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23. Februar 2026

- Scheidung auf Raten: KFG-Obmann Pascuttini will Partei wechseln, Chefin Schönbacher hält an ihm fest - Rahmenplan für Areal um Rösselmühle steht - Der Grazer Buchkogel wird zum Sperrgebit

- Scheidung auf Raten: KFG-Obmann Pascuttini will Partei wechseln, Chefin Schönbacher hält an ihm fest
- Rahmenplan für Areal um Rösselmühle steht
- Der Grazer Buchkogel wird zum Sperrgebit

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Grazer23. FEBRUAR 2026, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

10°

Morgen bleibt

es in Graz

zwar bedeckt,

die Temperaturen

liegen aber

bei bis zu angenehm frühlingshaften

10 Grad.

Plan steht

Das Areal rund um die Rösselmühle soll

ein Raum für Kultur, Soziales, Bildung

und Gewerbe werden. 4

Baum fällt

Der Schneesturm am Freitag entwurzelte

hunderte Bäume am Buchkogel.

Dieser ist nun Sperrgebiet. 4

KFG-Obmann Pascuttini will Partei wechseln,

Chefin Schönbacher hält an ihm fest

Scheidung

auf Raten

KFG, FISCHER, KK

Wahl-Wahnsinn. Nur vier Monate vor der Gemeinderatswahl am 28. Juni verkündete KFG-Obmann Alexis Pascuttini, dass er für die Neos

kandidieren will. Seine Chefin Stadträtin Claudia Schönbacher will trotzdem an ihm festhalten und rettet damit den KFG-Klubstatus. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 23. FEBRUAR 2026

Die Hitzezunahme hat sich in Europa

im Vergleich verzehnfacht. GETTY

Revolutionäre

Hitze-Studie

■ Wie stark nehmen Hitze,

Überschwemmungen, Dürre

und Stürme durch den menschengemachten

Klimawandel

zu? In einer bahnbrechenden

Arbeit hat Klimaforscher Gottfried

Kirchengast mit seinem

Team an der Universität Graz

eine neue Methode zur Berechnung

von Gefahren durch

Extremereignisse entwickelt: In

beliebigen Regionen weltweit

können damit alle wichtigen

Gefahrengrößen für Ereignisse

wie Hitzewellen, Hochwasser

und Dürren berechnet werden,

und das mit bisher unerreichtem

Informationsgehalt. In

einer Anwendung für Europa

fanden die Forschenden eine

rund zehnfache klimawandelbedingte

Verstärkung der Hitzeextreme

in den letzten Jahrzehnten.

Die im Fachjournal

Weather and Climate Extremes

erschienene Studie schafft auch

die Basis für eine bessere Quantifizierung

der Schäden.

„Wir fanden heraus, dass sich

die Gesamtextremität der Hitze

in Österreich und den meisten

Regionen Zentral- und Südeuropas

im aktuellen Klimazeitraum

2010 bis 2024 im Vergleich

zu 1961 bis 1990 um rund das

Zehnfache verstärkt hat. Dazu

beigetragen haben Zunahmen

sowohl in der Häufigkeit und

Dauer der Hitzeereignisse als

auch im Ausmaß der Schwellenwertüberschreitung

und der

räumlichen Ausdehnung“, erklärt

Kirchengast. „Diese massive

Verstärkung reicht weit über

ihre natürliche Variabilität hinaus

und zeigt den Einfluss des

menschengemachten Klimawandels

in einer Eindeutigkeit,

wie ich sie selber bisher noch

nicht gesehen habe.“

Pascuttinis Flirt

mit den Neos

bringt KFG in

Erklärungsnot

KFG-Chefin Claudia Schönbacher will mit Alexis Pascuttini zusammenarbeiten, der Klubstatus bleibt erhalten. KK

KURIOS. Vier Monate vor der Gemeinderatswahl hat KFG-Klubobmann

Alexis Pascuttini bekanntgegeben, zu den Neos wechseln zu wollen. KFG-

Chefin Claudia Schönbacher will den Wahlkampf trotzdem mit ihm führen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Der Termin für den Gemeinderatswahlkampf

wurde gerade erst am

Freitag bekanntgegeben und

schon erleben wir das erste so

auch noch nie da gewesense

kuriose Wahlkampf-Schmankerl:

KFG-Klubobmann Alexis

Pascuttini hat angekündigt,

sich bei den Neos zur Wahl zu

stellen. Nur vier Monate vor der

Gemeinderatswahl am 28. Juni

eigentlich ein Nackenschlag für

seine Fraktion. KFG-Stadträtin

Claudia Schönbacher gibt sich

hingegen überraschend gelassen:

„Das ist seine persönliche

Entscheidung, die er mir auch

schon vor längerem mitgeteilt

hat. Wir werden wie geplant weiter

zusammenarbeiten.“

Klubstatus in Gefahr

Wie das im Detail funktionieren

soll, mit einem Klubchef in

den Wahlkampf zu ziehen, der

mit dem Kopf schon bei einem

direkten Konkurrenten ist, lässt

Schönbacher unbeantwortet.

„Wir haben noch viele inhaltliche

gemeinsame Ziele, die wollen

wir gemeinsam erreichen.

Wir werden gemeinsam auf die

Wahl hinarbeiten.“

Ein Hintergrund hinter diesem

doch unüblichen und überraschenden

Treueschwur könnte

die Klubförderung sein. Sollte

Pascuttini von der KFG aus dem

Klub ausgeschlossen werden,

würde man um diese nämlich

umfallen, da man nur noch zwei

Mandate im Gemeinderat innehätte.

Davon will Schönbacher

aber nichts wissen: „Die Klubförderung

hat mit der Entscheidung

nichts zu tun.“ Auch mögliche

Unvereinbarkeiten schlägt sie in

den Wind: „Auch wenn Pascuttini

immer wieder einmal in den

Medien war: Ich bin die Spitzenkandidatin.

Ich war immer und

bin auch weiterhin das Gesicht

des KFG! Ich bin bei den Bürgern

gewesen, mich kennen sie. Und

das wird sich nicht ändern.“

Neos zurückhaltend

Neos-Landessprecher Niko

Swatek wurde von Pascuttinis

Wechsel-Absichten überrascht:

„Damit habe ich nicht gerechnet,

aber ich freue mich darüber, dass

er uns als starke Wirtschaftspartei

einordnet, das ist grundsätzlich

ein gutes Zeichen.“

Bei der Wahlnominierung Pascuttinis

zeigt sich Swatek aber zurückhaltender:

„Jeder, der seinen

Hauptwohnsitz in Graz hat, darf

sich in der ersten Stufe bei uns

der allgemeinen Online-Abstimmung

stellen.“ Dass Pascuttini

sich bei der FPÖ und jetzt beim

KFG nicht gerade als Teamplayer

verhalten hat, macht Swatek keine

großen Sorgen: „In der zweiten

Stufe wird unser vierzehnköpfiger

Vorstand aus Land und

Bund alle inhaltlichen Kriterien

bewerten. Also die Online-Wahl

und jene der Mitglieder zählen

nicht alleine.“


23. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 3

Champ sucht

eine Familie

Grazer

Pfoten

Bürgermeisterin Elke Kahr, Stadtrat Manfred Eber und Holding Graz CEO

Gert Heigl (v.l.) freuen sich über das Ergebnis.

CHRISTIAN JUNGWIRTH, KANIZAJ, FOTO FISCHER

Zufrieden mit Holding

■ Die Holding Graz hat die Ergebnisse

der Kundenzufriedenheitsanalyse

2025 veröffentlicht.

Durchgeführt wurde diese von

m(Research. Der kommunale

Dienstleister konnte die allgemeine

Zufriedenheit halten und

in mehreren Bereichen steigern.

99 Prozent der rund 900 befragten

Personen gaben an, die Holding

Graz zu kennen. Die Gesamtzufriedenheit

verbesserte sich auf

die Note 1,8 – nach 1,9 im Jahr

2024 und 2,0 in den Jahren 2023

und 2022. Besonders positiv bewertet

wurden die Sparten Infrastruktur

und Energie, Wasserwirtschaft

und Abfallwirtschaft.

Auch die Graz Linien konnten einen

Aufwärtstrend verzeichnen.

„Dass die Menschen die Leistungen

der Holding Graz über

alle Bereiche hinweg so positiv

bewerten, ist vor allem den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern

zu verdanken“, betont Finanzund

Beteiligungsstadtrat Manfred

Eber.

Champ mag keine anderen Hunde oder Katzen.

Champ ist sehr freundlich

und aufgeschlossen gegenüber

Menschen. Er geht gerne

spazieren und liebt es, sich

auszutoben. Der Rüde kann

aber auch stur sein, vor allem

wenn die Spielzeit zu Ende

geht oder er seinen Ball abgeben

muss. Er sucht daher eine

Familie mit Rasseerfahrung,

die ihm viel Auslauf bietet.

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4 graz

www.grazer.at 23. FEBRUAR 2026

Bertram Werle, Elke Kahr, Judith Schwentner und Bernd Schrunner stellten

heute den Rahmenplan für die Rösselmühle vor (v.l.).

STADT GRAZ/FISCHER

Rahmenplan für Areal

um Rösselmühle steht

RÖSSELMÜHLE. Das Areal soll ein Raum für

Kultur, Soziales, Bildung und Gewerbe werden.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Am heutigen Montag stellten

Bürgermeisterin Elke

Kahr, Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner, Stadtbaudirektor

Bertram Werle

und Bernd Schrunner von der

Stadtbaudirektion ein Zukunftsbild

für das Areal Rösselmühle

und der Postgarage vor.

Rahmenplan

Ziel der Stadt ist es, einen Raum

für Kultur, Soziales, Bildung und

kleinteiliges Gewerbe zu schaffen.

Dazu sollen maximal drei

Fünftel des Areals für Wohnflächen

und mindestens zwei Fünftel

für andere Zwecke genutzt

werden. Es sollen rund 5.000 m²

zusätzliche öffentliche Grünflächen,

qualitative öffentliche

Freiräume sowie durchgängige

Fuß- und Radwege geschaffen

werden. Auch der Mühlgang soll

für die Bevölkerung erlebbar ge-

macht werden. Um den Bestand

und die Identität des Areals zu

bewahren, soll seine historische

Substanz integriert werden, die

denkmalgeschützte Postgarage

erhalten bleiben und die Voraussetzungen

zum Erhalt des

Mühlengebäudes geschaffen

werden. Der Rahmenplan soll

im März beschlossen werden.

„In den vielen Beteiligungsformaten

wurde deutlich, wie

wichtig dieses Areal für den Bezirk

ist und wie groß der Wunsch

nach einer guten, durchdachten

Entwicklung ist. Zahlreiche

Rückmeldungen und konkrete

Anliegen sind in die Planung

eingeflossen. Gries ist ein Bezirk

mit großer Vielfalt und viel

Potenzial. Umso wichtiger ist

es, dass der Rahmenplan die

Interessen der Öffentlichkeit

an mehr Grünraum, vielfältigen

Nutzungsmöglichkeiten

und höherer Lebensqualität sichert“,

so Vizebürgermeisterin

Schwentner.

Am vergangenen Freitag stürmte es auch in Graz. Der patzige Schnee war

vielen Bäumen zu schwer. Entwurzelt liegen sie nun am Buchkogel. KK

Achtung!

Der Grazer Buchkogel

wird zum Sperrgebiet

WALD. Der Schneesturm entwurzelte Bäume

am Buchkogel, die nun Wege blockieren.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Der Schneesturm zog

auch am Buchkogel

nicht spurlos vorüber.

Zahlreiche entwurzelte Bäume

versperren die Wanderwege.

Wir haben bei Thomas Disep

vom Referat Forst der Stadt Graz

nachgefragt.

Sperre

„Beinahe alle Wander- und Zugangsmöglichkeiten

am Buchkogel

sind betroffen, sodass

die Aufarbeitung der Schäden

umgehend begonnen werden

muss“, bedauert Disep. Dazu

muss ab voraussichtlich Dienstag,

dem 24. Februar, eine Vollsperre

– ein sogenanntes befristete

Forstliche Sperrgebiet – des

Waldes eingerichtet werden.

„Das Betreten derartiger forstlicher

Sperrgebiete ist, streng

verboten, denn es herrscht Lebensgefahr“,

betont der Leiter

des Referats Forst. Die Waldbesucher

des Buchkogels werden

also darum gebeten, das Sperrgebiet

nicht zu betreten. „Das

Team der GBG Forst ist bemüht,

die Aufarbeitungen möglichst

rasch abzuschließen und damit

die Sperrdauer kurz zu halten“,

so Gisep. Die Sperre wird voraussichtlich

drei Wochen dauern.

In der Nacht von Donnerstag

auf Freitag kam es in der Steiermark

zu starken Schneestürmen.

In Folge führten „umgestürzte

oder stark beschädigte

Bäume, Schneebruch sowie

herabgerissene Leitungen zu

Verkehrsbehinderungen und

Stromausfällen“, erklärt Disep.

„Der Schaden beträgt rund einen

Hektar, verteilt auf eine

Vielzahl von Schadflächen. Der

Buchkogel hat eine Gesamtfläche

von 300 Hektar, sodass

aus forstlicher Sicht von einem

geringen Schaden gesprochen

werden kann.“

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr

8 bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Sabrina Naseradsky

(0664/80 666 6538), Dorian Krois (0664/80 666 6533), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/ 80 666 6528) | PRODUKTION:

Burkhard Leitner, Joanna Mandl | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 171.043 (der Grazer, wö. ÖAK 2.HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


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6 graz

www.grazer.at 23. FEBRUAR 2026

Grazia Patracia führte scharfzüngig und humorvoll

durch den Abend - Gesangseinlagen inklusive.

Geschäftsführer der RosaLila PantherInnen

und Veranstalter Joe Niedermayer.

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (l.) war

mit Leonore Gewessler in Ballstimmung.

35. Tuntenball

Alle Fotos auf

www.grazer.at

Grand Bordell Tuntenball:

Der bunteste Ball des Jahres

VIELFALT. Mehr als 2.000 Menschen verwandelten beim 35. Tuntenball den Congress in eine schillernde

und bunte Ballnacht und feierten Vielfalt, Gemeinschaft und Freiheit.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Perücken in allen Farben,

schillernde Masken, Ballons,

dazu Leder, Ketten

und jede Menge Extravaganz:

Unter dem Motto „Grand Bordell

Tuntenball“ verwandelte der 35.

Tuntenball den Congress in ein

Meer aus Ausdruck, Kreativität

Drag Race-Finalistin Lilly Hightower

(r.) war mit ihrem Pagen am Ball.

und Lebensfreude. Im Zentrum

stand eine klare Botschaft: Jeder

Mensch ist genau richtig, so

wie er ist. Vielfalt ist keine Bedrohung,

sondern eine Bereicherung.

„Wir müssen sichtbar

bleiben – um der Gesellschaft zu

zeigen: Wir sind hier, wir stehen

für uns ein, und wir werden immer

Teil dieser Gesellschaft sein“,

betonte Grazia Patricia.

Alfons Haider sorgte mit seinem Drag-

Look für eine große Überraschung.

„Es ist in Wahrheit nicht möglich,

am Tuntenball alles zu sehen.

Während man sich an einem Ort

in eine Show verliebt, verpasst

man ein paar Meter weiter drübene

eine andere, die vielleicht

noch besser ist“, erklärt Joe Niedermayer,

Veranstalter des Tuntenballs

und Vorsitzender der

RosaLila PantherInnen.

Zu den Höhepunkten des

Abends gehörte die Verleihung

des Tuntenball

Courage Award. Dieser

ging heuer an die Initiative

Heublumen, die

sich seit 2023 für

queeres Leben und

Sichtbarkeit abseits

urbaner Zentren

engagiert.

Ein weiterer Fixpunkt

den man

nicht verpassen

durfte, war das Drag Race

Finale. Unter der Jury

befanden sich Metamorkid,

Miss Ivanka

T., Orchidea Luna,

Michi Skopek und

Billie Steirisch. Sie

bewerteten die Auftritte der

drei Finalisten Lilly Hightower,

XTZ Lamborghini und

Barbara Barbara Barbara.

Schließlich konnte sich XTZ

Lamborghini den Sieg sichern.

Mit dabei waren unter

anderem Vizebürgermeisterin

Judith

Schwentner,

Stadtrat Robert

Krotzer, Abgeordnete

zum Nationalrat

Leonore

Gewessler.

Miss Jodie Fox

wurde in flagranti

erwischt

und hatte ein

Kleid in Bettdeckenoptik

an.

FEDOROVA (6)


23. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 7

Nicht mehr gratis arbeiten

AUSGLEICH. Am heutigen 23. Februar ist der steirische Equal Pay Day, also jener Tag, an dem die steirischen Frauen

nicht mehr gratis arbeiten. Wenn so weitergemacht wird, werden wir Equal Pay erst 2043, also in 17 Jahren, erreichen.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Bereits am 11. Februar konnten

die Österreicherinnen

den Equal Pay Day „feiern“.

Bei den Steirerinnen hat es etwas

länger gedauert. Erst seit dem

heutigen 23. Februar arbeiten die

Steirerinnen nicht mehr gratis.

Wichtiges Thema

„Es gibt natürlich die rein berufliche

Situation, die sich in der Bezahlung

widerspiegelt, aber man darf nicht

übersehen was von Frauen zusätzlich

zu ihrer Berufstätigkeit noch

erwartet wird“, weiß Heide Bekhit,

Referentin Frauen & Gleichstellung

im Büro von Bürgermeisterin Elke

Kahr. Die Frauen werden auch heute

noch viel zu wenig entlastet. Die

Rolle, die ihnen traditionell zugedacht

wurde, ist nach wie vor gül-

tig. „Die Frauen übernehmen nach

wie vor die meiste Carearbeit. Wir

müssen die Frauen hier mehr freispielen“,

so Bekhit. Zudem macht

die Expertin auf einen Aspekt aufmerksam,

der viel zu wenig Beachtung

findet: „Wir sehen, dass wenn

in einer Branche der Frauenanteil

steigt, Löhne sinken. Hier braucht

es eine höhere Wertschöpfung für

die Leistung. Eine gelebte Gleichbehandlung.“

Auch die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie ist eine

Frage die sich hauptsächlich die

Frauen stellen müssen. Laut Bekhit

muss auch die Väterkarenz rechtlich

besser abgesichert werden, damit

beide Elternteile gleichberechtigt in

Karenz gehen können. Denn derzeit

können Unternehmen jederzeit

nein zur Väterkarenz sagen. Die Kinderbetreuung

ist ebenfalls ein Thema,

dass die Frauen mehr belastet,

als die Männer.

Heide Bekhit weiß, dass es nicht nur die Bezahlung und die berufliche Situation ist, die

Frauen belasten. Nach wie vor übernehmen vor allem Frauen die Carearbeit GETTY, STADT GRAZ/FISCHER

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8 graz

www.grazer.at 23. FEBRUAR 2026

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ clarissa.berner@grazer.at

Wohnungsbrand in

Grazer Bezirk Gries

■ Am Sonntag, dem 22. Februar,

kam es gegen 15 Uhr im Grazer

Bezirk Gries zu einem Zimmerbrand.

Laut der Notrufmeldung

befand sich zu jenem Zeitpunkt

eine Person in der Wohnung.

Durch ein geöffnetes Fenster

gelangten die Polizisten in die

Wohnung im ersten Stock. Der

59-jährige Bewohner konnte

die Wohnung zwar selbständig

verlassen, musste jedoch mit

Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung

ins LKH Graz eingeliefert

werden. Bis die Berufsfeuerwehr

eintraf, versuchten die Beamten

das Feuer zu löschen. Schließlich

konnte die Berufsfeuerwehr

den Brand rasch eindämmen.

Ersten Ermittlungen zufolge

dürfte der Brand durch einen

Kochtopf mit Frittieröl ausgelöst

worden sein. Es wurden keine

weiteren Personen verletzt.

Ein Mann wurde

aus LKW befreit

■ In der Nacht von Samstag auf

Sonntag, dem 22. Februar, kam

es in Graz-Umgebung zu einem

LKW-Unfall mit einer eingeklemmten

Person. Aus bisher

unbekannter Ursache kippte das

Lastkraftfahrzeug und versperrte

daraufhin die Straße. Da der

Sattelzug umgekippt war und

der Zugang zur eingeklemmten

Person durch Betonleitwände

blockiert wurde, musste das Zugfahrzeug

von den Leitwänden

weggezogen werden. Erst dann

konnte der Fahrer mit Hilfe eines

hydraulischen Rettungsgeräts

aus dem Inneren des LKW

befreit und in weiterer Folge der

Rettung übergeben werden. Neben

Rettung, Polizei, Asfinag und

Am

gestrigen

Samstagnachmittag

kam es in

Graz-Gries

zu einem

Wohnungsbrand.

BF GRAZ

einem Abschleppdienst waren

die Freiwilligen Feuerwehren

aus Lieboch, Steinberg bei Ligist

und Mooskirchen im Einsatz.

Großer Wegweiser

krachte auf Straße

■ Am Samstag, dem 22. Februar,

krachten kurz nach 22 Uhr in der

Grazer Triesterstraße Überkopfwegweiser

auf die Straße. Eine

Person musste vom Roten Kreuz

versorgt werden.

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graz 9

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mitdiskutieren

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Unmut

Wieso? Zerstört es denn das

Weltbild der Politiker, dass es

noch immer so viel Obdachlosigkeit

gibt?

Gitti Ks

* * *

Fraglich

Dabei spenden die Kahr und

ihre Freunde ihr eigenes Geld.

Wie kann es dann so etwas geben?

Noé Azoulay

* * *

Meinung

Man kann und darf niemandem

helfen, der keine Hilfe

annehmen will. Diese gezeigten

Obdachlosen wollen (dürfen-

Verbote?) nicht in Soziale

Unterkünfte.

Stephan Kraus

* * *

Wofür?

Und es müssen noch mehr

Wohnungen gebaut werden?

Da fragt man sich doch wirklich

für wen.

Thomas Kotnik

* * *

Appell

Dann ist das ein generelles

Versagen unserer Gesellschaft

und nicht einzelner politischer

Parteien und Gruppierungen,

da wir alle Menschen

sind und auch so handeln

sollten.

Ann Gabryele

* * *

Klar

Wenn man Kommunisten und

Grüne an die Macht wählt,

vermehrt sich das Elend von

ganz allein, hat jemand etwas

anderes erwartet?

Hannelore Haring

* * *

Frage

Das sind EU-Obdachlose, die

in der Innenstadt ihr Bett

aufgeschlagen haben. Der

Herr ist noch nicht so alt,

er könnte arbeiten gehen,

warum macht er das nicht?

Sylvia Brates

* * *

Traurig

Das ist der derzeitigen Landesregierung

geschuldet, die

hinten und vorne alle Sozialförderungen

streicht! Dass

diese armen Menschen in der

Stadt leben, wo es etwas zu

erbetteln gibt, und nicht irgendwo

im „Nichts“, ist wenig

verwunderlich!

Michael Metz

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Die Stadt

verliert die

Kontrolle

Die aktuelle Lage der Obdachlosen

in Graz ist drastisch.

Gemeinderat Markus Huber

fordert eine Lösung seitens der

Stadt. Nicht nur für Passanten ist

das Stadtbild befremdlich. Auch

eingefleischte Gastronomen haben

täglich damit zu kämpfen.

Aus dem Büro der Bürgermeisterin

heißt es, man muss sich keine

Sorgen machen. Unsere Leser

diskutieren darüber.

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10 graz

www.grazer.at 23. FEBRUAR 2026

Simone

Sill

Sportlerin

des

Wochenendes

Was diese Woche

im Sport passiert

■ Mittwoch: Die 99ers gehen in die letzten Spiele des Grunddurchgangs

der ICE Hockey League. Während die Playoffs längst fixiert sind,

haben die Grazer durch den Sieg am gestrigen Sonntag noch eine

Chance auf den ersten Platz. Am Mittwoch wartet eine Auswärtspartie

bei den Vienna Capitals. Um 19.15 Uhr beginnt das Spiel, es wird auf

ORF Sport + übertragen.

Am Freitag steht dann das letzte Heimspiel auf dem Programm, um

18.30 Uhr ist der VSV zu Gast.

Der Abschluss des Grunddurchgangs findet dann auswärts statt,

um 17.30 Uhr steigt die Partie bei den Black-Wings Linz

Bei beiden Partien war die Grazerin Topscorerin von UBI.

Die 27-Jährige war bei den Partien der

Grazer Basketballerinnen in Topform und

kürte sich gleich zwei Mal zur Topscorerin.

Kevin Conley

Der Neo-Grazer war beim Spitzenspiel

der 99ers gegen den

KAC ein wichtiger Bestandteil

der Mannschaft. Mit seinem

Treffer zum 3:2 sorgte er für

die Entscheidung im Duell.

Schlussendlich setzten sich die

Grazer mit 4:2 durch.

GEPA

Gleich zwei Partien standen

für die Damen von UBI Graz

am vergangenen Wochenende

auf dem Programm. Die Gegnerinnen

kamen dabei auch bei

beiden Partien aus der Bundeshauptstadt

in den Sportpark.

Am Freitag feierte UBI gegen das

Schlusslicht, Vienna United, mit

83:43 einen deutlichen Heimsieg,

am Sonntag konnte man

die Vienna Timberwolves mit

83:66 biegen.

Topscorerin war bei beiden

Partien Simone Sill und führte

UBI damit zu den Erfolgen, die

gleichzeitig das Heimrecht für

die Playoffs bedeutet. Der zweite

Platz in der Tabelle ist UBI nicht

mehr zu nehmen. Gegen Vienna

United schaffte Sill 16 Punkte,

sicherte sich zudem 7 Rebounds

und 2 Assists. Gegen die Timberwolves

waren es sogar 19 Punkte,

12 Rebounds und 1 Assist.

UBI-Coach Boris Virag zeigte

sich mit den Auftritten seiner

Truppe größtenteils zufrieden.

„Das Spiel gegen die starken

Timberwolves war auf keinen

Fall einfach, aber wir haben gezeigt,

dass wir über weite Strecken

eine tolle Energie und den

nötigen Fokus halten können.

Wir sind gut gelaufen, waren

mutig in der Offense und haben

defensiv sehr stark performt.“

Kommendes Wochenende

steht das vorerst letzte Turnier

in der WABA2 am Programm.

Gegen Podgorica (Sa. 16 Uhr)

und die BK Duchess (So. 17

Uhr) könnte man mit 2 Siegen

und Schützenhilfe der anderen

Teams sogar doch noch ins Final4

rutschen.

Weiters positiv aufgefallen sind:

Belmin Beganovic

Der Stürmer traf beim Duell

gegen Blau-Weiß Linz per Elfmeter

zum einzigen Treffer

der Partie und sicherte Sturm

damit den zweiten Platz in der

Tabelle. Aktuell liegt man zwei

Runden vor Punkteteilung zwei

Zähler hinter Salzburg.

■ Freitag: Für die Herren des UVC Graz wartet am Wochenende das

Final 4 des Cups in Amstetten. Die Kampfmannschaft tritt am Freitag

gegen Aich/Dob an, um 18 Uhr geht‘s los. Das mögliche Finale findet

am Samstag statt, an diesem Tag kämpft auch die zweite Mannschaft

um einen Erfolg im neuen AVL 2 Cup. Dort geht es im Finale um 14.30

Uhr gegen die Mühlviertel Volleys.

■ Samstag: Nach der Niederlage am vergangenen Samstag wartet

auf die HSG Graz gleich das nächste Derby. Um 19 Uhr geht es im

Sportpark gegen die Bruck/Trofaiach Füchse.

■ Samstag: Auch der UBSC Graz tritt am gleichen Tag gegen Obersteirer

an. Ebenfalls um 19 Uhr müssen die Basketballer nach Kapfenberg.

■ Samstag: UBI Graz bestreitet in der WABA2 das letzte Turnier. Am

Samstag ist Podgorica der Gegner, am Sonntag Klosterneuburg.

■ Sonntag: Die Grazer Fußballclubs sind beide am Sonntag gefordert.

Der GAK empfängt im Stadion Liebenau Ried, Sturm muss

auswärts beim WAC bestehen. Beide Partien werden um 17 Uhr

angepfiffen.

Freitag,

18.30 Uhr:

99ers vs. VSV

Lukas Haudum und Co. wollen in der letzten Woche des Grundurchgangs die Tabellenspitze

angreifen. Am Freitag spielen die 99ers noch einmal zuhause.

GEPA


23. FEBRUAR 2026 www.grazer.at

graz 11

Ausblick

Was am Dienstag

in Graz wichtig ist

■ Der 19. März wird in der Steiermark seit dem 12. Jahrhundert als Gedenktag

zur Verehrung des Heiligen Josef begangen. 1654 hat Kaiser

Ferdinand III. Josef zum Patron unseres Landes erklärt – seit diesem

Jahr feiern wir den sogenannten „Josefitag”. Diesen möchte die Landesregierung

jetzt wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Am morgigen

Dienstag präsentiert Landeshauptmann Mario Kunasek ein Programm

unter dem Motto „Steirer feiern – Josefitage in der Steiermark”.

■ Der Angriffskrieg gegen die Ukraine jährt sich zum vierten Mal. Am

Hauptplatz findet deshalb um 18 Uhr eine Kundgebung statt. Es sprechen

etwa Konsul Friedrich Möstl oder Vizebürgermeisterin Judith

Schwentner. Musikalische Umrahmung gibt‘s von Marianna Tysevych,

Vitaly Sen und den ukrainischen Chören „Kolo“ und „Koloryt“.

■ Deutsch lernen und gleichzeitig verstehen, wie Demokratie in Graz

funktioniert: Mit diesem Ziel stellt Integrationsstadtrat Robert Krotzer

eine neue Publikation mit Lernunterlagen vor.

■ Der Arbeitskreis Gesundheit und Pflege lädt gemeinsam mit KPÖ-

Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler zu einem offenen Pflege-Treffen

um 17.30 Uhr ins Volkshaus. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, sich

zu vernetzen und die nächsten gemeinsamen Schritte für bessere Arbeitsbedingungen

und eine sichere Pflege zu entwickeln.

Der Heilige Josef ist der Landespatron der Steiermark. Sein Feiertag am 19.

März soll ab heuer stärker in den Fokus rücken. Wie – klärt sich morgen. GETTY

■ An der Uni Graz und der TU Graz finden die International Welcome

Days für ausländische Studierende statt.

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