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www.regionalsport.net | facebook.de/regionalsport.net | 19. Februar 2026 | 31. Jahrgang Nr. 07 / 2026
REGIONAL
Das Sportmagazin im Norden
Krisengipfel in Karlsruhe:
Beide Trainer stehen
mächtig unter Druck
+ Interview mit KSV-Sporchef Olaf Rebbe
Abstiegsgipfel am Millerntor:
EN-Trainer Fabian Boll:
„Diese Frage habe ich
mir auch gestellt“
ST. PAULI
muss gegen Werder
Bremen punkten
+++ Interview mit Werder-Insider Malte Bürger
SG Langenhorn/Enge-Sande: Zwischen Dänemark-Training und Spiel-Stress
Jeden
Donnerstag
neu !
Weiche-Trainer Tim Wulff:
„Der Fußball
kommt zu kurz“
Fotos: Jacobsen/RS/Jan Kirschner
114. Landesderby:
„Zebras“
galoppieren
in Flensburg
zum Sieg
Nach dem Union-Sieg geht es zu heimstarken Mainzern:
Kann sich der HSV im
Mittelfeld festsetzen?
+++ Wer ersetzt Abwehrchef Vuskovic?
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Die Woche startete mit
dem höchsten Feiertag,
den Mainz sich
denken kann. An einem
Rosenmontag geht nichts
außer den Jecken, die den Umzug
gestalten und begleiten. Seit
Jahrzehnten: Mainz bleibt
Mainz.
Was Urs Fischer vom Karneval
hält, lässt sich aus seiner Sprechweise
ableiten. Der bedächtige
Schweizer hat Wortwitz, durchaus.
Aber man lacht oft erst am
nächsten Tag. Aus dem Keller.
Ein Kellerkind waren die Mainzer
von Saisonbeginn an. Erst
nach der Entlassung des temperamentvollen
Trainers Bo Henriksen
entwickelten sie ihre Stärke.
Fischer kam als Gegenentwurf.
Sein Lieblingswort: „Kompaktheit“.
Mit 15 Punkten und
14:9 Toren aus acht Spielen verbesserten
sich die 05er deutlich.
Ein folgendes 0:4 bei Borussia
Dortmund lässt sich verkraften,
wenn man vorher bei den Bayern
punktet oder in Leipzig gewinnt.
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Mainz - wie es singt und lacht
Nach dem Trainerwechsel zu Urs Fischer
dämmt Mainz 05 die größte Abstiegsgefahr
Ausfall: Mainz-Coach Urs Fischer muss in den
kommenden Wochen auf Abwehrchef Stefan Bell
verzichten.
Foto: Hübner
EINWURF
Endspielcharakter am Millerntor –
Respekt HSV
Ein Blick auf die Tabelle reicht und schon
sollte jeder rund ums Millerntor um die
Bedeutung der Partie wissen: Wenn der
FC St. Pauli am kommenden Spieltag den SV Werder Bremen
empfängt, kann endlich der Sprung von einem direkten
Abstiegsplatz gelingen und dies könnte vor allem für die
Psyche der Gastgeber eine ungemein wichtige Rolle spielen.
Klar ist aber auch, dass die Braun-Weißen zwingend die
Leistung vom letzten Heimspiel gegen Stuttgart wiederholen
müssen, denn ein weiterer desolater Auftritt wie in Leverkusen
könnte fatale Folgen haben. In der BayArena gab
es nämlich einen bösen Rückschlag, der nur schwer zu erklären
ist. Ohne Körperspannung, ohne Esprit und ohne
Leidenschaft ließen sich die Gäste vom Werksclub vorführen
und nichts, aber auch rein gar nichts mehr erinnerte an
den beeindruckenden Auftritt gegen die Schwaben. Trainer
Alexander Blessin entschuldigte sich hinterher bei den
zahlreich mitgereisten Fans und wollte das Spiel schnell abhaken.
Ist akzeptiert - aber auch nur dann, wenn seine Truppe
gegen die Thioune-Elf von der ersten Sekunde an da ist
und brennt.
Der HSV ist in seinen Heimspielen so gut wie immer sofort
“online“ und spätestens nach dem 3:2-Sieg gegen Union
Berlin auf dem besten Weg, den Klassenerhalt zu realisieren.
Trainer Merlin Polzin und Assistent Loic Favé haben es
geschafft, den Aufsteiger vor allem spielerisch weiterzuentwickeln,
nachdem es in den ersten Spielen der Saison noch
kräftig ruckelte. Mittlerweile ist der Aufsteiger in seinem 3-
4-3-System in der Lage, den Gegner auch mit dem Ball einzuschnüren
und Ideen zu entwickeln. Auch das Umschaltspiel
ist deutlich besser geworden und lässt die Ersten
schon von einer sorgenfreien Restsaison träumen. Doch Vorsicht:
Platz neun und lediglich sechs Punkte Vorsprung sind
nicht viel und am kommenden Freitag bei den heimstarken
Mainzern muss Shootingstar Luca Vuskovic gelbgesperrt
pausieren. Es wird sich zeigen, ob die zuletzt stabilen Norddeutschen
diesen herben Verlust ihres Abwehrchefs kompensieren
können.
Ihr Frank Sorgatz
auf Distanz hält.
An Narreteien nicht zu
denken: Heizte Henriksen
vor jedem Spiel die
Mainzer Fans gestenreich
an, so begreift Urs Fischer
sowohl den Sport als
auch die späteren Erklärungen
als Geduldsspiel.
Wer ihm zuhört, kann
aber Gewinn daraus ziehen.
Der Mann versteht
sein Fach.
Parallelen auch: 2023
qualifizierte sich Urs Fischer
mit dem 1. FC Union
Berlin für die Champions
League. Die Hauptstädter
freuten sich über
Traumlose vom Schlage
Real Madrid, waren aber
der Zusatzbelastung
nicht gewachsen und retteten
sich erst nach der
Trennung vom Trainer Fischer
vor dem Abstieg.
Auch Mainz ist dieses
Jahr europäisch dabei. In
der Conference League gelang
der Sprung ins Achtelfinale.
In der Bundesliga indes
folgte der Sinkflug bis auf den
letzten Platz. Urs Fischer stabilisierte
das Team, ein gruseliges
Unentschieden gegen St. Pauli
nahm er in Kauf. Hauptsache,
nicht verloren. Die Winterzugänge
Stefan Posch, Philipp Tietz,
Silas sowie Sheraldo Becker halfen
auch.
Und Glück: Das 2:0 im jüngsten
Heimspiel gegen Augsburg ging
auf einen mehr als umstrittenen
Strafstoß zurück, den Nadiem
Amiri gewohnt sicher verwandelte.
Von seinen neun Saisontreffern
resultierten sieben aus
Strafstößen. Urs Fischer kommentierte
die Fehlentscheidung
knapp: „Der Schiedsrichter hat
entschieden. Warum soll ich mir
das noch einmal ansehen?“
Feiertag in Mainz, nach dem Karneval.
Urs Fischer wird 60, ausgerechnet
am Tag des HSV-
Spiels. Wie man ihn kennengelernt
hat, wird der Schweizer
frühestens nach dem Abpfiff an
seinen Geburtstag denken.
(Wolfgang Ehlers)
2 | RegionalSport
Hamburger SV
Die Denkfabrik braucht neue Lösungen
Neben Abwehrchef Luka Vuskovic fehlt in Mainz auch Co-Trainer Loic Favé aufgrund einer Gelbsperre
Der Moment musste irgendwann
kommen. Er ereilte Luka
Vuskovic in der 50. Minute.
Capaldos Ballverlust provozierte
Vuskovic zum Tackling
gegen Union-Angreifer Ilyas
Ansah. Der Kroate traf den Berliner
und holte sich die Gelbe
Karte ab. Konsequenz: Luka
Vuskovic ist für das Freitag-
Spiel in Mainz gesperrt.
Der Wert des Abwehrchefs, der
in wenigen Tagen 19 Jahre alt
wird, muss nicht beschrieben
werden. Vuskovic war neben
Albert Sambi Lokonga und Fabio
Vieira einer der Spätsommerzugänge,
die das Niveau des
Hamburger SV erkennbar hoben.
Wer Vuskovic vor sich
weiß, verbringt als Daniel
Heuer Fernandes ein Torwartleben
mit Sicherheitsnetz.
Die Last-Minute-Zugänge des
Winters haben noch nicht diese
Intensität entwickelt, doch sie
verbreitern den Kader und treiben
Mitspieler zur Höchstleistung,
auch in der Offensive.
Entfernte Nachbarn
Erstmals seit vielen Jahren steht der HSV
in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga
Es braucht schon Langzeitstudien,
um dem HSV einen Platz
in der oberen Tabellenhälfte der
Bundesliga nachzuweisen –
aber mit dem 3:2 über den 1. FC
Union ist es gelungen. Der HSV
zog an den Berlinern vorbei auf
Platz neun, wobei das Nachholspiel
gegen Leverkusen sogar
noch aussteht.
Unabhängig von dieser Momentaufnahme
zählt viel mehr
der Abstand zu gefährdeten
Nordrivalen. Sechs Punkte beträgt
der HSV-Vorsprung zum
SV Werder, sogar acht zum FC
St. Pauli – das ist die Situation
vor dem letzten Saisondrittel,
wenn sich die Tabelle in aller
Regel zementiert. Wer zu diesem
Formstark: Doppeltorschütze Ransford Königsdörffer (hier gegen Union-Verteidiger
Querfeld) will in Mainz nachlegen.
Foto: Jacobsen
Ransford Königsdörffer hat seine
Flaute überwunden. Mit den
wichtigen Treffern gegen Union
Zeitpunkt oben mitspielt, ist
dort kaum noch zu verdrängen,
wer unten steht, muss sich auf
einen Abstiegskampf bis zum
Ende einrichten. Der HSV, in der
Mitte, hat es bequem – um so
mehr, falls auch am Freitag in
der Karnevalshochburg Mainz
närrische Freude bei den Gästen
aufkäme.
Dass der Realitätssinn geschärft
wird, dafür bürgt Merlin Polzin,
der auch den Heimsieg gegen
Union entsprechend einordnete,
denn es war längst nicht alles
gülden. Nur, wenn sie beim
HSV von Nöten und Korrekturbedarf
reden – diese Sorgen hätten
andere Klubs im Norden
gern. (WE)
verdoppelte er seine Torquote
in dieser Saison auf vier. Königsdörffer
kam diesmal mehr
über die rechte Seite. Robert
Glatzel, der das Zentrum besetzte,
lobte den Mitspieler, der
ein Stammplatzkonkurrent ist:
„Das ist typisch für einen Stürmer.
Vergangene Woche (in Heidenheim)
trifft er nach Monaten
wieder und plötzlich läuft es.“
Im Angriff ist der HSV eher
überbesetzt. Neben Glatzel hat
sich Kapitän Yussuf Poulsen
nach seiner Verletzung wieder
in einen akzeptablen körperlichen
Zustand bringen können.
Philip Otele, Damion Downs,
Rayan Philippe und Jean-Luc
Vorschau, Fr., 20.02.2026 – 20:30 Uhr
Dompé stehen ebenfalls parat.
Alternativen hat Trainer Merlin
Polzin für die Abwehr auch –
Ausnahmekönner Vuskovic,
der auch noch Torgefahr nach
eigenen Standards entwickelt,
bleibt indes schwer zu ersetzen.
Wie das gelingen kann, darüber
brütet das Trainerteam in einer
Weise, die Polzin nach
dem 2:2 gegen die Bayern
erläutert hatte. Der Chefcoach
lobte seinen gesamten
Trainerstab und
ausdrücklich Loic Favé,
dessen Expertise
den Weg zum Remis gegen den
Rekordmeister geführt hatte.
Das Bayern-Spiel hatte dabei
doppelte Bedeutung: Es war die
sechste sieglose HSV-Partie
nacheinander. Mit diesem 2:2
begann aber auch eine jetzt drei
Spiele andauernde Erfolgsserie
mit wichtigen Dreiern in Heidenheim
und gegen Union.
Zurück zu Loic Favé: Auf dessen
unmittelbaren Rat wird Polzin
in Mainz verzichten müssen.
Der Co-Trainer teilt das
Vuskovic-Schicksal einer Gelbsperre.
Das gilt nicht für die
Trainingseinheiten – unter der
Woche muss die HSV-Denkfabrik
Alternativlösungen für die
Abwehr produzieren.
Andererseits nimmt Favès
Sperre auch ein wenig Druck
heraus. Auch Merlin Polzin
müsste nach der nächsten Gelben
auf die Tribüne. Dann wäre
wenigstens Loic Favé wieder
am Start.
(Wolfgang Ehlers)
1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV
So könnten sie spielen:
Mainz 05: Batz – Potulski, Posch, Kohr – da Costa, Sano, Mwene – Amiri,
Lee – Silas, Tietz
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Elfadli, Torunarigha – Jatta,
Vieira, Remberg, Muheim – Philippe, Königsdörffer, Otele
Tipp: 1:1
RegionalSport | 3
FC St. Pauli
Verlieren verboten
Abstiegsgipfel: St. Pauli empfängt den SV Werder Bremen
St. Pauli-Keeper Nikolas
Vasilj war nach der verdienten
0:4-Niederlage in
Leverkusen ehrlich: „Uns
hat die Intensität und
Energie gefehlt. Nächste
Woche müssen wir ein
anderes Gesicht zeigen.“
Damit traf der 30-Jährige
ins Schwarze, denn der
Auftritt in der BayArena
war einer der
schlechtesten in
der ganzen Saison.
So wird der Kiezclub gegen
niemanden in der Liga
bestehen. Die personell
gebeutelten Gäste schafften
es nämlich in keiner
Sekunde des Spiels an die
gute Leistung der Vorwoche
anzuknüpfen, als das
Topteam aus Stuttgart besiegt
werden konnte.
Auch Cheftrainer Alexander
Blessin bemängelte
“die fehlende Energie“,
die in den letzten Wochen
eigentlich nie ein Thema
war. Warum diese nun
komplett gefehlt hat,
muss St. Paulis Cheftrainer in
Gesprächen unter der Woche herausfinden.
Klar ist, dass aktuell
mit Hauke Wahl (Innenband),
Eric Smith (Ferse), Mathias Pereira
Lage (muskuläre Probleme)
und Fujita (wurde eingewechselt)
wichtige Eckpfeiler in der
Startelf fehlen. Blessin führt an:
„Wir brauchen in unserem Spiel
einfach eine gewisse Stabilität.
Wir haben jetzt verschiedene Male
versucht, Eric und Hauke zu
ersetzen, aber in Summe und auf
Dauer werden wir sie nicht ersetzen
können. Wir haben Hoffnung,
dass sie zurückkommen
und wir brauchen sie auch, um
ein schlagkräftiges Team zu haben.“
Wer von den genannten
Spielern gegen Werder zurückkommt
und direkt von Beginn an
aufläuft, scheint noch offen und
werden die kommenden Trainingstage
zeigen. Dem Vernehmen
nach sieht es bei Eric Smith
Zwei, auf die es ankommt: Eric Smith (li.)
hofft am Sonntag wieder in der Startelf zu
stehen, während Justin Njinmah über die
Außenbahn für Gefahr sorgen könnte. Foto: RS
Vorschau: So., 22.02.2026 – 17:30 Uhr
(Blessin: „Er hatte zuletzt
keine Schmerzen.“) am
besten aus. Zudem ist Fujita
definitiv ein Kandidat
für die Anfangsformation.
In Leverkusen fehlte neben
der Energie auch Tempo
im Spiel nach vorne.
Die beiden offensiven
Halbpositionen wurden
von Winter-Neuzugang
Mathias Rasmussen und
Danel Sinani besetzt. Beides
gute Fußballer, aber
keine Spieler die mit tiefen
Läufen für Gefahr sorgen.
Durchaus denkbar,
dass Blessin Jackson Irvine
und Fujita hinter Martjin
Kaars einsetzt, um so die
Statik des Spiels etwas zu
verändern. Vor allem Irvine
würde mit seiner Dynamik
und seinem Offensivdrang
gut tun. Aber egal
wer am Ende aufläuft, das
Motto für den FC St. Pauli
lautet: Verlieren verboten.
(Frank Sorgatz)
FC St. Pauli – SV Werder Bremen
So könnten sie spielen:
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Ando, Mets – Saliakas, Sands, Smith, Pyrka –
Fujita, Irvine – Kaars
Werder: Backhaus – Stark, Friedl, Malatini – Njinmah, Stage, Lynen,
Agu – Puertas, Schmid – Grüll
Tipp: 2:1
St. Paul-Splitter:
• Duell seiner Ex-Klubs:
Für Fin Bartels ist das Nordduell
am Millerntor natürlich
etwas Besonderes, schließlich
spielte der mittlerweile 39-Jährige
für beide Vereine. Bei St.
Pauli war der Ex-Profi von 2010
bis 2014 unter Vertrag und bei
Werder Bremen von 2014 bis
2020. Für RegionalSport blickt
Bartels voraus: „Beide müssen
aufgrund der Tabellensituation
auf Sieg spielen. Die Mannschaft,
die das erste Tor erzielt,
hat große Chancen das Spiel für
sich zu entscheiden. Es könnte
aber ein ähnliches Spiel wie zuletzt
das torlose Derby werden –
also eine Partie mit wenigen
Torraumszenen. Klar ist, dass
ein Sieg beiden Teams Aufwind
geben würde. Ich tippe aber auf
ein 1:1.“
• Klartext:
Kapitän Jackson Irvine wollte
nach der Niederlage in Leverkusen
gar nichts erst schönreden
und legte den Finger in
die Wunde: „Wir waren richtig
schlecht. Wir haben zwar personell
viel Pech im Moment,
aber das darf keine Ausrede
sein. Das ist inakzeptabel. Klar
ist, dass wir das schnell abhaken
müssen, weil wir gegen Werder
Bremen ein mega wichtiges
Spiel haben. Wir müssen
schnell das Level vom letzten
Heimspiel finden – egal, ob einige
Spieler zurückkommen,
oder nicht.“
• Absage:
St. Paulis U23 muss weiter auf
den Re-Start warten: Aufgrund
der Witterungsbedingungen
wurde die für Sonnabend geplante
Partie bei Phönix Lübeck
abgesagt. Stattdessen testet die
Elf von Trainer Karsten Neitzel
am Sonntag um 15 Uhr am
Brummerskamp gegen Drochtersen/Assel.
Sofern es die Platzverhältnisse
zulassen, startet der
braun-weiße Nachwuchs dann
am 01. März mit dem Heimspiel
gegen BW Lohne in die Restrunde
der Regionalliga.
(Frank Sorgatz)
4 | RegionalSport
SV Werder Bremen
Interview mit Journalist Malte Bürger (44) von der Deichstube:
„Es wäre brutal wichtig, die drei Punkte mitzunehmen“
Werder-Insider spricht über die aktuelle sportliche Situation an der Weser vor dem Duell am Millerntor.
Herr Bürger, vor gut
zwei Wochen wurde
Horst Steffen bei Werder
Bremen entlassen. War
diese Entscheidung aus
Ihrer Sicht unausweichlich?
Malte Bürger: Das ist die Frage.
Wenn man das Tabellenbild und
die sportliche Situation zugrunde
legt, war sie dem Geschäft angemessen.
Sie kam für das Umfeld
sicher nicht überraschend. Aber
um es klar zu sagen: Horst Steffen
ist nicht alleinverantwortlich
für die Misere, aber er hat nun
mal sportlich nicht die Hebel gefunden,
um die Mannschaft ins
Punkten zu bekommen. Die erste
Bundesliga ist für Werder Bremen
viel zu wichtig, um zu sagen: Wir
steigen mit Horst Steffen ab und
starten dann einen Neuanfang.
Was kann man Horst Steffen inhaltlich
vorwerfen?
Malte Bürger: Werder will und
wollte offensiv spielen, doch das
zugehörige Konzept war kaum zu
erkennen. Zudem wurden vereinzelt
Profis positionsfremd, etwa
Kapitän Marco Friedl als Linksverteidiger,
aufgeboten, was intern
für wenig Begeisterung gesorgt
hat. Dazu gab es weitere Reizungen
des Binnenklimas.
Es heißt, Horst Steffen soll sich
mit einigen Spielern überwofen
haben. Können Sie das bestätigen?
Malte Bürger: Nicht direkt überworfen,
aber Leonardo Bittencourt
kam nicht mehr zum Zuge
und Horst Steffen hat es an sportlichen
Gründen festgemacht. Klar
ist aber, dass Leo Bittencourt ein
sehr wortgewaltiger Spieler ist,
der in der Kabine einiges zu sagen
hat. Auch wenn er in den letzten
Jahren sportlich nicht mehr die
ganz große Rolle gespielt hat, ist
sein Standing innerhalb der
Mannschaft nach wie vor hoch.
Blicken wir auf Daniel Thioune:
Wie haben Sie Werders neuen
Trainer in den ersten Tagen
wahrgenommen?
Malte Bürger: Als sehr ehrlichen
und authentischen Trainer. Daniel
Thioune bedient auch die
emotionale Schiene, was bei
Horst Steffen sicher weniger der
Fall war. Ich denke, es könnte
durchaus passen.
Was hat Daniel Thioune bisher
inhaltlich verändert?
Malte Bürger: In Freiburg noch
nicht so viel – da war er vorher
aber auch erst zwei Einheiten im
Amt. In der Woche vor dem Bayern-Spiel
hat er sicher einiges geändert:
Ein Offensivspieler wie
Justin Njinmah hat plötzlich auf
der rechten Schiene gespielt und
musste mit verteidigen. Auch die
Ausrichtung war durch das 3-4-2-
1 mit Anläufer Grüll und offenen
Schienen etwas korrigiert. Allerdings
waren es die Bayern
und gegen St. Pauli wird
Werder sicher mehr Ballbesitz
haben und könnte
durchaus offensiver werden.
Glauben Sie die fehlende Erstligaerfahrung
von Thioune könnte
ein Problem werden?
Malte Bürger: Der Trainer weiß
um seine Chance hier und die will
er nutzen. Genau das merkt man
ihm im täglichen Umgang auch
an. Werder hatte zuvor auch mit
Skripnik, Nouri, Kohfeldt, Anfang
und Ole Werner etliche Trainer,
die zuvor noch nicht in der ersten
Liga tätig waren. Thioune kennt
den Abstiegskampf in der zweiten
Liga und das könnte durchaus relevant
sein.
In der Fanszene steht Sport-Vorstand
Clemens Fritz mächtig in
der Kritik. Zu Recht?
Malte Bürger: Im Sommer wird
Inh. Rogerio Afonso
722 48 15
Herrengraben 4
21465 Reinbek
Insider: Malte Bürger berichtet seit vielen Jahren bei der Deichstube und
zuvor beim Weser-Kurier über den SV Werder Bremen.
Foto: privat
mit Sicherheit alles nochmal analysiert
und bei der Kaderzusammenstellung
ist natürlich nicht alles
rund gelaufen. Zu selten saßen
die Transfers in den vergangenen
Jahren. Clemens Fritz trägt
dafür aber nicht die Alleinschuld
– denn es
gibt nun mal auch finanzielle
Grenzen. Ihm zugutehalten
muss man sicherlich, dass
er sich immer stellt und Verantwortung
übernimmt. Für ihn ist
das nicht einfach nur ein Job, er
lebt den Verein und will mit aller
Macht die Wende schaffen.
Aber die Abgänge von Oliver
Burke und Marvin Ducksch wurden
im Sommer nicht adäquat
ersetzt. Hat der aktuelle Kader
aus Ihrer Sicht die geforderte
Erstligaqualität?
Malte Bürger: Ja, das würde ich
sagen, denn es sind immer noch
Spieler da, die die Liga gut kennen
und das Niveau für die Bundesliga
haben. Das Problem haben
Sie angesprochen, denn vorne
fehlt ein Vollstrecker. Das ist
natürlich ein Versäumnis der
Sommertransferperiode.
Sich von Marvin Ducksch zu trennen,
war sportlich nachvollziehbar
– aber dafür ist kein adäquater
Ersatz gekommen und dieses
Manko begleitet den Verein.
Die Fans wollen ein
Team sehen, das sich
zerreißt.
Warum erfüllt Winter-Neuzugang
Jovan Milosevic noch nicht
die Erwartungen?
Malte Bürger: Er ist noch jung
und könnte perspektivisch eine
Verstärkung werden. Noch passt
es nicht, aber ich will nicht ausschließen,
dass er unter Daniel
Thioune einen Aufschwung erlebt.
Im Strafraum hat er schon
Qualitäten, aber gegen den Ball
hat er Luft nach oben.
Blicken wir auf kommenden
Sonntag: Spürt man an der Weser,
dass am Millerntor eine besondere
Partie mit hoher Bedeutung
ansteht?
Malte Bürger: Ja, das spürt man
bei den Spielern, bei den Verantwortlichen
und auch im Umfeld.
Alle wissen, dass es brutal wichtig
wäre, am Sonntag drei Punkte
mitzunehmen. Aber klar ist auch,
dass in den vier Spielen danach
ebenfalls Mannschaften von unten
warten. Werder sollte jedoch
bei St. Pauli unter keinen Umständen
verlieren, denn das hätte
nicht nur tabellarisch Auswirkungen.
Worauf wird es am Sonntag ankommen?
Malte Bürger: Den Kampf anzunehmen
und endlich einmal die
Tore zu machen. Die Fans sind
noch pro Mannschaft, aber sie
wollen ein Team sehen, das sich
zerreißt und alles gibt - genau das
erwartet auch Daniel Thioune.
(Frank Sorgatz)
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RegionalSport | 5
Holstein Kiel
Interview mit KSV-Sporchef Olaf Rebbe (47):
„Wir müssen gemeinsam Lösungen finden"
Holstein Kiel rutscht in der 2.
Bundesliga immer weiter in den
Abstiegssumpf. Chefcoach Marcel
Rapp und Geschäftsführer
Sport, Olaf Rebbe, stehen in der
Kritik. Was sagen die KSV-Fans
zur derzeitigen tabellarischen
Situation? Wir haben uns umgehört.
Nobby Grave aus Kronshagen:
„Die Lage bei Holstein Kiel spitzt
sich dramatisch zu. Mit jedem
Spieltag rückt der Tabellenkeller
näher – und die Mannschaft
wirkt dabei eher gelähmt als
Holsteins Sportchef Olaf Rebbe stellte
sich nach der Niederlage gegen
Schalke den Fragen der Journalisten.
Foto: RS
Herr Rebbe, die Lage im
Abstiegskampf spitzt
sich immer mehr zu. Wie
groß sind Ihre Sorgen?
Olaf Rebbe: Wir nehmen das alle
sehr ernst. Sorgen helfen nicht,
sondern Wahrheiten und zur
Wahrheit gehört: Wir jammern
nicht, dass gegen Schalke zwei
Spieler wieder nicht dabei waren
und machen keine große Abrechnung,
was da alles gegen uns
läuft. Das müssen die Elf Spieler
auf dem Platz regeln. Das hätten
sie gegen Schalke machen können,
haben sie aber nicht. Also
müssen wir es nächste Woche in
Karlsruhe regeln und sehen, dass
wir wieder in eine bessere Situation
kommen. Eine bessere Situation
bedeutet auch, dass Personal
zurückkommt, dass wir weiter
Torchancen herausspielen
und mutig auftreten. Und ja, die
Situation nervt. Es nervt uns, die
Fans, jeden Spieler.
Sie hatten vor dem Spiel gegen
Schalke zuletzt Gespräche mit
Spielern angekündigt. Haben
Sie in dem Spiel Reaktionen gesehen?
Olaf Rebbe: Wir waren mit der
ganzen Mannschaft im Rapport
und haben jeden einzelnen angesprochen.
Ich glaube auch, dass
wir hier und da gute Leistungen
gesehen haben. Aber nochmal,
die Mannschaft gewinnt und
verliert zusammen. Wir sitzen alle
in einem Boot — Trainer, Staff,
Mannschaft. Und wir haben eine
klare Aufgabe: Nächstes Wochenende
das Spiel zu gewinnen.
Vier Niederlagen in Folge – ist
das ein kleines Endspiel?
Olaf Rebbe: Der Trend ist nicht
so, wie wir uns das vorstellen.
Trotzdem habe ich die Hoffnung,
dass wir wissen, was wir tun und
Meinungsbild - Das sagen die Holstein-Fans:
„Der Abstiegskampf muss angenommen werden"
Noch stehen die Holstein Fans hinter ihrer Mannschaft. Foto: RS
kämpferisch.
Sicher, die
Ausfälle erfahrener
Spieler
wie Bernhardsson,
Skrzybski
oder Johansson
wiegen schwer.
Doch allein damit
lässt sich
die aktuelle
Entwicklung
nicht erklären.
Was dem Team
sichtbar fehlt,
ist eine echte Führungspersönlichkeit
auf dem Platz – jemand,
der in schwierigen Phasen Verantwortung
übernimmt, das
Spiel ordnet und vorangeht. Es
stellt sich mir die Frage, ob der
Kader in dieser Zusammensetzung
wirklich zweitligatauglich
ist, oder ob man zu sehr auf Potenzial/Talent
statt auf Erfahrung
gesetzt hat. Eines steht fest: Wer
den Abstiegskampf fürchtet, hat
den Bock gemeinsam umstoßen
können.
Braucht die Mannschaft einen
neuen Impuls?
Olaf Rebbe: Die Mannschaft
kann sich sehr gerne selbst einen
Impuls geben, so wie phasenweise
im Schalke-Spiel. Welcher Impuls
das ist, schauen wir uns diese
Woche an. Das kann alles sein:
Standards besser verteidigen, Tore
machen, Chancen nutzen. Darüber
müssen wir uns Gedanken
machen.
Steht der Trainer zur Diskussion?
Olaf Rebbe: Nein. Wir sitzen alle
in einem Boot. Es geht nicht darum,
jemanden herauszustellen.
Wir müssen gemeinsam Lösungen
finden.
(Andrè Haase)
ihn schon halb verloren. Jetzt ist
Haltung gefragt – von jedem Einzelnen.
Nur so lässt sich das Abstiegsgespenst
vertreiben“. Tina
Rothenstein aus Raisdorf sagt:
„Es fehlt vorne einfach ein Knipser,
der die Dinger macht. Ich
denke, es wird sehr schwer, da
man versäumt hat, einen Torjäger
zu verpflichten“. Peter Hackelberg-Peters
aus Kiel ist der Meinung:
„Die Zugänge im Kader
konnten die Abgänge nicht kompensieren.
Hinzu kommen natürlich
auch Verletzungen der Anker-Spieler
Bernhardsson,
Skrzybski, Johansson. Schwierig
zu sagen, ob der Kader mit Perspektivspielern
aufzufüllen zu
optimistisch war und ist - die
Verpflichtung von Jonas Meffert
lässt darauf schließen. Ich möchte
mich auf das Trainer-Thema
nicht einlassen, obwohl als Außenstehender
sind manche Aufstellungen
nicht zu erklären“.
(Andrè Haase)
6 | RegionalSport
Holstein Kiel
Krisengipfel in Karlsruhe:
Beide Trainer stehen mächtig unter Druck
Es ist Krisengipfel und Abstiegskrimi
zugleich, wenn am Sonnabend
um 13 Uhr in der 2. Bundesliga
der Karlsruher SC die
KSV Holstein empfängt. Der
KSC, der mit leichten Aufstiegsambitionen
in die Saison gestartet
ist, hinkt seinen Ansprüchen
genau wie der Kieler Tross gewaltig
hinterher.
Zweikampf: John Tolkin (re. hier
gegen Edin Dzeko) muss sich auch
im Wildpark auf intensive Duelle
einstellen.
Foto: Jacobsen
Zuletzt verlor das Team aus Baden-Württemberg
mit 1:5 beim 1.
FC Nürnberg. Trainer Christian
Eichner, der seit sechs Jahren
beim KSC an der Seitenlinie
steht, ist gewaltig unter Druck
und steht im Schussfeuer der
Kritik. Bei einer Niederlage gegen
die flügellahmen Störche ist
Eichners Zeit bei den Karlsruhern
wohl abgelaufen. „Eine
Leistung wie in Nürnberg ist indiskutabel.
Ich verstehe die Enttäuschung
der Fans und den
Wunsch nach Veränderung.
Auch der Verein weiß, dass etwas
passieren muss. Trotzdem
gilt es, keine emotionalen und
gegebenenfalls überstürzten Entscheidungen
zu treffen. Wir haben
uns mit Christian Eichner
und der Mannschaft zusammengesetzt,
die Situation genau analysiert
und von der inneren Einstellung
bis zum tatsächlichen
Einsatz auf dem Platz zahlreiche
Punkte besprochen, bei denen
Handlungsbedarf besteht“, sagt
KSC-Sport-Geschäftsführer Mario
Eggimann. Rückendeckung
sieht anders aus. Die Kieler reisen
mit wenig Selbstvertrauen
ins südwestdeutsche Bundesland.
Die Niederlagenserie steckt
den Kielern in den Knochen. Brisant
ist, dass beiden Trainern nur
ein Sieg hilft. „Ich bin schon eine
Weile in Kiel und da gibt es Höhen
und Tiefen. Jetzt sind wir in
einem Tief und da müssen wir
durch“, sagt KSV-Coach Marcel
Rapp.
Vorschau: Sa., 21.02.2026 - 13:00 Uhr
Karlsruher SC - Holstein Kiel
(Andrè Haase)
So könnten sie spielen:
Karlsruher SC: Bernat – Jung, Franke, Kobald, Herold - Burnic, Opitz –
Kwon, Wanitzek – Fukuda, Schleusener
Holstein Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic – Rosenboom, Meffert, Kelati,
Tolkin – Kapralik, Therkelsen – Harres
Tipp: 2:2
Vor dem Duell im Wildpark:
Wieviel Kredit hat Coach Marcel Rapp?
Es ist das beherrschende Thema
rund um den Zweitligisten Holstein
Kiel: Der unaufhaltsame
Sturzflug der Störche Richtung
Abstiegsränge.
Nur ein Punkt trennt die KSV
Holstein aktuell vom Relegationsplatz,
auf dem der 1. FC Magdeburg
mit 23 Punkten steht. Der
Elf von Chefcoach Marcell Rapp
droht der freie Fall von der Bundesliga
bis in die 3.Liga. Die 1:2-
Heimniederlage gegen den SC
Schalke 04 offenbarte die Schwächen
der Kieler: Die Abschlussschwäche
und die Verteidigung
von Standardsituationen. Beide
Gegentreffer fielen nach Eckbällen.
„Wir haben das Spiel verloren,
weil wir bei Standards einfach
nicht gut verteidigen. Gerade
beim ersten Tor, wenn die Bälle
runterfallen, müssen wir da
sein und die Bälle wegschießen.
Das müssen wir uns vorhalten“,
blickt Rapp zurück. Und vor dem
gegnerischen Tor versagen den
Angreifern Phil Harres, Adrian
Kapralik und Aldin Jakupovic
die Nerven. Doch was nimmt
Kiels Trainer Marcel Rapp weiß, dass
er dringend Punkte braucht. Foto: RS
man aus der Niederlage an positiven
Dingen mit? Die Moral
stimmt - doch die schießt und
verhindert keine Tore. „Wir müssen
weiter zusammenhalten, hart
arbeiten und Punkte holen“, lautet
die Devise von Jonas Meffert.
Einfacher werden die sportlichen
Aufgaben nicht. Die nächsten
drei Gegner lauten: Karlsruher
SC (A), SV Elversberg (H) und SV
Darmstadt 98 (A). Wohin die Reise
führt? Ungewiss! Fakt ist aber:
Bei einer Niederlage am Sonnabend
im BBBank Wildpark wird
der Kredit, den Sportchef Olaf
Rebbe Coach Marcel Rapp einräumt,
schrumpfen.
(Andrè Haase)
RegionalSport | 7
Regionalliga Nord
Von Deutschland nach "Down under":
Ahmet Arslans Abenteuer beim Sydney FC
Ex-Storch Ahmet Arslan hatte
zuletzt einen schweren Stand
beim Drittligisten Rot-Weiß Essen.
Innerhalb weniger Monate
wandelte der 31-Jährige „From
Hero to Zero“.
Was war passiert, dass es in der
Winterpause zu einem Bruch
kam, denn schließlich war der
Offensivspieler in den vergangenen
eineinhalb Jahren
nach seinem Wechsel vom
1. FC Magdeburg an die Hafenstraße
die Lebensversicherung
der Essener: In 63
Pflichtspielen in er 3. Liga,
DFB-Pokal und Niederrheinpokal
kam Arslan auf insgesamt
20 Tore und neun Torvorlagen.
Trainer Uwe Koschinat erklärte
gegenüber der Presse: „Es gab ein
sehr, sehr klares Gespräch zwischen
mir und Ahmo im Trai-
Ahmet Arslan
wechselte nach
Australien zum
Sydney FC.
Foto: Privat
ningslager. Es ging hier
um seine veränderte
sportliche Rolle in der
Mannschaft. Ich habe
ihm sehr klar gesagt, dass
sich seine Wertigkeit verändert
hat“. Die Folge:
Arslan löste seinen Vertrag
auf und heuerte in
Australien bei Sydney FC
an. „Der Abschied fällt
mir natürlich schwer,
denn die Zeit in Essen
war sehr geil. Die Mitspieler,
die Kollegen und
die Fans – das alles hat
sehr zu mir gepasst", sagt
der 31-Jährige auf Nachfrage.
Jetzt also Australien
- die erste Auslandsstation
des gebürtigen
Memmingers. Der Verein
aus dem Bundesstaat
New South Wales aus der
australischen A-League wird von
Ex-Schalke-Profi Alexander
Baumjohann gemanagt. „Ich hatte
schon im Sommer Kontakt zu
ihm. Da hat es aber nicht geklappt.
Jetzt bin ich sehr stolz darauf,
bei Sydney FC unterschrieben
zu haben. Das ist ein Verein
mit einer Siegermentalität, starken
Mitgliedern und klaren Ambitionen,
um Titel zu kämpfen.
Meine Rolle ist einfach – ich
möchte Tore schießen und vorbereiten,
der Mannschaft in jeder
Angriffssituation helfen und
zum Erfolg beitragen", blickt Arslan
voraus. Anfragen hatte er aus
Polen und der Türkei - doch den
Zuschlag bekam Australien. „Es
ist schon verrückt, von einem auf
den anderen Tag hierherzukommen“,
so Arslan aus weiter
Ferne.
(Andrè Haase)
Interview mit dem Trainer von Eintracht Norderstedt Fabian Boll:
„Diese Frage habe ich mir auch gestellt“
Die Spieler-Legende des
FC St. Pauli Fabian Boll
(46) im Interview über
Führungsspieler und
die Chancen auf den Klassenerhalt
für Eintracht Norderstedt.
Herr Boll, welchen Eindruck
hat die Mannschaft in der Vorbereitung
gemacht?
Fabian Boll: Einen guten. Sie ist
fit, lern- und wissbegierig, aufmerksam
und besitzt spielerische
Qualität.
Welche Spieler sind bei Eintracht
Norderstedt eigentlich
die Führungsspieler?
Fabian Boll: Die Frage habe ich
mir auch gestellt, als Jörn Großkopf
und ich hier als gleichberechtigtes
Trainerteam angefangen
haben. Ich finde, wir haben
mit Dane Kummerfeld und Fabian
Grau ein paar Charaktere
dabei, die den Laden im Griff haben.
Auch Melvin Zimmer zähle
ich mit seiner Art, Fußball zu
spielen, dazu. In diesem Punkt
müssen wir im Laufe der Rückserie
aber trotzdem noch schärfer
werden. Noch mehr Spieler auf
dem Feld müssen die anderen
mitziehen.
Die Testspiele wurden fast alle
gewonnen. Hat das Aussagekraft?
Fabian Boll: Sie waren gut zum
Reinkommen. Im ersten Schritt
ging es uns um die Defensivbewegung
des Teams. Das Spiel mit
dem Ball konnten wir noch nicht
wie gewünscht trainieren. Das
Wetter erforderte kreatives Training,
passte mehr zum Eiskunstlaufen
als zum Fußball. Der Club
hat aber einen großartigen Job ge-
Neue Aufgabe: Fabian Boll hofft mit
Eintracht Norderstedt den Turnaround zu
schaffen.
Foto: RS
macht. Wann immer es möglich
war, war der Kunstrasenplatz
geräumt.
Gibt es eine Kabinen-Rechnung
zum Klassenerhalt?
Fabian Boll: Nein. Wir können
an der Tafel alles hin- und her
rechnen. Am Ende kommt
doch alles anders. Selbst gute
Leistungen garantierten keine
Siege. Aber wir wollen gut
spielen und punkten.
Wie optimistisch sind Sie
denn?
Fabian Boll: Ich bin optimistisch.
Uns tun zwar Ausfälle
wie die von Lucas Camacho
und Emanuel Mirchev weh.
Wir können sie aber auffangen.
Ich bin frohen Mutes, dass wir
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8 | RegionalSport
Regionalliga Nord
1. FC Phönix Lübeck vor dem Re-Start:
Testspielsieg - Comebacker - Neuer Torjäger
Die katastrophalen Witterungsbedingungen
setzen den Fußballern
zu. Kaum vernünftige Trainingseinheiten
auf dem Rasenplatz
- an Pflichtspiele ist derzeit
nicht zu denken. So auch beim
Regionalligisten 1. FC Phönix
Lübeck. Das Heimspiel gegen
den FC St. Pauli am kommenden
Sonnabend ist bereits abgesagt.
Der Buniamshof ist aufgrund der
Wetterlage in den letzten Wochen
nicht bespielbar. Doch
Spielpraxis sammelte das Team
um Abwehrchef Jannes Vollert
trotzdem. Gegen seinen Ex-Klub
SV Werder Bremen II gewannen
die Lübecker am vergangenen
Wochenende in Bremen das Testspiel
mit 3:2 - nach 0:2-Rückstand
zur Halbzeit. „Wir haben
gegen einen starken und gut organisierten
Gegner gespielt und
sind ruhig geblieben“, konstatierte
Phönix-Chefcoach Christiano
Adigo kurz und knapp. Zudem
feierte Jonathan Stöver nach langer
Verletzungspause mit seinem
Treffer nach der Einwechslung
Phönix-Sportdirektor Frank
Salomon.
Foto: RS
ein erfolgreiches und vielversprechendes
Comeback. Ein gelungenes
Debüt feierte Winterneuzugang
Avid Krogmann. Der
18-jährige Innenverteidiger
wechselte am Deadline-Day von
der U19 des SV Werder Bremen
zum Regionalligisten. Gespannt
sein dürfen die Phönix-Fans auf
Neuzugang Michael Seaton, der
im Januar zu den Adlern stieß. In
seiner Karriere lief der 29-Jährige
in drei Regionalligen auf und
kam auf 32 Tore in 82 Spielen.
Zudem traf der Jamaikaner zweimal
in 22 Einsätzen in der 3. Liga
für Viktoria Köln. Zuletzt
spielte Seaton beim italienischen
Viertligisten FC Obermais. „Er
kennt die deutsche Regionalliga,
hat sich bereits mehrfach bewiesen
und bringt eine ausgeprägte
Torgefährlichkeit mit. Wir erwarten
uns von ihm Soforthilfe für
unsere Offensive, damit wir unsere
Ziele in dieser Saison noch
entschlossener erreichen können“,
stellt Phönix-Sportdirektor
Frank Salomon klare Forderungen
an seinen Angreifer.
(Andrè Haase)
Tim Wulff, Trainer SC Flensburg Weiche 08:
„Der Fußball kommt zu kurz“
Herr Wulff, am Sonntag
soll es für den SC
Weiche Flensburg 08
in Lohne wieder um
Bundesliga-Punkte gehen. Wie
groß ist die Vorfreude?
Tim Wulff: Eigentlich ist sie sehr
groß, endlich wieder um Punkte
zu spielen. Doch der Trend geht
eher dahin, dass das Spiel abgesagt
werden wird. Hoffentlich geschieht
es rechtzeitig, damit wir
uns noch einen anderen Gegner
suchen und zumindest ein Testspiel
bestreiten können.
Das würde ja zu den letzten
Wochen passen, in der sehr viel
improvisiert werden musste. So
ist zumindest zu hören…
Tim Wulff: Ja, so ist es. Aber das
trifft alle anderen Mannschaften
genauso. Wir machen viel im Fitness-Studio.
Dann trainieren wir
mal auf einem Kunstrasenplatz
in Dänemark, der dann beim
nächsten Mal auch mit Schnee
bedeckt ist, sodass es wieder ins
Fitness-Studio geht. Der Fußball
kommt sehr kurz im Moment.
Wie sieht es denn personell
aus?
Tim Wulff: Das war zuletzt sehr
zäh. Zwölf erkrankte
oder verletzte Spieler
– das war zuletzt leider
keine Seltenheit,
sondern der Normalfall.
Es kam uns entgegen,
dass am letzten
Wochenende das
Nachholspiel beim
HSC Hannover abgesagt
wurde. Es sieht
so aus, dass nun einige
Spieler zurückkommen
werden.
Wie sehen die Ziele
der Mannschaft für
den Rest der Saison
aus? Im Moment ist
es Platz neun mit 27 Weiche-Trainer Tim Wulff.
Punkten. In der letzten
Serie geriet Weiche 08 nach
der Winterpause ja noch einmal
in Abstiegsgefahr und belegte
am Ende Rang 13 mit 41
Zählern.
Tim Wulff: Wir wollen in den
letzten 13 Spielen möglichst viele
Punkte sammeln, um einen beruhigten
Frühling zu erleben und
die Saison gut abzuschließen. In
jedem Fall wollen wir besser abschneiden
als die letzte Saison.
(JK)
Foto: JK
RegionalSport | 9
Oberligen
OBER
Der TuS Rotenhof
steckt
mitten in
den Planungen für die Saison
2026/27. Chefcoach Henning
Knuth lockt junge, hungrige Talente
aus der Region an die
Fockbeker Chaussee.
Mit Dustin Jacob aus den A-Junioren
des TSV Kronshagen sowie
Lorenz Billerbeck und Moritz
Pannek vom A-Jugend-Landesligisten
Osterrönfelder TSV
gaben drei Youngster dem Oberligisten
ihre Zusage. „Das muss
unser Weg sein. Die Spieler kommen
nahezu aus unmittelbarer
Umgebung und haben keinen
langen Anfahrtsweg. Hier bekommen
sie die Chance, sich im
ambitionierten Seniorenfußball
beweisen zu können“, erklärt
Knuth. Doch dass es ohne gestandene
Spieler in der höchsten
Landesspielklasse nicht funktioniert,
ist dem 28-Jährigen auch
bewusst. „Wir werden nicht
sinnlos Spieler holen. Nur auf
den Positionen, wo wir Handlungsbedarf
sehen. Die Spieler
müssen gut zu uns passen und
uns sofort weiterhelfen. Der TuS
kommt über das familiäre und
den großen Zusammenhalt. Von
daher ist es wichtig, dass die
Spieler nach den Spielen auch
mal etwas länger im Sportheim
bleiben. Es bringt uns nichts,
wenn die Jungs dann in alle Himmelsrichtungen
nach dem
Rotenhof setzt auf die Jugend:
Heimschwäche als Handicap
Schlusspfiff verschwinden
- das ist nicht der TuS Rotenhof“,
stellt Knuth klar.
Doch erst einmal muss der
Klassenerhalt bewerkstelligt
werden. 17 Punkte aus
17 Spielen ist Knuth zu wenig.
Faustpfand könnte in
der Rückserie sein, dass der
TuS noch neun Heimspiele
vor der Brust hat. „Daran
müssen wir aber arbeiten“,
weiß Knuth. Hintergrund:
Aus den bisher sechs Heimauftritten
holten die Rotenhöfer
lediglich einen Zähler
und 5:17 Tore. „Das ist definitiv
ausbaufähig. Die
Mannschaften, die bei uns
antreten müssen, sollen
spüren und wissen, dass
bei uns nichts zu holen ist.
Wenn uns das gelingt, sind
wir auf einem guten Weg“,
so Knuth.
(Andrè Haase)
Rotenhofs Trainer Henning Knuth lockt junge,
hungrige Talente aus der Region an die Fockbeker
Chaussee.
Foto: RS
Interview mit dem Trainer des Eimsbütteler TV Can Schultz (30):
„Du musst in jeder Kirche drei Kerzen anzünden“
Can Schultz (30) nimmt vor dem
Topspiel seines Eimsbütteler TV
(2.) gegen Spitzenreiter ETSV
Hamburg Stellung.
Herr Schultz, nach dem 3:1-
Sieg Ihres ETV beim ETV im
Hinspiel sagten Sie, „das Haus
der Jugend hat gegen das Haus
des Geldes gewonnen“. Also ist
der ETSV Favorit?
Can Schultz: Klar. Der ETSV
könnte mit der B-Elf spielen und
wäre in jedem Spiel Favorit.
Die Titelchancen für den ETV
liegen also wie hoch?
Can Schultz: Bei einem Prozent.
Ich glaube aber: Selbst wenn wir
jedes Spiel gewinnen, wird der
ETSV Meister.
10 | RegionalSport
Wie wollen Sie den derzeit mit
28 Toren besten Fünftliga-Torjäger
Deutschlands Erolind
Krasniqi verteidigen?
Can Schultz: Den kriegst du
nicht verteidigt. Du kannst deinen
besten Verteidiger für ihn abstellen,
alles taktisch nach ihm
ausrichten und drei Kerzen in jeder
Kirche der Stadt anzünden –
gegen ihn hilft kaum etwas. Im
Hinspiel traf er auch.
Sie stapeln sehr tief.
Can Schultz: Aber wir haben
Bock auf das Spiel. Guter Fußball
macht Spaß und wir wollen
unser Niveau austesten. Ein
zweiter Sieg gegen den ETSV wäre
schon stark.
Im zweiten Winter in Folge
Fakten zum Spiel:
wechselte ihr Toptorjäger im
Winter. Diesmal Merlin Sinanovic
zu Hannover 96 II. Letzte
Saison folgte eine schlechte
Rückrunde.
Can Schultz: Diesmal hoffentlich
nicht. Sinanovic können wir
nicht von jetzt auf gleich ersetzen.
Aber wir haben mit Bilal Damala
und Toralf Hense zwei 19
Jahre alte Talente mit viel Potenzial
geholt. Wir haben das Potenzial,
richtig ins Rollen zu kommen
und eine bessere Rückrunde
als letzte Saison zu spielen.
Schlechtere Ergebnisse als damals
sind ja auch kaum möglich.
(misch)
Fr., 20.02.2026 - 19:45 Uhr Eimsbütteler TV - ETSV Hamburg
+++ Tabellenführer ETSV Hamburg ist auswärts noch ohne
Niederlage, Verfolger Eimsbütteler TV verlor daheim nur ein
Spiel (1:3 gegen den FC Süderelbe) +++ ETSV-Topstar Erolind
Krasniqi ist mit 28 Toren aktuell der beste Fünftliga-Torjäger
in Deutschland – und somit auf dem Weg zur bundesweiten
Oberliga-Torjägerkanone +++ Der ETSV blieb in acht
von 18 Oberligapartien ohne Gegentor.
PANORAMA
SG Langenhorn/Enge-Sande in der Vorbereitung:
Zwischen Dänemark-Training und Spiel-Stress
An Fußball und spezifischem
Fußballtraining ist
bei der SG Langenhorn/
Enge-Sande derzeit kaum
bis gar nicht zu denken. Doch
trotzdem ist die Elf vom Waldstadion
auf dem besten Weg, fit
in die Restrückrunde zu starten.
Wie das? „Wir haben das Glück,
dass wir viel in Dänemark trainieren
und spielen können. Unser
Spiel gegen den Eckernförder
SV II wird wohl den schlechten
Witterungsbedingungen zum
Opfer fallen. Deshalb haben wir
vorgesorgt. Wir spielen Freitagabend
in Dänemark gegen den
Regionalligisten SC Weiche
Flensburg 08. Das ist natürlich
eine Herausforderung, aber da
können die Jungs sich zeigen“,
sagt SG-Co-Trainer Thore Bossen.
Bisher ist sein Team gut
durch den Winter gekommen.
Gegen den Landesligisten TSV
Friedrichsberg-Busdorf gewann
der Verbandsligist mit 8:1. Auch
die Reserve des SC Weiche
Flensburg 08, ebenfalls Landesligist,
konnte mit 1:0 bezwungen
werden. „Das waren nicht nur
ten hört, dass die nur im Gym
trainieren können, wollen wir
uns nicht beschweren“, sagt Bossen,
der gespannt auf die Rest -
rückrunde blickt. Sein Team
überwintert mit 24 Punkten und
einem überragenden Torverhältnis
von 46:9 auf dem sechsten
Tabellenplatz der Verbandsliga
Punkte. „Wir wollen schon oben
ein Wörtchen mitreden. Deshalb
freut es uns, dass wir uns in Dänemark
gut vorbereiten können.
Damit legen wir den Grundstein
für eine hoffentlich starke Rückserie“,
hofft Bossen. Doch stellt
sich die Frage, warum die Kunstrasenplätze
in Dänemark in einer
von den Ergebnissen her gute
Tests für uns. Die Jungs ziehen
gut mit und akzeptieren, dass wir
zu den Spielen und Trainingseinheiten
knapp 40 Minuten bis
nach Lygumkloster in Dänemark
fahren“, so Bossen. Lediglich im
Test gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm
(Landesliga
Schleswig) unterlagen die Langenhorner
mit 1:2. „Ansonsten
sind wir sehr zufrieden. Was
man so von anderen Mannschaf-
Nord - und das mit nur 12 Spielen.
„Das ist Fluch und Segen zugleich.
Wir haben somit in neun
Wochen 18 Spiele. Wenn man
nicht sofort in den Flow kommt,
kann es böse Auswirkungen auf
die Tabelle haben“, blickt Bossen
mit einigen Sorgenfalten auf das
straffe Programm. „Wichtig“, so
sagt er, sei es, dass seine Spieler
während der Zeit verletzungsfrei
bleiben - denn an vernünftige
Trainingseinheiten sei dann
nicht zu denken. Das Mindestziel
zum Saisonende sind 60
Perfekte Platzbedingungen für die SG
Langenhorn im Testspiel gegen
Risum-Lindholm.
Foto: SG/AH
Top-Verfassung sind? „Die Antwort
ist leicht“, sagt Bossen. „Die
Plätze werden, wenn sie vereist
sind, mit Salz abgestreut. So hat
man wirklich hervorragende Bedingungen“,
weiß Bossen. Im Kader
gab es während der Winterpause
keine Veränderungen.
„Wir vertrauen den Spielern, die
wir haben. Deshalb haben wir
keine Neuzugänge geholt. Wir
haben alles in den eigenen Händen,
was die Spiele betrifft. Alles
andere können wir nicht beeinflussen“,
so Bossen. (AH)
REGIONAL
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(Fotos), Andrè Haase
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Kontext als diskriminierend zu verstehen.
RegionalSport | 11
PANORAMA
Die SG Geest 05 geht
als Tabellenzweiter
der Verbandsliga
West in die Winterpause
– und blickt auf
eine Hinrunde, die Erwartungen
übertroffen hat. „Unser Fazit bis
zur Winterpause ist eine durchgehend
hervorragende Leistung
unserer Mannschaft“, sagt Fußballobmann
Rüdiger Meyer.
12 | RegionalSport
SG Geest 05:
Gefestigt – trotz Widrigkeiten
Besonders bemerkenswert: Das
Team war ohne Neuzugänge in
die Saison gestartet – ein Wagnis,
das sich aus heutiger Sicht ausgezahlt
hat. „Ich hätte uns eher unter
den ersten sechs Teams gesehen.
Aber dass es so gut läuft, hat
auch mich überrascht.“
Ein maßgeblicher Faktor: der
Trainerwechsel. Mit Holger Dobelstein
(zuvor MTV Tellingstedt)
fand die Mannschaft
schnell zu Klarheit und Stabilität.
„Der Trainer hat der Mannschaft
sofort Stabilität und Struktur
verliehen“, so Meyer. Der
Lohn: ein nahezu perfekter Start
und ein Platz im oberen Tabellenfeld.
Trotz der starken Ausgangslage
richtet Meyer den Blick bewusst
auf die Realität des Alltags – und
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Anerkannter Ausbildungsbetrieb
der IHK
SG-Fußballobmann Rüdiger Meyer
Foto: Archiv/OO
berechenbar:
„Verbesserungen sind immer
möglich, aber schwer umzusetzen.
Wir müssen Unwegsamkeiten
beachten wie Schichtgänger,
Verletzte und andere Verpflichtungen.
Dadurch fehlen uns immer
wieder Spieler – das trifft
viele Mannschaften, aber es beeinflusst
Training und Spieltagskader
spürbar.“
Auch die Vorbereitung auf die
Rückrunde läuft unter widrigen
Bedingungen:
„Die Vorbereitung ist schleppend.
Das Wetter lässt draußen
momentan kein vernünftiges
Training zu. Vorbereitungsspiele
sind zwar angesetzt, aber werden
wohl auch nicht stattfinden.
Selbst Kunstrasen ist momentan
schwer bis nicht zu bespielen.“
Entsprechend setzt das Team auf
Pragmatismus: improvisieren, Intensität
hochhalten, Abläufe
schlank gestalten – und auf die
gewachsene Einheit vertrauen.
Der TSV Heiligenstedten
steht aktuell auf
Platz 7 der Verbandsliga
West. Wir sprachen
mit Trainer Stefan
Pohlmann über die aktuelle
Saison.
Wie lautet Ihr Fazit der bisherigen
Spielzeit?
Stefan Pohlmann: Mit der Anzahl
der Niederlagen sind wir total
zufrieden. Nur habe man wir
deutlich zu viele Remis gespielt.
Hier müssen wir weiter an uns
arbeiten, dass wir auch nochmal
das Tempo in den letzten 20 bis
30 Minuten erhöhen können, um
die Spiele auch für uns zu entscheiden.
Was läuft gut und wo sehen Sie
Verbesserungsbedarf?
Stefan Pohlmann: Nach anfänglichen
Defensiv-Problemen haben
wir uns gefangen. Leider zu
Lasten der Offensive. Hier müssen
wir dran arbeiten.
„Die Mannschaft ist in der letzten
Saison gereift, ist eine Einheit
und erntet jetzt die Früchte.“
Prognosen für die Rückrunde
vermeidet Meyer bewusst: „Wie
es jetzt in der Rückrunde weitergeht,
vermag ich nicht zu sagen.
Vorhersagungen sind so eine Sache.“
Das Ziel bleibt dennoch
klar: „Gerne wollen wir da oben
dranbleiben. Dafür wird die
Mannschaft alles geben, da bin
ich mir sicher.“
Ein sportliches Ausrufezeichen
setzt zudem der Pokalweg: Die
SG Geest 05 hat das Kreispokalfinale
erreicht – verdient, wie
Meyer betont. Gegner ist der Heider
SV, gespielt wird am Ostermontag,
6. April 2026, in Heide.
Ein weiterer Meilenstein in einer
Saison, die zeigt, wie weit das
Team gekommen ist – und wie
gefestigt es selbst unter schwierigen
Rahmenbedingungen auftritt.
(OO)
„Wir wollen die jungen Spieler integrieren”
Pohlmann über Fortschritte und Herausforderungen
Wie lautet Ihr Ziel für den Rest
der Saison?
Stefan Pohlmann: Wir wollen
die ganzen jungen Spieler integrieren.
Acht Spieler sind im
Sommer mit 18 oder 19 Jahren zu
uns in den Herrenbereich gekommen.
Die müssen erstmal ankommen.
Im Winter haben wir
nochmal zwei Youngster mit 19
(Paul Carow vom Heider SV U23)
und 18 Jahren (Fynn Krüger vom
VfB Lübeck) bekommen. Daher
ist das oberste Ziel: die Integration
im Herrenbereich unserer jungen
Truppe mit einem Durchschnitts-Alter
von 22 Jahren über
den gesamten Kader. Das gelingt
von Woche zu Woche und Monat
zu Monat besser.
Viele Teams haben gerade aufgrund
des Wetters Probleme mit
der Vorbereitung. Wie sieht es
bei Ihnen aus?
Stefan Pohlmann: Witterungsbedingt
müssen wir ständig improvisieren.
Ein Testspiel bisher
gegen den Oberligisten Heider
SV haben wir 0:0 gespielt. Gegen
einen dänischen Verbandsligisten
konnten wir 5:2 gewinnen.
Trainieren können wir aktuell
nur bedingt und müssen ständig
improvisieren. Wir holen das Maximale
aus der Situation raus.
Und freuen uns, wenn es endlich
wieder normal los geht.
(Oliver Ollrogge)
„Zebras“ galoppieren in Flensburg zum Sieg
SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel 30:32
Das 114. Landesderby
ging an den THW Kiel. Er
gewann bei der SG Flensburg-Handewitt
mit
32:30 und führt die
Hauptrunden-Gruppe
der European League
nun mit 6:0 Punkten an.
Den 6300 Zuschauern bot sich
die ersten 20 Minuten viel Rasanz,
aber keine Perfektion. 8:8 –
es war ein ausgeglichener Auftakt.
Dann stachelte die SG die
Atmosphäre so richtig an, als sie
sich auf 14:10 absetzen konnte.
Die „Hölle Nord“ tobte, der
15:13-Pausenstand war ein
Dämpfer. „Es war ärgerlich, dass
wir keine höhere Führung mit in
die Halbzeit nehmen konnten“,
meinte Emil Jakobsen, der mit
zehn Treffern der beste Torschütze
des Spiels war.
Nach dem Seitenwechsel war
das kleine Polster schnell aufgebraucht
und die „Zebras“ übernahmen
das Zepter, obwohl Elias
Ellefsen á Skipagötu gar nicht im
Kader stand und Eric Johansson
weitgehend geschont wurde. Im
SG-Trainer Ales Pajovic: „Es tut weh“
Ales Pajovic, zum ersten Mal
nach fünf Derby-Siegen in Folge
hat Ihre SG Flensburg-Handewitt
wieder gegen den THW
Kiel zu verlieren. Es fällt Ihnen
nun sicherlich nicht einfach,
nun das Spiel zu analysieren…
Ales Pajovic: Es tut weh, zu Hause
zu verlieren. Die erste Halbzeit
haben wir es gut gemacht. In den
zweiten Durchgang starteten wir
aber nicht gut. In der Abwehr hatten
wir die Kieler häufiger nah
am Zeitspiel, dann trafen sie aber
mit Schlagwürfen doch noch von
neun Metern. Wir hatten da eine
Phase von fünf oder sechs Angriffen,
die wir nicht stoppen konnten.
Dennoch hieß es eine Minute
vor Schluss nur 30:31…
Ales Pajovic: Wir haben uns
wirklich gut zurückgekämpft.
Meine Mannschaft zeigte Moral.
Andreas Wolff hat aber gerade
die letzten Minuten sehr stark gehalten.
Muss mit dieser Niederlage der
Gruppensieg in der European
League bereits abgehakt
Handball im Norden
"!
Angriff überraschte Youngster
Rasmus Ankermann. Nikola Bilyk
steuerte das Spiel und meinte:
„Wir hatten auch mehr Torwart-Paraden.“
In der Tat nervte
THW-Keeper Andreas Wolff die
Flensburger.
Beim 20:23 nahm die SG ein
Team-Timeout. Die Hausherren
agierten mit drei Rechtshändern
im Rückraum, dann mit sieben
Feldspielern. Sie gaben nie auf.
63 Sekunden vor dem Ende verwandelte
Emil Jakobsen einen
Strafwurf zum 30:31. Die Kieler
werden?
Ales Pajovic: Wir haben nun erst
einmal die beiden Spiele gegen
Montpellier. Wenn wir die gewinnen,
wollen wir versuchen, uns in
Kiel den Gruppensieg zu holen.
Gegen Montpellier geht es die
nächsten beiden Dienstage.
Was bringen die nächsten Tage?
Ales Pajovic: Regeneration und
Training. Am Freitag fahren wir
mit dem Zug nach Nürnberg und
trainieren dort noch einmal. Am
Samstag wollen wir gegen Erlangen
zwei Punkte holen. (JK)
"!
Magazin
erarbeiteten sich ebenfalls einen
Siebenmeter und nahmen die
Punkte mit nach Hause. „Ich bin
sehr stolz auf meine Jungs, dass
sie nur 46 Stunden nach dem
sehr harten Spiel gegen Magdeburg
so eine Leistung gebracht
haben“, freute sich THW-Coach
Filip Jicha. Die „Zebras“ müssen
am kommenden Dienstag (20.45
Uhr) ins nordspanische Irun. Die
SG hat am selben Tag ab 18.45
Uhr ein weiteres Heimspiel, und
zwar gegen Montpellier HB.
(JK)
SG-Trainer Ales Pajovic will nach der
unglücklichen Derbyniederlage zwei
Punkte in Erlangen einfahren.
Foto: Jan Kirschner
Klint 2, 25725 Schafstedt
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RegionalSport | 13
"!"!
Magazin
Der THW Kiel hat in der
Bundesliga einen perfekten
Wiederbeginn erlebt. Nach
zwei knappen Siegen
mischt der deutsche Rekordmeister
wieder so
richtig mit im Kampf um
die drei Plätze in der europäischen
Champions League.
Am letzten Mittwoch war Rückraumass
Eric Johansson der
Schütze des „goldenen“ Treffers
Handball im Norden
Wichtige Siege und eine ehrenhafte Wahl
Vorschau: Sa., 21.02.2026 - 19:00 Uhr Frisch Auf Göppingen - THW Kiel
in Mannheim. Am Sonntag war
es ihr spanischer Keeper Gonzalo
Perez de Vargas, der schon nach
zwei Minuten den angeschlagenen
Andreas Wolff (Kopftreffer)
ablösen musste und dann zum
Matchwinner wurde. Die 10.000
Zuschauer in Kiel feierten ihre
„Zebras“, die als erste überhaupt
in dieser Saison den SC Magdeburg
bezwingen konnten. „Dieses
Ergebnis zeigt, welchen Cha-
rakter unsere Mannschaft hat“,
freute sich THW-Coach Filip Jicha.
„Jetzt wollen wir auf der
Welle weiterreiten und unser
System immer weiter verbessern.“
Ein Spitzenresultat gab es auch
in anderer Form: Die Leser der
Im Rhythmus gegen Erlangen?
Vorschau: Sa., 21.02.2026 - 20:00 Uhr HC Erlangen - SG Flensburg-Handewitt
Zum dritten Mal in Folge
muss die SG Flensburg-
Handewitt in der Bundesliga
auswärts antreten.
Nach der Pleite von Gummersbach
und dem ermunternden
Sieg in Hamburg
geht es nach Nürnberg.
1000 Flensburger auswärts – eine
solche Kulisse wie am Sonntag
in Hamburg wird es in der Bundesliga
so schnell nicht wieder
geben. Ein kräftiger Support und
blau-weiß-rote Choreographien
begleiteten den 38:35-Erfolg der
SG. „Es war ein erster Schritt,
wieder in unseren Rhythmus zu
finden“, meinte Kevin Möller.
Dann blickte der Torwart voraus:
„Wir haben jetzt nur noch wichtige
Spiele. Gegen Erlangen haben
wir uns schon oft schwergetan.“
Dieses subjektive Empfinden bestätigt
die Statistik nicht. Vor Jahresfrist
mussten sich die Flensburger
in Nürnberg zwar etwas
mühen, gewannen dann aber
noch deutlich mit 32:26. Überhaupt:
In der Liga gab es gegen
den HCE noch nie eine Niederlage.
Was Kevin Möller wohl nicht
Flensburger Fan-Support in Hamburg.
vergessen hat: ein bitteres Pokal-
Aus im Herbst 2021.
Im Kader des Tabellenzwölften
steht ein gebürtiger Flensburger:
Marek Nissen. Der 25-Jährige war
Foto: JK
einst deutscher A-Jugend-Meister
mit der SG, ehe er über den
TuS N-Lübbecke beim fränkischen
Bundesligisten landete. 78
Tore hat der Halblinke diese Saison
bereits geworfen. „Es ist
Fachzeitschrift „Handballwoche“
haben Andreas Wolff zum
„Handballer des Jahres 2025“ gewählt
– vor dem Bald-Kieler Julian
Köster und dem dänischen
Star Mathias Gidsel. „Auch
wenn es eine individuelle Auszeichnung
ist, spricht es auch für
die gute Arbeit meiner Mannschaften
– sowohl vom THW als
auch der Nationalmannschaft“,
sagt Andreas Wolff. In der Bundesliga
geht es in Göppingen
weiter. Dort hat der THW seit
September 2015 nicht mehr verloren.
(JK)
doch schön, wenn ich als Handballer
etwas anderes sehen
kann“, denkt Marek Nissen derzeit
nicht an eine Rückkehr in
den hohen Norden.
(JK)
Aller guten Dinge sind drei
Vorschau: So., 22.02.2026 - 15:30 Uhr HSV Hamburg - MT Melsungen
14 | RegionalSport
Im Jahr 2026 wartet der
HSV Hamburg noch auf etwas
Zählbares. In der letzten
Woche gab es gleich
zwei Niederlagen. Die
nächste Aufgabe gegen die
MT Melsungen wird nicht
einfacher.
Eine halbe Stunde nach
dem verlorenen Nordduell gegen
die SG Flensburg-Handewitt war
Torsten Jansen noch ziemlich angefressen.
„Jetzt haben wir eine
Woche Zeit, und ich hoffe nicht,
dass ich das, was ich in der Halbzeit
zu meiner Mannschaft gesagt
habe, noch einmal wiederholen
muss“, sagte der HSV-Trainer.
„Es war gegen Leipzig in der ersten
Hälfte energielos und fahrig –
und gegen Flensburg wieder.“
Ein Aufbäumen im zweiten
Durchgang brachte beide Mal
nichts Zählbares ein. So versa-
cken die Hanseaten in der zweiten
Tabellenhälfte. Eine weitere
Personalie wurde kürzlich bekannt:
Niklas Weller wird nach
dieser Saison seine Karriere beenden.
Der Kapitän wird dem
HSV Hamburg aber in anderer
Funktion erhalten bleiben, und
zwar als Präsident. „Mein Körper
und Kopf geben mir eindeutige
Zeichen, dass dies meine letzte
Saison als Spieler sein sollte“,
sagt der 32-Jährige. Das Heimspiel
gegen die MT Melsungen
ist also das erste Spiel seiner persönlichen
Abschiedstournee mit
noch zwölf Kapiteln. Ende September
rannten die Hamburger in
Kassel von Anfang an einem
Rückstand hinterher und verloren
mit 28:32.
(JK)
Tabellen
1. Bundesliga
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München (M) 22 63 57
2. Borussia Dortmund 22 27 51
3. TSG Hoffenheim 22 19 45
4. VfB Stuttgart (P) 22 12 42
5. RB Leipzig 22 12 40
6. Bayer 04 Leverkusen 21 16 39
7. Eintracht Frankfurt 22 -2 31
8. SC Freiburg 22 -4 30
9. Hamburger SV (N) 21 -7 25
10. 1. FC Union Berlin 22 -9 25
11. FC Augsburg 22 -14 25
12. 1. FC Köln (N) 22 -6 23
13. Bor. Mönchengladbach 22 -12 22
14. 1. FSV Mainz 05 22 -12 21
15. VfL Wolfsburg 22 -15 20
16. Werder Bremen 22 -20 19
17. FC St. Pauli 22 -19 17
18. 1. FC Heidenheim 22 -29 13
Die nächsten Spiele
20.02.26 - 20:30 FSV Mainz 05 - Hamburger SV
21.02.26 - 15:30 Bayern München - Eintr. Frankfurt
21.02.26 - 15:30 1. FC Köln - TSG Hoffenheim
21.02.26 - 15:30 VfL Wolfsburg - FC Augsburg
21.02.26 - 15:30 Union Berlin - Bayer 04 Leverkusen
21.02.26 - 18:30 RB Leipzig - Borussia Dortmund
22.02.26 - 15:30 SC Freiburg - Bor. M’gladbach
22.02.26 - 17:30 FC St. Pauli - SV Werder Bremen
22.02.26 - 19:30 1. FC Heidenheim - VfB Stuttgart
2. Bundesliga
Pl. Team
Sp. Diff. Pkt.
1. FC Schalke 04 22 11 43
2. SV Darmstadt 98 22 18 42
3. SV Elversberg 22 15 41
4. Hannover 96 22 11 41
5. SC Paderborn 07 22 9 40
6. Hertha BSC 22 7 34
7. 1. FC Kaiserslautern 22 5 34
8. 1. FC Nürnberg 22 -2 29
9. VfL Bochum (A) 22 3 28
10. Arminia Bielefeld (N) 22 5 27
11. Karlsruher SC 22 -11 27
12. Fortuna Düsseldorf 22 -11 25
13. Eintracht Braunschweig 22 -12 25
14. Holstein Kiel (A) 22 -4 24
15. Preußen Münster 22 -7 23
16. 1. FC Magdeburg 22 -8 23
17. Dynamo Dresden (N) 22 -8 21
18. SpVgg Greuther Fürth 22 -21 19
Die nächsten Spiele
20.02.26 - 18:30 VfL Bochum - 1. FC Nürnberg
20.02.26 - 18:30 Greuther Fürth - Arminia Bielefeld
21.02.26 - 13:00 Karlsruher SC - Holstein Kiel
21.02.26 - 13:00 SV Darmstadt 98 - Fort. Düsseldorf
21.02.26 - 13:00 SV Elversberg - Eintr. Braunschweig
21.02.26 - 20:30 FC Schalke 04 - 1. FC Magdeburg
22.02.26 - 13:30 Hannover 96 - SG Dynamo Dresden
22.02.26 - 13:30 Preußen Münster - Kaiserslautern
22.02.26 - 13:30 SC Paderborn 07 - Hertha BSC
3. Liga
Pl. Team Sp.
Diff.
Pkt.
1. Energie Cottbus 24 12 45
2. SC Verl 24 24 44
3. MSV Duisburg (N) 24 12 43
4. VfL Osnabrück 24 11 43
5. Rot-Weiss Essen 24 10 43
6. SV Wehen Wiesbaden 24 11 41
7. Hansa Rostock 24 14 40
8. TSV 1860 München 24 4 36
9. SV Waldhof Mannheim 24 -3 36
10. FC Ingolstadt 04 24 9 33
11. TSG Hoffenheim II (N) 24 4 32
12. FC Viktoria Köln 24 1 32
13. VfB Stuttgart II 24 -10 32
14. Alemannia Aachen 24 -6 29
15. Jahn Regensburg (A) 24 -6 28
16. 1. FC Saarbrücken 24 -3 27
17. Erzgebirge Aue 24 -11 24
18. SSV Ulm 1846 Fußball (A) 24 -18 22
19. TSV Havelse (N) 24 -19 19
20. Die nächsten 1. FC Schweinfurt Spiele 05 (N) 24 -36 10
20.02.26 - 19.00 VfB Stuttgart - Waldhof Mannheim
21.02.26 - 14.00 FC Ingolstadt 04 - TSV Havelse
21.02.26 - 14.00 VfL Osnabrück - Rot-Weiss Essen
21.02.26 - 14.00 Jahn Regensburg - Wehen Wiesbaden
21.02.26 - 14.00 MSV Duisburg - Schweinfurt 05
21.02.26 - 14.00 Alemannia Aachen - SC Verl
21.02.26 - 16.30 SSV Ulm 1846 - 1. FC Saarbrücken
22.02.26 - 13.30 1860 München - Hansa Rostock
22.02.26 - 16.30 Erzgebirge Aue - Energie Cottbus
22.02.26 - 19.30 TSG Hoffenheim II - Viktoria Köln
Regionalliga Nord
Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1. SV Meppen 21 44 49
2. VfB Oldenburg 21 29 46
3. SV Drochtersen/A. 21 24 46
4. SSV Jeddeloh II 20 24 41
5. FC Phönix Lübeck 21 12 36
6. HSV II 21 3 31
7. Bremer SV 20 3 30
8. Hannover 96 II (A) 21 3 28
9. SC Weiche Flensburg 21 1 27
10. VfB Lübeck 21 -11 27
11. Werder Bremen II 21 -8 26
12. Kickers Emden 21 2 25
13. HSC Hannover (N) 21 -24 23
14. FSV Schöningen (N) 19 -18 21
15. Eintracht Norderstedt 21 -16 18
16. BW Lohne 20 -20 17
17. Altona 93 (N) 20 -27 15
18. FC St. Pauli II 21 -21 14
Die nächsten Spiele (Stand Mi – 11.00 Uhr)
abgesagt FC Phönix Lübeck - FC St. Pauli II
abgesagt FSV Schöningen - Kickern Emden
abgesagt Altona 93 - VfB Oldenburg
abgesagt SSV Jeddeloh II - VfB Lübeck
22.02.26 - 13.30 Hannover 96 II - SV Meppen
22.02.26 - 14.00 BW Lohne - SC Weiche Flensburg
abgesagt Eintr. Norderstedt - Werder Bremen II
abgesagt HSC Hannover - SV Drochtersen/A.
22.02.26 - 15.30 Hamburger SV II - Bremer SV
Spannung im Abstiegskampf
Vorschau: Sa., 21.02.2026 – 14:00 Uhr Hamburger SV – Werder Bremen
Werder Bremen in der
Stadt: Bevor die männlichen
Profis zu einem
wichtigen Abstiegsduell
am Millerntor antreten,
machen die Werder-
Frauen dem Hamburger
SV ihre Aufwartung, auch
wichtig im Kampf um den Klassenerhalt,
aber nur für den Gastgeber.
HSV gegen Werder ist in jedem
Fall ein Prestigeduell. Eine Rekordkulisse
wie vor fast einem
Jahr im Pokal, ein mit 57.000 Zuschauern
ausverkauftes Volksparkstadion,
wird es kaum geben,
doch das Zuschauerinteresse
dürfte anwachsen, nachdem
zuletzt Minuskulissen einkehrten.
Eigenwerbung betrieben die
Hamburgerinnen. Sie überraschten
mit einem 4:0 (2:0) bei der bis
dahin drittplatzierten TSG Hoffenheim
und verwiesen Tabellennachbar
SGS Essen wieder
auf den vorletzten Platz. Der
HSV steht mit zwei Punkten Vorsprung
über dem Strich und hat
auch sein Torverhältnis aufgebessert.
Camilla Linberg war in Sinsheim
die herausragende Akteurin,
die mit einem Freistoß aus
der 18. und der Zugabe aus der
33. Minute für eine Vorentscheidung
sorgte. Die 17-jährige Lotta
Wrede in der 54. und Sophie
Hillebrand in der 69. Minute besorgten
den Rest zum Sieg, der
dringend nötig war, nachdem zuvor
die Essenerinnen in Wolfsburg
gepunktet hatten. Die Konkurrenz
schläft nicht. Der Abstiegskampf
dürfte bis zum letzten
Spieltag anhalten. (WE)
Jubel in Hoffenheim:
Die HSV Frauen v. li. Melanie
Brunnthaler, Sophie Hillebrand und
Magou Doucoure freuen sich über den
Auswärtssieg. Foto: Bergmann
RegionalSport | 15
PANORAMA
Auch wenn die 1:2-Niederlage
der KSV Holstein gegen Schalke
04 für Ernüchterung sorgte, gab
es im Holstein-Stadion am vergangenen
Sonntag dennoch
Grund zur Freude: Die feierliche
Spendenübergabe des Fan-Dachverbandes
Block 501 e.V. war ein
voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll,
was echte Fangemeinschaft
bedeutet.
Im Dezember hatte der Fandachverband
der KSV auf einem stimmungsvollen
Weihnachtsmarkt
vor dem Holstein-Stadion gemeinsam
mit zahlreichen Fan-
Gruppen der Störche mit vielfältigen
Marktständen Spenden gesammelt
– stolze 14.200 Euro kamen
dabei zusammen. Diese
Summe wurde nun an vier Kieler
Einrichtungen übergeben, die in
der Region wertvolle Arbeit leis-
14.200 Euro-Rekordspende durch KSV-Fans
ten: den Kältebus der Malteser,
das Tierheim Uhlenkrog, den
Verein „Trauernde Kinder SH
e.V.“ sowie der „AWO-Mädchentreff
Gold Kiel“.
Vor dem Anpfiff versammelten
sich die Vertreterinnen und Vertreter
der Organisationen im Stadion,
um symbolisch die Spende
per Scheck entgegenzunehmen.
Die Freude und Dankbarkeit waren
groß – ebenso wie der Stolz
der Fans. „Nächstes Jahr bringt
einfach jeder noch einen Freund
mit, und dann machen wir das
Doppelte daraus“, versprach Vorstandsmitglied
Jean Kalklesch
mit einem Lächeln. Auch Tobias
Meier, Sprecher des Fan-Dachverbandes,
blickte begeistert auf
die Aktion zurück: „Wir waren
überwältigt davon, wie gut der
Weihnachtsmarkt angenommen
wurde. Die Hilfsbereitschaft unserer
Fans und der teilnehmenden
Gruppen war einfach großartig.“
Es habe sich gezeigt, dass
die Holstein-Familie nicht nur
auf den Rängen, sondern auch
darüber hinaus zusammenhält.
Eine Niederlage
auf dem Platz –
aber ein großer
Sieg für Kiel
Dem Vorstand des Block 501 e.V.
– bestehend aus Jens Hageböcker,
Mats Jessen, Benjamin Muck,
Leif Kähler, Leif Gustafson, Oke
Jöns, Jean Kalklesch, Milan
Schuhmacher und Tobias Meier
– ist es ein besonderes Anliegen,
soziale Verantwortung zu übernehmen
und den Kontakt zwischen
Fans, Verein und Stadt
weiter zu stärken. Ihr Dank gilt
allen Holstein-Fans, Helfern und
teilnehmenden Gruppen für das
Engagement. Mit dieser gelungenen
Aktion haben die Holstein-
Fans abermals bewiesen, dass ihr
Engagement weit über die 90 Minuten
auf dem Rasen hinausgeht.
Oder, wie es viele im Stadion
empfanden: Eine Niederlage auf
dem Platz – aber ein großer Sieg
für Kiel.
Am kommenden Sonnabend machen
sich gut 600 Holstein-Fans
per Sonderzug auf dem Weg zum
wichtigen Auswärtsspiel in
Karlsruhe. Die Sonderzugfahrten
sind für die Anhänger der Störche
immer ein besonderes Highlight
innerhalb der Saison.
(EM)
Scheckübergabe mit einem würdigen Rahmen
im ausverkauften Holstein Stadion Fotos: RS
York Lange im Holstein Talk
mit Blockvorstand Jean Kalklesch
Der Block 501 Weihnachtsmarkt
erbrachte eine Rekordspendensumme
Vor dem Anpfiff stimmte die aktive Fanszene
ihre Mannschaft auf das Duell mit den
Schalker Knappen ein