m+t_05/2025
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ENGLISH TRANSLATION INSIDE
05 | 25
Sicam 2025:
Die Zuliefer-Welt blickt
nach Italien
Alumis:
Die Transformation bei
Schüco geht weiter
Blum:
Einschiebetürsystem
Revego noch flexibler
Ein unschlagbares Quartett
Profitieren Sie von unserem branchenspezifischen
Knowhow und unserer Bandbreite an Magazinen und
Kanälen, um Ihr Produkt, Ihr Unternehmen oder Ihre
Marke voranzubringen.
Wissen,
was die Branche bewegt!
Perspektivwechsel
idd goes urban
Perspektivwechsel
Die Koelnmesse veranstaltet ein Möbel- und Einrichtungsevent in
Köln, das nicht in den bekannten, eigenen Messehallen stattfindet.
Stattdessen wechseln die Messemacher die Perspektive und verlagern
das Event mit seiner konsequenten „urban-only“-Ausrichtung
in die Stadt – dorthin, wo die Menschen leben und arbeiten.
Vier Tage vcewrwandelt die idd cologne, die sich an Fachleute sowie
designinteressierte Privatpersonen richtet, die City in eine Bühne
für moderne Wohn- und Einrichtungsideen. Dabei wird mit rund
100 Ausstellern eine ganz besonders inspirierende und kreative
Atmosphäre entstehen. Das garantieren alleine schon die spannenden
Locations: Ausstellungsorte wie die Design Post Köln, der
denkmalgeschützte Stoff-Pavillon Moeller, oder das machwerkhaus
köln regen Aussteller genau wie Besucher ebenfalls zu einem
Perspektivwechsel an. Arnd Schwarze
Koelnmesse is organizing a furniture and interior design event
in Cologne that will not take place in its own well-known exhibition
halls. Instead, the trade fair organizers are changing
their perspective and are relocating the event to the city with
its consistent “urban-only“-focus – to where people live and
work. idd cologne, aimed at professionals and private individuals
interested in design, will transform the city into a stage
for modern living and furnishing ideas for four days. With
around 100 exhibitors, a particularly inspiring and creative atmosphere
is sure to be evoked. The exciting locations alone
guarantee this: exhibition venues such as Design Post Köln,
the listed Stoff-Pavillon Moeller, and machwerkhaus köln encourage
exhibitors and visitors alike to change their perspective.
idd goes urban
Change of perspecitve
Foto:/Photo: fff studio
Foto:
Editorial
Etwa alles schon
wieder verpufft?
Ich will ganz ehrlich sein, ein bisschen packt mich schon der Herbstblues.
Erinnern Sie sich noch, dass ich nach der Interzum von einer beinahe euphorischen
Stimmung auf Aussteller- und Besucherseite berichtet habe?
Schon auf der Ligna war die Stimmung ein wenig gedämpfter, zu sehr lasteten
die Zoll-Kapriolen der USA auf den Gemütern. Aber jetzt?
Haben Sie das Gefühl, dass der viel gepriesene Aufschwung vor der Tür
steht? Dass die neue Bundesregierung mit ihrem Monster-Investitions-
Sondervermögen wirklich Impulse für die Konsumstimmung setzt? Dass
die Leute wieder Lust auf mehr Möbel haben? Ich ehrlich gesagt nicht.
Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass es bald wieder aufwärts geht.
Schon allein deswegen, weil durch die jahrelange Kaufzurückhaltung bei
Möbeln ein echter Ersatzbedarf bei den Verbrauchern entstanden ist. Klar
kann man den Kauf eines neuen Sofas oder einer Matratze ein wenig aufschieben,
aber wie lange will man sich den Rücken auf einem durchgesessenen
Polstermöbel oder in einem unbequemen Bett verbiegen? Und wie
lange will man sich noch über die klemmende Küchenschublade ärgern?
Die Herbstmessen in der Möbelbranche sowie die Sicam in Pordenone für
die Zulieferindustrie sind die nächsten Gradmesser für die Stimmung in der
Branche. Ich freue mich auf den Austausch und auf die Neuheiten – und
ich hoffe darauf, dass die Verbraucher sich von diesen ebenso begeistern
lassen werden wie wir innerhalb der Branche.
Arnd Schwarze
Redaktionsleiter
schwarze@ritthammer-verlag.de
Herzlichst, Ihr
Has everything already fizzled out again?
I‘ll be completely honest, I‘m feeling a bit of the autumn blues. Do you remember
how I reported on the almost euphoric mood among exhibitors
and visitors after Interzum? At Ligna, the mood was a little more subdued,
with the US‘s tariff capers weighing heavily on people‘s minds. But now?
Do you get the feeling that the much-vaunted economic upturn is just
around the corner? That the new Federal Government is really boosting
consumer confidence with its monster special investment fund? That people
are keen to buy more furniture again? To be honest, I don‘t.
Nevertheless, I am convinced that things will soon pick up again. If only
because years of reluctance to buy furniture have created a real need for
replacement among consumers. Of course, you can put off buying a new
sofa or mattress for a while, but how long do you want to bend your back
on worn-out upholstered furniture or in an uncomfortable bed? And how
long do you want to put up with that tight kitchen drawer?
The autumn trade fairs in the furniture industry and Sicam in Pordenone for
the supplier industry are the next indicators of the mood in the industry. I
am looking forward to the exchange of ideas and the new products – and
I hope that consumers will be as enthusiastic about them as we are within
the industry.
Sincerely yours,
material + technik 3
Inhalt
Sicam 2025 | Seiten 12–19
Alumis | Seiten 28–29
Inhalt
03 Editorial
04 Inhalt
06 News
08 Werbung für künftige Fachkräfte
09 Kreative Raumnutzung noch variabler
10 „Wir bieten hochwertige Innenausstattungen
aus einer Hand“
12 Sicam 2025:
Der Hotspot der Zuliefer-Welt
20 Maßgeschneiderte
Rolle-zu-Rolle Beschichtung
21 Leichtbau neu gedacht
22 News
24 Mehr Komfort und Funktionalität
25 Mit „Circular Edge“ in eine
nachhaltige Zukunft
26 Hoffnung auf gute Exporte
27 Schwacher Konsum, teure Zölle
28 Aus Verbundenheit zum Material
30 News
31 Perspektivwechsel
Zum Titelbild:
Flexible Raumkonzepte kreativ nutzen –
Blum hat sein Pocketsystem „Revego“
weiterentwickelt.
Lesen Sie mehr auf Seite 9.
Impressum
Verlag Matthias Ritthammer GmbH
Emmericher Str. 10 · D-90411 Nürnberg
Telefon: +49 (0) 911 95578-35
Fax: +49 (0) 911 95578-11
Internet: www.material-technik.de
E-Mail: redaktion@ritthammer-verlag.de
Redaktion:
Arnd Schwarze (Leitung),
Stefan Mielchen,
Philipp Gassner,
Sebastian Lehmann
Freie Mitarbeiter:
Richard Barth, Klaus Leonhard,
Alexandra Bewermeier-Helms
Inserentenverzeichnis
Continental, Weißbach Seite 15
Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co.KG, Brilon Seite 5
Exposicam Srl., Mailand (Italien) 4. Umschlagseite
Harn/Aksesori Setia Sdn Bhd., Perak (Malaysia) Seite 13
Julius Blum GmbH, Höchst (Österreich) Titel, Seite 9
Lamello GmbH, Grenzach-Wyhlen Seite 7
Peka-System AG, Mosen (Schweiz) Seite 19
4 material + technik
Inhalt
Henkel | Seite 21
Felder | Seite 10–11
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Inspire.
Grow.
Create.
Bei allen gezeigten und erwähnten Dekoren handelt es sich um Reproduktionen.
Besuchen Sie uns auf der SICAM 2025
14. bis 17. Oktober 2025 | Halle 5, Stand A21/B20
Entdecken Sie Impulse für Morgen: Innovative Materialien, Designs und
Services eröffnen Ihnen neue Möglichkeiten für den Möbel- und Innenausbau.
Wir freuen uns darauf, Sie auf unserem Stand willkommen zu heißen!
News
Egger:
Arbeiten in Markt Bibart gehen
schnell voran
Die Egger-Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol investiert über 200 Millionen
Euro in ihr 22. Werk, das in Markt Bibart liegt, und realisiert damit eines der
größten Investitionsprojekte der Branche. Der Holzwerkstoffhersteller setzt umfangreiche,
mehrstufige Investitionsschritte, die im Herbst 2026 abgeschlossen
werden sollen. Die einzelnen Teilprojekte liegen im Zeitplan, und mehrere Meilensteine
wurden nun erreicht: der Beginn der Inbetriebnahme der Recyclingholz-
Aufbereitungsanlage, die Fertigstellung jener Produktionshalle, in der die erste
Beschichtungsanlage Einzug halten wird, sowie der Montagebeginn dieser ersten
Kurztaktpresse. Alle diese Fortschritte wurden mit Mitarbeitenden, Partnern
und Vertretern der lokalen Behörden auf dem Richtfest gefeiert. „Wir sind vom
großen Potenzial des Werks Markt Bibart überzeugt. Gemeinsam mit unseren
Mitarbeitenden und Partnern entwickeln wir das Werk zu einem hochmodernen
Holzwerkstoff-Standort weiter. Markt Bibart wird eine bedeutende strategische
Rolle in der Gruppe einnehmen. Wir sind stolz, dass wir mit den Bauarbeiten in
Rekordgeschwindigkeit vorankommen. Dabei handelt es sich um eine große und
erfolgreiche Teamleistung“, so Michael Egger jun., Egger Gruppenleitung Vertrieb/Marketing.
Neben der neuen Anlage zur Aufbereitung von Recyclingholz
werden in dem Werk auch neue Veredelungskapazitäten aufgebaut, denn ein Teil
der Produktionskapazität von 650.000 Kubikmetern Rohspanplatten soll künftig
mit trendgerechten Dekoren beschichtet an die Kunden ausgeliefert werden.
Freudige Gesichter beim Richtfest; Von links: Markus Scheran (Egger Werksleitung
Technik/Produktion), Michael Egger jun. (Egger Gruppenleitung Vertrieb/Marketing),
Johannes Lederbauer (Zimmermeister und Vertreter der Firma Wiehag), Manuel
Aigner (Projektleitung Egger), Bernhard Vorreiter (Egger Divisionsleitung Technik/
Produktion). Foto: Egger
Happy faces at the topping-out ceremony; from left: Markus Scheran (Egger Plant
Management Technology/Production), Michael Egger Jr. (Egger Group Management
Sales/Marketing), Johannes Lederbauer (master carpenter and representative of
Wiehag), Manuel Aigner (Egger Project Management), Bernhard Vorreiter (Egger
Division Management Technology/Production). Photo: Egger
Egger: Work in Markt Bibart is progressing rapidly
The Egger Group is investing over €200 million in its 22nd plant, situated in Markt
Bibart, making it one of the largest investment projects in the industry. The individual
sub-projects, which are scheduled for completion by autumn 2026, are on
schedule, and several milestones have now been reached: the start of the recycled
wood processing plant, the production hall where the first coating plant will
be installed is completed, and the assembly of this first short-cycle press has
started. All of this progress was celebrated with employees, partners, and representatives
of local authorities at the topping-out ceremony.
Hettich:
Umweltschutz mit System
Die Hettich-Gruppe stärkt ihr Engagement für nachhaltiges
Wirtschaften: Mit der Hettich-ONI in Vlotho-Exter
wurde ein weiterer Standort erstmals nach EMAS zertifiziert.
Auch die bestehenden EMAS-Standorte haben
das diesjährige Überwachungsaudit mit sehr guten Ergebnissen
bestanden. Die Auditoren lobten insbesondere
das strukturierte Umweltmanagement, das bei
Hettich systematisch in die betrieblichen Abläufe integriert
ist. „Die Erstzertifizierung bei der Hettich-ONI ist
ein starkes Zeichen. Sie zeigt, dass unsere Umweltziele
keine Theorie sind, sondern täglich gelebt werden“,
sagt Ralf Jäckel, Umweltmanagementbeauftragter bei
Hettich. EMAS (Eco-Management and Audit Scheme)
ist das anspruchsvollste Umweltmanagementsystem
der Europäischen Union. Es verlangt nicht nur die Einhaltung
aller Umweltvorgaben, sondern auch eine kontinuierliche
Verbesserung der Umweltleistung – die
regelmäßig extern überprüft und transparent dokumentiert
wird. Hettich stellt sich seit 1997 freiwillig den
EMAS-Anforderungen. Mit dem erfolgreichen Audit
reiht sich die Hettich-ONI nun in das gemeinsame
EMAS-Zertifikat der Standorte Kirchlengern und Bünde
ein. Damit sind jetzt fünf deutsche Hettich-Standorte
sowie die Tochtergesellschaften in Spanien und Tschechien
Teil des EMAS-Verbundes. „Nachhaltigkeit ist für
uns kein Projekt, sondern Teil unserer Haltung und Verantwortung
über Generationen hinweg“, betont Jäckel.
Starkes Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit: Die Hettich-ONI erhält erstmals das EMAS-Zertifikat. Foto: Hettich
A strong sign of sustainability in action: Hettich-ONI receives EMAS certification for the first time. Photo: Hettich
Hettich: Systematic environmental protection
The Hettich Group is strengthening its commitment
to sustainable business practices: With Hettich-ONI
in Vlotho-Exter, another location has been certified
according to EMAS for the first time. The existing
EMAS locations also passed this year‘s surveillance
audit with very good results. The auditors praised
the structured environmental management system,
which is systematically integrated into Hettich‘s
operational processes. EMAS (Eco-Management
and Audit Scheme) is the most demanding environmental
management system in the European
Union. It requires not only compliance with all environmental
regulations, but also continuous improvement
in environmental performance.
6 material + technik
News
Kuris:
Kuris stellte ein in Zusammenarbeit
mit Dr. Schenk entwickeltes
automatisiertes Fehlererkennungssystem
für Lederhäute vor.
Foto: Barth
Kuris presented an automatic defect
detection system for leather hides
developed in collaboration with
Dr. Schenk. Photo: Barth
Fehlererkennung für Lederhäute
Kuris hat erstmals eine automatische Fehlererkennung
für Lederhäute vorgestellt, die mit der Firma
Dr. Schenk GmbH in Gräfelfing entwickelt worden
war. Dieses bei München ansässige Unternehmen
entwickelt, produziert und vertreibt optische Inspektions-
und Messlösungen für die automatisierte
Qualitätskontrolle und Prozessüberwachung. Die
bereits im Automotive-Segment erprobte Lösung
ermöglicht es Polstermöbelherstellern, Fehler in
der Haut sowohl auf der Ober- als auch der Unterseite
des Leders automatisch zu erkennen, was mit
Hilfe von hochauflösender Kameratechnik sowie
künstlicher Intelligenz geschieht. Zudem sorgt eine
intelligente Qualitätszonen-Einteilung für maximale
Materialausnutzung, wodurch sich bis zu 50 Prozent
Materialeinsparung ergeben soll. Laut Anbieter
lernt das System mit jeder eingescannten Haut
hinzu und kann bei Fertigleder bis zu 80 Häute in
der Stunde erkennen. Neben dieser neuartigen Lösung
stellte Kuris auch eine neue Lösung zur Mustererkennung
vor, die eine bessere Erkennung von
Mustern beim Zuschnitt und Matching ermöglicht.
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Leichtbau
leicht
verbinden
Kuris: Defect detection for leather hides
Kuris has unveiled the first automatic defect detection system for leather hides, developed in collaboration
with Dr. Schenk GmbH in Gräfelfing. The solution, which has already been tested in the automotive
sector, enables upholstered furniture manufacturers to automatically detect defects in both
the top and bottom sides of the leather using high-resolution camera technology and artificial intelligence.
In addition, intelligent quality zone classification ensures maximum material utilization, resulting
in material savings of up to 50 per cent.
Bullmer:
Neuer Einzellagencutter
Bullmer präsentierte seinen Einzellagencutter „X5“
auf einem Gemeinschaftsstand mit drei weiteren
Firmen. Foto: Barth
Bullmer presented its single-row cutter “X5” at a
shared stand with three other companies. Photo:
Barth
von Bekleidung, Textilien, Polstermöbeln sowie
technischen Textilien ansprechen. Die maximale
Schnittgeschwindigkeit wird mit bis zu 108 m pro
Minute und die maximale Beschleunigung mit bis
zu 1,5 g angegeben. Der Cutter wird mit den beiden
Arbeitsbereichen 2500x1600 mm sowie
2500x1800 mm angeboten.
LC P-16
NEU
Verbindungssystem für
Leichtbauplatten ohne
Einsatz von Einleimern
– Zeitsparende Verankerung
Bullmer präsentierte sich auf der Interzum in diesem
Jahr auf einem Gemeinschaftsstand mit drei
weiteren Firmen (Nähtec, Beckmann und Contac)
und stellte daher nur seinen Cutter „X5“ aus. Dieser
Einzellagencutter für eine Materialstärke von
bis zu 50 mm wurde laut Anbieter gemeinsam mit
dem chinesischen Mutterkonzern entwickelt und
wird dort auch produziert. Er soll durch seinen attraktiven
Preis insbesondere kleinere Hersteller
Bullmer: New single-layer cutter
Bullmer was exhibiting at this year’s Interzum at a
shared stand with three other companies (Nähtec,
Beckmann and Contac) and showcased the ‘X5’
single-layer cutter for material thicknesses of up to
50 mm. With its attractive price, it is aimed particularly
at smaller manufacturers of clothing, textiles,
upholstered furniture and technical textiles. The
cutter is available with two working areas:
2500x1600 mm and 2500x1800 mm.
direkt in der Deckschicht
– Einsetzbar mit Clamex P-14,
Clamex P-14 Flexus,
Clamex P-14 CNC
– Drei Produktgrössen
für Anwendungen in
verschiedenen Leichtbauplatten
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Fokus
Initiative „Holz rettet Klima“
Werbung für künftige Fachkräfte
Mit Aktionstagen im Herbst wirbt die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland nicht nur für Holz als nachhaltigen Werkstoff.
Auch der Branchennachwuchs soll gezielt angesprochen werden.
Zahlreiche Branchenvertreter kamen zur Auftaktveranstaltung in der Lehrfabrik der Möbelindustrie in Löhne.
Numerous industry representatives attended the kick-off event at the furniture industry training factory in Löhne.
Ein Kubikmeter Holz bindet eine Tonne
des Treibhausgases CO2: Es ist eine
simple Botschaft, mit der die Brancheninitiative
„Holz rettet Klima“ wirbt. Und
doch ist sie sehr gehaltvoll: Holz kann
einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz
leisten – als Baustoff von Wohnhäusern,
oder als Werkstoff für die Möbelindustrie.
Nicht von ungefähr fand
die Auftaktveranstaltung der bundesweiten
Aktionstage „Deine Zukunft:
Wald. Holz. Klima.“ in der Lehrfabrik der
Möbelindustrie in Löhne statt.
Mit dieser Initiative wollen zahlreiche
Unternehmen und Institutionen der
Branche erlebbar machen, welchen
Beitrag die Forst- und Holzwirtschaft für
den Klimaschutz leistet und welche
Jobperspektiven sie bietet. Ein Ziel der
Auftaktveranstaltung war es, die Attraktivität
des Clusters Forst und Holz herauszustellen,
um Werbung für ein attraktives
Berufsbild zu machen.
Der Deutschen Holzwirtschaftsrat
(DHWR) rechnete vor, dass bei der Verwendung
von Holz statt energieintensiver
Baustoffe im Einfamilienhausbau bis
zu 56% an Treibhausgas-Emmissionen
eingespart werden könnten, bei Mehrfamilienhäusern
bis zu 48%. Dennoch
sind Bäume ein emotionales Thema –
und die Bewirtschaftung von Wäldern
ist nicht unumstritten.
Weniger als die Hälfte der Deutschen
(45%) etwa sind laut einer Allensbach-
Umfrage der Meinung, man sollte Wälder
zur Holzgewinnung nutzen oder mit
klimaresistenten Baumarten aufforsten.
In der Lehrfabrik in Löhne wird gezielt Nachwuchs für Berufe in der Möbelindustrie
geschult. Fotos: DHWR
The training factory in Löhne provides targeted training for young people interested
in careers in the furniture industry. Photos: DHWR
8 material + technik
Knapp ein Drittel (32%) sagt, man solle
den Wald sich selbst überlassen. Fazit
der Branche: Sie wird nicht positiv
wahrgenommen. Und das ist auch vor
dem Hintergrund der Fachkräftegewinnung
ein Problem.
Berufe mit Zukunft
VDM-Präsident Leo Lübke schwärmte
in Löhne für den Werkstoff Holz in der
Möbelproduktion und die damit verbundenen
Jobs: „Der Tischler ist ein Beruf,
der einfach nicht ausstirbt.“ Als solcher
arbeitet auch Influencer Siggi Hoffmann,
dem es ein Anliegen ist, die Begeisterung
für seinen Beruf via Social
Media nach außen zu tragen und zu zeigen,
„dass die Tradition des Handwerks
modern geworden ist.“ Markus Kamann,
Geschäftsführer der Lehrfabrik,
spielt das in die Karten: „Wir müssen
Werbung machen für ein modernes Berufsbild.“
Dazu dienen die Aktionstage. DHWR-
Präsident Erwin Taglieber findet es beeindruckend,
wie viele Unternehmen
und Institutionen sich daran beteiligen,
um jungen Menschen konkrete Einblicke
zu geben: „Dieses Engagement
zeigt, dass unsere Branche nicht nur
Verantwortung für den Klimaschutz
übernimmt, sondern auch gezielt in die
Zukunft investiert.“
So können über Social Media unter
dem Hashtag #holzrettetklima Beiträge
geteilt werden, die die vielfältigen Berufsbilder
der Forst- und Holzwirtschaft
in kurzen Videos zeigen. Das wird auch
von der Politik gesehen. Bundeslandwirtschaftsminister
Alois Rainer sagte in
seinem digitalen Grußwort, die Aktionstage
seien ein Appell an junge Menschen,
sich für zukunftsweisende Berufe
wie den Förster, den Schreiner oder
den Holzmechaniker zu entscheiden.
Stefan Mielchen
Initiative promotes skilled
workers in the timber and
forestry industry
Timber can make an important contribution
to climate protection – as a
building material for residential construction
or as a material for the furniture
industry. However, the timber
and forestry industry is not viewed
positively everywhere. This poses a
problem when it comes to attracting
skilled workers. That is why the forestry
and timber industry in Germany
is using campaign days to promote
not only wood as a sustainable material,
but also to specifically target
young people interested in joining the
industry. Many companies are participating
in order to promote forward-looking
professions such as
forester, carpenter or wood
mechanic. Videos showing the
diverse range of professions in the
forestry and timber industry can be
shared under the hashtag #holzrettetklima
(wood saves the climate).
Produkte & Konzepte
Kreative
Raumnutzung
noch variabler
Blum hat sein Einschiebetürsystem „Revego“ weiterentwickelt
und bietet damit noch mehr Möglichkeiten |
Neue Programme
Die eigenen Produkte beständig zu optimieren
steht beim österreichischen
Beschlägespezialisten Blum regelmäßig
ganz oben auf der Prioritätenliste. Jetzt
wurde auch das patentierte Pocketsystem
„Revego“ einer gründlichen Modellpflege
unterzogen, die den Küchenherstellern
noch mehr kreative
Möglichkeiten bietet. Die wichtigsten
Neuerungen sind eine variable
Fronthöhe von 1130 bis 2980 mm, ein
noch harmonischerer Bewegungsablauf,
einfachere Verarbeitung und Montage
sowie Verbesserungen in der Logistik
und im Handling.
Produktmanager Patrick Fussenegger
sieht mit dem „Revego“-System zahlreiche
neue Möglichkeiten für die Planer.
Product manager Patrick Fussenegger
sees numerous new opportunities for
planners with the “Revego” system.
Noch mehr Flexibilität
Das 2021 eingeführte System besteht
aus Einzel- oder Doppeltüren, die sich
durch leichtes Antippen öffnen lassen
und danach in das sogenannte Pocket,
einen schmalen Korpus, der seitlich am
Möbel angebracht ist, geführt werden.
Die dazu benötigte komplexe Beschlagtechnik
ist vollständig im Pocket integriert
und für Benutzerinnen und Benutzer
nicht sichtbar. Damit können ganze
Wohn- oder Arbeitsbereiche geöffnet
und anschließend wieder verborgen werden.
Das ermöglicht völlig neue Perspektiven
bei der Nutzung von Wohnräumen.
Bei der Weiterentwicklung hat
Blum nach eigenen Angaben auch zahlreiche
Kundenanregungen berücksichtigt.
Durch die neue, besonders variable
Fronthöhe zwischen 1130 und 2980 mm
können in Zukunft nicht nur raumhohe
Möbelzeilen, sondern auch integrierte
Auch Raumhohe Planungen und Durchgänge sind mit dem System möglich.
The system also allows for floor-to-ceiling designs and passageways.
Die neue Version von „Revego“ ermöglicht clevere Lösungen wie eine
versteckte Kaffeebar in einem Aufsatzschrank. Fotos: Blum
The new version of „Revego“ enables clever solutions such as a hidden
coffee bar in a top cabinet. Photos: Blum
Elemente wie Aufsatzschränke geplant
werden. Die Bewegungstechnologie
wurde ebenfalls optimiert, sodass der
Bewegungsablauf noch einmal verbesser
werden konnte. Eine Reduktion der
Anschraubpositionen und Bohrungen
sowie ein geringeres Verpackungsvolumen
und -gewicht erleichtern zudem die
Logistik, Verarbeitung sowie Montage –
vor allem aber macht es das System für
die Gestaltung noch flexibler.
Clevere Wohnkonzepte
„Mit der neuen Version von ‚Revego‘“,
ist Produktmanager Patrick Fussenegger
sicher, „sind der Kreativität praktisch
keine Grenzen gesetzt, wenn es
darum geht, Wohnräume vielfältig zu
nutzen.“ Große Kleiderschränke oder
Garderoben, die beide die gesamte
Raumhöhe einnehmen, sind nun ebenso
leicht planbar wie beispielsweise ein
niedriger Aufsatzschrank, in dem man
eine Kaffeebar oder auch einen Fernseher
versteckt. Die neue, optimierte Version
des Pocketsystems kann sogar als
eine Art Durchgangstür – ohne Innenkorpus
– eingesetzt werden. Das ermöglicht
begehbare Anwendungen, also
den Zugang zu getrennten
Wohnbereichen wie etwa einer Vorratskammer,
einem Arbeitszimmer oder einem
begehbaren Kleiderschrank.
Even more creative use of space
Austrian fittings specialist Blum has thoroughly revamped its patented “Revego”
pocket system, offering kitchen manufacturers even more creative possibilities.
The most important innovations are a variable front height of 1130 to 2980 mm,
an even more harmonious movement sequence, simpler processing and assembly,
and improvements in logistics and handling. “With the new version of
‘Revego’,” affirms product manager Patrick Fussenegger, “there are practically no
limits to creativity when it comes to using living spaces in a variety of ways.” Large
wardrobes or coat racks that take up the entire height of the room are now just as
easy to plan as, for example, a low top cabinet where you can hide a coffee bar or
even a TV. The new, optimized version of the pocket system can even be used as
a kind of passage door – i.e., without an interior body.
material + technik 9
Produkte & Konzepte
Maschinenausstattung von der Felder Group
„Wir bieten hochwertige
Innenausstattungen aus einer Hand“
Die Firma Passgenau hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Kunden „Perfektion in Holz“ zu liefern. Dank der Maschinen der Felder Group kann
der Schreinerbetrieb mit Sitz in Hagen sein Versprechen bei jedem Projekt einlösen, sei es als Subunternehmen im Ladenbau oder bei der
Realisierung von hochwertigen Innenausstattungen im Privatbereich.
Passgenau ist ein junges Unternehmen
aus Hagen, das Ende 2020 gegründet
wurde. Die beiden Schreinermeister
Lars Kückelhaus und Raphael Busse
hatten ursprünglich geplant, einen bestehenden
Betrieb im Rahmen einer
Nachfolgeregelung zu übernehmen. Da
jedoch keine Einigung mit dem damaligen
Inhaber zustande kam, entschieden
sie sich, ein eigenes Unternehmen zu
gründen. Von Anfang an mit an Bord
war Malermeister Guido Schulzke, der
großes Interesse zeigte, sich an der
Neugründung zu beteiligen. Eine gute
Konstellation: Mit seiner etablierten
Montagefirma, die zusätzlich Leistungen
in den Bereichen Malerarbeiten,
Trockenbau, Fliesenverlegung und als
Generalunternehmer anbietet, ermöglicht
Schulzke heute umfassende
Raumlösungen aus einer Hand.
Starthilfe durch die Felder Group
Die Bedingungen für eine Unternehmensgründung
hätten im Corona-Jahr
2020 kaum ungünstiger sein können.
Umso erfreulicher war es, dass nicht
nur die Finanzierung durch die Banken
gesichert werden konnte, sondern auch
die Felder Group den Gründern tatkräftig
zur Seite stand. „Ende 2020 wurde
ich von den Gründern kontaktiert, die
sich nach einem geeigneten Maschinenpaket
für die Erstausstattung ihrer
neuen Schreinerei erkundigten“, erinnert
sich Andreas Merten, langjähriger
Leiter der Felder-Niederlassung in Lohmar
bei Köln. Lohmar zählt zu den 26
Standorten der Felder Group in
Deutschland und präsentiert das Maschinenportfolio
des österreichischen
Herstellers auf einer Fläche von 3.000
Quadratmetern. Merten, selbst gelernter
Schreiner, kennt die Herausforderungen
für junge Betriebe genau. „Das
Budget für die Maschinenausstattung
stand fest – nun galt es, die passenden
Maschinen für die Anforderungen im
Ladenbau auszuwählen und entsprechend
zu konfigurieren“, erklärt er.
Passgenau
Maschinenausstattung
Als Subunternehmen im Ladenbau setzt
Passgenau auf eine präzise und effiziente
Fertigung – zentrale Maschinen dafür sind
eine Plattenaufteilsäge, eine Kantenanleimmaschine
sowie ein CNC-Bearbeitungszentrum.
Die Wahl fiel auf die Kantenanleimmaschine
„tempora 60.06LX“,
das Bearbeitungszentrum „H200R“ und
die liegende Plattensäge „KA 80“ von Format4.
„Wir haben uns entsprechend den
Anforderungen für Maschinen der Premiummarken
Format4 und Mayer entschieden“,
erklärt Andreas Merten. „Bei der
Formatkreissäge, der Fräse und der Abricht-Dickte
mussten wir aufgrund des
Budgets allerdings Kompromisse eingehen
und haben auf manuelle Varianten aus
dem Felder-Sortiment zurückgegriffen.“
Für Kückelhaus und Busse lag die Entscheidung,
die Schreinerei mit Maschinen
von Felder auszustatten, auf der
10 material + technik
Produkte & Konzepte
Links: Andreas Merten (l.) konzipierte mit
Lars Kückelhaus die Ausstattung der Schreinerei.
Andreas Merten (left) and Lars Kückelhaus
designed the equipment for the joinery.
Hand: Beide hatten bereits bei ihrem
früheren Arbeitgeber mit Maschinen
dieses Herstellers gearbeitet und deren
Zuverlässigkeit sowie Bedienfreundlichkeit
zu schätzen gelernt. Schulzke verließ
sich in dieser Frage auf die Fachkenntnis
seiner beiden Mitgründer – und
da auch aus seiner Sicht nichts gegen
die Maschinen sprach, fiel die Entscheidung
geschlossen zugunsten der Felder
Group. „Ein großer Vorteil war außerdem
die schnelle Lieferung – und
dass wir durch unsere Erfahrung direkt
loslegen konnten“, betont Kückelhaus.
Nachdem in einem Gewerbegebiet in
Hagen geeignete Räumlichkeiten gefunden
worden waren, lieferte Felder alle
sechs Maschinen innerhalb von nur
acht Wochen.
Kurze Wege durch Direktvertrieb
Im Ladenbau ist Passgenau für die
hochwertige Verarbeitung
unterschiedlichster Materialien bekannt.
In shopfitting, Passgenau is known for
its high-quality processing of a wide
variety of materials.
„Natürlich mussten wir alle Hebel in Bewegung
setzen und bei dem einen oder
anderen Bestandskunden um eine Lieferterminverschiebung
bitten“, erläutert
Merten. „Aber genau das ist ja der Vorteil
unseres Direktvertrieb: Wir stehen in
unmittelbarem Kontakt mit unseren
Kunden, kennen deren Nöte und Wünsche
und können diese auf kurzem Wege
lösen und die Wünsche umsetzen“.
Bedingt durch Corona konnten die Neugründer
auch nicht alle Maschinen in
Augenschein nehmen und vertrauten
daher auf die Expertise von Merten, der
seit 18 Jahren die Niederlassung in
Lohmar leitet und weiß, welche Features
im Ladenbau benötigt werden und
welche nicht. Gleichzeitig mussten die
Maschinen robust sein, da Passgenau
einen Teil der rund 1.100 m² großen
Halle inklusive Maschinennutzung an
zwei kleinere Betriebe vermietet.
Dank der kostenlosen Service-Hotline
von Felder können eventuelle Maschinenprobleme
schnell gelöst werden,
und bei Bedarf ist auch ein Techniker in
kürzester Zeit vor Ort. Sieben Techniker
allein in Lohmar sorgen dafür, dass bei
den Kunden keine längeren Maschinenstillstände
auftreten.
Private Projekte nehmen zu
Passgenau kann sich keinen Stillstand
leisten: In den letzten zwei Jahren ist
das Unternehmen kontinuierlich gewachsen.
Mit mittlerweile fünf fest angestellten
Mitarbeitern arbeitet Passgenau
nicht mehr nur als Subunternehmen im
Ladenbau, sondern hat sich dank positiver
Mundpropaganda auch im Bereich
privater Innenausstattungen einen Namen
gemacht. „Im ersten Halbjahr hatten
wir fast ausschließlich Aufträge für
Innenausstattungen im Privatbereich,
aber inzwischen zieht auch der Ladenbau
wieder an“, erklärt Kückelhaus.
„Unsere privaten Kunden erhalten bei
uns ein maßgeschneidertes Gesamtkonzept
für alle Wohnbereiche – sei es
Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur oder
Ankleidezimmer. Dazu gehören nicht
nur die Möbel, sondern auch Fliesenarbeiten,
Malerarbeiten, Rigips- und Verputzarbeiten.
Für die Lichtinstallation
arbeiten wir mit einem Partner zusammen,
der Lichtberechnungen und weitere
technische Leistungen übernimmt.“
Künftig können Privatkunden das umfassende
Leistungsspektrum direkt am
Firmensitz in Hagen erleben: Dort entsteht
gerade ein moderner Ausstellungsraum
mit verschiedenen Werkstoffen,
Auszugs- und Beleuchtungslösungen
sowie Mustermöbeln. Vor allem
die Sanitärbereiche im Gebäude zeigen,
dass Passgenau seinem Namen gerecht
wird – mit kreativen Einrichtungslösungen
in höchster Qualität und großer
Materialvielfalt, die „schlüsselfertig“
umgesetzt werden.
„Diesen Weg wollen wir weiterhin gehen
und ziehen in Betracht, unsere bislang
manuell einstellbaren Maschinen durch
automatisierte Lösungen der Felder
Group zu ersetzen“, erklärt das Gründerteam
von Passgenau. Im gleichen
Zuge denken die drei auch über die Anschaffung
einer leistungsfähigeren Absauganlage
nach. Zusätzlich steht die
Investition in eine größere Kreissäge mit
digitaler Verstellung und dem innovativen
Sicherheitssystem PCS (Preventive
Contact System) im Raum.
„Aus unserer Sicht ein wesentliches Sicherheitsmerkmal
– das patentierte
System erkennt potenzielle Unfallgefahren
bereits Millisekunden vor dem Kontakt
mit dem Sägeblatt und stoppt automatisch,
bevor es zu einem
Zwischenfall kommt“, betont das Team.
Richard Barth
Dank der „smarttouch“-Bedieneinheit wird für Kückelhaus das Rüsten der Kantenanleimmaschine
zum Kinderspiel.
Thanks to the “smarttouch” operating unit, setting up the edge banding machine is
child‘s play for Kückelhaus. Photos: Barth
Die liegende Plattensäge „KA 80“ von Format4 zählt zu den Kernstücken und liefert
auch gleich die Etiketten mit den notwendigen Bauteil-Informationen. Fotos: Barth
The horizontal panel saw “KA 80” from Format4 is one of the core pieces and also
supplies the labels with the necessary component information. Photos: Barth
“We offer high-quality interior fittings from a single source”
The Passgenau joinery in Hagen has set itself the goal of providing its customers
with “perfection in wood”. Thanks to the machines from Felder Group, the
company, which was founded at the end of 2020, can deliver on this promise
with every project. The basic equipment for the joinery was put together with
the help of long-standing manager of the Felder branch in Lohmar near Cologne.
Automated machines such as the “tempora 60.06LX” edge banding machine,
the “H200R” machining center and the “KA 80” horizontal panel saw from the
premium brands Format4 and Meyer were selected. Due to the limited budget,
manual versions from the Felder range were used for the sliding table panel
saw, moulder and planer-thicknesser. The company has grown continuously
with the machines. Now with five permanent employees, Passgenau no longer
only works as a subcontractor in shopfitting, but has also made a name for
itself in the private interior fittings sector. The company is therefore planning to
purchase a more powerful extraction system and a larger circular saw with
digital adjustment and the innovative safety system “PCS” (Preventive Contact
System) from the Felder Group.
material + technik 11
Sicam 2025
Im vergangenen Jahr war die Sicam so
groß wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte.
Last year, Sicam was bigger than ever
before in its history.
Sicam 2025
Der Hotspot der Zuliefer-Welt
Sie ist seit Monaten ausgebucht und wird auch in diesem Herbst wieder zum unverzichtbaren Termin für Möbelzulieferer und Einkäufer:
Die Sicam ist der wichtigste Treffpunkt der Branche in Italien. In den Hallen der Pordenone Fiere werden vom 14. bis 17. Oktober mehr als
20.000 Menschen erwartet.
In den insgesamt zehn Hallen des Messezentrums
in Pordenone stehen knapp
20.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche
zur Verfügung. Hier sollen sich die
Besucher voll und ganz auf die Produkte
und die neuesten innovativen Konzepte
konzentrieren.
„Die Sicam bietet eine funktionale Plattform,
auf der Aussteller und Besucher
sich ganz auf ihr Geschäft konzentrieren
können. Als ,turnkey event’ hält die
Messe weiterhin vielfältige Möglichkeiten
und Dienstleistungen für alle Teilnehmer
bereit – stets mit dem Produkt
im Mittelpunkt“, erklärt Carolina Giobbi,
Managerin für Marketing und Kommunikation
der Messe.
Im vergangenen Jahr waren knapp 700
Unternehmen aus 34 Ländern auf der
Messe vertreten. Daran will die Sicam
2025 anknüpfen. Die Ausstellerliste umfasst
vor allem italienische Namen:
Mehr als zwei Drittel sind heimische
Unternehmen. „Heute stellen auf der Sicam
nicht nur Hunderte von kleinen und
mittleren Unternehmen aus, sondern
auch alle großen internationalen Akteure
der Branche“, betont Giobbi.
Die Messe bildet für Zulieferer den perfekten
Marktplatz, um neue Materialien,
Oberflächen und technische Lösungen
zu präsentieren, internationale Einkäufer
zu treffen und kurzfristige Aufträge sowie
Kooperationspartner zu gewinnen.
Viele deutsche Aussteller
Etwa 30% der angemeldeten Unternehmen
kommen aus dem Ausland
– mit dieser Zahl unterstreicht die
Veranstaltung erneut ihre Stellung
als international bedeutende Fachmesse.
„Noch nie haben wir so viele
Anfragen von Ausstellern erlebt
wie in den letzten Jahren“, so
Giobbi. „Der Wunsch, dabei zu
sein, ist nicht nur eine Bestätigung
unserer Arbeit, er zeigt auch das
Bedürfnis aller beteiligten Sektoren,
sich zu treffen, neue Abläufe zu definieren,
mit neuen Märkten zu experimentieren
und auf ruhigere Zeiten zu
warten.
Unternehmen aus der Bundesrepublik
sind besonders stark vertreten und bilden
die größte Gruppe unter den ausländischen
Ausstellern, gefolgt von Betrieben
aus der Türkei, Spanien und
Österreich. Zu den angemeldeten Ausstellern
gehören unter anderem Adler
Lacke, Agoform, Alumis, Blanco, Blum,
Elektra, Egger, Grass, Hailo, Hera, Het-
„Die Sicam bietet eine funktionale
Plattform, auf der Aussteller und
Besucher sich ganz auf ihr Geschäft
konzentrieren können“, so Carolina
Giobbi, Marketing- und Kommunikationsmanagerin
der Messe. Fotos: Sicam
„Sicam offers a functional platform
where exhibitors and visitors can focus
entirely on their business,“ says Carolina
Giobbi, Marketing and Communication
Manager for the trade fair. Photos: Sicam
12 material + technik
Sicam 2025
tich, Kesseböhmer, Ninka, Pfleiderer,
Vauth Sagel und Wessel.
Unter den Oberflächenspezialisten, die
in Pordenone teils seit vielen Jahren
vertreten sind oder zu den Rückkehrern
gehören finden sich Namen wie Schattdecor,
Continental, Renolit, Surteco, Interprint
oder Klöckner Pentaplast. Auch
die Holzwerkstoffe bilden auf der Sicam
traditionell ein großes Segment, vertreten
sind Unternehmen wie Sonae Arauco,
M. Kaindl, Kronospan, Swiss Krono,
Rheinspan oder italienische Anbieter
wie Fantoni, Gruppo Frati und Gruppo
Saviola. Schichtstoffhersteller wie Abet
Laminati, Arpa, Gentas oder Homapal
nutzen die Messe ebenfalls, um sich einem
breiten internationalen Publikum
zu präsentieren.
Bedeutende DACH-Region
Carolina Giobbi hebt nicht zuletzt die
Bedeutung der deutschen Aussteller
hervor: „Sie machen knapp zehn Prozent
der Gesamtzahl der Unternehmen
aus, die mit einem eigenen Stand auf
der Messe vertreten sind, und sind damit
nach Italien das größte nationale
Kontingent. Wenn wir dazu noch etwa
vier Prozent der Gesamtzahl der Aussteller
aus Österreich und der Schweiz
hinzufügen, wird schnell deutlich, welche
Bedeutung der DACH-Raum für unsere
Veranstaltung hat.“
Die Messe findet in schwierigen Zeiten
statt, das weiß auch Carolina Giobbi.
„Gerade in diesen Zeiten stellen die Begegnung,
der Vergleich, das Gespräch,
der gegenseitige Austausch einen Wert
an sich dar, den aus geschäftlicher
Sicht nur Messen garantieren können“,
betont sie. „In den letzten Jahren ist die
Sicam von einer Ausgabe zur nächsten
gewachsen und hat genau diese Rolle
als Treffpunkt, als Plattform, die wesentlich
dazu beiträgt, ihre Position auf
dem Markt zu halten und auszubauen,
unter Beweis gestellt.“
Das kann der Branche nur guttun. Die
Unternehmen der italienischen Holzund
Möbelzulieferindustrie haben 2024
ein spürbares Minus verzeichnet: Branchenberichte
sprechen von rund 4–5%
Umsatzrückgang im Jahr 2024. Damit
setzte sich eine schwierige Phase fort,
die bereits 2023 begonnen hatte. Ursachen
sind unter anderem eine gesunkene
Inlandsnachfrage, veränderte Exportströme
und anhaltender Preisdruck.
Auch für das laufende Jahr bleiben die
Aussichten verhalten.
Nachhaltigkeit im Trend
Gleichwohl gilt die Sicam als Stimmungsbaromter
für Produktinnovationen
und Nachfrage. Für viele der ausstellenden
Zulieferer ist die Messe
genau der Ort, an dem sich Trends wie
Nachhaltigkeit, Smart Components
oder Oberflächenneuheiten konkretisieren
und wo Vertriebs- beziehungsweise
Exportkontakte geknüpft werden.
„Wir haben beschlossen, in unseren
Messekatalog konkrete Hinweise aufzunehmen,
um zu betonen, wie sehr sich
die gesamte Zulieferbranche dafür engagiert,
die passenden Lösungen für
diese Herausforderungen zu finden“,
betont Giobbi mit Blick auf das Thema
Nachhaltigkeit. „Die Sicam ist eine Veranstaltung
der Qualität und nicht der
Quantität, bei der Werte, Konzepte und
die Zufriedenheit von Ausstellern und
Besuchern über allem stehen. Eine
Bühne, auf der die Produkte im Rampenlicht
stehen.“
Stefan Mielchen
Sicam 2025: hotspot of the
supplier world
Sicam is the most important meeting
place for furniture suppliers and
buyers in Italy. When the halls of
Pordenone Fiere open from 14 to 17
October, well over 20,000 people
will once again be in attendance. The
ten halls of the exhibition centre in
Pordenone offer almost 20,000
square metres of exhibition space.
Last year, almost 700 companies
from 34 countries were represented
at the fair. Sicam 2025 aims to build
on this success. Companies from
Germany are particularly well represented
and form the largest group
among foreign exhibitors, followed
by companies from Turkey, Spain and
Austria. „Today, not only hundreds of
small and medium-sized companies
exhibit at Sicam, but also all the
major international players in the
industry,“ emphasises Carolina
Giobbi, Marketing and Communication
Manager of the trade fair.
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Sicam 2025
Elektra setzt Akzente mit Profilen und
Lichtstäben
Bei Elektra dreht sich auf der kommenden Sicam wieder alles um LED-Lichtsysteme, die Möbel
und Küchen aufwerten und sich zugleich einfach installieren lassen. Bereits 2024 stellte das
Unternehmen aus Enger Sicam mit der LD8177 eine Lösung für die Nischenbeleuchtung vor,
die sich flexibel mit Ablagen und Haltern kombinieren lässt. Das filigrane Profil schafft homogenes,
blendfreies Licht und fügt sich durch das 16er-Raster in gängige Möbelmaße ein. Die Installation
erfolgt in wenigen Arbeitsschritten, zudem reduziert das durchgängige Profil den Materialeinsatz
deutlich.
Zur diesjährigen Sicam präsentiert Elektra eine Weiterentwicklung dieses Systems. Die LD8176
lässt sich als Harpunensteg-Profil direkt in Platten einsetzen, ohne die Rückwand teilen zu
müssen. Damit eröffnet sich eine weitere Möglichkeit, stimmungsvolles Ambiente-Licht im Möbel
zu integrieren. Dank des flexiblen Profils eignet sich die Lösung für unterschiedliche Plattenstärken.
Ein zweiter Impuls für eine neue, filigrane Lichtlösung ergab sich auf der Interzum im Mai: Dort
zog eine 6 mm stabförmige Konzeptleuchte die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher
auf sich. Daraus entstanden ist jetzt ein weiterer Ansatz, in welchem die Leuchtstäbe in einem
Lichtmöbel gezeigt werden und Akzente in Küche und Wohnraum setzen.
Die neue Profilvariante LD8176 ermöglicht stimmungsvolles
Ambiente-Licht ohne geteilte Rückwand. Foto: Elektra
The new LD8176 profile variant provides atmospheric
ambient lighting (without having to split the rear panel).
Photo: Elektra
Setting trends with profile lights and light rods
Elektra will showcase how to combine functional technology and sophisticated designs and
will be presenting a further development of its LD8177 system at Sicam. The LD8176 can be
inserted directly into panels as a harpoon profile, without the need to cut the back panel. This
opens up yet another opportunity to integrate truly atmospheric ambient lighting into furniture.
Thanks to its flexible profile, the new lighting solution is also suitable for different panel
thicknesses.
Jowat:
Zukunftsweisende Klebstofflösungen
Innovative Klebstofflösungen, die Nachhaltigkeit, Effizienz und höchste Verarbeitungsqualität
vereinen, zeigt Jowat auf der Sicam. Passend zum Messe-Motto „Alle Ideen
für die Möbel der Zukunft“ zeigt der Klebstoffhersteller mit seinem Sortiment Green
Adhesives ein umfassendes Portfolio für umweltbewusstes Kleben.
Mit dem neuen Dispersionsklebstoff Jowacoll GROW 125.00 bietet Jowat eine Lösung,
die zu 30% biobasiert ist (gemäß ISO 16620-4) und eine einfache Verarbeitung
für die Möbelfertigung ermöglicht. Der PVAc-Dispersionsklebstoff unterstützt damit
Hersteller bei der Umsetzung nachhaltiger Fertigungsprozesse. „Mit Jowacoll GROW
125.00 zeigen wir, dass umweltfreundliche Klebstoffe keinen Kompromiss bei der
Qualität erfordern“, betont Maik Johanntoberens, Produktmanager bei Jowat. Der
neue Flächenleim kommt bei der Flachkaschierung von Dekorpapieren, Furnieren und
Schichtstoffen bis zur Herstellung von Möbelleichtbauplatten zum Einsatz.
Der bewährte Klebstoff Jowatherm PUR 608.00 überzeugt durch Ressourceneffizienz
und Qualität in der Kantenklebung. In der handlichen Pullring-Dose ist er zudem auch
für das Handwerk als Granulat verfügbar. Für anspruchsvolle Bedingungen ergänzt
der kraftvolle Jowatherm PUR 608.10 das Sortiment. Dank ausgeprägter Heißklebrigkeit
und schnellem Kohäsionsaufbau ermöglicht er eine sichere Klebung selbst unter
erschwerten klimatischen Bedingungen – etwa bei hohen Umgebungstemperaturen in
Produktionshallen während der Sommermonate.
Jowat: Forward-Looking Adhesive Solutions
Jowat will present innovative adhesive solutions that combine sustainability, efficiency
and highest processing quality at the Sicam. The new dispersion adhesive
Jowacoll GROW 125.00 provides a solution that is 30% biobased (in accordance
with ISO 166204) and has been developed with a focus on convenient processing
in furniture production. The tried and trusted adhesive Jowatherm PUR 608.00
impresses with high resource efficiency and quality in edgebanding applications.
Jowatherm PUR 608.10 offers high hot tack and a fast cohesion build-up, ensuring
reliable bonding results even in difficult climatic conditions, for example high ambient
temperatures in production halls during the summer.
Der neuen Dispersionsklebstoff Jowacoll GROW 125.00 ist zu
30% biobasiert (gemäß ISO 16620-4). Foto: Jowat
The new dispersion adhesive Jowacoll GROW 125.00 is 30%
biobased (according to ISO 16620-4). Photo: Jowat
14 material + technik
Sicam 2025
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Unter dem Motto „Inspire. Grow.
Create.“ präsentiert sich Egger auf der
Sicam 2025. Foto: Egger
Egger will be presenting itself at Sicam
2025 under the motto “Inspire. Grow.
Create.” Photo: Egger
Egger:
Innovative
Neuheiten im Fokus
„Inspire. Grow. Create“: Unter diesem Leitgedanken empfängt Egger auf
der Sicam 2025 Besucher aus der ganzen Welt. Der Holzwerkstoffhersteller
zeigt, was hinter diesen Worten steckt: Inspiration als Grundlage für kreative
Lösungen, Wachstum durch nachhaltige Entwicklungen und die
Schaffung neuer Perspektiven.
„Die letzten Jahre haben wir intensiv genutzt, um unsere Werke und Produktionskapazitäten
weiterzuentwickeln und unser Unternehmen strategisch
für die Zukunft auszurichten. Unser Fokus liegt darauf, im direkten
Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden Impulse für nachhaltiges
Wachstum und Innovationen zu setzen“, erklärt Roland Auer, Chief Marketing
Officer der Egger Gruppe. Mit „PerfectSense Ambiance“ setzt der
Holzwerkstoffhersteller auf der diesjährigen Sicam einen besonderen Akzent:
Nachdem bereits auf der interzum 2025 erste Dekore vorgestellt wurden,
zeigt Egger jetzt die Weiterentwicklung der Produktlinie mit spannenden
neuen Varianten. Ein exklusives Dekor in einer ausdrucksstarken, roten
Marmoroptik, „F198 Ambiance Marble rot“, steht dabei klar im Fokus.
„PerfectSense Ambiance ist unsere Antwort auf den Wunsch nach eleganten,
ausdrucksstarken Steinanmutungen, die zugleich widerstandsfähig
und pflegeleicht sind. Dank Anti-Fingerprint Eigenschaft und synchroner
Optik und Haptik sind die Oberflächen nicht nur ästhetisch ansprechend,
sondern auch ideal für hochwertige Küchen, Wohnmöbel sowie den Laden-
und Messebau“, erklärt Klaus Monhoff, Leiter Design und Dekormanagement
der Egger Gruppe. Die Erweiterung des PerfectSense-Produktsortiments
um faszinierende Steinanmutungen vereint matte und glänzende
Bereiche auf eine einzigartige Weise.
Egger: focus on innovative new products
“Inspire. Grow. Create.” This is the guiding principle behind Egger‘s welcome
to visitors from all over the world at its stand at Sicam 2025. With
“PerfectSense Ambiance,” the wood-based materials manufacturer is
setting a special tone at this year‘s Sicam: after presenting the first decors
at interzum 2025, Egger is now showcasing the further development of
the product line with exciting new variants. An exclusive decor in an
expressive red marble look, “F198 Ambiance Marble red,” is clearly the
focus. The expansion of the PerfectSense product range to include fascinating
stone looks combines matte and glossy areas in a unique way.
Every shape
tells a story
skai® – the 3D experience
Was es mit Continentals Messemotto für die diesjährige SICAM
auf sich hat? Kommen Sie vorbei, finden Sie es heraus und
erleben Sie unsere Vielfalt an Vinyl-- und PET-Möbeloberflächen
in spannender dreidimensionaler Anwendung. Freuen Sie sich
auf aktuelle Trendfarben wie dunkles Schokoladenbraun und
warme Sandtöne, die perfekt mit Holz- und Steindekor-Neuheiten
harmonieren. Doch das ist noch lange nicht alles.
In Halle 4 am Stand B13 warten weitere visionäre Innovationen
und Ideen auf Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Sicam 2025
Continental zeigt sich dreidimensional
Continental präsentiert sich unter dem Motto „Every shape tells a story. skai - the
3D experience“ auf der Sicam. Der Fokus liegt auf dem Thema 3D – sowohl bei
Unis als auch bei bedruckten Vinyl- und PET-Möbelfolien. Die perfekte Kombination
aus feiner Struktur, Mattigkeit und zeitloser Eleganz versprechen die mit
Holz-Dekoren bedruckten Vinyl-Varianten „skai structure Tropea Eiche“ und „skai
structure Riva“.
Eine noch nachhaltigere Variante bilden die 3D-verformbaren, bedruckten Möbelfolien
auf PET-Basis, die „skai PureLux 3D“-PET-Design-Lacklaminate, die recycelt
werden können. Besondere Akzente setzt „skai PureLux 3D structure“ mit
den Varianten „Casella Eiche“ und „Catania Eiche“. Matt und strukturiert überzeugen
sie mit zurückhaltender Eleganz. Ihr perfektes Gegenstück: „skai Perfect
Solo“, eine Uni mit tiefmatter Vinyl-Oberfläche, die dank innovativer „staynu“-
Technologie für Alltagstauglichkeit sorgt und lästige Fingerabdrücke verhindert.
Ein Pendant findet sich mit „skai PureLux 3D Touch“ auch im Bereich der PET-
Möbelfolie. Das Designlaminat überzeugt mit edler Optik und glatter softmatter
Haptik. Das Besondere dieser Oberfläche: Es gibt sie in einer Virgin-PET-Variante
und einer noch nachhaltigeren rPET-Version. Letztere weist dabei einen Anteil
von mindestens 75% Rezyklat im PET-Polymer auf.
Das Dekor „skai Casella Eiche“ im Farbton „nature“ sorgt zusammen mit matten Unis
wie „skai PureLux 3D Touch“ in „creambeige“ für spannende Akzente. Foto: Continental
The “skai Casella Oak” decor in the ‘nature’ color creates exciting accents when
paired with matte solids such as “skai PureLux 3D Touch” in “cream beige.” Photo:
Continental
Continental presents itself in three dimensions
“Every shape tells a story. skai – the 3D experience.“ This is the motto Continental
will be presenting at Sicam this year from October 14 to 17. The focus
will be on 3D – both for plain and printed vinyl and PET furniture films. A range
of sustainable product variants will also be on display. For example, the “skai
PureLux 3D Touch” surface is also available in a virgin PET variant and an even
more sustainable rPET version with 75 percent recycled content in the polymer.
Harn:
Technische Exzellenz neu definiert
Harn präsentiert auf der Sicam das weltweit erste 7,2 mm starke Doppelwand-Schubladenprofil:
Alunan T7. Dessen Einführung ist nicht nur eine weitere Beschlagsneuheit
– sie spiegelt den Fokus auf zuverlässige Technik gepaart mit klarem, durchdachtem
Design wider. Ziel der Produktentwicklung war zu überdenken, wie Schubladensysteme
modernen Anforderungen besser gerecht werden können. Das Ingenieurteam konzentrierte
sich auf die Entwicklung von Beschlägen, die zuverlässig funktionieren und
gleichzeitig ein schlankes Profil aufweisen, das den heutigen Designvorlieben entspricht.
Das Ergebnis ist ein System, das praktische Technik mit Designbewusstsein verbindet.
T7 erfüllt eine Vielzahl von Anwendungen ohne unnötige Komplikationen. Von Küchen
über Schlafzimmer bis hin zu Büros benötigen Designer oft Beschläge, die reibungslos
funktionieren und sich gleichzeitig in ihr Gesamtkonzept einfügen.
Mit seinem schlanken Profil und seiner Konstruktion aus zu 99% recycelbarem Stahl
bietet T7 eine unkomplizierte, anpassungsfähige Lösung. Es bietet eine gleichbleibende
Leistung in verschiedenen Umgebungen und gibt Designern Sicherheit, ohne ihre
Auswahlmöglichkeiten einzuschränken. Erhältlich in drei Standardhöhen (88 mm, 120
mm und 192 mm) sowie einer Tragfähigkeit von 35 kg und 60 kg deckt T7 die meisten
Anforderungen ab, ohne die Benutzer mit Optionen zu überfordern.
Harn: Technical excellence redefined
At Sicam, Harn is presenting the world‘s first 7.2 mm thick double-walled drawer
profile: from Alunan T7. It combines practical technology with design awareness.
With its slim profile and construction from 99% recyclable steel, T7 offers an uncomplicated,
adaptable solution. It delivers consistent performance in a variety of environments,
giving designers confidence without limiting their choices. Available in
three standard heights (88 mm, 120 mm and 192 mm) and with a load capacity of
35 kg and 60 kg, it covers most requirements without overwhelming users with
options.
Das Doppelwand-Schubladenprofil Alunan T7: zuverlässige Technik und
durchdachtes Design. Foto: Harn
The Alunan T7 double-wall drawer profile: reliable technology and
sophisticated design. Photo: Harn
16 material + technik
Sicam 2025
Rehau:
Lösungen für Kante, Oberfläche und Stauraum
Auf der Sicam präsentiert Rehau, der Spezialist für Innenausbau-Lösungen, sein vielseitiges
Produkt- und Serviceportfolio. Im Fokus stehen Innovationen rund um die Bereiche Kante,
Oberfläche und Stauraum – mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Designintegration
und verarbeitungsfreundlichen Lösungen für Industrie und Handwerk. So erhält die Rauvisio-
Oberflächenwelt zur Messe doppelten Zuwachs: Rauvisio cube, die strukturierte Oberfläche mit
tiefem Relief und markanter 3D-Haptik, erhält zur Sicam eine Programmerweiterung. Die neue
Kollektion bietet inspirierende, architektonisch anmutende Texturen – prämiert mit dem Red Dot
Design Award 2024 und dem Interzum Guangzhou Award 2025. Das Portfolio von Rauvisio
Crystal Strong besteht aus lebendigen Dekoren in Kombination mit Glas und wird nun auf der
Messe erstmalig präsentiert.
Die neue Dekorkollektion bietet noch mehr Flexibilität in der Gestaltung. Wie alle Varianten von
Rauvisio Crystal ist auch diese Oberfläche aus smartem Glas besonders widerstandsfähig,
leicht zu verarbeiten und ideal für vielfältige Anwendungen – von der Küche bis zum Objektbereich.
„Wir freuen uns auf vier Tage mit intensiven Gesprächen, spannenden Impulsen und dem
Startschuss für neue gemeinsame Projekte“, betont Matthias Haasler, Executive Vice President
EMEA bei Rehau Interior Solutions. „Die Sicam ist für uns der Ort, an dem Visionen konkret
werden – durch ihre Praxisnähe und die Begeisterung für gutes Design, verbunden mit dem
persönlichen Austausch.“
Rehau: Solutions for edges, surfaces and storage space
Rehau, the specialist for interior design solutions, is presenting its versatile product and
service portfolio at Sicam. The focus is on innovations in the areas of edges, surfaces and
storage space. The Rauvisio Crystal Strong portfolio consists of vibrant decors combined
with glass and will be presented for the first time at the trade fair. The new decor collection
offers even more flexibility in design. Like all Rauvisio Crystal variants, this smart glass surface
is particularly durable, easy to process and ideal for a wide range of applications – from
kitchens to commercial properties.
Rauvisio Crystal verbindet edle Glasoptik mit hoher
Alltagstauglichkeit. Foto: Rehau
Rauvisio Crystal combines an elegant glass look with high suitability
for everyday use. Photo: Rehau
Ostermann:
Service, Vielfalt, Tempo
Unter dem Motto „Service. Vielfalt. Tempo.“ stellt
Ostermann auf der Sicam zahlreiche neue Produkte
und Services vor. Auf dem Messestand finden die
Besucher in diesem Jahr attraktive, neu gestaltete
Raumwelten. In einem kleinen Badezimmer werden
neue Sibu-Oberflächen und Griffe präsentiert, ein
Homeoffice zeigt unter anderem das neue, höhenverstellbare
Tischgestell e-Desk II. Mit im Messegepäck
sind zudem weitere Oberflächen für die Möbel-
und Wandgestaltung sowie Möbelleuchten und
Werkstattbedarf. Die Sicam bietet außerdem Gelegenheit,
die Ostermann-Kanten zu den aktuellen
Kollektionen vieler Plattenhersteller zu entdecken.
Mit dabei sind Kantenneuheiten zu den Oberflächen
von Cleaf, Kronospan und Kaindl.
Wer einen Mix aus Retro-Elementen und modernem
Design sucht, ist mit goldenen Kanten bestens beraten.
Sie bringen Wärme und Behaglichkeit mit einem
Hauch von Glamour in jeden Raum. Ostermann
hat für jede Anwendung und jeden Geschmack die
passende Lösung im Sortiment. Vollflächig glänzende
oder matte Akzentkanten verleihen Möbeln eine
hochwertige, elegante Ausstrahlung, ohne zu opulent
oder überladen zu wirken. Für dezentere Effekte
sorgen Holzdekore mit sanftem metallischem
Schimmer oder Steindekore mit dezenten Einschlüssen.
Die goldene Kanten
von Ostermann
bieten einen Mix aus
Retro-Elementen
und modernem
Design.
Foto: Ostermann
Ostermann‘s golden
edges offer a mix of
retro elements and
modern design.
Photo: Ostermann
Ostermann: service, diversity, speed
Under the motto “Service. Diversity. Speed.“ Ostermann is presenting numerous new products and services
at Sicam. If you are looking for a mix of retro elements and modern design, gold edges are the perfect
choice. They bring warmth and comfort with a touch of glamour to any room. Ostermann has the right
solution for every application and every taste in its range. Full-surface glossy or matt accent edges give
furniture a high-quality, elegant look without appearing too opulent or overloaded. Wood decors with a soft
metallic sheen or stone decors with subtle inclusions create more subtle effects.
material + technik 17
Sicam 2025
Ravello Nussbaum überzeugt
als ewiger Klassiker für Möbel.
Foto: Schattdecor
Ravello Walnut is a timeless
classic for furniture.
Photo: Schattdecor
Schattdecor:
Expertise und Leidenschaft
Auf der diesjährigen Sicam setzt der Oberflächenspezialist Schattdecor auf sein umfangreiches Gesamtpaket, klare Lösungen,
verlässliche Partnerschaften und gezielte Impulse. „Alles, was zum Start der Produktentwicklung oder auch darüber hinaus benötigt
wird, bieten wir in bewährter Schattdecor-Qualität aus einer Hand“, so Robert Vuga, Vorstand Vertrieb. Besucher und
Kunden erwartet in Pordenone eine besondere Schattdecor-Experience: Der Messestand greift das neue Trendkonzept unter
dem Motto „The Art of Tomorrow“ auf. Hier werden Oberflächenlösungen, Dekore und Trends in Einklang gebracht. Im Bereich
Concept Sense+ können Besucher Dekorlayouts im frühen Entwicklungsstatus
mit der passenden Oberfläche entdecken und Ihren direkten
Input dazu einbringen.
Die Dekor-Highlights der Interzum wie Ravello Nussbaum und Sardes
Eiche sind auch auf der Sicam wieder präsent. Ravello Nussbaum
überzeugt als ewiger Klassiker für Möbel, der sich durch seine Vielseitigkeit
und Natürlichkeit auszeichnet. Die Sardes Eiche ist ein Möbeldekor,
das mit seiner Vielseitigkeit ideal für verschiedene Märkte und
Einsatzgebiete ist und Kunden Flexibilität und Auswahl bietet.
Schattdecor: expertise and passion
Visitors and customers can look forward to a special Schattdecor
experience at Sicam. The trade fair stand will reflect the new trend
concept under the motto “The Art of Tomorrow.“ In the Concept
Sense+ area, visitors can discover decor layouts in the early stages
of development with the matching surface and provide their direct
input. The decorative highlights of Interzum, such as Ravello Walnut
and Sardes Oak, will also be on display at Sicam. Ravello Walnut is
a timeless classic for furniture, characterized by ist versatility and
naturalness. Sardes Oak is a furniture decor that, thanks to its versatility,
is ideal for various markets and areas of application, offering
customers flexibility and choice.
Wessel:
Slim, smart & customised
Zukunftsorientierte Beleuchtungslösungen für private und gewerbliche Anwendungen
und eine aufgefrischte Corporate Identity – so präsentiert sich
Wessel auf der Sicam. Bewusst hat sich das Unternehmen in diesem Jahr
ausschließlich für die italienische Möbelzuliefermesse entschieden. Neben
einem mit diversen Materialien und Funktionen konfigurierbaren Lichtregal,
das selbst Stein zum Leuchten bringt, stellt Wessel zur Sicam ein neues
Trafosystem für die Steuerung unterschiedlicher smarter Beleuchtungsszenarien
vor. Ein zentraler Driver erlaubt es, zwölf und 24-Volt-Leuchtenkonzepte
parallel und ohne Systembruch zu betreiben; Wessel beugt damit der
Umstellungsproblematik auf die im Trend liegenden 24-Volt-Anwendungen
vor. Verschiedene Module lassen sich für die gewünschten Anwendungsszenarien
per Plug-and-Play einfach miteinander verknüpfen. Dank variabler
Schnittstellenprotokolle für private und gewerbliche Anwendungen versteht
das System die Sprache nahezu jeder Leuchte. Für den Einsatz im
Ladenbau und in der Küche hat Wessel zudem seine Ideen zu einer filigranen
und gleichzeitig schwenkbaren Leuchte weiterentwickelt.
Wessel: slim, smart & customised
Future-oriented lighting solutions for private and commercial applications
and a refreshed corporate identity – this is how Wessel presents
itself at Sicam. In addition to a light shelf that can be configured with
various materials and functions and even makes stone glow, Wessel is
presenting a new transformer system for controlling various smart lighting
scenarios at Sicam. Various modules can be easily connected to each
other via plug-and-play for the desired application scenarios. For use in
shopfitting and kitchens, Wessel has also further developed its ideas for
a delicate and swivelling luminaire.
Lässt Stein erleuchten: Wessel stellt zur Sicam ein mit diversen Materialien und
Funktionen konfigurierbares Lichtregal vor. Foto: Wessel
Illuminating stone: Wessel presents a light shelf at Sicam that can be configured
with various materials and functions. Photo: Wessel
18 material + technik
Sicam 2025
Stilprägende optische und subtile haptische Akzente setzt
Häfele mit der neuen Déco Kollektion 2025. Foto: Häfele
Häfele sets stylish visual and subtle tactile accents with its
new Déco Collection 2025. Photo: Häfele
Häfele: Expressive handles
Häfele‘s new Déco Collection 2025 comprises 17 independent model families with
a total of 195 items. “For us, handles are much more than just functional fittings –
they shape furniture and give it character. With the new Déco collection, we are
providing fresh impetus and thus creating visible added value,” explains Michael
Schleeh, Head of Product & Category Management at Häfele. Häfele‘s new handle
collection impresses with a design that thrives on deliberate contrasts: soft and
robust, delicate and functional, purist and playful. These shapes appeal to the senses,
and their surfaces impress with their pleasant feel. Five design lines are the highlights
of the new collection.
Häfele:
Ausdrucksstarke Griffe
Die neue Déco Kollektion 2025 von Häfele umfasst 17 eigenständige
Modellfamilien mit insgesamt 195 Artikeln. „Griffe sind für uns weit
mehr als funktionale Beschläge – sie prägen Möbel und verleihen ihnen
Charakter. Mit der neuen Déco Kollektion setzen wir frische Impulse
und schaffen dadurch sichtbaren Mehrwert“, erklärt Michael
Schleeh, Leitung Product & Category Management bei Häfele. Die
neue Griffekollektion von Häfele besticht durch ein Design, das von
bewussten Gegensätzen lebt: weich und robust, filigran und funktional,
puristisch und verspielt. Diese Formen sprechen die Sinne an, ihre
Oberflächen überzeugen durch angenehme Haptik. Fünf Designlinien
sind die Highlights der neuen Kollektion. Jede spricht ihre eigene Formensprache:
H2510 (Griffe) und H2515 (Knöpfe) verbinden mit ihren
gerändelten Oberflächen industriellen Charme mit sicherem Griff.
H2520 und H2525 zeichnen sich durch eine weich geschwungene Linienführung
aus, die subtile Lichtreflexionen erzeugt. Die Ausführungen
in Holz unterstreichen den natürlichen Charakter der Kollektion.
H2530 und H2535 setzen auf den Kontrast von konvexer Fläche und
präziser Kante. H2540 und H2545 überzeugen mit ihrer klaren, eleganten
Formgebung. Die geschwungenen Enden greifen Gestaltungselemente
fernöstlicher Architektur auf und verleihen den Griffen eine besondere
optische Leichtigkeit. H2550 steht für funktionale Klarheit,
präzise Extrusion und angenehme Haptik.
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Produkte & Konzepte
Maßgeschneiderte
Rolle-zu-Rolle-Beschichtung
Mit einem breiten Produktportfolio und einem Expertenteam sorgt Adler für perfekte Oberflächenqualität. | Neue Programme
Der österreichische Lackhersteller Adler
steht für außergewöhnliche Oberflächenqualität,
Nachhaltigkeitsstandards
und Verarbeitungssicherheit und konnte
so schon lange führende Hersteller
der europäischen Möbel- und Küchenindustrie
von seinen Produkten überzeugen.
Künftig steht dieses Gesamtpaket
auch Verarbeitern im Bereich der
Rolle-zu-Rolle-Beschichtung zur Verfügung.
Den gewohnt kompetenten Adler-Service
garantiert dabei ein neu zusammengestelltes
Expertenteam: der erfahrene
Lacktechniker Ralf Menke im
technischen Außendienst, der Chemiker
Dr. Sebastian Bräuchle im Labor
und Vertriebsprofi Julian Berghofer.
Besondere Anforderungen
Extrem schnelle Vorschubgeschwindigkeiten,
hohe Anforderungen an Widerstandsfähigkeit
und Oberflächenqualität
bei geringsten Auftragsmengen, dazu
eine große Vielfalt an Substraten, Applikations-
und Härtungsverfahren: Das
Rolle-zu-Rolle-Verfahren bedeutet
enorme Herausforderungen für den Beschichtungsprozess.
Bei Adler sieht
man sich dafür jedoch gerüstet: „Unser
vielfältiges Produktsortiment bietet eine
hervorragende Basis, um alle Anforderungen
abzudecken, sei es in Bezug auf
Optik und Haptik der Oberfläche, auf
In einem modernen Anlagenpark können alle gängigen Verfahren abgebildet werden. Fotos: Adler
All common processes can be mapped in a modern plant park. Photos: Adler
Haftung und Elastizität oder spezielle
Härtungsverfahren“, erklärt Dr. Bräuchle.
Dazu verfügt Adler über ein modern
ausgestattetes anwendungstechnisches
Kompetenzzentrum, in dem
sämtliche Prozesse unter Laborbedingungen
nachgestellt werden können.
Darüber hinaus punkte Adler mit hoher
Expertise und Glaubwürdigkeit im Bereich
der Nachhaltigkeit, erklärt Dr.
Bräuchle: „Wir verfolgen eine konsequente
Nachhaltigkeitsstrategie nach
den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.
Unsere emissionsarmen Lacksysteme
mit einem hohen Anteil nachwachsender
Rohstoffe ermöglichen eine nachhaltige
Oberflächenveredelung in
höchster Qualität.“
Verarbeitungssicherheit
Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen
Zusammenarbeit – das gilt ganz
besonders im industriellen Bereich: „Die
Verarbeiter stellen nicht nur hohe Ansprüche
an Produktleistung, Effizienz
und Umwelteigenschaften, sondern erwarten
vor allem gleichbleibende Qualität
und Verarbeitungssicherheit“, weiß
Ralf Menke aus seiner langjährigen Erfahrung.
Adler setzt dabei auf Kompromisslose
Qualitätsstandards und eine
ausgeprägte Serviceorientierung: „Unser
Anspruch ist es, maßgeschneiderte
Lösungen für jeden industriellen Anwender
zu entwickeln und unsere Produkte
optimal an dessen Prozesse anzupassen“,
erklärt Julian Berghofer, Key
Account Manager für die Möbelindustrie.
Der Sohn von Adler-Geschäftsführerin
Andrea Berghofer vertritt die vierte
Generation in dem 1934 gegründeten
Familienunternehmen. Das Angebot
von Adler im Bereich Rolle-zu-Rolle-Beschichtung
wird auch auf dem Messeauftritt
des Unternehmens auf der Sicam
2025 in Pordenone im Mittelpunkt
stehen.
Das kompetente Adler-Team garantiert beste Lösungen: Dr. Sebastian Bräuchle,
Julian Berghofer, Ralf Menke (v. l.).
The expert Adler team guarantees the best solutions: Dr. Sebastian Bräuchle,
Julian Berghofer, Ralf Menke (from left).
Custom-made roll-to-roll coating
Extremely fast feed speeds, high demands on resistance and surface quality
with minimal application quantities, plus a wide variety of substrates, application
and curing processes: roll-to-roll processing poses enormous challenges for the
coating process. However, Austrian paint manufacturer Adler is well equipped to
meet these special requirements and will be able to make its product portfolio
available to processors in the field of roll-to-roll coating. A newly assembled team
of experts guarantees the usual competent Adler service: experienced paint
technician Ralf Menke in the technical field service, chemist Dr. Sebastian
Bräuchle in the laboratory, and sales professional Julian Berghofer.
20 material + technik
Produkte & Konzepte
Leichtbau
neu
gedacht
Innovationen aus dem Labor für die
Möbelindustrie
Dekorative Beschichtung einer Aluminiumwabenplatte mit CPL, die sich besonders für Möbel im Yachtbau eignet.
Decorative coating of an aluminium honeycomb panel with CPL, which is particularly suitable for furniture in yacht construction.
Leichtbau ist mehr als ein Trend – er
ist essenziell für nachhaltiges Design
im Möbel- und Innenausbau. Insbesondere
Sandwich- und Wabenplatten
kombinieren Stabilität mit Ressourceneffizienz
und stehen damit
zunehmend im Fokus der Industrie.
Mit seinen Innovationen auf dem Gebiet
der Klebstoffe trägt Henkel dazu
bei, dass die Einrichtungsindustrie
bei reduziertem Materialeinsatz die
Performance ihrer Produkte steigern
und sich damit entscheidende Wettbewerbsvorteile
verschaffen kann.
Im Henkel Inspiration Center Düsseldorf,
dem technischen Zentrum des
Klebstoffspezialisten, können Leichtbauplatten
mit unterschiedlichen
Klebstoffsystemen hergestellt und
praxisnah geprüft werden. Dabei
setzt Henkel auf ein breites Portfolio
von Heißschmelzklebstoffen (unter
der Marke „Technomelt“ angeboten)
über flüssige Polyurethan-Systeme
(„Loctite“) bis hin zu verschiedenen
Auftragsmethoden, die reale Fertigungsprozesse
abbilden.
Darüber hinaus deckt die Expertise
von Henkel zahlreiche Materialien ab
– Isolationsstoffe wie XPS, PIR-
Schaum und Mineralwolle, innovativen
Leichtbaukerne wie die
„Lisocore“-Platte oder bekannte Lösungen
wie Papierwaben. Sinnvoll
erachten die Henkel-Ingenieure insbesondere
den Einsatz von Hotmelt-
Klebstoffen bei der Herstellung von
Wabenplatten: Im Gegensatz zu
häufig verwendeten wasserbasierten
Systemen bieten Hotmelts den Vorteil
der sofortigen Festigkeit. Die
Platten können unmittelbar nach der
Verklebung weiterverarbeitet werden,
ohne zusätzlichen Energieaufwand
für Trocknungsprozesse. Ein
spezielles kontaktloses Sprühverfahren
sorgt dafür, dass der Klebstoff
präzise nur dort appliziert wird, wo er
für die Verklebung benötigt wird – effizient
und ressourcenschonend.
Technologische Einblicke
Die Fertigung von Sandwich- und
Wabenplatten stellt hohe Anforderungen
an Material, Prozess und
Klebstoff. Entscheidend sind eine
gleichmäßige Verklebung, die Vermeidung
von Fehlstellen sowie die
Anpassung an unterschiedliche
Kernmaterialien. Mit seinen Verfahren
zeigt Henkel, dass Hotmelt-
Technologien nicht nur eine Alternative,
sondern in vielen Fällen eine
deutliche Weiterentwicklung darstellen.
Sie ermöglichen leichtere, stabilere
und gleichzeitig nachhaltigere
Produkte – ein wichtiger Schritt hin
zur Industrie 4.0 im Möbelbau.
Blick auf Morgen
Aktuell arbeitet Henkel in Kooperation
mit der Technischen Hochschule
Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) an einem
neuen, patentierten Verfahren
zur Herstellung von Wabenplatten
mittels Hotmelt-Technologie. Ziel ist
es, Prozesssicherheit, Energieeffizienz
und Emissionsarmut zu vereinen.
Die Performance dieses Verfahrens
hat Henkel unlängst im Rahmen des
Symposiums der Interessengemeinschaft
Leichtbau (igeL) erstmals im
Detail vorgestellt und dabei die Möbelindustrie
dazu eingeladen, den
nächsten Schritt im Leichtbau gemeinsam
mit Henkel zu gehen.
ba
A new approach to lightweight construction
With its innovations in the field of adhesives, Henkel is helping the furnishing
industry to improve the performance of its products while reducing the
amount of material used, thus giving it a decisive competitive edge. At the
Henkel Inspiration Center in Düsseldorf, lightweight panels can be manufactured
and tested with different adhesive systems. Henkel not only relies
on a broad portfolio of adhesives such as “Technomelt” or “Loctite”, but can
also cover numerous materials – from insulation materials such as XPS, PIR
foam and mineral wool to innovative lightweight construction cores such as
the “Lisocore“ board or well-known solutions such as paper honeycomb.
Henkel is currently working in cooperation with the Ostwestfalen-Lippe
University of Applied Sciences (TH OWL) on a new, patented process for
the production of honeycomb panels using hotmelt technology. The aim is
to combine process reliability, energy efficiency and low emissions.
Herstellung von Leichtbauplatten für Fassaden
mit Isolationsmaterial als Füllung.
Production of lightweight panels filled with
insulation material for facades.
Spezialplatte in Holzoptik mit Aluminiumwabenkern
für die Anwendung im Yachtbau. Fotos: Henkel
Special wood-look panel with aluminium
honeycomb core for use in yacht building.
Photos: Henkel
material + technik 21
News
Lasse Wessel tritt bei Wessel – Licht für Möbel
als Geschäftsführer in die Fußstapfen
seines Vaters Stefan. Foto: Wessel
Lasse Wessel follows in the footsteps of his
father Stefan as managing director of Wessel –
Licht für Möbel. Photo: Wessel
Wessel:
Auch in Zukunft inhabergeführt
Seit 1. August 2025 führt Lasse Wessel (30) gemeinsam mit Maximilian
Sander (34) die Geschäfte der Wessel – Licht für Möbel
GmbH, Herford. Lasse kommt für seinen Vater Stefan Wessel.
Dieser hatte das Unternehmen 1999 aus der Ludwig Wessel
GmbH & Co. KG, die er bis heute in der dritten Generation führt,
ausgliedert und neu gegründet. Lasse Wessel studierte Wirtschaftsingenieurwesen
mit den Schwerpunkten Maschinenbau
und Automotive. Von 2021 bis 2025 war er in der zur Porsche AG
gehörenden MHP Management- und IT-Beratung in Düsseldorf
als Consultant tätig. MHP unterstützt Kunden bei der Digitalisierung
ihrer Prozesse und Produkte und begleitet bei IT-Transformationen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bei der Wessel –
Licht für Möbel GmbH steht Lasse Wessel nun an der Seite von
Maximilian Sander für eine geregelte Nachfolge und für Kontinuität.
Sander ist bereits seit 2020 Geschäftsführer. Stefan Wessel wird sich
zum 31. Dezember 2025 aus dem operativen Geschäft zurückziehen,
bleibt aber darüber hinaus beratend tätig. Das in Herford ansässige
und weiterhin inhabergeführte Familienunternehmen entwickelt und
produziert maßgeschneiderte Beleuchtungslösungen für die Möbelindustrie,
den Laden- und Schiffsbau sowie den Objektbereich. Vom 14.
bis 17. Oktober 2025 präsentiert sich Wessel mit dem neuen Geschäftsführerduo
auch auf der Sicam im italienischen Pordenone.
Wessel: Remaining owner-run
Since August 1, 2025, Lasse Wessel (30) has been managing the business of Wessel – Licht für Möbel GmbH, Herford,
together with Maximilian Sander (34). Lasse is taking over from his father Stefan Wessel, who carved out the company
from Ludwig Wessel GmbH & Co. KG, which he re-established in 1999 and still runs today in its third generation. At
Wessel – Licht für Möbel GmbH, Lasse Wessel now stands alongside Maximilian Sander to ensure continuity and an
orderly succession. Stefan Wessel will retire from operational business on December 31, 2025, but will continue to
serve in an advisory capacity. The Herford-based family business develops and manufactures customized lighting solutions
for the furniture industry, shopfitters, shipbuilders, and the commercial sector.
Ekornes + Mondi:
Papierbasierte Matratzen-Verpackungen
Mondi, ein weltweit führender Anbieter von nachhaltigen Verpackungen und Papier mit rund 24.000 Mitarbeitern, arbeitet
gemeinsam mit Ekornes, dem größten Möbelhersteller der nordischen Region, daran, eine innovative
papierbasierte Verpackungslösung für hochwertige Matratzen einzuführen und die bisherige
Kunststofflösung zu ersetzen. Künftig verwendet Ekornes deswegen Mondis
„re/cycle CompressWrap“, um seine Matratzen sicher zu verpacken und beim
Transport zu schützen. Die Matratzenverpackung besteht aus zwei Komponenten:
Einer Kompressionsumhüllung und einer Sekundärverpackung.
Im ersten Schritt sorgt Mondis „FunctionalBarrier Paper 95/5“
dank seiner dünnen Beschichtung für Haltbarkeit und Vakuumversiegelung
während des Kompressionsprozesses. Im zweiten Schritt
wird die komprimierte und gerollte Matratze mit einer Außenverpackung
aus Mondis „FunctionalBarrier Paper Reduce“ versehen, das
hervorragende Versiegelungseigenschaften bietet, um die hochwertige
Matratze während des Transports sicher zu schützen. Die neue Lösung
ersetzt die bisherige Kunststoffverpackung von Ekornes und bietet eine Alternative
aus Fasern als erneuerbarem Rohstoff, die der wachsenden Nachfrage
der Verbraucher nach nachhaltigeren Verpackungen gerecht werden soll.
Bei Ekornes kommen künftig nachhaltige
papierbasierte Matratzen-Verpackungen von
Mondi zum Einsatz. Foto: Mondi
Ekornes will be using sustainable paper-based
mattress packaging from Mondi in the future.
Photo: Mondi
Ekornes + Mondi: Paper-based mattress packaging
Mondi, a leading global provider of sustainable packaging and paper with around 24,000 employees, is
working with Ekornes, the largest furniture manufacturer in the Nordic region, to introduce an innovative
paper-based packaging solution for high-quality mattresses, replacing the previous plastic solution. The
mattress packaging consists of two components: a compression wrap and secondary packaging. The new
solution replaces Ekornes’ previous plastic packaging and offers an alternative made from fibers as a renewable
raw material, which is intended to meet growing consumer demand for more sustainable packaging.
22 material + technik
News
ter Hürne:
Eingeschlagenen Kurs fortsetzen
Geschäftsführer Bernhard ter Hürne scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus dem operativen Geschäft
von ter Hürne, einem der führenden europäischen Parkett- und Fußbodenproduzenten mit Sitz
in Südlohn im westlichen Münsterland, aus. Das bestens positionierte Unternehmen setzt seinen Weg
unter neuer Leitung fort. Bernhard ter Hürne hatte die Führung des Unternehmens in zweiter Generation
von seinem Vater Otger ter Hürne im Jahre 1994 übernommen und es mit visionärem Blick, Innovationskraft
und einem klaren Bekenntnis zum Standort Südlohn weiterentwickelt. Mit seinem persönlichen
Engagement und seiner fachlichen Expertise hat sich der mittelständische Produzent zu einem
der namhaftesten Anbieter in der Branche für Bodenbeläge und Wandpaneele etabliert – sowohl in
Deutschland als auch in den internationalen Märkten. Die Geschäftsführung wird ab sofort vollständig
von Torsten Nienhaus übernommen. Nienhaus bringt über 30 Jahre Erfahrung in der Branche mit und
hat die Unternehmensstrategie in enger Abstimmung mit Bernhard ter Hürne maßgeblich mitgestaltet.
„Wir werden den gemeinsam erarbeiteten Plan konsequent fortführen. Unser Kurs ist klar: Wir investieren
weiter in eine erfolgreiche Zukunft, bei der Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit die wesentlichen
Eckpfeiler bilden. Dabei setzen wir selbstverständlich weiter auf den Standort Südlohn und bleiben als
Familienunternehmen fest in unserer Region verwurzelt“, so Nienhaus.
ter Hürne: Continuing on the same course
Managing Director Bernhard ter Hürne is stepping down from the operational side of ter Hürne, one
of Europe‘s leading parquet and flooring manufacturers based in Südlohn in western Münsterland, for
health reasons. Nienhaus will take over full management of the company with immediate effect.
Torsten Nienhaus has gained over 30 years of experience in the industry and played a key role in
shaping the company‘s strategy in close collaboration with Bernhard ter Hürne. „We will continue to
consistently implement the plan we have developed together. Our course is clear: we will continue to
invest in a successful future based on the cornerstones of quality, innovation, and sustainability.
Bernhard ter Hürne führte das Familienunternehmen in
zweiter Generation – aus gesundheitlichen Gründen scheidet
er nun aus der operativen Leitung aus. Foto: ter Hürne
Bernhard ter Hürne led the family business in its second
generation—he is now stepping down from operational
management for health reasons. Photo: ter Hürne
Heinrich Wehmeyer Westf. Holzkontor:
Feiert sein 100-jähriges Bestehen
Die Heinrich Wehmeyer Westf. Holzkontor GmbH & Co. KG blickt stolz auf ihre
100-jähriges Jubiläum zurück. Seit der Gründung im Jahr 1925 durch den westfälischen
Kaufmann Heinrich Wehmeyer hat sich das Unternehmen als einer der
führenden deutschen Anbieter von Edelfurnieren, Schnittholz und Holzprodukten
mit besonderem Schwerpunkt auf hochwertiger europäischer Eiche etabliert –
sowohl regional als auch international. Begonnen als Sägewerk in Havixbeck bei
Münster, wandelte sich das Unternehmen
nach dem Krieg 1950 in
ein Furnierwerk. Bereits im Jahr
1928 übernahm Heinrich Wehmeyer
das Westfälische Holzkontor in
Münster, eine Holzgroßhandlung
am Hansaring am Hafen Münster,
die sich auf Sperrholz, Eichenmassivholz
und Tischlerplatten spezialisiert
hatte. Trotz der Zerstörungen
im Zweiten Weltkrieg und der Herausforderungen der Nachkriegszeit blieb das
Unternehmen seinen Grundsätzen treu und baute seine Marktposition kontinuierlich
aus. Ab den 1960er Jahren erweiterte die zweite Generation unter Kaufmann
Heinrich Johann Wehmeyer das Sortiment und legte den Grundstein für die heutige
duale und internationale Geschäftsstrategie: die Produktion von hochwertigen
Edelfurnieren sowie den Holzgroßhandel. Aktuell werden die Geschäfte von Heinrich
Johann, Heiner und Klaus Wehmeyer geführt. Mit Hendrik Wehmeyer ist aber
auch die dritte Generation schon voll an Bord.
100 Jahre Unternehmensgeschichte und drei Familien-Generationen auf einem Bild:
Hendrik, Heiner, Heinrich und Klaus Wehmeyer. Fotos: Wehmeyer
100 years of company history and three generations of the family in one picture:
Hendrik, Heiner, Heinrich, and Klaus Wehmeyer. Photos: Wehmeyer
Heinrich Wehmeyer Westf. Holzkontor: Celebrating its 100th anniversary
Heinrich Wehmeyer Westf. Holzkontor GmbH & Co. KG proudly looks back on
its 100th anniversary. Since its founding in 1925 by Westphalian merchant
Heinrich Wehmeyer, the company has established itself as one of Germany‘s
leading suppliers of fine veneers, sawn timber, and wood products, with a
particular focus on high-quality European oak – both regionally and internationally.
Starting in the 1960s, the second generation under businessman Heinrich
Johann Wehmeyer expanded the product range and laid the foundation for
today‘s dual and international business strategy: the production of high-quality
fine veneers and wholesale timber.
material + technik 23
Produkte & Konzepte
Homeline Comfort Zone: Matratzen, die mit
diesem System ausgestattet sind, können je nach
Bedarf härter oder weicher eingestellt werden.
Homeline Comfort Zone: Mattresses equipped
with this system can be adjusted to be harder or
softer as required.
Mehr Komfort und
Funktionalität
Linak zeigte auf der Interzum spannende Lösungen für
Hersteller von Komfortmöbeln | Neue Programme
Update für die Bed-Control-App von
Linak: Jetzt ist es noch einfacher, das
Bett mit dem Smartphone zu verbinden
und darüber zu steuern. Fotos: Linak
Update for Linak‘s Bed Control app: It is
now even easier to connect the bed to
your smartphone and control it via the
app. Photos: Linak
Der dänische Spezialist für elektrische
Komfortbeschläge Linak trat auf der Interzum
mit einer Reihe von neuen Lösungen
für den Büro-, Wohn- und
Schlafbereich auf. Eine wichtige Rolle
spielte dabei die neue Hubsäulenserie
„Experience“. Sie bietet eine Verstellgeschwindigkeit
von 80 mm/s, eine hohe
statische Tragfähigkeit und ein besonders
leises Betriebsgeräusch, was Linak
auf seinem Messestand auch unter
Beweis stellte.
Gleichzeitig hat das Unternehmen bei
dieser Serie die Gewährleistung auf
zehn Jahre verdoppelt. Ein weiterer
Grund für die Verleihung des Interzum-
Awards für „hohe Produktqualität“ war
nicht zuletzt der reduzierte Energieverbrauch
sowie die Abwärtskompatibilität
der neuen Hubsäulen.
Darüber hinaus zeigte Linak den neuen
„Desk Frame 5“ für Büromöbel sowie
mit dem höhenverstellbaren vierbeinigen
„Desk Frame 4 (DF4)“ eine Lösung,
die nicht nur im Büro, sondern auch im
Wohnbereich, etwa beim Esstisch eine
gute Figur macht.
Innovation für Matratzenhärte
Eine Weltneuheit gab es für den Schlafbereich
„Homeline“ zu sehen, wo das
Unternehmen eine Lösung vorstellte,
mit der durch zwei im Lattenrost integrierte
Motoren der Härtegrad einer Matratze
im Schulter- und Beckenbereich
reguliert werden kann. Matratzen, die
mit diesem System ausgestattet sind,
können je nach Bedarf härter oder weicher
eingestellt werden. Die Aktuatoren
drücken in die Federn der Matratze, um
den Härtegrad zu erhöhen, oder sie lassen
die Matratze einsinken, um ihr ein
weicheres Gefühl zu geben.
Technisch wird die Einstellung mit dem
Linak-„Baselift“ umgesetzt. Dank seiner
hohen Kraft von 1.500 Newtonmeter
kann er auf sehr einfache Weise die
Härte der Matratze an verschiedenen
Zonen individuell einstellen.
Hier will Linak nach eigenen Angaben
mit Herstellern von Lattenrosten künftig
zusammenarbeiten. Zudem hatte
das Unternehmen die kabellose integrierte
Bedieneinheit „BP20“, die Akku-
Lösung „BA002“ mit Tiefschlafmodus
sowie einen Aufsteh- und Relaxsessel
ausgestellt, bei dem Sitzfläche und
Armlehnen hochgefahren werden können,
um den Nutzern das Aufstehen zu
erleichtern.
ba
Linak: Greater comfort and functionality
Linak presented a range of new solutions for office, living and sleeping areas
at Interzum. The new „Experience“ lifting column series played an important
role in this. A world first was on display for the „Homeline“ bedroom segment,
where the company presented a solution that uses two actuators integrated
into the slatted frame to adjust the firmness of a mattress in the shoulder and
pelvic areas. According to Linak, it intends to collaborate with manufacturers
of slatted frames in the future.
24 material + technik
Produkte & Konzepte
Mit „Circular Edge“ in
eine nachhaltige Zukunft
Die Surteco-Gruppe hat gleich zwei umweltfreundliche Kantenvarianten für die Kreislaufwirtschaft angekündigt | Neue Programme
Mit der Surteco-Gruppe hat jetzt ein
weltweit führendes Unternehmen der
Oberflächentechnologie eine ganz neue
Linie nachhaltiger Polypropylen-Kantenbänder
(PP) angekündigt. „Circular
Edge“ soll die wachsende Nachfrage
der Möbelindustrie nach umweltfreundlichen
Materialien befriedigen und die
Einhaltung neuer gesetzlicher Vorschriften
ermöglichen. Die neue Reihe baut
dabei auf dem starken Fundament der
Standard-PP-Kanten des Unternehmens
auf, die in der Möbelindustrie
bestens etabliert sind und vor allem für
Langlebigkeit und Effizienz stehen.
Umweltbelastung verringern
Unter dem Namen „Circular 50“ werden
Kantenbänder vermarktet, die zu mehr
als 50 Prozent aus Post-Industrial-Rezyklaten
(PIR) bestehen. Bei der Zertifizierung
des Produktes setzt Surteco auf
das „Flustix Recycled“-Siegel. Diese
Variante reduziert den Product Carbon
Footprint (PCF) um 47 Prozent (Vergleichsbasis:
Standard-PP – PCF = 100
Prozent) und bietet eine nachhaltige Lösung
für Hersteller, die bestrebt sind,
ihre Umweltbelastung zu verringern.
Surteco will sein Kantensortiment um zwei nachhaltige Varianten unter der Linie „Circular Edge“ erweitern. Fotos: Surteco
Surteco plans to expand its edging range with two sustainable variants under the “Circular Edge” line. Photos: Surteco
Keine Kompromisse bei Design und
Umweltschutz sollen Surteco-Kunden
eingehen müssen.
Surteco customers should not have to
compromise on design and environmental
protection.
Bei „Circular 100“ handelt es sich um
PP-Kantenbänder, die aus biobasiertem
Polypropylen hergestellt werden, was
nach dem „ISCC PLUS“-Standard zertfiziert
wird. Durch den Einsatz des Massenbilanz-Ansatzes
soll die Rückverfolgbarkeit
entlang der gesamten
Wertschöpfungskette sichergestellt
werden. Der Product Carbon Footprint
(PCF) sinkt dabei um 143 % (Vergleichsbasis:
Standard-PP – PCF =
100 %), was sogar zu negativen Werten
in der CO 2
-Bilanz führt. Damit sind die
„Circular 100“-Kantenbänder die ideale
Wahl für engagierte Hersteller, die eine
führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit
übernehmen und die höchsten Umweltstandards
erfüllen möchten.
Cradle-to-Gate-Ansatz
Surteco setzt dabei auf den Cradle-to-
Gate-Ansatz, um die CO 2
-Bilanz seiner
Produkte zu messen – von der Rohstoffgewinnung
bis zum Verlassen des
Werks. Diese Methodik berücksichtigt
Scope-1-Emissionen (direkte Emissionen
aus internen Prozessen), Scope-
2-Emissionen (indirekte Emissionen aus
eingekaufter Energie) und Upstream
Scope-3-Emissionen (Emissionen, die
mit der Rohstoffgewinnung, Produktion
und dem Transport verbunden sind).
Die Anwendung der Greenhouse-Gas-
Protocol-Methodik (GHG) soll dabei die
Einhaltung internationaler Standards
und die Umsetzung der EU-Richtlinie
zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
von Unternehmen (CSRD) gewährleisten.
Diese stellt Transparenz und Vergleichbarkeit
der Emissionsdaten für regulatorische
und Nachhaltig keitsberichte
sicher. „Mit ‚Circular Edge‘
geht Surteco einen entscheidenden
Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft
und bietet Kantenlösungen an, die
höchsten Qualitätsstandards entsprechen
und erheblich zur Reduzierung der
CO 2
-Emissionen beitragen. Nachhaltigkeit
ist nicht mehr nur optinonal, und
‚Circular Edge‘ ermöglicht es unseren
Kunden, nachhaltig zu handeln, ohne
Kompromisse bei Qualität und Design
einzugehen“, so Dr. Christoph Kremer,
Head of Product Line Management BU
Edgebands bei der Surteco GmbH.
Towards a sustainable future with “Circular Edge”
Surface specialist Surteco has announced “Circular Edge,” a new series of
sustainable polypropylene (PP) edgebands that includes two variants. Edgebanding
marketed under the name “Circular 50” consists of more than 50 per
cent post-industrial recyclates (PIR), reducing the product carbon footprint
(PCF) by 47 per cent. “Circular 100” refers to PP edgebands made from biobased
polypropylene, which even result in a negative CO 2
balance thanks to a
reduction of 143 per cent.
material + technik 25
Macher & Märkte
Deutsche Möbelindustrie
Hoffnung auf gute Exporte
Die deutsche Möbelindustrie kämpft mit Umsatzeinbußen. Sie fallen auf dem Heimatmarkt deutlich größer aus als im Exportgeschäft,
auf welchem einige Hoffnungen ruhen – trotz der Verwerfungen, die die US-Politik nach sich zieht.
Die deutsche Möbelindustrie hat in der
ersten Jahreshälfte 2025 rund 7,9 Mrd.
Euro umgesetzt. Das sind 5,1% weniger
als im Vorjahreszeitraum. Während
das Minus auf dem Heimatmarkt 6,2%
betrug, fielen die Umsatzeinbußen im
Exportgeschäft geringer aus: Hier betrug
das Minus 2,9%.
Die Exportquote der deutschen Möbelindustrie
lag mit 34,1% sogar leicht
über dem Vorjahreswert (33,4%). Für
das Gesamtjahr erwartet Jan Kurth, Geschäftsführer
der Verbände der Deutschen
Möbelindustrie, ein Minus von
3%.
„Unsere Branche sieht sich weiterhin
schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
gegenüber: International
aufgrund der vielfältigen Auswirkungen
der US-Zollpolitik, vor allem aber auf
dem Heimatmarkt“, so Kurth.
Spanien-Exporte: Gutes Plus
Beim Exportgeschäft sind erhebliche
Unterschiede auf den wichtigsten Absatzmärkten
zu beobachten. Die Ausfuhren
nach Frankreich, dem größten
Exportmarkt, lagen um 3% unter dem
Vorjahr. Einbußen gab es auch bei den
Möbellieferungen nach Österreich
(-4,2%), in die Niederlande (-0,7%) und
das Vereinigte Königreich (-5%).
In der auf Rang zwei rangierenden
Schweiz gelang dagegen ein Zuwachs
von 1,1%. Auch die Exporte nach Italien
zogen an (plus 1,6%). Besonders erfreulich
ist der starke Anstieg der Ausfuhren
nach Spanien in Höhe von 6,1%,
der vor allem auf den florierenden Wohnungsbau
des Landes zurückzuführen
ist.
Den wichtigsten außereuropäischen Exportmarkt
für Möbel „made in Germany“
stellen die Vereinigten Staaten dar.
Der Absatz konnte hier 2025 in der ersten
Jahreshälfte um 3,7% auf rund 132
Mio. Euro ausgebaut werden. Allerdings
ist der Ausblick eingetrübt: Ein Großteil
der Unternehmen rechnet mit negativen
Auswirkungen durch die US-Zölle in
Höhe von derzeit 15%, wie eine aktuelle
Verbandsumfrage zeigt. So stellen
sich rund 85% der in den USA tätigen
Möbelhersteller für ihr Exportgeschäft
in die Vereinigten Staaten künftig auf
Rückgänge ein.
Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie. Foto: VDM
Jan Kurth, Managing Director of the German Furniture Industry Associations.
Photo: VDM
Schwieriges China-Geschäft
„Für neue Verunsicherung sorgt die Ankündigung
von Donald Trump, im Rahmen
einer Sektoruntersuchung höhere
Zölle auf Möbelimporte prüfen zu wollen.
Sein erklärtes Ziel lautet, die heimische
Möbelindustrie zu stärken“, erklärt
Kurth.
Bei den Exporten nach China, dem
weltweit größten Möbelmarkt, mussten
die deutschen Möbelhersteller erhebliche
Einbußen (-42%) hinnehmen.
Grund ist der verstärkte Wettbewerb auf
dem chinesischen Markt. Infolge der
hohen US-Zölle auf chinesische Möbel
suchen die chinesischen Hersteller ihre
Chancen verstärkt auf dem Heimatmarkt.
China ist nach Vietnam der
zweitgrößte Möbellieferant für die Vereinigten
Staaten.
Auch bei den Möbelimporten nach
Deutschland sind die Folgen der US-
Zollpolitik zu spüren: Da die Absatzmöglichkeiten
für chinesische Möbel
auf dem amerikanischen Markt infolge
der Zölle erschwert sind, drängen noch
mehr China-Möbel auf den deutschen
Markt als bislang. In der ersten Jahreshälfte
kletterten die Möbeleinfuhren aus
dem Reich der Mitte um rund 25% auf
1,7 Mrd. Euro. Damit steht China für
30% der deutschen Möbelimporte.
Zweitwichtigstes Lieferland ist Polen
mit einem Anteil von 28%.
Bei den Einfuhren aus Polen gab es ein
Plus von knapp 9% auf fast 1,6 Mrd.
Euro. Auch die Möbellieferungen aus
Italien (plus 27%) und aus Vietnam (plus
21%) legten spürbar zu. Insgesamt
wuchsen die Möbelimporte nach
Deutschland um fast 15% auf 5,6 Mrd.
Euro. Der Importanteil am deutschen
Möbelmarkt stieg vor diesem Hintergrund
auf 59,8% (2024: 53,1%).
Export-Wirtschaft ernüchtert
Auch gesamtwirtschaftlich blicken die
Analysten des Münchner Ifo-Instituts
skeptisch auf Deutschland. „In der Exportwirtschaft
macht sich Ernüchterung
breit“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der
ifo-Umfragen. „Ein Zollsatz von 15 Prozent
von den USA ist zwar weniger als
befürchtet, wird aber dennoch die Exportdynamik
abschwächen.“
Die Exporterwartungen des Instituts haben
sich im August verschlechtert – auf
aktuell -3,6%, nach -0,3% im Juli. Die
Unternehmen der Möbelindustrie erwarten
nach Angaben der Analysten indes
steigende Exporte.
stm
German Market: hope for good export business
The German furniture industry expects a decline of 3% for 2025 as a whole. In
the first half of the year, turnover was down 5.1% year-on-year: -6.2% on the
domestic market and -2.9% in the export business. At 34.1%, the export quota
of the German furniture industry was slightly above the previous year‘s figure
(33.4%). Exports to France, the largest export market, were 3% below the
previous year‘s level, while exports to Spain increased by 6.1%.
The most important non-European export market for German furniture is the
USA. Sales here increased by 3.7% to around 132 million Euros in the first half
of the year. However, the majority of companies expect negative effects from
the US tariffs, which currently stand at 15%.
German furniture manufacturers suffered losses of 42% in exports to China.
The reason for this is increased competition on the Chinese market. In the first
half of the year, furniture imports from China climbed by around 25% to 1.7
billion Euros. This means that China accounts for 30% of German furniture
imports. The second most important supplier country is Poland with a share of
28%. Furniture deliveries from Italy (up 27%) and Vietnam (up 21%) also
increased significantly.
26 material + technik
Macher & Märkte
Der schwache Möbelkonsum
trifft auch die Unternehmen der
Zuliefererindustrie (hier Besucher
der Sicam 2024). Foto: Sicam
Weak furniture consumption also
affects companies in the supplier
industry (here, visitors to the
Sicam trade fair in 2024).
Photo: Sicam
Marktentwicklung in Italien
Schwacher Konsum, teure Zölle
Italien ist ein Top-Akteur der Möbelindustrie in Europa, doch die Herausforderungen bleiben groß. Der Umsatz der Produzenten ist
rückläufig, der wichtige Exportmarkt USA durch die Zollpolitik Donald Trumps schwer belastet.
Mehr als jeder fünfte Euro in der EUweiten
Möbelproduktion wird von Herstellern
aus Italien erwirtschaftet: 22%.
2024 schloss die Möbelindustrie des
Landes nach Angaben des italienischen
Marktforschungsinstituts CSIL dennoch
mit einem Minus von 3% ab. Für das
laufende Jahr wird zwar mit einer leichten
Verbesserung, aber dennoch weiteren
Verlusten gerechnet. Das trifft naturgemäß
auch die Zulieferer.
Während der gesamten italienischen
Wirtschaft für 2025 ein Plus von 0,7%
prognostiziert wird, rechnet das CSIL
mit einem Umsatzrückgang der Möbelindustrie
um real 2%. Der Sektor habe
sich jedoch resilienter gezeigt als seine
wichtigste europäische Konkurrenz:
„Die italienische Möbelbranche profitierte
von einer größeren geografischen
Diversifizierung und einer Positionierung
im mittleren bis hohen Preissegment,
wodurch die Verluste in einem
Umfeld, das durch einen Rückgang der
Bauinvestitionen und einen Rückgang
des Konsums gekennzeichnet war, begrenzt
wurden.“
Zollstreit fördert Unsicherheit
Gleichzeitig bleiben belastbare Prognosen
schwierig. Das liegt nicht nur an
der politischen Großwetterlage, sondern
auch an der restriktiven Handelspolitik
der USA. „Vor allem die unvorhersehbare
Einführung neuer Zölle
durch die neue US-Regierung verändert
das globale Handelssystem“, so CSIL.
Trumps jüngste Ankündigung, weitere
Möbelzölle zu prüfen, sorgt für zusätzliche
Unruhe. Die USA sind der wichtigste
Nicht-EU-Markt der italienischen
Holz- und Möbelindustrie und der
zweitgrößte Markt insgesamt.
Italienische Unternehmen haben ihren
Umsatz in den USA nach Angaben des
Industrieverbandes Federlegno Arredo
in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht:
von 848 Mio. Euro im Jahr 2013
auf 2,2 Mrd. Euro im Jahr 2024. Zuletzt
hatte die Unsicherheit im Zollbereich
aber bereits spürbare Auswirkungen:
Schon im Mai 2025 gingen die italienischen
Exporte in die USA um 6,6% zurück.
Seit dem 18. August gelten außerdem
50%-Zölle auf 407 Produkte mit
Metallteilen: Exporteure müssen nun
angeben, woher jedes verwendete Material
stammt. „Jeder Export wird extrem
komplex zu handhaben“, so Claudio
Feltrin, der Präsident von
Federlegno Arredo. „Wären die Zölle bei
15% geblieben, hätten wir zumindest
eine feste Basis gehabt.“ Die CSIL-
Italian market: weak consumption, expensive tariffs
According to the market research institute CSIL, the Italian furniture industry
closed 2024 with a 3% decline in sales. For the current year, a real decline in
sales of 2% is expected for the furniture industry. However, market researchers
say that the furniture sector has proven to be more resilient than its main European
competitors. Reliable forecasts remain difficult due to US tariff policy. The
US is the most important non-EU market for the Italian wood and furniture industry,
with sales of 2.2 billion Euros in 2024. In May 2025, Italian exports to the US
fell by 6.6%, a decline linked to fears of new tariff barriers. In addition, there are
50% tariffs on 407 products containing metal parts. Still employment is rising in
Italy, real wages are expected to increase by 1.7% and private consumption is
expected to be the strongest driver of the Italian economy in 2025, with real
growth of 1.2%. Nevertheless, private household spending on durable goods in
Italy fell significantly in the first quarter of 2025. Households continue to spend
primarily on leisure, culture and recreation. Sales of furniture and furnishings
declined slightly in the first three months of 2025 compared to the same period
last year, according to CSIL.
Analysten bleiben derweil vorsichtig:
„Es wird erwartet, dass die Möbelproduktion
ab 2026 wieder ein moderates
Wachstum verzeichnen wird, das sowohl
vom Binnenkonsum als auch von
der Auslandsnachfrage getragen und
durch die Wiederbelebung des Handels
innerhalb der EU unterstützt wird“, heißt
es. Gleichwohl bleibe die wirtschaftliche
Lage weiterhin sehr volatil. „Insbesondere
der internationale Möbelhandel ist
mit einer beispiellosen Unsicherheit
konfrontiert. Die Aussichten sind mit erheblichen
Abwärtsrisiken behaftet.“
Private Möbelkäufe rückläufig
Auch der private Konsum stockt. Zwar
steigt die Beschäftigung im Land, die
Reallöhne sollen um 1,7% steigen, und
die EU-Kommission rechnet damit, dass
der private Konsum 2025 mit einem realen
Wachstum um 1,2% stärkster Treiber
der Konjunktur in Italien sein wird.
Dennoch gingen die Ausgaben der privaten
Haushalte für langlebige Güter in
Italien im ersten Quartal 2025 deutlich
zurück. „Die Haushalte geben weiterhin
vorrangig Geld für Freizeit, Kultur und
Erholung aus. Der Absatz von Möbeln
und Einrichtungsgegenständen ging in
den ersten drei Monaten des Jahres
2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
leicht zurück Rückgang“, so CSIL.
stm
material + technik 27
Fokus
Alumis Group
Aus Verbundenheit zum Material
Der Transformationsprozess bei der ehemaligen Schüco Interior Systems geht weiter, biegt sozusagen auf die Zielgerade ein. Ein neuer Name
– Alumis – soll zugleich die Unabhängigkeit vom ehemaligen Mutterkonzern zum Ausdruck bringen und für die Verbundenheit zum Material
Aluminium stehen. Und mit Hendrik Steffen soll ein neuer Geschäftsführer auch an der Unternehmensspitze die Aufbruchstimmung verkörpern,
die seit dem Carve-out durch Rheingold Capital in Borgholzhausen herrscht. In einem erfrischend offenen Gespräch mit dem Redaktionsleiter
von material + technik möbel Arnd Schwarze skizzieren Hendrik Steffen und sein Vorgänger Peter Sagemüller die Zukunft von Alumis.
Hendrik Steffen (links) übernimmt die Geschäftsführung von Peter Sagemüller, der das Unternehmen nach 26 Jahren verlässt. Fotos: Alumis
Hendrik Steffen (left) takes over management from Peter Sagemüller, who is leaving the company after 26 years. Photos: Alumis
MT: Herr Steffen, nach der Herauslösung
des Unternehmens aus dem
Schüco-Konzern erfolgt jetzt die
Umbenennung. Warum?
Hendrik Steffen: Wir verwandeln uns
gerade von einer Konzerneinheit in einen
flexiblen Mittelständler, und die
neue Eigenständigkeit sollte sich auch
in einem eigenen Namen widerspiegeln,
der uns und unseren verschiedenen
Geschäftsfeldern gerecht wird. Das hatten
wir auch bei der Trennung von
Schüco bereits so vereinbart. Jetzt haben
wir mit Alumis nach einem internen
Wettbewerb den aus unserer Sicht perfekten
Namen gefunden, der vor allem
auch unsere Verbundenheit zum Werkstoff
Aluminium transportiert und international
in all unseren Geschäftsbereichen
gleichermaßen gut funktioniert.
MM: Wie grenzen sich diese Geschäftsbereiche
voneinander ab?
Steffen: Alle drei Geschäftsfelder werden
mit einem eigenen strategischen
Ansatz bearbeitet. Unser klassisches
Kerngeschäft mit Griffmulden und Möbelsystemen
ist unter „Küche & Möbel“
zusammengefasst. In diesem Bereich
sind wir bereits sehr gut bei allen großen
Küchenherstellern vertreten und arbeiten
kontinuierlich daran, unsere Prozesse
zu optimieren. Glücklicherweise
konsolidiert sich die Küchenindustrie
gerade nach schwierigen Monaten, sodass
wir darauf hoffen, dass das Geschäft
hier bald wieder anzieht.
Unsere Objektsparte heißt „Interior Systems“,
hier geht es um Trennwandsysteme
und die ganzheitliche Raumgestaltung.
Damit richten wir uns vor allem
an Architekten, Generalunternehmer
und andere Metallverarbeiter. In dem
Bereich sehen wir ein großes Wachstumspotenzial
und werden auch künftig
den eingeführten Markennamen Schüco
Interior Systems nutzen, weil wir hier
auch eng mit dem ehemaligen Mutterkonzern
zusammenarbeiten werden. Im
Bereich „Industrielle Lösungen“ gibt es
ebenfalls noch große Wachstumschancen,
hier geht es um kundenspezifische
Produkte, die wir von der Entwicklung
bis zur Fertigung komplett begleiten.
Wir sind hier auch branchenübergreifend
aktiv und nicht an den Möbel- und
Einrichtungsbereich gebunden.
MM: Sie waren hier zunächst als Berater
des Investors tätig, jetzt als
verantwortlicher Geschäftsführer.
Warum dieser Wechsel?
Steffen: So ein Carve-out-Prozess, wie
wir ihn hier gerade umsetzen, muss ak-
28 material + technik
Fokus
Auf der Sicam will Alumis mit zahlreichen
Neuheiten wie einem runden Regal
für das „Smartcube“-System punkten.
At Sicam, Alumis aims to impress with
numerous innovations, such as a round
shelf for the “Smartcube” system.
tiv gemanagt werden. Wir müssen dabei
nicht nur eine komplett von der ehemaligen
Mutter unabhängige IT aufbauen,
sondern vor allem die Transformation
in den Köpfen der Mitarbeiter
anstoßen, in deren Aufgabenbereichen
sich vieles ändert. Immerhin gab es früher
im Konzern für fast alles eine eigene
Abteilung. Als Mitarbeiter bei einem
kleinen, flexiblen Mittelständler kann
man viel weniger Aufgaben an andere
übertragen. Das bringt einem die Freiheit,
mehr selbst entscheiden zu dürfen,
aber es bringt eben auch mehr Verantwortung
mit sich. Das ist ein Prozess,
und wir machen hier gerade die tolle Erfahrung,
dass viele Mitarbeiter, die vorher
eher in der zweiten und dritten Reihe
standen, diese neue Verantwortung
besonders gut annehmen und über sich
hinauswachsen. In meiner Beraterfunktion
war ich vor allem für Vertrieb und
Produktentwicklung zuständig, während
Peter Sagemüller die Geschäftsführung
übernommen hat. Wie viele Kapazitäten
diese Transformation dabei
bindet, haben wir möglicherweise alle
zunächst ein wenig unterschätzt.
Peter Sagemüller: Ich bin jetzt seit 26
Jahren hier im Unternehmen, in den
letzten 6 Jahren haben wir uns quasi im
Dauer-Krisen-Modus befunden, angefangen
mit Corona über die misslungene
SAP-Einführung bis hin zur Restrukturierung.
Ich musste als verantwortlicher
Geschäftsführer rund 100
Mitarbeiter abbauen und trage natürlich
viel Verantwortung für das, was hier in
der Vergangenheit passiert ist. Damit
verbunden habe ich mir auch die Frage
stellen müssen, ob man mir eine solche
Transformation als Geschäftsführer
noch abgenommen hätte.
Ein solches Signal, das sie in so einer
Situation an die Belegschaft richten,
muss glaubwürdig sein, und ich hatte
einfach das Gefühl, dass meine Geschichte
hier erzählt war. Zudem hatten
wir mit Hendrik Steffen ja eigentlich genau
den richtigen Mann für diese Aufgaben
schon im Team – er besitzt viel
Erfahrung in Sanierungs- und Transformationsprozessen.
MM: Das heißt, der ganze Prozess
gestaltet sich doch etwas schwieriger
als ursprünglich gedacht?
Sagemüller: Na ja, wir alle haben natürlich
nicht mit dieser Marktlage gerechnet,
die die gesamte Branche seit zwei
Jahren belastet. Das führt dazu, dass
es noch ein paar Baustellen mehr gibt
als geplant. Gleichzeitig müssen das
Unternehmen und die Mitarbeiter eben
nach vorne blicken, während ich selbst
hier, aufgrund meiner langen Betriebszugehörigkeit,
in dieser Situation eher
für den Blick zurück stehe. Deswegen
ist das für mich auch völlig okay so.
Steffen: Mit der Marktlage konnte wirklich
niemand rechnen. Und der Wechsel
in der Geschäftsführung war nie so geplant,
das war einfach eine Entwicklung
über die Zeit. Jetzt gilt es nach vorne zu
schauen und alles für eine erfolgreiche
Zukunft von Alumis in die Wege zu leiten.
Wir wollen den Standort Borgholzhausen
erhalten, und wir glauben auch
daran. Aber es wird einem gerade durch
die wirklich katastrophale Industriepolitik
in Deutschland nicht leicht gemacht.
Eine Überregulierung und Bürokratie,
die zu klaren Wettbewerbsnachteilen
führt, hohe Energiepreise und eine Tarifpolitik,
die es schwer macht, im internationalen
Wettbewerb zu bestehen.
MM: Was wollen Sie dagegen tun?
Steffen: Aktuell sind wir dabei,
Kostenoptimierungen in allen Bereichen
durchzuführen. Dies ist in einer Zeit notwendig,
in der – das muss man leider so
sagen – der Preis eine größere Rolle
spielt als der Service. Aber ich bin auch
zuversichtlich, denn wir haben hier nicht
nur Herausforderungen, sondern auch
gute Mitarbeiter, die einen tollen Job machen,
viel Know-how und ein gutes
Transformationsteam, das schon viele
wichtige Projekte angestoßen hat.
MM: Soll die Sicam dann so etwas
wie ein Startschuss für Alumis und eine
erfolgreiche Zukunft werden?
Steffen: Das kann man so sagen. Wir
waren ja schon lange nicht mehr auf dieser
wichtigen Messe und kommen jetzt
mit einem großen Stand und vielen Neuheiten
zurück. Wir haben unser Möbelsystem
„Smartcube“ komplett überarbeitet,
aber auch die Trennwandsysteme.
Und wir bringen eine Reihe spannender
Griffleisten mit smarten Gadgets nach
Italien mit. Wir geben hier wirklich Vollgas
und setzen große Hoffnung auf diese
Messe. Wobei sich das eher auf unsere
Marktposition und unseren Markenauftritt
bezieht. Wir wollen zeigen, dass wir
nicht nur noch da sind, sondern dass wir
inzwischen völlig neu aufgestellt und auf
die Zukunft ausgerichtet sind.
MM: Herzlichen Dank für das Gespräch.
Arnd Schwarze
Out of a connection to the material
The transformation process at the former Schüco Interior Systems continues,
entering the home stretch, so to speak. A new name – Alumis – is intended to
express both independence from the former parent company and a connection
to aluminium as a material. And with Hendrik Steffen, a new managing director
is also set to embody the spirit of optimism that has prevailed in Borgholzhausen
since the carve-out by Rheingold Capital. Steffen emphasizes that transforming
a corporate unit into a medium-sized company requires change and flexibility
from everyone involved. Many employees who previously worked more in
the background would surpass themselves and take on new management
tasks. The change in management was not planned, but came about because
Peter Sagemüller felt that, after 26 years with the company, he was no longer
able to credibly embody the new beginning. In addition, Hendrik Steffen is
exactly the right man for the job, bringing with him a wealth of experience in
restructuring and transformation processes.
material + technik 29
News
Initiative Furnier + Natur:
Projekt mit 3.000 Jahre alter Mooreiche
Könnte dieser Baum sprechen, hätte er wahrlich eine Menge Geschichten zu
erzählen: Rund 3.000 Jahre ist eine aus Polen stammende „Mooreiche“ alt, aus
der die Roser AG aus dem schweizerischen Birsfelden mehr als 3.400 Quadratmeter
feinstes Furnier gemessert hat. Die besondere dunkle Färbung macht es
zur idealen Oberfläche für extravagante und außergewöhnliche Projekte.
Gewissermaßen das Licht der Welt erblickte die einzigartige Eiche in der
Bronze- bzw. der frühen Eisenzeit. Zu dieser Zeit ist der Baum – möglicherweise
bei einem Sturm – umgestürzt und in einen Fluss oder in einen See gefallen.
Dort wurde er von Sedimenten überlagert und so für die Ewigkeit konserviert.
Herausgekommen ist nun ein attraktives Furnier, das mit seiner
schönen dunklen Farbe und seiner individuellen Maserung für Aufsehen
sorgt. „Das gewonnene Furnier ist wirklich einzigartig. Wir sind der Meinung,
dass sich das uralte und wunderschöne Material hervorragend für den Yachtbau,
die Innenausstattung hochwertiger Flugzeuge oder ganz generell für den
exklusiven Innenausbau eignet“, so Fabian Sager, bei Roser verantwortlich
für Furnierprojekte. Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier +
Natur (IFN), konstatiert: „Dieses Furnier ist eine echte Augenweide. Und es
wird nach seiner Verarbeitung für viele weitere Jahre ein zweites Leben leben.
Was könnte nachhaltiger und in Hinsicht auf den weltweiten Klimawandel
sinnvoller sein?“
Furnier + Natur initiative: Project involving 3,000-year-old bog oak
A “bog oak” tree originating from Poland is around 3,000 years old, from
which Roser AG, based in Birsfelden, Switzerland, has sliced more than 3,400
square meters of the finest veneer. The result is an attractive veneer that is
causing a stir with its beautiful dark color and unique grain. “The veneer
obtained is truly unique. We believe that this ancient and beautiful material is
ideal for yacht building, the interior fittings of high-quality aircraft, or, more
generally, for exclusive interior design,” says Fabian Sager from Roser.
Aus einer 3.000 Jahre alten
Mooreiche wurde bei der
Roser AG ein spektakuläres
Furnier. Fotos: Initiative
Furnier + Natur
A 3,000-years-old bog oak
tree was turned into
spectacular veneer at
Roser AG. Photos: Initiative
Furnier + Natur
HDH:
EU-Entwaldungsverordnung kostet Unternehmen 1,8 Milliarden Euro
Eine Unternehmensbefragung des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat ergeben: Die Einführung
der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) wird die Unternehmen der deutschen Holzwirtschaft insgesamt
rund 1,8 Milliarden Euro kosten. Nach der Einführung werden zusätzlich laufende Kosten von rund 1,2 Milliarden
Euro pro Jahr für die Branche erwartet. Die Unternehmen wurden zu den Kosten und Umsetzungshürden
der Verordnung befragt, welche ab Januar 2026 von allen Unternehmen der Holz-Lieferkette
umgesetzt werden muss. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gibt an, die
EUDR-Vorgaben bis zum Stichtag 31.12.2025 nicht erfüllen zu können. Bei den kleinen und mittleren
Unternehmen sind knapp zwei Drittel nicht ausreichend auf die EUDR vorbereitet oder wissen nicht,
ob sie es rechtzeitig schaffen. „Es droht ein Chaos mit unabsehbaren Folgen“, so HDH-Präsident
Johannes Schwörer. „Der geringe Umsetzungsstand kann die gesamte Lieferkette lähmen und die
Verwendung von Holzprodukten zum Erliegen bringen.“ Unternehmen, die die erforderlichen Informationen
nicht liefern können, müssen von ihren Kunden als Lieferanten ausgeschlossen werden,
ansonsten gingen die Abnehmer ein unkalkulierbares finanzielles und juristisches Risiko ein. Nur 39
Prozent der Unternehmen gaben an, sicher oder wahrscheinlich bis zum Jahresende die Anforderungen
der Verordnung umgesetzt zu haben. Die EUDR-Umsetzung erfordert in der Praxis umfangreiche,
oft manuelle Dateneingaben. Deswegen geben die meisten Unternehmensvertreter den zusätzlichen
Personalaufwand als größten Kostentreiber an, dicht gefolgt von Kosten für Softewarelösungen
und Datenaustausch mit Lieferanten und Kunden.
HDH-Präsident Johannes Schwörer sieht
hohe Kosten auf die Deutsche Holzwirtschaft,
aber auch auf viele andere
Branchen zukommen. Foto: HDH
HDH President Johannes Schwörer
anticipates high costs for the German timber
industry, as well as many other
sectors. Photo: HDH
HDH: EU deforestation regulation costs companies €1.8 billion
A survey of companies conducted by the German Timber Industry Association (HDH) has revealed that the
introduction of the EU Deforestation Regulation (EUDR) will cost companies in the German timber industry
a total of around €1.8 billion. Once the regulation has been introduced, additional running costs of
around €1.2 billion per year are expected for the industry. More than half of the companies surveyed stated
that they would not be able to meet the EUDR requirements by the deadline of December 31, 2025. “There
is a threat of chaos with unforeseeable consequences,” said HDH President Johannes Schwörer.
30 material + technik