RegionalSport - 12.02.2026
Das Sportmagazin im Norden
Das Sportmagazin im Norden
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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 12. Februar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 06 / 2026
REGIONAL
Fotos: Ruhnke/Heiden/RS/Kirschner
Jeden
Donnerstag
neu !
Das Sportmagazin im Norden
HSV empfängt Union Berlin:
Baumgarts emotionale
Rückkehr nach Hamburg
+++ Interview mit Unions Aljoscha Kemlein
Neue Hoffnung nach dem Sieg gegen Stuttgart:
Kann St. Pauli in der
BayArena nachlegen?
+++ Neuzugang Mathias Rasmussen über seine ersten Wochen
Oberligen: SV Curslack-Neuengamme & Inter Türkspor Kiel im Blickpunkt
Sportchef Rebbe fordert Leistungssteigerung:
Kehrt Kiel gegen Schalke
zurück in die Erfolgsspur?
+++ Ex-Storch Dominick Drexler im Interview
Das Verletzungspech
schlägt wieder zu
EHF European League:
114. Landesderby - SG-Kapitän Johannes Golla:
„Eine besondere
Konstellation“
Bayer 04 Leverkusen
Auf welche Bayer-Elf trifft St. Pauli?
Ein Team mit zwei Gesichtern
Aus dieser Truppe
wird man einfach
nicht schlau. Auch
beim 1:1 in Gladbach
präsentierte sich Bayer Leverkusen
über weite Strecken besorgniserregend.
Speziell im
ersten Durchgang zeigte das
Team zu wenig Leidenschaft,
Aggressivität und Einsatzwillen.
Alles Themen, die in dieser Saison
schon mehrfach aufgetreten
sind und oftmals durch die individuelle
Qualität überschattet
wurden. Eines steht nämlich
außer Frage: Dieser Kader hat
immenses Potential und dürfte
von der Kaderbesetzung zu den
vier besten Teams der Liga zählen.
Trainer Kasper Hjumand
antwortete nach dem Remis in
Gladbach mit Schulterzucken
auf die Frage, warum sein Team
die Konstanz in den Leistungen
fehle sowie mit den Worten:
„Ich weiß es nicht.“ Dabei hatte
man das Gefühl, dass Bayers
Cheftrainer den Turnaround geschafft
hatte. Nach drei Pflichtspielniederlagen
zu Beginn des
2 | RegionalSport
Jahres gab es zuletzt wettbewerbsübergreifend
vier Siege.
Jedoch traten schon im Pokalspiel
gegen St. Pauli in der ersten
Hälfte die bekannten
Probleme
zu Tage, als
EINWURF
Neue Hoffnung auf dem Kiez -
Große Sorgen um Holstein Kiel
Es gibt ja am Ende der Saison immer Spiele,
die als sogenannte “Turning-Points“ gelten.
Rund ums Millerntor waren sich die Beteiligten
einig: Der hart umkämpfte 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart
könnte genau so ein Moment gewesen sein. Cheftrainer Alexander
Blessin ballte im Mannschaftskreis seine Fäuste und
brüllte: „We are back.“ Sportchef Andreas Bornemann feuerte
während der Partie die Gegengerade an und Kapitän Jackson Irvine
lobte: „Es war ein großer Kampf. Jeder hat heute überzeugt.“
Der Australier ging dabei mit gutem Beispiel voran, haute sich in
jeden Zweikampf, fightete um jeden Ball und wusste auch im Offensivspiel
zu überzeugen. Wie schon gegen RB Leipzig war das
Millerntor auch gegen die Schwaben ein echter Faktor, was der
sichtlich erleichtert wirkende Alexander Blessin hinterher herausstellte.
Klar ist, dass das nur der erste Schritt gewesen sein
kann – schon in der BayArena geht es am kommenden Samstag
um weitere wichtige Punkte.
Bei Holstein Kiel ist die Stimmungslage eine ganz andere: Nach
dem 1:3 bei Hannover 96 sind die Sorgenfalten deutlich größer.
Spätestens nach den beiden letzten Auftritten in der Liga schrillen
an der Förde die Alarmglocken. Jeder im Verein wusste, dass
es nach dem Abstieg eine komplizierte Saison werden würde,
aber dass diese jetzt im knallharten Abstiegskampf mündet, war
nicht geplant. Wer in Hannover auf eine Reaktion der Störche
nach dem Fürth-Desaster gehofft hatte, hatte sich stark getäuscht.
Besonders schlimm war das nahezu körperlose Auftreten der
Rapp-Elf vor der Pause. Speziell der als Leistungsträger eingeplante
Tolkin ließ am Sonntag die Grundtugenden des Fußballs
komplett vermissen. So geht Abstiegskampf eben nicht. Im Umfeld
des Klubs werden die Töne deutlich rauer. Nicht nur die mitgereisten
Fans äußerten nach Spielschluss ihren Unmut – auch in
diversen Foren ist die Schonfrist der Protagonisten vorbei. Trainer
Marcel Rapp und auch Sportchef Olaf Rebbe haben einen Kader
beisammen, der sicherlich gutes Zweitliganiveau hat - aber
auch nur dann, wenn jeder Einzelne an sein Leistungsmaximum
kommt und nicht wie in Hannover die Zweikampfführung “verweigert“.
Die Reaktion muss nun endlich am Sonntag gegen
Schalke 04 folgen – denn die Zeit der Ausreden ist vorbei.
Andernfalls dürfte es im hohen Norden noch ungemütlicher
werden, als es ohnehin schon ist.
Ihr Frank Sorgatz
die Kiezkicker die bessere und
auch aktivere Elf war. Nach
dem Wechsel spielte der Champions
League-Teilnehmer seine
individuelle Klasse aus und
sorgte so für den 3:0-Endstand.
St. Pauli-Trainer Alexander
Blessin weiß nicht, wie Bayer
nach dem enttäuschenden Remis
in Gladbach am kommenden
Samstag auftritt. Im Borussia-Park
stellte Hjulmand nämlich
nach der Pause auf ein
4-3-3 um und brachte mit Poku
einen Tempospieler für die Außenbahn.
Zudem ist Ibrahim
Maza nach seiner Knieverletzung
ins Training zurückgekehrt.
Auch denkbar, dass Robert
Andrich wieder startet.
Dies dürfte für einen weiteren
Motivationsschub bei den Gästen
sorgen, denn der Nationalspieler
sprach vor zehn Tagen
dem FC St. Pauli die nötige
Qualität ab. Blessin wird diese
Aussage seiner Elf vor der Partie
sicher nochmal präsentieren.
Klar ist, dass Leverkusen
aktuell drei Punkte Rückstand
auf die Champions League-Plätze
hat und unter Druck steht,
den Abstand nicht größer werden
zu lassen.
(Frank Sorgatz)
Schlüsselspieler: Malik Tillman ist im
Zentrum von Bayer Leverkusen gesetzt.
Foto: Hübner
Mr. Unverzichtbar
St. Pauli fährt nach dem Sieg gegen Stuttgart mit Rückenwind in die BayArena –
Jackson Irvine dient dabei als Symbolfigur
St. Pauli fährt nach dem Sieg
gegen Stuttgart mit Rückenwind
in die BayArena – Jackson
Irvine dient dabei als Symbolfigur
Alexander Blessin hatte mit seiner
Tradition gebrochen. Normalerweise
stellt St. Paulis
Cheftrainer immer die Mannschaftsleistung
in den Vordergrund
und vermeidet es in diesem
Zusammenhang, einzelne
Spieler hervorzuheben. Nach
dem hart umkämpften 2:1-Sieg
gegen den VfB Stuttgart machte
der 52-Jährige eine Ausnahme:
„Heute muss ich Jackson Irvine
einfach mal herausnehmen. Wir
wollten ihn eigentlich nur eine
Halbzeit spielen lassen – in der
Pause haben wir uns zusammengetan
und gesagt, okay,
noch zehn Minuten, um der
Mannschaft ein gutes Gefühl zu
geben.“ Es kam aber anders – Irvine
spielte bis zum Schlusspfiff
durch, haute sich in jedes
Duell und trieb seine Mannschaft
unermüdlich an. Blessin
klärt auf, wie es dazu kam: „Jacko
ist zwar gehumpelt, trotzdem
hat er es auf seiner Position
hervorragend gut gemacht.
Ich wollte ihn dann nicht rausnehmen
und habe ihm gesagt:
So lange es geht, bleibst du
drin. Und dann hat er durchgezogen.“
Mannschaftskollege
Adam Dzwigala lobte seinen
langjährigen Mitspieler: „Jacko
ist unser Kapitän und unheimlich
wichtig. Er hat Großartiges
geleistet.“
Irvine selber erschien nach
Spielende völlig erschöpft in
der Mixed-Zone und gab an:
„Wenn der Trainer mich nicht
herausnimmt, dann bin ich keiner,
der sich selbst rausnimmt.
Es war aber wohl das härteste
Spiel meiner Karriere, aber der
Sieg war so unglaublich wichtig.“
In der Tat, denn am Millerntor
ist nach diesen drei Zählern
wieder der Glaube an die
eigene Stärke zurückgekehrt.
Während Irvine gegen Stuttgart
neben James Sands im Zentrum
abräumte, rückte Winter-Neuzugang
Mathias Rasmussen eine
Position nach vorne und
zeigte auf der Halbposition eine
gute Leistung. Trainer Alexander
Blessin hatte bereits bei der
Verpflichtung des Norwegers
betont, dass dieser im Mittelfeld
flexibel einsetzbar ist. Der
28-Jährige erklärt, wie der
Wechsel zustande kam: „Ich
kannte Alexander Blessin bereits
aus der Zeit bei Union
Saint-Gilloise und hatte dadurch
einen guten Draht zu
ihm. Wir haben schon viel erlebt
und er weiß, was ich leisten
kann und ich weiß, was er
Rasmussen
„Nach solchen Siegen
kriegst du einen
Energie-Boost“
von mir will. Als Alexander
Blessin angerufen hat, musste
ich nicht lange überlegen.“ Rasmussen
tut dem Kiezklub mit
seiner Ruhe am Ball und auch
mit seinem Stellungsspiel gut.
Zudem kann der Linksfuß diesen
“tödlichen Steckpass“ spielen.
Die Frage vor dem Spiel bei
Bayer Leverkusen ist, ob Rasmussen
wieder hinter der alleinigen
Spitze Kaars aufläuft,
oder eine Position zurückgeht,
wenn die Schmerzen bei Irvine
noch zu groß sind. Am Dienstag
beim Training waren die zuletzt
verletzten Stammkräfte
Hauke Wahl, Eric Smith und
Joel Fujita noch nicht auf dem
Platz zu sehen. Mathias
Pereira Lage
absolvierte individuell ein
Lauftraining. Während es bei
Wahl und Smith vermutlich
eng wird für Samstag, könnten
Pereira Lage und Fujita möglicherweise
wieder Kaderoptionen
sein.
Rasmussen blickt voraus: „Im
Pokal hatte ich das Gefühl, dass
FC St. Pauli
wir durchaus eine Chance hatten.
Leverkusen ist zwar ein gutes
Team, aber defensiv haben
sie einige Probleme.“ Rasmussen
lobte das Auftreten gegen
Stuttgart: „Nach solchen Siegen
kriegst du einen Energie-Boost.
Vorbild: St. Pauli Kapitän Jackson Irvine (hier im Duell gegen Deniz Undav)
zeigte gegen die Schwaben eine herausragende Leistung.
Foto: Ruhnke
Wir wissen, wie gut wir sind
und was wir leisten können.
Das wollen wir am Samstag
wieder zeigen.“ Durchaus
denkbar, dass Alexander Blessin
dafür dieselbe Startelf ins
Rennen schickt, wie gegen die
Schwaben. (Frank Sorgatz)
Vorschau: Sa., 14.02.2026 – 15:30 Uhr
Bayer 04 Leverkusen – FC St. Pauli
So könnten sie spielen:
Bayer: Blaswich – Quansah, Andrich, Tapsoba – Vazquez, Palacios, Aleix
Garcia, Grimaldo – Terrier, Tillman – Schick
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Ando, Mets – Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka –
Sinani, Rasmussen – Kaars
Tipp: 1:1
RegionalSport | 3
Hamburger SV
Ein Wort zur Güte
Vorn Königsdörffer, hinten Heuer Fernandes – Polzins Vertrauen zahlt sich aus
Das ZDF lädt gern sich Gäste
ein, die tagsüber in Mainz oder
der unmittelbaren Umgebung
gearbeitet haben. Der Weg zum
Sportstudio ist dann kurz. Am
Sonnabend wird eine Ausnahme
gemacht. Der Sender wirbt
mit dem Besuch des HSV-Trainers.
Merlin Polzin steht ein
langer Arbeitstag bevor. Nachmittags
ist Union Berlin sein
Gegner. In Hamburg.
Das erste Tor: Ransford Königsdörffer
erzielte es, der so oft kritisierte
Mittelstürmer, der laufstark
ist, aber sich mehr als erster
Abwehrspieler begreift. „Jeder
hat gegen ihn geschossen –
oft zu Unrecht, weil er viel für
die Mannschaft arbeitet, läuft
und ackert, und ich sehe jeden
Tag, was er für eine Qualität
hat“, sagte Mittelfeldspieler Nicolai
Remberg, Anerkennung
len der Garant für einen Punktgewinn
gewesen – unter anderem
am 28. September an der
Alten Försterei in Berlin, wo
sich Heuer Fernandes nach nur
zehn Minuten nicht einmal
durch einen Strafstoß bezwingen
ließ, 0:0 das damals unvermeidliche
Endergebnis.
Zu-Null auch in Heidenheim.
Nach diesem ersten Auswärtssieg
im Aufstiegsjahr machte
der HSV-Keeper einen jungen
Fan glücklich, der um die Torwarthandschuhe
bat. Abergläubisch
scheint Heuer Fernandes
also nicht zu sein, sondern voller
Vertrauen in die eigene Stärke,
auch mit verändertem Arbeitswerkzeug.
Was Daniel
Heuer Fernandes in dieser Saison
zeigt, hat Hand und Fuß.
Ein Wort zur Güte könnte Merlin
Polzin am Abend im ZDF-
Sportstudio auch darüber verlieren.
(Wolfgang Ehlers)
Vorschau: Sa., 14.02.2026 – 15:30 Uhr
Hamburger SV – 1. FC Union Berlin
So könnten sie spielen:
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Vuskovic, Torunarigha –
Jatta, Vieira, Remberg, Muheim – Philippe, Königsdörffer, Otele
1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Nsoki – Trimmel,
Khedira, Köhn – Schäfer, Kemlein – Jeong, Ansah
Tipp: 1:0
Splitter:
Mit eingeschränkter Work-Life-
Balance hat Polzin kein Problem.
Er ist jung und leistungsfähig,
spricht zwar über eigene
fußballerische Beschränkungen,
aber das ist gemessen an
seinem täglichen Umgang mit
begabten Profis nicht verwunderlich;
sonst hätte Polzin nicht
so früh als Aktiver aufhören
müssen. Im Traineramt winkt
ihm die erfolgreichere Karriere.
Selbstzufriedenheit ist Polzins
Sache nicht. Der 35-Jährige
räumte Schwierigkeiten in der
Anfangsphase des Heidenheim-
Spiels ein, eine Woche nach
dem 2:2-Event gegen die Bayern.
Dabei war es unbedingte
Pflicht, dass der HSV die Prüfung
beim Tabellenletzten bestand;
eine Niederlage hätte Abstiegsgefahr
bedeutet. Das zweite
Drittel der Saison ist bald
um, und da sortiert sich die Tabelle.
„Erfreulicherweise war
das Timing des ersten Tores
sehr gut“, sagte Merlin Polzin
nach dem 2:0 auf der Schwäbischen
Alb.
Will gegen Union nachlegen: Ransford
Königsdörffer (hier gegen Marnon
Busch) traf in Heidenheim zur
wichtigen Führung. Foto: Hübner
ausdrückend für einen Trainingsweltmeister.
Für wichtige
Treffer fühlt Königsdörffer sich
auch zuständig. Gegen Dortmund
rettete er in der Nachspielzeit
das 1:1. Sein zweites
Saisontor leitete den Sieg in
Heidenheim ein.
Dieser Treffer war auch deshalb
wertvoll, weil Daniel Heuer
Fernandes die wahrscheinlich
beste Saison seiner Karriere
spielt. Der HSV-Keeper hielt
einmal mehr seinen Kasten sauber.
Das war bereits bei drei vorangegangenen
Auswärtsspie-
So gut wie ein Jubiläum: Zum
1887. Mal tritt der HSV am
Sonnabend in der Fußball-Bundesliga
an. Erinnerungen an das
offizielle Gründungsdatum am
29. September 1887 sind keineswegs
rein zufällig.
Ausfall: Albert Sambi Lokonga
und Fabio Vieira gelten als Idealbesetzung
im Mittelfeld. Allerdings
machten sie sich oft die
Position neben Nicolai Remberg
streitig. Einer musste ausweichen
oder auf die Bank. Zuletzt
reihte sich Vieira weiter vorn
ein. Gegen Union könnte wieder
die gewohnte taktische Grundordnung
greifen. Lokonga ist am
Sprunggelenk verletzt und
dürfte einige Wochen fehlen.
Erfolg heilt Wunden: Die Affären
Kuntz (Freistellung) und
Dompé (vorläufige Suspendierung)
werden gerade von positiveren
Schlagzeilen verdrängt.
Planung: Der HSV denkt bereits
an das sommerliche Transferfenster
und sucht weiterhin
einen linksfüßigen Backup für
Miro Muheim, nachdem die
Leihe des BVB-Talents Almugera
Kabar verletzungsbedingt
scheiterte. Weiterer Kontakt soll
zu Joseph Kalulu vom französischen
Zweitligisten Pau FC bestehen.
Wechsel zum Guten: Ex-Ersatztorwart
Daniel Peretz findet
beim FC Southampton sein
Glück. Nach nur drei Gegentreffern
in den ersten fünf Spielen –
zuletzt 1:0 gegen Watford –
setzte sich der neue Peretz-Klub
ins gesicherte Mittelfeld ab und
hegt sogar leise Hoffnungen auf
die Teilnahme an den Playoffs
um den Aufstieg in die Premier
League.
(WE)
4 | RegionalSport
1. FC Union Berlin
Interview mit Unions Mittelfeldspieler Aljoscha Kemlein (21)
„Der HSV wird uns alles abverlangen"
Herr Kemlein, der 1. FC Union
konnte 2026 von sechs Spielen
noch keins gewinnen. Woran
machen Sie das fest?
Aljoscha Kemlein: Ich glaube,
es ist eine Mischung aus Kleinigkeiten.
Wir machen viele
Dinge nicht grundsätzlich
falsch, aber auf Bundesliga-Niveau
entscheiden oft Details.
Uns fehlt aktuell in manchen
Phasen die letzte Konsequenz,
sowohl im Spiel nach vorne als
auch im Verteidigen. Dazu
kommt, dass wir uns für ordentliche
Leistungen zu selten belohnen.
Das müssen wir abstellen
und ich bin guter Dinge,
dass wir dann schon bald einen
Sieg einfahren können.
Der Vorsprung auf Relegationsplatz
16 ist auf sechs Punkte
geschrumpft. Inwiefern
müssen sich die Union-Fans
Sorgen um den Ligaverbleib
machen?
Aljoscha Kemlein: Sorgen machen,
hilft niemandem. Wir
sind uns der Situation bewusst,
aber wir geraten nicht in Panik.
Wir wissen, was wir können
und wir wissen auch, dass wir
schon in schwierigeren Phasen
Chefcoach Steffen
Baumgart kam
am Dienstag gelassen
vom Rasen der Alten
Försterei. Vielleicht lag es daran,
dass seine Elf im Stadion
auf einem sehr ordentlichen
Untergrund trainieren durfte.
Solange die Fläche des zuletzt
arg ramponierten Übungsgeländes
erneuert wird, dürften
die Profis des 1. FC Union im
„Wohnzimmer“ ran. Das soll
sich bereits im Spiel beim
Hamburger SV auszahlen. Es
ist nach sechs Partien ohne
Sieg in Folge auch nötig.
Mit Verteidiger Derrick Köhn
und Ersatz-Torwart Matheo
Raab gehören zwei frühere
Hamburger zum Kader. Die Augen
werden aber vor allem auf
Baumgart gerichtet sein, der
zwischen Februar und November
2024 den HSV trainierte.
Den Aufstieg traute man Baumgart
am Ende aber nicht mehr
zu. Am 2. Januar 2025 übernahm
der Ex-Stürmer bereits
zusammengehalten haben. Entscheidend
ist, dass wir weiter
ruhig arbeiten und als Mannschaft
geschlossen auftreten.
Dann werden auch wieder positive
Ergebnisse kommen.
Worauf kommt es am Sonnabend
im Spiel bei einem direkten
Konkurrenten wie dem
Hamburger SV an, um zu
punkten?
Aljoscha Kemlein: Auf eine hohe
Intensität von der ersten Minute
an. Solche Spiele werden
über Zweikämpfe, Laufbereitschaft
und mentale Stärke entschieden.
Der HSV wird uns alles
abverlangen, gerade bei sich
zu Hause. Wir müssen eklig
sein, kompakt stehen und unsere
Offensivmoment nutzen.
Sie waren im Frühjahr 2024
an den HSV-Stadtrivalen FC
St. Pauli ausgeliehen. Inwiefern
kann das noch eine kleine
zusätzliche Motivation im
Volkspark sein?
Aljoscha Kemlein: Klar, das ist
ein besonderes Stadion und eine
besondere Atmosphäre. Die
Zeit bei St. Pauli war für meine
Entwicklung sehr wichtig, dafür
bin ich dankbar. Aber am
Baumgarts emotionale Rückkehr nach Hamburg
Besondere Partie: Erstmals nach seiner
Entlassung kehrt Steffen Baumgart am
Samstag in den Volkspark zurück.
Foto: Ruhnke
Union.
Im Umfeld des HSV sind nun
viele Menschen nicht mehr gut
auf den ohnehin polarisierenden
Baumgart zu sprechen.
Zum einen liegt dies sicher am
ausbleibenden Erfolg in Hamburg.
Zum anderen verstehen
Leistungsträger: Aljoscha Kemlein ist
derzeit bei Union Berlin im zentralen
Mittelfeld gesetzt.
Foto: Koch
Samstag geht es nicht um die
Vergangenheit, sondern darum,
drei Punkte für Union zu holen.
Das ist jedes Mal meine volle
Motivation. Egal, gegen welchen
Gegner.
Bei Ihren 19 Bundesligaspielen
in dieser Saison standen
Sie 14 Mal in der Startelf.
Wieso gab es noch keine Torbeteiligung,
obwohl Sie praktisch
Stammspieler sind?
Aljoscha Kemlein: Natürlich
will ich als Mittelfeldspieler Tore
vorbereiten und selbst treffen.
Aber mein Fokus liegt zuerst
auf meiner Rolle im System
und da ist es am Ende egal, wer
die Tore schießt bzw. vorbereitet.
Wenn jeder seine Rolle im
Team erfüllt, kommen die Torbeteiligungen
oft automatisch.
Ich arbeite täglich daran, mich
auch in diesen Bereichen weiterzuentwickeln
und bin überzeugt,
dass ich mir dann auch
wieder Assists oder Tore erarbeiten
werde. (Matthias Koch)
viele Hamburger nicht, dass neben
dem HSV auch Union zu
Baumgarts „Herzensvereinen“
gehört.
Baumgart war von seiner Jugend
an HSV-Fan. Das wird
sich auch nicht mehr ändern. In
Union verliebte er sich im Rahmen
seiner Spieler-Zeit in Köpenick
zwischen 2002 und
2004. Seitdem hat er auch seinen
festen Wohnsitz im Südosten
Berlins. Dass er bei Union
als Trainer arbeitet, war eigentlich
nie geplant.
Dennoch freut sich auf seine
erstmalige Rückkehr in den
Volkspark, zumal er beim Hinspiel
(0:0) wegen einer Rotsperre
passen musste. Baumgart
sagte Sky: „Jetzt darf ich dabei
sein. Ich freue mich auf die
Stadt, aufs Stadion und viele
Leute. Dann gucken wir mal,
was da rauskommt.“
(Matthias Koch)
RegionalSport | 5
Holstein Kiel
Ex-Storch Dominick Drexler im Interview:
„Bin in Kiel richtig durchgestartet"
Dominick Drexler
schnürte von Juli
2016 bis Juli 2018
in 71 Spielen die
Schuhe für die KSV Holstein.
Anschließend lief der heute 35-
Jährige in der Bundesliga für
den 1. FC Köln und Schalke 04
auf. Im Gespräch mit Regional-
Sport blickt Drexler auf seine
Zeit an der Kieler Förde zurück
und verrät, wem er Sonntag die
Daumen drückt.
Herr Drexler, verfolgen Sie
noch die Spiele von Holstein
Kiel?
Dominick Drexler: Ja, selbstverständlich.
Ich hatte in Kiel
eine superschöne Zeit und habe
mich auch beim Bundesliga-
Aufstieg extrem gefreut. Holstein
Kiel ist ein sympathischer
Verein, den ich während meiner
Zeit dort sehr schätzen gelernt
haben.
Wie blicken Sie auf die Zeit in
Kiel zurück? War Kiel der
Durchbruch in Ihrer Karriere?
Dominick Drexler: Ja, das
stimmt. Unser damaliger Trainer
Markus Anfang hatte eine
Spielidee, die sehr gut zu mir
passte. Zudem hatten wir gute
Spieler, die als Mannschaft und
als Team hervorragend zusammengepasst
hat.
Letztendlich wohl der richtige
Schritt, wenn man bedenkt,
was Sie mit Kiel alles erreicht
haben.
Dominick Drexler: Die Zeit
dort hat mich für meinen weiteren
Weg geprägt und mir gezeigt,
dass ich gut mithalten
kann. Nicht zu vergessen, dass
ich meine Frau dort kennengelernt
habe.
Und dann noch mit dem Aufstieg
in die 2. Bundesliga.
Dominick Drexler ist heute Co-Trainer der U17 von Schalke 04 .
Dominick Drexler: Wir hatten
gute Charaktere im Team und
einige Spieler wie Dominik
Schmidt, Marvin Ducksch und
mich, die in ihrer Karriere in
Kiel richtig durchgestartet sind.
Es war die perfekte Mischung.
Kommen wir zu Schalke 04.
Können Sie erklären, was den
Mythos der Königsblauen ausmacht?
Dominick Drexler: Es ist die
Wucht, die dieser Verein hat.
Wenn über 60.000 Zuschauer in
Foto: RS
der VELTINS-Arena sind, die
sich mit dem Verein identifizieren
und so viel Leidenschaft für
diesen Verein haben, das ist
schon beeindruckend. Schalke
04 hat im Alltag der Menschen
eine große Bedeutung, für viele
ist es auch Halt und Hoffnung.
Wenn man als Spieler zu Schalke
04 wechselt, muss man lernen
und verstehen, wo man ist
und welche Rolle der Verein für
die Menschen in dieser Region
spielt.
Es ist die Wucht,
die dieser Verein hat.
Sie haben im Sommer Ihre aktive
Karriere als Fußballer beendet.
Was machen Sie heutzutage?
Dominick Drexler: Ich bin Co-
Trainer der U17 in der Knappenschmiede
und habe sehr
viel Spaß an der Arbeit mit den
jungen Talenten.
Was möchten Sie den jungen
Spielern aus der Erfahrung,
die Sie als Profi gesammelt
haben, mit auf den Weg geben?
Dominick Drexler: Der Weg
nach oben ist steinig. Natürlich
erfüllt sich nicht für jeden auf
Anhieb der Traum von der Profi-Karriere.
Von daher möchte
ich den Jungs vermitteln, dass
es manchmal auch die Möglichkeit
gibt, den Umweg zu gehen,
sein Glück in einer unteren Liga
zu finden. Das war bei mir auch
so. Ich war nie so ein großes Talent,
wie Mario Götze und habe
in der 3. Liga für Rot-Weiß Erfurt
gespielt. Aus heutiger
Sichtweise sage ich, dass es genau
der richtige Weg war - und
das möchte ich den Nachwuchsspielern
vermitteln.
Am Sonntag spielen die Kieler
Störche gegen Schalke 04.
Wer gewinnt das Spiel?
Dominick Drexler: Ich bin Kiel
sehr verbunden, aber hoffe,
dass Schalke gewinnt. Ich denke,
es wird ein spannendes
Spiel. In Kiel ist es nicht einfach.
Ich freue mich auf das
Spiel.
(Andrè Haase)
6 | RegionalSport
Holstein Kiel
Duell der kriselnden Teams:
Kehrt Kiel gegen Schalke zurück in die Erfolgsspur?
Fußball-Zweitligist
Holstein Kiel empfängt
am Sonntag um
13.30 Uhr im Holstein
Stadion den Tabellenzweiten
FC Schalke 04. Während
die „Königsblauen“ um
die Tabellenführung und den
Aufstieg in die Bundesliga
kämpfen, stecken die Kieler
Störche mitten im Abstiegskampf.
Die Gäste befinden sich, genauso
wie die Kieler, in einer Krise
und warten seit fünf Spielen
auf einen Sieg. Zuletzt gaben
die Knappen gegen Dynamo
Dresden eine 2:0-Führung aus
der Hand und spielten lediglich
2:2-Remis gegen den Aufsteiger.
„Wir haben vermissen lassen,
alles nochmal wegzuverteidigen.
Das hat uns den verdienten
Sieg gekostet“, resümierte S04-
Chefcoach Miron Muslic frustriert.
Die KSV Holstein hingegen
unterlag am vergangenen
Spieltag Hannover 96 mit 1:3 –
und das mehr als verdient. Im
ersten Durchgang war die Leistung
der Störche mit Worten
nicht zu beschreiben. Desolat!
Arbeitsverweigerung! Unterirdisch!
Besser kann man den
mut- und ideenlosen Auftritt
nicht bewerten. Die Niederlage
ging auch an KSV-Geschäftsführer
Sport, Olaf Rebbe, nicht
spurlos vorbei. Der 47-Jährige
bezeichnete KSV-Chefcoach
Marcel Rapp als „ärmste Sau“
und stärkte dem Trainer trotz
der desolaten Leistung den Rücken.
„Die Mannschaft hatte einen
guten Plan mit auf den Weg
bekommen, aber wir haben es
nicht geschafft, die Minimum-
Tugenden auf dem Platz zu lassen“,
haderte Rebbe. Die Mannschaft
um Jonas Meffert und Co
musste Anfang der Woche zum
Rapport – beim Coach und
beim Sportchef. Es gab interne
Konsequenzen, die jedoch hinter
verschlossenen Türen bleiben.
„Wir sitzen alle in einem
Boot – Spieler, Trainer und alle,
die dazugehören", so Rebbe, der
sich also nicht irgendwelche
Akteure herauspickte, sondern
die komplette Mannschaft in
die Verantwortung nahm.
Wir müssen weiter
hart arbeiten
S04-Stürmer Edin Dzeko
Klartext: KSV-Geschäftsführer Sport Olaf
Rebbe nahm die komplette Mannschaft
in die Verantwortung. Foto: RS
Vorschau: So., 15.02.2026 - 13:30 Uhr
Ausgerechnet jetzt kommt
Schalke 04 mit dem im Winter
verpflichteten Angreifer Edin
Dzeko. Trotz seiner schon 39
Jahre performt der alternde Superstar
im Trikot von S04. Drei
Spiele – drei Tore. Besser geht
es nicht. Dzeko hofft, dass seine
Mannschaft im Holstein-Stadion
aus der Krise kommt und
sagt: „Wir müssen weiter hart
arbeiten. Wir bleiben ruhig und
konzentrieren uns auf die
nächste Aufgabe“. S04-Kapitän
Kenan Karaman lobt seinen
routinierten Angreifer in vorderster
Front und sagt: „Mit
Edin haben wir einen Zielspieler,
der die Bälle festmachen
und ablegen kann. Zudem haben
wir vorne gute Jungs in den
Halbräumen, die die Tiefe suchen
können. Das wird in den
nächsten Wochen noch besser.“
Und die KSV Holstein? Wie
kommen die Kieler zurück in
die Erfolgsspur, die dringend
benötigt wird, um endlich in
der Tabelle nach oben zu klettern?
„Wir müssen jetzt als
Mannschaft zusammenhalten
und dürfen uns nicht aus -
einanderbringen lassen“,
konstatiert KSV-Mittelstürmer
Phil Harres.
(Andrè Haase)
Holstein Kiel - Schalke 04
So könnten sie spielen:
Holstein Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic, Komenda – Meffert,
Tohumcu – Kapralik, Kelati, Niehoff – Harres
Schalke 04: Karius – Becker, Katic, Ayhan, Ndiaye – El-Faouzi,
Schallenberg, Ljubicic – Aouchiche, Karaman – Dzeko
Tipp: 2:2
RegionalSport | 7
2. Bundesliga
Überraschend
fehlten im Auswärtsspiel
gegen
Hannover 96
Stammkeeper Jonas
Krumrey (Infekt)
und Leihspieler
Umut Tohumcu,
der im Pokalspiel
gegen den
VfB Stuttgart mit
Oberschenkel-
Problemen ausgewechselt
werden
musste.
Vor Heimspiel gegen Schalke 04 - Meffert mahnt
Werden Krumrey und Tohumcu fit?
Beide Akteure sollten gegen
den FC Schalke 04 rechtzeitig
fit werden und in die Startelf
zurückkehren. Kapitän Steven
Skrzybski, der längere
Zeit mit einem Muskelbündelsriss
ausfallen
wird und Alexander
Bernhardsson
(Fußgelenk) fehlen
der KSV
Holstein in der
Kehrt Stammkeeper
Jonas Krumrey zurück ins Tor?
Foto: RS
Offensive
an allen Ecken und Enden. Ohne
die beiden Routiniers ist die
KSV-Offensive ohne Durchschlagskraft.
Zudem fällt auch
noch weiterhin Abwehrchef
Carl Johansson aufgrund von
Knieproblemen aus. Der Frust
war groß nach der desaströsen
1:3-Niederlage am vergangenen
Sonntag bei Hannover 96. Winterneuzugang
und Rückkehrer
Jonas Meffert nahm kein Blatt
vor den Mund und wetterte: „Es
war eine Scheiß-Woche. Das
kann man so sagen. Wichtig ist
es jetzt, dass wir zusammenstehen
und endlich Punkte holen.
Das darf so nicht noch einmal
passieren. Wir müssen zu hundert
Prozent fokussiert sein und
jeder muss jetzt alles geben.“
Dem pflichtet Keeper Timon
Weiner, der die Störche in Hannover
als Kapitän auf das Feld
führte, bei. „So kann man in der
2. Bundesliga kein Spiel gewinnen.
Wir haben eine junge
Mannschaft und müssen aus
solchen Tagen lernen“, meinte
der 27-Jährige. (Andrè Haase)
Großes Lazarett bei Schalke 04:
Elf Spieler fehlen Coach Miron Muslic
Die Verletztenliste bei
den Königsblauen ist
lang. Chefcoach Miron
Muslic muss gegen Holstein
Kiel auf folgende Akteure
verzichten:
Tomas Kalas (Trainingsrückstand
nach Knie OP), Emil
Højlund (Fersenverletzung), Janik
Bachmann (Fersenverletzung),
Bryan Lasme (Innenbandverletzung),
Peter Remmert
(Bänderriss im Sprunggelenk),
Christopher Antwi-Adjei
(Achillessehnenprobleme), Vitalie
Becker (Knieprobleme),
Henning Matriciani (Kreuzbandriss),
Adrian Gantenbein
(Wadenverletzung), Dylan Leonard
(Sprunggelenksverletzung)
und Tidiane Touré (unbekannte
Verletzung). Vorbelastet
mit vier Gelben Karten sind Innenverteidiger
Mertcan Ayhan
sowie Mittelfeldspieler Soufiane
El-Faouzi. S04-Verteidiger
Timo Becker trifft im Holstein-
Stadion auf seinen Ex-Klub. Vor
der Saison schloss sich der Defensivakteur
seinem Herzensverein
Schalke 04 wieder an.
Eine Rückkehr zu dem Verein,
der für ihn alles bedeutet. „Ich
bin nicht nur Spieler auf Schalke,
sondern seit meiner Kindheit
auch ein riesengroßer Fan
dieses Vereins. Und das möchte
ich auch ausleben. Auch wenn
Von Glückauf-Kampfbahn bis Veltins Arena
Die Schalker Knappen gehören
mit ihren sieben Meistertiteln
zu den größten Traditionsvereinen
der deutschen Fußballgeschichte
Der Fußballclub Gelsenkirchen-
Schalke 04 wurde am 4. Mai
1904 im Arbeiterquartier Schalke
gegründet und gehört zu den
größten Traditionsvereinen der
deutschen Fußballgeschichte.
Die Blau-Weißen feierten siebenmal
die Deutsche Meisterschaft
und fünfmal den Pokalsieg.
1997 gelang mit dem gebürtigen
Kieler und Ex-Storch
Oliver Held, der von 1995 bis
2001 für Schalke spielte, der
Gewinn der UEFA-Pokals.
Mit des Glückauf-Kampfbahn
(1928 bis 1973), dem Parkstadion
(1973 bis 2001)
alle meine Freunde in der Kurve
stehen und ich jeden Augenblick
mit ihnen genieße, ist es
natürlich immer schöner, auf
dem Feld dabei sein zu können.
“Ich bin stolz, ein Teil dieser
Gemeinschaft zu sein", so
der gebürtige Hertener, der zuvor
für die Kieler Störche 86
Pflichtspiele bestritt.
(Andrè Haase)
Die legendäre Kampfbahn Glückauf im Stadtteil Gelsenkirchen Schalke. Foto: pin
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8 | RegionalSport
und der Veltins-Arena im Stadtteil
Erle (seit 2001) trugen die
Knappen in drei legendären
Arenen ihre Spiele aus. Aber
auch zur Geschichte der Störche
gibt es Anknüpfungspunkte.
1943 unterlag der damalige
Serienmeister aus Schalke im
Viertelfinale der Deutschen
Meisterschaft vor 18.000 Zuschauern
sensationell mit 1:4 in
Kiel. Das Spiel gilt bis heute als
beste Partie der Holstein-Vereinsgeschichte.
Nicht ohne
Grund gastierten die Schalker
im Herbst 2000 anlässlich des
100. Vereinsgeburtstages der
KSV im Holstein-Stadion. Und
aus den letzten vier Zweitliga-
Begegnungen mit den Knappen
holten die Störche stolze zehn
Punkte. (RS)
Vor dem Rückrundenstart:
Wer ersetzt Torjäger Antonio Verinac?
In der Winterpause drehte sich
das Transferkarussell auch
beim Fußball-Regionalligisten
VfB Lübeck. Mit Arber Mrijaj
(zuletzt vereinslos), Fabrizio
Fili (Ratingen 04/19), Gianluca
Pelzer (Leihgabe von Energie
Cottbus), Yusuf Warder (Leihe
von Waldhof Mannheim) und
Rückkehrer Felix Drinkuth
(Eintracht Norderstedt) verstärken
die Hansestädter noch
einmal.
Vor allem die Rückkehr von
Drinkuth lässt die Fans der
Grün-Weißen hoffen. Wäre da
nicht der Abgang von Top-Torjäger
Antonio Verinac. Für eine
sechsstellige Ablösesumme
wechselte der Angreifer zum
FC St. Gallen in die Schweiz.
Der 21-Jährige, der zwölf Saisontore
erzielte, hat seinen
Marktwert im letzten halben
Jahr von null auf 150.000 Euro
gesteigert, da er als Amateur
SC Weiche Flensburg 08:
Feine Veränderungen vor dem Wiederbeginn
Der SC Weiche Flensburg 08
hatte gut zwei Monate kein
Punktspiel. Während der Winterpause
gab es im Kader drei
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Wird fehlen: Lübecks Antonio Verinac
Veränderungen.
Wenn die Flensburger am
Sonntag beim HSC Hannover
antreten, steht womöglich nicht
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Verlust: Christian Rust fliegt nicht
mehr für Weiche. Foto: JK
Nils Bock im Tor, sondern ein
neues Gesicht. Ronny Seibt
wurde Anfang Januar als zweiter
Keeper vorgestellt. Der 20-
jährige Hamburger,
der im Nachwuchsleistungszentrum
des FC
St. Pauli ausgebildet
wurde, war
zuletzt vereinslos,
nachdem ein
Engagement beim
kroatischen Klub
HNK Vukovar
nach nur wenigen
Wochen gescheitert
war.
Die Neuverpflichtung
war notwendig
geworden, da
Christian Rust wegen einer
Schulter-Blessur noch länger
ausgefallen wäre. Der dänische
Regionalliga Nord
Vorschau: So., 15.02.26 - 14:00 Uhr
vom ETSV Hamburg aus der
Oberliga an die Lohmühle
wechselte. Die Frage ist: Wer ersetzt
den Shooting-Star? „Antonio
hat eine sehr gute Hinrunde
gespielt, war auch immer sehr
präsent mit seiner Physis auf
dem Platz. So einen Spieler gibt
es ja nicht an jeder Ecke in der
Regionalliga. Ihn zu ersetzen,
ist kaum möglich“, sagt VfB-
Sportvorstand Sebastian
Harms. Neben Verinac verließen
auch Nemo Philipp (SC
Nienstedten II) und Noah Andreas
(vereinslos) den Lübecker
Regionalligisten. Dafür kehrt
nach langer Verletzungspause
Julian Albrecht rechtzeitig zur
Restrückserie zurück. „Ich bin
absolut schmerzfrei“, so der 24-
Jährige. Eine Option mehr für
Trainer Guerino Capretti. Die
Frage bleibt aber weiterhin: Wer
schließt die Verinac-Lücke?
(Andrè Haase)
Schlussmann hatte gerade in
der ersten Hälfte der Serie
2024/25 einige gute Partien im
Weiche-Trikot bestritten. Inzwischen
hat er seinen Vertrag bei
Weiche 08 aufgelöst. Seine Zukunft
ist ungewiss.
Ebenfalls nicht mehr im Verein
ist Moritz Göttel. Der erfahrene
Stürmer spielte nur ein halbes
Jahr in Flensburg und hat sich
dem Ligakonkurrenten Altona
93 angeschlossen. Die Flensburger
Zeit bilanzierte der 32-Jährige
als „kurz, aber sowohl mannschaftlich
als auch persönlich
erfolgreich“. Moritz Göttel hatte
vor allem in den ersten Spielen
aufgetrumpft und traf insgesamt
sechs Mal für Weiche 08.
HSC Hannover - SC Weiche FL 08
So könnten sie spielen:
HSC Hannover: Fielsch – Wegner, Weigel, L. Baar, Hausmann –
Ma. Langer, Özün, Tasdelen, Wegner – Kiszka, Schmidt
SC Weiche 08: Bock – Behrmann, Ghubasaryan, Marten, Wagner –
Guder, Celotto, Hartmann, Cornils, Richter – Bashiru Ali
(JK)
Tipp: 1:1
RegionalSport | 9
Regionalliga Nord
Mission Klassenerhalt für Eintracht Norderstedt - aber:
Das Verletzungspech schlägt wieder zu
Das Debüt des neuen
Trainerteams Jörn
Großkopf und Fabian
Boll bei Eintracht Norderstedt
gegen Phönix Lübeck fällt dem
Wetter zum Opfer. Ärgerlich:
Den neuen Verletzten wird die
Zeit bis zum ersten Spiel wohl
nicht reichen.
So hat sich Dribbler Lucas Camacho,
einer der Lichtblicke
der Hinrunde, einen Muskelbündelriss
zugezogen und fällt
mehrere Wochen aus. Auch
Sechser Emanuel Mirchev, der
mit seiner Zweikampfstärke
die Defensive stabilisieren soll,
muss nach erlittener Stressfraktur
im Mittelfuß für einige Zeit
passen. Rechtsaußen Lenny
Kufrin hat zudem erneut Probleme
im Adduktorenbereich.
„Wir müssen mit den Verletzungen
leben. Angst vor der
Rückrunde haben wir aber
trotzdem nicht“, sagt Norderstedts
Trainer Jörn Großkopf.
Bitter:
Lucas Camacho fällt
mit einem Muskelbündelriss
länger aus.
Das hängt auch mit der Vorbereitung
zusammen, in der trotz
bescheidener Wetterbedingungen
viel auf dem geräumten
Kunstrasenplatz trainiert werden
konnte. Sowie mit den fünf
Neuzugängen im Winter. Bis
auf das Tor wurden durch
Rechtsverteidiger Leon Pesch,
die Innenverteidiger Manasse
Fionouke und Endrik Jaschan,
Mittelfeldspieler Josh Görtzen
Hoffnung: Neuzugang Manesse
Fionouke soll in der Rückrunde die
Abwehr von Eintracht Norderstedt
stabilisieren.
Foto: EN
und Mittelstürmer Victor Appiah
alle Mannschaftsteile verstärkt.
„Die neuen Jungs machen
Spaß, haben sich gut eingefügt.
Aber alle haben sehr gut
mitgezogen“, so Großkopf. Und
gespielt wird am Wochenende
trotzdem. Die Eintracht testet
am Sonnabend auf dem heimischen
Kunstrasen gegen Ligakonkurrent
SC Weiche Flensburg
08.
(misch)
Altona 93 mit neuer Offensivpower:
Mit Moritz Göttel zum Klassenerhalt?
Nur 24 Treffer erzielte der Vorletzte
Altona 93 in der ersten
Halbserie. Die schwächste Ausbeute
in der Regionalliga Nord
gemeinsam mit Schlusslicht FC
St. Pauli II. Nun soll alles anders
werden.
10 | RegionalSport
Mit einem Mann, dessen Name
Tore verspricht: Moritz Göttel.
Der 32 Jahre alte, etablierte Regionalliga-Stürmer
wechselt
vom SC Weiche Flensburg 08
zu Altona 93. Diese Meldung
muss der geneigte Betrachter eigentlich
zweimal lesen. Denn
Göttel hat sich mit seinen Toren
in eine Regionalliga-Gehaltsklasse
geschossen, die für Altona
93 unter normalen Umständen
mindestens ein Regal zu
hoch ist. „Jeder weiß: Unser Gehaltsgefüge
bohren wir für keinen
Messi der Welt auf. Moritz
kommt, weil er Bock auf uns
hat. Er weiß, wofür Altona 93
steht und dafür steht er auch. Er
hat richtig Lust darauf, mit unserem
Team die Klasse zu halten“,
sagt Altonas Präsident
Ragnar Törber.
Zweifellos steigen mit einem
Göttel in Topform die Chancen
auf den Klassenerhalt erheblich.
In seiner hauptsächlich in
den Regionalligen sich abspielenden
Karriere wurde Göttel
dreimal Pokalsieger, zweimal
Torschützenkönig und einmal
Meister. In 433 Partien traf er
162-Mal und legte 51 Tore auf.
Gut möglich ist nun eine Umstellung
auf zwei Angreifer, um
in vorderster Front Rasmus Tobinski
(27, vier Tore und vier
Vorlagen in der Hinrunde) zu
entlasten.
Beim SSV Jeddeloh könnte mit
Finn Cramer (19) ein vom Drittligisten
VfL Osnabrück verpflichtetes
Sturmtalent sein Debüt
zumindest als Einwechselspieler
feiern. Im ersten Testspiel
beim FC Gütersloh (3:2)
traf er gleich zum Sieg. „Ich bin
sehr glücklich“, so Cramer danach.
„Besser hätte mein Start
nicht laufen können.“
Vorschau: So., 14.02.2026 - 15:30 Uhr
Altona 93 – SSV Jeddeloh
(misch)
So könnten sie spielen:
Altona 93: Lohmann – Gelzer, Yilmaz, Ambrosius, Wemakor – Sulejmani,
Tsimba-Eggers, Przondziono, Karschau –Tobinski, Göttel
SSV Jeddeloh: Onken – Ndure, Gramberg, Siala, von Aschwege, Kanowski
– Steinwender, Taguchi, Janßen – Wegner, Brinkmann, Gaida
Tipp: 2:2
Oberligen
Gegentorflut beim Oberligisten SV Curslack-Neuengamme:
„Wir werden keine Handballtaktik anwenden“
100 Gegentore in nur
19 Oberligaspielen kassierte
Oberligist SV
Curslack-Neuengamme
in der ersten Halbserie. Einen
unrühmlichen Rekord will das
Team von Trainer Olaf Poschmann
(58) vermeiden.
Dieser stammt aus der Saison
2015/16. Damals kassierte Absteiger
SV Lurup 252 Gegentreffer.
Bis heute die meisten seit
dem Start der Oberliga Hamburg
im Jahr 2008. Der VfL Pinneberg
(199, Saison 2018/19)
und der Düneberger SV (141,
23/24) liegen auf den Rängen
zwei und drei. „Natürlich wollen
wir keinen Gegentorrekord
brechen. Aber wir werden defensiv
keine Handballtaktik anwenden.
Wir wollen hinten die
krassen individuellen Fehler
abstellen und mutig nach vorne
spielen“, sagt Curslacks Trainer
Poschmann.
OBER
Und dies ohne große Zugänge.
Mit Leon Warremann (18, A-Jugend
des SV Eichede) stößt
,nur‘ ein Perspektivspieler zum
Team. „Wir haben die Gegentreffer
of in der zweiten Halbzeit
kurz hintereinander gefangen.
Viele unserer Leistungen
werden durch die Ergebnisse
nicht widergespiegelt. Das wollen
wir ändern.“
Der Klassenerhalt sei auch noch
drin. „Auf uns setzt keiner einen
Pfifferling mehr. Wir
schmeißen die Rechenmaschine
nicht an, aber wir haben
nichts mehr zu verlieren. Außerdem
kommen
hoffentlich
einige Verletzte zurück.“
Dankbar ist der Coach für das
intakte mannschaftliche Gefüge
und die Rückendeckung des
kompletten Vereins. „Das ist
nicht selbstverständlich. Bei
uns wissen aber alle, wo wir
herkommen. Wir sind in den
Gesprächen mit den Spielern
für die neue Saison schon sehr
weit – und zwar ligaunabhängig.“
(misch)
Inter Türkspor Kiel:
So will Trainer Karim Youssef den Klassenerhalt erreichen
Bei Inter Türkspor
Kiel geht es in der
Rückrunde ums nackte
Überleben in der
Oberliga.
Der vorletzte Tabellenplatz lässt
keinen Spielraum mehr für Rechenspiele
– nur Siege zählen.
Doch ausgerechnet in der entscheidenden
Phase wird Trainer
Karim Youssef ausgebremst:
Die vorherrschende Wetterlage
in Schleswig-Holstein mit
Schnee und Eis machen strukturierte
Einheiten nahezu unmöglich.
„Ich will keine Entschuldigungen“,
stellt Youssef
klar. Gleichzeitig beschreibt er
die Realität: Kaum Platztraining,
viel Theorie, Videoanalyse
statt Spielformen. „Theorie
und Praxis sind zwei verschiedene
Sachen, wir müssen die
besprochenen Dinge auch auf
dem Platz trainieren“, sagt er.
Seine ursprünglichen Pläne für
eine intensive Winterarbeit
mussten stark angepasst werden,
denn eigentlich wollte der
Coach endlich „seinen Fußball
- Offensivfußball“ bei Inter implizieren.
An einen radikalen
Stilbruch gegen seine eigene
Überzeugung denkt der Coach
dennoch nicht. „Kick-and-rush
und nur lange Bälle – das passt
nicht zu uns. Dafür haben wir
die Spieler nicht und auch keinen
echten Wandspieler im
Sturm“, betont er. Stattdessen
reduziert Youssef: klare Organisation
gegen den Ball, ein paar
einstudierte Spielzüge, schnelles
Umschalten. Weniger Komplexität,
mehr Klarheit.
Viel Zeit bleibt nicht. Nur noch
wenige Trainingstage unter realen
Bedingungen – dann beginnt
die Rückrunde mit Endspielcharakter.
„Ich versuche,
alles auf ein, zwei, drei Spielzüge
runterzubrechen“, erklärt
Youssef. Ziel ist, trotz widriger
Umstände handlungsfähig zu
sein. Trotz aller Probleme klingt
keine Resignation durch. „Ich
bin ein optimistischer
Mensch“, sagt er. Inter setzt nun
auf Disziplin, Teamgeist und Effizienz
– um am Ende doch
noch Grund zum Feiern zu haben:
den Klassenerhalt.
(Ole Jacobsen)
Inter-Trainer Karim Youssef will mit Disziplin,
Teamgeist und Effizienz den Klassenerhalt realisieren.
REGIONAL
I M P R E S S U M
RegionalSport erscheint
wöchentlich im Ihrens-Verlag
Das Sportmagazin im Norden
Verlagsleitung: Sascha Hoppe (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Oliver Ollrogge, Frank Sorgatz ,
Sebastian Nieden, Jan Kirschner, Hanno Bode, Norbert
Gettschat, Michael Böhm, Claus Bergmann, Stefan
Knauß, Marcus Sellhorn, Peter Böhmer, Mirko Schneider,
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(Fotos), Andrè Haase
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Geschlechter vor. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit
wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung
wie z. B. Teilnehmer*innen verzichtet. Entsprechende
Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für die
drei Geschlechter und sind in keinem gegebenen
Kontext als diskriminierend zu verstehen.
RegionalSport | 11
PANORAMA
SG Geest 05 überrascht als Verfolger:
Starke Hinrunde macht Lust auf mehr
Die SG Geest 05 geht
als Tabellenzweiter
der Verbandsliga West
in die Winterpause.
Zwar liegt Spitzenreiter Nortorf
mit fünf Punkten Vorsprung
in Front, doch bei den
05ern ist man mit dem bisherigen
Saisonverlauf hochzufrieden.
Fußballobmann Rüdiger
Meyer zieht ein durchweg positives
Zwischenfazit:
„Unser Fazit bis zur Winterpause
ist eine durchgehend hervorragende
Leistung unserer
Mannschaft.“ Die SG Geest 05
war ohne Neuzugänge in die
Saison gestartet – ein Risiko,
das sich als voller Erfolg erwies.
Meyer erklärt: „Ich hätte uns
eher unter den ersten sechs
Teams gesehen. Aber dass es so
gut läuft, hat auch mich überrascht.“
Ein wichtiger Faktor:
Der neue Trainer Holger Dobelstein,
zuvor beim MTV Tellingstedt,
der der Mannschaft
sofort Stabilität und Struktur
verlieh. Unter seiner Führung
gelang den 05ern ein nahezu
perfekter Saisonstart. Prognosen
für die Rückrunde will
Meyer aber nicht abgeben: „Wie
es jetzt in der Rückrunde weitergeht,
vermag ich nicht zu sagen.
Vorhersagungen sind so eine
Sache.“ Dennoch bleibt das
Ziel klar formuliert: „Gerne
wollen wir da oben dran bleiben.
Dafür wird die Mannschaft
alles geben, da bin ich mir sicher.“
Ein weiteres Highlight des bisherigen
Spieljahres: Die SG
Geest 05 hat das Kreispokalfinale
erreicht – und das vollkommen
verdient. Der Endspielgegner
steht fest: Heider
SV. Gespielt wird am Ostermontag,
6. April 2026, in Heide.
(OO)
Niebüll kämpft sich nach schwerem Saisonstart zurück
In der Verbandsliga
Nord steht Niebüll
aktuell auf Platz 3.
Wir sprachen mit
Trainer Björn Petersen über die
aktuelle Saison.
Wie lautet Ihr Fazit der aktuellen
Saison?
Björn Petersen: Wir haben einen
schweren Saisonstart gehabt.
Die Sommerpause war zu
kurz und viele Spieler waren
angeschlagen. Deshalb verlief
der August leider nicht so, wie
wir uns das vorgestellt hatten.
Vorher war die Euphorie groß,
auch aufgrund des überragenden
Auftritts beim FlensCup,
mit einem Sieg gegen Eutin 08
im Halbfinale und einer knappen,
unglücklichen Niederlage
im Finale gegen den TuS Rotenhof.
Alles Mannschaften aus
der Oberliga.
Aber wir haben weiter hart gearbeitet
und unseren Weg konsequent
verfolgt. Wir wussten,
dass wir Qualität haben. So
sind wir langsam ins Rollen gekommen
und haben am Ende
des Jahres noch ein Highlight
12 | RegionalSport
Das Team vom TSV Niebüll.
Foto: RS
gesetzt, als wir den bis dahin
ungeschlagenen Tabellenführer
Husumer SV mit 3:0 schlagen
konnten. Dadurch haben wir
auf einem guten dritten Platz
überwintert.
Was lief gut und wo sehen Sie
Verbesserungsbedarf?
Björn Petersen: Wir sind eine
gute, offensivstarke Truppe, die
immer in der Lage ist, Tore zu
schießen. Wenn wir es schaffen,
ein gutes Gleichgewicht zwischen
Abwehr und Angriff herzustellen,
sind wir extrem
schwer zu schlagen. Wir sind
sehr konterstark und bekommen
es inzwischen auch gut
hin, zu verteidigen. Bei Standards
wünsche ich mir vorne
wie hinten manchmal noch
mehr Konsequenz.
Wie lautet Ihr Ziel für den
Rest der Saison?
Björn Petersen: Wir wollen den
Platz, den wir aktuell innehaben,
gerne halten. Dafür werden
wir alles tun, was in unserer
Macht steht.
Gab es Kaderveränderungen
im Winter?
Björn Petersen: Von außen gibt
es keine Veränderungen im Kader.
Wir haben eine sehr gute A-
Jugend und wollen diese talentierten
Jungs bei uns einbinden
und an den Herrenfußball heranführen,
damit noch mehr Eigengewächse
den Sprung in die
Liga schaffen. Das Zeug dazu
haben sie.
Wie läuft aktuell die Vorbereitung
bei Ihnen?
Björn Petersen: Aufgrund der
Witterung sind wir erst seit anderthalb
Wochen wieder richtig
im Training. Durch unseren guten
Kunstrasen haben wir aber
fast immer die Möglichkeit zu
trainieren und Vorbereitungsspiele
auszutragen. Deshalb
spielen wir in der Vorbereitung
noch vier Partien, um Anfang
März gut vorbereitet wieder
durchstarten zu können.
(Oliver Ollrogge)
Tabellen / OL SH
1. Bundesliga
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München (M) 21 60 54
2. Borussia Dortmund 21 23 48
3. TSG Hoffenheim 21 16 42
4. RB Leipzig 21 12 39
5. VfB Stuttgart (P) 21 10 39
6. Bayer 04 Leverkusen 20 12 36
7. SC Freiburg 21 -1 30
8. Eintracht Frankfurt 21 -5 28
9. 1. FC Union Berlin 21 -8 25
10. 1. FC Köln (N) 21 -4 23
11. Hamburger SV (N) 20 -8 22
12. Bor. Mönchengladbach 21 -9 22
13. FC Augsburg 21 -15 22
14. 1. FSV Mainz 05 21 -8 21
15. VfL Wolfsburg 21 -15 19
16. Werder Bremen 21 -17 19
17. FC St. Pauli 21 -15 17
18. 1. FC Heidenheim 21 -28 13
Die nächsten Spiele
13.02.26 - 20:30 Bor. Dortmund - 1. FSV Mainz 05
14.02.26 - 15:30 Hamburger SV - 1. FC Union Berlin
14.02.26 - 15:30 Werder Bremen - Bayern München
14.02.26 - 15:30 Eintr.Frankfurt - B. Mönchengladbach
14.02.26 - 15:30 Bayer 04 Leverkusen - FC St. Pauli
14.02.26 - 15:30 TSG Hoffenheim - SC Freiburg
14.02.26 - 18:30 VfB Stuttgart - 1. FC Köln
15.02.26 - 15:30 FC Augsburg - 1. FC Heidenheim
15.02.26 - 17:30 RB Leipzig - VfL Wolfsburg
2. Bundesliga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. SV Darmstadt 98 21 18 41
2. FC Schalke 04 21 10 40
3. SC Paderborn 07 21 9 39
4. SV Elversberg 21 14 38
5. Hannover 96 21 10 38
6. Hertha BSC 21 8 34
7. 1. FC Kaiserslautern 21 4 31
8. VfL Bochum (A) 21 3 27
9. Karlsruher SC 21 -7 27
10. 1. FC Nürnberg 21 -6 26
11. Arminia Bielefeld (N) 21 3 24
12. Holstein Kiel (A) 21 -3 24
13. Fortuna Düsseldorf 21 -11 24
14. Eintracht Braunschweig 21 -12 24
15. 1. FC Magdeburg 21 -6 23
16. Preußen Münster 21 -7 22
17. Dynamo Dresden (N) 21 -7 21
18. SpVgg Greuther Fürth 21 -20 19
Die nächsten Spiele
13.02.26 - 18:30 1. FC Nürnberg - Karlsruher SC
13.02.26 - 18:30 Fortuna Düsseldorf - Pr. Münster
14.02.26 - 13:00 1. FC K’lautern - Greuther Fürth
14.02.26 - 13:00 Hertha BSC - Hannover 96
14.02.26 - 13:00 Eintr.Braunschweig - SV Darmstadt 98
14.02.26 - 20:30 SG Dyn. Dresden - SV Elversberg
15.02.26 - 13:30 VfL Bochum - SC Paderborn 07
15.02.26 - 13:30 Holstein Kiel - FC Schalke 04
15.02.26 - 13:30 1. FC Magdeburg - Arminia Bielefeld
3. Liga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. Energie Cottbus 23 12 44
2. MSV Duisburg (N) 23 17 43
3. VfL Osnabrück 23 11 42
4. SC Verl 23 22 41
5. Rot-Weiss Essen 23 9 40
6. Hansa Rostock 23 14 39
7. SV Wehen Wiesbaden 23 6 38
8. SV Waldhof Mannheim 23 -3 35
9. TSV 1860 München 23 -1 33
10. FC Ingolstadt 04 23 9 32
11. TSG Hoffenheim II (N) 23 6 32
12. VfB Stuttgart II 23 -8 32
13. FC Viktoria Köln 23 1 31
14. Jahn Regensburg (A) 23 -5 28
15. Alemannia Aachen 23 -8 26
16. 1. FC Saarbrücken 23 -5 24
17. Erzgebirge Aue 23 -11 23
18. SSV Ulm 1846 (A) 23 -16 22
19. TSV Havelse (N) 23 -14 19
20. Schweinfurt 05 (N) 23 -36 9
Die nächsten Spiele
13.02.26 - 19:00 FC Viktoria Köln - Erzgebirge Aue
14.02.26 - 14:00 1. FC Saarbrücken - VfB Stuttgart II
14.02.26 - 14:00 Hansa Rostock - VfL Osnabrück
14.02.26 - 14:00 SV Wehen Wiesbaden - MSV Duisburg
14.02.26 - 14:00 TSV Havelse - TSV 1860 München
14.02.26 - 14:00 SC Verl - TSG Hoffenheim II
14.02.26 - 16:30 RW Essen - Jahn Regensburg
15.02.26 - 13:30 E. Cottbus - Waldhof Mannheim
15.02.26 - 16:30 SSV Ulm 1846 - Alemannia Aachen
15.02.26 - 19:30 Schweinfurt 05 - FC Ingolstadt 04
Regionalliga Nord
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. SV Meppen 21 44 49
2. VfB Oldenburg 21 29 46
3. SV Drochtersen/Assel 21 24 46
4. SSV Jeddeloh II 20 24 41
5. 1. FC Phönix Lübeck 21 12 36
6. Hamburger SV II 21 3 31
7. Bremer SV 20 3 30
8. Hannover 96 II (A) 21 3 28
9. Weiche Flensburg 08 21 1 27
10. VfB Lübeck 21 -11 27
11. Werder Bremen II 21 -8 26
12. Kickers Emden 21 2 25
13. HSC Hannover (N) 21 -24 23
14. FSV Schöningen (N) 19 -18 21
15. Eintracht Norderstedt 21 -16 18
16. BW Lohne 20 -20 17
17. Altona 93 (N) 20 -27 15
18. FC St. Pauli II 21 -21 14
Die nächsten Spiele
14.02.26 - 14:00 FSV Schöningen - BW Lohne (abgs.)
14.02.26 - 15:30 Altona 93 - SSV Jeddeloh II
15.02.26 - 13:30 VfB Lübeck - VfB Oldenburg (abgs.)
15.02.26 - 14:00 E. Norderstedt - Ph. Lübeck (abgs.)
15.02.26 - 14:00 HSC Hannover - Weiche Flensburg 08
SH: Transferticker - Die Winter-Transfers der Oberliga Schleswig-Holstein:
Phönix Lübeck II holt Moritz Achtenberg
Das Wechselkarussell dreht
sich in der Oberliga in der Winterpause.
RegionalSport hat
die bisherigen Ab- und Zugänge
der 16 Teams zusammengefasst
(Stand: 10.02.26):
SV Todesfelde: Abgänge:
Rafael Krause (schon vor
der Winterpause - jetzt VfR
Neumünster), Kai-Fabian
Schulz (Karriereende im
Herbst), Max Kischkat (SSV
Großensee). Zugänge: Justin
Cloppatt (SV Eichede), Tobias
Reichl (VfR Garching, davor
U19 Türkgücü München).
Holstein Kiel II: Abgänge:
Muhamed Ajruli
(ETSV Hamburg). Zugänge:
Kjell Knaak (MTSV Hohen -
westedt).
SV Eichede: Abgänge:
Brayann Charles-Emmanuel
Kouakou (SC Victoria),
Justin Cloppatt (SV Todesfelde),
Jonas Dürr (SV Preußen Reinfeld),
Kartik Sharma (FC Teutonia
05 Ottensen), Lional Lingani
(beruflich), Mats Lüdtke (Inter
Türkspor Kiel). Zugänge: Przemyslaw
Szymura (SV Azadi Lübeck),
Massih Soltani (FC Dornbreite
Lübek), Vladyslav Shkuropatov
(1. FC Phönix Lübeck II).
Moritz Achtenberg
unterschreibt in
Lübeck. Foto: Phönix
Heider SV: Abgänge: Macius
Dahm (MTSV Hohenwestedt),
Eric Gründemann
(unbekannt). Zugänge: keine.
VfR Neumünster: Abgänge:
Lukas Franz (TuS Hartenholm).
Zugänge: Rafael
Krause (SV Todesfelde), Radovan
Karaman (1. FC Phönix Lübeck),
Manuel Carvalho (SV
Schackendorf).
PSV Neumünster: Abgänge:
Samuel Aphrem
(TuS Hartenholm). Zugänge:
Ahmad Bello (Niendorfer TSV),
Mats Lübker (TSV Bordesholm),
Mohammed Mahmud
(TSV Klausdorf).
MTSV Hohenwestedt:
Abgänge: Torben Hendrischke
(TSV Brokstedt), Jan
Nötzelmann (unbekannt), Luca
Ubben (SV Merkur Hademarschen),
Kjell Knaak (Holstein
Kiel II). Zugänge: Macius Dahm
(Heider SV), Kirill Vojtenko
(TSV Heiligenstedten).
TuS Rotenhof: Abgänge:
Melvin Bolleininger (TSV
Kosel). Zugänge: Maik Gorn
(TSV Klausdorf).
Kaltenkirchener TS: Abgänge:
keine. Zugänge:
Justus Scharbert (U19 JFV Südholstein),
Tom Nyamekye Steffen
(U19 JFV Lübeck).
Inter Türkspor Kiel: Abgänge:
Santiano Laubinger
(TuS Hartenholm). Zugänge:
Azuka Olise (SpVg Eidertal
Molfsee), Mats Lüdtke (SV Eichede),
Fabio Lovizio (TSB
Flensburg).
1. FC Phönix Lübeck II:
Abgänge: Radovan Karaman
(VfR Neumünster), Elijah-
Abankwa Ceesay (Hamburger
SV III). Zugänge: Vladyslav
Shkuropatov (SV Eichede),
Moritz Achtenberg (EN).
SV Preußen Reinfeld:
Abgänge: Kamel Ejleh
(unbekannt), Benjamin Pirch
(eigene Zweite). Zugänge: Jonas
Dürr (SV Eichede).
TSV Nordmark Satrup:
Abgänge: Levin Maarten
Gröhn (TSB Flensburg A-Jugend),
Luca Max Clausen (FSG
Ostseeküste). Zugänge: Tobias
Rau (SC Mautern, Österreich).
FC Kilia Kiel: Abgänge:
keine. Zugänge: Seymen-
Ahmet Ködörgü (SpVg Eidertal
Molfsee).
Oldenburger SV: Abgänge:
Jesper Görtz (Eutin 08
II), Jano Göllner (FC Dornbreite
Lübeck), Michel Petersen (TSV
Klausdorf). Zugänge: Sebastian
Witt (TSV Lütjenburg).
Eutin 08: Abgänge: Denis
Klassen (Karriereende).
Zugänge: keine.
(Andrè Haase)
RegionalSport | 13
"!"!
Magazin
Am kommenden
Dienstag beginnt
die Hauptrunde der
European League.
Der Auftakt wirkt
aber gar nicht so international.
Es steht
das 114. Landesderby
bevor.
Die Konstellation kündigte sich
schon mit der Auslosung im
Sommer an: Die SG Flensburg-
Handewitt und der THW Kiel
spielen in der Hauptrunde der
European League gegeneinander.
Da beide schleswig-holsteinischen
Klubs in der Vorrunde
ihre Hausaufgaben machten,
konnten sie jeweils vier Zähler
aus den Spielen gegen Irun oder
European League
Vorschau: Di., 17.02.2026 - 18:45 Uhr
SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel
Ein “internationales“ Landesderby
Letztes Derby: Freie Wurfbahn für
Domagoj Duvnjak.
Foto: JK
Montpellier mitnehmen. Wahrscheinlich
geht es nun für Kiel
und Flensburg an den kommenden
vier Spieltagen um den
Staffelsieg.
Soweit denkt Filip Jicha noch
nicht. Der THW-Coach freut
sich: „Jetzt kreuzen wir mit
Flensburg die Klingen – das
werden für die Fans und für
Landes
Derby
den Handball zwei geile Spiele.“
Zuletzt jubelten nach den
Derbys allerdings immer die
Flensburger, die die letzten fünf
dieser besonderen Auseinandersetzungen
für sich entschieden.
In der „Hölle Nord“ gewann
die SG im Oktober das
letzte Duell mit 36:34. Die Voraussetzungen
sind aber wieder
andere: Beide Teams werden
nur rund 48 Stunden zur Regeneration
haben. Am Sonntag
spielen die „Zebras“ gegen
Magdeburg, die Landesrivalen
in Hamburg. „Ich hoffe, dass
unsere Medaillengewinner Rückenwind
mitbringen“, sagt SG-
Außen Domen Novak. „Die
nächsten Wochen werden wegen
der vielen Spiele für Kopf
und Körper sehr schwer.“ In
Gummersbach war es schon
einmal zu schwer. (JK)
SG-Kapitän Johannes Golla im Interview:
„Eine besondere Konstellation“
Herr Golla, in Gummersbach
gab es eine 26:33-Niederlage.
Was waren die Gründe dafür?
Johannes Golla: Um in Gummersbach
bestehen zu können
braucht man 100 Prozent. Wir
sind aber noch nicht einmal auf
80 Prozent gekommen. Das waren
zu viele technische Fehler,
es fehlte an Tempo und guten
Zweikämpfen.
Die Europameisterschaft ist
Geschichte. Nun läuft wieder
der Vereinshandball. War die
Pause zu kurz?
Johannes Golla: Eine etwas
längere Pause wäre schön gewesen.
Aber letztendlich soll ich
wieder das machen, was ich
sehr gerne tue: Handballspielen.
Es kommen weiterhin sehr
viele Höhepunkte, sodass man
sofort wieder fokussiert sein
muss. Zwei Spiele die Woche –
und im März schon der nächste
Länderspiel-Lehrgang.
Was haben Sie sich für den
Rest dieser Saison vorgenommen?
Johannes Golla: Im Idealfäll
bleiben wir dort, wo wir jetzt
stehen – nämlich auf Platz
zwei, der die Teilnahme an der
Champions League bedeutet.
Aber wenn wir so eine Leistung
bringen wie in Gummersbach,
wird es gegen jeden Gegner
schwer.
Zur European League: In der
Hauptrunde geht es gegen den
THW Kiel und Montpellier HB.
Zwei Teams, die wie die SG
im Mai am Final Four in Hamburg
teilnahmen…
Johannes Golla: Das ist schon
eine bemerkenswerte Konstellation.
Ich freue mich vor allem
für die Fans, dass sie zwei weitere
Derbys sehen können. Wer
in dieser Gruppe auf Platz eins
landet, hat den direkten Einzug
ins Viertelfinale wirklich verdient.
(JK)
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14 | RegionalSport
European League:
Das Landesderby als internationaler Klassiker
Die Handball-Fans dürfen sich
in diesen Wochen auf zwei
Landesderbys in der European
League freuen. Internationale
Begegnungen zwischen dem
THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt
sind aber keine
Rarität. Bislang 16 Mal standen
sich die beiden schleswigholsteinischen
Topklubs auf
der europäischen Bühne gegenüber.
Die „Zebras“ siegten
neun, die Flensburger fünf Mal.
Zwei Partien endeten mit einem
Remis.
Das erste europäische Derby.
In der Serie 1997/98 buhlten
die beiden Nordrivalen um den
EHF-Cup. Beim Hinspiel am 18.
April 1998 war die Flensburger
Fördehalle völlig überfüllt und
geriet angesichts einer 9:3-Führung
der Gastgeber schnell in
Ekstase. In der zweiten Hälfte
ließ die SG nach. Der knappe
25:23-Erfolg war letztendlich
zu wenig, da der THW vier Tage
später in der Ostseehalle das
Rückspiel mit 26:21 gewann
und den „Pott“ holte.
32:28-Erfolg in der Ostseehalle.
Im Rückspiel nahm die Dramatik
Überhand. Die „Zebras“ hätten
den Rückstand um ein Haar
noch aufgeholt.
Zwei Endspiele.
Im April 2007 wetteiferten beide
Vereine sogar um die europäische
Krone. 28:28 – so lautete
die Ausgangsbasis vor dem
Rückspiel in Kiel. Die SG
schickte ihre rund 1000
Schlachtenbummler auf eine
lange, qualvolle Reise, die zwischen
Resignation und Hoffnung
pendelte. Am Ende war es
ein Katz-und-Maus-Spiel – bis
der Schwede Kim Andersson
vier Sekunden vor Schluss den
„Matchball“ zum 29:27 für die
„Zebras“ verwandelte.
Der Triumph von Köln.
Der 1. Juni 2014 lässt die SG-
Herzen noch heute besonders
hochschlagen. Im Endspiel von
Köln lagen die Flensburger mit
6:12 gegen die Kieler zurück.
Dann wurden sie immer sicherer
und hatten in Mattias Andersson
den besten Schlussmann.
Nach dem 30:28 war
Flensburg die Nummer eins in
Europa. Der damalige SG-Trainer
Ljubomir Vranjes wurde
von den Gefühlen übermannt:
„Das ist das Ende einer langen
Reise, ich bin so stolz auf meine
Mannschaft.“
European League
"!
"!
Magazin
Gruppenphase.
In den Serien 2015/16, 2016/17
und 2017/18 standen sich die
beiden Landesrivalen schon in
der Gruppenphase der Champions
League gegenüber. Am 14.
Februar 2016 siegte die SG mit
37:27 – bis heute das klarste internationale
Derby. Am 29. November
2017 gewannen die
„Zebras“ mit 33:30. Es war der
letzte Vergleich beider Teams
auf europäischer Bühne. Schon
damals dabei waren die Kieler
Andreas Wolff, Rune Dahmke
und Nikola Bilyk sowie der
Flensburger Kevin Möller.
(JK)
Königliche Premiere.
In der Saison begegneten sich
beide Nordklubs erstmals in der
Champions League, und zwar
im Viertelfinale. Die Flensburger
überraschten mit einem
29. November 2017: Holger Glandorf, heute Geschäftsführer
der SG, setzt sich gegen die THW-Abwehr durch. Foto: JK
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RegionalSport | 15
"!"!
Magazin
Am Dienstag starteten
der HSV Hamburg
und die SG
Flensburg-Handewitt
in die zweite Saisonhälfte
– mit Niederlagen.
Am Sonntag treffen
sie im Nordduell
aufeinander.
6240 gegen Magdeburg, 4870
gegen Gummersbach und sogar
10.000 gegen Berlin – so viele
Zuschauer begrüßte der HSV
Der SC Magdeburg ist
der große Favorit auf
die deutsche Meisterschaft.
Er hat allerdings
auch einen
Angstgegner. Das ist
der THW Kiel, der die
letzten fünf Spiele gegen
die Bördeländer nicht verloren
hat.
Am 8. Februar 2025, also vor
fast genau zwölf Monaten, distanzierten
die „Zebras“ den
SCM mit 31:25. Einen Tag vor
Weihnachten glückte ihnen ein
26:26-Remis an der Elbe. Ein
Handball / Frauen BL
Vorschau: So., 15.02.2026 - 16:30 Uhr
Nordduell in großer Arena
Vorschau: So., 15.02.2026 - 18:00 Uhr
Hamburg bislang bei seinen
Heimspielen in der Barclays
Arena. Gegen Flensburg wird
zumindest der Unterrang ausverkauft
sein. Die Gäste bringen
rund 500 Fans mit. Für die
Hamburger galt die Heimpartie
gegen Schlusslicht Leipzig nur
als Pflichtübung. Doch sie lagen
fast ständig zurück und verloren
in der Alsterdorfer Sporthalle
mit 33:35. „Wir müssen in
der Abwehr stabiler werden“,
Ein meisterliches Heimspiel
THW Kiel - SC Magdeburg
Punktgewinn gegen die ungeschlagenen
Magdeburger glückte
in dieser Saison sonst nur
dem HC Erlangen. „Es war sehr
beeindruckend, was meine
Mannschaft trotz einiger Ausfälle
geleistet hat“, erinnert sich
THW-Coach Filip Jicha. SCM-
Kollege Bennet Wiegert erwartet
wieder „einen Kampf um jeden
Zentimeter“.
Bereits am Mittwoch (nach Redaktionsschluss)
ging es für die
Kieler bei den Rhein-Neckar
Löwen um wichtige Zähler im
engen Kampf um die Champi-
Der Spieltag begann
gut für die Fußballerinnen
des Hamburger
SV. Lotta Wrede
fügte ihrem ersten
Saisontor aus dem
Hinspiel bei RB Leipzig
ihr zweites hinzu. Jedoch:
Während das 1:0 seinerzeit in
Leipzig zum Sieg reichte, wurden
Wrede und Co. im Volksparkstadion
überflügelt.
Nach dem 3:1 zählte RB drei
Punkte, der HSV in seiner riesigen
Arena aber nur noch
3162 Zuschauer.
Der Spieltag, der
mit Wredes Tor
HSV Hamburg - SG Flensburg-Handewitt
ons-League-Plätze. Da
galt es erstmals wieder
zu beweisen, dass eine
kleine Gruppe Daheimgebliebener
zusammen
mit elf
Teilnehmern
der Europameisterschaft
eine
funktionierende
Zebraherde ergibt.
„Es ist immer
schwierig,
aus einer EM
Lukas Laube: „Harte
Woche“. Foto: JK
Zeit, dass sich was dreht
Vorschau: So., 15.02.2026 - 18:30 Uhr TSG Hoffenheim - Hamburger SV
ganz gut begann, endete heftig.
Schlusslicht Jena feierte am
Abend einen Überraschungssieg
bei Union Berlin. Am Montag
holte die SGS Essen ein torloses
Unentschieden in Köln
heraus und verwies den HSV
auf einen Abstiegsplatz.
In dieser Situation reisen die
HSV-Frauen zur TSG Hoffenheim,
die als Tabellendritter
Ambitionen auf einen europäischen
Wettbewerb anmeldet.
Das Hinspiel im Volkspark gewannen
die Hoffenheimerinnen
mit 4:1. Natürlich rückt langsam
auch die Trainerin in den
Fokus. Liése Brancão hatte dem
sagte Jan-Christian Schmidt.
Der junge Kreisläufer wurde
kurzfristig aus Dormagen geholt,
um den Kreisläufer-Engpass
beim HSV zu beheben. Andreas
Magaard fällt nach einer
Patellasehnen-OP länger aus.
Flensburg musste am Dienstag
beim Tabellensechsten VfL
Gummersbach antreten und
enttäuschte beim 26:33 auf ganzer
Linie. Im SG-Trikot debütierte
Adin Faljic. Der 25-jährige
Bosnier wurde am Wochenende
als Ersatz für den verletzten
Kreisläufer Lukas Jörgensen
verpflichtet. „Ich habe meine
ganze Karriere für so eine Möglichkeit
gearbeitet“, sagte Adin
Faljic. Mit Zagreb spielt er in
der Champions League, sein aktueller
Klub will dorthin. Ein
Remis wie in der letzten Saison
in Hamburg wäre für Flensburg
daher nicht genug. (JK)
oder WM zurückzukommen,
weil einfach kaum
Zeit ist, um wieder zusammenzufinden“,
gesteht
THW-Kreisläufer Lukas
Laube. „Es ist eine
harte Woche,
mit
der
wir
einsteigen.
Aber es
sind auch schöne
Spiele gleich zum Auftakt,
auf die ich mich persönlich
richtig freue.“ (JK)
Aufsteigerteam eine umfangreiche
Revision verordnet. Erfolg:
Fehlanzeige. HSV-Managerin
Saskia Breuer weist dennoch
Gedanken an einen Trainerwechsel
zurück. Das sei „keine
Option, gar keine“, erklärte die
42-Jährige. Ein wenig Druck
könnte am Sonntag die Konkurrenz
herausnehmen. Essen (in
Wolfsburg) und Jena (gegen
Frankfurt) dürfen nicht unbedingt
mit Punkten rechnen.
Kann dafür diesmal der Hamburger
SV überraschen?
HSV im Abstiegskampf: Zeit,
dass sich was dreht.
(WE)
04531 508-75716
HSV-Kapitänin Pauline Machtens.
Foto: Claus Bergmann
16 | RegionalSport