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22. Februar 2026

- Immer mehr Obdachlose: "Stadt verliert die Kontrolle“ - Nach Pensionierung gehen in Gösting die Kassenärzte aus - Faschingdienstag herrschte in der Stadt Ausnahmezustand

- Immer mehr Obdachlose: "Stadt verliert die Kontrolle“
- Nach Pensionierung gehen in Gösting die Kassenärzte aus
- Faschingdienstag herrschte in der Stadt Ausnahmezustand

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22. FEBRUAR 2026, AUSGABE 8

Lustig

Am Faschingdienstag herrschte in der Stadt

wieder einmal Ausnahmezustand. Auch die

VIPs feierten ausgelassen. 18

Unlustig

Nach einer Pensionierung gehen in

Gösting die Kassenärzte aus. Ein Hilferuf

soll eine Lösung bringen. 8

Immer mehr Obdachlose – laute Kritik:

„Stadt verliert

die Kontrolle“

Bitter. Immer mehr Obdachlose leben derzeit in Graz auf der Straße. Auch wenn sie das nicht müssten. Kritik kommt nun von Gemeinderat Markus

Huber, der ein entschlossenes Handeln der Bürgermeisterin fordert. Dort ist man allerdings gelassen und um Beruhigung bemüht. SEITEN 4/5

LUEF, KK, SCHERIAU, GETTY

Seriös - Einfühlsam - Würdevoll

24h täglich


2 die seite zwei

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Einmal auf der

Straße, immer

auf der Straße

G

raz gilt als lebenswerte

Genuss-Hauptstadt,

doch das Bild der

„Murmetropole“ bekommt

Risse. Wer durch die Herrengasse

oder über den Jakominiplatz

geht, sieht sie immer

öfter: Menschen, die auf

Matten schlafen oder in

Hauseingängen Schutz

suchen. Die jüngste Bilanz

der Winternothilfe mit einer

nie dagewesenen Auslastung

ist ein Alarmsignal, das wir

nicht länger ignorieren

dürfen. Bürgermeisterin Elke

Kahr lehnt Schlaf- und

Bettelverbote ab, da sie der

Meinung ist, dass solche

Repressionen keine Probleme

lösen, sondern sie nur

verstecken. Ist in Ordnung,

nur braucht es dann einen

alternativen Zugang. Wie zum

Beispiel eine Ausweitung von

Projekten wie „Housing First“,

die Menschen direkt in

Wohnraum vermitteln, bevor

die Abwärtsspirale der Straße

unaufhaltsam wird. Dieses

Konzept hat sich in anderen

Städten schon als erfolgreich

erwiesen. Eine Stadt wie Graz,

die stolz auf ihren sozialen

Zusammenhalt ist, darf nicht

zulassen, dass „niederschwellige

Hilfe“ zum bloßen

Schlagwort verkommt. Man

muss nur schnell ansetzen,

denn sind die Betroffenen

einmal auf der Straße, dann

sind sie nur noch schwer

zurück ins geregelte Leben zu

bringen. Da ist die Politik jetzt

dringend gefordert.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Gerald Fleischhacker

Beim Sonntagsfrühstück

wird’s

bei Gerald

Fleischhacker

opulent. Da

gibt’s neben

Kernöleierspeis

auch Baked

Beans und

Speck. Auch der

Filterkaffee darf

nicht fehlen. KK

Der beliebte Comedian über alte weiße Männer, seine Liebe zu seiner

Heimatstadt Graz und warum man immer noch alles sagen darf.

Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?

Am Sonntag wird bei uns sehr opulent gefrühstückt.

Ich geh sonntagmorgens immer meine

Hunderunde, und da komm ich beim Bäcker vorbei

und hole Croissants und Wachauerlaberl. Dazu

gibt es dann Kernöleierspeis, Baked Beans, das lieben

die Kinder, Speck, Eier, Kaffee, Tee und Orangensaft.

Bei uns ist es dann eigentlich schon ein

Brunch. Unter der Woche sind wir keine großen

Frühstücker. Da gibt’s eigentlich nur Tee, Wasser

und meinen Filterkaffee.

Sie sind ein gebürtiger Grazer. Was lieben Sie an

Ihrer Heimatstadt?

Wenn ich zu Hause bin, dann liebe ich alles. Graz

ist für mich voller Kindheitserinnerungen. Die Innenstadt

hat sich so toll entwickelt. Es gibt lässige

Lokale wie den Frankowitsch. Oder tolle Erlebnisse

wie die Schlossbergrutsche. Letztens hab ich die

Augartenbucht entdeckt, da muss ich im Sommer

unbedingt noch mal hin. Für mich hat Graz eine

große Lebensqualität, und die Menschen sind sehr

freundlich.

Sie gastieren mit Ihrem neuen Programm „Alter

nicer Mann“ am 6. März in Graz. Was erwartet

die Besucher?

Ich möchte den Besuchern zwei Stunden fröhliche

Unterhaltung bieten. Es wird sicher kein politischer

Abend. Vielmehr geht es um das Scheitern

im Leben und darum, dass es viel mehr alte nice

Männer gibt, als man glaubt. Ich verspreche, dass

man viel fröhlicher nach Hause geht als man gekommen

ist.

Der Titel des Programms klingt wie eine Anspielung

an den alten weißen Mann. Was ist für Sie

ein alter weißer Mann?

Ursprünglich war das ja eine Zustandsbeschreibung.

Heute sind alte weiße Männer ein Problem.

Die gehören einfach weg. Was diese alten weißen

Männer machen, ist einfach ein Irrsinn. Ich bin

absolut für eine Quotenregelung, wenn es anders

nicht funktioniert. Allein die Diskussion über Frauen

ist absurd. Aber ich finde gut, dass sich was tut.

Mir war zum Beispiel bei der „Tafelrunde“ immer

wichtig, dass wir 50/50 haben.

Gerade für Kabarettisten sind es gesellschaftlich

sehr spannende Zeiten. Darf man eigentlich

noch alles sagen und aufs Korn nehmen?

Man darf natürlich alles sagen. Man muss nur damit

rechnen, dass es mehr Menschen mitkriegen.

So viel wie heute konnte man noch nie sagen. Aber

natürlich muss man nachdenken, was man sagt.

Aber gerade die, die sagen, dass man nix sagen

darf, sagen alles. Am Ende sind es die kleinen Dramen

des Alltags, die uns beschäftigen.

SABRINA NASERADSKY

Gerald Fleischhacker wurde am 6. April 1971 in

Graz geboren. Er begann seine Karriere beim Radio,

unter anderem bei Antenne Steiermark. 2010

feierte er mit seinem ersten Solo-Kabarettprogramm

„Alles muss raus“ Premiere. Er moderiert

unter anderem „Die Tafelrunde“ und tritt regelmäßig

bei verschiedenen Fernsehformaten auf.

Am 6. März feiert er mit seinem neuen Programm

„Alter nicer Mann“ in Graz Premiere.



graz

6 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Unwürdig:

Der Wahltermin ist am

28. Juni.“

Bürgermeisterin Elke Kahr verkündete

am vergangenen Freitag, 20. Februar,

den Termin für die Gemeinderatswahl. KK

Illegale Zeltplatz-Lager:

Botschafter Fatmir Velaj und

LH-Stv. Manuel Khom LAND STMK/LAIMER

Albanien in

Graz zu Gast

■ Landeshauptmann-Stv.

Manuela Khom empfing eine

Delegation rund um den albanischen

Botschafter Fatmir

Velaj in der Grazer Burg.

Anlass für den Steiermark-

Besuch der albanischen Delegation

war die Enthüllung

einer Gedenktafel für Lasgush

Poradeci (1899–1987) in Graz.

Der albanische Dichter lebte,

studierte und wirkte in der

Zwischenkriegszeit rund zehn

Jahre lang in Graz.

Unter der Murbrücke dem Mursteg entlang hausen derzeit mehrere Menschen und frieren in der Kälte.

LUEF

Die letzte Gemeinderatswahl fand

am 21. September 2021 statt. GETTY

Wahltermin

steht nun fest

■ Nach monatelangen Spekulationen

ist es nun offiziell:

Bürgermeisterin Elke Kahr

gab am Freitag den Termin

für die nächste Grazer Gemeinderatswahl

bekannt. Am

28. Juni 2026 wird in Graz ein

neuer Gemeinderat gewählt.

Damit soll gewährleistet sein,

dass der Gemeinderat nicht

aufgelöst wird und bis zum

Schluss ducharbeiten kann.

Über den Sommer soll sich die

Regierung bilden.

„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE

■ Die Fastenzeit hat begonnen.

Anlass genug, unsere Leser zu

fragen, ob sie auf das eine oder

andere verzichten oder sich doch

lieber den Magen vollschlagen.

Von insgesamt 910 Teilnehmern

gab mehr als die Hälfte

(65,8 Prozent) an, nicht zu fasten.

Nur 34,2 Prozent verzichten

in der Zeit vor Ostern bewusst

auf bestimmte Dinge.

In unserer Viva-Geschichte

„Fasten? Ja, aber mit Plan.“ auf

Seite 26 waren wir mit Stefanie

Berger, Fachbereichsleitung

Diätologie am LKH-Univ.-Klinikum

Graz, im Gespräch und haben

Mythen rund um das Fasten

aufgedeckt.

Fasten Sie während der Fastenzeit?

Ergebnis

unserer Online-

Abstimmung

34,2 %

JA

65,8 %

NEIN

910 Teilnehmer, nicht repräsentativ,

Stand: Freitag, 20. Februar, 12 Uhr, Foto: Getty


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 57

TOP

BF GRAZ, GETTY

Unermüdlicher Einsatz

Während des Schneechaos in Graz

und Graz-Umgebung waren zahlreiche

Einsatzkräfte im Dienst.

Die nächste Pleite in Graz

Das Grazer Forschungs- und

Entwicklungsunternehmen Meon

Medical Solutions ist insolvent.

FLOP

„Stadt verliert die Kontrolle“

UNTRAGBAR. Gemeinderat

Markus Huber

fordert eine konkrete

Lösung bezüglich der

Obdachlosigkeit in der

Grazer Innenstadt.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

zigkeit löst keine Probleme.

Jetzt ist entschlossenes Handeln

seitens der Bürgermeisterin gefragt“,

so Huber.

Vandalismus

Nicht nur für Passanten ist das

Stadtbild befremdlich. Auch

eingefleischte Gastronomen haben

täglich damit zu kämpfen.

„Als Grazer Gastronom ist mir

wichtig zu betonen: In Graz

muss niemand auf der Straße

sitzen und betteln. Unsere

Stadt verfügt über starke soziale

Einrichtungen, die rasch und

würdig helfen. Gemeinsam mit

unserer Familie unterstützen

wir seit Jahren Projekte. Dort

Die aktuelle Lage der Obdachlosen

in Graz ist

drastisch. Gemeinderat

Markus Huber fordert eine Lösung

seitens der Stadt.

„Immer mehr illegale Zeltplätze

als Schlafstätten für

Obdachlose entlang der Mur

zeigen, dass die Stadt die Kontrolle

über den öffentlichen

Raum verliert. Das ist für die

Betroffenen unwürdig – und

für Anrainer sowie Besucher

der Innenstadt nicht akzeptabel.

Wer soziale Verantwortung

ernst meint, muss helfen. Und

wer Ordnung ernst meint, muss

Regeln durchsetzen. Halbherkommt

Hilfe direkt bei den

Menschen an, die sie wirklich

benötigen. Für uns bedeutet

echte Sozialität gezielte, nachhaltige

Unterstützung statt dem

Zulassen von Straßenbetteln.

Diesen verantwortungsvollen

Weg wollen wir weiterhin konsequent

gehen – im Interesse

der Betroffenen und einer lebenswerten

Grazer Innenstadt“,

erzählt Christof Widakovich.

Auch für Gastwirt Kened Baftiaj

erweist sich die Situation als

drastisch. „Mein Lokal befindet

sich direkt neben dem Rathaus,

eigentlich ein sehr guter Standort.

Leider mussten wir jedoch

schon mehrmals obdachlose

Mehrere Personen schlafen in eisiger Kälte in der Herrengasse.

KK

Menschen aus unserem Gastgarten

bitten, da sie mit selbstgekauften

Spirituosen und Lebensmitteln

dort verweilten. Als

ich einen Mann bat, den Tisch

mit seinem Einkauf zu verlassen,

hat er mich mit seinem Joghurt

beworfen und vandaliert.

So darf das nicht weitergehen“,

erklärt er.

„Keine Sorge“

„Die Situation ist den zuständigen

Kollegen in der Stadt bekannt,

und die Gruppe unter der

Murbrücke wird auch mit einer

Vielzahl von Angeboten betreut,

die aber nicht angenommen

werden. Jetzt im Winter gibt es

sogar zusätzliche Nächtigungsmöglichkeiten,

und es gilt wie

sonst auch immer: Die Personen

nächtigen freiwillig dort und

könnten jederzeit in eine warme

Schlafstelle wechseln, darauf

werden sie auch regelmäßig hingewiesen.

Es muss sich also niemand

Sorgen machen“, ist man

im Büro der politisch zuständigen

Bürgermeisterin Elke Kahr

um Beruhigung bemüht.


202425010

6 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

K O M M E N T A R

von

Sabrina

Naseradsky

✏ sabrina.naseradsky@grazer.at

Rote Lichter

und grüne

Phasen

A

mpeln – ein Reizwort

für viele Grazer

Autofahrer. Denn vielen

sind die Ampelschaltungen in

Graz unverständlich. Auch die

eine oder andere fehlende

Ampel irritiert (siehe auch

unsere Geschichte auf

Seite 13) die Autofahrer. Wer

durch die Neutorgasse fährt,

kann ein Lied von Rotlicht

und Grünlicht singen. Ist die

eine Ampel grün und man

kann endlich losfahren,

springt die nächste bereits auf

Rot. Ähnliches Bild am Glacis.

Wer nicht schnell genug ist,

muss an jeder Ampel anhalten.

Ob das ständige Anfahren

und Stehenbleiben und der

teilweise auch durch die

Ampeln erzeugte künstliche

Stau der Feinstaubbilanz der

Stadt zuträglich ist, sei

dahingestellt. Ebenfalls ein

brisantes Thema: die Länge

der Grünphasen. Oftmals sind

diese so kurz, das es nicht

mehr als ein bis zwei Autos

über die Kreuzung schaffen.

Oder man kann nicht abbiegen,

da ein Fuß- oder Radweg

die Straße kreuzt. Da gäbe es

mit Sicherheit bessere und

effizientere Lösungen. Aber

am Ende des Tages ist es doch

so: Für ein gemeinsames und

positives Miteinander müssen

wir gemeinsam an Lösungen

arbeiten, und vielleicht sollte

man sich ein bisschen

weniger über die Ampelschaltungen

in Graz ärgern und

über die gewonnene Lebenszeit

freuen.

Worüber

Graz spricht ...

redaktion@grazer.at

Noch bevor der Termin für

die Gemeinderatswahl

am 28. Juni verlautbart wurde,

stellten die Grünen laut Presseaussendungstitel

die „Weichen

für die nächste Periode“. Dies

sieht zunächst einmal so aus,

dass fast die Hälfte des aktuellen

neunköpfigen Teams das Weite

sucht. Neben dem Klubobmann

Karl Dreisiebner werden auch

Christian Kozina-Voit, Hannah

Vogel und die ehemalige

stellvertretende Klubobfrau Manuela

Wutte ihr Amt zurücklegen.

Gemeinsam lässt man sie

ausrichten: „Uns ist gelungen,

was wir 2021 versprochen haben:

mehr Miteinander.“ Damit

ist es jetzt wohl einmal vorbei.

Was zurückbleibt, ist zumindest

ein leichtes „Gschmäckle“, manche

könnten, wenn sie wollten

(und das tun sie im Rathaus

gerne), hinter so einer gleichgetakteten

Rückzugsaktion auch

ein stilles Protest-Statement

sehen.

***

Ein Statement der besonderen

Art setzte Stadtrat Kurt Hohensinner.

Er posierte spaßig

als Batman verkleidet für seinen

Social-Media-Auftritt und tat

so, als würde er im Faschingskostüm

arbeiten. Vor lauter

Übereifer hat der dunkle Ritter

aber einen peinlichen Frühstart

hingelegt: Das Bild ist nämlich

nicht am Faschingdienstag,

sondern schon einen Tag zuvor

Kurt „The Batman“ Hohensinner bei der Einsatzbesprechung.

erschienen. Wie lange Hohensinner

tatsächlich als Batman

verkleidet durch das Rathaus

streifte, lässt sich nicht mehr

eruieren.

***

Weit weniger Aufhebens

um ihr Kostüm machte

übrigens Bürgermeisterin Elke

Kahr: „Ich hab die Deko für

meinen Hut von den Plastikblumen

am Klo gezupft, die Jacke

von meinem Mann genommen,

angezogen und fertig!“

***

Neos-Frontmann Philipp

Pointner hat – doch

überraschend – eine nachhaltige

Die Grünen Gemeinderäte haben sich vor der Wahl deutlich reduziert.

KK

Privatfehde mit Straßenbahnen

angezettelt. Erst kürzlich soll er

verbal ausgerastet sein, als ein

Straßenbahnfahrer nicht auf ihn

warten wollte. Jetzt behauptete

er mittels Presseaussendung,

die Graz Linien würden „irreführende

Informationen zur

Baustellendauer am Hilmteich“

veröffentlichen, und spricht sogar

von einem „Taschenspielertrick“.

Sein Vorwurf: Man würde

die Baustelle so darstellen,

als wäre sie mit Sommer 2026

vorüber. Allerdings findet man

auf allen offiziellen Plattformen

wie Website, Folder und Plakaten

sehr wohl den Hinweis

„November 2025 bis März 2028“.

Eine simple Online-Recherche

des „Grazer“ bestätigt das. Was

Pointner meint? Eine Fahrgastinformation

zu einer verlegten

Haltestelle vor Ort weist die

Information „bis Sommer 2026

(Phase 1)“ aus. Dass sich das

aber auf die Haltestelle bezieht,

sollte für jeden nachvollziehbar

sein. Ob sich Pointner auch diesmal

bei den Linien-Mitarbeitern

entschuldigt?

KK

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz;

Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit

Schweighofer | REDAKTION: Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Verena Leitold (0664/80 666 66 91), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Leonhard Schweighofer

(0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664 80 666 6683), Lukas Steinberger-Weiß, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627,

verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva

Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890) | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VER-

BREITETE AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö, ÖAK 2. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

Gedruckt nach den

Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-

den Richtlinien des

Österreichischen Umweltzeichens Umweltzeichens

Recyclingpapierprodukte“

„Druck- und Recycling-

Druck Carinthia, UW-NR. 1417

papierprodukte“

Druck Styria, UW-Nr. 1417

EU Ecolabel: Bitte

sammeln Sie Altpapier

für das Recycling


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 7

Sozialamt hilft weiter

WICHTIG. Das Sozialamt der Stadt Graz fördert die Pflegegeldberatung

des Sozialmedizinischen Zentrums Liebenau im Jahr 2026 mit 11.000 Euro.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

In der Pflegegeldberatung des

Sozialmedizinischen Zentrums

Liebenau erhalten

Menschen Unterstützung, wenn

es um Ansprüche, Einstufungen

und Bescheide rund um das

Pflegegeld geht. Das Sozialamt

der Stadt Graz unterstützte diese

Einrichtung 2025 mit einer Förderung

in Höhe von 11.000 Euro.

Rechtsanspruch

Pflegegeldentscheidungen

werden immer häufiger beeinsprucht.

Ablehnungen, zu

niedrige Einstufungen und das

Angewiesensein auf fachliche

Begleitung sind die Folge. Hier

knüpft die Pflegegeldberatung

des Sozialmedizinischen Zen-

trums Liebenau an. Das Angebot

richtet sich an Menschen

ab 50 Jahren. Diese sind zunehmend

von Pflegebedürftigkeit

und Armutsgefährdung betroffen.

Betroffene können Informationen

und Hilfeleistungen rund

um das Pflegegeld einholen.

„Pflegegelder sind keine Almosen,

sondern ein Rechtsanspruch.

Wenn Bescheide angefochten

werden müssen, zeigt das vor allem

eines: Menschen brauchen

Unterstützung, um zu bekommen,

was ihnen zusteht. Genau

dafür stehen diese Beratungsangebote“,

betont Pflege- und Sozialstadtrat

Robert Krotzer.

Das Angebot kommt bei den

Grazern gut an: Im Jahr 2024

wurden 246 Beratungen durchgeführt,

2025 120. Heuer werden

rund 250 Personen erwartet.

Stadtrat Robert Krotzer unterstützt

die Pflegegeldberatung. ANTONIA RENNER

Das Teilstück wird für die nächsten

zwei Jahre generalsaniert. ASFINAG

A9-Umbau in

Webling gestartet

■ Seit mittlerweile mehr als 50

Jahren ist der Abschnitt zwischen

Webling und Schwarzlsee für

den Verkehr freigegeben. Täglich

frequentieren bis zu 80.000 Fahrzeuge

diesen Teil der A9 Pyhrnautobahn.

Die Strecke zwischen

Webling und Schwarzlsee wird

daher um 65 Millionen Euro generalsaniert.

Diese Woche wurde

mit kleineren Vorarbeiten gestartet.

Richtig los mit der Generalsanierung

geht es dann Ende Februar.

Der Bau soll voraussichtlich

zwei Jahre dauern.


8 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Wenn der Hausarzt

Dachgleiche erreicht! Eigentümer

und Bauträger feiern gemeinsam.KK

Dachgleichenfeier

für „Emil Ertl 6“

■ „Emil Ertl 6“ in St. Peter ist

ein exklusives Wohnprojekt,

das sich in der begehrten Emil-

Ertl-Gasse 6 in Graz St. Peter

befindet. Unlängst konnte der

Bauherr, die NHD Immobilien

GmbH, zur Dachgleichenfeier

zahlreiche Gäste begrüßen,

darunter Kooperationspartner,

Professionisten sowie zukünftige

Eigentümer. Nach einem

Get-together mit Buffet konnten

die neun bereits verkauften

Wohnungen besichtigt und der

Baufortschritt gemeinsam erlebt

werden.

ALARMIEREND. Nach

einer Pensionierung

gehen in Gösting die

Kassenärzte aus. Die

FPÖ fordert ein Einschreiten

der Stadt.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Wer im Grazer Norden einen

Hausarzt braucht,

braucht vor allem eines:

starke Nerven. Nach der

jüngsten Pensionierung einer

Kassenärztin in der Fischeraustraße

verschärft sich die Lage im

Bezirk Gösting dramatisch. Denn

die Ordination sperrt nicht etwa

mit neuem Kassenvertrag wieder

auf, sondern wird als Wahlarztpraxis

weitergeführt. Wer keine

private Zusatzversicherung hat

oder es sich schlicht nicht leisten

kann, jede Visite vorab aus eigener

Tasche zu zahlen, steht vor

verschlossenen Türen. Dadurch

ist ein deutlicher Versorgungsengpass

entstanden. Die verbliebenen

Hausärzte im Bezirk

sind mittlerweile ausgelastet und

nehmen laut zahlreichen Rückmeldungen

aus der Bevölkerung

keine neuen Patienten mehr auf.

Kritik

Dies ruft nun den FPÖ-Spitzenkandidat

René Apfelknab auf

den Plan. „Gerade für Senioren

und Familien ist der Hausarzt

im eigenen Viertel das Rück-

René Apfelknab fordert Maßnahmen

für die Kassenstandorte. FPÖ STMK.

grat der Versorgung. Wenn diese

Basis wegbricht, trifft das die

Schwächsten der Gesellschaft“,

kritisiert er. Die FPÖ bringt die

Misere nun per Antrag in den Gemeinderat.

Die Kernforderung:

Die Stadt Graz darf nicht länger

zusehen, wie Kassenstellen

schleichend verloren gehen. Apfelknab

fordert von Gesundheitsstadtrat

Robert Krotzer (KPÖ)

einen aktiven Kurs gegenüber

der Gebietskrankenkasse (ÖGK).

Es brauche ein Frühwarnsystem

bei anstehenden Pensionierungen,

um sicherzustellen, dass

Kassenstandorte eins zu eins

nachbesetzt werden – und nicht

in private Wahlarztordinationen

abwandern.

„In Gösting brennt der Hut.

Es reicht nicht, nur über das Gesundheitssystem

zu reden, man

muss die Standorte in den Bezirken

absichern, bevor die Praxen

für immer zusperren“, so Apfelknab.

Tauschregal in Geidorf

NACHHALTIG. Buch nehmen, Buch geben: Auf der Grünfläche in der

Wormgasse wurde vor kurzem ein selbstgebautes Bücherregal aufgestellt.

Landesrätin Simone Schmiedtbauer:

„Es mangelt an Nutztierärzten.“ M. LORBER

Nutztiertärzte

fehlen im Land

■ Der Nutztierärztemangel

spitzt sich in der Steiermark

zu. Der Steirische Bauernbund

macht daher auf die dramatische

Entwicklung aufmerksam und

ruft zur Unterstützung der „Petition

zur Sicherstellung der tierärztlichen

Versorgung im ländlichen

Raum“ auf. Auch Bauernbund-

Landesobfrau Agrarlandesrätin

Simone Schmiedtbauer unterstreicht

die Dringlichkeit: „Unsere

Nutztiere brauchen Betreuung

und rasche Hilfe, wenn sie notwendig

ist.“

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Es gibt mittlerweile immer

mehr von ihnen, und fast

jeder kennt sie: öffentliche

Bücherregale, die nach dem

„Buch nehmen, Buch geben“-

Prinzip zu Tauschbörsen für Literaturliebhaber

werden.

Fertig gelesene oder nicht

mehr gebrauchte Bücher können

in die Regale gestellt und

von anderen mitgenommen

werden. So erhalten sie ein

zweites Leben und bereiten anderen

eine Freude. Konzepte

wie diese fördern außerdem einen

nachhaltigen Zugang zu Literatur.

Lesespaß

Im Bezirk Geidorf ist vor kurzem

ein neues Regal dieser Art

entstanden. Anwohnende haben

gemeinsam ein rotes Bücherregal

gebaut und auf der

Grünfläche in der Wormgasse

aufgestellt. „In der kurzen Zeit

hat es schon viel Anklang gefunden

und wurde reichlich

bestückt“, freut sich die Grätzelinitiative

Margaretenbad auf

Facebook.

Ideen

Die Projektgruppe „Wir gestalten

Geidorf“ hat sich gemeinsam

mit oikos Graz seit letztem

Jahr dieser Grünfläche angenommen

und sammelt Ideen

sowie Maßnahmen zur attraktiveren

Gestaltung des Areals.

Das Bücherregal zum Tauschen

war eine dieser Ideen, die nun

erfolgreich umgesetzt und bereits

sichtlich gut angenommen

wurde.

Das Bücherregal wurde bereits mit

Büchern befüllt. GRÄTZELINITIATIVE MARGARETENBAD


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 9

zum Luxus wird

Viele können sich einen Wahlarzt ohne Zusatzversicherung nicht leisten. Jetzt ist die Politik gefordert.

GETTY

Murpark-Managerin Carina Weyringer

gratuliert Aleš Budja. MURPARK

Tante Frida neu

im Murpark

■ Seit Mitte Februar bereichert

Tante Frida als neuer Gastronomie-Partner

den Grazer Murpark.

Mit der Eröffnung der in

Österreich ersten Filiale des

Schoko-Cafés setzt Tante Frida

neue Akzente: Das Angebot

reicht von täglich frisch zubereiteten

Desserts und hausgemachtem

Eis bis hin zu exklusiven

Schokoladenspezialitäten und

vielfältigen Frühstücksvariationen.

Verarbeitet werden frische,

100 % natürliche Zutaten sowie

beste Gourmet-Schokolade aus

nachhaltiger Kakao-Produktion.


10 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Zwei Bankerl auf dem Weg

Am 22. März gastieren die Grazbürsten

in Frohnleiten. CHRISTA VAN THENY

Grazbürsten mit

neuem Programm

■ Seit mehr als 40 Jahren beleuchten

die Grazbürsten Politik

und Gesellschaft mit Humor und

Musik. Unter dem vielsagenden

Titel „STUHRTURM“ treten sie

am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr

im Volkshaus Frohnleiten auf.

Der Funke springt schnell auf die

Zuschauer über. Verantwortlich

dafür sind zwei Damen und drei

Herren sowie Musik-Allrounder

Gerhard Wanker. Mit Pfiff und

Schwung wird dabei Aktuelles,

Politisches, Soziales und Literarisches

in kabarettistischer Form

auf die Bühne gebracht.

Ümit Yaman konnte der Wunsch nach Bankerln von Vizebürgermeisterin Judith Schwentner erfüllt werden.

KK

Bis einschließlich 21. März findet die jährliche Hauptrevision der Schöcklseilbahn

statt. Dabei wird die Anlage umfassend gewartet.

KK

Seilbahn macht Pause

■ Da die Hauptrevision ansteht,

geht die Schöcklseilbahn

von morgen, 23. Februar, bis

einschließlich 21. März in eine

Pause. „Die regelmäßige Revision

der Schöckl-Seilbahn ist

eine gesetzlich vorgeschriebene

und unverzichtbare Maßnahme,

um höchste Sicherheitsstandards

für unsere Gäste zu

gewährleisten“, betont Stadtrat

Manfred Eber. Zur Wartung gehören

Kontrollen der Technik,

wie Motoren oder Bremsen, die

Überprüfung von Gondeln und

Gehänge, der Austausch und die

Schmierung von Rollen sowie

die Instandhaltung der Seile.

„Aber auch außerhalb der Revisionen

wird täglich ein Blick

auf die Bahn geworfen, und es

werden vor sowie nach dem

Tagesbetrieb Kontrollfahrten

durchgeführt“, erklärt Gerald

Zaczek-Pichler von der Holding

Graz. Zudem werden die Stützen

und Schrauben der Bahn

monatlich überprüft. LS


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 11

zurück ins Leben

DAS SITZT. Zwei neue

Sitzbänke sind für den

herzkranken Familienvater

Ümit Yaman von

eminenter Bedeutung

für seine Genesung.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Diese zwei Sitzbänke sind

für mich eine unheimliche

Erleichterung“, berichtet

Ümit Yaman erleichtert.

Der Familienvater erlitt vor mehr

als zwei Jahren einen Herz-

Kreislauf-Stillstand, wurde wiederbelebt

und wartet seither auf

ein Spenderherz. Zweimal lag er

für drei Monate im künstlichen

Tiefschlaf und hat dabei viel von

seiner Muskulatur verloren. Eine

Blutpumpe unterstützt derzeit

seine linke Herzkammer, bis er

ein Spenderherz bekommt. Sei­

ne täglichen Spaziergänge sind

medizinisch wichtig – allerdings

nur in sehr begrenztem Radius

möglich. Im Zuge der Bankerloffensive

der Stadt hat er sich mit

seinem Wunsch gemeldet – und

dieser wurde nun erfüllt. Auf seine

Bitte hin wurden an jener Stelle,

an der sein Weg bislang endete,

zwei Sitzbänke errichtet.

150 Bänke

„Ich will, dass unsere Stadt für

alle funktioniert, auch für Menschen,

die nicht schnell oder weit

gehen können“, erklärt Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner.

„Manchmal braucht es nur kleine

Veränderungen. Manchmal reicht

eine Bank am richtigen Ort, um

das Leben in der Stadt spürbar zu

verbessern.“ Seit dem Start der Initiative

2023 wurden stadtweit 150

neue Bänke errichtet, viele davon

auf Wunsch von Bürgern. „Auch

,Grazer‘-Leser können sich bitte

jederzeit mit Vorschlägen für Bankerl

bei mir im Büro melden.“

EDELMETALLZENTRUM GRAZ

Gratis Beratung am Hauptplatz in Graz:

8340 € für Grazerin

Die „Grazer“-Leserin Erika

S. kam kürzlich mit einer

Münzsammlung, einer

Uhr und ein wenig Schmuck

und bekam stolze 8340 Euro

für die seit Jahren unbeachteten

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12 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Neue Airbnb-Abzocke

Die Polizei

mahnt in diesem

Zusammenhang

zur Vorsicht und

warnt eindringlich

davor,

Fremden Geld

zu überweisen

oder sensible

Zahlungsdaten

weiterzugeben.

GETTY (2)

VORSICHT. Eine neue Betrugsmasche sorgt aktuell für Aufsehen. Passanten

werden in Graz gezielt angesprochen und zu Geldüberweisungen bewegt.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Eine Problematik, die viele

Grazer schon lange beschäftigt,

scheint kein Ende

zu nehmen. Immer wieder

werden Passanten

im Stadtgebiet angesprochen

und

um Kleingeld

gebeten. Aktuell

zeichnet sich jedoch

eine neue

Vorgehensweise

ab, die sich insbesondere

am Grazer

Hauptplatz beobachten

lässt.

den, der die Kosten für ihre Unterkunft

mit einer Kreditkarte

übernehme. Das Geld würde sie

selbstverständlich im Anschluss

zurücküberweisen. Sebastian R.

ging jedoch nicht auf das Gespräch

ein. Er beobachtete

anschließend,

dass die

Frau nach seiner

Absage

weitere Passanten

anhielt

und ihnen

dieselbe

Geschichte

erzählte – und

das offenbar

über mehrere Tage

hinweg.

Falle

Der Polizei ist der konkrete Fall

bislang nicht bekannt. Dennoch

wird an die Bevölkerung appelliert,

sich nicht auf derartige Betrugsmaschen

einzulassen. Wer

selbst in eine ähnliche Situation

gerät oder entsprechende Beobachtungen

macht, sollte umgehend

die Polizei verständigen.

Es wird vermutet, dass das über-

Bitte überweisen

Sebastian R. (Name der Redaktion

bekannt) berichtet, dass er

auf dem Heimweg von der Arbeit

an einer jungen Frau vorbeiging,

die ihn bereits an den

beiden Tagen zuvor angesprochen

hatte. Auch dieses Mal versuchte

sie ihr Glück. Laut seiner

Schilderung erklärte die Frau,

sie habe ein Problem mit Airbnb

und benötige dringend jemanwiesene

Geld in solchen Fällen

entweder nachträglich storniert

wird, wodurch den Betroffenen

ein finanzieller Schaden entsteht,

oder dass die angebliche

Airbnb-Unterkunft direkt von

den Betrügern selbst kontrolliert

wird.

Achtung: Betrug

■ Vorgehensweise:

1) Passanten werden gezielt

angesprochen, um für eine

Unterkunft per Karte zu zahlen

2) Versprechen einer späteren

Rückzahlung

■ Polizei rät:

1) Kein Geld an fremde Personen

überweisen

2) Keine Kreditkarten- oder

Kontodaten weitergeben

3) Bei Verdacht sofort die

Polizei verständigen

■ Risiko:

1) Geld wird nicht zurücküberwiesen

2) Überweisung wird missbraucht


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 13

Die fehlende Ampel

verwirrt die Autofahrer

Die fehlende Ampel auf der linken Seite sorgt für Verwirrung bei den

Autofahrern. Doch laut Straßenamt ist dafür kein Platz gewesen.

Ist es grün und darf ich

fahren oder doch nicht

FREIE FAHRT. Eine fehlende Ampel sorgt am Joanneumring

beim Jakominiplatz für Verwirrung.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Im Zuge des neuen Radwegs

am Joanneumring wurde

auch bei der Kreuzung beim

Jakominiplatz die Ampelanlage

neu errichtet. Doch nun fällt

auf, irgendwas fehlt. Bei der

linken Fahrspur direkt neben

dem Radweg ist zwar eine Radfahrerampel

montiert, aber die

Ampel für die Autofahrer fehlt.

Gerade für die Autofahrer, die

direkt an der Ampel stehen,

schwierig zu sehen, wann es

denn nun endlich grün wird.

Wir haben bei Thomas Fischer,

Leiter des Straßenamtes

der Stadt Graz, nachgefragt:

„Es stimmt, an dieser Kreuzung

gibt es links nur eine Ampel

für die Radfahrer. Eine weitere

Ampel für die Autofahrer würde

in den Verkehrsraum hineinhängen.“

Was auf den ersten

Blick etwas seltsam anmutet,

da hier sehr viel „Luftraum“

vorhanden ist. Der Experte

klärt auf: „Eine Ampel muss 60

Zentimeter vom Fahrbahnrand

entfernt sein, und das geht sich

in diesem Bereich nicht aus.

Außerdem wäre eine weitere

Ampel missverständlich für

die Radfahrer gewesen. Denn

diese hätten nicht gewusst, an

welcher Ampel sie sich orientieren

sollen.“

Überkopf

Doch wäre es nicht möglich

gewesen, eine Ampel auf der

gegenüberliegenden Seite zu

montieren, wie es etwa am

Rosseggerkai bei der Radetzkybrücke

der Fall ist? Laut Fischer

wurde hier keine Notwendigkeit

gesehen. Denn es gibt beim

Jakominiplatz sowohl überkopf

als auch rechts eine Ampel.

Die Ampel am Roseggerkai STREET VIEW

KK

Gemeinderat Gerhard Spath forderte per Dringlichem Antrag eine Beleuchtung

des ORF-Parks, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner blockte ab. KK

Im ORF-Park bleibt es

bis auf Weiteres finster

DÜSTER. Der Antrag auf eine „maßvolle Beleuchtung“

im ORF-Park wurde abgelehnt.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Was als Vorstoß für mehr

Sicherheit begann, hat

sich zu einer Grundsatzdebatte

über die Prioritäten

im öffentlichen Raum entwickelt.

Der Vorschlag, im ORF-

Park eine punktuelle Beleuchtung

entlang der Hauptwege

zu prüfen, wurde im letzten

Gemeinderat abgelehnt. Während

die ÖVP eine „maßvolle

Beleuchtung“ der Hauptwege

fordert, um Angstzonen für

Frauen und Familien zu entschärfen,

setzt Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner ein

klares Stoppzeichen. Ihr Argument:

Der Park müsse als dunkles

Refugium für die Tierwelt

erhalten bleiben. Für die Kritiker

ist das ein „Zirkelschluss“ –

wer die Nutzung mangels Licht

verhindert, dürfe sich später

nicht über leere Wege wundern.

„Dass ein Park wenig genutzt

wird, kann kein Argument dafür

sein, ihn bewusst dunkel zu lassen“,

meint ÖVP-Gemeinderat

Gerhard Spath, der das Thema

auf die Tagesordnung brachte.

Spath betont, dass nie eine

flächendeckende Beleuchtung

gefordert worden sei, sondern

eine intelligente, zurückhaltende

Ausleuchtung der Hauptwege.

„Hier wird Biodiversität als

pauschales Abwehrargument

verwendet, statt eine ernsthafte

Abwägung vorzunehmen. Naturschutz

ist wichtig, darf aber

nicht dazu führen, dass öffentliche

Räume für viele Menschen

faktisch unbenutzbar werden.“

Grundsatzfrage

ÖVP-Chef Stadtrat Kurt Hohensinner:

„Hinter dieser Diskussion

steht eine grundsätzliche

Frage, wie wir Stadtpolitik verstehen:

Wollen wir öffentliche

Räume so gestalten, dass sie für

möglichst viele Menschen zugänglich

und sicher sind, oder

akzeptieren wir stillschweigend,

dass sich Teile der Stadt

nach Einbruch der Dunkelheit

nur noch für wenige eignen?

Moderne Stadtentwicklung

darf kein Entweder-oder zwischen

Ökologie und Sicherheit

sein. Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung

für positives Zusammenleben.

Unser Anspruch

muss sein, beides intelligent zu

verbinden.“


14 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Im Oeverseepark wurde eine neue Hirschbirnen-Allee gepflanzt. Die Sommer

werden immer heißer und die Bäume sollen zur Abkühlung dienen. KK (2)

Natürliche Klimaanlage

für den Oeverseepark

NEU. Im Oeverseepark wurden eine Hirschbirnenallee,

Khaki-Bäume und Vogelkirschen gepflanzt.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Der Oeverseepark ist

eine viel genutzte öffentliche

Grünanlage

im Grazer Bezirk Gries und erfüllt

eine wichtige Funktion als

Naherholungsraum für die Bewohnerinnen

und Bewohner

des Stadtteils.

Die Parkanlage ist durch

Bäume strukturiert, die

an sonnigen Tagen

Schatten spenden.

Mehrere Sitzbänke

laden zum

Verweilen und

Ausruhen ein,

wobei diese von

den letzten Jahren

schon etwas mitgenommen

sind.

Frühlingserwachen

Kürzlich wurde die Parkanlage

umfassend aufgewertet – der

Park wird sozusagen langsam

aus seinem Winterschlaf

geholt. Im Rahmen dieser

Maßnahmen von Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner

wurden mehrere neue

Bäume gepflanzt. „Hier im

Oeverseepark entsteht eine

neue Hirschbirnen-Allee. Diese

sind super für die Artenvielfalt

und die Bestäubung der

Insekten. Zusätzlich pflanzen

wir hier Khaki-Bäume und Vogelkirschen.“

Sie sollen in den

kommenden Jahren nicht nur

das Erscheinungsbild der Anlage

bereichern, sondern vor

allem in den Sommermonaten

zusätzlichen Schatten

spenden. „Wir wollen,

wenn es geht,

jeden Tag einen

Baum pflanzen.

Jeder Baum ist

wichtig für unser

Leben und

für das Leben

von vielen Arten,

und jeder Baum ist

eine Klimaanlage –

die Sommer werden immer

heißer und wir brauchen die

Bäume“, erklärt Schwentner.

Darüber hinaus wurden

neue Sitzgelegenheiten zur

Verfügung gestellt. Die modernen

Sitzbänke und Tische

stehen auf befestigten Steinplatten

und bieten damit eine

stabile und wetterbeständige

Lösung.

Exakt ab der Grazer Stadtgrenze wird dieser Radweg nicht mehr beleuchtet.

Gerade in den dunklen Wintermonaten ist das gefährlich.

KK

Mit dem Fahrrad

durchs dunkle Graz

ÄRGERLICH. Von Judendorf-Straßengel kommend

sind nicht alle Fahrradwege beleuchtet.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

In Graz gibt es eine Vielzahl

an Radwegen. Doch nicht

alle Abschnitte sind beleuchtet.

Wir haben bei der Verkehrsplanung

der Stadt Graz nachgefragt.

Serviceweg

Eine der bekanntesten Fahrradstrecken

ist der Murradweg

(R2). Dieser verläuft stolze

466 Kilometer entlang der Mur

vom Salzburger Lungau über

Graz bis nach Bad Radkersburg.

Doch ein Abschnitt sorgt derzeit

für Kritik: Zwischen Judendorf-

Straßengel und dem weiteren

Verlauf Richtung Graz ist ein Teil

der Strecke nicht beleuchtet.

Gerade in den Wintermonaten

wird das zum Problem. Wenn es

bereits am späten Nachmittag

dunkel wird, sind Radfahrer auf

eine funktionierende Beleuchtung

angewiesen.

Auch wenn dieser Weg von Anrainern

bereits als Fahrrad- und

Gehweg genutzt wird, handelt

es sich bei dem unbeleuchteten

Abschnitt in Wahrheit gar nicht

um einen Radweg, sondern um

einen „Serviceweg, der für das

Kraftwerk in Gratkorn entlang

der Mur errichtet wurde“, so die

Verkehrsplanung der Stadt Graz.

Dieser Serviceweg soll künftig

als zusätzliche Variante zum

Radweg R2 für den Radverkehr

offiziell geöffnet werden. Um

den Abschnitt als Radweg offiziell

zulassen zu können, „fehlen

noch bauliche Maßnahmen“,

heißt es seitens des Straßenamts.

Im Detail fehlt „eine Brücke

beim Pailbach auf Gratkorner

Gemeindegebiet. Diese soll

aber noch 2026 errichtet werden.

Wenn der Radweg schlussendlich

baulich fertiggestellt ist

und verordnet wurde, wird auch

die Beleuchtung in Betrieb genommen.“

Grazer Radwege

Das rund 150 Kilometer lange

Grazer Radverkehrsnetz umfasst

Radwege, gemischte Gehund

Radwege, markierte Radfahrstreifen

sowie Radrouten.

Im Detail sind es 13 Hauptradrouten

und 800 Kilometer fahrradfreundliche

Tempo-30-Straßen.

Die Radoffensive verfolgt

das Ziel, Graz bis 2030 fahrradfreundlicher

zu machen.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 15


16 graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Gegenteil von gut: gut gemeint

Als Zoologe und Ökotoxikologe

möchte ich auf die verbreitete

Praxis des Entenfütterns mit Brot

eingehen und die weit verbreitete

Auffassung, es sei eine harmlose,

ja liebevolle Geste, aus wissenschaftlicher

Sicht korrigieren.

Zunächst einmal ist es wichtig, zu

verstehen, dass das, was viele als

„Tierliebe“ empfinden, für die Tiere

selbst und das Ökosystem am

Gewässerrand schwere Folgen

haben kann. Enten ernähren sich

in der Natur von Wasserpflanzen,

Samen, Insekten, Krebstieren

und anderen organischen Quellen

– also von einer Nahrung, die

ihnen die notwendigen Nährstoffe

in ausgewogener Form liefert.

Brot hingegen ist nährstoffarm,

reich an Stärke sowie häufig

auch an Salz und Zucker. Es sättigt

die Tiere schnell, deckt aber

nicht deren tatsächlichen Bedarf

an Proteinen, Fetten, Vitaminen

und Mineralstoffen. Dadurch

kommt es zu Mangelzuständen,

geschwächten Immunsystemen

und Verdauungsstörungen bei

den Vögeln. Ein weiterer gravierender

Effekt ist die sogenannte

„Angel Wing“-Wachstumsstörung

bei Jungvögeln, die direkt

mit unausgewogener, energiereicher,

aber nährstoffarmer Nahrung

wie Brot in Verbindung

gebracht wird. Betroffene Enten

entwickeln deformierte Flügel,

die dauerhaft ihre Flugfähigkeit

beeinträchtigen. Auch auf

ökologischer Ebene ist die Fütterung

nicht ohne Folgen. Brot,

das nicht gefressen wird, sinkt zu

Boden und verfault. Die daraus

resultierende Nährstofffreisetzung

führt zu einer Überdüngung

des Wassers, fördert Algen- und

Blaualgenblüten und kann die

Sauerstoffverhältnisse im Teich

drastisch verschlechtern. Diese

Veränderungen treffen nicht nur

die Enten, sondern das gesamte

aquatische Leben. Zudem führt

die regelmäßige Gabe von Brot

dazu, dass sich immer mehr Wasservögel

an einem Ort versammeln,

was die Ausbreitung von

Krankheitserregern begünstigt,

das natürliche Verhalten der Tiere

stört und dazu führt, dass sie

ihre Scheu vor Menschen verlieren.

Niemand bestreitet die gute

Absicht hinter dem Entenfüttern.

Doch gute Absichten allein machen

eine Handlung nicht gut.

Fachlich abgesicherte Empfehlungen

betonen, dass Menschen

Enten am besten helfen, indem

sie sie nicht füttern, sondern beobachten

und die natürlichen Lebensräume

schützen.

Hubert Untersteiner

* * *

Wunderlich

Welch ein Wunder. Der Termin

ist für die KPÖ und die Grünen

natürlich gut ausgewählt, da die

Studenten – ihr Klientel – in der

Stadt sind. Das wäre im September

vermutlich in dieser Anzahl

nicht der Fall gewesen. Somit ein

politischer Schachzug. Schauen

wir mal, ob das etwas nützt. Leider

haben die Menschen, die noch

nie im Arbeitsleben standen, eine

andere Einstellung zu richtiger

und wichtiger Politik. Das ändert

sich meist erst nach den Studium.

Bei einer Studentenstadt, wo den

Kindern von der Volksschule bis

zum Studium die grüne Politik

eingehämmert wird, ist das natürlich

für die Grünen leicht. Aber

ob’s reicht? Wir werden ja sehen.

Dorothea Schnieder

* * *

Vorhersehbarer Termin

Der Termin für die Gemeinderatswahl

war vorhersehbar. Sonst

kommt auf, dass sie noch mehr

Schulden angehäuft hat als Nagl,

dass sie ihr Versprechen „leistbares

Wohnen“ nur für Ausländer realisiert

hat, die in den neuesten Wohnungen

untergebracht werden auf

Steuerzahlerkosten. Also folgen,

wie in Wien, auch nach der Wahl

saftige Gebührenerhöhungen. Warum

senkt sie den Fernwärmepreis

nicht, obwohl der Gaspreis gesunken

ist? Dass sie wirtschaftlich der

Stadt schadet, weil sie den grünen

Wahn der Parkplatz-Vernichtung

in der Innenstadt absegnet und

sich dann wundert, warum immer

weniger Menschen in die Innenstadt

kommen, und wie im „Grazer“

berichtet die nächsten zusperren.

Ihr scheinheiliges Spenden,

was nutzt mir das, denn das Geld

gibt sie eh nur ihrem bekannten

Klientel.

Manfred Pierer

Jetzt App downloaden!

Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Grazer sind für Ruinen-Kauf

■ Seit mehr als 50 Jahren ist der

Abschnitt zwischen Webling und

Schwarzlsee für den Verkehr freigegeben.

Eine Generalsanierung

war daher notwendig. Der Verkehr

wird in dieser bis April laufenden

Bauphase nach außen gedrückt.

Am 28. Juni wird gewählt

■ Soll die Ruine Gösting von der

Stadt gekauft werden? Während

sich die Stadt noch ziert, die Ruine

Gösting zu kaufen, haben unsere

Leser eine klare Meinung. In

einer nicht repräsentativen Online-Umfrage

stimmten fast zwei

von drei dafür.

Umbau bei Webling startet

■ Am Freitag wurde im Rahmen

einer Pressekonferenz von Bürgermeisterin

Elke Kahr bekanntgegeben,

dass am 28. Juni der

neue Gemeinderat gewählt wird.

Die letzte Gemeinderatswahl

fand am 21. September 2021 statt.

KK, ASFINAG, KK


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 17

Weiter warten auf Kreisverkehr

BITTE WARTEN. Bald sieben Jahre nach dem Planungsbeschluss im Gemeinderat gibt es noch immer

keinen Kreisverkehr am Neufeldweg in St. Peter. Das Behördenverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Seit 2018 fordern Anrainer

einen Kreisverkehr im

Kreuzungsbereich zwischen

Karl-Huber-Gasse und

Neufeldweg, um den Verkehr zu

entlasten und Staus zu verhindern.

Die Planungen dazu wurden

im Oktober 2019 bereits

im Gemeinderat beschlossen –

und dennoch fehlt nach wie vor

die Umsetzung.

Immer wieder hieß es Baustart

2020, dann 2021 und zuletzt

2022. Corona und eine

Budgetsperre kamen dazwischen.

Dann argumentierte

man seitens der Stadt mit komplizierten

Grundstücksablösen

und einem unterirdischen Bauwerk

eines Leitungsträgers im

Bereich des zukünftigen Kreisverkehrs.

Aber auch das ist inzwischen

vier Jahre her!

„Das Projekt befindet sich

weiterhin im laufenden Behördenverfahren.

Solange dieses

nicht abgeschlossen ist, können

wir weder einen konkreten

Baustart nennen noch verbindliche

Zeitpläne zusagen“,

heißt es auf Nachfrage im Büro

von Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner. „Sobald das

Verfahren abgeschlossen ist,

ist die Umsetzung vorgesehen.

Die Planungen liegen vor, das

Projekt ist nicht vom Tisch – es

hängt derzeit ausschließlich

an der behördlichen Entscheidung.

Wenn diese da ist, wird

gebaut.“

Bis dahin heißt es wohl weiter

warten.

Jahrelange Forderungen und Verzögerungen: Im Kreuzungsbereich Karl-

Huber-Gasse und Neufeldweg gibt es noch immer keinen Kreisverkehr.

KK

Neuer sportlicher Schauraum

NEUHEITEN. Das Grazer Start-up Tapedesign hat in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße einen neuen

Showroom. In Gratwein-Straßengel hat ein neues Tierfachgeschäft seine Pforten geöffnet.

Von V. Leitold, L. Steurer

redaktion@grazer.at

In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße

66 ist ein

Showroom von Tapedesign

eingezogen. Dort sollen künftig

vor allem Kundentermine

stattfinden. Die Marke ist bekannt

für ihre Gripsocks, die

das Rutschen in Sportschuhen

verhindern und besseren Halt

bieten. Ob Padel oder Fußball:

Profisportler weltweit schwören

auf die rutschfesten Socken des

Grazer Startups von Mario Ofner

und Thomas Weber.

Apropos Padel: Das Unternehmen

steckt auch hinter dem

Padel Performance Center am

Südbahnweg 31 in Wildon –

einer modernen Padel-Halle.

„Wir haben jetzt sechs statt vier

Plätze und sind somit die größ-

te Indoor-Halle in der Steiermark“,

erklärt Ofner.

Für Hund und Katz

Am Kirchberg in Gratwein-

Straßengel hat am Freitag ein

neues Tierfachgeschäft eröffnet.

„Weil gesunde Tiere glückliche

Tiere sind“ lautet das

Motto von Hundgsund. Zum

Verkauf stehen in den ehemaligen

Redaktionsräumlichkeiten

einer Zeitung Rohfutter für

Hund und Katze, Trockenfutter,

Nassfutter sowie Nahrungsergänzungen

und Leckerlies.

Kauartikel sind zu hundert

Prozent natürlich. Auch individuelle

Ernährungsberatung

wird angeboten. Außerdem

steht verschiedenstes Zubehör

von Leinen über Halsbänder

bis hin zu Geschirren zur Auswahl.

Geschäfts

Börse

www.grazer.at

In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße 66 gibt es jetzt einen Showroom von

Tapedesign. Dieser soll vor allem Kundentermine beherbergen.

KK


20

szene

graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

18

redaktion@grazer.at

Meine Schwiegermutter macht die

besten Krapfen: nach diesen braucht

man nämlich keinen Labello.

Landesrätin Simone Schmiedtbauer erklärte am Faschingdienstag,

was den perfekten Krapfen ausmacht. MICHAELA LORBER

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Stitch Hannes Amesbauer und Glitzerkugel

Karlheinz Kornhäusl (r.)

Batman Kurt Hohensinner, Mimi Sagmeister

und Manfred „Robin“ Schaffer

Kapitänin Judith Schwentner stach

mit ihrem Team in See.

Piratin Simone Schmiedtbauer mit

Rennfahrer Stefan Hermann

Fasching 2026 in Graz

Promis im Partyfieber: Wenn

Stitch mit dem Papst feiert

EIN BISSCHEN SPASS MUSS SEIN. In Graz herrschte Ausnahmezustand – zwischen Konfetti,

kreativen Kostümen und viel Gelächter wurde der Faschingdienstag gebührend gefeiert.

Von V. Weitenthaler & S. Naseradsky

redaktion@grazer.at

Am Faschingdienstag

strahlte nicht nur die Sonne,

sondern auch Graz.

Schon kurz nach Mittag verwandelte

sich die Innenstadt in

ein buntes Meer aus Kostümen

und guter Laune. Im Rathaus

wie auch im Landhaus wurde

ausgelassen gefeiert. Die Mitarbeiter

genossen die fröhliche

Stimmung, und auch die Politiker

bewiesen Humor, indem sie

sich verkleidet unter die feiernde

Narrenschar mischten.

Mit dabei waren: Landtagspräsident

Gerald Deutschmann

und der Zweite Landtagsprä-

sident Werner Amon, Landeshauptmann

Mario Kunasek, die

Landesräte Simone Schmiedtbauer,

Karlheinz Kornhäusl

und Stefan Hermann, Bürgermeisterin

Elke Kahr, Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner,

die Stadträte Claudia

Unger, Kurt Hohensinner,

Claudia Schönbacher und Robert

Krotzer, FPÖ-Klubobmann

Marco Triller, KPÖ-Steiermark-

Chefin Claudia Klimt-Weithaler,

UMJ-Geschäftsführer Josef

Schrammel, Alle Achtung-Sänger

Christian Stani, Chianinahof-Eigentümer

Nino Sifkovits,

Werber Andreas Mauerhofer

und Christoph Hinterleitner

(Bestattung Wolf).

Zirkusdirektor Mario Kunasek mit

Papst Gerald Deutschmann (r.)

Tigermücke Robert Krotzer und

Bürgermeisterin Elke Kahr

Katze Claudia Klimt-Weithaler mit

Arzt Werner Amon

Auch Kätzchen Claudia Unger

feierte mit ihrem Team. SCHERIAU (3), KK (5)


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

szene graz 19 21

LEX KARELLY, GETTY

Manfred „Cook“ Koch GEBURTSTAGSKINDER

Markus Schopp

Jubiläum: Der Musiker feiert am

24. Februar seinen 50. Geburtstag.

Happy Birthday und eine tolle Party!

DER WOCHE Der Fußballtrainer feiert heute seinen

52. Geburtstag. Wir wünschen ihm

alles Gute!

Cocktailmeisterin zu Gast

■ Etwas ganz Besonderes erwartet

die Gäste bei der nächsten Ausgabe

des „Vinalicious“ am 28. Februar.

Linh Nguyen, die mehrfach

international ausgezeichnete Bartenderin

und Pionierin der alkoholfreien

Mixologie, wird die Gäste

mit ihren einzigartigen Kreationen

verwöhnen. Die mehrfach ausgezeichnete

Marburger Bartenderin

mit vietnamesischen Wurzeln gewann

2022 den internationalen

Titel der „Lady Amarena World“

und wurde damit zur besten Barkeeperin

der Welt gekürt. „Wir

versuchen immer, unseren Gästen

etwas Besonderes zu bieten. Umso

mehr freuen wir uns, dass wir

diesmal die beste Barkeeperin der

Welt nach Graz holen können. Die

Gäste dürfen sich auf einen außergewöhnlichen

Abend freuen“, so

Vina-Chef und Gastgeber Robert

Nguyen.

Happy Birthday!

Linh Nguyen gilt

als Pionierin der

alkoholfreien

Mixologie und als

beste Barkeeperin

der Welt. Am 28.

Februar mixt sie

beim Vinalicious

in Graz.

WEITBLICK WORKWEAR

Gastronom Arsim Gjergji feierte am Faschingdienstag mit seinem Team

und begrüßte zahlreiche Gäste und Freunde.

Faschingsparty im eleven

■ Als Krümelmonster hieß

Gastronom Arsim Gjergji seine

Gäste am Faschingdienstag willkommen.

Bei freiem Eintritt und

gratis Faschingskrapfen dauerte

es nicht lange, bis das eleven

randvoll war.

Mit von der Partie waren unter

anderen Landtagsabgeordneter

Detlev Eisel-Eiselsberg

mit seiner Frau Doris, die Gemeinderäte

Markus Huber und

Karl Dreisiebner, „der Grazer“-

Geschäftsführer Gerhard Goldbrich,

idlab-Agenturchef Michael

Radspieler, Chefreporter der

Kleinen Zeitung Bernd Hecke

und viele mehr.

Nicht fehlen durfte die musikalische

Unterhaltung. DJ Peter

Wurzinger sorgte für beste Stimmung

und heizte ordentlich ein.

KK


20 szene

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Sound, Sommer, Superstars

KONZERTJAHR. Im August wird der Karmeliterplatz wieder so richtig beben. Wolfgang

Ambros und Egon7 spielen am 14. August ihr Konzert und bringen Stimmung in die Stadt.

Am Tag darauf, dem 15. August, heizt Robin Schulz ein. Im April kommt Umberto Tozzi.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Es ist so weit: Das Konzertjahr

2026 in Graz steht in

den Startlöchern

und bringt wieder

große Namen, starke

Sounds und

beste Stimmung

in die Stadt.

In den kommenden

Monaten

wird die Stadt

präsentiert

zur Bühne für unvergessliche

Live-Momente,

bei denen gemeinsam gefeiert,

getanzt und mitgesungen

wird.

Wolfgang Ambros

www.grazer.at

Startschuss

Mit seiner großen Abschiedstournee

„L’Ultima Notte Rosa

– The Final Tour“ sagt die italienische

Pop-Legende Umberto

Tozzi den internationalen

Bühnen

Lebewohl. Über

Jahrzehnte hinweg

hat er mit

seinen unvergesslichen

Welthits

die Italo-

Pop-Geschichte

mitgeschrieben und

Generationen von Fans

begeistert.

Nun bietet sich am 26. April

die vielleicht letzte Gele-

Wolfgang

Ambros

spielt am

14. August

am Karmeliterplatz

und

heizt Graz ein.

Robin Schulz

Robin Schulz

genheit, den Künstler noch

einmal live in der Stadthalle

Graz zu erleben: eine Show,

die seine größten Erfolge vereint

und noch einmal all das

auf die Bühne bringt, wofür er

steht – Leidenschaft, Energie

und zeitlose Melodien.

Sommerbeats

Auch am Karmeliterplatz wird

es diesen Sommer wieder

beben. Am 13. August spielt

Egon7 ihr Konzert. Ein absolutes

Highlight ist Wolfgang

Ambros, die legendäre No. 1

vom Wienerwald. Gemeinsam

mit Egon7 sorgt er mit seinen

zeitlosen Songs für echte

Austropop-Magie – laut, leidenschaftlich

und voller Herz.

Der Karmeliterplatz wird am

14. August zum Zentrum der

heimischen Musikszene.

Weiter geht es direkt am

nächsten Tag, dem 15. August.

Wenn Robin Schulz hinter

den Decks steht, verwandelt

sich die Stadt in eine einzige

tanzende Menge. Internationale

Beats, treibende Sounds

und Festival-Feeling mitten

im Herzen der Stadt. Eine

Bühne und unzählige Momente,

die bleiben.

Dieser Sommer am Karmeliterplatz

wird nicht nur laut –

er wird legendär.

COSIMO BUCCOLIERI, LEX KARELLY, DEFRANCESCO

Egon7

Ebenso am 13. August werden

Egon7 den Karmeliterplatz

bespielen.

Umberto Tozzi

Umberto Tozzi

Der italienische Pop-Rock-Musiker

Umberto Tozzi wird bereits

im April den Konzertsommer

einläuten.

DJ und Produzent

Robin Schulz ist

Deutschlands international

erfolgreichster

Solokünstler aller

Zeiten – bald ist er

auch in Graz zu hören.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at szene

Erfolgreiche Frauen aus Graz

■ Am 12. März um 18 Uhr wird auf der Murinsel die

Ausstellung „Frauen und Erfolg“ von Kateryna Fedorova

eröffnet.Gezeigt werden 18 eindrucksvolle Porträts

erfolgreicher Frauen aus Graz: Unternehmerinnen,

Führungspersönlichkeiten und engagierte Persönlichkeiten

aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Es ist

weit mehr als eine klassische Fotoausstellung. Sie versteht

sich als gesellschaftliches Statement – für Sichtbarkeit,

für Mut, für Verantwortung und für starke weibliche

Vorbilder in Graz. Begleitend zur Ausstellung entsteht

ein Buch mit Interviews und persönlichen Geschichten

der porträtierten Frauen. Es gibt vertiefende Einblicke

in ihre Lebenswege, ihre Motivation und ihre Visionen.

Sowohl Daniel Schmutzhard als auch Annette Dasch begeisterten

das Publikum mit ihrer Performance. HERWIG PRAMMER

Die Fotos

werden

am Montag,

dem

23. Februar,

auf der

Murinsel

aufgehängt.

KK

„Wozzeck“ feiert Premiere

■ Letzten Freitag fand die Premiere von Alban

Bergs Oper „Wozzeck“ in der Oper Graz statt. Bergs

Oper basiert auf Georg Büchners Dramentextfragment

„Woyzeck“ und revolutionierte mit seiner

atonalen Klangwelt die Operntradition des 20. Jahrhunderts.

Die Vorstellung nicht entgehen ließen

sich unter anderen Altlandeshauptmann Hermann

Schützenhöfer, Gemeinderat Philipp Pointer sowie

der ehemalige Stadtrat Günter Riegler.

In der Opernkritik wird die Grazer Inszenierung

durchaus gelobt. Gesprochen wird über die Aktualität,

die schauspielerische und gesangliche Qualität

und das hohe musikalische Niveau der Grazer Philharmoniker.

Das Publikum gab tosenden Applaus.

21

Alexavius trug ein Designerstück,

das an einen Stern erinnert.PROSIEBEN/D. GRAF

Grazer kommt in

die nächste Runde

■ Diese Woche war es wieder so

weit: Am Mittwoch um 20.15 Uhr

wurde auf Pro7 die dritte Folge

von Germany’s Next Topmodel

ausgestrahlt.

Die erste große Fashionshow

mit Designer Maximilian Gedra

stand den Models bevor, der Grazer

Alexavius durfte die Show

eröffnen. „Ich fühl mich wie ein

Bösewicht“, sagte Alex über sein

Designerstück, welches an einen

Stern erinnert. Obwohl Modelmama

Heidi Klum den langsamen

Walk kritisierte, kam der

Grazer in die nächste Runde.


24

eco

graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Sabrina Naseradsky

22 sabrina.naseradsky@grazer.at

Ein modernes Industrieland

braucht die besten Verbindungen

in die Zukunft.“

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer zur Eröffnung

des neuen CD-Labors der TU Graz BKA/ANDY WENZEL

Leerstand bringt dem

Andritz eröffnet in Deutschland

einen neuen Service-Hub.

Andritz: neuer

Service-Hub

■ Nach der Übernahme ausgewählter

Vermögenswerte

des Kessel- und Rostservicegeschäfts

der Wehrle-Werk AG hat

Andritz nun seinen neuen Service-Hub

in Deutschland eröffnet.

Das Unternehmen erweitert

damit seine Serviceaktivitäten

im Bereich Energie- und Wärmeerzeugung

für Anlagen zur

thermischen Abfallverwertung

im deutschsprachigen Raum.

„Mit der Eröffnung dieses Service-Hub

setzen wir ein klares

Zeichen für unser Engagement

zum Erfolg unserer Kunden“,

betonte Martin Pogoreutz, Vice

President, Power Plant Service

bei Andritz Pulp & Paper. „Dabei

ist wichtig, zu betonen, dass

bestehende Kunden weiterhin

von den gewohnten Ansprechpartnern

betreut werden.“

KK

Land echtes Geld

In der Steiermark brachte die Leerstandsabgabe 2024 insgesamt 2,2 Millionen Euro ein.

EINNAHME. 2022 wurde

die Leerstandsabgabe

eingeführt. Die Landesregierung

will sie wieder

abschaffen, doch was

hat sie gebracht?

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Anfangs hatte sie wenige

Freunde, die von der damals

nocht schwarz-roten

Landesregierung 2022 eingeführte

Leerstandsabgabe. Zu aufwendig,

zu wenig Datenmaterial, hieß

es damals. „Es stimmt, am Anfang

war der Aufwand nicht gering,

aber mittlerweile haben die Gemeinden

erste Erfahrungen gesammelt

und das Datenmaterial

ist vorhanden“, erklärt Wolfgang

Wlattnig, Leiter der zuständigen

Abteilung 7 im Land Steiermark.

Einnahmen

Die Leerstandsabgabe in der Steiermark

(StZWAG) zielt auf nicht

als Haupt- oder Nebenwohnsitz

gemeldete Wohnungen ab, um

Leerstand zu reduzieren. Sie beträgt

bis zu 10 Euro pro Nutzfläche

jährlich (maximal 1000 Euro pro

Jahr für 100 Quadratmer). Doch

wie viel an Einnahmen in der

Steiermark generiert werden?

„Aufgrund der Vorlaufzeit, die

die Gemeinden für die Erhebung

gebraucht haben, stammen unsere

ersten repräsentativen Zahlen

aus dem Jahr 2024. Hier konnten

in den Gemeinden insgesamt

2,2 Millionen Euro an

Einnahmen generiert

werden“, weiß Wlattnig.

Diese Einnahmen

könnten jedoch

noch höher ausfallen.

Im Jahr 2024 gab

es eine Verfassungsnovelle

bei der Leerstandsabgabe.

Dabei wurde die

Kompetenz für die Höhe der Abgabe

an die Länder übergeben.

Somit können sie nun die Höhe

der Leerstands- und Zweitwohnsitzabgaben

festlegen. Zusätzlich

zur Leerstandsabgabe können

die Gemeinden auch eine Zweitwohnsitzabgabe

einheben. So

werden hier in der Steiermark pro

Jahr acht Millionen Euro eingenommen.

Abschaffung

Trotz der durchaus ansehnlichen

Einnahmen von insgesamt

10,2 Millionen Euro hat die blauschwarze

Landesregierung in

ihrem Regierungsprogramm vereinbart,

die Leerstandsabgabe

wieder abzuschaffen. Ob das in

Zeiten von leeren Kassen und einem

hohen Minus im Budget so

sinnvoll ist, sei dahingestellt.

„Alle Interessensvertretungen

Wolfgang Wlattnig

GETTY, FOTO FURGLER

vom Gemeindebund abwärts sind

der Meinung, dass man die Abgabe

beibehalten sollte“, weiß Wlattnig.

Was viele nicht wissen: Die

Leerstandsabgabe wird in

Kombination mit der

Zweitwohnsitzabgabe

eingehoben. Dadurch

besteht die Gefahr,

dass, wenn ein Teil

abgeschafft wird, der

andere auch nicht mehr

wirksam ist. Denn

wenn die Kontrollen

wegfallen, kann es passieren, dass

sich viele von ihrem Zweitwohnsitz

abmelden, um so der Abgabe

zu entgehen.

Und Graz?

Keine Einnahmen aus der Leerstandsabgabe

erzielt derzeit

die Stadt Graz. Es fehlt einfach

die Datenlage. Derzeit sind nur

10,6 Prozent aller Gebäude in

Graz vollständig erfasst. Zwar besteht

vonseiten der Stadtkoalition

grundsätzlich der Wille, eine

Leerstandsabgabe einzuführen;

ob und wann diese kommt, steht

noch in den Sternen.

Gemeinderat Markus Huber

ließ in diesem Zusammenhang

mit einer alternativen Idee aufhorchen:

Die Stadt solle leerstehende

Wohnungen anmieten und

dann weitervermieten. Sein dementsprechender

Antrag im Gemeinderat

fand keine Mehrheit.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz eco 25 23

FOTOCRAFIE

TEURER

GETTY (2)

Fleisch und Fleischwaren +6,1 %

Schlechte Nachrichten für Fleischtiger:

Fleisch und Fleischwaren sind

um 6,1 Prozent teurer geworden.

Centerleiterin Heike Heinisser freut sich über die positive Bilanz des Shopping

Nord. Der Umsatz ist gestiegen, die Frequenz gleich geblieben. KK, THE PORTRAIT CLUB

Bilanz im Shopping Nord

■ Das Shopping Nord kann auf

eine sehr erfreuliche Bilanz im Jahr

2025 blicken. Das Einkaufszentrum

im Norden von Graz konnte

seine Frequenzzahlen auf dem

hohen Niveau des Vorjahres stabil

halten und parallel ein Umsatzplus

von rund 3,5 Prozent erwirtschaften.

„Diese Entwicklung zeigt

deutlich, wie stark das Shopping

Nord als Nahversorgungscenter

in der Region verankert ist“, betont

Centerleiterin Heike Heinisser.

Ein ausschlaggebender Punkt für

die positiven Zahlen ist der Branchenmix

und die Neuansiedelung

attraktiver Marken wie Takko Fashion,

Woolworth, Magenta und

Brick Complete. Auch die Gastronomie

boomt. Hier konnte

ein Umsatzplus von 6,4 Prozent

erzielt werden. „Die positive Entwicklung

bestätigt unsere strategische

Ausrichtung. Wir setzen auf

ein vielfältiges Angebot, attraktive

Aktionen und Events und ein

modernes Einkaufserlebnis zum

Wohlfühlen“, so die Centerleiterin.

Die Arti-Gründer Stefan Loigge, Konstantin Mautner-Lassnig, Clemens Mühlbacher

und Alexander Buchegger (v. l.) freuen sich über Knapp als Partner.

Beteiligung bei Start-up

■ Der Logistikkonzern Knapp

mit Sitz in Hart bei Graz steigt

beim Grazer Robotik Start-up Arti

ein. Gemeinsam soll das autonome

Fahren von Robotern weiter

ausgebaut werden. Die vier Gründer

Stefan Loigge, Konstantin

Mautner-Lassnig, Clemens

Mühlbacher und Alexander Buchegger

lernten sich während

ihres Studiums an der TU Graz

kennen. 2019 wurde das Unternehmen

offiziell gegründet. Bereits

2025 gelang es, einen ersten

strategischen Investor ins Boot zu

holen. Nun also der nächste Meilenstein.

Das Gründungsteam

freut sich, Knapp als strategischen

Partner und neuen Gesellschafter

begrüßen zu dürfen.

Getreide –13,1 %

Und auch schlechte Nachrichten für

Bauern: Getreide ist im Jahresvergleich

um 13,1 Prozent billiger geworden.

Landwirtschaft digital

■ Im Mittelpunkt eines Treffens

zwischen Minister Norbert

Totschnig, dem AgTech-Pionier

smaXtec und der TU Graz standen

Forschung, Industrie und

die praxisnahe Anwendung der

Technologie von smaXtec. Die

Technologie des AgTech-Pioniers

leistet einen wichtigen Beitrag

zu Seuchenprävention, Tiergesundheit

und regionaler Wertschöpfung.

Stefan Scherer, Non-

Executive Director bei smaXtec:

„Neue Technologien und KI helfen

uns, das volle Potenzial der

■ Wie der AKV und der

KSV1870 übereinstimmend

melden, wurde über die Meon

Medical Solutions ein Sanierungsverfahren

ohne Eigenverwaltung

eröffnet. Insgesamt sind

von der Pleite 86 Dienstnehmer

und rund 65 Gläubiger betroffen.

Den Passiva von 19,92 Millionen

GETTY

BILLIGER

Landwirtschaft zu nutzen.“ Landwirtschaftsminister

Norbert Totschnig

betont: „smaXtec ist ein

Paradebeispiel dafür, wie neue

Technologien unsere Betriebe unterstützen

und das Tierwohl steigern.“

Horst Bischof, Rektor der

TU Graz, unterstrich die Bedeutung

des Zusammenspiels von

Forschung und Wirtschaft: „Als

Spin-off der TU Graz ist smaXtec

ein Best-Practice-Beispiel, wie

wir anwendungsorientierte Forschungsergebnisse

nutzbringend

umsetzen können.“

Nächste Pleite in Graz

Stefan Scherer

(smaXtec

Non-Executive

Director), Norbert

Totschnig

(Bundesminister

für Landund

Forstwirtschaft)

und

Horst Bischof

(Rektor der TU

Graz, v. l.) SMAXTEC

Euro (Liquidationswerte) stehen

Aktiva in der Höhe von 1,13 Millionen

Euro (Liquidationswerte)

gegenüber. Das 2012 gegründete

Unternehmen entwickelt ein

Gerät, mit dem Immunoassay-

Tests, klinische Chemie-Tests und

Elektrolyt-Tests kompakt in einem

durchgeführt werden können.

In Graz musste das nächste Unternehmen Insolvenz anmelden. Über Meon Medical

Solutions wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.


24 eco

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Ein Silberstreif am Wohn-

AUFHELLUNG. Der

heimische Wohnungsmarkt

war in den

letzten Jahren sehr

schwierig. Nun scheint

es bergauf zu gehen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Dank gesunkener Zinsen wird die Finanzierung eines Eigenheims wieder einfacher möglich.

B. GASSER, GETTY

Die letzten Jahre waren

schwierg für den heimischen

Wohnungsmarkt.

Corona, steigende Zinsen und die

ungeliebte Kreditinstitute-Immo-

bilienfinanzierungsmaßnahmen-

Verordnung, kurz KIM-VO, haben

für einen massiven Einbruch bei

den Käufen, aber auch beim Bau

von Wohnungen gesorgt.

Es wird besser

„Die Stimmung wird durch die

sinkenden Zinsen verbessert. Das

Rätsel-Lösung vom 15.2.2026

B S

H S B

N E U T O R V I E R T E L

Z A U B E R L O P U S

I R G O M A N E I

T R A M W A Y M U S E U M

K E G E L E T E R O M

P S R N O G H C L O U

S T A D T M A U E R N R

S P E Z I B B E E T R

G O L D G R U B E M O D E

R E A A D O R I E R E N

T M A U S T

Lösung:

A P H E L M A S

L A N G S A M LUMPEN-

A N E I N E N GLOCKE

A T S E E N T E Lösung:

Z A N K L A U LUMPENGLOCKE

Sudoku-Lösung

vom 22.2.2026

1 7 2 9 3 6 5 8 4

8 6 4 1 2 5 3 9 7

5 3 9 8 4 7 2 6 1

6 9 7 2 5 1 4 3 8

4 5 1 3 6 8 7 2 9

3 2 8 7 9 4 1 5 6

2 1 3 4 8 9 6 7 5

9 4 6 5 7 2 8 1 3

7 8 5 6 1 3 9 4 2


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at eco

25

Horizont

Gesamtbild ist positiver“, weiß

Markus Kohlmeier, Fachgruppenobmann

der Finanzdienstleister

in der Wirtschaftskammer.

Ähnlich sieht es Oliver

Kröpfl, Vorstand der

Steiermärkischen

Sparkasse: „Viele

Menschen haben

ihren Traum in den

vergangenen Jahren

aufgeschoben. Seit

2024 – und verstärkt

2025 – sehen wir, dass

dieser Wartemodus endet. Die

Nachfrage steigt, auch weil sich

die Rahmenbedingungen stabilisiert

haben.“

Dennoch sieht Kohlmeier noch

einige Schwierigkeiten vor allem

für Jungfamilien oder all jene, die

auf eine Zwischenfinanzierung

zurückgreifen müssen. „Für diese

bleibt eine Finanzierung nach

wie vor schwierig. Mit ein Grund

ist, dass die KIM-VO zwar offiziell

abgeschafft wurde, aber faktisch

Markus Kohlmeier

noch angewendet wird“, kritisiert

der WKO-Experte hier vor allem

die FMA, die auf die Einhaltung

der Richtlinien beharrt.

Kröpfl sieht die Finanzierungen

durch die

Zinssituation durchaus

als machbar: „Wir

bewegen uns derzeit

auf einem moderaten,

historisch durchaus

attraktiven Niveau.

Null- oder Negativzinsen

waren volkswirtschaftlich

problematisch. Heute

gilt: Passt der Immobilienpreis

zum Einkommen, ist eine Finanzierung

gut darstellbar.“

Die geplante Wiedereinführung

der Wohnbauförderung

sieht Markus Kohlmeier grundsätzlich

positiv, meint jedoch:

„Es bleibt abzuwarten, wem sie

dann hilft. Durch die Förderung

kann es aber interessant werden,

sanierungsbedürftige Wohnungen

zu kaufen.

Für 2026 wird erwartet, dass Nachfrage und Angebot steigen. Vor allem Mietwohnungen

werden heuer sehr gefragt sein, da das Angebot klein ist. GETTY

Moderater Aufschwung

■ Eine aktuelle Studie von Remax

zu den Erwartungen für den

Immobilienmarkt 2026 zeigt: Bei

allen Immobilientypen steigen

Nachfrage und Angebot. Die Remax-Experten

in der Steiermark

erwarten für 2026 eine um 3,9

Prozent ansteigende Nachfrage,

ein um 3,4 Prozent größeres Angebot

und um 3,5 Prozent höhere

Preise. Bei den Mietwohnungen

besonders in zentraler Lage wird

bei der Nachfrage ein Plus von 2,9

Prozent erwartet. „Die Stimmung

am Immobilienmarkt im zweiten

Halbjahr 2025 war deutlich besser.

Käufer und Verkäufer haben sich

mit den veränderten Rahmenbedingungen

− schwierigere Finanzierbarkeit

und nicht mehr unendlich

erzielbare Wunschpreise

– abgefunden“, weiß Margot

Clement, Remax For All. Und ergänzt:

„Käufer sind viel sensibler

geworden, prüfen genauer nach,

hinterfragen alles und wollen alles

zu 100 Prozent abgesichert und

nachgewiesen haben.“


28

viva

graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

26

Soziale Gerechtigkeit bedeutet,

dass starke Schultern mehr

tragen.“

Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Steiermark,

zum Tag der Sozialen Gerechtigkeit VOLKSHILFE STEIERMARK

Fasten kann

Vorteile für

den menschlichen

Körper

haben. Extreme

Formen

schaden ihm.

Fasten?

GETTY, PRIVAT

Ja, aber mit Plan.

FASTENZEIT. Rund um den bewussten Verzicht herrschen einige Halbwahrheiten.

Wir waren mit Diätologin Stefanie Berger im Gespräch.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Die Fastenzeit hat begonnen.

Stefanie Berger,

Fachbereichsleitung Diätologie

am LKH-Univ.-Klinikum

Graz, klärt über Mythen auf.

1. Fasten = Hungern

Fasten wird oft mit Hungern

verwechselt. „Kurzzeitiges, kontrolliertes

Fasten ist für gesunde

Menschen in der Regel unbedenklich“,

weiß Berger, aber „diese

Energieeinschränkung geht

häufig mit einem Mangel an Vitaminen

und Nährstoffen einher“.

2. Muskelabbau

Die Annahme, dass Fasten zum

Muskelabbau führt, ist nur teilweise

korrekt. Beim „Intervallfasten

ist die Gefahr eines Muskelverlusts

sehr gering, da die

Fastenphasen kurz sind. Bei längerem

Heilfasten ist das Risiko

höher, wenn nicht gegengesteuert

wird“, erklärt die Diätologin.

3. Stoffwechseleinfluss

„Die Behauptung, Fasten schade

dem Stoffwechsel, ist wissenschaftlich

nicht haltbar“, so

Berger. Kurzzeitiges Fasten kann

den Stoffwechsel sogar positiv

beeinflussen, indem es etwa die

Fettverbrennung fördert. „Extremes

Fasten kann jedoch zu einer

Absenkung des Grundumsatzes

und zu Muskelabbau führen.“

4. Nahrungsverzicht

Ob während des Fastens auf

Nahrung verzichtet wird, hängt

immer von der gewählten Methode

ab. Viele moderne Formen

erlauben feste Nahrung.

Berger empfielt, den

„Fokus eher auf natürliche,

unverarbeitete

Lebensmittel zu

legen und den Konsum

von Süßigkeiten,

hoch verarbeiteten

Lebensmitteln und

Fleisch zu reduzieren.

Nicht nur aus gesundheitlichen

Gründen, sondern auch im Sinne

des Umweltschutzes.“

4. Entgiftung

Die Annahme, dass Fasten den

Körper entgiftet, ist wissenschaftlich

nicht belegt. „Der Körper

entgiftet sich selbst – Fasten

kann eine bewusste Auszeit sein,

ist jedoch nicht notwendig, um

‚Gifte‘ loszuwerden“, weiß die Expertin.

Stefanie Berger

4. Hormonchaos

Grundsätzlich darf jeder Mensch

fasten, aber im Vergleich zu Männern

„reagiert der weibliche Körper

auf den Energiemangel sensibler.

Aggressives Fasten kann

Einfluss auf Sexualhormone, den

Zyklus und die Schilddrüsenfunktion

nehmen“, so Berger.

Empfehlung

Welche Form des Fastens sinnvoll

ist, hängt vom persönlichen

Ziel ab. Langfristige,

nachhaltige Effekte

liefert das Intervallfasten.

„Es ist schonend,

alltagstauglich

und wissenschaftlich

gut untersucht.“ Wer

hingegen „eine bewusste

Auszeit vom

Alltag sucht, kann ein begleitetes

Heilfasten in Betracht ziehen“, so

Berger.

Besonders wichtig: Vor dem

Fastenstart ist eine Rücksprache

mit Ärzten oder Diätologen

empfehlenswert. Für Kinder, ältere

Personen, Sportler, Schwangere,

chronisch Kranke oder

Menschen mit Essstörungen ist

Fasten nicht geeignet. Personen

mit Vorerkrankungen sollten nur

nach Rücksprache fasten.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz viva 29 27

IN

GETTY (2)

Golden Yellow

Im Frühjahr 2026 wird der Kleiderschrank

farbenfroh. Eine beliebte Farbe

ist der Gelbton Golden Yellow.

Mocha Mousse

Auch in Sachen Kleidung ist die Pantone-Farbe

des Jahres 2025 „Mocha

Mousse“ heuer nicht mehr angesagt.

OUT

Vielfalt am Grazer Saatgutfest

BEWAHREN. Am 27. und 28. Februar findet im Lendhafen das 13. Grazer Saatgutfest statt. Um die

Saatgutvielfalt auch in Zukunft zu sichern, können Samen getauscht oder verschenkt werden.

Von Linda Steurer

linda.steurer@grazer.at

Das Forum Urbanes Gärntern

veranstaltet am 27. und

28. Februar zum 13. Mal

das Grazer Saatgutfest im Lendhafen.

Ziel des Fests ist es, die Vielfalt

an Kulturpflanzen sorten trotz Klimaveränderungen

zu bewahren

und weiterzuentwickeln, damit

sie auch für kommende Generationen

erhalten bleiben. Beim Saatgutfest

werden samenfeste Samen

verschiedenster Gemüse, Kräuter,

Heilpflanzen oder auch Blumen

getauscht oder verschenkt.

Teilnehmende sind eingeladen,

Saatgut aus dem eigenen Anbau

mitzubringen, zu verschenken

oder mit anderen zu tauschen.

„Saatguterhaltung geht uns alle

an“, erklärt Kulturpflanzenspezia-

list Andreas Motschiunig, der seit

fünf Jahren hauptverantwortlich

für das Fest ist. „Wir können unsere

regionalen Sorten nur erhalten

und anpassen, wenn wir sie jedes

Jahr anbauen und dann wieder

Saatgut von den besten Pflanzen

gewinnen. Nur so können wir sie

an unseren Standort und an das

sich verändernde Klima anpassen.“

Erhaltung

Ein besonderes Highlight ist auch

dieses Jahr der „Steckholz-Tisch“,

an dem Steckhölzer von Ribiseln,

winterharten Feigen und anderen

mehrjährigen Obstsorten verschenkt

werden. Wer keinen eigenen

Garten oder Balkon hat, kann

sich über lokale Gemeinschaftsgärten

informieren und erfahren,

wie das Mitgärtnern möglich ist.

Eva Pichler, Wolfgang Strobl, Hildegard Kahr, Gertraud Krug, Manuela Hödl,

Willhelm Stowasser-Ladeck und Daniela Schoberer (v. l.) MED UNI GRAZ / LUNGHAMMER

Reallabor für die Pflege

■ In einer Kooperation zwischen

dem Caritas-Pflegewohnhaus

St. Peter und dem Institut

für Pflegewissenschaft der Medizinischen

Universität Graz beschäftigt

sich das Opinion Lab,

ein Reallabor für Pflege, damit,

wie Pflege wirksam, menschlich

und gleichzeitig wissenschaftlich

fundiert gestaltet werden kann.

Seit Beginn des Projekts sind

Veränderungen im Pflegealltag

spürbar: Evidenzbasiertes Wissen

nimmt Einzug in die Pflegepraxis,

das Schmerzmanagement

ist strukturierter, das Verständnis

für wissenschaftliche Arbeitsweisen

hat sich vertieft und der Zugang

zu Forschungsergebnissen

hat sich erleichtert.

Das Saatgutfest dient dazu, regionale Sorten zu erhalten und weiterzuentwickeln,

damit sie auch in Zukunft angebaut werden können.

SASCHA PSEINER

Evald Flisar und die KI

■ Am gestrigen Samstag fand

im Theater im Keller unter großem

Applaus des Premierenpublikums

die Uraufführung

von „Künstlich Intelligentes

Stück“ von Evald Flisar statt.

Das Stück spielt in einer Welt,

in der die Künstliche Intelligenz

die Macht übernommen hat. Vor

Angst flieht eine Familie aufs

Land, wo ihre Mitglieder einen

neuen Lebensraum ohne Handy,

Telefon, Computer und Arbeit

aufbauen. Und dann taucht

auch noch der verschollene Onkel

auf. Evald Flisar zählt zu den

meistübersetzten slowenischen

Autoren der Gegenwart. Sein

dramatisches Werk ist weltweit

vielfach aufgeführt worden.

Die Schauspielerinnen Emilie Haidacher und Petra Pauritsch bei der Uraufführung

„Künstlich Intelligentes Stück“ im Grazer Theater im Keller

TIK


28 viva

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Hochzeitsplanung

■ Zwölf bis acht Monate:

- Termin festlegen

- Dokumente prüfen

- erste Gästeliste

- Location anschauen

- Bands oder DJs anhören

■ Acht bis sechs Monate:

- Trauzeugen auswählen

- zur standesamtlichen und/

oder kirchlichen Trauung

anmelden

- Drucksachen gestalten und

bestellen

- Brautkleid aussuchen

- Zeremonienmeister benennen

■ Sechs bis vier Monate:

- Einladungskarten verschicken

- Hochzeitsanzug aussuchen

- Fotograf auswählen

- Tanzkurs buchen

- Gastgeschenke aussuchen

■ Drei Monate:

- Gedanken über die Hochzeitstorte

machen

- Angebote für Blumendeko

einholen

- Eheringe aussuchen und

eventuell gravieren lassen

- Programmablauf festlegen

- Namensgebung festlegen

■ Vier Wochen:

- letzte Besprechung mit der

Location

- Beautyprogramm: Brautfrisur

und Make-up ausprobieren

■ Zwei Wochen:

- Sitzordnung festlegen

- Gästeliste kontrollieren und

Gäste ohne Rückmeldung

kontaktieren

■ Eine Woche:

- Hochzeitsrede vorbereiten

- Probe mit den Blumenkindern

- Playlist für die Musik

Hochzeitsplanung

TRAUUNG. Wer eine

Hochzeit plant, hat

viel zu beachten und

zu planen. Doch was

sollte ich wann erledigt

haben?

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Nach dem Heiratsantrag ist

vor dem Ja-Wort. Und somit

ist man mitten drinnen

in der Hochzeitsplanung.

Denn wie heißt es so schön: Planung

ist das halbe Leben, und

das gilt ganz besonders für die

Vorbereitung einer Hochzeit.

Schritt für Schritt

Bevor man mit der Planung loslegt,

sollte man sich überlegen,

wann man heiraten möchte, um

ein genaues Datum festlegen zu

können. Viele beliebte Hochzeitslocation

sind Monate oder

Jahre im Voraus ausgebucht.

Wer rechtzeitig dran ist, hat große

Chancen, seine Traumlocation

zu bekommen. Auch sollte

man sich Gedanken

machen, wie man

heiraten möchte.

Nur standesamtlich

oder doch

auch kirchlich.

Möchte man vielleicht

auch nur eine

Verpartnerung? Das

sollte man mit seinem

Partner vorab abklären. Sobald

der Termin steht, sollte man

seine Dokumente überprüfen

und beim Standesamt bzw. der

Kirche nachfragen, welche Dokumente

gebraucht werden und

wie lange sie gültig sein müssen.

Wichtig ist auch, sich bereits

im Vorfeld ein fixes Budget zu

überlegen, aber trotzdem einen

Polster von zehn bis 15 Prozent

einzuplanen. Wofür will ich wie

viel Geld ausgeben? Auch darüber

sollte man sich Gedanken

machen. Manchen sind

das Essen und die Getränke

wichtiger, anderen die Location

oder die

Musik.

E i n

heikles

Damit man

beim Ja-Wort so

strahlen kann,

muss man gut

geplant haben.

GETTY

Thema kann auch die Gästeliste

sein. Daher ist es sinnvoll, sich

früh zu überlegen, wen man dabeihaben

möchte.

Am wichtigsten ist jedoch,

das Brautkleid und den Anzug

auszusuchen. Das muss recht

früh passieren, damit noch alle

Anpassungen gemacht werden

können.

Wer im Vorfeld genau

plant und sich

auch Unterstützung

in

Form eines

Hochzeitsplaners

oder von

Freunden

und Familie

holt, hat bei

der

Hochzeit

selbst keinen

Stress und

Gefahren beim Bobfahren

■ Rodeln und Bobfahren zählen

zu den beliebtesten Wintersportaktivitäten

– besonders bei den

Jüngsten unter uns. Dabei unterschätzen

Eltern das Verletzungsrisiko

häufig. Glatte, eisige Strecken,

Hindernisse – wie etwa Bäume –

entlang der Strecke und Schwierigkeiten

beim Lenken und Bremsen

zählen zu den Gefahrenquellen.

Acht Prozent aller Wintersportverletzungen

bei bis 14-Jährigen passieren

beim Rodeln.

Rodeln und Bobfahren bergen

auch Verletzungsgefahren.

GETTY


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at viva

29

leichtgemacht

kann den Tag einfach nur genießen.

Besonders wichtig ist es, dass

man keine Kompromisse eingeht,

sondern seine Hochzeit so

gestaltet, wie es sich für einen

selbst richtig anfühlt.

Danach

Ein weiterer Punkt, den man

im Vorfeld planen sollte, ist die

Hochzeitsreise. Wohin geht sie?

Will man in eine der typischen

Locations wie die Seychellen

oder die Malediven oder soll

es doch etwas Ausgefalleneres

sein? Auch der Zeitpunkt der

Reise sollte gut überlegt sein.

Will man direkt im Anschluss

an die Hochzeit starten oder

lässt man sich etwas Zeit und

erholt sich zuerst von den Feierlichkeiten?

Wer sich seine Reise

nicht selber zusammensuchen

und buchen möchte, kann sich

von Reiseprofis beraten lassen.

Nach der Hochzeit folgt die Hochzeitsreise. Doch wohin soll’s gehen?

GETTY


30 viva

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Ein Erlebnis nicht

Daniel Gerhardter (l.) und Stefan

Sieder (r.) mit Familie Fay PLANAI/MELCHER,

Märchenwiese:

millionster Gast

■ Auf der Märchenwiesebahn

auf der Planai wurde in der Wintersaison

2025/26 die Millionenmarke

erreicht. Familie Fay aus

Deutschland hatte das Glück, genau

im richtigen Moment vor Ort

zu sein. Als Jubiläumsgäste wurden

sie vom Team der Märchenwiesebahn

herzlich empfangen

und mit einem Goodie-Bag

überrascht. Betriebsleiter-Stellvertreter

Daniel Gerhardter und

Maschinist Stefan Sieder überreichten

der glücklichen Familie

ein Überraschungspaket.

SPASS. Der Winter ist

noch nicht vorbei, und

daher kann man vor

allem mit Kindern noch

einen Abstecher in die

Therme machen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

nen und großen Kinder warten

viele verschiedene Rutschen,

Pools, Erlebnisbecken und spannende

Wasserattraktionen. Zudem

wartet in der Kinderwelt

ein abwechslungsreiches Programm

auf die Kleinen. Besonderes

Highlight: Man kann seinen

Geburtstag in der Therme

feiern. Auch für die Sicherheit

ist gesorgt. So kann man Kinderschwimmkurse

buchen oder am

beliebten Mermaid-Schwimmen

teilnehmen. Für Entspannung

sorgen auch die Kindermassagen,

die angeboten werden. Auch

wartet eine professionelle Kinderbetreuung

in der Spielewelt

auf die kleinen Gäste. Im Sommer

dürfen sich die großen und

kleinen Wasserratten auf den

Outdoor-Actionpark freuen.

Wasserspaß für jedes Alter findet

man in der Therme Loipersdorf.

Fünf aufregende Wasserrutschen

sorgen für jede Meng

Action. Im großen Außenbereich

Die Energieferien sind

zwar vorbei, aber dennoch

kann man sich

überlegen, welche Ausflüge

man mit den Kindern an den

Wochenenden machen kann.

Gerade im Winter empfiehlt sich

da ein Abstecher in eine der Kinderthermen

im In- und Ausland.

Wasserspaß

Eine der größten Kinder thermen

in Österreich ist die H2O Therme

in Bad Waltersdorf. Auf die kleikann

man im Sommer das Wellenbecken

erleben und vom

Wasserturm einen Sprung wagen.

Die Gegenstromanlage im

Sportbecken sorgt für die nötige

Fitness. Für Kinder ab drei Jahren

gibt es den Wasserspielpark,

und die Kleinsten können am

Baby-Beach eine tolle Zeit erleben.

Wen es ins Ausland zieht, dem

sei die Terme 3000 empfohlen.

Der Thermalpark zählt zu den

größten in Slowenien. Insgesamt

fünf Wasserparks sorgen für

Spaß und Spannung. 24 Wasserrutschen

und zwölf Kinderbecken

können die Gäste erleben.

Wer den Kick sucht, der kann

die Adrenalin-Wasserrutschen

Aqualoop und Kamikaze hinuntersausen.

Auf Familien warten

zudem die Familien-Wasserrutschen.

Zwei davon im Außenund

eine im Innenbereich.

Dem Wasserspaß steht also

nichts mehr im Wege.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at viva

31

nur für die Kleinen

Ein Ausflug mit den Kindern in die Therme ist das ganze Jahr über ein tolles Erlebnis. Zahlreiche Kinderthermen

warten mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Angebot auf die kleinen und großen Gäste.

GETTY

Das Flirt-Karussell auf der Wurzeralm

geht in die 3. Runde. MARKUS KOHLMAYR

Flirt-Karussell auf

der Wurzeralm

■ Das einzigartige Flirt-Karussell

geht in die dritte Runde!

Auf der Wurzeralm wird am

8. März wieder geflirtet. Man

holt sich einen Herz-Aufkleber

an der Kassa, und schon kann

es losgehen mit dem Flirten.

Beim Frauenkar wartet zudem

eine Singlehaltestelle und ein

gemeinsamer Welcome-Drink.

Zudem gibt es einen Fotopoint,

und im ganzen Skigebiet sind

gemütliche Flirt-Areas verteilt.

Zusätzlich wartet auf der

Sonnalm eine Überraschung.


34

mobil

graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

32

redaktion@grazer.at

Jaecoo 7

Unnötige Fahrten unterlassen,

um überlastete Räumdienste

nicht durch liegengebliebene

Fahrzeuge zusätzlich zu blockieren.“

Harald Eitner, FA Katastrophenschutz Land Steiermark

Preiswerter Komfort und

Der Jaecoo präsentiert sich außen schlicht, die Türklinken fahren extra aus.

Der Jaecoo liegt hervorragend auf der Straße.

Das Interieur ist sehr komfortabel, der große

Bildschirm ersetzt Knöpfe (l.). LUEF (2)

-

Antrieb: 204-PS-Elektromotor

kombiniert mit einem

143-PS-Turbo-Benzinmotor

Verbrauch: 0,7–2,4 Liter,

18,7 kWh/100 km laut Werksangabe,

im Testbetrieb 5,3 l,

9,8 kWh/100 km

Reichweite: 90 km rein elektrisch

(WLTP),

1200 km gesamt

Kofferraumvolumen: 500

Liter, kann durch Umklappen

LUEF

TESTBERICHT. Der

Jaecoo 7 zählt zu den

günstigeren SUVs, steht

seinen Konkurrenten

mit zahlreichen Features

aber in nichts nach.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Ein „cooler Jäger“: Schon beim

Markennamen weiß man,

was man von Jaecoo erwarten

kann. In Europa noch eher weniger

bekannt, stürmt die chinesische

Marke auf den Markt und überzeugt

vor allem mit einem preiswerten

Modell, dem Jaecoo 7. „Die gehen

weg wie warme Semmeln“, erzählt

man uns im Autohaus Jagersberger,

wo der SUV erhältlich ist.

Beim Test zeigt sich auch schnell,

wieso. Auf der Straße ist der Jaecoo

7 ein Hit, sowohl im Stadtverkehr

als auch außerhalb überzeugt

der Wagen mit großem Komfort.

Ein leistungsstarker Elektromotor

(204 PS) zeigt vor

allem auf den ersten

Metern so richtig, was

in ihm steckt, unterstützt

wird er von einem

143 PS starken

Turbo-Benzinmotor.

Rein elektrisch beträgt

die Reichweite 90 Ki-

Jaecoo 7 Plug-in-Hybrid

der Sitze auf 1265 Liter erweitert

werden

Abmessungen: 4,50 Meter

Länge, 1,865 Meter Breite und

1,67 Meter Höhe

Preis: 39.490 Euro (Premium),

35.990 Euro (Comfort),

36.490 Euro (Allrad/Beziner).

Erhältlich bei Autohaus

Jagersberger.

lometer, insgesamt schafft man es

mit vollen Tanks 1200 Kilometer

weit. Bei unserem Testbetrieb gingen

sich 90 Kilometer nicht aus, was

aufgrund der kalten Temperaturen

aber auch nicht verwunderlich ist.

Im Schnitt verbrauchten wir rund

5,3 Liter pro 100 Kilometer. Fahren

kann man den Kompakt-SUV als

Hybrid oder rein elektrisch. Wer

sparsam fahren will, wählt den Eco-

Modus, wenn es schneller gehen

soll, hilft der Sport-Modus. Akustisch

bekommt man im Inneren

sehr wenig mit, bei Elektrobetrieb

natürlich logisch, doch auch wenn

der Benzinmotor sich einschaltet,

bleibt es angenehm ruhig. Wer die

Ruhe nicht genießen möchte, kann

die acht Sony-Lautsprecher arbeiten

lassen, die das Fahrerlebnis

mit einem hervorragenden Sound

abrunden.

Viel geboten

Generell steht auch im Inneren

der Komfort an erster Stelle. Die

verarbeiteten Materialien sind

hochwertig und machen auch

langes Sitzen sehr gemütlich.

Sofort ins Auge sticht dabei das

große Display, wo sich alles, was

nicht gerade Gas, Bremse oder

Lenkung ist, steuern lässt. Knöpfe

gibt es nur sehr wenige, damit

bleibt Platz für großzügige Ablageflächen

und eine kabellose

Handy-Ladefläche.

Platz haben aber nicht nur die

Accessoires, sondern auch die

Menschen. Auch wenn der Fahrersitz

weiter hinten ist, haben

auf der Rückbank auch größere

Personen ausreichend Platz. Im

Kofferraum mit 500 Litern kann

man so einiges verstauen; durch

umlegbare Sitze ist er erweiterbar.

Auch spielt der Jaecoo alle

Stückerln, was die Assistenten

angeht. Zugegeben, man muss

immer noch selbst fahren, aber

mit intelligentem Tempomaten,

Spurhalteassistenten und allen

anderen Warnungen unterstützt

er, so gut er kann. Wer sich lieber

auf die eigenen Künste verlassen


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

mobil graz 35 33

GETTY (2)

... in Graz

Magna Steyr fertigte in Graz

im vergangenen Jahr rund

70.900 Autos.

ANZAHL DER PRODUZIERTEN

AUTOS IM JAHR 2025

70.900 : 223.200

... in München

Bei BMW in der bayerischen

Landeshauptstadt rollten ca.

223.200 Autos vom Band.

Platz

will und von sämtlichen Warnungen

und Assistenten nicht so

viel hält, hat im Menü die Gelegenheit,

diese abzuschalten.

Erhältlich ist der Jaecoo 7 bei

Jagersberger in drei Varianten.

Eine davon als reiner Benziner

mit Allradantrieb, die anderen

beiden als Plug-in-Hybrid in

„Comfort“ oder „Premium“. Bei

letzterer Variante gibt es für einen

recht geringen Aufpreis so einiges

dazu, wie Panorama-Glasdach,

Sitzheizung/-belüftung, Head-up-

Display oder ein beheiztes Lenkrad,

was an einem eisigen Wintermorgen

Gold wert ist. Obendrauf

werden sieben Jahre Garantie gewährleistet.

Das Gefühl, dass an

dem Wagen rasch etwas kaputt

wird, tritt aber keinesfalls auf.

Auffällig ist die Kühlerhaube, ansonsten bleibt der

Jaecoo beim Außenauftritt überzeugend schlicht.

LUEF


36

sport

graz

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

34

UBI Graz gegen

die Timberwolves

■ Basketballfans aufgepasst:

Die Grazer Basketballerinnen

vom UBI Graz treffen heute auf

die Vienna Timberwolves. Nach

dem spannenden Heimspiel am

Freitag gegen die Damen von Vienna

United geht es auch heute

um 16 Uhr im Raiffeisen Sportpark

in Graz mit der Basketball

Damen Superliga, der ersten österreichischen

Bundesliga, weiter.

Nach diesem intensiven Wochenende

gegen zwei Wiener

Basketball-Vereine setzt sich die

„Wien-Serie“ für die Grazerinnen

fort: In zwei Wochen, am 7.

März, wartet ein Auswärtsspiel

in der Wiener Stadthalle auf die

Grazer Mannschaft. Dort treffen

die Damen bei einem Match auf

die Basket Flames.

Die Nummer 11 des UBI Graz:

Spielerin Khrystyna Kulesha

GEPA

Es ist für uns das kleine

Derby, wir wollen endlich

gegen Hartberg gewinnen.“

GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer über das

heutige Aufeinandertreffen GEPA

Von Medaillen, Haka

und dem ersten

Interview

Klaus Molidor war in Livigno beim Livigno Snow Park im Einsatz, von wo er viele Eindrücke nach Graz brachte. KK

OLYMPIA. „Grazer“-

Redakteur Klaus

Molidor war als Mixed-

Zone-Supervisor bei

den Winterspielen in

Norditalien mit dabei

und resümiert nun

seine Eindrücke.

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Zwei Wochen ist es her, seit

Italiens Slalom-Legende

Alberto Tomba das Olympische

Feuer entzündet hat. Seither

ist die Zeit verflogen mit Big

Air, Slopestyle, Parallel-Riesenslalom,

den Cross-Bewerben und

der Halfpipe. In der Mixed Zone

kennen mich mittlerweile alle

Journalisten, Pressevertreter und

auch Sportler. „Du schon wieder“

begrüßte mich etwa unsere Ski-

Freestylerin Lara Wolf, als sie im

Big-Air eine Medaille nur hauchdünn

verpasst hatte. Zeit also für

eine Bilanz der Spiele, bevor heute

alles zu Ende geht.

Emotionen

Ich reise mit einem kompletten

Medaillensatz wieder ab. Denn

ich durfte Alessandro Hämmerle

(Gold im Snowboard-Cross),

Sabine Payer (Silber im Parallel-

RTL) und Matej Svancer (Bronze

Ski Big Air) mit Medaillen aus

dem Ziel zur Pressekonferenz

bringen und die ersten Emotionen

hautnah miterleben. Viele

Sportler habe ich happy zu den

jeweiligen Interview-Anfragen

gebracht, groß überreden musste

ich niemanden, außerdem hatten

die meisten Nationen Pressevertreter

zur Unterstützung dabei.

Nur China nicht. Eine junge

Snowboarderin aus dem Reich

der Mitte musste ich daher beruhigen.

„Meine ersten Interviews,

ich bin so aufgeregt“, sprudelte es

aus ihr auf dem Weg heraus.

Besonders waren auch die Medaillen

der Neuseeländer. Denn

da tanzte die ganze Delegation

immer den berühmten Haka.

Lautstark und leidenschaftlich.

Aus Respekt vor den anderen

Medaillengewinnern aber immer

erst, wenn die an der Presse vorbei

waren.

Kultureller Austausch

Das wohl Spektakulärste waren

im Livigno Snow Park aber die Bewerbe

in der Halfpipe. Mit einem

Luftstand von mehr als fünf Metern

über dem Rand der Schneewand

wirbelten die Athletinnen

und Athleten durch die Luft. Besonders

stark sind da im Snowboard-Bereich

die Australier und

Japaner. Und die gaben den rund

30 Journalisten aus der Heimat

immer sehr bereitwillig Auskunft.

Der Zaun, der Sportler und Journalisten

in der Mixed Zone trennt,

drohte mehr als einmal zu kippen,

und wir hatten alle Hände voll zu

tun, uns dagegenzustemmen.

Beim Herren-Bewerb dauerte die

fernöstliche Fragestunde so lange,

dass hinter uns schon die Absperrgitter

abgebaut wurden, weil

die Pistengeräte sonst nicht in die

Halfpipe gekommen wären.

Schlussendlich ist der Olympia-

Spruch vom Treffen der Jugend

der Welt natürlich ein Märchen.

Auch hier ist es letztlich Business.

Aber es ist schön, zu sehen, wie

sich junge und ältere Menschen

aus der ganzen Welt miteinander

freuen, sich gegenseitig nach dem

Wettstreit gratulieren oder einander

trösten. Das gilt auch für das

Team dahinter, das die Spiele ermöglicht.

Mehr von diesem Austausch

zwischen Kulturen, und es

gäbe vielleicht einen Hauch weniger

Probleme auf der Welt.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

sport graz 35 37

OHA!➜

GEPA (2)

Entwarnung für SK Sturm

Otar Kiteishvili und Jusuf Gazibegovic

sollen bereits gegen den

WAC wieder einsatzfähig sein.

Ausfall

Der Grazer Tennisspieler Filip Misolic

kann aufgrund einer Fußverletzung

mehrere Wochen nicht spielen.

OJE!

Showdown im „Bunker“

GRAZ. Heute fordern die Moser Medical Graz99ers vor über 4000 Fans den Rekordsieger EC-KAC.

Anpfiff ist um 18.30 Uhr im ausverkauften und energiegeladenen Merkur Eisstadion.

Von Dorian Krois

dorian.krois@grazer.at

Heute blickt die Eishockey-

Welt gespannt auf Graz.

In der 49. Runde der win-

2day ICE Hockey League empfangen

die Moser Medical Graz99ers

den Rekordmeister EC-KAC. Es ist

mehr als nur ein gewöhnliches Ligaspiel.

Die Steirer, die sich in dieser

Saison als hartnäckigste Verfolger

der Tabellenspitze etabliert

haben, wollen ihren Heimvorteil

im Merkur Eisstadion nutzen.

Fans dürfen sich auf ein hochintensives

Duell freuen, denn auf

jeden Fall heißt es heute: Erster

gegen Zweiter. Erst am Freitag

kehrten die beiden Teams aus der

Ligapause anlässlich der Olympischen

Winterspiele zurück. Der

EC-KAC traff an diesem Tag auf

Olimpija Ljubljana, die Graz 99ers

traten für das Duell gegen den HC

Bozen die rund 430 Kilometer lange

Reise nach Südtirol an. Davor

verbuchte Rot-Weiß in den Heimspielen

gegen Budapest (5:2) und

Linz (4:0) sechs weitestgehend

ungefährdete Punkte. Unsere

Graz99ers schlugen sich in der

46. und 47. Runde mit einem 4:3

gegen die Innsbrucker Haie bzw.

einem 8:3 gegen den Ferencvarosi

Torna Club ebenfalls souverän.

Das heutige Schlagerspiel wird das Merkur Eisstadion definitiv zum Beben

bringen: Unsere Graz99ers treffen auf den Rekordmeister EC-KAC.

GEPA

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36 grazer sonntag

www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026

SO ISST GRAZ

Das Tistou präsentiert ...

... Teriyaki Salmon

Bowl

Beim Tistou wird bei den Bowls auf

die frische Zubereitung geachtet.KK (2)

Seit dem Frühjahr des letzten Jahres

bringt Tistou herrliche Bowls

nach Graz. In der Smart City beheimatet,

legt das Lokal sein Augenmerk

vor allem auf gesunde und natürliche

Zutaten. Verwendet werden

saisonale Lebensmittel, bezogen von

lokalen Bauern und Produzenten für

maximale Frische und Qualität. Auch

Nachhaltigkeit spielt bei Tistou eine

große Rolle, die Verpackungen sind

biologisch abbaubar, zudem setzt

man sich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

ein. Auswählen kann

man zwischen den Signature-Bowls,

aber auch individuell zusammengestellte

Kreationen werden vom Team

frisch zubereitet. Eine solche Signature-Bowl

ist die heute

präsentierte mit

Lachs und Teriyaki-Sauce.

LEO

Zutaten:

Reis 200 g

Salat 50 g

Rotkraut mariniert 30 g

Edamame 30 g

Avocado 30 g

Limette 1 Stück/15 g

Frühlingszwiebel 10 g

Lachs 80 g

Sesam 1 g

Teriyaki-Sauce 80 g

Miso-Mayo 15 g

Alle Zutaten in der Bowl schön anrichten

und genießen. Mahlzeit!

GRAZWORTRÄTSEL

Familienausflugsziel

in

Mantscha

Fluss ins

Mittelmeer

sagenhaft

Naturgeist

Behälter

für die

Wahlzettel

KFZ-

Antrieb

mit Zündkerzen

Markt im

Orient

Krankheitserreger

Bezirkssportplatz

in Gries

8

4

6

rätselhaftes

Wesen am

Schloßberg

7

Sportverein

aus dem

Stadtbezirk

Eggenberg

führender

Grazer Entomologe

(2 Wörter)

2

elektrisch

geladenes

Teilchen

10

steirische

Tageszeitung

† 1987

kein

einziges

Mal

Durcheinander,

Tohuwabohu

wissenschaftlicher

Direktor des

Joanneum

engl. für

"vor, her"

Zeitvertreib

veraltete

Einheit

der

Energie

gehoben

für

"müde"

Verleger in

Graz † 1826

(Andreas)

aufgedreht

Stadtbezirk 1 am See

Rätsellösungen: S. 24

SUDOKU

ein Beingelenk

5. Grazer

Lösung:

englischer

Adelstitel

Lobeserhebung

in der

Nähe von

Strecke für

Wettfahrten

Zehntel einer

Einheit

das Licht

der Kerze

wegpusten

skandinavischer

Männername

KFZ-

Kennz.

für Zell

5

Abkochbrühe

Stattegg,

Thal & Co.

12

eine der

sieben

Todsünden

zweitlängster

Strom in

Europa

Abk. für

"Rotes

Kreuz"

futsch,

verloren,

weg

selten

"die Mutter

aller Energie-Träger"

sächliches

Fürwort

Abk. für

"emeritiert"

Fernsehen

Großmütterchen

Schallphänomen

in den

Bergen

Gebirge

zw. Asien

u. Europa

oberhalb

Titel für

Gelehrte

des

Islams

sehr starker

Sturm

Nebenfluss

der Rhone

3

im Stil von

antikes Veranstaltungsgebäude

ein Leichtmetall

für

Felgen

engl. für

"Obers,

Sahne"

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

9

8 4 5 3

4 6

9 7 5 1

3 8

2 7 4 1 6

1 4 8 6

9 7

8 5 1 2

911

Jede

Ziffer darf

in jeder

Reihe in

jedem

Quadrat

nur

einmal

vorkommen.

Bleistift

spitzen,

los geht’s.

Viel Spaß!

Die Therme der Ruhe

Aufgussrituale

für alle Sinne

am 06.03.2026

9

13

Grazer Fußballer

und

WM-Dritter

† (Paul)

13

11

Birkengewächs

Maßeinteilung

Grab Ferdinands

II. in

der Katharinenkirche

G E W I N N S P I E L

2 x 2 Tageskarten

für die „Therme der Ruhe“ in

Bad Gleichenberg zu gewinnen!

Wie lautet die Lösung?

E-Mail mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und Telefonnummer an:

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn

nicht übertragbar. Einsendeschluss: 25.2.2026.

Gewinner werden telefonisch verständigt und

sind mit der Veröffentlichung einverstanden.


22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

grazer sonntag 37

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 22. FEBRUAR

Erster gegen Zweiter, im Spitzenspiel der ICE Hockey League wartet

ab 18.30 Uhr auf die Grazer Fans ein richtiger Kracher.

GEPA, GETTY

Rapunzels Geschichte

Das Theater Asou spielt heute im

Rahmen des Frida & Fred Knopftheaters

„Rapunzel frisch frisiert“.

Rapunzels Mutter ist auf dem

Weg nach Wien, denn Rapunzel

soll einen Prinzen heiraten. Sie

erinnert sich an die Vergangenheit

und erzählt Rapunzels Geschichte.

Ein poetisches Erzähltheater für

die ganze Familie. Frei nach den

Gebrüdern Grimm und empfohlen

ab 5 Jahren. Das Stück beginnt um

16 Uhr.

Die Musik Hogwarts

Heute verwandelt sich die Helmut-List-Halle

in das magische

Hogwarts. Lords of the Sound

sorgen mit ihrem Programm „Hogwarts

Magic Symphony“ für einen

magischen Abend voller legendärer

Musik aus den Harry-Potter-Filmen.

Ein Orchester bereitet die Stücke

aus allen Teilen der Filmsaga

symphonisch auf. Ein Abend voller

Musik, Zauberei und fantastischer

Abenteuer. Um 16 Uhr.

Symphonic Adele

Danach sorgt die Gruppe Lords of

the Sound in der Helmut-List-Halle

für große Gefühle. Die legendärsten

Hits der Sängerin Adele werden in

der symphonischen Interpretation

eines großen Orchesters auf die

Bühne gebracht. Eine Lichtshow

und visuelle Effekte sorgen für

das gewisse Etwas. Somit ist ein

berührender Abend voller Emotionen

vorprogrammiert. Beginn um

20 Uhr.

Tierfestival in Graz

Heute findet der letzte Tag des

Tierfestivals in der Grazer Messe

statt. Ab 9 Uhr können Interessierte

die spannende Welt der Haus- und

Nutztiere erleben. Viele der Tiere

können aus nächster Nähe beobachtet

werden, und sogenannte

Family-Adventure-Stationen bieten

Unterhaltung und Lernspaß für alle

Besucher.

Action am Schöckl

Noch heute kann das kostenlose

Angebot der „Schöckl-Aktivtage“

in Anspruch genommen werden.

Vor allem für Kinder und Jugendliche

gibt es viele tolle Angebote

und Möglichkeiten, neue Sportarten

und Aktivitäten auszuprobieren.

Unter anderem können Rodeln,

Bobs, Schneeschuhe, Snowdecks

und viele verschiedene

Spiele bei der Bergstation

der Schöckl-

Seilbahn ausgeborgt

werden.

UBI vs. Wien 2.0

Eine intensive

Phase steht für

die Basketballerinnen

von

UBI Graz auf

99ERS VS.

KAC

18.30 Uhr

Merkur

Eisstadion

dem Programm. Nachdem man am

Freitag gegen Vienna United spielte,

geht es heute in der Liga gleich

weiter. Auch in der zweiten Partie

des Wochenendes geht es gegen

Wienerinnen, diesmal gegen die

Timberwolves. Start im Raiffeisen

Sportpark ist um 16 Uhr.

Tanzendes Theater

Das poetische Tanztheater „Popup-Garden“

wird heute wieder

im Salon Stolz aufgeführt. Das

mutige Mädchen Viva verwandelt

einen vergessenen Ort in einen

lebenden Garten. Es geht um

Neuanfänge, Freundschaft,

Miteinander und Hoffnung.

Für Jung und Alt. Beginn ist

um 16 Uhr.

Filmkunst im Garten

Heute geht es mit der

Programmreihe „Ciné privé:

Filmkunst“ im

Kunstgarten

weiter. Jede

WOHIN AM SONNTAG

Woche wird eine kuratierte Auswahl

an internationalen Kunst- und Autorenfilmen

präsentiert und gemeinsam

diskutiert. Vorkenntnisse sind

dabei nicht nötig. Zur kalten Jahreszeit

ist die Veranstaltung drinnen.

Der Beginn ist um 17 Uhr; es wird

um eine Anmeldung bis spätestens

zwei Stunden vor Programmbeginn

gebeten.

Der Kasperl ist da

Der Kasperl und seine Freunde besuchen

heute das Orpheum extra.

Heute wird die Geschichte „Kasperl

und der Wackelzahn“ erzählt.

Ein lustiger Nachmittag für Groß

und Klein. Drei Mal: um 11, 15 und

16.30 Uhr.

Heimspiel gegen Schlusslicht

Der SK Sturm möchte heute beim

Heimspiel wieder zurück in die

Erfolgsspur finden. Nach dem Abwärtstrend

in den letzten Wochen

kommt der heutige Gegner wohl

genau zur rechten Zeit. Schlusslicht

Blau-Weiß Linz ist zu Gast,

Anpfiff in der Merkur Arena ist um

14.30 Uhr.

Pack-Derby

Mehr Top-Spiel geht nicht. Im

Bunker treffen heute die 99ers auf

den KAC. Als wäre in der Partie

nicht schon genug Feuer drin, ist

sie zugleich das Aufeinandertreffen

des Tabellenführers mit seinem

Verfolger. Los geht’s um 18.30 Uhr,

die Partie ist ausverkauft.

Schwungvoller Brunch

Im Restaurant Salon Marie des

Grand Hotel Wiesler findet heute

ein Jazz-Brunch statt. Von 11.30 bis

15 Uhr werden Frühstücksspezialitäten

des Hotels in einem großen

Buffet angeboten. Begleitet wird

der Vormittag von der Jazzband

„Aunt Marie“. Eine schwungvolle

Zeit voller Genuss und Musik.

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