KristallMomente Ausgabe 12
Das Magazin mit Neuigkeiten und Infos aus der Glasmanufaktur Harzkristall. In dieser Ausgabe: Neues Licht für Berlin: Sanierung im Olympiapark. Wir zeigen, wie die Derenburger Glasmacher über 150 Glaslinsen für eine Restaurierung im Olympiapark Berlin hergestellt haben. Im Portrait: Designer Fabio Vogel Feuer, Form und Faszination: Berufe mit Glas. Die neuen Auszubildenden Hannes Schönherr und Zoe Slawski im Portrait Abschied von Gerhard Bürger Der Glass Design Award 2026 und noch viel mehr.
Das Magazin mit Neuigkeiten und Infos aus der Glasmanufaktur Harzkristall.
In dieser Ausgabe:
Neues Licht für Berlin: Sanierung im Olympiapark. Wir zeigen, wie die Derenburger Glasmacher über 150 Glaslinsen für eine Restaurierung im Olympiapark Berlin hergestellt haben.
Im Portrait: Designer Fabio Vogel
Feuer, Form und Faszination: Berufe mit Glas. Die neuen Auszubildenden Hannes Schönherr und Zoe Slawski im Portrait
Abschied von Gerhard Bürger
Der Glass Design Award 2026
und noch viel mehr.
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DAS MAGAZIN AUS DER GLASMANUFAKTUR HARZKRISTALL · AUSGABE 12 · 2026
Neues Licht für Berlin
Sanierung im Olympiapark
Im Portrait:
Designer Fabio Vogel
Feuer, Form und Faszination:
Berufe mit Glas
Foto: Straub Beutin Architekten
In dieser Ausgabe:
Herzlich
Willkommen!
In dieser Ausgabe blicken wir
auf das Harzkristall-Jahr 2025
zurück und nehmen Sie mit auf
eine Reise mit vielen neuen
Inspirationen.
04
Rückblick 2025
08
Abschied
von Gerhard Bürger
2 3
10
Die neuen Auszubildenden
18
4. Glass Design
Award 2025/26
12
Denkmalschutz: Sanierung
des Kuppelsaals in Berlin
26
Rosen- und Gartenkugeln sind mehr als
Dekoration. Seit Jahrhunderten gelten
sie als Glücksbringer und Schutzsymbol,
zugleich eignen sie sich auch zur
Vogelabwehr. Ihr charakteristischer
Silberspiegel entsteht durch echtes
Sterlingsilber im Inneren und verleiht jeder
Kugel einen intensiven, edlen Glanz.
Das Licht bricht sich auf der Oberfläche
und setzt Beete, Rasenflächen oder
Terrassen wirkungsvoll in Szene.
Jede Kugel entsteht in traditioneller
Handarbeit. Mit 26 cm Durchmesser
und aus Glas gefertigt, sind sie ein langlebiger
Blickfang – im Garten wie im
Wohnbereich.
Hier geht es zum Onlineshop
Foto: Adrian Liebau
20
Designer-Portrait: Fabio Vogel
Kreativangebote
Produktvorstellung
„Die Flaschenvase
28
Das war 2025
Handwerk, Musik, Kunst und neue Hingucker im Hüttengarten.
Hier sind die Highlights des vergangenen Jahres!
wieder die Freiwillige
Feuerwehr
Derenburg unterstützt.
Blick hinter die Kulissen: Ofenreparatur
Im März wurde der mit Gas betriebene Hüttenofen kurzzeitig
abgebaut. Nach Jahren des Dauerbetriebs wurde eine Reparatur
nötig. Ein ungewohntes Bild: Dort, wo die Glasmacher vor
den Augen vieler Besucher ihrem Handwerk nachgehen, war
für kurze Zeit eine große Lücke zu sehen.
Die Glasmanufaktur Harzkristall war
Partner des Internationalen Johannes
Harzkristall Showgarten
Brahms Chorfestivals in Wernigerode.
Der Showgarten in der Glasmanufaktur Harzkristall
Der Wettbewerb fand vom 2.-6. Juli 2025
war wieder ein großartiges Fest für alle Generationen.
statt. Es war bereits das siebte Freund-
Bei schönem Wetter wurde am 24. Mai 2025
schaftskonzert in der Glasmanufaktur.
auf zwei Bühnen ein abwechslungsreiches Programm
aus Comedy, Musik, Zauberei und Akrobatik
geboten. Die Kinder konnten Dekorkugeln blasen
Ein Glaskunst-Abenteuer
oder Glasblumen gießen, Erlebnisrundgänge
führten durch die Manufaktur. Höhepunkt war der
für die ganze Familie
Auftritt von 80er-Star Markus mit seinem Superhit
In unserem Hüttengarten wird bald der
4 „Ich will Spaß“. Mit den Erlösen der Tombola wurde
Grundstein für eine große Glaskunst-Colla-
5
ge gelegt! Unter Anleitung der Glasmacher
stellen Kinder und Erwachsene in Teams
farbige Glassteine am Schmelzofen her.
Die fertigen Glassteine werden mit Namen
graviert und später zu einer öffentlich zugänglichen
Skulptur zusammengefügt.
Brahms Chorfestival
Entwurf der Skulptur
von Rene Jacksch
Neue Hingucker im Hüttengarten
Am Hüttenofen in der Glasmanufaktur ist eine farbenfrohe
Palette bunter Schirmpilze entstanden; der Stiel wurde
dabei geblasen, die Schirme in eine Form gegossen. Im
Hüttengarten setzen sie neue Akzente und sind der aktuelle
Hingucker, nicht nur für junge Besucherinnen und Besucher.
Entworfen und gefertigt vor Ort, ergänzen sie die
bestehehenden Blumen und Skulpturen aus Glas – und
sind natürlich auch im Shop vor Ort erhältlich.
Fotos: Tobias Brabanski, Glasmanufaktur Harzkristall, PR
Tourismuspreise Sachsen-
Anhalt – produziert in der
Glasmanufaktur!
Am 28.10.2025 wurden die drei Tourismuspreise
Sachsen-Anhalt verliehen. Die Trophäen sind
in der Glasmanufaktur gegossen, gesägt und
geschliffen worden. Prämiert wurden Walpurga
– das Musical für Innovation, das Baumwipfel-
Resort „Lug ins Land“ für Nachhaltigkeit sowie
die Gartenreich-App der Kulturstiftung Dessau-
Wörlitz in der Rubrik Digitalisierung. Übrigens:
auch die Pension Goldbachmühle in Heimburg,
einem Nachbarort von Derenburg, bekam einen
Preis – den „Gästeliebling“. Herzlichen Glückwunsch!
Weihnachten in der
Glasmanufaktur
Am 14.12.2025 lud die Glasmanufaktur Harzkristall
zum Weihnachtsprogramm für die ganze Familie ein.
Kinder konnten Weihnachtskugeln bemalen, Dekorkugeln
gestalten und Weihnachtsgeschichten lauschen.
Natürlich kam auch der Weihnachtsmann und sorgte
für Überraschungen.
Schnecken genial gedreht!
Die Oskar Kämmer Schule Wernigerode
war im September 2025 im Rahmen eines
Projekts für die Klassen 5-10 zu Gast in
der Glasmanufaktur. Gefördert durch die
Gerhard Bürger Stiftung, ging es darum,
naturwissenschaftlich-technische Fächer
mit dem Kunstunterricht zu verbinden.
Die Schülerinnen und schüler dürften sich
auch selbst am faszinierenden Werkstoff
Glas ausprobieren. Entstanden sind zahlreiche
geniale Kunstwerke.
Ein besonderes Erinnerungsstück
zur Goldenen Hochzeit
6 7
In der letzten Juliwoche hatten wir zwei besondere Gäste
Im Winter verströmt die Glasmanufaktur
in der Glasmanufaktur Harzkristall: Sabine und Ulli haben
in Derenburg eine ganz besondere Atmosphäre.
ihre Goldene Hochzeit zum Anlass genommen, ein ganz
Der Schnee sorgt für künstlerische
besonderes Erinnerungsstück zu gestalten. Gemeinsam
Kontraste und der Hüttengarten erstrahlt
mit unserem Glasmacher-Team haben sie ihren ganz eigenen
in winterlicher Idylle.
Briefbeschwerer gestaltet und
hergestellt.
Auszeichnung
für Andreas Rier
Was für eine besondere Auszeichnung
für den Glaskünstler Andreas Rier!
Im Oktober wurden zur Eröffnung der
Grassi Messe in Leipzig die Grassipreise
für herausragendes Kunsthandwerk
und Design vergeben. Den „Preis
der Grassifreunde“ erhielt Andreas
Rier für seine Glasarbeiten, die er am
Schmelzofen in der Glasmanufaktur
Harzkristall fertigte. Teilweise wurden
die Objekte in Holzformen geblasen,
teilweise frei geformt.
Herzlichen Glückwunsch!
Fotos: Glasmanufaktur Harzkristall, PR
Winter Wonderland
Die Glasmanufaktur
im Fernsehen
Im vorweihnachtlichen Trubel in Derenburg
hat der MDR einen Fernsehfilm aus der
Reihe „Der Osten – Entdecke wo du lebst!“ in
der Glasmanufaktur Harzkristall gedreht. Die
45-minütige Doku „Tradition aus Feuer und
Sand“ zeigt eindrucksvoll die Arbeit der Glasmacher.
Zu sehen ist unter anderem, wie die
150 Glaslinsen für den Berliner Olympiapark
entstehen.
Hier abrufbar in der ARD-Mediathek.
Abschied von
Gerhard Bürger
Das Thema Glas weckte in ihm
zunehmend mehr Interesse
– es wurde zur Leidenschaft.
nicht weit entfernt von der Region verbracht
hat, entstand diese neue geografische Verbindung
erst durch seine Frau Gisela, die in
Querfurt in Sachsen aufgewachsen ist.
Früh nach der Wiedervereinigung erweiterte
Gerhard Bürger zunächst sein bestehendes
Geschäft mit Baumärkten und Baustoffhandlungen
in den damaligen neuen Bundesländern.
Dort stieß er auf die VEB Glaswerke
Lauscha, die er Mitte der 90er Jahre in eine
GmbH umwandelte und mit hohem unternehmerischem
Einsatz zur ELIAS Glashütte /
Farbglashütte Lauscha entwickelte – bis
heute einer der weltweit führenden
Hersteller von Glasfaserprodukten.
In Lauscha wurde ihm auch das
Glaswerk in Derenburg angetragen.
Der malerische Ortsteil der Stadt
Blankenburg hat ebenfalls eine lange
Tradition in der Glasherstellung;
zu DDR-Zeiten wurde hier hochwertiges und
formschönes Gebrauchsglas für den Export
Foto: Gerhard Bürger Stiftung, Tobias Brabamski
Wenn die Zeit Geschichten erzählen
könnte, wäre es in Bezug auf
Gerhard Bürger eine vom Suchen
Gerhard Bürger mit der Lauschaer Glasprinzessin 2024/2025 Rachel Van Liere und dem damaligen
und Entdecken, von kleinen Anfängen, die
Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze zum 75-jährigen Jubiläum
sich zu etwas Großem entwickeln. Gerhard
der Glasmanufaktur Harzkristall im Sommer 2024.
Bürger, 1938 in der Gemeinde Holle im
Landkreis Hildesheim geboren, war immer
in Bewegung, mit großem Tatendrang und
schier unerschöpflichen Ideen. Und dabei
hergestellt. Daraufhin erwarb Gerhard Bürger
Gerhard Bürger ermöglichte durch Wettbe-
doch niemand, der das Rampenlicht suchte.
auch diesen vormals staatlichen Betrieb werbe oder Bildungsprojekte vielen jungen
Gerhard Bürger prägte den Harz auf seine
und bündelte so zusammen mit der ELIAS Menschen neue Perspektiven. Junge Designer
8 ganz eigene Weise. Obwohl er seine Kindheit
Glashütte das Wissen um den uralten Werk-
schaffen gemeinsam mit den erfahre-
9
stoff.
In der Anfangszeit kamen Gisela und Gerhard
Bürger dreimal die Woche nach Derenburg;
Gisela Bürger unterstütze als gelernte
Einzelhandelskauffrau oft die Mitarbeiter im
Verkauf. Nicht selten kam es vor, dass sie
dabei auch Kuchen im Gepäck hatte.
Gerhard Bürger wirkte dabei gerne im Hintergrund,
hatte aber immer den Blick nicht nur
auf die Zahlen, sondern auch in die Zukunft
gerichtet. So erkannte er, dass im Tourismus
großes Potential liegt. Folgerichtig baute er
im Jahr 2005 das Ladengebäude mit Shop
und Gastronomie an und öffnete die Manufaktur
für Besuchergruppen. Acht Jahre
später überführte er sie in die von ihm gegründete
Gerhard Bürger Stiftung. Denn das
Thema Glas weckte in ihm zunehmend mehr
Interesse – es wurde zur Leidenschaft.
Die Stiftung ist dafür ein sichtbares Zeichen;
bis heute fördert sie Hochschulen, Studierende
und Künstler, die mit Glas arbeiten.
nen Glasmachern kunstvolle Objekte für die
großen internationalen Designmessen, während
Auszubildende ihre ersten Schritte in die
berufliche Zukunft gehen. So bleibt die Glasmanufaktur
heute nicht nur ein lebendiger
Ort des Handwerks, sondern auch ein Ort der
Begegnung, Bildung und Inspiration – ganz
im Sinne ihres Förderers.
Auch über die Glasmanufaktur hinaus hinterließ
Gerhard Bürger, der parallel noch
zahlreiche Hagebau-Filialen führte, im Harz
sichtbare Spuren. Das Harz-Resort auf dem
Gelände des einstigen Heine-Hotels oder die
Villa Bodeblick stehen für seinen Einsatz. Er
finanzierte Projekte und unterstützte Vereine.
Selbst wenn es Rückschläge gab, als beispielsweise
das Seilbahnprojekt in Schierke
scheiterte, hatte Gerhard Bürger wieder einen
neuen Plan ausgearbeitet. Sein Engagement
reichte bis nach Tansania, wo er Schulprojekte
unterstützte. Dort, nach der Einweihung
einer neuen Sporthalle, ist er am 25. Mai 2025
im Alter von 87 Jahren gestorben.
10
Feuer, Form
und Faszination
Wulgern, Kölbel und offene Flammen:
Was für viele erstmal ungewöhnlich klingt, wird für
angehende Glasbläser und Glasmacher schnell zur täglichen
Sprache. Wir haben die neuen Auszubildenden in der
Glasmanufaktur Harzkristall begleitet und geben Einblicke
in zwei spannende Berufsfelder.
Schon mal von Wulgern gehört? Oder
davon, was ein Kölbel ist? Keine
Sorge – außerhalb der Glaswelt begegnen
einem diese Begriffe kaum. Wer
jedoch eine Ausbildung zum Glasbläser
oder Glasmacher beginnt, taucht in eine
faszinierende Fachsprache und ein ebenso
faszinierendes Handwerk ein.
So wie Zoe Slawski und Hannes Schönherr.
Sie sind die neuen Auszubildenden
in der GlasmanufakturHarzkristall – und
lernen ein Handwerk, das Tradition, Präzision
und echte Leidenschaft verbindet.
Die Ausbildungen zum Glasbläser und
zum Glasmacher sind dual aufgebaut
und dauern jeweils drei Jahre. Neben der
praktischen Arbeit im Betrieb besuchen
die Auszubildenden die Berufsschule und
erwerben fundiertes theoretisches Wissen.
Glasblasen ist ein traditionsreiches
Handwerk, das viel Erfahrung, Geduld
und Fingerspitzengefühl erfordert. Beide
Berufszweige ähneln sich in ihren Grundlagen,
unterscheiden sich jedoch in der
Arbeitsweise: Während Glasmacher häufiger
an Schmelzöfen arbeiten und auch
industrielle Aspekte eine Rolle spielen,
gestaltet der Glasbläser „vor der Lampe“,
also am offenen Brenner, meist kleinere
und filigranere Objekte. In beiden Berufen
lernen die Auszubildenden, wie Glas
hergestellt, verarbeitet und zu Produkten
wie Vasen, Gläsern oder Schalen geformt
wird – stets mit Blick auf Qualität und
Präzision.
Hannes Schönherr,
Auszubildender
zum Glasmacher
Die ersten Eindrücke von deinem neuen
Beruf?
Der Beruf ist genauso, wie ich es mir erhofft
habe. Das Arbeiten mit dem heißen
Glas ist sehr herausfordernd, macht aber
unglaublich viel Spaß.
Was findest du besonders interessant
in deiner Ausbildung?
Die Vielseitigkeit und Grenzenlosigkeit
der Formen und Erzeugnisse, welche
man aus Glas herstellen kann.
Durftest du schon etwas aus Glas fertigen?
Wenn ja, was?
Ich habe schon einige Sachen aus Glas
fertigen dürfen, darunter Durstkugeln,
Glastropfen, Briefbeschwerer, Hüttenspatzen,
Sturzbecher und noch einige in
Form geblasene Erzeugnisse.
Welche Erwartungen und Ziele hast du
an den weiteren Verlauf deiner Ausbildung
in der Glasmanufaktur?
Ich möchte in der Ausbildung so viel Zeit
wie möglich am Ofen verbringen und
mein hardwerkliches Geschick verbessern.
Darüber hinaus will ich natürlich
meine Kenntnisse und mein Wissen über
diesen einzigartigen Werkstoff vertiefen.
Wenn du in drei Worten deinen neuen
Lehrberuf beschreiben musst, welche
wären das?
Heiß, herausfordernd, erfüllend.
11
Die Glasmanufaktur Harzkristall ist ein
traditionsreiches Unternehmen mit starker
regionaler Verwurzelung. Seit vielen
Jahren steht der Name für hochwertige
Glaserzeugnisse, handwerkliche Fertigung
und Innovationsgeist. Als Arbeitgeber legt
die Glasmanufaktur großen Wert auf ein
angenehmes Arbeitsumfeld, attraktive Bedingungen
und echte Entwicklungsmöglichkeiten.
Gesucht werden Menschen mit
Engagement, handwerklichem Geschick
und Begeisterung für das Material Glas.
Wer hier seine (oder ihre) Ausbildung
beginnt, erlernt nicht nur einen Beruf mit
Zukunft, sondern wird Teil einer lebendigen
Handwerkstradition, die täglich neu
gestaltet wird.
Zoe Slawski,
Auszubildende
zur Glasbläserin
Weitere Infos und offene Positionen:
12 www.harzkristall.de/jobs
Und hier noch die Auflösung der beiden
13
Die ersten Eindrücke von deinem neuen Beruf?
Mein allererster Eindruck war schiere Begeisterung
und Erstaunen. Glas begegnet einem jeden
Tag und überall, doch hatte ich nicht im Geringsten
eine Ahnung wie komplex die Welt ist, die ich
durch meine Ausbildung betreten würde.
eingangs erwähnten Begriffe: ein Kölbel
ist ein aus dem Schmelzofen entnommener,
mittels Glasmacherpfeife leicht angeblasener
und vorgeformter Hohlkörper.
Wulgern nennt man das gezielte Formen
des heißen Glasrands. So entsteht ein
stabiler, sauberer Wulst, z. B. bei Bechern.
oder Flaschen.
Was findest du besonders interessant in deiner
Ausbildung?
Glas als Rohstoff ist faszinierend, extrem vielfältig
und auch einzigartig in der Verarbeitung.
Zudem hat Glas eine jahrtausendalte Geschichte.
Durch meine Ausbildung lebt dieses alte
Traditionshandwerk weiter und überrascht und
erstaunt mich jeden Tag aus Neue.
Durftest du schon etwas aus Glas fertigen?
Wenn ja, was?
Ich habe schon früh angefangen, mich mit Glas
zu befassen und die Arbeit eines Glasbläsers
schließlich während eines Praktikums in der
Glasmanufaktur Harzkristall kennenlernengelernt.
Dort durfte ich mein Geschick an der
Flamme bereits erproben. Erste einfache Stücke
in meiner Ausbildung waren Glastrinkhalme und
Eiszapfen. Dann ging es daran, Schwäne, Pinguine,
Küken, Schmuckanhänger, Cocktailrührer,
Boulespiele und Eulen zu fertigen. Auch hohlgeblasene
Erzeugnisse wie Kugeln, Ostereier
und Kugelvasen habe ich bereits erlernt. Derzeit
lerne ich, die Anatomie eines Elefanten in Glas
umzusetzen.
Welche Erwartungen und Ziele hast du an den
weiteren Verlauf deiner Ausbildung in der
Glasmanufaktur?
Ich wünsche mir, noch viel mehr über die Glasverabeitung
zu lernen, Neues auszuprobieren
und irgendwann einmal auch meine eigenen
Ideen und Designs in Glas umzusetzen. Bis
dahin werden ich noch viel lernen und weiter an
meinen Fähigkeiten feilen.
Wenn du in drei Worten deinen neuen Lehrberuf
beschreiben musst, welche wären das?
Hitze, Fingerfertigkeit und viel Geduld.
Harzer Handwerk für
Berlins Olympiapark
Wie die Glasmanufaktur Harzkristall ein Stück
Geschichte bewahrt: für die Sanierung des Kuppelsaals in
Berlin werden in Derenburg historische Glasprismen gefertigt
Die Glasmanufaktur Harzkristall
ist eine der letzten in Deutschland
noch produzierenden Glashütten,
14
zu deren Fertigungsprogramm
15
hochwertiges Beleuchtungsglas gehört.
Dieses wird auch für besondere Anwendungen,
wie die Sanierung historischer
Gebäude oder Instandsetzung von
Lichtkonzepten eingesetzt.
In diesem Bereich hat die Glasmanufaktur
jetzt an einer besonderen Herausforderung
mitgewirkt: der denkmalgerechten
Sanierung des historischen
Kuppelsaals im Haus des Deutschen
Sports im Berliner Olympiapark. Für die
Instandsetzung der markanten Prismenkuppel
wurden in Derenburg die historischen
Glasbausteine nachgefertigt.
Die Kuppelhalle in Berlin wurde 1936
nach Plänen des Architekten Werner
March fertiggestellt und zählt zu den
architektonischen Höhepunkten des
denkmalgeschützten Deutschen Sportforums.
Mit ihren expressionistischen
Zügen hebt sie sich bewusst vom
monumentalen Stil der damaligen Architektur
ab.
15
Fotos: Straub Beutin Architekten, Glasmanufaktur Harzkristall
Traditionelles Handwerk:
Die Prismen wurden an
einer historischen Handpresse
produziert.
Die 17 Meter hohe Stahlbetonkuppel mit
Rene Jacksch nach einer solchen gesucht;
einer nur sechs Zentimeter starken Deckenstärke
in einer alten Werkstatt in der
gilt bis heute als ingenieurtechnische
Nähe von Göttingen fand er schließlich
Meisterleistung.
eine Presse aus den 1960er Jahren, auf
Das Gebäude blickt auf eine wechselvolle
der die Prismengläser mit speziell ange-
Geschichte zurück: es diente als
fertigten Formen produziert wurden.
Austragungsort olympischer Fechtwettkämpfe,
Dieser Auftrag stellte höchste hand-
wurde nach dem Krieg durch
werkliche Anforderungen – eine Aufga-
die britischen Alliierten genutzt, war
be, die die Glasmanufaktur Harzkristall
Aula und Fernsehstudio.
mit ihrer Expertise im traditionellen
In der Kuppel befindet sich ein acht
Glashandwerk erfüllen konnte.
Meter großes Oberlicht mit rund 3.400
Prismengläsern. Dieses sorgt für eine
natürliche, diffuse Belichtung des Innenraums.
Da viele der ursprünglichen
Glaselemente über die Jahrzehnte
beschädigt wurden oder fehlten, wurde
hier eine originalgetreue Nachfertigung
notwendig. Dabei war es wichtig, die
Lichtbrechung und Optik des Originals
16 exakt beizubehalten, um die besondere
17
Atmosphäre des Saals zu bewahren.
Eine maschinelle Fertigung kam dafür
nicht infrage – diese Fertigung war nur
durch traditionelles Handwerk möglich.
Die Prismen mussten deshalb an
einer historischen Handpresse gefertigt
werden. Lange hatte der Hüttenmeister
16
stücke oder Beleuchtungskörper mit oder
aus Glas. Willkommen sind Studierende
aller Nationalitäten und Geschlechter.Die
Umsetzung des Wettbewerbsobjekts ist
in Derenburg oder in einer anderen Glashütte
möglich.
Eine unabhängige, fachkundige Jury ermittelt
in einem zweistufigen Verfahren
die Preisträger. Der Award ist mit insgesamt
10.000 Euro otiert. Zusätzlich
erhält der oder die Erstplatzierte die
Möglichkeit, zwei Wochen in der Glasmanufaktur
Harzkristall an eigenen Projekten
zu arbeiten.
Der Wettbewerb wird von der Glasmanufaktur
Harzkristall und der Gerhard
Bürger Stiftung ausgerichtet. Die Stiftung
engagiert sich seit Jahren für den Erhalt
und die Weiterentwicklung der Glasmacherkunst
sowie für die gezielte Förderung
junger Talente.
Die Facts
Anmeldeschluss ist der
28. Februar 2026
Den Anmeldebogen, die Teilnahmebedingungen
und weitere Informationen
finden Sie unter:
www.gerhard-buerger-stiftung.de/
glass-design-award
18 19
Nach drei erfolgreichen Ausgaben geht der Glass Design
Award der Gerhard Bürger Stiftung 2025/2026 in die vierte
Runde. Zur Teilnahme eingeladen sind Studierende aus
designorientierten und kreativen Studiengängen
(z.B. Produktdesign oder Architektur).
Unter dem Wettbewerbstitel „Glass
can …“ sind Studierende aufgefordert,
die besonderen Eigenschaften
von Glas präzise herauszuarbeiten
und neue Verbindungen zu anderen
Rohstoffen zu denken. Glas kann tragen,
leuchten, schützen, strukturieren – und
es kann im Zusammenspiel mit Holz, Metall
oder Textil völlig neue gestalterische
Qualitäten entfalten.
Der Wettbewerb versteht sich als Plattform
für konsequente Entwurfsarbeit
und experimentelle Praxis. Die Teilnehmenden
erhalten Raum, ihre Kreativität
und Individualität einzubringen, erlernte
Techniken anzuwenden und die Grenzen
des Materials auszuloten. Eingereicht
werden können sowohl künstlerische
Positionen als auch produktdesignorientierte
Konzepte, etwa innovative Möbel-
Die Arbeiten von Fabio Vogel loten die Balance zwischen
Handwerkskunst und Design aus. Für die Produktion
seiner Objekte ist der international gefragte Gestalter,
der sein Studio im niedersächsischen Sarstedt betreibt,
regelmäßig zu Gast in Derenburg.
20
Der Grenzgänger:
Fabio Vogel im Portrait
Die „0.5LTR FORMS“
werden aus den Restmaterialien
der„105LTR
FORMS”-Produktion
hergestellt.
Foto: Marc Stantien
Fotos: Friedrich Müller, Glasmanufaktur Harzkristall
Fabio Vogel ist keiner,
der sich gern
von vornherein
genau festlegt. Er gehört
zu jener Generation
von Gestaltern, die Material
nicht nur formen,
sondern auch hinterfragen.
Seine Arbeiten
bewegen sich stets
zwischen Kunst und
Design, zwischen Idee
und Materialität. Unter
seinem eigenen Label
„Vogel Studio“ entwirft
er Möbel und zeitgenössische
Designobjekte – unter anderem
für renommierte Marken wie COS, Aesop,
Andreas Murkudis oder Bolia.
Geboren in Deutschland und aufgewachsen
in Portugal, ist Fabio Vogel früh mit künstlerischem
Schaffen in Berührung gekommen.
Denn seine Mutter war selbst Künstlerin;
Museums- und Ausstellungsbesuche
gehörten somit zur
Kindheit, ebenso das
eigene Experimentieren
mit Formen und
Materialien. Schon
früh zeigte Vogel ausgeprägtes
handwerkliches
Geschick und
den Wunsch, Dinge zu
verändern, zu verbessern,
neu zu denken.
Das Schaffen, Herstellen,
Machen bildet bis
heute das Fundament
seiner Arbeit.
Seine Ausbildung führte ihn an die renommierte
Burg Giebichenstein Kunsthochschule
Halle, die er 2016 mit dem Master in
Interior- und Möbeldesign abschloss. An der
„Burg“ schärfte Vogel seinen Blick dafür, wie
Menschen Dinge nutzen, berühren und erleben.
Ästhetik, Langlebigkeit und haptische
Erfahrung sind für ihn miteinander verbunden.
Seine Arbeitsweise ist bewusst offen
21
gefasst: Es gibt für ihn keine feste Methode,
jedes Projekt ist für ihn ein kontinuierlicher
Prozess des Lernens, Experimentierens und
Erweiterns der eigenen Fähigkeiten. Besonders
die Erforschung von Materialien und
Oberflächen führt dabei immer wieder zu
neuen Ideen. Die Grenze zwischen Kunst
und Design ist dabei ein fließender, aber
stets willkommener Übergang.
„105LTR FORMS“
Espressotasse „417“,
handgegossen aus
417 g massiver Bronze
Parallel zur eigenen Studioarbeit engagiert
sich Fabio Vogel in der Lehre. Seit seinem
Abschluss unterrichtet er Möbeldesign an
der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim,
seit 2019 zusätzlich Grundlagen des
Designs. Die Weitergabe von Wissen ist für
ihn sehr wichtig, so wie er selbst die Möglichkeit
hatte, von Fachleuten
aus verschiedenen
„Perfumer Mirror“, entstanden aus einem
künstlerischen Disziplinen
Auftrag für einen Pariser Parfümeur
zu lernen. Einer davon ist Schon während seiner
„105LTR FORMS“, hier in der
22 Peter Kuchinke, der für
23
seine Glaskunst in Murano
den Maestro-Titel erhielt
und als Glasmacher
und Kreativdirektor in
Boda (Schweden) lebt. Er
produziert aber auch häufig
in der Glasmanufaktur
Harzkristall.
Studienzeit beschäftigte
sich Fabio Vogel
mit Materialien, die der
Kraft des Feuers standhalten
können.
Atelier Ecru Gallery und unten die
„Sand Series“, die ebenfalls in Derenburg
gefertigt wurde
Spätestens seit dieser Begegnung spielt die
Arbeit mit dem Werkstoff Glas eine besondere
Rolle in Vogels Werk. Schon während
seiner Studienzeit beschäftigte er sich mit
Materialien, die der Kraft des Feuers standhalten
konnten. Besonders fasziniert war er
von feuerfesten Textilien, die er als Form benutzte.
Er begann, damit zu experimentieren,
zunächst mit Bronze, und später mit Glas,
das er in diese Formen einfüllte.
Mit diesen innovativen Glasarbeiten erregte
er zunehmend Aufmerksmakeit; zuletzt wurde
er für seine „105 LTR FORMS“ 2025 mit
dem Hessischen Staatspreis für Kunsthand-
Möbelentwurf von Fabio Vogel:
der „Paris Table“
Fotos: Andreas Murkudis, Atelier Ecru Gallery, 180 the store
werk ausgezeichnet – eine der wichtigsten
Anerkennungen für gestalterische Exzellenz
im deutschen Handwerk.
Im Gespräch mit
Fabio Vogel
Die enge Kooperation der Burg Giebichenstein
als auch der HAWK Hildesheim mit der
Glasmanufaktur Harzkristall führte ihn auch
zu Produktionsaufenthalten in den Harz.
Seitdem ist Fabio Vogel regelmäßig in
Derenburg zu Gast, ob für seine eigenen
Projekte, oder in Kooperation mit der Gerhard
Bürger Stiftung, wo er gemeinsam mit
Studierenden der HAWK die gestalterischen
und technischen Möglichkeiten von Glas
erforscht.
Aus dieser intensiven Zusammenarbeit ging
auch sein aktuelles Projekt hervor: eine exklusive
Womit wir beim Thema sind: In der
Kaviar-Servierplatte aus Gussglas,
Glasmanufaktur haben Sie diese Plat-
die er für den Münchner Kaviar-Spezialisten
ten unter dem Titel „The Wave Plateau”
N25 produziert. Diese Sonderedition
Glas besonders die Aggregatzustände – es produziert. Wie ist Ihr Entwurf dazu ent-
24 übersetzt Vogels
hat keinen festen Schmelzpunkt, sondern standen?
25
Fabio Vogel ist regelmäßig in Derenburg
zu Gast – für seine eigenen Projekte
oder mit Studierenden in Kooperation
mit der Gerhard Bürger Stiftung
Die Produktion von „N25 Caviar x Vogel
Studio: The Wave Plateau“ fand in Derenburg
statt
Gestaltungsanspruch in
ein funktionales Designobjekt.
Inspiriert von der
handwerklichen Welt der
Fischerei steht für ihn das
Wasser, die Welle, als Symbol
für Klarheit und Reinheit
im Mittelpunkt – was
als Bezug auf die subtilen und sich ständig
verändernden Muster, die sanfte Wellen in
seichtem Wasser hinterlassen, auch sichtbar
gemacht wurde.
Was macht die Arbeit mit Glas so besonders
für Sie?
Während meines Studiums habe ich mich
unter dem Thema „Brandspuren - Das Element
Feuer als Gestalter“, mit seiner zerstörerischen
aber auch schöpferischen Kraft
beschäftigt. Ich habe nach Materialien gesucht,
die diesen Kräften trotzen. So bin ich
auf feuerfeste Textilien aus Aramidfasern
gekommen. Ich habe zunächst Versuche
mit Bronzeguss gestartet. Durch die Begegnung
mit Peter Kuchinke, der zu der Zeit Dozent
für Glasdesign an der Burg Giebichenstein
war, bin ich mit dem Werkstoff Glas in
Berührung gekommen. Mich faszinieren an
geht bei Erwärmung kontinuierlich vom festen
in einen zähflüssigen Zustand über.
Was schätzen Sie an der Arbeit in bzw.
mit der Glasmanufaktur Harzkristall?
Das tolle Team in der Hütte. Gerade bei
den Kaviarplatten war es ein unermüdliches
„Machen“; gerade mit der Form war
es am Anfang nicht ganz so einfach, aber
gemeinsam haben wir jede Hürde überwunden,
und aus Kohenstoffstahl die
Form gebaut. Das Tolle ist: im Glas hat
man direkt ein Ergebnis, wenn es abgekühlt
ist.
Für die Kaviarplatten im Auftrag von N25
Caviar war das Briefing lediglich, dass
sie Dosen mit 30g, 50g und 125g aufnehmen
können, sowie das Eis. Beim Design
gab es keine Vorgaben, so dass ich mir
Gedanken machte: Kaviar ist ein reines
Produkt, und kommt aus dem Meer. Glas
ist ebenfalls klar und rein. Den manuellen
Charakter der Fertigung wollte ich auch
sichtbar machen. Dazu passt die Wellenstruktur,
die sich auch auf das Meer
bezieht.
Und ein weiteres, spannendes Projekt in
der Glasmanufaktur steht auch schon in
den Startlöchern. Die lange Geschichte der
Herstellung historischer Leuchten hat ihn
besonders fasziniert. Das Ergebnis seiner
künstlerischen Neugier präsentieren wir in
der kommenden Ausgabe der KristallMomente.
Mehr Infos: www.vogel-studio.com
Fotos: Vogel Studio
Welches Projekt haben Sie als nächstes
in Planung? Können Sie uns schon
etwas verraten?
Demnächst stehen einige weitere Kooperationen
an, ebenso wie eine Ausstellung
bei Cold Spring Ceramics in New York.
Und dann haben wir noch eine Leuchte
für die Glasmanufaktur Harzkristall in
Planung.
Werden Sie
kreativ!
Unser Handwerk wird Ihr Abenteuer
– und das ist hier wörtlich
gemeint. In den Kreativkursen der
Glasmanufaktur Harzkristall legen Besucherinnen
und Besucher selbst Hand
an und gestalten gemeinsam mit dem
Glasmacher oder der Glasbläserin ihr
ganz persönliches Einzelstück. Ob Groß
oder Klein: Wer einmal vor der Flamme
oder dem Schmelzofen stand, vergisst
diesen Moment nicht.
Beim Dekorkugelblasen arbeiten Gäste
in der Schauwerkstatt direkt an der
Gasflamme, der sogenannten Lampe.
Gemeinsam mit erfahrenen Glasbläserinnen
und Glasbläsern entsteht eine
farbenfrohe Kugel, die später aufgehängt
werden kann – eine bleibende Erinnerung
26 an einen besonderen Besuch.
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Am Schmelzofen bei rund 1.200 Grad
Celsius werden weitere Glasobjekte geformt:
herzförmige Teelichter, Blumen
oder weihnachtliche Sterne. Hier zeigt
sich, wie viel Können und Konzentration
im Glasmacherhandwerk steckt. Besonders
eindrucksvoll ist das Blasen der
sogenannten Durstkugel direkt in der
Hütte. Unter fachkundiger Anleitung wird
schnell klar, wie anspruchsvoll der Umgang
mit dem heißen Glas ist.
Ein einmaliges Erlebnis: direkt am Schmelzofen
entstehen aus flüssigem Glas bei 1.200°C echte
Erinnerungen. Kreative Angebote laden dazu ein, selbst
Teil dieses faszinierenden Prozesses zu werden.
Foto: Tobias Brabanski
Die Kreativangebote verbinden traditionelles
Handwerk mit echtem Mitmach-
Erlebnis.
Angeboten werden sie an ausgewählten
Terminen. Hier geht es zu den Kreativangeboten
Zeitlos und stilvoll:
unsere Flaschenvasen
Schlicht, aber voller Ausdruck: Flaschenvasen
setzen gezielte Akzente, schaffen Gemütlichkeit
und machen aus wenigen Elementen ein starkes
Statement für die eigenen vier Wände.
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Jetzt
im Shop!
Ob auf dem Esstisch, dem Sideboard oder der Fensterbank –
eine Flaschenvase fügt sich harmonisch in jedes Wohnkonzept
ein – und wirkt dabei niemals aufdringlich. Sie stellt
eine ideale Alternative zur klassischen Vase dar und überzeugt
durch ihre klare Formensprache.
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Besonders gut eignen sich Flaschenvasen, um einzelne Blumen
oder zarte Zweige in Szene zu setzen. Statt üppiger Sträuße rückt
eine einzelne, langstielige Blume in den Fokus und entfaltet ihre
volle Wirkung. Das sorgt für Ruhe, Leichtigkeit und eine wohnliche
Atmosphäre – Gemütlichkeit, die man sieht und spürt.
Fotos: Glasmanufaktur Harzkristall
Ein besonderes Highlight ist die handgefertigte Flaschenvase aus
der Glasmanufaktur Harzkristall, die in verschiedenen Farben erhältlich
ist. Bei rund 1.200 °C wird sie am Schmelzofen gefertigt
und von Hand geformt. Anschließend wird die Vase sorgfältig
gesägt und der Rand geschliffen – jeder Arbeitsschritt zeugt von
echter Handwerkskunst. Mit einer Höhe von 300 mm und einem
Durchmesser von 110 mm ist sie perfekt für langstielige Blumen
geeignet.
Hier geht es zum Shop
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Wussten Sie schon …
… dass Glas in der Herstellung bewusst an seine
Belastungsgrenze gebracht wird? Ein wenig
bekanntes Geheimnis ist das sogenannte „Läutern“:
Dabei werden Gasblasen nicht entfernt,
sondern durch extreme Hitze gezwungen, sich
zu verbinden und aufzusteigen. Erst kurz vor
dem Formen wird die Schmelze wieder abgekühlt.
Ohne diesen riskanten Zwischenschritt
wäre klares Glas praktisch unmöglich herzustellen.
Impressum
Herausgeber:
Glasmanufaktur Harzkristall GmbH
Im Freien Felde 5, 38895 Blankenburg OT Derenburg
E-Mail: info@harzkristall.de
www. harzkristall.de
Redaktionskontakt:
Glasmanufaktur Harzkristall, Felix Busch
Satz und Layout:
Andreas Bohn
GLASKUGELBLASEN
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RIESIGER
ABENTEUER-
SPIELPLATZ
EINKAUFSWELT
Glasmanufaktur Harzkristall
Im Freien Felde 5
38895 Blankenburg (Harz) OT Derenburg
Tel.: +49 (0) 39 453 – 6800
E-Mail: info@harzkristall.de
STÜNDLICHE
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