f+h fördern und heben 02/2026
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2884
02
März 2026
€ 20,00
1951–2026
TITEL
Heber automatisiert Thermomix-
26 Logistik bei Vorwerk
Logimat 2026: Die Highlights
08 im Überblick
Staplertest: Roadster überzeugt
64 mit optimierter Sicht
foerdern-und-heben.de
Präzision und Performance.
Demag Kettenzug DCS-II
NEU!
QUALITÄT. PERFORMANCE. DC-II: DIE 2. GENERATION.
Der Demag Kettenzug DC-II führt die erfolgreiche DC-Generation konsequent fort
und setzt erneut Maßstäbe in Qualität und Wirtschaftlichkeit.
Die stufenlosen DCS-Com II und DCS-Pro II ermöglichen hochpräzises und sicheres
Heben und Positionieren – inklusive schneller Hubbewegungen dank nahezu
doppelter Nenngeschwindigkeit im Teillastbereich.
• Stufenlose Geschwindigkeit über das gesamte Lastspektrum
• Sehr feinfühlige Regelung bei niedriger Geschwindigkeit
• Bis zu 90 % höhere Geschwindigkeiten im Teillastbetrieb durch Pro-Hub
• Bewährte 24 V-Schützsteuerung
• Kernkomponenten wie Getriebe, Bremse und Rutschkupplung sind bis zu
10 Jahre wartungsfrei
• Höheneinstellbare Steuerleitung für ergonomisches Arbeiten
• Auch als Manulift und mit Wippengriff
• Hohe A-Klassen Einstufung für sehr viele Lastzyklen
LogiMAT
Stand H7, C35
www.demagcranes.de
EDITORIAL
DIE ZEITEN ÄNDERN SICH
Produkte auf den Markt bringen und hoffen, dass sich schon eine Zielgruppe findet
– diese Strategie funktioniert nicht mehr. Auch Betreiber hinterfragen heutzutage
genauer, welche Investitionen sich wirklich rechnen.
Ein aktuelles Beispiel: Autonome mobile Roboter (AMR) erleben einen regelrechten
Hype. Doch nicht jede Anwendung macht wirtschaftlich Sinn. Wer AMR ohne genaue
Analyse der eigenen Prozesse einführt, riskiert eine Fehlinvestition. Ähnliches gilt für
KI-gestützte Lagerverwaltungssysteme: Die Technik ist beeindruckend, aber ohne
klare Definition der Anforderungen bleibt der versprochene Effizienzgewinn oft aus.
WER DEN MARKT KENNT,
ENTWICKELT DIE
BESSEREN PRODUKTE
Die Lehre daraus: Marktgerechte Produkte
zu entwickeln bedeutet zunächst, die
Märkte zu verstehen – was brauchen
Betreiber wirklich und in welchem
Umfang? Die technische Umsetzung folgt erst an zweiter Stelle.
Wer diesen Grundsatz umkehrt und Technik vor Marktbedürfnisse stellt,
dem kann schnell die Luft ausgehen.
Damit rückt die Kommunikation zwischen Hersteller und Betreiber ins
Zentrum. Jeder Markt, mitunter jede Branche, stellt eigene Anforderungen.
Ein Universalprodukt für alle birgt Risiken. Schnelle und präzise
Informationen entscheiden heute ebenso über den Erfolg wie technische
Exzellenz und angemessene Entwicklungszyklen.
Die Logimat bietet die ideale Bühne, um genau diesen Dialog zu führen.
In dieser Ausgabe geben wir Ihnen vorab einen Überblick über die
Neuheiten und Weiterentwicklungen, die Sie auf der Messe erwarten
– damit Sie bestens vorbereitet in die Gespräche mit den Ausstellern
gehen können.
Winfried Bauer
– Chefredakteur –
w.bauer@vfmz.de
INHALT
EDITORIAL
03 Die Zeiten ändern sich
LOGIMAT-VORSCHAU
08 Mietmodelle und Wartungskonzepte senken
Einstiegskosten in Automatisierung
Flexible Einstiegslösungen dämpfen Investitionskosten
10 Produkt- und Systeminnovationen zur Logimat 2026
34
PRODUKTE UND SYSTEME
26 TITELSTORY Heber Fördertechnik realisiert als
Generalunternehmer komplexes Gesamtprojekt
für Vorwerk
Flexibilität bis zur letzten Minute
34 25 Jahre SITLog: Mit Flexibilität und Kundennähe
zum Erfolg
Abseits des Standards zu Hause
38 Wie SEH Engineering mit digitalen Zwillingen
und cleverer Technik neue Wege geht
Vom Automotive-Spezialisten zum
diversifizierten Generalisten
43 BIG PICTURE NewCold Rheine:
100 Prozent Verfügbarkeit
44 Ausbau und Modernisierung in einem der größten
Tiefkühllager Deutschlands
Logistikdienstleister setzt auf nachhaltige Zukunft
im Münsterland
48 Linde Material Handling und Rossmann präsentieren
Robotik-Fahrzeug
Automatisiertes Kommissionieren neu gedacht
52 Portalroboter-Zellen im Kompaktformat
Automatisierung trotz beengter Raumverhältnisse
umsetzen
54 Stahlketten sichern Leistung von Umreifungsanlagen
Bestens verpackt
44
38
4 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
64 F+H STAPLERTEST Linde erweitert Xi-Serie um
Roadster-Modell
Kompakter Elektrostapler mit optimierter
Rundumsicht
68 Schubmaststapler steigern Umschlagleistung durch
Stabilität, Geschwindigkeit und intelligente Assistenz
Materialflusslösungen mit Wirkung heute und
Skalierbarkeit von morgen
72 Digitale Highlights
74 Schneider Electric verlagert Teile des RSM-/
RDM-Motorenvertriebs an Astro
Spezialisierter Antriebspartner übernimmt
Kundenbetreuung
64
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ON CROWN
TITELBILD
Heber Fördertechnik
GmbH,
Eberhardzell
LogiMAT 2026
Lernen Sie unser Team kennen
Halle 9, Stand 9D41
Datum: 24 – 26 März 2026
Wir freuen uns auf unser
Treffen in Stuttgart!
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INHALT
MENSCHEN UND MÄRKTE
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30 90 Jahre Beumer Group:
Tradition trifft Digitalisierung
Auf dem Weg zum „Partner of Choice“
PERSPEKTIVEN
46 Lebensmittelgroßhändler setzen auf Automatisierung
im Tiefkühlbereich
Wie Roboter die Fehlerquote gegen null senken
F+H EXTRA
DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG
56 NordAC-Link-Frequenzumrichter mit neuen Funktionen
Durchgängige Systemarchitektur dezentraler
Antriebssysteme
58 Weniger Verdrahtung durch dezentrale Steuerung
Intelligenz im Feld
BEILAGE
Die aktuelle f+h Ausgabe 02/2026
enthält eine Vollbeilage der
EUROEXPO GmbH, München.
PRAKTIKER-LEITFADEN
62 F+H BASICS 8 Tipps, damit der Umstieg auf dezentrale
Automatisierung ein Erfolg wird
SERVICE
75 Vorschau auf Heft f+h 03/2026
24 Impressum
46
58
68
6 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
Built
to
deliver.
Look forward to the unboxing
of our new EFG at LogiMAT 2026
LOGIMAT-VORSCHAU
MIETMODELLE UND WARTUNGSKONZEPTE SENKEN
EINSTIEGSKOSTEN IN AUTOMATISIERUNG
FLEXIBLE EINSTIEGSLÖSUNGEN
DÄMPFEN INVESTITIONSKOSTEN
Angesichts steigender Investitionskosten und geopolitischer Unsicherheiten zögern
viele Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Intralogistik. Auf der Logimat 2026
in Stuttgart (24. bis 26. März) zeigen Aussteller verschiedener Segmente, wie sich
dieser Konflikt lösen lässt: mit Miet- und Pay-per-Use-Modellen, vorkonfigurierten
Softwaresystemen und modularen Best-of-Breed-Ansätzen. Der Beitrag gibt einen
Überblick über kostendämpfende Ein- und Umstiegslösungen – von mobilen
Robotersystemen bis zu Smart-Maintenance-Konzepten.
Steigende Kosten für Investitionen in zukunftssichere Lagerhaltung
und Auftragsabwicklung sowie für Personal
und Transporte belasten die Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen. Kostensenkungen erfordern Optimierungen.
Doch vor dem Hintergrund geopolitischer Verwerfungen
und Unsicherheit über die technologischen Entwicklungen
herrscht oft Investitionszurückhaltung bei der Intralogistik.
Gleichwohl sind Automatisierung und digitale Transformation
gefordert, um im (internationalen) Wettbewerb zu bestehen. Vor
diesem Hintergrund bieten die Aussteller der Logimat 2026 kostendämpfende
Ein- und Umstiegslösungen für effiziente, automatisierte
Intralogistik, die über die klassischen Miet- und Leasingangebote
hinausgehen.
Miet- und Leasingmodelle sind in der Intralogistik grundsätzlich
nichts Außergewöhnliches. Alle Flurförderzeughersteller etwa
stellen Mietparks bereit und bieten die Geräte auch mit unterschiedlichen
Leasingmodellen an. Das gilt auch für Anbaugeräte.
Die Aussteller der
Logimat 2026 zeigen,
wie sich notwendige
Investitionen auch in
wirtschaftlich schwierigen
Zeiten umsetzen
lassen
MICHAEL RUCHTY,
Logimat-Messeleiter
Euroexpo Messe- und
Kongress-GmbH
So hat etwa Cascade Italia S.R.L. (Halle 10, Stand 10B54) Mietlösungen
und generalüberholte Alternativen von beispielsweise
Gabelzinken im Programm.
Über ein weiteres Beispiel entsprechender Finanzierungsmodelle
können sich interessierte Messebesucher bei der Carrybots
GmbH (Halle 5, Stand 5C75) informieren. Mit Leasing- oder
Mietmodellen für das modulare, mobile Robotersystem „Herbie“
für die produktionsnahe Intralogistik will der Hersteller die Einstiegshürde
in die Automatisierung senken.
VORKONFIGURIERTE SOFTWARESYSTEME UND
PAY-PER-USE-MODELLE
Neben solchen Mietlösungen sowie Geräten und Systemen aus
zweiter Hand sind auf der Messe auch Angebote zu finden, die
die Investitionskosten für Anschaffung und digitale Transformation
senken sollen. Aussteller in der Software-Halle 4 etwa stellen
rund um ihre Cloud-Lösungen günstige Einstiegsoptionen und
skalierbare Mietmodelle für Lagerverwaltung und -steuerung vor
– beispielsweise mit Betriebs- und Abrechnungsmodellen nach
Nutzungsvolumen sowie der Bereitstellung von ITK-Infrastruktur
auf Leihbasis. So zum Beispiel die CIM GmbH (Halle 4, Stand
4D10), deren Lagerverwaltungssystem auch in abgespeckten,
vorkonfigurierten Versionen mit definiertem, standardisiertem
Funktionsumfang verfügbar ist.
Überdies gewinnt das Thema Maintenance an Bedeutung. Mit
der modularen Softwarefamilie Lios verfolgt die LTW Intralogistics
GmbH (Halle 1, Stand 1B37) ein Servicekonzept über den kompletten
Anlagen-Lebenszyklus. Das reicht von globalem Support über
Predictive-Maintenance-Tools bis hin zu Retrofit-Programmen.
Zudem wird auf der Logimat 2026 erstmals die „Smart Maintenance
Lounge“ (Halle 4, Stand 4H01) eröffnet. Von Experten erhalten
Entscheider dort einen kompakten Überblick über Trends
und Lösungen zur intelligenten Instandhaltung etwa mit autono-
Visit us!
Hall 10, Booth 10C31
Genkinger GmbH | Albstraße 49 | D-72525 Münsingen | Phone +49 (0) 7381 / 186-0 | E-mail info@genkinger.de | www.genkinger.de
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NEU: Regalplaner
& Kundenportal
men Inspektionsrobotern, durch Fernwartung sowie Software für Smart Maintenance
und digitale Zwillinge.
Für die Wahl einer zukunftsfähigen Intralogistikausstattung gelten die Flexibilität
und Skalierbarkeit von Systemen und Anlagen als wichtiges Entscheidungskriterium.
Moderne Lösungen unterstützen dies: Shuttle-Lager können modular erweitert werden,
Flotten autonomer mobiler Roboter und fahrerloser Transportfahrzeuge bewegen
Waren durch das Lager und lassen sich flexibel aufstocken. Roboter mit Sensorik
und Bilderfassung übernehmen Greif- und Kommissionieraufgaben. Alle diese Lösungen
sind durchgängig skalierbar.
BEST-OF-BREED: FLEXIBILITÄT DURCH MODULARE
SYSTEMARCHITEKTUR
Bei größeren Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekten sorgen Best-of-Breed-
Lösungen dafür. Nach diesem ursprünglich im IT-Bereich etablierten Ansatz lassen
sich Gesamtlösungen in kleinschrittigem Vorgehen und herstellerunabhängig aus einzelnen
Systemen zusammenstellen. Auf diese Weise lässt sich die Intralogistik flexibel
an Geschäfts- und Technologieentwicklungen anpassen. Einzelne Systeme und Komponenten
können bei Bedarf komfortabel ausgetauscht werden.
Vielfach lässt sich dabei die Kompatibilität der Systeme und Komponenten mit
Mietangeboten der Hersteller vorab testen. So präsentiert die Inther Group (Halle 5,
Stand 5D33) das integrierte Stand-alone-Mess- und -Wiegesystem Cubiscan 325 zur
automatischen Stammdatenerfassung von Artikeln und Objekten. Die Cubiscan-Systeme
werden über eine Datenschnittstelle direkt mit Lagerverwaltungs- oder Datenbanksystemen
verbunden und sind auch zur Miete und zum Leasing verfügbar.
„Die genannten Beispiele unterstreichen die Position der Logimat als Trendbarometer
und Plattform für Innovationen“, resümiert Logimat-Messeleiter Michael Ruchty
von der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München. „Sie belegen überdies die
Aktualität des diesjährigen Messemottos ‚Passion for details – Discover the Difference‘.
Es sind, wie bei den aufgezeigten Ein- und Umstiegslösungen, oft nur die kleinen Unterschiede,
die neue Wege aufzeigen und Veränderungen prägen.“
Konzeption, Fertigung
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Kragarmregale
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Fotos: Euroexpo
www.logimat-messe.de
www.meta-online.com
LOGIMAT-VORSCHAU
MASSGESCHNEIDERTE TRANSPORT-
LÖSUNGEN ANSPRUCHSVOLLER LASTEN
Auf der Logimat 2026 präsentiert Genkinger Lösungen für den
sicheren, ergonomischen und effizienten Transport anspruchsvoller
Lasten in der Intralogistik. Die Exponate in Halle 10
(Stand 10C31)
verdeutlichen, dass
sich spezifische
Anforderungen
häufig nicht mit
Standardgeräten
abdecken lassen.
Zu sehen ist unter
anderem ein
Elektro-Coil-Manipulator
für den innerbetrieblichen Transport von Coils mit
Gewichten bis 5.000 kg und Durchmessern zwischen 800 und
1.500 mm. Die Coils werden stehend und formschlüssig über
konkave Prismengabelzinken mit hydraulischem Niederhalter
aufgenommen. Neben dem Transport übernimmt das Gerät
auch die Übergabe der Coils an Produktionsmaschinen. Eine
feinfühlige Proportionalhydraulik, eine elektrische Servolenkung
sowie eine ergonomische Multifunktions-Fahrdeichsel
ermöglichen das präzise Positionieren der Last. Der Einsatz ist
auch auf gelegentlich öligen Betonböden vorgesehen. Für
bessere Bodenhaftung auf öligen Untergründen
empfiehlt der Hersteller Tractothan-Reifen, die
das Anfahren erleichtern und den Schlupf
reduzieren. Dadurch lassen sich Coils aus Stahl,
Aluminium oder Kupfer kontrolliert bewegen.
www.genkinger.de
Halle 10,
Stand
10C31
ELEKTRO-CROSSOVER-STAPLER FÜR
VIELSEITIGE LOGISTIKEINSÄTZE
Unter dem Motto „The First Name in Forklifts“ präsentiert
Clark auf der Logimat 2026 die Highlights seiner Elektro-Gegengewichtsstapler.
Im Mittelpunkt stehen die Crossover-
Baureihen Raider und Renegade sowie die S-Series Electric.
Die Elektrostapler sind
für vielfältige Anwendungen
ausgelegt und
bieten hohe Effizienz
sowie Verfügbarkeit in
innerbetrieblichen
Logistikprozessen.
Die Crossover-Modelle
decken Tragfähigkeiten
von 2,5 bis 3,5 Tonnen
ab. Vertreten sind unter anderem der Raider L30XE und der
Renegade S30XE mit jeweils drei Tonnen Tragkraft. Sie
verbinden die Robustheit von Staplern mit Verbrennungsmotor
mit den Merkmalen eines emissionsfreien Elektroantriebs
und eignen sich für den Innen- und den Außeneinsatz.
Die Raider-Baureihe (L25–35XE) positioniert sich als kosteneffiziente
Einstiegslösung für Anwender, die Wert auf Zuverlässigkeit
und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Gute
Rundumsicht, vorhersehbares Fahrverhalten und erprobte
Hubgerüste sorgen für Vielseitigkeit und Langlebigkeit.
Die Renegade-Baureihe (S25–35XE) basiert
auf dem Chassis der S-Series und richtet sich an
Anwender mit hohen Anforderungen an
Komfort, Sicherheit und Performance.
www.clarkmheu.com
Halle 10,
Stand
10B78
HOHE FÖRDERGESCHWINDIGKEIT BEI LEISEM BETRIEB
Auf der Logimat 2026 stellt Rulmeca eine Neuentwicklung im Bereich motorisierter Förderrollen
vor: den RDR Drive Roller 2MS für Hochgeschwindigkeitsanwendungen. Der RDR Drive
Roller 2MS erreicht Fördergeschwindigkeiten von bis zu 2 m/s und eignet sich damit für
dynamische Anwendungen, bei denen hoher Durchsatz gefordert ist. Laut Hersteller zeichnet
sich der Antrieb durch energieeffizienten Betrieb und geräuscharmen Lauf aus. Als
Halle 1,
Stand
1D07
Einsatzfelder nennt der Hersteller beispielsweise E-Commerce-Distributionszentren
und Sortiersysteme.
www.rulmeca.com
MIAS...
immer Teil der Lösung.
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LOGIMAT-VORSCHAU
GANZHEITLICHE
INTRALOGISTIK
Das Messemodul des
Systemintegrators Fb Industry
Automation veranschaulicht
die zentrale
Vernetzung intralogistischer Teilsysteme und zeigt exemplarisch,
wie unterschiedliche Technologien innerhalb eines
Materialflusses integriert werden. Herzstück ist die Modular
Conveyor Platform (MCP Play) von Interroll, die den kontinuierlichen
Transport von Ladungsträgern innerhalb des Moduls
übernimmt. Direkt in den Förderprozess eingebunden ist ein
Roboterarm, der definierte Handling- und Prozessschritte
automatisiert ausführt. Ergänzt wird das System durch ein
fahrerloses Transportfahrzeug, das autonome Transportaufgaben
zwischen den einzelnen Prozessschnittstellen übernimmt.
Alle Komponenten sind steuerungs- und softwareseitig
vollständig integriert. Übergabepunkte, Taktzeiten und
Materialbewegungen sind synchronisiert und ermöglichen
einen stabilen, reproduzierbaren Materialfluss über mehrere
Systeme hinweg – vergleichbar mit Anbindungs- und Integrationsszenarien
realer Produktions- und Logistikumgebungen.
Im Messemodul demonstriert der
Systemintegrator, wie sich Taktzeiten optimieren
und Stillstandszeiten an Übergabepunkten
minimieren lassen.
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ERGONOMISCHE BE- UND ENTLADUNG MIT
MOBILEN TELESKOPFÖRDERBÄNDERN
Die Teleskopförderbänder des
Herstellers Gawronski für die
Be- und Entladung von Lkw
und Containern dienen der
Reduzierung manueller
Tätigkeiten und der ergonomischen
Entlastung der Mitarbeiter.
Gleichzeitig lässt sich die
Umschlagleistung steigern. Durch die mobile Bauweise
können die Förderbänder an unterschiedlichen Hallentoren
eingesetzt werden, wodurch Lastspitzen besser bewältigt und
Investitionskosten reduziert werden können.
Optional integrierte Scanner-Systeme ermöglichen die
Erfassung der Waren bereits während des Be- oder Entladevorgangs.
Die Daten werden direkt an die Software des
Betreibers übermittelt, sodass Ein- und Auslagerungen
automatisch verbucht werden. Fehlzuordnungen und
Falschlieferungen lassen sich auf diese Weise vermeiden.
Für Interessenten stehen die Teleskopförderbänder im
Rahmen einer zweiwöchigen Testphase zur Verfügung.
Ergänzend werden Mietmodelle angeboten, bei
denen gezahlte Gebühren anteilig auf einen
späteren Kauf angerechnet werden können.
Dies ermöglicht eine Bewertung der Technik
unter realen Betriebsbedingungen.
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Automatisierungs lösungen – von FTS und AMR über stationäre Systeme bis zur
Software – optimal zusammen. Für einen maximal effizienten Warenfluss ist
alles nahtlos integriert, individuell arrangiert und perfekt synchronisiert – mit
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LOGIMAT-VORSCHAU
VERNETZT, SKALIERBAR UND
ZUKUNFTSSICHER
Auf der Logimat 2026
präsentiert Interroll seine
neue Chain-Belt-Sortierlösung.
Die Lösung wurde
nach der Übernahme von
Sortteq im vergangenen
Herbst entwickelt und ist
nun vollständig in die
autonome Steuerungslösung MCP Play integriert. Gemeinsam
bilden die Chain-Belt-Sortierlösung und MCP Play ein Materialfluss-Ökosystem,
das Einzelstücktransport mit intelligenter
Sortierung innerhalb einer modularen Plattform verbindet.
Mit der Funktion „Adjust to gap“ ermöglicht MCP Play,
Fördergüter in kürzeren Abständen hintereinander zu
transportieren. Der modulare Interroll-Chain-Belt-Sorter
(Sortierleistung: bis zu 8.000 Artikel pro Stunde) basiert auf
der Sortteq-Technologie, die bidirektional rotierende Kettenbänder
als Transport- und Sortiereinheit nutzt. Die Neuentwicklung
ist für das Sortieren von Packstücken mit einem
Gewicht von bis zu 40 kg konzipiert und kann Pakete und
Kartons verschiedener Größen, Umschläge, Polybeutel und
Versandtaschen sortieren. Durch die Kombination
beider Systeme lassen sich Schnittstellen
vereinfachen sowie Planungsaufwand und
Systemkomplexität reduzieren.
www.interroll.com
Halle 1,
Stand
1K41
KI-GESTÜTZTE SICHERHEIT IM
LAGERUMFELD
Die Flottenmanagementsoftware Unity von Powerfleet
analysiert Sicherheitsereignisse und Nutzungsmuster. So unterstützt
die Software Unternehmen dabei, Risiken zu dokumentieren,
systematisch zu bewerten und präventive Maßnahmen
abzuleiten. Übersichtliche Dashboards und Berichte helfen, Kollisionen
zu vermeiden, Personenschäden zu reduzieren und die
Lebensdauer von Flurförderzeugen und Anlagen zu verlängern.
Ein zentraler Baustein ist das KI-gestützte Personen-Warnsystem,
das Personen und Geräte in Echtzeit erkennt und visuell
sowie akustisch vor potenziellen
Gefahrensituationen
warnt. Damit unterstützt
das System den Übergang
von reaktiven Sicherheitskonzepten
zu einer vorausschauenden
Risikominimierung
in Lager- und Produktionsumgebungen.
Die aktuelle Systemgeneration überzeugt
durch ein kompakteres Design, eine vereinfachte Plug-and-
Play-Installation sowie Konfigurationsmöglichkeiten mit bis zu
fünf individuell definierbaren Zonen. Verbesserte Schutzklassen
(Kamera IP67, Elektronikeinheit IP65) und eine
optimierte Erkennungsleistung bei wechselnden
Lichtverhältnissen stellen den zuverlässigen
Einsatz sicher.
www.powerfleet.com
Halle 9,
Stand
9A17
SICHERE GESAMTSYSTEME IM FOKUS
Halle 1,
Stand
1C20
Als Generalunternehmer und Hersteller realisiert Westfalia Gesamtsysteme mit aufeinander abgestimmten
Komponenten im Bereich der Lagertechnik, der Elektromechanik, der Steuerung und der
Software. Die Schlüsselkomponenten werden inhouse gefertigt, zusammengeführt, programmiert
und beim Betreiber installiert: Lösungen für unterschiedliche Produkte, Ladungsträger und Temperaturzonen,
Systeme und Sonderausführungen für branchentypische Anforderungen. Ein Fokus liegt
dabei auf der Sicherheit von Anlagen, Daten, Investitionen und Produktion. Lagersysteme des Herstellers
erreichen durch konsequente Anlagenbetreuung und robuste Technologien eine hohe Anlagenverfügbarkeit
und -sicherheit über Jahrzehnte. Schnittstellen, die Fehlerquellen sein können, werden
reduziert. Die automatischen Lagersysteme werden zudem auf die ab Januar 2027 gültige EU-Maschinenverordnung
vorbereitet. Auch bei der Datensicherheit im Rahmen der EU-Richtlinie NIS 2
ist Westfalia gut aufgestellt. Das Unternehmen bietet mit den Optionen der Wortmann-eigenen
Terra Cloud schnelle Backup-Strategien.
www.westfaliaeurope.com
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Lowest Cost of
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LogiMAT, Stuttgart
Hall 3, Booth 3C03
LOGIMAT-VORSCHAU
DAIFUKU STELLT FLEXIBLE SORTIER-
LÖSUNGEN VOR
Die Logimat 2026 wird
der erste Messeauftritt
in Europa für die neue
Serie von Sorting
Transfer Robots (SOTR)
aus dem Hause Daifuku
sein. Während das
System SOTR-M in
Stuttgart im vollständigen
Live-Demobetrieb gezeigt wird, werden auch die beiden
Schwesterlösungen SOTR-S und SOTR-L am Messestand
präsentiert. Die SOTR-Familie deckt ein breites Anwendungsspektrum
ab: SOTR-L ist für Paletten, SOTR-M für Behälter und
SOTR-S für Stückgut ausgelegt.
Die neue Systemgeneration wurde vollständig in Japan
entwickelt, gefertigt und getestet und wird nun schrittweise
in Großbritannien und Europa eingeführt. Kennzeichnend für
das System sind die Skalierbarkeit und einfache Automatisierung.
Als Anwender sieht der Hersteller vor allem in den
Bereichen E-Commerce, Einzelhandel, Kurier-, Express- und
Paketdienstleister. Mit einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu
180 m/min ist der SOTR-S in der Lage, bis zu 10.000 Positionen
pro Stunde zu sortieren. Im Vergleich zu konventionellen
Sortiersystemen lässt sich der SOTR-S
schnell installieren und bei Bedarf durch
zusätzliche Fahrzeuge oder Ausleitstellen
erweitern.
www.daifuku.com
Halle 1,
Stand
1J67
TOYOTA ZEIGT ELEKTROSTAPLER, SCHLEPPER
UND AUTOMATISIERUNGSLÖSUNG
Auf der Logimat 2026 präsentiert Toyota Material Handling
mehrere Produktneuheiten und Weiterentwicklungen für den
innerbetrieblichen Transport. Im Mittelpunkt stehen ein
neuer Elektro-Gegengewichtsstapler, eine Baureihe elektrischer
Schlepper und ein automatisierter Hochhubwagen.
Der neue Elektro-Gegengewichtsstapler Traigo80, der auf der
Logimat seine Messepremiere feiert, deckt Tragfähigkeiten bis
zu fünf Tonnen ab und ist für den kombinierten Innen- und
Außeneinsatz konzipiert. Der Hersteller hat gegenüber dem
Vorgängermodell das Kabinendesign überarbeitet und den
Energieverbrauch nach eigenen Angaben reduziert.
Die neue Tracto-Baureihe umfasst elektrische Fahrersitz-
Schlepper mit Zuglasten von bis zu zehn Tonnen. Die Fahrzeuge
eignen sich für den Transport schwerer Lasten in Produktion
und Lager.
Erstmals zeigt Toyota einen
automatisierten Hochhubwagen,
der für Punkt-zu-Punkt-Transporte
und das Stapeln auf unteren
Regalebenen ausgelegt ist. Das
Gerät gehört zur Swarm-Automation-Serie
und lässt sich laut
Hersteller flexibel in bestehende
Produktions- und Lagerumgebungen
integrieren. Zu den Weiterentwicklungen
gehört die neue Hubmastgeneration der
Traigo48-Elektro-Gabelstapler.
www.toyota-forklifts.de
Halle 10,
Stand 10G41
und 10H48
AUTOMATISIERUNGSLÖSUNGEN FÜR DIE INTRALOGISTIK
IM LIVE-EINSATZ
Halle 8,
Stand
8A79
Das Unternehmen Ocado Intelligent Automation (OIA) zeigt auf der Logimat 2026 drei
Automatisierungslösungen für die Intralogistik in Live-Demonstrationen: Das Ocado
Storage & Retrieval System (OSRS) ist ein hochverdichtetes Lagersystem für Anwendungen
mit hohem Durchsatz. Das Ocado Mobile Robot System (OMRS) mit dem autonomen
mobilen Roboter „Chuck“ ermöglicht flexible, kollaborative Automatisierung. Der
On-Grid Robotic Pick (OGRP) übernimmt das Identifizieren, Entnehmen und Verpacken
von Artikeln direkt auf dem OSRS-Grid. Die Systeme richten sich an Anwender aus
Handel, Pharma, Konsumgüterindustrie sowie an 3PL-Dienstleister.
www.ocadointelligentautomation.com
Steigern Sie Ihre Intralogistik
Ein einziger Integrator
Unendlich viele Lösungen
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Halle 3 – 3C09
LOGIMAT-VORSCHAU
WISSENSTRANSFER IN VIELERLEI HINSICHT
NEUES FLOTTEN-MANAGEMENT-TOOL
Als Hersteller von Regalbediengeräten, Shuttle-Systemen,
Fördertechnik und Anbieter von Software für die Materialflusssteuerung
präsentiert Dambach Lagersysteme auf der
Logimat 2026 ein Portfolio, mit dem sich der Raum optimal
nutzen und die Effizienz in der Intralogistik steigern lässt. So
werden in Stuttgart unter anderem die flexible Elektrobodenbahn
und klassische Fördertechnik sowie automatische
Shuttle-Systeme vorgestellt, mit denen Generalunternehmer
vielfältige Aufgabenstellungen in Materialfluss und Lager
realisieren können.
Neben der Möglichkeit, sich am Stand über die Expertise des
Unternehmens auszutauschen, können interessierte Besucher
auch im Forum Nord (Halle 7, Stand 7C65) mehr erfahren. Am
26. März von 11:00 bis 11:30 Uhr hält Dambach-
Geschäftsführer Dr. Benjamin Thumm einen
Vortrag zum Thema „Effizienz im Palettenhandling:
Systemabgrenzung und Technologievergleich“.
www.dambach-lagersysteme.de
Halle 1,
Stand
1F41
Ein webbasiertes Fahrkursplanungstool erweitert die Funktionen
des Flottenmanagers Navios Cockpit 3.0 von DS Automotion.
Mit der intuitiven Benutzeroberfläche lassen sich
Betriebsabläufe individuell anpassen, während Hüllkurven
und Kreuzungsbereiche automatisch erstellt werden. Layouts
können während der Laufzeit verändert werden, die Fahrzeuge
erhalten aktualisierte Bedingungen automatisch. Die
VDA-5050-Kompatibilität ermöglicht nahtlose Kommunikation
zwischen mobilen Robotern. Neue Analysefunktionen wie
Heat Maps visualisieren Störungen direkt auf der Karte und
zeigen deren Häufungen an. Das System unterstützt sowohl
fahrerlose Transportsysteme als auch autonome
mobile Roboter. Auf der Logimat 2026 demonstriert
das Unternehmen die Einrichtung neuer
Fahrkurse und Integration zusätzlicher Stationen
in laufende Anlagen.
www.ds-automotion.com
Halle 8,
Stand
8D05
MODULARE FÖRDERANLAGE MIT SICHERHEITSPAKET
Eine Live-Demonstration auf der Logimat zeigt das Zusammenspiel verschiedener Förderkomponenten
in zwei Kreisläufen für Behälter und Paletten. Das System von HaRo umfasst
einen Vertikalförderer, eine 90°-Drehstation mit Tangentialantrieb, Eckumsetzung mit
Kettenförderer, Verschiebeeinheit und motorisches Leerpalettenmagazin. Frequenzgeregelte
Antriebe sorgen für schonendes Anfahren und Abbremsen.
Das Sicherheitspaket bietet redundante Absturzsicherung durch mechanische Klemmeinheiten,
sensorgestützte Schlaffkettenüberwachung, aktive Lageregelung in den Etagen zum
Höhenausgleich sowie integrierte Höhenkontrolle vor Einfahrt in den Vertikalförderer.
Halle 3,
Stand
3D03
Diese Kombination verhindert Kollisionen und schafft die Voraussetzungen für
störungsfreie Übergaben und prozessstabile Abläufe.
www.haro-foerdertechnik.de
Faster Flow. Smarter Software.
Enduring Lifetime Value.
We Maximize Simplicity as Your Total Solution Partner.
Automatisierung scheitert oft nicht an Technologie –
sondern an Investitionshürden. Automation as a Service
macht Automatisierung nutzbar: im Abo, leistungsbasiert,
skalierbar. So wird Fortschritt planbar – und Innovation
sofort umsetzbar.
www.elementlogic.de
LOGIMAT-VORSCHAU
ENTWICKLUNGSSPRUNG BEIM FAHRERLOSEN PALETTENTRANSPORT
Halle 8,
Stand
8A67
Der neue Palettentransporter G130 3.0 von Melkus Mechatronic markiert einen
Entwicklungssprung. Das omnidirektionale fahrerlose Transportfahrzeug verfügt
über eine höhere Batteriekapazität und einen schnelleren, induktiven Ladevorgang.
Der omnidirektionale Antrieb ermöglicht den Einsatz auf engem Raum bei minimalem
Wenderadius.
Separat angeordnete Versorgungs- und Steuerungstechnik je Kufe sowie ein
elektronisches Differentialgetriebe ermöglichen einen getrennten Antrieb und hohe
Toleranz gegenüber Bodenunebenheiten. Ein modularer Aufbau mit genormten
Drehschemelantrieben hält den Wartungsaufwand gering. Zwei überlappend
wirkende Sensoren bieten eine 360°-Rundumsicht und übertreffen die normativen
Mindestanforderungen für Personensicherheit.
www.melkus-mechatronic.com
ALLES IM
MATERIALFLUSS
clever – creative – sustainable – smart
Verkettete Arbeitsplätze
stehen im Mittelpunkt des
Logimat-Auftritts von RK
Rose+Krieger. Innerhalb der
Installation verbindet ein
autonomer mobiler Roboter
(AMR) ein Pufferlager für
Kleinladungsträger (KLT) mit
einem Montagearbeitsplatz.
Damit realisiert das Flurförderzeug
einen Materialfluss mit
Pufferstrecke bei engen
Raumverhältnissen. Kombiniert
wird der
AMR mit einer
motorisierten
Halle 5,
Stand 5G15
und 5G18
Transferstation des Tochterunternehmens
RK Schmidt
Systemtechnik. Diese Transferstation
dient als Pufferlösung
und ermöglicht außerdem die
Übergabe von Lasten an
definierten Übergabepunkten.
Dabei überwacht die Transferstation
den Materialfluss und
stellt die Informationen für
übergeordnete Softwaresysteme
bereit. Der Aufbau auf dem
AMR und die Transferstation
lassen sich flexibel an die
Übergabehöhe und die
Abmessungen der zu transportierenden
Güter anpassen.
www.rk-rose-krieger.com
A new MOVE:
Utz EUROTEC MOVE.
Modular. Optimiert. Visionär. Effizient.
EUROTEC MOVE bringt mit, was Intralogistik in Zukunft bewegt:
Erstmals freies Konfigurieren der Behälter für jeden Nutzer, rutschfeste Bodenstruktur
und optionale Unterteilungen für stressfreie Förderung bei bekannt hoher Utz Stabilität und
ID-Auslegung für Prozesssicherheit und volle Transparenz im Zeitalter von KI.
LogiMAT Stuttgart (24. bis 26.03.2026), Halle 6, Stand F41.
utzgroup.com
Georg Utz GmbH · Nordring 67 · 48465 Schüttorf · Germany
Phone +49 5923 805 0 · Fax +49 5923 805 805 · info.de@utzgroup.com · www.utzgroup.com
LOGIMAT-VORSCHAU
MECHANISCHES SYSTEM VERHINDERT
LKW-BEWEGUNGEN
Unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen
während des Be- und
Entladens gehören zu den
häufigsten Unfallursachen an
Verladerampen. Das mechanische
Sicherheitssystem Loading Dock
Protector von Valentin Equipment
blockiert Lkw physisch sowohl in
Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung
und verhindert so
Bewegungen bei aktiviertem
Stopp-Zustand. Eine LED-Signalsäule
gibt Fahrern klare visuelle
Anweisungen und reduziert Missverständnisse in lauten oder
mehrsprachigen Arbeitsumgebungen. Das System eignet sich
für alle gängigen Lkw-Typen und lässt sich sowohl in neue
Anlagen integrieren als auch bei bestehenden Verladerampen
nachrüsten. Die robuste Bauweise ist für industrielle Anforderungen
ausgelegt und erfordert geringen Wartungsaufwand.
Neben der Verbesserung der Arbeitssicherheit
reduziert das System Schäden an Rampen, Toren
und Gebäuden sowie ungeplante Stillstände.
Für die Lösung ist ein Patent angemeldet.
www.valen-tin.dk
Halle 9,
Stand
9A02
DIGITALES TOOL VEREINFACHT
REGALPLANUNG
Webbasierte Systeme erweitern die Planungs- und Konfigurationsmöglichkeiten
für Lagertechnik. Meta-Regalbau stellt auf
der Logimat erstmals sein neues Kundenportal und den
überarbeiteten Regalplaner
vor. Die digitalen Lösungen
fungieren als zentrale
Plattform für die Kundenkommunikation
und bieten
eine intuitive Bedienung bei
erweiterten Funktionen.
Unter der Bezeichnung
Meta-ILS präsentiert das
Unternehmen zudem individuelle Automatisierungslösungen,
die Fördertechnik mit Lagersystemen kombinieren. Mit
diesem Angebot adressiert Meta-Regalbau komplexe Automatisierungsanforderungen
und hat bereits internationale
Projekte realisiert.
Auf einer Fläche von 130 m² zeigt der Lagertechnikspezialist
sein Produktspektrum von Regalsystemen über
Stahlbau bis zu Serviceleistungen wie Regalinspektionen.
An den Standorten Arnsberg und
Budweis fertigt das Unternehmen nach
RAL-Gütezeichen und GS-Standards.
www.meta-online.com
Halle 1,
Stand 1H01
und 1H05
AUF DEM WEG ZUM INTELLIGENTEN FULFILLMENT
Das Unternehmen AutoStore kündigt mit
der Frühjahrs-Produktvorstellung auf der
Logimat 2026 einen Wandel an. Der Launch
weist den Weg zu einem einheitlicheren,
softwaredefinierten Fulfillment-Modell, bei
dem intelligente Systeme Arbeitsabläufe
koordinieren, Daten Entscheidungen in
Echtzeit beeinflussen und die Automatisierung
sich parallel zu den betrieblichen
Anforderungen weiterentwickelt. Dabei verfolgt das Unternehmen
einen Ökosystem-Ansatz, der Technologie, intelligente
Systeme und eine globale Community zusammenbringt, um
den Mehrwert über alle Anlagen hinweg zu steigern.
Treiber dieser Entwicklung sind die sich verändernden Anforderungen
in der Logistikbranche. Es geht mittlerweile nicht mehr
nur darum, ob Lager automatisiert werden sollten, sondern
darum wie Maschinen, Software, Daten
und Menschen zu einem einzigen, intelligenten
Fulfillment-System verbunden
werden können – einem System, das in der
Lage ist, immer komplexere Fulfillment-
Netzwerke zu koordinieren und Entscheidungen
in großem Maßstab zu verbessern.
Vor allem der Handel wird zunehmend von
autonomen Systemen und KI-gestützten
Entscheidungsprozessen geprägt. Fulfillment kann entsprechend
nicht mehr als letzter Schritt im operativen Prozess
gesehen werden, sondern muss dessen Basis bilden:
immer verfügbar, zuverlässig und intelligent genug,
um in einer dauerhaft aktiven Handelsumgebung
zu funktionieren.
www.autostoresystem.com
Halle 1,
Stand
1J53
25
Sicheres, platzsparendes und
produktives Handling
ombilift.com
combilift.com
Halle 9
Stand 9B45
LOGIMAT-VORSCHAU
BIN PICKING FÜR LANGGÜTER BIS 300 KG
Eine neu entwickelte Bin-Picking-Lösung ermöglicht die automatische Handhabung
unsortierter Langgüter und wird zur Logimat 2026 in Stuttgart vorgestellt. Das
gemeinsam mit dem Fraunhofer IOSB-INA entwickelte System von Remmert kombiniert
Industrierobotik, 3D-Vision und künstliche Intelligenz zur zuverlässigen Vereinzelung
von Stangen, Rohren und Profilen aus Metall oder Kunststoff mit einem
Gewicht von bis zu 300 kg. Eine KI-gestützte Bilderkennung identifiziert die Lage
verpackter und unverpackter Langgüter in Ladungsträgern. Je nach Anwendung
kommen Vakuum-, Magnet- oder Greifwerkzeuge zum Einsatz. Die Lösung
lässt sich in Remmert-Langgutlager integrieren und eignet sich für Materialbereitstellung
an Fertigungsmaschinen oder zur Kommissionierung.
Ergänzend präsentiert das Unternehmen eine neue Softwarelösung, die
Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung in einer Plattform vereint.
www.remmert.de
Halle 3,
Stand
3C14
PICK-BY-LIGHT-
SYSTEM FÜR
FIFO-REGALE
Ein automatisierter Materialbahnhof
demonstriert das
Zusammenspiel aus mobiler
Robotik und smarten Produkten.
Im Zentrum steht ein
FiFo-Regal mit Pick-by-Light-
Signalisierung von item. Ein
fahrerloses Transportfahrzeug
bringt Kleinladungsträger zum
Regal und positioniert sich an
der Übergabestation. Freigabeeinheiten
übernehmen
Space constraints
in your warehouse?
Smart intralogistics…
automatisiert die geordnete
Übergabe in freie Lagerplätze.
Anschließend führen LED-Streifen
auf der Entnahmeseite
Mitarbeiter durch den Kommissionierprozess.
item führt eine eigene Pick-by-
Light-Betriebsart für den
LED-Streifen-Controller DIN/
AIN ein. Diese ermöglicht
einfache Pick-Anwendungen
ohne zusätzliche Steuerung.
Über das Webinterface lassen
sich grundlegende Funktionen
konfigurieren, um gezielt
Segmente des LED-Streifens zu
aktivieren. Das System schafft
die Voraussetzungen
Halle 5,
Stand
5B21
für einen intuitiven
Ablauf mit hoher
Prozesssicherheit.
www.item24.com
Besuchen Sie uns auf
der LogiMAT 2026
Halle 5
Stand D67
LOGIMAT-VORSCHAU
HUBTISCH VERKÜRZT DURCHLAUFZEITEN
Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung hat bei einem großen
deutschen Internethändler zu messbaren betriebswirtschaftlichen
Vorteilen geführt. Nach einer Mitarbeiterbefragung
testete das Unternehmen Paletten-Hubtische für eine
rückenfreundliche
Gestaltung der
Arbeitsplätze im
Wareneingang. Der
eingesetzte
Hubtisch Typ FE
1200/75 von
Flexlift zeichnet
sich durch eine
geringe Bauhöhe,
maximalen Hub
und eine schmale Bauweise von nur 910 mm aus. Diese
kompakte Breite ermöglicht kürzere Greifwege im Vergleich
zu Modellen anderer Hersteller mit 1.000 bis 1.100 mm Breite.
Nach positiver Bewertung in der Mitarbeiterbefragung
rüstete das Unternehmen 270 Arbeitsplätze an verschiedenen
Standorten mit den deutschen Hubtischen aus. Zeitmessungen
bestätigten verkürzte Durchlaufzeiten bei unveränderter
Arbeitsorganisation. Zusätzlich sank die Zahl der
Fehltage und die Mitarbeiterzufriedenheit stieg.
Aufgrund dieser Erfolge wurden mittlerweile
auch Arbeitsplätze im Retouren-Bereich mit
Hubtischen des Herstellers ausgerüstet.
www.flexlift.de
Halle 7,
Stand
7F71
KALMAR PRÄSENTIERT TERMINAL-
ZUGMASCHINEN DER SIEBTEN GENERATION
Auf der Logimat 2026
zeigt Kalmar erstmals
in Europa die
neue TT7-Serie seiner
Terminal-Zugmaschinen
(Bild). Ab Juni
2026 werden zudem
die ersten Elektro-Reachstacker
an
deutsche Betreiber
ausgeliefert.
Die Terminal-Zugmaschinen
der siebten Generation bieten eine Zugkraft von 70
beziehungsweise 85 Tonnen und wurden für die Anforderungen
von Umschlagterminals sowie die strengeren europäischen
Vorschriften konzipiert. Optional können die Maschinen
eine Straßenverkehrszulassung erhalten. Laut Hersteller wird
die Serie den unterschiedlichen Bedürfnissen von Terminalbetreibern
und Logistikdienstleistern gleichermaßen gerecht.
Ein weiterer Schwerpunkt am Messestand ist die Elektrifizierung:
Die elektrische Variante des Reachstackers
kommt nun auf den deutschen Markt. Mithilfe
eines CO 2
-Rechners können Interessierte am
Stand die möglichen Einsparungen berechnen
lassen.
www.kalmar.de
Halle 10,
Stand
G21
AMR-PLATTFORM FÜR WANDELBARE INTRALOGISTIK
Eine modulare Architektur und offene Schnittstellen kennzeichnen
die neue Plattformlösung für mobile Robotik von SEW-Eurodrive.
Das System vereint unterschiedliche Transportaufgaben
von Paletten über Behälter bis zu Sonderladungsträgern in einer
Lösung. Standardisierte Lastaufnahmemittel
wie Palettenhubeinheiten und
Rollenförderer ermöglichen eine hohe
Anpassungsfähigkeit an branchenspezifische
Anforderungen.
Kontaktloses Laden mit Movitrans sorgt
für eine Energieversorgung direkt im
Prozess und maximale Verfügbarkeit.
Wahlweise steht eine LiFePo 4
-Batterie
oder ein Kondensatorspeicher zur Verfügung. Die Laserkonturnavigation
mit integrierter Parking-Funktion ermöglicht ein
präzises Positionieren. Der VDA-5050-Standard schafft die
Voraussetzungen für Interoperabilität mit übergeordneten
Systemen. Bei kompakten Abmessungen
erreicht das System eine Nutzlast von
bis zu 1.600 kg und eine Geschwindigkeit
von 1,6 m/s. Adaptive Scanschutzfelder
sorgen für Personensicherheit
und präzise
Orientierung in dynamischer
Umgebung.
www.sew-eurodrive.de
Halle 7,
Stand
7D07
18 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
WAREHOUSE-CONTROL-SYSTEM MIT
KI-INTELLIGENZ
Während der Logimat 2026 präsentiert Element Logic ein
neues Warehouse-Control-System (WCS) mit erweiterter
KI-basierter Intelligenzschicht. Die Software unterstützt bei
der Steuerung hoher Prozessvolumina und integriert Automatisierungslösungen
wie die
Robot-Picking-Lösung
eOperator für
die Stückkommissionierung.
Das WCS arbeitet
mit dem Materialflussrechner
eController und
der cloud-basierten
Datenplattform eLogiq zusammen. KPI-Dashboards
sorgen für Prozesstransparenz, während neue Module für
Bestandsmanagement, Workflow-Verfolgung und Mitarbeiterleistung
Echtzeit-Analysen der Lagerdaten ermöglichen.
Managed Services aus der Cloud reduzieren den
Administrationsaufwand und erhöhen Systemverfügbarkeit
sowie -sicherheit. Element Logic
zeigt die Lösung in separaten Live-Demos auf
mehreren Bildschirmen.
www.elementlogic.net/de
Halle 1,
Stand
1H21
TASCHENSORTER VEREINT
FÜNF FUNKTIONEN
Ein modularer Taschensorter
kombiniert die
Funktionen Fördern,
Puffern, Sortieren,
Kommissionieren und
Versandvorbereitung
in einer einzigen
Anlage. Das System
ferag.skyfall von Ferag
eignet sich für verschiedene
Anwendungsbereiche – von der Modebranche über
den Einzelhandel bis hin zu Beauty & Healthcare. Zusammen
mit den Steuerungen skyfall.controls und skyfall.software
vereinfacht das Konzept Intralogistikprozesse bei begrenzten
Flächen- und Raumreserven und ermöglicht so einen effizienten
Warenfluss auch bei hohem Durchsatz.
Ergänzend bietet das Unternehmen Softwarelösungen der
Produktreihe ferag.doWarehouse an, die im Zusammenspiel
mit übergeordneten IT-Systemen die Voraussetzungen für
eine optimale Steuerung aller Lagerprozesse schaffen.
Die entwickelten Technologien lassen sich
darüber hinaus mit bereits vorhandenen
Intralogistikanlagen verknüpfen und so deren
Kapazität und Effizienz steigern.
www.ferag.com
Halle 3,
Stand
3C03
MANCHE DENKEN,
RETOUREN SEIEN
KOMPLIZIERT.
WIR DENKEN
ANDERS.
beumer.com
LOGIMAT-VORSCHAU
ASI-5-MOTORMODULE STEUERN INTERROLL
EC5000 BI AN
Für die Motorrollen EC5000 BI von Interroll gibt es jetzt drei
neue ASi-5-Motormodule. Sie ermöglichen eine effiziente
Ansteuerung und liefern Diagnosedaten für die vorausschauende
Wartung.
Die Neuzugänge von
Bihl+Wiedemann richten
sich an Anwender der
24-V- und 48-V-Motorrollen:
BWU5178 steuert
zwei 24-V-Motorrollen
an, BWU5208 und
BWU5209 bedienen
jeweils vier Motorrollen
mit 24 oder 48 V. Alle drei Module kommunizieren über das
Bus-Interface digital mit den Rollen und lesen Zusatzinformationen
wie Antriebstemperaturen und Stromaufnahme aus – eine
Voraussetzung für Condition Monitoring. Für Logistik- und
Lagerleiter bedeutet das weniger ungeplante Stillstände und
bessere Planbarkeit von Wartungsintervallen.
Die Module in Schutzklasse IP54 werden über M8-Snap-in-Kabelbuchsen
angeschlossen, ASi und AUX per
Durchdringungstechnik und Profilkabel.
BWU5178 bietet zusätzlich vier digitale Eingänge
für Sensoren, BWU5208 und BWU5209
jeweils acht.
www.bihl-wiedemann.de
Halle 1,
Stand
1A14
YARD-PROZESSE ÜBER SAP-PLATTFORM
DIGITALISIERT
Die cloudbasierte
Plattform von leogistics
basiert auf der SAP
Business Technology
Platform und schafft die
Voraussetzungen für die
vollständige Digitalisierung
manueller Prozesse
an der Werkspforte und eine engere Verzahnung mit angrenzenden
Logistikbereichen. Durch die Integration mit SAP EWM
und SAP TM entstehen durchgängige und transparente Abläufe.
Neue UI- und UX-Konzepte umfassen eine moderne Dock-Door-
Visualisierung sowie Anwendungen für die Schifffahrtslogistik.
Dadurch werden operative Transparenz und Benutzerfreundlichkeit
verbessert. Die offene Plattform
erlaubt es, Yard-Prozesse zu erweitern und
bestehende On-Premise-Logistiklösungen mit
Cloud-Vorteilen zu verbinden.
www.leogistics.com
MESSE-AUFTRITT MIT VIRTUELLEN
LAGERWELTEN
Modulare Automatisierungslösungen für Lager- und Materialflüsse
stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Exotec.
Das Unternehmen präsentiert auf einer Standfläche von 218 m²
seine Skypod-Technologie als Basis für skalierbare Intralogistikkonzepte.
Das Standkonzept umfasst geführte Touren mit CEO
Romain Moulin und CTO Renaud Heitz sowie einen virtuellen
Raum für immersive Einblicke in Kundenlagerwelten. Zudem
wird die Kompetenz als System integrator für individuelle
Komplettlösungen unter Beweis gestellt. Ergänzend
bietet das Unternehmen persönliche Gespräche
mit dem Vertriebsteam und interaktive Elemente
wie eine KI-gestützte Fotobox. Täglich ab 16 Uhr
wird Exobier am Stand ausgeschenkt.
www.exotec.com
Halle 4,
Stand
4C17
Halle 5,
Stand
5F71
KI AUTOMATISIERT
WARENKONTROLLE
Warehouse Management System
PSIwms AI
Ihr Lager.
Digital gedacht.
Intelligent optimiert.
Besuchen Sie uns auf der LogiMAT
Halle 4 | Stand D41
www.psi.de
Die Machine-Vision-Lösung ZetesMedea
ImageID von Zetes dokumentiert den
Zustand der Ware visuell und ermöglicht
die eindeutige Nachverfolgung, ob
Sendungen unbeschädigt verladen oder
empfangen wurden. Eine KI-basierte
Asset-Erkennung identifiziert Objekte
und dokumentiert Abweichungen
automatisch. Durch die automatische
Datenerfassung werden die Wareneinund
-ausgangsbearbeitung sowie Inventurprozesse beschleunigt
und Reklamationsfälle reduziert. In Kombination mit
Voice-Technologien und automatisierter Nachschubsteuerung
senkt die Software Fehlerquoten
und steigert die Produktivität. Die Lösung ist als
stationäre oder mobile Variante verfügbar.
www.zetes.com
Halle 4,
Stand
4D77
NEUE GERÄTEKLAMMER-GENERATION VERBESSERT ARBEITSGESCHWINDIGKEIT
Eine gewichtsabhängige Regelung der Klammerkraft verhindert Beschädigungen beim
Handling mit Geräteklammern. Die zweite Generation des Smart-Load-Control-(SLC-)
Systems von Kaup verkürzt durch optimierte hydraulische Komponenten und reduzierte
Bauteile die Ladezyklen auf das Niveau konventioneller Klammern ohne Kraftregelung.
Ein elektrisches Druckbegrenzungsventil in Kombination mit einem Display
ersetzt die manuelle Druckauswahl und die Einstellung des Initialdrucks. Alle Anpassungen
finden über die neue Bedieneinheit statt, was Staplerwechsel und wechselnde
Ladungsarten im Lager erleichtert. Das Display speichert alle Klammervorgänge und
ermöglicht den Download von Betriebsdaten. Ein integrierter Prüfmodus
liefert zusätzliche Kennzahlen zur Analyse der internen Logistik. Grafische
Darstellungen informieren den Fahrer über den aktuellen Status
der Einheit und die anliegende Klammerkraft.
www.kaup.de
Halle 10,
Stand
10F07
LAGERROBOTER
GREIFT
SCHUHKARTONS
Eine KI-gestützte Roboterlösung
ermöglicht die automatisierte
Handhabung zweiteiliger
und unversiegelter
Schuhkartons. Der Shoebox
Picker von Nomagic kombiniert
KI-basierte Wahrnehmung
mit robotergestützter
Bewegungsplanung und
einem spezialisierten
Endeffektor. Das System
analysiert Eigenschaften wie
Größe, Gewicht, Deckeltyp
und Ausrichtung jedes
Kartons für eine optimale
Bewegungsvorhersage.
Die Lösung verarbeitet
unterschiedliche Kartondesigns
und kann Schuhkartons
vertikal und horizontal
aufnehmen. Dadurch
entfallen eine Vereinzelung
oder Vorausrichtung der
Kartons. Bei reiner Schuhkartonhandhabung
erreicht das
System einen Durchsatz von
bis zu 450 Stück pro Stunde
pro Stunde. Mehr als 98 Prozent
der marktüblichen
Schuhkarton-Artikelvarianten
werden abgedeckt.
www.nomagic.ai
Halle 1,
Stand
1GA57
24 - 26 MÄRZ, 2026
MESSE STUTTGART
HALLE EINGANG OST,
STAND ES11
ZUKUNFTSSICHERE
KONTRAKTLOGISTIK.
Wir gestalten Ihre Logistikarchitektur -
effizient, digital und flexibel.
www.blg-logistics.com
LOGIMAT-VORSCHAU
AUTONOME LÖSUNGEN FÜR GROSSE
LOGISTIKFLÄCHEN
Digitalisierung und
Robotik eröffnen neue
Potenziale für mehr
Effizienz, Transparenz
und Ressourcenschonung.
Die autonome
Scheuersaugmaschine
Scrubmaster B75 i von
Hako ist für lange
Gänge und weitläufige Hallenflächen konzipiert. Aufgrund
intelligenter Navigation reinigt die Maschine Flächen zuverlässig,
reduziert Stillstandzeiten und sorgt für eine konstant
hohe Reinigungsqualität – auch im Mehrschichtbetrieb. Ein
zentraler Baustein der Automatisierung ist die auf den
Scrubmaster B75 i abgestimmte Dockingstation. Die Maschine
steuert ihre Parkposition selbstständig an und startet dort
automatisch die Prozesse Schmutzwasserentleerung, Frischwasserbefüllung
und Akkuladung. Das entlastet das
Personal, reduziert manuelle Eingriffe und
macht die Reinigungseinsätze noch planbarer.
Bestehende Maschinen lassen sich einfach
nachrüsten.
www.hako.com
Halle 10,
Stand
10A05
ÜBERARBEITETES DESIGN VERBESSERT
BEDIENUNG
Präzise Führung und einfache
Bedienung kennzeichnen die
überarbeitete Version des
Vakuum-Schlauchhebers
JumboFlex. Schmalz optimierte
das Handhabungsgerät so,
dass Anwender unabhängig
von der Handgröße sicher
greifen und Lasten genau
positionieren können. Zwei intuitive Bedientasten ersetzen
die bisherige Ein-Taster-Steuerung und ermöglichen das
direkte Heben und Senken von Kartons oder Säcken.
Ein neuer Wechselmechanismus vereinfacht den Greifertausch:
Die Greifer lassen sich mühelos mit einem Handgriff
ein- und ausschieben. Dies verkürzt Rüstzeiten und erhöht die
Arbeitseffizienz beim täglichen Einsatz.
Auf der Logimat 2026 stellt das Unternehmen zusätzlich ein
mobiles manuelles Handhabungsgerät vor. Im
Gegensatz zu stationären Schlauchhebern oder
Kransystemen bleibt diese Lösung flexibel
einsetzbar und ermöglicht ergonomisches
Heben auch in dynamischen Logistikprozessen.
www.schmalz.com
Halle 7,
Stand
7C05
Eingang
Ost, Stand
EO60A
NESTBARER KLT SPART 75 PROZENT VOLUMEN
Die Smox – smart logistics GbR präsentiert einen patentierten Kleinladungsträger, der
laut Herstellerangaben das Transportvolumen leerer Behälter um bis zu 75 Prozent
reduziert. Der Smox im Euro-Format 600 × 400 mm funktioniert ohne komplexe
Klappmechanismen: Leere Behälter werden auf den Kopf gestellt, wodurch die
Auflage-Konsolen durch Schwerkraft automatisch einklappen und sich die Behälter
platzsparend ineinanderschieben lassen – das ermöglicht Lieferung und Leergutabholung
als One-Stop-Lösung.
Verfügbar ist der stapel- und nestbare Behälter in zwei Größen mit einem Volumen
von 26 und 50 Liter sowie als offene und geschlossene Version. Die Tragfähigkeit
beträgt 25 kg, die Auflast 500 kg. Hergestellt werden die Behälter aus HDPE oder PP; je
nach Anforderung ist auch der Einsatz von Recyclingmaterial möglich.
Der Smox, der auf der Logimat 2026 Weltpremiere feiert, eignet sich für den Backwarenhandel, den Obst- und
Gemüsehandel sowie komplexe Lieferketten mit hohem Leergutanteil.
www.smox.de
WirelessCharger 3.0
Charging Contacts
Do you need
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your AMRs?
Safe Stopping
and Wireless Data
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for AMR fleets!
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AMRs safely
and
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LOGIMAT-VORSCHAU
MODULARES FLOTTENMANAGEMENT
OPTIMIERT LAGERABLÄUFE
Komplexe Flotten und wachsender Effizienzdruck erfordern
durchdachte Managementlösungen für Intralogistikfahrzeuge.
Still präsentiert auf der Logimat 2026 ein modulares
Angebot maßgeschneiderter Flottenmanagementlösungen.
Das Spektrum reicht von
flexiblem Self-Service mit
der All-in-One-Lösung
Smart Portal über
Assisted-Service-Modelle
mit einheitlichen KPIs und
herstellerübergreifenden,
branchenspezifischen
Benchmarks bis hin zum
Full-Service. Letzterer richtet
sich an Unternehmen,
die sich
vollständig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren
möchten. Die Lösungen sollen Lagermanagement
wirtschaftlicher, effizienter und
nachhaltiger gestalten.
www.still.de
Halle 10,
Stand 10B40
und 10B41
MEHR EFFIZIENZ UND PRÄZISION IN DER
INTRALOGISTIK
Skalierbare Steuerungsmodule
und
Navigationslösungen
stehen im Mittelpunkt
des Messeauftritts von
Inro Elektrotechnik.
Das Unternehmen
zeigt maßgeschneiderte
Elektroniklösungen
für Flurförderzeuge, autonome mobile Roboter und vernetzte
Anlagensteuerungen. Die Leistungselektronik ermöglicht eine
präzise Steuerung von Spannung, Strom und Bewegung in
dynamischen Logistikprozessen. Ergänzend präsentiert der
Hersteller Navigations- und Assistenztechnologien, die durch
die Kombination aus robuster Elektronik, intelligenter
Steuerlogik und präziser Navigation die Effizienz
und Sicherheit automatisierter Intralogistik-Systeme
verbessern. Die modularen Lösungen
lassen sich an spezifische Anforderungen
komplexer Logistikumgebungen anpassen.
www.inro-et.de
Halle 1,
Stand
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Langgüter
automatisch
lagern &
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Sie zu maximaler Kapazität bei
minimalem Platzbedarf und
schnellem Zugriff auf alle Ihre
Artikel. Unsere KI-gesteuerte
Bin-Picking-Lösung und unsere
effizienten RBGs sorgen für einen
reibungslosen Materialfluss,
schonende Handhabung und
deutlich geringere Arbeitskosten.
Mehr Infos unter
remmert.de
LOGIMAT-VORSCHAU
SENSORSYSTEM WARNT VOR KOLLISIONEN
Halle 10,
Stand
10C31
Überstehende Lasten in Schmalganglagern sind ein wiederkehrendes Sicherheitsrisiko,
da Sicherheitsabstände oft unter 100 mm liegen. Eine patentierte Gangüberwachungshilfe
von Hubtex löst dieses Problem. Das System arbeitet mit Lidar-Sensoren,
die vertikale Ebenen im Umfeld des Flurförderzeugs auswerten und herausragende
Lasten frühzeitig erkennen. Die Sensoren scannen sowohl in Hauptfahrtrichtung
als auch entgegengesetzt, wodurch Hindernisse unabhängig von der
Fahrtrichtung erfasst werden. Der überwachte Bereich passt sich dynamisch an
Geschwindigkeit, Hubhöhe und Konfiguration an. Bei erkannten Hindernissen warnt
das System zunächst den Fahrer und reduziert bei Bedarf automatisch die Fahrgeschwindigkeit.
Die Gangüberwachungshilfe ist für die Mehrwege-Seitenstapler der
Baureihe Phoenix verfügbar und ergänzt vorhandene Personenschutzscanner um
den Schutz vor Kollisionen mit aus Regalen ragenden Waren.
www.hubtex.com
HERSTELLERNEUTRALER SERVICE VERLÄNGERT ANLAGENLEBENSDAUER
Ein umfassendes Service-Portfolio für Regalbediengeräte und Fördertechnik stellt Telogs
vor. Das Unternehmen bietet herstellerunabhängige Wartung, Reparatur und Modernisierung
intralogistischer Systeme. Durch die Koordination aller erforderlichen Arbeiten
aus einer Hand lassen sich Stillstandszeiten minimieren – vor allem in Maschinenparks
mit Geräten verschiedener Hersteller.
Retrofit-Projekte verlängern die Lebensdauer von Anlagen, die viele Jahre im Dauereinsatz
sind, durch die Erneuerung von Steuerungstechnik und Komponenten. Ergänzt
wird das Angebot durch eigene Steuerungskonzepte: „Distance“ für RBG, „Flow“ für
Fördertechnik und „Distance Curve“ für den koordinierten Betrieb kurvengängiger
Regalbediengeräte.
www.telogs.de
Halle 1,
Stand
1C15
IMPRESSUM
erscheint 2026 im 76. Jahrgang,
ISSN 0341-2636 / ISSN E-Paper: 2747-8130
REDAKTION
Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB)
Tel.: 06131/992-321, E-Mail: w.bauer@vfmz.de
(verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)
Redakteur/innen: Felix Berthold, M.A. (be),
Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),
Daniel Schilling (dsc), M.A.,
Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW)
Redaktionelle Mitarbeit: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml)
Content-Managerin: Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,
E-Mail: p.weidt@vfmz.de
(Redaktionsadresse siehe Verlag)
GESTALTUNG
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SALES
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,
E-Mail: a.zepig@vfmz.de
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24 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
LOGIMAT-VORSCHAU
MULTIFUNKTIONALES E-INK-ETIKETT
IN DER INTRALOGISTIK
Ein multifunktionales
E-Ink-Etikett deckt eine
große Bandbreite
intralogistischer
Anwendungen ab: von
der Produktions- und
Montageversorgung
über digitale Kanbanund
Nachschubsteuerung
bis hin zu Pick- und
Put-to-Light-Prozessen sowie Material- und Behältertracking.
Das OX-Label von Orgatex stellt Auftrags- und Prozessdaten in
Echtzeit dar und aktualisiert sich automatisch – anders als
NFC- oder RFID-Labels, die Daten meist nur punktuell beim
Auslesen übernehmen. Anzeige, Ortung und Interaktion
werden in einem Tool kombiniert: Eine integrierte Lokalisierungsfunktion
macht Material- und Behälterbewegungen
nachvollziehbar und reduziert Suchzeiten um bis zu 80
Prozent. Eine LED unterstützt Pick- und Put-to-
Light-Prozesse, während eine Taste Quittierungen
oder Nachschubanforderungen ermöglicht.
Medienbrüche im Prozessablauf sinken und die
Fehlerquote wird reduziert.
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FACHBODENLAGER EINFACH
AUTOMATISIEREN
Fachbodenregale lassen
sich ohne bauliche
Veränderungen automatisieren.
Das zeigt
NEOintralogistics auf der
Logimat. Autonome
mobile Roboter (AMR)
navigieren durch die
Gänge, entnehmen
benötigte Behälter und transportieren diese zur Kommissionierstation.
Damit wird das Prinzip „Ware zum Mann“ in
herkömmlichen Regalanlagen möglich. Das System erreicht
laut Anbieter die gleiche Kommissioniergeschwindigkeit wie
geschlossene Automatik-Lösungen, die auf Shuttles oder
Grid-Lösungen basieren. Gleichzeitig wird die Lagerdichte im
Fachbodenregal verdoppelt. Das System lässt sich schrittweise
in ausgewählte Bereiche integrieren, ohne den laufenden
Betrieb zu unterbrechen. Bei Conrad Electronic SE waren nach
einem Monat Hochlaufzeit bereits 1,5 Millionen
Artikelstücke eingelagert. Die AMR arbeiten mit
intelligenter Sensorik und präziser Navigation.
Jeder Lagerplatz lässt sich wahlweise robotergestützt
oder weiterhin manuell bedienen.
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THINK TECH FORWARD
HEBER FÖRDERTECHNIK REALISIERT ALS GENERALUNTERNEHMER
KOMPLEXES GESAMTPROJEKT FÜR VORWERK
FLEXIBILITÄT BIS ZUR LETZTEN MINUTE
Das Unternehmen Vorwerk hat in Schwelm eine
hochautomatisierte Logistikanlage realisiert. In
dem neuen insgesamt 45.000 Quadratmeter
großen Versandzentrum entstanden auch fünf
Hochleistungs-TM7-Versandlinien, die
zusammen mehrere 100 Thermomix-Geräte pro
Stunde individuell bestücken. Das Besondere:
Zwei Linien befüllen die Kartons automatisch
mithilfe von Robotern. Heber Fördertechnik
koordinierte als Generalunternehmer alle
technischen und IT-Gewerke. Das System schafft
die Voraussetzungen, Länder-Bundles erst spät
zusammenzuführen, was die Flexibilität in der
Supply Chain erhöht. Das Projekt gilt als
Blaupause für weitere Standorte.
Im Schwelmer Gewerbegebiet „Graslake“, nur sechs Kilometer
vom größten Produktionsstandort der Vorwerk-Gruppe in
Wuppertal-Laaken entfernt, hat das Familienunternehmen eine
neue Ära in seiner Logistik eingeläutet. Auf mehr als 45.000
Quadratmetern entstand eine moderne Lager- und Logistikimmobilie,
die Maßstäbe hinsichtlich Automatisierung und Flexibilität
setzt. Betrieben wird der Standort vom Grevener Logistikdienstleister
Fiege, der bereits seit mehr als 25 Jahren für die Vorwerk-Gruppe
tätig ist.
UNGEBROCHENE NACHFRAGE FORDERT
NEUE LÖSUNGEN
Die wachsende Nachfrage nach Produkten und Zubehör des Herstellers
von Haushaltsgeräten und Reinigungssystemen – allen
voran die beliebte multifunktionale Küchenmaschine Thermomix
– forderte die bisherige Logistikstruktur zunehmend heraus.
„Der Hauptgrund für dieses Vorhaben war, in der kompletten
Supply Chain möglichst lange größte Flexibilität zu erreichen“,
erläutert Jörn Compernaß, Leiter Global Supply Chain Management
von Vorwerk. „Länder-Bundles sollten zu einem möglichst
späten Zeitpunkt zusammengeführt und dadurch die Vielfalt reduziert
werden. Zudem wollten wir manuelle Schritte einsparen
und durch einen hohen Automatisierungsgrad ersetzen.“
26 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
TITELSTORY PRODUKTE UND SYSTEME
01 02
01 Hoher Automatisierungsgrad: Insgesamt neun Roboterzellen
davon sechs Depalettierzellen, und drei Palettierzellen sind auf die
fünf Versandlinien verteilt
02 Mehrere 100 Thermomixe werden pro Stunde individuell
bestückt, verpackt und versandfertig gemacht
Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll: Eine Lösung wurde benötigt,
die bisher in dieser Art noch nicht existierte. Als Generalunternehmer
übernahm die Heber Fördertechnik GmbH aus
dem baden-württembergischen Oberessendorf die Gesamtverantwortung
für die vollumfängliche Integration der Gewerke
Technik und IT. Der Kontakt kam über den Logistikdienstleister
Fiege zustande, der aufgrund der Erfahrungen aus vorherigen
Projekten Heber für das Vorwerk-Vorhaben empfahl. In der
anschließenden Ausschreibung setzte sich der Intralogistik-Spezialist
durch. „Es hat sich gezeigt, dass dies die
richtige Entscheidung war“, bestätigt Compernaß.
HOCHAUTOMATISIERTE VERPACKUNGS-
LINIEN IM DREISCHICHTBETRIEB
Das Herzstück der neuen Anlage bildet ein komplexes
Verpackungssystem, das hohe Leistungswerte
erreicht: Mehrere 100 Thermomixe der neuesten
Generation werden pro Stunde individuell bestückt,
verpackt und versandfertig gemacht. Die Gesamtlösung
ist aufgeteilt in eine Leerkartonzuführungsstrecke
und fünf Versandlinien, die jeweils eine Taktleistung
von 25 Sekunden pro Karton erreichen – das entspricht
mehreren 100 Kartons pro Stunde und Linie.
Die technische Ausstattung ist umfassend: Heber installierte
zwei Kartonaufrichter, drei Kartonverschließer, acht Etikettierer
und neun Roboterzellen – davon sechs Depalettierzellen und
drei Palettierzellen. Hinzu kommen rund 90 m Palettenfördertechnik
inklusive Eckumsetzer sowie circa 240 m Leichtgutfördertechnik.
Der Prozessablauf ist durchdacht und effizient: Die Kartons
werden automatisch aufgerichtet und MFR-gesteuert auf den
einzelnen Versandlinien zugeführt. Jede Versandlinie besteht aus
drei festen Arbeitsplätzen für die verschiedenen Ausstattungsvarianten
der Thermomixe (Base, Bowl und Varoma), einem variablen
Arbeitsplatz sowie einem Etikettierer. Der Set-Karton wird
von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz transportiert und nacheinander
mit den jeweiligen Einzelkomponenten bestückt.
Hervorzuheben sind die zwei automatischen Linien, in denen
die Set-Kartons komplett robotergestützt befüllt werden – ein Au-
tomatisierungsgrad, der in dieser Branche neue Maßstäbe setzt.
Nach dem Verschließen der Kartons werden die Sets erneut etikettiert
und in den drei Palettierzellen auf Ladungsträger gestapelt.
Die fertig kommissionierte Ware wird zum Versand bereitgestellt
und per Stapler zur Lkw-Beladung transportiert.
KOMPLEXITÄT GEMEISTERT
„Die zentralen Hürden des Projekts waren der hohe Automatisierungsgrad,
die kritische Timeline und eine Lösung zu entwickeln,
die es bisher in dieser Art noch nicht gab“, fasst Compernaß die
Projektkomplexität zusammen. Und
tatsächlich: Die Realisierung eines
derartigen Systems er-
JÖRN COMPERNASS,
LEITER GLOBAL SUPPLY CHAIN
MANAGEMENT VORWERK
Die Kompetenz des Generalunternehmers
Heber zeigte sich vor allem in der
Fähigkeit, komplexe Abhängigkeiten
zu managen und trotz der innovativen
Natur des Projekts termingerecht
zu liefern
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 27
PRODUKTE UND SYSTEME
TITELSTORY
03 Zuführung zu den manuellen
Kommissionierplätzen
04 Manuelle Kommissionierplätze
wurden aus Redundanzgründen mit in
das Konzept integriert
03
forderte nicht nur technisches Know-how, sondern auch die Fähigkeit,
während der Projektlaufzeit flexibel zu reagieren und
kontinuierlich Optimierungen vorzunehmen. „Es ist gelungen,
dieses Vorhaben bis zum Schluss erfolgreich umzusetzen. Dazu
war es notwendig, während der Realisierung kontinuierlich Verbesserungen,
Anpassungen und Optimierungen an der Anlage
vorzunehmen“, berichtet Compernaß.
Als Generalunternehmer koordinierte Heber nicht nur die verschiedenen
technischen Gewerke, sondern musste auch die IT-
Integration nahtlos bewerkstelligen – und das unter Zeitdruck.
Die Kompetenz des Generalunternehmers zeigte sich vor allem
DAS PROJEKT IN SCHWELM
ZEIGT, WIE MODERNE INTRA-
LOGISTIK AUSSEHEN KANN
in der Fähigkeit, komplexe Abhängigkeiten zu managen und trotz
der innovativen Natur des Projekts termingerecht zu liefern.
„Dies hat in der Zusammenarbeit mit Heber hervorragend funktioniert“,
lobt Compernaß. „Von Anfang an bis zur Fertigstellung
des Projekts herrschte eine sehr gute, offene und ehrliche Zusammenarbeit,
die man selten findet.“
ERFOLGSFAKTOREN: PARTNERSCHAFT
AUF AUGENHÖHE
Die „Erfolgsformel Heber – Vorwerk – Fiege“, wie Compernaß sie
nennt, bewährte sich. Entscheidend dafür war die partnerschaftliche
Zusammenarbeit aller Beteiligten. Als technikaffines Unternehmen
brachte Vorwerk klare Vorstellungen und hohe Ansprüche
mit. Heber als Generalunternehmer übernahm die Verantwortung
für die Umsetzung und bewies dabei nicht nur technische
Exzellenz, sondern auch die nötige Flexibilität für
kontinuierliche Anpassungen. Fiege als erfahrener Logistikdienstleister
steuerte seine langjährige Expertise im Betrieb komplexer
Logistiksysteme bei.
„Alle Ziele wurden mit Heber bei diesem anspruchsvollen Projekt
erreicht. Wir sind termingerecht gestartet“, zieht Compernaß
Bilanz. Die Anlage habe von Beginn an eine hohe Stabilität in den
Prozessen erreicht – ein Qualitätsmerkmal, das bei hochautomatisierten
Systemen keineswegs selbstverständlich sei.
BLAUPAUSE FÜR DIE ZUKUNFT
Die Erfahrungen mit der Schwelmer Anlage haben weitreichende
Konsequenzen: „Vorwerk ist als Unternehmen sehr technikaffin,
diese Tatsache hat sich nun auch auf die komplette Supply Chain
übertragen“, erklärt Compernaß. „Diese Lösung ist so erfolgreich
und zugleich skalierbar, dass wir sie perspektivisch auf andere
Standorte ausrollen werden.“
Damit wird das Schwelmer Projekt zur Blaupause für zukünftige
Logistikstandorte der Vorwerk-Gruppe. Der hohe Automatisierungsgrad,
kombiniert mit der gewonnenen Flexibilität in der
Supply Chain, ermöglicht es dem Unternehmen, auf wachsende
und sich verändernde Marktanforderungen schnell und effizient
zu reagieren. Die späte Zusammenführung der Länder-Bundles
reduziert die Komplexität im Lager und schafft gleichzeitig die
nötige Agilität für länderspezifische Anforderungen.
Das Projekt in Schwelm demonstriert eindrucksvoll, wie moderne
Intralogistik aussehen kann: hochautomatisiert, flexibel
und dennoch prozessstabil. Die Rolle von Heber Fördertechnik
als Generalunternehmer war dabei entscheidend. Die Fähigkeit,
alle technischen und IT-Gewerke aus einer Hand zu koordinieren
und gleichzeitig die nötige Anpassungsfähigkeit während der Realisierung
zu bewahren, machte den Projekterfolg möglich.
Seit dem 29. Januar 2025 ist die Heber Fördertechnik GmbH
Teil der MotionTech Gruppe, einem Anbieter von Systemen für
die Intralogistik-Automatisierung. Diese Zugehörigkeit unterstreicht
die Bedeutung von Heber in der Branche.
Für Logistikverantwortliche, die vor ähnlichen Herausforderungen
stehen, bietet das Schwelmer Projekt wertvolle Erkenntnisse:
Ein hoher Automatisierungsgrad ist realisierbar, wenn der
richtige Partner gefunden wird. Entscheidend sind dabei nicht
nur technische Kompetenz und Erfahrung, sondern auch die Bereitschaft
zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit und die Fähigkeit,
auf veränderte Anforderungen flexibel zu reagieren. In
Schwelm ist genau das gelungen.
Fotos: Heber Fördertechnik
www.heber-foerdertechnik.de
04
28 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
MARKTPLATZ
GABELZINKEN-SYSTEM ERFASST FRACHT LIVE
Ein multidimensionales
Erkennungssystem
erfasst während der
Fahrt automatisch
Gewicht, Volumen und
Beschädigungen von
Ladegut. AKL-tec und
Vetter haben dafür die
SmartFork-Technologie
mit einer ausfahrbaren
Kameraeinheit und
Rückwärtskamera kombiniert.
Das System
entstand aus einem staatlich geförderten Forschungsprojekt
mit der TU München und vereint bisher getrennte Arbeitsschritte
in einem Vorgang. Sensoren in der Gabelzinke messen
die Last, während die Bildverarbeitung Volumen und Schäden
erkennt. Eine Softwareplattform fusioniert alle Daten in
Echtzeit zu einem einheitlichen Systembild. Dadurch werden
manuelle Messungen und stationäre Kontrollen überflüssig.
Die erfassten Daten lassen sich direkt mit Warenwirtschaftsund
Logistiksystemen verknüpfen. Das nachrüstbare System
soll neue Prozessstandards im Warenumschlag schaffen und
die Arbeitssicherheit erhöhen.
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FUNK-SYSTEM FÜR SICHEREN FERNZUGRIFF
Wartungsarbeiten an Roboterzellen und Not-Halt-Abschaltungen
in weitläufigen Anlagen erfordern oft kabelloses Abschalten
mit hoher Sicherheit. Das Funk-Sicherheitssystem RE 6900
der Safemaster W Serie von Dold bietet sicherheitsgerichtete
Abschaltungen per Funk-Not-Halt oder Zustimmungen im
Einrichtbetrieb mit dem Funk-Zustimmtaster bis Kat. 4 / PL e
bzw. SIL 3.
Ein Dreistufentaster
verhindert unbeabsichtigtes
Starten
gefährlicher Bewegungen:
Nur die aktiv
betätigte Mittelstellung
erteilt die
Zustimmung per Funk.
Loslassen oder
Durchdrücken unterbricht die Bewegung und löst eine
sicherheitsgerichtete Abschaltung aus. Die ergonomische
Formgebung erlaubt intuitive Einhandbedienung.
Bidirektionale Funk-Kommunikation, Bewegungs- und
Schockdetektion sowie Benutzerlegitimation per RFID
erhöhen die Sicherheit. Einsatzgebiete sind die Robotik bei
Service- und Wartungsarbeiten sowie weitläufige Intralogistikanlagen.
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90 JAHRE BEUMER GROUP:
TRADITION TRIFFT DIGITALISIERUNG
AUF DEM WEG ZUM
„PARTNER OF CHOICE“
Am 9. Dezember 2025 feierte die Beumer Group
ihr 90-jähriges Bestehen – und blickt auf das
erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer
Firmengeschichte zurück. Mit einem
Auftragseingang von 1,39 Milliarden Euro (2024)
und 5.700 Mitarbeitern weltweit zeigt das
Familienunternehmen, wie sich Tradition und
digitale Transformation vereinen lassen. Wir
waren für Sie vor Ort und haben Einblicke in die
strategischen Überlegungen erhalten.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Jahr 2024 erwirtschaftete
die Beumer Group mit einem Auftragseingang
von 1,39 Milliarden Euro und einem Umsatz von
1,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,15 Milliarden Euro) das
beste Ergebnis ihrer Geschichte. Diese Entwicklung ist kein Zufall,
sondern das Resultat einer langfristigen, unabhängigen Firmenpolitik.
„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen, nicht in
Quartalen“, betont Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender des Beirats
der Beumer Group und Enkel des Firmengründers. „Diese
Haltung prägt unser Handeln und unseren Anspruch, auch in Zukunft
Vorreiter der Branche zu sein.“
Was braucht es, um als global aufgestellter Anbieter auch in herausfordernden
Zeiten erfolgreich zu sein? Für die Beumer Group
liegt die Antwort in einer werteorientierten Strategie. Anstatt auf
kurzfristige Gewinnmaximierung zu setzen, verfolgt der Intralogistikspezialist
einen nachhaltigen Wachstumskurs, der auf Qualitätsführerschaft,
Innovationskraft und einer breiten internationalen
Aufstellung basiert.
Das Unternehmensmotto „Made Different“ steht dabei für einen
eigenständigen Weg. Die vier Werte – zuverlässig, bodenständig,
ambitioniert und kollaborativ – prägen die Firmenkultur
und bilden die Grundlage für stabile Kundenbeziehungen und eine
hohe Mitarbeiterbindung.
VOM PIONIER ZUM GLOBAL PLAYER
Die Geschichte beginnt am 9. Dezember 1935, als der 33-jährige
Oberingenieur Bernhard Beumer mit vier Mitarbeitern in einer
kleinen Fabrikhalle in Beckum seinen ersten Arbeitstag als eigener
Chef antrat. Der junge Ingenieur brachte Mut, Entschlossenheit
und vor allem Expertise aus der Fördertechnik mit. Ein früher
30 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
MENSCHEN UND MÄRKTE
01 02 03
01 Dr. Christoph Beumer: „Als Familienunternehmen
denken wir in Generationen, nicht in Quartalen“
02 Rudolf Hausladen: „Wir wollen die ausgesprochenen
und unausgesprochenen Bedürfnisse der Anlagenbetreiber
besser verstehen als jeder andere in der Branche“
03 Dr. Volker Jungbluth: „Ziel ist es, jährlich mindestens
eine marktreife Neuerung zu realisieren“
„WIR WOLLEN DIE HILTI DER INTRALOGISTIK
WERDEN“
Seit 2022 steht Rudolf Hausladen als CEO an der Spitze der Beumer
Group. „Ich möchte die Hilti der Intralogistik werden“, bringt
Hausladen seine Vision auf den Punkt. Was ihn an dem Liechtensteiner
Werkzeughersteller fasziniert? „Hilti ist für mich best in
class. Dort versteht man die Kundenprozesse im Detail und platziert
darauf aufbauend Innovationen am Markt.“
Der Ansatz ist konsequent: 2.000 Mitarbeiter des Intralogistikspezialisten
in den Operations- und Maintenance-Teams arbeiten
tagtäglich mit Kunden und in deren Prozessen. Die so gewonnenen
Erkenntnisse und das darauf basierende Wissen fließen in
Neuentwicklungen ein. Hausladen: „Unser Anspruch ist: Wir
wollen die ausgesprochenen und unausgesprochenen Bedürfnisse
der Anlagenbetreiber besser verstehen als jeder andere in der
Branche.“
Diese Philosophie unterscheidet sich fundamental von klassischer
Produktentwicklung. Zusammen mit dem Customer Diagnostic
Center (CDC), wo Beumer mit KI-gestützter Mustererkennung
Anlagenverhalten analysiert und präventiv handeln kann,
entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für Produktneuheiten.
INNOVATION DURCH COMPANY-BUILDER UND
FORSCHUNGSPARTNERSCHAFTEN
Technologischer Fortschritt ist seit jeher ein zentraler Treiber für
die Firmengruppe. Dabei wird ein klarer Anspruch verfolgt: Neu-
NEUE TECHNOLOGIEN SENKEN
KOSTEN, REDUZIEREN RISIKEN
UND STÄRKEN DIE WETTBE-
WERBSFÄHIGKEIT
technologischer Meilenstein gelang ihm mit der Entwicklung einer
Tragrolle mit Labyrinth-Dichtung – deren technische Zeichnung
ist die Grundlage für das bis heute genutzte Firmen logo.
Unter der Führung der zweiten Generation, die Dipl.-Ing. Bernhard
Beumer nach dem Tod seines Vaters 1981 übernahm, vollzog
sich die Entwicklung vom lokalen Förderanlagenbauer zu einem
international agierenden Lösungsanbieter. Technologisch
blieb man Vorreiter: In den 1960er-Jahren legte Beumer den
Grundstein für kurvengängige Gurtförderer, was Jahrzehnte später
Projekte wie einen 12,5 km langen Kalksteinförderer in China
ermöglichte.
Der Schritt ins neue Jahrtausend brachte die dritte Generation
ans Ruder: Seit 2000 führte Dr. Christoph Beumer das Familienunternehmen
als Chief Executive Officer (CEO). Unter seiner Leitung
entwickelte sich das Unternehmen durch organisches
Wachstum sowie ausgewählte Zukäufe zu einer global agierenden
Firmengruppe. Mit der Übernahme des dänischen Sortieranlagen-Spezialisten
Crisplant (2009) stieg das Unternehmen zu einem
der weltweitführenden Anbieter für Flughafen-Gepäcksortierung
und KEP-Sortieranlagen auf. Seit dem Jahr 2022 gehört
die FAM GmbH in Magdeburg zur Firmengruppe und stärkt das
Portfolio im Schüttgut-Handling.
Heute gliedert sich die Organisation in fünf Geschäftsbereiche:
Airport, Logistic Systems, Minerals and Mining, Product
Business und Customer Support. Das Portfolio reicht von Sortieranlagen
über Förder- und Verpackungstechnik bis zu digitalen
Lösungen für Branchen wie Chemie, Bergbau und Zement,
Konsumgüter, E-Commerce, Flughäfen sowie Kurier-, Expressund
Paketdienste.
04 Das Gepäcktransportsystem auf Behälterbasis CrisBag bietet eine
durchgängige, redundante Gepäckbeförderung
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 31
05 Das BG-Pouch-System dient als Mehrzweckplattform zum Puffern,
Sortieren und Sequenzieren und ermöglicht den Versand ausgehender
Sendungen und die Retourenlogistik ohne manuelle Eingriffe
(„Zero-Touch“)
heiten sollen nicht zufällig entstehen, sondern gezielt entwickelt
und zur Marktreife geführt werden.
Der eigene Company-Builder Beam bringt seit 2018 digitale
Geschäftsmodelle hervor. Intern treibt der Bereich „Innovation &
Development“ kontinuierlich neue Lösungen voran – von der
ersten Idee über die Bewertung bis hin zur Markteinführung.
„Ziel ist es, jährlich mindestens eine marktreife Neuerung zu realisieren“,
so Dr. Volker Jungbluth, Chief Technology Officer (CTO)
der Beumer Group, im f+h-Gespräch.
In Dortmund entwickelt die Einheit BG.evolution digitale Lösungen
rund um das bestehende Produkt- und Systemportfolio.
Das Team arbeitet im Umfeld des Digital.Hub Logistics und pflegt
enge Beziehungen zu Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Das Ziel: Klassische Maschinenbaukunst mit modernen
Technologien zu verbinden und Anwendern ganzheitliche Systeme
aus einer Hand zu bieten. Das Motto „Made Different“ steht
dabei nicht nur für technologische Differenzierung, sondern für
eine gelebte Innovationskultur, die Nutzen schafft – durch Effizienz,
Transparenz und Zukunftsfähigkeit.
NEUE BERUFSBILDER: VON CYBER SECURITY
BIS DATA SCIENCE
Im Zuge der digitalen Transformation wurde deutlich, dass neue
Kompetenzen unerlässlich sind. „Wir haben in den vergangenen
INNOVATION IST KEIN ZUFALL – SIE BRAUCHT
MUT UND PARTNERSCHAFT
Innovation als Wettbewerbsvorteil: Künstliche Intelligenz, humanoide Roboter
und digitale Simulationen verändern die Intralogistik in rasantem Tempo. Wie die
Beumer Group, Systemanbieter aus Beckum, diese Entwicklungen nutzt, um die
Effizienz seiner Anlagen zu steigern, erklärt Dr. Volker Jungbluth (rechts im Bild),
Chief Technology Officer (CTO) der Beumer Group, im f+h-Gespräch.
Herr Doktor Jungbluth, welche technologischen Entwicklungen
treiben derzeit die Innovationen in der Intralogistik am
stärksten voran?
Volker Jungbluth: Ganz klar die künstliche Intelligenz. Sie beeinflusst
nahezu alle technologischen Bereiche, ob Antriebstechnik,
Bildverarbeitung oder modellbasierte Analyse. Seit
KI-Lösungen wie ChatGPT in der breiten Öffentlichkeit angekommen
sind, hat das Thema enorm an Dynamik gewonnen –
auch in der Industrie. Jeder in einer Organisation kann KI heute
nutzen, um Prozesse effizienter zu gestalten. Ich bin überzeugt,
dass wir erst einen Bruchteil der möglichen Anwendungsfelder
erschlossen haben.
Wie fließen diese Erkenntnisse konkret in die Produktentwicklung
bei Beumer ein?
Volker Jungbluth: Der wohl größte Fortschritt liegt in der virtuellen
Simulation. Früher mussten wir Prototypen aufbauen, um
Anlagen zu testen. Heute bilden wir sie am Rechner digital ab
– mit Tools wie Isaac SIM von Nvidia, die physikalisch hochpräzise
Ergebnisse liefern. Wir können Pakete virtuell fallen lassen,
ihre Bewegung exakt analysieren und damit unsere Konstruktio-
nen optimieren. Das beschleunigt die Entwicklung, reduziert
Kosten und minimiert Ausfallpotenziale. Etwa 90 Prozent unserer
Tests laufen inzwischen digital ab, was ein großer Effizienzgewinn
ist.
Innovationen bringen in der Intralogistik häufig Unsicherheiten
mit sich. Wie stellen Sie sicher, dass Neuheiten nicht zum
Risiko für den Anlagenbetrieb werden?
32 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
MENSCHEN UND MÄRKTE
fünf Jahren eine Abteilung Cyber Security geschaffen und holen
uns inzwischen auch Data Scientists und Data Architects ins
Haus“, berichtet Hausladen.
Auch hier wurde internes Wissen zum Kundennutzen: Zum
Portfolio gehören mittlerweile Cyber-Security-Services – sei es Beratung
oder Penetrationstests. Vor den Olympischen Spielen hat
Beumer beispielsweise den Flughafen Paris diesbezüglich beraten.
KONTINUITÄT TROTZ UMBRUCH
Mit dem Eintritt von Hausladen als Vorsitzendem der Geschäftsführung
im Jahr 2022 bleibt die Verbindung zu den Wurzeln und
der Unternehmenskultur der Gründerfamilie erhalten. „Ich
möchte das Unternehmen in gleicher Tradition und dem Geist
der Familie Beumer weiterführen“, betont Hausladen. Das Zusammenspiel
von Familientradition und Impulsen von außen sichere
die Zukunftsfähigkeit der Gruppe.
Die aktuelle Strategie reicht bis ins Jahr 2028 und setzt neue
Impulse, um in hochvolatilen Zeiten die Weichen richtig zu stellen.
Das übergeordnete Ziel: Beumer als „Partner of Choice“ – als
bevorzugten Partner – für Unternehmen weltweit zu positionieren.
„Am Ende geht es darum, dass Beumer nicht nur ein Lieferant
von Hardware ist, sondern ein Partner, der die Prozesse der
06 Das System Beumer autopac palettiert und verlädt Sackware
effizient, kostengünstig und gleichzeitig
Anlagenbetreiber versteht und kontinuierlich daran arbeitet, diese
besser, effizienter und sicherer zu machen“, fasst Hausladen
die Vision zusammen.
Winfried Bauer
Fotos: Beumer Group, Karte auf S. 30: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,
Lizenz: ODbL 1.0, stock.adobe.com
www.beumergroup.com
Volker Jungbluth: Entscheidend ist, Störfaktoren aktiv abzusichern.
Wenn wir die technische Pilot-Infrastruktur – etwa Roboterlösungen
– beim Betreiber implementieren, stellen wir immer
sicher, dass ein Fallback-Szenario existiert. Fällt ein Anlagenteil
aus, lässt sich der Prozess im Notfall manuell fortführen. Das
schafft Vertrauen bei den Anwendern und ermöglicht es uns,
neue Systemlösungen in realen Umgebungen zu erproben. Und:
Wir validieren konsequent. Modellierung ist wichtig, aber kein
Ersatz für Praxiserfahrung. Nur durch testen, testen, testen erreichen
wir die hohe Verfügbarkeit, die Kunden von uns erwarten.
Apropos Kunden – Beumer gilt als Unternehmen mit enger
Kundenbindung. Wie nutzen Sie dieses Verhältnis für Ihre
Innovationsarbeit?
Volker Jungbluth: Wir profitieren sehr von unseren langjährigen
Partnerschaften. Im KEP-Bereich oder an Flughäfen arbeiten wir
seit Jahrzehnten mit denselben Betreibern zusammen. Diese
Unternehmen laden uns zu Innovationsworkshops ein, bei denen
wir neue Ideen vorstellen und gemeinsam bewerten. Oft entstehen
daraus Pilotprojekte, bei denen wir Prototypen direkt beim
Betreiber aufbauen. Diese Offenheit ist äußerst wertvoll, denn
echte Innovation gelingt nur im Dialog mit den Anwendern.
Der Fachkräftemangel betrifft nahezu alle Branchen. Wie
können technologische Entwicklungen hier helfen?
Volker Jungbluth: Wir werden den Fachkräftemangel nicht allein
technologisch lösen – das ist auch eine Aufgabe der Politik.
Aber wir können mit weniger Personal mehr erreichen. KI-gestützte
Planung, Simulation und automatisierte Prozesse erhöhen
die Produktivität und entlasten die Mitarbeiter. Für uns als
Arbeitgeber wiederum bedeutet das, attraktiv zu bleiben: Wir
wollen ein Umfeld schaffen, in dem Technologie die Arbeit erleichtert
und Innovation Spaß macht. Nur so gewinnen und
halten wir Talente.
Wenn wir in die Zukunft blicken – welche Lösungen werden die
Intralogistik in den kommenden Jahren prägen?
Volker Jungbluth: Ich sehe drei große Themen: Erstens humanoide
Roboter. Sie entwickeln sich schnell, nicht zuletzt durch
Anwendungen in Pflege und Alltag. Wenn ein humanoider Roboter
die motorischen Fähigkeiten besitzt, eine Getränkeflasche aus
dem Kühlschrank zu holen, ist das eine wichtige Grundlage, um
zukünftig auch komplexere Aufgaben wie das Sortieren von Paketen
zu übernehmen. Aufgrund steigender Stückzahlen sinken die
Preise – und damit steigt die Attraktivität für die Logistik.
Zweitens autonome mobile Roboter, die sich in den nächsten fünf
Jahren endgültig durchsetzen werden.
Und drittens kompakte Lagersysteme, inspiriert von Lösungen
wie AutoStore, die künftig stärker vertikal und modular wachsen.
In Kombination mit autonomen mobilen Robotern entstehen
neue Anlagenkonzepte.
Was sollten Betreiber beachten, wenn sie neue Technologien
einführen wollen?
Volker Jungbluth: Offenheit ist der Schlüssel. Innovation
braucht Marktteilnehmer, die den Mut haben, als Erste etwas
Neues zu wagen – mit einem Partner, der Erfahrung mitbringt
und Risiken transparent macht. Wer über die potenziellen Herausforderungen
offen spricht und realistische Testszenarien
zulässt, profitiert am Ende davon.
Vor dem Hintergrund lautet daher meine Empfehlung: Technologien
frühzeitig erproben, Risiken transparent machen und mit
einem verlässlichen Partner zusammenarbeiten. Dann wird aus
Innovation ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview mit Dr. Volker Jungbluth, CTO der Beumer Group, Beckum, führte
Winfried Bauer, Chefredakteur f+h
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 33
25 JAHRE SITLOG: MIT FLEXIBILITÄT UND KUNDENNÄHE ZUM ERFOLG
ABSEITS DES STANDARDS ZU HAUSE
In der beschaulichen Oberpfalz, fernab der
großen Ballungszentren, hat sich ein
mittelständisches Unternehmen etabliert, das in
der Intralogistikbranche längst kein Geheimtipp
mehr ist. Die SITLog GmbH aus Altenstadt an der
Waldnaab feierte 2025 ihr 25-jähriges Bestehen
– ein Vierteljahrhundert, in dem das
Familienunternehmen bewiesen hat, dass vor
allem die Kombination aus technischer Expertise,
Flexibilität und persönlicher Kundennähe zum
Erfolg führt.
Wolfgang Hausner, Inhaber und Gründer der SITLog
GmbH, bringt es im Gespräch mit der Redaktion auf
den Punkt: „Wir haben eine Nische gefunden, in
der wir uns wohlfühlen. Dort, wo andere Probleme
bekommen, wenn Lösungen abseits vom Standard gefragt sind –
da fühlen wir uns zu Hause.“ Diese Philosophie ziehe sich wie ein
roter Faden durch die Firmengeschichte und erkläre, warum man
heute in der Lage sei, mit rund 130 Mitarbeitern Projekte mit Einzel-Auftragsvolumina
von bis zu 30 Millionen Euro umzusetzen.
AUF DEM WEG IN DIE EIGENSTÄNDIGKEIT
Die Geschichte der SITLog GmbH ist eng mit der Intralogistikbranche
verknüpft. Wolfgang Hausner hatte zuvor 23 Jahre in verantwortlicher
Position als Projekt- und Bereichsleiter bei einem
großen Player der Branche gearbeitet. „Zur Jahrtausendwende
wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete das
Unternehmen in Kooperation mit Siemens. 2014 habe ich alle
Anteile übernommen. Die Eigenständigkeit eines Familienbetriebs
erwies sich in der Vergangenheit als strategischer Vorteil.“
Laut Hausner habe man die wirtschaftlichen Krisen der vergangenen
25 Jahre nicht nur gemeistert, sondern gestärkt überstanden.
„Zur Zeit der Finanzkrise beispielsweise sind wir personell
und umsatztechnisch gewachsen“, ergänzt Christian Thaller, Prokurist
und Sohn des Firmengründers.
Damals wie heute kam dem Unternehmen die Expertise im Bereich
Retrofit zugute. In dem Zusammenhang weist Josef Adam,
Geschäftsführer der SITLog GmbH, auf die ausgeklügelten Umsetzungskonzepte
hin. Das A und O sind Fallback-Strategien, sodass
man die Anlagenverfügbarkeit jederzeit sicherstellen kann.
Die Retrofit-Kompetenz des Unternehmens zeigt sich beispielsweise
im Projekt bei Möbel Höffner in Waltersdorf. Im Rahmen
des Projekts wurden zwölf Regalbediengeräte mit einer Höhe
von jeweils 42 m ausgetauscht. Aufgrund der geografischen
Lage des Logistikzentrums in der Einflugschneise des Flughafens
Berlin Brandenburg (BER) galt es bei den Arbeiten, die verfügbaren
Zweistundenfenster innerhalb der nächtlichen Flugverbotszeit
exakt einzuhalten.
34 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
01 Visualisierung des Intralogistik-Projekts für
Kronospan in Lampertswalde – das größte Vorhaben
in der Geschichte von SITLog als Generalunternehmer
TECHNOLOGISCHE WEGMARKEN
Die technische Entwicklung bei dem Systemintegrator zielt auf
Effizienz und Standardisierung. Daher nutzt das Unternehmen
bei der SPS-Technik konsequent Lösungen von Siemens. Gestartet
im Jahr 2000 mit der Reihe S7-300 bzw. 400 wird seit mehr als
einem Jahrzehnt in den Projekten die aktuelle Steuerungsgeneration
S7-1500 TIA eingesetzt. Aufgrund des durchgängigen Diagnosekonzepts
der Steuerung fällt kein zusätzlicher Projektierungsaufwand
an. Fehler werden im Klartext auf der Visualisierung
auf Basis WinCC sowie im TIA-Portal und auf HMI-Panels
angezeigt. Adam: „Die Steuerung ist modular aufgebaut und in
ihrer Funktionalität skalierbar. Das schafft die Voraussetzungen
für eine flexible Anpassung an das jeweilige Anlagenkonzept.“
Innovativ zeigt sich SITLog außerdem im Bereich des digitalen
Zwillings. Die virtuelle Inbetriebnahme nutzt das Unternehmen
bereits seit zehn Jahren. Mittlerweile gehört der Einsatz dieser
Technik zum Standard und wurde über die Jahre konsequent in
den Funktionen weiterentwickelt und verfeinert.
SERVICE ALS DIFFERENZIERUNGSMERKMAL
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Servicebereich. Die Service-Level-Agreements
sind klar definiert: „Bei den Serviceverträgen ist
sichergestellt, dass innerhalb einer vertraglich geregelten Reaktionszeit
ein Rückruf eines Technikers stattfindet“, erläutert Thaller.
Die durchschnittliche Reaktionszeit liege selbst am Wochenende
deutlich darunter. Innerhalb der regulären Arbeitszeit erhalte der
Betreiber noch schneller eine Antwort. Dieser rasche und kompetente
Service sei kein Zufall, sondern Teil der Firmenphilosophie.
Ein Problem werde nicht nur aufgenommen und dann an
eine dritte Person weitergeleitet. „Der Techniker, der zurückruft,
löst das Problem auch direkt selbst.“
KRONOSPAN: DAS LEUCHTTURMPROJEKT
Als Generalunternehmer kombiniert SITLog die eigenen Kernkompetenzen
aus den Bereichen Steuerungstechnik, Lagerverwaltungssoftware,
Materialflusssteuerung und Visualisierung mit
Gewerken von Partnern, erklärt Adam und zeigt auf eine Präsentationsfolie.
Die Flexibilität in der Partnerwahl zahlt sich aus.
„Das größte Projekt in der Firmengeschichte mit einem Auftragsvolumen
von mehr als 30 Millionen Euro haben wir gemeinsam
mit unseren langjährigen Partnern Dambach Lagersysteme und
Schwingshandl automation technology für Kronospan erfolgreich
und termingerecht realisiert“, berichtet Adam.
Im Rahmen des Investitionsvorhabens hat Kronospan am
Standort in Lampertswalde bei Dresden in ein Hochregallager für
Standardpaletten (doppeltiefe Lagerung) mit circa 34.500 Stellplätzen
und ein Kanallager für Langgutpaletten mit circa 13.100
Stellplätzen investiert. Die Stellplätze im Kanallager sind fünffachtief
angeordnet. Neun Regalbediengeräte (sechs im Hochre-
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LANGE, SCHWERE UND
SPERRIGE LASTEN
ZUVERLÄSSIG BEWEGEN
...dank modernster Assistenzsysteme.
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02
02 Für die 2,20 m langen Sonderpaletten im Kanallager werden pro
Regalbediengerät zwei Lastaufnahmemittel eingesetzt – Satellitenfahrzeuge
mit neu entwickelter Parallelsteuerung von SITLog
03 Das moderne Firmengelände mit Produktionshallen
und Photovoltaikanlagen – Luftaufnahme vom Jubiläumsfest
zum 25-jährigen Bestehen
04 Benefiz-Fußballspiel beim Tag der offenen Tür: Team SITLog gegen
Team Bananenflanke
Das innovative und technisch ausgereifte SITLog-Konzept überzeugte
den Hersteller von Holzwerkstoffplatten. Adam ergänzt
mit hörbarem Stolz: „Anknüpfend an diesen Erfolg wurde bereits
das nächste GU-Projekt in ähnlicher Größenordnung von einem
weiteren namhaften Kunden beauftragt.“
03
BRANCHENUNABHÄNGIG UND KRISENFEST
SITLOG STÄRKT DURCH
FLEXI BILITÄT UND TECHNISCHES
KNOW-HOW DIE INTRALOGISTIK
04
gallager, drei im Kanallager) übernehmen das Handling der Ladehilfsmittel.
Die Sonderpaletten im Kanallager haben eine Länge
von 2,20 m. „Solche Ladehilfsmittel lassen sich nicht mit einem
einzelnen Lastaufnahmemittel handhaben. Daher kommen
pro Regalbediengerät im Kanallager zwei Lastaufnahmemittel
zum Einsatz: Satellitenfahrzeuge mit einer von SITLog neu entwickelten
Steuerung für den Parallelbetrieb. Um die Voraussetzungen
für einen störungsfreien Anlagenbetrieb zu schaffen,
müssen sich die Lastaufnahmemittel synchron durch den Kanal
bewegen“, nennt Adam eine der Herausforderungen des Projekts.
Der Auftragsumfang von SITLog umfasste außerdem die redundant
ausgelegte Fördertechnik zur Ein- und Auslagerung auf
vier Bühnenebenen und Anbindung an die Produktion, den Regalstahlbau,
die Dach- und Wandverkleidung sowie die Steuerungstechnik
und Software.
Auf der Kundenliste des Systemintegrators ist ferner die Julius
Blum GmbH mit Stammsitz in Höchst im österreichischen Bundesland
Vorarlberg. Der Hersteller von Beschlägen für hochwertige
Küchen und Möbel vertraut seit mehr als 20 Jahren auf das
Know-how aus dem Hause SITLog. „In dieser Zeitspanne haben
wir gemeinsam mehr als 60 Projekte realisiert. 130 Regalbediengeräte
kommen an den verschiedenen Standorten zum Einsatz.
Damit ist Blum unser größter Auftraggeber“, erklärt Adam. Die
Zusammenarbeit zeichne sich durch gegenseitigen Respekt aus.
„Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Das gesprochene Wort zählt.“
Darüber hinaus ist SITLog als Zulieferer für andere Systemintegratoren
aktiv. Für TGW realisierte das Unternehmen beispielsweise
das vom steuerungstechnischen Umfang her größte Projekt
in der Firmengeschichte: Das Distributionszentrum von Coop in
der Schweiz mit mehr als 8.000 Antrieben und vielfältigen technischen
Anforderungen. „Das war ein spannendes Projekt über
drei Jahre“, erinnert sich Adam, der damals als Gesamtprojektleiter
für die Auftragsabwicklung zuständig war.
AUSBILDUNG AUF HÖCHSTEM NIVEAU
Auch SITLog bleibt vom Fachkräftemangel nicht verschont, geht
aber pragmatisch damit um. Die Unternehmenskultur spielt dabei
eine entscheidende Rolle. „Unsere Philosophie ist die des
klassischen bodenständigen Oberpfälzers“, sagt Thaller. „Wir
müssen uns auf die Mitarbeiter verlassen können, und der Mitarbeiter
muss sich auf uns verlassen können – und dieses gegenseitige
Vertrauen zahlt sich aus.“
Stolz sind die Geschäftsführer Wolfgang Hausner und Josef
Adam auch auf die Erfolge in der Ausbildung. Zweimal schon
wurde der beste Auszubildende Deutschlands und fünfmal der
beste Bayerns gestellt – im Beruf Elektroniker für Automatisierungstechnik.
Zudem wurden zwei Mitarbeiter für die jeweils
beste Meisterprüfung in Bayern geehrt.
SOZIALES ENGAGEMENT
Das soziale Engagement geht weit über die Ausbildung hinaus.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums organisierte SITLog einen
Tag der offenen Tür, bei dem Getränke und Essen kostenfrei
36 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
gegen Spenden angeboten wurden. Die Spenden wurden dann
aufgestockt und weitergegeben. So konnte sich unter anderem
der gemeinnützige Verein Team Bananenflanke Nordoberpfalz
e. V. über eine Zuwendung freuen. Der Verein bietet ein innovatives
Fußballprojekt speziell für Kinder und Jugendliche mit geistiger
Beeinträchtigung an und wurde bereits im Vorfeld im Rahmen
der Realisierung eines Soccer Courts durch SITLog großzügig
unterstützt.
NACHHALTIGKEIT AUS ÜBERZEUGUNG
Beim Thema Nachhaltigkeit geht SITLog ebenfalls mit gutem Beispiel
voran. Die Firmengebäude in Holzständerbauweise erfüllen
die Effizienzhaus-Standards KfW 50 und KfW 70. Zum Heizen und
Kühlen wird Geothermie genutzt, die über 19 Tiefenbohrungen
und zwei Wärmepumpen realisiert wird. Zusätzlich sind alle Räume
klimatisiert. Außerdem wurden zwei Regenwasserzisternen
installiert, die dabei helfen, den Trinkwasserverbrauch zu senken.
Besonders stolz ist das Unternehmen auf die Photovoltaik-Überdachung
von 118 Mitarbeiter-Parkplätzen. Die Gesamtleistung
der PV-Anlage, die einen erheblichen Teil des Energiebedarfs abdeckt,
beträgt rund 550 kWp, ein 170-kW-Speicher sorgt für die
Nutzung nach Sonnenuntergang. Thaller betont: „Wir haben versiegelte
Flächen besser genutzt“ – und erklärt weiter: „Diese Investition
wurde nicht in wirtschaftlichem Hinblick, sondern aus
Überzeugung getätigt.“
AUSBLICK: FOKUSSIERT IN DIE ZUKUNFT
Geografisch will SITLog sich in Zukunft weiterhin auf den
deutschsprachigen Raum konzentrieren. Etwa 90 Prozent des
Umsatzes wird in der DACH-Region erwirtschaftet. „Diese Fokussierung
ist Teil der Strategie“, bekräftigt Hausner. „Eine geografische
Expansion ist nicht angedacht.“
Die Unternehmenskultur, die Wolfgang Hausner begründet
hat, lebt also weiter. Das gesprochene Wort zähle, betonen Thaller
und Adam. Diese Authentizität, gepaart mit technischer Expertise
und der Fähigkeit, auch in Krisenzeiten stabil zu bleiben,
habe SITLog zu dem gemacht, was es heute ist: Ein mittelständischer
Systemintegrator, der beweist, dass man ohne Konzernstrukturen
im Rücken Großprojekte stemmen kann – wenn die
Philosophie stimmt und das Team harmoniert. Winfried Bauer
Fotos: SITLog, Karte auf S. 34: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap, Lizenz:
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www.sitlog.de
DIE KÖPFE
HINTER SITLOG
Wolfgang Hausner ist Inhaber und Geschäftsführer der
SITLog GmbH. Nach 23 Jahren in verantwortlicher
Position als Projekt- und Bereichsleiter bei einem großen
Player der Branche wagte er im Jahr 2000 den Schritt in
die Selbstständigkeit und gründete das Unternehmen in
Kooperation mit Siemens. 2014 übernahm er alle Anteile
und führt SITLog seitdem als Familienbetrieb. Seine
technische Expertise – er programmierte noch auf
S5-Basis – und sein bodenständiger Führungsstil prägen
die Unternehmenskultur bis heute.
Wolfgang
Hausner
Josef
Adam
Josef Adam ist seit Januar 2022 Geschäftsführer von
SITLog und leitet das Unternehmen gemeinsam mit
Hausner. Zuvor war er ab 2019 als technischer Leiter tätig.
In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Technik,
technischer Vertrieb, IT und Projektmanagement.
Adam ist bereits seit 2002 bei SITLog tätig und hat als
Entwickler und Projektleiter zahlreiche Großprojekte im
Bereich der Prozessdigitalisierung erfolgreich umgesetzt.
Mit Systemintegration, Datenharmonisierung sowie
ersten KI-gestützten Anwendungen hat Adam die
technologische Weiterentwicklung von SITLog maßgeblich
vorangetrieben.
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WIE SEH ENGINEERING MIT DIGITALEN ZWILLINGEN
UND CLEVERER TECHNIK NEUE WEGE GEHT
VOM AUTOMOTIVE-SPEZIALISTEN ZUM
DIVERSIFIZIERTEN GENERALISTEN
Als Carsten Schmidt, Geschäftsführer Fördersysteme der SEH
Engineering GmbH aus Ostrhauderfehn, 2017 in einer Halle von VW
Nutzfahrzeuge stand und eine neue Förderanlage in die bestehende
Infrastruktur integrieren sollte, war das gleichzeitig der Start für
eine neue Geschäftsidee. Heute plant SEH Engineering jedes Projekt
im digitalen Zwilling – und hat sich vom Automotive-Spezialisten
zum diversifizierten Systemanbieter von Intralogistik lösungen
gewandelt. Wie das gelingt, zeigt der Blick nach Ostfriesland.
Die Situation war verfahren. Schmidt stand 2017 in einer
Produktionshalle von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN)
in Hannover und wusste: Das wird anspruchsvoll. Der
Volkswagen T6.1, die letzte große Evolutionsstufe des legendären
„Bulli“ auf der klassischen Transporter-Plattform, sollte
am Standort gebaut werden, und die neue Fördertechnik für
die Türenvormontage musste in eine bestehende Halle integriert
werden. Doch die vorhandene Infrastruktur bot dafür augenscheinlich
keinen Raum. Dieser Sachverhalt, erinnert sich
Schmidt im Gespräch mit der f+h-Redaktion, hat das Geschäft
von SEH fundamental verändert. Die Aufgabenstellung war eindeutig
definiert: Eine neue Förderanlage musste, ohne die vorhandene
Technik maßgeblich zu verändern, in die Halle integriert
werden. Den Komplexitätsgrad erhöhte ferner, dass die Planungsunterlagen
der Bestandstechnik längst überholt waren. Die
Realität in der Halle hatte sich über die Jahre weit von den ursprünglichen
CAD-Daten entfernt.
Schmidt traf eine Entscheidung, die zunächst wie eine Wette
anmutete: „Jetzt ist Zeit, dass wir einen 3D-Scanner kaufen und
damit anfangen, die Halle zu digitalisieren.“ Das war vor neun
Jahren. Zu dem Zeitpunkt gab es für die mit dem Scanner erfassten
Informationen im Hause SEH noch keine etablierten Prozesse,
denn: Ein Scanner allein löst keine Probleme – doch das
musste und sollte sich ändern.
Was als Lösung für ein komplexes Projekt begann, mündete
später in einen vollständigen Prozessablauf, dessen Name sich
Schmidt schützen ließ: „Predictive Engineering“. In Anlehnung
an „Predictive Maintenance“ sollte dies „vorausschauende Kons-
38 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
truktion“ bedeuten. „Wenn ich in einem Projekt vom Anfang an
berücksichtige, wie ich auf der Baustelle später die Schraube neben
dem Lüftungsrohr noch montiere, diese ganzheitliche Lösung
wollte ich gerne“, erklärt Schmidt seine Vision.
Mittlerweile verlässt kein Angebot mehr die Firma, das nicht
vorher im digitalen Zwilling geprüft wurde. Alle Projekte durchlaufen
diesen Prozess. Und dann kommt Schmidt auf eine weitere
elementare Veränderung der vergangenen Jahre zu sprechen.
Die Kundenstruktur hat sich gewandelt: Wo früher 90 Prozent des
Umsatzes aus der Automobilindustrie kamen, sind es heute nur
noch 20 Prozent. Der überwiegende Umsatz kommt heute aus
dem produzierenden Mittelstand und der Intralogistik – aber
eben nicht mehr aus dem Automotive-Sektor.
ABSCHIED VON DER AUTOMOTIVE-
ABHÄNGIGKEIT
01
Verbraucht weniger Strom als eine klassische EHB nach C1-Norm: Das
ultraleichte Skyrail-System
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. SEH Engineering, Tochter
des französischen Infrastruktur-Konzerns Eiffage, erwirtschaftete
2025 mit rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 185
Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe ist breit aufgestellt –
von Brückenbau über Stahlhochbau bis zur Fördertechnik. Doch
während die Sparten Brückenbau und Stahlhochbau mit Projekten
aus den Infrastrukturfonds von Bund und Ländern auf Jahre
ausgelastet sind, musste die Fördertechnik in Ostrhauderfehn einen
Strukturwandel vollziehen.
„Das Investitionsvolumen der vergangenen zwei Jahre in der
Automobilindustrie ist gleich Null“, konstatiert Schmidt nüchtern.
Was für manchen Fördertechnikhersteller existenzbedrohend
gewesen wäre, hat SEH in eine Chance verwandelt. Die
Neuausrichtung fand nicht über Nacht statt, sondern als bewusste
strategische Entscheidung: Raus aus der Abhängigkeit, rein in
die Diversifikation.
Heute findet sich die Fördertechnik aus dem Landkreis Leer in
Branchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Beispielhaft
genannt seien an der Stelle die Lebensmittelindustrie, Gießereien
und Küchenhersteller. Das Spektrum der zu bewegenden Lasten
reicht von Kleinteilen mit einem maximalen Gewicht von fünf
Kilogramm bis zu 3,5 Tonnen schweren Stückgütern.
Diese Anwendungsbreite ist kein Zufall, sondern Programm.
Wo andere Fördertechniker sich spezialisieren, setzt SEH auf
Vielseitigkeit. Das Spektrum reicht vom Kardan-Kettenförderer
AGVs für jeden Einsatzbereich
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Intralogistik lückenlos automatisieren
über Steckkettenförderer bis zu verschiedenen Elektrohängebahn-(EHB-)Systemen.
Hinzu kommt die stationäre
Bodenfördertechnik: Rollenbahnen, Systeme für Paletten
und Gitterboxen sowie Skidtransport.
Der Schlüssel für diese Vielseitigkeit liegt in der Fähigkeit,
auch für Gebäude mit komplexen Bestandsanlagen immer wieder
Lösungen zu entwickeln und diese zu integrieren. Und genau
hier kommt das zuvor bereits erwähnte Predictive Engineering
ins Spiel.
02
VOM PRESCAN ZUM VERTRAUENSVORSCHUSS
Schon beim ersten Termin hat der Vertrieb den 3D-Scanner dabei.
Mit dem 3D-Scanner wird die Halle millimetergenau in
Farbe abgebildet. Weil die Erfassung von mehreren Standpunkten
aus stattfindet, entsteht ein vollständiges Modell der
Halle mit allen baulichen Details. Aus den Messpunkten lassen
sich die CAD-Daten (Vektoren) der Halle einschließlich der Einbauten
generieren. Als Ersatz der Maßaufnahme von Hand werden
wichtige Abmessungen wie Trägerabstände oder Durchfahrtshöhen
direkt aus den präzisen Scandaten entnommen. So
besteht, begleitend zur Konstruktion, jederzeit Zugriff auf alle relevanten
Abmessungen. „Neben den CAD-Daten erzeugen wir
aus den Messpunkten eine 3D-Punktwolke der kompletten Halle.
Diese Daten setzen wir in Beziehung zu den CAD-Daten der geplanten
Fördertechnik und erkennen so räumliche Überschneidungen
oder zu geringe Sicherheitsabstände“, beschreibt
Schmidt den Clou.
Die Konsequenzen: Wo früher Konstrukteure unter Umständen
mehrere Wochen an Plänen arbeiteten, nur um festzustellen,
dass die Umsetzung der Anlage so unmöglich ist, lassen sich heute
bereits auf Vertriebsebene kritische Kollisionen identifizieren.
Wo früher auf der Baustelle improvisiert werden musste, ist heute
millimetergenau klar, was wo hinkommt.
Wo früher Change Requests und
Mehrkosten drohten, läuft heute
die Montage nach Plan.
CARSTEN SCHMIDT,
GESCHÄFTSFÜHRER BEREICH
FÖRDERSYSTEME SEH ENGINEERING
80 Prozent unseres Umsatzes stammt
inzwischen aus dem produzierenden
Mittelstand und der Intralogistik
02 Die Hubstation Skylift und die EHB
Skyrail sind aufeinander abgestimmt,
um vertikal unterschiedliche Höhenniveaus
im Lager oder in der Produktion
schnell zu überwinden
03 Nahezu unverwüstlich: Power-and-
Free-Förderer eignen sich sehr gut für
Retrofit-Maßnahmen
Dass die Methode sich in jeder Hinsicht auszahlt, illustriert die
Vergabe der Linie für den Transport der Schiebetüren des Volkswagen
ID. Buzz. Mithilfe von Predictive Engineering überzeugte
SEH die Projektentscheider bei VWN mit einem modifizierten,
letztlich optimalen Materialflusskonzept. Statt der ursprünglich
vorgesehenen klassischen C1-EHB schlug Schmidt eine kostensparende
Power-and-Free-Lösung vor – und erhielt prompt den
Zuschlag.
SKYRAIL: WENN 30° STEIGUNG DEN
UNTERSCHIED MACHEN
Die digitale Planungskompetenz allein genügt jedoch nicht, um
derartige Projekte umzusetzen, auch die Technik dahinter muss
stimmen. Die vollständig im Unternehmen entwickelte Elektrohängebahn
Skyrail ist ein gutes Beispiel. Skyrail lässt sich für den
Transport, die Sortierung, Speicherung und Verteilung von Fördergut
mit Lasten bis 500 kg im Zweifachfahrzeug und 1.000 kg
im Vierfachfahrzeug einsetzen. Außerdem lassen sich mit der
EHB flexible Fertigungslinien aufbauen, an denen die Werker direkt
am Lastaufnahmemittel des Fahrzeugs Montagetätigkeiten
ausführen. Gleichzeitig ist das System für die Prozessverkettung
in mittleren und kleineren Betrieben prädestiniert.
Die auf Leichtigkeit und Kompaktheit konstruierte Technologie
lässt sich mit geringem Aufwand auch in bestehende Hallenumgebungen
integrieren; denn Skyrail kommt mit minimalem Stahlbau
aus. Die Skyrail-Fahrzeuge selbst wiegen nur 50 kg. Neben
einer hohen Fahrgeschwindigkeit (bis zu 150 m/min), essenziell
für eine schnelle Prozessverkettung, bietet das EHB-System eine
Steigfähigkeit bis zu 30° ohne Zusatzkomponenten und volle Reversierbarkeit
in Vertikalstrecken. „Die Fahrschienen lassen sich
mit zwölf Hohlkammern inklusive Klemmverbindungen direkt
am Hallenstahlbau montieren. Sie überspannen dabei bis zu
sechs Meter. Dadurch sinken die Investitionskosten für Stahlbau
und Montageleistung deutlich“, erklärt Schmidt nicht ohne Stolz.
Aufgrund der Modulbauweise und konsequenter Umsetzung des
40 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
03
Gleichteileprinzips sind Skyrail-Anlagen leicht skalierbar. Bei Bedarf lassen sie sich
problemlos erweitern und in ihrer Streckenführung modifizieren, wenn sich im Laufe
der Zeit die Anforderungen des Betreibers – etwa durch die Umstellung auf neue
Produkte oder Arbeitsprozesse – ändern. Damit qualifiziert sich das System auch für
Branchen, die häufig wechselnden Trends und starkem Wandel unterliegen.
Damit sich Interessenten ein Bild über die Leistungsfähigkeit des Fördertechnikherstellers
machen können, hat SEH vor drei Jahren mit dem SkyCube in eine eigene
Technikwelt in Ostrhauderfehn investiert. Besucher können dort Fördertechnik wie
die Elektrohängebahn Skyrail live erleben. Der freistehende Kubus besitzt – verteilt
auf zwei Etagen – eine Nutzfläche von 450 Quadratmetern für Büros und Präsentationen.
Und das Konzept kommt in der Branche an. Nachdem Schmidt auf der Logimat
2022 mit Mitarbeitern des Küchenherstellers Nobilia ins Gespräch kam, folgte kurze
Zeit später die Einladung nach Ostfriesland.
Im Gepäck hatten die Nobilia-Mitarbeiter die Bauteile von zwei kompletten Küchen.
Innerhalb einer Woche standen im SkyCube diverse Tests mit der EHB Skyrail
auf der Agenda. „Stapel aus beschichteten Brettern sind so ziemlich das anspruchsvollste
Gut, das mithilfe einer EHB transportiert werden kann“, erinnert sich Schmidt.
„Aber die Tests haben die Delegation von Nobilia überzeugt und zu einem Skyrail-
Auftrag für das Werk Saarlouis geführt.“
RETROFIT ALS EIGENES GESCHÄFTSFELD
Um der verstärkten Nachfrage nach Retrofit-Lösungen Rechnung zu tragen, gründete
SEH vor zwei Jahren dafür eine eigene Geschäftseinheit. Dies sei laut Schmidt „eine
sehr kluge Entscheidung“ gewesen. Aus einem einfachen Grund: Der neue Unternehmensbereich,
der sich vor allem um die Überholung, Modernisierung und Verlagerung
bestehender Power- and-Free-Anlagen kümmert, steuerte schnell auf die Erfolgsspur.
Er kommt vor allem bei Unternehmen gut an, die großen Wert auf Nachhaltigkeit
legen oder ihre Investition in Sachen Fördertechnik so weit wie möglich begrenzen
wollen; denn bei der Verwendung von Retrofit-Komponenten reduziert sich
der Finanzbedarf für eine Power-and-Free-Anlage um bis zu 30 Prozent. Ökologische
Ziele mit ökonomischer Effizienz zu verbinden und dabei Ressourcen zu schonen,
werde immer wichtiger, betont Schmidt. Daher zog auch das Geschäft mit der Wiederaufbereitung
von Power-and-Free-Ketten, die SEH vom Werk Weigersdorf in der
Oberlausitz aus anbietet, im vergangenen Jahr stark an und erreichte neue Rekordmarken.
Zurück in der Halle in Ostrhauderfehn. Hier, wo die Skyrail entwickelt wurde, wo
die ersten Prescans gemacht wurden, wo heute jedes Projekt digital geplant wird.
Schmidt lehnt sich zurück und blickt auf die vergangenen neun Jahre. „Das ist die eigentliche
Transformation, die wir durchlaufen haben: vom Fördertechnikhersteller,
zum Partner, der Lösungen entwickelt – transparent, nachvollziehbar, visuell erlebbar,
bevor die erste Förderschiene montiert wird.“
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Manövrierfähigkeit, intuitive Bedienbarkeit und Ergonomie
ausgelegt. Die verschleiß- und wartungsarme Bauweise
reduziert die Betriebskosten.
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LASERDISTANZSENSOR MIT
7-SEGMENT-DISPLAY
Die Laserdistanzsensoren der P1PC-Serie von Wenglor Sensoric
arbeiten nach dem Triangulationsverfahren, erreichen bis zu
2.500 Messungen pro Sekunde und bieten eine hohe Wiederholgenauigkeit
unabhängig vom Reflexionsgrad. Ein 7-Segment-Display
zeigt den gemessenen Abstand in Echtzeit an.
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TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
Dr.-Ing. Chr. Beumer, Beckum;
Prof. Dr.-Ing. J. Fottner, München;
Prof. Dr.-Ing. K. Furmans, Karlsruhe;
Prof. Dr. M. ten Hompel, Dortmund;
Prof. Dr.-Ing. R. Jansen, Dortmund;
Prof. Dr. K.-O. Schocke, Frankfurt;
Prof. Dr.-Ing. habil. L. Schulze, Hannover;
Prof. Dr.-Ing. R. Schulz, Stuttgart
BIG PICTURE
NEWCOLD RHEINE:
100 PROZENT
VERFÜGBARKEIT
Wenn die Nachfrage boomt,
will sie direkt bedient werden.
Mit hochkompakter Lagerung
und modernen Bedienkonzepten
setzt der Logistikdienstleister
NewCold Rheine im Bestand neue
Akzente bei Energieeffizienz,
Performance und Betriebsbereitschaft
bei -23 °C.
Foto: Stöcklin Group
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 43
AUSBAU UND MODERNISIERUNG IN EINEM
DER GRÖSSTEN TIEFKÜHLLAGER DEUTSCHLANDS
LOGISTIKDIENSTLEISTER SETZT AUF
NACHHALTIGE ZUKUNFT IM MÜNSTERLAND
Das Unternehmen NewCold Rheine entschied
sich, die Möglichkeiten am Standort
auszuschöpfen, um die Nähe zu Bestandskunden
zu sichern und zugleich das stetige
Wachstum aktiv zu begleiten. Mit der Stöcklin
Group erweiterte der Logistik dienstleister
2025 seine Tiefkühl-Kapazitäten um ein
angrenzendes Kanal-Hochregallager und
plant die effizienzorientierte Modernisierung
der verbundenen Altanlage für weitere
Kosten- und Leistungsverbesserungen.
Vor zwölf Jahren nahm der international agierende Tiefkühl-Logistikdienstleister
NewCold in Rheine das damals
größte, automatisch betriebene Tiefkühllagerhaus
Deutschlands in Betrieb. 2025 wurden die Kapazitäten
durch einen Anbau um 50 Prozent gesteigert: Die Hochregal-Anlage
wuchs um 32.000 auf mehr als 100.000 Palettenstellplätze in
der Tiefkälte – auf gerade einmal einem Fußballfeld zusätzlicher
Fläche.
Zusammen mit seinem langjährigen Intralogistik-Partner Stöcklin
Group entstand ein zusätzliches viergassiges Kanallager mit
einem leistungsfähigen Bedienkonzept: Vier Regalbediengeräte
der MASTer-2042-Serie, die jeweils 42 m hoch und für schmale
Fahrwege ausgelegt sind, verfahren zentimetergenau zwischen
den kompakt stehenden Regalreihen. Jedes Regalbediengerät arbeitet
mit einem schwerlastfähigen PowerShuttle in seiner Gasse,
das in der Lage ist, die Paletten mehrfachtief ein- und auszulagern.
Zusammen ermöglichen sie eine hohe Lagerdichte und
schaffen einen Durchsatz von bis zu 6.000 Paletten am Tag (24/5),
bei -23 °C, bei Bedarf auch sechs und sieben Tage in der Woche.
NACHHALTIG AUF WACHSTUMSKURS
Maximale Verfügbarkeit ist dem Third-Party-Logistiker, der große
Markenhersteller bedient, wichtige Redundanz wert: Er hält ein
einsatzbereites Ersatz-PowerShuttle vor, für den Fall, dass eines
der Lastaufnahmemittel in einer der engen Gasse ausfällt.
„In der alten Anlage haben wir acht kabelgebundene Shuttles,
die relativ einfach zu handhaben sind. Im neuen Lager nutzen wir
innovative, batteriebetriebene PowerShuttle, die über Funk gesteuert
werden. Sie sind langlebig, sparen Energie und verschaffen
uns größere Reichweite. Es gibt aber auch zwei Herausforderungen:
die Ladekapazität und die Kommunikation“, sagt Jörn
Schoo, Technischer Leiter bei NewCold Rheine. In der Anlaufphase
sei ein Shuttle durch einen Ablauffehler im Regal stehen
geblieben. Diese Erfahrung habe zu der eisernen Reserve geführt.
44 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
Mit dem Extra-PowerShuttle möchte NewCold Rheine seine
fast 99 Prozent Verfügbarkeit auf nahezu 100 Prozent steigern
(auf 24 Stunden gerechnet) – ein wichtiges Argument für
das Wachstum am bestehenden Standort. Schoo: „Wir
haben mittlerweile über 60 Lieferanten in Rheine. Unser
aktueller Hauptkunde kommt aus der Nähe. Die bestehenden
Strukturen zu erweitern und keinen ganz anderen
Standort hinzuzunehmen, war für uns die beste Alternative.“
VERBINDUNG ZWISCHEN ALT UND NEU
ALS GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG
Die wohl größte Herausforderung der Erweiterung war die
Verbindung zwischen Alt und Neu ohne nennenswerte Unterbrechungen
oder Beeinträchtigungen des operativen Betriebs.
„Das neue Lager grenzt unmittelbar an das alte, nur
durch eine Brandschutzwand getrennt, die von wenigen Schleusen
durchbrochen ist. Die Bauarbeiten zogen sich über zwei
Jahre hin. Dennoch mussten in Spitzenzeiten bis zu 170 Lkw auf
dem Gelände ent- und beladen werden“, erzählt Schoo, der das
Jahr in Speiseeis-Hoch- und -Nebensaison einteilt. „Wir hatten
zwei Sommer, in denen wir normal weiterarbeiten mussten, ohne
dass uns Wettereinflüsse, Luftfeuchtigkeit oder Platzmangel
auf dem Gelände zum Verhängnis wurden.“ Das hieß: Keine Kälte
verlieren und den Sauerstoffzufluss in das aus Gründen des
Brand- und Feuchteschutzes inertisierte Gebäude minimieren,
wann immer die Kühlhülle der Bestandshalle für die bauliche
Verbindung oder die Integration der neuen Förderanlagen geöffnet
werden musste. Ferner brauchte es viel Detailgenauigkeit,
um die Anlage softwareseitig nahtlos in die bestehenden
Abläufe zu integrieren.
Ein großes persönliches Highlight für Schoo war am Ende der
Betriebsstart: „Es lief, die Kommunikationsprobleme waren aus
der Welt. Im Dezember 2024 haben wir in der Verladezone angefangen
herunterzukühlen, um die Verbindungstüren öffnen zu
können. Anfang Januar folgte der Highway und wir begannen,
Jedes Regalbediengerät arbeitet mit einem schwerlastfähigen
PowerShuttle in seiner Gasse, das in der Lage ist, die Paletten
mehrfachtief ein- und auszulagern
JÖRN SCHOO, TECHNISCHER
LEITER NEWCOLD RHEINE
Ich habe gesehen, wie wichtig es ist,
die operative Sicht früh in ein Projekt
einfließen zu lassen. Das betrifft
alles, vom Raum für das Arbeiten in
der Wartungszone bis zur Planung
von Reparaturabläufen. Man muss
sich zielorientiert einmischen, um
diese Erfahrungen einzubringen
Sauerstoff zu reduzieren. Ende Januar 2025 gingen wir in Betrieb
– das ging dann ganz schnell.“
STILLSTAND IST KEIN FORTSCHRITT:
GEMEINSAM BESSER WERDEN
Als Hersteller und Lieferant von Regalen, Bedien- und Förderanlagen
punktete Stöcklin wieder mit energieeffizienter Technologie
sowie seiner vorausschauenden Wartung und Instandhaltung.
Die neuen MASTer-Regalbediengeräte verfügen standardmäßig
über Energiesparmodi, Rekuperation und Netzrückspeisung,
mit denen sie den Energieverbrauch um mehr als 20
Prozent reduzieren. Das gibt es im Bestand bisher noch nicht.
Zudem ist datengetriebenes Service-Management für NewCold
Rheine ein großes Thema. „Wir erheben sehr viele Daten, vergleichen
die Standorte miteinander und möchten die präventive
Wartung noch weiter ausbauen.“ Außerdem wolle man mit dem
Partner die technologischen Vorteile der neuen Anlage auf den
Bestand übertragen. „Wir sind im Gespräch, wie wir unsere alten
Regalbediengeräte mit Umrichtern und Energiespeichern für die
Energierückgewinnung fit machen und die Anlage modernisieren
können.“ Insgesamt enger zusammenzuarbeiten, um die Potenziale
der gemeinsamen Erfahrung für Modernisierung und
zukünftige Verbesserungen zu heben, sei ein interessanter Ansatz.
Denn eines sei klar: „Stillstand ist kein Fortschritt. Stetige
Verbesserung ist das Ziel. Aber es ist nachhaltiger, aus dem, was
da ist, das Meiste zu machen.“
Fotos: Stöcklin Group
www.stoecklin.com
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 45
LEBENSMITTELGROSSHÄNDLER SETZEN AUF AUTOMATISIERUNG IM TIEFKÜHLBEREICH
WIE ROBOTER DIE FEHLERQUOTE
GEGEN NULL SENKEN
Wer heute seine logistischen Abläufe und
Fehlerquoten in der Lebensmittellogistik
optimieren will, kommt an automatisierten
Prozessen nicht vorbei. Denn vor allem im
Tiefkühlbereich ist der Fachkräftemangel groß
und ist personalintensives Arbeiten
anspruchsvoll sowie fehleranfällig. Rund 120
Lebensmittelgroßhändler nutzten die
Gelegenheit, sich am Klinkhammer-
Frischdienst-Tag in Nürnberg zu informieren, wie
eine durchdachte Automatisierung umgesetzt
werden kann – und welche Erfolge bereits
erreicht wurden.
Während die Artikelvielfalt im Lebensmittelgroßhandel
in nur sechs Jahren um 67 Prozent zunahm,
fand im selben Zeitraum eine stille Revolution statt:
Der Anteil der Händler, die künstliche Intelligenz
(KI) unternehmensübergreifend einsetzen, vervierfachte sich innerhalb
von nur vier Jahren von 13 auf mehr als 50 Prozent. Wie
Prof. Dr.-Ing. Marc Rothländer von der Professur für Operations
und Supply Chain Management an der Hochschule für Wirtschaft
und Recht Berlin beim Klinkhammer-Frischdienst-Tag verdeutlichte,
stehen diese beiden Entwicklungen in direktem Zusammenhang.
Die Gleichung des Professors ist dabei ebenso simpel
wie herausfordernd: Mehr Artikelvielfalt und höhere Kundenerwartungen
führen zu steigenden Logistikkosten – die sich wiederum
nur durch die Einführung automatischer Systeme und die
Standardisierung in den Griff bekommen lassen.
PRAXIS STATT THEORIE: ERFOLGSGESCHICHTEN
AUS DEM LEBENSMITTELGROSSHANDEL
Genau hier setzten die Praxisbeispiele der Veranstaltung an. Für
Maximilian Jork, Geschäftsführer der Früchte Jork GmbH, Isny
im Allgäu, war noch ein weiterer Aspekt ausschlaggebend, in den
Neubau eines automatischen Tiefkühllagers und das Lagerver-
46 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PERSPEKTIVEN
Die Hallen des Silberhorn Classics in Nürnberg boten die
perfekte Kulisse für den Klinkhammer-Frischdienst-Tag
waltungssystem Klinkware zu investieren: die Anlagentechnik
und die Software schaffen die Voraussetzungen für die
Humanisierung der Arbeit. Die Kommissionierung ist nun
bei 0 statt bei -22 °C möglich – ein großer Vorteil in Zeiten
des Fachkräftemangels. Zudem eröffnet die Automatisierung
neue Karrierepfade: „Hilfskräfte haben die Chance,
sich zum Supervisor hochzuarbeiten“, berichtet Jork. Personal
mit geringen Deutschkenntnissen könne sich nun aufgrund
klar definierter Aufgabengebiete weiterentwickeln. Darüber
hinaus nannte Jork noch eine beeindruckende Zahl: Das
5-gassige automatische Tiefkühllager, ausgelegt für 2.500 Colli
täglich, bewältigte an Pfingsten 2025 insgesamt 5.000 Colli.
AUTOMATISIERUNG FUNKTIONIERT
AUCH LANGFRISTIG
Den Beweis, dass Automatisierung auch langfristig funktioniert,
lieferte Friedrich Walther, Geschäftsführer Frischdienst Walther,
Kitzingen. Seit mehr als zehn Jahren setzt das Unternehmen auf
digitalisierte und automatisierte Intralogistik – mit kontinuierlicher
Weiterentwicklung. 2008 startete Walther mit einem Lagerverwaltungssystem,
2016 folgte ein zweigassiges automatisches
Tiefkühllager, 2020 die Erweiterung auf vier Gassen mit 22.500
Tablarplätzen. Das Ergebnis: eine Kommissionierung mit nur einem
Fehler pro 4.500 bis 5.000 Picks – und „glückliche Kunden“,
wie Walther betont. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt
liegt bei einer Fehlerquote von zwei bis drei Prozent, also 20 bis
30 Fehlern pro 1.000 Picks.
Die Philosophie von Walther lautet: „Jeder Fehler ist ein Fehler
zu viel. Fehler nicht korrigieren, sondern von vornherein vermeiden.“
Mithilfe systematischer Fehlerquellenanalyse und kontinuierlicher
Verbesserungsprozesse erzielte das Unternehmen weitere
positive Effekte wie Kosteneinsparungen und eine höhere
Kundenzufriedenheit durch vermiedene Nachlieferungen und
Reklamationen.
Die Erfolgsfaktoren solcher Projekte fasste Dr. Dirk Liekenbrock,
Leiter Planung der Klinkhammer Intralogistics GmbH,
Nürnberg, anhand weiterer Projektbeispiele zusammen. Sein Fazit:
Eine system- und herstellerneutrale Logistikplanung im Vorfeld
ist unerlässlich – nur so findet man die zur jeweiligen Situation
passende Lösung. Diese Berichte aus der Praxis boten den
rund 120 Teilnehmern der Veranstaltung einen großen Mehrwert.
Denn hier präsentierten die Referenten aus erster Hand Erfahrungen,
Problemstellungen und -lösungen.
›› Entlastung
WINFRIED BAUER,
CHEFREDAKTEUR F+H
Automatisierung bedeutet mehr Effizienz,
bessere Qualität, weniger Fehler und eine
des Personals
TECHNOLOGIE ZUM ANFASSEN UND
NETZWERKEN AUF HOHEM NIVEAU
Darüber hinaus ermöglichten Live-Demonstrationen moderner
Technologien den Besuchern einen unmittelbaren Einblick in die
Intralogistik der Zukunft: Anhand von Exponaten informierten
Exotec über Robotiklösungen sowie TGW und Movu über ihre
Shuttle-Systeme. Hands-on-Erfahrung boten die ergonomischen
Exoskelette von Hunic, die die Teilnehmer vor Ort testen konnten.
In direkten Gesprächen mit den Experten ließen sich individuelle
Fragestellungen klären – ein Format, das die Teilnehmer
intensiv nutzten.
Die Hallen des Silberhorn Classics in Nürnberg boten dafür die
perfekte Kulisse. Für Abwechslung nach den intensiven Fachgesprächen
sorgte eine exklusive Führung durch die größte private
BMW-Sammlung Deutschlands inklusive historischer Motorradraritäten
– ein passender Rahmen für eine Veranstaltung, die Tradition
und Innovation gleichermaßen würdigte. Winfried Bauer
Fotos: f+h, Klinkhammer, Karte auf S. 47: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,
Lizenz: ODbL 1.0
www.klinkhammer.com
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 47
LINDE MATERIAL HANDLING UND ROSSMANN PRÄSENTIEREN ROBOTIK-FAHRZEUG
AUTOMATISIERTES KOMMISSIONIEREN
NEU GEDACHT
Zum Linde Automation Summit in Aschaffenburg
präsentieren das Unternehmen Linde Material
Handling (MH) und Rossmann, eine der größten
Drogeriemarktketten Europas, ein neues
Robotik-Fahrzeug für das autonome
Kommissionieren. Der Linde Robotic Case Picker
(RoCaP) verfügt über einen mehrachsigen
Greifarm, mit dem er einzelne Warenpakete
aus dem Regal entnimmt und auf einem
mitgeführten Warenträger zusammenstellt.
Nach erfolgreich abgeschlossenen Tests
investiert die Drogeriemarktkette
in die ersten Geräte.
Jeder Lagerverantwortliche weiß: Das Kommissionieren von
gemischten Paletten oder Rollcontainern gehört zu den personalintensiven
Aufgaben im Lager. Seit Jahren wird nach
Lösungen gesucht, um das händische Zusammenstellen von
Aufträgen auf Paletten oder Rollcontainern zu automatisieren
und damit nicht nur die Mitarbeiter zu entlasten, sondern auch
Fehlerraten zu reduzieren und dem wachsenden Arbeitskräftemangel
im Lagerbereich entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund
entwickelte Linde MH den RoCaP.
VON DER ENTWICKLUNG ZUM PRAXISEINSATZ
Im März 2025 war die Vorentwicklung des neuen Robotik-Fahrzeugs
bei dem Hersteller abgeschlossen. Mit dem „Proof of Concept“
stand der nächste Meilenstein an, um die Marktfähigkeit
des Fahrzeugs unter realen Bedingungen bei einem Anwender zu
validieren. Beim international agierenden Familienunternehmen
Rossmann stieß das Konzept sofort auf Interesse, denn dort waren
die Verantwortlichen schon seit Längerem auf der Suche
nach einer Lösung, um die Mitarbeiter beim Kommissionieren
der bis zu 25 kg schweren Umverpackungen zu entlasten. In einem
ersten Schritt wurden die unternehmensspezifischen Anforderungen
für den Einsatz im Regionallager Burgwedel formuliert.
48 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
Es folgte ein mehrwöchiger Testeinsatz, nach dessen Abschluss
die Verantwortlichen bei der Drogeriemarktkette positiv überrascht
waren. „Der RoCaP hat das Potenzial, für die Lagerlogistik
ein bedeutender Fortschritt zu sein. Er kann dabei helfen, dem
Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Mitarbeiter bei körperlich
anspruchsvollen Arbeitsaufgaben zu entlasten“, sagt Hendrik
van Duuren, Geschäftsleiter von Rossmann Logistik. Aber
auch für Linde MH ist die Zusammenarbeit mit Rossmann überaus
wertvoll. „Die gemeinsame Weiterentwicklung des Fahrzeugs
sichert den langfristigen Markterfolg“, bekräftigt Frank Wiezorek,
Senior Director Steering and Sales Development Linde MH. Die
Partnerschaft mit Rossmann rücke die Bedürfnisse des überaus
wichtigen Segments der Handelsunternehmen in den Fokus.
EIN FAHRZEUG MIT VIEL HIGHTECH
Der Linde RoCaP basiert auf dem automatisierten Hochhubwagen
Linde L-Matic HD k mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen
und einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 7,2 km/h. Die
Fahrzeug-, Navigations- und Sicherheitstechnik, aber auch das
Batteriefach sowie Hubgerüst und der Automatisierungsbogen
wurden vom Serienfahrzeug übernommen. Das sorgt für Kostenvorteile
und Robustheit. Neu ist der fest mit dem Gabelträger verbundene
vierachsige, intelligente Roboterarm, mit dem die Pakete
kommissioniert und auf dem Warenträger platziert werden.
Für den Einsatz bei Rossmann wurde der Lastaufnahmeteil für
Rollcontainer konstruiert. Er wird von Stahlstützen getragen und
verfügt außerdem über eine am Flurförderzeug befestigte, klappbare
Rampe. Darüber lassen sich die Rollcontainer hinauf- und
hinunterschieben, gleichzeitig wird der Rollcontainer damit
während der Fahrt fixiert.
Herzstück des Linde RoCaP
ist der intelligente Greifarm,
mit dem bei Rossmann
Gebinde von Paletten
gehoben und auf einem
Rollcontainer platziert
werden
Seine Aufträge erhält das
Fahrzeug über eine Serverschnittstelle
aus dem
Warehouse-Management-
System von Rossmann.
Daraus ermittelt das Ro-
CaP-Managementsystem
anhand verschiedener Parameter
beispielsweise
Größe und Gewicht der
Auftragspositionen sowie
der optimalen Route die
nächste Regalposition.
Dort angekommen, tritt der Robotergreifarm in Aktion. Er verfügt
über eine 3D-Kamera mit KI-Chips von Nvidia. In Echtzeit erkennt
die Kamera die Paletten, überprüft die Korrektheit, führt
eine optische Vermessung durch und legt den dreidimensionalen
„Arbeitsraum“ fest. Anschließend folgt ein komplexer Oberflächen-Scan.
Die Software ermittelt, wo die Pakete auf der Palette
genau liegen und welches entsprechend den definierten betrieblichen
Vorgaben ausgewählt wird. Dann greift der Roboterarm
das Gebinde, indem er es mithilfe einer Vakuumtechnologie ansaugt
und hochhebt.
AUTOMATISIERTES CASE-PICKING WÄCHST
MIT DEM BEDARF
Beim Linde Automation Summit 2025
präsentierte Linde Material Handling mit
dem Robotic Case Picker (RoCaP) eine
Neuentwicklung, die das automatisierte
Kommissionieren grundlegend verändern
könnte. Anders als klassische fest installierte
Automatisierungslösungen setzt das Robotik-
Fahrzeug auf Mobilität, Skalierbarkeit und
Flexibilität. Im Gespräch erläutern Frank
Wiezorek, Senior Director Steering and Sales
Development, und Peter Krumbholz,
Projektleiter Advanced Robotic Solutions beide
für Linde MH, was den RoCaP auszeichnet und
welche Rolle die Entwicklungspartnerschaft
mit Rossmann dabei spielt.
Herr Wiezorek, während des Linde Automation Summit fiel
mehrfach der Begriff Gamechanger in Bezug auf den Robotic
Case Picker. Was genau macht diese Kommissionierlösung zum
Gamechanger?
Frank Wiezorek: Wir zielen mit der Entwicklung auf ein Einsatzgebiet,
das bisher nur schwer zu automatisieren war: das einzelne
Case-Picking und somit eine komplexe Tätigkeit im Lager.
Peter Krumbholz: Ich möchte gerne ergänzen: Im Bereich der
Konfektionierung, also dort, wo Paletten oder Displays für den
Point of Sale zusammengestellt werden, hatten wir bisher keine
automatisierte Lösung im Portfolio. Genau diese Lücke füllt der
RoCaP. Wir haben eine Lösung entwickelt, die kleinteilig ist und
flexibel mit den Aufgaben der Betreiber wachsen kann.
Das heißt, Skalierbarkeit ist ein zentrales Merkmal?
Peter Krumbholz: Absolut. Der Betreiber kann mit einem Fahrzeug
starten und bedarfsgerecht nachsteuern, indem er weitere
Fahrzeuge in die Prozesse integriert.
Frank Wiezorek: Genau diese Flexibilität durch den kleinteiligen
und mobilen Ansatz rechtfertigt meines Erachtens die Bezeichnung
Gamechanger.
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 49
Wir adressieren mit der
Entwicklung ein Einsatzgebiet,
das bisher nur schwer zu
automatisieren war: das
einzelne Case-Picking
FRANK WIEZOREK,
Senior Director Steering and Sales
Development, Linde MH
Das sehe ich genauso. Was mir bei der Demonstration auf dem
Automation Summit auffiel: Die Umgebung, in der das Flurförderzeug
agierte, und die zur Bearbeitung bereitgestellten
Pakete waren makellos. Ist das Szenario realitätsnah?
Peter Krumbholz: Den Realitäts-Check haben wir im Rahmen
eines mehrwöchigen Tests im Lager von Rossmann erbracht.
Während der Präsentation kamen übrigens Original-Rossmann-
Produkte zum Einsatz.
Frank Wiezorek: Wie in allen Automatisierungslösungen müssen
auch beim Einsatz des RoCaP die Rahmenbedingungen
stimmen. Bei einem Brownfield-Einsatz muss zum Beispiel der
Hallenboden eine gewisse Qualität haben. Aber auch die Verpackungsqualität
muss für die automatisierte Handhabung geeignet
sein. Im Allgemeinen werden beschädigte Verpackungen
oder Etiketten im Wareneingang erkannt und ausgeschleust.
Generell ist die Verpackungsqualität im Retail-Bereich aber
hoch, weil die Ware an Endkunden geht.
Wie kam die Zusammenarbeit mit Rossmann zustande, und
warum war das Unternehmen der richtige Partner für dieses
Projekt?
Frank Wiezorek: Das ist fast eine schöne Anekdote. Wir haben
einen lokalen Netzwerkpartner im Raum Hannover. Rossmann
hat neben dem Firmensitz des Partners in ein Distributionszentrum
investiert. Das neue Lager liegt nicht nur sprichwörtlich,
sondern tatsächlich auf der anderen Straßenseite. Und wie es
unter guten Nachbarn üblich ist, lädt man zum Richtfest ein.
Der Logistikchef von Rossmann, Herr Hendrik van Duuren, war
bei dieser Gelegenheit ebenfalls vor Ort und so kam man ins
Gespräch. Er war von unserem Ansatz des automatisierten Case-
Pickings sofort begeistert.
Peter Krumbholz: Ich erinnere mich noch genau daran, als
Herr van Duuren zu uns sagte: „Ich will nicht euer Kunde, sondern
euer Entwicklungspartner sein.“ Und er hat Wort gehalten.
Er unterstützt uns mit Prozessbeschreibungen und mit Daten.
Nur so ließ sich die Entwicklung vorantreiben.
Das Flurförderzeug ist für den Mischbetrieb geeignet. Warum
haben Sie sich für einen Mischbetrieb entschieden?
Peter Krumbholz: Obwohl die Entwicklung eines Geräts für den
Mischbetrieb anspruchsvoll ist, haben wir uns ganz bewusst
dafür entschieden. Eine 100-Prozent-Automatisierungslösung
kann es, zumindest bei einem so breit gefächerten Produktportfolio
wie bei Rossmann mit Tausenden von Produkten, unter
wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht geben. Dementsprechend
gibt es die Notwendigkeit eines Mischbetriebs.
Eine für das Personal anspruchsvolle Umgebung sind Tiefkühllager.
Wäre der RoCaP, entsprechend angepasst, nicht auch für
diese Anwendung eine sinnvolle Automatisierungslösung?
Peter Krumbholz (schmunzelt): Ich bin tatsächlich von einigen
Besuchern des Summits auf diese Anwendung angesprochen
worden. Für den Betreiber eines TK-Lagers wirtschaftlich
interessant ist eine derartige Lösung allein schon vor dem Hintergrund
der einzuhaltenden Pausenvorschriften für die Mitarbeiter.
Aber glauben Sie mir, dass wir den Use Case auf der
Agenda haben.
Vielen Dank für das Gespräch.
Obwohl die Entwicklung eines
Geräts für den Mischbetrieb
anspruchsvoll ist, haben wir
uns ganz bewusst dafür
entschieden
PETER KRUMBHOLZ,
Projektleiter Advanced Robotic
Solutions, Linde MH
Das Interview mit Frank Wiezorek, Senior Director Steering and Sales Development,
und Peter Krumbholz, Projektleiter Advanced Robotic Solutions beide bei
Linde Material Handling, Aschaffenburg, führte Winfried Bauer, Chefredakteur f+h
GEEIGNET FÜR DEN EINSATZ IM BROWNFIELD
„Die Zusammenarbeit mit Rossmann hat gezeigt, wie viel Potenzial
im Linde RoCaP steckt. Das wollen wir nun mit dem Unternehmen,
das europaweit circa 5.000 Filialen betreibt, weiter ausschöpfen“,
sagt Peter Krumbholz, Projektleiter aus dem Bereich
Advanced Robotic Solutions, der die Entwicklung für die Marke
Linde betreut. Schritt für Schritt soll das händische Kommissionieren
im Lager reduziert werden – für mehr Sicherheit, Effizienz
und Warendurchsatz.
Dabei ist der Linde RoCaP so konzipiert, dass er sich auch auf
andere Lager und Distributionszentren anpassen lässt. „Das Konzept
ist modular, das heißt, wir können auch andere automatisierte
Fahrzeugmodelle mit dem Greifarm ausstatten“, erklärt
Entwicklungsingenieur Krumbholz.
Ideal geeignet ist das Flurförderzeug für die Brownfield-Automatisierung
mit gewachsenen Lagerlayouts und Mischbetrieb. Aufgrund
ausgeklügelter Sicherheitstechnologie für Fahrzeug und
Greifarm kann der Linde RoCaP Seite an Seite im selben Regalgang
mit dem Personal arbeiten. „Dies eröffnet große Chancen,
denn ein Mix aus manuellen und automatisierten oder autonomen
Fahrzeugen wird in Lager und Produktion zukünftig immer
häufiger anzutreffen sein“, ist Wiezorek überzeugt. „Wir wollen,
dass der Linde RoCaP dabei einen Beitrag leistet und Anwender
auf dem Weg zur Automatisierung unterstützt und begleitet.“
Fotos: Linde MH, Karte auf S. 48: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,
Lizenz: ODbL 1.0
www.linde-mh.de
50 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
DYNAMIK BRAUCHT
SICHEREN UND
FLEXIBLEN KABELSCHUTZ
Die RQDR-Serie von Flexa bietet
drehbare Haltersysteme für
Cobots und kleine Industrieroboter.
Aufgrund der drehbaren
Konstruktion bleibt die volle
Beweglichkeit auch bei komplexen
Arbeitsabläufen erhalten. Als
Varianten stehen zur Verfügung:
RQDR-KB mit Klettband-Befestigung
inklusive 50 cm Klettband,
RQDR-PS für Profilschienenmontage
und RQDR-AP mit Anschraubplatte.
Alle Modelle
bestehen aus PA6-Kunststoff und
sind für Temperaturen von -40 bis
+120 °C ausgelegt.
www.flexa.de
FASSHEBER MIT
ELEKTROANTRIEB
Mit lithiumbetriebener Hubtechnik
und motorisiertem Fahrantrieb
handhabt der Fassheber DTP08ELD
von STS Fässer mit einem Volumen
von 50 bis 220 l ohne Greiferwechsel.
Während Tests ließen sich bis zu
60 Fässer pro Stunde umschlagen.
www.sts-handling.com
ZWEI FUNKTIONEN VEREINT
Das System SmartPath von Intralox bereitet einen zweidimensionalen Massenstrom so auf,
dass dieser zu einem einspurigen Materialfluss für einen Sorter zusammengeführt werden
kann. Kleine Aktivierungszonen stellen eine präzise, unabhängige Steuerung bei niedrigen
Fehlerquoten sicher und erhöhen so den Durchsatz für Packstücktypen, einschließlich
Polybeuteln. SmartPath kann zudem als Puffer fungieren, indem Packstücke kurzzeitig
angehalten oder verlangsamt werden, um die Zuführrate an die Kapazität des Sorters
anzupassen. Mit einer Länge von 2,4 m benötigt
das System bis zu 42 Prozent weniger Platz als
vergleichbare Lösungen. Das System lässt sich
in vorhandene Förderlinien integrieren. In
Kombination mit dem ARB Sorter S7000
reduziert sich der Platzbedarf um zusätzliche
60 Prozent gegenüber herkömmlichen Sorter-
Kombinationen.
www.intralox.com
Seit der Erfindung
des Gabelstaplers 1917
am Markt und heute an
über 30 Standorten
in Deutschland,
Österreich und der
Schweiz vertreten.
www.clarkmheu.com
Besuchen Sie uns!
24.–26. März 2026
Messe Stuttgart
Halle 10, Stand 10B78
PRODUKTE UND SYSTEME
PORTALROBOTER-ZELLEN IM KOMPAKTFORMAT
AUTOMATISIERUNG TROTZ BEENGTER
RAUMVERHÄLTNISSE UMSETZEN
Niedrige Deckenhöhen, wenig Stellfläche, gewachsene Strukturen: In Brownfield-
Umgebungen scheitert Automatisierung oft an den räumlichen Gegebenheiten. Die
RO-BER Industrieroboter GmbH aus Kamen adressiert dieses Problem mit der Compact
Line – einer Produktfamilie aus drei Portalroboter-Zellen für Piece Picking, Bodenroller-
Handling und Palettierung. Die schaltschranklose Plug-&-Play-Architektur verspricht
schnelle Inbetriebnahme und flexible Integration in bestehende Materialflüsse.
Alle Zellen der Compact Line basieren auf kartesischen
Servo-Achssystemen und Standardkomponenten des
Herstellers, was Langlebigkeit und langfristige Ersatzteilversorgung
sicherstellt. Die Steuerung findet über
das MX-System mit IPC von Beckhoff statt – vollständig in den
Zellenkorpus integriert, ab Werk UL-ready und schaltschranklos.
Diese Bauweise spart Stellfläche, vereinfacht die Installation
durch den Wegfall aufwendiger Verkabelungen und ermöglicht
eine schnelle Plug-&-Play-Inbetriebnahme. Gleichzeitig wird die
Integration in bestehende Materialflüsse erleichtert und die IPCbasierte
Steuerung erlaubt die Ankopplung an Materialflussrechner
(MFR) oder Lagerverwaltungssysteme (LVS) unterschiedlicher
Anbieter.
Alle Kompaktzellen des Unternehmens sind als schlüsselfertige
Einheiten verfügbar. Die Inbetriebnahme geschieht vor Auslieferung
im Herstellerwerk. Die Kompaktzellen können in der
Regel bereits am Tag nach der Anlieferung in Betrieb gehen.
PIECE-PICKING-ZELLE
Die Zelle ermöglicht die automatische Einzelstückkommissionierung
für unterschiedliche Warensortimente. Pick & Place mit KIgestützter
Objekterkennung und patentierter Greifpunktbestimmung
sorgt für hohe Pick-Leistung und Qualität. Je nach Größe,
Gewicht und Ablagemethode lassen sich bis zu 1.200 Einzelstücke
pro Stunde kommissionieren. Die Zelle überdeckt zwei Quellund
drei Zielplätze und ist je nach Aufgabenstellung mit 2D- oder
3D-Visionsystemen ausgestattet.
BE- UND ENTLADEZELLE FÜR BODENROLLER
In vielen Produktionsbetrieben ist das Kleinteilelager noch immer
durch manuelle Transport- und Übergabeprozesse geprägt.
Dies führt zu hohem Personalaufwand, ergonomischen Belastungen
und ungleichmäßigen Prozessabläufen. Bei einem Komponentenhersteller
aus dem Bereich Fluidtechnik wurden bislang
verschiedene Kleinladungsträger direkt an den Bearbeitungsmaschinen
befüllt und auf Bodenrollern gestapelt. Diese
Bodenroller wurden an fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF)
übergeben, die sie zu einer vorgelagerten Pufferzone im Supermarktbereich
eines automatischen Kleinteilelagers transportierten.
Die Entladung und Einlagerung der Kleinladungsträger
(KLT) wurde bisher manuell durchgeführt. Ergonomisch ungünstige
Hebe-, Bück- und Drehbewegungen führten zu einer hohen
körperlichen Belastung der Mitarbeiter. Bei hohem Anlieferaufkommen
entstanden zudem Staus und Wartezeiten, die den Ablauf
beeinträchtigten.
Mit der Kompaktzelle zur automatisierten Entladung von Bodenrollern
steht nun eine flexibel integrierbare Lösung bereit, die
diesen Herausforderungen begegnet. Die auf Bodenrollern gestapelten
KLT werden durch das FTF an die Zelle übergeben und
01 Entladezelle für Bodenrolle mit Anbindung an AKL
52 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
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Halle 1,
D50
02 Kompaktpalettierer
Eweiterungsmodule
über eine Sicherheitsschleuse inklusive Bodenroller
eingezogen. Innerhalb der Zelle folgt
das automatische Entstapeln der KLT sowie
deren Übergabe an die nachgelagerte Fördertechnik
zur direkten Einlagerung. Ein integrierter
Pufferplatz sorgt für eine kontinuierliche
Abarbeitung und entkoppelt den Materialfluss
von variierenden Taktzeiten der Produktionslinien.
Leere Bodenroller werden
gesammelt, durch den Kombigreifer der Zelle
gestapelt und zur manuellen oder automatischen
Ausschleusung per FTF bereitgestellt.
Aufgrund der Just-in-Time-Abarbeitung stabilisiert
die automatisierte Schnittstelle zwischen
Produktion und Kleinteilelager den Materialfluss
und erhöht zugleich die Prozessund
Versorgungssicherheit.
Die Zelle verarbeitet KLT in den Größen von
300 × 400 × 70 bis 600 × 400 × 320 mm (L × B ×
H) mit einem Handhabungsgewicht von bis zu
50 kg. Die maximale Stapelhöhe inklusive Bodenroller
(600 × 400 × 160 mm) beträgt
1.350 mm. Die KLT werden mit rund 400 Zyklen
pro Stunde gehandhabt. Im Doppelgriff
sind somit bis zu 800 KLT pro Stunde realisierbar.
Schiebetüren aus Sicherheitsglas schaffen
die Voraussetzungen für optimale Zugänglichkeit
bei minimalem Platzbedarf, ergänzt durch
eine integrierte Sicherheitsschleuse für fahrerlose
Transportfahrzeuge. Auch eine Umkehrung
des Prozessablaufs ist vorgesehen, sodass
sich die Zelle für die automatische Beladung
von Bodenrollern eignet.
KOMPAKTPALETTIERER
Mit dem Kompaktpalettierer der Compact Line
schließt das Unternehmen die Lücke zwischen
Cobots und herkömmlichen Industrierobotern.
Cobots lassen sich platzsparend integrieren,
sind jedoch limitiert hinsichtlich Handhabungsgewicht
und Greifertechnik und eignen
sich daher nur eingeschränkt für Packstücke,
die schwer sind oder hohe Anforderungen an
das Greifen stellen. Knickarmroboter benötigen
in der Regel mindestens 20 Prozent mehr
Fläche als Portalroboter, da bei der Anordnung
der Paletten im Arbeitsraum stets die Erreichbarkeit
zu berücksichtigen ist. Dies kann die
Integration in vorhandene Produktionsumgebungen
erschweren, vor allem unter Berücksichtigung
sicherheitstechnischer Aspekte – etwa
bei dauerhaft eingerichteten Arbeitsplätzen
in unmittelbarer Nähe des Robotergefahrenbereichs.
Darüber hinaus sind spätere Anpassungen
mit hohem Aufwand verbunden. Mehr Palettierplätze
machen in der Regel den Einsatz
zusätzlicher Roboter oder eine Erweiterung
der Achsstruktur erforderlich.
Der modulare Kompaktpalettierer hingegen
lässt sich flexibel an unterschiedliche Gegebenheiten
anpassen. Das Konzept besteht aus
einem Kopfteil, das die Steuerung enthält, sowie
vorgefertigten Erweiterungsmodulen aus
Stahl-Schweißgestell, mit denen sich der Arbeitsraum
stufenlos von drei bis auf zehn Palettenstellplätze
erweitern lässt. Die Anlage ermöglicht
eine beidseitige Produktzuführung.
Zusatzfunktionen wie Zwischen lagen- und Palettenhandling
lassen sich ebenfalls integrieren.
Der Palettentransport kann manuell, über
stationäre Fördertechnik oder autonom mithilfe
von FTF geschehen.
Das Grundmodul verfügt über einen Arbeitsraum
von 4.190 × 1.350 × 2.030 mm (L × B × H)
für drei Palettenstellplätze mit einer Stapelhöhe
von 2.000 mm. Handhabungsgewichte bis
100 kg erlauben die Verarbeitung schwerer und
großvolumiger Gebinde wie Kartons, Trays,
Kleinladungsträger oder Säcke. Mit einer Leistung
von rund 400 Zyklen pro Stunde wird ein
hoher prozesssicherer Durchsatz bei minimalem
Platzbedarf erreicht.
Je nach Einsatzfall, in erster Linie bei der
Handhabung schwerer Gebinde, kann sich die
Investition bereits nach etwa 1,5 Jahren amortisieren.
Zudem trägt die ergonomische Entlastung
der Mitarbeiter zu einem zusätzlichen
wirtschaftlichen Nutzen bei.
Die Anlage wird über ein Touchpanel mit optional
integrierbarem Packplangenerator bedient.
Zur Bereichsabsicherung kommen Flächenscanner
oder Lichtschutzgitter zum Einsatz,
die gleichzeitig eine gute Zugänglichkeit
ermöglichen.
Fotos: RO-BER Industrieroboter
www.ro-ber.de
Automatisches
Frische-,
Trocken- und
Tiefkühllager
INTRALOGISTIK
GENERAL-
UNTERNEHMER
www.klinkhammer.com
PRODUKTE UND SYSTEME
STAHLKETTEN SICHERN LEISTUNG
VON UMREIFUNGSANLAGEN
BESTENS VERPACKT
Wer seine Produkte in die ganze Welt verschickt,
muss sicherstellen, dass sie ihr Ziel auch
unbeschadet erreichen. Eine Transportsicherung
ist daher unerlässlich. Die Lösungspalette reicht
vom einfachen Verpackungsband bis zur
kompletten Umreifungsanlage. Energieketten
aus Stahl von Tsubaki Kabelschlepp sorgen für
eine stabile und präzise Führung aller Medien an
diesen Maschinen und ermöglichen auch unter
rauen Bedingungen einen zuverlässigen Prozess
bei hoher Verfügbarkeit.
Packstücke aus der Metall-, Stahl- und Holzverarbeitung,
der Faser- und Baustoffindustrie oder der Lebensmittelund
Getränkeindustrie müssen für den internationalen
Transport fachgerecht verpackt und gesichert werden. Dafür
sorgen in vielen Fällen automatische Umreifungssysteme am
Ende der Produktionslinien. Eine Umreifung mit Bändern aus
Kunststoff oder Metall schafft die Voraussetzungen für eine ro-
buste Fixierung der Transportgüter – unabhängig davon, ob sie
ihre Reise per Lkw, Schiff oder Bahn zurücklegen und wie oft sie
dabei unter widrigen Bedingungen umgeladen werden.
Ein Beispiel: Umreifungsanlagen können zum Verpacken von
Spaltbandringen aus Stahl, Kupfer oder anderen Metallen zum
Einsatz kommen. Spaltbandringe werden in Stahl-Service-Centern
aus den bis zu 40 Tonnen schweren, in Walzwerken produzierten
Coils hergestellt. Dazu werden die Coils in Längsteilanlagen
in leichter zu handhabende „Scheiben“ unterschiedlicher
Stärke aufgeteilt. Diese werden von den Kunden der Stahl-Service-Center
meist in Stanz-Biegeautomaten zu Federn, Schrauben
oder anderen Metallteilen, beispielsweise für die Elektroindustrie
oder den Automobilbau, verarbeitet.
Transportiert werden die immer noch mehrere Tonnen schweren
Spaltbänder einzeln oder paketweise auf Paletten. Zur Ladeeinheitensicherung
durchlaufen die Paletten zuvor zwei Umreifungsanlagen,
in denen die Spaltbandringe zunächst außen im
Umfang und anschließend durch das Coilauge hindurch mit
mehreren Stahlbändern umreift werden. Nur so ist sichergestellt,
dass sich die Spaltringe beim späteren Handling, beispielsweise
durch einen Gabelstapler mit Coilgreifer, nicht trichterförmig
aufziehen. Den zentralen Arbeitsschritt, das Umreifen, führt das
Aggregat durch, das beweglich an einem Ausleger montiert ist.
Neben der Umreifung übernimmt dieses Aggregat auch den Verschluss
der angebrachten „Ringe“ aus Kunststoff- oder Stahlband,
beispielsweise mithilfe berührungsloser WIG-Schweißtechnik
mit einer Wolfram-Elektrode und Inertgas.
54 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
STROM- UND GASLEITUNGEN
IN EINER KETTE
Neben der Verkabelung für die Antriebsmotoren muss das beweglich
am Ausleger montierte Umreifungsaggregat über Schläuche
auch mit dem Schutzgas für das integrierte Schweißgerät versorgt
werden. Schutz für Leitungen und Gasschläuche sowie die
Möglichkeit, alle Medien gemeinsam zu führen, bieten die Stahlketten
der Serien S/SX oder LS/LSX von Tsubaki Kabelschlepp.
Länge, Breite und Ausführung der Ketten lassen sich dabei an die
Spezifika der jeweiligen Anlage anpassen.
Der Kettenwerkstoff Stahl bewährt sich häufig bei dieser Anwendung,
da viele Umreifungssysteme in rauen Arbeitsumgebungen
– beispielsweise im Heißbereich von Stahlwerken oder in
der Betonsteinindustrie – eingesetzt werden. Aber auch Kunststoffketten,
beispielsweise aus der Robotrax-Serie können eine
gute Lösung sein. Um die richtige Wahl zu treffen, können sich
Maschinenbauer von den Experten von Tsubaki Kabelschlepp
beraten lassen, die über langjährige Erfahrung und umfangreiches
Branchen-Know-how verfügen.
STAHLKETTEN – ZUVERLÄSSIG UNTER ALLEN
UMSTÄNDEN
Energieführungen des Herstellers aus Stahl wurden für große
freitragende Längen mit hohen mechanischen Beanspruchungen
oder Leitungen mit hohem Eigengewicht entwickelt. Darüber
hinaus sind die Ketten aus Stahl für den Einsatz unter rauen Bedingungen
geeignet, wie sie bei den Umreifungsmaschinen keine
ENERGIEKETTEN AUS STAHL
SICHERN MEDIENFÜHRUNG
IN RAUEN UMGEBUNGEN
Seltenheit sind. Hohe Umgebungstemperaturen wie in der Metall-
und Stahlverarbeitung oder extreme Umgebungseinflüsse
durch Staub und Schmutz wie in der Betonsteinindustrie sind für
langlebigen Stahlketten kein Problem.
Die Ketten werden grundsätzlich aus verzinktem Stahl oder –
bei noch höheren Anforderungen – aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.
In der Regel sind sie mit Stegen aus Aluminium ausgestattet,
die sich in beiden Fällen in einem 1-mm-Breitenraster präzise
an die jeweilige Applikation anpassen lassen. Die Stege übernehmen
zwei zentrale Aufgaben: Sie bilden die mechanische
Verbindung zwischen den Kettenbändern und sind zugleich die
unmittelbaren Berührungs- und Reibungspunkte mit den Leitungen,
die in den Ketten geführt werden. Ihr Reibungskoeffizient
beeinflusst damit entscheidend die Lebensdauer der Leitungen
und die Zuverlässigkeit des Energieführungssystems.
GROSSE AUSWAHL AN TRENNSTEGEN
Abhängig vom jeweiligen Einsatzbereich und den dort auftretenden
Belastungen sind unterschiedliche Stegvarianten aus einer
Aluminium-Legierung verfügbar. Die Stegvarianten RS 1 mit
schnell lösbarem Profilstab außen oder innen und RS 2 mit verschraubten
Profilstäben lassen sich mit allen Stahlketten kombinieren.
Für hohe Beanspruchungen gibt es darüber hinaus den
Typ RV, einen Aluminium-Rahmensteg in verstärkter Ausführung.
Die Stegvariante RM ist eine Massivausführung, bei der die
Profilstäbe doppelt verschraubt sind. Diese Konstruktion sorgt
für Stabilität, wie sie bei hohen Belastungen oder großen Kettenbreiten
gefordert ist. Für Leitungen mit großen Durchmessern ist
der Aufbau-Rahmensteg RMA konzipiert, der wahlweise innen
oder außen montiert werden kann und für Durchgangshöhen
von 130, 160 oder 200 mm verfügbar ist.
Eine gute Variante zum Führen von Leitungen sind die Lochstege
des Typs LG. Die Lochstege werden anwenderspezifisch
und individuell angefertigt und berücksichtigen die Anzahl, die
Durchmesser sowie die Positionen aller Leitungen im Querschnitt.
Dies bewirkt eine Leitungsführung in der neutralen Biegezone.
Mithilfe dieser Trennstege lassen sich Relativbewegungen
zwischen Leitungen und Steg minimieren.
Schutz vor äußeren Fremdeinwirkungen bieten geschlossene
Energieführungen, bei denen die Leitungen unter einer Abdeckung
verlaufen. Für diese Art der Energieführung wurde der Steg
vom Typ RMD entwickelt. Er ist mit beidseitig aufklappbaren und
lösbaren Schutzdeckeln aus Aluminium ausgestattet. Die Stegvariante
RR, die Achsen mit drehbaren Rohren als Verbindungsprofile
nutzt, rundet das Angebot ab. Der für die Achsen und Rohre
verwendete Werkstoff lässt sich individuell an den jeweiligen
Einsatzfall anpassen.
Autor: Werner Eul, Head of Industry & Product Management Tsubaki
Kabelschlepp GmbH, Wende-Gerlingen
Fotos: Tsubaki Kabelschlepp
www.tsubaki-kabelschlepp.com
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DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG
56 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG F+H EXTRA
NORDAC-LINK-FREQUENZUMRICHTER MIT NEUEN FUNKTIONEN
DURCHGÄNGIGE SYSTEMARCHITEKTUR
DEZENTRALER ANTRIEBSSYSTEME
Das Unternehmen Nord Drivesystems aus Bargteheide erweitert seine dezentrale
Frequenzumrichter-Familie NordAC Link: Die Komponenten sind nun Teil eines
Systembaukastens, der eine durchgängige dezentrale Antriebselektronik für die
asynchronen IE3- und synchronen IE5+-Motoren des Herstellers bietet.
Mithilfe dezentraler Antriebselektronik lassen sich in
vielen Anwendungsbereichen Vorteile realisieren. Vor
allem die meist weitläufige Intralogistik der Bereiche
E-Commerce, Paketverteilzentren oder Gepäckförderanlagen
an Flughäfen profitiert von Antriebslösungen, die über
motoraufgebaute oder wandmontierte Frequenzumrichter geregelt
werden. Diese antriebsnahe Regelung stellt ein kompaktes
und wartungsarmes Anlagendesign sicher, das die übergeordnete
Steuerung entlastet und die Anlagenkomplexität reduziert.
HOHE EFFIZIENZ UND SICHERHEIT IM FELD
Um Anwendern auch für energieeffiziente Lösungen einen großen
Leistungsbereich sowie Flexibilität im Anlagendesign bereitzustellen,
hat Nord Drivesystems die Durchgängigkeit seiner dezentralen
Antriebselektronik weiter ausgebaut. Entstanden ist ein
Systembaukasten aus den effizienten IE3- und IE5+-Motoren des
Herstellers sowie zwei seiner dezentralen Frequenzumrichter-
Familien: Der NordAC ON deckt den Leistungsbereich von 0,37
bis 3,7 kW ab; der NordAC Link für die Wandmontage ist für den
Leistungsbereich 0,37 bis 7,5 kW verfügbar. Für den Systembaukasten
wurde der Umrichter nun mit neuen Eigenschaften für die
durchgängige Kommunikation und Sicherheit ausgestattet.
Die Produktfamilie NordAC Link wurde um Varianten ergänzt,
die wie der NordAC ON über Ethernet on board verfügen. Damit
bringt das Unternehmen die funktionale Sicherheit auf ein neues
Level: Der Frequenzumrichter lässt sich via Ethernet einfach an
bestehende Netzwerke anbinden. Er ist kompatibel mit gängigen
Systemen wie Profinet und EtherCAT.
SAFETY OVER ETHERNET
Die neuen Varianten des Umrichters lassen sich damit via Profisafe
oder FSoE in eine sicherheitsgerichtete Anwendung innerhalb
eines bestehenden Industrial-Ethernet-Verbunds integrieren.
Auch ein Stand-alone-Einsatz ist möglich. Die Sicherheitsfunktionen
STO und SS1-t (jeweils SIL 3, PL e) sowie SS1-r, SLS,
SMS und SSM (jeweils SIL 2, PL d) können geberlos ohne zusätzliche
Verdrahtung realisiert werden. Der NordAC Link verfügt
über sichere digitale Ein- und Ausgänge, die Anwender für sicherheitsgerichtete
Peripherie-Komponenten oder -Funktionen
nutzen können. Damit lassen sich unter anderem Not-Halt-Taster,
Schutztürschalter und Lichtschranken direkt anschließen.
GEBERLOSE REGELUNG PER
INJEKTIONS VERFAHREN
02 Den Umrichter NordAC ON
bietet der Hersteller in zwei
Varianten an: für den Betrieb
mit Asynchronmotoren (vorne
im Bild) und als NordAC ON+
für Synchronmotoren
01 Der Umrichter NordAC
Link für die motornahe
Wandmontage ist auch mit
integrierter Ethernet-Schnittstelle
und erweiterter
funktionaler Sicherheit
verfügbar
sen sich die Rotorlage und Geschwindigkeit des Motors zuverlässig
auch ohne Drehgeber ermitteln. Das Verfahren schafft die
Voraussetzungen für einen Anlauf mit einer Überlast von 150 Prozent
und realisiert durch kurze Rampenzeiten dynamischere
Beschleunigungen. Vor allem im Teillastbereich erzielt das Verfahren
eine hohe Energieeffizienz. Da kein Drehgeber erforderlich
ist, spart die „CFC open-loop Injection“-Regelung Materialund
Installationskosten.
Zu den weiteren Merkmalen der Umrichter gehört die flexible
Konfigurierbarkeit, mit deren Hilfe sie sich an eine Vielzahl unterschiedlicher
Anwendungen anpassen lassen. Die vollständige
Steckbarkeit sorgt für eine schnelle und einfache Installation.
Wartungsarbeiten und Inbetriebnahmen lassen sich schnell und
einfach manuell durchführen, was Ausfallzeiten gering hält.
LAUFENDE FELDTESTS ÜBERZEUGEN
Mit dem neuen NordAC Link und dem flexiblen Systembaukasten
bedient der Systemanbieter die Nachfrage nach durchgängigen,
energieeffizienten Antriebslösungen für dynamische Einsatzszenarien.
Anwender können je nach Einbaulage zwischen Frequenzumrichtern
für den Motoraufbau oder die Wandmontage entscheiden,
ohne unterschiedliche Kommunikations- und Sicherheitseigenschaften
durch zusätzliche Installationen ausgleichen
zu müssen. Die NordAC-Link-Reihe zeigt sich derzeit in Feldtests
als vielversprechende, sicherheitszertifizierte und anwenderfreundliche
Umrichterlösung für effiziente Automatisierungskonzepte
in der Intralogistik. Der Marktstart ist für Ende 2026 geplant.
Fotos: Nord Drivesystems
www.nord.com
Für die geberlose Regelung hocheffizienter Permanentmagnet-
Synchronmotoren in dynamischen Anwendungen steht im
NordAC Link ein innovatives Verfahren zur Verfügung: Mit der
„CFC open-loop Injection“-Regelung (Current/Flux Control) laswww.foerdern-und-heben.de
f+h 2026/02 57
WENIGER VERDRAHTUNG DURCH DEZENTRALE STEUERUNG
INTELLIGENZ IM FELD
F+H EXTRA
Lange Kabelwege, hohe Verdrahtungsaufwände
und zentrale Single-Point-of-Failure-Risiken
– klassische schaltschrankzentrierte
Automatisierungsarchitekturen stoßen in der
Intralogistik zunehmend an ihre Grenzen. Mit
dem Frequenzumrichter i650 motec verlagert
Lenze Leistungselektronik und Steuerungsintelligenz
direkt ins Feld. Das Gerät vereint eine
integrierte Logic PLC mit IO-Link-Master-
Funktion und ermöglicht so autarke Module mit
Leistungen bis 45 kW. Der Beitrag zeigt, wie
dieses dezentrale Konzept Verdrahtung
reduziert, Inbetriebnahmen beschleunigt und
Schaltschränke teils überflüssig macht.
Die Intralogistik steht unter permanentem Druck: steigende
Variantenvielfalt, volatile Volumina, kürzere Projektlaufzeiten
und ein wachsender Bedarf an modularen,
skalierbaren Lösungen prägen die Branche. Klassische,
stark schaltschrankkonzentrierte Automatisierungsarchitekturen
werden dabei zunehmend zum limitierenden Faktor. Lange Kabelwege,
hohe Verdrahtungsaufwände, komplexe Konzepte zur
Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und zentrale Single-
Point-of-Failure-Risiken beeinflussen Inbetriebnahmezeiten und
Anlagenverfügbarkeit negativ. Ganz abgesehen von Änderungen
am Materialflusskonzept in späten Projektphasen, die Maschinenbauer
vor große Herausforderungen stellen. Der Trend zur
Dezentralisierung verlagert daher die Leistungselektronik, die
Steuerungsintelligenz und die IO-Ebene vom Schaltschrank direkt
ins Feld.
Das positive Ergebnis: kürzere Leitungswege und geringere
Verdrahtungsaufwendungen, da Netz- und Motorleitungen kürzer
ausfallen und Steuerleitungen reduziert oder auf feldnahe
Bussysteme verlagert werden können. Ebenso relevant sind die
reduzierten EMV-Risiken, die bei motormontierten Frequenzumrichtern
gänzlich vermieden werden können.
Bei zentralisierten Automatisierungskonzepten lassen sich die
Volumina der Schaltschränke durch Dezentralisierung verklei-
58 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG F+H EXTRA
01 Der Frequenzumrichter i650 motec mit seiner vereinfachten
Architektur überzeugt mit weniger Verdrahtung, robuster EMV,
schnelle Inbetriebnahme und skalierbarer Modullogik
nern. In manchen Fällen lässt sich sogar komplett auf Schaltschränke
verzichten. Zudem wird bei leistungsstarker Elektronik
auch der Bedarf einer Schaltschrankkühlung merklich reduziert.
Am Ende führt dieser Ansatz zu verkürzten Inbetriebnahmezeiten,
da sich die Systemkomplexität verringert.
Standardisierte Konzepte auf Basis vorparametrierter, modularer
Segmente schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente
Projektierung und bieten zugleich eine hohe Skalierbarkeit
für anwendungsspezifische Anforderungen. Zudem steigt
die Verfügbarkeit, da funktionale Einheiten (zum Beispiel Fördermodule)
klar abgegrenzt sind. Fehler lassen sich so schneller
lokalisieren und defekte Komponenten austauschen, ohne
ganze Linien stillzulegen.
DEZENTRALER FREQUENZUMRICHTER MIT
INTEGRIERTER LOGIC PLC UND …
Um dieses dezentralisierte Automatisierungskonzept umzusetzen,
muss der sonst im Schaltschrank befindliche Programmable
Logic Controller (PLC) in die Feldebene verlagert
werden.
Gleiches gilt für das „Einsammeln“ von Sensoren, die für
den Materialfluss unabdingbar sind. Mit dem Frequenzumrichter
i650 motec setzt Lenze diesen Ansatz konsequent um.
Das Gerät vereint moderne Antriebstechnik mit dezentraler
Intelligenz, die feldnah Automatisierungslogik übernimmt.
Takt- und Sequenzsteuerungen sowie Echtzeit-Regelkreise lassen
sich ohne Belastung einer zentralen PLC im Feld abarbeiten. Dies
entlastet den Feldbus von zyklischen Statusdaten und ermöglicht
annähernd deterministische Reaktionen direkt am Aggregat. Dadurch
wird das Automatisierungskonzept stabiler und die Modularisierung
gesteigert.
Die weitgehend offene Kommunikation des Lenze i650 motec
unterstützt dabei Ethernet-Protokolle (beispielsweise Profinet,
EtherCAT, Ethernet/IP, Modbus TCP) für einfache Integration in
bestehende Automatisierungssysteme. Prozessdaten verbleiben
lokal, werden lokal gefiltert und aggregiert. Nur Ereignis-Trigger
werden an die klassische Leitsteuerung weitergereicht – bandbreitenschonend
und skalierbar.
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HALLE 1 | STAND F41
24. - 26. MÄRZ 2026
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DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG
F+H EXTRA
… MIT IO-LINK-MASTER-FUNKTION
DIE DEZENTRALISIERUNG IST IN
DER INTRALOGISTIK KEIN TREND
MEHR, SONDERN BEST PRACTICE
Ergänzt wird der Umrichter um eine IO-Link-Master-Funktionalität,
die Sensorik und Aktorik auf einfache, standardisierte und
moderne Weise anbindet.
Im Gegensatz zur klassischen Verdrahtung, bei der jede Sensor-
oder Aktorfunktion einzeln über analoge oder digitale Leitungen
angebunden wird, nutzt IO-Link eine standardisierte, digitale
Punkt-zu-Punkt-Kommunikation. Es entfallen aufwendige
Schirmungen und komplexe Kabelbäume, was Materialkosten,
EMV-Emissionen und die damit einhergehenden EMV-Risiken
reduziert. Weiterhin erlaubt IO-Link die automatische digitale
Übertragung von Geräteparametern sowie umfassende Zustands-
und Prozessdaten für vorausschauende Wartung. Im Fehlerfall
kann die automatische Parameterrückspielung die Stillstandszeiten
minimieren. So lassen sich Zustandswerte bei Lichttastern
oder Abstandssensoren auslesen; zudem stehen umfassende
Diagnosefunktionen für Zustandswerte, Zähler,
Temperatur und Verschmutzungsgrade bei Lichtschranken als
Datenobjekte im IO-Link und folglich in der dezentralen PLC bereit.
Mithilfe multipler IO-Link-Device-Schnittstellen lassen sich
mehrere Geräte parallel anbinden. Aufgrund dieser einfachen
Skalierbarkeit lassen sich modulare Maschinenkonzepte neu
denken und effizient umsetzen.
Und sollte einmal eine Grenze der möglichen Verbindungen
erreicht sein, kann weiterhin eine klassische IO-Link-Device-Insel
angebunden und mit Standardsensoren verwendet werden.
Diese legt die analogen und digitalen Sensordaten dann als ein
Prozessdatum auf den IO-Link und kann die Daten in der dezentralen
PLC verarbeiten lassen. Der Clou bei dem dezentralen Automatisierungskonzept
von Lenze ist jedoch, dass über die IO-
Link-Master-Funktionalität des i650 motec mehrere i550 protec
als IO-Link-Devices direkt angeschlossen werden können. Das
02 Lenze i650 motec – offene Kommunikation mit Unterstützung von
Ethernet-Protokollen wie Profinet, EtherCAT, Ethernet/IP und Modbus
TCP für einfache Integration in bestehende Automatisierungssysteme
übertrifft die Flexibilität und Transparenz im Vergleich zur klassischen
Verdrahtung. Der Leistung sind dabei fast keine Grenzen
gesetzt, da der i650 motec bis zu 45 kW und der i550 protec bis zu
75 kW an Leistung aufwarten. So entstehen autarke Module, die
in der Inbetriebnahme parallel getestet und erst im Endschritt linienweit
an die Leitsteuerung gekoppelt und orchestriert werden.
Dadurch wird ein Schaltschrank obsolet.
Neben den aufgeführten Investitionseinsparungen durch den
kleineren oder gänzlichen Entfall des Schaltschranks, die Reduzierung
der Komponenten und die vereinfachte Verdrahtung
wirkt sich Dezentralisierung vor allem positiv auf die Betriebskosten
aus. Im Falle eines Gerätedefekts sorgt die Rückspielung
der Parameter über den IO-Link für einen schnellen Geräteaustausch
und die modulare Struktur erlaubt eine vereinfachte Ersatzteilhaltung.
Der Ausfall eines Moduls verursacht keinen Totalausfall
der Linien, sondern führt dank lokaler Diagnosen zu
verkürzten Stillständen ohne großen Aufwand.
FAZIT
Die Dezentralisierung ist in der Intralogistik kein Trend mehr,
sondern Best Practice. Der Lenze i650 motec mit integrierter Logic
PLC und IO-Link-Master-Funktion verbindet feldnahe Intelligenz
mit standardisierter Sensor-/Aktor-Anbindung. Das Ergebnis
ist eine vereinfachte Architektur, weniger Verdrahtung, robuste
EMV, schnellere Inbetriebnahmen und eine skalierbare Modullogik
– genau das, was moderne Anlagen brauchen, um
flexibel, effizient und zuverlässig zu bleiben.
Autor: Tim-Oliver Ricke, Global Industry Manager Material Handling &
Logistics Lenze SE, Hameln
Fotos: Lenze
www.lenze.com
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DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG
F+H EXTRA
FREQUENZUMRICHTER MIT FLEXIBLER MOTORINTEGRATION
Ein modulares Antriebskonzept ermöglicht die freie Kombination von Motoren unterschiedlicher
Hersteller mit Frequenzumrichtern. Der neue Inveor MC1 von Kostal Drives Technology unterstützt
durch seine integrierte Selfcom-Funktion die automatische Vermessung und Parametrierung nahezu
aller Motortypen. Das sensorlose Regelungsverfahren arbeitet technologieunabhängig und bewältigt
Überlasten von bis zu 250 Prozent.
Für Intralogistikanwendungen bietet die Variante MC104 Haltebremsenansteuerung, internen
Bremswiderstand und verschiedene Ethernet-Feldbusse. Das IP65-geschützte Aluminiumgehäuse
verfügt über steckbare Anschlüsse an drei Seiten. Ein microSD-Kartenslot und eine USB-C-Schnittstelle
vereinfachen Parametrierung und Gerätewechsel. Das integrierte Vibration Monitoring erkennt
Verschleiß und schafft die Voraussetzungen für vorausschauende Wartung. Verfügbare Feldbusschnittstellen
umfassen Profinet, EtherCAT und CANopen. Optional steht eine Bluetooth-Anbindung
für die App-basierte Parametrierung bereit.
www.kostal-drives-technology.com
ORDNUNG IN DER
AUTOMATISIERUNG
Steigende Verkabelungsaufwände
in automatisierten Produktions-
und Logistikanlagen
führen zu Unübersichtlichkeit
und erhöhen die Fehleranfälligkeit.
Die IO-System-Verteilerboxen
aus dem Hause Conec
sorgen für Abhilfe, indem sie
Ein- und Ausgangssignale
übersichtlich zusammenführen
und verteilen. Verfügbar sind
aktive Varianten mit integrierter
Elektronik für direkte Kommunikation
über Feldbussysteme
oder Industrial Ethernet sowie
passive Lösungen für einfache
Signalver teilung.
Aktive Verteilerboxen ermöglichen
die dezentrale Anbindung
von Sensoren und Aktoren an
Steuerungssysteme über die
Protokolle Profinet, EtherCAT
und IO-Link. Als Master- oder
Slave-Varianten konzipiert,
bieten Master-Boxen direkten
Zugriff auf IO-Link-Devices,
während Slave-Boxen Signale
erfassen und an übergeordnete
Steuerungen weiterleiten.
EtherCAT-Boxen unterstützen
Echtzeitkommunikation mit
minimalen Zykluszeiten. Die
digitale IO-Link-Kommunikation
überträgt Schaltsignale sowie
Diagnose-, Status- und Konfigurationsdaten
bidirektional.
www.conec.com
PRAKTIKER-LEITFADEN
TIPPS, DAMIT DER UMSTIEG
AUF DEZENTRALE AUTOMATISIERUNG
8EIN ERFOLG WIRD
Warum komplex und aufwändig, wenn es auch
einfacher und schneller geht? Mit der Entscheidung für
ein dezentrales, komplett steckbares Installationskonzept haben
Sie entscheidenden Einfluss auf die Prozesse aller Projektbeteiligten
und damit auf Kosten und die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen.
Wolfgang Wiedemann, Director Application Sales Consulting beim
Dezentralisierungsspezialisten Murrelektronik, Oppenweiler, weiß,
worauf es beim Umstieg ankommt – und nennt die wichtigsten Tipps.
1. DAS THEMA SO FRÜH WIE
MÖGLICH MITDENKEN
Geringer Aufwand in der Konstruktion, große Auswirkung
auf die Montage- und Instandhaltungszeiten: Holen Sie
bereits zu Beginn der Maschinenkonzeption Experten für
dezentrale Automatisierungstechnik mit ins Boot. So lässt
sich gemeinsam das mögliche Einsparpotenzial von bis zu
30 Prozent vollständig realisieren. Denn dafür müssen die
Energie-, Daten- und Signalwege bereits in der Konstruktionsphase
angelegt sein.
2. GEWACHSENE KONSTRUKTIONS- UND
MASCHINENKONZEPTE HINTERFRAGEN
Jeder Techniker kennt die eherne Regel: Never change a
running system. Oft sind es aber die über Jahre gewachsenen
Konstruktions- und Maschinenkonzepte, die einer
wirtschaftlichen Logistikapplikation zunehmend im Wege
stehen. Damit Sie sich konsequent von teuren, zeitraubenden
und fehleranfälligen Einzelverdrahtungen
verabschieden können, müssen die Erfahrungen über
Anlagen und Systeme und das Applikations-Know-how
aus der Dezentralisierung kombiniert werden.
3. DIE ZUKUNFT IM BLICK HABEN
Vor allem in der Intralogistik gilt: Nichts ist so
beständig wie der Wandel. Damit Anlagen
zukunftssicher sind, müssen sie sich jederzeit modular
umrüsten oder erweitern lassen. Ein wichtiges Detail sind
dabei offene Schnittstellen, um sich für die Zukunft alle
technologischen Möglichkeiten offen zu halten. Immer
beliebter wird hier als universeller, weltweiter Standard
IO-Link, sei es als Installationskonzept oder für die
Kommunikation bis zum jeweiligen Gerät und von diesem
Gerät zur Cloud.
4. FEHLER SOFORT FINDEN STATT
LANGE DANACH SUCHEN
Jeder Anlagenstillstand kostet Nerven, Zeit und Geld.
Umso wichtiger ist es, punktgenaue Diagnoseinformationen
zu haben, um Fehler sofort erkennen und beheben zu
können. Achten Sie deshalb darauf, dass die dezentralen
Komponenten wie I/O-Module oder Switche über
umfangreiche Diagnosefunktionen verfügen. Bei Murrelektronik
zeigen LED an den Geräten und Diagnosemeldungen
an den Bedienterminals sofort, wo der Fehler liegt
und helfen so, die Anlagenverfügbarkeit zu maximieren.
Oft sind es die gewachsenen
Konstruktions- und
Maschinenkonzepte, die
einer wirtschaftlichen
Logistikapplikation
zunehmend im Wege
stehen
WOLFGANG
WIEDEMANN,
Director Application Sales
Consulting, Murrelektronik
5. HYBRIDE LÖSUNGEN VERWENDEN
Die Kombination von Standarddaten- und
Sicherheitsdatenkommunikation in einem
Modul vereinfacht die Systemarchitektur und macht die
Installation einfacher und schneller. Denn dadurch
werden pro modularer Einheit weniger Feldbusmodule
benötigt, im besten Fall nur eines.
62 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
6. IN SYSTEMEN DENKEN
Alles aus einem Guss und aus einer Hand:
Systemlösungen reduzieren die Komplexität
der zu beschaffenden Teile, und die Menge der Lieferanten
nimmt ab. Mithilfe standardisierter Steckverbindungen
lassen sich die Installationszeit bei Inbetriebnahme,
Wartung und Umbau verkürzen und darüber hinaus die
Abhängigkeit von elektrotechnisch ausgebildeten
Fachkräften verringern. Das Ergebnis: Diese ganzheitliche
Sichtweise verringert die Gesamtkosten deutlich.
Mithilfe der
hinterlegten visuellen
Maschineninformationen
sowie der 6 LED an den
Modulen erhält der Nutzer
eine präzise Navigationsanweisung
für jeden
Arbeitsschritt
7. AUF ROBUSTE TECHNIK ACHTEN
Dezentrale Komponenten und Module
befinden sich direkt im Feld. Aus diesem
Grund müssen sie robust sein, um auch im rauen Industriealltag
zuverlässig und langlebig zu funktionieren.
Wichtige technische Details sind neben der Schutzart
IP67 robuste, vollvergossene Gehäuse, Schock- und
Vibrationsfestigkeit sowie eine den Anforderungen
entsprechende Temperaturbeständigkeit. Steckverbinder
sollten über integrierte, mechanische Rüttelsicherungen
verfügen, damit sie auch bei Vibrationen sicher fixiert
bleiben.
8. VIRTUELL TESTEN UND OPTIMIEREN
Mit dem digitalen Zwilling ist es möglich, den
Umbau der Anlage auf die dezentrale elektrische
Installationstechnik zunächst digital anhand von
CAD-Modellen vorzunehmen und die Maschine oder
Anlage in ihrer Ausprägung und Funktionalität vor der
Inbetriebnahme virtuell zu testen und zu optimieren. So
gelingt die nahtlose Entwicklung von der ersten Idee bis
zur produktiven Anlage schnell, effizient und fehlerfrei.
Fotos: Murrelektronik, Ainul – stock.adobe.com
www.murrelektronik.de
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 63
LINDE ERWEITERT XI-SERIE UM ROADSTER-MODELL
KOMPAKTER ELEKTROSTAPLER MIT
OPTIMIERTER RUNDUMSICHT
Einige Monate nach unserem Test des Linde Xi16
konnten wir die Roadster-Ausführung dieses
kompakten Elektrostaplers auf die Probe stellen.
Durch das Fehlen der A-Säulen bietet der
Roadster eine nahezu uneingeschränkte Sicht
auf die Arbeitsumgebung. Das ungewohnte
Erscheinungsbild ist zunächst
gewöhnungsbedürftig, doch auf unserem
Testparcours zeigt sich: Mit dem Roadster lässt
sich sicher, praktisch und effektiv arbeiten.
Es gibt Gabelstapler, die auf den ersten Blick überraschen.
Der neue Xi16 R von Linde zählt zu dieser Kategorie. Der
erste Gedanke: Ist der Stapler überhaupt komplett? Denn
beim Xi16 R fehlen die A-Säulen der Fahrerkabine. Ohne
diese Säulen hat er hat ein „schwebendes Dach“. Das wirft Fragen
auf: Welchen Nutzen bringt diese konstruktive Maßnahme, geht
das nicht zu Lasten der Stabilität und wo befindet sich der Haltegriff
für den Ein- und Ausstieg? Für uns höchste Zeit, diesem ungewöhnlichen
Konzept auf den Zahn zu fühlen.
GEWICHTSKLASSE PASST ZUM KONZEPT
Ein Linde Roadster ist in unserer Testhistorie kein Unbekannter.
Bereits im Jahr 2016 nahmen wir den E25 R unter die Lupe. Damals
brachte der Hersteller dieses Konzept erstmals auf den
Markt. Unsere Erfahrungen waren positiv: Die verbesserte Sicht
auf Arbeitsumgebung und Last erhöht die Sicherheit. Das Feedback
der Betreiber bestätigte unser Fazit, lieferte jedoch auch einen
wichtigen Hinweis: Der damalige Roadster befand sich nicht
in der idealen Gewichtsklasse. Ein 2,5-Tonnen-Stapler hat in der
Regel ein breiteres Einsatzspektrum und findet auch im Außen-
64 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
Hubgeschwindigkeit
mit 1.000 kg Last
[cm/s]
Fahrgeschwindigkeit
mit 1.000 kg Last
[km/h]
Sprint über
27,2 m
[in s]
Praktische
Einsatzdauer
max. Bat. [ss:mm]
Linde Xi16 R Performance
75,5
15,6
6,8
09:39
Linde Xi16 R Efficiency
75,5
14,8
7,8
10:49
Linde Xi16 R Economy
53,5 13,7 8,8 12:01
ø
47,3
15,2 8,4 08:15
ø = Durchschnitt der von uns getesteten uns getesteten vergleichbaren Elektrogegengewichtstapler
bereich Verwendung. Um von der optimierten Sicht zu profitieren,
sollte der Roadster in der kompakten Klasse von 1 bis 2 Tonnen
angesiedelt sein. Beim Linde Xi16 R ist genau das der Fall.
GLEICHE TECHNIK, NEUE PERSPEKTIVE
Mit dem neuen Stapler verbindet der Hersteller die Eigenschaften
der Xi-Serie mit den Merkmalen des Roadster-Konzepts. Bei
der Xi-Reihe sorgt die integrierte Lithium-Ionen-Batterie für
großzügige Beinfreiheit in der Fahrerkabine und einen komfortablen
Ein- und Ausstieg. In Kombination mit optimierten Motoren
und der 90-V-Bordspannung erzielt die Baureihe Spitzenwerte
in puncto Produktivität bei vergleichsweise geringem Energieverbrauch.
Die Roadster-Version ist technisch identisch mit dem Standard-Xi16.
Daher konzentrieren wir uns in diesem Testbericht auf
die Sichteigenschaften sowie eine weitere Neuerung: die Linde
Steer Control. Der Roadster ist wahlweise mit einem Lenkrad, der
neuen Mini-Wheel-Lenkscheibe oder einer Joysticksteuerung
lieferbar. Beide letztgenannten Steer-Control-Optionen sind an
der hochklappbaren linken Armlehne des Fahrersitzes angebracht.
Somit entfällt die Lenksäule – ein weiterer Aspekt, der das
ungewohnte Erscheinungsbild verstärkt.
01
02
LENKUNG PER FINGERSPITZE
Für unsere Verbrauchs- und Leistungsmessungen fahren wir den
Xi16 R mit dem Mini-Wheel-Steuerungssystem. Von den beiden
neuen Lenkoptionen ist diese Variante schneller zu beherrschen.
Die Bedienung geschieht hauptsächlich mit dem Mittel- oder
01 Der Einstieg ist großzügig dimensioniert und komfortabel niedrig
‒ der Haltegriff für den Ein- und Ausstieg befindet sich am Dachprofil
02 Das Fehlen der A-Säulen verbessert die Sicht auf die
Arbeitsumgebung und die Gabelzinken
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 65
03 04
WERTUNG
+ Sicht
+ Platzangebot in der
Fahrerkabine
+ Leistungen
– Sitzhöhe des Standard-
Fahrersitzes
– Haltegriff an B-Säule kein
Standard
Zeigefinger. In der Lenkscheibe befinden sich drei Mulden, die
dem Finger Halt geben und eine präzise Steuerung ermöglichen.
Auch hier gilt: Etwas Eingewöhnung ist erforderlich. Als zusätzliche
Variante könnten wir uns einen hochklappbaren Drehknopf
vorstellen, um mehr Kontrolle über das Mini Wheel zu haben.
Den Testparcours bewältigen wir in allen drei Betriebsmodi,
die über das Display angeboten werden: Economy, Efficiency und
Zu den Teststaplern
Abmessungen und technische Daten
Länge bis zur Vorderseite des Gabelrückens
Gerätebreite
Hubmasthöhe (eingezogen)
Rahmenhöhe
Gabeln (L × B × T)
Radstand
Bodenfreiheit
Überhang Vorderachse bis zur
Vorderseite des Gabelrückens
Überhang Rückseite
Arbeitsgangbreite
Maximal zulässige Traglast des
Teststaplers (gemäß Lastendiagramm)
Lastschwerpunkt
Maximale Hubhöhe
Freihub
Neigungswinkel Hubmast vorwärts/
rückwärts
Antriebstechnik
Fahrmotor
Hubmotor
Batteriekapazität
Stabilität
Xi16 R
1.922 mm
1.086 mm
2.145 mm
2.054 mm
1.200 × 80 × 40 mm
1.371 mm
91 mm
369,9 mm
181,1 mm
3.372 mm
1.600 kg
500 mm
3.250 mm
150 mm
5° / 7°
6,5 kW
13 kW
90 V, 320 Ah
Eigengewicht/Prozentsatz Hinterachse 2.923 kg/54,91 %
Gewicht bei max. Last/Prozentsatz
Hinterachse
Reifen
4.523 kg/13,04 %
Maß vorne 180/70-8
Maß hinten 125/75-8
Hersteller
Continental CS20
Alle Angaben basieren auf Recherchen und Messungen des Testteams und können
Abweichungen zu den Herstellerangaben aufweisen
Performance. In puncto Leistung und Verbrauch verzeichnen wir
nahezu identische Werte wie beim zuvor von uns getesteten Xi16.
„Nahezu“ bedeutet in diesem Fall durchschnittlich etwa drei Prozent
weniger Produktivität – was wir dem ungewohnten Steuerungskonzept
zuschreiben.
OFFENE BAUWEISE, BESSERER ÜBERBLICK
DIE OFFENE BAUWEISE KOMMT
DER ARBEITSDYNAMIK ZUGUTE
Während der Leistungsmessungen stellen wir uns die Frage: Würde
mehr Erfahrung oder der Einsatz eines herkömmlichen Lenkrads
zu einer besseren Performance führen als beim Standard-
Xi16 aus unserem Test im Jahr 2024? Wir vermuten dies, denn das
Roadster-Konzept bietet aus unserer Sicht einige Vorzüge in Sachen
Arbeitsdynamik: Aufgrund der offenen Bauweise hat man
auf dem Stapler einen besseren Kontakt zur Lagerum gebung und
sitzt weniger „abgekapselt“ in der Fahrerkabine. Das ermöglicht
einen vorrausschauenden Blick auf die Positionen der Regale
und eine „Vorausplanung“ wie sich die Last am effektivsten aufnehmen
und absetzen lässt. Darüber hinaus erhöht die optimier-
Verbrauch pro
100 Paletten in kWh
Linde Xi16 R
Performance
Linde Xi16 R
Efficiency
Linde Xi16 R
Economy
ø
6,75
6,08
5,85
9,98
Verbrauch während
des Tests in kWh
Linde Xi16 R
Performance
Linde Xi16 R
Efficiency
Linde Xi16 R
Economy
ø = Durchschnitt der von uns getesteten vergleichbaren
Elektrogegengewichtstapler
ø
3,57
3,18
2,87
4,65
66 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
PRODUKTE UND SYSTEME
03+04 Neben der herkömmlichen Lenkradsteuerung
sind zwei Steer-Control-Optionen verfügbar, die die Sicht und
den Bedienkomfort verbessern: Mini Wheel und Joystick
05 Das Standard-Display ist übersichtlich und informativ ‒ der
optionale 7-Zoll-Bildschirm bietet zusätzliche Funktionen
wie ein integriertes Rückfahrkamerabild
06 Bei Bedarf kann eine Windschutzscheibe aus
bruchsicherem Kunststoff eingesetzt werden
Umgeschlagene Paletten in 8 Stunden
Linde Xi16 R Performance 423
07 Der optionale Haltegriff an der B-Säule verbessert
die Kontrolle und Sicherheit beim Rückwärtsfahren
te Rundumsicht die Verkehrssicherheit im Lager – Personen, die
die Verfahrwege kreuzen, werden frühzeitiger erkannt.
Einen kleinen Nachteil des Mini Wheel bemerken wir allerdings
beim Rückwärtsfahren: Die linke Schulter und der Nacken
werden beim verdrehten Sitzen zusätzlich beansprucht. Das Mini
Wheel befindet sich näher am Körper als ein herkömmliches
Lenkrad, was die Armhaltung beeinflusst. Eine passende Einstellung
des Abstands der linken Armlehne ist daher notwendig. Diese
Einstellung lässt sich sowohl in der Länge als auch in der Neigung
problemlos vornehmen.
Linde Xi16 R Efficiency 418
Linde Xi16 R Economy 391
ø 381
ø = Durchschnitt der von uns getesteten vergleichbaren
Elektrogegengewichtstapler
05
06
07
ERGONOMISCHER VORTEIL PER JOYSTICK
Mit der Joystick-Steuerung als zweiter Steer-Control-Option haben
wir lediglich eine Probefahrt unternommen, sie jedoch nicht
auf dem Testparcours eingesetzt. Für die Joystick-Steuerung ist
eine längere Eingewöhnung erforderlich, um zügig über den Parcours
fahren zu können. Zudem empfehlen wir, die Reaktionsgeschwindigkeit
des elektrohydraulischen Systems individuell anzupassen.
Auffällig ist jedoch sofort: Die Joystick-Steuerung ist
noch ergonomischer als das Mini Wheel. Der linke Arm wird nur
minimal belastet.
TEST-FAZIT
Mit dem Xi16 R bietet Linde eine bemerkenswerte Ergänzung der
Xi-Reihe. Ebenso kraftvoll und sparsam wie die Standardmodelle,
jedoch mit deutlichen Sichtvorteilen. Und um auf die eingangs
gestellte Frage zurückzukommen: Ja, der Stapler ist vollständig.
Die Dachkonstruktion ist stabil genug, um den vorgeschriebenen
Oregon-Falltest zu bestehen, bei dem ein Gewicht der doppelten
Tragfähigkeit auf das Dach fällt. Die massiven B-Säulen und verstärkten
Montagepunkte am Fahrgestell ermöglichen dies. Der
Hersteller hat auf die A-Säulen und die Lenksäule verzichtet, um
die Sicherheit zu erhöhen – ein Vorteil, der sich vor allem in kompakten
und stark frequentierten Lagerumgebungen bemerkbar
macht. Und der Haltegriff? Der befindet sich am Dachprofil. Auch
das ist anfangs gewöhnungsbedürftig.
Text und Fotos: Theo Egberts und Mark Dohmen
Grafiken: VFV, Sonja Daniel
www.foerdern-und-heben.de f+h 2026/02 67
PRODUKTE UND SYSTEME
SCHUBMASTSTAPLER STEIGERN UMSCHLAGLEISTUNG DURCH STABILITÄT,
GESCHWINDIGKEIT UND INTELLIGENTE ASSISTENZ
MATERIALFLUSSLÖSUNGEN MIT WIRKUNG HEUTE
UND SKALIERBARKEIT VON MORGEN
In Lager- und Distributionszentren entscheidet
verlässliche Leistung über einen effizienten
Materialfluss. Wer in dicht getakteten Prozessen
arbeitet, benötigt Lösungen, die Stabilität,
Geschwindigkeit und Präzision vereinen und sich
zugleich flexibel an unterschiedliche
Anforderungen anpassen lassen. Die
Schubmaststapler der ESR Serie von Crown sind
leistungsfähige Materialflusslösungen für heute
– und zugleich technologische Plattform
für zukünftige Anforderungen. Sie verbinden
durchdachtes Design mit Technologien, die
Produktivität steigern, Energie sparen und Fahrer
im Arbeitsalltag gezielt unterstützen.
Herzstück der Produktfamilie ist das stabile Hubgerüst.
Die Mastkonstruktion aus hochfestem Stahl minimiert
Durchbiegung und schafft die Voraussetzungen für
schnelle, präzise Absetz- und Aufnahmevorgänge in
Hubhöhen von bis zu 14,2 Metern. Damit steigt die Prozesssicherheit
etwa beim Einlagern in eng stehenden Hochregalanlagen. Im
Vergleich zu früheren Modellen erreicht die ESR Serie eine um bis
zu 36 Prozent höhere Maststabilität und bietet bei zwölf Metern
Hubhöhe Resttragfähigkeiten von bis zu 1.200 kg. Gabelstaplerfahrer
können – unterstützt durch Kameratechnik – somit in großen
Höhen präzise arbeiten. Sogar geübte Bediener können mit
den Schubmaststaplern ihre Umschlagleistung verbessern.
PRODUKTIVITÄTSSTEIGERUNG DURCH
XPRESS LOWER
Ein wichtiger Produktivitätshebel ist die optionale Xpress-Lower-
Funktion. Sie verdoppelt die Absenkgeschwindigkeit des Mastes,
was Produktivitätszuwächse von bis zu 21 Prozent ermöglicht.
Die im Senkvorgang freiwerdende Energie wird in die Batterie zurückgeführt
und somit die Betriebszeit der Flurförderzeuge verlängert.
In Kombination mit dem regenerativen Bremssystem
lässt sich der Energieverbrauch um bis zu elf Prozent reduzieren.
68 f+h 2026/02 www.foerdern-und-heben.de
01 Der Schubmaststapler
ist vielfältig personalisierbar
und hilft dabei,
Aufgaben präzise und
souverän zu erfüllen. Dazu
können Fahrer die für sie
optimale Position für
Handhabung, Sicht und
Arbeitsablauf einstellen
02 Der Einsatz von
Lithium-Ionen-Batterien
erlaubt flexibles
Zwischenladen und
ermöglicht in Kombination
mit der regenerativen
Senkfunktion
Energieeinsparungen
von bis zu 30 Prozent
Wie sich schnellere Hub- und Senkprozesse im Alltag auswirken, zeigt ein Praxisbeispiel
aus den Niederlanden. Bastiaan Vosselman, Supply-Chain-Manager bei
Decostar, einem niederländischen Großhandelsunternehmen für Wohndekoration,
berichtet: „Das Herausragende daran ist das schnelle Anheben und Absenken der
Paletten. Das spart Zeit, weil die Stapler kürzer vor den Regalen stehen. Unsere
REGENERATIVE ENERGIESYSTEME UND
ASSISTENZFUNKTIONEN SENKEN BETRIEBS-
UND WARTUNGSKOSTEN
höchsten Regale sind mehr als elf Meter hoch, sodass sich die schnelleren Abläufe
rasch zu einer erheblichen Zeitersparnis summieren.“ Mit Xpress Lower konnte
Decostar die Prozesse beim Umschlag der Paletten um 18 Prozent beschleunigen.
Wo früher jeder Schubmaststapler rund 185 Paletten pro Schicht bewegte, stieg der
Durchsatz auf 219 Paletten. Bereits im ersten Jahr führten die schnelleren Prozesse
zu Einsparungen im fünfstelligen Bereich.
Neben Stabilität und Geschwindigkeit spielen Assistenzsysteme für mehr Sicherheit
und Effizienz eine entscheidende Rolle im Arbeitsalltag. Neben erprobten Lösungen
für automatische Hubhöhenvorwahl oder Resttragfähigkeitskontrolle hat Crown
jüngst eine neue intelligente Funktion eingeführt: ProximityAssist. Das Assistenzsystem
erkennt per Lidar-Technologie und intelligenter Fahrzeugsoftware Hindernisse
im Fahrweg und reduziert automatisch die Geschwindigkeit des Staplers. Dies unterstützt
eine vorausschauende Fahrweise und reduziert das Risiko von Kollisionen.
Konsequent auf Alltagstauglichkeit ausgelegt ist auch die vielfältig personalisierbare
Ergonomie der Schubmaststapler. So sind zum Beispiel Fahrersitz, Bedienelemente,
Armlehne und Bildschirm umfassend verstellbar und lassen sich an die individuellen
Bedürfnisse des jeweiligen Fahrers anpassen. Das bedeutet weniger körperliche
Belastung und gleichzeitig höhere Präzision bei Arbeiten in großen Höhen.
Der seitlich versetzte Freisichtmast sowie das optional verfügbare Panorama-Fahrer-
Regionale Fachmesse für
Intralogistik und Materialfluss
02. - 03. Juni 2026
Hamburg Messe
Kostenfreies Messe-Ticket
mit Code 1423 sichern!
QR-Code scannen und
kostenfrei registrieren:
03 Die neue Funktion ProximityAssist des Assistenzsystems
reduziert aktiv die Fahrgeschwindigkeit, wenn sich das Flurförderzeug
einem erkannten Objekt nähert und trägt damit zu einem
sicheren Fahrverhalten bei
Parallel zur:
Weitere Informationen unter: www.intralogistik-messen.de
© 2025 Easyfairs Group
schutzdach verbessern die Sicht auf Gabeln und Ladung sowie
nach oben und unterstützen ein kontrolliertes und sicheres
Handling.
VERNETZUNG VON MENSCH UND MASCHINE
Im Zusammenspiel mit dem nahtlos integrierten Flottenmanagementsystem
InfoLink liefert das Gena-Betriebssystem Informationen
für Management und Fahrer. Für Lagerleiter wird es
einfacher, die Produktivität der Flurförderzeugflotte zu überwachen
und zu verwalten. Für Fahrer wird der Stapler zu einem
zuverlässigen Partner. So sorgen zum Beispiel individuell konfigurierbare
Widgets in vielen Sprachen für ein datenreiches, personalisiertes
Bedienerlebnis. Dynamisches Coaching unterstützt
die korrekte Handhabung der Geräte und das Einhalten
von Sicherheitsregeln.
Das Betriebssystem ist so konzipiert, dass es für individuelle
Anwendungsanforderungen das Implementieren aktueller und
zukünftiger Technologien vereinfacht, die sich über drahtlose
Updates bedarfsgerecht hinzufügen lassen. So bleiben Staplerflotten
langfristig skalierbar. Durch Gena kann der Gabelstapler
auch als zentraler Hub fungieren, um im Zusammenspiel von
Erfahrungsdaten und Best-Practice-Beobachtungen (data & talent)
Machine-Learning-Technologien einzusetzen, die einen
maßgeblichen Einfluss auf intelligente Lösungen der Zukunft
haben werden.
HOCHINTEGRIERTE ENERGIELÖSUNGEN FÜR
EFFIZIENTEN BETRIEB
Das Energiemanagement der Schubmaststapler kann Effizienzpotenziale
ausschöpfen. Die V-Force-Energielösungen des Herstellers
sind darauf abgestimmt, dass Blei-Säure- oder Lithium-
Ionen-Batterien und Ladegeräte zusammenwirken. Die Harmonisierung
der Komponenten reduziert den Wartungsaufwand,
erhöht die Sicherheit beim Laden und senkt Betriebs- und Energiekosten.
Leistungsstudien unterstützen bei der Auswahl der
für den jeweiligen Einsatzzweck geeigneten Kombination aus
Batterie und Ladegerät.
Fotos: Crown
www.crown.com
DC-ANTRIEBE FÜR MOBILE ROBOTIK
Bürstenlose DC-Motoren stellen eine weiche Beschleunigung
sowie ein sanftes Starten und Stoppen in fahrerlosen
Transportfahrzeugen und autonomen mobilen Robotern
sicher. Oriental Motor erweitert die BLV-R-Serie um eine
750-W-Variante für höhere Lasten und anspruchsvolle
Transportaufgaben. Die Serie umfasst Ausgangsleistungen
von 60 bis 750 W mit Drehzahlbereichen von 1 bis
4.000 min−¹. Ein Encoder mit einer Auflösung von 0,01°
schafft die Voraussetzungen für präzise Positionierung beim
Anfahren definierter Haltebereiche. Der neue MVC01
Mobile-Robot-Controller übernimmt fahrzeugspezifische Antriebsregelung wie
Achssynchronisation und Kinematik. Verfügbar sind die Motoren mit Stirnradgetriebe,
Hohlwellenflachgetriebe oder getriebeloser Ausführung. Varianten mit elektromagnetischer
Bremse ermöglichen einen sicheren Stillstand auf Rampen. Der
kompakte Treiber unterstützt CANopen- und Modbus-Schnittstellen.
www.orientalmotor.de
Aller
Anfang
ist die
Ordnung.
ROBOTERSYSTEM PALETTIERT UND DEPALETTIERT
VERSCHIEDENE LADUNGSTRÄGER
Die automatisierte Handhabung verschiedener Behältertypen beim Palettieren und
Depalettieren ermöglicht das Robotersystem PolyDeStack der Polyplan Polyurethan-
Maschinen GmbH. Die Anlage stapelt mit einem Greifer Kartonagen, KLT- und
EPP-Behälter sowie Palettendeckel.
Das Vakuum-Flächengreifsystem
arbeitet ohne Modifikationen
zwischen den Behälterarten.
Eine 3D-Visionlösung von VMT
Vision Machine Technic erkennt
die Ladungsträger und liefert
Geometrie- und Positionsdaten für
die kollisionsfreie Roboterführung.
Machine Learning unterstützt das
Einlernen neuer Behältertypen.
Ergänzt wird das System durch PolyCUT zum automatisierten Entfernen von
Umreifungsbändern sowie eine Funktionserweiterung zur Positionserkennung und
Entfernung von VDA-Master- und Global-Transport-Etiketten.
Machbarkeitsprüfungen und Prozesssimulationen führt der Hersteller im hauseigenen
Vision- und Robotik-Labor durch. Die Anlagen lassen sich hinsichtlich Roboterausführung,
Vision-Technologie, Greiftechnik und Steuerung anwendungsspezifisch
konfigurieren.
www.polyplangmbh.de
SPRINKLERANLAGEN SCHÜTZEN HOCHREGALLAGER
Speziell entwickelte Sprinklerlösungen berücksichtigen Brandszenarien sowohl
innerhalb der Regale als auch auf Dachebene automatisierter Hochregallager.
Pyronova konzipiert die Systeme nach VdS- und FM Global-Standards und passt sie
an Lagerkonfiguration, Warenklassifizierung und
Automatisierungsgrad der jeweiligen Anlage an. In
einem mitteleuropäischen Projekt mit einem geschützten
Volumen von 160.000 m³ kamen nahezu
19.000 Regalsprinklerköpfe zum Einsatz. Bei einem
anderen Projekt wurden in einem Lager mit einer
Höhe von mehr als 40 m über 140.000 Sprinklerköpfe
zum Schutz von Regalen und Dachkonstruktionen auf
einer Fläche von über 140.000 m² installiert. Der
kombinierte Regal- und Dachschutz ermöglicht eine
schnelle Brandkontrolle am Entstehungsort und
begrenzt die vertikale sowie horizontale Brandausbreitung
auch bei sehr großen Lagerhöhen und
dichten Regalanordnungen.
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FÖRDERTECHNIK
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LOGISTIK 4.0
AUF DEN
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GEBRACHT
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REDAKTEUR
Das Internet ist voll mit nützlichen,
aber auch überflüssigen Inhalten. Wir
filtern für Sie die Informationsflut und
recherchieren Inhalte mit echtem
Nutzwert für den Intralogistiker
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schwer, den Überblick zu behalten. Doch f+h hilft! Denn wir selektieren nicht nur
entsprechende Pressemeldungen, sondern durchforsten für Sie auch Websites, Business-
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KI-INTEGRATION IN WMS
Die LIS Logistische Informationssysteme GmbH erweitert ihr
Warehouse-Management-System (WMS) um eine KI-gestützte
Assistenzfunktion, die den Zugriff auf Lagerdaten grundlegend
vereinfacht. Anwender können Bestandsinformationen,
Artikelbewegungen, Auftragsdaten sowie Auswertungen
künftig direkt in natürlicher Sprache abfragen – per Texteingabe
oder Sprachsteuerung. Statt sich durch komplexe
Menü strukturen zu navigieren, erhalten sie so kontextbezogene
Antworten in Echtzeit. Das unterstützt eine schnellere,
fundiertere und sicherere Entscheidungsfindung im operativen
Lageralltag unterstützt. Mitarbeiter können das System
wie einen digitalen Assistenten nutzen und erhalten sofort
die benötigten Informationen – ohne lange Einarbeitung
oder tiefes Systemwissen.
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PLANUNG
In vielen Unternehmen werden zentrale Supply-
Chain-Entscheidungen noch immer in voneinander
getrennten Tools getroffen: Forecasts entstehen in
Tabellen, Dispositionsparameter werden manuell im
ERP-System nachjustiert, Bestellungen auf Basis
statischer Daten im ERP-System erstellt, kritische
Fehlteile zu spät erkannt und Abstimmungen mit
Lieferanten per E-Mail geführt. Genau hier setzt die
KI-gestützte Supply-Chain-Software aus dem Hause
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Entscheidungen und verbindet die Beteiligten
entlang der Lieferkette in einem gemeinsamen
System.
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Hohe Regulierungsanforderungen, Personalengpässe
durch den demographischen Wandel, steigende
Energiekosten, variablere Stückzahlen im Vergleich
zur asiatischen Konkurrenz: Europäische Produzenten
stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Ein strategischer
Hebel, um die Produktion in Hochlohnländern dauerhaft
wettbewerbsfähig zu halten, ist die Automatisierung. Vor allem
die Automatisierung der Intralogistik als Rückgrat der Fertigung
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und umfassende Transparenz herzustellen.
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ÜBERNIMMT KUNDENBETREUUNG
Das Unternehmen Schneider Electric baut den
weltweiten Vertrieb seiner RSM- und
RDM-Motoren um: Seit 1. Januar 2026
übernimmt die Astro Motoren gesellschaft mbH
& Co. KG, Geestland, die Bestellabwicklung und
Kundenbetreuung für kleinste, kleine und
mittlere Auftragsgrößen dieser Antriebsreihen
sowie für zugehörige Gehäuse und Stellnocken.
Synchronmotoren (RSM) und Schrittmotoren (RDM) kommen
in der Intralogistik überall dort zum Einsatz, wo präzise
Steuerung, hohe Energieeffizienz und Zuverlässigkeit
im Dauerbetrieb gefragt sind. RSM treiben vor allem Rollenbahnen,
Gurtförderer und Shuttle-Verfahrachsen in automatischen
Kleinteilelagern an – hauptsächlich bei Anwendungen mit
konstanten Geschwindigkeiten oder hohen Effizienzanforderungen
bis zur IE5-Klasse. RDM (etwa die klassischen Serien von
Berger Lahr) sind dagegen auf hochpräzise Positionieraufgaben
spezialisiert, etwa in Kippschalen-Sortern, Etikettiersystemen der
Verpackungslogistik oder Pick-and-Place-Robotern in Kommissionierstationen.
FACHWISSEN ALS SCHLÜSSELKRITERIUM
Astro ist als Antriebsspezialist positioniert und verfügt laut
Schneider Electric durch enge technische Zusammenarbeit über
tiefgehendes Know-how zu Aufbau, Eigenschaften und Einsatzbedingungen
dieser Motorenfamilie. So hat das Unternehmen aus
Nach der Vertragsunterzeichnung (v. l. n. r.):
Yusuf Pence (Geschäftsführer Schneider Electric Automation GmbH),
Simona Graudenz und Andrea Graudenz (beide Geschäftsführerinnen
Astro), Detlef Morawetz (Key Account Manager Actuators Schneider
Electric) und Thomas Graudenz (Geschäftsführer Astro)
Geestland bereits im Jahr 2017 die komplette Baureihe der paketierten
Synchronmotoren RSM 828-884 von Schneider Electric ersetzt.
Diese können als 1-Phasen- oder 3-Phasen-Motoren geliefert
werden, optional auch mit einer UL-/CSA-Zulassung. Ebenfalls
existiert eine ATEX-Variante für die Baureihe RSM 828-884.
„Wir kennen die RSM- und RDM-Reihen seit Jahren aus der
technischen Zusammenarbeit mit Schneider Electric“, sagt Thomas
Graudenz, Geschäftsführer von Astro. „Unsere Kunden profitieren
davon, dass wir uns ausschließlich auf Antriebstechnik
konzentrieren. Wir können schneller auf spezifische Anpassungen
reagieren und haben kürzere Kommunikationswege – entscheidend
bei komplexen Intralogistik-Projekten.“ Diese Expertise
komme Anwendern bei Produktanpassungen zugute – ein entscheidender
Vorteil für Systemintegratoren und Konstrukteure
von Intralogistik-Anlagen.
PRAKTISCHE HINWEISE
Anfragen und Bestellungen im Bereich der kleinsten, kleinen und
mittleren Auftragsgrößen können nun an den neuen Vertriebspartner
gerichtet werden. Unternehmen, die RSM-/RDM-
Motoren zum Beispiel in ihrer Fördertechnik, Lager infrastruktur
oder anderen Bereichen einsetzen, können die Ersatzteilbevorratung
sowie die Prüfung kritischer Verschleißteile direkt mit dem
Antriebsspezialisten planen, um Ausfallzeiten zu vermeiden.
Alle RSM und RDM lassen sich mit unterschiedlichen Getrieben
aus dem Sortiment von Astro kombinieren. Auch spezifische
Sonderlösungen sind möglich.
Bei zukünftigen Anlagenprojekten kann der Vertriebspartner
sowohl technisch als auch logistisch unterstützen – in erster Linie
bei kleinen und mittleren Auftragsgrößen. Großprojekte werden
weiterhin direkt von Schneider Electric betreut.
Die technische Dokumentation und Serviceleistungen für installierte
Systeme laufen nach Herstellerangaben nahtlos weiter.
Anwender mit spezifischen Anpassungsanforderungen können
von der Spezialisierung des neuen Vertriebspartners profitieren.
TREND ZUR SPEZIALISIERUNG
Die Vertriebserweiterung spiegelt eine Entwicklung wider, die in
der Automatisierungs- und Antriebstechnik zunehmend zu beobachten
ist: Globale Hersteller konzentrieren sich auf Kernproduktlinien
und übertragen spezialisierte Segmente an Partner
mit entsprechendem technischem Know-how. Für Anwender
kann dies Vorteile bei Beratungsqualität und Reaktionsgeschwindigkeit
bieten – vorausgesetzt, der Übergang wird professionell
gemanagt.
Winfried Bauer
Foto: Astro
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03
01 Der Palettenwechsel spielt bei der Lagerplanung oft eine untergeordnete
Rolle. Doch die frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema lohnt sich
Bild: SW-Paratus
02 Frischer Look, solide Leistung: Unser Stapler-Test zeigt, was der Bobcat
B25NS mit Lithium-Ionen-Batterie kann – und wo Potenzial liegt
Bild: Theo Egberts und Mark Dohmen
03 Rückspeisefähige Antriebstechnik von SEW-Eurodrive sorgt im Lager von
Bergzeit für mehr Nachhaltigkeit und schnelleren Auftragsdurchlauf
Bild: SEW-Eurodrive
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)
IHR WEG ZU UNS
INTERNET: foerdern-und-heben.de
E-PAPER: digital.foerdern-und-heben.de
CHEFREDAKTION: w.bauer@vfmz.de
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Messe Stuttgart
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Grußwort und Rahmenprogramm
Liebe Besucher und Besucherinnen,
Digitalisierung und Automatisierung der innerbetrieblichen
Materialflüsse stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen.
Die LogiMAT 2026 – Internationale Fachmesse für
Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement – bietet dafür
Inspiration, Fachwissen und konkrete Lösungsansätze. Unter
dem Motto „PASSION FOR DETAILS – Discover the Difference“
präsentieren über 1.600 internationale Aussteller in zehn
Messehallen ihre Produkte und Lösungen. Von smarter Software
über automatisierte Lager- und Transportsysteme bis hin
zu modernen Flurförderzeugen ist die gesamte Bandbreite der
Branche vertreten.
Ein hochkarätiges Rahmenprogramm vertieft Trendthemen wie
Nachhaltigkeit, KI und Robotik. Mit 25 Expert Forums, dem
„Anwender forum Mobile Robotik“, der „Smart Maintenance
Lounge“, Live-Events und dem LogiMAT CareerDay wird die
Messe zu einem inspi rierenden Treffpunkt für alle, die die
Zukunft der Intralogistik aktiv gestalten möchten.
Alle Informationen halten Sie hier in der Hand: kompakt und
übersichtlich. Unsere Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch!
Kommen auch Sie nach Stuttgart!
LogiMAT Arena Atrium | Eingang Ost
Eröffnung der LogiMAT
und Preisverleihung –
Best Product 2026
10:00 – 11:00 Uhr
Offizielle Eröffnung durch
Michael Ruchty,
Messeleitung LogiMAT Stuttgart,
EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH
Preisverleihung mit Laudatio von
Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,
Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss
Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)
Seien Sie live dabei, wenn der renommierte Preis
„Best Product“ in drei Kategorien vergeben wird!
Expert Forums
Dienstag, 24.3.
Simultanübersetzung
Wie viel Mensch
11:00 – 11:50 Uhr
braucht das Lager der Zukunft?
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim,
Institutsleitung, Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML
Die Nachfrage an Automatisierungslösungen ist
ungebremst und viele Logistikunternehmen befassen
sich mit Anwendungen humanoider Robotik.
Gleichzeitig arbeiten immer mehr Menschen in der
Branche. Wieviel Mensch braucht das Lager der
Zukunft wirklich?
Verpackungslogistik: 13:00 – 13:50 Uhr
Die PPWR richtig umsetzen
Moderation: Sandra Lehmann, Redakteurin,
LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)
stellt vor allem Verpackungslogistiker vor Herausforderungen,
denn insbesondere Lösungen für hohe
Mehrwegquoten sind bislang rar. LOGISTIK HEUTE zeigt
Ansätze für die praktische Umsetzung.
Digitaler Produktpass 14:00 – 14:50 Uhr
als Wegbereiter für eine zirkuläre Logistik
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,
Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss
Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)
Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft erfordert
eine effiziente Rückführungslogistik von Produkten und
Materialien. Wie wird aus der Pflicht des Digitalen Produktpasses
eine Chance für Unternehmen, zirkuläre Prozesse
profitabel zu gestalten?
Über den Tellerrand 15:00 – 15:50 Uhr
gucken: Was Intralogistik und modernes
Anlagenmanagement verbindet
Moderation: Jens Reissenweber,
Vorstandmitglied, FVI e.V.
Intralogistik und Smart Maintenance wachsen durch
Digitalisierung, Automatisierung und Datenanalyse
immer enger zusammen. Diese Panel diskussion
will vorstellen, was diese Entwicklung zur besseren
Prozesseffizienz beiträgt.
Expert Forums
Dienstag, 24.3.
Digitale Helfer im
11:10 – 12:00 Uhr
Warenfluss – KI als Werkzeug für KMUs
Moderation: Anja Glässing, Projektmanagerin
Digitale Transformation und Industrie 4.0 Scouting,
Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Drei Jahre KI-Revolution – Zeit für ein Zwischenfazit
von Anwendern und Experten: Welche Anwendungen
haben sich in der Logistik durchgesetzt? Was
ist Stand der Technik in der Branche? Und wo sind
noch Potenziale für die Zukunft?
Moderation: Dr.-Ing. Roman Ungern-Sternberg,
Geschäftsbereichsleiter Operations, Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Variantenfertiger müssen eine hohe Individualisierung
bei der Produktivität der Massenfertigung
abdecken, um wettbewerbsfähig zu sein. Wie
können Engpässe in einem komplexen Wertstrom
ersichtlich werden? Welche aktuellen Lösungen
gibt es?
Simultanübersetzung
End-to-End Operations: 13:10 – 14:00 Uhr
Was braucht es für halbe Durchlaufzeiten
bei halbem Aufwand?
KI-basierte Bildverarbeitung
sieht, was Logistik
14:10 – 15:00 Uhr
bewegt
Moderation: Oliver Scheel, Business Development
Manager, EMVA – European Machine Vision Association
KI-gestützte Bildverarbeitung verändert die Welt der
Logistik! KI + maschinelles Sehen revolutionieren
Prozesse und steigern die Effizienz. Erfahren Sie, wie
innovative Technologien gezielt eingesetzt werden, um die
Zukunft der Logistik zu gestalten.
Frachtbetrug vorbeugen: 15:10 – 16:00 Uhr
Millimeterwellenscanner für die Logistik
Moderation: Andreas von Lösecke,
Produkt Management Millimeterwellenbildgebung,
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
Schneller und automatisierter Schutz vor Frachtbetrug
mit Hilfe nicht-ionisierender Millimeterwellenscanner.
Was kann heute bereits umgesetzt werden und was
bringt die Zukunft?
Vortrag in englischer Sprache
Exhibitor Insights
Dienstag, 24.3.
Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)
Forum Nord, Halle 7
10:00 Leuze electronic GmbH + Co. KG Autarkes Track & Trace
System auf Feldebene? Überraschende Lösungen für Trans parenz
im Materialfluss
10:30 Toyota Material Handling Deutschland GmbH Designing
Strategic Circular Value: Cut Waste and Cost in Your Material
Handling Operations
11:00 else AB One Brain for Intralogistics – eine Software steuert alles
11:30 MHP Management- und IT-Beratung GmbH
12:00 Element Logic Germany GmbH Warum Automatisierung kaufen,
wenn man sie auch abonnieren kann?
12:30 HUARAY TECHNOLOGY SINGAPORE PTE. LTD. iRAYPLE
Enpowers Smart Manufacturing 4.0 with end-to-end intelligent
logistics solutions
13:00 TGW Logistics GmbH Designing for Tomorrow: Automation
Architectures That Scale With Your Operation
13:30 KNAPP AG rise to new dimensions with AI in logistics
14:00 Geekplus Europe GmbH When performance meets scalability:
The Geek+ – STL partnership transforming Pharma fulfillment at
Med24
14:30 Movu NV 4-Wege Paletten Shuttle als strategischer
„Game changer“ in der 3-PL Automatisierung: Einblicke von Movu
15:00 enabl Technologies GmbH Autonome Stapler als Teil hybrider
Logistik: Mensch und Maschine im performanten Zusammenspiel
15:30 KNAPP Systemintegration GmbH Master Data: Driving
operational Excellence and Compliance
16:00 Intralox L.L.C. Europe Smart Singulating and Gapping: The Key
to Next Level Material Handling Automation
16:30 Zebra Technologies Europe Ltd. N.N.
Forum Süd, Halle 4
10:00 Global Engineering Technologies Was Sie aus unserem langen
Go-To-Market lernen können: In 20 Jahren zur Perfektion von WMS
& WCS?
10:30 Swisslog GmbH From Grid to Great: SynQ Driven AutoStore HTTP
11:00 IdentPro GmbH Kosten runter, Effizienz rauf: So steuert digitale
Intralogistik mit RTLS & KI das gemischte Lager
11:30 Körber Supply Chain Consulting GmbH SAP LGM als Komponente
für smarte Supply Chains – Innovation für Industrie 5.0
12:00 mobisys GmbH SAP EWM Clean Core. MSB nova: mobile
Prozesse, beschleunigte Intralogistik & höchste Datenqualität
12:30 SWAN GmbH Operative Logistik neu gedacht: KI + SAP LGM,
EWM/MFS und TM für eine zukunftssichere Supply Chain
13:00 ICS Group Warehouse 5.0: Menschen, KI-Agenten und Systeme
intelligent orchestrieren – mit Stradivari ® WMS
13:30 PSI Software SE Ausgezeichnete KI weitergedacht: Die nächste
Evolutionsstufe von PSIwms AI
14:00 io-DigitalSolutions GmbH Produktionsversorgung praxisnah mit
SAP EWM und DM abbilden
14:30 ExB Labs GmbH N.N.
15:00 RR Fischer GmbH Gravity-driven conveyors – the essential add-on
to EVERY automation system (shuttle, AGV or AMR)
15:30 Flexus AG SAP EWM-Transformation für das neue Logistik zentrum
bei Ingersoll Rand. Fiori Apps, Automatiklager, Routen züge,
JIS-Versorgung, Distribution.
16:00 LogiPlus Consulting GmbH AutoStore trifft SAP EWM: Best
Practices für Integration und End-to-End Lagerautomatisierung
16:30 BRABENDER Solutions GmbH Bermuda-Dreieck? Wie integrierte
Transport Management Systeme alle Informationen auf dem Schirm
halten
Expert Forums
Mittwoch, 25.3.
Simultanübersetzung
Kooperierende FTF 10:00 – 10:50 Uhr
für mehr Effizienz in der Intralogistik
Moderation: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz,
Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT),
Universität Stuttgart
Mithilfe kooperierender fahrerloser Transportfahrzeuge
(FTF) können universelle Transportlösungen geschaffen
werden. Skalierbare Fahrzeugverbünde aus beliebig
kombinierbaren Fahrzeugen senken die Betriebsmittelvarianz
und steigern die Flexibilität.
Die Brownfield-Challenge: 11:00 – 11:50 Uhr
Das Runde muss ins Eckige
Moderation: Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt,
VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL), Inhaber
der Professur für Technische Logistik an der TU Dresden
Bei Kostendruck und Fachkräftemangel gilt Automatisierung
als Lösungsweg schlechthin. Wie aber passt das in
ein System, das ohne Automatisierung gedacht wurde?
Richtig spannend wird es, wenn sich gleichzeitig noch
das Geschäft verändert.
Ergonomie –
13:00 – 13:50 Uhr
olle Kamelle oder Trendthema?
Moderation: Dr. Veronika Kretschmer,
Senior Scientist, Scientific Board Member,
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
In diesem Forum werden neueste Praxiseinblicke
beleuchtet: Ist Ergonomie heute immer noch altbekannte
Theorie oder längst unverzichtbarer Erfolgsfaktor
im Arbeitsalltag? – Seien Sie dabei und sichern
Sie sich wertvolle Impulse für Ihre Praxis.
Safety vs. LowCost
in der mobilen Robotik
14:00 – 14:50 Uhr
Moderation: Dr. Günter Ullrich, Leiter VDI
Fachausschuss „Mobile Robotik“ und Forum-FTS
Die mobile Robotik erobert die Welt. Neue Technologien
und Anwendungen lassen die unterschiedlichen Safety-
Anforderungen der Kontinente miteinander konkurrieren.
Was heißt das für die europäische Normung? Können wir
uns die „Gelb-Sucht“ noch leisten?
Expert Forums
Mittwoch, 25.3.
Logistics ChangerS – 15:00 – 15:50 Uhr
Pitch der Finalisten zum Startup-
Wettbewerb des LCS
Moderation: Dr. Julia Boppert,
Geschäftsführerin, trilogIQa | change to lean |
Simultanübersetzung
Innovative Startups präsentieren Lösungen für die
Logistik von morgen. Wie verändern neue Technologien
Transport und Lager? Welche Ideen machen Lieferketten
effizienter und nachhaltiger? Und welche Trends prägen
die Branche künftig?
LogiMAT-Gipfeltreffen 2026: 16:00 – 16:50 Uhr
Die Top-Trends der Intralogistik
Moderation: Matthias Pieringer, Chefredakteur
LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH
KI, Automatisierung und Autonomisierung – welche
Trends treiben die Intralogistik an, und welche Chancen
sowie Risiken ergeben sich daraus? Diese und weitere
Fragen erörtern Spitzenmanager und Wissenschaftler
beim LogiMAT-Gipfeltreffen 2026.
Expert Forums
Mittwoch, 25.3.
Moderation: Kathrin Renner,
Manager DC technology, ZVEI e.V. (ODCA)
Simultanübersetzung
Wie ein DC-System 10:10 – 11:00 Uhr
die (Intra-)Logistik aufs nächste Level hebt
Gleichstromsysteme sind der Schlüssel zu mehr
Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit.
In dieser Session wird beleuchtet, wie
DC-Infrastrukturen die Energienutzung in der Logistik
revolutionieren.
So einfach kann
11:10 – 12:00 Uhr
Beschaffung sein: Automatisierte
Warenversorgung in der Fertigung
Moderation: Walter Ahmann,
Senior Consultant E-Procurement,
Prozess- u. Integrationsmanager, simple system
Wo manuelle Abläufe bremsen, schafft Digitalisierung
Effizienz: Mobile Scanlösungen, smarte
Warenausgabe und der direkte Draht zum Lieferanten
sichert Verfügbarkeit. Ein Praxisbeispiel aus
dem Maschinenbau zeigt, wie das mit simple system
gelingt.
Intralogistik 4.0:
13:10 – 14:00 Uhr
Sensoren treffen Künstliche Intelligenz
Moderation: Dirk Schaar, Leitender Chefredakteur
GO>>ing INTRALOGISTICS, AMA Digital Networks GmbH
Wie wird aus Daten Mehrwert? Das Forum zeigt, wie
Sensorik und KI die Intralogistik smart, effizient und
zukunftssicher machen. Im Fokus: transparente
Materialflüsse, vorausschauende Steuerung, autonome
Prozesse und Praxisbeispiele.
Aftersales ist nicht 14:10 – 15:00 Uhr
Support – sondern das profitabelste
Feld im Maschinenbau
Moderation: Thomas Reisacher, Geschäftsführer
FDI Digital Business & VALUE HUB GmbH
Lager digital – Vertrieb analog? Viele Intralogistiker
übersehen ihre profitabelsten Hebel. Wie wird der
Vertrieb sichtbar, bevor der Kunde sucht? Wie gelingt
Service, der Umsatz macht? Und was funktioniert in der
Praxis wirklich?
Expert Forums
Mittwoch, 25.3.
Simultanübersetzung
AIDC-Lösungen
15:10 – 16:00 Uhr
zur Optimierung und Digitalisierung
logistischer Prozesse
Moderation: Thorsten Aha, Chefredakteur ident,
Ident Verlag & Service GmbH und
Peter Altes, Geschäfts führer, AIM-D e. V.
Erleben Sie im AIM-ident-Expertenforum, wie
AutoID-Technologien Supply Chains optimieren.
Wie steigern Barcode, RFID sowie Sensorik und
RTLS die Effizienz? Wie lassen sich Prozesse
digitalisieren, Kosten senken und Nachhaltigkeit
erreichen?
PPWR und weitere 16:10 – 17:00 Uhr
EU-Vorschriften – Fluch oder Segen?
Moderation: Britta Wyss Bisang,
VP Sustainability and Strategic Marketing
Communications, Schoeller Allibert
Wegen immer strengerer Vorschriften müssen
Hersteller von Kunststofflager- und -transportsystemen
ein Gleichgewicht zwischen Compliance,
Nachhaltigkeit und Machbarkeit finden. Wie können
sie die Ziele der Kreislaufwirtschaft erreichen,
politische Widersprüche lösen und den Zugang zu
recycelten Materialien sicherstellen?
Exhibitor Insights
Forum Nord, Halle 7
Mittwoch, 25.3.
Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)
10:00 Mobile Easykey GmbH Reale Effekte statt Theorie: Wie Daten
die Intralogistik verändern
10:30 Powerfleet GmbH From Reactive to Predictive Safety: How AI Is
Transforming Forklift & Warehouse Risk Management
11:00 GEBHARDT Fördertechnik GmbH Automatisierung in der
Smart Factory Logistics mit GEBHARDT Versastore ®
11:30 Toyota Automated Logistics The Journey to Smart Warehouse
Automation
12:00 Nomagic Sp. z o.o. AI in Robotics: Where We Are Today, and
Where We are Headed
12:30 LIPPERT Sortation Technology by GEBHARDT Hoher
Durchsatz, geringe Kosten – Sortiertechnik im E-Commerce
13:00 Gridstore Robotics GmbH Next-Level-Flexibilität: Wie Gridstore
Robotics dynamische Prozesse ohne Kompromisse ermöglicht
13:30 HUSS-VERLAG GmbH Moderne Warehouse-Management-
Systeme effektiv einsetzen. Eine Diskussionsrunde, die praxisnahe
Strategien und Tipps liefert und zeigt, wie Sie Ihre Lagerprozesse
optimieren und ihre Produktivität steigern können.
14:00 Mecalux GmbH N.N.
14:30 STILL GmbH N.N.
15:00 IGZ Ingenieurgesellschaft Automatisierung Werkslogistik mit
SAP EWM Template bei REHAU
15:30 KNAPP Industry Solutions GmbH AMRs as the Core of Modern
Logistics: Combining high throughput with maximum flexibility
16:00 Ranpak BV N.N.
16:30 Stöcklin Logistik AG N.N.
Forum Süd, Halle 4
10:00 Logistikbude GmbH Ladungsträger auf Autopilot: Paletten,
Behälter & Co. ohne Excel und Zettelwirtschaft managen
10:30 FIS Informationssysteme und Consulting GmbH Effizienz
auf beiden Seiten der Rampe: Geplant rein, digital raus mit FIS
Logistiklösungen auf der SAP BTP
11:00 ABF GmbH So senken Branchenführer Kosten im Lager um 30 %
– Digital optimiertes Transporthandling in Real-Time
11:30 NETSTOCK Europe GmbH Präziser als die Glaskugel –
Mit Netstock zur optimalen Bedarfsplanung
12:00 INFORM GmbH N.N.
12:30 S2data GmbH Von der Disposition zum integrierten Netzwerk:
Wie KI die Transportplanung neu definiert
13:00 Heureka Business Solutions GmbH N.N.
13:30 Prodinger Gruppe 7 Erfolgsfaktoren für intelligente
Verpackungsprozesse
14:00 MotionMiners GmbH N.N.
14:30 ecovium Holding GmbH SimpleChain – Unlock Agentic
AI-Driven Logistics
15:00 io-consultants GmbH & Co. KG Potenziale der KI-gesteuerten
Lagerplanung
15:30 SAP Deutschland SE & Co. KG N.N.
16:00 OPAL Associates GmbH Gesetze ändern sich. Standards
bleiben. Etikettieren in S4/HANA mit OPAL
16:30 All for One Group SE SAP Logistics Management im Check: SAP
und Kunden diskutieren Potenziale, Funktionen und die Roadmap
Vortrag in englischer Sprache
Supply Chain Risiko 10:00 – 10:50 Uhr
Management: resilientere Lieferketten
durch smarte Datenanalyse!
Moderation: Prof. Dr. Michael Krupp, Professor für
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Logistik und Supply
Chain Management (SCM), Mitglied der Leitung der
Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung –
THA_ops, Technische Hochschule Augsburg (THA)
Lieferketten sind vielfältigen Risiken ausgesetzt. Das Fachforum
„Supply Chain Risiko Management“ zeigt praxisnahe Ansätze für
mehr Resilienz (auch in KMU). Diskutieren Sie mit, wie smarte
Datenanalysen Lieferketten widerstandsfähiger machen!
Die Evolution des 11:00 – 11:50 Uhr
Digitalen Zwillings – vom „Virtual“
zum „Immersive“ Engineering
Moderation: Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur
Technische Logistik, HUSS-VERLAG GmbH
Es werden der Status-Quo und die Bedeutung des
„Virtual & Immersive Engineerings“ in der industriellen
Praxis diskutiert: Was sind Digitale Zwillinge und wo sind
sie zu finden? Wie sichtbar und relevant ist „Immersive
Engineering“ in der Praxis?
Mehr Wissen.
13:00 – 13:50 Uhr
Bessere Planung. Schnellere Umsetzung.
GenAI in der Supply Chain Praxis
Moderation: Dr. Paulina Prantl,
Abteilungsleitung „Analytics“ im Bereich
Supply Chain Services, Fraunhofer IIS
Generative KI eröffnet neue Möglichkeiten zur
Automatisierung betrieblicher Prozesse. Doch wie
zeigen sich diese Potenziale in der Intralogistik –
und was bedeutet ihre Umsetzung in der Praxis?
Generative KI
14:00 – 14:50 Uhr
in Logistikprojekten: Sparringspartner
für Projektleitung und Führung
Moderation: M.Sc. Federica Kraft, Inhaberin und
Projektleiterin, Kraft Intralogistik Solutions
Wie kann Generative KI in der Logistik über das
Schreiben von E-Mails hinaus unterstützen? Wo steckt
das Potenzial im Projekt- und Führungsalltag?
Welchen konkreten Nutzen bringt der Einsatz, und wie
hoch ist der Aufwand für die Implementierung?
Expert Forums
Donnerstag, 26.3.
Simultanübersetzung
Expert Forums
Donnerstag, 26.3.
Simultanübersetzung
KI trifft Automatisierung 15:00 – 15:50 Uhr
– Dream Team mit Ecken und Kanten!
Moderation: Dr. Jörg Pirron, Vorstandsvorsitzender
Intralogistik-Netzwerk in Baden-Wü rttemberg e. V.,
Geschäftsführer, PROTEMA Unternehmensberatung GmbH
Im Rahmen seines Trendradars diskutiert das
Intralogistik-Netzwerk die Verbindung von Künstlicher
Intelligenz und Automatisierung, um die unbestrittenen
Potenziale aufzuzeigen, aber auch Risiken und
Implementierungshürden zu beleuchten.
LogiMAT ICS Foyer | Eingang Ost
Ob Fach- oder Führungskraft, Quer- oder Wiedereinsteiger,
Young Professional, Schüler oder Student – auf dem LogiMAT
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Vortrag in englischer Sprache
Exhibitor Insights
Forum Nord, Halle 7
Donnerstag, 26.3.
Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)
10:00 Westernacher Consulting GmbH Wie Yard Management die
digitale Lücke zwischen Lager- und Transportmanagement schließt
10:30 Storopack Deutschland GmbH + Co. KG Smart, nachhaltig,
automatisiert: Kartonvolumen und Materialverbrauch im
Versandprozess reduzieren
11:00 DAMBACH Lagersysteme GmbH & Co. KG Effizienz im
Palettenhandling: Systemabgrenzung und Technologievergleich
11:30 UnboxRobotics Labs Pvt. Ltd. N.N.
12:00 DistriSort Projects BV E-Sort: throughput without the footprint
12:30 Libiao Robotics GmbH N.N.
13:00 REA Elektronik GmbH PPWR, Direktbeschriftung & Nass-in-
Nass: Wege zur zukunftssicheren Verpackungskennzeichnung
13:30 Bosch Rexroth AG Modularity as a Game-Changer: Tailoring
Mobile Platforms to Your Handling Application
14:00 igus SE & Co. KG AMR-Flotte für flexible Intralogistik – Modular,
unabhängig, kosteneffizient und das ab 30.000 €
14:30 Rocket Solution GmbH N.N.
15:00 TAWI AB N.N.
15:30 Basler AG N.N.
Forum Süd, Halle 4
10:00 IGZ Automation GmbH N.N.
10:30 engomo GmbH Next-Level Lagerprozesse: Effizienz neu
definiert – mit KI und durchgängiger Integration
11:00 TSC AUTO ID Technology EMEA GmbH RFID & In-House MDM
in Logistics: From Pilot to 24/7 Operation
11:30 AEB SE N.N.
12:00 AIT Goehner GmbH Next-Level Logistik: Smarte
Bildverarbeitung und KI in Aktion
12:30 AKL-tec GmbH Automatische Paletteninspektion – Effizienter
Tausch durch objektive Bewertung Klasse C Paletten sicher
aufspüren und aussortieren
13:00 COGLAS GmbH Nach der schnellen COGLAS WEB WMS
Einführung direkt an den Strand
13:30 DAMON INDUSTRIAL EUROPE SRL N.N.
14:00 Infios GmbH N.N.
14:30 Shyftplan GmbH Zukunftssichere Produktion: Digitale Prozesse
und motivierte Teams
15:00 WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG Retrofit für Logistik &
Versand: Mit WeASSIST Prozesse digital sichtbar machen
16:00 Logistics Publishing Limited Multi-User-Fulfillmentzentrum in
Zentraldeutschland
Weitere Forenankündigungen lagen zum Redaktionsschluss
nicht vor. Sie finden ein Update unter dem Menüpunkt
„Rahmenprogramm“ auf der Website der LogiMAT.
Tägliche Live-Events
Eventfläche
Ladungssicherung
Halle 9
Stand 9B71
Ladung kippt – Karriere auch?
Ein LKW wird kontrolliert – die Ladung mangelhaft gesichert.
Der Verlader? Nicht geschult, keine Organisation.
Ein Anhörungsbogen folgt.
Täglich um 10:00 und 13:30 Uhr wird live gezeigt, wie
Ladungssicherung funktioniert.
Um 12:00 Uhr sprechen wir im Führungskräfte workshop
über Verantwortung und Rollen. Wir helfen, bevor der
nächste Anhörungs bogen oder Transportschaden auf Ihrem
Schreibtisch liegt.
Tracking & Tracing
Theatre (T&TT)
Halle 2
Stand 2B07
AutoID-Live-Szenario zur
Automatisierung und
Digitalisierung der Supply Chain
Das T&TT zeigt in einem durchgängigen Live-Prozess den
Beitrag von AIDC/AutoID (RFID, NFC, Barcode, 2D Code,
RTLS: Echtzeit-Ortung, Sensor Tags etc.) zur Digitalisierung
der Supply Chain und somit zur Automatisierung und Optimierung
der Unternehmensprozesse.
Tägliche Führungen: 10:30, 12:30 und 14:30 Uhr
(Dauer: 30 Min.)
Für mehr Infos
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Tägliche Events
Anwenderforum
Mobile Robotik
Halle 6, Galerie
Stand 6H01
Sicherheit bei Entscheidungen für
erfolgreiche FTS-Projekte
Das Forum-FTS und der VDI bieten den FTS-Anwendern
kostenlose, individuelle und neutrale Beratungen an. Diese
werden von den Mitgliedern des Forum-FTS und seinen
Partnern durchgeführt. Anmeldung vorab online oder vor
Ort auf dem Stand des Forum-FTS.
Themen: Technik, Planung, Proof Of Concept, Safety
und Cybersecurity!
Interessenten können sich in den Wochen vor der LogiMAT
zu einem der 5 Themenblöcke anmelden.
Treffpunkt: Stand 8A02 des Forum-FTS in Halle 8.
Für mehr Infos
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Smart Maintenance
Lounge
Halle 4
Stand 4H01
Smart Maintenance Lounge –
Zukunft der Instandhaltung
live erleben
Die Smart Maintenance Lounge zeigt, wie digitale Technologien
Instandhaltung und Intralogistik effizienter, robuster
und nachhaltiger machen. Entscheider erhalten einen
kompakten Überblick über Trends und Lösungen der intelligenten
Instandhaltung.
An Demo-Points werden u.a. autonome Inspektionsroboter,
Extended-Reality-Tools für Fernwartung, moderne Ersatzteilund
Sensorsysteme sowie Software für Smart Maintenance
und digitale Zwillinge vorgestellt.
Experten stehen für Gespräche zur Verfügung.
Service & Infos
Die Ausstellungsbereiche
Fördertechnik, Regalbau, Lager- und Betriebseinrichtungen,
System anbieter, Hallenbau
Handling, Krane, Brandschutz und Sicherheit,
Verladetechnik, Tore
Ladungssicherung
Flurförderzeuge, Batterie- und Energie-Management,
Stapleranbaugeräte, Reinigung
Live-Event | Stand 9B71
Ladungssicherung
täglich 10:00, 13:30 Uhr
Exhibitor Insights
Anwenderforum
Mobile Robotik
Galerie | Stand 6H01
täglich
Smart Maintenance Lounge
Stand 4H01
täglich
Exhibitor Insights
in den Hallen
Software für Lagerverwaltung und Transport,
Simulation, Komissio niersysteme, Flottenmanagement
Fahrerlose Transportsysteme, Robotics
Verpackungen, Verpackungs-Systeme und
-maschinen
Kennzeichnung, Identifikation – RFID/AUTO-ID
Intelligente Behälter- und Lagerlösungen
Atrium Eingang Ost
Zentraler Veranstaltungsort für Eröffnung,
Preisverleihung und Expert forums.
L1192
Galerie/Gallery
Karls
ruhe
Frankfurt
Basel
3 1
3 1
München
Messepark
Teinacher
Kaskaden Atrium
P
20
4
4
2
C2
ICS
Eingang Ost
Entrance East
P
Schnellzugang IC
ICS f
Ta
xi
P
P
BUS
21
Live-Event | Stand 2B07
Tracking & Tracing Theatre
täglich 10:30, 12:30,
14:30 Uhr
ICS, Foyer
Do., 26. März
Flughafen /Messe
Service & Infos
Dauer und Öffnungszeiten
24. – 26. März 2026 (Dienstag bis Donnerstag)
9:00 bis 17:00 Uhr
Ort
Messe Stuttgart, Flughafenstraße, 70629 Stuttgart
Eintrittspreise für Fachbesucher
mit Vorregistrierung
Tageskarte € 34,-
Dauerkarte € 70,-
(inkl. Teilnahme am Rahmenprogramm)
Die Eintrittskarten sind nur im Internet mit Vorregistrierung unter
www.logimat-messe.de erhältlich. Gutscheine selbst sind keine
Eintrittskarten und müssen online vorregistriert werden!
Veranstalter
EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH
Joseph-Dollinger-Bogen 7
80807 München, Germany
Tel. +49 89 32391-259
www.logimat-messe.de
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Service & Infos
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Unterkunft bei unseren Partnerhotels und planen
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der LUFTHANSA GROUP AIRLINES und mit der
Deutschen Bahn.
In Kooperation mit / In cooperation with
Zusätzlicher Park- & Shuttle-Service
Neben den Parkplätzen direkt an der Messe steht ein
zusätzliches, komfortables Parkangebot im SI-Centrum
(Plieninger Str. 109, 70567 Stuttgart Möhringen) zur Verfügung.
Im Parkhaus P2 des SI-Centrums stehen über 2.000 Parkplätze
zur Verfügung (2,50 €/Std., max. 16 €/Tag). Von dort
bringt Sie ein kostenloser Shuttle-Service an allen drei
Messetagen zwischen 8:00 und 19:00 Uhr im Pendelverkehr
direkt zum Eingang West des Messegeländes.
Die Abfahrt erfolgt an der Busschleife SI-Centrum;
die Rückfahrt startet am Messeeingang West.
Die Shuttles fahren nach Bedarf. Alternativ besteht weiterhin
die ÖPNV-Verbindung vom SI-Centrum zur Messe.
Orientieren. Planen. Finden.
mit dem LogiMAT-Dashboard
Aussteller
• Komplette Ausstellerliste mit
Sortierung nach Name oder Halle.
• Alphabetische Filter über die
Buchstabenleiste (erneuter Klick
hebt die Filterung auf).
• PDF-Download mit:
> Aussteller von A – Z
> Aussteller nach Ländern
> Aussteller nach Hallen
• Unter Favoriten: alle markierten
Aussteller – zum Drucken oder per
QR-Code in die LogiMAT-App
übertragbar.
Kontinuierliche
Aktualisierung
Hallenpläne
Überblick über alle Hallen
inklusive Standnummern
der Aussteller.
Produktgruppen
Alle Themenbereiche
und Schwerpunkte,
die auf der LogiMAT
vertreten sind.
Rahmenprogramm Ticketshop
• Alle Programmpunkte Gutschein
• Sortier- und Filtermöglichkeiten
nach: Ticket kaufen.
einlösen oder
> Datum > Name
> Kategorien
> Tags (blau/rot = Sprache,
schwarz = Veranstaltungstyp)
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LogiMAT Daily ab
dem ersten Messetag
am 24. März verfügbar
(3 Ausgaben).
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• Bereiten Sie Ihren Messebesuch optimal vor
• Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand und
verschaffen Sie sich einen Überblick
• Finden Sie vor Ort gezielt, was Sie suchen
• Das komplette Rahmenprogramm auf
einen Blick
Die LogiMAT App ist ab Mitte Februar 2026
zum Download verfügbar!
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