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03

Ausgabe 639 · 52. Jahrgang

www.das-stadtgespraech.de · Instagram: das.stadtgespraech

RG4

Dieses Druckerzeugnis wurde mit

dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Nachtschicht Wiedenbrück 06.03.

Rheda erblüht 22.03. verkaufsoffen

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2 Das Stadtgespräch


1 So mancher Ladentisch ist reich gedeckt.

Ein Abend zum Entdecken

und Verweilen

Wiedenbrücker Nachtschicht in vollen Zügen genießen

Am Freitag, dem 6. März

2026 findet in Wiedenbrück

die legendäre

Nachtschicht statt. Die Geschäfte

haben ihre Türen bis 23.00 Uhr

geöffnet. Wie nur an wenigen

Abenden lädt die Nachtschicht

zum Stöbern und Genießen ein. Es

gibt in Wiedenbrücks Geschäftswelt

ja so viel zu entdecken. Die

Auswahl ist groß. Da lohnt es sich,

sich wirklich Zeit zu nehmen, um

nichts zu übersehen. Auch in den

Nebenstraßen der Innenstadt gibt

es kleine Läden, die es zu erkunden

gilt. Die unglaublich vielen

Geschäfte zeichnen sich durch

wirklich tolle Konzepte aus und

die Einkaufstaschen sind leicht

mit ganz besonderen Errungenschaften

gefüllt – aus der Wiedenbrücker

Modewelt, der Vielzahl

von Experten für den passenden

Schuh, und, und, und. Und die

Mitarbeitenden beraten freundlich.

In der Nachtschicht warten

zudem viele Geschäfte nur darauf,

die Gaumen ihrer Kundinnen und

Kunden mit kleinen Köstlichkeiten

für Leib und Magen zu entzücken.

Für so manche Nachtschichtlerin

und manchen Nachtschichtler ist

die Verlockung groß einfach alles

auszuprobieren. Gerne auch in

Gesellschaft, zu zweit, dritt macht

die Wiedenbrücker Nachtschicht

gleich noch viel mehr Spaß. Einem

entspannten Einkaufsbummel

in schönster Abendstimmung

steht also nichts entgegen! Wiedenbrück

hat unglaublich viele

verschiedene und spannende

Facetten. Die Nachtschicht bietet

einen Anlass mehr, ein paar schöne

Stunden in diesem schönen

Shoppingparadies zu verbringen.

»Das Stadtgespräch« wünscht viel

Spaß dabei:

Klingelbrink

Das Reisebüro Behrens lädt zu

netten Gesprächen bei Prosecco

und Knabberzeug ein.

Erlebe einen stilvollen Eventabend

voller Glanz und nordischer

Eleganz. Zur Pandora Night erwarten

Dich bei Uhrmeister am Klingelbrink

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und tolle Angebote in entspannter

Atmosphäre, begleitet von kleinen

skandinavischen Köstlichkeiten

und ausgewählten Getränken.

Am Klingelbrink 14 lädt das Uhrmeister-Trauringstudio

zu einem

exklusiven Eventabend ein. Präsentiert

werden die neuesten Kollektionen

von Trauringen und Verlobungsringen

– veredelt mit dem

exklusiven Leonardo da Vinci Cut,

einem Diamantschliff,

der neue Maßstäbe

in Feuer und Brillanz

setzt. Der

Grillstand von

Partyservice und

Fleischerei Gröne

bietet Bratwurst,

Currywurst

und Pommes an. Im

Laden gibt es wieder

überbackene Brötchen und

Fingerfood. Die Kundinnen und

Kunden erhalten dazu ein Glas

Kellerbier oder Prosecco zum

Einkauf. Wie in jedem Jahr bietet

Ehrlich Mode & Accessoires Wein,

Sekt und alkoholfreie Getränke an.

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Das Stadtgespräch

3


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Buch lädt die güth – Bücher und

Papeterie ein. Wie oft lassen wir

ein Buch links liegen, weil uns

das Cover nicht gefällt? Wie oft

lesen wir nicht einmal den Klappentext?

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Buch werden, das wir je gelesen

hätten, aber wir geben ihm keine

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1 Auf exquisite Nachtschicht-Drinks laden die drei Vorkoster ein.

4 Das Stadtgespräch


1 Die Kaufmannschaft bereitet sich mit viel Herz auf eine stimmungsvolle Nachtschicht

vor.

1 Mancherorts gibt es Musik non stop.

Chance. Mit dieser Aktion passiert

Ihnen das nicht mehr: Unter

dem Motto »Ein Blind Date mit

einem Buch« verpacken wir zahlreiche

Bücher aus verschiedenen

Genres in schönes Geschenkpapier

und machen die Cover damit

unsichtbar. Nur eine kleine Notiz,

von uns handgeschrieben, verrät

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Institut bis zum 30. April 2026. Je

nach Wetterlage veranstaltet Provinzial

Wiemann & Heukamp entweder

»Eisgrillen« oder das »Angrillen«

auf dem hinten liegenden

Parkplatz. In gemütlicher Runde

mit Musik bietet die Geschäftsstelle

wieder Bratwurst vom Holzkohlegrill,

heißen Glühwein und

Kaltgetränke an. Die freiwilligen

Spenden des Abends gehen wie

jedes Jahr an eine gemeinnützige

Einrichtung. Im Schaufenster

vom sound store by tonetoaster

spielt ab 19.30 Uhr das Quartett

»Makke & ich« ein Konzert in

Bandbesetzung: eigene Songs

und ein paar Cover. Dazu gibt’s

Getränke und eine zusätzliche

Auswahl an 2nd Hand Platten.

Makke und ich sind Julius Büscher

(Gitarre/Gesang), Markus

Kübler (Gitarre/Gesang), Meik

Wissel (Bass) und Christian Henz

(Cajon).

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Das Stadtgespräch

5


Christopher

Street Day

Gemeinsam für Sichtbarkeit,

Vielfalt und Gleichberechtigung

1 Am 23. Mai 2026 wird im Kreis Gütersloh der erste Christopher Street Day stattfinden. Foto: Berlin 22.07.2023/SibRapid/Shutterstock

Für 2026, am 23. Mai, ist erstmals

ein Christopher Street

Day (CSD) im Kreis Gütersloh

geplant – bunt, laut und sichtbar

im öffentlichen Raum, für Gleichberechtigung

und gegen jede Form

von Diskriminierung«, berichtet

uns der in Rheda-Wiedenbrück lebende

Tim Johannfunke. Der Einundzwanzigjährige

befindet sich

beruflich in der Ausbildung zum

Fachinformatiker.

Gerade in einem überwiegend

ländlich geprägten Kreis wie Gütersloh

ist queere Sichtbarkeit

keine Selbstverständlichkeit. In

den vergangenen Jahren beobachtet

die queere Community

eine zunehmende Feindlichkeit

gegenüber queeren Menschen

und Identitäten, die sich immer

häufiger auch in verbaler und körperlicher

Gewalt äußert. Gesellschaftliche

Rückschritte und eine

sinkende Akzeptanz prägen vielerorts

den Diskurs. »Dem stellen wir

uns entschlossen entgegen. Es ist

notwendig, öffentlich präsent zu

sein, Flagge zu zeigen und sichere

Orte für queere Menschen im Kreis

Gütersloh zu schaffen«, erfahren

wir von Johannfunke. Viele Menschen

kennen ihn seit der jüngsten

Kommunalwahl als jüngstes Mitglied

im Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Er ist dort Mitglied der

Fraktion DIE LINKE. Der engagierte

Kommunalpolitiker bringt sich

dort insbesondere in die Themen

»Mobilität« und »Klimaveränderung«

ein. Und wenn immer es

möglich ist, erhebt er seine Stimme

für die Gleichberechtigung

queerer Menschen.

Insbesondere Trans-Personen

sind aktuell verstärkt von Diskriminierung

betroffen. Politische Debatten,

in denen die Abschaffung des

Selbstbestimmungsgesetzes oder

eine staatliche Erfassung queerer

und Trans-Menschen gefordert

wird, stellen einen massiven Rückschritt

dar und können eine reale

Gefahr bedeuten. Die Rechte, für

die frühere Generationen gekämpft

haben, dürfen nicht preisgegeben

werden, sondern müssen verteidigt

werden, so Johannfunke.

Allein lässt sich das kaum erreichen

– solidarisches Handeln

ist entscheidend. Deshalb soll ein

breites Bündnis aus Initiativen,

Organisationen, Vereinen, Parteien,

Gewerkschaften, Kirchen und

engagierten Einzelpersonen entstehen.

Vor diesem Hintergrund

hat sich am 21. Dezember der Verein

CSD Gütersloh (in Gründung)

formiert. Der Verein versteht sich

als inklusiv und diskriminierungsfrei.

Ziel ist es, einen Christopher

Street Day im Kreis Gütersloh aufzubauen,

nachhaltige öffentliche

Sichtbarkeit zu schaffen und sich

kontinuierlich für Gleichberechtigung

und den Abbau von Diskriminierung

einzusetzen. »Gemeinsam

wollen wir deutlich machen:

Der Kreis Gütersloh ist vielfältig,

lebendig und wehrhaft. Wir posi-

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6 Das Stadtgespräch


tionieren uns klar gegen Diskriminierung,

Ausgrenzung und Hass«,

sagt der Rheda-Wiedenbrücker.

Im vergangenen Jahr fanden in

nahezu allen deutschen Großstädten

Christopher-Street-Day-Veranstaltungen

statt. Der Kreis Gütersloh

gehörte zu den wenigen

Regionen, in denen es bislang keinen

CSD gab. Mit der Gründung des

CSD Gütersloh ist damit Schluss.

Der Weg bis dahin war lang – und

auch der weitere Weg wird Engagement

erfordern. »Diesen gehen wir

gemeinsam. Für uns. Und für euch«,

blickt er in die kommende Zeit.

Der Einsatz für Akzeptanz

und Gleichberechtigung bildet die

Grundlage jedes CSD. Stonewall

war ein Aufstand. Errungenschaften

wie die Ehe für alle, die Öffnung

der Blutspende, die Streichung des

§ 175, der über Jahrzehnte homosexuelle

Menschen kriminalisierte,

sowie die Entpathologisierung von

Homosexualität durch die Weltgesundheitsorganisation

sind Ergebnisse

jahrzehntelanger Kämpfe

1 Der Vorstand des CSD-Vereins: (v. r.) Jelka Ceka (Vorsitzender), Tim Johannfunke (stellvertretender Vorsitz). Beisitzende sind Mieke

Mercedez Witulla und Christian Kochtokrax. Kassierer ist Rico Wagenknecht.

queerer Menschen um ihre Rechte

und ihre Freiheit. Diese Errungenschaften

stehen heute erneut gesellschaftlich

und politisch in Frage.

Der durch die Gründungsmitglieder

Mieke Mercedez Witulla,

Bunjamin Ceka, Jakob Strickmann,

Constantin Küsterameling,

Maureen Gerdes, Rico Wagenknecht,

Christian Kochtokrax, Henrieke

Schiemer, Tim Johannfunke,

Ralf Wilhelm Köller-Laufenberg

neu formierte Verein hat als Vorsitzenden

Jelka Ceka und als stellvertretenden

Vorsitzenden Tim

Johannfunke bestätigt. Als Beisitzende

engagieren sich Mieke

Mercedez Witulla und Christian

Kochtokrax. Das Amt des Kassierers

übernahm Rico Wagenknecht.

Interessierte können sich gerne

unter info@csdguetersloh.de an

den Verein CSD Gütersloh wenden.

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Das Stadtgespräch

7


Anwohner fühlen sich

von der Stadtverwaltung

im Stich gelassen

Erschließungskosten an der Straße »Anekabel«

aus dem Ruder gelaufen?

Seit den letzten Wochen beherrscht ein Gesprächsthema die Stadtgesellschaft:

die Beiträge, die die Anwohner der Straße »Anekabel«

für die erstmalige Herstellung zahlen sollen. Die Erhöhung

der ursprünglich in Aussicht gestellten Beiträge ist auf eine der Stadt

widersprechenden Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts Minden

aus einem Verfahren zu dem benachbarten Abrechnungsgebiet »Georg-Nolte-Weg«

zurückzuführen.

»Inhaltlich ist das Gericht der Festlegung des Abrechnungsgebietes

›Georg-Nolte-Weg‹ durch die Verwaltung nicht gefolgt und hat diese als

unzutreffend bewertet«, heißt es dazu aus dem Rathaus. »Das in dem

Bereich verrohrte Gewässer wurde als trennend im Sinne des Beitragsrechtes

angesehen. Aufgrund der angenommenen trennenden Wirkung

des Gewässers verkleinerte sich das Abrechnungsgebiet ›Georg-Nolte-Weg‹.

Das Gericht formulierte seine Auffassung diesbezüglich klar

und riet den Beteiligten des Verfahrens aufgrund dessen, das Verfahren

mit einem Vergleich abzuschließen. Die Ansicht des Verwaltungsgerichts

Minden hinsichtlich der trennenden Wirkung eines verrohrten Gewässers

ist entsprechend auf das Abrechnungsgebiet ›Anekabel‹ anzuwenden,

so dass sich die Fläche, auf die die Kosten zu verteilen sind, entgegen

der ursprünglichen Annahme der Stadtverwaltung verringert. In Folge

dessen änderte sich der Verteilungssatz und der auf die verbleibenden

Grundstücke entfallende Beitrag erhöhte sich.«

Für die Anekabel-Anlieger ist es unbegreiflich, dass sich die Stadt

in dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Minden zu dem Abrechnungsgebiet

»Georg-Nolte-Weg« auf einen Vergleich mit dem Kläger

eingelassen hat. In der tatsächlichen Nutzung ist die Trennung durch

den verrohrten Graben seit Jahrzehnten nicht vorhanden. Lkw und Stapler

überfahren diesen Bereich. Hallen werden von hier aus erschlossen.

Die Stadtverwaltung selber hatte die Verrohrung in der Vergangenheit

nicht als Abrechnungsgrenze gesehen und daher das Abrechnungsgebiet

größer angesetzt.

Entsprechend erfolgte auf dieser Grundlage die Kommunikation des

Rathauses mit den Anekabel-Anliegern. In einer Informationsveranstaltung

zum geplanten Ausbau der Straße informierte die Verwaltung im

Jahr 2017 die Nachbarschaft über die prognostizierten Kosten – beispielsweise

sollten für das Grundstück der Tischlerei von Lukas Schulte 4000

Euro für die Ersterschließung der schon seit Jahren bestehenden Straße

anfallen. Der Anwohner Bernhard Winter sollte 900 und Anlieger Manfred

Leier 600 Euro zahlen.

»Wir haben volles Verständnis für die berechtigte Beschwerde

der Anwohner, dass die erste Prognose vor sieben Jahren nun um ein

Mehrfaches überschritten wird. Das ist natürlich sehr unbefriedigend.

Es ist aber kein Ausfluss einer Fehlplanung, sondern resultiert aus den

Erkenntnissen aus einem Rechtsstreit betreffend des benachbarten

1 Lukas Schulte, Manfred Leier und Bernhard Winter sehen sich bei der Berechnung

der Erschließungskosten von der Stadt in Stich gelassen.

Abrechnungsgebietes ›Georg-Nolte-Weg‹«, verdeutlicht die Stadtverwaltung

die geänderten rechtlichen Bedingungen und verweist auf ihre

Pflicht zur Erhebung der erhöhten Kosten. Zudem sind die im Rahmen

der von der Stadt angebotenen Informationsveranstaltung genannten

voraussichtlichen Kosten immer vorläufig. Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung

wurden auch informiert, dass viele Faktoren Einfluss

auf die Höhe der Abrechnung haben – wie z.B. die Festlegung des Abrechnungsgebietes.

Die drei Nachbarn standen dem Ausbau-Projekt und der Regelung

der Erschließungskosten anfangs positiv gegenüber. Ein Jahr darauf,

2018, ließ die Stadt die Straße »Anekabel« ausbauen. Acht Jahre später,

im Mai 2025 informierte sie in einer Anhörung die Anwohnenden über

die tatsächliche Höhe der zu leistenden Erschließungsbeiträge. Die Mitteilung

traf die Nachbarschaft wie ein Schock. Sie mussten das Vierfache

der von der Verwaltung ursprünglich prognostizierten Erschließungsbeiträge

bezahlen: 16.000 / 3500 / 2500 Euro.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 184.207,06

Euro. Davon sind 132.667,24 Euro beitragsfähig, wovon 90 % (119.400,52

Euro) auf die beitragspflichtigen Anlieger umgelegt werden.

Im August 2025 konnten die Anekabel-Anlieger ihre Einwendungen in

einer eigens dafür durchgeführten Veranstaltung vortragen. Im November

2025 teilte die Verwaltung ihnen in einer weiteren Anliegerversammlung

die Ergebnisse der rechtlichen Überprüfung ihrer Einsprüche mit.

Der Kern der Beschwerden blieb aber – aus Sicht der Anwohner – unbeantwortet.

Ebenfalls mehrere informelle Gespräche der Anlieger mit

der Verwaltung brachten keine Klarheit. Dafür haben wir bei der Stadt

nachgehakt: Die Verwaltung hat die Einigung in Form eines Vergleiches

auf dringendes Anraten des Richters akzeptiert. Für die Stadt sei es aus

diesem Grund folgerichtig gewesen, den Vergleich zu schließen. Auf

dieser Basis und den somit geänderten Rahmenbedingungen musste

die rein rechtlich trennende Wirkung des verrohrten Grabens als Faktor

für die Bemessung des Abrechnungsgebietes »Anekabel« herangezogen

werden.

Auf der anderen Seite wird infrage gestellt, wieso die Widmung der

2018 hergerichteten Straße »Anekabel« erst in 2022 erfolgte, so dass die

vierjährige Festsetzungsfrist für die Erhebung der Erschließungsbeiträge

durch die Verwaltung nach dem Kommunalabgabengesetz ebenfalls erst

zu diesem Zeitpunkt begann. Die Anlieger erfuhren von der Stadt lediglich,

dass die Widmung nach verwaltungsinternen Vorarbeiten erfolgt

8 Das Stadtgespräch


1 Die auf der Infoveranstaltung 2017 vorgestellte Ansicht des Abrechnungsgebiets an

der Straße Anekabel

sei. »Der konkrete Zeitrahmen hängt mit internen Arbeitsabläufen und

dem Arbeitsaufkommen in der Abteilung zusammen.« Das sei keine

unübliche Verfahrensfolge, die Festsetzungsfrist der Erschließungsbeiträge

beginnt regelmäßig erst nach der Widmung.

Die Stadt erhebt Erschließungsbeiträge für die erstmalige, endgültige

Herstellung von öffentlichen Straßen. Die Grundlage für die

Erhebung sind §§ 127 ff. Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit der

Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen in der Stadt

Rheda-Wiedenbrück. Die Verwaltung skizziert das Prozedere zu Erschließungsbeiträgen

im Allgemeinen: Bevor eine Straße ausgebaut wird, lädt

die Stadt Rheda-Wiedenbrück die betroffenen Eigentümer/innen oder

Erbbauberechtigten zu einer Informationsveranstaltung ein. Dabei wird

1 Das Abrechnungsgebiet an der Straße Anekabel nach dem gerichtlichen Vergleich

die Ausbauplanung vorgestellt und es gibt die Möglichkeit, Fragen und

Anregungen vorzubringen. Zudem werden eine unverbindliche Beitragshöhe

genannt und grundsätzliche Informationen zum Beitragsrecht

erläutert. Danach wird die Baumaßnahme im Ausschuss für Bauen und

Stadtentwicklung beraten und sofern ein Beschluss zum Ausbau gefasst

wird, wird die Maßnahme ausgeschrieben. Nachdem die Beitragspflicht

entstanden ist, ist die Stadt verpflichtet, den Erschließungsbeitrag

durch einen endgültigen Bescheid anzufordern. Die Verwaltung macht

deutlich, dass »das skizzierte Prozedere als Grundlage dient. In jedem

Fall aber der Einzelfall als solcher betrachtet wird und von dem Muster

abweichen kann«. So wird es auch in dem für die Anekabel-Anwohner

unglücklichen Fall gewesen sein.

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Das Stadtgespräch

9


1 Die Rettungshundestaffel nutzt das starke Forum von »Rheda erblüht«, um über

ihre Arbeit zu informieren.

1 Rheda begrüßt den Frühling mit seinem beliebten Frühlingsfest.

Verkaufsoffener Sonntag

22. März: Frühlingsfest lockt in Rhedas City

Zum 25. Mal heißt es: »Rheda erblüht – und alle kommen«. Die Initiative

Rheda lädt zu dem beliebten Fest am 22. März von 13 bis 18 Uhr ein.

Jede Menge Attraktionen machen den verkaufsoffenen Sonntag zu einem

begehrten Ziel in der Region. Es ist das älteste Frühlingsfest im Kreis.

Frühlingstimmung in der Stadt

Der Bauhof Rheda-Wiedenbrück stellt passend zum Frühlingsfest die

frisch bepflanzten Blumenkübel in die Innstadt zurück. Blühende Frühlingsboten

grüßen an verschiedenen Orten und Ständen.

Sonderaktionen der Einzelhändler

Die Geschäfte bieten für die entspannt bummelnden Gästen ihre aktuellen

Angebote und Messeneuheiten an. Sie stellen gerne die neuen

Kollektionen für Frühling und Sommer 2026 vor. Und sie halten wieder

viele Überraschungen und Aktionen für die Besuchenden des Frühlingsfestes

bereit. Beim Modehaus Kappel bindet eine Floristin Sträuße für

die Kundinnen. Sisters verschenkt Gartenkräuter an die Kundinnen. Bei

Schrader optik & akustik steht der Tag unter dem Motto: »Hören, wie

es wächst – Schönes für die Augen«. Passend dazu lädt das Team am

verkaufsoffenen Sonntag dazu ein, am Glücksrad attraktive »Rheda-Joker«,

exklusive Seh-Checks oder blumige Give-aways für den eigenen

Garten zu gewinnen. In entspannter Atmosphäre können die Gäste die

neuesten Trends für bestes Sehen und Hören entdecken. »Kommen Sie

vorbei und lassen Sie mit uns gemeinsam den Frühling in Rheda erblühen!«,

so das Schrader-Team.

Großer Frühlingsmarkt

Über 35 Aussteller, Schulen und Vereine sorgen dafür, dass man am

Sonntag gemütlich in der Innenstadt von Rheda bummeln und stöbern

kann und vielleicht noch das ein oder andere Ostergeschenk findet.

Wie im letzten Jahr haben beispielsweise die Flora Westfalica und

die Stadtbibliothek wieder geöffnet. Die Stadtbibliothek bietet eine kostenlose

Ausweisverlängerung für 4 Wochen. Auf dem Programm stehen

Kinderschminken von 13 bis 15 Uhr, Osterbasteln von 14 bis 16 Uhr, Close-up-Zauberei

für Kinder mit Zauberkünstler Samoti von 15 bis 16 Uhr

und Ballonmodellationen von 16 bis 17 Uhr.

Wie im letzten Jahr werden die Grünen einen grünen Pavillon mit

Sitzgarnitur vor das Büro stellen, damit interessierte Besuchende mit

ihnen über dies und das ins Gespräch kommen können. Ein aufgestelltes

Photovoltaikmodul inspiriert zur Diskussion zu den erneuerbaren Energien.

Last, not least steht eine Pinnwand zur Verfügung. Hier können die

Bürgerinnen und Bürger Anregungen zu Themen unserer Stadt machen.

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10 Das Stadtgespräch


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1 Wer möchte so ein Schlappohr nicht sein eigen nennen?

Der Elternbeirat des DRK-Kindergartens Klawitter verkauft frische Waffeln.

Die Kita Spielkiste bietet erneut Popcorn und eine Waffelbäckerei.

Die kleinen Gäste…

erwartet ein Kinderkarussell auf dem Doktorplatz. Der Rassekaninchenzuchtverein

Wiedenbrück ist wieder mit seinen süßen Kaninchen dabei.

Autoschau

Die Ausstellungen der heimischen Autohäuser laden auf dem Rathausplatz

und vor der Stadtkirche (Funke, Lückenotto) sowie auf dem Doktorplatz

(Sternpark, Thiel) ein. Im Blickpunkt stehen die aktuellen E-Modelle

und Wagen mit spritsparenden Motoren. Der TWV Teutoburger Wald Verkehr

mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück hat seinen Fuhrpark in 2025 um einen

modernen Reisebus erweitert. Gern möchte sie die Bürger/innen in der

Region darüber informieren, dass dieser Bus ab sofort für Ausflugs- und

Gruppenfahrten angemietet werden kann. Der Reisebus ist 13 Meter lang

und bietet hohen Komfort für Vereins-, Schul- oder Gruppenreisen.

Große Verlosung

Die vier Losverkaufenden der Initiative Rheda in Osterhasen- u. Frühlingskostümen

verkaufen Lose über 300 Gewinne. Die Lose bieten eine

zweite Gewinnchance auf die Hauptpreise! Die Gewinne stehen leider

noch nicht fest. Die Verlosung der Hauptgewinne findet um 17 Uhr vor

dem alten Amtsgericht in der Berliner Straße statt. Die Gewinner müssen

anwesend sein!

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folgende interessante Angebote an:

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Themen wie Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Loslassen

und gehen einen Teil der Strecke in der Stille.

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Jahr das Fürstliche Trompetercorps Rheda. »Ein herzliches Dankeschön

an die Sponsoren, die uns wieder ein schönes Rahmenprogramm ermöglichen«,

so die Initiative Rheda.

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Hunger gibt es Crêpes von Tränkler. In diesem Jahr neu dabei ist Ute

Flottmann mit Ihrem Coffee-Bike. Auf dem Doktorplatz mit den Wirten

heißt die Einladung: Genießen Sie den Frühlingsanfang in vollen Zügen.

Projektteam

Das Programm haben erstellt: Janina Plum, Simone Hördel, Andrea Sandknop,

Astrid Kappel-Sudbrock und Olaf Krone. Sie danken allen Sponsoren

und Unterstützenden. Das Projektteam bittet um Verständnis,

dass zum Redaktionsschluss noch nicht alle Infos vorlagen. Diese gibt

es unter www.rheda-erleben.de – auch zu den anderen Veranstaltungen.

Cafeteria im Ev. Gemeindehaus

Auch das Ev. Gemeindehaus an der Schulte-Mönting-Straße 6 wird an

diesem Tag seine Türen weit öffnen. Der Freundeskreis Matiši und die

Frauenhilfe Rheda der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde setzen ihre

schöne Tradition fort und laden von 13.30 bis 16.30 Uhr wieder gemeinsam

zum Kaffeetrinken in gemütlicher Runde ein. An einem großen

Kuchenbuffet werden viele selbstgebackene Torten, Kuchen und Waffeln

angeboten. Neben dem kulinarischen Angebot lädt ein kleiner Basar

zum Stöbern ein. Dort finden sich unter anderem Grußkarten für verschiedene

Anlässe, Marmeladen, Taschen, Körnerkissen und liebevoll

gestalteter Osterschmuck. Ergänzt wird das Angebot durch den geöffneten

Weltladen mit einer Auswahl fair gehandelter Produkte aus aller

Welt. Der Erlös des Nachmittags kommt den Partnergemeinden der Ev.

Versöhnungs-Kirchengemeinde in Tansania und Lettland zugute. Ein

Besuch lohnt sich somit nicht nur für Genießerinnen und Genießer,

sondern auch für alle, die mit ihrem Kommen ein gutes Projekt unterstützen

möchten.

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1 Der Freundeskreis Matiši und die Frauenhilfe Rheda der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

laden von 13.30 bis 16.30 Uhr zum Kaffeetrinken in gemütlicher Runde ein.

12 Das Stadtgespräch


1 Bei der Vernissage der Arbeiten im Künstlerhaus Repke: (v. l.) Christiane Hoffmann,

Maximilian Kuntze, Birgit Frieda Amhoff, Annette Harz, Edith Schürmann, Willi Repke

»Ich bin bunt«

Kunst als Sprache der Gefühle

Die LWL-Frida-Kahlo-Schule, Klinikschule der LWL-Tagesklinik

am Standort Rheda-Wiedenbrück, präsentierte künstlerische

Arbeiten ihrer Kinder und Jugendlichen im Künstlerhaus Repke.

Birgit Frieda Amhoff begleitet als künstlerische Leiterin die Kunstwerkstatt

in der Tagesklinik.

Wenn die Sprache fehlt, wird Kunst zu einem wichtigen Ventil, um

Emotionen wahrzunehmen und auszudrücken. Davon ist Birgit Frieda

Amhoff überzeugt. Beim täglichen zwanzigminütigen »Warm-up« ihres

Kunstprojekts lockern Melodien und Rhythmen die Emotionen und

fördern die Kreativität der Kinder und Jugendlichen.

Die gemeinsame künstlerische Arbeit wirkt wie eine Brücke zu den

Kindern und Jugendlichen und hat einen positiven Einfluss auf ihre

Entwicklung. Heranwachsende – die beispielsweise sagten »Ich kann

nicht malen« – kommen wieder ins Handeln, entdecken neue Fähigkeiten

und erfahren Bestätigung.

Ein bedeutender Bestandteil der kunstpädagogischen Arbeit ist

die Präsentation der entstandenen Werke. Erstmals wurden diese im

Künstlerhaus Repke ausgestellt. Alle ausgestellten Arbeiten entstanden

seit Mai 2025. Bei der Vernissage erzählte ein Schüler stolz von seinem

Bild: einer grünen Kartoffel mit kleinen Ecken. Dieses Motiv war ihm

wichtig – ebenso wie die Möglichkeit, sein Werk den Gästen, den anwesenden

Eltern sowie den Mitarbeitenden der Schule zu zeigen. Das

Bild war, wie alle anderen Werke, würdevoll gerahmt, ganz wie in einer

1 Die Arbeiten drücken Gefühle aus.

Galerie. Beim Rundgang durch die Ausstellung erklärten auch andere

Künstlerinnen und Künstler angeregt ihre Werke – ein Moment, der

ihren Stolz deutlich machte.

»Unsere Kunstwerkstatt eröffnet Schülerinnen und Schülern der

Kinder- und Jugendpsychiatrie einen freien, geschützten Erfahrungsraum

– jenseits von Noten, Diagnosen und Leistungsdruck. Hier können

sie Gefühle ausdrücken, Selbstwirksamkeit erleben, experimentieren

und neue Ausdrucksformen entdecken«, sagte Amhoff bei der

Vernissage. Sie begleitet das Projekt gemeinsam mit Edith Schürmann,

Lehrerin an der Frida-Kahlo-Schule.

Auch die Kunsthistorikerin und Kuratorin Christiane Hoffmann

teilte die Freude der Anwesenden. In den Arbeiten der Kinder und

Jugendlichen werde sichtbar, wie sie mit Farben und Formen Wege

finden, Gefühle auszudrücken und sich selbst zu entdecken. Die Werke

erzählten Geschichten und machten Prozesse sichtbar, wo Worte

fehlten. Durch die Teilnahme an der Ausstellung wachse ihre Kunst

noch weiter.

Für alle Patientinnen und Patienten der LWL-Kinder- und Jugendpsychiatrie

am Campus Gütersloh sowie der LWL-Tagesklinik in Rheda-Wiedenbrück

besteht die Möglichkeit, am Schulunterricht der

Frida-Kahlo-Schule teilzunehmen. Zehn motivierte und speziell geschulte

Lehrkräfte begleiten dort den Schulalltag und schaffen eine

angenehme Lernatmosphäre, berichtete Schulleiterin Annette Harz. Sie

dankte den Kindern und Jugendlichen für ihre künstlerischen Arbeiten:

»Ich bin von euch echt geflasht«, lobte sie die jungen Künstlerinnen

und Künstler.

Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein der Frida-Kahlo-Schule.

Dessen Vorsitzender Maximilian Kuntze würdigte bei der Vernissage

das Engagement von Birgit Frieda Amhoff und Edith Schürmann. Sein

besonderer Dank galt zudem Willi Repke für die Bereitstellung der Räumlichkeiten

seines Künstlerhauses zur Präsentation der Werke. Kem

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Das Stadtgespräch

13


1 Die Betroffenheit unter den Anwesenden der Versammlung der Bürgerinitiative Altstadt über das »Aus« des Altstadtfestes war groß.

Altstadtfest 2026 abgesagt

Bürgerinitiative Altstadt am Scheideweg

Über Jahrzehnte hinweg haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative

Altstadt Rheda e. V. mit großem Einsatz für das Altstadtfest

engagiert: Sie haben unzählige Stunden investiert, in den Tagen

zuvor oft kaum geschlafen, teils sogar Urlaub genommen. Unterstützung

kam dabei nicht nur aus der Altstadt selbst, sondern von vielen Menschen

weit darüber hinaus. Und nun das: Das bei den Bürgerinnen und

Bürgern von Rheda-Wiedenbrück so beliebte Altstadtfest steht trotz des

enormen ehrenamtlichen Engagements, der vielen Helfenden sowie der

Unterstützung durch Stadt, Flora Westfalica und Sponsoren vor dem Aus.

Das Damoklesschwert stetig steigender Kosten droht, diese langjährige

»Liebesgeschichte« wie ein Fallbeil zu beenden – sofern nicht in letzter

Minute doch noch ein »Prinz« erscheint und die rettenden Worte spricht.

Dieses ernüchternde Fazit nahmen die rund 100 Besucherinnen und

Besucher am 29. Januar auf der vom Vorstand der Bürgerinitiative einberufenen

Bürgerversammlung im Domhof nach mehr als zweistündiger

Diskussion mit nach Hause.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung zeichnete der Vorsitzende Michael

Haaß-Vogt ein schonungsloses Bild der finanziellen Lage des Altstadtfests.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 76.000 Euro für das Altstadtfest 2025

konnten lediglich 35.000 Euro durch Erlöse aus dem Getränkeverkauf und

Standgelder gedeckt werden. Die verbleibenden 41.000 Euro wurden durch

Spenden und Sachleistungen ausgeglichen.

Die Bürgerinitiative, so Haaß-Vogt, sei damit an der Grenze ihrer finanziellen

Belastbarkeit angekommen. Die Umsätze des Festes gingen zurück:

Es werde weniger konsumiert, viele Besuchende würden »vorglühen«,

andere brächten ihre eigenen Getränke mit. Weitere Preiserhöhungen

seien nicht möglich – weder beim Bierpreis noch bei den Standgeldern

für die Beschicker.

Mit großem Dank würdigte der Vorsitzende die Sponsoren, machte

jedoch deutlich, dass auch hier keine Spielräume mehr bestünden. Schon

der Ausfall eines einzelnen Sponsors könne die Finanzierung des Festes

ins Wanken bringen.

Zusätzlichen Druck bringe eine vom Getränkelieferanten angekündigte

Preiserhöhung von neun Prozent, die Mehrkosten von 5.000 bis 6.000

Euro verursache. Darüber hinaus müsse die Bürgerinitiative rund 10.000

Euro für ein neues Bühnenequipment vorhalten. Doch ausgerechnet in

dem Moment, als die 30-köpfige Security die Bühne unbeaufsichtigt ließ,

wurde die wertvolle Anlage gestohlen.

Unterm Strich zeichne sich bereits jetzt ein Defizit von rund 16.000

Euro für ein weiteres Altstadtfest ab. »Ich weiß nicht, wo wir das Geld

dafür herholen sollen«, sagte Haaß-Vogt. »Das kriegen wir einfach nicht

gewuppt. Das Altstadtfest droht die Bürgerinitiative in ihrer Existenz zu

gefährden.«

Sollte keine neue Trägerschaft gefunden werden, habe das Altstadtfest

keine Zukunft. Seine Konsequenz formulierte der Vorsitzende unmissverständlich:

»Ohne mich, ohne den Vorstand.«

Die darauf von den anderen Vorstandsmitgliedern und Angehörigen

des Festausschusses vorgetragen Einschätzungen bestätigten die Ausführungen.

Die Betroffenheit unter den Anwesenden der Versammlung war groß,

als die Zukunft des Altstadtfestes unerwartet kritisch geschildert wurde.

»Diese Nachricht tut in der Seele weh«, sagte eine Teilnehmerin. »Wir

stehen am Scheideweg. Das bewegt mich«, ergänzte Hermann Heller-Jordan.

Katharina Vogt machte deutlich: »Wir wollen das Fest nicht sterben

lassen.« Simone Sundermann warnte eindringlich: »Wir dürfen nicht sehenden

Auges die Bürgerinitiative vor die Wand fahren.«

Zugleich wurde an das Erreichte erinnert. Das Konzept zur Ausdehnung

des Festes unter dem Motto »Zurück in die Altstadt« sei bei den

Besuchenden sehr gut angekommen. »Es hat immer Spaß gemacht, bei

dem Fest mitzuwirken«, sagte Haaß-Vogt. »Wir haben in jedem Jahr an der

Optimierung des Festes und an der Reduzierung der Kosten gearbeitet«,

betonte Katharina Vogt. Anerkennende Worte fand auch Prinz Maximilian

Fürst zu Bentheim-Tecklenburg: »Was die Bürgerinitiative leistet, ist

beeindruckend.«

Doch auch Fehlentwicklungen wurden offen benannt. Der zweite

Vorsitzende Benjamin Marks, der gemeinsam mit zwei bis drei weiteren

Mitstreitern für jedes Altstadtfest rund zehn Tage Urlaub für die umfangreichen

Vorbereitungen opfert, zeigte sich enttäuscht darüber, dass etwa

die Hälfte der rund 40 Helfenden nicht aus der Bürgerinitiative selbst

stammt.

14 Das Stadtgespräch


1 Für den Vorstand der Bürgerinitiative Altstadt zeichneten (v. r.) Michael Haaß-Vogt,

Benjamin Marks und Katharina Vogt schonungslos ein realistisches Bild der finanziellen

Lage des Altstadtfests.

Gemeinsam suchten auf der Versammlung Vorstand und Besuchende

nach Auswegen aus der Krise. Die Vorschläge reichten von der Idee, die

Stadt oder die Flora Westfalica als Träger zu gewinnen, über die Unterstützung

durch größere Unternehmen bis hin zur Gründung einer Veranstaltungs-GmbH.

Diskutiert wurden außerdem eine breitere Trägerschaft,

eine Ausfallbürgschaft, Spendenaktionen – etwa über Crowdfunding –,

die Erhebung von Eintrittsgeldern sowie auch die Möglichkeit, das Fest

für ein Jahr auszusetzen.

Haaß-Vogt kündigte an, dass der Vorstand gemeinsam mit dem

Festausschuss die auf der Bürgerversammlung vorgetragenen Ideen auf

ihre Machbarkeit prüfen werde.

1 Das Altstadtfest hat wie keine andere Veranstaltung Rheda zusammengeführt.

Abgesagt

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026 bestätigte der Vorstand der Bürgerinitiative

seine auf der Bürgerversammlung gezeigte Haltung: »Für 2026

haben wir das Altstadtfest abgesagt!«

Wie kann es in Sachen Altstadtfest weitergehen?

Über die Ergebnisse der öffentlichen Sitzung vom 19. Februar 2026 im

Domhof, bei der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen

waren, sich in die Diskussion einzubringen, können wir aus produktionsterminlichen

Gründen leider erst in der kommenden Ausgabe berichten.

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Die Volkshochschule Reckenberg-Ems bietet im Frühjahrs-/Sommersemester

wieder eine Vielzahl von interessanten und spannenden

Kursen an. Der Weiterbildungskatalog ist bereits seit

Ende Januar an den bekannten Stellen und im Internet auf der Homepage

ww.vhs-re.de bzw. über Facebook und Instergram zu finden und lädt

zum Entdecken ein. Auf 320 Seiten können Interessierte zwischen 580

Vorlesungen wählen, berichtete der Volkshochschulleiter André Mannke

bei der Vorstellung des Programms für das Sommersemester nicht ohne

Stolz über dieses starke Angebot. Die VHS Reckenberg-Ems ist damit

eben viel mehr als ein »Grundversorger« in Bildungsfragen für Privat

und Beruf. Das versierte Team aus engagierten Fachbereichsleitungen,

Experten und Referierenden der VHS spricht alle Altersgruppen an: In

Präsenzveranstaltungen, online und hybrid. In einem Umfang von 7600

Semesterstunden im »offenen Bildungsbereich« und nahezu ebenso

vielen Stunden an »Auftragsangeboten« (insgesamt rund 14.000 Std.).

Kofferpacken

Das Abenteuer Reise sprach die Koordinatorin für den Fachbereich Null

und stellvertretende Verwaltungsleiterin Irmgard Honerlage an. Die angebotenen

Wandertouren, Radreisen sowie Exkursionen und Musikreisen

sind Erlebnisse zum Genießen. Beispielhaft nannte sie eine Wanderung

im Naturpark Kellerwald und Edersee (11.–13.9.26) sowie eine Radtour an

der polnischen Ostseeküste zwischen Swinemünde und Danzig (27.5.

–4.6.26). Für Honerlage war es die letzte Teilnahme an einer Semesterpräsentation.

Im Laufe des Semesters tritt sie in den wohlverdienten

Ruhestand. Gerne stellte sie darum ihren Nachfolger vor – den Verwaltungsleiter

Sven Rüppel.

Demokratie leben

Der Fachbereich Politik-Gesellschaft-Umwelt umfasst sowohl politische,

soziale, ökonomische, ökologische und rechtliche als auch geschichtliche,

psychologische und pädagogische Themen, erklärte die Fachbereichsleiterin

Dr. Sybille Schneiders. Exemplarisch nannte sie die Veranstaltung

»300 Jahre Reckenberg: Außenbesichtigung des Reckenbergs

mit Barockgarten« mit Dr. Wilhelm Sprang, am 13.6.26. Zur Politik im

Domhof, unter dem Thema »Platon und der ideale Staat« lädt der FB am

29.4.26 mit Dozent Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer ein. Als weiteres Beispiel

nannte die FB-Leiterin den Themenkreis »Astronomie für Kinder«, präsentiert

von Stephanie Zimmermeier mit den Schwerpunkten »Ein Stern

für jeden« (10.3.u.14.4.26) und »Sternensysteme be-greifen« (8. u. 9.5.26).

Kultur, Gestalten, Fremdsprachen

Von Tanzen wie bei Hofe mit dem Kontratanz mit Claudia Gerke-Plath

(26.4.26), und »Komisches Handwerk« als Einsteigerkurs und zur Vertiefung

des »Clown-Workshops für Neugierige«, angeleitet von Daniel

Scholz (9. u. 10.5.26) bis zum Kulturbrunnen für Kleinkunst mit Florian

Germann, einer köstlichen Gelegenheit, sich zu amüsieren (12.5.26) sowie

einem Vortrag über den El Camino de Santiago mit Dozent Franco

16 Das Stadtgespräch


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1 (Vorne) Sven Rüppel und Renate Riemann, (hinten v. r.) André Mannke, Irmgard

Honerlage, Carmen Vielstädte, Kirsten Klute, Sabine Höller-Pietsch, Dr. Sybille

Schneiders, Axel Hemminghaus

SONDERVERKAUF

Tous und einen digitalen Koreanisch-Grundkurs mit Lee Boyoung reichte

das von den Fachbereichsleiterinnen Dr. Sybille Schneiders und Sabine

Höller-Pietsch vorgestellte Spektrum.

Zu den neuen Angeboten im nächsten Semester für Kinder und

Jugendliche zählen unter anderem auch der Nähkurs mit anschließender

Modenschau in Rietberg und das Ferienangebot »wir häkeln eine

Unterwasserwelt«. Neu im Programm ist auch der Malkurs von Irene

Böhmer. Sie geht mit ihren Teilnehmenden in die Stadt und zeichnet

dort historische Gebäude.

Gesundheit und Ernährung

»Was bedeutet Gesundheit für uns?« Diese Frage steht über vielen Angeboten.

Als Beispiele nannte die Fachbereichsleiterin Kirsten Klute den

am 24.2.26 im »vhs Campus« gestarteten Kurs »Prima GleichGewicht«

und den am 26.2. begonnenen Kurs »Babyschwimmen für Eltern mit

Baby von 4–12 Monaten«. Für Freunde deutscher Weine folgt am 20.6.26

eine Einladung in das Haus der Kreativität mit Harald Burg. »Herzlich

willkommen« heißt es zum Kochtreff mit Freunden in der »La Cucina«

mit Marita Feldmann am 20.3.26. Rund um das »Bier« geht es im Haus

der Kreativität am 20.3.26 mit Patrik Frosch.

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Freitag, 20. März von 13-16 Uhr

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Teilnahme nur mit Terminbestätigung

Deutsch

Im Fachbereich Deutsch werden wie gewohnt die vom Bundesamt für

Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Integrationskurse und

Berufssprachkurse angeboten. Zurzeit laufen 14 Integrationskurse in

Voll- und Teilzeit sowie ein Berufssprachkurs. Zudem werden auch im

neuen Semester wieder Sprachprüfungen auf den Niveaustufen A1 bis

B2 angeboten sowie der Test »Leben in Deutschland«, der zu Einbürgerungszwecken

genutzt werden kann.

Die Anmeldung zu den Kursen ist nur nach vorheriger individueller

Beratung und Einstufung möglich. Unter Tel. 05242/9030-800 können

montags, mittwochs und freitags jeweils von 9.00 bis 11.00 Uhr Informationen

zu unseren Angeboten eingeholt und Termine vereinbart werden,

berichteten die Fachbereichsleitenden Axel Hemminghaus und Carmen

Vielstädte.

Arbeit und Beruf

Am 20. März geht es im Haus der Kreativität um die KI für Neugierige –

Basiswissen. Am 8. Mai werden unter diesem Thema im »vhs campus«

speziell interessierte Frauen angesprochen.

Kem

Das Stadtgespräch

17


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3. Rheda-Wiedenbrücker Park Spektakel

1 »Feuer und Flamme« ist erneut Bestandteil des großen Park Spektakels Foto: Flora Westfalica

1 Die Fans feiern die pure Authentizität der Band The BossHoss Foto: S. Balz

1 Wer Johannes Oerding live erlebt hat, weiß: Seine unverwechselbare Stimme und

seine charismatische Bühnenpräsenz machen seine Konzerte zu einem einzigartigen

Erlebnis.

Foto: Y. Goldschmidt

Strahlende Gesichter bei

der Präsentation des Programms

für das dritte

Rheda-Wiedenbrücker Park Spektakel

2026. Nachdem abermals

alle drei Open-Air-Highlights des

Sommer-Festivals im Flora-Westfalica-Park

im Vorjahr ausverkauft

und das Feedback des Publikums

in dem Wunsch nach einer Neuauflage

einstimmig erklungen

war, konnten sich die Organisatoren

des Freiluft-Knüllers nur

in der Absicht bestätigt sehen,

wieder ein ultimatives Programm

für dieses magische Erlebnis auf

die Beine zu stellen, blickte Flora

Westfalica-Chef Sebastian Siefert

im Pressegespräch auf die Entwicklung

des Events. Als symptomatisch

für das tausendfache

Echo der Fans »Macht weiter so!«

zitierte der Geschäftsführer einen

Besuchenden: »Wann macht ihr

denn das nächste Spektakel? Ich

möchte meinen Urlaub buchen.

Doch wenn das nächste Park Spektakel

ist, möchte ich auf jeden Fall

in Rheda-Wiedenbrück sein«.

Die vier Acts steigen im Flora-Westfalica-Park

an der Mittelhegge

vom 27.–30. August. Das

Gelände ist unverändert. Aber es

finden noch mehr Besuchende

Platz. Bis zu 7500 Gäste können

jetzt kommen. In den beiden Vorjahren

waren es noch 5000. Das

Programm stellten die Organisatoren

vom Park Spektakel, wieder mit

einem sicheren Händchen für das,

was gut ankommt, zusammen.

The BossHoss: Back to

the Boots

Zum Auftakt, am Donnerstag,

dem 27. August, 19.30 Uhr,

machen die angesagten Country-Rock’n’Roller

»BossHoss« auf

ihrer Tour durch ausgesuchte Festivals

und Open Airs Station auf

dem Park Spektakel, um die Bühne

zu zerlegen. Malte Meier berichtete:

Im September 2025 kam

das neueste Album »Back To The

Boots« auf Platz 2 in die Charts

und wird seitdem von den Fans

gefeiert. Die pure Authentizität

der Band, gepaart mit schweißtreibendem

Rock und ihrem unverwechselbaren

rauen Charme,

ist das, was die Crowd mitreißt.

The BossHoss gehören zu einer der

bekanntesten Rock-Formationen

Deutschlands.

Live auf der Bühne sind The

BossHoss ein unvergessliches,

explosiv-energiegeladenes Erlebnis

– pure Power, die mitreißt.

Wenn die sieben charismatischen

Hauptstadt-Cowboys, allen

voran die Frontmänner Alec

»Boss Burns« Völkel und Sascha

»Hoss Power« Vollmer, auftreten,

kommen Rock’n’Roll-Fans voll auf

ihre Kosten. Mit dem Sound des

brandneuen Albums »Back To The

Boots« kehren sie live zu ihren

musikalischen Wurzeln zurück:

rauer, roher, ehrlicher denn je. Und

bringen ihren unverwechselbaren

Mix aus Country, Americana und

SouthernRock mit.

The BossHoss sind: Boss Burns

(Gesang), Hoss Power (Gesang, Gitarre),

Hank Williamson (Mundharmonika,

Mandoline), Russ

T. Rocket (Gitarre), Guss Brooks

(Kontrabass), Frank Doe (Drums)

und Ernesto Escobar de Tijuana

(Percussion) – live seit langem

unterstützt von der brillanten

Bläsersektion »The Tijuana Wonderbrass«.

Johannes Oerding:

Sommer-Open-Air 26

Neben seiner Heimspiel-Stadionshow

am 20.06.2026 in Hamburg

und einer 15 Städte umfassenden

Arena Tour dürfen sich die

Fans nun zusätzlich auf neun exklusive

Open-Air Termine in 2026

18 Das Stadtgespräch


1 7500 Gäste finden vor der Festival-Bühne Platz. Foto: Monsterpics

freuen. Und Rheda-Wiedenbrück

ist dabei, am Freitag, dem 28. August

2026, 19.30, freut sich vom

Flora Westfalica-Team Sebastian

Jerig. Bei diesen Shows erwartet

die Besuchenden die fulminante

Open Air Premiere der neuen

Songs – präsentiert vom sympathischen

Singer-Songwriter und

TV-Host von »Sing meinen Song«

und »The Voice of Germany« aus

seinem kommenden Album »Hotel«

(VÖ: 27.3.2026).

Johannes Oerding hat im Laufe

seiner über 20 Jahre andauernden

Karriere bewiesen, dass er wie

kaum ein anderer für Kontinuität

und musikalische Qualität steht:

Alle seine Alben erreichten mindestens

Goldstatus, viele davon

sogar mehrfach Platin. Wer ihn

live erlebt hat, weiß: Seine unverwechselbare

Stimme, seine charismatische

Bühnenpräsenz und

die besondere Nähe zu seinem

Publikum machen jedes Konzert

zu einem einzigartigen Erlebnis.

Feuer & Flamme: Musikfeuerwerk

und mehr

»Feuer und Flamme« ist erneut

Bestandteil des großen Park Spektakels.

Höhepunkt des am 29. August

ab 19 Uhr steigende Events ist

das faszinierende, knapp 20-minütige

Musikfeuerwerk, das weltbekannte

Pyrospezialisten auf

einer Breite von 250 Metern in der

Emsaue zünden. Spektakuläre Explosionen,

glühende Vulkane und

goldener Regen sorgen dann für

wahre Gänsehautmomente.

Doch auch bevor um 21.30 Uhr

das große Musikfeuerwerk die Besucher

in den Bann zieht, ist in den

Bereichen Mittelhegge und Emsaue

für gute Unterhaltung gesorgt.

Neue Philharmonie

Frankfurt & Rockband

und Gesangssolisten:

Symphonic Rock in Concert

Am Sonntag, dem 30. August

2026, 18.30 Uhr interpretieren die

versierten 50 Musizierenden der

Neuen Philharmonie Frankfurt unter

der Leitung von Jens Troester,

plus die Musiker des Rock-Quartetts

sowie vielseitige Top-Gesangssolisten

in einer Cross-over-

Show berühmte Titel aus Rock und

Pop. Hier trifft Mozart auf Metallica,

Bach auf die Beatles, Robbie

Williams auf Richard Wagner. Hier

werden Klassik-Snobs zu Rockfans,

und Dudelfunk-Hörer stellen

überrascht fest: Klassik kann

sowas von cool sein!

Das in Hanau ansässige

50-köpfige Orchester besitzt

internationales Renommee. Es

begleitete in der Vergangenheit

unter anderem Deep Purple, Peter

Gabriel, Roger Hodgson (Ex

Supertramp), Ian Anderson (Jethro

Tull), John Cale (Ex The Velvet

Underground), Gregory Porter

und zweimal keinen geringeren

als Robbie Williams in der Hamburger

Elbphilharmonie. Und bei

der Standing Ovation am Schluss

liegen sich ohnehin alle in den

Armen.

Ticketpreise

27.8.2026 | The BossHoss:

68,40 Euro

28.8.2026 | Johannes Oerding:

74,55 Euro

29.8.2026 | Feuer & Flamme:

15 Euro

30.8.2026 | Symphonic Rock in

Concert: 35 Euro (erm. 25 Euro)

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Das Stadtgespräch

19


2 Serhat Saygili trainiert die zweite

Mannschaft bei Rot-Weiß St. Vit.

Zum Jahreswechsel hatte er das

große Glück, den Nachwuchskicker

Marwan-Omir Mirza, der bereits

in der U19 beim BVB- Borussia

Dortmund spielt, für fünf Tage als

Personal Trainer auf der St. Viter

Alm zu trainieren.

Serhat Saygili ist seit Sommer

2025 Cheftrainer der

zweiten Mannschaft des

Traditionsvereins Rot-Weiß St. Vit.

Unter den Kickern des 37-Jährigen

ist auch Tahsin Mirza. Er erzählte

von seinem Bruder Marwan-Omir,

der mit seinen jungen 16 Jahren

schon auf dem Weg zum Fußballprofi

ist. Derzeit spielt der gebürtige

Iraker, der seit einigen Jahren

mit seiner Familie in Wiedenbrück

lebt, bei Borussia Dortmund in

der U19 und ist in der U17-Nationalmannschaft.

In der spielfreien

Zeit rund um den Jahreswechsel

war Marwan-Omir, der bereits im

Sportinternat in Dortmund lebt,

auf Heimaturlaub. Empfohlen

wird den jungen Nachwuchstalenten,

auch diese Zeit zu nutzen,

um sich fit zu halten. Das sollte

ein Personal Coach machen, der

jedoch kurzfristig absagen musste.

Über seinen Bruder Tahsin entstand

dann der Kontakt zum Rot-

Weiß Trainer Saygili. Abends kam

der Anruf und am nächsten Tag

bereits sollte es losgehen. Für Saygili,

der seit der Kindheit Fußball

St. Viter Trainer coacht

BVB-Nachwuchs

spielt, gerne auch Profi geworden

wäre und in Kürze mit der DFB-B-

Lizenz-Ausbildung startet, war ein

individuelles Training mit nur einem

Fußballer neu, zugleich aber

eine spannende Herausforderung.

»Aber die Prinzipien und Prozesse

auf dem Platz bleiben dieselben:

Lernbereitschaft, Intensität und

Wille sind entscheidend und darin

sehe ich bei meiner Mannschaft

keinen Unterschied«, betont er.

Es durften auch keine anderen

Kicker mitmachen aus Gründen

der Verletzungsgefahr. Über

Nacht erstellte Saygili einen groben

Trainingsplan. Dann ging es

am nächsten Morgen in der Früh

los. »Dass Marwan-Omir Fußball

spielen kann, das war keine Frage«,

erzählt der Trainer. Ihm ging es viel

mehr um das ganzheitliche Training.

Fünf Tage lang wurde jeden

Morgen bei Regen, Schnee, Kälte

und auch mal bei Sonnenschein

trainiert. Dabei war Saygili die Abwechslung

wichtig. Ein besonderer

Schwerpunkt lag auf der Technik,

dem ersten Ballkontakt sowie dem

direkten Torabschluss auf in vier

Zielbereiche unterteilte Torzonen.

Ferner trainierten sie Kraft

und Ausdauer, die Fitness und es

gab auch ein mentales Training.

»Ich glaube, diese Abwechslung

hat Marwan-Omir auch sehr gut

gefallen. Er ist sehr diszipliniert

gewesen, hat nie gemault oder

ist zu spät gekommen. Bei uns

passt einfach die Chemie. Wir haben

schließlich beide das Bolzen

auf der Straße gelernt«, freut sich

Serhat Saygili. Sie waren sich einig,

dass, wenn das junge Nachwuchstalent

das nächste Mal in

der Heimat ist, sie das Training

fortsetzen möchten.

Rot-Weiß-Vereinsvorsitzender

Gerd Siede fand das auch sehr

spannend, war jeden Morgen als

Zuschauer dabei und versorgte die

beiden mit Heißgetränken.

»Ich bin einfach nur stolz und

dankbar, dass ich diese Chance bekommen

habe, so einen begabten

Jugendlichen trainieren zu dürfen«,

meint der zweifache Vater Serhat

Saygili. Sein kleiner Sohn Kyan ist

bei den Mini-Kickern aktiv und ist

schon jetzt großer Fan von Marwan-Omir.

»Ich bin mir ziemlich

sicher, dass er schon bald noch

bekannter ist und auf sich aufmerksam

machen wird«, meint er.

Nach dem individuellen Training

in St. Vit folgte lediglich ein

Pausentag, danach ging es gleich

für den jungen Nachwuchsfußballer

mit der deutschen U17-Nationalmannschaft

ins Trainingslager

nach Spanien. Dort bestritt

die DFB-Auswahl ein Länderspiel

gegen Portugal, bei dem Marwan-Omir

zwei Tore erzielte und

der Mannschaft mit einem 3:1 zum

klaren Sieg verhalf.

wl

5 Als Personal Coach war Serhat

Saygili fünf Tage lang für das

Nachwuchstalent Marwan-Omir

Mirza verantwortlich. Für diese

Zeit hatte der St. Viter Trainer

einen speziellen Trainingsplan

erstellt.

20 Das Stadtgespräch


Mal big,

mal intim

Foto: Oliver Leicht

Trompeter Ruven Weithöner

kommt als Local Hero

mit Quartett

Einen konsequenten und vielseitigen

Lebensweg zeichnet den diesjährigen

Local Hero Ruven Weithöner

aus. Er wurde 1996 in Bielefeld

geboren, wo er mit sechs Jahren

ersten Trompetenunterricht bei

Guido Kostmann erhielt.

Als er Platten von Trompeter

Miles Davis hörte, wollte Ruven

nur noch Jazz spielen. Zunächst

in der Bigband des von ihm besuchten

Gymnasiums am Waldhof

und auch kurze Zeit später in der

von Stephan Schulze geleiteten

Bigband BiBop kam der Schüler

mit der lokalen Szene in Kontakt:

Mehrere Jahre blies Weithöner im

Jazz-Orchester OWL mit Musikern

auch aus Rheda-Wiedenbrück und

spielte in kleineren Formationen,

wie der Band »Rahat«, mit der er

bei Bundesbegegnung Jugend

Jazzt auftrat.

Ein Jazzstudium an der

Folkwang Universität der Künste

in Essen war der erste Schritt zum

Profi. Als solcher war er dann in

der Kölner Jazz-Szene mit kleinen

intimen Ensembles und örtlichen

Big Bands erfolgreich.

2022 wurde Weithöner folgerichtig

einer der ersten Studenten

im neuen Masterstudiengang Big

Band in Frankfurt am Main, wobei

er in Produktionen mit der Big

Band des Hessischen Rundfunks

spielt.

Im März 2025 zog Ruven Weithöner

nach Wiesbaden. Mit dem

jungen Tenorsaxophonisten Christoph

Heimbach und den etablierten

Musikern Hanns Höhn und

Max Jentzen formierte sich im

vergangenen Jahr ein Quartett, für

das beide Namensgeber im akustischen

Modern-Jazz-Programm

Stücke schreiben.

Mit diesem Quartett kommt

Weithöner am 22. April zum Heimspiel

beim Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück

im Abrahams nach Ostwestfalen-Lippe.

LOCAL

HERO

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Das Stadtgespräch

21


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1 Anna Katharina Brüning, Beate Hustert, Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld, Sandra Voß (Elternbeirat), Pfarrer Ullrich Auffenberg

mit den Kindern Milon, Lenny, Konner und Enya freuen sich über »25 Jahre St.-Vinzenz-KiTa«.

»Wir singen heute

Happy Birthday«

25 Jahre Kindertageseinrichtung

St. Vinzenz

Im April 1999 ist die katholische Kirchengemeinde

St. Aegidius der Anfrage der Stadt nach weiteren

Betreuungsplätzen für Kinder nachgekommen und

hat auf Anregung des damaligen Pfarrdechanten Ullrich

Auffenberg eine neue Kindertageseinrichtung für drei

Gruppen an der Rietberger Straße, direkt neben dem

St. Vinzenz Hospital gebaut. Die KiTa sollte denselben

Namen bekommen wie das Krankenhaus »St. Vinzenz«.

Nun wurde das 25-jährige Bestehen der Einrichtung

gefeiert. Und weil von Anfang an ein guter Kontakt zum

Krankenhaus gepflegt wurde, konnte der kurzweilige

Wortgottesdienst in der Kapelle des Hospitals gefeiert

werden. Leiterin Beate Hustert betonte zu Beginn, dass

sie das schönste Geschenk, das man einer Leitung machen

könnte, bereits erhalten habe. Alle Familien hätten

sich zum Jubiläumsfest angemeldet. »Das ist einfach

toll, denn eine Kindertageseinrichtung ist damals wie

heute auf gute Eltern angewiesen, sowie auf viele andere

Partner, damit es rund läuft«, bedankte sie sich

für das Vertrauen.

Von der Idee des Kita-Baus im April 1999, über die

ersten Planungen im November, dem Startschuss im

März 2000 und der Eröffnung im Dezember 2000, lief

der Neubau der Kita nahezu reibungslos. Viele aus dem

Team der ersten Stunde sind auch heute noch dabei wie

Beate Hustert, die 2014 die Leitungsposition von Anne

Wellmeyer übernommen hat. Gerne griff sie das Symbol

der Windmühle, wie schon Wellmeyer vor 25 Jahren zur

Eröffnung, wieder auf.

Sieben Flügel hat das bunte Windrad und jeder

steht für etwas. »Das sind die Kinder, die Eltern, die

Erzieherinnen und Erzieher, die Ehrenamtlichen, der

Träger, die Stadt und die Kirchengemeinde«, betonte

Hustert. Alle gemeinsam würden sich gleichmäßig

in eine Richtung bewegen und das seit nunmehr 25

Jahren. Glückwünsche gab es von den Eltern, die sich

bedankten für neugierige Mäuse, freche Enten und

starke Elefanten, angelehnt an die Gruppennamen.

Mit Herz, Geduld und Freude würden ihre Kinder gefördert

und dabei Sicherheit und Vertrauen erfahren

und das an jedem Tag.

Heinz Bremehr vom Kirchenvorstand betonte,

dass die St. Vinzenz Kita ein hohes Ansehen in der

Stadt genießen würde und die Plätze stets schnell

vergeben seien.

»Ihr, liebe Kinder, seid der Grund, warum diese

Kita so lebendig und fröhlich ist«, meinte die stellvertretende

Bürgermeisterin Gabriel Bremke-Moenikes.

Von der Stadt gab es einen Baum, der in Kürze im

Garten gepflanzt werden soll.

Anna Katharina Brüning, Regionalleitung der KiTa

gGmbH, die die Trägerschaft 2012 übernommen hat,

lobte die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit der Einrichtung, in der sich stets was bewegt

und das immer gleichmäßig und vorwärts. Partizipation

würde zudem großgeschrieben. Das wurde am

Morgen des Jubiläumsfestes einmal mehr deutlich,

als die Kinder mal kurz darüber abstimmten, ob es

am Nachmittag Hüpfkissen gibt oder eine Disco.

Zwei Drittel waren für die Disco und so freuten sich

die Mädchen und Jungen schon die ganze Zeit darauf,

zu flotter Musik tanzen und Spaß haben zu können.

Die Hüpfkissen sollte es dann in den Tagen nach dem

Fest geben. Bei Waffeln, Reibekuchen und Getränken

fand zudem reger Austausch statt.

22 Das Stadtgespräch


Einstimmiges

Zeichen für

Zusammenhalt

bei der TSG

Die TSG Rheda hat einen

neuen Vorstand

Große Freude herrscht beim ältesten und traditionsreichsten

Sportverein der Stadt Rheda-Wiedenbrück: Die Turn- und Sportgemeinde

Schwarz-Gelb von 1861 e. V. Rheda (TSG) hat nach

einem Jahr Suche wieder eine neue Vorstandsspitze. Während der Mitgliederversammlung

wurde von den 90 Anwesenden Ludger Brinkmann

zum Vorsitzenden, Klaus Holste zum zweiten und Rüdiger Löwenstein

zum dritten Vorsitzenden, Monika Glomm zur Kassiererin und Kristina

Stolle zur Schriftführerin gewählt. Und das jeweils einstimmig. Der

Verein wertet dies als klares Zeichen für Vertrauen und Zusammenhalt.

Alle fünf Vorstandsmitglieder sind seit mehreren Jahrzehnten bei der

TSG dabei und wollen mit Herzblut und Erfahrung die Geschicke zum

Wohle des Vereins in die Hand nehmen. Drei von ihnen stammen aus

der Badmintonabteilung und zwei aus der Handballabteilung.

Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern galt ein großes Dankeschön

– insbesondere Gabi Ebel für ihr langjähriges Engagement und

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1 Der neue Vorstand der TSG Rheda: (v. l.) Kristina Stolle, Gabriele Ebel, Ludger Brinkmann,

Monika Glomm, Rüdiger Löwenstein, Tanja Schmits und Klaus Holste

ihre unermüdliche Arbeit für die TSG. Freude herrschte zudem über die

Wiederwahl von Geschäftsführerin Tanja Schmits.

Mit dem Tod des ersten Vorsitzenden Josef Schnusenberg im Dezember

2024 musste zunächst ein schwerer Verlust für den Verein überwunden

werden. Mit dem neuen Führungsgremium sind die Blicke wieder

in die Zukunft gerichtet.

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Das Stadtgespräch

23


Berufsinformationsbörse am 5. und 7. März 2026

in der Stadthalle und im Theater Gütersloh

Hilfe bei der Berufswahl und erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern

Die Wahl des passenden Berufs ist ein entscheidender Schritt im Leben eines

jungen Menschen. In dieser oft herausfordernden Orientierungsphase können

Schulen, Berufsberatung, Betriebe und andere Einrichtungen wichtige

Hilfestellungen geben. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 7. März 2026

erneut die Berufsinformationsbörse für den gesamten Kreis Gütersloh statt.

Aufgrund der hohen Zahl an Ausstellern wird auch in diesem Jahr sowohl die

Stadthalle als auch das Theater in Gütersloh genutzt. Vor Ort präsentieren

Unternehmen und verschiedene Einrichtungen und Institutionen aus unterschiedlichsten

Branchen ihre Angebote und informieren über vielfältige

Ausbildungsberufe, duale Studiengänge sowie Studienmöglichkeiten.

Die Organisation der Berufsinformationsbörse liegt in den Händen

der Probierwerkstatt e.V., die dabei eng mit den Unternehmerverbänden

für den Kreis Gütersloh zusammenarbeitet. Die Probierwerkstatt

selbst besteht seit mittlerweile 36 Jahren und wird von verschiedenen

Institutionen getragen, darunter der Unternehmerverband Gütersloh,

der Verband der Metall- und Elektroindustrie Gütersloh, die Kreishandwerkerschaft

sowie die Stadt und der Kreis Gütersloh. Seit dem Jahr

2007 organisiert der Verein wieder regelmäßig solche Veranstaltungen,

ab 2009 findet die Berufsinformationsbörse jährlich statt. Am Samstag,

dem Veranstaltungstag, öffnet die Börse von 9 bis 14 Uhr ihre Türen. Sie

richtet sich kreisweit an alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis

13 aller Schulformen sowie deren Eltern und Lehrkräfte.

»Dadurch wollen wir den Eltern und Lehrern eine bessere Möglichkeit

zur Teilnahme bieten, denn sie spielen eine wichtige Rolle als Unterstützer

und Ratgeber der Jugendlichen«, erklärt Vereinsvorsitzender

Michael Hyllan. »Zudem können die Jugendlichen mit Auszubildenden

an den Ständen »auf Augenhöhe« sprechen. An rd. 100 Ständen stellen

Unternehmen und weitere Institutionen aus. Entsprechend groß ist die

Vielfalt der vorgestellten Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und

dualen Studiengänge«.

»Anfassen und ausprobieren, so lautet wieder unser Motto – unser Ziel

ist es, Schüler zu motivieren und zu informieren«, erklärt Alena Miorini von

den Unternehmerverbänden. »Wir leisten eine wichtige Orientierungshilfe im

Dschungel der Möglichkeiten mit unserer zentralen Börse für den gesamten

Kreis Gütersloh. Die Jugendlichen knüpfen erste persönliche Kontakte zu den

Betrieben. Die Unternehmen, u. a. zahlreiche erfolgreiche große und mittlere

Industriebetriebe, können sich als Ausbildungsbetrieb präsentieren sowie

zukünftige Auszubildende gewinnen und den Fachkräftenachwuchs sichern.

Wir freuen uns, die Berufsinformationsbörse wieder in Präsenz anbieten zu

können.« Jens Uwe Pape von der Kreishandwerkerschaft weist auf die guten

Aufstiegschancen nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung hin.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Alena Miorini, Unternehmerverband

Gütersloh/Probierwerkstatt, Tel. 05241.987512, miorini@

probierwerkstatt-gt.de und auf der Webseite www.bib-gt.de.

BERUFS

INFORMATIONS

BÖRSE

ELTERN-

INFORMATIONS-

ABEND

05.03.2026 | 19 Uhr

Stadthalle Gütersloh

Raum K22

Samstag, 07. März 2026

9:00 - 14:00 UHR

STADTHALLE + THEATER GÜTERSLOH

in Zusammenarbeit mit dem

Unternehmerverband Gütersloh e.V.

www.bib-gt.de

24 Das Stadtgespräch


Foto: © adobe stock

Jobbörse für

die Region

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie interessante

Jobangebote ...

Karriere in der

Baubranche

Bauprojekte im Tiefbau bilden die Grundlage moderner Infrastruktur

– von Straßen und Wegen bis hin zu Entwässerungs- und

Versorgungssystemen. Damit Baustellen sicher, termingerecht

und qualitativ hochwertig umgesetzt werden können, arbeiten

verschiedene spezialisierte Ausbildungsberufe eng zusammen. Ob

beim Führen großer Maschinen, beim Bau von Fahrbahnen oder

beim Verlegen von Leitungen – handwerkliches Geschick, technisches

Verständnis und Teamarbeit sind auf der Baustelle entscheidend.

Die Arbeit findet überwiegend im Freien statt und bietet

abwechslungsreiche Aufgaben in wechselnden Projekten. Dabei

lernen die Auszubildenden nicht nur die praktischen Abläufe auf

der Baustelle kennen, sondern auch, wie man Pläne liest, Arbeitsabläufe

organisiert und Arbeitssicherheit gewährleistet.

Auszubildende zum Baugeräteführer im Tiefbau bedienen, warten

und rüsten moderne Baumaschinen, wie Bagger, Radlader

oder Planierraupen, und sorgen dafür, dass der Baustellenbetrieb

effizient abläuft. Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Straßenbau

stellen Verkehrsflächen her, bauen stabile Untergründe auf

und verlegen Beläge aus Asphalt, Beton oder Pflaster. Auch die

Gestaltung von Böschungen, Gehwegen und Zufahrten gehört

zu ihren Aufgaben. Im Schwerpunkt Kanalbau errichten Auszubildende

Entwässerungs- und Leitungssysteme, setzen Schächte

und Rohre fachgerecht ein und sichern Baugruben gegen Einsturz.

Darüber hinaus lernen sie, wie man Baustellen dokumentiert und

die Arbeiten mit anderen Gewerken koordiniert, um reibungslose

Abläufe sicherzustellen.

Die Ausbildung erfolgt dual: Praxisnah auf der Baustelle und im

Betrieb, theoretisch in der Berufsschule. Neben den handwerklichen

Grundlagen vermitteln die Schulen Kenntnisse in Deutsch,

Mathematik, technischer Kommunikation, Arbeitsschutz und Baurecht.

Körperliche Belastbarkeit, Sorgfalt, technisches Verständnis

und ein Interesse an Bauprozessen sind wichtige Voraussetzungen,

um nach der Ausbildung selbstständig und verantwortungsvoll

auf Baustellen arbeiten zu können.

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Das Stadtgespräch

25


Vertriebsassistenz

in der Möbelbranche

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In der modernen Möbel- und Einrichtungsbranche ist der Vertrieb ein

zentraler Erfolgsfaktor. Damit Abläufe reibungslos funktionieren und

Kunden sowie Handelspartner optimal betreut werden, braucht es engagierte

Fachkräfte, die Organisationstalent, Kommunikationsstärke und

ein gutes Gespür für Prozesse mitbringen. Als Vertriebsassistenz laufen

viele Fäden zusammen: Informationen werden gebündelt, Termine koordiniert

und vertriebliche Aktivitäten professionell vorbereitet und begleitet.

So entsteht die notwendige Struktur, damit sich der Vertrieb voll

auf Kundenbeziehungen und Marktentwicklung konzentrieren kann.

Die Vertriebsassistenz unterstützt die Vertriebsleitung sowie den

Außen- und Innendienst im Tagesgeschäft und fungiert als verlässliche

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Schnittstelle zu Händlern und Kunden. Zu den Aufgaben zählen die Koordination

von Anfragen und Unterlagen, die Vorbereitung von Auswertungen

und Präsentationen sowie die organisatorische Begleitung von

Messen, Events und Schulungen. Eine strukturierte, ergebnisorientierte

Arbeitsweise, digitale Kompetenz und sichere Kenntnisse in gängigen

Office-Anwendungen sind dafür ebenso wichtig wie ein professionelles

Auftreten und gute Englischkenntnisse. Branchenkenntnisse und Erfahrung

mit Planungstools erleichtern zusätzlich den Einstieg und ermöglichen

eine schnelle Übernahme eigenständiger Verantwortungsbereiche.

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Einzelhandelskaufleute

*

* Berufsbezeichnung bezieht sich auf m/w/d

Foto: © adobe stock

Wo es etwas zu kaufen gibt, sind Kaufleute im Einzelhandel meist nicht besonders

weit. Egal ob Supermarkt, Modehaus, Elektro-Fachgeschäft oder

sogar Tankstellenshop – in allen Sparten des Einzelhandels stehen sie ihren

Kunden freundlich und zuvorkommend zur Seite. »Der Kunde ist König«,

dieses Motto haben sich Kaufmänner und Kauffrauen im Einzelhandel markant

auf die Fahnen geschrieben. Ihre Kernaufgabe ist es, Kundennachfrage

und Warenangebot zusammenzuführen. Infolgedessen sind sie

auch in die betriebliche Verwaltung und Organisation eingebunden: Kaufleute

im Einzelhandel kennen sich im Warenwirtschaftssystem aus, überwachen

Bestände und kontrollieren Warenbewegungen. Sie führen Bestellungen

durch, nehmen Lieferungen entgegen und überprüfen diese auf

Menge und Qualität. Anschließend lagern sie die Güter fachgerecht ein,

kümmern sich um die sachgerechte Bestückung der Auslagen und sorgen

für die Sauberkeit der Verkaufsräume. Und weil Kaufleute im Einzelhandel

den Markt ebenso gut kennen wie sie die Kundeninteressen verstehen,

können sie potenzielle Käufer kompetent beraten. Die Ausbildung für

Einzelhandelskaufleute* ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. In

der Regel wird der Beruf ohne eine Spezialisierung nach bestimmten Fachrichtungen

oder Schwerpunkten im Handel ausgebildet. Die Ausbildung ist

eng verwandt mit der Ausbildung zum Verkäufer* bzw. zur Verkäuferin. Die

Dauer der Ausbildung für Einzelhandelskaufleute beträgt normalerweise 3

Jahre und wird nach dem dualen System gleichzeitig in einer Berufsschule

und in einem Betrieb durchgeführt, um von vornherein ein produktives

Zusammenspiel von Praxis und Theorie zu gewährleisten.

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26 Das Stadtgespräch


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Ausbildung zum/zur:

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33378 Rheda-Wiedenbrück

Das Stadtgespräch

27


1 Prof. Dr. Joern W.-P. Michael und Dr. Klaus Küppers führen gemeinsam die Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz Hospital.

Foto: KHO

1 KHO-Geschäftsführer Matthias Bitter (r.) und der Kaufm. Direktor Philipp Herzog (l.)

freuen sich über die Förderung des Vinzenz Hospitals mit 11,3 Mio. Euro. Den Förderbescheid

nahmen sie Ende November in der Staatskanzlei in Düsseldorf entgegen.

Gemeinsam für mehr Beweglichkeit

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz Hospital

Prof. Dr. Joern W.-P. Michael und Dr. Klaus Küppers bündeln ihre

Kompetenzen: Die beiden Chefärzte führen seit Oktober gemeinsam

die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Vinzenz. Dr.

Küppers verantwortet primär den Bereich der Unfallchirurgie sowie den

Bereich der berufsgenossenschaftlichen Versorgung (Arbeits- und Wegeunfälle).

Prof. Michael verantwortet primär den Bereich der Orthopädie

und ist Leiter des Endoprothetikzentrums, auch wenn beide Chefärzte

orthopädisch tätig sind. Die beiden Ärzte vertreten sich gegenseitig.

Kliniken neu strukturiert

Prof. Michael war bislang mit seinem Ärzteteam an dem zur Katholischen

Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) gehörenden Elisabeth

Hospital tätig. Die dort vorhandene Klinik für Orthopädie und die Klinik

für Unfallchirurgie erfüllten gemeinsam die erforderlichen Stückzahlen

bei den Eingriffen, ebenso die von Dr. Küppers geführte Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie in Wiedenbrück.

Die Klinik für Unfallchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. Dieter

Mann befindet sich weiterhin am Elisabeth Hospital. »Die Klinik für Orthopädie

aus dem Elisabeth Hospital an das nur zwölf Fahrminuten entfernte

Vinzenz Hospital zu verlagern, war eine strategische Entscheidung unseres

Krankenhausverbunds, die im Einklang mit der Landeskrankenhausplanung

NRW stattgefunden hat«, erklärte KHO-Geschäftsführer Matthias

Bitter. »So konnten wir unsere fachliche Expertise im Sinne unserer Patientinnen

und Patienten im Kreis Gütersloh bündeln. Die Klinikreform hat

uns vor große Herausforderungen gestellt, bietet aber auch Chancen, um

die Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung langfristig zu

verbessern. Diese haben wir genutzt«, sagt Bitter in einer Presseerklärung.

Endoprothetikzentrum

Seit Ende 2012 können sich deutschlandweit Kliniken von der Deutschen

Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) als

Endoprothetikzentrum zertifizieren lassen. Das zertifizierte EndoProthetikZentrum

(EPZ) Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück wurde

als erstes seiner Art im Kreis Gütersloh im November 2014 zertifiziert.

Die EndoCert-Initiative der DGOOC sichert die qualitative hochwertige

Durchführung endoprothetischer Eingriffe.

Das Vinzenz ist das einzige Haus im Kreis Gütersloh, welches ein

zertifiziertes EPZ betreibt und die Leistungsgruppen der primären Endoprothetik

zugewiesen bekommen hat, berichtete der Kaufmännische

Direktor der KHO Philipp Herzog später in einem Pressegespräch.

In dem Zentrum arbeitet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

des Vinzenz Hospitals unter Leitung von Prof. Dr. Joern Michael

und Dr. med. Klaus Küppers interdisziplinär innerhalb des Hauses und

mit den anderen Häusern der KHO zusammen.

Hauptoperateure

Die Hauptoperateure sind: Chefarzt Prof. Dr. med. Joern Michael (EPZ-Leiter)

sowie Chefarzt Dr. Klaus Küppers nebst den Oberärzten André Oster

(EPZ-Koordinator), Sumar Abd Ali, Dr. med. Jens Kind und Salman Essa

Salman.

Die Kliniken kamen vor der Zusammenlegung auf jeweils etwa 400

Implantate. Die Zielgröße nach der Zusammenlegung der Orthopädie

liegt bei mehr als 800 Prothesen.

Den Patientinnen und Patienten steht nun die doppelte Fachexpertise

für die Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Beweglichkeit

zur Verfügung. »So kommt unseren Patienten eine noch bessere Spezialisierung

zugute«, erklärt Küppers in dem Pressegespräch, der das

roboter-unterstützte Operieren mit dem Mako-OP-Roboter im Vinzenz

Hospital etabliert hat.

Innovationen

»Diese innovative Technik in der orthopädischen Chirurgie funktioniert

sehr zuverlässig und die Ergebnisse sind hervorragend. Wir haben mittlerweile

Patienten, die für die Behandlung bei uns auch weitere Strecken

in Kauf nehmen. Der Mako-Roboter erlaubt es, die Position eines Implantats

exakt zu planen, Bewegungen des künstlichen Gelenks vorher

zu simulieren und es millimetergenau zu platzieren. Das bedeutet noch

mehr Patientensicherheit und eine noch höhere Qualität des operativen

Ergebnisses«, versichert Küppers.

Michael ist Mitentwickler einer Kurzschaft-Hüft-Endoprothese bei

Hüftarthrose. »Im Endoprothesenregister Deutschland ist diese als führendes

Implantat bei elektiver Hüftprothesen-Versorgung aufgeführt mit

28 Das Stadtgespräch


1 Über dem Operationstrakt des Vinzenz Hospitals mit den drei Operationssälen der

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wird ein neues Obergeschoss mit vier

Operationssälen geschaffen.

Foto: KHO

mehr als 50.000 Versorgungen durch operierende Kliniken«, berichtet der

zertifizierte Hüft- und Fußchirurg. Er etablierte vor mehr als zehn Jahren

den minimal-invasiven Zugang zum Hüftgelenk im Elisabeth Hospital,

der auch im Vinzenz Hospital zum Einsatz kommt. Somit besteht am

Rheda-Wiedenbrücker Standort ein breites Versorgungsangebot in der

Endoprothetik.

Patientennähe

»Um den Menschen an unseren Krankenhausstandorten in Gütersloh

und Oelde auch weiterhin wohnortnahe Sprechstunden- und Beratungsangebote

im Bereich der Orthopädie anzubieten, bleiben die Sprechstunden

an beiden Standorten bestehen«, ergänzt Michael. Beiden

Chefärzten steht neben der modernen OP-Technik ein erfahrenes interdisziplinäres

Team aus Medizinern, Therapeuten und Pflegefachkräften

zur Seite, so dass Patienten ein optimales Behandlungsumfeld vorfinden.

Einzugsgebiet

Einweisungszahlen zeigen, dass es eine kleine Grenze in Richtung Soest

gibt. Ansonsten bedienen die Orthopädie und Unfallchirurgie ein großes

Gebiet: »Die Patienten kommen aufgrund unseres guten Rufes«, so Dr.

Küppers.

Synergieeffekte

Personal: Die Bereitschafts- und Rufbereitschaftsdienste sind gleichmäßig

auf die Fachärzte der chirurgischen Abteilungen (auch die Allgemeinchirurgie

unter der Leitung von Dr. Werner Grebe) verteilt, sodass

24/7 immer ein qualifizierter Facharzt für die Patienten erreichbar ist.

Einkauf: Hier wird noch eine Optimierung der konsequenten Artikel- und

Lieferantenstraffung angestrebt, so Herzog. Ein strategischer Einkauf

ist im Verbund in der KHO schon seit vielen Jahren etabliert, sodass

diese in der Lage ist, die beste Qualität bei medizinischen Produkten

wie beispielsweise Implantaten zu guten Konditionen einzukaufen, so

Herzog weiter. »Im Zuge der Zusammenführung der Orthopädie und

Unfallchirurgie können wir beide sagen, dass wir zufriedene Implanteure

sind. Wir haben gute Implantatanbieter, schauen aber nun im nächsten

Schritt, dass wir diese harmonisieren. Die Qualität steht dabei immer

an oberster Stelle«, sagt Küppers.

Prozessorganisation: Die Verknüpfung der Orthopädie mit der Geriatrie

auf der Station Drei wird komplett ausgeweitet. Die Geriatrie wird auf

29 Betten erhöht. Die Patienten sind mit den kurzen Wegen und dem

Das Stadtgespräch

1 Blick in den vorhandenen OP-Bereich mit dem dort von der Klinik eingesetzten

Mako-OP-Roboter.

Foto: KHO

interdisziplinären Behandlungsteam mit der Expertise aus verschiedenen

Fachrichtungen vor Ort und unter einem Dach sehr zufrieden. Im Vinzenz

Hospital ist dies ein sehr bewährtes System, die Zusammenarbeit

mit Dr. Stephan Held als erfahrener Chefarzt der Geriatrie funktioniert

hervorragend, so Prof. Michael. In der Geriatrie erhalten die hochbetagten

Patienten eine umfassende therapeutische und medizinische

Versorgung, um den bestmöglichen Erhalt von Selbstständigkeit und

Mobilität zu sichern. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Minderung von

Pflegebedürftigkeit.

Das Lucia-Hospital in Harsewinkel, welches eine sehr große Geriatrie

betreibt, wird von der KHO entsprechend der Landesplanung bis

2030 dort weitergeführt und anschließend in das Elisabeth Hospital in

Gütersloh integriert. Aktuell besteht keine Veranlassung, die Geriatrie

vor 2030 zu verlagern, da diese sehr gut angenommen wird, wenn auch

ein geriatrisches Angebot am Standort in Gütersloh eine sehr sinnvolle

Ergänzung darstellt. Den kompetenten Mitarbeitenden, die im Lucia

Hospital tätig sind, werden aber auch ab 2030 attraktive Arbeitsplätze

in der KHO angeboten werden können – der Bedarf ist vorhanden.

Neuer OP-Bereich für die Orthopädie

Über dem Operationstrakt mit drei Operationssälen wird ein neues Obergeschoss

mit vier Operationssälen geschaffen. Die dafür erforderlichen

Investitionskosten sind durch die Landesförderung in Höhe von 11,3 Mio.

Euro gedeckt, berichtet Herzog. Der Baubeginn ist spätestens für 2027

angedacht. Alle relevanten Berufsgruppen wie die Operateure, die Hygieneabteilung

und OP-Mitarbeitende werden neben den Technikern und

weiteren Planern an diesem großartigen Projekt beteiligt.

Die Baumaßnahme ist nötig aufgrund des steigenden Bedarfs an

OP-Kapazitäten durch die Reduktion der Anbieter in der Orthopädie

als Konsequenz der Landeskrankenhausplanung. Der bisherige Operationstrakt

besteht seit mehr als 20 Jahren. Er entspricht allen Anforderungen,

ist aber einfach in die Jahre gekommen und das »Vinzenz« hat

mittlerweile auch andere medizinische Möglichkeiten (u. a. Robotik),

die ein anderes Raumangebot erfordern. Die steigende Digitalisierung

hält auch Einzug in die OP-Säle.

Stärkung des Marien-Hospitals Oelde

Der KHO ist sehr an der Weiterführung des Hospitals gelegen. »Wir sind

Grundversorger mit unseren Abteilungen für Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie,

der Inneren Medizin, die auch über das Angebot der komplexen

Gastroenterologie verfügt, sowie der Belegabteilung für Urologie und

dem besonderen Angebot unserer Klinik für Plastische, Ästhetische,

29


Rekonstruktive und Handchirurgie. Natürlich betreiben wir auch eine

Intensivstation und eine Zentrale Notaufnahme. Die freigewordenen

Flächen durch die krankenhausplanerische Schließung der Gynäkologie

und Geburtshilfe sowie der Geriatrie werden wir möglichst gut für weitere

Gesundheitsangebote nutzen, sodass wir den Standort für Bürger

und Mitarbeitende attraktiv gestalten. Wir sind derzeit in Planungen

dazu«, führt Herzog aus.

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Strukturveränderung beim EliHop

Die durch die Zusammenlegung der Orthopädien des Vinzenz und des

EliHops in Gütersloh frei gewordenen Betten und Räumlichkeiten können

sinnvoll durch die anderen Fachabteilungen, wie z.B. die Wirbelsäulenchirurgie,

genutzt werden.

»Das Elisabeth Hospital wird sehr gut angenommen. Wir betreiben

eine große Neurologie, die mit ihrer zertifizierten Stroke Unit auch

die Schlaganfallversorgung der Region übernimmt. In diesem Bereich

herrscht eine große Nachfrage. Dazu kommen Gynäkologie und Geburtshilfe,

eine Unfallchirurgie, eine Allgemeinchirurgie, die Klinik für

Wirbelsäulenchirurgie und eine große Innere Medizin mit spezialisierten

internistischen Fachdisziplinen wie die Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin

sowie Nephrologie. Die Verteilung der Betten erfolgt auf

verschiedene Fachbereiche«, so Herzog.

Um auch den Gütersloher Patienten ein gutes Angebot in der Orthopädie

zu machen, bietet Prof. Michael auch weiterhin orthopädische

Sprechstunden in Gütersloh (dienstags) an. Die OP erfolgt dann im nahen

Rheda-Wiedenbrück.

Anmeldung und Information

Sekretariat der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie – Endoprothetikzentrum,

Tel. 05242/591-1301

1 Der Chefarzt Klaus Küppers feierte mit seinem OP-Team den 200. Eingriff mit dem

Mako-OP-Roboter.

Foto: KHO

30 Das Stadtgespräch


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1 Der Chefarzt Prof. Dr. Joern W.-P. Michael ist der Mitentwickler einer Kurzschaft-

Hüft-Endoprothese bei Hüftarthrose.

Foto: KHO

Nachrichtlich

Das Vinzenz Hospital wurde im Jahr 1849 gegründet und ist damit das

älteste Krankenhaus im Verbund der KHO. Es verfügt über mehrere Fachkliniken,

darunter Allgemeine Innere Medizin mit Schwerpunkten in

Gastroenterologie, Diabetologie und Geriatrie, Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Anästhesiologie sowie

Radiologie. Das Hospital behandelt jährlich etwa 5.000 stationäre und

21.000 ambulante Patientinnen und Patienten.

Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gGmbH (KHO) mit

Sitz in Bielefeld ist ein regionaler, christlich geprägter Krankenhausverbund

und besteht aus den sechs Krankenhäusern Franziskus Hospital

Bielefeld, Mathilden Hospital Herford, dem Vinzenz Hospital Wiedenbrück

sowie dem Elisabeth Hospital Gütersloh mit dem Lucia Hospital

Harsewinkel und Marien-Hospital Oelde. Ihre Gründung erfolgte vor

30 Jahren.

»Es erfüllt mich mit großem Stolz, Teil unserer traditionsreichen und

gleichzeitig hochmodernen Hospitalvereinigung zu sein. Ich sehe jeden

Tag das Engagement und die Expertise, die hier täglich seitens unserer

Mitarbeitenden in die medizinische Versorgung und das Wohl unserer

Patientinnen und Patienten in unseren sechs Standorten investiert

werden. Mit einem starken Fokus auf die kontinuierliche Weiterentwicklung

und die Umsetzung modernster medizinischer Standards werden

wir unseren Beitrag dazu leisten, die KHO als zukunftsorientierten und

verlässlichen Partner in der Gesundheitsversorgung zu positionieren«,

sagt KHO-Geschäftsführer Matthias Bitter.

Kem

Das Stadtgespräch

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31


1 Frank Stuckstedte an der zwischenzeitlich stillgelegten Wasserstofftankstelle an der

Bielefelder Straße

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Stopp der Schließung von Wasserstoff-Tankstellen

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Angebote gültig vom 19.02. – 31.03.2026

Personen haben sich bis zum 8. Februar 2026 an der Online-Petition

»Stoppt die Schließung der Wasserstoff-Tank-

576

stellen« beteiligt. Das sei zwar wenig, bewertete der heimische Initiator

der Eingabe, Frank Stuckstedte, das Zwischenergebnis vor dem Hintergrund

der erforderlichen 30.000 Stimmen. Aber er äußerte sich zuversichtlich,

dass die Resonanz sicherlich noch an Fahrt aufnehmen wird.

Die Petition richtet sich an das Bundesministerium für Verkehr

(BMV), die European Commission – Directorate-General for Mobility

and Transport (DG MOVE) und H2 Mobility Deutschland GmbH & Co.

KG. Sie wurde am 6. Dezember gestartet und läuft noch bis Ende Juni.

Sie findet insbesondere Unterstützung aus Fachkreisen sowie bei

kommunalen Akteuren, die bereits in wasserstoffbasierte Fahrzeugflotten

investiert haben. Diese Fahrzeuge wurden im Vertrauen auf die

bestehende Infrastruktur beschafft und sind technisch voll einsatzfähig.

Durch die Schließung der Tankstellen verlieren sie jedoch ihre operative

Grundlage.

Anlass für die Petition war für Stuckstedte die Schließung der lokalen

Wasserstofftankstelle an der Bielefelder Straße zum 1. Januar 2026. Sie

wurde erst 2019 mit rund 600.000 Euro an EU-Fördermitteln errichtet.

Die Initiative richtet sich bundesweit gegen den vorzeitigen Rückbau der

insgesamt 36 öffentlich geförderten Wasserstofftankstellen. Insgesamt

wurden aktuell bereits 41 Wasserstofftankstellen in 2025 geschlossen.

Der Rückbau bestehender H 2 -Tankstellen gefährdet nicht nur einzelne

Standorte, sondern sorgt für Versorgungslücken. Schon jetzt ständen

für Kraftfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb beispielsweise auf der rund

400 km langen Distanz zwischen Hamburg und Gießen keine Wasserstoff-Tankstellen

mehr zur Verfügung, so Stuckstedte.

Zugleich konterkariert der Rückbau die Wirkung milliardenschwerer

Investitionen Deutschlands und der Europäischen Union in Erzeugung,

Transport und Speicherung von Wasserstoff. Darunter befinden sich u.

a. ebenfalls die von der Bundesregierung geförderten Wasserstoff-Leitprojekte.

Mit Initiativen wie H2Giga (industrielle Skalierung der Wasserstoff-Produktion),

TransHyDE (Transport- und Speicherinfrastruktur) und

H2Mare (Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Offshore-Windenergie)

32 Das Stadtgespräch


wird der Aufbau einer umfassenden nationalen Wasserstoffwirtschaft

mit erheblichen öffentlichen Mitteln vorangetrieben.

Ziel der Petition ist es, den Rückbau von Wasserstoff-Tankstellen zu

stoppen und stattdessen tragfähige Übergangslösungen zu schaffen.

Dass es anders geht, zeigt ein Beispiel aus Siegen, wo die CE-Station

GmbH eine bereits aufgegebene Wasserstofftankstelle übernommen

hat und den Betrieb fortführt.

»Technologievielfalt wird politisch propagiert – doch die Voraussetzungen

dafür werden zeitgleich beseitigt«, resümiert Stuckstedte.

Die Petition ist online abrufbar unter openpetition.de/zpwdl Kem

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Vorlesepaten in

Lösch zügen entflammten

Kinderherzen

Erster Feuerwehrvorlesetag

STADTHALLE I RHEDA-WIEDENBRÜCK

KULTUR

Wie sehr die Kinder von der Feuerwehr begeistert sind, zeigten

die rund 400 Mädchen und Jungen durch ihren Besuch

des ersten Feuerwehrvorlesetages in Rheda-Wiedenbrück,

freute sich Feuerwehr-Pressesprecher Christian Dresmann über die großartige

Resonanz. Die angesprochenen Kinder im Alter von etwa vier bis

acht Jahren konnten am Samstagnachmittag, dem 17. Januar, zeitgleich

an allen fünf Feuerwehrstandorten ihre Leidenschaft und Sympathie für

die Frauen und Männer, Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr

weiter festigen. Mehrere Feuerwehrmitglieder in den Löschzügen lasen

den jungen Gästen spannende und kindgerechte Geschichten rund um

die Feuerwehr aus dem Buch »Brandgefahren im Haus« vor. Dabei ging

es nicht nur um Abenteuer, sondern auch darum, wie Brände entstehen

und wie man sie verhindern kann.

Angelehnt ist die Aktion an den bundesweiten Vorlesetag. Sie ergänzt

optimal die bestehenden Angebote der Feuerwehr für die jungen

Leute, freut sich der Leiter der Brandschutzerziehung Jens Franke. Die

Initiative der Feuerwehr unterstützten die Heinz Trox Stiftung, der Zaradiso

Verlag und der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh. Daher war es

auch möglich, dass die teilnehmenden Kinder das Buch mit nach Hause

nehmen konnten. Teil des Vorlesetags war zudem eine Fahrzeug- und

Technikschau sowie ein kleiner Imbiss.

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1 Die teilnehmenden Kinder an dem ersten Feuerwehrvorlesetag konnten das Buch

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Das Stadtgespräch

33


LOCAL

HEROES

STARKE LOKALE GEMEINSCHAFT.

Seit unserer März-Ausgabe im vergangenen Jahr stellen wir im Stadtgespräch mit dem Spezial »Local Heroes«

in jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum? Weil Zusammenhalt wichtiger denn je ist.

In einer Welt, die immer schneller und digitaler wird, geraten kleine Läden und lokale Betriebe leicht aus dem

Blick – dabei sind sie das Herz unserer Stadt und der Region.

Mit diesem Format setzen wir bewusst ein Zeichen: für mehr Miteinander, für eine starke regionale Wirtschaft

und für achtsamen Konsum. Wer lokal einkauft, investiert direkt in seine Nachbarschaft – in Vielfalt, Qualität

und echte Begegnungen.

Inzwischen durften wir viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer kennenlernen und ihre Geschichten

teilen. Das große Interesse und der positive Zuspruch zeigen uns, wie wichtig diese Plattform ist. Auch in

den kommenden Ausgaben warten weitere spannende Local Heroes darauf, entdeckt zu werden.

Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen und unsere Stadt lebendig halten.

Unterstützen wir unsere Local Heroes.

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die Bedürfnisse ihrer Kundinnen

und Kunden begleitet sie erfolg-

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Seit drei Jahren ist sie

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in Gütersloh zu finden. Hier werden

Sie gemeinsam von ihr und

ihrer Mitarbeiterin Bettina Lienekampf-Beckel

zu allen Immobilienthemen

rund um Verkauf und

Vermietung beraten.

Für beide ein Glücksfall, weil sie

eine empathische Mentalität an

den Tag legen, was den Umgang

mit Menschen betrifft. »Immobilienvermittlung

bedeutet für uns

immer eine ganzheitliche Betrachtung.

Wir betrachten nicht nur die

Immobilie, sondern vielmehr auch

die Menschen, die uns mit der

Vermittlung ihrer Immobilie beauftragen«,

erzählt Simone Bille.

Häufig gibt es positive Anlässe,

sich von einer Immobilie zu

trennen. Weil zum Beispiel

die Familie durch Kinder

gewachsen ist und man

mehr Platz braucht, oder

weil man den erwachsenen

Kindern das größere

Haus überlässt und sich

selber verkleinert. Genauso

häufig sind es aber

auch belastende Entwicklungen,

wie zum Beispiel das

Versterben des Partners oder der

Eltern. Oder aber, dass aufgrund

des Alters, das Haus nicht mehr

bewirtschaftet werden kann und

man nun eine Wohnung benötigt

oder eine Scheidung den Verkauf

des gemeinsamen Hauses unumgänglich

macht. Viele Menschen

würden verständlicherweise eine

Geschichte mit ihrem Haus verbinden,

das sie vor 50 Jahren oder

mehr mit ihrem Partner gebaut

haben, wissen die beiden Frauen

aus Erfahrung. Dann braucht es

neben der fachlichen Qualifikation

auch Einfühlungsvermögen

und Zeit für die persönlichen

Geschichten des Kunden. Beides

ist von enormer Wichtigkeit, da

Immobilienvermittlung auch

immer eine Vertrauenssache ist.

Deshalb würden sie ihren Slogan

»Immobilienvermittlung mit

Herz« leben. »Das

spüren wir

auch an den Rezensionen, die

wir bisher erhalten haben, die

durchweg positiv sind«, meint

Simone Bille. Weil beide Immobilienberaterinnen

bereits seit rund

30 Jahren im Immobilienbereich

tätig sind und das Geschäft von

der Pike auf gelernt haben, bringen

sie neben dem fachlichen

Know-how jede Menge Erfahrung

mit. Simone Bille ist Immobilienfachwirtin

und Dozentin im Bereich

der Immobilienwirtschaft.

»Wir verstehen unsere Aufgabe

darin, dass wir marktgerecht und

professionell arbeiten. Bei uns

wird keine Immobilie angeboten,

bevor wir nicht alle Unterlagen

gesichtet und aufbereitet haben

und auch mögliche rechtliche

Fallstricke im Vorhinein geklärt

haben, wie zum Beispiel fehlende

Baugenehmigungen, offene

Anliegerbeiträge und Ähnliches«,

betonen die beiden Immobilienexpertinnen.

Ihr Anliegen sei es,

dass Verkäufer rechtssicher verkaufen

und auf der anderen Seite

Kaufinteressenten alle erforderlichen

Unterlagen bekommen, um

eine Finanzierungprüfung durchführen

zu können. Für die Organisation

rund um einen Haus- oder

Wohnungsverkauf haben sich

die beiden ein

gutes und seriöses Netzwerk aus

Handwerkern, Gärtnern, Fachfirmen

für Haushaltsauflösungen

oder für Feuchtigkeitsschäden

aufgebaut. »Es ist uns besonders

wichtig, dass der Kunde von allen

Lasten befreit wird und der Schritt

in ein neues Zuhause möglichst

leicht wird«, betont Simone Bille.

Dabei sei es ihnen wichtig, sich für

den Menschen zu interessieren,

zuzuhören und nicht nur sachlich,

sondern vertrauensvoll an die Aufgabe

zu gehen. »Ich würde sagen,

dass wir ein bisschen mehr als

das Normale machen, eben mit

viel Empathie und Herz«, fügt sie

hinzu. Bille' S Immobilien GmbH

ist im Raum OWL tätig, mit den

Schwerpunkten im Kreis Gütersloh

und Bielefeld. Eine unverbindliche

Kontaktaufnahme ist möglich

unter Tel. 05241 / 4000080 &

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1 Bettina Lienekampf-Beckel

und Simone Bille –

die Immobilienvermittler

mit Herz.


Fotos: C. Dresmann

1 Beförderungen: (v. l.) Wehrführer Jürgen Böckmann sowie der stellv. Löschzugführer Andreas Schultz freuen sich über die Beförderung von Luisa Dust, Romea Bänisch, Jonas

Müller, Philip Maus, Kathrin Voltmann, Niklas Merschmann, Niklas Stettin sowie Max Dröge. Andreas Harder und Bernd Dust aus der Zugführung gratulierten.

Verdiente Kameraden in den

Feuerwehrruhestand verabschiedet

Jahreshauptversammlung beim Löschzug Rheda

Zu 225 Einsätzen ist der Löschzug Rheda der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück

im vergangenen Jahr ausgerückt. Bürgermeister

Theo Mettenborg dankte den 84 aktiven Mitgliedern

des Löschzugs »für jede einzelne Stunde, die ihr investiert«. Und

weiter sagte Mettenborg: »Euer Mut verdient den großen Respekt

der Stadtgesellschaft. Die Bürger können sich auf euch verlassen«.

Im Namen des Innenministeriums ehrte das Stadtoberhaupt im

Anschluss mit persönlichen Worten Jan Milchers, Oliver Kohring

und Jörg Westerschlink für ihre 25-jährige Mitgliedschaft in der

Feuerwehr.

Jürgen Böckmann sprach zum ersten Mal als Leiter der Feuerwehr

auf der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Rheda, die traditio-

1 Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden (vorne, v.l.) Oliver Kohring, Jörg

Westerschlink und Jan Milchers geehrt. Es gratulierten Bürgermeister Theo Mettenborg

und Beigeordnete Dr. Ina Epkenhans-Behr.

1 Abschied in die Ehrenabteilung: Dirk Kohring (vorne l.) und Ulrich Strecker wurden

aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Hinten die Löschzugführung mit Andreas

Harder, Bernd Dust und Andreas Schultz.

36 Das Stadtgespräch


nell im Pfarrzentrum St. Clemens stattfindet. Er blickte in seiner Ansprache

unter anderem darauf zurück, dass für den Löschzug Rheda

zwei neue Großfahrzeuge bestellt wurden. So wird noch in diesem

Jahr eine neue Drehleiter und im kommenden Jahr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug

erwartet. Bereits im Betrieb sind die neuen

Funkmeldeempfänger für die aktiven Mitglieder des Löschzugs, mit

denen diese zu ihren Einsätzen alarmiert werden. Ebenso stehen

ein neuer Stromgenerator und mehrere Logistikkomponenten seit

Kurzem für die Einsätze bereit. Die speziell angefertigten Rollwagen

sind etwa für Hochwasser, schwere technische Hilfeleistungen oder

Ölunfälle auf dem Wasser konzipiert.

Zusammen mit der Löschzugführung konnte Stadtbrandinspektor

Böckmann zahlreiche Beförderungen vornehmen. So sind

Romea Bänisch und Luisa Dust nach bestandenem Grundlehrgang

zu Feuerwehrfrauen befördert worden. Jonas Müller trägt fortan

den Dienstrang des Oberfeuerwehrmanns. Nachdem sie zahlreiche

Einsatz-, Übungs- und Fortbildungsstunden absolviert hatten, freuen

sich Henriette Gomolka, Philip Maus, Niklas Merschmann und

Kathrin Voltmann über den Dienstrang der Unterbrandmeisterin

beziehungsweise des Unterbrandmeisters. Nach bestandenem Gruppenführerlehrgang

wurde Niklas Stettin zum Brandmeister befördert.

Max Dröge ist fortan Oberbrandmeister.

Über eine Auszeichnung für zehnjährige Mitgliedschaft aus den

Händen der Wehrführung konnten sich Jonas Bartling, Philip Maus

und Kathrin Voltmann freuen.

Dirk Kohring und Ulrich Strecker wurden aus dem aktiven Dienst

in die Ehrenabteilung verabschiedet. Für beide gab es nach der offiziellen

Verabschiedung langen Applaus. Jürgen Böckmann würdigte

das Engagement der beiden ausführlich. So war Dirk Kohring viele

Jahre einer der Aktivposten der Einsatzabteilung und brachte sich

in seiner Gruppe 1 des Löschzugs ein. Ulrich Strecker ist 1975 in die

Feuerwehr eingetreten und hatte zahlreiche Ämter inne. Von 1997

bis 2004 führte er den Löschzug als Löschzugführer, von 2004 bis

2018 war er Leiter der Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück. Auch über die

Stadtgrenzen hinaus engagierte er sich etwa in der Ausbildung an

der Kreisfeuerwehrschule oder im Stab für große Schadensereignisse.

In ihrem Bericht blickte Schriftführerin Kathrin Voltmann auf das

Jahr 2025 zurück. Statistisch alle 39 Stunden wurden die ehrenamtlichen

Mitglieder vergangenes Jahr alarmiert. Weiter gestiegen ist

dabei die Zahl der Fehlalarmierungen, sie lag zuletzt bei 41 Prozent.

Unter den Einsätzen waren aber auch herausfordernde Szenarien,

wie ein Wohnhausbrand mit sehr starker Rauchentwicklung im Juni

oder ein Küchenbrand samt Gasausströmung in einem Mehrfamilienhaus

im Oktober.

Damit die Kräfte auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet sind,

gab es im vergangenen Jahr 22 Übungsdienste mit dem gesamten

Löschzug. Zu 44 weiteren Diensten traf sich die Ausbildungsgruppe

für die dienstjüngeren Mitglieder. Zusätzliche Seminare und Lehrgänge

auf Kreis- oder Landesebene ergänzen die Ausbildung.

Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde der Vorstand der Einheit

komplettiert. Die Löschzugführer Andreas Harder, Bernd Dust

und Andreas Schultz freuten sich über die Wiederwahl von Kassierern

und Schriftführung. So wurden Lena Jackisch und Nadine Klink als

Kassiererinnen in ihren Ämtern genauso bestätigt wie die Schriftführung

mit Kathrin Voltmann und Philip Maus. Komplettiert wird der

Vorstand durch die Beisitzer Marcel Baumjohann, Bastian Bröckelmann,

Jonas Müller und Lukas Schulte sowie die Gruppenführer Nils

Aldejohann, Frank Ruenhorst, Marco Voltmann und Oliver Kohring.

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Das Stadtgespräch

37


Eine ehemalige

Inhaftierte

berichtet

Das frühere Frauenzuchthaus

in Rheda

Foto: Klaus Landwehr

1 Das Luftbild von der Südansicht des Frauenarbeitslagers entstand 1958Quelle: Archiv J. Sänger

1 Unter dem Projekt-Thema »Erinnerungskultur« arbeiteten im Hochsommer 2025 Schülerinnen

und Schüler des Einstein-Gymnasiums auf dem katholischen Friedhof Gräber

von Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen auf, die im Krieg für das damalige

Deutsche Reich arbeiten mussten. Im Hintergrund ihre Lehrpersonen Claudia Brinkmann

und Tobias Killguss sowie Günter Göpfert vom Heimatverein Rheda (2. v. r.)

1 Die Nordansicht des so genannten Frauengefängnisses im Jahre 1944

1 Die kartographische Darstellung der

»Außenarbeitsstelle« in dem ehemaligen

Lagergebäude der Firma Rawe,

vormals »Wäschefabrik Gebrüder

Weinberg« – jüdische Unternehmer, die

die Gebäude 1927 errichten ließen, 1300

Personen beschäftigten und 1933, nach

der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten,

Deutschland verließen.

1 Britisches Aufklärungsfoto von 1944

mit dem Gebäude der »Außenarbeitsstelle«

auf dem Gelände der früheren

Firma Rawe

Weithin nicht bekannt ist das so genannte »Frauenzuchthaus«

Rheda, eine »Außenarbeitsstelle« des Strafgefangenenlagers

Oberems bei Gütersloh. Es gehörte zu den

vier größten Gefangenenarbeitslagern im Deutschen Reich. Die dort

einsitzenden Zuchthäuslerinnen gaben dem Lager nahe des Bosfelder

Weges in der Bevölkerung den Namen. Die Insassinnen selber

nannten es »Frauenarbeitslager«. Heute steht die Einrichtung unter

Denkmalschutz.

Mit Bezug auf den Erlass des Reichsjustizministers vom 22. August

1942 forderte die Generalstaatsanwaltschaft Hamm für die Firma

Rawe »60 gesunde, voll arbeitsfähige« weibliche Häftlinge aus

dem Frauenzuchthaus Cottbus an. Die Frauen sollten mit je einer

Garnitur Anstaltskleidung, an der »Bahnstation für Sammelwagen«,

dem Bahnhof Rheda, von den zuständigen Beamten vor Ort abgeholt

und direkt »in das gerade errichtete Lager überstellt werden«.

Außerdem nahmen im Frühjahr 1943 60 Frauen ihre Arbeit bei der angrenzenden

Metallfirma Simons auf. Sie mussten Munition sortieren.

Die »Außenarbeitsstelle« des Strafgefangenenlagers Oberems,

eine lange Holzbaracke, befand sich in unmittelbarer Nähe der

Bahngleise auf dem früheren Rawe-Gelände. Sie bestand von September

1942 bis April 1945. Die Gefangenen, die dort untergebracht

wurden, kamen aus verschiedenen Zuchthäusern nach Rheda, um

in der Produktion mitzuarbeiten.

Über das Schicksal der Inhaftierten haben wir kaum Informationen.

Nur eine Überlebende schrieb auf über 20 Seiten ihre Erinnerungen

nieder. Die bis zu ihrem Tod in Berlin lebende Margarete

Forszpaniak, geborene Lipke war in dem Lager als politische Gefangene

untergebracht. Der verstorbene Heimatforscher Jürgen Kindler

und der Leiter des Historischen Arbeitskreises beim Heimatverein,

Dr. Wolfgang Lewe, hatten sie im Frühjahr 1995 darum gebeten. Sie

hatten sich am 1. April 1995 kennengelernt – am 50. Jahrestag der

Befreiung von Margarete Forszpaniak vom Faschismus. Nachfolgend

geben wir einen kleinen Auszug aus ihren Aufzeichnungen wieder.

»Unser Transport im September 1942 umfasste 60 Frauen. Es war

zur Zeit des Beginns der Kämpfe um Stalingrad. Wir fuhren in einem

Wagen 3. Klasse eines Personenzuges unter Bewachung vom Zuchthauspersonal

Cottbus. Wir verängstigten, durchgefrorenen, hungrigen

und müden Frauen in scheußlich geflickter Kleidung mussten

wie der Ausbund von Entlaufenen aus der Hölle gewirkt haben; denn

die 1. Hauptwachmeisterin, Frau Anna Nahrgang« empfing sie beim

Eintreffen im Rhedaer Frauenzuchthaus mit einer Schimpfkanonade.

Frauenlager mit Zuchthausfrauen

»Die Gruppe setzte sich wie folgt zusammen: 6 Frauen wegen Beteiligung

an der Vorbereitung zum Hochverrat, je 1/3 der übrigen 54

Frauen verteilte sich auf Delikte Kriegswirtschaftsvergehen, verbote-

38 Das Stadtgespräch


1 Die aktuelle Nordseite der auch »Frauenzuchthaus« bezeichneten so genannten

»Außerarbeitsstelle«.

ner Umgang mit Kriegsgefangenen. Der Rest war eingesperrt wegen

Diebstahl, Bandenraub, Abtreibung, Blutschande und einem hohen

Anteil von Vergehen im Gaststättengewerbe, wie Betrug, Prostitution

und Beischlafdiebstahl.

Mit dem weiteren Zugang von weiblichen Gefangenen zur Auffüllung

der Sollstärke von 240 Gefangenen hielt sich die Gruppierung

in etwa bis zur Auflösung des Lagers im April 1945.

Anfangs gab es zwischen den politischen Gefangenen und den

anderen Frauen nur Stress. Unweigerlich kam es zu Reibereien und

explosiven Ausbrüchen zwischen dem Wachpersonal und den Frauen.

»Wir sechs Frauen bemühten uns mit Unterstützung besonnener

Gefangenen beschwichtigend auf die Streitenden einzuwirken.

Alle zirka 10 bis 12 Wachtmeisterinnen schliefen mit den Gefangenen

unter einem Dach.

Es gab keine gedruckte verbindliche Gefangenenordnung. Das

erschwerte den Einsitzenden und den Wachmeistern das Zusammenleben.

Es war offen für jede Willkür der Wachtmeisterinnen, manchmal

verbunden mit dem Entzug von Essen oder der Verzögerung bzw.

der Verweigerung der Aushändigung von Briefen an die Gefangenen.

Die Kommandoführerin Anna Nährgann forderte von ihren Kolleginnen

die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Gefangenen durch Disziplin,

unbedingten Gehorsam und Nichtduldung eines Widerspruchs

zu erreichen. Sie beschimpfte uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit

als undisziplinierte, arbeitsscheue Frauen, die man nur mit

Gewalt beherrschen und mit Strafausteilung disziplinieren könnte.

Insgesamt waren alle Gefangenen bemüht, unser schweres Dasein

so erträglich wie möglich zu gestalten. Das gelang uns mehr

oder weniger schnell, so dass schon der nächst größere Transport

von 50 Frauen aus dem Zuchthaus Waldheim Ende Dezember, Anfang

Januar 1943 es leichter hatte, sich einzufügen.

Wir wenigen politischen Gefangenen hatten eine andere Betrachtungsweise

der Delikte der Straftäter, die zu normalen Zeiten nicht in

diese missliche Lage gekommen wären, wie z. B. das Delikt ›verbotener

Umgang mit Kriegsgefangenen‹. Viele Frauen wurden auf Grund

ihres Mitleids und Leistung von humaner Hilfe gegenüber Kriegsgefangenen

verurteilt: z. B. Essensgaben, Fluchthilfe, Kleidungsspenden

u.a.m. Auch unter den wegen Kriegswirtschaftsvergehens

Verurteilten gab es nur kleine Fälle von Schiebern und Fälschungen

von Lebensmittel- und Kleiderkarten. Die Arbeit bestand bei Rawe

sowohl aus der Herstellung von textilen Erzeugnissen für den Bevöl-

Das Stadtgespräch

1 Deutlich war der Unterschied zwischen den bereits aufgearbeiteten und den noch zu

bearbeitenden Grabsteinen.

kerungsbedarf als auch für das Heeresbeschaffungsamt. Letztere

Tatsache führte zu Zuschüssen von Lebensmitteln. U. a. gab es zwei

warme Mahlzeiten am Tage – mittags und abends. Wir erholten uns

schnell, doch gegen Kriegsende wurde das Essen weniger gehaltvoll.

Wir hungerten – bei vielen Frauen setzte die Menstruation aus.

Es gelang während des Bestehens unseres Lagers nur einmal,

dass zwei Gefangene im Winter 1944/45 während der Überführung

der Gefangenen aus den Arbeitssälen zur Baracke beim Überqueren

des Hofes in der Dunkelheit fliehen konnten. Erst nach einer Stunde

wurde die Flucht beim nochmaligen Zählen in der Baracke entdeckt.

Der Verlust wurde nach Gütersloh und dem Polizeiamt im Ort gemeldet

– die zwei Frauen blieben verschwunden.

Es bildeten sich nicht nur unter den gefangenen Frauen Freundschaften,

sondern auch solche mit Wachtmeisterinnen und Werkmeisterinnen,

die über die Zeit der Auflösung des Lagers hinaus

anhielten.«

»Das Stadtgespräch« wurde auf das so genannte »Frauenzuchthaus«,

der »Außenarbeitsstelle« beim Besuch eines Gemeinschaftsprojekts

des Einstein-Gymnasiums mit dem Heimatverein

Rheda aufmerksam. Unter dem Thema »Erinnerungskultur« arbeiteten

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf dem katholischen

Friedhof Gräber von Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen

auf, die im Krieg für das damalige Deutsche Reich arbeiten

mussten.

Im Vorfeld der Arbeiten hatten sie die familiären Verbindungen

der Bestatteten recherchiert. Ihre Lehrpersonen Claudia Brinkmann

und Tobias Killguss standen ihnen dabei zur Seite. Norbert Ellermann,

einer der Vorstände beim Heimatverein Rheda hatte der Klasse

wichtige Hinweise für die Internetrecherche gegeben. Viele Hinweise

erhielten sie von dem Archiv des früheren internationalen Suchdienstes

in Arolsen (Hessen) und vom Stadtarchiv in Rheda-Wiedenbrück.

Vorstand Günter Göpfert betreute die Gruppe auf dem Friedhof. Killguss

stellte uns die Aufzeichnungen von Forszpaniak zur Verfügung.

Aus einer Aufzeichnung von Jürgen Kindler, Maria Venker und

Gabriele Lauermann über die Verstorbenen in der Kriegs- und unmittelbaren

Nachkriegszeit geht hervor, dass ihre Todesursache in

vielen Fällen nicht natürlich war. Vielfach heißt es: tot aufgefunden,

Schädelverletzung, Tod durch Erschießen, Tod durch Schussverletzung,

Die meisten Fakten haben die Verfasser den Sterbebüchern

des Standesamtes Rheda entnommen.

Kem

39


1 Familie, Freunde, Vertreter aus 13 Linteler Vereinen und Gruppen und langjährige Wegbegleiter bedankten sich im »kleinen« Kreis und erfuhren selbst ein Dankeschön vom

ehemaligen Ortsvorsteher Gerhard Stiens (unten Mitte).

Linteler bedanken

sich bei

Gerhard Stiens

Fast 30 Jahre Engagement

als Ortsvorsteher

Wenn der neue Ortsvorsteher bei Amtsantritt seines Vorgängers

gerade die erste Klasse der Postdammschule besuchte,

deutet das entweder auf eine lange Amtszeit oder

einen jungen Nachfolger hin. In Lintel wurde bei der Verabschiedung

von Gerhard Stiens deutlich, dass beides zutrifft. Fast drei Jahrzehnte

gestaltete Gerhard Stiens die Geschicke des Dorfes mit und vertrat die

Interessen seiner Bewohnerinnen und Bewohner in vorderster Front. 40

Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Linteler Gruppen und Vereinen, Familienmitglieder,

Freundinnen und Freunde sowie langjährige Wegbegleitende

bedankten sich nun im kleinen Kreis im Linteler Feuerwehrhaus

für »Stienos« großes Engagement.

Gerhard Stiens habe sich nie in den Vordergrund gestellt, sodass

viele gar nicht wissen können, wie viel Gutes er dem Dorf gebracht habe,

betonte der stellvertretende Bürgermeister Frank Schürmann bei der

Verabschiedung. Dem konnte Thomas Walter als neuer Ortsvorsteher in

seiner Ansprache beipflichten. »Stieno hat die Leute und das Dorf glänzen

lassen«, zitierte er dessen Wegbegleitende. An Herausforderungen

und Aufgaben zur Entwicklung des Dorfes mangelte es in den Jahren

nicht: Der Erhalt des Schulstandortes an der Kapellenstraße sowie weitreichende

Infrastrukturprojekte wie der Ausbau des Radwegenetzes, ein

neuer, für alle zugänglicher Sportplatz, die Bushaltestelle am Postdamm

und nicht zuletzt die Siedlungserweiterungen am Schulbusch und in

der Waldsiedlung prägen das Ortsbild und die Lebensqualität im Dorf

heute und künftig positiv. Nicht unerwähnt ließ Thomas Walter auch,

dass es für seinen Vorgänger selbstverständlich ist, bei Projekten wie

der Anlage und Pflege der Obstwiese an der Schule oder anderer Grünflächen

tatkräftig mit anzupacken. Auch als langjährig Engagierter in

Gruppen und Vereinen wie der Feuerwehr, der Ortsunion und im Verein

»Lintel – wir für hier« prägte Gerhard Stiens das Linteler Dorfgeschehen.

Stiens selbst bedankte sich rückblickend vor allem für die Unterstützung,

die ihm in den Jahren seiner Amtszeit zuteilwurde, und betonte

die hervorragende Teamarbeit zwischen den Engagierten, Gruppen und

Vereinen im Ort. Als eines seiner Herzensprojekte erinnerte er sich an die

Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«. Hier hatte Lintel

2017 den Kreiswettbewerb gewonnen und war im Folgejahr im Wettbewerb

auf Landesebene mit der Silberplakette ausgezeichnet worden.

So war Gerhard Stiens an diesem Abend mit Bratwurst und Bier wohl

der Einzige, der nicht sich selbst, sondern das Dorf und die Lintelerinnen

und Linteler in den Mittelpunkt rückte. Die werden ihren neuen Ortsvorsteher

nach Kräften bei zukünftigen Projekten und Entwicklungsvorhaben

unterstützen.

1 Abschiedsworte des langjährigen Ortsvorstehers

1 Ortsvorsteher Thomas Walter (l.) und der Stv. Bürgermeister Frank Schürmann bedankten

sich für alle Lintelerinnen und Linteler für »Stienos« jahrzehntelanges Engagement.

40 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

41


Wir stehen

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im Trauerfall

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Nachrichten

Vom 1.1.2026 – 31.1.2026

Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück

In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 5 Ehen geschlossen.

keine Geburt und 44 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die

Auf der Schulenburg 43a | 33378 Rheda-Wiedenbrück

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Personenstandsfälle aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis

gegeben haben:

Sterbefälle: Elisabeth Antonia Figgener, geb. Meerbecker | Rosemarie Slowik,

geb. Röhrich | Siegfried Horst Bergemann | Irene Maria Johannigmann,

geb. Neukötter | Georg Karl Steinbach | Maria Anna Hunke, geb. Würtz |

Gertrud Borgmeier, geb. Johannkemper | Karl Leo Kaluza | Hermann

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42 Das Stadtgespräch


GÄRTNEREI

STENDER

1 Auf Hinweisschildern an den Eingängen wird um die Einhaltung der Vorgaben für die

Benutzung des nachts abgeschlossenen Bereichs des Schlossparks gebeten. Foto: FWG

FWG: »So etwas gibt es in

Rheda-Wiedenbrück nicht

zweimal«

Der nachts abgeschlossene Schlosspark

Das Schloss und das Umland waren bis zur Landesgartenschau für

die Bevölkerung nicht zugängig. Mit der LGS ist es wunderbar gelungen,

dass man, ohne Straßen zu benutzen, entlang der Ems zwischen

den Stadtteilen zu Fuß oder mit dem Fahrrad flanieren kann.

Refugium

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) weist in diesem Zusammenhang

auf den nachts abgeschlossenen Parkbereich hin. Klare Regelungen sorgen

hier dafür, dass dieses Refugium nicht von freilaufenden Hunden

und von Fahrradfahrenden gestört werden darf. Selbst die Mitnahme

eines Fahrrades ist nicht gestattet. Hinweisschilder an den Eingängen

weisen deutlich lesbar darauf hin. »Dieser Schlosspark ist also geeignet,

sich in Ruhe zu entspannen und die Natur zu genießen. So war es und

ist auch so gewollt. So etwas gibt es in der Stadt nicht noch einmal und

sollte deshalb entsprechend von allen gewürdigt werden, so wie wir es

tun«, so die FWG. Nach den Satzungen ist die Stadtverwaltung für die

Einhaltung der Parkordnung sowie die Pflege und die Verkehrssicherung

gerade für diesen Bereich, die Perle in Rheda-Wiedenbrück, zuständig.

Zwei Pflegestandards

Den Spaziergehenden werden aber zwei unterschiedliche Pflegestandards

zwischen diesem Parkbereich am Schloss und den anderen weitaus

besser gepflegten Anlagen des Flora Westfalica-Parks und den übrigen

Teilen des Schlossparks auffallen. »Das ist nicht zu akzeptieren«, so die

FWG. »Auch eine einzige neue Bank ist zu wenig«, unterstreicht sie ihre

Kritik. Zudem hält sie mehr Kontrollen der Einhaltung der Benutzungsverordnung

für erforderlich.

Erwartung

Die FWG hat sich seit Anfang 2024 ohne erkennbaren Erfolg darum im

Interesse der Bürger und den Gästen Rheda-Wiedenbrücks bemüht. »Wir

wollen, dass endlich in dieser Angelegenheit Bewegung kommt und

machen diese deshalb hiermit jetzt öffentlich. Wir sind sehr gespannt«,

so die FWG.

Kem

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Das Stadtgespräch wird als Monatsmagazin mit

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Artikel stimmen nicht unbedingt mit der

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fällt insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung

per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken

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Das Stadtgespräch

43


Buchtis

Tamina Kallert

»Die Füße im Sand,

die Nase im Wind«

Wenn ich an Reiseberichte denke,

die früher im Fernsehen liefen,

dann kommt mir Hardy Krüger

in den Sinn. Der Senior, nicht der

Junior aus dem Dschungelcamp,

wohlgemerkt. Krüger, der mit

Hollywood-Stars wie John Wayne,

Richard Burton, Roger Moore und

James Stewart gedreht hat, stand bei seinen Reisereportagen mutterseelenallein

vor einem grandiosen Sonnenuntergang in der afrikanischen Savanne,

als zufällig ein alter Freund auftauchte, den er seit 25 Jahren nicht mehr

gesehen hatte. Zufällig hatte sein Kumpel von damals auch ein Propellerflugzeug

dabei, mit dem es an die tollsten Ecken des jeweiligen Landes ging,

denn schließlich musste das Wiedersehen gefeiert werden.

So etwas kann man heute zum Glück nicht mehr bringen, denn auch

wenn man sich im Filmgeschäft nicht auskennt, vermutet man als Zuschauer

doch, dass nicht nur jemand vor und jemand an der Kamera stehen

muss, sondern ein ganzes Team für einen Reisebericht benötigt wird. Die

beliebte WDR-Serie »Wunderschön« sorgt natürlich auch gemäß dem Motto

der Reportagen für wunderschöne Bilder und interessante Begegnungen,

doch ein wenig getrickst wird auch dabei, wie Tamina Kallert in ihrem Buch

»Die Füße im Sand, die Nase im Wind« verrät. Tamina Kallert, geboren 1974,

ist kein Hollywood-Star. Sie arbeitete nach dem Studium der Geschichte

und Anglistik als Moderatorin, Reporterin und Autorin beim Westdeutschen

Rundfunk, bei ProSieben und für das Deutsche Sportfernsehen. Seit 2004

moderiert sie das WDR-Reisemagazin »Wunderschön« und seit 2015 auch

die Städtereisen »2 für 300«. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie

in Freiburg im Breisgau.

In ihrem Buch also lässt Tamina Kallert die Leser hinter die Kulissen

blicken, wenn sie etwa beschreibt, wie die erste Begegnung mit der Kontaktperson

vor Ort in Fuerteventura vom staubigen Parkplatz an einen

malerischen Fischerhafen verlegt wird. Die in jeder Reportage beliebten

Begegnungen auf einem Marktplatz werden vom Team vorbereitet, indem

die Menschen zuvor gefragt werden, ob sie überhaupt gefilmt werden wollen.

Die Begegnung mit der Moderatorin sind dann trotzdem spontan, weil

diese sich aus den Vorgesprächen heraushält und die Standbetreiber erst

kennenlernt, wenn die Kameras laufen. Und auch wenn die Berichte nicht

so spektakulär wie die früherer Zeiten sind, sind sie doch ehrlicher und

authentischer. Über das hinaus, was man im Fernsehen sieht, teilt Tamina

Kallert auch persönliche Erlebnisse und Erkenntnisse mit den Lesern.

Auch führen die Reisen ja nicht nur in entfernte, möglichst exotische

Länder, sondern auch an Orte in der Nähe, die durch kleine Begegnungen,

stille Momente und neue Eindrücke unser Leben bereichern können. Im

Mittelpunkt von »Die Füße im Sand, die Nase im Wind« steht dabei stets

eine tiefe Sehnsucht nach Verbindung zu Menschen, zur Natur und zu der

eigenen Sichtweise. Erschienen als Hardcover bei Kösel, 206 Seiten, 20 Euro.

Josie Lloyd/Emlyn Rees

»You and Me – Die zweite erste Liebe«

Ich vermute mal, dass sich wohl jeder Erwachsene irgendwann einmal

die Frage gestellt hat: Was wäre wohl gewesen, wenn ich damals anders

entschieden hätte? Den Naturgesetzen folgend, ist diese so interessante

Frage natürlich nicht zu beantworten,

denn man kann nun mal nicht

in die Vergangenheit reisen. Dieser

Realität zum Trotz haben viele Autoren

auf verschiedenste Weise ihre

Figuren auf Zeitreise geschickt, wo

sie dann zwangsläufig die Vergangenheit

im Sinne einer besseren

Gegenwart ändern wollten. Zu den

Klassikern dieses Genres zählt dabei

das Theaterstück »Biographie: Ein

Spiel« von Max Frisch, uraufgeführt

1967, in dem die Hauptfigur Hannes

Kürmann an bestimmte Schlüs-

selmomente seines Lebens geführt wird. In diesen Momenten ändert er

dann seine Biographie, wobei ihm die jeweiligen Konsequenzen erst in der

nächsten Szene bewusst werden. Eine der vielen komischen Varianten des

Zeitreisens stellt natürlich die Filmreihe »Zurück in die Zukunft« dar, die

ab 1985 sehr unterhaltsames Hollywood-Kino bot.

Doch auch heute, gut 40 Jahre später, ist der Stoff noch immer interessant.

Das Ehepaar Josie Lloyd und Emlyn Rees haben reichlich Erfahrung

miteinander, denn sie haben nicht nur drei gemeinsame Töchter und einen

treuen Hund, sondern verfassten bisher zusammen sieben internationale

Bestseller. Nun haben sie mit Adam and Jules, ihren neuen Hauptfiguren,

ihrer eigenen Geschichte in »You and Me – Die zweite erste Liebe« ein

kleines Denkmal gesetzt, das gleichzeitig durchaus komisch, aber auch

tiefgründig ist.

Es war die große Liebe, als Adam und Jules sich 1989 im englischen

Seebad Brighton kennenlernten, das ist übrigens »zufällig« der Ort, an dem

auch Ehepaar Lloyd/Rees lebt. 35 Jahre später sind Adam und Jules längst

verheiratet und die Ehe ist im Alltagstrott festgefahren. Die Jobs der beiden

laufen nicht wie gewünscht. Finanziell sieht es keineswegs rosig aus. Die

erwachsenen Kinder machen keine Anstalten auszuziehen, wobei im Gegenteil

die 25jährige Tochter erst gerade ins elterliche Heim zurückgezogen

ist. Ihr vier Jahre jüngerer Bruder kann sich noch weniger für Zukunftspläne

begeistern als sie. Adam und Jules wundern sich nicht einmal großartig

darüber, dass ihre Liebe irgendwie auf der Strecke geblieben ist.

Doch bei einer Aufräumaktion, bei der alter Krempel ausgemistet werden

soll, stolpert Adam über eine Kiste alter Mixtapes. Wer nicht weiß,

lieber Nachwuchs, was Mixtapes, Kassetten und Kassettenrekorder sind,

der frage bitte die Eltern oder die Großeltern. Jedenfalls haben Adam und

Jules die Kassetten mit ihrer Lieblingsmusik füreinander aufgenommen,

als sie jung und frisch verliebt waren. Natürlich sehnt sich Adam nach

dieser Anfangszeit.

Kurzerhand legt Adam eine der Kassetten ein, drückt auf Play – und

das Unglaubliche geschieht: Sein Sehnen wird auf wundersame Weise erhört,

und er reist für 60 Minuten, also die Spieldauer der Kassette, in der

Zeit zurück, zu einem der schönsten und unvergesslichsten Tage in ihrer

Beziehung. Mit einer weiteren Kassette gelingt auch Jules die Reise in die

Vergangenheit, sodass die beiden von nun an zu den Klängen ihrer ehemaligen

Lieblingssongs wichtige Momente aus ihrer Vergangenheit erneut

erleben. Logischer Weise können sie der Versuchung nicht widerstehen,

kleine Änderungen in ihrer Vergangenheit vorzunehmen. Doch während

Jules blödes Tattoo und Adams kratziger Bart ohne Folgen verschwinden,

führen andere Änderungen das Paar und damit die Familie ins Chaos.

Anders als andere Romane über die Liebe ist »You and Me – Die zweite

erste Liebe« ausgesprochen ehrlich, was die Beziehungsschwierigkeiten

zwischen dem Ehepaar und auch zwischen Eltern und erwachsenen Kin-

44 Das Stadtgespräch


dern angeht. Dennoch schreiben Lloyd und Rees mit viel Herz und einer

gehörigen Portion Humor. Den sollten die Leser übrigens auch haben, denn

die Zeitreisen-Problematik verträgt die kritische Analyse natürlich nicht.

Erschienen als Taschenbuch bei Knaur, 396 Seiten, 18 Euro.

Jan Beck

»Dorn – Zimmer 203«

Autor Jan Beck arbeitete zunächst

als Jurist, bevor er sich dem Schreiben

widmete. Seine Thriller rund

um Inga Björk und Christian Brand,

also »Das Spiel«, »Die Nacht«, »Die

Spur«, »Das Ende«, landeten allesamt

auf der SPIEGEL-Bestseller

Liste. Wenn Jan Beck nicht gerade

schreibt, verbringt er seine Zeit in der Natur, besonders gerne im Wald. Nach

dem SPIEGEL-Bestseller »DORN. Zimmer 103. Hotel der Angst«, dem Auftakt

seiner neuen Thriller-Reihe um den Kriminalpsychologen Simon Dorn und

die junge, toughe Ermittlerin Lea Wagner, ist nun der zweite Band »DORN.

Zimmer 203. Ruf der Toten« erschienen.

Kriminalpsychologe Simon Dorn ist nach dem Tod seiner bisherigen

»Sponsorin« Karla Hofbauer finanziell am Abgrund. Er haust mit seinem zugelaufenen

Hund im Weinkeller einer Hotelruine, die er geerbt hat. Über das

Internet wird er von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Ein großzügiger

Vorschuss überzeugt ihn davon, seine Bedenken zu ignorieren und den Auftrag

anzunehmen. Zumal die Klientin offenbar Hilfe braucht. Doch der Fall

entpuppt sich als Beginn eines perfiden Spiels. Als die mysteriöse Kundin

den Kontakt abbricht, bittet Dorn die junge Ermittlerin Lea Wagner, bei der

Klientin nach dem Rechten zu sehen. Lea hat zwar ihre eigenen Probleme,

zum einen wie üblich mit den Männern, aber auch, weil ihr eigentlich starker,

wenn auch nicht unbedingt gesetzestreuer, Bruder bedroht wird. Und

zwar nicht von Gangstern, sondern von Polizisten. Sie macht sich dennoch

auf die Suche und findet die Klientin Dorns, der immer nur schriftlich mit ihr

kommuniziert hat, tot auf. Die Frau ist verdurstet, und das schon mehrere

Wochen zuvor. Neben der Leiche steht ein laufender Computer. Dorn sieht

eine Verbindung zu einem ungelösten Fall in einem der Zimmer im Hotel

Dorn. Auch damals ließ der Täter seine Opfer in seinem Beisein verdursten.

Lange Zeit war der Mörder untergetaucht. Ist er nun zurück? Und warum

wenden sich die Toten ausgerechnet an Simon Dorn? Doch keine Bange,

die unterschiedlichen Methoden des Ermittlerduos erweisen sich erneut

als äußerst zielführend.

Gelesen wir der neueste Dorn-Krimi in ungekürzter Lesung von Christiane

Marx, die 1974 in Bielefeld geboren wurde und seit 2006 vor allem als

Hörbuchsprecherin tätig ist, und Richard Berenberg, der unter anderem

schon Bestseller von Jerrey Archer gelesen hat. Erschienen ist die Hörbuchversion

im Hörverlag, Spieldauer neun Stunden und 15 Minuten, 21,95 Euro.

Freida McFadden

»Der Freund«

Federica Esposito ist eine US-amerikanische Ärztin, die sich auf Verletzungen

des Gehirns spezialisiert hat. Allerdings nur in Teilzeit, und das ist

auch gut so. Jedenfalls für die Leserschaft von spannenden und originellen

Thrillern, die die 45-jährige Autorin seit 2013 unter dem Namen Freida

McFadden veröffentlicht. Soeben ist einer ihrer erfolgreichsten Krimis mit

dem deutschen Titel »Wenn sie wüsste« als »The Housemaid« in den Kinos

angelaufen. Auch ihr gerade auf Deutsch erschienener Roman »Der

Freund« steht dem Bestseller von 2022 in nichts nach. Sydney Shaw verliert

so langsam den Glauben an die Menschheit, zumindest zu 50 Prozent,

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45


Schwedenrätsel

griechische

Siegesgöttin

sizilianischer

Vulkan

aufgebrühtes

Heißgetränk

Zeichen;

verkürzte

Unterschrift

Drüsenabsonderung

männlicher

Nachkomme

Wasservogel

mit

langem

Hals

amerik.

Schauspieler:

...

Lancaster

koffeinhaltiges

Kaltgetränk

übermenschliches

Wesen

Würde,

Ansehen

zu

keiner

Zeit

2

Wasserpflanze

Knorpelfisch

3

Lösungswort:

anfänglich

Teilzahlung

Meeressäugetier

Sudoku

15

Aufmachung,

Kleidung

(engl.)

rückbez.

Fürwort

(1. Pers.

Plural)

Vorname

von Bismarcks

gleichfalls,

ebenso

(lat.)

kleines

Jazzmusikensemble

Quellfluss

der

Weser

Musik:

Übungsstück

(franz.)

10

südamerikanischer

Strauch

österr.

Schriftsteller

(Joseph)

ausgenommen,

frei von

Ausgleich,

Entschädigung

germanisches

Schriftzeichen

Dachshund

vordringlich

Endpunkt

Behälter

aus

Pappe

Landkartenwerk

Sammlung

altnord.

Dichtung

deutlich

Viper,

Giftschlange

Kartenspiel

Nutzboden,

Feld

Nähgerät

Verkehrsmittel

(Kurzwort)

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

12

5

14

Puccini

8 11

schwankend,

unsicher

Bargewinn

Märchen-,

Sagengestalt

Vorfahr

1 karpfen

13

4

Teil des

Wagens

zittern

Bad an

der Lahn

Oper

von

großer

schwarzer

Vogel

mit Haarwuchs

im

Gesicht

japanischer

Farb-

Gebärde

7

franz.

unbestimmter

Artikel

spanisch:

Hurra!,

Los!, Auf!

bayer.

Benediktinerabtei

Staat in

Nahost,

Persien

persönliches

Fürwort

Tatkraft,

Spannkraft

Flüssigkeitsansammlung

im Gewebe

Missfallen

bekunden

(ugs.)

Gletschergeröll

unverfälscht

16

Hülle,

Futteral

Stadt

an der

Unstrut

Schaumwein

Anzeige,

Ankündigung

(Wirtsch.)

langer,

dünner

Speise-

9 fisch

Uelzen

6

Kfz-

Zeichen

15

16

Unser Lösungswort vom letzten Mal: Funkemariechen

leicht

mi tt e l

Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede

der Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

46 Das Stadtgespräch


denn mit der Männerwelt hat sie

permanent Pech. Bester Beweis ist

ihr Date mit Kevin, der wie sie eine

Dating-Plattform benutzt. Schon

beim Abendessen wird ihr klar, dass

auch er nicht der richtige für Sydney

ist. Dann ist er zu allem Überfluss

noch schwer wieder loszuwerden.

Als er sie auf dem Nachhauseweg

auch noch bedrängt, weiß sie sich

kaum seiner zu erwehren. Doch

dann rettet sie Tom, der die Szene

zufällig mitbekommt. Und Tom

scheint perfekt zu sein. Er ist charmant

und attraktiv, dabei durchaus auch zurückhaltend. Zudem arbeitet

er als Arzt in einem Krankenhaus. Als Sydney Tom erneut begegnet, entschließt

sie sich, eine Beziehung mit ihm zu beginnen.

Die Idylle könnte perfekt sein, doch dann wird eine enge Freundin von

Sydney auf brutale Weise ermordet. Die Polizei tippt auf einen Serientäter,

der sich mit seinen Opfern zu einem Date verabredet, bevor er zuschlägt.

Sydney sollte sich sicher fühlen. Schließlich hat sie Tom. Außerdem kümmert

sich noch Jake um sie. Der ist zwar ihr Ex-Freund, aber als ermittelnder

Kriminalpolizist ist er sehr um die Sicherheit Sydneys besorgt. Doch warum

hat sie dennoch das Gefühl, dass irgendetwas aus dem Ruder läuft? Auch

fühlt sie sich auf Schritt und Tritt beobachtet. Sie muss der Wahrheit schnell

auf die Spur kommen – sonst könnte sie das nächste Opfer sein.

Mit ihrer Gabe für überraschende Twists und packende psychologische

Spannung ist Freida McFadden erneut ein Meisterwerk gelungen. Nicht umsonst

feiert sie Erfolge mit ihren Krimis, die mittlerweile in mehr als 40 Sprachen

übersetzt wurden. Mit ihrer Familie und einer schwarzen Katze lebt

Freida McFadden in einem jahrhundertealten Haus mit knarzenden Treppen

und Blick auf den Ozean in selbstgewählter Einsamkeit. »Der Freund« ist

als Taschenbuch bei Heyne erschienen, 397 Seiten, 17 Euro.

Schwarzer Weg 27 • 33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel. 0 52 42 – 4 95 62 • Mobil 01 73 – 2 11 82 81

Laufgruppe Roadrunner

sucht Nachfolger/in für

Kindertraining

Nach zwei Jahrzehnten engagierter Arbeit sucht die Laufgruppe

Roadrunner eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für das

Kinderlauftraining. Ziel ist es, auch künftig junge Läuferinnen

und Läufer für Bewegung und gemeinsames Training zu begeistern.

Geplant sind insgesamt sechs Laufeinheiten für Kinder im Alter von

sechs bis zehn Jahren. Das Training dient zugleich als Vorbereitung auf

den St. Viter Benefizlauf im September, der vom Verein »Laufen und

Gutes tun« organisiert wird.

Voraussetzung für die Tätigkeit sind vor allem Freude, Motivation

und ein sicherer Umgang mit Kindern. Ein Übungsleiterschein C oder

eine Vereinszugehörigkeit sind wünschenswert, jedoch nicht zwingend

erforderlich. Bei Bedarf wird eine begleitete Übergangsphase durch das

Team der Laufabteilung von Rot-Weiss St. Vit angeboten.

Interessierte können sich gerne per Mail bei gaby.jehn-kueker@gmx.de

melden und Teil einer langjährigen, engagierten Laufgemeinschaft werden.

2026

Das Stadtgespräch

47


Seniorenzeitung

des Seniorenbeirates

der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Aktivrente – Arbeiten

im Ruhestand

Seit dem 1. Januar 2026 eröffnet sich für viele Rentnerinnen und

Rentner in Deutschland eine neue Möglichkeit: Mit der sogenannten

Aktivrente können sie auch nach Erreichen des regulären Rentenalters

weiterarbeiten und ihr Einkommen so aufbessern – bis zu 2.000

Euro im Monat steuerfrei!

Das neue Rentenmodell soll finanzielle Entlastung schaffen, dem Fachkräftemangel

entgegenwirken und älteren Menschen mehr Flexibilität auf

dem Weg in den endgültigen Ruhestand geben. Hintergrund ist auch das

seit Jahren sinkende Rentenniveau. Vielen Menschen reicht die gesetzliche

Rente allein nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Wer kann die Aktivrente nutzen?

Voraussetzung ist das Erreichen der Regelaltersgrenze. Diese liegt – je

nach Geburtsjahr – zwischen 65 und 67 Jahren. Wer 1964 oder später geboren

wurde, erreicht sie mit 67 Jahren. Ob bereits eine Altersrente bezogen

wird oder nicht, spielt keine Rolle. Auch Rentnerinnen und Rentner, die

bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, können wieder in eine

sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurückkehren.

Wer ist ausgeschlossen?

Nicht nutzen können die Aktivrente Selbstständige und Freiberufler,

Gewerbetreibende, Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Beschäftigte

mit Minijobs und Menschen im Beamtenverhältnis.

Wie sieht es mit Steuern aus?

Wer als Rentnerin und Rentner die Aktivrente nutzt, kann monatlich bis

zu 2.000 Euro steuerfrei dazuverdienen. Ist der monatliche Verdienst

höher, wird nur der Betrag oberhalb dieser Grenze versteuert. Wichtig:

Der Freibetrag gilt nur für eine einzige Beschäftigung, kann also nicht

auf mehrere Arbeitsverhältnisse aufgeteilt werden. Außerdem kann der

Freibetrag von 2.000 Euro nur auf einen Monat angewendet werden. Er

kann nicht auf andere Monate übertragen werden. Und: Der Jahressteuersatz

steigt nicht durch den steuerfreien Zusatzverdienst.

Welche Abzüge gibt es trotzdem?

Steuerfrei heißt nicht automatisch abgabenfrei! Vom Lohn werden

weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten.

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung müssen hingegen

nicht mehr gezahlt werden. Hier trägt nur der Arbeitgeber seinen Anteil.

Übrigens: Wer die Aktivrente nutzt, kann weiterhin freiwillig Rentenversicherungsbeiträge

leisten.

Muss ein Antrag gestellt werden?

Nein. Das steuerfreie Einkommen wird direkt beim monatlichen Gehalt

verrechnet, ohne einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand für die

Beschäftigten.

Warum arbeiten immer mehr Menschen

im Ruhestand weiter?

Ein zentraler Grund ist die finanzielle Entwicklung der letzten Jahre. Das

Rentenniveau ist gesunken, während Mieten, Energie- und Lebenshaltungskosten

deutlich gestiegen sind. Besonders Frauen sind betroffen,

da sie häufiger keine durchgehende Beschäftigung bzw. Teilzeitphasen

hatten. Für viele ist der Zuverdienst daher keine Frage des Wollens, sondern

des Müssens.

Andere wiederum entscheiden sich bewusst für das Weiterarbeiten:

Sie schätzen soziale Kontakte, geistige Anregung und das Gefühl, gebraucht

zu werden. Arbeit gibt Struktur, Sinn und kann helfen, körperlich

und geistig fit zu bleiben.

Vorteile für alle Seiten

Rentnerinnen und Rentner bleiben sozial eingebunden. Unternehmen

profitieren vom Erfahrungsschatz älterer Beschäftigter, der in Zeiten

des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnt. Außerdem

wird die Gesellschaft durch zusätzliche Arbeitskräfte und die

Entlastung der Sozialsysteme unterstützt.

Kritik an der Aktivrente

Nicht jede und jeder kann oder möchte im Alter weiterarbeiten – vor

allem nicht Menschen in körperlich und mental belastenden Berufen.

Diese können die Aktivrente also häufig nicht nutzen. Kritiker warnen

außerdem, dass die Aktivrente zu einer versteckten Antwort auf sinkende

Renten werden könnte.

Fazit

Die Aktivrente kann für viele Menschen eine hilfreiche Möglichkeit sein,

den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten und finanzielle

Engpässe abzufedern. Dennoch muss sie eine freiwillige Option bleiben.

Sie kann nicht die Antwort auf ein geschwächtes Rentensystem

sein.

Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-

Wiedenbrück | Ständige Mitarbeit: Hermann Benkelberg, Karl-Josef

Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf

Seniorenbeirat AKTIV: Sprechzeiten

Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.

Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de

Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis

12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme

können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im

Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35

48 Das Stadtgespräch


4 Deutlich ist in der Höhe des Rotors das rote Label von

Enercon zu erkennen. Es wird in Zukunft den Windpark

der RheWie eG markieren. Hier eine Ansicht des

Anlagentyp E-175 EP5 E2. Foto: ENERCON Global GmbH

Jetzt Anteile der

Rheda-Wiedenbrücker

Energiegenossenschaft erwerben

Kapitalerhöhung für drei neue Windräder

Gute Stimmung bei der

Rheda-Wiedenbrücker

Energiegenossenschaft

eG: Nach der Baugenehmigung

für drei Windräder in Batenhorst

und Nordrheda kam jetzt von der

Bundesnetzagentur die Nachricht,

dass das Angebot der RheWie den

Zuschlag bekommen hat. Damit

können die Planungen der RheWie

für die drei Windräder zügig weiter

vorangetrieben werden.

Im nächsten Schritt erhöht

die RheWie das Kapital der Genossenschaft,

heißt es im Newsletter

118. Schließlich beabsichtigt

die Energiegenossenschaft in den

nächsten Wochen einen Kaufvertrag

mit dem Hersteller Enercon

abzuschließen. Das genau ist der

richtige Zeitpunkt, um Anteile der

RheWie zu erwerben. Viele Interessenten

haben darauf gewartet.

Ab sofort können sich alle

Mitglieder der Genossenschaft

mit einem Angebot melden. Auch

neue Mitglieder aus Rheda-Wiedenbrück

sind willkommen,

außerdem Interessenten, die in

einem 2.500-Meter-Radius um

die neuen Anlagen wohnen (im

wesentlichen Pixel und Bokel,

siehe dazu angehängte Karte). Die

nachfolgenden Punkte sind dabei

zu berücksichtigen:

· Interessenten können ein Angebot

von mindestens 1.000 und

maximal 50.000 Euro abgeben.

Ein Anteil entspricht einem Wert

von 100 Euro.

· Sie können ihr Angebot ab sofort

einreichen: über ein Formular auf

der Homepage www.rhewie-eg.

de/mitgliederbereich oder in

Briefform. Bewerbungsende ist

der 31. März 2026.

· Wie beim letzten Mal wird die

RheWie einen Verteilschlüssel

anwenden und bis zum 5. April

eine Zusage über die Höhe der

Anteile zusenden; danach haben

die Interessenten bis zum 25. April

2026 Gelegenheit, diesen Betrag

zu überweisen. Anderenfalls

verfällt ihr Gebot.

· Sollten in dieser ersten Runde

nicht ausreichend Angebote zusammenkommen,

ermöglicht

die RheWie den Einwohnern des

Kreises Gütersloh und anderen

Genossenschaften eine Beteiligung.

· Eine erste Gewinnausschüttung

auf die neu erworbenen Anteile

ist satzungsgemäß im Jahr 2028

zu erwarten.

· Wer Anteile erwirbt, beteiligt

sich an der gesamten Energiegenossenschaft

und profitiert

vom Gesamtgewinn der sechs

Windräder.

Wer zu dem Vorgang weitere

Fragen hat, kann sich an die

RheWie per E-Mail an info@rhewie-eg.de

wenden. Viele Antworten

finden sich auch im Bereich

rhewie-eg.de/faq / »Häufig gestellte

Fragen« auf der Homepage

der Energiegenossenschaft. Dieser

Bereich wird laufend aktualisiert.

Des Weiteren können Interessenten

ihre Fragen bei einer Informationsveranstaltung

am 9. März

um 19 00 Uhr in der Stadthalle

Rheda-Wiedenbrück stellen. »Dort

werden wir die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen ausführlich

erläutern«, so Hubert Leiwes und

Peter Rentrup vom Vorstand der

Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft

eG.

Der Zeitplan für das neue

Projekt: 2027 beginnen die Bauarbeiten

mit Wege-, Kabel und

Fundamentbau. Der Bau der drei

Windkraftanlagen des Herstellers

Enercon erfolgt 2028; dann sollen

die Anlagen auch in Betrieb gehen.

Kem

1 Karte für RheWie-Beteiligungen Foto: Jan Küpper

Das Stadtgespräch

49


Wenn man erzählt, welches Reiseziel

man als nächstes ansteuert,

bekommt man meist ganz unterschiedliche

Kommentare. Als wir erzählten,

dass wir vorhaben, nach Taipeh zu fliegen, in

die Hauptstadt der Republik China, kam mehrfach

die Antwort: »Ah, dann beeilt euch

mal, weil das demnächst vielleicht

nicht mehr möglich ist«. Der eher

scherzhafte Kommentar hat dabei

einen durchaus realen Hintergrund,

denn die politische

Lage im südchinesischen Meer

ist angespannt. Die außenpolitische

Lage, wohlgemerkt. Denn

die Volksrepublik China erhebt

schon lange Ansprüche auf die

Inselrepublik, die Peking als abtrünnige

Provinz ansieht. De facto

ist die demokratische Republik

Taiwan weit mehr als ein Anhängsel.

Die australische Asienexpertin Dinah Gardner

hält die Hauptstadt Taipeh für diejenige Stadt

in Asien, die Toleranz und guten Geschmack am

meisten feiert. Und aus eigener Erfahrung kann

ich nunmehr sagen, dass Reisende, auch und

gerade die aus dem Ausland, herzlich willkommen

im Land sind.

Der Gegenspieler des

Großen Vorsitzenden

Für eine chinesische Stadt ist Taipeh, das

vor Ort auf Englisch Taipei geschrieben

wird, noch recht jung. Nachdem

3 Das Chiang Kai-shek Memorial

Zu Besuch im anderen China

3 Die Tradition der

chinesischen Lanternen

geht 2000 Jahre zurück.

sich im 17. Jahrhundert zuerst die Spanier und

später die Niederländer im Norden der »Formosa«

genannten Insel ansiedelten, eroberten

die Han Chinesen Taiwan. Nach 200 Jahren

Han-Herrschaft nahmen die Japaner 1895 das

Eiland ein und blieben bis zum Ende des Zweiten

Weltkriegs. Der anschließende Machtkampf

um die Vorherrschaft in China endete mit dem

Sieg der Kommunisten unter Mao Zedong. Dessen

Gegenspieler Chiang Kai-shek zog sich mit

seinen Anhängern nach Taiwan zurück

und etablierte die Herrschaft

der Staatspartei Kuomintang. Der

anschließend ausgerufene Ausnahmezustand

wurde mehrere

Jahrzehnte beibehalten, wodurch

die Einparteienherrschaft andauerte.

Erst gegen Ende der 1980er

Jahre initiierte die Kuomintang

eine schrittweise Demokratisierung.

Heute zählt Tawain neben

Japan und Südkorea zu den demokratischsten

Staaten der Welt. Das

bedeutet jedoch keineswegs, dass

im Lande nicht auch ein Personenkult für den

Staatsgründer Chiang Kai-sheks betrieben

wird. Beeindruckendstes Beispielspiel ist die

sogenannte Chiang Kai-shek Memorial Hall,

die den 1975 Verstorbenen in Überlebensgröße

huldigt. Die Schöpfer der Anlage, die in einem

wunderschönen Park gelegen ist, in dem

sich die Einwohner Taipehs

unter anderem mit Joggen

oder Tai Chi fithalten,

wollten ganz

offenbar ein

deutliches

Zeichen gegen die Herrschaftsansprüche der

Festlands-Chinesen setzen. Das 70 Meter hohe

Gebäude enthält die sechseinhalb Meter hohe

Bronzestatur Chiangs, der in sitzender Position

lächelnd im traditionell-chinesischen Anzug

dargestellt ist. Der gewaltige Platz vor dem

Monument ist mittlerweile nicht mehr nach

dem ersten Präsidenten genannt, sondern

heißt heute Freiheitsplatz. Auch das Nationaltheater

und die Nationaloper

nehmen mit ihrer im traditionell

chinesischen Stil errichteten Pracht

etwas vom Personenkult zurück. Bei

Touristen aus dem In- und Ausland

ist mittlerweile die Wachablösung

vor dem Monument beliebtes Fotomotiv.

Das martialische Gebaren

wird die Festland-Chinesen jedoch

vermutlich nicht besonders abschrecken,

liegt deren jährlicher

Militärhaushalt doch um ein Zehnfaches

höher als der Taiwans.

101 Wirtschaftschancen

Politisch ist die Macht Taiwans

eher beschränkt, zumal nur eine

Handvoll Staaten die Republic of

China, R.O.C., wie sie sich auch

nennt, überhaupt anerkannt haben.

Zu groß offenbar der Respekt

vor Peking, sodass beispielsweise

von den über 50 Partnerstädten

Taipehs keine aus Deutschland

kommt. Bei Olympia möchte

man den großen Nachbarn

ebenfalls nicht provozieren und

tritt als Chinese – Taipei an. Die

Macht Taiwans liegt eher in

der Wirtschaft, denn da ist das

kleine Land ganz groß. Taiwan

zählt neben Südkorea, Hongkong

und Singapur zu den vier »Tigerstaaten«

Ostasiens. Taiwans

schnelle Industrialisierung und

das Wirtschaftswachstum während

der zweiten Hälfte des 20.

Jahrhunderts wird auch als das

Taiwan-Wunder angesehen. Das

ist auch nicht ganz von der Hand

zu weisen. Hatte Taiwan im Jahr

1962 ein Bruttosozialprodukt pro

3 101 Tower, das Wahrzeichen

von Taipeh

50 Das Stadtgespräch


Kopf von 170 US-Dollar, vergleichbar mit der

Demokratischen Republik Kongo, so wuchs das

Bruttosozialprodukt pro Kopf auf knapp 38.000

US-Dollar im Jahr 2025 an. Das liegt knapp unter

dem Wert der Europäischen Union. Deutliches

Zeichen des wirtschaftlichen Erfolgs

und des damit einhergehenden Selbstbewusstseins

ist der 101 Tower in Taipehs

Westen. Der Büroturm, der über 101

Stockwerke verfügt, daher der Name,

ist nicht nur durch seine türkisblaue

Farbe besonders, sondern vor allem

durch seine Architektur, die sich

am Bambus und an chinesischen

Pagoden orientiert. Längst ist der

101, gesprochen one-o-one, der Eiffelturm

Taipehs geworden. Zu Silvester

2004 wurde der Turm eingeweiht,

der mit seinen 508 Metern

Höhe das höchste Gebäude

der Welt war. Dieser Rekord hielt

zwar nur bis 2009, als der Burj

Khalifa in Dubai eingeweiht wurde,

aber noch immer zählt der

101 zu den höchsten Gebäuden

der Welt. Dabei ist Taipeh ausgesprochen

erdbebengefährdet.

Doch der raffinierte Bau verfügt

über das größte Tilgerpendel der

Welt. Das ist eine 660 Tonnen

schwere, vergoldete, aus einzelnen

Scheiben gefertigte Stahlkugel

mit einem Durchmesser

von fünfeinhalb Metern, die

mit ölhydraulischen Dämpfungselementen

so an einer

Seilkonstruktion aufgehängt

ist, dass sie die Schwingungen

bei Erdbeben ausgleichen

kann. Die Kugel sowie Aussichtsplattformen

kann man

besichtigen. Zur Sicherheit des

Baus tragen vielleicht ja auch

die außen angebrachten Kreise

bei, die überdimensionale

Münzen darstellten, denn die

bringen natürlich auch Glück.

Wem die Aussicht aus dem 35.

Stockwerk reicht, der kann

übrigens auch im Café bei

lecker Kaffee und Kuchen

die Aussicht auf das Finanzviertel

und die übrige Stadt

genießen.

Design des 21. Jahrhunderts

Bei Touristen nicht sehr bekannt und leider von

innen nicht zu besichtigen ist ein weiteres architektonisches

Highlight der Stadt. Gemeint

ist das Apartment-Haus Tao Zhu Yin Yuan, auch

Agora Garden Tower genannt. Das wahrhaft

kühne Design kann und sollte man zumindest

von außen bewundern. Der belgische Stararchitekt

Vincent Callebaut schuf das gut 90 Meter

hohe Gebäude mit seinen 21 Stockwerken. Denn

statt die verschiedenen Stockwerke einfach

übereinander zu stapeln, wurde das nächsthöhere

Stockwerk jeweils um 4,5 Grad »verdreht«,

wodurch eine Form entstand, die an die

DNA-Doppelsäule erinnert. Dadurch ist gewährleistet,

dass jeder Balkon Sonneneinstrahlung

und Regenwasser erhalten kann. Der besondere

Schwerpunkt des 2018 fertiggestellten Baus

liegt im ökologischen Bereich. Rund 20.000

Bäume und Büsche sind auf Balkonen und allen

möglichen Freiflächen gepflanzt. Eine Zisterne

sammelt Regenwasser, Sonnenkollektoren und

Windräder zieren das Dach. In den Gärten des

Gebäudes werden Früchte, Gemüse und Kräuter

angebaut. Auch wird Bio-Abfall gesammelt,

was in Asien keineswegs durchgängige Praxis

ist. Die Bewohner müssen auf keinerlei

Komfort verzichten. So ist einer der

sieben Aufzüge groß genug, um

einen Rettungswagen in das gewünschte

Stockwerk zu bringen.

Die Wohnungen sind

zu drei Seiten verglast

und gar nicht mal so

eng. Jede Wohnung hat

650 Quadratmeter Fläche,

allerdings ist es in

Taiwan durchaus noch üblich,

dass drei Generationen

in einer Wohnung leben, was

bei dieser Fläche sicherlich nicht

so das Problem ist. Jedenfalls nicht,

wenn man das nötige Kleingeld hat.

Design des alten China

Was Taipeh für Besucher nicht nur aus

dem Westen so interessant macht ist,

dass supermoderne Bauten nur wenige

Straßen neben traditionellen Gebäuden

errichtet wurden. Traditionell sind natürlich

vor allem die Tempel, die keineswegs

reine Museumsbauten sind, sondern Orte

gelebten Glaubens. Der bekannteste der

vielen Tempel in Taipeh ist der Mengjia-

3 Kühn geformtes

Apartmentgebäude

3 Der Name Taiwan taucht

unauffällig auf.

Long shan-Tempel,

der Drachenbergtempel.

Bereits

1738 von Han-Chinesen

erbaut, dient der Longshan, wie der

Tempel oft verkürzt genannt wird, heute vielen

Gläubigen, die ihre Anliegen in Gebete fassen

und Opfergaben darbringen. »Long« bedeutet

Drachen, und die finden sich reichlich in kühnen

Formen und Farben auf dem rund 1.600 Quadratmeter

großem Tempelgelände. Neben den

chinesisch-buddhistischen Elementen gibt es

auch einige chinesische Gottheiten im Longshan.

So wird hier die See-Gottheit Mazu ebenso

verehrt wie der General Guan Yu, der im dritten

nachchristlichen Jahrhundert in der Han-Dynastie

wirkte und dreihundert Jahre später zur

Gottheit erhoben wurde. Die Hauptgottheit

des Tempels ist Kuan Yin, eine weibliche Bodhisattva

im Buddhismus, die als Verkörperung

des Mitgefühls und der Barmherzigkeit verehrt

wird. Der Tempel ist von sechs Uhr morgens bis

22 Uhr geöffnet. Wer früh morgens oder spät

abends kommt, vermeidet die Besuchergruppen

und kann den Tempel

auf sich wirken lassen oder

auch die vielen Koi bewundern,

die Glück,

Reichtum und

Ausdauer bringen

sollen.

Das Stadtgespräch

51


1 Oper am Friedensplatz

1 Wachablösung am Chiang Kai-shek Memorial

1 Ximen steht für Shoppen und Schlemmen.

1 Neben dem Glück stehen Drachen für Autorität

und den Einklang mit der Natur.

Schlemmen und Shoppen

Neben den genannten Sehenswürdigkeiten,

die keinen Eintritt erheben, abgesehen von der

Gebühr für die Aussichtsplattform des 101 Towers,

kann man natürlich in Taipeh auch Geld

ausgeben. Da ist zum Beispiel der Shilin Night

Market im Norden Taipehs. Der Markt ist ab vier

Uhr nachmittags geöffnet, aber im Hellen wirkt

er nicht besonders beeindruckend. Das ändert

sich in der Dunkelheit, wenn zwischen 20 und 23

Uhr alle Geschäfte hell erleuchtet sind und alles

bieten, was das Herz von Einheimischen und Besuchern

erfreut. Vor allem der Food Court ist mit

mehr als 500 Ständen gut bestückt. Dort kann

man unter anderem auch Spezialitäten Taipehs

probieren, wie beispielsweise den gesüßten Ingwer-Tee,

den die Einheimischen gerne und oft

trinken. Bei ausländischen Besuchern dagegen

eher gefürchtet ist der Stinky Tofu, der seinem

stinkenden Namen alle Ehre macht.

Ein ganzes Viertel, das dem Shoppen gewidmet

ist, heißt Ximending. Im nördlichen

Teil gibt es eine Fußgängerzone, die schlicht

Ximen genannt wird. Das Viertel, das an den

Tamsui Fluss angegrenzt, ist schon seit langem

ein Handelszentrum, verband der Fluss doch das

Inland mit dem Meer. Heute spricht es vor allem

junge Leute an, die hier jede Menge Angesagtes

finden von Mode bis zu Kinos, Karaoke-Lokalen

und hippen Clubs. Und auch kulinarisch bleibt

kein Wunsch offen, wobei der Schwerpunkt vor

allem bei kleinen Fast Food-Läden oder fliegenden

Imbissen liegt.

Besucher willkommen

Von A nach B gelangt man in Taipeh schnell,

sicher und übrigens auch pünktlich mit der

U-Bahn, die außer mit den chinesischen Schriftzeichen

immer auch auf Englisch gekennzeichnet

ist. Auch Taxifahren ist vergleichsweise

günstig, wobei man allerdings beachten sollte,

dass viele Taxifahrer nur sehr wenig English

sprechen und es zum Teil auch nicht lesen können.

Auf Nummer sicher geht man, wenn man

die Ziel adresse in chinesischer Schrift mitführt.

Diese Schrift können alle lesen, egal ob sie

nun wie die Mehrheit der Menschen in Taiwan

Mandarin sprechen oder einen der vielen chinesischen

Dialekte wie Hakka oder Taiwanesisch

oder eine der 16 indigenen Formosa-Sprachen

als Muttersprache sprechen. Bei den Hotels

gibt es ein paar Besonderheiten. Man darf sich

nicht wundern, dass in einigen Hotels der vierte

Stock fehlt, denn die 4 bringt nach dem Volksglauben

Unglück, weil das Mandarin-Wort für

4 dem Wort für Tod ähnelt. Bei den sehr günstigen

Hotels wird zum Frühstück oftmals kein

Brot, sondern wie in China üblich warmes Essen

geboten. Die Selbstversorgung ist in Taipeh jedoch

überhaupt kein Problem, denn das Netz

an sogenannten convenience stores, also modernen

Tante-Emma-Läden, die oft rund um die

Uhr geöffnet sind, ist flächendeckend. Dort bekommt

man auch alles Mögliche zu essen und

zu trinken und selbst Bargeld, die sogenannten

New Taiwan Dollars, kann man an den Automaten

im Laden ziehen. Bargeld braucht man an

Ständen und in Taxis, ansonsten ist die Kartenzahlung

kein Problem. Ein paar Tage Zeit sollte

man schon für die Besichtigung der Hauptstadt

Taiwans mit ihren rund zweieinhalb Millionen

Bewohnern einplanen. Denn die Stippvisite

lohnt nicht nur, weil Taipeh viel Sehenswertes

bietet. Die Einwohner machen den Reisenden

durch ihre freundliche und offene Art den Besuch

ausgesprochen leicht.

5 Longshan ist der bekannteste Tempel Taipehs.

8 Der Phoenix

steht für

Erneuerung.

52 Das Stadtgespräch


Na dann

prost?

Mit dem, was als Trend, dem man in Europa

unbedingt folgen muss, zu uns

aus dem englischsprachigen Raum

herüberschwappt, musste man schon vorsichtig

sein, bevor der gefährliche orangene Clown

die USA regierte. Seit TicToc und Co. kommen

die Trends auch oft als »challenge« daher, also

als Herausforderung. Wie sinnvoll es dann ist,

sich gegenseitig einen Eimer Wasser über den

Kopf zu gießen und dann den nächsten Kandidaten

für die Challenge zu nennen, das kann

man sich unschwer selbst ausmalen. Doch was

ist eigentlich mit der »Dry January Challenge«,

die Anfang des Jahres in aller Munde war? Bei

dieser Herausforderung ging es darum, einen

Monat lang auf Alkohol zu verzichten. Und da

der Januar sich ja in erster Linie für gute Vorsätze

eignet, bietet er sich offenbar für diesen

Trend besonders an.

Wie sinnvoll ist ein trockener

Monat?

Bei der Frage, wie sinnvoll ein Monat ohne Alkohol

ist, herrscht große Einigkeit bei allen, die

beruflich mit Gesundheit beschäftigt sind – und

ich fürchte, ebenso bei vielen, die sich privat

für Gesundheit interessieren. Die Apothekenrundschau,

spöttisch auch »Rentnerbravo« genannt,

zählt eine ganze Litanei von Vorteilen

auf, und zwar nach kurzfristigen und langfristigen

positiven Auswirkungen des Alkoholverzichts

unterteilt. Das Blatt zitiert dabei Christina

Rummel, die Geschäftsführerin der Deutschen

Hauptstelle für Suchtfragen. Laut einer Studie

der Universität Sussex in England aus dem Jahr

2018 berichteten die 800 Testpersonen nach einem

Monat ohne Alkohol davon, »dass sie mehr

Energie haben, abnehmen, besser schlafen und

allgemein einen besseren Gesundheitszustand

haben. Und, last but not least: Geld sparen«.

Auch weist Frau Rummel darauf hin, dass Alkohol

immerhin ein Zellgift sei, der Verzicht auf

Alkohol also zur Entgiftung beiträgt.

Noch positiver wird natürlich die langfristige

Abstinenz gesehen, denn sie führt zu weniger

Infektionen, weniger Krebsrisiko, weniger

Unfallrisiko, weniger Konflikten in sozialen

Beziehungen, einem gesünderen Herz, besserem

Schlaf und verbessertem Blutdruck, so die

Expertin. Krankenkassen stimmen ihr in dieser

Einschätzung zu. Auch die Barmer nennt als Erfolg

besseren Schlaf, sinkenden Blutdruck, einen

klaren Kopf, Erholung für die Leber, ein schöneres

Hautbild sowie schwindende Kilos. Die IKK

wies ebenso letzten Sommer darauf hin, dass

Deutschland ein »Hochkonsumland« für Alkohol

ist. Die Krankenkasse gibt an, dass ein Mensch,

gemeint sind die ab 15 Jahren, in Deutschland

laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen

jedes Jahr mehr als 10 Liter reinen Alkohol konsumiert:

»Zum Vergleich: Ein 0,5 Liter großes

Bier beinhaltet etwa 25 Milliliter reinen Alkohol.

Das bedeutet: Jede Person in Deutschland

trinkt etwa 200 Liter Bier – und das jedes Jahr.

Das ist fast doppelt so viel wie im weltweiten

Durchschnitt«. Laut einem OECD-Bericht aus

dem vergangenen Jahr steht Deutschland mit

diesem Wert erheblich schlechter da als Länder

wie Griechenland, denn die Griechen konsumieren

»nur« 6,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr. In

Österreich, Rumänien, Portugal und Lettland

wird dagegen noch mehr als bei uns gepichelt,

nämlich mehr als elf Liter reinen Alkohols.

Das Gläschen in Ehren gibt es

nicht mehr

Laut digitaler Suchtberatung sind Sätze wie

»Ein Glas Rotwein am Abend ist gesund« faktisch

falsch. Die Deutsche Gesellschaft hat im

Jahr 2025 eine Neueinschätzung vorgenommen,

nach der jeder Alkoholkonsum riskant ist und

das Risiko für gesundheitliche Folgen steigt, je

mehr man trinkt. Die digitale Suchtberatung

gibt auch an, ab welchem Konsum dieses Risiko

als gering und wann als gefährlich einzustufen

ist. Auf Getränke zurückgerechnet,

erfolgt folgende Einschätzung. Was dabei als

Getränk gilt, ist festgelegt auf zehn bis zwölf

Gramm Reinalkohol. Das entspricht etwa einer

0,33 ml Flasche Bier oder einem 0,1 ml Glas

Wein. Als geringes Risiko werden ein bis zwei

Getränke pro Woche eingestuft. Ein moderates

Risiko besteht nach dieser Rechnung bei drei

bis sechs Getränken pro Woche. Ab sieben und

mehr Getränken pro Woche wird von hohem

Risiko gesprochen, wobei klar ist, dass Kinder,

Jugendliche und Schwangere gar keinen Alkohol

trinken sollten. Apropos Jugendliche – da gibt

es vergleichsweise Positives zu vermelden. 1986,

also vor 40 Jahren, war es so, dass 29 Prozent

der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal pro

Woche Alkohol tranken. 2007 waren das immer

noch 23 Prozent. Heute sind es weniger als zehn

Prozent, wobei die Jungen nach wie vor häufiger

trinken als die Mädchen.

Fastenzeit, Frühjahrsdiät und Co.

Ob unseren Vorfahren die gesundheitlichen

Konsequenzen bekannt waren oder nicht, je-

1 Doppelter Weinbrand schlägt mit über 120 Kalorien

zu Buche.

denfalls gibt es in den großen Religionen immer

auch Zeiten des Verzichts. Die vierzigtägige

christliche Fastenzeit nach dem Karneval

dauert bis Ostern, in diesem Jahr also bis zum

5. April. Die Sonntage sind von der eigentlich

46-tägigen Fastenzeit ausgenommen. Und auch

die beinahe schon traditionelle Frühjahrsdiät

enthält sinnvoller Weise Einschränkungen beim

Alkoholkonsum, denn das Glas Bier schlägt mit

über 90 Kalorien pro 0,2 Glas zu Buche, dieselbe

Menge Rotwein liegt bei 140 Kalorien, ein

Gläschen Weinbrand erhöht die Bilanz mit 120

Kalorien. Wer unbedingt einen Anlass oder eine

Challenge braucht, der könnte es auch den Amerikanern

nachmachen und den Sober October,

also den nüchternen Oktober, oder den No-Vember

feiern. Man könnte natürlich auch alte Verhaltensmuster

überdenken und neue Routinen

suchen oder anders ausgedrückt, dem gesunden

Menschenverstand folgen und unabhängig vom

Datum das tun, was einem guttut. Das ist heute

einfacher als früher, denn der soziale Druck

beim Verzicht auf Alkohol hat jedenfalls bei uns

in den letzten Jahren nachgelassen. Immerhin

rümpft heute niemand mehr die Nase, wenn

man ein alkoholfreies Weizenbier bestellt.

1 Guinness is good for you – darf bezweifelt werden.

Das Stadtgespräch

53


1 Begrüßung der Abordnung des Togofördervereins in Adjengré

Dank für die treue Unterstützung

Über 20.000 Euro für die Menschen in Togo

Der Christkindlmarkt war wieder ein

tolles Erlebnis. Der Kontakt mit den

vielen interessierten Menschen hier

in Rheda-Wiedenbrück zeigt immer wieder,

dass der Togo-Förderverein mittlerweile eine

Institution in unserer Stadt geworden ist«,

berichtet seine Vorsitzende, Renate Erlemann.

Ihr besonders großes Dankeschön geht

an die vielen ehrenamtlichen Helfenden, die

den Losverkauf auf dem Christkindlmarkt

2025 möglich gemacht haben. Der Einsatz

von achtzig Helferinnen und Helfern in siebzig

Verkaufsschichten hat einen Reinerlös von

über 20.000 Euro erbracht, ein sensationelles

Ergebnis, so die Vorsitzende. Die Einnahmen

der Tombola tragen ganz wesentlich dazu bei,

dass der Togo-Förderverein die vielen Projekte

auch zukünftig umsetzen kann, beispielweise

die Zusammenarbeit mit dem Waisenhaus in

Aneho oder den Brunnenbau in den Partnerkantonen

Aouda und Adjengré. Und die neu

an den Start gegangenen Projekte, z. B. der

Bau des Wasserspeichers in Agadji oder die

integrative Schule für hörgeschädigte Kinder

in Adeta.

Der Dank des Fördervereins gilt allen, die

zum Gelingen beitragen, den Mitgliedern, Förderern,

Unterstützenden und Freunden des

Fördervereins.

Erlemann: »Im Herbst geht es wieder auf

Inspektionsreise. Wir besuchen unsere Freunde

in Togo und überzeugen uns von der Wirkung

unserer Projekte. Und wir sind sicher, dass wir

wieder viel Dankbarkeit mit zurückbringen«.

Der Togo-Förderverein kann in diesem Jahr

sein Doppeljubiläum feiern. Vor 50 Jahren wurde

seitens der Stadt die erste Zahlung an den

Partnerkanton Aouda geleistet, vor 25 Jahren

erfolgte dann die Gründung des Togo-Fördervereins.

Kem

Optimismus

trotz herausfordernder

Lage

Neujahrsempfang der

FDP Rheda-Wiedenbrück

Rund 30 Gäste folgten der Einladung des FDP

Stadtverbandes zum Neujahrsempfang, der

erstmals in der Mietbar in Lintel stattfand. Nach

einer persönlichen Begrüßung und einer kleinen

Stärkung blickte Kreisvorsitzender Patrick Büker

mit Optimismus auf die herausfordernde Lage

der FDP. Als erklärtes Ziel nannte er, die Freien

1 Die FDP Rheda-Wiedenbrück startete mit klaren Botschaften in das neue Jahr.

Demokraten bei der NRW-Landtagswahl 2027

wieder sicher über die Fünf-Prozent-Hürde zu

führen.

Fraktionsvorsitzender Simon Gerhard hob

mit dem ein oder anderen Seitenhieb auf den

politischen Wettbewerb und einer guten Portion

Selbstironie die besondere Rolle der

Freien Demokraten in den derzeit komplizierten

Mehrheitsverhältnissen im Rat hervor.

»Als eine der kleinsten Fraktionen sind wir

uns dieser besonderen Verantwortung bewusst

und werden uns hörbar und spürbar für eine

dringend notwendige Haushaltskonsolidierung

einsetzen.« Das Ergebnis der Kommunalwahl

habe deutlich gemacht, dass in Rheda-Wiedenbrück

eine breite Mehrheit für eine bürgerlich

geprägte Politik stehe. Gerade vor diesem Hintergrund

äußerte Gerhard die Erwartung, dass

die demokratischen Kräfte im Stadtrat ihre Verantwortung

stärker gemeinsam wahrnehmen.

Die politische Gestaltung dürfe nicht an taktischen

Abgrenzungen oder fehlender Einigung

scheitern. Mit Blick auf das Verhältnis von MOVE

und CDU bemerkte Gerhard spitz: »Mehrheiten

helfen wenig, wenn man sich gegenseitig lieber

blockiert als gemeinsam gestaltet«.

Sachkundiger Bürger Jörg Greweling mahnt

zur Wachsamkeit gegenüber politischen Extremen.

Er berichtete von seinen zahlreichen

Haustürgesprächen während des Wahlkampfes.

Dabei sei deutlich geworden, wie wichtig es sei,

politische Entwicklungen auch auf kommunaler

Ebene aufmerksam wahrzunehmen und ernst zu

nehmen. Demokratie brauche Wachsamkeit, klare

Werte und eine offene Auseinandersetzung.

Der Vorstand hatte ausdrücklich sein starkes

Abschneiden bei der Kommunalwahl 2025

gewürdigt. Als FDP-Neuling hatte Greweling,

im Wahlkreis 17 aus dem Stand 18 Prozent der

Stimmen erzielt. Ein Ergebnis, das innerhalb des

Stadtverbandes als klares Zeichen für Vertrauen

und Aufbruchsstimmung gewertet wurde.

Fazit des Empfangs: Die FDP Rheda-Wiedenbrück

sieht sich gut aufgestellt, um die kommenden

Jahre konstruktiv, verantwortungsbewusst

und entschlossen zu gestalten. Kem

54 Das Stadtgespräch


1 (Hinten v. l.) Lukas Lübbers, Ludger Brinkmann, Frederik Iding, Damian Meller Partida, Kim Kornalewski, Clara Huster, Christoph Weinekötter, Jarne Brinkmann, (vorne v. l.)

Sponsor Jens Butschko, Gregor Glomm, Monika Glomm, Julian Meller Partida, Kristina Stolle, Guido Behrens, Julia Weinekötter, Magnus Brinkmann, Jan Kornalewski

TSG Rheda Badminton startet stark in die Rückrunde

– mit Unterstützung von 2rad Butschko

Pünktlich zum Rückrundenstart durfte sich

die 1. u. 2. Badminton-Mannschaft der TSG

Rheda über neue Trikots und Trainer-Hoodies

freuen. Möglich gemacht hat dies erneut die

großzügige Unterstützung von 2rad Butschko

aus Rheda, der dem Verein nun bereits im vierten

Jahr in Folge als Sponsor zur Seite steht.

Die Übergabe der neuen Ausstattung erfolgte

direkt zum Auftakt der Rückrunde und

sorgte sofort für zusätzliche Motivation und

einen einheitlichen, professionellen Auftritt

auf und neben dem Feld. Gerade im schnellen

und intensiven Badmintonsport ist Teamgeist

ein entscheidender Faktor – und genau diesen

unterstreicht das neue Outfit eindrucksvoll.

»Wir bedanken uns herzlich bei 2rad

Butschko für das anhaltende Engagement und

das Vertrauen in unsere Abteilung. Solche Partnerschaften

sind ein wichtiger Baustein für den

sportlichen Erfolg und die Weiterentwicklung

unseres Vereins«, betonen die TSGler.

Mit frischem Look, starkem Zusammenhalt

und viel Ehrgeiz blickt das Team motiviert auf

die kommenden Spiele der Rückrunde.

1 (V. l.) Sponsor Jens Butschko und das Trainer-Team

Frederik Iding, Kristina Stolle, Magnus Brinkmann,

Clara Huster, Gregor Glomm und Jan Kornalewski

Sparkassensportcamps

beim SV Grün-Weiß Langenberg-Benteler und beim FSC Rheda

Der FSC Rheda und der SV Grün-Weiß

Langenberg-Benteler bieten in diesem

Jahr erneut jeweils das beliebte Sparkassensportcamp

für Mädchen und Jungen an.

Die Sportcamps beider Vereine werden, wie

gewohnt, in Zusammenarbeit mit der Fußballschule

Erlebniswelt Fußball e. V. und der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück durchgeführt.

Vom 20. bis 24. Juli 2026, jeweils von 9.15

Uhr bis 15.30 Uhr, wird auf dem Sportplatz an

der Nordenkampstraße in Benteler trainiert

und gespielt. Das Sparkassensportcamp mit

dem FSC Rheda startet vom 3. bis 7. August

2026 auf dem Sportgelände am Reinkenweg

in Rheda. Auch Nichtmitglieder oder Kinder

aus anderen Vereinen können gern teilnehmen.

Im Preis von jeweils 149 Euro sind die

abwechslungsreichen Trainings- und Kurseinheiten

in kleinen Gruppen beim qualifizierten

Team der Trainerinnen und Trainer, ein individuell

bedrucktes und nachhaltiges Trikot, eine

fair und nachhaltig produzierte Trinkflasche

sowie ein tägliches warmes Mittagessen und

Getränke enthalten. Jedes Kind bekommt au-

ßerdem eine Urkunde über die Teilnahme ausgehändigt.

Nähere Informationen, auch zu der

Möglichkeit der Kostenrückerstattung durch

die gesetzlichen Krankenkassen, gibt es unter

www.erlebniswelt-fussball.de. Dort ist auch die

Anmeldung möglich.

Die Teilnahme am Sparkassensportcamp

soll die Förderung der Kinder im Fußball, vor

allem aber die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung

von Kreativität und Spielwitz durch die

Vermittlung von vielen Bausteinen aus verschiedenen

Sportarten.

Weitere Sparkassensportcamps finden in

den Osterferien beim Herzebrocker SV und in

den Sommerferien beim FC Kaunitz statt.

Das Stadtgespräch

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55


1 (V. l.) Werner Möllenhoff, Anja Bärenfänger, Marc Söldenwagner, Can Karsli (Abteilungsleiter Basketball DJK Rheda),

Fabian Reinkemeier (Premium Food Group), Juri Reiker, Rabea Reiker, Kayleigh Bärenfänger und Martin Bärenfänger

Premium Food Group unterstützt

Rollstuhl- Basketballer

Die Rollstuhl-Basketballer vom DJK

Rheda freuen sich über einen neuen

Rollstuhl für ihre Mannschaft. Diesen

hat die Premium Food Group aus Rheda-Wiedenbrück

den Sportlerinnen und Sportlern finanziert

und nun übergeben. Die Freude beim

Training war entsprechend groß.

Mit einem Leuchten in den Augen nahm

Marc Söldenwagner, Trainer der Rollstuhlbas-

ketballer »Hot Crocs« des DJK Rheda, das neue

Gefährt in Empfang. Beim anschließenden

Training in der Sporthalle der Moritz-Fontaine-Gesamtschule

konnten sich die Mitglieder

der Abteilung gleich von den Vorzügen des

»Neuzugangs« überzeugen.

Möglich wurde die Anschaffung des Rollstuhls

durch eine großzügige Spende der Premium

Food Group. Der Lebensmittelproduzent

von der Gütersloher Straße übernahm die

Anschaffungskosten in Höhe von rund 2.500

Euro. »Die Freude in den Gesichtern der Sportlerinnen

und Sportler spricht für sich. Wir freuen

uns, dass wir die Rollstuhlbasketballer des

DJK Rheda mit dieser Spende unterstützen

können«, sagte Fabian Reinkemeier von der

Premium Food Group bei der Übergabe.

Er durfte gleich auch selbst einmal Platz

nehmen und das neue Gefährt testen. »Ich

hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend

ist«, gestand er nach dem rund 15-minütigen

Fahr- und Wurftraining mit den DJK-Spielerinnen

und Spielern. Das Besondere: In der

Mannschaft spielen Frauen und Männer sowohl

mit als auch ohne Handicap zusammen.

»Diese Abteilung des DJK Rheda ist Inklusion

pur. Mehr Teilhabe geht nicht«, betonte der

Unternehmenssprecher der Premium Food

Group.

Etwas mehr als ein Dutzend Mitglieder

zählt die Abteilung innerhalb des Vereins, der

1988 gegründet wurde. Sie treffen sich einmal

in der Woche unter der Leitung von Marc Söldenwagner,

um ihrem Sport und ihrem Hobby

nachzugehen. Die Männer und Frauen im Alter

von 20 bis 60 Jahren hoffen dabei noch auf

einige neue Mitstreiter. Die Attraktivität des

Vereins und des Sports sei mit der Anschaffung

des nagelneuen Rollstuhls entsprechend

weiter gestiegen. »Wir sind der Premium Food

Group daher auch sehr dankbar für ihre großzügige

Spende«, fügte Söldenwagner im Rahmen

des Trainings hinzu.

Bewerbertag im

St. Aegidius Rheda- Wiedenbrück

­Pflege + Wohnen

Team sucht Verstärkung

Die Altenpflegeeinrichtung St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück

Pflege + Wohnen lädt zu einem

Bewerbertag ein. Am 9. März 2026 sind

interessierte Bewerberinnen und Bewerber von

10.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr

herzlich willkommen. Gesucht werden engagierte

Pflegefachkräfte, Pflegefachassistenten,

Hauswirtschaftskräfte und Auszubildende in

der Pflege.

Haus und Team kennenlernen

Der Bewerbertag bietet die Möglichkeit, das

Team kennenzulernen und Einblicke in die

Wohnbereiche zu erhalten. In entspannter

Atmosphäre können Bewerberinnen und Bewerber

mit der Leitung und dem Team ins

Gespräch kommen, ihre Fragen stellen sowie

Informationen über offene Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten

erhalten. Außerdem besteht

die Möglichkeit, Bewerbungsunterlagen

direkt vor Ort persönlich abzugeben. »Nach Abschluss

der Umbaumaßnahmen möchten wir

unser Team vergrößern«, erklärt Jürgen Mertes,

Einrichtungsleitung im St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück

Pflege + Wohnen. »Wir bieten

ein tatkräftiges Arbeitsumfeld mit Herz und

Hand, anpackend und humorvoll, in dem die

Verbundenheit mit den Bewohnerinnen und

Bewohnern spürbar ist«, führt Mertes aus. Neben

einem wertschätzenden Miteinander bietet

das St. Aegidius Rheda-Wiedenbrück Pflege

+ Wohnen, das zum Verbund katholischer

Altenhilfe Paderborn e. V. gehört, viele attraktive

Benefits, z. B. tarifliche Vergütungen nach

AVR-Caritas, eine betriebliche Altersversorgung

sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Interessierte können gerne spontan

im Drostenweg 15, 33378 Rheda-Wiedenbrück,

vorbeikommen. Rückfragen beantwortet

Kevin Schulte (Pflegedienstleitung)

gerne telefonisch unter 05242/926814

oder 05242/92680 sowie per Mail an

st-aegidius@vka-pb.de. Informationen zur

Altenpflegeeinrichtung gibt es unter www.

vka-st-aegidius.de.

56

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Das Stadtgespräch


Grundsteuer: Wann Eigentümer

bei Leerstand Geld

zurückbekommen können

Die Grundsteuer gehört für Immobilienbesitzer

zu den regelmäßigen Kosten.

Für Städte und Gemeinden ist sie eine

wichtige Einnahmequelle – gerade in finanziell

schwierigen Zeiten. Deshalb haben viele

Kommunen in den vergangenen Jahren die

sogenannten Hebesätze erhöht. Für Eigentümer

bedeutet das: Die Grundsteuer ist spürbar

gestiegen.

Was jedoch viele nicht wissen: Unter bestimmten

Voraussetzungen kann ein Teil der

gezahlten Grundsteuer auf Antrag erlassen

werden – vor allem bei vermieteten Immobilien

mit erheblichen Mietausfällen oder Leerstand.

Wann ist ein Erlass möglich?

Voraussetzung ist, dass die Einnahmen im Jahr

2025 deutlich geringer waren als üblich – und

zwar ohne eigenes Verschulden des Eigentümers.

· Sind die Mieteinnahmen (der sogenannte Rohertrag)

um mindestens 50 % im Vergleich zur

ortsüblichen Jahresmiete gesunken, kann die

Grundsteuer um 25 % erlassen werden.

· Bei einem vollständigen Mietausfall, etwa

durch kompletten Leerstand, ist sogar ein

Erlass von 50 % möglich.

Wichtig: Kein eigenes Verschulden

Entscheidend ist, dass der Eigentümer den

Mietausfall nicht selbst verursacht hat. Wer

etwa absichtlich nicht vermietet oder durch

überhöhte Mietforderungen einen Leerstand

in Kauf nimmt, hat keinen Anspruch auf einen

Erlass.

Typische Fälle, in denen ein Antrag Aussicht

auf Erfolg haben kann, sind zum Beispiel:

· Mietausfälle wegen Zahlungsunfähigkeit eines

Mieters,

· länger andauernder Leerstand trotz nachweisbarer

Vermietungs bemühungen,

· Schäden durch Hochwasser oder Brand,

· behördliche Auflagen oder Nutzungsverbote,

die eine Vermietung verhindern.

Wichtig ist eine sorgfältige Dokumentation,

für die Vermietungsbemühungen etwa

durch Inserate, Schriftverkehr oder Nachweise

über Schäden. Die jeweilige Kommune prüft

die Voraussetzungen für jeden Antrag einzeln.

Sonderregelung für Landund

Forstwirte

Auch für land- und forstwirtschaftliche Flächen

kann ein Teilerlass sein, wenn außergewöhnliche

Ereignisse – zum Beispiel Hochwasser

1 Frank van der Burg Foto: Katrin Biller Fotografie

oder behördliche Auflagen – unverschuldet zu

erheblichen Ertragseinbußen geführt haben.

Frist nicht verpassen

Der Antrag auf Erlass der Grundsteuer für das

Jahr 2025 muss bis spätestens 31. März 2026

bei der zuständigen Gemeinde gestellt werden.

Wer betroffen ist, sollte diese Frist unbedingt

im Blick behalten.

Frank van der Burg

Der Autor ist Steuerberater in der Kanzlei Wortmann

& Partner PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Rheda- Wiedenbrück

Ein Herz für Kinder und Jugendliche

Oralchirurg Maximilian Klein spendet 2.000 Euro

an den Lions Club Rheda-Ems

Mit großer Freude darf der Lions Club

Rheda-Ems eine außergewöhnliche

Spende empfangen: Oralchirurg

Maximilian Klein aus Rheda-Wiedenbrück

hat 2.000 Euro gespendet, um Kindern und

Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen

Hoffnung und Freude zu schenken. Auf

ausdrücklichen Wunsch von Herrn Klein wird

die Spende zu gleichen Teilen den Soulbuddies

und dem Projekt Fruchtalarm zugutekommen

– zwei Initiativen, die mit Herz und

Engagement für junge Menschen da sind. Die

Soulbuddies begleiten Kinder und Jugendliche,

die mit seelischen Belastungen kämp-

fen. Sie hören zu, geben Halt und schaffen

Perspektiven – damit kein junger Mensch

sich allein fühlt. Das Projekt Fruchtalarm

bringt Farbe und Lebensfreude in den Alltag

krebskranker Kinder. Mit mobilen Cocktailbars

zaubern die Helfer alkoholfreie Fruchtcocktails

direkt ans Krankenbett – ein kleiner

Moment des Glücks in einer schweren Zeit.

Der Lions Club Rheda-Ems ist sehr dankbar

für diese großzügige Spende: »Sie ist mehr

als ein finanzieller Beitrag – sie ist ein Zeichen

der Solidarität und Menschlichkeit. Im

Namen aller, die von dieser Hilfe profitieren,

sagen wir: Danke!«

1 (V. l.) Maximilian Klein (Praxis für Oralchirurgie &

Implantologie) mit Hartmut Hallmann (Präsident

Lions Club Rheda-Ems) bei der Spendenübergabe

Das Stadtgespräch

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57


Was macht ein modernes

Immobilienbüro heute aus?

In einer sich rasant wandelnden Immobilienwelt

ist ein moderner Immobilienmakler

weit mehr als nur Vermittler zwischen

Käufer und Verkäufer. Heute vereint ein professionelles

Immobilienbüro Marktkenntnis,

Beratungskompetenz und digitale Expertise.

Professionelle Präsentation

Immobilien werden längst nicht mehr ausschließlich

über klassische Exposés vermarktet.

Hochwertige Fotos, professionelle Videos

und zielgerichtete Online-Präsentationen sorgen

dafür, dass Objekte die Aufmerksamkeit

erhalten, die sie verdienen.

Eine moderne Objektpräsentation steht für

klare Struktur, authentische Darstellung und

eine emotionale Ansprache – ohne dabei die

Seriosität aus den Augen zu verlieren.

Digitale Reichweite

Social-Media-Plattformen wie Instagram und

Facebook ermöglichen es, Immobilien gezielt

sichtbar zu machen. Entscheidend ist dabei

nicht allein die Reichweite, sondern vor allem

Glaubwürdigkeit, Transparenz und ein vertrauensvoller

Auftritt.

Effiziente Prozesse

Digitale Exposé-Versände, strukturierte Interessentenverwaltung

und schnelle Reaktionszeiten

gehören heute zum professionellen

Standard. Moderne Tools ermöglichen eine

transparente und zügige Kommunikation –

sowohl für Verkäufer als auch für Kaufinteressenten.

Persönliche Beratung

bleibt zentral

Bei aller Digitalisierung bleibt eines unverändert:

Die persönliche, fundierte Beratung ist

und bleibt das Herzstück erfolgreicher Immobilienvermittlung.

Moderne Immobilienvermittlung lebt von

erfahrenen Immobilienberatern, die fundierte

1 Manuela Dreier, Immobilienexpertin der SKW Haus &

Grund Immobilien

Marktkenntnis, Verhandlungssicherheit und

digitale Kompetenz vereinen.

Die SKW Haus und Grund Immobilien

GmbH steht für eine Verbindung aus Erfahrung,

Innovationskraft und verantwortungsvoller

Beratung.

SKW Haus & Grund Immobilien GmbH

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info@skwimmobilien.de · www.skw.immobilien

Freude über sternenstarke Einkaufsgutscheine

Die Übergabe des Hauptgewinns beendete das Sternenfänger-Gewinnspiel

1 Übergabe des Hauptpreises aus dem Sternenfänger-Gewinnspiel in dem Fachgeschäft von Christa Ost: (v. r.) Bernd

Schulte, Meike Köhler, Sandra Westhoff, Ulrike Otto, Christa Ost

Sandra Westhoff aus Rheda strahlte, als

Bernd Schulte ihr den Hauptgewinn von

250 Euro aus dem Sternenfänger-Gewinnspiel

der Initiative Rheda in dem Geschäft

von Christa Ost überreichte. Sie freute sich

schon auf den Einkaufsbummel in Rheda. Hier

finde sie immer das Passende für sich, sagte

sie. Mit ihren Freundinnen gehe sie in den Geschäften

der Innenstadt regelmäßig shoppen.

Für Ulrike Otto und Meike Köhler gab es denn

auch keine Frage, die Preisträgerin ebenfalls zur

Entgegenahme des Hauptgewinns zu begleiten.

Die 25 Gewinner der 50-Euro-Gutscheine

konnten diese im teilnehmenden Fachgeschäft

Sandknop – Mode für den Mann – abholen.

Alle Preisträger können die gewonnenen

Coupons in den an dem Gewinnspiel beteiligten

Geschäften einlösen. Sie wurden von

Glücksfee Lilli unter notarieller Aufsicht von

Johannes Granas gezogen.

Kem

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Das Stadtgespräch


1 Die Gewinner der Glückshäuschen-Aktion 2025 stellten sich im Foyer der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück an der Wasserstraße zum Erinnerungsfoto auf.

Glückshäuschen- Gewinne übergeben

Einkaufsglück in Wiedenbrück

Die Sammelleidenschaft der Kundinnen

und Kunden in der Vorweihnachtszeit

bei der beliebten Glückshäuschen-Aktion

in den Wiedenbrücker Geschäften hat sich

nun ausgezahlt. Die aus rund 7500 Sammelheften

gezogenen 25 Gewinner eines 50-Euro-Gutscheins

des Glückshäuschen-Gewinnspiels erhielten

ihre Preise traditionell im Rahmen einer

kleinen Feierstunde im Foyer der Kreissparkasse

Halle-Wiedenbrück an der Wasserstraße. Die

glücklichen Preisträger strahlten bei der Übergabe

der Preise. Sie stimmten überein: Wiedenbrück

sei einfach eine schöne Einkaufsstadt,

sie lade zum Shopping-Bummel geradezu ein.

Die 50 Einkaufsgutscheine mit 25 Euro

schickte der Gewerbeverein den Glückshäuschen-Gewinnern

auf dem Postweg zu.

Das Wiedenbrücker Engelchen Luise hatte

die Gewinne an die Preisträger übergeben.

Die große Resonanz bestätige, dass sich die

Menschen in der Vorweihnachtszeit gerne in

Wiedenbrück aufhalten, freuten sich Mirko

Liekenbrock und Birgit Leßmann vom Gewerbeverein.

Sie dankten allen Geschäften sowie

den Kunden, die bei dem Glückshäuschen-Gewinnspiel

mitgemacht hatten. Den Gewinnern

aber gratulierten sie gemeinsam mit dem gastgebenden

Geschäftsstellenleiter der Kreissparkasse

Marcel Knüwer und wünschten ihnen viel

Freude beim Einkauf in Wiedenbrück. Kem

Gedankenleser Thorsten Havener

in der Stadthalle

Thorsten Havener ist ein Phänomen. Er

ist verblüffend – aber kein Zauberkünstler,

inspirierend – aber kein Coach, sehr

unterhaltsam – doch kein Comedian. Er selbst

bezeichnet sich als Mentalkünstler.

Am Samstag, 21. März 2026 kommt Thorsten

Havener mit seiner Show »Alles Kopfsache?«

in die Stadthalle Rheda-Wiedenbrück. Beginn

ist um 20 Uhr.

Seit über 20 Jahren verblüfft Thorsten Havener

mit seinen mentalen Fähigkeiten die Zuschauer

im TV und auf den Bühnen. Hunderttausende

verfolgten bereits weltweit staunend

sein Schaffen und blieben rätselnd zurück.

Alles Kopfsache? Das ist die Frage! In seiner

aktuellen Show verbindet Thorsten Havener

seine mentalen Fähigkeiten mit seinem

Wissen und seinen Erfahrungen der letzten

Jahrzehnte. Der Abend ist ein einzigartiges Erlebnis

– unfassbar, rätselhaft, mysteriös. Dabei

verbindet er faszinierende Live-Momente mit

überraschenden Einsichten in die Kunst der

Wahrnehmung, Körpersprache und nonverbalen

Kommunikation.

Es ist ein Abend nicht nur für die Zuschauer,

sondern vor allem mit den Zuschauern – denn

es geht um ihre Gedanken, Emotionen und Entscheidungen.

Charmant entführt Thorsten Havener

sie in eine Welt, in der mehr möglich ist,

als sie denken. Diese Reise führt seine Gäste tief

in ihr Innerstes, zu ihrer Intuition und an den

Rand ihrer Vorstellungskraft. So erlangen sie

völlig neue Einblicke in die Kraft ihrer Gedanken

und deren Auswirkung auf ihre Wirklichkeit.

1 Thorsten Havener Foto: Bernt Haberland

Eintrittskarten für die Show gibt es zu 36,50

Euro bei der Flora Westfalica unter Telefon

05242/9301-0 oder unter www.flora-ticket.de

Das Stadtgespräch

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Das Stadtgespräch

61


Termine

1

Skulptur von Siegfried Lehmann (Ausschnitt)

2

Sandro Mattioli: Germafia

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer Februar-Ausgabe.

Februar

MI 25

8.00 Fantastisch-Poetische Welten

1

Phantasievolle, farbenfrohe Bilder und

Skulpturen stellt Siegfried Lehmann

bis 30. April im Foyer und auf der Galerie

im Rathaus aus. Seine Arbeiten

wurden bereits auf internationalen

Kunstmessen, in Museen und Galerien

von Peking über Florenz bis Las Vegas

präsentiert. Öffnungszeiten: Mo–Mi

8–12 Uhr & 14–17 Uhr, Do 8–12 Uhr &

14–18 Uhr, Fr 8–12 Uhr.

8.00 »Kind am Fenster«

Der Berliner Künstler Jens Hunger

gibt in seinen Gemälden und Grafiken

Einblick in seine Perspektive auf eine

scheinbar verworrene und manchmal

bedrohliche Außenwelt, aber auch auf

alltägliche Szenen und skurrile Fantasien.

Ausstellung in der Galerie im

Forum der Stadthalle Gütersloh bis

31. März. Eintritt: frei. Zeiten: Mo – Fr

8 – 12 Uhr sowie zu Veranstaltungen in

der Stadthalle und nach Vereinbarung.

15.00 555 Jahre Paterskirche –

Bevor Maria auszog

Ausstellung im Wiedenbrücker Schule

Museum bis 1. März. Zeiten: Mi 15–18

Uhr, Do, Sa & So 15–17 Uhr sowie nach

Vereinbarung. Eintritt: Erw. 2,50 € /

Kinder, Schüler, Studenten, Menschen

mit Behinderung 1 € / Familien (ab 2

Erwachsene, 1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J.

frei. Infos: wiedenbruecker-schule.de

Foto: G. Otterpohl-Lehmann

Foto: Julian Münster

FR 27

20.00 Wohnzimmerkonzert

mit Marius Furche

Der Pianist verbindet die emotionale

Kraft von Filmmusik mit der Zeitlosigkeit

ausgewählter Popsongs. Seine Interpretationen

bewegen sich zwischen

mitreißend virtuos und dezent nachdenklich.

Konzert bei Hans Schalück,

Auf der Bitterhorst 40. Tickets je 18 €

unter info@vitart.de

März

SO 1

11.00 Ausstellung: gilla’s bunte welt

Bis zum 29. März werden im Kloster

Bilder von Gisela Manche gezeigt. Die

Ausstellung verzichtet auf vorgegebene

Deutungen und lässt Raum für

eigene Gedanken und Empfindungen.

Zur Vernissage können Interessierte

mit der Künstlerin ins Gespräch kommen.

Zeiten: Mo–Fr 9–12 und 14–17

Uhr. Infos: kloster-wiedenbrueck.de

14.00 Führungen im Schloss Rheda

Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle

u. historische Räume im Barocktrakt.

Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.

Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |

Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche

Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail

ingrid- wedeking@gmx.de. Weitere

Termine: 8., 15., 22. und 29. März. Infos:

schloss-rheda.de

18.00–20.00 Simon & Garfunkel

Revival Band

Wo sie auch auftreten, hinterlassen

die sympathischen Vollblutmusiker

ein begeistertes Publikum und überschwängliche

Kritiken. In » Feelin’

Groovy« präsentieren sie die schönsten

Songs des Kult-Duos, von

» Scarborough Fair« über »Bright Eyes«,

»Mrs. Robinson«, »The Boxer«, »The

Sound of Silence« bis »Cecilia«. Michael

Frank (Gesang & Gitarre), Guido

Reuter (Gesang, Geige, Flöte und

Klavier), begleitet von Sebastian

Fritzlar (Gitarre, Klavier, Trommel &

Bass) sowie Ingo Kaiser (Percussion

& Schlagzeug), schaffen den Seiltanz

aus vollendetem Cover und eigener

Interpretation so authentisch, dass

das Publikum in einen regelrechten

Sog zwischen ihre sehr rhythmischen

und den gefühlvollen Nummern gerät.

Ort: Stadthalle. Karten: ab 32 € im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de sowie u. a. unter Tel.

03441/839040 und www.CineEvent.de

DI 3

10.00–12.00 »Kleiner runder Tisch«

Mitglieder des Seniorenbeirats sind für

Seniorinnen und Senioren in der Gastronomie

des EDEKA-Schenke-Markts,

hören zu, beantworten Fragen zur

Stadtentwicklung, nehmen Anregungen

auf und geben praktische Tipps

z. B. zu Tablet- u. Handy-Nutzung.

Ohne Anmeldung, ohne Verzehrpflicht.

19.00–21.00 BücherZeit

Wer mag, bringt 1–2 Bücher mit und

stellt diese im Küsterhaus den anderen

vor – egal ob Krimi oder Sachbuch

– Hauptsache, das Buch ist eine Empfehlung

wert. Ohne Anmeldung. Die

Kunstausstellung der Gruppe 13 mit

Werken von Cathrin Adämmer, Margret

Wenzke und Mechthild Darquenne-Danwerth

kann dort bis 15. April

zu öffentlichen Veranstaltungen und

nach Vereinbarung besichtigt werden.

MI 4

19.15–21.30 LittMitt: Der »Faust«

in der deutschen Literatur

Dr. Rüdiger Krüger beschäftigt sich in

der Kinderbibliothek der Stadtbibliothek

Wiedenbrück an fünf Terminen

mit der Herausbildung der Faustlegende.

4. März: Der historische Johann

(bzw. Georg) Faust und die Faust-Legendenbildung

| 15. März: Der »Faust«

bei Goethe und seinen Zeitgenossen

| 13. Mai: Faust-Bearbeitungen des 19.

Jh. in Lyrik, Drama, Oper und Prosa |

10. Juni: Weibliche Faust-Figuren bei

Ida Gräfin Hahn-Hahn, Frank Wedekind

u. a. | 15. Juli: Der Faust im 20. Jh. bis

zu Thomas Manns »Doktor Faustus«.

Gebühr: Einzeltermin (auch für online)

10 €, Präsenz-Reihe 40 €. Anmeldung

unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139

oder aleksandra. matuszak@vhs-re.de

19.30 SCW vs 1. FC Köln II

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.

DO 5

15.00–18.00 Handarbeitstreff

In gemütlicher Runde können in der

Bibliothek Rheda Erfahrungen rund

ums Stricken, Häkeln, Sticken und andere

Handarbeiten mit netten Leuten

ausgetauscht werden. Vorkenntnisse

sind nicht nötig. Ohne Anmeldung,

ohne Kosten. Treffen im wöchentlichen

Wechsel mit der Bibliothek in

Wiedenbrück (12. März).

19.30–21.30 Joja Wendt & Axel Zwingenberger:

Boogie Woogie Legends live

Wenn zwei der weltweit führenden

Boogie-Woogie-Pianisten gemeinsam

ein Album aufnehmen, dann ist das

über die Grenzen der Szene hinaus ein

globales Ereignis – ein Statement. Hier

begegnen sich zwei Pianisten, die unterschiedlicher

kaum sein könnten –

und gerade in dem musikalischen Dialog

ein tiefes Verständnis und höchst

inspirierende Spannung entfalten. Das

gesamte Album wurde ohne Schnitte

eingespielt. Seine besondere Energie

bringen die beiden nun auch live auf

die Bühne. Konzert in der Stadthalle.

Einlass: 18.30 Uhr. Karten: ab 52,50 €

im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

20.00 Vanja Sky

Vanja Sky ist Kroatiens Antwort auf

Sheryl Crow und Norah Jones. Rasanter

kann sich eine künstlerische Laufbahn

kaum entwickeln. Fünf Jahre, nachdem

sie das Gitarrenspiel erlernt hatte,

nahm Vanja mit namhaften Künstlern

der internationalen Blues szene ihr

Debütalbum auf. Die Senkrechtstarterin

kommt nun zum Konzert auf den

KulturGüterBahnhof nach Langenberg.

Tickets je 25 € / erm. 10 € zzgl. Gebühren

unter kgb-langenberg.de

FR 6

16.00–18.00 FamilienSpieleTreff

Memory, XXL-Jenga oder Kniffel: Im

Kloster gibt es viele Spiele zur Auswahl

und eigene können mitgebracht

werden. Für Kinder aller Altersklassen

– mit oder ohne Lieblingserwachsene(n).

Eintritt: frei. Ohne Reservierung.

17.00 »Kommt! Bringt eure Last«

In Nigeria werden Lasten von Männern,

Kindern, vor allem aber von Frauen

auf dem Kopf transportiert. Doch

es gibt auch Lasten wie Gewalt, Terror,

Korruption, Umweltverschmutzung,

Hunger, Armut und Perspektiv losigkeit.

Hoffnung schenkt vielen Menschen in

dieser existenzbedrohenden Situation

ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen

christliche Frauen aus Nigeria den Besucher/innen

der ökumenischen Gottesdienste

zum Weltgebetstag mit,

u. a. im ev. Gemeindehaus Rheda,

Schulte-Mönting-Str. 6 und in der Aegidiuskirche

Wiedenbrück. Im Anschluss

Gelegenheit zu einem kleinen Imbiss.

18.00 SpieleTreff im Kloster

Brett-, Kartenspiele und Darts: Beim

SpieleTreff im Kloster sind Einsteiger

ebenso willkommen wie Profis. Eigene

Spiele können gern mitgebracht werden.

Eintritt: frei. Ohne Reservierung.

ab 19.00 DeelenZeit

Im Küsterhaus nette Menschen treffen

und ein kühles Getränk genießen. Ein

Pizza-Holdienst wird angeboten.

19.00–20.30 Neige deines Herzens

Ohr – Treffpunkt Meditation

Im Ev. Gemeindehaus, Bolandstr. 15,

Herzebrock-Clarholz. Ltg. Rainer Moritz,

Pfarrer und Meditationslehrer der

Via Cordis. Kosten: keine – freiwillige

Spende erbeten. Ohne Anmeldung.

Bis 23.00 Nachtschicht

Lange Einkaufsnacht mit Aktionen der

Händler in Wiedenbrück. Infos vorn.

62 Das Stadtgespräch


Termine

20.00 TEN SING Konzert(e)

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen

haben hart für ein unterhaltsames

und abwechslungsreiches Programm

gearbeitet. In der Kreuzkirche

erwartet die Besucher eine bunte

Mischung aus Liedern, selbstchoreografierten

Tänzen sowie ein selbstgeschriebenes

Theaterstück: Zwei engagierte

Ermittler wollen einen großen

Raub aufklären. Die Spur ist heiß, doch

etwas scheint nicht zu stimmen ... Kürzere

Veranstaltung: Einlass am Freitag

19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Große Show: Sa

7. März: Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Kombiticket (nur VVK): 8 €. Einzelticket

nur 7. März: VVK 5 €. Karten bei allen

TEN-SING-Mitgliedern, über Instagram

@ten_sing_rheda_wd oder tensing@

angekreuzt.de. AK 7. März: 7 €.

20.00–22.00 Dr. Mark Benecke – live

Insekten auf Leichen

Der durch seine Gastauftritte in den

TV-Serien »Medical Detectives« oder

»Autopsie – Mysteriöse Todesfälle« bekannte

Kriminalbiologe widmet sich

auf skurrile bis teilweise eklige Weise

spannenden Fragen, die man manchmal

lieber nicht beantwortet haben

möchte. In der Stadthalle geht es um

Fälle, in denen Insekten auf Leichen

eine besondere Bedeutung bekommen.

Einlass: 19–19.59 Uhr. Karten: ab

37,35 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora­ ticket.de.

SA 7

10.00–13.00 TextilTotal – Alles f. Ostern

Körbchen, Stoffhase oder mehr: Im

Kloster sind Kinder ab 10 J. eingeladen,

mit verschiedenen Stoffen und Materialien

zu experimentieren und ihr ganz

persönliches Einzelstück zu erschaffen.

Material, Nähmaschinen und Werkzeuge

stehen zur Verfügung, eigenes Material

bzw. eine eigene Nähmaschine

dürfen mitgebracht werden. Tickets je

5 € unter kloster­ wiedenbrueck.de. Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr

im Kloster oder an der TK.

15.00–21.00 Kreatives Kochen

für Alleinstehende

Wie kann man das Kochen als einzelne

Person zeitsparend, effizient,

kostengünstig, vielfältig und lecker

gestalten? Seminar im Küsterhaus

mit theoretischer Einführung, praktischer

Übung und gemeinsamen Essen.

Kosten (inkl. Lebensmittel): 20 €

(Getränke zu den üblichen Preisen).

Anmeldung bis zum 27. Februar erforderlich

bei Ludger Vollenkemper, Tel.

0160/1560566. Infos: dorfaktiv.de

SO 8

14.00–17.00 SonntagsCafé

Leckerer, selbstgemachter Blechkuchen

und Kaffeespezialitäten im Küsterhaus.

Bei gutem Wetter stehen die

XXL-Bausteine bereit.

16.00 »Ensemble Vocapella Limburg«

Chorkonzert in St. Clemens Leitung

mit dem Männerkammerchor ehemaliger

Limburger Domsingknaben (Ltg.

Tristan Meister) und Harald Gokus an

der Orgel. Eintritt: frei – Spende am

Ausgang erbeten.

17.00 Passionskonzert

Das Vokalensemble Cantus 2010 und

Simon Brüggeshemke (Orgel) bringen

Werke aus der Bachfamilie sowie der

Romantik und Moderne beim Konzert

in St. Aegidius (Ltg. Christian Ortkras)

zu Gehör. Das Ensemble der Gütersloher

Chorlandschaft ist seit 2025 Teil der

Aegidius-Chöre und bekannt für qualitativ

hochwertigen Gesang, der von

Renaissance-Chansons bis zu modernen

Stücken reicht. Eintritt: frei.

17.00 »Frauengold«

Ein besonderer Konzertnachmittag

zum Weltfrauentag im Kloster: »Frauengold«

richtet sich bewusst von Frauen

an Frauen, um ein Zeichen für eine

gerechtere Zukunft zu setzen. Dabei

verbinden sich Musik, Poetry Slam,

Komik und fundierte Fakten zu einem

kraftvollen Erlebnis, das Frauenrechte

und Empowerment in den Mittelpunkt

stellt. Die Frauen-A-cappella-Gruppe

»The Fairy Shots« musiziert live, befreundete

Künstler/innen zeigen mit

Songs, Texten und nachdenklichen

Klängen Haltung. Ergänzt wird das

Programm durch Fakten und Impulse

zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Einlass: 16.30 Uhr. Tickets je 15 € unter

kloster-wiedenbrueck.de. Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster

oder an der Tageskasse.

19.00–21.00 Knebels Affentheater:

Voll Karacho!

Nachdem der Trainer beim ausschweifenden

Tourleben nicht mehr mithalten

konnte, warten die alten Haudegen

Herbert Knebel, Ozzy Ostermann

und Ernst Pichel mit einem Programm

der internationalen Spitzenklasse auf.

Unterstützt von drei Musikern der internationalen

Spitzenklasse: An den

Blasrohren Tomek und Ludek und an

der Schießbude »Bumm-Bumm«-Roy.

Ein Programm, gespickt mit heißen

Rhythmen und coolen Gags. Leute, da

bleibt kein Auge trocken! Comedy in

der Stadthalle. Einlass: 18 Uhr. Karten:

ab 31,40 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora­ ticket.de.

DI 10

18.30–21.00 Chemie in der Küche

Unter Anleitung wird im Küsterhaus

anhand von Experimenten erforscht,

wie alltägliche Zutaten unsere Lebensmittel

nicht nur geschmacklich

verändern. Gebühr: 2 €. Anmeldung erforderlich

bis 3. März bei Ulla Schalück

unter Tel. 0157/71805937.

20.00–22.30 René Sydow:

In ganzen Sätzen

Die Alten jammern, die Jungen tweeten,

die Woken gendern, die Assis prollen,

die Rechte spaltet, die Linke auch.

Nur die Klugen sind verstummt. Damit

ist jetzt Schluss! Denn Deutschlands

sprachmächtigster Kabarettist spricht

an und aus, was in unserer Sprache und

Gesellschaft verschleiert, totgeschwiegen

und zerredet wird. Er seziert Herrschaftssprache

und Internetgebrabbel,

lässt heiße Luft aus Schaumschlägern

und Wichtigtuern, entlarvt Phrasendrescher

und Wortverbieter. Und wenn der

Zuschauer sich fragt: »Darf man das

überhaupt sagen?«, dann antwortet

der Kabarettist: »Schon. Aber in ganzen

Sätzen«. Kabarett in der Stadthalle.

Einlass: 19 Uhr. Karten: ab 31,40 € im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora­ ticket.de.

3

René Steinberg und Doc Esser

4

Tenöre4You

MI 11

19.30 Sandro Mattioli: Germafia

Machen deutsche Unternehmen milliardenschwere

Geschäfte mit italienischen

Mafiosi? Beschäftigen Fußballclubs

Mitglieder der kalabrischen

’Ndrangheta? Unterwandert die Mafia

unsere Gesellschaft, Wirtschaft und

Politik? Und warum tut der deutsche

Staat nicht mehr gegen solche Kriminelle?

Der Berliner Autor Sandro Mattioli

ist zu Gast im Kloster und liest

aus seinem Buch »Germafia. Wie die

Mafia Deutschland übernimmt. Ein

Erfahrungsbericht« und berichtet von

seinen umfangreichen Recherchen.

Einlass: 19 Uhr. Tickets: je 10 € unter

kloster-wiedenbrueck.de, Mo–Fr 9–12

Uhr und 14–17 Uhr im Kloster oder AK.

DO 12

13.30 Seniorenwanderung

im Raum Schloß Holte

Mitglieder des SGV Gütersloh – und

gerne auch Gäste – treffen sich dazu

am Werl in Rheda. Infos: Angelika

Elgner, Tel. 05242 / 404060.

2

Foto: Manfred Jasmund

Foto: Zlatko Gatev

20.00 Reinhold Messner:

Leben am Limit

Wer ist so oft an das Limit gegangen

wie Reinhold Messner? Im Fels, an den

Achttausendern und in den Eiswüsten

dieser Erde. Der Abenteurer ist auch

ein politischer Mensch, Museumsgründer

und Bergbauer. In seinem Vortrag

in der Stadthalle Gütersloh erzählt

er aus seiner Jugend in den Dolomiten,

vom Himalaja, der Wüste Gobi, Grönland

und seinem Einsatz für Nachhaltigkeit

und Umweltschutz. Tickets ab

49,90 € (zzgl. Gebühren) unter stadthalle-gt.de

oder bei der Tourist-Information

Gütersloh, Berliner Str. 63, Gütersloh,

Mo–Di 10–16 Uhr, Do 10–17 Uhr,

Mi, Fr–Sa 10–14 Uhr, info@ gueterslohmarketing.de

bzw. Tel. 05241/211360

FR 13

15.30–16.45 LeseKids Extra

Bettina Faltis aus Rheda-Wiedenbrück

liest im Refektorium des Klosters aus

ihrem Buch »Die Geschichte vom Zaubervogel

und Einhorn«. Mitmachaktionen

holen die Geschichte für Kinder

zwischen 4 und 7 Jahren (allein oder

mit Lieblingserwachsenem) in die Realität.

Ohne Gebühr. Anmeldung unter

kloster-wiedenbueck.de.

19.30–22.00 FilmZeit – Heldin

Floria liebt ihren Job. Doch ihre Schicht

auf einer unterbesetzten, voll belegten

Station in einem Krankenhaus

fordert von der jungen Pflegefachfrau

absolute Perfektion. Was ist, wenn

sie einen Fehler macht? ... Vorführung

im Küsterhaus. Eintritt: 3 €. Einlass: 19

Uhr. Anmeldung erforderlich unter Tel.

05242/9312772 oder deele@dorfaktiv.

de. Infos: dorfaktiv.de

20.00–22.30 Dennis aus Hürth:

Der Wille war da – nur ich nicht

Die Erfolgsgeschichte des berühmtesten

Berufsschülers in ganz Deutschland

geht weiter: Nach seinem großen

Erfolg feiert Dennis aus Hürth sein

zehnjähriges Bühnenjubiläum mit neuem

Programm. Keine Show ist wie die

andere. Jedes Mal tritt Dennis mit sei­

Das Stadtgespräch

63


Termine

5

Die Eiskönigin

6

Die Höhner

nem Publikum in Austausch und lässt

dabei auch aktuelle Geschehnisse nicht

unbeachtet. Live-Comedy in der Stadthalle.

Einlass: 19 Uhr. Karten: ab 35,50 €

im VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

SA 14

8.00 Eröffnung der Freibadsaison

im Stromberger Gaßbachtal

Als eines der ersten Freibäder geht es

in Stromberg in die neue Badesaison.

Der Förderverein Gaßbachtal begrüßt

alle Schwimmer/innen und Gäste am

Eröffnungs- Morgen mit einem Frühstück.

Eine Wassertemperatur von 25–

28 °C wird erwartet. Die Öffnungszeiten

bleiben bei Mo & Mi – So 8 – 19 Uhr,

Di 12 – 19 Uhr. Der Vorstand des Fördervereins

dankt allen Ehrenamtlichen, die

durch ihren Einsatz die frühe Saisoneröffnung

wieder möglich gemacht

haben. Mitglieder Vereins sind am 12.

März ab 19 Uhr im Hotel »Zum Burggrafen«

zur JHV eingeladen.

10.00–12.00 Kleidertauschbörse

Im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal)

max. 5 gewaschene und gut erhaltene

Kleidungsstücke, Schuhpaare oder

Taschen mitbringen (keine Unterwäsche,

Socken oder Kinderkleidung),

nach Schätzen stöbern und nachhaltig

Kleidung ergattern! Vorbeikommen ist

auch ohne eigene Tausch-Kleidungmöglich.

Ohne Anmeldung. Nicht getauschte

Ware wird an die Kleiderkammer

des Pastoralverbundes Reckenberg

gespendet. Veranstalter: Lokale

Agenda 21. Infos: la21-rhwd.de

+++ SA 14. März: 14.00–17.00 Tag der offenen Tür / Familienfest bei den Stadtschützen Groß und Klein sind herzlich eingeladen, den Schießsport

Grafik/Foto: Agenda Production International GmbH

Foto: Marcel Brell

14.00 SCW vs Borussia M’gladbach II

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.

14.00–17.00 RepairCafé

Eigene Gegenstände mitbringen und

unter Anleitung reparieren. Preis:

Spende nach eigenem Ermessen. Ort:

Osterrath-Realschule, Burgweg 19.

SO 15

12.00–14.00 Workshop:

Literatur(museum) der Zukunft

Wie sieht ein Literaturmuseum in Zukunft

aus? Was kann es zeigen, wenn

Texte nicht nur gelesen, sondern gehört,

gesehen, erlebt und weitergedacht

werden? Und welche Rolle

spielen digitale Medien, neue Erzählformen

und die Perspektiven? Das Kuturgut

Haus Nottbeck lädt alle Interessierten

(ohne Altersbegrenzung) dazu

ein, Literatur und Literaturmuseen

jenseits von Vitrinen und Manuskripten

neu zu denken, eigene Visionen zu

entwickeln und diese sowohl textlich

als auch visuell umzusetzen. Die Skizzen,

Texte, Ideen und Ansätze sollen

in der kommenden Sonderausstellung

»Die Zukunft der Literatur« präsentiert

werden. Kosten: 3 € p. P. Anmeldung:

museum@kulturgut-nottbeck.de

15.30–17.00 Fidolino: Baum-Not(en)

Der Jahreskreis spielt verrückt

In diesem Jahr ist alles anders: Der Lieblingsbaum

will einfach nicht aus dem

Winterschlaf erwachen. Können ihm

Klänge und Lieder helfen? Seine Freunde

versuchen es mit Musik aus den Jahreszeitenkompositionen

von Antonio

Vivaldi, Joseph Haydn, Fanny Hensel

und John Cage. Und wenn auch alle Zuhörenden

im Saal mithelfen? … Konzert

mit Marleen Runde (Sopran), Thomas

Krügler (Fagott, Gesang), Natalia Gamper

(Klavier) und Claudia Runde (Flöte,

Gesang, künstler. Ltg., Konzept und

Moderation) im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal).

Eintritt (Kind & Erwachsener):

ab 15 €. Tickets im VVK bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de

16.00–18.00 Lesekreis Kultur&Kapitel«

Gemeinsam lesen, lauschen, nachdenken

– und in den Austausch treten

über Literatur, die bewegt. Für dieses

Treffen wird das Buch »Zeithain« von

Michael Roes vorbereitet. Ort: Bibliothek

im Museumsgebäude des Kulturguts

Haus Nottbeck. Anmeldung unter

museum@kulturgut-nottbeck.de

18.00–20.00 René Steinberg & Doc

Esser: Lachen und die beste Medizin

Der eine ist Mediziner und Rockmusiker,

der andere Kabarettist und gelernter

Literaturwissenschaftler. Gemeinsam

begeben sie sich auf Suche: Was

tut einem Menschen gut? Was braucht

man? Wie lebt es sich gesund und

glücklich, ohne dass der innere Schweinehund

zu laut winselt? Was benötigt

der Kopf, während der Körper etwas

anderes will und wie bekommt man

beide in Einklang? Trotz unterschiedlicher

Hintergründe eint beide die Erkenntnis

bei der humorvollen Suche

in der Stadthalle: Lachen ist die beste

Medizin. Einlass: ab 17 Uhr. Karten: ab

29,90 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0

bzw. unter flora- ticket.de.

18.30 Evensong in der Fastenzeit

Mit dem Chor Cantemus erwarten Sie

Musik, Besinnung und Gemeinschaft

in der besonderen Atmosphäre in St.

Aegidius. Kommen Sie vorbei, hören

Sie zu, singen Sie mit oder genießen

Sie einfach die Ruhe des Abends.

MO 16

19.30 Tenöre4You: Gala-Mitsingkonzert

Toni Di Napoli & Pietro Pato wollen

beim Konzert in der Kreuzkirche erneut

mit dem Publikum zu einem Chor

verschmelzen. Die aus Fernsehauftritten

bekannten Tenöre laden zum

Gänsehaut-Erlebnis mit Welthits aus

Pop, Klassik, Musical & Filmmusik ein,

z. B. »You raise me up«, »Caruso«, »Volare«,

»Azzurro«, »Ave Maria«, »Nessun

Dorma«, »Time to say goodbye«.

Sie präsentieren Lieder in perfekter

Pop-Klassik Mischung mit grandiosem,

erstklassigem Live-Gesang in

italienischem Gesangsstil. Tickets

im VVK ab 24 € z. B. im Gemeindebüro

(Schulte-Mönting-Str. 6), bei der

Buchhandlung Güth, Buchhandlung

Lesart, Flaskamp Blumen & Accessoires,

Lippstädter Str. 74, der Flora

Westfalica, Rathauspl. 8–10 oder unter

www.tenoere4you.de und allen

Eventim-VVK-Stellen. Infos und Kartenbestellung

unter Tel. 0221/39760377.

19.30–21.00 10 wichtige Entscheidungen

im Mietrecht,

die Mieter und Vermieter wissen sollten,

darüber referiert Rechtsanwalt

Nils Röbling im Haus der Kreativität.

Eintritt: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung

bis 12. März, 16 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

3

4

DI 17

18.30–21.00 Heimatkundl. Vortrag

Mit Frank Hager im Rahmen der

»Woche gegen Rassismus« im Domhof.

Details unter aci-rhwd.de/

wochen- gegen-rassismus

MI 18

10.00 Diskriminierende

Sprache erkennen

Sprache prägt, wie wir denken, fühlen

und handeln. Oft transportiert sie

unbewusst Bilder, Bewertungen und

Machtverhältnisse, die ausgrenzen

oder verletzen können, ohne dass es

uns direkt auffällt. Gerade im beruflichen

Alltag von Multiplikatoren, Sozialarbeitern

und Beratern spielt Sprache

eine zentrale Rolle, weil sie Beziehungen

formt, Vertrauen schafft oder

zerstört und darüber entscheidet, ob

sich Menschen gesehen und respektiert

fühlen. Der Online-Vortrag sensibilisiert

für subtile Formen von Diskriminierung

im Sprachgebrauch. Es geht

darum, typische Muster zu erkennen,

Alltagsbegriffe kritisch zu reflektieren

und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln,

wie Sprache gesellschaftliche

Ungleichheiten reproduziert. Die

Teilnehmenden lernen, diskriminierende

Aussagen einzuordnen, eigene

Sprachgewohnheiten zu hinterfragen

und alternative, wertschätzende Ausdrucksweisen

zu finden. Der Vortrag

verbindet Grundlagen aus der aktuellen

Forschung zu Rassismuskritik

mit vielen praxisnahen Beispielen aus

Beratung, Bildung und sozialer Arbeit.

Ziel ist es, die eigene professionelle

Handlungssicherheit zu stärken und

einen reflektierten, respektvollen Umgang

mit Sprache im Alltag zu fördern.

Der Zoom-Link wird nach der Anmeldung

versendet. Anmeldung bei: Dr.

Cemil Sahinöz, cemil.sahinoez@drkguetersloh.de

19.00–20.30 Wie wird man adelig?

Das Privileg der Zugehörigkeit zum

Adel war eigentlich durch Geburt und

Abstammung definiert, doch gab es

immer wieder Möglichkeiten zum

Auf- und Abstieg. Wie einzelne Familien

adlig wurden, adlig blieben, den

Adel einbüßten und wiedererlangten,

beleuchtet Roland Linde in seinem

Vortrag im Domhof, u.a. mit Beispielen

aus Rietberg und Rheda-Wiedenbrück.

Eintritt: VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung

bis 16. März, 16 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-900 oder

briefkasten@vhs-re.de

19.00–21.15 Die Eiskönigin 1 & 2

Großartige Songs, ein begeisterndes

Ensemble der besten internationalen

Musical-Solisten, Eistänzern und

Akrobaten sowie ein eindrucksvolles

LED-Bühnenbild erwartet alle großen

und kleinen Fans des Kino- und Musical-Hits

in der Stadthalle. Alle Songs

werden live gesungen und auf Kunststoffeis

performt. Erleben Sie Gänsehautmomente,

wenn Elsa zum absoluten

Hit des Abends »Lass es los!« ein

Feierwerk aus Eistanz und Akrobatik

auf Kufen darbietet und dabei die Bühne

und die riesige LED-Leinwand mit

ihren magischen Kräften in ein Meer

aus Eis und tiefblauen Kristallen verzaubert.

Lachen Sie mit, wenn Schneemann

Olaf in »Im Sommer« von Sonne

und Strand träumt oder Kristoff mit

seinem geliebten Rentier Sven »Ren-

5

64 Das Stadtgespräch


spielerisch kennenzulernen. Ort: Am Werl 1. Ohne Anmeldung. +++

19.00 Hayley Reardon

Allein auf Apple Music wurden ihre

Songs über 7 Millionen Mal gestreamt.

Nach hunderten von begeisternden

Konzerten in ganz Deutschland

kommt die in Massachusetts

aufgewachsene, von der Kritik gefeierte

sympathische Folk-Pop-Sängerin

/ Songwriterin und Geschichtentiere

sind besser als Menschen« singt!

Einlass: 18 Uhr. Karten: ab 45,40 € im

VVK bei der Flora Westfalica, Rathauspl.

8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw. unter

flora- ticket.de.

20.00–22.00 Intensivmedizin:

Fluch und Segen

Beatmungsgeräte, Dialyse, künstliche

Ernährung oder Reanimation können

schwere Krankheitsverläufe überstehen

lassen. Doch wo endet der Nutzen

und wo beginnt das Leiden? Vortrag

von Dr. Peter Kettelhoit im Stadthaus

(Luise-Hensel-Saal) zu Chancen und

Grenzen der intensiv medizinischen

Behandlung – sowohl aus medizinischer

als auch ethischer Perspektive.

Ohne Gebühr. Eine vorherige Anmeldung

über die Zentrale der VHS ist erforderlich.

Infos: vhs-re.de

DO 19

16.00 Speeddating »Azubi trifft Ausbildungsbetrieb«

im Rathaus Rheda

Für interessierte Jugendliche und junge

Erwachsene unter 27 Jahren, die in

Rheda-Wiedenbrück wohnen oder zur

Schule gehen und eine Ausbildung

oder ein duales Studium suchen. Infos

und Anmeldung bis 13. März: Fachbereich

Jugend und Familie, Petra Winkelsträter,

Tel. 05242/963595, bzw.

ausbildung-rhwd.de/speed-dating/

schuelerinnen. Ziel der kostenlosen

Veranstaltung ist, freie Ausbildungsplätze

für Sommer 2026 zu vermitteln

und junge Menschen direkt mit Unternehmen

aus Rheda-Wiedenbrück

zusammenzubringen.

19.00 LeseSnacks – Frühlingsgefühle

Die Literatur-AG hat ihre liebsten Werke

zum Stichwort ausgesucht und

taucht mit den Gästen in die literarische

Welt der großen Gefühle ein.

Die Lieblingsbücher und Geschichten

werden von verschiedenen Menschen

im Wohnzimmer des Klosters vorgelesen

und alle Gäste sind eingeladen,

ihre Eindrücke zu teilen. Tickets je 10 €

unter kloster-wiedenbrueck.de. Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im

Kloster oder an der Tageskasse.

20.00–22.30 Höhner 11+11

»Prinzessin«, »Es ist nicht so, wie

du denkst«, »Au Revoir«: Die Höhner

schreiben die tolle musikalische Erfolgsgeschichte

mit großartigen Hits

weiter. Mit ihrem 2024er Album haben

sie gezeigt, dass sie so aktuell sind wie

nie. Zusätzlich bringen sie elf zeitlose

Meilensteine aus der Bandgeschichte

mit in die Stadthalle – neu aufgenommen

und in die musikalische Jetzt-Zeit

gebracht. Einlass: 19 Uhr. Karten: ab

47,40 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

FR 20

18.00–20.00 Poetry Slam

Die diesjährigen Internationalen Aktionswochen

gegen Rassismus stehen

unter dem Motto »100 % Menschenwürde.

Zusammen gegen Rassismus

und Rechtsextremismus«. Zum Poetry

Slam mit Moderator Niko Sioulis in der

Bibliothek Rheda in Kooperation mit

Willkommen in Rheda-Wiedenbrück

e. V., SlamOWL und der Buchhandlung

Lesart sind Sie herzlich eingeladen.

Eintritt: 5 €. Tickets in der Bibliothek

Rheda und der Buchhandlung Lesart.

6

19.00–21.00 soirée musicale:

Schülerkonzert

Schülerinnen und Schüler der Klavierschule

von Ansgar Brockamp präsentieren

im Stadthaus (Luise-Hensel-

Saal) Klavierwerke von Bach, Händel,

Beethoven, Chopin, Scriabin, Gulda

und Say. Bereichert wird der Abend

durch virtuose Klaviertranskriptionen

aus Filmmusik und Jazz. Eintritt:

VVK 10 € / erm. 5 € | AK 12 € / erm. 6 €.

Anmeldung bis 18. März, 16 Uhr unter

vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139 oder

aleksandra.matuszak@vhs-re.de

19.30 Cinematic –

Filmmusik in Concert

Tommy Soleil (alias Thomas Großekathöfer)

präsentiert in der Cultura Rietberg

große Momente der Filmmusik

– mit Werken von Hans Zimmer, John

Williams, Ennio Morricone, John Barry

und Yann Tiersen. Eintritt: 25 €. Jede

Karte unterstützt die Ausstattung der

neuen Kulturräume auf dem Dachboden

im Kloster Wiedenbrück. VVK

unter kloster-wiedenbrueck.de, Mo–Fr

9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster, in

der Buchhandlung Güth und bei der

Cultura Rietberg.

20.00–22.30 Marco Gianni:

»Keine Ahnung...

was hier los ist, aber ich will dabei sein«

– unter diesem Motto läuft die neue

Show des Social-Media-Stars. »Keine

Ahnung was hier los ist« denkt er bereits

seit vier Jahren, in denen er plötzlich

fame wurde, Millionen Klicks und

Follower bekam, in Fernsehshows auftrat

und ausverkaufte Shows spielte.

Ca. 2 Mio. Menschen verfolgen Marco

auf Social Media, wo er durch seine Videos

bekannt wurde, in denen er die

oberflächliche Welt der Influencer parodiert.

In seinem Bühnenprogramm legt

er noch eine Schippe drauf und schlüpft

slapstickhaft in immer neue Persönlichkeiten:

Ob Berliner Hipster, die Insta-Influencerin

oder der spießige deutsche

Vater – niemand ist vor seinem Humor

sicher. Sketche, Parodien, Songs und

Stand-ups in der Stadthalle. Einlass: 19

Uhr. Karten: ab 42,90 € im VVK bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de.

SA 21

Vormittags 24. Stadtputztag

Gemeinsam möchte man wieder Wege,

Plätze, Wälder und Flure von Abfällen

befreien, das Stadtbild verschönern

und ein Zeichen für Umweltbewusstsein

setzen. Die GEG stellt Säcke,

Handschuhe und Warnwesten zur Verfügung,

die Stadt sorgt für die fachgerechte

Entsorgung. Wer mithelfen

will: Infos und Anmeldung (bis 1. März)

unter rheda-wiedenbrueck.de oder

beim Fachbereich Stadtentwicklung,

umwelt@rh-wd.de bzw. Tel. 05242/

963234. Nach dem Sammeln geselliger

Abschluss auf dem von Pro Arbeit betriebenen

Recyclinghof mit einer warmen

Mahlzeit und erfrischenden Getränken.

Die Annahme von Abfallstoffen

ist an diesem Tag nicht möglich.

Rückfragen unter Tel. 05242/931076

bzw. recyclinghof-rw@proarbeit.biz .

10.00–14.00 Obstbaumschnitt

Kurs mit Matthias Schütz für Gartenbesitzer

und Inhaber von Streuobstwiesen,

die die richtige Pflege und den

Schnitt von Obstbaumhochstämmen

7

8

7

Tommy Soleil

8

Anpacken beim Stadtputztag

und Halbstämmen erlernen möchten.

Ausreichenden Unfallversicherungsschutz

müssen Teilnehmende selbst

gewährleisten. Geschnitten wird

auf einem Hof in Hövelhof. Gebühr:

24,50 €. Anmeldung bis 19. März, 16

Uhr unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-

900 oder briefkasten@vhs-re.de

11.00 Eine Kleine Marktmusik

mit Birgit Badorreck

Wiedereröffnung der Stadtkirche nach

der Winter-Schließung mit einem festlichen

Programm von Johann Sebastian

Bach. Eintritt: frei – Spende zur Unterstützung

der Kirchenmusik erbeten.

14.00–16.00 Second-Hand-Verkauf

von Kinderartikeln in St. Pius

Es können Kinderkleidung (Gr. 50–182),

Spielzeug, Babyausstattung, Fahrräder,

Rollschuhe etc. im Gemeindehaus

St. Pius getrödelt werden. Standgebühr

für Flohmarkt-Betreiber: 1 Kuchen

und 10% des Umsatzes. Durch die Kuchenspende

wird eine Cafeteria ermöglicht.

Deren Erlös und die Standgebühren

kommen den Orga-Einrichtungen

der Kita St. Pius sowie dem Förderverein

Kindergarten & Tagesstätte St. Pius

e. V. zugute. Bei Interesse bitte am 16.

März ab 7 Uhr bei Frau Füchtenhans,

Tel. 05242/34225, anrufen.

Termine

20.00–22.00 Thorsten Havener:

Alles Kopfsache?

Seit über 20 Jahren verblüfft er mit seinen

mentalen Fähigkeiten seine Zuschauer

im TV und auf den Bühnen.

Hunderttausende verfolgten bereits

weltweit staunend sein Schaffen und

blieben rätselnd zurück. Alles Kopfsache?

Das ist die Frage. Ein Abend nicht

nur für die Zuschauer, sondern vor allem

mit den Zuschauern – denn es geht

um ihre Gedanken, Emotionen und Entscheidungen.

Nun kommt der Gedankenleser

in die Stadthalle. Einlass: 19

Uhr. Karten: ab 36,50 € im VVK bei der

Flora Westfalica, Rathauspl. 8–10, Tel.

05242/9301-0 bzw. unter flora- ticket.de.

SO 22

13.00–18.00 Rheda erblüht

Verkaufsoffen und Frühlingsfest in der

Rhedaer City. Infos vorn.

15.00–18.00 Workshop zum

Frühlingsbeginn

Mit Veränderungen wachsen mit Stefanie

Britt. Ort: Hundert Zwei, Wiedenbrücker

Straße 102, Rietberg. Gebühr:

49 €. Infos und Anmeldung unter

stefaniebritt.de bzw. 0151 / 10045728.

18.00 »The Solemn Shadows«

– Passionskantate

Chorkonzert für Streichorchester,

Harfe, Percussion und Piano mit dem

Jugendchor St. Clemens Rheda und

dem Projektchor ConTakt (Gesamtltg.

Harald Gokus) in St. Clemens. Eintritt:

frei – Spende am Ausgang erbeten.

Das Stadtgespräch

65


Termine +++ MI 25.3. 19.00–22.00 verTANZt Tanzabend des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück (ohne Jazz) im La Cantina, Bosfelder Weg 7. Eintritt: frei. +++

erzählerin zum Wohnzimmerkonzert

auch ins Wiedenbrücker Schule Museum.

Eintritt: 17 €. VVK unter info@vitart.de

sowie in der Buchhandlung Lesart,

Neuer Wall 1. Infos: vitart.de

20.00–22.30 Die großen 7: Cabaret

Berlin um 1930: Die Stadt vibriert, die

Lebenslust kennt keine Grenzen, in den

legendären Clubs wird getanzt bis die

Sohlen rauchen, die Freizügigkeit pulsiert.

Im Kit-Kat-Club, wo sich Abend

für Abend die Gäste von der mitreißenden

Musik und der fantastischen Sängerin

Sally Bowles die Alltagssorgen

vertreiben lassen, verfällt ihr der amerikanische

Schriftsteller Cliff Bradshaw.

Doch der Horizont ist bereits voll dunkler

Wolken. Während Sally noch voller

Inbrunst »Das ganze Leben ist ein Cabaret«

singt, breitet sich der Faschismus

aus und vernichtet, was sich ihm in den

Weg stellt. Schauspiel und Musik mit

dem Westfälischen Landestheater sowie

Live-Band in der Stadthalle. Karten:

ab 22 € im VVK bei der Flora Westfalica,

Rathauspl. 8–10, Tel. 05242/9301-0 bzw.

unter flora- ticket.de.

MO 23

17.00–19.00 Offener Trauer-Treff

Der Tod eines geliebten Menschen

verändert alles. Das Gespräch in einer

geschützten Atmosphäre kann beim

Weg der Trauer helfen. Denn nichts ist

mehr wie vorher. Vieles ist ungewohnt,

neu und schwierig. Ort: Caritas

Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos

bei Thomas Plugge, Cari tasverband für

den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120

oder plugge@ caritas-guetersloh.de.

18.00–21.00 Mac für Ein- u. Umsteiger

Die Geräte sind langlebig und gut verarbeitet.

Die Bedienung ist intuitiv und

die Verbindung mit Apple-Geräten gelingt

reibungslos. Das Betriebssystem

ist stabil und zuverlässig und prädestiniert

den Mac im Zusammenspiel mit

einer leistungsstarken Hardware vor

allem für die Medienarbeit. Und doch

ist es wie bei jedem anderen Werkzeug:

Die Benutzung will gelernt sein.

Grundlagen und Tipps mit Peter Hoffmann

im vhs campus, Rheda, 1. OG 101

EDV. Gebühr: 29,10 € / erm. 22,45 €. Infos

und Anmeldung unter vhs-re.de.

DI 24

18.00–20.00 Gesichter und Stimmen

der Integration

Ausstellungseröffnung in der EssBares

von ProArbeit, Am Sandberg 72, mit

Porträts von Menschen mit Migrationshintergrund,

die in Rheda-Wiedenbrück

leben – fotografiert an Orten

des Alltags und begleitet von persönlichen,

oft berührenden Aussagen. Bei

einer Führung lassen Cordula Dahlhoff

(ProArbeit) und Catrin Geldmacher

(Weltreise durch Wohnzimmer e. V.)

die Geschichten hinter den Bildern lebendig

werden und laden dazu ein,

genauer hinzuschauen, zuzuhören

und zu verweilen. Im Anschluss sollen

Besucher (mit und ohne Migrationsgeschichte)

ungezwungen, auf Augenhöhe

und ohne Erwartungsdruck miteinander

ins Gespräch kommen können.

Ziel ist es, Vorurteile abzubauen,

Verständnis zu fördern und die vielen

positiven Beispiele von Zusammenleben

in Rheda-Wiedenbrück sichtbar

zu machen. Eintritt: frei. Ohne

Anmeldung.

FR 27

19.30 Bernadette La Hengst

»Warum ich so laut singen kann«

Politisch, feministisch, rebellisch –

Bernadette La Hengst ist Musikerin,

Theaterregisseurin, Autorin, Chorleiterin

und Moderatorin mit einer eigenen

Sendung bei Radio Eins. Als Solokünstlerin

und mit ihrer Band »Die

Braut haut ins Auge« veröffentlichte

sie knapp 20 Alben. Sie gilt als zu

»unique« für den großen Markt und

ist genau deshalb eine der interessantesten

und wortgewaltigsten deutschen

Textenden. Ihre Songtexte sind

scharfsinnig, politisch und ungemütlich.

Mit Explosivität und Einfallsreichtum

hinterfragt Bernadette La Hengst

in ihren autobiografischen Texten die

Werte der männlich geprägten Hamburger

Musikszene. Bei ihrer musikalischen

Lesetour wird sie auf dem

Kulturgut Haus Nottbeck Songtexte

aus dem Buch lesen, Geschichten aus

ihrem reichhaltigen Leben als Musikerin

erzählen und viele Songs live spielen.

Tickets im VVK je 18 € / 20 € (zzgl.

Gebühren) unter kulturgut- nottbeck.

reservix.de. AK: 20 € / 22 €.

SA 28

14.00 SCW vs 1. FC Bocholt

Regionalliga-Fußball im Jahnstadion.

19.00 Was so ein kleiner Mond alles

vermag – Notizen von der Melodie ...

... der Dinge. In einer ausdrucksstarken

Komposition von Wort und

Klang bringt Anja Bilabel im Lauschsalon

® die meisterhaften Prosa- und

Lyrik-Texte des Grenzgängers Rainer

Maria Rilke ins Refektorium des Klosters.

Mit Melodien, Effekten und Percussionsounds

erzeugt die Hörstückmacherin,

Schauspielerin und Regisseurin

der Kammerhörstücke Anja

Bilabel eine einzigartige Atmosphäre.

Einlass: 18.30 Uhr. Tickets je 10 € unter

kloster-wiedenbrueck.de. Abholung

Mo–Fr 9–12 Uhr und 14–17 Uhr im Kloster

oder an der Tageskasse.

SO 29

Wanderung im Raum Warendorf /

Freckenhorst

Erika Enders vom SGV Gütersloh, Tel.

05245 / 3803, gibt gerne Infos zur Planung.

Gäste sind herzlich willkommen.

10.00–10.45 Qigong im Schlosspark

Innehalten und Aufblühen im Frühjahr

mit Stefanie Britt. Weitere Kurse am 6.

& 12. April. Kosten: je Termin 10 €. Infos

und Anmeldung unter stefaniebritt.de

bzw. 0151 / 10045728.

13.00–18.00 Klimasonntag

Institutionen, Dienstleister, Handwerksbetriebe,

Händler und Selbstvermarkter

präsentieren auf dem Wiedenbrücker

Marktplatz und Adenauerplatz

Lösungen zum Klimaschutz, die Geschäfte

der City haben verkaufsoffen.

14.00–22.00 SpieleZeit im Küsterhaus

Ob Karten- oder Strategiespiel, jung

oder alt, es ist für jede und jeden etwas

dabei. Eigene Spiele dürfen mitgebracht

werden. Ohne Anmeldung.

Das

Stadtgespräch

PODCAST AUS RHEDA-WIEDENBRÜCK

»HANDS ON« BY

KEVIN KLEINHAUS

Podcast-Veröffentlichung am 1.3.2026

Mit Kevin Kleinhaus haben wir einen besonderen Gast im Podcast: Er bringt mit seinem Workshop-Format

»Hands On – Workshop für finanzielle Bildung« Menschen kostenfrei bei, wie sie

ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen – praxisnah, verständlich und ohne Fachchinesisch.

In seinen Workshops lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie Geld funktioniert, wie man

sinnvoll anlegt und wie man Wege zum eigenen Vermögensaufbau findet.

Kevin teilt im Gespräch wertvolle Insights aus seiner Arbeit und gibt Tipps, wie finanzielle

Bildung im Alltag gelingt – ein Thema, das uns alle angeht!

Alle Termine sind kostenfrei und bieten eine tolle Gelegenheit, auf einfache Weise mehr

über Geld, Investieren und Ziele fürs eigene Vermögen zu lernen. Reinhören lohnt sich!

Jetzt auch

als Video

Podcast!

Hier findet ihr die nächsten Workshop-Termine (kostenlos):

Donnerstag, 26. Februar & Dienstag, 10. März 2026, 18:30 Uhr –

Weinhandel DER SCHMETZ, Berliner Straße 197, 33330 Gütersloh

Donnerstag, 09. April, Dienstag, 28. April, Dienstag, 19. Mai,

Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:30 Uhr –

Restaurant PREGO Doktorplatz 5, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Kontakt:

www.hands-on-workshop.de

Ihr könnt unseren Stadtgespräch-Podcast über

Spotify, Deezer, Apple Podcast, Audio Now

oder über Amazon Music anhören – oder ihr

scannt den hier abgebildeten QR-Code.

66

Das Stadtgespräch


Gemeinsame Proben,

gemeinsam auftreten

Zwei Chöre machen gemeinsame Sache

Für den MGV Geselligkeit Batenhorst und die Liedertafel Eintracht

ist das vereinte Musizieren ein Erfolgsrezept. Dirigent Hans Balsfrenser

würdigte die Kooperation auf der Generalversammlung der

»Geselligkeit« im Sängerlokal Hubertuskrug als vorbildlich. In den letzten

Monaten wurden Proben und Auftritte gemeinsam durchgeführt. Das

gemeinsame Singen im größeren Kreis mache einfach mehr Spaß. Der

musikalische Level könne noch weiter gesteigert werden. Zudem sichern

die beiden Chöre damit ihre bewährte Chorarbeit. Das neue Projekt fand

denn auch eine große Zustimmung. Das Ergebnis ist beim Pfingstsingen

am Sonntag, dem 24. Mai zu hören. Die »Geselligkeit« und »Eintracht«

gestalten das beliebte Freiluftkonzert schon seit vielen Jahren gemeinsam

mit dem MGV Bokel als dritten Partner. Der Auftritt findet in diesem Jahr

im Garten des Hubertuskruges in Batenhorst statt.

Wie Schriftführer Josef Flaskamp in seinem Jahresbericht feststellte,

wird das Jahr 2026 wieder so reich an Terminen sein wie das verflossene:

Am Sonntag, dem 26. April, steht ein gemeinsamer Omnibus-Tages-Ausflug

mit der »Eintracht« zur Teilnahme an einem Konzert in der Nähe

von Willebadessen an. Ebenfalls bei der Herz-Jesu-Prozession am 14. Juni

sowie anlässlich des Schützenfestes im Juli wirkt die »Geselligkeit« mit.

Selbstverständlich nehmen die Sänger gern an allen Feiern, wie z. B.

Jubiläen teil und tragen mit ihren Liedern zur Ausgestaltung bei. Musik-

1 (Sitzend v. l.) Rudi Wilholt, Hans Balsfrenser, Heinrich Winkenstette, (hinten v. l.)

Josef Flaskamp, Toni Lohmann, Manfred Schnückel, Heinz Güth, Alfred Lüke

interessierte – mit oder ohne Musik-Kenntnissen – können jederzeit bei

der »Geselligkeit« einsteigen. »Schaut einfach dienstagabends im Hubertuskrug

rein«, so Flaskamp. Der erste Vorsitzende Toni Lohmann und

sein Stellvertreter Manfred Schnückel freuten sich mit dem Dirigenten,

dass sie Heinz Winkenstette und Rudi Wilholt für 40 Jahre aktives Singen

ehren konnten. Sie überreichten den Jubilaren als Zeichen des Dankes und

der Anerkennung einen Blumenstrauß und eine Urkunde. Die fleißigsten

Probenbesucher Heinz Güth, Alfred Lüke und Josef Flaskamp belohnten

sie mit je einer Dauerwurst. Der Dirigent selber wurde für seine mühevolle

Tätigkeit mit einem Blumenstrauß bedacht. Von einer soliden Kassenlage

berichtete Schatzmeister Heinz Güth. Helmut Michels und Jürgen Wöstmann

hatten die Kasse überprüft. Als neuer Kassenprüfer wurde Helmut

Filies gewählt. Für ihn schied turnusmäßig Helmut Michels aus. Kem

Das Stadtgespräch

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