Fleisch&Markt 01/2026
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
14.02.24 09:27
NAHRUNGSMITEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
grami ler.at
Fleischerei-
Maschinen
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x1 0mm_RZ_0 24_CH.in 14.02.24 d 1
09:27
w.schoen-gmbh.at
Maschinen
für Profis
w.rex-technologie.com
Inhalt
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adre se für
Fischliebhaber S X
Hof Markt
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführeri nen S 7
Etike ten … S 9
B
Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien
Bestandteil des Lebensmi telmarktes
entwickelt. Gleichzeitig
zeigt kaum ein anderes Segment
so deutlich die Spa nungsfelder
zwischen ethischem Anspruch,
wirtschaftlicher Tragfähigkeit
und veränderlichem Konsum-
iofleisc hat sich in verhalten. Für Fleischer, Metzger, eine strategische Entscheidung
Öste reich, Deutschland Schlachtbetriebe und fleischverarbeitende
Direktvermarkter Verarbeitung und Vermarktung.
mit Auswirkungen auf Einkauf,
und Südtirol von einem
Nischenprodukt zu einem festen ist Bio längst nicht mehr nur
ein Zusatzsortiment, sondern
NAHRUNGSMITEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
grami ler.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100 m_RZ_0 24_CH.indd 14.02.24 09:27
w.ernst-kamen.de
w.o xischaum.de
Unser Anspruch:
absolute Kundenzufriedenheit.
Wengstraße 58 . 4643 Pettenbach
T: +43 758 60 45-54
F: +43 758 604 5-50
contact@techforum.at
w.techforum.at
Inhalt
Öste reichische Post AG, GZ 21Z04 245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 180 Wien
Hof Markt
Hof Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 1/2026
Aktue les S 3-6
Milch und I novationS 1
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Su pe S 13
Winzertalk mit den
Schwertführeri nen S 7
Etike ten … S 9
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adre se für
Fischliebhaber S X
Hof Gast
Fleisch Markt
Reben, Äpfel,
Aha-Momente
Die Austro Vin Tu ln bringt Wein- und Obstbau wieder
gemeinsam auf den Punkt – fachlich fundiert, praxisnah
und mit Verkostungsgarantie.
V
Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien
om 29. bis 31. Jä ner pla tform für eine Branche im die Inhalte der Me s ebenso
2026 öffnet die Austro Wandel. Steigende klimatische wie konkrete, praxistaugliche
Vin Tu ln bereits zum Anforderungen, technologische Lösungen für den Betriebsaltag
vierten Mal ihre Tore Entwicklungen, neue gesetzliche von Winzern, Obstbauern und
und hat sich damit endgültig als Rahmenbedingungen und veränderte
Marktstrukturen prägen Auf rund 18. 0 m2 Au stel-
Verarbeitern.
zentrale Fachmese für Weinund
Obstbau in Öste reich und
lungsfläche präsentieren
Zentraleuropa etabliert. Die
240 Fachau ste ler aus 14
Veranstaltung richtet sich exklusiv
an Fachbesucher und versteht
450 Marken die gesamte
Nationen mit insgesamt
sich als kompakte Wi sens-,
Wertschöpfungske des
I novations- und Networking-
Wein- und Obstbaus. Das
Be ser
präzise.
Fleisch Markt
gramiller.at
Hof Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 1/2026
www.rex-technologie.com
Fleischerei-
Maschinen
w.schoen-gmbh.at
Maschinen
für Profis
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Betriebe.
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Biofleisch ist
Mehrwert
Inhalt
ab Seite 1
Die Adresse für
Fischliebhaber S X
Aktuelles S 3-6
Milch und InnovationS 11
Ingwer: scharf B
oder mild? S 12
Ab in die Suppe S 13
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Hof Markt
Hof Gast
+43 (0)732/77 32 11
www.laska.co.at
1 0%
PERFEKTION
Von Katrin Hammer
Zwischen Tierwohl, Kostenstruktur und Konsumentenbewu
stsein entwickelt sich Bio zu einem zentralen Qualitäts
versprechen im gesamten Lebensmi telbereich.
Ihr Partner für Planung,
Herstellung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Marktentwicklung und
Konsumverhalten
Tel. 07242/53903
office@alce.at
www.alce.at
iofleisch hat sich in verhalten. Für Fleischer, Metzger,
strategische Entscheidung
Österreich, Deutschland Schlachtbetriebe und fleischverarbeitende
Direktvermarkter Verarbeitung und Vermarktung.
mit Auswirkungen auf Einkauf,
und Südtirol von einem
Nischenprodukt zu einem festen ist Bio längst nicht mehr nur
Bestandteil des Lebensmittelmarktes
entwickelt. Gleichzeitig
ein Zusatzsortiment, sondern
zeigt kaum ein anderes Segment
Der Biolebensmittelmarkt
so deutlich die Spannungsfelder
wächst im gesamten deutschsprachigen
Raum seit Jahren
zwischen ethischem Anspruch,
wirtschaftlicher Tragfähigkeit
stabil. In Österreich zählt Bio
und veränderlichem Konsum-
zu den tragenden Säulen des
Würste in Hülle und Fülle
Neu- und Gebrauchtgeräte
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0)662 6382 0
www.novataste.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Foto: Me se Tu ln
+43 (0)732/ 7 1
w.laska.co.at
1 0%
ANTRIEB
Spare jetzt zum Jahresbegi n
*
mit dem Vorteilscode
-15% auf das gesamte
Sortiment
HMJR15
ab Seite I
faie.at
07672/716-0
info@faie.at
*Aktion gültig bis 15.02.2026 ab € 60,- Mindestbeste lwert. Nicht
gültig in Verbindung mit anderen Raba ten, Aktionen und Sta felpreisen.
Gilt nicht auf bereits getätigte Beste lungen.
Marktentwicklung und
Konsumverhalten
WEINBAU • OBSTBAU
KE LEREITECHNIK
VERMARKTUNG
Würste in Hülle und Fü le
Laska_Kleininserate_2026.in d 5 18.01.26 19:28
DIE FACHME SE:
29. – 31. JÄN. 2026
w.me se-tu ln.at
PRÄZISION TRI FT
E FIZIENZ
T O P - Q U A L I T Ä T • T O P - S C H Ä R F E
St. Veiter Straße 15, A-9 56 Liebenfels
+43 427620202 • +43 676 4 2 9 o fice@sick-werksvertretung.com
w.sick-werksvertretung.com
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Einfach gratis eintragen!
Der Biolebensmi telmarkt
wächst im gesamten deutschsprachigen
Raum seit Jahren
stabil. In Öste reich zählt Bio
zu den tragenden Säulen des
w.biologisch.at
Lesen Sie weiter auf Seite I ›
ab Seite 1
+43 (0)732/ 7 32 1
w.laska.co.at
PERFEKTION
Laska_Kleininserate_2026.in d 2 19.01.26 09:48
Foto: deagr ez/stock.adobe.com
Ihr Partner für Planung,
Herste lung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder und
Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Betriebe.
MHS
Tel. 07242/53903
office@alce.at
w.alce.at
Lebensmi teltechnik GmbH
Gaisma nslohen 15 • A-5261 U tendorf
Telefon +43 (0) 724 / 2864
Fax +43 (0) 724 / 2864
office@penias.at • w.penias.at
Neu- und Gebrauchtgeräte
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0) 62 6382 0
w.novataste.com
Ins_GWR_48x60 m_DE_2023.in d 1 24.07.2023 15:42:07
Amjadi Därme sind bei a len Fleischerverbänden
und Geno senschaften erhältlich!
*
TOP - QUALITÄT • TOP - SCHÄRFE
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
Hof Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 1/2026
+43 (0)732/77 32 11
www.laska.co.at
100%
PERFEKTION
Laska_Kleininserate_2026.indd 2 19.01.26 09:48
gramiller.at
Fleischerei-
Maschinen
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100mm_RZ_0224_CH.indd 14.02.24 1
09:27
www.schoen-gmbh.at
Maschinen
für Profis
www.rex-technologie.com
Foto: deagreez/stock.adobe.com
Ihr Partner für Planung,
Herstellung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder und
Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Betriebe.
Tel. 07242/53903
office@alce.at
www.alce.at
Österreichische Post AG, GZ 21Z042245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien
Inhalt
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
HausverbotS IV
Sauber bis auf die
KnochenS VI
Die Adresse für
Fischliebhaber S X
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Milch und Innovation S 11
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Suppe S 13
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Biofleisch ist
Mehrwert
Zwischen Tierwohl, Kostenstruktur und Konsumentenbewusstsein
entwickelt sich Bio zu einem zentralen Qualitäts-
versprechen im gesamten Lebensmittelbereich. Von Katrin Hammer
Biofleisch hat sich in
Österreich, Deutschland
und Südtirol von einem
Nischenprodukt zu einem festen
Bestandteil des Lebensmittelmarktes
entwickelt. Gleichzeitig
zeigt kaum ein anderes Segment
so deutlich die Spannungsfelder
zwischen ethischem Anspruch,
wirtschaftlicher Tragfähigkeit
und veränderlichem Konsumverhalten.
Für Fleischer, Metzger,
Schlachtbetriebe und fleischverarbeitende
Direktvermarkter
ist Bio längst nicht mehr nur
ein Zusatzsortiment, sondern
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
gramiller.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100mm_RZ_0224_CH.indd 1
Öste reichische Post AG, GZ 21Z042245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien
www.ernst-kamen.de
www.oxxischaum.de
Unser Anspruch:
absolute Kundenzufriedenheit.
Wengstraße 58 . 4643 Pe tenbach
T: +43 7586 60445-54
F: +43 7586 60455-50
contact@techforum.at
www.techforum.at
Inhalt
Hof Markt
Aktue les S 3-6
Milch und Innovation S 11
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Suppe S 13
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adresse für
Fischliebhaber S X
Hof Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 1/2026
Reben, Äpfel,
Aha-Momente
Die Austro Vin Tulln bringt Wein- und Obstbau wieder
gemeinsam auf den Punkt – fachlich fundiert, praxisnah
und mit Verkostungsgarantie.
V
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
om 29. bis 31. Jänner
2026 öffnet die Austro
Vin Tu ln bereits zum
vierten Mal ihre Tore
und hat sich damit endgültig als
zentrale Fachmesse für Weinund
Obstbau in Österreich und
Zentraleuropa etabliert. Die
Veranstaltung richtet sich exklusiv
an Fachbesucher und versteht
sich als kompakte Wissens-,
Innovations- und Networkingplattform
für eine Branche im
Wandel. Steigende klimatische
Anforderungen, technologische
Entwicklungen, neue gesetzliche
Rahmenbedingungen und veränderte
Marktstrukturen prägen
Öste reichische Post AG, GZ 21Z04 245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 180 Wien
Hof Markt
Aktue les S 3-6
Milch und I novationS 1
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Su pe S 13
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 1/2026
Biofleisch ist
Mehrwert
Zwischen Tierwohl, Kostenstruktur und Konsumenten
bewu stsein entwickelt sich Bio zu einem zentralen Qualitäts
versprechen im gesamten Lebensmi telbereich. Von Katrin Ha mer
Fleisch Markt
100%
die Inhalte der Messe ebenso
wie konkrete, praxistaugliche
Lösungen für den Betriebsa ltag
von Winzern, Obstbauern und
Verarbeitern.
Auf rund 18.000 m2 Ausstellungsfläche
präsentieren
240 Fachaussteller aus 14
Nationen mit insgesamt
450 Marken die gesamte
Wertschöpfungskette des
Wein- und Obstbaus. Das
ab Seite I
Foto: Messe Tu ln
+43 (0)732/773211
www.laska.co.at
100%
ANTRIEB
Laska_Kleininserate_2026.indd 5 18.01.26 19:28
Spare jetzt zum Jahresbeginn
-15% auf das gesamte
Sortiment
mit dem Vorteilscode
faie.at
HMJR15
07672/716-0
info@faie.at
*Aktion gültig bis 15.02.2026 ab € 60,- Mindestbestellwert. Nicht
gültig in Verbindung mit anderen Raba ten, Aktionen und Staffelpreisen.
Gilt nicht auf bereits getätigte Beste lungen.
Würste in Hülle und Fülle
WEINBAU • OBSTBAU
KELLEREITECHNIK
VERMARKTUNG
DIE FACHMESSE:
29. – 31. JÄN. 2026
www.messe-tu ln.at
PRÄZISION TRIFFT
EFFIZIENZ
St. Veiter Straße 15, A-9556 Liebenfels
+43 4276 20202 • +43 676 422 9 444
o fice@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Einfach gratis eintragen!
www.biologisch.at
eine strategische Entscheidung
mit Auswirkungen auf Einkauf,
Verarbeitung und Vermarktung.
Marktentwicklung und
Konsumverhalten
Der Biolebensmittelmarkt
wächst im gesamten deutschsprachigen
Raum seit Jahren
stabil. In Österreich zählt Bio
zu den tragenden Säulen des
Ins_GWR_48x60mm_DE_2023.indd 1 24.07.2023 15:42:07
Lesen Sie weiter auf Seite II ›
ab Seite 1
Lebensmitteltechnik GmbH
Gaismannslohen 15 • A-5261 Uttendorf
Telefon +43 (0) 7724 / 2864
Fax +43 (0) 7724 / 2864
office@penias.at • www.penias.at
Neu- und Gebrauchtgeräte
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0)662 6382 0
www.novataste.com
Seite II, 1/2026
Fleisch Markt
Coverstory
Editorial
von Kurt
& Michael
Heinz
Winterruhe? Nur im Kühlraum.
Während draußen vieles zur Ruhe kommt, bleibt der Winter
in Fleischereien und bei fleischverarbeitenden Direktvermarktern
eine intensive Arbeitsphase – leiser, strategischer und
klar auf die Zukunft ausgerichtet. Jetzt geht es um Sortimentspflege,
Rezepturen, Kalkulationen, Investitionen und eine ehrliche
Analyse: Was hat funktioniert, was hat der Kunde angenommen
und wo braucht es 2026 neue Lösungen?
Denn das kommende Jahr wird herausfordernd. Themen wie
Mercosur, steigender Importdruck, sensible Preisentwicklungen
und wechselnde politische Rahmenbedingungen erschweren die
Planung. Entscheidungen ändern sich oft schneller, als Betriebe
reagieren können. Umso wichtiger ist der eigene Handlungsspielraum.
Am Ende entscheidet der Kunde – nicht allein über den Preis,
sondern über Vertrauen, Herkunft und Glaubwürdigkeit. Regionale
Qualität und handwerkliche Verarbeitung müssen aktiv kommuniziert
werden. Produkte brauchen Erklärung, Geschichte und Nähe.
Heute gehört es zum Berufsbild, den Konsumenten mitzunehmen
und Mehrwert sichtbar zu machen.
Austausch und Information bieten dafür wichtige Impulse. Die
Ab Hof Messe in Wieselburg von 6. bis 9. März 2026 zeigt, wie
stark der Fleischbereich in der Direktvermarktung gewachsen ist.
Immer mehr Aussteller aus Verarbeitung, Technik, Verpackung und
Vermarktung machen die Messe zu einer zentralen Arbeitsplattform
der Branche.
Auch wir verstehen unsere Rolle so: Orientierung geben, Beispiele
zeigen und der Branche eine Stimme verleihen. Dass unsere
Fachzeitung heuer ihr 10-jähriges Bestehen feiert, ist Ansporn
und Verpflichtung zugleich. Der Winter ist keine Pause, sondern
Vorbereitung – für ein erfolgreiches Jahr 2026.
Lebensmitteleinzelhandels, mit
besonders hohen Marktanteilen
bei Milch und Milchprodukten,
Eiern, Obst und Gemüse.
Biofleisch wächst ebenfalls,
bleibt jedoch im Vergleich deutlich
kleiner. Während Bio-Rindund
Kalbfleisch bereits relativ gut
etabliert sind, ist Bio-Schweinefleisch
weiterhin ein Engpassprodukt
– sowohl in der Nachfrage
als auch in der Produktion.
In Deutschland zeigt sich
ein ähnliches Bild. Nach einer
temporären Kaufzurückhaltung
infolge gestiegener Lebenshaltungskosten
hat sich der
Biomarkt wieder erholt. Bio-
Mopro und Bio-Eier zählen zu
den stabilsten Warengruppen,
während Biofleisch stärker von
konjunkturellen Schwankungen
betroffen ist. Viele Konsumenten
kaufen Fleisch insgesamt
bewusster und seltener, greifen
dann aber gezielt zu höherwertigen
Produkten. Bio konkurriert
dabei zunehmend mit regionalen
Tierwohlprogrammen und handwerklicher
Herkunftskommunikation.
Südtirol nimmt innerhalb
dieses Marktes eine Sonderrolle
ein. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft,
kurze Transportwege
und ein starkes Regionalbewusstsein
begünstigen Bio-Konzepte.
Biofleisch, Bio-Milchprodukte
und Bio-Eier aus Südtirol werden
nicht nur regional vermarktet,
sondern auch erfolgreich nach
Österreich, Deutschland und
Italien exportiert, häufig in
Verbindung mit geschützten
Herkunftsbezeichnungen und
klarer Qualitätspositionierung.
Preisgefüge, Tierhaltung
und Verarbeitung
Biofleisch ist deutlich teurer
als konventionelle Ware. Die
Preisaufschläge ergeben sich
aus strengeren Haltungsbedingungen,
höherem Platzbedarf,
biologischem Futter, längeren
Mastzeiten und streng limitiertem
Medikamenteneinsatz.
Hinzu kommen Zertifizierungs-,
Kontroll- und Dokumentationskosten
entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
Für fleischverarbeitende
Betriebe bedeutet Bio zusätzliche
Anforderungen in der Verarbeitung.
Getrennte Produktionslinien,
klare Chargentrennung,
lückenlose Rückverfolgbarkeit
und geschultes Personal sind
zwingend erforderlich. Gerade
kleinere Metzgereien und
Direktvermarkter stehen vor der
Herausforderung, diese Strukturen
wirtschaftlich abzubilden.
Gleichzeitig bietet Bio die Chance
auf höhere Wertschöpfung,
stärkere Kundenbindung und
eine klare Differenzierung vom
Massenmarkt.
Im Vergleich dazu sind Bio-
Milchprodukte und Bio-Eier im
Konsum deutlich besser etabliert.
Bio-Milch, Butter, Joghurt und
Käse gelten für viele Haushalte
bereits als Standardprodukte.
Die Mehrpreise werden akzeptiert,
da die Produkte regelmäßig
konsumiert werden, die Herkunft
oft klar kommuniziert ist und
Tierwohlaspekte für Konsumenten
gut nachvollziehbar sind.
Ähnliches gilt für Bio-Eier, die
in Österreich und Deutschland
hohe Marktanteile erreichen und
vielfach als Einstieg in den Bio-
Konsum dienen.
Bio im
Lebensmittelmarkt
Im gesamten Lebensmittelbereich
ist Bio ein wesentlicher
Wachstumstreiber. Während
Biofleisch selektiv gekauft wird,
tragen Bio-Mopro und Bio-Eier
maßgeblich zur Marktdurchdringung
bei. Für Fleischer und
Direktvermarkter ist dieses
Zusammenspiel relevant:
Biofleisch lässt sich besonders
gut im Verbund mit anderen
Bioprodukten vermarkten, etwa
in Hofläden, Direktvermarktungskonzepten
oder regionalen
Genusslinien.
Auf Produktionsseite zeigt sich
jedoch eine strukturelle Herausforderung.
Die Umstellung auf
Bio ist für landwirtschaftliche
Betriebe mit Investitionen, Risiko
und Bürokratie verbunden. In
allen drei Regionen besteht daher
eine Lücke zwischen steigender
Nachfrage und verfügbarer
Bio-Rohware, insbesondere bei
Schweinefleisch. Bio-Milch und
Bio-Eier profitieren hier von
besser planbaren Produktionszyklen
und langjährig gewachsenen
Strukturen.
Diese Angebotslücke eröffnet
Exportchancen, setzt aber auch
stabile Partnerschaften voraus.
Österreichische Bio-Produkte
genießen international einen
guten Ruf, insbesondere in
Deutschland. Voraussetzung für
erfolgreichen Export sind konstante
Qualität, ausreichende
Mengen, klare Zertifizierung und
eine professionelle Vermarktung.
Handwerkliche Betriebe und
Direktvermarkter können sich
dabei über Regionalität, Transparenz
und persönliche Nähe
zum Produkt positionieren.
Für Fleischer, Metzger und
Verarbeiter wird Bio zunehmend
zu einem Baustein langfristiger
Unternehmensstrategie. Nicht
als Volumenprodukt, sondern
als glaubwürdiges Qualitätssegment.
Entscheidend sind
realistische Mengenplanung,
enge Zusammenarbeit mit Bio-
Landwirten, klare Kalkulation
und eine Kommunikation, die
Haltung, Verarbeitung und
Mehrwert verständlich macht. In
Kombination mit Bio-Mopro und
Bio-Eiern lässt sich Bio nicht nur
als Produkt, sondern als ganzheitliches
Qualitätsversprechen
am Markt etablieren.
Foto: Tverdokhlib/stock.adobe.com
Fleisch
Markt
Verpackung
Seite III, 1/2026
Foto: Tecnovac
Maßstäbe im Traysealing
In der dynamischen Welt der
Lebensmittelverpackung hat
sich Tecnovac als technologischer
Taktgeber positioniert.
Mit seinen innovativen Traysealing-Maschinen
reagiert
das Unternehmen gezielt auf
steigende Anforderungen an
Effizienz, Nachhaltigkeit und
Produktschutz und setzt damit
neue Standards in der modernen
Verpackungstechnik. Der Fokus
liegt dabei klar auf praxisnahen
Lösungen, die sowohl wirtschaftliche
als auch qualitative
Vorteile bieten.
Präzision, die
überzeugt
Im Mittelpunkt der Lösungen
von Tecnovac steht höchste
Präzision. Die Maschinen
gewährleisten eine sichere,
luftdichte und auslaufsichere
Versiegelung, die die Haltbarkeit
von Lebensmitteln deutlich
verlängert und Frische sowie
Produktqualität zuverlässig
bewahrt. Gerade bei sensiblen
Produkten wie Fleisch, Wurst,
Fisch oder Fertiggerichten ist
diese Prozesssicherheit ein
entscheidender Wettbewerbsfaktor
für Produzenten und
Handel.
Ein wesentliches Merkmal von
Tecnovac ist die ausgeprägte
Innovationsstärke. Das Portfolio
reicht von halbautomatischen
Anlagen für handwerklich
geprägte Betriebe bis hin zu
vollautomatischen Hochleistungssystemen
für industrielle
Produktionslinien. Modulare
Bauweisen und intelligente
Steuerungssysteme ermöglichen
es, Anlagen exakt an individuelle
Produktionsanforderungen anzupassen
und bei Bedarf flexibel zu
erweitern.
Nachhaltig & vielseitig
Nachhaltigkeit nimmt bei der
Entwicklung der Maschinen
einen zentralen Stellenwert
ein. Tecnovac hat frühzeitig
auf den wachsenden Bedarf an
ressourcenschonenden Verpackungslösungen
reagiert. Die
Traysealer sind für den Einsatz
recycelbarer und biologisch
abbaubarer Materialien ausgelegt
und unterstützen Unternehmen
dabei, gesetzliche Vorgaben und
steigende Konsumentenerwartungen
zu erfüllen. Gleichzeitig
ist der Versiegelungsprozess so
optimiert, dass Materialeinsatz,
Energieverbrauch und Abfall auf
ein Minimum reduziert werden –
ein klarer Vorteil sowohl ökologisch
als auch wirtschaftlich.
Über die Lebensmittelbranche
hinaus kommen die Traysealing-
Technologien von Tecnovac in
zahlreichen weiteren Bereichen
zum Einsatz. Ob Frischeprodukte,
Convenience-Food, pharmazeutische
Erzeugnisse oder industrielle
Güter – die Maschinen bieten
zuverlässige Versiegelungslösungen
für unterschiedlichste
Anwendungen. Dank individueller
Anpassungsmöglichkeiten
lassen sich verschiedene Traygrößen,
-formen und -materialien
präzise verarbeiten, was den
Anwendern ein hohes Maß an
Flexibilität bietet.
Tecnovac mit Sitz in Italien
blickt auf mehr als 30 Jahre
Erfahrung in der Verpackungsindustrie
zurück. Ein umfassender
After-Sales-Service mit Wartung,
Schulungen und schneller Ersatzteilversorgung
unterstreicht den
hohen Anspruch an Kundenzufriedenheit
und langfristige
Partnerschaften. Durch ein stetig
wachsendes internationales
Vertriebsnetz vertrauen weltweit
Unternehmen auf die Leistungsfähigkeit,
Langlebigkeit
und Effizienz der Lösungen von
Tecnovac.
Mit einem klaren Fokus auf
Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit
gestaltet Tecnovac
aktiv die Zukunft der Verpackungstechnologie.
Die Traysealing-Maschinen
sind dabei weit
mehr als reine Produktionsanlagen
– sie stehen für Investitionssicherheit,
Prozessstabilität
und zukunftsorientierte Verpackungslösungen
in einem zunehmend
anspruchsvollen Markt.
INFO
TECH FORUM GmbH
Wengstraße 58
4643 Pettenbach
Tel. +43/7586/60445-54
contact@techforum.at
www.techforum.at
VOLLE LEIDENSCHAFT FÜR BESTE BERATUNG
UND PERFEKTEN SERVICE. FÜR IHREN ERFOLG.
ZUSATZSTOFFE
von Promar
SCHÄLAUTOMAT
von ARCtecno
WINKELWOLF
von EKOMEX
SPECK- &
FLEISCHPRESSE
von Pujolás
PÖKELINJEKTOR
von Günther
AUTOMATISCHER
DOPPELCLIPPER
von Poly-clip System
TUMBLER BASTARD
von Eberhardt
TIEFZIEHMASCHINE
von WEBOMATIC
SELCHEN/
KLIMAKAMMERN
von VETEC Anlagenbau
SCHALENSIEGEL-
MASCHINE
von Tecnovac
Stolzer Partner von:
Wengstraße 58 | 4643 Pettenbach | +43 07586 60445-54 | contact@techforum.at | www.techforum.at
• Clipmaschinen
• Schalensiegler, Tiefziehmaschinen,
Schlauchbeutelmaschinen, Flowpack
• Injektoren
• Tumbler / Massieranlagen
• Fleischwölfe & Separatoren
• Mischmaschinen
• Räucher- & Kochanlagen
• Trocknungs- & Reifeanlagen
• Komplette Produktionslinien
• Gewürz- & Funktionalstoffe
• Fleisch- & Speckpressen
Seite IV, 1/2026
Fleisch Markt
Portrait
Rezepte
Knusprige Fischchips
Zutaten:
u 4 Rückengräten ohne Kopf,
aber mit Schwanzflosse
u 50 g Mehl
u 1 Esslöffel gemischte Gewürze
und klein gehackte
Kräuter nach Wahl, wie
Kreuzkümmel, Zitronenabrieb,
Pfeffer, Chili oder
Thymian
u Rapsöl zum Frittieren
u Salz zum Bestreuen
Die Adresse für
Fischliebhaber
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
❱ Nach dem Filetieren von Saibling oder Forelle bleiben
der Fischkopf samt Schwanzflosse und die lange
Rückengräte übrig. Entweder landet das Ganze in der
Fischsuppe für einen guten Fond oder wird als Abfall
entsorgt. Die Gräten von kleinen Fischen schmecken
aber gut und lassen sich knusprig braten. So lassen sie
sich ähnlich als Snack knabbern wie Chips. Entweder
brät man die Gräten dazu im Backrohr langsam bei
niedriger Temperatur bis sie knusprig sind, oder frittiert
sie in Öl.
❱ Mehl mit den Gewürzen mischen. Gräten in kochendem
Wasser etwa 5 bis 10 Minuten blanchieren, damit
sie weicher werden.
❱ Gräten gut abtropfen lassen und mit der Mehlmischung
bestreuen, danach das überschüssige Mehl
leicht abklopfen.
❱ Gräten einige Minuten in heißem Fett knusprig ausbacken,
danach auf Küchenpapier abtropfen lassen und
eventuell mit Salz betreuen.
Idyllisch am Talschluss auf 900
Höhenmetern, wo die Straßen
nur mehr in den Wald führen, ist
die kleine, aber feine Fischzucht
von Martin und Elke Traxler. Mit
viel Gespür haben sie die Teiche
angelegt, die sich sehr harmonisch
in die Landschaft einfügen.
Sie wirken eher wie zwei schöne
Schwimmteiche, eingebettet in
einen liebevoll gepflegten Naturgarten.
Wer Top-Saiblinge sucht,
ist hier im hinteren Pretulgraben
in der Steiermark richtig.
Zwei Spätberufene
Erst mit 53 Jahren gab Martin
seinen Job als Geschäftsführer
des Apothekerverlages auf und
gründete zusammen mit seiner
Frau die Fischzucht. „Wir lebten
als ganz normale Familie in
Wien. In Langenwang hatten
wir unser Wochenendhaus
und nach jedem Wochenende
hier, wollten wir den schönen
Ort nicht verlassen und zurück
nach Wien fahren. Die Idee zur
Saiblingszucht entwickelte sich
langsam und entstand auch
durch unsere Liebe zu Natur“,
erklärt Martin. Die Lage ist für
die Fischzucht ideal, da ein Bach
das Grundstück durchfließt.
Wegen der Höhe und der Nähe
zum Wald ist die Temperatur
im Sommer nicht zu heiß, die
Wassertemperatur steigt daher
nie über 12 Grad Celsius. Die
Traxlers entschieden sich für
den Bachsaibling (Salvelinus
fontinalis), weil er für die beiden
wegen seines Geschmacks und
seiner Konsistenz zum besten
heimischen Speisefisch gehört.
Nachdem die Fischzucht von
Anfang an gut anlief, gab auch
Elke ihren Job als selbstständige
Physiotherapeutin in Wien auf.
Fisch und Fleisch
Die Traxlers haben es geschafft,
eine gut gehende Saiblingszucht
aufzubauen. Sie machen alles
selbst, von der Eiabnahme und
Aufzucht der Jungfische bis zum
fertigen Saibling und den veredelten
Fischprodukten. Martin hat
sich sehr viel angelesen und im
Vorfeld zahlreiche Fischzuchten
besucht. Er hat die Züchter
gefragt, was sie anders machen
würden, wenn sie neu beginnen
würden, und hat danach bei der
eigenen Planung versucht, die
Fehler der anderen zu vermeiden.
Nun schwimmen etwa 50.000
Fische in den Teichen. Die Tiere
haben im kalten Wasser Zeit zum
Wachsen und werden händisch
und nicht mit einem Automaten
gefüttert. Aber sie sind immer auf
der Suche nach neuen Produkten
und Verkaufsschienen. So
eröffneten sie schon bald ein
Restaurant am Standort, um den
Kunden die Fischzucht näherzubringen.
Das Restaurant war ein
bis zweimal im Monat geöffnet
und entwickelte sich fast zu gut,
sodass der viele Arbeitsaufwand
auf Dauer nicht mehr zu bewältigen
war. So zogen sie die Konsequenz
und schlossen nach acht
Jahren das Lokal. Sie konzentrieren
sich nun wieder ganz auf den
Verkauf von frischen Fischen und
Fischprodukten.
Aber nur Fisch war ihnen nicht
genug. Sie experimentierten mit
Schnecken und Schafzucht.
Geblieben sind die Schafe, eine
kleine Herde vom langsam wachsenden
„Krainer Steinschaf “,
einer gefährdeten Rasse. Inzwischen
leben 17 Muttertiere und
ein Widder im hinteren Pretulgraben.
Vermarktet werden
jährlich 20 bis 30 geschlachtete
Lämmer in Hälften ab Hof und
nach Vorbestellung. Geschlachtet
wird selbst. Martin hat
sowohl den Schlachtraum als
auch die Ausbildung dazu.
Alles vom Saibling
Martin entnimmt monatlich
etwa 1.000 Fische zum Verkaufen
und Verarbeiten. Im Jahr ungefähr
vier Tonnen Saiblinge. Die
Fische werden erst nach Bestel-
lung gefangen und geschlachtet,
sodass der Kunde Topqualität
bekommt. Martin fängt die
Fische am Vortag, nimmt sie
aus und filetiert sie auf Wunsch.
Denn der Fisch sollte nicht ganz
fangfrisch sein, wenn er zubereitet
wird. Die Hälfte der Saiblinge
wird frisch verkauft, besonders
beliebt ist auch der heißgeräucherte
Fisch. Aber es werden auch
zahlreiche Produkte aus dem
edlen Fisch hergestellt, darunter
fünf verschiedene Aufstriche -
Saiblingskrenaufstrich, -dillaufstrich,
-hummus, -verhackertes
und als Spezialität der Saiblingsleberaufstrich.
Graved Saibling,
kalt geräucherter Saibling und
Kaviar sind ebenso zu kaufen wie
Saiblingspesto oder zeitweise im
Sommer eine Spinatroulade mit
kalt geräuchertem Saibling.
Von Filet bis Gräte
Die Traxlers legen großen Wert
darauf, den ganzen Fisch zu
verarbeiten, auch Leber, Herz und
Fischgräten. Die Herzen landen
in der Fischsuppe, die Leber, eine
seltene Delikatesse, im Saiblingsleberaufstrich.
Die Gräten werden
langsam im Backrohr ohne Fett
gebraten und zu einem Snack
verarbeitet. Die knusprigen
Saiblingschips schmecken angenehm
nach Fisch, sind knusprig
und werden im Schraubglas
verpackt verkauft. Der Renner
bei den Kunden. Fischsuppe
und -fond im Glas ergänzen das
nachhaltige Angebot, das nicht
nur ab Hof gekauft werden kann.
Im „NaturGut Mürz“, ein Laden
im nahen Mürzzuschlag, in dem
auf Regionalität und Nachhaltigkeit
gesetzt wird, werden
regionale Lebensmittel angeboten,
so auch der Pretulsaibling.
Verschiedene Produzenten haben
als Verein den Laden gegründet,
der zweimal pro Woche geöffnet
hat. Daneben liefern die Traxlers
einmal im Monat nach Wien und
einmal nach Steyr. Beim regionalen
Gemüsebauern „Valis Grün“,
der im Mürztal Gemüse anbaut
und zur Saison zweimal „Ab-Feld“
verkauft, bieten auch die Traxlers
ihren Fisch an. Da die meisten
Stammkunden sind, rufen sie bei
den Traxlers davor an, bestellen,
was sie möchten und holen den
Pretulsaibling einfach an den
Gemüseverkaufstagen ab. So
funktioniert regionale Wertschöpfung
ganz einfach.
INFO
Pretulsaibling
Elke Traxler
Pretul 27
8665 Langenwang
Fleisch
Markt
Füllen
Seite V, 1/2026
Höchste Qualität für Würste
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die
IFS-Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische
Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
D E R V A K U U M F Ü L L E R &
P O R T I O N I E R S Y S T E M E
VAKUUMFÜLLER DER
NEUESTEN GENERATION
RVF 200
Fotos: Amjadi
Präzision im Wursthandwerk
Mit dem Schneidesystem
RSS 70 präsentiert REX
eine besonders kompakte und
leistungsstarke Lösung für das
handwerkliche Lebensmittelgewerbe.
Das Gerät ist flexibel
einsetzbar und kann sowohl
eigenständig betrieben werden
als auch in Kombination mit dem
Kalibriersystem RKS 85 eine
vollständige Wursttrennlinie
bilden. Nach dem Abdrehen der
Würste läuft der Schneidprozess
automatisch und zuverlässig ab,
wodurch gleichbleibende Ergebnisse
und hohe Produktivität
garantiert sind.
Die dreischneidige Sichelmesser-Konstruktion
trennt
die Würstchen exakt an der
Abdrehstelle und sorgt für
saubere Schnittkanten. In
Verbindung mit dem REX
Servodrive erreicht das System
eine konstant hohe Schnittleistung,
unabhängig davon,
ob Natur- oder Kunstdärme
verwendet werden. Das Gehäuse
aus Edelstahl überzeugt durch
das bewährte REX Hygienedesign
mit glatten Oberflächen,
die eine einfache Reinigung
ermöglichen. Eine serienmäßige
Schutzabdeckung sorgt zusätzlich
für Sicherheit und schützt
die Steuerungseinheit während
des Reinigungsprozesses. Die
Touchscreen-Steuerung erlaubt
eine intuitive Bedienung und
einfache Programmierung.
Sie lässt sich optional mit der
Füllmaschine koppeln, um den
gesamten Produktionsprozess
im In-Line-Betrieb zu überwachen.
Die Zu- und Abführbänder
lassen sich schnell an
unterschiedliche Darmkaliber
anpassen und führen die Würste
zuverlässig, selbst bei gebogener
Ware. Eine elektronische Kaliberverstellung
erleichtert den
Produktwechsel und erhöht die
Prozesssicherheit.
INFO
REX-Technologie GmbH
Irlachstraße 31
5303 Thalgau
Tel. +43(0)6235-6116-0
office@rex-technologie.com
www.rex-technologie.com
Foto: REX-Technologie GmbH & Co. KG
RVF 300
■ Füllleistung von
2.000 bis 3.000 kg/h
■ Exakte Portioniergenauigkeit
■ Darmschonendes Abdrehen
■ Maximaler Rohwursteinzug
■ Rascher Sortenwechsel
■ Niedrigster Energieverbrauch
REX Technologie GmbH & Co. KG
Irlachstrasse 31 • A-5303 Thalgau
Te l e f o n + 4 3 ( 0 ) 6 2 3 5 - 6 1 1 6 - 0
F a x + 4 3 ( 0 ) 6 2 3 5 - 6 5 2 9
Mail: sales@rex-technologie.com
w w w . r e x - a u s t r i a . c o m
DIREKT VOM
PRODUZENTEN
Foto: Milan / stock.adobe.com
Keime haben Hausverbot
Ob Schlachthof oder Direktvermarktung: Konsequente Hygiene schützt Produkte, Mitarbeitende und
den Betrieb selbst.
Von Michael Heinz
Hygiene ist in fleischverarbeitenden
Betrieben
kein Zusatz, sondern
Grundlage jeder Tätigkeit. Für
Fleischer, Schlachthäuser und
Direktvermarkter bedeutet das:
klar definierte Abläufe, geeignete
Hygienegeräte und ein hohes
Maß an Disziplin im Alltag. Nur
so lassen sich gesetzliche Vorgaben
erfüllen, Kontaminationen
vermeiden und gleichbleibend
hohe Produktqualität sicherstellen.
Persönliche Hygiene
und Zutrittskontrolle
Im Zentrum steht die Personalhygiene.
Bereits vor Betreten
der Produktionsräume müssen
Mitarbeitende Hände reinigen
und desinfizieren. Hierfür sind
kombinierte Handwasch- und
Desinfektionsstationen mit
berührungsloser Bedienung
Stand der Technik. Sie bestehen
aus robustem Edelstahl, verfügen
über Seifen-, Desinfektions- und
Einmalhandtuchspender und
sind leicht zu reinigen. Ergänzend
kommen Handwaschbecken mit
Knie- oder Sensorsteuerung zum
Einsatz, um Kreuzkontaminationen
zu verhindern.
In sensiblen Bereichen sind
Hygieneschleusen sinnvoll oder
vorgeschrieben. Diese zwingen
zur korrekten Reihenfolge von
Händewaschen, Desinfektion
und Schuhreinigung. Für Besucher
und betriebsfremde Personen
gehören Einwegkittel, Überziehschuhe
sowie Haar- und
Bartnetze zur Pflichtausstattung.
Auch die konsequente Nutzung
von Einmalhandschuhen ist
Bestandteil der persönlichen
Hygiene, wobei regelmäßiges
Wechseln zwingend erforderlich
ist.
Nicht zu unterschätzen ist die
Schulung des Personals. Hygieneregeln
müssen verständlich
kommuniziert, regelmäßig
wiederholt und dokumentiert
werden. Klare Piktogramme und
Aushänge unterstützen die tägliche
Umsetzung.
Betriebshygiene, Reinigung
und Desinfektion
Neben der Person steht der
Betrieb selbst im Fokus. Böden,
Wände, Arbeitsflächen, Maschinen
und Werkzeuge müssen
leicht zu reinigen und desinfektionsmittelbeständig
sein.
Hygienegeräte wie Hochdruckreiniger,
Schaumlanzen und
Dosiersysteme ermöglichen
eine strukturierte Nass- und
Schaumreinigung. Farblich
codierte Reinigungsgeräte – etwa
Bürsten, Besen und Abzieher –
verhindern, dass Werkzeuge aus
unreinen Bereichen in sensible
Zonen gelangen.
Für Messer und Werkzeuge
sind Sterilisationsgeräte unverzichtbar.
Messersterilisatoren
arbeiten meist mit heißem
Wasser über 82 Grad Celsius und
sorgen dafür, dass Keime zuverlässig
abgetötet werden. Zusätzlich
kommen UV-Sterilisatoren
für kleinere Arbeitsgeräte oder
Handschuhe zum Einsatz, wobei
diese stets nur ergänzend und
nicht als alleinige Maßnahme
zu verstehen sind.
Auch die Luft spielt eine
Rolle: In Kühl- und Zerlegeräumen
unterstützen geeignete
Lüftungs- und Filtersysteme
ein hygienisches Raumklima
und reduzieren Kondenswasserbildung.
Abfall- und Nebenproduktentsorgung
muss räumlich
getrennt erfolgen, mit geschlossenen,
leicht zu reinigenden
Behältern und klaren Entsorgungsintervallen.
Organisation und
Anschaffungstipps
Hygiene funktioniert nur mit
klaren Strukturen. Reinigungsund
Desinfektionspläne legen
fest, was, wann, womit und
von wem gereinigt wird. Diese
Pläne sind zu dokumentieren
und regelmäßig zu überprüfen.
Digitale Lösungen können dabei
helfen, Reinigungsintervalle zu
überwachen und Nachweise für
Kontrollen bereitzuhalten.
Bei der Anschaffung von
Hygienegeräten sollte auf Edelstahlqualität,
einfache Demontage
und Wartungsfreundlichkeit
geachtet werden. Geräte
müssen für den Lebensmittelbereich
zugelassen und auf die
Betriebsgröße abgestimmt
sein. Zu komplexe Technik
birgt Fehlerrisiken, zu einfache
Lösungen erfüllen oft nicht die
Anforderungen. Für Direktvermarkter
empfiehlt sich modulare
Hygieneausstattung, die
mit dem Betrieb mitwachsen
kann. Entscheidend ist nicht die
Menge der Geräte, sondern deren
konsequente und sachgerechte
Nutzung im täglichen Ablauf.
Fleisch
Markt
Füllen
Seite VII, 1/2026
Einfach, flexibel und praxisnah
Die VEMAG Maschinenbau
GmbH aus Verden/Aller
richtet ihr Portfolio gezielt
auf die Anforderungen handwerklicher
Fleischereien und
Verarbeitungsbetriebe aus. Im
Mittelpunkt stehen Lösungen,
die den Arbeitsalltag vereinfachen,
flexibel einsetzbar sind
und gleichzeitig hohe Anforderungen
an Hygiene, Qualität
und Wirtschaftlichkeit erfüllen.
Besonderes Augenmerk legt das
Unternehmen auf eine einfache
Handhabung, kurze Rüstzeiten
und eine unkomplizierte Reinigung.
Für Handwerksbetriebe bietet
VEMAG ein breites Spektrum
an Vakuumfüllmaschinen sowie
neu entwickelte Vorsatzgeräte,
die sich schnell und ohne
großen Aufwand an bestehende
Maschinen anbauen lassen.
Dadurch können Betriebe ihre
Produktpalette erweitern, ohne
in komplett neue Maschinensysteme
investieren zu müssen.
Die modulare Bauweise
sorgt dafür, dass Maschinen
und Zubehör exakt an
die jeweiligen Produktionsanforderungen
angepasst
w e r d e n
können.
Ein zentrales
Element ist der
Multiple Product
Former MPF818. Dieses
Vorsatzgerät ermöglicht
die effiziente Herstellung
von Premium-Burger-Patties in
unterschiedlichen Durchmessern
und Stärken. Der Former wird
direkt am Auslauf der Füllmaschine
montiert und ist in kurzer
Zeit einsatzbereit. Unterschiedliche
Formplatten erlauben Durchmesser
von 60 bis 120 Millimetern
sowie Stärken von 10 bis
30 Millimetern. Darüber hinaus
lassen sich durch schnelles
Umrüsten auch Spezialformen
wie Cevapcici oder Brezelformen
realisieren. Neben Hackfleisch
können auch pastöse Produkte
wie vegetarische oder vegane
Massen verarbeitet werden.
Mit dem Spießformer 931
erweitert VEMAG die Möglichkeiten
für kreative Produktgestaltung.
Dieses Vorsatzgerät bringt
Hackfleisch oder andere Massen
direkt auf Holz-, Kunststoff- oder
Metallspieße auf. Unterschiedliche
Düsenformen – von rund
über sternförmig bis spiralig –
sorgen für Vielfalt in der
Verkaufstheke. Kurze
Produktwege
minimieren Restmengen
und erhöhen
die Wirtschaftlichkeit.
Verarbeitet
werden
k ö n n e n
S p i e ß e
mit einem
Durchmesser
von bis
zu acht Millimetern.
Ein weiteres praxisorientiertes
Modul ist das Dosenfüllrohr
908. Es eignet sich zum Abfüllen
und exakten Portionieren von
flüssigen und pastösen Massen,
mit oder ohne Einlage, in Gläser,
Dosen oder Becher. Das Vorsatzgerät
ist mit verschiedenen Füllkopfaufsätzen
für unterschiedliche
Gefäßdurchmesser erhältlich
und lässt sich an alle VEMAG-
Füllmaschinen anbauen. Damit
eignet es sich besonders für
handwerkliche Betriebe, die ihr
Sortiment um Feinkostprodukte,
Saucen oder Aufstriche erweitern
möchten.
Für die flexible Verarbeitung
von Natur- und Kunstdärmen
steht die Darmhaltevorrichtung
DHV937 zur Verfügung.
Sie wird direkt an der Vakuumfüllmaschine
eingesetzt und
ermöglicht präzise Abdrehstellen,
wodurch Darmmaterial
eingespart wird. Da das Modul
ohne eigenen Antrieb auskommt,
ist es besonders wartungsarm
und verschleißfrei. Das geringe
Gewicht erleichtert zudem den
täglichen Umgang.
Ergänzt wird das Portfolio
durch den Füllwolf 985 für
die Füllmaschine HP1. Dieses
Vorsatzgerät ermöglicht das
gleichzeitige Wolfen und Füllen
von Massen in einem Arbeitsgang.
Dadurch lassen sich
Arbeitsprozesse verschlanken
und die Produktqualität verbessern,
da unnötige Zwischenschritte
entfallen.
Verschiedene Spezialformen,
wie zum Beispiel
Brezeln, lassen sich einfach
herstellen, um die
handwerkliche Produktion
flexibel zu erweitern.
Grundlage aller Systeme ist
das VEMAG-Baukastenprinzip.
Maschinen, Vorsatzgeräte und
Zubehör sind so aufeinander
abgestimmt, dass sich individuelle
Lösungen zusammenstellen
und bei Bedarf erweitern lassen.
Alle Maschinen bestehen vollständig
aus Edelstahl und erfüllen
höchste Hygienestandards.
Glatte Oberflächen ermöglichen
eine schnelle Nassreinigung mit
handelsüblichen Reinigungsmitteln,
während die Steuerelektronik
geschützt in staub- und
dampfdichten Gehäusen untergebracht
ist.
VEMAG zählt weltweit zu
den führenden Herstellern von
Füll- und Portioniersystemen.
Das Unternehmen bedient seit
Jahrzehnten erfolgreich Kunden
aus Handwerk und Industrie und
deckt Anwendungen von der
manuellen Produktion bis hin zu
automatisierten Linien ab. Der
Fokus auf praxisgerechte Technik
und modulare Lösungen macht
VEMAG zu einem starken Partner
für handwerkliche Betriebe, die
effizient, flexibel und zukunftssicher
produzieren wollen.
INFO
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Fotos: VEMAG
NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
abschneiden.
+40%
Mehr Effizienz *
in der Produktion.
#1
Service.
>50
der besten
Hersteller.
*Detail-Bspl. / Erfolgs-Cases auf Anfrage
Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen für
exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittel- und
Verpackungstechnik am österreichischen Markt.
gramiller.at
Foto: pornthip / stock.adobe.com
Sauber bis auf die Knochen
Zwischen Messer, Hygienevorschriften und Muskelkraft entscheidet die richtige Berufsbekleidung über
Sicherheit, Qualität und Effizienz.
Von Kurt Heinz
Berufsbekleidung für Fleischer,
Schlachthöfe und
fleischverarbeitende
Direktvermarkter ist weit mehr
als ein weißer Kittel. Sie ist
ein zentraler Bestandteil des
Hygienekonzepts, schützt vor
Verletzungen und sorgt für ergonomisches
Arbeiten in einem
anspruchsvollen Umfeld aus
Nässe, Kälte, scharfen Werkzeugen
und hohen gesetzlichen
Anforderungen.
Pflichtausstattung von
Kopf bis Fuß
Am Anfang stehen rutschhemmende,
wasserdichte Arbeitsstiefel.
Bevorzugt werden
Modelle aus PU oder Gummi
mit Stahl- oder Kunststoffkappe
sowie durchtrittsicherer
Sohle. Sie müssen leicht zu
reinigen sein und auch auf fettigen
Böden sicheren Halt bieten.
Darüber hinaus gehören strapazierfähige
Arbeitshosen und
-jacken zur Grundausstattung,
meist in Weiß oder Hellgrau, um
Verschmutzungen sofort sichtbar
zu machen. Materialien wie
Mischgewebe aus Polyester und
Baumwolle oder moderne Funktionsstoffe
vereinen Reißfestigkeit
mit Waschbeständigkeit bei
hohen Temperaturen.
Schutzbekleidung ist je nach
Arbeitsbereich zwingend erforderlich.
Dazu zählen wasserdichte
Schürzen aus PVC
oder PU für den Nassbereich,
Schnittschutzhosen sowie
Armschützer beim Zerlegen.
Besonders wichtig sind Sicherheitshandschuhe:
Einmalhandschuhe
aus Nitril oder
Latex für hygienische Arbeiten,
robuste Mehrweghandschuhe
für Reinigungstätigkeiten und
Kettenhandschuhe aus Edelstahl
zum Schutz der nicht
messerführenden Hand beim
Schneiden. Ergänzend kommen
schnittfeste Unterhandschuhe
aus Hochleistungsfasern zum
Einsatz.
Haar- und Bartnetze sind obligatorisch,
um Kontamination
zu vermeiden. Sie müssen gut
sitzen, atmungsaktiv sein und
regelmäßig gewechselt werden.
Auch Kopfbedeckungen wie
Einwegmützen oder waschbare
Stoffhauben sind üblich, insbesondere
in Schlacht- und Zerlegebereichen.
Materialien, Hygiene
und Reinigung
Bevorzugt werden Materialien,
die hygienisch, langlebig und
pflegeleicht sind. Berufsbekleidung
muss industriewäschegeeignet
sein und Temperaturen
von mindestens 60 bis 95 Grad
standhalten, um Keime zuverlässig
zu entfernen. Glatte
Oberflächen, wenige Nähte und
verdeckte Verschlüsse reduzieren
Schmutzablagerungen.
Knöpfe werden zunehmend
durch Druckknöpfe oder Klett
ersetzt, um Bruch und Verlust
zu vermeiden.
Die Reinigung sollte strikt
getrennt von privater Kleidung
erfolgen. Idealerweise übernimmt
ein externer Textildienst
die regelmäßige Abholung,
professionelle Reinigung und
kontrollierte Rücklieferung.
Alternativ sind betriebseigene
Waschprozesse mit klar definierten
Abläufen und Dokumentation
notwendig. Beschädigte
oder stark verschlissene
Kleidung ist umgehend auszusondern.
Umkleiden und
Anschaffungstipps
Umkleideräume müssen so
gestaltet sein, dass eine klare
Trennung zwischen Straßenund
Arbeitskleidung möglich
ist. Spinde mit zwei Abteilen
oder Trennwänden sind Standard.
Zusätzlich sind Sitzgelegenheiten,
ausreichend Haken,
Desinfektionsspender sowie
Handwaschbecken mit berührungsloser
Bedienung sinnvoll.
In größeren Betrieben empfiehlt
sich eine Wegeführung vom
„unreinen“ in den „reinen“
Bereich.
Bei der Anschaffung spezieller
Berufsbekleidung sollte auf Zertifizierungen
wie EN-Normen für
Schnitt- und Fußschutz geachtet
werden. Wichtig sind eine gute
Passform, ausreichende Bewegungsfreiheit
und die Möglichkeit,
Kleidungsstücke nachzubestellen.
Für Direktvermarkter
lohnt sich zudem ein Blick auf
personalisierte Kleidung mit
Logo, sofern sie hygienisch unbedenklich
umgesetzt ist. Qualität
zahlt sich aus: Hochwertige
Berufsbekleidung hält länger,
schützt besser und unterstützt
einen professionellen Auftritt
gegenüber Kontrolleuren und
Kunden gleichermaßen.
Fleisch
Markt
Hygiene
Seite IX, 1/2026
Flexible Lösungen für
Tiernahrung
Perfekt gekleidet
im Beruf
Fotos: Handtmann
Vom 12. bis 15. Mai 2026 zeigt
Handtmann in Nürnberg
modulare Produktionslösungen
für die Herstellung moderner
Tiernahrung. Im Mittelpunkt
stehen flexible Systemkonzepte,
die sämtliche Prozessschritte
abdecken – von der Produktvorbereitung
über die Verarbeitung
bis hin zu unterschiedlichen
Verpackungslösungen
wie Schalen, Dosen, Bechern
oder Tiefziehverpackungen.
Die Anlagen eignen sich für ein
breites Produktspektrum: Nassfutter,
Snacks und Leckerlis,
Rohfutter und BARF, Trockenfutter,
Chunks sowie innovative
Produkte mit Insektenprotein
oder alternativen Proteinquellen.
Darüber hinaus stellt Handtmann
neue Produktideen vor, darunter
individuell geformte Snacks oder
Sachet-Konzepte. Neben modularen
Serienlösungen bietet das
Unternehmen auch kundenspezifische
Anlagenkonzepte sowie
passende Up- und Downstream-
Schnittstellen.
Für die Produktvorbereitung
präsentiert Handtmann die
Feinstzerkleinerungs- und
Emulgiertechnik I175-T, die
eine zuverlässige Verarbeitung
unterschiedlicher Rohstoffe
und Viskositäten ermöglicht. Im
Bereich der Snackherstellung
wird das Formsystem FS 510 in
Kombination mit einem Vakuumfüller
gezeigt. Damit lassen
sich Sticks, Würfel, Riegel, Pellets
oder Sonderformen aus tierischen,
pflanzlichen oder alternativen
Rohstoffen herstellen
– auch mehrbahnig und hochflexibel.
Ergänzend stellt Handtmann
ein neues Automationskonzept
zum Dosieren pastöser, flüssiger
und stückiger Produkte mit
Einlagen vor sowie eine Vakuumfülllösung
mit Klipptechnik
für Wurstprodukte im Tiernahrungsbereich.
www.handtmann.com/
processing
INFO
Johann Laska u. Söhne
Linz – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Das Handelshaus LASKA hat
ein umfassendes Angebot an
Berufsbekleidung für Lebensmittel
verarbeitende Betriebe
im Programm. Angefangen
von Schuhen der verschiedensten
Modelle, auch in
Thermo- oder in Safety-
Ausführung, verschiedene
Clogs und Berufsstiefel,
Jacken und Hosen, Overalls,
Handschuhe, Einwegbekleidung,
Kappen und Haarnetze,
Schnittschutz-Handschuhe
und -Schürzen usw. usw.
Große Nachfrage gibt es für
Berufsschürzen der Marke
Original BÄREN. Neben den
hygienischen Uniblockschürzen
sind Folien-, Industrie-
und Exportschürzen im
breiten Produktsortiment.
Eine große Auswahl an
Farben und Verschlusssystemen
bietet für jede Aufgabe
die passende Schürze. Die
Kombination aus hochwertigen
Materialien und der
sauberen Verarbeitungsweise
ermöglicht ein perfektes
Arbeiten in der Lebensmittelindustrie.
Bären
Schürzen stehen mit ihrem
Namen als Markenzeichen für
Qualität auf höchstem Niveau.
Die Kombination aus extrem
geringem Eigengewicht bei
hoher Dehnbarkeit und Reißfestigkeit
des Materials bietet
höchsten Tragekomfort.
INFO
Johann Laska u. Söhne
Linz – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Foto: Bären
Wir gewährleisten
umfassenden Schutz
und Hygiene.
Gehörschutz
ausgezeichnete
Dämmeigenschaften
in allen Frequenzen,
verstellbarer
Kunststoffbügel.
Johann Laska u. Söhne
Tel.: +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at, www.laska.co.at
Latzhose
Elka
Latzhose Elka
ITEC-FRONTMATEC
Komplett aus Edelstahl.
Handwaschbecken
Typ 20550
1 Seifenspender,
Installationsabdeckung
Beckenkörper mit Rückwand,
FRONTMATEC
Hygieneschleuse
Typ 23876-800
Lückenlos
und bedarfsgerecht für
jede Betriebsgröße.
NIROFLEX
Sicherheitsschürze
metalldetektierbar
Wir bieten:
Sicherheitsbekleidung
Einwegbekleidung
Arbeitsschuhe
und Arbeitsstiefeln
Schürzen
Handwaschrinne
Typ 20580 Clean & Dry
2 W und 1 Seifenspender
Hygienedesign mit Rückwand,
Johann Laska u. Söhne, der führende Anbieter von Maschinen, Geräten und Produktionsmitteln für die Fleischwaren- und Lebensmittelproduktion sowie Verpackung und Hygienetechnik.
Seite X, 1/2026
Fleisch Markt
Aktuelles
712 26 53
n-gmbh.at
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Fotos: Giesser
Präzision für Fisch und Wild
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Giesser präsentiert seine
Fischmesser-Serie als
spezialisierte Lösung für die
professionelle und anspruchsvolle
Verarbeitung von Fisch.
Die hochwertigen Messer richten
sich an Profis ebenso wie an
ambitionierte Hobbyköche und
zeichnen sich durch präzise,
besonders scharfe Klingen aus.
Sie ermöglichen sowohl filigranes
Filetieren als auch die kraftvolle
Bearbeitung ganzer Fische.
Ergonomisch geformte Griffe
sorgen für sicheren Halt, selbst
bei Nässe, und unterstützen
ein ermüdungsarmes Arbeiten.
Langlebigkeit, Hygiene und
Zuverlässigkeit stehen dabei im
Mittelpunkt, um die Fischverarbeitung
effizient und komfortabel
zu gestalten.
Beim Verarbeiten von Fisch ist
ein feines Gespür für das Messer
entscheidend. Die Filetiermesser
von Giesser verfügen über lange,
schmale und flexible Klingen,
die es erlauben, eng entlang
der Gräten zu schneiden und
dünne, gleichmäßige Filets zu
lösen. Besonders bei größeren
Fischen wie Lachs oder Kabeljau
unterstützen die feinen Klingenkonturen
ein kontrolliertes und
sauberes Arbeiten. Für kleinere
Fische oder präzise Detailarbeiten
bietet Giesser Ausbeinmesser
mit kürzerer, stabilerer
Klinge, die maximale Kontrolle
und Sicherheit ermöglichen.
Mit der neuen Serie „Wild-
Line“ richtet sich Giesser gezielt
an Angler, Jäger und Outdoor-
Begeisterte. Die im schwäbischen
Winnenden entwickelte Serie ist
speziell auf die Anforderungen
von Naturfreunden abgestimmt
und eignet sich ideal für die Zerlegung
von Wild in allen Größen.
Gleichzeitig kann die WildLine
auch bei der Verarbeitung von
Fisch eingesetzt werden. Sie
vereint alle bewährten Vorteile
der PrimeLine Serie und ergänzt
diese um weitere funktionale
Details.
Die WildLine umfasst eine
Vielzahl an Modellen, die auf
unterschiedliche Aufgaben zugeschnitten
sind und eine gezielte
Auswahl für individuelle Bedürfnisse
ermöglichen. Robuste
Klingen, sichere Griffe und hohe
Alltagstauglichkeit machen die
Serie zu einem zuverlässigen
Begleiter im Revier, am Wasser
oder in der Küche. Giesser unterstreicht
damit seinen Anspruch,
für jede Anwendung – ob Fisch
oder Wild – das passende Messer
bereitzustellen.
INFO
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
St. Veiter Straße 15
A-9556 Liebenfels
office@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
www.schoen-gmbh.at
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Plattform für
Landwirtschaft
Vom 24. bis 26. Februar 2026
wird die RegioAgrar Bayern
erneut zum Treffpunkt für
landwirtschaftliche Betriebe
unterschiedlichster Ausrichtung.
Mit knapp 300 Ausstellern
in drei Hallen bietet die
Fachmesse einen kompakten
Marktüberblick und praxisnahe
Orientierung für aktuelle
und künftige Herausforderungen.
Ackerbau- und Pflanzenbaubetriebe
finden Lösungen
zu Betriebsmitteln, Technik,
Bodenbearbeitung, Düngung
und Pflanzenschutz. Der direkte
Produktvergleich unterstützt
fundierte Investitionsentscheidungen
und zeigt Wege zu mehr
Effizienz und Kostenkontrolle
auf.
Tierhaltende Betriebe erhalten
Einblicke in moderne
Stalltechnik, Hof- und
Betriebsausstattung, Hygiene
und Energieversorgung.
Viele Aussteller präsentieren
Konzepte zur Arbeitsentlastung,
Wirtschaftlichkeit und zur
Weiterentwicklung zukunftsfähiger
Betriebsstrukturen.
Ein weiterer Fokus liegt
auf betriebswirtschaftlichen
Themen. Anbieter aus Finanzierung,
Beratung, Digitalisierung
und Farmmanagement
zeigen, wie Betriebe resilient
aufgestellt und neue Potenziale
erschlossen werden können.
Ergänzend spielen Energieund
Eigenversorgungskonzepte
eine wichtige Rolle.
Auch Junglandwirte und
Hofnachfolger profitieren von
einem konzentrierten Überblick
über Technologien, Dienstleistungen
und Zukunftsthemen.
www.regioagrar-bayern.de
Foto: Regio Agrar Bayern
Fleisch
Markt
Hygiene
Seite XI, 1/2026
Fotos: Mooshammer
ADVERTORIAL
Hygiene, die Maßstäbe setzt
Hygiene ist in der Lebensmittelverarbeitung
keine
Option, sondern eine zentrale
Voraussetzung für Qualität und
Sicherheit. Ob Fleischwirtschaft,
Obstverarbeitung oder Weinbau
– überall dort, wo sensible
Produkte verarbeitet werden,
steht Sauberkeit im Mittelpunkt
der gesamten Wertschöpfungskette.
Genau darauf hat sich
die Mooshammer Hygiene
& Technik GmbH mit Sitz in
Schlüßlberg (OÖ) spezialisiert.
Seit über 35 Jahren steht das
Unternehmen für Qualität, Innovationskraft
und Verlässlichkeit
und bietet praxiserprobte Lösungen
für Hygiene, Entwässerung
und Betriebstechnik – von der
Planung bis zur Umsetzung.
„Unsere Kunden schätzen
besonders, dass sie bei
uns komplette Lösungen aus
einer Hand erhalten“, erklärt
Geschäftsführer DI (FH) Jochen
Regenfelder. Zum Portfolio
zählen Hygieneschleusen, Edelstahl-Entwässerungssysteme,
Reinigungs- und Desinfektionslösungen
ebenso wie mobile
Transportgeräte und individuell
entwickelte Hygienekonzepte.
Dabei werden die täglichen
Anforderungen unterschiedlichster
Betriebe konsequent
mitgedacht.
Besonders gefragt sind robuste
Schlitz- und Hygienerinnen
aus Edelstahl, die in Lager-,
Keller- und Tankräumen von
Wein- und Obstbaubetrieben
ebenso zum Einsatz kommen
wie in fleischverarbeitenden
Betrieben. Sie tragen gezielt zur
Reduktion von Keimbildung bei
und erhöhen die Sicherheit in
der Produktion nachhaltig. Dank
eigener Planung und Fertigung
garantiert Mooshammer höchste
Funktionalität, Langlebigkeit
und einfache Wartung – auch
unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Die Kombination aus technischer
Kompetenz, persönlicher
Beratung und umfassendem
Service macht Mooshammer
zu einem geschätzten Partner
für Profibetriebe aus Fleischwirtschaft,
Obst- und Weinbau.
Wer heute gezielt in Hygiene
investiert, stärkt nicht nur die
Produktqualität, sondern auch
das Vertrauen von Behörden,
Handelspartnern und Konsumenten.
Mooshammer begleitet
diesen Weg mit Erfahrung,
Know-how und gelebter Handschlagqualität.
Besuchen Sie MOOSHAMMER
auf der AustroVin in Tulln, Halle
5, Stand 537.
www.mooshammer.at
Beratung - Planung - Produktion - Montage
Kistenwaschanlagen, Hygieneschleusen, Personalhygiene und Desinfektionsanlagen, Betriebseinrichtungen aus
Edelstahl und Kunststoff, Türen, Niederdruck-Schaumreinigung, Edelstahl-Bodenentwässerung, Wagen- und Behälter, uvm.
IHR PARTNER
für Edelstahl und Technik
Tel. +43 7248 64434
e-Mail: info@mooshammer.at
www.mooshammer.at
Seite XII, 1/2026
Fleisch Markt
Aktuelles
Foto: FRBMedia-EmiliaSchloegl
Bildungstransfer nach Seoul
Die 1. Koreanisch Bayerische
Fleischerschule, betrieben
seit 2017 nahe der südkoreanischen
Hauptstadt, hat erneut ihre
Leistungsfähigkeit unter Beweis
gestellt. Im Rahmen eines Audits
wurde die Zweigschule der 1. Bayerischen
Fleischerschule Landshut
rezertifiziert und darf das Zertifikat
für die kommenden drei Jahre
tragen. Die Einrichtung orientiert
sich am deutschen Modell der
Fleischerausbildung und Meisterprüfung,
Mitarbeitende und
Lehrmethoden sind entsprechend
geschult, um höchste Standards
zu gewährleisten.
Schulleiter Dr. Daniel Yu,
selbst Metzgermeister in Landshut,
betont die Tragweite des
Meilensteins: „Die Rezertifizierung
bestätigt, dass dieses
Konzept auch in Seoul greift
und kontinuierlich weiterentwickelt
wird.“ Die Schule vermittelt
Kurse zur deutschen Wurst- und
Schinkenherstellung und produziert
zugleich eine Vielzahl von
Produkten, die in den vier
angeschlossenen Restaurants
verwendet werden.
Barbara Zinkl-Funk, Geschäftsführerin
der Landshuter Schule,
begleitete die Zertifizierung
gemeinsam mit einer rund
20-köpfigen Delegation aus
Deutschland, Österreich, Griechenland
und China. Fachlehrer,
Metzgermeister und Fleischsommeliers
prüften Lehrpläne,
Schulbetrieb und die Qualität
Treffpunkt der Jagd- und
Outdoorbranche
Vom 19. bis 22. Februar 2026
wird das Messezentrum
Salzburg erneut zum zentralen
Branchentreffpunkt für Jagd,
Fischerei und Outdoor. Mit der
„Hohen Jagd & Fischerei“ steht
eine Fachmesse bevor, die sich
in den vergangenen Jahrzehnten
als feste Größe im mitteleuropäischen
Messekalender etabliert
hat und auch in ihrer 36. Ausgabe
starke Impulse erwarten lässt.
Rund 500 Aussteller und
etwa 700 Marken werden auf
einer Bruttofläche von 35.000
Quadratmetern ihre Neuheiten,
Produkte und Dienstleistungen
präsentieren. Das Spektrum
reicht von Jagd- und Fischereiausrüstung
über Optik, Bekleidung
und Waffen bis hin zu
Outdoor-Equipment, Revierbedarf
und innovativen Lösungen
für nachhaltige Nutzung und
Naturschutz. Ergänzt wird die
Ausstellung durch ein vielseitiges
Rahmenprogramm, das
Fachwissen, Praxisnähe und
persönlichen Austausch in den
Mittelpunkt stellt.
Die hohe Relevanz der Messe
zeigt sich nicht zuletzt an den
konstant hohen Besucherzahlen:
Rund 44.000 Besucherinnen
und Besucher aus Mitteleuropa
kamen 2025 nach Salzburg,
um sich über aktuelle Trends
zu informieren und Netzwerke
der hergestellten Produkte.
Prof. DI Manfred Winkler leitete
die abschließende Verkostung
unter strengsten Standards. Das
Zertifikat wurde im Beisein von
Jörn Beißert, Vertreter des Wirtschaftsreferats
der Deutschen
Botschaft in Seoul, und Yea-Ji
Min, Landwirtschaftsreferentin,
übergeben.
www.fleischerschule-landshut.de
zu pflegen. Dieser Zuspruch
unterstreicht die Bedeutung der
Veranstaltung als Plattform für
Innovation, Wissenstransfer und
Dialog innerhalb der Branche.
Mit 35 erfolgreichen Editionen
im Rücken blickt die „Hohe Jagd
& Fischerei“ optimistisch in die
Zukunft. Ziel bleibt es, die Messe
kontinuierlich weiterzuentwickeln,
neue Themen aufzugreifen
und den hohen Qualitätsanspruch
für Aussteller wie
Fachpublikum gleichermaßen
zu sichern. Salzburg bietet dafür
einmal mehr den passenden
Rahmen.
www.hohejagd.at
Foto: 1. BFS
Fleisch als
Aushängeschild
Im Rahmen der Jubiläumsausgabe
der Internationalen
Grünen Woche in Berlin
präsentierte sich Österreich
als erfolgreiches Exportland
für hochwertig veredelte
Lebensmittel. Die von der
AMA-Marketing vorgestellten
Zahlen machten deutlich,
dass insbesondere Fleischund
Wurstwaren maßgeblich
zur positiven Entwicklung
der Agrarexporte beitrugen.
Während die Exportmengen
insgesamt leicht zurückgingen,
stieg der Wert der Ausfuhren
deutlich – ein klares Zeichen für
die wachsende Bedeutung von
Qualität und Verarbeitungstiefe.
Deutschland als
Schlüsselmarkt
Deutschland blieb auch 2025
der mit Abstand wichtigste
Absatzmarkt für österreichische
Agrarprodukte. Rund 40
Prozent der Exporte entfielen
auf den nördlichen Nachbarn.
Vor allem veredelte Fleischprodukte
sorgten für eine
stabile Nachfrage und eine
positive Handelsbilanz. Wurst-,
Schinken- und Speckwaren
aus Österreich verzeichneten
sowohl wert- als auch
mengenmäßige Zuwächse. Die
seit mehreren Jahren stabilen
Preise pro Kilogramm unterstrichen
die Positionierung im
Premiumsegment.
Besonders gefragt war Geflügelfleisch.
Trotz hoher Inlandsnachfrage
konnte Österreich
mehr Ware nach Deutschland
liefern, während der Exportwert
deutlich anstieg. Produktionsausfälle
in anderen europäischen
Ländern verstärkten
diese Entwicklung zusätzlich.
Beim Rindfleisch hingegen ging
die exportierte Menge zwar
zurück, höhere Preise führten
jedoch zu einem wertmäßigen
Plus. Auch diese Entwicklung
zeigte, dass österreichische
Fleischprodukte zunehmend
über Qualität und Herkunft
überzeugen konnten.
Ergänzende Stärke bei
Käse und Gemüse
Neben Fleisch spielten auch
andere veredelte Produkte
eine unterstützende Rolle. Der
Export von Käse entwickelte
sich nach einem schwächeren
Vorjahr wieder positiv,
insbesondere proteinreiche
Sortimente fanden verstärkt
Absatz. Schonend verarbeitete
Obst- und Gemüseprodukte
wie Säfte, Konfitüren oder
eingelegtes Gemüse profitierten
vom anhaltenden Convenience-Trend
und legten vor
allem im Wert zu.
Bühne Grüne Woche
Die Internationale Grüne
Woche bot den passenden
Rahmen, um diese Entwicklungen
sichtbar zu machen. Seit
30 Jahren organisierte die AMA-
Marketing dort die Präsentation
österreichischer Qualitätsprodukte.
Auf rund 500 Quadratmetern
zeigten Betriebe mit
dem Gütesiegel AMA GENUSS
REGION die Vielfalt regionaler
Erzeugnisse. Fleisch- und
Wurstspezialitäten standen
dabei klar im Mittelpunkt und
bestätigten Österreichs Position
als Land der Veredelung
im europäischen Agrarhandel.
www.genussregionen.at
Foto: AMA-Marketing Thomas Weinhold
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite XIII, 1/2026
Bei Ecken & Kanten
Der Fleischerverband
Die Genuss-Handwerker.
6 x in Österreich – immer in Ihrer Nähe.
Foto: Louis Zuchtriegel, STUDIO ZUCHTRIEGEL
Kantige, scharfe oder unregelmäßig
geformte Lebensmittel
stellen Verpackungen vor besondere
Herausforderungen. Ob
Langusten, Hummer, Fleisch mit
Knochen oder Wurstwaren mit
Metallclip, hier entscheidet das
Material über Sicherheit, Haltbarkeit
und Optik. Mit den neuen
Folien allflex SX, allflex EX und
allflex SX Plus bietet allvac drei
starke Innovationen für genau
diese Härtefälle. Die 11-Schicht-
Folien versprechen eine außergewöhnliche
Durchstoß- und
Reißfestigkeit und schützen
sensible Produkte vom Verpackungsprozess
bis zur Ladentheke.
„Unsere Kunden brauchen
Verpackungslösungen, die auch
bei herausfordernden Produkten
und Formen zuverlässig funktionieren“,
sagt Dr. Andreas S. Gasse,
Geschäftsführer der allvac Folien
GmbH. Allflex SX kombiniert
hohe Formstabilität mit exzellenter
Siegelleistung und eignet sich
für Produkte wie Krustentiere,
Speck oder Hartkäse. allflex EX
geht noch einen Schritt weiter
und ergänzt die robuste Struktur
um eine EVOH-Hochbarriere, die
empfindliche Lebensmittel noch
besser schützt und ihre Haltbarkeit
verlängert.Gerade bei
Meeresspezialitäten zeigt sich
die Stärke der neuen Folien. „Viele
Standardfolien stoßen hier an
ihre Grenzen“, erklärt Vertriebsleiter
Thomas Herbst. Für besonders
extreme Anforderungen wurde
allflex SX Plus entwickelt. Mit 40
Prozent Polyamidanteil ist sie die
robusteste Lösung im Sortiment
und ideal für Spareribs oder Schalentiere.
www.allvac.de
Der Fleischerverband eGen ist
mehr als ein Großhandel – wir
sind Ihr starker Partner für Fleischer,
Selbstvermarkter, Gastronomiebetriebe
und Lebensmittelproduzenten.
Mit Kompetenz, Flexibilität
und Leidenschaft versorgen
wir Sie mit allem, was Sie für
Ihren Erfolg brauchen – und
das schnell, zuverlässig und in
Top-Qualität.
Besuchen Sie uns an unseren
fünf Standorten:
u Zentrale in Salzburg, Wals-
Siezenheim
u Tirol: Shop in Mils
u Kärnten: Shop in Klagenfurt
u Steiermark: Shop in Graz
u Niederösterreich: Shop in
Vitis im Waldviertel
Unser Angebot – Ihr
Vorteil
u Frisches & tiefgekühltes
Fleisch in bester Qualität
u Über 8.000 Artikel: von
Grundzutaten über Feinkost
bis zu fertigen Produkten
u Gewürze, Zusatzstoffe, Natur-
& Kunstdärme
u Thekenschalen, Dekor, Verpackungen
& Taschen
u Geräte für Ihren Betrieb:
Vakuumierer, Schneidemaschinen,
Warmhaltegeräte,
Fritteusen u.v.m.
u Salate, Saucen, Getränke,
Süßwaren und Sauergemüse
– vom Premiumprodukt
bis zur günstigen Alternative
Mehr als nur Waren
Wir unterstützen Sie aktiv mit
Marketing-Know-how, gezielter
Öffentlichkeitsarbeit und wertvollen
Labor-Dienstleistungen:
u Hygienekontrollen
u Qualitätsanalysen
u Lebensmittelsicherheitsprüfungen
So sorgen wir gemeinsam für
höchste Standards und zufriedene
Kunden.
Jetzt entdecken, was wir für Sie
tun können!
Standorte & Ansprechpartner:
https://fleischerverband.at/
standorte-und-ansprechpartner
INFO
Fleischerverband eGen
Dr. Hans-Lechner-Straße 1,
5071 Wals-Siezenheim
Tel. 0043 50 19350
bestellung@fleischerverband.at
www.hausschlachter.at
Fotos: Fleischerverband eGen
NEUMASCHINEN
GEBRAUCHTMASCHINEN
REPARATUR
SERVICE
WARTUNG
PENIAS.AT
AB HOF
WIESELBURG
6. - 9.
MÄRZ 2026
Stand Nr. 702
HALLE NR. 7
Jubiläumshalle
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme | Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer | Portioniermaschinen
Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten | Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
Seite XIV, 1/2026
Fleisch Markt
Herstellung
Handwerkliche Präzision im
Wurstkessel
Es gibt nur wenige Wurstwaren, an denen sich
handwerkliches Können so unmittelbar ablesen lässt
wie an der Brühwurst.
Ihr Schnitt, ihr Biss, ihre
Saftigkeit, all das verzeiht
keine Nachlässigkeit bei der
Produktion. Für Metzger und
Direktvermarkter sind Brühwürste
zugleich Prüfstein und
Aushängeschild. Ob Wiener,
Knacker oder Weißwurst: Die
gebrühten Würste sind fest
im kulinarischen Gedächtnis
verankert. Technologisch
betrachtet gehören Brühwürste
zu den gegarten Wurstwaren.
Die Wurstmasse wird aus rohem,
fein oder grob zerkleinertem
Fleisch hergestellt und erst
nach dem Füllen durch Erhitzen
gegart. Entscheidend ist dabei,
dass die Eiweiße des Fleisches
erst beim Brühen gerinnen und
der Wurst ihre typische Struktur
verleihen. Üblicherweise
geschieht dies in heißem Wasser
oder Dampf bei Kerntemperaturen
zwischen etwa 68 und 75
Grad Celsius. Im Unterschied zu
Rohwürsten, die durch Reifung
haltbar werden, oder Kochwürsten,
die aus vorgegarten
Rohstoffen bestehen, bleiben
Brühwürste frische Produkte mit
begrenzter Haltbarkeit. Gerade
darin liegt jedoch ihre Stärke:
Frische, Saftigkeit und ein unverfälschter
Geschmack. Einmal
angeschnitten, sollte eine Brühwurst
jedoch schnellstmöglich
verzehrt werden.
Extrawurst, Leberkäse
und Frankfurter
Die Bandbreite klassischer Brühwürste
ist groß und regional
geprägt, wobei Sacherwürstel/
Wiener Würstchen bzw. Frankfurter
als die wohl bekanntesten
Vertreter gelten. Fein gekuttert,
mild gewürzt und meist geräuchert,
verlangen sie höchste
Präzision in der Herstellung.
Schon geringe Abweichungen
bei Temperatur oder Emulsionsstabilität
machen sich im Biss
oder durch Fettabsatz bemerkbar.
Auch zahlreiche Bratwürste
zählen technologisch zu den
Brühwürsten, da sie vor dem
Verkauf gebrüht werden, um
vor allem die Haltbarkeit zu
gewährleisten. Eine Sonderstellung
nimmt die Weißwurst ein,
deren helle Farbe, feine Textur
und niedrige Brühtemperatur
besondere Sorgfalt verlangen.
Leberkäse, Extrawurst oder die in
Deutschland beliebte Gelbwurst
wiederum zeigen, wie wandelbar
das Brühwurstprinzip sein
kann, vom Frühstücksaufschnitt
bis zur warmen Mahlzeit. Allen
Brühwürsten gemeinsam ist der
hohe Anspruch an den Rohstoff.
Ausgangspunkt ist stets frisches,
gut gekühltes Fleisch von bester
Qualität. Mageres Muskelfleisch
liefert die Struktur, fester
Rückenspeck sorgt für Saftigkeit
und Geschmack. Schon
hier entscheidet sich, ob später
eine stabile Brätmasse entsteht.
Beim Kuttern werden Fleisch
und Speck unter Zugabe von
Eisschnee zerkleinert. Ziel ist
es, eine feine Emulsion aus Fett,
Wasser und gelösten Muskeleiweißen
zu erzeugen. Die Temperatur
der Masse spielt dabei eine
zentrale Rolle. Steigt sie zu stark
an, droht das „Brechen“ des Bräts
- mit sichtbaren und schmeckbaren
Folgen. Salz ist dabei mehr
als ein Würzmittel. Es sorgt dafür,
dass die Muskeleiweiße löslich
werden und das Fett binden
können. Je nach Sorte kommen
Gewürze, Kräuter und bei geräucherten
Brühwürsten auch
Von Katrin Hammer
Nitritpökelsalz zum Einsatz.
Gerade im Direktvermarktungsbereich
wächst das Interesse an
klaren, nachvollziehbaren Rezepturen
mit wenigen, natürlichen
Zutaten.
Sensibles Produkt
Foto: kzenon
Nach dem Füllen in Natur- oder
Kunstdärme zeigt sich, wie
sauber gearbeitet wurde. Lufteinschlüsse
gehören zu den häufigsten
Fehlerquellen und führen
später meist zu ungleichmäßiger
Garung. Viele Brühwürste
werden anschließend geräuchert,
meist im Heißrauch. Der
Rauch verleiht nicht nur Aroma
und Farbe, sondern trägt auch
zur Oberflächenstabilität bei.
Der eigentliche Schlüsselmoment
folgt beim Brühen. Zu
hohe Temperaturen lassen Fett
austreten und führen zu trockenen,
bröseligen Würsten, zu niedrige
Temperaturen gefährden
Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit.
Erfahrung, Fingerspitzengefühl
und verlässliche
Messtechnik sind hier unerlässlich.
Nach dem Brühen müssen
die Würste rasch abgekühlt
werden, um ein Nachgaren zu
verhindern und die Qualität zu
sichern. Gerade für Direktvermarkter
und Metzgereien, die in
kleineren Chargen produzieren,
ist die Brühwurst ein sensibles,
aber lohnendes Produkt.
Foto: Brusonja
Klassische Wiener Würstchen
Zutaten:
Rezept
u 60 % mageres Schweinefleisch
(z. B. Schulter,
Schinkenabschnitte)
u 20 % Rindfleisch, mager
(z. B. Bug, Schulter)
u 20 % fester Rückenspeck
Zutaten je 1 kg Brät:
u 160–200 g Eisschnee
u 18–20 g Nitritpökelsalz
u 2,0 g weißer Pfeffer, fein
gemahlen
u 1,0 g Muskatblüte (Macis)
oder Muskatnuss
u 0,5 g Koriander, fein gemahlen
u 0,5 g Ingwer, fein gemahlen
u 0,3 g Knoblauchpulver
(nach Geschmack)
❱ Fleisch und Rückenspeck
sauber parieren, getrennt
vorkühlen (nahe 0
°C). Rindfleisch empfiehlt
sich leicht angefroren, um
eine feine Zerkleinerung
zu erleichtern. Eis vorbereiten.
Zuerst Rindfleisch
mit einem Teil des Eises
und dem Nitritpökelsalz
kuttern, bis eine feine Bindung entsteht.
❱ Anschließend Schweinefleisch zugeben, weiter kuttern
und restliches Eis einarbeiten. Zum Schluss den
Rückenspeck zugeben und bis zur gewünschten Feinheit
kuttern. Die Gewürze gegen Ende des Kuttervorgangs
einarbeiten. Brättemperatur kontrollieren: Ziel
8–10 °C, maximal 12 °C. Das Brät luftfrei in Schafsdärme
(Saitlinge, Kaliber ca. 22–24 mm) füllen. Würste abdrehen
oder abbinden, auf gleichmäßige Länge achten.
❱ Die Würste vor dem Räuchern gut abtrocknen lassen,
entweder im Klimaraum oder bei leichter Umluft.
Eine trockene Oberfläche ist Voraussetzung für gleichmäßige
Rauchfarbe. Heißräuchern bei ca. 55–65 °C
bis zur gewünschten goldgelben Farbe. Rauchdauer je
nach Räucheranlage und Kaliber, in der Regel 20–40
Minuten. Keine starke Hitze, keine dunkle Färbung. Anschließend
im Wasser oder Dampf brühen. Wassertemperatur
ca. 72–75 °C, kein Kochen. Kerntemperatur der
Würste ca. 68–70 °C. Schonend garen, um Fett- und
Geleeabsatz zu vermeiden. Nach dem Brühen sofort
kalt abduschen oder in kaltem Wasser abkühlen.
❱ Danach abtropfen lassen und gekühlt lagern.
INFO
Fehlerquellen vermeiden:
• Weiche oder schwammige Konsistenz: Fettanteil zu niedrig, Brüheanteil
zu hoch, falsche Emulsionstemperatur, zu wenig oder schlecht zerkleinerte
magere Teile.
• Fettabsatz (öliger Schnitt): Zu fettes Rohmaterial, zu kalte Verarbeitung
zu Beginn, zu warme Speckzugabe oder unscharfe Messer.
• Grauer Kern/Rand: Zu kaltes Brät, falsche Umrötehilfen, zu kurze Koch-
oder Umrötezeit, mangelnde Hygiene oder falsche Lagerung.
• Trockene Wurst: Zu hohe Kochtemperatur, zu geringer Brüheanteil, zu
mageres Fleisch.
• Luftblasen: Mangelhafte Fülltechnik, Luft konnte nicht entweichen, Unachtsamkeit
beim Füllen.
• Fremdgeschmack/Geruch: Überdosierung von Gewürzen, überlagerte
Gewürze, schlechte Rohmaterialqualität (z. B. schmieriges Fleisch).
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite XV, 1/2026
Wintergrillen auf österreichisch
Rezept
powered by Wiberg
Geflügelaufschnitt
Foto: PhilippLipiarski
Auch im Winter wird in
Österreich gegrillt – und das
mit großer Selbstverständlichkeit.
Eine Wintergrillumfrage
des Grillherstellers Weber zeigt
deutlich, wie stark das Thema
hierzulande verankert ist: Rund
90 Prozent der österreichischen
Griller stehen auch in der kalten
Jahreszeit am Grill. Für Weber ist
das ein klares Signal, dass Grillen
längst keine reine Sommersache
mehr ist, sondern ganzjährig
gelebt wird.
Die Ergebnisse der Umfrage
präsentierte Weber bereits im
Dezember in Wien, standesgemäß
am Grill. TV-Moderatorin
Silvia Schneider und Grillweltmeister
Patrick Bayer zeigten
dabei live, wie genussvoll und
gemütlich Wintergrillen sein
kann. Für Weber-Stephen
Österreich ist genau diese
Verbindung aus Erlebnis, Qualität
und Gemeinschaft zentral.
Geschäftsführer Daniel Ipser
betont, dass Wintergrillen für
viele Menschen ein besonderes
Highlight ist: Feuer, Grillduft
in der kalten Luft und heiße
Getränke sorgen für Erinnerungen,
die bleiben. Für ihn selbst
gehört das Wintergrillen fix zur
eigenen Grillleidenschaft.
Die Umfrage zeigt zudem, dass
der Grill im Winter regelmäßig
zum Einsatz kommt, meist
mindestens einmal pro Monat.
Nur eine kleine Minderheit
sieht sich als Profi, der Großteil
grillt aus purer Begeisterung.
Auffällig ist, dass langjährige
Griller besonders häufig auch
in der kalten Jahreszeit aktiv
sind. Weber wertet das als
Zeichen dafür, dass Grillen
viele Menschen über Jahrzehnte
begleitet. Regional zeigen sich
vor allem Niederösterreich und
Oberösterreich besonders grillaffin.
Getrieben wird das Wintergrillen
vor allem von Spaß, Genuss
und Gemeinschaft. Laut Weber
ist es eng mit Gemütlichkeit,
Glühwein und Punsch verbunden
– Getränke, die sich am Grill
ideal zubereiten und warmhalten
lassen. Kulinarisch dominieren
auch im Winter klassische Favoriten:
Steak liegt klar vor Burgern.
Ergänzt wird das Angebot durch
Schmorgerichte wie Gulasch
oder Eintöpfe. Besonders gefragt
ist dabei der Dutch Oven, den
Weber seit Jahren als ideales
Zubehör für die kalte Saison
positioniert. Auch Grillthermometer
gehören für viele Wintergriller
zur Standardausstattung,
um trotz niedriger Temperaturen
perfekte Ergebnisse zu erzielen.
www.weber.co
Zutaten:
Material
u 60 kg Geflügelfleischabschnitte
u 15 kg Geflügelfett
u 25 kg Wasser/Eis
Zutaten pro kg
u 5 g Lyona Gewürzzubereitung,
Art.-Nr.: 230019
u 18 g Nitritpökelsalz
Wursthülle
u Geflügelwurst NK 75/50
SAFE-FASER weiß, Art.-Nr.:
520467
u Unbedruckt NK 75/50
SAFE-FASER gelb, Art.-Nr.:
502551
u Unbedruckt NK 90/50
WI-BAR®-B weiß, Art.-Nr.:
525004
❱ Geflügelabschnitte durch die 3-mm-Scheibe wolfen
❱ Getrennt davon das Fettmaterial durch die 3-mm-
Scheibe wolfen. Material vor der Verarbeitung gut
kühlen.
❱ Geflügelfleisch mit den Zutaten in den Kutter geben
und einige Runden laufen lassen. Anschließend ca. 30 %
des Eises zugeben und auf ca. 6 °C weiterkuttern. Dann
das Fettmaterial zufügen und bis 12 °C kuttern.
Restliches Eis in den Kutter geben und bis zu einer Endtemperatur
von 10 °C fertigkuttern.
❱ Brät mit der vorbereiteten Einlage vermengen. In
Wursthüllen füllen
❱ Brühen bei 78 °C bis Kerntemperatur 70–72 °C
❱ Safe-Faser Därme mit Wasser gut – bis in den Kern –
kühlen
❱ WI-BAR® Därme im Betriebsraum abkühlen lassen und
erst dann in den Kühlraum bringen
europe.novataste.com
Foto: Novataste
IHR REGIONALER PARTNER
FÜR PROFESSIONELLE
SCHNEIDLÖSUNGEN
Werksvertretung Hermann Sick
St. Veiter Straße 15
A-9556 Liebenfels
office@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
+43 (0) 676 422 9 444
+43 (0) 4276 20202
Liebe
geht durch
den Darm.
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
14.02.24 09:27
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Be ser
präzise.
gramiller.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x1 0 m_RZ_0 24_CH.in 14.02.24 d 1
09:27
w.ernst-kamen.de
w.o xischaum.de
Unser Anspruch:
absolute Kundenzufriedenheit.
Wengstraße 58 . 4643 Pe tenbach
T: +43 758 60 45-54
F: +43 758 604 5-50
contact@techforum.at
w.techforum.at
Inhalt
Hof Markt
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adre se für
Fischliebhaber S X
Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien
und mit Verkostungsgarantie.
zentrale Fachme se für Weinund
Obstbau in Öste reich und
Zentraleuropa etabliert. Die
Veranstaltung richtet sich exklusiv
an Fachbesucher und versteht
sich als kompakte Wi sens-,
I novations- und Networking-
om 29. bis 31. Jä ner pla tform für eine Branche die Inhalte der Me s ebenso
2026 öffnet die Austro Wandel. Steigende klimatische wie konkrete, praxistaugliche
Vin Tu ln bereits zum Anforderungen, technologische Lösungen für den Betriebsaltag
vierten Mal ihre Tore Entwicklungen, neue gesetzliche von Winzern, Obstbauern und
und hat sich damit endgültig als Rahmenbedingungen und veränderte
Marktstrukturen
Verarbeitern.
prägen
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Be ser
präzise.
grami ler.at
Fleischerei-
Maschinen
w.schoen-gmbh.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100 0 m_RZ_0224_CH.in24_CH.in 14.02.24 d 09:27
Maschinen
für Profis
w.rex-technologie.com
Öste reichische Post AG, GZ 21Z04 245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 180 Wien
Hof Markt
Inhalt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adre se für
Fischliebhaber S X
Aktue les S 3-6
Milch und I novationS 1
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Su pe S 13
Winzertalk mit den
Schwertführeri nen S 7
Etike ten … S 9
Fleisch Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 1/2026
Hof Markt
Hof Gast
Biofleisch ist
Mehrwert
Zwischen Tierwohl, Kostenstruktur und Konsumentenbewu
stsein entwickelt sich Bio zu einem zentralen Qualitäts
versprechen im gesamten Lebensmi telbereich. Von Katrin Ha mer
B
Retouren an Postfach 5, 1 08 Wien
Fleisch Markt
+43 (0)732/ 7 1
w.laska.co.at
1 0%
PERFEKTION
Marktentwicklung und
Konsumverhalten
iofleisc hat sich in verhalten. Für Fleischer, Metzger, eine strategische Entscheidung
Öste reich, Deutschland Schlachtbetriebe und fleischverarbeitende
Direktvermarkter Verarbeitung und Vermarktung.
mit Auswirkungen auf Einkauf,
und Südtirol von einem
Nischenprodukt zu einem festen ist Bio längst nicht mehr nur
Bestandteil des Lebensmitel-
marktes entwickelt. Gleichzeitig
ein Zusatzsortiment, sondern
zeigt kaum ein anderes Segment
Der Biolebensmitelmarkt
so deutlich die Spa nungsfelder
wächst im gesamten deutschsprachigen
Raum seit Jahren
zwischen ethischem Anspruch,
wirtschaftlicher Tragfähigkeit
stabil. In Öste reich zählt Bio
und veränderlichem Konsum-
zu den tragenden Säulen des
Würste in Hü le und Fü le
Laska_Kleininserate_2026.in d 19.01.26 09:48
Foto: deagr ez/stock.adobe.com
Ihr Partner für Planung,
Herste lung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Betriebe.
Lesen Sie weiter auf Seite I ›
ab Seite 1
Tel. 07242/53903
office@alce.at
w.alce.at
Lebensmiteltechnik GmbH
Gaisma nslohen 15 • A-5261 U tendorf
Telefon +43 (0) 724 / 2864
Fax +43 (0) 724 / 2864
office@penias.at • w.penias.at
Neu- und Gebrauchtgeräte
Ins_GWR_48x60 m_DE_2023.in d 1 24.07.2023 15:42:07
MHS
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0) 62 6382 0
w.novataste.com
Amjadi Därme sind bei len Fleischerverbänden
und Geno senschaften erhältlich!
Foto: Me se Tu ln
ab Seite I
+43 (0)732/ 7 32 1
w.laska.co.at
ANTRIEB
Laska_Kleininserate_2026.in d 5 18.01.26 19:28
Spare jetzt zum Jahresbegi n
-15% auf das gesamte
Sortiment
HMJR15
*
mit dem Vorteilscode
faie.at
07672/716-0
info@faie.at
*Aktion gültig bis 15.02.2026 ab € 60,- Mindestbeste lwert. Nicht
gültig in Verbindung mit anderen Raba ten, Aktionen und Sta felpreisen.
Gilt nicht auf bereits getätigte Bestellungen.
WEINBAU • OBSTBAU
KE LEREITECHNIK
VERMARKTUNG
DIE FACHME SE:
29. – 31. JÄN. 2026
w w.me se-tu ln.at
PRÄZISION TRI FT
E FIZIENZ
T O P - Q U A L I T Ä T • T O P - S C H Ä R F E
St. Veiter Straße 15, A-9 56 Liebenfels
+43 4276 20202 • +43 676 4 2 9 4
o fice@sick-werksvertretung.com
w.sick-werksvertretung.com
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Einfach gratis eintragen!
w.biologisch.at
24.07.2023 15:42:07
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
Hof Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 1/2026
gramiller.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100mm_RZ_0224_CH.indd 14.02.24 1
09:27
+43 (0)732/77 32 11
www.laska.co.at
100%
ANTRIEB
www.ernst-kamen.de
www.oxxischaum.de
Laska_Kleininserate_2026.indd 5 18.01.26 19:28
Unser Anspruch:
absolute Kundenzufriedenheit.
Wengstraße 58 . 4643 Pettenbach
T: +43 7586 60445-54
F: +43 7586 60455-50
contact@techforum.at
www.techforum.at
Foto: Messe Tulln
Spare jetzt zum Jahresbeginn
-15% auf das gesamte
Sortiment*
mit dem Vorteilscode
HMJR15
faie.at
07672/716-0
info@faie.at
*Aktion gültig bis 15.02.2026 ab € 60,- Mindestbestellwert. Nicht
gültig in Verbindung mit anderen Rabatten, Aktionen und Staffelpreisen.
Gilt nicht auf bereits getätigte Bestellungen.
Österreichische Post AG, GZ 21Z042245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien
Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Milch und Innovation S 11
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Suppe S 13
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
HausverbotS IV
Sauber bis auf die
KnochenS VI
Die Adresse für
Fischliebhaber S X
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Reben, Äpfel,
Aha-Momente
Die Austro Vin Tulln bringt Wein- und Obstbau wieder
gemeinsam auf den Punkt – fachlich fundiert, praxisnah
und mit Verkostungsgarantie.
Vom 29. bis 31. Jänner
2026 öffnet die Austro
Vin Tulln bereits zum
vierten Mal ihre Tore
und hat sich damit endgültig als
zentrale Fachmesse für Weinund
Obstbau in Österreich und
Zentraleuropa etabliert. Die
Veranstaltung richtet sich exklusiv
an Fachbesucher und versteht
sich als kompakte Wissens-,
Innovations- und Networkingplattform
für eine Branche im
Wandel. Steigende klimatische
Anforderungen, technologische
Entwicklungen, neue gesetzliche
Rahmenbedingungen und veränderte
Marktstrukturen prägen
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
Fleischerei-
Maschinen
www.schoen-gmbh.at
Inhalt
grami ler.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x100mm_RZ_0224_CH.indd 1
Öste reichische Post AG, GZ 21Z042245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien
Maschinen
für Profis
www.rex-technologie.com
Fleisch Markt
Biofleisch ist Mehrwert S I
Keime haben
Hausverbot S IV
Sauber bis auf die
Knochen S VI
Die Adresse für
Fischliebhaber S X
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Milch und Innovation S 11
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Suppe S 13
Hof Gast
Winzertalk mit den
Schwertführerinnen S 7
Etiketten … S 9
Biofleisch ist
Mehrwert
Zwischen Tierwohl, Kostenstruktur und Konsumentenbewusstsein
entwickelt sich Bio zu einem zentralen Qualitäts
versprechen im gesamten Lebensmittelbereich. Von Katrin Hammer
B
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Hof Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 1/2026
iofleisch hat sich in
Österreich, Deutschland
und Südtirol von einem
Nischenprodukt zu einem festen
Bestandteil des Lebensmittelmarktes
entwickelt. Gleichzeitig
zeigt kaum ein anderes Segment
so deutlich die Spannungsfelder
zwischen ethischem Anspruch,
wirtschaftlicher Tragfähigkeit
und veränderlichem Konsumverhalten.
Für Fleischer, Metzger,
Schlachtbetriebe und fleischverarbeitende
Direktvermarkter
ist Bio längst nicht mehr nur
ein Zusatzsortiment, sondern
Öste reichische Post AG, GZ 21Z04 245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 180 Wien
Aktue les S 3-6
Milch und I novationS 1
Ingwer: scharf
oder mild? S 12
Ab in die Su pe S 13
Hof Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 1/2026
Reben, Äpfel,
Aha-Momente
Die Austro Vin Tu ln bringt Wein- und Obstbau wieder
gemeinsam auf den Punkt – fachlich fundiert, praxisnah
V
Auf rund 18. 0 m2 Au stellungsfläche
präsentieren
240 Fachau ste ler aus 14
Nationen mit insgesamt
450 Marken die gesamte
Wertschöpfungske te des
Wein- und Obstbaus. Das
100%
Würste in Hülle und Fülle
eine strategische Entscheidung
mit Auswirkungen auf Einkauf,
Verarbeitung und Vermarktung.
Marktentwicklung und
Konsumverhalten
Der Biolebensmittelmarkt
wächst im gesamten deutschsprachigen
Raum seit Jahren
stabil. In Österreich zählt Bio
zu den tragenden Säulen des
Lesen Sie weiter auf Seite I ›
ab Seite 1
+43 (0)732/773211
www.laska.co.at
100%
PERFEKTION
Laska_Kleininserate_2026.indd 2 19.01.26 09:48
Foto: deagreez/stock.adobe.com
Ihr Partner für Planung,
Herste lung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder und
Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Betriebe.
Tel. 07242/53903
office@alce.at
www.alce.at
Lebensmi teltechnik GmbH
Gaismannslohen 15 • A-5261 U tendorf
Telefon +43 (0) 7724 / 2864
Fax +43 (0) 7724 / 2864
office@penias.at • www.penias.at
Neu- und Gebrauchtgeräte
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0)662 6382 0
www.novataste.com
Ins_GWR_48x60mm_DE_2023.indd 1 24.07.2023 15:42:07
die Inhalte der Messe ebenso
wie konkrete, praxistaugliche
Lösungen für den Betriebsalltag
von Winzern, Obstbauern und
Verarbeitern.
Auf rund 18.000 m2 Ausstellungsfläche
präsentieren
240 Fachaussteller aus 14
Nationen mit insgesamt
450 Marken die gesamte
Wertschöpfungskette des
Wein- und Obstbaus. Das
ab Seite I
WEINBAU • OBSTBAU
KELLEREITECHNIK
VERMARKTUNG
DIE FACHMESSE:
29. – 31. JÄN. 2026
www.messe-tulln.at
PRÄZISION TRIFFT
EFFIZIENZ
TOP - QUALITÄT • TOP - SCHÄRFE
St. Veiter Straße 15, A-9556 Liebenfels
+43 4276 20202 • +43 676 422 9 444
office@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Einfach gratis eintragen!
www.biologisch.at
Amjadi Därme sind bei a len Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Seite 2, 1/2026
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
Winterpause? Von wegen!
Impressum
von Kurt
& Michael
Heinz
Der Winter gilt als ruhigere Zeit – zumindest draußen im Weingarten
und auf den Feldern. In den Betrieben selbst ist er
jedoch die wohl entscheidendste Phase des Jahres. Jetzt werden
Rebschnitte geplant, Kellerarbeit analysiert, Sortimente geschärft,
Preise kalkuliert und Investitionen vorbereitet. Für Direktvermarkter,
Heurige und Winzer ist der Winter die strategische Denkpause,
bevor das neue Jahr richtig Fahrt aufnimmt.
2026 startet dabei mit widersprüchlichen Signalen. Die Märkte
bleiben anspruchsvoll, die Konsumenten preissensibel, und die
Rahmenbedingungen wirken oft alles andere als stabil. Meldungen
überschlagen sich, Vorgaben ändern sich gefühlt über Nacht, und
Planungssicherheit wird zur knappen Ressource. Gerade in solchen
Zeiten zeigt sich jedoch die Stärke der Branche: regionale Verwurzelung,
hohe Qualität, Flexibilität und der direkte Draht zum Kunden.
Orientierung und Austausch sind deshalb wichtiger denn je. Die
AustroVin in Tulln von 29. bis 31. Jänner bringt die Weinbranche
früh im Jahr zusammen – als Plattform für Technik, Kellerwirtschaft,
Vermarktung und persönliche Gespräche. Wenige Wochen
später folgt mit der Ab Hof Messe in Wieselburg von 6. bis 9. März
2026 der zentrale Treffpunkt für Direktvermarktung, bäuerliche
Verarbeitung und neue Vermarktungswege.
Messen ersetzen keine langfristige Sicherheit, aber sie schaffen
Überblick, Vertrauen und neue Perspektiven. Der Winter ist damit
mehr als Vorbereitung – er ist die Chance, 2026 aktiv zu gestalten.
Mit klaren Entscheidungen, realistischen Plänen und dem Wissen,
dass sich nicht jede Regel kontrollieren lässt, wohl aber der eigene
Kurs.
Mit einer Abo-Bestellung (10 Ausgaben/€ 46,-) verpassen Sie
zukünftig garantiert keine Ausgabe mehr! Schicken Sie dafür
einfach den ausgefüllten Abo-Coupon (auf Seite 15), schreiben
Sie eine E-Mail mit Ihren Daten an office@hofundmarkt.at oder
benützen Sie unser Abo-Bestellformular auf www.hofundmarkt.
at/abo-bestellung/
Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2026 bereits
10 Jahre und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende Februar haben wir unser AB HOF Messe
Spezial. Außerdem haben wir die Themen Huhn & Stall, 24h
Laden, Gemüse&Obst Verarbeitung, Stritzel, Pinse & Co. und in
Hof&Gast das Thema Gastgarten. Bis dahin wünschen wir Ihnen
einen produktiven Winter.
Hof Markt
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Hammer, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
office@derbock.at | Lektorat: Andrea
PEFC-zertifiziert
Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
202021021
Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
stammt aus
nachhaltig
bewirtschafteten
Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn
Wäldern
| Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT09
PEFC/06-39-01 www.pefc.at
2011 1843 54355800, BIC: GIBAATWWXXX
Eingang
WEST
HALLENPLAN
Niederösterreich-
Halle
Halle 10
Wien, Rosenbrücke,
St. Pölten, Krems
Außenmechanisierung
Kellereitechnik
Spektrum reicht von Pflanzgut,
Reben- und Baumschulmaterial
über Maschinen, Geräte
und Bewässerungssysteme
bis hin zu Pflanzenschutz,
Kellertechnik, Digitalisierung,
Verpackung, Vermarktung und
Ausschank. Internationale
Marktführer und spezialisierte
Fachhändler stehen für persönliche
Beratung zur Verfügung und
zeigen Produktneuheiten sowie
Weiterentwicklungen, die direkt
im Betrieb umgesetzt werden
können. Damit gilt die Austro
Vin Tulln als größte landwirtschaftliche
Spezialmesse Österreichs
und als fixer Termin im
Branchenkalender.
Wissen aus Forschung
und Praxis
Freigelände
WEST
Ein zentrales Element der Messe
ist das hochwertige Fachprogramm.
Unter der fachlichen
Leitung des Weinbauverbands
Österreich und des Bundesobstbauverbands
Österreich
sowie in enger Kooperation mit
der Universität für Bodenkultur
(BOKU) und den Fachschulen
für Wein- und Obstbau wird an
allen drei Messetagen ein dichtes,
durchgängiges Programm
geboten. Rund 40 Expertinnen
und Experten aus Wissenschaft,
Beratung und Praxis beleuchten
aktuelle Forschungsergebnisse
ebenso wie konkrete Fragestellungen
aus dem Arbeitsalltag.
Eingang
SÜD
Halle 6
Halle 5
Halle 4
Abfüllung und Verpackung
Thematisiert werden unter
anderem Rebsorten- und Standortwahl,
Klimaanpassungsstrategien,
Pflanzenschutz,
Mechanisierung, Digitalisierung,
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die Expertenbühne wird
damit zum zentralen Treffpunkt
für Wissenstransfer und fachlichen
Austausch.
Verkosten, vergleichen,
verstehen
Ein fixer Publikumsmagnet ist
der traditionelle Tasting Corner,
der die Fachmesse um eine
sensorische Ebene erweitert.
Gegen einen Unkostenbeitrag
von 10 Euro können Fachbesucher
ausgewählte Versuchsweine
INFO
Eingang
Nord
Halle 7
Restaurant
Dienstleistung und Vermarktung
Halle 8
Vortragszentrum
Tagungszentrum
Shuttle
Halle 3
HAUPT-
EINGANG
Öffnungszeiten
Donnerstag, 29. bis Samstag, 31. Jänner 2026
Täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr
Exklusiv für Fachbesucher
Donauhalle
Halle 1
Freigelände
OST
Tulln ZENTRUM, Wien
verkosten, vergleichen und diskutieren.
Präsentiert werden unter
anderem Ergebnisse aus Hefevergleichen
bei Riesling, Untersuchungen
zu Lesezeitpunkten und
Reifegraden, Standortvergleiche
von PIWI-Sorten sowie Versuche
zu Laubwandmanagement,
Begrünung, Pflanzabständen,
Bewässerung und Unterlagsreben.
Ergänzt wird das Angebot
durch innovative Getränkekonzepte,
Erfrischungsgetränke und
Neuzüchtungen. Der Tasting
Corner macht Forschung unmittelbar
erlebbar und fördert den
Austausch zwischen Praxis,
Beratung und Ausbildung.
www.messe-tulln.at
Eintrittspreise
Online:
Erwachsene € 15,- | Kinder 6–15 Jahre € 3,-
Tageskassa:
Erwachsene € 16,- | Kinder 6–15 Jahre € 4,-
Kinder bis 6 Jahre frei
Ermäßigt € 14,- (Senioren, Studierende, Schüler ab 15, Menschen mit Behinderung,
Reisegruppen ab 20 Personen)
Anreise & Mehrwert-Ticket
Das Mehrwert-Ticket beinhaltet den Messeeintritt sowie die kostenlose
Nutzung der Messeparkplätze inklusive Shuttlebusse. Zusätzlich stehen
kostenlose Transfers von und zu den Bahnhöfen Tulln und Tullnerfeld zur
Verfügung.
Parkplatz-Shuttle ca. alle 15 Minuten, Bahn-Shuttle ca. alle 25–30 Minuten.
Halle 2
Fotos: Messe Tulln
& Hof MarktAktuelles
Seite 3, 1/2026
Was ist unser Essen
wirklich wert?
Foto: AMA-Marketing/ Thomas Meyer
Unter dem Titel „Mehr als
satt“ lud das AMA-Forum
in der Seestadt Wien ein. Die
traditionelle Netzwerkveranstaltung
eröffnete das neue
Jahr für Vertreter aus allen
Bereichen der Wertschöpfungskette
– von bäuerlicher
Produktion über Handel bis
hin zu Markenartikeln. Ziel war
es, den Fokus weg vom reinen
Preisspiel hin zu einer echten
Wertschätzung von Lebensmitteln
zu lenken. „Wir leben in
einer Zeit, in der Lebensmittel
jederzeit verfügbar sind und die
Auswahl größer ist als je zuvor.
Gleichzeitig gerät ihr eigentlicher
Wert immer mehr aus
dem Blick – für unseren Körper,
unsere Umwelt und vor allem
für die Menschen, die unsere
Lebensmittel täglich produzieren.
In den letzten Monaten
wurde fast nur über Preise
diskutiert. Wo bleibt dabei der
Wert von Regionalität, Qualität
und Verantwortung?“, erklärte
AMA-Marketing-Geschäftsführerin
Christina Mutenthaler-Sipek.
Das Programm bot spannende
Einblicke in Markenstrategie,
Konsumentenpsychologie
und Praxisbeispiele aus
Handel und Landwirtschaft.
Keynotes und Diskussionsrunden
zeigten, wie Herkunft,
Qualität und Kommunikation
Kaufentscheidungen beeinflussen
und wie bewusste
Entscheidungen am Point of
Sale unterstützt werden.
„Qualität entsteht dort, wo
Menschen gemeinsam an
einem Ziel arbeiten – Landwirtschaft,
Verarbeitung, Handel
und Konsumenten. Diese Qualitätsgemeinschaft
ist das Fundament,
auf dem unsere regionale
Landwirtschaft und damit auch
unsere regionale Ernährung
steht. Machen wir gemeinsam
sichtbar, was Österreich stark
macht“, schloss Mutenthaler-
Sipek.
www.amainfo.at
Heumilch-Käse des Monats
Mit ihrem neuen Format
„Heumilch-Käse des
Monats“ lädt die ARGE Heumilch
ab sofort zu einer Entdeckungsreise
durch die Vielfalt der
Heumilch-Käse ein. Ergänzt
durch Rezepttipps bietet die Serie
Inspiration und Wissenswertes
rund um Käse aus besonders
hochwertiger Milch. Den Auftakt
macht der Heumilch-Frischkäse
im Jänner.
Frischkäse gehört zu den nicht
gereiften Käsesorten und wird
aus pasteurisierter Kuh-, Schafoder
Ziegenmilch hergestellt.
Geschmacklich reicht er von mildsüßlich
bis fein-säuerlich. Typisch
sind Joghurt- oder Buttermilcharomen
mit einer locker-cremigen
Textur, Schaf- und Ziegenmilch
bringen intensivere Noten. Oft
wird Frischkäse zusätzlich mit
Kräutern, Blüten oder Gewürzen
verfeinert. Da Frischkäse keine
Reifezeit benötigt, lässt er sich
auch unkompliziert selbst herstellen.
Eine besonders einfache
Variante ist Labné, die ursprünglich
aus dem Nahen Osten stammt
und aus abgetropftem Joghurt
hergestellt wird.
Zubereitung
500 g Heumilch-Joghurt in
ein mit einem sauberen Tuch
ausgelegtes Sieb geben und
24 Stunden im Kühlschrank
abtropfen lassen. Die entstandene
Molke kann beispielsweise
als erfrischender Drink
verwendet werden. Etwa 200
g des cremigen Labné mit
fein gehackten Kräutern nach
Wahl z.B. Brunnenkresse,
1 EL Olivenöl oder Kernöl,
etwas Zitronenabrieb und
Salz verrühren. Besonders gut
Foto: Katharina Schiffl
Personalia
schmeckt er auf Bauernbrot,
Fladenbrot oder als Begleiter
zu Ofengemüse.
www.heumilch.com
Neuorganisation
Bei Ankerbrot kommt es zu einem umfassenden
Führungswechsel. Birgit Aichinger verlässt
das Unternehmen Ende März. Zukünftig übernehmen
Johannes Ruisz, Gerold Hellmich und,
neu im Führungsgremium, Tina Schrettner die
Geschäftsführung. Ruisz verantwortet zusätzlich
den B2B-Vertrieb, Hellmich erweitert sein
Ressort auf HR, und Schrettner steuert Filialbereich
sowie Nachhaltigkeits-Management.
www.ankerbrot.at
Foto: ARGE Heumilch
WEINBAU • OBSTBAU
KELLEREITECHNIK • VERMARKTUNG
www.messe-tulln.at
DIE FACHMESSE:
29. – 31. JÄN. 2026
Seite 4, 1/2026
Aktuelles
Hof & Markt
Schweizer Käsehandwerk
Foto: Mark Stebnicki
Am 2. und 3. Februar 2026
steht die dritte Ausgabe der
CHEESEAFFAIR ganz im Zeichen
hochwertiger Käsespezialitäten
aus handwerklicher und regionaler
Produktion. Aussteller aus
allen Landesteilen der Schweiz
präsentieren ihre Produkte,
Innovationen und ihr Fachwissen
rund um Käseherstellung
und -veredelung. Bereits seit
Monaten ist die Messe ausverkauft,
was das große Interesse
und den hohen Stellenwert der
CHEESEAFFAIR innerhalb der
Käsebranche bestätigt. Neben
etablierten Namen sind auch
heuer zahlreiche neue Teilnehmende
vertreten.
Die CHEESEAFFAIR findet
erneut in der Alten Reithalle
in Aarau statt und richtet sich
an Fachleute aus Groß- und
Detailhandel sowie Gastronomie
im In- und Ausland. Das
Veranstaltungskonzept bietet
Ausstellern eine attraktive
Plattform, um ihre Produkte zu
präsentieren, neue Kontakte zu
knüpfen und direktes Feedback
zu erhalten. Die Messe gliedert
sich in Ausstellungsbereiche
wie Schweizer Käse, Portionierung
und Zubereitung, Logistik
und Versand, Auszeichnung
und Verpackung, Vermarktung
und Ladenbau sowie Aus- und
Weiterbildung.
Besucher haben die Gelegenheit,
die größte Käsevielfalt der
Schweiz zu erleben, direkt bei
Produzenten zu degustieren, sich
beraten zu lassen und an Vorträgen
und Workshops teilzunehmen.
Die CHEESEAFFAIR 2026
bietet damit einen Treffpunkt, an
dem Fachwissen, Geschmackserlebnisse
und neue Ideen für
die Branche zusammenkommen.
www.cheeseaffair.ch
Foto: Léo Gilmant
Eier im Engpass
Prost auf die
Zukunft!
Zwei Tage voller Inspiration,
Fachwissen und Networking
erwarten die Besucher am
5. und 6. Februar 2026 in der
Alten Reithalle in Aarau. Denn
hier öffnet die vierte Ausgabe
der GLUG erneut ihre Tore für
Brauer und Getränkeproduzenten
aus der gesamten Schweiz
und darüber hinaus.
Als Fachmesse für die
Getränkeindustrie bietet die
GLUG eine zentrale Plattform
für Information, Austausch
und Networking. Getränkeproduzenten
aller Kategorien
und Unternehmensgrößen –
von Bier und Wein über Erfrischungs-
und Milchgetränke
bis hin zu Spirituosen – finden
hier praxisnahe Lösungen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Gezeigt
werden Innovationen von
Rohstoffen über moderne
Anlagen bis zu effizienten
Abfüll- und Verpackungstechnologien
wie Glas, PET und
Dosen. 112 namhafte Aussteller
aus dem In- und Ausland
präsentieren ihre Produkte,
zeigen Trends auf und bringen
frische Ideen in die Branche.
Begleitend vermitteln praxisnahe
Workshops, Fachvorträge
und Live-Demonstrationen,
wie Prozesse effizienter und
nachhaltiger gestaltet werden
können.
Ein besonderer Programmpunkt
ist der exklusive Netzwerkabend,
der in entspannter
Atmosphäre Raum für Begegnungen,
Austausch und nachhaltige
Kontakte bietet. Die
GLUG richtet sich damit an alle,
die die Zukunft der Getränkeproduktion
aktiv mitgestalten
möchten. Hier können Fachwissen
erweitert, Erfahrungen
geteilt und wertvolle Kontakte
geknüpft werden.
www.glug.swiss
Die heimische Eierversorgung
gilt in Österreich als
Erfolgsmodell, ist aber keineswegs
eine Selbstverständlichkeit.
Leere Regale rund um
Weihnachten haben gezeigt,
wie empfindlich das System
auf externe Faktoren reagiert.
„Produktionssteigerungen sind
mittelfristig nur möglich, wenn
langfristige Partnerschaften
zwischen Produzenten,
Vermarktern und Abnehmern
bestehen. Hohe Investitionen
in tier- und umweltfreundliche
Legehennenhaltung werden nur
dann getätigt, wenn der Absatz
nachhaltig abgesichert ist“,
erklärt GWÖ-Obmann-Stellvertreter
DI Heinz Schlögl.
Österreich produziert jährlich
rund 2,3 Milliarden Eier und
deckt damit etwa 90 Prozent
des heimischen Bedarfs. Knapp
7,5 Millionen registrierte Legehennen
und rund 1,5 Millionen
Kleinsthaltungen sorgen rechnerisch
dafür, dass jeder Österreicher
eine eigene Legehenne
hätte. Die Nachfrage steigt
kontinuierlich, begünstigt durch
hohe Tierhaltungs- und Umweltstandards
sowie das AMA-Gütesiegel.
Trotz dieser Stabilität können
Faktoren wie die Vogelgrippe
oder Preisdruck durch Importe
das fein austarierte System ins
Wanken bringen. Damit die Eierversorgung
auch künftig planbar
und nachhaltig bleibt, sind klare
Rahmenbedingungen nötig. Eine
verpflichtende Herkunfts- und
Haltungskennzeichnung in Gastronomie
und Lebensmittelverarbeitung
schafft Transparenz,
stärkt das Vertrauen der Konsumenten
und sichert langfristig
die Qualität österreichischer Eier.
www.gefluegelwirtschaft.at
Foto: Pexels
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 5, 1/2026
Foto: Schafranek (www.schafranek.at)
Genuss, Qualität & Regionalität:
Von 6. bis 9. März 2026 öffnet
die AB HOF – Spezialmesse
für bäuerliche Direktvermarktung
– in Wieselburg wieder ihre Tore.
Als einzigartiger Treffpunkt für
Direktvermarkter:innen, Produzent:innen
und Genießer:innen
bietet die Messe ein umfassendes
Programm von fachlicher Information
bis zu genussvollen Erlebnissen.
Die AB HOF 2026 gliedert
sich traditionell in einen Fachbereich
mit maßgeschneiderten
Produkten und Dienstleistungen
für die Direktvermarktung sowie
in einen Konsumententeil, der
zum Entdecken, Verkosten und
Genießen regionaler Spezialitäten
einlädt. Praxisnahe Vorträge,
Workshops und die Genussakademie
für Endverbraucher:innen
setzen wertvolle Impulse. Ein
besonderer Schwerpunkt liegt
auf den AB HOF Prämierungen,
die seit 1996 für höchste Qualität,
Regionalität und österreichische
Genusskultur stehen. Der
beliebte Steirerabend mit den
„Party Krainern“ sowie zahlreiche
Verkostungen machen die Messe
zu einem besonderen Erlebnis.
www.messewieselburg.at
Branchentreff am
Bodensee
Vom 20. bis 22. Februar 2026
wird die Messe Friedrichshafen
erneut zum Treffpunkt
für die Obstbau-, Agrar- und
Brennereibranche. Die Fruchtwelt
Bodensee wird einen
intensiven Austausch zwischen
Praxis, Forschung und Politik
ermöglichen. Eine Podiumsdiskussion
widmet sich dem
veränderten Apfelkonsum,
insbesondere bei jüngeren
Zielgruppen. Inhaltlich setzt
die Messe Schwerpunkte auf
Wassermanagement, Agri-
Photovoltaik, digitale Anwendungen
in Betrieb und Feld,
Pflanzenschutz sowie Konsumforschung.
Das Fachprogramm,
gestaltet von Institutionen aus
der Obstregion Bodensee, ist
vorab online einsehbar. Neu
ist eine Demo Area, in der
Maschinen und Geräte praxisnah
vorgeführt werden. Rund
350 Aussteller präsentieren ihre
Produkte und Dienstleistungen.
Sonderflächen widmen sich
Hofläden, Forschung, Bildung
und Start-ups mit innovativen
Lösungen wie Erntetechnik,
Agrardrohnen und Photovoltaik-Anlagen.
Der Verband der
Klein- und Obstbrenner ergänzt
das Angebot mit täglichen
Kurzvorträgen und Verkostungen
von Cocktails auf Basis
regionaler Obstbrände. Eine
Exkursion zum Kompetenzzentrum
Obstbau Bodensee bietet
zusätzliche Einblicke in aktuelle
Forschungsprojekte.
www.fruchtwelt-bodensee.de
Foto: Messe Friedrichshafen
Nürnberg, Germany
10.-13.2.2026
#intoorganic
biofach.de
biofach.com
Weltleitmesse
für Bio-Lebensmittel
Growing
Tomorrow
Zutritt nur für Fachbesuchende
Ticket sichern
Young Voices,
Bold Visions
Future-proof
Food
Food Trends
and Innovation
Seite 6, 1/2026
Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Unsere letzte Rettung:
Transparenz
Von Hannes
Royer
Das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Argentinien,
Brasilien, Paraguay und Uruguay sorgt bei vielen von uns für
ein ungutes Gefühl. Mehr Konkurrenz aus Ländern, wo Lebensmittel
unter ganz anderen Bedingungen produziert werden – mehr Preisdruck.
Zwar dürfen von sensiblen Agrarprodukten nur begrenzte
Mengen zu vergünstigten Zollsätzen importiert werden, doch bereits
das kann die Preisentwicklung in der EU beeinflussen. Ein (Preis-)
Kampf, den die österreichische Landwirtschaft nicht gewinnen kann.
Treffende Beispiele dafür sind Rindfleisch und Zucker: Wir
produzieren Rindfleisch unter hohen Standards für Mensch, Tier
und Klima, der CO 2 -Fußabdruck ist der niedrigste in der EU. Im
Zuckerrübenanbau halten wir strenge Pflanzenschutzauflagen
ein. Diese Qualität könnten wir stolz präsentieren – stattdessen
verschwindet sie in der Anonymität.
Hier müssen wir ansetzen: mit einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung,
durchgängig von der Verpackung im Supermarkt
bis auf die Speisekarte im Gasthaus. Ohne werden wir es nicht
schaffen, unsere Landwirtschaft und damit auch unsere Versorgungssicherheit
langfristig zu erhalten. Nur wenn klar ist, woher ein
Lebensmittel kommt, können Konsumentinnen und Konsumenten
frei wählen. Manche Steakfans schwören auf Rindfleisch aus der
Pampa – wer aber bewusst auf Regionalität setzen möchte, dem
fehlt ohne Herkunftskennzeichnung jegliche Information. Unzählige
Male habe ich in Restaurants schon nach der Herkunft gefragt
und wurde dabei zum Teil sogar belogen. Transparenz? Fehlanzeige.
Die Herkunftskennzeichnung ist ein Werkzeug für Fairness. Sie
verhindert, dass heimische Produkte mit Importware vermischt
werden, die unter völlig anderen Rahmenbedingungen entsteht.
Mercosur zeigt, wie dringend wir diesen Hebel brauchen. Nicht, um
uns abzuschotten, sondern um fair verglichen zu werden. Jede Speisekarte
ist ein Einkaufszettel, jeder Einkauf ein Produktionsauftrag für
morgen. Die Frage ist nicht, ob wir Herkunftskennzeichnung brauchen,
sondern wie lange wir es uns noch gefallen lassen, keine zu haben.
www.landschafftleben.at
Glasbord ®
Hygienische Decken- u. Wandverkleidungen
3100 St. Pölten| Hnilickastrasse 34 | T:+43 - 2742 / 88 29 00
fugenlose GFK Wandverkleidungen
GFK-Paneele | PVC- Paneele | Industrietüren
Isolierpaneele | Kühl-, Tiefkühl- u. Klimazellen
Fassaden- u. Dacheinhausungen | Montagen
www.OK-PANEELE.at
Buchtipps
Feta neu entdecken
Mit nur einem Block Feta eröffnen sich überraschend
viele Möglichkeiten, wie dieses Buch mit 60 vegetarischen
Rezepten beweist. Gerichte wie gegrillte Melanzani
mit Feta und Thymian, gefüllte Champignons, Paprika-
Feta-Kuchen oder knusprige Samosas feiern die Vielfalt
der mediterranen Küche. Ein Extra-Kapitel widmet sich
Herkunft und Eigenschaften von Feta sowie Lagertipps
und saisonalen Empfehlungen.
Foto: LV Buch
shop.lv-buch.de
Umfang: 160 Seiten
Einband: Gebunden
24,70 €, ISBN: 978-3-7843-5821-5
Boden lesen lernen
Zeigerpflanzen geben wertvolle Hinweise auf die Bodenbeschaffenheit.
So deutet etwa Löwenzahn auf stickstoffreiche
Böden hin. Werden zusätzlich Bodenstruktur
und Standort berücksichtigt, lassen sich Nährstoffmängel
und andere Defizite gezielt erkennen und beheben. In
„Pflanzengeflüster“ stellt Jean-Michel Groult die 60 häufigsten
Zeigerpflanzen vor, erklärt ihre Aussagen zu Boden
und Mikroklima und zeigt, welche Maßnahmen zur
Bodenverbesserung wirklich wirksam sind.
Foto: Verlag Eugen Ulmer
120 Seiten, 154 Farbfotos, 1 farbige Zeichnung,
gebunden
Verlag Eugen Ulmer, 2026
Erscheint am 22.01.2026
www.ulmer.de
20,60 €, ISBN 978-3-8186-2797-3
Farbe das ganze Jahr
In „Grün in allen Farben“ zeigt Lucy Bellamy, wie sich mit
zeitgemäßen Farbkonzepten ausdrucksstarke Pflanzen
auswählen und wirkungsvoll kombinieren lassen. Das
Ergebnis sind lebendige Gärten mit ganzjähriger Farbwirkung,
die sich auch für kleine Flächen eignen. Vorgestellt
werden die Top 40 farbigen Pflanzen, ergänzt
durch Grundlagen zu Pflanzung und Pflege sowie kreative
Ideen für den Topfgarten. Die erfahrene Gartenjournalistin
und Redakteurin von Gardens Illustrated verbindet
dabei Gestaltungslust mit einer Vorliebe für naturnahe
Gärten.
Foto: Verlag Eugen Ulmer
224 Seiten, 340 Farbfotos, gebunden
Verlag Eugen Ulmer, 2026
Erscheint am 22.01.2026
www.ulmer.de
28,80 €, ISBN 978-3-8186-2714-0
Gartengenuss bei Nacht
Zarte Düfte, geheimnisvolle Flugkünstler und schimmernde
Allium-Kugeln über dem Beet: In ihrem neuen
Buch „Der Nachtgarten“ lädt Lena Landefeld dazu ein,
den eigenen Garten neu zu erleben. Mit gezielter Gestaltung
und passender Pflanzenauswahl entsteht ein
Mondgarten, der besonders in den Abendstunden Atmosphäre
und Erholung bietet. Die Permakultur-Designerin
zeigt in drei Schritten, wie Gärten durch helle Blüten,
leuchtende Blätter und Duftpflanzen nachts wirken.
Zehn Beetideen verbinden Tages- und Nachtwirkung und
schaffen zugleich Lebensräume für Nachtfalter, Glühwürmchen
und Fledermäuse.
Foto: Verlag Eugen Ulmer
144 Seiten, 130 Farbfotos, 10 farbige Zeichnungen, Klappenbroschur
Verlag Eugen Ulmer, 2026
Erscheint am 22.01.2026
www.ulmer.de
22,60 €, ISBN 978-3-8186-2730-0
Entspanntes Vorkochen
Meal Prep muss weder stressig noch überfordernd sein.
In ihrem Buch zeigt Jelena Maier, wie gesunde, pflanzliche
Küche auch in einem stressigen Alltag gelingen
kann. Schritt für Schritt führt sie durch die Kunst des
cleveren Vorkochens, von der Wochenplanung über die
richtige Aufbewahrung bis hin zu kreativen Rezeptideen,
von cremigen Tiramisu Oats fürs Frühstück bis zu Mapo
Tofu zum Abendessen.
Foto: Brandstätter
www.brandstaetterverlag.com
Umfang: 192 Seiten
Einband: Gebunden
30 €, ISBN: 978-3-7106-0927-5
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Zur Förderung von
Ökologie, Gesundheit,
Fairness & Regionalität
Einfach gratis eintragen!
www.biologisch.at
Hof Gast
Die Zeitung für Hofgastronomie, Heurige und Winzer Ausgabe 1/2026
Besser präzise.
gramiller.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x60mm_RZ_0224_CH.indd 14.02.24 1
09:26
WWW.EXITO.AG
15
GEMEINDE RÜSTDORF
NEUER GASTGARTEN?
0664/44 29 108 | www.exito.ag
gastro kalender dez 2025 60x60_9.12.25.indd 1 09.12.25 13:00
Foto: Schwertführerinnen
Jede Generation kommt frisch mit Ideen
und will etwas verändern oder verbessern.
www.ernst-kamen.de
www.oxxischaum.de
„Jede Generation will etwas
verändern oder verbessern!“
Die Schwertführerinnen Kerstin und
Sigrid im Winzer-Talk über den Stellenwert
des Rotgipflers, bewusstes Wirtschaften
und das Potenzial von alkohol-
freien Wein-Alternativen.
Von Katrin Hammer
sophie ist es aus der Lage Ried
Saxerl, die ein großes Potenzial
hat, soviel Charakter wie möglich
im Wein einzufangen. Rotgipfler
Ried Saxerl ist im Stahltank
ausgebaut, spontan ohne zusätzliche
Hefen. Das macht den
Wein sehr mineralisch, sauber,
elegant und strahlend. Der Wein
soll langlebig sein, so dass er in
ein paar Jahren auch noch Spaß
macht.
Wie hat sich der Weinbau in
Ihrem Betrieb mit den Generationen
verändert?
Jede Generation kommt frisch mit
Ideen und will etwas verändern
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Ihr Weingut befindet sich
in der Weinbaugemeinde
Sooss. Welches Terroir ist
hier zu finden?
In Sooss haben wir kräftige, kalkhaltige
Braunerdeböden, teilweise
mit Muschelkalk. Perfekt
für Rotweine und unseren ganz
besonderen Rotgipfler, der
wächst in der Ried Saxerl.
Wie wichtig sind die autochthonen
Rebsorten Rotgipfler
und Zierfandler für
Sie? Wie ist die Nachfrage
danach?
Rotgipfler ist für uns im Betrieb
nicht wegzudenken. Wir bewirtschaften
den größten Teil
unserer Weißweinflächen mit
dieser Rebsorte. Mit der einzigartigen
exotischen Aromatik hat
er in Österreich als auch international
seinen Stellenwert.
Bei uns im Verkauf haben wir
sieben verschiedene Rotgipfler,
vom trockenen bis zum süßen
Prädikat.
Ein toller Partner zu österreichischen
Klassikern aber auch
zur asiatischen Küche.
Sie haben die SALON-Sieger
Auszeichnung für den besten
Rotgipfler Österreichs
2025 erhalten. Wie unterscheiden
sich Ihre Weine
von anderen aus der Thermenregion?
Jeder Winzer hat einmal im Jahr
die Chance die perfekte Ernte
einzuholen und wir haben bei
uns eine sehr große Dichte an
Spitzenbetrieben. Unsere Philo-
Seite 8, 1/2026
Winzertalk
Hof Gast
oder verbessern. In unserem Fall
haben wir ein super Familienverhältnis,
wir leben und arbeiten
täglich gemeinsam. Wir haben von
unseren Großeltern den Betrieb
übernommen und unsere Eltern
leiten parallel zu uns ihren eigenen
Weinbau. Somit ergänzen wir uns
fantastisch. Bei Fragen gehen wir
zu unserem Papa, aber andersrum
lernt er auch dazu. Viele junge,
innovative Leute sprechen wir mit
unserem Konzept an, aber auch
bestehende Kunden freuen sich,
dass es bei uns gut läuft und der
Betrieb weitergeführt wird.
Mit Blick auf veränderte Klimaverhältnisse.
Wie kommt
der Rotgipfler damit zurecht?
Gibt es vielleicht sogar
Vorteile, die genutzt
werden können?
Beim Thema Klimawandel ist
das Weingartenmanagement
sehr wichtig. Man muss sich mit
Begrünungen auseinandersetzen,
die wenig Wasser benötigen und
die Weingartenzeilen so gestalten,
dass genug Beschattung
möglich ist. Die Sorte Rotgipfler
ist eine spätreifende Sorte, die
sehr unkompliziert im Weingarten
ist. Wichtig ist der Boden: Nur
Kräftige, kalkhaltige Braunerdeböden, teilweise mit Muschelkalk, sind perfekt für Rotweine und den Rotgipfler.
Sigrid und Kerstin sind die Schwertführerinnen.
auf guten Lagen wird es auch ein
optimaler Wein.
Ihr Weingut ist „Nachhaltig
Austria“ zertifiziert. Was
bedeutet das Gütesiegel und
wie beeinflusst es Ihre Wirtschaftsweise?
Der ganze Betrieb ist seit 2022
„Nachhaltig Austria“ zertifiziert.
Es gibt viele Parameter, die zu
beachten sind wie z.B. Bodenbearbeitung,
Wassermanagement,
Betriebsmittel wie Flaschen,
Etiketten, Karton uvm. Nicht nur
die Analyse ist sehr interessant,
sondern auch Verbesserungen,
die wir danach treffen, aber auch
die Erkenntnis einiger nachhaltiger
Maßnahmen, die wir quasi
schon immer so machen.
Zero Alkohol ist gefragt. Wie
stehen Sie zu alkoholfreien
Weinen? Ist ein alkoholfreier
Rotgipfler Thema?
Aus einem fertigen, guten Wein
den Alkohol wieder zu entziehen
ist ein bisschen verkehrt, absolut
nicht nachhaltig und derzeit noch
sehr ressourcenintensiv. Alkoholfreie
Alternativen sind für uns
interessanter! Mittlerweile ist so
viel möglich, wir setzen im Betrieb
auf Traubensaft und Verjus, da es
am nachhaltigsten und natürlichsten
ist. Wir hoffen darauf, dass es
in Zukunft Hefen geben wird, die
keinen oder wenig Alkohol in der
Gärung produzieren, aber trotzdem
den Zucker abbauen können. Uns
persönlich sind die alkoholfreien
Weine zu süß und unharmonisch.
INFO
Schwertführer 35 &
Die Schwertführerinnen
Hauptstraße 35
A-2504 Sooss
Tel.: +43 660 5654543
weingut@schwertfuehrer.at
www.schwertfuehrer.at
Foto: Schwertführerinnen
Foto: Ludwig Schedl für Transgourmet Österreich
Jungwinzer aufgepasst!
Jungwinzer und junge Sommeliers
haben jetzt die Chance,
ihre Talente bei den VINEUS
WINE AWARDS 2026 sichtbar
zu machen. Zum 15-jährigen
Jubiläum rückt Transgourmet,
Österreichs führender Gastronomie-Großhändler,
Persönlichkeiten
ins Rampenlicht, die Mut,
Leidenschaft und Qualität in ihre
Arbeit bringen. Gesucht werden
Nachwuchstalente, die den Wein
von morgen gestalten. Der Startschuss
für Bewerbungen fiel am
12. Jänner 2026, die Frist endet
für Winzer am 16. Februar, für
Jung-Sommeliers am 16. April.
„Junge Talente brauchen mehr
als Applaus – sie brauchen echte
Chancen“, betont Transgourmet-Geschäftsführer
Thomas
Panholzer. Neben Anerkennung
profitieren die Gewinner von
bundesweiten Listungen und
gezielter Vertriebsunterstützung.
Teilnehmen können Sommeliers
zwischen 18 und 30 Jahren,
alternativ können Arbeitgeber
Nachwuchstalente nominieren.
Jungwinzer unter 35 Jahren,
die mindestens acht Hektar
Rebfläche bewirtschaften und
drei Jahrgänge eigenständig
vinifiziert haben, können bis
zu drei Weine einreichen. Die
drei besten Bewerber treten ins
Online-Voting ein. Die Gewinner
werden für zwei Jahre ins Transgourmet-Sortiment
aufgenommen.
Jungwinzer 2025 Gerhard
Deim berichtet: „Jetzt stehen
meine Weine Seite an Seite mit
den Größen der Branche.“ Die
feierliche Verleihung findet am
21. September 2026 erstmals
in der Steiermark statt, wo die
besten Jungwinzer und Jungsommeliers
gefeiert werden.
www.vineus.at
Wo Wein verbindet
Die VieVinum versteht sich
seit jeher als Ort der Begegnung,
an dem Wein mehr ist als
ein Produkt. Auch im Jahr 2026
verwandelt sich die HOFBURG
Vienna wieder in einen internationalen
Schauplatz für
Austausch, Inspiration und
neue Perspektiven. Im Mittelpunkt
steht eine facettenreiche
Weinwelt, die Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft miteinander
verknüpft und dabei
den Dialog zwischen Winzern,
Fachpublikum und Weinliebhabern
fördert.
Eine große Vielfalt an
Ausstellern spannt den Bogen
von klassischen Herkunftsgebieten
über unterschiedliche
Rebsorten bis hin zu zeitgemäßen
Stilen und aktuellen
Marktbewegungen. Ziel ist es,
Weinerlebnisse zu teilen und
Netzwerke zu vertiefen. Dazu
trägt auch die School of Wine
bei, die mit unkonventionellen
Zugängen frischen Wind in
bekannte Erzählungen bringt.
Einen bewussten Kontrapunkt
setzt die Zone Zero, die
zeigt, welche alkoholfreien
Getränke derzeit für Aufmerksamkeit
sorgen. Nachwuchsförderung
ist auch in der
Gerd A. Hoffmann Akademie
zentral, wo qualifizierte junge
Winzer im Rahmen eines Cross
Mentoring Projekts begleitet
werden und erstmals von
Buddys aus früheren Jahrgängen
profitieren. Ergänzt wird
das Messegeschehen durch
die Verleihung der Star Wine
List of the Year für Österreich,
Deutschland und die Schweiz.
Zeitgleich eröffnet die Nähe
zum Eurovision Song Contest
neue Synergien und Zugänge
zu einem breiteren Publikum.
www.vievinum.at
Foto: Christine Miess
Hof Gast
Etiketten
Seite 9, 1/2026
Klebt, hält, verkauft –
Etiketten mit Anspruch
Im Weinbereich ist das Etikett weit mehr als Dekoration: Es verbindet Information, Rechtssicherheit
und Markenauftritt.
Von Kurt Heinz
Fotos: Unsplash
sich einfach verarbeiten lassen
und keine aufwendige Technik
erfordern.
Neben Optik und Technik
sind die rechtlichen Vorgaben
entscheidend. Weinetiketten
unterliegen in der EU klaren
Kennzeichnungspflichten.
Pflichtangaben sind unter
anderem Verkehrsbezeichnung,
Herkunft, Nennfüllmenge, Alkoholgehalt,
Erzeuger oder Abfüller
sowie Allergenhinweise, insbesondere
„enthält Sulfite“. Seit
der neuen EU-Weinverordnung
müssen zudem Nährwertangaben
und Zutaten ausgewiesen
werden, entweder direkt auf dem
Etikett oder über einen QR-Code
mit digitaler Bereitstellung. Die
Angaben müssen gut lesbar,
dauerhaft und korrekt platziert
sein.
Für Winzer und Direktvermarkter
empfiehlt es sich,
Etiketten frühzeitig in die
Produktplanung einzubeziehen.
Material, Kleber und Design
sollten zur Vermarktungsstrategie,
zur Logistik und zur Zielgruppe
passen. Kleine Serien,
saisonale Sonderabfüllungen
oder Direktverkaufsprodukte
profitieren von flexiblen Etikettierlösungen.
Ein gut gewähltes
Etikett klebt nicht nur sicher auf
der Flasche – es bleibt auch im
Kopf der Kunden.
Für Winzer und Direktvermarkter
ist das Etikett
ein zentrales Element
der Produktpräsentation. Es
entscheidet über den ersten
Eindruck am Regal, transportiert
Herkunft und Qualität und
erfüllt gleichzeitig zahlreiche
gesetzliche Vorgaben. Gerade
im Weinbereich kommen besondere
Anforderungen hinzu, da
Flaschen häufig gekühlt, gelagert
oder über längere Zeit transportiert
werden.
Im Fokus stehen zunächst die
Materialien. Klassische Papieretiketten
sind weit verbreitet und
in unterschiedlichen Qualitäten
erhältlich – von ungestrichenem
Naturpapier für einen handwerklichen
Look bis zu gestrichenen
Varianten mit hoher Farbbrillanz.
Für Premiumweine kommen
häufig strukturierte Papiere,
Baumwollpapiere oder Etiketten
mit Prägungen und Heißfolien
zum Einsatz. Alternativ werden
zunehmend Kunststoffetiketten
aus PP oder PE verwendet.
Sie sind besonders reißfest,
feuchtigkeitsbeständig und
eignen sich für Weine, die in
Kühlern oder im Außenbereich
präsentiert werden. Nachhaltige
Materialien wie Recyclingpapier
oder Etiketten aus Gras- oder
Steinpapier gewinnen ebenfalls
an Bedeutung.
Eine zentrale Rolle spielt der
Kleber. Im Weinbereich werden
überwiegend Nassleime oder
selbstklebende Haftkleber
eingesetzt. Wichtig ist, dass der
Klebstoff kälte- und feuchtigkeitsbeständig
ist und auch bei
Kondensation sicher haftet.
Gleichzeitig sollte er keine
Rückstände auf der Flasche
hinterlassen, insbesondere
bei Mehrweg- oder Exportflaschen.
Für Direktvermarkter
mit kleinen Chargen sind
selbstklebende Etiketten oft
die praktikabelste Lösung, da sie
Seite 10, 1/2026
Wein & Aktuelles
Hof Gast
Weinviertel DAC 2025 on Tour
Foto: Mathis Studio
Vorbeischauen, verkosten und
genießen: Auch heuer bringen
die Winzer aus dem Weinviertel
ihre Kellergasse wieder direkt zu
Weinliebhabern in ganz Österreich.
Im Mittelpunkt steht der
neue Weinviertel DAC Jahrgang
2025, der sich ganz im Zeichen
von Frische, Würze und Trinkfreude
präsentiert – fruchtig,
pfeffrig und klar strukturiert.
Glanzvoller Mittelpunkt der
Jahrgangspräsentationen ist
der Grüne Veltliner als unverwechselbares
Aushängeschild
der Region. Der Jahrgang 2025
überzeugt mit präziser Frucht,
lebendiger Säure, ausgewogener
Struktur und feiner Komplexität.
Typisch Weinviertel DAC,
zugleich modern interpretiert.
Für Hans Setzer, Vorsitzender
des Regionalen Weinkomitees
Weinviertel, bestätigt der neue
Jahrgang einmal mehr die klare
Herkunft: charakterstark, frisch
und mit hohem Trinkvergnügen.
Ein besonderer Schwerpunkt
liegt 2026 auf der jungen Generation.
Unter dem Titel „Spotlight:
Youngsters“ präsentieren sich bei
der Erstpräsentation in Wien 24
Jungwinzer und geben Einblick in
ihre persönliche Handschrift und
ihren Zugang zum Weinviertel
DAC. Moderiert wird das Side
Event von Weininfluencer, Gastronom
und Certified Sommelier
Mathias Brandweiner, der
mit frischer Perspektive durch
das Programm führt. Die Jahrgangspräsentationen
verstehen
sich nicht nur als Verkostungen,
sondern als Treffpunkte
für persönlichen Austausch.
Die Winzer stehen vor Ort für
Gespräche bereit und machen
INFO
das Lebensgefühl Weinviertel
erlebbar. Ein zusätzlicher Service
sorgt für entspanntes Genießen:
Bestellungen von 6er-Kartons
werden während der Veranstaltung
versandkostenfrei geliefert.
Auch das beliebte Flaschendreh-
Gewinnspiel ist fixer Bestandteil
der Tour.
Die Termine 2026 im Überblick:
Wien am Montag, 2. März 2026, in der Hofburg VIENNA (Eingang Heldenplatz);
Götzis am Montag, 23. März 2026, in der Kulturbühne AMBACH;
Salzburg am Mittwoch, 25. März 2026, im amadeus terminal 2 am Flughafen
Salzburg;
Linz am Donnerstag, 26. März 2026, im Design Center Linz, Eingang Süd.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf um 22 Euro erhältlich, an der Tageskasse
kosten sie 25 Euro. Im Preis inkludiert sind alle Weinproben sowie Brot
und Wasser.
Foto: Marzek
Impulse für erfolgreiches
Weinmarketing
Marzek Etiketten+Packaging
präsentiert auf der Austro
Vin Tulln innovative Etikettenund
Verpackungslösungen, die
gezielt den Verkauf von Wein
unterstützen. Gezeigt werden
aktuelle Trends im Weinmarketing
– von hochwertigen
Veredelungstechniken und
ausgewählten Bedruckstoffen bis
hin zu professioneller Etikettiertechnik
sowie Komplettlösungen
für Thermotransfer- und Tintenstrahldrucker.
Ziel ist eine nachhaltige
und aufmerksamkeitsstarke
Positionierung am Markt.
Zahlreiche Etikettenkreationen,
die bereits bei nationalen
und internationalen Wettbewerben
ausgezeichnet wurden,
liefern Winzern konkrete
Anregungen für eine unverwechselbare
Markenpräsenz.
Ein besonderes Highlight sind
thermochrome Etiketten, die
einen zusätzlichen Nutzen für
Konsumenten bieten und damit
ein starkes Verkaufsargument
darstellen. Das Thermochrom-
Etikett für den „Zweigelt –
FREDDO – der Kühle Rote“ vom
Weinbaubetrieb Gebrüder Nittnaus
wurde kürzlich mit dem
Golden Pixel Award prämiert.
Es zeigt durch Farbwechsel an,
wann der Wein seine ideale
Trinktemperatur von 10 bis 12
Grad erreicht hat – das Logo
färbt sich blau, ergänzt durch
den Hinweis „Perfekt temperiert“.
Am Marzek-Stand 507 in
Halle 5 können Besucher diese
Technologie live erleben. Ergänzend
geben Stefanie Wareka und
Dr. Johannes Michael Wareka
am 31. Jänner um 14:30 Uhr in
einem Impulsvortrag praxisnahe
Einblicke, wie Weinbaubetriebe
ihre Produkte wirkungsvoll
und nachhaltig in Szene setzen
können.
www.marzek.at
Frischer Wind für
Wiens Naschmarkt
Wien darf sich über eine
genussvolle Erweiterung
freuen, denn am 21. November
2025 öffnete die neue Markthalle
am Wiener Naschmarkt
offiziell ihre Tore. Eingebettet
zwischen dem neu gestalteten
Naschpark und dem historischen
Marktareal entfaltet
sich auf 800 Quadratmetern
ein Raum, der das Prinzip Markt
neu denkt und sich bewusst von
Souvenirhandel und flüchtiger
Imbisskultur abgrenzt. Als Prestigevorhaben
der Stadt Wien,
angestoßen von Stadträtin Uli
Sima und mittlerweile unter der
Verantwortung von Vizebürgermeisterin
Bettina Emmerling,
setzt die Halle ein deutliches
Zeichen für Qualität, Vielfalt
und kulinarische Haltung.
Eine begehbare Terrasse
eröffnet den Blick auf das
Otto Wagner Ensemble und
schafft einen neuen urbanen
Aussichtspunkt. Im Inneren
bildet eine lange Tafel das
kommunikative Zentrum, an
dem Produzenten, Genießer
und Neugierige zusammenkommen.
Kaffee, Drinks und
frisch zubereitete Speisen aus
der Marktbar verleihen dem
Raum eine lebendige, einladende
Atmosphäre.
Inhaltlich spiegelt die Halle
die kulinarische Diversität
Wiens wider. Die steirische
Bäckerei Sorger bringt erstmals
ihre Backtradition in die
Bundeshauptstadt. Brutal am
Foto: Stadt Wien/Markus Wache
Markt interpretiert Marktküche
saisonal und kreativ. Blün
& Mosers Wildfang verbinden
moderne Aquaponik aus
Wien mit Fisch aus dem Millstätter
See. Fratelli Valentino
treffen mit handgemachtem
Mozzarella auf die Käsehütte
Maria Taferl. Waldgut steht
für biologisch produziertes
Fleisch, während Bioschanze
und Hut & Stiel Obst, Gemüse
und Pilze liefern. Ergänzt wird
das Angebot durch Schokolade
von 28Lots, Kaffee aus dem
Röstraum, Floristik von Dolls
Blumen, Delikatessen von Brotzeit
und nachhaltige Produkte
von Unverschwendet. Abgerundet
wird das Areal durch
das Markträumchen mit Show
Küche und flexibel nutzbarer
Veranstaltungsfläche.
www.wien.gv.at
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 1/2026
Milch und Innovation
Wie sich die Direktvermarktung 2026 neu erfindet.
Von Katrin Hammer
In kaum einem anderen
Segment spiegelt sich der
Wandel der Ernährungswelt so
deutlich wider wie in der Milchund
Milcherzeugnissedirektvermarktung.
Was vor einigen
Jahren noch als traditionelles
„Standard-Sortiment“ galt, ist
heute ein lebendiges Feld für
kreative Produktstrategien,
bewusste Ernährung und regionale
Höfe als Markenbotschafter.
Bio ist Standard
Einer der deutlichsten Megatrends
ist die stetig wachsende Bedeutung
von Bio-Lebensmitteln – und
das nicht nur im Handel, sondern
auch in der eigenen Vermarktungspalette.
In Österreich sind
Bio-Milchprodukte wie Frischmilch
und Naturjoghurt besonders
gefragt, ihr Anteil liegt deutlich
über dem Durchschnitt aller
Produktgruppen im Bio-Segment.
Für Direktvermarkter heißt das:
Eine klare Positionierung mit
Bio-Qualität lohnt sich nicht nur
als Verkaufsargument, sondern
als Markenkern. Die Investition in
Bio-Umstellung oder Bio-Kombinationssortimente
kann auch den
Zugang zu neuen Kundenschichten
erleichtern.
Schaf- und
Ziegenmilch
Ein Trend, der sich immer stärker
zeigt, sind Produkte aus Schafoder
Ziegenmilch. Hier bieten
Direktvermarkter oft ein völlig
anderes Geschmacksprofil als
klassische Kuhmilchprodukte.
So verarbeitet beispielsweise
das Seegut Eisl in Salzburg Bio-
Schafmilch zu verschiedensten
Spezialitäten, vom Joghurt über
Frischkäse bis hin zum köstlichen
Tiramisu-Eis. Vermarktet
werden die Produkte u.a. über
den regionalen Hofladen und
dem 1. Schafmilcheis-Salon
Österreichs. „Der vollmundige,
mild-feine Geschmack mit einem
Bestens in den Tag starten lässt
es sich mit einem Frühstück mit
hofeigenen Spezialitäten.
leichten Mandelaroma macht die
Schafmilch ganz besonders. Käse,
Joghurt und Eis aus Schafmilch
bestechen durch ihre besonders
cremige Konsistenz. Aber keine
Sorge! Unsere Produkte ,schafeln'
nicht. Das liegt an der Fütterung
der Schafe, sowie einer besonders
hygienischen Verarbeitung“, so die
Familie Eisl. „Unser Eis wird aus
unserer eigenen Schafmilch handwerklich
in unserer Hofkäserei
am Wolfgangsee hergestellt. Nur
natürliche und zu 100% biologische
Zutaten, sowie echte Früchte
werden verwendet. Dabei hat jede
Sorte seine eigene von uns entwickelte
Rezeptur. Keinerlei Vormischungen,
Aromen oder Zusatzstoffe,
sondern nur ,gescheite'
Zutaten sowie viel Liebe zum
Detail, stecken in unseren Eisspezialitäten.
Im Unterschied zum
Speiseeis aus Kuhmilch besticht
Schafmilcheis durch seine
besonders cremige Konsistenz
und seinen vollmundigen, mildfeinen
Geschmack. Bei uns findet
man nicht nur die klassischen
Geschmacksrichtungen wie
Vanille oder Schokolade, sondern
auch extravagante Sorten wie
Schafkäse-Honigsüß, Heidelbeer-
Rosmarin oder Topfenknödel.“
Erlebnis- und
Genussangebote
Innovative Direktvermarktung
endet nicht beim Produkt,
sondern beginnt oft schon bei
der Kundenbegegnung. Veranstaltungen
wie Hofführungen,
Käse-Workshops, Milchverarbeitungskurse
oder Bauernhof-Erlebnistage
verbinden
Erlebnis mit Kaufentscheidung.
Besonders Familien und Konsumenten
mit Interesse an Herkunft
und Herstellung profitieren davon.
Kombiniert mit Verkostungen
von Joghurt, Käse oder frischen
Milchmixgetränken entsteht so
eine stärkere Kundenbindung,
zudem können die Verkäufe im
Hofladen gesteigert werden.
Kein Wunder also, dass immer
mehr Direktvermarkter ihre
Hofläden nicht nur als Verkaufsraum,
sondern als genussreiche
Erlebnisplattform nutzen. Kleine,
ansprechende Verkostungsstationen
für Milchprodukte wie z.B.
eine Käse-&-Brot-Probierstation
laden Besucher ein, Produkte vor
dem Kauf zu erleben. Das steigert
Kaufbereitschaft und schafft
persönliche Bindung. Ein ähnlicher
Ansatz steckt hinter Hofführungen,
in denen der Weg der
Milch vom Stall ins Glas erklärt
wird, ein Erlebnis, das Vertrauen
in Produkt und Herkunft schafft
und neue Zielgruppen anspricht.
Auch ein Hofcafé ist eine
wunderbare Möglichkeit, das
hofeigene Sortiment schmackhaft
zu machen. Das weiß auch
die Familie Lässer in Vorarlberg,
die mit großer Leidenschaft und
Hingabe ein vielfältig und sorgfältig
ausgewähltes Frühstück in
ihrem neu gestalteten Hofladen
anbietet. „Das Herzstück des
Frühstücks bei Lässer's Hof ist
die breite Auswahl an Eigenkreationen
und Produkten direkt vom
Bio Hof. Die Frühstücksplatten
präsentieren sich als bunte Vielfalt,
die für jeden Geschmack
etwas bereithält. Von herzhaften
Käse- und Wurstspezialitäten bis
hin zu verschiedenen Joghurts
und frisches Gemüse nach Saison
– hier findet jeder Gast seine
persönliche Lieblingskombination“,
so die Vorarlberger. Auch
Kindergeburtstage können auf
dem Bauernhof gefeiert werden
und bei dem Angebot „Schule am
Bauernhof “ können Kinder auf
spielerische Weise die Welt der
Landwirtschaft entdecken und
ein einzigartiges Lernerlebnis
genießen. „In unserer Schule am
Bauernhof geht es nicht nur um
das Lernen aus Büchern, sondern
vor allem darum, mit allen Sinnen
zu erfahren, zu fühlen, zu spüren
und zu sehen. Die Kinder haben
die Möglichkeit, den Alltag auf
einem Bauernhof hautnah zu
erleben und aktiv daran teilzunehmen.
Von der Versorgung der
Tiere bis hin zur Herstellung von
Lebensmitteln – bei uns ist alles
dabei“, erklärt Familie Lässer.
Foto: Sabina Galja
+43 (0)3112 / 62333-0
Cool verpackt.
Frisch geliefert.
Nachhaltige Kühlverpackungen
für den Lebensmittelversand
NEU
im Sortiment
Infos & online
bestellen auf
mayergeyer.at
Seite 12, 1/2026
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Myoga Gemüsepfanne mit Fisch
Zutaten für 2 Personen:
u ~ 400 g gemischtes Gemüse
(wie gelbe Paprika,
Zucchini, etc. )
u 300 g festes Fischfilet
u 1 Zwiebel
u 2 Knoblauchzehen
u 2 Myoga-Knospen
u 1 kleines Stück frischen
Ingwer
u Sojasauce
u Salz und Pfeffer
u Chili
u Vanillebasilikum
u etwas Zitronensaft und Abrieb
einer Bio-Zitrone
u eventuell Misopaste zum
Abschmecken
u Sesamöl und Rapsöl zum
Anschwitzen
Ingwer: scharf
oder mild?
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Ohne die aromatische
Wurzelknolle geht es
nicht mehr. Sie ist inzwischen
so beliebt, dass einige
Kleingärtner die Knolle im Topf
anbauen. Jedoch ist der Anbau gar
nicht so einfach, da die Pflanze
tropische Bedingungen liebt
und kalte Temperaturen oder
gar Frost nicht verträgt. Einige
Bauern in der Steiermark oder
aus dem Burgenland kultivieren
Ingwer bereits erfolgreich im
Folientunnel. Wer es im eigenen
Garten versuchen möchte, sollte
aber lieber auf den Japanischen
Ingwer zurückgreifen, bei dem die
Knospen verwendet werden. Das
Gute daran ist, die Pflanze überwintert
im Freien und verträgt
Temperaturen bis minus 15 Grad
Celsius.
Von Gelb bis lila
Ingwer ist ein sehr altes Gewürz
und stammt wahrscheinlich
aus Südostasien. Aus der
Familie der Ingwergewächse
ist er mit Curcuma und Kardamom
verwandt, und obwohl
er eine tropische bis subtropische
Pflanze ist, wird er auch
schon in Österreich erfolgreich
kultiviert. Verwendet wird der
unterirdische Hauptspross, das
Ingwer-Rhizom, das sowohl
frisch als auch getrocknet in die
unterschiedlichen Rezepte passt.
Frischer Ingwer schmeckt brennend
scharf und leicht zitronenartig,
dem getrockneten Pulver
fehlt der aromatische Geruch
und es schmeckt weniger pfeffrig.
Frischer Ingwer wird hauptsächlich
aus Peru und China
importiert, wobei sich Peru auf
den Bio-Anbau spezialisiert hat.
Nach der Ernte im Anbauland
müssen die Knollen vier bis sechs
Wochen, meist unterirdisch,
gelagert werden. Erst danach sind
sie transportfähig und werden in
der Regel verschifft, das dauert
nochmals vier Wochen. Wirklich
frisch ist Ingwer daher bei uns
nicht mehr, er ist aber gut lagerbar.
Für uns Europäer ist Ingwer
gleich Ingwer, dabei gibt es auch
hier unterschiedliche Sorten und
das Aroma unterscheidet sich,
ob die Rhizome, direkt nach der
Ernte verwendet werden oder
erst etliche Wochen danach.
Wer Ingwer selbst in einem Topf
kultiviert oder direkt von einem
der wenigen Erzeuger im Osten
des Landes kauft, kennt den
Unterschied.
Spezielle Sorten werden hauptsächlich
nach der Region, aus der
sie stammen, benannt. So gibt
es Ingwer aus Indien, der eher
süßlich und zitronig schmeckt,
oder aus Thailand, der scharf und
pfefferig ist. Ingwer aus Australien
dagegen ist die mildeste Sorte,
aber sehr fasrig, aus Sri Lanka
schmeckt er aromatisch mild.
Die gängigsten Sorten kommen
aus China und Peru, wobei das
südamerikanische Land eher
milden, süßen Ingwer erzeugt, die
Sorten aus dem asiatischen Land
dagegen sind fasriger und schärfer.
Doch es gibt weltweit etliche
Sorten, die nicht vollständig
charakterisiert sind. Manchmal
wird er auch nur als grüner, roter
oder schwarzer Ingwer bezeichnet.
Diese Bezeichnungen gehen
meist nach der Farbe im Inneren
des Rhizoms. Der rötliche Ingwer
stammt aus China und Vietnam,
aus Hawaii kommt der „Bubba
Blue“, eine bläulich gefärbte Sorte.
Aromatische Knospen
des Myoga
Doch alle Sorten haben eines
gemeinsam, sie sind nicht frosthart,
jedoch ist die Familie der
Ingwergewächse groß und so
können Liebhaber des Gewürzes
in unseren Breiten den Japanischen
Ingwer kultivieren. Diese
ausdauernde krautige Pflanze
stammt aus China, Korea und
Japan und kommt mit unserem
❱ Gemüse putzen und in feine Streifen scheiden, Zwiebel,
Knoblauch und Ingwer klein würfeln.
❱ Fischfilets trocken tupfen, in große Stücke schneiden.
Fisch leicht salzen und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
❱ Wenig Sesam- und Rapsöl in einer Pfanne erhitzen,
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anbraten. Die verschiedenen
Gemüsesorten je nach Garzeit in die Pfanne
geben. Nun mit Sojasoße, Chili, Pfeffer und wenig Salz
würzen. Die Fischstücke in das Gemüse legen und gar
ziehen lassen. Eventuell wenig Wasser dazu geben.
❱ Frische Vanillebasilikumblätter grob zupfen. Myogaknospen
putzen, waschen und der Länge nach halbieren. Die
Hälften in Streifen schneiden.
❱ Das Gemüse mit etwas Zitronensaft, Zitronenschale,
Sojasauce oder Miso abschmecken und auf Tellern
anrichten. Myogastreifen und Vanillebasilikumblätter
darüber verteilen.
Klima gut zurecht. Auch als
Myoga bezeichnet übersteht die
typische Waldpflanze Temperaturen
von minus 15 Grad Celsius
im Winter und bevorzugt schattigen
bis halbschattigen, feuchteren
Boden. Geerntet werden aber
nicht die Rhizome oder Stängel,
sondern die Knospen. Die Pflanze
bildet die typischen Ingwerstiele
aus, die Knospen wachsen seitlich
unterhalb der Stiele direkt
aus dem Boden. Fühlt sich die
Staude wohl, so kann ein Rhizom
bis zu 20 Knospen ausbilden,
die vom Spätsommer bis in den
Herbst geerntet werden können.
Im Winter zieht die Pflanze ein
und treibt im Frühjahr verlässlich
wieder aus.
In der japanischen Küche ist
Myoga beliebt und wird traditionell
roh wie ein Küchenkraut in
feine Streifen geschnitten und
über das Gericht gestreut. Die
ganzen Knospen werden aber
auch im Tempurateig ausgebacken
oder süß-sauer eingelegt.
Das Aroma ist einzigartig und
mild, es erinnert an Ingwer ohne
die intensive Schärfe, aber auch
an Koriander oder Orangenschale.
Sushi, Frühlingsrollen,
Fisch- und Fleisch- oder Wokgerichte
werden gerne damit verfeinert.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 1/2026
Ab in die Suppe
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Suppengrün oder auch
Wurzelwerk sind Bezeichnungen
für Suppengemüse,
und man versteht darunter Karotten,
Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel
und -blätter, die zu einem
kleinen Bund geschnürt werden. Je
nach Saison und Gegend kommt
auch ein Stück Gelbe Rübe oder
Pastinake hinein.
Besser mehr
In die Rindsuppe kommen
Knochen und Fleisch vom Rind,
am besten ein Schulterscherzel,
reichlich Wurzelgemüse und
Gewürze.
Diese Gemüsemischung ist ein
Muss für eine gute Suppe und
wird meist im Ganzen oder nur
grob geschnitten dem Suppenansatz
zugefügt. Wer auf Knochen
verzichten möchte, kann
dafür etwas mehr an Wurzelgemüse
verwenden, damit der
Geschmack kräftig wird. Meist
wird das vorgefertigte Gemüse
im Bund gekauft, das jedoch sehr
frisch sein sollte, denn darin sind
nur Stücke des Gemüses enthalten,
eine Scheibe Sellerie, eine
halbe Karotte oder ein Viertel
Pastinake. Liegt es länger im Regal,
so werden die Anschnittstellen
braun und unappetitlich. Dann
ist es besser, die entsprechenden
Gemüsesorten im Ganzen im
Hofladen oder auf dem Markt zu
kaufen. Die weniger attraktiven
Teile, wie Sellerieschale, Petersilstängel,
das obere Grün des
Lauches oder krumme Karotte,
landen in der Suppe, die schöneren
Teile werden extra verkocht.
Gebackene Selleriescheiben,
ein Lauchgemüse zu Fisch oder
Backrohrkarotten mit Feta, sind
passende Wintergerichte.
Typisches
Wurzelgemüse
Lauch/Porree: Lauch wird wegen
des intensiven Geschmackes nur
selten roh gegessen. Meist wird er
zusammen mit anderen Gemüsesorten
gedünstet oder er landet in
Suppen und Eintöpfen. Oft wird
nur der weiße Teil vom Lauch
verwendet und das Grün weggeworfen.
Von den aromatischen
Stangen kann alles verwendet
werden, und im Grün stecken auch
die meisten gesunden Nährstoffe.
Es eignet sich vor allem gut zum
Aromatisieren von Suppen. Daher
gehört das Grün in grobe Stücke
geschnitten in die Rindsuppe und
nicht die feste Stange.
Pastinake: Petersilienwurzel,
Sellerie und Karotte haben
eines gemeinsam, sie sind als
Doldenblütler mit der Pastinake
verwandt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts
war sie ein wichtiges
Grundnahrungsmittel, das später
aber von der Kartoffel und der
Karotte verdrängt wurde. Der
Geschmack der Pastinake erinnert
an Wurzelpetersilie oder
Sellerie, ist jedoch milder und
süßer. Die Konsistenz ist nicht so
fest wie die einer Karotte, sondern
etwas mehliger. Das macht sie so
ideal für Suppen und Pürees. In
der Rindsuppe wird sie aber eher
seltener verwendet, hier wird
der Petersilienwurzel der Vorzug
gegeben. Jedoch die Großen
Blätter der Pastinake sind ideal
zum Mitkochen.
Petersilie: Das aromatische
Kraut zeichnet sich durch ein
intensives frisches Aroma aus,
das etwas an Sellerie erinnert.
Als klassisches Suppengewürz
verfeinern die grünen Blätter vor
allem Suppen, sollten aber immer
frisch verwendet werden, denn
durch Kochen verlieren sie Farbe
und Geschmack. Sie kommen
daher am Schluss in die fertige
Suppe, gehackt und zusammen
mit der Einlage. Die Stängel
dagegen können ruhig mitgekocht
werden, sie sind viel zu schade
zum Wegwerfen, da sie sogar ein
intensiveres Aroma als die Blätter
besitzen.
Karotten: Kaum ein Gemüse
ist so alt, so beliebt und so weit
verbreitet wie die Karotte, wobei
Zutaten:
Rezepte
u 1 kg Suppenfleisch wie
Kavalierspitz, Kruspelspitz,
Brustkern oder Schulterscherzel
u ein paar Rindsknochen
u 1 Zwiebel
u 4 Karotten
u 1 kleines Stück Lauch
Rindsuppe
u 1 kleines Stück Knollensellerie
u einige Stiele Petersiliengrün
u 1 Scheibe Ingwer
u 1 Knoblauchzehe
u 1 Lorbeerblatt
u Pfefferkörner
u Salz
❱ Knochen waschen, zusammen
mit dem Rindfleisch
in kaltes Wasser geben und
ohne Deckel leicht köcheln
lassen. Das Fleisch soll gut
mit Wasser bedeckt sein.
❱ Den entstehenden Schaum
mit einem Löffel entfernen
und anschließend die Gewürze
und das Salz dazugeben.
Zwiebel halbieren und mit der Schnittfläche nach
unten in einer Pfanne ohne Fett bräunen.
❱ Nach einer halben Stunde das Gemüse in die Suppe
geben und das Fleisch noch eine weitere Stunde nur
ganz leicht köcheln bzw. ziehen lassen.
❱ Die Rindsuppe abseihen und eventuell noch nachwürzen.
Gemüse für die Einlage klein schneiden, das Fleisch
als Hauptspeise servieren.
die „Urrüben“ alles andere als
gelborange waren. Schwarze,
violette oder rote Sorten waren
verbreitet, die heute bekannten
orangen Karotten wurden
wahrscheinlich von französischen
Bauern im 19.Jahrhundert
gezüchtet. Aber die orangen
Sorten haben sich durchgesetzt
und landen mit den gelben in
der Suppe. Die violetten Sorten
dagegen färben sehr intensiv,
so auch die Suppe, was optisch
weniger ansprechend wäre.
Bio-Branchenverzeichnis
mit Map & News
Einfach gratis eintragen!
www.biologisch.at
Kooperationspartner von Hof&Markt
Seite 14, 1/2026
Webcorner
&
Hof Markt
Gewürze
Öfen- & Backtechnik
Wursthüllen
Gewürzmischungen,
Zusatzstoffe & Funktionalitäten
www.almi.at
www.moguntia.com
15
Maschinen für Fleischverarbeitung
www.strasser.co.at
Würste in Hülle und Fülle
Lebensmitteltechnik GmbH
Gaismannslohen 15 • A-5261 Uttendorf
Telefon +43 (0) 7724 / 2864
Fax +43 (0) 7724 / 2864
Ein echter Rühle,
seit über 50 Jahren.
Rühle GmbH
D-79865 Grafenhausen
T. +49 77485230
www.original-ruehle.de
office@penias.at • www.penias.at
Besser präzise.
Neu- und Gebrauchtgeräte
Ihr Spezialist für Klima- und Räucheranlagen
Größte Leistung
auf kleinstem Platz!
Ihr kompetenter Partner für Rä
Koch-, Klima- und Reifetechn
für Intensivkühlsysteme sowie
Rauch- und Kutterwagen-Was
anlagen und Durchlaufwasch
Größte Leistung
auf kleinstem Platz!
Ihr kompetenter Partner für Räucher-
KERRES Anlagensystem
Koch-, Klima- und Reifetechnik,
für Intensivkühlsysteme sowie für
Rauch- und Kutterwagen-Waschanlagen
und Durchlaufwaschsysteme.
Manfred-von-Ardenne-A
D-71522 Backnang
Fon +49 (0) 7191 - 91
info@kerr
KERRES Anlagensysteme GmbH
Manfred-von-Ardenne-Allee Größte Leistung 11
auf D-71522 kleinstem Backnang Platz!
www.kerres-group.de
Fon Ihr +49 kompetenter (0) 7191 Partner - 91 für 29-0 Räucherwww.kerres-group.de
info@kerres-group.de
The fine art of smo
The fine art of smoking
Koch-, Klima- und Reifetechnik,
für Intensivkühlsysteme sowie für
Rauch- und Kutterwagen-Waschanlagen
und Durchlaufwaschsysteme.
KERRES Anlagensysteme GmbH
Manfred-von-Ardenne-Allee 11
D-71522 Backnang
Fon +49 (0) 7191 - 91 29-0
www.kerres-group.de info@kerres-group.de
The fine art of smoking
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Wir sind Ihr Partner:
office@novataste.com
Phone: +43(0)662 6382 0
www.novataste.com
Ins_GWR_48x60mm_DE_2023.indd 1 24.07.2023 15:42:07
Fleischerei-
Maschinen
www.schoen-gmbh.at
PRÄZISION TRIFFT
EFFIZIENZ
TOP - QUALITÄT • TOP - SCHÄRFE
o
o
Sorgo Anlagenbau GmbH
Tel. 0463/34 242
office@sorgo.at
www.sorgo.at
Rauch-, Koch - und Intensivkühlanlagen für jede
Betriebsgröße
Zum Umröten, Trocknen, Heißräuchern, Kalträuchern, Kochen, Braten
und Kühlen
Klima-Reife-Nachreifeanlagen für eine schonende
Produktion von Rohwurst, Salami und Rohschinken
o Pasteurisierungsanlagen zur Verlängerung der
Haltbarkeit
Multifunktionale Anwendungen wie Pasteurisieren und Schnellkochen mit
Gegendruck, Duschen, Benebeln, Intensivkühlen, Trocknen
Maschinen
für Profis
www.rex-technologie.com
gramiller.at
GRA_Direktvermarkter_Inserat_48x60mm_RZ_0224_CH.indd 14.02.24 1
09:26
________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Sorgo Anlagenbau GmbH · Hirschstr. 39 · 9020 Klagenfurt · Tel. 0463 - 34 242 · office@sorgo.at · www.sorgo.at
MHS
+43 (0)732/77 32 11
www.laska.co.at
GESCHMACK 100%
IHR ANSPRECHPARTNER
FÜR BANDSÄGEN
UND FLEISCHWÖLFE!
QUALITÄT
IST TRUMPF.
Paul KOLBE GmbH
- FOODTEC -
Gewerbestraße 5
89275 Elchingen
www.kolbe-foodtec.de
Laska_Kleininserate_2026.indd 1 18.01.26 19:28
www.raps.at
Verkaufsautomaten
Tischdoppelclipper
CDC 800 Easy Serie
St. Veiter Straße 15, A-9556 Liebenfels
+43 4276 20202 • +43 676 422 9 444
office@sick-werksvertretung.com
www.sick-werksvertretung.com
HTS
Füllen in
Perfektion
Tisch-Einzelclipper
ClipStar Serie
Ihr Partner für Planung, Herstellung
und Montage von
Schlachtanlagen für Schweine,
Rinder und Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb von
“sämtlichem” Zubehör für
fleischverarbeitende Betriebe.
Tel. 07242/53903
office@alce.at
www.alce.at
FESSMANN GmbH www.hts-systems.eu
und Co KG • 71364 Winnenden
Packaging & More
www.cliptechnik.de
Qualität durch Erfahrung
Quality by experience
Ihr Partner für
pmaschinen in Handwerk
erbe!!
Unser Anspruch:
absolute Kundenzufriedenheit.
Wengstraße 58 . 4643 Pettenbach
Von wegen
T: +43 7586 60445-54
F: +43 7586 60455-50
„schmeckt contact@techforum.at nach Pappe“!
www.techforum.at
Als führender Hersteller von High-Tech Anlagen zum
Räuchern, Kochen, Braten, Backen und Kühlen dreht
sich bei uns alles um den besten Geschmack.
Besuchen Sie uns
GESCHMACK
GE
IST
Wenn auch Sie Ihre Kunden mit noch besserem
im Internet unter:
Geschmack begeistern möchten und auf robuste und
IST TRUMPF.
leicht zu bedienende Technik stehen, dann informieren
Sie sich jetzt online auf www.fessmann.com
www.fleischundmarkt.at
Von wegen
„schmeckt nach Pappe“!
Von we
„schm
Als führen
Räuchern,
sich bei un
Wenn auch
&
Hof Markt
Webcorner
Seite 15, 1/2026
Fleischreifung
Huhn & Stall
Paneele
Versandhandel
www.payer-aging.com
glasklar!
www.kkt-lackner.at
die Nr. 1 in Sachen Glas,
Verpackung & Zubehör
glasklar!
www.Mitterbauer-Stahlbau.at
die Nr. 1 in Sachen Glas,
Verpackung & Zubehör
Nudelmaschinen
Maschinen Nudelkocher für
Beilagen Raviolimaschinen
Direktvermarktung
Spare jetzt zum Jahresbeginn
-15% auf das gesamte
Sortiment*
mit dem Vorteilscode
HMJR15
faie.at
07672/716-0
info@faie.at
*Aktion gültig bis 15.02.2026 ab € 60,- Mindestbestellwert. Nicht
gültig in Verbindung mit anderen Rabatten, Aktionen und Staffelpreisen.
Gilt nicht auf bereits getätigte Bestellungen.
Fruchtzubereitung
myRex.at
rexglas.at
myRex.at rexglas.at
Tomahawk-dryaging.at
Verpackung und Aufbewahrung
Nudelmaschinen
Auf der Steige 40
Nudelkocher
88326 Aulendorf
Telefon 07525-1044
Raviolimaschinen
Telefax 07525-60603
www.sela-gmbh.de
info@sela-gmbh.de
Besuchen
Sie unseren
Online-Shop
www.bhg.co.at
BHG Betriebsmittel Handels GmbH & Co.KG.
A-4943 Geinberg | www.bhg.co.at
FRUCHT
ZUBEREITUNGEN
für die Direktvermarktung
in 5, 10 & 25 kg Bag-in-Boxen
www.mayergeyer.at
muellerglas.at
Online-Shop 0-24 Uhr
Müller Glas & Co
Ihr Partner für Glas und so
muellerglas.at
Online-Shop 0-24 Uhr
www.schaumermal24.de | info@schaumermal24.de
Auf der Steige 40
88326 Aulendorf
Telefon 07525-1044
Telefax 07525-60603
Hygieneprodukte
www.sela-gmbh.de
info@sela-gmbh.de
Zertifizierte Reinigungs- und Desinfektionsmittel
sowie zugelassene Reinigungstechnik zur
sicheren Hygiene in der Lebensmittelindustrie
Müller Glas & Co
Hemsack 37b · 59174 Kamen · Tel. 0 23 07 - 9 24 99-0 · www.ernst-kamen.de
Ihr Partner für Glas und so
Reinigung
Hygiene
Desinfektion
Reinigungstechnik
Schulung (HACCP)
Service vor Ort
Planung & Einrichtung
ACHTUNG:
Biozidprodukte vorsichtig verwenden
✁
Ja, ich möchte die ABO-Aktion von Hof&Markt in Anspruch nehmen.
Verpassen Sie keine Ausgabe
mehr von Hof&Markt!
Hof&Markt erscheint 2026 zehn Mal im Wechselversand und
ergeht an Direktvermarkter, Märkte, Heurige, Winzer und Fleischer
in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland.
Hof&Markt-Abo
10 Ausgaben (ab Bestellung) um 46 € (Aktion: Der Preis gilt
für Österreich, Deutschland und Italien).
Das Abo verlängert sich jeweils um ein Jahr (10 Ausgaben), wenn es nicht bis
spätestens Februar 2027 schriftlich gekündigt wird.
✁
Name......................................................................................................................................
Adresse...................................................................................................................................
PLZ/Ort..................................................................................................................................
Tel............................................................................................................................................
E-Mail......................................................................................................................................
Unterschrift............................................................................................................................
Senden Sie die ausgefüllte Antwortkarte an: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH,
Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, per Mail an: office@hofundmarkt.at oder verwenden Sie
unser Abo-Bestellformular unter www.hofundmarkt.at/abo-bestellung/
H&M 1/2026
Seite 16, 1/2026
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Pikantes Gurkengemüse
Zutaten für 4 Portionen:
u 2 kleine Feldgurken
u 1 Scheibe Hamburgerspeck
à 100 g
u ~ 100 ml Schlagobers
u 1 kleine Zwiebel
u 2 Knoblauchzehen
u Salz und Pfeffer
u etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
u frische Kräuter, vor allem
Dill und Petersilie
u Öl zum Anschwitzen
Dill, am besten
frisch
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Bestimmte Kräuter passen
zu Gemüsesorten einfach
perfekt, so wie Basilikum
zu Tomaten oder Oregano zu
Zucchini. Genauso ist es mit
Gurken und Dill, die beiden
harmonieren so gut, dass Dill
auch als Gurkenkraut bezeichnet
wird.
Nicht nur zur Gurke
Das fiederförmige Kraut stammt
aus Südeuropa und Westasien,
doch die Bezeichnung Dill
stammt wahrscheinlich vom
norwegischen Wort „dilla“, was
so viel wie „beruhigen“ bedeutet.
Das zeigt einerseits die Wirkung
von Dill – es beruhigt Magen
und Darm – und andererseits
wie wichtig das Kraut in der
nordischen Küche ist, wo es
Fisch, eingelegten Hering und
Fischsuppen würzt. Im „Graved
Lachs“, einer skandinavischen
Spezialität, wird Dill in die Beize
zum Würzen gegeben.
Doch Dill ist eine sehr vielseitige
Gewürzpflanze und wird
weltweit geschätzt, vor allem
für eingelegte Gewürzgurken.
Die fiederförmigen Blätter, die
Samen und auch die Blütendolden
werden zum Würzen
der Marinade für eingelegte
Gurken verwendet, sodass diese
vielerorts einfach als Dillgurken
bezeichnet werden. Das Kraut
passt aber auch sehr gut zu
Kartoffeln und zum Einlegen von
Gemüse, schmeckt zu Fleischgerichten
und ist Hauptbestandteil
der Dillsauce zu Rindfleisch oder
Fisch.
Etwa eine Diva?
Die einjährige krautartige Pflanze
aus der Familie der Doldenblütler
gedeiht gut auf mittelschweren,
feuchtwarmen Böden mit viel
Humus. Verdichtete Böden und
vor allem Staunässe verträgt
Dill nicht. Sie ist mit Karotten,
Sellerie oder Petersilie verwandt
und im Anbau nicht anspruchsvoll,
aber es können, wenn Pflege
und Standort nicht passen,
etliche Probleme auftreten.
Gärtner kennen das Problem,
dass Dill schlecht keimt oder
plötzlich welkt. Pilze sind für
die Fusariumwelke oder die
Umfallkrankheit verantwortlich.
Junge Dillkeimlinge können
dadurch Welken, Umfallen und
Absterben. Ein durchdachter
Fruchtwechsel, gute Bodenvorbereitung,
optimale Pflege
und ein nicht zu dichter Anbau
können helfen, Pilzkrankheiten
vorzubeugen.
Viel gemeinsam mit
Kümmel und Anis
Dill kann im Freiland und im
Gewächshaus angebaut werden,
wird aber für die klassische
Bundware und auch für die
Schüttware für die industrielle
Verarbeitung im Freiland kultiviert.
Die käufliche Topfware für
zuhause stammt meist aus der
Produktion in Glashäusern. Dill
für die Bundware wird meist per
Hand geerntet, die Schüttware
dagegen maschinell. Dill ist
durch die feinfiedrigen Blätter
etwas empfindlich bei Ernte
und Lagerung. Bei Verletzungen
oder durch Trocknen gehen
❱ Gurken schälen, der Länge nach halbieren und entkernen.
Danach die Hälften in dickere Scheiben oder Würfel
schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein
würfeln.
❱ Zwiebel und Knoblauch in einem Topf mit etwas Öl
anschwitzen, danach die Speckwürfel dazugeben und
anbraten.
❱ Gurkenstücke dazugeben und das Ganze salzen,
pfeffern und zugedeckt etwa 5 Minuten dünsten lassen.
Danach mit etwas Schlagobers aufgießen. Zum Schluss
das Ganze mit den frisch gehackten Kräutern und Zitronenschale
abschmecken.
❱ Tipp: Das sommerliche Gemüse schmeckt sehr gut
zu gebratenem Fisch oder ganz einfach zu gebratenen
Wurstscheiben wie von Knacker oder Krainer.
ätherische Öle und somit Aroma
verloren. Daher sollten die Blätter
am besten frisch verwendet
und erst kurz vor dem Würzen
zerkleinert werden. Sie schmecken
aromatisch und erinnern
etwas an Kümmel oder Anis,
jedoch frischer. Die Dillsamen
dagegen sind etwas bitterer und
im Gegensatz zur nordischen
Küche bei uns eher unbekannt.
Sie können aber ähnlich wie
Kümmel in Kohlgerichten, Broten
oder Eintöpfen mitgekocht
werden. Die geschmackliche
Erinnerung an Kümmel zeigt
auch die ähnliche Wirkung.
Durch den Inhaltsstoff Carvon
wirken Kümmel und Dill verdauungsanregend,
blähungstreibend
und krampflösend, jedoch wirkt
Kümmel stärker.