19.02.2026 Aufrufe

db 1-2026 web

  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

durch

blick

Autorenzeitschrift

Seit 1986

Nr. 1/2026

kostenlos

mitnehmen

Tiere in der Literatur

ab Seite 20


Pfingsten 2026 | 21. – 25. Mai

Auf dem Giller bei Hilchenbach-Lützel

40 YEARS ONE VOICE

in Kooperation mit

FR. 22. MAI

SA. 23. MAI

SO. 24. MAI

MO. 25. MAI

... und noch viel mehr! Mehr Infos im März ...

Tickets:

www.kulturpur-festival.de

0231 – 99 99 69 06

kulturpur.festival


Inhaltsübersicht

Aus der Redaktion3

Kurz Berichtet 4

Aus dem Seniorenbeirat13

Literatur und Kunstausstellungen 20

Tiere erzählen 20

Der Storch 22

Sind Tiere die besseren Menschen? 24

Die Grille und die Ameise 25

Schröder 26

Lilyfee 28

Tiergeschichten 29

Das gemeinsame Geheimnis 30

Was verraten uns Düfte 32

Unter dem Schatten der Bäume 34

Ungeheuer 35

Der Holocaust als Graphik Novel 36

Dada und die grosse Kleinkunst 38

Die Maske des Todes 40

Preussens Königin Luise 42

Night Train 46

Von Eiern und Menschen 48

Frühling am alten Grab 49

Ostern 49

Mörderisches Einkaufsvorhaben 50

Gedächtnistraining 52

Die wilde Kunigunde 54

Geht nicht? – Gibt's nicht! 55

Ora et Labora 56

Siegerländer Berufe 58

Mehr als starten und Landen 62

Hirtenlohn 64

Mundart 66

Erfahrungen weitergeben 69

Bombenstimmung beim Kriegspielen 70

Wiederkehrende Termine 72

durchblick verlost Freikarten 74

Veranstaltungen im Haus Herbstzeitlos 75

Veranstaltungen im Kreis Siegen-Wittgenstein 76

Es fiel uns auf / Lösungen / 82

Zu guter Letzt / Impressum 82

db-Titelbild: Alexandra Benauer

Aus der Redaktion

Eigentlich lassen wir beim Thema Tiere, speziell Haustiere, journalistische Vorsicht

walten. Zu leicht könnte das ins Triviale abgleiten. In der Entwicklung

der vorliegenden Ausgabe überrollte uns diese Thematik allerdings mit Wucht.

Hat man keine Chance zur Gegenwehr, empfiehlt sich entschlossenes Nachgeben.

Unsere Entscheidung erwies sich wieder einmal als gut und richtig. Völlig

unterschiedliche Perspektiven nahm unsere Autorenschaft ein: wissenschaftlich,

darstellend, erzählerisch, bildlich, schriftlich. Und immer spürte man die besondere

Beziehung zwischen Mensch und Tier – Liebe, Fürsorge, Trauer, Angst, Amüsement.

Wir fanden uns wieder in dieser Vielfalt und denken, unserer Leserschaft geht

es nicht anders.

Mehr für

Menschen.

Unsere Wohn- und Pflegeeinrichtungen

möchten mit

Ihnen in den nächsten aktiven

Lebensabschnitt starten.

• Marienheim, Weidenau

• Haus St. Elisabeth, Netphen

• Haus St. Raphael, Burbach

• Haus St. Klara, Friesenhagen

• Haus Mutter Teresa, Niederfischbach

• Haus St. Anna, Netphen

Weitere Informationen

erhalten Sie unter:

Telefon 0271 231-0

Ein Unternehmen der

Marien Gesellschaft Siegen

www.mariengesellschaft.de

1/2026 durchblick 3


Kurz berichtet

Kreuztaler Buchspaziererinnen

kommen zu Ihnen nach Hause

Bibliotheksleiterin Linda Donalies (li.) mit Buchspaziererin Christina Schreiber.

Kreuztal. Inspiriert durch den Film

„Der Buchspazierer“ ist in Kreuztal ein

besonderes Projekt gestartet. Ziel ist

es, Bücher und andere Medien direkt

zu den Menschen zu bringen – dorthin,

wo der Weg in die Bibliothek nicht mehr

selbstverständlich möglich ist.

Mit dieser Idee konnte Bibliotheksleiterin

Linda Donalies den Pastoralverbund

Nördliches Siegerland sowie der Evangelischen

Kirchengemeinde um den Kindelsberg

begeistern, die dieses Projekt

mit ihr umsetzen. „Wir möchten, dass

Menschen, die gerne lesen oder Medien

ausleihen, auch weiterhin Zugang dazu

haben“, betont Linda Donalies.

Interessierte können sich direkt in

der Bibliothek melden und dort ihre Vorlieben

und Themenwünsche angeben.

Das Bibliotheksteam stellt anschließend

eine individuelle Auswahl zusammen.

Die Auslieferung übernehmen derzeit elf

ehrenamtliche Helferinnen und Helfer,

die dann auch Zeit für ein Schwätzchen

zu Hause haben.

db

Wikipedia

25 Jahre Wissen

Berlin. Was mit wenigen hundert englischsprachigen

Artikeln startete, ist

heute das größte Wissensprojekt der

Menschheit: Über 65 Millionen Artikel

in mehr als 300 Sprachen stehen

Menschen weltweit kostenlos zur Verfügung.

Möglich wurde dies durch das

Engagement zehntausender Freiwilliger,

die ihr Wissen in ihrer Freizeit teilen

– sowie durch die kontinuierliche

Unterstützung spendender Menschen.

Wikipedia ist heute eine aktuelle, verlässliche,

frei zugängliche Wissensquelle.

Der Verein und

die Community

stehen vor großen

Aufgaben, insbesondere

beim kontinuierlichen

Ausbau

der technischen

Infrastruktur, um

Sicherheit und Leistungsfähigkeit der

Plattform zu gewährleisten.

Zudem werden spezielle Softwarelösungen

entwickelt, um Vandalismus zu

bekämpfen, Rechtschreib- und Grammatikfehler

zu reduzieren oder KI-generierte

Texte zu erkennen. Ein weiterer

Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung

der Freiwilligen durch Veranstaltungen,

Fachliteratur oder Kooperationen mit

Kultur- und Bildungseinrichtungen. db

Am Löhrtor tut sich was

SkF Siegen e.V. in neuen Räumen

Wohnberatung

neuer Träger

Siegen. Unter der Adresse Löhrtor 10

in Siegen befinden sich jetzt die Räume

des Sozialdienst katholischer Frauen e.V..

Das neue Gebäude, das der Universität

Siegen gehört, bietet Raum für mehrere

katholische Sozialdienste. Unter einem

Dach arbeiten nun der SkF Siegen e.V.,

der Katholische

Sozialdienst

(KSD) Olpe und

die Caritas eng

zusammen. In

Verbindung mit

der Standorteröffnung

nutzte

der Geschäftsführer

die Gelegenheit,

ein

neues Angebot

des Vereins

vorzustellen:

Der SkF Siegen

e.V. plant den Aufbau eines Mutter-

Vater-Kind-Wohnens, das jungen Familien

in Krisen Halt, Struktur und neue

Perspektiven geben soll. Das Projekt soll

teilstationär bis stationär ausgerichtet

werden und in Kooperation mit einem

erfahrenen Träger aus Olpe starten. db

Siegen. Die bekannte Wohnberatungsstelle

für die Bürgerinnen und Bürger

des Kreises Siegen-Wittgenstein ist in

eine neue Trägerschaft übergegangen.

Weiterhin informiert und berät sie nun

unter dem Label des Caritasverbands

in Siegen kostenlos neutral und barrierefrei

zu Möglichkeiten der Wohnungsanpassung,

zu finanziellen Fördermitteln,

zum Einsatz von Hilfsmitteln, zu

alternativen Wohnformen sowie zu

Leistungen sozialer Dienste. Auch bei

Fragen zu Betreutem Wohnen, Service-

Wohnen oder Wohnprojekten.

Ziel ist es, Lebensqualität zu erhalten,

Unfälle zu vermeiden, Pflege zu

erleichtern oder eine passende Wohnform

zu finden.

Informationen erhalten Interessierte

unter 0271-234178412. Anfragen

können gestellt werden unter:

wohnberatung@caritas-suedwestfalen.de db

4 durchblick 1/2026


So frisch wie

selbst gekocht.

57250 Netphen

Neumarkt 12

Telefon 02738 -1771

info@merdasoptik.de

www.merdasoptik.de

DasMerWertPrinzip: MerBeratung. MerService. MerBrille. Merdas!

Rechtsanwaltskanzlei

Dr. Buß & Coll.

Dr. jur. Annette Buß

Tätigkeitsschwerpunkt

- Erbrecht

- Familienrecht

- Erstellung von

Patientenverfügungen

Marienborner Str. 104 • 57074 Siegen • www.dr-buss.de

0271 / 3 13 06 61 • 0271 / 3 13 06 62

Menüservice.

Informieren Sie sich jetzt!

Telefon 0271 / 33716-0

www.drk-siegen-wittgenstein.de

BRINGT ENERGIE IN DEIN LEBEN.

Mit der SVB vernetzt.

1/2026 durchblick 5


Kurz berichtet

WESTERN Förderpreis 2026

Kunstverein Siegen dreifach nominiert

Siegen. Unter elf nominierten

Kunstvereinen in Nordrhein-Westfalen

ist der Kunsterein Siegen der einzige,

der in sämtlichen Kategorien vertreten

ist.

In ihrer Begründung hebt die unabhängige

Jury die inhaltliche Präzision,

konzeptuelle Klarheit und den Mut

zu neuen Ansätzen hervor. Besonders

überzeugend sei das vom Kunstverein

Siegen eingereichte Jahresprogramm,

das regionale Verankerung mit gesellschaftlich

relevanten Fragestellungen

verbindet. Es greife Themen der Stadtgesellschaft

auf und überführe sie in einen

erweiterten künstlerischen Kontext.

Auch die geplanten Ausstellungen

und Initiativen wurden positiv bewertet.

Sie sollen neue Formen des künstlerischen

Austauschs ermöglichen und

Impulse für die Stadt setzen.

Hervorgehoben wird eine für 2026

geplante Gruppenausstellung, bei der

ein leerstehendes Gebäude in der Siegener

Innenstadt über mehrere Wochen

als künstlerisches und soziales

Experimentierfeld genutzt wird. Installationen,

Interventionen und partizipative

Formate untersuchen dort die

Stadt als Ort von Wandel, Imagination

und gesellschaftlicher Aushandlung.

Besondere Anerkennung erhält zudem

das Engagement des Kunstvereins

in den Bereichen Kunstvermittlung, Kooperationen

und Publikumsentwicklung.

Die konsequente Ausrichtung auf Zugänglichkeit,

Teilhabe und die Öffnung

institutioneller Strukturen mache den

Kunstverein Siegen zu einem wichtigen

kulturpolitischen Akteur der Region.

Die Preisverleihung findet am

5. September 2026 im Rahmen der

DC Open in Köln statt. Die Bekanntgabe

der Preisträger:innen erfolgt kurz

vor der Veranstaltung.

db

DRK Siegen-Wittgenstein

Ehrung auf der Jahreshauptversammlung

Ehrenamtliche

für Kinderklinik gesucht

Siegen. Seit einem Jahr bringt das

Mobile Spieleangebot der DRK-Kinderklinik

Siegen Abwechslung in den Klinikalltag

junger Patientinnen und Patienten.

Entstanden aus einer Idee des

Pflegepersonals und ermöglicht durch

große Spendenbereitschaft aus der Region,

ist das Angebot inzwischen fester

Bestandteil auf den Stationen.

Dreimal pro Woche ist Erzieherin

Christina Dilgert mit liebevoll ausgestatteten

Spielwagen unterwegs. Gerade

Kinder, die aufgrund ihrer Erkrankung

das Bett nicht verlassen können,

profitieren von dem mobilen Angebot.

Mit Büchern, Spielen, Bastelmaterialien

und kleinen Aktionen kommt sie direkt

zu ihnen ans Bett. „Für diese Momente

tritt die Krankheit ein Stück weit in den

Hintergrund“, sagt Dilgert.

Finanziert wurde das Projekt vollständig

über Spenden: Rund 110.000

Euro waren nötig, um das Angebot und

eine pädagogische Fachkraft für drei

Jahre zu sichern.

Ergänzt werden soll das Projekt

durch ehrenamtliche Helferinnen und

Helfer, die Zeit zum Vorlesen oder Spielen

schenken. „Guten Feen“ sind weiterhin

gesucht.

db

Theodor Schneider wurde für seine langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Siegen. Ein ereignisreiches Jahr ging

für das Rote Kreuz in Siegen-Wittgenstein

zu Ende. Vom Rettungsdienst

über Kitas und Pflegeangebote bis hin

zu sozialen Diensten ist das DRK unverzichtbar

für den Kreis.

Rund 13.000 Menschen engagieren

sich hier in unterschiedlichen Rollen

für das Rote Kreuz. Was sie alle eint:

der Wille, sich für das Gemeinwohl ein-

zusetzen. Was sie unterscheidet: Jede

Person bringt ihre individuellen Fähigkeiten

ein, ihre persönlichen Erfahrungen,

Motivation, Hintergrund. „Bei uns

sind wirklich alle willkommen. Wir helfen

nicht nur vielfältig, wir sind vielfältig“,

bringt Präsident Andreas Müller

es auf den Punkt. Das Präsidium wurde

für die Wahlperiode 2025 bis 2029

bestätigt.

db

Apotheken

Weniger vor Ort

Münster. Der Trend kennt nur eine

Richtung. Nämlich abwärts. „43 Apotheken

haben im Jahr 2025 im Raum

Westfalen-Lippe ihre Pforten geschlossen“,

bilanziert AKWL-Hauptgeschäftsführer

Dr. Andreas Walter zum Jahreswechsel

die Apothekenstatistik der

Kammer. 49 Schließungen stehen nur

sechs Neueröffnungen gegenüber.

Vor 20 Jahren, also zu Beginn des

Jahres 2006 versorgten in Westfalen-

Lippe noch 2.245 Apotheken die Bürgerinnen

und Bürger mit Arzneimitteln.

Zum 1. Januar 2026 seien es noch

1.613 Apotheken. db

6 durchblick 1/2026


Kurz berichtet

Unser Siegen Online

Geschichte von Buchen wird persönlich greifbar

Siegen. Das Zeitzeugenportal des

Siegerlandmuseums, "Unser Siegen",

macht Stadtgeschichte auf ganz besondere

Weise erlebbar: Zeitzeuginnen

und Zeitzeugen erzählen persönlich von

ihrem Leben, ihrem Alltag, besonderen

Momenten und prägenden Erlebnissen.

Diese Erinnerungen sind als Videos oder

Texte unter unser-siegen.com allen zugänglich.

Die Spezial-Reihe „Unser Siegen vor

Ort“ rückt seit dem Stadtjubiläum 2024

nach und nach jeden einzelnen Stadtteil

ins Rampenlicht. Das neueste Video

befasst sich mit Sohlbach-Buchen und

wurde jetzt online gestellt.

Der Beitrag führt in den im

Norden Siegens gelegenen

Stadtteil. Das eigentlich aus

zwei Stadtteilen bestehende

Sohlbach-Buchen ist landwirtschaftlich

geprägt und lebt von

einem starken Gemeinschaftsgefühl.

Hier gibt es Vollerwerbslandwirte

mit Hofläden, ein

außergewöhnlich aktives Vereinsleben

und viele engagierte

Menschen jeden Alters – von

den Pfadfindern über die Landfrauen

bis zum SSV Sohlbach-

Buchen, der längst mehr ist als

ein Fußballverein. Auch die Geschichte

der sagenumwobenen

„Ongelsgrob“ wird im Beitrag erzählt. Zu

sehen ist das Video unter https://unsersiegen.com/sohlbach-buchen.

Unser Siegen wird unterstützt vom

Förderverein des Siegerlandmuseums.

Sie haben auch eine spannende Geschichte

zu erzählen? Melden Sie sich

gern unter post@unser-siegen.de db

Mit Familie und Freunden gemeinsam einkaufen und sparen !!!

Geschäftsaufgabe

in 2026

NEUE - ab März 2026 !

Rabattaktion

-!

- auf komplettes Sortiment -

- auch auf reduzierte Ware

ab 1 Teil - 20 %

1990

bis

2026

„Jeans -

Petra“

H ERRE N KONF E K TIO N

Hosen-Größen: 46 bis 72 // 23 bis 40 // 94 bis 122 // 51 bis 85

Businesshemden 39 bis 56

Freizeithemden M bis 7 XL

Shirts

3XL bis 10 XL

Jeansjacken

S-L-XL-XXL

Jacken - Winter - 4 XL bis 10 XL

Westen - Classic - XXL bis 10 XL

Strickpullover 68 bis 74

Inhaberin Petra Poggel

Marburger Str. 66 • 57223 Kreuztal

Tel. 0 27 32 / 32 66

Info‘s und Angebote

www.jeans66.de

Sporthosen 3 XL bis 10 XL

Badeshorts XXL bis 8 XL

Gürtel 100 cm bis 180 cm

Hosenträger

140 cm

Sakko’s und Anzughosen – Nur Übergrößen –

Bademäntel 4XL und 10XL

Schlafanzüge Gr. 68 bis Gr. 78

Unterwäsche Gr. 9 - Gr.10 - Gr.12

ab 5 Teile - 30 %

ab 10 Teile - 40 %

J E ANSWE A R

Jeans-Größen: Weiten: 31 bis 56 inch // Längen: 30 bis 40 inch

Damen-Größen: Größe 36 bis Größe 48

Öffnungszeiten:

- blau - schwarz - weiß -

Di - Fr 10 bis 17 Uhr I Samstag 10 bis 13 Uhr

Betriebsferien: Mo 2.2. bis Mo 9.3. Do 30.4. und Sa 2.5. geschlossen

1/2026 durchblick 7


Kurz berichtet

Melodie der Meere

Maritimes Konzert – Highlight

Gastchor „Seeteufel“

Neuwahl

Generationenwechsel

Siegen. Zum neuen Vorsitzenden

wählte die spanischsprachige Gemeinde

Siegerland e.V. H.Daniel Ibañez García

(li).

Die Gemeinde dankte dem scheidenden

Vorsitzenden López García für

seinen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung

des Vereins, der 1997 als

Förderverein für die spanischsprachige

katholische Gemeinde Siegen und Umgebung

– interkulturelle Gemeinschaft

e.V. gegründet wurde Er wurde nach

28jähriger Tätigkeit als Vorsitzender

zum Ehrenvorsitzenden ernannt. db

„Shantychor“ Siegen

Siegen. Am Samstag, 18. April 2026,

lädt der Seemannschor der Marinekameradschaft

Siegerland um 18 Uhr erneut

zum Konzert „Melodie der Meere“

in die Weißtalhalle Siegen ein.

Unter der Leitung von Galina Renner

treten der Siegener Shantychor, das

Giebelwald-Duo Vanessa und Andreas

Schuss sowie als Gastchor die „Seeteufel“

aus Halle/Saale auf.

Die Besucherinnen und Besucher

erwartet ein stimmungsvoller Abend

mit maritimen Liedern zum Mitsingen

und Schunkeln.

Der Eintritt beträgt 15 Euro, Karten

sind an den üblichen Vorverkaufsstellen

erhältlich oder können unter

0170-4498212 sowie per Email an:

schatzmeister@mk-siegerland.de bestellt

werden.

db

Neue Wege

im Alten Schloss

Siegen. Das Siegerlandmuseum im

Oberen Schloss setzt seinen zukunftsorientierten

Kurs weiter fort, auch online.

Ein zentraler Baustein ist die dauerhaft

eingerichtete Ausstellung „ZeitRäume.

Ein Schloss macht Museum“, die mit interaktiven

Stationen und multimedialen

Anwendungen neue Zugänge zur Museums-

und Schlossgeschichte eröffnet. Digitale

Elemente wie Projection Mapping,

ein 3D-Schlossmodell oder spielerische

Technikstationen zeigen zeitgemäße Formen

des Museumserlebens.

Ergänzend dazu wird die digitale

Sammlung kontinuierlich ausgebaut

und macht zahlreiche Objekte barrierearm

online zugänglich.

Auch im Veranstaltungs- und Vermittlungsbereich

geht das Museum neue

Wege. Kooperationen mit regionalen und

überregionalen Partnern, kreative Workshops

sowie Angebote für Achtsamkeit,

Kinder und Familien erweitern das Programm

und stoßen auf große Resonanz.

Das Interesse des Publikums bestätigt

den eingeschlagenen Weg. db

8 durchblick 1/2026


Kommen - Anziehen - Passt

Kommen - Anziehen - Passt

1990

bis

2026

„ Jeans -

Petra “

Inh.: Petra Poggel

www.jeans66.de

• Marburger Str. 66 • 57223 Kreuztal

• Tel.: 02732 / 3266

Öffnungszeiten

Di bis Fr 10 Uhr bis 17 Uhr | Sa 10 Uhr bis 13 Uhr

BETRIEBSFERIEN Mo; 2. Febr. 26 bis Mo; 9. März 26

Do; 30. April und Sa; 2. Mai

geschlossen

HERRENKONFEKTION - siehe Angebote

Größen: 46 bis 72 / 94 bis 122 / 23 bis 40 / 51 bis 85

JEANSWEAR

Blau u. Schwarz

Weiß

Damengrößen

- DAMEN u. HERREN -

- Gr. 31 bis 56 inch 77,- // 88,- // 99,-

- Gr. 30 bis 48 inch siehe Angebote

- Gr. 36 bis Gr. 48 siehe Angebote

Hemden M bis XXL // 39 bis 46 44,- bis 59,-

Hemden 3 XL bis 7 XL // 47 bis 56 55,- bis 79,-

Shirts 3 XL bis 10 XL 26,- bis 66,-

Strickpullover Gr. 66 - 68 - 70 - 72 - 74 siehe Angebote

Westen - classic - XXL bis 10 XL 111,- bis 155,-

Jacken - Winter - 4 XL bis 10 XL siehe Angebote

Sakko´s - REST - Übergrößen 359,-/389,-

jetzt 200,-

Gr. 33 - 34 - 35 - 69 - 71 - 81

Sporthosen 3 XL bis 10 XL - kurz + lang 55,- und 59,-

Badeshorts XXL - 3XL - 4XL - 5 XL - 8 XL 39,- bis 59,-

Gürtel 100 cm bis 180 cm 39,- und 49,-

Bademäntel 4 XL und 10 XL 122,- und 155,-

Schlafanzüge Gr. 68 bis Gr. 78 siehe Angebote

Hosenträger 140 cm 29,-

Unterwäsche Gr. 9 / Gr. 10 / Gr. 12 16,- bis 28,-

Fachberatung von der Chefin persönlich

Infoprospekt - 2026

Kleine Größen - „Top-10“ Angebote Große Größen - „Top-10“ Angebote

Jeans

34 - 36 - 38 inch

“Pionier“ - 14 oz. - ohne Stretch

Jeans - Jacken

“Pionier“

- Twill

- Jeans

- Gabardine

blau u.

schwarz

Bundfalte und 5 pocket

viele Farben

Größen: 94 - 98 -102 -106 - 122

Größen: 46 - 48 - 50 - 52 - 54 - 56 - 58

Größen: 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29

Inch: 33 bis 46 inch

Weiße Stretchjeans

Gr. 30 bis 48 inch

deutsche Damen-Größen

55,- / 77,-

44,-

S / L / XL / XXL

Herren - Stretchhosen

“Pionier“ 66,- / “Pioneer“ 77,-

Damen - Stretchjeans

“Paddocks“ 77,-

/ “Pioneer“ 88,-

Gr. 36 - 40 - 42 - 46 - 48 // Gr. 38 bis Gr. 46

66,- und 77,-

30,-

40,-

50,-

T-Shirts “Turner“ 3 XL 22,- 20,-

Jeans

- Ceceba -

- Winter -

“Pionier“ - 40 und 42 inch - 55,-

Schlafanzüge

Fleece-Westen

Gr. 68 - 70 - 72 - 74 - 76 - 78

Herren - Stretchhosen

“Pionier“ Twill

“Ahorn“

Gr. 60 und Gr. 57

- 3 XL / 4 XL / 5 XL -

Weiße Stretchhosen

“Pionier“

Gr. 29 - 60 - 62 - 31

Pullover Gr. 66 - 68 - 70 - 72 - 74

-“Breidhof“-Feinstrick 99,- / 109,-

Herren - Stretchhosen

“Pionier“ Twill - Gabardine - Jeans

Gr. 30 bis 36 / Gr. 60 bis 74 / Gr. 61 bis 85

88,- bis 133,-

Anzughosen

129,- bis 199,-

Gr. 34 - 35 - 36 - 40

Gr. 71 - 73 - 75 - 79 und Gr. 81

Jacken

“Pioneer“ 77,-

-orange-

88,- / 99,-

77,-

99,-

4 XL bis 10 XL

129,- bis 279,-

80,-

50,-

60,-

40,-

100,-

„Top-10“ - Angebote: gültig, solange Vorrat reicht „Top-10“ - Angebote: gültig, solange Vorrat reicht


Kurz berichtet

Vom Lernenden zum Lehrenden

Senec@fé von ALTERAktiv Siegen-Wittgenstein geht neue Wege

Siegen. In einer Lebensphase, in der

sich viele ins Private zurückziehen, hat

sich im Siegener Senecafé eine Gruppe

zusammengefunden, die neue Wege

geht. Statt Entschleunigung steht hier

die aktive Aneignung einer Technologie

im Mittelpunkt, die oft den „Digital Natives“

zugeschrieben wird: der 3D-Druck.

Zentrum des Projekts ist ein Prusa

Core One, eine Spende an den Verein.

Der Drucker steht sinnbildlich für den

Anspruch der Gruppe: digitale Entwürfe

selbstständig in greifbare Objekte

zu verwandeln. Für die Teilnehmenden,

alle über 60, ist er mehr als ein technisches

Gerät – er eröffnet die Möglichkeit,

Alltagsprobleme eigenständig zu

lösen, etwa durch selbst entworfene

Ersatzteile.

Besonders ist die enge

Vernetzung mit dem Fab Lab

der Universität Siegen. Hier

treffen akademische Infrastruktur

und lebenspraktische

Erfahrung aufeinander.

Die Senioren arbeiten nicht

isoliert, sondern im Austausch

mit wissenschaftlichen

Akteuren – eine ungewöhnliche,

aber fruchtbare

Symbiose.

Das Projekt ist langfristig

angelegt. Aus der anfänglichen

Lerngruppe soll ein

stabiles Kompetenzteam entstehen,

das Wissen weitergibt.

Nach ersten Schritten in

CAD-Programmen wie TinkerCAD oder

dem Einsatz von KI-gestützten Designwerkzeugen

wechseln die Teilnehmenden

zunehmend in die Rolle von Multiplikatoren

für andere Senioren. Aus der

Der neue 3D-Drucker im Prospekt.

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen unter der Leitung von

Doktorand Marios Mouratidis (re. im Bild.) der Uni Siegen

bauen mit den Senior:innen den 3D-Drucker zusammen.

anfänglichen Lerngruppe soll ein stabiles

Kompetenzteam entstehen, das Wissen

weiter gibt.

Im ersten Schritt werden Grundlagen

zur Mechanik vermittelt - bei einem

Workshop bauen die Teilnehmenden eine

Maschine von grundauf selbst. Im nächsten

Schritt wird die Konstruktion mit

CAD-Programmen wie Autodesk Fusion

360 oder auch TinkerCAD ausprobiert.

Im Kern geht es um digitale Souveränität.

Wenn im Senecafé über Infill-

Raten, Filamente oder Kalibrierung diskutiert

wird, verlieren Altersgrenzen an

Bedeutung. Mit einem überschaubaren

Jahresbudget von 500 bis 1.000 Euro

ist der materielle Aufwand gering – der

soziale Gewinn jedoch groß.

Die gedruckten Objekte

mögen unscheinbar, aber

praktisch sein: Greifhilfen,

Halterungen, Keksstecher

oder Schlüsselanhänger. Für

die Gruppe sind sie sichtbare

Beweise dafür, dass Zukunftsfähigkeit

keine Frage

des Alters ist, sondern der

Neugier und der Bereitschaft,

Neues zu lernen.

Die Projektgruppe trifft

sich montags, von 14-17 Uhr

im Begegnungszentrum der

Stadt Siegen Haus Herbstzeitlos,

Marienborner Straße

151. Interessenten sind

ausdrücklich eingeladen zum

Schauen und Mitmachen db

Wir haben die passenden

Veranstaltungen für Sie:

vhs-stadt-siegen.de

Kurse

finden +

anmelden!

vhs-stadt-siegen.de

• Sprachen (von Arabisch bis Türkisch)

• Smartphone- und Computerkurse

• Vorträge | Café-Literatur-Zeit im KrönchenCenter

• Gesundheits- und Kochkurse

• Online-Vorträge und vieles mehr!

Volkshochschule

Siegen

vhs Siegen, KrönchenCenter, Markt 25, 57072 Siegen

www.vhs-stadt-siegen.de | info@vhs-stadt-siegen.de | 0271 404-3000

10 durchblick 1/2026


Kurz berichtet

Demenz Meet Siegen!

Eine Initiative des Runden Tisch Demenz Si.- Wi.

Das Vorbereitungsteam:

Stefanie Kremer, Anna- Lena Krieger, Anja Reitz, Manuela Kremer, Rüdiger Jezewski,

Katrin Schollmeyer, Brigitte Weber-Wilhelm, Bettina Großhaus-Lutz, (v.lks).

Siegen. Das 1. Demenz Meet Siegen

findet am 11. Juli 2026 statt. Auf die

Besucher wartet ein bunter Tag voller

Inspiration, berührender Begegnungen

und gutem Zusammensein.

Ein Demenz Meet ist eine Zusammenkunft

für Menschen mit Demenz

und ihren Angehörigen. Unter dem Motto

„Leichte Stunden zu einem schweren

Thema“ bietet die Veranstaltung Raum für

Begegnung, Austausch und Vernetzung –

unkompliziert, persönlich und herzlich.

„Ein Demenz Meet ist kein steifer, intellektueller

Kongress, sondern bunt,

lebendig und ein wenig wild,“ berichtet

Bettina Großhaus-Lutz (Vorsitzende der

Alzheimer Gesellschaft dem

Ein inspirierendes Programm mit

Inhalten von Angehörigen und Betroffenen

sowie Experten soll dem Tag

Struktur und Diskussionsstoff bieten.

Im Fokus stehen die Meinungen, Bedürfnisse

und Erlebnisse der Menschen

mit Demenz und ihrer Angehörigen!

Unter dem Motto „Demenz Meet“

lädt der Runde Tisch Demenz Siegen-

Wittgenstein ein, in einem geschützten

Rahmen zusammen zu kommen, zuzuhören,

Erfahrungen zu teilen und echte

Verbindungen zu schaffen.

Das 1. Demenz Meet Siegen findet

am Samstag, 11. Juli 2026, 9:00- 16:00

Uhr im und um das Kulturhaus LYZ, St.

Johann Straße 18, 57074 Siegen statt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

wie auch zum Ticketverkauf erhalten Interessierte

bei der Alzheimer Gesellschaft

Siegen-Wittgenstein. Siegen, Weidenauer

Str. 202. 0271 - 67 34 72 39 oder

info@alzheimer-siegen.de db

SHG feiert 25jähriges

Forum des Hörens gibt fachliche Impulse

Siegen. Die beiden Siegener Selbsthilfegruppen

für Hörgeschädigte und

Tinnitus feierten 25-jähriges Bestehen

im Gemeindehaus der Martini-Kirchen-

gemeinde. Zahlreiche

Gäste blickten gemeinsam

auf die Arbeit der

Gruppen zurück und erhielten

zugleich fachliche

Impulse.

Fachvorträge von Dr.

med. Sarah Euteneuer

(HNO) und apl. Prof. Dr.

med. Katrin Reimann

(UKGM Marburg) informierten

über Tinnitus,

Hörverlust und moderne

Therapiemöglichkeiten.

Persönliche Erfahrungsberichte, praktische

Stressübungen sowie ein geselliger

Ausklang rundeten die gelungene

Jubiläumsveranstaltung ab. db

Münzen

Briefmarken

Orden

Ankauf | Bewertung

Thilo Nagler

Verbandsprüfer

57078 Siegen

02 71 - 31 79 88 55

www.nagler.de

1/2026 durchblick 11


Kurz berichtet

Resonanzen

Giorgio Morandi (1890-1964)

Giorgio Morandi, Natura Morta,

1961, Sammlung Kunst Museum Winterthur, © VG Bild-

Kunst, Bonn 2025, Foto: SIK-ISEA, Zürich, Jean-Pierre Kuhn

Siegen. Das Museum für Gegenwartskunst

Siegen (MGK) zeigte bis Ende

März 2026 eine, von Prof. Dr. Christian

Spies, kuratierte retrospektive Ausstellung

des Rubenpreisträgers von 1962.

Bekannt ist der aus Bologna stammende

Maler, Grafiker und Professor

der „Accademia di belle arti“ für seine

Naturmotive und vor allem für seine

Stillleben „Natura Morta“, die meditativ

sein Leben begleiten. Es sind Alltagsgegenstände

wie Flaschen, Krüge,

Dosen oder Schnabelkannen. Die

Anordnung dieser Objekte variiert er

immer wieder neu, sodass trotz ähnlicher

Arrangements kein Bild dem

anderen gleicht. Die Gemälde und

Zeichnungen strahlen Ruhe, ja Stille

aus. Da ist nichts Lautes oder Aufgeregtes.

Genau für dieses Spannungsverhältnis

von Wiederholung und

Differenz hat Morandi als einer der

großen „Einzelgänger“ der modernen

Malerei Aufmerksamkeit erfahren. Er

nimmt sich Zeit, Ruhe und Geduld.

Die retrospektive Schau „Giorgio

Morandi Resonanzen“ geht dieser

besonderen Position Morandis in der

Kunst der letzten 80 Jahre nach. Es

werden mehr als 60 Werke vom Frühwerk

der 1920er bis in die 1960er Jahre

gezeigt. Dabei setzt die Präsentation

bei der umfassenden Werkgruppe der

Sammlung Lambrecht-Schadeberg an

und erweitert diese mit Leihgaben aus

deutschen und europäischen Sammlungen.

Zugleich macht sich die Ausstellung

das Prinzip Morandis zu eigen und

setzt die Werke in Dialog mit älteren

und jüngeren Werken anderer Künstler,

darunter Josef Albers, Lucian Freud,

Candida Höfer, On Kawara und last not

least Originalbilder von Edouard Manet

und Claude Monet als „ Publikumsköder“.

Hiermit brachte die Ausstellung

etwas Glamour und einen Hauch Louvre

in unser Museum“, wie eine Siegener

Zeitung kommentierte. tere

Giorgio Morandi, Paesaggio,

1935, MGKSiegen, Sammlung Lambrecht-Schadeberg,

© VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Zukunftsfähig

Neue Verwaltungsspitze

Der neue Verwaltungsvorstand um

Bürgermeister Volker Sonneborn.

Foto: Stadt Bad Berleburg

Bad Berleburg. Um die Stadtverwaltung

auf künftige Herausforderungen

auszurichten, hat Bürgermeister

Volker Sonneborn nach den Kommunalwahlen

die Verwaltungsstrukturen

weiterentwickelt. Ziel sei es, eine zukunftsorientierte

und dauerhaft handlungsfähige

Verwaltung zu sichern.

Dafür wurde der geschäftsführende

Verwaltungsvorstand neu aufgestellt.

Ihm gehören jetzt an: Bürgermeister

Volker Sonneborn, Kämmerer Manuel

Spies, Dezernent Christoph Koch

sowie Colette Siebert als Leiterin der

Stabsabteilung Regionalentwicklung

an. Christoph Koch wurde zum allgemeinen

Vertreter des Bürgermeisters

gewählt. In dessen Verhinderung

übernehmen Colette Siebert und Fachbereichsleiter

Christian l’Hiver gemeinsam

die Verwaltungsleitung.

Kämmerer Manuel Spies verantwortet

künftig neben dem Fachbereich Innere

Verwaltung zusätzlich den Fachbereich

Bürgerdienste innerhalb des

geschäftsführenden Verwaltungsvorstands.

Unverändert bestehen bleibt der erweiterte

Verwaltungsvorstand. db

Kompetente Ansprechpartnerinnen für

Alterszahnheilkunde

Dr. Silja Stötzel & Dr. Cynthia Six

57080 Siegen ● Eiserfelder Str. 429 • Tel. 0271 / 35 60 50

Öffnungszeiten: Mo.–Do. 7:30–19:30 Uhr • Fr. 7:30-13:30 Uhr

Hausbesuche sind möglich

12 durchblick 1/2026


Kurz berichtet

Seniorenwanderungen 2026

Frische Luft – Gute Gespräche – Gemeinschaft

Freudenberg. Unter dieser Überschrift

lädt der Seniorenbeirat der Stadt Freudenberg

in Kooperation mit der SGV-

Abteilung Freudenberger Land alle

Seniorinnen und Senioren herzlich zu

einer Reihe gemeinsamer Veranstaltungen

im Jahr 2026 ein.

Den Auftakt macht am Freitag, den

20. März, um 14.00 Uhr eine gemütliche

Wanderung in Hohenhain. Die Strecke

ist etwa vier Kilometer lang und führt

über leicht begehbare Wege. Im Anschluss

ist eine gemeinsame Einkehr

geplant, um den

Nachmittag in geselliger

Runde ausklingen

zu lassen.

Eine weitere

Wanderung folgt

Freitag, 26. Juni im

Rahmen der bundesweiten

Woche

„Gemeinsam aus

der Einsamkeit“.

Im zweiten Halbjahr

2026 sind Freitags-Wanderungen

am 21. August und 23. Oktober geplant.

Alle Wanderungen sind bewusst so

gestaltet, dass auch Menschen teilnehmen

können, die nicht mehr ganz

so fit sind oder gesundheitliche Einschränkungen

haben. Bewegung an

der frischen Luft, gute Gespräche und

Gemeinschaft stehen im Vordergrund.

Eine Anmeldung ist bis spätestens eine

Woche vor dem jeweiligen Termin erforderlich,

entweder unter 02734 – 1629

oder post@bruno-stock.de. db

Digitale Brücke zwischen Jung und Alt

Siegen. Auf Initiative des

Seniorenbeirats der Universitätsstadt

Siegen fand zum

wiederholten Mal von November

bis Ende Januar im Fürst-

Johann-Moritz Gymnasium ein

besonderer PC-Kurs statt, der

Generationen miteinander verband.

Geleitet wurde der Kurs

nicht von Dozenten, sondern

von den beiden engagierten

Schülern Mohamed Boussadia

und Noah Shady, die ihr

digitales Wissen mit einer

Gruppe von Seniorinnen

und Senioren teilten.

Ziel des Kurses war

es, den Teilnehmenden

den sicheren und selbständigen

Umgang mit

dem Computer näher zu

bringen. In entspannter

Atmosphäre wurden

grundlegende Themen,

wie Nutzung von Maus und Tastatur, das

Schreiben und Speichern einfacher Texte,

das Anlegen von Ordnern sowie der Einstieg

ins Internet behandelt.

Abschließend wurden die

Möglichkeiten der Nutzung

von KI aufgezeigt

und eingeübt. Dabei gingen

die Schüler geduldig

auf individuelle Fragen

ein und erklärten die Inhalte

Schritt für Schritt.

Die Seniorinnen und

Senioren zeigten großes

Interesse und waren

dankbar für die persönliche

Unterstützung.

Dieser PC Kurs

erwies sich als voller

Erfolg und machte

deutlich, wie bereichernd

generationenübergreifende

Projekte sein können.

Der Seniorenbeirat

zeigte sich

sehr zufrieden mit

dem Verlauf der Veranstaltung

und sieht in diesem Format

eine wertvolle Möglichkeit digitale Teilhabe

zu fördern und den Dialog zwischen

Jung und Alt nachhaltig zu stärken. db

Ihre Begleitung

Nicht mehr allein! Besser gemeinsam!

Einkäufe · Arztbesuche · Ausflüge ·

Spazieren · Behördengänge ·

Korrespondenz · Entlastung pflegender

Angehöriger · u. v. m.

Die Leistungen sind als „Entlastungsbetrag“

und „Verhinderungspflege“

mit der Pflegekasse abrechenbar.

Gerne informieren wir Sie persönlich.

Seniorenbegleitung

Claudia Hombach

Telefon 02734 5505977

Mobil 01522 8750486

Praxis für chinesische Medizin

Dr. Hans-Joachim Kraemer

Herborner Str. 2

57250 Netphen-Deuz

Tel. 02737/3180

Akupunktur

• bei Augenerkrankungen,

insbesondere bei

Makuladegeneration

• Erschöpfungs- und

Anspannungszuständen

• Schmerzen in allen

Gelenken

1/2026 durchblick 13


Aus den Seniorenbeiräten

Dankeschön an Ehrenamtliche

Einladung ins Museum der Deutschen Geschichte

auch untereinander besser kennenlernen

können – denn zusammen bilden

ihre Tätigkeiten auch das, was Inklusion

im Alltag wirklich ausmacht.

Die Vernetzung der verschiedenen

Gruppen und deren Perspektiven ist

den Beauftragten besonders wichtig.

In entspannter Atmosphäre machten

sich die Teilnehmenden mit dem Reisebus

auf den Weg nach Bonn ins „Haus

der deutschen Geschichte“.

Dieses Ziel war bewusst gewählt:

Unsere gemeinsame Geschichte ist ein

Fundament, auf dem wir die Zukunft

unseres Zusammenlebens gestalten. Besonders

eindrucksvoll war für viele der

Besuch der Ausstellung „Nach Hitler“, in

der sich gleich vier Generationen in unterschiedlichen

Lebensabschnitten und

Erfahrungen wiederfinden konnten.

Die Tagesfahrt hat gezeigt, wie wertvoll

das Ehrenamt für ein inklusives Miteinander

ist. Ein Ergebnis war, dass in einer

der nächsten Sitzungen das Projekt Demokratiewerkstatt

der AWO vorgestellt

werden soll. Hier wird ein wichtiger Impuls

gesetzt: Demokratieverständnis und

inklusives Engagement.

db

Siegen. Die Beauftragten für Menschen

mit Behinderung, für Senioren

und für Integration der Stadt Siegen

haben zu einer besonderen Tagesfahrt

nach Bonn eingeladen.

Angesprochen waren alle ehrenamtlich

Engagierten aus Gruppen und Initiativen,

die sich mit großem Einsatz für

Menschen mit Behinderung, für ältere

Bürgerinnen und Bürger oder für gelingende

Integration starkmachen.

Mit dieser Fahrt wollten sich die Beauftragten

gemeinsam auf besondere Weise

für das vielfältige und wertvolle Engagement

bedanken. Gleichzeitig sollte die

gemeinsame Zeit einen Raum schaffen,

in dem sich die Ehrenamtlichen über

ihre Arbeit austauschen und erstmals

Gemeinsame Tour stärkte Austausch und Vernetzung

IHR FACHMANN FÜR

COMPUTER & SERVICE

persönlich. kompetent. beraten.

Top Service von Ihrem Fachmann aus

Siegen-Eiserfeld zum Pauschalpreis

oder einem fairen Stundensatz. Egal ob

Reparatur, Beratung, Verkauf und

Einrichtung von Computer, Notebook,

Zubehör, Server & Netzwerk. Wir

machen das für Sie!

reikotec. Computer & Service

Adresse Eiserfelder Str.449

57080 Siegen

Telefon (0271) 313 80 51

Website reikotec.com

Ladenlokal

Web- & Printdesign

Privat- & Firmenbetreuung

Internet-/ Telefonanlagen

Dem Leben

Leben geben

Siegen. Was das Leben uns so bringt:

Freuden und Aufgaben, Sentimentalität

und Problem. Es lässt sich kaum

leugnen: Leben ist beides zugleich, Geschenk

wie auch Herausforderung. Den

Kopf nicht hängen zu lassen, sich am

Leben zu erfreuen gelingt nicht immer

gleich gut. Was schenkt uns Kraft und

Zuversicht? Welche heilsamen Perspektiven

kann eine christliche Spiritualität

eröffnen? Impulse und ebenso ein gemeinsamer

Austausch laden am 4. März

ab 14.30 Uhr im Geistlichen Zentrum

Kohlhagen dazu ein, der Frage nachzugehen,

was dem Leben Leben gibt.

Anmeldung und weitere Informationen:

Kath. Bildungswerk Siegen-Wittgenstein

e.V. 0162 - 4360780 oder

kbw.zoeller@gmail.com db

Claudia

Frey

Fußpflege &

Kosmetik

Im Marienbörnchen

57074 Siegen – Kaan

Telefon: 0271 / 77 001 001

Mobil: 0160 / 95 585 842

Termin nach Vereinbarung

Ich besuche sie gerne auch zu Hause

14 durchblick 1/2026


Aus den Seniorenbeiräten

Siegen. Während das Bundesverfassungsgericht

über den §217 StGB/Verbot

der geschäftsmäßigen Freitodbegleitung

beriet, hat Ferdinand von Schirach sein

Theaterstück GOTT geschrieben, in dem

die Argumente pro und contra behandelt

werden. Es ist im September 2020 in

Berlin und Düsseldorf uraufgeführt worden,

also kurz nach dem wegweisenden

Verbot der §217 StGB durch das BVerfG.

Von Schirach hat später auch das Drehbuch

für den Film geschrieben, der mit

starker schauspielerischer Besetzung

das Thema auf die Leinwand bringt. Im

Rahmen der Veranstaltungsreihe Kino

ohne Altersbeschränkung ist der Film am

12. März ab 17.00 Uhr im Viktoria-Kino

Dahlbruch zu sehen.

Zur Handlung:

Der 78 Jahre alte Architekt Gärtner will

drei Jahre nach dem längeren Krebsleiden

und dem Tod seiner Frau nicht

mehr leben. Nach 42 glücklichen Ehejahren

sieht er, obwohl altersentsprechend

gesund, keinen Sinn mehr in

seinem Dasein und hat das auch mit

seinen Kindern besprochen. Vor der

Ethikkommission der Universität wird

das Thema mit ärztlichen, juristischen,

ethischen und theologischen Sachverständigen

differenziert beleuchtet.

Am Schluss wird im Film die Frage ans

Publikum gestellt, wie – evtuell auch

von Ihnen – entschieden würde. db

Wohnungsunternehmen

gegründet 1909

An der Alche 7

57072 Siegen

• Telefon: 02 71 / 33 58 70

• www.wgseg.de

• E-Mail: info@wgseg.de

Senioren-Frühstücks-Café

Neues Angebot im kmd Hilchenbach-Dahlbruch

Gaby Utsch-Irle und Sabine Völkel

freuen sich auf Besucherinnen und Besucher.

Hilchenbach, Die Senioren-Service-

Stelle der Stadt Hilchenbach lädt gemeinsam

mit ehrenamtlich Engagierten

unter der Leitung von Sabine Völkel zu

einem monatlich stattfindenden kostenlosen

Frühstück ein. Im Haus der Alltagskultur

im kmd (Kulturmarkt Dahlbruch)

Hilchenbach-Dahlbruch,

Bernhard-Weiss-Platz 6.

Jeden 2. Mittwoch im Monat

sind alle Seniorinnen und Senioren

der Stadt Hilchenbach von

9.30 bis 11.30 Uhr ins Senioren-

Frühstücks-Café eingeladen. „Wir

möchten einen Raum für Begegnung

schaffen – und der Einsamkeit

entgegenwirken. Was uns

antreibt, ist die einfache Erkenntnis:

Ein Lächeln, eine nette Unterhaltung,

eine gemeinsame Tasse

Kaffee – all das kann Wunder bewirken.

Mit viel Liebe und Herzblut

wird neben einem liebevoll

zubereiteten Frühstück auch eine

entspannte Wohlfühlatmosphäre

geschaffen, in der sich Menschen

begegnen, austauschen

und neue Kontakte knüpfen können.

Hier ist Zeit für Geschichten,

Zuhören und füreinander da sein.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und

darauf, dass dieser Ort der Wärme zu einem

verlässlichen Anker im Alltag wird,"

so Patricia Vanderlinden, Seniorenbeauftrage

der Stadt Hilchenbach.

Anmeldungen und Information unter:

02733-288229

db

Wohnstätten -

genossenschaft

Siegen eG

Wir haben Ihre

Traumwohnung!

Rufen Sie uns an und

vereinbaren Sie einen

Beratungstermin.

1/2026 durchblick 15


Kurz Aus dem berichtet Seniorenbeiräten

Anzeige

Öffentliche

Sitzungstermine

des Seniorenbeirats der

Universitätsstadt Siegen

Sitzungsort:

Rathaus Geisweid,

Großer Ratssaal, 1. Etage

jeweils montags 15.00 Uhr

2. März / 13. April

8. Juni / 13. Juli

www. seniorenbeirat-siegen.de

Vortragsveranstaltungen

des Seniorenbeirates der

Stadt Siegen und der

Senioren-Service-Stelle

soweit nicht anders angegeben:

Haus Herbstzeitlos,

Marienborner Str. 151

Siegen-Hain

immer dienstags 14.30 Uhr

4. März 2026

Sicher im Internet – Handy,

Tablet und PC schützen

Referent: Julian Sturm

Verbraucherzentrale NRW

7. April 2026

Effizient wohnen – Wie die

Energiewende in den eigenen

vier Wänden gelingen kann!

Referent: Lars Ole Daub

Energieverein SiWi e.V.

12. Mai 2026

Achtsamkeit in der Pflege -

Hilfemöglichkeiten für pflegende

Angehörige

Referentin: Kirstin Wesener,

Pflegeberaterin

01.03. und 03.05.2026

15.00 Uhr

Sonntags Café

Gemeinsam statt einsam

Kaffeetrinken, Unterhaltung

und klönen mit Mitgliedern des

Siegener Seniorenbeirats

im Haus Herbstzeitlos

Ambulante Palliativversorgung

Vorbildlich in den Kreisen SiWi und Olpe

Siegen. Am 2. Dezember 2025 fesselte

der in Kooperation des Seniorenbeirats

und der DGHS (Deutsche Gesellschaft

für humanes Sterben) organisierte Vortrag

über die Möglichkeiten der regionalen

ambulanten Palliativversorgung von

Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen

und begrenzter Prognose die

Besucher im vollen Haus Herbstzeitlos.

Nach einer Einführung durch Dr. Bernd

Knapp referierten Dr. Regina Mansfeld-

Nies und Koordinator Matthias Zahn über

die beeindruckende Entwicklung aus dem

„palliativmedizinischen Nichts“ zu mehr

als 30 multiprofessionellen Netzwerken

(SAPV Teams) in Westfalen-Lippe nach

dem „Westfälisch-Lippischen Modell“ mit

ca. 30.0000 versorgten Palliativpatienten

und deren Zugehörigen.

Ziel dieser Begleitung ist die Möglichkeit

bis zuletzt zuhause verbleiben zu

können. Dies ist gelungen, sodass nur ca.

9% der Palliativpatienten in Krankenhäusern

versterben mussten. Alleinstellungsmerkmal

in der Region ist die Einbindung

fast aller Hausärzte, Pflegedienste und

Ehrenamtlichen Hospizgruppen sowie

anderer Professionen in der ambulanten

Palliativversorgung, was eine Verbesserung

der Versorgung in Kontinuität und

Kommunikation darstellt.

Der „Palliativmedizinische Konsiliardienst

hat das Ziel nicht dem restlichen

Leben mehr Tage, sondern den verbleibenden

Tagen mehr Leben zu schenken

und möglichst ein Verbleiben in der Häuslichkeit

zu ermöglichen. Die Lebensqualität

und der Patientenwille haben oberste

Priorität.

Seit 2007 steht jedem Menschen in

Deutschland per Gesetz eine Betreuung

durch ein solches spezialisiertes Palliativteam

zu. Ein frühzeitiger Kontakt zu dem

Palliativteam ist sinnvoll sei es zur Beratung,

Aufklärung oder Begleitung des

letztes Weges, damit schon früh zwangsläufige

Ängste genommen werden können.

Dies geschieht am besten über die

kostenfreie Hotline 01522 - 8529924. Mit

dem Hausarzt kann dann die bestmögliche

Unterstützung für die schwere Zeit

im Vorfeld abgestimmt werden.

Hier schaltete sich Bernd Knapp als

Ansprechpartner der DGHS ein, der es für

wünschenswert hält, wenn kranken freitodbereiten

Menschen ein palliativmedizinisches

Informationsgespräch angeboten

werden kann. Das würde auch dem

Votum des Bundesverfassungsgerichts

entsprechen, freitodwillige Menschen

auch über die möglichen Alternativen zu

informieren.

Wer das Leben trotz guter medizinischer

Versorgung als unerträglich empfindet

und darunter leidet, kann dies jederzeit

ansprechen. In diesem Fall kann

eine ambulante palliative Sedierung das

Leiden für die verkürzte verbleibende Lebenszeit

lindern. Dies ist auch im häuslichen

Umfeld bis zum Tod möglich. db

K I N G A

Preiswert und kompetent

Kinga Traum Bürbacher Weg 139 57074 Siegen Telefon 0160 96241181

E-Mail: kingatraum@gmail.com www.kinga-haushaltsaufloesung.de

Foto: Freepik

16 durchblick 1/2026


So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden

Die Senioren- und Pflegeberatung

des Kreises Siegen-Wittgenstein

informiert und berät zu:

• Finanzierungsmöglichkeiten der Pflege und

sozialen Leistungen im Alter

Für wen?

Ältere Menschen, Pflegebedürftige,

Angehörige und Bezugspersonen

Was?

Kostenlose, vertrauliche und

anbieterneutrale Beratung

• Vorbereitung auf Pflegegutachten und

Anträge für Pflegeleistungen

• Angeboten und Organisation von Pflege-,

Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten

• Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Wann?

Vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit

oder bei bestehendem Pflegebedarf

Wo?

Kreisweit in allen Regionen,

bei Bedarf auch zuhause

• Altersgerechtem Wohnen

• Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige

Ansprechpartnerinnen

Sonja Irle: 0271 333-2729

Heike Dielmann: 0271 333-2728

Katharina Massong: 0271 333-2723

Gaby Jakobs: 0271 333-2722

Dienstgebäude

Kreis Siegen-Wittgenstein

Bismarckstraße 45, 57076 Siegen

(Zugang barrierefrei)

E-Mail: pflegeberatung@siegen-wittgenstein.de

www.siegen-wittgenstein.de/pflegeberatung


Bequem und

einfach.

Mit dem Bargeld-Bring-Service

bringen wir Ihnen Ihr Bargeld

bequem und sicher nach Hause.

So haben Sie bei Bedarf Zugriff

auf Ihr Geld - auch ohne Filiale

oder Geldautomaten.

Informationen erhalten Sie telefonisch

unter der Rufnummer

0271 596 116 oder unter

sparkasse-siegen.de/

bargeld-bring-service

S

Sparkasse

Siegen

Weil‘s um mehr als Geld geht.

Bargeld-Bring-Service_186x269 mit Beschnitt.indd 1 26.01.2024 14:13:54


Kultur erleben – Kultur genießen

Sa. 28. 03. 20 Uhr

Busch-Theater

LOL

> Das Comedy Start-up:

Eine Mixed-Show von aufstrebenden

Newcomern

mit Acts, die bereits aus

Formaten wie Night Wash,

Quatsch Comedy Club u.a.

bekannt sind.

So. 12. 04. 18 Uhr

Busch-Theater

Katja Riemann,

Franziska Hölscher,

Marianna Shirinyan

> Karneval des Glücks:

„Der Karneval der Tiere“ von

Camille Saint-Saëns bildet die

musikalische Basis der Lesung

der Texte von Roger Willemsen.

Fr. 17. 04. 20 Uhr

Busch-Theater

Ohnsorg Theater

> Zeit ist Geld – Jetzt oder nie:

Irgendwann muss man anfangen,

sich seine Wünsche zu erfüllen: Für

Carla, Lili und Meta gilt das besonders,

denn sie sind nicht mehr die

Jüngsten. ihr größter Wunsch ist es,

eine Kreuzfahrt zu machen.

Do. 23. 04. 20 Uhr

Busch-Theater

Bernd Stelter

> Reg dich nicht

auf. Gibt nur Falten!

Wenn wir lachen,

verbessert sich unser

Hautbild. Mit einem

Lächeln im Gesicht

werden wir attraktiver.

Karten und Informationen:

Gebr.-Busch-Kreis e.V., Tel. 02733/53350

www.gbk-kultur.de / www.proticket.de

KREUZTAL OLPE SIEGEN HAGEN

LÜDENSCHEID LIMBURG


Titel

Literatur und Kunstausstellungen

Projekt von durchblick-siegen Information und Medien e.V.

Wir vom Verein durchblick-siegen Information und

Medien e.V. möchten Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser unsere neue Arbeitsgruppe vorstellen:

durchblick – Literatur und Kunstausstellungen. Mit dieser

ehrenamtlich tätigen Gruppe tritt der durchblick e. V.

auch als Veranstalter auf. Unser erstes Projekt ist die

Ausstellung „Tiere erzählen“ von Dr. Marlies Obier. Das

gesellschaftliche Thema ist das Verhältnis zwischen

Mensch und Tier.

Die Literatur vergangener

Jahrhunderte

hat Tieren bereits eine

Stimme gegeben. Von

Treue und Liebe wird

darin ebenso erzählt wie

von Herrschaft und Ausbeutung.

Einige Tierfiguren

der Literatur sind

bis heute weltberühmte

Stars, andere hingegen in

Vergessenheit geraten.

„Tiere erzählen“ wurde

von KulturSiegen mit

einer Förderung ausgezeichnet

und wird von

der VHS-Siegen und

dem Veranstaltungs- und

Informationsservice

(VIS) unterstützt.

Wir laden Sie sehr

herzlich zu dieser Ausstellung

ins Krönchen-

Center Siegen ein. Die

Eröffnung findet am

14. März 2026 um 10 Uhr mit der Begrüßung durch den Bürgermeister

der Universitätsstadt Siegen statt. Die Einführung

in die Ausstellung „Tiere erzählen“ hält Dr. Marlies Obier, die

auch zur Führung „Neues über Bambi & Co“ einlädt.

Eine weitere Begleitveranstaltung zu dieser Ausstellung

findet am 23. April 2026 statt. Dr. Marlies Obier wird ab

15.30 Uhr zum Thema „Tiere in den Märchensammlungen

Die Mitarbeiter freuen sich schon auf ihre neue Aufgabe!

(hinten v.lks.) Thomas Benauer, Rainer Thomas, Peter Semder, Gerhard Stein, Gerd Bombien,

(vorne v. lks) Wolfgang von Keutz, Marlies Obier und Armin Maxeiner.

der Brüder Grimm“ referieren. Auch diese Veranstaltung

findet im KrönchenCenter Siegen, Markt 25 statt. db

Tiere erzählen

von Marlies Obier

Tiere stehen im Mittelpunkt vieler Erzählungen in der

Literatur von Jahrhunderten. Weltberühmt geworden

sind die Helden Bambi, die Bremer Stadtmusikanten,

Flush und Akka von Kebnekajse. Ihre Autor:innen gaben

den Tieren ihre Stimme. Sie hofften auf das Lernen des

Menschen in seiner Achtung der Tiere.

Selma Lagerlöf setzte dazu die Verwandlung von Nils

Holgerson in einen Winzling ein. Lächelnd erzählte sie,

aber nur um Haaresbreite fand seine später sehr bekannte

Reise mit den Wildgänsen überhaupt statt! Das Misstrauen

der Wildgänse gegenüber dem Menschen, und sei er auch

noch klein, war nicht ohne Grund. Die Anführerin Akka von

Kebnekajse gab ihm trotzdem die Chance, sie zu begleiten.

Akka und die Hausgans Martin, der ihn trug, lehrten ihn geduldig

Verantwortung, Mitleid und Mut. Im Zuge wie Nils

Überheblichkeit fiel, wuchs er selbst. Am Ende der weiten

Reise bedauerte Nils fast, nur ein Mensch zu sein.

Ein Mensch zu sein ist wiederum ein riesiges Privileg.

Bambi weiß dies ganz genau. „Alles gehört IHM“, erfährt

der junge Rehbock bald. ER ist unbesiegbar und seine Herrschaft

umfasst alles Lebende. Der Erzähler seiner Lebens-

20 durchblick 1/2026


Titel

geschichte Felix Salten lässt Bambi aber auch fragen: „Wer

hat die Wege im Wald gemacht?“ Es sind ihre uralten Wege,

lange bevor der Mensch kam. Das Dickicht des Waldes ist

ihr großer Schutz.

Ihre Nase empfängt

die Botschaften ihrer

Verwandten und

wittert Gefahren.

Der Wald ist keine

friedliche Welt. Die

Rehe sind Vegetarier,

dies gilt für

viele andere Tiere

nicht. Der mächtigste

Jäger aber ist

der Mensch.

Von seiner

Herrschaft erzählen

auch die Märchensammlungen

der Brüder Grimm.

„Ich schreie hier aus

vollem Hals“, ruft

der Hahn der Bremer

Stadtmusikanten.

Der kluge Esel

wird zum Anführer

ihrer Rebellion gegen

die Undankbarkeit

des Menschen.

Ihr ganzes

Leben dienen sie

ihm und er kann sie

behandeln und über

sie verfügen, wie

immer er will. Der

Mensch hat sehr

viel zu lernen in

seiner Achtung der

Tiere vermitteln die

Märchen. Mit starken

Bildern zeigen

sie die Treue der Tiere auf. In „Die Gänsemagd“ spricht

der jungen Frau noch das getötete Pferd Falada mit seinem

abgeschlagenen aufgehängten Kopf Mut und Hoffnung in

ihrer Verzweiflung zu.

Schon früh beschrieb die Literatur die Verbindung der

Herrschaft des Menschen über die Tiere mit der Herrschaft

über seinesgleichen. Jonathan Swift entlarvte im hellen Licht

der Aufklärung Machtgier und Habsucht als furchtbarste Wesenszüge

des Menschen. Aus seinem Werk „Gullivers Reisen“

wurde die Reise zu den Houhynhms schon bei seinem Erscheinen

herauszensiert. Die edlen Pferde leben dort gleich

Philosophen, unantastbar von den Versuchungen von Gold

und Geld. Wie beschämt erkennt Gulliver in den barbarischen

Yahoos dort den Menschen. Wegen ihrer Gewalttätigkeit

und Gier wurden sie ausgegrenzt. Kaum wagt Gulliver den

Houhynhms zu berichten,

dass in seinem

Land die Menschen

herrschen.

Gewalt und Unterdrückung

haben die

Macht.

T.H. White führte

verzweifelt in seiner

Zeit des 20. Jahrhunderts,

die alle

Formen der Macht

der Feudalherrschaft,

der Kolonialherrschaft

und der neuen

unterschiedlichsten

Diktaturen kennt,

den Blick zurück.

Sein legendärer König

Artus wurde in

seinen Verwandlungen

in viele Tiere

von ihnen unterrichtet.

„Homo ferox“,

der Wilde, der keine

Grenzen kennt, ist

ihr Bild vom Menschen.

Kein Tier

führt Vernichtungskriege,

weder über

andere Arten, noch

über seinesgleichen.

In seinem Scheitern

hört Artus von ihnen:

„Der Mensch

ist noch jung in seiner

Entwicklung“

und will es am Ende

glauben.

In dem ikonischen Werk „Flush“ von Virginia Woolf

ist tiefe Liebe und Freundschaft zwischen Tier und

Mensch benannt. Flush ist der reale Name des tierischen

Helden. „To Flush my dog“ begann ein Gedicht der historischen

Dichterin Elizabeth Barrett Browning. Er war

ihr einziger Gefährte in der Abgeschlossenheit, die weder

sie noch er verlassen durfte. Virginia Woolf erzählt

aus seiner Perspektive über das Leben der Dichterin und

ihrer und seiner Befreiung. Sie waren Verwandte! Nur

er war stumm, sie konnte sprechen.

In der Literatur von Jahrhunderten gaben

Schriftsteller:innen Tieren ihre Stimme.

db

Literaturhinweise: Jonathan Swift, „Gullivers Reisen“, 1726. Brüder Grimm, „Kinder- und Hausmärchen“, 1812/1815. Selma Lagerlöf, „Die abenteuerliche Reise des kleinen Nils Holgerson

mit den Wildgänsen“, 1905/1906. Felix Salten, “Bambi“, 1923. Virginia Woolf, „Flush“, 1933. T.H. White, „Der König auf Camelot”, „Das Buch Merlin“, 1938-1958

1/2026 durchblick 21


Der Storch

in der Wahrnehmung der Menschen

von Gudrun Fokken

Während meines Aufenthaltes in Bayern besuchten

meine Tochter und ich das Dorf Raisting in Südbayern.

Wir wurden empfangen von lautem Geklapper,

eine Begrüßungszeremonie unter Störchen. Dreißig Storchennester

beleben das kleine Dorf. Die meisten Bewohner freuen

sich über die großen Nester der Störche auf den Dächern. Sie

nehmen die beschmutzten Dächer in Kauf. Wir verweilten

lange dort, und unsere Begeisterung über die majestätischen

Vögel wuchs. Einwohner erzählten uns ihre Erlebnisse mit den

Störchen, den Glücksbringern, wie sie auch genannt werden.

Im August 2023 verursachte ein schweres Hagel-Unwetter In

Bayern großen Schaden Die Hagelkörner verletzten und töteten

viele Störche. Patenschaften wurden übernommen und

Geld gespendet für die Kosten der Tierärzte.

Der Weißstorch spielt eine besondere Rolle in der Natur, in

der Mythologie, in Fabeln, Sagen und Gedichten. Auch als Wappentier

ist er vielfach verewigt. Das Straßburger Münster hat in

der Höhe Störche aus Stein als Symbole angebracht.

Der Storch ist ein Zugvogel, es gibt aber immer mehr Störche,

die sich den weiten Weg in die afrikanischen Winterquatieren

ersparen und in Spanien überwintern.

Zurück gekommen, richten sie ihre Brutplätze ein. Ein solches

Storchengelege besteht in der Regel aus fünf Eiern. Die

Brutzeit dauert etwa ein Monat. Nach dem Schlüpfen werden

die Jungtiere noch zwei Monate von beiden Elternteilen gehegt

und gepflegt, erst dann können sie ihr Nest verlassen.

Als Jungtiere, machen sie erste Flugversuche in Nestnähe. Sie

werden von den Eltern weiterhin mit Nahrung versorgt. Nachts

kehren sie in ihr Nest zurück. Gleichzeitig mit den Flugübungen

lernen die „Teenies“, sich selbst mit Nahrung zu versorgen. Im

August sind sie selbständig und beginnen ihre weite Reise in den

Süden, bevor die Eltern cirka zwei Wochen später fliegen.

Die Lebensräume des Weißstorches sind feuchte Auen,

Wiesen und Weiden. Sie ernähren sich von Kleingetier wie

Frösche, Mäuse, Eidechsen, Schlangen, Großinsekten, die

Nestlinge bevorzugen Regenwürmer. Sie führen ein harmonisches

Familienleben, sind monogam, bauen gemeinsam das

Nest, füttern und brüten im Wechsel. Störche sind mit ihrem

schwarzweißen Federkleid, dem spitzen, langen, roten Schnabel

und den langen roten, staksigen Beinen unverkennbar.

Das Klappern ist ein Kommunikationsmittel. Es dient der

Verständigung und Begrüßung untereinander. Es ist auch ein

22 durchblick 1/2026


Balzritual. Mit Klappern verteidigen sie ihr Nest. Die Klappertöne

entstehen durch das Zusammenschlagen des Schnabels, wobei

Hals und Kopf auf den Rücken gebogen sind. Um das Nest sauber

zu halten, wird der Kot weit über den Nestrand gespritzt.

In der Mythologie ist der Weißstorch in vielen Kulturen ein

Glücksbote, ein Seelenvogel und Kinderbringer! Es ist ein alter

Volksglaube, dass die Seelen der ungeborenen Kinder im Wasser

wohnen. Das Wasser ist Symbol des Lebens. Um kleinen Kindern zu

erklären, woher die Babys kommen, entstand im deutschen Sprachraum

das narrativ, das der Storch die neugeborenen Kinder bringt. Ist

die Mutter noch bettlägerig, hat der Storch sie ins Bein gebissen.

Die Tatsache, dass der Mensch ein leiblich- seelisch- geistiges

Wesen ist, wird beschränkt auf die physische Geburt. In vielen Gegenden

ist es noch heute Brauch, eine Storchfigur mit Babykleidung

vor dem Haus anzubringen, in dem ein Kind das Licht der

Welt erblickt hat. Auch der Name des Kindes wird angebracht. So

können sich Vorübergehende mit der Familie über die Ankunft eines

neuen Weltbürgers erfreuen.

Als Fabelwesen wird der Storch häufig Adebar genannt. Tiere

in der Fabel haben menschliche Eigenschaften und Charakterzüge.Typische

Merkmale sind Belehrung, mit einer Moral am Ende.

Auch geht es oft um Sozialkritik von mächtigen und schwachen

Personen, Eitelkeit, Neid. Ein Beispiel bietet die Fabel vom kligen

Storch und dem schlauen Fuchs, von Jean de la Fontaine, (manchmal

wird sie auch Äsop zugeschrieben)

„Der Fuchs lud einst den Storch zum

Essen ein. Von den flachen Tellern konnte

der Storch die Brühe nicht aufnehmen, sein

Schnabel war ihm im Weg. So konnte der

Fuchs alles auslecken, und der Storch blieb

hungrig zurück. Ein weiteres Mal lud nun

wiederum der Storch den Fuchs zum Essen

ein. Er roch die feinen Speisen und das gute

Fleisch, doch erreichen konnte er sie nicht.

Der Storch hatte sie in langhalsigen Flaschen

serviert. Der Fuchs blieb hungrig zurück.“

Die Moral: Was du nicht willst , dass

man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu.

Es wird ein Spiegel vorgehalten.

In der Antike gab es ein Storchengesetz,

das Kinder verpflichtete, sich um die Eltern

im hohen Alter zu kümmern. db

Beruf des Storches

Der Storch, der sich von Frosch und Wurm

An unserm Teiche nähret,

Was nistet er auf dem Kirchenturm,

Wo er nicht hingehöret?

Dort klappt und klappert er genug,

Verdrießlich anzuhören,

Doch wagt es weder alt noch jung,

Ihm in das Nest zu stören.

Wodurch- gesagt mit Reverenz

Kann er sein Recht beweisen,

Als durch die löbliche Tendenz

Aufs Kirchendach zu……

Johann Wolfgang von Goethe

1/2026 durchblick 23


Titel

Sind Tiere die besseren Menschen?

von

durch die passenden

Werk-

Ulla Schreiber

Die Frage,

zeuge aus. Ob

ob Tiere

Tiere „besser“

die besseren

sind als Men-

Menschen

schen, hängt

sind, wird viel

also stark von

diskutiert. Wo

der Perspektive

der Spruch herkommt,

ab. Manche

ist nicht

sehen Tiere

ganz klar. Viele

als Vorbilder

Tierfreunde benutzen

für Ehrlichkeit

ihn gern.

und Unschuld,

Sie bewundern

während sie die

Tiere, weil sie loyal,

Fähigkeiten der

ehrlich und

Menschen in

ohne Vorurteile

Bezug auf Innovation

sind. Tiere zeigen

und mo-

Mitgefühl, Treue

ralisches Handeln

und sind unvoreingenommen.

schätzen.

Ein Tier fragt nicht nach Status oder Leistung.

Beide haben

Das alles vermissen

ihre einzigartigen

wir manchmal beim Menschen. Sie leben im Einklang

mit ihrer Umwelt und handeln oft instinktiv und authentisch.

Auf der anderen Seite sind Menschen in der Lage, komplexe

Gedanken zu entwickeln, kreativ zu sein, moralische Entscheidungen

zu treffen und gesellschaftliche Strukturen aufzubauen.

Sie können sich weiterentwickeln, lernen und Verantwortung

für ihre Handlungen übernehmen.

Von Menschen dachte man lange Zeit, sie wären viel

höher als Tiere entwickelt. Inzwischen werden viele Fähigkeiten,

die man früher allein dem Menschen zuschrieb,

auch bei Tieren beobachtet. Tiere zeigen Emotionen, kommunizieren

miteinander, geben Wissen weiter und trauern

um Verstorbene. Einige Tiere sind dem Menschen sogar

überlegen: Vögel können fliegen, Fische atmen unter Wasser,

Bären sind eindeutig stärker. Der Mensch gleicht das

Qualitäten, und es ist schön, beide zu respektieren und

zu bewundern! Manchmal reicht ein Blick aus treuen Augen,

ein leises Schnurren oder ein freudiges Schwanzwedeln

– und plötzlich fühlt man sich nicht mehr allein. Für

viele Menschen, besonders im Alter, sind Tiere weit mehr

als nur Begleiter: Sie sind Zuhörer, Seelentröster, manchmal

sogar die letzte Verbindung zur Welt. Doch Tiere tun

all das, ohne zu urteilen, ohne Bedingungen. Und das wirft

eine große Frage auf: Leben sie vielleicht achtsamer, liebevoller,

schlicht „besser“ als wir?

Ein alter Hund legt sich jeden Abend zu seinem kranken

Halter und bleibt, bis der Schmerz nachlässt. Eine

Katze spürt, wenn ihre Besitzerin traurig ist, und sucht

gezielt Nähe. In Pflegeheimen zaubern Therapiehunde Lächeln

auf Gesichter, die oft tagelang schweigend geblieben

ICH SCHREIBE GESCHICHTE!

FÜR SIE.

Damit sich Tradition entfalten kann.

Damit Erlebtes Ordnung gewinnt.

Damit Sinn wächst.

Biografie • Portrait

Firmengeschichte

Entdecken Sie die Musik für sich

Gitarre

Ukulele

Flöte

Martina Groos 01 51 - 53 924 715

Mit Freude, Geduld

und Erfolg lernen.

Adele von Bünau

Redakteurin und Biografin

www.ihreautobiografie.de

Telefon: 02 71-67 34 67 06

Individueller

Musikunterricht

für jedes Alter

www.guter-musikunterricht.de

24 durchblick 1/2026


Titel

sind. Elefanten zeigen jahrelang Trauer um verstorbene

Gruppenmitglieder. Wale begleiten verletzte Artgenossen

durchs Meer. Vögel bringen Futter zu verwundeten Partnern.

Das ist keine Romantisierung, das ist dokumentiertes

Verhalten – frei von Ideologie, aber voller Herzenswärme.

In Seniorenresidenzen berichten Pfleger immer wieder

von geradezu wundersamen Veränderungen: Ein demenzkranker

Mann, der seit Wochen nicht gesprochen hatte, beginnt

mit einem Therapiehund wieder zu sprechen. Eine ältere

Dame, die sich zurückgezogen hatte, füttert täglich ein

Eichhörnchen auf ihrer Fensterbank – und beginnt wieder,

Geschichten zu erzählen. Studien zeigen, dass Streicheln

eines Tieres nachweislich den Blutdruck senkt, Ängste reduziert

und das Gefühl von Einsamkeit lindert. So belegt

die Studie Pet’s Presence and Owner’s Blood Pressures

during the Daily Lives of Pet Owners with Pre- to Mild

Hypertension (Friedmann et al., University of Maryland),

dass die Anwesenheit eines Hundes den systolischen und

diastolischen Blutdruck älterer Menschen senken kann.

Die heilsame Wirkung von Tieren auf ältere Menschen

wird auch durch tiergestützte Interventionen bei Demenz

deutlich. Eine systematische Übersichtsarbeit mit 32 Studien,

Trained Assistance Dogs for People with Dementia:

A Systematic Review (Trivedi et al., 2020) zeigt, dass tiergestützte

Therapie insbesondere Symptome wie Unruhe,

Aggression und soziale Isolation lindern kann.

Positive Effekte auf das psychosoziale Wohlbefinden

wurden ebenfalls nachgewiesen: In der Studie Animal-

Assisted Therapy and Quality of Life in Older Adults der

Universität Heidelberg führten regelmäßige Besuche von

Therapiehunden zu einer gesteigerten Lebensfreude und

höheren sozialen Aktivität bei Senioren.

Darüber hinaus zeigte eine Studie der Harvard Medical

School mit dem Titel Pet Ownership and Depression

among Older Adults, dass Senioren mit Haustieren seltener

an Depressionen litten und insgesamt eine höhere

Lebenszufriedenheit aufwiesen. Die Nähe eines Tieres

kann Türen öffnen, die kein Medikament erreicht. (Melina

Gantzer, Tierärztin und Verhaltensexpertin).

Ein Tier fragt nicht nach Status, nach Leistung oder

nach Vergangenheit. Es nimmt den Menschen, wie er ist

– und genau das macht es für viele ältere Menschen zu einem

Spiegel der Würde, den sie oft vermissen.

„Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere.

Man hat ein einziges Herz oder gar keins.“ – Alphonse

de Lamartine

Albert Schweitzer sagte:„Tierschutz ist Erziehung zur

Menschlichkeit.“

Tiere sind nicht perfekt. Aber sie sind oft besser darin,

das Leben zu teilen, es zu spüren, es zu achten.

Vielleicht sind Tiere nicht „bessere“ Menschen – vielleicht

sind sie einfach bessere Wesen im Sein. In ihrer Gegenwart

dürfen wir Mensch sein, ohne Maske, ohne Rolle.

Und genau darin liegt ihre Stärke: Sie lehren uns Sanftheit

– ohne zu sprechen.

„Es sind die ohne Schuhe, die jeden Weg mit uns gehen.

Es sind die ohne Geld, die uns das geben, was unbezahlbar

ist.“ (Silvia Rassloff)

db

Im-Ohr-Hörsysteme zum Nulltarif

Gerland & Panning

* Bei Vorlage einer gültigen HNO-ärztlichen Verordnung und Mitgliedschaft in einer GKV,

zzgl. 10 Euro gesetzliche Zuzahlung pro Hörgerät.

Klein, diskret, null

» Zuzahlung! *

Die Experten für

Mini-Im-Ohr-Hörsysteme

Unsere Tester sind begeistert:

So klein, so komfortabel –

Mini-Im-Ohr-Hörgeräte ohne Zuzahlung *

Entdecken Sie das Audio Service quiX –

klein, unauffällig und sofort einsatzbereit.

Dank der Instant-Fit-Technologie ist das quiX direkt

nutzbar – ohne Abformung oder individuelle Anpassung.

Das schlanke Design sorgt für angenehmen Sitz und

unauffällige Optik.

Moderne Funktionen wie Geräuschunterdrückung und

Smartphone-App-Steuerung erleichtern das Hören im

Alltag.

Jetzt anmelden und kostenlos testen!

Vereinbaren Sie direkt

einen Termin in unserer

Filiale unter 0271.30372800

oder scannen Sie zur

Anmeldung diesen QR-Code:

Gerland & Panning Hörgeräte GmbH & Co.

57072 Siegen | Bahnhofstraße 19 | Tel. 0271.30372800

57234 Wilnsdorf | Rathausstraße 3 | Tel. 02739.4798498

www.gerland-panning.de

Durchblick_186x130_2026.indd 2 30.01.26 10:02


Titel

Schröder

– immer im Dienst –

von Tilla Ute

Schöllchen

Bitte gestatten

Sie, dass ich

mich vorstelle.

Mein Name ist

Schröder. Nur Schröder.

Nichts davor und

nichts dahinter. Sie

kennen doch Schröder

von den Peanuts, den

jungen Klavierspieler,

der seinem Flügel virtuose

Beethovensonaten

entlockt, obwohl

auf dem Instrument

nur eine Oktave angelegt

ist. So sind wir

Schröders. Etwas Besonderes

eben. Nun

gut, ich kann wirklich

nicht Klavier spielen.

Dazu fehlt es meinen

Greifwerkzeugen an der erforderlichen Beweglichkeit und

Spannweite. Außerdem kann ich keine Noten lesen. (Das

müssen Sie nicht unbedingt weitererzählen). Im Gegensatz

zum Peanuts-Schröder kann ich gut mit Menschen

umgehen. Deshalb habe ich auch diese Arbeitsstelle. Aber

fangen wir von vorne an.

Ich weiß noch, wie es war, als ich meine Chefin das erste

Mal traf. Sie war auf der Suche nach einem Therapiehund.

Als sie in unser Haus kam, fand ich sie sofort sympathisch.

In unserem Wurf waren wir zu Neunt. Da muss man sich

anstrengen, wenn man auffallen will. Ich eroberte sie konsequent

und erfolgreich. Wir bereuen es beide nicht bis zum

heutigen Tag. Dazu muss man wissen, dass wir Geschwister

uns alle zum Verwechseln ähnlich sehen. Menschen können

ja nicht ordentlich riechen. Deshalb orientierte sie sich immer

an der Farbe meines Halsbandes. Solche Unsicherheiten

kenne ich nicht. Ich habe sie gerochen, ausgewählt und

nicht mehr aus dem Fang gelassen. Es hat sich gelohnt.

Meine Mühen mussten aber auch sein. Ich bin zwar sehr

männlich, habe aber leider einen kleinen Schönheitsfehler.

Lange bestand die Hoffnung, dass meine Ohren ebenso

männlich aufrecht stehen. Doch die gaben konsequent nach,

entwickelten einen Knick und liegen mittlerweile waagerecht.

Außerdem verleiht mir mein Kopf in seiner ganzen

Breite ein leicht martialisches Aussehen. Manche Leute unterstellen

mir deshalb ein Kampfhundwesen. Du liebe Güte –

geht’s noch?! Das Aussehen brauche ich. Die anderen Jungs

nehmen mich sonst nicht ernst. Sie kämen vielleicht auf die

Idee, mit mir zu raufen.

Darauf habe ich nun

mal gar keinen Bock.

Unter uns: Ich bin

ein Couchpotato. Ich

schätze trockene Wärme.

Insofern freue ich

mich täglich über meinen

Indoor-Job. Dazu

später mehr. Stichwort

„trockene Wärme“ –

herrlich. So ein kuscheliges

Körbchen ist mit

Gold nicht zu bezahlen.

Früher, als ich klein war,

eroberte ich diesen Hafen

der Glückseligkeit

nur mit großen Anstrengungen.

Heutzutage,

im jung-dynamischen

Erwachsenenalter, bezwinge

ich auch den

höchsten Körbchenrand

locker. Wenn ich da drin liege und noch vorsichtig am Körbchenrand

nage, werde ich angenehm schläfrig.

Will mich aber eine der Frauen, die ich täglich spazieren

führen muss, bei Regen abholen, geht meine gute Grille

flöten. Leider lässt mich meine Chefin diesbezüglich mit

meinem Problem alleine. Gnadenlos schnallt sie mir eine

widerliche Decke um und hakt die Leine daran fest, damit

ich die Frau, die ich führen muss, nicht verliere. Ich gebe

ihr schon zu verstehen, dass ich diese Aufgabe bei Regen

nicht schätze – nonverbal und völlig vergeblich. Kaltblütig

schickt sie mich an die Arbeit.

Apropos „nonverbale Kommunikation“: Wenn ein Hund

die je beherrscht hat, dann bin ich das. Kläffer sind mir zuwider.

Die toben an irgendwelchen Leinen herum, schlagen

Krach und machen sich wichtig. Da frage ich mich wirklich,

ob die eigentlich jemand mal erzogen hat. Um die kümmere

ich mich nicht. Auch Restaurantkläffer können mir gestohlen

bleiben. Wenn ich die Chefin ausführe, lege ich mich unter

ihren Stuhl oder den Tisch und lasse sie die Sache regeln.

Schließlich bezahlt sie ja auch die Chose.

Sie sorgt gut für mich. Meine Gesundheit liegt ihr sehr am

Herzen. Für meine Begriffe manchmal zu sehr. Neulich ging

es mir mal nicht so gut. Sofort schleppte sie mich zum Tierarzt.

Gute Arbeitgeber sind so! Den Typ mag ich. Von dem gibt’s

immer Leckerchen. Doch kürzlich ging er eindeutig zu weit!

Ich musste Fieber messen lassen. So genau beschreibe ich Ihnen

das jetzt mal nicht. Sie werden schon verstehen, wenn Sie

bedenken, dass ich keine Achseln habe wie Menschen und das

26 durchblick 1/2026


Titel

Thermometer beim Messen im Maul zerbeißen würde. Die

verfrachteten mich also auf die Liege, wo ich sonst ganz gerne

auf Augenhöhe mit Zweibeinern stehe. Meine Chefin drückte

mich vorne runter. Was hinten passierte, konnte ich nicht mehr

beeinflussen. Ich kann Ihnen versichern: Das war nicht schön.

Fragen Sie mal Ihren Mann, liebe Leserin. Der verzichtet auch

gerne. Gegen zwei Frauen bin ich machtlos. Frauen!! Danach

ließ ich Vorsicht walten. Ich stellte mich unter den Schutz der

Chefin, zwischen ihre Beine und hielt meine Rückseite ständig

abgewandt von der fieberthermometerschwingenden Feindin.

Außerdem fühlte ich mich gedemütigt. Schließlich habe

ich auch meinen Stolz. Jegliches Leckerli lehnte ich empört ab.

Und dann fiel mir die ultimative Rache ein: Ich pinkelte gegen

den Behandlungstisch. Sie haben verstanden…

Ich belle und knurre nicht. Das kann ich mir bei meinem

Beruf nicht leisten. Außerdem weiß ich, dass schlecht erzogene

Kollegen keine Freunde finden. Mit denen will niemand

was zu tun haben. Einen kleinen Vorfall gibt es, der

mich heute noch beschämt. Aber das ist schon lange her und

ich war noch nicht mal im Stimmbruch. In einer fremden

Küche trottete ich nichtsahnend zum Wassernapf, aus dem

mich ein wildfremder Hund ansah. Vor Schreck entfuhr mir

ein „Wäff“. („Wuff“ konnte ich noch nicht aussprechen).

Alle anderen amüsierten sich. Das passiert mir nicht noch

mal. Neulich behauptete meine zweibeinige Meute, ich hätte

Weihnachten im Nebenraum einmal gebellt. Ich glaube

denen kein Wort. Wenn ich nämlich zum Beispiel Hunger

habe und die Chefin nichts merkt, stelle ich mich einfach

geduldig auf der halben Treppe vor die Futtertruhe und bewege

mich da nicht mehr weg, bis sie es kapiert.

Ich wollte Ihnen ja eigentlich von meiner Arbeit berichten.

Ich bin nämlich ein berufstätiger Hund. Ich verdiene mir

mein Futter selbst. Den scheußlichen Regenmantel hat die

Chefin aber von ihrem Geld bezahlen müssen.

Eigentlich sollte ich eine Ausbildung zum Therapiehund

machen. Therapiehunde entspannen die Muskulatur von Menschen,

senken den Blutdruck, beruhigen und können noch viel

mehr. Vermutlich wirke ich so entspannend auf meine Chefin,

dass die sich dazu noch nicht aufraffen konnte. Eigentlich

brauchen wir das auch nicht. Ich bin nämlich ein Naturtalent.

Ich beruhige auch so, senke Muskeltonus und Blutdruck. In

der Praxis leiste ich den Wartenden Gesellschaft. Einer trage

ich das Portemonnaie. Sie vertraut mir eben. Anderen liege

Ihr Profi für

Komplettbad - Lösungen

und regenerative Energien

Zertifizierter Fachbetrieb

für senioren- und

behindertengerechte

Installationen

Kostenlose Beratung

vor Ort – unverbindliche

Angebotserstellung

ich zu Füßen. Das therapiert mich mit, denn viele kraulen mir

den Bauch. Sie fühlen sich gut aufgehoben bei mir. Wirken sie

auf mich verunsichert, setze ich mich beiläufig neben sie und

blicke ich die gleiche Richtung. Das schafft Gemeinsamkeit.

Nur füttern dürfen sie mich nicht. Leider halten sie sich daran.

Nur die Seniorchefin hat die Lizenz zum Füttern. – Eine tolle

Frau! Sie bringt immer ein gekochtes Ei mit. Das nehme ich

zärtlich ins Maul und lasse mir den Bauch kraulen. Menschen

pflegen eine ähnliche Gewohnheit. Sie nennen das „Schnuckeln“.

Schließlich fresse ich das Ei dann doch. Dafür ist es ja

da. Danach wird mir immer so verdaulich zumute. Ich halte

dann ein kurzes Nickerchen. Das akzeptiert die Chefin eher,

als wenn ich beispielsweise in der Adventszeit eine Krippenfigur

stibitze und einer kleinen Materialprüfung unterziehe. Was

soll’s? Sie ist der Boss.

Selbst im Privatleben komme ich nicht zur Ruhe. Da

läuft immer ein Kind rum, das ich unauffällig absichere.

Oder ich helfe der Seniorchefin, Kaminholz zu spalten. Die

Arbeit nehme ich ihr ab. Das ist gar nicht so einfach. Drei

Holztragen stehen da rum. Nichts ist vorgeordnet. Ich muss

mir immer erst einen Überblick verschaffen, welches der

vielen Scheite sich zum Kleinbeißen eignet. Doch ich stelle

mich ausdauernd dieser Aufgabe. Hinterher braucht sie nur

noch die Späne aufzuklauben. Ein bisschen faul scheint sie

zu sein, sie benutzt dazu nämlich einen Staubsauger.

Nach all dieser Plage kommt meine Chefin zu Hause auf

die hinterlistige Idee, mich zu duschen. Manchmal hat die

Frau einfach kein Herz. Aber das mache ich ihr nicht so leicht.

Duschen wird allgemein eindeutig überschätzt. Erst mal suche

ich ein Versteck. Bisher habe ich noch kein gutes gefunden.

Sie spürt mich immer auf. Vielleicht steht ihr Geruchssinn

meinem ja in nichts nach. Steht sie dann vor mir, kennt sie kein

Mitgefühl. Sie lacht auch noch. Ich verzeihe ihr ja viel und

bin zu fast allen Schandtaten bereit. Aber da hört der Spaß auf.

Wie hatte die Lipper Frau gesagt, als ihr Mann sie verhauen

wollte? Sie schwang die Türklinke, die sich gelöst hatte, durch

die Luft und rief: „Ierscht wird sisch gewehrd.“ (Erst wird

sich gewehrt). So halte ich es auch. ich strample nonverbal vor

mich hin mit allen Kräften, die mir zur Verfügung stehen. Und

eines kann ich Ihnen versichern, ohne Interna auszuplaudern:

Wir duschen immer gemeinsam! Und sie ist hinterher nasser

als ich! Das hat sie davon. Außerdem kann sie sich gar nicht

gut trocken schütteln.

db

SEIT 1947

Friedrich-Wilhelm-Straße 147-173

57074 Siegen - Fludersbach

Telefon (0271) 23 22 80

Info@knebel-siegen.de

www.knebel-siegen.de


Titel

Lilyfee

von Sonja Dörr

Gestern gingen wir spazieren. Wir liefen den Weg, den

wir nur Madonna nennen. Es war das erste Mal, dass

ich den Weg nach unserem letzten gemeinsamen

Spaziergang ging. Ich habe deine Spuren im Schnee gesucht.

Meinen Blick permanent auf die rechte Seite des Weges geheftet

und nach deinen Spuren abgesucht. Ich habe welche

gefunden, doch sie waren zu klein für dich. Trotzdem habe

ich nach dem ersten Fund immer weiter danach Ausschau gehalten,

als könnten mich diese Spuren zu dir führen und ich

dürfte sie nicht verlieren. Ich habe sie verloren.

In der Einfahrt waren deine Spuren in den Frost gedrückt.

Ich habe deine Linie verfolgt, die einen kleinen Bogen machte,

der schließlich über das Ende unseres Beets führte. Deine

Spuren waren ein leichtes Zickzack, deine Abdrücke leicht

wie eine Feder, als hätte man daran bereits erkennen können,

dass du immer weniger wurdest. Immer wieder habe ich aus

dem Fenster geblickt und sie betrachtet, als wären sie der

Beweis dafür, dass du noch da wärst. Aber das bist du nicht.

Genauso wie deine letzte Spur im Frost, der heute endgültig

getaut ist. Mit jedem Tag verschwindest du mehr.

Selbst deine Haare werden weniger. Deine Spuren im

Haus. Jedes Haar, das ich finde, macht mein Herz schwerer.

Ich möchte keines verlieren, weil ich Angst habe, dich

mit jedem Haar, mit jeder Spur, auszutilgen. Du fehlst.

Nachdem du gegangen bist, habe ich alle deine Spuren

beseitigt, weil deine Rückstände innerliche Schmerzen

verursacht haben. Und als alles beseitigt war, als du vollständig

weg warst, habe ich alles nach dir abgesucht, in

der Hoffnung, dich noch irgendwo zu finden und ein Stück

von dir festhalten zu können. Ich habe an deinen letzten

Dingen gerochen, weil ich deinen Geruch nicht aus meiner

Erinnerung verlieren möchte. Aber

es riecht immer weniger nach dir. Es

riecht immer mehr tot. Nur noch ein

Gegenstand, ohne deine Wärme.

Das Haus ist leer. Ohne dich. Meine

Hand ist leer. Ohne dein Fell darunter.

Jeder Gang ist sinnfrei. Ohne Leine in

meiner Hand habe ich kein Gegengewicht.

Ohne dich dabei. Stille. Nie hätte

ich gedacht, dass dein Umherlaufen mir

so fehlen würde. Die Stille ist zu laut.

Vor wenigen Tagen bin ich nachts

aufgewacht und habe dein Tippeln

gehört. Höre es immerzu in meinem

Kopf. Den Klang deiner Pfoten auf

dem Laminat und dann im Übergang

zu den Fliesen. Oder wie du nach jedem

Spaziergang in die Küche geflitzt

bist und wieder zurückkamst, wobei

du fast jedes Mal gefallen bist. Die Geräusche,

die du dabei verursacht hast. Das war schön und

traurig zugleich. Jedes Fallen war ein weiterer Hinweis

darauf, dass es dir immer schlechter ging. Bis du Geister

gesehen hast. Aus dem Nichts aufgesprungen und panisch

weggerannt bist. Durch mich hindurchgeblickt hast. Durch

die geschlossene Tür rennen wolltest.

Scheiden tut weh, so sagt man. Der Spruch verbirgt,

dass das meiste Scheiden unfreiwillig geschieht. Du musstest

gehen. Und ich musste dich gehen lassen. Weil alles

andere nur noch Qual gewesen wäre.

Lilyfee. Dein Name war mir manchmal peinlich, aber

du hörtest bereits so gut darauf. Etwas, worauf du nicht gehört

hast, waren Kommandos. Ließ ich dich von der Leine,

ranntest du in den Wald, um Rehe zu jagen. Einmal hast du

eine Rotte Wildschweine verscheucht, obwohl du nur fünf

Kilo schwer warst. Als du eine Katze jagen wolltest, die

sich nicht jagen lassen wollte, hast du dich gefreut und bist

um sie herumgelaufen.

Meine Lilyfee, du warst eine süße Begleiterin und sahst

bis zum Schluss wie ein Welpe aus. Du hast mit mir gesprochen,

indem du deinen Kopf auf eine bestimmte Art

bewegt hast. Du liebtest Streicheleinheiten. Und jede Zumutbarkeit

ließest du über dich ergehen.

Ich erinnere mich an deinen letzten Tag. Wir waren spazieren,

und beim Nachhausekommen liefst du aufgeregt

hin und her, um dich aufzuwärmen. Danach bekamst du

dein Leckerchen. Die Sonne schien. Wir sind den Madonna-Weg

gegangen, wo du Spuren hinterlassen hast. Deine

Spuren sind getaut. Aber in meiner Erinnerung sind sie

eingebrannt.

Schlaf schön, mein liebes Mädchen! Etwas von dir

bleibt hier.

db

28 durchblick 1/2026


Titel

Tiergeschichten

Cartoons von Dr. Jochen Fend

Unwiderstehlich sei er, glaubte

der Leo mit dem Mähnenhaupte.

Und zudem drängt‘ ihn inn‘res Feuer

zu manchem Liebesabenteuer.

Jüngst sah doch unser Don Giovanni

im Café Cautz die schöne Hanni.

Das Mädchen, dacht‘ er, wird noch heuer

mein amouröses Abenteuer.

Und schon am Abend sah man sie

bei Schampus und Vier-Gang-Menü

in einem Nobelrestorang.

Als Leo nach dem letzten Gang

meint‘, dass es nunmehr an der Zeit

für noch was Schöneres zu zweit,

dankt‘ Hanni, daß sie eingeladen,

sie müsse auch noch was verraten.

Dass sie, wenn man so will, betrog ihn,

denn sie sei hier als Psychologin,

die grad an einem Buche schrieb:

„Der Mann, beherrscht von seinem Trieb“.

Und darum sei sie hier gewesen.

Gern könnt‘ er später davon lesen.

Sie könne nun nicht länger bleiben,

um weit‘re Studien zu betreiben.

Denn dafür nähm‘ sie nicht in Kauf

des Abends weiteren Verlauf.

Sie wünschte Leo noch viel Glück

und ließ den armen Kerl zurück.

Nun weiß er, dass von „Abenteuer“

man spricht, wenn so ein Abend teuer.

Leo der Abenteurer

Bus – Stop

Wachtmeister Spatz, ein Mann von Härte,

dortselbst die Autobahn versperrte,

weil eine Brücke, die nicht weit,

von zweifelhafter Festigkeit.

An diesem Fall sich neu erweist,

warum der Spatz auch Sperrling heißt.

Ein Bussard, der ein Omni-Bussard war,

fuhr ohne viel Verdruß

‘ne froh gestimmte Reiseschar

zum Weingenuß nach St. Goar.

Doch das Vergnügen wich dem Leid

in Höhe der Stadt Lüdenscheid.

1/2026 durchblick 29


Das gemeinsame Geheimnis

von Ulla D’Amico

Die Katze war mager und struppig. Ihre Augen waren

verschmiert und vom linken Ohr fehlte ein kleines

Stück. Ihr Fell war völlig glanzlos. Sie nieste und

schwankte ein wenig. „Die ist am Ende“, sagte Jörg. „Ich

glaube nicht, dass die den Sommer noch erlebt“. Eigentlich

war die Katze noch gar nicht alt. „Vielleicht drei Monate“,

schätzte Ina. Und sie schien nirgendwo hinzugehören. Sie

war offensichtlich eine Streunerin. Jetzt schaute sie Ina an

und gab einen Ton von sich. Kein Miauen. Einen Ton eben.

Wie ein Vogelstimmchen. Kaum hörbar. Ina streckte ihre

Hand aus. „Fass die bloß nicht an“, meinte Jörg ängstlich.

Michael und Rita standen ungeduldig dabei. „Jetzt kommt

endlich“, sagte Michael. Rita hakte sich schnell bei Ina ein

und zog sie mit sich fort. Beim Geräusch der Schritte duckte

sich die Katze unter einen Strauch, als erwarte sie einen

Fußtritt oder einen Schlag. Sie blinzelte mit ihren fast zugeschwollenen

und vereiterten Augen.

Ina ging nicht so oft ins Kino. Eigentlich nur, wenn ein besonderer

Film lief. „Dirty Dancing“ sah sie inzwischen zum

dritten Mal. Ach Patrick Swayze – sein Lächeln (!), seine

Bewegungen, sein Mut. Und sie fand ihn so schön. Wie jedes

Mal. Neben Ina schniefte Rita in ihr Taschentuch. Gleich

würde sie wieder völlig verheulte Augen haben. Aber das

war Rita egal. Sie hatte längst eine Entscheidung getroffen.

Entweder Patrick Swayze zu heiraten oder für immer in ein

Kloster zu gehen. Doch Ina war nicht, wie immer, ganz beim

Film. In ihren Ohren klang dieses Vogelstimmchen nach. Und

auch Jörgs Satz: „Ob die den Sommer noch erlebt?“ machte

ihr Angst. Der Film ging zu Ende und alle Besucher verließen

ergriffen das Kino. Die vier Freunde holten sich am Kiosk

noch Pommes und Cola und schlenderten langsam nach Hause.

Bei der kleinen Brücke suchte Inas Blick unwillkürlich die

Sträucher ab. Hier hatte die Katze gelegen. Hier war sie unter

größter Anstrengung aufgestanden, hatte sich krumm und

schief bewegt. Und dann ganz ängstlich Ina angeschaut. Mit

einem Blick, den Ina wohl nie vergisst.

Am nächsten Morgen machte Ina auf dem Schulweg einen

kleinen Schlenker an der kleinen Brücke vorbei. Sie hatte am

Vorabend zu Hause das Thema „Katze“ vorsichtig angebracht

– doch Mutter hatte sich rigoros gesperrt. Sie will keine Haustiere!

„Aber eine Katze siehst du doch kaum und die bellt nicht,

stinkt nicht und macht auch sonst keine Arbeit. Ich kümmere

mich ganz alleine um sie, Ehrenwort,“ versuchte Ina ihre

Mutter zu überzeugen. „Keine Haustiere! Die Wohnung ist zu

klein und ich will kein Katzenklo im Bad stehen haben. Abgesehen

von den Katzenhaaren, die dann überall zu finden sind“,

argumentierte Mutter. Traurig hörte Ina später im Bett noch

Musik und sah die Katze vor sich. Das kleine spitze Gesicht

und der ausgemergelte Körper. Sie spürte, dass etwas mit ihr

geschehen war, gegen das sie sich nicht wehren konnte.

Der nächste Morgen war feucht und kalt. Und wieder

suchte Ina die Katze unter den Sträuchern. Leise rief sie:

„Katze, wo bist du?“ Doch leider konnte Ina sie nicht entdecken.

Später im Schulunterricht konnte sie sich auch nicht

richtig konzentrieren. Doch dann war der Schultag endlich zu

Ende und Ina machte wieder einen Umweg über die Brücke.

„Hallo Katze.“ Sie bückte sich und schaute noch einmal unter

die Büsche. Plötzlich hörte sie ein ganz leises Miauen und

dann stand die Katze vor ihr und sah sie an. Ina hielt zunächst

Abstand. Bloß nicht zu nah an das Tier. Wahrscheinlich hatte

die Katze noch nie einen Menschen kennengelernt, dem sie

vertrauen konnte. Zum Glück hatte Ina ihr Pausenbrot aufbewahrt.

Sie zog den Käse zwischen den Brotscheiben hervor

und hielt der Katze ein kleines Stückchen hin. Mist, das war

zu nah. Erschrocken wich die Katze zurück. Ina warf ihr das

Käsestückchen zu. Nun schleppte die Katze es tiefer ins Gebüsch

und fraß es gierig und schnaufte dabei. „Ihre Nase ist

verstopft“, sagte Jörg, der auf einmal hinter Ina stand. Im ersten

Augenblick kam sie sich albern vor. Mit fettverschmierten

Fingern und voller blödsinniger Zärtlichkeit für eine fremde,

heruntergekommene Katze. Und das ausgerechnet vor Jörg

mit seinen lockeren Sprüchen. Doch der verkniff sich jeden

Kommentar und hockte sich dazu. Ina brach immer mehr Käsestückchen

ab und nach einer Weile holte sich die Katze diese

sogar direkt aus Inas Hand. „Ich darf sie nicht mit nach Hause

nehmen“, sagte Ina traurig. Sie schaute Jörg eindringlich an.

Seine Familie lebte nämlich in einem eigenen großen Haus.

„Nein, unmöglich, du weißt, dass wir einen Hund haben!“ Ja

das wusste Ina. Einen großen Hund, vor dem alle Angst haben.

So ein riesengroßer Hund würde die kleine Katze locker

zum Nachtisch verspeisen. Doch leider wusste Ina nicht sehr

30 durchblick 1/2026


Titel

viel mehr über Jörg und seine Familie. Die Katze rollte sich

auf dem Boden zusammen und zitterte. Jörg hob ergeben die

Arme und schlug vor, sie mit in den alten Schuppen bei sich

zu Hause zu nehmen. Dort bauten die Beiden ihr dann aus

einer alten Decke ein Bett. Sofort legte sich die erschöpfte

Katze dort hin und schloss ihre Augen. Und wenn man ganz

genau hinhörte, hörte man sie ein bisschen schnurren. „Sie

muss behandelt werden“, sagte Jörg.

Beide leerten ihre Geldbörsen und zählten siebenunddreißig

Euro. Das war kein Vermögen, aber immerhin wusste

Ina jetzt mehr über Jörg. Er hatte auch nicht mehr Geld als

sie. In Jörgs Rucksack trugen sie die Katze zu einem Tierarzt.

Schnell konnte er die Beiden beruhigen, indem er sagte: „Die

kriegen wir schon wieder hin.“ Er gab der Katze eine Spritze

und drückte Ina und Jörg verschiedene Mittel aus seinem Arzneischrank

in die Hände und erklärte ihnen, wann und wie sie

alles der Katze verabreichen sollten. „In vier Tagen möchte

ich die Katze wiedersehen“, sagte er noch abschließend. Das

Geld nahm er nicht an. „Kauft davon Futter und Milch.“

Jeden Morgen, Mittag und Nachmittag ging Ina zum

Schuppen, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass der

Hund nicht in der Nähe war. Doch meistens hatte Jörg die

Katze schon gefüttert. Nur die Medikamente nahm die Katze

nur von Ina. Die Katze schlief sehr viel und erholte sich

sichtbar. Sie sah von Tag zu Tag besser aus. Ina hatte vorsichtig

das Fell ausgebürstet und verfilzte Haare herausgeschnitten.

Endlich konnte man das rot-weiß-getigerte Fell

richtig erkennen. Und endlich sah man auch die grünen Augen

richtig. Die Katze wurde immer kräftiger. Oft saß sie

bei der Türe und kratzte am Holz. Sicher war sie noch nie

eingesperrt gewesen. Doch bis sie wieder ganz gesund war,

sollte sie noch im Schuppen bleiben.

Ina hatte sie insgeheim „kleine Prinzessin“ getauft, weil

sie Jörg wie einen Diener behandelte. Der durfte ihr zwar

Futter, Wasser oder Milch hinstellen, sie jedoch nie berühren.

Dieses Privileg hatte nur Ina. Aber das machte Jörg überhaupt

nicht neidisch. Er säuberte die Klokiste, organisierte oft Essensreste

und hatte immer Zeit. Manchmal überraschte Ina

ihn dabei, wie er neben der Katze saß und ihren Schlaf bewachte.

„Ich hatte gerade nichts Besseres zu tun“, sagte er

dann verlegen. Rita fragte Ina neuerdings immer öfter, ob sie

sich in Jörg verguckt hätte. „Ihr Beide benehmt euch neuerdings

schon mal recht sonderbar.“ „In Jörg? Quatsch! Ich

doch nicht!“ war Inas nicht überzeugende Antwort.

Ina, Jörg, Michael und Rita unternahmen öfter mal was

zusammen. Hatte sich so ergeben, weil sie alle nah beieinander

wohnten und in die gleiche Klasse gingen. Das war‘s aber

auch. „In Jörg verguckt, so eine Schnapsidee“, stotterte Ina

schon mal. Rita nervte weiter: „Bist du sicher?“ „Jupp, ganz

sicher“, antwortete Ina mit einer leichten Verlegenheitsröte

im Gesicht. „Und wieso sieht man euch kaum noch?“ bohrte

Rita weiter. Natürlich hätte Ina ihr von der Katze, dem Schuppen

und von Jörgs Augen, die fast so grün waren, wie die

von der „kleinen Prinzessin“, erzählen können. Aber sie tat

es nicht. Sie erzählte niemanden davon. Ina und Jörg kümmerten

sich liebevoll um die Kleine. Ihr Geld war längst für

Futter und Streu aufgebraucht. Ina hatte ihre Oma angepumpt.

Jörg verdiente sich mit Rasen mähen bei den Nachbarn ein

paar Euro. „Kleine Prinzessin“, flüsterte Ina und vergrub ihre

Finger in dem warmen, weichen Fell. Manchmal gurrte sie

wie eine Taube und berührte Inas Gesicht mit der Pfote, so

zärtlich und sacht, dass Ina der Atem stockte. Doch immer

öfter zog es die Katze zur Tür. „Sie ist jetzt wieder richtig

gesund“, sagte Jörg vorsichtig. Ina nickte. „Und sie ist an

Freiheit gewöhnt“, meinte nun Jörg. Aber das wollte Ina gar

nicht hören. Jedes Mal in den folgenden Tagen, wenn Ina an

das Fenster am alten Schuppen klopfte, damit Jörg ihr die Tür

öffnete, hatte sie Angst, die Katze nicht mehr vorzufinden.

Eines Tages, als die Sonne schien, trafen Ina und Jörg

sich wieder im Schuppen. Die „kleine Prinzessin“ stand

wieder an der Tür. Ina sah Jörg an. Jörg nickte und öffnete

langsam die Türe. Die Katze hielt ihren Kopf kurz in die

Sonne, kam noch einmal zurück, strich den Beiden um die

Beine und ging ganz langsam hinaus und verschwand unter

den Heckenrosen. Ina spürte, wie ihr die Tränen übers Gesicht

liefen. Sie spürte auch Jörgs Hand auf ihrem Rücken.

Und dann seine Lippen auf ihrer Wange. Sie trafen sich

weiter im alten Schuppen. Flüsterten, lachten und waren

still miteinander. Der Sommer verging und der Herbst präsentierte

sich in bunten Farben. Manchmal kam die „kleine

Prinzessin“ Ina und Jörg im Schuppen besuchen. Doch sie

erzählten niemand davon. Es war so schön, ein gemeinsames

Geheimnis zu haben.

db

Unterstützung für Menschen mit Demenz oder

Gedächtnisproblemen und deren Vertrauenspersonen

Hintergrund

• Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen stehen

vor vielen Herausforderungen in ihrem Alltag

• Passende Angebote zu finden sollte nicht zu einer

zusätzlichen Belastung werden

• Diese Studie hilft Unterstützung zu finden

Ihre Vorteile

• Individuelle Beratung zur Unterstützung

• Hausbesuche durch Demenzlotsen

• Vermittlung an Hilfsangebote in der Region

Studienziele

• Autonomie der Betroffenen fördern

• Belastung der An- und Zugehörigen verringern

Start und Dauer der Studie

• Laufzeit: 01.03.2025 - 31.12.2026

• Teilnahmedauer: ca. 6 Monate

Interesse oder Fragen? Melden Sie sich gerne unter

info.netzwerk@decm.de

oder 0271 / 740-5253

1/2026 durchblick 31


Was verraten uns Düfte

Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast

Foto: Melanie Zanin

von Tessie Reeh

Wer kennt das nicht? Es gibt Gerüche aus der Kindheit,

die uns ein Leben lang begleiten. Bei mir ist

es der Duft von Buchsbaum, der im Garten meines

Großvaters vorherrschte. Das Aroma hatte sich bei mir

fest verankert und ich liebe es noch heute. Ein Leben ohne

Gerüche und Düfte ist nur schwer vorstellbar. Sinnlich erlebbar

macht dies die Ausstellung, indem sie ein Zusammenspiel

von Kunst- und Geruchserlebnis präsentiert. Wir,

eine kleine Gruppe von der durchblick-Redaktion, folgen

einer jungen Kunstvermittlerin neugierig über eine Fläche

von 5.000 qm. Es geht durch fremde Kulturen, Religionen

und Rituale bis hin zur europäischen und deutschen Geschichte.

Die Schau umfasst viele Epochen von der Antike

bis zum 21. Jahrhundert. Durch die synchrone Beduftung,

passend zum Thema des Raums, ermöglicht sie einzigartige

Erlebnisse. Es erschließen sich neue emotionale Zugänge

für die Besucher.

Seit Jahrtausenden verbinden Religionen Duft mit dem

Göttlichen. In spirituellen Zeremonien werden Räucherwerke

wie Harze und Hölzer entzündet. Der aufsteigende

Rauch erfüllt den Raum und symbolisiert die Verbindung

zwischen Himmel und Erde. Er verleiht den Gebeten der

Gläubigen auch eine sichtbare Form. Der Rauch von Myrrhe,

Sandelholz oder Weihrauch gilt in vielen Religionen

als Symbol für Gebet und Reinigung. Er soll Herz und

Geist öffnen und die Gegenwart Gottes spürbar machen.

Es riecht nach Krieg, Nationalsozialismus, den goldenen

20er Jahren, Wald und Natur, sogar nach Persil vom

Düsseldorfer Waschmittelhersteller Henkel, nach Volkswagen,

dem Kultwagen der Nachkriegszeit, oder nach

Kneipe. Zur Ausstellung wurde der in den 70er Jahren hip-

Foto: Anne Orthen

Foto: Anne Orthen

32 durchblick 1/2026


Kultur

pe Düsseldorfer Underground Club Cream Cheese original

wieder aufgestellt. Ein Raum interessiert uns besonders.

Hier ist eine Duftbar mit edlen Parfümflacons aufgestellt

und wir dürfen einzeln an den Glasbehältern von Eau de

Cologne bis zu Chanel Nr. 5 schnuppern. Unsere Vermittlerin

erzählt, dass es in Köln zum Kampf ums echte Kölnisch

Wasser kam. Anfang des 18. Jahrhunderts kreierte

Johann Maria Farina diesen frischen Zitrusduft, der schnell

zum Lieblingsparfum an europäischen Höfen wurde. Er

schuf das erste moderne Parfüm der Welt, das unter einer

Marke angeboten wurde. 1792 brachte das Haus Mühlens

ein ähnliches Duftwasser ebenfalls unter dem Namen Farina

heraus. Dies ist heute unter dem Namen 4711 weltweit

bekannt. Es wurde über 300 Jahre um den Namen gestritten.

2006 erst wurde der Familie Farina endlich das eigene

Namensrecht zugesprochen.

So wird der lange Weg durch die Austellungshallen

und Räume mit unserem Guide und ihren Erläuterungen

zu einem multisensorischen Abenteuer zwischen Originalgemälden

und Plastiken und immer wieder mit olfaktorischen

Überraschungen. Düfte und Gerüche haben schon

immer auch Wissenschaftler oder Schriftsteller von Goethe

bis Patrick Süsskind beschäftigt. Sein Roman „Das

Parfum, die Geschichte eines Mörders“ von 1985 wurde

und ist noch immer ein Bestseller. Manch einer kennt diese

Geschichte auch als Film, der die Situation in Paris mit

seinem Gestank ohne Kanalisation und weitgehend ohne

Hygiene beschreibt. Grenouille, der Held des Buchs, ein

Mensch ohne Eigengeruch, träumt davon den betörendsten

Duft der Erde zu entwickeln. Das erreicht er denn auch.

Sein Meisterparfum soll riechen wie das Mirabellen-Mädchen

aus Paris, was ihm dann auch gelingt. Welchen Duft

mögen wir? Ist es der des Waldes, von Mirabellen, 4711,

oder der eines Babys?

Schwindelig von den vielen Gerüchen in der Nase ist

manch eine von unserer Gruppe am Ende ganz benommen

und ist bei aller Begeisterung über die einmalige Ausstellung

froh, wieder vor den Toren des Kunstpalasts an der

frischen Luft am Rheinufer zu sein.

Die Ausstellung „Die geheime Macht der Düfte“ ist im

Kunstpalast Düsseldorf, Ehrenhof 4-5 bis zum 08.03.2026

zu sehen. www.kunstpalast.de

db

Ale Fotos: Kunstpalast Düsseldorf

Kurator der Ausstellung ist der Betriebswirt Robert Müller-Grünow,

der ein Unternehmen für „Scent Technology“

und „Scent Communications (scent: englisch Geruch). Er

entwickelt eigene „Düfte sowie die Technologie, die von extrem

punktuellen Dufteindrücken und der Synchronisation

von Bild und Ton mit Düften bis hin zur Beduftung großer

Räume reicht.“ Das heißt, er setzt Gerüche gezielt als Marketing

Manipulation ein, um den Verkauf von Produkten zu

fördern.

Unternehmen und Marken versuchen einzigartig zu sein

und positive Assoziationen und Gefühle entstehen zu lassen,

um eine langfristige Bindung zur Marke oder Unternehmen

zu erreichen wie ein Logo. Und der Markt mit Parfums und

anderen Düften ist heute umkämpfter denn je.

Robert Müller-Grünow ist Autor des Buches Die geheime

Macht der Düfte (Edel Books, 2018).

» Ihre Individualität

liegt uns am Herzen «

Tagespflege

Foto: Anne Orthen

DRK-Pflegezentrum Neunkirchen gGmbH Am Siebertsweiher 4

57290 Neunkirchen

info@drk-pflegezentrum-neunkirchen.de

www.drk-pflegezentrum-neunkirchen.de +49 2735 600180

1/2026 durchblick 33


Unter dem Schatten der Bäume

Ausstellung im Waldlandhaus Hohenroth

Der Schatten der Bäume ist lebensspendend, erfuhren

schon die Naturforscher:innen vergangener

Jahrhunderte an den Orten ihrer Reisen in die fernen

Wälder der Welt. Es war das Zusammenspiel von Licht

und Schatten, das in den tropischen Wäldern zu der ungeheuren

Entwicklung und Vielfalt der Natur führte, die sie

sahen. Maria Sibylla Merian reiste 1699 bis 1701 in die

Wälder und Urwälder Surinams. Georg Forster begleitete

in den Jahren 1772 bis 1775 die zweite Weltreise von Captain

James Cook. Alexander von Humboldt erforschte 1799

bis 1804 Südamerika. Amalie Dietrich erkundete zehn Jahre

lang, von 1863 bis 1873, Nordostaustralien und die Tonga-Inseln.

Überall, wohin sie kamen, waren sie tief beeindruckt

von den mächtigen Wäldern. „Unter Riesenbäumen

verschwinde ich ganz“, schrieb Amalie Dietrich, „mir ist

oft, als ob ich das geträumt hätte.“ „Tausendjährige Wälder,

ein undurchdringliches Dickicht erfüllt den feuchten Erdstrich

zwischen dem Orinoco und dem Amazonasstrome.

Berge und Wälder hallen von dem Donner der stürzenden

Wasser.“ erinnerte sich Alexander von Humboldt.

Er führte erstmals den Blick auf die Vernichtung der tropischen

Wälder, die er in Südamerika beobachtete, und auf

die Folgen der Entwaldung: „Zerstört man die Wälder, wie

die europäischen Siedler es mit unvorsichtiger Hast tun, so

versiegen die Quellen oder nehmen doch stark ab.“ Die

Wälder regulierten mit ihrer Fähigkeit Wasser zu speichern

die Wasserwirtschaft der Natur. Sie reicherten die Atmosphäre

mit Feuchtigkeit an, schützten den Boden, kühlten

die Luft und beeinflussten positiv das Klima. Wo die Wälder

fehlten, ging das Leben fort.

„Die Bäume, welche ihre dickbelaubten Zweige überall

ausbreiteten, gewährten uns kühlenden Schatten“, schrieb

Georg Forster auf der Insel Tahiti und berichtete über das

Leben der Bewohner, die sich keinen Ort ihres Lebens ohne

Bäume vorstellen konnten. Ihre Wohnungen und Gärten waren

ein Meisterwerk des Umgangs mit der starken Sonne und

der sehr großen Hitze. „Die Wohnungen lagen unter dem

Schatten der Brodtfruchtbäume und waren mit mancherley

wohlriechenden Stauden umpflanzt. In den Gärten ragten

hohe Cocosnuß-Palmen weit über die anderen Bäume.“

Maria Sibylla Merian war auf der Suche nach den Entwicklungen

des Lebens der Natur, die sie mit ihrer Erforschung der

Metamorphosen der Seidenraupen und Schmetterlinge begonnen

hatte. In ihrem künstlerischen Werk aus Surinam tritt das

Ganze der Natur zu Tage. Kein Bild zeigt ein einzelnes Lebewesen,

sondern gemeinsam mit seiner natürlichen Umgebung,

seiner Nahrung, seinen Feinden und auch seinen Entwicklungsstadien.

Sie beschrieb die starke Sonne und drückende

Hitze in der tropischen Welt Surinams, die ohne den Schatten

der Bäume nicht zu überleben war: „aldar sich alle verwunderten

dass ich noch mit dem leben darvon bin kommen“. Sie war

erschüttert über die harte Herrschaft der weißen Kolonialherren

und Plantagenbesitzer und die großen Qualen der schutzlos

in den riesigen Plantagen arbeitenden Sklaven.

Amalie Dietrich war bei ihren Sammlungen von unbekannten

Arten von Pflanzen und Tieren in den Urwäldern Nordostaustraliens

auf sich gestellt und erfuhr die zahllosen Gefahren,

unter denen sie sich dort befand. Doch blieb für sie das

Glücksgefühl: „Auf allen Gebieten Neues, Unbekanntes!“ Die

Wälder waren für sie ein unvergleichbarer Ort des Lebens. db

Ausstellung „unter dem Schatten der Bäume“

von Dr. Marlies Obier, vom 3.5. bis 28.6. 2026

Waldlandhaus Forsthaus Hohenroth

Verein Waldland Hohenroth e.V.

Eröffnung am 3. Mai 2026 um 15 Uhr

Maria Sibylla Merian 1679,

Porträt von Jacob Marrel.

Georg Forster 1785. Porträt

von J.H.W. Tischbein.

Alexander v. Humboldt 1843,

Gemälde von J. K.Stieler.

Amalie Dietrich 1881, von

Christian Wilhelm Allers

34 durchblick 1/2026


Ungeheuer

am Nordpol

Buchbesprechung

Flur-Verlag, 2025,

256 Seiten 22,00 Euro,

ISBN-Nr.: 9783989651036

von Sonja Dörr

Es ist der Beginn des

neuen Jahrhunderts.

Die Technik ist so

weit fortgeschritten, dass

alles möglich scheint. Und

so ist es eine Mischung aus

Zufall, Geltungsbedürfnis

und Langeweile, als sich

die ehemaligen Schulkameraden

Vénasque und Ceintras

dazu entschließen, einen

Lenkballon zu bauen und

zu dem bislang unberührten

Teil des Nordpols vorzudringen.

Schon während

der Vorbereitung kommt es

zu ersten Auseinandersetzungen.

Doch mit Fertigstellung des Flugobjekts lodert der

Traum von Eroberung neu auf. Mit jedem Kilometer, den sich

die Männer von dem Bekannten entfernen, wird die Spannung

geladener. Aber nichts soll die Entdecker darauf vorbereiten,

was sie an ihrem Ziel erwartet.

„Ungeheuer am Nordpol“ erschien erstmals 1907 in

Paris und reiht sich ein in die Abenteuer- und Science

Fiction-Romane von H.G.Wells, Jules Verne und vielleicht

sogar H.P. Lovecraft.

Die Geschichte handelt von zwei unterschiedlichen

Männern, der eine reich an Geld, der andere reich an Wissen.

Allein diese Konstellation lässt Konfrontation vermuten.

Keine Überraschung also, dass das soziale Gefüge einen

Großteil des Romans ausmacht.

Wiedergegeben wird die Handlung von dem vermögenden

Vénasque, der die Reise tagebuchähnlich festhält. Dabei

finden die Abenteurer eine Welt vor, die sofort an Wells

„Die ersten Menschen im Mond“ erinnert. Der Nordpol

wird als eigenständiges Biotop beschrieben, deren Lebewesen

ebenso fremd sind wie der abweichende Wechsel

von Tag und Nacht. Doch viel erschreckender sind die Wesen,

die - menschen- und reptilienähnlich - als Anthroposaurier

bezeichnet werden können. Gerade hier setzt Derennes‘

Kalkül an. Denn: Inwiefern sind Lebewesen besser

oder schlechter, nur weil sie anders aussehen? Der Autor

spielt mit den Erwartungen seiner Leserschaft. Und das an

mehreren Stellen. Immer wieder werden die LeserInnen

herausgefordert, ein Urteil zu fällen. Fast schon führt diese

Verlockung zu moralischem Relativismus. Immer wieder

kommt es dabei zu Plot-Twists und das bis zur letzten Seite.

Genau wie Wells vermittelt Charles Derennes eine bedeutende

Botschaft: Das größte Ungeheuer ist der Mensch.

Fazit: Eine großartige, fesselnd erzählte Geschichte mit

stets aktuellem Hintergrund.

db

Senioren- und Pflegeeinrichtungen

Vermittlung von Seniorenwohnungen

und Service-Wohnen

Haus Höhwäldchen

Höhwäldchen 3

57234 Wilnsdorf

Telefon 0 27 39 4 78-0

57 Pflegeplätze

12 Kurzzeitpflegeplätze

2 Seniorenwohnungen

Altenzentrum Freudenberg

Lagemannstraße 20-24

57258 Freudenberg

Telefon 0 27 34 2 77-0

96 Pflegeplätze

51 Seniorenwohnungen

Fliedner-Heim

Luisenstraße 15

57076 Siegen

Telefon 02 71 48 84-0

74 Pflegeplätze

26 Seniorenwohnungen

Sophienheim

Südstraße 11

57074 Siegen

Telefon 02 71 66 03-0

117 Pflegeplätze

24 Seniorenwohnungen

Haus Obere Hengsbach

Hengsbachstraße 155

57080 Siegen

Telefon 02 71 7 70 19-0

98 Pflegeplätze, davon

12 Plätze im beschützenden

Bereich für Demenzerkrankte

www.diakonie-sw.de

1/2026 durchblick 35


Buchbesprechung

Der Holocaust als Graphic Novel

Darf man das Geschehen aus dem Holocaust als

Bildergeschichte im Comicformat darstellen und

wenn ja: Wie kann man das angemessen tun? Einer

der ersten, der dies wagte, ist der amerikanische Comicautor

Art Spiegelman, Sohn zweier polnisch-jüdischer Holocaustüberlebender,

der 1948 in Stockholm geboren wurde

und dessen Familie drei Jahre später in die USA emigrierte.

Früh entdeckt das Kind seine Liebe zum Bilderwitz des

Comics, zeichnet und entwickelt selbst Ideen und arbeitet später

für verschiedene Zeitschriften. Auch eigene schicksalhafte

Erlebnisse wie den Suizid seiner sensiblen Mutter, da war er

20, verarbeitet er in der Bildgeschichte. Jahre später bringt er

seinen Vater Wladek, zu dem er ein schwieriges Verhältnis hat,

dazu, ihm seine erschütternde Lebensgeschichte zu erzählen

mit der Absicht, diese zu einer Graphic Novel zu verarbeiten.

Die Familie Spiegelman, in begüterten Verhätnissen

lebend, war nach dem Einmarsch der Deutschen, wie alle

Juden, immer härteren Pressionen ausgesetzt. Eine Zeitlang

gelang es der jungen Familie dank Wladeks Erfindungsreichtum,

seiner Tatkraft und seines zähen Überlebenswillens,

immer wieder unterzutauchen, bis sie schließlich 1944

doch noch in die Fänge der Gestapo gerieten. Ihr kleiner

Sohn Richieu war da bereits gestorben. Wladek und Anja

wurden nach Auschwitz deportiert. Auch hier konnte sich

Wladek aufgrund seiner Klugheit und seines handwerklichen

Geschicks vor dem Schlimmsten bewahren. Gesteigert

wurde das Grauen dann aber auf einem der berüchtigten Todesmärsche,

als die Häftlinge von der SS aus den KZs nach

Westen getrieben wurden. Dies hat er nur knapp überlebt.

Nach der Befreiung finden sich Wladek und Anja wieder;

sie emigrieren zunächst nach Stockholm, um dort auf eine

Einreisegenehmigung nach Amerika zu warten, die sie dann

1951 bekommen. Hier kann sich Wladek beruflich recht erfolgreich

etablieren, aber seine Traumata holen ihn immer

wieder ein und machen ihn zu einem wenig umgänglichen

Menschen. Immerhin ist er nach anfänglichem Zögern bereit,

seinem Sohn über das damals Erlebte zu berichten. Art Spiegelman

setzt die erschütternde Erzählung um, indem er die

Juden als Mäuse zeichnet – nur so ist es ihm möglich, das

Unaussprechliche darzustellen. Die Deutschen sind Katzen.

Spiegelmans Werk MAUS erschien zunächst in zwei Bänden,

1986 und 1991. Es wurde eine Erfolgsgeschichte und

bald auch ins Deutsche übersetzt. Als erster Comic wurde

MAUS 1992 mit dem begehrten Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Andere Graphic Novels sollten folgen. Dies zeigt eine Ausstellung

im Aktiven Museum am Obergraben, die im September

2025 eröffnet wurde und noch bis Ende April gezeigt wird.

Fischer-Taschenbuch, 2025, 294 Seiten 22,00 Euro,

ISBN-Nr.: 978-3-596-18094-3

von Christel Latsch

Unter den vorgestellten Werken ist auch das der deutschen

Autorin Stephanie Lunkewitz. Sie lernte die Holocaustüberlebende

Eva Szepesi kennen, mit der zusammen

Ariella-Verlag, 2025, Hardcover 14,95 Euro,

ISBN-Nr.: 978-3-945530-47-4

36 durchblick 1/2026


Kultur

sie deren Überlebensgeschichte verfasste, die sie dann

auch zeichnete. Das Werk erschien 2024 unter dem Titel

„Ich war Eva Diamant“. Es beschreibt und zeigt in

eindrucksvollen Bildern die behütete Kindheit des Mädchens

Eva in Budapest. Aus dieser Geborgenheit zunächst

durch Ausgrenzung und Stigmatisierung herausgerissen,

wird Eva als Zwölfjährige von ihrer Familie getrennt und

nach Auschwitz deportiert. Sie überlebt nur, weil sie sich

(nach dem Hinweis einer Wärterin) als 16jährige ausgibt

und so als tauglich befunden wird für den Arbeitseinsatz.

Sie lernt eine andere Gefangene, Stella, kennen, die ihr hin

Geschichte erleben im Siegerlandmuseum

Seit seiner Gründung vor 120 Jahren sammelt und

zeigt das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Kunst- und Kulturgeschichte der Region.

Begegnen Sie Persönlichkeiten der Familie

Nassau-Oranien, dem weit gereisten Fürst Johann

Moritz oder dem in Siegen geborenen Künstler

Peter Paul Rubens. Seine Werke stellen ein

Highlight unserer Sammlung dar.

Auch die über 2500 Jahre alte Tradition des

Bergbau- und Hüttenwesens hat im Museum einen

festen Platz: Steigen Sie in unser Schaubergwerk

hinab, das unter dem Schloss in den Fels

gesprengt wurde. Im Anschluss können Sie im

Schlossturm in der „Welschen Haube” den

höchsten Ort auf dem Siegberg erklimmen!

Unter www.siegerlandmuseum.de finden Sie die

Termine unserer Sonderausstellungen, Führungen

und weiteren Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dann wurden mir die Haare abrasiert,

ich fühlte Schmerz und Scham.

und wieder ein wenig helfen kann. Eva erkrankt schwer,

ist schließlich nicht mehr bewegungsfähig und bleibt mit

wenigen anderen hilflos im Lager zurück, was sie vor einem

der berüchtigten Todesmärsche bewahrt. Stella dagegen

wurde fortgetrieben. Dort im Lager erlebt Eva dann

Ende Januar die Befreiung durch sowjetische Soldaten. Sie

ist die einzige Überlebende ihrer Familie.

Eva lebte danach wieder einige Jahre in Budapest, heiratete

und zog mit ihrer Familie 1954 nach Frankfurt am

Main, wo sie auch heute noch lebt. Auch sie konnte viele

Jahre nicht über ihre schrecklichen Erlebnisse sprechen,

bis sie schließlich den Mut fand, dies doch zu tun.

Heute, im Alter von 93 Jahren, besucht sie Schulklassen

und erzählt ihre Geschichte. Auch geht sie des öfteren mit

Stephanie Lunkewitz auf Lesereise. Auf Einladung des Aktiven

Museums ist Stephanie Lunkewitz allerdings allein gekommen,

zu einer Autorenlesung anlässlich der Eröffnung

der Sonderausstellung „Den Holocaust in Bildern erzählen“.

Diese Ausstellung zeigt noch bis Ende April 26 andere Graphic

Novels in Plakaten und Ansichtsexemplaren. db

Aktuell leben weltweit noch 87000 Holocaust-Überlebende.

Kontakt:

Siegerlandmuseum

Oberes Schloss 2

57072 Siegen

Telefon: 0271/404 1900

Email: siegerlandmuseum@siegen.de

Unsere Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags,

10.00 bis 17.00 Uhr

1/2026 durchblick 37


Kultur

Dada und die grosse Kleinkunst

von Rüdiger Voigt

Malerei, Musik und Poesie verschönern das Leben,

wenn man sie als harmonisch empfindet. Mit einer

Kunst, die man nicht versteht oder die man nicht

mag, fremdelt man jedoch eher. Das geht uns so mit abstrakter

Malerei oder mit der Zwölftonmusik des Komponisten

Arnold Schönberg. Jeder erinnert sich noch – vielleicht

mit einem Schmunzeln – an das Kunstwerk „Fettecke“ von

Joseph Beuys, für das der Künstler fünf Kilogramm Butter

verwendet hatte. Sie wurde 1986 in der Düsseldorfer Kunstakademie

bei Putzarbeiten einfach weggewischt.

Ähnlich unverständliche Kunst entstand zur Jahrhundertwende

vom 19. zum 20. Jahrhundert. Vor allem der Erste

Weltkrieg hatte die alte Welt zum Einsturz gebracht. Den

Menschen brach buchstäblich der Boden unter den Füßen

weg. Die bisher geltenden Werte, Maßstäbe und Regeln galten

nicht mehr. Neue Ideen mussten sich erst bewähren. Das

galt gerade auch für die Kunst. Gerade die Künstler waren ja

wegen des Krieges und seiner Folgen frustriert. Ihr Protest

zeigte sich in neuen Kunstrichtungen und Kunstwerken.

So entstand auch der Dadaismus aus Frustration über

den Krieg. Nicht zufällig wurde die Dada-Bewegung 1916

– mitten im Krieg – in der neutralen Schweiz gegründet, in

die viele deutsche Künstler geflohen waren. Gründungsmitglieder

waren deutsche Künstler wie der Schriftseller

Hugo Ball, die Kabarettistin Emmy Hennings, der Arzt und

Psychoanalytiker Richard Huelsenbeck, die rumänischen

Künstler Tristan Tzara und Marcel Janco sowie der deutschfranzösische

Bildhauer Hans Arp. Im Juli 1916 wurde das

Cabaret „Voltaire“ wieder geschlossen.

Dada war eine Art Revolution gegen etablierte Normen

und lehnte traditionelle künstlerisch Konventionen

ab. Die Bewegung betonte das Irrationale, Absurde und

den Zufall. Eine wichtige Eigenschaft des Dadaismus war

die anti-autoritäre Haltung. Zu den zentralen Techniken

gehörten die Nutzung von sog. Ready-mades, bei denen

Alltagsgegenstände als Kunstwerke ausgegeben wurden,

Collagen, Fotomontagen, bruitistische Konzerte, also pure

Lärmmusik, und Zufallsgedichte.

Für ihre Revolte wählten die Akteure dieser Bewegung

die bewusst banal klingende Bezeichnung Dada. Der Begriff

„Dadaismus“ wurde erstmals 1920 verwendet. Über

die Herkunft der Bezeichnung „Dada“ existieren mindestens

vier verschiedene Theorien. Die plausibelste Geschichte

hat der deutsche Maler Hans Richter, der 1916 mit dabei

war, erzählt:

„Wenn Marcel Janco „da-da“ sagte, antwortete Tristan

Tzara mit „da-da“. Beide war Rumänen, in ihrer Muttersprache

heißt „ja“ ganz einfach „da“. Sie brauchten gar nichts zu

erfinden. Und so wurde DADA geboren“.

Autorität und Tradition der Kunst wurden infrage gestellt,

stattdessen wurde das Absurde und Irrationale betont. Und

durch satirische Überspitzung wurde Dada zum reinen Unsinn.

Es war eine „Anti-Kunst“, die man nicht klassifizieren

konnte. Bisherige Kunstideale sollten denunziert, lächerlich

gemacht und schließlich sogar zerstört werden. Dada suchte

nach neuen Ausdrucksformen in einer Welt, die durch Krieg

und gesellschaftlichen Umbruch erschüttert wurde. Zufall

und Beliebigkeit waren zentrale Gestaltungsprinzipien.

Die Idee war, das Publikum zum Nachdenken über

die Konventionen und die Gesellschaft im Allgemeinen

anzuregen. Für die typischen Collagen wurden Zeitungsausschnitte,

Fotos und andere Materialien verwendet, um

neue, oft provokative Bilder zu schaffen. Durch das Zerschneiden

und Neuanordnen von Bildern aus Massenmedien

stellten die Künstler die „Wirklichkeit“ infrage und

kritisierten die bürgerliche Kultur. Hans Arp zerriss z.B.

Papierstücke und ließ sie auf eine Oberfläche fallen, um

die Komposition durch den Zufall bestimmen zu lassen,

statt sie akribisch zu planen.

Der rumänische Schriftsteller Tristan Tzara hieß eigentlich

Samuel Rosenstock, sein Künstlername erinnert einerseits an

Wagners „Tristan und Isolde“, andererseits an Nietzsches

„Also sprach Zarathustra“. 1916 hat er eine Anleitung veröffentlicht,

„Um ein dadaistisches Gedicht zu machen“:

38 durchblick 1/2026


Kultur

Nehmt eine Zeitung.

Nehmt Scheren.

Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge aus,

die Ihr Eurem Gedicht zu geben beabsichtigt.

Schneidet den Artikel aus.

Schneidet dann sorgfältig jedes Wort dieses Artikels aus

und gebt sie in eine Tüte.

Schüttelt leicht.

Nehmt dann einen Schnipsel nach dem anderen heraus.

Schreibt gewissenhaft ab

in der Reihenfolge, in der sie aus der Tüte gekommen sind.

Das Gedicht wird Euch ähneln.

Und damit seid Ihr ein unendlich origineller Schriftsteller

mit einer charmanten, wenn auch von den

Leuten unverstandenen Sensibilität.

Die neue Kunstform der Verse ohne Worte war als

„Flucht aus der Zeit“ eine Reaktion auf den Missbrauch der

Sprache durch Politik und Propaganda während des Krieges.

In den Lautgedichten Hugo Balls wurde die Sprache

auf ihre klanglichen Qualitäten reduziert. Sie wurde ihres

Sinnes entleert, die Laute wurden zu rhythmischen Klangbildern

zusammengefügt, um so die Geräuschkulisse der

modernen Welt darzustellen. Die Vorträge wurden durch

Trommeln, Schlagen und Verwendung zweckentfremdeter

Gegenstände, wie zum Beispiel leerer Kisten, begleitet.

Als offizielle Geburtsstunde des Dadaismus gilt der 23. Juni

1916, als Hugo Ball im Zürcher „Cabaret Voltaire“ im Papp-

Kostüm als „magischer Priester“ mit Schultersoutane seine

Klanggedichte als „Verse ohne Worte“ vortrug. Zusammen mit

seiner Freundin Emmy Hennings hatte Hugo Ball das „Cabaret

Voltaire“ kurz zuvor in Zürich in der Spiegelgasse 1, unweit von

Lenis Exilwohnung, gegründet. Hugo Ball war ein Schriftsteller

und Performancekünstler, der als Pionier des Lautgedichts

gilt. Emmy Hennings war Kabarettsängerin und Dichterin.

Die Abende im Cabaret Voltaire waren bewusst chaotische

und provokante Spektakel. Es gab experimentelle Performances,

darunter Lautgedichte, avantgardistische Musik, spontane

Tänze und Kunstausstellungen. Tristan Tzara gilt als Erfinder

des Simultangedichts, bei dem gleichzeitig von drei Sprechern

drei unterschiedliche Texte in drei verschiedenen Sprachen

vorgetragen wurden. Wenn Tzara Balls Gedichte rezitierte,

unterbrach er sie oft selbst durch Schreien oder Schluchzen.

Emmy Hennings sang Chansons, und Ball begleitete sie

auf dem Klavier. Hugo Balls Auftritt in Zürich umfasste drei

Lautgedichte: „Labadas Gesang an die Wolken“, die „Elefantenkarawane“,

später bekannt als „Karawane“ und „Gadji

beri bimba“. Diese Gedichte bestanden aus reinen Lautfolgen

ohne semantische Bedeutung. Hier als Beispiel die erste

Strophe von Gadji beri bimba:

gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori

gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini

gadji beri bin blassa glassala laula lonni cadorsu sassala bim

gadjama tuffm i zimzalla binban gligla wowolimai bin beri ban

o katalominai rhinozerossola hopsamen laulitalomini hoooo

gadjama rhinozerossola hopsamen

bluku terullala blaulala loooo.

Hugo Balls Kostüm war so sperrig, dass er in den Saal

getragen werden musste. Ball hat sein Kostüm in seinem Tagebuch,

das erstmals 1927 erschien, detailliert beschrieben:

„Meine Beine standen in einem Säulenrund aus blauglänzendem

Karton, der mir schlank bis zur Hüfte reichte, so

dass ich bis dahin wie ein Obelisk aussah. Darüber trug ich

einen riesigen Mantelkragen, der innen mit Scharlach und

außen mit Gold beklebt, am Halse derart zusammengehalten

war, dass ich ihn durch ein Heben und Senken der Ellenbogen

flügelartig bewegen konnte. Dazu einen zylinderartigen,

hohen, weiß und blau gestreiften Schamanenhut“.

... sperriges Outfit!

Hugo Ball

begründete

seine „Verse

ohne Worte“

so: „Mit diesen

Tongedichten

wollten wir

verzichten auf

eine Sprache,

die verwüstet

und unmöglich

geworden

ist durch den

Journalismus.

Wir müssen

uns in die tiefste

Alchemie

des Wortes

zurückziehen

und selbst die

Alchemie des

Wortes verlassen,

um so der Dichtung ihre heiligste Domäne zu bewahren“.

Das Vertrauen in die kreative Kraft des Unbewussten und

des Irrationalen ermöglichte es den Dadaisten, das Leben mit

seinen Geräuschen, Farben und Rhythmen in seine Bestandteile

zu zerlegen. Unentwegt suchte und erprobte man neue

Formen künstlerischer Darbietungen. Mit diesen Auftritten,

die Chaos simulieren oder generieren sollten, wollte man

auf die Geräuschkulisse in den Großstädten aufmerksam

machen, auf den Lärm in den modernen Fabrikhallen und

auf den unerträglichen akustischen Stress, dem die Soldaten

in den Schützengräben an der Front ausgesetzt waren.

Mit dem Dadaismus trat eine neue, eine andere Realität ans

Licht. Das Leben erschien als ein simultanes Gewirr von Geräuschen,

Farben und geistigen Rhythmen, das in die dadaistische

Kunst unbeirrt mit allen sensationellen Schreien und Fiebern

seiner verwegenen Alltagspsyche und in seiner gesamten

brutalen Realität übernommen wurde. Die Dada-Künstler

waren Provokateure, deren Ideen vom absurden „Zürich-Dada“

über ganz Europa und schließlich weltweit ausbreiteten.

Überall protestierten Künstler durch gezielte Provokationen

und vermeintliche Unlogik gegen den Krieg und das obrigkeitsstaatliche

Bürger- und Künstlertum.

db

1/2026 durchblick 39


Die Maske des

Gekürzte Nacherzählung der Geschichte „The Masque of the Red

von Johannes Utsch

Eine schaurige Mär ist diese Geschichte und auch

ein Stück Weltliteratur. Jeder, der dieses Heft in

die Hand nimmt und durchblättert, wird auch

über diese schockierende Geschichte stolpern,

sie vielleicht auch lesen und in seinen Gedanken

bewegen. Zumindest Aufschrecken ist angesagt!

Es war einer der schlimmsten Seuchenzüge der

Pest, der nur Grauen und Tod hinter sich ließ.

Die plötzlich auf der Straße davon Befallenen

sanken vor Schwindel und Schmerzen zu Boden, entwickelten

am Körper, besonders im Gesicht scharlachroten

Flecken, bevor Blut sich aus allen zersetzenden

Poren entleerte. Der Kranke oder Tote boten ein abstoßendes

Bild des Grauens. Das Gesicht mit scharlachroten

Flecken war das Ächtungsmal der Pest, des

schwarzen Todes.

Als bereits das halbe Land entvölkert war, fasste

Prinz Prospero den Entschluss, sich und die Seinen

mit tausend gesunden und wohlgemuten Freunden

aus der Ritterschaft in eine ganz abgelegene, burgartig

befestigte Abtei zurückzuziehen, um dort abzuwarten.

Dank der hohen Mauern und der von innen zugeschmolzenen

Türschlösser der Eisentore konnte keiner

hinein- aber auch nicht herausgelangen. Hier konnten

sie monatelang leben, bestens verproviantiert, an nichts

war gespart, aller Art Annehmlichkeiten, Ablenkungen

und Lustbarkeiten, Gaukler, Musikanten und Wein für

schwelgende Feste. Alles bis ins Detail war vom Prinzen

geplant und ersonnen, eines vom Typus her barocken

Regenten, der einen ganz eigenen Geschmack hat-

te, immer auf Überraschungen aus und dabei erkennbar

eine Neigung zum Übersteigerten, Grotesken und Bizarren

zeigte. Einige hielten ihn schon fast für verrückt.

Einige Monate waren vergangen, da plante er für

seine Gäste einen außergewöhnlichen Maskenball.

Schon die Säle für dieses Fest waren etwas Besonderes.

Es waren ihrer sieben, jedoch nicht in langer Flucht

hintereinander, sondern von Saal zu Saal änderte sich

die Richtung, so dass jeder Saal nur für sich betrachtete

werden konnte, immer also eine neue Überraschung

mit einbezog. Eine weitere Besonderheit dieses Festes

war, dass die Sääle alle in gänzlich unterschiedlichen

Farben gehalten waren, einmal durch die Farben der

Tapeten und kostbaren Vorhänge sowie der dort befindlichen

Ausstattung, zum anderen durch die Farbe

des Glases der jeweils zwei gotischen Fenster pro Saal,

wobei die Fenster von außen durch Feuerfackeln auf

Dreibeinen angestrahlt wurden, was dem Licht im Saale

einen ganz eigenen, schillernden im Rhythmus der

flackernden Flammen tanzenden Charakter gab, fast

schon etwas mystisch. Der Saal ganz im Osten hatte

die Farbe blau, dann folgte der nächste Saal mit Purpur,

dann grün, orange, der fünfte weiß, der sechste violett

und schließlich der letzte schwarz. Dieser siebte Raum

war gänzlich in schwarze von der Decke hängende

Samtvorhänge gehüllt, eine düstere, beklemmende Erhabenheit.

Das Glas der beiden Fenster war blutrot und

es warf durch die dahinter lodernden Fackeln ein ebensolches,

gespenstisches Licht auf den dunklen Samt.

So gut wie keiner der Gäste traute sich diesen

Raum freiwillig zu betreten. Vor der westlichen Wand

fand sich eine gigantische Standuhr aus Ebenholz mit

40 40

durchblick 1/2026


Roten Todes

Arthur Rackham (1867–1939)

Death“ des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. von 1842.

dumpf schwingendem Pendel. Ihre wichtigste Funktion

war, jede abgelaufene volle Stunde mit der Zahl

ihrer Schläge anzuzeigen. Die Schläge hatten einen

klaren, melodischen aber nachhaltigen Klang, dem

jeder mit der Miene des plötzlichen Erschreckens seine

Aufmerksamkeit widmete und in der Posse, die er

gerade einnahm, verharrte, ob als Tänzer oder Musiker,

in einer merkwürdigen Starre, bis der letzte Ton

verklungen war. Dann setzte die Musik und das Reden

und Lachen der feiernden Schar wieder ein, und allerlei

Lustbarkeiten und auch Lüsternes und regelrecht

Abartiges wurden dargeboten. Alle waren maskiert,

Gläser klirrten, und die Feiergesellschaft wogte frivol

von Saal zu Saal, bis zum nächsten Stundenschlagen.

Ein rauschendes Fest!

Die Stunde war schon vorgerückt, als man die Gestalt

mit der verstörenden Maske im östlichen, blauen

Saal bemerkte, keiner hatte sie reinkommen sehen.

Das Erscheinungsbild des Eindringlings und besonders

seine Maske lösten Entsetzen aus, eine Provokation,

die die Grenze zum Frevel weit überschritten

hatte. Von hoher Gestalt war er ganz in Grabtücher gewickelt,

das Entsetzlichste aber war die genau modellierte

Gesichtsmaske mit Blutspritzern gesprenkelt und

auf der Stirn und im Gesicht die typischen scharlachroten

Flecken. Es war die Maske des roten Todes! Wer

mochte so tollkühn sein, so hier aufzutauchen? Wo er

sich hinwandte, verstummte das Gespräch. Auch den

Prinzen erfasste ein Grausen, als er ihn sah, doch seine

Wut überwog. Mit lauter Stimme befahl er den Unbekannten

zu ergreifen, damit man ihn am nächsten Morgen

an der Zinne aufhängen könne! Doch keiner der

angesprochenen Höflinge und Ritter sah sich, durch

Grauen und Furcht gelähmt, in der Lage, den Fremden

zu ergreifen. Sie wichen verstört mit den Feiernden zu

beiden Seiten zurück, und die rote Maske durchschritt

nun ungehindert Raum um Raum, um schließlich auch

den schwarzen Saal mit seinem blutfarbenen Licht zu

betreten.

Da entschloss sich der Prinz, getrieben von purem

Entsetzen, Ekel, Verzweifelung und Mut, selbst zu

handeln. Mit gezücktem Dolch stürmte er auf den Eindringling

zu, der aber drehte sich im gleichen Augenblick

zu ihm um, sah ihn an. Einen letzten Schrei stieß

der Prinz aus, das Messer entglitt seinen Händen und

tödlich getroffen sank er zu Boden. Da erst überwanden

sich die Edelleute und wollten sich auf den Fremden

werfen, ihm Tücher und Maske entreißen. Doch

welches maßlose Grauen erfasste sie, als sie feststellten,

dass sich dahinter gar kein Körper befand und dass sie

ins Leere griffen! Sie taumelten und stürzten – und im

selben Moment schlug die Uhr zur Mitternacht, zwölf

dumpfe Schläge. Allen war jetzt unmissverständlich

klar, die Abtei bot keinen Schutz und sie würden alle

dasselbe Schicksal erleiden, das sie den Zurückgelassenen

zugedacht hatten, dafür war die Pest selbst heute

hier erschienen. Stöhnend und jammernd sanken alle

dahin und starben. Von allem verblieb nur ein dunkles

Chaos. Finsternis und Verfall und der rote Tod herrschten

ohne Einschränkung über alles!

Der englische Originaltext von Poe endet mit

den Worten: „Darkness and decay and the Red

Death held illimitable dominion over all.“ db

1/2026 durchblick 41

41


Gesellschaft

Preussens Königin Luise

Vom Entstehen und Vergehen einer Legende

Wikipedia: Gemälde von Henriette Félicité Tassaert, 1797.

von Wilfried Lerchstein

Sie war die „Königin der Herzen“ und eine attraktive

Frau, der alle zujubelten. Ihr Modebewusstsein war

legendär und trotz allen Glamours war sie eine liebevolle

Mutter. Nein, es ist nicht die Rede von Diana, Princess

of Wales. Und auch nicht von „Sisi“, der Kaiserin Elisabeth

von Österreich. Die Rede ist von einer anderen Märchenkönigin,

einer, die heutzutage beinahe in Vergessenheit geraten

ist: Luise von Preußen, vor 250 Jahren als „Sonntagskind“

geboren am 10. März 1776 in Hannover als Prinzessin von

Mecklenburg-Strelitz, und gestorben am 19. Juli 1810 auf

dem Herrensitz ihrer Eltern im mecklenburgischen Hohenzieritz

als Königin von Preußen.

Für Dichter wie Heinrich von Kleist, Achim

von Arnim, Novalis, Jean Paul und Friedrich

Rückert sowie für Maler und Bildhauer wie

Christian Daniel Rauch und Johann Gottfried

Schadow wurde Königin Luise von Preußen

zu einer nahezu unerschöpflichen Inspirationsquelle.

Sie berichteten vom sagenhaften

Leben der Königin und von ihrer Schönheit,

Anmut, Natürlichkeit und Ausstrahlung. Die

außergewöhnliche, sich schon zu Lebzeiten

über ganz Deutschland ausbreitende und länger

als ein Jahrhundert andauernde Verehrung

wurde durch ihren frühen Tod noch gesteigert.

Sie wurde so zu einer Art Ursprungsmythos

für das Deutsche Reich von 1871 mit ihrem

zweitältesten Sohn, dem Hohenzollernkaiser

Wilhelm I., an der Spitze. Mit 174 cm Körpergröße,

der Konfektionsgröße 34 – 36 und

oft blond und blauäugig porträtiert, eignete sie

sich auch vom Äußeren her bestens für eine

Lichtgestalt der Deutschen.

Luises Vater Herzog Karl zu Mecklenburg-

Strelitz hatte 1768 in Hannover die damals

16-jährige Prinzessin Friederike von Hessen-

Darmstadt geheiratet. Nach dem Tod ihrer

Mutter in Darmstadt bei ihrer Großmutter aufgewachsen,

wurde Luise am 14. März 1793

mit siebzehn Jahren gezielt dem preußischen

Kronprinzen Friedrich Wilhelm (* 3. August

1770 in Potsdam; † 7. Juni 1840 in Berlin)

vorgestellt. In Adelskreisen damals eher selten

anzutreffen, verliebten sich die beiden

Verkuppelten tatsächlich ineinander und bereits

wenige Wochen später waren sie verlobt.

Luise kam am 22. Dezember als tugendhafte

Braut nach Berlin, begleitet von ihrer jüngeren

Schwester Friederike, der Braut des jüngeren

Bruders des Kronprinzen. Hier begrüßte die

Prinzessin ein kleines, weiß gekleidetes Mädchen mit einem

Gedicht – und Luise war davon so berührt, dass sie es einfach,

entgegen des Protokolls, hochhob und küsste.

Luise heiratete am Heiligen Abend 1793 und das Kronprinzenpaar

wohnte seitdem im Kronprinzenpalais Unter

den Linden. Die Eheleute duzten sich, für damalige Sitten

und Gebräuche eine Revolution. Als ihr Ehemann als König

Friedrich Wilhelm III. im November 1797 den preußischen

Thron bestieg, wurde Luise Königin.

Beide Schwestern, die Johann Gottfried Schadow (1764 –

1850) bereits 1794/95 einzeln in Büsten verewigt hatte, gingen

anschließend durch ihre zunächst 1795 aus Gips und danach

„in stiller Begeisterung“ von ihm 1797 aus Marmor geschaf-

42 durchblick 1/2026


Gesellschaft

Prinzessinnengruppe

fene Doppelstatue als

Prinzessinnengruppe

in die Kunstgeschichte

ein. Schadow stellte

Luise und Friederike

natürlich und locker,

in dünner, körpernaher

Kleidung dar, für

damalige Verhältnisse

sehr gewagt. Deshalb

verbarg Luises Ehemann

dieses Kunstwerk

anschließend vor

der Öffentlichkeit, indem

er es in einem nur

wenigen Personen zugänglichen

Gästezimmer

im Stadtschloss

aufstellen ließ. Der

ständige Zauderer und

hausbackene Praktiker hatte für Kunst, Poesie und geistige

Höhenflüge nicht viel übrig. Heute stehen die Prinzessinnen

als Gipsmodell in Schinkels Friedrichswerderscher Kirche

und in der marmornen Ausführung auf der Museumsinsel in

der Eingangsachse der Alten Nationalgalerie.

Die Bildung, die Luise in Darmstadt erhalten hatte, war

dürftig und oberflächlich gewesen. Von ihrer Freundin und

Vertrauten Caroline von Berg (1760 – 1826) ließ sie sich wissbegierig

an die zeitgenössische Literatur heranführen. Dabei

gefühlsbetont und empfindsam zu bleiben, war ihr aber weiterhin

sehr wichtig. Sie liebe an Schiller nur das, was zum Herzen

spreche, war eine ihrer Aussagen. Sie ließ sich von Gedichten

rühren und trösten und vertrat den Standpunkt: „Möge Gott

mich davor bewahren, meinen Geist zu pflegen und mein Herz

zu vernachlässigen!“ Zu den idyllischen Schauplätzen ihrer

glücklichen Jahre gehörten Schloss Sanssouci, die Pfaueninsel

und das bescheidene Herrenhaus Paretz. Luise, die gerne als

„volksnah“ verklärte preußische Königin, war ein „Fashion

Victim“, und wenn es sein musste, ließ sie sich auch mal die

neuesten Gewänder aus Paris mit einem Boten zu Pferde kommen.

Als modisches Accessoire trug sie ein Halstuch unter

dem Kinn, das zu Luises Markenzeichen wurde. Luise tanzte

gerne Walzer, der aufgrund des intensiven Körperkontakts als

unschicklich galt. Nach einer Phase intensiven Partylebens in

der preußischen Hauptstadt machte sich das Paar an die Erfüllung

seiner Pflichten. Zehn Schwangerschaften begleiteten

Luise in ihrem kurzen Leben, sieben Kinder erreichten das Erwachsenenalter.

Ihr 1795 geborener ältester Sohn wurde als

Friedrich Wilhelm IV. von 1840 bis 1861 König von Preußen,

der Nächstgeborene Wilhelm folgte seinem Bruder auf dem

Thron und wurde 1871 Deutscher Kaiser. Die Tochter Friederike

Charlotte heiratete 1817 den Thronfolger und späteren

Zaren Nikolaus I. von Russland und wurde so 1825 unter dem

Namen Alexandra Fjodorowna russische Zarin.

Der Absturz der „Königin der Herzen“ ins Elend erfolgte

nach dem 14. Oktober 1806, dem Sieg Napoleons bei Jena und

Wikipedia: Gipsmodell von Gottfried Schadow 1795.

Auerstedt, durch

die überstürzte

Flucht mit ihren

Kindern nach

Memel und stilisierte

sie fortan

zur verehrungswürdigen

Dulderin

mit einer fast

übernatürlichen

Leidensfähigkeit.

Der Kaiser

der Franzosen

hatte eine Pressekampagne

ohne Gleichen

gegen „seine

ärgste Feindin“

Luise initiiert.

Der „Moniteur“,

das offizielle Pariser

Blatt, und

Wikipedia: Gemälde von Nicolas Gosse.

Empfang beim Frieden von Tilsit 1807:

Napoleon, Zar Alexander I., Luise und

Friedrich Wilhelm III.

der „Telegraph“ überboten sich in Verunglimpfungen übelster

Art. Die Stoßrichtung war immer gegen Luise, niemals

gegen Friedrich Wilhelm III. Zu den ihr persönlich von Napoleon

Bonaparte zugefügten Demütigungen gehörte auch,

dass er sie in seinen Kriegs-Bulletins immer wieder hasserfüllt

oder spöttisch verleumdete.

Am Nachmittag des 6. Juli 1807 fuhr Königin Luise mitten

durch russische und französische Truppen zur Memel,

setzte mit einer Fähre über und traf sich in Tilsit mit Friedrich

Wilhelm III., Zar Alexander I. und August Friedrich Graf von

der Goltz, dem neuen Minister des Auswärtigen. Bald darauf

wurde der französische Kaiser gemeldet. Luise war Napoleon

gegenüber schlagfertig und charmant. Als er fragte, wie die

Preußen so unvorsichtig sein konnten, ihn anzugreifen, gab

Luise die oft zitierte Antwort: „Der Ruhm Friedrichs des Großen

hat uns über unsere Mittel getäuscht.“ Später hat Napoleon

gestanden, dass er Luise während ihres 45-minütigen Treffens

die Gesprächsführung habe lassen müssen. Sie versuchte,

seine edleren Gefühle anzusprechen und versuchte, Mitleid

und Menschlichkeit für die Bevölkerung Preußens und für

ihre Familie zu bewirken. Napoleon war in die Enge getrieben,

aber er konterte mit Höflichkeit. Immerhin konnte sie

ihm ein „Wir wollen sehen“ abringen. In diesem Augenblick

betrat der eifersüchtige Friedrich Wilhelm III. den Raum.

Wäre er nur ein wenig länger im Vorzimmer geblieben! Man

weiß nicht, was Luise vielleicht noch erreicht hätte. Napoleon

sagte am selben Tag zu Kaiser Alexander: „Er erschien

zur rechten Zeit. Eine Viertelstunde später, und ich würde der

Königin alles versprochen haben.“ Immerhin stellte Napoleon

seine persönlichen Angriffe auf Königin Luise anschließend

ein. Welche Konsequenzen der Bittgang auf lange Sicht

jedoch haben würde, konnte sie nicht ahnen. Das Echo der

Geschichte machte den Moment der tiefsten Erniedrigung im

Nachhinein zu einem Triumph von geradezu mythologi-

1/2026 durchblick 43


Gesellschaft

scher Bedeutung. Das schon bald zum Opfergang hochstilisierte

Treffen mit Napoleon hatte eine Legende geboren.

Dass Königin Luise im November 1808 eine kostspielige

achtwöchige Winterreise an den Zarenhof in Sankt Petersburg

antrat, obwohl das Geld besser im bitterarmen, vom Krieg verwüsteten

Masuren mit seinen zahlreichen obdachlos gewordenen

Bauernfamilien hätte eingesetzt werden können, führte zu

einer Verstimmung zwischen ihr und dem preußischen Minister

Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein

(1757 – 1831), der vergeblich versucht hatte, sie umzustimmen.

Preußen verlor durch den demütigenden Friedensschluss

von Tilsit die Hälfte seines Territoriums und seiner Bevölkerung,

musste zudem hohe Kontributionen zahlen und durfte

nur noch in einem beschränkten Rahmen eine Armee unterhalten.

Luise war nach ihrem gescheiterten Versuch, bei Napoleon

einen fairen Frieden zugunsten Preußens zu erreichen,

geistig und körperlich am Ende, wie sie ihrem Bruder Georg

schrieb. Erst am 23. Dezember 1809 konnte das preußische

Königspaar nach Berlin zurückkehren.

Heinrich von Kleist (1777 – 1811) widmete Königin Luise

ein als Sonett geschriebenes Gedicht, das er ihr nur gut vier

Monate vor ihrem Tod an ihrem 34. Geburtstag sogar persönlich

überreichen durfte und das sie zu Tränen rührte.

An die Königin Luise von Preussen (3. Fassung):

Erwäg ich, wie in jenen Schreckenstagen,

Still deine Brust verschlossen, was sie litt,

Wie du das Unglück, mit der Grazie Tritt,

Auf jungen Schultern herrlich hast getragen,

Wie von des Kriegs zerrißnem Schlachtenwagen

Selbst oft die Schar der Männer zu dir schritt,

Wie, trotz der Wunde, die dein Herz durchschnitt,

Du stets der Hoffnung Fahn uns vorgetragen:

O Herrscherin, die Zeit dann möcht ich segnen!

Wir sahn dich Anmut endlos niederregnen,

Wie groß du warst, das ahndeten wir nicht!

Dein Haupt scheint wie von Strahlen mir umschimmert;

Du bist der Stern, der voller Pracht erst flimmert,

Wenn er durch finstre Wetterwolken bricht!

Das Schicksal wollte es, dass Heinrich von Kleist durch

seinen Suizid im Folgejahr wie Königin Luise ebenfalls nur

34 Jahre alt werden sollte.

Königin Luise starb am 19. Juli 1810 in Hohenzieritz

in Mecklenburg-Strelitz in Gegenwart des Königs, ihrer

langjährigen Oberhofdame Sophie Marie Gräfin von Voß

(1729 – 1814), ihrer Freundin Caroline von Berg und ihres

Arztes Dr. Ernst Ludwig Heim (1747 – 1834). Bei der Obduktion

fand man in einem zerstörten Lungenflügel einen

Tumor, der auch bereits auf den Herzmuskel übergegriffen

hatte. Ihr Tod war ein Schock für die Preußen. Nicht nur

der Ehemann, auch das Volk war tief ergriffen. Die Behauptung,

dass dieser Tumor eine Folge zu großen und anhaltenden

Kummers gewesen sei, beflügelte die später entstandene

Legende vom angeblichen Opfertod der Königin

an gebrochenem Herzen. Allgemein schrieb man den Tod

Foto: Wikipedia

Der preußische König hatte persönlich über die Ausgestaltung

des Mausoleums und der Skulptur gewacht, bis auch er schließlich

1840 seinen Frieden an der Seite seiner Frau fand.

der Königin der unglücklichen Lage Preußens zu. Der Feind,

sagte man, habe die „Schutzgöttin des Landes“ getötet.

Im Vergleich der zahlreichen Bilder, die von Luise bis zu

ihrem Tod gemalt wurden, wird deutlich, dass kaum ein Porträt

dem anderen gleicht. Nach ihrem Tod wurden genauere

Bilder möglich. Solchen späteren Darstellungen lagen häufig

Kopien der Totenmaske Luises zugrunde, die der herzogliche

Architekt und Hofbildhauer Christian Philipp Wolff in

Hohenzieritz abgenommen hatte.

Von nun an waren dem Luisenkult keine Grenzen gesetzt.

Luise wurde bald nach ihrem Tod zu einer Leitfigur der Befreiungskriege,

die zum Rachefeldzug für eine patriotische

Märtyrerin stilisiert wurden. 1813 stiftete der König als

Auszeichnung von Soldaten für erwiesene Tapferkeit das Eiserne

Kreuz, als dessen Stiftungsdatum er rückwirkend den

10. März, den Geburtstag Luises, bestimmte. Er selbst fertigte

einen Entwurf an, Schinkel führte ihn aus. Am 3. August

1814 stiftete Friedrich Wilhelm III. zusätzlich den Luisen-Orden,

mit dem Frauen ausgezeichnet wurden, die „den

Männern unserer tapferen Heere [ … ] in pflegender Sorgfalt

Labsal und Linderung“ brachten. Im Laufe der deutschen

Nationenbildung wurde die schöne Luise im Rahmen

der nationalistisch-militaristischen Auseinandersetzungen

mit Frankreich immer stärker instrumentalisiert. Nun endlich

sei Luise gerächt – so hieß es 1871 nach dem Sieg über

Frankreich und der Gründung des Deutschen Reichs.

Wer den Luisenkult erfassen möchte, muss das Schloss

Charlottenburg in Berlin aufsuchen, insbesondere dessen

Gartenanlagen. Denn dort befindet sich im weitläufigen

Schlosspark das Mausoleum, in dem Königin Luise 1810 in

der Gruft beigesetzt wurde. Erschaffen wurde es von Heinrich

Gentz unter Mitwirkung von Karl Friedrich Schinkel

(1781 – 1841), der schon für das Berliner Stadtschloss die

Inneneinrichtung der Räume Königin Luises entworfen

hatte. Die 1814 von Christian Daniel Rauch als Schausarkophag

vollendete Grabskulptur aus Carrara-Marmor

zeigt Luise liegend wie eine Schlummernde und gilt als

ein Meisterwerk der Berliner Bildhauerschule.

Besondere Resonanz fand die Gipsstatue „Königin Luise

mit dem Prinzen Wilhelm“, die sogenannte „Preußische

44 durchblick 1/2026


Gesellschaft

Madonna“, die Fritz Schaper 1897

geschaffen hatte. Diese zeigte Luise

hoheitsvoll eine Treppe herunterschreitend

und den künftigen

Kaiser wie das Jesuskind im Arm

haltend. Der Künstler wurde von

Kaiser Wilhelm II. beauftragt, die

Statue in Marmor auszuführen.

Der Auftrag wurde 1901 vollendet,

die Statue am 10. November

enthüllt. Für die überlebensgroße

Marmorstatue wurde Schaper auf

der Berliner Kunstausstellung

1901 die Große Goldene Medaille

verliehen. Sie wurde in den

Kriegswirren 1945 zerstört.

Während des Deutschen Kaiserreichs

ließen vor allem Luises

100. Geburtstag im Jahr 1876 und

ihr 100. Todestag 1910 das Ausmaß

ihrer Verehrung besonders

hochschwappen. Die Siegener

Zeitung widmete sich in ihren Ausgaben

vom 9. und 11. März 1876

auf insgesamt fünf Seiten dem

Gedenken an Königin Luise von

Preußen. Am Sonntag, den 17. Juli

1910, wurden die ev. Gottesdienste

vielerorts mit einer Königin-Luise-Gedenkfeier

verbunden. Der

Evangelische Gesellen-Verein veranstaltete

an diesem Sonntagabend

im Saale des evangelischen Gesellenhauses

in Siegen eine Königin Luise-Gedenkfeier. Auch

an anderen Orten im Siegerland gab es vergleichbare Einnerungsfeiern.

So veröffentlichte Dr. Gottschalk, der Direktor

des Realgymnasiums zu Siegen folgende Zeitungsanzeige:

„Zu der am 19. ds. Mts., vormittags 11 Uhr in der Aula stattfindenden

Königin-Luise-Gedächtnisfeier beehre ich mich, die

Eltern unserer Schüler sowie die Freunde der Anstalt im Namen

des Lehrerkollegiums ergebenst einzuladen.“ Ebenfalls

am 19. Juli 1910 fand in Siegen im Saal des Kaisergartens eine

„Erinnerungsfeier an die Königin Luise“ mit umfangreichem

Programm statt, die am folgenden Tag wegen des großen Publikumsinteresses

sogar wiederholt

wurde. Außerdem berichtete die

Siegener Zeitung: „Zum Gedächtnis

des Todestages der Königin Luise

will man überall Linden und Eichen

pflanzen. Die Regierungspräsidenten

haben zur Umgitterung solcher

Gedenkbäume für ärmere Gemeinden

einen Staatszuschuß zugesagt.“

So wurde am 19. Juli 1910 auch in

Grissenbach an der Siegtalstraße

am Ortsausgang in Richtung Nen-

Fotos: Wilfried Lerchstein

kersdorf eine solche Luisenlinde

gepflanzt, die dort inzwischen unter

Naturschutz steht. Nicht nur hier,

sondern auch in Burbach-Oberdresselndorf,

Kreuztal-Fellinghausen

und Siegen-Weidenau erinnern im

Siegerland Luisenstraßen noch heute

an die Königin.

Zwischen 1923 und 1934 existierte

der „Bund Königin Luise“,

eine monarchistische Frauenorganisation,

die politisch dem demokratiefeindlichen

Frontkämpferbund

„Stahlhelm“ nahestand. Mit dem

Ende Preußens nach dem Zweiten

Weltkrieg erlosch der Kult um Luise

schließlich allmählich. Eine westdeutsche

Nachkriegsfilmproduktion

aus dem Jahr 1957 mit Ruth Leuwerik

als Luise floppte komplett. „Sisi“

wurde nun dank der Verfilmungen

mit Romy Schneider zur Märchenkönigin.

Und ganz ohne Film, aber

doch dank der Medien, übernahm

Diana, Princess of Wales, die Rolle

der neuen „Königin der Herzen“

des 20. Jahrhunderts.

Auch wenn der einstige Luisenkult

aus heutiger Sicht eher

befremdlich erscheint, wird Luise

von Preußen zu Recht noch immer

als interessante und emotional anrührende

Persönlichkeit der deutschen

Geschichte wahrgenommen. Bereits im Rahmen der

Dauerserie „Frauen der deutschen Geschichte“ verausgabte

die Deutsche Bundespost am 13. Juli 1989 eine Briefmarke

mit dem Porträt von Luise von Preußen, von der auch eine

Variante in West-Berlin erschien. Auch die DDR verausgabte

1989 eine Sonderbriefmarke, die den Kopf von Königin Luise

als Detail der Prinzessinnengruppe zeigte. Außerdem wurde

der Prinzessinnengruppe am 11. Oktober 2018 eine Sonderbriefmarke

gewidmet. Ansonsten hat die Erinnerung an sie im

Laufe der letzten Jahrzehnte allerdings deutlich nachgelassen.

Es bleibt abzuwarten, ob es gelingen wird, aus Anlass des

250. Jahrestages ihrer Geburt daran

spürbar etwas zu ändern. Immerhin

erscheint am 2. März 2026 noch einmal

zu Ehren von Luise von Preußen

eine Sonderbriefmarke zum Inlands-

Großbriefporto von 180 Cent. Auch

die Graphic Novel „Preußens Luise“,

die der Zeichner Rainer Ehrt zu ihrem

Leben veröffentlicht hat, trägt sicher

ebenfalls dazu bei, die Königin

wieder mehr in das Licht der Öffentlichkeit

zu rücken.

db

1/2026 durchblick 45


Gesellschaft

Night Train

Foto: Wikimedia Commons

Oscar Peterson mit seiner LP Night Train.

von Friedrich Ochsmann

In ein paar Wochen wird es vorbei sein, das Schriftliche liegt

hinter ihnen, jetzt kann nicht mehr viel geschehen, egal wie

das Mündliche wird, er kann nicht mehr durchfallen, konnte

es eigentlich nie. Nur noch kurze Zeit, und ein neues Leben

wird vor ihm liegen. Alles wird möglich sein!

Er tritt in die Pedale, treibt das Rad durch die krummen

Straßen der kleinen Stadt – nichts scheint hier gerade

zu sein – krumme Straßen, krummer Sinn, denkt er, klein

und eng, dafür überschaubar. ‚Gemütlich’ geht ihm durch

Kopf, ‚gemütlich‘ passt gut. Er fährt weiter zwischen hohen

Mauern aus grünem Sandstein, schweigend und undurchdringlich,

als wollten sie Geheimnisse bewahren.

Aus den Gärten hinter den Mauern dringt der Duft von

feuchter Frühlingserde; ein Regenschauer hat die letzten

Blütenblätter in die Rinnsteine gespült, ein Windstoß

jagt sie vor sich her. Er biegt in den kleinen Park vor der

Stadtmauer ein. Wolkenfetzen treiben über den Abendhimmel.

Davor ragt der einzige Turm der Stadtbefestigung

auf wie ein unbestechlicher Wächter über Anstand und

Ruhe. Friedhelm steuert auf das Haus mit dem Pultdach

über der breiten Fensterfront darunter zu; es sind die Büros

des Architekten. Dessen Wohnhaus ist gleich daneben;

die andern sind schon dort: Michael, der hier zuhause ist

und der ihn gefragt hat: „Komm doch heute Abend einfach

dazu?“; er ist groß, blond, bei den Mädchen kommt er gut

an. Er ist sensibel und einfühlsam, jetzt muss er sich immer

wieder schnäuzen, der Heuschnupfen quält ihn wie immer

um diese Jahreszeit. Thomas ist etwas kleiner, hat zu allem

eine klare, manchmal etwas eigenwillige Meinung,

die er gekonnt und hartnäckig zu verteidigen versteht. Guter

Schachspieler, passabler Klavierspieler. Wenn er sich

erregt, sieht man es an der kleinen blauen Ader an seiner

Schläfe. Martin ist gelassener, manchmal vielleicht ein wenig

spöttisch; wenn er etwas sagt, hat es Hand und Fuß. Er

ist der einzige hier aus der Französisch-Klasse:

Sie sitzen im Wohnzimmer mit der HiFi-Anlage; sie

trinken Veltins-Pils aus dem Sauerland aus den gedrungenen

kleinen Flaschen, es wird geraucht. Worüber reden

sie? Über ihre Lehrer – eher weniger, das ist inzwischen

langweilig; über ihre Studienpläne, natürlich, und über den

bevorstehenden Dienst beim „Bund“ oder eher im Ersatzdienst

– es gehört zum guten Ton, dass man „verweigert“

hat. Und vielleicht auch über Mädchen, und darüber, wer

jetzt mit wem --- ? Irgendwann tritt Stille ein, Michael legt

46 durchblick 1/2026


Gesellschaft

eine Platte auf. Ein Klavier-Trio. Ein Auftaktakkord wie

ein Weckruf! Dann gleiten die Töne des Pianos rasch dahin,

rollen auseinander wie hingeschüttete Murmeln, um dann

von kräftiger Hand wieder eingefangen zu werden und in

den Blues einsortiert zu werden - immer wieder - wie ein

leichtes Wiegen, stetige Bewegung auf der Stelle, unmöglich

sich dem Rhythmus zu entziehen, unmöglich hier die

Füße still zu halten, der Rhythmus steigt auf in den Körper,

geht in Kopf und Rücken - da drängt etwas vorwärts, wird

gehalten, aber nicht aufgehalten, es gibt Verzögerungen,

Schleifen -vielleicht ist das Leben so ? - Spannung baut

sich auf, löst sich wieder, und es geht weiter mit fröhlichperlenden,

atemberaubend schnellen Läufen die Tonleiter

hinunter, da ist Zuversicht, da gibt es keine Hindernisse

-. Ein freundliches Bass-Solo bringt ein wenig Ruhe, ein

kurzes Innehalten, bevor der Zug weiterfährt, seinem unbekannten

Ziel entgegen.

Friedhelm ist wie gefangen - solche Musik kennt er

bisher nicht; im Elternhaus sind Beethoven, Brahms und

Mozart mit Schallplatten vertreten und werden hin und

wieder gehört. Begeisterung dafür hat F. nicht entwickeln

können. Wenn so etwas wie dieses im Radio zu hören gewesen

wäre, wäre das wohl als ‚Negermusik’ abgetan worden.

NIGHT TRAIN heißt das Stück, wird erklärt, und gibt

den Namen für die gesamte Platte. Das Cover geht nun

von Hand zu Hand: eine fremd aussehende Lokomotive,

unscharf verwischt vor blauem Nachthimmel, energisch

aus dem blau-violetten Rahmen herausstrebend, strahlt sie

Kraft und Tempo aus. Dass der Pianist und Bandleader ein

Schwarzer ist, ist rasch klar; dass Oscar Peterson ein großer,

breitschultriger Mann ist, der bei lauten Stellen schon

einmal die Augen schließt und mitsingt, was ihn dann ganz

nahbar aussehen lässt – das alles wird Friedhelm erst später

erfahren. Auch dass es im letzten Stück der Platte um

einen ganz bestimmten Freiheitskampf geht, wird ihm erst

später klar: HYMN TO FREEDOM - es beginnt langsam,

harmonisch und sanft, beinahe sakral, dann kommen eindringliche

Wiederholungen, dissonante Brüche. Es folgen

Improvisationen, die den Zuhörer kaum ruhig sitzen lassen,

lange, perlende Kaskaden über die Tonleiter – er könnte

nicht beschreiben, was er da hört, es fehlen die Wörter, die

Begriffe, um die er sonst nicht verlegen ist. Dies ist etwas

ganz Neues, es geht tief in sein Inneres hinein und berührt

ihn, die Klänge und Harmonien nehmen ihn mit sich. Es ist

nicht immer leicht, der Flut an Klängen zuzuhören; immer

wieder bauen sie unharmonische Spannung auf, um diese

dann bald - zum Glück - wieder zu auflösen; aber da er

sich darauf einlässt, wird alles weiter, offener, leichter in

ihm. Dann der Schluss, ein nicht enden wollender Jubel,

sich immer wieder steigernd, mit kleinen, wie zufällig wirkenden

frechen Klangtupfern dazwischen, schließlich der

unwissentlich ersehnte, pathetische Abschluss – ein freudiger

Ausklang, voll Erwartung und Verlockung!

Der Zug ist in Bewegung gekommen.

db

Ihr Rundum-Sorglos-Paket

aus einer Hand

Malteser Hausnotruf und

Menüservice

malteser.de/hausnotruf

Kontakt Hausnotruf:

Michaela Caner

02738 / 30789 – 0

Hausnotruf.Siegen@malteser.org

malteser.de/menueservice

Kontakt Menüservice:

Maria Patitucci

02738 / 30789 – 0

Menueservice.Siegen@malteser.org

Malteser Hilfsdienst e.V., Dienststelle Südwestfalen, An der Netphe 61, 57250 Netphen

1/2026 durchblick 47


Gesellschaft

Von Eiern und Menschen

Das Osterei, Nachhaltigkeit und Weltfrieden

Ostern ist, wenn scheue Hasen gekochte Hühnereier verstecken

– selbst gefärbt! Kein Zweifel möglich.

von Adele von Bünau

Ostern ist neben Weihnachten das zweite Fest im Jahr,

an dem Kinder ihre Eltern im Ausnahmezustand erleben.

Sie, die sonst immer zur Wahrheit mahnen,

beharren plötzlich verstörend realitätsfern darauf, sie hätten

einen Feldhasen, ein scheues Säugetier, dabei beobachtet,

wie es gefärbte Eier oder sogar Süßigkeiten im Garten versteckt

habe. Einer fängt mit diesem Unsinn an, die anderen

nicken verstehend, alle trinken ihren Kaffee weiter und regen

an, die Kinder könnten doch einmal nachsehen, ob sie

einige der Verstecke aufstöbern könnten. Natürlich – es ist

ein Spiel! Und da die Kinder ihre Eltern lieben, zudem gute

Süßigkeiten zu schätzen wissen, spielen sie mit.

„Fang mich doch, du Eierloch!“, riefen meine Kinder

früher fröhlich, bevor sie auseinanderstoben, um sich vor

dem amtierenden „Eierloch“ in Sicherheit zu bringen,

denn wer angeschlagen wurde, war das nächste Loch.

Was aber ist das, ein Eierloch?

Ganz klar: Mein Sohn ist eins.

Ein Fünf-Eier-Rührei begleitend zum Mittagessen als

Kraftsport-Proteinquelle ist keine Seltenheit. Ostern verschärft

die Lage zusätzlich. Überall lauern Eier: gekochte,

gefärbte, versteckte, Hühnereier, Haseneier ... Ich bin froh,

dass ich die Eier nur kaufen und nicht selber legen muss.

Aber mittlerweile frage ich mich als treu sorgende Mutter:

Wie gesund sind Eier eigentlich, wenn man die Fastenzeit

auslässt und gleich mit den Oster-Traditionen weitermacht?

Schließlich kennt man Eier, selbst wenn sie schön

bunt angemalt sind, als Cholesterin-Bomben! Zunächst befrage

ich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Das ist doch eine Autorität, die Gewicht hat! Auf den gefährlichen

Cholesterinspiegel scheinen Eier

weniger Einfluss zu haben als früher angenommen.

Die DGE empfiehlt trotzdem,

nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche

zu verzehren.

Dachte ich’s mir doch!

„Basis einer gesunden Ernährung sind

pflanzliche Lebensmittel. Tierische Lebensmittel

wie Fisch, Fleisch, Wurst und Eier

können in geringeren Mengen den Speiseplan

ergänzen“, lese ich weiter. Argumentiert

wird im Sinne einer ausgewogenen, das heißt

vielfältigen Ernährung sowie mit den Vorteilen

für Umwelt und Klima, wenn man pflanzlichen

Lebensmitteln den Vorzug gibt. Das ist

so löblich wie schwammig.

Ich brauche handfeste Gefahren, wenn ich

ein heranwachsendes, muskelbepacktes Eierloch

wirkungsvoll bremsen will! Idealerweise

mit Beipackzettel, Totenkopf und Warnhinweis:

„Verzehr kann zu spontanem Federwuchs führen.“

United by eggs: Ich suche im Netz nach österlichen Trigger-Warnungen

und stoße auf den „Welt-Ei-Tag“. Hilft mir

der vielleicht weiter? Ganz im Gegenteil! „United by eggs“

ist die Schlüsselbotschaft dieses Feiertags. Eier, so scheint

es, können den Weg zum Weltfrieden ebnen, weil sie in allen

Kulturen gegessen werden – als ham and eggs ebenso wie

als Pfannkuchen, als Schakschuka oder russisch gefüllt mit

Kaviar-Dekoration.

„Eier haben die einzigartige Fähigkeit, Familien und

Gemeinschaften zusammenzubringen“, heißt es in der

Pressemitteilung zum Welt-Ei-Tag. Und noch euphorischer:

„Eier haben nicht nur die Kraft, Gemeinschaften

zu vereinen, sie sind auch eine ökologisch nachhaltige

und kostengünstige tierische Proteinquelle und verbinden

Menschen im Streben nach einem gesünderen Planeten.“

Das klingt fast schon religiös.

Eine wissenschaftliche Grundlage dafür wird nicht genannt,

aber dafür eine Verheißung, wie es sich für Glaubensfragen

gehört: Die Feier des Welt-Ei-Tags „ist eine Anerkennung der

gemeinsamen Bindungen, die uns alle durch die universelle

Anziehungskraft und die Vorteile von Eiern vereinen“.

Ei-ei-ei! Jetzt sitze ich hier als Rabenmutter, die ihrer

eigenen Brut das Osterei missgönnt. Da hilft nur eins: Den

Jungen so lange Eier essen lassen, bis er zu krähen anfängt.

Vielleicht ist das noch vor dem Herzinfarkt der Fall.

Welche Geschichten fallen dir zu Eiern ein?

Dachtest du früher auch, die braunen wären die Vollkorn-Eier?

Ob hart oder weich, gefärbt oder naturbelassen,

gebraten, gebacken oder gekocht, versteckt oder verfügbar

– nimm dir einen Stift und schreib eine Geschichte! db

48 durchblick 1/2026

Foto: corinnabarbara auf Pixabay


Frühling am alten Grab

Komm her aus hohen Lüften

und höher noch herab,

mit deinen tausend Düften

bedecke dieses Grab.

Und Blumen magst du geben

der Erde, schwer und matt,

damit noch einmal blühe

die alte Ruhestatt.

Der Stein ist alt geworden,

das Grab, es liegt allein.

Sie, die so lange hier ruhet,

wird ewig jung mir sein.

Ein Schatten fiel im Frühling

und brachte frühes Leid,

fiel auf der Jugend Blüte,

ihr blieb ein fahles Kleid.

Dahin sind alle Blüten

aus längst vergang’ner Zeit,

es blieben stille Bilder

von einstiger Herrlichkeit.

Wenn nach des Winters Mühen

das Leben neu sich regt,

wird neu der Traum erblühen,

der stets das Herz bewegt.

Das Ende war

des Gärtners Schnitt,

und Pflanzenreste

sanken nieder

Etwas bekümmert

sank ich mit,

Ach Grab, verzeih uns

einmal wieder.

Johannes Utsch

Frühling

von Conrad Ferdinand Meyer

Er ist`s,

von Eduard Mörike

Lob des Frühlings

von Ludwig Uhland

von Sigrid Kobsch

Weihnachten ist doch gerade erst vorbei, und schon

steht Ostern vor der Tür. Je älter ich werde, desto

schneller fliegt die Zeit dahin. Ostern war für

mich als Kind ein heißersehnter Feiertag: Kam doch der

Osterhase und versteckte bunte Eier und ein paar Süßigkeiten.

Wir Kinder mussten so lange im Bett bleiben, bis

die Mama uns rief: „der Osterhase war da!“ Und dann ging

die Sucherei los. Im Schlafanzug, bei schlechtem Wetter

im Haus, bei gutem Wetter im Hof. Raffinierte Verstecke

hatte sich der Hase ausgedacht, es dauerte recht lange, bis

man alle Eier gefunden hatte. Ich fand immer mehr als

meine fünf Jahre jüngere Schwester, musste jedoch stets

genau mit ihr teilen, was ich ziemlich ungerecht fand.

Ostern

Beim Osterspaziergang nahm man immer ein paar

dunkler gefärbte Eier mit in den Wald und suchte einen

Ameisenhaufen. Vorsichtig legte man die Eier zwischen

die wimmelnden Ameisen, die sich sofort auf den „Feind“

stürzten und mit ihrer Säure bespritzten. Dadurch wurde

die Eierfarbe aufgelöst, sodass die Eier über und über mit

kleinen weißen Flecken gesprenkelt waren.

Wir Kinder trafen uns auch in der Zeit auf einer Wiese

zum „Eierwerfen“. Die Eier wurden recht weit geworfen,

wobei sie erstaunlich lange ganz blieben. Wessen Ei

am längsten hielt, der hatte gewonnen. Ein Nachbarsjunge

durfte nur „außer Konkurrenz“ teilnehmen. Er hatte

nämlich kleine, bunte Taubeneier, die beim Werfen kaum

jemals kaputtgingen.

db

1/2026 durchblick 49


Unterhaltung

Mörderisches Einkaufsvorhaben

von Eva-Maria Herrmann

Karl hatte gerade die von ihm ausgiebig gelesene Tageszeitung

zusammengefaltet, als er feststellte: „Ach!

Es ist Donnerstag! Wo gedenkst du heute einzukaufen?“

„Eigentlich brauchen wir nichts, heute wollte ich nicht

einkaufen“, antwortete Klärchen. „Aber der Baumarkt hat die

besonderen Schrauben im Angebot und danach wollte ich sehen“;

druckste Karl herum. „Man kann sie ja immer wieder

gebrauchen“, waren seine wichtigen Einwände.

Natürlich waren die Schrauben nur ein Vorwand, das

kannte sie. Seit Karl Rentner geworden war, gehörte es für

ihn zum festen wöchentlichen Pflicht- und Orientierungsprogramm

mit seiner Gattin einkaufen zu gehen. Die vielfältigen

Angebote in den Geschäften interessierten ihn weniger. Diese

Streifzüge, für die er jedoch stets einen Vorwand suchte,

peppten seine Freizeit ein wenig auf. Es verwunderte Klärchen

nicht, wusste sie doch genau, dass er äußerst ungern allein

unterwegs war, überhaupt sehr selten etwas allein unternahm,

er es aber nie zugab. Nun hatte er sich in den letzten

Tagen sehr schlapp und elend gefühlt. Er hatte über sehr starke

Schwindelanfälle geklagt und den Eindruck geäußert, als ob

ihn seine eigenen Beine nicht mehr tragen könnten. Klärchen

war daher an diesem Vormittag über die spontanen Einkaufsgedanken

erstaunt. Aber sie kannte ihn und seine Spontanität

zu gut. Auch die eigenartigen Redewendungen, wenn er sich

nach jedem Einkauf beschwerte, wie schnell seine bessere

Hälfte seine ‚mühsam erarbeitete‘ Rente ausgeben könne.

Klärchen räumte den Frühstückstisch ab, kramte noch in ihrer

Küche herum, bevor sie im Kühlschrank nach den Vorräten

sah. Wie erwartet brauchten sie wirklich nichts und wegen ein

paar fehlender Lebensmittel lohnte es nicht einen Einkaufszettel

zu schreiben. Karl, der allgemein im Schlabberlook herumlief,

ja selbst am Sonntag die Kleidung dem tristen Müßiggang

angepasst hielt, hatte sich unterdessen ins Bad zurückgezogen.

Frisch rasiert und frisiert schwebte er mit einem belebenden

Duft vorbei ins Schlafzimmer. Kleiderbügel

quietschten auf der Stange.

„Er ist wieder gesund“, erkannte Klärchen.

Und auch an diesem Donnerstag

legte er großen Wert auf sein Äußeres.

Ordentlich gekleidet, sportlich schick

und der Witterung entsprechend, verharrte

er etwas mürrisch wartend auf

der Treppe im Flur. Zum Aufbruch bereit

saßen ein ungeduldiges Herrchen,

auf der Fußmatte vor ihm sein Hund,

der aufgeregt mit dem Schwänzchen

wedelte. Einige Male musste er barsch

zur Ordnung und Geduld ermahnt

werden, während Karl vor sich hin

grummelte: „Ob sie wohl heute nochmal

fertig wird“.

Klärchen, an Nörgeleien gewöhnt, überhörte derartige

Äußerungen. Sie sammelte auf dem Weg zur Garage im Vorbeigehen

die letzten leeren Pfandflaschen ein und vernahm

noch die an den Hund gerichteten Worte: „Warum haben

wir uns beeilt? Jetzt sitzen wir schon eine Stunde und warten.

Weiber! Immer drängeln, aber selbst nicht in die Pötte

kommen“. Langsam ließ Klärchen das Auto aus der Garage

rollen und öffnete, sich vorbeugend, die Beifahrertür für Karl,

der sich mit schmerzverzogenem Gesicht setzte. Mit einem

beherzten Satz sprang sein Liebling in den Fußraum, um sich

dann, stolz wie Graf Koks, hoch erhobenen Hauptes, mit aufgestellten

wachen Ohren auf seinem Ehrenplatz, gleich hinter

der Windschutzscheibe, auf Herrchens Schoß zu platzieren.

Seinen Liebling kraulend mahnte Karl seine Frau: „Denk an

den Hund. Fahr nicht so schnell um die Kurven“.

Klärchen reagierte nicht mehr. Sie kannte auch den nachfolgenden

Hinweis. „Halte mal auf dem nächsten Parkplatz

an, du weißt doch, dass der Hund noch nicht Gassi, geschweige

im Garten war“. „Das hättest du ja mit ihm längst

tun können“, murmelte sie leise. „Wo hast du die Hundeleine

hingelegt?“, fragte Karl weiter. „Wieso? Hast du sie nicht

vom Schuhschrank genommen? Ich habe keine eingepackt“,

antwortete Klärchen. „Auf dem Schrank liegt sie gut“, nörgelte

Karl, „warum lässt du sie nicht einfach im Kofferraum

liegen“? Klärchen unterdrückte den Hinweis, dass er sie vor

einigen Tagen selbst dort hingelegt hatte. Außerdem hatte er

sich in der letzten Woche so elend und entkräftet gefühlt, wie

sollte er die wenigen Schritte mit dem Hund in den Garten

schaffen? Klärchen war selbstverständlich ohne viele Worte

mit dem Hund gegangen.

Wie gewünscht steuerte die Gattin den von der Straße

etwas abgelegenen Parkplatz an. Sofort sprang der Hund

raus und verschwand im Gestrüpp. Auch Karl quälte sich

langsam aus dem Fahrzeug. Er beäugte im Spiegelbild der

Autoscheiben sein Äußeres, setzte seine Kappe gerade, zog

Bild: Jochen Fend

50 durchblick 1/2026


Unterhaltung

den Reißverschluss der Jacke zu und ging langsam den Weg

in die Richtung des Hundes. Fröhlich mit dem Schwanz wedelnd

tauchte der nach wenigen Augenblicken wieder auf

und lief einträchtig neben dem Herrchen am Waldesrand

entlang. Im Rückspiegel sah Klärchen wie sie zwischen

den Baumstämmen gemächlich verschwanden. Sie kramte

derweil für einige Momente im Handschuhfach. Mit einem

Blick in den Rückspiegel betätigte sie den Fahrzeugschlüssel,

um auf dem schmalen Waldweg zu wenden. Sie setzte

langsam zurück, wieder vor, wieder zurück, wieder vor

und brachte gemächlich das Fahrzeug in die Fahrtrichtung.

„Jetzt könnten sie aber zurückkommen“, dachte Klärchen,

als sie ein paar wenige Minuten später neben der Fahrertür

den Hund aufgeregt zappelig springend wahrnahm. Klärchen

stieg aus und hörte sofort das entsetzliche Stöhnen.

Einige Meter entfernt auf dem Waldweg lag mit dem Gesicht

auf dem Boden ausgestreckt ihr Karl! „Oh Gott, was

ist passiert?“, stürzte Klärchen entsetzt auf ihn zu. „Da

fragst du noch, du hast mich umgefahren. Du bist wie wild

rumgekurvt, ich habe die gesamte Breitseite in die Rippen

gekriegt! Du hast mich voll erwischt“, klagte er wehleidig,

aufgebracht, teils schimpfend. Klärchen kniete vollkommen

verstört neben ihm. Sie war außer sich vor Sorge, murmelte

bemüht entschuldigende Worte und war voller Mitgefühl,

ihrem Karl wieder auf die Beine zu helfen. „Lass mich liegen,

Ich kann nicht aufstehen, ich muss mich erst mal sammeln,

erst testen was alles kaputt oder gebrochen ist“.

Karl sah etwas jämmerlich geschunden aus, Blut lief aus

der Nase und hatte sein Gesicht mit dem waldigen Erdreich

verschmiert. Beide noch auf dem Waldweg verharrend, vernahm

Klärchen plötzlich Motorengeräusche. Ein Kleinlaster

näherte sich. Sofort erkannte der Fahrer die Situation und

kam angerannt. „Kann ich helfen? Was ist passiert“? Karl,

durch die fremde Stimme wieder Herr seiner Sinne, erklärte

schmerzlich berührt die missliche Lage und den Sachverhalt.

„Meine Frau hat mich umgefahren. Sie hat mich mit der ganzen

Wucht des Fahrzeugs erwischt und zu Boden geschleudert“.

Mühsam mit Hilfe des netten Fremden kam Karl wieder

zum Stehen. „Sie fahren am besten gleich ins Krankenhaus“,

riet er, „oder zu ihrem Hausarzt, Ihr Gesicht sieht ja böse aus“.

Karl bedankte sich mehrfach und auch Klärchen war sichtlich

erleichtert und dankbar, als er ihren Mann noch stützend zum

Auto und auf den Beifahrersitz half.

An den Einkauf dachten beide nicht mehr. Sie fuhren zurück.

Vor der Garage angekommen, sprang Klärchen, noch

immer vollkommen verstört, rasch raus, öffnete die Haustür,

um den aufgeregten Hund in Sicherheit zu bringen und kam

zurück. Schon im Hausflur erkannte sie die Stimme ihres

Mannes, der bereits auf der Straße bei der Nachbarin stand,

die im Vorgarten beschäftigt war. Er erzählte ihr das unvorstellbare

Unglück. „Sieh dir doch bloß mal an, wie ich aussehe!

Meine Frau hat mich umgefahren. Ich habe die ganze

Wucht des Heckteils ins Kreuz gekriegt. Ich bin umgefallen.

Ich weiß nicht, wo sie ihre Augen und Gedanken hatte.“ db

1/2026 durchblick 51


Gedächtnistraining

Bild

ausschnitt

Finden Sie das

Originalbild

in diesem Heft.

Wer oder was bin ich?

Denkmäler oder Gegenstände sollen aufgrund

verschlüsselter Hinweise erraten werden. Legen

Sie auf die Beschreibungen ein Blatt Papier und

öffnen Zeile für Zeile. Wann erkennen Sie das

Gesuchte? Das Gesuchte wird „um die Ecke“

beschrieben.

Foto: Osterbaum Niederdielfen Bernd Büdenbender

Wortfindung

Finden Sie jeweils fünf zusammengesetzte

Substantive, die mit den vorgegebenen

Wörtern enden.

Trainingsziel: Wortfindung

Die Übungen wurden zusammengestellt von:

Gedächtnistrainerin

Bernadette von Plettenberg

Mitglied im Bundesverband Gedächtnistraining e.V.

02732 / 590420 bernadette@plettenberg-struwe.de

Gedächtnistrainingskurse auf Anfrage

A:

1. Ich bestehe aus sehr viel Stahl.

2. Jedes meiner Beine ist nummeriert.

3. Mich gibt es bereits seit 1901.

4. Mich kannte sogar Kaiser Willhelm II.

5. Ein kleiner Elefant machte mich berühmt.

6. Eine Stadt ist sehr stolz auf mich.

B:

1. Ich bin auf der ganzen Welt berühmt.

2. Auch ich bestehe aus sehr viel Stahl

3. Ich bin das meist besuchte meiner Art.

4. Ich wurde bereits 1889 fertig gestellt.

5. Über 400 Menschen ließen bei mir ihr Leben.

6. Ich bin ein wichtiger Sendeturm für eine

berühmte Stadt.

C:

1. Durch mich bekommt man(n) viel zu sehen.

2. Meine Einführung sorgte für großes Aufsehen.

3. Meine Entwicklerin bekam für mich einen Orden.

4. Für mich gibt es genaue Maße.

5. Ich wurde 1962 das erste Mal abgelichtet.

6. Frauen Gehen mit mir und Männer stehen auf

mich.

7. Ich bestehe aus wenig Material.

Trainingsziel: Assoziatives Denken

52 durchblick 1/2026


Lösungen Seite 82

Monatsquiz

1. Der Januar wurde benannt

nach dem römischen Gott:.

a. SNJUA

b. RJUIPTE

c. CREES

d. OLLAP

2. Ein Fest im Februar heißt:

a. EEGIIIN

b. EEGIIIWZ

c. AGTLVAITENNS

d. ACDEEHMN

3. Im Jahresablauf ist der

Februar der:

a. BEESUNTT

b. ZEÜRKSET

c. ÄMERWTS

d. AUESTTEL

4. Das Frühlingsgedicht “Er

ist´s“ stammt von (Nachname):

a. HETEOG

b. EEIKMOR

c. RELLHCSI

d. IEHNE

5. „ - der Lenz ist da“ sangen

die Comedian Harmonists:

a. ARIMNA

b. ADLEEIHD

c. AEIKNORV

d. ANLENIEES

Trainingsziel: Urteilsfähigkeit

Besser hören & verstehen?

Hörsysteme für Jeden!

Immer ein offenes Ohr für Sie ...

hören & verstehen

Christian Brandes

Ihr Hörakustiker-Fachgeschäft

mitten in Siegen

Hörsystemversorgung

Kinder-Hörgeräte

Cochlea-Implantate

Anpassung und Service

Hörakustik-Meister l CI-Akustiker l Pädakustiker

1/2026 durchblick 53


Aus der Region

Die „wilde

Kunigunde“

von der Hees!

„Das war das Fräulein vom Heeser Schloß,

die wilde Kunigunde,

sie ritt auf rabenschwarzem Roß,

sechs Knappen bildeten den Troß

und dreimal so viel Hunde.“

von Heinz Stötzel

Acht Verse beinhaltet das Gedicht, welches bereits

1952 im „Siegerländer Heimatkalender“ veröffentlicht

wurde. Fünfzehn Jahre später wurde es

in den „Siegerländer Sagen“ aufgenommen 1) . Es umfasst

acht Strophen, die darstellen, dass sie sich bei einem Ausritt

im Wald verirrte und nicht mehr den Weg zurück nach

Hause fand. Ihre Knappen und Hunde konnten ihr bei dem

forschen Ausritt nicht folgen und so suchte sie alleine bei

einbrechender Dunkelheit nach dem Heimweg. Da hörte

sie von Ferne den Klang einer kleinen Glocke und ritt im

unwegsamen Gelände dem Glockenklang entgegen.

Sie gelangte an eine kleine Waldkapelle, in deren Nähe

ein Mönch als Einsiedler lebte. Es kam zu einer verbalen

Auseinandersetzung mit ihm, an deren Ende sie bewusstlos

vom Pferd glitt. Der Eremit versorgte sie, bis Knappen

sie fanden, die mit Fackeln den Wald abgesucht hatten.

Neben den beiden Gedichtveröffentlichungen ist die

Sage von der „wilden Kunigunde“ auch in zwei Büchern

Strom und Gas zu teuer?

Kostenlose Beratung und Kundenservice.

Dieter Schaffarczyk

Zertifizierter Energiekostenberater

Telefon: 0271 / 31 92 94 18

Mobil: 0171 / 3 22 84 10

57234 Wilnsdorf

E-Mail: arnold-teleson@outlook.com

https://top-energie.com

als Erzählung aufgenommen

worden 2) .

Nach erfolgreicher Gesundung

beschloss sie, als Nonne

ins Kloster zu Keppel (bei Hilchenbach)

einzutreten. Gedicht

und Sage berichten davon, dass

sie dort Klostervorsteherin

(Äbtissin) geworden sei. Eine

Anzahl von Fragen tun sich auf:

Welche unverheiratete Tochter

aus dem Geschlecht der Familie

von der Hees verbirgt sich

unter dem Namen „Kunigunde“?

Wird die Darstellung dem

Stammschloss der Familie von

der Hees zugeordnet, welches

sich in dem Gebiet befunden

hat, wo Hees-Bach und das

Osthelde-Gewässer zusammen-fließen?

Die ursprüngliche

Burg Hees wird urkundlich

erstmals 1372 erwähnt 3) Sie wurde 1808 wegen Baufälligkeit

abgebrochen. Das jetzige „Schloss Junkernhees“

wurde in der Zeit von 1513 bis 1523 an anderer Stelle als

kleine Burg erbaut und später in mehreren Bauabschnitten

vergrößert.

Dr. Erwin Isenberg, langjähriger Studiendirektor am

Gymnasium Keppel, hat geprüft, ob in den Keppeler Urkundensammlungen

eine Kunigunde von der Hees als

Nonne oder Klostervorsteherin genannt wird. Insgesamt

24 Stiftsdamen trugen den Namen “von der Hees“, eine

Kunigunde ist dabei nicht verzeichnet 4) .

Zunächst ein Blick auf das frühere Nonnenkloster in

Keppel: Dessen Ersterwähnung findet sich in der Urkunde

vom 09.06.1239, in der Friedrich vom Hain seine Patronatsrechte

an der Netphener Martini-Kirche auf das Prämonstratenser-Kloster

in Keppel überträgt 5) . Dieser Orden

war zu Weihnachten des Jahres 1121 von dem Priester

Norbert von Xanten in Frankreich gegründet worden. Nur

28 Jahre später, im Jahre 1139, übernahm dieser Orden die

Burg der Grafen von Arnstein an der Lahn und baute diese

in ein Kloster um. 6) Das Kloster befindet sich in erhöhter

Berglage oberhalb des Flusses und kann von Besuchern

besichtigt werden.

Theoderich I. hat als Abt von Arnstein die Schenkungsurkunde

vom 09.06.1239 ebenfalls unterzeichnet. Er bestätigt

darin die Annahme der Schenkung für den Orden.

Die wechselvolle Geschichte von „Stift Keppel“ ist in

zahlreichen Chroniken festgehalten. Wer sich in der Sage

der „wilden Kunigunde“ wiederspiegelt, ist bisher nicht

klar in Erscheinung getreten.

db

Literaturnachweise:1) Wurmbach, Adolf Siegerländer Sagen 1967, Seiten 67 u. 68. 2)

Göring, Bernhard Sagen aus dem Siegerland, 1993, Seiten 9 – 11. 3) Krämer, Eberhard

Kirche im Dorf, 1998, Seiten 21 ff. 4) Isenberg, Dr. Erwin „Von der Hees wilde Kunigunde“

SZ v. 04.07.2015, Seite 41. 5) Patronatskurkunde v. 09.06.1239 Landesarchiv Münster „Stift

Keppel Nr. 1“. 6) Krings, Dr. Bruno Das Prämonstratenserstift Arnstein an der Lahn, 1990.

54 durchblick 1/2026


Geht nicht? – Gibt`s nicht!

Betzdorfer Senior baut Orgeln in Heimarbeit

Aus der Region

Konrad Theis vor seiner Truhenorgel.

von Horst Mahle

Wenn man Konrad Theis in Betzdorf-Bruche besucht,

ist man zuerst einmal von seiner Vitalität

beeindruckt, denn der Mann ist 89 Jahre alt. Er

hat eine so starke positive Ausstrahlung, die einen sofort

einnimmt: „Ich fühle mich physisch und psychisch wie 50.“

Bekannt geworden ist er dadurch, dass er Orgeln zu Hause

in seiner Werkstatt baut. Er hat ursprünglich bei der Bundesbahn

Schlosser gelernt und anschließend Maschinenbau

studiert. Als Diplom-Ingenieur hat er dann sein Berufsleben

beim TÜV in Siegen verbracht. Er sagt, dass das Siegerland

für ihn ein Geschenk war – „dort leben gute Menschen.“

Wie kam er nun dazu, in Eigenleistung Orgeln zu bauen?

Ein Verwandter war Schreiner und hatte eine eigene

Werkstatt. Dieser musste eines Tages den Blasebalg einer

Orgel in einer Kirche reparieren und fragte ihn, ob er helfen

wolle. So hatte er die erste Begegnung mit diesem königlichen

Instrument. In der Abtei Marienstatt freundete er sich

mit dem Pater an, der dort die Orgel spielte und half, als

diese überholt oder erneuert werden musste. Konrad Theis

hat dann einfach angefangen, eine große Orgel mit 13 Registern

selbst zu bauen, indem er zuerst eine Zeichnung gemacht

und danach die einzelnen Teile angefertigt hat. Die

Registerzüge wurden aus Ebenholz hergestellt, und diese

Orgel steht heute bei seiner Tochter in Hachenburg.

Ein Register ist bei einer Orgel eine in der Regel über

den gesamten Tonumfang reichende Reihe von Pfeifen gleicher

Klangfarbe. In jedem Register gibt es so viele Pfeifen

wie Tasten auf der Tastatur vorhanden sind. Pfeifennamen

sind dann zum Beispiel: Prinzipal, Trompete, Gambe, Englischhorn,

Rohrflöte oder Geigenregal. Eine Pfeifenorgel

ist also ein klassisches Tasteninstrument, das Töne erzeugt,

indem Luft durch Pfeifen geleitet wird. Jede Pfeife hat ihren

eigenen einzigartigen Ton, und die Anzahl der

Pfeifen kann von wenigen hundert bis zu über zehntausend

reichen. Der Organist kann die Einheiten

ein- oder ausschalten. Keine zwei Pfeifenorgeln sind

gleich. Jedes Instrument wird individuell gebaut und

sorgfältig intoniert, um optimal zur Akustik seines

Aufstellungsortes zu passen. Die Unesco hat den Orgelbau

zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Betzdorfer Senior hat außerdem sogenannte

Truhenorgeln gebaut, wovon eine bei ihm zu Hause

zu besichtigen ist. Die Kunst bei dem Bau einer Truhenorgel

ist es, die komplette Orgeltechnik und alle

Pfeifen auf einer geringen Fläche unterzubringen. Das

erfordert vor allem bei der Konstruktion genaue Zeichnungen

und komplizierte Mechaniken auf engstem

Raum. Die Teile der Truhenorgel müssen in den Körper

passen und dürfen nicht kollidieren. Die Windversorgung

des Musikinstrumentes muss auf die Registerzahl

abgestimmt sein und mit einem relativ geringen

Volumen auskommen. So ist die Truhenorgel ein wirklich

komplexes Instrument, welches oft in kleinen Kirchen und

Versammlungsräumen steht, aber auch solistisch genutzt wird.

Eine der größten und berühmtesten Orgeln der Welt steht in

Deutschland. Sie befindet sich im Dom Sankt Stephan in Passau.

Sie wurde ehemals mit 208 Registern (andere Quelle: 229

Register) und 17.974 Pfeifen als größte Orgel der Welt erbaut.

Heute wird sie von zwei Kirchenorgeln in den USA übertroffen,

ist aber immerhin noch die größte ihrer Art in Europa.

Mich hat der imposante Klang der Orgeln in den Kirchen

schon immer fasziniert, und ich habe bei den Gesprächen

mit Konrad Theis und der Recherche zum Thema wieder

neues Interesse daran bekommen. Vor allem aber habe ich

einen höchst interessanten Senior kennengelernt, der seine

Umwelt mit seiner positiven Ausstrahlung begeistert. db

Orgel im Kloster Marienstatt.

1/2026 durchblick 55


Ora et Labora

Das Stahlbergmuseum

Müsen

von Klaus Treude und Rolf Golze

Noch bis 1931 fuhren täglich Bergmänner in die Grube

Stahlberg ein. Vor jeder Schicht wurde eine Andacht

abgehalten, um die Gefahren im Berg abzuwenden.

Bis 1898 geschah dies in einem kleinen Zechenhaus welches

heute das Stahlbergmuseum beherbergt.

es mit der Mechanisierung der Arbeitswelt. Druckluftbetriebene

Bohrhämmer, Karbidlampen sowie Schwarzpulver

und Dynamit waren nun die Hilfsmittel. Um 1920

war bereits die Erschöpfung der Erzvorräte bekannt, die

baldige Schließung des letzten Müsener Bergwerks stand

bevor. Hermann Fuhr als letzter Grubendirektor richtete

Stolleneingang,

Rolf Golze lädt zum Rundgang ein.

Vor der Mechanisierung hat man in der Grube Stahlberg

mit Schlägel und Eisen das Erz aus dem Berg geschlagen.

Öllampen, die sogenannten Frösche, dienten damals

als Beleuchtung unter Tage. Abgebaut wurde überwiegend

Spateisenstein. Aber auch viele Buntmetalle hat der

Berg freigegeben. Es war eine schwere körperliche Arbeit,

verbunden mit gesundheitlichen Risiken wie z. Bsp. der

Staublunge. Erleichterungen beim Abbau des Erzes gab

Aufmerksame Besucher lauschen

den Informationen über den Bergbau.

deshalb im Dezember 1924 ein kleines Museum im oben

erwähnten Zechenhaus ein. Er wollte damit einen Erinnerungsort

an den einst blühenden Müsener Bergbau schaffen,

welcher einst die Stütze des Siegerländer Stahlgewerbes

war. Hier im Museum beginnt jede Führung mit einer

geschichtlichen Betrachtung zur Grube, der Begutachtung

der geförderten Erzproben, den Abbau-Werkzeugen und

Messinstrumenten zur Vermessung des Stollenvortriebes.

56 durchblick 1/2026


Mühevolle Arbeit!

Manfred Stettner mit Schlägel und Eisen beim Erzabbau.

Grubenskizze und Messwerkzeuge im Museum.

Danach geht es mit Schutzhelmen in den direkt neben dem

Zechenhaus liegenden Stahlberger Erbstollen, welcher

von 1740 bis 1780 erbaut wurde. Heute können noch 380

m dieses einst über einen Kilometer langen Stollens im

Rahmen einer kurzweilige Führung besichtigt werden. Auf

den abschnittsweise aufgestellten Schautafeln erfahren die

Die Führung endet in der großen verzweigten Abbauhalle.

Dort befindet sich ein funktionstüchtiger Siegerländer

Haspel mit Schrägaufzug. Anschließend demonstriert

der Museumsführer die vor dem Maschinenzeitalter übliche

Abbaumethode des Erzes mit Schlägel und Eisen. In einem

weiteren Teil der Abbauhalle befindet sich ein großer Bohrhammer,

der die Abbaumethoden der fortschreitenden Mechanisierung

zeigt. Sprengstoff, jetzt Dynamit, bewältigte

nun den Erzabbau. Für die Sicherheit der Bergleute gegen

Bergsturz sorgten überwiegend Holzstützkonstruktionen.

Die Arbeit der Bergmänner über einen Zeitraum von

mehreren Jahrhunderten hat die Grundlage für die heutige

Siegerländer Maschinenbau- und Stahlindustrie gebildet.

Sollten Sie als Besucher die Stollenwelt unter Tage

nicht besichtigen, so lohnt sich der Blick auf jeden Fall

in das Museum. Dort werden Abbauwerkzeuge, Erze,

Messtechnik für unter Tage sowie die gesamte Historie

der Grube Stahlberg gezeigt. Im Nebengebäude ist eine

alte Dampfmaschine als Beispiel zur Stromerzeugung im

Bergbau aufgestellt.

Ein Spaziergang durch den historischen Teil von Müsen

mit dem Fürsteneingang zur Grube und der Kirche kann

den Besuch ergänzen. Lohnenswert ist auch ein Besuch

der Bergbausiedlung Altenberg auf der Passhöhe zwischen

Müsen und Littfeld.

Um all die Vielfalt der Bergbau-, Arbeits- und Wohnwelt

verinnerlichen zu können, habe ich die Grube Stahlberg

mehrfach besucht. Das Museumsteam unter der Leitung

von Rolf Golze freut sich über Besucherinnen und Besucher.

Öffnungszeiten von März bis November am 2. Sonntag

eines jeden Monats zwischen 14.30 und 16.30 Uhr oder auf

Anfrage unter www.stahlbergmuseum.de

db

Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher ist die

umfangreiche Erze- und Mineralienausstellung.

Besucherinnen und Besucher an der ersten Stelle wie die

Grubenanlage mit den Stollen beschaffen ist. Weiter geht

es am Fürsteneingang vorbei zur Wettermaschine. Diese

blies früher ausreichend Frischluft für die Bergleute in die

Stollen und Abbaugebiete. Bei Stollenmeter 380 befindet

sich der Nachbau einer Wasserkunst. Ein Wasserrad mit

angeschlossener Pumpe sorgte in manchen Grubenteilen

für die Entwässerung.

Stollen mit Blick zum Ausgang.

Alle Fotos: Klaus Treude

1/2026 durchblick 57


Siegerländer Dörfer

Berufe

von Tilla Ute Schöllchen

Fast könnte man meinen, in den Siegerländer Dörfern

seien wegen der Selbstversorgung der Kleinlandwirte

keine anderen Berufe vertreten gewesen. Schließlich

gehörte es sich für einen ordentlichen Bauern, (nahezu)

alles selbst zu erledigen. Da wusste man, dass nicht

gefuddelt worden war. Hausfrauen sahen das genauso.

So ein Dorf ernährte viele. Das Geldstück, das man im

Frühjahr beim Schneider ließ, wanderte im Herbst zum

Schmied und kam im Winter zurück, wenn die „Koh verpunnd

wur (verpfundet = geschlachtet und kiloweise im Dorf

auf Vorbestellung verkauft). So hatten alle ihr Auskommen.

Selbstversorgung mit Landwirtschaft und Haubergswesen

schützte vor Mittellosigkeit. Vom Haubergsgeld wurden

Schuhe oder der „Konfermierschoazooch“ (Konfirmationsanzug)

gekauft. „Dr Vadder“ arbeitete im Bergbau, „dr Jong

i dr Schmidde“ (der Sohn in der Schmiede) „un ed Maadche

hadde Arwed im Haus vom Doggder“ (Und das Mädchen

war in Stellung beim Arzt). Selbstredend gaben die Kinder

den Großteil ihres Verdienstes zu Hause ab. Schließlich aßen

sie ja auch mit.So leistete man sich auch ab und zu kleine

Annehmlichkeiten: Das Hochzeitsbild beim Photographen

oder die Heißmangel für große Wäschestücke, Tischdecken

und Bettbezüge. Das machte was her.

Wir befinden uns mit unserer Aufzählung bereits mitten

in einer Gruppe von Berufen, die zum dörflichen Leben gehörte,

wenn sie auch nicht zwingend benötigt wurde. Den

Viehhändler schätzte man so ein. Er reiste rund und sammelte

überzählige Kälber ein, die man nicht für den Eigenbedarf

aufpäppeln wollte. Schlachten wollte man sie nicht:

„Kalbfleisch ist halb Fleisch…“ Hielt man keine Muttersau

zum Abferkeln, kaufte man beim Viehhändler auch die zwei

„Miggeschen“ (Ferkelchen), die fett gefüttert und im Winter

unter großer Anteilnahme der Dorfjugend öffentlich geschlachtet

wurden, damit in der „Heab“ (Räucherkammer)

die Würste und Schinken nicht ausgingen. Einen Schneider

konnte man schon mal gebrauchen, ersatzweise ein

Nähmädchen. Alltagsarbeiten erledigte die Hausfrau selbst,

etwa die blaue Jacke für die Feldarbeit mit einem Flicken

versehen. Wenn es aber um „Sonntagsstaat“ ging mit Rüschen,

Falten, Abnähern und Biesen, dann bemühte man die

„Gelernten“. Wie schwer es ist, eine passgenaue Männerhose

zu schneidern, versteht man, wenn man sich die männliche

Anatomie vors geistige Auge führt. Doch sollten wir

diesbezüglich nicht ins Detail gehen.

Maurer brauchte man für den Eigenbedarf eher selten.

Wer baute überhaupt ein Haus? Sowas erbte man und pflegte

es. Maurer bauten Häuser aus Stein für reiche Leute oder

eine Kirche, schon mal eine Werkstatt. Bauernhäuser entstanden

in Fachwerkbauweise. Man brauchte einen Zimmermann.

Der verstand was von Statik. Wahrscheinlich

hätte man einen Dachstuhl auch noch alleine hingekriegt.

Aber sicher ist sicher und gelernt ist gelernt. Dachdecker

sorgten dafür, dass das Heu in der Scheune trocken blieb.

Nass fing es an zu „külchen“ (sich selbst zu entzünden).

Wer will schon den „Roten Hahn“ auf dem Dach? An der

Stelle spart man besser nicht.

Schreiner wollen auch leben. Nun benötigt man aber

selten neue Möbel. Also verkaufen sie vorwiegend Särge.

Gestorben wird immer.

Lehrer gibt es noch. Man weiß nie so recht, ob man sie

ernst nehmen muss oder nicht. Schließlich laufen sie untätig

durch Wald und Feld wie Tagediebe, wenn anständige

Leute ihre Feldarbeit verrichten. Möglicherweise erklärt das,

weshalb sie nicht ordentlich verdienen. Man kennt doch das

Lied vom armen Dorfschulmeisterlein. Vor gar nicht allzu

langer Zeit musste man sie auch noch mit durchfüttern. Jeden

Mittag aßen sie bei einer andren Familie, das regelte ihr

Arbeitsvertrag. Wer will mit so einem schon tauschen?

Andere Berufe genossen höheres Ansehen, weil man sie

manchmal ernsthaft brauchte. Die Mediziner – Arzt und

Zahnarzt – bemühte man bei großen Schmerzen, wenn Hausmittelchen

versagten. Der Tierarzt war wichtiger. Hatte sich

das Vieh am Stacheldraht Wunden gerissen, schüttete man

Bornswasser darüber, um Infektionen vorzubeugen. Kalbte

die Kuh nicht ordentlich ab, musste man ihn schon holen,

für die künstliche Besamung sowieso. Deshalb nannte man

ihn auch „Rucksackbulle“, wenn er sich nicht in unmittelbarer

Nähe befand. Ging aber die Maul- und Klauenseuche um,

dann pappte er das Sperrschild an die Stalltüre. Das Vieh

58 durchblick 1/2026


Aus der Region

blieb im Stall. So mancher brave Mann hatte schon im Dorf

bei Mitkleinbauern gestrunzt: „Do hoa mir naud böd ze du.“

(Da haben wir nichts mit zu tun.), kam nach Hause und fand

das Sperrschild an der eigenen Stalltüre.

Dr. Affegood – der Advokat oder Rechtsanwalt – litt

keine Not. Erbteilungen, Feldverkäufe, saftige Prügeleien,

bei denen die Kombattanten Haare oder Zähne verloren,

sicherten sein Auskommen. Siegerländer taten sich mit

wortreichen Erklärungen ohnehin schwer. Für die freie

Rede vor Gericht eignete sich der Mann in der schwarzen

Robe besser. Schornsteinfeger schützten Haus und Habe

ebenfalls. Feuerschau musste sein. An einem Kaminzug

hingen schon mal vier Öfen, wenn nicht gar mehr. Der Kamin

wurde so warm, dass er das „Ollernstüebche“ (Zimmer

auf dem Speicher) ohne weitere Feuerstelle mitwärmte.

Hingen zu viele Heizquellen an einem Zug, war der Kamin

gar versottet, drohte Überhitzung und damit Kaminbrand.

Da zahlte man lieber den Schornsteinfeger!

Getreide drosch man selbst. Zum Mahlen brauchte man

den Müller. Auf dem Weg zur Mühle reihte sich ein Kuhfuhrwerk

hinter das andere in langer Reihe. Motto: „Wer

zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Die „Nicht-Ersten“ kamen

später nach Hause. Dann hatten die Frauen schon den Hof

gefegt und wurden mit den neuesten Neuigkeiten belohnt.

Bäcker brauchten nur Leute, die nicht mit ihrer Nachbarschaft

eine „Backesgemeinschaft“ betrieben. Die Backesgemeinschaften

waren mit ihren jeweiligen, individuellen

Besitzanteilen im Grundbuch eingetragen. Anteile wurden

vererbt. Eigentümerinnen und Eigentümer teilten sich

Nutzen und Lasten, heizten mit ihren Raumschanzen und

die Liebespaare wärmten sich an kalten Winterabenden an

der warmen Türe. Das klappte bei der Bäckerei nicht. Auf

Metzger konnten Kleinbauern ebenfalls verzichten, solange

der Hirte nicht verhindert war. Aber das kam höchst selten

vor. Sie schlachteten mithilfe des Hirten selbst, kochten

Wurstesuppe, räucherten Schinken und Würste und kochten

Fleisch ein.

Der Krämer führte den Kolonialwarenladen. Guten

Kaffee wussten alle zu schätzen oder eine Tafel Schokolade.

Sowas wuchs im Siegerland nicht. Außerdem bot er

saisonal Besonderheiten an. Beispielsweise empfahl er der

„geschätzten Kundschaft“ wärmstens seine neue Sammlung

eleganter Herrenhüte.

Der Küster durfte nicht fehlen. Notfalls konnte man ihn

ersetzen. Kräftige Männer sicherten sich so auch einen kleinen

Nebenverdienst, läuteten die Glocken und zogen das

schwere Kirchenuhrwerk auf. Nach der Kirchenuhr und

dem Läuten mittags und abends richtete man seine Tageseinteilung

aus. Eine Armbanduhr hätte bei der Feldarbeit

nur gestört. Die Weste mit Uhrentasche gehörte zum Sonntagshabit.

Sie passte nicht zur blauen Drillichjacke.

Damit kommen wir zu den wirklich wichtigen Berufen in

Siegerländer Dörfern, zu denen, die man für Leib und Seele

brauchte, ohne die der Alltag nicht funktioniert hätte oder weniger

verträglich gewesen wäre. Fangen wir mal sachlich an:

Da wäre zunächst der Bergmann zu nennen. Viele Kleinlandwirte

waren Bergleute und sicherten mit ihrer Arbeit der

Familie ein festes Einkommen. Landwirtschaft führten sie

nebenher. Im Winter lebten sie fast nur im Dunklen. Bereits

vor Tageslicht fuhren sie in den Berg ein und kamen erst

nach Einbruch der Dunkelheit wieder hoch. Dann versorgte

„de Mudder“ das Vieh, erledigte also die Landwirtschaft.

Aber Frauenarbeit thematisierte man nicht unnötig.

Der Schmied musste sein! Siegerländer führten Kühe

und Ochsen. Sie ritten selten Pferde. Kühe als Zugtiere

mussten auch beschlagen werden, als Paarhufer auf der

äußeren Klaue aus Sparsamkeitsgründen und nur vorne.

Ohne ging es jedoch nicht. Ohne Eisenschutz hätten

sich die Hufe zu schnell abgenutzt. Kühe mit schmerzenden

Füßen zogen nicht mehr und gaben auch

keine

Meisterbetrieb Karl Reuter GbR

Inh. Karl-Jürgen und Andreas Reuter

Charlottenstraße 25-27 • 57074 Siegen

0271 / 33 22 42 • 0171 - 6 50 01 60

Türen • Fenster • Möbel • Innenausbau • Reparaturen

info@reuter-schreinerei.de • www.reuter-schreinerei.de

1/2026 durchblick 59


Aus der Region

Milch. Schmiede verstanden sich auch auf die Fertigung

von Eisengeräten wie Harken oder Mistgabeln und legten

eiserne Reifen um die Holzräder. Die mussten dauerabel

sein. Bequemlichkeit zählte nicht. Stellmacher konnte

man ebenfalls nicht entbehren, wenn auch nicht jedes Dorf

einen eigenen brauchte. So ein hölzernes Fuhrwerk wurde

von Generation zu Generation vererbt. Den Rechen zum

Heuwenden fertigte man im Winter selbst. Der Bau eines

ordentlichen landwirtschaftlichen Fahrzeuges erforderte

Meister und Gesellen. Mit nur geringfügigen Veränderungen

passte man es der jeweiligen Aufgabe an und transportierte

Haubergsholz, Heu, Äpfel und Mist. Umziehen

konnte man damit auch. Buffett oder Ehebett? Kein Problem!

Wenn er nicht gerade in die Kirche oder Kneipe wollte,

ging Mann nie ohne Fuhrwerk.

Die medizinische Versorgung im Alltag deckten Gemeindeschwester

und Hebamme preisgünstiger als der

Doktor ab, man nannte es aber nicht „gender pay gap“.

Das Phänomen als solches allerdings bestand so alltäglich,

dass niemand es bemerkte.

Viele Worte bereiteten echten Siegerländern Ungemach.

„Lälles“ nannte man Viel- oder Dummschwätzer. Wenn allerdings

ein bestimmter Mann sich an zentraler Stelle aufbaut,

seine Aktentasche öffnete, beschriebene Blätter hervorholte,

dann auch noch zur Schelle griff, lauthals losbimmelte und

Luft holte, stand die versammelte Nachbarschaft aufmerksam

um ihn herum und spitzte die Ohren. Der Ausscheller

verkündete stimmgewaltig amtliche Bekanntmachungen:

„Hiermit teilt der Bürgermeister mit, dass wegen Erkrankung

des Hirten die Bockstation bis auf Weiteres geschlossen

bleibt.“ Gut zu wissen. Da brauchte man keine Handy-App.

Zwischen Weihnachten und Neujahr blieb er nicht draußen

im Hof stehen. Dann betrat er jedes Haus einzeln, postierte

sich im Flur auf und donnerte mit unverminderter Stentorstimme

seine Glück- und Segenswünsche für das neue Jahr.

Das fällige Trinkgeld zahlten alle gerne.

Schuster und Friseur durften in keinem Dorf fehlen. Wenn

Papas Gesicht wieder schabte wie ein Reibeisen und über den

Ohren die Haare länger wuchsen, dass er sich beschwerte,

man könne daraus Zöpfchen flechten, dann führte der Gang

zwangsläufig

zum Friseur.

Hier traf sich

die Männerwelt

nach Feierabend

und diskutierte,

welche Erlöse

der Verkauf

der Lohe an die

Gerberei erzielte.

In der Mitte

Schumacherei

des Raumes,

halb liegend, umhüllt von weißem Leinen, wurde der Nachbar

gerade vom Sohn des Friseurs eingeseift. Dazu stieg der

Junge auf ein Schemelchen, sonst hätte er das Kinn des Onkels

nicht erreicht. Das Rasiermesser am langen Lederband

schärfen durfte er aber nicht. Gefährliche Arbeiten blieben

Erwachsenen vorbehalten. Nebenan saß „Stahls Obba“,

ebenfalls weiß verhüllt. Er war in der letzten Zeit doch

ziemlich zugewachsen. Er wurde mittels Kamm, klappernder

Schere und einem perfekten Façonschnitt wieder freigelegt.

Die Wartenden geduldeten sich gerne auf Holzbänken

an der Wand. Bückte der Friseur sich beim Abkassieren beiläufig,

um unter der Theke nach französischer Ware zu greifen,

fiel auch schon mal eine anzügliche Bemerkung. Alle

wussten, dass damit am Wochenende zwischenmenschliche

Unfälle verhütet werden würden. Ansonsten ging es ruhig

und gesittet zu. Man genoss die Nähe mit Abstand und begab

sich nach dem Bezahlen entspannt nach Hause zu Frau,

Kindern und Bratkartoffeln.

Noch heimeliger fand man die Schusterbude. Der

Schuster arbeitete im sanften Schein der „Schusterkugel“,

einer mit Wasser gefüllten Glaskugel, die das Licht einer

Kerze verstärkte. Sie gab Licht für die Arbeit am Leisten

und legte den übrigen Raum in leichtes Dunkel. Da kann

man auch gut gemeinsam schweigen.

Beim Wirt herrschte geräuschvollere Gemeinschaftspflege.

Manches Geldstück, das in der Familie dringend

gebraucht worden wäre, wurde hier versoffen. das lässt

sich nicht beschönigen. Wirtsleute, die versuchten ihre un-

Volkshochschule

Siegen-Wittgenstein

Partnerin in Sachen

Weiterbildung

Ihre Volkshochschule

in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Burbach,

Erndtebrück, Freudenberg, Hilchenbach,

Kreuztal, Netphen, Neunkirchen und Wilnsdorf

Telefon: 0271 333-1519

E-Mail: vhs@siegen-wittgenstein.de

vhs-siegen-wittgenstein.de


gehemmten Gäste in deren eigenem Interesse zu bremsen,

stießen nicht auf Gegenliebe. Folgende Plänkelei aus den

Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts ist überliefert:

Wirtin: „Du hast genug. Geh nach Hause.“

Gast: „Hast Du hier was zu sagen?“

Wirtin: „Ja, ich habe hier was zu sagen.“

Gast: „Gut. Dann sag mal: Alles austrinken. Eine Lokalrunde.“

Im Wirtshaus traf man sich, um ein Stündchen mit anderen

gemeinsam entspannt Zeit zu verbringen. Ein Lokal

in Burbach trug diese Aufgabe klassisch an einem Tragbalken

der Decke in Schillers Versen: „Wer zählt die Völker,

nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?“ Genau

darum ging es. Wirte waren wichtig.

Noch größeres Ansehen genoss der Hirte. Ihm vertraute

man täglich den Reichtum des Dorfes an, die Kuhherde.

Kinder liefen den ganzen Tag über

alleine durchs Dorf, ohne dass die

Eltern wussten, wo sie sich jeweils

herumtrieben. Das Vieh aber wurde

geführt vom Hirten, den man

angemessen entlohnte. Er konnte

den Tierarzt ersetzen. Im Winter

half er beim Schlachten. Das beruhigte

das Vieh. Wenn er lange für

eine Gemeinde gearbeitet hatte,

ehrte man ihn zum Jubiläum mit

einem Hirtenfest. Da fuhren geschmückte

Kuhfuhrwerke durchs

Dorf. Der Männergesangverein

marschierte mit, hochgewachsene

Männer mit Schärpe über der

Brust trugen die Vereinsfahne vor

sich her.

Der Pastor (lateinisch: pastor

= Hirte) übertraf jedoch seinen

Kollegen für die vierbeinige

Bevölkerung bei Weitem an

Bedeutung. Der Pastor hielt die

Verbindung zum lieben Gott und

damit den Weg ins Himmelreich

frei. Mit dem musste man sich

gut stellen. Ihn lud man samt

Gattin zu Familienfesten und nötigte

ihn, ordentlich zuzugreifen.

Dazu bediente man sich – im

Rahmen seiner Möglichkeiten –

des Hochdeutschen: „Herr Pastor,

Frau Winterhager, trinken

Sie noch ein Tasschen – Schalchen.“

Dieser Respektsperson

bedurfte man nicht nur vor dem

Throne Gottes. Er musste auch

in handfeste irdische Auseinandersetzungen

eingreifen: „Herr

Pastur, Herr Pastur, dä schlied

Wohlfühl-Bäder und Wohlfühl-Wohnen:

barrierefrei, komfortabel, schön

Sie planen Ihr Bad oder Ihre Wohnung zu

renovieren? Wir setzen Ihre Umbaupläne

ohne Barrieren, Stufen und Stolperfallen um.

Dabei verwandeln wir Ihr Zuhause in einen Ort

zum Wohlfühlen. Denn wir kombinieren altersgerechtes

Bauen mit Komfort und Sinn für

Ambiente.

Wann werden Sie RINK-Wohlfühl-Wohner?

Unsere Leistungen

Schlüsselfertige

im im Überblick:

Wohlfühl-Bäder

Fliesenverlegung

• Barrierefreie,

Maurerarbeiten

altengerechte

und Badumbauten Trockenbau

Wohnungs-

• Wohnungsrenovierung

Renovierung

Inhaber: Dipl.-Ing. Volker Rink

Wichernstraße 2

57074 Siegen

Telefon: 0271 / 331 301

www.rink-siegen.de

Aus der Region

dad noch dued!“ (Herr Pastor, er schlägt sie noch tot!)

Dann fragte der friedliebende Seelenhirte nicht nach der

eigenen Unversehrtheit, was berechtigt gewesen wäre. Er

zog seinen Gehrock über und eilte dem Konfliktfeld zu, so

schnell wie möglich, ohne dabei die Amtswürde zu verlieren.

In diesem Zeitraum löste sich die Kalamität schon mal

von alleine auf. Dann kam ihm die Entwarnung auf dem

Weg zu einem Einsatz entgegen: „Herr Pastur, loße mer’d

noch mo.“ (Herr Pastor, nicht mehr nötig.)

So führte der Pastor seine Schäfchen (nicht Rindviecher!)

durch die Fährnisse des irdischen Lebens und auch im Übergang

in die Ewigkeit. Dafür wurde er gebraucht, respektiert,

geliebt und an der Kaffeetafel besonders herzlich verwöhnt:

„Herr Pastor, nehmen Sie noch ein Stückchen Kuchen. Und

die anderen haben ja den Verstand alleine“.

db

1/2026 durchblick 61


Mehr als

Starten

und Landen

von Bernd Büdenbender und Klaus Treude

Fährt man auf der B 54 von Burbach in Richtung

Rheinland, fällt linkerhand – genau auf der Grenze

zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

– ein besonderer Standort ins Auge: der Siegerland Airport,

Deutschlands zweithöchst gelegener Flughafen.

In den vergangenen Jahren stand seine Notwendigkeit immer

wieder zur Diskussion. 2018 setzten sich jedoch engagierte

Unternehmer für den Erhalt des zentral gelegenen Flughafens

ein – mit Erfolg. Der Flughafen wurde 1967 eröffnet.

Ausschlaggebend für den Bau auf der Hochebene war unter

anderem der Wunsch nach einer besseren Anbindung des

Siegerlands an das Ruhrgebiet. Bis heute erfüllt der Standort

wichtige Aufgaben. Rund 22.500 Flugbewegungen verzeichnet

der Airport jährlich auf seinen drei Start- und Landebahnen.

Selbst größere Maschinen wie eine Boeing 737 haben

hier bereits sicher auf der 1.600 Meter langen Piste aufgesetzt.

Bekannt wurde der Siegerland Airport auch durch den

ADAC, der dort bis 2010 das Trainingszentrum für seine

Luftrettungsstaffel unterhielt. Immer noch nutzt er den Flughafen

als Ausbildungsstätte. Während der Fußball-Weltmeisterschaft

2006 erlangte der Airport kurzzeitig sogar Berühmtheit:

Die tschechische Nationalmannschaft, hatte wegen der Nähe

zum Flughafen, ihr Quartier im Westerwald aufgeschlagen.

Heute profitieren vor allem Geschäftsreisende von den

kurzen Wegen und der schnellen Abfertigung. Darüber hinaus

ist der Airport ein fester Bestandteil im Gesundheitswesen:

Das bundesweit tätige Unternehmen Unicar GmbH, einer der

größten Anbieter für Krankentransporte, wie auch beim Organtransport

nutzt den Standort regelmäßig. Gerade bei Überführungen

in weit entfernte Spezialkliniken ist der Zeitvorteil

gegenüber großen Verkehrsflughäfen entscheidend.

Der Flughafen ist aber weit mehr als ein Start- und Landeplatz.

In den Hangars sind derzeit rund 170 Flugzeuge untergebracht.

Etwa 250 Mitarbeitende arbeiten am Standort –

ausschließlich in luftfahrtspezifischen Tätigkeiten. Insgesamt

sind neun Unternehmen mit direktem Bezug zum Flugbetrieb

ansässig. Zwei spezialisierte Flugzeugwerften übernehmen

Wartung, Reparaturen und Ausstattungsarbeiten, von der Bordelektronik

bis hin zu Enteisungsanlagen Für Sicherheit sorgt

Flugzeug, Type Pilatus beim Betanken.

62 durchblick 1/2026


Übung von Helikoptereinsätzen. Eine Cosair Baujahr 1950.

eine moderne Flughafenfeuerwehr, die jederzeit einsatzbereit

ist. Daneben bereichern zwei Luftsportvereine und drei Flugschulen

den Standort. Auch im Bereich Ausbildung und Katastrophenschutz

ist der Flughafen tätig. So werden hier überregionale

Schulungen zur Brandbekämpfung außen, wie auch

in Gebäudekomplexen durchgeführt. Dabei stehen die Übung

von Helikoptereinsätzen

und das Befüllen von

Löschwasserbehältern

im Mittelpunkt.

Und die Betreiber

denken weiter in die

Zukunft: Geplant sind

Investitionen in eine

mobile Ladeinfrastruktur

für elektrisch

betriebene Flugzeuge

sowie die Umstellung auf nachhaltigen Treibstoff. Beides

trägt dazu bei, die Umweltbelastung deutlich zu verringern.

Der Siegerland Airport ist seit (fast) 50 Jahren Regionalflughafen

und Wirtschaftsfaktor für die Kreise Siegen-Wittgenstein,

Westerwaldkreis und Lahn-Dill Kreis. Die Betreiber

hoffen, ihn auch für Zukunft erhalten zu können. db

P.U.

Umzüge & Möbeltransporte

Zweigniederlassung der Firma Transporte Schlotmann e.K.

Unser Herz schlägt für Umzüge! Als familiengeführtes

Unternehmen mit 58-jähriger Tradition bieten wir Ihnen ein

umfangreiches Portfolio:

-Privatumzüge

-Firmumzüge

-Betreute Seniorenumzüge

-Behördengänge bei Seniorenumzüge (Pflegekasse)

-Haushaltsauflösungen

Inh. Andreas Freiherr von Heder

Friedrich- Wilhelm Str. 150

57074 Siegen

Telefon: 0271 - 25225

E-Mail: umzuege.stutte@gmail.com

Website: www.umzuegesiegen.de

1/2026 durchblick 63


Historisches

Hirtenlohn

Zu viel für einen Schulmeister

Typisches Bauernhaus in Nauholz. Der Ort wurde vor 1300

erstmals urkundlich erwähnt. 1960 musste der Ort der

Obernautalsperre weichen. In seinem letzten Jahr zählte er

148 Einwohner.

von Heinz Bensberg

Es war im Jahre 1824, als Wilhelm Kühn, geboren 1800

in Bürbach, mit seinem Tagebuch begann. Er ging

nach Nauholz im Kirchspiel Netphen, wo er sich beim

Schulvorstand als zukünftiger Schulmeister bewarb. Dem

Schulvorstand sagte seine Bewerbung zu, und man stellte ihn

unter Vorbehalt ein. Sein Salär sollte 15 Taler jährlich betragen,

drei Taler mehr, als sein Vorgänger erhalten hatte. Kost

und Logis sollte er im sogenannten „Reihenumgang“ bekommen,

was sich später dann als sehr mühsam erwies.

Bevor Wilhelm seine Anstellung antreten konnte, musste

er beim Schulinspektor Achenbach aus Ferndorf eine Prüfung

ablegen. Erst danach hielt ihn die königliche Regierung

in Arnsberg für fähig, die Schule in Nauholz zu verwalten. Er

war der zweite Lehrer in der 1822 erbauten Schule, die Pfarrer

Hampe seinerzeit mit einer bemerkenswerten Predigt eingeweiht

hatte. Er hatte versprochen, tüchtige Lehrer für die

neue Bildungseinrichtung zu suchen. Nach dem ersten Lehrer

sollte entsprechend dem Willen des Pfarrers der begabte

Hirtenjunge Kühn folgen. Ein kleines zeitliches Hindernis

bestand darin, dass Kühn noch Konfirmand war, was jedoch

durch eine zeitnahe Segenshandlung ausgeräumt wurde.

Das Engagement von Wilhelm Kühn verhalf der Schule zu

großer Anerkennung. Vor seiner Anstellung hatte der Schulunterricht

nur im Winterhalbjahr stattgefunden, von Michaeli

bis Ostern, also vom Einstallen bis zum Austreiben des Viehs.

In die Schulklasse ging Wilhelm Kühn stets mit ernster

Amtsmiene. Überliefert ist, dass er seinen ersten Unterricht

folgendermaßen begonnen haben soll: „Liebe Kinder, was

wollt ihr von mir? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder

mit Liebe und sanftmütigem Geist? So fragte Paulus einst, so

frage ich euch jetzt, da ich euch zum ersten Mal sehe und

euch als meine künftigen Schüler begrüße. Ich lese es aber

schon in euren Gesichtern: Euer Wunsch ist der, mit Liebe

und sanftmütigem Geist.“ „Ja? – Nun, das ist auch mein Wille.

Es würde mir von Herzen leidtun, wenn ich jemals eine Rute

bei euch anwenden müsste. Ich habe euch alle herzlich lieb.

Sollten aber halsstarrige Schüler unter euch sein, die sollen

fühlen, wie ich die Rute zu handhaben weiß.“

Seine Lehrtätigkeit übte er gern aus; er war Schulmeister

aus Leidenschaft. Die Kinder besuchten – soweit es die Landwirtschaft

zuließ – regelmäßig die Schule und spürten, dass

Lernen auch Freude bereiten konnte. Die Eltern wussten seine

Fähigkeiten zu würdigen und dankten dem jungen Lehrer

mit Waffeln, manche sogar mit Butter bestrichen, sowie mit

anderen Aufmerksamkeiten. Sein Vorgänger war bei Weitem

nicht so verwöhnt worden. Die Kinder hingen mit Liebe an

ihm; für Kühn war dies eine Erfüllung. Je weiter man das

Siegtal von Siegen hinaufkam, desto gesitteter, höflicher, artiger

und gehorsamer waren die Kinder in der Schule.

Während der Erntezeit war die Schule auch für ihn Nebensache.

Nicht selten musste er wochenlang nachts um ein

Uhr aufstehen, um etwa beim Dreschen oder anderen bäuerlichen

Tätigkeiten zu helfen. War er nicht rechtzeitig zur

Stelle, wurde er auch schon einmal von seinen Schulkindern

geweckt. Nach der anstrengenden Arbeit, die meist bis in die

Morgenstunden verrichtet wurde, frühstückte man gemein-

Gegenstände aus vergangenen Zeiten faszinieren uns Menschen,

sie erzählen Geschichten und wecken Erinnerungen.

Seit 2005 erhalten wir diese und geben Sie weiter.

An- & Verkauf von Schmuck & Armbanduhren,

Münzen & Medaillen, Kunst und Antiquitäten...

Bewertung von Nachlässen und Sammlungen.

Gerriet Alt

Weidenauer Str. 43, 57076 Siegen

0271 - 4059304 und 0171-7787711

info@einfach-alt.de


Historisches

sam und ging sofort in die Schule. Am Nachmittag setzte sich

die Landarbeit für Schulmeister und Schulkinder fort.

Im Frühjahr musste er nach dem Unterricht häufig mit

Beil und Säge im Hauberg Bäume fällen. Auch beim Ansetzen

des Meilers wollten die Bauern nicht auf seine Hilfe

verzichten. Auf diese Weise musste er sich Kost und Logis

nach dem regulären Schulunterricht mühsam verdienen.

Nach diesen Strapazen freute sich Wilhelm Kühn auf

die Ferien. Er brauchte nach der harten Feldarbeit dringend

diese Erholungspause. Ein Glücksfall in dem Jahr seiner

Tätigkeit war, dass seine Hauswirtin und deren verheiratete

Tochter beide in gesegneten Umständen waren. Bereits acht

Tage nach der Geburt nahm er den erstgeborenen Jungen

liebevoll an sich. Er gewöhnte den Knaben so sehr an das

Wiegen, dass der Junge ohne diese Zuwendung nicht mehr

zur Ruhe kam. Er gab ihm die abgepumpte Milch der Mutter,

reinigte und wickelte ihn. Tätigkeiten, die er dank seiner

Geschicklichkeit in kurzer Zeit erlernte. So konnte er den

ganzen Tag neben der Wiege sitzen und sich wieder erholen.

Die Großmutter kümmerte sich um den anderen Säugling.

Wenn sie etwas zu erledigen hatte, musste er, da jedes

Kind eine eigene Wiege hatte, beide zugleich in Bewegung

halten. Eines Abends fragte ihn der Hauswirt: „Schulmeister,

kannst du auch Besen binden?“ „Nein“, war die Antwort.

„Dann kannst du es von unserem Hannes lernen“, erwiderte

der Vermieter. Ohne zu murren, machte Wilhelm

sich an die Arbeit. Am ersten Abend klappte es noch nicht

so recht, am zweiten ging es schon besser, und am dritten

Abend band er die Besen fast so gut wie Hannes.

Der Hausmutter, die für das Frühstück zuständig war,

kam er morgens manchmal zu früh in die Küche. Dann

musste er zunächst noch Arbeiten erledigen, bevor er zu

Tisch durfte. Die Mutter eines anderen Schülers sagte in

der Regel: „Schulmeister, nimm den Besen und kehre die

Stube und den Ern, dann wasche die Teller; in der Zeit koche

ich Kaffee.“ Es war stets guter Kaffee, und gelegentlich

bekam er auch ein Stück Zucker, der seinerzeit sehr

teuer war. Oft musste er das Feuer schüren und manchmal

auch Butter kirnen. So hatte nahezu jede Familie seiner

Schüler eine Tätigkeit für ihn. Kam er in die Schülerfamilien,

um seine Kost einzufordern, und niemand war anwesend,

wusste er stets, wo der Haustürschlüssel lag. Er holte

sich dann zum Beispiel den bereits gekochten Brei, der im

Bett warmgehalten wurde.

Als sich das erste Arbeitsjahr als Schulmeister dem

Ende zuneigte, suchte ihn der Schulvorstand auf, drückte

seine große Zufriedenheit aus und bat ihn, ein weiteres Jahr

zu bleiben. Er willigte ein, wünschte jedoch eine Zulage.

Man fragte ihn, welchen Lohn er für das kommende Schuljahr

verlange. Er zögerte nicht lange und forderte 20 Taler.

Schnell entgegnete man: „So viel bekommt ja unser Hirte.

Ein Schulmeister darf doch keinen Hirtenlohn verlangen.“

Er solle sich fügen und mit 18 Talern zufrieden sein. Es war

dennoch ein bedeutender Zuwachs – von 15 auf 18 Taler.

„Nun wohlauf“, sagte er, „ihr guten Leute bringt ein schweres

Opfer für mich; es soll euch nicht gereuen.“ db

Artwork: SaM – Sascha Müller-Harmsen; www.samkomm.de Foto: ingimage

Damit es

Ihnen

gut geht!

Wir stehen an Ihrer Seite …

… denn wir wollen, dass es Ihnen gut

geht! Mit unserem umfangreichen Angebot

möchten wir Sie unterstützen, damit Sie

möglichst lange zu Hause leben können:

Tagespflege Eremitage, Wilnsdorf

Tagespflege St. Martin, Eiserfeld

Ambulante Pflege

Entlastungsdienst Atempause

Denn auch für Menschen mit Hilfe- und

Pflegebedarf gilt: Daheim ist es am schönsten

– hier fühle ich mich wohl.

Wir sind für Sie da:

Tel. 0271 39121

oder 0271 2222-0

pflege@caritas-siegen.de

www.caritas-siegen.de

Caritas – tut gut

1/2026 durchblick 65

CV-SiWi_Anzeige Durchblick_1-2-seitig hoch_02.indd 1 12.09.25 15:58


Mundart

Dr Zufluchtsoort

von Sigrid Kobsch

Beim autogene Training sall mr sich manchmol oa en

Oord versätze, wu mr Rooh un Frirre un Entschbannung

find. Ech hoa mir poor sue Oorte ausgedoacht

un kaa mich och goot ie Gedanke dohie versetze.

Do es eimol dr Ruesegoorde. Dohie kimmt mr dorch

e bloo Holzdärtche, datt beim Offmaache beßje quietscht.

Da gieht mr unner Rueseboeje dorch. Ruese ie all Foarwe

un die riche sue goot! De Sunn scheint un Schmetterlinge

gaukeln dorch de Loft, un ech setze off ner Bank un

rooche mich. Do kinn mr ewich setzebleiwe.

Meine Lieblingsoort woar awer en Wies ie de Berje.

Die Wies fällt sanft no unne ab. Ringsrem seit mr schneebedeckde

Gipfel unnerm bloe Himmel. Ech setze im Groas

descher Wieseblume un lugge no däem schiene Baum

links voa mir, dä iwwer un iwwer bleeht. Bis hehie hiern

ech de Biene un Hummeln summe. E Mariekäferche setzt

sich off mei Hand. Wenn ech de Fenger no oewe schtrecke

klimmt et bis off de Fengerschbetzde un fleit fort. En friedlichere

Oort girret net – hoan ech langzeit gedoecht.

Awwer ech hadde net berm aal Goethe geräechnet! Dä

hat nämlich geschriwwe: „In dir begraben liegen Silber

und Gold. Da grabe in den Grüften!“ Un du fung ech en

schiene Daach oa ze groawe – un fun GOLD!

Ech funn en reale Oort aus meiner Kendheit, oa däen

ech langzeit net mie gedoacht hadde. Ech sooch mich als

Kend, wie ech oowends bet meiner Mama ie de Schdall

ging. De Mama noohm sich dr Melkaamer un –Schämelche

un sadde sich henne näewer us Billa orer de Fuchs. Ech

sooß oam Rand voa dr Foorerkribbe un lausderde, wie de

Melch ie gleichmäßije Schtroohln ie de Aamer schpratzde.

Mr hierde, wie de Keeh wirrerkauden un datt Geklirr voa

de Keere. Manchmol leehnde de Mama beim Melke ähre

Kobb oa de Seite voa dr Kooh. Ech weiß noch genau, wie

et im Schdall roch un hiern mei Mudder saa: „Ruhich, Billa“

orer „Nu schdooh schdell, Fuchs“.

Jede Bewejung orer jedes Woord wuer ruhich gemaacht

orer gesaad. Manchmol hierde mr im Vierkeller dr Obba,

wie hä Saidoffeln schdotzde. Et goob kaa Urooh orer

„Hektik“, wie mr heit saad. Un ech kaa etz noch feehln wie

goot offgehoawe un bet dr Welt im Reine ech woar.

Datt es mei nei Refugium – un datt es naut ausgedoachdes,

datt goob et wärklich. Do kaan ech emmer hie un

heit noch de Mama träefe! db

E der Stuww geh däm Owe

E der Stuwwe geh däm Owe

Had en Sorgestühl sein Ort,

Dumuls wie mer klene Känne

Waren, sting dä ö als dort.

Dränne saß de gürre, ale

Grußmudder dagsaus, dagsee,

Uff däm Schuuß das Allerklennsde,

Un mer Gressere – dergeh –

Hadde se da glecklich werrer

´S Jengste e dän Schlof geschwuppt,

Kroffen mer da nuge a se

Un da ward am Rock gerubbt.

Grußmudder, dü müßd verzehle

Va däm Bäcker un der Küh,

Wie der Meller met seim Füllche

Reit nu der ahle Mehle zü.

War das aus, da hieß es: „Weirer!“,

Un mer gräffen ähre Hand.

„Itz vam Hinkelche, vam Hähnche

Un vam Fuchs uff Schneirersch Land.“

Waren mer noch net zufrere

Kam´s „Franzämmelche“ noch dra,

Weil das gar kee Schüh mie hadde,

Zok sech´s wullne Schlabbe a.

War se endlich dumet färdig,

Hadde alles se därchsträbbd,

War´s meischestelle e der Struwwe

Weil mer Blagen egenäbbd.

Florentine Goswin-Benfer, Mollseifen

66 durchblick 1/2026


Dr ergewilliche Kompjudr

Bild: Wikimedia Commons

von Bernd Büdenbender, Netphen

Diese wahre Geschichte ereignete sich vor cirka 40 Jahren. Ein

Unternehmer aus Norddeutschland, stammend aus dem Siegerland,

bestelle bei seiner früheren Lehrfirma Bauteile. Die

Lieferung kam prompt und wie bestellt! Nur mit der kaufmännischen

Abwicklung gab es unvorhergesehene Probleme. Denn bereits nach

drei Tagen flatterte dem Kunden eine Mahnung ins Haus. Für einen

Norddeutschen eher ungewöhnlich „platzte ihm der Kragen“. Er ließ

so richtig „Dampf ab“ und es entspann sich folgender Schriftverkehr:

Au Rechnung 0403605

Ge morje, ihr Kloosköppe!

He ha´r au Mahnung zerögge, ech well se net. On da dängt e

mo noa! Det Madrijahl kom am 21.11. he a. De Rächnung kom

am 22.11 no mir. On de Mahnung am 24.11. Had ihr se noch all

a dr Ladde?

Det Gäld ha ech grad öwere de Post fordgescheggt on zwar bed

3 % Skonto, on sid gefälligst zefreere. On userdem most´r noch was

wesse! Irstens sin ech en SAG-Lehrling (fa1960-1963) bim Mohme

gewäse on ha dono bim Meister Müsse em Stahlbau gearbt.

Zwotens ha ech vor zwo Johrn ad emo for min Wergstedd all

Züch war ich bruchde bi au geholt on Dreddens es dr Schöfer´sch

Helmut dä au „Scheß“ he e Hamburch vrkeuft e dsr Lehr näwr mr

am Schruwstock gestanne. Glaubt ihr, ech wür au beschisse?

Schürne Gröösse an det nächsde mo gä´r achde wäm ihr

schribbt, wor?

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Au Breef vam 28.11.

Gonn dach gorer Ma!

Nä, wat ha mr lache mosse. Dat wor bis itzend dr schünste

Breef, dä mr e de letzde drissich Joahr kräje ha. Awwr mit ha och

nocht wat zo sä.

Vreinbart wor ja, dat em Vorrus bezahlt werrn moß, on da erst

wird det Matrjal gelewwrt. On weil noch kenn Zahlung festeze-

stelln wor, hätt oos Kompjudr en Mahnung geschreewe.

Dat macht dä audomadisch. Usserdem

durfte statt dreij Prozent nur zwo Prozent Skonto

abegzoje werrn.

Zm Schluß soll ech au noch wa dr ganze Buchhaltung

e paar schürne Grööse un dem Seejerland

bestalln, on mr wösnche au alles Gore. db

Usergebet

Lieber, guter Technikgott,

mach mal eine Pause,

verschone uns mit Datenschrott,

im Job und auch zu Hause!

Schmeiß die Programmierer raus,

die ständig optimieren,

und lass die nächsten Updates aus,

die eh nicht funktionieren!

Mach, dass man ein ganzes Jahr

kein neues Passwort braucht

und jedes Icon, wie es war,

am selben Ort auftaucht!

Bewahr uns vor Veränderung

mit Schnittstellproblematik

und auch vor Zeitverschwenderung

mit Schlechtschreibautomatik!

Die Zugangscodes verwalte uns

mitsamt Benutzernamen

und den Support erhalte uns,

wenn’s geht, für immer! Amen!

Jörn Heller

1/2026 durchblick 67


68 durchblick 1/2026


Erfahrung weitergeben

Seniorinnen und Senioren für Schulgartenprojekt gesucht

von Eugen Werner

Die Gesamtschule am Rosterberg in Siegen lädt

Seniorinnen und Senioren herzlich ein, sich ehrenamtlich

in einem besonderen Bildungsprojekt

zu engagieren. Im Rahmen des FreiDay-Konzepts entsteht

derzeit ein langfristig angelegter Schulgarten, der ökologisches

Lernen, praktisches Arbeiten und generationsübergreifenden

Austausch miteinander verbindet. Gesucht

werden Menschen mit Lebenserfahrung, Zeit und Freude

daran, ihr Wissen weiterzugeben und junge Menschen auf

ihrem Weg zu begleiten.

Die Gesamtschule am Rosterberg wurde zum Schuljahr

2023/24 neu gegründet und befindet sich immer

noch im Aufbau. Aktuell besuchen 350 Schülerinnen

und Schüler der Jahrgangsstufe 5-7 die Ganztagsschule.

Als eine der ersten Schulen in Südwestfalen hat sie

den sogenannten FreiDay fest im Stundenplan verankert.

An diesem wöchentlichen Projekttag arbeiten die Kinder

mehrere Stunden selbstständig und fächerübergreifend

an Themen rund um Nachhaltigkeit, Umwelt und gesellschaftliche

Verantwortung.

Ein Herzstück dieser Arbeit ist der Aufbau eines naturnahen

Schulgartens auf dem Schulgelände. Ziel ist ein

ökologisch gestalteter Garten mit Biotop-, Nutz- und Versuchsgärten,

der ohne chemische Spritzmittel, Kunstdünger

und Plastik auskommt. Recycelte Materialien, extensive

Pflege und bewusst belassene Naturflächen schaffen

Lebensräume für Pflanzen und Tiere – und zugleich einen

lebendigen Lernort für die Schülerinnen und Schüler.

Gerade hier sind Seniorinnen und Senioren gefragt.

Viele bringen wertvolle Erfahrungen aus Gartenarbeit,

Handwerk, Naturkunde, Landwirtschaft oder einfach

aus einem langen Leben mit. Dieses Wissen soll im Schulgarten

nicht verloren gehen, sondern weitergegeben werden.

Ebenso willkommen sind Menschen, die Freude am

gemeinsamen Tun haben, gern erzählen, erklären, anleiten

oder einfach „mit anpacken“.

Das Engagement kann ganz individuell gestaltet werden:

Manche unterstützen regelmäßig bei der Gartenpflege,

andere begleiten einzelne Pflanzaktionen oder Projekte.

Auch beratende Tätigkeiten, etwa bei der Planung von

Beeten, beim Bau von Hochbeeten oder Insektenhotels, sind

möglich. Niemand muss alles können oder sich fest binden

– Zeitumfang und Aufgaben richten sich nach den persönlichen

Möglichkeiten und Wünschen. Der Austausch zwischen

den Generationen steht dabei im Mittelpunkt. Für die

Schülerinnen und Schüler ist es eine große Bereicherung,

von Menschen zu lernen, die über viele Jahre Erfahrungen

gesammelt haben. Umgekehrt erleben viele Seniorinnen und

Senioren die Arbeit mit Kindern als sinnstiftend, belebend

und bereichernd. Der Schulgarten wird so zu einem Ort der

Aus der Region

Hier konnten die Schülerinnen und Schüler des Gartenbauprojektes

die ersten Früchte ihrer Arbeit ernten. Die geernteten

Dinge wurden dann im Hauswirtschaftsunterricht verarbeitet.

Begegnung, an dem gemeinsames Lernen und gegenseitige

Wertschätzung selbstverständlich sind.

Begleitet wird das Projekt durch Lehrkräfte der Gesamtschule,

durch die Ökotrophologin Ulrike Neuhaus sowie

externe Fachpartner. Ehrenamtlich Engagierte werden in die

Projekte eingebunden, unterstützt und als wichtiger Teil der

Schulgemeinschaft wahrgenommen. Vorkenntnisse im pädagogischen

Bereich sind nicht erforderlich – Offenheit, Geduld

und Freude am Miteinander reichen vollkommen aus.

Mit dem Schulgartenprojekt möchte die Gesamtschule

am Rosterberg jungen Menschen einen verantwortungsvollen

Umgang mit Natur, Ernährung und Umwelt vermitteln.

Seniorinnen und Senioren können dabei eine zentrale

Rolle spielen: als Vorbilder, Wissensvermittlerinnen und

-vermittler und als Brücke zwischen den Generationen.

Interessierte Seniorinnen und Senioren sind herzlich

eingeladen, Teil dieses Projekts zu werden.

Weitere Infos erhalten Sie unter: 0171-723181 im

Internet unter: www.gesamtschule-rosterberg.de db

1/2026 durchblick 69


Gesellschaft

Bombenstimmung beim Kriegspielen

von Matthias Mehnert

Bis in die letzten Monate des Krieges hatte das Dörfchen

Lampertswalde im Oschatzer Kreis eigentlich noch

nicht viel vom tatsächlichen Kriegsgeschehen abbekommen.

Noch kam alles uns wie Spielerei vor. Sicher, die

Zeitungsmeldungen über allerhand heldenhaftes Kämpfen an

allen Fronten, eben so, wie wir Jungs uns das von den Germanen

vorstellten, erreichten auch mich, wenn die Erwachsenen

darüber sprachen.

Schwarze Rollos mussten alle Fenster haben. Die wurden

abends runter gelassen, Verdunkelung war das. Die Flieger da

oben können sogar Kerzenlicht sehen – und dann fallen die

Bomben, erklärte man uns Kindern. Und wenn ihr was findet,

was euch merkwürdig vorkommt, fasst es nicht an, es könnte

gefährlich sein. Nur die Silberstreifen dürft ihr aufheben. Warum

die aus den Flugzeugen flatterten, blieb uns unklar. De

Amis werfn so was ab, hieß es in Bittigs Kneipe. Und hinter

vorgehaltener Hand: Die wolln dn Adolf ärgern! Und der Lehrer

hatte uns mehrmals gesagt, dass wir Zettel, auf denen was

gedruckt steht, sofort bei ihm abgeben müssten. Das brachte

Ata auf den besonders einfachen Gedanken, ob er auch die

kleinen Zeitungsstückchen, die er im Scheißhaus benutzte, –

so sagte er tatsächlich –, auch abgeben müsste. Da sin sogar

beede Seidn bedruggd! feixte er. Dafür musste er sofort büßen.

Im allgemeinen Gelächter hing er förmlich zwischen den gewaltigen

Fingern des Oberlehrers. An einem Ohr wurde er nach

vorne geführt. Ein heftiger Streich mit dem Rohrstock hinten

drauf, machte allen deutlich, dass die Amtsgewalt sich nicht zu

Späßen solcher Art herabließ, schon gar nicht im Krieg.

Ließ es die Wetterlage zu, so verabredeten wir uns zu Geländespielen

rund um‘ s Dörfchen. Verschiedene Spielregeln

gab es. Aber immer wurden zwei Gruppen gebildet, Grenzen,

wie weit ein Spiel sich ausdehnen durfte, festgelegt und dann

ging es los: Die erste Gruppe rannte weg und versuchte, so

lange wie möglich unentdeckt zu bleiben, die zweite Gruppe

– laut bis zwanzig zählend – stellte die Verfolger dar. Sie hatte

das Ziel, jeden der ersten Gruppe aufzuspüren und zu fangen.

Jeder Gefangene musste mitfangen, bis es keinen mehr aus

der ersten Gruppe gab. Ein spannendes Versteckspiel mit viel

Schnelligkeit: Täuschen, in Deckung gehen, überlisten. Da

fühlte sich fast jeder als kleiner Stratege. Auch Spielverderber

gab es natürlich. Zwei besonders lange Gesuchte schauten

plötzlich aus der elterlichen Wohnung zum Fenster raus und

erklärten kühl, doch schon lange nicht mehr mitzuspielen. Gemein!

Kriegsgefühle in der Schule

In der Schule gestalteten wir so manche weiße Seite mit

kriegerischen Fantasien von abstürzenden Flugzeugen, versinkenden

Schiffen und brennenden Häusern, - und merkwürdig:

Menschen kamen in den Zeichnungen nicht vor, weder

lebendig noch tot! Bei mir jedenfalls. Unsere gestrichelten

Schussbahnen wurden Treffer, die Schiffe versenkten, Jagdflieger

und Bomber in‘ s Verderben stürzen ließen. Das malten

wir. Nur ein ganz klein wenig geheime Angst hing dabei tief

drinnen. Dass in jeder Familie Tote zu beklagen waren, wurde

nicht besprochen und vor Kinderohren geheim gehalten. Der

Tod meines Vaters wurde noch in kindliche Hoffnung umgekehrt:

Vielleicht ist er „nur“ vermisst, da kann er doch noch

wiederkommen. Wir Geschwister besprachen das so.

Das Gefühl für den Krieg hatte sich vor allem im Bewusstsein

der Jungs, ob groß, ob klein, ausgebreitet, so dass der

Schulhof in den Pausen manchmal unüberhörbar von Kriegsgeschrei

erfüllt war. Jeder Junge, der was auf sich hielt, strebte

danach, soldatisch auszusehen, das heißt, die Mütter mussten

Rangabzeichen auf die Jacken nähen. Vom einfachen Soldaten

bis in die Offiziersränge war so manches vertreten, wohlwollend

kommentiert von den Lehrern. Klaus aus dem Rittergut

war sogar Oberst! Seine Jacke war an Aufschlägen und Schultern

bestückt und er erregte gehörig Aufsehen damit.

Meine besondere Begeisterung gehörte den Fliegern. Welche

Abzeichen ich an der Jacke hatte, ist nicht mehr klar. Aber

so manches Mal stürmte ich mit vor die Brust gehängtem

Schulranzen als Kampfflieger auf andere los. Mindestens

sechzig Abschüsse hatte der, den ich darstellte, und meine

Gegner schafften es doch nur, meine Schiefertafel zu zertrümmern.

Peinlich dabei, dass irgendwelche Hausaufgaben auch

mit „erledigt“ waren. Ein rotes Ohr war mir sicher, denn auch

so was wurde kräftig geahndet. Ersatz zu Hause gab es, glaube

ich, nur einmal. Meine „Luftkämpfe“ durften später nur noch

ohne das wertvolle Stück stattfinden. (Vor dem Kampf, Tafel

raus aus dem ledernen Ranzen!) Die Hausaufgaben doppelt zu

machen und zusätzlich noch an den Ohren bis zum Lehrerpult

gezogen zu werden, war mehr als schmerzhaft.

Kriegshochzeit

Im Pfarrhaus hatte sich Besuch angesagt, sogar viel Besuch:

Eine Hochzeit sollte stattfinden. Dorle (Doris), die

Schwester meines im Krieg gebliebenen Vaters, hatte einen

schneidigen Soldaten in Leipzig kennengelernt. Schneidig,

dieses Wort gebrauchte unsere „Kleine Oma“, (sie war eine

richtig kleine Frau und wir Kinder nannten sie so), um ihren

künftigen Schwiegersohn für uns Kinder, nach ihrem Dafürhalten

treffend, zu schildern.

Er hieß Ferdinand, – was für ein Name in unseren Ohren.

Wir lachten. Zu komisch, dieser Name. Dorle sprach nur von

Ferdi. Auch das war zum Lachen. Dorle aber war selig, bald

kam Ferdi, sogar mit weiterer Verwandtschaft. Evakuierte aus

Oberhausen, katholisch. Ich hatte bis dahin noch nie einen katholischen

Menschen gesehen und stellte an denen nichts Besonderes

fest, außer, dass ihre Sprache recht anders klang. Das

reizte zum Nachmachen. Und Dorle, meine Lieblingstante,

lachte mit. Sie wurde sogar auch katholisch und mit ihrem Ferdi

dann in Oschatz getraut. Da gab es eine katholische Kirche.

70 durchblick 1/2026


Wir alle mit dabei. Opa Mehnert, der „Kleine Opa“, (groß

war er nicht und wir nannten ihn tatsächlich so), hatte als

Schwiegervater und sparsamer Bankbeamter, der er war, abgezähltes

Geld in der Jackentasche mit dabei, um den Jungs,

die am Ausgang nach der Kirche einen Strick gespannt hielten,

ganz korrekt etwas in die Hand zu drücken. Da wurde

nichts geworfen. Jeder erhielt einen Obolus, der Strick fiel.

Zurück in‘ s Dorf ging‘ s mit Pferdekutschen.

Am Hochzeitsabend schien alles recht harmonisch zu verlaufen.

Musik wurde gemacht, die Mutter spielte am Flügel,

irgendwoher tauchte eine Flasche Wein auf, Geschichten

wurden erzählt, doch nebenher tönte immer das Radio, wie

das damals aus besonderem Grund eigentlich häufig war.

Einer von den Erwachsenen schien in nervöser Spannung

immer mehr dem Radio sich zuzuwenden, als den heiteren

Geschichten in der Runde zu folgen: Es ging um die Warnung

vor Bombenangriffen.

Da, hieß es plötzlich, der Kuckuck! Ich hörte tatsächlich

eine Kuckucksstimme. In der Schule war davon schon erzählt

worden. Eine besondere Warnung im Radio: die Vorwarnung!

Dann wird es ernst, dann kommen die Bomber in

unser Gebiet, hatte Lehrer Arlt gesagt. Und jetzt hörte ich so

was zu Hause.

Hört zu, rief Ferdi der Soldat. Da kommt ne Ansage

über Bomberverbände, ob die hierher fliegen!

Kann sein. Stimmen durcheinander, Unruhe kam auf.

Wo ist der Keller? Aus dem Radio eine Männerstimme:

Bomberverbände im Raum Magdeburg. Und jetzt

war auch eine Sirene zu hören. Von Oschatz oder woher?

Meine Zähne klapperten.

Ab in den Keller, sagte Ferdi der Soldat. Beruhigend war

seine Anwesenheit schon, aber die Versammlung im Keller

war eng bei eng und brachte uns Kinder in einen Zustand lähmender

Angst. Die beiden Schwestern weinten. Ich als Junge

durfte doch nicht weinen, tat das auch nicht, doch ich zitterte

an allen Gliedmaßen und konnte es nicht einstellen, genau so

wenig wie das Klappern mit den Zähnen. Schrecklich. Alle

lauschten, ob das unheimliche Grollen der Flugzeuge zu hören

sei, aber lange hörten wir nur die eigenen Atemgeräusche

und das Weinen meiner Schwestern.

Gesellschaft

Bomber im Tiefflug übers Pfarrhaus

Draußen war es ruhig geblieben. War wohl doch nicht

so ernst, meinte Dorle zaghaft lächelnd zu Ferdi. „Pass auf,“

sagte der, „gleich kommt noch was! Ich hörs doch!“

Tatsächlich war da ein Brummen zu hören, das in kurzer

Zeit zu einem durch Mark und Bein gehenden Grollen wurde,

immer näher kam, gegen das Haus wie eine Welle schlug,

darüber hinweg grölte und in eine dröhnende Explosion umschlug.

Das Haus wurde heftig erschüttert, wir Kinder schrien,

ich wollte durch‘ s Kellerfenster entkommen; so was wurde

aus Leipzig erzählt, dass man das so machen müsse.

Jetzt erlebten wir in einem kurzen Moment Kriegsentsetzen.

Jemand von Bittigs, bestimmt war das Heini, der zu

dieser Zeit sich auf der Straße aufgehalten hatte, berichtete

uns am nächsten Vormittag von diesem unheimlichen Ereignis:

„Ja, das war ä viermotoriger Bomber, un der muss knapp

üwer uns hier vorne de Bombe ausgelöst ham. Explodiert is

die hinder Hornauers im Felde. Ich war schonn da. Da is ä

Bombendrichdr. Hädde der Fliecher das eher gemachd, hädds

de Farre gedroffen (Pfarrhaus). Nu, da hädds bei euch schwer

gebrannd!“

Und er gab noch ein paar Sätzchen dazu: „un ob ihr da

noch rausgegomm wärd, wer wees?! Awwer dr Bomber wurde

von äm Nachdjächer verfolchd. Hab dr nich das Emge gehörd?

– der haddn nur nich gedroffen!“

Zurück noch mal ins schwer erschütterte Pfarrhaus. Ferdi

eilte nach oben, weil da im Hausflur was zu hören gewesen

war. Er kam wieder. Seine Soldatenstimme beruhigte uns

und dämpfte das drückende Gefühl in der Magengrube: „Ein

Fenster hats aufgedrückt und dabei is ne Vase runtergefallen.

Ihr könnt hochkommen. Die Sirene ist zu hören. Entwarnung!“

Beklommen stieg ich, mit Teddybär im Arm, nach oben. Das

furchtbare Geräusch dröhnte mir immer noch in den Ohren

und ich schämte mich über mein Theater am Kellerfenster, -

überhaupt, dass ich so geschrien hatte! Das macht doch ein

richtiger Junge nicht. Dorle umarmte ihren schneidigen Soldaten,

alles tappte irgendwie benommen aus dem Keller. Die

Leipziger waren so was gewöhnt, die aus dem Ruhrgebiet

auch. Ferdi, der Soldat, sagte zu mir: „Morgen früh, wenn

alle ausgeschlafen haben, gucken wir uns die Stelle mal an.

Da kannst du mitkommen.“ Am Vormittag dann mit Ferdi

hinter in ‚de Gasse‘, zu Homauers. Auf der Bank vor‘m Haus

lagen schon Teile der Bombe, halbrunde Blechstücke. Aus einer

Vertiefung eines Stücks sickerte eine Flüssigkeit auf die

Bank, die sofort zu kokeln anfing. Ferdi als Fachmann zu mir:

„Siehst du, das ist Phosphor. Da kann ein ganzes Haus mit nur

einer Bombe abbrennen.“ Otto Homauer, der schmunzelnde

Zeitgenosse: „Nu meine Bude awwer nich. Ich hau Sand

driwwer!“ lachte er. Schaudernd sah ich den Rauch. So was

hatte uns der Lehrer im Unterricht nicht zeigen können. db

VdK Soziale Sicherheit in einer

großen Gemeinschaft

Kreisverband

Siegen-Olpe-Wittgenstein

57072 Siegen Morleystr.15-17

Tel.: 02 71 / 30 38 29-0

Fax: 02 71 / 30 38 29-18

e-mail: kv-siegen@vdk.de

www.vdk.de/kv-siegen-olpe-wittgenstein

Falls Sie mehr über den VdK wissen möchten,

wenden Sie sich an den Kreisverband oder direkt

an den für Sie zuständigen Ortsverband

1/2026 durchblick 71


Wiederkehrende Termine

montags:

14.00 Montagscafé des

DRK–Siegen Nord e.V.,

Weidenau, Schneppenkauten

1, 0271/76585

18.00 Lese- und Literaturkreis

mit Gustav Rinder,

Lebendiges Haus e.V.,

Siegen, Melanchtonstr. 61,

0271/70328-46

18.00 Singen zu Keyboardmusik

mit Yuliyan,

Stadtteilbüro FES & MGH

Kreuztal, Danziger Str. 2

02732/3790

Jeden 1. Montag

14.00-16.00 Kreuztaler

Repaircafé, Dietrich-Bonhoeffer-Hs.,

Leipziger Str. 6

0160 / 977 861 15

19.00 Trauergruppe der

Amb. Hospizhilfe, Stift. Diakoniestation

Kreuztal, Ernsdorfstr.

3, 02732/1028

Jeden 2. Montag

10-12.00 Trauercafé der

Amb. ökum. Hospizhilfe

Siegen e.V. Haus Herbstzeitlos

Siegen

15.15 Montagsgespräch

des „Bund der Vertriebenen“

Siegen, Seilereiweg

6, 0271/82838

Letzter Montag

10.00 Stadteilfrühstück,

Stadtteilbüro FES

& MGH Kreuztal, Danziger

Str. 2, 02732/3790

16.30-18.00 ADELE –

Treffpunkt für pflegende

Angehörige, Tagespf. Dreis-

Tiefenb., Bismarckstr. 8

0271/67 34 72 39

16.30 Hayatın içinden

– Selbsthilfegruppe für

pflegende Angehörige (in

türkischer Sprache), Verein

De.-Türk. Akademiker e.V.

Siegen, Hagener Str. 75

0271/67 34 72 39

dienstags:

Jeden 1. Dienstag

10.00-13.00 Sprechzeiten

Eine-Welt Arbeit im Verein

für Soziale Arbeit und Kultur

Südwestfalen e.V. Si., Sandstraße

28, 0271/38783

16.15 SHG Angehörige

von Menschen mit

Demenz, Siegerlandhalle

Siegen, Anmeldung:

0271/67 34 72 39

17.00 Treffen der SHG

für Hörgeschädigte, Ev.

Martini-Kirchengemeinde

Siegen, St. Johann Str. 7,

Brigitte Schmelzer

02737/93470

19.00 Aktiventreffen des

BUND Siegerlandzi. der

Siegerlandhalle

0271/332177

19.30 SHG Angehörige

psychisch Kranker, Diakonie

Siegen, Sieghütter Hauptweg

3

Jeden 2. Dienstag

14.30 Tanzen leicht gemacht,

Gymnastik für

Frauen, Heimatverein

Unterm Hain, Marienborner

Str. 151 Anmeldung unter:

0271/55452

19.00 SHG Tinnitus in der

Diakonie Soziale Dienste Si.,

Sieghütter Hauptweg 1-3,

0271/310841

Jeden 3. Dienstag

15.30 Smartphonecafé,

Digitale Themennachmittage.

Stadtteilbüro FES

& Mehrgenerationenhaus

Kreuztal, Danziger Straße

2, 02732/3790

Jeden letzten Dienstag

14.30-16.00 Café Auszeit

Gesprächskreis für

pflegende Angehörige, mit

der Gruppe Lebensfreude,

Otto-Reiffenrath-Haus Neunkirchen,

0271/67 34 72 39

18.00 Männertreff Ü 60

Gemeindezentrum Wolke

8 Siegen, Obenstruthstr.

8a, 02 71 / 5 12 01

mittwochs:

9-12 Uhr Seniorenberatung

der Stadt Hilchenbach,

kmd Dahlbruch,

Bernh.-Weiss-Platz 6,

02733/288-229

9.00 Ü55-Fitness, (nicht

in den Ferien) Stadtteilbüro

FES & MGH Kreuztal,

Danziger Str. 2,

02732/3790

9.00 Wandern, Nordic

Walking, ab Wanderparkplatz

Siegen, Rosterbergstraße,

Günter Dickel,

0271/3345-66

10.00 Lerncafé digital

Kulturmarkt Dahlbruch

(kmd), Raum 2, Dr. Harald

Prior, 02733-8526, Mechthild

Schäfer, 02733/691996

13.00-17.00 ALTERAktiv–

RADhaus Fahrradtreff,

Selbsthilfewerkstatt Siegen,

Friedrichstraße 27, Klaus Reifenrath,

0171/88214-20

14.00 Hilfen für zu Hause

des Diak. Freundeskreises

Siegen-Süd, Diakonie

Si.-Eiserfeld, Mühlenstr. 7

14.00-17.00 Taschengeldbörse,

MGZ, Martinigem.

Siegen, St.-Johannstraße

7, 0271/2 339 425

15.30 Geselliger Nachmittag

Lebendiges Haus

e.V Siegen, Melanchtonstr.

61, 0271/23166-79

WJeden 1. Mittwoch

10.00 Trauercafé Regenbogen

der ambul.

Hospizhilfe, Diakonistation

Kreuztal, Ernsdorfstraße 3,

02732/1028

15.00 Frauenzimmer,

Frauencafé des DRK-Siegen-Niederschelden,

Josefstraße

1, 0271/354962

15.30 Kreuztal spielt,

Stadtbibliothek Kreuztal

17.00 Smartphonecafé,

Hilfe rund um Handy Laptop

und Co., Stadtteilbüro

FES & Mehrgenerationenhaus

Kreuztal, Danziger

Straße 2, 02732/3790

Jeden 2. Mittwoch

9.30-11.30 Frühstücks-

Café im Haus der Alltagskultur,

kmd Hilchenb.-

Dahlbr. 02733/288-229

(begr. Teilnehmerzahl)

15.00 WollLust, in der

Stadtbibliothek Kreuztal

14.30-16.30 Café Zeitlos,

in der EssBar, Siegen,

Schweriner Str. 23, (nicht

in den Ferien)

17.30 Nur die Ruhe –

Entspannung für pflegende

Angehörige, Tagespflege

„Bethanien“ Siegen, Weidenauer

Str. 151,

0271/67 34 72- 39

17:30- 19:00 Uhr Mit

Herz und Verstand

- Angehörige von Menschen

mit Demenz im

Dialog, Café Regenbogen,

Ernsdorfstr. 5 in Kreuztal,

02732- 58 24 70

Jeden 3. Mittwoch

9.30 Seniorenfrühstück,

Erlöser-Kirche Si., Lessingstr.

33, 02 71 / 5 12 01

15.30 Kreuztal spielt,

iStadtbibliothek Kreuztal

16.00 Workshop Ton

fühlen und formen, Angebot

für Menschen mit

Demenz und ihre Ange-

hörigen. Netphen Untere

Industriestr. 57 (begr.

Teilnehmerzahl),

0271/ 67 34 72-39

Jeden 4. Mittwoch

14.30-16.30 Café

Zeitlos, in der EssBar,

Siegen, Schweriner Str.

23 (außer in den Ferien)

Letzter Mittwoch

14.00-17.00 Seniorencafé,

Stadtteilbüro FES & MGH

Kreuztal, Danziger Str. 2

begrenzte Teilnehmerzahl,

02732/3790

15.00 WollLust, in der

Stadtbibliothek Kreuztal

15.00-16.30 Selbsthilfegruppe

Frontotemporale

Demenz im Café Auszeit

Kreuztal, Ernsdorfstr. 5

15.00-16.30 Fit im Kopfdas

Gedächtnis in Bewegung

halten, Siegerlandzimmer

der Siegerlandhalle Siegen,

0271 / 67 34 72 39

donnerstags:

10.00-12.00 Seniorenwerkstatt,

„Interkulturelles

Seniorennetzwerke“,

Span. Gemeinde e.V., kath.

Gemeindehaus Siegen, St.-

Michaelstraße 3,

0271/42517

10-12 Uhr Diakonischer

Freundeskreis Siegen-Süd,

Hilfen für zu Hause,

Eiserfeld, Mühlenstraße 7

14.00 Handarbeitstreff,

Stadtteilbüro FES & MGH

Kreuztal, Danziger Str. 2

(Nicht in den NRW-Ferien)

Jeden 1. Donnerstag

16.15 Kochgruppe für

pflegende Angehörige und

Interessierte, Familienzentr.

kath. Kita St. Laurentius

Wilnsdorf-Rudersdorf, Auf

dem Haaren 13,

0271/67 34 72 39

19.00 Tischtennistreff

für Männer, Stadtteilbüro

FES & MGH Kreuztal, Danziger

Str. 2

Jeden 2. Donnerstag

15.00 SHG Mitten im

Leben für Menschen mit

Gedächtnisproblemen

KSG-Wohnanlage Si., Weidenauer

Str. 202,

0271/ 6734 --7239

16.00 Trauercafé Gemeindezentr.

„Mittendrin“,

Si.-Geisweid, Koomanstr. 8

0151-51547739 (ab Juli)

72 durchblick 1/2026


18.00 Gruppentreffen

Omas for Future (Opas

willkommen) Café Kaktus

Freudenberg, Im Kurpark

Jeden 3. Donnerstag

16.30 Musik:Momente

Chor für Menschen mit und

ohne Demenz, Gemeindezentrum

Seelbach, Lilienstr.

14, 0271 67347239

19.00 Tischtennistreff

für Männer, Stadtteilbüro

FES & MGH Kreuztal,

Danziger Straße 2

Jeden letzten Donnerst.

14.30 Spielnachmittag

der Seniorenservicestelle

für alle 55+, VereinBar

Neunkirchen, Kirchstr. 2,

0162 - 3105029

17.30 Kraft tanken für

die Pflege – Gesprächkreis

für pflegende Angehörige,

Tagespflege Burbach-Dresselndorf,

Westerwaldstr. 86

0271/67 34 72 39

freitags:

10.00 Lernc@fé digital,

„KlimaWelten“ Hilchenbach,

Kirchweg 17

10.00 Mitmachtänze für

Jung und Alt Mehrgenerationen

Zentrum (MGZ)

Siegen, St. Johann-Str. 7,

barbara@kerkhoff-si.de

16.00 Tanzen ab der

Lebensmitte auch ohne

Partner, TanzZentrum

Siegen-Geisweid, Birlenbacher

Hütte 16,

0271/84999

18.00 Wochenschlussandacht,

Autobahnkirche,

Wilnsdorf,

Info@Autobahnkirche-

Siegerland.de

21.00 Tango Milonga,

Café Basico Kreuztal, Hüttenstraße

30

Jeden 1. Freitag

16.00 Reparaturtreff

im Gemeindezentrum

„Mittendrin“ Siegen-Geisweid,

Koomanstr. 8

Jeden letzten Freitag:

15-18.00 Spieletreff

Stadtbibliothek, Krönchencenter

Siegen, Markt

samstags:

Jeden 3. Samstag

9.00-12.00 Repaircafé,

katholisches Gemeindehaus

Erndtebrück,

02759/21495-60

13.00 ALTERAktiv

Repair-Café, FabLab,

Siegen, Sandstraße 26,

0171/88214-20

Jeden 4. Samstag

13.00 Klimawelten

Repaircafé, Florenburg

Hilchenb., Kirchweg 17,

Ingrid Lagemann

02733/2366

sonntags:

20.00 Salsa Fiesta,

Café Basico Kreuztal,

Hüttenstraße 30

Jeden 1. Sonntag

14.00 Johannland-Museum,

ab 15 Uhr, Kaffee und

Kuchen, Netphen-Irmgarteichen,

Glockenstr. 19

15.00 Führungen im

Wodanstollen Heimatverein

Salchendorf e.V.,

Neunkirchen, Arbachstr.

28 a, 0170/ 47706-66

15.00 Trauercafé der

Ambulanten ökumenischen

Hospizhilfe Siegen

e.V., Pfarrheim Heilig

Kreuz Siegen, Im Kalten

Born, 0271/23602-67

Jeden 2. Sonntag

10.00-12.00 Tausch und

Plausch, Treffen der Briefmarkenfreunde

Netpherland,

Heimatmuseum

Netphen, Lahnstr. 47

02737/2095-27

14.30 Sonntagscafé,

Alten Linde Wilnsdorf-Niederdielfen

14.30 Stahlbergmuseum

geöffnet, Hilchenb.-Müsen,

Auf der Stollenhalde 4,

www.stahlbergmuseum.de

15.00 Sonntagscafè,

des Heimatvereins Niederschelden,

im Bürgerhaus

Si.-Niederschelden, Auf der

Burg 15, 0271/3115-79

Jeden 3. Sonntag

14.30 Kaffeeklatsch im

Heimatverein Salchendorf

e.V., Haus Henrichs

Neunkirchen-Salchendorf,

Hindenburgplatz 1

15.00 Dorfcafé für Gäste

aller Altersgruppen aus

nah und fern! Selbstgebackene

Kuchen

und Torten. Alte Schule

Burbach-Holzhausen,

Kapellenweg 4

skf-siegen.de

Servicewohnen auf

einen Blick für Sie:

Beraten.

Begleiten.

Befähigen.

Sozialdienst katholischer

Frauen Siegen e.V.

Grundfläche von 43-60 m²

Aufzug & Parkplätze

Gemeinschaftsraum

Eigener ambulanter Pflegedienst

Mahlzeitenservice

DRK-Stiftung Freier Grund

Mobile Dienste

Friseure

Netphen: N. Primerano

0162-2 69 53 57

Bad Laasphe: I. Scharavin

0176-70434995

Hier könnten auch

Ihr Salon,

Ihre Praxis

stehen

Altersgerechte Mietwohnungen

mit Balkon/Terrasse

Gruppenaktivitäten

Feste zu verschiedenen Anlässen

Am Birkenwald 1, 57290 Neunkirchen

Fußpflege

Siegen: C. Frey

0160-95585842

Si., Wilnsdf., Freudenbg:

C. Bruna, 01515-4316642

Si., Netphen, Kreuztal:

S. Schneider, 0171-6876714

Mudersb., Gosenb. Eisern:

S. Kratzer 0176-21418850

» Ein Ort der Begegnung,

Gemeinschaft und

Geborgenheit «

Unser professionelles

Pflegeangebot für Sie:

Vollstationäre Pflege

Kurzzeitpflege

Sozialer Dienst

Einzel- &

Gruppenbetreuung

Eigene Großküche,

Wäscherei & Raumpflege

Öffentliches Café

mit Mittagstisch

+49 2735 766 - 0

info@drk-stiftung.de

www.drk-stiftung.de


durchblick VERLOST Freikarten für

SEEPFERDCHEN MIT SECHZIG!

Bernd Gieseking

Bekenntnisse eines sportlichen

Spätzünders

Reden wir gar nicht lange drum

rum: mit 60 beginnt das dritte Drittel.

Da sollte/muss man abwägen,

was noch zu tun ist, was noch getan

werden kann. Wenn der eigenen Lieblingsmannschaft

der Aufstieg schon

nicht gelingt, dann muss man selber

ran. Und die Frau wünscht sich den

Aufstieg zur Zugspitze. Upps! Aber

Gott sei Dank: Die haben eine Gondel!

Aber es kommt anders als von

ihm gehofft.

Heimhoftheater Burbach

Heimhofstraße 7

2. Mai 2026 ab 19.00 Uhr

Gewinnen können Sie

3 x 2 Eintrittskarten,

wennn Sie bis 20. April eine

Nachricht mit Namen, Telefonnummer

und dem Vermerk Freikarten senden an:

Redaktion durchblick

Marienborner Str. 151

57074 Siegen

gewinnspiel@durchblick-siegen.de

Die Gewinner werden telefonisch

benachrichtigt.

Die Tickets werden auf Ihren Namen an

der Abendkasse hinterlegt.

Die Gewinner der letzten Verlosung:

Je zwei Karten für das

Barockkonzert zur Silvesternacht

des Busch-Theaters erhielten:

Kerstin Schmidt, Siegen / H.G. Müller, Hilchenb./

Marina Rademacher, Mudersbach

Nicola Veit

Rechtsanwältin und Notarin

Rathausstraße 1

57234 Wilnsdorf

02739-1049

info@rechtsanwaeltin-veit.de

www.rechtsanwaeltin-veit.de

Tätigkeitsschwerpunkte:

Grundstücksrecht

Verkehrsrecht

Erb- und Familienrecht

Mitglied

im

AnwaltVerein

VertrauensAnwalt

Lesepaten

Alt & Jung macht Schule

Nach zwei Jahren Coronapause

möchte der Verein ALTERAktiv

Siegen-Wittgenstein e.V. eine

neue Gruppe von Lesepatinnen

und Lesepaten aufbauen.

Einige Siegener Grundschulen

haben großen Bedarf.

Wenn Sie Interesse haben, einmal

in der Woche mit Kindern zu lesen

und ihnen vorzulesen, dann

melden Sie sich bei:

Susanne Seifert

0271/31345656

Ein Projekt von

ALTERAktiv Siegen-Wittgenstein e.V. • St. Johann-Str. 8 • 57074 Siegen

Internet: https://alteraktiv-siegen.de • E-Mail: lesepaten-siegen@gmx.de

Senioren-Service-Stellen

im Kreis Siegen-Wittgenstein

Stadt Siegen

Leben im Alter 0271/404-2238

Weidenauer Str. 158-160 57076 Siegen

Termine nach Vereinbarung

k.fey@siegen.de

Stadt Siegen

Haus Herbstzeitlos 0271/404-2434

Marienborner Str. 151 57074 Siegen

montags und mittwochs 9.30-12 Uhr

v.reichmann@siegen.de

Gemeinde Neunkirchen

Bettina Großhaus-Lutz 02735/767-200

Bahnhofstr. 3 57290 Neunkirchen

b.grosshaus-lutz@neunkirchen-siegerland.de

Stadt Netphen

Stephanie Grieger 02738/603-145

Amtsstr. 6 Zi.1003 57250 Netphen

senioren@netphen.de

Stadt Hilchenbach

Patricia Vanderlinden 02733/288-229

Markt 13 57271 Hilchenbach

p.vanderlinden@hilchenbach.de

Stadt Bad Laasphe

Maike Thielmann 02752/909-159

Mühlenstr. 20 57334 Bad Laasphe

m.thielmann@bad-laasphe.de

Bad Berleburg

Silke Weller 02751/923-268

Poststr. 42 57319 Bad Berleburg

s.weller@bad-berleburg.de

Gemeinde Erndtebrück

Nadine De Simone 02753/605-126

Talstraße 27 57339 Erndtebrück

n.desimone@erndtebrueck.de

Gemeinde Burbach

Birgit Meier-Braun 02736/45-56

Eicher Weg 13 57299 Burbach

b.meier-braun@burbach-siegerland.de

Stadt Freudenberg

Tanja Hensel-Glöckner 02734/43-174

Mórer Platz 1 57258 Freudenberg

t.gloeckner@freudenberg-stadt.de

Gemeinde Wilnsdorf

Jutta Schmidt 02739/802-129

Marktplatz 1 57234 Wilnsdorf

j.schmidt@wilnsdorf.de

Seniorenberatung Kreuztal:

Diakoniestation im Haus der Diakonie, Martin-Luther-Str. 2 57223 Kreuztal

Uta Müller 02732/582470

seniorenberatung@diakoniestation-kreuztal.de


Haus Herbstzeitlos

Seniorenbegegnungszentrum der Universitätsstadt Siegen

Verwaltung:

Seniorenbeauftragter 0271 / 404-24 34

Fachberatung Senioren 0271 / 404-22 38

ALTERAktiv Siegen-Wittgenstein e.V.

Senec@fé0271 / 2 50 32 39

durchblick - siegen e.V.

Geschäftsstelle0271 / 6 16 47

Redaktion0171 / 6 20 64 13

57074 Siegen • Marienborner Straße 151

www.unser-quartier.de/haus-herbstzeitlos-siegen

Seniorenbeirat 0271 / 404-22 02

SeniorenServiceStelle 0271 / 404-24 34

Gruppen

Trauercafé 0271 / 23 602-67

Film- und Video-Club 02732 / 1 24 60

Selbstverteidigung 0160 / 8 30 18 67

Heinzelwerkstatt 0271 / 6 39 61

Englischkurse VHS 0271 / 404-30 46

montags

09.30 - 12.00 SeniorenServiceStelle der

Stadt Siegen geöffnet

10.00 – 12.00 Trauercafé,

(2. Mo. im Monat)

12.00 - 13.00 Tai Chi unter Anleitung

14.00 - 17.00 ALTERAktiv 3Druck-Projektgruppe

im Senec@fé

14.00 - 16.30 Film und Videoclub

(1.,2.,3. Mo. im Monat)

18.00 - offen Anders Altern,

(2. Mo im Monat)

18.30 – offen SHG Asthma,

(letzter Mo. im Monat)

Barrierefreier Zugang

Kostenlose Parkplätze am Haus

Bushaltestelle: Blumenstraße

Busse ab zentraler Omnibusbahnhof Siegen:

B 1-2: Linien R 12, R 13, R 17, L 109.

donnerstags

09.00 - 13.00 Redaktionsbüro des

durchblick geöffnet,

Besucher willkommen!

11.00 - 12.00 Yoga unter Anleitung und

12.15 - 13.15 Yoga auf dem Stuhl

0271 / 404-2434

(im Nebengebäude)

14.00 - 16.30 Heinzelwerker -

Büro u. Werkstattzeiten,

(3. Do. im Monat)

14.30 -16.30 durchblick Literaturcafé

(2.+ 4. Do. im Monat)

15.00 - 17.00 Singing for Fun,

(1.+ 3. Do. im Monat)

15.00– 17.00 durchblick-Schreibwerkstatt,

(4. Do. im Monat)

19.00 – offen SGH Morbus Crohn,

(1. Do. im Monat)

dienstags

09.00 - 12.00 ALTERAktiv-Senec@fé,

Computertreff

09.00 - 13.00 Redaktionsbüro des

durchblick geöffnet

14.00 – 16.00 öffentliche durchblick

Redaktionssitzung

(jeden 1.+3. Di. i.Monat

15.00 – 16.30 Heinzelwerkertreff

(3. Di. im Monat)

17.00 - 18.30 Arbeitskr. MitweltZukunft,

0271 / 404-2434

(Nur in geraden Wochen)

19.15 – 20.15 Vorwärtschor

(2. Di. im Monat)

Die Bibliothek des

„durchblick-Literaturkreis“

ist zu den Öffnungszeiten

des Haus Herbstzeitlos

zugänglich.

freitags

09.00 - 13.00 Redaktionsbüro des

durchblick geöffnet

oder nach Absprache

14.30 – 17.00 „Soziale Sträkelgruppe“,

Stricken und Häkeln

(1.+.3. Fr. im Monat)

14.30 – 17.00 durchblick Grafik- u. Mal

werkstatt, (jeden 2.und

4. Freitag im Monat)

sonntags

15.00-17.00 Sonntagscafé

Gemeinsam – nicht einsam

Bürgertreff mit dem

Seniorenbeirat Siegen

und Infos über die Arbeit

der Heinzelwerker

(jeden 1. So. im Monat)

mittwochs

09.00 - 10.30 Englisch für Senioren

VHS Kurs der Universitätsstadt

Siegen

09.00 - 12.00 ALTERAktiv-Senec@fé

Computertreff

09.00 - 13.00 Redaktionsbüro des

durchblick geöffnet

09.30 - 12.00 SeniorenServiceStelle

der Universitätsstadt

Siegen

10.30 - 12.00 Englisch für Senioren

VHS Kurs der Universitätsstadt

Siegen

14.00 - 17.00 ALTERAktiv-Senec@fé

Computertreff

15.00 - 17.00 Singkreis

16.00 - 18.00 Regenbogentreff

Spielen und Klönen

Die Projektgruppe 3D-Druck im

Senec@fé von ALTERAktiv

hat ihre Arbeit aufgenommen.

Die Freude über ihren neuen

3D-Drucker ist riesig.

1/2026 durchblick 75


Einfach

hingehen, ohne

Anmeldung!

1. Sonntag

13.00 30. traditionelle Frühlingsund

Kunsthandwerker-Ausstellung,

Haus des Gastes, Bad Laasphe

(auch am 2.03. um 11 Uhr)

16.00 Jüdischer Witz reloaded: Lachen

mit Rabbinern Rothschild &

Steiman, Städtische Galerie Haus

Seel, Siegen, Kornmarkt 20

16.00 Giorgio Morandi, Öffentliche

Führung, Museum für Gegenwartskunst,

Siegen, Unteres Schloss 1

17.00 Musikalischen Zeitreise: Liebeskummer

lohnt sich nicht, mit Julia

Nikolajczyk, Thorsten Schäffer und

Udo Kempen, Kulturhaus Lÿz Siegen

17.00 Kammerkonzert mit Musikerinnen

und Musikern der Philharmonie

Südwestfalen, Konventsaal Stift Keppel,

Hilchenbach, Stift-Keppel-Weg 37

2. Montag

18.30 Wolle & mehr-Austausch,

Handarbeit, Gemütlichkeit, Dritter Ort

- Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

20.00 Die Nacht der Musicals, Siegerlandhalle,

Siegen, Koblenzer Str. 151

3. Dienstag

18.00 Konzert-Einführung für das

Sinfoniekonzert Pärt, Strauss, Tschaikowsky,

Referenrin: Bettina Landgraf,

Apollo-Theater Siegen

4. Mittwoch

19.30 kreuztalkultur, Konzert: Brasilian

Songs meet Jazz, Bossa

Nova Club, Café Basico, Kreuztal,

Hüttenstr. 30

5. Donnerstag

20.00 Schwanensee - Royal Classical

Ballet, Siegerlandhalle, Siegen,

Koblenzer Str. 151

6. Freitag

17.00 Führung durchs Apollo-Theater

Siegen, Bretter mit großer

14.03. René Steinberg, in Weiße Villa Dressler Park, Kreuztal

März

Bedeutung, Apollo Theater Siegen

19.00 Candleligt-Lesung S2:

Crauss liest aus seinen beiden Bänden,

Villa Bubenzer, Freudenberg,

Villa Bubenzer Weg 7

20.00 Akustik Musik Konzert mit

Little Bonfire, Otto-Reiffenrath-

Haus, Neunkirchen, Bahnhofstr. 1

20.00 LÿzMixVarieté-Spektakel,

Kulturhaus Lÿz Siegen, St.-Johann-

Straße 18

7. Samstag

10.00 Jonglage- & Diabolo Mo de

Bleu-Workshops, Kulturhaus Lÿz Siegen,

St.-Johann-Straße 18

19.00 WorldMusicNights: Tante

Friedl, Verstärker Siegen, Reichwalds

Ecke

19.30 Improtheatershow: Wer

probt, hat Angst, Bruchwerk Theater

Siegen, Siegbergstraße 1

20.00 Konzert: Elisabeth Lohninger

Band, Kulturhaus Lÿz Siegen,

St.-Johann-Str. 18

20.00 Konzert: Jördis Tielsch,

Bring mich zurück, Heimhof-Theater,

Burbach, Heimhofstr. 7 a

20.00 Boulevardkomödie von Michael

Parker, IN GEHEIMER MISSION,

Sängerheim MGV, Freudenberg, Am

Silberstern 23

20.00 Comedy:

EURE MÜT-

TER - Perlen

vor die Säue,

Siegerlandhalle,

Siegen,

Koblenzer Str.

151

8. Sonntag

15.00 Theater

Liberi präsentiert

das Musical

Dschungelbuch,

Siegerlandhalle-Siegen,

Koblenzer

Str. 151

KULTUR: live – Kultur für alle

Die AWO vermittelt Freikarten für Konzerte,

Theater, Sport und mehr an finanziell

benachteiligte Menschen in Siegen-

Wittgenstein und Olpe.

Die Tickets werden von zahlreichen

Kulturpartnern gespendet. Nach Registrierung

und Nachweis des Anspruches (z.

B. Bürgergeld, Wohngeld, Grundsicherung

oder Tafel-Leistungen) erhalten die Kulturgäste

zwei Freikarten pro Veranstaltung.

Die Vermittlung erfolgt telefonisch durch

Ehrenamtliche unter Berücksichtigung von

Interessen und Mobilität.

Sie können Kulturgast werden und sich

anmelden kulturlive@awo-siegen.de

oder 0271 / 3 38 61 42

16.00 Giorgio Morandi, Öffentliche

Führung, Museum für Gegenwartskunst,

Siegen, Unteres Schloss 1 /

auch am 22.3.

17.00 Boulevardkomödie von Michael

Parker, IN GEHEIMER MISSION,

Sängerheim MGV, Freudenberg, Am

Silberstern 23

18.00 Comedy: Maria Lampp, Mama

ohne Plan, Bürgerhaus am Markt,

Bad Berleburg, Marktplatz 1a

13.03. Alice Köfer, Kulturhaus Lÿz

Siegen, St.-Johann-Str. 18

20.00 Mitch Ryder – Songs from

the Road-Tour 2026, Kulturhaus Lÿz

Siegen, St.-Johann-Str. 18

9. Montag

17.00 Kino ohne Altersbeschränkung:

Voila, Papa! Der perfekte

Schwiegersohn, Hilchenbach,

Bernhard-Weiss-Platz 6

10. Dienstag

10.30 Wandergruppe für Menschen

ab 60+, Rund um die Eisernhardt,

Treffpunkt Wanderparkplatz

76 durchblick 1/2026


Faule Birke, Siegen-Eisern, (Anmeldung

unter Tel. 0271 / 404 - 2202)

15.30 VIELFÄLTIG - Kaffee, Geselligkeit&

Programm, Dalli Klick – Das

wird spitze!, Stadtbibliothek Kreuztal,

Marburger Str. 10

19.00 Lesung mit Sabine Heinke:

Mein Herz so Reim, Dritter Ort- Bücherei

der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

19.00 Filmklub Kurbelkiste: Ein Tag

ohne Frauen, Kulturhaus Lÿz Siegen,

St.-Johann-Str. 18

11. Mittwoch

19.00 Lesung mit Markus Heitz, Rippers

Daughters, Dritter Ort- Bücherei

der Zukunft, Bad Berleburg, Poststr.

42

12. Donnerstag

20.00 Jazz & Friends, Konzert der

FRITZ-BUSCH-Musikschule 2026,

Kulturhaus Lÿz Siegen, St.-Johann-

Str. 18

14.03. 10.00 Uhr Ausstellungseröffnung

im KrönchenCenter Siegen

13. Freitag

9.30 Frühstückstreff im Haus

Herbstzeitlos, Gemeinsam statt

einsam, Haus Herbstzeitlos Siegen,

Marienborner Str. 151 (Anmeldung

erforderlich unter 0271/404-2202)

20.00 Kabarett:

Alice Köfer, Alles

zu meiner

Zeit, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-

Johann-Str. 18

20.00 Dämmerschoppen:

Soulmates in

Music mit dem

AkustikDuo aus

Freudenberg,

KulturFlecken,

Freudenberg, Am

Silberstern 4a

20.00 Vortrag:

Reinhold Messner:

Weltberge

– Die 4. Dimension, Siegerlandhalle,

Siegen, Koblenzer Str. 151

14. Samstag

10.00 Eröffnung der durchblick Ausstellung

Tiere erzählen, von Dr.

Marlies Obier, KrönchenCenter Siegen,

Markt 25

13.30 Offene Ideen-Werkstatt,

im Siegerlandmuseum, Am Oberen

Schloss Siegen, (begr. Teilnehmerzahl)

14.30 Stadtführung: Ein Genießer

Rundgang durch das alte Handwerkerviertel,

Treff: Brunnen auf

dem Rathausplatz/Oberstadt Siegen

(begrenzte Teilnehmerzahl)

20.00 Kabarett: Wilfried Schmickler,

Herr Schmickler bitte, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-Johann-Str. 18

20.00 Kabarett: Martina Brandl: Prima,

fein gemacht, Bad Laasphe,

Haus des Gastes, Wilhelmplatz

20.00 Komödie von Matthieu Delaporte,

Einszweiundzwanzig vor

dem Ende, Aula des Gymnasiums

Wilnsdorf, Hoheroth 94

20.00 kreuztalkultur: Radikale Spaßmaßnahmen

mit Rene Steinberg, Die

Welt in bisschen besser lachen,

Weiße Villa in Dressler Park, Kreuztal

20.00 Comedy: Ingrid Kühne Soloprogramm

mit Ja, aber ohne mich!,

Siegerlandhalle, Siegen

15. Sonntag

14.30 Führung im Siegerlandmuseum

Motto: Von Glanzstücken

und Geheimtipps, Siegen, Oberes

Schloss 2 (begr. Teilnehmerzahl)

16.00 Giorgio Morandi,

Öffentliche Führung,

Museum für Gegenwartskunst,

Siegen,

Unteres Schloss 1

17.00 kreuztalkultur:

xpeditionen-Special:

Dirk Rohrbach, Amerikas

Westküste - 3000

Kilometer Abenteuer

am Pazifik, Otto-Flick-

Halle, Kreuztal

19.00 Comedy: Katrin

Iskam mit Gärtnern

ohne viel Geschiss,

Siegerlandhalle, Siegen,

Koblenzer

7.03. Jördis Tielsch, im Heimhof-Theater, Burbach

Str.151

21.03. Patrick Snow, Otto -Flick-Halle Kreuztal

16. Montag

15.30 Treffen: Gemeinsam & Gesellig,

Dritter Ort- Bücherei der Zukunft,

Bad Berleburg, Poststr. 42

18. Mittwoch

9.30 LiteraTour-Cafe, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

19.30 Komödie: Eine Sommernacht,

Eine unvergessliche Liebesgeschichte,

Apollo Theater, Siegen, Morleystraße

1 (auch am 19./20./21.03.)

19. Donnerstag

10.30 Für Strickfreunde: Wolle &

Nadel, in der Stadtbibliothek Siegen,

Krönchen Center, Markt 25

21. Samstag

18.00 Matthäus-Passion, Johann

Sebastian Bach BWV 244, Ev. Kirche

Hilchenbach, Kirchplatz 1 (auch 22.03.)

20.00 Konzert: Zucchini-Sistaz, Falsche

Wimpern - echte Musik, Heimhof-Theater,

Burbach, Heimhofstr. 7 a

20.00 kreuztalkultur: The Cat Stevens

Tribute, Patrick Snow, Otto

-Flick-Halle, Kreuztal, Moltkestr. 12

20.00 Kirsten Fuchs mit Muttermund

tut Wahrheit kund, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-Johann-Str. 18

23. Montag

19.30 Konzert mit Querflöte/Gitarre

SolDuo, Zeitlos, Das neue Capitol,

Bad Berleburg, Im Herrengarten 8

24. Dienstag

18.00 Konzert-Einführung für das

Sinfoniekonzert Debussy, Bartok,

Howard, Referenten: Veronika Jefremowa,

Apollo Theater Siegen

19.00 Filmklub Kurbelkiste: Die Rosenschlacht

- Tragikomödie, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-Johann-Str. 18

19.00 Lesung mit Katharina Hartwell:

Große Lieben, Dritter Ort- Bücherei

der Zukunft, Blb., Poststr. 42

26. Donnerstag

15.30 Vortrag: Berühmte Freundinnen

Colette und Natalie Barney

von Dr. Marlies Obier, Veranstalter:

vhs KrönchenCenter Siegen

1/2026 durchblick 77


Einfach

hingehen, ohne

Anmeldung!

19.00 Lesung mit Paula Steingäßer,

Und was ist mit unserer Zukunft',

Kulturhaus Lÿz Siegen, St.-Johann-Str.

19.00 Vortrag von Klaus Homrighausen,

Wittgenstein historisch, Biografie

Johannes Althusius, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

27. Freitag

19.00 Lese-Show mit Katharina

Afflerbach, Villa Bubenezer, Freudenberg,

Villa Bubenzer Weg 7

20.00 Bühnenshow mit dem Ensemble

Schërzo, Släpstick, Otto-

Flick-Halle, Kreuztal, Moltkestraße 12

28. Samstag

11.00 Ausstellung und Verkauf

auf dem Birkenhof, Unperfekt Keramik,

Birkenhof , Wilgersdorf /Rudersdorf

(auch am 29.03.)

20.00 Konzert: Musik mit den Brothers

in Arms, Kulturhaus Lÿz Siegen

20.00 LOL > Das Comedy Start-up,

Gebrüder-Busch-Theater, Hi.-Dahlbruch,

Bernhard-Weiss-Platz

März

28.03. Brothers in Arms, im Kulturhaus Lÿz Siegen, St.-Johann-Straße 18

29. Sonntag

10.30 Informationsvortrag: Ein

neuer Weg zur Gesundheit von

Körper und Seele, Referentin: Heilpraktikerin

Isolde Tamme-Schmitz,

Bismarckhalle Siegen-Weidenau

17.30 Winterkonzert III: Neux Quartett:

Goldberg Variationen, Siegerlandmuseum,

Siegen

17.00 Krimidinner Siegen: Sherlock

Holmes und der vergiftete

Rievkooche, Früh bis spät Siegen,

Fürst-Johann-Moritz-Straße 3

19.00 Comedy: Chris Tall – Keep

Laughing, Siegerlandhalle, Siegen,

Koblenzer Str. 151

31. Dienstag

18.30 Bücherkompass: Austausch

von aktuellen Leseprojekten, Dritter

Ort- Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

April

9. Donnerstag

19.30 Insektenkrimi-Komödie von

Paul Shipton, Die Wanze, Bruchwerk

Theater Siegen, Siegbergstr.1

10. Freitag

19.00 Krimidinner Siegen, Prêt-àmorter

- Der letzte Schrei, Zollposten

Hilchenbach/Grund, Am Zollposten

2

11. Samstag

10.00 Jonglage- & Diabolo-Workshops,

mit Mo de Bleu, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-Johann-Str. 18

12. Sonntag

16.00 Konzert: Die Magische Musik

von Harry Potter, Siegerlandhalle

Siegen, Koblenzer Str. 151

18.00 Ein musikalisch-literarischer

Abend: Karneval des Glücks,

Busch-Theater, Hilchenbach-Dahlbruch,

im neuen kdm, Bernhard-

Weiss-Platz 6-8

19.00 Comedy: Dave Davis mit Konfetti

für alle!, Heimhof-Theater, Burbach,

Heimhofstr. 7 a

20.00 Konzert: The Music of Hans

Zimmer & Others, Siegerlandhalle

Siegen, Koblenzer Str. 151

13. Montag

17.00 Kino ohne Altersbeschränkung:

Ein fast perfekter Antrag,

Hilchenbach, Bernhard-Weiss-Platz 6

20.00 Konzert: Der Hobbit & Die

Ringe der Macht, Siegerlandhalle,

Siegen, Koblenzer Str. 151

14. Dienstag

14.30 Seniorenveranstaltung, Gymnastik

aktiv 60+ auch im Sitzen

ist Gymnastik effektiv, Haus

Herbstzeitlos, Siegen, Marienborner

Str. 151 (begr. Teilnehmerzahl, Anmeldung

unter 0271/404-2202)

15.30 VIELFÄLTIG - Kaffee, Geselligkeit&

Programm, Vortrag: Vögel

im Buchenwald mit Dr. Hartmut

Müller, Stadtbibliothek Kreuztal,

Marburger Str. 10

19.00 Theater & Talk, Der Diener

zweier Herren, Apollo-Theater Siegen

17.4. Stefan Danziger, Weiße Villa Dreslers Park, Kreuztal

78 durchblick 1/2026


15. Mittwoch

9.30 LiteraTour-Cafe, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

16. Donnerstag

10.30 Für Strickfreunde: Wolle &

Nadel, in der Stadtbibliothek Siegen,

Krönchen Center, Markt 25

15.30 Vortrag: Berühmte Freundinnen

Erika Mann und Therese

Giehse, von Dr. Marlies Obier, Veranstalter:

vhs KrönchenCenter Siegen

19.00 Lesung mit Nikolaus Münster:

Das lange Schweigen - zwischen

Widerstand und Lebenshunger, Kirche

Hilchenbach, Kirchplatz 3

19.00 Vortrag von Dr. Jahannes

Burkardt, Biographie - Christoph

Tuchfeld, Dritter Ort- Bücherei der

Zukunft, Bad Berleburg, Poststr. 42

12.4. Dave Davis, im Heimhof-Theater,

Burbach-Würgendorf

17. Freitag

20.00 Siegener Poetry Slam, Südwestfalen

Special, Kulturhaus Lÿz

Siegen, St.-Johann-Str. 18

20.00 Komödie: Onsorg Theater,

Zeit ist Geld- Jetzt oder nie, Gebrüder-Busch-Theater,

Hi.-Dahlbruch,

Bernhard-Weiss-Platz 6-8

20.00 Konzert: Songs of Love &

Hate live, Die besten Cohen-Songs,

Kulturkapelle, Langenaubach Haiger,

Kirchgasse 4

20.00 kreuztalkultur, Comedy: Stefan

Danziger, Was machen Sie eigentlich

tagsüber?, Weiße Villa in

Dreslers Park, Kreuztal

18. Samstag

18.00 Shanty- Konzert: Melodie der

Meere, Weisstalhalle, Siegen, Kaan-

Marienborn, Blumertsfeld 2

19.30 Jazzkonzert mit Quintett

West, Alte Linde Wilnsdorf-Niederdielfen

20.00 Tribute Band: The Golden

Years of Deep Purple, Kulturhaus

Lÿz Siegen, St.-Johann-Str. 18

12.4. Karneval des Glücks, im Busch-Theater, Hilchenbach-Dahlbruch

20. Montag

15.30 Treffen: Gemeinsam & Gesellig,

Dritter Ort- Bücherei der Zukunft,

Bad Berleburg, Poststr. 42

19:00 WorldMusicNights: Nisbet

Sedrayeva Ensemble, (Aserbaidschan),

Lesecafé

Siegen, Krönchen-

Center Markt

21. Dienstag

18.00 Konzert-

Einführung, für das

Sinfoniekonzert

Tschaikowsky, Referent:

Hans Andre

Stamm, Apollo-Theater

Siegen

19.00 Filmklub

Kurbelkiste: Die

Farben der Zeit -

Drama, Frankreich

2025, Kulturhaus

Lÿz Siegen

Zuhause bei der WGh

18.4. The Golden Years of Deep Purple, Kulturhaus Lÿz

Siegen, St.-Johann-Straße 18

WGh - Wohnungsgenossenschaft hüttental eG

Jahnstraße 45 · 57076 Siegen

Telefon 0271 48951-0 · Fax 0271 48951-51

info@wgh-siegen.de · www.wgh-siegen.de

1/2026 durchblick 79


Einfach

hingehen, ohne

Anmeldung!

22. Mittwoch

19.30 kreuztalkultur: Kabarett, HG.

Butzko, Der Will nicht nur spielen,

Cafe Basico, Kreuztal, Hüttenstr. 30

23. Donnerstag

15.30 Vortrag: Tiere in den Märchensammlungen

der Gebrüder

Grimm, von Dr. Marlies Obier, KrönchenCenter

Siegen, Markt

Veranstalter: durchblick-Literatur

und Kunstausstellungen

16.30 Saatgutbörse: sammeln,

tauschen, neues Saatgut entdecken,

Dritter Ort-Bücherei der Zukunft, Bad

Berleburg, Poststr. 42

20.00 Comedy: Bernd Stelter, Reg

dich nicht auf. Gibt nur Falten,

Gebrüder-Busch-Theater, Hi.-Dahlbruch,

Bernhard-Weiss-Platz 6-8

24. Freitag

19.00 Jutta Wilbertz: kurzkrimi &

mörderische Songs-Kurz & Tot, KulturFlecken,

Freudenberg, Am Silberstern

4a

19.00 Balett: Cinderella - Classico

Ballet Napoli, Siegerlandhalle Siegen,

Koblenzer Str. 151

20.00 kreuztalkultur: Musik-Kabarett,

Ab in den TOURLAUB!, Eiche-

April

ner Hamer Kreuztal, Am Parkplatz

2

20.00 Musik: Purple Schulz

wird siebzig, na und? Ich

hab nicht ewig Zeit, Heimhof-Theater,

Burbach-Würgendorf,

Heimhofstr. 7 a

20.00 Musik-Comedy: Ab in

den Tourlaub mit den Reis

against the Spülmachine, Eichener

Hamer Kreuztal, Am

Parkplatz 2

25. Samstag

20.00 Theater: Deutsche

Erstaufführung und exklusive

Deutschland-Tour von Dracula

– A Comedy of Terrors,

Siegerlandhalle Siegen

26. Sonntag

17.30 Winterkonzert IV:

Une Soirée francaise, Siegerlandmuseum,

Siegen, Oberes

Schloss 2

18.00 Konzert mit den A-cappella-

FormationAnders, Bürgerhaus am

Markt, Bad Berleburg, Marktplatz 1

24.4. Purple Schulz, im Heimhof-Theater

Burbach, Heimhofstr. 7 a

28. Dienstag

14.30 Seniorenveranstaltung, Führung

durch das Krematorium,

Siegen, Treffpunkt: Siegen-Lindenberg,

Frankfurter Str. 201, (Begrenzte

Teilnehmerzahl 0271/404-2202)

18.30 Audio-Kino-Lesung: Blind

Date mit einem Buch, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

Mai

2. Samstag

19.00 Kabarett: Bernd Gieseking,

Seepferdchen mit 60! Oder: Ein

Mann will hoch hinaus, Heimhof-

Theater, Burbach

3. Sonntag

15.00 Eröffnung der Ausstellung:

unter dem Schatten

der Bäume, von Dr. Marlies

Obier, Veranstalter: Waldlandhaus

Forsthaus Hohenroth

16.00 Vogelstimmen-Spaziergang

rund um den Birkenhof Wilnsdorf-Wilgersdorf/Rudersdorf,

mit Markus Isin

17.00 Konzert: Kammerkonzert

mit Musikerinnen und Musikern der

Philharmonie Südwestfalen, Ungewöhnlich.

Unterhaltsam. Unvergesslich,

Turmzimmer der Ginsburg, Hilchenbach-Grund,

Schlossberg 1

4. Montag

18.30 Vortrag Wittgenstein historisch:

Radikaler Pietismus, Alchemie

& Freidenkerei, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg

5. Dienstag

10.30 Wandergruppe für Menschen

ab 60+, Wanderung zur

16.05. Wildes Holz und Spark, Gebrüder-Busch-Theater, Hilchenbach-Dahlbruch

Schränke und Pfannenberg., Treffpunkt

Wanderparkplatz Schränke,

Siegen-Eiserfeld, (begrenzte Teilnehmerzahl

0271 / 404 - 2202)

17.00 Führung durchs Apollo-

Theater Siegen, Bretter mit großer

Bedeutung, Apollo Theater Siegen

7. Donnerstag

19.00 Studio für Neue Musik der

Uni Siegen in Zusammenarbeit mit

der Kantorei Siegen, Nikolaikirche

9. Samstag

9.45 Kräuterwanderung rund um

den Birkenhof Wilnsdorf, Wilgersdorf

/ Rudersdorf (auch um 14.15)

13.30 Offene Ideen-Werkstatt,

Stamp-Art (Workshop) im Siegerlandmuseum,

Oberes Schloß Siegen,

Burgstraße (begr. Teilnehmerzahl)

19.00 Konzert: Hörgerät, ... rocken

ohne Strom (unplugged) XI, Heimhof-Theater

Burbach, Heimhofstr. 7a

20.00 Kabarett: Jürgen B. Hausmann

mit 25 Jahre - Dat is e Ding!,

Siegerlandhalle Siegen

10. Sonntag

11.00 Kunst im Park der Villa Bubenzer,

Besichtigung der Villa möglich,

Freudenberg, Villa-Bubenzer-Weg 7

80 durchblick 1/2026


11. Montag

18.30 Wolle & mehr – Austausch,

Handarbeit, Gemütlichkeit,

Dritter Ort - Bücherei,

Bad Berlbeg, Poststr. 42

12. Dienstag

15.30 VIELFÄLTIG - Kaffee,

Geselligkeit & Programm,

Stuhlgymnastik mit Suse

Schick, Stadtbibliothek

Kreuztal, Marburger Str 10

13. Mittwoch

13.00 Flechtwerke aus

Weide, wir fertigen Windlichter,

Birkenhof in Wilnsdorf

16. Samstag

20.00 Konzert: Wildes Holz

und Spark - die klassische

Band, Mächtig Zunder, Gebrüder-

Busch-Theater, Hilchenbach-Dahlbruch

18. Montag

15.30 Treffen: Gemeinsam & Gesellig,

Dritter Ort- Bücherei der Zukunft,

Bad Berleburg, Poststr. 42

20. Mittwoch

9.30 LiteraTour-Cafe, Dritter Ort-

Bücherei der Zukunft, Bad Berleburg,

Poststr. 42

19. Dienstag

14.30 Siegener Seniorenveranstaltung,

Wie einst im Mai, im

Leonhard-Gläser-Saal der Siegerlandhalle

Siegen, Koblenzer Str.151

21. Donnerstag

10.30 Für Strickfreunde: Wolle &

Nadel, Stadtbibliothek Siegen, Krönchen

Center, Markt 25

22. Freitag

13.00 Flechtwerke aus Weide und

Windlichter fertigen, Birkenhof

Wilnsdorf, Wilgersdor/Rudersdorf

16.00 Trauercafé Gemeindezentr.

Mittendrin, Si.-Geisweid, Koomanstr. 8

21.30 KulturPur34, Enno – Haifischbecken,

Zelttheater auf dem Giller,

bei Hilchenbach-Lützel (Stehplätze)

23. Samstag

21.30 KulturPur34, Konzert mit der

Metal Queen Doro Pesch, Zelttheater

auf dem Giller bei Hilchenb.(Stehplätze)

KulturPur34 vom 21. Mai bis 25. Mai

auf dem Giller bei Hilchenbach-Lützel

24. Sonntag

19.30 Krimiparodie: Die Wanze

Muldoon ist ein Käfer und Privatdetektiv,

Bruchwerk Theater Siegen,

Siegbergstraße 1

21.30 KulturPur34, Konzert mit

der deutschen Pop-/Rockband Rainbirds,

Zelttheater auf dem Giller, bei

Hilchenbach-Lützel (Stehplätze)

25. Montag

19.00 KulturPur34, Konzert mit

Fury in the Slaughternhouse, Fury

Live Twenty Six, Zelttheater auf

dem Giller, bei Hilchenbach-Lützel

26. Dienstag

18.00 Konzert-Einführung, für das

Sinfoniekonzert Clyne, Chatschaturjan,

Referentin: Katrin Mainz,

Apollo Theater Siegen

18.30 Bücherkompass: Austausch

von aktuellen Leseprojekte, Dritter

Ort - Bücherei der Zukunft, Bad

Berleburg, Poststr. 42

27. Mittwoch

19.30 Studio für Neue Musik der

Uni Siegen, Apollo-Theater Siegen

31. Sonntag

16.00 Kinderkonzert mit Quarteto

Neuz, Alte Linde, Wi.-Niederdielfen

Die Gruppenreisen der AWO richten

sich an Menschen im Seniorenalter

und bieten ein- bis zweiwöchige Fahrten

ans Meer oder in bekannte Kurorte.

Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten,

Neues zu erleben und Gemeinschaft

zu genießen. Begleitet werden

die Reisen von engagierten, ehrenamtlichen

Reisebegleiter:innen, die

mit Herz, Erfahrung und Freude für

einen reibungslosen Ablauf sorgen

und stets ein offenes Ohr für die

Reisegäste haben.

Der Reiseflyer 2026 kann angefordert

werden unter 0271 / 3386167,

oder reisen@awo-siegen.de

Leserbriefe

db 4/2025 - Sprache. Die Biographie

der Grimm-Brüder ist das vielleicht

beste, das ich je im durchblick gelesen

habe. Ein herzliches Dankeschön an

Frau Marlies Obier für diesen informativen

und überaus lesenswerten Text.

Alfred Brombach, Neunkirchen

db 4/2025 - Jubiläum verschoben.

Ich möchte Sie, liebe Leserinnen

und Leser des durchblick in der Hoffnung

ansprechen, dass Sie mir helfen

können bei der Suche nach Informationen

und Bildern zu der Vorgeschichte

meines Oldtimers, einem grünen DKW

3=6, Baujahr 1954, der im Siegerland

gelaufen ist.

In dem originalen KFZ-Brief, stehen

zwei Vorbesitzer: von 1955 bis 1958 der

Arzt Dr. med. Oswald Hoyer, Bismarckstraße

in Kreuztal. Zulassung zuerst

BR 49-4434, dann SI-AX 938 und von

1958 bis 1978 der Maschinenschlosser

Karl Duly aus Dreis-Tiefenbach, Torstr.

8, mit gleicher Zulassung (SI-AX 93).

Dieser DKW wurde im Juli 1954 in

Düsseldorf gebaut, dann scheinbar als

Vorführfahrzeug oder Ähnliches beim

MAN- und DKW-Händler E. Bernshausen

in Ferndorf genutzt. Am 25.02.1955

wurde er an Dr. Hoyer verkauft. Laut

Kundendienst-Scheckheft war der DKW

zu dem Zeitpunkt bereits über 1.500 km

gelaufen. Über Hinweise würde ich mich

freuen. Frank Jung 0178-1956031

Reisen mit Herz – Urlaub in bester Gemeinschaft

1/2026 durchblick 81


Unterhaltung / Impressum

Es fiel uns auf, …

…dass das kleinste Dorf Deutschlands in der Eifel liegt.

Hier kennt wirklich jeder jeden! Ist aber auch nicht so schwer

bei elf Einwohnern. Gerade mal drei Frauen und acht Männer

leben in Dierfeld, einem Minidorf mitten in der Vulkaneifel in

Rheinland-Pfalz. Einen Bürgermeister gibt es aber trotzdem.

… dass der kälteste Ort der Welt am Südpol liegt.

Minus 82,8 Grad wurden 1982 an der Forschungsstation

„Amundsen-Scott-Südpol“ (nur wenige hundert Meter vom

geografischen Südpol entfernt) gemessen. Der eisigste Ort

der Welt, da ist es wahrscheinlich selbst den Pinguinen zu

kalt, obwohl die ja an Frost gewöhnt sind.

… dass manche Körperteile ein Leben lang wachsen.

Wenn wir altern, werden Muskeln und Gewebe schwächer. Das

führt dazu, dass Ohren, Nase und Füße größer werden. Laut

Studien „wächst“ wächst die Nase zwischen dem 30. Und 97.

Lebensjahr um ca. 0,8 cm und die Ohren um 1 cm. Die Füße

werden je nach Belastung oft breiter.

… dass ein Brocken Mars sehr teuer versteigert wurde.

Im New Yorker Auktionshaus Sotheby`s gab es eine der sicherlich

verrücktesten Versteigerungen, die das Haus je durchgeführt

hat. Was aussieht wie ein gewöhnlicher Steinklumpen, ist

ein ganz schön teurer Brocken vom Planeten Mars. Über fünf

Millionen Dollar war einem anonymen Käufer ein 25 Kilo schwerer

Meteorit wert, der rund 225 Millionen Kilometer vom Mars

zurücklegte, bevor er in der Sahara aufschlug. homa

Zu guter Letzt,

Gedächtnistraining –

Lösungen von Seite 52 / 53

Monatsquiz: 1/a Janus, 2/c Valentinstag,

3/b kürzeste, 4/b Mörike, 5/c Veronika.

Wer oder was bin ich: A - Wuppertaler

Schwebebahn, B - Eifelturm in Paris, C

- Der Minirock. Wortfindung / Zucker:

z. B. Blutzucker, Rohrzucker, Fruchtzucker,

Kristallzucker, Traubenzucker.

- / Salz: z. B. Badesalz, Speisesalz,

Meersalz, Streusalz, Zinksalz. - / Mehl:

z. B. Maismehl, Sojamehl, Roggenmehl,

Kartoffelmehl, Steinmehl. Suchbild:

Siegerlandflughafen, Seite 64.

Blütengrund

Warum blühn im Mai die Bäume,

farbenfroh, als ob man träume ?

Weil vorm großen Farberwachen

wochenlang sie gar nichts machen,

weil sie nicht durch Drehn und Wenden

sinnlos Energie verschwenden

und sich, statt sich wild zu regen,

einfach nicht vom Fleck bewegen,

weil sie wurzeln statt zu rennen,

sich und ihren Standort kennen

und in allen Lebenslagen

grade in den Himmel ragen.

von Jörn Heller

durch

blick

Gemeinnützige Seniorenzeitschrift

der Universitätsstadt Siegen,

für Siegen und Siegen-Wittgenstein

Herausgeber:

durchblick-siegen Information und Medien e.V.

Anschrift Verwaltung und Redaktion:

„Haus Herbstzeitlos“, Marienborner Str. 151, 57074 Siegen

Telefon 0271 / 6 16 47, Mobil: 0171 / 6 20 64 13

E-Mail Redaktion: redaktion@durchblick-siegen.de

E-Mail Verwaltung: info@durchblick-siegen.de

Internet: www.durchblick-siegen.de

Öffnungszeiten:

dienstags bis freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr

1. und 3. Dienstag im Monat auch von 14.00 bis 16.00 Uhr

Terminvereinbarung darüber hinaus auch auf Anfrage.

Redaktion:

Anne Alhäuser, Ulla D'Amico, Ingrid Drabe (Veranstaltungen),

Gudrun Fokken, Ernst Göckus, Eva-Maria Herrmann, Erna Homolla,

Erich Kerkhoff, Sigrid Kobsch, Horst Mahle, Werner Müller-

Späth, Dr. Marlies Obier, Tessie Reeh, Nicole Scherzberg, Tilla-Ute

Schöllchen (Redaktionsleiterin, ViSdP), Ulla Schreiber, Angelika van

Vegten (Kurz Berichtet), Erika Weiss (Seniorenbeirat).

Bildredaktion:

Thomas Benauer, Alexandra Benauer, Bernd Büdenbender,

Franco Ergoi, Tessie Reeh, Nicole Scherzberg, Klaus Treude.

Bildnachweise: Sofern am Objekt nicht angegeben, stammen die

veröffentlichten Bilder von den Autoren, bzw. den Veranstaltern.

Lektorat:

Anne Eickhoff, Gertrud Hein-Eickhoff, Horst Mahle, Dieter Moll.

Internet:

Thomas Benauer, Thomas Greiner, Nicole Scherzberg.

An dieser Ausgabe haben ferner mitgewirkt:

Heinz Bensberg, Adele von Bünau, Sonja Dörr, Dr. Jochen Fend,

Rolf Golze, Jörn Heller, Christel Latsch, Wilfried Lerchstein, Mathias

Mehnert, Friedrich Ochsmann, Bernadette von Plettenberg, Volker

Reichmann, Heinz Stötzel, Dr. Johannes Utsch, Prof. Dr. Rüdiger Voigt.

Gestaltung und Herstellung:

Thomas Benauer, Friedhelm Eickhoff, Nicole Scherzberg,

Angelika van Vegten.

Anzeigenanfrage:

durchblick-siegen e.V. Telefon 0171 / 6 20 64 13 oder 0271 / 6 16 47

E-Mail: anzeigen@durchblick-siegen.de Es gilt die Preisliste 13/2021

(www.durchblick-siegen.de/Mediadaten)

Druck: Strube Druck, klimaneutral gedruckt

Erscheinungsweise:

März, Juni, September, Dezember

Verteilung:

Hans Amely, Gerd Bombien, Elke Diehl, Nadine Gerhard, Erika

Graff, Maximilian Großhaus-Lutz, Anita Jurczewski, Annika Kettner,

Wolfgang von Keutz, Angelika Klingspor, Geli Kreutter, Olaf Kurz,

Jan-Sören Lagemann, Oliver Mahle, Marion Ortmann, Wolfgang

Paesler, Karin Piorkowski, Birgit Rabanus, Christel Schmidt-Ufer,

Hans-Rüdiger Schmidt und alle Redakteure

Der durchblick liegt im gesamten Kreisgebiet kostenlos aus: in

Sparkassen, Apotheken, Arztpraxen, Buchhandlungen und Geschäften

des täglichen Bedarfs, in der City-Galerie Siegen, Läden

des Siegerlandzentrums Weidenau, bei unseren Anzeigenkunden,

in öffentlichen Gebäuden, vielen sozialen Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände

und Kirchen, in allen Rathäusern und Senioren-

Service-Stellen des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Der durchblick ist kostenlos. Für die Postzustellung werden für vier

Ausgaben jährlich 10,00 € ins Inland bzw. 16,00 € ins Ausland

berechnet.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge und

Leserbriefe zu kürzen. Bei Nichtveröffentlichung von unverlangt eingesandten

Beiträgen erfolgt keine Benachrichtigung. Der Nachdruck ist nur mit schriftlicher

Genehmigung des Herausgebers gestattet.

Gefördert durch

die Universitätsstadt Siegen

und den Kreis

Siegen-Wittgenstein

82 durchblick 1/2026


Wer ist HENRI?

Ich. Du. Wir.

HENRI ist ein Ort für Begegnung, Ideen und gemeinsames

Ausprobieren. Entstanden mit viel Rückenwind,

kreativer Energie und der Vision, Raum zu schaffen für

das, was Menschen wirklich suchen.

Du kannst stöbern, ankommen, mitdenken, mitgestalten

– oder einfach eine Pause machen. Ohne Konsumzwang.

Mit Kaffee oder Tee, wenn du ihn brauchst.

HENRI ist ein Projekt des DRK-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein

und ein Experiment: Was braucht

es heute für echte Begegnung? Gegen Einsamkeit, für

Austausch, Kreativität oder einfach einen guten Moment.

Fashion.

Workshops.

Community.

Ab März in der Siegener Innenstadt!

Informationen auf:

drk-siegen-wittgenstein.de/henri


Damit unsere

Kinder cool bleiben

können.

Wir bringen die

Zukunft zum Leuchten.

Für uns ist Nachhaltigkeit mehr

als nur ein Herzensthema.

Es ist zentraler Bestandteil

unserer Arbeit. Ob es um Geldanlagen

oder die Finanzierung

von energieeffizientem Bauen

geht: Wir kümmern uns.

Mehr Infos erhalten Sie unter

sparkasse.de

S

Die Sparkassen in den Kreisen

Siegen-Wittgenstein und Olpe

Weil‘s um mehr als Geld geht.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!