicht nur einen gesellschaftlichen Höhepunkt zu Jahresbeginn, sondern taten mittels einer Tombola
auch Gutes, um Journalist*innen und ihre Angehörigen in Not zu unterstützen.
Nach einem Crémant-Empfang genossen die Gäste den
Abend bei einem Galadinner-Buffet mit Austern des
französischen Austernzüchters David Hervé, liebevoll
kalligrafierten Platzkarten von Kalligrafin Jeannine
Platz sowie einem Dessert-Buffet, das durch eine von Mercedes-
Benz gesponserte Jubiläumstorte in Form eines Oldtimers ergänzt
wurde. Erstmals wurden in diesem Jahr zwölf freie Ballkarten an
Nachwuchsjournalist*innen vergeben. Junge Redakteur*innen,
Volontär*innen sowie freie Journalist*innen hatten sich dafür mit
einer Antwort auf die Frage beworben, warum sie unbedingt beim
Hamburger Presseball dabei sein sollten. Nach der Balleröffnung
durch einen Flashmob der Stage School Hamburg tanzten die
Gäste zu Live-Musik der Band Max & Friends. Durch den Abend
führte Moderator Yared Dibaba.
Einer der Höhepunkte des Balls ist stets die Verleihung des mit
mit 2.500 Euro dotierten Erich-Klabunde-Preises, mit dem der
DJV Nord sozialpolitisch herausragende journalistische Arbeiten
würdigt. Er ging an den Journalisten Severin Pehlke. Ausgezeichnet
wurde er für seinen Fernsehbeitrag „NDR Story – Richter und
Täter – Wiedersehen auf St. Pauli“. Die Idee zu dem Film stammt
von der NDR-Autorin und Filmemacherin Laura Borchardt.
Überreicht wurde der Preis von Hamburgs Erstem Bürgermeister
Dr. Peter Tschentscher. Der Erich-Klabunde-Preis wird seit 1957
vergeben und erinnert an den 1950 verstorbenen ersten Vorsitzenden
des DJV auf Landes- und Bundesebene. Er zählt zu den
ältesten Journalistenpreisen Deutschlands.
Auch der gute Zweck kommt traditionell nicht zu kurz, denn die
Macher des Hamburger Presseballs haben sich auf die Fahnen
geschrieben, in Not geratene Journalist*innen zu unterstützen. So
gab es eine Tombola mit Preisen im Gesamtwert von rund 33.000
Euro. Der Erlös kommt der Stiftung der Hamburger Presse
zugute. Mehr Infos: www.hamburger-presseball.de
Gastgeber: Jan Frenzel (Stiftung Hamburger Presse), Marina Friedt (DJV Nord), Peter Ulrich
Meyer (Landespressekonferenz) und Martin Schnitker (Stiftung der Hamburger Presse, v.l.)
18 | ALSTER
Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und
Erich-Klabunde-Preisträger Severin Pehlke (r.)
LOCAL PEOPLE
© Valérie Wagner/Ulrich Mertens
„EIN ZEICHEN DER SOLIDARITÄT“
Am 27. Januar war Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Tag organisierte
Fotografin Valérie Wagner eine Fotoaktion, bei der Hamburger*innen einen großen Davidstern bildeten.
Mit dem interaktiven Projekt SEITE AN SEITE macht
Valérie Wagner in Zusammenarbeit mit dem Fotografen
und Drohnenpiloten Ulrich Mertens jüdisches
Leben im öffentlichen Raum sichtbar. So soll ein Zeichen
der Solidarität mit Jüdinnen und Juden gesetzt werden - und
viele Hamburgerinnen und Hamburger machen mit. Bei mehreren
Aktionen bildeten sie in der Stadt gemeinsam einen Davidstern, der
von oben fotografiert wurde - am Elbstrand, auf dem Rathausmarkt
und auf dem St. Pauli Bunker. Am 27. Januar fand nun die finale
Aufnahme für das Projekt auf dem Joseph-Carlebach-Platz
im Grindelviertel statt. Laut Valérie Wagner gab es an diesem
Tag mehrere Risikofaktoren für die Aktion: Das Wetter, das einen
Drohnenflug hätte verhindern können, und die Anzahl der Beteiligten.
„Ich war unendlich erleichtert, als ich feststellen konnte,
dass sich über 300 Menschen zur Kunstaktion und zum Gedenken
versammelt hatten – trotz Schneematsch und Kälte“, beschreibt
die Fotografin, „Gleichzeitig war es überwältigend, zu sehen, dass
ich so viele Menschen dazu bewegen konnte, ein Zeichen der
Solidarität zu setzen und Haltung zu zeigen: für Jüdisches Leben
in Hamburg. In diesem Moment ist der Traum, der für mich hinter
diesem Projekt steht und mich dazu motiviert hat, es umzusetzen,
Wirklichkeit geworden.“ Am Ende habe der herausfordernde
Schnee dem Bild sogar eine magische Lichtstimmung verliehen.
Nach der Aktion folgte eine Ansprache von Anna von Villiez und
als Abschluss sprach der Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde
Hamburg K.d.ö.R. Shlomo Bistritzky ein Gebet zum Gedenken an
die Opfer der Shoa. Valérie Wagner zeigte sich von dem Tag, der
Resonanz und den Rückmeldungen sehr berührt: „Ich wollte einen
Raum bieten, in dem es möglich sein würde, sich sicher, friedlich
und nachhaltig gegen Antisemitismus und für Zusammenhalt zu
engagieren und bin sehr dankbar und glücklich, dass das in dieser
Form möglich war und gelungen ist und wir ein leuchtendes Zeichen
für Hamburg setzen konnten.“ Die Bilder aus dem Projekt
werden 2026 im öffentlichen Raum zur Triennale der Photographie
in Hamburg präsentiert. Mehr Infos unter www.valeriewagner.de
© Thomas Hirsch -Hüffell (2)
ALSTER | 19
LOCAL PEOPLE
Fotos: © BReiffert/GRÜNE Fraktion Nord
Im betroffenen Abschnitt des
Südrings stehen viele Parkplätze
leer – die übrigen werden
oft von Lkws, Anhängern und
anderen gewerblichen
Fahrzeugen eingenommen.
MEHR PLATZ IN WINTERHUDE?
Hamburgs Verkehr soll umweltfreundlicher werden: Bis 2030 sollen 80 % der Wege nachhaltig
zurückgelegt werden. Im Stadtpark könnte dieses Ziel bald konkret werden, denn eine Untersuchung
des Bezirksamtes Hamburg-Nord ergab, dass er künftig größer und teilweise autofrei werden könnte.
Auf dem Südring am Stadtpark - der vom Grasweg bis zur Saarlandstraße
geht - könnten bald weniger Autos rollen.
Das Bezirksamt Hamburg-Nord überlegt, ob der Bereich zwischen
dem anliegerfreien Abschnitt zwischen Wiesenstieg und
Schwimmbad des Südrings komplett autofrei werden könnte.
Dadurch wäre es dann auch möglich, dass ein Rad- und Fußweg
entlang des Goldbekkanals entsteht.
Es wurde sich schon länger damit beschäftigt, inwiefern eine
Reduzierung des Kfz-Verkehrs an diesem Ort möglich wäre und
wie sich das auf das umliegende Straßennetz auswirken würde.
Im August 2023 wurde daher das Büro Mociety beauftragt, eine
Verkehrsuntersuchung durchzuführen. Nun liegen die Ergebnisse
vor - die eine Umnutzung der Straße für Fahrradverkehr und
Fußgänger für möglich erklären. „Hamburg-Nord mit einem Netz
aus sicheren, schnellen und bequemen Routen für den Radverkehr
zu versehen, ist einer der längsten Hebel für mehr Klimaschutz
im Bezirk. Denn über 50% unserer bezirklichen CO2-Emissionen
kommen vom Autoverkehr“, sagt Thorsten Schmidt, stellv. Vorsitzender
der GRÜNEN Fraktion und Sprecher für Winterhude.
Der Südring gilt als wichtiger Teil des Radverkehrsnetzes und
aufgrund der Umgestaltung zwischen Saarlandstraße und Stadthallenbrücke,
bei der breitere Radwege, eine Fahrradstraße sowie
eine direkte, barrierearme Anbindung bis zur U-Bahn-Station
Saarlandstraße geplant sind, dürfte auch der Berich des Südringes
an Bedeutung für den Radverkehr gewinnen.
Durch eine Umgestaltung der Fahrbahnflächen soll der KFZ-Verkehr
laut Untersuchung nicht zu stark eingeschränkt werden, da
das Aufkommen vor Ort sowieso eher gering sei. Außerdem soll
der Umbau der Saarlandstraße die Zahl durchfahrender Autos um
ca. ein Drittel reduzieren. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass
der Parkraum im gesamten Südring und besonders im Abschnitt
der geplanten Umgestaltung bei Weitem nicht voll ausgelastet
ist. Parkende Fahrzeuge waren bei der Verkehrsuntersuchung
zu wesentlichen Teilen Wohnmobile, Anhänger, Foodtrucks und
andere gewerbliche Fahrzeuge. „Diese Art der Nutzung unter-
bindet die Polizei schon jetzt durch eine neue Anordnung für den
Südring zwischen Borgweg und Wiesenstieg: Hier ist nur noch
das Parken für Pkw gestattet. Die Polizei schafft damit zusätzlich
Platz für die eher wenigen privaten Pkw, die künftig zwischen
Wiesenstieg und Schwimmbad nicht mehr parken sollen. Das
entlastet außerdem das geschützte Gartendenkmal Stadtpark“, so
Thorsten Schmidt.
Durch die Untersuchung konnte bestätigt werden, dass die Herstellung
eines KFZ-freien Bereiches im Südring umsetzbar ist und
sogar im vergleich zur derzeitigen Situation Vorteile bieten würde.
Die Umgestaltung könnte auch ein Gewinn für die Naherholung
sein.
Laut Bezirksamt soll nun zeitnah mit der Detailplanung begonnen
werden - dazu gehört auch eine genauere Planung der neu gewonnenen
Freiflächen.
Thorsten Schmidt am Südring vor parkenden Lkws.
20 | ALSTER
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ALSTER | 21
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22 | ALSTER
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ALSTER | 23
| TRAUMHOCHZEIT
Umringt
von Liebe
Der Ehering gehört zu den ältesten Symbolen der
Liebe und Verbundenheit. Seine Form – ein
geschlossener Kreis ohne Anfang und Ende – steht seit
Jahrtausenden für Ewigkeit, Treue und Zusammenhalt.
Seine Geschichte ist dabei ebenso vielfältig wie
die Kulturen, in denen er getragen wird.
Schon im alten Ägypten galten Ringe als Zeichen der
Unendlichkeit. Geflochten aus Schilf, Hanf oder Leder
und später aus Metall gefertigt, symbolisierten sie die
ewige Verbindung zweier Menschen. Die Römer übernahmen
diese Tradition und führten den Ring als rechtliches
Zeichen der Ehe ein – damals meist aus Eisen, um Beständigkeit
auszudrücken. Es herrschte damals außerdem der Glaube, dass
der vierte Finger der linken Hand über die „Liebesader“ (Vena
Amoris) mit dem Herzen verbunden ist. Daher wurde der Ring
traditionell dort getragen.
Im Mittelalter wurde der Ehering zunehmend religiös geprägt.
Im 12. Jahrhundert festigte die Kirche als christliche Tradition
den Ring als Symbol des Treueversprechens. Gold setzte sich
als bevorzugtes Material durch, da es Reinheit, Wert und Unvergänglichkeit
verkörperte. Gravuren, Symbole und später auch
Edelsteine verliehen dem Ring eine persönliche Bedeutung.
Bis heute gibt es weltweit unterschiedliche Vorlieben und Bräuche
rund um den Ehering: Ob aus schlichtem Gold oder Platin
und an der rechten Hand getragen, wie es in Deutschland und
Mitteleuropa beliebt ist oder eher wie in den USA, Südeuropa
und Großbritannien, wo die Ringe meist an der linken Hand
getragen werden. In Indien sind neben Ringen auch andere
Schmuckstücke wie Halsketten oder Armreifen wichtige Ehe-
Symbole. Gold ist besonders geschätzt und steht für Wohlstand
und Segen. Im Nahen Osten sind aufwendig gestaltete Ringe mit
Ornamenten oder Edelsteinen verbreitet. Häufig werden Ringe
zur Verlobung und zur Hochzeit unterschieden.
Beliebt ist es heutzutage aber auch, persönliche und einzigartige
Eheringe zu tragen, gefertigt von kunstfertigen Juwelieren - oft
auch nach den eigenen Entwürfen der Eheleute und mit individueller
Gravur.
So unterschiedlich die Formen, Materialien und Traditionen
auch sind – der Ehering bleibt weltweit ein stilles Versprechen.
Er erzählt von Liebe, Zusammengehörigkeit und dem Wunsch,
diesen Bund sichtbar zu machen. Ein kleines Schmuckstück, das
große Gefühle trägt – über Kulturen und Jahrhunderte hinweg.
24 | ALSTER
ANZEIGEN-SPEZIAL
ADVERTORIAL
TRAUMHOCHZEIT
GENUSSMOMENTE
FÜR BESONDERE ANLÄSSE
Verónica und Cecilia helfen dabei, die besonderen Momente des
Lebens stilvoll zu feiern. Mit ihrem Herzensprojekt CherryLicious
Celebration Planning versüßen sie jedes Fest - ob private
Feier, Hochzeit oder Firmenevent – Cherrylicious begleitet
von der ersten Idee bis zur perfekten Umsetzung und schafft
Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Mit hochwertigen Zutaten,
handwerklicher Präzision und viel Liebe zum Detail entstehen
individuell gestaltete Torten, Cupcakes, Cakepops, Sweet Tables
und persönliche Dessertkonzepte nach Maß. Ergänzt wird das
Angebot durch ausgewählte Back- und Dekorationskurse für alle,
die selbst in die Welt der feinen Tortenkunst eintauchen möchten.
Mehr Infos unter Tel. 0152 23676849 & www. cherrylicious.net
© seker_photography
Der kurze Weg zum großen Ja.
Nordseeinsel Pellworm.
Sagt Ja an einem der außergewöhnlichsten
Hochzeitsorte
des Nordens! Ob auf dem
Leuchtturm, im Hochzeitsstrandkorb
am Meer oder auf
der romantischen Hallig
Süderoog – wir machen Euren
großen Tag auf unserer Insel
unvergesslich.
Kur- und Tourismusservice Pellworm
04844 189-25 | leuchtturm-hochzeit.de
info@leuchtturm-hochzeit.de
ALSTER | 25
WOHN-TRENDS
Es wird
hell im Haus
Neues Jahr, neue Möbel. Viele orientieren sich dabei an der
Pantone Farbe des Jahres. Die heißt diesmal Cloud Dancer -
ein edles Weiß, das für Entspannung sorgt und Raum bietet
für gedankliche Weite in den eigenen vier Wänden.
Fortsetzung auf S. 28
26 | ALSTER
WOHN-TRENDS
PENDELLEUCHTE
»ROBELLA«
von Hofstein, ca. 79,90 €,
via www.otto.de
TISCHLEUCHTE
von Søstrene Grene, ca. 24,90 €,
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28 | ALSTER
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ALSTER | 29
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Funktionales kann auch schön
sein: Die Fluchttreppe in den
Kolbenhöfen (Ottensen) setzt
einen skulpturalen Akzent, der
ein echter Hingucker ist.
IMMOBILIEN
HAMBURGS PERLEN
DER ARCHITEKTUR
Es ist ein Muss für Hamburgs Architekturfreund*innen:
das Architekturjahrbuch der Hamburgischen
Architektenkammer. Seit 1989 dokumentiert
und reflektiert es regelmäßig die bauliche Entwicklung
der Hansestadt.
Die Architektinnen und Architekten durchleben eine
schwierige Zeit, die Architektur aber nicht. Unser
diesjähriges Jahrbuch zeigt erneut viele wunderbare
Projekte, die entstehen konnten trotz gestiegener
Kosten und auch überbordender Regularien, die häufig leider
nicht besonders zielführend sind. Architektinnen und Architekten
sind dafür prädestiniert, gute Lösungen zu finden, das
zeigt sich gerade in Krisenzeiten“, sagt Karin Loosen, Präsidentin
der Hamburgischen Architektenkammer, im Editorial
des Buches.
Die gezeigten Projekte lassen eine Krise, zumindest augenscheinlich,
nicht erahnen. Es geht nämlich gut los. Der erste
Beitrag der aktuellen Ausgabe „Leuchtturm am Stadtrand“
befasst sich mit dem Neubau der Stadtteilschule Kirchwerder
(siehe Cover unten) und der kann sich sehen lassen. Nimmt er
doch geschickt die hohen Giebel der traditionellen Langhäuser
der umgebenden Vier- und Marschlande als architektonische
Anregung. Was Architektur bewirken kann, wird auch
im dritten Beitrag offensichtlich: Es wird der - nicht unumstrittene
- Umbau des Hochbunkers Feldstraße zum neuen
grünen Wahrzeichen der Stadt beleuchtet. Wer einmal oben
war, wird ihn lieben. Ebenfalls sehr groß und in dieser Ausgabe
behandelt wird das Westfield Hamburg-Überseequartier.
Lange wurde im Vorwege kontrovers diskutiert, nun ist es da
und ein markanter Teil der Stadt geworden, mit dem sich der
Autor kritisch auseinandersetzt. Dass es aber nicht nur groß
und eindrucksvoll geht, zeigen einige gelungene Wohnhäuser,
seien es Erweiterungen oder Neubauten.
Das jeweils enthaltene Hamburger Feuilleton beschäftigt sich
diesmal mit dem Zusammenhang von Hafenentwicklung und
Stadtplanung, erörtert die klimaresiliente Freiraumplanung
sowie den Stand der Wettbewerbskultur in Hamburg und
beschreibt den hohen Wert städtebaulicher Heterogenität. Das
aktuelle Porträt widmet sich dem Büro LRW Architekten, das
historische Porträt dem Architekten und Architekturkritiker
Hermann Funke.
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ALSTER | 31
WHAT‘S UP IN
TOWN?
Katja Kleffmann, Lufthansa und
Daniela Eschbach, Autorin (r.)
Daniela Conrad, Pelorus Jack Foundation, Talkgast Hannes Jaenicke , Schauspieler und
Umweltaktivist und Kristina Tröger, CeU-Präsidentin (v.l.)
UMWELTTALK
Der Club europäischer Unternehmerinnen
e. V. (CeU) eröffnete das Jahr mit einem
Neujahrsdinner im Hotel Vier Jahreszeiten.
Unter der Leitung der Präsidentin
Kristina Tröger kamen mehr als 140
Unternehmerinnen zusammen. Ehrengast
des Abends war der Schauspieler,
Synchronsprecher, Dokumentarfilmer
und Umweltaktivist Hannes Jaenicke.
Im Rahmen eines CeU-Talks mit Kristina
Tröger sprach Jaenicke über das Thema
„Boden, Klima und Natur“. Der mehrfach
ausgezeichnete Umweltaktivist setzt sich
seit Jahren öffentlich für Umwelt- und Klimaschutz
ein und nutzt seine Bekanntheit,
um auf ökologische Missstände aufmerksam
zu machen.
Auf seiner frühen Amerika-Reise
entdeckte er in San Francisco das
cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.
Insa Rücker, Molkerei Rücker und
Janna-Lena Baierle HISCOX und
Gabriele Vetter, Vetter Industrie (r.) Prof. Dr. Jetta Frost Uni HH (r.)
© Stephan Wallocha
© Ulrich Tröger
Gastgeberin Cornelia Poletto (r.) und
Christiane Dienhold, Geschäftsführerin des AKK
Kinderliedermacher Rolf Zuckowski
und Schauspielerin Sandra Quadflieg
Kochlegende
Tim Mälzer
Schauspielerin Sanna Englund
und Schauspieler Nicolas König
CHARITY-KELLNERN
Tabletts statt Talkshow, Schürze statt Scheinwerferlicht: Beim Charity-Abend
im Cornelia Poletto PALAZZO wechselten Hamburger Persönlichkeiten zum 8.
Mal die Seiten und standen nicht auf der VIP-Liste, sondern im Einsatzplan: Als
Kellner*innen verwöhnten sie die rund 300 Gäste im Spiegelpalast zugunsten
des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK). Der Charity-Abend war eingebettet in
die aktuelle PALAZZO-Show „Hier & Jetzt“ – ein Mix aus einem exklusiven Vier-
Gang-Menü von Cornelia Poletto und einer Live-Show mit Artistik, Musik und
Comedy. Der Reinerlös kommt dem Lufthafen im AKK zugute – einer bundesweit
einzigartigen Einrichtung für langzeitbeatmete Kinder und Jugendliche. Mit den
Spendeneinnahmen werden in diesem Jahr natur- und tiergestützte Therapieangebote
finanziert.
32 | ALSTER
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Das nächste Alster Magazin erscheint am 06. März 2026
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Nickelsen | G r a fi k :Juliane Oldhaver, Susanne Kaps, Sandra Schorr | Titelgestaltung: Sandra Schorr | Fotos: u. a. Adobe Stock | EDV- und DTP-Beratung: Shared IT
Druck: PerCom Druck und Vertriebsgesellschaft mbH | Vertrieb: Hamburg Lokal Zeitung GmbH - © 2026 Magazin Verlag Hamburg
Das Alster Magazin liegt in ausgewählten Unternehmen (in Eppendorf, Winterhude, Harvestehude, Uhlenhorst, Pöseldorf, Rotherbaum,
St. Georg, Hafencity) für Sie bereit und ist kostenlos: magazine.hamburg/sharepoints
ALSTER | 33
WHAT‘S UP IN
TOWN?
Sorgten für das Catering:
Mary-Ann und Dennis Kwong
Frank Mutters und
Guido Maria Kretschmer (r.)
© Claudia Tejeda
Sue Giers, Gastgeberin und Galeristin Kirsten Roschlaub
und Marion Fedder (v.l.)
GALERIEOPENING
Mit einer hochkarätigen Vernissage
wurden die neuen Räume der Galerie
Roschlaub in der Milchstraße 21 in
Pöseldorf feierlich eröffnet. Unter dem
Titel „COLORS + BLACK + WHITE“ wurde
zugleich die Eröffnungsausstellung mit
Fotografien von Werner Bischof vorgestellt.
Zu den Gästen zählten Ingeborg
Prinzessin zu Schleswig-Holstein, Ole
von Beust mit Lukas Förster, Guido Maria
Kretschmer mit Frank Mutters sowie
zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus
Kunst & Kultur, Medien und Wirtschaft.
Kulinarisch wurde der Abend mit chinesischen
Köstlichkeiten des Dim Sum Hauses
begleitet. Die Fotos sind bis zum 19. April
zu sehen.
Auf seiner frühen Amerika-Reise
entdeckte er in San Francisco das
cbrfhggruzur3guzrgv Steak-Haus.
Kümmert sich um das fotografische
Erbe seines Vaters: Marco Bischof
© Claudia Tejeda
Gastgeber Sharam Honarbakhsh mit der
Moderatorin des Abends Anna Leusch (NDR)
Landschaftsgarten-Experten: Andrea
und Thorsten Biermann
Herzenssache Kinderkrebs-Vorstände
Magdalena Kukla und Jacquline Pojer (r.)
Sophie Goldmann, Breuninger Hamburg GF
Henning Riecken und Martina Dackweiler (v.l.)
GELUNGENER JAHRESAUFTAKT
Mit einem exklusiven Neujahrsstart ist Memberslounge gemeinsam mit
Breuninger in dessen Special Service-Räumlichkeiten ins Jahr gestartet. Sie
boten den passenden Rahmen für ehrliche Gespräche, neue Impulse und nachhaltige
Verbindungen der geladenen Unternehmer*innen. Die Moderation des
Abends übernahm Anna Leusch. Im Mittelpunkt ihres kleinen Talks stand die
Frage nach dem Wert exklusiver Netzwerke in einer zunehmend digitalen Welt.
Seit 2013 steht Memberslounge für persönlichen Austausch auf Augenhöhe.
„Auch an diesem Abend wurde deutlich, dass Vertrauen, Haltung und gute Beziehungen
die Grundlage für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg sind“, erklärte
Memberslounge-Gründer Sharam Honarbakhsh. Im Anschluss wurde bei Drinks
und Köstlichkeiten vom Restaurant CLAAS entspannt genetzwerkt.
34 | ALSTER
NEUE
KUNDEN
GEWINNEN
INSPIRATIONEN
FÜR HAMBURGERINNEN
Die Frühlings-Ausgabe unseres Magazins HAMBURG WOMAN erscheint am 29. Mai.
Mit Frauen, die etwas bewegen, Wellnesshotels, Mode & Beauty, Rezepten sowie Sommerideen.
Eine tolle Möglichkeit, in diesen Segmenten neue Kund*innen für Ihr Unternehmen zu gewinnen.
Sie möchten in die 2025er Ausgaben schauen? Kein Problem,
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HAMBURG WOMAN kommt aus dem Hause des ALSTER MAGAZINS.
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