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03
Ausgabe 639 · 52. Jahrgang
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RG4
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2 Das Stadtgespräch
1 So mancher Ladentisch ist reich gedeckt.
Ein Abend zum Entdecken
und Verweilen
Wiedenbrücker Nachtschicht in vollen Zügen genießen
Am Freitag, dem 6. März
2026 findet in Wiedenbrück
die legendäre
Nachtschicht statt. Die Geschäfte
haben ihre Türen bis 23.00 Uhr
geöffnet. Wie nur an wenigen
Abenden lädt die Nachtschicht
zum Stöbern und Genießen ein. Es
gibt in Wiedenbrücks Geschäftswelt
ja so viel zu entdecken. Die
Auswahl ist groß. Da lohnt es sich,
sich wirklich Zeit zu nehmen, um
nichts zu übersehen. Auch in den
Nebenstraßen der Innenstadt gibt
es kleine Läden, die es zu erkunden
gilt. Die unglaublich vielen
Geschäfte zeichnen sich durch
wirklich tolle Konzepte aus und
die Einkaufstaschen sind leicht
mit ganz besonderen Errungenschaften
gefüllt – aus der Wiedenbrücker
Modewelt, der Vielzahl
von Experten für den passenden
Schuh, und, und, und. Und die
Mitarbeitenden beraten freundlich.
In der Nachtschicht warten
zudem viele Geschäfte nur darauf,
die Gaumen ihrer Kundinnen und
Kunden mit kleinen Köstlichkeiten
für Leib und Magen zu entzücken.
Für so manche Nachtschichtlerin
und manchen Nachtschichtler ist
die Verlockung groß einfach alles
auszuprobieren. Gerne auch in
Gesellschaft, zu zweit, dritt macht
die Wiedenbrücker Nachtschicht
gleich noch viel mehr Spaß. Einem
entspannten Einkaufsbummel
in schönster Abendstimmung
steht also nichts entgegen! Wiedenbrück
hat unglaublich viele
verschiedene und spannende
Facetten. Die Nachtschicht bietet
einen Anlass mehr, ein paar schöne
Stunden in diesem schönen
Shoppingparadies zu verbringen.
»Das Stadtgespräch« wünscht viel
Spaß dabei:
Klingelbrink
Das Reisebüro Behrens lädt zu
netten Gesprächen bei Prosecco
und Knabberzeug ein.
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einem Diamantschliff,
der neue Maßstäbe
in Feuer und Brillanz
setzt. Der
Grillstand von
Partyservice und
Fleischerei Gröne
bietet Bratwurst,
Currywurst
und Pommes an. Im
Laden gibt es wieder
überbackene Brötchen und
Fingerfood. Die Kundinnen und
Kunden erhalten dazu ein Glas
Kellerbier oder Prosecco zum
Einkauf. Wie in jedem Jahr bietet
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Das Stadtgespräch
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Buch lädt die güth – Bücher und
Papeterie ein. Wie oft lassen wir
ein Buch links liegen, weil uns
das Cover nicht gefällt? Wie oft
lesen wir nicht einmal den Klappentext?
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4 Das Stadtgespräch
1 Die Kaufmannschaft bereitet sich mit viel Herz auf eine stimmungsvolle Nachtschicht
vor.
1 Mancherorts gibt es Musik non stop.
Chance. Mit dieser Aktion passiert
Ihnen das nicht mehr: Unter
dem Motto »Ein Blind Date mit
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Institut bis zum 30. April 2026. Je
nach Wetterlage veranstaltet Provinzial
Wiemann & Heukamp entweder
»Eisgrillen« oder das »Angrillen«
auf dem hinten liegenden
Parkplatz. In gemütlicher Runde
mit Musik bietet die Geschäftsstelle
wieder Bratwurst vom Holzkohlegrill,
heißen Glühwein und
Kaltgetränke an. Die freiwilligen
Spenden des Abends gehen wie
jedes Jahr an eine gemeinnützige
Einrichtung. Im Schaufenster
vom sound store by tonetoaster
spielt ab 19.30 Uhr das Quartett
»Makke & ich« ein Konzert in
Bandbesetzung: eigene Songs
und ein paar Cover. Dazu gibt’s
Getränke und eine zusätzliche
Auswahl an 2nd Hand Platten.
Makke und ich sind Julius Büscher
(Gitarre/Gesang), Markus
Kübler (Gitarre/Gesang), Meik
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Das Stadtgespräch
5
Christopher
Street Day
Gemeinsam für Sichtbarkeit,
Vielfalt und Gleichberechtigung
1 Am 23. Mai 2026 wird im Kreis Gütersloh der erste Christopher Street Day stattfinden. Foto: Berlin 22.07.2023/SibRapid/Shutterstock
Für 2026, am 23. Mai, ist erstmals
ein Christopher Street
Day (CSD) im Kreis Gütersloh
geplant – bunt, laut und sichtbar
im öffentlichen Raum, für Gleichberechtigung
und gegen jede Form
von Diskriminierung«, berichtet
uns der in Rheda-Wiedenbrück lebende
Tim Johannfunke. Der Einundzwanzigjährige
befindet sich
beruflich in der Ausbildung zum
Fachinformatiker.
Gerade in einem überwiegend
ländlich geprägten Kreis wie Gütersloh
ist queere Sichtbarkeit
keine Selbstverständlichkeit. In
den vergangenen Jahren beobachtet
die queere Community
eine zunehmende Feindlichkeit
gegenüber queeren Menschen
und Identitäten, die sich immer
häufiger auch in verbaler und körperlicher
Gewalt äußert. Gesellschaftliche
Rückschritte und eine
sinkende Akzeptanz prägen vielerorts
den Diskurs. »Dem stellen wir
uns entschlossen entgegen. Es ist
notwendig, öffentlich präsent zu
sein, Flagge zu zeigen und sichere
Orte für queere Menschen im Kreis
Gütersloh zu schaffen«, erfahren
wir von Johannfunke. Viele Menschen
kennen ihn seit der jüngsten
Kommunalwahl als jüngstes Mitglied
im Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück.
Er ist dort Mitglied der
Fraktion DIE LINKE. Der engagierte
Kommunalpolitiker bringt sich
dort insbesondere in die Themen
»Mobilität« und »Klimaveränderung«
ein. Und wenn immer es
möglich ist, erhebt er seine Stimme
für die Gleichberechtigung
queerer Menschen.
Insbesondere Trans-Personen
sind aktuell verstärkt von Diskriminierung
betroffen. Politische Debatten,
in denen die Abschaffung des
Selbstbestimmungsgesetzes oder
eine staatliche Erfassung queerer
und Trans-Menschen gefordert
wird, stellen einen massiven Rückschritt
dar und können eine reale
Gefahr bedeuten. Die Rechte, für
die frühere Generationen gekämpft
haben, dürfen nicht preisgegeben
werden, sondern müssen verteidigt
werden, so Johannfunke.
Allein lässt sich das kaum erreichen
– solidarisches Handeln
ist entscheidend. Deshalb soll ein
breites Bündnis aus Initiativen,
Organisationen, Vereinen, Parteien,
Gewerkschaften, Kirchen und
engagierten Einzelpersonen entstehen.
Vor diesem Hintergrund
hat sich am 21. Dezember der Verein
CSD Gütersloh (in Gründung)
formiert. Der Verein versteht sich
als inklusiv und diskriminierungsfrei.
Ziel ist es, einen Christopher
Street Day im Kreis Gütersloh aufzubauen,
nachhaltige öffentliche
Sichtbarkeit zu schaffen und sich
kontinuierlich für Gleichberechtigung
und den Abbau von Diskriminierung
einzusetzen. »Gemeinsam
wollen wir deutlich machen:
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6 Das Stadtgespräch
tionieren uns klar gegen Diskriminierung,
Ausgrenzung und Hass«,
sagt der Rheda-Wiedenbrücker.
Im vergangenen Jahr fanden in
nahezu allen deutschen Großstädten
Christopher-Street-Day-Veranstaltungen
statt. Der Kreis Gütersloh
gehörte zu den wenigen
Regionen, in denen es bislang keinen
CSD gab. Mit der Gründung des
CSD Gütersloh ist damit Schluss.
Der Weg bis dahin war lang – und
auch der weitere Weg wird Engagement
erfordern. »Diesen gehen wir
gemeinsam. Für uns. Und für euch«,
blickt er in die kommende Zeit.
Der Einsatz für Akzeptanz
und Gleichberechtigung bildet die
Grundlage jedes CSD. Stonewall
war ein Aufstand. Errungenschaften
wie die Ehe für alle, die Öffnung
der Blutspende, die Streichung des
§ 175, der über Jahrzehnte homosexuelle
Menschen kriminalisierte,
sowie die Entpathologisierung von
Homosexualität durch die Weltgesundheitsorganisation
sind Ergebnisse
jahrzehntelanger Kämpfe
1 Der Vorstand des CSD-Vereins: (v. r.) Jelka Ceka (Vorsitzender), Tim Johannfunke (stellvertretender Vorsitz). Beisitzende sind Mieke
Mercedez Witulla und Christian Kochtokrax. Kassierer ist Rico Wagenknecht.
queerer Menschen um ihre Rechte
und ihre Freiheit. Diese Errungenschaften
stehen heute erneut gesellschaftlich
und politisch in Frage.
Der durch die Gründungsmitglieder
Mieke Mercedez Witulla,
Bunjamin Ceka, Jakob Strickmann,
Constantin Küsterameling,
Maureen Gerdes, Rico Wagenknecht,
Christian Kochtokrax, Henrieke
Schiemer, Tim Johannfunke,
Ralf Wilhelm Köller-Laufenberg
neu formierte Verein hat als Vorsitzenden
Jelka Ceka und als stellvertretenden
Vorsitzenden Tim
Johannfunke bestätigt. Als Beisitzende
engagieren sich Mieke
Mercedez Witulla und Christian
Kochtokrax. Das Amt des Kassierers
übernahm Rico Wagenknecht.
Interessierte können sich gerne
unter info@csdguetersloh.de an
den Verein CSD Gütersloh wenden.
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Das Stadtgespräch
7
Anwohner fühlen sich
von der Stadtverwaltung
im Stich gelassen
Erschließungskosten an der Straße »Anekabel«
aus dem Ruder gelaufen?
Seit den letzten Wochen beherrscht ein Gesprächsthema die Stadtgesellschaft:
die Beiträge, die die Anwohner der Straße »Anekabel«
für die erstmalige Herstellung zahlen sollen. Die Erhöhung
der ursprünglich in Aussicht gestellten Beiträge ist auf eine der Stadt
widersprechenden Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts Minden
aus einem Verfahren zu dem benachbarten Abrechnungsgebiet »Georg-Nolte-Weg«
zurückzuführen.
»Inhaltlich ist das Gericht der Festlegung des Abrechnungsgebietes
›Georg-Nolte-Weg‹ durch die Verwaltung nicht gefolgt und hat diese als
unzutreffend bewertet«, heißt es dazu aus dem Rathaus. »Das in dem
Bereich verrohrte Gewässer wurde als trennend im Sinne des Beitragsrechtes
angesehen. Aufgrund der angenommenen trennenden Wirkung
des Gewässers verkleinerte sich das Abrechnungsgebiet ›Georg-Nolte-Weg‹.
Das Gericht formulierte seine Auffassung diesbezüglich klar
und riet den Beteiligten des Verfahrens aufgrund dessen, das Verfahren
mit einem Vergleich abzuschließen. Die Ansicht des Verwaltungsgerichts
Minden hinsichtlich der trennenden Wirkung eines verrohrten Gewässers
ist entsprechend auf das Abrechnungsgebiet ›Anekabel‹ anzuwenden,
so dass sich die Fläche, auf die die Kosten zu verteilen sind, entgegen
der ursprünglichen Annahme der Stadtverwaltung verringert. In Folge
dessen änderte sich der Verteilungssatz und der auf die verbleibenden
Grundstücke entfallende Beitrag erhöhte sich.«
Für die Anekabel-Anlieger ist es unbegreiflich, dass sich die Stadt
in dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Minden zu dem Abrechnungsgebiet
»Georg-Nolte-Weg« auf einen Vergleich mit dem Kläger
eingelassen hat. In der tatsächlichen Nutzung ist die Trennung durch
den verrohrten Graben seit Jahrzehnten nicht vorhanden. Lkw und Stapler
überfahren diesen Bereich. Hallen werden von hier aus erschlossen.
Die Stadtverwaltung selber hatte die Verrohrung in der Vergangenheit
nicht als Abrechnungsgrenze gesehen und daher das Abrechnungsgebiet
größer angesetzt.
Entsprechend erfolgte auf dieser Grundlage die Kommunikation des
Rathauses mit den Anekabel-Anliegern. In einer Informationsveranstaltung
zum geplanten Ausbau der Straße informierte die Verwaltung im
Jahr 2017 die Nachbarschaft über die prognostizierten Kosten – beispielsweise
sollten für das Grundstück der Tischlerei von Lukas Schulte 4000
Euro für die Ersterschließung der schon seit Jahren bestehenden Straße
anfallen. Der Anwohner Bernhard Winter sollte 900 und Anlieger Manfred
Leier 600 Euro zahlen.
»Wir haben volles Verständnis für die berechtigte Beschwerde
der Anwohner, dass die erste Prognose vor sieben Jahren nun um ein
Mehrfaches überschritten wird. Das ist natürlich sehr unbefriedigend.
Es ist aber kein Ausfluss einer Fehlplanung, sondern resultiert aus den
Erkenntnissen aus einem Rechtsstreit betreffend des benachbarten
1 Lukas Schulte, Manfred Leier und Bernhard Winter sehen sich bei der Berechnung
der Erschließungskosten von der Stadt in Stich gelassen.
Abrechnungsgebietes ›Georg-Nolte-Weg‹«, verdeutlicht die Stadtverwaltung
die geänderten rechtlichen Bedingungen und verweist auf ihre
Pflicht zur Erhebung der erhöhten Kosten. Zudem sind die im Rahmen
der von der Stadt angebotenen Informationsveranstaltung genannten
voraussichtlichen Kosten immer vorläufig. Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung
wurden auch informiert, dass viele Faktoren Einfluss
auf die Höhe der Abrechnung haben – wie z.B. die Festlegung des Abrechnungsgebietes.
Die drei Nachbarn standen dem Ausbau-Projekt und der Regelung
der Erschließungskosten anfangs positiv gegenüber. Ein Jahr darauf,
2018, ließ die Stadt die Straße »Anekabel« ausbauen. Acht Jahre später,
im Mai 2025 informierte sie in einer Anhörung die Anwohnenden über
die tatsächliche Höhe der zu leistenden Erschließungsbeiträge. Die Mitteilung
traf die Nachbarschaft wie ein Schock. Sie mussten das Vierfache
der von der Verwaltung ursprünglich prognostizierten Erschließungsbeiträge
bezahlen: 16.000 / 3500 / 2500 Euro.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 184.207,06
Euro. Davon sind 132.667,24 Euro beitragsfähig, wovon 90 % (119.400,52
Euro) auf die beitragspflichtigen Anlieger umgelegt werden.
Im August 2025 konnten die Anekabel-Anlieger ihre Einwendungen in
einer eigens dafür durchgeführten Veranstaltung vortragen. Im November
2025 teilte die Verwaltung ihnen in einer weiteren Anliegerversammlung
die Ergebnisse der rechtlichen Überprüfung ihrer Einsprüche mit.
Der Kern der Beschwerden blieb aber – aus Sicht der Anwohner – unbeantwortet.
Ebenfalls mehrere informelle Gespräche der Anlieger mit
der Verwaltung brachten keine Klarheit. Dafür haben wir bei der Stadt
nachgehakt: Die Verwaltung hat die Einigung in Form eines Vergleiches
auf dringendes Anraten des Richters akzeptiert. Für die Stadt sei es aus
diesem Grund folgerichtig gewesen, den Vergleich zu schließen. Auf
dieser Basis und den somit geänderten Rahmenbedingungen musste
die rein rechtlich trennende Wirkung des verrohrten Grabens als Faktor
für die Bemessung des Abrechnungsgebietes »Anekabel« herangezogen
werden.
Auf der anderen Seite wird infrage gestellt, wieso die Widmung der
2018 hergerichteten Straße »Anekabel« erst in 2022 erfolgte, so dass die
vierjährige Festsetzungsfrist für die Erhebung der Erschließungsbeiträge
durch die Verwaltung nach dem Kommunalabgabengesetz ebenfalls erst
zu diesem Zeitpunkt begann. Die Anlieger erfuhren von der Stadt lediglich,
dass die Widmung nach verwaltungsinternen Vorarbeiten erfolgt
8 Das Stadtgespräch
1 Die auf der Infoveranstaltung 2017 vorgestellte Ansicht des Abrechnungsgebiets an
der Straße Anekabel
sei. »Der konkrete Zeitrahmen hängt mit internen Arbeitsabläufen und
dem Arbeitsaufkommen in der Abteilung zusammen.« Das sei keine
unübliche Verfahrensfolge, die Festsetzungsfrist der Erschließungsbeiträge
beginnt regelmäßig erst nach der Widmung.
Die Stadt erhebt Erschließungsbeiträge für die erstmalige, endgültige
Herstellung von öffentlichen Straßen. Die Grundlage für die
Erhebung sind §§ 127 ff. Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit der
Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen in der Stadt
Rheda-Wiedenbrück. Die Verwaltung skizziert das Prozedere zu Erschließungsbeiträgen
im Allgemeinen: Bevor eine Straße ausgebaut wird, lädt
die Stadt Rheda-Wiedenbrück die betroffenen Eigentümer/innen oder
Erbbauberechtigten zu einer Informationsveranstaltung ein. Dabei wird
1 Das Abrechnungsgebiet an der Straße Anekabel nach dem gerichtlichen Vergleich
die Ausbauplanung vorgestellt und es gibt die Möglichkeit, Fragen und
Anregungen vorzubringen. Zudem werden eine unverbindliche Beitragshöhe
genannt und grundsätzliche Informationen zum Beitragsrecht
erläutert. Danach wird die Baumaßnahme im Ausschuss für Bauen und
Stadtentwicklung beraten und sofern ein Beschluss zum Ausbau gefasst
wird, wird die Maßnahme ausgeschrieben. Nachdem die Beitragspflicht
entstanden ist, ist die Stadt verpflichtet, den Erschließungsbeitrag
durch einen endgültigen Bescheid anzufordern. Die Verwaltung macht
deutlich, dass »das skizzierte Prozedere als Grundlage dient. In jedem
Fall aber der Einzelfall als solcher betrachtet wird und von dem Muster
abweichen kann«. So wird es auch in dem für die Anekabel-Anwohner
unglücklichen Fall gewesen sein.
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Das Stadtgespräch
9
1 Die Rettungshundestaffel nutzt das starke Forum von »Rheda erblüht«, um über
ihre Arbeit zu informieren.
1 Rheda begrüßt den Frühling mit seinem beliebten Frühlingsfest.
Verkaufsoffener Sonntag
22. März: Frühlingsfest lockt in Rhedas City
Zum 25. Mal heißt es: »Rheda erblüht – und alle kommen«. Die Initiative
Rheda lädt zu dem beliebten Fest am 22. März von 13 bis 18 Uhr ein.
Jede Menge Attraktionen machen den verkaufsoffenen Sonntag zu einem
begehrten Ziel in der Region. Es ist das älteste Frühlingsfest im Kreis.
Frühlingstimmung in der Stadt
Der Bauhof Rheda-Wiedenbrück stellt passend zum Frühlingsfest die
frisch bepflanzten Blumenkübel in die Innstadt zurück. Blühende Frühlingsboten
grüßen an verschiedenen Orten und Ständen.
Sonderaktionen der Einzelhändler
Die Geschäfte bieten für die entspannt bummelnden Gästen ihre aktuellen
Angebote und Messeneuheiten an. Sie stellen gerne die neuen
Kollektionen für Frühling und Sommer 2026 vor. Und sie halten wieder
viele Überraschungen und Aktionen für die Besuchenden des Frühlingsfestes
bereit. Beim Modehaus Kappel bindet eine Floristin Sträuße für
die Kundinnen. Sisters verschenkt Gartenkräuter an die Kundinnen. Bei
Schrader optik & akustik steht der Tag unter dem Motto: »Hören, wie
es wächst – Schönes für die Augen«. Passend dazu lädt das Team am
verkaufsoffenen Sonntag dazu ein, am Glücksrad attraktive »Rheda-Joker«,
exklusive Seh-Checks oder blumige Give-aways für den eigenen
Garten zu gewinnen. In entspannter Atmosphäre können die Gäste die
neuesten Trends für bestes Sehen und Hören entdecken. »Kommen Sie
vorbei und lassen Sie mit uns gemeinsam den Frühling in Rheda erblühen!«,
so das Schrader-Team.
Großer Frühlingsmarkt
Über 35 Aussteller, Schulen und Vereine sorgen dafür, dass man am
Sonntag gemütlich in der Innenstadt von Rheda bummeln und stöbern
kann und vielleicht noch das ein oder andere Ostergeschenk findet.
Wie im letzten Jahr haben beispielsweise die Flora Westfalica und
die Stadtbibliothek wieder geöffnet. Die Stadtbibliothek bietet eine kostenlose
Ausweisverlängerung für 4 Wochen. Auf dem Programm stehen
Kinderschminken von 13 bis 15 Uhr, Osterbasteln von 14 bis 16 Uhr, Close-up-Zauberei
für Kinder mit Zauberkünstler Samoti von 15 bis 16 Uhr
und Ballonmodellationen von 16 bis 17 Uhr.
Wie im letzten Jahr werden die Grünen einen grünen Pavillon mit
Sitzgarnitur vor das Büro stellen, damit interessierte Besuchende mit
ihnen über dies und das ins Gespräch kommen können. Ein aufgestelltes
Photovoltaikmodul inspiriert zur Diskussion zu den erneuerbaren Energien.
Last, not least steht eine Pinnwand zur Verfügung. Hier können die
Bürgerinnen und Bürger Anregungen zu Themen unserer Stadt machen.
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1 Wer möchte so ein Schlappohr nicht sein eigen nennen?
Der Elternbeirat des DRK-Kindergartens Klawitter verkauft frische Waffeln.
Die Kita Spielkiste bietet erneut Popcorn und eine Waffelbäckerei.
Die kleinen Gäste…
erwartet ein Kinderkarussell auf dem Doktorplatz. Der Rassekaninchenzuchtverein
Wiedenbrück ist wieder mit seinen süßen Kaninchen dabei.
Autoschau
Die Ausstellungen der heimischen Autohäuser laden auf dem Rathausplatz
und vor der Stadtkirche (Funke, Lückenotto) sowie auf dem Doktorplatz
(Sternpark, Thiel) ein. Im Blickpunkt stehen die aktuellen E-Modelle
und Wagen mit spritsparenden Motoren. Der TWV Teutoburger Wald Verkehr
mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück hat seinen Fuhrpark in 2025 um einen
modernen Reisebus erweitert. Gern möchte sie die Bürger/innen in der
Region darüber informieren, dass dieser Bus ab sofort für Ausflugs- und
Gruppenfahrten angemietet werden kann. Der Reisebus ist 13 Meter lang
und bietet hohen Komfort für Vereins-, Schul- oder Gruppenreisen.
Große Verlosung
Die vier Losverkaufenden der Initiative Rheda in Osterhasen- u. Frühlingskostümen
verkaufen Lose über 300 Gewinne. Die Lose bieten eine
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noch nicht fest. Die Verlosung der Hauptgewinne findet um 17 Uhr vor
dem alten Amtsgericht in der Berliner Straße statt. Die Gewinner müssen
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Jahr das Fürstliche Trompetercorps Rheda. »Ein herzliches Dankeschön
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so die Initiative Rheda.
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heißt die Einladung: Genießen Sie den Frühlingsanfang in vollen Zügen.
Projektteam
Das Programm haben erstellt: Janina Plum, Simone Hördel, Andrea Sandknop,
Astrid Kappel-Sudbrock und Olaf Krone. Sie danken allen Sponsoren
und Unterstützenden. Das Projektteam bittet um Verständnis,
dass zum Redaktionsschluss noch nicht alle Infos vorlagen. Diese gibt
es unter www.rheda-erleben.de – auch zu den anderen Veranstaltungen.
Cafeteria im Ev. Gemeindehaus
Auch das Ev. Gemeindehaus an der Schulte-Mönting-Straße 6 wird an
diesem Tag seine Türen weit öffnen. Der Freundeskreis Matiši und die
Frauenhilfe Rheda der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde setzen ihre
schöne Tradition fort und laden von 13.30 bis 16.30 Uhr wieder gemeinsam
zum Kaffeetrinken in gemütlicher Runde ein. An einem großen
Kuchenbuffet werden viele selbstgebackene Torten, Kuchen und Waffeln
angeboten. Neben dem kulinarischen Angebot lädt ein kleiner Basar
zum Stöbern ein. Dort finden sich unter anderem Grußkarten für verschiedene
Anlässe, Marmeladen, Taschen, Körnerkissen und liebevoll
gestalteter Osterschmuck. Ergänzt wird das Angebot durch den geöffneten
Weltladen mit einer Auswahl fair gehandelter Produkte aus aller
Welt. Der Erlös des Nachmittags kommt den Partnergemeinden der Ev.
Versöhnungs-Kirchengemeinde in Tansania und Lettland zugute. Ein
Besuch lohnt sich somit nicht nur für Genießerinnen und Genießer,
sondern auch für alle, die mit ihrem Kommen ein gutes Projekt unterstützen
möchten.
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1 Der Freundeskreis Matiši und die Frauenhilfe Rheda der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde
laden von 13.30 bis 16.30 Uhr zum Kaffeetrinken in gemütlicher Runde ein.
12 Das Stadtgespräch
1 Bei der Vernissage der Arbeiten im Künstlerhaus Repke: (v. l.) Christiane Hoffmann,
Maximilian Kuntze, Birgit Frieda Amhoff, Annette Harz, Edith Schürmann, Willi Repke
»Ich bin bunt«
Kunst als Sprache der Gefühle
Die LWL-Frida-Kahlo-Schule, Klinikschule der LWL-Tagesklinik
am Standort Rheda-Wiedenbrück, präsentierte künstlerische
Arbeiten ihrer Kinder und Jugendlichen im Künstlerhaus Repke.
Birgit Frieda Amhoff begleitet als künstlerische Leiterin die Kunstwerkstatt
in der Tagesklinik.
Wenn die Sprache fehlt, wird Kunst zu einem wichtigen Ventil, um
Emotionen wahrzunehmen und auszudrücken. Davon ist Birgit Frieda
Amhoff überzeugt. Beim täglichen zwanzigminütigen »Warm-up« ihres
Kunstprojekts lockern Melodien und Rhythmen die Emotionen und
fördern die Kreativität der Kinder und Jugendlichen.
Die gemeinsame künstlerische Arbeit wirkt wie eine Brücke zu den
Kindern und Jugendlichen und hat einen positiven Einfluss auf ihre
Entwicklung. Heranwachsende – die beispielsweise sagten »Ich kann
nicht malen« – kommen wieder ins Handeln, entdecken neue Fähigkeiten
und erfahren Bestätigung.
Ein bedeutender Bestandteil der kunstpädagogischen Arbeit ist
die Präsentation der entstandenen Werke. Erstmals wurden diese im
Künstlerhaus Repke ausgestellt. Alle ausgestellten Arbeiten entstanden
seit Mai 2025. Bei der Vernissage erzählte ein Schüler stolz von seinem
Bild: einer grünen Kartoffel mit kleinen Ecken. Dieses Motiv war ihm
wichtig – ebenso wie die Möglichkeit, sein Werk den Gästen, den anwesenden
Eltern sowie den Mitarbeitenden der Schule zu zeigen. Das
Bild war, wie alle anderen Werke, würdevoll gerahmt, ganz wie in einer
1 Die Arbeiten drücken Gefühle aus.
Galerie. Beim Rundgang durch die Ausstellung erklärten auch andere
Künstlerinnen und Künstler angeregt ihre Werke – ein Moment, der
ihren Stolz deutlich machte.
»Unsere Kunstwerkstatt eröffnet Schülerinnen und Schülern der
Kinder- und Jugendpsychiatrie einen freien, geschützten Erfahrungsraum
– jenseits von Noten, Diagnosen und Leistungsdruck. Hier können
sie Gefühle ausdrücken, Selbstwirksamkeit erleben, experimentieren
und neue Ausdrucksformen entdecken«, sagte Amhoff bei der
Vernissage. Sie begleitet das Projekt gemeinsam mit Edith Schürmann,
Lehrerin an der Frida-Kahlo-Schule.
Auch die Kunsthistorikerin und Kuratorin Christiane Hoffmann
teilte die Freude der Anwesenden. In den Arbeiten der Kinder und
Jugendlichen werde sichtbar, wie sie mit Farben und Formen Wege
finden, Gefühle auszudrücken und sich selbst zu entdecken. Die Werke
erzählten Geschichten und machten Prozesse sichtbar, wo Worte
fehlten. Durch die Teilnahme an der Ausstellung wachse ihre Kunst
noch weiter.
Für alle Patientinnen und Patienten der LWL-Kinder- und Jugendpsychiatrie
am Campus Gütersloh sowie der LWL-Tagesklinik in Rheda-Wiedenbrück
besteht die Möglichkeit, am Schulunterricht der
Frida-Kahlo-Schule teilzunehmen. Zehn motivierte und speziell geschulte
Lehrkräfte begleiten dort den Schulalltag und schaffen eine
angenehme Lernatmosphäre, berichtete Schulleiterin Annette Harz. Sie
dankte den Kindern und Jugendlichen für ihre künstlerischen Arbeiten:
»Ich bin von euch echt geflasht«, lobte sie die jungen Künstlerinnen
und Künstler.
Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein der Frida-Kahlo-Schule.
Dessen Vorsitzender Maximilian Kuntze würdigte bei der Vernissage
das Engagement von Birgit Frieda Amhoff und Edith Schürmann. Sein
besonderer Dank galt zudem Willi Repke für die Bereitstellung der Räumlichkeiten
seines Künstlerhauses zur Präsentation der Werke. Kem
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Das Stadtgespräch
13
1 Die Betroffenheit unter den Anwesenden der Versammlung der Bürgerinitiative Altstadt über das »Aus« des Altstadtfestes war groß.
Altstadtfest 2026 abgesagt
Bürgerinitiative Altstadt am Scheideweg
Über Jahrzehnte hinweg haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative
Altstadt Rheda e. V. mit großem Einsatz für das Altstadtfest
engagiert: Sie haben unzählige Stunden investiert, in den Tagen
zuvor oft kaum geschlafen, teils sogar Urlaub genommen. Unterstützung
kam dabei nicht nur aus der Altstadt selbst, sondern von vielen Menschen
weit darüber hinaus. Und nun das: Das bei den Bürgerinnen und
Bürgern von Rheda-Wiedenbrück so beliebte Altstadtfest steht trotz des
enormen ehrenamtlichen Engagements, der vielen Helfenden sowie der
Unterstützung durch Stadt, Flora Westfalica und Sponsoren vor dem Aus.
Das Damoklesschwert stetig steigender Kosten droht, diese langjährige
»Liebesgeschichte« wie ein Fallbeil zu beenden – sofern nicht in letzter
Minute doch noch ein »Prinz« erscheint und die rettenden Worte spricht.
Dieses ernüchternde Fazit nahmen die rund 100 Besucherinnen und
Besucher am 29. Januar auf der vom Vorstand der Bürgerinitiative einberufenen
Bürgerversammlung im Domhof nach mehr als zweistündiger
Diskussion mit nach Hause.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung zeichnete der Vorsitzende Michael
Haaß-Vogt ein schonungsloses Bild der finanziellen Lage des Altstadtfests.
Von den Gesamtkosten in Höhe von 76.000 Euro für das Altstadtfest 2025
konnten lediglich 35.000 Euro durch Erlöse aus dem Getränkeverkauf und
Standgelder gedeckt werden. Die verbleibenden 41.000 Euro wurden durch
Spenden und Sachleistungen ausgeglichen.
Die Bürgerinitiative, so Haaß-Vogt, sei damit an der Grenze ihrer finanziellen
Belastbarkeit angekommen. Die Umsätze des Festes gingen zurück:
Es werde weniger konsumiert, viele Besuchende würden »vorglühen«,
andere brächten ihre eigenen Getränke mit. Weitere Preiserhöhungen
seien nicht möglich – weder beim Bierpreis noch bei den Standgeldern
für die Beschicker.
Mit großem Dank würdigte der Vorsitzende die Sponsoren, machte
jedoch deutlich, dass auch hier keine Spielräume mehr bestünden. Schon
der Ausfall eines einzelnen Sponsors könne die Finanzierung des Festes
ins Wanken bringen.
Zusätzlichen Druck bringe eine vom Getränkelieferanten angekündigte
Preiserhöhung von neun Prozent, die Mehrkosten von 5.000 bis 6.000
Euro verursache. Darüber hinaus müsse die Bürgerinitiative rund 10.000
Euro für ein neues Bühnenequipment vorhalten. Doch ausgerechnet in
dem Moment, als die 30-köpfige Security die Bühne unbeaufsichtigt ließ,
wurde die wertvolle Anlage gestohlen.
Unterm Strich zeichne sich bereits jetzt ein Defizit von rund 16.000
Euro für ein weiteres Altstadtfest ab. »Ich weiß nicht, wo wir das Geld
dafür herholen sollen«, sagte Haaß-Vogt. »Das kriegen wir einfach nicht
gewuppt. Das Altstadtfest droht die Bürgerinitiative in ihrer Existenz zu
gefährden.«
Sollte keine neue Trägerschaft gefunden werden, habe das Altstadtfest
keine Zukunft. Seine Konsequenz formulierte der Vorsitzende unmissverständlich:
»Ohne mich, ohne den Vorstand.«
Die darauf von den anderen Vorstandsmitgliedern und Angehörigen
des Festausschusses vorgetragen Einschätzungen bestätigten die Ausführungen.
Die Betroffenheit unter den Anwesenden der Versammlung war groß,
als die Zukunft des Altstadtfestes unerwartet kritisch geschildert wurde.
»Diese Nachricht tut in der Seele weh«, sagte eine Teilnehmerin. »Wir
stehen am Scheideweg. Das bewegt mich«, ergänzte Hermann Heller-Jordan.
Katharina Vogt machte deutlich: »Wir wollen das Fest nicht sterben
lassen.« Simone Sundermann warnte eindringlich: »Wir dürfen nicht sehenden
Auges die Bürgerinitiative vor die Wand fahren.«
Zugleich wurde an das Erreichte erinnert. Das Konzept zur Ausdehnung
des Festes unter dem Motto »Zurück in die Altstadt« sei bei den
Besuchenden sehr gut angekommen. »Es hat immer Spaß gemacht, bei
dem Fest mitzuwirken«, sagte Haaß-Vogt. »Wir haben in jedem Jahr an der
Optimierung des Festes und an der Reduzierung der Kosten gearbeitet«,
betonte Katharina Vogt. Anerkennende Worte fand auch Prinz Maximilian
Fürst zu Bentheim-Tecklenburg: »Was die Bürgerinitiative leistet, ist
beeindruckend.«
Doch auch Fehlentwicklungen wurden offen benannt. Der zweite
Vorsitzende Benjamin Marks, der gemeinsam mit zwei bis drei weiteren
Mitstreitern für jedes Altstadtfest rund zehn Tage Urlaub für die umfangreichen
Vorbereitungen opfert, zeigte sich enttäuscht darüber, dass etwa
die Hälfte der rund 40 Helfenden nicht aus der Bürgerinitiative selbst
stammt.
14 Das Stadtgespräch
1 Für den Vorstand der Bürgerinitiative Altstadt zeichneten (v. r.) Michael Haaß-Vogt,
Benjamin Marks und Katharina Vogt schonungslos ein realistisches Bild der finanziellen
Lage des Altstadtfests.
Gemeinsam suchten auf der Versammlung Vorstand und Besuchende
nach Auswegen aus der Krise. Die Vorschläge reichten von der Idee, die
Stadt oder die Flora Westfalica als Träger zu gewinnen, über die Unterstützung
durch größere Unternehmen bis hin zur Gründung einer Veranstaltungs-GmbH.
Diskutiert wurden außerdem eine breitere Trägerschaft,
eine Ausfallbürgschaft, Spendenaktionen – etwa über Crowdfunding –,
die Erhebung von Eintrittsgeldern sowie auch die Möglichkeit, das Fest
für ein Jahr auszusetzen.
Haaß-Vogt kündigte an, dass der Vorstand gemeinsam mit dem
Festausschuss die auf der Bürgerversammlung vorgetragenen Ideen auf
ihre Machbarkeit prüfen werde.
1 Das Altstadtfest hat wie keine andere Veranstaltung Rheda zusammengeführt.
Abgesagt
Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026 bestätigte der Vorstand der Bürgerinitiative
seine auf der Bürgerversammlung gezeigte Haltung: »Für 2026
haben wir das Altstadtfest abgesagt!«
Wie kann es in Sachen Altstadtfest weitergehen?
Über die Ergebnisse der öffentlichen Sitzung vom 19. Februar 2026 im
Domhof, bei der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen
waren, sich in die Diskussion einzubringen, können wir aus produktionsterminlichen
Gründen leider erst in der kommenden Ausgabe berichten.
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Die Volkshochschule Reckenberg-Ems bietet im Frühjahrs-/Sommersemester
wieder eine Vielzahl von interessanten und spannenden
Kursen an. Der Weiterbildungskatalog ist bereits seit
Ende Januar an den bekannten Stellen und im Internet auf der Homepage
ww.vhs-re.de bzw. über Facebook und Instergram zu finden und lädt
zum Entdecken ein. Auf 320 Seiten können Interessierte zwischen 580
Vorlesungen wählen, berichtete der Volkshochschulleiter André Mannke
bei der Vorstellung des Programms für das Sommersemester nicht ohne
Stolz über dieses starke Angebot. Die VHS Reckenberg-Ems ist damit
eben viel mehr als ein »Grundversorger« in Bildungsfragen für Privat
und Beruf. Das versierte Team aus engagierten Fachbereichsleitungen,
Experten und Referierenden der VHS spricht alle Altersgruppen an: In
Präsenzveranstaltungen, online und hybrid. In einem Umfang von 7600
Semesterstunden im »offenen Bildungsbereich« und nahezu ebenso
vielen Stunden an »Auftragsangeboten« (insgesamt rund 14.000 Std.).
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Das Abenteuer Reise sprach die Koordinatorin für den Fachbereich Null
und stellvertretende Verwaltungsleiterin Irmgard Honerlage an. Die angebotenen
Wandertouren, Radreisen sowie Exkursionen und Musikreisen
sind Erlebnisse zum Genießen. Beispielhaft nannte sie eine Wanderung
im Naturpark Kellerwald und Edersee (11.–13.9.26) sowie eine Radtour an
der polnischen Ostseeküste zwischen Swinemünde und Danzig (27.5.
–4.6.26). Für Honerlage war es die letzte Teilnahme an einer Semesterpräsentation.
Im Laufe des Semesters tritt sie in den wohlverdienten
Ruhestand. Gerne stellte sie darum ihren Nachfolger vor – den Verwaltungsleiter
Sven Rüppel.
Demokratie leben
Der Fachbereich Politik-Gesellschaft-Umwelt umfasst sowohl politische,
soziale, ökonomische, ökologische und rechtliche als auch geschichtliche,
psychologische und pädagogische Themen, erklärte die Fachbereichsleiterin
Dr. Sybille Schneiders. Exemplarisch nannte sie die Veranstaltung
»300 Jahre Reckenberg: Außenbesichtigung des Reckenbergs
mit Barockgarten« mit Dr. Wilhelm Sprang, am 13.6.26. Zur Politik im
Domhof, unter dem Thema »Platon und der ideale Staat« lädt der FB am
29.4.26 mit Dozent Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ein. Als weiteres Beispiel
nannte die FB-Leiterin den Themenkreis »Astronomie für Kinder«, präsentiert
von Stephanie Zimmermeier mit den Schwerpunkten »Ein Stern
für jeden« (10.3.u.14.4.26) und »Sternensysteme be-greifen« (8. u. 9.5.26).
Kultur, Gestalten, Fremdsprachen
Von Tanzen wie bei Hofe mit dem Kontratanz mit Claudia Gerke-Plath
(26.4.26), und »Komisches Handwerk« als Einsteigerkurs und zur Vertiefung
des »Clown-Workshops für Neugierige«, angeleitet von Daniel
Scholz (9. u. 10.5.26) bis zum Kulturbrunnen für Kleinkunst mit Florian
Germann, einer köstlichen Gelegenheit, sich zu amüsieren (12.5.26) sowie
einem Vortrag über den El Camino de Santiago mit Dozent Franco
16 Das Stadtgespräch
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1 (Vorne) Sven Rüppel und Renate Riemann, (hinten v. r.) André Mannke, Irmgard
Honerlage, Carmen Vielstädte, Kirsten Klute, Sabine Höller-Pietsch, Dr. Sybille
Schneiders, Axel Hemminghaus
SONDERVERKAUF
Tous und einen digitalen Koreanisch-Grundkurs mit Lee Boyoung reichte
das von den Fachbereichsleiterinnen Dr. Sybille Schneiders und Sabine
Höller-Pietsch vorgestellte Spektrum.
Zu den neuen Angeboten im nächsten Semester für Kinder und
Jugendliche zählen unter anderem auch der Nähkurs mit anschließender
Modenschau in Rietberg und das Ferienangebot »wir häkeln eine
Unterwasserwelt«. Neu im Programm ist auch der Malkurs von Irene
Böhmer. Sie geht mit ihren Teilnehmenden in die Stadt und zeichnet
dort historische Gebäude.
Gesundheit und Ernährung
»Was bedeutet Gesundheit für uns?« Diese Frage steht über vielen Angeboten.
Als Beispiele nannte die Fachbereichsleiterin Kirsten Klute den
am 24.2.26 im »vhs Campus« gestarteten Kurs »Prima GleichGewicht«
und den am 26.2. begonnenen Kurs »Babyschwimmen für Eltern mit
Baby von 4–12 Monaten«. Für Freunde deutscher Weine folgt am 20.6.26
eine Einladung in das Haus der Kreativität mit Harald Burg. »Herzlich
willkommen« heißt es zum Kochtreff mit Freunden in der »La Cucina«
mit Marita Feldmann am 20.3.26. Rund um das »Bier« geht es im Haus
der Kreativität am 20.3.26 mit Patrik Frosch.
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Deutsch
Im Fachbereich Deutsch werden wie gewohnt die vom Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Integrationskurse und
Berufssprachkurse angeboten. Zurzeit laufen 14 Integrationskurse in
Voll- und Teilzeit sowie ein Berufssprachkurs. Zudem werden auch im
neuen Semester wieder Sprachprüfungen auf den Niveaustufen A1 bis
B2 angeboten sowie der Test »Leben in Deutschland«, der zu Einbürgerungszwecken
genutzt werden kann.
Die Anmeldung zu den Kursen ist nur nach vorheriger individueller
Beratung und Einstufung möglich. Unter Tel. 05242/9030-800 können
montags, mittwochs und freitags jeweils von 9.00 bis 11.00 Uhr Informationen
zu unseren Angeboten eingeholt und Termine vereinbart werden,
berichteten die Fachbereichsleitenden Axel Hemminghaus und Carmen
Vielstädte.
Arbeit und Beruf
Am 20. März geht es im Haus der Kreativität um die KI für Neugierige –
Basiswissen. Am 8. Mai werden unter diesem Thema im »vhs campus«
speziell interessierte Frauen angesprochen.
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Das Stadtgespräch
17
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3. Rheda-Wiedenbrücker Park Spektakel
1 »Feuer und Flamme« ist erneut Bestandteil des großen Park Spektakels Foto: Flora Westfalica
1 Die Fans feiern die pure Authentizität der Band The BossHoss Foto: S. Balz
1 Wer Johannes Oerding live erlebt hat, weiß: Seine unverwechselbare Stimme und
seine charismatische Bühnenpräsenz machen seine Konzerte zu einem einzigartigen
Erlebnis.
Foto: Y. Goldschmidt
Strahlende Gesichter bei
der Präsentation des Programms
für das dritte
Rheda-Wiedenbrücker Park Spektakel
2026. Nachdem abermals
alle drei Open-Air-Highlights des
Sommer-Festivals im Flora-Westfalica-Park
im Vorjahr ausverkauft
und das Feedback des Publikums
in dem Wunsch nach einer Neuauflage
einstimmig erklungen
war, konnten sich die Organisatoren
des Freiluft-Knüllers nur
in der Absicht bestätigt sehen,
wieder ein ultimatives Programm
für dieses magische Erlebnis auf
die Beine zu stellen, blickte Flora
Westfalica-Chef Sebastian Siefert
im Pressegespräch auf die Entwicklung
des Events. Als symptomatisch
für das tausendfache
Echo der Fans »Macht weiter so!«
zitierte der Geschäftsführer einen
Besuchenden: »Wann macht ihr
denn das nächste Spektakel? Ich
möchte meinen Urlaub buchen.
Doch wenn das nächste Park Spektakel
ist, möchte ich auf jeden Fall
in Rheda-Wiedenbrück sein«.
Die vier Acts steigen im Flora-Westfalica-Park
an der Mittelhegge
vom 27.–30. August. Das
Gelände ist unverändert. Aber es
finden noch mehr Besuchende
Platz. Bis zu 7500 Gäste können
jetzt kommen. In den beiden Vorjahren
waren es noch 5000. Das
Programm stellten die Organisatoren
vom Park Spektakel, wieder mit
einem sicheren Händchen für das,
was gut ankommt, zusammen.
The BossHoss: Back to
the Boots
Zum Auftakt, am Donnerstag,
dem 27. August, 19.30 Uhr,
machen die angesagten Country-Rock’n’Roller
»BossHoss« auf
ihrer Tour durch ausgesuchte Festivals
und Open Airs Station auf
dem Park Spektakel, um die Bühne
zu zerlegen. Malte Meier berichtete:
Im September 2025 kam
das neueste Album »Back To The
Boots« auf Platz 2 in die Charts
und wird seitdem von den Fans
gefeiert. Die pure Authentizität
der Band, gepaart mit schweißtreibendem
Rock und ihrem unverwechselbaren
rauen Charme,
ist das, was die Crowd mitreißt.
The BossHoss gehören zu einer der
bekanntesten Rock-Formationen
Deutschlands.
Live auf der Bühne sind The
BossHoss ein unvergessliches,
explosiv-energiegeladenes Erlebnis
– pure Power, die mitreißt.
Wenn die sieben charismatischen
Hauptstadt-Cowboys, allen
voran die Frontmänner Alec
»Boss Burns« Völkel und Sascha
»Hoss Power« Vollmer, auftreten,
kommen Rock’n’Roll-Fans voll auf
ihre Kosten. Mit dem Sound des
brandneuen Albums »Back To The
Boots« kehren sie live zu ihren
musikalischen Wurzeln zurück:
rauer, roher, ehrlicher denn je. Und
bringen ihren unverwechselbaren
Mix aus Country, Americana und
SouthernRock mit.
The BossHoss sind: Boss Burns
(Gesang), Hoss Power (Gesang, Gitarre),
Hank Williamson (Mundharmonika,
Mandoline), Russ
T. Rocket (Gitarre), Guss Brooks
(Kontrabass), Frank Doe (Drums)
und Ernesto Escobar de Tijuana
(Percussion) – live seit langem
unterstützt von der brillanten
Bläsersektion »The Tijuana Wonderbrass«.
Johannes Oerding:
Sommer-Open-Air 26
Neben seiner Heimspiel-Stadionshow
am 20.06.2026 in Hamburg
und einer 15 Städte umfassenden
Arena Tour dürfen sich die
Fans nun zusätzlich auf neun exklusive
Open-Air Termine in 2026
18 Das Stadtgespräch
1 7500 Gäste finden vor der Festival-Bühne Platz. Foto: Monsterpics
freuen. Und Rheda-Wiedenbrück
ist dabei, am Freitag, dem 28. August
2026, 19.30, freut sich vom
Flora Westfalica-Team Sebastian
Jerig. Bei diesen Shows erwartet
die Besuchenden die fulminante
Open Air Premiere der neuen
Songs – präsentiert vom sympathischen
Singer-Songwriter und
TV-Host von »Sing meinen Song«
und »The Voice of Germany« aus
seinem kommenden Album »Hotel«
(VÖ: 27.3.2026).
Johannes Oerding hat im Laufe
seiner über 20 Jahre andauernden
Karriere bewiesen, dass er wie
kaum ein anderer für Kontinuität
und musikalische Qualität steht:
Alle seine Alben erreichten mindestens
Goldstatus, viele davon
sogar mehrfach Platin. Wer ihn
live erlebt hat, weiß: Seine unverwechselbare
Stimme, seine charismatische
Bühnenpräsenz und
die besondere Nähe zu seinem
Publikum machen jedes Konzert
zu einem einzigartigen Erlebnis.
Feuer & Flamme: Musikfeuerwerk
und mehr
»Feuer und Flamme« ist erneut
Bestandteil des großen Park Spektakels.
Höhepunkt des am 29. August
ab 19 Uhr steigende Events ist
das faszinierende, knapp 20-minütige
Musikfeuerwerk, das weltbekannte
Pyrospezialisten auf
einer Breite von 250 Metern in der
Emsaue zünden. Spektakuläre Explosionen,
glühende Vulkane und
goldener Regen sorgen dann für
wahre Gänsehautmomente.
Doch auch bevor um 21.30 Uhr
das große Musikfeuerwerk die Besucher
in den Bann zieht, ist in den
Bereichen Mittelhegge und Emsaue
für gute Unterhaltung gesorgt.
Neue Philharmonie
Frankfurt & Rockband
und Gesangssolisten:
Symphonic Rock in Concert
Am Sonntag, dem 30. August
2026, 18.30 Uhr interpretieren die
versierten 50 Musizierenden der
Neuen Philharmonie Frankfurt unter
der Leitung von Jens Troester,
plus die Musiker des Rock-Quartetts
sowie vielseitige Top-Gesangssolisten
in einer Cross-over-
Show berühmte Titel aus Rock und
Pop. Hier trifft Mozart auf Metallica,
Bach auf die Beatles, Robbie
Williams auf Richard Wagner. Hier
werden Klassik-Snobs zu Rockfans,
und Dudelfunk-Hörer stellen
überrascht fest: Klassik kann
sowas von cool sein!
Das in Hanau ansässige
50-köpfige Orchester besitzt
internationales Renommee. Es
begleitete in der Vergangenheit
unter anderem Deep Purple, Peter
Gabriel, Roger Hodgson (Ex
Supertramp), Ian Anderson (Jethro
Tull), John Cale (Ex The Velvet
Underground), Gregory Porter
und zweimal keinen geringeren
als Robbie Williams in der Hamburger
Elbphilharmonie. Und bei
der Standing Ovation am Schluss
liegen sich ohnehin alle in den
Armen.
Ticketpreise
27.8.2026 | The BossHoss:
68,40 Euro
28.8.2026 | Johannes Oerding:
74,55 Euro
29.8.2026 | Feuer & Flamme:
15 Euro
30.8.2026 | Symphonic Rock in
Concert: 35 Euro (erm. 25 Euro)
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Das Stadtgespräch
19
2 Serhat Saygili trainiert die zweite
Mannschaft bei Rot-Weiß St. Vit.
Zum Jahreswechsel hatte er das
große Glück, den Nachwuchskicker
Marwan-Omir Mirza, der bereits
in der U19 beim BVB- Borussia
Dortmund spielt, für fünf Tage als
Personal Trainer auf der St. Viter
Alm zu trainieren.
Serhat Saygili ist seit Sommer
2025 Cheftrainer der
zweiten Mannschaft des
Traditionsvereins Rot-Weiß St. Vit.
Unter den Kickern des 37-Jährigen
ist auch Tahsin Mirza. Er erzählte
von seinem Bruder Marwan-Omir,
der mit seinen jungen 16 Jahren
schon auf dem Weg zum Fußballprofi
ist. Derzeit spielt der gebürtige
Iraker, der seit einigen Jahren
mit seiner Familie in Wiedenbrück
lebt, bei Borussia Dortmund in
der U19 und ist in der U17-Nationalmannschaft.
In der spielfreien
Zeit rund um den Jahreswechsel
war Marwan-Omir, der bereits im
Sportinternat in Dortmund lebt,
auf Heimaturlaub. Empfohlen
wird den jungen Nachwuchstalenten,
auch diese Zeit zu nutzen,
um sich fit zu halten. Das sollte
ein Personal Coach machen, der
jedoch kurzfristig absagen musste.
Über seinen Bruder Tahsin entstand
dann der Kontakt zum Rot-
Weiß Trainer Saygili. Abends kam
der Anruf und am nächsten Tag
bereits sollte es losgehen. Für Saygili,
der seit der Kindheit Fußball
St. Viter Trainer coacht
BVB-Nachwuchs
spielt, gerne auch Profi geworden
wäre und in Kürze mit der DFB-B-
Lizenz-Ausbildung startet, war ein
individuelles Training mit nur einem
Fußballer neu, zugleich aber
eine spannende Herausforderung.
»Aber die Prinzipien und Prozesse
auf dem Platz bleiben dieselben:
Lernbereitschaft, Intensität und
Wille sind entscheidend und darin
sehe ich bei meiner Mannschaft
keinen Unterschied«, betont er.
Es durften auch keine anderen
Kicker mitmachen aus Gründen
der Verletzungsgefahr. Über
Nacht erstellte Saygili einen groben
Trainingsplan. Dann ging es
am nächsten Morgen in der Früh
los. »Dass Marwan-Omir Fußball
spielen kann, das war keine Frage«,
erzählt der Trainer. Ihm ging es viel
mehr um das ganzheitliche Training.
Fünf Tage lang wurde jeden
Morgen bei Regen, Schnee, Kälte
und auch mal bei Sonnenschein
trainiert. Dabei war Saygili die Abwechslung
wichtig. Ein besonderer
Schwerpunkt lag auf der Technik,
dem ersten Ballkontakt sowie dem
direkten Torabschluss auf in vier
Zielbereiche unterteilte Torzonen.
Ferner trainierten sie Kraft
und Ausdauer, die Fitness und es
gab auch ein mentales Training.
»Ich glaube, diese Abwechslung
hat Marwan-Omir auch sehr gut
gefallen. Er ist sehr diszipliniert
gewesen, hat nie gemault oder
ist zu spät gekommen. Bei uns
passt einfach die Chemie. Wir haben
schließlich beide das Bolzen
auf der Straße gelernt«, freut sich
Serhat Saygili. Sie waren sich einig,
dass, wenn das junge Nachwuchstalent
das nächste Mal in
der Heimat ist, sie das Training
fortsetzen möchten.
Rot-Weiß-Vereinsvorsitzender
Gerd Siede fand das auch sehr
spannend, war jeden Morgen als
Zuschauer dabei und versorgte die
beiden mit Heißgetränken.
»Ich bin einfach nur stolz und
dankbar, dass ich diese Chance bekommen
habe, so einen begabten
Jugendlichen trainieren zu dürfen«,
meint der zweifache Vater Serhat
Saygili. Sein kleiner Sohn Kyan ist
bei den Mini-Kickern aktiv und ist
schon jetzt großer Fan von Marwan-Omir.
»Ich bin mir ziemlich
sicher, dass er schon bald noch
bekannter ist und auf sich aufmerksam
machen wird«, meint er.
Nach dem individuellen Training
in St. Vit folgte lediglich ein
Pausentag, danach ging es gleich
für den jungen Nachwuchsfußballer
mit der deutschen U17-Nationalmannschaft
ins Trainingslager
nach Spanien. Dort bestritt
die DFB-Auswahl ein Länderspiel
gegen Portugal, bei dem Marwan-Omir
zwei Tore erzielte und
der Mannschaft mit einem 3:1 zum
klaren Sieg verhalf.
wl
5 Als Personal Coach war Serhat
Saygili fünf Tage lang für das
Nachwuchstalent Marwan-Omir
Mirza verantwortlich. Für diese
Zeit hatte der St. Viter Trainer
einen speziellen Trainingsplan
erstellt.
20 Das Stadtgespräch
Mal big,
mal intim
Foto: Oliver Leicht
Trompeter Ruven Weithöner
kommt als Local Hero
mit Quartett
Einen konsequenten und vielseitigen
Lebensweg zeichnet den diesjährigen
Local Hero Ruven Weithöner
aus. Er wurde 1996 in Bielefeld
geboren, wo er mit sechs Jahren
ersten Trompetenunterricht bei
Guido Kostmann erhielt.
Als er Platten von Trompeter
Miles Davis hörte, wollte Ruven
nur noch Jazz spielen. Zunächst
in der Bigband des von ihm besuchten
Gymnasiums am Waldhof
und auch kurze Zeit später in der
von Stephan Schulze geleiteten
Bigband BiBop kam der Schüler
mit der lokalen Szene in Kontakt:
Mehrere Jahre blies Weithöner im
Jazz-Orchester OWL mit Musikern
auch aus Rheda-Wiedenbrück und
spielte in kleineren Formationen,
wie der Band »Rahat«, mit der er
bei Bundesbegegnung Jugend
Jazzt auftrat.
Ein Jazzstudium an der
Folkwang Universität der Künste
in Essen war der erste Schritt zum
Profi. Als solcher war er dann in
der Kölner Jazz-Szene mit kleinen
intimen Ensembles und örtlichen
Big Bands erfolgreich.
2022 wurde Weithöner folgerichtig
einer der ersten Studenten
im neuen Masterstudiengang Big
Band in Frankfurt am Main, wobei
er in Produktionen mit der Big
Band des Hessischen Rundfunks
spielt.
Im März 2025 zog Ruven Weithöner
nach Wiesbaden. Mit dem
jungen Tenorsaxophonisten Christoph
Heimbach und den etablierten
Musikern Hanns Höhn und
Max Jentzen formierte sich im
vergangenen Jahr ein Quartett, für
das beide Namensgeber im akustischen
Modern-Jazz-Programm
Stücke schreiben.
Mit diesem Quartett kommt
Weithöner am 22. April zum Heimspiel
beim Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück
im Abrahams nach Ostwestfalen-Lippe.
LOCAL
HERO
2026
22 04 26
WEITHÖNER
HEIMBACH
QUARTETT
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Rheda-Wiedenbrück
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Das Stadtgespräch
21
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1 Anna Katharina Brüning, Beate Hustert, Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld, Sandra Voß (Elternbeirat), Pfarrer Ullrich Auffenberg
mit den Kindern Milon, Lenny, Konner und Enya freuen sich über »25 Jahre St.-Vinzenz-KiTa«.
»Wir singen heute
Happy Birthday«
25 Jahre Kindertageseinrichtung
St. Vinzenz
Im April 1999 ist die katholische Kirchengemeinde
St. Aegidius der Anfrage der Stadt nach weiteren
Betreuungsplätzen für Kinder nachgekommen und
hat auf Anregung des damaligen Pfarrdechanten Ullrich
Auffenberg eine neue Kindertageseinrichtung für drei
Gruppen an der Rietberger Straße, direkt neben dem
St. Vinzenz Hospital gebaut. Die KiTa sollte denselben
Namen bekommen wie das Krankenhaus »St. Vinzenz«.
Nun wurde das 25-jährige Bestehen der Einrichtung
gefeiert. Und weil von Anfang an ein guter Kontakt zum
Krankenhaus gepflegt wurde, konnte der kurzweilige
Wortgottesdienst in der Kapelle des Hospitals gefeiert
werden. Leiterin Beate Hustert betonte zu Beginn, dass
sie das schönste Geschenk, das man einer Leitung machen
könnte, bereits erhalten habe. Alle Familien hätten
sich zum Jubiläumsfest angemeldet. »Das ist einfach
toll, denn eine Kindertageseinrichtung ist damals wie
heute auf gute Eltern angewiesen, sowie auf viele andere
Partner, damit es rund läuft«, bedankte sie sich
für das Vertrauen.
Von der Idee des Kita-Baus im April 1999, über die
ersten Planungen im November, dem Startschuss im
März 2000 und der Eröffnung im Dezember 2000, lief
der Neubau der Kita nahezu reibungslos. Viele aus dem
Team der ersten Stunde sind auch heute noch dabei wie
Beate Hustert, die 2014 die Leitungsposition von Anne
Wellmeyer übernommen hat. Gerne griff sie das Symbol
der Windmühle, wie schon Wellmeyer vor 25 Jahren zur
Eröffnung, wieder auf.
Sieben Flügel hat das bunte Windrad und jeder
steht für etwas. »Das sind die Kinder, die Eltern, die
Erzieherinnen und Erzieher, die Ehrenamtlichen, der
Träger, die Stadt und die Kirchengemeinde«, betonte
Hustert. Alle gemeinsam würden sich gleichmäßig
in eine Richtung bewegen und das seit nunmehr 25
Jahren. Glückwünsche gab es von den Eltern, die sich
bedankten für neugierige Mäuse, freche Enten und
starke Elefanten, angelehnt an die Gruppennamen.
Mit Herz, Geduld und Freude würden ihre Kinder gefördert
und dabei Sicherheit und Vertrauen erfahren
und das an jedem Tag.
Heinz Bremehr vom Kirchenvorstand betonte,
dass die St. Vinzenz Kita ein hohes Ansehen in der
Stadt genießen würde und die Plätze stets schnell
vergeben seien.
»Ihr, liebe Kinder, seid der Grund, warum diese
Kita so lebendig und fröhlich ist«, meinte die stellvertretende
Bürgermeisterin Gabriel Bremke-Moenikes.
Von der Stadt gab es einen Baum, der in Kürze im
Garten gepflanzt werden soll.
Anna Katharina Brüning, Regionalleitung der KiTa
gGmbH, die die Trägerschaft 2012 übernommen hat,
lobte die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit
mit der Einrichtung, in der sich stets was bewegt
und das immer gleichmäßig und vorwärts. Partizipation
würde zudem großgeschrieben. Das wurde am
Morgen des Jubiläumsfestes einmal mehr deutlich,
als die Kinder mal kurz darüber abstimmten, ob es
am Nachmittag Hüpfkissen gibt oder eine Disco.
Zwei Drittel waren für die Disco und so freuten sich
die Mädchen und Jungen schon die ganze Zeit darauf,
zu flotter Musik tanzen und Spaß haben zu können.
Die Hüpfkissen sollte es dann in den Tagen nach dem
Fest geben. Bei Waffeln, Reibekuchen und Getränken
fand zudem reger Austausch statt.
22 Das Stadtgespräch
Einstimmiges
Zeichen für
Zusammenhalt
bei der TSG
Die TSG Rheda hat einen
neuen Vorstand
Große Freude herrscht beim ältesten und traditionsreichsten
Sportverein der Stadt Rheda-Wiedenbrück: Die Turn- und Sportgemeinde
Schwarz-Gelb von 1861 e. V. Rheda (TSG) hat nach
einem Jahr Suche wieder eine neue Vorstandsspitze. Während der Mitgliederversammlung
wurde von den 90 Anwesenden Ludger Brinkmann
zum Vorsitzenden, Klaus Holste zum zweiten und Rüdiger Löwenstein
zum dritten Vorsitzenden, Monika Glomm zur Kassiererin und Kristina
Stolle zur Schriftführerin gewählt. Und das jeweils einstimmig. Der
Verein wertet dies als klares Zeichen für Vertrauen und Zusammenhalt.
Alle fünf Vorstandsmitglieder sind seit mehreren Jahrzehnten bei der
TSG dabei und wollen mit Herzblut und Erfahrung die Geschicke zum
Wohle des Vereins in die Hand nehmen. Drei von ihnen stammen aus
der Badmintonabteilung und zwei aus der Handballabteilung.
Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern galt ein großes Dankeschön
– insbesondere Gabi Ebel für ihr langjähriges Engagement und
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1 Der neue Vorstand der TSG Rheda: (v. l.) Kristina Stolle, Gabriele Ebel, Ludger Brinkmann,
Monika Glomm, Rüdiger Löwenstein, Tanja Schmits und Klaus Holste
ihre unermüdliche Arbeit für die TSG. Freude herrschte zudem über die
Wiederwahl von Geschäftsführerin Tanja Schmits.
Mit dem Tod des ersten Vorsitzenden Josef Schnusenberg im Dezember
2024 musste zunächst ein schwerer Verlust für den Verein überwunden
werden. Mit dem neuen Führungsgremium sind die Blicke wieder
in die Zukunft gerichtet.
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Das Stadtgespräch
23
Berufsinformationsbörse am 5. und 7. März 2026
in der Stadthalle und im Theater Gütersloh
Hilfe bei der Berufswahl und erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern
Die Wahl des passenden Berufs ist ein entscheidender Schritt im Leben eines
jungen Menschen. In dieser oft herausfordernden Orientierungsphase können
Schulen, Berufsberatung, Betriebe und andere Einrichtungen wichtige
Hilfestellungen geben. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 7. März 2026
erneut die Berufsinformationsbörse für den gesamten Kreis Gütersloh statt.
Aufgrund der hohen Zahl an Ausstellern wird auch in diesem Jahr sowohl die
Stadthalle als auch das Theater in Gütersloh genutzt. Vor Ort präsentieren
Unternehmen und verschiedene Einrichtungen und Institutionen aus unterschiedlichsten
Branchen ihre Angebote und informieren über vielfältige
Ausbildungsberufe, duale Studiengänge sowie Studienmöglichkeiten.
Die Organisation der Berufsinformationsbörse liegt in den Händen
der Probierwerkstatt e.V., die dabei eng mit den Unternehmerverbänden
für den Kreis Gütersloh zusammenarbeitet. Die Probierwerkstatt
selbst besteht seit mittlerweile 36 Jahren und wird von verschiedenen
Institutionen getragen, darunter der Unternehmerverband Gütersloh,
der Verband der Metall- und Elektroindustrie Gütersloh, die Kreishandwerkerschaft
sowie die Stadt und der Kreis Gütersloh. Seit dem Jahr
2007 organisiert der Verein wieder regelmäßig solche Veranstaltungen,
ab 2009 findet die Berufsinformationsbörse jährlich statt. Am Samstag,
dem Veranstaltungstag, öffnet die Börse von 9 bis 14 Uhr ihre Türen. Sie
richtet sich kreisweit an alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis
13 aller Schulformen sowie deren Eltern und Lehrkräfte.
»Dadurch wollen wir den Eltern und Lehrern eine bessere Möglichkeit
zur Teilnahme bieten, denn sie spielen eine wichtige Rolle als Unterstützer
und Ratgeber der Jugendlichen«, erklärt Vereinsvorsitzender
Michael Hyllan. »Zudem können die Jugendlichen mit Auszubildenden
an den Ständen »auf Augenhöhe« sprechen. An rd. 100 Ständen stellen
Unternehmen und weitere Institutionen aus. Entsprechend groß ist die
Vielfalt der vorgestellten Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und
dualen Studiengänge«.
»Anfassen und ausprobieren, so lautet wieder unser Motto – unser Ziel
ist es, Schüler zu motivieren und zu informieren«, erklärt Alena Miorini von
den Unternehmerverbänden. »Wir leisten eine wichtige Orientierungshilfe im
Dschungel der Möglichkeiten mit unserer zentralen Börse für den gesamten
Kreis Gütersloh. Die Jugendlichen knüpfen erste persönliche Kontakte zu den
Betrieben. Die Unternehmen, u. a. zahlreiche erfolgreiche große und mittlere
Industriebetriebe, können sich als Ausbildungsbetrieb präsentieren sowie
zukünftige Auszubildende gewinnen und den Fachkräftenachwuchs sichern.
Wir freuen uns, die Berufsinformationsbörse wieder in Präsenz anbieten zu
können.« Jens Uwe Pape von der Kreishandwerkerschaft weist auf die guten
Aufstiegschancen nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung hin.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Alena Miorini, Unternehmerverband
Gütersloh/Probierwerkstatt, Tel. 05241.987512, miorini@
probierwerkstatt-gt.de und auf der Webseite www.bib-gt.de.
BERUFS
INFORMATIONS
BÖRSE
ELTERN-
INFORMATIONS-
ABEND
05.03.2026 | 19 Uhr
Stadthalle Gütersloh
Raum K22
Samstag, 07. März 2026
9:00 - 14:00 UHR
STADTHALLE + THEATER GÜTERSLOH
in Zusammenarbeit mit dem
Unternehmerverband Gütersloh e.V.
www.bib-gt.de
24 Das Stadtgespräch
Foto: © adobe stock
Jobbörse für
die Region
Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie interessante
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Karriere in der
Baubranche
Bauprojekte im Tiefbau bilden die Grundlage moderner Infrastruktur
– von Straßen und Wegen bis hin zu Entwässerungs- und
Versorgungssystemen. Damit Baustellen sicher, termingerecht
und qualitativ hochwertig umgesetzt werden können, arbeiten
verschiedene spezialisierte Ausbildungsberufe eng zusammen. Ob
beim Führen großer Maschinen, beim Bau von Fahrbahnen oder
beim Verlegen von Leitungen – handwerkliches Geschick, technisches
Verständnis und Teamarbeit sind auf der Baustelle entscheidend.
Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt und bietet
abwechslungsreiche Aufgaben in wechselnden Projekten. Dabei
lernen die Auszubildenden nicht nur die praktischen Abläufe auf
der Baustelle kennen, sondern auch, wie man Pläne liest, Arbeitsabläufe
organisiert und Arbeitssicherheit gewährleistet.
Auszubildende zum Baugeräteführer im Tiefbau bedienen, warten
und rüsten moderne Baumaschinen, wie Bagger, Radlader
oder Planierraupen, und sorgen dafür, dass der Baustellenbetrieb
effizient abläuft. Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbau
stellen Verkehrsflächen her, bauen stabile Untergründe auf
und verlegen Beläge aus Asphalt, Beton oder Pflaster. Auch die
Gestaltung von Böschungen, Gehwegen und Zufahrten gehört
zu ihren Aufgaben. Im Schwerpunkt Kanalbau errichten Auszubildende
Entwässerungs- und Leitungssysteme, setzen Schächte
und Rohre fachgerecht ein und sichern Baugruben gegen Einsturz.
Darüber hinaus lernen sie, wie man Baustellen dokumentiert und
die Arbeiten mit anderen Gewerken koordiniert, um reibungslose
Abläufe sicherzustellen.
Die Ausbildung erfolgt dual: Praxisnah auf der Baustelle und im
Betrieb, theoretisch in der Berufsschule. Neben den handwerklichen
Grundlagen vermitteln die Schulen Kenntnisse in Deutsch,
Mathematik, technischer Kommunikation, Arbeitsschutz und Baurecht.
Körperliche Belastbarkeit, Sorgfalt, technisches Verständnis
und ein Interesse an Bauprozessen sind wichtige Voraussetzungen,
um nach der Ausbildung selbstständig und verantwortungsvoll
auf Baustellen arbeiten zu können.
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Gütersloh
Das Stadtgespräch
25
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Kunden sowie Handelspartner optimal betreut werden, braucht es engagierte
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viele Fäden zusammen: Informationen werden gebündelt, Termine koordiniert
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So entsteht die notwendige Struktur, damit sich der Vertrieb voll
auf Kundenbeziehungen und Marktentwicklung konzentrieren kann.
Die Vertriebsassistenz unterstützt die Vertriebsleitung sowie den
Außen- und Innendienst im Tagesgeschäft und fungiert als verlässliche
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Schnittstelle zu Händlern und Kunden. Zu den Aufgaben zählen die Koordination
von Anfragen und Unterlagen, die Vorbereitung von Auswertungen
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Messen, Events und Schulungen. Eine strukturierte, ergebnisorientierte
Arbeitsweise, digitale Kompetenz und sichere Kenntnisse in gängigen
Office-Anwendungen sind dafür ebenso wichtig wie ein professionelles
Auftreten und gute Englischkenntnisse. Branchenkenntnisse und Erfahrung
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Einzelhandelskaufleute
*
* Berufsbezeichnung bezieht sich auf m/w/d
Foto: © adobe stock
Wo es etwas zu kaufen gibt, sind Kaufleute im Einzelhandel meist nicht besonders
weit. Egal ob Supermarkt, Modehaus, Elektro-Fachgeschäft oder
sogar Tankstellenshop – in allen Sparten des Einzelhandels stehen sie ihren
Kunden freundlich und zuvorkommend zur Seite. »Der Kunde ist König«,
dieses Motto haben sich Kaufmänner und Kauffrauen im Einzelhandel markant
auf die Fahnen geschrieben. Ihre Kernaufgabe ist es, Kundennachfrage
und Warenangebot zusammenzuführen. Infolgedessen sind sie
auch in die betriebliche Verwaltung und Organisation eingebunden: Kaufleute
im Einzelhandel kennen sich im Warenwirtschaftssystem aus, überwachen
Bestände und kontrollieren Warenbewegungen. Sie führen Bestellungen
durch, nehmen Lieferungen entgegen und überprüfen diese auf
Menge und Qualität. Anschließend lagern sie die Güter fachgerecht ein,
kümmern sich um die sachgerechte Bestückung der Auslagen und sorgen
für die Sauberkeit der Verkaufsräume. Und weil Kaufleute im Einzelhandel
den Markt ebenso gut kennen wie sie die Kundeninteressen verstehen,
können sie potenzielle Käufer kompetent beraten. Die Ausbildung für
Einzelhandelskaufleute* ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. In
der Regel wird der Beruf ohne eine Spezialisierung nach bestimmten Fachrichtungen
oder Schwerpunkten im Handel ausgebildet. Die Ausbildung ist
eng verwandt mit der Ausbildung zum Verkäufer* bzw. zur Verkäuferin. Die
Dauer der Ausbildung für Einzelhandelskaufleute beträgt normalerweise 3
Jahre und wird nach dem dualen System gleichzeitig in einer Berufsschule
und in einem Betrieb durchgeführt, um von vornherein ein produktives
Zusammenspiel von Praxis und Theorie zu gewährleisten.
QR-Code scannen und
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26 Das Stadtgespräch
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Das Stadtgespräch
27
1 Prof. Dr. Joern W.-P. Michael und Dr. Klaus Küppers führen gemeinsam die Klinik für
Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz Hospital.
Foto: KHO
1 KHO-Geschäftsführer Matthias Bitter (r.) und der Kaufm. Direktor Philipp Herzog (l.)
freuen sich über die Förderung des Vinzenz Hospitals mit 11,3 Mio. Euro. Den Förderbescheid
nahmen sie Ende November in der Staatskanzlei in Düsseldorf entgegen.
Gemeinsam für mehr Beweglichkeit
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz Hospital
Prof. Dr. Joern W.-P. Michael und Dr. Klaus Küppers bündeln ihre
Kompetenzen: Die beiden Chefärzte führen seit Oktober gemeinsam
die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz. Dr.
Küppers verantwortet primär den Bereich der Unfallchirurgie sowie den
Bereich der berufsgenossenschaftlichen Versorgung (Arbeits- und Wegeunfälle).
Prof. Michael verantwortet primär den Bereich der Orthopädie
und ist Leiter des Endoprothetikzentrums, auch wenn beide Chefärzte
orthopädisch tätig sind. Die beiden Ärzte vertreten sich gegenseitig.
Kliniken neu strukturiert
Prof. Michael war bislang mit seinem Ärzteteam an dem zur Katholischen
Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) gehörenden Elisabeth
Hospital tätig. Die dort vorhandene Klinik für Orthopädie und die Klinik
für Unfallchirurgie erfüllten gemeinsam die erforderlichen Stückzahlen
bei den Eingriffen, ebenso die von Dr. Küppers geführte Klinik für Orthopädie
und Unfallchirurgie in Wiedenbrück.
Die Klinik für Unfallchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. Dieter
Mann befindet sich weiterhin am Elisabeth Hospital. »Die Klinik für Orthopädie
aus dem Elisabeth Hospital an das nur zwölf Fahrminuten entfernte
Vinzenz Hospital zu verlagern, war eine strategische Entscheidung unseres
Krankenhausverbunds, die im Einklang mit der Landeskrankenhausplanung
NRW stattgefunden hat«, erklärte KHO-Geschäftsführer Matthias
Bitter. »So konnten wir unsere fachliche Expertise im Sinne unserer Patientinnen
und Patienten im Kreis Gütersloh bündeln. Die Klinikreform hat
uns vor große Herausforderungen gestellt, bietet aber auch Chancen, um
die Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung langfristig zu
verbessern. Diese haben wir genutzt«, sagt Bitter in einer Presseerklärung.
Endoprothetikzentrum
Seit Ende 2012 können sich deutschlandweit Kliniken von der Deutschen
Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) als
Endoprothetikzentrum zertifizieren lassen. Das zertifizierte EndoProthetikZentrum
(EPZ) Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück wurde
als erstes seiner Art im Kreis Gütersloh im November 2014 zertifiziert.
Die EndoCert-Initiative der DGOOC sichert die qualitative hochwertige
Durchführung endoprothetischer Eingriffe.
Das Vinzenz ist das einzige Haus im Kreis Gütersloh, welches ein
zertifiziertes EPZ betreibt und die Leistungsgruppen der primären Endoprothetik
zugewiesen bekommen hat, berichtete der Kaufmännische
Direktor der KHO Philipp Herzog später in einem Pressegespräch.
In dem Zentrum arbeitet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
des Vinzenz Hospitals unter Leitung von Prof. Dr. Joern Michael
und Dr. med. Klaus Küppers interdisziplinär innerhalb des Hauses und
mit den anderen Häusern der KHO zusammen.
Hauptoperateure
Die Hauptoperateure sind: Chefarzt Prof. Dr. med. Joern Michael (EPZ-Leiter)
sowie Chefarzt Dr. Klaus Küppers nebst den Oberärzten André Oster
(EPZ-Koordinator), Sumar Abd Ali, Dr. med. Jens Kind und Salman Essa
Salman.
Die Kliniken kamen vor der Zusammenlegung auf jeweils etwa 400
Implantate. Die Zielgröße nach der Zusammenlegung der Orthopädie
liegt bei mehr als 800 Prothesen.
Den Patientinnen und Patienten steht nun die doppelte Fachexpertise
für die Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Beweglichkeit
zur Verfügung. »So kommt unseren Patienten eine noch bessere Spezialisierung
zugute«, erklärt Küppers in dem Pressegespräch, der das
roboter-unterstützte Operieren mit dem Mako-OP-Roboter im Vinzenz
Hospital etabliert hat.
Innovationen
»Diese innovative Technik in der orthopädischen Chirurgie funktioniert
sehr zuverlässig und die Ergebnisse sind hervorragend. Wir haben mittlerweile
Patienten, die für die Behandlung bei uns auch weitere Strecken
in Kauf nehmen. Der Mako-Roboter erlaubt es, die Position eines Implantats
exakt zu planen, Bewegungen des künstlichen Gelenks vorher
zu simulieren und es millimetergenau zu platzieren. Das bedeutet noch
mehr Patientensicherheit und eine noch höhere Qualität des operativen
Ergebnisses«, versichert Küppers.
Michael ist Mitentwickler einer Kurzschaft-Hüft-Endoprothese bei
Hüftarthrose. »Im Endoprothesenregister Deutschland ist diese als führendes
Implantat bei elektiver Hüftprothesen-Versorgung aufgeführt mit
28 Das Stadtgespräch
1 Über dem Operationstrakt des Vinzenz Hospitals mit den drei Operationssälen der
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wird ein neues Obergeschoss mit vier
Operationssälen geschaffen.
Foto: KHO
mehr als 50.000 Versorgungen durch operierende Kliniken«, berichtet der
zertifizierte Hüft- und Fußchirurg. Er etablierte vor mehr als zehn Jahren
den minimal-invasiven Zugang zum Hüftgelenk im Elisabeth Hospital,
der auch im Vinzenz Hospital zum Einsatz kommt. Somit besteht am
Rheda-Wiedenbrücker Standort ein breites Versorgungsangebot in der
Endoprothetik.
Patientennähe
»Um den Menschen an unseren Krankenhausstandorten in Gütersloh
und Oelde auch weiterhin wohnortnahe Sprechstunden- und Beratungsangebote
im Bereich der Orthopädie anzubieten, bleiben die Sprechstunden
an beiden Standorten bestehen«, ergänzt Michael. Beiden
Chefärzten steht neben der modernen OP-Technik ein erfahrenes interdisziplinäres
Team aus Medizinern, Therapeuten und Pflegefachkräften
zur Seite, so dass Patienten ein optimales Behandlungsumfeld vorfinden.
Einzugsgebiet
Einweisungszahlen zeigen, dass es eine kleine Grenze in Richtung Soest
gibt. Ansonsten bedienen die Orthopädie und Unfallchirurgie ein großes
Gebiet: »Die Patienten kommen aufgrund unseres guten Rufes«, so Dr.
Küppers.
Synergieeffekte
Personal: Die Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienste sind gleichmäßig
auf die Fachärzte der chirurgischen Abteilungen (auch die Allgemeinchirurgie
unter der Leitung von Dr. Werner Grebe) verteilt, sodass
24/7 immer ein qualifizierter Facharzt für die Patienten erreichbar ist.
Einkauf: Hier wird noch eine Optimierung der konsequenten Artikel- und
Lieferantenstraffung angestrebt, so Herzog. Ein strategischer Einkauf
ist im Verbund in der KHO schon seit vielen Jahren etabliert, sodass
diese in der Lage ist, die beste Qualität bei medizinischen Produkten
wie beispielsweise Implantaten zu guten Konditionen einzukaufen, so
Herzog weiter. »Im Zuge der Zusammenführung der Orthopädie und
Unfallchirurgie können wir beide sagen, dass wir zufriedene Implanteure
sind. Wir haben gute Implantatanbieter, schauen aber nun im nächsten
Schritt, dass wir diese harmonisieren. Die Qualität steht dabei immer
an oberster Stelle«, sagt Küppers.
Prozessorganisation: Die Verknüpfung der Orthopädie mit der Geriatrie
auf der Station Drei wird komplett ausgeweitet. Die Geriatrie wird auf
29 Betten erhöht. Die Patienten sind mit den kurzen Wegen und dem
Das Stadtgespräch
1 Blick in den vorhandenen OP-Bereich mit dem dort von der Klinik eingesetzten
Mako-OP-Roboter.
Foto: KHO
interdisziplinären Behandlungsteam mit der Expertise aus verschiedenen
Fachrichtungen vor Ort und unter einem Dach sehr zufrieden. Im Vinzenz
Hospital ist dies ein sehr bewährtes System, die Zusammenarbeit
mit Dr. Stephan Held als erfahrener Chefarzt der Geriatrie funktioniert
hervorragend, so Prof. Michael. In der Geriatrie erhalten die hochbetagten
Patienten eine umfassende therapeutische und medizinische
Versorgung, um den bestmöglichen Erhalt von Selbstständigkeit und
Mobilität zu sichern. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Minderung von
Pflegebedürftigkeit.
Das Lucia-Hospital in Harsewinkel, welches eine sehr große Geriatrie
betreibt, wird von der KHO entsprechend der Landesplanung bis
2030 dort weitergeführt und anschließend in das Elisabeth Hospital in
Gütersloh integriert. Aktuell besteht keine Veranlassung, die Geriatrie
vor 2030 zu verlagern, da diese sehr gut angenommen wird, wenn auch
ein geriatrisches Angebot am Standort in Gütersloh eine sehr sinnvolle
Ergänzung darstellt. Den kompetenten Mitarbeitenden, die im Lucia
Hospital tätig sind, werden aber auch ab 2030 attraktive Arbeitsplätze
in der KHO angeboten werden können – der Bedarf ist vorhanden.
Neuer OP-Bereich für die Orthopädie
Über dem Operationstrakt mit drei Operationssälen wird ein neues Obergeschoss
mit vier Operationssälen geschaffen. Die dafür erforderlichen
Investitionskosten sind durch die Landesförderung in Höhe von 11,3 Mio.
Euro gedeckt, berichtet Herzog. Der Baubeginn ist spätestens für 2027
angedacht. Alle relevanten Berufsgruppen wie die Operateure, die Hygieneabteilung
und OP-Mitarbeitende werden neben den Technikern und
weiteren Planern an diesem großartigen Projekt beteiligt.
Die Baumaßnahme ist nötig aufgrund des steigenden Bedarfs an
OP-Kapazitäten durch die Reduktion der Anbieter in der Orthopädie
als Konsequenz der Landeskrankenhausplanung. Der bisherige Operationstrakt
besteht seit mehr als 20 Jahren. Er entspricht allen Anforderungen,
ist aber einfach in die Jahre gekommen und das »Vinzenz« hat
mittlerweile auch andere medizinische Möglichkeiten (u. a. Robotik),
die ein anderes Raumangebot erfordern. Die steigende Digitalisierung
hält auch Einzug in die OP-Säle.
Stärkung des Marien-Hospitals Oelde
Der KHO ist sehr an der Weiterführung des Hospitals gelegen. »Wir sind
Grundversorger mit unseren Abteilungen für Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie,
der Inneren Medizin, die auch über das Angebot der komplexen
Gastroenterologie verfügt, sowie der Belegabteilung für Urologie und
dem besonderen Angebot unserer Klinik für Plastische, Ästhetische,
29
Rekonstruktive und Handchirurgie. Natürlich betreiben wir auch eine
Intensivstation und eine Zentrale Notaufnahme. Die freigewordenen
Flächen durch die krankenhausplanerische Schließung der Gynäkologie
und Geburtshilfe sowie der Geriatrie werden wir möglichst gut für weitere
Gesundheitsangebote nutzen, sodass wir den Standort für Bürger
und Mitarbeitende attraktiv gestalten. Wir sind derzeit in Planungen
dazu«, führt Herzog aus.
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Strukturveränderung beim EliHop
Die durch die Zusammenlegung der Orthopädien des Vinzenz und des
EliHops in Gütersloh frei gewordenen Betten und Räumlichkeiten können
sinnvoll durch die anderen Fachabteilungen, wie z.B. die Wirbelsäulenchirurgie,
genutzt werden.
»Das Elisabeth Hospital wird sehr gut angenommen. Wir betreiben
eine große Neurologie, die mit ihrer zertifizierten Stroke Unit auch
die Schlaganfallversorgung der Region übernimmt. In diesem Bereich
herrscht eine große Nachfrage. Dazu kommen Gynäkologie und Geburtshilfe,
eine Unfallchirurgie, eine Allgemeinchirurgie, die Klinik für
Wirbelsäulenchirurgie und eine große Innere Medizin mit spezialisierten
internistischen Fachdisziplinen wie die Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
sowie Nephrologie. Die Verteilung der Betten erfolgt auf
verschiedene Fachbereiche«, so Herzog.
Um auch den Gütersloher Patienten ein gutes Angebot in der Orthopädie
zu machen, bietet Prof. Michael auch weiterhin orthopädische
Sprechstunden in Gütersloh (dienstags) an. Die OP erfolgt dann im nahen
Rheda-Wiedenbrück.
Anmeldung und Information
Sekretariat der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie – Endoprothetikzentrum,
Tel. 05242/591-1301
1 Der Chefarzt Klaus Küppers feierte mit seinem OP-Team den 200. Eingriff mit dem
Mako-OP-Roboter.
Foto: KHO
30 Das Stadtgespräch
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1 Der Chefarzt Prof. Dr. Joern W.-P. Michael ist der Mitentwickler einer Kurzschaft-
Hüft-Endoprothese bei Hüftarthrose.
Foto: KHO
Nachrichtlich
Das Vinzenz Hospital wurde im Jahr 1849 gegründet und ist damit das
älteste Krankenhaus im Verbund der KHO. Es verfügt über mehrere Fachkliniken,
darunter Allgemeine Innere Medizin mit Schwerpunkten in
Gastroenterologie, Diabetologie und Geriatrie, Allgemein-, Viszeral- und
Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Anästhesiologie sowie
Radiologie. Das Hospital behandelt jährlich etwa 5.000 stationäre und
21.000 ambulante Patientinnen und Patienten.
Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gGmbH (KHO) mit
Sitz in Bielefeld ist ein regionaler, christlich geprägter Krankenhausverbund
und besteht aus den sechs Krankenhäusern Franziskus Hospital
Bielefeld, Mathilden Hospital Herford, dem Vinzenz Hospital Wiedenbrück
sowie dem Elisabeth Hospital Gütersloh mit dem Lucia Hospital
Harsewinkel und Marien-Hospital Oelde. Ihre Gründung erfolgte vor
30 Jahren.
»Es erfüllt mich mit großem Stolz, Teil unserer traditionsreichen und
gleichzeitig hochmodernen Hospitalvereinigung zu sein. Ich sehe jeden
Tag das Engagement und die Expertise, die hier täglich seitens unserer
Mitarbeitenden in die medizinische Versorgung und das Wohl unserer
Patientinnen und Patienten in unseren sechs Standorten investiert
werden. Mit einem starken Fokus auf die kontinuierliche Weiterentwicklung
und die Umsetzung modernster medizinischer Standards werden
wir unseren Beitrag dazu leisten, die KHO als zukunftsorientierten und
verlässlichen Partner in der Gesundheitsversorgung zu positionieren«,
sagt KHO-Geschäftsführer Matthias Bitter.
Kem
Das Stadtgespräch
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31
1 Frank Stuckstedte an der zwischenzeitlich stillgelegten Wasserstofftankstelle an der
Bielefelder Straße
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Stopp der Schließung von Wasserstoff-Tankstellen
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Personen haben sich bis zum 8. Februar 2026 an der Online-Petition
»Stoppt die Schließung der Wasserstoff-Tank-
576
stellen« beteiligt. Das sei zwar wenig, bewertete der heimische Initiator
der Eingabe, Frank Stuckstedte, das Zwischenergebnis vor dem Hintergrund
der erforderlichen 30.000 Stimmen. Aber er äußerte sich zuversichtlich,
dass die Resonanz sicherlich noch an Fahrt aufnehmen wird.
Die Petition richtet sich an das Bundesministerium für Verkehr
(BMV), die European Commission – Directorate-General for Mobility
and Transport (DG MOVE) und H2 Mobility Deutschland GmbH & Co.
KG. Sie wurde am 6. Dezember gestartet und läuft noch bis Ende Juni.
Sie findet insbesondere Unterstützung aus Fachkreisen sowie bei
kommunalen Akteuren, die bereits in wasserstoffbasierte Fahrzeugflotten
investiert haben. Diese Fahrzeuge wurden im Vertrauen auf die
bestehende Infrastruktur beschafft und sind technisch voll einsatzfähig.
Durch die Schließung der Tankstellen verlieren sie jedoch ihre operative
Grundlage.
Anlass für die Petition war für Stuckstedte die Schließung der lokalen
Wasserstofftankstelle an der Bielefelder Straße zum 1. Januar 2026. Sie
wurde erst 2019 mit rund 600.000 Euro an EU-Fördermitteln errichtet.
Die Initiative richtet sich bundesweit gegen den vorzeitigen Rückbau der
insgesamt 36 öffentlich geförderten Wasserstofftankstellen. Insgesamt
wurden aktuell bereits 41 Wasserstofftankstellen in 2025 geschlossen.
Der Rückbau bestehender H 2 -Tankstellen gefährdet nicht nur einzelne
Standorte, sondern sorgt für Versorgungslücken. Schon jetzt ständen
für Kraftfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb beispielsweise auf der rund
400 km langen Distanz zwischen Hamburg und Gießen keine Wasserstoff-Tankstellen
mehr zur Verfügung, so Stuckstedte.
Zugleich konterkariert der Rückbau die Wirkung milliardenschwerer
Investitionen Deutschlands und der Europäischen Union in Erzeugung,
Transport und Speicherung von Wasserstoff. Darunter befinden sich u.
a. ebenfalls die von der Bundesregierung geförderten Wasserstoff-Leitprojekte.
Mit Initiativen wie H2Giga (industrielle Skalierung der Wasserstoff-Produktion),
TransHyDE (Transport- und Speicherinfrastruktur) und
H2Mare (Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Offshore-Windenergie)
32 Das Stadtgespräch
wird der Aufbau einer umfassenden nationalen Wasserstoffwirtschaft
mit erheblichen öffentlichen Mitteln vorangetrieben.
Ziel der Petition ist es, den Rückbau von Wasserstoff-Tankstellen zu
stoppen und stattdessen tragfähige Übergangslösungen zu schaffen.
Dass es anders geht, zeigt ein Beispiel aus Siegen, wo die CE-Station
GmbH eine bereits aufgegebene Wasserstofftankstelle übernommen
hat und den Betrieb fortführt.
»Technologievielfalt wird politisch propagiert – doch die Voraussetzungen
dafür werden zeitgleich beseitigt«, resümiert Stuckstedte.
Die Petition ist online abrufbar unter openpetition.de/zpwdl Kem
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Vorlesepaten in
Lösch zügen entflammten
Kinderherzen
Erster Feuerwehrvorlesetag
STADTHALLE I RHEDA-WIEDENBRÜCK
KULTUR
Wie sehr die Kinder von der Feuerwehr begeistert sind, zeigten
die rund 400 Mädchen und Jungen durch ihren Besuch
des ersten Feuerwehrvorlesetages in Rheda-Wiedenbrück,
freute sich Feuerwehr-Pressesprecher Christian Dresmann über die großartige
Resonanz. Die angesprochenen Kinder im Alter von etwa vier bis
acht Jahren konnten am Samstagnachmittag, dem 17. Januar, zeitgleich
an allen fünf Feuerwehrstandorten ihre Leidenschaft und Sympathie für
die Frauen und Männer, Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr
weiter festigen. Mehrere Feuerwehrmitglieder in den Löschzügen lasen
den jungen Gästen spannende und kindgerechte Geschichten rund um
die Feuerwehr aus dem Buch »Brandgefahren im Haus« vor. Dabei ging
es nicht nur um Abenteuer, sondern auch darum, wie Brände entstehen
und wie man sie verhindern kann.
Angelehnt ist die Aktion an den bundesweiten Vorlesetag. Sie ergänzt
optimal die bestehenden Angebote der Feuerwehr für die jungen
Leute, freut sich der Leiter der Brandschutzerziehung Jens Franke. Die
Initiative der Feuerwehr unterstützten die Heinz Trox Stiftung, der Zaradiso
Verlag und der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh. Daher war es
auch möglich, dass die teilnehmenden Kinder das Buch mit nach Hause
nehmen konnten. Teil des Vorlesetags war zudem eine Fahrzeug- und
Technikschau sowie ein kleiner Imbiss.
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2026
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1 Die teilnehmenden Kinder an dem ersten Feuerwehrvorlesetag konnten das Buch
»Brandgefahren im Haus« mit nach Hause nehmen.
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Das Stadtgespräch
33
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STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.
Seit unserer März-Ausgabe im vergangenen Jahr stellen wir im Stadtgespräch mit dem Spezial »Local Heroes«
in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum? Weil Zusammenhalt wichtiger denn je ist.
In einer Welt, die immer schneller und digitaler wird, geraten kleine Läden und lokale Betriebe leicht aus dem
Blick – dabei sind sie das Herz unserer Stadt und der Region.
Mit diesem Format setzen wir bewusst ein Zeichen: für mehr Miteinander, für eine starke regionale Wirtschaft
und für achtsamen Konsum. Wer lokal einkauft, investiert direkt in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität
und echte Begegnungen.
Inzwischen durften wir viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer kennenlernen und ihre Geschichten
teilen. Das große Interesse und der positive Zuspruch zeigen uns, wie wichtig diese Plattform ist. Auch in
den kommenden Ausgaben warten weitere spannende Local Heroes darauf, entdeckt zu werden.
Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen und unsere Stadt lebendig halten.
Unterstützen wir unsere Local Heroes.
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Kein Problem! Meldet euch gerne bei uns:
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Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist
Simone Bille, erfahrene Immobilienfachwirtin,
in der Immobilienbranche
im Kreis Gütersloh tätig.
Mit umfassender Marktkenntnis,
fundierter Fachkompetenz und
einem ausgeprägten Gespür für
die Bedürfnisse ihrer Kundinnen
und Kunden begleitet sie erfolg-
reich verschiedenste Immobilienvorhaben.
Seit drei Jahren ist sie
» IMMOBILIENVERMITTLUNG MIT HERZ
in der Ernst-Buschmann-Straße 2
in Gütersloh zu finden. Hier werden
Sie gemeinsam von ihr und
ihrer Mitarbeiterin Bettina Lienekampf-Beckel
zu allen Immobilienthemen
rund um Verkauf und
Vermietung beraten.
Für beide ein Glücksfall, weil sie
eine empathische Mentalität an
den Tag legen, was den Umgang
mit Menschen betrifft. »Immobilienvermittlung
bedeutet für uns
immer eine ganzheitliche Betrachtung.
Wir betrachten nicht nur die
Immobilie, sondern vielmehr auch
die Menschen, die uns mit der
Vermittlung ihrer Immobilie beauftragen«,
erzählt Simone Bille.
Häufig gibt es positive Anlässe,
sich von einer Immobilie zu
trennen. Weil zum Beispiel
die Familie durch Kinder
gewachsen ist und man
mehr Platz braucht, oder
weil man den erwachsenen
Kindern das größere
Haus überlässt und sich
selber verkleinert. Genauso
häufig sind es aber
auch belastende Entwicklungen,
wie zum Beispiel das
Versterben des Partners oder der
Eltern. Oder aber, dass aufgrund
des Alters, das Haus nicht mehr
bewirtschaftet werden kann und
man nun eine Wohnung benötigt
oder eine Scheidung den Verkauf
des gemeinsamen Hauses unumgänglich
macht. Viele Menschen
würden verständlicherweise eine
Geschichte mit ihrem Haus verbinden,
das sie vor 50 Jahren oder
mehr mit ihrem Partner gebaut
haben, wissen die beiden Frauen
aus Erfahrung. Dann braucht es
neben der fachlichen Qualifikation
auch Einfühlungsvermögen
und Zeit für die persönlichen
Geschichten des Kunden. Beides
ist von enormer Wichtigkeit, da
Immobilienvermittlung auch
immer eine Vertrauenssache ist.
Deshalb würden sie ihren Slogan
»Immobilienvermittlung mit
Herz« leben. »Das
spüren wir
auch an den Rezensionen, die
wir bisher erhalten haben, die
durchweg positiv sind«, meint
Simone Bille. Weil beide Immobilienberaterinnen
bereits seit rund
30 Jahren im Immobilienbereich
tätig sind und das Geschäft von
der Pike auf gelernt haben, bringen
sie neben dem fachlichen
Know-how jede Menge Erfahrung
mit. Simone Bille ist Immobilienfachwirtin
und Dozentin im Bereich
der Immobilienwirtschaft.
»Wir verstehen unsere Aufgabe
darin, dass wir marktgerecht und
professionell arbeiten. Bei uns
wird keine Immobilie angeboten,
bevor wir nicht alle Unterlagen
gesichtet und aufbereitet haben
und auch mögliche rechtliche
Fallstricke im Vorhinein geklärt
haben, wie zum Beispiel fehlende
Baugenehmigungen, offene
Anliegerbeiträge und Ähnliches«,
betonen die beiden Immobilienexpertinnen.
Ihr Anliegen sei es,
dass Verkäufer rechtssicher verkaufen
und auf der anderen Seite
Kaufinteressenten alle erforderlichen
Unterlagen bekommen, um
eine Finanzierungprüfung durchführen
zu können. Für die Organisation
rund um einen Haus- oder
Wohnungsverkauf haben sich
die beiden ein
gutes und seriöses Netzwerk aus
Handwerkern, Gärtnern, Fachfirmen
für Haushaltsauflösungen
oder für Feuchtigkeitsschäden
aufgebaut. »Es ist uns besonders
wichtig, dass der Kunde von allen
Lasten befreit wird und der Schritt
in ein neues Zuhause möglichst
leicht wird«, betont Simone Bille.
Dabei sei es ihnen wichtig, sich für
den Menschen zu interessieren,
zuzuhören und nicht nur sachlich,
sondern vertrauensvoll an die Aufgabe
zu gehen. »Ich würde sagen,
dass wir ein bisschen mehr als
das Normale machen, eben mit
viel Empathie und Herz«, fügt sie
hinzu. Bille' S Immobilien GmbH
ist im Raum OWL tätig, mit den
Schwerpunkten im Kreis Gütersloh
und Bielefeld. Eine unverbindliche
Kontaktaufnahme ist möglich
unter Tel. 05241 / 4000080 &
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1 Bettina Lienekampf-Beckel
und Simone Bille –
die Immobilienvermittler
mit Herz.
Fotos: C. Dresmann
1 Beförderungen: (v. l.) Wehrführer Jürgen Böckmann sowie der stellv. Löschzugführer Andreas Schultz freuen sich über die Beförderung von Luisa Dust, Romea Bänisch, Jonas
Müller, Philip Maus, Kathrin Voltmann, Niklas Merschmann, Niklas Stettin sowie Max Dröge. Andreas Harder und Bernd Dust aus der Zugführung gratulierten.
Verdiente Kameraden in den
Feuerwehrruhestand verabschiedet
Jahreshauptversammlung beim Löschzug Rheda
Zu 225 Einsätzen ist der Löschzug Rheda der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück
im vergangenen Jahr ausgerückt. Bürgermeister
Theo Mettenborg dankte den 84 aktiven Mitgliedern
des Löschzugs »für jede einzelne Stunde, die ihr investiert«. Und
weiter sagte Mettenborg: »Euer Mut verdient den großen Respekt
der Stadtgesellschaft. Die Bürger können sich auf euch verlassen«.
Im Namen des Innenministeriums ehrte das Stadtoberhaupt im
Anschluss mit persönlichen Worten Jan Milchers, Oliver Kohring
und Jörg Westerschlink für ihre 25-jährige Mitgliedschaft in der
Feuerwehr.
Jürgen Böckmann sprach zum ersten Mal als Leiter der Feuerwehr
auf der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Rheda, die traditio-
1 Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden (vorne, v.l.) Oliver Kohring, Jörg
Westerschlink und Jan Milchers geehrt. Es gratulierten Bürgermeister Theo Mettenborg
und Beigeordnete Dr. Ina Epkenhans-Behr.
1 Abschied in die Ehrenabteilung: Dirk Kohring (vorne l.) und Ulrich Strecker wurden
aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Hinten die Löschzugführung mit Andreas
Harder, Bernd Dust und Andreas Schultz.
36 Das Stadtgespräch
nell im Pfarrzentrum St. Clemens stattfindet. Er blickte in seiner Ansprache
unter anderem darauf zurück, dass für den Löschzug Rheda
zwei neue Großfahrzeuge bestellt wurden. So wird noch in diesem
Jahr eine neue Drehleiter und im kommenden Jahr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug
erwartet. Bereits im Betrieb sind die neuen
Funkmeldeempfänger für die aktiven Mitglieder des Löschzugs, mit
denen diese zu ihren Einsätzen alarmiert werden. Ebenso stehen
ein neuer Stromgenerator und mehrere Logistikkomponenten seit
Kurzem für die Einsätze bereit. Die speziell angefertigten Rollwagen
sind etwa für Hochwasser, schwere technische Hilfeleistungen oder
Ölunfälle auf dem Wasser konzipiert.
Zusammen mit der Löschzugführung konnte Stadtbrandinspektor
Böckmann zahlreiche Beförderungen vornehmen. So sind
Romea Bänisch und Luisa Dust nach bestandenem Grundlehrgang
zu Feuerwehrfrauen befördert worden. Jonas Müller trägt fortan
den Dienstrang des Oberfeuerwehrmanns. Nachdem sie zahlreiche
Einsatz-, Übungs- und Fortbildungsstunden absolviert hatten, freuen
sich Henriette Gomolka, Philip Maus, Niklas Merschmann und
Kathrin Voltmann über den Dienstrang der Unterbrandmeisterin
beziehungsweise des Unterbrandmeisters. Nach bestandenem Gruppenführerlehrgang
wurde Niklas Stettin zum Brandmeister befördert.
Max Dröge ist fortan Oberbrandmeister.
Über eine Auszeichnung für zehnjährige Mitgliedschaft aus den
Händen der Wehrführung konnten sich Jonas Bartling, Philip Maus
und Kathrin Voltmann freuen.
Dirk Kohring und Ulrich Strecker wurden aus dem aktiven Dienst
in die Ehrenabteilung verabschiedet. Für beide gab es nach der offiziellen
Verabschiedung langen Applaus. Jürgen Böckmann würdigte
das Engagement der beiden ausführlich. So war Dirk Kohring viele
Jahre einer der Aktivposten der Einsatzabteilung und brachte sich
in seiner Gruppe 1 des Löschzugs ein. Ulrich Strecker ist 1975 in die
Feuerwehr eingetreten und hatte zahlreiche Ämter inne. Von 1997
bis 2004 führte er den Löschzug als Löschzugführer, von 2004 bis
2018 war er Leiter der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. Auch über die
Stadtgrenzen hinaus engagierte er sich etwa in der Ausbildung an
der Kreisfeuerwehrschule oder im Stab für große Schadensereignisse.
In ihrem Bericht blickte Schriftführerin Kathrin Voltmann auf das
Jahr 2025 zurück. Statistisch alle 39 Stunden wurden die ehrenamtlichen
Mitglieder vergangenes Jahr alarmiert. Weiter gestiegen ist
dabei die Zahl der Fehlalarmierungen, sie lag zuletzt bei 41 Prozent.
Unter den Einsätzen waren aber auch herausfordernde Szenarien,
wie ein Wohnhausbrand mit sehr starker Rauchentwicklung im Juni
oder ein Küchenbrand samt Gasausströmung in einem Mehrfamilienhaus
im Oktober.
Damit die Kräfte auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet sind,
gab es im vergangenen Jahr 22 Übungsdienste mit dem gesamten
Löschzug. Zu 44 weiteren Diensten traf sich die Ausbildungsgruppe
für die dienstjüngeren Mitglieder. Zusätzliche Seminare und Lehrgänge
auf Kreis- oder Landesebene ergänzen die Ausbildung.
Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde der Vorstand der Einheit
komplettiert. Die Löschzugführer Andreas Harder, Bernd Dust
und Andreas Schultz freuten sich über die Wiederwahl von Kassierern
und Schriftführung. So wurden Lena Jackisch und Nadine Klink als
Kassiererinnen in ihren Ämtern genauso bestätigt wie die Schriftführung
mit Kathrin Voltmann und Philip Maus. Komplettiert wird der
Vorstand durch die Beisitzer Marcel Baumjohann, Bastian Bröckelmann,
Jonas Müller und Lukas Schulte sowie die Gruppenführer Nils
Aldejohann, Frank Ruenhorst, Marco Voltmann und Oliver Kohring.
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Das Stadtgespräch
37
Eine ehemalige
Inhaftierte
berichtet
Das frühere Frauenzuchthaus
in Rheda
Foto: Klaus Landwehr
1 Das Luftbild von der Südansicht des Frauenarbeitslagers entstand 1958Quelle: Archiv J. Sänger
1 Unter dem Projekt-Thema »Erinnerungskultur« arbeiteten im Hochsommer 2025 Schülerinnen
und Schüler des Einstein-Gymnasiums auf dem katholischen Friedhof Gräber
von Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen auf, die im Krieg für das damalige
Deutsche Reich arbeiten mussten. Im Hintergrund ihre Lehrpersonen Claudia Brinkmann
und Tobias Killguss sowie Günter Göpfert vom Heimatverein Rheda (2. v. r.)
1 Die Nordansicht des so genannten Frauengefängnisses im Jahre 1944
1 Die kartographische Darstellung der
»Außenarbeitsstelle« in dem ehemaligen
Lagergebäude der Firma Rawe,
vormals »Wäschefabrik Gebrüder
Weinberg« – jüdische Unternehmer, die
die Gebäude 1927 errichten ließen, 1300
Personen beschäftigten und 1933, nach
der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten,
Deutschland verließen.
1 Britisches Aufklärungsfoto von 1944
mit dem Gebäude der »Außenarbeitsstelle«
auf dem Gelände der früheren
Firma Rawe
Weithin nicht bekannt ist das so genannte »Frauenzuchthaus«
Rheda, eine »Außenarbeitsstelle« des Strafgefangenenlagers
Oberems bei Gütersloh. Es gehörte zu den
vier größten Gefangenenarbeitslagern im Deutschen Reich. Die dort
einsitzenden Zuchthäuslerinnen gaben dem Lager nahe des Bosfelder
Weges in der Bevölkerung den Namen. Die Insassinnen selber
nannten es »Frauenarbeitslager«. Heute steht die Einrichtung unter
Denkmalschutz.
Mit Bezug auf den Erlass des Reichsjustizministers vom 22. August
1942 forderte die Generalstaatsanwaltschaft Hamm für die Firma
Rawe »60 gesunde, voll arbeitsfähige« weibliche Häftlinge aus
dem Frauenzuchthaus Cottbus an. Die Frauen sollten mit je einer
Garnitur Anstaltskleidung, an der »Bahnstation für Sammelwagen«,
dem Bahnhof Rheda, von den zuständigen Beamten vor Ort abgeholt
und direkt »in das gerade errichtete Lager überstellt werden«.
Außerdem nahmen im Frühjahr 1943 60 Frauen ihre Arbeit bei der angrenzenden
Metallfirma Simons auf. Sie mussten Munition sortieren.
Die »Außenarbeitsstelle« des Strafgefangenenlagers Oberems,
eine lange Holzbaracke, befand sich in unmittelbarer Nähe der
Bahngleise auf dem früheren Rawe-Gelände. Sie bestand von September
1942 bis April 1945. Die Gefangenen, die dort untergebracht
wurden, kamen aus verschiedenen Zuchthäusern nach Rheda, um
in der Produktion mitzuarbeiten.
Über das Schicksal der Inhaftierten haben wir kaum Informationen.
Nur eine Überlebende schrieb auf über 20 Seiten ihre Erinnerungen
nieder. Die bis zu ihrem Tod in Berlin lebende Margarete
Forszpaniak, geborene Lipke war in dem Lager als politische Gefangene
untergebracht. Der verstorbene Heimatforscher Jürgen Kindler
und der Leiter des Historischen Arbeitskreises beim Heimatverein,
Dr. Wolfgang Lewe, hatten sie im Frühjahr 1995 darum gebeten. Sie
hatten sich am 1. April 1995 kennengelernt – am 50. Jahrestag der
Befreiung von Margarete Forszpaniak vom Faschismus. Nachfolgend
geben wir einen kleinen Auszug aus ihren Aufzeichnungen wieder.
»Unser Transport im September 1942 umfasste 60 Frauen. Es war
zur Zeit des Beginns der Kämpfe um Stalingrad. Wir fuhren in einem
Wagen 3. Klasse eines Personenzuges unter Bewachung vom Zuchthauspersonal
Cottbus. Wir verängstigten, durchgefrorenen, hungrigen
und müden Frauen in scheußlich geflickter Kleidung mussten
wie der Ausbund von Entlaufenen aus der Hölle gewirkt haben; denn
die 1. Hauptwachmeisterin, Frau Anna Nahrgang« empfing sie beim
Eintreffen im Rhedaer Frauenzuchthaus mit einer Schimpfkanonade.
Frauenlager mit Zuchthausfrauen
»Die Gruppe setzte sich wie folgt zusammen: 6 Frauen wegen Beteiligung
an der Vorbereitung zum Hochverrat, je 1/3 der übrigen 54
Frauen verteilte sich auf Delikte Kriegswirtschaftsvergehen, verbote-
38 Das Stadtgespräch
1 Die aktuelle Nordseite der auch »Frauenzuchthaus« bezeichneten so genannten
»Außerarbeitsstelle«.
ner Umgang mit Kriegsgefangenen. Der Rest war eingesperrt wegen
Diebstahl, Bandenraub, Abtreibung, Blutschande und einem hohen
Anteil von Vergehen im Gaststättengewerbe, wie Betrug, Prostitution
und Beischlafdiebstahl.
Mit dem weiteren Zugang von weiblichen Gefangenen zur Auffüllung
der Sollstärke von 240 Gefangenen hielt sich die Gruppierung
in etwa bis zur Auflösung des Lagers im April 1945.
Anfangs gab es zwischen den politischen Gefangenen und den
anderen Frauen nur Stress. Unweigerlich kam es zu Reibereien und
explosiven Ausbrüchen zwischen dem Wachpersonal und den Frauen.
»Wir sechs Frauen bemühten uns mit Unterstützung besonnener
Gefangenen beschwichtigend auf die Streitenden einzuwirken.
Alle zirka 10 bis 12 Wachtmeisterinnen schliefen mit den Gefangenen
unter einem Dach.
Es gab keine gedruckte verbindliche Gefangenenordnung. Das
erschwerte den Einsitzenden und den Wachmeistern das Zusammenleben.
Es war offen für jede Willkür der Wachtmeisterinnen, manchmal
verbunden mit dem Entzug von Essen oder der Verzögerung bzw.
der Verweigerung der Aushändigung von Briefen an die Gefangenen.
Die Kommandoführerin Anna Nährgann forderte von ihren Kolleginnen
die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Gefangenen durch Disziplin,
unbedingten Gehorsam und Nichtduldung eines Widerspruchs
zu erreichen. Sie beschimpfte uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit
als undisziplinierte, arbeitsscheue Frauen, die man nur mit
Gewalt beherrschen und mit Strafausteilung disziplinieren könnte.
Insgesamt waren alle Gefangenen bemüht, unser schweres Dasein
so erträglich wie möglich zu gestalten. Das gelang uns mehr
oder weniger schnell, so dass schon der nächst größere Transport
von 50 Frauen aus dem Zuchthaus Waldheim Ende Dezember, Anfang
Januar 1943 es leichter hatte, sich einzufügen.
Wir wenigen politischen Gefangenen hatten eine andere Betrachtungsweise
der Delikte der Straftäter, die zu normalen Zeiten nicht in
diese missliche Lage gekommen wären, wie z. B. das Delikt ›verbotener
Umgang mit Kriegsgefangenen‹. Viele Frauen wurden auf Grund
ihres Mitleids und Leistung von humaner Hilfe gegenüber Kriegsgefangenen
verurteilt: z. B. Essensgaben, Fluchthilfe, Kleidungsspenden
u.a.m. Auch unter den wegen Kriegswirtschaftsvergehens
Verurteilten gab es nur kleine Fälle von Schiebern und Fälschungen
von Lebensmittel- und Kleiderkarten. Die Arbeit bestand bei Rawe
sowohl aus der Herstellung von textilen Erzeugnissen für den Bevöl-
Das Stadtgespräch
1 Deutlich war der Unterschied zwischen den bereits aufgearbeiteten und den noch zu
bearbeitenden Grabsteinen.
kerungsbedarf als auch für das Heeresbeschaffungsamt. Letztere
Tatsache führte zu Zuschüssen von Lebensmitteln. U. a. gab es zwei
warme Mahlzeiten am Tage – mittags und abends. Wir erholten uns
schnell, doch gegen Kriegsende wurde das Essen weniger gehaltvoll.
Wir hungerten – bei vielen Frauen setzte die Menstruation aus.
Es gelang während des Bestehens unseres Lagers nur einmal,
dass zwei Gefangene im Winter 1944/45 während der Überführung
der Gefangenen aus den Arbeitssälen zur Baracke beim Überqueren
des Hofes in der Dunkelheit fliehen konnten. Erst nach einer Stunde
wurde die Flucht beim nochmaligen Zählen in der Baracke entdeckt.
Der Verlust wurde nach Gütersloh und dem Polizeiamt im Ort gemeldet
– die zwei Frauen blieben verschwunden.
Es bildeten sich nicht nur unter den gefangenen Frauen Freundschaften,
sondern auch solche mit Wachtmeisterinnen und Werkmeisterinnen,
die über die Zeit der Auflösung des Lagers hinaus
anhielten.«
»Das Stadtgespräch« wurde auf das so genannte »Frauenzuchthaus«,
der »Außenarbeitsstelle« beim Besuch eines Gemeinschaftsprojekts
des Einstein-Gymnasiums mit dem Heimatverein
Rheda aufmerksam. Unter dem Thema »Erinnerungskultur« arbeiteten
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem katholischen
Friedhof Gräber von Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen
auf, die im Krieg für das damalige Deutsche Reich arbeiten
mussten.
Im Vorfeld der Arbeiten hatten sie die familiären Verbindungen
der Bestatteten recherchiert. Ihre Lehrpersonen Claudia Brinkmann
und Tobias Killguss standen ihnen dabei zur Seite. Norbert Ellermann,
einer der Vorstände beim Heimatverein Rheda hatte der Klasse
wichtige Hinweise für die Internetrecherche gegeben. Viele Hinweise
erhielten sie von dem Archiv des früheren internationalen Suchdienstes
in Arolsen (Hessen) und vom Stadtarchiv in Rheda-Wiedenbrück.
Vorstand Günter Göpfert betreute die Gruppe auf dem Friedhof. Killguss
stellte uns die Aufzeichnungen von Forszpaniak zur Verfügung.
Aus einer Aufzeichnung von Jürgen Kindler, Maria Venker und
Gabriele Lauermann über die Verstorbenen in der Kriegs- und unmittelbaren
Nachkriegszeit geht hervor, dass ihre Todesursache in
vielen Fällen nicht natürlich war. Vielfach heißt es: tot aufgefunden,
Schädelverletzung, Tod durch Erschießen, Tod durch Schussverletzung,
Die meisten Fakten haben die Verfasser den Sterbebüchern
des Standesamtes Rheda entnommen.
Kem
39
1 Familie, Freunde, Vertreter aus 13 Linteler Vereinen und Gruppen und langjährige Wegbegleiter bedankten sich im »kleinen« Kreis und erfuhren selbst ein Dankeschön vom
ehemaligen Ortsvorsteher Gerhard Stiens (unten Mitte).
Linteler bedanken
sich bei
Gerhard Stiens
Fast 30 Jahre Engagement
als Ortsvorsteher
Wenn der neue Ortsvorsteher bei Amtsantritt seines Vorgängers
gerade die erste Klasse der Postdammschule besuchte,
deutet das entweder auf eine lange Amtszeit oder
einen jungen Nachfolger hin. In Lintel wurde bei der Verabschiedung
von Gerhard Stiens deutlich, dass beides zutrifft. Fast drei Jahrzehnte
gestaltete Gerhard Stiens die Geschicke des Dorfes mit und vertrat die
Interessen seiner Bewohnerinnen und Bewohner in vorderster Front. 40
Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Linteler Gruppen und Vereinen, Familienmitglieder,
Freundinnen und Freunde sowie langjährige Wegbegleitende
bedankten sich nun im kleinen Kreis im Linteler Feuerwehrhaus
für »Stienos« großes Engagement.
Gerhard Stiens habe sich nie in den Vordergrund gestellt, sodass
viele gar nicht wissen können, wie viel Gutes er dem Dorf gebracht habe,
betonte der stellvertretende Bürgermeister Frank Schürmann bei der
Verabschiedung. Dem konnte Thomas Walter als neuer Ortsvorsteher in
seiner Ansprache beipflichten. »Stieno hat die Leute und das Dorf glänzen
lassen«, zitierte er dessen Wegbegleitende. An Herausforderungen
und Aufgaben zur Entwicklung des Dorfes mangelte es in den Jahren
nicht: Der Erhalt des Schulstandortes an der Kapellenstraße sowie weitreichende
Infrastrukturprojekte wie der Ausbau des Radwegenetzes, ein
neuer, für alle zugänglicher Sportplatz, die Bushaltestelle am Postdamm
und nicht zuletzt die Siedlungserweiterungen am Schulbusch und in
der Waldsiedlung prägen das Ortsbild und die Lebensqualität im Dorf
heute und künftig positiv. Nicht unerwähnt ließ Thomas Walter auch,
dass es für seinen Vorgänger selbstverständlich ist, bei Projekten wie
der Anlage und Pflege der Obstwiese an der Schule oder anderer Grünflächen
tatkräftig mit anzupacken. Auch als langjährig Engagierter in
Gruppen und Vereinen wie der Feuerwehr, der Ortsunion und im Verein
»Lintel – wir für hier« prägte Gerhard Stiens das Linteler Dorfgeschehen.
Stiens selbst bedankte sich rückblickend vor allem für die Unterstützung,
die ihm in den Jahren seiner Amtszeit zuteilwurde, und betonte
die hervorragende Teamarbeit zwischen den Engagierten, Gruppen und
Vereinen im Ort. Als eines seiner Herzensprojekte erinnerte er sich an die
Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«. Hier hatte Lintel
2017 den Kreiswettbewerb gewonnen und war im Folgejahr im Wettbewerb
auf Landesebene mit der Silberplakette ausgezeichnet worden.
So war Gerhard Stiens an diesem Abend mit Bratwurst und Bier wohl
der Einzige, der nicht sich selbst, sondern das Dorf und die Lintelerinnen
und Linteler in den Mittelpunkt rückte. Die werden ihren neuen Ortsvorsteher
nach Kräften bei zukünftigen Projekten und Entwicklungsvorhaben
unterstützen.
1 Abschiedsworte des langjährigen Ortsvorstehers
1 Ortsvorsteher Thomas Walter (l.) und der Stv. Bürgermeister Frank Schürmann bedankten
sich für alle Lintelerinnen und Linteler für »Stienos« jahrzehntelanges Engagement.
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Das Stadtgespräch
41
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42 Das Stadtgespräch
GÄRTNEREI
STENDER
1 Auf Hinweisschildern an den Eingängen wird um die Einhaltung der Vorgaben für die
Benutzung des nachts abgeschlossenen Bereichs des Schlossparks gebeten. Foto: FWG
FWG: »So etwas gibt es in
Rheda-Wiedenbrück nicht
zweimal«
Der nachts abgeschlossene Schlosspark
Das Schloss und das Umland waren bis zur Landesgartenschau für
die Bevölkerung nicht zugängig. Mit der LGS ist es wunderbar gelungen,
dass man, ohne Straßen zu benutzen, entlang der Ems zwischen
den Stadtteilen zu Fuß oder mit dem Fahrrad flanieren kann.
Refugium
Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) weist in diesem Zusammenhang
auf den nachts abgeschlossenen Parkbereich hin. Klare Regelungen sorgen
hier dafür, dass dieses Refugium nicht von freilaufenden Hunden
und von Fahrradfahrenden gestört werden darf. Selbst die Mitnahme
eines Fahrrades ist nicht gestattet. Hinweisschilder an den Eingängen
weisen deutlich lesbar darauf hin. »Dieser Schlosspark ist also geeignet,
sich in Ruhe zu entspannen und die Natur zu genießen. So war es und
ist auch so gewollt. So etwas gibt es in der Stadt nicht noch einmal und
sollte deshalb entsprechend von allen gewürdigt werden, so wie wir es
tun«, so die FWG. Nach den Satzungen ist die Stadtverwaltung für die
Einhaltung der Parkordnung sowie die Pflege und die Verkehrssicherung
gerade für diesen Bereich, die Perle in Rheda-Wiedenbrück, zuständig.
Zwei Pflegestandards
Den Spaziergehenden werden aber zwei unterschiedliche Pflegestandards
zwischen diesem Parkbereich am Schloss und den anderen weitaus
besser gepflegten Anlagen des Flora Westfalica-Parks und den übrigen
Teilen des Schlossparks auffallen. »Das ist nicht zu akzeptieren«, so die
FWG. »Auch eine einzige neue Bank ist zu wenig«, unterstreicht sie ihre
Kritik. Zudem hält sie mehr Kontrollen der Einhaltung der Benutzungsverordnung
für erforderlich.
Erwartung
Die FWG hat sich seit Anfang 2024 ohne erkennbaren Erfolg darum im
Interesse der Bürger und den Gästen Rheda-Wiedenbrücks bemüht. »Wir
wollen, dass endlich in dieser Angelegenheit Bewegung kommt und
machen diese deshalb hiermit jetzt öffentlich. Wir sind sehr gespannt«,
so die FWG.
Kem
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Das Stadtgespräch wird als Monatsmagazin mit
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Das Stadtgespräch
43
Buchtis
Tamina Kallert
»Die Füße im Sand,
die Nase im Wind«
Wenn ich an Reiseberichte denke,
die früher im Fernsehen liefen,
dann kommt mir Hardy Krüger
in den Sinn. Der Senior, nicht der
Junior aus dem Dschungelcamp,
wohlgemerkt. Krüger, der mit
Hollywood-Stars wie John Wayne,
Richard Burton, Roger Moore und
James Stewart gedreht hat, stand bei seinen Reisereportagen mutterseelenallein
vor einem grandiosen Sonnenuntergang in der afrikanischen Savanne,
als zufällig ein alter Freund auftauchte, den er seit 25 Jahren nicht mehr
gesehen hatte. Zufällig hatte sein Kumpel von damals auch ein Propellerflugzeug
dabei, mit dem es an die tollsten Ecken des jeweiligen Landes ging,
denn schließlich musste das Wiedersehen gefeiert werden.
So etwas kann man heute zum Glück nicht mehr bringen, denn auch
wenn man sich im Filmgeschäft nicht auskennt, vermutet man als Zuschauer
doch, dass nicht nur jemand vor und jemand an der Kamera stehen
muss, sondern ein ganzes Team für einen Reisebericht benötigt wird. Die
beliebte WDR-Serie »Wunderschön« sorgt natürlich auch gemäß dem Motto
der Reportagen für wunderschöne Bilder und interessante Begegnungen,
doch ein wenig getrickst wird auch dabei, wie Tamina Kallert in ihrem Buch
»Die Füße im Sand, die Nase im Wind« verrät. Tamina Kallert, geboren 1974,
ist kein Hollywood-Star. Sie arbeitete nach dem Studium der Geschichte
und Anglistik als Moderatorin, Reporterin und Autorin beim Westdeutschen
Rundfunk, bei ProSieben und für das Deutsche Sportfernsehen. Seit 2004
moderiert sie das WDR-Reisemagazin »Wunderschön« und seit 2015 auch
die Städtereisen »2 für 300«. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie
in Freiburg im Breisgau.
In ihrem Buch also lässt Tamina Kallert die Leser hinter die Kulissen
blicken, wenn sie etwa beschreibt, wie die erste Begegnung mit der Kontaktperson
vor Ort in Fuerteventura vom staubigen Parkplatz an einen
malerischen Fischerhafen verlegt wird. Die in jeder Reportage beliebten
Begegnungen auf einem Marktplatz werden vom Team vorbereitet, indem
die Menschen zuvor gefragt werden, ob sie überhaupt gefilmt werden wollen.
Die Begegnung mit der Moderatorin sind dann trotzdem spontan, weil
diese sich aus den Vorgesprächen heraushält und die Standbetreiber erst
kennenlernt, wenn die Kameras laufen. Und auch wenn die Berichte nicht
so spektakulär wie die früherer Zeiten sind, sind sie doch ehrlicher und
authentischer. Über das hinaus, was man im Fernsehen sieht, teilt Tamina
Kallert auch persönliche Erlebnisse und Erkenntnisse mit den Lesern.
Auch führen die Reisen ja nicht nur in entfernte, möglichst exotische
Länder, sondern auch an Orte in der Nähe, die durch kleine Begegnungen,
stille Momente und neue Eindrücke unser Leben bereichern können. Im
Mittelpunkt von »Die Füße im Sand, die Nase im Wind« steht dabei stets
eine tiefe Sehnsucht nach Verbindung zu Menschen, zur Natur und zu der
eigenen Sichtweise. Erschienen als Hardcover bei Kösel, 206 Seiten, 20 Euro.
Josie Lloyd/Emlyn Rees
»You and Me – Die zweite erste Liebe«
Ich vermute mal, dass sich wohl jeder Erwachsene irgendwann einmal
die Frage gestellt hat: Was wäre wohl gewesen, wenn ich damals anders
entschieden hätte? Den Naturgesetzen folgend, ist diese so interessante
Frage natürlich nicht zu beantworten,
denn man kann nun mal nicht
in die Vergangenheit reisen. Dieser
Realität zum Trotz haben viele Autoren
auf verschiedenste Weise ihre
Figuren auf Zeitreise geschickt, wo
sie dann zwangsläufig die Vergangenheit
im Sinne einer besseren
Gegenwart ändern wollten. Zu den
Klassikern dieses Genres zählt dabei
das Theaterstück »Biographie: Ein
Spiel« von Max Frisch, uraufgeführt
1967, in dem die Hauptfigur Hannes
Kürmann an bestimmte Schlüs-
selmomente seines Lebens geführt wird. In diesen Momenten ändert er
dann seine Biographie, wobei ihm die jeweiligen Konsequenzen erst in der
nächsten Szene bewusst werden. Eine der vielen komischen Varianten des
Zeitreisens stellt natürlich die Filmreihe »Zurück in die Zukunft« dar, die
ab 1985 sehr unterhaltsames Hollywood-Kino bot.
Doch auch heute, gut 40 Jahre später, ist der Stoff noch immer interessant.
Das Ehepaar Josie Lloyd und Emlyn Rees haben reichlich Erfahrung
miteinander, denn sie haben nicht nur drei gemeinsame Töchter und einen
treuen Hund, sondern verfassten bisher zusammen sieben internationale
Bestseller. Nun haben sie mit Adam and Jules, ihren neuen Hauptfiguren,
ihrer eigenen Geschichte in »You and Me – Die zweite erste Liebe« ein
kleines Denkmal gesetzt, das gleichzeitig durchaus komisch, aber auch
tiefgründig ist.
Es war die große Liebe, als Adam und Jules sich 1989 im englischen
Seebad Brighton kennenlernten, das ist übrigens »zufällig« der Ort, an dem
auch Ehepaar Lloyd/Rees lebt. 35 Jahre später sind Adam und Jules längst
verheiratet und die Ehe ist im Alltagstrott festgefahren. Die Jobs der beiden
laufen nicht wie gewünscht. Finanziell sieht es keineswegs rosig aus. Die
erwachsenen Kinder machen keine Anstalten auszuziehen, wobei im Gegenteil
die 25jährige Tochter erst gerade ins elterliche Heim zurückgezogen
ist. Ihr vier Jahre jüngerer Bruder kann sich noch weniger für Zukunftspläne
begeistern als sie. Adam und Jules wundern sich nicht einmal großartig
darüber, dass ihre Liebe irgendwie auf der Strecke geblieben ist.
Doch bei einer Aufräumaktion, bei der alter Krempel ausgemistet werden
soll, stolpert Adam über eine Kiste alter Mixtapes. Wer nicht weiß,
lieber Nachwuchs, was Mixtapes, Kassetten und Kassettenrekorder sind,
der frage bitte die Eltern oder die Großeltern. Jedenfalls haben Adam und
Jules die Kassetten mit ihrer Lieblingsmusik füreinander aufgenommen,
als sie jung und frisch verliebt waren. Natürlich sehnt sich Adam nach
dieser Anfangszeit.
Kurzerhand legt Adam eine der Kassetten ein, drückt auf Play – und
das Unglaubliche geschieht: Sein Sehnen wird auf wundersame Weise erhört,
und er reist für 60 Minuten, also die Spieldauer der Kassette, in der
Zeit zurück, zu einem der schönsten und unvergesslichsten Tage in ihrer
Beziehung. Mit einer weiteren Kassette gelingt auch Jules die Reise in die
Vergangenheit, sodass die beiden von nun an zu den Klängen ihrer ehemaligen
Lieblingssongs wichtige Momente aus ihrer Vergangenheit erneut
erleben. Logischer Weise können sie der Versuchung nicht widerstehen,
kleine Änderungen in ihrer Vergangenheit vorzunehmen. Doch während
Jules blödes Tattoo und Adams kratziger Bart ohne Folgen verschwinden,
führen andere Änderungen das Paar und damit die Familie ins Chaos.
Anders als andere Romane über die Liebe ist »You and Me – Die zweite
erste Liebe« ausgesprochen ehrlich, was die Beziehungsschwierigkeiten
zwischen dem Ehepaar und auch zwischen Eltern und erwachsenen Kin-
44 Das Stadtgespräch
dern angeht. Dennoch schreiben Lloyd und Rees mit viel Herz und einer
gehörigen Portion Humor. Den sollten die Leser übrigens auch haben, denn
die Zeitreisen-Problematik verträgt die kritische Analyse natürlich nicht.
Erschienen als Taschenbuch bei Knaur, 396 Seiten, 18 Euro.
Jan Beck
»Dorn – Zimmer 203«
Autor Jan Beck arbeitete zunächst
als Jurist, bevor er sich dem Schreiben
widmete. Seine Thriller rund
um Inga Björk und Christian Brand,
also »Das Spiel«, »Die Nacht«, »Die
Spur«, »Das Ende«, landeten allesamt
auf der SPIEGEL-Bestseller
Liste. Wenn Jan Beck nicht gerade
schreibt, verbringt er seine Zeit in der Natur, besonders gerne im Wald. Nach
dem SPIEGEL-Bestseller »DORN. Zimmer 103. Hotel der Angst«, dem Auftakt
seiner neuen Thriller-Reihe um den Kriminalpsychologen Simon Dorn und
die junge, toughe Ermittlerin Lea Wagner, ist nun der zweite Band »DORN.
Zimmer 203. Ruf der Toten« erschienen.
Kriminalpsychologe Simon Dorn ist nach dem Tod seiner bisherigen
»Sponsorin« Karla Hofbauer finanziell am Abgrund. Er haust mit seinem zugelaufenen
Hund im Weinkeller einer Hotelruine, die er geerbt hat. Über das
Internet wird er von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Ein großzügiger
Vorschuss überzeugt ihn davon, seine Bedenken zu ignorieren und den Auftrag
anzunehmen. Zumal die Klientin offenbar Hilfe braucht. Doch der Fall
entpuppt sich als Beginn eines perfiden Spiels. Als die mysteriöse Kundin
den Kontakt abbricht, bittet Dorn die junge Ermittlerin Lea Wagner, bei der
Klientin nach dem Rechten zu sehen. Lea hat zwar ihre eigenen Probleme,
zum einen wie üblich mit den Männern, aber auch, weil ihr eigentlich starker,
wenn auch nicht unbedingt gesetzestreuer, Bruder bedroht wird. Und
zwar nicht von Gangstern, sondern von Polizisten. Sie macht sich dennoch
auf die Suche und findet die Klientin Dorns, der immer nur schriftlich mit ihr
kommuniziert hat, tot auf. Die Frau ist verdurstet, und das schon mehrere
Wochen zuvor. Neben der Leiche steht ein laufender Computer. Dorn sieht
eine Verbindung zu einem ungelösten Fall in einem der Zimmer im Hotel
Dorn. Auch damals ließ der Täter seine Opfer in seinem Beisein verdursten.
Lange Zeit war der Mörder untergetaucht. Ist er nun zurück? Und warum
wenden sich die Toten ausgerechnet an Simon Dorn? Doch keine Bange,
die unterschiedlichen Methoden des Ermittlerduos erweisen sich erneut
als äußerst zielführend.
Gelesen wir der neueste Dorn-Krimi in ungekürzter Lesung von Christiane
Marx, die 1974 in Bielefeld geboren wurde und seit 2006 vor allem als
Hörbuchsprecherin tätig ist, und Richard Berenberg, der unter anderem
schon Bestseller von Jerrey Archer gelesen hat. Erschienen ist die Hörbuchversion
im Hörverlag, Spieldauer neun Stunden und 15 Minuten, 21,95 Euro.
Freida McFadden
»Der Freund«
Federica Esposito ist eine US-amerikanische Ärztin, die sich auf Verletzungen
des Gehirns spezialisiert hat. Allerdings nur in Teilzeit, und das ist
auch gut so. Jedenfalls für die Leserschaft von spannenden und originellen
Thrillern, die die 45-jährige Autorin seit 2013 unter dem Namen Freida
McFadden veröffentlicht. Soeben ist einer ihrer erfolgreichsten Krimis mit
dem deutschen Titel »Wenn sie wüsste« als »The Housemaid« in den Kinos
angelaufen. Auch ihr gerade auf Deutsch erschienener Roman »Der
Freund« steht dem Bestseller von 2022 in nichts nach. Sydney Shaw verliert
so langsam den Glauben an die Menschheit, zumindest zu 50 Prozent,
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sizilianischer
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2
Wasserpflanze
Knorpelfisch
3
Lösungswort:
anfänglich
Teilzahlung
Meeressäugetier
Sudoku
15
Aufmachung,
Kleidung
(engl.)
rückbez.
Fürwort
(1. Pers.
Plural)
Vorname
von Bismarcks
gleichfalls,
ebenso
(lat.)
kleines
Jazzmusikensemble
Quellfluss
der
Weser
Musik:
Übungsstück
(franz.)
10
südamerikanischer
Strauch
österr.
Schriftsteller
(Joseph)
ausgenommen,
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Ausgleich,
Entschädigung
germanisches
Schriftzeichen
Dachshund
vordringlich
Endpunkt
Behälter
aus
Pappe
Landkartenwerk
Sammlung
altnord.
Dichtung
deutlich
Viper,
Giftschlange
Kartenspiel
Nutzboden,
Feld
Nähgerät
Verkehrsmittel
(Kurzwort)
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
12
5
14
Puccini
8 11
schwankend,
unsicher
Bargewinn
Märchen-,
Sagengestalt
Vorfahr
1 karpfen
13
4
Teil des
Wagens
zittern
Bad an
der Lahn
Oper
von
großer
schwarzer
Vogel
mit Haarwuchs
im
Gesicht
japanischer
Farb-
Gebärde
7
franz.
unbestimmter
Artikel
spanisch:
Hurra!,
Los!, Auf!
bayer.
Benediktinerabtei
Staat in
Nahost,
Persien
persönliches
Fürwort
Tatkraft,
Spannkraft
Flüssigkeitsansammlung
im Gewebe
Missfallen
bekunden
(ugs.)
Gletschergeröll
unverfälscht
16
Hülle,
Futteral
Stadt
an der
Unstrut
Schaumwein
Anzeige,
Ankündigung
(Wirtsch.)
langer,
dünner
Speise-
9 fisch
Uelzen
6
Kfz-
Zeichen
15
16
Unser Lösungswort vom letzten Mal: Funkemariechen
leicht
mi tt e l
Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede
der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.
46 Das Stadtgespräch
denn mit der Männerwelt hat sie
permanent Pech. Bester Beweis ist
ihr Date mit Kevin, der wie sie eine
Dating-Plattform benutzt. Schon
beim Abendessen wird ihr klar, dass
auch er nicht der richtige für Sydney
ist. Dann ist er zu allem Überfluss
noch schwer wieder loszuwerden.
Als er sie auf dem Nachhauseweg
auch noch bedrängt, weiß sie sich
kaum seiner zu erwehren. Doch
dann rettet sie Tom, der die Szene
zufällig mitbekommt. Und Tom
scheint perfekt zu sein. Er ist charmant
und attraktiv, dabei durchaus auch zurückhaltend. Zudem arbeitet
er als Arzt in einem Krankenhaus. Als Sydney Tom erneut begegnet, entschließt
sie sich, eine Beziehung mit ihm zu beginnen.
Die Idylle könnte perfekt sein, doch dann wird eine enge Freundin von
Sydney auf brutale Weise ermordet. Die Polizei tippt auf einen Serientäter,
der sich mit seinen Opfern zu einem Date verabredet, bevor er zuschlägt.
Sydney sollte sich sicher fühlen. Schließlich hat sie Tom. Außerdem kümmert
sich noch Jake um sie. Der ist zwar ihr Ex-Freund, aber als ermittelnder
Kriminalpolizist ist er sehr um die Sicherheit Sydneys besorgt. Doch warum
hat sie dennoch das Gefühl, dass irgendetwas aus dem Ruder läuft? Auch
fühlt sie sich auf Schritt und Tritt beobachtet. Sie muss der Wahrheit schnell
auf die Spur kommen – sonst könnte sie das nächste Opfer sein.
Mit ihrer Gabe für überraschende Twists und packende psychologische
Spannung ist Freida McFadden erneut ein Meisterwerk gelungen. Nicht umsonst
feiert sie Erfolge mit ihren Krimis, die mittlerweile in mehr als 40 Sprachen
übersetzt wurden. Mit ihrer Familie und einer schwarzen Katze lebt
Freida McFadden in einem jahrhundertealten Haus mit knarzenden Treppen
und Blick auf den Ozean in selbstgewählter Einsamkeit. »Der Freund« ist
als Taschenbuch bei Heyne erschienen, 397 Seiten, 17 Euro.
Schwarzer Weg 27 • 33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 0 52 42 – 4 95 62 • Mobil 01 73 – 2 11 82 81
Laufgruppe Roadrunner
sucht Nachfolger/in für
Kindertraining
Nach zwei Jahrzehnten engagierter Arbeit sucht die Laufgruppe
Roadrunner eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für das
Kinderlauftraining. Ziel ist es, auch künftig junge Läuferinnen
und Läufer für Bewegung und gemeinsames Training zu begeistern.
Geplant sind insgesamt sechs Laufeinheiten für Kinder im Alter von
sechs bis zehn Jahren. Das Training dient zugleich als Vorbereitung auf
den St. Viter Benefizlauf im September, der vom Verein »Laufen und
Gutes tun« organisiert wird.
Voraussetzung für die Tätigkeit sind vor allem Freude, Motivation
und ein sicherer Umgang mit Kindern. Ein Übungsleiterschein C oder
eine Vereinszugehörigkeit sind wünschenswert, jedoch nicht zwingend
erforderlich. Bei Bedarf wird eine begleitete Übergangsphase durch das
Team der Laufabteilung von Rot-Weiss St. Vit angeboten.
Interessierte können sich gerne per Mail bei gaby.jehn-kueker@gmx.de
melden und Teil einer langjährigen, engagierten Laufgemeinschaft werden.
2026
Das Stadtgespräch
47
Seniorenzeitung
des Seniorenbeirates
der Stadt Rheda-Wiedenbrück
Aktivrente – Arbeiten
im Ruhestand
Seit dem 1. Januar 2026 eröffnet sich für viele Rentnerinnen und
Rentner in Deutschland eine neue Möglichkeit: Mit der sogenannten
Aktivrente können sie auch nach Erreichen des regulären Rentenalters
weiterarbeiten und ihr Einkommen so aufbessern – bis zu 2.000
Euro im Monat steuerfrei!
Das neue Rentenmodell soll finanzielle Entlastung schaffen, dem Fachkräftemangel
entgegenwirken und älteren Menschen mehr Flexibilität auf
dem Weg in den endgültigen Ruhestand geben. Hintergrund ist auch das
seit Jahren sinkende Rentenniveau. Vielen Menschen reicht die gesetzliche
Rente allein nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Wer kann die Aktivrente nutzen?
Voraussetzung ist das Erreichen der Regelaltersgrenze. Diese liegt – je
nach Geburtsjahr – zwischen 65 und 67 Jahren. Wer 1964 oder später geboren
wurde, erreicht sie mit 67 Jahren. Ob bereits eine Altersrente bezogen
wird oder nicht, spielt keine Rolle. Auch Rentnerinnen und Rentner, die
bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, können wieder in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurückkehren.
Wer ist ausgeschlossen?
Nicht nutzen können die Aktivrente Selbstständige und Freiberufler,
Gewerbetreibende, Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Beschäftigte
mit Minijobs und Menschen im Beamtenverhältnis.
Wie sieht es mit Steuern aus?
Wer als Rentnerin und Rentner die Aktivrente nutzt, kann monatlich bis
zu 2.000 Euro steuerfrei dazuverdienen. Ist der monatliche Verdienst
höher, wird nur der Betrag oberhalb dieser Grenze versteuert. Wichtig:
Der Freibetrag gilt nur für eine einzige Beschäftigung, kann also nicht
auf mehrere Arbeitsverhältnisse aufgeteilt werden. Außerdem kann der
Freibetrag von 2.000 Euro nur auf einen Monat angewendet werden. Er
kann nicht auf andere Monate übertragen werden. Und: Der Jahressteuersatz
steigt nicht durch den steuerfreien Zusatzverdienst.
Welche Abzüge gibt es trotzdem?
Steuerfrei heißt nicht automatisch abgabenfrei! Vom Lohn werden
weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten.
Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung müssen hingegen
nicht mehr gezahlt werden. Hier trägt nur der Arbeitgeber seinen Anteil.
Übrigens: Wer die Aktivrente nutzt, kann weiterhin freiwillig Rentenversicherungsbeiträge
leisten.
Muss ein Antrag gestellt werden?
Nein. Das steuerfreie Einkommen wird direkt beim monatlichen Gehalt
verrechnet, ohne einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand für die
Beschäftigten.
Warum arbeiten immer mehr Menschen
im Ruhestand weiter?
Ein zentraler Grund ist die finanzielle Entwicklung der letzten Jahre. Das
Rentenniveau ist gesunken, während Mieten, Energie- und Lebenshaltungskosten
deutlich gestiegen sind. Besonders Frauen sind betroffen,
da sie häufiger keine durchgehende Beschäftigung bzw. Teilzeitphasen
hatten. Für viele ist der Zuverdienst daher keine Frage des Wollens, sondern
des Müssens.
Andere wiederum entscheiden sich bewusst für das Weiterarbeiten:
Sie schätzen soziale Kontakte, geistige Anregung und das Gefühl, gebraucht
zu werden. Arbeit gibt Struktur, Sinn und kann helfen, körperlich
und geistig fit zu bleiben.
Vorteile für alle Seiten
Rentnerinnen und Rentner bleiben sozial eingebunden. Unternehmen
profitieren vom Erfahrungsschatz älterer Beschäftigter, der in Zeiten
des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnt. Außerdem
wird die Gesellschaft durch zusätzliche Arbeitskräfte und die
Entlastung der Sozialsysteme unterstützt.
Kritik an der Aktivrente
Nicht jede und jeder kann oder möchte im Alter weiterarbeiten – vor
allem nicht Menschen in körperlich und mental belastenden Berufen.
Diese können die Aktivrente also häufig nicht nutzen. Kritiker warnen
außerdem, dass die Aktivrente zu einer versteckten Antwort auf sinkende
Renten werden könnte.
Fazit
Die Aktivrente kann für viele Menschen eine hilfreiche Möglichkeit sein,
den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten und finanzielle
Engpässe abzufedern. Dennoch muss sie eine freiwillige Option bleiben.
Sie kann nicht die Antwort auf ein geschwächtes Rentensystem
sein.
Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-
Wiedenbrück | Ständige Mitarbeit: Hermann Benkelberg, Karl-Josef
Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf
Seniorenbeirat AKTIV: Sprechzeiten
Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.
Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de
Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis
12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme
können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im
Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35
48 Das Stadtgespräch
4 Deutlich ist in der Höhe des Rotors das rote Label von
Enercon zu erkennen. Es wird in Zukunft den Windpark
der RheWie eG markieren. Hier eine Ansicht des
Anlagentyp E-175 EP5 E2. Foto: ENERCON Global GmbH
Jetzt Anteile der
Rheda-Wiedenbrücker
Energiegenossenschaft erwerben
Kapitalerhöhung für drei neue Windräder
Gute Stimmung bei der
Rheda-Wiedenbrücker
Energiegenossenschaft
eG: Nach der Baugenehmigung
für drei Windräder in Batenhorst
und Nordrheda kam jetzt von der
Bundesnetzagentur die Nachricht,
dass das Angebot der RheWie den
Zuschlag bekommen hat. Damit
können die Planungen der RheWie
für die drei Windräder zügig weiter
vorangetrieben werden.
Im nächsten Schritt erhöht
die RheWie das Kapital der Genossenschaft,
heißt es im Newsletter
118. Schließlich beabsichtigt
die Energiegenossenschaft in den
nächsten Wochen einen Kaufvertrag
mit dem Hersteller Enercon
abzuschließen. Das genau ist der
richtige Zeitpunkt, um Anteile der
RheWie zu erwerben. Viele Interessenten
haben darauf gewartet.
Ab sofort können sich alle
Mitglieder der Genossenschaft
mit einem Angebot melden. Auch
neue Mitglieder aus Rheda-Wiedenbrück
sind willkommen,
außerdem Interessenten, die in
einem 2.500-Meter-Radius um
die neuen Anlagen wohnen (im
wesentlichen Pixel und Bokel,
siehe dazu angehängte Karte). Die
nachfolgenden Punkte sind dabei
zu berücksichtigen:
· Interessenten können ein Angebot
von mindestens 1.000 und
maximal 50.000 Euro abgeben.
Ein Anteil entspricht einem Wert
von 100 Euro.
· Sie können ihr Angebot ab sofort
einreichen: über ein Formular auf
der Homepage www.rhewie-eg.
de/mitgliederbereich oder in
Briefform. Bewerbungsende ist
der 31. März 2026.
· Wie beim letzten Mal wird die
RheWie einen Verteilschlüssel
anwenden und bis zum 5. April
eine Zusage über die Höhe der
Anteile zusenden; danach haben
die Interessenten bis zum 25. April
2026 Gelegenheit, diesen Betrag
zu überweisen. Anderenfalls
verfällt ihr Gebot.
· Sollten in dieser ersten Runde
nicht ausreichend Angebote zusammenkommen,
ermöglicht
die RheWie den Einwohnern des
Kreises Gütersloh und anderen
Genossenschaften eine Beteiligung.
· Eine erste Gewinnausschüttung
auf die neu erworbenen Anteile
ist satzungsgemäß im Jahr 2028
zu erwarten.
· Wer Anteile erwirbt, beteiligt
sich an der gesamten Energiegenossenschaft
und profitiert
vom Gesamtgewinn der sechs
Windräder.
Wer zu dem Vorgang weitere
Fragen hat, kann sich an die
RheWie per E-Mail an info@rhewie-eg.de
wenden. Viele Antworten
finden sich auch im Bereich
rhewie-eg.de/faq / »Häufig gestellte
Fragen« auf der Homepage
der Energiegenossenschaft. Dieser
Bereich wird laufend aktualisiert.
Des Weiteren können Interessenten
ihre Fragen bei einer Informationsveranstaltung
am 9. März
um 19 00 Uhr in der Stadthalle
Rheda-Wiedenbrück stellen. »Dort
werden wir die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen ausführlich
erläutern«, so Hubert Leiwes und
Peter Rentrup vom Vorstand der
Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft
eG.
Der Zeitplan für das neue
Projekt: 2027 beginnen die Bauarbeiten
mit Wege-, Kabel und
Fundamentbau. Der Bau der drei
Windkraftanlagen des Herstellers
Enercon erfolgt 2028; dann sollen
die Anlagen auch in Betrieb gehen.
Kem
1 Karte für RheWie-Beteiligungen Foto: Jan Küpper
Das Stadtgespräch
49
Wenn man erzählt, welches Reiseziel
man als nächstes ansteuert,
bekommt man meist ganz unterschiedliche
Kommentare. Als wir erzählten,
dass wir vorhaben, nach Taipeh zu fliegen, in
die Hauptstadt der Republik China, kam mehrfach
die Antwort: »Ah, dann beeilt euch
mal, weil das demnächst vielleicht
nicht mehr möglich ist«. Der eher
scherzhafte Kommentar hat dabei
einen durchaus realen Hintergrund,
denn die politische
Lage im südchinesischen Meer
ist angespannt. Die außenpolitische
Lage, wohlgemerkt. Denn
die Volksrepublik China erhebt
schon lange Ansprüche auf die
Inselrepublik, die Peking als abtrünnige
Provinz ansieht. De facto
ist die demokratische Republik
Taiwan weit mehr als ein Anhängsel.
Die australische Asienexpertin Dinah Gardner
hält die Hauptstadt Taipeh für diejenige Stadt
in Asien, die Toleranz und guten Geschmack am
meisten feiert. Und aus eigener Erfahrung kann
ich nunmehr sagen, dass Reisende, auch und
gerade die aus dem Ausland, herzlich willkommen
im Land sind.
Der Gegenspieler des
Großen Vorsitzenden
Für eine chinesische Stadt ist Taipeh, das
vor Ort auf Englisch Taipei geschrieben
wird, noch recht jung. Nachdem
3 Das Chiang Kai-shek Memorial
Zu Besuch im anderen China
3 Die Tradition der
chinesischen Lanternen
geht 2000 Jahre zurück.
sich im 17. Jahrhundert zuerst die Spanier und
später die Niederländer im Norden der »Formosa«
genannten Insel ansiedelten, eroberten
die Han Chinesen Taiwan. Nach 200 Jahren
Han-Herrschaft nahmen die Japaner 1895 das
Eiland ein und blieben bis zum Ende des Zweiten
Weltkriegs. Der anschließende Machtkampf
um die Vorherrschaft in China endete mit dem
Sieg der Kommunisten unter Mao Zedong. Dessen
Gegenspieler Chiang Kai-shek zog sich mit
seinen Anhängern nach Taiwan zurück
und etablierte die Herrschaft
der Staatspartei Kuomintang. Der
anschließend ausgerufene Ausnahmezustand
wurde mehrere
Jahrzehnte beibehalten, wodurch
die Einparteienherrschaft andauerte.
Erst gegen Ende der 1980er
Jahre initiierte die Kuomintang
eine schrittweise Demokratisierung.
Heute zählt Tawain neben
Japan und Südkorea zu den demokratischsten
Staaten der Welt. Das
bedeutet jedoch keineswegs, dass
im Lande nicht auch ein Personenkult für den
Staatsgründer Chiang Kai-sheks betrieben
wird. Beeindruckendstes Beispielspiel ist die
sogenannte Chiang Kai-shek Memorial Hall,
die den 1975 Verstorbenen in Überlebensgröße
huldigt. Die Schöpfer der Anlage, die in einem
wunderschönen Park gelegen ist, in dem
sich die Einwohner Taipehs
unter anderem mit Joggen
oder Tai Chi fithalten,
wollten ganz
offenbar ein
deutliches
Zeichen gegen die Herrschaftsansprüche der
Festlands-Chinesen setzen. Das 70 Meter hohe
Gebäude enthält die sechseinhalb Meter hohe
Bronzestatur Chiangs, der in sitzender Position
lächelnd im traditionell-chinesischen Anzug
dargestellt ist. Der gewaltige Platz vor dem
Monument ist mittlerweile nicht mehr nach
dem ersten Präsidenten genannt, sondern
heißt heute Freiheitsplatz. Auch das Nationaltheater
und die Nationaloper
nehmen mit ihrer im traditionell
chinesischen Stil errichteten Pracht
etwas vom Personenkult zurück. Bei
Touristen aus dem In- und Ausland
ist mittlerweile die Wachablösung
vor dem Monument beliebtes Fotomotiv.
Das martialische Gebaren
wird die Festland-Chinesen jedoch
vermutlich nicht besonders abschrecken,
liegt deren jährlicher
Militärhaushalt doch um ein Zehnfaches
höher als der Taiwans.
101 Wirtschaftschancen
Politisch ist die Macht Taiwans
eher beschränkt, zumal nur eine
Handvoll Staaten die Republic of
China, R.O.C., wie sie sich auch
nennt, überhaupt anerkannt haben.
Zu groß offenbar der Respekt
vor Peking, sodass beispielsweise
von den über 50 Partnerstädten
Taipehs keine aus Deutschland
kommt. Bei Olympia möchte
man den großen Nachbarn
ebenfalls nicht provozieren und
tritt als Chinese – Taipei an. Die
Macht Taiwans liegt eher in
der Wirtschaft, denn da ist das
kleine Land ganz groß. Taiwan
zählt neben Südkorea, Hongkong
und Singapur zu den vier »Tigerstaaten«
Ostasiens. Taiwans
schnelle Industrialisierung und
das Wirtschaftswachstum während
der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts wird auch als das
Taiwan-Wunder angesehen. Das
ist auch nicht ganz von der Hand
zu weisen. Hatte Taiwan im Jahr
1962 ein Bruttosozialprodukt pro
3 101 Tower, das Wahrzeichen
von Taipeh
50 Das Stadtgespräch
Kopf von 170 US-Dollar, vergleichbar mit der
Demokratischen Republik Kongo, so wuchs das
Bruttosozialprodukt pro Kopf auf knapp 38.000
US-Dollar im Jahr 2025 an. Das liegt knapp unter
dem Wert der Europäischen Union. Deutliches
Zeichen des wirtschaftlichen Erfolgs
und des damit einhergehenden Selbstbewusstseins
ist der 101 Tower in Taipehs
Westen. Der Büroturm, der über 101
Stockwerke verfügt, daher der Name,
ist nicht nur durch seine türkisblaue
Farbe besonders, sondern vor allem
durch seine Architektur, die sich
am Bambus und an chinesischen
Pagoden orientiert. Längst ist der
101, gesprochen one-o-one, der Eiffelturm
Taipehs geworden. Zu Silvester
2004 wurde der Turm eingeweiht,
der mit seinen 508 Metern
Höhe das höchste Gebäude
der Welt war. Dieser Rekord hielt
zwar nur bis 2009, als der Burj
Khalifa in Dubai eingeweiht wurde,
aber noch immer zählt der
101 zu den höchsten Gebäuden
der Welt. Dabei ist Taipeh ausgesprochen
erdbebengefährdet.
Doch der raffinierte Bau verfügt
über das größte Tilgerpendel der
Welt. Das ist eine 660 Tonnen
schwere, vergoldete, aus einzelnen
Scheiben gefertigte Stahlkugel
mit einem Durchmesser
von fünfeinhalb Metern, die
mit ölhydraulischen Dämpfungselementen
so an einer
Seilkonstruktion aufgehängt
ist, dass sie die Schwingungen
bei Erdbeben ausgleichen
kann. Die Kugel sowie Aussichtsplattformen
kann man
besichtigen. Zur Sicherheit des
Baus tragen vielleicht ja auch
die außen angebrachten Kreise
bei, die überdimensionale
Münzen darstellten, denn die
bringen natürlich auch Glück.
Wem die Aussicht aus dem 35.
Stockwerk reicht, der kann
übrigens auch im Café bei
lecker Kaffee und Kuchen
die Aussicht auf das Finanzviertel
und die übrige Stadt
genießen.
Design des 21. Jahrhunderts
Bei Touristen nicht sehr bekannt und leider von
innen nicht zu besichtigen ist ein weiteres architektonisches
Highlight der Stadt. Gemeint
ist das Apartment-Haus Tao Zhu Yin Yuan, auch
Agora Garden Tower genannt. Das wahrhaft
kühne Design kann und sollte man zumindest
von außen bewundern. Der belgische Stararchitekt
Vincent Callebaut schuf das gut 90 Meter
hohe Gebäude mit seinen 21 Stockwerken. Denn
statt die verschiedenen Stockwerke einfach
übereinander zu stapeln, wurde das nächsthöhere
Stockwerk jeweils um 4,5 Grad »verdreht«,
wodurch eine Form entstand, die an die
DNA-Doppelsäule erinnert. Dadurch ist gewährleistet,
dass jeder Balkon Sonneneinstrahlung
und Regenwasser erhalten kann. Der besondere
Schwerpunkt des 2018 fertiggestellten Baus
liegt im ökologischen Bereich. Rund 20.000
Bäume und Büsche sind auf Balkonen und allen
möglichen Freiflächen gepflanzt. Eine Zisterne
sammelt Regenwasser, Sonnenkollektoren und
Windräder zieren das Dach. In den Gärten des
Gebäudes werden Früchte, Gemüse und Kräuter
angebaut. Auch wird Bio-Abfall gesammelt,
was in Asien keineswegs durchgängige Praxis
ist. Die Bewohner müssen auf keinerlei
Komfort verzichten. So ist einer der
sieben Aufzüge groß genug, um
einen Rettungswagen in das gewünschte
Stockwerk zu bringen.
Die Wohnungen sind
zu drei Seiten verglast
und gar nicht mal so
eng. Jede Wohnung hat
650 Quadratmeter Fläche,
allerdings ist es in
Taiwan durchaus noch üblich,
dass drei Generationen
in einer Wohnung leben, was
bei dieser Fläche sicherlich nicht
so das Problem ist. Jedenfalls nicht,
wenn man das nötige Kleingeld hat.
Design des alten China
Was Taipeh für Besucher nicht nur aus
dem Westen so interessant macht ist,
dass supermoderne Bauten nur wenige
Straßen neben traditionellen Gebäuden
errichtet wurden. Traditionell sind natürlich
vor allem die Tempel, die keineswegs
reine Museumsbauten sind, sondern Orte
gelebten Glaubens. Der bekannteste der
vielen Tempel in Taipeh ist der Mengjia-
3 Kühn geformtes
Apartmentgebäude
3 Der Name Taiwan taucht
unauffällig auf.
Long shan-Tempel,
der Drachenbergtempel.
Bereits
1738 von Han-Chinesen
erbaut, dient der Longshan, wie der
Tempel oft verkürzt genannt wird, heute vielen
Gläubigen, die ihre Anliegen in Gebete fassen
und Opfergaben darbringen. »Long« bedeutet
Drachen, und die finden sich reichlich in kühnen
Formen und Farben auf dem rund 1.600 Quadratmeter
großem Tempelgelände. Neben den
chinesisch-buddhistischen Elementen gibt es
auch einige chinesische Gottheiten im Longshan.
So wird hier die See-Gottheit Mazu ebenso
verehrt wie der General Guan Yu, der im dritten
nachchristlichen Jahrhundert in der Han-Dynastie
wirkte und dreihundert Jahre später zur
Gottheit erhoben wurde. Die Hauptgottheit
des Tempels ist Kuan Yin, eine weibliche Bodhisattva
im Buddhismus, die als Verkörperung
des Mitgefühls und der Barmherzigkeit verehrt
wird. Der Tempel ist von sechs Uhr morgens bis
22 Uhr geöffnet. Wer früh morgens oder spät
abends kommt, vermeidet die Besuchergruppen
und kann den Tempel
auf sich wirken lassen oder
auch die vielen Koi bewundern,
die Glück,
Reichtum und
Ausdauer bringen
sollen.
Das Stadtgespräch
51
1 Oper am Friedensplatz
1 Wachablösung am Chiang Kai-shek Memorial
1 Ximen steht für Shoppen und Schlemmen.
1 Neben dem Glück stehen Drachen für Autorität
und den Einklang mit der Natur.
Schlemmen und Shoppen
Neben den genannten Sehenswürdigkeiten,
die keinen Eintritt erheben, abgesehen von der
Gebühr für die Aussichtsplattform des 101 Towers,
kann man natürlich in Taipeh auch Geld
ausgeben. Da ist zum Beispiel der Shilin Night
Market im Norden Taipehs. Der Markt ist ab vier
Uhr nachmittags geöffnet, aber im Hellen wirkt
er nicht besonders beeindruckend. Das ändert
sich in der Dunkelheit, wenn zwischen 20 und 23
Uhr alle Geschäfte hell erleuchtet sind und alles
bieten, was das Herz von Einheimischen und Besuchern
erfreut. Vor allem der Food Court ist mit
mehr als 500 Ständen gut bestückt. Dort kann
man unter anderem auch Spezialitäten Taipehs
probieren, wie beispielsweise den gesüßten Ingwer-Tee,
den die Einheimischen gerne und oft
trinken. Bei ausländischen Besuchern dagegen
eher gefürchtet ist der Stinky Tofu, der seinem
stinkenden Namen alle Ehre macht.
Ein ganzes Viertel, das dem Shoppen gewidmet
ist, heißt Ximending. Im nördlichen
Teil gibt es eine Fußgängerzone, die schlicht
Ximen genannt wird. Das Viertel, das an den
Tamsui Fluss angegrenzt, ist schon seit langem
ein Handelszentrum, verband der Fluss doch das
Inland mit dem Meer. Heute spricht es vor allem
junge Leute an, die hier jede Menge Angesagtes
finden von Mode bis zu Kinos, Karaoke-Lokalen
und hippen Clubs. Und auch kulinarisch bleibt
kein Wunsch offen, wobei der Schwerpunkt vor
allem bei kleinen Fast Food-Läden oder fliegenden
Imbissen liegt.
Besucher willkommen
Von A nach B gelangt man in Taipeh schnell,
sicher und übrigens auch pünktlich mit der
U-Bahn, die außer mit den chinesischen Schriftzeichen
immer auch auf Englisch gekennzeichnet
ist. Auch Taxifahren ist vergleichsweise
günstig, wobei man allerdings beachten sollte,
dass viele Taxifahrer nur sehr wenig English
sprechen und es zum Teil auch nicht lesen können.
Auf Nummer sicher geht man, wenn man
die Ziel adresse in chinesischer Schrift mitführt.
Diese Schrift können alle lesen, egal ob sie
nun wie die Mehrheit der Menschen in Taiwan
Mandarin sprechen oder einen der vielen chinesischen
Dialekte wie Hakka oder Taiwanesisch
oder eine der 16 indigenen Formosa-Sprachen
als Muttersprache sprechen. Bei den Hotels
gibt es ein paar Besonderheiten. Man darf sich
nicht wundern, dass in einigen Hotels der vierte
Stock fehlt, denn die 4 bringt nach dem Volksglauben
Unglück, weil das Mandarin-Wort für
4 dem Wort für Tod ähnelt. Bei den sehr günstigen
Hotels wird zum Frühstück oftmals kein
Brot, sondern wie in China üblich warmes Essen
geboten. Die Selbstversorgung ist in Taipeh jedoch
überhaupt kein Problem, denn das Netz
an sogenannten convenience stores, also modernen
Tante-Emma-Läden, die oft rund um die
Uhr geöffnet sind, ist flächendeckend. Dort bekommt
man auch alles Mögliche zu essen und
zu trinken und selbst Bargeld, die sogenannten
New Taiwan Dollars, kann man an den Automaten
im Laden ziehen. Bargeld braucht man an
Ständen und in Taxis, ansonsten ist die Kartenzahlung
kein Problem. Ein paar Tage Zeit sollte
man schon für die Besichtigung der Hauptstadt
Taiwans mit ihren rund zweieinhalb Millionen
Bewohnern einplanen. Denn die Stippvisite
lohnt nicht nur, weil Taipeh viel Sehenswertes
bietet. Die Einwohner machen den Reisenden
durch ihre freundliche und offene Art den Besuch
ausgesprochen leicht.
5 Longshan ist der bekannteste Tempel Taipehs.
8 Der Phoenix
steht für
Erneuerung.
52 Das Stadtgespräch
Na dann
prost?
Mit dem, was als Trend, dem man in Europa
unbedingt folgen muss, zu uns
aus dem englischsprachigen Raum
herüberschwappt, musste man schon vorsichtig
sein, bevor der gefährliche orangene Clown
die USA regierte. Seit TicToc und Co. kommen
die Trends auch oft als »challenge« daher, also
als Herausforderung. Wie sinnvoll es dann ist,
sich gegenseitig einen Eimer Wasser über den
Kopf zu gießen und dann den nächsten Kandidaten
für die Challenge zu nennen, das kann
man sich unschwer selbst ausmalen. Doch was
ist eigentlich mit der »Dry January Challenge«,
die Anfang des Jahres in aller Munde war? Bei
dieser Herausforderung ging es darum, einen
Monat lang auf Alkohol zu verzichten. Und da
der Januar sich ja in erster Linie für gute Vorsätze
eignet, bietet er sich offenbar für diesen
Trend besonders an.
Wie sinnvoll ist ein trockener
Monat?
Bei der Frage, wie sinnvoll ein Monat ohne Alkohol
ist, herrscht große Einigkeit bei allen, die
beruflich mit Gesundheit beschäftigt sind – und
ich fürchte, ebenso bei vielen, die sich privat
für Gesundheit interessieren. Die Apothekenrundschau,
spöttisch auch »Rentnerbravo« genannt,
zählt eine ganze Litanei von Vorteilen
auf, und zwar nach kurzfristigen und langfristigen
positiven Auswirkungen des Alkoholverzichts
unterteilt. Das Blatt zitiert dabei Christina
Rummel, die Geschäftsführerin der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen. Laut einer Studie
der Universität Sussex in England aus dem Jahr
2018 berichteten die 800 Testpersonen nach einem
Monat ohne Alkohol davon, »dass sie mehr
Energie haben, abnehmen, besser schlafen und
allgemein einen besseren Gesundheitszustand
haben. Und, last but not least: Geld sparen«.
Auch weist Frau Rummel darauf hin, dass Alkohol
immerhin ein Zellgift sei, der Verzicht auf
Alkohol also zur Entgiftung beiträgt.
Noch positiver wird natürlich die langfristige
Abstinenz gesehen, denn sie führt zu weniger
Infektionen, weniger Krebsrisiko, weniger
Unfallrisiko, weniger Konflikten in sozialen
Beziehungen, einem gesünderen Herz, besserem
Schlaf und verbessertem Blutdruck, so die
Expertin. Krankenkassen stimmen ihr in dieser
Einschätzung zu. Auch die Barmer nennt als Erfolg
besseren Schlaf, sinkenden Blutdruck, einen
klaren Kopf, Erholung für die Leber, ein schöneres
Hautbild sowie schwindende Kilos. Die IKK
wies ebenso letzten Sommer darauf hin, dass
Deutschland ein »Hochkonsumland« für Alkohol
ist. Die Krankenkasse gibt an, dass ein Mensch,
gemeint sind die ab 15 Jahren, in Deutschland
laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen
jedes Jahr mehr als 10 Liter reinen Alkohol konsumiert:
»Zum Vergleich: Ein 0,5 Liter großes
Bier beinhaltet etwa 25 Milliliter reinen Alkohol.
Das bedeutet: Jede Person in Deutschland
trinkt etwa 200 Liter Bier – und das jedes Jahr.
Das ist fast doppelt so viel wie im weltweiten
Durchschnitt«. Laut einem OECD-Bericht aus
dem vergangenen Jahr steht Deutschland mit
diesem Wert erheblich schlechter da als Länder
wie Griechenland, denn die Griechen konsumieren
»nur« 6,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr. In
Österreich, Rumänien, Portugal und Lettland
wird dagegen noch mehr als bei uns gepichelt,
nämlich mehr als elf Liter reinen Alkohols.
Das Gläschen in Ehren gibt es
nicht mehr
Laut digitaler Suchtberatung sind Sätze wie
»Ein Glas Rotwein am Abend ist gesund« faktisch
falsch. Die Deutsche Gesellschaft hat im
Jahr 2025 eine Neueinschätzung vorgenommen,
nach der jeder Alkoholkonsum riskant ist und
das Risiko für gesundheitliche Folgen steigt, je
mehr man trinkt. Die digitale Suchtberatung
gibt auch an, ab welchem Konsum dieses Risiko
als gering und wann als gefährlich einzustufen
ist. Auf Getränke zurückgerechnet,
erfolgt folgende Einschätzung. Was dabei als
Getränk gilt, ist festgelegt auf zehn bis zwölf
Gramm Reinalkohol. Das entspricht etwa einer
0,33 ml Flasche Bier oder einem 0,1 ml Glas
Wein. Als geringes Risiko werden ein bis zwei
Getränke pro Woche eingestuft. Ein moderates
Risiko besteht nach dieser Rechnung bei drei
bis sechs Getränken pro Woche. Ab sieben und
mehr Getränken pro Woche wird von hohem
Risiko gesprochen, wobei klar ist, dass Kinder,
Jugendliche und Schwangere gar keinen Alkohol
trinken sollten. Apropos Jugendliche – da gibt
es vergleichsweise Positives zu vermelden. 1986,
also vor 40 Jahren, war es so, dass 29 Prozent
der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal pro
Woche Alkohol tranken. 2007 waren das immer
noch 23 Prozent. Heute sind es weniger als zehn
Prozent, wobei die Jungen nach wie vor häufiger
trinken als die Mädchen.
Fastenzeit, Frühjahrsdiät und Co.
Ob unseren Vorfahren die gesundheitlichen
Konsequenzen bekannt waren oder nicht, je-
1 Doppelter Weinbrand schlägt mit über 120 Kalorien
zu Buche.
denfalls gibt es in den großen Religionen immer
auch Zeiten des Verzichts. Die vierzigtägige
christliche Fastenzeit nach dem Karneval
dauert bis Ostern, in diesem Jahr also bis zum
5. April. Die Sonntage sind von der eigentlich
46-tägigen Fastenzeit ausgenommen. Und auch
die beinahe schon traditionelle Frühjahrsdiät
enthält sinnvoller Weise Einschränkungen beim
Alkoholkonsum, denn das Glas Bier schlägt mit
über 90 Kalorien pro 0,2 Glas zu Buche, dieselbe
Menge Rotwein liegt bei 140 Kalorien, ein
Gläschen Weinbrand erhöht die Bilanz mit 120
Kalorien. Wer unbedingt einen Anlass oder eine
Challenge braucht, der könnte es auch den Amerikanern
nachmachen und den Sober October,
also den nüchternen Oktober, oder den No-Vember
feiern. Man könnte natürlich auch alte Verhaltensmuster
überdenken und neue Routinen
suchen oder anders ausgedrückt, dem gesunden
Menschenverstand folgen und unabhängig vom
Datum das tun, was einem guttut. Das ist heute
einfacher als früher, denn der soziale Druck
beim Verzicht auf Alkohol hat jedenfalls bei uns
in den letzten Jahren nachgelassen. Immerhin
rümpft heute niemand mehr die Nase, wenn
man ein alkoholfreies Weizenbier bestellt.
1 Guinness is good for you – darf bezweifelt werden.
Das Stadtgespräch
53
1 Begrüßung der Abordnung des Togofördervereins in Adjengré
Dank für die treue Unterstützung
Über 20.000 Euro für die Menschen in Togo
Der Christkindlmarkt war wieder ein
tolles Erlebnis. Der Kontakt mit den
vielen interessierten Menschen hier
in Rheda-Wiedenbrück zeigt immer wieder,
dass der Togo-Förderverein mittlerweile eine
Institution in unserer Stadt geworden ist«,
berichtet seine Vorsitzende, Renate Erlemann.
Ihr besonders großes Dankeschön geht
an die vielen ehrenamtlichen Helfenden, die
den Losverkauf auf dem Christkindlmarkt
2025 möglich gemacht haben. Der Einsatz
von achtzig Helferinnen und Helfern in siebzig
Verkaufsschichten hat einen Reinerlös von
über 20.000 Euro erbracht, ein sensationelles
Ergebnis, so die Vorsitzende. Die Einnahmen
der Tombola tragen ganz wesentlich dazu bei,
dass der Togo-Förderverein die vielen Projekte
auch zukünftig umsetzen kann, beispielweise
die Zusammenarbeit mit dem Waisenhaus in
Aneho oder den Brunnenbau in den Partnerkantonen
Aouda und Adjengré. Und die neu
an den Start gegangenen Projekte, z. B. der
Bau des Wasserspeichers in Agadji oder die
integrative Schule für hörgeschädigte Kinder
in Adeta.
Der Dank des Fördervereins gilt allen, die
zum Gelingen beitragen, den Mitgliedern, Förderern,
Unterstützenden und Freunden des
Fördervereins.
Erlemann: »Im Herbst geht es wieder auf
Inspektionsreise. Wir besuchen unsere Freunde
in Togo und überzeugen uns von der Wirkung
unserer Projekte. Und wir sind sicher, dass wir
wieder viel Dankbarkeit mit zurückbringen«.
Der Togo-Förderverein kann in diesem Jahr
sein Doppeljubiläum feiern. Vor 50 Jahren wurde
seitens der Stadt die erste Zahlung an den
Partnerkanton Aouda geleistet, vor 25 Jahren
erfolgte dann die Gründung des Togo-Fördervereins.
Kem
Optimismus
trotz herausfordernder
Lage
Neujahrsempfang der
FDP Rheda-Wiedenbrück
Rund 30 Gäste folgten der Einladung des FDP
Stadtverbandes zum Neujahrsempfang, der
erstmals in der Mietbar in Lintel stattfand. Nach
einer persönlichen Begrüßung und einer kleinen
Stärkung blickte Kreisvorsitzender Patrick Büker
mit Optimismus auf die herausfordernde Lage
der FDP. Als erklärtes Ziel nannte er, die Freien
1 Die FDP Rheda-Wiedenbrück startete mit klaren Botschaften in das neue Jahr.
Demokraten bei der NRW-Landtagswahl 2027
wieder sicher über die Fünf-Prozent-Hürde zu
führen.
Fraktionsvorsitzender Simon Gerhard hob
mit dem ein oder anderen Seitenhieb auf den
politischen Wettbewerb und einer guten Portion
Selbstironie die besondere Rolle der
Freien Demokraten in den derzeit komplizierten
Mehrheitsverhältnissen im Rat hervor.
»Als eine der kleinsten Fraktionen sind wir
uns dieser besonderen Verantwortung bewusst
und werden uns hörbar und spürbar für eine
dringend notwendige Haushaltskonsolidierung
einsetzen.« Das Ergebnis der Kommunalwahl
habe deutlich gemacht, dass in Rheda-Wiedenbrück
eine breite Mehrheit für eine bürgerlich
geprägte Politik stehe. Gerade vor diesem Hintergrund
äußerte Gerhard die Erwartung, dass
die demokratischen Kräfte im Stadtrat ihre Verantwortung
stärker gemeinsam wahrnehmen.
Die politische Gestaltung dürfe nicht an taktischen
Abgrenzungen oder fehlender Einigung
scheitern. Mit Blick auf das Verhältnis von MOVE
und CDU bemerkte Gerhard spitz: »Mehrheiten
helfen wenig, wenn man sich gegenseitig lieber
blockiert als gemeinsam gestaltet«.
Sachkundiger Bürger Jörg Greweling mahnt
zur Wachsamkeit gegenüber politischen Extremen.
Er berichtete von seinen zahlreichen
Haustürgesprächen während des Wahlkampfes.
Dabei sei deutlich geworden, wie wichtig es sei,
politische Entwicklungen auch auf kommunaler
Ebene aufmerksam wahrzunehmen und ernst zu
nehmen. Demokratie brauche Wachsamkeit, klare
Werte und eine offene Auseinandersetzung.
Der Vorstand hatte ausdrücklich sein starkes
Abschneiden bei der Kommunalwahl 2025
gewürdigt. Als FDP-Neuling hatte Greweling,
im Wahlkreis 17 aus dem Stand 18 Prozent der
Stimmen erzielt. Ein Ergebnis, das innerhalb des
Stadtverbandes als klares Zeichen für Vertrauen
und Aufbruchsstimmung gewertet wurde.
Fazit des Empfangs: Die FDP Rheda-Wiedenbrück
sieht sich gut aufgestellt, um die kommenden
Jahre konstruktiv, verantwortungsbewusst
und entschlossen zu gestalten. Kem
54 Das Stadtgespräch
1 (Hinten v. l.) Lukas Lübbers, Ludger Brinkmann, Frederik Iding, Damian Meller Partida, Kim Kornalewski, Clara Huster, Christoph Weinekötter, Jarne Brinkmann, (vorne v. l.)
Sponsor Jens Butschko, Gregor Glomm, Monika Glomm, Julian Meller Partida, Kristina Stolle, Guido Behrens, Julia Weinekötter, Magnus Brinkmann, Jan Kornalewski
TSG Rheda Badminton startet stark in die Rückrunde
– mit Unterstützung von 2rad Butschko
Pünktlich zum Rückrundenstart durfte sich
die 1. u. 2. Badminton-Mannschaft der TSG
Rheda über neue Trikots und Trainer-Hoodies
freuen. Möglich gemacht hat dies erneut die
großzügige Unterstützung von 2rad Butschko
aus Rheda, der dem Verein nun bereits im vierten
Jahr in Folge als Sponsor zur Seite steht.
Die Übergabe der neuen Ausstattung erfolgte
direkt zum Auftakt der Rückrunde und
sorgte sofort für zusätzliche Motivation und
einen einheitlichen, professionellen Auftritt
auf und neben dem Feld. Gerade im schnellen
und intensiven Badmintonsport ist Teamgeist
ein entscheidender Faktor – und genau diesen
unterstreicht das neue Outfit eindrucksvoll.
»Wir bedanken uns herzlich bei 2rad
Butschko für das anhaltende Engagement und
das Vertrauen in unsere Abteilung. Solche Partnerschaften
sind ein wichtiger Baustein für den
sportlichen Erfolg und die Weiterentwicklung
unseres Vereins«, betonen die TSGler.
Mit frischem Look, starkem Zusammenhalt
und viel Ehrgeiz blickt das Team motiviert auf
die kommenden Spiele der Rückrunde.
1 (V. l.) Sponsor Jens Butschko und das Trainer-Team
Frederik Iding, Kristina Stolle, Magnus Brinkmann,
Clara Huster, Gregor Glomm und Jan Kornalewski
Sparkassensportcamps
beim SV Grün-Weiß Langenberg-Benteler und beim FSC Rheda
Der FSC Rheda und der SV Grün-Weiß
Langenberg-Benteler bieten in diesem
Jahr erneut jeweils das beliebte Sparkassensportcamp
für Mädchen und Jungen an.
Die Sportcamps beider Vereine werden, wie
gewohnt, in Zusammenarbeit mit der Fußballschule
Erlebniswelt Fußball e. V. und der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück durchgeführt.
Vom 20. bis 24. Juli 2026, jeweils von 9.15
Uhr bis 15.30 Uhr, wird auf dem Sportplatz an
der Nordenkampstraße in Benteler trainiert
und gespielt. Das Sparkassensportcamp mit
dem FSC Rheda startet vom 3. bis 7. August
2026 auf dem Sportgelände am Reinkenweg
in Rheda. Auch Nichtmitglieder oder Kinder
aus anderen Vereinen können gern teilnehmen.
Im Preis von jeweils 149 Euro sind die
abwechslungsreichen Trainings- und Kurseinheiten
in kleinen Gruppen beim qualifizierten
Team der Trainerinnen und Trainer, ein individuell
bedrucktes und nachhaltiges Trikot, eine
fair und nachhaltig produzierte Trinkflasche
sowie ein tägliches warmes Mittagessen und
Getränke enthalten. Jedes Kind bekommt au-
ßerdem eine Urkunde über die Teilnahme ausgehändigt.
Nähere Informationen, auch zu der
Möglichkeit der Kostenrückerstattung durch
die gesetzlichen Krankenkassen, gibt es unter
www.erlebniswelt-fussball.de. Dort ist auch die
Anmeldung möglich.
Die Teilnahme am Sparkassensportcamp
soll die Förderung der Kinder im Fußball, vor
allem aber die Persönlichkeitsentwicklung fördern.
Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung
von Kreativität und Spielwitz durch die
Vermittlung von vielen Bausteinen aus verschiedenen
Sportarten.
Weitere Sparkassensportcamps finden in
den Osterferien beim Herzebrocker SV und in
den Sommerferien beim FC Kaunitz statt.
Das Stadtgespräch
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55
1 (V. l.) Werner Möllenhoff, Anja Bärenfänger, Marc Söldenwagner, Can Karsli (Abteilungsleiter Basketball DJK Rheda),
Fabian Reinkemeier (Premium Food Group), Juri Reiker, Rabea Reiker, Kayleigh Bärenfänger und Martin Bärenfänger
Premium Food Group unterstützt
Rollstuhl- Basketballer
Die Rollstuhl-Basketballer vom DJK
Rheda freuen sich über einen neuen
Rollstuhl für ihre Mannschaft. Diesen
hat die Premium Food Group aus Rheda-Wiedenbrück
den Sportlerinnen und Sportlern finanziert
und nun übergeben. Die Freude beim
Training war entsprechend groß.
Mit einem Leuchten in den Augen nahm
Marc Söldenwagner, Trainer der Rollstuhlbas-
ketballer »Hot Crocs« des DJK Rheda, das neue
Gefährt in Empfang. Beim anschließenden
Training in der Sporthalle der Moritz-Fontaine-Gesamtschule
konnten sich die Mitglieder
der Abteilung gleich von den Vorzügen des
»Neuzugangs« überzeugen.
Möglich wurde die Anschaffung des Rollstuhls
durch eine großzügige Spende der Premium
Food Group. Der Lebensmittelproduzent
von der Gütersloher Straße übernahm die
Anschaffungskosten in Höhe von rund 2.500
Euro. »Die Freude in den Gesichtern der Sportlerinnen
und Sportler spricht für sich. Wir freuen
uns, dass wir die Rollstuhlbasketballer des
DJK Rheda mit dieser Spende unterstützen
können«, sagte Fabian Reinkemeier von der
Premium Food Group bei der Übergabe.
Er durfte gleich auch selbst einmal Platz
nehmen und das neue Gefährt testen. »Ich
hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend
ist«, gestand er nach dem rund 15-minütigen
Fahr- und Wurftraining mit den DJK-Spielerinnen
und Spielern. Das Besondere: In der
Mannschaft spielen Frauen und Männer sowohl
mit als auch ohne Handicap zusammen.
»Diese Abteilung des DJK Rheda ist Inklusion
pur. Mehr Teilhabe geht nicht«, betonte der
Unternehmenssprecher der Premium Food
Group.
Etwas mehr als ein Dutzend Mitglieder
zählt die Abteilung innerhalb des Vereins, der
1988 gegründet wurde. Sie treffen sich einmal
in der Woche unter der Leitung von Marc Söldenwagner,
um ihrem Sport und ihrem Hobby
nachzugehen. Die Männer und Frauen im Alter
von 20 bis 60 Jahren hoffen dabei noch auf
einige neue Mitstreiter. Die Attraktivität des
Vereins und des Sports sei mit der Anschaffung
des nagelneuen Rollstuhls entsprechend
weiter gestiegen. »Wir sind der Premium Food
Group daher auch sehr dankbar für ihre großzügige
Spende«, fügte Söldenwagner im Rahmen
des Trainings hinzu.
Bewerbertag im
St. Aegidius Rheda- Wiedenbrück
Pflege + Wohnen
Team sucht Verstärkung
Die Altenpflegeeinrichtung St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück
Pflege + Wohnen lädt zu einem
Bewerbertag ein. Am 9. März 2026 sind
interessierte Bewerberinnen und Bewerber von
10.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr
herzlich willkommen. Gesucht werden engagierte
Pflegefachkräfte, Pflegefachassistenten,
Hauswirtschaftskräfte und Auszubildende in
der Pflege.
Haus und Team kennenlernen
Der Bewerbertag bietet die Möglichkeit, das
Team kennenzulernen und Einblicke in die
Wohnbereiche zu erhalten. In entspannter
Atmosphäre können Bewerberinnen und Bewerber
mit der Leitung und dem Team ins
Gespräch kommen, ihre Fragen stellen sowie
Informationen über offene Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten
erhalten. Außerdem besteht
die Möglichkeit, Bewerbungsunterlagen
direkt vor Ort persönlich abzugeben. »Nach Abschluss
der Umbaumaßnahmen möchten wir
unser Team vergrößern«, erklärt Jürgen Mertes,
Einrichtungsleitung im St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück
Pflege + Wohnen. »Wir bieten
ein tatkräftiges Arbeitsumfeld mit Herz und
Hand, anpackend und humorvoll, in dem die
Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern spürbar ist«, führt Mertes aus. Neben
einem wertschätzenden Miteinander bietet
das St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück Pflege
+ Wohnen, das zum Verbund katholischer
Altenhilfe Paderborn e. V. gehört, viele attraktive
Benefits, z. B. tarifliche Vergütungen nach
AVR-Caritas, eine betriebliche Altersversorgung
sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Interessierte können gerne spontan
im Drostenweg 15, 33378 Rheda-Wiedenbrück,
vorbeikommen. Rückfragen beantwortet
Kevin Schulte (Pflegedienstleitung)
gerne telefonisch unter 05242/926814
oder 05242/92680 sowie per Mail an
st-aegidius@vka-pb.de. Informationen zur
Altenpflegeeinrichtung gibt es unter www.
vka-st-aegidius.de.
56
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Das Stadtgespräch
Grundsteuer: Wann Eigentümer
bei Leerstand Geld
zurückbekommen können
Die Grundsteuer gehört für Immobilienbesitzer
zu den regelmäßigen Kosten.
Für Städte und Gemeinden ist sie eine
wichtige Einnahmequelle – gerade in finanziell
schwierigen Zeiten. Deshalb haben viele
Kommunen in den vergangenen Jahren die
sogenannten Hebesätze erhöht. Für Eigentümer
bedeutet das: Die Grundsteuer ist spürbar
gestiegen.
Was jedoch viele nicht wissen: Unter bestimmten
Voraussetzungen kann ein Teil der
gezahlten Grundsteuer auf Antrag erlassen
werden – vor allem bei vermieteten Immobilien
mit erheblichen Mietausfällen oder Leerstand.
Wann ist ein Erlass möglich?
Voraussetzung ist, dass die Einnahmen im Jahr
2025 deutlich geringer waren als üblich – und
zwar ohne eigenes Verschulden des Eigentümers.
· Sind die Mieteinnahmen (der sogenannte Rohertrag)
um mindestens 50 % im Vergleich zur
ortsüblichen Jahresmiete gesunken, kann die
Grundsteuer um 25 % erlassen werden.
· Bei einem vollständigen Mietausfall, etwa
durch kompletten Leerstand, ist sogar ein
Erlass von 50 % möglich.
Wichtig: Kein eigenes Verschulden
Entscheidend ist, dass der Eigentümer den
Mietausfall nicht selbst verursacht hat. Wer
etwa absichtlich nicht vermietet oder durch
überhöhte Mietforderungen einen Leerstand
in Kauf nimmt, hat keinen Anspruch auf einen
Erlass.
Typische Fälle, in denen ein Antrag Aussicht
auf Erfolg haben kann, sind zum Beispiel:
· Mietausfälle wegen Zahlungsunfähigkeit eines
Mieters,
· länger andauernder Leerstand trotz nachweisbarer
Vermietungs bemühungen,
· Schäden durch Hochwasser oder Brand,
· behördliche Auflagen oder Nutzungsverbote,
die eine Vermietung verhindern.
Wichtig ist eine sorgfältige Dokumentation,
für die Vermietungsbemühungen etwa
durch Inserate, Schriftverkehr oder Nachweise
über Schäden. Die jeweilige Kommune prüft
die Voraussetzungen für jeden Antrag einzeln.
Sonderregelung für Landund
Forstwirte
Auch für land- und forstwirtschaftliche Flächen
kann ein Teilerlass sein, wenn außergewöhnliche
Ereignisse – zum Beispiel Hochwasser
1 Frank van der Burg Foto: Katrin Biller Fotografie
oder behördliche Auflagen – unverschuldet zu
erheblichen Ertragseinbußen geführt haben.
Frist nicht verpassen
Der Antrag auf Erlass der Grundsteuer für das
Jahr 2025 muss bis spätestens 31. März 2026
bei der zuständigen Gemeinde gestellt werden.
Wer betroffen ist, sollte diese Frist unbedingt
im Blick behalten.
Frank van der Burg
Der Autor ist Steuerberater in der Kanzlei Wortmann
& Partner PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rheda- Wiedenbrück
Ein Herz für Kinder und Jugendliche
Oralchirurg Maximilian Klein spendet 2.000 Euro
an den Lions Club Rheda-Ems
Mit großer Freude darf der Lions Club
Rheda-Ems eine außergewöhnliche
Spende empfangen: Oralchirurg
Maximilian Klein aus Rheda-Wiedenbrück
hat 2.000 Euro gespendet, um Kindern und
Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen
Hoffnung und Freude zu schenken. Auf
ausdrücklichen Wunsch von Herrn Klein wird
die Spende zu gleichen Teilen den Soulbuddies
und dem Projekt Fruchtalarm zugutekommen
– zwei Initiativen, die mit Herz und
Engagement für junge Menschen da sind. Die
Soulbuddies begleiten Kinder und Jugendliche,
die mit seelischen Belastungen kämp-
fen. Sie hören zu, geben Halt und schaffen
Perspektiven – damit kein junger Mensch
sich allein fühlt. Das Projekt Fruchtalarm
bringt Farbe und Lebensfreude in den Alltag
krebskranker Kinder. Mit mobilen Cocktailbars
zaubern die Helfer alkoholfreie Fruchtcocktails
direkt ans Krankenbett – ein kleiner
Moment des Glücks in einer schweren Zeit.
Der Lions Club Rheda-Ems ist sehr dankbar
für diese großzügige Spende: »Sie ist mehr
als ein finanzieller Beitrag – sie ist ein Zeichen
der Solidarität und Menschlichkeit. Im
Namen aller, die von dieser Hilfe profitieren,
sagen wir: Danke!«
1 (V. l.) Maximilian Klein (Praxis für Oralchirurgie &
Implantologie) mit Hartmut Hallmann (Präsident
Lions Club Rheda-Ems) bei der Spendenübergabe
Das Stadtgespräch
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57
Was macht ein modernes
Immobilienbüro heute aus?
In einer sich rasant wandelnden Immobilienwelt
ist ein moderner Immobilienmakler
weit mehr als nur Vermittler zwischen
Käufer und Verkäufer. Heute vereint ein professionelles
Immobilienbüro Marktkenntnis,
Beratungskompetenz und digitale Expertise.
Professionelle Präsentation
Immobilien werden längst nicht mehr ausschließlich
über klassische Exposés vermarktet.
Hochwertige Fotos, professionelle Videos
und zielgerichtete Online-Präsentationen sorgen
dafür, dass Objekte die Aufmerksamkeit
erhalten, die sie verdienen.
Eine moderne Objektpräsentation steht für
klare Struktur, authentische Darstellung und
eine emotionale Ansprache – ohne dabei die
Seriosität aus den Augen zu verlieren.
Digitale Reichweite
Social-Media-Plattformen wie Instagram und
Facebook ermöglichen es, Immobilien gezielt
sichtbar zu machen. Entscheidend ist dabei
nicht allein die Reichweite, sondern vor allem
Glaubwürdigkeit, Transparenz und ein vertrauensvoller
Auftritt.
Effiziente Prozesse
Digitale Exposé-Versände, strukturierte Interessentenverwaltung
und schnelle Reaktionszeiten
gehören heute zum professionellen
Standard. Moderne Tools ermöglichen eine
transparente und zügige Kommunikation –
sowohl für Verkäufer als auch für Kaufinteressenten.
Persönliche Beratung
bleibt zentral
Bei aller Digitalisierung bleibt eines unverändert:
Die persönliche, fundierte Beratung ist
und bleibt das Herzstück erfolgreicher Immobilienvermittlung.
Moderne Immobilienvermittlung lebt von
erfahrenen Immobilienberatern, die fundierte
1 Manuela Dreier, Immobilienexpertin der SKW Haus &
Grund Immobilien
Marktkenntnis, Verhandlungssicherheit und
digitale Kompetenz vereinen.
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Freude über sternenstarke Einkaufsgutscheine
Die Übergabe des Hauptgewinns beendete das Sternenfänger-Gewinnspiel
1 Übergabe des Hauptpreises aus dem Sternenfänger-Gewinnspiel in dem Fachgeschäft von Christa Ost: (v. r.) Bernd
Schulte, Meike Köhler, Sandra Westhoff, Ulrike Otto, Christa Ost
Sandra Westhoff aus Rheda strahlte, als
Bernd Schulte ihr den Hauptgewinn von
250 Euro aus dem Sternenfänger-Gewinnspiel
der Initiative Rheda in dem Geschäft
von Christa Ost überreichte. Sie freute sich
schon auf den Einkaufsbummel in Rheda. Hier
finde sie immer das Passende für sich, sagte
sie. Mit ihren Freundinnen gehe sie in den Geschäften
der Innenstadt regelmäßig shoppen.
Für Ulrike Otto und Meike Köhler gab es denn
auch keine Frage, die Preisträgerin ebenfalls zur
Entgegenahme des Hauptgewinns zu begleiten.
Die 25 Gewinner der 50-Euro-Gutscheine
konnten diese im teilnehmenden Fachgeschäft
Sandknop – Mode für den Mann – abholen.
Alle Preisträger können die gewonnenen
Coupons in den an dem Gewinnspiel beteiligten
Geschäften einlösen. Sie wurden von
Glücksfee Lilli unter notarieller Aufsicht von
Johannes Granas gezogen.
Kem
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Das Stadtgespräch
1 Die Gewinner der Glückshäuschen-Aktion 2025 stellten sich im Foyer der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück an der Wasserstraße zum Erinnerungsfoto auf.
Glückshäuschen- Gewinne übergeben
Einkaufsglück in Wiedenbrück
Die Sammelleidenschaft der Kundinnen
und Kunden in der Vorweihnachtszeit
bei der beliebten Glückshäuschen-Aktion
in den Wiedenbrücker Geschäften hat sich
nun ausgezahlt. Die aus rund 7500 Sammelheften
gezogenen 25 Gewinner eines 50-Euro-Gutscheins
des Glückshäuschen-Gewinnspiels erhielten
ihre Preise traditionell im Rahmen einer
kleinen Feierstunde im Foyer der Kreissparkasse
Halle-Wiedenbrück an der Wasserstraße. Die
glücklichen Preisträger strahlten bei der Übergabe
der Preise. Sie stimmten überein: Wiedenbrück
sei einfach eine schöne Einkaufsstadt,
sie lade zum Shopping-Bummel geradezu ein.
Die 50 Einkaufsgutscheine mit 25 Euro
schickte der Gewerbeverein den Glückshäuschen-Gewinnern
auf dem Postweg zu.
Das Wiedenbrücker Engelchen Luise hatte
die Gewinne an die Preisträger übergeben.
Die große Resonanz bestätige, dass sich die
Menschen in der Vorweihnachtszeit gerne in
Wiedenbrück aufhalten, freuten sich Mirko
Liekenbrock und Birgit Leßmann vom Gewerbeverein.
Sie dankten allen Geschäften sowie
den Kunden, die bei dem Glückshäuschen-Gewinnspiel
mitgemacht hatten. Den Gewinnern
aber gratulierten sie gemeinsam mit dem gastgebenden
Geschäftsstellenleiter der Kreissparkasse
Marcel Knüwer und wünschten ihnen viel
Freude beim Einkauf in Wiedenbrück. Kem
Gedankenleser Thorsten Havener
in der Stadthalle
Thorsten Havener ist ein Phänomen. Er
ist verblüffend – aber kein Zauberkünstler,
inspirierend – aber kein Coach, sehr
unterhaltsam – doch kein Comedian. Er selbst
bezeichnet sich als Mentalkünstler.
Am Samstag, 21. März 2026 kommt Thorsten
Havener mit seiner Show »Alles Kopfsache?«
in die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück. Beginn
ist um 20 Uhr.
Seit über 20 Jahren verblüfft Thorsten Havener
mit seinen mentalen Fähigkeiten die Zuschauer
im TV und auf den Bühnen. Hunderttausende
verfolgten bereits weltweit staunend
sein Schaffen und blieben rätselnd zurück.
Alles Kopfsache? Das ist die Frage! In seiner
aktuellen Show verbindet Thorsten Havener
seine mentalen Fähigkeiten mit seinem
Wissen und seinen Erfahrungen der letzten
Jahrzehnte. Der Abend ist ein einzigartiges Erlebnis
– unfassbar, rätselhaft, mysteriös. Dabei
verbindet er faszinierende Live-Momente mit
überraschenden Einsichten in die Kunst der
Wahrnehmung, Körpersprache und nonverbalen
Kommunikation.
Es ist ein Abend nicht nur für die Zuschauer,
sondern vor allem mit den Zuschauern – denn
es geht um ihre Gedanken, Emotionen und Entscheidungen.
Charmant entführt Thorsten Havener
sie in eine Welt, in der mehr möglich ist,
als sie denken. Diese Reise führt seine Gäste tief
in ihr Innerstes, zu ihrer Intuition und an den
Rand ihrer Vorstellungskraft. So erlangen sie
völlig neue Einblicke in die Kraft ihrer Gedanken
und deren Auswirkung auf ihre Wirklichkeit.
1 Thorsten Havener Foto: Bernt Haberland
Eintrittskarten für die Show gibt es zu 36,50
Euro bei der Flora Westfalica unter Telefon
05242/9301-0 oder unter www.flora-ticket.de
Das Stadtgespräch
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Das Stadtgespräch
61
Termine
1
Skulptur von Siegfried Lehmann (Ausschnitt)
2
Sandro Mattioli: Germafia
Bitte beachten Sie weitere Termine
aus unserer Februar-Ausgabe.
Februar
MI 25
8.00 Fantastisch-Poetische Welten
1
Phantasievolle, farbenfrohe Bilder und
Skulpturen stellt Siegfried Lehmann
bis 30. April im Foyer und auf der Galerie
im Rathaus aus. Seine Arbeiten
wurden bereits auf internationalen
Kunstmessen, in Museen und Galerien
von Peking über Florenz bis Las Vegas
präsentiert. Öffnungszeiten: Mo–Mi
8–12 Uhr & 14–17 Uhr, Do 8–12 Uhr &
14–18 Uhr, Fr 8–12 Uhr.
8.00 »Kind am Fenster«
Der Berliner Künstler Jens Hunger
gibt in seinen Gemälden und Grafiken
Einblick in seine Perspektive auf eine
scheinbar verworrene und manchmal
bedrohliche Außenwelt, aber auch auf
alltägliche Szenen und skurrile Fantasien.
Ausstellung in der Galerie im
Forum der Stadthalle Gütersloh bis
31. März. Eintritt: frei. Zeiten: Mo – Fr
8 – 12 Uhr sowie zu Veranstaltungen in
der Stadthalle und nach Vereinbarung.
15.00 555 Jahre Paterskirche –
Bevor Maria auszog
Ausstellung im Wiedenbrücker Schule
Museum bis 1. März. Zeiten: Mi 15–18
Uhr, Do, Sa & So 15–17 Uhr sowie nach
Vereinbarung. Eintritt: Erw. 2,50 € /
Kinder, Schüler, Studenten, Menschen
mit Behinderung 1 € / Familien (ab 2
Erwachsene, 1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J.
frei. Infos: wiedenbruecker-schule.de
Foto: G. Otterpohl-Lehmann
Foto: Julian Münster
FR 27
20.00 Wohnzimmerkonzert
mit Marius Furche
Der Pianist verbindet die emotionale
Kraft von Filmmusik mit der Zeitlosigkeit
ausgewählter Popsongs. Seine Interpretationen
bewegen sich zwischen
mitreißend virtuos und dezent nachdenklich.
Konzert bei Hans Schalück,
Auf der Bitterhorst 40. Tickets je 18 €
unter info@vitart.de
März
SO 1
11.00 Ausstellung: gilla’s bunte welt
Bis zum 29. März werden im Kloster
Bilder von Gisela Manche gezeigt. Die
Ausstellung verzichtet auf vorgegebene
Deutungen und lässt Raum für
eigene Gedanken und Empfindungen.
Zur Vernissage können Interessierte
mit der Künstlerin ins Gespräch kommen.
Zeiten: Mo–Fr 9–12 und 14–17
Uhr. Infos: kloster-wiedenbrueck.de
14.00 Führungen im Schloss Rheda
Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle
u. historische Räume im Barocktrakt.
Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.
Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |
Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche
Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail
ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere
Termine: 8., 15., 22. und 29. März. Infos:
schloss-rheda.de
18.00–20.00 Simon & Garfunkel
Revival Band
Wo sie auch auftreten, hinterlassen
die sympathischen Vollblutmusiker
ein begeistertes Publikum und überschwängliche
Kritiken. In » Feelin’
Groovy« präsentieren sie die schönsten
Songs des Kult-Duos, von
» Scarborough Fair« über »Bright Eyes«,
»Mrs. Robinson«, »The Boxer«, »The
Sound of Silence« bis »Cecilia«. Michael
Frank (Gesang & Gitarre), Guido
Reuter (Gesang, Geige, Flöte und
Klavier), begleitet von Sebastian
Fritzlar (Gitarre, Klavier, Trommel &
Bass) sowie Ingo Kaiser (Percussion
& Schlagzeug), schaffen den Seiltanz
aus vollendetem Cover und eigener
Interpretation so authentisch, dass
das Publikum in einen regelrechten
Sog zwischen ihre sehr rhythmischen
und den gefühlvollen Nummern gerät.
Ort: Stadthalle. Karten: ab 32 € im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de sowie u. a. unter Tel.
03441/839040 und www.CineEvent.de
DI 3
10.00–12.00 »Kleiner runder Tisch«
Mitglieder des Seniorenbeirats sind für
Seniorinnen und Senioren in der Gastronomie
des EDEKA-Schenke-Markts,
hören zu, beantworten Fragen zur
Stadtentwicklung, nehmen Anregungen
auf und geben praktische Tipps
z. B. zu Tablet- u. Handy-Nutzung.
Ohne Anmeldung, ohne Verzehrpflicht.
19.00–21.00 BücherZeit
Wer mag, bringt 1–2 Bücher mit und
stellt diese im Küsterhaus den anderen
vor – egal ob Krimi oder Sachbuch
– Hauptsache, das Buch ist eine Empfehlung
wert. Ohne Anmeldung. Die
Kunstausstellung der Gruppe 13 mit
Werken von Cathrin Adämmer, Margret
Wenzke und Mechthild Darquenne-Danwerth
kann dort bis 15. April
zu öffentlichen Veranstaltungen und
nach Vereinbarung besichtigt werden.
MI 4
19.15–21.30 LittMitt: Der »Faust«
in der deutschen Literatur
Dr. Rüdiger Krüger beschäftigt sich in
der Kinderbibliothek der Stadtbibliothek
Wiedenbrück an fünf Terminen
mit der Herausbildung der Faustlegende.
4. März: Der historische Johann
(bzw. Georg) Faust und die Faust-Legendenbildung
| 15. März: Der »Faust«
bei Goethe und seinen Zeitgenossen
| 13. Mai: Faust-Bearbeitungen des 19.
Jh. in Lyrik, Drama, Oper und Prosa |
10. Juni: Weibliche Faust-Figuren bei
Ida Gräfin Hahn-Hahn, Frank Wedekind
u. a. | 15. Juli: Der Faust im 20. Jh. bis
zu Thomas Manns »Doktor Faustus«.
Gebühr: Einzeltermin (auch für online)
10 €, Präsenz-Reihe 40 €. Anmeldung
unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139
oder aleksandra. matuszak@vhs-re.de
19.30 SCW vs 1. FC Köln II
Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.
DO 5
15.00–18.00 Handarbeitstreff
In gemütlicher Runde können in der
Bibliothek Rheda Erfahrungen rund
ums Stricken, Häkeln, Sticken und andere
Handarbeiten mit netten Leuten
ausgetauscht werden. Vorkenntnisse
sind nicht nötig. Ohne Anmeldung,
ohne Kosten. Treffen im wöchentlichen
Wechsel mit der Bibliothek in
Wiedenbrück (12. März).
19.30–21.30 Joja Wendt & Axel Zwingenberger:
Boogie Woogie Legends live
Wenn zwei der weltweit führenden
Boogie-Woogie-Pianisten gemeinsam
ein Album aufnehmen, dann ist das
über die Grenzen der Szene hinaus ein
globales Ereignis – ein Statement. Hier
begegnen sich zwei Pianisten, die unterschiedlicher
kaum sein könnten –
und gerade in dem musikalischen Dialog
ein tiefes Verständnis und höchst
inspirierende Spannung entfalten. Das
gesamte Album wurde ohne Schnitte
eingespielt. Seine besondere Energie
bringen die beiden nun auch live auf
die Bühne. Konzert in der Stadthalle.
Einlass: 18.30 Uhr. Karten: ab 52,50 €
im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
20.00 Vanja Sky
Vanja Sky ist Kroatiens Antwort auf
Sheryl Crow und Norah Jones. Rasanter
kann sich eine künstlerische Laufbahn
kaum entwickeln. Fünf Jahre, nachdem
sie das Gitarrenspiel erlernt hatte,
nahm Vanja mit namhaften Künstlern
der internationalen Blues szene ihr
Debütalbum auf. Die Senkrechtstarterin
kommt nun zum Konzert auf den
KulturGüterBahnhof nach Langenberg.
Tickets je 25 € / erm. 10 € zzgl. Gebühren
unter kgb-langenberg.de
FR 6
16.00–18.00 FamilienSpieleTreff
Memory, XXL-Jenga oder Kniffel: Im
Kloster gibt es viele Spiele zur Auswahl
und eigene können mitgebracht
werden. Für Kinder aller Altersklassen
– mit oder ohne Lieblingserwachsene(n).
Eintritt: frei. Ohne Reservierung.
17.00 »Kommt! Bringt eure Last«
In Nigeria werden Lasten von Männern,
Kindern, vor allem aber von Frauen
auf dem Kopf transportiert. Doch
es gibt auch Lasten wie Gewalt, Terror,
Korruption, Umweltverschmutzung,
Hunger, Armut und Perspektiv losigkeit.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in
dieser existenzbedrohenden Situation
ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen
christliche Frauen aus Nigeria den Besucher/innen
der ökumenischen Gottesdienste
zum Weltgebetstag mit,
u. a. im ev. Gemeindehaus Rheda,
Schulte-Mönting-Str. 6 und in der Aegidiuskirche
Wiedenbrück. Im Anschluss
Gelegenheit zu einem kleinen Imbiss.
18.00 SpieleTreff im Kloster
Brett-, Kartenspiele und Darts: Beim
SpieleTreff im Kloster sind Einsteiger
ebenso willkommen wie Profis. Eigene
Spiele können gern mitgebracht werden.
Eintritt: frei. Ohne Reservierung.
ab 19.00 DeelenZeit
Im Küsterhaus nette Menschen treffen
und ein kühles Getränk genießen. Ein
Pizza-Holdienst wird angeboten.
19.00–20.30 Neige deines Herzens
Ohr – Treffpunkt Meditation
Im Ev. Gemeindehaus, Bolandstr. 15,
Herzebrock-Clarholz. Ltg. Rainer Moritz,
Pfarrer und Meditationslehrer der
Via Cordis. Kosten: keine – freiwillige
Spende erbeten. Ohne Anmeldung.
Bis 23.00 Nachtschicht
Lange Einkaufsnacht mit Aktionen der
Händler in Wiedenbrück. Infos vorn.
62 Das Stadtgespräch
Termine
20.00 TEN SING Konzert(e)
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen
haben hart für ein unterhaltsames
und abwechslungsreiches Programm
gearbeitet. In der Kreuzkirche
erwartet die Besucher eine bunte
Mischung aus Liedern, selbstchoreografierten
Tänzen sowie ein selbstgeschriebenes
Theaterstück: Zwei engagierte
Ermittler wollen einen großen
Raub aufklären. Die Spur ist heiß, doch
etwas scheint nicht zu stimmen ... Kürzere
Veranstaltung: Einlass am Freitag
19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Große Show: Sa
7. März: Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.
Kombiticket (nur VVK): 8 €. Einzelticket
nur 7. März: VVK 5 €. Karten bei allen
TEN-SING-Mitgliedern, über Instagram
@ten_sing_rheda_wd oder tensing@
angekreuzt.de. AK 7. März: 7 €.
20.00–22.00 Dr. Mark Benecke – live
Insekten auf Leichen
Der durch seine Gastauftritte in den
TV-Serien »Medical Detectives« oder
»Autopsie – Mysteriöse Todesfälle« bekannte
Kriminalbiologe widmet sich
auf skurrile bis teilweise eklige Weise
spannenden Fragen, die man manchmal
lieber nicht beantwortet haben
möchte. In der Stadthalle geht es um
Fälle, in denen Insekten auf Leichen
eine besondere Bedeutung bekommen.
Einlass: 19–19.59 Uhr. Karten: ab
37,35 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0
bzw. unter flora ticket.de.
SA 7
10.00–13.00 TextilTotal – Alles f. Ostern
Körbchen, Stoffhase oder mehr: Im
Kloster sind Kinder ab 10 J. eingeladen,
mit verschiedenen Stoffen und Materialien
zu experimentieren und ihr ganz
persönliches Einzelstück zu erschaffen.
Material, Nähmaschinen und Werkzeuge
stehen zur Verfügung, eigenes Material
bzw. eine eigene Nähmaschine
dürfen mitgebracht werden. Tickets je
5 € unter kloster wiedenbrueck.de. Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr
im Kloster oder an der TK.
15.00–21.00 Kreatives Kochen
für Alleinstehende
Wie kann man das Kochen als einzelne
Person zeitsparend, effizient,
kostengünstig, vielfältig und lecker
gestalten? Seminar im Küsterhaus
mit theoretischer Einführung, praktischer
Übung und gemeinsamen Essen.
Kosten (inkl. Lebensmittel): 20 €
(Getränke zu den üblichen Preisen).
Anmeldung bis zum 27. Februar erforderlich
bei Ludger Vollenkemper, Tel.
0160/1560566. Infos: dorfaktiv.de
SO 8
14.00–17.00 SonntagsCafé
Leckerer, selbstgemachter Blechkuchen
und Kaffeespezialitäten im Küsterhaus.
Bei gutem Wetter stehen die
XXL-Bausteine bereit.
16.00 »Ensemble Vocapella Limburg«
Chorkonzert in St. Clemens Leitung
mit dem Männerkammerchor ehemaliger
Limburger Domsingknaben (Ltg.
Tristan Meister) und Harald Gokus an
der Orgel. Eintritt: frei – Spende am
Ausgang erbeten.
17.00 Passionskonzert
Das Vokalensemble Cantus 2010 und
Simon Brüggeshemke (Orgel) bringen
Werke aus der Bachfamilie sowie der
Romantik und Moderne beim Konzert
in St. Aegidius (Ltg. Christian Ortkras)
zu Gehör. Das Ensemble der Gütersloher
Chorlandschaft ist seit 2025 Teil der
Aegidius-Chöre und bekannt für qualitativ
hochwertigen Gesang, der von
Renaissance-Chansons bis zu modernen
Stücken reicht. Eintritt: frei.
17.00 »Frauengold«
Ein besonderer Konzertnachmittag
zum Weltfrauentag im Kloster: »Frauengold«
richtet sich bewusst von Frauen
an Frauen, um ein Zeichen für eine
gerechtere Zukunft zu setzen. Dabei
verbinden sich Musik, Poetry Slam,
Komik und fundierte Fakten zu einem
kraftvollen Erlebnis, das Frauenrechte
und Empowerment in den Mittelpunkt
stellt. Die Frauen-A-cappella-Gruppe
»The Fairy Shots« musiziert live, befreundete
Künstler/innen zeigen mit
Songs, Texten und nachdenklichen
Klängen Haltung. Ergänzt wird das
Programm durch Fakten und Impulse
zum Thema Gewalt gegen Frauen.
Einlass: 16.30 Uhr. Tickets je 15 € unter
kloster-wiedenbrueck.de. Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster
oder an der Tageskasse.
19.00–21.00 Knebels Affentheater:
Voll Karacho!
Nachdem der Trainer beim ausschweifenden
Tourleben nicht mehr mithalten
konnte, warten die alten Haudegen
Herbert Knebel, Ozzy Ostermann
und Ernst Pichel mit einem Programm
der internationalen Spitzenklasse auf.
Unterstützt von drei Musikern der internationalen
Spitzenklasse: An den
Blasrohren Tomek und Ludek und an
der Schießbude »Bumm-Bumm«-Roy.
Ein Programm, gespickt mit heißen
Rhythmen und coolen Gags. Leute, da
bleibt kein Auge trocken! Comedy in
der Stadthalle. Einlass: 18 Uhr. Karten:
ab 31,40 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0
bzw. unter flora ticket.de.
DI 10
18.30–21.00 Chemie in der Küche
Unter Anleitung wird im Küsterhaus
anhand von Experimenten erforscht,
wie alltägliche Zutaten unsere Lebensmittel
nicht nur geschmacklich
verändern. Gebühr: 2 €. Anmeldung erforderlich
bis 3. März bei Ulla Schalück
unter Tel. 0157/71805937.
20.00–22.30 René Sydow:
In ganzen Sätzen
Die Alten jammern, die Jungen tweeten,
die Woken gendern, die Assis prollen,
die Rechte spaltet, die Linke auch.
Nur die Klugen sind verstummt. Damit
ist jetzt Schluss! Denn Deutschlands
sprachmächtigster Kabarettist spricht
an und aus, was in unserer Sprache und
Gesellschaft verschleiert, totgeschwiegen
und zerredet wird. Er seziert Herrschaftssprache
und Internetgebrabbel,
lässt heiße Luft aus Schaumschlägern
und Wichtigtuern, entlarvt Phrasendrescher
und Wortverbieter. Und wenn der
Zuschauer sich fragt: »Darf man das
überhaupt sagen?«, dann antwortet
der Kabarettist: »Schon. Aber in ganzen
Sätzen«. Kabarett in der Stadthalle.
Einlass: 19 Uhr. Karten: ab 31,40 € im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora ticket.de.
3
René Steinberg und Doc Esser
4
Tenöre4You
MI 11
19.30 Sandro Mattioli: Germafia
Machen deutsche Unternehmen milliardenschwere
Geschäfte mit italienischen
Mafiosi? Beschäftigen Fußballclubs
Mitglieder der kalabrischen
’Ndrangheta? Unterwandert die Mafia
unsere Gesellschaft, Wirtschaft und
Politik? Und warum tut der deutsche
Staat nicht mehr gegen solche Kriminelle?
Der Berliner Autor Sandro Mattioli
ist zu Gast im Kloster und liest
aus seinem Buch »Germafia. Wie die
Mafia Deutschland übernimmt. Ein
Erfahrungsbericht« und berichtet von
seinen umfangreichen Recherchen.
Einlass: 19 Uhr. Tickets: je 10 € unter
kloster-wiedenbrueck.de, Mo–Fr 9–12
Uhr und 14–17 Uhr im Kloster oder AK.
DO 12
13.30 Seniorenwanderung
im Raum Schloß Holte
Mitglieder des SGV Gütersloh – und
gerne auch Gäste – treffen sich dazu
am Werl in Rheda. Infos: Angelika
Elgner, Tel. 05242 / 404060.
2
Foto: Manfred Jasmund
Foto: Zlatko Gatev
20.00 Reinhold Messner:
Leben am Limit
Wer ist so oft an das Limit gegangen
wie Reinhold Messner? Im Fels, an den
Achttausendern und in den Eiswüsten
dieser Erde. Der Abenteurer ist auch
ein politischer Mensch, Museumsgründer
und Bergbauer. In seinem Vortrag
in der Stadthalle Gütersloh erzählt
er aus seiner Jugend in den Dolomiten,
vom Himalaja, der Wüste Gobi, Grönland
und seinem Einsatz für Nachhaltigkeit
und Umweltschutz. Tickets ab
49,90 € (zzgl. Gebühren) unter stadthalle-gt.de
oder bei der Tourist-Information
Gütersloh, Berliner Str. 63, Gütersloh,
Mo–Di 10–16 Uhr, Do 10–17 Uhr,
Mi, Fr–Sa 10–14 Uhr, info@ gueterslohmarketing.de
bzw. Tel. 05241/211360
FR 13
15.30–16.45 LeseKids Extra
Bettina Faltis aus Rheda-Wiedenbrück
liest im Refektorium des Klosters aus
ihrem Buch »Die Geschichte vom Zaubervogel
und Einhorn«. Mitmachaktionen
holen die Geschichte für Kinder
zwischen 4 und 7 Jahren (allein oder
mit Lieblingserwachsenem) in die Realität.
Ohne Gebühr. Anmeldung unter
kloster-wiedenbueck.de.
19.30–22.00 FilmZeit – Heldin
Floria liebt ihren Job. Doch ihre Schicht
auf einer unterbesetzten, voll belegten
Station in einem Krankenhaus
fordert von der jungen Pflegefachfrau
absolute Perfektion. Was ist, wenn
sie einen Fehler macht? ... Vorführung
im Küsterhaus. Eintritt: 3 €. Einlass: 19
Uhr. Anmeldung erforderlich unter Tel.
05242/9312772 oder deele@dorfaktiv.
de. Infos: dorfaktiv.de
20.00–22.30 Dennis aus Hürth:
Der Wille war da – nur ich nicht
Die Erfolgsgeschichte des berühmtesten
Berufsschülers in ganz Deutschland
geht weiter: Nach seinem großen
Erfolg feiert Dennis aus Hürth sein
zehnjähriges Bühnenjubiläum mit neuem
Programm. Keine Show ist wie die
andere. Jedes Mal tritt Dennis mit sei
Das Stadtgespräch
63
Termine
5
Die Eiskönigin
6
Die Höhner
nem Publikum in Austausch und lässt
dabei auch aktuelle Geschehnisse nicht
unbeachtet. Live-Comedy in der Stadthalle.
Einlass: 19 Uhr. Karten: ab 35,50 €
im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
SA 14
8.00 Eröffnung der Freibadsaison
im Stromberger Gaßbachtal
Als eines der ersten Freibäder geht es
in Stromberg in die neue Badesaison.
Der Förderverein Gaßbachtal begrüßt
alle Schwimmer/innen und Gäste am
Eröffnungs- Morgen mit einem Frühstück.
Eine Wassertemperatur von 25–
28 °C wird erwartet. Die Öffnungszeiten
bleiben bei Mo & Mi – So 8 – 19 Uhr,
Di 12 – 19 Uhr. Der Vorstand des Fördervereins
dankt allen Ehrenamtlichen, die
durch ihren Einsatz die frühe Saisoneröffnung
wieder möglich gemacht
haben. Mitglieder Vereins sind am 12.
März ab 19 Uhr im Hotel »Zum Burggrafen«
zur JHV eingeladen.
10.00–12.00 Kleidertauschbörse
Im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal)
max. 5 gewaschene und gut erhaltene
Kleidungsstücke, Schuhpaare oder
Taschen mitbringen (keine Unterwäsche,
Socken oder Kinderkleidung),
nach Schätzen stöbern und nachhaltig
Kleidung ergattern! Vorbeikommen ist
auch ohne eigene Tausch-Kleidungmöglich.
Ohne Anmeldung. Nicht getauschte
Ware wird an die Kleiderkammer
des Pastoralverbundes Reckenberg
gespendet. Veranstalter: Lokale
Agenda 21. Infos: la21-rhwd.de
+++ SA 14. März: 14.00–17.00 Tag der offenen Tür / Familienfest bei den Stadtschützen Groß und Klein sind herzlich eingeladen, den Schießsport
Grafik/Foto: Agenda Production International GmbH
Foto: Marcel Brell
14.00 SCW vs Borussia M’gladbach II
Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.
14.00–17.00 RepairCafé
Eigene Gegenstände mitbringen und
unter Anleitung reparieren. Preis:
Spende nach eigenem Ermessen. Ort:
Osterrath-Realschule, Burgweg 19.
SO 15
12.00–14.00 Workshop:
Literatur(museum) der Zukunft
Wie sieht ein Literaturmuseum in Zukunft
aus? Was kann es zeigen, wenn
Texte nicht nur gelesen, sondern gehört,
gesehen, erlebt und weitergedacht
werden? Und welche Rolle
spielen digitale Medien, neue Erzählformen
und die Perspektiven? Das Kuturgut
Haus Nottbeck lädt alle Interessierten
(ohne Altersbegrenzung) dazu
ein, Literatur und Literaturmuseen
jenseits von Vitrinen und Manuskripten
neu zu denken, eigene Visionen zu
entwickeln und diese sowohl textlich
als auch visuell umzusetzen. Die Skizzen,
Texte, Ideen und Ansätze sollen
in der kommenden Sonderausstellung
»Die Zukunft der Literatur« präsentiert
werden. Kosten: 3 € p. P. Anmeldung:
museum@kulturgut-nottbeck.de
15.30–17.00 Fidolino: Baum-Not(en)
Der Jahreskreis spielt verrückt
In diesem Jahr ist alles anders: Der Lieblingsbaum
will einfach nicht aus dem
Winterschlaf erwachen. Können ihm
Klänge und Lieder helfen? Seine Freunde
versuchen es mit Musik aus den Jahreszeitenkompositionen
von Antonio
Vivaldi, Joseph Haydn, Fanny Hensel
und John Cage. Und wenn auch alle Zuhörenden
im Saal mithelfen? … Konzert
mit Marleen Runde (Sopran), Thomas
Krügler (Fagott, Gesang), Natalia Gamper
(Klavier) und Claudia Runde (Flöte,
Gesang, künstler. Ltg., Konzept und
Moderation) im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).
Eintritt (Kind & Erwachsener):
ab 15 €. Tickets im VVK bei der
Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.
05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de
16.00–18.00 Lesekreis Kultur&Kapitel«
Gemeinsam lesen, lauschen, nachdenken
– und in den Austausch treten
über Literatur, die bewegt. Für dieses
Treffen wird das Buch »Zeithain« von
Michael Roes vorbereitet. Ort: Bibliothek
im Museumsgebäude des Kulturguts
Haus Nottbeck. Anmeldung unter
museum@kulturgut-nottbeck.de
18.00–20.00 René Steinberg & Doc
Esser: Lachen und die beste Medizin
Der eine ist Mediziner und Rockmusiker,
der andere Kabarettist und gelernter
Literaturwissenschaftler. Gemeinsam
begeben sie sich auf Suche: Was
tut einem Menschen gut? Was braucht
man? Wie lebt es sich gesund und
glücklich, ohne dass der innere Schweinehund
zu laut winselt? Was benötigt
der Kopf, während der Körper etwas
anderes will und wie bekommt man
beide in Einklang? Trotz unterschiedlicher
Hintergründe eint beide die Erkenntnis
bei der humorvollen Suche
in der Stadthalle: Lachen ist die beste
Medizin. Einlass: ab 17 Uhr. Karten: ab
29,90 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0
bzw. unter flora- ticket.de.
18.30 Evensong in der Fastenzeit
Mit dem Chor Cantemus erwarten Sie
Musik, Besinnung und Gemeinschaft
in der besonderen Atmosphäre in St.
Aegidius. Kommen Sie vorbei, hören
Sie zu, singen Sie mit oder genießen
Sie einfach die Ruhe des Abends.
MO 16
19.30 Tenöre4You: Gala-Mitsingkonzert
Toni Di Napoli & Pietro Pato wollen
beim Konzert in der Kreuzkirche erneut
mit dem Publikum zu einem Chor
verschmelzen. Die aus Fernsehauftritten
bekannten Tenöre laden zum
Gänsehaut-Erlebnis mit Welthits aus
Pop, Klassik, Musical & Filmmusik ein,
z. B. »You raise me up«, »Caruso«, »Volare«,
»Azzurro«, »Ave Maria«, »Nessun
Dorma«, »Time to say goodbye«.
Sie präsentieren Lieder in perfekter
Pop-Klassik Mischung mit grandiosem,
erstklassigem Live-Gesang in
italienischem Gesangsstil. Tickets
im VVK ab 24 € z. B. im Gemeindebüro
(Schulte-Mönting-Str. 6), bei der
Buchhandlung Güth, Buchhandlung
Lesart, Flaskamp Blumen & Accessoires,
Lippstädter Str. 74, der Flora
Westfalica, Rathauspl. 8–10 oder unter
www.tenoere4you.de und allen
Eventim-VVK-Stellen. Infos und Kartenbestellung
unter Tel. 0221/39760377.
19.30–21.00 10 wichtige Entscheidungen
im Mietrecht,
die Mieter und Vermieter wissen sollten,
darüber referiert Rechtsanwalt
Nils Röbling im Haus der Kreativität.
Eintritt: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung
bis 12. März, 16 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
3
4
DI 17
18.30–21.00 Heimatkundl. Vortrag
Mit Frank Hager im Rahmen der
»Woche gegen Rassismus« im Domhof.
Details unter aci-rhwd.de/
wochen- gegen-rassismus
MI 18
10.00 Diskriminierende
Sprache erkennen
Sprache prägt, wie wir denken, fühlen
und handeln. Oft transportiert sie
unbewusst Bilder, Bewertungen und
Machtverhältnisse, die ausgrenzen
oder verletzen können, ohne dass es
uns direkt auffällt. Gerade im beruflichen
Alltag von Multiplikatoren, Sozialarbeitern
und Beratern spielt Sprache
eine zentrale Rolle, weil sie Beziehungen
formt, Vertrauen schafft oder
zerstört und darüber entscheidet, ob
sich Menschen gesehen und respektiert
fühlen. Der Online-Vortrag sensibilisiert
für subtile Formen von Diskriminierung
im Sprachgebrauch. Es geht
darum, typische Muster zu erkennen,
Alltagsbegriffe kritisch zu reflektieren
und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln,
wie Sprache gesellschaftliche
Ungleichheiten reproduziert. Die
Teilnehmenden lernen, diskriminierende
Aussagen einzuordnen, eigene
Sprachgewohnheiten zu hinterfragen
und alternative, wertschätzende Ausdrucksweisen
zu finden. Der Vortrag
verbindet Grundlagen aus der aktuellen
Forschung zu Rassismuskritik
mit vielen praxisnahen Beispielen aus
Beratung, Bildung und sozialer Arbeit.
Ziel ist es, die eigene professionelle
Handlungssicherheit zu stärken und
einen reflektierten, respektvollen Umgang
mit Sprache im Alltag zu fördern.
Der Zoom-Link wird nach der Anmeldung
versendet. Anmeldung bei: Dr.
Cemil Sahinöz, cemil.sahinoez@drkguetersloh.de
19.00–20.30 Wie wird man adelig?
Das Privileg der Zugehörigkeit zum
Adel war eigentlich durch Geburt und
Abstammung definiert, doch gab es
immer wieder Möglichkeiten zum
Auf- und Abstieg. Wie einzelne Familien
adlig wurden, adlig blieben, den
Adel einbüßten und wiedererlangten,
beleuchtet Roland Linde in seinem
Vortrag im Domhof, u.a. mit Beispielen
aus Rietberg und Rheda-Wiedenbrück.
Eintritt: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung
bis 16. März, 16 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder
briefkasten@vhs-re.de
19.00–21.15 Die Eiskönigin 1 & 2
Großartige Songs, ein begeisterndes
Ensemble der besten internationalen
Musical-Solisten, Eistänzern und
Akrobaten sowie ein eindrucksvolles
LED-Bühnenbild erwartet alle großen
und kleinen Fans des Kino- und Musical-Hits
in der Stadthalle. Alle Songs
werden live gesungen und auf Kunststoffeis
performt. Erleben Sie Gänsehautmomente,
wenn Elsa zum absoluten
Hit des Abends »Lass es los!« ein
Feierwerk aus Eistanz und Akrobatik
auf Kufen darbietet und dabei die Bühne
und die riesige LED-Leinwand mit
ihren magischen Kräften in ein Meer
aus Eis und tiefblauen Kristallen verzaubert.
Lachen Sie mit, wenn Schneemann
Olaf in »Im Sommer« von Sonne
und Strand träumt oder Kristoff mit
seinem geliebten Rentier Sven »Ren-
5
64 Das Stadtgespräch
spielerisch kennenzulernen. Ort: Am Werl 1. Ohne Anmeldung. +++
19.00 Hayley Reardon
Allein auf Apple Music wurden ihre
Songs über 7 Millionen Mal gestreamt.
Nach hunderten von begeisternden
Konzerten in ganz Deutschland
kommt die in Massachusetts
aufgewachsene, von der Kritik gefeierte
sympathische Folk-Pop-Sängerin
/ Songwriterin und Geschichtentiere
sind besser als Menschen« singt!
Einlass: 18 Uhr. Karten: ab 45,40 € im
VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.
8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter
flora- ticket.de.
20.00–22.00 Intensivmedizin:
Fluch und Segen
Beatmungsgeräte, Dialyse, künstliche
Ernährung oder Reanimation können
schwere Krankheitsverläufe überstehen
lassen. Doch wo endet der Nutzen
und wo beginnt das Leiden? Vortrag
von Dr. Peter Kettelhoit im Stadthaus
(Luise-Hensel-Saal) zu Chancen und
Grenzen der intensiv medizinischen
Behandlung – sowohl aus medizinischer
als auch ethischer Perspektive.
Ohne Gebühr. Eine vorherige Anmeldung
über die Zentrale der VHS ist erforderlich.
Infos: vhs-re.de
DO 19
16.00 Speeddating »Azubi trifft Ausbildungsbetrieb«
im Rathaus Rheda
Für interessierte Jugendliche und junge
Erwachsene unter 27 Jahren, die in
Rheda-Wiedenbrück wohnen oder zur
Schule gehen und eine Ausbildung
oder ein duales Studium suchen. Infos
und Anmeldung bis 13. März: Fachbereich
Jugend und Familie, Petra Winkelsträter,
Tel. 05242/963595, bzw.
ausbildung-rhwd.de/speed-dating/
schuelerinnen. Ziel der kostenlosen
Veranstaltung ist, freie Ausbildungsplätze
für Sommer 2026 zu vermitteln
und junge Menschen direkt mit Unternehmen
aus Rheda-Wiedenbrück
zusammenzubringen.
19.00 LeseSnacks – Frühlingsgefühle
Die Literatur-AG hat ihre liebsten Werke
zum Stichwort ausgesucht und
taucht mit den Gästen in die literarische
Welt der großen Gefühle ein.
Die Lieblingsbücher und Geschichten
werden von verschiedenen Menschen
im Wohnzimmer des Klosters vorgelesen
und alle Gäste sind eingeladen,
ihre Eindrücke zu teilen. Tickets je 10 €
unter kloster-wiedenbrueck.de. Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im
Kloster oder an der Tageskasse.
20.00–22.30 Höhner 11+11
»Prinzessin«, »Es ist nicht so, wie
du denkst«, »Au Revoir«: Die Höhner
schreiben die tolle musikalische Erfolgsgeschichte
mit großartigen Hits
weiter. Mit ihrem 2024er Album haben
sie gezeigt, dass sie so aktuell sind wie
nie. Zusätzlich bringen sie elf zeitlose
Meilensteine aus der Bandgeschichte
mit in die Stadthalle – neu aufgenommen
und in die musikalische Jetzt-Zeit
gebracht. Einlass: 19 Uhr. Karten: ab
47,40 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
FR 20
18.00–20.00 Poetry Slam
Die diesjährigen Internationalen Aktionswochen
gegen Rassismus stehen
unter dem Motto »100 % Menschenwürde.
Zusammen gegen Rassismus
und Rechtsextremismus«. Zum Poetry
Slam mit Moderator Niko Sioulis in der
Bibliothek Rheda in Kooperation mit
Willkommen in Rheda-Wiedenbrück
e. V., SlamOWL und der Buchhandlung
Lesart sind Sie herzlich eingeladen.
Eintritt: 5 €. Tickets in der Bibliothek
Rheda und der Buchhandlung Lesart.
6
19.00–21.00 soirée musicale:
Schülerkonzert
Schülerinnen und Schüler der Klavierschule
von Ansgar Brockamp präsentieren
im Stadthaus (Luise-Hensel-
Saal) Klavierwerke von Bach, Händel,
Beethoven, Chopin, Scriabin, Gulda
und Say. Bereichert wird der Abend
durch virtuose Klaviertranskriptionen
aus Filmmusik und Jazz. Eintritt:
VVK 10 € / erm. 5 € | AK 12 € / erm. 6 €.
Anmeldung bis 18. März, 16 Uhr unter
vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder
aleksandra.matuszak@vhs-re.de
19.30 Cinematic –
Filmmusik in Concert
Tommy Soleil (alias Thomas Großekathöfer)
präsentiert in der Cultura Rietberg
große Momente der Filmmusik
– mit Werken von Hans Zimmer, John
Williams, Ennio Morricone, John Barry
und Yann Tiersen. Eintritt: 25 €. Jede
Karte unterstützt die Ausstattung der
neuen Kulturräume auf dem Dachboden
im Kloster Wiedenbrück. VVK
unter kloster-wiedenbrueck.de, Mo–Fr
9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster, in
der Buchhandlung Güth und bei der
Cultura Rietberg.
20.00–22.30 Marco Gianni:
»Keine Ahnung...
was hier los ist, aber ich will dabei sein«
– unter diesem Motto läuft die neue
Show des Social-Media-Stars. »Keine
Ahnung was hier los ist« denkt er bereits
seit vier Jahren, in denen er plötzlich
fame wurde, Millionen Klicks und
Follower bekam, in Fernsehshows auftrat
und ausverkaufte Shows spielte.
Ca. 2 Mio. Menschen verfolgen Marco
auf Social Media, wo er durch seine Videos
bekannt wurde, in denen er die
oberflächliche Welt der Influencer parodiert.
In seinem Bühnenprogramm legt
er noch eine Schippe drauf und schlüpft
slapstickhaft in immer neue Persönlichkeiten:
Ob Berliner Hipster, die Insta-Influencerin
oder der spießige deutsche
Vater – niemand ist vor seinem Humor
sicher. Sketche, Parodien, Songs und
Stand-ups in der Stadthalle. Einlass: 19
Uhr. Karten: ab 42,90 € im VVK bei der
Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.
05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de.
SA 21
Vormittags 24. Stadtputztag
Gemeinsam möchte man wieder Wege,
Plätze, Wälder und Flure von Abfällen
befreien, das Stadtbild verschönern
und ein Zeichen für Umweltbewusstsein
setzen. Die GEG stellt Säcke,
Handschuhe und Warnwesten zur Verfügung,
die Stadt sorgt für die fachgerechte
Entsorgung. Wer mithelfen
will: Infos und Anmeldung (bis 1. März)
unter rheda-wiedenbrueck.de oder
beim Fachbereich Stadtentwicklung,
umwelt@rh-wd.de bzw. Tel. 05242/
963234. Nach dem Sammeln geselliger
Abschluss auf dem von Pro Arbeit betriebenen
Recyclinghof mit einer warmen
Mahlzeit und erfrischenden Getränken.
Die Annahme von Abfallstoffen
ist an diesem Tag nicht möglich.
Rückfragen unter Tel. 05242/931076
bzw. recyclinghof-rw@proarbeit.biz .
10.00–14.00 Obstbaumschnitt
Kurs mit Matthias Schütz für Gartenbesitzer
und Inhaber von Streuobstwiesen,
die die richtige Pflege und den
Schnitt von Obstbaumhochstämmen
7
8
7
Tommy Soleil
8
Anpacken beim Stadtputztag
und Halbstämmen erlernen möchten.
Ausreichenden Unfallversicherungsschutz
müssen Teilnehmende selbst
gewährleisten. Geschnitten wird
auf einem Hof in Hövelhof. Gebühr:
24,50 €. Anmeldung bis 19. März, 16
Uhr unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-
900 oder briefkasten@vhs-re.de
11.00 Eine Kleine Marktmusik
mit Birgit Badorreck
Wiedereröffnung der Stadtkirche nach
der Winter-Schließung mit einem festlichen
Programm von Johann Sebastian
Bach. Eintritt: frei – Spende zur Unterstützung
der Kirchenmusik erbeten.
14.00–16.00 Second-Hand-Verkauf
von Kinderartikeln in St. Pius
Es können Kinderkleidung (Gr. 50–182),
Spielzeug, Babyausstattung, Fahrräder,
Rollschuhe etc. im Gemeindehaus
St. Pius getrödelt werden. Standgebühr
für Flohmarkt-Betreiber: 1 Kuchen
und 10% des Umsatzes. Durch die Kuchenspende
wird eine Cafeteria ermöglicht.
Deren Erlös und die Standgebühren
kommen den Orga-Einrichtungen
der Kita St. Pius sowie dem Förderverein
Kindergarten & Tagesstätte St. Pius
e. V. zugute. Bei Interesse bitte am 16.
März ab 7 Uhr bei Frau Füchtenhans,
Tel. 05242/34225, anrufen.
Termine
20.00–22.00 Thorsten Havener:
Alles Kopfsache?
Seit über 20 Jahren verblüfft er mit seinen
mentalen Fähigkeiten seine Zuschauer
im TV und auf den Bühnen.
Hunderttausende verfolgten bereits
weltweit staunend sein Schaffen und
blieben rätselnd zurück. Alles Kopfsache?
Das ist die Frage. Ein Abend nicht
nur für die Zuschauer, sondern vor allem
mit den Zuschauern – denn es geht
um ihre Gedanken, Emotionen und Entscheidungen.
Nun kommt der Gedankenleser
in die Stadthalle. Einlass: 19
Uhr. Karten: ab 36,50 € im VVK bei der
Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.
05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de.
SO 22
13.00–18.00 Rheda erblüht
Verkaufsoffen und Frühlingsfest in der
Rhedaer City. Infos vorn.
15.00–18.00 Workshop zum
Frühlingsbeginn
Mit Veränderungen wachsen mit Stefanie
Britt. Ort: Hundert Zwei, Wiedenbrücker
Straße 102, Rietberg. Gebühr:
49 €. Infos und Anmeldung unter
stefaniebritt.de bzw. 0151 / 10045728.
18.00 »The Solemn Shadows«
– Passionskantate
Chorkonzert für Streichorchester,
Harfe, Percussion und Piano mit dem
Jugendchor St. Clemens Rheda und
dem Projektchor ConTakt (Gesamtltg.
Harald Gokus) in St. Clemens. Eintritt:
frei – Spende am Ausgang erbeten.
Das Stadtgespräch
65
Termine +++ MI 25.3. 19.00–22.00 verTANZt Tanzabend des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück (ohne Jazz) im La Cantina, Bosfelder Weg 7. Eintritt: frei. +++
erzählerin zum Wohnzimmerkonzert
auch ins Wiedenbrücker Schule Museum.
Eintritt: 17 €. VVK unter info@vitart.de
sowie in der Buchhandlung Lesart,
Neuer Wall 1. Infos: vitart.de
20.00–22.30 Die großen 7: Cabaret
Berlin um 1930: Die Stadt vibriert, die
Lebenslust kennt keine Grenzen, in den
legendären Clubs wird getanzt bis die
Sohlen rauchen, die Freizügigkeit pulsiert.
Im Kit-Kat-Club, wo sich Abend
für Abend die Gäste von der mitreißenden
Musik und der fantastischen Sängerin
Sally Bowles die Alltagssorgen
vertreiben lassen, verfällt ihr der amerikanische
Schriftsteller Cliff Bradshaw.
Doch der Horizont ist bereits voll dunkler
Wolken. Während Sally noch voller
Inbrunst »Das ganze Leben ist ein Cabaret«
singt, breitet sich der Faschismus
aus und vernichtet, was sich ihm in den
Weg stellt. Schauspiel und Musik mit
dem Westfälischen Landestheater sowie
Live-Band in der Stadthalle. Karten:
ab 22 € im VVK bei der Flora Westfalica,
Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.
unter flora- ticket.de.
MO 23
17.00–19.00 Offener Trauer-Treff
Der Tod eines geliebten Menschen
verändert alles. Das Gespräch in einer
geschützten Atmosphäre kann beim
Weg der Trauer helfen. Denn nichts ist
mehr wie vorher. Vieles ist ungewohnt,
neu und schwierig. Ort: Caritas
Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos
bei Thomas Plugge, Cari tasverband für
den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120
oder plugge@ caritas-guetersloh.de.
18.00–21.00 Mac für Ein- u. Umsteiger
Die Geräte sind langlebig und gut verarbeitet.
Die Bedienung ist intuitiv und
die Verbindung mit Apple-Geräten gelingt
reibungslos. Das Betriebssystem
ist stabil und zuverlässig und prädestiniert
den Mac im Zusammenspiel mit
einer leistungsstarken Hardware vor
allem für die Medienarbeit. Und doch
ist es wie bei jedem anderen Werkzeug:
Die Benutzung will gelernt sein.
Grundlagen und Tipps mit Peter Hoffmann
im vhs campus, Rheda, 1. OG 101
EDV. Gebühr: 29,10 € / erm. 22,45 €. Infos
und Anmeldung unter vhs-re.de.
DI 24
18.00–20.00 Gesichter und Stimmen
der Integration
Ausstellungseröffnung in der EssBares
von ProArbeit, Am Sandberg 72, mit
Porträts von Menschen mit Migrationshintergrund,
die in Rheda-Wiedenbrück
leben – fotografiert an Orten
des Alltags und begleitet von persönlichen,
oft berührenden Aussagen. Bei
einer Führung lassen Cordula Dahlhoff
(ProArbeit) und Catrin Geldmacher
(Weltreise durch Wohnzimmer e. V.)
die Geschichten hinter den Bildern lebendig
werden und laden dazu ein,
genauer hinzuschauen, zuzuhören
und zu verweilen. Im Anschluss sollen
Besucher (mit und ohne Migrationsgeschichte)
ungezwungen, auf Augenhöhe
und ohne Erwartungsdruck miteinander
ins Gespräch kommen können.
Ziel ist es, Vorurteile abzubauen,
Verständnis zu fördern und die vielen
positiven Beispiele von Zusammenleben
in Rheda-Wiedenbrück sichtbar
zu machen. Eintritt: frei. Ohne
Anmeldung.
FR 27
19.30 Bernadette La Hengst
»Warum ich so laut singen kann«
Politisch, feministisch, rebellisch –
Bernadette La Hengst ist Musikerin,
Theaterregisseurin, Autorin, Chorleiterin
und Moderatorin mit einer eigenen
Sendung bei Radio Eins. Als Solokünstlerin
und mit ihrer Band »Die
Braut haut ins Auge« veröffentlichte
sie knapp 20 Alben. Sie gilt als zu
»unique« für den großen Markt und
ist genau deshalb eine der interessantesten
und wortgewaltigsten deutschen
Textenden. Ihre Songtexte sind
scharfsinnig, politisch und ungemütlich.
Mit Explosivität und Einfallsreichtum
hinterfragt Bernadette La Hengst
in ihren autobiografischen Texten die
Werte der männlich geprägten Hamburger
Musikszene. Bei ihrer musikalischen
Lesetour wird sie auf dem
Kulturgut Haus Nottbeck Songtexte
aus dem Buch lesen, Geschichten aus
ihrem reichhaltigen Leben als Musikerin
erzählen und viele Songs live spielen.
Tickets im VVK je 18 € / 20 € (zzgl.
Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.
reservix.de. AK: 20 € / 22 €.
SA 28
14.00 SCW vs 1. FC Bocholt
Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.
19.00 Was so ein kleiner Mond alles
vermag – Notizen von der Melodie ...
... der Dinge. In einer ausdrucksstarken
Komposition von Wort und
Klang bringt Anja Bilabel im Lauschsalon
® die meisterhaften Prosa- und
Lyrik-Texte des Grenzgängers Rainer
Maria Rilke ins Refektorium des Klosters.
Mit Melodien, Effekten und Percussionsounds
erzeugt die Hörstückmacherin,
Schauspielerin und Regisseurin
der Kammerhörstücke Anja
Bilabel eine einzigartige Atmosphäre.
Einlass: 18.30 Uhr. Tickets je 10 € unter
kloster-wiedenbrueck.de. Abholung
Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster
oder an der Tageskasse.
SO 29
Wanderung im Raum Warendorf /
Freckenhorst
Erika Enders vom SGV Gütersloh, Tel.
05245 / 3803, gibt gerne Infos zur Planung.
Gäste sind herzlich willkommen.
10.00–10.45 Qigong im Schlosspark
Innehalten und Aufblühen im Frühjahr
mit Stefanie Britt. Weitere Kurse am 6.
& 12. April. Kosten: je Termin 10 €. Infos
und Anmeldung unter stefaniebritt.de
bzw. 0151 / 10045728.
13.00–18.00 Klimasonntag
Institutionen, Dienstleister, Handwerksbetriebe,
Händler und Selbstvermarkter
präsentieren auf dem Wiedenbrücker
Marktplatz und Adenauerplatz
Lösungen zum Klimaschutz, die Geschäfte
der City haben verkaufsoffen.
14.00–22.00 SpieleZeit im Küsterhaus
Ob Karten- oder Strategiespiel, jung
oder alt, es ist für jede und jeden etwas
dabei. Eigene Spiele dürfen mitgebracht
werden. Ohne Anmeldung.
Das
Stadtgespräch
PODCAST AUS RHEDA-WIEDENBRÜCK
»HANDS ON« BY
KEVIN KLEINHAUS
Podcast-Veröffentlichung am 1.3.2026
Mit Kevin Kleinhaus haben wir einen besonderen Gast im Podcast: Er bringt mit seinem Workshop-Format
»Hands On – Workshop für finanzielle Bildung« Menschen kostenfrei bei, wie sie
ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen – praxisnah, verständlich und ohne Fachchinesisch.
In seinen Workshops lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Geld funktioniert, wie man
sinnvoll anlegt und wie man Wege zum eigenen Vermögensaufbau findet.
Kevin teilt im Gespräch wertvolle Insights aus seiner Arbeit und gibt Tipps, wie finanzielle
Bildung im Alltag gelingt – ein Thema, das uns alle angeht!
Alle Termine sind kostenfrei und bieten eine tolle Gelegenheit, auf einfache Weise mehr
über Geld, Investieren und Ziele fürs eigene Vermögen zu lernen. Reinhören lohnt sich!
Jetzt auch
als Video
Podcast!
Hier findet ihr die nächsten Workshop-Termine (kostenlos):
Donnerstag, 26. Februar & Dienstag, 10. März 2026, 18:30 Uhr –
Weinhandel DER SCHMETZ, Berliner Straße 197, 33330 Gütersloh
Donnerstag, 09. April, Dienstag, 28. April, Dienstag, 19. Mai,
Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:30 Uhr –
Restaurant PREGO Doktorplatz 5, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Kontakt:
www.hands-on-workshop.de
Ihr könnt unseren Stadtgespräch-Podcast über
Spotify, Deezer, Apple Podcast, Audio Now
oder über Amazon Music anhören – oder ihr
scannt den hier abgebildeten QR-Code.
66
Das Stadtgespräch
Gemeinsame Proben,
gemeinsam auftreten
Zwei Chöre machen gemeinsame Sache
Für den MGV Geselligkeit Batenhorst und die Liedertafel Eintracht
ist das vereinte Musizieren ein Erfolgsrezept. Dirigent Hans Balsfrenser
würdigte die Kooperation auf der Generalversammlung der
»Geselligkeit« im Sängerlokal Hubertuskrug als vorbildlich. In den letzten
Monaten wurden Proben und Auftritte gemeinsam durchgeführt. Das
gemeinsame Singen im größeren Kreis mache einfach mehr Spaß. Der
musikalische Level könne noch weiter gesteigert werden. Zudem sichern
die beiden Chöre damit ihre bewährte Chorarbeit. Das neue Projekt fand
denn auch eine große Zustimmung. Das Ergebnis ist beim Pfingstsingen
am Sonntag, dem 24. Mai zu hören. Die »Geselligkeit« und »Eintracht«
gestalten das beliebte Freiluftkonzert schon seit vielen Jahren gemeinsam
mit dem MGV Bokel als dritten Partner. Der Auftritt findet in diesem Jahr
im Garten des Hubertuskruges in Batenhorst statt.
Wie Schriftführer Josef Flaskamp in seinem Jahresbericht feststellte,
wird das Jahr 2026 wieder so reich an Terminen sein wie das verflossene:
Am Sonntag, dem 26. April, steht ein gemeinsamer Omnibus-Tages-Ausflug
mit der »Eintracht« zur Teilnahme an einem Konzert in der Nähe
von Willebadessen an. Ebenfalls bei der Herz-Jesu-Prozession am 14. Juni
sowie anlässlich des Schützenfestes im Juli wirkt die »Geselligkeit« mit.
Selbstverständlich nehmen die Sänger gern an allen Feiern, wie z. B.
Jubiläen teil und tragen mit ihren Liedern zur Ausgestaltung bei. Musik-
1 (Sitzend v. l.) Rudi Wilholt, Hans Balsfrenser, Heinrich Winkenstette, (hinten v. l.)
Josef Flaskamp, Toni Lohmann, Manfred Schnückel, Heinz Güth, Alfred Lüke
interessierte – mit oder ohne Musik-Kenntnissen – können jederzeit bei
der »Geselligkeit« einsteigen. »Schaut einfach dienstagabends im Hubertuskrug
rein«, so Flaskamp. Der erste Vorsitzende Toni Lohmann und
sein Stellvertreter Manfred Schnückel freuten sich mit dem Dirigenten,
dass sie Heinz Winkenstette und Rudi Wilholt für 40 Jahre aktives Singen
ehren konnten. Sie überreichten den Jubilaren als Zeichen des Dankes und
der Anerkennung einen Blumenstrauß und eine Urkunde. Die fleißigsten
Probenbesucher Heinz Güth, Alfred Lüke und Josef Flaskamp belohnten
sie mit je einer Dauerwurst. Der Dirigent selber wurde für seine mühevolle
Tätigkeit mit einem Blumenstrauß bedacht. Von einer soliden Kassenlage
berichtete Schatzmeister Heinz Güth. Helmut Michels und Jürgen Wöstmann
hatten die Kasse überprüft. Als neuer Kassenprüfer wurde Helmut
Filies gewählt. Für ihn schied turnusmäßig Helmut Michels aus. Kem
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