22. Februar 2026
- Immer mehr Obdachlose: "Stadt verliert die Kontrolle“ - Nach Pensionierung gehen in Gösting die Kassenärzte aus - Faschingdienstag herrschte in der Stadt Ausnahmezustand
- Immer mehr Obdachlose: "Stadt verliert die Kontrolle“
- Nach Pensionierung gehen in Gösting die Kassenärzte aus
- Faschingdienstag herrschte in der Stadt Ausnahmezustand
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22. FEBRUAR 2026, AUSGABE 8
Lustig
Am Faschingdienstag herrschte in der Stadt
wieder einmal Ausnahmezustand. Auch die
VIPs feierten ausgelassen. 18
Unlustig
Nach einer Pensionierung gehen in
Gösting die Kassenärzte aus. Ein Hilferuf
soll eine Lösung bringen. 8
Immer mehr Obdachlose – laute Kritik:
„Stadt verliert
die Kontrolle“
Bitter. Immer mehr Obdachlose leben derzeit in Graz auf der Straße. Auch wenn sie das nicht müssten. Kritik kommt nun von Gemeinderat Markus
Huber, der ein entschlossenes Handeln der Bürgermeisterin fordert. Dort ist man allerdings gelassen und um Beruhigung bemüht. SEITEN 4/5
LUEF, KK, SCHERIAU, GETTY
Seriös - Einfühlsam - Würdevoll
24h täglich
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www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Einmal auf der
Straße, immer
auf der Straße
G
raz gilt als lebenswerte
Genuss-Hauptstadt,
doch das Bild der
„Murmetropole“ bekommt
Risse. Wer durch die Herrengasse
oder über den Jakominiplatz
geht, sieht sie immer
öfter: Menschen, die auf
Matten schlafen oder in
Hauseingängen Schutz
suchen. Die jüngste Bilanz
der Winternothilfe mit einer
nie dagewesenen Auslastung
ist ein Alarmsignal, das wir
nicht länger ignorieren
dürfen. Bürgermeisterin Elke
Kahr lehnt Schlaf- und
Bettelverbote ab, da sie der
Meinung ist, dass solche
Repressionen keine Probleme
lösen, sondern sie nur
verstecken. Ist in Ordnung,
nur braucht es dann einen
alternativen Zugang. Wie zum
Beispiel eine Ausweitung von
Projekten wie „Housing First“,
die Menschen direkt in
Wohnraum vermitteln, bevor
die Abwärtsspirale der Straße
unaufhaltsam wird. Dieses
Konzept hat sich in anderen
Städten schon als erfolgreich
erwiesen. Eine Stadt wie Graz,
die stolz auf ihren sozialen
Zusammenhalt ist, darf nicht
zulassen, dass „niederschwellige
Hilfe“ zum bloßen
Schlagwort verkommt. Man
muss nur schnell ansetzen,
denn sind die Betroffenen
einmal auf der Straße, dann
sind sie nur noch schwer
zurück ins geregelte Leben zu
bringen. Da ist die Politik jetzt
dringend gefordert.
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Gerald Fleischhacker
Beim Sonntagsfrühstück
wird’s
bei Gerald
Fleischhacker
opulent. Da
gibt’s neben
Kernöleierspeis
auch Baked
Beans und
Speck. Auch der
Filterkaffee darf
nicht fehlen. KK
Der beliebte Comedian über alte weiße Männer, seine Liebe zu seiner
Heimatstadt Graz und warum man immer noch alles sagen darf.
Was gibt es bei Ihnen zum Frühstück?
Am Sonntag wird bei uns sehr opulent gefrühstückt.
Ich geh sonntagmorgens immer meine
Hunderunde, und da komm ich beim Bäcker vorbei
und hole Croissants und Wachauerlaberl. Dazu
gibt es dann Kernöleierspeis, Baked Beans, das lieben
die Kinder, Speck, Eier, Kaffee, Tee und Orangensaft.
Bei uns ist es dann eigentlich schon ein
Brunch. Unter der Woche sind wir keine großen
Frühstücker. Da gibt’s eigentlich nur Tee, Wasser
und meinen Filterkaffee.
Sie sind ein gebürtiger Grazer. Was lieben Sie an
Ihrer Heimatstadt?
Wenn ich zu Hause bin, dann liebe ich alles. Graz
ist für mich voller Kindheitserinnerungen. Die Innenstadt
hat sich so toll entwickelt. Es gibt lässige
Lokale wie den Frankowitsch. Oder tolle Erlebnisse
wie die Schlossbergrutsche. Letztens hab ich die
Augartenbucht entdeckt, da muss ich im Sommer
unbedingt noch mal hin. Für mich hat Graz eine
große Lebensqualität, und die Menschen sind sehr
freundlich.
Sie gastieren mit Ihrem neuen Programm „Alter
nicer Mann“ am 6. März in Graz. Was erwartet
die Besucher?
Ich möchte den Besuchern zwei Stunden fröhliche
Unterhaltung bieten. Es wird sicher kein politischer
Abend. Vielmehr geht es um das Scheitern
im Leben und darum, dass es viel mehr alte nice
Männer gibt, als man glaubt. Ich verspreche, dass
man viel fröhlicher nach Hause geht als man gekommen
ist.
Der Titel des Programms klingt wie eine Anspielung
an den alten weißen Mann. Was ist für Sie
ein alter weißer Mann?
Ursprünglich war das ja eine Zustandsbeschreibung.
Heute sind alte weiße Männer ein Problem.
Die gehören einfach weg. Was diese alten weißen
Männer machen, ist einfach ein Irrsinn. Ich bin
absolut für eine Quotenregelung, wenn es anders
nicht funktioniert. Allein die Diskussion über Frauen
ist absurd. Aber ich finde gut, dass sich was tut.
Mir war zum Beispiel bei der „Tafelrunde“ immer
wichtig, dass wir 50/50 haben.
Gerade für Kabarettisten sind es gesellschaftlich
sehr spannende Zeiten. Darf man eigentlich
noch alles sagen und aufs Korn nehmen?
Man darf natürlich alles sagen. Man muss nur damit
rechnen, dass es mehr Menschen mitkriegen.
So viel wie heute konnte man noch nie sagen. Aber
natürlich muss man nachdenken, was man sagt.
Aber gerade die, die sagen, dass man nix sagen
darf, sagen alles. Am Ende sind es die kleinen Dramen
des Alltags, die uns beschäftigen.
SABRINA NASERADSKY
Gerald Fleischhacker wurde am 6. April 1971 in
Graz geboren. Er begann seine Karriere beim Radio,
unter anderem bei Antenne Steiermark. 2010
feierte er mit seinem ersten Solo-Kabarettprogramm
„Alles muss raus“ Premiere. Er moderiert
unter anderem „Die Tafelrunde“ und tritt regelmäßig
bei verschiedenen Fernsehformaten auf.
Am 6. März feiert er mit seinem neuen Programm
„Alter nicer Mann“ in Graz Premiere.
graz
6 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
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redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Unwürdig:
Der Wahltermin ist am
28. Juni.“
Bürgermeisterin Elke Kahr verkündete
am vergangenen Freitag, 20. Februar,
den Termin für die Gemeinderatswahl. KK
Illegale Zeltplatz-Lager:
Botschafter Fatmir Velaj und
LH-Stv. Manuel Khom LAND STMK/LAIMER
Albanien in
Graz zu Gast
■ Landeshauptmann-Stv.
Manuela Khom empfing eine
Delegation rund um den albanischen
Botschafter Fatmir
Velaj in der Grazer Burg.
Anlass für den Steiermark-
Besuch der albanischen Delegation
war die Enthüllung
einer Gedenktafel für Lasgush
Poradeci (1899–1987) in Graz.
Der albanische Dichter lebte,
studierte und wirkte in der
Zwischenkriegszeit rund zehn
Jahre lang in Graz.
Unter der Murbrücke dem Mursteg entlang hausen derzeit mehrere Menschen und frieren in der Kälte.
LUEF
Die letzte Gemeinderatswahl fand
am 21. September 2021 statt. GETTY
Wahltermin
steht nun fest
■ Nach monatelangen Spekulationen
ist es nun offiziell:
Bürgermeisterin Elke Kahr
gab am Freitag den Termin
für die nächste Grazer Gemeinderatswahl
bekannt. Am
28. Juni 2026 wird in Graz ein
neuer Gemeinderat gewählt.
Damit soll gewährleistet sein,
dass der Gemeinderat nicht
aufgelöst wird und bis zum
Schluss ducharbeiten kann.
Über den Sommer soll sich die
Regierung bilden.
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
■ Die Fastenzeit hat begonnen.
Anlass genug, unsere Leser zu
fragen, ob sie auf das eine oder
andere verzichten oder sich doch
lieber den Magen vollschlagen.
Von insgesamt 910 Teilnehmern
gab mehr als die Hälfte
(65,8 Prozent) an, nicht zu fasten.
Nur 34,2 Prozent verzichten
in der Zeit vor Ostern bewusst
auf bestimmte Dinge.
In unserer Viva-Geschichte
„Fasten? Ja, aber mit Plan.“ auf
Seite 26 waren wir mit Stefanie
Berger, Fachbereichsleitung
Diätologie am LKH-Univ.-Klinikum
Graz, im Gespräch und haben
Mythen rund um das Fasten
aufgedeckt.
Fasten Sie während der Fastenzeit?
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
34,2 %
JA
65,8 %
NEIN
910 Teilnehmer, nicht repräsentativ,
Stand: Freitag, 20. Februar, 12 Uhr, Foto: Getty
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 57
➜
TOP
BF GRAZ, GETTY
Unermüdlicher Einsatz
Während des Schneechaos in Graz
und Graz-Umgebung waren zahlreiche
Einsatzkräfte im Dienst.
Die nächste Pleite in Graz
Das Grazer Forschungs- und
Entwicklungsunternehmen Meon
Medical Solutions ist insolvent.
FLOP
➜
„Stadt verliert die Kontrolle“
UNTRAGBAR. Gemeinderat
Markus Huber
fordert eine konkrete
Lösung bezüglich der
Obdachlosigkeit in der
Grazer Innenstadt.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
zigkeit löst keine Probleme.
Jetzt ist entschlossenes Handeln
seitens der Bürgermeisterin gefragt“,
so Huber.
Vandalismus
Nicht nur für Passanten ist das
Stadtbild befremdlich. Auch
eingefleischte Gastronomen haben
täglich damit zu kämpfen.
„Als Grazer Gastronom ist mir
wichtig zu betonen: In Graz
muss niemand auf der Straße
sitzen und betteln. Unsere
Stadt verfügt über starke soziale
Einrichtungen, die rasch und
würdig helfen. Gemeinsam mit
unserer Familie unterstützen
wir seit Jahren Projekte. Dort
Die aktuelle Lage der Obdachlosen
in Graz ist
drastisch. Gemeinderat
Markus Huber fordert eine Lösung
seitens der Stadt.
„Immer mehr illegale Zeltplätze
als Schlafstätten für
Obdachlose entlang der Mur
zeigen, dass die Stadt die Kontrolle
über den öffentlichen
Raum verliert. Das ist für die
Betroffenen unwürdig – und
für Anrainer sowie Besucher
der Innenstadt nicht akzeptabel.
Wer soziale Verantwortung
ernst meint, muss helfen. Und
wer Ordnung ernst meint, muss
Regeln durchsetzen. Halbherkommt
Hilfe direkt bei den
Menschen an, die sie wirklich
benötigen. Für uns bedeutet
echte Sozialität gezielte, nachhaltige
Unterstützung statt dem
Zulassen von Straßenbetteln.
Diesen verantwortungsvollen
Weg wollen wir weiterhin konsequent
gehen – im Interesse
der Betroffenen und einer lebenswerten
Grazer Innenstadt“,
erzählt Christof Widakovich.
Auch für Gastwirt Kened Baftiaj
erweist sich die Situation als
drastisch. „Mein Lokal befindet
sich direkt neben dem Rathaus,
eigentlich ein sehr guter Standort.
Leider mussten wir jedoch
schon mehrmals obdachlose
Mehrere Personen schlafen in eisiger Kälte in der Herrengasse.
KK
Menschen aus unserem Gastgarten
bitten, da sie mit selbstgekauften
Spirituosen und Lebensmitteln
dort verweilten. Als
ich einen Mann bat, den Tisch
mit seinem Einkauf zu verlassen,
hat er mich mit seinem Joghurt
beworfen und vandaliert.
So darf das nicht weitergehen“,
erklärt er.
„Keine Sorge“
„Die Situation ist den zuständigen
Kollegen in der Stadt bekannt,
und die Gruppe unter der
Murbrücke wird auch mit einer
Vielzahl von Angeboten betreut,
die aber nicht angenommen
werden. Jetzt im Winter gibt es
sogar zusätzliche Nächtigungsmöglichkeiten,
und es gilt wie
sonst auch immer: Die Personen
nächtigen freiwillig dort und
könnten jederzeit in eine warme
Schlafstelle wechseln, darauf
werden sie auch regelmäßig hingewiesen.
Es muss sich also niemand
Sorgen machen“, ist man
im Büro der politisch zuständigen
Bürgermeisterin Elke Kahr
um Beruhigung bemüht.
202425010
6 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
K O M M E N T A R
von
Sabrina
Naseradsky
✏ sabrina.naseradsky@grazer.at
Rote Lichter
und grüne
Phasen
A
mpeln – ein Reizwort
für viele Grazer
Autofahrer. Denn vielen
sind die Ampelschaltungen in
Graz unverständlich. Auch die
eine oder andere fehlende
Ampel irritiert (siehe auch
unsere Geschichte auf
Seite 13) die Autofahrer. Wer
durch die Neutorgasse fährt,
kann ein Lied von Rotlicht
und Grünlicht singen. Ist die
eine Ampel grün und man
kann endlich losfahren,
springt die nächste bereits auf
Rot. Ähnliches Bild am Glacis.
Wer nicht schnell genug ist,
muss an jeder Ampel anhalten.
Ob das ständige Anfahren
und Stehenbleiben und der
teilweise auch durch die
Ampeln erzeugte künstliche
Stau der Feinstaubbilanz der
Stadt zuträglich ist, sei
dahingestellt. Ebenfalls ein
brisantes Thema: die Länge
der Grünphasen. Oftmals sind
diese so kurz, das es nicht
mehr als ein bis zwei Autos
über die Kreuzung schaffen.
Oder man kann nicht abbiegen,
da ein Fuß- oder Radweg
die Straße kreuzt. Da gäbe es
mit Sicherheit bessere und
effizientere Lösungen. Aber
am Ende des Tages ist es doch
so: Für ein gemeinsames und
positives Miteinander müssen
wir gemeinsam an Lösungen
arbeiten, und vielleicht sollte
man sich ein bisschen
weniger über die Ampelschaltungen
in Graz ärgern und
über die gewonnene Lebenszeit
freuen.
Worüber
Graz spricht ...
redaktion@grazer.at
Noch bevor der Termin für
die Gemeinderatswahl
am 28. Juni verlautbart wurde,
stellten die Grünen laut Presseaussendungstitel
die „Weichen
für die nächste Periode“. Dies
sieht zunächst einmal so aus,
dass fast die Hälfte des aktuellen
neunköpfigen Teams das Weite
sucht. Neben dem Klubobmann
Karl Dreisiebner werden auch
Christian Kozina-Voit, Hannah
Vogel und die ehemalige
stellvertretende Klubobfrau Manuela
Wutte ihr Amt zurücklegen.
Gemeinsam lässt man sie
ausrichten: „Uns ist gelungen,
was wir 2021 versprochen haben:
mehr Miteinander.“ Damit
ist es jetzt wohl einmal vorbei.
Was zurückbleibt, ist zumindest
ein leichtes „Gschmäckle“, manche
könnten, wenn sie wollten
(und das tun sie im Rathaus
gerne), hinter so einer gleichgetakteten
Rückzugsaktion auch
ein stilles Protest-Statement
sehen.
***
Ein Statement der besonderen
Art setzte Stadtrat Kurt Hohensinner.
Er posierte spaßig
als Batman verkleidet für seinen
Social-Media-Auftritt und tat
so, als würde er im Faschingskostüm
arbeiten. Vor lauter
Übereifer hat der dunkle Ritter
aber einen peinlichen Frühstart
hingelegt: Das Bild ist nämlich
nicht am Faschingdienstag,
sondern schon einen Tag zuvor
Kurt „The Batman“ Hohensinner bei der Einsatzbesprechung.
erschienen. Wie lange Hohensinner
tatsächlich als Batman
verkleidet durch das Rathaus
streifte, lässt sich nicht mehr
eruieren.
***
Weit weniger Aufhebens
um ihr Kostüm machte
übrigens Bürgermeisterin Elke
Kahr: „Ich hab die Deko für
meinen Hut von den Plastikblumen
am Klo gezupft, die Jacke
von meinem Mann genommen,
angezogen und fertig!“
***
Neos-Frontmann Philipp
Pointner hat – doch
überraschend – eine nachhaltige
Die Grünen Gemeinderäte haben sich vor der Wahl deutlich reduziert.
KK
Privatfehde mit Straßenbahnen
angezettelt. Erst kürzlich soll er
verbal ausgerastet sein, als ein
Straßenbahnfahrer nicht auf ihn
warten wollte. Jetzt behauptete
er mittels Presseaussendung,
die Graz Linien würden „irreführende
Informationen zur
Baustellendauer am Hilmteich“
veröffentlichen, und spricht sogar
von einem „Taschenspielertrick“.
Sein Vorwurf: Man würde
die Baustelle so darstellen,
als wäre sie mit Sommer 2026
vorüber. Allerdings findet man
auf allen offiziellen Plattformen
wie Website, Folder und Plakaten
sehr wohl den Hinweis
„November 2025 bis März 2028“.
Eine simple Online-Recherche
des „Grazer“ bestätigt das. Was
Pointner meint? Eine Fahrgastinformation
zu einer verlegten
Haltestelle vor Ort weist die
Information „bis Sommer 2026
(Phase 1)“ aus. Dass sich das
aber auf die Haltestelle bezieht,
sollte für jeden nachvollziehbar
sein. Ob sich Pointner auch diesmal
bei den Linien-Mitarbeitern
entschuldigt?
KK
derGrazer
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22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 7
Sozialamt hilft weiter
WICHTIG. Das Sozialamt der Stadt Graz fördert die Pflegegeldberatung
des Sozialmedizinischen Zentrums Liebenau im Jahr 2026 mit 11.000 Euro.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
In der Pflegegeldberatung des
Sozialmedizinischen Zentrums
Liebenau erhalten
Menschen Unterstützung, wenn
es um Ansprüche, Einstufungen
und Bescheide rund um das
Pflegegeld geht. Das Sozialamt
der Stadt Graz unterstützte diese
Einrichtung 2025 mit einer Förderung
in Höhe von 11.000 Euro.
Rechtsanspruch
Pflegegeldentscheidungen
werden immer häufiger beeinsprucht.
Ablehnungen, zu
niedrige Einstufungen und das
Angewiesensein auf fachliche
Begleitung sind die Folge. Hier
knüpft die Pflegegeldberatung
des Sozialmedizinischen Zen-
trums Liebenau an. Das Angebot
richtet sich an Menschen
ab 50 Jahren. Diese sind zunehmend
von Pflegebedürftigkeit
und Armutsgefährdung betroffen.
Betroffene können Informationen
und Hilfeleistungen rund
um das Pflegegeld einholen.
„Pflegegelder sind keine Almosen,
sondern ein Rechtsanspruch.
Wenn Bescheide angefochten
werden müssen, zeigt das vor allem
eines: Menschen brauchen
Unterstützung, um zu bekommen,
was ihnen zusteht. Genau
dafür stehen diese Beratungsangebote“,
betont Pflege- und Sozialstadtrat
Robert Krotzer.
Das Angebot kommt bei den
Grazern gut an: Im Jahr 2024
wurden 246 Beratungen durchgeführt,
2025 120. Heuer werden
rund 250 Personen erwartet.
Stadtrat Robert Krotzer unterstützt
die Pflegegeldberatung. ANTONIA RENNER
Das Teilstück wird für die nächsten
zwei Jahre generalsaniert. ASFINAG
A9-Umbau in
Webling gestartet
■ Seit mittlerweile mehr als 50
Jahren ist der Abschnitt zwischen
Webling und Schwarzlsee für
den Verkehr freigegeben. Täglich
frequentieren bis zu 80.000 Fahrzeuge
diesen Teil der A9 Pyhrnautobahn.
Die Strecke zwischen
Webling und Schwarzlsee wird
daher um 65 Millionen Euro generalsaniert.
Diese Woche wurde
mit kleineren Vorarbeiten gestartet.
Richtig los mit der Generalsanierung
geht es dann Ende Februar.
Der Bau soll voraussichtlich
zwei Jahre dauern.
8 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Wenn der Hausarzt
Dachgleiche erreicht! Eigentümer
und Bauträger feiern gemeinsam.KK
Dachgleichenfeier
für „Emil Ertl 6“
■ „Emil Ertl 6“ in St. Peter ist
ein exklusives Wohnprojekt,
das sich in der begehrten Emil-
Ertl-Gasse 6 in Graz St. Peter
befindet. Unlängst konnte der
Bauherr, die NHD Immobilien
GmbH, zur Dachgleichenfeier
zahlreiche Gäste begrüßen,
darunter Kooperationspartner,
Professionisten sowie zukünftige
Eigentümer. Nach einem
Get-together mit Buffet konnten
die neun bereits verkauften
Wohnungen besichtigt und der
Baufortschritt gemeinsam erlebt
werden.
ALARMIEREND. Nach
einer Pensionierung
gehen in Gösting die
Kassenärzte aus. Die
FPÖ fordert ein Einschreiten
der Stadt.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Wer im Grazer Norden einen
Hausarzt braucht,
braucht vor allem eines:
starke Nerven. Nach der
jüngsten Pensionierung einer
Kassenärztin in der Fischeraustraße
verschärft sich die Lage im
Bezirk Gösting dramatisch. Denn
die Ordination sperrt nicht etwa
mit neuem Kassenvertrag wieder
auf, sondern wird als Wahlarztpraxis
weitergeführt. Wer keine
private Zusatzversicherung hat
oder es sich schlicht nicht leisten
kann, jede Visite vorab aus eigener
Tasche zu zahlen, steht vor
verschlossenen Türen. Dadurch
ist ein deutlicher Versorgungsengpass
entstanden. Die verbliebenen
Hausärzte im Bezirk
sind mittlerweile ausgelastet und
nehmen laut zahlreichen Rückmeldungen
aus der Bevölkerung
keine neuen Patienten mehr auf.
Kritik
Dies ruft nun den FPÖ-Spitzenkandidat
René Apfelknab auf
den Plan. „Gerade für Senioren
und Familien ist der Hausarzt
im eigenen Viertel das Rück-
René Apfelknab fordert Maßnahmen
für die Kassenstandorte. FPÖ STMK.
grat der Versorgung. Wenn diese
Basis wegbricht, trifft das die
Schwächsten der Gesellschaft“,
kritisiert er. Die FPÖ bringt die
Misere nun per Antrag in den Gemeinderat.
Die Kernforderung:
Die Stadt Graz darf nicht länger
zusehen, wie Kassenstellen
schleichend verloren gehen. Apfelknab
fordert von Gesundheitsstadtrat
Robert Krotzer (KPÖ)
einen aktiven Kurs gegenüber
der Gebietskrankenkasse (ÖGK).
Es brauche ein Frühwarnsystem
bei anstehenden Pensionierungen,
um sicherzustellen, dass
Kassenstandorte eins zu eins
nachbesetzt werden – und nicht
in private Wahlarztordinationen
abwandern.
„In Gösting brennt der Hut.
Es reicht nicht, nur über das Gesundheitssystem
zu reden, man
muss die Standorte in den Bezirken
absichern, bevor die Praxen
für immer zusperren“, so Apfelknab.
Tauschregal in Geidorf
NACHHALTIG. Buch nehmen, Buch geben: Auf der Grünfläche in der
Wormgasse wurde vor kurzem ein selbstgebautes Bücherregal aufgestellt.
Landesrätin Simone Schmiedtbauer:
„Es mangelt an Nutztierärzten.“ M. LORBER
Nutztiertärzte
fehlen im Land
■ Der Nutztierärztemangel
spitzt sich in der Steiermark
zu. Der Steirische Bauernbund
macht daher auf die dramatische
Entwicklung aufmerksam und
ruft zur Unterstützung der „Petition
zur Sicherstellung der tierärztlichen
Versorgung im ländlichen
Raum“ auf. Auch Bauernbund-
Landesobfrau Agrarlandesrätin
Simone Schmiedtbauer unterstreicht
die Dringlichkeit: „Unsere
Nutztiere brauchen Betreuung
und rasche Hilfe, wenn sie notwendig
ist.“
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Es gibt mittlerweile immer
mehr von ihnen, und fast
jeder kennt sie: öffentliche
Bücherregale, die nach dem
„Buch nehmen, Buch geben“-
Prinzip zu Tauschbörsen für Literaturliebhaber
werden.
Fertig gelesene oder nicht
mehr gebrauchte Bücher können
in die Regale gestellt und
von anderen mitgenommen
werden. So erhalten sie ein
zweites Leben und bereiten anderen
eine Freude. Konzepte
wie diese fördern außerdem einen
nachhaltigen Zugang zu Literatur.
Lesespaß
Im Bezirk Geidorf ist vor kurzem
ein neues Regal dieser Art
entstanden. Anwohnende haben
gemeinsam ein rotes Bücherregal
gebaut und auf der
Grünfläche in der Wormgasse
aufgestellt. „In der kurzen Zeit
hat es schon viel Anklang gefunden
und wurde reichlich
bestückt“, freut sich die Grätzelinitiative
Margaretenbad auf
Facebook.
Ideen
Die Projektgruppe „Wir gestalten
Geidorf“ hat sich gemeinsam
mit oikos Graz seit letztem
Jahr dieser Grünfläche angenommen
und sammelt Ideen
sowie Maßnahmen zur attraktiveren
Gestaltung des Areals.
Das Bücherregal zum Tauschen
war eine dieser Ideen, die nun
erfolgreich umgesetzt und bereits
sichtlich gut angenommen
wurde.
Das Bücherregal wurde bereits mit
Büchern befüllt. GRÄTZELINITIATIVE MARGARETENBAD
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 9
zum Luxus wird
Viele können sich einen Wahlarzt ohne Zusatzversicherung nicht leisten. Jetzt ist die Politik gefordert.
GETTY
Murpark-Managerin Carina Weyringer
gratuliert Aleš Budja. MURPARK
Tante Frida neu
im Murpark
■ Seit Mitte Februar bereichert
Tante Frida als neuer Gastronomie-Partner
den Grazer Murpark.
Mit der Eröffnung der in
Österreich ersten Filiale des
Schoko-Cafés setzt Tante Frida
neue Akzente: Das Angebot
reicht von täglich frisch zubereiteten
Desserts und hausgemachtem
Eis bis hin zu exklusiven
Schokoladenspezialitäten und
vielfältigen Frühstücksvariationen.
Verarbeitet werden frische,
100 % natürliche Zutaten sowie
beste Gourmet-Schokolade aus
nachhaltiger Kakao-Produktion.
10 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Zwei Bankerl auf dem Weg
Am 22. März gastieren die Grazbürsten
in Frohnleiten. CHRISTA VAN THENY
Grazbürsten mit
neuem Programm
■ Seit mehr als 40 Jahren beleuchten
die Grazbürsten Politik
und Gesellschaft mit Humor und
Musik. Unter dem vielsagenden
Titel „STUHRTURM“ treten sie
am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr
im Volkshaus Frohnleiten auf.
Der Funke springt schnell auf die
Zuschauer über. Verantwortlich
dafür sind zwei Damen und drei
Herren sowie Musik-Allrounder
Gerhard Wanker. Mit Pfiff und
Schwung wird dabei Aktuelles,
Politisches, Soziales und Literarisches
in kabarettistischer Form
auf die Bühne gebracht.
Ümit Yaman konnte der Wunsch nach Bankerln von Vizebürgermeisterin Judith Schwentner erfüllt werden.
KK
Bis einschließlich 21. März findet die jährliche Hauptrevision der Schöcklseilbahn
statt. Dabei wird die Anlage umfassend gewartet.
KK
Seilbahn macht Pause
■ Da die Hauptrevision ansteht,
geht die Schöcklseilbahn
von morgen, 23. Februar, bis
einschließlich 21. März in eine
Pause. „Die regelmäßige Revision
der Schöckl-Seilbahn ist
eine gesetzlich vorgeschriebene
und unverzichtbare Maßnahme,
um höchste Sicherheitsstandards
für unsere Gäste zu
gewährleisten“, betont Stadtrat
Manfred Eber. Zur Wartung gehören
Kontrollen der Technik,
wie Motoren oder Bremsen, die
Überprüfung von Gondeln und
Gehänge, der Austausch und die
Schmierung von Rollen sowie
die Instandhaltung der Seile.
„Aber auch außerhalb der Revisionen
wird täglich ein Blick
auf die Bahn geworfen, und es
werden vor sowie nach dem
Tagesbetrieb Kontrollfahrten
durchgeführt“, erklärt Gerald
Zaczek-Pichler von der Holding
Graz. Zudem werden die Stützen
und Schrauben der Bahn
monatlich überprüft. LS
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 11
zurück ins Leben
DAS SITZT. Zwei neue
Sitzbänke sind für den
herzkranken Familienvater
Ümit Yaman von
eminenter Bedeutung
für seine Genesung.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Diese zwei Sitzbänke sind
für mich eine unheimliche
Erleichterung“, berichtet
Ümit Yaman erleichtert.
Der Familienvater erlitt vor mehr
als zwei Jahren einen Herz-
Kreislauf-Stillstand, wurde wiederbelebt
und wartet seither auf
ein Spenderherz. Zweimal lag er
für drei Monate im künstlichen
Tiefschlaf und hat dabei viel von
seiner Muskulatur verloren. Eine
Blutpumpe unterstützt derzeit
seine linke Herzkammer, bis er
ein Spenderherz bekommt. Sei
ne täglichen Spaziergänge sind
medizinisch wichtig – allerdings
nur in sehr begrenztem Radius
möglich. Im Zuge der Bankerloffensive
der Stadt hat er sich mit
seinem Wunsch gemeldet – und
dieser wurde nun erfüllt. Auf seine
Bitte hin wurden an jener Stelle,
an der sein Weg bislang endete,
zwei Sitzbänke errichtet.
150 Bänke
„Ich will, dass unsere Stadt für
alle funktioniert, auch für Menschen,
die nicht schnell oder weit
gehen können“, erklärt Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner.
„Manchmal braucht es nur kleine
Veränderungen. Manchmal reicht
eine Bank am richtigen Ort, um
das Leben in der Stadt spürbar zu
verbessern.“ Seit dem Start der Initiative
2023 wurden stadtweit 150
neue Bänke errichtet, viele davon
auf Wunsch von Bürgern. „Auch
,Grazer‘-Leser können sich bitte
jederzeit mit Vorschlägen für Bankerl
bei mir im Büro melden.“
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Die „Grazer“-Leserin Erika
S. kam kürzlich mit einer
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Neue Airbnb-Abzocke
Die Polizei
mahnt in diesem
Zusammenhang
zur Vorsicht und
warnt eindringlich
davor,
Fremden Geld
zu überweisen
oder sensible
Zahlungsdaten
weiterzugeben.
GETTY (2)
VORSICHT. Eine neue Betrugsmasche sorgt aktuell für Aufsehen. Passanten
werden in Graz gezielt angesprochen und zu Geldüberweisungen bewegt.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Eine Problematik, die viele
Grazer schon lange beschäftigt,
scheint kein Ende
zu nehmen. Immer wieder
werden Passanten
im Stadtgebiet angesprochen
und
um Kleingeld
gebeten. Aktuell
zeichnet sich jedoch
eine neue
Vorgehensweise
ab, die sich insbesondere
am Grazer
Hauptplatz beobachten
lässt.
den, der die Kosten für ihre Unterkunft
mit einer Kreditkarte
übernehme. Das Geld würde sie
selbstverständlich im Anschluss
zurücküberweisen. Sebastian R.
ging jedoch nicht auf das Gespräch
ein. Er beobachtete
anschließend,
dass die
Frau nach seiner
Absage
weitere Passanten
anhielt
und ihnen
dieselbe
Geschichte
erzählte – und
das offenbar
über mehrere Tage
hinweg.
Falle
Der Polizei ist der konkrete Fall
bislang nicht bekannt. Dennoch
wird an die Bevölkerung appelliert,
sich nicht auf derartige Betrugsmaschen
einzulassen. Wer
selbst in eine ähnliche Situation
gerät oder entsprechende Beobachtungen
macht, sollte umgehend
die Polizei verständigen.
Es wird vermutet, dass das über-
Bitte überweisen
Sebastian R. (Name der Redaktion
bekannt) berichtet, dass er
auf dem Heimweg von der Arbeit
an einer jungen Frau vorbeiging,
die ihn bereits an den
beiden Tagen zuvor angesprochen
hatte. Auch dieses Mal versuchte
sie ihr Glück. Laut seiner
Schilderung erklärte die Frau,
sie habe ein Problem mit Airbnb
und benötige dringend jemanwiesene
Geld in solchen Fällen
entweder nachträglich storniert
wird, wodurch den Betroffenen
ein finanzieller Schaden entsteht,
oder dass die angebliche
Airbnb-Unterkunft direkt von
den Betrügern selbst kontrolliert
wird.
Achtung: Betrug
■ Vorgehensweise:
1) Passanten werden gezielt
angesprochen, um für eine
Unterkunft per Karte zu zahlen
2) Versprechen einer späteren
Rückzahlung
■ Polizei rät:
1) Kein Geld an fremde Personen
überweisen
2) Keine Kreditkarten- oder
Kontodaten weitergeben
3) Bei Verdacht sofort die
Polizei verständigen
■ Risiko:
1) Geld wird nicht zurücküberwiesen
2) Überweisung wird missbraucht
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 13
Die fehlende Ampel
verwirrt die Autofahrer
➠
Die fehlende Ampel auf der linken Seite sorgt für Verwirrung bei den
Autofahrern. Doch laut Straßenamt ist dafür kein Platz gewesen.
Ist es grün und darf ich
fahren oder doch nicht
FREIE FAHRT. Eine fehlende Ampel sorgt am Joanneumring
beim Jakominiplatz für Verwirrung.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Im Zuge des neuen Radwegs
am Joanneumring wurde
auch bei der Kreuzung beim
Jakominiplatz die Ampelanlage
neu errichtet. Doch nun fällt
auf, irgendwas fehlt. Bei der
linken Fahrspur direkt neben
dem Radweg ist zwar eine Radfahrerampel
montiert, aber die
Ampel für die Autofahrer fehlt.
Gerade für die Autofahrer, die
direkt an der Ampel stehen,
schwierig zu sehen, wann es
denn nun endlich grün wird.
Wir haben bei Thomas Fischer,
Leiter des Straßenamtes
der Stadt Graz, nachgefragt:
„Es stimmt, an dieser Kreuzung
gibt es links nur eine Ampel
für die Radfahrer. Eine weitere
Ampel für die Autofahrer würde
in den Verkehrsraum hineinhängen.“
Was auf den ersten
Blick etwas seltsam anmutet,
da hier sehr viel „Luftraum“
vorhanden ist. Der Experte
klärt auf: „Eine Ampel muss 60
Zentimeter vom Fahrbahnrand
entfernt sein, und das geht sich
in diesem Bereich nicht aus.
Außerdem wäre eine weitere
Ampel missverständlich für
die Radfahrer gewesen. Denn
diese hätten nicht gewusst, an
welcher Ampel sie sich orientieren
sollen.“
Überkopf
Doch wäre es nicht möglich
gewesen, eine Ampel auf der
gegenüberliegenden Seite zu
montieren, wie es etwa am
Rosseggerkai bei der Radetzkybrücke
der Fall ist? Laut Fischer
wurde hier keine Notwendigkeit
gesehen. Denn es gibt beim
Jakominiplatz sowohl überkopf
als auch rechts eine Ampel.
Die Ampel am Roseggerkai STREET VIEW
KK
Gemeinderat Gerhard Spath forderte per Dringlichem Antrag eine Beleuchtung
des ORF-Parks, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner blockte ab. KK
Im ORF-Park bleibt es
bis auf Weiteres finster
DÜSTER. Der Antrag auf eine „maßvolle Beleuchtung“
im ORF-Park wurde abgelehnt.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Was als Vorstoß für mehr
Sicherheit begann, hat
sich zu einer Grundsatzdebatte
über die Prioritäten
im öffentlichen Raum entwickelt.
Der Vorschlag, im ORF-
Park eine punktuelle Beleuchtung
entlang der Hauptwege
zu prüfen, wurde im letzten
Gemeinderat abgelehnt. Während
die ÖVP eine „maßvolle
Beleuchtung“ der Hauptwege
fordert, um Angstzonen für
Frauen und Familien zu entschärfen,
setzt Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner ein
klares Stoppzeichen. Ihr Argument:
Der Park müsse als dunkles
Refugium für die Tierwelt
erhalten bleiben. Für die Kritiker
ist das ein „Zirkelschluss“ –
wer die Nutzung mangels Licht
verhindert, dürfe sich später
nicht über leere Wege wundern.
„Dass ein Park wenig genutzt
wird, kann kein Argument dafür
sein, ihn bewusst dunkel zu lassen“,
meint ÖVP-Gemeinderat
Gerhard Spath, der das Thema
auf die Tagesordnung brachte.
Spath betont, dass nie eine
flächendeckende Beleuchtung
gefordert worden sei, sondern
eine intelligente, zurückhaltende
Ausleuchtung der Hauptwege.
„Hier wird Biodiversität als
pauschales Abwehrargument
verwendet, statt eine ernsthafte
Abwägung vorzunehmen. Naturschutz
ist wichtig, darf aber
nicht dazu führen, dass öffentliche
Räume für viele Menschen
faktisch unbenutzbar werden.“
Grundsatzfrage
ÖVP-Chef Stadtrat Kurt Hohensinner:
„Hinter dieser Diskussion
steht eine grundsätzliche
Frage, wie wir Stadtpolitik verstehen:
Wollen wir öffentliche
Räume so gestalten, dass sie für
möglichst viele Menschen zugänglich
und sicher sind, oder
akzeptieren wir stillschweigend,
dass sich Teile der Stadt
nach Einbruch der Dunkelheit
nur noch für wenige eignen?
Moderne Stadtentwicklung
darf kein Entweder-oder zwischen
Ökologie und Sicherheit
sein. Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung
für positives Zusammenleben.
Unser Anspruch
muss sein, beides intelligent zu
verbinden.“
14 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Im Oeverseepark wurde eine neue Hirschbirnen-Allee gepflanzt. Die Sommer
werden immer heißer und die Bäume sollen zur Abkühlung dienen. KK (2)
Natürliche Klimaanlage
für den Oeverseepark
NEU. Im Oeverseepark wurden eine Hirschbirnenallee,
Khaki-Bäume und Vogelkirschen gepflanzt.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Der Oeverseepark ist
eine viel genutzte öffentliche
Grünanlage
im Grazer Bezirk Gries und erfüllt
eine wichtige Funktion als
Naherholungsraum für die Bewohnerinnen
und Bewohner
des Stadtteils.
Die Parkanlage ist durch
Bäume strukturiert, die
an sonnigen Tagen
Schatten spenden.
Mehrere Sitzbänke
laden zum
Verweilen und
Ausruhen ein,
wobei diese von
den letzten Jahren
schon etwas mitgenommen
sind.
Frühlingserwachen
Kürzlich wurde die Parkanlage
umfassend aufgewertet – der
Park wird sozusagen langsam
aus seinem Winterschlaf
geholt. Im Rahmen dieser
Maßnahmen von Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner
wurden mehrere neue
Bäume gepflanzt. „Hier im
Oeverseepark entsteht eine
neue Hirschbirnen-Allee. Diese
sind super für die Artenvielfalt
und die Bestäubung der
Insekten. Zusätzlich pflanzen
wir hier Khaki-Bäume und Vogelkirschen.“
Sie sollen in den
kommenden Jahren nicht nur
das Erscheinungsbild der Anlage
bereichern, sondern vor
allem in den Sommermonaten
zusätzlichen Schatten
spenden. „Wir wollen,
wenn es geht,
jeden Tag einen
Baum pflanzen.
Jeder Baum ist
wichtig für unser
Leben und
für das Leben
von vielen Arten,
und jeder Baum ist
eine Klimaanlage –
die Sommer werden immer
heißer und wir brauchen die
Bäume“, erklärt Schwentner.
Darüber hinaus wurden
neue Sitzgelegenheiten zur
Verfügung gestellt. Die modernen
Sitzbänke und Tische
stehen auf befestigten Steinplatten
und bieten damit eine
stabile und wetterbeständige
Lösung.
Exakt ab der Grazer Stadtgrenze wird dieser Radweg nicht mehr beleuchtet.
Gerade in den dunklen Wintermonaten ist das gefährlich.
KK
Mit dem Fahrrad
durchs dunkle Graz
ÄRGERLICH. Von Judendorf-Straßengel kommend
sind nicht alle Fahrradwege beleuchtet.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
In Graz gibt es eine Vielzahl
an Radwegen. Doch nicht
alle Abschnitte sind beleuchtet.
Wir haben bei der Verkehrsplanung
der Stadt Graz nachgefragt.
Serviceweg
Eine der bekanntesten Fahrradstrecken
ist der Murradweg
(R2). Dieser verläuft stolze
466 Kilometer entlang der Mur
vom Salzburger Lungau über
Graz bis nach Bad Radkersburg.
Doch ein Abschnitt sorgt derzeit
für Kritik: Zwischen Judendorf-
Straßengel und dem weiteren
Verlauf Richtung Graz ist ein Teil
der Strecke nicht beleuchtet.
Gerade in den Wintermonaten
wird das zum Problem. Wenn es
bereits am späten Nachmittag
dunkel wird, sind Radfahrer auf
eine funktionierende Beleuchtung
angewiesen.
Auch wenn dieser Weg von Anrainern
bereits als Fahrrad- und
Gehweg genutzt wird, handelt
es sich bei dem unbeleuchteten
Abschnitt in Wahrheit gar nicht
um einen Radweg, sondern um
einen „Serviceweg, der für das
Kraftwerk in Gratkorn entlang
der Mur errichtet wurde“, so die
Verkehrsplanung der Stadt Graz.
Dieser Serviceweg soll künftig
als zusätzliche Variante zum
Radweg R2 für den Radverkehr
offiziell geöffnet werden. Um
den Abschnitt als Radweg offiziell
zulassen zu können, „fehlen
noch bauliche Maßnahmen“,
heißt es seitens des Straßenamts.
Im Detail fehlt „eine Brücke
beim Pailbach auf Gratkorner
Gemeindegebiet. Diese soll
aber noch 2026 errichtet werden.
Wenn der Radweg schlussendlich
baulich fertiggestellt ist
und verordnet wurde, wird auch
die Beleuchtung in Betrieb genommen.“
Grazer Radwege
Das rund 150 Kilometer lange
Grazer Radverkehrsnetz umfasst
Radwege, gemischte Gehund
Radwege, markierte Radfahrstreifen
sowie Radrouten.
Im Detail sind es 13 Hauptradrouten
und 800 Kilometer fahrradfreundliche
Tempo-30-Straßen.
Die Radoffensive verfolgt
das Ziel, Graz bis 2030 fahrradfreundlicher
zu machen.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 15
16 graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Gegenteil von gut: gut gemeint
Als Zoologe und Ökotoxikologe
möchte ich auf die verbreitete
Praxis des Entenfütterns mit Brot
eingehen und die weit verbreitete
Auffassung, es sei eine harmlose,
ja liebevolle Geste, aus wissenschaftlicher
Sicht korrigieren.
Zunächst einmal ist es wichtig, zu
verstehen, dass das, was viele als
„Tierliebe“ empfinden, für die Tiere
selbst und das Ökosystem am
Gewässerrand schwere Folgen
haben kann. Enten ernähren sich
in der Natur von Wasserpflanzen,
Samen, Insekten, Krebstieren
und anderen organischen Quellen
– also von einer Nahrung, die
ihnen die notwendigen Nährstoffe
in ausgewogener Form liefert.
Brot hingegen ist nährstoffarm,
reich an Stärke sowie häufig
auch an Salz und Zucker. Es sättigt
die Tiere schnell, deckt aber
nicht deren tatsächlichen Bedarf
an Proteinen, Fetten, Vitaminen
und Mineralstoffen. Dadurch
kommt es zu Mangelzuständen,
geschwächten Immunsystemen
und Verdauungsstörungen bei
den Vögeln. Ein weiterer gravierender
Effekt ist die sogenannte
„Angel Wing“-Wachstumsstörung
bei Jungvögeln, die direkt
mit unausgewogener, energiereicher,
aber nährstoffarmer Nahrung
wie Brot in Verbindung
gebracht wird. Betroffene Enten
entwickeln deformierte Flügel,
die dauerhaft ihre Flugfähigkeit
beeinträchtigen. Auch auf
ökologischer Ebene ist die Fütterung
nicht ohne Folgen. Brot,
das nicht gefressen wird, sinkt zu
Boden und verfault. Die daraus
resultierende Nährstofffreisetzung
führt zu einer Überdüngung
des Wassers, fördert Algen- und
Blaualgenblüten und kann die
Sauerstoffverhältnisse im Teich
drastisch verschlechtern. Diese
Veränderungen treffen nicht nur
die Enten, sondern das gesamte
aquatische Leben. Zudem führt
die regelmäßige Gabe von Brot
dazu, dass sich immer mehr Wasservögel
an einem Ort versammeln,
was die Ausbreitung von
Krankheitserregern begünstigt,
das natürliche Verhalten der Tiere
stört und dazu führt, dass sie
ihre Scheu vor Menschen verlieren.
Niemand bestreitet die gute
Absicht hinter dem Entenfüttern.
Doch gute Absichten allein machen
eine Handlung nicht gut.
Fachlich abgesicherte Empfehlungen
betonen, dass Menschen
Enten am besten helfen, indem
sie sie nicht füttern, sondern beobachten
und die natürlichen Lebensräume
schützen.
Hubert Untersteiner
* * *
Wunderlich
Welch ein Wunder. Der Termin
ist für die KPÖ und die Grünen
natürlich gut ausgewählt, da die
Studenten – ihr Klientel – in der
Stadt sind. Das wäre im September
vermutlich in dieser Anzahl
nicht der Fall gewesen. Somit ein
politischer Schachzug. Schauen
wir mal, ob das etwas nützt. Leider
haben die Menschen, die noch
nie im Arbeitsleben standen, eine
andere Einstellung zu richtiger
und wichtiger Politik. Das ändert
sich meist erst nach den Studium.
Bei einer Studentenstadt, wo den
Kindern von der Volksschule bis
zum Studium die grüne Politik
eingehämmert wird, ist das natürlich
für die Grünen leicht. Aber
ob’s reicht? Wir werden ja sehen.
Dorothea Schnieder
* * *
Vorhersehbarer Termin
Der Termin für die Gemeinderatswahl
war vorhersehbar. Sonst
kommt auf, dass sie noch mehr
Schulden angehäuft hat als Nagl,
dass sie ihr Versprechen „leistbares
Wohnen“ nur für Ausländer realisiert
hat, die in den neuesten Wohnungen
untergebracht werden auf
Steuerzahlerkosten. Also folgen,
wie in Wien, auch nach der Wahl
saftige Gebührenerhöhungen. Warum
senkt sie den Fernwärmepreis
nicht, obwohl der Gaspreis gesunken
ist? Dass sie wirtschaftlich der
Stadt schadet, weil sie den grünen
Wahn der Parkplatz-Vernichtung
in der Innenstadt absegnet und
sich dann wundert, warum immer
weniger Menschen in die Innenstadt
kommen, und wie im „Grazer“
berichtet die nächsten zusperren.
Ihr scheinheiliges Spenden,
was nutzt mir das, denn das Geld
gibt sie eh nur ihrem bekannten
Klientel.
Manfred Pierer
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Vergangene Woche
im täglichen E-Paper
Grazer sind für Ruinen-Kauf
■ Seit mehr als 50 Jahren ist der
Abschnitt zwischen Webling und
Schwarzlsee für den Verkehr freigegeben.
Eine Generalsanierung
war daher notwendig. Der Verkehr
wird in dieser bis April laufenden
Bauphase nach außen gedrückt.
Am 28. Juni wird gewählt
■ Soll die Ruine Gösting von der
Stadt gekauft werden? Während
sich die Stadt noch ziert, die Ruine
Gösting zu kaufen, haben unsere
Leser eine klare Meinung. In
einer nicht repräsentativen Online-Umfrage
stimmten fast zwei
von drei dafür.
Umbau bei Webling startet
■ Am Freitag wurde im Rahmen
einer Pressekonferenz von Bürgermeisterin
Elke Kahr bekanntgegeben,
dass am 28. Juni der
neue Gemeinderat gewählt wird.
Die letzte Gemeinderatswahl
fand am 21. September 2021 statt.
KK, ASFINAG, KK
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz 17
Weiter warten auf Kreisverkehr
BITTE WARTEN. Bald sieben Jahre nach dem Planungsbeschluss im Gemeinderat gibt es noch immer
keinen Kreisverkehr am Neufeldweg in St. Peter. Das Behördenverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Seit 2018 fordern Anrainer
einen Kreisverkehr im
Kreuzungsbereich zwischen
Karl-Huber-Gasse und
Neufeldweg, um den Verkehr zu
entlasten und Staus zu verhindern.
Die Planungen dazu wurden
im Oktober 2019 bereits
im Gemeinderat beschlossen –
und dennoch fehlt nach wie vor
die Umsetzung.
Immer wieder hieß es Baustart
2020, dann 2021 und zuletzt
2022. Corona und eine
Budgetsperre kamen dazwischen.
Dann argumentierte
man seitens der Stadt mit komplizierten
Grundstücksablösen
und einem unterirdischen Bauwerk
eines Leitungsträgers im
Bereich des zukünftigen Kreisverkehrs.
Aber auch das ist inzwischen
vier Jahre her!
„Das Projekt befindet sich
weiterhin im laufenden Behördenverfahren.
Solange dieses
nicht abgeschlossen ist, können
wir weder einen konkreten
Baustart nennen noch verbindliche
Zeitpläne zusagen“,
heißt es auf Nachfrage im Büro
von Vizebürgermeisterin Judith
Schwentner. „Sobald das
Verfahren abgeschlossen ist,
ist die Umsetzung vorgesehen.
Die Planungen liegen vor, das
Projekt ist nicht vom Tisch – es
hängt derzeit ausschließlich
an der behördlichen Entscheidung.
Wenn diese da ist, wird
gebaut.“
Bis dahin heißt es wohl weiter
warten.
Jahrelange Forderungen und Verzögerungen: Im Kreuzungsbereich Karl-
Huber-Gasse und Neufeldweg gibt es noch immer keinen Kreisverkehr.
KK
Neuer sportlicher Schauraum
NEUHEITEN. Das Grazer Start-up Tapedesign hat in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße einen neuen
Showroom. In Gratwein-Straßengel hat ein neues Tierfachgeschäft seine Pforten geöffnet.
Von V. Leitold, L. Steurer
redaktion@grazer.at
In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße
66 ist ein
Showroom von Tapedesign
eingezogen. Dort sollen künftig
vor allem Kundentermine
stattfinden. Die Marke ist bekannt
für ihre Gripsocks, die
das Rutschen in Sportschuhen
verhindern und besseren Halt
bieten. Ob Padel oder Fußball:
Profisportler weltweit schwören
auf die rutschfesten Socken des
Grazer Startups von Mario Ofner
und Thomas Weber.
Apropos Padel: Das Unternehmen
steckt auch hinter dem
Padel Performance Center am
Südbahnweg 31 in Wildon –
einer modernen Padel-Halle.
„Wir haben jetzt sechs statt vier
Plätze und sind somit die größ-
te Indoor-Halle in der Steiermark“,
erklärt Ofner.
Für Hund und Katz
Am Kirchberg in Gratwein-
Straßengel hat am Freitag ein
neues Tierfachgeschäft eröffnet.
„Weil gesunde Tiere glückliche
Tiere sind“ lautet das
Motto von Hundgsund. Zum
Verkauf stehen in den ehemaligen
Redaktionsräumlichkeiten
einer Zeitung Rohfutter für
Hund und Katze, Trockenfutter,
Nassfutter sowie Nahrungsergänzungen
und Leckerlies.
Kauartikel sind zu hundert
Prozent natürlich. Auch individuelle
Ernährungsberatung
wird angeboten. Außerdem
steht verschiedenstes Zubehör
von Leinen über Halsbänder
bis hin zu Geschirren zur Auswahl.
Geschäfts
Börse
www.grazer.at
In der Conrad-von-Hötzendorf-Straße 66 gibt es jetzt einen Showroom von
Tapedesign. Dieser soll vor allem Kundentermine beherbergen.
KK
20
szene
graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
18
redaktion@grazer.at
Meine Schwiegermutter macht die
besten Krapfen: nach diesen braucht
man nämlich keinen Labello.
Landesrätin Simone Schmiedtbauer erklärte am Faschingdienstag,
was den perfekten Krapfen ausmacht. MICHAELA LORBER
Alle Fotos auf
www.grazer.at
Stitch Hannes Amesbauer und Glitzerkugel
Karlheinz Kornhäusl (r.)
Batman Kurt Hohensinner, Mimi Sagmeister
und Manfred „Robin“ Schaffer
Kapitänin Judith Schwentner stach
mit ihrem Team in See.
Piratin Simone Schmiedtbauer mit
Rennfahrer Stefan Hermann
Fasching 2026 in Graz
Promis im Partyfieber: Wenn
Stitch mit dem Papst feiert
EIN BISSCHEN SPASS MUSS SEIN. In Graz herrschte Ausnahmezustand – zwischen Konfetti,
kreativen Kostümen und viel Gelächter wurde der Faschingdienstag gebührend gefeiert.
Von V. Weitenthaler & S. Naseradsky
redaktion@grazer.at
Am Faschingdienstag
strahlte nicht nur die Sonne,
sondern auch Graz.
Schon kurz nach Mittag verwandelte
sich die Innenstadt in
ein buntes Meer aus Kostümen
und guter Laune. Im Rathaus
wie auch im Landhaus wurde
ausgelassen gefeiert. Die Mitarbeiter
genossen die fröhliche
Stimmung, und auch die Politiker
bewiesen Humor, indem sie
sich verkleidet unter die feiernde
Narrenschar mischten.
Mit dabei waren: Landtagspräsident
Gerald Deutschmann
und der Zweite Landtagsprä-
sident Werner Amon, Landeshauptmann
Mario Kunasek, die
Landesräte Simone Schmiedtbauer,
Karlheinz Kornhäusl
und Stefan Hermann, Bürgermeisterin
Elke Kahr, Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner,
die Stadträte Claudia
Unger, Kurt Hohensinner,
Claudia Schönbacher und Robert
Krotzer, FPÖ-Klubobmann
Marco Triller, KPÖ-Steiermark-
Chefin Claudia Klimt-Weithaler,
UMJ-Geschäftsführer Josef
Schrammel, Alle Achtung-Sänger
Christian Stani, Chianinahof-Eigentümer
Nino Sifkovits,
Werber Andreas Mauerhofer
und Christoph Hinterleitner
(Bestattung Wolf).
Zirkusdirektor Mario Kunasek mit
Papst Gerald Deutschmann (r.)
Tigermücke Robert Krotzer und
Bürgermeisterin Elke Kahr
Katze Claudia Klimt-Weithaler mit
Arzt Werner Amon
Auch Kätzchen Claudia Unger
feierte mit ihrem Team. SCHERIAU (3), KK (5)
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
szene graz 19 21
LEX KARELLY, GETTY
Manfred „Cook“ Koch GEBURTSTAGSKINDER
Markus Schopp
Jubiläum: Der Musiker feiert am
24. Februar seinen 50. Geburtstag.
Happy Birthday und eine tolle Party!
DER WOCHE Der Fußballtrainer feiert heute seinen
52. Geburtstag. Wir wünschen ihm
alles Gute!
Cocktailmeisterin zu Gast
■ Etwas ganz Besonderes erwartet
die Gäste bei der nächsten Ausgabe
des „Vinalicious“ am 28. Februar.
Linh Nguyen, die mehrfach
international ausgezeichnete Bartenderin
und Pionierin der alkoholfreien
Mixologie, wird die Gäste
mit ihren einzigartigen Kreationen
verwöhnen. Die mehrfach ausgezeichnete
Marburger Bartenderin
mit vietnamesischen Wurzeln gewann
2022 den internationalen
Titel der „Lady Amarena World“
und wurde damit zur besten Barkeeperin
der Welt gekürt. „Wir
versuchen immer, unseren Gästen
etwas Besonderes zu bieten. Umso
mehr freuen wir uns, dass wir
diesmal die beste Barkeeperin der
Welt nach Graz holen können. Die
Gäste dürfen sich auf einen außergewöhnlichen
Abend freuen“, so
Vina-Chef und Gastgeber Robert
Nguyen.
Happy Birthday!
Linh Nguyen gilt
als Pionierin der
alkoholfreien
Mixologie und als
beste Barkeeperin
der Welt. Am 28.
Februar mixt sie
beim Vinalicious
in Graz.
WEITBLICK WORKWEAR
Gastronom Arsim Gjergji feierte am Faschingdienstag mit seinem Team
und begrüßte zahlreiche Gäste und Freunde.
Faschingsparty im eleven
■ Als Krümelmonster hieß
Gastronom Arsim Gjergji seine
Gäste am Faschingdienstag willkommen.
Bei freiem Eintritt und
gratis Faschingskrapfen dauerte
es nicht lange, bis das eleven
randvoll war.
Mit von der Partie waren unter
anderen Landtagsabgeordneter
Detlev Eisel-Eiselsberg
mit seiner Frau Doris, die Gemeinderäte
Markus Huber und
Karl Dreisiebner, „der Grazer“-
Geschäftsführer Gerhard Goldbrich,
idlab-Agenturchef Michael
Radspieler, Chefreporter der
Kleinen Zeitung Bernd Hecke
und viele mehr.
Nicht fehlen durfte die musikalische
Unterhaltung. DJ Peter
Wurzinger sorgte für beste Stimmung
und heizte ordentlich ein.
KK
20 szene
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Sound, Sommer, Superstars
KONZERTJAHR. Im August wird der Karmeliterplatz wieder so richtig beben. Wolfgang
Ambros und Egon7 spielen am 14. August ihr Konzert und bringen Stimmung in die Stadt.
Am Tag darauf, dem 15. August, heizt Robin Schulz ein. Im April kommt Umberto Tozzi.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Es ist so weit: Das Konzertjahr
2026 in Graz steht in
den Startlöchern
und bringt wieder
große Namen, starke
Sounds und
beste Stimmung
in die Stadt.
In den kommenden
Monaten
wird die Stadt
präsentiert
zur Bühne für unvergessliche
Live-Momente,
bei denen gemeinsam gefeiert,
getanzt und mitgesungen
wird.
Wolfgang Ambros
www.grazer.at
Startschuss
Mit seiner großen Abschiedstournee
„L’Ultima Notte Rosa
– The Final Tour“ sagt die italienische
Pop-Legende Umberto
Tozzi den internationalen
Bühnen
Lebewohl. Über
Jahrzehnte hinweg
hat er mit
seinen unvergesslichen
Welthits
die Italo-
Pop-Geschichte
mitgeschrieben und
Generationen von Fans
begeistert.
Nun bietet sich am 26. April
die vielleicht letzte Gele-
Wolfgang
Ambros
spielt am
14. August
am Karmeliterplatz
und
heizt Graz ein.
Robin Schulz
Robin Schulz
genheit, den Künstler noch
einmal live in der Stadthalle
Graz zu erleben: eine Show,
die seine größten Erfolge vereint
und noch einmal all das
auf die Bühne bringt, wofür er
steht – Leidenschaft, Energie
und zeitlose Melodien.
Sommerbeats
Auch am Karmeliterplatz wird
es diesen Sommer wieder
beben. Am 13. August spielt
Egon7 ihr Konzert. Ein absolutes
Highlight ist Wolfgang
Ambros, die legendäre No. 1
vom Wienerwald. Gemeinsam
mit Egon7 sorgt er mit seinen
zeitlosen Songs für echte
Austropop-Magie – laut, leidenschaftlich
und voller Herz.
Der Karmeliterplatz wird am
14. August zum Zentrum der
heimischen Musikszene.
Weiter geht es direkt am
nächsten Tag, dem 15. August.
Wenn Robin Schulz hinter
den Decks steht, verwandelt
sich die Stadt in eine einzige
tanzende Menge. Internationale
Beats, treibende Sounds
und Festival-Feeling mitten
im Herzen der Stadt. Eine
Bühne und unzählige Momente,
die bleiben.
Dieser Sommer am Karmeliterplatz
wird nicht nur laut –
er wird legendär.
COSIMO BUCCOLIERI, LEX KARELLY, DEFRANCESCO
Egon7
Ebenso am 13. August werden
Egon7 den Karmeliterplatz
bespielen.
Umberto Tozzi
Umberto Tozzi
Der italienische Pop-Rock-Musiker
Umberto Tozzi wird bereits
im April den Konzertsommer
einläuten.
DJ und Produzent
Robin Schulz ist
Deutschlands international
erfolgreichster
Solokünstler aller
Zeiten – bald ist er
auch in Graz zu hören.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at szene
Erfolgreiche Frauen aus Graz
■ Am 12. März um 18 Uhr wird auf der Murinsel die
Ausstellung „Frauen und Erfolg“ von Kateryna Fedorova
eröffnet.Gezeigt werden 18 eindrucksvolle Porträts
erfolgreicher Frauen aus Graz: Unternehmerinnen,
Führungspersönlichkeiten und engagierte Persönlichkeiten
aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Es ist
weit mehr als eine klassische Fotoausstellung. Sie versteht
sich als gesellschaftliches Statement – für Sichtbarkeit,
für Mut, für Verantwortung und für starke weibliche
Vorbilder in Graz. Begleitend zur Ausstellung entsteht
ein Buch mit Interviews und persönlichen Geschichten
der porträtierten Frauen. Es gibt vertiefende Einblicke
in ihre Lebenswege, ihre Motivation und ihre Visionen.
Sowohl Daniel Schmutzhard als auch Annette Dasch begeisterten
das Publikum mit ihrer Performance. HERWIG PRAMMER
Die Fotos
werden
am Montag,
dem
23. Februar,
auf der
Murinsel
aufgehängt.
KK
„Wozzeck“ feiert Premiere
■ Letzten Freitag fand die Premiere von Alban
Bergs Oper „Wozzeck“ in der Oper Graz statt. Bergs
Oper basiert auf Georg Büchners Dramentextfragment
„Woyzeck“ und revolutionierte mit seiner
atonalen Klangwelt die Operntradition des 20. Jahrhunderts.
Die Vorstellung nicht entgehen ließen
sich unter anderen Altlandeshauptmann Hermann
Schützenhöfer, Gemeinderat Philipp Pointer sowie
der ehemalige Stadtrat Günter Riegler.
In der Opernkritik wird die Grazer Inszenierung
durchaus gelobt. Gesprochen wird über die Aktualität,
die schauspielerische und gesangliche Qualität
und das hohe musikalische Niveau der Grazer Philharmoniker.
Das Publikum gab tosenden Applaus.
21
Alexavius trug ein Designerstück,
das an einen Stern erinnert.PROSIEBEN/D. GRAF
Grazer kommt in
die nächste Runde
■ Diese Woche war es wieder so
weit: Am Mittwoch um 20.15 Uhr
wurde auf Pro7 die dritte Folge
von Germany’s Next Topmodel
ausgestrahlt.
Die erste große Fashionshow
mit Designer Maximilian Gedra
stand den Models bevor, der Grazer
Alexavius durfte die Show
eröffnen. „Ich fühl mich wie ein
Bösewicht“, sagte Alex über sein
Designerstück, welches an einen
Stern erinnert. Obwohl Modelmama
Heidi Klum den langsamen
Walk kritisierte, kam der
Grazer in die nächste Runde.
24
eco
graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Sabrina Naseradsky
22 sabrina.naseradsky@grazer.at
Ein modernes Industrieland
braucht die besten Verbindungen
in die Zukunft.“
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer zur Eröffnung
des neuen CD-Labors der TU Graz BKA/ANDY WENZEL
Leerstand bringt dem
Andritz eröffnet in Deutschland
einen neuen Service-Hub.
Andritz: neuer
Service-Hub
■ Nach der Übernahme ausgewählter
Vermögenswerte
des Kessel- und Rostservicegeschäfts
der Wehrle-Werk AG hat
Andritz nun seinen neuen Service-Hub
in Deutschland eröffnet.
Das Unternehmen erweitert
damit seine Serviceaktivitäten
im Bereich Energie- und Wärmeerzeugung
für Anlagen zur
thermischen Abfallverwertung
im deutschsprachigen Raum.
„Mit der Eröffnung dieses Service-Hub
setzen wir ein klares
Zeichen für unser Engagement
zum Erfolg unserer Kunden“,
betonte Martin Pogoreutz, Vice
President, Power Plant Service
bei Andritz Pulp & Paper. „Dabei
ist wichtig, zu betonen, dass
bestehende Kunden weiterhin
von den gewohnten Ansprechpartnern
betreut werden.“
KK
Land echtes Geld
In der Steiermark brachte die Leerstandsabgabe 2024 insgesamt 2,2 Millionen Euro ein.
EINNAHME. 2022 wurde
die Leerstandsabgabe
eingeführt. Die Landesregierung
will sie wieder
abschaffen, doch was
hat sie gebracht?
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Anfangs hatte sie wenige
Freunde, die von der damals
nocht schwarz-roten
Landesregierung 2022 eingeführte
Leerstandsabgabe. Zu aufwendig,
zu wenig Datenmaterial, hieß
es damals. „Es stimmt, am Anfang
war der Aufwand nicht gering,
aber mittlerweile haben die Gemeinden
erste Erfahrungen gesammelt
und das Datenmaterial
ist vorhanden“, erklärt Wolfgang
Wlattnig, Leiter der zuständigen
Abteilung 7 im Land Steiermark.
Einnahmen
Die Leerstandsabgabe in der Steiermark
(StZWAG) zielt auf nicht
als Haupt- oder Nebenwohnsitz
gemeldete Wohnungen ab, um
Leerstand zu reduzieren. Sie beträgt
bis zu 10 Euro pro Nutzfläche
jährlich (maximal 1000 Euro pro
Jahr für 100 Quadratmer). Doch
wie viel an Einnahmen in der
Steiermark generiert werden?
„Aufgrund der Vorlaufzeit, die
die Gemeinden für die Erhebung
gebraucht haben, stammen unsere
ersten repräsentativen Zahlen
aus dem Jahr 2024. Hier konnten
in den Gemeinden insgesamt
2,2 Millionen Euro an
Einnahmen generiert
werden“, weiß Wlattnig.
Diese Einnahmen
könnten jedoch
noch höher ausfallen.
Im Jahr 2024 gab
es eine Verfassungsnovelle
bei der Leerstandsabgabe.
Dabei wurde die
Kompetenz für die Höhe der Abgabe
an die Länder übergeben.
Somit können sie nun die Höhe
der Leerstands- und Zweitwohnsitzabgaben
festlegen. Zusätzlich
zur Leerstandsabgabe können
die Gemeinden auch eine Zweitwohnsitzabgabe
einheben. So
werden hier in der Steiermark pro
Jahr acht Millionen Euro eingenommen.
Abschaffung
Trotz der durchaus ansehnlichen
Einnahmen von insgesamt
10,2 Millionen Euro hat die blauschwarze
Landesregierung in
ihrem Regierungsprogramm vereinbart,
die Leerstandsabgabe
wieder abzuschaffen. Ob das in
Zeiten von leeren Kassen und einem
hohen Minus im Budget so
sinnvoll ist, sei dahingestellt.
„Alle Interessensvertretungen
Wolfgang Wlattnig
GETTY, FOTO FURGLER
vom Gemeindebund abwärts sind
der Meinung, dass man die Abgabe
beibehalten sollte“, weiß Wlattnig.
Was viele nicht wissen: Die
Leerstandsabgabe wird in
Kombination mit der
Zweitwohnsitzabgabe
eingehoben. Dadurch
besteht die Gefahr,
dass, wenn ein Teil
abgeschafft wird, der
andere auch nicht mehr
wirksam ist. Denn
wenn die Kontrollen
wegfallen, kann es passieren, dass
sich viele von ihrem Zweitwohnsitz
abmelden, um so der Abgabe
zu entgehen.
Und Graz?
Keine Einnahmen aus der Leerstandsabgabe
erzielt derzeit
die Stadt Graz. Es fehlt einfach
die Datenlage. Derzeit sind nur
10,6 Prozent aller Gebäude in
Graz vollständig erfasst. Zwar besteht
vonseiten der Stadtkoalition
grundsätzlich der Wille, eine
Leerstandsabgabe einzuführen;
ob und wann diese kommt, steht
noch in den Sternen.
Gemeinderat Markus Huber
ließ in diesem Zusammenhang
mit einer alternativen Idee aufhorchen:
Die Stadt solle leerstehende
Wohnungen anmieten und
dann weitervermieten. Sein dementsprechender
Antrag im Gemeinderat
fand keine Mehrheit.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz eco 25 23
➜
FOTOCRAFIE
TEURER
GETTY (2)
Fleisch und Fleischwaren +6,1 %
Schlechte Nachrichten für Fleischtiger:
Fleisch und Fleischwaren sind
um 6,1 Prozent teurer geworden.
Centerleiterin Heike Heinisser freut sich über die positive Bilanz des Shopping
Nord. Der Umsatz ist gestiegen, die Frequenz gleich geblieben. KK, THE PORTRAIT CLUB
Bilanz im Shopping Nord
■ Das Shopping Nord kann auf
eine sehr erfreuliche Bilanz im Jahr
2025 blicken. Das Einkaufszentrum
im Norden von Graz konnte
seine Frequenzzahlen auf dem
hohen Niveau des Vorjahres stabil
halten und parallel ein Umsatzplus
von rund 3,5 Prozent erwirtschaften.
„Diese Entwicklung zeigt
deutlich, wie stark das Shopping
Nord als Nahversorgungscenter
in der Region verankert ist“, betont
Centerleiterin Heike Heinisser.
Ein ausschlaggebender Punkt für
die positiven Zahlen ist der Branchenmix
und die Neuansiedelung
attraktiver Marken wie Takko Fashion,
Woolworth, Magenta und
Brick Complete. Auch die Gastronomie
boomt. Hier konnte
ein Umsatzplus von 6,4 Prozent
erzielt werden. „Die positive Entwicklung
bestätigt unsere strategische
Ausrichtung. Wir setzen auf
ein vielfältiges Angebot, attraktive
Aktionen und Events und ein
modernes Einkaufserlebnis zum
Wohlfühlen“, so die Centerleiterin.
Die Arti-Gründer Stefan Loigge, Konstantin Mautner-Lassnig, Clemens Mühlbacher
und Alexander Buchegger (v. l.) freuen sich über Knapp als Partner.
Beteiligung bei Start-up
■ Der Logistikkonzern Knapp
mit Sitz in Hart bei Graz steigt
beim Grazer Robotik Start-up Arti
ein. Gemeinsam soll das autonome
Fahren von Robotern weiter
ausgebaut werden. Die vier Gründer
Stefan Loigge, Konstantin
Mautner-Lassnig, Clemens
Mühlbacher und Alexander Buchegger
lernten sich während
ihres Studiums an der TU Graz
kennen. 2019 wurde das Unternehmen
offiziell gegründet. Bereits
2025 gelang es, einen ersten
strategischen Investor ins Boot zu
holen. Nun also der nächste Meilenstein.
Das Gründungsteam
freut sich, Knapp als strategischen
Partner und neuen Gesellschafter
begrüßen zu dürfen.
Getreide –13,1 %
Und auch schlechte Nachrichten für
Bauern: Getreide ist im Jahresvergleich
um 13,1 Prozent billiger geworden.
Landwirtschaft digital
■ Im Mittelpunkt eines Treffens
zwischen Minister Norbert
Totschnig, dem AgTech-Pionier
smaXtec und der TU Graz standen
Forschung, Industrie und
die praxisnahe Anwendung der
Technologie von smaXtec. Die
Technologie des AgTech-Pioniers
leistet einen wichtigen Beitrag
zu Seuchenprävention, Tiergesundheit
und regionaler Wertschöpfung.
Stefan Scherer, Non-
Executive Director bei smaXtec:
„Neue Technologien und KI helfen
uns, das volle Potenzial der
■ Wie der AKV und der
KSV1870 übereinstimmend
melden, wurde über die Meon
Medical Solutions ein Sanierungsverfahren
ohne Eigenverwaltung
eröffnet. Insgesamt sind
von der Pleite 86 Dienstnehmer
und rund 65 Gläubiger betroffen.
Den Passiva von 19,92 Millionen
GETTY
BILLIGER
➜
Landwirtschaft zu nutzen.“ Landwirtschaftsminister
Norbert Totschnig
betont: „smaXtec ist ein
Paradebeispiel dafür, wie neue
Technologien unsere Betriebe unterstützen
und das Tierwohl steigern.“
Horst Bischof, Rektor der
TU Graz, unterstrich die Bedeutung
des Zusammenspiels von
Forschung und Wirtschaft: „Als
Spin-off der TU Graz ist smaXtec
ein Best-Practice-Beispiel, wie
wir anwendungsorientierte Forschungsergebnisse
nutzbringend
umsetzen können.“
Nächste Pleite in Graz
Stefan Scherer
(smaXtec
Non-Executive
Director), Norbert
Totschnig
(Bundesminister
für Landund
Forstwirtschaft)
und
Horst Bischof
(Rektor der TU
Graz, v. l.) SMAXTEC
Euro (Liquidationswerte) stehen
Aktiva in der Höhe von 1,13 Millionen
Euro (Liquidationswerte)
gegenüber. Das 2012 gegründete
Unternehmen entwickelt ein
Gerät, mit dem Immunoassay-
Tests, klinische Chemie-Tests und
Elektrolyt-Tests kompakt in einem
durchgeführt werden können.
In Graz musste das nächste Unternehmen Insolvenz anmelden. Über Meon Medical
Solutions wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
24 eco
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Ein Silberstreif am Wohn-
AUFHELLUNG. Der
heimische Wohnungsmarkt
war in den
letzten Jahren sehr
schwierig. Nun scheint
es bergauf zu gehen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Dank gesunkener Zinsen wird die Finanzierung eines Eigenheims wieder einfacher möglich.
B. GASSER, GETTY
Die letzten Jahre waren
schwierg für den heimischen
Wohnungsmarkt.
Corona, steigende Zinsen und die
ungeliebte Kreditinstitute-Immo-
bilienfinanzierungsmaßnahmen-
Verordnung, kurz KIM-VO, haben
für einen massiven Einbruch bei
den Käufen, aber auch beim Bau
von Wohnungen gesorgt.
Es wird besser
„Die Stimmung wird durch die
sinkenden Zinsen verbessert. Das
Rätsel-Lösung vom 15.2.2026
B S
H S B
N E U T O R V I E R T E L
Z A U B E R L O P U S
I R G O M A N E I
T R A M W A Y M U S E U M
K E G E L E T E R O M
P S R N O G H C L O U
S T A D T M A U E R N R
S P E Z I B B E E T R
G O L D G R U B E M O D E
R E A A D O R I E R E N
T M A U S T
Lösung:
A P H E L M A S
L A N G S A M LUMPEN-
A N E I N E N GLOCKE
A T S E E N T E Lösung:
Z A N K L A U LUMPENGLOCKE
Sudoku-Lösung
vom 22.2.2026
1 7 2 9 3 6 5 8 4
8 6 4 1 2 5 3 9 7
5 3 9 8 4 7 2 6 1
6 9 7 2 5 1 4 3 8
4 5 1 3 6 8 7 2 9
3 2 8 7 9 4 1 5 6
2 1 3 4 8 9 6 7 5
9 4 6 5 7 2 8 1 3
7 8 5 6 1 3 9 4 2
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at eco
25
Horizont
Gesamtbild ist positiver“, weiß
Markus Kohlmeier, Fachgruppenobmann
der Finanzdienstleister
in der Wirtschaftskammer.
Ähnlich sieht es Oliver
Kröpfl, Vorstand der
Steiermärkischen
Sparkasse: „Viele
Menschen haben
ihren Traum in den
vergangenen Jahren
aufgeschoben. Seit
2024 – und verstärkt
2025 – sehen wir, dass
dieser Wartemodus endet. Die
Nachfrage steigt, auch weil sich
die Rahmenbedingungen stabilisiert
haben.“
Dennoch sieht Kohlmeier noch
einige Schwierigkeiten vor allem
für Jungfamilien oder all jene, die
auf eine Zwischenfinanzierung
zurückgreifen müssen. „Für diese
bleibt eine Finanzierung nach
wie vor schwierig. Mit ein Grund
ist, dass die KIM-VO zwar offiziell
abgeschafft wurde, aber faktisch
Markus Kohlmeier
noch angewendet wird“, kritisiert
der WKO-Experte hier vor allem
die FMA, die auf die Einhaltung
der Richtlinien beharrt.
Kröpfl sieht die Finanzierungen
durch die
Zinssituation durchaus
als machbar: „Wir
bewegen uns derzeit
auf einem moderaten,
historisch durchaus
attraktiven Niveau.
Null- oder Negativzinsen
waren volkswirtschaftlich
problematisch. Heute
gilt: Passt der Immobilienpreis
zum Einkommen, ist eine Finanzierung
gut darstellbar.“
Die geplante Wiedereinführung
der Wohnbauförderung
sieht Markus Kohlmeier grundsätzlich
positiv, meint jedoch:
„Es bleibt abzuwarten, wem sie
dann hilft. Durch die Förderung
kann es aber interessant werden,
sanierungsbedürftige Wohnungen
zu kaufen.
Für 2026 wird erwartet, dass Nachfrage und Angebot steigen. Vor allem Mietwohnungen
werden heuer sehr gefragt sein, da das Angebot klein ist. GETTY
Moderater Aufschwung
■ Eine aktuelle Studie von Remax
zu den Erwartungen für den
Immobilienmarkt 2026 zeigt: Bei
allen Immobilientypen steigen
Nachfrage und Angebot. Die Remax-Experten
in der Steiermark
erwarten für 2026 eine um 3,9
Prozent ansteigende Nachfrage,
ein um 3,4 Prozent größeres Angebot
und um 3,5 Prozent höhere
Preise. Bei den Mietwohnungen
besonders in zentraler Lage wird
bei der Nachfrage ein Plus von 2,9
Prozent erwartet. „Die Stimmung
am Immobilienmarkt im zweiten
Halbjahr 2025 war deutlich besser.
Käufer und Verkäufer haben sich
mit den veränderten Rahmenbedingungen
− schwierigere Finanzierbarkeit
und nicht mehr unendlich
erzielbare Wunschpreise
– abgefunden“, weiß Margot
Clement, Remax For All. Und ergänzt:
„Käufer sind viel sensibler
geworden, prüfen genauer nach,
hinterfragen alles und wollen alles
zu 100 Prozent abgesichert und
nachgewiesen haben.“
28
viva
graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
26
Soziale Gerechtigkeit bedeutet,
dass starke Schultern mehr
tragen.“
Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Steiermark,
zum Tag der Sozialen Gerechtigkeit VOLKSHILFE STEIERMARK
Fasten kann
Vorteile für
den menschlichen
Körper
haben. Extreme
Formen
schaden ihm.
Fasten?
GETTY, PRIVAT
Ja, aber mit Plan.
FASTENZEIT. Rund um den bewussten Verzicht herrschen einige Halbwahrheiten.
Wir waren mit Diätologin Stefanie Berger im Gespräch.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Die Fastenzeit hat begonnen.
Stefanie Berger,
Fachbereichsleitung Diätologie
am LKH-Univ.-Klinikum
Graz, klärt über Mythen auf.
1. Fasten = Hungern
Fasten wird oft mit Hungern
verwechselt. „Kurzzeitiges, kontrolliertes
Fasten ist für gesunde
Menschen in der Regel unbedenklich“,
weiß Berger, aber „diese
Energieeinschränkung geht
häufig mit einem Mangel an Vitaminen
und Nährstoffen einher“.
2. Muskelabbau
Die Annahme, dass Fasten zum
Muskelabbau führt, ist nur teilweise
korrekt. Beim „Intervallfasten
ist die Gefahr eines Muskelverlusts
sehr gering, da die
Fastenphasen kurz sind. Bei längerem
Heilfasten ist das Risiko
höher, wenn nicht gegengesteuert
wird“, erklärt die Diätologin.
3. Stoffwechseleinfluss
„Die Behauptung, Fasten schade
dem Stoffwechsel, ist wissenschaftlich
nicht haltbar“, so
Berger. Kurzzeitiges Fasten kann
den Stoffwechsel sogar positiv
beeinflussen, indem es etwa die
Fettverbrennung fördert. „Extremes
Fasten kann jedoch zu einer
Absenkung des Grundumsatzes
und zu Muskelabbau führen.“
4. Nahrungsverzicht
Ob während des Fastens auf
Nahrung verzichtet wird, hängt
immer von der gewählten Methode
ab. Viele moderne Formen
erlauben feste Nahrung.
Berger empfielt, den
„Fokus eher auf natürliche,
unverarbeitete
Lebensmittel zu
legen und den Konsum
von Süßigkeiten,
hoch verarbeiteten
Lebensmitteln und
Fleisch zu reduzieren.
Nicht nur aus gesundheitlichen
Gründen, sondern auch im Sinne
des Umweltschutzes.“
4. Entgiftung
Die Annahme, dass Fasten den
Körper entgiftet, ist wissenschaftlich
nicht belegt. „Der Körper
entgiftet sich selbst – Fasten
kann eine bewusste Auszeit sein,
ist jedoch nicht notwendig, um
‚Gifte‘ loszuwerden“, weiß die Expertin.
Stefanie Berger
4. Hormonchaos
Grundsätzlich darf jeder Mensch
fasten, aber im Vergleich zu Männern
„reagiert der weibliche Körper
auf den Energiemangel sensibler.
Aggressives Fasten kann
Einfluss auf Sexualhormone, den
Zyklus und die Schilddrüsenfunktion
nehmen“, so Berger.
Empfehlung
Welche Form des Fastens sinnvoll
ist, hängt vom persönlichen
Ziel ab. Langfristige,
nachhaltige Effekte
liefert das Intervallfasten.
„Es ist schonend,
alltagstauglich
und wissenschaftlich
gut untersucht.“ Wer
hingegen „eine bewusste
Auszeit vom
Alltag sucht, kann ein begleitetes
Heilfasten in Betracht ziehen“, so
Berger.
Besonders wichtig: Vor dem
Fastenstart ist eine Rücksprache
mit Ärzten oder Diätologen
empfehlenswert. Für Kinder, ältere
Personen, Sportler, Schwangere,
chronisch Kranke oder
Menschen mit Essstörungen ist
Fasten nicht geeignet. Personen
mit Vorerkrankungen sollten nur
nach Rücksprache fasten.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
graz viva 29 27
➜
IN
GETTY (2)
Golden Yellow
Im Frühjahr 2026 wird der Kleiderschrank
farbenfroh. Eine beliebte Farbe
ist der Gelbton Golden Yellow.
Mocha Mousse
Auch in Sachen Kleidung ist die Pantone-Farbe
des Jahres 2025 „Mocha
Mousse“ heuer nicht mehr angesagt.
OUT
➜
Vielfalt am Grazer Saatgutfest
BEWAHREN. Am 27. und 28. Februar findet im Lendhafen das 13. Grazer Saatgutfest statt. Um die
Saatgutvielfalt auch in Zukunft zu sichern, können Samen getauscht oder verschenkt werden.
Von Linda Steurer
linda.steurer@grazer.at
Das Forum Urbanes Gärntern
veranstaltet am 27. und
28. Februar zum 13. Mal
das Grazer Saatgutfest im Lendhafen.
Ziel des Fests ist es, die Vielfalt
an Kulturpflanzen sorten trotz Klimaveränderungen
zu bewahren
und weiterzuentwickeln, damit
sie auch für kommende Generationen
erhalten bleiben. Beim Saatgutfest
werden samenfeste Samen
verschiedenster Gemüse, Kräuter,
Heilpflanzen oder auch Blumen
getauscht oder verschenkt.
Teilnehmende sind eingeladen,
Saatgut aus dem eigenen Anbau
mitzubringen, zu verschenken
oder mit anderen zu tauschen.
„Saatguterhaltung geht uns alle
an“, erklärt Kulturpflanzenspezia-
list Andreas Motschiunig, der seit
fünf Jahren hauptverantwortlich
für das Fest ist. „Wir können unsere
regionalen Sorten nur erhalten
und anpassen, wenn wir sie jedes
Jahr anbauen und dann wieder
Saatgut von den besten Pflanzen
gewinnen. Nur so können wir sie
an unseren Standort und an das
sich verändernde Klima anpassen.“
Erhaltung
Ein besonderes Highlight ist auch
dieses Jahr der „Steckholz-Tisch“,
an dem Steckhölzer von Ribiseln,
winterharten Feigen und anderen
mehrjährigen Obstsorten verschenkt
werden. Wer keinen eigenen
Garten oder Balkon hat, kann
sich über lokale Gemeinschaftsgärten
informieren und erfahren,
wie das Mitgärtnern möglich ist.
Eva Pichler, Wolfgang Strobl, Hildegard Kahr, Gertraud Krug, Manuela Hödl,
Willhelm Stowasser-Ladeck und Daniela Schoberer (v. l.) MED UNI GRAZ / LUNGHAMMER
Reallabor für die Pflege
■ In einer Kooperation zwischen
dem Caritas-Pflegewohnhaus
St. Peter und dem Institut
für Pflegewissenschaft der Medizinischen
Universität Graz beschäftigt
sich das Opinion Lab,
ein Reallabor für Pflege, damit,
wie Pflege wirksam, menschlich
und gleichzeitig wissenschaftlich
fundiert gestaltet werden kann.
Seit Beginn des Projekts sind
Veränderungen im Pflegealltag
spürbar: Evidenzbasiertes Wissen
nimmt Einzug in die Pflegepraxis,
das Schmerzmanagement
ist strukturierter, das Verständnis
für wissenschaftliche Arbeitsweisen
hat sich vertieft und der Zugang
zu Forschungsergebnissen
hat sich erleichtert.
Das Saatgutfest dient dazu, regionale Sorten zu erhalten und weiterzuentwickeln,
damit sie auch in Zukunft angebaut werden können.
SASCHA PSEINER
Evald Flisar und die KI
■ Am gestrigen Samstag fand
im Theater im Keller unter großem
Applaus des Premierenpublikums
die Uraufführung
von „Künstlich Intelligentes
Stück“ von Evald Flisar statt.
Das Stück spielt in einer Welt,
in der die Künstliche Intelligenz
die Macht übernommen hat. Vor
Angst flieht eine Familie aufs
Land, wo ihre Mitglieder einen
neuen Lebensraum ohne Handy,
Telefon, Computer und Arbeit
aufbauen. Und dann taucht
auch noch der verschollene Onkel
auf. Evald Flisar zählt zu den
meistübersetzten slowenischen
Autoren der Gegenwart. Sein
dramatisches Werk ist weltweit
vielfach aufgeführt worden.
Die Schauspielerinnen Emilie Haidacher und Petra Pauritsch bei der Uraufführung
„Künstlich Intelligentes Stück“ im Grazer Theater im Keller
TIK
28 viva
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Hochzeitsplanung
■ Zwölf bis acht Monate:
- Termin festlegen
- Dokumente prüfen
- erste Gästeliste
- Location anschauen
- Bands oder DJs anhören
■ Acht bis sechs Monate:
- Trauzeugen auswählen
- zur standesamtlichen und/
oder kirchlichen Trauung
anmelden
- Drucksachen gestalten und
bestellen
- Brautkleid aussuchen
- Zeremonienmeister benennen
■ Sechs bis vier Monate:
- Einladungskarten verschicken
- Hochzeitsanzug aussuchen
- Fotograf auswählen
- Tanzkurs buchen
- Gastgeschenke aussuchen
■ Drei Monate:
- Gedanken über die Hochzeitstorte
machen
- Angebote für Blumendeko
einholen
- Eheringe aussuchen und
eventuell gravieren lassen
- Programmablauf festlegen
- Namensgebung festlegen
■ Vier Wochen:
- letzte Besprechung mit der
Location
- Beautyprogramm: Brautfrisur
und Make-up ausprobieren
■ Zwei Wochen:
- Sitzordnung festlegen
- Gästeliste kontrollieren und
Gäste ohne Rückmeldung
kontaktieren
■ Eine Woche:
- Hochzeitsrede vorbereiten
- Probe mit den Blumenkindern
- Playlist für die Musik
Hochzeitsplanung
TRAUUNG. Wer eine
Hochzeit plant, hat
viel zu beachten und
zu planen. Doch was
sollte ich wann erledigt
haben?
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Nach dem Heiratsantrag ist
vor dem Ja-Wort. Und somit
ist man mitten drinnen
in der Hochzeitsplanung.
Denn wie heißt es so schön: Planung
ist das halbe Leben, und
das gilt ganz besonders für die
Vorbereitung einer Hochzeit.
Schritt für Schritt
Bevor man mit der Planung loslegt,
sollte man sich überlegen,
wann man heiraten möchte, um
ein genaues Datum festlegen zu
können. Viele beliebte Hochzeitslocation
sind Monate oder
Jahre im Voraus ausgebucht.
Wer rechtzeitig dran ist, hat große
Chancen, seine Traumlocation
zu bekommen. Auch sollte
man sich Gedanken
machen, wie man
heiraten möchte.
Nur standesamtlich
oder doch
auch kirchlich.
Möchte man vielleicht
auch nur eine
Verpartnerung? Das
sollte man mit seinem
Partner vorab abklären. Sobald
der Termin steht, sollte man
seine Dokumente überprüfen
und beim Standesamt bzw. der
Kirche nachfragen, welche Dokumente
gebraucht werden und
wie lange sie gültig sein müssen.
Wichtig ist auch, sich bereits
im Vorfeld ein fixes Budget zu
überlegen, aber trotzdem einen
Polster von zehn bis 15 Prozent
einzuplanen. Wofür will ich wie
viel Geld ausgeben? Auch darüber
sollte man sich Gedanken
machen. Manchen sind
das Essen und die Getränke
wichtiger, anderen die Location
oder die
Musik.
E i n
heikles
Damit man
beim Ja-Wort so
strahlen kann,
muss man gut
geplant haben.
GETTY
Thema kann auch die Gästeliste
sein. Daher ist es sinnvoll, sich
früh zu überlegen, wen man dabeihaben
möchte.
Am wichtigsten ist jedoch,
das Brautkleid und den Anzug
auszusuchen. Das muss recht
früh passieren, damit noch alle
Anpassungen gemacht werden
können.
Wer im Vorfeld genau
plant und sich
auch Unterstützung
in
Form eines
Hochzeitsplaners
oder von
Freunden
und Familie
holt, hat bei
der
Hochzeit
selbst keinen
Stress und
Gefahren beim Bobfahren
■ Rodeln und Bobfahren zählen
zu den beliebtesten Wintersportaktivitäten
– besonders bei den
Jüngsten unter uns. Dabei unterschätzen
Eltern das Verletzungsrisiko
häufig. Glatte, eisige Strecken,
Hindernisse – wie etwa Bäume –
entlang der Strecke und Schwierigkeiten
beim Lenken und Bremsen
zählen zu den Gefahrenquellen.
Acht Prozent aller Wintersportverletzungen
bei bis 14-Jährigen passieren
beim Rodeln.
Rodeln und Bobfahren bergen
auch Verletzungsgefahren.
GETTY
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at viva
29
leichtgemacht
kann den Tag einfach nur genießen.
Besonders wichtig ist es, dass
man keine Kompromisse eingeht,
sondern seine Hochzeit so
gestaltet, wie es sich für einen
selbst richtig anfühlt.
Danach
Ein weiterer Punkt, den man
im Vorfeld planen sollte, ist die
Hochzeitsreise. Wohin geht sie?
Will man in eine der typischen
Locations wie die Seychellen
oder die Malediven oder soll
es doch etwas Ausgefalleneres
sein? Auch der Zeitpunkt der
Reise sollte gut überlegt sein.
Will man direkt im Anschluss
an die Hochzeit starten oder
lässt man sich etwas Zeit und
erholt sich zuerst von den Feierlichkeiten?
Wer sich seine Reise
nicht selber zusammensuchen
und buchen möchte, kann sich
von Reiseprofis beraten lassen.
Nach der Hochzeit folgt die Hochzeitsreise. Doch wohin soll’s gehen?
GETTY
30 viva
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Ein Erlebnis nicht
Daniel Gerhardter (l.) und Stefan
Sieder (r.) mit Familie Fay PLANAI/MELCHER,
Märchenwiese:
millionster Gast
■ Auf der Märchenwiesebahn
auf der Planai wurde in der Wintersaison
2025/26 die Millionenmarke
erreicht. Familie Fay aus
Deutschland hatte das Glück, genau
im richtigen Moment vor Ort
zu sein. Als Jubiläumsgäste wurden
sie vom Team der Märchenwiesebahn
herzlich empfangen
und mit einem Goodie-Bag
überrascht. Betriebsleiter-Stellvertreter
Daniel Gerhardter und
Maschinist Stefan Sieder überreichten
der glücklichen Familie
ein Überraschungspaket.
SPASS. Der Winter ist
noch nicht vorbei, und
daher kann man vor
allem mit Kindern noch
einen Abstecher in die
Therme machen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
nen und großen Kinder warten
viele verschiedene Rutschen,
Pools, Erlebnisbecken und spannende
Wasserattraktionen. Zudem
wartet in der Kinderwelt
ein abwechslungsreiches Programm
auf die Kleinen. Besonderes
Highlight: Man kann seinen
Geburtstag in der Therme
feiern. Auch für die Sicherheit
ist gesorgt. So kann man Kinderschwimmkurse
buchen oder am
beliebten Mermaid-Schwimmen
teilnehmen. Für Entspannung
sorgen auch die Kindermassagen,
die angeboten werden. Auch
wartet eine professionelle Kinderbetreuung
in der Spielewelt
auf die kleinen Gäste. Im Sommer
dürfen sich die großen und
kleinen Wasserratten auf den
Outdoor-Actionpark freuen.
Wasserspaß für jedes Alter findet
man in der Therme Loipersdorf.
Fünf aufregende Wasserrutschen
sorgen für jede Meng
Action. Im großen Außenbereich
Die Energieferien sind
zwar vorbei, aber dennoch
kann man sich
überlegen, welche Ausflüge
man mit den Kindern an den
Wochenenden machen kann.
Gerade im Winter empfiehlt sich
da ein Abstecher in eine der Kinderthermen
im In- und Ausland.
Wasserspaß
Eine der größten Kinder thermen
in Österreich ist die H2O Therme
in Bad Waltersdorf. Auf die kleikann
man im Sommer das Wellenbecken
erleben und vom
Wasserturm einen Sprung wagen.
Die Gegenstromanlage im
Sportbecken sorgt für die nötige
Fitness. Für Kinder ab drei Jahren
gibt es den Wasserspielpark,
und die Kleinsten können am
Baby-Beach eine tolle Zeit erleben.
Wen es ins Ausland zieht, dem
sei die Terme 3000 empfohlen.
Der Thermalpark zählt zu den
größten in Slowenien. Insgesamt
fünf Wasserparks sorgen für
Spaß und Spannung. 24 Wasserrutschen
und zwölf Kinderbecken
können die Gäste erleben.
Wer den Kick sucht, der kann
die Adrenalin-Wasserrutschen
Aqualoop und Kamikaze hinuntersausen.
Auf Familien warten
zudem die Familien-Wasserrutschen.
Zwei davon im Außenund
eine im Innenbereich.
Dem Wasserspaß steht also
nichts mehr im Wege.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at viva
31
nur für die Kleinen
Ein Ausflug mit den Kindern in die Therme ist das ganze Jahr über ein tolles Erlebnis. Zahlreiche Kinderthermen
warten mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Angebot auf die kleinen und großen Gäste.
GETTY
Das Flirt-Karussell auf der Wurzeralm
geht in die 3. Runde. MARKUS KOHLMAYR
Flirt-Karussell auf
der Wurzeralm
■ Das einzigartige Flirt-Karussell
geht in die dritte Runde!
Auf der Wurzeralm wird am
8. März wieder geflirtet. Man
holt sich einen Herz-Aufkleber
an der Kassa, und schon kann
es losgehen mit dem Flirten.
Beim Frauenkar wartet zudem
eine Singlehaltestelle und ein
gemeinsamer Welcome-Drink.
Zudem gibt es einen Fotopoint,
und im ganzen Skigebiet sind
gemütliche Flirt-Areas verteilt.
Zusätzlich wartet auf der
Sonnalm eine Überraschung.
34
mobil
graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
32
redaktion@grazer.at
Jaecoo 7
Unnötige Fahrten unterlassen,
um überlastete Räumdienste
nicht durch liegengebliebene
Fahrzeuge zusätzlich zu blockieren.“
Harald Eitner, FA Katastrophenschutz Land Steiermark
Preiswerter Komfort und
Der Jaecoo präsentiert sich außen schlicht, die Türklinken fahren extra aus.
Der Jaecoo liegt hervorragend auf der Straße.
Das Interieur ist sehr komfortabel, der große
Bildschirm ersetzt Knöpfe (l.). LUEF (2)
-
Antrieb: 204-PS-Elektromotor
kombiniert mit einem
143-PS-Turbo-Benzinmotor
Verbrauch: 0,7–2,4 Liter,
18,7 kWh/100 km laut Werksangabe,
im Testbetrieb 5,3 l,
9,8 kWh/100 km
Reichweite: 90 km rein elektrisch
(WLTP),
1200 km gesamt
Kofferraumvolumen: 500
Liter, kann durch Umklappen
LUEF
TESTBERICHT. Der
Jaecoo 7 zählt zu den
günstigeren SUVs, steht
seinen Konkurrenten
mit zahlreichen Features
aber in nichts nach.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Ein „cooler Jäger“: Schon beim
Markennamen weiß man,
was man von Jaecoo erwarten
kann. In Europa noch eher weniger
bekannt, stürmt die chinesische
Marke auf den Markt und überzeugt
vor allem mit einem preiswerten
Modell, dem Jaecoo 7. „Die gehen
weg wie warme Semmeln“, erzählt
man uns im Autohaus Jagersberger,
wo der SUV erhältlich ist.
Beim Test zeigt sich auch schnell,
wieso. Auf der Straße ist der Jaecoo
7 ein Hit, sowohl im Stadtverkehr
als auch außerhalb überzeugt
der Wagen mit großem Komfort.
Ein leistungsstarker Elektromotor
(204 PS) zeigt vor
allem auf den ersten
Metern so richtig, was
in ihm steckt, unterstützt
wird er von einem
143 PS starken
Turbo-Benzinmotor.
Rein elektrisch beträgt
die Reichweite 90 Ki-
Jaecoo 7 Plug-in-Hybrid
der Sitze auf 1265 Liter erweitert
werden
Abmessungen: 4,50 Meter
Länge, 1,865 Meter Breite und
1,67 Meter Höhe
Preis: 39.490 Euro (Premium),
35.990 Euro (Comfort),
36.490 Euro (Allrad/Beziner).
Erhältlich bei Autohaus
Jagersberger.
lometer, insgesamt schafft man es
mit vollen Tanks 1200 Kilometer
weit. Bei unserem Testbetrieb gingen
sich 90 Kilometer nicht aus, was
aufgrund der kalten Temperaturen
aber auch nicht verwunderlich ist.
Im Schnitt verbrauchten wir rund
5,3 Liter pro 100 Kilometer. Fahren
kann man den Kompakt-SUV als
Hybrid oder rein elektrisch. Wer
sparsam fahren will, wählt den Eco-
Modus, wenn es schneller gehen
soll, hilft der Sport-Modus. Akustisch
bekommt man im Inneren
sehr wenig mit, bei Elektrobetrieb
natürlich logisch, doch auch wenn
der Benzinmotor sich einschaltet,
bleibt es angenehm ruhig. Wer die
Ruhe nicht genießen möchte, kann
die acht Sony-Lautsprecher arbeiten
lassen, die das Fahrerlebnis
mit einem hervorragenden Sound
abrunden.
Viel geboten
Generell steht auch im Inneren
der Komfort an erster Stelle. Die
verarbeiteten Materialien sind
hochwertig und machen auch
langes Sitzen sehr gemütlich.
Sofort ins Auge sticht dabei das
große Display, wo sich alles, was
nicht gerade Gas, Bremse oder
Lenkung ist, steuern lässt. Knöpfe
gibt es nur sehr wenige, damit
bleibt Platz für großzügige Ablageflächen
und eine kabellose
Handy-Ladefläche.
Platz haben aber nicht nur die
Accessoires, sondern auch die
Menschen. Auch wenn der Fahrersitz
weiter hinten ist, haben
auf der Rückbank auch größere
Personen ausreichend Platz. Im
Kofferraum mit 500 Litern kann
man so einiges verstauen; durch
umlegbare Sitze ist er erweiterbar.
Auch spielt der Jaecoo alle
Stückerln, was die Assistenten
angeht. Zugegeben, man muss
immer noch selbst fahren, aber
mit intelligentem Tempomaten,
Spurhalteassistenten und allen
anderen Warnungen unterstützt
er, so gut er kann. Wer sich lieber
auf die eigenen Künste verlassen
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
mobil graz 35 33
GETTY (2)
... in Graz
Magna Steyr fertigte in Graz
im vergangenen Jahr rund
70.900 Autos.
ANZAHL DER PRODUZIERTEN
AUTOS IM JAHR 2025
70.900 : 223.200
... in München
Bei BMW in der bayerischen
Landeshauptstadt rollten ca.
223.200 Autos vom Band.
Platz
will und von sämtlichen Warnungen
und Assistenten nicht so
viel hält, hat im Menü die Gelegenheit,
diese abzuschalten.
Erhältlich ist der Jaecoo 7 bei
Jagersberger in drei Varianten.
Eine davon als reiner Benziner
mit Allradantrieb, die anderen
beiden als Plug-in-Hybrid in
„Comfort“ oder „Premium“. Bei
letzterer Variante gibt es für einen
recht geringen Aufpreis so einiges
dazu, wie Panorama-Glasdach,
Sitzheizung/-belüftung, Head-up-
Display oder ein beheiztes Lenkrad,
was an einem eisigen Wintermorgen
Gold wert ist. Obendrauf
werden sieben Jahre Garantie gewährleistet.
Das Gefühl, dass an
dem Wagen rasch etwas kaputt
wird, tritt aber keinesfalls auf.
Auffällig ist die Kühlerhaube, ansonsten bleibt der
Jaecoo beim Außenauftritt überzeugend schlicht.
LUEF
36
sport
graz
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
34
UBI Graz gegen
die Timberwolves
■ Basketballfans aufgepasst:
Die Grazer Basketballerinnen
vom UBI Graz treffen heute auf
die Vienna Timberwolves. Nach
dem spannenden Heimspiel am
Freitag gegen die Damen von Vienna
United geht es auch heute
um 16 Uhr im Raiffeisen Sportpark
in Graz mit der Basketball
Damen Superliga, der ersten österreichischen
Bundesliga, weiter.
Nach diesem intensiven Wochenende
gegen zwei Wiener
Basketball-Vereine setzt sich die
„Wien-Serie“ für die Grazerinnen
fort: In zwei Wochen, am 7.
März, wartet ein Auswärtsspiel
in der Wiener Stadthalle auf die
Grazer Mannschaft. Dort treffen
die Damen bei einem Match auf
die Basket Flames.
Die Nummer 11 des UBI Graz:
Spielerin Khrystyna Kulesha
GEPA
Es ist für uns das kleine
Derby, wir wollen endlich
gegen Hartberg gewinnen.“
GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer über das
heutige Aufeinandertreffen GEPA
Von Medaillen, Haka
und dem ersten
Interview
Klaus Molidor war in Livigno beim Livigno Snow Park im Einsatz, von wo er viele Eindrücke nach Graz brachte. KK
OLYMPIA. „Grazer“-
Redakteur Klaus
Molidor war als Mixed-
Zone-Supervisor bei
den Winterspielen in
Norditalien mit dabei
und resümiert nun
seine Eindrücke.
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
Zwei Wochen ist es her, seit
Italiens Slalom-Legende
Alberto Tomba das Olympische
Feuer entzündet hat. Seither
ist die Zeit verflogen mit Big
Air, Slopestyle, Parallel-Riesenslalom,
den Cross-Bewerben und
der Halfpipe. In der Mixed Zone
kennen mich mittlerweile alle
Journalisten, Pressevertreter und
auch Sportler. „Du schon wieder“
begrüßte mich etwa unsere Ski-
Freestylerin Lara Wolf, als sie im
Big-Air eine Medaille nur hauchdünn
verpasst hatte. Zeit also für
eine Bilanz der Spiele, bevor heute
alles zu Ende geht.
Emotionen
Ich reise mit einem kompletten
Medaillensatz wieder ab. Denn
ich durfte Alessandro Hämmerle
(Gold im Snowboard-Cross),
Sabine Payer (Silber im Parallel-
RTL) und Matej Svancer (Bronze
Ski Big Air) mit Medaillen aus
dem Ziel zur Pressekonferenz
bringen und die ersten Emotionen
hautnah miterleben. Viele
Sportler habe ich happy zu den
jeweiligen Interview-Anfragen
gebracht, groß überreden musste
ich niemanden, außerdem hatten
die meisten Nationen Pressevertreter
zur Unterstützung dabei.
Nur China nicht. Eine junge
Snowboarderin aus dem Reich
der Mitte musste ich daher beruhigen.
„Meine ersten Interviews,
ich bin so aufgeregt“, sprudelte es
aus ihr auf dem Weg heraus.
Besonders waren auch die Medaillen
der Neuseeländer. Denn
da tanzte die ganze Delegation
immer den berühmten Haka.
Lautstark und leidenschaftlich.
Aus Respekt vor den anderen
Medaillengewinnern aber immer
erst, wenn die an der Presse vorbei
waren.
Kultureller Austausch
Das wohl Spektakulärste waren
im Livigno Snow Park aber die Bewerbe
in der Halfpipe. Mit einem
Luftstand von mehr als fünf Metern
über dem Rand der Schneewand
wirbelten die Athletinnen
und Athleten durch die Luft. Besonders
stark sind da im Snowboard-Bereich
die Australier und
Japaner. Und die gaben den rund
30 Journalisten aus der Heimat
immer sehr bereitwillig Auskunft.
Der Zaun, der Sportler und Journalisten
in der Mixed Zone trennt,
drohte mehr als einmal zu kippen,
und wir hatten alle Hände voll zu
tun, uns dagegenzustemmen.
Beim Herren-Bewerb dauerte die
fernöstliche Fragestunde so lange,
dass hinter uns schon die Absperrgitter
abgebaut wurden, weil
die Pistengeräte sonst nicht in die
Halfpipe gekommen wären.
Schlussendlich ist der Olympia-
Spruch vom Treffen der Jugend
der Welt natürlich ein Märchen.
Auch hier ist es letztlich Business.
Aber es ist schön, zu sehen, wie
sich junge und ältere Menschen
aus der ganzen Welt miteinander
freuen, sich gegenseitig nach dem
Wettstreit gratulieren oder einander
trösten. Das gilt auch für das
Team dahinter, das die Spiele ermöglicht.
Mehr von diesem Austausch
zwischen Kulturen, und es
gäbe vielleicht einen Hauch weniger
Probleme auf der Welt.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
sport graz 35 37
OHA!➜
GEPA (2)
Entwarnung für SK Sturm
Otar Kiteishvili und Jusuf Gazibegovic
sollen bereits gegen den
WAC wieder einsatzfähig sein.
Ausfall
Der Grazer Tennisspieler Filip Misolic
kann aufgrund einer Fußverletzung
mehrere Wochen nicht spielen.
OJE!
➜
Showdown im „Bunker“
GRAZ. Heute fordern die Moser Medical Graz99ers vor über 4000 Fans den Rekordsieger EC-KAC.
Anpfiff ist um 18.30 Uhr im ausverkauften und energiegeladenen Merkur Eisstadion.
Von Dorian Krois
dorian.krois@grazer.at
Heute blickt die Eishockey-
Welt gespannt auf Graz.
In der 49. Runde der win-
2day ICE Hockey League empfangen
die Moser Medical Graz99ers
den Rekordmeister EC-KAC. Es ist
mehr als nur ein gewöhnliches Ligaspiel.
Die Steirer, die sich in dieser
Saison als hartnäckigste Verfolger
der Tabellenspitze etabliert
haben, wollen ihren Heimvorteil
im Merkur Eisstadion nutzen.
Fans dürfen sich auf ein hochintensives
Duell freuen, denn auf
jeden Fall heißt es heute: Erster
gegen Zweiter. Erst am Freitag
kehrten die beiden Teams aus der
Ligapause anlässlich der Olympischen
Winterspiele zurück. Der
EC-KAC traff an diesem Tag auf
Olimpija Ljubljana, die Graz 99ers
traten für das Duell gegen den HC
Bozen die rund 430 Kilometer lange
Reise nach Südtirol an. Davor
verbuchte Rot-Weiß in den Heimspielen
gegen Budapest (5:2) und
Linz (4:0) sechs weitestgehend
ungefährdete Punkte. Unsere
Graz99ers schlugen sich in der
46. und 47. Runde mit einem 4:3
gegen die Innsbrucker Haie bzw.
einem 8:3 gegen den Ferencvarosi
Torna Club ebenfalls souverän.
Das heutige Schlagerspiel wird das Merkur Eisstadion definitiv zum Beben
bringen: Unsere Graz99ers treffen auf den Rekordmeister EC-KAC.
GEPA
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36 grazer sonntag
www.grazer.at 22. FEBRUAR 2026
SO ISST GRAZ
Das Tistou präsentiert ...
... Teriyaki Salmon
Bowl
Beim Tistou wird bei den Bowls auf
die frische Zubereitung geachtet.KK (2)
Seit dem Frühjahr des letzten Jahres
bringt Tistou herrliche Bowls
nach Graz. In der Smart City beheimatet,
legt das Lokal sein Augenmerk
vor allem auf gesunde und natürliche
Zutaten. Verwendet werden
saisonale Lebensmittel, bezogen von
lokalen Bauern und Produzenten für
maximale Frische und Qualität. Auch
Nachhaltigkeit spielt bei Tistou eine
große Rolle, die Verpackungen sind
biologisch abbaubar, zudem setzt
man sich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung
ein. Auswählen kann
man zwischen den Signature-Bowls,
aber auch individuell zusammengestellte
Kreationen werden vom Team
frisch zubereitet. Eine solche Signature-Bowl
ist die heute
präsentierte mit
Lachs und Teriyaki-Sauce.
LEO
Zutaten:
Reis 200 g
Salat 50 g
Rotkraut mariniert 30 g
Edamame 30 g
Avocado 30 g
Limette 1 Stück/15 g
Frühlingszwiebel 10 g
Lachs 80 g
Sesam 1 g
Teriyaki-Sauce 80 g
Miso-Mayo 15 g
Alle Zutaten in der Bowl schön anrichten
und genießen. Mahlzeit!
GRAZWORTRÄTSEL
Familienausflugsziel
in
Mantscha
Fluss ins
Mittelmeer
sagenhaft
Naturgeist
Behälter
für die
Wahlzettel
KFZ-
Antrieb
mit Zündkerzen
Markt im
Orient
Krankheitserreger
Bezirkssportplatz
in Gries
8
4
6
rätselhaftes
Wesen am
Schloßberg
†
7
Sportverein
aus dem
Stadtbezirk
Eggenberg
führender
Grazer Entomologe
(2 Wörter)
2
elektrisch
geladenes
Teilchen
10
steirische
Tageszeitung
† 1987
kein
einziges
Mal
Durcheinander,
Tohuwabohu
wissenschaftlicher
Direktor des
Joanneum
engl. für
"vor, her"
Zeitvertreib
veraltete
Einheit
der
Energie
gehoben
für
"müde"
Verleger in
Graz † 1826
(Andreas)
aufgedreht
Stadtbezirk 1 am See
Rätsellösungen: S. 24
SUDOKU
ein Beingelenk
5. Grazer
Lösung:
englischer
Adelstitel
Lobeserhebung
in der
Nähe von
Strecke für
Wettfahrten
Zehntel einer
Einheit
das Licht
der Kerze
wegpusten
skandinavischer
Männername
KFZ-
Kennz.
für Zell
5
Abkochbrühe
Stattegg,
Thal & Co.
12
eine der
sieben
Todsünden
zweitlängster
Strom in
Europa
Abk. für
"Rotes
Kreuz"
futsch,
verloren,
weg
selten
"die Mutter
aller Energie-Träger"
sächliches
Fürwort
Abk. für
"emeritiert"
Fernsehen
Großmütterchen
Schallphänomen
in den
Bergen
Gebirge
zw. Asien
u. Europa
oberhalb
Titel für
Gelehrte
des
Islams
sehr starker
Sturm
Nebenfluss
der Rhone
3
im Stil von
antikes Veranstaltungsgebäude
ein Leichtmetall
für
Felgen
engl. für
"Obers,
Sahne"
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
9
8 4 5 3
4 6
9 7 5 1
3 8
2 7 4 1 6
1 4 8 6
9 7
8 5 1 2
911
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
spitzen,
los geht’s.
Viel Spaß!
Die Therme der Ruhe
Aufgussrituale
für alle Sinne
am 06.03.2026
9
13
Grazer Fußballer
und
WM-Dritter
† (Paul)
13
11
Birkengewächs
Maßeinteilung
Grab Ferdinands
II. in
der Katharinenkirche
G E W I N N S P I E L
2 x 2 Tageskarten
für die „Therme der Ruhe“ in
Bad Gleichenberg zu gewinnen!
Wie lautet die Lösung?
E-Mail mit Betreff „Rätsel“,
Lösung und Telefonnummer an:
gewinnspiel@grazer.at
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn
nicht übertragbar. Einsendeschluss: 25.2.2026.
Gewinner werden telefonisch verständigt und
sind mit der Veröffentlichung einverstanden.
22. FEBRUAR 2026 www.grazer.at
grazer sonntag 37
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 22. FEBRUAR
Erster gegen Zweiter, im Spitzenspiel der ICE Hockey League wartet
ab 18.30 Uhr auf die Grazer Fans ein richtiger Kracher.
GEPA, GETTY
Rapunzels Geschichte
Das Theater Asou spielt heute im
Rahmen des Frida & Fred Knopftheaters
„Rapunzel frisch frisiert“.
Rapunzels Mutter ist auf dem
Weg nach Wien, denn Rapunzel
soll einen Prinzen heiraten. Sie
erinnert sich an die Vergangenheit
und erzählt Rapunzels Geschichte.
Ein poetisches Erzähltheater für
die ganze Familie. Frei nach den
Gebrüdern Grimm und empfohlen
ab 5 Jahren. Das Stück beginnt um
16 Uhr.
Die Musik Hogwarts
Heute verwandelt sich die Helmut-List-Halle
in das magische
Hogwarts. Lords of the Sound
sorgen mit ihrem Programm „Hogwarts
Magic Symphony“ für einen
magischen Abend voller legendärer
Musik aus den Harry-Potter-Filmen.
Ein Orchester bereitet die Stücke
aus allen Teilen der Filmsaga
symphonisch auf. Ein Abend voller
Musik, Zauberei und fantastischer
Abenteuer. Um 16 Uhr.
Symphonic Adele
Danach sorgt die Gruppe Lords of
the Sound in der Helmut-List-Halle
für große Gefühle. Die legendärsten
Hits der Sängerin Adele werden in
der symphonischen Interpretation
eines großen Orchesters auf die
Bühne gebracht. Eine Lichtshow
und visuelle Effekte sorgen für
das gewisse Etwas. Somit ist ein
berührender Abend voller Emotionen
vorprogrammiert. Beginn um
20 Uhr.
Tierfestival in Graz
Heute findet der letzte Tag des
Tierfestivals in der Grazer Messe
statt. Ab 9 Uhr können Interessierte
die spannende Welt der Haus- und
Nutztiere erleben. Viele der Tiere
können aus nächster Nähe beobachtet
werden, und sogenannte
Family-Adventure-Stationen bieten
Unterhaltung und Lernspaß für alle
Besucher.
Action am Schöckl
Noch heute kann das kostenlose
Angebot der „Schöckl-Aktivtage“
in Anspruch genommen werden.
Vor allem für Kinder und Jugendliche
gibt es viele tolle Angebote
und Möglichkeiten, neue Sportarten
und Aktivitäten auszuprobieren.
Unter anderem können Rodeln,
Bobs, Schneeschuhe, Snowdecks
und viele verschiedene
Spiele bei der Bergstation
der Schöckl-
Seilbahn ausgeborgt
werden.
UBI vs. Wien 2.0
Eine intensive
Phase steht für
die Basketballerinnen
von
UBI Graz auf
99ERS VS.
KAC
18.30 Uhr
Merkur
Eisstadion
dem Programm. Nachdem man am
Freitag gegen Vienna United spielte,
geht es heute in der Liga gleich
weiter. Auch in der zweiten Partie
des Wochenendes geht es gegen
Wienerinnen, diesmal gegen die
Timberwolves. Start im Raiffeisen
Sportpark ist um 16 Uhr.
Tanzendes Theater
Das poetische Tanztheater „Popup-Garden“
wird heute wieder
im Salon Stolz aufgeführt. Das
mutige Mädchen Viva verwandelt
einen vergessenen Ort in einen
lebenden Garten. Es geht um
Neuanfänge, Freundschaft,
Miteinander und Hoffnung.
Für Jung und Alt. Beginn ist
um 16 Uhr.
Filmkunst im Garten
Heute geht es mit der
Programmreihe „Ciné privé:
Filmkunst“ im
Kunstgarten
weiter. Jede
WOHIN AM SONNTAG
Woche wird eine kuratierte Auswahl
an internationalen Kunst- und Autorenfilmen
präsentiert und gemeinsam
diskutiert. Vorkenntnisse sind
dabei nicht nötig. Zur kalten Jahreszeit
ist die Veranstaltung drinnen.
Der Beginn ist um 17 Uhr; es wird
um eine Anmeldung bis spätestens
zwei Stunden vor Programmbeginn
gebeten.
Der Kasperl ist da
Der Kasperl und seine Freunde besuchen
heute das Orpheum extra.
Heute wird die Geschichte „Kasperl
und der Wackelzahn“ erzählt.
Ein lustiger Nachmittag für Groß
und Klein. Drei Mal: um 11, 15 und
16.30 Uhr.
Heimspiel gegen Schlusslicht
Der SK Sturm möchte heute beim
Heimspiel wieder zurück in die
Erfolgsspur finden. Nach dem Abwärtstrend
in den letzten Wochen
kommt der heutige Gegner wohl
genau zur rechten Zeit. Schlusslicht
Blau-Weiß Linz ist zu Gast,
Anpfiff in der Merkur Arena ist um
14.30 Uhr.
Pack-Derby
Mehr Top-Spiel geht nicht. Im
Bunker treffen heute die 99ers auf
den KAC. Als wäre in der Partie
nicht schon genug Feuer drin, ist
sie zugleich das Aufeinandertreffen
des Tabellenführers mit seinem
Verfolger. Los geht’s um 18.30 Uhr,
die Partie ist ausverkauft.
Schwungvoller Brunch
Im Restaurant Salon Marie des
Grand Hotel Wiesler findet heute
ein Jazz-Brunch statt. Von 11.30 bis
15 Uhr werden Frühstücksspezialitäten
des Hotels in einem großen
Buffet angeboten. Begleitet wird
der Vormittag von der Jazzband
„Aunt Marie“. Eine schwungvolle
Zeit voller Genuss und Musik.
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