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f+h fördern und heben 02/2026

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2884

02

März 2026

€ 20,00

1951–2026

TITEL

Heber automatisiert Thermomix-

26 Logistik bei Vorwerk

Logimat 2026: Die Highlights

08 im Überblick

Staplertest: Roadster überzeugt

64 mit optimierter Sicht

foerdern-und-heben.de


Präzision und Performance.

Demag Kettenzug DCS-II

NEU!

QUALITÄT. PERFORMANCE. DC-II: DIE 2. GENERATION.

Der Demag Kettenzug DC-II führt die erfolgreiche DC-Generation konsequent fort

und setzt erneut Maßstäbe in Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Die stufenlosen DCS-Com II und DCS-Pro II ermöglichen hochpräzises und sicheres

Heben und Positionieren – inklusive schneller Hubbewegungen dank nahezu

doppelter Nenngeschwindigkeit im Teillastbereich.

• Stufenlose Geschwindigkeit über das gesamte Lastspektrum

• Sehr feinfühlige Regelung bei niedriger Geschwindigkeit

• Bis zu 90 % höhere Geschwindigkeiten im Teillastbetrieb durch Pro-Hub

• Bewährte 24 V-Schützsteuerung

• Kernkomponenten wie Getriebe, Bremse und Rutschkupplung sind bis zu

10 Jahre wartungsfrei

• Höheneinstellbare Steuerleitung für ergonomisches Arbeiten

• Auch als Manulift und mit Wippengriff

• Hohe A-Klassen Einstufung für sehr viele Lastzyklen

LogiMAT

Stand H7, C35

www.demagcranes.de


EDITORIAL

DIE ZEITEN ÄNDERN SICH

Produkte auf den Markt bringen und hoffen, dass sich schon eine Zielgruppe findet

– diese Strategie funktioniert nicht mehr. Auch Betreiber hinterfragen heutzutage

genauer, welche Investitionen sich wirklich rechnen.

Ein aktuelles Beispiel: Autonome mobile Roboter (AMR) erleben einen regelrechten

Hype. Doch nicht jede Anwendung macht wirtschaftlich Sinn. Wer AMR ohne genaue

Analyse der eigenen Prozesse einführt, riskiert eine Fehlinvestition. Ähnliches gilt für

KI-gestützte Lagerverwaltungssysteme: Die Technik ist beeindruckend, aber ohne

klare Definition der Anforderungen bleibt der versprochene Effizienzgewinn oft aus.

WER DEN MARKT KENNT,

ENTWICKELT DIE

BESSEREN PRODUKTE

Die Lehre daraus: Marktgerechte Produkte

zu entwickeln bedeutet zunächst, die

Märkte zu verstehen – was brauchen

Betreiber wirklich und in welchem

Umfang? Die technische Umsetzung folgt erst an zweiter Stelle.

Wer diesen Grundsatz umkehrt und Technik vor Marktbedürfnisse stellt,

dem kann schnell die Luft ausgehen.

Damit rückt die Kommunikation zwischen Hersteller und Betreiber ins

Zentrum. Jeder Markt, mitunter jede Branche, stellt eigene Anforderungen.

Ein Universalprodukt für alle birgt Risiken. Schnelle und präzise

Informationen entscheiden heute ebenso über den Erfolg wie technische

Exzellenz und angemessene Entwicklungszyklen.

Die Logimat bietet die ideale Bühne, um genau diesen Dialog zu führen.

In dieser Ausgabe geben wir Ihnen vorab einen Überblick über die

Neuheiten und Weiterentwicklungen, die Sie auf der Messe erwarten

– damit Sie bestens vorbereitet in die Gespräche mit den Ausstellern

gehen können.

Winfried Bauer

– Chefredakteur –

w.bauer@vfmz.de


INHALT

EDITORIAL

03 Die Zeiten ändern sich

LOGIMAT-VORSCHAU

08 Mietmodelle und Wartungskonzepte senken

Einstiegskosten in Automatisierung

Flexible Einstiegslösungen dämpfen Investitionskosten

10 Produkt- und Systeminnovationen zur Logimat 2026

34

PRODUKTE UND SYSTEME

26 TITELSTORY Heber Fördertechnik realisiert als

Generalunternehmer komplexes Gesamtprojekt

für Vorwerk

Flexibilität bis zur letzten Minute

34 25 Jahre SITLog: Mit Flexibilität und Kundennähe

zum Erfolg

Abseits des Standards zu Hause

38 Wie SEH Engineering mit digitalen Zwillingen

und cleverer Technik neue Wege geht

Vom Automotive-Spezialisten zum

diversifizierten Generalisten

43 BIG PICTURE NewCold Rheine:

100 Prozent Verfügbarkeit

44 Ausbau und Modernisierung in einem der größten

Tiefkühllager Deutschlands

Logistikdienstleister setzt auf nachhaltige Zukunft

im Münsterland

48 Linde Material Handling und Rossmann präsentieren

Robotik-Fahrzeug

Automatisiertes Kommissionieren neu gedacht

52 Portalroboter-Zellen im Kompaktformat

Automatisierung trotz beengter Raumverhältnisse

umsetzen

54 Stahlketten sichern Leistung von Umreifungsanlagen

Bestens verpackt

44

38

4 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


64 F+H STAPLERTEST Linde erweitert Xi-Serie um

Roadster-Modell

Kompakter Elektrostapler mit optimierter

Rundumsicht

68 Schubmaststapler steigern Umschlagleistung durch

Stabilität, Geschwindigkeit und intelligente Assistenz

Materialflusslösungen mit Wirkung heute und

Skalierbarkeit von morgen

72 Digitale Highlights

74 Schneider Electric verlagert Teile des RSM-/

RDM-Motorenvertriebs an Astro

Spezialisierter Antriebspartner übernimmt

Kundenbetreuung

64

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COUNT

ON CROWN

TITELBILD

Heber Fördertechnik

GmbH,

Eberhardzell

LogiMAT 2026

Lernen Sie unser Team kennen

Halle 9, Stand 9D41

Datum: 24 – 26 März 2026

Wir freuen uns auf unser

Treffen in Stuttgart!

Besuchen Sie uns auf crown.

com oder kontaktieren Sie uns

unter 089/ 93002-577 oder

info@crown.com


INHALT

MENSCHEN UND MÄRKTE

ANZEIGE

30 90 Jahre Beumer Group:

Tradition trifft Digitalisierung

Auf dem Weg zum „Partner of Choice“

PERSPEKTIVEN

46 Lebensmittelgroßhändler setzen auf Automatisierung

im Tiefkühlbereich

Wie Roboter die Fehlerquote gegen null senken

F+H EXTRA

DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG

56 NordAC-Link-Frequenzumrichter mit neuen Funktionen

Durchgängige Systemarchitektur dezentraler

Antriebssysteme

58 Weniger Verdrahtung durch dezentrale Steuerung

Intelligenz im Feld

BEILAGE

Die aktuelle f+h Ausgabe 02/2026

enthält eine Vollbeilage der

EUROEXPO GmbH, München.

PRAKTIKER-LEITFADEN

62 F+H BASICS 8 Tipps, damit der Umstieg auf dezentrale

Automatisierung ein Erfolg wird

SERVICE

75 Vorschau auf Heft f+h 03/2026

24 Impressum

46

58

68

6 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


Built

to

deliver.

Look forward to the unboxing

of our new EFG at LogiMAT 2026


LOGIMAT-VORSCHAU

MIETMODELLE UND WARTUNGSKONZEPTE SENKEN

EINSTIEGSKOSTEN IN AUTOMATISIERUNG

FLEXIBLE EINSTIEGSLÖSUNGEN

DÄMPFEN INVESTITIONSKOSTEN

Angesichts steigender Investitionskosten und geopolitischer Unsicherheiten zögern

viele Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Intralogistik. Auf der Logimat 2026

in Stuttgart (24. bis 26. März) zeigen Aussteller verschiedener Segmente, wie sich

dieser Konflikt lösen lässt: mit Miet- und Pay-per-Use-Modellen, vorkonfigurierten

Softwaresystemen und modularen Best-of-Breed-Ansätzen. Der Beitrag gibt einen

Überblick über kostendämpfende Ein- und Umstiegslösungen – von mobilen

Robotersystemen bis zu Smart-Maintenance-Konzepten.

Steigende Kosten für Investitionen in zukunftssichere Lagerhaltung

und Auftragsabwicklung sowie für Personal

und Transporte belasten die Wettbewerbsfähigkeit der

Unternehmen. Kostensenkungen erfordern Optimierungen.

Doch vor dem Hintergrund geopolitischer Verwerfungen

und Unsicherheit über die technologischen Entwicklungen

herrscht oft Investitionszurückhaltung bei der Intralogistik.

Gleichwohl sind Automatisierung und digitale Transformation

gefordert, um im (internationalen) Wettbewerb zu bestehen. Vor

diesem Hintergrund bieten die Aussteller der Logimat 2026 kostendämpfende

Ein- und Umstiegslösungen für effiziente, automatisierte

Intralogistik, die über die klassischen Miet- und Leasingangebote

hinausgehen.

Miet- und Leasingmodelle sind in der Intralogistik grundsätzlich

nichts Außergewöhnliches. Alle Flurförderzeughersteller etwa

stellen Mietparks bereit und bieten die Geräte auch mit unterschiedlichen

Leasingmodellen an. Das gilt auch für Anbaugeräte.

Die Aussteller der

Logimat 2026 zeigen,

wie sich notwendige

Investitionen auch in

wirtschaftlich schwierigen

Zeiten umsetzen

lassen

MICHAEL RUCHTY,

Logimat-Messeleiter

Euroexpo Messe- und

Kongress-GmbH

So hat etwa Cascade Italia S.R.L. (Halle 10, Stand 10B54) Mietlösungen

und generalüberholte Alternativen von beispielsweise

Gabelzinken im Programm.

Über ein weiteres Beispiel entsprechender Finanzierungsmodelle

können sich interessierte Messebesucher bei der Carrybots

GmbH (Halle 5, Stand 5C75) informieren. Mit Leasing- oder

Mietmodellen für das modulare, mobile Robotersystem „Herbie“

für die produktionsnahe Intralogistik will der Hersteller die Einstiegshürde

in die Automatisierung senken.

VORKONFIGURIERTE SOFTWARESYSTEME UND

PAY-PER-USE-MODELLE

Neben solchen Mietlösungen sowie Geräten und Systemen aus

zweiter Hand sind auf der Messe auch Angebote zu finden, die

die Investitionskosten für Anschaffung und digitale Transformation

senken sollen. Aussteller in der Software-Halle 4 etwa stellen

rund um ihre Cloud-Lösungen günstige Einstiegsoptionen und

skalierbare Mietmodelle für Lagerverwaltung und -steuerung vor

– beispielsweise mit Betriebs- und Abrechnungsmodellen nach

Nutzungsvolumen sowie der Bereitstellung von ITK-Infrastruktur

auf Leihbasis. So zum Beispiel die CIM GmbH (Halle 4, Stand

4D10), deren Lagerverwaltungssystem auch in abgespeckten,

vorkonfigurierten Versionen mit definiertem, standardisiertem

Funktionsumfang verfügbar ist.

Überdies gewinnt das Thema Maintenance an Bedeutung. Mit

der modularen Softwarefamilie Lios verfolgt die LTW Intralogistics

GmbH (Halle 1, Stand 1B37) ein Servicekonzept über den kompletten

Anlagen-Lebenszyklus. Das reicht von globalem Support über

Predictive-Maintenance-Tools bis hin zu Retrofit-Programmen.

Zudem wird auf der Logimat 2026 erstmals die „Smart Maintenance

Lounge“ (Halle 4, Stand 4H01) eröffnet. Von Experten erhalten

Entscheider dort einen kompakten Überblick über Trends

und Lösungen zur intelligenten Instandhaltung etwa mit autono-

Visit us!

Hall 10, Booth 10C31

Genkinger GmbH | Albstraße 49 | D-72525 Münsingen | Phone +49 (0) 7381 / 186-0 | E-mail info@genkinger.de | www.genkinger.de

8 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


NEU: Regalplaner

& Kundenportal

men Inspektionsrobotern, durch Fernwartung sowie Software für Smart Maintenance

und digitale Zwillinge.

Für die Wahl einer zukunftsfähigen Intralogistikausstattung gelten die Flexibilität

und Skalierbarkeit von Systemen und Anlagen als wichtiges Entscheidungskriterium.

Moderne Lösungen unterstützen dies: Shuttle-Lager können modular erweitert werden,

Flotten autonomer mobiler Roboter und fahrerloser Transportfahrzeuge bewegen

Waren durch das Lager und lassen sich flexibel aufstocken. Roboter mit Sensorik

und Bilderfassung übernehmen Greif- und Kommissionieraufgaben. Alle diese Lösungen

sind durchgängig skalierbar.

BEST-OF-BREED: FLEXIBILITÄT DURCH MODULARE

SYSTEMARCHITEKTUR

Bei größeren Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten sorgen Best-of-Breed-

Lösungen dafür. Nach diesem ursprünglich im IT-Bereich etablierten Ansatz lassen

sich Gesamtlösungen in kleinschrittigem Vorgehen und herstellerunabhängig aus einzelnen

Systemen zusammenstellen. Auf diese Weise lässt sich die Intralogistik flexibel

an Geschäfts- und Technologieentwicklungen anpassen. Einzelne Systeme und Komponenten

können bei Bedarf komfortabel ausgetauscht werden.

Vielfach lässt sich dabei die Kompatibilität der Systeme und Komponenten mit

Mietangeboten der Hersteller vorab testen. So präsentiert die Inther Group (Halle 5,

Stand 5D33) das integrierte Stand-alone-Mess- und -Wiegesystem Cubiscan 325 zur

automatischen Stammdatenerfassung von Artikeln und Objekten. Die Cubiscan-Systeme

werden über eine Datenschnittstelle direkt mit Lagerverwaltungs- oder Datenbanksystemen

verbunden und sind auch zur Miete und zum Leasing verfügbar.

„Die genannten Beispiele unterstreichen die Position der Logimat als Trendbarometer

und Plattform für Innovationen“, resümiert Logimat-Messeleiter Michael Ruchty

von der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München. „Sie belegen überdies die

Aktualität des diesjährigen Messemottos ‚Passion for details – Discover the Difference‘.

Es sind, wie bei den aufgezeigten Ein- und Umstiegslösungen, oft nur die kleinen Unterschiede,

die neue Wege aufzeigen und Veränderungen prägen.“

Konzeption, Fertigung

& Realisierung – alles aus

einer Hand!

Fachboden-, Paletten- und

Kragarmregale

dynamische Regale

Stahlbau & Systembühnen

Lagerautomatisierung mit

Fördertechnik

Schulungen & Service

Halle 1 · Stand H01 + H05

Fotos: Euroexpo

www.logimat-messe.de

www.meta-online.com


LOGIMAT-VORSCHAU

MASSGESCHNEIDERTE TRANSPORT-

LÖSUNGEN ANSPRUCHSVOLLER LASTEN

Auf der Logimat 2026 präsentiert Genkinger Lösungen für den

sicheren, ergonomischen und effizienten Transport anspruchsvoller

Lasten in der Intralogistik. Die Exponate in Halle 10

(Stand 10C31)

verdeutlichen, dass

sich spezifische

Anforderungen

häufig nicht mit

Standardgeräten

abdecken lassen.

Zu sehen ist unter

anderem ein

Elektro-Coil-Manipulator

für den innerbetrieblichen Transport von Coils mit

Gewichten bis 5.000 kg und Durchmessern zwischen 800 und

1.500 mm. Die Coils werden stehend und formschlüssig über

konkave Prismengabelzinken mit hydraulischem Niederhalter

aufgenommen. Neben dem Transport übernimmt das Gerät

auch die Übergabe der Coils an Produktionsmaschinen. Eine

feinfühlige Proportionalhydraulik, eine elektrische Servolenkung

sowie eine ergonomische Multifunktions-Fahrdeichsel

ermöglichen das präzise Positionieren der Last. Der Einsatz ist

auch auf gelegentlich öligen Betonböden vorgesehen. Für

bessere Bodenhaftung auf öligen Untergründen

empfiehlt der Hersteller Tractothan-Reifen, die

das Anfahren erleichtern und den Schlupf

reduzieren. Dadurch lassen sich Coils aus Stahl,

Aluminium oder Kupfer kontrolliert bewegen.

www.genkinger.de

Halle 10,

Stand

10C31

ELEKTRO-CROSSOVER-STAPLER FÜR

VIELSEITIGE LOGISTIKEINSÄTZE

Unter dem Motto „The First Name in Forklifts“ präsentiert

Clark auf der Logimat 2026 die Highlights seiner Elektro-Gegengewichtsstapler.

Im Mittelpunkt stehen die Crossover-

Baureihen Raider und Renegade sowie die S-Series Electric.

Die Elektrostapler sind

für vielfältige Anwendungen

ausgelegt und

bieten hohe Effizienz

sowie Verfügbarkeit in

innerbetrieblichen

Logistikprozessen.

Die Crossover-Modelle

decken Tragfähigkeiten

von 2,5 bis 3,5 Tonnen

ab. Vertreten sind unter anderem der Raider L30XE und der

Renegade S30XE mit jeweils drei Tonnen Tragkraft. Sie

verbinden die Robustheit von Staplern mit Verbrennungsmotor

mit den Merkmalen eines emissionsfreien Elektroantriebs

und eignen sich für den Innen- und den Außeneinsatz.

Die Raider-Baureihe (L25–35XE) positioniert sich als kosteneffiziente

Einstiegslösung für Anwender, die Wert auf Zuverlässigkeit

und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Gute

Rundumsicht, vorhersehbares Fahrverhalten und erprobte

Hubgerüste sorgen für Vielseitigkeit und Langlebigkeit.

Die Renegade-Baureihe (S25–35XE) basiert

auf dem Chassis der S-Series und richtet sich an

Anwender mit hohen Anforderungen an

Komfort, Sicherheit und Performance.

www.clarkmheu.com

Halle 10,

Stand

10B78

HOHE FÖRDERGESCHWINDIGKEIT BEI LEISEM BETRIEB

Auf der Logimat 2026 stellt Rulmeca eine Neuentwicklung im Bereich motorisierter Förderrollen

vor: den RDR Drive Roller 2MS für Hochgeschwindigkeitsanwendungen. Der RDR Drive

Roller 2MS erreicht Fördergeschwindigkeiten von bis zu 2 m/s und eignet sich damit für

dynamische Anwendungen, bei denen hoher Durchsatz gefordert ist. Laut Hersteller zeichnet

sich der Antrieb durch energieeffizienten Betrieb und geräuscharmen Lauf aus. Als

Halle 1,

Stand

1D07

Einsatzfelder nennt der Hersteller beispielsweise E-Commerce-Distributionszentren

und Sortiersysteme.

www.rulmeca.com

MIAS...

immer Teil der Lösung.

Halle 1, Stand 1G35

Besuchen Sie uns:

LogiMAT 24.03. - 26.03.2026 Stuttgart - MODEX 13.04. - 16.04.2026 Atlanta, USA

Die besten Generalunternehmer haben MIAS im Lager.


LOGIMAT-VORSCHAU

GANZHEITLICHE

INTRALOGISTIK

Das Messemodul des

Systemintegrators Fb Industry

Automation veranschaulicht

die zentrale

Vernetzung intralogistischer Teilsysteme und zeigt exemplarisch,

wie unterschiedliche Technologien innerhalb eines

Materialflusses integriert werden. Herzstück ist die Modular

Conveyor Platform (MCP Play) von Interroll, die den kontinuierlichen

Transport von Ladungsträgern innerhalb des Moduls

übernimmt. Direkt in den Förderprozess eingebunden ist ein

Roboterarm, der definierte Handling- und Prozessschritte

automatisiert ausführt. Ergänzt wird das System durch ein

fahrerloses Transportfahrzeug, das autonome Transportaufgaben

zwischen den einzelnen Prozessschnittstellen übernimmt.

Alle Komponenten sind steuerungs- und softwareseitig

vollständig integriert. Übergabepunkte, Taktzeiten und

Materialbewegungen sind synchronisiert und ermöglichen

einen stabilen, reproduzierbaren Materialfluss über mehrere

Systeme hinweg – vergleichbar mit Anbindungs- und Integrationsszenarien

realer Produktions- und Logistikumgebungen.

Im Messemodul demonstriert der

Systemintegrator, wie sich Taktzeiten optimieren

und Stillstandszeiten an Übergabepunkten

minimieren lassen.

www.fb-automation.com

Halle 1,

Stand

1C80

ERGONOMISCHE BE- UND ENTLADUNG MIT

MOBILEN TELESKOPFÖRDERBÄNDERN

Die Teleskopförderbänder des

Herstellers Gawronski für die

Be- und Entladung von Lkw

und Containern dienen der

Reduzierung manueller

Tätigkeiten und der ergonomischen

Entlastung der Mitarbeiter.

Gleichzeitig lässt sich die

Umschlagleistung steigern. Durch die mobile Bauweise

können die Förderbänder an unterschiedlichen Hallentoren

eingesetzt werden, wodurch Lastspitzen besser bewältigt und

Investitionskosten reduziert werden können.

Optional integrierte Scanner-Systeme ermöglichen die

Erfassung der Waren bereits während des Be- oder Entladevorgangs.

Die Daten werden direkt an die Software des

Betreibers übermittelt, sodass Ein- und Auslagerungen

automatisch verbucht werden. Fehlzuordnungen und

Falschlieferungen lassen sich auf diese Weise vermeiden.

Für Interessenten stehen die Teleskopförderbänder im

Rahmen einer zweiwöchigen Testphase zur Verfügung.

Ergänzend werden Mietmodelle angeboten, bei

denen gezahlte Gebühren anteilig auf einen

späteren Kauf angerechnet werden können.

Dies ermöglicht eine Bewertung der Technik

unter realen Betriebsbedingungen.

www.gawronski.de

Halle 1,

Stand

1A37

IM TAKT MIT

IHREM RHYTHMUS

Automation composed around you.

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24.–26. März 2026

Halle 10 | Stand B21

Mit Automation by Linde Material Handling wird Logistik zur Komposition.

Wie ein DJ einzelne Tracks zu einem stimmigen Set vereint, spielen unsere

Automatisierungs lösungen – von FTS und AMR über stationäre Systeme bis zur

Software – optimal zusammen. Für einen maximal effizienten Warenfluss ist

alles nahtlos integriert, individuell arrangiert und perfekt synchronisiert – mit

Linde Material Handling als Produzent und Ihnen als kreativem Taktgeber.

→ www.linde-mh.de/in-sync


LOGIMAT-VORSCHAU

VERNETZT, SKALIERBAR UND

ZUKUNFTSSICHER

Auf der Logimat 2026

präsentiert Interroll seine

neue Chain-Belt-Sortierlösung.

Die Lösung wurde

nach der Übernahme von

Sortteq im vergangenen

Herbst entwickelt und ist

nun vollständig in die

autonome Steuerungslösung MCP Play integriert. Gemeinsam

bilden die Chain-Belt-Sortierlösung und MCP Play ein Materialfluss-Ökosystem,

das Einzelstücktransport mit intelligenter

Sortierung innerhalb einer modularen Plattform verbindet.

Mit der Funktion „Adjust to gap“ ermöglicht MCP Play,

Fördergüter in kürzeren Abständen hintereinander zu

transportieren. Der modulare Interroll-Chain-Belt-Sorter

(Sortierleistung: bis zu 8.000 Artikel pro Stunde) basiert auf

der Sortteq-Technologie, die bidirektional rotierende Kettenbänder

als Transport- und Sortiereinheit nutzt. Die Neuentwicklung

ist für das Sortieren von Packstücken mit einem

Gewicht von bis zu 40 kg konzipiert und kann Pakete und

Kartons verschiedener Größen, Umschläge, Polybeutel und

Versandtaschen sortieren. Durch die Kombination

beider Systeme lassen sich Schnittstellen

vereinfachen sowie Planungsaufwand und

Systemkomplexität reduzieren.

www.interroll.com

Halle 1,

Stand

1K41

KI-GESTÜTZTE SICHERHEIT IM

LAGERUMFELD

Die Flottenmanagementsoftware Unity von Powerfleet

analysiert Sicherheitsereignisse und Nutzungsmuster. So unterstützt

die Software Unternehmen dabei, Risiken zu dokumentieren,

systematisch zu bewerten und präventive Maßnahmen

abzuleiten. Übersichtliche Dashboards und Berichte helfen, Kollisionen

zu vermeiden, Personenschäden zu reduzieren und die

Lebensdauer von Flurförderzeugen und Anlagen zu verlängern.

Ein zentraler Baustein ist das KI-gestützte Personen-Warnsystem,

das Personen und Geräte in Echtzeit erkennt und visuell

sowie akustisch vor potenziellen

Gefahrensituationen

warnt. Damit unterstützt

das System den Übergang

von reaktiven Sicherheitskonzepten

zu einer vorausschauenden

Risikominimierung

in Lager- und Produktionsumgebungen.

Die aktuelle Systemgeneration überzeugt

durch ein kompakteres Design, eine vereinfachte Plug-and-

Play-Installation sowie Konfigurationsmöglichkeiten mit bis zu

fünf individuell definierbaren Zonen. Verbesserte Schutzklassen

(Kamera IP67, Elektronikeinheit IP65) und eine

optimierte Erkennungsleistung bei wechselnden

Lichtverhältnissen stellen den zuverlässigen

Einsatz sicher.

www.powerfleet.com

Halle 9,

Stand

9A17

SICHERE GESAMTSYSTEME IM FOKUS

Halle 1,

Stand

1C20

Als Generalunternehmer und Hersteller realisiert Westfalia Gesamtsysteme mit aufeinander abgestimmten

Komponenten im Bereich der Lagertechnik, der Elektromechanik, der Steuerung und der

Software. Die Schlüsselkomponenten werden inhouse gefertigt, zusammengeführt, programmiert

und beim Betreiber installiert: Lösungen für unterschiedliche Produkte, Ladungsträger und Temperaturzonen,

Systeme und Sonderausführungen für branchentypische Anforderungen. Ein Fokus liegt

dabei auf der Sicherheit von Anlagen, Daten, Investitionen und Produktion. Lagersysteme des Herstellers

erreichen durch konsequente Anlagenbetreuung und robuste Technologien eine hohe Anlagenverfügbarkeit

und -sicherheit über Jahrzehnte. Schnittstellen, die Fehlerquellen sein können, werden

reduziert. Die automatischen Lagersysteme werden zudem auf die ab Januar 2027 gültige EU-Maschinenverordnung

vorbereitet. Auch bei der Datensicherheit im Rahmen der EU-Richtlinie NIS 2

ist Westfalia gut aufgestellt. Das Unternehmen bietet mit den Optionen der Wortmann-eigenen

Terra Cloud schnelle Backup-Strategien.

www.westfaliaeurope.com

Achieve the

Lowest Cost of

Order Fulfillment

LogiMAT, Stuttgart

Hall 3, Booth 3C03


LOGIMAT-VORSCHAU

DAIFUKU STELLT FLEXIBLE SORTIER-

LÖSUNGEN VOR

Die Logimat 2026 wird

der erste Messeauftritt

in Europa für die neue

Serie von Sorting

Transfer Robots (SOTR)

aus dem Hause Daifuku

sein. Während das

System SOTR-M in

Stuttgart im vollständigen

Live-Demobetrieb gezeigt wird, werden auch die beiden

Schwesterlösungen SOTR-S und SOTR-L am Messestand

präsentiert. Die SOTR-Familie deckt ein breites Anwendungsspektrum

ab: SOTR-L ist für Paletten, SOTR-M für Behälter und

SOTR-S für Stückgut ausgelegt.

Die neue Systemgeneration wurde vollständig in Japan

entwickelt, gefertigt und getestet und wird nun schrittweise

in Großbritannien und Europa eingeführt. Kennzeichnend für

das System sind die Skalierbarkeit und einfache Automatisierung.

Als Anwender sieht der Hersteller vor allem in den

Bereichen E-Commerce, Einzelhandel, Kurier-, Express- und

Paketdienstleister. Mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu

180 m/min ist der SOTR-S in der Lage, bis zu 10.000 Positionen

pro Stunde zu sortieren. Im Vergleich zu konventionellen

Sortiersystemen lässt sich der SOTR-S

schnell installieren und bei Bedarf durch

zusätzliche Fahrzeuge oder Ausleitstellen

erweitern.

www.daifuku.com

Halle 1,

Stand

1J67

TOYOTA ZEIGT ELEKTROSTAPLER, SCHLEPPER

UND AUTOMATISIERUNGSLÖSUNG

Auf der Logimat 2026 präsentiert Toyota Material Handling

mehrere Produktneuheiten und Weiterentwicklungen für den

innerbetrieblichen Transport. Im Mittelpunkt stehen ein

neuer Elektro-Gegengewichtsstapler, eine Baureihe elektrischer

Schlepper und ein automatisierter Hochhubwagen.

Der neue Elektro-Gegengewichtsstapler Traigo80, der auf der

Logimat seine Messepremiere feiert, deckt Tragfähigkeiten bis

zu fünf Tonnen ab und ist für den kombinierten Innen- und

Außeneinsatz konzipiert. Der Hersteller hat gegenüber dem

Vorgängermodell das Kabinendesign überarbeitet und den

Energieverbrauch nach eigenen Angaben reduziert.

Die neue Tracto-Baureihe umfasst elektrische Fahrersitz-

Schlepper mit Zuglasten von bis zu zehn Tonnen. Die Fahrzeuge

eignen sich für den Transport schwerer Lasten in Produktion

und Lager.

Erstmals zeigt Toyota einen

automatisierten Hochhubwagen,

der für Punkt-zu-Punkt-Transporte

und das Stapeln auf unteren

Regalebenen ausgelegt ist. Das

Gerät gehört zur Swarm-Automation-Serie

und lässt sich laut

Hersteller flexibel in bestehende

Produktions- und Lagerumgebungen

integrieren. Zu den Weiterentwicklungen

gehört die neue Hubmastgeneration der

Traigo48-Elektro-Gabelstapler.

www.toyota-forklifts.de

Halle 10,

Stand 10G41

und 10H48

AUTOMATISIERUNGSLÖSUNGEN FÜR DIE INTRALOGISTIK

IM LIVE-EINSATZ

Halle 8,

Stand

8A79

Das Unternehmen Ocado Intelligent Automation (OIA) zeigt auf der Logimat 2026 drei

Automatisierungslösungen für die Intralogistik in Live-Demonstrationen: Das Ocado

Storage & Retrieval System (OSRS) ist ein hochverdichtetes Lagersystem für Anwendungen

mit hohem Durchsatz. Das Ocado Mobile Robot System (OMRS) mit dem autonomen

mobilen Roboter „Chuck“ ermöglicht flexible, kollaborative Automatisierung. Der

On-Grid Robotic Pick (OGRP) übernimmt das Identifizieren, Entnehmen und Verpacken

von Artikeln direkt auf dem OSRS-Grid. Die Systeme richten sich an Anwender aus

Handel, Pharma, Konsumgüterindustrie sowie an 3PL-Dienstleister.

www.ocadointelligentautomation.com

Steigern Sie Ihre Intralogistik

Ein einziger Integrator

Unendlich viele Lösungen

Sie finden uns in

Halle 3 – 3C09


LOGIMAT-VORSCHAU

WISSENSTRANSFER IN VIELERLEI HINSICHT

NEUES FLOTTEN-MANAGEMENT-TOOL

Als Hersteller von Regalbediengeräten, Shuttle-Systemen,

Fördertechnik und Anbieter von Software für die Materialflusssteuerung

präsentiert Dambach Lagersysteme auf der

Logimat 2026 ein Portfolio, mit dem sich der Raum optimal

nutzen und die Effizienz in der Intralogistik steigern lässt. So

werden in Stuttgart unter anderem die flexible Elektrobodenbahn

und klassische Fördertechnik sowie automatische

Shuttle-Systeme vorgestellt, mit denen Generalunternehmer

vielfältige Aufgabenstellungen in Materialfluss und Lager

realisieren können.

Neben der Möglichkeit, sich am Stand über die Expertise des

Unternehmens auszutauschen, können interessierte Besucher

auch im Forum Nord (Halle 7, Stand 7C65) mehr erfahren. Am

26. März von 11:00 bis 11:30 Uhr hält Dambach-

Geschäftsführer Dr. Benjamin Thumm einen

Vortrag zum Thema „Effizienz im Palettenhandling:

Systemabgrenzung und Technologievergleich“.

www.dambach-lagersysteme.de

Halle 1,

Stand

1F41

Ein webbasiertes Fahrkursplanungstool erweitert die Funktionen

des Flottenmanagers Navios Cockpit 3.0 von DS Automotion.

Mit der intuitiven Benutzeroberfläche lassen sich

Betriebsabläufe individuell anpassen, während Hüllkurven

und Kreuzungsbereiche automatisch erstellt werden. Layouts

können während der Laufzeit verändert werden, die Fahrzeuge

erhalten aktualisierte Bedingungen automatisch. Die

VDA-5050-Kompatibilität ermöglicht nahtlose Kommunikation

zwischen mobilen Robotern. Neue Analysefunktionen wie

Heat Maps visualisieren Störungen direkt auf der Karte und

zeigen deren Häufungen an. Das System unterstützt sowohl

fahrerlose Transportsysteme als auch autonome

mobile Roboter. Auf der Logimat 2026 demonstriert

das Unternehmen die Einrichtung neuer

Fahrkurse und Integration zusätzlicher Stationen

in laufende Anlagen.

www.ds-automotion.com

Halle 8,

Stand

8D05

MODULARE FÖRDERANLAGE MIT SICHERHEITSPAKET

Eine Live-Demonstration auf der Logimat zeigt das Zusammenspiel verschiedener Förderkomponenten

in zwei Kreisläufen für Behälter und Paletten. Das System von HaRo umfasst

einen Vertikalförderer, eine 90°-Drehstation mit Tangentialantrieb, Eckumsetzung mit

Kettenförderer, Verschiebeeinheit und motorisches Leerpalettenmagazin. Frequenzgeregelte

Antriebe sorgen für schonendes Anfahren und Abbremsen.

Das Sicherheitspaket bietet redundante Absturzsicherung durch mechanische Klemmeinheiten,

sensorgestützte Schlaffkettenüberwachung, aktive Lageregelung in den Etagen zum

Höhenausgleich sowie integrierte Höhenkontrolle vor Einfahrt in den Vertikalförderer.

Halle 3,

Stand

3D03

Diese Kombination verhindert Kollisionen und schafft die Voraussetzungen für

störungsfreie Übergaben und prozessstabile Abläufe.

www.haro-foerdertechnik.de

Faster Flow. Smarter Software.

Enduring Lifetime Value.

We Maximize Simplicity as Your Total Solution Partner.

Automatisierung scheitert oft nicht an Technologie –

sondern an Investitionshürden. Automation as a Service

macht Automatisierung nutzbar: im Abo, leistungsbasiert,

skalierbar. So wird Fortschritt planbar – und Innovation

sofort umsetzbar.

www.elementlogic.de


LOGIMAT-VORSCHAU

ENTWICKLUNGSSPRUNG BEIM FAHRERLOSEN PALETTENTRANSPORT

Halle 8,

Stand

8A67

Der neue Palettentransporter G130 3.0 von Melkus Mechatronic markiert einen

Entwicklungssprung. Das omnidirektionale fahrerlose Transportfahrzeug verfügt

über eine höhere Batteriekapazität und einen schnelleren, induktiven Ladevorgang.

Der omnidirektionale Antrieb ermöglicht den Einsatz auf engem Raum bei minimalem

Wenderadius.

Separat angeordnete Versorgungs- und Steuerungstechnik je Kufe sowie ein

elektronisches Differentialgetriebe ermöglichen einen getrennten Antrieb und hohe

Toleranz gegenüber Bodenunebenheiten. Ein modularer Aufbau mit genormten

Drehschemelantrieben hält den Wartungsaufwand gering. Zwei überlappend

wirkende Sensoren bieten eine 360°-Rundumsicht und übertreffen die normativen

Mindestanforderungen für Personensicherheit.

www.melkus-mechatronic.com

ALLES IM

MATERIALFLUSS

clever – creative – sustainable – smart

Verkettete Arbeitsplätze

stehen im Mittelpunkt des

Logimat-Auftritts von RK

Rose+Krieger. Innerhalb der

Installation verbindet ein

autonomer mobiler Roboter

(AMR) ein Pufferlager für

Kleinladungsträger (KLT) mit

einem Montagearbeitsplatz.

Damit realisiert das Flurförderzeug

einen Materialfluss mit

Pufferstrecke bei engen

Raumverhältnissen. Kombiniert

wird der

AMR mit einer

motorisierten

Halle 5,

Stand 5G15

und 5G18

Transferstation des Tochterunternehmens

RK Schmidt

Systemtechnik. Diese Transferstation

dient als Pufferlösung

und ermöglicht außerdem die

Übergabe von Lasten an

definierten Übergabepunkten.

Dabei überwacht die Transferstation

den Materialfluss und

stellt die Informationen für

übergeordnete Softwaresysteme

bereit. Der Aufbau auf dem

AMR und die Transferstation

lassen sich flexibel an die

Übergabehöhe und die

Abmessungen der zu transportierenden

Güter anpassen.

www.rk-rose-krieger.com

A new MOVE:

Utz EUROTEC MOVE.

Modular. Optimiert. Visionär. Effizient.

EUROTEC MOVE bringt mit, was Intralogistik in Zukunft bewegt:

Erstmals freies Konfigurieren der Behälter für jeden Nutzer, rutschfeste Bodenstruktur

und optionale Unterteilungen für stressfreie Förderung bei bekannt hoher Utz Stabilität und

ID-Auslegung für Prozesssicherheit und volle Transparenz im Zeitalter von KI.

LogiMAT Stuttgart (24. bis 26.03.2026), Halle 6, Stand F41.

utzgroup.com

Georg Utz GmbH · Nordring 67 · 48465 Schüttorf · Germany

Phone +49 5923 805 0 · Fax +49 5923 805 805 · info.de@utzgroup.com · www.utzgroup.com


LOGIMAT-VORSCHAU

MECHANISCHES SYSTEM VERHINDERT

LKW-BEWEGUNGEN

Unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen

während des Be- und

Entladens gehören zu den

häufigsten Unfallursachen an

Verladerampen. Das mechanische

Sicherheitssystem Loading Dock

Protector von Valentin Equipment

blockiert Lkw physisch sowohl in

Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung

und verhindert so

Bewegungen bei aktiviertem

Stopp-Zustand. Eine LED-Signalsäule

gibt Fahrern klare visuelle

Anweisungen und reduziert Missverständnisse in lauten oder

mehrsprachigen Arbeitsumgebungen. Das System eignet sich

für alle gängigen Lkw-Typen und lässt sich sowohl in neue

Anlagen integrieren als auch bei bestehenden Verladerampen

nachrüsten. Die robuste Bauweise ist für industrielle Anforderungen

ausgelegt und erfordert geringen Wartungsaufwand.

Neben der Verbesserung der Arbeitssicherheit

reduziert das System Schäden an Rampen, Toren

und Gebäuden sowie ungeplante Stillstände.

Für die Lösung ist ein Patent angemeldet.

www.valen-tin.dk

Halle 9,

Stand

9A02

DIGITALES TOOL VEREINFACHT

REGALPLANUNG

Webbasierte Systeme erweitern die Planungs- und Konfigurationsmöglichkeiten

für Lagertechnik. Meta-Regalbau stellt auf

der Logimat erstmals sein neues Kundenportal und den

überarbeiteten Regalplaner

vor. Die digitalen Lösungen

fungieren als zentrale

Plattform für die Kundenkommunikation

und bieten

eine intuitive Bedienung bei

erweiterten Funktionen.

Unter der Bezeichnung

Meta-ILS präsentiert das

Unternehmen zudem individuelle Automatisierungslösungen,

die Fördertechnik mit Lagersystemen kombinieren. Mit

diesem Angebot adressiert Meta-Regalbau komplexe Automatisierungsanforderungen

und hat bereits internationale

Projekte realisiert.

Auf einer Fläche von 130 m² zeigt der Lagertechnikspezialist

sein Produktspektrum von Regalsystemen über

Stahlbau bis zu Serviceleistungen wie Regalinspektionen.

An den Standorten Arnsberg und

Budweis fertigt das Unternehmen nach

RAL-Gütezeichen und GS-Standards.

www.meta-online.com

Halle 1,

Stand 1H01

und 1H05

AUF DEM WEG ZUM INTELLIGENTEN FULFILLMENT

Das Unternehmen AutoStore kündigt mit

der Frühjahrs-Produktvorstellung auf der

Logimat 2026 einen Wandel an. Der Launch

weist den Weg zu einem einheitlicheren,

softwaredefinierten Fulfillment-Modell, bei

dem intelligente Systeme Arbeitsabläufe

koordinieren, Daten Entscheidungen in

Echtzeit beeinflussen und die Automatisierung

sich parallel zu den betrieblichen

Anforderungen weiterentwickelt. Dabei verfolgt das Unternehmen

einen Ökosystem-Ansatz, der Technologie, intelligente

Systeme und eine globale Community zusammenbringt, um

den Mehrwert über alle Anlagen hinweg zu steigern.

Treiber dieser Entwicklung sind die sich verändernden Anforderungen

in der Logistikbranche. Es geht mittlerweile nicht mehr

nur darum, ob Lager automatisiert werden sollten, sondern

darum wie Maschinen, Software, Daten

und Menschen zu einem einzigen, intelligenten

Fulfillment-System verbunden

werden können – einem System, das in der

Lage ist, immer komplexere Fulfillment-

Netzwerke zu koordinieren und Entscheidungen

in großem Maßstab zu verbessern.

Vor allem der Handel wird zunehmend von

autonomen Systemen und KI-gestützten

Entscheidungsprozessen geprägt. Fulfillment kann entsprechend

nicht mehr als letzter Schritt im operativen Prozess

gesehen werden, sondern muss dessen Basis bilden:

immer verfügbar, zuverlässig und intelligent genug,

um in einer dauerhaft aktiven Handelsumgebung

zu funktionieren.

www.autostoresystem.com

Halle 1,

Stand

1J53

25

Sicheres, platzsparendes und

produktives Handling

ombilift.com

combilift.com

Halle 9

Stand 9B45


LOGIMAT-VORSCHAU

BIN PICKING FÜR LANGGÜTER BIS 300 KG

Eine neu entwickelte Bin-Picking-Lösung ermöglicht die automatische Handhabung

unsortierter Langgüter und wird zur Logimat 2026 in Stuttgart vorgestellt. Das

gemeinsam mit dem Fraunhofer IOSB-INA entwickelte System von Remmert kombiniert

Industrierobotik, 3D-Vision und künstliche Intelligenz zur zuverlässigen Vereinzelung

von Stangen, Rohren und Profilen aus Metall oder Kunststoff mit einem

Gewicht von bis zu 300 kg. Eine KI-gestützte Bilderkennung identifiziert die Lage

verpackter und unverpackter Langgüter in Ladungsträgern. Je nach Anwendung

kommen Vakuum-, Magnet- oder Greifwerkzeuge zum Einsatz. Die Lösung

lässt sich in Remmert-Langgutlager integrieren und eignet sich für Materialbereitstellung

an Fertigungsmaschinen oder zur Kommissionierung.

Ergänzend präsentiert das Unternehmen eine neue Softwarelösung, die

Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung in einer Plattform vereint.

www.remmert.de

Halle 3,

Stand

3C14

PICK-BY-LIGHT-

SYSTEM FÜR

FIFO-REGALE

Ein automatisierter Materialbahnhof

demonstriert das

Zusammenspiel aus mobiler

Robotik und smarten Produkten.

Im Zentrum steht ein

FiFo-Regal mit Pick-by-Light-

Signalisierung von item. Ein

fahrerloses Transportfahrzeug

bringt Kleinladungsträger zum

Regal und positioniert sich an

der Übergabestation. Freigabeeinheiten

übernehmen

Space constraints

in your warehouse?

Smart intralogistics…

automatisiert die geordnete

Übergabe in freie Lagerplätze.

Anschließend führen LED-Streifen

auf der Entnahmeseite

Mitarbeiter durch den Kommissionierprozess.

item führt eine eigene Pick-by-

Light-Betriebsart für den

LED-Streifen-Controller DIN/

AIN ein. Diese ermöglicht

einfache Pick-Anwendungen

ohne zusätzliche Steuerung.

Über das Webinterface lassen

sich grundlegende Funktionen

konfigurieren, um gezielt

Segmente des LED-Streifens zu

aktivieren. Das System schafft

die Voraussetzungen

Halle 5,

Stand

5B21

für einen intuitiven

Ablauf mit hoher

Prozesssicherheit.

www.item24.com

Besuchen Sie uns auf

der LogiMAT 2026

Halle 5

Stand D67


LOGIMAT-VORSCHAU

HUBTISCH VERKÜRZT DURCHLAUFZEITEN

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung hat bei einem großen

deutschen Internethändler zu messbaren betriebswirtschaftlichen

Vorteilen geführt. Nach einer Mitarbeiterbefragung

testete das Unternehmen Paletten-Hubtische für eine

rückenfreundliche

Gestaltung der

Arbeitsplätze im

Wareneingang. Der

eingesetzte

Hubtisch Typ FE

1200/75 von

Flexlift zeichnet

sich durch eine

geringe Bauhöhe,

maximalen Hub

und eine schmale Bauweise von nur 910 mm aus. Diese

kompakte Breite ermöglicht kürzere Greifwege im Vergleich

zu Modellen anderer Hersteller mit 1.000 bis 1.100 mm Breite.

Nach positiver Bewertung in der Mitarbeiterbefragung

rüstete das Unternehmen 270 Arbeitsplätze an verschiedenen

Standorten mit den deutschen Hubtischen aus. Zeitmessungen

bestätigten verkürzte Durchlaufzeiten bei unveränderter

Arbeitsorganisation. Zusätzlich sank die Zahl der

Fehltage und die Mitarbeiterzufriedenheit stieg.

Aufgrund dieser Erfolge wurden mittlerweile

auch Arbeitsplätze im Retouren-Bereich mit

Hubtischen des Herstellers ausgerüstet.

www.flexlift.de

Halle 7,

Stand

7F71

KALMAR PRÄSENTIERT TERMINAL-

ZUGMASCHINEN DER SIEBTEN GENERATION

Auf der Logimat 2026

zeigt Kalmar erstmals

in Europa die

neue TT7-Serie seiner

Terminal-Zugmaschinen

(Bild). Ab Juni

2026 werden zudem

die ersten Elektro-Reachstacker

an

deutsche Betreiber

ausgeliefert.

Die Terminal-Zugmaschinen

der siebten Generation bieten eine Zugkraft von 70

beziehungsweise 85 Tonnen und wurden für die Anforderungen

von Umschlagterminals sowie die strengeren europäischen

Vorschriften konzipiert. Optional können die Maschinen

eine Straßenverkehrszulassung erhalten. Laut Hersteller wird

die Serie den unterschiedlichen Bedürfnissen von Terminalbetreibern

und Logistikdienstleistern gleichermaßen gerecht.

Ein weiterer Schwerpunkt am Messestand ist die Elektrifizierung:

Die elektrische Variante des Reachstackers

kommt nun auf den deutschen Markt. Mithilfe

eines CO 2

-Rechners können Interessierte am

Stand die möglichen Einsparungen berechnen

lassen.

www.kalmar.de

Halle 10,

Stand

G21

AMR-PLATTFORM FÜR WANDELBARE INTRALOGISTIK

Eine modulare Architektur und offene Schnittstellen kennzeichnen

die neue Plattformlösung für mobile Robotik von SEW-Eurodrive.

Das System vereint unterschiedliche Transportaufgaben

von Paletten über Behälter bis zu Sonderladungsträgern in einer

Lösung. Standardisierte Lastaufnahmemittel

wie Palettenhubeinheiten und

Rollenförderer ermöglichen eine hohe

Anpassungsfähigkeit an branchenspezifische

Anforderungen.

Kontaktloses Laden mit Movitrans sorgt

für eine Energieversorgung direkt im

Prozess und maximale Verfügbarkeit.

Wahlweise steht eine LiFePo 4

-Batterie

oder ein Kondensatorspeicher zur Verfügung. Die Laserkonturnavigation

mit integrierter Parking-Funktion ermöglicht ein

präzises Positionieren. Der VDA-5050-Standard schafft die

Voraussetzungen für Interoperabilität mit übergeordneten

Systemen. Bei kompakten Abmessungen

erreicht das System eine Nutzlast von

bis zu 1.600 kg und eine Geschwindigkeit

von 1,6 m/s. Adaptive Scanschutzfelder

sorgen für Personensicherheit

und präzise

Orientierung in dynamischer

Umgebung.

www.sew-eurodrive.de

Halle 7,

Stand

7D07

18 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


WAREHOUSE-CONTROL-SYSTEM MIT

KI-INTELLIGENZ

Während der Logimat 2026 präsentiert Element Logic ein

neues Warehouse-Control-System (WCS) mit erweiterter

KI-basierter Intelligenzschicht. Die Software unterstützt bei

der Steuerung hoher Prozessvolumina und integriert Automatisierungslösungen

wie die

Robot-Picking-Lösung

eOperator für

die Stückkommissionierung.

Das WCS arbeitet

mit dem Materialflussrechner

eController und

der cloud-basierten

Datenplattform eLogiq zusammen. KPI-Dashboards

sorgen für Prozesstransparenz, während neue Module für

Bestandsmanagement, Workflow-Verfolgung und Mitarbeiterleistung

Echtzeit-Analysen der Lagerdaten ermöglichen.

Managed Services aus der Cloud reduzieren den

Administrationsaufwand und erhöhen Systemverfügbarkeit

sowie -sicherheit. Element Logic

zeigt die Lösung in separaten Live-Demos auf

mehreren Bildschirmen.

www.elementlogic.net/de

Halle 1,

Stand

1H21

TASCHENSORTER VEREINT

FÜNF FUNKTIONEN

Ein modularer Taschensorter

kombiniert die

Funktionen Fördern,

Puffern, Sortieren,

Kommissionieren und

Versandvorbereitung

in einer einzigen

Anlage. Das System

ferag.skyfall von Ferag

eignet sich für verschiedene

Anwendungsbereiche – von der Modebranche über

den Einzelhandel bis hin zu Beauty & Healthcare. Zusammen

mit den Steuerungen skyfall.controls und skyfall.software

vereinfacht das Konzept Intralogistikprozesse bei begrenzten

Flächen- und Raumreserven und ermöglicht so einen effizienten

Warenfluss auch bei hohem Durchsatz.

Ergänzend bietet das Unternehmen Softwarelösungen der

Produktreihe ferag.doWarehouse an, die im Zusammenspiel

mit übergeordneten IT-Systemen die Voraussetzungen für

eine optimale Steuerung aller Lagerprozesse schaffen.

Die entwickelten Technologien lassen sich

darüber hinaus mit bereits vorhandenen

Intralogistikanlagen verknüpfen und so deren

Kapazität und Effizienz steigern.

www.ferag.com

Halle 3,

Stand

3C03

MANCHE DENKEN,

RETOUREN SEIEN

KOMPLIZIERT.

WIR DENKEN

ANDERS.

beumer.com


LOGIMAT-VORSCHAU

ASI-5-MOTORMODULE STEUERN INTERROLL

EC5000 BI AN

Für die Motorrollen EC5000 BI von Interroll gibt es jetzt drei

neue ASi-5-Motormodule. Sie ermöglichen eine effiziente

Ansteuerung und liefern Diagnosedaten für die vorausschauende

Wartung.

Die Neuzugänge von

Bihl+Wiedemann richten

sich an Anwender der

24-V- und 48-V-Motorrollen:

BWU5178 steuert

zwei 24-V-Motorrollen

an, BWU5208 und

BWU5209 bedienen

jeweils vier Motorrollen

mit 24 oder 48 V. Alle drei Module kommunizieren über das

Bus-Interface digital mit den Rollen und lesen Zusatzinformationen

wie Antriebstemperaturen und Stromaufnahme aus – eine

Voraussetzung für Condition Monitoring. Für Logistik- und

Lagerleiter bedeutet das weniger ungeplante Stillstände und

bessere Planbarkeit von Wartungsintervallen.

Die Module in Schutzklasse IP54 werden über M8-Snap-in-Kabelbuchsen

angeschlossen, ASi und AUX per

Durchdringungstechnik und Profilkabel.

BWU5178 bietet zusätzlich vier digitale Eingänge

für Sensoren, BWU5208 und BWU5209

jeweils acht.

www.bihl-wiedemann.de

Halle 1,

Stand

1A14

YARD-PROZESSE ÜBER SAP-PLATTFORM

DIGITALISIERT

Die cloudbasierte

Plattform von leogistics

basiert auf der SAP

Business Technology

Platform und schafft die

Voraussetzungen für die

vollständige Digitalisierung

manueller Prozesse

an der Werkspforte und eine engere Verzahnung mit angrenzenden

Logistikbereichen. Durch die Integration mit SAP EWM

und SAP TM entstehen durchgängige und transparente Abläufe.

Neue UI- und UX-Konzepte umfassen eine moderne Dock-Door-

Visualisierung sowie Anwendungen für die Schifffahrtslogistik.

Dadurch werden operative Transparenz und Benutzerfreundlichkeit

verbessert. Die offene Plattform

erlaubt es, Yard-Prozesse zu erweitern und

bestehende On-Premise-Logistiklösungen mit

Cloud-Vorteilen zu verbinden.

www.leogistics.com

MESSE-AUFTRITT MIT VIRTUELLEN

LAGERWELTEN

Modulare Automatisierungslösungen für Lager- und Materialflüsse

stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Exotec.

Das Unternehmen präsentiert auf einer Standfläche von 218 m²

seine Skypod-Technologie als Basis für skalierbare Intralogistikkonzepte.

Das Standkonzept umfasst geführte Touren mit CEO

Romain Moulin und CTO Renaud Heitz sowie einen virtuellen

Raum für immersive Einblicke in Kundenlagerwelten. Zudem

wird die Kompetenz als System integrator für individuelle

Komplettlösungen unter Beweis gestellt. Ergänzend

bietet das Unternehmen persönliche Gespräche

mit dem Vertriebsteam und interaktive Elemente

wie eine KI-gestützte Fotobox. Täglich ab 16 Uhr

wird Exobier am Stand ausgeschenkt.

www.exotec.com

Halle 4,

Stand

4C17

Halle 5,

Stand

5F71

KI AUTOMATISIERT

WARENKONTROLLE

Warehouse Management System

PSIwms AI

Ihr Lager.

Digital gedacht.

Intelligent optimiert.

Besuchen Sie uns auf der LogiMAT

Halle 4 | Stand D41

www.psi.de

Die Machine-Vision-Lösung ZetesMedea

ImageID von Zetes dokumentiert den

Zustand der Ware visuell und ermöglicht

die eindeutige Nachverfolgung, ob

Sendungen unbeschädigt verladen oder

empfangen wurden. Eine KI-basierte

Asset-Erkennung identifiziert Objekte

und dokumentiert Abweichungen

automatisch. Durch die automatische

Datenerfassung werden die Wareneinund

-ausgangsbearbeitung sowie Inventurprozesse beschleunigt

und Reklamationsfälle reduziert. In Kombination mit

Voice-Technologien und automatisierter Nachschubsteuerung

senkt die Software Fehlerquoten

und steigert die Produktivität. Die Lösung ist als

stationäre oder mobile Variante verfügbar.

www.zetes.com

Halle 4,

Stand

4D77


NEUE GERÄTEKLAMMER-GENERATION VERBESSERT ARBEITSGESCHWINDIGKEIT

Eine gewichtsabhängige Regelung der Klammerkraft verhindert Beschädigungen beim

Handling mit Geräteklammern. Die zweite Generation des Smart-Load-Control-(SLC-)

Systems von Kaup verkürzt durch optimierte hydraulische Komponenten und reduzierte

Bauteile die Ladezyklen auf das Niveau konventioneller Klammern ohne Kraftregelung.

Ein elektrisches Druckbegrenzungsventil in Kombination mit einem Display

ersetzt die manuelle Druckauswahl und die Einstellung des Initialdrucks. Alle Anpassungen

finden über die neue Bedieneinheit statt, was Staplerwechsel und wechselnde

Ladungsarten im Lager erleichtert. Das Display speichert alle Klammervorgänge und

ermöglicht den Download von Betriebsdaten. Ein integrierter Prüfmodus

liefert zusätzliche Kennzahlen zur Analyse der internen Logistik. Grafische

Darstellungen informieren den Fahrer über den aktuellen Status

der Einheit und die anliegende Klammerkraft.

www.kaup.de

Halle 10,

Stand

10F07

LAGERROBOTER

GREIFT

SCHUHKARTONS

Eine KI-gestützte Roboterlösung

ermöglicht die automatisierte

Handhabung zweiteiliger

und unversiegelter

Schuhkartons. Der Shoebox

Picker von Nomagic kombiniert

KI-basierte Wahrnehmung

mit robotergestützter

Bewegungsplanung und

einem spezialisierten

Endeffektor. Das System

analysiert Eigenschaften wie

Größe, Gewicht, Deckeltyp

und Ausrichtung jedes

Kartons für eine optimale

Bewegungsvorhersage.

Die Lösung verarbeitet

unterschiedliche Kartondesigns

und kann Schuhkartons

vertikal und horizontal

aufnehmen. Dadurch

entfallen eine Vereinzelung

oder Vorausrichtung der

Kartons. Bei reiner Schuhkartonhandhabung

erreicht das

System einen Durchsatz von

bis zu 450 Stück pro Stunde

pro Stunde. Mehr als 98 Prozent

der marktüblichen

Schuhkarton-Artikelvarianten

werden abgedeckt.

www.nomagic.ai

Halle 1,

Stand

1GA57

24 - 26 MÄRZ, 2026

MESSE STUTTGART

HALLE EINGANG OST,

STAND ES11

ZUKUNFTSSICHERE

KONTRAKTLOGISTIK.

Wir gestalten Ihre Logistikarchitektur -

effizient, digital und flexibel.

www.blg-logistics.com


LOGIMAT-VORSCHAU

AUTONOME LÖSUNGEN FÜR GROSSE

LOGISTIKFLÄCHEN

Digitalisierung und

Robotik eröffnen neue

Potenziale für mehr

Effizienz, Transparenz

und Ressourcenschonung.

Die autonome

Scheuersaugmaschine

Scrubmaster B75 i von

Hako ist für lange

Gänge und weitläufige Hallenflächen konzipiert. Aufgrund

intelligenter Navigation reinigt die Maschine Flächen zuverlässig,

reduziert Stillstandzeiten und sorgt für eine konstant

hohe Reinigungsqualität – auch im Mehrschichtbetrieb. Ein

zentraler Baustein der Automatisierung ist die auf den

Scrubmaster B75 i abgestimmte Dockingstation. Die Maschine

steuert ihre Parkposition selbstständig an und startet dort

automatisch die Prozesse Schmutzwasserentleerung, Frischwasserbefüllung

und Akkuladung. Das entlastet das

Personal, reduziert manuelle Eingriffe und

macht die Reinigungseinsätze noch planbarer.

Bestehende Maschinen lassen sich einfach

nachrüsten.

www.hako.com

Halle 10,

Stand

10A05

ÜBERARBEITETES DESIGN VERBESSERT

BEDIENUNG

Präzise Führung und einfache

Bedienung kennzeichnen die

überarbeitete Version des

Vakuum-Schlauchhebers

JumboFlex. Schmalz optimierte

das Handhabungsgerät so,

dass Anwender unabhängig

von der Handgröße sicher

greifen und Lasten genau

positionieren können. Zwei intuitive Bedientasten ersetzen

die bisherige Ein-Taster-Steuerung und ermöglichen das

direkte Heben und Senken von Kartons oder Säcken.

Ein neuer Wechselmechanismus vereinfacht den Greifertausch:

Die Greifer lassen sich mühelos mit einem Handgriff

ein- und ausschieben. Dies verkürzt Rüstzeiten und erhöht die

Arbeitseffizienz beim täglichen Einsatz.

Auf der Logimat 2026 stellt das Unternehmen zusätzlich ein

mobiles manuelles Handhabungsgerät vor. Im

Gegensatz zu stationären Schlauchhebern oder

Kransystemen bleibt diese Lösung flexibel

einsetzbar und ermöglicht ergonomisches

Heben auch in dynamischen Logistikprozessen.

www.schmalz.com

Halle 7,

Stand

7C05

Eingang

Ost, Stand

EO60A

NESTBARER KLT SPART 75 PROZENT VOLUMEN

Die Smox – smart logistics GbR präsentiert einen patentierten Kleinladungsträger, der

laut Herstellerangaben das Transportvolumen leerer Behälter um bis zu 75 Prozent

reduziert. Der Smox im Euro-Format 600 × 400 mm funktioniert ohne komplexe

Klappmechanismen: Leere Behälter werden auf den Kopf gestellt, wodurch die

Auflage-Konsolen durch Schwerkraft automatisch einklappen und sich die Behälter

platzsparend ineinanderschieben lassen – das ermöglicht Lieferung und Leergutabholung

als One-Stop-Lösung.

Verfügbar ist der stapel- und nestbare Behälter in zwei Größen mit einem Volumen

von 26 und 50 Liter sowie als offene und geschlossene Version. Die Tragfähigkeit

beträgt 25 kg, die Auflast 500 kg. Hergestellt werden die Behälter aus HDPE oder PP; je

nach Anforderung ist auch der Einsatz von Recyclingmaterial möglich.

Der Smox, der auf der Logimat 2026 Weltpremiere feiert, eignet sich für den Backwarenhandel, den Obst- und

Gemüsehandel sowie komplexe Lieferketten mit hohem Leergutanteil.

www.smox.de

WirelessCharger 3.0

Charging Contacts

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and

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LOGIMAT-VORSCHAU

MODULARES FLOTTENMANAGEMENT

OPTIMIERT LAGERABLÄUFE

Komplexe Flotten und wachsender Effizienzdruck erfordern

durchdachte Managementlösungen für Intralogistikfahrzeuge.

Still präsentiert auf der Logimat 2026 ein modulares

Angebot maßgeschneiderter Flottenmanagementlösungen.

Das Spektrum reicht von

flexiblem Self-Service mit

der All-in-One-Lösung

Smart Portal über

Assisted-Service-Modelle

mit einheitlichen KPIs und

herstellerübergreifenden,

branchenspezifischen

Benchmarks bis hin zum

Full-Service. Letzterer richtet

sich an Unternehmen,

die sich

vollständig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

möchten. Die Lösungen sollen Lagermanagement

wirtschaftlicher, effizienter und

nachhaltiger gestalten.

www.still.de

Halle 10,

Stand 10B40

und 10B41

MEHR EFFIZIENZ UND PRÄZISION IN DER

INTRALOGISTIK

Skalierbare Steuerungsmodule

und

Navigationslösungen

stehen im Mittelpunkt

des Messeauftritts von

Inro Elektrotechnik.

Das Unternehmen

zeigt maßgeschneiderte

Elektroniklösungen

für Flurförderzeuge, autonome mobile Roboter und vernetzte

Anlagensteuerungen. Die Leistungselektronik ermöglicht eine

präzise Steuerung von Spannung, Strom und Bewegung in

dynamischen Logistikprozessen. Ergänzend präsentiert der

Hersteller Navigations- und Assistenztechnologien, die durch

die Kombination aus robuster Elektronik, intelligenter

Steuerlogik und präziser Navigation die Effizienz

und Sicherheit automatisierter Intralogistik-Systeme

verbessern. Die modularen Lösungen

lassen sich an spezifische Anforderungen

komplexer Logistikumgebungen anpassen.

www.inro-et.de

Halle 1,

Stand

1GA72

Besuchen Sie uns!

Halle 3, Stand C14

Langgüter

automatisch

lagern &

manipulieren

Mühe mit Langgütern?

Unsere automatisierten Lagersysteme

lösen Ihre größten

Herausforderungen. Wechseln

Sie zu maximaler Kapazität bei

minimalem Platzbedarf und

schnellem Zugriff auf alle Ihre

Artikel. Unsere KI-gesteuerte

Bin-Picking-Lösung und unsere

effizienten RBGs sorgen für einen

reibungslosen Materialfluss,

schonende Handhabung und

deutlich geringere Arbeitskosten.

Mehr Infos unter

remmert.de


LOGIMAT-VORSCHAU

SENSORSYSTEM WARNT VOR KOLLISIONEN

Halle 10,

Stand

10C31

Überstehende Lasten in Schmalganglagern sind ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko,

da Sicherheitsabstände oft unter 100 mm liegen. Eine patentierte Gangüberwachungshilfe

von Hubtex löst dieses Problem. Das System arbeitet mit Lidar-Sensoren,

die vertikale Ebenen im Umfeld des Flurförderzeugs auswerten und herausragende

Lasten frühzeitig erkennen. Die Sensoren scannen sowohl in Hauptfahrtrichtung

als auch entgegengesetzt, wodurch Hindernisse unabhängig von der

Fahrtrichtung erfasst werden. Der überwachte Bereich passt sich dynamisch an

Geschwindigkeit, Hubhöhe und Konfiguration an. Bei erkannten Hindernissen warnt

das System zunächst den Fahrer und reduziert bei Bedarf automatisch die Fahrgeschwindigkeit.

Die Gangüberwachungshilfe ist für die Mehrwege-Seitenstapler der

Baureihe Phoenix verfügbar und ergänzt vorhandene Personenschutzscanner um

den Schutz vor Kollisionen mit aus Regalen ragenden Waren.

www.hubtex.com

HERSTELLERNEUTRALER SERVICE VERLÄNGERT ANLAGENLEBENSDAUER

Ein umfassendes Service-Portfolio für Regalbediengeräte und Fördertechnik stellt Telogs

vor. Das Unternehmen bietet herstellerunabhängige Wartung, Reparatur und Modernisierung

intralogistischer Systeme. Durch die Koordination aller erforderlichen Arbeiten

aus einer Hand lassen sich Stillstandszeiten minimieren – vor allem in Maschinenparks

mit Geräten verschiedener Hersteller.

Retrofit-Projekte verlängern die Lebensdauer von Anlagen, die viele Jahre im Dauereinsatz

sind, durch die Erneuerung von Steuerungstechnik und Komponenten. Ergänzt

wird das Angebot durch eigene Steuerungskonzepte: „Distance“ für RBG, „Flow“ für

Fördertechnik und „Distance Curve“ für den koordinierten Betrieb kurvengängiger

Regalbediengeräte.

www.telogs.de

Halle 1,

Stand

1C15

IMPRESSUM

erscheint 2026 im 76. Jahrgang,

ISSN 0341-2636 / ISSN E-Paper: 2747-8130

REDAKTION

Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB)

Tel.: 06131/992-321, E-Mail: w.bauer@vfmz.de

(verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)

Redakteur/innen: Felix Berthold, M.A. (be),

Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),

Daniel Schilling (dsc), M.A.,

Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW)

Redaktionelle Mitarbeit: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml)

Content-Managerin: Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: p.weidt@vfmz.de

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

GESTALTUNG

Sonja Daniel, Anette Fröder

SALES

Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,

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Auftragsmanagement: Nevenka Islamovic

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LOGIMAT-VORSCHAU

MULTIFUNKTIONALES E-INK-ETIKETT

IN DER INTRALOGISTIK

Ein multifunktionales

E-Ink-Etikett deckt eine

große Bandbreite

intralogistischer

Anwendungen ab: von

der Produktions- und

Montageversorgung

über digitale Kanbanund

Nachschubsteuerung

bis hin zu Pick- und

Put-to-Light-Prozessen sowie Material- und Behältertracking.

Das OX-Label von Orgatex stellt Auftrags- und Prozessdaten in

Echtzeit dar und aktualisiert sich automatisch – anders als

NFC- oder RFID-Labels, die Daten meist nur punktuell beim

Auslesen übernehmen. Anzeige, Ortung und Interaktion

werden in einem Tool kombiniert: Eine integrierte Lokalisierungsfunktion

macht Material- und Behälterbewegungen

nachvollziehbar und reduziert Suchzeiten um bis zu 80

Prozent. Eine LED unterstützt Pick- und Put-to-

Light-Prozesse, während eine Taste Quittierungen

oder Nachschubanforderungen ermöglicht.

Medienbrüche im Prozessablauf sinken und die

Fehlerquote wird reduziert.

www.orgatex.com

Halle 1,

Stand

1C21

FACHBODENLAGER EINFACH

AUTOMATISIEREN

Fachbodenregale lassen

sich ohne bauliche

Veränderungen automatisieren.

Das zeigt

NEOintralogistics auf der

Logimat. Autonome

mobile Roboter (AMR)

navigieren durch die

Gänge, entnehmen

benötigte Behälter und transportieren diese zur Kommissionierstation.

Damit wird das Prinzip „Ware zum Mann“ in

herkömmlichen Regalanlagen möglich. Das System erreicht

laut Anbieter die gleiche Kommissioniergeschwindigkeit wie

geschlossene Automatik-Lösungen, die auf Shuttles oder

Grid-Lösungen basieren. Gleichzeitig wird die Lagerdichte im

Fachbodenregal verdoppelt. Das System lässt sich schrittweise

in ausgewählte Bereiche integrieren, ohne den laufenden

Betrieb zu unterbrechen. Bei Conrad Electronic SE waren nach

einem Monat Hochlaufzeit bereits 1,5 Millionen

Artikelstücke eingelagert. Die AMR arbeiten mit

intelligenter Sensorik und präziser Navigation.

Jeder Lagerplatz lässt sich wahlweise robotergestützt

oder weiterhin manuell bedienen.

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Stand

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20. – 24. April 2026

THINK TECH

FORWARD

Globaler Treffpunkt für industrielle Transformation,

wo Innovation und Verantwortung zusammenkommen,

um die Zukunft der Produktion zu gestalten.

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THINK TECH FORWARD


HEBER FÖRDERTECHNIK REALISIERT ALS GENERALUNTERNEHMER

KOMPLEXES GESAMTPROJEKT FÜR VORWERK

FLEXIBILITÄT BIS ZUR LETZTEN MINUTE

Das Unternehmen Vorwerk hat in Schwelm eine

hochautomatisierte Logistikanlage realisiert. In

dem neuen insgesamt 45.000 Quadratmeter

großen Versandzentrum entstanden auch fünf

Hochleistungs-TM7-Versandlinien, die

zusammen mehrere 100 Thermomix-Geräte pro

Stunde individuell bestücken. Das Besondere:

Zwei Linien befüllen die Kartons automatisch

mithilfe von Robotern. Heber Fördertechnik

koordinierte als Generalunternehmer alle

technischen und IT-Gewerke. Das System schafft

die Voraussetzungen, Länder-Bundles erst spät

zusammenzuführen, was die Flexibilität in der

Supply Chain erhöht. Das Projekt gilt als

Blaupause für weitere Standorte.

Im Schwelmer Gewerbegebiet „Graslake“, nur sechs Kilometer

vom größten Produktionsstandort der Vorwerk-Gruppe in

Wuppertal-Laaken entfernt, hat das Familienunternehmen eine

neue Ära in seiner Logistik eingeläutet. Auf mehr als 45.000

Quadratmetern entstand eine moderne Lager- und Logistikimmobilie,

die Maßstäbe hinsichtlich Automatisierung und Flexibilität

setzt. Betrieben wird der Standort vom Grevener Logistikdienstleister

Fiege, der bereits seit mehr als 25 Jahren für die Vorwerk-Gruppe

tätig ist.

UNGEBROCHENE NACHFRAGE FORDERT

NEUE LÖSUNGEN

Die wachsende Nachfrage nach Produkten und Zubehör des Herstellers

von Haushaltsgeräten und Reinigungssystemen – allen

voran die beliebte multifunktionale Küchenmaschine Thermomix

– forderte die bisherige Logistikstruktur zunehmend heraus.

„Der Hauptgrund für dieses Vorhaben war, in der kompletten

Supply Chain möglichst lange größte Flexibilität zu erreichen“,

erläutert Jörn Compernaß, Leiter Global Supply Chain Management

von Vorwerk. „Länder-Bundles sollten zu einem möglichst

späten Zeitpunkt zusammengeführt und dadurch die Vielfalt reduziert

werden. Zudem wollten wir manuelle Schritte einsparen

und durch einen hohen Automatisierungsgrad ersetzen.“

26 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


TITELSTORY PRODUKTE UND SYSTEME

01 02

01 Hoher Automatisierungsgrad: Insgesamt neun Roboterzellen

davon sechs Depalettierzellen, und drei Palettierzellen sind auf die

fünf Versandlinien verteilt

02 Mehrere 100 Thermomixe werden pro Stunde individuell

bestückt, verpackt und versandfertig gemacht

Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll: Eine Lösung wurde benötigt,

die bisher in dieser Art noch nicht existierte. Als Generalunternehmer

übernahm die Heber Fördertechnik GmbH aus

dem baden-württembergischen Oberessendorf die Gesamtverantwortung

für die vollumfängliche Integration der Gewerke

Technik und IT. Der Kontakt kam über den Logistikdienstleister

Fiege zustande, der aufgrund der Erfahrungen aus vorherigen

Projekten Heber für das Vorwerk-Vorhaben empfahl. In der

anschließenden Ausschreibung setzte sich der Intralogistik-Spezialist

durch. „Es hat sich gezeigt, dass dies die

richtige Entscheidung war“, bestätigt Compernaß.

HOCHAUTOMATISIERTE VERPACKUNGS-

LINIEN IM DREISCHICHTBETRIEB

Das Herzstück der neuen Anlage bildet ein komplexes

Verpackungssystem, das hohe Leistungswerte

erreicht: Mehrere 100 Thermomixe der neuesten

Generation werden pro Stunde individuell bestückt,

verpackt und versandfertig gemacht. Die Gesamtlösung

ist aufgeteilt in eine Leerkartonzuführungsstrecke

und fünf Versandlinien, die jeweils eine Taktleistung

von 25 Sekunden pro Karton erreichen – das entspricht

mehreren 100 Kartons pro Stunde und Linie.

Die technische Ausstattung ist umfassend: Heber installierte

zwei Kartonaufrichter, drei Kartonverschließer, acht Etikettierer

und neun Roboterzellen – davon sechs Depalettierzellen und

drei Palettierzellen. Hinzu kommen rund 90 m Palettenfördertechnik

inklusive Eckumsetzer sowie circa 240 m Leichtgutfördertechnik.

Der Prozessablauf ist durchdacht und effizient: Die Kartons

werden automatisch aufgerichtet und MFR-gesteuert auf den

einzelnen Versandlinien zugeführt. Jede Versandlinie besteht aus

drei festen Arbeitsplätzen für die verschiedenen Ausstattungsvarianten

der Thermomixe (Base, Bowl und Varoma), einem variablen

Arbeitsplatz sowie einem Etikettierer. Der Set-Karton wird

von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz transportiert und nacheinander

mit den jeweiligen Einzelkomponenten bestückt.

Hervorzuheben sind die zwei automatischen Linien, in denen

die Set-Kartons komplett robotergestützt befüllt werden – ein Au-

tomatisierungsgrad, der in dieser Branche neue Maßstäbe setzt.

Nach dem Verschließen der Kartons werden die Sets erneut etikettiert

und in den drei Palettierzellen auf Ladungsträger gestapelt.

Die fertig kommissionierte Ware wird zum Versand bereitgestellt

und per Stapler zur Lkw-Beladung transportiert.

KOMPLEXITÄT GEMEISTERT

„Die zentralen Hürden des Projekts waren der hohe Automatisierungsgrad,

die kritische Timeline und eine Lösung zu entwickeln,

die es bisher in dieser Art noch nicht gab“, fasst Compernaß die

Projektkomplexität zusammen. Und

tatsächlich: Die Realisierung eines

derartigen Systems er-

JÖRN COMPERNASS,

LEITER GLOBAL SUPPLY CHAIN

MANAGEMENT VORWERK

Die Kompetenz des Generalunternehmers

Heber zeigte sich vor allem in der

Fähigkeit, komplexe Abhängigkeiten

zu managen und trotz der innovativen

Natur des Projekts termingerecht

zu liefern

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 27


PRODUKTE UND SYSTEME

TITELSTORY

03 Zuführung zu den manuellen

Kommissionierplätzen

04 Manuelle Kommissionierplätze

wurden aus Redundanzgründen mit in

das Konzept integriert

03

forderte nicht nur technisches Know-how, sondern auch die Fähigkeit,

während der Projektlaufzeit flexibel zu reagieren und

kontinuierlich Optimierungen vorzunehmen. „Es ist gelungen,

dieses Vorhaben bis zum Schluss erfolgreich umzusetzen. Dazu

war es notwendig, während der Realisierung kontinuierlich Verbesserungen,

Anpassungen und Optimierungen an der Anlage

vorzunehmen“, berichtet Compernaß.

Als Generalunternehmer koordinierte Heber nicht nur die verschiedenen

technischen Gewerke, sondern musste auch die IT-

Integration nahtlos bewerkstelligen – und das unter Zeitdruck.

Die Kompetenz des Generalunternehmers zeigte sich vor allem

DAS PROJEKT IN SCHWELM

ZEIGT, WIE MODERNE INTRA-

LOGISTIK AUSSEHEN KANN

in der Fähigkeit, komplexe Abhängigkeiten zu managen und trotz

der innovativen Natur des Projekts termingerecht zu liefern.

„Dies hat in der Zusammenarbeit mit Heber hervorragend funktioniert“,

lobt Compernaß. „Von Anfang an bis zur Fertigstellung

des Projekts herrschte eine sehr gute, offene und ehrliche Zusammenarbeit,

die man selten findet.“

ERFOLGSFAKTOREN: PARTNERSCHAFT

AUF AUGENHÖHE

Die „Erfolgsformel Heber – Vorwerk – Fiege“, wie Compernaß sie

nennt, bewährte sich. Entscheidend dafür war die partnerschaftliche

Zusammenarbeit aller Beteiligten. Als technikaffines Unternehmen

brachte Vorwerk klare Vorstellungen und hohe Ansprüche

mit. Heber als Generalunternehmer übernahm die Verantwortung

für die Umsetzung und bewies dabei nicht nur technische

Exzellenz, sondern auch die nötige Flexibilität für

kontinuierliche Anpassungen. Fiege als erfahrener Logistikdienstleister

steuerte seine langjährige Expertise im Betrieb komplexer

Logistiksysteme bei.

„Alle Ziele wurden mit Heber bei diesem anspruchsvollen Projekt

erreicht. Wir sind termingerecht gestartet“, zieht Compernaß

Bilanz. Die Anlage habe von Beginn an eine hohe Stabilität in den

Prozessen erreicht – ein Qualitätsmerkmal, das bei hochautomatisierten

Systemen keineswegs selbstverständlich sei.

BLAUPAUSE FÜR DIE ZUKUNFT

Die Erfahrungen mit der Schwelmer Anlage haben weitreichende

Konsequenzen: „Vorwerk ist als Unternehmen sehr technikaffin,

diese Tatsache hat sich nun auch auf die komplette Supply Chain

übertragen“, erklärt Compernaß. „Diese Lösung ist so erfolgreich

und zugleich skalierbar, dass wir sie perspektivisch auf andere

Standorte ausrollen werden.“

Damit wird das Schwelmer Projekt zur Blaupause für zukünftige

Logistikstandorte der Vorwerk-Gruppe. Der hohe Automatisierungsgrad,

kombiniert mit der gewonnenen Flexibilität in der

Supply Chain, ermöglicht es dem Unternehmen, auf wachsende

und sich verändernde Marktanforderungen schnell und effizient

zu reagieren. Die späte Zusammenführung der Länder-Bundles

reduziert die Komplexität im Lager und schafft gleichzeitig die

nötige Agilität für länderspezifische Anforderungen.

Das Projekt in Schwelm demonstriert eindrucksvoll, wie moderne

Intralogistik aussehen kann: hochautomatisiert, flexibel

und dennoch prozessstabil. Die Rolle von Heber Fördertechnik

als Generalunternehmer war dabei entscheidend. Die Fähigkeit,

alle technischen und IT-Gewerke aus einer Hand zu koordinieren

und gleichzeitig die nötige Anpassungsfähigkeit während der Realisierung

zu bewahren, machte den Projekterfolg möglich.

Seit dem 29. Januar 2025 ist die Heber Fördertechnik GmbH

Teil der MotionTech Gruppe, einem Anbieter von Systemen für

die Intralogistik-Automatisierung. Diese Zugehörigkeit unterstreicht

die Bedeutung von Heber in der Branche.

Für Logistikverantwortliche, die vor ähnlichen Herausforderungen

stehen, bietet das Schwelmer Projekt wertvolle Erkenntnisse:

Ein hoher Automatisierungsgrad ist realisierbar, wenn der

richtige Partner gefunden wird. Entscheidend sind dabei nicht

nur technische Kompetenz und Erfahrung, sondern auch die Bereitschaft

zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit und die Fähigkeit,

auf veränderte Anforderungen flexibel zu reagieren. In

Schwelm ist genau das gelungen.

Fotos: Heber Fördertechnik

www.heber-foerdertechnik.de

04

28 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


MARKTPLATZ

GABELZINKEN-SYSTEM ERFASST FRACHT LIVE

Ein multidimensionales

Erkennungssystem

erfasst während der

Fahrt automatisch

Gewicht, Volumen und

Beschädigungen von

Ladegut. AKL-tec und

Vetter haben dafür die

SmartFork-Technologie

mit einer ausfahrbaren

Kameraeinheit und

Rückwärtskamera kombiniert.

Das System

entstand aus einem staatlich geförderten Forschungsprojekt

mit der TU München und vereint bisher getrennte Arbeitsschritte

in einem Vorgang. Sensoren in der Gabelzinke messen

die Last, während die Bildverarbeitung Volumen und Schäden

erkennt. Eine Softwareplattform fusioniert alle Daten in

Echtzeit zu einem einheitlichen Systembild. Dadurch werden

manuelle Messungen und stationäre Kontrollen überflüssig.

Die erfassten Daten lassen sich direkt mit Warenwirtschaftsund

Logistiksystemen verknüpfen. Das nachrüstbare System

soll neue Prozessstandards im Warenumschlag schaffen und

die Arbeitssicherheit erhöhen.

www.akl-tec.de

FUNK-SYSTEM FÜR SICHEREN FERNZUGRIFF

Wartungsarbeiten an Roboterzellen und Not-Halt-Abschaltungen

in weitläufigen Anlagen erfordern oft kabelloses Abschalten

mit hoher Sicherheit. Das Funk-Sicherheitssystem RE 6900

der Safemaster W Serie von Dold bietet sicherheitsgerichtete

Abschaltungen per Funk-Not-Halt oder Zustimmungen im

Einrichtbetrieb mit dem Funk-Zustimmtaster bis Kat. 4 / PL e

bzw. SIL 3.

Ein Dreistufentaster

verhindert unbeabsichtigtes

Starten

gefährlicher Bewegungen:

Nur die aktiv

betätigte Mittelstellung

erteilt die

Zustimmung per Funk.

Loslassen oder

Durchdrücken unterbricht die Bewegung und löst eine

sicherheitsgerichtete Abschaltung aus. Die ergonomische

Formgebung erlaubt intuitive Einhandbedienung.

Bidirektionale Funk-Kommunikation, Bewegungs- und

Schockdetektion sowie Benutzerlegitimation per RFID

erhöhen die Sicherheit. Einsatzgebiete sind die Robotik bei

Service- und Wartungsarbeiten sowie weitläufige Intralogistikanlagen.

www.dold.com

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90 JAHRE BEUMER GROUP:

TRADITION TRIFFT DIGITALISIERUNG

AUF DEM WEG ZUM

„PARTNER OF CHOICE“

Am 9. Dezember 2025 feierte die Beumer Group

ihr 90-jähriges Bestehen – und blickt auf das

erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer

Firmengeschichte zurück. Mit einem

Auftragseingang von 1,39 Milliarden Euro (2024)

und 5.700 Mitarbeitern weltweit zeigt das

Familienunternehmen, wie sich Tradition und

digitale Transformation vereinen lassen. Wir

waren für Sie vor Ort und haben Einblicke in die

strategischen Überlegungen erhalten.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Jahr 2024 erwirtschaftete

die Beumer Group mit einem Auftragseingang

von 1,39 Milliarden Euro und einem Umsatz von

1,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,15 Milliarden Euro) das

beste Ergebnis ihrer Geschichte. Diese Entwicklung ist kein Zufall,

sondern das Resultat einer langfristigen, unabhängigen Firmenpolitik.

„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen, nicht in

Quartalen“, betont Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender des Beirats

der Beumer Group und Enkel des Firmengründers. „Diese

Haltung prägt unser Handeln und unseren Anspruch, auch in Zukunft

Vorreiter der Branche zu sein.“

Was braucht es, um als global aufgestellter Anbieter auch in herausfordernden

Zeiten erfolgreich zu sein? Für die Beumer Group

liegt die Antwort in einer werteorientierten Strategie. Anstatt auf

kurzfristige Gewinnmaximierung zu setzen, verfolgt der Intralogistikspezialist

einen nachhaltigen Wachstumskurs, der auf Qualitätsführerschaft,

Innovationskraft und einer breiten internationalen

Aufstellung basiert.

Das Unternehmensmotto „Made Different“ steht dabei für einen

eigenständigen Weg. Die vier Werte – zuverlässig, bodenständig,

ambitioniert und kollaborativ – prägen die Firmenkultur

und bilden die Grundlage für stabile Kundenbeziehungen und eine

hohe Mitarbeiterbindung.

VOM PIONIER ZUM GLOBAL PLAYER

Die Geschichte beginnt am 9. Dezember 1935, als der 33-jährige

Oberingenieur Bernhard Beumer mit vier Mitarbeitern in einer

kleinen Fabrikhalle in Beckum seinen ersten Arbeitstag als eigener

Chef antrat. Der junge Ingenieur brachte Mut, Entschlossenheit

und vor allem Expertise aus der Fördertechnik mit. Ein früher

30 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE

01 02 03

01 Dr. Christoph Beumer: „Als Familienunternehmen

denken wir in Generationen, nicht in Quartalen“

02 Rudolf Hausladen: „Wir wollen die ausgesprochenen

und unausgesprochenen Bedürfnisse der Anlagenbetreiber

besser verstehen als jeder andere in der Branche“

03 Dr. Volker Jungbluth: „Ziel ist es, jährlich mindestens

eine marktreife Neuerung zu realisieren“

„WIR WOLLEN DIE HILTI DER INTRALOGISTIK

WERDEN“

Seit 2022 steht Rudolf Hausladen als CEO an der Spitze der Beumer

Group. „Ich möchte die Hilti der Intralogistik werden“, bringt

Hausladen seine Vision auf den Punkt. Was ihn an dem Liechtensteiner

Werkzeughersteller fasziniert? „Hilti ist für mich best in

class. Dort versteht man die Kundenprozesse im Detail und platziert

darauf aufbauend Innovationen am Markt.“

Der Ansatz ist konsequent: 2.000 Mitarbeiter des Intralogistikspezialisten

in den Operations- und Maintenance-Teams arbeiten

tagtäglich mit Kunden und in deren Prozessen. Die so gewonnenen

Erkenntnisse und das darauf basierende Wissen fließen in

Neuentwicklungen ein. Hausladen: „Unser Anspruch ist: Wir

wollen die ausgesprochenen und unausgesprochenen Bedürfnisse

der Anlagenbetreiber besser verstehen als jeder andere in der

Branche.“

Diese Philosophie unterscheidet sich fundamental von klassischer

Produktentwicklung. Zusammen mit dem Customer Diagnostic

Center (CDC), wo Beumer mit KI-gestützter Mustererkennung

Anlagenverhalten analysiert und präventiv handeln kann,

entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für Produktneuheiten.

INNOVATION DURCH COMPANY-BUILDER UND

FORSCHUNGSPARTNERSCHAFTEN

Technologischer Fortschritt ist seit jeher ein zentraler Treiber für

die Firmengruppe. Dabei wird ein klarer Anspruch verfolgt: Neu-

NEUE TECHNOLOGIEN SENKEN

KOSTEN, REDUZIEREN RISIKEN

UND STÄRKEN DIE WETTBE-

WERBSFÄHIGKEIT

technologischer Meilenstein gelang ihm mit der Entwicklung einer

Tragrolle mit Labyrinth-Dichtung – deren technische Zeichnung

ist die Grundlage für das bis heute genutzte Firmen logo.

Unter der Führung der zweiten Generation, die Dipl.-Ing. Bernhard

Beumer nach dem Tod seines Vaters 1981 übernahm, vollzog

sich die Entwicklung vom lokalen Förderanlagenbauer zu einem

international agierenden Lösungsanbieter. Technologisch

blieb man Vorreiter: In den 1960er-Jahren legte Beumer den

Grundstein für kurvengängige Gurtförderer, was Jahrzehnte später

Projekte wie einen 12,5 km langen Kalksteinförderer in China

ermöglichte.

Der Schritt ins neue Jahrtausend brachte die dritte Generation

ans Ruder: Seit 2000 führte Dr. Christoph Beumer das Familienunternehmen

als Chief Executive Officer (CEO). Unter seiner Leitung

entwickelte sich das Unternehmen durch organisches

Wachstum sowie ausgewählte Zukäufe zu einer global agierenden

Firmengruppe. Mit der Übernahme des dänischen Sortieranlagen-Spezialisten

Crisplant (2009) stieg das Unternehmen zu einem

der weltweitführenden Anbieter für Flughafen-Gepäcksortierung

und KEP-Sortieranlagen auf. Seit dem Jahr 2022 gehört

die FAM GmbH in Magdeburg zur Firmengruppe und stärkt das

Portfolio im Schüttgut-Handling.

Heute gliedert sich die Organisation in fünf Geschäftsbereiche:

Airport, Logistic Systems, Minerals and Mining, Product

Business und Customer Support. Das Portfolio reicht von Sortieranlagen

über Förder- und Verpackungstechnik bis zu digitalen

Lösungen für Branchen wie Chemie, Bergbau und Zement,

Konsumgüter, E-Commerce, Flughäfen sowie Kurier-, Expressund

Paketdienste.

04 Das Gepäcktransportsystem auf Behälterbasis CrisBag bietet eine

durchgängige, redundante Gepäckbeförderung

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 31


05 Das BG-Pouch-System dient als Mehrzweckplattform zum Puffern,

Sortieren und Sequenzieren und ermöglicht den Versand ausgehender

Sendungen und die Retourenlogistik ohne manuelle Eingriffe

(„Zero-Touch“)

heiten sollen nicht zufällig entstehen, sondern gezielt entwickelt

und zur Marktreife geführt werden.

Der eigene Company-Builder Beam bringt seit 2018 digitale

Geschäftsmodelle hervor. Intern treibt der Bereich „Innovation &

Development“ kontinuierlich neue Lösungen voran – von der

ersten Idee über die Bewertung bis hin zur Markteinführung.

„Ziel ist es, jährlich mindestens eine marktreife Neuerung zu realisieren“,

so Dr. Volker Jungbluth, Chief Technology Officer (CTO)

der Beumer Group, im f+h-Gespräch.

In Dortmund entwickelt die Einheit BG.evolution digitale Lösungen

rund um das bestehende Produkt- und Systemportfolio.

Das Team arbeitet im Umfeld des Digital.Hub Logistics und pflegt

enge Beziehungen zu Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Das Ziel: Klassische Maschinenbaukunst mit modernen

Technologien zu verbinden und Anwendern ganzheitliche Systeme

aus einer Hand zu bieten. Das Motto „Made Different“ steht

dabei nicht nur für technologische Differenzierung, sondern für

eine gelebte Innovationskultur, die Nutzen schafft – durch Effizienz,

Transparenz und Zukunftsfähigkeit.

NEUE BERUFSBILDER: VON CYBER SECURITY

BIS DATA SCIENCE

Im Zuge der digitalen Transformation wurde deutlich, dass neue

Kompetenzen unerlässlich sind. „Wir haben in den vergangenen

INNOVATION IST KEIN ZUFALL – SIE BRAUCHT

MUT UND PARTNERSCHAFT

Innovation als Wettbewerbsvorteil: Künstliche Intelligenz, humanoide Roboter

und digitale Simulationen verändern die Intralogistik in rasantem Tempo. Wie die

Beumer Group, Systemanbieter aus Beckum, diese Entwicklungen nutzt, um die

Effizienz seiner Anlagen zu steigern, erklärt Dr. Volker Jungbluth (rechts im Bild),

Chief Technology Officer (CTO) der Beumer Group, im f+h-Gespräch.

Herr Doktor Jungbluth, welche technologischen Entwicklungen

treiben derzeit die Innovationen in der Intralogistik am

stärksten voran?

Volker Jungbluth: Ganz klar die künstliche Intelligenz. Sie beeinflusst

nahezu alle technologischen Bereiche, ob Antriebstechnik,

Bildverarbeitung oder modellbasierte Analyse. Seit

KI-Lösungen wie ChatGPT in der breiten Öffentlichkeit angekommen

sind, hat das Thema enorm an Dynamik gewonnen –

auch in der Industrie. Jeder in einer Organisation kann KI heute

nutzen, um Prozesse effizienter zu gestalten. Ich bin überzeugt,

dass wir erst einen Bruchteil der möglichen Anwendungsfelder

erschlossen haben.

Wie fließen diese Erkenntnisse konkret in die Produktentwicklung

bei Beumer ein?

Volker Jungbluth: Der wohl größte Fortschritt liegt in der virtuellen

Simulation. Früher mussten wir Prototypen aufbauen, um

Anlagen zu testen. Heute bilden wir sie am Rechner digital ab

– mit Tools wie Isaac SIM von Nvidia, die physikalisch hochpräzise

Ergebnisse liefern. Wir können Pakete virtuell fallen lassen,

ihre Bewegung exakt analysieren und damit unsere Konstruktio-

nen optimieren. Das beschleunigt die Entwicklung, reduziert

Kosten und minimiert Ausfallpotenziale. Etwa 90 Prozent unserer

Tests laufen inzwischen digital ab, was ein großer Effizienzgewinn

ist.

Innovationen bringen in der Intralogistik häufig Unsicherheiten

mit sich. Wie stellen Sie sicher, dass Neuheiten nicht zum

Risiko für den Anlagenbetrieb werden?

32 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE

fünf Jahren eine Abteilung Cyber Security geschaffen und holen

uns inzwischen auch Data Scientists und Data Architects ins

Haus“, berichtet Hausladen.

Auch hier wurde internes Wissen zum Kundennutzen: Zum

Portfolio gehören mittlerweile Cyber-Security-Services – sei es Beratung

oder Penetrationstests. Vor den Olympischen Spielen hat

Beumer beispielsweise den Flughafen Paris diesbezüglich beraten.

KONTINUITÄT TROTZ UMBRUCH

Mit dem Eintritt von Hausladen als Vorsitzendem der Geschäftsführung

im Jahr 2022 bleibt die Verbindung zu den Wurzeln und

der Unternehmenskultur der Gründerfamilie erhalten. „Ich

möchte das Unternehmen in gleicher Tradition und dem Geist

der Familie Beumer weiterführen“, betont Hausladen. Das Zusammenspiel

von Familientradition und Impulsen von außen sichere

die Zukunftsfähigkeit der Gruppe.

Die aktuelle Strategie reicht bis ins Jahr 2028 und setzt neue

Impulse, um in hochvolatilen Zeiten die Weichen richtig zu stellen.

Das übergeordnete Ziel: Beumer als „Partner of Choice“ – als

bevorzugten Partner – für Unternehmen weltweit zu positionieren.

„Am Ende geht es darum, dass Beumer nicht nur ein Lieferant

von Hardware ist, sondern ein Partner, der die Prozesse der

06 Das System Beumer autopac palettiert und verlädt Sackware

effizient, kostengünstig und gleichzeitig

Anlagenbetreiber versteht und kontinuierlich daran arbeitet, diese

besser, effizienter und sicherer zu machen“, fasst Hausladen

die Vision zusammen.

Winfried Bauer

Fotos: Beumer Group, Karte auf S. 30: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,

Lizenz: ODbL 1.0, stock.adobe.com

www.beumergroup.com

Volker Jungbluth: Entscheidend ist, Störfaktoren aktiv abzusichern.

Wenn wir die technische Pilot-Infrastruktur – etwa Roboterlösungen

– beim Betreiber implementieren, stellen wir immer

sicher, dass ein Fallback-Szenario existiert. Fällt ein Anlagenteil

aus, lässt sich der Prozess im Notfall manuell fortführen. Das

schafft Vertrauen bei den Anwendern und ermöglicht es uns,

neue Systemlösungen in realen Umgebungen zu erproben. Und:

Wir validieren konsequent. Modellierung ist wichtig, aber kein

Ersatz für Praxiserfahrung. Nur durch testen, testen, testen erreichen

wir die hohe Verfügbarkeit, die Kunden von uns erwarten.

Apropos Kunden – Beumer gilt als Unternehmen mit enger

Kundenbindung. Wie nutzen Sie dieses Verhältnis für Ihre

Innovationsarbeit?

Volker Jungbluth: Wir profitieren sehr von unseren langjährigen

Partnerschaften. Im KEP-Bereich oder an Flughäfen arbeiten wir

seit Jahrzehnten mit denselben Betreibern zusammen. Diese

Unternehmen laden uns zu Innovationsworkshops ein, bei denen

wir neue Ideen vorstellen und gemeinsam bewerten. Oft entstehen

daraus Pilotprojekte, bei denen wir Prototypen direkt beim

Betreiber aufbauen. Diese Offenheit ist äußerst wertvoll, denn

echte Innovation gelingt nur im Dialog mit den Anwendern.

Der Fachkräftemangel betrifft nahezu alle Branchen. Wie

können technologische Entwicklungen hier helfen?

Volker Jungbluth: Wir werden den Fachkräftemangel nicht allein

technologisch lösen – das ist auch eine Aufgabe der Politik.

Aber wir können mit weniger Personal mehr erreichen. KI-gestützte

Planung, Simulation und automatisierte Prozesse erhöhen

die Produktivität und entlasten die Mitarbeiter. Für uns als

Arbeitgeber wiederum bedeutet das, attraktiv zu bleiben: Wir

wollen ein Umfeld schaffen, in dem Technologie die Arbeit erleichtert

und Innovation Spaß macht. Nur so gewinnen und

halten wir Talente.

Wenn wir in die Zukunft blicken – welche Lösungen werden die

Intralogistik in den kommenden Jahren prägen?

Volker Jungbluth: Ich sehe drei große Themen: Erstens humanoide

Roboter. Sie entwickeln sich schnell, nicht zuletzt durch

Anwendungen in Pflege und Alltag. Wenn ein humanoider Roboter

die motorischen Fähigkeiten besitzt, eine Getränkeflasche aus

dem Kühlschrank zu holen, ist das eine wichtige Grundlage, um

zukünftig auch komplexere Aufgaben wie das Sortieren von Paketen

zu übernehmen. Aufgrund steigender Stückzahlen sinken die

Preise – und damit steigt die Attraktivität für die Logistik.

Zweitens autonome mobile Roboter, die sich in den nächsten fünf

Jahren endgültig durchsetzen werden.

Und drittens kompakte Lagersysteme, inspiriert von Lösungen

wie AutoStore, die künftig stärker vertikal und modular wachsen.

In Kombination mit autonomen mobilen Robotern entstehen

neue Anlagenkonzepte.

Was sollten Betreiber beachten, wenn sie neue Technologien

einführen wollen?

Volker Jungbluth: Offenheit ist der Schlüssel. Innovation

braucht Marktteilnehmer, die den Mut haben, als Erste etwas

Neues zu wagen – mit einem Partner, der Erfahrung mitbringt

und Risiken transparent macht. Wer über die potenziellen Herausforderungen

offen spricht und realistische Testszenarien

zulässt, profitiert am Ende davon.

Vor dem Hintergrund lautet daher meine Empfehlung: Technologien

frühzeitig erproben, Risiken transparent machen und mit

einem verlässlichen Partner zusammenarbeiten. Dann wird aus

Innovation ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview mit Dr. Volker Jungbluth, CTO der Beumer Group, Beckum, führte

Winfried Bauer, Chefredakteur f+h

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 33


25 JAHRE SITLOG: MIT FLEXIBILITÄT UND KUNDENNÄHE ZUM ERFOLG

ABSEITS DES STANDARDS ZU HAUSE

In der beschaulichen Oberpfalz, fernab der

großen Ballungszentren, hat sich ein

mittelständisches Unternehmen etabliert, das in

der Intralogistikbranche längst kein Geheimtipp

mehr ist. Die SITLog GmbH aus Altenstadt an der

Waldnaab feierte 2025 ihr 25-jähriges Bestehen

– ein Vierteljahrhundert, in dem das

Familienunternehmen bewiesen hat, dass vor

allem die Kombination aus technischer Expertise,

Flexibilität und persönlicher Kundennähe zum

Erfolg führt.

Wolfgang Hausner, Inhaber und Gründer der SITLog

GmbH, bringt es im Gespräch mit der Redaktion auf

den Punkt: „Wir haben eine Nische gefunden, in

der wir uns wohlfühlen. Dort, wo andere Probleme

bekommen, wenn Lösungen abseits vom Standard gefragt sind –

da fühlen wir uns zu Hause.“ Diese Philosophie ziehe sich wie ein

roter Faden durch die Firmengeschichte und erkläre, warum man

heute in der Lage sei, mit rund 130 Mitarbeitern Projekte mit Einzel-Auftragsvolumina

von bis zu 30 Millionen Euro umzusetzen.

AUF DEM WEG IN DIE EIGENSTÄNDIGKEIT

Die Geschichte der SITLog GmbH ist eng mit der Intralogistikbranche

verknüpft. Wolfgang Hausner hatte zuvor 23 Jahre in verantwortlicher

Position als Projekt- und Bereichsleiter bei einem

großen Player der Branche gearbeitet. „Zur Jahrtausendwende

wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete das

Unternehmen in Kooperation mit Siemens. 2014 habe ich alle

Anteile übernommen. Die Eigenständigkeit eines Familienbetriebs

erwies sich in der Vergangenheit als strategischer Vorteil.“

Laut Hausner habe man die wirtschaftlichen Krisen der vergangenen

25 Jahre nicht nur gemeistert, sondern gestärkt überstanden.

„Zur Zeit der Finanzkrise beispielsweise sind wir personell

und umsatztechnisch gewachsen“, ergänzt Christian Thaller, Prokurist

und Sohn des Firmengründers.

Damals wie heute kam dem Unternehmen die Expertise im Bereich

Retrofit zugute. In dem Zusammenhang weist Josef Adam,

Geschäftsführer der SITLog GmbH, auf die ausgeklügelten Umsetzungskonzepte

hin. Das A und O sind Fallback-Strategien, sodass

man die Anlagenverfügbarkeit jederzeit sicherstellen kann.

Die Retrofit-Kompetenz des Unternehmens zeigt sich beispielsweise

im Projekt bei Möbel Höffner in Waltersdorf. Im Rahmen

des Projekts wurden zwölf Regalbediengeräte mit einer Höhe

von jeweils 42 m ausgetauscht. Aufgrund der geografischen

Lage des Logistikzentrums in der Einflugschneise des Flughafens

Berlin Brandenburg (BER) galt es bei den Arbeiten, die verfügbaren

Zweistundenfenster innerhalb der nächtlichen Flugverbotszeit

exakt einzuhalten.

34 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

01 Visualisierung des Intralogistik-Projekts für

Kronospan in Lampertswalde – das größte Vorhaben

in der Geschichte von SITLog als Generalunternehmer

TECHNOLOGISCHE WEGMARKEN

Die technische Entwicklung bei dem Systemintegrator zielt auf

Effizienz und Standardisierung. Daher nutzt das Unternehmen

bei der SPS-Technik konsequent Lösungen von Siemens. Gestartet

im Jahr 2000 mit der Reihe S7-300 bzw. 400 wird seit mehr als

einem Jahrzehnt in den Projekten die aktuelle Steuerungsgeneration

S7-1500 TIA eingesetzt. Aufgrund des durchgängigen Diagnosekonzepts

der Steuerung fällt kein zusätzlicher Projektierungsaufwand

an. Fehler werden im Klartext auf der Visualisierung

auf Basis WinCC sowie im TIA-Portal und auf HMI-Panels

angezeigt. Adam: „Die Steuerung ist modular aufgebaut und in

ihrer Funktionalität skalierbar. Das schafft die Voraussetzungen

für eine flexible Anpassung an das jeweilige Anlagenkonzept.“

Innovativ zeigt sich SITLog außerdem im Bereich des digitalen

Zwillings. Die virtuelle Inbetriebnahme nutzt das Unternehmen

bereits seit zehn Jahren. Mittlerweile gehört der Einsatz dieser

Technik zum Standard und wurde über die Jahre konsequent in

den Funktionen weiterentwickelt und verfeinert.

SERVICE ALS DIFFERENZIERUNGSMERKMAL

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Servicebereich. Die Service-Level-Agreements

sind klar definiert: „Bei den Serviceverträgen ist

sichergestellt, dass innerhalb einer vertraglich geregelten Reaktionszeit

ein Rückruf eines Technikers stattfindet“, erläutert Thaller.

Die durchschnittliche Reaktionszeit liege selbst am Wochenende

deutlich darunter. Innerhalb der regulären Arbeitszeit erhalte der

Betreiber noch schneller eine Antwort. Dieser rasche und kompetente

Service sei kein Zufall, sondern Teil der Firmenphilosophie.

Ein Problem werde nicht nur aufgenommen und dann an

eine dritte Person weitergeleitet. „Der Techniker, der zurückruft,

löst das Problem auch direkt selbst.“

KRONOSPAN: DAS LEUCHTTURMPROJEKT

Als Generalunternehmer kombiniert SITLog die eigenen Kernkompetenzen

aus den Bereichen Steuerungstechnik, Lagerverwaltungssoftware,

Materialflusssteuerung und Visualisierung mit

Gewerken von Partnern, erklärt Adam und zeigt auf eine Präsentationsfolie.

Die Flexibilität in der Partnerwahl zahlt sich aus.

„Das größte Projekt in der Firmengeschichte mit einem Auftragsvolumen

von mehr als 30 Millionen Euro haben wir gemeinsam

mit unseren langjährigen Partnern Dambach Lagersysteme und

Schwingshandl automation technology für Kronospan erfolgreich

und termingerecht realisiert“, berichtet Adam.

Im Rahmen des Investitionsvorhabens hat Kronospan am

Standort in Lampertswalde bei Dresden in ein Hochregallager für

Standardpaletten (doppeltiefe Lagerung) mit circa 34.500 Stellplätzen

und ein Kanallager für Langgutpaletten mit circa 13.100

Stellplätzen investiert. Die Stellplätze im Kanallager sind fünffachtief

angeordnet. Neun Regalbediengeräte (sechs im Hochre-

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02

02 Für die 2,20 m langen Sonderpaletten im Kanallager werden pro

Regalbediengerät zwei Lastaufnahmemittel eingesetzt – Satellitenfahrzeuge

mit neu entwickelter Parallelsteuerung von SITLog

03 Das moderne Firmengelände mit Produktionshallen

und Photovoltaikanlagen – Luftaufnahme vom Jubiläumsfest

zum 25-jährigen Bestehen

04 Benefiz-Fußballspiel beim Tag der offenen Tür: Team SITLog gegen

Team Bananenflanke

Das innovative und technisch ausgereifte SITLog-Konzept überzeugte

den Hersteller von Holzwerkstoffplatten. Adam ergänzt

mit hörbarem Stolz: „Anknüpfend an diesen Erfolg wurde bereits

das nächste GU-Projekt in ähnlicher Größenordnung von einem

weiteren namhaften Kunden beauftragt.“

03

BRANCHENUNABHÄNGIG UND KRISENFEST

SITLOG STÄRKT DURCH

FLEXI BILITÄT UND TECHNISCHES

KNOW-HOW DIE INTRALOGISTIK

04

gallager, drei im Kanallager) übernehmen das Handling der Ladehilfsmittel.

Die Sonderpaletten im Kanallager haben eine Länge

von 2,20 m. „Solche Ladehilfsmittel lassen sich nicht mit einem

einzelnen Lastaufnahmemittel handhaben. Daher kommen

pro Regalbediengerät im Kanallager zwei Lastaufnahmemittel

zum Einsatz: Satellitenfahrzeuge mit einer von SITLog neu entwickelten

Steuerung für den Parallelbetrieb. Um die Voraussetzungen

für einen störungsfreien Anlagenbetrieb zu schaffen,

müssen sich die Lastaufnahmemittel synchron durch den Kanal

bewegen“, nennt Adam eine der Herausforderungen des Projekts.

Der Auftragsumfang von SITLog umfasste außerdem die redundant

ausgelegte Fördertechnik zur Ein- und Auslagerung auf

vier Bühnenebenen und Anbindung an die Produktion, den Regalstahlbau,

die Dach- und Wandverkleidung sowie die Steuerungstechnik

und Software.

Auf der Kundenliste des Systemintegrators ist ferner die Julius

Blum GmbH mit Stammsitz in Höchst im österreichischen Bundesland

Vorarlberg. Der Hersteller von Beschlägen für hochwertige

Küchen und Möbel vertraut seit mehr als 20 Jahren auf das

Know-how aus dem Hause SITLog. „In dieser Zeitspanne haben

wir gemeinsam mehr als 60 Projekte realisiert. 130 Regalbediengeräte

kommen an den verschiedenen Standorten zum Einsatz.

Damit ist Blum unser größter Auftraggeber“, erklärt Adam. Die

Zusammenarbeit zeichne sich durch gegenseitigen Respekt aus.

„Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Das gesprochene Wort zählt.“

Darüber hinaus ist SITLog als Zulieferer für andere Systemintegratoren

aktiv. Für TGW realisierte das Unternehmen beispielsweise

das vom steuerungstechnischen Umfang her größte Projekt

in der Firmengeschichte: Das Distributionszentrum von Coop in

der Schweiz mit mehr als 8.000 Antrieben und vielfältigen technischen

Anforderungen. „Das war ein spannendes Projekt über

drei Jahre“, erinnert sich Adam, der damals als Gesamtprojektleiter

für die Auftragsabwicklung zuständig war.

AUSBILDUNG AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Auch SITLog bleibt vom Fachkräftemangel nicht verschont, geht

aber pragmatisch damit um. Die Unternehmenskultur spielt dabei

eine entscheidende Rolle. „Unsere Philosophie ist die des

klassischen bodenständigen Oberpfälzers“, sagt Thaller. „Wir

müssen uns auf die Mitarbeiter verlassen können, und der Mitarbeiter

muss sich auf uns verlassen können – und dieses gegenseitige

Vertrauen zahlt sich aus.“

Stolz sind die Geschäftsführer Wolfgang Hausner und Josef

Adam auch auf die Erfolge in der Ausbildung. Zweimal schon

wurde der beste Auszubildende Deutschlands und fünfmal der

beste Bayerns gestellt – im Beruf Elektroniker für Automatisierungstechnik.

Zudem wurden zwei Mitarbeiter für die jeweils

beste Meisterprüfung in Bayern geehrt.

SOZIALES ENGAGEMENT

Das soziale Engagement geht weit über die Ausbildung hinaus.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums organisierte SITLog einen

Tag der offenen Tür, bei dem Getränke und Essen kostenfrei

36 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

gegen Spenden angeboten wurden. Die Spenden wurden dann

aufgestockt und weitergegeben. So konnte sich unter anderem

der gemeinnützige Verein Team Bananenflanke Nordoberpfalz

e. V. über eine Zuwendung freuen. Der Verein bietet ein innovatives

Fußballprojekt speziell für Kinder und Jugendliche mit geistiger

Beeinträchtigung an und wurde bereits im Vorfeld im Rahmen

der Realisierung eines Soccer Courts durch SITLog großzügig

unterstützt.

NACHHALTIGKEIT AUS ÜBERZEUGUNG

Beim Thema Nachhaltigkeit geht SITLog ebenfalls mit gutem Beispiel

voran. Die Firmengebäude in Holzständerbauweise erfüllen

die Effizienzhaus-Standards KfW 50 und KfW 70. Zum Heizen und

Kühlen wird Geothermie genutzt, die über 19 Tiefenbohrungen

und zwei Wärmepumpen realisiert wird. Zusätzlich sind alle Räume

klimatisiert. Außerdem wurden zwei Regenwasserzisternen

installiert, die dabei helfen, den Trinkwasserverbrauch zu senken.

Besonders stolz ist das Unternehmen auf die Photovoltaik-Überdachung

von 118 Mitarbeiter-Parkplätzen. Die Gesamtleistung

der PV-Anlage, die einen erheblichen Teil des Energiebedarfs abdeckt,

beträgt rund 550 kWp, ein 170-kW-Speicher sorgt für die

Nutzung nach Sonnenuntergang. Thaller betont: „Wir haben versiegelte

Flächen besser genutzt“ – und erklärt weiter: „Diese Investition

wurde nicht in wirtschaftlichem Hinblick, sondern aus

Überzeugung getätigt.“

AUSBLICK: FOKUSSIERT IN DIE ZUKUNFT

Geografisch will SITLog sich in Zukunft weiterhin auf den

deutschsprachigen Raum konzentrieren. Etwa 90 Prozent des

Umsatzes wird in der DACH-Region erwirtschaftet. „Diese Fokussierung

ist Teil der Strategie“, bekräftigt Hausner. „Eine geografische

Expansion ist nicht angedacht.“

Die Unternehmenskultur, die Wolfgang Hausner begründet

hat, lebt also weiter. Das gesprochene Wort zähle, betonen Thaller

und Adam. Diese Authentizität, gepaart mit technischer Expertise

und der Fähigkeit, auch in Krisenzeiten stabil zu bleiben,

habe SITLog zu dem gemacht, was es heute ist: Ein mittelständischer

Systemintegrator, der beweist, dass man ohne Konzernstrukturen

im Rücken Großprojekte stemmen kann – wenn die

Philosophie stimmt und das Team harmoniert. Winfried Bauer

Fotos: SITLog, Karte auf S. 34: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap, Lizenz:

ODbL 1.0

www.sitlog.de

DIE KÖPFE

HINTER SITLOG

Wolfgang Hausner ist Inhaber und Geschäftsführer der

SITLog GmbH. Nach 23 Jahren in verantwortlicher

Position als Projekt- und Bereichsleiter bei einem großen

Player der Branche wagte er im Jahr 2000 den Schritt in

die Selbstständigkeit und gründete das Unternehmen in

Kooperation mit Siemens. 2014 übernahm er alle Anteile

und führt SITLog seitdem als Familienbetrieb. Seine

technische Expertise – er programmierte noch auf

S5-Basis – und sein bodenständiger Führungsstil prägen

die Unternehmenskultur bis heute.

Wolfgang

Hausner

Josef

Adam

Josef Adam ist seit Januar 2022 Geschäftsführer von

SITLog und leitet das Unternehmen gemeinsam mit

Hausner. Zuvor war er ab 2019 als technischer Leiter tätig.

In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Technik,

technischer Vertrieb, IT und Projektmanagement.

Adam ist bereits seit 2002 bei SITLog tätig und hat als

Entwickler und Projektleiter zahlreiche Großprojekte im

Bereich der Prozessdigitalisierung erfolgreich umgesetzt.

Mit Systemintegration, Datenharmonisierung sowie

ersten KI-gestützten Anwendungen hat Adam die

technologische Weiterentwicklung von SITLog maßgeblich

vorangetrieben.

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WIE SEH ENGINEERING MIT DIGITALEN ZWILLINGEN

UND CLEVERER TECHNIK NEUE WEGE GEHT

VOM AUTOMOTIVE-SPEZIALISTEN ZUM

DIVERSIFIZIERTEN GENERALISTEN

Als Carsten Schmidt, Geschäftsführer Fördersysteme der SEH

Engineering GmbH aus Ostrhauderfehn, 2017 in einer Halle von VW

Nutzfahrzeuge stand und eine neue Förderanlage in die bestehende

Infrastruktur integrieren sollte, war das gleichzeitig der Start für

eine neue Geschäftsidee. Heute plant SEH Engineering jedes Projekt

im digitalen Zwilling – und hat sich vom Automotive-Spezialisten

zum diversifizierten Systemanbieter von Intralogistik lösungen

gewandelt. Wie das gelingt, zeigt der Blick nach Ostfriesland.

Die Situation war verfahren. Schmidt stand 2017 in einer

Produktionshalle von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN)

in Hannover und wusste: Das wird anspruchsvoll. Der

Volkswagen T6.1, die letzte große Evolutionsstufe des legendären

„Bulli“ auf der klassischen Transporter-Plattform, sollte

am Standort gebaut werden, und die neue Fördertechnik für

die Türenvormontage musste in eine bestehende Halle integriert

werden. Doch die vorhandene Infrastruktur bot dafür augenscheinlich

keinen Raum. Dieser Sachverhalt, erinnert sich

Schmidt im Gespräch mit der f+h-Redaktion, hat das Geschäft

von SEH fundamental verändert. Die Aufgabenstellung war eindeutig

definiert: Eine neue Förderanlage musste, ohne die vorhandene

Technik maßgeblich zu verändern, in die Halle integriert

werden. Den Komplexitätsgrad erhöhte ferner, dass die Planungsunterlagen

der Bestandstechnik längst überholt waren. Die

Realität in der Halle hatte sich über die Jahre weit von den ursprünglichen

CAD-Daten entfernt.

Schmidt traf eine Entscheidung, die zunächst wie eine Wette

anmutete: „Jetzt ist Zeit, dass wir einen 3D-Scanner kaufen und

damit anfangen, die Halle zu digitalisieren.“ Das war vor neun

Jahren. Zu dem Zeitpunkt gab es für die mit dem Scanner erfassten

Informationen im Hause SEH noch keine etablierten Prozesse,

denn: Ein Scanner allein löst keine Probleme – doch das

musste und sollte sich ändern.

Was als Lösung für ein komplexes Projekt begann, mündete

später in einen vollständigen Prozessablauf, dessen Name sich

Schmidt schützen ließ: „Predictive Engineering“. In Anlehnung

an „Predictive Maintenance“ sollte dies „vorausschauende Kons-

38 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

truktion“ bedeuten. „Wenn ich in einem Projekt vom Anfang an

berücksichtige, wie ich auf der Baustelle später die Schraube neben

dem Lüftungsrohr noch montiere, diese ganzheitliche Lösung

wollte ich gerne“, erklärt Schmidt seine Vision.

Mittlerweile verlässt kein Angebot mehr die Firma, das nicht

vorher im digitalen Zwilling geprüft wurde. Alle Projekte durchlaufen

diesen Prozess. Und dann kommt Schmidt auf eine weitere

elementare Veränderung der vergangenen Jahre zu sprechen.

Die Kundenstruktur hat sich gewandelt: Wo früher 90 Prozent des

Umsatzes aus der Automobilindustrie kamen, sind es heute nur

noch 20 Prozent. Der überwiegende Umsatz kommt heute aus

dem produzierenden Mittelstand und der Intralogistik – aber

eben nicht mehr aus dem Automotive-Sektor.

ABSCHIED VON DER AUTOMOTIVE-

ABHÄNGIGKEIT

01

Verbraucht weniger Strom als eine klassische EHB nach C1-Norm: Das

ultraleichte Skyrail-System

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. SEH Engineering, Tochter

des französischen Infrastruktur-Konzerns Eiffage, erwirtschaftete

2025 mit rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 185

Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe ist breit aufgestellt –

von Brückenbau über Stahlhochbau bis zur Fördertechnik. Doch

während die Sparten Brückenbau und Stahlhochbau mit Projekten

aus den Infrastrukturfonds von Bund und Ländern auf Jahre

ausgelastet sind, musste die Fördertechnik in Ostrhauderfehn einen

Strukturwandel vollziehen.

„Das Investitionsvolumen der vergangenen zwei Jahre in der

Automobilindustrie ist gleich Null“, konstatiert Schmidt nüchtern.

Was für manchen Fördertechnikhersteller existenzbedrohend

gewesen wäre, hat SEH in eine Chance verwandelt. Die

Neuausrichtung fand nicht über Nacht statt, sondern als bewusste

strategische Entscheidung: Raus aus der Abhängigkeit, rein in

die Diversifikation.

Heute findet sich die Fördertechnik aus dem Landkreis Leer in

Branchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Beispielhaft

genannt seien an der Stelle die Lebensmittelindustrie, Gießereien

und Küchenhersteller. Das Spektrum der zu bewegenden Lasten

reicht von Kleinteilen mit einem maximalen Gewicht von fünf

Kilogramm bis zu 3,5 Tonnen schweren Stückgütern.

Diese Anwendungsbreite ist kein Zufall, sondern Programm.

Wo andere Fördertechniker sich spezialisieren, setzt SEH auf

Vielseitigkeit. Das Spektrum reicht vom Kardan-Kettenförderer

AGVs für jeden Einsatzbereich

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Intralogistik lückenlos automatisieren


über Steckkettenförderer bis zu verschiedenen Elektrohängebahn-(EHB-)Systemen.

Hinzu kommt die stationäre

Bodenfördertechnik: Rollenbahnen, Systeme für Paletten

und Gitterboxen sowie Skidtransport.

Der Schlüssel für diese Vielseitigkeit liegt in der Fähigkeit,

auch für Gebäude mit komplexen Bestandsanlagen immer wieder

Lösungen zu entwickeln und diese zu integrieren. Und genau

hier kommt das zuvor bereits erwähnte Predictive Engineering

ins Spiel.

02

VOM PRESCAN ZUM VERTRAUENSVORSCHUSS

Schon beim ersten Termin hat der Vertrieb den 3D-Scanner dabei.

Mit dem 3D-Scanner wird die Halle millimetergenau in

Farbe abgebildet. Weil die Erfassung von mehreren Standpunkten

aus stattfindet, entsteht ein vollständiges Modell der

Halle mit allen baulichen Details. Aus den Messpunkten lassen

sich die CAD-Daten (Vektoren) der Halle einschließlich der Einbauten

generieren. Als Ersatz der Maßaufnahme von Hand werden

wichtige Abmessungen wie Trägerabstände oder Durchfahrtshöhen

direkt aus den präzisen Scandaten entnommen. So

besteht, begleitend zur Konstruktion, jederzeit Zugriff auf alle relevanten

Abmessungen. „Neben den CAD-Daten erzeugen wir

aus den Messpunkten eine 3D-Punktwolke der kompletten Halle.

Diese Daten setzen wir in Beziehung zu den CAD-Daten der geplanten

Fördertechnik und erkennen so räumliche Überschneidungen

oder zu geringe Sicherheitsabstände“, beschreibt

Schmidt den Clou.

Die Konsequenzen: Wo früher Konstrukteure unter Umständen

mehrere Wochen an Plänen arbeiteten, nur um festzustellen,

dass die Umsetzung der Anlage so unmöglich ist, lassen sich heute

bereits auf Vertriebsebene kritische Kollisionen identifizieren.

Wo früher auf der Baustelle improvisiert werden musste, ist heute

millimetergenau klar, was wo hinkommt.

Wo früher Change Requests und

Mehrkosten drohten, läuft heute

die Montage nach Plan.

CARSTEN SCHMIDT,

GESCHÄFTSFÜHRER BEREICH

FÖRDERSYSTEME SEH ENGINEERING

80 Prozent unseres Umsatzes stammt

inzwischen aus dem produzierenden

Mittelstand und der Intralogistik

02 Die Hubstation Skylift und die EHB

Skyrail sind aufeinander abgestimmt,

um vertikal unterschiedliche Höhenniveaus

im Lager oder in der Produktion

schnell zu überwinden

03 Nahezu unverwüstlich: Power-and-

Free-Förderer eignen sich sehr gut für

Retrofit-Maßnahmen

Dass die Methode sich in jeder Hinsicht auszahlt, illustriert die

Vergabe der Linie für den Transport der Schiebetüren des Volkswagen

ID. Buzz. Mithilfe von Predictive Engineering überzeugte

SEH die Projektentscheider bei VWN mit einem modifizierten,

letztlich optimalen Materialflusskonzept. Statt der ursprünglich

vorgesehenen klassischen C1-EHB schlug Schmidt eine kostensparende

Power-and-Free-Lösung vor – und erhielt prompt den

Zuschlag.

SKYRAIL: WENN 30° STEIGUNG DEN

UNTERSCHIED MACHEN

Die digitale Planungskompetenz allein genügt jedoch nicht, um

derartige Projekte umzusetzen, auch die Technik dahinter muss

stimmen. Die vollständig im Unternehmen entwickelte Elektrohängebahn

Skyrail ist ein gutes Beispiel. Skyrail lässt sich für den

Transport, die Sortierung, Speicherung und Verteilung von Fördergut

mit Lasten bis 500 kg im Zweifachfahrzeug und 1.000 kg

im Vierfachfahrzeug einsetzen. Außerdem lassen sich mit der

EHB flexible Fertigungslinien aufbauen, an denen die Werker direkt

am Lastaufnahmemittel des Fahrzeugs Montagetätigkeiten

ausführen. Gleichzeitig ist das System für die Prozessverkettung

in mittleren und kleineren Betrieben prädestiniert.

Die auf Leichtigkeit und Kompaktheit konstruierte Technologie

lässt sich mit geringem Aufwand auch in bestehende Hallenumgebungen

integrieren; denn Skyrail kommt mit minimalem Stahlbau

aus. Die Skyrail-Fahrzeuge selbst wiegen nur 50 kg. Neben

einer hohen Fahrgeschwindigkeit (bis zu 150 m/min), essenziell

für eine schnelle Prozessverkettung, bietet das EHB-System eine

Steigfähigkeit bis zu 30° ohne Zusatzkomponenten und volle Reversierbarkeit

in Vertikalstrecken. „Die Fahrschienen lassen sich

mit zwölf Hohlkammern inklusive Klemmverbindungen direkt

am Hallenstahlbau montieren. Sie überspannen dabei bis zu

sechs Meter. Dadurch sinken die Investitionskosten für Stahlbau

und Montageleistung deutlich“, erklärt Schmidt nicht ohne Stolz.

Aufgrund der Modulbauweise und konsequenter Umsetzung des

40 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

03

Gleichteileprinzips sind Skyrail-Anlagen leicht skalierbar. Bei Bedarf lassen sie sich

problemlos erweitern und in ihrer Streckenführung modifizieren, wenn sich im Laufe

der Zeit die Anforderungen des Betreibers – etwa durch die Umstellung auf neue

Produkte oder Arbeitsprozesse – ändern. Damit qualifiziert sich das System auch für

Branchen, die häufig wechselnden Trends und starkem Wandel unterliegen.

Damit sich Interessenten ein Bild über die Leistungsfähigkeit des Fördertechnikherstellers

machen können, hat SEH vor drei Jahren mit dem SkyCube in eine eigene

Technikwelt in Ostrhauderfehn investiert. Besucher können dort Fördertechnik wie

die Elektrohängebahn Skyrail live erleben. Der freistehende Kubus besitzt – verteilt

auf zwei Etagen – eine Nutzfläche von 450 Quadratmetern für Büros und Präsentationen.

Und das Konzept kommt in der Branche an. Nachdem Schmidt auf der Logimat

2022 mit Mitarbeitern des Küchenherstellers Nobilia ins Gespräch kam, folgte kurze

Zeit später die Einladung nach Ostfriesland.

Im Gepäck hatten die Nobilia-Mitarbeiter die Bauteile von zwei kompletten Küchen.

Innerhalb einer Woche standen im SkyCube diverse Tests mit der EHB Skyrail

auf der Agenda. „Stapel aus beschichteten Brettern sind so ziemlich das anspruchsvollste

Gut, das mithilfe einer EHB transportiert werden kann“, erinnert sich Schmidt.

„Aber die Tests haben die Delegation von Nobilia überzeugt und zu einem Skyrail-

Auftrag für das Werk Saarlouis geführt.“

RETROFIT ALS EIGENES GESCHÄFTSFELD

Um der verstärkten Nachfrage nach Retrofit-Lösungen Rechnung zu tragen, gründete

SEH vor zwei Jahren dafür eine eigene Geschäftseinheit. Dies sei laut Schmidt „eine

sehr kluge Entscheidung“ gewesen. Aus einem einfachen Grund: Der neue Unternehmensbereich,

der sich vor allem um die Überholung, Modernisierung und Verlagerung

bestehender Power- and-Free-Anlagen kümmert, steuerte schnell auf die Erfolgsspur.

Er kommt vor allem bei Unternehmen gut an, die großen Wert auf Nachhaltigkeit

legen oder ihre Investition in Sachen Fördertechnik so weit wie möglich begrenzen

wollen; denn bei der Verwendung von Retrofit-Komponenten reduziert sich

der Finanzbedarf für eine Power-and-Free-Anlage um bis zu 30 Prozent. Ökologische

Ziele mit ökonomischer Effizienz zu verbinden und dabei Ressourcen zu schonen,

werde immer wichtiger, betont Schmidt. Daher zog auch das Geschäft mit der Wiederaufbereitung

von Power-and-Free-Ketten, die SEH vom Werk Weigersdorf in der

Oberlausitz aus anbietet, im vergangenen Jahr stark an und erreichte neue Rekordmarken.

Zurück in der Halle in Ostrhauderfehn. Hier, wo die Skyrail entwickelt wurde, wo

die ersten Prescans gemacht wurden, wo heute jedes Projekt digital geplant wird.

Schmidt lehnt sich zurück und blickt auf die vergangenen neun Jahre. „Das ist die eigentliche

Transformation, die wir durchlaufen haben: vom Fördertechnikhersteller,

zum Partner, der Lösungen entwickelt – transparent, nachvollziehbar, visuell erlebbar,

bevor die erste Förderschiene montiert wird.“

Winfried Bauer

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Neben der Korrosionsbeständigkeit ist die Konstruktion auf

Manövrierfähigkeit, intuitive Bedienbarkeit und Ergonomie

ausgelegt. Die verschleiß- und wartungsarme Bauweise

reduziert die Betriebskosten.

www.ulmalifting.com

LASERDISTANZSENSOR MIT

7-SEGMENT-DISPLAY

Die Laserdistanzsensoren der P1PC-Serie von Wenglor Sensoric

arbeiten nach dem Triangulationsverfahren, erreichen bis zu

2.500 Messungen pro Sekunde und bieten eine hohe Wiederholgenauigkeit

unabhängig vom Reflexionsgrad. Ein 7-Segment-Display

zeigt den gemessenen Abstand in Echtzeit an.

www.wenglor.com

TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr.-Ing. Chr. Beumer, Beckum;

Prof. Dr.-Ing. J. Fottner, München;

Prof. Dr.-Ing. K. Furmans, Karlsruhe;

Prof. Dr. M. ten Hompel, Dortmund;

Prof. Dr.-Ing. R. Jansen, Dortmund;

Prof. Dr. K.-O. Schocke, Frankfurt;

Prof. Dr.-Ing. habil. L. Schulze, Hannover;

Prof. Dr.-Ing. R. Schulz, Stuttgart


BIG PICTURE

NEWCOLD RHEINE:

100 PROZENT

VERFÜGBARKEIT

Wenn die Nachfrage boomt,

will sie direkt bedient werden.

Mit hochkompakter Lagerung

und modernen Bedienkonzepten

setzt der Logistikdienstleister

NewCold Rheine im Bestand neue

Akzente bei Energieeffizienz,

Performance und Betriebsbereitschaft

bei -23 °C.

Foto: Stöcklin Group

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 43


AUSBAU UND MODERNISIERUNG IN EINEM

DER GRÖSSTEN TIEFKÜHLLAGER DEUTSCHLANDS

LOGISTIKDIENSTLEISTER SETZT AUF

NACHHALTIGE ZUKUNFT IM MÜNSTERLAND

Das Unternehmen NewCold Rheine entschied

sich, die Möglichkeiten am Standort

auszuschöpfen, um die Nähe zu Bestandskunden

zu sichern und zugleich das stetige

Wachstum aktiv zu begleiten. Mit der Stöcklin

Group erweiterte der Logistik dienstleister

2025 seine Tiefkühl-Kapazitäten um ein

angrenzendes Kanal-Hochregallager und

plant die effizienzorientierte Modernisierung

der verbundenen Altanlage für weitere

Kosten- und Leistungsverbesserungen.

Vor zwölf Jahren nahm der international agierende Tiefkühl-Logistikdienstleister

NewCold in Rheine das damals

größte, automatisch betriebene Tiefkühllagerhaus

Deutschlands in Betrieb. 2025 wurden die Kapazitäten

durch einen Anbau um 50 Prozent gesteigert: Die Hochregal-Anlage

wuchs um 32.000 auf mehr als 100.000 Palettenstellplätze in

der Tiefkälte – auf gerade einmal einem Fußballfeld zusätzlicher

Fläche.

Zusammen mit seinem langjährigen Intralogistik-Partner Stöcklin

Group entstand ein zusätzliches viergassiges Kanallager mit

einem leistungsfähigen Bedienkonzept: Vier Regalbediengeräte

der MASTer-2042-Serie, die jeweils 42 m hoch und für schmale

Fahrwege ausgelegt sind, verfahren zentimetergenau zwischen

den kompakt stehenden Regalreihen. Jedes Regalbediengerät arbeitet

mit einem schwerlastfähigen PowerShuttle in seiner Gasse,

das in der Lage ist, die Paletten mehrfachtief ein- und auszulagern.

Zusammen ermöglichen sie eine hohe Lagerdichte und

schaffen einen Durchsatz von bis zu 6.000 Paletten am Tag (24/5),

bei -23 °C, bei Bedarf auch sechs und sieben Tage in der Woche.

NACHHALTIG AUF WACHSTUMSKURS

Maximale Verfügbarkeit ist dem Third-Party-Logistiker, der große

Markenhersteller bedient, wichtige Redundanz wert: Er hält ein

einsatzbereites Ersatz-PowerShuttle vor, für den Fall, dass eines

der Lastaufnahmemittel in einer der engen Gasse ausfällt.

„In der alten Anlage haben wir acht kabelgebundene Shuttles,

die relativ einfach zu handhaben sind. Im neuen Lager nutzen wir

innovative, batteriebetriebene PowerShuttle, die über Funk gesteuert

werden. Sie sind langlebig, sparen Energie und verschaffen

uns größere Reichweite. Es gibt aber auch zwei Herausforderungen:

die Ladekapazität und die Kommunikation“, sagt Jörn

Schoo, Technischer Leiter bei NewCold Rheine. In der Anlaufphase

sei ein Shuttle durch einen Ablauffehler im Regal stehen

geblieben. Diese Erfahrung habe zu der eisernen Reserve geführt.

44 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Mit dem Extra-PowerShuttle möchte NewCold Rheine seine

fast 99 Prozent Verfügbarkeit auf nahezu 100 Prozent steigern

(auf 24 Stunden gerechnet) – ein wichtiges Argument für

das Wachstum am bestehenden Standort. Schoo: „Wir

haben mittlerweile über 60 Lieferanten in Rheine. Unser

aktueller Hauptkunde kommt aus der Nähe. Die bestehenden

Strukturen zu erweitern und keinen ganz anderen

Standort hinzuzunehmen, war für uns die beste Alternative.“

VERBINDUNG ZWISCHEN ALT UND NEU

ALS GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG

Die wohl größte Herausforderung der Erweiterung war die

Verbindung zwischen Alt und Neu ohne nennenswerte Unterbrechungen

oder Beeinträchtigungen des operativen Betriebs.

„Das neue Lager grenzt unmittelbar an das alte, nur

durch eine Brandschutzwand getrennt, die von wenigen Schleusen

durchbrochen ist. Die Bauarbeiten zogen sich über zwei

Jahre hin. Dennoch mussten in Spitzenzeiten bis zu 170 Lkw auf

dem Gelände ent- und beladen werden“, erzählt Schoo, der das

Jahr in Speiseeis-Hoch- und -Nebensaison einteilt. „Wir hatten

zwei Sommer, in denen wir normal weiterarbeiten mussten, ohne

dass uns Wettereinflüsse, Luftfeuchtigkeit oder Platzmangel

auf dem Gelände zum Verhängnis wurden.“ Das hieß: Keine Kälte

verlieren und den Sauerstoffzufluss in das aus Gründen des

Brand- und Feuchteschutzes inertisierte Gebäude minimieren,

wann immer die Kühlhülle der Bestandshalle für die bauliche

Verbindung oder die Integration der neuen Förderanlagen geöffnet

werden musste. Ferner brauchte es viel Detailgenauigkeit,

um die Anlage softwareseitig nahtlos in die bestehenden

Abläufe zu integrieren.

Ein großes persönliches Highlight für Schoo war am Ende der

Betriebsstart: „Es lief, die Kommunikationsprobleme waren aus

der Welt. Im Dezember 2024 haben wir in der Verladezone angefangen

herunterzukühlen, um die Verbindungstüren öffnen zu

können. Anfang Januar folgte der Highway und wir begannen,

Jedes Regalbediengerät arbeitet mit einem schwerlastfähigen

PowerShuttle in seiner Gasse, das in der Lage ist, die Paletten

mehrfachtief ein- und auszulagern

JÖRN SCHOO, TECHNISCHER

LEITER NEWCOLD RHEINE

Ich habe gesehen, wie wichtig es ist,

die operative Sicht früh in ein Projekt

einfließen zu lassen. Das betrifft

alles, vom Raum für das Arbeiten in

der Wartungszone bis zur Planung

von Reparaturabläufen. Man muss

sich zielorientiert einmischen, um

diese Erfahrungen einzubringen

Sauerstoff zu reduzieren. Ende Januar 2025 gingen wir in Betrieb

– das ging dann ganz schnell.“

STILLSTAND IST KEIN FORTSCHRITT:

GEMEINSAM BESSER WERDEN

Als Hersteller und Lieferant von Regalen, Bedien- und Förderanlagen

punktete Stöcklin wieder mit energieeffizienter Technologie

sowie seiner vorausschauenden Wartung und Instandhaltung.

Die neuen MASTer-Regalbediengeräte verfügen standardmäßig

über Energiesparmodi, Rekuperation und Netzrückspeisung,

mit denen sie den Energieverbrauch um mehr als 20

Prozent reduzieren. Das gibt es im Bestand bisher noch nicht.

Zudem ist datengetriebenes Service-Management für NewCold

Rheine ein großes Thema. „Wir erheben sehr viele Daten, vergleichen

die Standorte miteinander und möchten die präventive

Wartung noch weiter ausbauen.“ Außerdem wolle man mit dem

Partner die technologischen Vorteile der neuen Anlage auf den

Bestand übertragen. „Wir sind im Gespräch, wie wir unsere alten

Regalbediengeräte mit Umrichtern und Energiespeichern für die

Energierückgewinnung fit machen und die Anlage modernisieren

können.“ Insgesamt enger zusammenzuarbeiten, um die Potenziale

der gemeinsamen Erfahrung für Modernisierung und

zukünftige Verbesserungen zu heben, sei ein interessanter Ansatz.

Denn eines sei klar: „Stillstand ist kein Fortschritt. Stetige

Verbesserung ist das Ziel. Aber es ist nachhaltiger, aus dem, was

da ist, das Meiste zu machen.“

Fotos: Stöcklin Group

www.stoecklin.com

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 45


LEBENSMITTELGROSSHÄNDLER SETZEN AUF AUTOMATISIERUNG IM TIEFKÜHLBEREICH

WIE ROBOTER DIE FEHLERQUOTE

GEGEN NULL SENKEN

Wer heute seine logistischen Abläufe und

Fehlerquoten in der Lebensmittellogistik

optimieren will, kommt an automatisierten

Prozessen nicht vorbei. Denn vor allem im

Tiefkühlbereich ist der Fachkräftemangel groß

und ist personalintensives Arbeiten

anspruchsvoll sowie fehleranfällig. Rund 120

Lebensmittelgroßhändler nutzten die

Gelegenheit, sich am Klinkhammer-

Frischdienst-Tag in Nürnberg zu informieren, wie

eine durchdachte Automatisierung umgesetzt

werden kann – und welche Erfolge bereits

erreicht wurden.

Während die Artikelvielfalt im Lebensmittelgroßhandel

in nur sechs Jahren um 67 Prozent zunahm,

fand im selben Zeitraum eine stille Revolution statt:

Der Anteil der Händler, die künstliche Intelligenz

(KI) unternehmensübergreifend einsetzen, vervierfachte sich innerhalb

von nur vier Jahren von 13 auf mehr als 50 Prozent. Wie

Prof. Dr.-Ing. Marc Rothländer von der Professur für Operations

und Supply Chain Management an der Hochschule für Wirtschaft

und Recht Berlin beim Klinkhammer-Frischdienst-Tag verdeutlichte,

stehen diese beiden Entwicklungen in direktem Zusammenhang.

Die Gleichung des Professors ist dabei ebenso simpel

wie herausfordernd: Mehr Artikelvielfalt und höhere Kundenerwartungen

führen zu steigenden Logistikkosten – die sich wiederum

nur durch die Einführung automatischer Systeme und die

Standardisierung in den Griff bekommen lassen.

PRAXIS STATT THEORIE: ERFOLGSGESCHICHTEN

AUS DEM LEBENSMITTELGROSSHANDEL

Genau hier setzten die Praxisbeispiele der Veranstaltung an. Für

Maximilian Jork, Geschäftsführer der Früchte Jork GmbH, Isny

im Allgäu, war noch ein weiterer Aspekt ausschlaggebend, in den

Neubau eines automatischen Tiefkühllagers und das Lagerver-

46 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PERSPEKTIVEN

Die Hallen des Silberhorn Classics in Nürnberg boten die

perfekte Kulisse für den Klinkhammer-Frischdienst-Tag

waltungssystem Klinkware zu investieren: die Anlagentechnik

und die Software schaffen die Voraussetzungen für die

Humanisierung der Arbeit. Die Kommissionierung ist nun

bei 0 statt bei -22 °C möglich – ein großer Vorteil in Zeiten

des Fachkräftemangels. Zudem eröffnet die Automatisierung

neue Karrierepfade: „Hilfskräfte haben die Chance,

sich zum Supervisor hochzuarbeiten“, berichtet Jork. Personal

mit geringen Deutschkenntnissen könne sich nun aufgrund

klar definierter Aufgabengebiete weiterentwickeln. Darüber

hinaus nannte Jork noch eine beeindruckende Zahl: Das

5-gassige automatische Tiefkühllager, ausgelegt für 2.500 Colli

täglich, bewältigte an Pfingsten 2025 insgesamt 5.000 Colli.

AUTOMATISIERUNG FUNKTIONIERT

AUCH LANGFRISTIG

Den Beweis, dass Automatisierung auch langfristig funktioniert,

lieferte Friedrich Walther, Geschäftsführer Frischdienst Walther,

Kitzingen. Seit mehr als zehn Jahren setzt das Unternehmen auf

digitalisierte und automatisierte Intralogistik – mit kontinuierlicher

Weiterentwicklung. 2008 startete Walther mit einem Lagerverwaltungssystem,

2016 folgte ein zweigassiges automatisches

Tiefkühllager, 2020 die Erweiterung auf vier Gassen mit 22.500

Tablarplätzen. Das Ergebnis: eine Kommissionierung mit nur einem

Fehler pro 4.500 bis 5.000 Picks – und „glückliche Kunden“,

wie Walther betont. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt

liegt bei einer Fehlerquote von zwei bis drei Prozent, also 20 bis

30 Fehlern pro 1.000 Picks.

Die Philosophie von Walther lautet: „Jeder Fehler ist ein Fehler

zu viel. Fehler nicht korrigieren, sondern von vornherein vermeiden.“

Mithilfe systematischer Fehlerquellenanalyse und kontinuierlicher

Verbesserungsprozesse erzielte das Unternehmen weitere

positive Effekte wie Kosteneinsparungen und eine höhere

Kundenzufriedenheit durch vermiedene Nachlieferungen und

Reklamationen.

Die Erfolgsfaktoren solcher Projekte fasste Dr. Dirk Liekenbrock,

Leiter Planung der Klinkhammer Intralogistics GmbH,

Nürnberg, anhand weiterer Projektbeispiele zusammen. Sein Fazit:

Eine system- und herstellerneutrale Logistikplanung im Vorfeld

ist unerlässlich – nur so findet man die zur jeweiligen Situation

passende Lösung. Diese Berichte aus der Praxis boten den

rund 120 Teilnehmern der Veranstaltung einen großen Mehrwert.

Denn hier präsentierten die Referenten aus erster Hand Erfahrungen,

Problemstellungen und -lösungen.

›› Entlastung

WINFRIED BAUER,

CHEFREDAKTEUR F+H

Automatisierung bedeutet mehr Effizienz,

bessere Qualität, weniger Fehler und eine

des Personals

TECHNOLOGIE ZUM ANFASSEN UND

NETZWERKEN AUF HOHEM NIVEAU

Darüber hinaus ermöglichten Live-Demonstrationen moderner

Technologien den Besuchern einen unmittelbaren Einblick in die

Intralogistik der Zukunft: Anhand von Exponaten informierten

Exotec über Robotiklösungen sowie TGW und Movu über ihre

Shuttle-Systeme. Hands-on-Erfahrung boten die ergonomischen

Exoskelette von Hunic, die die Teilnehmer vor Ort testen konnten.

In direkten Gesprächen mit den Experten ließen sich individuelle

Fragestellungen klären – ein Format, das die Teilnehmer

intensiv nutzten.

Die Hallen des Silberhorn Classics in Nürnberg boten dafür die

perfekte Kulisse. Für Abwechslung nach den intensiven Fachgesprächen

sorgte eine exklusive Führung durch die größte private

BMW-Sammlung Deutschlands inklusive historischer Motorradraritäten

– ein passender Rahmen für eine Veranstaltung, die Tradition

und Innovation gleichermaßen würdigte. Winfried Bauer

Fotos: f+h, Klinkhammer, Karte auf S. 47: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,

Lizenz: ODbL 1.0

www.klinkhammer.com

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 47


LINDE MATERIAL HANDLING UND ROSSMANN PRÄSENTIEREN ROBOTIK-FAHRZEUG

AUTOMATISIERTES KOMMISSIONIEREN

NEU GEDACHT

Zum Linde Automation Summit in Aschaffenburg

präsentieren das Unternehmen Linde Material

Handling (MH) und Rossmann, eine der größten

Drogeriemarktketten Europas, ein neues

Robotik-Fahrzeug für das autonome

Kommissionieren. Der Linde Robotic Case Picker

(RoCaP) verfügt über einen mehrachsigen

Greifarm, mit dem er einzelne Warenpakete

aus dem Regal entnimmt und auf einem

mitgeführten Warenträger zusammenstellt.

Nach erfolgreich abgeschlossenen Tests

investiert die Drogeriemarktkette

in die ersten Geräte.

Jeder Lagerverantwortliche weiß: Das Kommissionieren von

gemischten Paletten oder Rollcontainern gehört zu den personalintensiven

Aufgaben im Lager. Seit Jahren wird nach

Lösungen gesucht, um das händische Zusammenstellen von

Aufträgen auf Paletten oder Rollcontainern zu automatisieren

und damit nicht nur die Mitarbeiter zu entlasten, sondern auch

Fehlerraten zu reduzieren und dem wachsenden Arbeitskräftemangel

im Lagerbereich entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund

entwickelte Linde MH den RoCaP.

VON DER ENTWICKLUNG ZUM PRAXISEINSATZ

Im März 2025 war die Vorentwicklung des neuen Robotik-Fahrzeugs

bei dem Hersteller abgeschlossen. Mit dem „Proof of Concept“

stand der nächste Meilenstein an, um die Marktfähigkeit

des Fahrzeugs unter realen Bedingungen bei einem Anwender zu

validieren. Beim international agierenden Familienunternehmen

Rossmann stieß das Konzept sofort auf Interesse, denn dort waren

die Verantwortlichen schon seit Längerem auf der Suche

nach einer Lösung, um die Mitarbeiter beim Kommissionieren

der bis zu 25 kg schweren Umverpackungen zu entlasten. In einem

ersten Schritt wurden die unternehmensspezifischen Anforderungen

für den Einsatz im Regionallager Burgwedel formuliert.

48 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Es folgte ein mehrwöchiger Testeinsatz, nach dessen Abschluss

die Verantwortlichen bei der Drogeriemarktkette positiv überrascht

waren. „Der RoCaP hat das Potenzial, für die Lagerlogistik

ein bedeutender Fortschritt zu sein. Er kann dabei helfen, dem

Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Mitarbeiter bei körperlich

anspruchsvollen Arbeitsaufgaben zu entlasten“, sagt Hendrik

van Duuren, Geschäftsleiter von Rossmann Logistik. Aber

auch für Linde MH ist die Zusammenarbeit mit Rossmann überaus

wertvoll. „Die gemeinsame Weiterentwicklung des Fahrzeugs

sichert den langfristigen Markterfolg“, bekräftigt Frank Wiezorek,

Senior Director Steering and Sales Development Linde MH. Die

Partnerschaft mit Rossmann rücke die Bedürfnisse des überaus

wichtigen Segments der Handelsunternehmen in den Fokus.

EIN FAHRZEUG MIT VIEL HIGHTECH

Der Linde RoCaP basiert auf dem automatisierten Hochhubwagen

Linde L-Matic HD k mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen

und einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 7,2 km/h. Die

Fahrzeug-, Navigations- und Sicherheitstechnik, aber auch das

Batteriefach sowie Hubgerüst und der Automatisierungsbogen

wurden vom Serienfahrzeug übernommen. Das sorgt für Kostenvorteile

und Robustheit. Neu ist der fest mit dem Gabelträger verbundene

vierachsige, intelligente Roboterarm, mit dem die Pakete

kommissioniert und auf dem Warenträger platziert werden.

Für den Einsatz bei Rossmann wurde der Lastaufnahmeteil für

Rollcontainer konstruiert. Er wird von Stahlstützen getragen und

verfügt außerdem über eine am Flurförderzeug befestigte, klappbare

Rampe. Darüber lassen sich die Rollcontainer hinauf- und

hinunterschieben, gleichzeitig wird der Rollcontainer damit

während der Fahrt fixiert.

Herzstück des Linde RoCaP

ist der intelligente Greifarm,

mit dem bei Rossmann

Gebinde von Paletten

gehoben und auf einem

Rollcontainer platziert

werden

Seine Aufträge erhält das

Fahrzeug über eine Serverschnittstelle

aus dem

Warehouse-Management-

System von Rossmann.

Daraus ermittelt das Ro-

CaP-Managementsystem

anhand verschiedener Parameter

beispielsweise

Größe und Gewicht der

Auftragspositionen sowie

der optimalen Route die

nächste Regalposition.

Dort angekommen, tritt der Robotergreifarm in Aktion. Er verfügt

über eine 3D-Kamera mit KI-Chips von Nvidia. In Echtzeit erkennt

die Kamera die Paletten, überprüft die Korrektheit, führt

eine optische Vermessung durch und legt den dreidimensionalen

„Arbeitsraum“ fest. Anschließend folgt ein komplexer Oberflächen-Scan.

Die Software ermittelt, wo die Pakete auf der Palette

genau liegen und welches entsprechend den definierten betrieblichen

Vorgaben ausgewählt wird. Dann greift der Roboterarm

das Gebinde, indem er es mithilfe einer Vakuumtechnologie ansaugt

und hochhebt.

AUTOMATISIERTES CASE-PICKING WÄCHST

MIT DEM BEDARF

Beim Linde Automation Summit 2025

präsentierte Linde Material Handling mit

dem Robotic Case Picker (RoCaP) eine

Neuentwicklung, die das automatisierte

Kommissionieren grundlegend verändern

könnte. Anders als klassische fest installierte

Automatisierungslösungen setzt das Robotik-

Fahrzeug auf Mobilität, Skalierbarkeit und

Flexibilität. Im Gespräch erläutern Frank

Wiezorek, Senior Director Steering and Sales

Development, und Peter Krumbholz,

Projektleiter Advanced Robotic Solutions beide

für Linde MH, was den RoCaP auszeichnet und

welche Rolle die Entwicklungspartnerschaft

mit Rossmann dabei spielt.

Herr Wiezorek, während des Linde Automation Summit fiel

mehrfach der Begriff Gamechanger in Bezug auf den Robotic

Case Picker. Was genau macht diese Kommissionierlösung zum

Gamechanger?

Frank Wiezorek: Wir zielen mit der Entwicklung auf ein Einsatzgebiet,

das bisher nur schwer zu automatisieren war: das einzelne

Case-Picking und somit eine komplexe Tätigkeit im Lager.

Peter Krumbholz: Ich möchte gerne ergänzen: Im Bereich der

Konfektionierung, also dort, wo Paletten oder Displays für den

Point of Sale zusammengestellt werden, hatten wir bisher keine

automatisierte Lösung im Portfolio. Genau diese Lücke füllt der

RoCaP. Wir haben eine Lösung entwickelt, die kleinteilig ist und

flexibel mit den Aufgaben der Betreiber wachsen kann.

Das heißt, Skalierbarkeit ist ein zentrales Merkmal?

Peter Krumbholz: Absolut. Der Betreiber kann mit einem Fahrzeug

starten und bedarfsgerecht nachsteuern, indem er weitere

Fahrzeuge in die Prozesse integriert.

Frank Wiezorek: Genau diese Flexibilität durch den kleinteiligen

und mobilen Ansatz rechtfertigt meines Erachtens die Bezeichnung

Gamechanger.

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 49


Wir adressieren mit der

Entwicklung ein Einsatzgebiet,

das bisher nur schwer zu

automatisieren war: das

einzelne Case-Picking

FRANK WIEZOREK,

Senior Director Steering and Sales

Development, Linde MH

Das sehe ich genauso. Was mir bei der Demonstration auf dem

Automation Summit auffiel: Die Umgebung, in der das Flurförderzeug

agierte, und die zur Bearbeitung bereitgestellten

Pakete waren makellos. Ist das Szenario realitätsnah?

Peter Krumbholz: Den Realitäts-Check haben wir im Rahmen

eines mehrwöchigen Tests im Lager von Rossmann erbracht.

Während der Präsentation kamen übrigens Original-Rossmann-

Produkte zum Einsatz.

Frank Wiezorek: Wie in allen Automatisierungslösungen müssen

auch beim Einsatz des RoCaP die Rahmenbedingungen

stimmen. Bei einem Brownfield-Einsatz muss zum Beispiel der

Hallenboden eine gewisse Qualität haben. Aber auch die Verpackungsqualität

muss für die automatisierte Handhabung geeignet

sein. Im Allgemeinen werden beschädigte Verpackungen

oder Etiketten im Wareneingang erkannt und ausgeschleust.

Generell ist die Verpackungsqualität im Retail-Bereich aber

hoch, weil die Ware an Endkunden geht.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Rossmann zustande, und

warum war das Unternehmen der richtige Partner für dieses

Projekt?

Frank Wiezorek: Das ist fast eine schöne Anekdote. Wir haben

einen lokalen Netzwerkpartner im Raum Hannover. Rossmann

hat neben dem Firmensitz des Partners in ein Distributionszentrum

investiert. Das neue Lager liegt nicht nur sprichwörtlich,

sondern tatsächlich auf der anderen Straßenseite. Und wie es

unter guten Nachbarn üblich ist, lädt man zum Richtfest ein.

Der Logistikchef von Rossmann, Herr Hendrik van Duuren, war

bei dieser Gelegenheit ebenfalls vor Ort und so kam man ins

Gespräch. Er war von unserem Ansatz des automatisierten Case-

Pickings sofort begeistert.

Peter Krumbholz: Ich erinnere mich noch genau daran, als

Herr van Duuren zu uns sagte: „Ich will nicht euer Kunde, sondern

euer Entwicklungspartner sein.“ Und er hat Wort gehalten.

Er unterstützt uns mit Prozessbeschreibungen und mit Daten.

Nur so ließ sich die Entwicklung vorantreiben.

Das Flurförderzeug ist für den Mischbetrieb geeignet. Warum

haben Sie sich für einen Mischbetrieb entschieden?

Peter Krumbholz: Obwohl die Entwicklung eines Geräts für den

Mischbetrieb anspruchsvoll ist, haben wir uns ganz bewusst

dafür entschieden. Eine 100-Prozent-Automatisierungslösung

kann es, zumindest bei einem so breit gefächerten Produktportfolio

wie bei Rossmann mit Tausenden von Produkten, unter

wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht geben. Dementsprechend

gibt es die Notwendigkeit eines Mischbetriebs.

Eine für das Personal anspruchsvolle Umgebung sind Tiefkühllager.

Wäre der RoCaP, entsprechend angepasst, nicht auch für

diese Anwendung eine sinnvolle Automatisierungslösung?

Peter Krumbholz (schmunzelt): Ich bin tatsächlich von einigen

Besuchern des Summits auf diese Anwendung angesprochen

worden. Für den Betreiber eines TK-Lagers wirtschaftlich

interessant ist eine derartige Lösung allein schon vor dem Hintergrund

der einzuhaltenden Pausenvorschriften für die Mitarbeiter.

Aber glauben Sie mir, dass wir den Use Case auf der

Agenda haben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Obwohl die Entwicklung eines

Geräts für den Mischbetrieb

anspruchsvoll ist, haben wir

uns ganz bewusst dafür

entschieden

PETER KRUMBHOLZ,

Projektleiter Advanced Robotic

Solutions, Linde MH

Das Interview mit Frank Wiezorek, Senior Director Steering and Sales Development,

und Peter Krumbholz, Projektleiter Advanced Robotic Solutions beide bei

Linde Material Handling, Aschaffenburg, führte Winfried Bauer, Chefredakteur f+h

GEEIGNET FÜR DEN EINSATZ IM BROWNFIELD

„Die Zusammenarbeit mit Rossmann hat gezeigt, wie viel Potenzial

im Linde RoCaP steckt. Das wollen wir nun mit dem Unternehmen,

das europaweit circa 5.000 Filialen betreibt, weiter ausschöpfen“,

sagt Peter Krumbholz, Projektleiter aus dem Bereich

Advanced Robotic Solutions, der die Entwicklung für die Marke

Linde betreut. Schritt für Schritt soll das händische Kommissionieren

im Lager reduziert werden – für mehr Sicherheit, Effizienz

und Warendurchsatz.

Dabei ist der Linde RoCaP so konzipiert, dass er sich auch auf

andere Lager und Distributionszentren anpassen lässt. „Das Konzept

ist modular, das heißt, wir können auch andere automatisierte

Fahrzeugmodelle mit dem Greifarm ausstatten“, erklärt

Entwicklungsingenieur Krumbholz.

Ideal geeignet ist das Flurförderzeug für die Brownfield-Automatisierung

mit gewachsenen Lagerlayouts und Mischbetrieb. Aufgrund

ausgeklügelter Sicherheitstechnologie für Fahrzeug und

Greifarm kann der Linde RoCaP Seite an Seite im selben Regalgang

mit dem Personal arbeiten. „Dies eröffnet große Chancen,

denn ein Mix aus manuellen und automatisierten oder autonomen

Fahrzeugen wird in Lager und Produktion zukünftig immer

häufiger anzutreffen sein“, ist Wiezorek überzeugt. „Wir wollen,

dass der Linde RoCaP dabei einen Beitrag leistet und Anwender

auf dem Weg zur Automatisierung unterstützt und begleitet.“

Fotos: Linde MH, Karte auf S. 48: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,

Lizenz: ODbL 1.0

www.linde-mh.de

50 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


DYNAMIK BRAUCHT

SICHEREN UND

FLEXIBLEN KABELSCHUTZ

Die RQDR-Serie von Flexa bietet

drehbare Haltersysteme für

Cobots und kleine Industrieroboter.

Aufgrund der drehbaren

Konstruktion bleibt die volle

Beweglichkeit auch bei komplexen

Arbeitsabläufen erhalten. Als

Varianten stehen zur Verfügung:

RQDR-KB mit Klettband-Befestigung

inklusive 50 cm Klettband,

RQDR-PS für Profilschienenmontage

und RQDR-AP mit Anschraubplatte.

Alle Modelle

bestehen aus PA6-Kunststoff und

sind für Temperaturen von -40 bis

+120 °C ausgelegt.

www.flexa.de

FASSHEBER MIT

ELEKTROANTRIEB

Mit lithiumbetriebener Hubtechnik

und motorisiertem Fahrantrieb

handhabt der Fassheber DTP08ELD

von STS Fässer mit einem Volumen

von 50 bis 220 l ohne Greiferwechsel.

Während Tests ließen sich bis zu

60 Fässer pro Stunde umschlagen.

www.sts-handling.com

ZWEI FUNKTIONEN VEREINT

Das System SmartPath von Intralox bereitet einen zweidimensionalen Massenstrom so auf,

dass dieser zu einem einspurigen Materialfluss für einen Sorter zusammengeführt werden

kann. Kleine Aktivierungszonen stellen eine präzise, unabhängige Steuerung bei niedrigen

Fehlerquoten sicher und erhöhen so den Durchsatz für Packstücktypen, einschließlich

Polybeuteln. SmartPath kann zudem als Puffer fungieren, indem Packstücke kurzzeitig

angehalten oder verlangsamt werden, um die Zuführrate an die Kapazität des Sorters

anzupassen. Mit einer Länge von 2,4 m benötigt

das System bis zu 42 Prozent weniger Platz als

vergleichbare Lösungen. Das System lässt sich

in vorhandene Förderlinien integrieren. In

Kombination mit dem ARB Sorter S7000

reduziert sich der Platzbedarf um zusätzliche

60 Prozent gegenüber herkömmlichen Sorter-

Kombinationen.

www.intralox.com

Seit der Erfindung

des Gabelstaplers 1917

am Markt und heute an

über 30 Standorten

in Deutschland,

Österreich und der

Schweiz vertreten.

www.clarkmheu.com

Besuchen Sie uns!

24.–26. März 2026

Messe Stuttgart

Halle 10, Stand 10B78


PRODUKTE UND SYSTEME

PORTALROBOTER-ZELLEN IM KOMPAKTFORMAT

AUTOMATISIERUNG TROTZ BEENGTER

RAUMVERHÄLTNISSE UMSETZEN

Niedrige Deckenhöhen, wenig Stellfläche, gewachsene Strukturen: In Brownfield-

Umgebungen scheitert Automatisierung oft an den räumlichen Gegebenheiten. Die

RO-BER Industrieroboter GmbH aus Kamen adressiert dieses Problem mit der Compact

Line – einer Produktfamilie aus drei Portalroboter-Zellen für Piece Picking, Bodenroller-

Handling und Palettierung. Die schaltschranklose Plug-&-Play-Architektur verspricht

schnelle Inbetriebnahme und flexible Integration in bestehende Materialflüsse.

Alle Zellen der Compact Line basieren auf kartesischen

Servo-Achssystemen und Standardkomponenten des

Herstellers, was Langlebigkeit und langfristige Ersatzteilversorgung

sicherstellt. Die Steuerung findet über

das MX-System mit IPC von Beckhoff statt – vollständig in den

Zellenkorpus integriert, ab Werk UL-ready und schaltschranklos.

Diese Bauweise spart Stellfläche, vereinfacht die Installation

durch den Wegfall aufwendiger Verkabelungen und ermöglicht

eine schnelle Plug-&-Play-Inbetriebnahme. Gleichzeitig wird die

Integration in bestehende Materialflüsse erleichtert und die IPCbasierte

Steuerung erlaubt die Ankopplung an Materialflussrechner

(MFR) oder Lagerverwaltungssysteme (LVS) unterschiedlicher

Anbieter.

Alle Kompaktzellen des Unternehmens sind als schlüsselfertige

Einheiten verfügbar. Die Inbetriebnahme geschieht vor Auslieferung

im Herstellerwerk. Die Kompaktzellen können in der

Regel bereits am Tag nach der Anlieferung in Betrieb gehen.

PIECE-PICKING-ZELLE

Die Zelle ermöglicht die automatische Einzelstückkommissionierung

für unterschiedliche Warensortimente. Pick & Place mit KIgestützter

Objekterkennung und patentierter Greifpunktbestimmung

sorgt für hohe Pick-Leistung und Qualität. Je nach Größe,

Gewicht und Ablagemethode lassen sich bis zu 1.200 Einzelstücke

pro Stunde kommissionieren. Die Zelle überdeckt zwei Quellund

drei Zielplätze und ist je nach Aufgabenstellung mit 2D- oder

3D-Visionsystemen ausgestattet.

BE- UND ENTLADEZELLE FÜR BODENROLLER

In vielen Produktionsbetrieben ist das Kleinteilelager noch immer

durch manuelle Transport- und Übergabeprozesse geprägt.

Dies führt zu hohem Personalaufwand, ergonomischen Belastungen

und ungleichmäßigen Prozessabläufen. Bei einem Komponentenhersteller

aus dem Bereich Fluidtechnik wurden bislang

verschiedene Kleinladungsträger direkt an den Bearbeitungsmaschinen

befüllt und auf Bodenrollern gestapelt. Diese

Bodenroller wurden an fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF)

übergeben, die sie zu einer vorgelagerten Pufferzone im Supermarktbereich

eines automatischen Kleinteilelagers transportierten.

Die Entladung und Einlagerung der Kleinladungsträger

(KLT) wurde bisher manuell durchgeführt. Ergonomisch ungünstige

Hebe-, Bück- und Drehbewegungen führten zu einer hohen

körperlichen Belastung der Mitarbeiter. Bei hohem Anlieferaufkommen

entstanden zudem Staus und Wartezeiten, die den Ablauf

beeinträchtigten.

Mit der Kompaktzelle zur automatisierten Entladung von Bodenrollern

steht nun eine flexibel integrierbare Lösung bereit, die

diesen Herausforderungen begegnet. Die auf Bodenrollern gestapelten

KLT werden durch das FTF an die Zelle übergeben und

01 Entladezelle für Bodenrolle mit Anbindung an AKL

52 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


BESUCHEN SIE UNS

Halle 1,

D50

02 Kompaktpalettierer

Eweiterungsmodule

über eine Sicherheitsschleuse inklusive Bodenroller

eingezogen. Innerhalb der Zelle folgt

das automatische Entstapeln der KLT sowie

deren Übergabe an die nachgelagerte Fördertechnik

zur direkten Einlagerung. Ein integrierter

Pufferplatz sorgt für eine kontinuierliche

Abarbeitung und entkoppelt den Materialfluss

von variierenden Taktzeiten der Produktionslinien.

Leere Bodenroller werden

gesammelt, durch den Kombigreifer der Zelle

gestapelt und zur manuellen oder automatischen

Ausschleusung per FTF bereitgestellt.

Aufgrund der Just-in-Time-Abarbeitung stabilisiert

die automatisierte Schnittstelle zwischen

Produktion und Kleinteilelager den Materialfluss

und erhöht zugleich die Prozessund

Versorgungssicherheit.

Die Zelle verarbeitet KLT in den Größen von

300 × 400 × 70 bis 600 × 400 × 320 mm (L × B ×

H) mit einem Handhabungsgewicht von bis zu

50 kg. Die maximale Stapelhöhe inklusive Bodenroller

(600 × 400 × 160 mm) beträgt

1.350 mm. Die KLT werden mit rund 400 Zyklen

pro Stunde gehandhabt. Im Doppelgriff

sind somit bis zu 800 KLT pro Stunde realisierbar.

Schiebetüren aus Sicherheitsglas schaffen

die Voraussetzungen für optimale Zugänglichkeit

bei minimalem Platzbedarf, ergänzt durch

eine integrierte Sicherheitsschleuse für fahrerlose

Transportfahrzeuge. Auch eine Umkehrung

des Prozessablaufs ist vorgesehen, sodass

sich die Zelle für die automatische Beladung

von Bodenrollern eignet.

KOMPAKTPALETTIERER

Mit dem Kompaktpalettierer der Compact Line

schließt das Unternehmen die Lücke zwischen

Cobots und herkömmlichen Industrierobotern.

Cobots lassen sich platzsparend integrieren,

sind jedoch limitiert hinsichtlich Handhabungsgewicht

und Greifertechnik und eignen

sich daher nur eingeschränkt für Packstücke,

die schwer sind oder hohe Anforderungen an

das Greifen stellen. Knickarmroboter benötigen

in der Regel mindestens 20 Prozent mehr

Fläche als Portalroboter, da bei der Anordnung

der Paletten im Arbeitsraum stets die Erreichbarkeit

zu berücksichtigen ist. Dies kann die

Integration in vorhandene Produktionsumgebungen

erschweren, vor allem unter Berücksichtigung

sicherheitstechnischer Aspekte – etwa

bei dauerhaft eingerichteten Arbeitsplätzen

in unmittelbarer Nähe des Robotergefahrenbereichs.

Darüber hinaus sind spätere Anpassungen

mit hohem Aufwand verbunden. Mehr Palettierplätze

machen in der Regel den Einsatz

zusätzlicher Roboter oder eine Erweiterung

der Achsstruktur erforderlich.

Der modulare Kompaktpalettierer hingegen

lässt sich flexibel an unterschiedliche Gegebenheiten

anpassen. Das Konzept besteht aus

einem Kopfteil, das die Steuerung enthält, sowie

vorgefertigten Erweiterungsmodulen aus

Stahl-Schweißgestell, mit denen sich der Arbeitsraum

stufenlos von drei bis auf zehn Palettenstellplätze

erweitern lässt. Die Anlage ermöglicht

eine beidseitige Produktzuführung.

Zusatzfunktionen wie Zwischen lagen- und Palettenhandling

lassen sich ebenfalls integrieren.

Der Palettentransport kann manuell, über

stationäre Fördertechnik oder autonom mithilfe

von FTF geschehen.

Das Grundmodul verfügt über einen Arbeitsraum

von 4.190 × 1.350 × 2.030 mm (L × B × H)

für drei Palettenstellplätze mit einer Stapelhöhe

von 2.000 mm. Handhabungsgewichte bis

100 kg erlauben die Verarbeitung schwerer und

großvolumiger Gebinde wie Kartons, Trays,

Kleinladungsträger oder Säcke. Mit einer Leistung

von rund 400 Zyklen pro Stunde wird ein

hoher prozesssicherer Durchsatz bei minimalem

Platzbedarf erreicht.

Je nach Einsatzfall, in erster Linie bei der

Handhabung schwerer Gebinde, kann sich die

Investition bereits nach etwa 1,5 Jahren amortisieren.

Zudem trägt die ergonomische Entlastung

der Mitarbeiter zu einem zusätzlichen

wirtschaftlichen Nutzen bei.

Die Anlage wird über ein Touchpanel mit optional

integrierbarem Packplangenerator bedient.

Zur Bereichsabsicherung kommen Flächenscanner

oder Lichtschutzgitter zum Einsatz,

die gleichzeitig eine gute Zugänglichkeit

ermöglichen.

Fotos: RO-BER Industrieroboter

www.ro-ber.de

Automatisches

Frische-,

Trocken- und

Tiefkühllager

INTRALOGISTIK

GENERAL-

UNTERNEHMER

www.klinkhammer.com


PRODUKTE UND SYSTEME

STAHLKETTEN SICHERN LEISTUNG

VON UMREIFUNGSANLAGEN

BESTENS VERPACKT

Wer seine Produkte in die ganze Welt verschickt,

muss sicherstellen, dass sie ihr Ziel auch

unbeschadet erreichen. Eine Transportsicherung

ist daher unerlässlich. Die Lösungspalette reicht

vom einfachen Verpackungsband bis zur

kompletten Umreifungsanlage. Energieketten

aus Stahl von Tsubaki Kabelschlepp sorgen für

eine stabile und präzise Führung aller Medien an

diesen Maschinen und ermöglichen auch unter

rauen Bedingungen einen zuverlässigen Prozess

bei hoher Verfügbarkeit.

Packstücke aus der Metall-, Stahl- und Holzverarbeitung,

der Faser- und Baustoffindustrie oder der Lebensmittelund

Getränkeindustrie müssen für den internationalen

Transport fachgerecht verpackt und gesichert werden. Dafür

sorgen in vielen Fällen automatische Umreifungssysteme am

Ende der Produktionslinien. Eine Umreifung mit Bändern aus

Kunststoff oder Metall schafft die Voraussetzungen für eine ro-

buste Fixierung der Transportgüter – unabhängig davon, ob sie

ihre Reise per Lkw, Schiff oder Bahn zurücklegen und wie oft sie

dabei unter widrigen Bedingungen umgeladen werden.

Ein Beispiel: Umreifungsanlagen können zum Verpacken von

Spaltbandringen aus Stahl, Kupfer oder anderen Metallen zum

Einsatz kommen. Spaltbandringe werden in Stahl-Service-Centern

aus den bis zu 40 Tonnen schweren, in Walzwerken produzierten

Coils hergestellt. Dazu werden die Coils in Längsteilanlagen

in leichter zu handhabende „Scheiben“ unterschiedlicher

Stärke aufgeteilt. Diese werden von den Kunden der Stahl-Service-Center

meist in Stanz-Biegeautomaten zu Federn, Schrauben

oder anderen Metallteilen, beispielsweise für die Elektroindustrie

oder den Automobilbau, verarbeitet.

Transportiert werden die immer noch mehrere Tonnen schweren

Spaltbänder einzeln oder paketweise auf Paletten. Zur Ladeeinheitensicherung

durchlaufen die Paletten zuvor zwei Umreifungsanlagen,

in denen die Spaltbandringe zunächst außen im

Umfang und anschließend durch das Coilauge hindurch mit

mehreren Stahlbändern umreift werden. Nur so ist sichergestellt,

dass sich die Spaltringe beim späteren Handling, beispielsweise

durch einen Gabelstapler mit Coilgreifer, nicht trichterförmig

aufziehen. Den zentralen Arbeitsschritt, das Umreifen, führt das

Aggregat durch, das beweglich an einem Ausleger montiert ist.

Neben der Umreifung übernimmt dieses Aggregat auch den Verschluss

der angebrachten „Ringe“ aus Kunststoff- oder Stahlband,

beispielsweise mithilfe berührungsloser WIG-Schweißtechnik

mit einer Wolfram-Elektrode und Inertgas.

54 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

STROM- UND GASLEITUNGEN

IN EINER KETTE

Neben der Verkabelung für die Antriebsmotoren muss das beweglich

am Ausleger montierte Umreifungsaggregat über Schläuche

auch mit dem Schutzgas für das integrierte Schweißgerät versorgt

werden. Schutz für Leitungen und Gasschläuche sowie die

Möglichkeit, alle Medien gemeinsam zu führen, bieten die Stahlketten

der Serien S/SX oder LS/LSX von Tsubaki Kabelschlepp.

Länge, Breite und Ausführung der Ketten lassen sich dabei an die

Spezifika der jeweiligen Anlage anpassen.

Der Kettenwerkstoff Stahl bewährt sich häufig bei dieser Anwendung,

da viele Umreifungssysteme in rauen Arbeitsumgebungen

– beispielsweise im Heißbereich von Stahlwerken oder in

der Betonsteinindustrie – eingesetzt werden. Aber auch Kunststoffketten,

beispielsweise aus der Robotrax-Serie können eine

gute Lösung sein. Um die richtige Wahl zu treffen, können sich

Maschinenbauer von den Experten von Tsubaki Kabelschlepp

beraten lassen, die über langjährige Erfahrung und umfangreiches

Branchen-Know-how verfügen.

STAHLKETTEN – ZUVERLÄSSIG UNTER ALLEN

UMSTÄNDEN

Energieführungen des Herstellers aus Stahl wurden für große

freitragende Längen mit hohen mechanischen Beanspruchungen

oder Leitungen mit hohem Eigengewicht entwickelt. Darüber

hinaus sind die Ketten aus Stahl für den Einsatz unter rauen Bedingungen

geeignet, wie sie bei den Umreifungsmaschinen keine

ENERGIEKETTEN AUS STAHL

SICHERN MEDIENFÜHRUNG

IN RAUEN UMGEBUNGEN

Seltenheit sind. Hohe Umgebungstemperaturen wie in der Metall-

und Stahlverarbeitung oder extreme Umgebungseinflüsse

durch Staub und Schmutz wie in der Betonsteinindustrie sind für

langlebigen Stahlketten kein Problem.

Die Ketten werden grundsätzlich aus verzinktem Stahl oder –

bei noch höheren Anforderungen – aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.

In der Regel sind sie mit Stegen aus Aluminium ausgestattet,

die sich in beiden Fällen in einem 1-mm-Breitenraster präzise

an die jeweilige Applikation anpassen lassen. Die Stege übernehmen

zwei zentrale Aufgaben: Sie bilden die mechanische

Verbindung zwischen den Kettenbändern und sind zugleich die

unmittelbaren Berührungs- und Reibungspunkte mit den Leitungen,

die in den Ketten geführt werden. Ihr Reibungskoeffizient

beeinflusst damit entscheidend die Lebensdauer der Leitungen

und die Zuverlässigkeit des Energieführungssystems.

GROSSE AUSWAHL AN TRENNSTEGEN

Abhängig vom jeweiligen Einsatzbereich und den dort auftretenden

Belastungen sind unterschiedliche Stegvarianten aus einer

Aluminium-Legierung verfügbar. Die Stegvarianten RS 1 mit

schnell lösbarem Profilstab außen oder innen und RS 2 mit verschraubten

Profilstäben lassen sich mit allen Stahlketten kombinieren.

Für hohe Beanspruchungen gibt es darüber hinaus den

Typ RV, einen Aluminium-Rahmensteg in verstärkter Ausführung.

Die Stegvariante RM ist eine Massivausführung, bei der die

Profilstäbe doppelt verschraubt sind. Diese Konstruktion sorgt

für Stabilität, wie sie bei hohen Belastungen oder großen Kettenbreiten

gefordert ist. Für Leitungen mit großen Durchmessern ist

der Aufbau-Rahmensteg RMA konzipiert, der wahlweise innen

oder außen montiert werden kann und für Durchgangshöhen

von 130, 160 oder 200 mm verfügbar ist.

Eine gute Variante zum Führen von Leitungen sind die Lochstege

des Typs LG. Die Lochstege werden anwenderspezifisch

und individuell angefertigt und berücksichtigen die Anzahl, die

Durchmesser sowie die Positionen aller Leitungen im Querschnitt.

Dies bewirkt eine Leitungsführung in der neutralen Biegezone.

Mithilfe dieser Trennstege lassen sich Relativbewegungen

zwischen Leitungen und Steg minimieren.

Schutz vor äußeren Fremdeinwirkungen bieten geschlossene

Energieführungen, bei denen die Leitungen unter einer Abdeckung

verlaufen. Für diese Art der Energieführung wurde der Steg

vom Typ RMD entwickelt. Er ist mit beidseitig aufklappbaren und

lösbaren Schutzdeckeln aus Aluminium ausgestattet. Die Stegvariante

RR, die Achsen mit drehbaren Rohren als Verbindungsprofile

nutzt, rundet das Angebot ab. Der für die Achsen und Rohre

verwendete Werkstoff lässt sich individuell an den jeweiligen

Einsatzfall anpassen.

Autor: Werner Eul, Head of Industry & Product Management Tsubaki

Kabelschlepp GmbH, Wende-Gerlingen

Fotos: Tsubaki Kabelschlepp

www.tsubaki-kabelschlepp.com

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F+H EXTRA

EXTRA

DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG

56 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG F+H EXTRA

NORDAC-LINK-FREQUENZUMRICHTER MIT NEUEN FUNKTIONEN

DURCHGÄNGIGE SYSTEMARCHITEKTUR

DEZENTRALER ANTRIEBSSYSTEME

Das Unternehmen Nord Drivesystems aus Bargteheide erweitert seine dezentrale

Frequenzumrichter-Familie NordAC Link: Die Komponenten sind nun Teil eines

Systembaukastens, der eine durchgängige dezentrale Antriebselektronik für die

asynchronen IE3- und synchronen IE5+-Motoren des Herstellers bietet.

Mithilfe dezentraler Antriebselektronik lassen sich in

vielen Anwendungsbereichen Vorteile realisieren. Vor

allem die meist weitläufige Intralogistik der Bereiche

E-Commerce, Paketverteilzentren oder Gepäckförderanlagen

an Flughäfen profitiert von Antriebslösungen, die über

motoraufgebaute oder wandmontierte Frequenzumrichter geregelt

werden. Diese antriebsnahe Regelung stellt ein kompaktes

und wartungsarmes Anlagendesign sicher, das die übergeordnete

Steuerung entlastet und die Anlagenkomplexität reduziert.

HOHE EFFIZIENZ UND SICHERHEIT IM FELD

Um Anwendern auch für energieeffiziente Lösungen einen großen

Leistungsbereich sowie Flexibilität im Anlagendesign bereitzustellen,

hat Nord Drivesystems die Durchgängigkeit seiner dezentralen

Antriebselektronik weiter ausgebaut. Entstanden ist ein

Systembaukasten aus den effizienten IE3- und IE5+-Motoren des

Herstellers sowie zwei seiner dezentralen Frequenzumrichter-

Familien: Der NordAC ON deckt den Leistungsbereich von 0,37

bis 3,7 kW ab; der NordAC Link für die Wandmontage ist für den

Leistungsbereich 0,37 bis 7,5 kW verfügbar. Für den Systembaukasten

wurde der Umrichter nun mit neuen Eigenschaften für die

durchgängige Kommunikation und Sicherheit ausgestattet.

Die Produktfamilie NordAC Link wurde um Varianten ergänzt,

die wie der NordAC ON über Ethernet on board verfügen. Damit

bringt das Unternehmen die funktionale Sicherheit auf ein neues

Level: Der Frequenzumrichter lässt sich via Ethernet einfach an

bestehende Netzwerke anbinden. Er ist kompatibel mit gängigen

Systemen wie Profinet und EtherCAT.

SAFETY OVER ETHERNET

Die neuen Varianten des Umrichters lassen sich damit via Profisafe

oder FSoE in eine sicherheitsgerichtete Anwendung innerhalb

eines bestehenden Industrial-Ethernet-Verbunds integrieren.

Auch ein Stand-alone-Einsatz ist möglich. Die Sicherheitsfunktionen

STO und SS1-t (jeweils SIL 3, PL e) sowie SS1-r, SLS,

SMS und SSM (jeweils SIL 2, PL d) können geberlos ohne zusätzliche

Verdrahtung realisiert werden. Der NordAC Link verfügt

über sichere digitale Ein- und Ausgänge, die Anwender für sicherheitsgerichtete

Peripherie-Komponenten oder -Funktionen

nutzen können. Damit lassen sich unter anderem Not-Halt-Taster,

Schutztürschalter und Lichtschranken direkt anschließen.

GEBERLOSE REGELUNG PER

INJEKTIONS VERFAHREN

02 Den Umrichter NordAC ON

bietet der Hersteller in zwei

Varianten an: für den Betrieb

mit Asynchronmotoren (vorne

im Bild) und als NordAC ON+

für Synchronmotoren

01 Der Umrichter NordAC

Link für die motornahe

Wandmontage ist auch mit

integrierter Ethernet-Schnittstelle

und erweiterter

funktionaler Sicherheit

verfügbar

sen sich die Rotorlage und Geschwindigkeit des Motors zuverlässig

auch ohne Drehgeber ermitteln. Das Verfahren schafft die

Voraussetzungen für einen Anlauf mit einer Überlast von 150 Prozent

und realisiert durch kurze Rampenzeiten dynamischere

Beschleunigungen. Vor allem im Teillastbereich erzielt das Verfahren

eine hohe Energieeffizienz. Da kein Drehgeber erforderlich

ist, spart die „CFC open-loop Injection“-Regelung Materialund

Installationskosten.

Zu den weiteren Merkmalen der Umrichter gehört die flexible

Konfigurierbarkeit, mit deren Hilfe sie sich an eine Vielzahl unterschiedlicher

Anwendungen anpassen lassen. Die vollständige

Steckbarkeit sorgt für eine schnelle und einfache Installation.

Wartungsarbeiten und Inbetriebnahmen lassen sich schnell und

einfach manuell durchführen, was Ausfallzeiten gering hält.

LAUFENDE FELDTESTS ÜBERZEUGEN

Mit dem neuen NordAC Link und dem flexiblen Systembaukasten

bedient der Systemanbieter die Nachfrage nach durchgängigen,

energieeffizienten Antriebslösungen für dynamische Einsatzszenarien.

Anwender können je nach Einbaulage zwischen Frequenzumrichtern

für den Motoraufbau oder die Wandmontage entscheiden,

ohne unterschiedliche Kommunikations- und Sicherheitseigenschaften

durch zusätzliche Installationen ausgleichen

zu müssen. Die NordAC-Link-Reihe zeigt sich derzeit in Feldtests

als vielversprechende, sicherheitszertifizierte und anwenderfreundliche

Umrichterlösung für effiziente Automatisierungskonzepte

in der Intralogistik. Der Marktstart ist für Ende 2026 geplant.

Fotos: Nord Drivesystems

www.nord.com

Für die geberlose Regelung hocheffizienter Permanentmagnet-

Synchronmotoren in dynamischen Anwendungen steht im

NordAC Link ein innovatives Verfahren zur Verfügung: Mit der

„CFC open-loop Injection“-Regelung (Current/Flux Control) laswww.foerdern-und-heben.de

f+h 2026/02 57


WENIGER VERDRAHTUNG DURCH DEZENTRALE STEUERUNG

INTELLIGENZ IM FELD

F+H EXTRA

Lange Kabelwege, hohe Verdrahtungsaufwände

und zentrale Single-Point-of-Failure-Risiken

– klassische schaltschrankzentrierte

Automatisierungsarchitekturen stoßen in der

Intralogistik zunehmend an ihre Grenzen. Mit

dem Frequenzumrichter i650 motec verlagert

Lenze Leistungselektronik und Steuerungsintelligenz

direkt ins Feld. Das Gerät vereint eine

integrierte Logic PLC mit IO-Link-Master-

Funktion und ermöglicht so autarke Module mit

Leistungen bis 45 kW. Der Beitrag zeigt, wie

dieses dezentrale Konzept Verdrahtung

reduziert, Inbetriebnahmen beschleunigt und

Schaltschränke teils überflüssig macht.

Die Intralogistik steht unter permanentem Druck: steigende

Variantenvielfalt, volatile Volumina, kürzere Projektlaufzeiten

und ein wachsender Bedarf an modularen,

skalierbaren Lösungen prägen die Branche. Klassische,

stark schaltschrankkonzentrierte Automatisierungsarchitekturen

werden dabei zunehmend zum limitierenden Faktor. Lange Kabelwege,

hohe Verdrahtungsaufwände, komplexe Konzepte zur

Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und zentrale Single-

Point-of-Failure-Risiken beeinflussen Inbetriebnahmezeiten und

Anlagenverfügbarkeit negativ. Ganz abgesehen von Änderungen

am Materialflusskonzept in späten Projektphasen, die Maschinenbauer

vor große Herausforderungen stellen. Der Trend zur

Dezentralisierung verlagert daher die Leistungselektronik, die

Steuerungsintelligenz und die IO-Ebene vom Schaltschrank direkt

ins Feld.

Das positive Ergebnis: kürzere Leitungswege und geringere

Verdrahtungsaufwendungen, da Netz- und Motorleitungen kürzer

ausfallen und Steuerleitungen reduziert oder auf feldnahe

Bussysteme verlagert werden können. Ebenso relevant sind die

reduzierten EMV-Risiken, die bei motormontierten Frequenzumrichtern

gänzlich vermieden werden können.

Bei zentralisierten Automatisierungskonzepten lassen sich die

Volumina der Schaltschränke durch Dezentralisierung verklei-

58 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG F+H EXTRA

01 Der Frequenzumrichter i650 motec mit seiner vereinfachten

Architektur überzeugt mit weniger Verdrahtung, robuster EMV,

schnelle Inbetriebnahme und skalierbarer Modullogik

nern. In manchen Fällen lässt sich sogar komplett auf Schaltschränke

verzichten. Zudem wird bei leistungsstarker Elektronik

auch der Bedarf einer Schaltschrankkühlung merklich reduziert.

Am Ende führt dieser Ansatz zu verkürzten Inbetriebnahmezeiten,

da sich die Systemkomplexität verringert.

Standardisierte Konzepte auf Basis vorparametrierter, modularer

Segmente schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente

Projektierung und bieten zugleich eine hohe Skalierbarkeit

für anwendungsspezifische Anforderungen. Zudem steigt

die Verfügbarkeit, da funktionale Einheiten (zum Beispiel Fördermodule)

klar abgegrenzt sind. Fehler lassen sich so schneller

lokalisieren und defekte Komponenten austauschen, ohne

ganze Linien stillzulegen.

DEZENTRALER FREQUENZUMRICHTER MIT

INTEGRIERTER LOGIC PLC UND …

Um dieses dezentralisierte Automatisierungskonzept umzusetzen,

muss der sonst im Schaltschrank befindliche Programmable

Logic Controller (PLC) in die Feldebene verlagert

werden.

Gleiches gilt für das „Einsammeln“ von Sensoren, die für

den Materialfluss unabdingbar sind. Mit dem Frequenzumrichter

i650 motec setzt Lenze diesen Ansatz konsequent um.

Das Gerät vereint moderne Antriebstechnik mit dezentraler

Intelligenz, die feldnah Automatisierungslogik übernimmt.

Takt- und Sequenzsteuerungen sowie Echtzeit-Regelkreise lassen

sich ohne Belastung einer zentralen PLC im Feld abarbeiten. Dies

entlastet den Feldbus von zyklischen Statusdaten und ermöglicht

annähernd deterministische Reaktionen direkt am Aggregat. Dadurch

wird das Automatisierungskonzept stabiler und die Modularisierung

gesteigert.

Die weitgehend offene Kommunikation des Lenze i650 motec

unterstützt dabei Ethernet-Protokolle (beispielsweise Profinet,

EtherCAT, Ethernet/IP, Modbus TCP) für einfache Integration in

bestehende Automatisierungssysteme. Prozessdaten verbleiben

lokal, werden lokal gefiltert und aggregiert. Nur Ereignis-Trigger

werden an die klassische Leitsteuerung weitergereicht – bandbreitenschonend

und skalierbar.

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HALLE 1 | STAND F41

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DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG

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… MIT IO-LINK-MASTER-FUNKTION

DIE DEZENTRALISIERUNG IST IN

DER INTRALOGISTIK KEIN TREND

MEHR, SONDERN BEST PRACTICE

Ergänzt wird der Umrichter um eine IO-Link-Master-Funktionalität,

die Sensorik und Aktorik auf einfache, standardisierte und

moderne Weise anbindet.

Im Gegensatz zur klassischen Verdrahtung, bei der jede Sensor-

oder Aktorfunktion einzeln über analoge oder digitale Leitungen

angebunden wird, nutzt IO-Link eine standardisierte, digitale

Punkt-zu-Punkt-Kommunikation. Es entfallen aufwendige

Schirmungen und komplexe Kabelbäume, was Materialkosten,

EMV-Emissionen und die damit einhergehenden EMV-Risiken

reduziert. Weiterhin erlaubt IO-Link die automatische digitale

Übertragung von Geräteparametern sowie umfassende Zustands-

und Prozessdaten für vorausschauende Wartung. Im Fehlerfall

kann die automatische Parameterrückspielung die Stillstandszeiten

minimieren. So lassen sich Zustandswerte bei Lichttastern

oder Abstandssensoren auslesen; zudem stehen umfassende

Diagnosefunktionen für Zustandswerte, Zähler,

Temperatur und Verschmutzungsgrade bei Lichtschranken als

Datenobjekte im IO-Link und folglich in der dezentralen PLC bereit.

Mithilfe multipler IO-Link-Device-Schnittstellen lassen sich

mehrere Geräte parallel anbinden. Aufgrund dieser einfachen

Skalierbarkeit lassen sich modulare Maschinenkonzepte neu

denken und effizient umsetzen.

Und sollte einmal eine Grenze der möglichen Verbindungen

erreicht sein, kann weiterhin eine klassische IO-Link-Device-Insel

angebunden und mit Standardsensoren verwendet werden.

Diese legt die analogen und digitalen Sensordaten dann als ein

Prozessdatum auf den IO-Link und kann die Daten in der dezentralen

PLC verarbeiten lassen. Der Clou bei dem dezentralen Automatisierungskonzept

von Lenze ist jedoch, dass über die IO-

Link-Master-Funktionalität des i650 motec mehrere i550 protec

als IO-Link-Devices direkt angeschlossen werden können. Das

02 Lenze i650 motec – offene Kommunikation mit Unterstützung von

Ethernet-Protokollen wie Profinet, EtherCAT, Ethernet/IP und Modbus

TCP für einfache Integration in bestehende Automatisierungssysteme

übertrifft die Flexibilität und Transparenz im Vergleich zur klassischen

Verdrahtung. Der Leistung sind dabei fast keine Grenzen

gesetzt, da der i650 motec bis zu 45 kW und der i550 protec bis zu

75 kW an Leistung aufwarten. So entstehen autarke Module, die

in der Inbetriebnahme parallel getestet und erst im Endschritt linienweit

an die Leitsteuerung gekoppelt und orchestriert werden.

Dadurch wird ein Schaltschrank obsolet.

Neben den aufgeführten Investitionseinsparungen durch den

kleineren oder gänzlichen Entfall des Schaltschranks, die Reduzierung

der Komponenten und die vereinfachte Verdrahtung

wirkt sich Dezentralisierung vor allem positiv auf die Betriebskosten

aus. Im Falle eines Gerätedefekts sorgt die Rückspielung

der Parameter über den IO-Link für einen schnellen Geräteaustausch

und die modulare Struktur erlaubt eine vereinfachte Ersatzteilhaltung.

Der Ausfall eines Moduls verursacht keinen Totalausfall

der Linien, sondern führt dank lokaler Diagnosen zu

verkürzten Stillständen ohne großen Aufwand.

FAZIT

Die Dezentralisierung ist in der Intralogistik kein Trend mehr,

sondern Best Practice. Der Lenze i650 motec mit integrierter Logic

PLC und IO-Link-Master-Funktion verbindet feldnahe Intelligenz

mit standardisierter Sensor-/Aktor-Anbindung. Das Ergebnis

ist eine vereinfachte Architektur, weniger Verdrahtung, robuste

EMV, schnellere Inbetriebnahmen und eine skalierbare Modullogik

– genau das, was moderne Anlagen brauchen, um

flexibel, effizient und zuverlässig zu bleiben.

Autor: Tim-Oliver Ricke, Global Industry Manager Material Handling &

Logistics Lenze SE, Hameln

Fotos: Lenze

www.lenze.com

60 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG

F+H EXTRA

FREQUENZUMRICHTER MIT FLEXIBLER MOTORINTEGRATION

Ein modulares Antriebskonzept ermöglicht die freie Kombination von Motoren unterschiedlicher

Hersteller mit Frequenzumrichtern. Der neue Inveor MC1 von Kostal Drives Technology unterstützt

durch seine integrierte Selfcom-Funktion die automatische Vermessung und Parametrierung nahezu

aller Motortypen. Das sensorlose Regelungsverfahren arbeitet technologieunabhängig und bewältigt

Überlasten von bis zu 250 Prozent.

Für Intralogistikanwendungen bietet die Variante MC104 Haltebremsenansteuerung, internen

Bremswiderstand und verschiedene Ethernet-Feldbusse. Das IP65-geschützte Aluminiumgehäuse

verfügt über steckbare Anschlüsse an drei Seiten. Ein microSD-Kartenslot und eine USB-C-Schnittstelle

vereinfachen Parametrierung und Gerätewechsel. Das integrierte Vibration Monitoring erkennt

Verschleiß und schafft die Voraussetzungen für vorausschauende Wartung. Verfügbare Feldbusschnittstellen

umfassen Profinet, EtherCAT und CANopen. Optional steht eine Bluetooth-Anbindung

für die App-basierte Parametrierung bereit.

www.kostal-drives-technology.com

ORDNUNG IN DER

AUTOMATISIERUNG

Steigende Verkabelungsaufwände

in automatisierten Produktions-

und Logistikanlagen

führen zu Unübersichtlichkeit

und erhöhen die Fehleranfälligkeit.

Die IO-System-Verteilerboxen

aus dem Hause Conec

sorgen für Abhilfe, indem sie

Ein- und Ausgangssignale

übersichtlich zusammenführen

und verteilen. Verfügbar sind

aktive Varianten mit integrierter

Elektronik für direkte Kommunikation

über Feldbussysteme

oder Industrial Ethernet sowie

passive Lösungen für einfache

Signalver teilung.

Aktive Verteilerboxen ermöglichen

die dezentrale Anbindung

von Sensoren und Aktoren an

Steuerungssysteme über die

Protokolle Profinet, EtherCAT

und IO-Link. Als Master- oder

Slave-Varianten konzipiert,

bieten Master-Boxen direkten

Zugriff auf IO-Link-Devices,

während Slave-Boxen Signale

erfassen und an übergeordnete

Steuerungen weiterleiten.

EtherCAT-Boxen unterstützen

Echtzeitkommunikation mit

minimalen Zykluszeiten. Die

digitale IO-Link-Kommunikation

überträgt Schaltsignale sowie

Diagnose-, Status- und Konfigurationsdaten

bidirektional.

www.conec.com


PRAKTIKER-LEITFADEN

TIPPS, DAMIT DER UMSTIEG

AUF DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG

8EIN ERFOLG WIRD

Warum komplex und aufwändig, wenn es auch

einfacher und schneller geht? Mit der Entscheidung für

ein dezentrales, komplett steckbares Installationskonzept haben

Sie entscheidenden Einfluss auf die Prozesse aller Projektbeteiligten

und damit auf Kosten und die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen.

Wolfgang Wiedemann, Director Application Sales Consulting beim

Dezentralisierungsspezialisten Murrelektronik, Oppenweiler, weiß,

worauf es beim Umstieg ankommt – und nennt die wichtigsten Tipps.

1. DAS THEMA SO FRÜH WIE

MÖGLICH MITDENKEN

Geringer Aufwand in der Konstruktion, große Auswirkung

auf die Montage- und Instandhaltungszeiten: Holen Sie

bereits zu Beginn der Maschinenkonzeption Experten für

dezentrale Automatisierungstechnik mit ins Boot. So lässt

sich gemeinsam das mögliche Einsparpotenzial von bis zu

30 Prozent vollständig realisieren. Denn dafür müssen die

Energie-, Daten- und Signalwege bereits in der Konstruktionsphase

angelegt sein.

2. GEWACHSENE KONSTRUKTIONS- UND

MASCHINENKONZEPTE HINTERFRAGEN

Jeder Techniker kennt die eherne Regel: Never change a

running system. Oft sind es aber die über Jahre gewachsenen

Konstruktions- und Maschinenkonzepte, die einer

wirtschaftlichen Logistikapplikation zunehmend im Wege

stehen. Damit Sie sich konsequent von teuren, zeitraubenden

und fehleranfälligen Einzelverdrahtungen

verabschieden können, müssen die Erfahrungen über

Anlagen und Systeme und das Applikations-Know-how

aus der Dezentralisierung kombiniert werden.

3. DIE ZUKUNFT IM BLICK HABEN

Vor allem in der Intralogistik gilt: Nichts ist so

beständig wie der Wandel. Damit Anlagen

zukunftssicher sind, müssen sie sich jederzeit modular

umrüsten oder erweitern lassen. Ein wichtiges Detail sind

dabei offene Schnittstellen, um sich für die Zukunft alle

technologischen Möglichkeiten offen zu halten. Immer

beliebter wird hier als universeller, weltweiter Standard

IO-Link, sei es als Installationskonzept oder für die

Kommunikation bis zum jeweiligen Gerät und von diesem

Gerät zur Cloud.

4. FEHLER SOFORT FINDEN STATT

LANGE DANACH SUCHEN

Jeder Anlagenstillstand kostet Nerven, Zeit und Geld.

Umso wichtiger ist es, punktgenaue Diagnoseinformationen

zu haben, um Fehler sofort erkennen und beheben zu

können. Achten Sie deshalb darauf, dass die dezentralen

Komponenten wie I/O-Module oder Switche über

umfangreiche Diagnosefunktionen verfügen. Bei Murrelektronik

zeigen LED an den Geräten und Diagnosemeldungen

an den Bedienterminals sofort, wo der Fehler liegt

und helfen so, die Anlagenverfügbarkeit zu maximieren.

Oft sind es die gewachsenen

Konstruktions- und

Maschinenkonzepte, die

einer wirtschaftlichen

Logistikapplikation

zunehmend im Wege

stehen

WOLFGANG

WIEDEMANN,

Director Application Sales

Consulting, Murrelektronik

5. HYBRIDE LÖSUNGEN VERWENDEN

Die Kombination von Standarddaten- und

Sicherheitsdatenkommunikation in einem

Modul vereinfacht die Systemarchitektur und macht die

Installation einfacher und schneller. Denn dadurch

werden pro modularer Einheit weniger Feldbusmodule

benötigt, im besten Fall nur eines.

62 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


6. IN SYSTEMEN DENKEN

Alles aus einem Guss und aus einer Hand:

Systemlösungen reduzieren die Komplexität

der zu beschaffenden Teile, und die Menge der Lieferanten

nimmt ab. Mithilfe standardisierter Steckverbindungen

lassen sich die Installationszeit bei Inbetriebnahme,

Wartung und Umbau verkürzen und darüber hinaus die

Abhängigkeit von elektrotechnisch ausgebildeten

Fachkräften verringern. Das Ergebnis: Diese ganzheitliche

Sichtweise verringert die Gesamtkosten deutlich.

Mithilfe der

hinterlegten visuellen

Maschineninformationen

sowie der 6 LED an den

Modulen erhält der Nutzer

eine präzise Navigationsanweisung

für jeden

Arbeitsschritt

7. AUF ROBUSTE TECHNIK ACHTEN

Dezentrale Komponenten und Module

befinden sich direkt im Feld. Aus diesem

Grund müssen sie robust sein, um auch im rauen Industriealltag

zuverlässig und langlebig zu funktionieren.

Wichtige technische Details sind neben der Schutzart

IP67 robuste, vollvergossene Gehäuse, Schock- und

Vibrationsfestigkeit sowie eine den Anforderungen

entsprechende Temperaturbeständigkeit. Steckverbinder

sollten über integrierte, mechanische Rüttelsicherungen

verfügen, damit sie auch bei Vibrationen sicher fixiert

bleiben.

8. VIRTUELL TESTEN UND OPTIMIEREN

Mit dem digitalen Zwilling ist es möglich, den

Umbau der Anlage auf die dezentrale elektrische

Installationstechnik zunächst digital anhand von

CAD-Modellen vorzunehmen und die Maschine oder

Anlage in ihrer Ausprägung und Funktionalität vor der

Inbetriebnahme virtuell zu testen und zu optimieren. So

gelingt die nahtlose Entwicklung von der ersten Idee bis

zur produktiven Anlage schnell, effizient und fehlerfrei.

Fotos: Murrelektronik, Ainul – stock.adobe.com

www.murrelektronik.de

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 63


LINDE ERWEITERT XI-SERIE UM ROADSTER-MODELL

KOMPAKTER ELEKTROSTAPLER MIT

OPTIMIERTER RUNDUMSICHT

Einige Monate nach unserem Test des Linde Xi16

konnten wir die Roadster-Ausführung dieses

kompakten Elektrostaplers auf die Probe stellen.

Durch das Fehlen der A-Säulen bietet der

Roadster eine nahezu uneingeschränkte Sicht

auf die Arbeitsumgebung. Das ungewohnte

Erscheinungsbild ist zunächst

gewöhnungsbedürftig, doch auf unserem

Testparcours zeigt sich: Mit dem Roadster lässt

sich sicher, praktisch und effektiv arbeiten.

Es gibt Gabelstapler, die auf den ersten Blick überraschen.

Der neue Xi16 R von Linde zählt zu dieser Kategorie. Der

erste Gedanke: Ist der Stapler überhaupt komplett? Denn

beim Xi16 R fehlen die A-Säulen der Fahrerkabine. Ohne

diese Säulen hat er hat ein „schwebendes Dach“. Das wirft Fragen

auf: Welchen Nutzen bringt diese konstruktive Maßnahme, geht

das nicht zu Lasten der Stabilität und wo befindet sich der Haltegriff

für den Ein- und Ausstieg? Für uns höchste Zeit, diesem ungewöhnlichen

Konzept auf den Zahn zu fühlen.

GEWICHTSKLASSE PASST ZUM KONZEPT

Ein Linde Roadster ist in unserer Testhistorie kein Unbekannter.

Bereits im Jahr 2016 nahmen wir den E25 R unter die Lupe. Damals

brachte der Hersteller dieses Konzept erstmals auf den

Markt. Unsere Erfahrungen waren positiv: Die verbesserte Sicht

auf Arbeitsumgebung und Last erhöht die Sicherheit. Das Feedback

der Betreiber bestätigte unser Fazit, lieferte jedoch auch einen

wichtigen Hinweis: Der damalige Roadster befand sich nicht

in der idealen Gewichtsklasse. Ein 2,5-Tonnen-Stapler hat in der

Regel ein breiteres Einsatzspektrum und findet auch im Außen-

64 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Hubgeschwindigkeit

mit 1.000 kg Last

[cm/s]

Fahrgeschwindigkeit

mit 1.000 kg Last

[km/h]

Sprint über

27,2 m

[in s]

Praktische

Einsatzdauer

max. Bat. [ss:mm]

Linde Xi16 R Performance

75,5

15,6

6,8

09:39

Linde Xi16 R Efficiency

75,5

14,8

7,8

10:49

Linde Xi16 R Economy

53,5 13,7 8,8 12:01

ø

47,3

15,2 8,4 08:15

ø = Durchschnitt der von uns getesteten uns getesteten vergleichbaren Elektrogegengewichtstapler

bereich Verwendung. Um von der optimierten Sicht zu profitieren,

sollte der Roadster in der kompakten Klasse von 1 bis 2 Tonnen

angesiedelt sein. Beim Linde Xi16 R ist genau das der Fall.

GLEICHE TECHNIK, NEUE PERSPEKTIVE

Mit dem neuen Stapler verbindet der Hersteller die Eigenschaften

der Xi-Serie mit den Merkmalen des Roadster-Konzepts. Bei

der Xi-Reihe sorgt die integrierte Lithium-Ionen-Batterie für

großzügige Beinfreiheit in der Fahrerkabine und einen komfortablen

Ein- und Ausstieg. In Kombination mit optimierten Motoren

und der 90-V-Bordspannung erzielt die Baureihe Spitzenwerte

in puncto Produktivität bei vergleichsweise geringem Energieverbrauch.

Die Roadster-Version ist technisch identisch mit dem Standard-Xi16.

Daher konzentrieren wir uns in diesem Testbericht auf

die Sichteigenschaften sowie eine weitere Neuerung: die Linde

Steer Control. Der Roadster ist wahlweise mit einem Lenkrad, der

neuen Mini-Wheel-Lenkscheibe oder einer Joysticksteuerung

lieferbar. Beide letztgenannten Steer-Control-Optionen sind an

der hochklappbaren linken Armlehne des Fahrersitzes angebracht.

Somit entfällt die Lenksäule – ein weiterer Aspekt, der das

ungewohnte Erscheinungsbild verstärkt.

01

02

LENKUNG PER FINGERSPITZE

Für unsere Verbrauchs- und Leistungsmessungen fahren wir den

Xi16 R mit dem Mini-Wheel-Steuerungssystem. Von den beiden

neuen Lenkoptionen ist diese Variante schneller zu beherrschen.

Die Bedienung geschieht hauptsächlich mit dem Mittel- oder

01 Der Einstieg ist großzügig dimensioniert und komfortabel niedrig

‒ der Haltegriff für den Ein- und Ausstieg befindet sich am Dachprofil

02 Das Fehlen der A-Säulen verbessert die Sicht auf die

Arbeitsumgebung und die Gabelzinken

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 65


03 04

WERTUNG

+ Sicht

+ Platzangebot in der

Fahrerkabine

+ Leistungen

– Sitzhöhe des Standard-

Fahrersitzes

– Haltegriff an B-Säule kein

Standard

Zeigefinger. In der Lenkscheibe befinden sich drei Mulden, die

dem Finger Halt geben und eine präzise Steuerung ermöglichen.

Auch hier gilt: Etwas Eingewöhnung ist erforderlich. Als zusätzliche

Variante könnten wir uns einen hochklappbaren Drehknopf

vorstellen, um mehr Kontrolle über das Mini Wheel zu haben.

Den Testparcours bewältigen wir in allen drei Betriebsmodi,

die über das Display angeboten werden: Economy, Efficiency und

Zu den Teststaplern

Abmessungen und technische Daten

Länge bis zur Vorderseite des Gabelrückens

Gerätebreite

Hubmasthöhe (eingezogen)

Rahmenhöhe

Gabeln (L × B × T)

Radstand

Bodenfreiheit

Überhang Vorderachse bis zur

Vorderseite des Gabelrückens

Überhang Rückseite

Arbeitsgangbreite

Maximal zulässige Traglast des

Teststaplers (gemäß Lastendiagramm)

Lastschwerpunkt

Maximale Hubhöhe

Freihub

Neigungswinkel Hubmast vorwärts/

rückwärts

Antriebstechnik

Fahrmotor

Hubmotor

Batteriekapazität

Stabilität

Xi16 R

1.922 mm

1.086 mm

2.145 mm

2.054 mm

1.200 × 80 × 40 mm

1.371 mm

91 mm

369,9 mm

181,1 mm

3.372 mm

1.600 kg

500 mm

3.250 mm

150 mm

5° / 7°

6,5 kW

13 kW

90 V, 320 Ah

Eigengewicht/Prozentsatz Hinterachse 2.923 kg/54,91 %

Gewicht bei max. Last/Prozentsatz

Hinterachse

Reifen

4.523 kg/13,04 %

Maß vorne 180/70-8

Maß hinten 125/75-8

Hersteller

Continental CS20

Alle Angaben basieren auf Recherchen und Messungen des Testteams und können

Abweichungen zu den Herstellerangaben aufweisen

Performance. In puncto Leistung und Verbrauch verzeichnen wir

nahezu identische Werte wie beim zuvor von uns getesteten Xi16.

„Nahezu“ bedeutet in diesem Fall durchschnittlich etwa drei Prozent

weniger Produktivität – was wir dem ungewohnten Steuerungskonzept

zuschreiben.

OFFENE BAUWEISE, BESSERER ÜBERBLICK

DIE OFFENE BAUWEISE KOMMT

DER ARBEITSDYNAMIK ZUGUTE

Während der Leistungsmessungen stellen wir uns die Frage: Würde

mehr Erfahrung oder der Einsatz eines herkömmlichen Lenkrads

zu einer besseren Performance führen als beim Standard-

Xi16 aus unserem Test im Jahr 2024? Wir vermuten dies, denn das

Roadster-Konzept bietet aus unserer Sicht einige Vorzüge in Sachen

Arbeitsdynamik: Aufgrund der offenen Bauweise hat man

auf dem Stapler einen besseren Kontakt zur Lagerum gebung und

sitzt weniger „abgekapselt“ in der Fahrerkabine. Das ermöglicht

einen vorrausschauenden Blick auf die Positionen der Regale

und eine „Vorausplanung“ wie sich die Last am effektivsten aufnehmen

und absetzen lässt. Darüber hinaus erhöht die optimier-

Verbrauch pro

100 Paletten in kWh

Linde Xi16 R

Performance

Linde Xi16 R

Efficiency

Linde Xi16 R

Economy

ø

6,75

6,08

5,85

9,98

Verbrauch während

des Tests in kWh

Linde Xi16 R

Performance

Linde Xi16 R

Efficiency

Linde Xi16 R

Economy

ø = Durchschnitt der von uns getesteten vergleichbaren

Elektrogegengewichtstapler

ø

3,57

3,18

2,87

4,65

66 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

03+04 Neben der herkömmlichen Lenkradsteuerung

sind zwei Steer-Control-Optionen verfügbar, die die Sicht und

den Bedienkomfort verbessern: Mini Wheel und Joystick

05 Das Standard-Display ist übersichtlich und informativ ‒ der

optionale 7-Zoll-Bildschirm bietet zusätzliche Funktionen

wie ein integriertes Rückfahrkamerabild

06 Bei Bedarf kann eine Windschutzscheibe aus

bruchsicherem Kunststoff eingesetzt werden

Umgeschlagene Paletten in 8 Stunden

Linde Xi16 R Performance 423

07 Der optionale Haltegriff an der B-Säule verbessert

die Kontrolle und Sicherheit beim Rückwärtsfahren

te Rundumsicht die Verkehrssicherheit im Lager – Personen, die

die Verfahrwege kreuzen, werden frühzeitiger erkannt.

Einen kleinen Nachteil des Mini Wheel bemerken wir allerdings

beim Rückwärtsfahren: Die linke Schulter und der Nacken

werden beim verdrehten Sitzen zusätzlich beansprucht. Das Mini

Wheel befindet sich näher am Körper als ein herkömmliches

Lenkrad, was die Armhaltung beeinflusst. Eine passende Einstellung

des Abstands der linken Armlehne ist daher notwendig. Diese

Einstellung lässt sich sowohl in der Länge als auch in der Neigung

problemlos vornehmen.

Linde Xi16 R Efficiency 418

Linde Xi16 R Economy 391

ø 381

ø = Durchschnitt der von uns getesteten vergleichbaren

Elektrogegengewichtstapler

05

06

07

ERGONOMISCHER VORTEIL PER JOYSTICK

Mit der Joystick-Steuerung als zweiter Steer-Control-Option haben

wir lediglich eine Probefahrt unternommen, sie jedoch nicht

auf dem Testparcours eingesetzt. Für die Joystick-Steuerung ist

eine längere Eingewöhnung erforderlich, um zügig über den Parcours

fahren zu können. Zudem empfehlen wir, die Reaktionsgeschwindigkeit

des elektrohydraulischen Systems individuell anzupassen.

Auffällig ist jedoch sofort: Die Joystick-Steuerung ist

noch ergonomischer als das Mini Wheel. Der linke Arm wird nur

minimal belastet.

TEST-FAZIT

Mit dem Xi16 R bietet Linde eine bemerkenswerte Ergänzung der

Xi-Reihe. Ebenso kraftvoll und sparsam wie die Standardmodelle,

jedoch mit deutlichen Sichtvorteilen. Und um auf die eingangs

gestellte Frage zurückzukommen: Ja, der Stapler ist vollständig.

Die Dachkonstruktion ist stabil genug, um den vorgeschriebenen

Oregon-Falltest zu bestehen, bei dem ein Gewicht der doppelten

Tragfähigkeit auf das Dach fällt. Die massiven B-Säulen und verstärkten

Montagepunkte am Fahrgestell ermöglichen dies. Der

Hersteller hat auf die A-Säulen und die Lenksäule verzichtet, um

die Sicherheit zu erhöhen – ein Vorteil, der sich vor allem in kompakten

und stark frequentierten Lagerumgebungen bemerkbar

macht. Und der Haltegriff? Der befindet sich am Dachprofil. Auch

das ist anfangs gewöhnungsbedürftig.

Text und Fotos: Theo Egberts und Mark Dohmen

Grafiken: VFV, Sonja Daniel

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 67


PRODUKTE UND SYSTEME

SCHUBMASTSTAPLER STEIGERN UMSCHLAGLEISTUNG DURCH STABILITÄT,

GESCHWINDIGKEIT UND INTELLIGENTE ASSISTENZ

MATERIALFLUSSLÖSUNGEN MIT WIRKUNG HEUTE

UND SKALIERBARKEIT VON MORGEN

In Lager- und Distributionszentren entscheidet

verlässliche Leistung über einen effizienten

Materialfluss. Wer in dicht getakteten Prozessen

arbeitet, benötigt Lösungen, die Stabilität,

Geschwindigkeit und Präzision vereinen und sich

zugleich flexibel an unterschiedliche

Anforderungen anpassen lassen. Die

Schubmaststapler der ESR Serie von Crown sind

leistungsfähige Materialflusslösungen für heute

– und zugleich technologische Plattform

für zukünftige Anforderungen. Sie verbinden

durchdachtes Design mit Technologien, die

Produktivität steigern, Energie sparen und Fahrer

im Arbeitsalltag gezielt unterstützen.

Herzstück der Produktfamilie ist das stabile Hubgerüst.

Die Mastkonstruktion aus hochfestem Stahl minimiert

Durchbiegung und schafft die Voraussetzungen für

schnelle, präzise Absetz- und Aufnahmevorgänge in

Hubhöhen von bis zu 14,2 Metern. Damit steigt die Prozesssicherheit

etwa beim Einlagern in eng stehenden Hochregalanlagen. Im

Vergleich zu früheren Modellen erreicht die ESR Serie eine um bis

zu 36 Prozent höhere Maststabilität und bietet bei zwölf Metern

Hubhöhe Resttragfähigkeiten von bis zu 1.200 kg. Gabelstaplerfahrer

können – unterstützt durch Kameratechnik – somit in großen

Höhen präzise arbeiten. Sogar geübte Bediener können mit

den Schubmaststaplern ihre Umschlagleistung verbessern.

PRODUKTIVITÄTSSTEIGERUNG DURCH

XPRESS LOWER

Ein wichtiger Produktivitätshebel ist die optionale Xpress-Lower-

Funktion. Sie verdoppelt die Absenkgeschwindigkeit des Mastes,

was Produktivitätszuwächse von bis zu 21 Prozent ermöglicht.

Die im Senkvorgang freiwerdende Energie wird in die Batterie zurückgeführt

und somit die Betriebszeit der Flurförderzeuge verlängert.

In Kombination mit dem regenerativen Bremssystem

lässt sich der Energieverbrauch um bis zu elf Prozent reduzieren.

68 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


01 Der Schubmaststapler

ist vielfältig personalisierbar

und hilft dabei,

Aufgaben präzise und

souverän zu erfüllen. Dazu

können Fahrer die für sie

optimale Position für

Handhabung, Sicht und

Arbeitsablauf einstellen

02 Der Einsatz von

Lithium-Ionen-Batterien

erlaubt flexibles

Zwischenladen und

ermöglicht in Kombination

mit der regenerativen

Senkfunktion

Energieeinsparungen

von bis zu 30 Prozent

Wie sich schnellere Hub- und Senkprozesse im Alltag auswirken, zeigt ein Praxisbeispiel

aus den Niederlanden. Bastiaan Vosselman, Supply-Chain-Manager bei

Decostar, einem niederländischen Großhandelsunternehmen für Wohndekoration,

berichtet: „Das Herausragende daran ist das schnelle Anheben und Absenken der

Paletten. Das spart Zeit, weil die Stapler kürzer vor den Regalen stehen. Unsere

REGENERATIVE ENERGIESYSTEME UND

ASSISTENZFUNKTIONEN SENKEN BETRIEBS-

UND WARTUNGSKOSTEN

höchsten Regale sind mehr als elf Meter hoch, sodass sich die schnelleren Abläufe

rasch zu einer erheblichen Zeitersparnis summieren.“ Mit Xpress Lower konnte

Decostar die Prozesse beim Umschlag der Paletten um 18 Prozent beschleunigen.

Wo früher jeder Schubmaststapler rund 185 Paletten pro Schicht bewegte, stieg der

Durchsatz auf 219 Paletten. Bereits im ersten Jahr führten die schnelleren Prozesse

zu Einsparungen im fünfstelligen Bereich.

Neben Stabilität und Geschwindigkeit spielen Assistenzsysteme für mehr Sicherheit

und Effizienz eine entscheidende Rolle im Arbeitsalltag. Neben erprobten Lösungen

für automatische Hubhöhenvorwahl oder Resttragfähigkeitskontrolle hat Crown

jüngst eine neue intelligente Funktion eingeführt: ProximityAssist. Das Assistenzsystem

erkennt per Lidar-Technologie und intelligenter Fahrzeugsoftware Hindernisse

im Fahrweg und reduziert automatisch die Geschwindigkeit des Staplers. Dies unterstützt

eine vorausschauende Fahrweise und reduziert das Risiko von Kollisionen.

Konsequent auf Alltagstauglichkeit ausgelegt ist auch die vielfältig personalisierbare

Ergonomie der Schubmaststapler. So sind zum Beispiel Fahrersitz, Bedienelemente,

Armlehne und Bildschirm umfassend verstellbar und lassen sich an die individuellen

Bedürfnisse des jeweiligen Fahrers anpassen. Das bedeutet weniger körperliche

Belastung und gleichzeitig höhere Präzision bei Arbeiten in großen Höhen.

Der seitlich versetzte Freisichtmast sowie das optional verfügbare Panorama-Fahrer-


Regionale Fachmesse für

Intralogistik und Materialfluss

02. - 03. Juni 2026

Hamburg Messe

Kostenfreies Messe-Ticket

mit Code 1423 sichern!

QR-Code scannen und

kostenfrei registrieren:

03 Die neue Funktion ProximityAssist des Assistenzsystems

reduziert aktiv die Fahrgeschwindigkeit, wenn sich das Flurförderzeug

einem erkannten Objekt nähert und trägt damit zu einem

sicheren Fahrverhalten bei

Parallel zur:

Weitere Informationen unter: www.intralogistik-messen.de

© 2025 Easyfairs Group

schutzdach verbessern die Sicht auf Gabeln und Ladung sowie

nach oben und unterstützen ein kontrolliertes und sicheres

Handling.

VERNETZUNG VON MENSCH UND MASCHINE

Im Zusammenspiel mit dem nahtlos integrierten Flottenmanagementsystem

InfoLink liefert das Gena-Betriebssystem Informationen

für Management und Fahrer. Für Lagerleiter wird es

einfacher, die Produktivität der Flurförderzeugflotte zu überwachen

und zu verwalten. Für Fahrer wird der Stapler zu einem

zuverlässigen Partner. So sorgen zum Beispiel individuell konfigurierbare

Widgets in vielen Sprachen für ein datenreiches, personalisiertes

Bedienerlebnis. Dynamisches Coaching unterstützt

die korrekte Handhabung der Geräte und das Einhalten

von Sicherheitsregeln.

Das Betriebssystem ist so konzipiert, dass es für individuelle

Anwendungsanforderungen das Implementieren aktueller und

zukünftiger Technologien vereinfacht, die sich über drahtlose

Updates bedarfsgerecht hinzufügen lassen. So bleiben Staplerflotten

langfristig skalierbar. Durch Gena kann der Gabelstapler

auch als zentraler Hub fungieren, um im Zusammenspiel von

Erfahrungsdaten und Best-Practice-Beobachtungen (data & talent)

Machine-Learning-Technologien einzusetzen, die einen

maßgeblichen Einfluss auf intelligente Lösungen der Zukunft

haben werden.

HOCHINTEGRIERTE ENERGIELÖSUNGEN FÜR

EFFIZIENTEN BETRIEB

Das Energiemanagement der Schubmaststapler kann Effizienzpotenziale

ausschöpfen. Die V-Force-Energielösungen des Herstellers

sind darauf abgestimmt, dass Blei-Säure- oder Lithium-

Ionen-Batterien und Ladegeräte zusammenwirken. Die Harmonisierung

der Komponenten reduziert den Wartungsaufwand,

erhöht die Sicherheit beim Laden und senkt Betriebs- und Energiekosten.

Leistungsstudien unterstützen bei der Auswahl der

für den jeweiligen Einsatzzweck geeigneten Kombination aus

Batterie und Ladegerät.

Fotos: Crown

www.crown.com


DC-ANTRIEBE FÜR MOBILE ROBOTIK

Bürstenlose DC-Motoren stellen eine weiche Beschleunigung

sowie ein sanftes Starten und Stoppen in fahrerlosen

Transportfahrzeugen und autonomen mobilen Robotern

sicher. Oriental Motor erweitert die BLV-R-Serie um eine

750-W-Variante für höhere Lasten und anspruchsvolle

Transportaufgaben. Die Serie umfasst Ausgangsleistungen

von 60 bis 750 W mit Drehzahlbereichen von 1 bis

4.000 min−¹. Ein Encoder mit einer Auflösung von 0,01°

schafft die Voraussetzungen für präzise Positionierung beim

Anfahren definierter Haltebereiche. Der neue MVC01

Mobile-Robot-Controller übernimmt fahrzeugspezifische Antriebsregelung wie

Achssynchronisation und Kinematik. Verfügbar sind die Motoren mit Stirnradgetriebe,

Hohlwellenflachgetriebe oder getriebeloser Ausführung. Varianten mit elektromagnetischer

Bremse ermöglichen einen sicheren Stillstand auf Rampen. Der

kompakte Treiber unterstützt CANopen- und Modbus-Schnittstellen.

www.orientalmotor.de

Aller

Anfang

ist die

Ordnung.

ROBOTERSYSTEM PALETTIERT UND DEPALETTIERT

VERSCHIEDENE LADUNGSTRÄGER

Die automatisierte Handhabung verschiedener Behältertypen beim Palettieren und

Depalettieren ermöglicht das Robotersystem PolyDeStack der Polyplan Polyurethan-

Maschinen GmbH. Die Anlage stapelt mit einem Greifer Kartonagen, KLT- und

EPP-Behälter sowie Palettendeckel.

Das Vakuum-Flächengreifsystem

arbeitet ohne Modifikationen

zwischen den Behälterarten.

Eine 3D-Visionlösung von VMT

Vision Machine Technic erkennt

die Ladungsträger und liefert

Geometrie- und Positionsdaten für

die kollisionsfreie Roboterführung.

Machine Learning unterstützt das

Einlernen neuer Behältertypen.

Ergänzt wird das System durch PolyCUT zum automatisierten Entfernen von

Umreifungsbändern sowie eine Funktionserweiterung zur Positionserkennung und

Entfernung von VDA-Master- und Global-Transport-Etiketten.

Machbarkeitsprüfungen und Prozesssimulationen führt der Hersteller im hauseigenen

Vision- und Robotik-Labor durch. Die Anlagen lassen sich hinsichtlich Roboterausführung,

Vision-Technologie, Greiftechnik und Steuerung anwendungsspezifisch

konfigurieren.

www.polyplangmbh.de

SPRINKLERANLAGEN SCHÜTZEN HOCHREGALLAGER

Speziell entwickelte Sprinklerlösungen berücksichtigen Brandszenarien sowohl

innerhalb der Regale als auch auf Dachebene automatisierter Hochregallager.

Pyronova konzipiert die Systeme nach VdS- und FM Global-Standards und passt sie

an Lagerkonfiguration, Warenklassifizierung und

Automatisierungsgrad der jeweiligen Anlage an. In

einem mitteleuropäischen Projekt mit einem geschützten

Volumen von 160.000 m³ kamen nahezu

19.000 Regalsprinklerköpfe zum Einsatz. Bei einem

anderen Projekt wurden in einem Lager mit einer

Höhe von mehr als 40 m über 140.000 Sprinklerköpfe

zum Schutz von Regalen und Dachkonstruktionen auf

einer Fläche von über 140.000 m² installiert. Der

kombinierte Regal- und Dachschutz ermöglicht eine

schnelle Brandkontrolle am Entstehungsort und

begrenzt die vertikale sowie horizontale Brandausbreitung

auch bei sehr großen Lagerhöhen und

dichten Regalanordnungen.

www.pyronova.com

Besuchen Sie uns

auf der LogiMAT in

Stuttgart

24. – 26. März 2026

Halle 1 | D66

schulte-lagertechnik.de


PRODUKTE UND SYSTEME

FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK 4.0

AUF DEN

PUNKT

GEBRACHT

MANFRED WEBER,

REDAKTEUR

Das Internet ist voll mit nützlichen,

aber auch überflüssigen Inhalten. Wir

filtern für Sie die Informationsflut und

recherchieren Inhalte mit echtem

Nutzwert für den Intralogistiker

Tagtäglich sind wir im Internet einer riesigen Informationsflut ausgesetzt. Da wird es

schwer, den Überblick zu behalten. Doch f+h hilft! Denn wir selektieren nicht nur

entsprechende Pressemeldungen, sondern durchforsten für Sie auch Websites, Business-

Netzwerke und soziale Medien und filtern spannende Dinge heraus. Ab sofort finden Sie

an dieser Stelle unsere Highlights aus der digitalen Welt der Intralogistik.

KI-INTEGRATION IN WMS

Die LIS Logistische Informationssysteme GmbH erweitert ihr

Warehouse-Management-System (WMS) um eine KI-gestützte

Assistenzfunktion, die den Zugriff auf Lagerdaten grundlegend

vereinfacht. Anwender können Bestandsinformationen,

Artikelbewegungen, Auftragsdaten sowie Auswertungen

künftig direkt in natürlicher Sprache abfragen – per Texteingabe

oder Sprachsteuerung. Statt sich durch komplexe

Menü strukturen zu navigieren, erhalten sie so kontextbezogene

Antworten in Echtzeit. Das unterstützt eine schnellere,

fundiertere und sicherere Entscheidungsfindung im operativen

Lageralltag unterstützt. Mitarbeiter können das System

wie einen digitalen Assistenten nutzen und erhalten sofort

die benötigten Informationen – ohne lange Einarbeitung

oder tiefes Systemwissen.

WWW.LIS.EU

KI-GESTÜTZTE SUPPLY-CHAIN-

PLANUNG

In vielen Unternehmen werden zentrale Supply-

Chain-Entscheidungen noch immer in voneinander

getrennten Tools getroffen: Forecasts entstehen in

Tabellen, Dispositionsparameter werden manuell im

ERP-System nachjustiert, Bestellungen auf Basis

statischer Daten im ERP-System erstellt, kritische

Fehlteile zu spät erkannt und Abstimmungen mit

Lieferanten per E-Mail geführt. Genau hier setzt die

KI-gestützte Supply-Chain-Software aus dem Hause

numi an: Die Plattform wandelt ERP-Daten in klare,

umsetzbare Pläne um, automatisiert operative

Entscheidungen und verbindet die Beteiligten

entlang der Lieferkette in einem gemeinsamen

System.

WWW.NUMI.DIGITAL/DE

72 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

ELEKTROSTAPLER RX 60 VON STILL

Umweltschonende und wirtschaftliche Investition

in die Zukunft

bit.ly/still-fuh-26

DIE TOP

ONLINE-ARTIKEL

DER F+H WEBSITE

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen die

fünf meist gelesenen Artikel des Monats

auf unserer Internetpräsenz

Das Ranking umfasst alle Seitenaufrufe im 2-Monats-Zeitraum

bis ca. 2-3 Wochen vor Erscheinungstermin dieser Ausgabe. Die

Berechnungsbasis von 100% entspricht der Summe der fünf Plätze.

MIT IO-LINK ZU NEUEN

LICHTDIMENSIONEN

Diana Electronic-Systeme präsentiert LED-Controller

bit.ly/diana-fuh-26

FETRA STOCKT TRANSPORTWAGEN-

SORTIMENT AUF

Produktneuheiten für die innerbetriebliche Logistik

bit.ly/fetra-fuh-26

ALLIVATE STARTET MIT NEUEM

FÜHRUNGSTEAM

Neue Doppelspitze bei IT-Luftfrachtunternehmen

bit.ly/allivate-fuh-26

DIE ZUKUNFT IM FOKUS

BlackForxx baut Campus in Bremen

bit.ly/blackforxx-fuh-26

EXCLUSIVE

CONTENT

nur online

www.bit.ly/cts-fuh-26

BEHÄLTER ONLINE KONFIGURIEREN

Online-Konfiguratoren gehören in den Produktsparten

Treppen und Plattformen, Steigleitern und

-anlagen sowie Medical bereits seit Längerem zum

digitalen Serviceangebot des Unternehmens Zarges.

Im Segment der Logistiklösungen können Betreiber

ab sofort ebenfalls Transport- und Lagerbehälter

nach ihren individuellen Anforderungen konfigurieren

und im Anschluss direkt ein Angebot erhalten.

Der Konfigurator ist auch für Laien intuitiv zu

bedienen und visualisiert das Ergebnis live in 3D.

Anwender werden Schritt für Schritt durch den

Prozess geführt, und technisch nicht realisierbare

Konfigurationen werden automatisch ausgeschlossen.

Abschließend erhalten sie eine zusammenfassende

Übersicht über die gewählte Konfiguration.

WWW.ZARGES.DE

STEP BY STEP ZU MEHR

AUTOMATISIERUNG

Hohe Regulierungsanforderungen, Personalengpässe

durch den demographischen Wandel, steigende

Energiekosten, variablere Stückzahlen im Vergleich

zur asiatischen Konkurrenz: Europäische Produzenten

stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Ein strategischer

Hebel, um die Produktion in Hochlohnländern dauerhaft

wettbewerbsfähig zu halten, ist die Automatisierung. Vor allem

die Automatisierung der Intralogistik als Rückgrat der Fertigung

hilft dabei, den Durchsatz zu erhöhen, Fehler zu reduzieren

und umfassende Transparenz herzustellen.

www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 73


PRODUKTE UND SYSTEME

SCHNEIDER ELECTRIC VERLAGERT TEILE DES RSM-/RDM-MOTORENVERTRIEBS AN ASTRO

SPEZIALISIERTER ANTRIEBSPARTNER

ÜBERNIMMT KUNDENBETREUUNG

Das Unternehmen Schneider Electric baut den

weltweiten Vertrieb seiner RSM- und

RDM-Motoren um: Seit 1. Januar 2026

übernimmt die Astro Motoren gesellschaft mbH

& Co. KG, Geestland, die Bestellabwicklung und

Kundenbetreuung für kleinste, kleine und

mittlere Auftragsgrößen dieser Antriebsreihen

sowie für zugehörige Gehäuse und Stellnocken.

Synchronmotoren (RSM) und Schrittmotoren (RDM) kommen

in der Intralogistik überall dort zum Einsatz, wo präzise

Steuerung, hohe Energieeffizienz und Zuverlässigkeit

im Dauerbetrieb gefragt sind. RSM treiben vor allem Rollenbahnen,

Gurtförderer und Shuttle-Verfahrachsen in automatischen

Kleinteilelagern an – hauptsächlich bei Anwendungen mit

konstanten Geschwindigkeiten oder hohen Effizienzanforderungen

bis zur IE5-Klasse. RDM (etwa die klassischen Serien von

Berger Lahr) sind dagegen auf hochpräzise Positionieraufgaben

spezialisiert, etwa in Kippschalen-Sortern, Etikettiersystemen der

Verpackungslogistik oder Pick-and-Place-Robotern in Kommissionierstationen.

FACHWISSEN ALS SCHLÜSSELKRITERIUM

Astro ist als Antriebsspezialist positioniert und verfügt laut

Schneider Electric durch enge technische Zusammenarbeit über

tiefgehendes Know-how zu Aufbau, Eigenschaften und Einsatzbedingungen

dieser Motorenfamilie. So hat das Unternehmen aus

Nach der Vertragsunterzeichnung (v. l. n. r.):

Yusuf Pence (Geschäftsführer Schneider Electric Automation GmbH),

Simona Graudenz und Andrea Graudenz (beide Geschäftsführerinnen

Astro), Detlef Morawetz (Key Account Manager Actuators Schneider

Electric) und Thomas Graudenz (Geschäftsführer Astro)

Geestland bereits im Jahr 2017 die komplette Baureihe der paketierten

Synchronmotoren RSM 828-884 von Schneider Electric ersetzt.

Diese können als 1-Phasen- oder 3-Phasen-Motoren geliefert

werden, optional auch mit einer UL-/CSA-Zulassung. Ebenfalls

existiert eine ATEX-Variante für die Baureihe RSM 828-884.

„Wir kennen die RSM- und RDM-Reihen seit Jahren aus der

technischen Zusammenarbeit mit Schneider Electric“, sagt Thomas

Graudenz, Geschäftsführer von Astro. „Unsere Kunden profitieren

davon, dass wir uns ausschließlich auf Antriebstechnik

konzentrieren. Wir können schneller auf spezifische Anpassungen

reagieren und haben kürzere Kommunikationswege – entscheidend

bei komplexen Intralogistik-Projekten.“ Diese Expertise

komme Anwendern bei Produktanpassungen zugute – ein entscheidender

Vorteil für Systemintegratoren und Konstrukteure

von Intralogistik-Anlagen.

PRAKTISCHE HINWEISE

Anfragen und Bestellungen im Bereich der kleinsten, kleinen und

mittleren Auftragsgrößen können nun an den neuen Vertriebspartner

gerichtet werden. Unternehmen, die RSM-/RDM-

Motoren zum Beispiel in ihrer Fördertechnik, Lager infrastruktur

oder anderen Bereichen einsetzen, können die Ersatzteilbevorratung

sowie die Prüfung kritischer Verschleißteile direkt mit dem

Antriebsspezialisten planen, um Ausfallzeiten zu vermeiden.

Alle RSM und RDM lassen sich mit unterschiedlichen Getrieben

aus dem Sortiment von Astro kombinieren. Auch spezifische

Sonderlösungen sind möglich.

Bei zukünftigen Anlagenprojekten kann der Vertriebspartner

sowohl technisch als auch logistisch unterstützen – in erster Linie

bei kleinen und mittleren Auftragsgrößen. Großprojekte werden

weiterhin direkt von Schneider Electric betreut.

Die technische Dokumentation und Serviceleistungen für installierte

Systeme laufen nach Herstellerangaben nahtlos weiter.

Anwender mit spezifischen Anpassungsanforderungen können

von der Spezialisierung des neuen Vertriebspartners profitieren.

TREND ZUR SPEZIALISIERUNG

Die Vertriebserweiterung spiegelt eine Entwicklung wider, die in

der Automatisierungs- und Antriebstechnik zunehmend zu beobachten

ist: Globale Hersteller konzentrieren sich auf Kernproduktlinien

und übertragen spezialisierte Segmente an Partner

mit entsprechendem technischem Know-how. Für Anwender

kann dies Vorteile bei Beratungsqualität und Reaktionsgeschwindigkeit

bieten – vorausgesetzt, der Übergang wird professionell

gemanagt.

Winfried Bauer

Foto: Astro

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VORSCHAU

IM NÄCHSTEN HEFT: 03/2026

ERSCHEINUNGSTERMIN: 15. 04. 2026

ANZEIGENSCHLUSS: 31.03. 2026

01

Werden Sie Teil der B2B-Plattform

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02

03

01 Der Palettenwechsel spielt bei der Lagerplanung oft eine untergeordnete

Rolle. Doch die frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich

Bild: SW-Paratus

02 Frischer Look, solide Leistung: Unser Stapler-Test zeigt, was der Bobcat

B25NS mit Lithium-Ionen-Batterie kann – und wo Potenzial liegt

Bild: Theo Egberts und Mark Dohmen

03 Rückspeisefähige Antriebstechnik von SEW-Eurodrive sorgt im Lager von

Bergzeit für mehr Nachhaltigkeit und schnelleren Auftragsdurchlauf

Bild: SEW-Eurodrive

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

IHR WEG ZU UNS

INTERNET: foerdern-und-heben.de

E-PAPER: digital.foerdern-und-heben.de

CHEFREDAKTION: w.bauer@vfmz.de

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Messe Stuttgart, Germany

Halle 1, Stand 1K41

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Besucher Information

Internationale Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement

24. – 26. März 2026

Messe Stuttgart

PASSION FOR

DETAILS

Discover the Difference

Follow us on ®

logimat-messe.de


Grußwort und Rahmenprogramm

Liebe Besucher und Besucherinnen,

Digitalisierung und Automatisierung der innerbetrieblichen

Materialflüsse stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen.

Die LogiMAT 2026 – Internationale Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement – bietet dafür

Inspiration, Fachwissen und konkrete Lösungsansätze. Unter

dem Motto „PASSION FOR DETAILS – Discover the Difference“

präsentieren über 1.600 internationale Aussteller in zehn

Messehallen ihre Produkte und Lösungen. Von smarter Software

über automatisierte Lager- und Transportsysteme bis hin

zu modernen Flurförderzeugen ist die gesamte Bandbreite der

Branche vertreten.

Ein hochkarätiges Rahmenprogramm vertieft Trendthemen wie

Nachhaltigkeit, KI und Robotik. Mit 25 Expert Forums, dem

„Anwender forum Mobile Robotik“, der „Smart Maintenance

Lounge“, Live-Events und dem LogiMAT CareerDay wird die

Messe zu einem inspi rierenden Treffpunkt für alle, die die

Zukunft der Intralogistik aktiv gestalten möchten.

Alle Informationen halten Sie hier in der Hand: kompakt und

übersichtlich. Unsere Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch!

Kommen auch Sie nach Stuttgart!

LogiMAT Arena Atrium | Eingang Ost

Eröffnung der LogiMAT

und Preisverleihung –

Best Product 2026

10:00 – 11:00 Uhr

Offizielle Eröffnung durch

Michael Ruchty,

Messeleitung LogiMAT Stuttgart,

EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH

Preisverleihung mit Laudatio von

Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,

Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss

Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)

Seien Sie live dabei, wenn der renommierte Preis

„Best Product“ in drei Kategorien vergeben wird!


Expert Forums

Dienstag, 24.3.

Simultanübersetzung

Wie viel Mensch

11:00 – 11:50 Uhr

braucht das Lager der Zukunft?

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim,

Institutsleitung, Fraunhofer-Institut für Materialfluss

und Logistik IML

Die Nachfrage an Automatisierungslösungen ist

ungebremst und viele Logistikunternehmen befassen

sich mit Anwendungen humanoider Robotik.

Gleichzeitig arbeiten immer mehr Menschen in der

Branche. Wieviel Mensch braucht das Lager der

Zukunft wirklich?

Verpackungslogistik: 13:00 – 13:50 Uhr

Die PPWR richtig umsetzen

Moderation: Sandra Lehmann, Redakteurin,

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)

stellt vor allem Verpackungslogistiker vor Herausforderungen,

denn insbesondere Lösungen für hohe

Mehrwegquoten sind bislang rar. LOGISTIK HEUTE zeigt

Ansätze für die praktische Umsetzung.

Digitaler Produktpass 14:00 – 14:50 Uhr

als Wegbereiter für eine zirkuläre Logistik

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,

Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss

Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)

Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft erfordert

eine effiziente Rückführungslogistik von Produkten und

Materialien. Wie wird aus der Pflicht des Digitalen Produktpasses

eine Chance für Unternehmen, zirkuläre Prozesse

profitabel zu gestalten?

Über den Tellerrand 15:00 – 15:50 Uhr

gucken: Was Intralogistik und modernes

Anlagenmanagement verbindet

Moderation: Jens Reissenweber,

Vorstandmitglied, FVI e.V.

Intralogistik und Smart Maintenance wachsen durch

Digitalisierung, Automatisierung und Datenanalyse

immer enger zusammen. Diese Panel diskussion

will vorstellen, was diese Entwicklung zur besseren

Prozesseffizienz beiträgt.


Expert Forums

Dienstag, 24.3.

Digitale Helfer im

11:10 – 12:00 Uhr

Warenfluss – KI als Werkzeug für KMUs

Moderation: Anja Glässing, Projektmanagerin

Digitale Transformation und Industrie 4.0 Scouting,

Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg

Drei Jahre KI-Revolution – Zeit für ein Zwischenfazit

von Anwendern und Experten: Welche Anwendungen

haben sich in der Logistik durchgesetzt? Was

ist Stand der Technik in der Branche? Und wo sind

noch Potenziale für die Zukunft?

Moderation: Dr.-Ing. Roman Ungern-Sternberg,

Geschäftsbereichsleiter Operations, Fraunhofer-Institut für

Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Variantenfertiger müssen eine hohe Individualisierung

bei der Produktivität der Massenfertigung

abdecken, um wettbewerbsfähig zu sein. Wie

können Engpässe in einem komplexen Wertstrom

ersichtlich werden? Welche aktuellen Lösungen

gibt es?

Simultanübersetzung

End-to-End Operations: 13:10 – 14:00 Uhr

Was braucht es für halbe Durchlaufzeiten

bei halbem Aufwand?

KI-basierte Bildverarbeitung

sieht, was Logistik

14:10 – 15:00 Uhr

bewegt

Moderation: Oliver Scheel, Business Development

Manager, EMVA – European Machine Vision Association

KI-gestützte Bildverarbeitung verändert die Welt der

Logistik! KI + maschinelles Sehen revolutionieren

Prozesse und steigern die Effizienz. Erfahren Sie, wie

innovative Technologien gezielt eingesetzt werden, um die

Zukunft der Logistik zu gestalten.

Frachtbetrug vorbeugen: 15:10 – 16:00 Uhr

Millimeterwellenscanner für die Logistik

Moderation: Andreas von Lösecke,

Produkt Management Millimeterwellenbildgebung,

Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG

Schneller und automatisierter Schutz vor Frachtbetrug

mit Hilfe nicht-ionisierender Millimeterwellenscanner.

Was kann heute bereits umgesetzt werden und was

bringt die Zukunft?


Vortrag in englischer Sprache

Exhibitor Insights

Dienstag, 24.3.

Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)

Forum Nord, Halle 7

10:00 Leuze electronic GmbH + Co. KG Autarkes Track & Trace

System auf Feldebene? Überraschende Lösungen für Trans parenz

im Materialfluss

10:30 Toyota Material Handling Deutschland GmbH Designing

Strategic Circular Value: Cut Waste and Cost in Your Material

Handling Operations

11:00 else AB One Brain for Intralogistics – eine Software steuert alles

11:30 MHP Management- und IT-Beratung GmbH

12:00 Element Logic Germany GmbH Warum Automatisierung kaufen,

wenn man sie auch abonnieren kann?

12:30 HUARAY TECHNOLOGY SINGAPORE PTE. LTD. iRAYPLE

Enpowers Smart Manufacturing 4.0 with end-to-end intelligent

logistics solutions

13:00 TGW Logistics GmbH Designing for Tomorrow: Automation

Architectures That Scale With Your Operation

13:30 KNAPP AG rise to new dimensions with AI in logistics

14:00 Geekplus Europe GmbH When performance meets scalability:

The Geek+ – STL partnership transforming Pharma fulfillment at

Med24

14:30 Movu NV 4-Wege Paletten Shuttle als strategischer

„Game changer“ in der 3-PL Automatisierung: Einblicke von Movu

15:00 enabl Technologies GmbH Autonome Stapler als Teil hybrider

Logistik: Mensch und Maschine im performanten Zusammenspiel

15:30 KNAPP Systemintegration GmbH Master Data: Driving

operational Excellence and Compliance

16:00 Intralox L.L.C. Europe Smart Singulating and Gapping: The Key

to Next Level Material Handling Automation

16:30 Zebra Technologies Europe Ltd. N.N.

Forum Süd, Halle 4

10:00 Global Engineering Technologies Was Sie aus unserem langen

Go-To-Market lernen können: In 20 Jahren zur Perfektion von WMS

& WCS?

10:30 Swisslog GmbH From Grid to Great: SynQ Driven AutoStore HTTP

11:00 IdentPro GmbH Kosten runter, Effizienz rauf: So steuert digitale

Intralogistik mit RTLS & KI das gemischte Lager

11:30 Körber Supply Chain Consulting GmbH SAP LGM als Komponente

für smarte Supply Chains – Innovation für Industrie 5.0

12:00 mobisys GmbH SAP EWM Clean Core. MSB nova: mobile

Prozesse, beschleunigte Intralogistik & höchste Datenqualität

12:30 SWAN GmbH Operative Logistik neu gedacht: KI + SAP LGM,

EWM/MFS und TM für eine zukunftssichere Supply Chain

13:00 ICS Group Warehouse 5.0: Menschen, KI-Agenten und Systeme

intelligent orchestrieren – mit Stradivari ® WMS

13:30 PSI Software SE Ausgezeichnete KI weitergedacht: Die nächste

Evolutionsstufe von PSIwms AI

14:00 io-DigitalSolutions GmbH Produktionsversorgung praxisnah mit

SAP EWM und DM abbilden

14:30 ExB Labs GmbH N.N.

15:00 RR Fischer GmbH Gravity-driven conveyors – the essential add-on

to EVERY automation system (shuttle, AGV or AMR)

15:30 Flexus AG SAP EWM-Transformation für das neue Logistik zentrum

bei Ingersoll Rand. Fiori Apps, Automatiklager, Routen züge,

JIS-Versorgung, Distribution.

16:00 LogiPlus Consulting GmbH AutoStore trifft SAP EWM: Best

Practices für Integration und End-to-End Lagerautomatisierung

16:30 BRABENDER Solutions GmbH Bermuda-Dreieck? Wie integrierte

Transport Management Systeme alle Informationen auf dem Schirm

halten


Expert Forums

Mittwoch, 25.3.

Simultanübersetzung

Kooperierende FTF 10:00 – 10:50 Uhr

für mehr Effizienz in der Intralogistik

Moderation: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz,

Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT),

Universität Stuttgart

Mithilfe kooperierender fahrerloser Transportfahrzeuge

(FTF) können universelle Transportlösungen geschaffen

werden. Skalierbare Fahrzeugverbünde aus beliebig

kombinierbaren Fahrzeugen senken die Betriebsmittelvarianz

und steigern die Flexibilität.

Die Brownfield-Challenge: 11:00 – 11:50 Uhr

Das Runde muss ins Eckige

Moderation: Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt,

VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL), Inhaber

der Professur für Technische Logistik an der TU Dresden

Bei Kostendruck und Fachkräftemangel gilt Automatisierung

als Lösungsweg schlechthin. Wie aber passt das in

ein System, das ohne Automatisierung gedacht wurde?

Richtig spannend wird es, wenn sich gleichzeitig noch

das Geschäft verändert.

Ergonomie –

13:00 – 13:50 Uhr

olle Kamelle oder Trendthema?

Moderation: Dr. Veronika Kretschmer,

Senior Scientist, Scientific Board Member,

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

In diesem Forum werden neueste Praxiseinblicke

beleuchtet: Ist Ergonomie heute immer noch altbekannte

Theorie oder längst unverzichtbarer Erfolgsfaktor

im Arbeitsalltag? – Seien Sie dabei und sichern

Sie sich wertvolle Impulse für Ihre Praxis.

Safety vs. LowCost

in der mobilen Robotik

14:00 – 14:50 Uhr

Moderation: Dr. Günter Ullrich, Leiter VDI

Fachausschuss „Mobile Robotik“ und Forum-FTS

Die mobile Robotik erobert die Welt. Neue Technologien

und Anwendungen lassen die unterschiedlichen Safety-

Anforderungen der Kontinente miteinander konkurrieren.

Was heißt das für die europäische Normung? Können wir

uns die „Gelb-Sucht“ noch leisten?


Expert Forums

Mittwoch, 25.3.

Logistics ChangerS – 15:00 – 15:50 Uhr

Pitch der Finalisten zum Startup-

Wettbewerb des LCS

Moderation: Dr. Julia Boppert,

Geschäftsführerin, trilogIQa | change to lean |

Simultanübersetzung

Innovative Startups präsentieren Lösungen für die

Logistik von morgen. Wie verändern neue Technologien

Transport und Lager? Welche Ideen machen Lieferketten

effizienter und nachhaltiger? Und welche Trends prägen

die Branche künftig?

LogiMAT-Gipfeltreffen 2026: 16:00 – 16:50 Uhr

Die Top-Trends der Intralogistik

Moderation: Matthias Pieringer, Chefredakteur

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

KI, Automatisierung und Autonomisierung – welche

Trends treiben die Intralogistik an, und welche Chancen

sowie Risiken ergeben sich daraus? Diese und weitere

Fragen erörtern Spitzenmanager und Wissenschaftler

beim LogiMAT-Gipfeltreffen 2026.


Expert Forums

Mittwoch, 25.3.

Moderation: Kathrin Renner,

Manager DC technology, ZVEI e.V. (ODCA)

Simultanübersetzung

Wie ein DC-System 10:10 – 11:00 Uhr

die (Intra-)Logistik aufs nächste Level hebt

Gleichstromsysteme sind der Schlüssel zu mehr

Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit.

In dieser Session wird beleuchtet, wie

DC-Infrastrukturen die Energienutzung in der Logistik

revolutionieren.

So einfach kann

11:10 – 12:00 Uhr

Beschaffung sein: Automatisierte

Warenversorgung in der Fertigung

Moderation: Walter Ahmann,

Senior Consultant E-Procurement,

Prozess- u. Integrationsmanager, simple system

Wo manuelle Abläufe bremsen, schafft Digitalisierung

Effizienz: Mobile Scanlösungen, smarte

Warenausgabe und der direkte Draht zum Lieferanten

sichert Verfügbarkeit. Ein Praxisbeispiel aus

dem Maschinenbau zeigt, wie das mit simple system

gelingt.

Intralogistik 4.0:

13:10 – 14:00 Uhr

Sensoren treffen Künstliche Intelligenz

Moderation: Dirk Schaar, Leitender Chefredakteur

GO>>ing INTRALOGISTICS, AMA Digital Networks GmbH

Wie wird aus Daten Mehrwert? Das Forum zeigt, wie

Sensorik und KI die Intralogistik smart, effizient und

zukunftssicher machen. Im Fokus: transparente

Materialflüsse, vorausschauende Steuerung, autonome

Prozesse und Praxisbeispiele.

Aftersales ist nicht 14:10 – 15:00 Uhr

Support – sondern das profitabelste

Feld im Maschinenbau

Moderation: Thomas Reisacher, Geschäftsführer

FDI Digital Business & VALUE HUB GmbH

Lager digital – Vertrieb analog? Viele Intralogistiker

übersehen ihre profitabelsten Hebel. Wie wird der

Vertrieb sichtbar, bevor der Kunde sucht? Wie gelingt

Service, der Umsatz macht? Und was funktioniert in der

Praxis wirklich?


Expert Forums

Mittwoch, 25.3.

Simultanübersetzung

AIDC-Lösungen

15:10 – 16:00 Uhr

zur Optimierung und Digitalisierung

logistischer Prozesse

Moderation: Thorsten Aha, Chefredakteur ident,

Ident Verlag & Service GmbH und

Peter Altes, Geschäfts führer, AIM-D e. V.

Erleben Sie im AIM-ident-Expertenforum, wie

AutoID-Technologien Supply Chains optimieren.

Wie steigern Barcode, RFID sowie Sensorik und

RTLS die Effizienz? Wie lassen sich Prozesse

digitalisieren, Kosten senken und Nachhaltigkeit

erreichen?

PPWR und weitere 16:10 – 17:00 Uhr

EU-Vorschriften – Fluch oder Segen?

Moderation: Britta Wyss Bisang,

VP Sustainability and Strategic Marketing

Communications, Schoeller Allibert

Wegen immer strengerer Vorschriften müssen

Hersteller von Kunststofflager- und -transportsystemen

ein Gleichgewicht zwischen Compliance,

Nachhaltigkeit und Machbarkeit finden. Wie können

sie die Ziele der Kreislaufwirtschaft erreichen,

politische Widersprüche lösen und den Zugang zu

recycelten Materialien sicherstellen?


Exhibitor Insights

Forum Nord, Halle 7

Mittwoch, 25.3.

Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)

10:00 Mobile Easykey GmbH Reale Effekte statt Theorie: Wie Daten

die Intralogistik verändern

10:30 Powerfleet GmbH From Reactive to Predictive Safety: How AI Is

Transforming Forklift & Warehouse Risk Management

11:00 GEBHARDT Fördertechnik GmbH Automatisierung in der

Smart Factory Logistics mit GEBHARDT Versastore ®

11:30 Toyota Automated Logistics The Journey to Smart Warehouse

Automation

12:00 Nomagic Sp. z o.o. AI in Robotics: Where We Are Today, and

Where We are Headed

12:30 LIPPERT Sortation Technology by GEBHARDT Hoher

Durchsatz, geringe Kosten – Sortiertechnik im E-Commerce

13:00 Gridstore Robotics GmbH Next-Level-Flexibilität: Wie Gridstore

Robotics dynamische Prozesse ohne Kompromisse ermöglicht

13:30 HUSS-VERLAG GmbH Moderne Warehouse-Management-

Systeme effektiv einsetzen. Eine Diskussionsrunde, die praxisnahe

Strategien und Tipps liefert und zeigt, wie Sie Ihre Lagerprozesse

optimieren und ihre Produktivität steigern können.

14:00 Mecalux GmbH N.N.

14:30 STILL GmbH N.N.

15:00 IGZ Ingenieurgesellschaft Automatisierung Werkslogistik mit

SAP EWM Template bei REHAU

15:30 KNAPP Industry Solutions GmbH AMRs as the Core of Modern

Logistics: Combining high throughput with maximum flexibility

16:00 Ranpak BV N.N.

16:30 Stöcklin Logistik AG N.N.

Forum Süd, Halle 4

10:00 Logistikbude GmbH Ladungsträger auf Autopilot: Paletten,

Behälter & Co. ohne Excel und Zettelwirtschaft managen

10:30 FIS Informationssysteme und Consulting GmbH Effizienz

auf beiden Seiten der Rampe: Geplant rein, digital raus mit FIS

Logistiklösungen auf der SAP BTP

11:00 ABF GmbH So senken Branchenführer Kosten im Lager um 30 %

– Digital optimiertes Transporthandling in Real-Time

11:30 NETSTOCK Europe GmbH Präziser als die Glaskugel –

Mit Netstock zur optimalen Bedarfsplanung

12:00 INFORM GmbH N.N.

12:30 S2data GmbH Von der Disposition zum integrierten Netzwerk:

Wie KI die Transportplanung neu definiert

13:00 Heureka Business Solutions GmbH N.N.

13:30 Prodinger Gruppe 7 Erfolgsfaktoren für intelligente

Verpackungsprozesse

14:00 MotionMiners GmbH N.N.

14:30 ecovium Holding GmbH SimpleChain – Unlock Agentic

AI-Driven Logistics

15:00 io-consultants GmbH & Co. KG Potenziale der KI-gesteuerten

Lagerplanung

15:30 SAP Deutschland SE & Co. KG N.N.

16:00 OPAL Associates GmbH Gesetze ändern sich. Standards

bleiben. Etikettieren in S4/HANA mit OPAL

16:30 All for One Group SE SAP Logistics Management im Check: SAP

und Kunden diskutieren Potenziale, Funktionen und die Roadmap

Vortrag in englischer Sprache


Supply Chain Risiko 10:00 – 10:50 Uhr

Management: resilientere Lieferketten

durch smarte Datenanalyse!

Moderation: Prof. Dr. Michael Krupp, Professor für

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Logistik und Supply

Chain Management (SCM), Mitglied der Leitung der

Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung –

THA_ops, Technische Hochschule Augsburg (THA)

Lieferketten sind vielfältigen Risiken ausgesetzt. Das Fachforum

„Supply Chain Risiko Management“ zeigt praxisnahe Ansätze für

mehr Resilienz (auch in KMU). Diskutieren Sie mit, wie smarte

Datenanalysen Lieferketten widerstandsfähiger machen!

Die Evolution des 11:00 – 11:50 Uhr

Digitalen Zwillings – vom „Virtual“

zum „Immersive“ Engineering

Moderation: Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur

Technische Logistik, HUSS-VERLAG GmbH

Es werden der Status-Quo und die Bedeutung des

„Virtual & Immersive Engineerings“ in der industriellen

Praxis diskutiert: Was sind Digitale Zwillinge und wo sind

sie zu finden? Wie sichtbar und relevant ist „Immersive

Engineering“ in der Praxis?

Mehr Wissen.

13:00 – 13:50 Uhr

Bessere Planung. Schnellere Umsetzung.

GenAI in der Supply Chain Praxis

Moderation: Dr. Paulina Prantl,

Abteilungsleitung „Analytics“ im Bereich

Supply Chain Services, Fraunhofer IIS

Generative KI eröffnet neue Möglichkeiten zur

Automatisierung betrieblicher Prozesse. Doch wie

zeigen sich diese Potenziale in der Intralogistik –

und was bedeutet ihre Umsetzung in der Praxis?

Generative KI

14:00 – 14:50 Uhr

in Logistikprojekten: Sparringspartner

für Projektleitung und Führung

Moderation: M.Sc. Federica Kraft, Inhaberin und

Projektleiterin, Kraft Intralogistik Solutions

Wie kann Generative KI in der Logistik über das

Schreiben von E-Mails hinaus unterstützen? Wo steckt

das Potenzial im Projekt- und Führungsalltag?

Welchen konkreten Nutzen bringt der Einsatz, und wie

hoch ist der Aufwand für die Implementierung?

Expert Forums

Donnerstag, 26.3.

Simultanübersetzung


Expert Forums

Donnerstag, 26.3.

Simultanübersetzung

KI trifft Automatisierung 15:00 – 15:50 Uhr

– Dream Team mit Ecken und Kanten!

Moderation: Dr. Jörg Pirron, Vorstandsvorsitzender

Intralogistik-Netzwerk in Baden-Wü rttemberg e. V.,

Geschäftsführer, PROTEMA Unternehmensberatung GmbH

Im Rahmen seines Trendradars diskutiert das

Intralogistik-Netzwerk die Verbindung von Künstlicher

Intelligenz und Automatisierung, um die unbestrittenen

Potenziale aufzuzeigen, aber auch Risiken und

Implementierungshürden zu beleuchten.

LogiMAT ICS Foyer | Eingang Ost

Ob Fach- oder Führungskraft, Quer- oder Wiedereinsteiger,

Young Professional, Schüler oder Student – auf dem LogiMAT

CareerDay treffen motivierte Talente auf attraktive Arbeit geber

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vor Ort freien Eintritt zur LogiMAT am 26. März 2026.

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Donnerstag, 26. März 2026, 9 – 17 Uhr

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über den Schnellzugang ICS / LogiMAT CareerDay.

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Vortrag in englischer Sprache

Exhibitor Insights

Forum Nord, Halle 7

Donnerstag, 26.3.

Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)

10:00 Westernacher Consulting GmbH Wie Yard Management die

digitale Lücke zwischen Lager- und Transportmanagement schließt

10:30 Storopack Deutschland GmbH + Co. KG Smart, nachhaltig,

automatisiert: Kartonvolumen und Materialverbrauch im

Versandprozess reduzieren

11:00 DAMBACH Lagersysteme GmbH & Co. KG Effizienz im

Palettenhandling: Systemabgrenzung und Technologievergleich

11:30 UnboxRobotics Labs Pvt. Ltd. N.N.

12:00 DistriSort Projects BV E-Sort: throughput without the footprint

12:30 Libiao Robotics GmbH N.N.

13:00 REA Elektronik GmbH PPWR, Direktbeschriftung & Nass-in-

Nass: Wege zur zukunftssicheren Verpackungskennzeichnung

13:30 Bosch Rexroth AG Modularity as a Game-Changer: Tailoring

Mobile Platforms to Your Handling Application

14:00 igus SE & Co. KG AMR-Flotte für flexible Intralogistik – Modular,

unabhängig, kosteneffizient und das ab 30.000 €

14:30 Rocket Solution GmbH N.N.

15:00 TAWI AB N.N.

15:30 Basler AG N.N.

Forum Süd, Halle 4

10:00 IGZ Automation GmbH N.N.

10:30 engomo GmbH Next-Level Lagerprozesse: Effizienz neu

definiert – mit KI und durchgängiger Integration

11:00 TSC AUTO ID Technology EMEA GmbH RFID & In-House MDM

in Logistics: From Pilot to 24/7 Operation

11:30 AEB SE N.N.

12:00 AIT Goehner GmbH Next-Level Logistik: Smarte

Bildverarbeitung und KI in Aktion

12:30 AKL-tec GmbH Automatische Paletteninspektion – Effizienter

Tausch durch objektive Bewertung Klasse C Paletten sicher

aufspüren und aussortieren

13:00 COGLAS GmbH Nach der schnellen COGLAS WEB WMS

Einführung direkt an den Strand

13:30 DAMON INDUSTRIAL EUROPE SRL N.N.

14:00 Infios GmbH N.N.

14:30 Shyftplan GmbH Zukunftssichere Produktion: Digitale Prozesse

und motivierte Teams

15:00 WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG Retrofit für Logistik &

Versand: Mit WeASSIST Prozesse digital sichtbar machen

16:00 Logistics Publishing Limited Multi-User-Fulfillmentzentrum in

Zentraldeutschland

Weitere Forenankündigungen lagen zum Redaktionsschluss

nicht vor. Sie finden ein Update unter dem Menüpunkt

„Rahmenprogramm“ auf der Website der LogiMAT.


Tägliche Live-Events

Eventfläche

Ladungssicherung

Halle 9

Stand 9B71

Ladung kippt – Karriere auch?

Ein LKW wird kontrolliert – die Ladung mangelhaft gesichert.

Der Verlader? Nicht geschult, keine Organisation.

Ein Anhörungsbogen folgt.

Täglich um 10:00 und 13:30 Uhr wird live gezeigt, wie

Ladungssicherung funktioniert.

Um 12:00 Uhr sprechen wir im Führungskräfte workshop

über Verantwortung und Rollen. Wir helfen, bevor der

nächste Anhörungs bogen oder Transportschaden auf Ihrem

Schreibtisch liegt.


Tracking & Tracing

Theatre (T&TT)

Halle 2

Stand 2B07

AutoID-Live-Szenario zur

Automatisierung und

Digitalisierung der Supply Chain

Das T&TT zeigt in einem durchgängigen Live-Prozess den

Beitrag von AIDC/AutoID (RFID, NFC, Barcode, 2D Code,

RTLS: Echtzeit-Ortung, Sensor Tags etc.) zur Digitalisierung

der Supply Chain und somit zur Automatisierung und Optimierung

der Unternehmensprozesse.

Tägliche Führungen: 10:30, 12:30 und 14:30 Uhr

(Dauer: 30 Min.)

Für mehr Infos

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Tägliche Events

Anwenderforum

Mobile Robotik

Halle 6, Galerie

Stand 6H01

Sicherheit bei Entscheidungen für

erfolgreiche FTS-Projekte

Das Forum-FTS und der VDI bieten den FTS-Anwendern

kostenlose, individuelle und neutrale Beratungen an. Diese

werden von den Mitgliedern des Forum-FTS und seinen

Partnern durchgeführt. Anmeldung vorab online oder vor

Ort auf dem Stand des Forum-FTS.

Themen: Technik, Planung, Proof Of Concept, Safety

und Cybersecurity!

Interessenten können sich in den Wochen vor der LogiMAT

zu einem der 5 Themenblöcke anmelden.

Treffpunkt: Stand 8A02 des Forum-FTS in Halle 8.

Für mehr Infos

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Smart Maintenance

Lounge

Halle 4

Stand 4H01

Smart Maintenance Lounge –

Zukunft der Instandhaltung

live erleben

Die Smart Maintenance Lounge zeigt, wie digitale Technologien

Instandhaltung und Intralogistik effizienter, robuster

und nachhaltiger machen. Entscheider erhalten einen

kompakten Überblick über Trends und Lösungen der intelligenten

Instandhaltung.

An Demo-Points werden u.a. autonome Inspektionsroboter,

Extended-Reality-Tools für Fernwartung, moderne Ersatzteilund

Sensorsysteme sowie Software für Smart Maintenance

und digitale Zwillinge vorgestellt.

Experten stehen für Gespräche zur Verfügung.


Service & Infos

Die Ausstellungsbereiche

Fördertechnik, Regalbau, Lager- und Betriebseinrichtungen,

System anbieter, Hallenbau

Handling, Krane, Brandschutz und Sicherheit,

Verladetechnik, Tore

Ladungssicherung

Flurförderzeuge, Batterie- und Energie-Management,

Stapleranbaugeräte, Reinigung

Live-Event | Stand 9B71

Ladungssicherung

täglich 10:00, 13:30 Uhr

Exhibitor Insights

Anwenderforum

Mobile Robotik

Galerie | Stand 6H01

täglich

Smart Maintenance Lounge

Stand 4H01

täglich

Exhibitor Insights


in den Hallen

Software für Lagerverwaltung und Transport,

Simulation, Komissio niersysteme, Flottenmanagement

Fahrerlose Transportsysteme, Robotics

Verpackungen, Verpackungs-Systeme und

-maschinen

Kennzeichnung, Identifikation – RFID/AUTO-ID

Intelligente Behälter- und Lagerlösungen

Atrium Eingang Ost

Zentraler Veranstaltungsort für Eröffnung,

Preisverleihung und Expert forums.

L1192

Galerie/Gallery

Karls

ruhe

Frankfurt

Basel

3 1

3 1

München

Messepark

Teinacher

Kaskaden Atrium

P

20

4

4

2

C2

ICS

Eingang Ost

Entrance East

P

Schnellzugang IC

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Ta

xi

P

P

BUS

21

Live-Event | Stand 2B07

Tracking & Tracing Theatre

täglich 10:30, 12:30,

14:30 Uhr

ICS, Foyer

Do., 26. März

Flughafen /Messe


Service & Infos

Dauer und Öffnungszeiten

24. – 26. März 2026 (Dienstag bis Donnerstag)

9:00 bis 17:00 Uhr

Ort

Messe Stuttgart, Flughafenstraße, 70629 Stuttgart

Eintrittspreise für Fachbesucher

mit Vorregistrierung

Tageskarte € 34,-

Dauerkarte € 70,-

(inkl. Teilnahme am Rahmenprogramm)

Die Eintrittskarten sind nur im Internet mit Vorregistrierung unter

www.logimat-messe.de erhältlich. Gutscheine selbst sind keine

Eintrittskarten und müssen online vorregistriert werden!

Veranstalter

EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH

Joseph-Dollinger-Bogen 7

80807 München, Germany

Tel. +49 89 32391-259

www.logimat-messe.de

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Service & Infos

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Buchen Sie im Messezeitraum gebührenfrei Ihre

Unterkunft bei unseren Partnerhotels und planen

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der LUFTHANSA GROUP AIRLINES und mit der

Deutschen Bahn.

In Kooperation mit / In cooperation with

Zusätzlicher Park- & Shuttle-Service

Neben den Parkplätzen direkt an der Messe steht ein

zusätzliches, komfortables Parkangebot im SI-Centrum

(Plieninger Str. 109, 70567 Stuttgart Möhringen) zur Verfügung.

Im Parkhaus P2 des SI-Centrums stehen über 2.000 Parkplätze

zur Verfügung (2,50 €/Std., max. 16 €/Tag). Von dort

bringt Sie ein kostenloser Shuttle-Service an allen drei

Messetagen zwischen 8:00 und 19:00 Uhr im Pendelverkehr

direkt zum Eingang West des Messegeländes.

Die Abfahrt erfolgt an der Busschleife SI-Centrum;

die Rückfahrt startet am Messeeingang West.

Die Shuttles fahren nach Bedarf. Alternativ besteht weiterhin

die ÖPNV-Verbindung vom SI-Centrum zur Messe.


Orientieren. Planen. Finden.

mit dem LogiMAT-Dashboard

Aussteller

• Komplette Ausstellerliste mit

Sortierung nach Name oder Halle.

• Alphabetische Filter über die

Buchstabenleiste (erneuter Klick

hebt die Filterung auf).

• PDF-Download mit:

> Aussteller von A – Z

> Aussteller nach Ländern

> Aussteller nach Hallen

• Unter Favoriten: alle markierten

Aussteller – zum Drucken oder per

QR-Code in die LogiMAT-App

übertragbar.

Kontinuierliche

Aktualisierung

Hallenpläne

Überblick über alle Hallen

inklusive Standnummern

der Aussteller.

Produktgruppen

Alle Themenbereiche

und Schwerpunkte,

die auf der LogiMAT

vertreten sind.

Rahmenprogramm Ticketshop

• Alle Programmpunkte Gutschein

• Sortier- und Filtermöglichkeiten

nach: Ticket kaufen.

einlösen oder

> Datum > Name

> Kategorien

> Tags (blau/rot = Sprache,

schwarz = Veranstaltungstyp)

Messezeitung

LogiMAT Daily ab

dem ersten Messetag

am 24. März verfügbar

(3 Ausgaben).

Die LogiMAT Messe-App

• Bereiten Sie Ihren Messebesuch optimal vor

• Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand und

verschaffen Sie sich einen Überblick

• Finden Sie vor Ort gezielt, was Sie suchen

• Das komplette Rahmenprogramm auf

einen Blick

Die LogiMAT App ist ab Mitte Februar 2026

zum Download verfügbar!


Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung

FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK 4.0

Industrie 4.0 | Internet der Dinge

Wir bedanken uns bei unseren Medienpartnern

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Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement

16. – 18. März 2027

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