RegionalSport - 05.02.2026
Das Sportmagazin im Norden
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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 05. Februar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 05 / 2026
REGIONAL
Das Das Sportmagazin im Norden
Nach dem Fight gegen Bayern -
wartet nun Abstiegskampf
in Heidenheim:
Kann sich der HSV von
unten lösen?
+++ Dompé bleibt suspendiert
Nach dem Pokalaus in der BayArena:
Findet St. Pauli gegen
Stuttgart wieder in
die Erfolgsspur?
+++ Verletzungssorgen um Smith, Wahl und Jones
Eintracht Norderstedt holt Viktor Appiah +++ Blickpunkt SG Eider/Pahlen
Jeden
Donnerstag
neu !
Fotos: pin / Jacobsen / Kirschner
Vor dem Spiel in Hannover -
KSV-Verteidiger Lasse Rosenboom:
„Angst und Bange muss
keinem werden"
+++ Mladen Cvjetinović
wechselt nach Cottbus
Jirka Heine:
Nach 11 Jahren
ist Schluss
beim Preetzer TSV
Handball EM:
Dänemark holt Gold,
Deutschland Silber
Hamburger SV
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Der Rettungsengel
Abwehrchef und Torschütze: Luka Vuskovic darf
sogar noch auf die WM-Teilnahme hoffen
Luka Vuskovic balancierte
auf der Bande.
Die Arme breitete er
aus, als wäre er ein
Messias. Man soll solche Gesten
nicht überhöhen, aber auf
den Sport bezogen, ist Vuskovic,
der gegen die Bayern gerade
das 2:2 erzielt hatte, genau
das. Ein Rettungsengel für den
Hamburger SV.
Geschafft ist der Klassenerhalt
nach dem 20. Spieltag natürlich
nicht, zumal der Vorsprung auf
den 1. FSV Mainz 05 nur noch
einen Punkt beträgt. Doch die
Stimmung rund um den Volkspark
ist sehr viel besser, als sie
nach sechs sieglosen Begegnungen
bei anderen Bundesligisten
wäre. Das liegt nicht zuletzt an
Vuskovic der in wenigen Tagen
EINWURF
Toller Abend gegen die Bayern –
aber in Heidenheim wird es
ein anderes Spiel
Nicht wenige HSV-Fans sprechen von einer
magischen Nacht. Das, was die 57000 Zuschauer
im ausverkauften Volkspark beim 2:2 gegen die Bayern
geboten bekamen, werden sie lange nicht vergessen. Die Polzin-
Elf wehrte sich gegen den übermächtigen Gegner eindrucksvoll.
Der HSV bot dem Rekordmeister die Stirn und war in dem
5-3-2-System (in dem das Zentrum gestärkt wurde) mutig mit
und aggressiv in der Arbeit gegen den Ball. Respekt! Dem spielstarken
Mittelfeld der Hamburger kam es natürlich zugute, dass
die Bayern offensiv agierten, dem Aufsteiger dadurch Räume
anboten. Diese wurden hervorragend genutzt. Der Volkspark
kochte an diesem besonderen Abend wieder mal und eines ist
klar: Der HSV ist in dieser Form kein Abstiegskandidat. Sicher
ist: Am kommenden Samstag beim Schlusslicht Heidenheim
bedarf es ganz anderer Tugenden und nur wer in diesen ekligen
Partien dagegenhält, darf sich auf Gala-Abende gegen Bayern
freuen. Die Elf von Frank Schmidt wird für ihre letzte Chance
kratzen, beißen und grätschen, was das Zeug hält. Der HSV
muss dem gewohnt physisch starken Gastgeber in genau diesen
Bereichen Paroli bieten. Fußballerisch dürfte sich im Laufe der
Partie die Klasse der Norddeutschen vermutlich durchsetzen.
Einziger Wermutstropfen: Trainer Polzin muss in der Voith-
Arena auf den zuletzt enorm formstarken Capaldo gelbgesperrt
verzichten.
Beim Stadtnachbarn drohen am Samstag mit Hauke Wahl, Eric
Smith und Angreifer Ricky-Jade Jones gleich drei Stammkräfte
auszufallen. Wie so oft setzt die Verletztenmisere dann ein,
wenn es ohnehin nicht läuft. Jones schied beim Pokaspiel in
Leverkusen mit Sprunggelenksproblemen aus, während Wahl
und Smith bereits im Vorwege der Partie in der BayArena in
Hamburg geblieben sind. Ohne die drei dürfte der Klassenerhalt
noch unrealistischer werden als ohnehin schon. Ärgerlich,
dass mit Oladapo Afolayan eine wertvolle Alternative nicht
mehr zur Verfügung steht. Nach etlichen Streitigkeiten mit
Cheftrainer Blessin wechselte der Aufstiegsheld genervt zu den
Blackburn Rovers. St. Pauli präsentiert sich im Februar 2026
wie ein Abstiegskandidat: Vorne werden beste Torchancen
nicht genutzt und hinten immer wieder entscheidende Fehler
produziert. Ausgerechnet in dieser misslichen Lage kommt
Champions League-Anwärter VfB Stuttgart ans Millerntor…
Ihr Frank Sorgatz
19 Jahre alt wird. Doch der
Kroate verteidigt nicht nur wie
ein Großer: Auch auf seine Tore
darf der HSV zählen - vor allem
bei Standardsituationen. Im Dezember
gegen Werder Bremen
traf er kunstvoll mit der Hacke.
Gegen die Bayern verwertete
Vuskovic eine Mikelbrencis-
Flanke, indem er den Ball
schulmäßig gegen die Laufrichtung
von Torhüter Neuer ins
Bayern-Netz köpfte.
Vuskovic‘ Verbleib im Volkspark
ist bis Saisonende gesichert.
Tottenham Hotspur fordert
ihn so kurzfristig nicht zurück.
Das könnte sich im Bundesliga-Alltag
noch als
Überlebensversicherung für
den Hamburger SV erweisen.
Und dem Kroaten Vuskovic sogar
noch das WM-Ticket einbringen.
(WE)
2 | RegionalSport
Wieder mal überragend: Luka Vuskovic (hier im
Austausch mit Bayerns Olise) ist als Abwehrchef nicht
mehr wegzudenken.
Foto: Jacobsen
Zwischen den Extremen
Dem Bayern-Gastspiel folgt eine neue taktische Herausforderung beim Schlusslicht
Vincent Kompany
zu erwischen, ist
nicht einfach. Die
Bayern spielen oft
ab 18.30 Uhr, zur
Spitzenspielzeit. Sie
fürchten das Nachtflugverbot
besonders
seit jener Mitternacht,
da sie auf
dem Berliner Airport
um Minuten
verspätet abheben
wollten, aber nicht
durften.
Um Minuten ging es
Vincent Kompany
auch im Volksparkstadion.
Der jetzige
Bayern-Trainer zählte
die Nachspielzeit
zusammen und kam
auf mehr als eine
Viertelstunde. „Dann kann irgendetwas
nicht stimmen“, sagte
Kompany sinngemäß, denn
zur offiziellen Pressekonferenz,
obwohl vom Ligaverband vorgeschrieben,
erschien er nicht.
Der Bus lief sich schon warm
für die eilige Fahrt nach Fuhlsbüttel.
Das Nachtflugverbot . . .
Etwas Zeit nahm sich Manuel
Neuer, der die Abläufe bei den
Bayern kennt, wo ein Unentschieden
gegen einen Aufsteiger
schon den Anflug einer Krise
hat, jedenfalls „sich anfühlt
wie eine Niederlage. Neuer und
Co. übersahen dabei den Gegner
– und da war zu konstatieren:
der Hamburger SV hat das
richtig gut gemacht. Er verdiente
sich das 2:2, und durch sein
couragiertes Auftreten auch die
exklusive abendliche Spitzenspielzeit.
Sogar mit einem Rückstand
ging der HSV angemessen um.
„Ich dachte, das kann richtig
eklig werden“, schilderte zwar
Mittelfeld-Abräumer Nicolai
Remberg seinen Gemütszustand
nach dem Bayern-2:1 durch
Diaz in der Minute nach der
Halbzeitpause, zumal die Hamburger
selten mehr als ein Tor
in 90 Minuten erzielen. Gegen
den Rekordmeister aber waren
die Norddeutschen bald wieder
im Flow.
Die Vorarbeit zum 2:2 durch einen
Vuskovic-Kopfball leistete
William Mikelbrencis. Trainer
Polzin hatte den Franzosen auf
der linken Abwehrseite gegen
Olise aufgeboten. „Die Taktik
war ein Schlüsselfaktor“, sagte
der ebenfalls überraschend ins
Team gerutschte Daniel Elfadli
– ein Kompliment, das Merlin
Polzin umgehend an seinen
Will auch in Heidenheim jubeln:
Torschütze Fabio Vieira (li.) wusste gegen
Bayern zu überzeugen. Foto: Jacobsen
Stab und besonders Co-Trainer
Loic Favé weitergab, der sich
offenbar ständig mit Gedanken
um Taktik und Formation beschäftigt.
„Wir werfen immer
alle Ideen in einen Topf“, teilte
Polzin mit, „und haben daraufhin
die Grundordnung etwas
verändert.“ Weil es ja die Bayern
waren . . .
Nächster Gegner: Heidenheim.
Das Schlusslicht. Größer könnte
der Kontrast von einem Wochenende
zum nächsten nicht
sein. Doch die Heidenheimer
wehren sich auch. Ergänzt um
den in der Winterpause verpflichteten
Ex-Freiburger Dinkci
lagen sie in Dortmund lange
in Führung, verpassten den
dritten Treffer und unterlagen
deshalb knapp mit 2:3. Dass
Langzeit-Trainer Frank Schmidt
fest im Sattel sitzt, ist überflüssig
zu erwähnen.
Beide können sich eine ganze
Woche lang auf das Duell in der
Ostalb vorbereiten. Für einen
Am Dienstagnachmittag
wurde die
Entscheidung veröffentlicht:
Der HSV
suspendiert Jean-Luc Dompé
auch für das wichtige Auswärtsspiel
beim 1. FC Heidenheim.
Dem Vernehmen nach
muss der Profi, der unter Alkoholeinfluss
(1,4 Promille)
mit seinem Auto unterwegs
war, eine Rekordstrafe von
100.000 Euro zahlen.
Der 30-jährige Franzose hat die
harte Entscheidung akzeptiert
und trainierte am Dienstag individuell.
Sportdirektor Claus
Costa führt aus: „Jean-Luc
weiß, dass er verantwortungslos
gehandelt hat und sich und
dem HSV großen Schaden zugefügt
hat. Er bleibt bis auf
Hamburger SV
spielfreien Achtelfinaltermin
am Dienstag oder Mittwoch
sorgte der HSV gleich doppelt,
indem er zunächst die Heidenheimer
aus dem DFB-Pokal
kickte, danach aber selber gegen
Holstein Kiel verlor. Die Pokalschlappe
war eine der seltenen
Niederlagen des Gastgebers
im Volksparkstadion – in der
Bundesliga verlor der HSV nur
gegen St. Pauli und Wolfsburg,
aber nicht gegen Frankfurt,
Stuttgart, Dortmund und jetzt
auch die Bayern.
Auswärts wartet der Aufsteiger
dagegen noch auf einen Sieg.
Nach dem verdienten 2:2 gegen
die Bayern fährt der HSV
gleichwohl nicht als Außenseiter
nach Heidenheim. Er wird
am selben Tag wieder nach
Hause kommen. Anpfiff: 15.30
Uhr. Ist ja kein Spitzenspiel.
(Wolfgang Ehlers)
Vorschau: Sa., 07.02.2026 – 15:30 Uhr
1. FC Heidenheim – Hamburger SV
So könnten sie spielen:
1. FC Heidenheim: Ramaj – Stergiou, Mainka, Gimber, Siersleben –
Dorsch, Niehues – Ibrahimovic, Dinkci, Honsak - Pieringer
HSV: Heuer Fernandes - Elfadli, Vuskovic, Torunarigha - Jatta, Lokonga,
Remberg, Muheim - Vieira, Grönbaek - Königsdörffer
Tipp: 0:1
Entscheidung: Jean-Luc Dompé bleibt suspendiert und muss Rekordstrafe zahlen
„Ich habe schwerwiegende Fehler gemacht“
Weiteres vom Spielbetrieb suspendiert,
wird aber ins Training
teilintegriert und dann
schauen wir, was die Zukunft
bringt.“ Dompé selber zeigt
sich mittlerweile reumütig:
„Ich bin meiner Vorbildfunktion
nicht nachgekommen und
habe schwerwiegende Fehler
begangen. Ich kann die Enttäuschung
des Klubs, des Trainerteams
und all der Fans, die
mich immer unterstützt haben,
verstehen. Es tut mir wahnsinnig
leid.“ Ärgerlich: Sportlich
könnte der HSV Dompé in diesen
entscheidenden Wochen
auf der Außenbahn sehr gut gebrauchen.
Wie es mit dem exzentrischen
Profi weitergeht,
bleibt offen.
(Frank Sorgatz)
RegionalSport | 3
DFB-Pokal
Man spürte es spätestens
nach dem 0:2: Der Glauben
an das Weiterkommen
sank bei den St. Pauli-Profis
Mitte der zweiten Hälfte extrem,
die Köpfe gingen
teilweise nach unten
und es wurde sich gegenseitig
nicht mehr
gepusht. In der aktuellen
Situation schien es
unmöglich beim Champions
League-Teilnehmer
Bayer Leverkusen
einen Zwei-Tore-Rückstand
aufzuholen.
Wieder mal hatten die
Braun-Weißen einen
ordentlichen ersten
Durchgang absolviert
und hätten durchaus in
Führung gehen können.
Aber das Leben
findet nun mal nicht
im Konjunktiv statt
und nach den Großchancen
von Kaars (4.)
und Fujita (23.) kam,
was kommen musste:
Mets klärt zu kurz, Rasmussen
geht zu zaghaft
in den Zweikampf, so
dass Bayers Martin Terrier
zum 1:0 traf (32.).
Ein Treffer, der so nie
und nimmer fallen
darf. Zuvor rettete bereits
Kapitän Karol
Mets überragend gegen
Schick, nachdem Keeper
Voll ein böser Abspielfehler unterlief
(17.). Alexander Blessin
hatte seine Pokalelf vor dem
Anpfiff auf vier Positionen verändert:
Ben Voll, Louis Oppie,
Mathias Pereira Lage und Martijn
Kaars starteten für Nikola
Vasilj, Eric Smith (angeschlagen),
Manolis Saliakas und Ricky-Jade
Jones. Dabei rutschte
Sechser Sands auf die zentrale
Abwehrposition. Doch zurück
zur Endphase der ersten Halbzeit,
in der St. Pauli fünf Minuten
vor der Pause eine weitere
exzellente Gelegenheit durch
Kaars ungenutzt ließ. Louis Oppie
fasste das Geschehene perfekt
zusammen: „Wir haben uns
in der ersten Hälfte nicht belohnt.
Wir hätten unsere Ballgewinne
besser ausspielen müssen.
Leverkusen hat die Bälle
eiskalt reingemacht und das hat
den Unterschied gemacht.“ Die
4 | RegionalSport
0:3 in Leverkusen:
St. Paulis Pokalreise endet im Viertelfinale
Alt bekannte Themen: Kiezkicker vergeben Großchancen und sind hinten unaufmerksam.
Torschussstatistik von 22:10 belegt
die Überlegenheit der Gäste,
die spielerisch durchaus
mithalten konnten, sich aber in
den entscheidenden Situationen
nicht clever genug verhielten
– und das sowohl in der Offensive
als auch in der Defensive.
Zur Pause versuchte St. Paulis
Cheftrainer mit Jones und Saliakas
(für Oppie und Pereira Lage)
frischen Wind und mehr
Tempo zu bringen, doch Bayer
Leverkusen legte nach: Nach einem
unglücklichen Kopfball
von Ando gab es Eckball für die
Werkself. Aleix Garcias Maßflanke
auf den zweiten Pfosten
vollende Patrik Schick volley
zum 2:0 (63.). St. Paulis Kette
zeigte bei der Flanke ein
schlechtes Verhalten und ließ
Saliakas gegen drei Bayer-Profis
alleine. Die Entscheidung, denn
Bayer spielte es in der Schlussphase
routiniert herunter und
hätte durch den eingewechselten
Hofmann (nach Fehler Rasmussen)
schon früher erhöhen
können, aber der Flügelstürmer
traf nur den Pfosten (75.). St.
Pauli ergab sich und konnte
wie schon in Augsburg in
Intensiv: Der zweikampfstarke Fujita (re.) behauptet sich gegen Bayers Vazquez.
Am Ende schieden die Kiezkicker aber verdient aus dem Pokal aus.
Foto: Hübner
der Schlussphase nicht mehr
nachlegen. Im Gegenteil: Der
eingewechselte Ceesay verliert
am gegnerischen Sechzehner
den Ball – der Konter konnte
von den Hamburgern nicht unterbunden
werden, so dass Grimaldo
Hofmann freispielte und
dieser in der Nachspielzeit den
verdienten 3:0-Endstand herstellte.
Andrich:
„St. Pauli hatte nicht die
Qualität, uns gefährlich
zu werden“
St. Pauli-Trainer Alexander
Blessin enttäuscht:
„Wir haben uns ein bisschen
wieder selbst gestoppt.
Wir haben in der
ersten Hälfte vieles richtig
gemacht, gehen aber mit
einem Rückstand in die
Kabine. Uns hat einfach
das Tor gefehlt. Das zweite
Gegentor ist auch ärgerlich,
da wir den langen
Ball eigentlich klar aus
dem Zentrum wegköpfen
können. Wir wissen ja um
Bayers Qualität bei Ecken
und sind dann auch bestraft
worden. Danach war
es schwierig zurückzukommen.“
St. Pauli scheidet also im
Pokal-Viertelfinale aus
und muss sich nun voll
auf den Abstiegskampf
konzentrieren. In zehn Tagen
treten die Kiezkicker
erneut in der Bay-Arena
an. Dabei dürften die respektlosen
Äußerungen
von Bayer-Kapitän Robert
Andrich für zusätzliche Motivation
bei der Blessin-Elf sorgen.
Der 31-jährige Nationalspieler
nach dem Spiel: „St.
Pauli hatte nicht die Qualität,
uns gefährlich zu werden, obwohl
wir echt kein gutes Spiel
gemacht haben.“
(Frank Sorgatz)
Bayer 04 Leverkusen - FC St. Pauli
3:0 1:0
Bayer 04 Leverkusen: Blaswich – Quansah, Andrich, Tapsoba – Palacios
(58. Fernández), Aleix Garcia (89. Badé) – Vázquez (58. Arthur), Tillman, Grimaldo,
Terrier (65. Hofmann) – Schick (89. Kofane)
Cheftrainer: Kasper Hjulmand
FC St. Pauli: Voll – Andô, Sands, Mets – Pyrka, Fujita (68. Irvine), Rasmussen
(89. Ceesay), Oppie (46. Saliakas) – Sinani – Pereira Lage (46. Jones; 80. Hara), Kaars
Cheftrainer: Alexander Blessin
Tore: 1:0 Terrier (32.), 2:0 Schick (63.), 3:0 Hofmann (90.+2)
Gelbe Karten: Aleix Garcia / Fujita, Andô
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg) Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)
DFB-Pokal - St. Pauli
Noten des FC St. Pauli:
Fujita mit guten Balleroberungen – Kaars mit zu vielen Mängeln
Voll: Hatte in der 17. Minute Glück, als sein missratenes
Zuspiel auf Sands nicht bestraft wurde. Ansonsten mit
einigen weiteren ungenauen Abspielen. Bei den
Gegentoren schuldlos. Note 4
Ando: Erneut ordentlich. Aber (!): Vor dem zweiten
Gegentor köpft der Japaner den Ball zuvor unbedrängt
zum Eckball. Beim 0:3 zu passiv bei Grimaldos Flanke. Note 4,5
Sands: Dieses Mal in neuer Rolle als Abwehrchef.
Eigentlich ganz okay – mehr aber nicht. Note: 4
Mets: Trug erstmals die Kapitänsbinde und rettete erste
Hälfte sensationell gegen Schick auf der Linie. Beim ersten
Gegentor muss der Profi den Ball weiter rausschießen
und beim dritten sah der Este nicht gut aus.
Trotzdem: Großer Kämpfer und einer der wenigen
Hoffnungsträger. Note 4
Pyrka: Erste Hälfte mit einigen guten Durchbrüchen
auf der rechten Schiene. Nach der Pause auf Linksaußen
deutlich passiver. Note 4
Fujita: Guter Balleroberer im Mittelfeld. Allerdings gibt es
keine Diskussion: In der 23. Minute muss der Japaner
aus elf Metern das Tor treffen. Note 3,5
Irvine (ab 68.): Wieder mal belebend. Die teils sehr
ruhige Mannschaft bräuchte ihren Leader so dringend
von Beginn an. Note: 3
Rasmussen: Zeigte gute Ansätze im Passspiel, aber das
erste Tor geht leider auf sein Konto. Könnte auch gerne
mal aus der Distanz schießen. Note 4
Ceesay (ab 89.): Wie er sich vor dem 0:3 von Andrich
den Ball abnehmen ließ, sagt alles über den aktuellen
Zustand des Stürmers aus. Note –
Oppie: Durchschnitt, bei den Flanken manchmal
etwas zu ungenau. Note 4
Saliakas (ab 46.): Sah beim 0:2 am zweiten Pfosten
gegen drei Bayer-Profis schlecht aus. Note 4,5
Formstarke Schwaben kommen - Sorgen um Jones, Wahl und Smith:
Folgt nun das Startelfdebüt von Taichi Hara?
Unmittelbar nach dem Pokalaus
in Leverkusen richtete St.
Pauli-Trainer Alexander Blessin
den Fokus schon wieder
nach vorne: „Natürlich hat der
VfB Stuttgart einen Lauf, aber
wir brauchen die Punkte. Es
gilt nun Kräfte zu sammeln und
es aufs Neue zu probieren.“
Dabei hat sich die Personalsituation
für den 52-Jährigen
durchaus verschärft. Blessin
klärt auf: „Ricky-Jade Jones ist
ohne Gegnereinwirkung umgeknickt,
da kann was an der Kapsel
oder am Band sein – das sah
nicht gut aus. Bei Eric Smith
war der Schmerz einfach zu
groß. Er hat was an der Ferse
und konnte nicht richtig auftreten.
Jetzt geht es darum, wie
wir den Schmerz in den Griff
kriegen und es abfedern können.
Bei Hauke Wahl ist es eine
Innenbandzerrung und das ist
einfach schmerzhaft. Wir haben
die Hoffnung, dass wir sie einsetzen
können, aber es ist fraglich.“
Dadurch verschärfen sich
die Probleme vor der Partie gegen
die so formstarken Schwaben,
die aktuell auf Champions
League-Platz 4 stehen. Blessin
betonte, dass er in Leverkusen
durchaus mit James Sands als
Abwehrchef zufrieden war,
aber eigentlich wird der US-
Amerikaner auf der Sechs gebraucht.
Positiv ist, dass Adam
Dzwigala seinen grippalen Infekt
überwunden hat und in Leverkusen
schon wieder im Kader
stand. Denkbar, dass der
verlässliche Pole wieder in die
Startelf rutscht und Ando zentral
verteidigt. In der Offensive
Bitter: Ricky-Jade Jones verletzt sich im Pokal kurz vor dem Ende
am Sprunggelenk und droht gegen Stuttgart auszufallen. Foto: Hübner
Sinani: Es bleibt dabei: Fußballerisch stark, aber ihm fehlen
Tempo und ein guter Torabschluss. In Leverkusen auch
mit schlechter Zweikampfquote. Note 5
Kaars: Hatte in der ersten Hälfte zwei Großchancen, die
der Niederländer nicht nutzte. Um es klar zu sagen:
Dem Profi fehlt es nicht an Willen und Einsatz, aber an
Antrittsschnelligkeit, Körperlichkeit und Abschlussstärke.
In Leverkusen auch noch mit etlichen Ballverlusten.
Reicht so leider nicht für die Startelf. Note 5,5
Pereira Lage: Ein Traumpass auf Pyrka, sonst fast nichts.
Auch er ist derzeit kein Startelfkandidat. Note 5
Jones (ab 46.): Tragisch, dass sich St. Paulis schnellster
Stürmer zehn Minuten vor dem Ende am Knöchel verletzte.
Ansonsten kam der Brite nicht über Ansätze hinaus. Note 4,5
Hara (ab 80.): Ist er der Hoffnungsträger für die
kommenden Wochen? Note –
drückt derzeit aber genauso der
Schuh, denn sowohl Kaars als
auch Pereira Lage stecken im
Formtief. Sollte Jones ausfallen,
könnte das Debüt von Taichi
Hara folgen. Im Pokal durfte der
neue Stürmer schon zehn Minuten
ran und sich an die neuen
Mitspieler gewöhnen. Gegen
den VfB Stuttgart könnte der Japaner
nun sein Startelfdebüt
am Millerntor feiern. Blessin
(Frank Sorgatz)
lobt den 26-Jährigen: „Taichi
hat auf seinen bisherigen Stationen
schon nachgewiesen,
dass er selbst torgefährlich werden
kann. Zudem hat er auch
ein gutes Auge für seine Mitspieler.
Taichi ist fußballerisch
gut ausgebildet und dank seiner
Größe auch ein Faktor bei offensiven
und defensiven Standards.“
(Frank Sorgatz)
Vorschau: Sa., 07.02.2026 - 15:30 Uhr
FC St. Pauli - VfB Stuttgart
So könnten sie spielen:
St. Pauli: Vasilj - Dzwigala, Ando, Mets - Saliakas, Sands, Rasmussen,
Pyrka - Sinani, Fujita - Hara
Stuttgart: Nübel - Vagnoman, Jeltsch, Chabot, Mittelstädt - Karazor,
Stiller - Leweling, El Khannouss, Führich - Undav
Tipp: 1:2
RegionalSport | 5
Panorama
Deadline Day:
Mit der Zeit gehen
Große Transferbewegungen beim HSV – St. Pauli setzt auf japanisches Element im Sturm
Noch einmal durfte Immanuel
Pherai ran. Der Ex-Braunschweiger,
der beim Hamburger
SV keine Rolle mehr spielte,
wurde in der 84. Minute für
den starken Albert Sambi Lokonga
eingewechselt.
Das 2:2 gegen die Bayern feierte
Pherai noch mit. Er wurde aber
bereits als Abgang zum 1. FC
Nürnberg gehandelt. Daraus
wurde nichts.
Kurz vor dem winterlichen
Transferschluss stach die SV Elversberg
den Club aus und sicherte
sich leihweise die Dienste
Pherais. Im Gegenzug kehrt
Angreifer Otto Stange aus Elversberg
zum HSV zurück.
Hamburgs junger Publikumsliebling
Stange kam an der Kaiserlinde
über Kurzeinsätze
kaum hinaus. Zuvor hatte der
HSV für die kreative Offensive
bereits den 24-jährigen dänischen
Nationalspieler Albert
Grönbaek von Stade Rennes –
ausgeliehen an Genua – abgelöst.
Die Integration soll schnell
voranschreiten. „Albert wollte
unbedingt zu uns wechseln“,
sagte jedenfalls HSV-Vorstand
Eric Huwer, der bereits zum
Jahresbeginn den norwegischen
Zweit-Torwart Sander Tangvik
(für den nach Southampton
wechselnden Daniel Peretz)
und Mittelstürmer Damion
Downs hatte begrüßen dürfen.
Dagegen räumten neben Peretz
auch Jonas Meffert (Kiel), Anssi
Suhonen (Odense), Emir Sahiti
(Tel Aviv), Silvan Hefti (Washington)
und Gui Ramos (Peking)
ihren Spind. Dass es mit
dem auf die linke Seite gewechselten
William Mikelbrencis gegen
die Bayern so gut lief, könnte
den Wechsel von Aboubaka
Soumahoro auf Leihbasis zum
AS St. Etienne beschleunigt haben.
Dafür gibt es eine Alternative
auf der linken Angriffsseite.
Aus Basel sprang Philip Otele
durch das winterliche Wechselfenster.
Der Schweizer soll
eine Vakanz füllen, die durch
die Suspendierung des undisziplinierten
Jean-Luc Dompé entstanden
ist. Aber das ist eine
andere Geschichte. Einen Problemfall
gab auch der FC St.
Pauli auf. Oladapo Afolayan
und Trainer Alexander Blessin
hatten sich nicht mehr viel zu
sagen, nachdem der Stürmer
die Sommerpause mit einer Generalabrechnung
eingeleitet
hatte. Afolayan stand trotz der
sportlich prekären Situation
kaum noch im Kader und tritt
nun für die Blackburn Rovers
an. Es sei „nicht schön, wenn
man es nicht geschafft hat, zu-
Sportchef Andreas Bornemann hofft,
dass Taichi Hara die Sturmmisere beim
FC St. Pauli beendet. Foto: FC St.Pauli
sammenzukommen“, sagte
Blessin und deutete fortgesetzte
Übellaunigkeit des flinken Stürmers
an. Für Ersatz ist gesorgt.
Taichi Hara, 26, kam zum Ende
der winterlichen Transferperiode
ablösefrei vom Kyoto Sanga
FC. Der gleichaltrige Landsmann
Tomoya Ando, zuvor Fukuoka,
hat seinen Platz in der
Abwehr bereits gefunden. Mit
dem 28-jährigen Mathias Rasmussen,
gewechselt vom belgischen
Meister Union Saint-Gilloise,
war Trainer Blessin als
ehemaliger Gilloise-Coach bekannt,
wobei es angesichts des
Tabellenplatzes nur noch um
Soforthilfe gehen kann. Dem FC
St. Pauli laufen vielleicht nicht
die Spieler, aber die Zeit davon.
(WE)
Trauer um VfB-Legende Leipert
Der VfB Lübeck trauert um einen
seiner ganz Großen. Am
17. Januar verstarb mit dem
ehemaligen Spieler und
Schatzmeister Artur Leipert im
Alter von 87 Jahren eine prägende
Figur der grün-weißen
Vereinsgeschichte.
Halbstürmer und Rechtsaußen
Artur Leipert rückte im Sommer
1956 aus der vereinseigenen
A-Jugend in die Ligamannschaft
des VfB Lübeck auf und
absolvierte bis 1963 insgesamt
211 Pflichtspiele für die die
Grün-Weißen. Herzprobleme
zwangen ihm zum Karriere-
Aus. Beruflich führte Leipert
viele Jahre lang ein Möbelhaus.
Zwei Ereignisse bleiben an der
Lohmühle immer eng mit Artur
Leiperts Namen verbunden. Im
Sommer 1957 gelang ihm mit
dem VfB der Aufstieg in die
erstklassige Oberliga Nord. Und
am 2. Februar 1958 – an seinem
20. Geburtstag – feierte Leipert
vor 18.000 Zuschauern einen
fulminanten 3:1-Heimsieg gegen
den Hamburger SV um Uwe
Seeler und 1954er-Weltmeister
Jupp Posipal. Mit einem grandiosen
Volleyschuss hatte Leipert
die Hamburger Führung in
der 34. Minute ausgeglichen. Es
war der letzte Sieg der VfB-Vereinsgeschichte
gegen den HSV.
Wenige Wochen später besiegte
der VfB Lübeck den SV Werder
Bremen sensationell mit 8:3,
musste aber dennoch direkt
wieder absteigen. Nur ein Jahr
später gelang der Wiederaufstieg.
Als Leipert 1962 zum
dritten Mal mit dem
VfB in die Oberliga
aufstieg, war er bereits
Kapitän der
Grün-Weißen.
Seit dem Tod von
„Molle“ Schütt im
vergangenen Jahr war
Leipert der letzte
noch verbliebene
Spieler aus der legendären
Mannschaft
der Saison 1957/58
gewesen. Der VfB Lübeck
wird Artur Leipert
stets ein ehrendes
Andenken bewahren,
heißt es auf
der Homepage. (RS)
Artur Leipert im Kopfballduell mit der
HSV-Legende Uwe Seeler. Foto: VfB Lübeck
6 | RegionalSport
Holstein Kiel
KSV-Verteidiger Lasse Rosenboom im Interview:
„Angst und Bange muss keinem werden"
Herr Rosenboom, die 1:2-Niederlage
im Heimspiel gegen
die SpVgg Greuther Fürth war
sehr ernüchternd. Wie groß
war die Enttäuschung?
Lasse Rosenboom: Wir waren
extrem enttäuscht. Wir haben
Voller Einsatz: Holsteins Rosenboom
gegen Fürths Reno Münz. Foto: RS
defensiv gut gestanden, uns
aber leider zwei entscheidende
Fehler geleistet, die zu den Gegentoren
geführt haben. Vorne
hätten wir mehr Abschlusssituationen
kreieren müssen. Wir
haben wahrlich nicht unser
bestes Spiel gemacht, werden
aber jetzt auch schnell wieder
den Kopf hochnehmen.
Leider wurde es versäumt,
den Abstand in der Tabelle
nach unten zu vergrößern und
nach oben zu verkleinern.
Lasse Rosenboom: Ja, das
stimmt. Jeder wollte gewinnen
und jeder wusste, dass wir einen
großen Schritt hätten machen
können.
Wie erklären Sie sich den Auftritt
mit dem Ergebnis gegen
den Tabellenletzten?
Lasse Rosenboom: Machen wir
die zwei Fehler vor den Gegentreffern
nicht, ist das Spiel unser.
Auch
wenn wir nicht das beste Spiel
gemacht haben, Fürth war ansonsten
sehr ungefährlich. Wir
hätten das Ding sonst gewonnen.
Wie haben Sie das Angriffsspiel
Ihrer Mannschaft gesehen?
Lasse Rosenboom: Wir waren
auch nicht extrem gefährlich.
Das muss man ehrlicherweise
so sagen. Trotzdem haben wir
uns mehr Chancen als Fürth
herausgespielt und wir haben
auch besser als Fürth gespielt.
Es lag an den zwei Fehlern, die
wir gemacht haben.
Hand aufs Herz - haben Sie
den Gegner unterschätzt, weil
man vielleicht das Pokalspiel
gegen Stuttgart im Hinterkopf
hatte?
Lasse Rosenboom: Nein, wir
haben den Gegner nicht unterschätzt.
wir hatten einen klaren
Matchplan und wussten, was
auf uns zukommt. Wir haben
individuelle Fehler gemacht,
die wir schnell abhaken müssen.
Leider war es ein großer Rückschritt
nach sechs Spielen ohne
Niederlage. Wirft Sie das
zurück?
Lasse Rosenboom: Ob es ein
Rückschritt war, weiß ich jetzt
nicht. Es ist schwierig zu sagen.
Wir werden unseren Kopf hochnehmen
und die nächsten
Schritte nach vorne machen.
Dazu gehört natürlich das Spiel
in Hannover.
Gibt es denn aus Ihrer Sicht
eine Erklärung dafür, dass bei
71 Prozent Ballbesitz in der
ersten Halbzeit nichts offensiv
herausgekommen ist?
Lasse Rosenboom: Es ist nicht
viel bei herumgekommen. Der
Gegner stand sehr tief. Wir hätten
mehr den Abschluss suchen
müssen. In den Spielen davor
hat es ja geklappt.
Angst und bange muss einem
aber jetzt nicht werden,
oder?
Lasse Rosenboom: Nein,
angst und bange werden muss
einem nicht. Wir wissen, was
wir können. Wir haben die
Spiele davor gut gespielt, wissen
aber, dass das Spiel gegen
Fürth scheiße war.
Was kommt denn jetzt auf Sie
und Ihre Mannschaft zu?
Lasse Rosenboom: Jedes Spiel
ist anders. Wir müssen das
Spiel aus den Köpfen bekommen
und unsere Stärken abrufen.
(Andrè Haase)
RegionalSport | 7
Holstein Kiel
Sonntag geht’s nach Niedersachen
Hannover 96 ohne Ex-Storch Benedikt Pichler
Da wartet am Sonntag
in der Heinz von
Heiden-Arena mit
Hannover 96 ein
richtiges Brett auf die Kieler
Störche. Die Niedersachsen
rangieren mit 35 Punkten auf
Tabellenplatz fünf - Tabellenführer
Schalke 04 hat jedoch
lediglich vier Punkte mehr auf
dem Konto.
Zuletzt gewannen die Hannoveraner
beim 1. FC Magdeburg
mit 2:1, bezahlten den Sieg jedoch
teuer. Ex-Holstein Profi
und Aufstiegsheld Benedikt Picher
hat sich in der Nachspielzeit
bei einem langgezogenen
Sprint eine strukturelle Muskelverletzung
im hinteren Oberschenkel
links zugezogen. Der
Stürmer wird Hannover 96 bis
auf Weiteres fehlen und so
DFB-Pokal
Alles zum Pokalspiel vom
Mittwoch gegen den VfB
Stuttgart lesen Sie auf
unseren Social Media Kanälen
Facebook und Instagram.
kommt es nicht zu einem Wiedersehen.
Auch Torschütze Daisuke
Yokota erlitt im Spiel gegen
den FCM eine schmerzhafte
Verstauchung des Rückens. „In
den kommenden Tagen wird
von Tag zu Tag entschieden, in
welchem Umfang er belastet
werden kann“, so die Vereinsverantwortlichen.
Mit Virgil
Ghitä, Daisuke Yokota, Noel
Abgang im Winter:
Mladen Cvjetinović wechselt auf Leihbasis nach Cottbus
Last-Minute-Transfer am Deadline-Day:
Die KSV Holstein verleiht
Abwehrspieler Mladen
Cvjetinovic bis zum Saisonende
an Energie Cottbus.
Beim aktuellen Tabellenführer
der 3. Liga wird der 22-Jährige
den Kader bis zum Sommer verstärken.
„Für mich ist es wichtig,
auf hohem Niveau Spielpraxis
zu sammeln. Diese Möglichkeit
bekomme ich jetzt bei Energie
Cottbus. Der Verein befindet
sich in der 3. Liga als aktueller
Tabellenführer im Aufstiegsrennen
und ich möchte meinen
Teil dazu beitragen, dass wir bis
zum Ende der Saison da oben
bleiben. Ich freue mich auf die
Neue Aufgabe: Mladen Cvjetinović wechselt in die Lausitz.
Trainer Marcel Rapp hofft auf Punkte in
Hannover.
Foto: RS
Vorschau: So., 08.02.2026 - 13:30 Uhr
Aseko und Hayate Matsuda
sind zudem vier Spieler mit
vier gelben Karten vorbelastet.
Auf Seiten der Kieler kehren
die zuletzt gegen Fürth erkrankten
Marco Komenda und Frederik
Roslyng zurück in den Kader
– KSV-Chefcoach Marcel
Rapp hat bis auf die Langzeitverletzten
die Qual der Wahl.
Die 1:2-Heimniederlage stecke
den Kielern sichtlich in den
Knochen, doch Rapp sagt: „Natürlich
haben wir uns geärgert,
aber wir haben das Spiel analysiert“.
Das Ergebnis des Pokalspiels
am Mittwoch gegen den
VfB Stuttgart lag bei Redaktionsschluss
noch nicht vor.
(Andrè Haase)
Hannover 96 - Holstein Kiel
So könnten sie spielen:
Hannover 96: Noll - Ghita, Tomiak, Nawrocki - Leopold - Neubauer,
Oudenne - Nkili - Weißhaupt, Källmann, Saad
Holstein Kiel: Krumrey – Rosenboom, Zec, Ivezic, Tolkin – Meffert,
Tohumcu – Niehoff, Skrzybski, Therkelsen – Harres
Foto: Holstein Kiel
Tipp: 2:2
neue, spannende Herausforderung
in Cottbus“, sagt Cvjetinovic.
Der gebürtige Berliner kam
im vergangenen Sommer vom
FC Ingolstadt an die Kieler Förde
und in der laufenden Spielzeit,
auch aufgrund von Verletzungen,
auf lediglich einen Einsatz
für die KSV Holstein im
Heimspiel gegen Arminia Bielefeld.
„Wie bei den Leihen von Louis
Köster und Luca Prasse möchten
wir Mladen Cvjetinovic die
Möglichkeit geben, mehr Spielpraxis
zu sammeln. Diese können
wir ihm aktuell nicht garantieren.
Wir glauben daher,
dass dieser Schritt zu diesem
Zeitpunkt genau der richtige
ist, um die nächsten Entwicklungsschritte
zu gehen. Bei
Energie Cottbus wird er in einer
starken 3. Liga gefordert und
kann dort auf einem sehr guten
Niveau spielen und sich weiterentwickeln“,
so KSV-Geschäftsführer
Sport Olaf Rebbe.
(Andrè Haase)
8 | RegionalSport
Regionalliga Nord
Neuer Stürmer bei Eintracht Norderstedt:
Viktor Appiah soll die Effektivität erhöhen
Vier neue Ebenen
in seiner
Ligenstruktur
will der Hamburger
Fußball-Verband
(HFV) einführen,
damit die Zahl haushoher Niederlagen
einiger Teams sich
verringert. Wird das klappen?
„Auf unseren Regionalkonferenzen
haben wir sehr häufig
den Hinweis auf die nicht homogene
Leistungsdichte in unseren
Staffeln bekommen. Darauf
reagieren wir jetzt“, sagt
Hoffnungsträger: Mit Stürmer Viktor Appiah
hat Eintracht Norderstedt neue Optionen im
Angriffsspiel.
Foto: EN
Spielklassenreform in Hamburg:
Mehr Staffeln gleich geringeres Leistungsgefälle?
der HFV-Spielausschussvorsitzende
Andreas Hammer. Vom
Spielausschuss bereits erarbeitet
ist das Model dafür: Den bisherigen
Ebenen (Oberliga Hamburg,
Landesligen, Bezirksligen,
Kreisligen, Kreisklasse) sollen
mit einer Verbandsliga unterhalb
der Oberliga, einer Bezirksoberliga,
einer Kreisoberliga
und der Wiedereinführung
der Kreisklasse B vier weitere
hinzugefügt werden. So soll die
Qualität auf dem Feld ausgeglichener
und die Spiele spannender
werden.
„Ich bin optimistisch, dass der
Plan des HFV aufgeht“, sagt die
Präsidentin des Moorburger
TSV Yvonne Petrich. „Mehr
Ebenen bedeutet mehr Augenhöhe
auf dem Feld, weil die
Teams leistungstechnisch besser
eingruppiert werden.“ Petrichs
Moorburger sind berühmt.
Sie verloren in der Hinrunde
eine Partie mit 0:66. Das
Ergebnis sorgte bundesweit für
Diskussionen. Künftig sollen
solche Torfluten der Vergangenheit
angehören. Skeptischer ist
Trainer Armin Lange vom SC
Hamm (ebenfalls Kreisklasse).
Sein Team hat schon 92 Tore
kassiert. „Ich sehe das so 50/50.
Die Eingruppierung wird vielleicht
besser, aber gegen die Abmeldungen
von Teams kann der
Verband nichts machen. Gegen
viele Verletzte bei den Teams
auch nicht. Ungleichgewichte
und somit hohe Ergebnisse“, so
Lange, „wird es immer geben.“
(misch)
Nur wenige
Teams in der Regionalliga
Nord
vergeben mehr
Torchancen als Abstiegskandidat
Eintracht Norderstedt.
Mit Viktor Appiah
(24) soll sich das ändern.
Der neue Angreifer ist kurz
vor Transferschluss vom
bremischen Oberligisten
FC Oberneuland zu den
Garstedtern gestoßen. „Ich
möchte viele Tore schießen
und dazu beitragen,
die Klasse zu halten“, sagt
Appiah selbstbewusst.
Dieses Selbstbewusstsein
dürfte sich aus seiner Torquote
in den letzten eineinhalb
Jahren speisen. 30
Treffer erzielte Appiah in
28 Partien für die Oberneuländer.
„Viktor hat gute
Tiefenläufe, eine gute
Geschwindigkeit und
strahlt Torgefahr aus. Er
hat sich im Herrenbereich
ständig gesteigert und ist
bereit für den Sprung in
die Regionalliga", sagt Eintracht
Norderstedts Sportchef
Frank Spitzer.
Diese Bereitschaft muss
Appiah, der nach Informationen
des Regionalsportmagazins
das Angebot
mindestens eines
weiteren Regionalligisten
auf dem Tisch hatte,
nun von Beginn an demonstrieren.
Fakt ist:
Auch die grotesk
schlechte Chancenverwertung
seines Teams
kostete Ex-Trainer Elard
Ostermann nach der
ersten Halbserie seinen
Job in Norderstedt. Appiah
soll nun zwar als
zentrale Spitze im
Sturmzentrum agieren,
allerdings auch seine
Flexibilität weiter ausleben.
Appiah weicht
gerne auch auf die Flügel
aus, legt von dort
aus vor oder zieht wieder
in die Mitte. Wie
auch immer Appiah
spielt: Trifft er das Tor,
wird es Fans und Verantwortlichen
von Eintracht
Norderstedt recht
sein.
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RegionalSport | 9
Flens-Oberliga
VfR Neumünster: Starke Neuzugänge - Leistungsträger bleiben
„Wir reden nicht - wir handeln"
Fußball-Oberligist
VfR Neumünster ist
derzeit in aller Munde.
In der Hinserie
holten sich die Schwalestädter
das Ticket für das Hallenmasters
und in der Winterpause
verpflichtete das Team von
VfR-Chefcoach Danny Cornelius
mit Rafael Krause (SV Todesfelde),
Radovan Karaman
(1. FC Phönix Lübeck) und Manuel
Carvalho (SV Schackendorf)
drei Akteure, die jede
Menge Qualität mitbringen und
ihr Können in der Regionalund
Oberliga schon unter Beweis
gestellt haben.
Doch damit nicht genug. Kürzlich
gaben die Verantwortlichen
schon die ersten Neuzugänge
für die Saison 2026/27 bekannt.
Mit Nils Drauschke kommt vom
Stadtrivalen PSV Neumünster
ein Mittelfeldspieler, der von
vielen Vereinen Anfragen vorliegen
hatte. Zudem stürmt ab
Sommer Luca Aouci von der
SpVg Eidertal Molfsee für Rasensport.
Der 27-Jährige lief in
der Regionalliga schon für den
1. FC Phönix Lübeck und den
FC Kilia Kiel auf. Leistungsträger
wie Torhüter Christopher
Newe und Kapitän Kenny Korup
bleiben den Lila-Weißen
ebenfalls erhalten. „Wir wollen
uns im oberen Tabellensegment
festigen. Die Spieler, die ihre
Verträge verlängert haben, identifizieren
sich mit dem Verein.
Das sind positive Dinge, die
beim VfR passieren. Die Neuzugänge
erhöhen unsere Qualität.
Die Entwicklung beim VfR ist
sehr, sehr gut, sodass wir viel
positive Resonanz bekommen.
Wir reden nicht - wir handeln“,
so VfR-Coach Danny Cornelius.
Mit dem VfR muss zu rechnen
sein in der nächsten Saison.
(Andrè Haase)
TuS Rotenhof feiert zweifach:
Turniersieg und Comeback eines Leistungsträgers
Die Vorbereitung läuft
wie bei vielen anderen
Teams aufgrund
der Witterungsbedingungen
mehr schlecht als recht beim
TuS Rotenhof. Am vergangenen
Wochenende hatte TuS-Chefcoach
Henning Knuth aber
doppelten Grund zur Freude.
Seine Jungs gewannen in
des Kieler MTV durch. „Ich
glaube, wir haben zu Recht gewonnen.
Man hat gemerkt, dass
Erfolg: Der TuS Rotenhof gewinnt die Futsal-Landesmeisterschaften.
Foto: AH
Eckernförde die Futsal-Landesmeisterschaften
und setzten
sich unter anderem gegen die
Regionalliga-Futsalmannschaft
meine Mannschaft Bock hatte“,
sagte Knuth auf Nachfrage. Einen
entscheidenden Anteil am
Titelgewinn hat zudem Cedic
Nielsen. Der 29-Jährige, der vor
der Saison von Slesvig IF zu
den Rotenhöfern wechselte, feierte
nach fünf Monaten sein
Comeback. „Es fühlt sich einfach
überragend an“, strahlte
Nielsen, der sich am 6. Spieltag
beim 2:2-Unentschieden bei
Eutin 08 einen Fußwurzelbruch
im Zweikampf zuzog. „Die Verletzung
war recht kompliziert
und musste operiert werden.
Aber fünf Monate ohne Fußball,
das ist schon heftig“, sagt der
Vollblutkicker. Auf dem Transfermarkt
ging es an der Fockbeker
Chaussee eher ruhiger in
der Winterpause zu. Ersatzkeeper
Melvin Boleininger wechselte
zum aufstrebenden TSV
Kosel. Neu beim Oberligisten
ist Maik Gorn, der nach einer
kleinen Fußballpause wieder
aktiv gegen den Ball treten will.
Der 28-jährige Defensivakteur
lief zuvor für den TSV Klausdorf
und TSV Vineta Audorf
auf. "Mit ihm bekommen wir einen
körperlich robusten Spieler
dazu, der in der Defensive flexibel
einsetzbar ist", sagt Henning
Knuth.
(Andrè Haase)
10 | RegionalSport
Tabellen / Frauen BL
1. Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
Regionalliga Nord
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München (M) 20 56 51
2. Borussia Dortmund 20 22 45
3. TSG Hoffenheim 20 20 42
4. VfB Stuttgart (P) 20 11 39
5. RB Leipzig 20 11 36
6. Bayer 04 Leverkusen 19 12 35
7. SC Freiburg 20 -2 27
8. Eintracht Frankfurt 20 -5 27
9. 1. FC Union Berlin 20 -8 24
10. 1. FC Köln (N) 20 -3 23
11. FC Augsburg 20 -13 22
12. Bor. Mönchengladbach 20 -9 21
13. Hamburger SV (N) 19 -10 19
14. VfL Wolfsburg 20 -14 19
15. Werder Bremen 20 -16 19
16. 1. FSV Mainz 05 20 -10 18
17. FC St. Pauli 20 -16 14
18. 1. FC Heidenheim 20 -26 13
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. FC Schalke 04 20 10 39
2. SV Elversberg 20 17 38
3. SV Darmstadt 98 20 14 38
4. SC Paderborn 07 20 8 36
5. Hannover 96 20 8 35
6. 1. FC Kaiserslautern 20 8 31
7. Hertha BSC 20 5 31
8. VfL Bochum (A) 20 3 26
9. 1. FC Nürnberg 20 -5 26
10. Karlsruher SC 20 -7 26
11. Holstein Kiel (A) 20 -1 24
12. Eintracht Braunschweig 20 -11 24
13. Fortuna Düsseldorf 20 -11 23
14. Arminia Bielefeld (N) 20 2 21
15. Preußen Münster 20 -7 21
16. Dynamo Dresden (N) 20 -7 20
17. 1. FC Magdeburg 20 -7 20
18. SpVgg Greuther Fürth 20 -19 19
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. Energie Cottbus 22 12 43
2. SC Verl 22 24 41
3. MSV Duisburg (N) 22 15 40
4. Rot-Weiss Essen 22 9 39
5. VfL Osnabrück 22 9 39
6. Hansa Rostock 22 14 38
7. SV Wehen Wiesbaden 22 4 35
8. TSV 1860 München 22 0 33
9. Waldhof Mannheim 22 -4 32
10. FC Ingolstadt 04 22 9 31
11. TSG Hoffenheim II (N) 22 6 31
12. FC Viktoria Köln 22 1 30
13. VfB Stuttgart II 22 -9 29
14. Jahn Regensburg (A) 22 -5 27
15. Alemannia Aachen 22 -8 25
16. 1. FC Saarbrücken 22 -5 23
17. Erzgebirge Aue 22 -11 22
18. SSV Ulm 1846 (A) 22 -15 22
19. TSV Havelse (N) 22 -12 19
20. Schweinfurt 05 (N) 22 -34 9
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. SV Meppen 21 44 49
2. VfB Oldenburg 21 29 46
3. SV Drochtersen/Assel 21 24 46
4. SSV Jeddeloh II 20 24 41
5. 1. FC Phönix Lübeck 21 12 36
6. Hamburger SV II 21 3 31
7. Bremer SV 20 3 30
8. Hannover 96 II (A) 21 3 28
9. SC Weiche FL 08 21 1 27
10. VfB Lübeck 21 -11 27
11. Werder Bremen II 21 -8 26
12. Kickers Emden 21 2 25
13. HSC Hannover (N) 21 -24 23
14. FSV Schöningen (N) 19 -18 21
15. Eintracht Norderstedt 21 -16 18
16. BW Lohne 20 -20 17
17. Altona 93 (N) 20 -27 15
18. FC St. Pauli II 21 -21 14
Die nächsten Spiele
06.02.26 - 20:30 Union Berlin - Eintracht Frankfurt
07.02.26 - 15:30 SC Freiburg - SV Werder Bremen
07.02.26 - 15:30 VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund
07.02.26 - 15:30 FC St. Pauli - VfB Stuttgart
07.02.26 - 15:30 1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg
07.02.26 - 15:30 1. FC Heidenheim - Hamburger SV
07.02.26 - 18:30 Bor. M’gladbach - Bayer Leverkusen
08.02.26 - 15:30 1. FC Köln - RB Leipzig
08.02.26 - 17:30 FC Bayern München - Hoffenheim
Die nächsten Spiele
06.02.26 - 18:30 Preußen Münster - VfL Bochum
06.02.26 - 18:30 Greuther Fürth - 1. FC Magdeburg
07.02.26 - 13:00 FC Schalke 04 - Dynamo Dresden
07.02.26 - 13:00 SC Paderborn 07 - 1. FC Nürnberg
07.02.26 - 13:00 SV Elversberg - Hertha BSC
07.02.26 - 20:30 SV Darmstadt 98 - 1. FC K’lautern
08.02.26 - 13:30 Karlsruher SC - Fortuna Düsseldorf
08.02.26 - 13:30 Hannover 96 - Holstein Kiel
08.02.26 - 13:30 A. Bielefeld - Eintr. Braunschweig
Die nächsten Spiele
06.02.26 - 19:00 SV Waldhof Mannheim - SSV Ulm
07.02.26 - 14:00 FC Ingolstadt 04 - Energie Cottbus
07.02.26 - 14:00 Erzgebirge Aue - 1. FC Saarbrücken
07.02.26 - 14:00 VfL Osnabrück - TSV Havelse
07.02.26 - 14:00 Wehen Wiesbaden - Schweinfurt 05
07.02.26 - 14:00 Jahn Regensburg - FC Viktoria Köln
07.02.26 - 16:30 VfB Stuttgart II - TSV 1860 München
08.02.26 - 13:30 TSG Hoffenheim II - Hansa Rostock
08.02.26 - 16:30 Alemannia Aachen - RW Essen
08.02.26 - 19:30 MSV Duisburg - SC Verl
Die nächsten Spiele
Keine Spiele
Die Farbe Rot
Vorschau: So., 08.02.2026 – 14:00 Uhr
Hamburger SV – RB Leipzig
Der 25. September
2025 war ein
historischer Tag
für die Fußballerinnen
des Hamburger
SV. In der
72. Minute wurde
Lotta Wrede eingewechselt.
Fünf Minuten später erfüllte
nach ihrem strammen
Rechtsschuss Hamburger
Jubel das kleine
Stadion am Leipziger
Cottaweg. Dieser Treffer
reichte, damit Aufsteiger
HSV seinen ersten Sieg
als Erstligist feiern durfte.
Der nächste Punkte-
Dreier ließ lange auf sich
warten. Er reichte, um
Ende Januar durch das
2:1 gegen Essen den
Abstiegsplatz wieder
verlassen zu können.
Doch die Lage bleibt
prekär, bevor es am
Sonntag im Volksparkstadion
zum
Rückspiel gegen
den oberen Tabellennachbarn
RB
Leipzig kommt.
In Leipzig sind die Umkleidekabinen
aus psychologischen
Gründen
unterschiedlich angelegt.
Dem jeweiligen
Gäste-Team kommt eine
schnaubende Herde roter
Bullen entgegen. Von
dieser Wandmalerei haben
sich die HSV-Frauen
beim 1:0 im September
nicht irreleiten lassen.
Im Rückspiel gegen RB
Leipzig wird Victoria
Schulz fehlen. Die Abwehrspielerin
wurde
beim jüngsten 0:2 gegen
Freiburg 30 Sekunden
nach Beginn der zweiten
Hälfte wegen einer Notbremse
vom Platz gestellt.
Die Farbe Rot wird
bei den HSV-Frauen also
nicht durchgehend
freundschaftlich betrachtet.
Aber es kommen
am Sonntag ja auch
keine richtigen Bullen.
(WE)
HSV-Neuzugang Magou Doucourè.
Foto: Claus Bergmann
RegionalSport | 11
PANORAMA
Nach 11 Jahren ist Schluss beim Preetzer TSV:
Jirka Heine galt einst als großes Talent
Beim Fußball-Verbandsligisten
Preetzer
TSV endet zum
Saisonende eine
Ära. Co-Trainer Jirka Heine
hört nach der Saison auf.
Der mittlerweile 41-Jährige,
galt in der Jugend als ganz
großes Talent. Das Fußball-
ABC erlernte Heine bei „seinem
PTSV“, ehe es ihn dann
in die Jugend der KSV Holstein
zog. Schon als 19-Jähriger
galt er im Trikot der Störche
als großer Hoffnungsträger.
Nach einem starken Auftritt
im DFB-Pokalspiel 2003
gegen Bayer 04 Leverkusen
wurde Heine mit Lobeshymnen
überschüttet. Ihm wurde
eine große Zukunft als Profifußballer
vorausgesagt. Doch
einen Tag später war alles
nur Makulatur. Heine verletzte
sich tags darauf beim
Spiel der Amateure in einem
Zweikampf. Die niederschmetternde
Diagnose:
Kreuzbandriss, Knorpelscha-
Ex-Storch Jirka Heine 2003 im DFB Pokal gegen Leverkusen.
Foto pin
den und Meniskusriss. Der
junge Angreifer, dem auch
Anfragen vom SC Freiburg
und Arminia Bielefeld vorlagen,
erholte sich nicht
mehr von der verheerenden
Verletzung – das Knie spielte
im wahrsten Sinne des
Wortes nicht mehr mit. Aus
der Traum von der großen
Fußballkarriere! Heine zog
es somit zurück in die
Schusterstadt. Seitdem steht
der 41-Jährige in verschiedenen
Funktionen am Spielfeldrand
und wenn Not am
Mann war, schnürte
er als Einwechselspieler
in der Vergangenheit
die Fußballschuhe noch
einmal. Jetzt ist auch bei
den „Blauen“ Feierabend.
Im Interview erklärt Heine,
warum ihm der Abschied
schwerfällt und welche Aufgaben
in der Zukunft auf
ihn warten.
(Andrè Haase)
Exklusivinterview mit PTSV-Co-Trainer Jirka Heine:
„Es ging mir immer um die Jungs"
Der Preetzer Jirka Heine
Foto: pin
Herr Heine, schweren Herzens
haben Sie Ihren Abschied an
der Seitenlinie beim Preetzer
TSV verkündet. Was sind
denn die Gründe dafür?
Jirka Heine: Ich werde im Mai
erstmalig Vater einer Tochter
und möchte mich komplett darauf
fokussieren. Meine Frau
musste die ganzen letzten Jahre
oft auf mich wegen des Fußballs
verzichten. Dafür danke
ich ihr natürlich, aber jetzt verschiebt
sich der Fokus für mich.
Ein Abschied, der Ihnen sicherlich
sehr schwerfällt,
aber natürlich komplett nachvollziehbar
ist.
Jirka Heine: Es fällt mir alles
andere als leicht. Auch als wir
den Mannschaftsrat informiert
haben, sind meine Augen nicht
trocken geblieben und es versagt
mir die Stimme. Das ist alles
sehr emotional, so sehr ich
mich auch auf die neue Aufgabe
freue. Bis dato war ich elf
Jahre im Trainerteam des Preetzer
TSV und habe tolle Menschen
kennengelernt, die mein
Leben bereichert haben. Aber,
ich habe es immer für die Jungs
gemacht.
Nach außen hatte es den Anschein,
dass Sie viel mehr als
nur Co-Trainer waren.
Jirka Heine: Ja, das ist wahr.
Das wenigste, was ich war, war
der Co-Trainerposten. Ich habe
glaube ich alles gemacht. Wäsche
waschen, Platz kreiden, im
Trainingslager die Betten beziehen,
alle Sachen beflocken zu
lassen. Mir war es immer wichtig,
die Jungs von Preetz begeistern
zu können. Ich habe immer
gesagt, dass ich keinen Erfolg
garantieren kann, aber sie würden
ihre Entscheidung pro
PTSV nicht bereuen. Das war
meine oberste Prämisse. (AH)
12 | RegionalSport
SG Eider/Pahlen vor richtungsweisender Rückrunde:
„Wir müssen vorne deutlich effizienter werden”
Interview mit Trainer Christian Schnoor zur aktuellen Saison.
SG Eider/Pahlen
Wie fällt Ihr Fazit der bisherigen
Saison aus?
Christian Schnoor: Mit sechs
Punkten aus 15 Spielen stehen
wir am Jahresende ganz unten
in der Tabelle – da hätten wir
uns definitiv mehr erhofft. Die
Vorbereitung im Sommer war
sehr gut, und der knappe
2:3‐Auftakt gegen Kellinghusen
hätte ein positives Signal sein
können. Ohne den damaligen
Platzverweis wären wir unter
Umständen sogar mit einem
echten Überraschungserfolg gestartet.
Doch es kam anders:
Trotz einiger enger Partien kassieren
wir zu viele einfache Gegentore.
Das hängt sicher auch
damit zusammen, dass beide
Stammtorhüter kurz vor Saisonende
aufgehört haben und
wir nun ohne etatmäßigen Keeper
dastehen. Vorn fehlt uns zudem
die nötige Effizienz – die
Chancen sind da, aber wir nutzen
sie zu selten.
Was läuft positiv – und wo sehen
Sie noch Verbesserungspotenzial?
Christian Schnoor: Besonders
hervorheben möchte ich unsere
starke Trainingsbeteiligung. Im
Schnitt stehen rund 18 Spieler
auf dem Platz, manchmal sogar
bis zu 25. Trotz der schwierigen
Situation bleibt die Mannschaft
engagiert, die Stimmung ist absolut
positiv – dafür verdient
das Team wirklich ein großes
Kompliment. Einstellung und
Teamgeist stimmen komplett,
und das macht mir Mut für die
Wintervorbereitung und die
Rückrunde. Verbessern müssen
wir uns vor allem konditionell
und defensiv, um im Abstiegskampf
bestehen zu können.
Und natürlich müssen wir vorne
deutlich effizienter werden.
Grundsätzlich gilt: Wir müssen
weiter hart arbeiten und gleichzeitig
die langfristige Entwicklung
des Vereins im Blick behalten,
um eine stabile Basis zu
schaffen und dauerhaft Fußball
für alle anbieten zu können.
Was ist Ihr Ziel für die Rückrunde?
Christian Schnoor: Vorrangig
wollen wir die Grundlagen für
die kommenden Jahre legen.
Mit zeitgemäßen, gut strukturierten
Trainingseinheiten wollen
wir ein Fundament schaffen,
auf dem wir langfristig erfolgreichen
Fußball entwickeln
können. Natürlich wäre es
schön, wenn wir uns für die
harte Arbeit belohnen und die
Liga halten – aber der Blick geht
klar weiter nach vorn. Mit dem
Nachwuchs, der in den nächsten
Jahren dazukommen wird,
möchten wir eine stabile Struktur
für die gesamte Spielgemeinschaft
aufbauen, möglichst
viele Spieler halten und
gezielt weiterentwickeln. Teamgeist,
Spielfreude, attraktiver
Fußball und die individuelle
Entwicklung jedes Einzelnen
stehen dabei im Mittelpunkt.
Wie sieht der Trainingsplan
für die Winterpause aus?
Christian Schnoor: Ab Mitte
Dezember starteten wir eine
Laufchallenge über die Adidas‐Running‐App.
Die offizielle
Vorbereitung begann dann am
12.01.2026. Am 21.02. geht es
dann in Hemmingstedt in die
Rückrunde. Auf Hallenturniere
verzichten wir bewusst. Sollte
der Platz witterungsbedingt
nicht bespielbar sein, nutzen
wir alternativ unsere Halle in
Pahlen für individuelle Fitnesseinheiten.
(OO)
SG hofft auf den Klassenerhalt
Die SG Eider/Pahlen schloss
die vergangene Saison in der
Kreisliga West mit einem stabilen
10. Tabellenplatz ab.
In der aktuellen Spielzeit läuft
jedoch vieles anders: Zur Winterpause
steht die Mannschaft
mit nur sechs Punkten auf Rang
16. Offensiv zählt das Team zu
den schwächsten der Liga, und
defensiv bildet es aktuell sogar
das Schlusslicht der gesamten
Kreisliga.
Zur neuen Saison gab es zudem
personelle Umbrüche. Hendrik
Grill verließ den Verein aus beruflichen
Gründen. Auch auf
der Trainerbank gab es Veränderungen:
Christian Schnoor, der
weiterhin aktiv für die SG
spielt, hat das Traineramt von
Jörg Ihfe und Alexander Salz
übernommen.
„Zurzeit ist lediglich bekannt,
dass Niklas Flindt zum TSV
Linden wechseln möchte. Weitere
Zu- oder Abgänge sind momentan
nicht geplant“, erklärt
Trainer Christian Schnoor mit
Blick auf mögliche Wintertransfers.
Ausblick auf die Rückrunde:
Mit derzeit neun Punkten Rückstand
auf den rettenden 13.
Platz wäre der Klassenerhalt für
die SG Eider/Pahlen eine echte
Sensation.
(OO)
Das Team der SG Eider/Pahlen
Foto: SG Eider/Pahlen
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Dirk Ehlers
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RegionalSport | 13
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Magazin
Vor 15.000 Handball-Fans besiegte
Gastgeber Dänemark die
deutsche Mannschaft klar mit
34:27 (18:16) und ist damit nun
nicht nur amtierender Weltmeister
und Olympiasieger,
sondern auch Europameister.
Die deutschen Handballer
mussten ohne Justus Fischer
(Infekt) auskommen, konnten
dafür aber wieder auf den Abwehrstrategen
Tom Kiesler zurückgreifen.
Allerdings nur eine
knappe Viertelstunde, da der
Gummersbacher eine rote Karte
bekam. Kurzzeitig wirkte die
deutsche Mannschaft etwas ungeordnet
und fiel auf 7:10 zurück.
Die DHB-Auswahl bot –
im Gegensatz zum Olympia-Finale
von 2024 – den Dänen lange
einen offenen Fight. Johannes
Golla, der wie Keeper Andreas
Wolff ins All-Star-Team
Handball-EM 2026 - Bericht
Dänemark holt Gold,
Deutschland Silber
2004 und 2016 waren die deutschen
Handballer Europameister.
Nun errangen sie nach
2002 zum zweiten Mal eine Silbermedaille.
Die Nation fieberte mit den
Ballwerfern. Am Sonntagabend
schalteten 12,8 Millionen TV-
Zuschauer das ZDF ein, was einen
Marktanteil von 50,8 Prozent
entsprach. Solche Traumquoten
waren nur möglich, weil
die DHB-Auswahl beim Turnier
in Malmö eine starke Perfomance
hinlegte. „Ich bin sehr
zufrieden, wie die Jungs während
des gesamten Turniers gespielt
haben“, sagte Bundestrainer
Alfred Gislason in der finalen
Pressekonferenz. „Die
Juri Knorr konnte die Finalniederlage
nicht verhindern.
Foto: JK
Die deutsche Bilanz:
Die beste Europameisterschaft seit 2016
Finale
Mannschaft hat in fast allen
Spielen sehr gut gespielt, nur
ein einziges war schwach.“
Damit meinte er die zweite Vorrunden-Partie
gegen Serbien,
wo seine Schützlinge im zweiten
Durchgang Schiffbruch erlitten.
Es drohte das vorzeitige
„Aus“. Die DHB-Auswahl meisterte
die Drucksituation gegen
Spanien und zog sogar mit blütenweißer
Weste in die Hauptrunde,
da Österreich gegen Serbien
gewann.
Es folgten Siege gegen Portugal
und Norwegen. Die Niederlage
gegen Dänemark war einkalkuliert,
machte das letzte Hauptrunden-Spiel
aber zu einem
„echten Viertelfinale“. Der Erfolg
gegen Titelverteidiger
Frankreich brachte das Halbfinale,
in dem die Kroaten in der
zweiten Halbzeit abgeschüttelt
wurden. „Wenn wir mit dieser
Landw. Ein- und Verkauf Ostholstein eG
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gewählt wurde, erzielte mit einem
Doppelschlag den 19:19-
Ausgleich. Bis zum 27:29 blieb
die deutsche Mannschaft dran.
In der Schlussphase hatte sie
nichts mehr entgegenzusetzen.
„Die Jungs haben trotzdem die
ganze Zeit über sehr gut gespielt
und das Ergebnis bis zum
Schluss eng gehalten“, bilanzierte
Bundestrainer Alfred Gislason.
„Ich finde, das Ergebnis
spiegelt den Spielverlauf nicht
ganz wider.“ Nach der Siegerehrung
besuchte Bundeskanzler
Friedrich Merz die deutschen
Handballer in der Kabine.
Rückraumspieler Nils Lichtlein
sagte: „Wir haben Gold zwar gerade
verpasst, aber ich bin sicher,
dass wir in einigen Tagen
mit großem Stolz auf diese Silbermedaille
zurückblicken können.“
(JK)
Mannschaft in den nächsten
Jahren so weitermachen, erreichen
wir noch einige Finals“,
sagte der Kieler Lukas Zerbe.
(JK)
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14 | RegionalSport
Flensburg:
Handball-Hauptstadt von Europa
Handball im Norden
"!
"!
Magazin
„Fünf Minuten vor Schluss hatte
ich ein Flashback und erinnerte
mich an jene Zeit, in der
ich mich fragte, ob ich wieder
auf dem höchsten Niveau
Handball spielen kann.“ Vor
fast einem Jahr hatte das Rückraumass
einen Unterarmbruch
erlitten.
Zu den SG-Goldjungs gehören
auch Niclas Kirkelökke, Lasse
Völlig losgelöst: Emil Jakobsen feiert
mit Dänemark den EM-Titel. Foto: JK
EM-Splitter
Ein Dream-Team.
Erstmals wurde ein Däne zum
wertvollsten Spieler des Turniers
gekürt: Mathias Gidsel.
Auch zwei deutsche Handballer
gehören dem illustren All-Star-
Team an. Erstmals Kreisläufer
Johannes Golla und bereits zum
dritten Mal nach 2016 und 2024
Torwart Andreas Wolff. Die weiteren
Mitglieder des Dream-
Teams sind Linksaußen August
Pedersen (Norwegen), der Halblinke
Simon Pytlick (Dänemark),
Spielmacher Gísli
Kristjansson (Island), Linkshänder
Francisco Costa (Portugal),
Rechtsaußen Mario Sostaric
Bei der Siegerehrung am Sonntagabend
gingen insgesamt
acht Medaillen an Handballer,
die im Vereinsalltag für die SG
Flensburg-Handewitt auflaufen.
Eine solch große Edelmetall-Ausbeute
hatte kein anderer
Klub.
In der deutschen Mannschaft
gab es drei Spieler, die im Finale
gegen Dänemark fünf Tore erzielten.
Neben dem gebürtigen
Flensburger Juri Knorr, der aktuell
in Aalborg unter Vertrag
steht, waren das Marko Grgic
und Johannes Golla – ausgerechnet
die beiden deutschen
Nationalspieler, die in Flensburg
leben. Beide nahmen zum
zweiten Mal nach Olympia
2024 eine Silbermedaille entgegen.
„Wir haben es nicht geschafft,
das Momentum auf unsere
Seite zu ziehen, können
aber erhobenen
Hauptes
das Turnier
verlassen“, sagte Johannes
Golla. Bei der Siegerehrung
stand er nur wenige Minuten
von sechs jubelnden Vereinskollegen
entfernt, die allesamt
(Kroatien) und Defensivspezialist
Salvador Salvador (Portugal).
Die nächsten Turniere.
2028 wird die Europameisterschaft
in Spanien, Portugal und
in der Schweiz ausgetragen. Die
deutsche Mannschaft spielt voraussichtlich
in Zürich. Bereits
in knapp zwölf Monaten wird
eine Heim-Weltmeisterschaft
stattfinden. Die DHB-Auswahl
ist für die Vorrunde in München
stationiert und soll dann nach
Köln umziehen. Die weiteren
Spielorte sind Stuttgart, Magdeburg,
Hannover und Kiel. (JK)
gerade mit Dänemark zum ersten
Mal Europameister geworden
waren. „Es ist hammerschön,
und es war hammerhart,
da wir in den letzten Tagen
doch einige Schwierigkeiten
hatten“, sagte Linksaußen Emil
Jakobsen. „Ob es ein Teller oder
ein Pokal ist, den man gewinnt,
ist nicht so wichtig. Von großer
Bedeutung ist der Titel, der unsere
Sammlung mit Olympiasieg
und Weltmeisterschaft vervollständigt.“
Torwart Kevin
Möller, der im Finale zum
„Player of the match“ gekürt
wurde, strahlte: „Es war nicht
der einfachste Titel, aber deshalb
wohl der schönste“, sagte
er. „Erst am Morgen haben wir
erfahren, dass wir nur einen
Kreisläufer haben.“ Rückraumass
Simon Pytlick verriet:
REGIONAL
I M P R E S S U M
RegionalSport erscheint
wöchentlich im Ihrens-Verlag
Das Sportmagazin im Norden
Verlagsleitung: Sascha Hoppe (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Oliver Ollrogge, Frank Sorgatz ,
Sebastian Nieden, Jan Kirschner, Hanno Bode, Norbert
Gettschat, Michael Böhm, Claus Bergmann, Stefan
Knauß, Marcus Sellhorn, Peter Böhmer, Mirko Schneider,
David Schmiedhold, Olaf Wegerich, Patrick Nawe
(Fotos), Andrè Haase
Verlagsanschrift: Altstädter Markt 1-3,
24768 Rendsburg, Tel. 04331-4405189
E-Mail: info@regionalsportverlag.de
www.regionalsport.net
Herstellung: Druckerei Lohmeier, Eckernförde
Möller und Lukas Jörgensen,
der sich trotz eines Kreuzbandrisses
nicht von den Feierlichkeiten
fernhielt. Am Sonntag
feierten die Dänen in Herning,
am Montag ging es nach Kopenhagen.
„Es ist absolut einmalig,
auf dem Rathausbalkon zu stehen
und auf die Menge zu blicken“,
sagte Simon Pytlick.
Der schnelle
Weg zu meiner
Zeitschrift
(JK)
Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Texte,
Manus kripte und Fotos. Nachdruck, Aufnahme in
Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigungen
benötigen die vorherige Zustim mung des Verlages.
Unsere Texte sehen explizit den Einschluss aller
Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit
wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung
wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende
Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die
drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen
Kontext als diskriminierend zu verstehen.
RegionalSport | 15
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Magazin
Handball-Bundesliga
Vorschau: Di., 10.02.2026 - 19:00 Uhr
HSV Hamburg - SC DHfK Leipzig
Revanche mit Europa- und Afrikameister?
Im Januar war Johannes
Bitter, Sportdirektor des
HSV Hamburg, mehrfach
als TV-Experte in
Herning. Bisweilen sah
er auch Profis, mit denen
er im Alltag zusammenarbeitet.
Kaj Geenen (Niederlande) und
Elias Kofler (Österreich) schieden
bereits in der Vorrunde aus,
Robin Haug (Norwegen) schaffte
es in die Hauptrunde. Einar
Olafsson (Island) schnupperte
an Bronze. Frederik Bo Andersen
wurde mit Dänemark sogar
Europameister, kam am Finalwochenende
aber nicht zum
Einsatz. Kurios: Andreas Magaard
sollte bei den Dänen einspringen,
musste aber wegen
Knie-Problemen passen. Dafür
kehrte der Ägypter Mohamed
El-Tayar aus Ruanda als Afrikameister
zurück.
Seit Mitte Januar trainierte der
übrige HSV-Kader wieder zusammen.
Am Dienstag soll
gleich eine Revanche gelingen.
Schlusslicht Leipzig sammelte
erst fünf Punkte und gewann
nur ein Spiel – ausgerechnet gegen
die Hamburger. Mitte Dezember
war es – ein 27:29. „Wir
haben in Leipzig kein gutes
Spiel gemacht“, sagt HSV-Kapitän
Niklas Weller. „Zu Hause
wollen wir ein anderes Gesicht
zeigen.“
(JK)
Vorschau: Di., 10.02.2026 - 20:00 Uhr VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt
Wer wechselt zur SG?
Neun Spieler der SG
Flensburg-Handewitt –
sechs Dänen, zwei
Deutsche und ein Slowene
– waren zur Europameisterschaft.
Einer
kehrte nicht gesund zurück.
Es war der Schock von Herning:
Lukas Jörgensen riss sich beim
zweiten Vorrunden-Spiel der
Europameisterschaft das Kreuzband
und wird lange ausfallen.
„Ich kann es kaum fassen“, sagt
der 26-jährige Däne, „dass ich
im Dezember mein letztes Spiel
für Flensburg bestritten habe.“
Hintergrund: Der Kreisläufer
wechselt im Sommer nach
Veszprém.
Ersatz ist erwünscht. Die Idee,
den bereits eingetüteten Transfer
von Emil Bergholt ein paar
Monate vorzuziehen, scheiterte
am Veto seines Noch-Klubs
Skjern. Da mit Luca Witzke
(Schulter) und Kent Robin Tönnesen
(Oberschenkel) auch
zwei Rückraumakteure nicht
zur Verfügung stehen, halten
die Flensburger nach weiteren
Alternativen Ausschau. Ein
Kandidat soll Linkshänder Teitur
Einarsson sein. Der Isländer
spielte bereits von Spätherbst
2021 bis Juni 2024 für die SG,
wechselte dann nach Gummersbach,
wo er derzeit zwei
Positionskollegen vor der Nase
hat. Zu den Oberbergischen
geht es ausgerechnet zum Bundesliga-Wiederbeginn.
(JK)
Vorschau: Mi., 11.02.2026 - 19:00 Uhr Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel
Viele Nachrichten – auch zwei Punkte?
Der THW Kiel muss
schnell seinen Rhythmus
finden, da er mit
einem knackigen Auswärtsspiel
startet.
Gleich zehn seiner
Spieler waren bei der
Europameisterschaft im
Einsatz.
Gold, Silber und Bronze – die
„Zebras“ begrüßen in diesen Tagen
einige Medaillen-Gewinner.
Lukas Jörgensen feierte mit Dänemark,
wird aber lange nicht spielen können. Foto: JK
Magnus Landin feierte sogar
den EM-Titel. Andreas Wolff,
Lukas Zerbe und Rune Dahmke
wurden mit der DHB-Auswahl
„Vize“. Veron Nacinovic gewann
mit Kroatien Bronze. Andere
waren weniger erfolgreich.
Harald Reinkind musste seine
Teilnahme kurzfristig wegen einer
Fußverletzung absagen, ein
THW-Einsatz soll aber nicht gefährdet
sein.
Auch außerhalb der Europameisterschaft
produzierten die
„Zebras“ Schlagzeilen: So wurde
Mohab Abdelhak, im Dezember
als Ersatz für Emil Madsen
(Knie) verpflichtet, Afrikameister.
Alisa Türck wird ihre
Tätigkeit als Geschäftsführerin
nach dieser Saison beenden.
Nachfolgerin wird Anja Niemann,
die die Geschäfte dann
gemeinsam mit Viktor Szilagyi
leiten soll. Man darf gespannt
sein, wie sich der THW nach so
vielen Meldungen in Mannheim
präsentieren wird.
(JK)
Handball Bundesliga
Pl. Team Sp. Pkt
1. Magdeburg 19 36:2
2. Flensburg 19 31:7
3. Lemgo 19 30:8
4. Berlin (M) 20 30:10
5. Kiel (P) 19 28:10
6. Gummersbach 19 25:13
7. R-N Löwen 19 22:16
8. Melsungen 19 22:16
9. Hannover 19 18:20
10. Hamburg 20 17:23
11. Göppingen 19 15:23
12. Erlangen 19 14:24
13. Eisenach 19 13:25
14. Stuttgart 19 11:27
15. Bergischer HC (N) 19 10:28
16. Minden (N) 19 10:28
17. Wetzlar 19 7:31
18. Leipzig 19 5:33
Die nächsten Spiele
10.02.26 - 19:00 HSV Hamburg - SC DHfK Leipzig
10.02.26 - 19:00 FA Göppingen - TSV GWD Minden
10.02.26 - 19:00 TVB 1898 Stuttgart - ThSV Eisenach
10.02.26 - 20:00 VfL Gummersbach - SG Fl.-Hande.
10.02.26 - 20:00 HC Erlangen - TSV Hannover-Burgdorf
11.02.26 - 19:00 Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel
11.02.26 - 19:00 HSG Wetzlar - Füchse Berlin
11.02.26 - 20:00 SC Magdeburg - TBV Lemgo Lippe
11.02.26 - 20:00 Bergischer HC - MT Melsungen