Fleisch&Markt 02/2026
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Glanz erstrahlte, wurde auch
das komple te Geschäftslokal
umgebaut. Eine Investition in
Geschmack, Regionalität und
Nac haltigkeit. Genauso wie
beim Thema Fleisch, setzte
der Steirer beim Renovie-
Fleischerei-
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la se sta Ma se: Mit a le mit Fleisch, un das handwerkliche
Tun haben mich mer In dieser Zeit ist der Betrieb stetig
KAILere in Murau selbstständig.
diesem Konzept hat sich
Fleischermeister Josef fasziniert“, erzählt Josef Kail gewachsen und hat sich in der
Kail in Murau eine treue sichtlich begeistert. Vor sieben Region gut etabliert“, zeigt sich
Sta mkundschaft aufgebaut – Jahren wagte der Fleischermeister
mit seiner „Kailerei“ den men, da sich unmi telbar neben
Josef Kail stolz auf sein Unterneh-
und zeigt, wie regionale K operation
wirtschaftlich funktionieren Sprung in die Selbstständigkeit dem historischen Hauptplatz in
ka n. „Das Fleischerhandwerk und ist seitdem Anlaufstele für Murau befindet. Nachdem zuerst
wurde mir sprichwörtlich in die Fleischgenießer aus nah und fern. der Küchenbereich i neuem
„Seit Februar 2019 bin ich mit NAHRUNGSMITEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Be ser
präzise.
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So schmeckt Ostern S 1
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Portrait: Die Kailerei S I
Von der Lake zum Schinken
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Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 2/2026
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Fleisch Markt
Tre fpunkt für
Direktvermarktung
Von 6. bis 9. März 2026 wird Wieselburg in Niederöste reich
erneut zum Zentrum der bäuerlichen Direktvermarktung.
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ie AB HOF – Spezialme se Dienstleistungen und praxisorientierten
Lösungen für land-
Landwirtschaft, Verarbeitung
ein direkter Dialog zwischen
für bäuerliche Direktvermarktung
– bringt wirtschaftliche Betriebe sowie und bewu sten Konsumenten.
Direktvermarkter, Produzenten in einen Konsumententeil, der Praxisnahe Vorträge, Workshops
un die Genu sakademie
und Genießer zusa men und zum Entdecken, Verkosten und
verbindet fachlichen Austausch Ke nenlernen regionaler Spezialitäten
einlädt. Dadurch entsteht – von Vermarktungstrategien
die Welt regionaler Lebensmitel.
und Betriebsentwicklung über
greifen aktuele Themen auf
mit genu svo len Einblicken in
Nac haltigkeit bis hin zur
handwerklichen Lebensmittelverarbeitung.
Sie verdeutlichen
die Vielfalt moderner
Die Me se gliedert sich einen
Fachbereich mit Produkten,
Direktvermarktung und
Fachme se und
Genu swelt vereint
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Portrait: Die Kailerei S I
Von der Lake zum Schinken
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Die Kailerei
Von Katrin Hammer
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lasse statt Masse: Mit allem mit Fleisch, und das handwerkliche
Tun haben mich immer In dieser Zeit ist der Betrieb stetig
KAILerei in Murau selbstständig.
diesem Konzept hat sich
Fleischermeister Josef fasziniert“, erzählt Josef Kail gewachsen und hat sich in der
Kail in Murau eine treue sichtlich begeistert. Vor sieben Region gut etabliert“, zeigt sich
Stammkundschaft aufgebaut – Jahren wagte Fleischermeister
mit seiner „Kailerei“ den men, das sich unmittelbar neben
Josef Kail stolz auf sein Unterneh-
und zeigt, wie regionale Kooperation
wirtschaftlich funktionieren Sprung in die Selbstständigkeit dem historischen Hauptplatz in
kann. „Das Fleischerhandwerk und ist seitdem Anlaufstelle für Murau befindet. Nachdem zuerst
wurde mir sprichwörtlich in die Fleischgenießer aus nah und fern. der Küchenbereich in neuem
Wiege gelegt. Ich bin in einer „Seit Februar 2019 bin ich mit der Glanz erstrahlte, wurde auch
Fleischerei aufgewachsen und
das komplette Geschäftslokal
hatte von klein auf Berührung
umgebaut. Eine Investition in
Handwerk. Schon früh
Geschmack, Regionalität und
war für mich klar, dass ich diesen
Nachhaltigkeit. Genauso wie
Weg einschlagen möchte – beim Thema Fleisch, setzte
Arbeit mit Lebensmitteln, vor
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Kail in Murau eine treue
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und zeigt, wie regionale Kooperation
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kann. „Das Fleischerhandwerk
wurde mir sprichwörtlich in die
Wiege gelegt. Ich bin in einer
Fleischerei aufgewachsen und
hatte von klein auf Berührung
mit dem Handwerk. Schon früh
war für mich klar, dass ich diesen
Weg einschlagen möchte – die
Arbeit mit Lebensmitteln, vor
allem mit Fleisch, und das handwerkliche
Tun haben mich immer
fasziniert“, erzählt Josef Kail
sichtlich begeistert. Vor sieben
Jahren wagte der Fleischermeister
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Portrait: Die Kailerei S I
Von der Lake zum Schinken
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Von 6. bis 9. März 2026 wird Wieselburg in Niederösterreich
erneut zum Zentrum der bäuerlichen Direktvermarktung.
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die Welt regionaler Lebensmittel.
Fachmesse und
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Die Messe gliedert sich in einen
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Lösungen für landwirtschaftliche
Betriebe sowie
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Von der Lake zum Schinken
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Fleisch Markt
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und bewussten Konsumenten.
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und die Genussakademie
greifen aktuelle Themen auf
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Seite II, 2/2026
Fleisch Markt
Coverstory
Editorial
von Kurt
& Michael
Heinz
Ran an die Theke!
Der März bringt für Fleischer und fleischverarbeitende Direktvermarkter
eine entscheidende Phase zwischen Fastenzeit
und Ostergeschäft. Während leichtere Produkte und kleinere
Portionsgrößen gefragt sind, laufen im Hintergrund bereits die
Vorbereitungen für Schinken, Selch- und Bratenspezialitäten auf
Hochtouren. Jetzt zählt saubere Planung: Rohstoffdisposition,
Personalorganisation und eine klare Sortimentsstrategie bestimmen,
wie erfolgreich das Frühjahr wird.
Gleichzeitig rückt ein Branchentreffpunkt in den Fokus, der
längst mehr ist als eine reine Direktvermarktermesse: die AB HOF
in Wieselburg von 6. bis 9. März 2026. Ihre Bedeutung für das Fleischerhandwerk
ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.
Das zeigt sich nicht zuletzt an der Vielzahl namhafter Aussteller,
die moderne Verarbeitungs- und Verpackungstechnik präsentieren
– von Lösungen für kleinere Hofbetriebe bis hin zu leistungsfähigen
Maschinen für gewerbliche Fleischereien.
Gerade für handwerklich arbeitende Betriebe bietet die Messe die
Chance, Investitionen fundiert zu prüfen, neue Konzepte kennenzulernen
und sich mit Kollegen auszutauschen. Technik, Zutaten,
Gewürze, Convenience-Ansätze und Vermarktungsideen stehen
dabei gleichermaßen im Fokus.
Nutzen Sie den März, um Ihr Ostergeschäft strategisch vorzubereiten
– und holen Sie sich auf der AB HOF die Impulse, die Ihren
Betrieb fachlich wie wirtschaftlich weiterbringen.
In der nächsten Ausgabe Ende Februar haben wir unser AB HOF
Messe Spezial. Außerdem haben wir die Fachthemen Feinkost zu
Ostern, Arbeitsplatzsicherheit, Schutzbekleidung, Poltern & Pökeln
sowie in unserer Herstellungs-Serie die „Leberstreichwurst“. Bis
dahin wünschen wir Ihnen weiterhin gute Geschäfte.
rungsprojekt auf die Zusammenarbeit
mit heimischen Gewerken,
vom Boden bis zur Decke, von der
Theke bis zum Kühlraum.
Qualität & Geschmack
klar im Vordergrund
„Eine gute Fleischerei zeichnet
sich für mich durch Qualität,
Ehrlichkeit und Handwerk aus.
Wichtig ist mir der respektvolle
Umgang mit dem Tier, saubere
Verarbeitung und Transparenz
gegenüber den Kundinnen
und Kunden. Man soll wissen,
was man kauft – und vor allem
schmecken, dass mit Leidenschaft
gearbeitet wird“, so der
Fleischermeister, der beim Sortiment
sowohl auf Klassiker als
auch auf neue Kreationen setzt:
„Klassiker dürfen in unserem
Sortiment auf keinen Fall
fehlen – sie sind schließlich das
Herzstück jeder Fleischerei.
Gleichzeitig braucht es aber
auch immer wieder neue Ideen
und Abwechslung. Ideen gibt es
meist genug, leider scheitert es im
Alltag oft an der Zeit, alles umzusetzen.
Trotzdem versuchen wir,
immer wieder Neues einfließen
zu lassen. Unsere Kundinnen
und Kunden schätzen vor allem
unsere Wurstwaren und klassischen
Fleischspezialitäten, bei
denen Qualität und Geschmack
klar im Vordergrund stehen.
Besonders beliebt sind unter
anderem unsere handgemachten
Bernerwürstel. Sehr gefragt sind
außerdem unsere Halbfertig- und
Fertiggerichte – ideal für alle, die
Wert auf gutes Essen legen, im
Alltag aber oft wenig Zeit zum
Kochen haben.“ Die Zusammenarbeit
mit regionalen Partnern
und gelebte Handschlagqualität
haben für Josef Kail höchste
Priorität: „Mit unserem Partner,
der Fleischerei Schader aus
Tamsweg, verbindet uns eine
gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Von dort beziehen wir
unser Frischfleisch sowie unsere
Wurst- und Selchwaren. Kurze
Wege, persönliche Abstimmung
und regionale Wertschöpfung
sind für uns selbstverständlich.“
Klasse statt Masse
Mit seiner Kailerei geht es Josef
Kail um gelebte Solidarität
im wunderbaren Lebensraum
Oberes Murtal und auch um das
Bemühen, das nachhaltige und
ehrliche Fleischerhandwerk in
der Region zu erhalten und zu
fördern. „Uns ist wichtig, dass
sich die Kundinnen und Kunden
bei uns gut beraten fühlen. Wir
nehmen uns Zeit, geben Zubereitungstipps
und stehen für ehrliches
Handwerk. Qualität statt
Masse – das ist unser Anspruch“,
so der Steirer, für den es nicht
immer gleich Filet sein muss. „Ein
Stück, das ich besonders hervorheben
möchte, ist der Rostbraten
vom Rind. Er zeichnet sich durch
seine feine Marmorierung aus.
Gerade diese leichte Fettstruktur
sorgt dafür, dass das Fleisch
beim Braten besonders saftig
bleibt und ein besonderes Aroma
entwickelt. Ob klassisch als
Zwiebelrostbraten oder einfach
kurz gebraten in der Pfanne oder
auf dem Grill – richtig zubereitet
wird er herrlich saftig und intensiv
im Geschmack. Für mich ist
der Rostbraten ein echtes Stück
Fleischkultur“, lobt der Fleischermeister
den Rostbraten. Neben
den verschiedensten Gusto-
Stücken findet man in der Kailerei
viel Herzlichkeit und jede
Menge Kompetenz. Das zeigt
sich auch bei den Oster-Spezialitäten,
die am besten rechtzeitig
vorbestellt werden. „Zu
Ostern dreht sich bei uns alles
um den klassischen Weihkorb.
Unsere Kundinnen und Kunden
finden bei uns Osterschinken,
Geselchtes, saftigen Schweinebraten,
würzige Osterkrainer
und Zungen – entweder fix fertig
gekocht oder zum Selberzubereiten
für zu Hause. Tradition
steht dabei klar im Vordergrund,
denn gerade zu Ostern sollen
die gewohnten Geschmäcker
nicht fehlen“, so Josef Kail, der
seine Kunden gerne persönlich
berät. Aktuell kämpft das Fleischerhandwerk
nicht nur in der
Steiermark mit Nachwuchs. Was
jedoch für das Handwerk spricht,
weiß der passionierte Fleischermeister:
„Das Fleischerhandwerk
ist vielseitig, kreativ und
zukunftssicher. Man arbeitet
mit den eigenen Händen, sieht
am Ende des Tages, was man
geschaffen hat, und hat direkten
Kontakt zu den Kundinnen und
Kunden. Wer gerne praktisch
arbeitet, Verantwortung übernimmt
und ein ehrliches Handwerk
lernen möchte, ist hier
genau richtig.“
INFO
Die Kailerei
Schwarzenbergstraße 1
A-8850 Murau
Tel.: 03532 44407
Mail: die@kailerei.at
www.kailerei.at
Foto: Michaela Begsteiger
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite III, 2/2026
Innovative Materialien im Fokus
Nachhaltige
Netzverpackungen
Foto: Messe Düsseldorf
Die interpack 2026 zeigt vom
7. bis 13. Mai die gesamte
Vielfalt an Packstoffen, Packmitteln
und Packhilfsmitteln
für unterschiedlichste Anwendungen.
Über 1.000 Aussteller
aus aller Welt präsentieren
auf sieben Hallen und Etagen
bewährte Lösungen und neueste
Innovationen – von flexiblen und
starren Kunststoffverpackungen
über Papier-, Karton- und Metallverpackungen
bis hin zu Glas und
biobasierten Materialien.
Flexible und starre Kunststofflösungen
dominieren mit
rund 65 Prozent Marktanteil
im Konsumgüterbereich. Auf
der Messe zeigen Unternehmen
wie Sonoco, Taghleef Industries,
Jokey, Schütz oder Werit
innovative Folien, Behälter und
Verschlusssysteme – darunter
biobasierte, recycelbare oder
materialreduzierte Varianten.
Auch intelligente Verpackungskonzepte
für Logistik und Industrie
stehen im Fokus, ebenso
wie nachhaltige Lösungen mit
optimierter Ressourcennutzung.
Papier- und Kartonlösungen,
einschließlich Wellpappe und
Verpackungsdruck, sind in
Halle 8a gebündelt, während
Metallverpackungen, Dosen
und Verschlusssysteme in Halle
7a präsentiert werden. Glasverpackungen,
traditionell für
hochwertige Produkte, sind in
Halle 10 zu finden. Prognosen
gehen bei Metall und Glas von
weiterem Wachstum aus, ebenso
wie für Papier- und faserbasierte
Verpackungen.
Alternative Materialien und
biobasierte Kunststoffe setzen
zusätzliche Impulse. Anbieter
wie Innovia Films, Natureworks
oder Plantera zeigen umweltfreundliche
Lösungen, während
faserbasierte Werkstoffe bei
Metsä Board oder Stora Enso im
Fokus stehen.
Unter dem Hot Topic „Innovative
Materials“ rückt die
interpack Materialien, Materialkonzepte
und Designansätze in
den Vordergrund, die Funktionalität,
Recyclingfähigkeit und
Ressourceneffizienz verbinden.
Die Messe bietet damit die
zentrale Plattform, um Materialinnovationen,
regulatorische
Entwicklungen und nachhaltige
Konzepte für die Verpackungsbranche
zu erleben und zu diskutieren.
www.interpack.com
Foto: Poly-clip
Auf der Fruit Logistica 2026
in Berlin standen nachhaltige
und praxisgerechte
Verpackungslösungen im
Obst- und Gemüsebereich im
Mittelpunkt. Fachbesucher
diskutierten intensiv über Effizienz,
Ressourcenschonung
und Prozesssicherheit – zentrale
Themen für die Branche.
Poly-clip System präsentierte
mit seinem zertifizierten
Gesamtsystem net-pak ® sowie
dem neuen Somi-Netzclipper
Lösungen, die ökologische
Vorteile mit hoher Wirtschaftlichkeit
verbinden. Besonderes
Augenmerk lag auf der industriellen
Kompostierbarkeit
der net-pak ® -Komponenten.
Die kreislauffähigen Materialien
lassen sich normgerecht
verwerten und nahtlos in bestehende
Produktionsprozesse
integrieren. net-pak ® ist flexibel
einsetzbar für verschiedene
Obst- und Gemüsesorten und
verbindet Umweltfreundlichkeit
mit hoher Praxistauglichkeit.
Der neue Somi-
Netzclipper hat eine
kompakte Bauweise,
einen automatischen
Netzrohr-Wechsel und
das leistungsfähige Polyclip
Clipmodul DC N3 600 mit
bis zu 60 Takten pro Minute. Er
deckt Produktgewichte von 250
bis 800 g ab, ergänzt durch die
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bis 3 kg. Es überzeugt
durch niedrige Energieverbräuche,
die Möglichkeit zur Nachrüstung
bestehender Anlagen
und die hohe Prozesssicherheit.
Die Messe zeigte deutlich, dass
Clipverpackungen heute eine
praxistaugliche Alternative
zu Folien- oder Traylösungen
darstellen. Das Interesse an
industriell kompostierbaren,
zertifizierten Lösungen wächst,
und viele Unternehmen prüfen
konkrete Umstellungen ihrer
Verpackungssysteme.
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Harald Wiesler
Vertrieb Außendienst
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Poltern & Pökeln
Seite IV, 2/2026
Fleisch Markt
Von der Lake zum Schinken
Präzise abgestimmte Prozesse und moderne Technik sind entscheidend für Qualität, Ausbeute und
Produktsicherheit bei der Herstellung von Pökelwaren.
Von Kurt Heinz
Pökelwaren sind Fleischerzeugnisse,
die durch die
Zugabe von Nitritpökelsalz
oder Kochsalz in Verbindung
mit Nitrit haltbar gemacht und
technologisch verändert werden.
Typische Vertreter sind Kochschinken,
Kasseler, Rohschinken,
Bauchspeck, Rinderpökelwaren,
Corned Beef oder gepökelte Teilstücke
für die Weiterverarbeitung.
Ziel des Pökelns ist neben der
Haltbarmachung die Ausbildung
der typischen Umrötung, des
charakteristischen Aromas sowie
eine verbesserte Wasserbindung.
Prozesskette & Reihenfolge
der Herstellung
Die Herstellung folgt einer klar
strukturierten Prozesskette:
u 1. Rohstoffauswahl und Zuschnitt
u 2. Herstellen der Pökellake
u 3. Injizieren oder Trockenpökeln
u 4. Poltern oder Tumbeln
u 5. Reife- bzw. Durchbrennphase
u 6. Thermische Behandlung
oder Rohreifung
Am Beginn steht die Auswahl
geeigneter Rohware. Entscheidend
sind pH-Wert (idealerweise
5,6–5,8), Frischezustand,
Keimstatus und Fettabdeckung.
PSE- oder DFD-Fleisch wirkt
sich negativ auf Wasserbindung
und Farbe aus.
Die Pökellake besteht aus
Wasser, Nitritpökelsalz, Zucker,
Ascorbat sowie gegebenenfalls
Phosphaten und Gewürzen. Sie
muss homogen gelöst, gekühlt
(0–4 °C) und mikrobiologisch
einwandfrei sein. Die Salzkonzentration
wird exakt berechnet,
da sie sowohl sensorische
als auch sicherheitsrelevante
Funktionen erfüllt.
Injektoren und
Verteilung der Lake
Bei Kochpökelwaren erfolgt die
Lakeeinbringung meist über
Mehrnadelinjektoren. Moderne
AB HOF, Wieselburg
Foto: Gastro/KI
Halle 5 /
Stand 519
Injektoren arbeiten mit Druckregelung,
Hubsteuerung und
Filtereinheiten, um eine gleichmäßige
Verteilung sicherzustellen.
Typische Einspritzraten
liegen bei 10–25 % des Rohgewichts,
abhängig vom Produkt.
Wichtig ist ein konstanter
Nadeldruck sowie die Vermeidung
von Lakeseen im Muskel.
Verstopfte Nadeln, unzureichende
Filterung oder zu hohe
Drücke führen zu Strukturverletzungen
und vermindern die
Scheibenfestigkeit.
Für kleinere Betriebe oder
Direktvermarkter können Handinjektoren
oder kompakte Tischinjektoren
ausreichend sein,
sofern hygienische Rahmenbedingungen
und Temperaturführung
stimmen.
Mechanische
Eiweißaktivierung
Nach dem Injizieren folgt das
Poltern oder Tumbeln. Ziel ist
die Extraktion löslicher Myofibrillenproteine
(insbesondere
Myosin), die später beim Erhitzen
ein stabiles Bindungsnetzwerk
bilden.
Tumbler arbeiten unter
Vakuum (80–95 %), wodurch
Sauerstoff reduziert und die
Proteinextraktion verbessert
wird. Durch rotierende Trommelbewegungen
und intermittierende
Programme (z. B. 10
Minuten Laufzeit, 5 Minuten
Pause) wird das Fleisch mechanisch
bearbeitet, ohne die Struktur
zu zerstören.
Wesentliche Parameter sind:
u Vakuumhöhe
u Trommeldrehzahl
u Lauf- und Pausenzeiten
u Produkttemperatur (max.
4–6 °C)
Übermäßiges Tumbeln führt zu
Breiigkeit, zu kurze Zeiten zu
unzureichender Bindung. Für
Kochschinken sind Gesamtzeiten
von 6–12 Stunden üblich,
verteilt auf mehrere Zyklen.
Sicherheit & kritische
Kontrollpunkte
Bei Pökelwaren steht die
Produktsicherheit im Mittelpunkt.
Die kritischen Punkte
sind:
u Strikte Kühlkette (0–4 °C
während des gesamten Prozesses)
u Exakte Nitritdosierung gemäß
gesetzlicher Vorgaben
u Hygienisch einwandfreie Lakeherstellung
u Regelmäßige Reinigung und
Desinfektion von Injektoren
und Tumblern
u Vermeidung von Kreuzkontamination
Nitrit wirkt antimikrobiell,
insbesondere gegen Clostridium
botulinum, ersetzt jedoch keine
hygienische Arbeitsweise. Eine
lückenlose Dokumentation der
Lakezusammensetzung und der
Chargen ist unerlässlich.
Direktvermarkter sollten
besonders auf kleine Chargengrößen,
saubere Arbeitsabläufe
und klar getrennte Roh- und
Fertigwarenbereiche achten.
Bei handwerklicher Produktion
empfiehlt sich eine regelmäßige
mikrobiologische Eigenkontrolle.
Technisch sauber geführte
Prozesse, abgestimmte Parameter
und hygienische Disziplin
sind die Grundlage für stabile
Farbe, saftige Textur, hohe
Ausbeute und sichere Pökelwarenqualität.
Fleisch
Markt
Poltern & Pökeln
Seite V, 2/2026
Vakuumtechnik für Kochschinken
Foto: Rex
produktschonende Fertigung.
Im Mittelpunkt steht der
besonders sanfte Transport der
Schinkenstücke. Durch eine
präzise abgestimmte Fördertechnik
werden Druckbelastungen,
Quetschungen oder Risse
zuverlässig vermieden – selbst
bei großkalibrigen und sensiblen
Rohwaren. Die natürliche
Fleischstruktur bleibt erhalten,
was sich deutlich in Schnittbild,
Textur und Optik des Endprodukts
widerspiegelt.
Das innovative Förderwerk
mit unterschiedlichen Rotorteilungen
erlaubt eine maximale
Förderkammergröße und damit
eine flexible Anpassung an
verschiedene Schinkenformate
und Produktionsanforderungen.
Gleichzeitig sorgt das Vakuumprinzip
für eine effektive
Minimierung von Restluft im
Produkt. Dadurch wird eine
homogene Qualität erzielt, ohne
die Rohware mechanisch zu
beanspruchen.
Die Kombination aus Flexibilität,
Prozesssicherheit und
Produktschonung macht die
Vakuumfüller zu einem zentralen
Baustein für eine moderne, effiziente
und konstant hochwertige
Kochschinkenproduktion.
D E R V A K U U M F Ü L L E R &
P O R T I O N I E R S Y S T E M E
VAKUUMFÜLLER DER
NEUESTEN GENERATION
Die Herstellung von Kochschinken
erfordert höchste
Sorgfalt in jeder Prozessstufe.
Große, empfindliche Muskelstücke
müssen verarbeitet werden,
ohne ihre gewachsene Struktur
zu beschädigen oder an Qualität
einzubüßen. Genau hier setzen
die Vakuumfüller von REX an
und bieten eine technologisch
ausgereifte Lösung für eine
wirtschaftliche und zugleich
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REX-Technologie GmbH & Co. KG
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RVF 200
Fotos: Giesser
Optimale Werkzeuge für
effizientes Poltern und Pökeln
verfügen über einen Kullenschliff,
der das Anhaften von
rohem Fleisch reduziert, sowie
über einen roten Griff. Passend
dazu ist auch eine Fleischgabel
mit rotem Griff erhältlich.
Interessierte können sich
direkt an die Firma Sick
Hermann Werksvertretungen
wenden oder das Unternehmen
von 6. bis 9. März 2026 auf
der Ab Hof in der Europahalle,
Stand 540, besuchen.
RVF 300
■ Füllleistung von
2.000 bis 3.000 kg/h
■ Exakte Portioniergenauigkeit
■ Darmschonendes Abdrehen
■ Maximaler Rohwursteinzug
■ Rascher Sortenwechsel
■ Niedrigster Energieverbrauch
Für einen möglichst effizienten
Prozess beim
Poltern und Pökeln sind
ideale Rahmenbedingungen
entscheidend. Dazu zählen
auch hochwertige Hilfsmittel,
insbesondere beim fachgerechten
Vorbereiten und Zuschneiden
des Fleisches.
Zur Erleichterung der
Schneidarbeiten empfiehlt das
Unternehmen ein hauseigenes
Messerset, das in langjähriger
Zusammenarbeit mit Giesser
Messer entwickelt wurde. Das
1776 gegründete Familienunternehmen
steht seit über 250
Jahren für erstklassige Qualität
und fertigt seine Messer aus
hochwertigem Chrom-Molybdän-Stahl.
Diese werden im
Vakuumverfahren auf 62–63
Rockwell gehärtet und garantieren
dadurch hohe Schnitthaltigkeit
und Langlebigkeit.
Das empfohlene Messerset
(Art.-Nr. 35351 bzw. 35352)
umfasst ein 13 cm langes
Ausbeinmesser, ein 24 oder
27 cm langes Zuschneidemesser
sowie ein 25 cm breites
Fleischmesser. Alle Messer
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SICK Hermann
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PRODUZENTEN
Poltern & Pökeln
Seite VI, 2/2026
Fleisch Markt
Präzise Lakeinjektion für
konstante Produktqualität
Neuer Showroom
für Maschinen
Foto: Noma Nowicki
Seit mehr als 50 Jahren
entwickelt und produziert
NOMA Nowicki Machinery
leistungsstarke Maschinen für
die Fleischverarbeitung und
Lebensmittelherstellung.
Am hochmodernen
Produktionsstandort
entstehen jährlich rund
1.000 Maschinen für
Handwerk und Industrie,
die in über 100
Länder exportiert
werden. Qualität,
Langlebigkeit und
technologische
Präzision stehen
dabei im Mittelpunkt.
Die Injektoren
der MHM-
Serie wurden
für eine
gleichmäßige
und produktschonende
Lakeinjektion
entwickelt.
Sie
eignen sich für
Fleisch mit und
ohne Knochen,
Hälften, Teilstücke,
Geflügel
sowie für Fisch
und Fischfilets. Die
Serie ist in drei Ausführungen
mit 21, 39 oder 68 Nadeln erhältlich
und deckt damit ein breites
Anwendungsspektrum ab.
Ein System aus multifunktionellen
Injektionsköpfen erlaubt
– je nach Produktanforderung –
den Einsatz von ein- bis vierfach
Nadeln. Die Lakezufuhr erfolgt
über eine hocheffiziente Zentrifugalpumpe
aus säurebeständigem
Edelstahl und ermöglicht
sowohl niedrige als auch hohe
Einspritzmengen. Serienmäßig
verfügt der Injektionskopf
über zwei Geschwindigkeiten,
optional kann die Nadelbalkengeschwindigkeit
stufenlos eingestellt
werden.
Die intuitive Touch-
Panel-Steuerung erlaubt das
Abspeichern von bis zu zehn
Programmen. Ein geschlossener
Lakekreislauf, der effiziente
Antrieb sowie die robuste
Edelstahlausführung gemäß
CE-Normen sorgen für einfache
Bedienung, schnelle Reinigung
und eine lange Lebensdauer
– auch im anspruchsvollen
Produktionsalltag.
INFO
Penias Lebensmitteltechnik
GmbH
Gaismannslohen 15
5261 Uttendorf
Tel/Fax: +43/7724 2864
office@penias.at
www.penias.at
Die Maschinenfabrik Seydelmann
übernahm am 1.
Februar 2026 ein benachbartes
Gebäude eines ehemaligen
Supermarkts, um dort einen
neuen Showroom zu errichten.
Ziel war es, die Präsentationsund
Beratungsmöglichkeiten zu
erweitern und Maschinen sowie
Ausstattungsvarianten künftig
praxisnah erlebbar zu machen.
Im neuen Showroom sollen
Neumaschinen, Vorführmodelle,
junge Gebrauchtmaschinen
sowie generalüberholte
Anlagen gezeigt werden.
Seydelmann setzt dabei auf
Werthaltigkeit und Langlebigkeit
– viele Gebrauchtmaschinen,
darunter Leasingrückläufer,
bieten wirtschaftlich
attraktive Alternativen zur
Neuinvestition. Auch Leasingund
Finanzierungslösungen für
Neumaschinen, Vorführmaschinen
und generalüberholte
Anlagen sind vorgesehen.
Generalüberholte Maschinen
werden technisch auf
Neumaschinenniveau gebracht:
Nach kompletter Zerlegung,
Austausch sicherheitsrelevanter
und verschlissener Teile
sowie einem abschließenden
Probelauf erhalten sie ein neues
Baujahr und eine aktualisierte
Garantie. Der Showroom wird
das bestehende Kundenzentrum
optimal ergänzen, in dem
Maschinen unter realen Bedingungen
getestet und gemeinsam
mit Kunden Anwendungen
entwickelt werden können.
Parallel investierte das Unternehmen
in den Bau einer neuen
Oberflächen-Schleiferei, um
Fertigungstiefe, Qualität und
Effizienz weiter zu steigern.
www.seydelmann.com
Foto: Seydelmann
Effizientes Tumblen für Fleischqualität
Seit über 50 Jahren
steht NOMA Nowicki
Machinery für hochwertige
Maschinenlösungen in der
Fleischverarbeitung und
Lebensmittelproduktion. Am
modernen Produktionsstandort
entstehen jährlich rund
1.000 Maschinen für Industrie
und Handwerk, die in mehr als
100 Länder weltweit exportiert
werden. Der Anspruch ist dabei
klar definiert: maximale Qualität,
Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit.
INFO
Penias Lebensmitteltechnik
GmbH
Gaismannslohen 15
5261 Uttendorf
Tel/Fax: +43/7724 2864
office@penias.at
www.penias.at
Effektive Tumbler der
MA-Serie
Ein zentrales Produkt im Portfolio
sind die Vakuumtumbler
der MA-Serie. Sie sind auf einen
besonders effektiven Eiweißaufschluss
ausgelegt und
kommen bei der Verarbeitung
von Muskelfleisch, Teilstücken,
Fleischhälften sowie Geflügel
zum Einsatz. Durch das schonende,
aber intensive Massieren
wird eine gleichbleibend hohe
Produktqualität erzielt – auch
bei anspruchsvollen technologischen
Anforderungen.
Die säurebeständigen Tumbler
entsprechen den aktuellen
CE-Normen und sind wahlweise
in gekühlter oder ungekühlter
Ausführung erhältlich.
Eine leistungsfähige Mikroprozessorsteuerung
ermöglicht
das Speichern von bis zu 99
Programmen, alle relevanten
Massierparameter lassen sich
stufenlos anpassen.
Für Hygiene und
Wartungsfreundlichkeit
sorgt
eine großz
ü g i g e
Revisionsöffnung,
die
eine einfache und effiziente
Reinigung des Trommelraums
erlaubt.
Die MA-Serie ist in
Größen von 500 bis
10.000 Litern verfügbar und
bietet damit flexible Lösungen
für unterschiedlichste Betriebsgrößen
– von handwerklichen
Betrieben bis hin zur industriellen
Produktion.
Foto: Noma Nowicki
Fleisch
Markt
Poltern & Pökeln
Seite VII, 2/2026
Effizientes Pökelsystem für
kleine und mittlere Chargen
Die VAKONA Pökelboy®
wurde speziell entwickelt,
um das Pökeln kleiner und
mittelgroßer Chargen effizient
und schonend zu gestalten. Sie
ist ideal zum Spritzen und Pökeln
von Kochschinken, Kasseler,
Eisbein, Spanferkeln, Zungen,
Schweineköpfen, weißer Ware
(Kochsalz), Geflügel und Fisch.
Dank variabler Nadelsysteme
wird die Lake gleichmäßig im
Produkt verteilt, während der
Spritzdruck optimal an die
jeweilige Produktart angepasst
werden kann.
Durchdacht und
langlebig
Die Maschine überzeugt durch
ihre durchdachte Konstruktion
und hohe Leistungsreserven.
Ein integrierter Druckregler mit
Manometer sorgt für präzise
Kontrolle, während die Ansaugvorrichtung
mit Vorfiltersystem
und das eingebaute Rücklaufsystem
gleichbleibende Ergebnisse
sicherstellen. Die VAKONA
Pökelboy® ist komplett aus Edelstahl
gefertigt, was Langlebigkeit
garantiert und eine leichte,
gründliche Reinigung ermöglicht.
Zuverlässige Lösung
für Betriebe
Besonders praktisch ist der
schnelle Wechsel der Spritznadeln.
Die VA-Spritznadeln (200
x 4 mm) und die Spritzpistole
aus Kunststoff ermöglichen
eine einfache Handhabung. Die
VA-Pumpe aus Edelstahl arbeitet
effizient bei geringem Stromverbrauch,
sodass der Einsatz der
Pökelboy® ökonomisch und
nachhaltig ist.
Mit ihrer Kombination aus
Bedienkomfort, präziser Verarbeitung,
hoher Materialqualität
und flexibler Einsatzfähigkeit für
unterschiedliche Produkte bietet
die VAKONA Pökelboy® eine
zuverlässige Lösung für Betriebe,
die kleine und mittlere Chargen
gleichmäßig und zeitsparend
pökeln möchten. Sie gewährleistet
konstante Produktqualität
bei Kochschinken, Geflügel,
Fisch oder anderen Pökelwaren
und erleichtert die tägliche
Produktion spürbar.
www.vakona.at
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Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
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Foto: Vakona
Effiziente
Spritzfülltechnik
Die Pökomat P15/300 SM
wurde speziell für Klein- und
Mittelbetriebe entwickelt, die
eine zuverlässige, wirtschaftliche
Lösung für das Portionieren
und Spritzen von Produkten
suchen. Mit minimalem Einsatz
teurer Komponenten erfüllt die
Maschine alle Anforderungen
an Effizienz und Praxistauglichkeit
und überzeugt durch ein
exzellentes Preis-Leistungs-
Verhältnis.
Die P15/300 zeichnet
sich durch konstante
Einspritzmengen
aus, die einen hohen
Wirkungsgrad und
gleichbleibende Produktqualität
garantieren. Ihr
durchdachtes Design
reduziert die Elektronik
auf ein Minimum,
wodurch potenzielle
Störquellen minimiert
und Produktionsunterbrechungen
vermieden
werden. Gleichzeitig ist
die Maschine einfach
zu bedienen, wartungsfreundlich
und vollständig
aus Edelstahl gefertigt, was
Langlebigkeit und Hygiene
sicherstellt.
Zur Ausstattung der Pökomat
P15 gehören ein 300 mm breites
Kunststoffband, ein PP-Verteilrohr
mit Nylonfilter, eine
manuelle Vorschubverstellung
sowie ein Bedientableau mit
Folientastatur. Diese Merkmale
machen die Maschine
zu einer praktischen, robusten
und preisgünstigen Lösung,
die zuverlässig und ohne
lästige Ausfälle arbeitet. Mit
der P15/300 können Betriebe
ihre Produkte schnell, präzise
und effizient herstellen – eine
Qualitätsmaschine, die auf die
Bedürfnisse kleinerer
Produktionsumgebungen
zugeschnitten
ist.
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Foto: Pökomat
Zu beziehen bei:
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Haunspergstraße 32
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NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
abschneiden.
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Mehr Effizienz *
in der Produktion.
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Hersteller.
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Poltern & Pökeln
Seite VIII, 2/2026
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Treiber moderner
Ernährung
Bewusste
Ernährung
bleibt 2026 ein zentraler
Trend. Functional Food – also
Lebensmittel mit zusätzlichem
gesundheitlichem Nutzen –
gewinnt weiter an Bedeutung.
Besonders gefragt ist „Fibremaxxing“,
der gezielte Einsatz
von Ballaststoffen in Snacks
und Alltagsprodukten. Ballaststoffe
fördern die Verdauung,
sorgen für langanhaltende
Sättigung und unterstützen
eine gesunde Darmflora. Eine
höhere Zufuhr steht zudem
mit einem geringeren Risiko für
verschiedene Erkrankungen in
Verbindung.
NovaTaste bietet dafür
maßgeschneiderte Lösungen.
Mit CREMOTEC Basis lassen
sich cremige, ballaststoffreiche
Aufstriche herstellen
– ohne allergene Zutaten
oder Geschmacksverstärker.
Die Mischung ermöglicht
innovative Anwendungen auf
bestehenden Anlagen sowie
die Aufwertung von Brühwurst
oder Schinken. Auch vegetarische
und vegane Varianten mit
V-Label sind realisierbar.
Im Trend liegen zudem
hybride Produkte, die Fleisch
mit pflanzlichen Proteinen
wie Erbse oder Mycoprotein
kombinieren. Sie enthalten
weniger Fett und Cholesterin,
sind ballaststoffreich und
sprechen gesundheitsbewusste
Konsumenten an. Optimizer
BW stabilisiert etwa hybride
Foto: NovaTaste
Bratwurst und sorgt für Textur
und Bindung.
Parallel dazu gewinnt Geflügel
weiter an Bedeutung: proteinreich,
fettarm und vielseitig
einsetzbar. Mit Lösungen für
Geschmack, Textur, Kulturen
oder Salzreduktion unterstützt
NovaTaste sowohl klassische
Produkte als auch innovative
Ready-Meal-Konzepte und
setzt Impulse für eine genussvolle,
nachhaltige Ernährung.
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Fleisch
Markt
Poltern & Pökeln
Seite IX, 2/2026
Katrin Handtmann
Flexible Technik für
Food-Konzepte
Auf der Internorga 2026
zeigt Handtmann in Halle
B6, Stand 339 unter dem Motto
„Feine Lösungen für feine
Kost“ vielseitige Systeme für
die Lebensmittelverarbeitung.
Im Fokus stehen Außer-Haus-
Verzehr, Gastronomie, Großküchen,
Snacking sowie Convenience-
und Ready-Meals. Die
Verfahren eignen sich zum
Füllen, Portionieren, Kalt- und
Heißabfüllen, Formen, Dosieren
und Koextrudieren – für Suppen,
Salate, Teigwaren, Feinkost
sowie vegane und fleischbasierte
Produkte. Unterschiedliche
Konsistenzen von weich
bis stückig werden präzise
verarbeitet. Das Dosierventil
DV 85-1 ermöglicht exaktes
Dosieren von Dips, Soßen,
Desserts oder Rührmassen in
Becher, Schalen, Gläser oder
Tiefziehverpackungen – auch
als Topping. In Kombination
mit einem Vakuumfüller ist
sogar Heißdosierung bis 90
°C realisierbar, ein Vorteil im
Food-Service. Mit dem Formsystem
FS 503 lassen sich
Produkte vollautomatisch in
nahezu jeder 3D-Geometrie
herstellen – von Burgern und
Cevapcici über Knödel bis
zu vegetarischen Varianten.
Schonende Portionierung
sichert Formstabilität und
Produktqualität. Ergänzt wird
das Portfolio durch manuelle
Schneid- und Formeinheiten
sowie das Dosierventil DV 85-3
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IR 59 von Rühle die ideale Pökelspritzmaschine
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durch höchste Präzision,
enorme Leistungsfähigkeit und
außergewöhnliche Effizienz.
Mit 59 Nadeln, angeordnet in
vier Reihen, bietet sie zahlreiche
Funktionen, die in dieser Form
bei anderen Maschinen nicht zu
finden sind.
Ein zentrales Merkmal ist
der vollständige Verzicht auf
Schläuche – ein entscheidender
Vorteil im Hinblick auf kompromisslose
Hygiene. Die absenkbare
Tauchpumpe in Form einer
Kreiselpumpe arbeitet pulsationsarm,
ist selbstansaugend
sowie trockenlaufsicher und
entleert sich bis zum letzten
Tropfen selbstständig. Durch
die spezielle Geometrie des
Pumpenrades werden sämtliche
Luftblasen aus der Lake
entfernt, was eine exakte und
gleichmäßige Einspritzmenge
gewährleistet.
Ein integrierter
Strahlmischer erzeugt
innerhalb kürzester
Zeit eine optimal
vermischte Gewürzlake.
Alle Zutaten werden gleichmäßig
im Wasser verteilt und vollständig
gelöst. Während des gesamten
Injektionsprozesses sorgt ein
reduzierter Mischstrahl dafür,
dass diese Homogenität erhalten
bleibt. Die Gewürze bleiben
kontinuierlich in Schwebe,
sodass das Fleisch an jeder Stelle
gleichmäßig gewürzt wird.
Die 59 Nadeln arbeiten einzeln
gesteuert: Sobald eine Nadel auf
die Oberfläche des Fleisches trifft,
öffnet sich die Flüssigkeitszufuhr.
Die Injektion erfolgt so lange, bis
die Nadel an der Unterseite des
Fleischstücks wieder austritt.
Trifft sie hingegen auf einen
Knochen, wird die Flüssigkeitszufuhr
sofort unterbrochen, um eine
Überinjektion an dieser Stelle zu
vermeiden. Dadurch wird sichergestellt,
dass jedes Fleischstück
an allen Punkten exakt die gleiche
Menge Lake erhält.
Unterhalb des Förderbandes
für das Pökelgut befindet sich
eine zweite Bandebene mit
speziellen Filterbändern. Diese
lassen die Flüssigkeit durch,
während Verunreinigungen in
einen separaten Behälter transportiert
werden. Auf diese Weise
ist ein stundenlanger Betrieb
möglich, ohne dass ein Filterwechsel
erforderlich ist.
Weitere überzeugende Details
sind die großzügige Auflagefläche
von 70 cm, eine aufklappbare
Beschickungsrampe, die
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WIESELBURG
6. - 9. März 2026
Johann Laska u. Söhne, der führende Anbieter von Maschinen, Geräten und Produktionsmitteln für die Fleischwaren- und Lebensmittelproduktion sowie Verpackung und Hygienetechnik.
LASKA_Inserat_Ausgabe 2_Hof&Markt_2026.indd 1 19.02.26 01:11
Hygiene
Seite X, 2/2026
Fleisch Markt
Sicherheit & Hygiene
Ein sicherer und hygienischer Arbeitsplatz ist das A und O in Fleischereien, der Fleischindustrie und
auch bei Direktvermarktern auf kleinen landwirtschaftlichen Betrieben.
Von Michael Heinz
Foto: auremar/stock.adobe.com
Unterweisungen – helfen, das
Bewusstsein für Gefahren zu
schärfen. Besonders in der
Saisonarbeit oder bei saisonalen
Aushilfen sollte auf sorgfältige
Einweisung geachtet werden.
Hygiene & Sauberkeit
Hygiene ist in der Fleischverarbeitung
nicht nur gesetzlich
vorgeschrieben, sondern schützt
auch vor lebensmittelbedingten
Erkrankungen. Betriebe müssen
Arbeitsflächen, Geräte und
Maschinen regelmäßig reinigen
und desinfizieren. Dazu gehören
Schneidebretter, Messer, Förderbänder,
Kutter und Verpackungsmaschinen.
Auch Lagerbereiche
für Fleisch, Wurst oder Geflügel
sollten sauber, trocken und auf
korrekte Temperaturen geprüft
sein. Direktvermarkter profitieren
von klar getrennten Produktions-
und Verkaufsbereichen, um
Kontaminationen zu vermeiden.
Ein weiterer zentraler Punkt
ist die persönliche Hygiene der
Mitarbeiter. Händewaschen vor
Arbeitsbeginn, nach Pausen und
beim Wechsel zwischen Arbeitsbereichen
ist unerlässlich. Haarnetze,
saubere Kleidung und
getrennte Schuhe für den Produktionsbereich
helfen, Kontaminationen
zu vermeiden.
Schnittverletzungen,
Quetschungen und
Ausrutschunfälle gehören
zu den häufigsten Gefahren in
Fleischereien. Für Betriebe jeder
Größe gilt: klare Sicherheitsvorgaben
sind entscheidend. Dazu
gehören rutschfeste Böden,
gut gekennzeichnete Notausgänge,
ergonomisch gestaltete
Arbeitsplätze und regelmäßige
Unterweisungen des Personals.
Bei Maschinen wie Aufschnittmaschinen,
Wurstfüllern, Hobeln
oder Bandsägen sind Schutzvorrichtungen
Pflicht. Direktvermarkter
sollten auch auf
kleinen Hofläden die Zugänge zu
Produktionsbereichen begrenzen
und Maschinen nur geschultem
Personal zugänglich machen.
Persönliche Schutzausrüstung
wie Schnittschutzhandschuhe,
rutschfeste Schuhe, Schutzschürzen
und bei Bedarf Gehörschutz
reduziert das Unfallrisiko
erheblich.
Regelmäßige Schulungen und
Erinnerungshinweise – etwa in
Form von Plakaten oder kurzen
TIPPS FÜR FLEISCHER
• Arbeitsplätze ergonomisch gestalten, um Überlastungen und Unfälle zu
vermeiden.
• Rutschfeste Matten & Bodenbeläge einsetzen, besonders in Nassbereichen.
• Maschinen regelmäßig warten & auf intakte Schutzvorrichtungen prüfen.
• Reinigungs- und Desinfektionspläne erstellen und dokumentieren.
• Saisonkräfte gezielt einweisen, besonders im Umgang mit Messern und
Maschinen.
• Kühllager auf Temperatur und Sauberkeit regelmäßig kontrollieren.
• Persönliche Schutzausrüstung konsequent tragen & nach Bedarf erneuern.
Saubere Ergebnisse im Bistro-Alltag
In Bistro- und Thekenbereichen
stehen Hygiene, Qualität und
Wirtschaftlichkeit gleichermaßen
im Fokus. Der Exporit® 105
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Gläser werden streifenfrei
klar, Besteck glänzend sauber
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Getränkereste sowie angetrocknete
Speise-, Fett-, Stärke- und
Eiweißverschmutzungen, ebenso
Kaffee- oder Teerückstände,
werden zuverlässig entfernt.
Der Exporit® 105 Bistro-
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chlorhaltige Bleichkomponenten.
Dadurch entstehen keine
störenden Gerüche – ein klarer
Vorteil insbesondere in offenen
Verkaufs- oder Thekenbereichen.
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Sauberkeit bei unterschiedlichsten
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Fotos: Seeger
Fleisch
Markt
Hygiene
Seite XI, 2/2026
ADVERTORIAL
Mooshammer Hygiene & Technik: Messeauftritt auf
der „Ab Hof“ in Wieselburg
Die Firma Mooshammer
Hygiene & Technik ist seit
Jahrzehnten ein verlässlicher
Partner für professionelle Hygienetechnik
in der Lebensmittelund
Landwirtschaftsbranche.
Mit innovativen Lösungen in den
Bereichen Personalhygiene und
Boden-Entwässerung trägt das
Unternehmen maßgeblich zur
Einhaltung höchster Hygienestandards
bei. Auch in diesem Jahr
präsentiert sich Mooshammer auf
der renommierten Messe „Ab Hof “
in Wieselburg als kompetenter
Ansprechpartner für Landwirte,
Direktvermarkter und Betriebe
der Lebensmittelproduktion.
Fokus auf Personalhygiene
und Boden-
Entwässerung
Hygiene beginnt bei den
Menschen, die täglich mit
Lebensmitteln arbeiten. Daher
bietet Mooshammer modernste
Lösungen zur Personalhygiene,
darunter automatisierte Handwasch-
und Desinfektionssysteme,
Hygieneschleusen sowie
praktische Spenderlösungen für
Seife und Desinfektionsmittel.
Diese Systeme gewährleisten
eine effektive Keimreduktion und
sorgen für höchste Sicherheit in
der Lebensmittelverarbeitung.
Ein weiteres zentrales Thema
ist die professionelle Boden-
Entwässerung. In der Lebensmittelproduktion
ist es essenziell,
Wasser effizient abzuleiten, um
Rutschgefahr und die Bildung
von Bakterien zu minimieren.
Mooshammer bietet hier maßgeschneiderte
Entwässerungssysteme,
die höchsten hygienischen
Anforderungen gerecht werden.
Die rostfreien, langlebigen Edelstahlrinnen
und Bodenabläufe
gewährleisten eine optimale
Wasserführung und erleichtern
die Reinigung erheblich.
Große Nachfrage nach
Hygienelösungen
Auf der „Ab Hof “ präsentiert
Mooshammer die neuesten
Hygienelösungen. Die Besucher
können sich am Messestand über
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unterstreicht die Bedeutung
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Wer sich auch nach der Messe
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Aktuelles
Foto: pixabay
Frühling in der Theke
Feinkost bringt zu Ostern Farbe, Frische und Zusatzumsatz in Wursttheke und Hofladen.
Von Kurt Heinz
Die Wochen vor Ostern
zählen im Fleischerhandwerk
und in der Direktvermarktung
zu den umsatzstärksten
Zeiten des Frühjahrs. Neben
klassischen Bratenstücken,
Schinken und Würsten gewinnt
Feinkost deutlich an Bedeutung.
Kunden suchen nach unkomplizierten,
hochwertigen Beilagen
für Familienfeiern, Brunch oder
kalte Platten – hier liegt großes
Potenzial für Zusatzverkäufe und
attraktive Margen.
Klassiker und saisonale
Impulse
Unverzichtbar sind rund um
Ostern klassische Feinkostsalate
wie Eiersalat, Geflügelsalat,
Schinkenröllchen mit Frischkäsefüllung
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Reinigung
Hygiene
Desinfektion
Reinigungstechnik
Schulung (HACCP)
Service vor Ort
Fleischsalat. Gerade Eiersalat in
verschiedenen Varianten – mit
Schnittlauch, Bärlauch oder
mildem Senf – passt ideal zur
Saison. Auch Heringssalate oder
Räucherfischaufstriche sind
gefragt, da sie traditionell in die
Karwoche gehören.
Für frische Impulse sorgen
leichte Antipasti, Spargelsalate
mit gekochtem Schinken, mediterrane
Gemüsevariationen oder
Dips auf Joghurt- und Frischkäsebasis.
Hausgemachte Chutneys,
Preiselbeer- oder Senfsaucen
ergänzen gekochten Schinken
und Braten perfekt. Im Hofladen
bieten sich zudem regionale
Spezialitäten an, etwa Aufstriche
mit Kräutern aus eigener Erzeugung
oder saisonale Frühlingspasteten.
Wichtig ist eine klare Sortimentsstruktur:
Basisprodukte
mit konstantem Absatz werden
durch saisonale Highlights
ergänzt. Drei bis fünf Aktionsartikel
reichen meist aus, um
Aufmerksamkeit zu erzeugen,
ohne die Produktion unnötig zu
verkomplizieren.
Verkaufspsychologie
Feinkost lebt von Optik und
Frischeeindruck. In der Wursttheke
sollten Salate locker aufgezogen
und nicht glattgestrichen
werden – sichtbare Zutaten steigern
die Wertigkeit. Farbakzente
durch Paprikawürfel, Kräuter oder
Eischeiben erhöhen die visuelle
Attraktivität. Kleine Tafeln mit
Serviervorschlägen („Ideal zum
Osterbrunch“) unterstützen den
Abverkauf.
Im Hofladen empfiehlt sich
die Kombination aus gekühlter
Thekenware und dekorierten
Mustertellern. Osterkörbe,
frische Kräuter, Weidenzweige
oder dezente Pastelltöne schaffen
saisonale Atmosphäre,
ohne kitschig zu wirken. Wichtig:
Dekoration strikt von Lebensmitteln
trennen und hygienisch
einwandfrei präsentieren.
Praktisch sind vorbereitete
Feinkostplatten in verschiedenen
Größen – etwa „Osterplatte für 4
Personen“. Sie vereinfachen die
Kaufentscheidung und erhöhen
den Durchschnittsbon. Cross-
Selling funktioniert besonders
gut durch räumliche Nähe: Feinkost
neben Kochschinken, Senf
neben Bratenaufschnitt, frisches
Brot in Sichtweite.
Portionsgerechte Gebinde sind
entscheidend. Kleinere Haushalte
bevorzugen 150- bis 250-Gramm-
Einheiten, Familien greifen zu
größeren Schalen. Transparente
Verpackungen unterstützen den
Frischeeindruck.
Wer auf handwerkliche
Herstellung, regionale Zutaten
und hausgemachte Rezepturen
hinweist, schafft Vertrauen
und Differenzierung gegenüber
dem Lebensmitteleinzelhandel.
Gerade zu Ostern sind Kunden
bereit, für Qualität, Regionalität
und ansprechende Präsentation
einen höheren Preis zu akzeptieren.
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite XIII, 2/2026
Die Zukunft des Metzger handwerks beginnt hier
Die Familie Hanke steht heute
in zweiter Generation für
höchste Qualität im Ladenbau.
Perfektion ist dabei Anspruch und
Antrieb zugleich – denn Weiterentwicklung
ist Voraussetzung
für nachhaltigen Erfolg.
Gegründet wurde das Unternehmen
am 1. April 1954 in
der Adolf-Schmetzer-Straße
in Regensburg von Georg und
Elfriede Hanke als Fleischereibedarfshandlung
mit Ladenbau.
Dank Innovationskraft, technischer
Kompetenz und Verlässlichkeit
wuchs der Betrieb rasch
und baute langfristige Kundenbeziehungen
auf. 1991 übernahmen
Thomas und Georg Hanke die
Verantwortung, 2007 folgte die
Gründung der Ladenbau Hanke
GmbH.
Die Manufaktur HANKE
entwickelt maßgeschneiderte
Konzepte für zukunftsorientierte
Metzgereien. Präzise abgestimmte
Kühltechnik sichert Frische
und reduziert Warenverluste,
während durchdachte Lösungen
Mitarbeiter im Verkauf entlasten.
Die Metzgerei ist heute Fachgeschäft,
Imbiss und Treffpunkt
zugleich – ein Ort für Genuss
und Inspiration.Das Leistungsspektrum
reicht von klassischem
Ladenbau über Smart Stores bis
zu hybriden und vollautomatisierten
Selbstbedienungslösungen.
Dazu zählen ganzheitliche
Laden- und Produktionsplanung,
innovative Gastronomiekonzepte,
patentierte Thekensysteme,
digitale Bestellprozesse, Online-
Shop- und App-Lösungen sowie
Schulungen, Markenentwicklung
und Standortmarketing.
HANKE verbindet Handwerk,
Technologie und zukunftsfähige
Store-Konzepte zu ganzheitlichen
Lösungen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
INFO
Ladenbau Hanke GmbH
Henleinstraße 9
93092 Barbing-Unterheising
Tel. +49 (0)9401-527680
info@ladenbau-hanke.de
ladenbau-hanke.de
Fotos: Hanke
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AB HOF
WIESELBURG
6. - 9.
MÄRZ 2026
Stand Nr. 702
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Jubiläumshalle
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme | Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer | Portioniermaschinen
Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten | Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
Leberstreichwurst, cremige
Tradition
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Die Leberstreichwurst
zählt zu den beliebtesten
Brotaufstrichen zur Jause,
vor allem wenn sie vom Kalb
stammt oder mit Preiselbeeren
oder Trüffel verfeinert wird. Sie
ist vor allem aber ein Produkt
mit langer Tradition, denn
gleich nach der Schlachtung
wurden Leber und Innereien oft
zu Wurst verarbeitet. Jedoch war
dies oft eine Leberwurst zum
Braten. Die Leberstreichwurst
hat sich erst im Laufe des 19.
Jahrhunderts entwickelt, als kalt
zu genießende Spezialität.
Geschmackgebende
Zutat
Sie ist eine, mehr oder weniger
intensiv emulgierte, streichfähige
Kochwurst aus vorgekochtem
Fleisch und Fettgewebe,
fein oder mit grober Einlage.
Das Besondere an ihrer Herstellung
ist, dass mit Ausnahme
der Leber die Fleischzutaten
vor der Zerkleinerung gegart
werden. Die rohe Leber dient
dann als Emulgator und hilft,
das Fett und das Wasser in der
Wurstmasse zu stabilisieren und
zu verbinden. Dadurch wird die
Streichfähigkeit erreicht. Die
kalte Leber wird mit Pökelsalz
vorgekuttert, bis sie Blasen
schlägt und danach kalt gelagert,
bis sie weiterverarbeitet
wird. Fleisch und Speck werden
vor dem Zerkleinern erhitzt
und heiß gekuttert, erst danach
mit der kalten Leber emulgiert.
Der Leber-Anteil liegt international
meist zwischen 10 bis
30 Prozent, bei einem höheren
Anteil der namensgebenden
Innerei würde ein unerwünschter
bitterer Geschmack auftreten.
Die Leber ist somit die
wert- und geschmackgebende
Zutat, aber nicht immer die
Hauptzutat. Laien sind dennoch
oft vom relativ geringen Gehalt
an Leber im Produkt überrascht,
der aus handwerklicher
Sicht jedoch völlig in Ordnung
ist. Gewürzt wird mit Pfeffer,
Piment, Muskatnuss, Kardamom
und oft auch Majoran oder
gerösteten Zwiebeln. Die Masse
wird danach in Därme oder
Gläser abgefüllt und anschließend
meist bei Temperaturen
zwischen 76 und 80 Grad Celsius
gebrüht. Traditionell wurden
Rinder- oder Schweindärme
zum Abfüllen verwenden, heute
sind es wasserdampfundurchlässige
Kunstdärme. In Gläser
werden besonders hochwertige
Produkte abgefüllt, meist sind es
Leberstreichwürste aus Wildfleisch,
die mit edlen Zutaten
wie Pistazien, Trüffeln oder
Wildpreiselbeeren verfeinert
wurden.
Mit oder ohne zusätzliche
Bezeichnung
Die Zutaten für die Leberstreichwurst
stammen vom Schwein.
Als Leberstreichwurst ohne
zusätzliche Bezeichnung enthält
sie 25 Prozent Leber. Auf 25 Teile
Leber werden 22 Teile Schweinskopffleisch
mit Schwarte, 15
Teile Innereien (Herz, Zunge)
und 38 Teile fette Abschnitte mit
Schwarte verwendet. Wird in der
Bezeichnung ein Tier oder eine
Zutat hervorgehoben, so handelt
es sich dann um Streichwürste
mit Zusatz der namensgebenden
Tierart wie etwa der Rehleberoder
der Kalbsleberstreichwurst.
Die Zutaten dazu unterscheiden
sich bereits in der Höhe des
Lebergehaltes. Sie muss mindestens
30 Prozent Leber enthalten
und davon mindestens 5 Prozent
der namensgebenden Zutat.
Auf 30 Teile Leber kommen 25
Teile mageres Schweine- oder
Kalbfleisch und 45 Teile fette
Abschnitte. Oft werden Leberstreichwürste
mit weiteren
Zutaten wie Preiselbeeren,
Honig oder Nüssen verfeinert.
Streichwürste werden aber
nicht nur durch den Leberanteil
und die Tierart unterschieden,
sondern auch nach der Struktur,
grob oder fein. Gröbere Produkte,
bei denen die Emulgierung und
die Durchmischung gering sind,
werden oft anders hergestellt.
Die Leber wird dazu kurz angebrüht
und mit den weiteren
Bestandteilen grob gewolft
bevor sie abgefüllt wird.
Die Verwandtschaft
Die Unterschiede der Leberstreichwurst
zur Pastete sind
oft gering und der Übergang
fließend. Der Name „Pastete“
stammt aus dem Romanischen
und bedeutet in Teig gehülltes
Fleischgericht, heute sind
es feingewürzte Gerichte aus
einer Farce aus Fleisch oder
Innereien, die in einer Umhüllung
gebacken werden. Auch
Pasteten sind Kochwürste, die
Umhüllung wird nicht mehr so
eng gesehen und kann neben
Teig auch aus Speck bestehen,
wie wir es von der Leberpastete
her kennen. Pasteten sind meist
etwas cremiger, Streichwürste
dagegen haben einfachere
Fleischqualitäten und sind fetter
und wässriger.
Zügig verbrauchen
Im Gegensatz zu vielen anderen,
vor allem geräucherten Würsten,
ist die Leberstreichwurst eine
Diva in Bezug auf die Haltbarkeit.
Nach Öffnen der Verpackung,
egal ob Glas oder Kunstdarm,
sollte sie innerhalb weniger
Tage verbraucht werden. Der
Grund liegt in der extrem feinen,
cremigen Struktur, die aber
Verderbniserregern eine große
Oberfläche bietet. Die Lagerung
erfolgt im Kühlschrank, zusätzlich
geräucherte Produkte halten
etwas länger.
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite XV, 2/2026
Stabil durch herausfordernde
Zeiten
Rezept
Delikatess Leberwurst
Material
u 30 kg Leber
u 15 kg Schweinefleisch SII
u 55 kg Griffe/Wammen
Zutaten pro kg
u 8,5 g Novapure Kalbsleberwurst,
Art.-Nr.: 158084
u 10 g Lebo Aktiv, Art.-Nr.:
162887
u 19 g Nitritpökelsalz
Wursthülle
u Delikatess-Leberwurst NK
45/21 SAFEFASER gold, Art.-
Nr.: 535143
u Delikatess-Leberwurst NK
60/50 SAFEFASER gold, Art.-
Nr.: 538672
Foto: Wiesbauer
Thomas Schmiedbauer, Geschäftsführer Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten
GmbH und Vorstandsvorsitzender Wiesbauer Holding AG.
Wiesbauer blickt auf ein wirtschaftlich
anspruchsvolles
Jahr 2025 zurück, konnte sich im
schwierigen Marktumfeld jedoch
solide behaupten. Der Gruppenumsatz
lag bei 272 Mio. Euro.
Den größten Anteil daran erwirtschaftete
weiterhin der Wiener
Stammbetrieb, die Wiesbauer
Österreichische Wurstspezialitäten
GmbH, mit 120 Mio. Euro
Umsatz und einem Absatz von
12.500 Tonnen. Damit wurde
das Vorjahresniveau leicht übertroffen.
Auch das Deutschlandgeschäft
entwickelte sich stabil,
der Exportanteil liegt inzwischen
bei über 53 Prozent.
Positive Beiträge kamen aus den
Tochterunternehmen: Senninger
in Salzburg und Wiesbauer
Dunahús in Ungarn steigerten
ihren Umsatz jeweils um rund 1
Mio. Euro. Besonders stark wuchs
Wiesbauer Gourmet. Durch die
Integration der Betriebe Kabinger
und Trünkel erhöhte sich
der Umsatz von 81 auf 112 Mio.
Euro. Die Zukäufe stärkten das
Angebot und die Servicequalität
im Gastrobereich deutlich.
„Angesichts der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen
ist diese Entwicklung zufriedenstellend“,
erklärt Thomas
Schmiedbauer, Geschäftsführer
und Vorstandsvorsitzender der
Wiesbauer Holding. Trotz hoher
Kosten habe man die Gruppe
weiter stabilisieren können.
Für 2026 rechnet Wiesbauer
weiterhin mit einem schwierigen
Umfeld, zeigt sich aber
vorsichtig optimistisch. Geplant
sind Investitionen von rund 7
Mio. Euro, vor allem in Automatisierung,
KI und Robotik
am Standort Wien, um Effizienz
und Wettbewerbsfähigkeit zu
erhöhen. Ergänzend wird der
Ausbau der Photovoltaik vorangetrieben.
Produktneuheiten
sind vorgesehen, der Fokus
liegt jedoch darauf, bestehende
Innovationen im Markt zu festigen.
Qualität und Geschmack
bleiben dabei die entscheidenden
Erfolgsfaktoren.
www.wiesbauer.at
❱ Leber fein kuttern – bis sie Blasen schlägt
❱ Nitritpökelsalz bei langsamer Messergeschwindigkeit
einkuttern, bis die Leber Bindung zeigt
❱ Leber aus dem Kutter nehmen
❱ Kutter ggf. mit heißem Wasser vorwärmen
❱ Gebrühtes, heißes Material vorzerkleinern
❱ Brühverluste ausgleichen
❱ Lebo Aktiv zugeben, dabei weiterkuttern und die Masse
feinzerkleinern
❱ Die gekutterte Leber bei ca. 45 °C einkuttern, bis sich
die Emulsion stabil zeigt
❱ Gewürz zugeben
❱ In Wursthüllen füllen
❱ Ca. 30 Minuten bei 60 °C röten, anschließend bei 78 °C
brühen, Kerntemperatur 70–72 °C
❱ Safe-Faser Därme mit Wasser gut (bis in den Kern)
kühlen
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Foto: NovaTaste
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Seite XVI, 2/2026
Fleisch Markt
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Orientierungsplan
A1 Westautobahn
Abfahrt Ybbs / Wieselburg
Kontaktdaten
Infostelle & Fundbüro
Messe Wieselburg GmbH
Volksfestplatz 3, 3250 Wieselburg, Österreich
H 5
Gresten
Steinakirchen
St. Leonhard
Mank
Erlauf
H 3
INFO
HOTEL
HAUPT-
EINGANG
Telefon: +43 (0) 74 16 / 502 - 0
E-Mail: abhof@messewieselburg.at
Web: www.messewieselburg.at
Auf nach Wieselburg
Wieselburg liegt im Herzen Niederösterreichs an
der Autobahnabfahrt Ybbs/Wieselburg der Westautobahn
(A1) ca. 65 km östlich von Linz und ca.
100 km westlich von Wien. Eine Bahnlinie führt
von Pöchlarn (Westbahn-Haltestelle) direkt nach
Wieselburg.
Die Infostelle befindet sich gleich beim Haupteingang.
Hier gibt es auch Messepläne zum Mitnehmen.
Alle Fundgegenstände werden in der
Messeleitung gesammelt. Nach drei Wochen werden
die Gegenstände dem Fundbüro der Stadtgemeinde
Wieselburg übergeben.
mobile
Hühnerställe
H 9
H 8
H 7
Backöfen
Prämierungen:
Halle 5/OG
Urkundenabholung
mado
Scheibbs
Purgstall
mobile
Hühnerställe
Erste Hilfe Kasten
Defibrillator: Foyer hinter Infostelle
Halle 3 .................. Milchverarbeitung, Obstverarbeitung, Verpackung,
Fleischereibedarf, Einrichtung, Seminarraum
Halle 5 .................. Obstverarbeitung, Einrichtung, Verpackungen
Fleischereibedarf, Gastronomieausstattung
Halle 5 OG .......... Landwirtschaftliche Schulen, Prämierungen, Ab Hof Bühne,
EFS - Euro-Finanz-Service, Komdruck AG
Halle 7 .................. Imkerei, Verpackung, Vermarktung, Etiketten, Lebensmittelverarbeitung
Halle 8 .................. Beratung und Information, Betriebsmittel
Halle 9 .................. Markthalle, Digitalisierung, Öfen
Halle 10 ............... So schmeckt NÖ, Genussland Oberösterreich, Konsumententeil
Halle 11 ............... Steirerdorf, Konsumententeil, Restaurant, Genussakademie
Freigelände ........ Backöfen, mobile Hühnerställe
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la se sta t Ma se: Mit
le mit Fleisch, un das handwerkliche
Tun haben mich i mer In dieser Zeit ist der Betrieb stetig
KAILerein Murau selbstständig.
diesem Konzept hat sich
Fleischermeister Josef fasziniert“, erzählt Josef Kail gewachsen und hat der
Kail in Murau eine treue sichtlich begeistert. Vor sieben Region gut etabliert“, zeigt sich
Sta mkundschaft aufgebaut – Jahren wagte der Fleischer-
Josef Kail stolz auf sein Unternehmen,
da sich unmi telbar neben
und zeigt, wie regionale K opera-
mit seiner „Kailerei“ den
tion wirtschaftlich funktionieren Sprung die Selbstständigkeit dem historischen Hauptplatz in
ka n. „Das Fleischerhandwerk
ist seitdem Anlaufstele für Murau befindet. Nachdem zuerst
wurde mir sprichwörtlich in die Fleischgenießer aus nah und fern. der Küchenbereich i neuem
Wiege gelegt. Ich bin einer „Seit Februar 2019 bin mit der Glanz erstrahlte, wurde auch
Fleischerei aufgewachsen das komplete Geschäftslokal
ha te von klein auf Berührung
umgebaut. Eine Investition mit dem Handwerk. Schon früh
Geschmack, Regionalität und
war für mich klar, da s ich diesen
Nac haltigkeit. Genauso wie
Weg einschlagen möchte – beim Thema Fleisch, setzte
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Aktion scharf S 12
Feldsalat bis ins Frühjahr
S 13
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Fleisch Markt
Hof Markt
Hof Gast
Die Kailerei
Wo Tradition, Qualität und persönliche Beratung den
Unterschied machen. Von Katrin Ha mer
K
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Fleisch Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 2/2026
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handwerklichen Lebensmittelverarbeitung.
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Hof Markt
Aktuelles S 3-6
So schmeckt Ostern S 11
Aktion scharf S 12
Feldsalat bis ins Frühjahr
S 13
Hof Gast
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Fleisch Markt
Portrait: Die Kailerei S I
Von der Lake zum Schinken
S IV
Sicherheit & Hygiene S X
Frühling in der ThekeS XII
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Treffpunkt für
Direktvermarktung
Von 6. bis 9. März 2026 wird Wieselburg in Niederösterreich
erneut zum Zentrum der bäuerlichen Direktvermarktung.
Die AB HOF – Spezialmesse
für bäuerliche Direktvermarktung
– bringt
Direktvermarkter, Produzenten
und Genießer zusammen und
verbindet fachlichen Austausch
mit genussvollen Einblicken in
die Welt regionaler Lebensmittel.
Fachmesse und
Genusswelt vereint
Die Messe gliedert sich in einen
Fachbereich mit Produkten,
Dienstleistungen und praxisorientierten
Lösungen für landwirtschaftliche
Betriebe sowie
in einen Konsumententeil, der
zum Entdecken, Verkosten und
Kennenlernen regionaler Spezialitäten
einlädt. Dadurch entsteht
NAHRUNGSMITTEL- UND
VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
präzise.
KAILere in Murau selbstständig.
In dieser Zeit ist der Betrieb stetig
gewachsen und hat sich in der
Region gut etabliert“, zeigt sich
Josef Kail stolz auf sein Unternehmen,
das sich unmittelbar neben
dem historischen Hauptplatz in
Murau befindet. Nachdem zuerst
der Küchenbereich in neuem
Glanz erstrahlte, wurde auch
das komplette Geschäftslokal
umgebaut. Eine Investition in
Geschmack, Regionalität und
Nachhaltigkeit. Genauso wie
beim Thema Fleisch, setzte
der Steirer beim Renovie-
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Fleisch Markt
Portrait: Die Kailerei S I
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Frühling in der Theke S X I
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Aktuelles S 3-6
So schmeckt Ostern S 11
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Feldsalat bis ins Frühjahr
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Die Kailerei
Wo Tradition, Qualität und persönliche Beratung den
Unterschied machen. Von Katrin Hammer
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Hof Markt
Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 2/2026
lasse statt Masse: Mit
diesem Konzept hat sich
Fleischermeister Josef
Kail in Murau eine treue
Stammkundschaft aufgebaut –
und zeigt, wie regionale Kooperation
wirtschaftlich funktionieren
kann. „Das Fleischerhandwerk
wurde mir sprichwörtlich in die
Wiege gelegt. Ich bin in einer
Fleischerei aufgewachsen und
hatte von klein auf Berührung
mit dem Handwerk. Schon früh
war für mich klar, dass ich diesen
Weg einschlagen möchte – die
Arbeit mit Lebensmitteln, vor
a lem mit Fleisch, und das handwerkliche
Tun haben mich immer
fasziniert“, erzählt Josef Kail
sichtlich begeistert. Vor sieben
Jahren wagte der Fleischermeister
mit seiner „Kailerei“ den
Sprung in die Selbstständigkeit
und ist seitdem Anlaufste le für
Fleischgenießer aus nah und fern.
„Seit Februar 2019 bin ich mit der
Öste reichische Post AG, GZ 21Z04 245 M, H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 180 Wien
Hof Markt
Die Zeitung für Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer Ausgabe 2/2026
Treffpunkt für
Direktvermarktung
Von 6. bis 9. März 2026 wird Wieselburg in Niederöste reich
erneut zum Zentrum der bäuerlichen Direktvermarktung.
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und bewussten Konsumenten.
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Seite 2, 2/2026
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
Auf in den Frühling!
Impressum
von Kurt
& Michael
Heinz
Der März ist für Sie als Direktvermarkter, Heurigenwirt oder
Winzer ein Monat zwischen Aufbruch und Hochsaison. Die
Fastenzeit beeinflusst das Kaufverhalten Ihrer Kundschaft spürbar,
gleichzeitig steht das Ostergeschäft bereits vor der Tür.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihr Sortiment gezielt zu schärfen,
Ab-Hof-Aktionen zu planen und Ihre Marketingmaßnahmen für
die kommenden Wochen festzulegen. Leichtere Produkte, Fisch,
Aufstriche, Säfte oder alkoholfreie Alternativen gewinnen in der
Fastenzeit an Bedeutung. Parallel dazu sollten Sie Osterschinken,
Mehlspeisen, Geschenkkörbe und Frühlingsweine rechtzeitig
kalkulieren, produzieren und bewerben. Wer Rohwaren früh disponiert,
Arbeitsabläufe strukturiert und klare Verkaufsargumente
vorbereitet, schafft die Basis für ein starkes Frühjahrsgeschäft.
Ein Fixpunkt in Ihrem Kalender sollte die AB HOF Messe in
Wieselburg von 6. bis 9. März 2026 sein. Nutzen Sie diese Plattform
als Impulsgeber für Ihren Betrieb. Informieren Sie sich über neue
Verarbeitungstechnik, innovative Verpackungslösungen und zeitgemäße
Vermarktungskonzepte. Knüpfen Sie Kontakte, tauschen
Sie Erfahrungen aus und prüfen Sie kritisch, welche Trends zu Ihrer
Betriebsstrategie passen.
Der März verlangt Organisationstalent, Entscheidungsfreude
und unternehmerischen Weitblick. Wenn Sie die Fastenzeit aktiv
gestalten, das Ostergeschäft professionell vorbereiten und die AB
HOF als Inspirationsquelle nutzen, stellen Sie jetzt die Weichen
für eine erfolgreiche Saison.
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benützen Sie unser Abo-Bestellformular auf www.hofundmarkt.
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Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2026 bereits
10 Jahre und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende März blicken wir bereits auf die AB HOF
Messe zurück und präsentieren ihnen die Highlights und Neuheiten
von der Messe. Außerdem haben wir die Themen Molkereitechnik,
Alles rund ums Ei, Spargelsaison, Verkaufs- & Kühlfahrzeuge,
Torten und in Hof&Gast das Thema Vinothek. Bis dahin wünschen
wir Ihnen einen erfolgreichen Saisonbeginn und einen spannenden
AB HOF Besuch.
Hof Markt
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus allen
Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form | Redaktion:
Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin Hammer,
Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Emma C. Friedl | Anzeigen: H1 Medien & GASTRO
Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510 26
29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
office@derbock.at | Lektorat: Andrea
PEFC-zertifiziert
Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
202021021
Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
stammt aus
nachhaltig
bewirtschafteten
Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn
Wäldern
| Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT09
PEFC/06-39-01 www.pefc.at
2011 1843 54355800, BIC: GIBAATWWXXX
zeigen Perspektiven für bäuerliche
Betriebe auf.
30 Jahre Qualität: Die
AB HOF Prämierungen
Ein besonderes Highlight der
AB HOF 2026 ist das 30-jährige
Jubiläum der AB HOF Prämierungen.
Ihren Ursprung hatten sie
1996 mit den Auszeichnungen
„Das goldene Stamperl“ und „Die
goldene Birne“, die sich rasch als
anerkannte Qualitätsmaßstäbe
etablierten. Inzwischen umfasst
das Programm acht Produktprämierungen.
Prämiert werden
unter anderem Edelbrände und
Moste, hochwertige Speiseöle,
Fleisch- und Wurstwaren, Backund
Nudelprodukte sowie Fisch.
Seit drei Jahrzehnten stehen
diese Auszeichnungen für Qualität,
Regionalität und österreichische
Genusskultur und machen
die kontinuierlich hochwertige
Verarbeitung heimischer Produzenten
sichtbar. Alle ausgezeichneten
Produkte können auf
der Messe verkostet werden, die
feierliche Verleihung findet am
Freitag im Rahmen der Eröffnung
statt.
Junge Pioniere
gestalten die Zukunft
Unter dem Motto „Junge Pioniere
– erfolgreiche Direktvermarkter“
richtet die AB HOF 2026 den
Fokus auf die nächste Generation
in der Landwirtschaft.
In Halle 11 präsentieren junge
Landwirte und Produzenten
ihre Betriebe, Projekte und Ideen
und geben Einblick in innovative
Ansätze. Vorgestellt werden
unter anderem die Verarbeitung
von Waldviertler Sojabohnen zu
hochwertigem Tofu, prämierte
technische Entwicklungen wie
eine Maschine zur Erleichterung
der Mandelernte sowie Projekte
wie ein Speicherteich zur Sicherung
der landwirtschaftlichen
Produktion. Die Beiträge zeigen,
wie engagiert junge Menschen
ihre Betriebe weiterentwickeln
und neue Wege beschreiten.
Fachwissen, Genuss
und Begegnung
Das Fachprogramm widmet
sich aktuellen Fragestellungen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Themen wie
Lebensmittelrettung, Lebensqualität
am Bauernhof, Hofnachfolge,
Vermarktung seltener
Nutztierrassen, Zertifizierungen,
Aquaponik und moderne Anbausysteme
stehen ebenso auf dem
Programm wie praxisnahe Einblicke
in professionelle Pilzzucht
und die Trocknung von Kräutern,
Blüten und Pilzen. Auch neue
betriebliche Standbeine werden
vorgestellt. Anni Neudorfer von
„Land schafft Leben“ beleuchtet
zudem Zusammenhänge rund
um Herkunft, Produktion und
Bewusstseinsbildung.
Die Genussakademie lädt
Konsumenten dazu ein, Lebensmittel
mit allen Sinnen zu
erleben und ihre Herstellung
besser zu verstehen. Workshops
und Verkostungen widmen sich
unter anderem dem Brotbacken
mit Sauerteig, Honig- und Ölverkostungen,
Sensorikschulungen,
Wildkräutern im Frühling sowie
Pilzspezialitäten aus dem Mühlviertel.
Produktionswege werden
nachvollziehbar gemacht, etwa
beim Obstbau Spitzlehner – vom
Anbau besonderer Sorten bis zur
Verkostung – oder bei Angeboten
rund um Edelbrand und Most.
Der direkte Austausch zwischen
Produzenten und Konsumenten
steht dabei im Mittelpunkt.
Ein abwechslungsreiches
Rahmenprogramm rundet die
Messe ab. Auftritte der Purgstaller
Volkstanzgruppe, die Genussolympiade
der NÖ Landjugend
und der traditionelle Steirerabend
schaffen eine lebendige
Atmosphäre und machen die
AB HOF 2026 zu einem Ort der
Begegnung, der Tradition und des
gemeinsamen Erlebens.
www.messewieselburg.at/
produktpraemierungen
Hier
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zum
Programm
Foto: Schafranek (www.schafranek.at)
Foto: Raab Mike
& Hof Markt
AB HOF Spezial
Seite 3, 2/2026
Foto: Mitterbauer Stahlbau
Mobilstall: Frisches
Grün für glückliche
Hühner
Die moderne Geflügelhaltung
steht vor der Herausforderung,
Tierwohl, Effizienz und
Wirtschaftlichkeit zu vereinen.
Die Mitterbauer Stahlbau
GmbH aus Handenberg liefert
mit dem Mobilstall „Hehnastoi“
eine Lösung, die den Markt für
Legehennenhaltung verändert.
Während feste Ställe oft Probleme
mit Bodenmüdigkeit und
Parasiten haben, punktet der
Mobilstall mit Flexibilität und
robuster Stahlbauqualität.
Der entscheidende Vorteil liegt
in der Mobilität: Durch regelmäßiges
Versetzen – idealerweise
wöchentlich – haben die
Hennen stets frisches Grün. Das
schützt die Grasnarbe, reduziert
Überdüngung und senkt den
Infektionsdruck durch Parasiten.
Das Ergebnis sind vitale Hennen
mit hoher Legeleistung und Eier
von Premiumqualität, die sich
im Hofladen oder der Direktvermarktung
bestens verkaufen
lassen.
Die Technik der Ställe ist auf
Arbeitserleichterung ausgelegt.
Automatisierte Fütterungsund
Tränkesysteme sowie
intelligente Lichtsteuerung
minimieren den täglichen Kontrollaufwand.
Hochwertiger Stahl
und durchdachte Oberflächen
erleichtern die Endreinigung
nach jeder Herdenperiode, ein
zentraler Faktor für Biosicherheit.
Viele Modelle lassen sich
optional mit Photovoltaik
ausstatten, wodurch der Betrieb
energieautark wird und laufende
Kosten sinken.
Tierschutzkonformität stärkt
die Vermarktung: Der „Hehnastoi
MBHS 430“ ist offiziell nach
§18 Tierschutzgesetz geprüft,
was maximale Transparenz
gegenüber Endkunden und
ein starkes Verkaufsargument
bietet. Der Außenscharraum
ermöglicht selbst bei Stallpflicht
einen geschützten Freiluftbereich
für die Tiere.
Zweites Standbein
Für Direktvermarkter und
Hofbetriebe eröffnet die mobile
Hühnerhaltung ein zweites
Standbein. Die Investition
amortisiert sich durch den
höheren Eierpreis schneller
als bei herkömmlichen Stallbauten,
da auf teure Bodenversiegelungen
oder Fundamente
verzichtet werden kann. Mit dem
„Hehnastoi“ bietet Mitterbauer
ein schlüsselfertiges System für
Landwirte, die Tierwohl, Qualität
und österreichische Wertarbeit
verbinden.
INFO
Mitterbauer Stahlbau GmbH
Sandtal 60
5144 Handenberg
Tel.: +43 7748 8602
office@mitterbauer-stahlbau.at
www.mobiler-huehnerstall.at
Seite 4, 2/2026
AB HOF Spezial
Hof & Markt
Vertical-Farming-Lösungen
Auf der AB HOF präsentiert
die Pflanzentheke GmbH
ihr modulares Vertical-Farming-
System für Hofläden und Direktvermarkter
vor. Das Unternehmen
entwickelt kompakte
Minifarmen, die speziell auf
die Anforderungen kleiner und
mittlerer Betriebe zugeschnitten
sind. Kern des Systems ist eine
dachförmige Stahlkonstruktion
mit stufenförmig angeordneten
Pflanzrinnen. Die Kultivierung
erfolgt hydroponisch in einem
geschlossenen Kreislaufsystem:
Wasser und Nährstoffe werden
Innovative Lösungen
In einer Zeit, in der regionale
Lebensmittel und handwerkliche
Qualität stetig an Bedeutung
gewinnen, spielt die optische
und funktionale Präsentation
der Produkte eine entscheidende
Rolle. Die Verpackungsstadl
GmbH aus Sattledt hat sich als
verlässlicher Partner für bäuerliche
Direktvermarkter und Manufakturen
etabliert. Mit einem
tiefen Verständnis für die Bedürfnisse
der Landwirtschaft bietet
das Unternehmen ein Sortiment,
das Tradition mit moderner Funktionalität
verbindet.
Qualität trifft auf
Vielfalt
Das Portfolio reicht von klassischen
Glasflaschen (wie den
Modellen „Gerda“ und „Julia“) bis
hin zu spezialisierten Lösungen
für die moderne Vermarktung. Ein
besonderer Fokus liegt 2026 auf:
uBag-in-Box-Systemen: Effiziente
Lösungen für Säfte und
Wein inklusive passender Abfüllhalterungen.
u Nachhaltigkeit: Ein breites
Spektrum an Papierbeuteln,
Tragetaschen und Öko-Verpackungen,
die den steigenden
Kundenansprüchen an
Umweltfreundlichkeit gerecht
werden.
u Verschluss-Technik: Hochwertige
Twist-Off-Verschlüsse
und Bügelverschlüsse, die
Frische und Sicherheit garantieren.
Treffpunkt Wieselburg
Ein Highlight im Veranstaltungskalender
ist die „Ab Hof “
Messe. Sie finden das Team vom
Verpackungsstadl in Halle 7
Stand 710. Dort haben Besucher
aufgefangen, gefiltert und wiederverwendet.
Dadurch reduziert
sich der Flächenbedarf um bis zu
75 %, während rund 90 % Wasser
und 85 % Dünger eingespart
werden. Gleichzeitig ermöglicht
das System eine ganzjährige
Produktion mit bis zu vier- bis
fünffachem Ertrag pro Fläche.
Eine Amortisation ist je nach
Konzept innerhalb von zwei bis
drei Jahren realistisch.
Die modular aufgebauten
Starter- und Basisfarmen sind
flexibel erweiterbar und verfügen
über automatisierte Bewässerungs-
und Düngeprozesse.
Kunden erleben die Produktion
direkt vor Ort und können Salate,
Kräuter oder Erdbeeren frisch
ernten. Das stärkt Vertrauen,
Kundenbindung und Zahlungsbereitschaft.
https://pflanzentheke.de/
die Möglichkeit, neueste Trends
direkt in die Hand zu nehmen
und individuelle Lösungen für
ihre Erzeugnisse – ob Säfte,
Liköre, Honig oder Eingelegtes
– zu besprechen. Geschäftsführer
Fabian Egle und sein Team
verstehen sich dabei nicht nur
als Händler, sondern als Impulsgeber
für eine professionelle und
ästhetische Vermarktung ab Hof.
Entdecken Sie in Wieselburg,
wie „Verpackung mit Herz“ Ihre
regionalen Spezialitäten zum
Glänzen bringt. Das Team freut
sich auf anregende Fachgespräche
an Stand 710.
www.verpackungsstadl.at
Foto: Pflanzentheke
Foto: Verpackungsstadl
Klassiker mit Reife
Der Fasching ist vorbei,
der Appetit auf ehrlichen
Genuss bleibt. Genau dafür
steht der Original Emmentaler
aus Heumilch – ein Käseklassiker,
der seit Generationen für
handwerkliche Tradition, Reife
und Qualität bekannt ist. Als
Heumilch-Käse des Monats
rückt er in den Mittelpunkt
genussvoller Momente.
Gerade bei lang gereiften
Käsesorten ist die Qualität der
Milch entscheidend. Heumilch
aus natürlicher Fütterung bietet
ideale Voraussetzungen für eine
monatelange Reifung und bildet
die Basis für ein ausgewogenes,
vielschichtiges Aroma. Sie gilt
als Spezialmilch für hochwertige
Hartkäsesorten.
Der Original Emmentaler
zählt zu den bekanntesten
Vertretern seiner Familie und
zeigt je nach Herstellungsweise
und Reifegrad unterschiedliche
Charaktere. Mild
gereifte Varianten präsentieren
sich harmonisch und
zurückhaltend, während
Emmentaler mit Naturrinde
ein komplexeres Aromabild
entwickeln. Die Reifezeiten
reichen von etwa drei bis zu
rund zehn Monaten.
Im Geschmack zeigen sich
bei jüngeren Sorten fruchtigpflanzliche
Noten von Heu,
Walnuss und Zitrusfrüchten.
Mit zunehmender Reife treten
intensivere Aromen von
Ananas, Honig und Mandel
in den Vordergrund, ergänzt
durch Nuancen von Marzipan,
geröstetem Weißbrot und
hellem Karamell. Charakteristisch
bleibt der kompakte Teig
mit seinem angenehm runden
Mundgefühl.
Typisch sind auch die
markanten Löcher: Sie entstehen
während der Reifung durch
natürliche Gärprozesse, bei
denen Bakterien Kohlendioxid
bilden. Da Emmentaler bei
höheren Temperaturen reift,
können sich die Gasblasen
besonders gut entwickeln – ein
sichtbares Zeichen traditioneller
Käsekunst.
www.heumilch.com
Foto: ARGE Heumilch
AB HOF Halle 7 Stand 710
Screenshot von www.heumilch.com
& Hof Markt
AB HOF Spezial
Seite 5, 2/2026
Frische Lösungen und starke
Mineralien für 2026
Mayer & Geyer erweitert sein
Sortiment um innovative
Neuheiten in den Bereichen
Kühltransport und Tierwohl und
setzt damit nachhaltige, praxisnahe
Lösungen für Landwirtschaft
und Direktvermarktung.
Im Bereich der nachhaltigen
Kühlverpackungen bietet Mayer
& Geyer mit dem Versandkarton
Ecoliner, dem Ecobag und dem
Coolpack durchdachte Systeme
für den sicheren Versand
frischer und temperaturempfindlicher
Produkte. Sie eignen
sich besonders für Landwirte,
die ihre Erzeugnisse direkt vom
Hof aus online vertreiben – von
Milchprodukten über Obst und
Gemüse bis hin zu Fisch, Fleischund
Wurstwaren oder anderen
Frischeartikeln.
Ihre Vorteile
u Frisch & sicher: Zuverlässige
Kühlung während Transport
und Zustellung von bis zu 48
Stunden und darüber hinaus.
Foto: Mayer&Geyer
u Flexibel einsetzbar: Verschiedene
Größen für kleine wie
auch größere Bestellungen.
u Umweltfreundlich: Herstellung
in der Steiermark aus
nachhaltigen Materialien.
u Effizient im Handling: Schnell
zu befüllen und sofort versandbereit.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt
auf Produkten aus Zeolith. Zeolithe
sind natürliche Mineralien,
die durch das Zusammenwirken
von vulkanischer Asche und
Wasser entstanden sind. Ihre
besondere kristalline Struktur
ermöglicht es, Schadstoffe
zu binden und gleichzeitig
wertvolle Mineralstoffe
über Ionenaustausch
bereitzustellen.
Diese Eigenschaften
nutzt Mayer & Geyer:
u Zeolith-Stalleinstreu:
Unterstützt
eine hygienische Einstreu
und trägt nachhaltig zur Verbesserung
des Stallklimas bei.
u Technologischer Zeolith-
Futterzusatz: Entwickelt für
Milchkühe sowie Mast- und
Fleischrinder und optimal
einsetzbar im modernen Fütterungsmanagement.
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MAYER & GEYER GmbH
Rupert-Gutmann-Straße 6
A-8200 Albersdorf/Gleisdorf
T: +43 (0)3112 / 62333-0
F: +43 (0)3112 / 62333-20
M: office@mayergeyer.at
www.mayergeyer.at
Heimische
Hülsenfrüchte
In Österreich sind Hülsenfrüchte
längst mehr als ein
Nischenprodukt: Sojabohnen,
Ackerbohnen, Körnererbsen,
Linsen, Kichererbsen und
Lupinen gewinnen im Ackerbau
kontinuierlich an Bedeutung.
Seit 2020 verzeichnet der
Anbau von Körnerleguminosen
eine deutliche Trendwende.
2024 wurden rund
23.300 Hektar bewirtschaftet,
die Erntemenge lag bei über
49.000 Tonnen – ein spürbarer
Zuwachs gegenüber dem
Vorjahr. Besonders dynamisch
entwickelt sich die Sojabohne:
Sie ist inzwischen die viertwichtigste
Ackerkultur des Landes.
2025 wurde eine Rekordernte
erzielt, mit durchschnittlich
knapp 3.500 Kilogramm pro
Hektar im konventionellen
Anbau. Damit zählt Österreich
erstmals zu den Top-3-Sojaproduzenten
der EU. Ein wesentlicher
Teil der heimischen Soja
wird direkt für Lebensmittel
verwendet und stammt aus
gentechnikfreiem Anbau.
Mit dem wachsenden
Angebot steigt auch der Bedarf
an klarer Kennzeichnung. Das
rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel
steht für vollständige Herkunft
aus Österreich – vom Anbau
über Ernte und Verarbeitung
bis ins Regal. Strenge Qualitätsrichtlinien,
zusätzliche
Dokumentationspflichten,
gentechnikfreie Produktion
und unabhängige Kontrollen
sorgen für Transparenz und
Vertrauen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
https://amainfo.at/
Foto: Weinfranz
Innovation und
Praxislösungen
www.abhof.com
Foto: BHG
Die BHG Betriebsmittel
Handels GmbH & Co. KG
ist ein erfahrener Partner für die
landwirtschaftliche Direktvermarktung
und bietet ein umfassendes
Sortiment an Produkten
für Molkereien, Käsereien und
Sennereien aus einer Hand. Das
INFO
BHG – Betriebsmittel
Handels GmbH & Co.KG.
Moosham 10
A-4943 Geinberg
+43 7723 448 20
office@bhg.co.at
www.bhg.co.at
Unternehmen präsentiert seine
Lösungen und Neuheiten auf der
AB HOF Messe in Wieselburg, die
von 6. bis 9. März stattfindet, in
Halle 3 am Stand 330.
Besucher können dort unter
anderem die neuesten Abfüllmaschinen
für Joghurt, Topfen,
Honig und weitere Produkte
kennenlernen und die Vorteile
der Geräte direkt vor Ort erleben
– inklusive attraktiver Sonderpreise.
Darüber hinaus profitieren
Kunden von speziellen
Aktionen auf Buttermaschinen,
Milchzentrifugen sowie Gläser
und Verschlüsse.
Als besonderes Highlight stellt
BHG Betriebsmittel Handels
GmbH & Co. KG Produktproben
zum Mitnehmen bereit, darunter
BIO-Kräuter sowie neue Fruchtzubereitungen
wie Preiselbeere
und BIO Pfirsich-Maracuja,
solange der Vorrat reicht. Das
Unternehmen freut sich darauf,
Interessenten vor Ort zu beraten
und seine innovativen Lösungen
für die Praxis der Direktvermarktung
zu präsentieren.
Steirer-Abend
Samstag ab 18:00 Uhr
6. bis 9. März 2026
Mit Unterstützung von Bund, Ländern und Europäischer Union
Foto: shutterstock.com
Seite 6, 2/2026
Aktuelles
Hof & Markt
Kolumne
Foto: Land schafft Leben
Von Hannes
Royer
Schweinefleisch: Chance für
Direktvermarkter
Was ist das Lieblingsfleisch der Österreicherinnen und Österreicher?
Das Schweinefleisch. Pro Kopf und Jahr lassen
wir uns rund 33 Kilogramm davon schmecken. Das Schwein ist
schon seit Langem ein wichtiger Teil unserer Esskultur, vom
Extrawurstsemmerl als schnelle Jause bis zum Schweinsbraten
am Sonntag, dessen Duft schon am Vormittag durchs Haus zieht.
Und trotzdem habe ich immer öfter das Gefühl, dass es aus der
Mode kommt, Schweinefleisch zu essen – teilweise muss man sich
schon rechtfertigen dafür. Völlig zu Unrecht, wenn man mich fragt.
Warum Schweinefleisch nicht wieder salonfähig machen? Es ist
proteinreich, vergleichsweise günstig, ganzjährig aus heimischer
Produktion verfügbar, beliebt und bietet enorm viel kulinarisches
Potenzial. Ein knuspriger Bauch, ein saftiges Kotelett vom Grill oder
ein ordentlich gewürztes Blunzengröstl sind keine Luxusgerichte,
sondern traditionelle Küche mit Geschmack. Und genau darin liegt
eine große Chance für die österreichischen Schweinebetriebe.
Heimisches Schweinefleisch kann weit mehr, als viele denken: Es
macht handwerkliches Können sichtbar und zeigt, dass Genuss dort
beginnt, wo jemand Verantwortung übernimmt – für hochwertige
Fütterung, tiergerechte Haltung und Verarbeitung. In der Direktvermarktung
liegt daher enormes Potenzial. Durch Veredelung wird
dem Tier der Respekt entgegengebracht, den es verdient. Wenn
möglichst viele Teilstücke genutzt und zu Speck, Leberwurst oder
Grammeln verarbeitet werden, entsteht Wertschöpfung am Hof und
gleichzeitig bleibt Tradition lebendig. Das schätzen nicht zuletzt
auch die Kundinnen und Kunden. Der Trend muss weg vom Billigsten
– hin zu Geschmack mit Herkunft. Und es kann gelingen, wenn wir
unsere Kräfte bündeln: Unsere Aufgabe als Bäuerinnen und Bauern
ist es, den Genuss sichtbar zu machen – mit all seinen Facetten und
mit Stolz auf das, was wir können. .
www.landschafftleben.at
Buchtipps
AB HOF Halle 7 Stand 718
Zucchini in der Hauptrolle
Im Hochsommer sprießen Zucchini nahezu im Sekundentakt.
Damit die Kreativität in der Küche nicht ins Stocken
gerät, versammelt dieses Buch über 70 Rezepte,
die das Gemüse von seiner vielseitigsten Seite zeigen.
Von herzhaft bis süß, gebraten, gebacken oder geraspelt,
offenbart die Autorin, was Zucchini alles kann. Abgerundet
wird das Buch durch wertvolle Einblicke in den
Anbau der verschiedenen Sorten.
Foto: LV Buch
shop.lv-buch.de
Umfang: 176 Seiten
Einband: Gebunden
24,70 €, ISBN: 978-3-7843-5815-4
Zu viel ist zu viel!
Wie kann man sich in dem Chaos an Informationen, was
man nicht oder schon essen soll und darf noch zurechtfinden?
Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp verbinden
in ihrem neuen Buch „Essen und essen lassen“
Kritik an übermoralisierter Ernährung und einem neuen
Zugang, wie das Verhältnis zu Essen ausschauen könnte.
Mutig, innovativ und mit einer Prise Wut bieten die beiden
Wissenschaftsjournalistinnen dem extremen Nachdenken
Paroli.
Foto: Kösel Verlag
www.penguin.de/verlage/koesel
Umfang: 208 Seiten
Einband: Taschenbuch
20,60 €, ISBN: 978-3-466-37357-4
Fruchtige Kuchen für jede Saison
„Landlust Hausgemacht Obstkuchen“ zeigt die Vielfalt
der Jahreszeiten – Rhabarber im Frühling, Beeren im
Sommer, Äpfel im Herbst, exotische Früchte im Winter.
Von Blechkuchen über Tartes, Cupcakes bis zu No-Bake-
Rezepten bietet das Buch einfache Schritt-für-Schritt-
Anleitungen, Gelingtipps und kreative Ideen für jede
Lieblingsfrucht. Perfekt für Kaffeetisch, Picknick oder
Mitbringsel.
Foto: LV Buch
www.lv-buch.de
ET: 25.02.2026
128 Seiten, Hardcover
18,50 €, ISBN 978-3-7843-5827-7
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Klarheit im Supplement-Dschungel
In seinem neuen Buch beleuchtet Bestseller- und Wissenschaftsautor
Bas Kast fundiert Wirkung, Risiken und
Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln. Er zeigt, welche
Präparate sinnvoll sind, vor Altersleiden schützen
können und welche Nährstoffe in bestimmten Lebensphasen
entscheidend sind. Themen reichen von Gehirn,
Herz und Longevity über Muskeln, Knochen und Schwangerschaft
bis Hautschutz. Ein faktenbasierter Leitfaden
mit Glossar der wichtigsten Vitamine und Supplements.
Foto: C Bertelsmann
www.penguin.de
Hardcover, 448 Seiten, mit Abbildungen
ET: 25.02.2026
Verlag: C.Bertelsmann
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Die Zeitung für Hofgastronomie, Heurige und Winzer Ausgabe 2/2026
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„Am liebsten verkaufe ich
meine Weine ab Hof!“
Jungwinzer Lukas Schiefermair im
Winzer-Talk über die Chance eigene
Wege zu gehen und facettenreichen,
harmonischen Wein aus Oberösterreich.
Von Katrin Hammer
In meinem speziellen Fall liegt
die größte Chance darin, dass
es keine Vorgenerationen gibt.
Dadurch kann ich den Betrieb
von Grund auf neu denken, eigene
Wege gehen, neue Arbeitsprozesse
ausprobieren und mich
flexibel am Markt orientieren.
Gleichzeitig ist genau das auch
eine Herausforderung, da man
alles selbst aufbauen und entwickeln
muss.
Was macht die Weine aus
der Region Bergland bzw.
Oberösterreich so speziell?
Die Weine aus Oberösterreich
zeichnen sich durch ein sehr
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Seit wann gibt es Ihr Weingut
und was fasziniert Sie
an Ihrem Beruf als Winzer
am meisten?
Unser Weingut besteht seit 2014.
Am Beruf des Winzers fasziniert
mich besonders die Vielseitigkeit
der Arbeit – kein Jahr gleicht
dem anderen. Die enge Arbeit
mit der Natur, das Begleiten der
Reben über das Jahr hinweg und
letztlich Menschen mit einem
ehrlichen, gut gemachten Wein
Freude zu bereiten, machen
diesen Beruf für mich besonders
erfüllend.
Wie sind Sie zum Winzerhandwerk
gekommen?
Während meines Besuchs der
Landwirtschaftlichen Fachschule
Schlierbach habe ich
mein Interesse am Obstbau
entdeckt. Ein aufmerksamer
Lehrer erkannte dieses Interesse
und empfahl mir daraufhin
den Wechsel an die HBLA
Klosterneuburg. Da mir das
Erdäpfelklauben am elterlichen
Betrieb nur bedingt
Freude bereitete, war dieser
Schritt für mich wegweisend.
In Klosterneuburg lebte ich
gemeinsam mit mehreren
engagierten Winzerkollegen in
einer Wohngemeinschaft – dort
entwickelte sich meine Neugier
und Begeisterung für den Wein
sehr rasch zu einer echten
Leidenschaft.
Welche Chancen und Herausforderungen
gibt es gerade
für Jungwinzer?
AB HOF Halle 5 Stand 540
Seite 8, 2/2026
Winzertalk
Hof Gast
Gelber Muskateller und Grüner Veltliner profitieren vom regionalen Klima. Seit 2014 besteht das Weingut
von Lukas Schiefermair.
ausgewogenes Säureverhältnis
und eine gute physiologische
Reife aus. Sie sind meist fruchtig,
frisch und zugänglich – Weine,
die man zu nahezu jedem Anlass
genießen kann und die dennoch
Charakter zeigen.
Welche Rebsorten eignen
sich für Ihre Region besonders
gut?
Besonders gut geeignet für
unsere Region sind Sauvignon
Blanc, Gelber Muskateller und
Grüner Veltliner. Diese Sorten
bringen hier ihre typischen
Aromen sehr klar zum Ausdruck
und profitieren vom regionalen
Klima.
Wie viel Hektar Rebfläche
bewirtschaften Sie und wie
ist die Aufteilung Rotwein/
Weißwein?
Da sich Oberösterreich besonders
gut für weiße Rebsorten eignet,
bleiben wir den regionalen Gegebenheiten
treu. Aktuell bewirtschaften
wir rund 10 Hektar
Rebfläche, davon stehen etwa 6
Hektar im Ertrag. Der Schwerpunkt
liegt klar auf Weißwein,
lediglich 1 Hektar ist mit Rotwein
bestockt – ganz nach dem Motto:
„Schuster, bleib bei deinen Leisten.“
Wie beschreiben Sie Ihre
Handschrift und welchen
Wein in Ihrem Sortiment
gilt es besonders hervorzuheben?
Meine Handschrift ist elegant,
aber immer mit einem gewissen
„Pfefferl“ – also genug Spannung,
damit der Wein am Gaumen
niemals langweilig wird. Besonders
hervorzuheben ist unser
Gemischter Satz, der seit der
Gründung ein fixer Bestandteil
des Sortiments ist. Er vereint
verschiedene Rebsorten zu einem
facettenreichen, harmonischen
Wein, der Jung und Alt begeistert
und sowohl im Frühling als auch
im Winter gerne getrunken wird.
Als Neueinsteiger: War es
schwer für Sie, sich im hart
umkämpften Weinmarkt zu
etablieren?
Durch unsere Lage in Oberösterreich
konnten wir eine
Nische für uns entdecken.
Die anfängliche Neugier der
Kundinnen und Kunden gegenüber
einem Bergland-Weingut ist
stetig gewachsen, wodurch wir
erfreulicherweise relativ rasch
Fuß fassen konnten. Gleichzeitig
war die Skepsis gegenüber
Weinen aus dieser Region
anfangs hoch – umso wichtiger
war es, von Beginn an mit überdurchschnittlicher
Qualität zu
überzeugen. Diese konsequente
Qualitätsarbeit hat sich letztlich
ausgezahlt.
Foto: Schiefermair Wein
Auf welche Vertriebswege
setzen Sie und wo sind Ihre
Weine zu finden?
Am liebsten verkaufe ich meine
Weine ab Hof, da mir der direkte
Kontakt zum Endkunden sehr
wichtig ist und ich die Freude
am Produkt unmittelbar erlebe.
Gleichzeitig ist es aus betrieblicher
Sicht entscheidend, breit
aufgestellt zu sein. Daher arbeiten
wir mit guten Weinhandelspartnern,
Weinhäusern, Regionalmärkten
und ausgewählten
Supermärkten in der Region,
damit unsere Weine für viele
Menschen gut erreichbar sind.
Wie wichtig sind Auszeichnungen,
Verkostungen, Messen
etc. für Ihr Weingut?
Diese Themen sind für uns sehr
wichtig. Je mehr über einen
Wein gesprochen wird, desto
interessanter und präsenter
bleibt er. Zudem sind Auszeichnungen
eine große Wertschätzung
der täglichen Arbeit und
eine schöne Bestätigung, wenn
Engagement und Qualität anerkannt
werden.
INFO
Schiefermair Wein
Gerersdorf 11
A-4531 Kematen/Krems
Tel.: +43 676 821261861
Mail: wein@schiefermair.at
www.schiefermair.at
Foto: Messe Tulln
Erfolgreiche
Fachmesse für
Wein- und Obstbau
Von 29. bis 31. Jänner 2026
zog die Austro Vin Tulln
rund 9.400 Fachbesucher
an und festigte ihre Position
als führende Fachmesse für
Weinbau, Obstbau, Kellereitechnik
und Vermarktung
in Österreich. Auf 18.000 m 2
präsentierten 240 Aussteller aus
14 Nationen mit 450 Marken
ihre Produkte und Innovationen
entlang der gesamten
Wertschöpfungskette – von der
Pflanzung bis zur Verarbeitung
und Ausschank. Die Messe bot
den Fachbesuchern hochwertige
Beratung und direkten Kontakt
zu internationalen Herstellern
und Händlern.
Die Veranstaltung deckte
sämtliche aktuelle Trends und
Innovationen im Obst- und
Weinbau ab, darunter moderne
Kellereitechnik, Robotik und digitale
Lösungen. Besonders hoch
war die Besucherfrequenz aus
den benachbarten Weinbauregionen,
was den Ausstellern neue
Wachstumsperspektiven eröffnete.
Die Messe bot eine gezielte
Plattform, um Anwendergruppen
effizient zu erreichen, neue
Kundenkontakte zu knüpfen und
bestehende Geschäftsbeziehungen
zu pflegen – sowohl national
als auch international.
Die Aussteller zeigten sich sehr
zufrieden mit der Qualität der
Fachbesucher und der Reichweite
der Messe. Viele konnten neue
Kunden aus Österreich, Tschechien,
Slowakei, Ungarn, Slowenien
und sogar internationale
Handelspartner aus Australien,
Israel oder Portugal gewinnen.
Neben der Präsentation von
Produktneuheiten bot die Messe
die Möglichkeit, die eigene Marktposition
zu stärken und wertvolle
Netzwerke auszubauen.
Die Austro Vin demonstrierte
damit erneut ihre Bedeutung als
zentrale Plattform für die Weinund
Obstbaubranche in Mitteleuropa
und dem CEE-Raum. Die
nächste Messe ist für Februar
2028 geplant und wird die erfolgreiche
Entwicklung fortsetzen.
www.messe-tulln.at
Hof GastAktuelles
Seite 9, 2/2026
Foto: Hamburg Messe und Congress
Internorga 2026
Von 13.3-17.3 sind die Tore
der Messe Internorga in
Hamburg für Genießer und
Feinschmecker geöffnet. Besucher
dürfen sich auf vielfältige
Themen, die von Startups über
Living & Dining bis hin zu Digital
Solutions und Robotik reichen,
freuen. Mit eigenen Themenrouten,
wie der Coffee Route,
Frozen Food Route oder Vending
Route, kann man je nach Vorliebe
durch die Stände schlendern.
Neben 1.200 Ausstellern gibt es
Kongresse, wie das Internationale
Foodservice-Forum oder die
Green Hospitality Conference,
und Bühnen mit Vorträgen, wie
„What the Food!“ von foodlab.
Auch das Networking kommt
nicht zu kurz, bei einem Plausch
in der „Food Truck Village“ oder
dem „Café FUTURE Live“.
Die Trendbereiche fokussieren
sich heuer unter anderem
auf „Future Food“, „AI AREA“,
„Wein Welt“ und die „Skywalk
Tafel“, bei der auf 40 Metern die
Gestaltung der Tischdeko neu
gedacht wird.
Die Internorga soll dazu
dienen, einen Überblick über
aktuelle Trends und Neuheiten,
Entwicklungen und Innovationen
zu schaffen und die Möglichkeit
bieten, sich untereinander zu
vernetzen. Außerdem können
von Experten Tipps und Tricks
geholt werden.
Zusätzlich bietet die Messe
eine Bühne für Wettbewerbe. So
werden unter anderem der Deutsche
Gastro-Gründerpreis, der
INTERNORGA Zukunftspreis
oder der NEXT CHEF AWARD
vergeben.
Die Tickets variieren von 59
€ für ein Tagesticket bis 89 €
für ein Dauerticket, wobei Fachschüler
und Studenten Nachlass
bekommen. Die Messe richtet
sich ausschließlich an Fachbesucher
aus Gastronomie, Hotellerie,
Catering und Gemeinschaftsverpflegung.
https://www.internorga.com/
Ein Schritt zur
Stabilität
Die Firma STOELNER
GesmbH setzt im neuen Jahr
auf Nachfolger und eine Einführung
der Stelle im Culinary-
Management-Bereich. Othmar
Meidl, der nach 25 Jahren zu
STOELNER zurückkehrt, wird
Technischer Leiter. Meidl
verfügt über langjährige Erfahrung
und bringt Stabilität in
die Branche, zeigt sich CEO der
Firma Günther Maurer erfreut.
Mit der neuen Position als Culinary
Advisor wird Harald Pollak,
Obmann der Wirtshauskultur
Niederösterreich, betraut. Diese
neue Rolle im Unternehmen
soll als Schnittstelle zwischen
Küche, Kunde, Planung und
Produktwelt dienen. „Ich sehe
meine Rolle darin, die Sprache
der Köchinnen und Köche ins
Unternehmen zu tragen – und
umgekehrt technische Möglichkeiten
so zu übersetzen, dass
daraus echte kulinarische Mehrwerte
entstehen“, sagt Harald
Pollak.
www.stoelner.at
Foto: Stoelner GmbH
Verkostungswettbewerb für alkoholfreie Getränke
Foto: Del Fabro Kolarik
Alkoholfreie Getränke haben
sich vom Trend zum festen
Bestandteil einer modernen
Getränkekultur entwickelt. Mit
dem Austrian Zero Award 2026
setzt Del Fabro Kolarik & Partners
die erfolgreiche Premiere
des Vorjahres fort und stellt
innovative alkoholfreie Produkte
aus Handel, Gastronomie und
Hotellerie in den Mittelpunkt.
Produzenten und Importeure
können ihre Produkte ab sofort
einreichen. Die Bewertung
erfolgt im April 2026 im Rahmen
verdeckter Blindverkostungen.
Eine Fachjury aus Master
of Wine, Weinakademikern,
Diplomsommeliers und erfahrenen
Handelsexperten beurteilt
die Einreichungen nach dem
internationalen 20-Punkte-
Schema. Neben sensorischer
Qualität spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis
eine zentrale
Rolle.
INFO
Anmeldefrist: 24. März 2026
Einsendeschluss für Produkte: 31. März 2026
Kontakt für Information und Anmeldung:
E-Mail: office@mac-hoffmann.com
Tel.: +43 1 587 12 93 0
https://delfabrokolarik.at/austrian-zero-award/
Insgesamt umfasst der Wettbewerb
elf Kategorien, darunter
entalkoholisierte Weiß-, Roséund
Rotweine, alkoholfreie
Schaumweine, fermentierte
Getränke (Proxies), Cider,
Bitterlimonaden, Ready-to-
Drink-Produkte sowie alkoholfreie
Spirituosen. Die Gewinner
der Kategorien eins bis acht
werden am 16. Mai 2026 im
Rahmen der VieVinum in der
HOFBURG Vienna ausgezeichnet
und in der Zero Zone
präsentiert. Weitere Prämierungen
folgen im Juni 2026 in Wien.
Zusätzlich werden Produktlistungen
im Wert von 5.000 Euro
vergeben, um herausragende
alkoholfreie Konzepte gezielt
zu fördern.
Seite 10, 2/2026
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Striezel
Zutaten für 1 Striezel:
u 500 g Mehl
u 80 g Zucker
u 80 g Butter
u 1 Packung frischer Germ
u 250 ml Milch
u 1 kleines Ei
u 2 Dotter
u etwas Vanillezucker
u 1 Prise Salz
u 1 Ei zum Bestreichen
u Hagelzucker oder Mandelplättchen
zum Bestreuen
Striezel, Pinzen &
Schmalzgebäck
❱ Mehl, Zucker, Salz und Vanillezucker in eine Schüssel
geben und vermischen. In die Mitte eine Mulde drücken.
❱ Milch und Butter in einem Topf erwärmen.
❱ Germ in die Mulde bröseln, das Milch-Buttergemisch
darüber gießen und das Dampfl etwa 10 Minuten zugedeckt
gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt
hat. Danach Ei und Eidotter dazugeben und alles zu
einem glatten Teig kneten.
❱ Teig etwa eine halbe Stunde gehen lassen. Für ein Striezel
Teig in drei Teile schneiden, lange Stränge formen und zu
einem Zopf flechten. Striezel mit verquirltem Ei bestreichen
und mit Hagelzucker oder Mandelplättchen bestreuen.
❱ Striezel nochmals 10 Minuten gehen lassen und danach
bei 180° Celsius etwa 40 Minuten goldgelb backen.
Osterkrapfen
Osterbäckerei ist tief
verwurzelte Tradition in
Österreich, vor allem im
Alpenraum. Spezifische Gebäckformen
und sogenannte Gebildbrote
sind nicht nur ein Genuss
für Gaumen und Augen, sondern
sind Ausdruck von Symbolik im
katholischen Glauben.
Der Osterstriezel, das
bekannteste Gebäck
Der Osterstriezel, ein kunstvoll
geflochtener Zopf aus Germteig,
steht für das Leben und
die Auferstehung, soll aber auch
Glück bringen oder Dankbarkeit
signalisieren. Vor allem im
Flechten der Teigstränge liegt
eine große Symbolkraft. Das
Verflechten steht für die Verbundenheit
der Gläubigen und das
ewige Leben. Auch wenn viele
die Bedeutung des Osterstriezels
nicht mehr kennen, so ist
er eine kulinarische Besonderheit,
die nicht nur zu den Feiertagen
auf den Tisch kommt.
Das flaumige Backwerk ist das
ganze Jahr über beliebt, aber
das Brauchtum vom Backen des
Osterstriezels halten vor allem
viele Bäuerinnen noch hoch. Es
sind auch die Omas und Tanten,
die das kunstvolle Flechten
der Teigstränge sehr gut
beherrschen. Der Teig besteht
meistens aus Weizenmehl und
Germ, der mit Butter, Eiern und
Rosinen verfeinert wird. Heute
werden auch andere Mehle wie
Kamut, Dinkel, Buchweizen
oder Vollkornmehle verwendet,
verfeinert wird mit dem, was
schmeckt oder im Trend liegt
wie Pistazie oder Nüsse. Die
Kunst folgt danach, der Teig
wird meist in drei bis vier Strängen
zum „Zopf “ geflochten, fünf,
sechs oder acht Stränge ergeben
kleine Kunstwerke, ein Handwerk,
das gelernt sein will.
Die Osterpinze, italienische
Tradition
Die Osterpinze hat bei uns noch
keine lange Tradition, denn sie
fand erst im 19. Jahrhundert
den Weg aus dem Friaul und
den Veneto nach Österreich.
Das Germgebäck ist besonders
flaumig und besticht durch die
Einfachheit der Herstellung.
Der rund geformte und aufgegangene
Germteig wird vor dem
Backen mit einer Schere eingeschnitten
und geht dadurch beim
Backen gleichmäßig auf. Aber im
Einschneiden liegt eine tiefere
Bedeutung. Die drei Einschnitte
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
der Osterpinze symbolisieren die
christliche Dreifaltigkeit.
Abschluss der
Fastenzeit
Während Striezel und Pinze im
Ofen gebacken werden, wird das
Schmalzgebäck, das oft aus Germteig
besteht, im Fett herausgebacken.
Das Ausbacken von Teig in
heißem Fett markierte nach der
Fastenzeit den Beginn des Genusses
und symbolisiert Fruchtbarkeit.
Es sollte den Segen für das
kommende Erntejahr sichern.
Das Ausbacken in heißem Fett,
ursprünglich Schweineschmalz
oder Butterschmalz, macht das
Gebäck besonders gehaltvoll.
Spezielle Osterkrapfen sind meist
aber weniger süß als Faschingskrapfen.
Sie werden nicht mit
Marmelade gefüllt, sondern als
„ausgezogene“ Bauernkrapfen
gebacken, zu denen man
Marmelade reichen kann. Diese
Bauernkrapfen werden aber auch
zu Pikantem gegessen, etwa zu
Sauerkraut oder Schinken.
Für das österliche Schmalzgebäck
kommen unterschiedliche
Teigarten zum Einsatz, daher ist
das Gebäck mal luftig-leicht wie
beim Germteig oder knusprigfest
wie beim Mürbteig.
Zutaten für ca. 20 Stück:
u 500 g Mehl
u 30 g Zucker
u 60 g flüssige Butter
u 1 Ei
u 2 Eidotter
u 40 g Germ
u 2 Esslöffel Rum
u ~ 250 ml warme Milch
u etwas Salz
u Butterschmalz zum
Ausbacken
❱ Mehl in eine große
Rührschüssel geben und
in der Mitte eine Vertiefung
machen.
❱ Germ in ein kleines
Gefäß mit etwas warmer
Milch und einem Teelöffel
Zucker bröseln und verrühren,
bis sich der Germ
auflöst. Gefäß zudecken.
Warten, bis sich das Volumen
verdreifacht hat und
der Germ Blasen wirft.
❱ In die Vertiefung die
restlichen Zutaten geben und die warme Milch nach und
nach dazu gießen.
❱ Den Teig so lange rühren, bis er Blasen wirft, dann mit
einem Küchentuch abdecken (abschlagen). Teig etwa 1
Stunde „gehen“ lassen, bis sich das Volumen verdoppelt
hat. Den Teig zusammenschlagen und nochmals eine
halbe Stunde gehen lassen.
❱ Danach den Teig in 20 bis 25 gleich große Stücke teilen,
diese zu Kugeln formen, etwas flach drücken und wieder
etwa 30 Minuten gehen lassen.
❱ Die Teigstücke mit den Fingern von der Mitte her so
auseinanderziehen, dass ein dicker Rand bleibt und die
Mitte hauchdünn wird. Nun die Krapfen mit dem Boden
nach oben in das heiße Fett geben und goldbraun backen.
Die Krapfen einmal wenden.
❱ Die fertigen Krapfen auf Küchenpapier abtropfen lassen.
❱ Tipp: Diese Krapfen wurden gerne zu Suppe oder
Sauerkraut gegessen.
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 2/2026
So schmeckt Ostern
Wenn nach der Fastenzeit Käse wieder eine Hauptrolle spielt.
Von Katrin Hammer
In vielen Ländern entstehen
rund um das Ende der Fastenzeit
ganz eigene Spezialitäten mit
starker symbolischer Bedeutung.
Ob reich verzierte Brote, cremige
Desserts oder aufwendig zubereitete
Gerichte – sie alle erzählen
von Auferstehung, Frühling und
gemeinschaftlichem Feiern. Käse
in allen möglichen Varianten darf
da auf der Festtafel nicht fehlen.
Ostergebäck aus
Zypern
Die Flaouna ist tief in der zypriotischen
Kultur verwurzelt und
gilt als das Ostergebäck der Insel
schlechthin. Es handelt sich um
mit Käse gefüllte Hefeteigtaschen,
die besonders in der Zeit
um das orthodoxe Osterfest von
Familien gemeinsam zubereitet
werden und den Reichtum der
Auferstehung symbolisieren.
Nach der langen Fastenzeit (in der
keine tierischen Produkte gegessen
werden) werden die Flaounes
traditionell am Karfreitag oder
Karsamstag gebacken, um sie
am Ostersonntag zu genießen.
Die Füllung besteht aus einer
speziellen Käsemischung (oft
Halloumi, Anari oder ein spezieller
„Flaouna-Käse“), Eiern, Minze,
Backpulver und manchmal
Rosinen. Außen ist das Gebäck
mit Sesam bestreut. Die Herstellung
ist oft ein geselliges Ereignis,
bei dem mehrere Generationen
einer Familie zusammenkommen.
Obwohl sie primär ein Ostergebäck
sind, findet man Flaounes
heute auf Zypern auch das ganze
Jahr über in Bäckereien.
Süße Osterspeise
Paskha – auch Pascha genannt –
ist eine traditionelle süße Osterspeise
der russisch-orthodoxen
Küche und untrennbar mit dem
Ende der Fastenzeit verbunden.
Sie gilt als Sinnbild für die
Auferstehung Christi und kommt
daher erst zu Ostern auf den
Tisch. Grundlage ist eine üppige,
cremige Masse aus Tvorog (original,
alternativ geht auch Topfen),
Butter, saurer Sahne, Eiern,
Zucker und Trockenfrüchte, die
über Nacht in einer Form ausgepresst
wird. Charakteristisch
ist ihre Pyramidenform. Sie
erinnert einerseits an das Grab
Christi, steht zugleich aber auch
für die Auferstehung. Die weiße
Farbe symbolisiert Reinheit, und
häufig trägt die Oberfläche die
kyrillischen Buchstaben „XB“ –
die Abkürzung für „Christus ist
auferstanden“. Der wichtigste
Bestandteil ist Tvorog, ein traditionelles
russisches Milchprodukt,
das sich irgendwo zwischen
Quark, Käsebruch und Hüttenkäse
einordnen lässt. Klassisch
wird die Masse in einer hölzernen,
pyramidenförmigen Form,
der sogenannten Pasotschniza,
gepresst. Wer keine solche Form
hat, greift zu pragmatischen
Lösungen wie einem Blumentopf
oder einem gelochten Kunststoffbehälter.
Serviert wird die Paskha
gut gekühlt, meist zusammen
mit dem Osterkuchen Kulitsch.
Neben der traditionellen Zubereitung
gibt es heute auch
modernere Varianten – etwa mit
weißer Schokolade oder Macadamianüssen,
manchmal gekocht
statt nur kalt geschichtet. Für
viele Gläubige gehört die Speise
auch fest zur Liturgie: In der
Osternacht nach dem Gottesdienst
oder am Ostersonntag
bringen sie Paskha, rot gefärbte
Eier und Kulitsch in die Kirche,
wo die Osterspeisen im Rahmen
der Speisenweihe vom Priester
gesegnet werden.
Innviertler Oarkas
Zur Osterzeit gehört im Innviertel
der Oarkas einfach dazu. Hinter
dem Dialektwort steckt nichts
anderes als Eierkäse – eine süße,
gehaltvolle Speise, von der früher
an den Feiertagen nach fast jeder
Mahlzeit gegessen wurde. Das
Ei hatte seit jeher einen besonderen
Stellenwert, vor allem die
sogenannten Antlasseier vom
Gründonnerstag galten als etwas
Besonderes. Ein fixes Rezept
gibt es nicht, dafür umso mehr
Familienvarianten. Die Basis ist
immer gleich: Eier, Milch oder
Sahne und ordentlich Zucker.
Was darüber hinaus hineinkommt,
ist Geschmackssache
– manche geben Zibeben dazu,
andere Rosinen, Korinthen oder
Nüsse. Eine alte Vorgabe wirkt
heute fast ein wenig romantisch:
Für den „echten“ Oarkas sollte
die Milch zu je einem Drittel
von Gründonnerstag, Karfreitag
und Karsamstag stammen. Das
Zutaten:
Rezepte
u 3 L Vollmilch
u ½ L Schlagobers
u 30 Eier
„Oarkas“
u 30 TL Zucker oder nach
Belieben
u Rosinen oder Zibeben nach
Geschmack
❱ Milch und Obers kommen gemeinsam in einen Topf
und werden bei milder Hitze nur so weit erwärmt, bis die
Mischung handwarm ist. Wichtig ist dabei, dass sie zu
keinem Zeitpunkt aufkocht, sondern ihre gleichmäßige
Temperatur behält. In diese warme Flüssigkeit wird der
Zucker eingerührt, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
❱ Die Eier werden in einer Schüssel vorbereitet – allerdings
ohne Mixer. Die Dotter werden mit einer Gabel
lediglich aufgestochen und locker mit dem Eiklar vermengt,
ohne Luft unterzuschlagen.
❱ Diese Eiermasse kommt zusammen mit den Rosinen
zur handwarmen Milch und wird mit dem Löffel gut
verrührt. Anschließend wird der Topf auf den Herd gestellt
und die Masse bei mittlerer Hitze unter ständigem
Rühren erhitzt, bis sie deutlich eindickt und eine feste,
kompakte Konsistenz bekommt.
❱ Zum Abfüllen gießt man die Oarkas-Masse am besten
in saubere Kasmodel, deren Boden kleine Abflusslöcher
hat – die angegebene Menge reicht für etwa 15 bis 20
Stück.
❱ Die gefüllten Model stellt man in größere Schüsseln,
damit die austretende Flüssigkeit, die sogenannte „Stiermili“,
aufgefangen wird. Die „Stiermili“ durften die Kinder
traditionell schon am Karsamstag trinken. Danach lässt
man den Oarkas vollständig auskühlen.
❱ Zum Servieren wird er aus den Formen gestürzt und
nach Belieben mit Rosinen, Zibeben, getrockneten
Früchten oder Nüssen garniert.
funktioniert natürlich nur am
eigenen Hof. In der normalen
Küche tut es Heumilch genauso
gut – und ein Schuss Schlagobers
macht das Ganze sogar noch
runder und voller im Geschmack.
Große Unterschiede gibt es beim
Verhältnis von Ei zu Milch. Heute
verwendet man oft bis zu 30 Eier
auf nur drei Liter Milch, was
den Oarkas fester macht. Wie
viel Zucker hineingehört, verrät
übrigens kein einziges traditionelles
Rezept. Das war wohl
das gut gehütete Geheimnis der
Bäuerinnen. Da es sich jedoch
um eine Osterspeise handelt,
wurde vermutlich nicht an
Zucker gespart. Früher wurde der
„Oarkas“ sogar in eigene Model
gegossen – eine schüsselartige
Form mit kleinen Füßen.
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Seite 12, 2/2026
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Apfelkren
Zutaten für 2 Personen:
u 2 – 3 kleine leicht säuerliche
Äpfel
u 2 - 3 cm einer Krenwurzel
u Saft einer halben Zitrone
u 1 Esslöffel Weißweinessig
u 1 Prise Zucker
u Salz
u
Aktion scharf
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Lange bevor Chili und Ingwer
die neuen gesunden Superfoods
wurden, aß man auch
bei uns gerne scharf. Kren, Zwiebel
oder Senf sind die heimischen
Scharfmacher, die gerade jetzt in
der kalten Jahreszeit vermehrt auf
dem Teller landen sollten.
Natürliche Antibiotika
Viele Gemüsesorten und Gewürze
enthalten verschiedenste bioaktive
Substanzen, die Bakterien,
Pilzen und Viren das Leben
schwer machen. Etliche davon
schmecken scharf. Anders als süß,
sauer, salzig, bitter und umami,
ist Schärfe keine Geschmacksrichtung,
sondern eine Schmerzbeziehungsweise
Wärmereaktion,
die durch die Reizung von Rezeptoren
auf den Schleimhäuten im
Mund ausgelöst wird. Scharfstoffe
in der Ernährung sind natürliche
Verbindungen in bestimmten
Pflanzen, die einen Schärfereiz
auslösen. Für den scharfen
Geschmack verantwortlich sind
schwefelhaltige Verbindungen,
sogenannte Sulfide, wie sie in
Knoblauch, Zwiebel oder Lauch
zu finden sind, oder Aromastoffe,
wie Glucosinolate in Senf,
Kren oder Kohl. Ebenso haben es
ätherische Öle wie Gingerol oder
Shogal im Ingwer oder Capsaicin
im Chili in sich.
Vor allem die schwefelhaltigen
Verbindungen werden als
natürliche Breitbandantibiotika
bezeichnet. Vermutlich greifen
diese Senföle in den Stoffwechsel
von Mikroorganismen ein und
machen diese lebensunfähig.
Bereits zehn bis zwanzig Gramm
frisch geriebener Kren pro Tag
können leichte, durch Pilze oder
Bakterien hervorgerufene Erkrankungen
zum Abklingen bringen.
Frankfurter mit einer ordentlichen
Portion Kren und Senf gibt’s
rezeptfrei am Würstelstand.
Speisesenf
Der Speisesenf wird aus den
hellen gelblichen Samen des
weißen Senfes (Sinapis alba)
oder aus den dunkleren aromatischeren
Samen des Schwarzen
Senfes (Brassica nigra) hergestellt.
Weißer Senf mit dem Wirkstoff
Sinalbin ist dabei deutlich milder
als Sinigrin, der Wirkstoff der
dunkleren Senfpflanze.
Senf war schon vor 3.000
Jahren in China bekannt. Über
Kleinasien gelangte er nach
Griechenland, wo er im 4. Jahrhundert
v. Chr. als Heilmittel
angewendet wurde. Vor der
allgemeinen Verfügbarkeit von
Pfeffer und später auch von Chili
waren Senf und Meerrettich die
einzigen scharfen Gewürze, die
europäischen Köchen zur Verfügung
standen, was ihre damalige
große Beliebtheit erklärt.
Im Mittelpunkt steht bei Senf
seine verdauungsfördernde
Wirkung. Darum wird Senf oft zu
schwer verdaulichen Speisen wie
Schweinsbraten oder anderen
deftigen Gerichten gereicht. Um
eine Wirkung bei Erkältungen zu
erzielen, muss man Senf allerdings
in konzentrierter Form zu sich
nehmen. Bei Husten ist ein Senfwickel
besonders wirkungsvoll.
Kren
Was dem Bayer der Meerrettich,
ist dem Österreicher der Kren.
Die Wurzel des Armoracia rusticana,
dessen Heimat in Ost- und
Südeuropa liegt, gilt seit Jahrhunderten
als Heilpflanze. Er wird
nicht umsonst „Penicillin vom
Acker" genannt. Zu den heilenden
Inhaltsstoffen zählen die anitbiotisch
wirkenden schwefelhaltigen
Senföle wie Sinigrin, derselbe
Wirkstoff wie in dunklem Senf,
und Gluconasturtiin.
Er enthält doppelt so viel
Vitamin C wie eine Zitrone und
reichlich Mineralstoffe. Bei Erkältungen
frisch geriebenen Meerrettich
mit Honig mischen und
mehrmals täglich einen Teelöffel
einnehmen.
Kren ist die schärfste Wurzel
unter den Rettichen. Je älter der
Meerrettich, desto milder wird er.
Sein japanischer grüner Verwandter,
auch Wasabi genannt, unterscheidet
sich im Aroma kaum, ist
aber etwas stärker im Geschmack.
Knoblauch
Allium sativum, der Knoblauch,
ist eine der ältesten Kulturpflanzen
und stammt mit hoher
Wahrscheinlichkeit aus Südwestasien.
Bereits im 15. Jahrhundert
v. Chr. fanden sich in medizinischen
Ratgebern aus Ägypten 22
verschiedene Anwendungen des
Knofels gegen Beschwerden wie
Kopf- oder Rachenschmerzen
❱ Äpfel schälen und fein reiben. Sofort gewässerten Zitronensaft
darüber gießen, sodass die Apfelmasse gerade
bedeckt ist. Eine Braunfärbung der Äpfel wird dadurch
verhindert.
❱ Kren frisch reiben und dazugeben. Wer es scharf mag,
kann mehr Kren verwenden.
❱ Mit Salz würzen und mit wenig Zucker und Essig abschmecken.
❱ Tipp: Apfelkren ist eine typische niederösterreichische
Beilage zu gekochtem Rindfleisch und zu Geselchtem.
Wer keinen frischen Kren zur Hand hat, kann auch Kren
aus dem Glas verwenden.
sowie körperliche Schwäche.
Und der griechische Geschichtsschreiber
Herodot berichtet, dass
die Sklaven bei der Errichtung
der Cheopspyramide regelmäßig
mit Knoblauch, Zwiebel und
Rettich verpflegt wurden, damit
sie möglichst gesund blieben.
Der unverkennbare Knoblauchduft
dürfte im alten Ägypten und
der Antike kein gesellschaftliches
Problem gewesen sein. Heute
wird Knoblauch wegen seines
starken Geruchs oft abgelehnt.
Aber gerade das für das „Knofeln“
verantwortliche Allicin verfügt
über die antibiotische Wirkung.
Der hohe Gehalt an Zink in
den Knollen macht das Immunsystem
fit und mildert die
Symptome einer Erkältung. Vor
allem Schnupfenviren macht das
Spurenelement den Garaus.
Zwiebel
Allium cepa, die gemeine Küchenzwiebel,
wurde bereits vor 5.000
Jahren von Zentralasien bis zu
den Mittelmeerregionen kultiviert
und war eine der bedeutendsten
Gemüse- und Heilpflanzen. Schon
damals wurde die Zwiebel als
wirksames Hustenmittel eingesetzt
– ein Wissen, das sich bis
heute erhalten hat.
Die Zwiebel besitzt denselben
Wirkstoff wie der Knoblauch,
das beißend scharfe Allicin. Vor
allem beim Zwiebelschneiden
steigt uns die Schärfe in die Nase
und treibt uns die Tränen in die
Augen. Das Einatmen des Wirkstoffes
befreit allerdings auch die
Atemwege. Allicin ist besonders
langlebig. Egal ob eingeatmet
oder gegessen, entfaltet es
seine entzündungshemmende
Wirkung sogar noch in der Blase
und den Harnwegen.
Zwiebeln sind auch reich an
Vitamin C, das das Immunsystem
zusätzlich anregt. Sie wirken
damit doppelt – vorbeugend und
heilend.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 2/2026
Feldsalat bis ins Frühjahr
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Der typische Winter- und
Frühlingssalat stellt keine
großen Ansprüche an
den Boden oder das Klima. Er
benötigt nur etwas Geduld beim
Waschen und Putzen der Blattrosetten.
Da er sandige Böden liebt,
versteckt sich gerne das eine
oder andere Körnchen auf den
Blättern. Gründliches Waschen
ist daher ein Muss.
Namensreicher Salat
Aus der Familie der Geißblattgewächse
ist er mit dem Baldrian
verwandt und stammt entweder
aus Sizilien und Sardinien oder
aus Eurasien. Den „echten Ackersalat“
findet man als „Unkraut“
an Wegrändern, dort wächst er
auf sehr nährstoffarmen Böden.
Die kultivierte Art dagegen, die
im Garten angebaut oder auf dem
Markt gekauft wird, bevorzugt
eher nährstoffreichere Böden,
wächst aber sowohl auf lehmigen
als auch auf sandigen Böden. Die
verschiedenen Sorten zeichnen
sich durch unterschiedliche
Blattgrößen, aber auch Frosthärten
aus. Charakteristisch für
diesen Salat sind aber immer die
kleinen Blattrosetten mit den
länglichen Blättern.
Der Feldsalat erfreut sich in
Mitteleuropa großer Beliebtheit
und stammt häufig aus dem
Anbau in Glashäusern oder im
Folientunnel, die Nitratbelastung
kann dadurch höher sein. Aus
dem Freiland stammt er meist nur
von kleineren Direktvermarktern.
Es ist auch ein Salat, der unter
verschiedenen Namen bekannt
ist. Aufgrund des haselnussähnlichen
Geschmacks mancher
Sorten ist die Bezeichnung in
der Schweiz als Nüsslisalat sehr
treffend, bei uns ist er als Vogerlsalat
bekannt. Er wird aber auch
als Ackersalat, Mausohrsalat,
Hasenöhrchen, Schmalzkraut
oder als Rapunzel bezeichnet.
Gesunder Salat für den
Abend
Der Feldsalat schmeckt
leicht nussig und ist mild im
Geschmack. Wird der Salat im
Freiland angebaut, so schmeckt
er intensiver und aromatischer
als aus dem Glashaus und kann
auch etwas festere Blätter
haben.
Da er frosthart ist, ist er im
Winter und im Frühjahr einer der
ersten Salate und zeichnet sich
durch besonders viel Vitamin C
aus. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt
ist höher als bei den
meisten anderen Salatsorten.
So ist dreimal so viel Vitamin C
wie im Endivien, neunmal so viel
Vitamin A wie im Chinakohl oder
siebenmal so viel Eisen wie im
Kopfsalat enthalten. Durch seine
Verwandtschaft mit dem Baldrian
wird ihm auch eine leicht beruhigende
Wirkung nachgesagt. So
soll Feldsalat, am Abend gegessen,
sogar leicht schlaffördernd
wirken.
In der Küche
Feldsalat verträgt Minustemperaturen
und kann im Freiland bis
zur Ernte „überwintern“. Jedoch
nach der Ernte ist dieser kleinblättrige
Salat empfindlich. Er
neigt dazu, schnell zu welken,
vor allem wenn er nicht in geeigneten
Behältern, sondern ungeschützt
und offen gelagert wird.
Nach dem Kauf, sollte er in einer
Box kühl gelagert und innerhalb
weniger Tage verbraucht
werden.
Der leicht nussige Geschmack
passt sehr gut zu Speck, Äpfeln
oder Kartoffeln. Auch mit Nüssen
und Eiern harmoniert er bestens.
Rezepte
Vogerlsalat mit Bresaola
Zutaten für 4 Personen als
Vorspeise:
u 200 g Feldsalat
u 100 g Bresaola oder
Bündner Fleisch
u 40 g Walnusskerne
u 1 kleine rote Zwiebel
u Kerne von einem halben
Granatapfel
u Salz und Pfeffer
u ¼ Teelöffel Zucker
u milder Weißweinessig oder
ein Granatapfelessig
u Kernöl, Nussöl oder Olivenöl
❱ Salat putzen, waschen und
abtropfen lassen.
❱ Granatapfelkerne auslösen
und weiße Fruchtschalenreste
entfernen.
❱ Bresaola in feine Scheiben
oder Streifen schneiden und
die Zwiebel in dünne Streifen
schneiden. Walnüsse in
einer Pfanne ohne Fett leicht
rösten und grob hacken.
❱ Aus Öl, Essig, Zucker, Salz
und Pfeffer ein Dressing rühren. Zwiebel, Granatapfelkerne
und Bresaola auf dem Salat verteilen und mit dem
Dressing marinieren.
❱ Tipp: Auf dem Salat schmecken zusätzlich Ziegenkäse,
Parmesanhobeln oder auch hartgekochte Eihälften.
Daher schmeckt er sehr gut im
Kartoffelsalat oder mit einem
Dressing aus gerösteten Speckstreifen,
gehackten Nüssen und
Eierwürfeln. Bei Essig und Öl
liebt er eher die milderen Varianten,
aber er passt genauso gut
zu Mohnöl, Kürbiskernöl oder
Himbeeressig. Das Dressing
sollte jedoch immer erst kurz vor
dem Servieren mit dem Feldsalat
vermischt werden, da die Blätter
schnell zusammenfallen und
matschig werden.
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H&M 2/2026
Seite 16, 2/2026
Obst&Gemüse
Eier aus
eigener
Haltung
Foto: JackF / stock.adobe.com
Die Hühnerhaltung für die Eierproduktion stellt kleine Betriebe und Direktvermarkter vor vielfältige
Aufgaben – von rechtlichen Vorgaben über Tierwohl bis hin zu Vermarktung und Preisgestaltung.
In Österreich unterscheidet man
bei der Eierproduktion zwischen
Bodenhaltung, Freilandhaltung
und Bio-Freilandhaltung.
Die Bodenhaltung erlaubt den
Hühnern, sich in einem Stall
frei zu bewegen, allerdings ohne
Zugang ins Freie. Die gesetzliche
Maximaldichte liegt bei 9 Tieren
pro Quadratmeter. Freilandhaltung
erweitert dies um den
verpflichtenden Auslauf: mindestens
neun m 2 pro Tier im Freien,
zudem muss der Stall mindestens
9 Tiere pro Quadratmeter Fläche
bieten.. Bio-Freilandhaltung
ergänzt strenge ökologische
Anforderungen: Bio-Futter ohne
Gentechnik, mehr Platz im Stall
(max. 6 Tiere/m 2 ), größere Auslaufflächen
(mind. zehn m 2 pro Tier),
sowie Stall- und Auslaufgestaltung
nach tiergerechten Kriterien.
Bio-Eier erzielen am Markt regelmäßig
höhere Preise, gefolgt von
Freilandeiern; Bodenhaltungseier
liegen preislich darunter, spiegeln
aber die niedrigeren Produktionskosten
wider.
Mobilställe: Flexibilität
und Vorteile
Mobilställe gewinnen für Direktvermarkter
und Kleinbauern
zunehmend an Bedeutung. Sie
ermöglichen die einfache Umsetzung
von Freiland- oder Bio-Freilandhaltung
auf kleinen Flächen,
verbessern die Bodengesundheit
durch wechselnde Ausläufe und
reduzieren Krankheitsrisiken.
Zudem lassen sich die Ställe
saisonal optimal positionieren,
um Zugang zu Sonne und Schatten
zu gewährleisten, was sich
positiv auf die Legeleistung und
Tiergesundheit auswirkt.
Tiergesundheit und
Biosecurity
Die Vogelgrippe bleibt eine
relevante Unsicherheitsquelle.
In Österreich wurden bisher
ausschließlich Wildvögel als
Träger festgestellt, dennoch gilt
seit November 2025 Stallpflicht
in Risikogebieten. Besonders
betroffen ist Deutschland, wo
ein Drittel aller gemeldeten
Ausbrüche in der EU auftritt.
Direktvermarkter sollten in
Risikogebieten auf präventive
Maßnahmen achten: geschlossene
Stallungen, Schutznetze,
Hygienekonzepte für Personal
und Fahrzeuge sowie eine gute
Dokumentation der Bestandsbewegungen.
Diese Maßnahmen
sichern nicht nur die Eierproduktion,
sondern steigern auch das
Vertrauen der Kundschaft in
regionale und sichere Produkte.
Vermarktung und
Mehrwert
Eier aus Freiland- oder Bio-Freilandhaltung
lassen sich gezielt
über Hofläden, Wochenmärkte
oder Abokisten vermarkten.
Mobilställe ermöglichen eine
Von Michael Heinz
ansprechende Präsentation
direkt am Betrieb und bieten
Kunden die Möglichkeit, die
Tiere zu sehen, was Transparenz
und Vertrauen schafft. Für Kleinbauern
ist die Kombination aus
artgerechter Haltung, Regionalität
und direkter Vermarktung ein
klarer Mehrwert – sowohl für die
Preisgestaltung als auch für die
Kundenbindung.
Die Eierproduktion auf Kleinbetrieben
erfordert daher
die sorgfältige Planung von
Haltungssystem, Stallgröße,
Auslaufgestaltung und Hygienemaßnahmen,
um gesetzliche
Vorgaben einzuhalten, Tierwohl
zu gewährleisten und gleichzeitig
wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Heumilch setzt Wachstumskurs fort
2025 wurden in Österreich 532
Mio. Kilogramm Heumilch
verarbeitet, der Bio-Anteil
stieg auf 40 %. Der Umsatz mit
Heumilchprodukten wuchs
um sechs Prozent auf rund 179
Mio. € – deutlich stärker als der
Gesamtmarkt mit 3,6 %. Die
gesamte Menge konnte zu 100
% vermarktet werden, der durchschnittliche
Zuschlag von 4,5
Cent je Kilogramm brachte den
Bäuerinnen und Bauern einen
Mehrwert von 23 Mio. €, bilanziert
ARGE Heumilch-Obmann
Karl Neuhofer.
Besonders stark entwickelte
sich die Käsekategorie: Produktionsmenge
plus 6,2 %, wertmäßig
plus 11,6 %. Christiane Mösl
betont, dass die Vermarktungsoffensive
greift und die Qualität
der Produkte entlang der Wertschöpfungskette
spürbar ist.
Rund 60 % der Produkte gingen
ins Ausland, vor allem nach
Deutschland, und die Markenbekanntheit
liegt in Österreich
bei über 90 %, in Deutschland
bei etwa 50 %.
Die Heuwirtschaft gilt als
stabiles Zukunftsmodell. Laut
einer aktuellen Studie planen 95
% der Betriebe, auch 2030 weiter
Heumilch zu erzeugen. Besonders
der Anteil der Betriebe, die von
konventioneller Milchproduktion
auf Heuwirtschaft umgestellt
haben, ist in neun Jahren
von vier auf 12 % gestiegen. Drei
Viertel berichten zudem von einer
verbesserten Tiergesundheit.
2026 setzt die ARGE Heumilch
auf eine umfassende Kommunikationsstrategie
mit Schwerpunkt
auf Käse. Rund 85 %
der Heumilch werden zu Käse
verarbeitet. Die Maßnahmen
umfassen TV, Print, Online,
Out-of-Home und Radio in
Österreich sowie neue Kanäle in
Deutschland, darunter Kino und
Streaming-TV, um die Käsekompetenz
weiter zu stärken.
www.heumilch.com
Foto: ARGE Heumilch