Baublatt Magazin Jänner/Februar 2026
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www.baublatt.at
NR. 1/2 | 2026
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Verlässlichkeit hat
einen Namen:
NEU
eingetroffen:
• Develon Kettenbagger
Serie-9 (DX230 + DX260)
Optional mit Hub- und Schwenkwinkelbegrenzung,
Wiegesystem, Personenerkennung
im Gefahrenbereich und
2D-System.
• Bobcat E16–E20, R2-Serie
Bewährt, überarbeitet und bereit für mehr!
Intelligentes Bedienungskonzept dank neuer
Load-Sensing-Technik: mehrere Funktionen
samt Laufwerk gleichzeitig bedienbar!
Gibt es ab sofort bei EISENWAGEN Baumaschinen, Ihr offizieller Vertriebspartner und Spezialist für die Marken
12 | Branchentreff
Die Preisträger in
den vier Kategorien
18 | Trieben
Kamin-Sprengung
mit Beton-Fallgelenk
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 14,00 € | Jänner/Februar 2026 | www.baublatt.at
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TB290-2 mit
HUPPQuick,
die ideale Kombi
Der Midibagger Takeuchi TB290-2 ist der
perfekte Allrounder für alle Anforderungen.
ECO-Modus, Load-Sensing-Hydraulik und
Standgasautomatik machen aus unserem
9-Tonner eine extrem wirtschaftliche Maschine.
Der Bagger besticht nicht nur mit dem Löffel,
sondern auch mit einer breiten Palette an
Anbaugeräten, die dank unserem Schnellkupplungssystem
HUPPQuick von der Fahrerkabine
aus sekundenschnell gewechselt
werden können.
» 1. Steuerkreis proportional gesteuert
100 l/min High Flow
HUPPQuick
Sekundenschneller Wechsel der Anbaugeräte
direkt von der Fahrerkabine aus.
Mit unserem Schnellkupplungssystem
HUPPQuick ist dein Bagger leistungsfähiger,
schneller und komfortabler.
» Rückfahrkamera mit automatischer Einblendung im
Multifunktions-Farbdisplay
» Beste Ausleuchtung des Arbeitsumfeldes durch
6 LED-Scheinwerfer
» Erhältlich in 2 Versionen:
TB290-2 mit Monoblockausleger
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Serviceangebot
EDITORIAL
Initiativen gegen
Sozialbetrug
Der österreichische Bausektor sieht
sich zunehmend mit Scheinfirmen,
Briefkastenkonstruktionen
und undurchsichtigen Subunternehmerketten
konfrontiert. Die Folgen sind
erheblich: hohe Schäden für die öffentliche
Hand, Wettbewerbsverzerrungen
und massive Risiken für
korrekt arbeitende
Betriebe. Sozialbetrug ist
längst kein Randthema
mehr, sondern ein strukturelles
Problem, das die
Stabilität der Branche
gefährdet.
Besonders kritisch ist die
fehlende Transparenz
innerhalb komplexer
Subunternehmerketten.
Scheinfirmen tauchen
häufig erst auf unteren
Ebenen auf, wodurch
Kontrollen erschwert und
Verantwortlichkeiten
verwischt werden. Für Auftraggeber
bedeutet das potenzielle Verzögerungen,
Qualitätsmängel und rechtliche
Haftungsrisiken.
Ein Ansatz, der in der Branche zunehmend
an Bedeutung gewinnt, ist die
stärkere Berücksichtigung regionaler
und sozialer Kriterien bei öffentlichen
Vergaben. Regionale Betriebe bieten
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
kürzere Wege, höhere Nachvollziehbarkeit
und oft bessere Kontrolle über
Steuer- und Sozialabgaben. Gleichzeitig
stärken sie lokale Wertschöpfung,
Beschäftigung und Ausbildungsstrukturen
– zentrale Faktoren in Zeiten von
Fachkräftemangel.
Initiativen aus der
Branche arbeiten derzeit
an praxisnahen Leitlinien,
die Auftraggebern helfen
sollen, Vergaben transparenter
und rechtssicher zu
gestalten. Im Mittelpunkt
stehen klare Kriterien für
Subunternehmerketten,
verbindliche Nachweise
und einheitliche Dokumentationsstandards.
Fest steht: Kontrollierbare,
faire und regionale
Vergaben sind kein
bürokratischer Zusatzaufwand,
sondern ein wesentlicher
Baustein für ein stabiles, qualitätsorientiertes
Bauwesen. Sie schützen
Steuergeld, sichern Arbeitsplätze und
stärken jene Unternehmen, die Verantwortung
übernehmen – und damit die
Zukunft der gesamten Branche.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Develon DX230LC-9 &
Bobcat R2-Serie (E16–E20z)
Eisenwagen präsentiert zwei starke
Neuheiten: Der Develon DX230LC-9,
ein moderner 23 t Raupenbagger, steht
für Produktivität, Präzision und
Sicherheit. Bis zu 8% weniger Dieselverbrauch,
1.000 h Serviceintervalle
und optionale Assistenzsysteme
(Personenerkennung, Wiegesystem,
2D/3D) sorgen für Effizienz und
Kontrolle.
Die neue Bobcat R2-Serie (E16–E20z)
überzeugt im Kompaktsegment mit
moderner Hydraulik für gleichzeitige
Funktions- und Fahrwerkssteuerung,
mehr Leistung und spürbar höherem
Komfort, Komfort und Wendigkeit –
ideal für enge Baustellen.
OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind
Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe
und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),
die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:
BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,
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Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
Cat Bagger 319
Das kompakte Design des Cat Hydraulikbagger 319 überzeugt durch starke Leistung, hohe Stabilität und maximale Produktivität – ideal für Bau-, Versorgungs-
und Straßenbauarbeiten auf engem Raum. Features wie die Schwerlasthub-Funktion, optionale 360°-Kamera und verschiedene Leistungsmodi
erhöhen Sicherheit, Vielseitigkeit und Effizienz auf der Baustelle. Systeme wie Cat Grade mit Assist, Grade 2D/3D und Cat Payload unterstützen Fahrer
aller Erfahrungsstufen durch automatisierte Bewegungen, präzise Maschinenführung und Echtzeit-Gewichtskontrolle.
Cat Bagger 325 HD (Heavy Duty)
Der Cat 325 HD ist für anspruchsvolles Gelände ausgelegt. Das lange und robuste Heavy-Duty-Fahrwerk mit vergrößerter Kettenteilung (203 Millimeter)
sorgt in unwegsamem und steilem Gelände, etwa im Forst oder Gebirge, für sicheren Halt. Dank kompakter Bauweise und engem Wenderadius sind auch
Arbeiten auf engem Raum möglich. Größere Endantriebe verbessern die Zugkraft und Steigfähigkeit, während das höhere Schwenkdrehmoment eine bessere
Schwenkleistung am Hang ermöglicht. Optional ist ein Planierschild für Planierarbeiten und zusätzliche Abstützung erhältlich. Integrierte Assistenzsysteme
wie Cat Grade 2D, Grade Assist, Lift Assist und Payload unterstützen den Fahrer und sorgen für effiziente und sichere Arbeitsergebnisse.
Cat Umschlagbagger MH3032
Der Cat MH3032 ist ein vielseitiger und produktiver Materialumschlagbagger in der 30-t-Klasse, ideal für Schrott-, Abfall- und Recyclinganwendungen.
Er bietet hohe Leistung durch große Reichweite und Kompatibilität mit großen Greifern, wodurch Material effizient bewegt werden kann. Mit Drop-Nose-
und Geradausleger-Optionen sowie einem optionalen 20-kW-Generator für Magnetbetrieb lässt sich die Maschine flexibel an verschiedene Aufgaben
anpassen. Der Bedienkomfort wird durch eine hydraulisch gedämpfte Kabinenhebung und gute Sicht verbessert. Moderne Assistenzfunktionen wie Cat
Grade, Cat Payload und Swing Assist erhöhen die Effizienz, reduzieren Nacharbeit und verbessern die Zykluszeiten. Eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche
ermöglicht schnelle Einrichtung und einfache Anpassung von Werkzeugkombinationen.
4 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
INHALT
INHALT
48 Kiesel: Bei den Umschlagmaschinen sind
die Modelle MHL340 G und MHL350 G
der Startschuss für die neue G-Serie, die
die Modelle der F-Serie über die nächsten
Jahre sukzessive ablösen wird.
50 Samoter: Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird die
32. Samoter in Verona wieder zum Treffpunkt
der internationalen Baumaschinenbranche.
51 Komatsu und seine Tochtergesellschaft
Earthbrain Ltd. arbeiten mit einem Experten
für autonomes Fahren zusammen.
52 Fliegl: Bei den „Innovation Days 2026“ in
Triptis wurde über die aktuelle Werksumstellung
und die neuesten Transportund
Logistiklösungen informiert.
54 Kubota: Logistik ist für Kubota ein wichtiger
Wettbewerbsfaktor. Baublatt.Österreich hatte
Gelegenheit, exklusiv zwei hochdigitalisierte
Schlüsselstandorte in Frankreich und den
Niederlanden zu besuchen.
Option Bühne
•2,3–4 m ausklappbar
•90° schwenkbar
•Funkfernsteuerung
•für beide Modelle
€ 11.200,– exkl. MwSt.
MERLO ROTO 50.21 S
AKTIONSPREIS
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MwSt.
In Trieben wurden mit der Kausteranlage und
dem Zentralkamin „Langer Ernst“ zwei 18anspruchsvolle Sprengungen durchgeführt.
Fotos: Pixelbird / Zöchling
58 Motorex: Die Listung des umweltfreundlichen
Hydrauliköls Ecosynt Hees 46 durch Bosch
Rexroth gehört mit zu den technisch
anspruchsvollsten Nachweisen.
60 Kobelco: Der neue Hauptsitz in Lelystad
in der Nähe von Amsterdam vereint Logistikvorteile
mit modernster Infrastruktur und
positioniert sich zugleich als Wissenszentrum
und Innovationsplattform.
62 Bobcat hat eine neue Serie leistungsstarker
Erdbohrer und Grabenfräsen vorgestellt, die
mit zahlreichen Geräten des Unternehmens
kompatibel sind.
MENSCHEN + SZENE
8 Aktuelles bei Bergmännischer Verband
Österreichs, Kaiser, Wacker Neuson,
Atlas, Held & Francke, Mercedes Benz
und Zeppelin Österreich.
12 Branchentreff 2026: Ende Jänner kamen
wieder zahlreiche Entscheidungsträger der
Baumaschinenbranche zum Festabend von
Baublatt.Österreich in die Burg Perchtoldsdorf.
PROJEKTE + PLANUNG
18 Trieben: Auf dem ehemaligen Betriebsgelände
der RHI Magnesita wurden im
Jahr 2025 eine 75 m hohe Kausteranlage
und der 144 m hohe Zentralkamin
„Langer Ernst“ erfolgreich gesprengt.
MASCHINEN + TECHNIK
26 Wirtgen: Der neue Gleitschalungsfertiger
SP 33 zeigte seine Vielfalt in den Ebenen
Niederösterreichs ebenso, wie in den
Bergen der Steiermark.
28 MWT: Mit dem MWS-System von Motec
und MWT behalten Kranführer auch bei
eingeschränkter Sicht den Überblick.
30 Kuhn: Die Holding Graz setzt drei Komatsu
Radlader WA200-8 im Bereich Abfallwirtschaft
ein. Für deren Kauf sprach unter anderem die
praktische Ausführung der Fahrerkabine.
32 Wolffkran: Für die grundlegende Sanierung
eines Staudamms im Südosten Frankreichs
lieferte Wolffkran ein Komplettpaket aus Kran,
Portallösung, Service und Kranbetrieb.
34 Liebherr: Im Rahmen der Weiterentwicklungen
der Raupenbagger der Generation 8
sind für die Modelle R 922 bis R 945 G8
jetzt zahlreiche neue Einstellungen verfügbar.
36 AM Baugeräte: Als offizieller DJI Enterprise-
Händler für Vermessung und Inspektion bietet
AM Baugeräte seit Ende 2025 Zugang zu
diesen zukunftsweisenden Technologien.
38 Straßenbautagung: Nach der Eingliederung
der Gestrata in die Österreichische Bautechnik
Vereinigung (ÖBV) ging das traditionelle
Bauseminar im Jänner 2026 unter dem neuen
Titel „Straßenbautagung 2026“ österreichweit
mit fünf Terminen über die Bühne.
42 Zeppelin: Im Bergwerk Breitenau der
RHI Magnesita bewähren sich seit über
20 Jahren zwei Untertage-Fahrlader
Cat R1700, die nun durch zwei Geräte der
neuesten Generation ersetzt werden.
46 Kaiser: Im Zuge der Böschungsstabilisierung
der Großglockner Hochalpenstraße durch die
Experten der Firma Felbermayr kam auch ein
Kaiser Mobil-Schreitbagger zum Einsatz.
63 Kuhn Ladetechnik hat im Krankompetenzzentrum
Vöcklabruck einen hochmodernen
Palfinger PK-480 TEC an die Firma Wolf
Systembau in Scharnstein, übergeben.
FUHRPARK
64 Baublatt.Österreich Test:
Mitsubishi Outlander PHEV 2,4 4WD
BYD Seal 6 DM-I Touring
Toyota Proace Max Select ECV
04 Editorial
66 Literatur
STANDARDS
BAU
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6 JÄNNER/FEBRUAR 2026
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
ROHSTOFF-KLASSIFIKATION
Erster Österreichischer UNFC-Kurs
Die United Nations Framework Classification for Resources (UNFC) ermöglicht die
Bewertung primärer und sekundärer mineralischer Rohstoffe unter Berücksichtigung
wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Aspekte ebenso wie umwelt- und
gesellschaftsrelevanter Gesichtspunkte. Seit Inkrafttreten der EU Verordnung zu
kritischen Rohstoffen ist das Klassifikationssystem UNFC für bestimmte Gewinnungsund
Aufbereitungsprojekte von kritischen Rohstoffen vorgeschrieben. Kenntnisse zur
Anwendung von UNFC sind seitdem sowohl in der Verwaltung als auch in den Betrieben
unabdingbar. Vor diesem Hintergrund wurde im Jänner 2026 der 1. Österreichische
UNFC-Kurs durchgeführt. Er stieß auf großes Interesse bei einer breit gefächerten
Zielgruppe. Der Kurs wurde vom Bergmännischen Verband Österreichs (BVÖ)
in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Finanzen/ Sektion VI – Bergbau,
sowie dem Lehrstuhl für Geologie an der Montanuniversität Leoben und der GeoSphere
Austria durchgeführt. Nach Abschluss des viertägigen Kurses sind die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer (Bild) nun in der Lage, Vorkommen und Lagerstätten mineralischer
Rohstoffe selbstständig nach UNFC zu klassifizieren und Klassifikationen,
die mit anderen Systemen erstellt wurden, nach UNFC zu überführen.
HELD & FRANCKE
Meilenstein für die HF Energietechnik
Ende Jänner 2026 fand in
Himberg die Gleichenfeier des
neuen Betriebsgebäudes der HF
Energietechnik GmbH statt, ein
Unternehmen der Held &
Francke Baugesellschaft mbH.
Am neuen Standort des Fernwärme-
und Fernkältetechnikanbieters
entstehen auf einer
Fläche von rund 9.000 m² ein
modernes Bürogebäude sowie
drei Produktionshallen. In das
Projekt, das in den bestehenden
Standort der Habau eingebettet
ist, werden rund 14 Mio. Euro
investiert. Damit schafft die HF
Energietechnik die Grundlage
für weiteres nachhaltiges
Wachstum. Künftig werden über
100 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter am Standort
Himberg tätig sein, wodurch
Projekte noch effizienter und
nachhaltiger abgewickelt werden
können. Das Operationsgebiet
der HF Energietechnik erstreckt
sich über ganz Österreich sowie
in die Schweiz und nach
Deutschland.
www.h-f.at
Stark in 2026 starten
Nächste Auktion in
Benelux:
25.-26. Februar
Nächste Auktion in
Meppen:
18.-19. März
Foto: BVÖ
KAISER
Die Kaiser AG, international führender
Hersteller von Fahrzeugen für die Kanalreinigung
und industrielle Entsorgung, hat
100% der Anteile an Whale Tankers Ltd.
übernommen, einem etablierten britischen
Hersteller mit zusätzlichem Standort in
Indien. Kaiser und Whale Tankers verbindet
eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die Produktportfolios sowie die
strategische Ausrichtung der beiden Unternehmen
ergänzen sich ideal. Die Übernahme
ist ein wichtiger Meilenstein in der
langfristigen Wachstumsstrategie von
Kaiser und stärkt die globale Präsenz der
Gruppe in Europa, den USA, dem Nahen
Osten, Australien und Asien.
www.kaiser.li
WACKER NEUSON
Vertrieb in Europa unter neuer Leitung
Zum 01. Februar 2026 ist Fred Cordes (Bild) in die Wacker Neuson
Group eingetreten und hat die Geschäftsführung der deutschen
Wacker Neuson Vertriebs gesellschaft sowie die Leitung der neun
Direktvertriebsmärkte in Europa übernommen. Er folgt auf Axel
Fischer, der das Unternehmen zum 31. Oktober 2025 verlassen hat.
Fred Cordes war zuletzt Geschäftsführer (COO) der Zeppelin
GmbH, der Holding des Zeppelin Konzerns. Er bringt nicht nur
langjährige Erfahrung in der Baumaschinenbranche und im
internationalen Vertrieb mit, er verfügt auch über Erfahrung
in den unterschiedlichsten Führungsverantwortungen. „Die
Marke Wacker Neuson steht für mich seit jeher für höchste
Produktqualität, Innovationsführerschaft und beeindruckende
Kundenorientierung in Service- und Dienstleistungen.
Ich freue mich darauf, meine Er fahrung einzubringen
und gemeinsam mit den hochmotivierten Teams neue
Wachstumsimpulse in Vertrieb, Service und Miete zu
setzen sowie unser Geschäft länder übergreifend noch
stärker zu ver zahnen“, so Fred Cordes.
www.wackerneuson.com
ATLAS
Baggerhersteller meldet Insolvenz
Die Atlas GmbH, nicht zu verwechseln mit Atlas Weyhausen (Weycor), hat ein Insolvenzverfahren
in Eigenverwaltung eingeleitet. Der Antrag wurde beim Amtsgericht Delmenhorst gestellt.
Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, die Restrukturierung voranzutreiben
und eine nachhaltige Zukunft für den Traditionsbetrieb zu sichern. Die Atlas-Gruppe mit Sitz in
Ganderkesee produziert seit mehr als 100 Jahren Baumaschinen, darunter Mobil- und
Raupenbagger sowie Ladekrane. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz
von rund 150 Mio. Euro und beschäftigte etwa 400 Mitarbeiter an mehreren Standorten.
Das Insolvenzverfahren umfasst neben der Atlas GmbH auch weitere Gesellschaften der
Gruppe, darunter Atlas Spare Parts, Atlas FF, Atlas Group Services und Atlas Kompakt. Nach
Unternehmensangaben wird der operative Betrieb uneingeschränkt fortgeführt. Produktion,
Ersatzteilversorgung und Kundendienst laufen planmäßig weiter. Als Hauptgrund für die
wirtschaftliche Schieflage nennt Atlas eine seit längerer Zeit anhaltende Schwäche der
Bauwirtschaft und der Baumaschinenindustrie.
www.atlasgmbh.com
8 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: Wacker Neuson SE
Foto: cine-motion.at / R. Ivanek
MERCEDES-BENZ
Von links: CEO Hubert Wetschnig (Habau Group), Bürgermeister
Ernst Wendl (Himberg) und Gerhard Wohlmuth
(Held und Francke) bei der Gleichenfeier.
Neue Leitung für die Van-Sparte
David Nogossek (Bild) übernahm mit 1. Jänner
2026 die Verantwortung für das Transporter
Geschäft in Österreich. Er bringt mehr als
25 Jahre internationale Erfahrung innerhalb
der Mercedes-Benz Organisation
mit. „David Nogossek vereint umfassende
internationale Erfahrung mit
ausgeprägter strategischer Kompetenz.
Diese Kombination wird einen
wesentlichen Beitrag zur
nachhaltigen Stärkung und erfolgreichen
Weiterentwicklung
unserer Vans-Sparte in Österreich
leisten“, erklärt Agnieszka
Kühn, CEO und Managing Director
Mercedes-Benz Österreich.
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mieten
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MENSCHEN + SZENE
Die neue Geschäftsführung der
Zeppelin Österreich GmbH:
Michael Härtel (CEO, vorne),
Mag. Martin Huber (COO, links) für
den Bereich Baumaschinen,
DI Max Bachmann (Leiter des
Geschäftsbereichs Power Systems,
rechts) und Christoph Ohnmacht
(Leiter Vertrieb Baumaschinen).
TERMINE
Workshop Abfallbilanz
04.03.2026, Linz www.brv.at
Geotage Bischofshofen
06.03.2026, Bischofshofen www.voebu.at
Thementag Beauftragung
von Subunternehmen
11.03.2026, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Dokumentationspflicht am Bau
12.03.2026, Wien und Virtual Classroom
www.ars.at
Beton im Tunnelbau
26.03.2026, Puch/Salzburg
www.betonakademie.at
Ausbildung zum zertifizierten
Experten für Örtliche Bauaufsicht
09.04.-22.05.2026 (8 Tage), Wien und
Virtual Classroom www.ars.at
Fehlende CE-Kennzeichnung
bei Bauprodukten
16.04.2026, Wien www.ars.at
Workshop Herausforderungen
im Baustellenalltag
22.04.2026, Wien oder online www.ars.at
MOTOREX
Ab der Rennsaison 2026 gehen
Motorex und Red Bull KTM Factory
Racing eine mehrjährige Partnerschaft
in der MotoGP ein. Im
Rahmen der Zusammenarbeit bringt
Motorex seine Kompetenz im Bereich
Hochleistungs-Schmierstoffe
sowie Reinigungs- und Pflegeprodukte
durch ein Entwicklungs- und
Technologieaustauschprogramm mit
Red Bull KTM Factory Racing ein.
Kehrmaschinen für
eine starke Kehrleistung
• Arbeitsbreiten von 1,35 bis 3,90 m
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von 450 bis 950 mm
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Veränderungen in der Geschäftsführung
Die Zeppelin Österreich GmbH informierte
über umfassende personelle Veränderungen in
der Geschäftsführung sowie in der erweiterten
Leitungsebene. Nach mehr als zwei Jahrzehnten
in verschiedenen Führungsfunktionen
innerhalb des Zeppelin Konzerns hat Dipl.-Kfm.
(FH) Stephan Bothen, seit 2018 Vorsitzender
der Geschäftsführung der Zeppelin Österreich
GmbH, entschieden, sein Amt mit Wirkung zum
31. Dezember 2025 niederzulegen und das
Unternehmen zu verlassen.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2026 übernahm
Michael Härtel die Funktion des alleinigen
Geschäftsführers der Zeppelin Österreich
GmbH. Härtel ist seit vielen Jahren in Führungspositionen
innerhalb des Zeppelin
Konzerns tätig und verfügt über umfassende
Kenntnisse der Unternehmensprozesse, der
Marktanforderungen und der strategischen
Ausrichtung der Geschäftsbereiche. Durch
seine bisherige langjährige Geschäftsführertätigkeit
bringt er sowohl operative Erfahrung als
auch fundiertes Konzernwissen in die Gesamtverantwortung
ein.
Mit 1. Dezember 2025
wurde Mag. Martin
Huber, der seit dem
Jahr 2020 Mitglied der
Geschäftsleitung für
den Bereich Service,
Ersatzteile und
Kundendienst über
sämtliche Segmente
hinweg verantwortlich
ist, zum Chief Operating
Officer (COO) für
den Bereich Baumaschinen,
berufen.
Martin Huber trat
2002 in das Unternehmen
ein und durchlief
seitdem mehrere leitende Positionen bei Power
Systems und im After-Sales-Bereich. Von
seinem Einstieg als Servicetrainee entwickelte
er sich sukzessive zu einer zentralen Führungspersönlichkeit
innerhalb des technischen und
operativen Bereichs. In seiner neuen Funktion
verantwortet Huber künftig die Bereiche
Baumaschinenvertrieb, Baumaschinenservice,
Marketing und Personal. Damit übernimmt er
die gesamthafte operative Steuerung wesentlicher
Geschäftsfelder und wird zugleich an der
Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation
beteiligt sein.
Christoph Ohnmacht, der seit dem Jahr 2020
die Niederlassung Linz leitet, wurde mit 1.
Dezember 2025 ebenfalls in die Geschäftsleitung
berufen und übernimmt zusätzlich die
Funktion Leiter Vertrieb Baumaschinen.
Ohnmacht verantwortet damit das Neu- und
Gebrauchtmaschinengeschäft sämtlicher
Niederlassungen sowie das Produktmanagement.
Unter seiner bisherigen Leitung wurde
der Standort Linz sowohl strukturell als auch
organisatorisch weiterentwickelt. Die Kundenzufriedenheit
konnte durch gezielte Maßnahmen
im Service- und Vertriebsbereich gesteigert
werden. Seine Funktion als Niederlassungsleiter
wird Ohnmacht weiterhin in Personalunion
ausüben.
DI Max Bachmann, Leiter des Geschäftsbereichs
Power Systems, wurde mit 1. Jänner
2026 Mitglied der Geschäftsleitung. Bachmann
ist seit mehreren Jahren für die erfolgreiche
Weiterentwicklung dieses Segments verantwortlich
und hat wesentlich zur positiven
wirtschaftlichen Entwicklung der Zeppelin
Österreich GmbH beigetragen. Als Mitglied der
Geschäftsleitung wird er den Ausbau und die
strategische Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs
weiter vorantreiben.
www.zeppelin-cat.at
10
JÄNNER/FEBRUAR 2026
Anzeige ADLER Baublatt Österreich_Kehrmasch_90x60.indd 1 21.01.26 12:28
BAUBLATT.ÖSTERREICH
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
Die Preisträger in den vier Kategorien (von rechts): Karl Englert (Herausgeber Baublatt.Österreich), Michael Kloiber und Geschäftsführer
Andreas Wimmer (beide Firma Wimmer Felstechnik Gesellschaft m.b.H.; „Innovation des Jahres“), Johann Kreuzberger (Liebherr Österreich
Vertriebs- und Service GmbH; „Baumaschine des Jahres“), DI Josef Pappenreiter (VA Erzberg GmbH, „Goldener Spaten“), Geschäftsführer
Michael Winkelbauer (Winkelbauer GmbH; „Anbaugerät des Jahres“) und Alexander Riell (Chefredakteur Baublatt.Österreich).
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Hightech im Rampenlicht
Einmal mehr versammelte sich die heimische Baumaschinenbranche Ende Jänner
in der Burg Perchtoldsdorf und verfolgte im Rahmen des jährlichen Branchentreffs
gespannt die Vergabe der vier traditionellen Auszeichnungen von Baublatt.Österreich.
A
uch wenn große und kleine Infrastrukturprojekte
im Tiefbau für
Auslastung sorgen, so ist die Situation in
der heimischen Bauwirtschaft insgesamt
nach wie vor sehr angespannt. In diesem
Zusammenhang betonte Baublatt.
Österreich Herausgeber Karl Englert:
„Steigende Kosten, verhaltene Investitionen
und eine spürbare Zurückhaltung bei
Projekten prägen das Bild. Auch das
DIE PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK
BAUMASCHINE DES JAHRES
MOBILKRAN LTM 1110-5.2
Liebherr Österreich Vertriebs- und
Service GmbH
INNOVATION DES JAHRES
BOHRGERÄT WIDA AB C20-T4
Wimmer Felstechnik Gesellschaft m.b.H.
ANBAUGERÄT DES JAHRES
SCHNELLWECHSELSYSTEM PINKQUICK
Winkelbauer GmbH
GOLDENER SPATEN
DI JOSEF PAPPENREITER
Kabarettist Thomas Mraz sorgte für einen
humorvollen Höhepunkt des Festabends.
angespannte geopolitische Umfeld trägt
nicht gerade dazu bei, eine rasche
wirtschaftliche Erholung zu fördern. Und
doch erwarten die Experten, dass sich für
die Bauwirtschaft im Verlauf des Jahres
eine leicht positive Dynamik einstellt.
Auch wir sehen erste Signale der Stabilisierung:
durch Innovationskraft, neue
Ideen und vor allem einen starken Willen
innerhalb der Branche, wieder nach vorne
zu gehen. Gerade jetzt ist es entscheidend,
zusammenzuhalten, Erfahrungen zu
teilen, neue Perspektiven zu gewinnen
– und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Unser Branchentreff soll genau
dafür Raum bieten: für Austausch,
Inspiration und konstruktiven Dialog!“
Höhepunkt des Abends war die
Verleihung der traditionellen Auszeichnungen
von Baublatt.Österreich durch
Karl Englert und Chefredakteur Alexander
Riell. Den Beginn machte die Kategorie
„Anbaugerät des Jahres“, die an die
Firma Winkelbauer für das Schnellwechselsystem
pinkquick vergeben wurde.
pinkquick ist eine Antwort auf das
Bedürfnis nach universellen, offenen
Lösungen, die nicht einschränken,
Fotos: APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
sondern markenübergreifend genutzt
werden können. Der Preis für die „Innovation
des Jahres“ ging an die Firma
Wimmer Felstechnik für ihre neueste
Entwicklung: die WIDA AB C20 T-4. Es
handelt sich dabei um eine kompakte,
leistungsstarke Bohr- und Spalteinheit,
die von der Firma Wimmer gemeinsam
mit ihrem Partner Darda, dem deutschen
Spezialisten für hydraulische Spaltzylinder,
entstanden ist.
Die Auszeichnung „Baumaschine des
Jahres“ konnte die Firma Liebherr
Österreich Vertriebs- und Service GmbH
für den Liebherr-Mobilkran LTM 1110-5.2
in Empfang nehmen. Der 5-Achser
beeindruckt mit komplett neuen Merkmalen,
wobei zu den Highlights die neue
Liebherr-Kransteuerung
Liccon3 und das ZF-
Getriebe TraXon DynamicPerform
zählen.
Den Abschluss bildete
die Verleihung des
„Goldenen Spaten“, der an
eine Person für ihre
Verdienste um die Baumaschinenbranche
vergeben
wird. Geehrt wurde mit der
Auszeichnung DI Josef
Pappenreiter, langjähriger
technischer Geschäftsführer
der VA Erzberg GmbH, der 33 Jahre
für die technischen Belange und die
Produktion am Erzberg verantwortlich
zeichnete und Ende 2025 den (Un-)
Ruhestand angetreten hat. Seit Mai 2025
leistet er als ehrenamtlicher Geschäftsführer
des Bergmännischen Verbands
Österreichs auch weiterhin einen
wichtigen Beitrag, um die Mineralrohstoffindustrie
erfolgreich in die
Zukunft zu begleiten.
Für ausgezeichnete Stimmung sorgte
danach Kabarettist Thomas Mraz, der
Baublatt.Österreich Herausgeber Karl
Englert erwartet für 2026 eine
spürbare Erholung der Bauwirtschaft.
Wie immer gut besucht:
der Branchentreff von
Baublatt.Österreich
im Festsaal der
Burg Perchtoldsdorf.
Mitte Jänner mit seinem Solo-Debüt
„Mraz First!“ Kritiker und Publikum
beeindruckte. Die Verkostung der Produkte
des in Perchtoldsdorf ansässigen
Weinguts von Georg Nigl bot den Festgästen
zum Ausklang des gelungenen
Branchentreffs erneut die Möglichkeit für
den entspannten persönlichen Austausch.
12 JÄNNER/FEBRUAR 2026
BAUBLATT.ÖSTERREICH
13
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
14 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 15
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
16 BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 17
1 2
3 4 5
6
PROJEKTE + PLANUNG
1-6 Sprengung der
Kausteranlage:
Durch gezielte
Schwächung bzw.
Stärkung der Stützen
konnte die
Sprengstoffmenge
auf ein Minimum
von 42 kg reduziert
werden. Mit Versuchssprengungen
wurde die für das
saubere Durchschneiden
der Stahlträger
benötigte
Sprengstoffmenge
bestimmt. Das vorbereitete
Fallbett
stellte den kontrollierten
Fall des
Gebäudes sicher.
7 Sprengung „Langer
Ernst“: Verdämmen
der geladenen
Bohrlöcher und errichten
des Fallgelenks
aus Beton,
durch das der
Schornstein – ähnlich
einer Bruchleiste
bei einer
Baum fällung – in die
gewünschte
Richtung stürzte.
8-12 Von links: Ing.
Fritz Hanisch (Firma
Zöchling, Bauleiter
Erdbau/Abbruch)
löst gemeinsam mit
Klaus-Emmerich
Herzmaier (Bürgermeister
Trieben)
die Sprengung des
144 m hohen
Kamins aus.
7
8
9 10 11 12
Foto: Jakob Gramm/Gramm Productions
TRIEBEN
Kamin-Sprengung
mit Beton-Fallgelenk
Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der
RHI Magnesita in Trieben wurden im Jahr
2025 eine 75 m hohe Kausteranlage und
der 144 m hohe Zentralkamin „Langer
Ernst“ erfolgreich gesprengt.
D
ie beiden Sprengungen waren die spektakulären Höhepunkte
der umfangreichen Rückbaumaßnahmen, mit denen
auf dem ehemaligen Werksgelände Platz für die Ansiedelung
neuer Betriebe geschaffen wurde. Es handelt sich dabei um
eines der größten Rückbauprojekte der letzten Jahre in Österreich
und das größte Rückbauprojekt in der Firmengeschichte
der Firma Zöchling. Sie wurde mit den Arbeiten durch die
Trieben 2.0 Projektentwicklung GmbH beauftragt, die für die
zukunftsorientierte Nutzung des Industriegeländes gegründet
wurde.
Produziert wurden im ehemaligen Magnesit-Werk in Trieben
überwiegend verschiedene Feuerfest-Produkte. Der Rückbau
der weitläufigen Produktionsanlagen umfasste 480.000 m 3
umbauten Raum, ca. 200.000 t Betonabbruch und 15.000 t
Stahlabbruch. Mit Ausnahme der beiden Sprengobjekte wiesen
die Rückbauobjekte Gebäudehöhen von bis zu 30 m auf. Da es
sich um eine alte Industrieanlage handelt, waren diverse
Schad- und Störstoffe verbaut, die im Vorfeld des maschinellen
Rückbaus unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen entfrachtet
wurden. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der
größtmöglichen Vermeidung von Lärm- und Staubbelastungen
geschenkt, da das Industrieareal im Stadtgebiet von Trieben
unmittelbar neben Wohnsiedlungen liegt.
Fotos: Pixelbird; Zöchling; Baublatt.Österreich
18 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 19
PROJEKTE + PLANUNG
Höhepunkte der Abbrucharbeiten waren
die beiden Sprengungen: Ende Juli 2025
wurde die 75 m hohe Kausteranlage aus
1.500 t Stahl gesprengt, Mitte Oktober der
144 m hohe Zentralkamin „Langer Ernst“.
Bei der Umsetzung der Sprengarbeiten
Oben die Zerlegung
der gesprengten
Kausteranlage mit
dem Liebherr R 960
Demolition Litronic,
rechts der Komatsu
PC490 HRD beim
Rückbau der Sinterbunker.
Von links: Firmenchef
Günther Schadn
mit Alexander und
Nicole Schadn.
Sie informierten im
November 2025 in
Linz im Rahmen der
55. Internationalen
Tagung für Sprengtechnik
über die
Sprengung der Kausteranlage
und
des Zentralkamins
„Langer Ernst“.
setzte die Firma Zöchling auf die Zusammenarbeit
mit den Experten der Firma
Günther Schadn. Weitere beteiligte
Unternehmen waren das Wiener Ziviltechnikerbüro
Novotny Bauer & Partner
(Statik), die Ing. Geischläger GmbH
(Stahlbetonarbeiten, Ertüchtigung des
Kaminfußes), die Bebos GmbH (Betonbohrund
Schneidearbeiten) sowie die IG-control
GmbH (Risikoanalyse).
Von der Firma Zöchling wurden neben
dem Gesamtabbruch aller anderen Gebäude
folgende Leistungen erbracht: das Herstellen
der Schutzwälle und der Fallbetten für
die Sprengungen, die Staubniederschlagung,
die bauliche Vorbereitung der
Kausteranlage, die Zerlegung und Räumung
der gesprengten Gebäude, die
übergeordnete Abwicklung und Koordination
zwischen allen Beteiligten, die Erwirkung
aller erforderlichen Bescheide und
Zustimmungen der Behörden sowie die
Koordination der Gleissperren mit der ÖBB
bzw. der Straßensperren mit der Bezirkshauptmannschaft.
Sprengung der Kausteranlage
Im Vorfeld der Sprengung wurde die
Kausteranlage entkernt, schadstoffsaniert
und mit der Unterstützung der FF-Trieben
vollständig durchfeuchtet, um die Staubentwicklung
zu minimieren. Vor der Sprengung
wurde nach einem umfangreichen statischen
Konzept der Stahlbau in verschiedenen
Bereichen durch das Entfernen bzw.
Durchtrennen von Trägern geschwächt,
aber auch durch den Einbau von zusätzlichen
Trägern und Kettenzügen verstärkt,
um die Steifigkeit des Gebäudes beim
Umfallen zu gewähr leisten.
Weiters waren bis zu 50 mm starke
Stahlträger durch die Schneidladungen zu
trennen – hierfür wurden eigene Schneidladungen
in entsprechender Größe angefertigt
und im Vorfeld Versuchssprengungen
durchgeführt, um die für das saubere
Durchschneiden der Stahlträger benötigte
Sprengstoffmenge genau bestimmen zu
können. Da die nächsten Häuser nur etwa
80 m entfernt waren, wurde ein Schalldruck-Test
durchgeführt, um Schäden zu
vermeiden.
Vor der Sprengung wurden ein Fallbett
aus Ziegelschutt und 4 m hohe Schutzwälle
errichtet. Um die Staubbildung zu minimieren,
wurden unter anderem Schneekanonen
eingesetzt. Bei der Sprengung wurden alle
Ladungen mit einem elektronischen Zünder
gezündet, dadurch konnten auf den
jeweiligen Trägern die Ladungen mit
einigen Millisekunden Verzögerung
gezündet werden, was den Schalldruck der
Detonation minimierte. Die umstürzende
Kausteranlage verursachte nur eine sehr
geringe Schwinggeschwindigkeit. Die
Erklärung dafür dürfte in der Stahlkonstruktion
liegen, bei der viel Energie
durch die Deformation der Träger aufgenommen
wird.
Am Tag der Sprengung der Kausteranlage
wurden – so wie auch bei der Spren-
20 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
Oben der westliche
Bereich
des ehemaligen
Betriebsgeländes
mit rund
480.000 m 3
umbauten
Raum vor dem
Rückbau,
rechts der
oberirdisch fast
abgeschlossene
Rückbau.
gung des „Langen Ernst“ – die Bahnlinie
und die Bundesstraße kurzzeitig gesperrt
und der Gefahrenbereich abgesichert. Trotz
des schlechten Wetters verfolgten rund 350
Schaulustige das Ereignis. In den folgenden
sechs Wochen erfolgten die Zerkleinerung
und die fachgerechte Entsorgung des
Materials.
Sprengung „Langer Ernst“
Der 1975 errichtete und rund 144 m hohe
Stahlbetonkamin wies zwei innenliegende
Stahlrohre auf und war auch das inoffizielle
Wahrzeichen von Trieben. Der Fußdurchmesser
des Industrieschlots betrug ca.
9,2 m, die Wandstärke lag im unteren
Bereich bei etwa 50 cm. Der Plan war
zunächst, zwei Drittel des Umfangs
herauszusprengen. Auf diese Weise wäre
das hintere Drittel stehen geblieben und
hätte das Fallgelenk gebildet. Allerdings
wiesen die Statik-Experten darauf hin, dass
dieses Drittel das Gewicht des Kamins nicht
tragen hätte können. In der Folge hätte es
passieren können, dass der Turm in die
falsche Richtung gefallen wäre.
Als Konsequenz daraus wurde in
Abstimmung mit den Statik-Experten ein
Fallgelenk gebaut, das eine ähnliche
Funktion erfüllte, wie eine Bruchleiste bei
einer Baumfällung. Es wurde jedoch nicht
als konventionelles Stahl-Fallgelenk
errichtet, sondern aus Stahlbeton. Dieses
Fallgelenk bestand aus zwei Elementen: Ein
U-Profil aus Stahlbeton, welches am
Kaminfuß in Form von 7 m hohen Verstärkungsriegeln
mit der Kamin-Wand verbunden
wurde, aber nicht mit dem Fundament.
Der zweite Teil war ein L-Profil, das nach
dem Aushärten des ersten Profils mit dem
Fundament verbunden wurde, aber nicht
mit dem anderen Teil des Fallgelenks. Auch
wurden mittels Seilsägen zwei Dreiecke aus
dem Turm herausgeschnitten, um die
Sprengwirkung von der Sprengstelle nicht
auf das Fallgelenk zu übertragen. In einem
weiteren Schritt wurde kurz vor der
Sprengung der hintere Teil vom Turm
eingeschnitten, um die Armierung zu
durchtrennen. Für die kontrollierte
Sprengung wurden in 150 Bohrlöchern
insgesamt 24 kg gelatinöser Sprengstoff
angebracht. So konnte sichergestellt
werden, dass der Turm mit einer Geschwindigkeit
von etwa 100 km/h exakt in den sehr
schmalen Bereich zwischen Bundesstraße
B113 und ÖBB-Hauptstrecke stürzte.
Mit einem aufgeschütteten und stark
durchnässten Fallbett wurden die Erschütterungen
aufgefangen. Im Vorfeld wurden
außerdem die angrenzenden Häuser
evakuiert und ein großzügiger Sperrbereich
eingerichtet, um den unmittelbaren
Gefahrenbereich der Sprengung komplett
freizuhalten. Auch bei dieser Sprengung
22 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
wurde mittels wasserbetriebener Staubbindekanonen
die Staubentwicklung so gering
wie möglich gehalten. Wasserwände
(ähnlich den Hydroschildern der Feuerwehr)
schirmten zusätzlich nahegelegene
Häuser ab. Sprengtechnisch konnten beide
Projekte erfolgreich abgewickelt werden.
Ein Blick auf den Zeitplan: Die Entkernung
erfolgte von Juni 2024 bis September
2025; der oberirdische Rückbau erstreckte
sich von Oktober 2024 bis Dezember 2025
und der Rückbau der Fundamente läuft
noch von Jänner 2026 bis Juni 2026. Zum
Einsatz kamen durch die Firma Zöchling
zeitweise 6 Hydraulikbagger (1,50 – 50 t),
3 Longfront-Abbruchbagger (70 – 110 t),
2 Umschlagbagger (25 – 30 t), 1 Radlader
(25 t), 1 knickgelenkter Muldenkipper sowie
1 mobile Aufbereitungsanlage.
Ing. Fritz Hanisch, Bauleiter der Hans
Zöchling Gesellschaft m.b.H. in Hainfeld in
den Bereichen Erdbau und Abbruch, zeigt
sich rückblickend mehr als zufrieden: „Über
die gesamte Baudauer und vor allem bei der
Abwicklung der beiden Sprengungen
können wir auf eine perfekte Zusammenarbeit
mit den zuständigen Behörden und
ganz speziell mit der Stadtgemeinde
Trieben zurückblicken. Außerdem wurden
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
Das Team der Firma Zöchling freut sich über den erfolgreichen Abschluss des größten
Rückbauprojekts in der Firmengeschichte (von links): Ali Günes, Bauleiter Fritz Hanisch,
Polier Martin Steinkellner, Manuel Nussbaumer, Julius Wallner, Wolfgang Gruber, Technikerin
Elena Ivanova, Dominik Hofreiter, Gueorgui Chtarkov, Bekim Zeneli und Michael Höhl.
wir bei den Sprengungen auch von der
ortsansässigen Feuerwehr Trieben Werk
sowie von der Exekutive sehr gut unterstützt.
Auch die gute Zusammenarbeit mit
unseren Subunternehmern – allen voran
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
die Sprengfirma Schadn und das Ziviltechnikerbüro
Novotny Bauer & Partner – war
ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche
Durchführung der beiden Sprengungen.“
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Spurbahnweg für landwirtschaftlichen Verkehr in Sieghartskirchen:
Der kompakte Gleitschalungsfertiger SP 33 ermöglicht den präzisen
Einbau verschiedener Profile, wie zum Beispiel Spurbahnprofilen.
WIRTGEN
SP 33 als Allrounder zwischen Berg und Tal
Zwei Baustellen, viele Herausforderungen und eine Maschine, die sich als echter
Allrounder beweist: Der neue Gleitschalungsfertiger von Wirtgen zeigte seine Vielfalt
in den Ebenen Niederösterreichs ebenso, wie in den Bergen der Steiermark.
D
irekt beim ersten Einsatz in Österreich
zeigte sich, wie flexibel der
Gleitschalungsfertiger in unterschiedlichen
Anwendungen einsetzbar ist.
Innerhalb einer Woche standen zwei
Projekte an: zunächst wurde ein Spurbahnweg
für die landwirtschaftliche
Nutzung in Sieghartskirchen erstellt.
Anschließend ging es in den Tunnel
Semmering zum Einbau eines Bord-Rinnen-Profils.
In Sieghartskirchen in Niederösterreich
bestand der Aufbau aus zwei
Bahnen mit jeweils 1 m Breite und 1 m
Distanz zwischen den Bahnen. Das
Mittel- und das Außenbankett wurden
später mit Schotter oder Kies verfüllt. Zur
Herstellung der Spurbahn wurde beidseitig
je eine Schalung an die Maschine
angebaut. Die Beschickung erfolgte über
das Förderband und eine geteilte Schütte,
die beide Schalungen gleichmäßig füllte.
Schnell wechselbare Schalungen und die Möglichkeit, zwei
Mulden gleichzeitig zu beschicken, zeigen die hohe
Einsatzflexibilität des Wirtgen SP 33.
„Die Mannschaft war seit dem ersten
Tag hellauf begeistert und wir hatten
noch nie so eine Freude ab dem ersten
Tag mit einer Maschine“, sagt Michael
Stefaner, Gruppenleitung Tief- und
Straßenbau Ost von der Habau Hochund
Tiefbaugesellschaft, die die Baumaßnahmen
gemeinsam mit Bickhardt Bau
durchführte.
Wie bei allen Gleitschalungs-Projekten,
spielte auch beim Bau der Spurbahn
die präzise Regelung von Höhe, Querneigung
und Lenkung eine entscheidende
Rolle, um die Profile entsprechend der
Vorgaben herzustellen. Vor Ort wurde die
Steuerung der Maschine mittels Leitdraht
durchgeführt. Alternativ könnte
auch der leitdrahtlose AutoPilot 2.0 zum
Einsatz kommen. Das satellitengestützte
Steuerungssystem steuert die Maschine
in Höhe, Lenkung und Neigung automatisch
und ersetzt den herkömmlichen
Leitdraht durch ein virtuelles 3D-Modell.
Der SP 33 verfügt zudem über die
Möglichkeit, mithilfe eines 3D-Systems
die Höhenregelung und Lenkung vorzunehmen.
Nach dem ersten Projekt ging es für
die Mannschaft des ausführenden
Unternehmens Richtung Steiermark in
den Semmeringtunnel.
Dort wurde auf beiden Seiten ein Bord-
Rinnenprofil eingebaut. Die Herausforderung
bestand darin, das neue Profil über
ein bereits bestehendes Bord-Profil im
Tunnel einzubauen. Hierfür musste mit
hoher Präzision gearbeitet werden, um
die Statik und die Haltbarkeit des Profils
sichern zu können. Im Anschluss wurde
zwischen den beiden Profilen mit einem
An einem Arbeitstag konnte der SP 33 über 400 m des Bord-Rinnenprofils einbauen.
Gleitschalungsfertiger SP 1500 eine
Fahrbahn aus Beton in zweilagiger
Bauweise eingebaut.
Der Tunnel gilt als wichtige Nord-Süd-
Verbindung, daher sollte das Bauprojekt
so schnell wie möglich abgeschlossen
werden. Da zum Wechseln der Schalung
beim SP 33 nur 8 Schrauben gelöst
werden müssen, sparte das Einbauteam
hier viel Zeit. „Den Umbau, der sonst
IHRE PROJEKTE.
UNSER ANTRIEB.
eigentlich zwei, drei Tage dauert, hatten
wir in einem Tag erledigt“, sagt Bernd
Haberl, Polier bei Habau Hoch- und
Tiefbaugesellschaft, und unterstreicht
damit die Flexibilität des Gleitschalungsfertigers.
Die Projekte zeigen, wie wichtig
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit auf
der Baustelle sind und welchen Beitrag
der SP 33 hier leisten kann.
www.wirtgen-group.com
Bord-Rinnenprofile
im Semmeringtunnel:
Beim
Einbau mit dem
Wirtgen Gleitschalungsfertiger
muss eine
konstante Betonbeschickung
gesichert werden.
26 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
www.kiesel.net
MASCHINEN + TECHNIK
MWT
Mobile Kamerasysteme von MWT & Motec
erhöhen die Sicherheit auf der Baustelle
Mit dem MWS-System von Motec und MWT behalten Kranführer und Maschinenbediener
auch bei eingeschränkter Sicht jederzeit den Überblick – flexibel, robust und kabellos.
K
ranführer und Bediener von großen
Baumaschinen sind konstruktionsbedingt
immer wieder mit Sichteinschränkungen
im Arbeitsbereich konfrontiert.
Gepaart mit zunehmend komplexer
Baustellenlogistik und steigendem
Zeitdruck werden Assistenzsysteme in
Baumaschinen für die Sicherheit immer
wichtiger. MWT und Motec bieten mit dem
Mobilen Funk-Kamerasystem MWS eine
praxisnahe Lösung, die sowohl Sicherheit
als auch Effizienz gleichermaßen steigert.
Gefahren erkennen,
bevor sie entstehen
Gerade bei Kranen, Großfahrzeugen oder
unübersichtlichen Rangierbereichen
können blinde Zonen schnell zum Risiko
werden. Das mobile Kamerasystem MWS
schafft hier Abhilfe: Es liefert gestochen
scharfe Bilder direkt ins Führerhaus – in
Echtzeit und ohne Kabelverlegung. So
behalten Maschinenführer auch in
hektischen Situationen den Überblick und
können potenzielle Gefahren frühzeitig
erkennen und rechtzeitig reagieren.
ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .
Rahofer.
Flexibel einsetzbar, robust gebaut
Das MWS wurde speziell für den rauen
Einsatz auf Baustellen entwickelt. Ob auf
Turmdrehkranen, Mobilkranen oder
schweren Baumaschinen – das System
lässt sich mit wenigen Handgriffen
montieren und an den jeweiligen Einsatzbereich
anpassen. Möglich machen das
leistungsstarke Magnetfüße, die selbst bei
Vibrationen und Bewegung sicheren Halt
bieten. Das Kameramodul verfügt über
eine Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden
und ist damit ideal für lange Arbeitstage
geeignet. Dank spezieller Kodierung
können bis zu zehn Systeme parallel auf
einer Baustelle betrieben werden –
störungsfrei und zuverlässig.
Modular und individuell anpassbar
Die modulare Bauweise ermöglicht es, je
nach Anwendung unterschiedliche
Kameras, Monitore oder Pendeleinheiten
zu kombinieren. Ob Rückraumüberwachung,
Materialflusskontrolle oder Sicht
auf die Last – das MWS-System lässt sich
exakt auf die Anforderungen der jeweiligen
Maschine abstimmen. Auch der
einfache Transport wurde mitgedacht: Im
kompakten Koffer ist das System jederzeit
einsatzbereit und zwischen Fahrzeugen
schnell wechselbar.
Bessere Sicht auf der Baustelle:
Mit dem Mobilen Funk-Kamerasystem
MWS bieten MWT und
Motec eine praxisnahe Lösung für
mehr Sicherheit und Effizienz.
Technologiepartnerschaft
für mehr Sicherheit
MWT ist seit Jahren auf Wiegesysteme
und Assistenzlösungen spezialisiert – insbesondere
für den Einsatz unter
anspruchsvollen Bedingungen. In Zusammenarbeit
mit Motec, einem der führenden
Anbieter mobiler Kameratechnologie,
entstand ein System, das maximale
Übersicht und minimale Installationsaufwände
vereint.
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28 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Drei Modelle des Komatsu Radladers WA200-8 sind in der Abfallwirtschaft
der Graz Holding im Einsatz. Zwei weitere Komatsu Radlader stehen als
Ersatzgeräte immer noch zur Verfügung.
KUHN
Holding Graz schätzt Preis-Leistungsverhältnis
von Kuhn und Komatsu
Die Holding Graz setzt drei Komatsu Radlader WA200-8 im Bereich Abfallwirtschaft
ein. Für deren Kauf beim Baumaschinenhändler Kuhn sprach das attraktive Preis-
Leistungsverhältnis und die praktische Ausführung der Fahrerkabine.
D
ie Holding Graz – Kommunale
Dienstleistungen GmbH nimmt in der
steirischen Hauptstadt und Umgebung
jede Menge Aufgaben wahr. Rund 3.300
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern
sich beispielsweise um öffentlichen
Verkehr, Straßenerhaltung und -reinigung,
Grünraumpflege, Betrieb der Freizeiteinrichtungen,
Müllabfuhr, Kanal und
Wasserversorgung.
Die Abfallwirtschaft der Holding Graz
entsorgt und verarbeitet den Abfall der
Die Radlader-Fahrer der Holding Graz schätzen vor allem auch die komfortable
Fahrerkabine, die geräuscharm ist und über einen luftgefederten Fahrersitz verfügt.
Stadt Graz. Dafür greift man neben
fleißigem Personal auch auf einen professionell
ausgestatteten Fuhrpark zurück. In
diesem finden sich unter anderem fünf
Radlader von Komatsu, die allesamt beim
Baumaschinenhändler Kuhn erworben
wurden. Zuletzt kaufte man drei Modelle
des WA200-8, die vor allem eine Kombination
aus Stabilität, Losbrech- und Zugkraft
bieten.
Auf die Frage, weshalb man sich bei der
öffentlichen Ausschreibung schließlich für
die Radlader von Komatsu entschieden
hat, antwortet Peter Munter, Leiter der
Abfallbehandlung bei der Holding Graz:
„Das Preis-Leistungsverhältnis war
ausgezeichnet und unsere Fahrer empfinden
auch die Ausführung der Kabine als
sehr gelungen.“ Die Fahrerkabine mit zwei
Türen, neuem, luftgefedertem Fahrersitz
und einem großen Multifunktionsmonitor
stellt einen angenehmen Arbeitsort dar.
Zudem verfügt die Kabine über geräuscharmes
Design und eine Rückfahrkamera,
Ein reaktionsschneller,
hydrostatischer Antrieb
ermöglicht rasche und verlässliche
Arbeiten.
Eine Rückfahrkamera sorgt
beim WA200-8 Radlader
von Komatsu für mehr
Sicherheit.
welche den Sicherheitsfaktor deutlich
erhöht. Zudem befinden sich auf dem
Radlader Trittstufen, um die Frontscheibe
unkompliziert reinigen zu
können.
Robuste Arbeitsgeräte
„Die Radlader von Komatsu sind robust,
vertragen viel Einsatzzeiten und fallen
so gut wie nie aus. Sollte einmal ein
Service oder ein Mechaniker benötigt
werden, ist man bei Kuhn schnell und
verlässlich verfügbar“, so Peter Munter.
Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bilden das Team des Leiters der
Abfallbehandlung, der schon seit 35
Jahren für die Holding Graz tätig ist.
Zwei der drei Komatsu WA200-8 Radlader
sind im Ressourcenpark Graz in der
Sturzgasse 8 im Einsatz. Dieser bietet
viel Platz und lässt es zu, dass man
insgesamt bis zu 80 Abfallarten sammelt,
trennt und recycelt. Das dritte Arbeitsgerät
setzt man für die Kompostierung in
der Maggstraße im Süden von Graz ein.
Durch einen reaktionsschnellen, hydrostatischen
Antrieb der Radlader, lassen
sich die Arbeiten schnell und verlässlich
erledigen. Dies ermöglicht auch ein
kontrolliertes Fahren, sollte es in
Einsatzumgebungen einmal etwas enger
sein. Zudem gibt es eine vorwählbare
Höchstgeschwindigkeit, um auch hier
noch einmal für maximale Sicherheit zu
sorgen.
www.kuhn.at
30 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
WOLFFKRAN
Wolff auf schmalem Grat
Für die grundlegende Sanierung des historischen Staudamms Barrage de Lavalette im
Département Haute-Loire im Südosten Frankreichs setzt das vom Bauunternehmen Legendre
Génie Civil geleitete Baukonsortium auf eine maßgeschneiderte Lösung von Wolffkran.
D
ie Bauarbeiten am Staudamm
umfassen den vollständigen Austausch
von drei Hochwasserklappen aus den
1950er-Jahren sowie die Modernisierung
einer vierten Klappe aus den 1990er-Jahren,
die nach jahrzehntelangem Betrieb
stark verschlissen sind. Der Wolff 7534.16
Clear mit einer Hakenhöhe von 20,4 m,
einer Auslegerlänge von 40,0 m und einer
Tragfähigkeit von 16,0 t übernimmt den
Einbau von Provisorien und das Aus- und
Einheben der alten und neuen Klappen.
„Die Dammkrone ist lediglich 6,7 m
breit, was die Montage des Krans und die
Logistik der Anlieferung für unser Team
zu einer anspruchsvollen Aufgabe machte“,
sagt Cécile Caron, Vertriebsleiterin bei
Wolffkran. „Windböen von über 45 km/h
erschwerten den Aufbau zusätzlich und
verlängerten die Montagezeit von den
geplanten zwei auf rund 3,5 Tage“, so
Cécile Caron.
Da über den Damm eine Straße führt,
die nicht über die gesamte Bauzeit
gesperrt werden kann, wurde der Wolff auf
einem Wolff City Portal 520 (mit 5,2 m
Seitenlänge) montiert, unter dem der
Verkehr hindurchfließen kann. Dazu
mussten zunächst 12,0 m lange Verteilträger
mit einem Mobilkran installiert
werden, die die Last des Krans auf der
Dammkrone verteilen. In einem zweiten
Ein Wolff 7534.16 Clear auf einem City Portal ist seit März 2025 im
Einsatz und spielt unter sehr beengten Platzverhältnissen bei dem
anspruchsvollen Infrastrukturprojekt eine Schlüsselrolle.
Der Wolff 7534.16
Clear mit einer Hakenhöhe
von 20,4 m,
einer Auslegerlänge
von 40,0 m und einer
Tragfähigkeit von
16,0 t übernimmt den
Austausch der Hochwasserklappen
am
Staudamm Barrage de
Lavalette im Südosten
Frankreichs. Wolffkran
lieferte ein Komplettpaket
aus Kran,
Portallösung, Service,
Wartung und Kranbetrieb.
Schritt errichtete ein weiterer 90 t
Mobilkran das City Portal und den
spitzenlosen Turmdrehkran. Trotz des
City Portals wird die Straße werktags
täglich zwischen 9 und 14 Uhr gesperrt, da
der Kran die befahrene Straße aus
Sicherheitsgründen nicht mit Last
überschwenken darf. Alle Hebearbeiten
müssen demnach in diesem Zeitfenster
durchgeführt werden.
Ein besonders anspruchsvoller Projektteil
war der Ausbau des Gegengewichts
einer der bestehenden Hochwasserklappen.
Der rund 51,0 t schwere Betonblock
konnte nicht im Ganzen bewegt werden
und wurde deshalb vor Ort zerteilt. Die
einzelnen Segmente, die bis zu 16,0 t
wogen, wurden anschließend mit dem
Wolff-Kran abtransportiert.
„Wolffkran war der einzige Anbieter, der
unter den gegebenen Einschränkungen
eine Komplettlösung aus Kran, Portalkonstruktion,
Montage und Service anbieten
konnte“, sagt François-Xavier Béthuel,
Leiter des Bereichs Krane bei Legendre
Matériel. „Das Wolffkran-Team war bereits
in der Planungsphase eng in die Baustellenkonzeption
eingebunden und ist auch
während der rund 24-monatigen Bauzeit
für Betrieb, Service und Wartung verantwortlich,
sodass wir alles aus einer Hand
bekommen.“ Der Wolff 7534.16 Clear wird
voraussichtlich noch bis März 2027 auf
dem Lavalette Staudamm arbeiten.
www.wolffkran.com
32 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Lionel Ciochetto
Mammut
Oyster Lobster
Octopus
ALLES IM GRIFF
www.wimmer.info
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2019 haben sich die Raupenbagger der Generation 8 weltweit bewährt.
Das Leica 2D-Steuerung-System ist jetzt serienmäßig verfügbar und direkt in das Hauptdisplay integriert.
LIEBHERR
Wesentliche Weiterentwicklungen bei den
Liebherr-Raupenbaggern der Generation 8
Im Rahmen der Weiterentwicklungen der Raupenbagger der Generation 8 erweitert Liebherr
sein Angebot: Für die Raupenbagger der Modelle R 922 bis R 945 G8 sind jetzt zahlreiche
neue Einstellungen verfügbar. Dank der Integration von optionalen und serienmäßigen
Assistenzsystemen bietet die Generation 8 der Liebherr-Raupenbagger eine deutlich
gesteigerte Produktivität und optimale Rentabilität mit fortschrittlichen Funktionen.
N
eue Einstellungen und Assistenzsysteme
ergänzen das bereits umfangreiche
Angebot der Liebherr-Raupenbagger
der Generation 8. Diese Weiterentwicklungen
zielen darauf ab, den Marktanforderungen
in Bezug auf Leistung, Energieeffizienz
und Bedienkomfort noch besser
gerecht zu werden.
Neue Harnstoff-Befüllpumpe: Das System
ermöglicht das direkte Befüllen vom Boden
aus und eliminiert jegliches Risiko von Überlaufen,
Verschmutzung und Korrosion.
Neue Optionen: LPE,
Öle und Harnstofflösung
Mit dem LPE-Modus (Liebherr Power
Efficiency) setzt Liebherr einen Meilenstein
in der Energieverwaltung seiner
Raupenbagger. Dieses patentierte System
ist nun serienmäßig in den Modellen R 922
bis R 945 G8 integriert. Es optimiert
kontinuierlich die Hydraulik sowie den
Dieselmotor und reduziert den Kraftstoffverbrauch
um bis zu 10% − ohne Kompromisse
bei der Produktivität zu machen.
Einfach zu aktivieren, speichert es die
Einstellungen des Bedieners und bietet
einen temporären Boost für Schlüsselbewegungen,
wodurch schnelle, präzise und
perfekt auf die Anforderungen der Baustellen
abgestimmte Arbeitsabläufe gewährleistet
werden.
Mit einer innovativen Harnstoff-Befüllpumpe
setzt Liebherr neue Maßstäbe in
puncto Sicherheit, Komfort und Ergonomie.
Einzigartig auf dem Markt ermöglicht
dieses System das direkte Befüllen vom
Boden aus und eliminiert jegliches Risiko
des Überlaufens, von Verschmutzungen
und Korrosion. Der Fahrer muss nicht
mehr vom Oberwagen auf- oder absteigen:
Der Vorgang erfolgt schnell und mühelos
und spart wertvolle Zeit. In Kombination
mit der Kraftstoff-Befüllpumpe etabliert
sich diese exklusive Liebherr-Lösung als
entscheidender Vorteil auf anspruchsvollen
Baustellen.
Zudem ist jetzt das Leica 2D-Steuerung-
System serienmäßig verfügbar. Direkt in
das Hauptdisplay integriert, bietet dieses
Assistenzsystem für Planier- und Grabarbeiten
eine intuitive Benutzeroberfläche
mit klarer visueller Anzeige auf Basis von
Farbcodes. Das führt zu einer bemerkenswerten
Genauigkeit von ± 2 cm und einer
flexiblen Konfiguration, die sich jedem
Projekt anpasst. Das 2D-Guidance-System
ist erweiterbar und lässt sich mit „3D
ready“-Optionen von Leica, passivem 3D
oder halbautomatischem 3D ergänzen, um
herausfordernde Aufgaben noch genauer
zu meistern. Das bedeutet eine höhere
Produktivität, erhöhte Sicherheit und
einen unvergleichlichen Bedienkomfort
dank einer vereinfachten Schnittstelle.
34 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Produktdetails
& Anwendervideo
Jetzt umrüsten auf das
Mit dem Bucket Fill Assist
(BFA) automatisiert Liebherr das
Befüllen des Löffels, um die
Grabzyklen zu optimieren. Ein
einfacher Joystick-Befehl genügt,
um den vollständig automatisierten
Prozess auszulösen, der ein
schnelles, präzises und wiederholbares
Befüllen garantiert. Das
Assistenzsystem BFA ist ab Werk
in der Vollversion oder per
Software-Update verfügbar und
umfasst die Anti-Stalling-Funktion,
die das Blockieren des Löffels
verhindert. Das Ergebnis: maximale
Produktivität, reduzierte
Betriebskosten und höchster
Bedienkomfort. Um dieses
Assistenzsystem kennenzulernen,
bietet Liebherr an, es 500 Stunden
kostenlos zu nutzen.
Direkt im Hauptdisplay der Raupenbagger
der Generation 8 ist ebenfalls serienmäßig
das Wiegesystem integriert. Dieses
System misst während des gesamten
Ladezyklus in Echtzeit mit einer Genauigkeit
von ± 2%. Dank automatischer
Datenaufzeichnung über Liebherr Connect
(je nach Lizenz) profitieren die Bedienenden
von optimaler Nachverfolgung und
vollständiger Rückverfolgbarkeit. Ab Werk
oder per Software-Update verfügbar,
garantiert diese Innovation eine optimale
Lkw-Beladung, sie reduziert Überladungsrisiken
und vermeidet mögliche Bußgelder.
Zum Testen dieses Assistenzsystems bietet
Liebherr eine 500 Stunden kostenlose
Nutzung.
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in hoher Auflösung
bietet – selbst bei kaltem Wetter
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tote Winkel einsehbar sind. Der
Bedienende kann zwischen sechs
Einzelansichten wählen oder sich
für eine vom Rechner rekonstruierte
360°-Luftansicht entscheiden,
die auf einem verstellbaren Zusatzdisplay
angezeigt wird. Ab Werk
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Hinderniserkennung auch in engen
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mit allen Liebherr-G8-Baggern und
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
AM BAUGERÄTE
AM Baugeräte ist offizieller
DJI-Drohnenvermessungspartner
Als offizieller DJI Enterprise-Händler für Vermessung und Inspektion bietet die
AM Bau geräte HandelsgmbH seit Ende 2025 Zugang zu diesen zukunftsweisenden
Technologien. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Vermessung steht das Unternehmen
für fachliche Expertise, praxisorientierte Beratung und nachhaltige Lösungen.
D
iese Verbindung aus technologischer
Innovationskraft und langjähriger
Fachkompetenz macht AM Baugeräte zu
einem verlässlichen Partner – sowohl bei
der Systemintegration als auch bei der
professionellen Umsetzung von Drohnenvermessungsdienstleistungen.
„Drohnenvermessung stellt nicht nur
einen technologischen Trend dar, sondern
bildet einen zentralen Baustein für
effiziente, sichere sowie wirtschaftliche
Vermessungsprozesse. Unternehmen, die
heute in diese Technologien investieren,
schaffen die Grundlage für präzisere
Entscheidungen, transparente Abläufe
und nachhaltigen Projekterfolg“, so Ing.
Niklas Baumbruck, BSc, Technischer
Leiter Vermessung und Grabensicherungen
der Firma AM Baugeräte.
DJI-Drohnenvermessung als
Erfolgsfaktor in der Geodäsie
Die Vermessungsbranche erlebt derzeit
einen tiefgreifenden Transformationsprozess.
Die zunehmende Komplexität von
Projekten, verschärfter Kosten- und
Zeitdruck sowie steigende Anforderungen
an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit
führen dazu, dass traditionelle
Vermessungsmethoden vielfach an ihre
wirtschaftlichen und praktischen Grenzen
stoßen. Gleichzeitig hat sich die Drohnenvermessung
von einer spezialisierten Technologie
zu einem anerkannten, strategisch
bedeutenden Instrument entwickelt. Die
Nachfrage nach UAV-basierten Vermessungslösungen
wächst kontinuierlich –
insbesondere in den Bereichen Bauwesen,
Ingenieurvermessung, Rohstoffabbau und
-produktion sowie bei industriellen
Bestands- und Inspektionsvermessungen.
Durch die schnelle und unkomplizierte Erfassung von Baustellen, Abbaugebieten
oder Industrieflächen bietet Moderne Drohnenvermessung gegenüber
herkömmlichen Verfahren Zeitersparnisse von bis zu 70%.
Herausforderungen konventioneller
Vermessungsverfahren
Unternehmen stehen heute vor zahlreichen
Herausforderungen, die mit herkömmlichen
Vermessungsmethoden nur
begrenzt effizient bewältigt werden
können. Projekte müssen zunehmend in
kürzerer Zeit abgeschlossen werden,
während gleichzeitig die Ansprüche an
Genauigkeit, Transparenz und Dokumentation
steigen. Manuelle Begehungen auf
Baustellen oder in Kies- und Schotterwerken
bringen nicht nur erhebliche Sicherheitsrisiken
mit sich, sondern sind zudem
personal- und zeitintensiv. Gefährliche
Bereiche wie steile Böschungen, aktive
Abbauzonen oder instabile Halden sind oft
nur unter erhöhtem Risiko oder gar nicht
zugänglich.
Darüber hinaus wächst die Verpflichtung
zur umfassenden Dokumentation
über den gesamten Projektverlauf.
Ungenaue oder veraltete Bestandsdaten
führen häufig zu Nachverhandlungen bei
Aushubarbeiten, Streitigkeiten bezüglich
Massenansätzen oder fehlerhaften
Abrechnungen. Besonders kritisch sind
ungenaue Lagerstandsdaten: Fehlende
Transparenz über verfügbare Materialmengen
erschwert die Produktions- und
Lieferplanung erheblich und kann zu
Stillständen oder ineffizienter Disposition
führen.
DJI-Drohnenvermessung als
Lösung für operative Engpässe
Die moderne Drohnenvermessung bietet
hier einen deutlichen Mehrwert. Durch die
schnelle und unkomplizierte Erfassung
von Baustellen, Abbaugebieten oder
Industrieflächen lassen sich gegenüber
herkömmlichen Verfahren Zeitersparnisse
von bis zu 70% erzielen. Hochauflösende
Luftaufnahmen und Punktwolken
ermöglichen regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche
und schaffen eine objektive sowie
nachvollziehbare Datenbasis über den
gesamten Projektzeitraum.
Der Einsatz von Drohnen reduziert den
Personalbedarf vor Ort erheblich und
steigert somit nicht nur die Produktivität,
sondern auch die Arbeitssicherheit.
Gefährliche Bereiche müssen nicht mehr
betreten werden, da schwer zugängliche
Stellen zuverlässig aus der Luft erfasst
werden können. Dank RTK-Technologie
werden dabei Zentimetergenauigkeiten
36 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: AM Baugeräte
erreicht, die eine professionelle Vermessung
sowie Abrechnung ermöglichen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt
in der Wiederholbarkeit: Standardisierte
Flugrouten erlauben vergleichbare
Datensätze über Wochen, Monate oder
Jahre hinweg. Regelmäßige Volumenberechnungen
für Aushubmengen, Lagerstände
oder Deponien werden dadurch
nicht nur einfacher, sondern auch deutlich
präziser. Große Flächen können in
kürzester Zeit vermessen und kartiert
werden; selbst bei dichtem Bewuchs
entstehen belastbare Geländemodelle. Die
Integration in bestehende Arbeitsabläufe
– von CAD über GIS bis hin zu Abrechnungs-
und Projektmanagementsystemen
– erfolgt reibungslos.
Ergänzung und nicht Ersatz für
klassische Vermessungsverfahren
Es ist dabei eindeutig festzuhalten:
Drohnenvermessung ersetzt die traditionelle
Vermessung nicht, sondern ergänzt
diese sinnvoll. Konventionelle geodätische
Verfahren bleiben insbesondere für
Festpunktnetze, Absteckungen oder
rechtlich verbindliche Grenzfeststellungen
unverzichtbar. UAV-gestützte Systeme
erweitern dieses Instrumentarium um
eine effiziente, flächendeckende und stets
aktuelle Datenerfassung und schaffen
somit ein neues Niveau an Wirtschaftlichkeit
und Transparenz.
DJI Enterprise: Technologie für
professionelle Anwendungen
Mit den aktuellen Enterprise-Modellen
stellt DJI ein umfassendes Portfolio für
Vermessungs- und Inspektionsaufgaben
bereit. Die DJI Matrice 4-Serie steht für
kompakte, leistungsstarke Systeme mit
hoher Flexibilität im täglichen Einsatz.
Die DJI Matrice 400 richtet sich an
anspruchsvolle Missionen mit schweren
Sensoren, großen Flächen und höchster
Präzision. Ergänzt wird das Sortiment
durch die DJI Dock 3, welche einen
vollautomatisierten stationären Drohnenbetrieb
ermöglicht – ideal für regelmäßige
Vermessungen, Monitoring-Aufgaben oder
sicherheitskritische Infrastrukturen.
Je nach Anforderung kommen photogrammetrische
Sensoren oder LiDAR-
Systeme zum Einsatz. Photogrammetrie
überzeugt durch detailreiche Orthofotos,
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IM BLICK...
dichte Punktwolken sowie eine hervorragende
Wirtschaftlichkeit bei offenen und
gut sichtbaren Flächen. LiDAR hingegen
entfaltet seine Stärken bei Vegetation,
komplexer Topografie oder schlechten
Lichtverhältnissen und liefert auch unter
schwierigen Bedingungen präzise Geländemodelle.
Die Kombination beider
Technologien ermöglicht maximale
Flexibilität für verschiedenste Anwendungsbereiche.
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Das Team von AM Baugeräte
verbindet technologische
Innovationskraft mit langjähriger
Fachkompetenz (von
links): Nazif Džino, BSc,
(studierter Vermesser und
Experte für Laserscanning
und Geodaten) und
Ing. Niklas Baumbruck, BSc,
(Technischer Leiter
Vermessung und
Grabensicherungen).
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die Sanierung der 5,4 km lange Rennstrecke in Brünn
mit Spezialasphalt war eines der Themen der
Straßenbautagung 2026.
Informierten das Fachpublikum in Vösendorf (von links): Martin Buchta (Nievelt), Christian Albrecht (Asfinag), Michael Jug (Data Consult),
Rainer Irschik (Leiter Abteilung Landesstraßenbau und -verwaltung, NÖ), Beda Werner Bauer (ehemals Vorsitzender des Gestrata Vorstands),
Sebastian Stöcklegger (Asfinag), Wolfgang Haslehner (Amt Burgenland), Wolfgang Ablinger (MA 28) und Michael Gruber (TU Wien).
STRASSENBAUTAGUNG 2026
Asphaltbau-Kompetenzen der Gestrata
finden im ÖBV eine neue Heimat
Ende Oktober 2025 wurde im Rahmen der Gestrata Herbstveranstaltung bekannt gegeben,
dass die Gestrata in die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) eingegliedert wird.
Als sichtbares Zeichen dieser Veränderung ging das traditionelle Gestrata Bauseminar im
Jänner 2026 unter dem neuen Titel „Straßenbautagung 2026“ österreichweit mit fünf
Terminen über die Bühne. Kompetente Fachvorträge und die Präsentation aktueller
Großprojekte führten die jahrzehntelange Tradition des Bauseminars fort.
N
eben Innsbruck, Linz, Graz und
Villach machte die Straßenbautagung
2026 am 21. Jänner auch in Vösendorf bei
Wien Station. Eröffnet wurde die Tagung
durch Wolfgang Schubert, ehemaliger
Vorstand der Gestrata. Er informierte in
seiner Eröffnungsrede über die Hintergründe
für die Auflösung der Gestrata und
die Überführung ihrer Aktivitäten in den
ÖBV. Schubert begründete diesen Schritt,
der offiziell am 1. Jänner 2026 erfolgte, mit
den wachsenden fachlichen und strukturellen
Anforderungen im Straßenbau. Die
großen Herausforderungen – etwa im
Bereich Nachhaltigkeit, Materialentwicklung
und Regelwerk – könnten nur im
engen Zusammenwirken von Bauindustrie,
Auftraggebern und Forschung bewältigt
werden.
Im ÖBV wurde dafür der neue Circle
Asphalttechnik eingerichtet, ein ständiger
Als ehemaliger
Vorstand der
Gestrata eröffnete
Wolfgang Schubert
die Straßenbautagung
2026.
Fotos: Wirtgen; Baublatt.Österreich
Arbeitskreis, in dem Vertreter aus
Wirtschaft, öffentlicher Hand und Wissenschaft
gemeinsam technische und strategische
Fragestellungen bearbeiten. Ziel ist
es, Forschungsprojekte zu koordinieren,
Regelwerke weiterzuentwickeln und
Innovationen rascher in die Praxis zu
überführen. Gleichzeitig bleiben bewährte
Inhalte der Gestrata erhalten. Besonders
betonte Schubert die Bedeutung der
Weiterbildung: Die praxisorientierten
Asphaltkurse werden fortgeführt und ab
2027 in der neuen Asphaltakademie des
ÖBV gebündelt.
Weiters ging Schubert auf zentrale
Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft
ein. Asphalt ist zwar grundsätzlich
sehr gut recyclingfähig, dennoch wird in
Österreich nur etwa ein Viertel des
Ausbauasphalts wieder direkt in Mischanlagen
eingesetzt, während ein erheblicher
Anteil in anderen Bauweisen Verwendung
finde. Höhere Recyclingquoten könnten
zudem – insbesondere bei Anlagen ohne
Paralleltrommel – mit einem erhöhten
Energiebedarf und damit höheren
CO2-Emissionen verbunden sein. Daraus
leitete Schubert die Forderung ab,
projektbezogen ausgewogene Lösungen zu
finden und sowohl technische als auch ökologische
Aspekte differenziert zu betrachten.
Der neue organisatorische Rahmen im
ÖBV soll dazu beitragen, diese fachliche
Zusammenarbeit langfristig zu stärken.
Infrastruktur und Straßenbau
in Wien und Niederösterreich
Einen Überblick über die aktuellen
Entwicklungen im Straßenbau der Stadt
Wien gab Wolfgang Ablinger von der MA
28. Trotz angespannter Haushaltslage
liegt das Bauvolumen im Wiener Straßenbau
weiterhin auf hohem Niveau und
bewegt sich mit rund 200 Mio. Euro in
einer ähnlichen Größenordnung wie im
Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber ist das
anhaltende Bevölkerungswachstum, das
jährlich um mehr als 20.000 Personen
Volle Vortragssäle prägten alle fünf Termine der Straßenbautagung 2026.
zunimmt und zusätzliche Verkehrsflächen
sowie Infrastrukturmaßnahmen erforderlich
macht. Ablinger stellte mehrere
Projekte vor, darunter die Umgestaltung
der Favoritenstraße sowie den Ausbau von
Radverbindungen. Charakteristisch für
aktuelle Vorhaben sei die Kombination
von Verkehrsflächen mit Begrünung und
Aufenthaltsqualität, da größere Projekte
heute nur mehr im Kontext städtebaulicher
und klimatischer Anforderungen
umgesetzt werden könnten. Ein weiterer
Schwerpunkt betraf die öffentliche
Wahrnehmung von Infrastrukturprojekten.
Straßenbau werde zunehmend
kritisch diskutiert, weshalb Kommunikation,
Innovation und nachvollziehbare
Nachhaltigkeitsnachweise an Bedeutung
gewinnen. Temperaturabgesenkter
Asphalt, Recycling und Umweltproduktdeklarationen
sind wichtige Instrumente, um
die ökologische Leistungsfähigkeit
sichtbar zu machen. Gleichzeitig betonte
Ablinger, dass Asphalt auch künftig ein
unverzichtbarer Baustoff für leistungsfähige
Verkehrsnetze bleiben werde.
Im Anschluss stellte Rainer Irschik, Leiter
der Abteilung Landesstraßenbau und
-verwaltung der NÖ Landesregierung, die
Schwerpunkte in Niederösterreich vor. Für
2025/26 steht ein Doppelbudget von rund
133 Mio. Euro jährlich zur Verfügung,
ergänzt durch Mittel für Güterwege und
Radwege. Eine zentrale Herausforderung
ist die Sanierung älterer Brücken,
insbesondere Bauwerke aus den 1960er
und 1970er Jahren, die zunehmend das
Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen.
Auch bei Donaubrücken stehen Maßnahmen
an, während der bestätigte Bau der
zweiten Donaubrücke bei Mauthausen als
wichtiger Schritt zur Entlastung der
Region gilt. Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung
an Bedeutung: KI-gestützte
Anwendungen im Winterdienst, sensorbasierte
Zustandsdatenerfassung sowie der
Einsatz von BIM und Drohnen sollen
Planung, Betrieb und Erhaltung effizienter
machen. Nach Starkregenereignissen
rückt zudem die Klima-Resilienz stärker
in den Fokus.
Ergänzend dazu informierte Thomas
Avender (Asfinag Bau Management
GmbH) über die Investitionsschwerpunkte
im Autobahn- und Schnellstraßennetz in
Wien und Niederösterreich. Die Asfinag
38 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 39
MASCHINEN + TECHNIK
Begleitet von ihren Lehrkräften besuchten auch Schülerinnen und Schüler der HTL Mödling-Tiefbau die Straßenbautagung 2026.
finanziert sich vollständig aus Mauteinnahmen,
die sich auf rund 2,9 Mrd. Euro
pro Jahr belaufen. Ein Großteil dieser
Mittel fließt in Bau- und Erhaltungsprogramme.
Der Schwerpunkt liegt dabei
weiterhin auf der Sanierung des Bestands.
Für die kommenden Jahre sind umfangreiche
Investitionen vorgesehen, darunter
rund 630 Mio. Euro in Wien sowie etwa
1,4 Mrd. Euro in Niederösterreich. Zu den
Projekten zählen Erneuerungsmaßnahmen
auf der A4 im Raum Wien sowie
Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen auf
der A1, A21 und S6 in Niederösterreich.
Im ersten Fachvortrag gab Martin
Buchta (Nievelt) einen Überblick über den
aktuellen Stand der Prüfsysteme und
Normen im Asphaltstraßenbau und
betonte die Bedeutung objektiver Prüfverfahren
für Qualitätssicherung und
Vergleichbarkeit von Mischgütern. Neue
Ansätze zielen verstärkt auf die Bewertung
von Leistungseigenschaften sowie auf
die Berücksichtigung steigender Recyclinganteile
und alternativer Bindemittel ab.
Michael Gruber (TU Wien) behandelte
den Ermüdungswiderstand von Asphaltmischungen
als entscheidenden Faktor für
die Lebensdauer von Straßenbefestigungen.
Neue Prüfmethoden, etwa zyklische
Zugversuche, ermöglichen eine realitätsnähere
Bewertung der Materialeigenschaften
und sollen künftig stärker in Regelwerke
einfließen.
Christian Albrecht (Asfinag) stellte
Erfahrungen aus der nachhaltigen
Beschaffung vor. Neben dem Preis
gewinnen ökologische und soziale Kriterien
zunehmend Gewicht, etwa Recyclinganteile,
CO2-Bilanz, Transportwege oder
Energieversorgung von Baustellen.
Monitoring und Evaluierung der Verfahren
zeigen, dass auf diesem Weg bereits
messbare Emissionsreduktionen erreicht
werden konnten.
Michael Jug (Data Consult) stellte mit
Infrakit eine Software vor, die Planung,
Bauausführung und Dokumentation in
einer kartenbasierten Umgebung zusammenführt.
CAD- und BIM-Modelle,
Vermessungsdaten sowie Maschinen- und
Logistikinformationen werden lagegenau
Michael Jug (Data Consult) stellte mit Infrakit
eine Software vor, die Planung, Bauausführung
und Dokumentation in einer kartenbasierten
Umgebung zusammenführt.
dargestellt und in Echtzeit aktualisiert.
Mehrere Informationsebenen lassen sich
übereinanderlegen, sodass der Bauzustand
unmittelbar erkennbar ist und Entscheidungen
rascher getroffen werden können.
Ein besonderer Nutzen liegt in der
laufenden Erfassung von Ist-Daten:
Maschinen-, Transport- und Drohnendaten
ermöglichen eine transparente
Fortschrittskontrolle, erleichtern Abrechnung
und Qualitätssicherung und verbessern
die Kommunikation zwischen
Baustelle und Büro. Die ursprünglich in
Finnland entwickelte Software wird
bereits in zahlreichen Projekten eingesetzt
und etabliert sich zunehmend auch im
österreichischen Infrastrukturbau.
Ein für den kommunalen Bereich sehr
relevantes Thema beleuchtete Wolfgang
Haslehner (Amt der Burgenländischen
Landesregierung), der die Entwässerung
von ländlichen Straßen und Güterwegen
behandelte. Angesichts eines weit verzweigten
ländlichen Straßennetzes und
zunehmender Starkregenereignisse
komme der fachgerechten Planung und
Wartung von Entwässerungssystemen
künftig eine noch größere Bedeutung zu.
Einen Höhepunkt des Seminars bildete
die Präsentation des Großprojekts A26
Linzer Autobahn durch Sebastian Stöcklegger
(Asfinag). Das Projekt zählt zu den
bedeutendsten aktuellen Infrastrukturvorhaben
in Österreich und ist eng mit der
besonderen Verkehrssituation der Stadt
Linz verknüpft. Das Projekt ist in drei
Etappen gegliedert. Die erste Bauphase
wurde 2024 abgeschlossen und umfasste
unter anderem die Donautalbrücke sowie
mehrere Tunnelanlagen. Die Donautalbrücke,
eine Hängebrücke mit rund 300 m
Spannweite, stellt eines der technisch
herausragenden Bauwerke dar. Besonders
anspruchsvoll waren der innerstädtische
Tunnelbau bei geringer Überdeckung
sowie komplexe Bauabläufe unter laufendem
Verkehr. Die zweite Etappe, deren
Baubeginn für 2026 vorgesehen ist,
umfasst weitere Tunnelabschnitte und
eine Unterflurtrasse in dicht bebautem
Gebiet. In einer dritten Etappe ist
schließlich eine neue Schrägseilbrücke im
Bereich des Hauptbahnhofs sowie die
endgültige Anbindung an die A7 geplant.
Den Abschluss bildete die Sanierung
der Rennstrecke in Brünn, über die
Siegfried Kammerer (OMV) berichtete. Die
Arbeiten umfassten die Erneuerung der
oberen Asphaltschichten auf einer 5,4 km
langen Strecke unter sehr hohen Anforderungen
an Ebenheit, Griffigkeit und
Dauerhaftigkeit. Insgesamt wurden rund
14.000 t Asphalt eingebaut, wobei digitale
Vermessung, präzise Fräsplanung und ein
abgestimmtes Einbaukonzept eine kurze
Bauzeit ermöglichten. Zum Einsatz kam
ein speziell abgestimmtes polymermodifiziertes
Bitumen, dessen Eigenschaften
über die üblichen Normanforderungen
hinaus definiert wurden, um den extremen
Belastungen im Motorsport gerecht zu
werden.
Die vollen Vortragssäle an allen fünf
Terminen unterstreichen die erfolgreiche
Fortführung des traditionellen Gestrata
Bauseminars durch den ÖBV. Auch im
neuen Gewand der Straßenbautagung
2026 erwies sich die gewohnt hochkarätige
Informations- und Netzwerkveranstaltung
als wichtiger Fixtermin für den Start in
die neue Bausaison.
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40 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Der Untertage-Fahrlader Cat R1700 der
neuesten Generation beeindruckt mit modernster
Technik. Das Gerät, das von der
RHI Magnesita im Bergwerk Breitenau von
der Firma Zeppelin übernommen wurde,
ist einer der ersten Cat R1700 in Europa.
ZEPPELIN
RHI Magnesita setzt beim Abbaubetrieb in
Breitenau weiter auf Hightech von Caterpillar
Magnesit ist die Basis für einen Großteil der hochwertigen Feuerfestprodukte, mit denen
der RHI Magnesita Konzern seine Kunden in aller Welt bedient. Gewonnen wird der Rohmagnesit
unter anderem im Bergwerk Breitenau, wo sich seit über 20 Jahren zwei Untertage-Fahrlader
Cat R1700 beim Materialtransport bewähren. Aktuell werden sie durch zwei
Cat R1700 der neuesten Generation ersetzt, die zu den ersten Geräten ihrer Art in Europa
zählen und dank modernster Technik für höhere Produktivität und mehr Effizienz sorgen.
M
oderne Hochtemperaturprozesse mit
mehr als 1.200°C wären ohne
Magnesit nicht realisierbar. Ohne Magnesit
gäbe es keinen klimaneutralen Stahl,
keinen CO2-armen Zement, kein energieeffizientes
Glas und keine Batteriemetalle.
Den Großteil seines Bedarfs importiert
Europa aus China, daher sind die österreichischen
Lagerstätten ein seltener
europäischer Gegenpol und ein wichtiger
Wachstumsmotor.
RHI Magnesita ist der Weltmarktführer
bei hochwertigen Feuerfestprodukten,
-systemen und -lösungen. Der Konzern
beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in 67 Hauptproduktionsstätten,
12 Recyclinganlagen und mehr
als 70 Vertriebsbüros. Einer der Gründe
für die Erfolgsgeschichte von RHI Magnesita
ist die kontinuierliche Investition in
modernste Technik. Beispielsweise ist das
Werk in Radenthein das erste Feuerfestwerk
mit voll integriertem Manufacturing
Execution System (MES), KI-gestützter
Qualitätskontrolle und digitalem Zwilling
aller Prozesse.
Mit dem Bergwerk Breitenau betreibt
RHI Magnesita einen der größten untertägigen
Abbaubetriebe Österreichs. Über
50 Personen sind hier im Bergbau im
Zwei-Schicht-Betrieb beschäftigt. 2026
feiert der Abbaubetrieb Breitenau sein
120-jähriges Bestehen: 1906 begann hier
die Rohstoffgewinnung im Tagebau und
wurde ab den 1950er Jahren durch den
Untertagebau ergänzt. Heute liefert der
Tagebau nach wie vor Teilmengen, über
70% der Jahresproduktion von rund
400.000 t Rohmagnesit stammen aber aus
dem Untertagebereich.
DI Bernhard Garber ist im Bergwerk
Breitenau als Betriebsleiter Bergbau
zuständig für den Rohstoffbereich. Dazu
zählen der Tage- und Untertagebau, die
Bergbauwerkstätte und die Aufbereitungsanlage.
DI Garber: „Gewonnen wird der
Magnesit aktuell in sechs Revieren auf
unterschiedlichen Niveaus. Der Vortrieb
erfolgt mit modernster Bohrtechnik und
anschließender Sprengung. Das Hauwerk
wird mit unseren Cat R1700 Untertage-
Fahrladern auf einen der sieben knickgelenkten
Minetrucks verladen und von
diesen zur Vorbrechanlage transportiert.
Dabei handelt es sich um einen Backenbrecher,
der in den Untertagebergbau
integriert ist. Dort wird das Material so
weit zerkleinert, dass es mit dem
Förderband durch den rund 800 m langen
Augustinstollen zur mehrstufigen Auf-
bereitungsanlage transportiert werden
kann. Hier wird das Material für die drei
Drehrohröfen vorbereitet, in denen es bei
Temperaturen von bis zu 2.000°C veredelt
wird.“
Aufgeschlossen ist der Untertagebau über
ein Schrägstrecken- und Wendelsystem,
wobei die Hauptstrecke teilweise ein
Gefälle von 12% aufweist. Der Abbau folgt
der Lagerstätte weiter in die Tiefe und
weist mittlerweile eine Überlagerung von
rund 1.000 m auf. Auf Basis der regelmäßigen
Explorationsprogramme verfügt
man für die nächsten Jahrzehnte über
sehr genaue Kenntnisse hinsichtlich der
Qualität, Menge und den Gegebenheiten.
In den Jahren 2003 bis 2005 wurden
nicht nur die beiden Cat R1700 im
Bergwerk Breitenau in Dienst gestellt,
sondern auch ein dritter Cat R1700 im
Abbaubetrieb in Radenthein. Wie DI
Garber betont, weist der Cat R1700 nicht
nur die optimale Größe für die Hohlräume
und Querschnitte in den Abbaubetrieben
auf, sondern passt auch sehr gut zu den
Transportfahrzeugen und Lkw. Inzwischen
weisen diese Geräte über 20.000 Betriebsstunden
auf, sodass eine Erneuerung aus
mehreren Gründen sinnvoll ist. Der erste
der beiden neuen Cat R1700 wurde im
Oktober 2025 an das Team in Breitenau
übergeben und nahm Anfang November
den Betrieb auf. Der zweite neue Cat
R1700 folgt im Laufe der nächsten
Monate.
Markus Ebner ist Schichtleiter im
Bergwerk Breitenau. Er betont die
Stärken der neuen Cat Untertage-Fahrlader:
„Es ist beeindruckend, wie rasch der
Ladevorgang mit dem neuen Cat R1700
erfolgt. Das Tempo und die Effizienz
entsprechen praktisch den Abläufen im
Tagebau. In den tiefen Revieren betreiben
wir einen Kammerbau, bei dem die
Kammern eine freie Höhe von 21 m
aufweisen. Aus Sicherheitsgründen
werden diese Kammern von keinem
unserer Mitarbeiter betreten. Hier werden
die Cat R1700 von einem sicheren Bereich
aus mit der Funkfernsteuerung bedient.
Bei diesem ferngesteuerten Einsatz
kommt der Füllautomatik für die
Schaufelbeladung eine große Bedeutung
zu, denn sie steigert die Effizienz der von
uns eingesetzten 7,5 m 3 Schaufel
beträchtlich.“
Die Füllautomatik für die Schaufelbeladung, das vorgesteuerte Lenksystem für
feinfühligeres Manövrieren in engen Bereichen und die integrierte hydraulische
Schwingungsdämpfung sind wichtige Funktionen für rasche und effiziente Ladespiele.
DI Bernhard Garber (RHI Magnesita, Betriebsleiter Bergbau in Breitenau, Mitte links)
bekräftigt mit Handschlag die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Niederlassungsleiter
Ferdinand Luschnig (Zeppelin, Niederlassung Graz und Villach). Von links: Lara Grosz
(Zeppelin, Marketing Koordinatorin), Lisa-Maria Geyer (Zeppelin, Leiterin für Marketing und
Verkaufsförderung), Bernhard Teischl (RHI Magnesita, Betriebsleiter Werkstätte und Instandhaltung
in Breitenau), Michael Gugimaier (RHI Magnesita), Schichtleiter Markus Ebner
(RHI Magnesita), Servicetechniker Johannes Eicher (Zeppelin) und Kundendienstberater
Christian Kirschner (Zeppelin).
42 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 43
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
„Modulare Komponenten lassen sich im
Ganzen aus der Maschine aus- und einbauen.
Dadurch kann die Maschine
schneller wieder in Betrieb genommen
werden“, freut sich Werkstätten-Leiter
Bernhard Teischl (RHI Magnesita, rechts)
im Gespräch mit Servicetechniker
Johannes Eicher (Zeppelin).
Das neue Hydrauliksystem
liefert eine
erheblich höhere
Ausbrechkraft, während
am anderen
Ende des Takts der
Schwerpunkt auf
kürzeren Auskippzeiten
liegt. Unterm
Strich transportiert
der Cat R1700 mit
jedem Arbeitstakt
20% mehr Material
als sein Vorgänger –
er lädt, transportiert
und kippt
schneller ab.
Der neue Cat R1700 ist vollgepackt mit
Funktionen für die Personensicherheit.
Darüber hinaus beeindruckt die völlig
neukonstruierte Fahrerkabine Michael
Gugimaier (RHI Magnesita) mit mehr
Platz, reduzierten Vibrationen und einer
verbesserten Fahrerergonomie mit
Joystick-Bedienelementen.
DI Bernhard Garber, Betriebsleiter
Bergbau, über die Zusammenarbeit mit
der Firma Zeppelin: „Wir haben in den
verschiedenen Bereichen mehrere Cat
Geräte im Einsatz. Dazu zählt beispielsweise
auch unser Radlader Cat 966K im
Tagebau. Generell haben wir sehr gute
Erfahrungen mit den Geräten der Marke
Caterpillar gemacht. Bestes Beispiel dafür
sind unsere älteren Cat R1700, die sich
seit über 20 Jahren ohne größere Probleme
bewährt haben. Ebenso wichtig ist für uns
natürlich der Service und eine verlässliche
Betreuung im Fall des Falles. Diese hohen
Ansprüche werden vom Team der Firma
Zeppelin zu unserer vollsten Zufriedenheit
erfüllt. Wir orientieren uns nicht am
kostengünstigsten Angebot, sondern an
dem Gesamtpaket, das einen reibungsfreien
und hocheffizienten Abbaubetrieb
sicherstellt. Neben Niederlassungsleiter
Ferdinand Luschnig, der sich stets für eine
rasche Problemlösung einsetzt, möchte ich
vor allem den Servicetechniker Johannes
Eicher erwähnen. Er betreut uns schon
lange und ist mit unserem Team und allen
Gegebenheiten in unserem Betrieb bestens
vertraut. Es war daher nur logisch, dass er
RM J110X
DEPENDABLE PERFORMANCE
bei der Übergabe des ersten Cat R1700 die
Einschulung übernommen hat. Unterm
Strich fühlen wir uns bestens betreut und
wir wissen, dass wir uns auf Basis der
professionellen Partnerschaft mit der
Firma Zeppelin voll und ganz auf unser
Kerngeschäft konzentrieren können.“
www.rhimagnesita.com | www.zeppelin-cat.at
Cat R1700: modernste Technik
für den Untertage-Bergbau
Bei der von Grund auf neuen Konstruktion
des Cat Untertage-Fahrladers R1700
stand vor allem die Steigerung von Kraft
und Leistung im Mittelpunkt – ohne dabei
die Sicherheit als Herzstück zu vernachlässigen.
Ein Ziel, das erfolgreich umgesetzt
wurde, denn mit jedem Arbeitstakt
transportiert der R1700 20% mehr
Material als sein Vorgänger. Zudem ist er
ab Werk für die neuesten Technologien
vorgerüstet, dazu zählt auch der ferngesteuerte
Betrieb.
Für den Antrieb sorgt der Motor C13,
der die Emissionsnorm nach Stufe V
erfüllt. Er ist größer als das Vorgängermodell,
liefert mehr Kraft und Leistung und
verfügt über eine Sechszylinder-Konfiguration
mit Turbolader und luftgekühltem
Ladeluftkühler. Das allseitige, ölgekühlte
Bremssystem ermöglicht eine hervorragende
Kontrolle. Die hydraulisch betätigte
Dauerbremsautomatik sorgt dafür, dass
Gefällstrecken schneller bewältigt werden
können. Die pendelnd aufgehängte
Hinterachse stellt den Bodenkontakt der
vier Räder sicher und sorgt so jederzeit für
maximale Traktion und Stabilität, und ein
durchdrehfreies Hinterachsdifferenzial
reduziert den Reifenverschleiß und
maximiert die Traktion.
Die bereits erwähnten schnellen
Taktzeiten unterstützt die integrierte
hydraulische Schwingungsdämpfung
(RCS), die Fahrgeschwindigkeiten bei
mehr als 5 km/h während Belade- und
Transportvorgängen erleichtert. Eine
wichtige Rolle spielt hier auch das
Hydrauliksystem, das eine erheblich
höhere Ausbrechkraft beim Graben liefert.
Das neu gestaltete Kniegelenk punktet
mit Verlegung der Hydraulikleitungen und
mehr Platz für Servicetechniker zum
Arbeiten und für Reinigungsaufgaben. Die
Service-Zugänglichkeit wurde mit aufklappbarem
Kühlerschutz sowie die
Zusammenfassung von Filtern und
wichtigen Serviceaufgaben in einem
zentralen Bereich verbessert. Die Ölkühler
und Batterien sind direkt darunter
angeordnet. Grundsätzlich sind Rahmen,
Antriebsstrang, Motor und Komponenten
auf Überholbarkeit ausgelegt.
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44 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 45
MASCHINEN + TECHNIK
Im August 2025 feierte die 48 km
lange Großglockner Hochalpenstraße ihr
90-jähriges Jubiläum. Ein paar Meter unter
der Kehre vier auf knapp 2.536 m Seehöhe
wurden insgesamt 28 Schirmelemente
installiert, um die Großglockner Hochalpenstraße
langfristig vor Hangabrutschungen
zu schützen.
Hier geht’s
zum Video.
Um die Großglockner
Hochalpenstraße langfristig
vor Hangabrutschungen
zu schützen, führten die
Spezialtiefbau-Experten von
Felbermayr umfangreiche
Sicherungsmaßnahmen zur
Böschungsstabilisierung
durch.
FELBERMAYR
Spezialtiefbau über den Wolken
ie Edelweißspitze markiert mit
D2.571 m den höchsten Punkt der
Großglockner Hochalpenstraße und bietet
einen einzigartigen Rundblick auf 37
Dreitausender. Durch Erosion und
anhaltende Niederschlagswässer war der
Hang im Laufe der Jahre stellenweise
bereits um bis zu zwei Meter abgerutscht.
Um die Sicherheit der historischen
Panoramastraße dauerhaft zu gewährleisten,
brachte das Team des Felbermayr
Spezialtiefbaus seine langjährige
Expertise ein.
„Wir arbeiten hier auf über 2.500 m
Seehöhe in felsigem Gelände bei einer
Steigung von knapp 40° – jeder Handgriff
muss sitzen und jeder Schritt wohlüberlegt
sein“, beschreibt Bauleiter Johann
Bugelnig die anspruchsvollen Arbeitsbedingungen.
Die Elemente zur Böschungssicherung
wurden mithilfe eines Schreitbaggers
im Gelände positioniert, teilweise
auf unbefestigtem Gerölluntergrund.
„Neben der körperlich fordernden Arbeit
im hochalpinen Gelände stellte vor allem
die Logistik ein zentrales Thema dar. Der
Materialtransport bis hin zur Baustelle
sowie das Einheben der Schirmelemente
am Hang musste präzise abgestimmt und
unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen
umgesetzt werden“, ergänzt Bauleiter
Florian Haller.
Die montierten Schirmelemente
bestehen aus einer flexiblen Stahlkonstruktion
mit einer Grundfläche von
2,00 mal 2,50 m. Zwei sich kreuzende
Das Projekt
verlangte von
den Höhenarbeitern
aus
Lienz höchste
Präzision unter
extremen
Bedingungen.
Bei einem
Gefälle von
knapp 40°
leisten die
Profis des
Spezialtiefbaus
herausragende
Arbeit.
46 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Felbermayr/Weickinger
Stahlträger werden über eine Zentralplatte
verbunden, an der die Zentralstange
montiert ist. Stahlseile spannen die
Konstruktion zusätzlich ab, sodass die
auftretenden Kräfte über die eingebauten
Anker in den tragfähigen Untergrund
abgeleitet werden. Insgesamt wurden 850
Laufmeter Injektionsanker eingebaut.
Diese selbstbohrenden Hohlstabanker
werden über ein Rohrsystem mit Injektionsmörtel
gefüllt und sorgen für eine
optimale Kraftübertragung.
Ergänzend zu den Schirmelementen
errichteten die Spezialisten einen Spritzbetonbalken,
welcher unterhalb einer
bereits bestehenden Felssicherung
positioniert wurde. „Die verstärkte
Spritzbetonwand erhöht in Verbindung
mit den Elementen zur Böschungssicherung
die Gesamtstabilität des Hanges
deutlich“, erläutert Haller. Das System
bietet neben der nachhaltigen Stabilität
vor allem zwei Vorteile: eine verhältnismäßig
unkomplizierte Montage und geringe
Anforderungen an das Hinterfüllmaterial.
Das sind beides entscheidende Aspekte in
schwer zugäng lichem Gelände. Durch die
kompakte Bauweise können die Schirmelemente
direkt vor Ort passgenau gesetzt
und in kurzer Zeit montiert werden. „Trotz
der extremen Gegebenheiten konnte die
Böschungssicherung termingerecht
abgeschlossen werden. Solche Projekte
Im Bild der Kaiser Mobil-Schreitbagger
S10 der in Heiligenblut ansässigen
Firma Erdbau Lercher im Einsatz bei
Ankerungen am Großglockner.
zeigen, dass wir mit Erfahrung, Teamgeist
und technischem Know-how einzig artige
und individuelle Lösungen schaffen, wo
andere an ihre Grenzen stoßen“, fasst
Bugelnig zusammen. Mit Abschluss der
Arbeiten bleibt die Edelweißspitze ein
topografischer und sicherer Höhepunkt
der Großglockner Hochalpenstraße – und
ein Beispiel dafür, wie der Felbermayr-
Spezialtiefbau Präzision und Leistungsstärke
bis in die höchsten Lagen bringt.
Um die Großglockner Hochalpenstraße
vor Hangabrutsch zu schützen, führten die
Spezialtiefbau-Experten Maßnahmen zur
Böschungsstabilisierung durch.
www.felbermayr.cc
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SUCCESS
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das komplett überarbeitete
12-Zoll-Touchdisplay bietet
hohen Bedienkomfort und
Funktionalität, mit übersichtlichem
Startbildschirm,
verständlichen
Symbolen und einer
intuitiven Menüführung.
Die MHL350 G beeindruckt nicht nur mit modernster Motorentechnologie,
sondern auch mit einer erweiterten Reichweite von 17 m.
KIESEL
Neue Fuchs G-Serie fokussiert
auf Fahrer und Effizienz
Es war vor fast 70 Jahren, als Helmut Kiesel mit dem Aufbau einer Fuchs Servicestation
den Grundstein für „Kiesel – Mein Systempartner“ legte. Seit der ersten Stunde arbeiten die
beiden Unternehmen eng zusammen und Kiesel ist seit vielen Jahren Exklusivhändler für
Fuchs in Deutschland, Österreich, Skandinavien und Tschechien. Mit der Präsentation der
beiden Umschlagmaschinen aus der neuen G-Serie, die Fuchs auf der bauma in München
vorstellte, wird diese Erfolgsgeschichte um ein weiteres Kapitel reicher.
H
öchster Bedienkomfort, Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit: Die beiden Modelle
MHL340 G und MHL350 G sind der
Startschuss für die neue G-Serie, die die
Modelle der F-Serie über die nächsten
Jahre sukzessive ablösen wird. Und sie
setzen gleich Maßstäbe: Die MHL340 G
überzeugt als vielseitige Allroundmaschine
im Recycling- und Schrottumschlag,
während sich die MHL350 G als leistungsstarker
Benchmark im professionellen
Materialumschlag positioniert.
Beide Maschinen erreichen gesteigerte
Traglasten und überzeugen so auch in
anspruchsvollen Anwendungen, bei denen
Leistung und Präzision gleichermaßen
gefragt sind. Ihr Antrieb kombiniert Kraft
und Nachhaltigkeit – ob konventionell mit
hocheffizientem Kraftstoffverbrauch oder
elektrisch.
MHL340 G: Die Allrounderin
Die MHL340 G überzeugt als Allrounderin
für Recycling und Schrottumschlag mit
großen Reichweiten, hohen Traglasten und
einer fein abgestimmten 2-Kreis-Hydraulik,
egal ob beim Bauschuttrecycling oder
Haushaltsabfällen. Mit einer Reichweite
von bis zu 14 m und einer Sichthöhe von
5,60 m bietet sie ideale Voraussetzungen
für schnelle Ladezyklen und optimierte
Materialflüsse.
MHL350 G: Benchmark
im Materialumschlag
Die MHL350 G ist eine der schnellsten
und zugleich feinfühligsten Lademaschinen
im Materialumschlag, mit modernster
Motorentechnologie und einer wegweisenden
Mobilhydraulik. Dank ihrem Dienstgewicht
von bis zu 36 t, einer beeindruckenden
erweiterten Reichweite von 17 m
und einer Unterwagenbreite von 3 m
lassen sich mit ihr große Materialmengen
mühelos aufnehmen, fein dosiert verfahren
und zielgenau absetzen.
48 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Effizienz beginnt am
„Arbeitsplatz Maschine“
Bei der Entwicklung beider Maschinen
legte Fuchs einen Fokus auf den „Arbeitsplatz
Maschine“ – für mehr Komfort,
Ergonomie und Effizienz. Drei Joystick-
Varianten lassen sich individuell konfigurieren
und auf die persönlichen Vorlieben
des Fahrers abstimmen. Die Kabine selbst
überzeugt mit dem größten Raumangebot
dieser Klasse, breitem Einstieg und
optimaler Rundumsicht durch Panoramafenster
und vergrößertem Dachfenster.
Ein Highlight ist das komplett überarbeitete
12-Zoll-Touchdisplay. Es bietet hohen
Bedienkomfort und Funktionalität, mit
übersichtlichem Startbildschirm, verständlichen
Symbolen und einer intuitiven
Menüführung. Mit dem optionalen Tool
Control werden Anbaugeräte digital
verwaltet, und dank individueller Einstellungen
lässt sich die Maschine damit mit
wenigen Handgriffen perfekt und ohne
Zeitverlust an jedes Werkzeug anpassen.
Präzise Kontrolle über alle Bewegungen
sichert die Live-Ansicht des Arbeitsbereichs
und Echtzeitanzeigen am Display,
etwa für die Auslegerposition.
HD-Kameras schaffen serienmäßig
klare Rundumsicht, während optionale
KI-gestützte Kameras Personen im
Arbeitsumfeld erkennen. In engen oder
sensiblen Bereichen bietet die optionale
Virtual Wall zusätzliche Sicherheit: Über
das Display lassen sich Höhen- und
Reichweitenbegrenzungen intuitiv
einstellen, um die Maschine präzise
innerhalb definierter Arbeitsgrenzen zu
steuern.
Eine großzügig dimensionierte Serviceplattform,
über die alle relevanten
Bereiche direkt gut erreichbar sind,
erleichtert die regelmäßige Wartung und
Gruppe
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Allrounderin für Recycling und Schrottumschlag:
Die MHL340 G überzeugt mit
großen Reichweiten, hohen Traglasten
und einer fein abgestimmten 2-Kreis-
Hydraulik, egal ob beim Bauschuttrecycling
oder Haushaltsabfällen.
Kontrolle von Motorraum, Steuerblock,
Tankeinheit und Zentralschmieranlage.
Mit einem Serviceintervall von 1.000
Stunden sind die neuen Maschinen mit
Dieselmotor zudem extrem wartungsfreundlich.
Der erste Service der Hydraulik
erfolgt sogar erst nach 3.000 Stunden.
Dank Telemetrie-Technologie können
Wartungen und Reparaturen vorausschauend
geplant werden, und optionale
Servicepakete schaffen Kostensicherheit.
www.kiesel.net
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird
die 32. Samoter in Verona
wieder zum Treffpunkt
der internationalen
Baumaschinenbranche.
Z
ahlreiche namhafte Hersteller haben
ihre Teilnahme an der internationalen
Fachmesse bestätigt, darunter CGT und
Komatsu, Hyundai und Kobelco sowie die
Rückkehr von Volvo Construction Equipment.
Mit sechs Ausstellungshallen und
drei Außenbereichen bestätigt die von
Veronafiere in Zusammenarbeit mit
UNACEA und CECE organisierte Messe
ihre Rolle als zentrale Plattform für die
gesamte Bau- und Baumaschinenbranche.
Die Samoter vereint Technologien,
Lösungen und Dienstleistungen für
sämtliche Segmente der Wertschöpfungskette
– von Erdbewegung und Hebetechnik
über Abbruch, Bohren und Brechen bis
hin zu Beton, Straßenbau, Steinbruchtechnik,
Baustellenfahrzeugen sowie Komponenten,
Ersatzteilen, Logistik, Services
und IT-Lösungen.
Seit über sechzig Jahren bildet der Bereich
Erdbewegung das Herzstück der Samoter.
Für die Ausgabe 2026 wurde unter
anderem die Rückkehr von Volvo CE
angekündigt, das die Messe als Bühne für
die Markteinführung einer neuen Maschinen-
und Servicegeneration nutzt. Ergänzt
wird dies durch zahlreiche international
etablierte Hersteller, die für Leistungsstärke,
technologische Innovation und
Produktivität stehen.
Auch der Betonbereich ist bei der Samoter
2026 prominent vertreten. Führende
SAMOTER
Countdown zum internationalen
Baumaschinen-Salon in Verona
Die starke Präsenz führender Marken unterstreicht die Bedeutung der Samoter als
Schaufenster für neue Maschinenkonzepte, digitale Assistenzsysteme und zukunftsorientierte
Technologien im Erdbewegungssegment.
Anbieter präsentieren Lösungen für
Betonproduktion, -transport und -einbau,
wobei Nachhaltigkeit, Digitalisierung und
Automatisierung zunehmend im Mittelpunkt
stehen. Im Segment Brechen und
Abbruch zeigen etablierte Hersteller
Technologien, die speziell auf Effizienzsteigerung
und den Einsatz in urbanen sowie
infrastrukturellen Baustellen ausgelegt
sind. Ergänzt wird das Messeangebot
durch Aussteller aus dem Bereich Motorenkomponenten
und Ersatzteile sowie
durch Anbieter von Maschinen und
Systemlösungen für den Straßenbau und
die Straßeninstandhaltung.
Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Samoter
2026 ist der Start der Samoter Academy.
Dieses neue strategische Projekt entsteht
in Zusammenarbeit mit Engim Veneto und
begleitet den Transformationsprozess der
Baumaschinenbranche durch hochwertige
Aus- und Weiterbildungsangebote mit
technischem und fachkulturellem Fokus.
www.samoter.it/en
Komatsu Ltd. und seine
Tochtergesellschaft
Earthbrain Ltd. haben eine
Zusammenarbeit mit Tier IV
Inc. vereinbart, einem Pionier
im Bereich Open-Source-Software
für autonomes Fahren.
D
ie Zusammenarbeit konzentriert sich
auf den autonomen Betrieb von
Komatsus knickgelenkten und starren Muldenkippern
für Tiefbau- und Steinbruchbaustellen
in Japan, wobei die praktische
Anwendung bis zum Geschäftsjahr 2027
angestrebt wird. Komatsu und Earthbrain
haben als Kooperationspartner Automatisierungs-
und Fernsteuerungstechnologien
vorangetrieben, um ihren Kunden den
autonomen Betrieb auf Baustellen zu
ermöglichen. Die beiden Unternehmen
haben aufgrund der bewährten Expertise
von Tier IV im Bereich autonomer Fahrtechnologien
für Straßenfahrzeuge und
seiner Führungsrolle bei der Entwicklung
einer Open-Source-Software für autonomes
Fahren beschlossen, mit Tier IV zusammenzuarbeiten.
Diese Zusammenarbeit vereint die
Stärken der drei Unternehmen: die
autonome Fahrtechnologie von Tier IV, die
Fahrzeugtechnik von Komatsu für
Baumaschinen und die Expertise von
Earthbrain im Bereich des Bauprozessmanagements
unter Verwendung digitaler
Technologien. Gemeinsam werden die drei
Unternehmen ein autonomes System und
ein Flottenmanagementsystem für
Baumaschinen entwickeln, mit dem Ziel,
KOMATSU
Praktische Anwendung
autonomer Technologie
Der knickgelenkte
Muldenkipper HM400
arbeitet während der Testphase
autonom.
die Technologie in die Praxis umzusetzen.
Tier IV wird das autonome System
gemeinsam mit Komatsu entwickeln und
dessen Integration und Einsatz auf
Baustellen unterstützen. Earthbrain wird
für die Entwicklung des Flottenmanagementsystems
verantwortlich sein.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, den
Kunden in den Bereichen Fachkräftemangel
und Transporteffizienz sowie der
Verbesserung der Sicherheit und Verringerung
der Umweltbelastung einen Mehrwert
zu bieten. Komatsu wird diese
Technologie zunächst bei seinem knickgelenkten
Muldenkipper HM400 und seinem
starren Muldenkipper HD785 einsetzen
und plant, die Technologie in Zukunft auch
auf andere Modelle auszuweiten. Die
Lösung ist für eine Vielzahl von Industriestandorten
vorgesehen, darunter Stahlwerke
und Fabriken. Komatsu plant
außerdem einen zukünftigen weltweiten
Einsatz.
www.komatsu.eu
Der neue DJI-Drohnenvermessungspartner in Österreich
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Bau | Raasdorf/Wien
Bergbau
Tel. +43 2249 28495 ■ office@am-laser.at ■ Tunnelbau www.am-laser.at | Bauindustrie
MASCHINEN + TECHNIK
FLIEGL
Millioneninvestition in die Zukunft
Anfang Februar informierte die Fliegl Fahrzeugbau GmbH im Rahmen der „Innovation
Days 2026“ im Werk 1 in Triptis über die aktuelle Werksumstellung und die neuesten
Transport- und Logistiklösungen.
A
uf dem Werksgelände präsentierte
Fliegl einen Querschnitt der am
häufigsten verkauften Produktgruppen.
Dazu zählen neben dem klassischen
Gardinensattelauflieger auch ein Containerchassis,
dazu einen Sattelkipper mit
Mulde und dem neuen Step-Podest.
Ausgestellt war zudem ein Tandem-Wechselpritschenanhänger
sowie T-Tiefbettsattelauflieger
und ein Tiefladeanhänger.
Firmenchef Helmut Fliegl enthüllte zudem
ein neu entwickeltes Chemiechassis, mit
dem das Unternehmen auf die speziellen
Anforderungen eingeht, die sich beim
Betrieb einer Elektro-Zugmaschine
ergeben.
Optimierter Werksverkehr
Als Teil des Programms „Fit 2030“ werden
im Werk 1 in Triptis 11,7 Mio. Euro in den
Neubau investiert, ein starkes Zeichen in
die Zukunftssicherheit des Standorts.
Weniger als vier Monate sind für den Bau
veranschlagt, vor Ostern soll die neue
Halle in Betrieb gehen. Der Umzug der
einzelnen Stationen findet im laufenden
Betrieb statt, berichtet Werksleiter Maxi
Fliegl.
Nicht nur kurze Wege sorgen dann für
Effizienz: Im Werk in Triptis sind nun alle
Hallendächer mit Solarmodulen belegt, die
fünfmal mehr Energie produzieren, als das
Werk verbraucht – der überschüssige
Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Das eigene Blockheizkraftwerk
sorgt für nachhaltige Wärmeerzeugung,
Elektro-Gabelstapler sind auf dem
Werksgelände lokal emissionsfrei unterwegs
und ein Regalsystem erzeugt durch
die Bewegungsenergie beim Auf- und
Abfahren Strom. Bereits seit vielen Jahren
setzt Fliegl im Werk auf Umweltschutz
und Nachhaltigkeit: Mit der Aktion
„Baumpatenschaft“ haben Kunden nun die
Möglichkeit, bei jeder Fahrzeugabholung
gemeinsam mit Fliegl einen Baum auf
dem großen Werksgelände in Werk 2 zu
pflanzen.
Am Firmensitz in Triptis sind etwa 250
Personen beschäftigt, im Trailer-Verbund
mit Hangler und Strolit fertigen 500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund
5.000 Fahrzeuge pro Jahr. Die Mietflotte
der RPS Trailer Rental umfasst etwa 700
Fahrzeuge und deckt praktisch die
gesamte Bandbreite an Anhängern und
Aufliegern ab.
Auch im Werk 2 investierte Fliegl in
moderne Maschinen und setzt nun auf
noch mehr Eigenfertigung: Zwei neue
Schweißroboter von Panasonic schweißen
ab sofort Alu- und Stahlmulden für die
Sattelkipper noch präziser und schneller.
Dazu Werksleiter Maxi Fliegl: „Die
Qualität jeder einzelnen Schweißnaht
lässt sich nun nachvollziehen, beispielsweise
die Wärmeeinbringung und das
A-Maß, also die Nahtdicke.“
www.fliegl.com
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• Hocheffizienter Umschlag, integrierte und optionale Assistenzsysteme
machen diese Modelle zur Investition in maximale Produktivität
und ökologische Zukunftssicherheit.
Bei den Innovation Days 2026 präsentierte die Firma Fliegl auch ihre aktuellen Transport- und Logistiklösungen.
Als Teil des Programms
„Fit 2030“ werden im Werk
in Triptis 11,7 Mio. Euro investiert:
„Mit der Werksumstellung
ergeben sich
pro Jahr innerbetrieblich
1.150 km weniger Strecke,
die zurückgelegt werden
muss“, erklärte Geschäftsführer
Helmut Fliegl. Das
bedeutet dementsprechend
weniger CO2-Ausstoß
und eine spürbare Zeitersparnis
in der Montage.
52 BAUBLATT.ÖSTERREICH
*Finanzierungsvertrag (Kaufpreisstundung) – Finanzierung zu einem Zinssatz von 0,99 % p.a. über 36 Monate mit 20 % Anzahlung. Keine Blockrate zum Ende der Laufzeit. Umsatzsteuer auf den
Kaufpreis sowie Anzahlung sofort zur Zahlung fällig. Maschinenbruchversicherung erforderlich. Bei Abschluss einer Maschinenbruchversicherung über unseren ausgewählten Finanzierungspartner
reduziert sich der Zinssatz auf 0,79 % p.a. Angebot ist gültig bei Abschluss bis zum 30.04.2026 mit Auslieferung und Faktura bis 30.06.2026, und erfolgt vorbehaltlich Verfügbarkeit und
Bonitätsprüfung. Es richtet sich nur an gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen des ausgewählten Finanzierungspartners.
Für Kauf und Service-Leistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang
gehören.
**Finanzierungsvertrag (Kaufpreisstundung) – Finanzierung zu einem Zinssatz von 1,99 % p.a. über 36 Monate mit 20 % Anzahlung. Keine Blockrate zum Ende der Laufzeit. Umsatzsteuer auf
den Kaufpreis sowie Anzahlung sofort zur Zahlung fällig. Maschinenbruchversicherung erforderlich. Bei Abschluss einer Maschinenbruchversicherung über den ausgewählten Finanzierungspartner
reduziert sich der Zinssatz auf 1,79 % p.a. Angebot ist gültig bei Abschluss bis zum 30.04.2026 mit Auslieferung und Faktura bis 30.06.2026, und erfolgt vorbehaltlich Verfügbarkeit und
Bonitätsprüfung. Es richtet sich nur an gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen des ausgewählten Finanzierungspartners.
Für Kauf und Service-Leistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang
gehören.
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
European Distribution Center in Weert: Der Standort
vereint Lager, Werkstatt und Versandlogistik und ist
zentraler Knotenpunkt der europäischen Maschinenversorgung
von Kubota.
In der Lagerhalle finden bis zu 4.000 Baumaschinen
witterungsgeschützt Platz und bilden den strategischen
Puffer zwischen Produktion und europäischem Markt.
Vor dem Versand erfolgen finale Qualitäts- und Vollständigkeitskontrollen
sowie die digitale Buchung im
SAP-System.
KUBOTA EUROPA
Strategische Logistik als Schlüssel
für Wachstum und Kundenservice
Logistik ist für Kubota ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Mit dem Versandlager
European Distribution Center (EDC) im niederländischen Weert und dem Ersatzteillager
European Parts Center (EUPC) im französischen Thionville betreibt der Konzern
zwei hochdigitalisierte Schlüsselstandorte, die Maschinenverfügbarkeit, schnelle
Ersatzteilversorgung und hohe Servicequalität sichern. Baublatt.Österreich hatte
Gelegenheit, diese beiden Werke exklusiv auf Einladung von Kubota zu besuchen.
K
ubota zählt zu den weltweit führenden
Herstellern von Land- und Baumaschinen.
Das 1890 in Osaka gegründete
Unternehmen ist heute in mehr als
120 Ländern aktiv, beschäftigt über
50.000 Mitarbeitende und erzielte zuletzt
einen Umsatz von rund 18,3 Mrd. Euro.
Neben Maschinen umfasst das Portfolio
Motoren sowie Lösungen für Wasser-,
Infrastruktur- und Umwelttechnik.
In Europa steht Kubota vor einer Phase
strategischer Expansion. „Wir sind dabei,
unser Baumaschinenprogramm deutlich
auszubauen“, erklärt Jörg Flieger, Gebietsverkaufsleiter
Deutschland Süd/Österreich.
„Zu den bisherigen Produktgruppen
– Minibagger, Kompaktbagger, kompakte
Radlader und Kettendumper – kommen
drei weitere hinzu: Raupenlader, Mobilbagger
und Kettenbagger im über 14 t
Bereich. Damit steigt auch die Variantenvielfalt
erheblich und wir müssen sicherstellen,
dass Verfügbarkeit, Lieferzeiten
und Ersatzteilservice jederzeit die hohen
Ansprüche unserer Kunden erfüllen.“
Flieger betont zudem die zentrale Rolle
der Logistik: „Die Logistik ist längst kein
reiner Hintergrundprozess mehr. Sie ist
ein strategischer Hebel, um unsere
Effizienz zu steigern, Produktionskapazitäten
optimal zu nutzen und die Reaktionsfähigkeit
am Markt zu sichern.“
Die Standorte Weert und Thionville
übernehmen in diesem System komplementäre
Funktionen. Weert fungiert als
Auslieferungs- und Konfigurationszentrum
für Baumaschinen, während
Thionville das zentrale Ersatzteillager für
Bau-, Agrar- und Kommunalmaschinen
ist. Beide Standorte sind hochdigitalisiert,
SAP-gestützt und konsequent auf Transparenz,
Prozessstabilität und Skalierbarkeit
ausgelegt. Gemeinsam bilden sie das
logistische Rückgrat von Kubota in
Europa.
Logistik und Konfiguration: das
European Distribution Center in Weert
Mit der Vergrößerung und dem Umzug des
European Distribution Center (EDC) im
Jahr 2023 hat Kubota seine europäische
Maschinenlogistik strategisch neu
ausgerichtet. Weert fungiert heute als
zentrale Drehscheibe für Maschinen aus
Japan und Europa sowie als Puffer
zwischen Produktion und Markt.
Der Standort Weert ist logistisch ideal
positioniert. Maschinen aus Japan
erreichen das Lager über das Containerterminal
in Born, rund 30 km entfernt,
oder direkt vom Hafen Rotterdam
(175 km). Die Maschinen aus dem
deutschen Werk in Zweibrücken werden
direkt per Lkw geliefert.
Der operative Betrieb des EDC erfolgt
in enger Zusammenarbeit mit einem
externen Logistikdienstleister. Kubota
übernimmt dabei bewusst die Steuerungsrolle:
„Wir haben hier zwei eigene Abteilungen,
die die Prozesse überwachen,
Abläufe steuern und neue Verfahren
implementieren“, erläutert Christoph
Fernes, Produktmanager und damals
verantwortlich für den Standortwechsel.
Ergänzt wird dies durch ein eigenes
Qualitätsteam sowie eine zentrale
Supply-Chain-Steuerungsgruppe.
Fernes führt weiter aus: „Alles ist
SAP-gesteuert. Die Maschinen kommen
rein, werden gescannt, digital verfolgt und
verlassen das System erst wieder beim
Fotos: Baublatt.Österreich, Kubota (2 Luftbilder)
Von links: Jörg Flieger (Gebietsverkaufsleiter Deutschland Süd/
Österreich), Isabelle Léonard (Marketing) und Christoph Fernes
(Produktmanager; alle Kubota Baumaschinen GmbH, Zweibrücken).
Im Werkstatt-Bereich erläutert Christoph Fernes (links) die kundenindividuelle
Konfiguration von Maschinen – ein zentraler Bestandteil
der Value Added Services im EDC Weert.
54 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 55
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Warenausgang.“ Jede Maschine wird über
den gesamten Aufenthalt transparent
nachverfolgt – vom Wareneingang über die
Werkstatt bis zum Kunden. Nach
Abschluss des Auftrags werden Warenausgang
und Fakturierung automatisch
ausgelöst.
Im Regelbetrieb werden im Wareneingang
täglich sechs bis acht Lkw mit
Maschinen aus Zweibrücken sowie 18 Container
vom nahegelegenen Containerterminal
mit Maschinen aus der Produktion
in Japan abgefertigt. Bei Bedarf sind bis
zu 20 Lkw und bis zu 30 Container pro
Tag möglich. Insgesamt stehen 22 Wareneingangs-
und 26 -ausgangsrampen zur
Verfügung, die zeitlich flexibel genutzt
Täglich werden in
Thionville mehrere
tausend Ersatzteilpositionen
für Händler
weltweit abgewickelt.
An der Packstation
und im Bereich für
Kleinteile erläutert
Anouar Chriai (Warehouse
Manager in
Thionville) die Abläufe
für die Kommissionierung
und den Versand.
werden, um Warenströme zu entzerren
und Transporte optimal vorzubereiten.
Das Gebäude umfasst insgesamt
63.000 m 2 , davon werden rund 50.000 m 2
dauerhaft genutzt, mit Platz für bis zu
4.000 Maschinen. „Bei uns steht keine
Maschine im Freien“, betont Fernes, „so
schützen wir sie vor Rost, Verschmutzung
oder Beschädigung.“
Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf
den so genannten Value Added Services: In
einer 5.000 m 2 großen, in die Halle
integrierten Werkstatt werden rund 80%
der Maschinen kundenindividuell ausgerüstet.
„Die Variantenvielfalt wäre in der
Serienfertigung in Zweibrücken oder in
Japan kaum beherrschbar, deshalb
Das European Parts Center in
Thionville: Das hochdigitalisierte
Ersatzteillager ist zentraler
Baustein der europäischen und
globalen Ersatzteilstrategie
von Kubota.
machen wir das bewusst hier“, so Fernes.
Die Montagezeiten reichen je nach
Anforderung von wenigen Minuten bis zu
mehreren Stunden.
Ein weiterer digitaler Kernprozess ist
die Dokumentenerstellung. Rund 6.000
unterschiedliche Dokumente werden
auftragsbezogen, mehrsprachig und
nahezu vollautomatisiert aus SAP
generiert. „Wir haben eine hundertprozentige
Dokumentation, was mit jeder
Maschine ausgeliefert wird“, erklärt
Fernes. Bedienungsanleitungen, Servicehefte
und Zertifikate sind lückenlos
dokumentiert und jederzeit nachweisbar
– ein entscheidender Aspekt für Produkthaftung
und internationale Compliance.
Mit durchschnittlich 27 Tagen Verweildauer,
hoher Flexibilität bei Ein- und
Auslagerung sowie über 500 Abladestellen
in mehr als 20 Ländern ist das EDC Weert
mehr als ein Lager: Es ist ein integraler
Bestandteil der europäischen Wertschöpfung,
hochdigitalisiert und strategisch auf
weiteres Wachstum ausgerichtet.
Zentrales Ersatzteillager: das
European Parts Center in Thionville
Das European Parts Center (EUPC) in
Thionville ist das zentrale Ersatzteillager
von Kubota in Europa. Rund 55 Mio. Euro
Warenwert sind hier auf etwa 22.000 m 2
mit rund 140.000 Lagerplätzen verfügbar.
Warehouse Manager Anouar Chriai
erklärt: „90.000 Plätze liegen im Mezzanin
für Kleinteile, weitere 40.000 sind Regallagerplätze
für Großteile.“ Täglich werden
rund 5.000 bis 5.500 Bestellpositionen
bearbeitet und in etwa 1.300 Paketen in
über 120 Länder versendet – inklusive
Nordamerika, Australien und Japan.
Chriai: „Wir streben eine Lieferqualität
von 99,5% für alle Prioritäten an, das ist
unser Maßstab für Zuverlässigkeit.“
Parallel wird die Fehlerquote in Parts per
Million gemessen: „Bei 5.000 täglichen
Bestellpositionen kann jede einzelne ein
Fehler sein. Wir konnten die Fehlerquote
auf ein Minimum reduzieren, die
Reklamationsrate ist nahezu
vernachlässigbar.“
Das EUPC ist das Ergebnis einer
strategischen Zentralisierung: Frühere
Lager in Frankreich, Deutschland,
Spanien und Großbritannien wurden
zwischen 2021 und 2023 Schritt für
Schritt nach Thionville überführt. Chriai
präzisiert: „Wir haben all diese Transfers
durchgeführt und die gesamte Distributionsstrategie
neu aufgebaut. Es war
entscheidend, jedes Teil optimal zu
platzieren, um Effizienz und Genauigkeit
zu sichern.“
Bei all dem steht Digitalisierung im
Mittelpunkt: visuelle Lageranalyseinstrumente
priorisieren stark nachgefragte
Teile, First-In-First-Out-Prinzipien
werden konsequent umgesetzt, Packlisten
sorgen für Transparenz. Im Transport
wird ein TMS (Transport-Management-
System) eingesetzt, das automatisch den
optimalen Spediteur auswählt und
Tracking-Mails an die Händler sendet.
„Entscheidend ist nicht nur der pünktliche
Versand, sondern die tatsächliche Lieferung
beim Kunden“, betont Chriai. Aktuell
treffen 99,5% aller Sendungen fristgerecht
ein.
Chriai zusammenfassend: „Das EUPC
ist ein hochdigitalisiertes, strategisch
positioniertes Versorgungszentrum, das
Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und
Transparenz auf europäischem Spitzenniveau
gewährleistet.“
www.kubota-eu.com
Die digital gesteuerte Lagerlogistik und die kurzen Wege ermöglichen
eine hohe Kommissioniergeschwindigkeit.
56 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MOTOREX
Hydrauliköl Ecosynt Hees 46:
getestet für höchste Ansprüche
Das biologisch schnell abbaubare Hydrauliköl Ecosynt Hees 46 hat sich als leistungsstarkes
Hydrauliköl im Markt etabliert. Die offizielle Listung durch Bosch Rexroth bestätigt die
Einsatzmöglichkeit in modernen Hochleistungs-Hydraulikanlagen (Hydrostaten) von Bau-,
Forst-, Land-, Kommunal- und Spezialmaschinen.
E
cosynt Hees 46 ist eine Erfolgsgeschichte,
die im Jahr 2007 begann. Als
eines der ersten breit eingesetzten
biologisch abbaubaren Hydraulikölen von
Motorex hat es eindrucksvoll bewiesen,
dass Nachhaltigkeit und Leistung in der
Anwendung nicht im Gegensatz stehen. Im
Gegenteil: Es zeigt, dass die Einsatzdauer
erheblich gesteigert werden kann, was ein
wichtiger Beitrag für einen nachhaltigen
Ressourcenumgang ist. Bis heute verrichtet
das Hydrauliköl in unzähligen Maschinen
weltweit seinen Dienst.
Motorex treibt die kontinuierliche
Weiterentwicklung seiner Produkte im
Takt der sich wandelnden Marktanforderungen
voran. In den vergangenen Jahren
ist der Leistungsbereich vieler Maschinen
– und damit auch ihrer Hydrauliksysteme
und Hydrostaten – deutlich gestiegen.
Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen
an das eingesetzte Hydrauliköl. Es
muss mit höheren Temperaturen, Druckbelastungen,
gesteigerten Umwälzraten
sowie längeren Wartungsintervallen
zurechtkommen.
Ecosynt Hees 46 erfüllt die aktuellen
technischen und regulatorischen Anforderungen.
Die Formulierung basiert auf
umfassender Forschung und zahlreichen
DATEN & FAKTEN
Hydrauliköl Ecosynt Hees 46
Die Eigenschaften im Überblick:
n Neu getestet und nach Bosch Rexroth
RDE 90245 gelistet
n Erfüllt Swedish Standard SS 15 54 34
n Biologisch schnell abbaubar nach OECD
301 B & erfüllt DIN ISO 15380
n Anteil von mehr als 25% an
nachwachsenden Rohstoffen
n Kennzeichnungsfrei nach GHS
n Verlängerte Serviceintervalle durch
sehr hohen Oxidations- und Alterungsschutz
n Sehr gute Filtrierbarkeit
n Hervorragende Dichtungs- und
Schlauchverträglichkeit
Hersteller können mit Ecosynt Hees 46 ein umweltfreundliches
Hydrauliköl in ihre Betriebshandbücher, Freigabelisten und
Wartungskonzepte aufnehmen. Das schafft Sicherheit für den
Serviceprozess im After Sales.
Tests und entspricht den geltenden
Vorgaben. Sie bietet eine hervorragende
Oxidationsstabilität sowie einen starken
Verschleißschutz und enthält über 25%
nachwachsende Rohstoffe. Darüber hinaus
zeichnet sich Ecosynt Hees 46 durch eine
optimale Elastomer- und Schlauchverträglichkeit
aus. „Ecosynt Hees 46 erfüllt die
Anforderungen moderner Hydraulikanlagen.
Es bleibt auch unter Dauerbelastung
viskositätsstabil und schützt vor Verschleiß
und Ablagerungen. Zudem zeigt es eine
hohe Materialverträglichkeit – für einen
langlebigen und störungsfreien Betrieb“,
betont Dr. Markus Kurzwart, Leiter
Forschung und Entwicklung bei Motorex.
Ecosynt Hees 46 wurde für Anwendungen
mit hohen Anforderungen an Umweltverträglichkeit
und technische Leistungsfähigkeit
konzipiert. Die zinkfreie, hydrolytisch
stabile Formulierung eignet sich
besonders für den Einsatz in sensiblen
Umweltzonen sowie im Wasserbau.
Die Listung durch Bosch Rexroth gehört
mit zu den technisch anspruchsvollsten
Nachweisen im Bereich der Hydrauliköle.
„Ecosynt Hees 46 zeigt
eine hohe Materialverträglichkeit
– für einen
langlebigen und
störungsfreien
Betrieb“, so Dr. Markus
Kurzwart, Leiter
Forschung und Entwicklung
bei Motorex.
Sie bestätigt höchste Qualität und
Leistung. Viele Hersteller schreiben den
Einsatz freigegebener Hydrauliköle
ausdrücklich vor. Das Hydrauliköl eignet
sich damit bestens für den Einsatz in
modernen Hochleistungs-Hydraulikanlagen.
Besonders in Bereichen wie Bau,
Forstwirtschaft, kommunaler Infrastruktur
oder Kraftwerken bietet es eine
verlässliche Betriebssicherheit.
„Ecosynt Hees 46 beweist, dass sich strenge
Regulierungen und höchste Performance
nicht ausschließen“, so Sandro Gissi,
Product Manager bei Motorex.
Die Listung durch Bosch Rexroth ist für
Motorex somit mehr als ein technischer
Meilenstein. Sie ist Ausdruck einer
langfristigen Strategie mit OEMs. „Der
Schlüssel unseres Erfolgs liegt im Verständnis
für die Bedürfnisse unserer
Kundschaft und in der Entwicklung
maßgeschneiderter Lösungen. Dieses
Prinzip bleibt unser Anspruch“, so Dr.
William Wright, Senior Chemiker bei
Motorex.
www.motorex.com
58 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH
WISSEN AUS ERSTER HAND!
• Wann und wie müssen Baumaschinen geprüft werden ?
• Wo muss ich den Prüfbefund aufbewahren ?
• Darf ich selbst prüfen? Welche Voraussetzungen muß ich erfüllen ?
• Braucht mein sechs Jahre alter Klein-Dumper einen Überrollbügel ?
• Muss die Betriebsanleitung im Minibagger mitgeführt werden ?
• Müssen Leitern, Seile, Kleinwerkzeuge etc. auch geprüft werden ?
• Sind Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) und Maschinen-Sicherheitsverordnung ident ?
• Darf das der Arbeitsinspektor ?
• Wer haftet für Fehler mit welchen Folgen ?
• Kann ich ........ ??? Muss ich ........ ???
• Das habe ich noch nie gehört !!! Wo steht das ??? Seit wann gilt das ???
Fragen, die wir täglich von den Geräteverantwortlichen gestellt bekommen !
DIE EXPERTEN
Dipl.-Ing. Ernst Piller und Dipl.-Ing. Walter Rauter
(Leitung der Abteilung Technischer Arbeitnehmerschutz/Zentralarbeitsinspektorat, zuständig für Gesamt-Österreich)
geben Ihnen einen praxisorientierten Überblick betreffend der einschlägigen Bestimmungen
und beantworten Ihre individuellen Fragen kurz und prägnant!
VERANSTALTUNGS-DETAILS
TERMIN:
26. März 2026 (Donnerstag) von 13:30 bis 17:00 Uhr
PROGRAMM: 13:15 – 13:30 Uhr
ORT:
KOSTEN:
Wiederkehrende Prüfung
von Baumaschinen und
Arbeitsmitteln inkl. HV-Thematik:
Verantwortung – Prüfung – Nachrüstung
AKADEMIE
Empfang & Begrüßung
13:30 – 15:00 Uhr Seminar Teil 1
15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause
15:30 – 17:00 Uhr Seminar Teil 2
17:00 – 18:00 Uhr Informeller Gedankenaustausch mit Kollegen und Vortragenden
Ecoforum/Ecoplus, 2355 Wr. Neudorf; IZ NÖ Süd, Str.3, Obj. M19
(zahlreiche Gratisparkplätze vorhanden)
245,– + MWSt je Teilnehmer
195,– + MWSt je Teilnehmer für MAWEV-Mitglieder
(inklusive Unterlagen, Kaffeepause & Zertifikat)
Nr. 0124850
11
12
1
10
32
31 26
2
9
30 27
3
8 29 28 4
7
6
5
Seminarteilnahme gilt auch als
Weiterbildungsveranstaltung
für Sicherheitsfachkräfte
i.S. §§ 77 und 83 ASchG
JETZT ANMELDEN >>> www.mawev.at/mawev-akademie >>>
SCAN ME
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Das neue Headquarter von KCME
in Lelystad: Auf dem 30.000 m³
großen Grundstück steht ausreichend
Platz für Büros, Ersatzteillager,
Schulungsräume und
den Demo-Bereich zur Verfügung.
Mit dieser Investition in
Infrastruktur, Wissen und Nähe
zum Kunden stärkt Kobelco seine
Position auf dem europäischen
Markt – und schafft zugleich die
Voraussetzungen für die nächste
Entwicklungsstufe in einer
Branche im Wandel.
Links Makoto Kato, der scheidende Gründer und Managing
Director der Kobelco Construction Machinery Europe B.V.,
der seit dem Jahr 2013 wichtige Aufbauarbeit geleistet
hat. Ihm folgte am 1. Jänner 2026 der neue Managing
Director Takemichi Hirakawa nach (rechts).
Kobelco setzt in Lelystad auch
neue Maßstäbe in der Ersatzteillogistik:
Das integrierte Hochleistungslager
ist gezielt auf
kurze Vorlaufzeiten und hohe
Verfügbarkeit ausgerichtet.
In Lelystad steht nicht nur ein
voll ausgestattetes Schulungszentrum
zur Verfügung, sondern
auch ein Ausstellungsbereich,
ein Kongresszentrum und im
Freien ein 3.500 m 2 großer
Demo-Bereich.
Das neue Headquarter in
Lelystad wurde in Anwesenheit
aller europäischen Vertriebspartner
feierlich eröffnet,
darunter auch die österreichischen
Firmen Wohlgenannt
und Kohlschein. Im Bild Mag.
Stefan Jonke (Geschäftsführer
Kohlschein Baumaschinenhandel
GmbH, links) mit
Senior-Chef Wolfgang Jonke
(rechts) im Gespräch mit
Olivier Rasmont – Product
Marketing Kobelco.
KOBELCO
Kobelco feiert mit Vertriebspartnern die
Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Lelystad
Mit dem Umzug der europäischen Zentrale ins niederländische Lelystad schreibt Kobelco
Construction Machinery Europe B.V. (KCME) ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte
auf dem europäischen Markt. Der neue Hauptsitz in der Nähe von Amsterdam
vereint strategische Logistikvorteile mit modernster Infrastruktur – und positioniert sich
zugleich als Wissenszentrum und Innovationsplattform.
M
it Ende 2025 hat KCME seinen
Hauptsitz nach Lelystad verlegt. Die
verkehrsgünstige Lage an der Autobahn
A6, die wachsende regionale Infrastruktur
sowie das dynamische Geschäftsumfeld
bilden die Grundlage für eine nachhaltige
Weiterentwicklung des Unternehmens.
Das neue Zentrum dient nicht nur als
operative Drehscheibe, sondern auch als
Ort für technische Schulungen, Produktdemonstrationen
und Dialog mit Partnern
und Kunden aus der gesamten Region.
„Wir freuen uns sehr, ein neues Kapitel
aufzuschlagen und die zweite Phase
unseres Wachstums auf dem wettbewerbsintensiven
europäischen Markt zu
beginnen“, erklärt Makoto Kato,
Geschäftsführer von KCME. „Dieser
Umzug sichert und beschleunigt einen
strategischen Fortschritt auf unserem Weg
des kontinuierlichen Wachstums. Er stärkt
unsere gut etablierte operative Basis –
einschließlich des Produktmarketings und
der technischen Schulungen für unsere
Bagger und Krane – und verbessert
gleichzeitig unsere Fähigkeit, über unser
Händlernetzwerk und an Endverbraucher
einen höheren Mehrwert zu liefern. Diese
Expansion unterstreicht unser langfristiges
Engagement für Innovation, kontinuierliche
Produktentwicklung und die
Erfüllung der sich wandelnden Bedürfnisse
unserer Kunden in den kommenden
Jahren.“
Wechsel in der Unternehmensleitung
Nach über einem Jahrzehnt beendete
Makoto Kato seine Funktionen als
Geschäftsführer von Kobelco Construction
Machinery Europe (KCME) sowie als
Leiter der Kettenbagger-Abteilung und
übergab an Takemichi Hirakawa. Seit
seiner Gründung 2013 erzielte KCME
unter der Leitung von Makoto Kato
bedeutendes Wachstum und große Erfolge
am Markt.
Bereits vor seiner Ernennung zum
neuen KCME-Geschäftsführer stieß
Takemichi Hirakawa im Juli vergangenen
Jahres zum Unternehmen. Innerhalb des
international tätigen Konzerns leitete er
zuvor als Geschäftsführer und CEO die
indische Dependance Kobelco Construction
Equipment India Pvt.
„Wir danken Makoto Kato herzlich für
seine unschätzbaren Beiträge und sein
unermüdliches Engagement für den Erfolg
der Marke Kobelco in Europa“, würdigt
Takemichi Hirakawa seinen Vorgänger.
„Seine Führungsqualitäten und seine
Arbeit haben maßgeblich dazu beigetragen,
unsere Aktivitäten voranzutreiben
und eine solide Grundlage für zukünftiges
Wachstum zu schaffen. Es ist mir eine
Ehre, diese Position zu übernehmen und
weiter auf dem bereits starken Fundament
aufzubauen. Ich freue mich darauf,
mit unserem unglaublichen Team in
Europa zusammenzuarbeiten und die
gemeinsame Vision weiter zu entwickeln.“
Wissenstransfer und Testgelände
Ein zentrales Element der neuen Niederlassung
ist das technische Schulungszentrum.
Neben voll ausgestatteten Schulungsräumen
und Werkstätten umfasst es
einen Ausstellungsbereich und ein
Kongresszentrum für praktische Trainings.
Besonders hervorzuheben ist der
3.500 m 2 große Demo-Bereich im Freien.
Hier können Maschinen unter realitätsnahen
Bedingungen erprobt und bewertet
werden – ein Angebot, das nicht nur
Kunden überzeugt, sondern auch den
Wissenstransfer innerhalb des Partnernetzwerks
fördert.
Effizienz in der Logistik
Neben Schulung und Kundenkontakt setzt
Kobelco in Lelystad auch neue Maßstäbe
in der Ersatzteillogistik. Das integrierte
Hochleistungslager ist gezielt auf kurze
Vorlaufzeiten und hohe Verfügbarkeit
ausgerichtet. Modernste Bestandsführung
und optimierte interne Abläufe sorgen für
eine reibungslose Versorgung von Servicepartnern
und Kunden in ganz Europa –
ein entscheidender Vorteil in einem Markt,
der auf Schnelligkeit und Verlässlichkeit
setzt.
www.kobelco-europe.com | www.kohlschein.at
www.wohlgenannt.co.at
60 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 61
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
62 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 63
FUHRPARK
FACTS
Motor: 2,4 l Benzin, 100 kW (136 PS)
Eigengewicht: 2.069 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.600 kg
Testverbrauch: 7,6 l/100 km
Listenpreis: 51.990,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ markante Erscheinung
+ Soundsystem mit 12 Lautsprechern
+ hochwertige Materialien
- nervige Assistenzsysteme
- maximal 3,5 kW Ladeleistung
- nur als Plug-in-Hybrid verfügbar
S
ie sehen uns etwas nachdenklich,
wenn auch mit durchaus positiven
Schwingungen. Schuld daran ist aber
nicht der Mitsubishi Outlander als
Protagonist dieser Geschichte. Er macht
einen tollen Job, gibt sich dort und da
beinahe zu exklusiv und weiß von
Anfang an, wie er seinen Chauffeur
sowie etwaige Passagiere um den Finger
wickeln kann. Über die Größe von
homöopathischen Dosen hinausgehenden
Diskussionsbedarf lieferte viel mehr
BYD SEAL 6 DM-I TOURING
Startklar und top motiviert
B
YD schlägt das nächste Kapitel in der
noch jungen Geschichte am rot-weißroten
Automarkt auf. Dass die Chinesen
Elektroautos bauen können, wissen wir
mittlerweile. Jetzt ist das Hybrid-Thema an
der Reihe. Noch dazu in einem Blechkleid,
das hierzulande gerade in Firmenfuhrparks
als Brot-und Butter-Modell gehandelt
wird. Denn an einem (noch dazu
geräumigen) Kombi kommt kaum ein
Arbeitgeber vorbei, will er seinen Außen-
Vielversprechend – der BYD
Seal 6 DM-i Touring ist ein
echtes Flottenfahrzeug, das
sich auf Anhieb keine wirklichen
Schwächen leistet.
Drehmoment – der neue
Mitsubishi Outlander
Plug-in-Hybrid geht mit einem
4-Zylinder Benziner mit 2,4 l
Hubraum an den Start.
MITSUBISHI OUTLANDER PHEV 2,4 4WD
Wo Downsizing längst ad acta liegt
sein Motor, der dem Plug-in-Hybrid die
notwendige Power verleiht. Der tanzt
mit seinen 2,4 l Hubraum irgendwie aus
der Reihe seiner sonst am Markt doch
sehr populär vertretenen Downsizing-
Kollegen. Von einer etwaigen Trägheit
ist bei dem 4-Zylinder mit 136 PS und
variabler Nockenwellensteuerung
trotzdem weit und breit nichts zu sehen.
Das Zusammenspiel mit den beiden
Elektromotoren verschwimmt derart
fließend, dass man durchaus auf der Hut
dienstmitarbeitern ein zeitgemäßes, um
nicht zu sagen, komfortables Büro auf vier
Rädern zur Seite stellen. Der BYD Seal 6
DM-i Touring darf sich dabei nicht umsonst
als neuer Hecht im alt bekannten Karpfenteich
fühlen. Als Plug-in-Hybrid mit einem
realistischen Fahrzeugpreis von rund
40.000 Euro (inkl. MwSt.), dürfen sich alt
eingesessene Marktbegleiter durchaus
warm anziehen, wollen sie den Neuling
langfristig in Schach halten. Der zeigt sich
sein darf, um beim Beschleunigen den
Einsatz des Verbrenners nicht zu
verpassen. So macht der Hybridgedanke
wirklich Spaß, was sich auch beim Stopp
an der Tankstelle manifestiert: 7,6 l/100
km im gemischten Einsatz sind für
einen Benziner dieser Größenordnung
(Eigengewicht knapp 2,1 t) wirklich im
grünen Bereich.
Unser Fazit: Auch bei Hybrid-Modellen
kann Hubraum durch nichts ersetzt
werden.
FACTS
Motor: 1,5 l Benzin, 72 kW (98 PS)
Eigengewicht: 1.830 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/750 kg
Testverbrauch: 7,2 l/100 km
Listenpreis: 40.080,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ Preis-/Leistungsverhältnis
+ souveräne Verarbeitung
+ nahezu flächendeckendes Händlernetz
- Display mit sehr kleiner Schrift
- ausbaufähige Ladeleistung
- überschaubarer Kofferraum
von den ersten gefahrenen Kilometern an
nämlich ausgesprochen selbstbewusst,
wenn es um Themen wie Verarbeitung,
Fahrleistung oder After-Sales-Service geht.
Handfeste Kritikpunkte, sind da gar nicht
so leicht zu finden. Wer unbedingt meckern
möchte, darf sich natürlich gerne über die
teilweise holprige Übersetzung der
Displaytexte mokieren.
Unser Fazit: Ein Newcomer am Markt,
der sich eine echte Chance mehr als
verdient hat.
Witzig – das Bild des „Rückspiegels“ liefert
eine Kamera am Fahrzeugheck.
TOYOTA PROACE MAX SELECT ECV
Der B-Schein ist wirklich genug
ratulation! Wenn auch anfänglich
G vorerst einmal nur am grünen Tisch.
Vernünftig – eine Verkleidung aus
Polypropylen schützt die Radkästen.
Toyota hat es beim vollelektrischen Proace
Max geschafft, trotz 110 kWh großer
Fahrzeugbatterie die Grenze von 3,5 t
höchstzulässigem Gesamtgewicht nicht zu
überschreiten. Das erleichtert eine ganze
Menge. Bleibt der Kastenwagen aus
rechtlicher Sicht doch weiterhin B-Schein
tauglich und wird nicht zum „echten“
Lastkraftwagen. Der mit Fahrtenschreiber
auszurüsten wäre und dem sich so manche
gesetzliche Hürde, wie z. B. das für
Fahrzeuge mit mehr als 3,5 t höchstzulässigem
Gesamtgewicht geltende Wochenendfahrverbot
oder etwaige innerstädtische
Lkw-Fahrverbote, in den Weg stellen
würde. Dass er dafür nur mit geradezu
niedlichen 554 kg Nutzlast an den Start
geht, lässt sich im Hinblick auf die bis zu
2,4 t hohe Anhängelast durchaus verschmerzen.
Und wer für rund doppelt so
viel Nutzlast bereit ist, echte Lkw-Begleiterscheinungen
in Kauf zu nehmen,
bekommt den vollkommen abgasfreien
Toyota Proace Max sogar als 4,25-Tonner
geliefert. Dessen Batterie rein zufällig
genauso groß ist, wie die des 3,5-Tonners.
Einfach unkompliziert
Vom grünen Tisch direkt in die Praxis. Für
einen Kastenwagen mit doch beachtlichen
Abmessungen, alleine die Fahrzeuglänge
erreicht bis auf 2 mm die 6 m-Marke, fährt
sich der vollelektrische Toyota Proace Max
geradezu handlich und unkompliziert.
Einsteigen, „starten“, den Wahlknopf der
Automatik auf D gedreht, und es kann
losgehen. Handbremse lösen? Fehlanzeige,
in der Top-Ausstattungslinie Select wird
das elektrisch erledigt. Mit einer Batterieladung
schafft es der Kastenwagen je nach
FACTS
FUHRPARK
Brauchbar – der vollelektrische
Toyota
Proace Max schafft
mit einer Batterieladung
rund 300 km.
Motor: Elektro, 85 kW (116 PS)
Eigengewicht: 2.871 kg
Nutzlast: 554 kg
Reichweite: gut 300 km
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/2.400 kg
Listenpreis: 61.690,– Euro
(exkl. MwSt.)
+ absolut alltagstauglich
+ 110 kWh große Batterie
+ hohe Anhängelast
- entsprechender Preis
- hohes Eigengewicht
- kurzzeitiger Elektronikausfall
Topographie und Einsatzspektrum gut
300 km weit. An diesen Reichweitenangaben
bei Elektrofahrzeugen werden wir
auch weiterhin festhalten, da sie doch
deutlich aussagekräftiger sind, als die an
Verbrennerfahrzeuge angelehnten
Verbrauchswerte in kWh/100 km. Worauf
wir im Laderaum keinesfalls verzichten
würden, ist die wie der Laderaumboden
aus Polypropylen hergestellte Radkastenverkleidung.
Ein kleiner Verbesserungsvorschlag
zum Schluss: Der Ladestecker in
der B-Säule gleich hinter der Fahrertüre
ist speziell bei Ladesäulen, die neben
Längsparkplätzen stehen, etwas hinderlich.
Vielleicht lässt sich diese Position
spätestens bei der nächsten Produktpflege
noch einmal überdenken.
Unser Fazit: Ein echter Elektroriese, der
sein Alltagsgeschäft im sprichwörtlich
kleinen Finger hat.
64 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026
65
SERVICE
BÜCHER
TIROLER BAU- UND RAUMORDNUNG
1.182 Seiten; 1. Auflage 2026; Print & Digital
ISBN: 9783707352726; 199,00 Euro
Die Bauordnung und das Raumordnungsgesetz
sind in Tirol aufgrund seiner Topografie von
besonderer Relevanz. Dies zeigt sich sowohl in
der politischen Agenda als auch in zahlreichen
Medienberichten über Bausperren, umstrittene
Widmungen, Raumordnungsverträge, Bebauungspläne
und Freizeitwohnsitze. Gemeinsam
bilden sie das zentrale Regelwerk für die
Errichtung, Änderung, Nutzung und den
Abbruch baulicher Anlagen. Mit dem ersten
Praxiskommentar zur TBO 2022 und TROG 2022
werden erstmals anwenderorientiert die
praxisrelevanten Bestimmungen zur Bauordnung
und Raumordnung erläutert. Der Fokus
liegt dabei auf den Bedürfnissen von Gemeinden,
rechtsberatenden Berufen, Bauwerbern und Projektentwicklern,
Grundstückseigentümern und Immobilienunternehmen. Die aktuelle
Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte, der Gerichtshöfe des
öffentlichen Rechts sowie des Obersten Gerichtshof wird ebenso
aufgearbeitet wie die aktuellen Novellen samt allen erläuternden
Bemerkungen des Gesetzgebers.
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HANDBUCH KREISLAUFWIRTSCHAFT
752 Seiten; 1. Auflage 2026; Print & Digital
ISBN: 9783714304374; 139,00 Euro
Ein wesentlicher Hebel, um die vielfältigen negativen Auswirkungen
der aktuell vorherrschenden Wirtschaftsweise
einzudämmen, ist die Kreislaufwirtschaft, die auch für Unternehmen
enorme Potenziale bietet. Dieses Handbuch vermittelt
eine interdisziplinäre Gesamtsicht auf die Kreislaufwirtschaft
– von den theoretischen Grundlagen bis zur praktischen Umsetzung
im Unternehmen. Es
vereint wirtschaftliche,
technische, rechtliche und
politische Perspektiven und
schafft damit ein praxisnahes
Verständnis der Chancen,
Risiken und Erfolgsfaktoren
zirkulärer Geschäftsmodelle.
Zudem verbindet es wirtschaftliche
Steuerungslogiken mit
rechtlichen und politischen
Rahmenbedingungen – von
EU-Regulierung über Wettbewerbs-
und ESG-Recht bis hin
zu globalen Handels- und
Lieferkettenfragen. Damit
ermöglicht das Werk einen
ganzheitlichen Blick auf die Transformation zu einer zirkulären
Wirtschaft. Mit vielen Praxisbeispielen und konkreten Handlungsempfehlungen
richtet sich das Handbuch unter anderem an
Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Verwaltung und
Beratung sowie alle Personen, die die Transformation zur
Kreislaufwirtschaft aktiv gestalten wollen. Studierende und
Interessierte erhalten einen fundierten, praxisnahen Zugang zu
den ökonomischen, rechtlichen und organisatorischen
Dimensionen zirkulären Wirtschaftens. www.lindeverlag.at
HANDBUCH ÖRTLICHE BAUAUFSICHT
700 Seiten; 2. Auflage 2026; Print & Digital
ISBN: 9783707353242; 119,00 Euro
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