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Baublatt Magazin Jänner/Februar 2026

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www.baublatt.at

NR. 1/2 | 2026

ein magazin der

specialmediacom

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Verlässlichkeit hat

einen Namen:

NEU

eingetroffen:

• Develon Kettenbagger

Serie-9 (DX230 + DX260)

Optional mit Hub- und Schwenkwinkelbegrenzung,

Wiegesystem, Personenerkennung

im Gefahrenbereich und

2D-System.

• Bobcat E16–E20, R2-Serie

Bewährt, überarbeitet und bereit für mehr!

Intelligentes Bedienungskonzept dank neuer

Load-Sensing-Technik: mehrere Funktionen

samt Laufwerk gleichzeitig bedienbar!

Gibt es ab sofort bei EISENWAGEN Baumaschinen, Ihr offizieller Vertriebspartner und Spezialist für die Marken

12 | Branchentreff

Die Preisträger in

den vier Kategorien

18 | Trieben

Kamin-Sprengung

mit Beton-Fallgelenk

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien

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perfekte Allrounder für alle Anforderungen.

ECO-Modus, Load-Sensing-Hydraulik und

Standgasautomatik machen aus unserem

9-Tonner eine extrem wirtschaftliche Maschine.

Der Bagger besticht nicht nur mit dem Löffel,

sondern auch mit einer breiten Palette an

Anbaugeräten, die dank unserem Schnellkupplungssystem

HUPPQuick von der Fahrerkabine

aus sekundenschnell gewechselt

werden können.

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100 l/min High Flow

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Sekundenschneller Wechsel der Anbaugeräte

direkt von der Fahrerkabine aus.

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schneller und komfortabler.

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Multifunktions-Farbdisplay

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Serviceangebot



EDITORIAL

Initiativen gegen

Sozialbetrug

Der österreichische Bausektor sieht

sich zunehmend mit Scheinfirmen,

Briefkastenkonstruktionen

und undurchsichtigen Subunternehmerketten

konfrontiert. Die Folgen sind

erheblich: hohe Schäden für die öffentliche

Hand, Wettbewerbsverzerrungen

und massive Risiken für

korrekt arbeitende

Betriebe. Sozialbetrug ist

längst kein Randthema

mehr, sondern ein strukturelles

Problem, das die

Stabilität der Branche

gefährdet.

Besonders kritisch ist die

fehlende Transparenz

innerhalb komplexer

Subunternehmerketten.

Scheinfirmen tauchen

häufig erst auf unteren

Ebenen auf, wodurch

Kontrollen erschwert und

Verantwortlichkeiten

verwischt werden. Für Auftraggeber

bedeutet das potenzielle Verzögerungen,

Qualitätsmängel und rechtliche

Haftungsrisiken.

Ein Ansatz, der in der Branche zunehmend

an Bedeutung gewinnt, ist die

stärkere Berücksichtigung regionaler

und sozialer Kriterien bei öffentlichen

Vergaben. Regionale Betriebe bieten

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

kürzere Wege, höhere Nachvollziehbarkeit

und oft bessere Kontrolle über

Steuer- und Sozialabgaben. Gleichzeitig

stärken sie lokale Wertschöpfung,

Beschäftigung und Ausbildungsstrukturen

– zentrale Faktoren in Zeiten von

Fachkräftemangel.

Initiativen aus der

Branche arbeiten derzeit

an praxisnahen Leitlinien,

die Auftraggebern helfen

sollen, Vergaben transparenter

und rechtssicher zu

gestalten. Im Mittelpunkt

stehen klare Kriterien für

Subunternehmerketten,

verbindliche Nachweise

und einheitliche Dokumentationsstandards.

Fest steht: Kontrollierbare,

faire und regionale

Vergaben sind kein

bürokratischer Zusatzaufwand,

sondern ein wesentlicher

Baustein für ein stabiles, qualitätsorientiertes

Bauwesen. Sie schützen

Steuergeld, sichern Arbeitsplätze und

stärken jene Unternehmen, die Verantwortung

übernehmen – und damit die

Zukunft der gesamten Branche.

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Develon DX230LC-9 &

Bobcat R2-Serie (E16–E20z)

Eisenwagen präsentiert zwei starke

Neuheiten: Der Develon DX230LC-9,

ein moderner 23 t Raupenbagger, steht

für Produktivität, Präzision und

Sicherheit. Bis zu 8% weniger Dieselverbrauch,

1.000 h Serviceintervalle

und optionale Assistenzsysteme

(Personenerkennung, Wiegesystem,

2D/3D) sorgen für Effizienz und

Kontrolle.

Die neue Bobcat R2-Serie (E16–E20z)

überzeugt im Kompaktsegment mit

moderner Hydraulik für gleichzeitige

Funktions- und Fahrwerkssteuerung,

mehr Leistung und spürbar höherem

Komfort, Komfort und Wendigkeit –

ideal für enge Baustellen.

OFFENLEGUNG | gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die specialmedia.com GmbH mit Sitz in 1040 Wien, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, Geschäftsführer sind

Hans-Jörgen Manstein und Mag. Michael Grabner, Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitschriften; die Konzeption, Herausgabe

und der Betrieb von elektronischen Medien sowie sämtliche daraus folgende Medienaktivitäten. Gesellschafter der specialmedia.com GmbH sind: Hans-Jörgen Manstein (50%),

die Manstein Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. (30%), die Michael Grabner Media Ges.m.b.H. (20%). Offenlegung der Blattlinie – Erklärung über die grundlegende Richtung:

BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik.

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe Dezember 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung

über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

Cat Bagger 319

Das kompakte Design des Cat Hydraulikbagger 319 überzeugt durch starke Leistung, hohe Stabilität und maximale Produktivität – ideal für Bau-, Versorgungs-

und Straßenbauarbeiten auf engem Raum. Features wie die Schwerlasthub-Funktion, optionale 360°-Kamera und verschiedene Leistungsmodi

erhöhen Sicherheit, Vielseitigkeit und Effizienz auf der Baustelle. Systeme wie Cat Grade mit Assist, Grade 2D/3D und Cat Payload unterstützen Fahrer

aller Erfahrungsstufen durch automatisierte Bewegungen, präzise Maschinenführung und Echtzeit-Gewichtskontrolle.

Cat Bagger 325 HD (Heavy Duty)

Der Cat 325 HD ist für anspruchsvolles Gelände ausgelegt. Das lange und robuste Heavy-Duty-Fahrwerk mit vergrößerter Kettenteilung (203 Millimeter)

sorgt in unwegsamem und steilem Gelände, etwa im Forst oder Gebirge, für sicheren Halt. Dank kompakter Bauweise und engem Wenderadius sind auch

Arbeiten auf engem Raum möglich. Größere Endantriebe verbessern die Zugkraft und Steigfähigkeit, während das höhere Schwenkdrehmoment eine bessere

Schwenkleistung am Hang ermöglicht. Optional ist ein Planierschild für Planierarbeiten und zusätzliche Abstützung erhältlich. Integrierte Assistenzsysteme

wie Cat Grade 2D, Grade Assist, Lift Assist und Payload unterstützen den Fahrer und sorgen für effiziente und sichere Arbeitsergebnisse.

Cat Umschlagbagger MH3032

Der Cat MH3032 ist ein vielseitiger und produktiver Materialumschlagbagger in der 30-t-Klasse, ideal für Schrott-, Abfall- und Recyclinganwendungen.

Er bietet hohe Leistung durch große Reichweite und Kompatibilität mit großen Greifern, wodurch Material effizient bewegt werden kann. Mit Drop-Nose-

und Geradausleger-Optionen sowie einem optionalen 20-kW-Generator für Magnetbetrieb lässt sich die Maschine flexibel an verschiedene Aufgaben

anpassen. Der Bedienkomfort wird durch eine hydraulisch gedämpfte Kabinenhebung und gute Sicht verbessert. Moderne Assistenzfunktionen wie Cat

Grade, Cat Payload und Swing Assist erhöhen die Effizienz, reduzieren Nacharbeit und verbessern die Zykluszeiten. Eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche

ermöglicht schnelle Einrichtung und einfache Anpassung von Werkzeugkombinationen.

4 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH



INHALT

INHALT

48 Kiesel: Bei den Umschlagmaschinen sind

die Modelle MHL340 G und MHL350 G

der Startschuss für die neue G-Serie, die

die Modelle der F-Serie über die nächsten

Jahre sukzessive ablösen wird.

50 Samoter: Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird die

32. Samoter in Verona wieder zum Treffpunkt

der internationalen Baumaschinenbranche.

51 Komatsu und seine Tochtergesellschaft

Earthbrain Ltd. arbeiten mit einem Experten

für autonomes Fahren zusammen.

52 Fliegl: Bei den „Innovation Days 2026“ in

Triptis wurde über die aktuelle Werksumstellung

und die neuesten Transportund

Logistiklösungen informiert.

54 Kubota: Logistik ist für Kubota ein wichtiger

Wettbewerbsfaktor. Baublatt.Österreich hatte

Gelegenheit, exklusiv zwei hochdigitalisierte

Schlüsselstandorte in Frankreich und den

Niederlanden zu besuchen.

Option Bühne

•2,3–4 m ausklappbar

•90° schwenkbar

•Funkfernsteuerung

•für beide Modelle

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In Trieben wurden mit der Kausteranlage und

dem Zentralkamin „Langer Ernst“ zwei 18anspruchsvolle Sprengungen durchgeführt.

Fotos: Pixelbird / Zöchling

58 Motorex: Die Listung des umweltfreundlichen

Hydrauliköls Ecosynt Hees 46 durch Bosch

Rexroth gehört mit zu den technisch

anspruchsvollsten Nachweisen.

60 Kobelco: Der neue Hauptsitz in Lelystad

in der Nähe von Amsterdam vereint Logistikvorteile

mit modernster Infrastruktur und

positioniert sich zugleich als Wissenszentrum

und Innovationsplattform.

62 Bobcat hat eine neue Serie leistungsstarker

Erdbohrer und Grabenfräsen vorgestellt, die

mit zahlreichen Geräten des Unternehmens

kompatibel sind.

MENSCHEN + SZENE

8 Aktuelles bei Bergmännischer Verband

Österreichs, Kaiser, Wacker Neuson,

Atlas, Held & Francke, Mercedes Benz

und Zeppelin Österreich.

12 Branchentreff 2026: Ende Jänner kamen

wieder zahlreiche Entscheidungsträger der

Baumaschinenbranche zum Festabend von

Baublatt.Österreich in die Burg Perchtoldsdorf.

PROJEKTE + PLANUNG

18 Trieben: Auf dem ehemaligen Betriebsgelände

der RHI Magnesita wurden im

Jahr 2025 eine 75 m hohe Kausteranlage

und der 144 m hohe Zentralkamin

„Langer Ernst“ erfolgreich gesprengt.

MASCHINEN + TECHNIK

26 Wirtgen: Der neue Gleitschalungsfertiger

SP 33 zeigte seine Vielfalt in den Ebenen

Niederösterreichs ebenso, wie in den

Bergen der Steiermark.

28 MWT: Mit dem MWS-System von Motec

und MWT behalten Kranführer auch bei

eingeschränkter Sicht den Überblick.

30 Kuhn: Die Holding Graz setzt drei Komatsu

Radlader WA200-8 im Bereich Abfallwirtschaft

ein. Für deren Kauf sprach unter anderem die

praktische Ausführung der Fahrerkabine.

32 Wolffkran: Für die grundlegende Sanierung

eines Staudamms im Südosten Frankreichs

lieferte Wolffkran ein Komplettpaket aus Kran,

Portallösung, Service und Kranbetrieb.

34 Liebherr: Im Rahmen der Weiterentwicklungen

der Raupenbagger der Generation 8

sind für die Modelle R 922 bis R 945 G8

jetzt zahlreiche neue Einstellungen verfügbar.

36 AM Baugeräte: Als offizieller DJI Enterprise-

Händler für Vermessung und Inspektion bietet

AM Baugeräte seit Ende 2025 Zugang zu

diesen zukunftsweisenden Technologien.

38 Straßenbautagung: Nach der Eingliederung

der Gestrata in die Österreichische Bautechnik

Vereinigung (ÖBV) ging das traditionelle

Bauseminar im Jänner 2026 unter dem neuen

Titel „Straßenbautagung 2026“ österreichweit

mit fünf Terminen über die Bühne.

42 Zeppelin: Im Bergwerk Breitenau der

RHI Magnesita bewähren sich seit über

20 Jahren zwei Untertage-Fahrlader

Cat R1700, die nun durch zwei Geräte der

neuesten Generation ersetzt werden.

46 Kaiser: Im Zuge der Böschungsstabilisierung

der Großglockner Hochalpenstraße durch die

Experten der Firma Felbermayr kam auch ein

Kaiser Mobil-Schreitbagger zum Einsatz.

63 Kuhn Ladetechnik hat im Krankompetenzzentrum

Vöcklabruck einen hochmodernen

Palfinger PK-480 TEC an die Firma Wolf

Systembau in Scharnstein, übergeben.

FUHRPARK

64 Baublatt.Österreich Test:

Mitsubishi Outlander PHEV 2,4 4WD

BYD Seal 6 DM-I Touring

Toyota Proace Max Select ECV

04 Editorial

66 Literatur

STANDARDS

BAU

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6 JÄNNER/FEBRUAR 2026

BAUBLATT.ÖSTERREICH

BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 7



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

ROHSTOFF-KLASSIFIKATION

Erster Österreichischer UNFC-Kurs

Die United Nations Framework Classification for Resources (UNFC) ermöglicht die

Bewertung primärer und sekundärer mineralischer Rohstoffe unter Berücksichtigung

wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Aspekte ebenso wie umwelt- und

gesellschaftsrelevanter Gesichtspunkte. Seit Inkrafttreten der EU Verordnung zu

kritischen Rohstoffen ist das Klassifikationssystem UNFC für bestimmte Gewinnungsund

Aufbereitungsprojekte von kritischen Rohstoffen vorgeschrieben. Kenntnisse zur

Anwendung von UNFC sind seitdem sowohl in der Verwaltung als auch in den Betrieben

unabdingbar. Vor diesem Hintergrund wurde im Jänner 2026 der 1. Österreichische

UNFC-Kurs durchgeführt. Er stieß auf großes Interesse bei einer breit gefächerten

Zielgruppe. Der Kurs wurde vom Bergmännischen Verband Österreichs (BVÖ)

in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Finanzen/ Sektion VI – Bergbau,

sowie dem Lehrstuhl für Geologie an der Montanuniversität Leoben und der GeoSphere

Austria durchgeführt. Nach Abschluss des viertägigen Kurses sind die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer (Bild) nun in der Lage, Vorkommen und Lagerstätten mineralischer

Rohstoffe selbstständig nach UNFC zu klassifizieren und Klassifikationen,

die mit anderen Systemen erstellt wurden, nach UNFC zu überführen.

HELD & FRANCKE

Meilenstein für die HF Energietechnik

Ende Jänner 2026 fand in

Himberg die Gleichenfeier des

neuen Betriebsgebäudes der HF

Energietechnik GmbH statt, ein

Unternehmen der Held &

Francke Baugesellschaft mbH.

Am neuen Standort des Fernwärme-

und Fernkältetechnikanbieters

entstehen auf einer

Fläche von rund 9.000 m² ein

modernes Bürogebäude sowie

drei Produktionshallen. In das

Projekt, das in den bestehenden

Standort der Habau eingebettet

ist, werden rund 14 Mio. Euro

investiert. Damit schafft die HF

Energietechnik die Grundlage

für weiteres nachhaltiges

Wachstum. Künftig werden über

100 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter am Standort

Himberg tätig sein, wodurch

Projekte noch effizienter und

nachhaltiger abgewickelt werden

können. Das Operationsgebiet

der HF Energietechnik erstreckt

sich über ganz Österreich sowie

in die Schweiz und nach

Deutschland.

www.h-f.at

Stark in 2026 starten

Nächste Auktion in

Benelux:

25.-26. Februar

Nächste Auktion in

Meppen:

18.-19. März

Foto: BVÖ

KAISER

Die Kaiser AG, international führender

Hersteller von Fahrzeugen für die Kanalreinigung

und industrielle Entsorgung, hat

100% der Anteile an Whale Tankers Ltd.

übernommen, einem etablierten britischen

Hersteller mit zusätzlichem Standort in

Indien. Kaiser und Whale Tankers verbindet

eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die Produktportfolios sowie die

strategische Ausrichtung der beiden Unternehmen

ergänzen sich ideal. Die Übernahme

ist ein wichtiger Meilenstein in der

langfristigen Wachstumsstrategie von

Kaiser und stärkt die globale Präsenz der

Gruppe in Europa, den USA, dem Nahen

Osten, Australien und Asien.

www.kaiser.li

WACKER NEUSON

Vertrieb in Europa unter neuer Leitung

Zum 01. Februar 2026 ist Fred Cordes (Bild) in die Wacker Neuson

Group eingetreten und hat die Geschäftsführung der deutschen

Wacker Neuson Vertriebs gesellschaft sowie die Leitung der neun

Direktvertriebsmärkte in Europa übernommen. Er folgt auf Axel

Fischer, der das Unternehmen zum 31. Oktober 2025 verlassen hat.

Fred Cordes war zuletzt Geschäftsführer (COO) der Zeppelin

GmbH, der Holding des Zeppelin Konzerns. Er bringt nicht nur

langjährige Erfahrung in der Baumaschinenbranche und im

internationalen Vertrieb mit, er verfügt auch über Erfahrung

in den unterschiedlichsten Führungsverantwortungen. „Die

Marke Wacker Neuson steht für mich seit jeher für höchste

Produktqualität, Innovationsführerschaft und beeindruckende

Kundenorientierung in Service- und Dienstleistungen.

Ich freue mich darauf, meine Er fahrung einzubringen

und gemeinsam mit den hochmotivierten Teams neue

Wachstumsimpulse in Vertrieb, Service und Miete zu

setzen sowie unser Geschäft länder übergreifend noch

stärker zu ver zahnen“, so Fred Cordes.

www.wackerneuson.com

ATLAS

Baggerhersteller meldet Insolvenz

Die Atlas GmbH, nicht zu verwechseln mit Atlas Weyhausen (Weycor), hat ein Insolvenzverfahren

in Eigenverwaltung eingeleitet. Der Antrag wurde beim Amtsgericht Delmenhorst gestellt.

Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, die Restrukturierung voranzutreiben

und eine nachhaltige Zukunft für den Traditionsbetrieb zu sichern. Die Atlas-Gruppe mit Sitz in

Ganderkesee produziert seit mehr als 100 Jahren Baumaschinen, darunter Mobil- und

Raupenbagger sowie Ladekrane. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz

von rund 150 Mio. Euro und beschäftigte etwa 400 Mitarbeiter an mehreren Standorten.

Das Insolvenzverfahren umfasst neben der Atlas GmbH auch weitere Gesellschaften der

Gruppe, darunter Atlas Spare Parts, Atlas FF, Atlas Group Services und Atlas Kompakt. Nach

Unternehmensangaben wird der operative Betrieb uneingeschränkt fortgeführt. Produktion,

Ersatzteilversorgung und Kundendienst laufen planmäßig weiter. Als Hauptgrund für die

­wirtschaftliche Schieflage nennt Atlas eine seit längerer Zeit anhaltende Schwäche der

Bauwirtschaft und der Baumaschinenindustrie.

www.atlasgmbh.com

8 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Foto: Wacker Neuson SE

Foto: cine-motion.at / R. Ivanek

MERCEDES-BENZ

Von links: CEO Hubert Wetschnig (Habau Group), Bürgermeister

Ernst Wendl (Himberg) und Gerhard Wohlmuth

(Held und Francke) bei der Gleichenfeier.

Neue Leitung für die Van-Sparte

David Nogossek (Bild) übernahm mit 1. Jänner

2026 die Verantwortung für das Transporter­

Geschäft in Österreich. Er bringt mehr als

25 Jahre internationale Erfahrung innerhalb

der Mercedes-Benz Organisation

mit. „David Nogossek vereint umfassende

internationale Erfahrung mit

ausgeprägter strategischer Kompetenz.

Diese Kombination wird einen

wesentlichen Beitrag zur

nachhaltigen Stärkung und erfolgreichen

Weiterentwicklung

unserer Vans-Sparte in Österreich

leisten“, erklärt Agnieszka

Kühn, CEO und Managing Director

Mercedes-Benz Österreich.

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MENSCHEN + SZENE

Die neue Geschäftsführung der

Zeppelin Österreich GmbH:

Michael Härtel (CEO, vorne),

Mag. Martin Huber (COO, links) für

den Bereich Baumaschinen,

DI Max Bachmann (Leiter des

Geschäftsbereichs Power Systems,

rechts) und Christoph Ohnmacht

(Leiter Vertrieb Baumaschinen).

TERMINE

Workshop Abfallbilanz

04.03.2026, Linz www.brv.at

Geotage Bischofshofen

06.03.2026, Bischofshofen www.voebu.at

Thementag Beauftragung

von Subunternehmen

11.03.2026, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Dokumentationspflicht am Bau

12.03.2026, Wien und Virtual Classroom

www.ars.at

Beton im Tunnelbau

26.03.2026, Puch/Salzburg

www.betonakademie.at

Ausbildung zum zertifizierten

Experten für Örtliche Bauaufsicht

09.04.-22.05.2026 (8 Tage), Wien und

Virtual Classroom www.ars.at

Fehlende CE-Kennzeichnung

bei Bauprodukten

16.04.2026, Wien www.ars.at

Workshop Herausforderungen

im Baustellenalltag

22.04.2026, Wien oder online www.ars.at

MOTOREX

Ab der Rennsaison 2026 gehen

Motorex und Red Bull KTM Factory

Racing eine mehrjährige Partnerschaft

in der MotoGP ein. Im

Rahmen der Zusammenarbeit bringt

Motorex seine Kompetenz im Bereich

Hochleistungs-Schmierstoffe

sowie Reinigungs- und Pflegeprodukte

durch ein Entwicklungs- und

Technologieaustauschprogramm mit

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Veränderungen in der Geschäftsführung

Die Zeppelin Österreich GmbH informierte

über umfassende personelle Veränderungen in

der Geschäftsführung sowie in der erweiterten

Leitungsebene. Nach mehr als zwei Jahrzehnten

in verschiedenen Führungsfunktionen

innerhalb des Zeppelin Konzerns hat Dipl.-Kfm.

(FH) Stephan Bothen, seit 2018 Vorsitzender

der Geschäftsführung der Zeppelin Österreich

GmbH, entschieden, sein Amt mit Wirkung zum

31. Dezember 2025 niederzulegen und das

Unternehmen zu verlassen.

Mit Wirkung zum 1. Jänner 2026 übernahm

Michael Härtel die Funktion des alleinigen

Geschäftsführers der Zeppelin Österreich

GmbH. Härtel ist seit vielen Jahren in Führungspositionen

innerhalb des Zeppelin

Konzerns tätig und verfügt über umfassende

Kenntnisse der Unternehmensprozesse, der

Marktanforderungen und der strategischen

Ausrichtung der Geschäftsbereiche. Durch

seine bisherige langjährige Geschäftsführertätigkeit

bringt er sowohl operative Erfahrung als

auch fundiertes Konzernwissen in die Gesamtverantwortung

ein.

Mit 1. Dezember 2025

wurde Mag. Martin

Huber, der seit dem

Jahr 2020 Mitglied der

Geschäftsleitung für

den Bereich Service,

Ersatzteile und

Kundendienst über

sämtliche Segmente

hinweg verantwortlich

ist, zum Chief Operating

Officer (COO) für

den Bereich Baumaschinen,

berufen.

Martin Huber trat

2002 in das Unternehmen

ein und durchlief

seitdem mehrere leitende Positionen bei Power

Systems und im After-Sales-Bereich. Von

seinem Einstieg als Servicetrainee entwickelte

er sich sukzessive zu einer zentralen Führungspersönlichkeit

innerhalb des technischen und

operativen Bereichs. In seiner neuen Funktion

verantwortet Huber künftig die Bereiche

Baumaschinenvertrieb, Baumaschinenservice,

Marketing und Personal. Damit übernimmt er

die gesamthafte operative Steuerung wesentlicher

Geschäftsfelder und wird zugleich an der

Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation

beteiligt sein.

Christoph Ohnmacht, der seit dem Jahr 2020

die Niederlassung Linz leitet, wurde mit 1.

Dezember 2025 ebenfalls in die Geschäftsleitung

berufen und übernimmt zusätzlich die

Funktion Leiter Vertrieb Baumaschinen.

Ohnmacht verantwortet damit das Neu- und

Gebrauchtmaschinengeschäft sämtlicher

Niederlassungen sowie das Produktmanagement.

Unter seiner bisherigen Leitung wurde

der Standort Linz sowohl strukturell als auch

organisatorisch weiterentwickelt. Die Kundenzufriedenheit

konnte durch gezielte Maßnahmen

im Service- und Vertriebsbereich gesteigert

werden. Seine Funktion als Niederlassungsleiter

wird Ohnmacht weiterhin in Personalunion

ausüben.

DI Max Bachmann, Leiter des Geschäftsbereichs

Power Systems, wurde mit 1. Jänner

2026 Mitglied der Geschäftsleitung. Bachmann

ist seit mehreren Jahren für die erfolgreiche

Weiterentwicklung dieses Segments verantwortlich

und hat wesentlich zur positiven

wirtschaftlichen Entwicklung der Zeppelin

Österreich GmbH beigetragen. Als Mitglied der

Geschäftsleitung wird er den Ausbau und die

strategische Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs

weiter vorantreiben.

www.zeppelin-cat.at

10

JÄNNER/FEBRUAR 2026

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BAUBLATT.ÖSTERREICH



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

Die Preisträger in den vier Kategorien (von rechts): Karl Englert (Herausgeber Baublatt.Österreich), Michael Kloiber und Geschäftsführer

Andreas Wimmer (beide Firma Wimmer Felstechnik Gesellschaft m.b.H.; „Innovation des Jahres“), Johann Kreuzberger (Liebherr Österreich

Vertriebs- und Service GmbH; „Baumaschine des Jahres“), DI Josef Pappenreiter (VA Erzberg GmbH, „Goldener Spaten“), Geschäftsführer

Michael Winkelbauer (Winkelbauer GmbH; „Anbaugerät des Jahres“) und Alexander Riell (Chefredakteur Baublatt.Österreich).

BAUBLATT.ÖSTERREICH

Hightech im Rampenlicht

Einmal mehr versammelte sich die heimische Baumaschinenbranche Ende Jänner

in der Burg Perchtoldsdorf und verfolgte im Rahmen des jährlichen Branchentreffs

gespannt die Vergabe der vier traditionellen Auszeichnungen von Baublatt.Österreich.

A

uch wenn große und kleine Infrastrukturprojekte

im Tiefbau für

Auslastung sorgen, so ist die Situation in

der heimischen Bauwirtschaft insgesamt

nach wie vor sehr angespannt. In diesem

Zusammenhang betonte Baublatt.

Österreich Herausgeber Karl Englert:

„Steigende Kosten, verhaltene Investitionen

und eine spürbare Zurückhaltung bei

Projekten prägen das Bild. Auch das

DIE PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK

BAUMASCHINE DES JAHRES

MOBILKRAN LTM 1110-5.2

Liebherr Österreich Vertriebs- und

Service GmbH

INNOVATION DES JAHRES

BOHRGERÄT WIDA AB C20-T4

Wimmer Felstechnik Gesellschaft m.b.H.

ANBAUGERÄT DES JAHRES

SCHNELLWECHSELSYSTEM PINKQUICK

Winkelbauer GmbH

GOLDENER SPATEN

DI JOSEF PAPPENREITER

Kabarettist Thomas Mraz sorgte für einen

humorvollen Höhepunkt des Festabends.

angespannte geopolitische Umfeld trägt

nicht gerade dazu bei, eine rasche

wirtschaftliche Erholung zu fördern. Und

doch erwarten die Experten, dass sich für

die Bauwirtschaft im Verlauf des Jahres

eine leicht positive Dynamik einstellt.

Auch wir sehen erste Signale der Stabilisierung:

durch Innovationskraft, neue

Ideen und vor allem einen starken Willen

innerhalb der Branche, wieder nach vorne

zu gehen. Gerade jetzt ist es entscheidend,

zusammenzuhalten, Erfahrungen zu

teilen, neue Perspektiven zu gewinnen

– und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Unser Branchentreff soll genau

dafür Raum bieten: für Austausch,

Inspiration und konstruktiven Dialog!“

Höhepunkt des Abends war die

Verleihung der traditionellen Auszeichnungen

von Baublatt.Österreich durch

Karl Englert und Chefredakteur Alexander

Riell. Den Beginn machte die Kategorie

„Anbaugerät des Jahres“, die an die

Firma Winkelbauer für das Schnellwechselsystem

pinkquick vergeben wurde.

pinkquick ist eine Antwort auf das

Bedürfnis nach universellen, offenen

Lösungen, die nicht einschränken,

Fotos: APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz

sondern markenübergreifend genutzt

werden können. Der Preis für die „Innovation

des Jahres“ ging an die Firma

Wimmer Felstechnik für ihre neueste

Entwicklung: die WIDA AB C20 T-4. Es

handelt sich dabei um eine kompakte,

leistungsstarke Bohr- und Spalteinheit,

die von der Firma Wimmer gemeinsam

mit ihrem Partner Darda, dem deutschen

Spezialisten für hydraulische Spaltzylinder,

entstanden ist.

Die Auszeichnung „Baumaschine des

Jahres“ konnte die Firma Liebherr

Österreich Vertriebs- und Service GmbH

für den Liebherr-Mobilkran LTM 1110-5.2

in Empfang nehmen. Der 5-Achser

beeindruckt mit komplett neuen Merkmalen,

wobei zu den Highlights die neue

Liebherr-Kransteuerung

Liccon3 und das ZF-

Getriebe TraXon DynamicPerform

zählen.

Den Abschluss bildete

die Verleihung des

„Goldenen Spaten“, der an

eine Person für ihre

Verdienste um die Baumaschinenbranche

vergeben

wird. Geehrt wurde mit der

Auszeichnung DI Josef

Pappenreiter, langjähriger

technischer Geschäftsführer

der VA Erzberg GmbH, der 33 Jahre

für die technischen Belange und die

Produktion am Erzberg verantwortlich

zeichnete und Ende 2025 den (Un-)

Ruhestand angetreten hat. Seit Mai 2025

leistet er als ehrenamtlicher Geschäftsführer

des Bergmännischen Verbands

Österreichs auch weiterhin einen

wichtigen Beitrag, um die Mineralrohstoffindustrie

erfolgreich in die

Zukunft zu begleiten.

Für ausgezeichnete Stimmung sorgte

danach Kabarettist Thomas Mraz, der

Baublatt.Österreich Herausgeber Karl

Englert erwartet für 2026 eine

spürbare Erholung der Bauwirtschaft.

Wie immer gut besucht:

der Branchentreff von

Baublatt.Österreich

im Festsaal der

Burg Perchtoldsdorf.

Mitte Jänner mit seinem Solo-Debüt

„Mraz First!“ Kritiker und Publikum

beeindruckte. Die Verkostung der Produkte

des in Perchtoldsdorf ansässigen

Weinguts von Georg Nigl bot den Festgästen

zum Ausklang des gelungenen

Branchentreffs erneut die Möglichkeit für

den entspannten persönlichen Austausch.

12 JÄNNER/FEBRUAR 2026

BAUBLATT.ÖSTERREICH

13



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

14 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 15



MENSCHEN + SZENE

MENSCHEN + SZENE

16 BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 17



1 2

3 4 5

6

PROJEKTE + PLANUNG

1-6 Sprengung der

Kausteranlage:

Durch gezielte

Schwächung bzw.

Stärkung der Stützen

konnte die

Sprengstoffmenge

auf ein Minimum

von 42 kg reduziert

werden. Mit Versuchssprengungen

wurde die für das

saubere Durchschneiden

der Stahlträger

benötigte

Sprengstoffmenge

bestimmt. Das vorbereitete

Fallbett

stellte den kontrollierten

Fall des

Gebäudes sicher.

7 Sprengung „Langer

Ernst“: Verdämmen

der geladenen

Bohrlöcher und errichten

des Fallgelenks

aus Beton,

durch das der

Schornstein – ähnlich

einer Bruchleiste

bei einer

Baum fällung – in die

gewünschte

Richtung stürzte.

8-12 Von links: Ing.

Fritz Hanisch (Firma

Zöchling, Bauleiter

Erdbau/Abbruch)

löst gemeinsam mit

Klaus-Emmerich

Herzmaier (Bürgermeister

Trieben)

die Sprengung des

144 m hohen

Kamins aus.

7

8

9 10 11 12

Foto: Jakob Gramm/Gramm Productions

TRIEBEN

Kamin-Sprengung

mit Beton-Fallgelenk

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der

RHI Magnesita in Trieben wurden im Jahr

2025 eine 75 m hohe Kausteranlage und

der 144 m hohe Zentralkamin „Langer

Ernst“ erfolgreich gesprengt.

D

ie beiden Sprengungen waren die spektakulären Höhepunkte

der umfangreichen Rückbaumaßnahmen, mit denen

auf dem ehemaligen Werksgelände Platz für die Ansiedelung

neuer Betriebe geschaffen wurde. Es handelt sich dabei um

eines der größten Rückbauprojekte der letzten Jahre in Österreich

und das größte Rückbauprojekt in der Firmengeschichte

der Firma Zöchling. Sie wurde mit den Arbeiten durch die

Trieben 2.0 Projektentwicklung GmbH beauftragt, die für die

zukunftsorientierte Nutzung des Industriegeländes gegründet

wurde.

Produziert wurden im ehemaligen Magnesit-Werk in Trieben

überwiegend verschiedene Feuerfest-Produkte. Der Rückbau

der weitläufigen Produktionsanlagen umfasste 480.000 m 3

umbauten Raum, ca. 200.000 t Betonabbruch und 15.000 t

Stahlabbruch. Mit Ausnahme der beiden Sprengobjekte wiesen

die Rückbauobjekte Gebäudehöhen von bis zu 30 m auf. Da es

sich um eine alte Industrieanlage handelt, waren diverse

Schad- und Störstoffe verbaut, die im Vorfeld des maschinellen

Rückbaus unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen entfrachtet

wurden. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der

größtmöglichen Vermeidung von Lärm- und Staubbelastungen

geschenkt, da das Industrieareal im Stadtgebiet von Trieben

unmittelbar neben Wohnsiedlungen liegt.

Fotos: Pixelbird; Zöchling; Baublatt.Österreich

18 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 19



PROJEKTE + PLANUNG

Höhepunkte der Abbrucharbeiten waren

die beiden Sprengungen: Ende Juli 2025

wurde die 75 m hohe Kausteranlage aus

1.500 t Stahl gesprengt, Mitte Oktober der

144 m hohe Zentralkamin „Langer Ernst“.

Bei der Umsetzung der Sprengarbeiten

Oben die Zerlegung

der gesprengten

Kausteranlage mit

dem Liebherr R 960

Demolition Litronic,

rechts der Komatsu

PC490 HRD beim

Rückbau der Sinterbunker.

Von links: Firmenchef

Günther Schadn

mit Alexander und

Nicole Schadn.

Sie informierten im

November 2025 in

Linz im Rahmen der

55. Internationalen

Tagung für Sprengtechnik

über die

Sprengung der Kausteranlage

und

des Zentralkamins

„Langer Ernst“.

setzte die Firma Zöchling auf die Zusammenarbeit

mit den Experten der Firma

Günther Schadn. Weitere beteiligte

Unternehmen waren das Wiener Ziviltechnikerbüro

Novotny Bauer & Partner

(Statik), die Ing. Geischläger GmbH

(Stahlbetonarbeiten, Ertüchtigung des

Kaminfußes), die Bebos GmbH (Betonbohrund

Schneidearbeiten) sowie die IG-control

GmbH (Risikoanalyse).

Von der Firma Zöchling wurden neben

dem Gesamtabbruch aller anderen Gebäude

folgende Leistungen erbracht: das Herstellen

der Schutzwälle und der Fallbetten für

die Sprengungen, die Staubniederschlagung,

die bauliche Vorbereitung der

Kausteranlage, die Zerlegung und Räumung

der gesprengten Gebäude, die

übergeordnete Abwicklung und Koordination

zwischen allen Beteiligten, die Erwirkung

aller erforderlichen Bescheide und

Zustimmungen der Behörden sowie die

Koordination der Gleissperren mit der ÖBB

bzw. der Straßensperren mit der Bezirkshauptmannschaft.

Sprengung der Kausteranlage

Im Vorfeld der Sprengung wurde die

Kausteranlage entkernt, schadstoffsaniert

und mit der Unterstützung der FF-Trieben

vollständig durchfeuchtet, um die Staubentwicklung

zu minimieren. Vor der Sprengung

wurde nach einem umfangreichen statischen

Konzept der Stahlbau in verschiedenen

Bereichen durch das Entfernen bzw.

Durchtrennen von Trägern geschwächt,

aber auch durch den Einbau von zusätzlichen

Trägern und Kettenzügen verstärkt,

um die Steifigkeit des Gebäudes beim

Umfallen zu gewähr leisten.

Weiters waren bis zu 50 mm starke

Stahlträger durch die Schneidladungen zu

trennen – hierfür wurden eigene Schneidladungen

in entsprechender Größe angefertigt

und im Vorfeld Versuchssprengungen

durchgeführt, um die für das saubere

Durchschneiden der Stahlträger benötigte

Sprengstoffmenge genau bestimmen zu

können. Da die nächsten Häuser nur etwa

80 m entfernt waren, wurde ein Schalldruck-Test

durchgeführt, um Schäden zu

vermeiden.

Vor der Sprengung wurden ein Fallbett

aus Ziegelschutt und 4 m hohe Schutzwälle

errichtet. Um die Staubbildung zu minimieren,

wurden unter anderem Schneekanonen

eingesetzt. Bei der Sprengung wurden alle

Ladungen mit einem elektronischen Zünder

gezündet, dadurch konnten auf den

jeweiligen Trägern die Ladungen mit

einigen Millisekunden Verzögerung

gezündet werden, was den Schalldruck der

Detonation minimierte. Die umstürzende

Kausteranlage verursachte nur eine sehr

geringe Schwinggeschwindigkeit. Die

Erklärung dafür dürfte in der Stahlkonstruktion

liegen, bei der viel Energie

durch die Deformation der Träger aufgenommen

wird.

Am Tag der Sprengung der Kausteranlage

wurden – so wie auch bei der Spren-

20 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH



PROJEKTE + PLANUNG

PROJEKTE + PLANUNG

Oben der westliche

Bereich

des ehemaligen

Betriebsgeländes

mit rund

480.000 m 3

umbauten

Raum vor dem

Rückbau,

rechts der

oberirdisch fast

abgeschlossene

Rückbau.

gung des „Langen Ernst“ – die Bahnlinie

und die Bundesstraße kurzzeitig gesperrt

und der Gefahrenbereich abgesichert. Trotz

des schlechten Wetters verfolgten rund 350

Schaulustige das Ereignis. In den folgenden

sechs Wochen erfolgten die Zerkleinerung

und die fachgerechte Entsorgung des

Materials.

Sprengung „Langer Ernst“

Der 1975 errichtete und rund 144 m hohe

Stahlbetonkamin wies zwei innenliegende

Stahlrohre auf und war auch das inoffizielle

Wahrzeichen von Trieben. Der Fußdurchmesser

des Industrieschlots betrug ca.

9,2 m, die Wandstärke lag im unteren

Bereich bei etwa 50 cm. Der Plan war

zunächst, zwei Drittel des Umfangs

herauszusprengen. Auf diese Weise wäre

das hintere Drittel stehen geblieben und

hätte das Fallgelenk gebildet. Allerdings

wiesen die Statik-Experten darauf hin, dass

dieses Drittel das Gewicht des Kamins nicht

tragen hätte können. In der Folge hätte es

passieren können, dass der Turm in die

falsche Richtung gefallen wäre.

Als Konsequenz daraus wurde in

Abstimmung mit den Statik-Experten ein

Fallgelenk gebaut, das eine ähnliche

Funktion erfüllte, wie eine Bruchleiste bei

einer Baumfällung. Es wurde jedoch nicht

als konventionelles Stahl-Fallgelenk

errichtet, sondern aus Stahlbeton. Dieses

Fallgelenk bestand aus zwei Elementen: Ein

U-Profil aus Stahlbeton, welches am

Kaminfuß in Form von 7 m hohen Verstärkungsriegeln

mit der Kamin-Wand verbunden

wurde, aber nicht mit dem Fundament.

Der zweite Teil war ein L-Profil, das nach

dem Aushärten des ersten Profils mit dem

Fundament verbunden wurde, aber nicht

mit dem anderen Teil des Fallgelenks. Auch

wurden mittels Seilsägen zwei Dreiecke aus

dem Turm herausgeschnitten, um die

Sprengwirkung von der Sprengstelle nicht

auf das Fallgelenk zu übertragen. In einem

weiteren Schritt wurde kurz vor der

Sprengung der hintere Teil vom Turm

eingeschnitten, um die Armierung zu

durchtrennen. Für die kontrollierte

Sprengung wurden in 150 Bohrlöchern

insgesamt 24 kg gelatinöser Sprengstoff

angebracht. So konnte sichergestellt

werden, dass der Turm mit einer Geschwindigkeit

von etwa 100 km/h exakt in den sehr

schmalen Bereich zwischen Bundesstraße

B113 und ÖBB-Hauptstrecke stürzte.

Mit einem aufgeschütteten und stark

durchnässten Fallbett wurden die Erschütterungen

aufgefangen. Im Vorfeld wurden

außerdem die angrenzenden Häuser

evakuiert und ein großzügiger Sperrbereich

eingerichtet, um den unmittelbaren

Gefahrenbereich der Sprengung komplett

freizuhalten. Auch bei dieser Sprengung

22 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

wurde mittels wasserbetriebener Staubbindekanonen

die Staubentwicklung so gering

wie möglich gehalten. Wasserwände

(ähnlich den Hydroschildern der Feuerwehr)

schirmten zusätzlich nahegelegene

Häuser ab. Sprengtechnisch konnten beide

Projekte erfolgreich abgewickelt werden.

Ein Blick auf den Zeitplan: Die Entkernung

erfolgte von Juni 2024 bis September

2025; der oberirdische Rückbau erstreckte

sich von Oktober 2024 bis Dezember 2025

und der Rückbau der Fundamente läuft

noch von Jänner 2026 bis Juni 2026. Zum

Einsatz kamen durch die Firma Zöchling

zeitweise 6 Hydraulikbagger (1,50 – 50 t),

3 Longfront-Abbruchbagger (70 – 110 t),

2 Umschlagbagger (25 – 30 t), 1 Radlader

(25 t), 1 knickgelenkter Muldenkipper sowie

1 mobile Aufbereitungsanlage.

Ing. Fritz Hanisch, Bauleiter der Hans

Zöchling Gesellschaft m.b.H. in Hainfeld in

den Bereichen Erdbau und Abbruch, zeigt

sich rückblickend mehr als zufrieden: „Über

die gesamte Baudauer und vor allem bei der

Abwicklung der beiden Sprengungen

können wir auf eine perfekte Zusammenarbeit

mit den zuständigen Behörden und

ganz speziell mit der Stadtgemeinde

Trieben zurückblicken. Außerdem wurden

MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN

RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN

HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER

Gruppe

Das Team der Firma Zöchling freut sich über den erfolgreichen Abschluss des größten

Rückbauprojekts in der Firmengeschichte (von links): Ali Günes, Bauleiter Fritz Hanisch,

Polier Martin Steinkellner, Manuel Nussbaumer, Julius Wallner, Wolfgang Gruber, Technikerin

Elena Ivanova, Dominik Hofreiter, Gueorgui Chtarkov, Bekim Zeneli und Michael Höhl.

wir bei den Sprengungen auch von der

ortsansässigen Feuerwehr Trieben Werk

sowie von der Exekutive sehr gut unterstützt.

Auch die gute Zusammenarbeit mit

unseren Subunternehmern – allen voran

PERFORMANCE IN EVERY DETAIL

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

die Sprengfirma Schadn und das Ziviltechnikerbüro

Novotny Bauer & Partner – war

ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche

Durchführung der beiden Sprengungen.“

www.zoechling.at | www.schadn.at

www.mineraltech.at

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Spurbahnweg für landwirtschaftlichen Verkehr in Sieghartskirchen:

Der kompakte Gleitschalungsfertiger SP 33 ermöglicht den präzisen

Einbau verschiedener Profile, wie zum Beispiel Spurbahnprofilen.

WIRTGEN

SP 33 als Allrounder zwischen Berg und Tal

Zwei Baustellen, viele Herausforderungen und eine Maschine, die sich als echter

Allrounder beweist: Der neue Gleitschalungsfertiger von Wirtgen zeigte seine Vielfalt

in den Ebenen Niederösterreichs ebenso, wie in den Bergen der Steiermark.

D

irekt beim ersten Einsatz in Österreich

zeigte sich, wie flexibel der

Gleitschalungsfertiger in unterschiedlichen

Anwendungen einsetzbar ist.

Innerhalb einer Woche standen zwei

Projekte an: zunächst wurde ein Spurbahnweg

für die landwirtschaftliche

Nutzung in Sieghartskirchen erstellt.

Anschließend ging es in den Tunnel

Semmering zum Einbau eines Bord-Rinnen-Profils.

In Sieghartskirchen in Niederösterreich

bestand der Aufbau aus zwei

Bahnen mit jeweils 1 m Breite und 1 m

Distanz zwischen den Bahnen. Das

Mittel- und das Außenbankett wurden

später mit Schotter oder Kies verfüllt. Zur

Herstellung der Spurbahn wurde beidseitig

je eine Schalung an die Maschine

angebaut. Die Beschickung erfolgte über

das Förderband und eine geteilte Schütte,

die beide Schalungen gleichmäßig füllte.

Schnell wechselbare Schalungen und die Möglichkeit, zwei

Mulden gleichzeitig zu beschicken, zeigen die hohe

Einsatzflexibilität des Wirtgen SP 33.

„Die Mannschaft war seit dem ersten

Tag hellauf begeistert und wir hatten

noch nie so eine Freude ab dem ersten

Tag mit einer Maschine“, sagt Michael

Stefaner, Gruppenleitung Tief- und

Straßenbau Ost von der Habau Hochund

Tiefbaugesellschaft, die die Baumaßnahmen

gemeinsam mit Bickhardt Bau

durchführte.

Wie bei allen Gleitschalungs-Projekten,

spielte auch beim Bau der Spurbahn

die präzise Regelung von Höhe, Querneigung

und Lenkung eine entscheidende

Rolle, um die Profile entsprechend der

Vorgaben herzustellen. Vor Ort wurde die

Steuerung der Maschine mittels Leitdraht

durchgeführt. Alternativ könnte

auch der leitdrahtlose AutoPilot 2.0 zum

Einsatz kommen. Das satellitengestützte

Steuerungssystem steuert die Maschine

in Höhe, Lenkung und Neigung automatisch

und ersetzt den herkömmlichen

Leitdraht durch ein virtuelles 3D-Modell.

Der SP 33 verfügt zudem über die

Möglichkeit, mithilfe eines 3D-Systems

die Höhenregelung und Lenkung vorzunehmen.

Nach dem ersten Projekt ging es für

die Mannschaft des ausführenden

Unternehmens Richtung Steiermark in

den Semmeringtunnel.

Dort wurde auf beiden Seiten ein Bord-

Rinnenprofil eingebaut. Die Herausforderung

bestand darin, das neue Profil über

ein bereits bestehendes Bord-Profil im

Tunnel einzubauen. Hierfür musste mit

hoher Präzision gearbeitet werden, um

die Statik und die Haltbarkeit des Profils

sichern zu können. Im Anschluss wurde

zwischen den beiden Profilen mit einem

An einem Arbeitstag konnte der SP 33 über 400 m des Bord-Rinnenprofils einbauen.

Gleitschalungsfertiger SP 1500 eine

Fahrbahn aus Beton in zweilagiger

Bauweise eingebaut.

Der Tunnel gilt als wichtige Nord-Süd-

Verbindung, daher sollte das Bauprojekt

so schnell wie möglich abgeschlossen

werden. Da zum Wechseln der Schalung

beim SP 33 nur 8 Schrauben gelöst

werden müssen, sparte das Einbauteam

hier viel Zeit. „Den Umbau, der sonst

IHRE PROJEKTE.

UNSER ANTRIEB.

eigentlich zwei, drei Tage dauert, hatten

wir in einem Tag erledigt“, sagt Bernd

Haberl, Polier bei Habau Hoch- und

Tiefbaugesellschaft, und unterstreicht

damit die Flexibilität des Gleitschalungsfertigers.

Die Projekte zeigen, wie wichtig

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit auf

der Baustelle sind und welchen Beitrag

der SP 33 hier leisten kann.

www.wirtgen-group.com

Bord-Rinnenprofile

im Semmeringtunnel:

Beim

Einbau mit dem

Wirtgen Gleitschalungsfertiger

muss eine

konstante Betonbeschickung

gesichert werden.

26 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

www.kiesel.net



MASCHINEN + TECHNIK

MWT

Mobile Kamerasysteme von MWT & Motec

erhöhen die Sicherheit auf der Baustelle

Mit dem MWS-System von Motec und MWT behalten Kranführer und Maschinenbediener

auch bei eingeschränkter Sicht jederzeit den Überblick – flexibel, robust und kabellos.

K

ranführer und Bediener von großen

Baumaschinen sind konstruktionsbedingt

immer wieder mit Sichteinschränkungen

im Arbeitsbereich konfrontiert.

Gepaart mit zunehmend komplexer

Baustellenlogistik und steigendem

Zeitdruck werden Assistenzsysteme in

Baumaschinen für die Sicherheit immer

wichtiger. MWT und Motec bieten mit dem

Mobilen Funk-Kamerasystem MWS eine

praxisnahe Lösung, die sowohl Sicherheit

als auch Effizienz gleichermaßen steigert.

Gefahren erkennen,

bevor sie entstehen

Gerade bei Kranen, Großfahrzeugen oder

unübersichtlichen Rangierbereichen

können blinde Zonen schnell zum Risiko

werden. Das mobile Kamerasystem MWS

schafft hier Abhilfe: Es liefert gestochen

scharfe Bilder direkt ins Führerhaus – in

Echtzeit und ohne Kabelverlegung. So

behalten Maschinenführer auch in

hektischen Situationen den Überblick und

können potenzielle Gefahren frühzeitig

erkennen und rechtzeitig reagieren.

ARBEITENOHNEUNTERBRECHUNG .

Rahofer.

Flexibel einsetzbar, robust gebaut

Das MWS wurde speziell für den rauen

Einsatz auf Baustellen entwickelt. Ob auf

Turmdrehkranen, Mobilkranen oder

schweren Baumaschinen – das System

lässt sich mit wenigen Handgriffen

montieren und an den jeweiligen Einsatzbereich

anpassen. Möglich machen das

leistungsstarke Magnetfüße, die selbst bei

Vibrationen und Bewegung sicheren Halt

bieten. Das Kameramodul verfügt über

eine Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden

und ist damit ideal für lange Arbeitstage

geeignet. Dank spezieller Kodierung

können bis zu zehn Systeme parallel auf

einer Baustelle betrieben werden –

störungsfrei und zuverlässig.

Modular und individuell anpassbar

Die modulare Bauweise ermöglicht es, je

nach Anwendung unterschiedliche

Kameras, Monitore oder Pendeleinheiten

zu kombinieren. Ob Rückraumüberwachung,

Materialflusskontrolle oder Sicht

auf die Last – das MWS-System lässt sich

exakt auf die Anforderungen der jeweiligen

Maschine abstimmen. Auch der

einfache Transport wurde mitgedacht: Im

kompakten Koffer ist das System jederzeit

einsatzbereit und zwischen Fahrzeugen

schnell wechselbar.

Bessere Sicht auf der Baustelle:

Mit dem Mobilen Funk-Kamerasystem

MWS bieten MWT und

Motec eine praxisnahe Lösung für

mehr Sicherheit und Effizienz.

Technologiepartnerschaft

für mehr Sicherheit

MWT ist seit Jahren auf Wiegesysteme

und Assistenzlösungen spezialisiert – insbesondere

für den Einsatz unter

anspruchsvollen Bedingungen. In Zusammenarbeit

mit Motec, einem der führenden

Anbieter mobiler Kameratechnologie,

entstand ein System, das maximale

Übersicht und minimale Installationsaufwände

vereint.

www.mwt-systeme.at

DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK

Dank dem Schnellwechselsystem SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion

für Hydraulikbagger (12t bis 40t) ist ein Arbeiten ohne Unterbrechung möglich.

Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive

Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer

sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge

schnell, einfach – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,

konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck

sitzt das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at

28 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Drei Modelle des Komatsu Radladers WA200-8 sind in der Abfallwirtschaft

der Graz Holding im Einsatz. Zwei weitere Komatsu Radlader stehen als

Ersatzgeräte immer noch zur Verfügung.

KUHN

Holding Graz schätzt Preis-Leistungsverhältnis

von Kuhn und Komatsu

Die Holding Graz setzt drei Komatsu Radlader WA200-8 im Bereich Abfallwirtschaft

ein. Für deren Kauf beim Baumaschinenhändler Kuhn sprach das attraktive Preis-

Leistungsverhältnis und die praktische Ausführung der Fahrerkabine.

D

ie Holding Graz – Kommunale

Dienstleistungen GmbH nimmt in der

steirischen Hauptstadt und Umgebung

jede Menge Aufgaben wahr. Rund 3.300

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern

sich beispielsweise um öffentlichen

Verkehr, Straßenerhaltung und -reinigung,

Grünraumpflege, Betrieb der Freizeiteinrichtungen,

Müllabfuhr, Kanal und

Wasserversorgung.

Die Abfallwirtschaft der Holding Graz

entsorgt und verarbeitet den Abfall der

Die Radlader-Fahrer der Holding Graz schätzen vor allem auch die komfortable

Fahrerkabine, die geräuscharm ist und über einen luftgefederten Fahrersitz verfügt.

Stadt Graz. Dafür greift man neben

fleißigem Personal auch auf einen professionell

ausgestatteten Fuhrpark zurück. In

diesem finden sich unter anderem fünf

Radlader von Komatsu, die allesamt beim

Baumaschinenhändler Kuhn erworben

wurden. Zuletzt kaufte man drei Modelle

des WA200-8, die vor allem eine Kombination

aus Stabilität, Losbrech- und Zugkraft

bieten.

Auf die Frage, weshalb man sich bei der

öffentlichen Ausschreibung schließlich für

die Radlader von Komatsu entschieden

hat, antwortet Peter Munter, Leiter der

Abfallbehandlung bei der Holding Graz:

„Das Preis-Leistungsverhältnis war

ausgezeichnet und unsere Fahrer empfinden

auch die Ausführung der Kabine als

sehr gelungen.“ Die Fahrerkabine mit zwei

Türen, neuem, luftgefedertem Fahrersitz

und einem großen Multifunktionsmonitor

stellt einen angenehmen Arbeitsort dar.

Zudem verfügt die Kabine über geräuscharmes

Design und eine Rückfahrkamera,

Ein reaktionsschneller,

hydrostatischer Antrieb

ermöglicht rasche und verlässliche

Arbeiten.

Eine Rückfahrkamera sorgt

beim WA200-8 Radlader

von Komatsu für mehr

Sicherheit.

welche den Sicherheitsfaktor deutlich

erhöht. Zudem befinden sich auf dem

Radlader Trittstufen, um die Frontscheibe

unkompliziert reinigen zu

können.

Robuste Arbeitsgeräte

„Die Radlader von Komatsu sind robust,

vertragen viel Einsatzzeiten und fallen

so gut wie nie aus. Sollte einmal ein

Service oder ein Mechaniker benötigt

werden, ist man bei Kuhn schnell und

verlässlich verfügbar“, so Peter Munter.

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

bilden das Team des Leiters der

Abfallbehandlung, der schon seit 35

Jahren für die Holding Graz tätig ist.

Zwei der drei Komatsu WA200-8 Radlader

sind im Ressourcenpark Graz in der

Sturzgasse 8 im Einsatz. Dieser bietet

viel Platz und lässt es zu, dass man

insgesamt bis zu 80 Abfallarten sammelt,

trennt und recycelt. Das dritte Arbeitsgerät

setzt man für die Kompostierung in

der Maggstraße im Süden von Graz ein.

Durch einen reaktionsschnellen, hydrostatischen

Antrieb der Radlader, lassen

sich die Arbeiten schnell und verlässlich

erledigen. Dies ermöglicht auch ein

kontrolliertes Fahren, sollte es in

Einsatzumgebungen einmal etwas enger

sein. Zudem gibt es eine vorwählbare

Höchstgeschwindigkeit, um auch hier

noch einmal für maximale Sicherheit zu

sorgen.

www.kuhn.at

30 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

WOLFFKRAN

Wolff auf schmalem Grat

Für die grundlegende Sanierung des historischen Staudamms Barrage de Lavalette im

Département Haute-Loire im Südosten Frankreichs setzt das vom Bauunternehmen Legendre

Génie Civil geleitete Baukonsortium auf eine maßgeschneiderte Lösung von Wolffkran.

D

ie Bauarbeiten am Staudamm

umfassen den vollständigen Austausch

von drei Hochwasserklappen aus den

1950er-Jahren sowie die Modernisierung

einer vierten Klappe aus den 1990er-Jahren,

die nach jahrzehntelangem Betrieb

stark verschlissen sind. Der Wolff 7534.16

Clear mit einer Hakenhöhe von 20,4 m,

einer Auslegerlänge von 40,0 m und einer

Tragfähigkeit von 16,0 t übernimmt den

Einbau von Provisorien und das Aus- und

Einheben der alten und neuen Klappen.

„Die Dammkrone ist lediglich 6,7 m

breit, was die Montage des Krans und die

Logistik der Anlieferung für unser Team

zu einer anspruchsvollen Aufgabe machte“,

sagt Cécile Caron, Vertriebsleiterin bei

Wolffkran. „Windböen von über 45 km/h

erschwerten den Aufbau zusätzlich und

verlängerten die Montagezeit von den

geplanten zwei auf rund 3,5 Tage“, so

Cécile Caron.

Da über den Damm eine Straße führt,

die nicht über die gesamte Bauzeit

gesperrt werden kann, wurde der Wolff auf

einem Wolff City Portal 520 (mit 5,2 m

Seitenlänge) montiert, unter dem der

Verkehr hindurchfließen kann. Dazu

mussten zunächst 12,0 m lange Verteilträger

mit einem Mobilkran installiert

werden, die die Last des Krans auf der

Dammkrone verteilen. In einem zweiten

Ein Wolff 7534.16 Clear auf einem City Portal ist seit März 2025 im

Einsatz und spielt unter sehr beengten Platzverhältnissen bei dem

anspruchsvollen Infrastrukturprojekt eine Schlüsselrolle.

Der Wolff 7534.16

Clear mit einer Hakenhöhe

von 20,4 m,

einer Auslegerlänge

von 40,0 m und einer

Tragfähigkeit von

16,0 t übernimmt den

Austausch der Hochwasserklappen

am

Staudamm Barrage de

Lavalette im Südosten

Frankreichs. Wolffkran

lieferte ein Komplettpaket

aus Kran,

Portallösung, Service,

Wartung und Kranbetrieb.

Schritt errichtete ein weiterer 90 t

Mobilkran das City Portal und den

spitzenlosen Turmdrehkran. Trotz des

City Portals wird die Straße werktags

täglich zwischen 9 und 14 Uhr gesperrt, da

der Kran die befahrene Straße aus

Sicherheitsgründen nicht mit Last

überschwenken darf. Alle Hebearbeiten

müssen demnach in diesem Zeitfenster

durchgeführt werden.

Ein besonders anspruchsvoller Projektteil

war der Ausbau des Gegengewichts

einer der bestehenden Hochwasserklappen.

Der rund 51,0 t schwere Betonblock

konnte nicht im Ganzen bewegt werden

und wurde deshalb vor Ort zerteilt. Die

einzelnen Segmente, die bis zu 16,0 t

wogen, wurden anschließend mit dem

Wolff-Kran abtransportiert.

„Wolffkran war der einzige Anbieter, der

unter den gegebenen Einschränkungen

eine Komplettlösung aus Kran, Portalkonstruktion,

Montage und Service anbieten

konnte“, sagt François-Xavier Béthuel,

Leiter des Bereichs Krane bei Legendre

Matériel. „Das Wolffkran-Team war bereits

in der Planungsphase eng in die Baustellenkonzeption

eingebunden und ist auch

während der rund 24-monatigen Bauzeit

für Betrieb, Service und Wartung verantwortlich,

sodass wir alles aus einer Hand

bekommen.“ Der Wolff 7534.16 Clear wird

voraussichtlich noch bis März 2027 auf

dem Lavalette Staudamm arbeiten.

www.wolffkran.com

32 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Lionel Ciochetto

Mammut

Oyster Lobster

Octopus

ALLES IM GRIFF

www.wimmer.info



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2019 haben sich die Raupenbagger der Generation 8 weltweit bewährt.

Das Leica 2D-Steuerung-System ist jetzt serienmäßig verfügbar und direkt in das Hauptdisplay integriert.

LIEBHERR

Wesentliche Weiterentwicklungen bei den

Liebherr-Raupenbaggern der Generation 8

Im Rahmen der Weiterentwicklungen der Raupenbagger der Generation 8 erweitert Liebherr

sein Angebot: Für die Raupenbagger der Modelle R 922 bis R 945 G8 sind jetzt zahlreiche

neue Einstellungen verfügbar. Dank der Integration von optionalen und serienmäßigen

Assistenzsystemen bietet die Generation 8 der Liebherr-Raupenbagger eine deutlich

gesteigerte Produktivität und optimale Rentabilität mit fortschrittlichen Funktionen.

N

eue Einstellungen und Assistenzsysteme

ergänzen das bereits umfangreiche

Angebot der Liebherr-Raupenbagger

der Generation 8. Diese Weiterentwicklungen

zielen darauf ab, den Marktanforderungen

in Bezug auf Leistung, Energieeffizienz

und Bedienkomfort noch besser

gerecht zu werden.

Neue Harnstoff-Befüllpumpe: Das System

ermöglicht das direkte Befüllen vom Boden

aus und eliminiert jegliches Risiko von Überlaufen,

Verschmutzung und Korrosion.

Neue Optionen: LPE,

Öle und Harnstofflösung

Mit dem LPE-Modus (Liebherr Power

Efficiency) setzt Liebherr einen Meilenstein

in der Energieverwaltung seiner

Raupenbagger. Dieses patentierte System

ist nun serienmäßig in den Modellen R 922

bis R 945 G8 integriert. Es optimiert

kontinuierlich die Hydraulik sowie den

Dieselmotor und reduziert den Kraftstoffverbrauch

um bis zu 10% − ohne Kompromisse

bei der Produktivität zu machen.

Einfach zu aktivieren, speichert es die

Einstellungen des Bedieners und bietet

einen temporären Boost für Schlüsselbewegungen,

wodurch schnelle, präzise und

perfekt auf die Anforderungen der Baustellen

abgestimmte Arbeitsabläufe gewährleistet

werden.

Mit einer innovativen Harnstoff-Befüllpumpe

setzt Liebherr neue Maßstäbe in

puncto Sicherheit, Komfort und Ergonomie.

Einzigartig auf dem Markt ermöglicht

dieses System das direkte Befüllen vom

Boden aus und eliminiert jegliches Risiko

des Überlaufens, von Verschmutzungen

und Korrosion. Der Fahrer muss nicht

mehr vom Oberwagen auf- oder absteigen:

Der Vorgang erfolgt schnell und mühelos

und spart wertvolle Zeit. In Kombination

mit der Kraftstoff-Befüllpumpe etabliert

sich diese exklusive Liebherr-Lösung als

entscheidender Vorteil auf anspruchsvollen

Baustellen.

Zudem ist jetzt das Leica 2D-Steuerung-

System serienmäßig verfügbar. Direkt in

das Hauptdisplay integriert, bietet dieses

Assistenzsystem für Planier- und Grabarbeiten

eine intuitive Benutzeroberfläche

mit klarer visueller Anzeige auf Basis von

Farbcodes. Das führt zu einer bemerkenswerten

Genauigkeit von ± 2 cm und einer

flexiblen Konfiguration, die sich jedem

Projekt anpasst. Das 2D-Guidance-System

ist erweiterbar und lässt sich mit „3D

ready“-Optionen von Leica, passivem 3D

oder halbautomatischem 3D ergänzen, um

herausfordernde Aufgaben noch genauer

zu meistern. Das bedeutet eine höhere

Produktivität, erhöhte Sicherheit und

einen unvergleichlichen Bedienkomfort

dank einer vereinfachten Schnittstelle.

34 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Produktdetails

& Anwendervideo

Jetzt umrüsten auf das

Mit dem Bucket Fill Assist

(BFA) automatisiert Liebherr das

Befüllen des Löffels, um die

Grabzyklen zu optimieren. Ein

einfacher Joystick-Befehl genügt,

um den vollständig automatisierten

Prozess auszulösen, der ein

schnelles, präzises und wiederholbares

Befüllen garantiert. Das

Assistenzsystem BFA ist ab Werk

in der Vollversion oder per

Software-Update verfügbar und

umfasst die Anti-Stalling-Funktion,

die das Blockieren des Löffels

verhindert. Das Ergebnis: maximale

Produktivität, reduzierte

Betriebskosten und höchster

Bedienkomfort. Um dieses

Assistenzsystem kennenzulernen,

bietet Liebherr an, es 500 Stunden

kostenlos zu nutzen.

Direkt im Hauptdisplay der Raupenbagger

der Generation 8 ist ebenfalls serienmäßig

das Wiegesystem integriert. Dieses

System misst während des gesamten

Ladezyklus in Echtzeit mit einer Genauigkeit

von ± 2%. Dank automatischer

Datenaufzeichnung über Liebherr Connect

(je nach Lizenz) profitieren die Bedienenden

von optimaler Nachverfolgung und

vollständiger Rückverfolgbarkeit. Ab Werk

oder per Software-Update verfügbar,

garantiert diese Innovation eine optimale

Lkw-Beladung, sie reduziert Überladungsrisiken

und vermeidet mögliche Bußgelder.

Zum Testen dieses Assistenzsystems bietet

Liebherr eine 500 Stunden kostenlose

Nutzung.

ANBAUGERÄT

DES JAHRES

pinkquick® ist das neueste vollhydraulische Schnellwechselsystem

aus dem Hause Winkelbauer. Passend für alle gängigen Anbaugeräte

und marktüblichen Schnellwechselsysteme. Patentiertes System.

Ausgezeichnet zum Anbaugerät des Jahres vom Baublatt.Österreich.

Top Features: front-pin-lock (robuste Fallsicherung), Verriegelung und hydraulischer

Kupplungsvorgang in einem, 5 Hydraulikanschlüsse, 2 vollintegrierte E-Stecker optional.

Sofort

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kurzfristig

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Das Bucket Fill Assist-System (BFA)

automatisiert das Befüllen des Löffels

für optimierte Grabzyklen.

Mit dem Assistenzsystem

Skyview 360° stellt Liebherr die

Sicherheit auf Baustellen in den

Mittelpunkt. Dieses innovative

System mit vier beheizten Weitwinkelkameras

in hoher Auflösung

bietet – selbst bei kaltem Wetter

− eine Rundumsicht, bei der auch

tote Winkel einsehbar sind. Der

Bedienende kann zwischen sechs

Einzelansichten wählen oder sich

für eine vom Rechner rekonstruierte

360°-Luftansicht entscheiden,

die auf einem verstellbaren Zusatzdisplay

angezeigt wird. Ab Werk

oder als Nachrüstlösung verfügbar,

garantiert Skyview 360° eine frühzeitige

Hinderniserkennung auch in engen

Bereichen. Die Ausstattung ist kompatibel

mit allen Liebherr-G8-Baggern und

umfasst Kameras, Rechner, Displays und

Zubehör für eine einfache Installation als

Ersatz für bestehende Systeme.

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GRÖSSEN:

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

AM BAUGERÄTE

AM Baugeräte ist offizieller

DJI-Drohnenvermessungspartner

Als offizieller DJI Enterprise-Händler für Vermessung und Inspektion bietet die

AM Bau geräte HandelsgmbH seit Ende 2025 Zugang zu diesen zukunftsweisenden

Technologien. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Vermessung steht das Unternehmen

für fachliche Expertise, praxisorientierte Beratung und nachhaltige Lösungen.

D

iese Verbindung aus technologischer

Innovationskraft und langjähriger

Fachkompetenz macht AM Baugeräte zu

einem verlässlichen Partner – sowohl bei

der Systemintegration als auch bei der

professionellen Umsetzung von Drohnenvermessungsdienstleistungen.

„Drohnenvermessung stellt nicht nur

einen technologischen Trend dar, sondern

bildet einen zentralen Baustein für

effiziente, sichere sowie wirtschaftliche

Vermessungsprozesse. Unternehmen, die

heute in diese Technologien investieren,

schaffen die Grundlage für präzisere

Entscheidungen, transparente Abläufe

und nachhaltigen Projekterfolg“, so Ing.

Niklas Baumbruck, BSc, Technischer

Leiter Vermessung und Grabensicherungen

der Firma AM Baugeräte.

DJI-Drohnenvermessung als

Erfolgsfaktor in der Geodäsie

Die Vermessungsbranche erlebt derzeit

einen tiefgreifenden Transformationsprozess.

Die zunehmende Komplexität von

Projekten, verschärfter Kosten- und

Zeitdruck sowie steigende Anforderungen

an Dokumentation und Nachvollziehbarkeit

führen dazu, dass traditionelle

Vermessungsmethoden vielfach an ihre

wirtschaftlichen und praktischen Grenzen

stoßen. Gleichzeitig hat sich die Drohnenvermessung

von einer spezialisierten Technologie

zu einem anerkannten, strategisch

bedeutenden Instrument entwickelt. Die

Nachfrage nach UAV-basierten Vermessungslösungen

wächst kontinuierlich –

insbesondere in den Bereichen Bauwesen,

Ingenieurvermessung, Rohstoffabbau und

-produktion sowie bei industriellen

Bestands- und Inspektionsvermessungen.

Durch die schnelle und unkomplizierte Erfassung von Baustellen, Abbaugebieten

oder Industrieflächen bietet Moderne Drohnenvermessung gegenüber

herkömmlichen Verfahren Zeitersparnisse von bis zu 70%.

Herausforderungen konventioneller

Vermessungsverfahren

Unternehmen stehen heute vor zahlreichen

Herausforderungen, die mit herkömmlichen

Vermessungsmethoden nur

begrenzt effizient bewältigt werden

können. Projekte müssen zunehmend in

kürzerer Zeit abgeschlossen werden,

während gleichzeitig die Ansprüche an

Genauigkeit, Transparenz und Dokumentation

steigen. Manuelle Begehungen auf

Baustellen oder in Kies- und Schotterwerken

bringen nicht nur erhebliche Sicherheitsrisiken

mit sich, sondern sind zudem

personal- und zeitintensiv. Gefährliche

Bereiche wie steile Böschungen, aktive

Abbauzonen oder instabile Halden sind oft

nur unter erhöhtem Risiko oder gar nicht

zugänglich.

Darüber hinaus wächst die Verpflichtung

zur umfassenden Dokumentation

über den gesamten Projektverlauf.

Ungenaue oder veraltete Bestandsdaten

führen häufig zu Nachverhandlungen bei

Aushubarbeiten, Streitigkeiten bezüglich

Massenansätzen oder fehlerhaften

Abrechnungen. Besonders kritisch sind

ungenaue Lagerstandsdaten: Fehlende

Transparenz über verfügbare Materialmengen

erschwert die Produktions- und

Lieferplanung erheblich und kann zu

Stillständen oder ineffizienter Disposition

führen.

DJI-Drohnenvermessung als

Lösung für operative Engpässe

Die moderne Drohnenvermessung bietet

hier einen deutlichen Mehrwert. Durch die

schnelle und unkomplizierte Erfassung

von Baustellen, Abbaugebieten oder

Industrieflächen lassen sich gegenüber

herkömmlichen Verfahren Zeitersparnisse

von bis zu 70% erzielen. Hochauflösende

Luftaufnahmen und Punktwolken

ermöglichen regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche

und schaffen eine objektive sowie

nachvollziehbare Datenbasis über den

gesamten Projektzeitraum.

Der Einsatz von Drohnen reduziert den

Personalbedarf vor Ort erheblich und

steigert somit nicht nur die Produktivität,

sondern auch die Arbeitssicherheit.

Gefährliche Bereiche müssen nicht mehr

betreten werden, da schwer zugängliche

Stellen zuverlässig aus der Luft erfasst

werden können. Dank RTK-Technologie

werden dabei Zentimetergenauigkeiten

36 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: AM Baugeräte

erreicht, die eine professionelle Vermessung

sowie Abrechnung ermöglichen.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt

in der Wiederholbarkeit: Standardisierte

Flugrouten erlauben vergleichbare

Datensätze über Wochen, Monate oder

Jahre hinweg. Regelmäßige Volumenberechnungen

für Aushubmengen, Lagerstände

oder Deponien werden dadurch

nicht nur einfacher, sondern auch deutlich

präziser. Große Flächen können in

kürzester Zeit vermessen und kartiert

werden; selbst bei dichtem Bewuchs

entstehen belastbare Geländemodelle. Die

Integration in bestehende Arbeitsabläufe

– von CAD über GIS bis hin zu Abrechnungs-

und Projektmanagementsystemen

– erfolgt reibungslos.

Ergänzung und nicht Ersatz für

klassische Vermessungsverfahren

Es ist dabei eindeutig festzuhalten:

Drohnenvermessung ersetzt die traditionelle

Vermessung nicht, sondern ergänzt

diese sinnvoll. Konventionelle geodätische

Verfahren bleiben insbesondere für

Festpunktnetze, Absteckungen oder

rechtlich verbindliche Grenzfeststellungen

unverzichtbar. UAV-gestützte Systeme

erweitern dieses Instrumentarium um

eine effiziente, flächendeckende und stets

aktuelle Datenerfassung und schaffen

somit ein neues Niveau an Wirtschaftlichkeit

und Transparenz.

DJI Enterprise: Technologie für

professionelle Anwendungen

Mit den aktuellen Enterprise-Modellen

stellt DJI ein umfassendes Portfolio für

Vermessungs- und Inspektionsaufgaben

bereit. Die DJI Matrice 4-Serie steht für

kompakte, leistungsstarke Systeme mit

hoher Flexibilität im täglichen Einsatz.

Die DJI Matrice 400 richtet sich an

anspruchsvolle Missionen mit schweren

Sensoren, großen Flächen und höchster

Präzision. Ergänzt wird das Sortiment

durch die DJI Dock 3, welche einen

vollautomatisierten stationären Drohnenbetrieb

ermöglicht – ideal für regelmäßige

Vermessungen, Monitoring-Aufgaben oder

sicherheitskritische Infrastrukturen.

Je nach Anforderung kommen photogrammetrische

Sensoren oder LiDAR-

Systeme zum Einsatz. Photogrammetrie

überzeugt durch detailreiche Orthofotos,

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IM BLICK...

dichte Punktwolken sowie eine hervorragende

Wirtschaftlichkeit bei offenen und

gut sichtbaren Flächen. LiDAR hingegen

entfaltet seine Stärken bei Vegetation,

komplexer Topografie oder schlechten

Lichtverhältnissen und liefert auch unter

schwierigen Bedingungen präzise Geländemodelle.

Die Kombination beider

Technologien ermöglicht maximale

Flexibilität für verschiedenste Anwendungsbereiche.

www.am-laser.at

Das Team von AM Baugeräte

verbindet technologische

Innovationskraft mit langjähriger

Fachkompetenz (von

links): Nazif Džino, BSc,

(studierter Vermesser und

Experte für Laserscanning

und Geodaten) und

Ing. Niklas Baumbruck, BSc,

(Technischer Leiter

Vermessung und

Grabensicherungen).

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MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Die Sanierung der 5,4 km lange Rennstrecke in Brünn

mit Spezialasphalt war eines der Themen der

Straßenbautagung 2026.

Informierten das Fachpublikum in Vösendorf (von links): Martin Buchta (Nievelt), Christian Albrecht (Asfinag), Michael Jug (Data Consult),

Rainer Irschik (Leiter Abteilung Landesstraßenbau und -verwaltung, NÖ), Beda Werner Bauer (ehemals Vorsitzender des Gestrata Vorstands),

Sebastian Stöcklegger (Asfinag), Wolfgang Haslehner (Amt Burgenland), Wolfgang Ablinger (MA 28) und Michael Gruber (TU Wien).

STRASSENBAUTAGUNG 2026

Asphaltbau-Kompetenzen der Gestrata

finden im ÖBV eine neue Heimat

Ende Oktober 2025 wurde im Rahmen der Gestrata Herbstveranstaltung bekannt gegeben,

dass die Gestrata in die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) eingegliedert wird.

Als sichtbares Zeichen dieser Veränderung ging das traditionelle Gestrata Bauseminar im

Jänner 2026 unter dem neuen Titel „Straßenbautagung 2026“ österreichweit mit fünf

Terminen über die Bühne. Kompetente Fachvorträge und die Präsentation aktueller

Großprojekte führten die jahrzehntelange Tradition des Bauseminars fort.

N

eben Innsbruck, Linz, Graz und

Villach machte die Straßenbautagung

2026 am 21. Jänner auch in Vösendorf bei

Wien Station. Eröffnet wurde die Tagung

durch Wolfgang Schubert, ehemaliger

Vorstand der Gestrata. Er informierte in

seiner Eröffnungsrede über die Hintergründe

für die Auflösung der Gestrata und

die Überführung ihrer Aktivitäten in den

ÖBV. Schubert begründete diesen Schritt,

der offiziell am 1. Jänner 2026 erfolgte, mit

den wachsenden fachlichen und strukturellen

Anforderungen im Straßenbau. Die

großen Herausforderungen – etwa im

Bereich Nachhaltigkeit, Materialentwicklung

und Regelwerk – könnten nur im

engen Zusammenwirken von Bauindustrie,

Auftraggebern und Forschung bewältigt

werden.

Im ÖBV wurde dafür der neue Circle

Asphalttechnik eingerichtet, ein ständiger

Als ehemaliger

Vorstand der

Gestrata eröffnete

Wolfgang Schubert

die Straßenbautagung

2026.

Fotos: Wirtgen; Baublatt.Österreich

Arbeitskreis, in dem Vertreter aus

Wirtschaft, öffentlicher Hand und Wissenschaft

gemeinsam technische und strategische

Fragestellungen bearbeiten. Ziel ist

es, Forschungsprojekte zu koordinieren,

Regelwerke weiterzuentwickeln und

Innovationen rascher in die Praxis zu

überführen. Gleichzeitig bleiben bewährte

Inhalte der Gestrata erhalten. Besonders

betonte Schubert die Bedeutung der

Weiterbildung: Die praxisorientierten

Asphaltkurse werden fortgeführt und ab

2027 in der neuen Asphaltakademie des

ÖBV gebündelt.

Weiters ging Schubert auf zentrale

Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft

ein. Asphalt ist zwar grundsätzlich

sehr gut recyclingfähig, dennoch wird in

Österreich nur etwa ein Viertel des

Ausbauasphalts wieder direkt in Mischanlagen

eingesetzt, während ein erheblicher

Anteil in anderen Bauweisen Verwendung

finde. Höhere Recyclingquoten könnten

zudem – insbesondere bei Anlagen ohne

Paralleltrommel – mit einem erhöhten

Energiebedarf und damit höheren

CO2-Emissionen verbunden sein. Daraus

leitete Schubert die Forderung ab,

projektbezogen ausgewogene Lösungen zu

finden und sowohl technische als auch ökologische

Aspekte differenziert zu betrachten.

Der neue organisatorische Rahmen im

ÖBV soll dazu beitragen, diese fachliche

Zusammenarbeit langfristig zu stärken.

Infrastruktur und Straßenbau

in Wien und Niederösterreich

Einen Überblick über die aktuellen

Entwicklungen im Straßenbau der Stadt

Wien gab Wolfgang Ablinger von der MA

28. Trotz angespannter Haushaltslage

liegt das Bauvolumen im Wiener Straßenbau

weiterhin auf hohem Niveau und

bewegt sich mit rund 200 Mio. Euro in

einer ähnlichen Größenordnung wie im

Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber ist das

anhaltende Bevölkerungswachstum, das

jährlich um mehr als 20.000 Personen

Volle Vortragssäle prägten alle fünf Termine der Straßenbautagung 2026.

zunimmt und zusätzliche Verkehrsflächen

sowie Infrastrukturmaßnahmen erforderlich

macht. Ablinger stellte mehrere

Projekte vor, darunter die Umgestaltung

der Favoritenstraße sowie den Ausbau von

Radverbindungen. Charakteristisch für

aktuelle Vorhaben sei die Kombination

von Verkehrsflächen mit Begrünung und

Aufenthaltsqualität, da größere Projekte

heute nur mehr im Kontext städtebaulicher

und klimatischer Anforderungen

umgesetzt werden könnten. Ein weiterer

Schwerpunkt betraf die öffentliche

Wahrnehmung von Infrastrukturprojekten.

Straßenbau werde zunehmend

kritisch diskutiert, weshalb Kommunikation,

Innovation und nachvollziehbare

Nachhaltigkeitsnachweise an Bedeutung

gewinnen. Temperaturabgesenkter

Asphalt, Recycling und Umweltproduktdeklarationen

sind wichtige Instrumente, um

die ökologische Leistungsfähigkeit

sichtbar zu machen. Gleichzeitig betonte

Ablinger, dass Asphalt auch künftig ein

unverzichtbarer Baustoff für leistungsfähige

Verkehrsnetze bleiben werde.

Im Anschluss stellte Rainer Irschik, Leiter

der Abteilung Landesstraßenbau und

-verwaltung der NÖ Landesregierung, die

Schwerpunkte in Niederösterreich vor. Für

2025/26 steht ein Doppelbudget von rund

133 Mio. Euro jährlich zur Verfügung,

ergänzt durch Mittel für Güterwege und

Radwege. Eine zentrale Herausforderung

ist die Sanierung älterer Brücken,

insbesondere Bauwerke aus den 1960er

und 1970er Jahren, die zunehmend das

Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen.

Auch bei Donaubrücken stehen Maßnahmen

an, während der bestätigte Bau der

zweiten Donaubrücke bei Mauthausen als

wichtiger Schritt zur Entlastung der

Region gilt. Parallel dazu gewinnt die Digitalisierung

an Bedeutung: KI-gestützte

Anwendungen im Winterdienst, sensorbasierte

Zustandsdatenerfassung sowie der

Einsatz von BIM und Drohnen sollen

Planung, Betrieb und Erhaltung effizienter

machen. Nach Starkregenereignissen

rückt zudem die Klima-Resilienz stärker

in den Fokus.

Ergänzend dazu informierte Thomas

Avender (Asfinag Bau Management

GmbH) über die Investitionsschwerpunkte

im Autobahn- und Schnellstraßennetz in

Wien und Niederösterreich. Die Asfinag

38 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 39



MASCHINEN + TECHNIK

Begleitet von ihren Lehrkräften besuchten auch Schülerinnen und Schüler der HTL Mödling-Tiefbau die Straßenbautagung 2026.

finanziert sich vollständig aus Mauteinnahmen,

die sich auf rund 2,9 Mrd. Euro

pro Jahr belaufen. Ein Großteil dieser

Mittel fließt in Bau- und Erhaltungsprogramme.

Der Schwerpunkt liegt dabei

weiterhin auf der Sanierung des Bestands.

Für die kommenden Jahre sind umfangreiche

Investitionen vorgesehen, darunter

rund 630 Mio. Euro in Wien sowie etwa

1,4 Mrd. Euro in Niederösterreich. Zu den

Projekten zählen Erneuerungsmaßnahmen

auf der A4 im Raum Wien sowie

Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen auf

der A1, A21 und S6 in Niederösterreich.

Im ersten Fachvortrag gab Martin

Buchta (Nievelt) einen Überblick über den

aktuellen Stand der Prüfsysteme und

Normen im Asphaltstraßenbau und

betonte die Bedeutung objektiver Prüfverfahren

für Qualitätssicherung und

Vergleichbarkeit von Mischgütern. Neue

Ansätze zielen verstärkt auf die Bewertung

von Leistungseigenschaften sowie auf

die Berücksichtigung steigender Recyclinganteile

und alternativer Bindemittel ab.

Michael Gruber (TU Wien) behandelte

den Ermüdungswiderstand von Asphaltmischungen

als entscheidenden Faktor für

die Lebensdauer von Straßenbefestigungen.

Neue Prüfmethoden, etwa zyklische

Zugversuche, ermöglichen eine realitätsnähere

Bewertung der Materialeigenschaften

und sollen künftig stärker in Regelwerke

einfließen.

Christian Albrecht (Asfinag) stellte

Erfahrungen aus der nachhaltigen

Beschaffung vor. Neben dem Preis

gewinnen ökologische und soziale Kriterien

zunehmend Gewicht, etwa Recyclinganteile,

CO2-Bilanz, Transportwege oder

Energieversorgung von Baustellen.

Monitoring und Evaluierung der Verfahren

zeigen, dass auf diesem Weg bereits

messbare Emissionsreduktionen erreicht

werden konnten.

Michael Jug (Data Consult) stellte mit

Infrakit eine Software vor, die Planung,

Bauausführung und Dokumentation in

einer kartenbasierten Umgebung zusammenführt.

CAD- und BIM-Modelle,

Vermessungsdaten sowie Maschinen- und

Logistikinformationen werden lagegenau

Michael Jug (Data Consult) stellte mit Infrakit

eine Software vor, die Planung, Bauausführung

und Dokumentation in einer kartenbasierten

Umgebung zusammenführt.

dargestellt und in Echtzeit aktualisiert.

Mehrere Informationsebenen lassen sich

übereinanderlegen, sodass der Bauzustand

unmittelbar erkennbar ist und Entscheidungen

rascher getroffen werden können.

Ein besonderer Nutzen liegt in der

laufenden Erfassung von Ist-Daten:

Maschinen-, Transport- und Drohnendaten

ermöglichen eine transparente

Fortschrittskontrolle, erleichtern Abrechnung

und Qualitätssicherung und verbessern

die Kommunikation zwischen

Baustelle und Büro. Die ursprünglich in

Finnland entwickelte Software wird

bereits in zahlreichen Projekten eingesetzt

und etabliert sich zunehmend auch im

österreichischen Infrastrukturbau.

Ein für den kommunalen Bereich sehr

relevantes Thema beleuchtete Wolfgang

Haslehner (Amt der Burgenländischen

Landesregierung), der die Entwässerung

von ländlichen Straßen und Güterwegen

behandelte. Angesichts eines weit verzweigten

ländlichen Straßennetzes und

zunehmender Starkregenereignisse

komme der fachgerechten Planung und

Wartung von Entwässerungssystemen

künftig eine noch größere Bedeutung zu.

Einen Höhepunkt des Seminars bildete

die Präsentation des Großprojekts A26

Linzer Autobahn durch Sebastian Stöcklegger

(Asfinag). Das Projekt zählt zu den

bedeutendsten aktuellen Infrastrukturvorhaben

in Österreich und ist eng mit der

besonderen Verkehrssituation der Stadt

Linz verknüpft. Das Projekt ist in drei

Etappen gegliedert. Die erste Bauphase

wurde 2024 abgeschlossen und umfasste

unter anderem die Donautalbrücke sowie

mehrere Tunnelanlagen. Die Donautalbrücke,

eine Hängebrücke mit rund 300 m

Spannweite, stellt eines der technisch

herausragenden Bauwerke dar. Besonders

anspruchsvoll waren der innerstädtische

Tunnelbau bei geringer Überdeckung

sowie komplexe Bauabläufe unter laufendem

Verkehr. Die zweite Etappe, deren

Baubeginn für 2026 vorgesehen ist,

umfasst weitere Tunnelabschnitte und

eine Unterflurtrasse in dicht bebautem

Gebiet. In einer dritten Etappe ist

schließlich eine neue Schrägseilbrücke im

Bereich des Hauptbahnhofs sowie die

endgültige Anbindung an die A7 geplant.

Den Abschluss bildete die Sanierung

der Rennstrecke in Brünn, über die

Siegfried Kammerer (OMV) berichtete. Die

Arbeiten umfassten die Erneuerung der

oberen Asphaltschichten auf einer 5,4 km

langen Strecke unter sehr hohen Anforderungen

an Ebenheit, Griffigkeit und

Dauerhaftigkeit. Insgesamt wurden rund

14.000 t Asphalt eingebaut, wobei digitale

Vermessung, präzise Fräsplanung und ein

abgestimmtes Einbaukonzept eine kurze

Bauzeit ermöglichten. Zum Einsatz kam

ein speziell abgestimmtes polymermodifiziertes

Bitumen, dessen Eigenschaften

über die üblichen Normanforderungen

hinaus definiert wurden, um den extremen

Belastungen im Motorsport gerecht zu

werden.

Die vollen Vortragssäle an allen fünf

Terminen unterstreichen die erfolgreiche

Fortführung des traditionellen Gestrata

Bauseminars durch den ÖBV. Auch im

neuen Gewand der Straßenbautagung

2026 erwies sich die gewohnt hochkarätige

Informations- und Netzwerkveranstaltung

als wichtiger Fixtermin für den Start in

die neue Bausaison.

www.gestrata.at | www.bautechnik.pro

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40 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Der Untertage-Fahrlader Cat R1700 der

neuesten Generation beeindruckt mit modernster

Technik. Das Gerät, das von der

RHI Magnesita im Bergwerk Breitenau von

der Firma Zeppelin übernommen wurde,

ist einer der ersten Cat R1700 in Europa.

ZEPPELIN

RHI Magnesita setzt beim Abbaubetrieb in

Breitenau weiter auf Hightech von Caterpillar

Magnesit ist die Basis für einen Großteil der hochwertigen Feuerfestprodukte, mit denen

der RHI Magnesita Konzern seine Kunden in aller Welt bedient. Gewonnen wird der Rohmagnesit

unter anderem im Bergwerk Breitenau, wo sich seit über 20 Jahren zwei Untertage-Fahrlader

Cat R1700 beim Materialtransport bewähren. Aktuell werden sie durch zwei

Cat R1700 der neuesten Generation ersetzt, die zu den ersten Geräten ihrer Art in Europa

zählen und dank modernster Technik für höhere Produktivität und mehr Effizienz sorgen.

M

oderne Hochtemperaturprozesse mit

mehr als 1.200°C wären ohne

Magnesit nicht realisierbar. Ohne Magnesit

gäbe es keinen klimaneutralen Stahl,

keinen CO2-armen Zement, kein energieeffizientes

Glas und keine Batteriemetalle.

Den Großteil seines Bedarfs importiert

Europa aus China, daher sind die österreichischen

Lagerstätten ein seltener

europäischer Gegenpol und ein wichtiger

Wachstumsmotor.

RHI Magnesita ist der Weltmarktführer

bei hochwertigen Feuerfestprodukten,

-systemen und -lösungen. Der Konzern

beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in 67 Hauptproduktionsstätten,

12 Recyclinganlagen und mehr

als 70 Vertriebsbüros. Einer der Gründe

für die Erfolgsgeschichte von RHI Magnesita

ist die kontinuierliche Investition in

modernste Technik. Beispielsweise ist das

Werk in Radenthein das erste Feuerfestwerk

mit voll integriertem Manufacturing

Execution System (MES), KI-gestützter

Qualitätskontrolle und digitalem Zwilling

aller Prozesse.

Mit dem Bergwerk Breitenau betreibt

RHI Magnesita einen der größten untertägigen

Abbaubetriebe Österreichs. Über

50 Personen sind hier im Bergbau im

Zwei-Schicht-Betrieb beschäftigt. 2026

feiert der Abbaubetrieb Breitenau sein

120-jähriges Bestehen: 1906 begann hier

die Rohstoffgewinnung im Tagebau und

wurde ab den 1950er Jahren durch den

Untertagebau ergänzt. Heute liefert der

Tagebau nach wie vor Teilmengen, über

70% der Jahresproduktion von rund

400.000 t Rohmagnesit stammen aber aus

dem Untertagebereich.

DI Bernhard Garber ist im Bergwerk

Breitenau als Betriebsleiter Bergbau

zuständig für den Rohstoffbereich. Dazu

zählen der Tage- und Untertagebau, die

Bergbauwerkstätte und die Aufbereitungsanlage.

DI Garber: „Gewonnen wird der

Magnesit aktuell in sechs Revieren auf

unterschiedlichen Niveaus. Der Vortrieb

erfolgt mit modernster Bohrtechnik und

anschließender Sprengung. Das Hauwerk

wird mit unseren Cat R1700 Untertage-

Fahrladern auf einen der sieben knickgelenkten

Minetrucks verladen und von

diesen zur Vorbrechanlage transportiert.

Dabei handelt es sich um einen Backenbrecher,

der in den Untertagebergbau

integriert ist. Dort wird das Material so

weit zerkleinert, dass es mit dem

Förderband durch den rund 800 m langen

Augustinstollen zur mehrstufigen Auf-

bereitungsanlage transportiert werden

kann. Hier wird das Material für die drei

Drehrohröfen vorbereitet, in denen es bei

Temperaturen von bis zu 2.000°C veredelt

wird.“

Aufgeschlossen ist der Untertagebau über

ein Schrägstrecken- und Wendelsystem,

wobei die Hauptstrecke teilweise ein

Gefälle von 12% aufweist. Der Abbau folgt

der Lagerstätte weiter in die Tiefe und

weist mittlerweile eine Überlagerung von

rund 1.000 m auf. Auf Basis der regelmäßigen

Explorationsprogramme verfügt

man für die nächsten Jahrzehnte über

sehr genaue Kenntnisse hinsichtlich der

Qualität, Menge und den Gegebenheiten.

In den Jahren 2003 bis 2005 wurden

nicht nur die beiden Cat R1700 im

Bergwerk Breitenau in Dienst gestellt,

sondern auch ein dritter Cat R1700 im

Abbaubetrieb in Radenthein. Wie DI

Garber betont, weist der Cat R1700 nicht

nur die optimale Größe für die Hohlräume

und Querschnitte in den Abbaubetrieben

auf, sondern passt auch sehr gut zu den

Transportfahrzeugen und Lkw. Inzwischen

weisen diese Geräte über 20.000 Betriebsstunden

auf, sodass eine Erneuerung aus

mehreren Gründen sinnvoll ist. Der erste

der beiden neuen Cat R1700 wurde im

Oktober 2025 an das Team in Breitenau

übergeben und nahm Anfang November

den Betrieb auf. Der zweite neue Cat

R1700 folgt im Laufe der nächsten

Monate.

Markus Ebner ist Schichtleiter im

Bergwerk Breitenau. Er betont die

Stärken der neuen Cat Untertage-Fahrlader:

„Es ist beeindruckend, wie rasch der

Ladevorgang mit dem neuen Cat R1700

erfolgt. Das Tempo und die Effizienz

entsprechen praktisch den Abläufen im

Tagebau. In den tiefen Revieren betreiben

wir einen Kammerbau, bei dem die

Kammern eine freie Höhe von 21 m

aufweisen. Aus Sicherheitsgründen

werden diese Kammern von keinem

unserer Mitarbeiter betreten. Hier werden

die Cat R1700 von einem sicheren Bereich

aus mit der Funkfernsteuerung bedient.

Bei diesem ferngesteuerten Einsatz

kommt der Füllautomatik für die

Schaufelbeladung eine große Bedeutung

zu, denn sie steigert die Effizienz der von

uns eingesetzten 7,5 m 3 Schaufel

beträchtlich.“

Die Füllautomatik für die Schaufelbeladung, das vorgesteuerte Lenksystem für

feinfühligeres Manövrieren in engen Bereichen und die integrierte hydraulische

Schwingungsdämpfung sind wichtige Funktionen für rasche und effiziente Ladespiele.

DI Bernhard Garber (RHI Magnesita, Betriebsleiter Bergbau in Breitenau, Mitte links)

bekräftigt mit Handschlag die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Niederlassungsleiter

Ferdinand Luschnig (Zeppelin, Niederlassung Graz und Villach). Von links: Lara Grosz

(Zeppelin, Marketing Koordinatorin), Lisa-Maria Geyer (Zeppelin, Leiterin für Marketing und

Verkaufsförderung), Bernhard Teischl (RHI Magnesita, Betriebsleiter Werkstätte und Instandhaltung

in Breitenau), Michael Gugimaier (RHI Magnesita), Schichtleiter Markus Ebner

(RHI Magnesita), Servicetechniker Johannes Eicher (Zeppelin) und Kundendienstberater

Christian Kirschner (Zeppelin).

42 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 43



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

„Modulare Komponenten lassen sich im

Ganzen aus der Maschine aus- und einbauen.

Dadurch kann die Maschine

schneller wieder in Betrieb genommen

werden“, freut sich Werkstätten-Leiter

Bernhard Teischl (RHI Magnesita, rechts)

im Gespräch mit Servicetechniker

Johannes Eicher (Zeppelin).

Das neue Hydrauliksystem

liefert eine

erheblich höhere

Ausbrechkraft, während

am anderen

Ende des Takts der

Schwerpunkt auf

kürzeren Auskippzeiten

liegt. Unterm

Strich transportiert

der Cat R1700 mit

jedem Arbeitstakt

20% mehr Material

als sein Vorgänger –

er lädt, transportiert

und kippt

schneller ab.

Der neue Cat R1700 ist vollgepackt mit

Funktionen für die Personensicherheit.

Darüber hinaus beeindruckt die völlig

neukonstruierte Fahrerkabine Michael

Gugimaier (RHI Magnesita) mit mehr

Platz, reduzierten Vibrationen und einer

verbesserten Fahrerergonomie mit

Joystick-Bedienelementen.

DI Bernhard Garber, Betriebsleiter

Bergbau, über die Zusammenarbeit mit

der Firma Zeppelin: „Wir haben in den

verschiedenen Bereichen mehrere Cat

Geräte im Einsatz. Dazu zählt beispielsweise

auch unser Radlader Cat 966K im

Tagebau. Generell haben wir sehr gute

Erfahrungen mit den Geräten der Marke

Caterpillar gemacht. Bestes Beispiel dafür

sind unsere älteren Cat R1700, die sich

seit über 20 Jahren ohne größere Probleme

bewährt haben. Ebenso wichtig ist für uns

natürlich der Service und eine verlässliche

Betreuung im Fall des Falles. Diese hohen

Ansprüche werden vom Team der Firma

Zeppelin zu unserer vollsten Zufriedenheit

erfüllt. Wir orientieren uns nicht am

kostengünstigsten Angebot, sondern an

dem Gesamtpaket, das einen reibungsfreien

und hocheffizienten Abbaubetrieb

sicherstellt. Neben Niederlassungsleiter

Ferdinand Luschnig, der sich stets für eine

rasche Problemlösung einsetzt, möchte ich

vor allem den Servicetechniker Johannes

Eicher erwähnen. Er betreut uns schon

lange und ist mit unserem Team und allen

Gegebenheiten in unserem Betrieb bestens

vertraut. Es war daher nur logisch, dass er

RM J110X

DEPENDABLE PERFORMANCE

bei der Übergabe des ersten Cat R1700 die

Einschulung übernommen hat. Unterm

Strich fühlen wir uns bestens betreut und

wir wissen, dass wir uns auf Basis der

professionellen Partnerschaft mit der

Firma Zeppelin voll und ganz auf unser

Kerngeschäft konzentrieren können.“

www.rhimagnesita.com | www.zeppelin-cat.at

Cat R1700: modernste Technik

für den Untertage-Bergbau

Bei der von Grund auf neuen Konstruktion

des Cat Untertage-Fahrladers R1700

stand vor allem die Steigerung von Kraft

und Leistung im Mittelpunkt – ohne dabei

die Sicherheit als Herzstück zu vernachlässigen.

Ein Ziel, das erfolgreich umgesetzt

wurde, denn mit jedem Arbeitstakt

transportiert der R1700 20% mehr

Material als sein Vorgänger. Zudem ist er

ab Werk für die neuesten Technologien

vorgerüstet, dazu zählt auch der ferngesteuerte

Betrieb.

Für den Antrieb sorgt der Motor C13,

der die Emissionsnorm nach Stufe V

erfüllt. Er ist größer als das Vorgängermodell,

liefert mehr Kraft und Leistung und

verfügt über eine Sechszylinder-Konfiguration

mit Turbolader und luftgekühltem

Ladeluftkühler. Das allseitige, ölgekühlte

Bremssystem ermöglicht eine hervorragende

Kontrolle. Die hydraulisch betätigte

Dauerbremsautomatik sorgt dafür, dass

Gefällstrecken schneller bewältigt werden

können. Die pendelnd aufgehängte

Hinterachse stellt den Bodenkontakt der

vier Räder sicher und sorgt so jederzeit für

maximale Traktion und Stabilität, und ein

durchdrehfreies Hinterachsdifferenzial

reduziert den Reifenverschleiß und

maximiert die Traktion.

Die bereits erwähnten schnellen

Taktzeiten unterstützt die integrierte

hydraulische Schwingungsdämpfung

(RCS), die Fahrgeschwindigkeiten bei

mehr als 5 km/h während Belade- und

Transportvorgängen erleichtert. Eine

wichtige Rolle spielt hier auch das

Hydrauliksystem, das eine erheblich

höhere Ausbrechkraft beim Graben liefert.

Das neu gestaltete Kniegelenk punktet

mit Verlegung der Hydraulikleitungen und

mehr Platz für Servicetechniker zum

Arbeiten und für Reinigungsaufgaben. Die

Service-Zugänglichkeit wurde mit aufklappbarem

Kühlerschutz sowie die

Zusammenfassung von Filtern und

wichtigen Serviceaufgaben in einem

zentralen Bereich verbessert. Die Ölkühler

und Batterien sind direkt darunter

angeordnet. Grundsätzlich sind Rahmen,

Antriebsstrang, Motor und Komponenten

auf Überholbarkeit ausgelegt.

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44 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 45



MASCHINEN + TECHNIK

Im August 2025 feierte die 48 km

lange Großglockner Hochalpenstraße ihr

90-jähriges Jubiläum. Ein paar Meter unter

der Kehre vier auf knapp 2.536 m Seehöhe

wurden insgesamt 28 Schirmelemente

installiert, um die Großglockner Hochalpenstraße

langfristig vor Hangabrutschungen

zu schützen.

Hier geht’s

zum Video.

Um die Großglockner

Hochalpenstraße langfristig

vor Hangabrutschungen

zu schützen, führten die

Spezialtiefbau-Experten von

Felbermayr umfangreiche

Sicherungsmaßnahmen zur

Böschungsstabilisierung

durch.

FELBERMAYR

Spezialtiefbau über den Wolken

ie Edelweißspitze markiert mit

D2.571 m den höchsten Punkt der

Großglockner Hochalpenstraße und bietet

einen einzigartigen Rundblick auf 37

Dreitausender. Durch Erosion und

anhaltende Niederschlagswässer war der

Hang im Laufe der Jahre stellenweise

bereits um bis zu zwei Meter abgerutscht.

Um die Sicherheit der historischen

Panoramastraße dauerhaft zu gewährleisten,

brachte das Team des Felbermayr

Spezialtiefbaus seine langjährige

Expertise ein.

„Wir arbeiten hier auf über 2.500 m

Seehöhe in felsigem Gelände bei einer

Steigung von knapp 40° – jeder Handgriff

muss sitzen und jeder Schritt wohlüberlegt

sein“, beschreibt Bauleiter Johann

Bugelnig die anspruchsvollen Arbeitsbedingungen.

Die Elemente zur Böschungssicherung

wurden mithilfe eines Schreitbaggers

im Gelände positioniert, teilweise

auf unbefestigtem Gerölluntergrund.

„Neben der körperlich fordernden Arbeit

im hochalpinen Gelände stellte vor allem

die Logistik ein zentrales Thema dar. Der

Materialtransport bis hin zur Baustelle

sowie das Einheben der Schirmelemente

am Hang musste präzise abgestimmt und

unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen

umgesetzt werden“, ergänzt Bauleiter

Florian Haller.

Die montierten Schirmelemente

bestehen aus einer flexiblen Stahlkonstruktion

mit einer Grundfläche von

2,00 mal 2,50 m. Zwei sich kreuzende

Das Projekt

verlangte von

den Höhenarbeitern

aus

Lienz höchste

Präzision unter

extremen

Bedingungen.

Bei einem

Gefälle von

knapp 40°

leisten die

Profis des

Spezialtiefbaus

herausragende

Arbeit.

46 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Fotos: Felbermayr/Weickinger

Stahlträger werden über eine Zentralplatte

verbunden, an der die Zentralstange

montiert ist. Stahlseile spannen die

Konstruktion zusätzlich ab, sodass die

auftretenden Kräfte über die eingebauten

Anker in den tragfähigen Untergrund

abgeleitet werden. Insgesamt wurden 850

Laufmeter Injektionsanker eingebaut.

Diese selbstbohrenden Hohlstabanker

werden über ein Rohrsystem mit Injektionsmörtel

gefüllt und sorgen für eine

optimale Kraftübertragung.

Ergänzend zu den Schirmelementen

errichteten die Spezialisten einen Spritzbetonbalken,

welcher unterhalb einer

bereits bestehenden Felssicherung

positioniert wurde. „Die verstärkte

Spritzbetonwand erhöht in Verbindung

mit den Elementen zur Böschungssicherung

die Gesamtstabilität des Hanges

deutlich“, erläutert Haller. Das System

bietet neben der nachhaltigen Stabilität

vor allem zwei Vorteile: eine verhältnismäßig

unkomplizierte Montage und geringe

Anforderungen an das Hinterfüllmaterial.

Das sind beides entscheidende Aspekte in

schwer zugäng lichem Gelände. Durch die

kompakte Bauweise können die Schirmelemente

direkt vor Ort passgenau gesetzt

und in kurzer Zeit montiert werden. „Trotz

der extremen Gegebenheiten konnte die

Böschungssicherung termingerecht

abgeschlossen werden. Solche Projekte

Im Bild der Kaiser Mobil-Schreitbagger

S10 der in Heiligenblut ansässigen

Firma Erdbau Lercher im Einsatz bei

Ankerungen am Großglockner.

zeigen, dass wir mit Erfahrung, Teamgeist

und technischem Know-how einzig artige

und individuelle Lösungen schaffen, wo

andere an ihre Grenzen stoßen“, fasst

Bugelnig zusammen. Mit Abschluss der

Arbeiten bleibt die Edelweißspitze ein

topografischer und sicherer Höhepunkt

der Großglockner Hochalpenstraße – und

ein Beispiel dafür, wie der Felbermayr-

Spezialtiefbau Präzision und Leistungsstärke

bis in die höchsten Lagen bringt.

Um die Großglockner Hochalpenstraße

vor Hangabrutsch zu schützen, führten die

Spezialtiefbau-Experten Maßnahmen zur

Böschungsstabilisierung durch.

www.felbermayr.cc

BUILT

FOR

SUCCESS

GEEL.AT



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Das komplett überarbeitete

12-Zoll-Touchdisplay bietet

hohen Bedienkomfort und

Funktionalität, mit übersichtlichem

Startbildschirm,

verständlichen

Symbolen und einer

intuitiven Menüführung.

Die MHL350 G beeindruckt nicht nur mit modernster Motorentechnologie,

sondern auch mit einer erweiterten Reichweite von 17 m.

KIESEL

Neue Fuchs G-Serie fokussiert

auf Fahrer und Effizienz

Es war vor fast 70 Jahren, als Helmut Kiesel mit dem Aufbau einer Fuchs Servicestation

den Grundstein für „Kiesel – Mein Systempartner“ legte. Seit der ersten Stunde arbeiten die

beiden Unternehmen eng zusammen und Kiesel ist seit vielen Jahren Exklusivhändler für

Fuchs in Deutschland, Österreich, Skandinavien und Tschechien. Mit der Präsentation der

beiden Umschlagmaschinen aus der neuen G-Serie, die Fuchs auf der bauma in München

vorstellte, wird diese Erfolgsgeschichte um ein weiteres Kapitel reicher.

H

öchster Bedienkomfort, Sicherheit und

Wirtschaftlichkeit: Die beiden Modelle

MHL340 G und MHL350 G sind der

Startschuss für die neue G-Serie, die die

Modelle der F-Serie über die nächsten

Jahre sukzessive ablösen wird. Und sie

setzen gleich Maßstäbe: Die MHL340 G

überzeugt als vielseitige Allroundmaschine

im Recycling- und Schrottumschlag,

während sich die MHL350 G als leistungsstarker

Benchmark im professionellen

Materialumschlag positioniert.

Beide Maschinen erreichen gesteigerte

Traglasten und überzeugen so auch in

anspruchsvollen Anwendungen, bei denen

Leistung und Präzision gleichermaßen

gefragt sind. Ihr Antrieb kombiniert Kraft

und Nachhaltigkeit – ob konventionell mit

hocheffizientem Kraftstoffverbrauch oder

elektrisch.

MHL340 G: Die Allrounderin

Die MHL340 G überzeugt als Allrounderin

für Recycling und Schrottumschlag mit

großen Reichweiten, hohen Traglasten und

einer fein abgestimmten 2-Kreis-Hydraulik,

egal ob beim Bauschuttrecycling oder

Haushaltsabfällen. Mit einer Reichweite

von bis zu 14 m und einer Sichthöhe von

5,60 m bietet sie ideale Voraussetzungen

für schnelle Ladezyklen und optimierte

Materialflüsse.

MHL350 G: Benchmark

im Materialumschlag

Die MHL350 G ist eine der schnellsten

und zugleich feinfühligsten Lademaschinen

im Materialumschlag, mit modernster

Motorentechnologie und einer wegweisenden

Mobilhydraulik. Dank ihrem Dienstgewicht

von bis zu 36 t, einer beeindruckenden

erweiterten Reichweite von 17 m

und einer Unterwagenbreite von 3 m

lassen sich mit ihr große Materialmengen

mühelos aufnehmen, fein dosiert verfahren

und zielgenau absetzen.

48 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

Effizienz beginnt am

„Arbeitsplatz Maschine“

Bei der Entwicklung beider Maschinen

legte Fuchs einen Fokus auf den „Arbeitsplatz

Maschine“ – für mehr Komfort,

Ergonomie und Effizienz. Drei Joystick-

Varianten lassen sich individuell konfigurieren

und auf die persönlichen Vorlieben

des Fahrers abstimmen. Die Kabine selbst

überzeugt mit dem größten Raumangebot

dieser Klasse, breitem Einstieg und

optimaler Rundumsicht durch Panoramafenster

und vergrößertem Dachfenster.

Ein Highlight ist das komplett überarbeitete

12-Zoll-Touchdisplay. Es bietet hohen

Bedienkomfort und Funktionalität, mit

übersichtlichem Startbildschirm, verständlichen

Symbolen und einer intuitiven

Menüführung. Mit dem optionalen Tool

Control werden Anbaugeräte digital

verwaltet, und dank individueller Einstellungen

lässt sich die Maschine damit mit

wenigen Handgriffen perfekt und ohne

Zeitverlust an jedes Werkzeug anpassen.

Präzise Kontrolle über alle Bewegungen

sichert die Live-Ansicht des Arbeitsbereichs

und Echtzeitanzeigen am Display,

etwa für die Auslegerposition.

HD-Kameras schaffen serienmäßig

klare Rundumsicht, während optionale

KI-gestützte Kameras Personen im

Arbeitsumfeld erkennen. In engen oder

sensiblen Bereichen bietet die optionale

Virtual Wall zusätzliche Sicherheit: Über

das Display lassen sich Höhen- und

Reichweitenbegrenzungen intuitiv

einstellen, um die Maschine präzise

innerhalb definierter Arbeitsgrenzen zu

steuern.

Eine großzügig dimensionierte Serviceplattform,

über die alle relevanten

Bereiche direkt gut erreichbar sind,

erleichtert die regelmäßige Wartung und

Gruppe

120 YEARS EXPERIENCE

MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN

wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h

VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:

Allrounderin für Recycling und Schrottumschlag:

Die MHL340 G überzeugt mit

großen Reichweiten, hohen Traglasten

und einer fein abgestimmten 2-Kreis-

Hydraulik, egal ob beim Bauschuttrecycling

oder Haushaltsabfällen.

Kontrolle von Motorraum, Steuerblock,

Tankeinheit und Zentralschmieranlage.

Mit einem Serviceintervall von 1.000

Stunden sind die neuen Maschinen mit

Dieselmotor zudem extrem wartungsfreundlich.

Der erste Service der Hydraulik

erfolgt sogar erst nach 3.000 Stunden.

Dank Telemetrie-Technologie können

Wartungen und Reparaturen vorausschauend

geplant werden, und optionale

Servicepakete schaffen Kostensicherheit.

www.kiesel.net

www.mineraltech.at

mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at

mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Vom 6. bis 9. Mai 2026 wird

die 32. Samoter in Verona

wieder zum Treffpunkt

der internationalen

Baumaschinenbranche.

Z

ahlreiche namhafte Hersteller haben

ihre Teilnahme an der internationalen

Fachmesse bestätigt, darunter CGT und

Komatsu, Hyundai und Kobelco sowie die

Rückkehr von Volvo Construction Equipment.

Mit sechs Ausstellungshallen und

drei Außenbereichen bestätigt die von

Veronafiere in Zusammenarbeit mit

UNACEA und CECE organisierte Messe

ihre Rolle als zentrale Plattform für die

gesamte Bau- und Baumaschinenbranche.

Die Samoter vereint Technologien,

Lösungen und Dienstleistungen für

sämtliche Segmente der Wertschöpfungskette

– von Erdbewegung und Hebetechnik

über Abbruch, Bohren und Brechen bis

hin zu Beton, Straßenbau, Steinbruchtechnik,

Baustellenfahrzeugen sowie Komponenten,

Ersatzteilen, Logistik, Services

und IT-Lösungen.

Seit über sechzig Jahren bildet der Bereich

Erdbewegung das Herzstück der Samoter.

Für die Ausgabe 2026 wurde unter

anderem die Rückkehr von Volvo CE

angekündigt, das die Messe als Bühne für

die Markteinführung einer neuen Maschinen-

und Servicegeneration nutzt. Ergänzt

wird dies durch zahlreiche international

etablierte Hersteller, die für Leistungsstärke,

technologische Innovation und

Produktivität stehen.

Auch der Betonbereich ist bei der Samoter

2026 prominent vertreten. Führende

SAMOTER

Countdown zum internationalen

Baumaschinen-Salon in Verona

Die starke Präsenz führender Marken unterstreicht die Bedeutung der Samoter als

Schaufenster für neue Maschinenkonzepte, digitale Assistenzsysteme und zukunftsorientierte

Technologien im Erdbewegungssegment.

Anbieter präsentieren Lösungen für

Betonproduktion, -transport und -einbau,

wobei Nachhaltigkeit, Digitalisierung und

Automatisierung zunehmend im Mittelpunkt

stehen. Im Segment Brechen und

Abbruch zeigen etablierte Hersteller

Technologien, die speziell auf Effizienzsteigerung

und den Einsatz in urbanen sowie

infrastrukturellen Baustellen ausgelegt

sind. Ergänzt wird das Messeangebot

durch Aussteller aus dem Bereich Motorenkomponenten

und Ersatzteile sowie

durch Anbieter von Maschinen und

Systemlösungen für den Straßenbau und

die Straßeninstandhaltung.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Samoter

2026 ist der Start der Samoter Academy.

Dieses neue strategische Projekt entsteht

in Zusammenarbeit mit Engim Veneto und

begleitet den Transformationsprozess der

Baumaschinenbranche durch hochwertige

Aus- und Weiterbildungsangebote mit

technischem und fachkulturellem Fokus.

www.samoter.it/en

Komatsu Ltd. und seine

Tochtergesellschaft

Earthbrain Ltd. haben eine

Zusammenarbeit mit Tier IV

Inc. vereinbart, einem Pionier

im Bereich Open-Source-Software

für autonomes Fahren.

D

ie Zusammenarbeit konzentriert sich

auf den autonomen Betrieb von

Komatsus knickgelenkten und starren Muldenkippern

für Tiefbau- und Steinbruchbaustellen

in Japan, wobei die praktische

Anwendung bis zum Geschäftsjahr 2027

angestrebt wird. Komatsu und Earthbrain

haben als Kooperationspartner Automatisierungs-

und Fernsteuerungstechnologien

vorangetrieben, um ihren Kunden den

autonomen Betrieb auf Baustellen zu

ermöglichen. Die beiden Unternehmen

haben aufgrund der bewährten Expertise

von Tier IV im Bereich autonomer Fahrtechnologien

für Straßenfahrzeuge und

seiner Führungsrolle bei der Entwicklung

einer Open-Source-Software für autonomes

Fahren beschlossen, mit Tier IV zusammenzuarbeiten.

Diese Zusammenarbeit vereint die

Stärken der drei Unternehmen: die

autonome Fahrtechnologie von Tier IV, die

Fahrzeugtechnik von Komatsu für

Baumaschinen und die Expertise von

Earthbrain im Bereich des Bauprozessmanagements

unter Verwendung digitaler

Technologien. Gemeinsam werden die drei

Unternehmen ein autonomes System und

ein Flottenmanagementsystem für

Baumaschinen entwickeln, mit dem Ziel,

KOMATSU

Praktische Anwendung

autonomer Technologie

Der knickgelenkte

Muldenkipper HM400

arbeitet während der Testphase

autonom.

die Technologie in die Praxis umzusetzen.

Tier IV wird das autonome System

gemeinsam mit Komatsu entwickeln und

dessen Integration und Einsatz auf

Baustellen unterstützen. Earthbrain wird

für die Entwicklung des Flottenmanagementsystems

verantwortlich sein.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, den

Kunden in den Bereichen Fachkräftemangel

und Transporteffizienz sowie der

Verbesserung der Sicherheit und Verringerung

der Umweltbelastung einen Mehrwert

zu bieten. Komatsu wird diese

Technologie zunächst bei seinem knickgelenkten

Muldenkipper HM400 und seinem

starren Muldenkipper HD785 einsetzen

und plant, die Technologie in Zukunft auch

auf andere Modelle auszuweiten. Die

Lösung ist für eine Vielzahl von Industriestandorten

vorgesehen, darunter Stahlwerke

und Fabriken. Komatsu plant

außerdem einen zukünftigen weltweiten

Einsatz.

www.komatsu.eu

Der neue DJI-Drohnenvermessungspartner in Österreich

AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Bau | Raasdorf/Wien

Bergbau

Tel. +43 2249 28495 ■ office@am-laser.at ■ Tunnelbau www.am-laser.at | Bauindustrie



MASCHINEN + TECHNIK

FLIEGL

Millioneninvestition in die Zukunft

Anfang Februar informierte die Fliegl Fahrzeugbau GmbH im Rahmen der „Innovation

Days 2026“ im Werk 1 in Triptis über die aktuelle Werksumstellung und die neuesten

Transport- und Logistiklösungen.

A

uf dem Werksgelände präsentierte

Fliegl einen Querschnitt der am

häufigsten verkauften Produktgruppen.

Dazu zählen neben dem klassischen

Gardinensattelauflieger auch ein Containerchassis,

dazu einen Sattelkipper mit

Mulde und dem neuen Step-Podest.

Ausgestellt war zudem ein Tandem-Wechselpritschenanhänger

sowie T-Tiefbettsattelauflieger

und ein Tiefladeanhänger.

Firmenchef Helmut Fliegl enthüllte zudem

ein neu entwickeltes Chemiechassis, mit

dem das Unternehmen auf die speziellen

Anforderungen eingeht, die sich beim

Betrieb einer Elektro-Zugmaschine

ergeben.

Optimierter Werksverkehr

Als Teil des Programms „Fit 2030“ werden

im Werk 1 in Triptis 11,7 Mio. Euro in den

Neubau investiert, ein starkes Zeichen in

die Zukunftssicherheit des Standorts.

Weniger als vier Monate sind für den Bau

veranschlagt, vor Ostern soll die neue

Halle in Betrieb gehen. Der Umzug der

einzelnen Stationen findet im laufenden

Betrieb statt, berichtet Werksleiter Maxi

Fliegl.

Nicht nur kurze Wege sorgen dann für

Effizienz: Im Werk in Triptis sind nun alle

Hallendächer mit Solarmodulen belegt, die

fünfmal mehr Energie produzieren, als das

Werk verbraucht – der überschüssige

Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Das eigene Blockheizkraftwerk

sorgt für nachhaltige Wärmeerzeugung,

Elektro-Gabelstapler sind auf dem

Werksgelände lokal emissionsfrei unterwegs

und ein Regalsystem erzeugt durch

die Bewegungsenergie beim Auf- und

Abfahren Strom. Bereits seit vielen Jahren

setzt Fliegl im Werk auf Umweltschutz

und Nachhaltigkeit: Mit der Aktion

„Baumpatenschaft“ haben Kunden nun die

Möglichkeit, bei jeder Fahrzeugabholung

gemeinsam mit Fliegl einen Baum auf

dem großen Werksgelände in Werk 2 zu

pflanzen.

Am Firmensitz in Triptis sind etwa 250

Personen beschäftigt, im Trailer-Verbund

mit Hangler und Strolit fertigen 500

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund

5.000 Fahrzeuge pro Jahr. Die Mietflotte

der RPS Trailer Rental umfasst etwa 700

Fahrzeuge und deckt praktisch die

gesamte Bandbreite an Anhängern und

Aufliegern ab.

Auch im Werk 2 investierte Fliegl in

moderne Maschinen und setzt nun auf

noch mehr Eigenfertigung: Zwei neue

Schweißroboter von Panasonic schweißen

ab sofort Alu- und Stahlmulden für die

Sattelkipper noch präziser und schneller.

Dazu Werksleiter Maxi Fliegl: „Die

Qualität jeder einzelnen Schweißnaht

lässt sich nun nachvollziehen, beispielsweise

die Wärmeeinbringung und das

A-Maß, also die Nahtdicke.“

www.fliegl.com

BUSINESS-UPGRADE 2026

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Cat® Radlader 910–938: Effizient. Intelligent. Zukunftssicher.

• Hocheffizienter Umschlag, integrierte und optionale Assistenzsysteme

machen diese Modelle zur Investition in maximale Produktivität

und ökologische Zukunftssicherheit.

Bei den Innovation Days 2026 präsentierte die Firma Fliegl auch ihre aktuellen Transport- und Logistiklösungen.

Als Teil des Programms

„Fit 2030“ werden im Werk

in Triptis 11,7 Mio. Euro investiert:

„Mit der Werksumstellung

ergeben sich

pro Jahr innerbetrieblich

1.150 km weniger Strecke,

die zurückgelegt werden

muss“, erklärte Geschäftsführer

Helmut Fliegl. Das

bedeutet dementsprechend

weniger CO2-Ausstoß

und eine spürbare Zeitersparnis

in der Montage.

52 BAUBLATT.ÖSTERREICH

*Finanzierungsvertrag (Kaufpreisstundung) – Finanzierung zu einem Zinssatz von 0,99 % p.a. über 36 Monate mit 20 % Anzahlung. Keine Blockrate zum Ende der Laufzeit. Umsatzsteuer auf den

Kaufpreis sowie Anzahlung sofort zur Zahlung fällig. Maschinenbruchversicherung erforderlich. Bei Abschluss einer Maschinenbruchversicherung über unseren ausgewählten Finanzierungspartner

reduziert sich der Zinssatz auf 0,79 % p.a. Angebot ist gültig bei Abschluss bis zum 30.04.2026 mit Auslieferung und Faktura bis 30.06.2026, und erfolgt vorbehaltlich Verfügbarkeit und

Bonitätsprüfung. Es richtet sich nur an gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen des ausgewählten Finanzierungspartners.

Für Kauf und Service-Leistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang

gehören.

**Finanzierungsvertrag (Kaufpreisstundung) – Finanzierung zu einem Zinssatz von 1,99 % p.a. über 36 Monate mit 20 % Anzahlung. Keine Blockrate zum Ende der Laufzeit. Umsatzsteuer auf

den Kaufpreis sowie Anzahlung sofort zur Zahlung fällig. Maschinenbruchversicherung erforderlich. Bei Abschluss einer Maschinenbruchversicherung über den ausgewählten Finanzierungspartner

reduziert sich der Zinssatz auf 1,79 % p.a. Angebot ist gültig bei Abschluss bis zum 30.04.2026 mit Auslieferung und Faktura bis 30.06.2026, und erfolgt vorbehaltlich Verfügbarkeit und

Bonitätsprüfung. Es richtet sich nur an gewerbliche Kunden mit Sitz in Österreich. Für die Finanzierung gelten die Allgemeinen Finanzierungsbedingungen des ausgewählten Finanzierungspartners.

Für Kauf und Service-Leistungen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeppelin Österreich GmbH. Bilder können Sonderausrüstungen zeigen, die nicht zum Lieferumfang

gehören.



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

European Distribution Center in Weert: Der Standort

vereint Lager, Werkstatt und Versandlogistik und ist

zentraler Knotenpunkt der europäischen Maschinenversorgung

von Kubota.

In der Lagerhalle finden bis zu 4.000 Baumaschinen

witterungsgeschützt Platz und bilden den strategischen

Puffer zwischen Produktion und europäischem Markt.

Vor dem Versand erfolgen finale Qualitäts- und Vollständigkeitskontrollen

sowie die digitale Buchung im

SAP-System.

KUBOTA EUROPA

Strategische Logistik als Schlüssel

für Wachstum und Kundenservice

Logistik ist für Kubota ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Mit dem Versandlager

European Distribution Center (EDC) im niederländischen Weert und dem Ersatzteillager

European Parts Center (EUPC) im französischen Thionville betreibt der Konzern

zwei hochdigitalisierte Schlüsselstandorte, die Maschinenverfügbarkeit, schnelle

Ersatzteilversorgung und hohe Servicequalität sichern. Baublatt.Österreich hatte

Gelegenheit, diese beiden Werke exklusiv auf Einladung von Kubota zu besuchen.

K

ubota zählt zu den weltweit führenden

Herstellern von Land- und Baumaschinen.

Das 1890 in Osaka gegründete

Unternehmen ist heute in mehr als

120 Ländern aktiv, beschäftigt über

50.000 Mitarbeitende und erzielte zuletzt

einen Umsatz von rund 18,3 Mrd. Euro.

Neben Maschinen umfasst das Portfolio

Motoren sowie Lösungen für Wasser-,

Infrastruktur- und Umwelttechnik.

In Europa steht Kubota vor einer Phase

strategischer Expansion. „Wir sind dabei,

unser Baumaschinenprogramm deutlich

auszubauen“, erklärt Jörg Flieger, Gebietsverkaufsleiter

Deutschland Süd/Österreich.

„Zu den bisherigen Produktgruppen

– Minibagger, Kompaktbagger, kompakte

Radlader und Kettendumper – kommen

drei weitere hinzu: Raupenlader, Mobilbagger

und Kettenbagger im über 14 t

Bereich. Damit steigt auch die Variantenvielfalt

erheblich und wir müssen sicherstellen,

dass Verfügbarkeit, Lieferzeiten

und Ersatzteilservice jederzeit die hohen

Ansprüche unserer Kunden erfüllen.“

Flieger betont zudem die zentrale Rolle

der Logistik: „Die Logistik ist längst kein

reiner Hintergrundprozess mehr. Sie ist

ein strategischer Hebel, um unsere

Effizienz zu steigern, Produktionskapazitäten

optimal zu nutzen und die Reaktionsfähigkeit

am Markt zu sichern.“

Die Standorte Weert und Thionville

übernehmen in diesem System komplementäre

Funktionen. Weert fungiert als

Auslieferungs- und Konfigurationszentrum

für Baumaschinen, während

Thionville das zentrale Ersatzteillager für

Bau-, Agrar- und Kommunalmaschinen

ist. Beide Standorte sind hochdigitalisiert,

SAP-gestützt und konsequent auf Transparenz,

Prozessstabilität und Skalierbarkeit

ausgelegt. Gemeinsam bilden sie das

logistische Rückgrat von Kubota in

Europa.

Logistik und Konfiguration: das

European Distribution Center in Weert

Mit der Vergrößerung und dem Umzug des

European Distribution Center (EDC) im

Jahr 2023 hat Kubota seine europäische

Maschinenlogistik strategisch neu

ausgerichtet. Weert fungiert heute als

zentrale Drehscheibe für Maschinen aus

Japan und Europa sowie als Puffer

zwischen Produktion und Markt.

Der Standort Weert ist logistisch ideal

positioniert. Maschinen aus Japan

erreichen das Lager über das Containerterminal

in Born, rund 30 km entfernt,

oder direkt vom Hafen Rotterdam

(175 km). Die Maschinen aus dem

deutschen Werk in Zweibrücken werden

direkt per Lkw geliefert.

Der operative Betrieb des EDC erfolgt

in enger Zusammenarbeit mit einem

externen Logistikdienstleister. Kubota

übernimmt dabei bewusst die Steuerungsrolle:

„Wir haben hier zwei eigene Abteilungen,

die die Prozesse überwachen,

Abläufe steuern und neue Verfahren

implementieren“, erläutert Christoph

Fernes, Produktmanager und damals

verantwortlich für den Standortwechsel.

Ergänzt wird dies durch ein eigenes

Qualitätsteam sowie eine zentrale

Supply-Chain-Steuerungsgruppe.

Fernes führt weiter aus: „Alles ist

SAP-gesteuert. Die Maschinen kommen

rein, werden gescannt, digital verfolgt und

verlassen das System erst wieder beim

Fotos: Baublatt.Österreich, Kubota (2 Luftbilder)

Von links: Jörg Flieger (Gebietsverkaufsleiter Deutschland Süd/

Österreich), Isabelle Léonard (Marketing) und Christoph Fernes

(Produktmanager; alle Kubota Baumaschinen GmbH, Zweibrücken).

Im Werkstatt-Bereich erläutert Christoph Fernes (links) die kundenindividuelle

Konfiguration von Maschinen – ein zentraler Bestandteil

der Value Added Services im EDC Weert.

54 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 55



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Warenausgang.“ Jede Maschine wird über

den gesamten Aufenthalt transparent

nachverfolgt – vom Wareneingang über die

Werkstatt bis zum Kunden. Nach

Abschluss des Auftrags werden Warenausgang

und Fakturierung automatisch

ausgelöst.

Im Regelbetrieb werden im Wareneingang

täglich sechs bis acht Lkw mit

Maschinen aus Zweibrücken sowie 18 Container

vom nahegelegenen Containerterminal

mit Maschinen aus der Produktion

in Japan abgefertigt. Bei Bedarf sind bis

zu 20 Lkw und bis zu 30 Container pro

Tag möglich. Insgesamt stehen 22 Wareneingangs-

und 26 -ausgangsrampen zur

Verfügung, die zeitlich flexibel genutzt

Täglich werden in

Thionville mehrere

tausend Ersatzteilpositionen

für Händler

weltweit abgewickelt.

An der Packstation

und im Bereich für

Kleinteile erläutert

Anouar Chriai (Warehouse

Manager in

Thionville) die Abläufe

für die Kommissionierung

und den Versand.

werden, um Warenströme zu entzerren

und Transporte optimal vorzubereiten.

Das Gebäude umfasst insgesamt

63.000 m 2 , davon werden rund 50.000 m 2

dauerhaft genutzt, mit Platz für bis zu

4.000 Maschinen. „Bei uns steht keine

Maschine im Freien“, betont Fernes, „so

schützen wir sie vor Rost, Verschmutzung

oder Beschädigung.“

Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf

den so genannten Value Added Services: In

einer 5.000 m 2 großen, in die Halle

integrierten Werkstatt werden rund 80%

der Maschinen kundenindividuell ausgerüstet.

„Die Variantenvielfalt wäre in der

Serienfertigung in Zweibrücken oder in

Japan kaum beherrschbar, deshalb

Das European Parts Center in

Thionville: Das hochdigitalisierte

Ersatzteillager ist zentraler

Baustein der europäischen und

globalen Ersatzteilstrategie

von Kubota.

machen wir das bewusst hier“, so Fernes.

Die Montagezeiten reichen je nach

Anforderung von wenigen Minuten bis zu

mehreren Stunden.

Ein weiterer digitaler Kernprozess ist

die Dokumentenerstellung. Rund 6.000

unterschiedliche Dokumente werden

auftragsbezogen, mehrsprachig und

nahezu vollautomatisiert aus SAP

generiert. „Wir haben eine hundertprozentige

Dokumentation, was mit jeder

Maschine ausgeliefert wird“, erklärt

Fernes. Bedienungsanleitungen, Servicehefte

und Zertifikate sind lückenlos

dokumentiert und jederzeit nachweisbar

– ein entscheidender Aspekt für Produkthaftung

und internationale Compliance.

Mit durchschnittlich 27 Tagen Verweildauer,

hoher Flexibilität bei Ein- und

Auslagerung sowie über 500 Abladestellen

in mehr als 20 Ländern ist das EDC Weert

mehr als ein Lager: Es ist ein integraler

Bestandteil der europäischen Wertschöpfung,

hochdigitalisiert und strategisch auf

weiteres Wachstum ausgerichtet.

Zentrales Ersatzteillager: das

European Parts Center in Thionville

Das European Parts Center (EUPC) in

Thionville ist das zentrale Ersatzteillager

von Kubota in Europa. Rund 55 Mio. Euro

Warenwert sind hier auf etwa 22.000 m 2

mit rund 140.000 Lagerplätzen verfügbar.

Warehouse Manager Anouar Chriai

erklärt: „90.000 Plätze liegen im Mezzanin

für Kleinteile, weitere 40.000 sind Regallagerplätze

für Großteile.“ Täglich werden

rund 5.000 bis 5.500 Bestellpositionen

bearbeitet und in etwa 1.300 Paketen in

über 120 Länder versendet – inklusive

Nordamerika, Australien und Japan.

Chriai: „Wir streben eine Lieferqualität

von 99,5% für alle Prioritäten an, das ist

unser Maßstab für Zuverlässigkeit.“

Parallel wird die Fehlerquote in Parts per

Million gemessen: „Bei 5.000 täglichen

Bestellpositionen kann jede einzelne ein

Fehler sein. Wir konnten die Fehlerquote

auf ein Minimum reduzieren, die

Reklamationsrate ist nahezu

vernachlässigbar.“

Das EUPC ist das Ergebnis einer

strategischen Zentralisierung: Frühere

Lager in Frankreich, Deutschland,

Spanien und Großbritannien wurden

zwischen 2021 und 2023 Schritt für

Schritt nach Thionville überführt. Chriai

präzisiert: „Wir haben all diese Transfers

durchgeführt und die gesamte Distributionsstrategie

neu aufgebaut. Es war

entscheidend, jedes Teil optimal zu

platzieren, um Effizienz und Genauigkeit

zu sichern.“

Bei all dem steht Digitalisierung im

Mittelpunkt: visuelle Lageranalyseinstrumente

priorisieren stark nachgefragte

Teile, First-In-First-Out-Prinzipien

werden konsequent umgesetzt, Packlisten

sorgen für Transparenz. Im Transport

wird ein TMS (Transport-Management-

System) eingesetzt, das automatisch den

optimalen Spediteur auswählt und

Tracking-Mails an die Händler sendet.

„Entscheidend ist nicht nur der pünktliche

Versand, sondern die tatsächliche Lieferung

beim Kunden“, betont Chriai. Aktuell

treffen 99,5% aller Sendungen fristgerecht

ein.

Chriai zusammenfassend: „Das EUPC

ist ein hochdigitalisiertes, strategisch

positioniertes Versorgungszentrum, das

Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und

Transparenz auf europäischem Spitzenniveau

gewährleistet.“

www.kubota-eu.com

Die digital gesteuerte Lagerlogistik und die kurzen Wege ermöglichen

eine hohe Kommissioniergeschwindigkeit.

56 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH



MASCHINEN + TECHNIK

MOTOREX

Hydrauliköl Ecosynt Hees 46:

getestet für höchste Ansprüche

Das biologisch schnell abbaubare Hydrauliköl Ecosynt Hees 46 hat sich als leistungsstarkes

Hydrauliköl im Markt etabliert. Die offizielle Listung durch Bosch Rexroth bestätigt die

Einsatzmöglichkeit in modernen Hochleistungs-Hydraulikanlagen (Hydrostaten) von Bau-,

Forst-, Land-, Kommunal- und Spezialmaschinen.

E

cosynt Hees 46 ist eine Erfolgsgeschichte,

die im Jahr 2007 begann. Als

eines der ersten breit eingesetzten

biologisch abbaubaren Hydraulikölen von

Motorex hat es eindrucksvoll bewiesen,

dass Nachhaltigkeit und Leistung in der

Anwendung nicht im Gegensatz stehen. Im

Gegenteil: Es zeigt, dass die Einsatzdauer

erheblich gesteigert werden kann, was ein

wichtiger Beitrag für einen nachhaltigen

Ressourcenumgang ist. Bis heute verrichtet

das Hydrauliköl in unzähligen Maschinen

weltweit seinen Dienst.

Motorex treibt die kontinuierliche

Weiterentwicklung seiner Produkte im

Takt der sich wandelnden Marktanforderungen

voran. In den vergangenen Jahren

ist der Leistungsbereich vieler Maschinen

– und damit auch ihrer Hydrauliksysteme

und Hydrostaten – deutlich gestiegen.

Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen

an das eingesetzte Hydrauliköl. Es

muss mit höheren Temperaturen, Druckbelastungen,

gesteigerten Umwälzraten

sowie längeren Wartungsintervallen

zurechtkommen.

Ecosynt Hees 46 erfüllt die aktuellen

technischen und regulatorischen Anforderungen.

Die Formulierung basiert auf

umfassender Forschung und zahlreichen

DATEN & FAKTEN

Hydrauliköl Ecosynt Hees 46

Die Eigenschaften im Überblick:

n Neu getestet und nach Bosch Rexroth

RDE 90245 gelistet

n Erfüllt Swedish Standard SS 15 54 34

n Biologisch schnell abbaubar nach OECD

301 B & erfüllt DIN ISO 15380

n Anteil von mehr als 25% an

nachwachsenden Rohstoffen

n Kennzeichnungsfrei nach GHS

n Verlängerte Serviceintervalle durch

sehr hohen Oxidations- und Alterungsschutz

n Sehr gute Filtrierbarkeit

n Hervorragende Dichtungs- und

Schlauchverträglichkeit

Hersteller können mit Ecosynt Hees 46 ein umweltfreundliches

Hydrauliköl in ihre Betriebshandbücher, Freigabelisten und

Wartungskonzepte aufnehmen. Das schafft Sicherheit für den

Serviceprozess im After Sales.

Tests und entspricht den geltenden

Vorgaben. Sie bietet eine hervorragende

Oxidationsstabilität sowie einen starken

Verschleißschutz und enthält über 25%

nachwachsende Rohstoffe. Darüber hinaus

zeichnet sich Ecosynt Hees 46 durch eine

optimale Elastomer- und Schlauchverträglichkeit

aus. „Ecosynt Hees 46 erfüllt die

Anforderungen moderner Hydraulikanlagen.

Es bleibt auch unter Dauerbelastung

viskositätsstabil und schützt vor Verschleiß

und Ablagerungen. Zudem zeigt es eine

hohe Materialverträglichkeit – für einen

langlebigen und störungsfreien Betrieb“,

betont Dr. Markus Kurzwart, Leiter

Forschung und Entwicklung bei Motorex.

Ecosynt Hees 46 wurde für Anwendungen

mit hohen Anforderungen an Umweltverträglichkeit

und technische Leistungsfähigkeit

konzipiert. Die zinkfreie, hydrolytisch

stabile Formulierung eignet sich

besonders für den Einsatz in sensiblen

Umweltzonen sowie im Wasserbau.

Die Listung durch Bosch Rexroth gehört

mit zu den technisch anspruchsvollsten

Nachweisen im Bereich der Hydrauliköle.

„Ecosynt Hees 46 zeigt

eine hohe Materialverträglichkeit

– für einen

langlebigen und

störungsfreien

Betrieb“, so Dr. Markus

Kurzwart, Leiter

Forschung und Entwicklung

bei Motorex.

Sie bestätigt höchste Qualität und

Leistung. Viele Hersteller schreiben den

Einsatz freigegebener Hydrauliköle

ausdrücklich vor. Das Hydrauliköl eignet

sich damit bestens für den Einsatz in

modernen Hochleistungs-Hydraulikanlagen.

Besonders in Bereichen wie Bau,

Forstwirtschaft, kommunaler Infrastruktur

oder Kraftwerken bietet es eine

verlässliche Betriebssicherheit.

„Ecosynt Hees 46 beweist, dass sich strenge

Regulierungen und höchste Performance

nicht ausschließen“, so Sandro Gissi,

Product Manager bei Motorex.

Die Listung durch Bosch Rexroth ist für

Motorex somit mehr als ein technischer

Meilenstein. Sie ist Ausdruck einer

langfristigen Strategie mit OEMs. „Der

Schlüssel unseres Erfolgs liegt im Verständnis

für die Bedürfnisse unserer

Kundschaft und in der Entwicklung

maßgeschneiderter Lösungen. Dieses

Prinzip bleibt unser Anspruch“, so Dr.

William Wright, Senior Chemiker bei

Motorex.

www.motorex.com

58 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

WISSEN AUS ERSTER HAND!

• Wann und wie müssen Baumaschinen geprüft werden ?

• Wo muss ich den Prüfbefund aufbewahren ?

• Darf ich selbst prüfen? Welche Voraussetzungen muß ich erfüllen ?

• Braucht mein sechs Jahre alter Klein-Dumper einen Überrollbügel ?

• Muss die Betriebsanleitung im Minibagger mitgeführt werden ?

• Müssen Leitern, Seile, Kleinwerkzeuge etc. auch geprüft werden ?

• Sind Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) und Maschinen-Sicherheitsverordnung ident ?

• Darf das der Arbeitsinspektor ?

• Wer haftet für Fehler mit welchen Folgen ?

• Kann ich ........ ??? Muss ich ........ ???

• Das habe ich noch nie gehört !!! Wo steht das ??? Seit wann gilt das ???

Fragen, die wir täglich von den Geräteverantwortlichen gestellt bekommen !

DIE EXPERTEN

Dipl.-Ing. Ernst Piller und Dipl.-Ing. Walter Rauter

(Leitung der Abteilung Technischer Arbeitnehmerschutz/Zentralarbeitsinspektorat, zuständig für Gesamt-Österreich)

geben Ihnen einen praxisorientierten Überblick betreffend der einschlägigen Bestimmungen

und beantworten Ihre individuellen Fragen kurz und prägnant!

VERANSTALTUNGS-DETAILS

TERMIN:

26. März 2026 (Donnerstag) von 13:30 bis 17:00 Uhr

PROGRAMM: 13:15 – 13:30 Uhr

ORT:

KOSTEN:

Wiederkehrende Prüfung

von Baumaschinen und

Arbeitsmitteln inkl. HV-Thematik:

Verantwortung – Prüfung – Nachrüstung

AKADEMIE

Empfang & Begrüßung

13:30 – 15:00 Uhr Seminar Teil 1

15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause

15:30 – 17:00 Uhr Seminar Teil 2

17:00 – 18:00 Uhr Informeller Gedankenaustausch mit Kollegen und Vortragenden

Ecoforum/Ecoplus, 2355 Wr. Neudorf; IZ NÖ Süd, Str.3, Obj. M19

(zahlreiche Gratisparkplätze vorhanden)

245,– + MWSt je Teilnehmer

195,– + MWSt je Teilnehmer für MAWEV-Mitglieder

(inklusive Unterlagen, Kaffeepause & Zertifikat)

Nr. 0124850

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Seminarteilnahme gilt auch als

Weiterbildungsveranstaltung

für Sicherheitsfachkräfte

i.S. §§ 77 und 83 ASchG

JETZT ANMELDEN >>> www.mawev.at/mawev-akademie >>>

SCAN ME



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

Das neue Headquarter von KCME

in Lelystad: Auf dem 30.000 m³

großen Grundstück steht ausreichend

Platz für Büros, Ersatzteillager,

Schulungsräume und

den Demo-Bereich zur Verfügung.

Mit dieser Investition in

Infrastruktur, Wissen und Nähe

zum Kunden stärkt Kobelco seine

Position auf dem europäischen

Markt – und schafft zugleich die

Voraussetzungen für die nächste

Entwicklungsstufe in einer

Branche im Wandel.

Links Makoto Kato, der scheidende Gründer und Managing

Director der Kobelco Construction Machinery Europe B.V.,

der seit dem Jahr 2013 wichtige Aufbauarbeit geleistet

hat. Ihm folgte am 1. Jänner 2026 der neue Managing

Director Takemichi Hirakawa nach (rechts).

Kobelco setzt in Lelystad auch

neue Maßstäbe in der Ersatzteillogistik:

Das integrierte Hochleistungslager

ist gezielt auf

kurze Vorlaufzeiten und hohe

Verfügbarkeit ausgerichtet.

In Lelystad steht nicht nur ein

voll ausgestattetes Schulungszentrum

zur Verfügung, sondern

auch ein Ausstellungsbereich,

ein Kongresszentrum und im

Freien ein 3.500 m 2 großer

Demo-Bereich.

Das neue Headquarter in

Lelystad wurde in Anwesenheit

aller europäischen Vertriebspartner

feierlich eröffnet,

darunter auch die österreichischen

Firmen Wohlgenannt

und Kohlschein. Im Bild Mag.

Stefan Jonke (Geschäftsführer

Kohlschein Baumaschinenhandel

GmbH, links) mit

Senior-Chef Wolfgang Jonke

(rechts) im Gespräch mit

Olivier Rasmont – Product

Marketing Kobelco.

KOBELCO

Kobelco feiert mit Vertriebspartnern die

Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Lelystad

Mit dem Umzug der europäischen Zentrale ins niederländische Lelystad schreibt Kobelco

Construction Machinery Europe B.V. (KCME) ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte

auf dem europäischen Markt. Der neue Hauptsitz in der Nähe von Amsterdam

vereint strategische Logistikvorteile mit modernster Infrastruktur – und positioniert sich

zugleich als Wissenszentrum und Innovationsplattform.

M

it Ende 2025 hat KCME seinen

Hauptsitz nach Lelystad verlegt. Die

verkehrsgünstige Lage an der Autobahn

A6, die wachsende regionale Infrastruktur

sowie das dynamische Geschäftsumfeld

bilden die Grundlage für eine nachhaltige

Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das neue Zentrum dient nicht nur als

operative Drehscheibe, sondern auch als

Ort für technische Schulungen, Produktdemonstrationen

und Dialog mit Partnern

und Kunden aus der gesamten Region.

„Wir freuen uns sehr, ein neues Kapitel

aufzuschlagen und die zweite Phase

unseres Wachstums auf dem wettbewerbsintensiven

europäischen Markt zu

beginnen“, erklärt Makoto Kato,

Geschäftsführer von KCME. „Dieser

Umzug sichert und beschleunigt einen

strategischen Fortschritt auf unserem Weg

des kontinuierlichen Wachstums. Er stärkt

unsere gut etablierte operative Basis –

einschließlich des Produktmarketings und

der technischen Schulungen für unsere

Bagger und Krane – und verbessert

gleichzeitig unsere Fähigkeit, über unser

Händlernetzwerk und an Endverbraucher

einen höheren Mehrwert zu liefern. Diese

Expansion unterstreicht unser langfristiges

Engagement für Innovation, kontinuierliche

Produktentwicklung und die

Erfüllung der sich wandelnden Bedürfnisse

unserer Kunden in den kommenden

Jahren.“

Wechsel in der Unternehmensleitung

Nach über einem Jahrzehnt beendete

Makoto Kato seine Funktionen als

Geschäftsführer von Kobelco Construction

Machinery Europe (KCME) sowie als

Leiter der Kettenbagger-Abteilung und

übergab an Takemichi Hirakawa. Seit

seiner Gründung 2013 erzielte KCME

unter der Leitung von Makoto Kato

bedeutendes Wachstum und große Erfolge

am Markt.

Bereits vor seiner Ernennung zum

neuen KCME-Geschäftsführer stieß

Takemichi Hirakawa im Juli vergangenen

Jahres zum Unternehmen. Innerhalb des

international tätigen Konzerns leitete er

zuvor als Geschäftsführer und CEO die

indische Dependance Kobelco Construction

Equipment India Pvt.

„Wir danken Makoto Kato herzlich für

seine unschätzbaren Beiträge und sein

unermüdliches Engagement für den Erfolg

der Marke Kobelco in Europa“, würdigt

Takemichi Hirakawa seinen Vorgänger.

„Seine Führungsqualitäten und seine

Arbeit haben maßgeblich dazu beigetragen,

unsere Aktivitäten voranzutreiben

und eine solide Grundlage für zukünftiges

Wachstum zu schaffen. Es ist mir eine

Ehre, diese Position zu übernehmen und

weiter auf dem bereits starken Fundament

aufzubauen. Ich freue mich darauf,

mit unserem unglaublichen Team in

Europa zusammenzuarbeiten und die

gemeinsame Vision weiter zu entwickeln.“

Wissenstransfer und Testgelände

Ein zentrales Element der neuen Niederlassung

ist das technische Schulungszentrum.

Neben voll ausgestatteten Schulungsräumen

und Werkstätten umfasst es

einen Ausstellungsbereich und ein

Kongresszentrum für praktische Trainings.

Besonders hervorzuheben ist der

3.500 m 2 große Demo-Bereich im Freien.

Hier können Maschinen unter realitätsnahen

Bedingungen erprobt und bewertet

werden – ein Angebot, das nicht nur

Kunden überzeugt, sondern auch den

Wissenstransfer innerhalb des Partnernetzwerks

fördert.

Effizienz in der Logistik

Neben Schulung und Kundenkontakt setzt

Kobelco in Lelystad auch neue Maßstäbe

in der Ersatzteillogistik. Das integrierte

Hochleistungslager ist gezielt auf kurze

Vorlaufzeiten und hohe Verfügbarkeit

ausgerichtet. Modernste Bestandsführung

und optimierte interne Abläufe sorgen für

eine reibungslose Versorgung von Servicepartnern

und Kunden in ganz Europa –

ein entscheidender Vorteil in einem Markt,

der auf Schnelligkeit und Verlässlichkeit

setzt.

www.kobelco-europe.com | www.kohlschein.at

www.wohlgenannt.co.at

60 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 61



MASCHINEN + TECHNIK

MASCHINEN + TECHNIK

62 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026 63



FUHRPARK

FACTS

Motor: 2,4 l Benzin, 100 kW (136 PS)

Eigengewicht: 2.069 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/1.600 kg

Testverbrauch: 7,6 l/100 km

Listenpreis: 51.990,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ markante Erscheinung

+ Soundsystem mit 12 Lautsprechern

+ hochwertige Materialien

- nervige Assistenzsysteme

- maximal 3,5 kW Ladeleistung

- nur als Plug-in-Hybrid verfügbar

S

ie sehen uns etwas nachdenklich,

wenn auch mit durchaus positiven

Schwingungen. Schuld daran ist aber

nicht der Mitsubishi Outlander als

Protagonist dieser Geschichte. Er macht

einen tollen Job, gibt sich dort und da

beinahe zu exklusiv und weiß von

Anfang an, wie er seinen Chauffeur

sowie etwaige Passagiere um den Finger

wickeln kann. Über die Größe von

homöopathischen Dosen hinausgehenden

Diskussionsbedarf lieferte viel mehr

BYD SEAL 6 DM-I TOURING

Startklar und top motiviert

B

YD schlägt das nächste Kapitel in der

noch jungen Geschichte am rot-weißroten

Automarkt auf. Dass die Chinesen

Elektroautos bauen können, wissen wir

mittlerweile. Jetzt ist das Hybrid-Thema an

der Reihe. Noch dazu in einem Blechkleid,

das hierzulande gerade in Firmenfuhrparks

als Brot-und Butter-Modell gehandelt

wird. Denn an einem (noch dazu

geräumigen) Kombi kommt kaum ein

Arbeitgeber vorbei, will er seinen Außen-

Vielversprechend – der BYD

Seal 6 DM-i Touring ist ein

echtes Flottenfahrzeug, das

sich auf Anhieb keine wirklichen

Schwächen leistet.

Drehmoment – der neue

Mitsubishi Outlander

Plug-in-Hybrid geht mit einem

4-Zylinder Benziner mit 2,4 l

Hubraum an den Start.

MITSUBISHI OUTLANDER PHEV 2,4 4WD

Wo Downsizing längst ad acta liegt

sein Motor, der dem Plug-in-Hybrid die

notwendige Power verleiht. Der tanzt

mit seinen 2,4 l Hubraum irgendwie aus

der Reihe seiner sonst am Markt doch

sehr populär vertretenen Downsizing-

Kollegen. Von einer etwaigen Trägheit

ist bei dem 4-Zylinder mit 136 PS und

variabler Nockenwellensteuerung

trotzdem weit und breit nichts zu sehen.

Das Zusammenspiel mit den beiden

Elektromotoren verschwimmt derart

fließend, dass man durchaus auf der Hut

dienstmitarbeitern ein zeitgemäßes, um

nicht zu sagen, komfortables Büro auf vier

Rädern zur Seite stellen. Der BYD Seal 6

DM-i Touring darf sich dabei nicht umsonst

als neuer Hecht im alt bekannten Karpfenteich

fühlen. Als Plug-in-Hybrid mit einem

realistischen Fahrzeugpreis von rund

40.000 Euro (inkl. MwSt.), dürfen sich alt

eingesessene Marktbegleiter durchaus

warm anziehen, wollen sie den Neuling

langfristig in Schach halten. Der zeigt sich

sein darf, um beim Beschleunigen den

Einsatz des Verbrenners nicht zu

verpassen. So macht der Hybridgedanke

wirklich Spaß, was sich auch beim Stopp

an der Tankstelle manifestiert: 7,6 l/100

km im gemischten Einsatz sind für

einen Benziner dieser Größenordnung

(Eigengewicht knapp 2,1 t) wirklich im

grünen Bereich.

Unser Fazit: Auch bei Hybrid-Modellen

kann Hubraum durch nichts ersetzt

werden.

FACTS

Motor: 1,5 l Benzin, 72 kW (98 PS)

Eigengewicht: 1.830 kg

Sitzplätze: 4+1

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/750 kg

Testverbrauch: 7,2 l/100 km

Listenpreis: 40.080,– Euro

(inkl. MwSt.)

+ Preis-/Leistungsverhältnis

+ souveräne Verarbeitung

+ nahezu flächendeckendes Händlernetz

- Display mit sehr kleiner Schrift

- ausbaufähige Ladeleistung

- überschaubarer Kofferraum

von den ersten gefahrenen Kilometern an

nämlich ausgesprochen selbstbewusst,

wenn es um Themen wie Verarbeitung,

Fahrleistung oder After-Sales-Service geht.

Handfeste Kritikpunkte, sind da gar nicht

so leicht zu finden. Wer unbedingt meckern

möchte, darf sich natürlich gerne über die

teilweise holprige Übersetzung der

Displaytexte mokieren.

Unser Fazit: Ein Newcomer am Markt,

der sich eine echte Chance mehr als

verdient hat.

Witzig – das Bild des „Rückspiegels“ liefert

eine Kamera am Fahrzeugheck.

TOYOTA PROACE MAX SELECT ECV

Der B-Schein ist wirklich genug

ratulation! Wenn auch anfänglich

G vorerst einmal nur am grünen Tisch.

Vernünftig – eine Verkleidung aus

Polypropylen schützt die Radkästen.

Toyota hat es beim vollelektrischen Proace

Max geschafft, trotz 110 kWh großer

Fahrzeugbatterie die Grenze von 3,5 t

höchstzulässigem Gesamtgewicht nicht zu

überschreiten. Das erleichtert eine ganze

Menge. Bleibt der Kastenwagen aus

rechtlicher Sicht doch weiterhin B-Schein

tauglich und wird nicht zum „echten“

Lastkraftwagen. Der mit Fahrtenschreiber

auszurüsten wäre und dem sich so manche

gesetzliche Hürde, wie z. B. das für

Fahrzeuge mit mehr als 3,5 t höchstzulässigem

Gesamtgewicht geltende Wochenendfahrverbot

oder etwaige innerstädtische

Lkw-Fahrverbote, in den Weg stellen

würde. Dass er dafür nur mit geradezu

niedlichen 554 kg Nutzlast an den Start

geht, lässt sich im Hinblick auf die bis zu

2,4 t hohe Anhängelast durchaus verschmerzen.

Und wer für rund doppelt so

viel Nutzlast bereit ist, echte Lkw-Begleiterscheinungen

in Kauf zu nehmen,

bekommt den vollkommen abgasfreien

Toyota Proace Max sogar als 4,25-Tonner

geliefert. Dessen Batterie rein zufällig

genauso groß ist, wie die des 3,5-Tonners.

Einfach unkompliziert

Vom grünen Tisch direkt in die Praxis. Für

einen Kastenwagen mit doch beachtlichen

Abmessungen, alleine die Fahrzeuglänge

erreicht bis auf 2 mm die 6 m-Marke, fährt

sich der vollelektrische Toyota Proace Max

geradezu handlich und unkompliziert.

Einsteigen, „starten“, den Wahlknopf der

Automatik auf D gedreht, und es kann

losgehen. Handbremse lösen? Fehlanzeige,

in der Top-Ausstattungslinie Select wird

das elektrisch erledigt. Mit einer Batterieladung

schafft es der Kastenwagen je nach

FACTS

FUHRPARK

Brauchbar – der vollelektrische

Toyota

Proace Max schafft

mit einer Batterieladung

rund 300 km.

Motor: Elektro, 85 kW (116 PS)

Eigengewicht: 2.871 kg

Nutzlast: 554 kg

Reichweite: gut 300 km

Anhängelast (ungebremst/

gebremst): 750 kg/2.400 kg

Listenpreis: 61.690,– Euro

(exkl. MwSt.)

+ absolut alltagstauglich

+ 110 kWh große Batterie

+ hohe Anhängelast

- entsprechender Preis

- hohes Eigengewicht

- kurzzeitiger Elektronikausfall

Topographie und Einsatzspektrum gut

300 km weit. An diesen Reichweitenangaben

bei Elektrofahrzeugen werden wir

auch weiterhin festhalten, da sie doch

deutlich aussagekräftiger sind, als die an

Verbrennerfahrzeuge angelehnten

Verbrauchswerte in kWh/100 km. Worauf

wir im Laderaum keinesfalls verzichten

würden, ist die wie der Laderaumboden

aus Polypropylen hergestellte Radkastenverkleidung.

Ein kleiner Verbesserungsvorschlag

zum Schluss: Der Ladestecker in

der B-Säule gleich hinter der Fahrertüre

ist speziell bei Ladesäulen, die neben

Längsparkplätzen stehen, etwas hinderlich.

Vielleicht lässt sich diese Position

spätestens bei der nächsten Produktpflege

noch einmal überdenken.

Unser Fazit: Ein echter Elektroriese, der

sein Alltagsgeschäft im sprichwörtlich

kleinen Finger hat.

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BAUBLATT.ÖSTERREICH JÄNNER/FEBRUAR 2026

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SERVICE

BÜCHER

TIROLER BAU- UND RAUMORDNUNG

1.182 Seiten; 1. Auflage 2026; Print & Digital

ISBN: 9783707352726; 199,00 Euro

Die Bauordnung und das Raumordnungsgesetz

sind in Tirol aufgrund seiner Topografie von

besonderer Relevanz. Dies zeigt sich sowohl in

der politischen Agenda als auch in zahlreichen

Medienberichten über Bausperren, umstrittene

Widmungen, Raumordnungsverträge, Bebauungspläne

und Freizeitwohnsitze. Gemeinsam

bilden sie das zentrale Regelwerk für die

Errichtung, Änderung, Nutzung und den

Abbruch baulicher Anlagen. Mit dem ersten

Praxiskommentar zur TBO 2022 und TROG 2022

werden erstmals anwenderorientiert die

praxisrelevanten Bestimmungen zur Bauordnung

und Raumordnung erläutert. Der Fokus

liegt dabei auf den Bedürfnissen von Gemeinden,

rechtsberatenden Berufen, Bauwerbern und Projektentwicklern,

Grundstückseigentümern und Immobilienunternehmen. Die aktuelle

Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte, der Gerichtshöfe des

öffentlichen Rechts sowie des Obersten Gerichtshof wird ebenso

aufgearbeitet wie die aktuellen Novellen samt allen erläuternden

Bemerkungen des Gesetzgebers.

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ist Ihre

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HANDBUCH KREISLAUFWIRTSCHAFT

752 Seiten; 1. Auflage 2026; Print & Digital

ISBN: 9783714304374; 139,00 Euro

Ein wesentlicher Hebel, um die vielfältigen negativen Auswirkungen

der aktuell vorherrschenden Wirtschaftsweise

einzudämmen, ist die Kreislaufwirtschaft, die auch für Unternehmen

enorme Potenziale bietet. Dieses Handbuch vermittelt

eine interdisziplinäre Gesamtsicht auf die Kreislaufwirtschaft

– von den theoretischen Grundlagen bis zur praktischen Umsetzung

im Unternehmen. Es

vereint wirtschaftliche,

technische, rechtliche und

politische Perspektiven und

schafft damit ein praxisnahes

Verständnis der Chancen,

Risiken und Erfolgsfaktoren

zirkulärer Geschäftsmodelle.

Zudem verbindet es wirtschaftliche

Steuerungslogiken mit

rechtlichen und politischen

Rahmenbedingungen – von

EU-Regulierung über Wettbewerbs-

und ESG-Recht bis hin

zu globalen Handels- und

Lieferkettenfragen. Damit

ermöglicht das Werk einen

ganzheitlichen Blick auf die Transformation zu einer zirkulären

Wirtschaft. Mit vielen Praxisbeispielen und konkreten Handlungsempfehlungen

richtet sich das Handbuch unter anderem an

Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Verwaltung und

Beratung sowie alle Personen, die die Transformation zur

Kreislaufwirtschaft aktiv gestalten wollen. Studierende und

Interessierte erhalten einen fundierten, praxisnahen Zugang zu

den ökonomischen, rechtlichen und organisatorischen

Dimensionen zirkulären Wirtschaftens. www.lindeverlag.at

HANDBUCH ÖRTLICHE BAUAUFSICHT

700 Seiten; 2. Auflage 2026; Print & Digital

ISBN: 9783707353242; 119,00 Euro

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Bauphasen – vorvertragliche Phase, Abwicklung des Bauvertrages, nachvertragliche

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da es sich hierbei um einen entscheidenden Faktor bei der erfolgreichen Baustellenabwicklung

handelt. Damit stellt das Handbuch einen unerlässlichen Begleiter für ÖBA-Mit arbeiter und Bauherrenvertreter

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von Bauaufträgen befassen. Ein umfassendes Nachschlagewerk, das bei der Lösung der vielfältigen

bauwirtschaftlichen Herausforderungen optimal unterstützt.

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66 JÄNNER/FEBRUAR 2026 BAUBLATT.ÖSTERREICH

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