Verfahrenstechnik 2/2026
Verfahrenstechnik 2/2026
Verfahrenstechnik 2/2026
- Keine Tags gefunden...
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
19098
02
Februar 2026
€ 13,00
TITEL
10 Absaugen:
Am besten direkt
14 Interview:
Mit Druck in die Zukunft
28 Phosphor:
Clevere Rückgewinnung
verfahrenstechnik.de
CONTINUOUS
MANUFACTURING
REINVENTING
CONTINUITY
From now on Continuous Manufacturing
is compact, fast, flexible, efficient and
easy to use. With our all new FE CPS we
offer you a standardized and widely
applicable solution tailored to your needs.
Discover more on our website:
fette-compacting.com
EDITORIAL
INNOVATIVE PUMPEN
UND VENTILE
Das neue Jahr beginnt mit der Messe Pumps & Valves in Dortmund, einer eher kleinen
Veranstaltung. Die Pumpen- und Ventiltechnik steht selten im Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit. Unverdient. Das zeigt nicht nur die Messe in Dortmund sondern
auch unsere aktuelle Ausgabe der Verfahrenstechnik. Pumpen leisten in verfahrenstechnischen
Anlagen entscheidende Aufgaben sowohl beim Transport flüssiger
Grundstoffe, Produkte und Abfälle als auch bei der Versorgung mit Prozessluft, um
nur einige Beispiele zu nennen.
PUMPEN UND VENTILE
WERDEN IN DIE DIGITALE
VERNETZUNG EINBEZOGEN
Innovation kommt auch bei diesen
Technologien häufig aus dem Bereich
Software und Digitalisierung. Pumpen
und Ventile werden selbstverständlich
in die digitale Vernetzung der Anlagen
mit einbezogen und auch hier findet Künstliche Intelligenz ihre Anwendung. Doch
nicht nur. Wie unser Artikel zum Thema Exzenterschneckenpumpen auf Seite 24 zeigt,
gibt auch das Hardware-Engineering noch bedeutende Innovationen her, die zu einer
kompakteren Bauweise, mehr Wartungsfreundlichkeit und gleichzeitig zu mehr Energieeffizienz
führen.
Wenn Sie sich selber auf den Weg machen wollen, um sich von den Innovationen zu
überzeugen dann lesen Sie unseren Messevorbericht zur Pumps & Valves ab Seite 34,
der auch auf die parallel stattfindenden Fachmessen Maintenance für die Instandhaltung
und Logistics & Automation für die Intralogistik eingeht.
In unserer Titelstory geht es um ein verwandtes Thema: Absaugen. Unser Autor
erläutert, wie sich durch die Wahl der richtigen Absaugelösung möglichst
maschinennah die Produktions-, Reinigungs-, und Recyclingprozesse in der Anlage
spürbar effizienter gestalten lassen.
Ans Herz legen möchte ich Ihnen auch
das lange Gespräch, das unsere leitende
Chefredakteurin Nicole Steinicke
mit Stephan Brand von der Aerzener
Maschinenfabrik zu Innovationen in
der Gebläse- und Verdichtertechnologie
geführt hat. Deutlich wird auch hier, wie
innovativ Deutschland im Jahre 2026 sein
kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
eine anregende Lektüre dieser Ausgabe!
Daniel Schilling
Redakteur
VERFAHRENSTECHNIK
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 3
10
EDITORIAL
03 Innovative Pumpen und Ventile
PERSPEKTIVE
06 Hochtemperaturofen für klimaneutrale
Brennprozesse
NACHRICHTEN
07 Aktuelles aus der Branche
BETRIEBSTECHNIK
TITELSTORY
10 Industriesauger und Entstauber – mit
Absaugarm im Praxiseinsatz
Heiko Holtkamp, Technischer
Produktmanager bei Ruwac
Industriesauger GmbH
TITEL
10
VERFAHREN UND ANLAGEN
14 Wie Aerzen Industrieprozesse effizienter,
sauberer und smarter macht
18 Jubiläum in Dortmund: Messen Solids und
Recycling-Technik 2026
20 Schmier- und wartungsfreie
Spann vorrichtungen für Dissolver
22 Hochfunktionale Lebensmittel schonend
trocknen
24 Exzenterschneckenpumpen neu gedacht
26 Vakuum-Schaufeltrockner: Prozess
technische Vorteile in Chemie- und
Pharmaanwendungen
27 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
ANZEIGE
BEILAGE
Ein Teil dieser Ausgabe enthält eine
Beilage der MEORGA GmbH, Dillingen.
Anzeige: Ruwac
Lesen Sie über Industriesauger und Entstauber
mit Absaugarm im Praxiseinsatz
4 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
28 Phosphorrückgewinnung: Sensorik zur
Prozessüberwachung
30 Temperaturregulierung: Heizmäntel für
Industriearmaturen
32 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
KOMPONENTEN UND SYSTEME
34 Vier Industriemessen in Dortmund
36 Elektrisch leitfähige Schellen: Entspannung in
hochexplosiven Anwendungen
38 Ausgeklügelte Reinraumlösungen:
Verbindungselemente aus Edelstahl
40 Doppelschneckenextruder: Weißes und graues
EPS integriert auf einer Produktionslinie
41 Marktplatz: Produkte, Technologien, Trends
14
22
41 Impressum
43 Vorschau
ANZEIGE
BEILAGE
Diese Ausgabe enthält eine Vollbeilage
von easyfairs Deutschland.
24
28
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 5
PERSPEKTIVE
HOCHTEMPERATUROFEN
FÜR KLIMANEUTRALE
BRENNPROZESSE
Unternehmen mit großskaligen
Brennprozessen stehen bei der CO 2
-Reduktion
vor Herausforderungen. Ein neuartiger
Wasserstoff-Hochtemperaturofen ermöglicht
nun CO 2
-freie Brennprozesse bei
gleichbleibender Qualität.
Forscher am Fraunhofer IKTS in Arnstadt haben einen
neuartigen Wasserstoff-Hochtemperaturofen für CO 2
-freie
Brennprozesse bei gleichbleibender Qualität entwickelt.
Die Besonderheit des Brennofens ist, dass man ihn sowohl
mit herkömmlichem Erdgas als auch mit Wasserstoff betreiben
kann. „Das ist bisher weltweit einzigartig“, sagt Dr. Olga Ravkina,
Gruppenleiterin Hochtemperaturmembranen und -speicher am
IKTS. „Denn damit sind wir in der Lage, Brennprozesse mit
Erdgas sowie mit Wasserstoff an verschiedenen keramischen
Werkstoffen oder Metallen vergleichend zu untersuchen.
Der Einfluss des Brenngaswechsels auf die finale Produktqualität
lässt sich auf diese Weise sehr gut beurteilen“. Das Fraunhofer
IKTS bietet zudem umfangreiche Analysekapazitäten für eine
begleitende chemische und mechanische Charakterisierung des
gesinterten Materials an.
Der Brennraum sowie die Temperaturverteilung bleiben beim
Brenngaswechsel gleich. Es müssen lediglich die insgesamt fünf
Brennerköpfe getauscht werden. Somit sind gute Möglichkeiten
gegeben, um im Vergleich herauszufinden, ob ein Brenngaswechsel
Veränderungen am Produkt verursacht. Der Sinterofen
bietet einen Nutzraum von 500 Litern, eine ideale Größe für
Feldversuche, um am Ende die Ergebnisse auf Industrieöfen
übertragen zu können. Die maximale Temperatur liegt bei
1700 °C und die installierte Ofenleistung leistet 1000 kW. Pro
Brennversuch können 150 kg Material gebrannt werden.
MODERNE SENSORTECHNIK ÜBERWACHT
BRENNPROZESSE
Dank umfangreicher Sensortechnik und digitalem Monitoring
lassen sich die kompletten Brennprozesse im Sinterofen sehr
genau beobachten und protokollieren. Mehrere Thermoelemente
erfassen die Temperaturen an unterschiedlichen Stellen im Ofen
sowie bei der Nachverbrennung. Aufheizgeschwindigkeit,
Aufheizrate, Haltephasen sowie die Atmosphäre gehören zu den
Überwachungsgrößen. Das Brennmittel-Luft-Verhältnis lässt
sich für oxidierende und reduzierende Bedingungen einstellen.
Deshalb können sogar Entbinderprozesse, also das thermische
Entfernen von organischen Zusatzstoffen aus der Keramik,
vergleichend getestet werden.
Für produzierende Unternehmen ergibt sich der besondere
Wert der Anlage in Arnstadt daraus, dass sie häufig gar nicht in
der Lage sind, Testläufe in den eigenen Fertigungshallen zu
fahren, um den Brennprozess auf andere Brennstoffe ohne
Qualitätseinbußen umzustellen, da das Unterbrechen einer
laufenden Fertigung sehr kostspielig ist. Umgesetzt wurde die
Anlage in Kooperation mit dem Ofenbauer Riedhammer.
Bild: Fraunhofer IKTS
www.ikts.fraunhofer.de
6 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
NACHRICHTEN
JUBILÄUM 40 JAHRE DENIOS
Das Jahr 2026 wird für Denios aus Bad Oeynhausen
ein ganz besonderes: Der Spezialist für Gefahrstofflagerung
und Arbeitssicherheit feiert runden
Geburtstag und wird 40 Jahre alt. Was 1986 als
Ingenieursidee mit der ersten Auffangwanne
begann, ist heute ein weltweit agierendes Unternehmen,
das in vielen Ländern der Welt für mehr
Sicherheit sorgt mit über 25.000 Produkten und
maßgeschneiderten Lösungen für den Umgang mit
Gefahrstoffen. Es war 1986, als Firmengründer
Helmut Dennig die Idee für die erste Auffangwanne
hatte. Damals noch im Nachbarort Porta Westfalica,
zog Denios 1987 nach Bad Oeynhausen dem
heutigen Hauptsitz. Schon1990 eröffnete das
Unternehmen einen ersten Standort in den USA.
Schrittweise wuchs Denios nicht nur geografisch,
sondern auch in der Vielfalt seiner Produkte und
Dienstleistungen. Das Leitbild war dabei eine Welt
ohne Schäden an Menschen und Umwelt.
www.denios.de/40
YSTRAL EXPANDIERT IN INDIEN
Der Maschinen- und Anlagenbauer Ystral baut seine Präsenz
im Wachstumsmarkt Indien deutlich aus. Mit einem neuen
Standort in Bangalore, einem vergrößerten Team und einer
lokalen Komponentenbeschaffung stärkt das Unternehmen
seine Position auf dem indischen und südostasiatischen
Markt. Ystral projektiert, konstruiert und fertigt Misch-,
Dispergier- und Pulverbenetzungsmaschinen sowie
Prozessanlagen, die weltweit in den Branchen Chemie,
Lebensmittel, Farben und Lacke, Pharma, Haushalt und
Kosmetik sowie zur Batteriezellenherstellung eingesetzt
werden. In
Indien ist es
mit seiner
Tochtergesellschaft
Ystral
India seit dem
Jahr 2013
präsent. Das
Team in
Indien deckt
die Bereiche Engineering, Elektrotechnik, Softwareentwicklung,
Vertrieb und Service ab und wächst mit dem Umzug an
den neuen Standort in Bangalore von neun auf 15 Mitarbeiter
an. „Dieser Schritt ist Teil unseres kontinuierlichen
Engagements, unsere betrieblichen Abläufe zu verbessern
und unseren Kunden einen Service auf höchstem Niveau zu
bieten“, so Srirangarajan Santhanam, Ystral-Niederlassungsleiter
in Indien.
https://ystral.com/
FETTE COMPACTING ERÖFFNET NEUE NIEDERLASSUNG IN ITALIEN
Mit der Eröffnung einer eigenen Tochtergesellschaft in Italien stärkt Fette Compacting seine
Präsenz in einem der wichtigsten Pharmamärkte Europas. Der neue Standort in der Wirtschaftsregion
Bologna wird die wachsende Zahl an Kunden in den Sektoren Pharma und Nutrition
intensiv betreuen und dient als lokaler Hub für Vertrieb, Service und technische Beratung. Durch
die Präsenz vor Ort bietet Fette Compacting Italia eine enge Begleitung bei Entwicklungs- und
Produktionsprojekten. Ein eigenes Team aus Servicetechnikern stellt schnelle Reaktionszeiten
sicher. Auf dieser etablierten Basis soll der Standort einen wesentlichen Beitrag zur Wachstumsstrategie
in Europa leisten und die Position des Unternehmens im Pharma- und Nutrition-Sektor
stärken. Die Leitung der neuen Niederlassung übernimmt Alessandro Recupero, der als Managing
Director umfangreiche Erfahrung im Bereich der pharmazeutischen Produktion mitbringt.
www.fette-compacting.de
Brandschutz in der Schüttgutindustrie.
Von der Absauganlage bis zum Zerkleinerer.
Solids & Recycling-Technik | Halle 07, T01
www.tbelectronic.eu
PROBAT INTEGRIERT MACINTYRE
CHOCOLATE SYSTEMS
Der Maschinenbauer
Probat aus Emmerich
übernimmt den
Schokoladenverarbeitungsspezialisten
MacIntyre Chocolate
Systems vollständig in
sein Markenportfolio und festigt damit seine Position
als globaler Anbieter von End-to-End-Lösungen für die
Lebensmittelverarbeitung. Die MacIntyre Refiner/
Conche kombiniert Mischen, Verfeinern und Conchieren
in einem einzigen System; eine Technologie, die
sowohl für klassische Schokoladenproduktion als auch
für New-Food-Anwendungen geeignet ist. Nach den
Übernahmen von Royal Duyvis Wiener und AC Horn in
den vergangenen zwei Jahren setzt Probat mit diesem
Schritt die Konsolidierung im Kakao-, Schokoladenund
Snacksegment fort. MacIntyres Managing
Director Joseph Gorman betont, dass das Unternehmen
nun sein Verarbeitungs-Know-how mit der
globalen Innovationskraft von Probat verbinden und
Kunden umfassendere Komplettlösungen bieten
könne. Probat positioniert sich damit zunehmend als
Systemanbieter für die gesamte Lebensmittelverarbeitung
mit durchgängig vernetzten Technologien.
www.probat.com
NEUER PRODUKTIONSSTANDORT IN
KUPPENHEIM
Der Schwarzwälder Messtechnikspezialist Vega Grieshaber
setzte im Dezember den ersten Spatenstich für ein ambitioniertes
Bauprojekt in Kuppenheim. Auf einem 10,4 ha
großen Areal im Bebauungsgebiet „Ober-Hardrain“ entstehen
zwei neue Produktionsgebäude mit insgesamt 32.000 m 2
Fertigungsfläche, ein integrierter Logistikbereich sowie ein
Hochregallager, das als zentraler Umschlagplatz dienen wird.
Der Standortwechsel war notwendig geworden, weil am
bisherigen Hauptsitz in Schiltach
die räumlichen Kapazitäten für
weiteres Wachstum erschöpft
sind. Schiltach bleibt dennoch
Unternehmenszentrale. „Wir
investieren bewusst in nachhaltige
Strukturen und in die
Zukunft unseres Unternehmens
in Deutschland“, sagt die
geschäftsführende Gesellschafterin Isabel Grieshaber.
Geschäftsführer Markus Kniesel betont zugleich die
wirtschaftliche Verantwortung des Projekts gerade in
herausfordernden Zeiten. Ökologisch setzt Vega auf begrünte
Fassaden und Dächer sowie Photovoltaikmodule und peilt
eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen an. Grieshaber Real Estate fungiert als
Bauherr des Großprojekts.
www.vega.com
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE
VERANSTALTUNG
Pumps&Valves, Maintenance, Logistics&Automation,
Empack 2026
Messeverbund aus vier Fachmessen zu den Themen:
Pumpen und Ventile; Instandhaltung, Intralogistik und
Verpackung
Solids und Recycling-Technik 2026
Fachmessen für Granulat-, Pulver- und Schüttgut- sowie
für Recycling-Technologien
Hannover Messe
Umfassende Industriemesse
IFAT 2026
Fachmesse für Umwelttechnologien in den Bereichen
Wasser, Recycling und Zirkularität
DATUM, ORT
25. - 26. Februar 2026,
Dortmund
18. - 19. März 2026,
Dortmund
20. - 24. April 2026,
Hannover
4. - 7. Mai 2026,
München
1 %
Wachstum erwartet die
Bundesregierung für die
deutsche Wirtschaft 2026
Quelle: Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie
Powtech Technopharm 2026
Fachmesse für Verfahrenstechnik
„Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung
in Deutschland ist keine klassische
konjunkturelle Krise, sondern zeigt eine
grundsätzliche Veränderung der
geopolitischen Strukturen.“
Ulrich Leidecker, Chief Operating Officer,
Phoenix Contact, Blomberg
29. September - 1. Oktober,
Nürnberg
9 %
mehr Besucher
als im Vorjahr hatte
die SPS 2025
in Nürnberg
Quelle: Mesago Messe
8 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
NACHWUCHSFORSCHERPREIS FÜR SICHERE
ÖLANALYSE
Die Entwicklung eines
Verfahrens zur präventiven
Ölüberwachung in
Großtransformatoren
sicherte Marcus Willbrandt
aus Merseburg den
Nachwuchsforscherpreis
2025 des Mittelstandsbündnisses
Verband
Innovativer Unternehmen (VIU). Im Rahmen seines Masterstudiengangs
fand Willbrandt die Lösung für ein Analyseproblem
bei Ölen von Kraft- und Umspannwerken. Deren
Großtransformatoren werden zur Kühlung und Isolation mit
konventionellen Mineralölen gefüllt. Umweltverträglichere
Bioöle mit besseren elektrischen und sicherheitstechnischen
Eigenschaften existieren, setzen sich aber kaum durch, denn
ihr deutlich höherer Wassergehalt erschwert die Analyse
gelöster Zerfallsprodukte, sogenannter Fehlergase, als
Frühindikatoren sich schleichend anbahnender Störungen.
Die stetige Überwachung sowohl der gelösten Gase als auch
des Wassergehalts ist jedoch unabdingbar, um Blackouts mit
katastrophalen Folgen zu verhindern. Ein Analysegerät zur
simultanen Untersuchung beider Größen existierte bislang
nicht. Der gelernte Chemielaborant entwickelte deshalb ein
Vakuumentgasungs-Verfahren der ECH Elektrochemie Halle
GmbH weiter, bei dem der verfälschende Einfluss des
Wasserdampfs auf die Messergebnisse herausgerechnet
wird. So lässt sich erstmals der Gehalt gelöster Gase in
jeglichen Arten und Zusammensetzungen selbst von
gealterten Ölen sicher und automatisch bestimmen. Bereits
verfügbare gaschromatografische Prüftechnik wurde von
ihm ebenfalls weiterentwickelt. Die Innovation sicherte
Willbrandt die Auszeichnung.
www.viunet.de
parallel zur:
DORTMUND
18. - 19. MÄRZ 2026
JETZT
KOSTENFREIES
TICKET SICHERN
mit Code 1408
NEU: Special Area
Prozessautomatisierung
www.solids-recycling-technik.de/tickets
DENIOS ERWEITERT
GESCHÄFTSLEITUNG
Ein neues Gesicht, ein bekannter
Nachname: Dominik Dennig hat
seine neue Rolle als Geschäftsführer
der Dennig GmbH angetreten
– der Holdinggesellschaft hinter
der Denios-Gruppe mit Sitz im ostwestfälischen
Bad Oeynhausen.
Damit schlägt das weltweit tätige Familienunternehmen ein
neues Kapitel in seiner Geschichte auf: Mit Dominik Dennig
tritt die nächste Generation und ein international erfahrener
Strategiemanager ins wirtschaftliche Geschehen ein. Die
Firma Denios wurde 1986 – damals noch unter anderem
Namen – von Helmut Dennig gegründet. In seiner neuen
Funktion verantwortet der 32-jährige Familienvater vielfältige
strategische Themen: Neben der Weiterentwicklung des
bestehenden Beteiligungs- und Investmentportfolios liegt
sein Fokus auf der strategischen Unterstützung der gesamten
Unternehmensgruppe. Innerhalb der Denios-Gruppe
bringt er sich zudem projektbezogen in Schlüsselthemen ein.
www.denios.de
Premiumpartner
DORTMUND
18. - 19. MÄRZ 2026
FACHMESSE FÜR
RECYCLING-TECHNOLOGIEN
10 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
BETRIEBSTECHNIK
INDUSTRIESAUGER UND ENTSTAUBER
MIT ABSAUGARM IM PRAXISEINSATZ
ABSAUGEN:
AM BESTEN DIREKT
Beim Abfüllen von Pulvern sorgt ein Absaugarm
für Sauberkeit und vermindert den Aufwand für
großflächige Reinigung. Das direkte Absaugen
von Stäuben und Dämpfen an der Entstehungsstelle
bietet aber auch noch weitere Vorteile
– besonders wenn man bei der Projektierung
auf eine flexible Nutzung der Industriesauger
und Entstauber achtet.
Absaugen ist besser als Aufsaugen: Das leuchtet sofort ein.
Wenn der Anwender Stäube oder Dämpfe direkt an der
Entstehungsstelle aufsaugt, dann bleibt die Umgebung
sauberer. Auch das Explosionsrisiko sinkt und, je nach
Beschaffenheit des Staubes, der Gesundheitsschutz verbessert
sich. Zudem spart die Absaugung Arbeitszeit, weil sich der Staub
nicht im gesamten Produktionsumfeld absetzt und dann einen
entsprechenden Industriesauger-Einsatz erfordert. Je nach
Einsatzfall kommen noch weitere Vorteile hinzu. Zum Beispiel
lässt sich die Rückgewinnungsquote des Materials steigern, wenn
es direkt und sortenrein abgesaugt wird.
NICHT JEDER ABSAUGARM PASST
ZU JEDER ANWENDUNG
Diese Vorteile lassen sich häufig mit vertretbarem Aufwand in die
Praxis umsetzen zum Beispiel mit einem stationären Entstauber,
der als Absaugorgan einen oder auch mehrere Absaugarme nutzt
oder aber mit einem semi-mobilen Industriesauger, ebenfalls in
Verbindung mit einem Absaugarm.
Immer mehr Anwender nutzen diese Möglichkeit. Wenn sie
Sauger oder Absauganlagen von Ruwac verwenden, werden die
Absaugorgane, bei denen es sich in der Regel um Absaugarme
handelt, immer individuell an den Anwendungsfall angepasst.
Der Innendurchmesser des Rohrs spielt dabei eine Rolle, ebenso
die Nähe zur Absaugstelle, aber auch die Strömungsgeschwindigkeit.
Weil diese Parameter über die korrekte und gewünschte Funktion
Saugt man Stäube direkt an der
Entstehungsstelle auf, bleibt die
Umgebung sauberer und das
Explosionsrisiko wird gesenkt
Heiko Holtkamp,
Technischer Produktmanager,
Ruwac Industriesauger GmbH
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 11
BETRIEBSTECHNIK
entscheiden, unterstützen die Ruwac-Experten den Anwender
bei der Auswahl und können sich dabei aus einem umfassenden
Baukastenprogramm im Zubehörsortiment bedienen.
ENTSTAUBER ODER INDUSTRIESAUGER?
Bei der Beantwortung der Frage, ob ein Entstauber oder ein
Industriesauger die bessere Lösung für den individuellen Fall ist,
spielen unter anderem die tägliche Betriebsdauer und die
gewünschte Flexibilität eine Rolle. Beim Rund-um-die Uhr-Betrieb
an ein und derselben Stelle wird im Normalfall ein stationärer
Entstauber, zum Beispiel aus der DS6-Baureihe von Ruwac,
eingesetzt. Der Leistungsbereich dieser sehr kompakten Anlagen
ist so abgestimmt, dass sie sich eher für das Absaugen eignen als
für die Boden- oder Maschinenreinigung, Sie können in der Nähe
der Absaugstelle oder entfernt aufgestellt werden, bei Bedarf
auch in aufgelöster Bauweise: die Filter in der Halle und das
Antriebsaggregat im Freien. So spart der Anwender Platz und
trägt auch dem Lärmschutz Rechnung.
Auch die Standard-Industriesauger aus dem Ruwac-Programm
lassen sich als Entstauber für die Aufgabe „Absaugen an der
01 In Labor- und Technikums-Anwendungen sind Sauger mit
Absaugarmen weit verbreitet
01
02 Dieser Sauger führt einen Absaugarm mit, kann aber auch für die
Bodenreinigung genutzt werden
03 Alles dabei: Kompakter mobiler Industriestaubsauger mit
Zubehör
04 Diese stationären Entstauber der DS 6-Baureihe sind mit der
Absaugstelle von Bild 01 verbunden
02
03 04
12 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
BETRIEBSTECHNIK
05 Der bei diesen Pelletieranlagen mitgelieferte Sauger saugt
Dämpfe direkt aus dem Prozess ab, übernimmt aber auch die
Reinigung von Boden und Umgebung
06 Multitalent: Bei den Ecokraft-Anlagen kann der Anwender
umschalten zwischen Betriebsreinigung und Absaugung beim
Pelletierprozess
Entstehungsstelle“ konfigurieren und mit einem geeigneten
Absaugarm ausstatten. Je nach Anforderung bleiben sie dann fest
an einem Standort, oder sie werden örtlich flexibel eingesetzt,
wenn zum Beispiel staubendes Material umgefüllt oder wenn
Schüttgut abgefüllt werden soll.
SCHNELLER AUFGABENWECHSEL BEI BEDARF
Eine weitere Eigenschaft der Industriesauger oder Entstauber mit
Absaugarm erhöht ebenfalls die Flexibilität im Einsatz: Mit einem
Wechsel des Sauggeschirrs lassen sich die Geräte auch perfekt
zur Boden- und Maschinenreinigung verwenden. Für diesen
Aufgabenwechsel hat Ruwac eine besondere Option entwickelt:
den „Doppelschieber“, der einen ganz einfachen Wechsel
zwischen den Saugorganen ermöglicht, die beide permanent
mitgeführt werden. Alternativ kann der Anwender auch ein
Gabelstück mit zwei Anschlüssen verwenden. So lassen sich
auch mehrere Absaugarme mit einem Saugaggregat verbinden.
Wie sich eine Direktabsaugung auch bei kleinen Pulvermengen
gut umsetzen lässt, zeigt das Beispiel eines Tierfutterherstellers.
An einer der zahlreichen Produktionsanlagen füllt der Betrieb
Produkte in Pulverform in kleineren Chargen ab und verwendet
dazu einen mobilen Drehstromsauger vom Typ DS 1220 (R01 R),
dem ein 200-Liter-Vorabscheider mit Vliessack vorgeschaltet ist.
Zwei Aufgabetrichter saugen während des Abfüllvorgangs Pulver
ab, das nicht in die sehr kleinen Behälter gelangt.
METALLSPÄNE DIREKT AUFSAUGEN
Dieses Konzept der Direktabsaugung mit individuell projektierter
Absaugvorrichtung hat Ruwac auch in Zusammenarbeit mit
einem metallverarbeitenden Unternehmen verwirklicht. Dort
sind alle Portalfräsanlagen mit jeweils einem Ruwac-Industriesauger
und Entstauber der Serie R01 ausgestattet, der direkt am
Fräskopf der Maschine die entstehenden Späne absaugt.
Steuerungstechnisch ist bei dieser Anwendung jeder Sauger
mit „seiner“ Portalfräsanlage gekoppelt: Sobald die Anwender
die Anlage einschalten, schaltet sich auch der Sauger zu.
Abgesaugt werden sowohl nahezu trockene Metallspäne als
auch verdunstete, das heißt gasförmige Kühlschmierstoffe. Die
Späne als deutlich größter Anteil verbleiben in einem separaten
200-Liter-Vorabscheider und können als sortenreiner Wertstoff
dem Recycling zugeführt werden.
Der nachgeschaltete eigentliche Sauger in Gas-Ex-Ausführung
hält die Staubanteile im Gas zurück. Neben dem kontinuierlichen
Absaugbetrieb kommen die Sauger bei der Betriebsreinigung
zum Einsatz. Der Bediener muss die Schlauchverbindung zum
Fräskopf lösen und einen Saugschlauch mit Bodenmundstück
oder Bürste anbringen. Auch hier sind die Sauger somit flexibel.
EIN SAUGER MIT ZWEI AUFGABEN
Einen Ruwac-Sauger mit zwei verschiedenen Aufgaben liefert der
Pelettieranlagen-Hersteller Ecokraft mit jeder Anlage. Der mobile
Industriesauger und Entstauber, ebenfalls vom Typ R01, saugt
Dämpfe direkt aus dem Prozess ab, lässt sich aber auch für die
Boden- und Anlagenreinigung einsetzen. Um beide Aufgaben
erledigen zu können, ist er mit zwei Anschlüssen ausgestattet, die
unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
05
06
Über einen Schieber kann der Bediener jeweils einen der beiden
Anschlüsse aktivieren. An den 500 mm-Anschluss schließt er den
Saugschlauch für die Betriebsreinigung an, der 700 mm-Anschluss
ist für den Absaugarm vorgesehen, der das kontinuierliche
Absaugen aus dem Arbeitsraum der Anlage übernimmt.
Abgesaugt werden dabei die Stäube, die beim Pressen und
Fördern anfallen, sowie Dampf und Feuchteanteile. Denn je nach
Material wird beim Pelletieren Wasser und teilweise auch Wärme
zugegeben. Heterogene Sauggüter wie Stäube und Wasserdampf
kann der Sauger aufnehmen, weil er mit dem Omikron Filter
ausgestattet ist, der für solche Aufgaben entwickelt wurde.
Die Beispiele zeigen: Es lohnt sich, über das Thema „Absaugen
direkt an der Entstehungsstelle des Staubes“ nachzudenken. Die
Produktion bleibt sauberer, der Explosionsschutz ist gewährleistet,
eventuell lassen sich Reststoffe der Wiederverwertung zuführen
und wenn man das Projekt professionell angeht, können die
Sauger auch für die übliche Betriebsreinigung genutzt werden.
Bilder: Ruwac
www.ruwac.de
UNTERNEHMEN
Ruwac Industriesauger GmbH
Westhoyeler Straße 25, 49328 Melle
Tel. +49 5226 9830 0
E-Mail: ruwac@ruwac.de
AUTOR
Heiko Holtkamp, Technischer Produktmanager,
Ruwac Industriesauger GmbH
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 13
Chefredakteurin
Nicole Steinicke im
Gespräch mit
Stephan Brand
WIE AERZEN INDUSTRIEPROZESSE EFFIZIENTER,
SAUBERER UND SMARTER MACHT
MIT DRUCK IN DIE ZUKUNFT
Druckluft ist in nahezu allen Industrien unverzichtbar, vom pneumatischen
Transport bis zu sensiblen Prozessanwendungen. Die Aerzener Maschinenfabrik
setzt Maßstäbe in Energieeffizienz, Ölfreiheit und Digitalisierung. Stephan
Brand, Vice President Marketing & Director Turbo Business, erklärt im
Interview, wie moderne Gebläse- und Verdichtertechnik sowie smarte
Technologien Prozesse nachhaltiger, zuverlässiger und wirtschaftlicher machen.
Nicole Steinicke: Welche Rolle spielt die Aerzener Maschinenfabrik
in der Industrie?
STEPHAN BRAND: Die Aerzener Maschinenfabrik zählt seit
Jahrzehnten zu den technologischen Wegbereitern der
Kompressortechnik. Unser Portfolio umfasst Gebläse, Verdichter
und Turbogebläse, die weltweit in einer Vielzahl industrieller
Anwendungen zum Einsatz kommen. Dazu gehören unter
anderem die Chemie- und Verfahrenstechnik, die Öl- und
Gasindustrie, die Abwasser- und Kläranlagentechnik sowie der
Schiffbau. Überall dort, wo Luft und Gase effizient, zuverlässig
und wirtschaftlich verdichtet oder gefördert werden müssen,
sind unsere Lösungen ein zentraler Bestandteil moderner
Produktions- und Prozessketten.
Nicole Steinicke: In welchen Anwendungsfeldern beziehungsweise
Branchen kommen Aerzen-Kompressoren besonders
häufig zum Einsatz und welche spezifischen Anforderungen
müssen sie dort erfüllen?
STEPHAN BRAND: Die Einsatzfelder unserer Kompressoren
sind ebenso vielfältig wie die Anforderungen der jeweiligen
Branchen. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen
klassischer Druckluftanwendung – typischerweise bis etwa 10
beziehungsweise 13 bar – und der Erzeugung von Prozessluft im
niedrigen Druckbereich. Zum Einsatz kommt Druckluft im
produzierenden Gewerbe, in Werkstattbetrieben sowie in der
Chemie- und Verfahrenstechnik, der Lebensmittelindustrie und
bei Steuerungs- und Instrumentenluftanwendungen. Darüber
14 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
hinaus spielen unsere Maschinen eine zentrale Rolle in der
Prozessluftversorgung, etwa beim pneumatischen Transport
von Schüttgütern oder Materialien.
Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld ist die Abwasser- und
Kläranlagentechnik. Hier sorgen unsere Gebläse und Verdichter
für einen optimalen Sauerstoffeintrag, der entscheidend für die
biologische Reinigungsleistung und damit für einen stabilen
und effizienten Anlagenbetrieb ist.
Die spezifischen Anforderungen variieren dabei je nach
Branche erheblich. In der Lebensmittelindustrie steht beispielsweise
die absolute Produktreinheit im Vordergrund, weshalb
ölfreie Verdichtungstechnologien unerlässlich sind. In der
Chemie- und Verfahrenstechnik, ebenso wie in Teilen der
Lebensmittelproduktion, spielt zudem der Explosionsschutz
eine zentrale Rolle.
Über alle Anwendungen hinweg gewinnt jedoch
ein Thema zunehmend an Bedeutung: die Energieeffizienz.
Druckluft und Prozessluft sind
äußerst leistungsfähige Medien, gleichzeitig
bieten sie erhebliche Einsparpotenziale. Effiziente
Kompressortechnologie hat daher einen
maßgeblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit
und Nachhaltigkeit industrieller Prozesse.
Nicole Steinicke: Sie sagen Energieeffizienz ist in
der Industrie ein wichtiges Thema. Wie unterstützt die
Aerzener Maschinenfabrik ihre Kunden bei der Reduktion des
Energieverbrauchs?
STEPHAN BRAND: Energieeffizienz ist kein Randthema,
sondern der entscheidende Hebel in der Drucklufttechnik.
Betrachtet man den Lebenszyklus eines Kompressors über etwa
zehn Jahre, entfallen rund 90 Prozent der Gesamtkosten auf den
Energieeinsatz. Investitions- und Wartungskosten spielen im
Vergleich eine deutlich geringere Rolle. Wer über Effizienz
spricht, spricht also unmittelbar über Wirtschaftlichkeit,
Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Genau hier setzt
Aerzen an. Unser Anspruch ist es, Energieeffizienz kontinuierlich
neu zu denken und technologisch weiter voranzutreiben. Mit
innovativen Konzepten, neuen Werkstoffen und optimierten
ENERGIEEFFIZIENZ IST EIN
WESENTLICHER HEBEL, UM
KOSTEN ZU SPAREN
Strömungs- und Rotorgeometrien erschließen wir regelmäßig
zusätzliche Effizienzpotenziale. Ein aktuelles Beispiel sind unsere
neuen zweistufigen, ölfreien Verdichter, bei denen wir durch
eine neu entwickelte Rotorgeometrie Energieeinsparungen von
bis zu 12 Prozent realisieren konnten. Das sind keine
theore tischen Werte, sondern messbare Verbesserungen im
industriellen Alltag. Gleichzeitig betrachten wir Energieeffizienz
niemals isoliert auf die einzelne Maschine. Ein Kompressor ist
immer Teil eines Gesamtsystems und genau dort liegen häufig
die größten ungenutzten Potenziale. Neben der eigentlichen
Verdichtung spielen die Druckluftaufbereitung, die Rohrleitungsführung,
der Maschinenraum und dessen Belüftung eine
entscheidende Rolle. Schon eine unzureichende Belüftung kann
zu einer Temperaturerhöhung von zehn Grad führen und die
Effizienz um etwa drei Prozent reduzieren. Unser Ansatz ist
daher ganzheitlich. Wir begleiten unsere Kunden von der Analyse
bis zur Auslegung eines optimal abgestimmten Druckluftsystems
– auf Wunsch inklusive Aufbereitungstechnik, Rohrleitungsdesign
und Bewertung der räumlichen Gegebenheiten. Darüber
hinaus setzen wir zunehmend auf digitale Lösungen:
01 Die 2-stufigen
Druckluft-Kompressoren
der Baureihe DS verdichten
absolut ölfrei und bieten
eine kompakte Plug-and-
Play-Lösung – nicht nur
für sensible
Anwendungsbereiche
Monitoring- und Überwachungssysteme helfen,
Leckagen frühzeitig zu erkennen und Energieverluste
konsequent zu vermeiden. Druckluft effizient zu
erzeugen, um sie anschließend ungenutzt entweichen zu
lassen, ist weder wirtschaftlich noch zukunftsfähig.
Nicole Steinicke: Im Hinblick auf Prozessoptimierung: Lohnt
sich für Unternehmen eher die Investition in neue
Kompressoren oder lassen sich Einsparpotenziale häufig auch
durch Retrofit-Maßnahmen realisieren?
STEPHAN BRAND: Ob sich eine Neuinvestition oder ein Retrofit
empfiehlt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend
ist der individuelle Anwendungskontext. Energieeffizienz ist
immer eine Frage der Gesamtbetrachtung und muss fundiert
kalkulatorisch begleitet werden. Dabei spielen zahlreiche Parameter
eine Rolle: die heute installierte Maschinentechnik, die
geplante zukünftige Lösung, Baugröße und Auslegung des
Aggregats, der tatsächlich benötigte Volumenstrom sowie die
erforderliche Antriebsleistung.
Ein besonders wesentlicher Faktor ist das Betriebsprofil. Läuft ein
Kompressor im Dauerbetrieb mit 8.000 bis 8.800 Stunden pro Jahr,
wirken sich Effizienzsteigerungen unmittelbar und sehr deutlich
auf die Energiekosten aus – hier kann sich eine Neuinvestition
häufig vergleichsweise schnell amortisieren. Bei intermittierendem
Betrieb hingegen kann ein gezielt eingesetztes Retrofit eine
wirtschaftlich und technisch sinnvolle Alternative darstellen.
Unabhängig von der gewählten Lösung beginnt jede Prozessoptimierung
jedoch mit einer grundlegenden Frage: Wie hoch
ist der tatsächliche Druckluftbedarf? In der Praxis werden
Anlagen häufig bewusst überdimensioniert, um vermeintliche
Reserven zu schaffen. Das führt jedoch dazu, dass der Kompressor
dauerhaft außerhalb seines optimalen Wirkungsgrades betrieben
wird – mit entsprechendem Energieverlust.
Unser Ansatz ist daher klar: Zunächst analysieren wir
gemein sam mit dem Kunden den realen Bedarf und das
Lastprofil. Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob eine
modernisierte Bestandsmaschine, eine neue, effizientere
Technologie oder eine Kombination aus beidem den größten
Mehrwert bietet. Ziel ist stets eine maßgeschneiderte Lösung,
die nicht nur technisch überzeugt, sondern langfristig
wirtschaftlich und energetisch sinnvoll ist.
Nicole Steinicke: Für viele Industrien spielt saubere Druckluft
eine zentrale Rolle. Wie wichtig ist Ölfreiheit gerade bei
Schüttgut- oder Prozessanwendungen?
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 15
VERFAHREN UND ANLAGEN
02 Aerzen
Drucklufttechno
logien – so
vielfältig wie ihre
Anwendungen
STEPHAN BRAND: Die Bedeutung ölfreier Druckluftlösungen
hängt unmittelbar von der jeweiligen Anwendung und dem zu
fördernden Produkt ab. In robusten Schüttgut-Anwendungen,
etwa in der Zementindustrie, stehen in erster Linie Förderleistung,
Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Geringfügige
Ölanteile haben hier in der Regel keinen Einfluss auf Produktqualität
oder Prozessstabilität. In sensiblen Bereichen der
Prozessindustrie sieht die Situation jedoch anders aus. In der
Chemie-, Pharma-, Halbleiter- oder Lebensmittelindustrie ist
die Produktreinheit ein zentrales Qualitäts- und Sicherheitskriterium.
In solchen Anwendungen ist ölfreie Verdichtung
daher kein optionales Feature, sondern zwingende Voraussetzung.
Ölfreie Kompressor-Technologie gewährleistet, dass weder das
Fördermedium noch das Endprodukt in irgendeiner Form
kontaminiert wird. Gleichzeitig schafft sie Prozesssicherheit
über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – von der
Rohstoffförderung über den pneumatischen Transport bis hin
zum Endprodukt.
Nicole Steinicke: Welche Bedeutung hat die PFAS-Freiheit bei
Druckluftlösungen?
STEPHAN BRAND: Neben Ölfreiheit gewinnt zunehmend auch
die PFAS-Freiheit von Druckluftsystemen an Bedeutung. PFAS,
die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, sind in sensiblen
Anwendungen wie der Lebensmittelindustrie oder der Pharmazie
vollkommen unzulässig, da sie sich langfristig in Produkten und
Umwelt anreichern könnten.
Für unsere Kunden bedeutet das: Es reicht nicht mehr, die
Druckluft lediglich ölfrei bereitzustellen. Vielmehr muss die
gesamte Druckluftförderung PFAS-frei erfolgen, vom Kompressor
über die Aufbereitung bis hin zu Rohrleitungen und
Endanwendungen. Nur so lässt sich eine absolut reine Druckluft
erzeugen, die höchste Produktreinheit, Prozesssicherheit und
regulatorische Compliance gewährleistet.
Die Aerzener Maschinenfabrik sieht hierin einen zentralen
technologischen Trend: die Entwicklung von Druckluftsystemen,
die nicht nur effizient und ölfrei, sondern auch vollständig frei
von PFAS und anderen kritischen Substanzen arbeiten. Damit
können unsere Kunden langfristig nachhaltige und sichere
Produktionsprozesse gestalten.
Nicole Steinicke: Welche Branchentrends oder regulatorischen
Anforderungen prägen aktuell die Auslegung von Druckluftsystemen,
etwa im Hinblick auf Emissionen, Energieeffizienz
oder saubere Druckluft?
STEPHAN BRAND: Regulatorische Anforderungen und Branchentrends
spielen heute eine zentrale Rolle bei der Planung
und Auslegung von Druckluftsystemen. Ein aktuelles Beispiel ist
die zunehmende Regulierung im Bereich PFAS-freier Druckluft,
über die wir bereits gesprochen haben. Solche Vorgaben werden
in Zukunft maßgeblich Einfluss auf die Auswahl von Kompressoren
und die gesamte Prozesskette haben.
Darüber hinaus gibt es klare Vorgaben in Bezug auf die
Antriebstechnik: Energieeffizientere Motoren und optimierte
Antriebsstränge sind in vielen Industrien bereits Standard und
werden zunehmend regulatorisch gefordert. Auch branchenspezifische
Zertifikate, wie etwa ISO 22000 für die Lebensmittelindustrie
oder Umweltzertifizierungen, setzen klare Rahmenbedingungen
für Hygiene, Produktreinheit und Nachhaltigkeit.
Für uns bei Aerzen bedeutet das, dass wir unsere Kunden nicht
nur technologisch beraten, sondern proaktiv Lösungen entwickeln,
die heute schon regulatorische Anforderungen erfüllen und
16 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
gleichzeitig zukunftsfähig sind. Nachhaltige, saubere und
energieeffiziente Druckluftsysteme sind damit nicht nur ein
technisches Muss, sondern ein strategischer Wettbewerbsvorteil.
Nicole Steinicke: Wie unterstützen Ihre Kompressorsysteme
die Prozessdatenerfassung und -auswertung in Industrie-4.0-
Umgebungen? Welche Rolle spielen Digitalisierung,
Vernetzung und Smart-Features wie Condition Monitoring
oder Predictive Maintenance für Ihre Produkte?
STEPHAN BRAND: Digitalisierung und Vernetzung sind zentrale
Bausteine moderner Druckluftsysteme. Unsere Kompressoren sind
von Haus aus „IoT-ready“ und verfügen über digitale
Maschinensteuerungen, die nahtlos in übergeordnete Produktionsund
Maschinensteuerungssysteme integriert werden können. Für
unsere Kunden eröffnen sich dadurch vielfältige Möglichkeiten:
Sie können optional auf Smart-Funktionen wie Condition
Monitoring, Predictive Maintenance oder Energiemanagement
zugreifen. So lassen sich Anlagenzustände in Echtzeit überwachen,
Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen und der Energieeinsatz
entlang des gesamten Druckluftsystems optimieren.
Darüber hinaus bieten wir modulare Softwarelösungen in der
Cloud an, mit denen Kunden ihren Maschinenpark zentral steuern,
überwachen und analysieren können. Das erleichtert nicht nur
die Planung und Instandhaltung, sondern ermöglicht auch
datenbasierte Entscheidungen, die die Effizienz, Verfügbarkeit
und Lebensdauer der Anlagen deutlich erhöhen. Mit unseren
„Smart Compressors“ machen wir Druckluftsysteme damit zu aktiven
Partnern in der Industrie 4.0: vernetzt, transparent und auf
maximale Wirtschaftlichkeit und Prozessstabilität ausgerichtet.
Nicole Steinicke: Können Sie ein aktuelles Praxisbeispiel (Use
Case) nennen, bei dem Ihre Lösungen entscheidend zur
Steigerung von Produktivität oder Anlagenverfügbarkeit
beigetragen haben?
STEPHAN BRAND: Ja, natürlich. Druck- oder Prozessluft wird in
den unterschiedlichsten Anwendungen und Industrien eingesetzt.
Ein spannendes Einsatzgebiet ist zum Beispiel die Lachszucht. Die
hier eingesetzte Prozessluft beziehungsweise Druckluft, die in
der Regel für die pneumatische Förderung des Fischfutters
genutzt wird – stellt einen zentralen Faktor für einen zuverlässigen
und energieeffizienten Fütterungsprozess dar. Ein aktuelles
Beispiel stellt ein Technologiewechsel bei einem südamerikanischen
Aquakulturunternehmen dar. Hier wurde bei der
Prozesslufterzeugung von herkömmlichen Drehkolbengebläsen
auf deutlich effizientere Schraubengebläse umgestellt. Die
Einsparungen von rund 60.000 US Dollar pro Zyklus resultieren
vor allem aus den mehr als 30 % reduzierten Energiekosten
sowie niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten. Gleichzeitig
wurden die CO₂ Emissionen um ca. 174 Tonnen gesenkt und die
Anlagenverfügbarkeit deutlich erhöht. Dank dieser Energieeinsparungen
und der konstant hohen Prozessluftqualität
können nun sogar zwei zusätzliche Produktionslinien bei unveränderten
Stromkosten betrieben werden. Die robuste, wartungsfreundliche
Bauweise der Aggregate sorgt zudem für lange und
zuverlässige Maschinenverfügbarkeit.
Nicole Steinicke: Was zeichnet die Produkte von Aerzen aus,
wo sehen Sie die USPs – sowohl technologisch als auch im
Hinblick auf Service und Nachhaltigkeit?
STEPHAN BRAND: Die Produkte der Aerzener Maschinenfabrik
zeichnen sich durch konsequente Innovationskraft, hohe Qualität
und weltweite Servicekompetenz aus. Energieeffizienz ist dabei
ein zentraler Treiber unserer Entwicklung: Unsere Kompressoren,
Gebläse und Turbogebläse erreichen Spitzenwerte in Effizienz
03 „Mit innovativen Kompressoren, ganzheitlichen Systemlösungen
und smarten Technologien hilft die Aerzener Maschinenfabrik ihren
Kunden, Prozesse nachhaltiger, zuverlässiger und wirtschaftlicher zu
gestalten“, resümiert Stephan Brand.
und Ressourcenschonung, die wir durch kontinuierliche
Forschungs- und Entwicklungsarbeit immer weiter optimieren.
Darüber hinaus setzen wir auf ganzheitliche Lösungen: Unsere
Systeme sind nicht nur technisch ausgereift, sondern lassen sich
weltweit implementieren und betreuen – vom Engineering über
die Inbetriebnahme bis hin zum Service vor Ort. Kunden
profitieren von langlebigen, robusten Maschinen, die oft über 20
bis 30 Jahre zuverlässig im Einsatz bleiben.
Innovation ist unsere DNA. Unsere Kompressoren bieten heute
bereits Funktionen, die über die reine Verdichtung hinausgehen:
digitale IoT-Dienste, Condition Monitoring, Predictive Maintenance,
PFAS- und ölfreie Technologien, moderne Schalt- und
Regeltechnik – all das schafft messbaren Mehrwert für unsere
Kunden. Kurz gesagt: Wer sich für Aerzen entscheidet, investiert
nicht nur in ein Produkt, sondern in ein umfassendes, zukunftsfähiges
und weltweit verfügbares System, das höchste Energieeffizienz,
Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit miteinander
verbindet – und damit deutlich über den Standard hinausgeht,
den der Markt heute bietet.
Nicole Steinicke: Welche technologischen oder marktseitigen
Entwicklungen werden Ihrer Meinung nach die nächsten fünf
Jahre prägen?
STEPHAN BRAND: So ein weiter Blick in die Zukunft ist natürlich
nicht immer ganz so einfach zumal die politischen und
wirtschaftlichen Parameter starken Veränderungen unterliegen.
Aber basierend auf den Lebenszykluskosten eines Drucklufterzeugers
wird sicherlich das Thema Energieeffizienz weiter vorherrschend
sein. Und in Industriebereichen oder auch in Ländern,
in denen dies bisher eher eine untergeordnete Rolle gespielt
hat, wird der energieeffiziente Betrieb eines Druckluftsystems
deutlich an Bedeutung gewinnen. Und in diesem
Zusammenhang wird auch der Systemansatz, d. h. die ideale
und maßgeschneiderte Kombination der einzelnen Druckluftkomponenten
zueinander inklusive deren Vernetzung den
Markt-bedarf stark prägen.
Vielen Dank für das Gespräch.
Bilder: Aufmacher + 01 Köhler+Partner, sonstige Aerzen
www.aerzen.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 17
VERFAHREN UND ANLAGEN
MESSEN SOLIDS UND
RECYCLING-TECHNIK 2026
JUBILÄUM IN
DORTMUND
Messetage: 18. – 19. März 2026
Zeit: 9∶00 bis 17∶00
(am 19. bis 16∶00)
Ort: Messe Dortmund, Hallen 4, 5,
6 & 7, Rheinlanddamm 200,
44139 Dortmund
Preis: 2-Tagesticket 40 €;
kostenlos mit Code 1627
Auf der Solids Dortmund, der Fachmesse für Granulat-, Pulver- und Schüttgut-
Technologien, stehen am 18. und 19. März Lösungen für das Verarbeiten,
Handhaben, Lagern, Transportieren und Analysieren von Schüttgütern im
Mittelpunkt. In diesem Jahr gibt es zudem besonderen Anlass zur Freude,
denn die Messe feiert ihr 20-Jähriges Jubiläum in Dortmund.
Die Jubiläumsausgabe der Solids steht unter dem Motto
„Ideen, die bewegen. Lösungen, die bleiben.“ Die
Aussteller präsentieren wieder die vollständige Wertschöpfungskette
der mechanischen Verfahrenstechnik
für fein- bis grobkörnige Materialien: Angefangen bei Förder-,
Dosier- und Siebtechnik über Zerkleinerungs-, Misch- und
Lagertechnik bis hin zu Entstaubungs-, Filtrations- und
Prozessautomatisierungslösungen für verschiedene Materialien.
Parallel findet die Recycling-Technik Dortmund statt, die sich
als Fachmesse auf Maschinen, Anlagen und Komponenten für
die Wiederaufbereitung und für die umweltgerechte Entsorgung
konzentriert.
Die enge Verzahnung von Schüttgut- und Recycling-Branche
soll Synergieeffekte im Sinne ressourcenschonender Lösungen,
sowie höherer Effizienz und nachhaltiger Ansätze generieren.
Bei beiden Messen stehen Materialströme und -verarbeitung im
Mittelpunkt. Besucher aus der schüttgutverarbeitenden Industrie
und aus der Recycling-Wirtschaft profitieren von der großen
Schnittmenge an Themen.
So kommen etwa Schüttgut-Technologien in Recyclingprozessen
zum Einsatz, um den Transport wiederverwertbarer
Materialien erkennbar zu verbessern. Gleichzeitig finden
Recycling- Technologien mit ihren innovativen Sortier- und
Aufbereitungsverfahren Verwendung in Schüttgutprozessen, was
wiederum die Ausbeute wertvoller Ressourcen optimiert.
NEUE AUSSTELLER UND TREUE WEGBEGLEITER
Auf der diesjährigen Veranstaltung präsentieren nationale und
internationale Unternehmen in vier Hallen neue und bewährte
Technologien und Lösungen. Viele von ihnen haben sich zum
wiederholten Mal für eine Teilnahme entschieden. Darunter AZO,
Ebro Armaturen, GKM Siebtechnik, Jacob, Kitzmann, Rembe,
SEW-Eurodrive und mehreren anderen.
„Seit zwei Jahrzehnten ist die Solids Dortmund ein fester
Bestandteil unseres Messekalenders und aus unserem Jahresrhythmus
kaum noch wegzudenken. Die persönliche Atmosphäre
und die wertvollen Kontakte machen sie einzigartig“, betont
Kevin Schneider von GKM Siebtechnik.
Darüber hinaus sind aber auch neue Technologie-Anbieter mit
an Bord, darunter Fumex, Habasit, Heidland, IFA Technology,
Michel Tube Engineering und S&Z Verpackung.
18 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
01
02
NEUER AUSSTELLUNGSBEREICH
PROZESSAUTOMATISIERUNG
Besucher erwarten dieses Jahr ein neuer Ausstellungsbereich
zum Thema Prozessautomatisierung, eine Start-up-Area, Live-
Explosions-Vorführungen durch Rembe sowie ein hochkarätiges
Vortragsprogramm auf mehreren Bühnen.
In der Special Area Prozessautomatisierung erhalten Besucher
Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Automatisierungstechnik.
Die präsentierten Lösungen sollen Anwender dabei unterstützen,
ihre Produktionsprozesse nachhaltiger und leistungsfähiger zu
BESUCHER DER ZWEI MESSEN
PROFITIEREN VON DER GROSSEN
SCHNITTMENGE AN THEMEN
gestalten. Dazu zählen Integrated Services wie Datenintegration
und Datenanalyse, Cloud-basierte Lösungen, Fernüberwachung
und -steuerung, Predictive Maintenance und Kommunikation in
Echtzeit. Unter den Ausstellern sind dieses Jahr mit dabei BSG
Bruckmann Steuerungstechnik, MaintMaster Systems, Di Matteo
Förderanlagen, Opdenhoff und Sachtleben Technology. Ergänzt
wird das Angebot durch Human-Machine Interfaces (HMI),
Manufacturing Execution Systems (MES), Sensoren, Schalter
sowie Kontroll- und Steuerungssysteme. Diese Technologien
sind essenzielle Bausteine für die zunehmende Digitalisierung
und Effizienzsteigerung in der Prozessindustrie.
Zusätzlich erwartet die Besucher die speziell geschaffene
Start-Up-Area, wo junge Unternehmen wie Mineral Waste
Manager, Optocycle, Reuter Fertigungstechnik oder TEL sich
präsentieren. Sie stellen ihre Produkte für die Schüttgut- und
Recycling-Industrie nicht nur im Rahmen der Ausstellung, sondern
auch in Form eines Vortrags auf der Impuls Center Bühne
einem breiten Fachpublikum vor.
GROSSES ANGEBOT AN VORTRÄGEN
UND PANELS
Das Solids Innovation Center in Halle 4 bietet Fachbesuchern
Vortragsreihen von Experten, die über Forschung, Entwicklung
und zukünftige Trends berichten. Unter anderem ist ein Panel zu
„Cyber Security“ geplant. Im Vortragforum von Dr.-Ing. Matthias
Kaul vom Institut für Partikeltechnologie, Bergische Universität
Wuppertal, dreht sich alles um das Thema „Staubfreisetzung bei
der Handhabung von Pulvern, Granulaten und Schüttgütern“. Ein
weiteres Vortragspanel steht unter dem Motto: „Wir mischen mit!
Innovative Mischprozesse für Pulver in der Lebensmittelindustrie“,
von Prof. Rainer Barnekow von der Technischen Hochschule
Ostwestfalen-Lippe.
01 Das Solids Innovation Center in Halle 4 bietet Fachbesuchern
Vortragsreihen von Experten
02 Die Fachmesse Solids feiert dieses Jahr ihr zwanzigjähriges
Jubiläum in Dortmund
Im Impuls Center in Halle 4 richten sich die Inhalte besonders an
Fachbesucher, die neue Denkanstöße für ihren Arbeitsalltag
suchen. Neben Fachthemen ergänzen branchenfremde Keynotes
aus der Welt des Fußballs oder der Unternehmensberatung das
Programm. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Leadership,
Digitalisierung, Nachhaltigkeit, resiliente Unternehmenskultur
oder DEI (Diversity, Equity & Inclusion). Auf dieser Bühne wird
es zudem verschiedene Panels zu Prozessautomatisierung und
KI, zur Unternehmensnachfolge geben.
Im Solution Center in Halle 5 erhalten Fachbesucher praxisnahe
Informationen aus erster Hand zu konkreten Lösungen aus der
Prozessindustrie und können diese anschließend mit ihren
eigenen Anwendungen abgleichen.
Zudem organisiert die Intercontinental Association of Experts
for Industrial Explosion Protection (IND EX) ihr „Explosion
Safety Forum“. Die Veranstaltung findet am 18. März vormittags
statt und richtet sich an Fach- und Führungskräfte mit Interesse
an Explosionsschutz und Prozesssicherheit.
Zur Einstimmung auf die Messe gibt es den neuen Podcast
„BULK TALK“. Mit Experten tauchen Hörer in Branchenthemen
ein und können sie auf dem Messe-Duo vertiefen. Der Branchenkanal
liefert Fachinterviews, Hintergrundgeschichten und
Trends: von Predictive Maintenance über Kunststoff- und
Baustoffrecycling bis zu KI in Produktionsprozessen.
Fachbesucher finden auf den Schwesterveranstaltungen Solids
und Recycling-Technik in Dortmund konkrete Lösungen für
Aufgaben beim Schüttguthandling, bei Energieeffizienz und
Prozessoptimierung an zwei kompakten Tagen mit Ausstellung
und vielfältigem Rahmenprogramm.
Bilder: Easyfairs
www.solids-recycling-technik.de
UNTERNEHMEN
Easyfairs Deutschland GmbH
Balanstraße 73, Haus 8, 81541 München
Tel. 089 127 165 0
E-Mail: solids@easyfairs.com
recycling-technik@easyfairs.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 19
SCHMIER- UND WARTUNGSFREIE SPANNVORRICHTUNGEN FÜR DISSOLVER
DISPERGIEREN MIT PRÄZISION
Vom Labor bis zur Kleinproduktion entwickelt der Sondermaschinenbauer
VMA-Getzmann hochwertige Dissolver. Sie kommen zum Einsatz bei anspruchsvollen
Anwendungen zum Beispiel im Bereich Farben und Lacke. Für die präzise
und sichere Behälterspannung in seinen neuen, kompakten Labordissolvern setzt
das Unternehmen auf eine gemeinsam mit Igus entwickelte, maßgeschneiderte
Lösung: ein Drylin-Spannsystem mit Spindelachse, das Schmier- und Wartungsfreiheit,
eine einfache Montage und hohe Stabilität bietet.
Ob Autolacke, Künstlerfarben, Zahnkeramik oder
Smartphone-Beschichtungen: Die Maschinen von
VMA-Getzmann kommen überall dort zum Einsatz, wo
Unternehmen Pigmente, Additive und Lösemittel für
die Herstellung von flüssigen Medien mischen müssen. Die
Herausforderung: Pigmente besitzen starke Haftkräfte, die es zu
überwinden gilt, um ein homogenes und qualitativ hochwertiges
Endprodukt zu erzielen. Das sich in einem Behälter langsam
drehende Produkt trifft dabei auf eine extrem schnell drehende
Dispergierscheibe. Die hier entstehende Scherung reicht aus, um
die Haftkräfte der Pigmente zu überwinden und diese dadurch
bis zur gewünschten Partikelgröße zu zerkleinern.
Dieses Verfahren nennt sich Dispergieren und ist das Spezialgebiet
von VMA-Getzmann. Das Unternehmen aus Reichshof im
Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen ist führender
Hersteller besonders innovativer und hochwertiger Dispergieranlagen.
Der Sondermaschinenbauer fokussiert sich dabei auf
Anlagen für kleinere Produktionsmengen: Vom Labor (kleine
Mengen ab 100 Milliliter) über Technikum (Mengen von zirka
fünf bis 100 Liter) bis hin zur Kleinproduktion (Mengen bis 2.000
Liter). „Vor allem im Labor wird mit minimalen Rohstoffmengen
gearbeitet“, sagt Christian Getzmann. „Die Rohstoffe sind meist
sehr teuer und empfindlich. Da muss jeder Prozessschritt sitzen
und die Maschine präzise und zuverlässig arbeiten.“
QUALITÄT AUS TRADITION
Angefangen hat alles bereits in den 1970er Jahren, als Hermann
Getzmann, damals im Vertrieb für Viskosimeter tätig, erste
eigene Dissolver in kleinem Maßstab fertigte. Mit dem Fokus auf
Qualität und Präzision entwickelte sich VMA-Getzmann seit der
Gründung 1980 über die Jahrzehnte zu einem weltweit gefragten
Spezialisten für Dispergier- und Dissolvertechnologie. Heute
beschäftigt das Unternehmen rund 70 Mitarbeiter am Standort
Reichshof. Anfang der 1990er Jahre stiegen auch die Söhne des
Firmengründers, Christian und Martin Getzmann ein, die heute
das Familienunternehmen gemeinsam als Geschäftsführer leiten.
Rund 60 Prozent seiner Maschinen exportiert das Unternehmen
an Kunden weltweit; angefangen bei Ein-Personen-Betrieben bis
hin zum Großkonzern.
Besonders gefragt sind die Maschinen in Bereichen, in denen
hochwertige Farben und Lacke mit besonderen Eigenschaften
20 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
01 Der neue Labordissolver Dispermat CV3evo vereint
innovative Technik mit ergonomischem Design
01
02 Auch Gleitlager und Flanschlager von Igus kommen
in diversen Anlagen von VMA-Getzmann zum Einsatz
verarbeitet werden. Aber auch in anderen Bereichen wie
Beschichtungen für Batterien und Brennstoffzellen sind die
Maschinen zunehmend gefragt. „Im Zuge neuer Technologien
entwickeln auch wir uns immer weiter. Wir arbeiten stetig daran,
unsere Maschinen zu verbessern“, erklärt Christian Getzmann.
„Denn unsere Kunden investieren in Anlagen, die langlebig und
zuverlässig sein müssen, um verlässlich hohe Qualitätsstandards
zu erzielen.“ Neben der Fertigung vor Ort setzt VMA-Getzmann
daher auch auf eine 100-Prozent-Prüfung aller Maschinen vor
Auslieferung. Ein Qualitätsanspruch, der sich auch in der Wahl
der Maschinenkomponenten von Igus widerspiegelt.
QUALITÄT TRIFFT INNOVATION
Der erste Kontakt zu Igus entstand vor rund 20 Jahren auf einer
Messe. Seitdem kommen in den Maschinen von VMA-Getzmann
immer wieder Igus-Komponenten aus Hochleistungskunststoff
zum Einsatz. Darunter sind Energieketten, Gleitlager und
Flanschlager. „Wir wollen Standards setzen in unserer Branche“,
betont Getzmann. „Das geht nur mit Partnern, die denselben
Anspruch an Qualität haben wie wir.“ Ein aktuelles Beispiel für
die erfolgreiche Zusammenarbeit ist der neue Labordissolver
Dispermat CV3evo für Produktionsmengen von 0,05 bis 7 Liter.
Mit einem Designbüro zusammen entwickelte VMA-Getzmann
ein kompaktes Gerät, das innovative Technik und ergonomisches
Design vereint. „Unser Anspruch war, die Technik zu verbessern,
ohne teurer zu werden, und gleichzeitig eine ansprechende Optik
DIE STARKEN HAFTKRÄFTE DER
PIGMENTE MÜSSEN FÜR HOMOGENE,
HOCHWERTIGE ENDPRODUKTE
ÜBERWUNDEN WERDEN
zu erzielen“, so Martin Getzmann. Der Dispermat CV3evo ist mit
einer elektrischen Höhenverstellung ausgestattet und kann für
viele Aufgabenstellungen eingesetzt werden – ob dispergieren,
vakuumdispergieren, feinmahlen, emulgieren oder lösen. Für die
Behälterspannvorrichtung setzt das Unternehmen auf eine
gemeinsam mit Igus entwickelte, individuelle Lösung: eine
Drylin-Spannvorrichtung mit Spindelachse – manuell verstellbar
per Handrad.
EINFACHE MONTAGE, PRÄZISE VERSTELLUNG,
HOHE STABILITÄT
Die Lösung ersetzt eine bisherige Eigenkonstruktion. Sie
überzeugt durch eine einfache Montage, eine präzise Verstellung
und eine hohe Stabilität. Bei Drehzahlen von bis zu 20.000 U/min
ist eine sichere Behälterspannung essenziell.
„Wenn der Behälter nicht richtig fixiert ist, kann er sich
mitdrehen – das ist ein echtes Arbeitsschutzthema“, sagt
Christian Getzmann. Die neue Drylin-Lösung sorgt für präzise
Fixierung und verhindert ungewollte Bewegungen auch beim
Dispergieren von Medien mit hoher Viskosität.
Der Gewindetrieb des Spannsystems basiert wie bei allen Igus
Spindelachsen-Lösungen auf einer schmierfreien Gewindemutter
aus Hochleistungskunststoff. Integrierte Festschmierstoffe in den
Hochleistungspolymeren ermöglichen einen Trockenlauf ohne
Schmieröl oder -fett. Besonders in Laborumgebungen, in denen
Staub und Pigmentreste mit Schmiermitteln reagieren können,
ist das von Vorteil. Auf Kunststoffmutter und Spindel abgestimmte
Eigenschaften und Geometrien sorgen zudem für eine höhere
Lebensdauer und Effizienz.
„Die neue Spannvorrichtung ist nicht nur stabiler, sondern auch
wartungsfrei“, erklärt Christian Getzmann. „Durch die Wartungsfreiheit
und die einfache Montage profitieren unsere Kunden von
einer erheblichen Zeitersparnis.“ Die neue, maßgeschneiderte
Lösung kommt inzwischen auch in den nächstgrößeren Maschinen,
den Hochleistungsdissolvern Dispermat AE mit einer
Produktionsmenge von 0,25 bis 200 Litern, serienmäßig zum
Einsatz. Perspektivisch ist eine sukzessive Umsetzung in weiteren
Serien geplant.
ZUVERLÄSSIGKEIT ALS ERFOLGSFAKTOR
Neben der technischen Qualität schätzt VMA-Getzmann vor
allem die Liefertreue und den kompetenten, schnellen Austausch
mit Igus. „Wenn Igus einen Liefertermin nennt, wird der auch
eingehalten“, sagt Christian Getzmann. „Und wenn wir Fragen
haben, ist sofort jemand zur Stelle.“
Die geografische Nähe zum Igus-Hauptsitz in Köln erleichtert
die Zusammenarbeit zusätzlich. „Mit Igus haben wir einen Partner
gefunden, der denselben Qualitätsanspruch hat wie wir. Wir
entwickeln gemeinsam Lösungen, nicht jeder für sich“, ergänzt
Martin Getzmann. „Das macht den Unterschied, wenn es darum
geht, technische Innovation voranzutreiben.“
Bilder: Igus
www.igus.de
02
UNTERNEHMEN
igus SE & Co. KG, Spicher Str. 1a
51147 Köln
Tel. 02203 9649-0
AUTOR
Cemal Kuqi, technischer Verkaufsberater
drytech Lagertechnik bei igus
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 21
HOCHFUNKTIONALE LEBENSMITTEL SCHONEND TROCKNEN
AROMA-EXPLOSION
Der Trocknungsanlagenspezialist Devex profitiert von aktuellen
Trends in der Lebensmittelindustrie. Neben Vakuumtrocknern
etablieren sich dabei vor allem Gefriertrockner als Lösung für
die bestmögliche Produktqualität.
Beim Anlagenbauer Devex sieht Geschäftsführer Christoph
Markmann einen Wandel beim Lebensmittelkonsum:
„Seit Corona kauft der Endverbraucher Lebensmittel
anders ein. Einerseits sollen Lebensmittel lange haltbar,
andererseits dabei auch gesund sein und lecker schmecken.“
Da kommt Devex mit seinen Trocknungsanlagen ins Spiel für die
schonende Trocknung von Lebensmitteln, in denen ihre natürliche
Farbe, ihr Geschmack und alle Nährstoffe enthalten bleiben.
„Die Lagerfähigkeit der Nahrungsmittel spielt seit der Pandemie
eine Rolle, um sich nötigenfalls auf Engpässe vorzubereiten. Und
mindestens ebenso wichtig: Seitdem gibt es eine neue Aware ness
für gesunde Ernährung.“ Und Markmann muss es als Hersteller
von Trocknungsanlagen für die Lebensmittelindustrie wissen.
„Seit 2020 ist die Nachfrage merkbar angezogen; wir haben bei
unseren Kunden weltweit massiv neue Kapazitäten installiert,
um alle nur denkbaren Lebensmittel zu trocknen.“ Das spiegelt
auch aktuelle Ernährungstrends zu Genuss, Gesundheit und
Longevity wider.
HOCHFUNKTIONALE LEBENSMITTEL ALS
LECKERER SNACK
Der Blick in die Supermarkt- und Drogerieregale zeigt es: War die
Auswahl von Trockenobst vor der Pandemie noch überschaubar,
lassen sich heute getrocknete Früchte vom heimischen Apfel bis
hin zur exotischen Mango und alles dazwischen finden. Das
Trockenobst verzehren Endverbraucher zum Beispiel als Beigabe
zum Müsli, aber auch einfach als Snack zwischendurch. „Die
Entwicklung bei der Trocknung von Obst und Gemüse hat neben
dem Erhalt sämtlicher Inhaltsstoffe aber auch eine ästhetische
Komponente“, sagt Devex-GF Markmann.
„Früher sahen alle getrockneten Früchte aus wie Rosinen. Dank
unserer schonenden Trocknungskonzepte, erhalten unsere Anlagen
aber Form und Farbe des Ausgangsproduktes. Nur das Wasser
trocknen wir aus den Rohstoffen. Dadurch sehen die Produkte fast
wie frisch aus.“
Durch die schonenden Trocknungsverfahren der Anlagen
bleiben fast alle Vitamine, Antioxidantien und besonders die
Polyphenole im Produkt erhalten. „Getrocknetes Obst sorgt für
eine echte Aroma-Explosion beim Konsumenten, da es durch das
Heraustrocknen des Wassers aufkonzentriert, aber trotzdem
noch frisch und fruchtig ist“, erklärt Christoph Markmann.
UNLIMITED SHELF-LIFE:
TROCKNUNG BEI ZIMMERTEMPERATUR
Devex trocknet Lebensmittel mit Vakuum- und Gefriertrocknern.
Die Vakuumtrocknung ist ein Verfahren zur Herstellung von
Instant-Produkten wie Fertigsuppen oder auch verschiedenen
Instant-Getränken angefangen beim Pfirsich-Eistee bis hin zu
Macha Latte.
Aber auch verschiedene Früchte und Gemüse lassen sich per
Vakuumtrocknung behandeln, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
„‘Unlimited Shelf-life‘ ist so ein Spruch, den wir unseren Kunden
22 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
01 Die Gefriertrocknung ist der Goldstandard für die Erhaltung
wichtiger Eigenschaften des Produktes
01
02 Das Produkt wird in den Kammern der Trocknungsanlage
unter Vakuum gesetzt; durch verringerten Luftdruck wird der
Dampfdruck innerhalb der Flüssigkeit größer als der Druck
in der Kammer; dadurch verdampft Wasser bereits unter
20 °C – so werden wertvolle Inhaltsstoffe nicht zerstört
immer gern mitgeben“, sagt Markmann. „Das findet in allen
Bereichen der Lebensmittelindustrie immer ausgesprochen
guten Anklang.“
Der Trocknungsprozess spielt sich dabei so ab: Das Produkt
wird in den Kammern der Trocknungsanlage unter Vakuum
gesetzt. Durch den verringerten Luftdruck (10 – 20 mbar) wird
der Dampfdruck innerhalb der Flüssigkeit – meistens ist das das
Wasser im Produkt – größer als der Druck in der Kammer.
Dadurch verdampft das Wasser bereits unter Zimmertemperatur,
sogar unter 20 Grad. Auf diese Weise werden die wertvollen
Inhaltsstoffe nicht zerstört, so wie es beispielsweise bei
herkömmlichen Sprühtrocknern der Fall ist.
GOLDSTANDARD GEFRIERTROCKNUNG
Die Gefriertrocknung ist eine Variante des Vakuumtrocknens und
sogar noch schonender als die reine Vakuumtrocknung. Den
Vorteil des Verfahrens erklärt Markmann so: „Durch das sehr
vorsichtige Vorfrieren des Produkts bilden sich winzig kleine
Eiskristalle. Diese sorgen dafür, dass Zellstruktur und Farbe,
02
LEBENSMITTELHERSTELLER
BEGLEITET DEVEX VON DER
PRODUKTIDEE BIS ZUR PASS
GENAUEN TROCKNUNGSANLAGE
beispielsweise von Beeren und vielen anderen Früchten, nach
der Trocknung vollständig erhalten bleiben. Dadurch ist das
Produkt nach der Trocknung optisch kaum von seinen frisch
geernteten Pendants unterscheidbar.“
In der Anlage, die auf etwa 1 mbar evakuiert, wechselt das
Wasser im Rohstoff bei minus 20 Grad den Aggregatzustand
durch Sublimation. Also durch den Übergang des Wassers von
Eis zu Gas. Dieser Dampf wird aus der Kammer abgesaugt.
Zurück bleibt optisch ansprechendes Trockengut.
„Die Gefriertrocknung ist der Goldstandard für die Erhaltung
wichtiger Eigenschaften des Produktes. Unsere Kunden wollen
die ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Rohstoffe,
Gemüse oder Früchte unbedingt erhalten. Denn das goutiert der
Endverbraucher durch den Kauf eines hochpreisigen Produktes“,
erläutert Markmann. „Außerdem sind Fruchtsaftkonzentrate aus
dem Gefrierbandtrockner perfekt rücklösbar. Das ist gerade bei
Getränken besonders wichtig, damit der Konsum beim
Endverbraucher durch die schlichte Zugabe von Wasser ganz
unproblematisch ist.“
NEBEN LEBENSMITTELN SIND AUCH
EXOTISCHE ANWENDUNGEN MÖGLICH
Die Devex Trocknungsanlagen kommen aber auch bei etwas
exotischer gelagerten Anwendungsfällen zum Einsatz. „Zurzeit
beschäftigen wir uns damit, via der etwas günstigeren
Vakuumtrocknung Pflanzenbestandteile zu trocknen, aus denen
unser Kunde quasi chemiefrei einen nachhaltigen Klebstoff
herstellen möchte“, verrät Markmann.
Bilder: Devex
www.devex-gmbh.de
UNTERNEHMEN
DEVEX Verfahrenstechnik GmbH
Splieterstraße 70, 48231 Warendorf
Tel. 02581 92723-0
E-Mail: info@devex-gmbh.de
AUTOR
Thomas Lübke, Ofischer Communication
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 23
VERFAHREN UND ANLAGEN
KLEINERE ABMESSUNGEN, LEICHTERE WARTUNG
EXZENTERSCHNECKENPUMPEN
NEU GEDACHT
Exzenterschneckenpumpen gelten traditionell
als platzintensiv in Betrieb und Wartung und
ließen sich deshalb in Anlagen mit begrenztem
Platz nicht ohne Kompromisse einsetzen. Eine
neue Pumpengeneration setzt mit deutlich
reduzierter Baulänge neue Maßstäbe. Ein neues
Ersatzteilkonzept vereinfacht die Wartung
zusätzlich. Die neuen Exzenterschneckenpumpen
machen diese Technologie nun
konkurrenzfähiger denn je.
AxFlow stellt mit der neuen Scion-Baureihe von NOV eine
grundlegend weiterentwickelte Generation moderner
Exzenterschneckenpumpen vor. Die klassischen Kritikpunkte
wie großer Platzbedarf und aufwendige Wartung
wurden systematisch adressiert. Die neue Rotor-Stator-Geometrie
ermöglicht eine wesentlich kürzere Baulänge der Pumpen, ohne
Kompromisse bei der Leistung eingehen zu müssen. Das Stator-
Elastomer lässt sich nun separat wechseln, während das metallische
Gehäuse erhalten bleibt. Konstruktionsansätze mit einem
eingepressten Stator waren in der Vergangenheit oft nur mit
Einbußen bei der Druckleistung der Pumpe realisierbar.
Scion-Pumpen in unterschiedliche Anlagenlayouts. Die verbesserte
Geometrie der Rotor-/Stator-Einheit sorgt nicht nur für neue
Möglichkeiten bei der Anlagenplanung, sondern auch während
des Betriebs für geringe Vibration und Geräusch entwicklung.
Die fast pulsationsfrei arbeitenden Exzenter schneckenpumpen
belasten Leitungen und Armaturen also nicht weiter und
erhöhen so die Anlagenverfügbarkeit insgesamt.
Für unterschiedliche Anwendungen sind Statoren in einer
Werkstoffauswahl aus NBR, EPDM, NBR-FDA, FKM und PU
erhältlich, die in Verbindung mit dem Edelstahl-Hohlrotor
höchste Widerstandskraft gegenüber korrosiven, ölhaltigen und
feststoffbeladenen Fördermedien versprechen. Typische Einsatzgebiete
liegen in der Wasseraufbereitung, etwa beim Fördern von
Abrasionsschlamm, sowie in chemischen Prozessen mit
abrasiven oder korrosiven Stoffen.
VOLLSTÄNDIGE WARTUNG OHNE AUSBAU
Der Stator verfügt über ein teilbares Gehäuse mit austauschbarem
Elastomer-Einsatz, der sich für einen Wechsel separat entnehmen
lässt. Durch die geringere Baulänge wiegt beispielsweise der
Stator des 13er-Pumpenmodells nur noch etwa 12 kg. Im
Vergleich zur bisherigen Bauform mit 67 kg bedeutet dies eine
Gewichtsreduzierung von rund 80 %. Das erleichtert den Statorwechsel
erheblich und reduziert auch den Ersatzteilaufwand.
Auch die Kupplungs- und Getriebekomponenten sind über ein
teilbares Gehäuse zugänglich, so dass die Scion-Pumpen
GERINGE INVESTITIONSKOSTEN
UND NAHEZU PULSATIONSFREIE
FÖRDERUNG
Die neue Scion-Baureihe hingegen verspricht kompromisslose
Performance über das gesamte Druck- und Volumenspektrum.
Für eine vollständige Wartung ohne Ausbau der Pumpen hat
auch die Zugänglichkeit von Kupplungsstange und Getriebe eine
entscheidende Weiterentwickelung erfahren. Entstanden ist so
eine Pumpen baureihe, die in Hinblick auf Kompaktheit und
Wartungs freundlichkeit neue Standards setzt.
NEUE KOMPAKTE GEOMETRIE
Zentrales Merkmal der neuen Scion-Pumpengeneration ist die
überarbeitete Rotor-Stator-Konstruktion mit 2:3-gängiger
Geometrie. Fördereinheit und Kupplungsstange sind deutlich
kompakter gestaltet, so dass die Baulänge des gesamten Pumpenaggregats
von Saug- zu Druckanschluss je nach Modell mehr als
14 cm kürzerer ausfällt als beim Vorgänger. Damit rücken die
Abmessungen der neuen Exzenterschneckenpumpen in den
Bereich von Schlauchpumpen mit vergleichbarer Leistung.
Dieser reduzierte „Footprint“ erleichtert die Integration der
24 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
Der Stator-Kern
des 13er-Pumpenmodells
wiegt dank
Neuentwicklung nur
noch rund 12 kg
vollständig im eingebauten Zustand gewartet werden können
(„Maintain in Place“).
Gegenüber anderen Technologien wie Drehkolben- oder
Schlauchpumpen überzeugen die Exzenterschneckenpumpen
durch geringe Investitionskosten und nahezu pulsationsfreie
Förderung. Der geringere Footprint und die MIP-Wartung
ermöglichen jetzt eine volle Nutzung dieses Potenzials.
KOMPROMISSLOSE PERFORMANCE
Die Förderleistung der neuen Scion-Exzenterschneckenpumpen
von NOV ist trotz geringerer Baugröße mit max. 410 m 3 /h in der
einstufigen Variante höher als bei den Vorgängerbaureihen
Mono 2000 und Mono EZStrip. Die Druckleistung liegt weiterhin
bei maximal 6 bar beziehungsweise 12 bar in der zweistufigen
Variante. Die neue Scion-Technologie ist in Deutschland exklusiv
bei AxFlow erhältlich. Zum Marktstart in diesem Monat sind die
zehn wichtigsten einstufigen Modellgrößen verfügbar. Im
weiteren Verlauf des Jahres folgen zusätzliche Baugrößen und
daraufhin auch zweistufige Varianten. Eine Ersatzteilversorgung
für die Vorgängermodelle wird durch AxFlow gewährleistet und
größtenteils über das eigene Europäische Zentrallager innerhalb
von 24 Stunden abgewickelt.
Mit der Scion-Baureihe setzt NOV die wichtigsten Kundenanforderungen
um und kombiniert diese mit jahrzehntelangem
Know-how aus der bekannten Mono-Pumpentechnologie. Das
Ergebnis sind die wartungsfreundlichsten und kompaktesten
Exzenterschneckenpumpen des Herstellers bislang. AxFlow ist
autorisierter Service- und Vertriebspartner, sowohl für Mono
Pumpen als auch für die neue Scion-Generation. Mit eigenen
spezialisierten Servicewerkstätten übernimmt AxFlow Wartungsund
Montageleistungen für Exzenterschneckenpumpen und ein
breites Spektrum an Prozesstechnologie.
Bilder: Axflow
www.axflow.de
UNTERNEHMEN
AxFlow GmbH
Theodorstr. 105, 40472 Düsseldorf
Tel. 0211 23806 0
E-Mail: info@axflow.de
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 25
VERFAHREN UND ANLAGEN
VAKUUM-SCHAUFELTROCKNER
PROZESSTECHNISCHE
VORTEILE IN CHEMIE- UND
PHARMAANWENDUNGEN
Mit steigenden Anforderungen in der Chemie- und Pharmaindustrie
rücken Vakuum-Schaufeltrockner VT von Lödige
Maschinenbau in den Fokus. Im Vergleich mit konventionellen
Trocknungsverfahrenen bietet die Vakuumtrocknung
vielfältige verfahrens technische Vorteile. Dazu zählen
produktschonende niedrige Trocknungstemperaturen sowie
hohe erzielbare Verdampfungsraten und daraus resultierende
verkürzte Prozesszeiten.
Führt man eine Vakuumtrocknung in einem horizontal
angeordneten Schaufeltrockner aus, lassen sich die Vorteile
des Trocknungsprozesses mit den verfahrenstechnischen
Möglichkeiten eines horizontalen Pflugscharmischers
kombinieren. Die Mischwerkzeuge erlauben nicht nur Mischgenauigkeiten
von 1:100.000 und höher. Sie unterstützen auch
den Trocknungsprozess entscheidend, indem sie für einen
stetigen Austausch zwischen Heizfläche und Produkt sorgen
und damit einen höchst effektiven Wärmetransfer in das feuchte
Produkt ermöglichen.
SIGNIFIKANT GRÖSSERE
WÄRMEAUSTAUSCHFLÄCHE
Verglichen mit der Alternative eines vertikal angeordneten
Trocknungssystems bieten horizontale Trockner eine signifikant
größere Wärmeaustauschfläche, die ebenfalls zu verkürzten
Trocknungszeiten beiträgt. Darüber hinaus verfügt das System
über Möglichkeiten der Flüssigkeitszugabe und -Verteilung und
lässt sich somit auch gut für Granulierprozesse einsetzen.
Eine druckfeste Bauweise des Prozessraumes ermöglicht das
Fahren von chemischen Reaktionen in der Maschine, die einen
Überdruckbetrieb benötigen oder diesen gegebenenfalls auch
selbst erzeugen. Die verfahrenstechnischen Möglichkeiten dieses
Systems umfassen zudem eine Befüllung oder Entleerung durch
eine integrierte Siebmühle zur Materialvorbehandlung sowie die
Größenkalibrierung des Granulates.
Damit finden sich in der chemischen und pharmazeutischen
Industrie viele Anwendungen und Prozesse, die sich im Vakuum-
Schaufeltrockner VT optimal durchführen lassen. Das zeigen
auch die folgenden Beispiele:
VORTEILE VON
VAKUUM-SCHAUFELTROCKNERN
Chemikalien oder pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) haben oft
einen recht hohen Feuchtegehalt, der vor einer Weiterverarbeitung
in ein Endprodukt deutlich reduziert werden muss. Hier zeichnet
sich der Vakuumschaufeltrockner durch hohe Verdampfungsraten
beziehungsweise Trocknungsleistung aus sowie durch die
Option der Niedrigtemperaturtrocknung für temperatursensible
Produkte wie zum Beispiel Hormone, Pflanzenextrakte oder auch
Vitamine.
Für die Herstellung von toxischen chemischen Produkten oder
pharmazeutischen Darreichungsformen mit hochpotenten
Wirkstoffen rückt der Bedienerschutz und damit der Wunsch
nach Containment immer mehr in den Fokus. Durch die
Möglichkeit der Kombination mehrerer Prozessschritte in einem
geschlossenen System eignet sich der Vakuumschaufeltrockner
bestens dafür. Der Bedienerschutz beim Produktein- und
-austrag in oder aus dem System wird durch Containmentklappen
oder Single-Use-Equipment realisiert.
Beim Fertigen von sprudelnden Produkten, wie Brausetabletten
und -Granulaten, wird nach dem Erstellen einer Vormischung
mit anschließender Granulierung zunächst eine chemische
Reaktion eingeleitet, die Kohlensäure freisetzt, und nach kurzer
Reaktionszeit durch ein schlagartiges Verdampfen der im Produkt
enthaltenen Feuchtigkeit unterbrochen.
Der Vakuumschaufel trockner hat sich hier als passendes
System etabliert, da neben dem Mischen und Granulieren auch
das schnelle Verdampfen durch das Anlegen eines hohen
Vakuums problemlos realisiert werden kann. Beim Austrag aus
der Maschine können die trockenen Granulate zusätzlich mittels
einer Siebmühle nachbehandelt werden.
Bild: Gebrüder Lödige Maschinenbau
www.loedige.de
UNTERNEHMEN
Gebrüder Lödige Maschinenbau GmbH
Elsener Straße 7 – 9, 33102 Paderborn
Tel. 05251 309-0
E-Mail: marketing@loedige.de
AUTOR
Dominik Sander, Leiter Vertrieb
Life Science Technology,
Gebrüder Lödige Maschinenbau
26 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VERFAHREN UND ANLAGEN
KONISCHE SCHNECKENMISCHER
Die Qualitätsanforderungen in der Tierfutterherstellung
steigen kontinuierlich. Gesetzliche
Vorgaben, komplexere Rezepturen und der
Wunsch nach
reproduzierbaren
Ergebnissen
zwingen die
Hersteller dazu,
ihre Prozesse zu
überdenken. In
diesem Kontext
rücken konische Schneckenmischer von De
Dietrich (ehemals Bolz-Summix) in den Fokus.
Sie zeichnen sich durch eine vertikale Behältergeometrie
und eine zentral geführte Mischschnecke
aus, die von einem orbital umlaufenden
Arm bewegt wird. Diese Konstruktion
erzeugt einen dreidimensionalen Produktfluss:
Die Schnecke hebt das Mischgut entlang der
Wand nach oben, die Gravitation sorgt für das
Absinken der Partikel in der Mitte, während die
Orbitalbewegung eine horizontale Komponente
einbringt. Diese simultane Makro- und Mikromischung
gewährleistet eine besonders schonende,
aber wirkungsvolle Homogenisierung, auch
bei empfindlichen oder inhomogenen Rohstoffen.
Das System verhindert Rückentmischung
und erlaubt reproduzierbare Ergebnisse.
www.dedietrich.com/de
DAMPFWÄRMEPUMPENSYSTEM
FÜR INDUSTRIELLEN TROCKNER
Ein Wärmerückgewinnungssystem in Verbindung
mit einer Wärmepumpe, die 139 °C heißen
Dampf erzeugt, wurde als Pilotprojekt bei Philip
Morris International (PMI) in seinem Innovations-
und Schulungszentrum in Bologna in
Betrieb genommen. Das System wird von der
niederländischen
Ingenieurgesellschaft
JOA Air Solutions
bereitgestellt. Es nutzt
eine Hochtemperatur-
Wärmepumpe des
deutschen Start-Ups
SPH Sustainable Process
Heat. Die Pilotanlage hat in den letzten Monaten
den Gasverbrauch des Haupttrockners um 40 bis
50 % gesenkt. Außerdem hat das System 20 bis
30 % des Wassers aus der Abluft zurückgewonnen.
Es erzeugt mithilfe einer Hochtemperatur-
Wärmepumpe direkt Dampf für industrielle
Trocknungsprozesse. Die Lösung gewinnt nicht
nur Energie, sondern auch Wasser aus der Abluft
zurück, indem sie die direkte Wärmerückgewinnung
aus der heißen Abluft mit einer zweistufigen
Hochtemperatur-Wärmepumpe kombiniert.
www.joaairsolutions.com
NIEDRIGE FOLIENSCHÜTTDICHTEN BEI
VOLLEM DURCHSATZ
Zur K 2025 erweiterte Erema das Portfolio um eine leistungsstarke
Doppelschnecken-Technologie. Die neue TwinPro
verbindet die Vorteile eines Doppelschneckenextruders mit den
bewährten Stärken der hauseigenen Preconditioning Unit
(PCU) im Einsatz von spezifischen Recyclinganwendungen. Sie
spielt ihre Stärken besonders beim Recycling von Produktionsabfällen
anspruchsvoller Mehrschichtfolien aus. Auch bei
dünnwandigem Post-Consumer-Mahlgut eröffnet die
Technologie neue Perspektiven. Die Herstellung hochwertiger
Regranulate aus komplexen Inputmaterialien wie etwa
Multilayerfolie aus PE-PA oder PE-EVOH stellt für den
Recyclingprozess eine besondere Herausforderung dar.
Hier setzt die neue TwinPro an: Zentrales Merkmal der Anlage
ist die hocheffiziente Homogenisierung. Die erste Homogenisierung
findet in der Preconditioning Unit (PCU) statt, wo
das Inputmaterial zusätzlich zerkleinert, erwärmt, getrocknet,
verdichtet und gepuffert wird. Dank der patentierten Counter
Current Technologie wird der direkt tangential angeschlossene
Extruder kontinuierlich mit warmem, vorverdichtetem Material
befüllt. Im Doppelschneckenextruder folgt die intensive
Homogenisierung, die bei Multilayerfolien entscheidend ist,
um verschiedene Polymertypen bestmöglich zu mischen. So
entstehen Regranulate mit verbesserten mechanischen
Eigenschaften, wie sie für den Wiedereinsatz in mehrschichtigen
Folien erforderlich sind.
Ursprünglich für komplexe Folienabfälle entwickelt, eröffnet
die TwinPro auch neue Möglichkeiten für den Einsatz von
Doppelschneckenextrudern beim effizienten Recycling von
3D-Verpackungen. Ein konkreter Anwendungsfall sind sortierte,
heißgewaschene PP-Flakes, wie sie beim Recycling von sehr
dünnwandigen Verpackungen wie Joghurtbechern entstehen.
Mit der TwinPro lassen sich diese dünnwandigen Verpackungen
problemlos verarbeiten.
www.erema.com
GEFAHRSTOFFLAGERUNG UND ARBEITSSICHERHEIT
DENIOS SE
Dehmer Straße 54-66, 32549 Bad Oeynhausen
Telefon: 05731 753-0
E-Mail: info@denios.de
Internet: www.denios.de
DENIOS – Ihre internationale Sicherheitsinstanz für
Gefahrstofflagerung & -handling
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 27
Unbenannt-1 1 21.01.2026 13:44:54
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
SENSORIK ZUR PROZESSÜBERWACHUNG
PHOSPHOR CLEVER
ZURÜCKGEWINNEN
Die Rückgewinnung lebenswichtiger
Rohstoffe rückt zunehmend in den Fokus,
nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern
auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Ein
aktuelles Beispiel dafür ist die neue mobile
Phosphorrückgewinnungsanlage der
SF-Soepenberg in Hünxe. Das Unternehmen
setzt auf das eigens entwickelte chemische
Verfahren iPhos zur Auflösung von
Eisen phosphaten aus Klärschlamm,
unterstützt durch präzise und robuste
Messtechnik von Jumo. Das Projekt zeigt, wie
zukunftsfähige Umwelttechnologie und
moderne Sensorik Hand in Hand gehen.
Phosphor ist ein essenzieller Nährstoff für das Pflanzenwachstum
und damit ein Grundpfeiler der weltweiten
Lebensmittelproduktion. Da die natürlichen Phosphorvorkommen
begrenzt und zudem geopolitisch ungleich
verteilt sind, gewinnt die Rückgewinnung von Phosphor zunehmend
an Bedeutung. Deutschland ist vollständig auf Importe
angewiesen, was Abhängigkeiten schafft. Die Bundesregierung
reagierte mit einer klaren Vorgabe: Die überarbeitete Klärschlammverordnung
verpflichtet Betreiber größerer Kläranlagen
ab dem Jahr 2029 zur Rückgewinnung von Phosphor, sofern der
Gehalt im Klärschlamm über 2 % im Trockensubstrat liegt. Ziel ist
es, Nährstoffkreisläufe zu schließen, die Umwelt zu entlasten und
die Versorgung langfristig zu sichern.
01 In der Anlage von
SF-Soepenberg sind verschiedene
Sensoren entlang des gesamten
Rückgewinnungsprozesses verbaut,
die für zusätzliche Sicherheit
und Genauigkeit sorgen. Im Bild
Andree Flach (rechts), Projektmanager
bei SF-Soepenberg GmbH
und Björn Seling, Außendienstmitarbeiter
von JUMO
DAS VERFAHREN – MOBIL, MODULAR UND
RESSOURCENSCHONEND
Die mobile Phosphorrückgewinnungsanlage von SF-Soepenberg
basiert auf einem innovativen Verfahren, das vor Ort auf der
Kläranlage zum Einsatz kommt – ohne aufwendige Transporte
oder energieintensive Verbrennung. Durch gezielte chemische
Reaktionen wird der im Schlamm gebundene Phosphor aus
schwerlöslichen Eisenphosphaten gelöst und einer weiteren
Nutzung zugeführt.
Der Ablauf gliedert sich in mehrere Prozessschritte:
n Schlammentnahme: Der Überschussschlamm wird direkt aus
der Nachklärung oder dem Faulturm entnommen.
n Säuredosierung: Schwefelhaltige Reduktionsmittel senken den
pH-Wert, wodurch der Phosphor in Lösung gebracht wird.
n Reduktionsphase: In einem Mischer oder einer Reaktionsleitung
erfolgt die Mobilisierung des Phosphors in die flüssige
Phase.
n Reaktionsphase: Durch Zugabe von Natriumsulfit wird der pH-
Wert wieder angehoben. Flockungshilfsmittel unterstützen
anschließend die Trennung von Feststoffen und Flüssigkeit.
28 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
n Fest-Flüssig-Trennung: Ein Bandeindicker trennt das
phosphatreiche Filtrat vom Feststoffanteil.
n Phosphatfällung: Im letzten Schritt wird der gelöste Phosphor
gezielt als Struvit oder Calciumphosphat ausgefällt.
Der gesamte Prozess ist so konzipiert, dass bis zu 90 % des im
Klärschlamm enthaltenen Phosphors zurückgewonnen werden
können. Damit bietet das Verfahren nicht nur ökologische
Vorteile, sondern reduziert auch die Entsorgungskosten gegenüber
einer thermischen Monoverbrennung deutlich – und senkt
gleichzeitig die CO₂-Bilanz durch kürzere Transportwege und
niedrigeren Energieeinsatz.
MESSTECHNIK, DIE PROZESSE ERMÖGLICHT
Ein solch präziser chemischer Prozess erfordert zuverlässige und
intelligente Sensorik. Als System- und Lösungsanbieter stellt
Jumo nicht nur einzelne Messgeräte, sondern bietet ein ganzheitliches
Konzept zur Prozessüberwachung an die implementierte
Prozesssteuerung in einem der beiden Lkw-Auflieger. In der
Anlage von SF-Soepenberg sind verschiedene Sensoren entlang
des gesamten Rückgewinnungsprozesses verbaut – darunter zwei
Produktneuheiten, die für zusätzliche Sicherheit und Genauigkeit
sorgen.
n Jumo Delos S02 – der neue Druckmessumformer
Dieser leistungsfähige Druckmessumformer misst zuverlässig
den Druck an kritischen Stellen im Prozess, etwa an Pumpen
oder in Reaktionsbehältern. Der Jumo Delos S02 überzeugt durch
höchste Messgenauigkeit, exzellente Langzeitstabilität und eine
intuitive Bedienung per Bluetooth. Sein drehbares Display
RÜCKGEWINNUNG MIT SYSTEM –
NACHHALTIG UND EFFIZIENT
ermöglicht eine flexible Ausrichtung – ideal bei beengten Platzverhältnissen
oder wechselnden Einbaulagen. Darüber hinaus ist
eine direkte Anbindung an Cloud-Systeme möglich, was eine
einfache Integration in moderne Industrie-4.0-Umgebungen
unterstützt. Damit eignet sich das Gerät für den Einsatz unter
anspruchsvollen Bedingungen und bietet maximale Prozesssicherheit
bei gleichzeitig hoher Benutzerfreundlichkeit.
n Jumo Zelos C01 LS – der neue Grenzstandmelder
Mit seiner kapazitiven Messmethode erkennt der kompakte Jumo
Zelos C01 LS zuverlässig Füllstände von Flüssigkeiten oder anderen
Medien. Er bietet eine hohe chemische Beständigkeit, flexible
Einbaulagen und nutzt moderne IO-Link-Technologie für eine
einfache Einbindung in die digitale Prozesswelt. Medienberührte
Teile bestehen aus PEEK, was eine exzellente Beständigkeit
gegenüber aggressiven Medien gewährleistet. Zur zusätzlichen
Ausstattung zählen serienmäßig eine einzigartige Auto-Kalibrierfunktion,
Kurzschluss- und Verpolungsschutz sowie eine 360°
Statusanzeige nach NE107. Die Kommunikation erfolgt über
IO-Link oder PNP, NPN, Push-Pull. Der Sensor ist für Medientemperaturen
von -40 bis +200 °C ausgelegt, abhängig von der jeweiligen
Ausführung.
Weitere eingesetzte Jumo-Komponenten sind pH- und Redox-
Sensoren zur Überwachung der chemischen Reaktionen,
Temperaturfühler, Füllstandssensoren und Messumformer zur
Umwandlung der Signale. Jumo liefert damit die zentrale
Sensorik für einen stabilen und effizienten Anlagenbetrieb;
abgestimmt auf die individuellen Anforderungen der mobilen
Rückgewinnungslösung.
02 Jumo Delos S02, der neue Druckmessumformer
03 Jumo Zelos C01 LS, der neue Grenzstandmelder
RÜCKGEWINNUNG MIT SYSTEM
Die innovative Phosphorrückgewinnungsanlage der SF-Soepenberg
zeigt, wie eine technisch anspruchsvolle Herausforderung in ein
ökologisch und wirtschaftlich überzeugendes Konzept überführt
werden kann. Mit Jumo als Systemlieferant für präzise Sensorik
und smarte Messtechnik ist der Weg frei für eine sichere, modulare
und zukunftsfähige Lösung im Sinne einer nachhaltigen
Kreislaufwirtschaft. Die Kombination aus innovativer
Verfahrenstechnik und intelligenter Sensorik von Jumo zeigt, wie
moderne Umwelttechnik heute aussieht: flexibel, effizient, digital
und bereit für die Herausforderungen von morgen.
Bilder: SF-Soepenberg/Jumo
www.jumo.net
UNTERNEHMEN
JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Str. 1, 36039 Fulda
Tel. 0661 6003-0
E-Mail: mail@jumo.net
AUTOR
Björn Seling, Jumo
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 29
TEMPERATURREGULIERUNG
STABILE PROZESSE: HEIZMÄNTEL
FÜR INDUSTRIEARMATUREN
Damit Prozessstabilität und höchste Produktionsqualität auch bei
temperaturkritischen Medien immer gewährleistet bleiben, sind alle
Industriearmaturen von AVA Alms auch mit maßgeschneiderten und
DGRL-geprüften Heizmänteln erhältlich – gefertigt von Armaturen
Service Alms (ASA), dem Serviceunternehmen der AVA-Gruppe.
30 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
In Anlagen der chemischen und petrochemischen Industrie
bilden Armaturen wichtige Knotenpunkte der oft komplexen
Prozesse. Hochviskose oder besonders temperaturkritische
Prozessmedien stellen Anlagenbauer und -betreiber jedoch oft
vor besondere Herausforderungen. Solche Stoffe ändern
aufgrund von Temperaturschwankungen schnell ihren Aggregatzustand;
manche so stark, dass sie ausflocken, auskristallisieren
oder unterhalb einer bestimmten Temperatur schlicht erstarren
und nicht mehr reibungslos durch die Armatur fließen.
„Das bedeutet eine wesentliche Beeinträchtigung der Produktionsqualität
und kann zu kostspieligen Stillständen führen“, beschreibt
Dirk Baringhorst das unternehmerische Risiko. Er ist Experte für
Heizmäntel bei ASA, dem zur AVA-Gruppe gehörenden Serviceunternehmen
für die Herstellung, Modifikation, Wartung und
Instandhaltung von Industriearmaturen.
Individuell aus Stahl oder Edelstahl gefertigte und
anwendungs spezifisch angepasste Heizmäntel gewährleisten bei
Temperaturschwankungen zuverlässig einen stabilen Prozess.
Sie geben über Heizmedien wie Dampf oder Thermalöl von
außen Wärme an die Armatur ab und stellen so sicher, dass für
das Medium im Inneren sowie die Armatur selbst optimale
HEIZMÄNTEL GEWÄHRLEISTEN
BEI TEMPERATURSCHWANKUNGEN
EINEN STABILEN PROZESS
Temperatur bedingungen herrschen. Auf diese Weise bleibt das
transportierte Medium stets fließfähig und es ist langfristig für
einen zuverlässigen, sicheren und wirtschaftlichen Betrieb
gesorgt. Außerdem wird die gesamte Lebensdauer der Armaturen
effektiv verlängert und teure Ausfälle werden vermieden.
MASSANFERTIGUNG STATT STANDARDLÖSUNG
Für eine hocheffiziente Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems
legt ASA jeden Heizmantel spezifisch auf die Geometrie der
Armatur und die Betriebsparameter von Prozess- sowie Heizmedium
aus. Die Bedingungen jeder Anwendung erhalten umfassende
Berücksichtigung: „Wandstärken, Materialfestigkeiten
oder Korrosionsbeständigkeit werden gemäß der Einsatzanforderungen
exakt berechnet. Dann funktioniert die beheizbare Armatur
nachhaltig und absolut zuverlässig“, erläutert Baringhorst.
Während Konstruktion und Fertigung vollständig bei ASA
erfolgen, übernimmt AVA Alms den Vertrieb. So erhalten Auftraggeber
das Komplettpaket Armatur und Heizmantel aus einer
Hand.
Neben einer Vollummantelung mit maximaler Heizfläche und
bestmöglicher Wärmeverteilung sind auch Teilummantelungen
mit geringerem Materialeinsatz möglich. Durch den Fokus auf
kritische Bereiche der Armatur bilden sie unter weniger
temperatu rsensiblen Bedingungen eine noch kosteneffizientere
Lösung. Auch bei der Anwendung sparen die teilummantelten
Varianten, ist doch ihr Heizmediumbedarf im Vergleich geringer.
Unabhängig von der Variante behalten die ASA-Entwickler in
jedem Fall die Wartungsfreundlichkeit von Mantel und Armatur
im Blick. Die Gestaltung des kombinierten Bauteils erfolgt stets
so, dass auch eine gute Erreichbarkeit der Industriearmatur für
Wartung oder Tausch erhalten bleibt.
ZWEIKAMMER-DRUCKSYSTEM NACH DGRL
Als grundlegendes Konstruktionsprinzip bilden Heizmantel und
Armatur in jeder Ausführung gemeinsam ein sogenanntes
Heizmäntel – im Bild die Teilummantelung eines Kugelhahns
– wärmen bei Bedarf die Industriearmaturen und sorgen so dafür,
dass auch anspruchsvolle Medien dauerhaft fließfähig bleiben.
Zweikammer-Drucksystem, bestehend aus Prozessraum und
Heizmantelraum. Ein zentraler Aspekt für den dauerhaft sicheren
Betrieb aller Elemente sind die Vorgaben der europäischen
Druckgeräterichtlinie – kurz DGRL. Die DGRL gibt die technische
Kategorisierung, die Berechnungsgrundlagen sowie die
Dokumentations regeln vor.
„Wir arbeiten nach den strengsten Qualitätsstandards der
Richtlinie, weil wir damit überlegene technische Lösungen
erzielen. Zudem gewährleisten wir Rechtssicherheit für Betreiber
und schaffen zusätzliches Vertrauen in die Prozesssicherheit“,
betont Baringhorst. „Unabhängige Prüfungen durch unseren
langjährigen Sicherheitspartner, den TÜV Süd, machen alle
Kriterien transparent nachvollziehbar.“
Bilder: AVA Alms
www.ava-alms.com
UNTERNEHMEN
AVA Armaturen Vertrieb Alms GmbH
Holterkamp 1, 40880 Ratingen
Tel. 02102 43900
E-Mail: info@ava-alms.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 31
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
VALIDIERUNG VON
STERILISATIONSPROZESSEN
Mit der neuen
BlueWave-Serie
von Tecnosoft
stellt CiK Solutions eine Produktfamilie von
Bluetooth-Temperaturdatenloggern vor, die
speziell für die Validierung und das Monitoring von
Sterilisationsprozessen entwickelt wurde. Die
Validierung thermischer Prozesse ist ein kritischer
Bestandteil der Qualitätssicherung. Die BlueWave-
Datenlogger kombinieren präziseste Messtechnik
mit drahtloser Echtzeitübertragung via Bluetooth
5.0. Dadurch werden Validierungszyklen
effizienter, sicherer und auditkonformer gestaltet.
Mit einer Messgenauigkeit von ±0,1 °C im Kalibrierbereich
(bis zu 140 °C) setzen die Geräte
Maßstäbe in ihrer Klasse. Anwender können
zwischen dem BlueWave T mit starrer Rigid Probe
in verschiedenen Längen und dem BlueWave
Flexible mit flexibler Sonde für schwer zugängliche
Bereiche wählen. Die Logger sind kompatibel mit
der Software TS Manager 3, die einen unveränderlichen
Audit Trail, Echtzeit-Überwachung und Benutzerverwaltung
bietet. In bestimmten Versionen
erfüllt sie die Anforderungen von FDA 21 CFR
Part 11. Alle Geräte werden mit rückverfolgbaren
Kalibrierzertifikaten geliefert.
www.cik-solutions.com/tecnosoft/
OPTOELEKTRONISCHE SENSOREN MIT VIER
FUNKTIONSPRINZIPIEN
Balluffs Sensorfamilie BOS R072K biete optoelektronische
Sensoren für standardisierte Objekterkennungsaufgaben in
der industriellen Automatisierung. Die Sensoren eignen sich
für Intralogistik,
Verpackung, Autoindustrie,
Robotik und
Batterieproduktion.
Vier Funktionsprinzipien
stehen zur
Verfügung: Einweglichtschranke,
Reflexionslichtschranke, Lichttaster und Hintergrundausblendung.
Mit zwei Lichtarten (Rotlicht und Infrarot) ausgestattet,
decken sie damit unterschiedliche Detektionsaufgaben ab. Die
kompakten Kunststoffgehäuse mit standardisiertem Lochbild
ermöglichen eine schnelle Integration in bestehende Förderund
Produktionssysteme. Die sichtbare rote Lichtquelle
erleichtert die Ausrichtung. Die Einstellung erfolgt per
Potentiometer, ein NO/NC-Schalter auf der Rückseite ermöglicht
flexible Inbetriebnahme. Verschiedene Anschlussvarianten
– M8-Stecker (3- und 4-polig), 2-m-Kabel und Pigtails
(0,3 m und 1,5 m) – vereinfachen die Integration. Die Sensoren
unterstützen NPN- und PNP-Schaltung sowie Licht- und
Dunkelschaltung. Gut sichtbare LEDs zeigen Betriebsstatus
und Schaltzustand an. Die Schutzart IP67 erlaubt den Einsatz
in rauen Industrieumgebungen.
www.balluff.de
DIGITALE STEUERUNG FÜR
SPEICHERFILTER-ANLAGEN
ULT präsentiert mit ProSight eine neue digitale
Steuerung für Speicherfilter-Absauganlagen, die
detaillierte Einblicke in Filteranlage und Kundenprozess
ermöglicht. Das System verfügt über ein
großes Touchdisplay mit intuitivem Bediendesign.
Flexible Schnittstellen zur Maschinenkopplung,
PIN-geschützte Nutzerlevels und Update-Möglichkeiten
gehören zur Ausstattung. Besonders die
OPC-UA-Unterstützung ermöglicht einfache Anbindung
zwischen Werkzeugmaschinen und Filteranlage
mit Echtzeit-Steuerung. Automatisierte
Betriebsmodi umfassen Direktansteuerung,
Volumenstrom- und Unterdruck-Konstanthaltung
sowie Fern- und zeitgeschalteten Betrieb. Individuelle
Filterstufen-Überwachung über Differenzdruck,
Statusreports zur Nutzungsdauer und
Filterwechsel-Prognosen optimieren den
Betrieb. Drei Nutzerlevel mit Schutzfunktionen
sorgen für sicheren Betrieb.
Flexible Parametrierung erlaubt Anpassung
an Kundenbedürfnisse inklusive
Lokalisierung und betriebsstundenbasierte
Wartungsintervalle. ProSight
startet zunächst mit den Gerätetypen
LAS 260.1 und ULT 400.1, weitere
Absaugsysteme folgen.
www.ult.de
FAHR-LENK-SYSTEM MIT NEUEM
SAFETY-KONZEPT
Das kompakte Fahr-
Lenk-System Argodrive
von Ebm-Papst hat sich
seit seiner Markteinführung
in verschiedenen
Anwendungen mit
Fahrerlosen Transportsystemen
(AGV) und
Autonomen Mobilen
Robotern (AMR) bewährt. Es lässt sich flexibel mit Antriebsreglern
verschiedener Hersteller kombinieren. Das reduziert
den Implementierungsaufwand im Feld auf ein Minimum. Um
Safety-Funktionen für den Argodrive gemäß der einschlägigen
Vorgabe noch einfacher umsetzen zu können, bietet Safe
Velocity von Siemens neue interessante Möglichkeiten.
Anstatt Lenkwinkel- und Drehzahlinformationen redundant
im Fahr-Lenk-System zu erfassen und an die Steuerung zu
übertragen, nutzt Safe Velocity als zusätzliches Signal
Informationen aus den Sicherheits-Laserscannern des AGV
beziehungsweise AMR. Mit den ermittelten Daten prüft es, ob
diese Informationen zu Lenkwinkel- und Geschwindigkeitsinformationen
des Argodrives plausibel sind. Damit werden
die zusätzlichen Safety- oder Inkrementalgeber nicht mehr
benötigt, um die Bewegungsrichtung des AGV oder AMR
sicher zu bestimmen. Safe Velocity erhielt im Dezember vom
TÜV die angestrebte Zertifizierung.
www.ebmpapst.com
32 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
MESSEN, REGELN, AUTOMATISIEREN
NEUE MESSGERÄTE FÜR HOCHSPANNUNGS-
PRÜFUNGEN BIS 6 KV
Eine neue Serie von Hochspannungs-Messgeräten von Elabo
erweitert die Möglichkeiten für automatisierte Prüfumgebungen
in Industrie und Forschung. Die SM-HVAC-Reihe ist für
präzise Messungen von Wechsel- und Gleichspannungen bis
6.000 Volt sowie Strömen bis 100 Milliampere ausgelegt. Die
Prüfspannung lässt sich in 1-Volt-Schritten zwischen 25 und
6.000 Volt einstellen, die Ausgangsleistung erreicht je nach
Modell bis zu 500 VA im Wechselstrom- beziehungsweise 500
Watt im Gleichstrombetrieb. Im
DC-Modus liegt die Restwelligkeit
unter drei Prozent, was eine hohe
Messgenauigkeit bei Prüflingswiderständen
über 250 Kiloohm
gewährleistet. Die Strommessung
differenziert zwischen Schein-,
Wirk- und Scheitelwerten und
erreicht eine Auflösung bis in den
Nanoampere-Bereich. Eine
Stromänderungsdetektion mit variabler Auslösegeschwindigkeit
bis 10.000 Ampere pro Sekunde ermöglicht schnelle
Reaktionen auf Prüflingsveränderungen. Die Geräte sind für
den Einbau in Schaltschränke oder 19-Zoll-Racks konzipiert
und verfügen über eine Ethernet-Schnittstelle zur vollständigen
Fernsteuerung. Damit lassen sie sich nahtlos in automatisierte
Prüfabläufe und kundenspezifische Softwarelösungen
integrieren.
www.elabo.de
ELECTRONIC-KEY-SYSTEM: BETRIEBSARTEN-
WAHL LEICHT GEMACHT
Das neue Electronic-Key-System EKS2 von Euchner ermöglicht
eine sichere und normgerechte Betriebsartenwahl bis
Performance Level e. Es vereinfacht dabei die Integration in
industrielle Steuerungssysteme. Mit dem EKS2 können
Anwender den Zugang zu Maschinen und deren Funktionen
einfach, individuell und manipulationssicher verwalten. Das
Komplettsystem besteht aus einem Auswertegerät über
Profinet und einer Leseeinheit. Dazu kommen robuste
EKS2-Schlüssel mit
integrierter Datenverschlüsselung.
Ein
besonderes Highlight
ist die vereinfachte
Integration der
Betriebsartenwahl mit
Touchpanel. Wo bisher
hoher Programmieraufwand in der Steuerung nötig war,
ermöglicht das EKS2 eine schnelle Konfiguration und Implementierung
durch die sichere Auswertung der Betriebsartenwahl
im Gerät selbst. Die ausgewählte Betriebsart wird über
die integrierten 1-aus-n-Sicherheitsausgänge an die Steuerung
übermittelt. Somit ermöglicht das System die Umsetzung
der Betriebsartenwahl auf höchstem Sicherheitsniveau
bis Performance Level e. Personalisierte Zugriffsberechtigungen
für bis zu sechs Betriebsarten lassen sich über Eingabemasken
vergeben und auf dem Schlüssel speichern.
www.euchner.de
LOGISTIKSTRÖME UND LIEFERMANAGEMENT
OPTIMIERT
Multipharma verbessert
die Rückverfolgbarkeit und
Effizienz der Logistikprozesse
mit ZetesChronos.
Die Lösung ermöglicht
dem Unternehmen
optimale Transparenz über
den Status von Lieferungen.
Multipharma betreibt
ein Netz aus 243 Apotheken
in ganz Belgien mit über 1800 Beschäftigten. Das Unternehmen
bewältigt eine Vielzahl unterschiedlicher Logistikströme.
Dabei traten Probleme bei der Sendungsverfolgung
auf. Das manuelle Liefermanagement führte zu Lieferfehlern.
ZetesChronos erleichtert die Verwaltung von Lieferungen
(POD). Die Lösung ermöglicht eine vollständige Digitalisierung
der Transportprozesse sowie die Erfassung von Echtzeitdaten
mittels Barcodes. Dadurch können Pakete während der
Lieferung vom Verteilzentrum zu den Apotheken präzise
verfolgt werden. Multipharma hat nun einen besseren
Überblick über jede Transporteinheit.
www.zetes.com/de
HIGHSPEED-KONTROLLWAAGE FÜR
WASCHMITTELPRODUKTION
In der industriellen Waschmittelproduktion treffen hohe
Taktzahlen auf komplexe Verpackungsprozesse. Kontrollwaagen
übernehmen dabei eine zentrale Funktion: Sie prüfen das
Gewicht jeder Verpackung, schleusen Produkte mit Fehlgewichten
aus und dokumentieren Abweichungen. Bei hohen
Geschwindigkeiten und begrenztem Raum stellt dies besondere
Anforderungen an die Wägetechnik. Im Rahmen eines
Projekts mit dem
lokalen Partner East
integrierte Minebea
Intec bei Unilever
Egypt die Hochgeschwindigkeits-Kontrollwaage
Flexus in
eine Produktionslinie
für Waschmittel. Die
Waage erreicht bis zu
600 Verpackungen
pro Minute bei gleichbleibend
hoher Messgenauigkeit. Dank kompakter, modularer
Bauweise ließ sie sich problemlos in die vorhandene Linie
einbinden. Das hygienische Design mit Edelstahlgehäuse
(IP54, optional IP65) erfüllt die Anforderungen an Reinigung
und Robustheit im Dauerbetrieb. Die Kontrollwaage entspricht
Branchenstandards wie MID und 21 CFR Part 11. Das
Projekt zeigt, welche Rolle präzise Kontrollwaagen in der
modernen Waschmittelproduktion spielen: Sie sichern
Füllmengen, ermöglichen Rückverfolgbarkeit und tragen zur
Prozessstabilität bei. Die Umsetzung demonstriert, wie
technologische Lösungen gemeinsam mit erfahrenen Partnern
passgenau integriert werden können.
www.minebea-intec.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 33
FACHMESSEN IM VERBUND
VIER INDUSTRIEMESSEN
IN DORTMUND
Gleich vier Messen finden am 25. und 26. Februar parallel in Dortmund statt:
Pumps & Valves, Maintenance, Logistics & Automation und die Empack.
Veranstalter Easyfairs ermöglicht den Zutritt zu allen vier Veranstaltungen
mit einem Ticket. 410 Aussteller erwartet der Verbund.
Die Pumps & Valves als Fachmesse für Pumpensystemen,
Industriearmaturen und die zugehörigen Technologien
wird vom Veranstalter Easyfairs mittlerweile in mehreren
europäischen Ländern zu verschiedenen Zeitpunkten
durchgeführt. Dortmund ist nach der Erstveranstaltung 2017
dieses Jahr zum neunten Mal Schauplatz. Heuer steht die Messe
unter dem neuen Motto „Einmalig in der Region. Unverzichtbar
n Messetage: 25. – 26. Februar 2026
n 9:00 bis 17:00 (am 26. bis 16:00)
n Messe Dortmund, Hallen 4, 5, 6 & 7, Rheinlanddamm 200,
44139 Dortmund
n Preis: 2-Tagesticket 40 €, kostenlos mit Code 1627
für die Branche“ und neben den Pumpensystemen stehen auch
Industriearmaturen, Dichtungstechnik sowie Mess- und Regeltechnik
im Fokus. 75 Aussteller zählt das Messeverzeichnis heuer.
Zu den namhaften Firmen auf der Messe gehören unter anderem
Arca Regler, Atlas Copco, Börger, EagleBurgmann, Flux, Fristam,
John Crane, KSB, Leistritz, Netzsch, Ruhrpumpen, Sodeco und
WP-ARO. Die Stände finden sich schwerpunktmäßig in Halle 7.
Daneben wird den Besuchern auch ein Rahmenprogramm aus
Vorträgen und Workshops geboten.
INSTANDHALTUNG IM FOKUS
Als großer und wichtiger Treffpunkt der Instandhaltungsbranche
soll die Maintenance Dortmund den Rahmen für Innovationen,
strategische Investitionen und zukunftsweisende Kontakte
bieten. Die Kombination den anderen Veranstaltungen des
34 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME
neuen Messeverbunds verspricht ein interessantes
Umfeld mit vier fokussierten Plattformen in drei
Hallen unter einem Dach. Unter den Ausstellern
der Maintenance finden sich bekannte Namen
wie Atos, Boston Dynamics, Ifm, Liqui Moly,
Schaeffler Technologies, Tesa und Wika. Zudem
sind mit Bilfinger, Ebert Hera, Piepenbrock, S.I.S.
Gruppe, SPIE Rodias, Weber Unternehmensgruppe,
Wisag und Xervon sowie Yncoris eine Vielzahl
der größten Industriedienstleister vertreten.
Besucher, die sich für Cloud-gestütztes Enterprise
Asset Management (EAM) interessieren, sollten einen
Besuch des Standes von IFS Ultimo einplanen.
Der langjährige Premiumpartner der Maintenance
führt eine SaaS EAM-Lösung von IFS vor,
die sich auf die Bereiche Instandhaltung und Sicherheit
konzentriert und sich unter anderem
durch schnelle Implementierung und hohen
Nutzwert auszeichnet. Besucher der Maintenance
verschaffen sich so einen guten Überblick
über die Aufgabenfelder Instandhaltungsservices
und -management, Smart Maintenance,
Arbeitsschutz und Sicherheit sowie die Digitalisierung
der Instandhaltung. Passend zum diesjährigen Thema der Leitmesse:
„Zukunft sichern – Stillstand vermeiden“. Dieses bringt
das Ziel der Veranstaltung auf den Punkt: Lösungen aufzeigen
und die industriellen Prozesse verlässlich und effizient gestalten.
UMFANGREICHES RAHMENPROGRAMM
LÖSUNGEN AUFZEIGEN UND
DIE INDUSTRIELLEN PROZESSE
VERLÄSSLICH UND EFFIZIENT
GESTALTEN
Auch der Instandhaltungspreis geht 2026 in eine neue Runde. Die
Pioneer Stage in Halle 7 soll zum zentralen Schauplatz für zukunftsweisende
Konzepte und innovative Ansätze auf der Messe
werden. Auch auf den anderen Bühnen des Solution Centers, das
wieder mit zwei Bühnen in den Hallen 4 und 7 vertreten ist, präsentieren
zahlreiche Aussteller neue Produkte, Systeme und Entwicklungen
– fokussiert auf technologische Trends und konkrete
Anwendungen im Instandhaltungsalltag. bekannten Guided
Tours, organisiert in Kooperation mit dem Fraunhofer IML, bieten
zwei thematisch differenzierte Touren durch die Messehallen:
im Fokus stehen Hands-on-Lösungen, Werkzeuge und Technologien
für eine effiziente Instandhaltung zum Anfassen, aber
auch smarte Tools, datengetriebene Instandhaltung und digitale
Assistenzsysteme.
Im Science Center – ebenfalls gemeinsam mit dem Fraunhofer
IML realisiert – steht 2026 das Thema „KI, Robotik & Co. – Echter
Mehrwert und praktische Anwendungen für die Instandhaltung“
im Mittelpunkt.
Vogelsang zeigt auf der
Pumps & Valves In Halle 7,
Stand 72-30 unter anderem
Hi Cone. Die konische
Rotor-Stator-Geometrie bei
der Hi Cone ermöglicht ein
einfaches Nachstellen der
Förderelemente
Ergänzt wird das Rahmenprogramm durch eine offene
Vorlesung von Prof. Dr. Lennart Brumby von der DHBW
Mannheim gemeinsam mit Wisag. Darüber hinaus bringt
sich auch der Verband fü r Anlagentechnik und Industrie-Service
e.V. erneut aktiv mit einer Podiumsdiskussion ein.
ANZIEHUNGSPUNKT FÜR LOGISTIKER
Dank des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und
Logistik IML und der Technischen Universität Dortmund
ist Dortmund ein starker Forschungsstandort
für Logistik und Intralogistik; auch das Testcamp Intralogistic
findet hier vom 15. bis 16. April statt. Auf
dieser Grundlage bietet Easyfairs sein Messeformat Logistics
& Automation auch in Dortmund an; erweitert um den Bereich
Verpackung mit der Empack.
Die erste Intralogistik-Messe des Jahres (die größere Logimat
folgt erst im März in Stuttgart) zeigt das komplette Branchenspektrum,
von Flurförderzeugen plus Zubehör (WDX, Expresso)
über die Lagertechnik und Lagerautomatisierung (Cellgo, Storojet,
Viscon Warehouse Automation), Hebezeuge (B&K Fördertechnik,
Edmolift, EP Equipment, Expresso, Timmer), Robotik
(Unchained Robotics), Arbeitssicherheit im Lager (Axelent, Boplan,
MPM) bis hin zu Software und Datenerfassung für Lager,
Kommissionierung und Versand (Nimmsta, Orgatex, Remira,
Haufe Lexware). Auch komplette Arbeitsplatzsysteme (Ergo-line,
Kraiburg, Rocholz) werden zu sehen sein und SSI Schäfer präsentiert
sein umfassendes Programm als Systemanbieter der Intralogistik.
Von den Insgesamt 410 Ausstellern kommen rund 100 aus
dem Intralogistik- und Verpackungsbereich.
Bilder: Easyfairs, 01 Vogelsang
www.maintenance-dortmund.de
www.pumpsvalves-dortmund.de
UNTERNEHMEN
Easyfairs Deutschland GmbH
Balanstraße 73, Haus 8, 81541 München
Tel. 089 127 165 133
pumpsvalves-dortmund@easyfairs.com
maintenance-dortmund@easyfairs.com
AUTOR
Daniel Schilling
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 35
ELEKTRISCH LEITFÄHIGE SCHELLEN
ENTSPANNUNG IN HOCHEXPLOSIVEN
ANWENDUNGEN
Die unkontrollierte Entladung elektrostatischer Spannung in Industrieanlagen,
die zum Beispiel durch Reibungsprozesse in metallischen Rohren
entsteht, kann gefährlich sein. Sie kann zu Funkenbildung führen, die im
Kontakt mit leicht entzündlichen Dämpfen, Gasen oder Stäuben Explosionen
auslöst. Im Rahmen des sekundären Brandschutzes ermöglichen Rohrschellen
von Stauff aus leitfähigem PA-EX Material die sichere definierte Ableitung
elektrischer Potenziale in Rohrsystemen, reduzieren die elektrostatische
Spannung und senken das Explosionsrisiko.
Elektrisch leitfähige Rohrschellen wurden gezielt für den
Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen, sogenannten
EX-Bereichen, entwickelt. Den Anlass für die Entwicklung
von Rohrschellen aus einem ableitenden Kunststoff, der
sich zugleich für die Herstellung im Spritzgussverfahren eignen
sollte, gab die Anfrage eines Herstellers von Absauganlagen für
die Schüttgutindustrie an das Stauff Engineering.
In der Schüttgutindustrie kommen Rohrsysteme, zum Beispiel
in Absauganlagen, in Fördersystemen, in Mischern oder anderen
Anlagenteilen, mit leicht entflammbaren, explosiven Materialien
in Kontakt. Zu den klassischen Schüttgütern zählen Baustoffe wie
Sand, Kies und Zement; Rohstoffe wie Erz, Kohle und Ton oder
Lebensmittel wie Zucker, Kaffee und Getreide. Ihre Konsistenz
reicht von feinem Staub und Pulver über Grieß und Körner bis
hin zu stückigen Granulaten und Spänen. Neben der Gefahr von
Explosionen spielt auch die unterschiedliche Reaktion dieser
Materialien auf die elektrostatische Aufladung eine Rolle.
Manche verändern ihre Materialeigenschaften, verklumpen und
werden unbrauchbar, wie beispielsweise Zucker.
WASSERSTOFF: DER ENERGIETRÄGER
DER ZUKUNFT
Zu den bekannten EX-Bereichen zählen Industrieanlagen, in
denen brennbare Medien entstehen oder verarbeitet werden.
Beispiele sind die chemische und petrochemische Industrie,
36 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME
Tanklager oder Raffinerien. In den letzten Jahren ist die Wasserstoffwirtschaft
hinzugekommen. Sie stellt Anlagenbauer vor
besondere Herausforderungen. Das extrem kleine Wasserstoffmolekül
ist sehr leicht entflammbar. Selbst kleinste Funken oder
elektrostatische Entladungen können schwere Explosionen
auslösen. Daher sind bei der Herstellung von grünem Wasserstoff,
in den Speichersystemen und Pipelines, in der gesamten
Verteilinfrastruktur sowie am Verbrauchsort der Energie
ganzheitliche Konzepte für den Explosionsschutz erforderlich.
Selbst scheinbar einfache Bauteile wie Rohrschellen haben
sicherheitstechnisch eine wichtige Funktion: Sie verhindern
elektrostatische Aufladung, stellen die systemische Ableitfähigkeit
sicher, bieten eine hohe Korrosionsbeständigkeit
und erfüllen die relevanten Normen.
PA-EX: EIN WERKSTOFF DER ZUKUNFT
Stauff hat die Rolle von Wasserstoff als Schlüsselroh-
stoff für die Energiewende erkannt und sein Schellenprogramm
um die Materialoption PA-EX erweitert. PA-EX
ist ein speziell für Anwendungen in explosionsgefährdeten
Bereichen (ATEX-Zonen) entwickeltes Polyamid-Material. Das
Material wurde dem nach der internationalen Norm
DIN EN IEC 60079-0 durchgeführten Wärmebeständigkeitstest
unterzogen. Dieser Test misst den Ableitwiderstand der Schellen.
Das Testergebnis zeigt, dass PA-EX-Schellen einen Ableitwiderstand
von weniger als 1 Ω aufweisen, was bedeutet, dass sich
elektrische Potentiale sicher ableiten lassen. Den Oberflächenwiderstand
misst ein weiteres Testverfahren. Gemäß IEC 61340-5-1
wird die Fähigkeit des Materials bewertet, elektrostatische
Entladungen abzubilden. Für PA-EX-Schellen wurde ein
Oberflächenwiderstand von unter 10³ Ω gemessen. Dieser
Parameter gewährleistet, dass elektro statische Aufladungen
nicht zu Funkenbildung führen können. Gemäß IEC 60079-32-2
wurde zusätzlich die übertragene Ladung der Stauff-Schellen
getestet, um elektrostatische Gefährdung auszuschließen. Diese
Tests zeigen, dass PA-EX-Schellen zur Ableitung elektrischer
Spannung in Industrieanlagen beitragen.
EX-SCHUTZ: DREI SCHUTZEBENEN
Der Explosionsschutz wird in drei Schutzebenen unterteilt
– primär, sekundär und tertiär. Stauff Schellen
leisten einen Beitrag zum sekundären Explosionsschutz:
Primärer Explosionsschutz verhindert, dass überhaupt
ein explosionsfähiges Gemisch entsteht. Das geschieht
durch Maßnahmen wie das Vermeiden brennbarer
Stoffe oder das Begrenzen ihrer Konzentration.
Sekundärer Explosionsschutz ist gefordert, wo sich
bereits ein gefährliches Gemisch gebildet hat. Ziel ist
es, Zündquellen zu vermeiden, durch Rauchverbote,
Temperaturüberwachung, Erdung oder den Einsatz
elektrisch leitfähiger Materialien zur Verhinderung
elektrostatischer Aufladung. Hier setzen die Stauff
Schellen aus PA-EX an.
Tertiärer Explosionsschutz, auch konstruktiver
Explosionsschutz genannt, mildert die Auswirkungen
einer Explosion, zum Beispiel durch druckfeste
Gehäuse, durch Explosionsdruckentlastungen oder
durch Flammendurchschlagsicherungen.
PA-EX-Schellen
weisen einen
Ableitwiderstand
von weniger als
1 Ω auf
GANZHEITLICHES SCHUTZKONZEPT
PA-EX Schellen sind speziell dafür entwickelt worden, diese
Normanforderungen zuverlässig zu erfüllen. Als Teil eines
umfassenden Sicherheitskonzepts bieten sie einen wichtigen
Beitrag zum Explosionsschutz, ersetzen aber keine ganzheitliche
Systemplanung. Sie sollten stets Teil eines ATEX-konformen
Gesamtkonzepts sein, das Erdungsschienen, Potentialausgleich
und EX-zertifizierte Komponenten umfasst. Der Anwender muss
das komplette System regelmäßig auf die elektrische Leitfähigkeit
prüfen und das Erdungskonzept nach IEC 60079 14 umsetzen.
Die Verantwortung für die Einhaltung dieser Vorgaben liegt beim
Betreiber oder Anlagenplaner.
Die sichere Funktion von Rohrschellen im explosionsgefährdeten
Bereich hängt nicht allein von ihrer Bauart ab, sondern in hohem
Maße von der fachgerechten Installation im Gesamtsystem. Ein
Beispiel: Im Erdungspfad dürfen ausschließlich unlackierte
Edelstahlteile verwendet werden. Alle Kontaktflächen müssen
blank sein. Nur so lässt sich die erforderliche Ableitfähigkeit
gewährleisten. Eine Montage durch geschulte Elektriker sowie
die Abnahme durch qualifizierte Sachverständige oder
EX-Beauftragte sind dabei unverzichtbar.
Gerade in der aufstrebenden Wasserstoffwirtschaft, die
höchste Anforderungen an die Betriebssicherheit stellt, leisten
PA-EX-Rohrschellen einen messbaren Beitrag. Sie minimieren
elektrostatische Gefahren wirksam, erfüllen die ATEX-Richtlinien
und tragen auf diese Weise zu mehr Sicherheit, längerer
Lebensdauer und reduzierter Korrosionsgefahr bei. So leisten
selbst auf den ersten Blick unscheinbare Komponenten ihren
Beitrag zum erfolgreichen Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur.
Bilder: Stauff
www.stauff.com
UNTERNEHMEN
Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG
Im Ehrenfeld 4, 58791 Werdohl
Tel. 02392 916 0
E-Mail: marketing@stauff.com
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 37
KOMPONENTEN UND SYSTEME
VERBINDUNGSELEMENTE AUS EDELSTAHL
AUSGEKLÜGELTE
REINRAUMLÖSUNGEN
01
In Reinräumen eingesetzte Produkte müssen
die Kontamination durch Staub oder andere
Verunreinigungen vermeiden. RK Rose+Krieger
bietet einen Baukasten von über 6.500 Katalogartikeln
als Basis individueller Systemlösungen
im Bereich der Reinraumtechnik an. Ein neues
Montagesystem verspricht mehr Flexibilität in
der Konstruktion.
Edelstahl ist der Materialstandard für Installationen im
Reinraum. Als Spezialist für Reinraumlösungen bietet
RK Rose+Krieger die Edelstahl-Verbindungselemente EMS
und Robust Clamps an. Das Edelstahl-Montage-System
EMS wurde für Gestellbauten aus Vierkant- oder Rundrohren
entwickelt, während die Edelstahl-Rohrverbinder Robust Clamps
in der Entwicklung insbesondere für schwere Lasten sowie den
stoßfesten Bereich ausgelegt wurden.
DEMONTIERBARE GELÄNDER
ODER GESTELLE AUS EDELSTAHL
Sicherheit hat Vorrang, daher werden im industriellen Umfeld
Geländer oder Gestelle aus Edelstahl typischerweise durch
Verschweißen hergestellt. Das ist ein außerordentlich
arbeitsaufwendiger Vorgang, schließlich müssen die Rohre für
Eckverbindungen zunächst präzise zugeschnitten, verschweißt,
glattgeschliffen, gebeizt und abschließend poliert werden. Ein
weiterer großer Nachteil dieser unflexiblen Lösung ist, dass sie
nur sehr schwer verändert oder wiederverwendet werden kann.
In Reinraumanwendungen kommen allerdings noch zusätzliche
Herausforderungen hinzu: Große geschweißte Konstruktionen
passen nicht in die Reinraumschleusen, und im Reinraum ist
Schweißen selbstverständlich undenkbar.
Daher beschreitet RK Rose+Krieger mit EMS nun einen
anderen Weg. Das Edelstahl-Montage-System ist eine saubere,
unaufwändige Alternative zu geschweißten Rohrkonstruktionen.
Der Kunde erhält fertig bearbeitete Verbindungselemente inklusive
innovativer Spanntechnik, die er mit auf Länge geschnittenen
Edelstahlrohren zu beliebigen Gestellen oder auch Geländern
kombinieren kann. Mit diesen Verbindungselementen aus
KOMPONENTEN UND SYSTEME
02
01 Aktuell umfasst das Produktprogramm jeweils fünf
verschiedene EMS-Elemente für Rund- und Vierkantrohre
02 Robust Clamps sind hochfeste, temperatur- und
korrosionsbeständige Rohrverbinder aus Edelstahl
Edelstahl lassen sich Gestellbauten aus Vierkant- oder Rundrohren
der gängigen Baugröße 40 schnell, sicher und ohne besondere
Fachkenntnisse mittels einer speziellen Spanntechnik montieren
und demontieren. Notwendig ist nur ein Innensechskantschlüssel.
Für die Anwendung im Reinraum lassen sich alle Edelstahlkomponenten,
also jedes Verbindungs- und Spannelement
und jedes Rohr, entsprechend ordnungsgemäß gereinigt und
zweifach luftdicht verpackt durch die Schleusen transportieren.
AUSGEKLÜGELTE SPANNTECHNIK FÜR
RUND- UND VIERKANTROHRE
Jedes der EMS-Elemente wird einschließlich Spannverbinder aus
Edelstahlguss ausgeliefert, die in die Anschlussrohre geschoben
und über das Anziehen einer Schraube fest verspannt werden.
Auf diese Weise entsteht eine sichere und dennoch jederzeit wieder
lösbare Verbindung. Die spezielle Spanntechnik, die Toleranzen
bis zu 2 mm kompensieren kann, sorgt sowohl im Rund- als auch
im Vierkantrohr für einen sicheren Vierpunkt-Kontakt.
Die Verbindungselemente für Rundrohre bestehen aus zwei
Halbschalen, die durch das Anziehen von zwei gegeneinander
drückenden Innensechskantschrauben im Rohr verspannt
werden. Die Rippen auf dem konisch angeschrägten Außenradius
AUF DIESE WEISE ENTSTEHT EINE
SICHERE UND DENNOCH JEDERZEIT
WIEDER LÖSBARE VERBINDUNG
der Verbinder pressen als erstes an. Anders als herkömmliche
Verbinder haben die EMS-Rund-Verbinder aufgrund ihrer
speziellen Konstruktion immer an vier Punkten im Rohr Kontakt.
Das verhindert ein „Kippeln“ und sorgt für einen sicheren,
zentrierten Rundum-Sitz.
Deutlich herausfordernder verlief die Entwicklung der Spannverbinder
für Vierkantrohre. Die Konstruktion der Halbschalen
musste sicherstellen, dass sie einen gleichmäßigen Druck in alle
vier Richtungen ausübten. Dies stellt eine integrierte schiefe
Ebene sicher, über die sich die beiden Halbschalen miteinander
verhaken und dadurch stabilisieren.
Durch die diagonale Spreizung der Halbschalen mit Hilfe von
zwei Sechskantschrauben erzeugt die Geometrie des Bauteils
sechs Anlageflächen. Damit ist ein sicheres Verspannen in jedem
Fall garantiert. Ein Vorteil der Vierkantverbinder ist, dass anders
als bei den Spannelementen für Rundrohre zwei identische, um
180 ° zueinander gedrehte Halbschalen das Spannelement der
EMS-Verbinder für Vierkantrohre bilden. Das erleichtert die
Bevorratung.
Für den Abstand, den die Verbinder zwischen zwei Rohrstücken
bilden, wurde mit 23 mm bei Rundrohren beziehungsweise
12 mm bei Vierkantrohren ein ganzzahliges Maß gewählt. Dabei
ist der Abstand bei den Rundrohren aus konstruktiven Gründen
größer als bei Vierkantrohren. Aktuell sind sowohl in der
Rundrohr- als auch in der Vierkantrohrausführung fünf
unterschiedliche EMS-Elemente lieferbar: Ecken, T-Stücke,
Kreuzverbinder, 3-strahlige Verbinder und Fußelemente mit
Stellfußanbindung. Dabei verfügen die EMS-Fußelemente
zusätzlich zur Gewindebohrung für den Stellfuß über eine zweite
Bohrung zum Abfließen von Reinigungsflüssigkeit. Hierdurch ist
das Edelstahl-Montage-System auch eine Lösung für Abfüll-,
Verpackungs- und Förderanlagen in der Lebensmittelindustrie
sowie für alle korrosionsgefährdeten Bereiche.
ROHRVERBINDER AUS EDELSTAHL
Zum Lösungsangebot für Reinraumanwendungen zählen auch
die Rohrverbindungselemente Robust Clamps. Wie auch das
Edelstahl-Montage-System lassen sich diese mit wenigen Handgriffen
montieren, halten die einzelnen Bauteile kraftschlüssig
und dauerhaft belastbar zusammen und sind dennoch einfach
wieder lösbar. Die Edelstahlverbinder sind speziell für schwere
Lasten ausgelegt. Außenliegende Sechskantschrauben vereinfachen
die Montage mit handelsüblichem Werkzeug. Aufgrund ihres
besonderen Designs mit glatten Konturübergängen, geringer
Oberflächenrauheit, großen Schlitzen und Sacklochausführungen
unterbinden sie Schmutzansammlungen und sind somit für
Reinraumanwendungen geeignet. Aktuell sind die Serientypen
Flansch-(FK), Winkel- (W), Fuß- (FS) und Kreuzklemmstücke (K)
in den Baugrößen 12 bis 40 mm lieferbar.
Bilder: RK Rose+Krieger
www.rk-rose-krieger.com
UNTERNEHMEN
RK Rose+Krieger GmbH
Potsdamer Str. 9, 32423 Minden
Tel. 0571 9335-0
E-Mail: info@rk-online.de
AUTOR
Björn Riechers, Geschäftsführer,
RK Rose+Krieger
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 39
KOMPONENTEN UND SYSTEME
DOPPELSCHNECKENEXTRUDER
WEISSES UND GRAUES EPS INTEGRIERT
AUF EINER PRODUKTIONSLINIE
NexKemia Petrochemicals ist auf die Herstellung
von expandierbarem Polystyrol (EPS)
spezialisiert und setzt seit 2020 auf
ZSK-Doppelschneckenextruder von Coperion.
Das Unternehmen produziert neben weißem
EPS auch graues, mit Graphit gemischtes EPS,
sogenanntes GPS sowie Produkte mit bis zu
30 % Rezyklatanteil. Es verwendet für die
Herstellung und Produktentwicklung Coperion
ZSK-Doppelschneckenextruder, mit denen das
Produzieren von weißem und grauem EPS
sowie die Integration von Recyclinganteilen auf
einer einzigen Produktionslinie möglich wird.
Die herkömmliche Herstellung von weißem expandiertem
Polystyrol (EPS) erfolgt diskontinuierlich im Rahmen
der Suspensionspolymerisation. Das Monomer Styrol
wird dabei in einem Batch-Verfahren polymerisiert.
Alternativ gibt es kontinuierliche Produktionsverfahren, bei
denen die Verarbeitung unter Zugabe von Additiven und Pentan
in seriellen Prozessschritten auf Kombinationen aus Doppelund
Einschnec kenextrudern sowie statischen Kühlmischern
erfolgt. Coperion bietet mit dem ZSK-Doppelschneckenextruder
eine Technologie zur EPS-Herstellung in einem sehr einfachen
einstufigen Prozess.
Bei der Suspensionspolymerisation muss das chemische
Gleichgewicht während der Reaktion aufrechterhalten werden,
da bereits geringfügige Verunreinigungen oder Fremdstoffe das
Gleichgewicht stören und den Prozess destabilisieren können.
Da im Extruder keine Reaktion stattfindet, sondern die Stoffe
gemischt werden, ist das kein Problem für diesen Herstellprozess.
Dem ZSK-Extruder werden alle Inhaltsstoffe über hochgenaue
Coperion K-Tron Dosierer zugeführt und produktschonend mit
genau abgestimmter Schereinleitung und geringer Verweilzeit zu
einer homogenen Masse verarbeitet. Dies stellt eine geringe
thermische Belastung des Materials sicher. Die Mikrogranulate
werden in der sich an den Extruder anschließenden Unterwassergranulierung
produziert. Dabei entstehen sehr kleine Pellets
(< 1mm) mit einer sehr engen Partikelgrößenverteilung.
EPS-PRODUKTE IN DER HERSTELLUNG
Neben der Herstellung von EPS in einem einstufigen Prozess
ermöglicht der ZSK-Extruder, GPS und Produkte mit Recyclinganteil
zu produzieren. Bei der GPS-Herstellung wird dem Produkt
auch freies Graphit hinzugefügt, das die Wärmestrahlung reflektiert
und dadurch eine höhere Wärmeisolierung bietet als weißes EPS.
Gemeinsam mit Coperion ist es NexKemia gelungen,
Recycling-Anteile in die EPS-Herstellung auf einer einzigen
Produktionslinie zu integrieren. Das gereinigte und kompaktierte
Mahlgut lässt sich direkt in den ZSK-Extruder dosieren. Abhängig
von den Qualitätsanforderungen der Mikrogranulate und der
Verfügbarkeit des Ausgangsmaterials sind Recyclinganteile von
30 % und höher realisierbar. Das finale EPS-Produkt überzeugt
mit den gleichen physikalischen Eigenschaften wie Neuware.
Zudem bietet das Verfahren deutlich geringere Luft emissionen
sowie eine signifikante Reduktion des Abwasseraufkommens im
Vergleich zur herkömmlichen EPS-Herstellung.
Bild: Coperion
www.coperion.com
UNTERNEHMEN
Coperion GmbH
Theodorstraße 10, 70469 Stuttgart
Tel. 0711 897-0, E-Mail: info@coperion.com
AUTORIN
Sabine Schönfeld, Coperion GmbH
40 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
KOMPONENTEN UND SYSTEME
DOSIERSTEUERUNG FÜR
SCHÜTTGUTVERARBEITUNG
Der GUC-F
Universal
Controller bietet
präzise und
zuverlässige
Prozesssteuerung
für die
Pulververarbeitung beim Dosieren,
Verwiegen, für Chargen- und kontinuierliche
Prozesse. Er vereint dabei industrielle
Robustheit mit der Konnektivität und Flexibilität,
die moderne Schüttgutverarbeitung erfordert.
Sein modulares Design und die intuitive Bedienoberfläche
machen ihn zur Lösung für
Neuinstallationen und für Modernisierungen
bestehender Anlagen. Ein besonderer Vorteil des
GUC-F Controllers ist seine Vielseitigkeit und
Skalierbarkeit. Ein Gerät steuert bis zu vier
Dosierer in jeder beliebigen Kombination und
unterstützt sowohl gravimetrische als auch
volumetrische Betriebsarten für Chargen- oder
kontinuierliche Produktion. Dies reduziert
Investitionskosten und vereinfacht die Automatisierung,
während die flexible Architektur stets
die Erweiterung um zusätzliche Dosierer
ermöglicht, und das ohne zusätzliche Controller.
Das System unterstützt analoge und digitale
Wägezellen und gewährleistet so die passende
Verwiegungsgenauigkeit für jede Anwendung.
https://gerickegroup.com
NEUE VENTILBODENKOLONNE IN
OFFINGEN
Richard Geiss hat am Standort Offingen eine neue Ventilbodenkolonne
in Betrieb genommen und dafür rund
750.000 Euro investiert. Die 26 Meter hohe Anlage mit
50 Böden ersetzt eine ältere Füllkörperkolonne und steigert
die Trennleistung bei der Lösemittelaufbereitung. Den
kompletten Austausch erledigte das Unternehmen in
Eigenregie innerhalb von nur drei Wochen von der Demontage
bis zur Inbetriebnahme im August 2025. Die Umstellzeit
zwischen verschiedenen Lösemitteln schrumpfte dabei
von acht Stunden auf eine Stunde. „Wir bekommen viele
verschiedene Stoffe in kleinen Chargen zur Aufbereitung“,
erklärt Geschäftsführer Bastian Geiss den Bedarf an
schnellen Wechseln. Die Anlage arbeitet im Bereich
brennbarer und leicht entzündlicher Lösemittel. Das ist
zugleich das mengenmäßig größten Segment des Recyclers.
Neben der besseren Stofftrennung punktet die neue
Kolonne auch bei der Nachhaltigkeit: Eine verbesserte
Isolation minimiert Wärmeverluste, während ein modernes
Energiemanagement den Verbrauch in Echtzeit erfasst.
Diese Daten fließen direkt in die
Berechnung des Product Carbon
Footprint ein, den Richard Geiss als
erster Hersteller für jedes Rezyklat
individuell ermittelt. Mit nun zwölf
Destillationskolonnen in Offingen
kommt das Unternehmen seiner
Vision CO 2
-neutraler Lösemittel
wieder einen entscheidenden
Schritt näher.
www.geiss-gmbh.de
IMPRESSUM
erscheint 2026 im 60. Jahrgang,
ISSN: 0175-5315 / ISSN E-Paper: 2747-8025
REDAKTION
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni),
Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de
(verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)
Redakteur/innen: Felix Berthold, M.A. (be),
Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),
Daniel Schilling (dsc), M.A.,
Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW)
Redaktionelle Mitarbeit: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml)
Content-Managerin: Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,
E-Mail: p.weidt@vfmz.de
(Redaktionsadresse siehe Verlag)
GESTALTUNG
Sonja Daniel, Anette Fröder
SALES
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,
E-Mail: a.zepig@vfmz.de
Auftragsmanagement: Nevenka Islamovic
Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de
Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,
E-Mail: m.lerch@vfmz.de
Anzeigenpreisliste 2026, gültig ab 01.10.2025
LESERSERVICE
VU.SOLUTIONS GmbH & Co. KG,
Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266
Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige
Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit
(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).
Preise und Lieferbedingungen:
Einzelheftpreis: € 13,- (zzgl. Versandkosten)
Jahresabonnement Inland: € 99,- (inkl. Versandkosten)
Jahresabonnement Ausland: € 115,- (inkl. Versandkosten)
Abonnements verlängern sich automatisch um ein
weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor
Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.
VERLAG
Vereinigte Fachverlage GmbH
Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz
Postfach 100465, 55135 Mainz
Tel.: 06131/992-200
E-Mail: info@vfmz.de, www.vereinigte-fachverlage.de
Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz
Umsatzsteuer-ID: DE149063659
Ein Unternehmen der Cahensly Medien
Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Matthias Niewiem
Gesellschafter: P.P. Cahensly GmbH & Co. KG,
Karl-Härle-Straße 2, 56075 Koblenz
Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401
Chef vom Dienst: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer
Leitende Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke
Head of Sales: Carmen Müller-Nawrath
Tel.: 06131/992-245, E-Mail: c.nawrath@vfmz.de
(verantwortlich für den Anzeigenteil)
Vertrieb: Sarina Granzin, Tel.: 06131/992-148,
E-Mail: s.granzin@vfmz.de
DRUCK UND VERARBEITUNG
Bonifatius GmbH, Druck – Buch – Verlag
Karl-Schurz-Straße 26, 33100 Paderborn
DATENSPEICHERUNG
Ihre Daten werden von der Vereinigte Fachverlage GmbH
gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen
zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von
ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie über berufsbezogene
Produkte und Dienstleistungen zu informieren.
Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich
beim Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).
Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und
Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der
Annahme des redaktionellen Contents (Texte, Fotos,
Grafiken etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser
Zeitschrift geht das umfassende, ausschließliche, räumlich,
zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Nutzungsrecht
auf den Verlag über. Dies umfasst insbesondere das Recht
zur Veröffentlichung in Printmedien aller Art sowie
entsprechender Vervielfältigung und Verbreitung, das
Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung und Übersetzung,
das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke, das
Recht zur elektronischen/digitalen Verwertung, z. B. Einspeicherung
und Bearbeitung in elektronischen Systemen,
zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger
jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen von
Internet- und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD und
DVD und der Datenbanknutzung und das Recht, die vorgenannten
Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen, d. h.
Nachdruckrechte einzuräumen. Eine Haftung für die Richtigkeit
des redaktionellen Contents kann trotz sorgfältiger
Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen werden.
Signierte Beiträge stellen nicht unbedingt die Ansicht der
Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte
kann keine Gewähr übernommen werden. Grundsätzlich
dürfen nur Werke eingesandt werden, über deren Nutzungsrechte
der Einsender verfügt, und die nicht gleichzeitig
an anderer Stelle zur Veröffentlichung eingereicht oder
bereits veröffentlicht wurden.
Datenschutzerklärung: ds-vfv.vfmz.de
Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.
www.verfahrenstechnik.de VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 41
KOMPONENTEN UND SYSTEME
AUTOMATISIERTE KENNZEICHNUNGSLÖSUNGEN
FÜR DIE WEIN- UND GETRÄNKEINDUSTRIE
Bluhm Systeme bietet smarte
Kennzeichnungstechnik für
Abfüll- und Verpackungs linien,
die Prozesssicherheit und
Rückverfolgbarkeit sichert.
Herzstück des Portfolios ist der
Legi-Air 4050B, ein modular
aufgebauter Etikettendruckspender mit kompakter Bauweise für
die einfache Integration in bestehende Produktionsumgebungen.
Das System arbeitet mit deutlich reduziertem Druckluftbedarf und
bietet drei elektrische Applikatorvarianten für die flexible Kennzeichnung
von Kartons, Transportverpackungen sowie Versand- und
Logistiketiketten. Aus eigener Etikettenproduktion liefert der
Hersteller Materialien, die speziell auf die Anforderungen der
Getränkeindustrie zugeschnitten und optimiert sind für Haftung,
Feuchtigkeitsbeständigkeit und Lebensmittelsicherheit. Das
Sortiment umfasst individuelle Produktetiketten ebenso wie
Blankoetiketten und deckt verschiedene Materialien und Formate
für Flaschen, Kartons und Paletten ab. Für den Direktdruck variabler
Daten wie Abfüll- oder Mindesthaltbarkeitsdatum setzt Bluhm auf
den Continuous-Inkjet-Drucker Linx 8920. Dieser wurde speziell für
die Bedingungen in der Getränke- und Weinproduktion konzipiert
und arbeitet zuverlässig in feuchten Umgebungen. Der Drucker
erzeugt gut lesbare Druckbilder auf Glas, PET, Metall oder Etiketten
und bewältigt auch hohe Liniengeschwindigkeiten bei konstanter
Druckqualität. Eine intuitive Bedienoberfläche und geringer
Wartungsaufwand minimieren Stillstandzeiten und unterstützen
einen effizienten Produktionsbetrieb.
www.bluhmsysteme.com
DOSIERSTATION FÜR
FOOD-ANWENDUNGEN
Die neue Dulcodos SAFE-IBC F&B von
Prominent ist als Dosier- und Entleerstation
für Intermediate Bulk Container, speziell
auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
zugeschnitten. Sämtliche medienberührten
Komponenten entsprechen den Verordnungen
EG 1935/2004 und EN 10/2011,
was das Kontaminationsrisiko in sensiblen Produktionsbereichen
deutlich reduziert. Ein integrierter Zwischenbehälter mit etwa 80 l
Volumen gewährleistet einen unterbrechungsfreien Dosierprozess
während des IBC-Wechsels. Auslaufsichere Kupplungen und
lebensmittelkonforme Schläuche verhindern Leckagen, während
eine unterfahrbare Auffangwanne Reste auffängt und den
Reinigungsaufwand minimiert. Optische Füllstandsanzeigen und
automatisierte Alarme melden Nachfüll- oder Wartungsbedarf
frühzeitig. Die geneigte Aufstellfläche ermöglicht eine nahezu
vollständige Resteentleerung, was Materialkosten senkt. Die
CIP-fähige Anlage lässt sich ohne Demontage reinigen. Für präzise
Dosieraufgaben kann die Station mit dem Dosiersystem Dulcodos
Compact DSKb F&B kombiniert werden. Das modulare Konzept
erlaubt eine einfache Integration in bestehende Anlagen. Optional
erfasst der Radarsensor Dulcolevel den Füllstand kontaktlos und
überträgt Messwerte automatisch für lückenlose Dokumentation
bei Qualitätskontrollen und Audits.
www.prominent.com
MULTI-TRANSFER-SCHIENEN FÜR DEN
INNERBETRIEBLICHEN MATERIALFLUSS
Torwegge hat mit der Zeus-Schiene eine kompakte und
belastbare Transportlösung für Ladungsträger mit
unterschiedlichen Auflageflächen auf den Markt
gebracht. Durch geringen Rollenabstand und versetzt
angeordnete Kugellager lassen sich selbst Paletten,
Gitterboxen oder Just-in-Time (JIT)-Gestelle mit schmalen
oder unebenen
Kontaktflächen sicher
bewegen. Mit einer
Traglast von 200 Kilogramm
pro Achse
beziehungsweise
1.000 Kilogramm pro
Meter eignet sich die
Zeus-Schiene für vielfältige Anwendungen. Ihre wartungsfreie
Kugellagerung gewährlestet einen ruhigen
Lauf. Sie wird ergänzt durch die Thor-Schiene, konzipiert
für den Transport besonders schwerer Güter. Dank ihres
robusten Profils und der gedrehten, kugelgelagerten
Stahlrollen bleibt sie selbst bei Tonnenlasten formstabil
und langlebig. Teilungen von 42,5, 45 oder 52 Millimetern
ermöglichen den Einsatz auf breiten Auflageflächen
wie Paletten oder Gitterboxen. Erhältlich ist die Thor-
Schiene in zwei Varianten: als „L-“ und als „U“-Schiene.
www.torwegge.de
NEUE LUFTGEKÜHLTE
DREHSCHIEBERPUMPE
Der Vakuumspezialist
Leybold erweitert seine
seit 90 Jahren etablierte
Trivac-Reihe um ein neues
Modell: Die Trivac L
ist eine zweistufige, ölgedichtete Drehschieberpumpe
mit optimierter Luftkühlung. Die Pumpe zielt auf
moderne Vakuumprozesse in Industrie und Forschung.
Technisches Kernstück ist ein patentierter dreistufiger
Gasballast, der in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit
für bessere Wasserdampftoleranz sorgt. Die Pumpe
lässt sich sowohl vertikal als auch horizontal ausrichten
und arbeitet mit Standardflanschen. Leybold liefert sie in
Sauggeschwindigkeitsklassen von 5,8 bis 92/110
Kubikmetern pro Stunde. Das ebenfalls patentierte
Ölgehäuse-Design senkt die Öltemperatur und
verlängert die Öllebensdauer. Zur Ausstattung gehören
ein Schauglas zur Ölstandskontrolle sowie ein Standard-
Ablassventil für häufige Ölwechsel. Mechanische
Optimierungen sollen die Robustheit erhöhen und
Standzeiten verlängern. Leybold bewirbt die Trivac L als
kostengünstige Lösung mit niedrigem Stromverbrauch
und einfacher Wartung. Neben kundenspezifischen
Ausführungen bietet der Hersteller ein Servicepaket mit
Ersatzteilen, Vor-Ort-Service, Pumpenverleih und
zertifizierten Gebrauchtgeräten. Ein umfangreiches
Zubehörangebot ermöglicht die gezielte Anpassung an
verschiedene Anwendungen.
www.leybold.com
42 VERFAHRENSTECHNIK 2026/02 www.verfahrenstechnik.de
VORSCHAU
IM NÄCHSTEN HEFT: 03/2026
ERSCHEINUNGSTERMIN: 20. 03. 2026
ANZEIGENSCHLUSS: 05.03. 2026
01
Werden Sie Teil der B2B-Plattform
für industrielle Entscheider.
Bringen Sie Ihr Wissen ein,
setzen Sie Trends und knüpfen
Sie neue Partnerschaften.
Jetzt entdecken unter
www.industriemacher.de
02
03
01 Nahtlose Integration, zuverlässige Kommunikation, skalierbare Feldinfrastruktur:
Ethernet-APL erfüllt die Anforderungen der Prozessautomatisierung.
Bild: Endress+Hauser
02 Datendurchgängig konstruiert in Eplan hat GEA eine smarte Zentrifuge zur
Trennung von Flüssigkeiten
Bild: GEA
03 Sauberer und zuverlässiger Prozess für das Carbonrecycling
Bild: Wessjohann
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)
IHR WEG ZU UNS
INTERNET:
www.verfahrenstechnik.de
E-PAPER:
digital.verfahrenstechnik.de
REDAKTION:
redaktion@verfahrenstechnik.de
VON MACHERN.
FÜR MACHER.
MULTIMEDIAL VERNETZT
KUNDEN GEWINNEN!
FÖRDERTECHNIK
MATERIALFLUSS
LOGISTIK
FLUIDTECHNIK
Bitte kontaktieren Sie mich, ich berate Sie gerne!
Carmen Müller-Nawrath
Head of Sales
Telefon: 0049/6131/992-245
c.nawrath@vfmz.de
Profitieren Sie von unserem
einmaligen Mediennetzwerk!