23.02.2026 Aufrufe

Expo 2035 Berlin Magazin 1/2026

2026 könnte sich die Metropolregion um die EXPO 2035 bewerben – eine Jahrhundertchance von internationaler Bedeutung. Das politische Berlin bekennt sich klar zur Bewerbung. Jetzt gilt es, das Engagement aller als gemeinsames Projekt zu bündeln. In dieser Ausgabe von EXPO 2035 Berlin kommen neue Unternehmensmitglieder zu Wort und erläutern, warum sie eine EXPO in Berlin und Brandenburg unterstützen. Die EXPO 2035 versteht sich als Instrument nachhaltiger Transformation und struktureller Entwicklung. Ihr Konzept basiert auf belastbaren Kalkulationen und konkreten Plänen, die in diesem Heft vorgestellt und von Rudi Scheuermann bewertet werden. Sie kann den Aufbruch in eine neue nachhaltige Entwicklungsphase markieren – für Berlin-Brandenburg, Deutschland und Europa.

2026 könnte sich die Metropolregion um die EXPO 2035 bewerben – eine Jahrhundertchance von internationaler Bedeutung. Das politische Berlin bekennt sich klar zur Bewerbung. Jetzt gilt es, das Engagement aller als gemeinsames Projekt zu bündeln.

In dieser Ausgabe von EXPO 2035 Berlin kommen neue Unternehmensmitglieder zu Wort und erläutern, warum sie eine EXPO in Berlin und Brandenburg unterstützen. Die EXPO 2035 versteht sich als Instrument nachhaltiger Transformation und struktureller Entwicklung. Ihr Konzept basiert auf belastbaren Kalkulationen und konkreten Plänen, die in diesem Heft vorgestellt und von Rudi Scheuermann bewertet werden.

Sie kann den Aufbruch in eine neue nachhaltige Entwicklungsphase markieren – für Berlin-Brandenburg, Deutschland und Europa.

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Ausgabe 1 | 2026

FRAGEN

Was bewirkt eine

Weltausstellung?

Berlin wünscht sich

Antworten

MEINUNGEN

Was denkt Berlins

Wirtschaft?

Unternehmen erkennen

das Potenzial der EXPO

PLÄNE

Was ist bereits

konkret?

Das EXPO-Konzept für

Berlin baut auf Fakten

Mut zur

Entscheidung

PROGNOSEN

Was sagt der

EXPO-Ingenieur?

Architekt Rudi Scheuermann

sieht das Großevent

als Chance

Konzepte & Zahlen: Warum eine

EXPO 2035 für Berlin einen Mehrwert

schafft und eine historische Chance

für die Metropolenregion ist


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Inhalt

2026 könnte sich die Metropolregion um

die EXPO 2035 bewerben, eine Jahrhundertchance

von (inter-)nationaler Bedeutung.

Das politische Berlin signalisiert ein klares

Bekenntnis zur Bewerbung. Nun gilt es, das

Engagement aller als gemeinsames Projekt

zu bündeln.

In dieser Ausgabe von EXPO 2035 Berlin

kommen unsere zahlreichen neuen Unternehmensmitglieder

zu Wort (vielen Dank

nochmals an dieser Stelle!). Sie erklären,

wieso die Unterstützung einer EXPO in

Berlin und Brandenburg für sie relevant ist.

Die EXPO 2035 ist ein Instrument für

nachhaltige Transformation und strukturelle

Entwicklung. Ihr Konzept basiert auf

belastbaren Kalkulationen und genauen

Plänen, die in diesem Heft vorgestellt und

von Rudi Scheuermann, Ingenieur mit

Renommee und

EXPO-Erfahrung,

bewertet werden.

Die EXPO 2035 könnte

den Aufbruch in

eine neue nachhaltige

Entwicklungsphase

markieren –

in Berlin-Branden

burg, Deutschland

und Europa.

4

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Veränderung ist nötig:

Welche positiven Impulse

liefert die EXPO in Berlin

wirklich?

Berlin wandelt sich:

Projekte in Berlin und

Brandenburg zeigen, wie

man zukunftsfähig plant

Wieso unterstützen Berliner

Unternehmen die EXPO?

Unsere Partner haben eine

klare Vision

Kollektiv in Start-ups

investieren: Unser Partner

Companisto stellt sich vor

Fakten statt Vorstellungen:

Der EXPO-Plan für Berlin

basiert auf einem klaren

Konzept

Blick von oben: Das

Megaprojekt EXPO verdient

unsere ganz besondere

Aufmerksamkeit!

Gemeinsam zur EXPO: Global

Goals Berlin erklärt, worum es

dem Verein 2026 geht


EXPO in Berlin

klar erklärt


BETEILIGUNG

4 | 5

Was bringt eine EXPO der Stadt und ihren Bewohner:innen

wirklich? Das Team hinter EXPO 2035 Berlin möchte den

kollektiven Wunsch nach Orientierung und Mitgestaltung

aufgreifen und offene Fragen zur Weltausstellung klären

Täglich strömen Tausende durch die

Schönhauser Allee Arcaden in Prenzlauer

Berg. Seit Mitte Januar begleitet

sie dort eine besondere Ausstellung. Mit

fünf leuchtenden Schaukästen werden

die Idee und das Konzept einer EXPO

2035 für Berlin erklärt. Die Weltausstellung

soll sich nicht nur über ein klassisches

Gelände, sondern über die ganze

Stadt erstrecken. Berlin selbst soll zum

Schauplatz für nachhaltige Innovationen

werden. Ausstellungen sollen in die Kieze

wandern, sodass Berliner:innen direkt

vor der Haustür erleben können, wie

Klimaschutz, Verkehrswende und Kreislaufwirtschaft

funktionieren.

Die Idee einer EXPO 2035 in Berlin greift

auch medial um sich und ist zunehmend

Thema in der Hauptstadt. Silvan Goede,

Centermanager der Schönhauser Allee

Arcaden, findet das Konzept inspirierend

und glaubt an das Interesse der vielen

täglichen Besucher:innen. „Wir unterstützen

bereits den World Cleanup Day, im

Rahmen dessen der Stadtraum um das

Center herum gesäubert wird. Auch versuchen

wir unseren Betrieb nachhaltiger

zu gestalten: Wir heizen bewusster und

haben auf LED-Beleuchtung umgestellt.

Wann immer es geht, prüfen wir die Einbeziehung

erneuerbarer Energien.” Für

Goede ist die Ausstellung im Einkaufszentrum

ein geeigneter Ort, um Neugier

auf die nachhaltige EXPO bei der breiten

Bevölkerung zu wecken.

V.l.n.r.: Christine Brummer von

Global Goals für Berlin e. V.;

Silvan Goede, Centermanager der

Schönhauser Allee Arcaden; Jacob

Witte von Global Goals für Berlin

e. V., und Jasmin Wagner von den

Schönhauser Allee Arcaden eröffnen

die EXPO-Ausstellung im

Center in Prenzlauer Berg

NEUGIER UND ZWEIFEL

Eine Umfrage von Global Goals für Berlin

e.V. und der EXPO 2035 Berlin GmbH

bei einem Aktionstag im Einkaufszentrum

zeigt, wie unterschiedlich Kenntnisse

von und Meinungen zu einer

potenziellen EXPO in Berlin sind. Viele

Besucher:innen, die medial weniger informiert

sind, bleiben neugierig stehen

und lassen sich die Grundidee erklären.

Eine ältere Frau kennt zwar die Vision

einer EXPO für Berlin, weiß jedoch nichts

davon, dass die potenzielle EXPO 2035

in Berlin als stadtweite, dezentrale Ausstellung

geplant ist. Sie schwärmt von

der multikulturellen EXPO 2000 in Hannover.

Besonders beeindruckt habe sie

damals der Pavillon der „orientalischen

Welt”. Ein älterer Herr hat sich bereits intensiver

mit der Berliner EXPO-Idee beschäftigt,

er zweifelt jedoch, ob Berlin

der geeignete Ort für ein Großevent mit

starker Zukunftsvision ist. Die Stadt sei

als Partymetropole beliebt, aber käme

aufgrund von unsteten Bedingungen

wie teuren Mieten als Wohnort für viele

Menschen weltweit nicht mehr in Frage.

Jüngere Besucher:innen stellen andere

Fragen: Wie sollen die Besucherströme

einer EXPO verteilt werden? Sollen noch

mehr Airbnbs auf knappem Wohnraum

entstehen? Und wer profitiert eigentlich

wirklich von der Vision dieser sauberen,

smarten Hauptstadt?

FRAGEN UND ANTWORTEN

Die Eindrücke der Umfrage zeigen: Eine

potenzielle EXPO in Berlin löst Neugier

aber auch Skepsis aus. Vielen ist das

Konzept einer dezentralen Weltausstellung

noch zu abstrakt; sie verstehen

den Mehrwert einer EXPO für ihr alltägliches

Leben in Berlin noch zu wenig.

Die EXPO 2035 versteht sich als Prozess,

der Berlin in den kommenden Jahren

und darüber hinaus verändern soll.

Die Ausstellung in den Schönhauser Allee

Arcaden ist noch bis März 2026 zu

sehen. Sie soll bestehende Fragen beantworten,

aber auch neue aufwerfen:

Das Team hinter EXPO 2035 Berlin freut

sich über eure konkrete(n) Frage(n) zur

Weltausstellung 2035 in Berlin!

Stell uns deine

Fragen!

Du findest die Idee einer EXPO in

Berlin spannend, aber stellst dir noch

wichtige Fragen? Egal, ob Bildung,

Wohnen, soziale Ungleichheiten

oder Energie: Frag einfach!

Wir antworten.

Per Mail oder via Instagram.

Instagram: expo2035_berlin

Mail: info@global goalsberlin.de

Unsere Welt verändert sich und der

Wandel ist täglich für uns alle spürbar:

bei der Arbeit, im öffentlichen

Raum, in Gesprächen mit Familie

oder Freunden.

Wir möchten den kollektiven

Wunsch nach Orientierung und

Mitgestaltung aufgreifen. Und eure

Fragen zur Zukunft Berlins und zur

EXPO 2035 in Berlin beantworten!


Die

Kraft

des

Tuns


PROJEKTE

6 | 7

Veränderung beginnt dort,

wo Menschen ins Handeln

kommen. Diese Projekte

und Menschen aus Berlin

sowie Brandenburg zeigen,

wie Ideen echte Wirkung

entfalten, wenn man

Verantwortung übernimmt

und den Mut hat, einfach

anzufangen

Experimentelle Bildungsinitiative:

Floating Berlin

Seit 2018 entwickelt der Floating e.V. die Floating University

als Natur-Kultur-Lernort im Regenrückhaltebecken des ehemaligen

Flughafens Tempelhof. Der Ort verbindet Wasserinfrastruktur,

Feuchtökosystem und temporäre Architektur

mit sozialen, kulturellen und künstlerischen Bildungsprogrammen.

Ziel ist es, diese bislang getrennten Funktionen

zu einer hybriden Infrastruktur zusammenzuführen, in der

technische, ökologische und

soziale Systeme gemeinsam

wirken. Dafür bringt Floating e.V.

Akteur:innen aus Verwaltung,

Politik und Zivilgesellschaft in einen

kontinuierlichen Dialog und

arbeitet an einer langfristigen

Perspektive für den Ort. Gleichzeitig

öffnet die Floating diesen

außergewöhnlichen Ort für Berliner:innen

und bietet in Kooperation

mit Schulen, Hochschulen

und Initiativen Umweltbildungsformate

sowie interdisziplinäre

künstlerische Programme an. Das

gemeinwohlorientierte Projekt

wurde unter anderem mit dem

New European Bauhaus Award

2023 ausgezeichnet.

„Berlin braucht Orte der

urbanen Praxis wie die

Floating University,

um ökologische Transformation

im Stadtraum

gemeinsam zu verhandeln

und zu erproben.“

David Nil Morsi, Urban

Designer, Floating e.V.

Saubere Arbeit: Kiezattacke

„Kiezattacke macht

Engagement im Kiez

sichtbar und zeigt, wie

Nachbarn Straßen, Plätze

und Parks regelmäßig

von Müll befreien.“

Janina Unger, Gründerin,

und Michael Unger, Gründer

und Geschäftsführer

Kiezattacke ist eine gemeinnützige Initiative für einen sauberen

öffentlichen Raum in Berlin. Ziel ist es, Straßen, Plätze

und Parks von Müll zu befreien und die Lebensqualität in

den Kiezen zu verbessern. Der Ansatz setzt auf einfache

und wirksame Lösungen gegen zunehmende Vermüllung

und entstand aus positiven Erfahrungen bei regelmäßigen

Clean-ups im Kiez. Kiezattacke versteht Sauberkeit als Gemeinschaftsaufgabe

und stärkt den Zusammenhalt, wenn

Nachbarinnen und Nachbarn

gemeinsam Verantwortung

übernehmen. Über die Plattform

kiezattacke.org werden gereinigte

Straßen und Orte sichtbar

gemacht und dem Thema Cleanup

eine klare Struktur gegeben.

Mitmachen können alle, ob allein

oder in der Gruppe, beim Spazierengehen

oder Gassigehen.

Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig.

30 bis 60 Minuten Zeit,

eine Greifzange und ein Müllbeutel

reichen aus. Die Vision ist

klar. Ganz Berlin in einer Stunde

sauber machen, wenn rund

10.000 Menschen gleichzeitig die

etwa 10.000 Straßen der Stadt

reinigen.

www.kiezattacke.org |

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

11 12 13 15 17

www.floating-berlin.org |

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

3 4 6 9 11 13 17


Enger zusammenwachsen

mit GemeinsamKiez

Hinhören: Orchester

des Wandels

Klima-, Natur- und Artenschutz versteht das Projekt Orchester

des Wandels Deutschland e.V. als Teil seines kulturellen

Auftrags. Musiker:innen aus ganz Deutschland setzen sich in

kreativen Konzertformaten mit der Klimakrise auseinander

und nutzen die Kraft der Musik, um für nachhaltiges Handeln

zu sensibilisieren. Ziel ist es, den Wandel hin zu einer

nachhaltig lebenden Gesellschaft mitzugestalten und den

Planeten für kommende Generationen

zu bewahren. Gleichzeitig

arbeitet das Netzwerk daran, den

eigenen CO 2

-Fußabdruck zu verringern,

und entwickelt gemeinsam

mit Wissenschaftler:innen

und Expert:innen Strategien zur

Emissionsreduktion. Regelmäßige

Benefizkonzerte unterstützen Projekte

in Madagaskar und Brasilien

sowie regionale Initiativen im Klima-

und Naturschutz. Gegründet

wurde der Verein 2020 aus einer

Initiative von Musiker:innen der

Staatskapelle Berlin, nachdem sich

bereits zuvor Aktive aus mehreren

Städten vernetzt hatten.

„Klima- und Naturschutz -

in unseren Ohren ist

das Musik!“

Markus Bruggaier,

Gründer Orchester des

Wandels

„GemeinsamKiez bringt

Nachbarn zusammen,

die gemeinsam Berlin

sicher, sozial und klimaneutral

machen.“

Lu Yen Roloff, Geschäftsführerin

Plan B 2030

GemeinsamKiez ist ein Programm

für Nachbar:innen, die

ihren Kiez sozial, solidarisch und

klimafreundlich gestalten wollen.

In vielen Berliner Nachbarschaften

fehlen Gemeinschaft und

Austausch, während sich viele

Menschen mehr Miteinander,

Unterstützung und ein lebendiges

Wohnumfeld wünschen.

GemeinsamKiez begleitet Menschen

dabei, eigene Nachbarschaftsgruppen

aufzubauen und

konkrete Veränderungen umzusetzen.

In praxisnahen Trainings

lernen die Teilnehmenden, wie

sie Kontakte knüpfen, Treffen organisieren

und Projekte realisieren.

Das Programm richtet sich an alle unabhängig von ihrer

Erfahrung und erfordert lediglich Motivation sowie etwa

zwei Stunden Zeit pro Woche. Nach der Teilnahme stehen

Materialien und Begleitangebote wie Handbücher und Coachings

zur Verfügung. GemeinsamKiez stärkt soziale Teilhabe,

wirkt Einsamkeit entgegen und macht Nachbarschaften

widerstands- und zukunftsfähig.

www.2030planb.de/gemeinsam-kiez |

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

3 10 11 12 13 14 15

www.orchester-des-wandels.de |

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

4 7 9 10 11 12 13 14 17


PROJEKTE

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Vollständig erneuerbar: Neue

Energien Forum Feldheim

Vorhandenes sinnvoll nutzen:

ReCircle Impact (RCI)

ReCircle Impact (RCI) stellt eine intelligente Infrastruktur für

eine zirkuläre Zukunft. Die KI-gestützte Plattform hilft dabei,

ungenutzte Gegenstände zu erkennen, zu erfassen und

wieder in den Umlauf zu bringen, sodass aus ungenutztem

Besitz wertvolle Ressourcen werden und Abfall sowie CO 2

-

Emissionen sinken. Für Haushalte

startet RCI die App LessUp, die Ausmisten

besonders einfach macht.

Ein Foto genügt, um Gegenstände

zu erkennen, ihren Zustand zu bewerten

und passende Optionen

wie Verkauf, Spende oder Recycling

vorzuschlagen. So wird es

leichter, Dinge weiterzugeben statt

sie zu lagern oder wegzuwerfen.

Gleichzeitig bietet RCI Recyclingbetrieben

und zirkulären Plattformen

eine Programmierschnittstelle, mit

Hilfe derer Prozesse und Logistik

effizienter gemacht und alle Beteiligten

im Kreislauf vernetzt werden

können. Besonders in Städten wie

Berlin, wo Platzmangel und Sperrmüll

die Systeme stark belasten,

trägt der Ansatz dazu bei, Städte

lebenswerter zu gestalten.

„RCI ist überzeugt, dass

Berlin eine nachhaltige

und gerechte Stadt werden

kann, wenn Ressourcen

im Kreislauf bleiben,

Menschen mitgestalten

und und ungenutzte Dinge

nicht zu Abfall werden.“

Laurent Petit und Theresa

Schuhmann, Gründer:innen

von RCI

„Klimaschutz und

Energiewende gelingen

nur mit Wissen – und

genau das vermitteln

wir in Feldheim.“

Doreen Raschemann,

Vorsitzende von

Neue Energien Forum

Feldheim e.V.

Mit dem Neue Energien Forum

Feldheim ist im brandenburgischen

Feldheim ein weithin

beachtetes Praxisbeispiel für

die Energiewende entstanden.

Das Forum zeigt anschaulich,

wie eine vollständig erneuerbare

Energieversorgung im Alltag

funktionieren kann. Besucher:innen

erhalten Einblicke in eine

regionale Energieversorgung aus

Windkraft, Solarenergie und Biogas.

Feldheim produziert Strom

und Wärme unabhängig und

nutzt dafür eigene Netze. Das

Forum dient dabei nicht nur als

Ausstellungsort, sondern auch

als Plattform für Austausch und

Wissenstransfer. Führungen und

Veranstaltungen richten sich an Kommunen, Fachpublikum,

Schulklassen und die interessierte Öffentlichkeit. Das Projekt

macht deutlich, dass die Energiewende vor Ort umsetzbar

ist, wenn technisches Know-how und gemeinschaftliches

Engagement zusammenkommen.

www.nef-feldheim.info

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

7 8 11 12 13 17

www.recircleimpact.com/de |

Sustainable Development Goals (Erläuterung s. S. 10)

11 12 13 17


Die 17 Nachhaltigkeitsziele

der Vereinten

Nationen

Sicherheit als Standard:

FemRide

Jede dritte Frau in Berlin hat negative Erfahrungen in Taxis oder mit

Fahrdiensten gemacht oder schränkt ihre Mobilität aus Sicherheitsgründen

ein. FemRide bietet dafür eine Lösung als erste sichere

Mobilitätsplattform Europas, die Frauen mit Frauen verbindet. Seit

September 2025 vermittelt FemRide in Berlin über eine eigene

App Fahrten von weiblichen Fahrgästen

an ausschließlich weibliche Fahrerinnen

mit Ausweisverifizierung, Live-

Tracking und SOS-Button. Sicherheit ist

dabei kein Zusatz, sondern Standard.

Gleichzeitig schafft FemRide flexible

Arbeitsmöglichkeiten und begleitet

Frauen unabhängig von ihrem Hintergrund

auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Mit über 25 Fahrerinnen,

mehr als 1.000 Nutzerinnen und starken

Partnerschaften zeigt FemRide, dass

Berlin bereit ist für sichere und inklusive

urbane Mobilität.

www.femride.de |

Sustainable Development Goals

(Erläuterung s. S. 10)

5 8 10 11

„FemRide bedeutet

sichere Mobilität von

Frauen und vulnerablen

Gruppen im urbanen

Raum, als Grundlage für

Freiheit und Teilhabe.“

Dr. Kerstin Wendt,

Co-Gründerin FemRide

Werde Projekt bei uns!

Über 1.000 Projekte sind Stand Februar 2026 auf unserer SDG-

Map eingetragen. Ob Start-up oder mittelständische Firma,

ob NGO, Forschungsinstitut oder Bürgerinitiative: Weitere

Akteur:innen, die als Projekte mit zukunftsträchtigem Mehrwert

die Öffentlichkeit suchen, sind eingeladen, sich bei

uns zu registrieren und Teil der wirkungsvollen Global Goals

Community zu werden!

www.globalgoalsberlin.de/projekte


Ich sage JA ZUR

EXPO 2035 BERLIN

Ja zur EXPO 2035 – jetzt unterstützen!

Die Weltausstellung ist eine Einladung

an uns selbst und an die globale

Gemeinschaft, Zukunftsfähigkeit

gemeinsam zu denken und umzusetzen.

Mit der Bewerbung Deutschlands um

die EXPO 2035 setzt Berlin ein sichtbares

Zeichen für Aufbruch und Zusammenhalt!

Unsere Bitte an euch: Setzt jetzt mit eurem

Namen ein Zeichen für eure Unterstützung

der EXPO 2035 in Berlin.

www.expo2035-berlin.com/unterstuetzen


„Ja zur

EXPO“

aus der

Wirtschaft

„Wir von Viva la Wald unterstützen

die EXPO 2035 Berlin

GmbH und Global Goals für

Berlin e.V., weil sie genau den

Anspruch teilen, den wir täglich

leben: Nachhaltigkeit darf kein

abstraktes Ziel bleiben, sondern

muss im Hier und Jetzt sichtbar

umgesetzt werden. Mit Viva la

Wald pflanzen wir schon heute

die Bäume für die EXPO 2035

und freuen uns darauf, wenn

Berlin Gastgeber der Weltausstellung

und unsere heutigen

Maßnahmen sichtbar werden.“

SEBASTIAN MAGER UND

FREDERIK RENTSCHE

GRÜNDER VIVA LA WALD GMBH

Berliner Unternehmen

mit unterschiedlichem

Hintergrund, aber einem

gemeinsamen Anspruch:

nachhaltige Veränderung.

Neue Mitglieder von Global

Goals für Berlin e.V. beziehen

Stellung zur EXPO-Vision und

erläutern, warum sie in ihr

einen relevanten Impuls für

die zukünftige Entwicklung

Berlins sehen

„Wir unterstützen Global Goals für

Berlin e.V., weil wirtschaftliches

Handeln und gesellschaftliche

Verantwortung für uns zusammengehören.

Die EXPO 2035 ist

eine Einladung, diese Haltung gemeinsam

in die Zukunft zu tragen.“

ANNA MEDITSCH

ASSOCIATE PARTNER WBRE WATER-

BOUND REAL ESTATE BERLIN GMBH


MITGLIEDER

12 | 13

„Wir unterstützen Global Goals für

Berlin e.V. und die EXPO-Initiative, weil

wir Mobilität als einen zentralen Hebel

für ein zukunftsfähiges Berlin sehen.

Unsere Mission ‚cities for people, not

cars‘ passt nahtlos zu den Zielen des

Projekts – gemeinsam möchten wir

zeigen, wie moderne Mobilität dazu

beitragen kann, die Stadt lebenswerter

zu gestalten.“

„Nachhaltigkeit beginnt für uns auf der

Beziehungsebene: Menschlicher Umgang

auf Augenhöhe, vertrauensvoll

und wertschätzend – diese Attribute

sind uns wichtig. Darüber hinaus verfolgen

wir auch handfeste Ziele im

Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit:

Die Nutzung regenerativer Energien,

ein schonender Ressourcenumgang,

Wertstoffkreisläufe und Umweltschutz

sind wesentliche Bestandteile unseres

Selbstverständnisses. Darum unterstützen

wir die Idee, Berlin zur nachhaltigen

Weltmetropole zu machen

und sich im Rahmen der EXPO 2035

entsprechend zu positionieren.“

SILVIO SCHOBINGER

GESCHÄFTSFÜHRER GOERZWERK GMBH &

CO.KG & EIGENTÜMER GOERZWERK

CHRISTOPH HAHN

GENERAL MANAGER BOLT DEUTSCHLAND

„Mit Nachhaltigkeit gegen die Krisen

unserer Zeit: Wir wollen zeigen, dass

„nachhaltig“ nicht unnütz oder teuer ist,

sondern zum echten Erfolgsfaktor der

Zukunft wird. Dafür haben wir Green City

Solutions GmbH gegründet und wollen

gemeinsam mit Global Goals für Berlin

e.V. und der EXPO 2035 Berlin GmbH

unsere Kräfte bündeln und mehr tun für

eine möglichst nachhaltige Entwicklung

Berlins, Deutschlands und der Welt.“

PETER SÄNGER

CO-GRÜNDER & GESCHÄFTSFÜHRER

GREEN CITY SOLUTIONS GMBH

„Ich bin Mitglied bei Global Goals für Berlin

e.V., um nachhaltige Lösungen voranzubringen

– besonders im Bereich grüne Energie,

wo Innovation und Klimaschutz direkt zusammenkommen.“

CLAUDIA KLEEBAUM

GESCHÄFTSFÜHRERIN ENERGIESERVICE KLEEBAUM

„Als internationale Wirtschaftshochschule

unterstützen wir die SDGs und die

Bewerbung Berlins um die EXPO 2035,

weil sie zentrale Zukunftsfragen wie

Nachhaltigkeit, Innovation und globale

Zusammenarbeit adressieren. Diese

Themen sind eng mit unserer Lehre,

Forschung und unserem gesellschaftlichen

Anspruch verbunden.“

PROF. FRANK JACOB

REKTOR ESCP BUSINESS SCHOOL

„Seit der EXPO 2010 in Shanghai begleiten

wir Weltausstellungen weltweit

und kennen deren positiven

Einfluss auf Städte, Infrastruktur und

gesellschaftlichen Dialog. Diese Erfahrung

möchten wir in die Berliner

EXPO-Bewerbung einbringen und

aktiv zur nachhaltigen Entwicklung

der Gastgeberstadt beitragen.“

JENS GIESSLER

CO-CEO BEWUNDER


„Es geht um so viel mehr, als die Weltausstellung!

Es geht um die Zukunftsfähigkeit

unserer Hauptstadt und die gestalten wir

nicht irgendwann, sondern jetzt.“

JUSTUS HAGEL

GRÜNDER PADELBROS GMBH

„Die EXPO 2035 in Berlin ist mehr als eine

Weltausstellung – sie ist Motor für nachhaltige

Stadtentwicklung der Metropolregion

und hat das Potenzial, die Bauwende vom

Diskurs in die Realität zu überführen. Das

dezentrale Konzept eröffnet eine Vision,

Architektur innovativ und kollektiv zu verwirklichen:

mit verantwortungsvollem Kreislaufdenken,

regenerativer Stadtentwicklung und

nachhaltigen Materialien für eine gemeinwohlorientierte

Zukunft.“

MARVIN BRATKE

MANAGING PARTNER BETA REALITIES GMBH

„Berlin ist eine Stadt mit unfassbarem

Potenzial, auch für Großveranstaltungen.

Die EXPO 2035 gibt uns

die Chance, unsere Stadt weltweit

zu präsentieren und nachhaltige

wirtschaftliche Impulse für Deutschland

und Europa zu setzen. Aus

diesem Grund unterstützen wir von

Wachschutz diese Initiative sehr

gerne.“

MARCO WIELAND

GESCHÄFTSFÜHRER

WACHSCHUTZ BERLIN

„Wir unterstützen Global Goals für Berlin

e.V. als Plattform für ein neues, gemeinschaftliches

Miteinander, das freiheitlich-demokratische

Werte mit sozialer

Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit

vereint. Unser Ziel ist es, den

Wirtschaftsstandort Deutschland durch

digitale Innovationen so mitzugestalten,

dass verantwortungsvolles Handeln und

ökonomische Profitabilität untrennbar

zusammengehören.“

„Wir unterstützen die EXPO 2035 und

den Verein Global Goals für Berlin

e.V., weil sie nachhaltige Entwicklung,

internationale Zusammenarbeit und

zukunftsorientierte Innovationen

fördern. Als SammlerUsinger Rechtsanwälte

möchten wir gesellschaftliche

Verantwortung übernehmen, aktiv zur

Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft

beitragen und damit einen Beitrag zur

positiven Entwicklung von Gesellschaft

und Wirtschaft leisten.“

SABINE USINGER

MANAGING PARTNERIN

SAMMLERUSINGER RECHTSANWÄLTE

PARTNERSCHAFT MBB

MAREN & MATTHIAS WAGENER

GESCHÄFTSFÜHRER VAST FORWARD GMBH

„Gesundheit ist das Fundament einer zukunftsfähigen

Stadt. Als mkk – meine krankenkasse

freuen wir uns außerordentlich,

nun Mitglied bei Global Goals für Berlin e.V.

zu sein. Für uns bedeutet Verantwortung

nicht nur die Versorgung im Krankheitsfall,

sondern die aktive Gestaltung eines

gesunden Lebensumfelds. Wir bringen sehr

gerne unsere Expertise für Prävention und

soziale Nachhaltigkeit ein, damit Berlin nicht

nur grüner, sondern auch gesünder wird.“

ANJA WOLFSOHN-BRAND

GESCHÄFTSBEREICHSLEITERIN CONSULTING

MKK – MEINE KRANKENKASSE


MITGLIEDER

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„Wir als Capa Vista – KI-Beratungsunternehmen

und zertifizierter Bildungsträger – unterstützen

die EXPO 2035 in Berlin, weil sie eine einzigartige

Plattform bietet, um technologische Innovation,

Bildung und gesellschaftlichen Fortschritt weltweit

sichtbar zu machen. Wir stehen für Fortschritt, Verantwortung

und Aufklärung im Umgang mit Künstlicher

Intelligenz und setzen uns dafür ein, dass KI

verständlich, zugänglich und sinnvoll eingesetzt

wird. Die EXPO 2035 ist für uns ein starkes Symbol,

um diese Vision gemeinsam mit Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft Wirklichkeit werden zu lassen.“

„Als Planungsbüro mit Standorten

in Berlin und im Schwarzwald

brennen wir darauf, die

Stadt der Zukunft aktiv menschenzentriert

und nachhaltig

mitzugestalten. Die EXPO 2035

ist für uns ein entscheidender

Hebel, um Berlin durch die

SDGs zu einem nationalen und

internationalen Vorbild für eine

lebenswerte Bauwende zu

machen.“

GABRIELA UND RUBEN HAUSER

GESCHÄFTSFÜHRER BUEROHAUSER

DAVID GERNERT

GESCHÄFTSFÜHRER CAPA VISTA

„Als junger Unternehmer erlebe ich jeden Tag,

wie aus Begegnungen Ideen entstehen – und aus

Ideen Verantwortung wird. Die SDGs sind für mich

ein Kompass: für nachhaltiges Wirtschaften, faire

Partnerschaften und eine lebendige Stadtkultur.

Berlin war schon immer ein Labor für Zukunft, eine

EXPO 2035 bietet die Chance zu zeigen, dass ökonomischer

Erfolg, ökologische Verantwortung und

kulturelle Strahlkraft zusammengehören.“

NICO MOHAMMADI

GRÜNDER & BETREIBER YSY AGENCY / YSY BAR /

AVUS TRIBÜNE

„Recht schafft den Rahmen für nachhaltige

Entwicklung – und genau darin sehen wir

unsere Verantwortung. Wir unterstützen

Global Goals für Berlin e.V. und die EXPO

2035, weil wir überzeugt sind, dass unternehmerische

Initiative Hand in Hand mit der

Stadt Berlin ein positives Zeichen für den

Standort setzen kann.“

DR. MARKUS WIEDEMANN

PARTNER UND RECHTSANWALT BEI ZIRNGIBL

RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB

Als Berliner Familienunternehmen in

dritter Generation unterstützen wir

vom Fotostudio Urbschat Berlin die

Bewerbung Berlins für die Expo 2035

zu 100 Prozent, weil sie eine historische

Chance für unsere Stadt und kommende

Generationen ist. Die Weltausstellung

steht für Vision, Modernisierung,

nachhaltige Entwicklung und dringend

notwendige Investitionen in Infrastruktur,

Mobilität und Stadtentwicklung, die Berlin international neu positionieren

würden. Zugleich setzt sie starke wirtschaftliche Impulse für Gastronomie,

Hotellerie und Mittelstand und ist damit ein kraftvolles Zeichen für Aufbruch

und Zukunftssicherung.

Werden Sie

Unternehmens

mitglied!

Ökologie und Ökonomie sind kein

Widerspruch. Ziel unserer Aktivitäten

ist eine sozial gerechte, ökologisch

nachhaltige und ökonomisch

stabile Stadt.

Werden Sie Teil unseres wachsenden

Netzwerks, profitieren Sie von

regelmäßigen Updates und Einladungen

zu Mitgliederformaten.

YVONNE HUBER & DANIELA URBSCHAT FOTO STUDIO URBSCHAT BERLIN GMBH


Transformation als

Gemeinschaftsprojekt

Gemeinsam in gute Ideen investieren:

Warum Companisto und die Companisten

ein Modell für die EXPO 2035 sind

EIN GASTBEITRAG VON DAVID RHOTERT

Die EXPO 2035 in Berlin soll zeigen, wie

nachhaltige Transformation gelingt. Doch

Transformation beginnt nicht mit Technologie.

Sie beginnt mit Menschen. Mit

Menschen, die Kapital, Wissen und Mut

bündeln. Mit Menschen, die Innovation

nicht delegieren – sondern selbst ermöglichen.

Genau hier stehen Companisto

und die Companisten im Zentrum.

KAPITAL & COMMUNITY

Über zehntausend Menschen investieren

gemeinschaftlich in Start-ups: Das

ist der Grundgedanke hinter Companisto.

Sie finanzieren neue Technologien,

skalieren nachhaltige Geschäftsmodelle

und unterstützen Gründer:innen aktiv

mit Know-how und Kontakten. Das ist

kein abstraktes Konzept. Das ist gelebte

Innovationsgesellschaft.

Seit 2012 arbeiten wir daran, Startup-

und Business-Angel-Investing radikal

zu vereinfachen. Digitalisierung hat es

möglich gemacht, tausende Investor:innen

effizient in einer schlanken Transaktion

zu bündeln.

Über 320 Millionen Euro sind so

bereits in hunderte Start-ups geflossen.

Companisto ist heute das größte Business-Angel-Netzwerk

der D-A-CH-Region.

Doch entscheidend ist nicht die

Größe. Entscheidend ist die Struktur:

Viele Menschen wirken gut zusammen,

wenn sie effektiv organisiert sind. Wir

als Companisto-Team verstehen uns als

Superconnector – als Infrastruktur, die

Kapital, Kompetenz und Community zusammenführt.

Companisten sind keine passiven

Geldgeber:innen. Sie eröffnen Standorte,

gewinnen Kund:innen, vermitteln

strategische Partner:innen oder werden

selbst Teil der Start-up-Teams. In unserer

Helpers Community bündeln Investor:innen

ihre Expertise systematisch. Wenn

innerhalb von 60 Minuten qualifizierte

Vertriebsleads entstehen, zeigt das, was

kollektive Intelligenz leisten kann. Das ist

die Kraft des positiven Unternehmertums!

Deutschland hat kein Ideenproblem,

sondern ein Beteiligungsproblem.

Noch immer investieren nur wenige

Menschen in junge Unternehmen. Wir

glauben: Eine Innovationsgesellschaft

entsteht erst, wenn ein breiter Querschnitt

der Bevölkerung beteiligt ist. Deshalb

gibt es neben dem Angel Club auch

die Möglichkeit, mit kleineren Beträgen zu

investieren. Viele beginnen früh, wachsen

hinein und entwickeln ein unternehmerisches

Mindset. 38 Prozent unserer Investor:innen

sind zwischen 18 und 39 Jahre

alt. Nachwuchs entsteht nicht durch Appelle,

sondern durch Zugang.

BERLIN GESTALTET MIT

Berlin will bis 2035 klimaneutral sein

und die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Das gelingt nur mit skalierbaren

Innovationen – in Energie, Mobilität,

Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung.

Doch Innovationen brauchen Kapital.

Wenn Berlin der Welt 2035 etwas zeigen

will, dann nicht nur Technologien,

sondern eine echte Beteiligungskultur.

Eine Stadt, in der Menschen mitfinanzieren,

mitdenken und mitgestalten.

Was würde sich verändern, wenn es

für 18-Jährige selbstverständlich wäre,

sich an Start-ups zu beteiligen?

Wenn nicht nur Vermögende investieren,

sondern viele? Wenn wir uns

mehr am Machen erfreuen würden?

Je mehr Menschen Innovation stützen,

desto mehr Probleme können wir lösen.

Die EXPO in Berlin kann sichtbar machen,

dass Transformation ein Gemeinschaftsprojekt

ist. Und sie beginnt mit uns.

Mehr Infos unter www.companisto.com


MITGLIEDER

16 | 17

Zukunft vor Augen

Bis zur EXPO soll Berlins Wirtschaft wachsen und

zukunftsfähig werden. Ein nachhaltiges Netzwerk formt sich


EXPO in Berlin:

Motor des

Aufbruchs


EXPO KONZEPT

18 | 19

Die potenzielle EXPO 2035 in Berlin hat die Phase grundlegender

Konzeptüberlegungen verlassen. Konkrete Planungen und

belastbare Kalkulationen skizzieren eine Weltausstellung, die einen

substanziellen Beitrag zur Stadtentwicklung Berlins leisten kann

Wenn Großveranstaltungen in eine gemeinsame

Leitidee eingebettet sind,

können sie Wirkungen entfalten, die über

die Dauer des Ereignisses hinausreichen.

An der Planung für die EXPO 2035 in

Berlin sind erfahrene Firmen beteiligt,

beispielsweise das internationale Planungsbüro

Arup, das schon andere

World EXPOs mitgestaltet hat und PricewaterhouseCoopers

(PwC), ein unabhängiges

Wirtschaftsprüfungsbüro.

Die EXPO 2035 in Berlin soll als flächendeckendes

Event in der ganzen Stadt

erlebbar sein, aber wie setzt man ein

milliardenschweres, ein halbes Jahr

andauerndes Event wie die EXPO

wirklich so um, dass es für die ganze

Stadtgesellschaft einen Mehrwert

bietet, bestenfalls über seine

eigentliche Dauer hinaus?

VON BEGINN AN NACHHALTIG

Kritische Stimmen warnen vor wirtschaftlichen

und strukturellen Belastungen

durch eine EXPO in Berlin. Befürworter:innen

hingegen sehen in ihr die

Chance, überfällige Entwicklungen in

der Stadt zu ermöglichen und zu beschleunigen.

Über Jahre habe sich die

Haltung zu Weltausstellungen verändert,

sagt Rudi Scheuermann von Arup, der

das Konzept für die EXPO in Berlin mitentwickelt

hat und schon an der Planung

anderer World EXPOs mitwirkte. Früher

seien EXPOs häufig als abgeschlossene

Gelände und Ereignisse konzipiert

worden, mit dem Ergebnis, dass nach

dem Event ungenutzte Flächen und

hohe Kosten für die Städte geblieben

seien. Das sei unverantwortungsvoll

im Umgang mit Ressourcen und Steuergeldern.

„Heute konzipiert man vermehrt

von Beginn an nachhaltig”, sagt

Scheuermann. Das Berliner EXPO-Konzept-Team

hat mittlerweile konkrete Pläne

und belastbare Kalkulationen für ein

Großevent vorgelegt, das als Motor des

Aufbruchs für Berlin fungieren könnte.

Potenziell

100.000

Arbeitsplätze¹

(z.B. Osaka 2025)

2,1 Mrd. €

Gesamtumsatz²

1 Mrd. €

Ticketeinnah

men²

2,35 Mrd. €

Investition in die

Infrastruktur des

Hauptstandorts²

*¹ EXPO 2035 Berlin GmbH

² PwC Strategy&

190

Nationen

vertreten²

30 Mio.

Besucher:innen

in 6 Monaten²

22 Mrd. €

BIP Wachstum für

Deutschland²

685 Mio. €

zusätzliche

Staatseinnahmen

für stadtweite

Modernisierungen²


Synergien statt Stillstand

EXPO oder Olympische Spiele: Die öffentliche Entweder-Oder-Debatte

verkennt, dass jetzt der Moment sein könnte, um Berlin durch strategisch aufeinander

abgestimmte Großveranstaltungen neu zu justieren. Vorhandene

Prozesse könnten gebündelt und daraus nachhaltigen Effekte für die kommenden

Jahrzehnte abgeleitet werden

Die nächsten zwanzig Jahre in Berlin

könnten prägend sein. Die Stadt, seit der

Wende 1989 zu einem Symbol für Freiheit

und gesellschaftlichen Wandel geworden,

steht erneut an einem Wendepunkt.

Wie in ganz Deutschland, in Teilen

Europas und weltweit sind soziale Spaltungen,

eine wachsende Unsicherheit

und die Unzufriedenheit mit dem Status

quo deutlich spürbar. Und das in einer

Zeit, in der nachhaltige Lösungen dringlicher

denn je sind und technologische

Entwicklungen in immer kürzeren Zyklen

grundlegende Veränderungen auslösen.

Auch in Berlin besteht 2026 dringender

Handlungsbedarf, um Lebensqualität,

Demokratie und Frieden langfristig

zu sichern. Eine EXPO 2035 könnte

gewinnbringende Prozesse in Gang setzen.

Mehrere Großveranstaltungen, die

EXPO, die Internationale Bauausstellung

(IBA), das 800-jährige Stadtjubiläum und

mögliche Olympische Spiele könnten,

strategisch aufeinander abgestimmt, zu

einem Katalysator für noch einschneidendere

gesellschaftliche Veränderungen

werden. Ob und in welchem

Umfang aus aufeinanderfolgenden

Großveranstaltungen eine positive gesellschaftliche

und wirtschaftliche Dynamik

entsteht, hängt von der konkreten

Ausgestaltung und Umsetzung ab.

VOM EVENT ZUR ENTWICKLUNG

Das Berliner EXPO-Konzept denkt Großveranstaltungen

nicht als konkurrierende

Einzelereignisse, sondern als aufeinander

aufbauende Entwicklungsschritte. In

Berlin wird derzeit vor allem die Frage

„EXPO oder Olympia?“ diskutiert. Die EX-

PO 2035 könnte eine Art Auftakt bilden:

als Impuls für die Modernisierung bestehender

Gebäude, den Ausbau barrierefreier

Mobilität und die Aufwertung des

öffentlichen Raums. Geplante „EXPO-

Villages“ und Pavillons sind von Beginn

an so konzipiert, dass sie weitergenutzt

werden können, etwa als Wohnraum,

Arbeitsorte oder soziale Infrastruktur.

Darauf aufbauend könnten die Olympischen

und Paralympischen Spiele vorhandene

Strukturen weiterentwickeln,

statt neue zu errichten. Sportstätten,

Veranstaltungsorte sowie Presse- und

Medieninfrastruktur würden ergänzt,

angepasst und temporär erweitert.

Entscheidend ist jedoch die Perspektive

über beide Ereignisse hinaus: In

der sogenannten „Legacy-Phase“ sollen

ehemalige EXPO- und Olympiaflächen

dauerhaft in die Stadt Berlin integriert

werden, als Wohnquartiere, Bildungsund

Gemeinschaftsräume, grüne Frei-

2026

2027

2028

2029

2030

2031

2032

2033

2034

2035

2036

2037

2038

2039

2040

2041

2042

2043

2044

800-Jahr-Feier Berlin

IBA

Stadtentwicklung, angetrieben von

den Berliner:innen

Effiziente und nachhaltige Modernisierung

der Infrastruktur

Positionerung Berlins als globaler

Maßstab für Innovation und

Resilienz

EXPO

2035

Olympia

2040/44


EXPO KONZEPT

20 | 21

flächen und öffentlich zugängliche

Sportanlagen. So entsteht ein langfristiger

Prozess, der bestehende Ziele der

Stadtentwicklung vorantreibt.

DREI MÖGLICHE MAIN VENUES

Die „Main Venue“ ist das zentrale Element

der EXPO 2035. Sie ermöglicht die

gezielte Entwicklung eines wichtigen

Stadtgebiets und schafft bleibende Infrastruktur:

barrierefreie Verbindungen,

Grünflächen, Wasserflächen sowie Räume

zum Arbeiten, Lernen und Freizeitgestalten.

Berlin verfügt über eine Reihe

von Standorten, die für eine Veranstaltung

von der Größenordnung einer

Weltausstellung geeignet sind.

„Wir haben drei Standorte, die

grundsätzlich infrage kommen“, sagt

Rudi Scheuermann von Arup. „Der

CleanTech Business Park in Marzahn ist

von der Größe her geeignet und gut angebunden,

liegt aber nicht an einem Ort,

der für internationale Gäste besonders

repräsentativ für Berlin ist. Die Anreise ist

vergleichsweise lang, und auch die Straßen

und Verkehrsanbindungen müssten

für eine EXPO noch deutlich ausgebaut

werden, da bei Großveranstaltungen

zusätzlicher Individualverkehr entsteht.“

Eine zweite Option ist laut Scheuermann

ein Gelände in der Nähe des Flughafens

TXL Berlin

CleanTech

Business Park

Flughafen BER

Schönefeld. „Dort sehen wir großes Entwicklungspotenzial,

auch als Wirtschaftsstandort.

Hinzu kommt, dass die Flächen

Berlin und Brandenburg gemeinsam gehören.

Das eröffnet die Möglichkeit, die

Region partnerschaftlich weiterzuentwickeln,

etwa durch neue Regionalbahnverbindungen

oder eine mögliche Verlängerung

der U7. Das sind Investitionen,

die sich über die EXPO hinaus lohnen

würden.“

Tegel als dritte Standortoption

wird vom EXPO-Konzept-Team favorisiert.

„Unser klarer Fokus liegt derzeit

EXPO 2035

Impulse für einen zukunftsfähigen

Standort

Verbesserung der städtischen

Konnektivität und

barrierefreien Infrastruktur

durch gezielte Modernisierungen

Nachrüstung und Erneuerung

bestehender Gebäude

und Anlagen

Aufwertung des öffentlichen

Raums durch neue

Grün- und Freiflächen

Bau eines „EXPO-Villages“,

welches als Wohnanlage

genutzt wird

Vorbereitung geeigneter

Zonen für nationale und

internationale Pavillons

Bau von temporären und

permanenten Pavillons

Einrichtung moderner

Presse- und Rundfunkzentren

OLYMPISCHE UND

PARALYMPISCHE

SPIELE 2040/44

Weiterdenken und

Weiternutzen

Umgestaltung bestehender

Strukturen

Nutzung des EXPO-Villages

als olympisches Dorf

Bau oder Modernisierung

notwendiger Sportstätten

und Veranstaltungsorte

Nutzung großer EXPO-

Pavillons als temporäre

olympische Wettkampfstätten

Weiterverwendung und

Anpassung der Presseund

Medienzentren für

internationale Anforderungen

auf dem Gelände der Urban Tech Republic

in Tegel“, so Rudi Scheuermann.

„Das Areal ist zentral gelegen, verfügt

über großes Potenzial und befindet sich

bereits in einem Entwicklungsprozess,

der zuletzt vor allem aus finanziellen

Gründen leider ins Stocken geraten ist.

Eine EXPO könnte hier gezielt unterstützen,

durch Investitionen in Infrastruktur

und durch internationale Sichtbarkeit,

sodass das Gelände nach dem Event

langfristig als Innovationsstandort funktionieren

kann.“

LEGACY 2045…

UND DARÜBER

HINAUS

Langfristige Stadtentwicklung

sichern

Umwandlung des olympischen

Dorfes und der EX-

PO-Villages in dauerhaften

Wohnraum, inklusive

sozialem Wohnungsbau

Vollständige Integration

der neuen Mobilitäts- und

Barrierefreiheitsinfrastruktur

ins städtische Netz

Öffnung der olympischen

Sportstätten für die Bevölkerung

nach den Spielen

Transformation permanenter

Pavillons in flexible

Arbeits-, Bildungs- und

Gemeinschaftsräume

Entwicklung eines zusammenhängenden

grünen

Netzwerks, in das ausgewählte

EXPO-Pavillons als

Freizeitorte eingebettet

werden


Doppelte Kraft für Tegel!

Tegel bietet genügend Raum, um EXPO-Main Venue und Urban Tech

Republic parallel zu entwickeln. Beide Projekte profitieren voneinander

und kommen der langfristigen Entwicklung Berlins zugute. Die Grafiken

zeigen den Masterplan des nachhaltigen EXPO-Konzepts für Tegel, vom

Istzustand bis hin zur Nachnutzung als innovatives, neues Stadtquartier

Das Tegel-Areal hat außergewöhnliche

Dimensionen: Auf rund 500 Hektar lassen

sich die Main Venue der EXPO 2035 und

die Urban Tech Republic, die seit 2018

von der landeseigenen Tegel Projekt

GmbH als Forschungs- und Wirtschaftsstandort

für nachhaltige urbane Techno-

logien entwickelt wird, gleichzeitig realisieren.

Beide Entwicklungen können zur

Fertigstellung der bestehenden TXL-Berlin-Planung

führen.

Nach dem Ende der Weltausstellung

fließt das EXPO-Areal nahtlos in

den TXL-Masterplan ein. Zentrale Ach-

AKTUELLER ZUSTAND 2025

Unbebaut – nur Plan, ohne Infrastruktur

Weiterentwicklung der dargestellten Fläche der Urban Tech

Republic (UTR)

Sicherung der dargestellten Fläche zur Errichtung der

Main Venue der EXPO 2035

Prüfung zur Umsetzung öffentlicher Nahverkehrsanbindung

Schrittweise Parallelentwicklung UTR und EXPO

EXPO 2035

Beschleuniger der Fertigstellung der UTR

Fertigstellung der westlichen UTR-Flächen gemäß

Ursprungsplan

Fertigstellung der Main Venue als Basis der Urban-Tech-

Ausrichtung

Fertigstellung der erforderlichen Nahverkehrsanbindung und

Sicherstellung der erforderlichen Kapazitäten

NACH 2035

Fertigstellung des Areals der UTR mittels Integration des EXPO-

Areals

Optionale Nutzung einzelner Venue-Flächen für weitere Großveranstaltungen

Erforderliche Verbesserungsmaßnahmen der Nahverkehrsanbindungen

Entwicklung eines vernetzten, zukunftsfähigen Stadtquartiers


EXPO KONZEPT

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sen, bestehende Infrastrukturen und

Flächen können flexibel genutzt werden,

für Forschung, Mobilität, Produktion

oder als öffentliche Räume.

Die EXPO fungiert so als temporäres,

strategisches Bindeglied zwischen

dem Schumacher Quartier, das auf dem

ehemaligen Flughafengelände Tegel

als neues Wohnquartier mit tausenden

Wohnungen entsteht, und der Urban

Tech Republic. Sie schafft wichtige Sichtbarkeit

für das Areal und legt gleichzeitig

die Basis für die langfristige Entwicklung

des gesamten Standorts.

RÜCKHALT VON POLITIK UND

STADTGESELLSCHAFT

Die offizielle Bewerbungsphase für

die EXPO 2035 beginnt voraussichtlich

Mitte 2026. Voraussetzung für eine Bewerbung

Berlins ist die Unterstützung

des Berliner Senats und des Bundes. Auf

politischer Ebene stehen die Sterne für

eine EXPO in Berlin zunehmend günstig.

Zuletzt hatte sich auch der Regierende

Bürgermeister Kai Wegner (CDU) offen

für das Vorhaben gezeigt, Berlin ins Rennen

um das EXPO-Mandat zu schicken.

Wichtig ist jedoch auch die Unterstützung

der Bevölkerung. Damit eine stadtweite

EXPO in Berlin Wirklichkeit werden

kann, muss sie als gemeinsames Projekt

verstanden werden und als Chance, die

Stadt nachhaltig voranzubringen.

EXPO-Konzept

interaktiv erleben!

Im demokratischen Miteinander

machen wir Berlin zum Vorbild für

die lebenswerte, freiheitliche Metropole

Europas im 21. Jahrhundert.

www.expo2035-berlin.vercel.app/

konzept

EXPO-ENTWICKELTE PLOTS

(ungefähre erste Analyse)

BERLIN TXL

Urban Tech Republic

EXPO 2035

insg. 500 ha

insg. 202 ha

insg. 100–150 ha

* 1 Urban Tech Republic


Rudi Scheuermann ist Berliner Büroleiter des

internationalen Planungsbüros Arup, das das

Konzept für eine EXPO in Berlin erarbeitet

„Wieso gibt

es die Meinung,

Berlin

könne kein

Großevent?“

Skepsis oder Zuversicht?

Ingenieur Rudi

Scheuermann über

die tatsächlichen

Chancen der EXPO

Das Unternehmen Arup, für das Sie tätig

sind, hat bereits an anderen EXPOs mitgewirkt,

unter anderem an Teilen der

Expo 2025 in Osaka. Welche Besonderheiten

prägen Berlin?

Was stark im Fokus steht für die Planung

in Berlin, sind Nachhaltigkeitsaspekte,

Stichwort Weiterbau bestehender Stadtstrukturen.

Es sollen auch Mehrwerte

außerhalb des Hauptgeländes entstehen,

weil das von der Energiebilanz her

viel effektiver ist. Zudem bedeutet das

Motto „Ganz Berlin eine Weltausstellung“,

dass wir uns als Stadtgesellschaft

stärker präsentieren wollen. Nicht nur

eine Messe der neuen Technologien,

sondern eine Stadt, die ihre Gesellschaft

nachhaltig entwickeln will.

Viele der beteiligten Unternehmen und

Partner engagieren sich ehrenamtlich

an der Konzeption der EXPO in Berlin.

Ist das üblich?

Es ist ja in der Regel so, dass die Stadt

selbst ein Treiber hinter einem EXPO-Plan

ist. Dann stellt sie selbst ein Budget auf, eine

Abfrage von möglichen Sponsor- und

Unterstützungsleistungen gibt es dennoch

häufig. Im Berliner Fall ist die Initiative

eine private. Die Unternehmen, die mitarbeiten,

sehen den Sinn hinter der Vision.

In Gesprächen und Umfragen ist viel

Skepsis vorhanden. Berlin sei die letzte

Stadt für so ein Großprojekt, schon alltägliche

Dinge funktionierten nicht zuverlässig,

ist eine häufige Meinung. Wie

sehen Sie es?

Ich kann die Zweifel nachvollziehen,

auf mich wirken andere Städte häufig

professioneller aufgestellt. Da gibt es

eine klarere politische Richtung. In Berlin

richten wir 30er-Zonen ein, um den

Verkehr zu bremsen, dann wird die CDU

gewählt und die Straßen gehören wieder

den Autofahrer:innen. Zugleich ist

Berlin aber eine sehr plurale Stadt, was

gewisse Qualitäten und einen besonderen

Charme mit sich bringt.

Schönefeld ist laut dem regierenden

Bürgermeister Kai Wegner die bessere

Option als Main Venue. Sie halten weiterhin

am Standort Tegel fest?

Tegel ist ein historischer Ort, der durch

die Luftbrücke mit Symbolkraft aufgeladen

wurde. Zudem steht das Gelände

im Fokus, weil die Stadt Berlin selber

hier etwas Großes vorantreibt: die

Urban Tech Republic. Allerdings ist das

Projekt ins Stocken geraten, weil die Finanzierung

fehlt. Die EXPO könnte hier

einen Push leisten, die Anbindung durch

das Großevent könnte bezahlt werden.

Nach einer potenziellen EXPO hätte das

Gelände aus unserer Sicht alle Voraussetzungen

für die Zukunft.

Würden Sie sagen, dass das dezentrale

Konzept der EXPO in Berlin die Planung

eher vereinfacht oder verkompliziert?

Ich kann nicht unbedingt sagen, dass es

vereinfacht wird, aber ich glaube, dass

der Benefit deutlich größer ist! Man denke

an die Olympischen Spiele 2024 in Paris.

Die haben einen totalen Hype in der Bevölkerung

ausgelöst. Vorher gab es noch

diese Gelbwesten-Aktionen und das

Event hat die Pariser Bevölkerung wieder

zusammengebunden, hat deutlich gemacht,

wofür Paris steht. Also, das war

eine sehr, sehr schöne Stimmung. Und

das wirkt nach. Sowas in der Art können

wir in Berlin mit der EXPO auch erreichen.

Kritiker:innen befürchten, die EXPO

könnte Berlin weiter verdichten und

Umweltprobleme sowie Gentrifizierung

verschärfen. Wie stehen Sie dazu?

Solche Sorgen sind total nachvollziehbar.

Airbnb ist in vielen europäischen

Städten ein großes Problem, dem muss

man vor so einer großen Veranstaltung

einen Riegel vorschieben und Regeln

konsequent durchsetzen. Nachhaltigkeit

bedeutet für mich nicht nur Abfallwirtschaft

oder Reduzierung der CO2-Belastung,

sondern auch gesellschaftliche

Nachhaltigkeit. Das, was man bei den

Olympischen Spielen in Paris erlebt hat,

zeigt, wie öffentlicher Raum Zusammenhalt

fördern kann. An solchen Orten entsteht

Vertrautheit mit Unvertrauten, und

genau dieser gesellschaftliche Zusammenhalt

ist für mich das größte Anliegen

bei so einem Event wie der EXPO.

Wie bewerten Sie das politische und

öffentliche Gegeneinander-Ausspielen

von Olympischen Spielen und Expo? Ist

es wirklich realistisch, dass Berlin beides

stemmen könnte – oder aus planerischer

Sicht sogar sinnvoll?

Berlin ist eine Großstadt, und es irritiert

mich, dass die Meinung vorherrscht, dass

sie nicht alle fünf oder zehn Jahre eine

Großveranstaltung stemmen könne. Bei

Sportgroßereignissen würde diese Frage

kaum gestellt. Wenn man Infrastruktur

frühzeitig vorbereitet und Synergien klug

plant, können sich EXPO und Olympia

gegenseitig stärken. Die entscheidende

Frage ist weniger die Machbarkeit als der

gesellschaftliche Rückhalt. Internationale

Gremien schauen sehr genau darauf, wie

groß die Unterstützung innerhalb der Bevölkerung

ist. Genau daran hapert es in

Berlin derzeit. Statt Begeisterung früh

aufzubauen, wurde politisch zu zögerlich

kommuniziert – und das schwächt

am Ende jede Bewerbung.


Weil’s um

mehr als

Geld geht ...

...nämlich

um mich!

Wir unterstützen den Wasserfreunde Spandau 04 e.V.,

der jungen Menschen Schwimmen beibringt. Und Neo,

damit auch sein Sparschwein Oberwasser hat.


Berliner Sparkasse:

Engagiert für Engagierte

Gemeinsam für Berlin

Berlin ist bunt, vielfältig und steckt voller Energie.

Überall in der Stadt übernehmen Menschen Verantwortung

für die Gesellschaft. Sie setzen sich für

ein gutes Miteinander ein, für Chancengleichheit,

Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Sie machen

Berlin lebenswerter, sorgen dafür, dass die Stadt

offen und vielfältig bleibt, sich aber auch weiterentwickelt

für eine gute Zukunft. Als Teil der Berliner

Wirtschaft und Stadtgesellschaft übernimmt

auch die Berliner Sparkasse Verantwortung und

fördert viele Projekte und Initiativen – vor allem,

indem wir die Engagierten in ihrem Einsatz für die

Gemeinschaft bestärken. Denn Gemeinschaft ist

das, was unsere Gesellschaft ausmacht.

Ob das der Verein ist, der Frauen mit Migrationshintergrund

Radfahren beibringt und ihnen damit

zu mehr Freiheit und Souveränität verhilft, der

Bau zweier Katzenstuben im Tierheim Berlin, die

Füchse Berlin, das „Theater der Erfahrungen“, das

älteren Menschen und ihren Themen eine Bühne

gibt oder die Kooperationen mit verschiedenen

Hochschulen, um die Gründungskultur in Berlin

zu stärken – jedes der rund 700 Projekte, die wir

jährlich mit insgesamt rund 6 Millionen Euro

unterstützen, ist gleichermaßen wichtig. Es sind

echte Herzensprojekte, die auf unsere Zukunft

und auf unser Zusammenleben in Berlin einzahlen.

Berlin hat viel zu bieten und zieht Menschen aus

der ganzen Welt an. Berlin verändert sich, entwickelt

sich weiter. Und die Berliner Sparkasse

setzt sich dafür ein, dass unsere Stadt ihre Strahlkraft

auch in Zukunft entfaltet. Eine gemeinsame

Vision, der Wille, zusammen eine moderne, zukunftsgewandte

Stadt zu schaffen, kann eine


positive Kraft entfalten. Deshalb setzen wir uns

auch dafür ein, verschiedene Großveranstaltungen

wie die Internationale Bauausstellung, die Expo

2035 oder die Olympischen Spiele 2040 oder

2044 in Berlin auszurichten. So unterstützen wir

etwa schon von Anfang an als Partnerin Global

Goals. Die Initiative will die Weltausstellung 2035

nach Berlin holen und verknüpft das mit einem

Fahrplan, wie die Hauptstadt bis dahin alle UN-

Nachhaltigkeitsziele erreichen kann. Das ist ein

ehrgeiziges Ziel, aber es kann der ganzen Stadt als

Ansporn dienen, um Berlin zu einer klimaneutralen

und lebenswerten Stadt der Zukunft zu machen,

mit Modellcharakter für andere Metropolregionen.

Gleichzeitig könnte sie den Grundstein legen für

weitere Großveranstaltungen wie Olympia.

Nachhaltige Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung

und Bau beleben die Wirtschaft, kämen

aber vor allem auch den Berlinerinnen und Berliner

zugute. Also uns allen. Daher: Wir. Gemeinsam für

Berlin.


Eine Vision

schlägt Wurzeln


GASTBEITRAG

28 | 29

In einer gemeinsamen Aktion von

Global Goals für Berlin e.V. und dem

Unternehmen Field Ads entstand

etwas im wahrsten Sinne des

Wortes Großartiges: Die Botschaft

„EXPO 2035 Berlin“ in rund zwanzig

Meter großen Buchstaben

EIN GASTBEITRAG VON: STEFANIE FAHR

Mit der Bewerbung um die EXPO 2035

möchte Berlin die Innovationskraft der

Bundeshauptstadt und ganz Deutschlands

sichtbar machen. Dabei spielen

nachhaltige, zukunftsorientierte Konzepte

eine zentrale Rolle. Ein Beispiel für ein

Unternehmen der Werbebranche, das

neue Wege in der Außenwerbung erprobt

und dabei Nachhaltigkeit mit Reichweite

verbindet, ist die Firma Field Ads.

Field Ads ist ein junges Unternehmen,

das sich auf pflanzliche Feldwerbung

spezialisiert hat. Das heißt, riesige

Botschaften werden auf landwirtschaftlichen

Flächen und rein aus Pflanzen angelegt.

Das Unternehmen bietet Werbefelder

in der gesamten D-A-CH-Region

an, bevorzugt in Einflugschneisen

und an Hängen neben viel befahrenen

Straßen. Field Ads übernimmt sämtliche

Schritte, von der Standortsuche über die

Aussaat bis hin zur Pflege der Werbefelder

über mehrere Monate. Ergänzend

wird die Entwicklung mit Fotos und

Drohnenvideos festgehalten, die dann

vielfältig für andere Medien verwendet

werden können.

„Als ich von Global Goals für Berlin

e.V. und der Initiative erfahren habe, war

ich sofort begeistert“, erinnert sich Stefanie

Fahr, Geschäftsführerin von Field Ads.

„Besonders der Umstand, dass die EXPO-

Bewerbung nicht von oben initiiert, sondern

aus der Gesellschaft heraus vorangetrieben

wird, hat mich dazu motiviert,

meinen Teil dazu beizutragen.“

SICHTBAR NACHHALTIG

So reifte die Idee eines EXPO-Feldes

als Zeichen für die gemeinsame Vision:

nachhaltige Innovationen sichtbar machen.

Ende September 2025 war es

dann soweit. Die Aussaat der pflanzlichen

Botschaft erfolgte mittels moderner

Landtechnik mit GPS-Technologie.

Damit konnte die zuvor digital geplante

Grafik präzise und maßstabsgetreu auf

dem rund 12.650 Quadratmeter großen

Feld bei Würzburg ausgesät werden.

Für die Buchstaben wurde ein dunkel-

blättriger Kohl verwendet und für den

Hintergrund hellgrüner Ölrettich. Insgesamt

wurden etwa 1,3 Millionen Saatkörner

gesät.

Drei Wochen nach der Aussaat waren

bereits erste Konturen der Buchstaben

zu erkennen und nach acht Wochen

war das Feldlogo gut sichtbar.

Das Projekt zeigt, wie sich aufmerksamkeitsstarke

Kommunikation und

Landwirtschaft miteinander verbinden

lassen. Und wie diese Art der Kommunikation

nachhaltig im Einklang mit der

Umwelt funktioniert. Denn anders als

klassische Formen der Außenwerbung

hinterlässt pflanzliche Feldwerbung keinen

Müll und verbraucht keinen Strom.

Die Botschaften entstehen, verändern

sich und verschwinden schließlich wieder

– ohne Flächen zu versiegeln oder

Materialien zu hinterlassen.

Im Falle des EXPO-Feldes wurden

die Pflanzenreste Ende Dezember zerkleinert

und in die Erde eingearbeitet,

damit sie dort verrotten und Humus für

die nächste Vegetationsperiode bilden.

„Wir haben für die Aktion ganz bewusst

die Herbst- und Wintermonate gewählt,

um mit dem Werbefeld nicht die Nahrungsmittelproduktion

des Landwirts zu

stören“, so Fahr. „Er konnte im Sommer

2025 noch ernten und wird im kommenden

Frühjahr wieder Feldfrüchte

anbauen.“

Stefanie Fahr, Geschäftsführerin von Field Ads, kreiert reichweitenstarke Werbung ohne

Müll und Strom, www.field-ads.de


Gemeinsam

zur EXPO

Global Goals für Berlin e.V. will

die Stadt bis 2035 fit für die

Zukunft machen. Ein Update

Womit beschäftigt

sich Global

Goals für Berlin

e.V. gerade?

Neben unseren privaten und

institutionellen Mitgliedern sind

die vielen Projektbeteiligten

unsere wichtigsten Stakeholder.

Mit ihrer Arbeit tragen sie bereits

heute in der ganzen Stadt

zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele

(SDGs) bei und mit ihnen

gemeinsam transformieren

wir Berlin in den kommenden

zehn Jahren bis zur EXPO. Auf

unserer SDG-Map geben wir

ihnen in einem ersten Schritt

Sichtbarkeit. Darüber hinaus

sorgen wir auch dafür, dass sich

diese Akteur:innen kennenlernen,

durch monatliche Begegnungsformate

in einen regelmäßigen

Austausch kommen, sich

vernetzen und gemeinsame

Handlungsperspektiven entwickeln

können.

Impressum

Herausgeber: Global Goals für

Berlin e. V., Osloer Straße 115,

13359 Berlin, +49 30 85 99 46 143,

globalgoalsberlin.de

Vertreten durch: Daniel-Jan Girl

(Vorstand, V.i.S.d.P.)

Produktion: Tip Berlin Media Group

GmbH, Müllerstraße 12, 13353 Berlin,

+49 030 23 32 69 600, tip-berlin.de

Geschäftsführung: Robert Rischke

Redaktion: Stefanie Dörre

Rosanna Tadic (Ltg.)

Was ist als

nächstes geplant?

Ein digitaler Möglichkeitsraum

mit Crowdfunding-Funktion

zur Finanzierung von Projekten

ist gerade in der Entwicklung.

Damit möchten wir die Global

Goals Community stärken und

nachhaltig innovative Projekte

in eine beschleunigte Umsetzung

bringen. Außerdem

planen wir für den Frühsommer

eine Veranstaltung, auf der sich

viele Projektpartner:innen mit

ihrer Arbeit den interessierten

Berlinerinnen und Berlinern vorstellen

können – mehr Infos

dazu in der nächsten Ausgabe

von EXPO 2035 Berlin.

Welche Projekte

können sich beteiligen?

Partner werden können engagierte

Initiativen, Organisationen

und Unternehmen, die wirkungsvoll

zur Umsetzung der 17

SDGs beitragen. Damit Projekte

Teil der Global Goals Berlin

Community werden können,

müssen einige Voraussetzungen

erfüllt sein, unter anderem,

dass ihre Umsetzung bereits

begonnen hat. Mehr Infos gibt's

unter www.globalgoalsberlin.

de/projekte.

Autor:innen: Rosanna Tadic, Stefanie Fahr,

Christine Brummer, David Rhotert, Arup

Host City Team Berlin/London mit

Graft Architects und Lava Architects

Grafik: Tobias Meyer

Druck: Möller Pro Media® GmbH

Gedruckt auf Recycling 100% Altstoff

Hinweis: Der Verein Global Goals für Berlin

e. V. ist eingetragen als gemeinnütziger

Verein (nach § 60a Abs. 1 AO festgestellt,

Voraussetzungen nach §§ 51, 59, 60 und 61

AO erfüllt) beim Amtsgericht Charlottenburg

im Vereinsregister unter VR 39989 B.

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Bildnachweise

Global Goals für Berlin e.V.

Osloer Straße 115, Wedding,

13359 Berlin

Tel. 030/85 99 46 143

E-Mail:

info@globalgoalsberlin.de

globalgoalsberlin.de

Cover: Global Goals für Berlin e.V. Fotos: S.3: Global Goals für Berlin e.V. S.4: Mak

S.6: Raumlabor Berlin/Victoria Tomaschko S.7: Garance Maurer/Floating e.V., Kiezattacke (2)

S.8: Orchester des Wandels, Daniel Haeker, Manuela Clemens, Peter Simons S.9: ReCircle

Impact (2), Förderverein des Neue Energien Forum Feldheim e.V., Energiequelle GmbH

S.10: Femride, Helen Nicolai Business Portraits S.12: Viva la Wald GmbH, WBRE Waterbound

Real Estate Berlin GmbH S.13: Goerzwerk, Bolt, Green City Solutions GmbH, Energieservice

Kleebaum, BeWunder, ESCP Business School S.14: PadelBros GmbH, Wachschutz Berlin, Beta

Realities GmbH, Sammler Usinger, Dennis Williamson, mkk / Meine Krankenkasse

S.15: Patricia Haas/Buerohauser, Capa Vista, Ruby Watts, Nell Killius, Fotostudio Urbschat Berlin

S.16: Malina Ebert S.18: Global Goals für Berlin e.V. S.21–23: Arup S.24: Thomas Graham/Arup

S.28–29: Field Ads S.30: der-gottwald.de


Mission

possible

machen.

Made by Alle.

Made for Uns.

Mach Berlin zur Weltausstellung.

Jetzt mitmachen für eine EXPO 2035

in Berlin: globalgoalsberlin.de


Wärmewende

in Berlin

Wärme, die verbindet – und Zukunft schafft. Mit unserer Fernwärme treiben wir die

Wärmewende voran und machen Berlin gemeinsam Schritt für Schritt klimaneutral*.

Mehr erfahren über die Wärmewende in

Berlin und unseren vielfältigen Maßnahmen.

↗ www.bew.berlin/wärmewende

Hauptstadt. Wärme. Zukunft.

* Im Sinne des § 31 Wärmeplanungsgesetz.

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