Lichtenau 02/2025
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Unsere
FREIHEITLICHER GEMEINDEKURIER
Gemeinde Lichtenau
zugestellt durch Österreichische Post
Unsere Heimat
Gemeinde
Ausgabe · Februar 2026 | 560162/2026
Impressum: FPÖ Niederösterreich | Purkersdorfer Straße 38, 3100 St. Pölten
Stellungnahme zu Förderungen und kommunaler Verantwortung!
Allentsgschwendt | Brunn am Wald | Ebergersch | Engelschalks | Erdweis | Gloden | Großreinprechts | Jeitendorf / Kornberg | Ladings |
Lichtenau | Loiwein | Obergrünbach / Pallweis samt Steineck | Scheutz samt Brauhaus | Taubitz | Wietzen | Wurschenaigen
In der Aussendung der Gemeindepartei
ÖVP vom Dezember 2025,
wird der Opposition vorgehalten,
„konstruktive Vorschläge zur besseren
Abwicklung würden leider
ausbleiben.“ Diese Darstellung
kann und möchte ich so nicht stehen
lassen.
Ausgaben und Gebührenerhöhung:
Konkret geht es um die Ausgabe
in der Höhe von 43.422,28 Euro für
den Verein Leaderregion Kamptal
im Rahmen des Projekts „offene
professionelle Jugendarbeit“. Dieser
Betrag muss von der Gemeinde
zu 100 Prozent vorfinanziert werden.
Erst nach eineinhalb Jahren
würde – unter der Voraussetzung
einer positiven Förderentscheidung
– eine 70-prozentige Förderung
in der Höhe von 30.395,60
Euro eintreffen. Der Eigenanteil der
Gemeinde beträgt somit weiterhin
noch 13.026,69 Euro.
Gerade in Zeiten von Sparmaßnahmen
und Gebührenerhöhungen
(betrifft auch die Hundesteuer)
stellt sich die Frage, ob eine solche
Ausgabe notwendig und verantwortbar
ist. Aus meiner Sicht
handelt es sich hier um eine klare
Doppelgleisigkeit. In Österreich
existiert bereits ein dichtes Netz an
Einrichtungen und Organisationen,
die sich um sozial benachteiligte
Jugendliche kümmern. Dazu zählen
unter anderem die Kinder- und Jugendhilfe,
die Jugendämter auf Bezirksebene,
das Sozialministerium
mit seinen Einrichtungen wie NEBA
(Netzwerk Berufliche Assistenz),
ebenso die Arbeiterkammer, das
AMS sowie spezialisierte Organisationen
wie „Rat auf Draht“. Auch
die außerschulische Jugendarbeit
ist ein wichtiges Unterstützungsinstrument
in Zusammenarbeit mit
dem Bundeskanzleramt, Sektion
Familie und Jugend. Nicht zu vergessen
ist der Verein Neustart, der
für Jugendliche zuständig ist, die
mit dem Strafrecht in Konflikt geraten
sind und hervorragende Arbeit
in der Bewährungshilfe, Konfliktregelung
und Sozialarbeit leistet.
Für Jugendliche, die ihre Freizeit
sinnvoll gestalten möchten, bietet
unsere Gemeinde laut Vereinsindex
zudem rund 40 verschiedene
Vereine, in denen sich junge Menschen
engagieren und integrieren
können.
Zusätzlich möchte ich auf eine
aktuelle Einschätzung des Fiskalrates
Christoph Badelt hinweisen.
In einem Interview im Kurier vom
7. April 2025 forderte er, alle 2.449
Förderungen in Österreich kritisch
zu überprüfen, da sich das Land
diese Fördervielfalt finanziell nicht
mehr leisten könne. Eine Förderung
ist – und darauf sei ausdrücklich
hingewiesen – eine Kann- und
keine Muss-Bestimmung. Niemand
kann heute mit Sicherheit sagen,
wie das Land Niederösterreich in
eineinhalb Jahren finanziell aufgestellt
sein wird und ob die zugesagte
70-prozentige Förderung tatsächlich
in voller Höhe ausbezahlt
wird. Diese Unsicherheit muss bei
politischen Entscheidungen berücksichtigt
werden.
Als geschäftsführender Gemeinderat
und Vertreter der Opposition
sehe ich mich in der Pflicht,
unnötige Ausgaben kritisch zu
hinterfragen und im Sinne der
Steuerzahler verantwortungsvoll
zu handeln. Konstruktive Politik
bedeutet nicht, jeder Maßnahme
unreflektiert zuzustimmen oder
„nach der ÖVP-Pfeife zu tanzen“,
sondern Entscheidungen nüchtern,
sachlich und mit Blick auf die
langfristige finanzielle Belastung
der Gemeinde zu
bewerten.
Geschäftsführender
Gemeinderat
Johann Höller
Unsere
Unsere Heimat
Gemeinde
Gastartikel Max Höller:
Medieval Combat im Waldviertel:
Moderner Kampfsport mit historischem Herz
Mein Name ist Max, ich bin Medieval-Combat-Kämpfer
und betreibe
einen althistorisch korrekten europäischen
Kampfsport – in historisch
akkurater Rüstung und mit
originalgetreu nachempfundenen
Waffen. Was für Außenstehende oft
wie ein Mittelalter-Spektakel wirkt,
ist in Wahrheit ein ernstzunehmender
Vollkontaktsport mit klaren Regeln,
hohem Trainingsaufwand und
starker Gemeinschaft.
Medieval Combat gliedert sich
grundsätzlich in zwei große Sparten:
Buhurt und Duell. Beim Buhurt
handelt es sich um Gruppenkämpfe,
die von drei gegen drei bis hin
zu zehn gegen zehn, teilweise sogar
zu hundert gegen hundert Kämpfern
reichen. Das Duell hingegen
ist der klassische Eins-gegen-Eins-
Kampf mit identischen Waffen.
Im Buhurt gilt keine Waffenbeschränkung
– jede Waffe ist erlaubt,
solange sie dem jeweiligen
Regelwerk entspricht. Ein Kämpfer
scheidet aus, wenn seine Rüstung
beschädigt wird, also ein Teil locker
ist oder abfällt und der Schiedsrichter
den Kampf unterbricht.
Ebenso gilt man als ausgeschieden,
wenn drei Punkte den Boden
berühren, etwa beide Füße und ein
Knie oder ein Arm.
Medieval Combat gibt es in Österreich
bereits seit mehreren Jahren,
doch gerade in letzter Zeit erlebt
dieser Sport einen deutlichen
Aufschwung. Ich selbst bin durch
einen Kampfsportkollegen dazu
gekommen, habe mich schnell in
diese Mischung aus Technik, Kraft,
Taktik und Geschichte verliebt, mir
eine eigene Rüstung zugelegt und
mich innerhalb eines Jahres bis auf
Platz 1 der Männerklasse mit Schild
und Schwert vorgearbeitet.
Turniere finden in ganz Österreich
statt – oft, aber nicht ausschließlich
im Rahmen von Mittelalterfesten.
Trainiert wird unter anderem
in Pyhra. Besonders faszinierend
an diesem Sport ist jedoch nicht
nur der Wettkampf gegeneinander,
sondern vor allem das Kämpfen
miteinander: Im Buhurt zählt
Teamarbeit. Einer hält den Gegner,
der andere setzt den entscheidenden
Treffer. Vertrauen, Abstimmung
und Zusammenhalt sind essenziell.
Gerade weil Medieval Combat noch
eine Nischensportart ist, ist die
Gemeinschaft besonders eng. Es
freut mich jedes Mal, wenn ich bei
mir im Waldviertel ein Trainingslager
organisiere und Kämpferinnen
und Kämpfer aus ganz Österreich,
aus Deutschland oder sogar aus
Südtirol anreisen, um gemeinsam
zu trainieren, zu lernen und sich
gegenseitig besser zu machen.
Medieval Combat verbindet Geschichte
mit modernem Sport –
hart, ehrlich und gemeinschaftlich.
Und genau das macht ihn für mich
so besonders.
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FPÖ NIEDERÖSTERREICH