bauMAGAZIN März 2026
Das Fachmagazin für die Baubranche Abbruch, Gewinnung, Hub- und Hebetechnik, Bau- und Nutzfahrzeuge Titelstory: MB Crusher Sonderthema: IT am Bau Giganten der Baubranche: Abbruchbagger
Das Fachmagazin für die Baubranche
Abbruch, Gewinnung, Hub- und Hebetechnik, Bau- und Nutzfahrzeuge
Titelstory: MB Crusher
Sonderthema: IT am Bau
Giganten der Baubranche: Abbruchbagger
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2026
03
Das Magazin & Fachportal für
Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge
MB CRUSHER
Kraftvoll zubeißen
Präzision und Kontrolle auf jeder Baustelle
BLICKPUNKT
SONDERTHEMA
IT AM BAU
VDBUM
54. Großseminar: »Brücken
bauen – Zukunft gestalten«
Giganten der Branche
Die größten und schwersten
Abbruchbagger der Welt
Rosenberger Telematics
Telematiklösung für mehr
Digitalisierungskompetenz
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März 2026
46
INHALT28
60
03/2026
8 | Editorial |
10 | Zum Titel – MB Crusher | Beim Abbruch
von Wänden, Fundamenten oder Stahlbetonstrukturen
kommt es neben der richtigen Technik
vor allem auf das passende Werkzeug an.
MB Crusher will mit seinen neuen Abbruchzangen
der Serie »MB-P« und »MB-PT« die damit
verbundenen Anforderungen vollumfänglich
abdecken. Die Modelle eignen sich ideal für den
Primär- und Sekundärabbruch, die Volumenreduzierung
und das Metallschneiden.
12 | Namen und Neuigkeiten |
Baubranche aktuell
20 | bauGeflüster | Die bauMAGAZIN-Kolumne
ist brachial ehrlich, auf Krawall gebürstet
und hochsubjektiv. Mit »bauGEFLÜSTER«
rücken wir die wichtigsten News und Streit-
Themen der Branche klar in den Mittelpunkt.
BLICKPUNKT
1 ABBRUCH
22 | VDBUM | Anlässlich der 54. Auflage des VDBUM-
Großseminars war das bauMAGAZIN vor Ort in Willingen:
Zentrales Thema war es, Brücken zu bauen – und das sowohl im
wörtlichen wie übertragenen Sinne. Das
Event war gespickt mit der traditionellen
Podiumsdiskussion, der Vergabe
des Förderpreises sowie zahlreichen
Vorträgen, die sich mit der Frage
auseinandersetzten, wie sich die
Branche zukunftssicher, nachhaltig,
digital und insgesamt noch effizienter
aufstellen kann.
28 | Develon | Mit dem Raupenbagger
»DX245NHD« bietet sich ein vielseitiger
Abbruchhelfer
30 | Epiroc | Beim Rückbau der bestehenden
Struktur am Europa-Terminal in Antwerpen
arbeitet der »Epiroc HB 7000« unter Wasser
31 | DMS Technologie | Der eigens
entwickelte Abbruchgreifer ermöglicht
Arbeiten ohne Ausfall des Anbaugeräts
32 | ACDE | Im Rahmen des Ersatzneubaus
der Hochbrücke Bayreuth erfolgt der Rückbau
mit dem »BLTB-175L-5-W«-Hydraulikhammer
33 | Pfreundt | Präzise Wiegedaten
und digitale Prozesse durch smarte
Software direkt im Web-Portal
34 | Lehnhoff | Sortierlöffel statt Spezialgeräte:
Die drei Serien »MSL«, »CSL« und »HSL«
sollen das möglich machen
GIGANTEN
DER BRANCHE!
2 GEWINNUNG
35
35 | Simex | Neue Separatorlöffel
der Serie »VSE Tornado« für Bagger
von 1,5 bis 10 t vorgestellt
36 | Deutscher Abbruchverband | Die
Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung
nimmt Fahrt auf
38 | Nebolex | Effiziente Staubbindung
in Abbruch und Industrie mittels Wassernebel
erhöht Arbeitssicherheit
40 | bauMAGAZIN |
Wahre Abbruch-Monster: Diesmal
beschäftigen wir uns mit
den größten und schwersten
Abbruchbaggern der Branche.
Gleichzeitig werfen wir einen
Blick auf smarte Abbruchroboter.
48 | Liebherr France | Feinfühliger Großbagger
»R 978 SME« stellt sein Können im Sandbruch
von Beynon unter Beweis
50 | HD Hyundai | CR-Rental stellte der Manns
GmbH für ein anspruchsvolles Abbruchprojekt
zwei »HX800AL« zur Verfügung
4 März 2026
Inhaltsverzeichnis
70
31 76
51 | Triangle Tyre | Neue Verbindungs- und
Strukturschutztechnologie für riesige OTR-Reifen
in der Gewinnung vorgestellt
52 | Zeppelin – Caterpillar | Wolff & Müller
Quarzsande setzt im Werk Quedlinburg auf
Maschinen von Caterpillar
54 | Sennebogen | Der Seilbagger »6100 E«
beweist im Abbaugebiet seine Leistungsfähigkeit und
Flexibilität im Einsatz
66 | Epiroc | Durch eine neue Kabine für
die »SmartRoc T35«- und »T40«-Bohrgeräte
steigert Epiroc den Bedienkomfort
68 | CAMS | Das Unternehmen präsentiert auf
der Conexpo zwei Maschinen für Recyclingund
Straßenbauanwendungen
70 | Wirtgen | Surface-Miner im
schneidenden Abbauverfahren eingesetzt
56 | Zeppelin-Caterpillar | Produktreihe
weiter ausgebaut: Neuer Radlader »980 GC«
erweitert das 30-t-Segment
58 | Kleemann | In Brasilien ergänzt
ein Kleemann-Anlagenzug eine mobile
Ciber-Asphaltmischanlage
60 | SBM Mineral Processing | Hohe
Produktionsleistung der »Remax 600« sichert
Ressourcenschonung bei Bauprojekt der Strabag AG
62 | Christophel | Die Firma Gerhard Tummes
setzt auf die von Christophel bereitgestellte
»Portafill MR-5X«
63 | Vortex | Ende 2025 lieferte Vortex einen
semimobilen Brecher an einen Kunden in Brasilien,
der einen Hartgestein-Steinbruch betreibt
64 | Sandvik | Modernisierung von Anlagen
der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH bei
laufendem Betrieb durchgeführt
60
3 SONDERTHEMA:
IT AM BAU
72 | Zeppelin Rental | Das Unternehmen erklärt,
wie die Nutzung von BIM-Objekten die digitale Planung
einer Baustelle vereinfachen kann
74 | BPS Software | Auf der digitalBAU
sollen die neuen KI-Funktionen der ERP-Lösung
»bps bau« gezeigt werden
75 | LivEye | »Smart by Day« erweitert
die Videoüberwachung am Bau um die virtuelle
Baustellenansicht am Tag
76 | Zeppelin Baumaschinen | Mensch und
Maschine verbinden: Warum Displays in
Baumaschinen so wichtig geworden sind
S. 71
77 | RMStegos | Die digitale Geräteabrechnung
bei Arge-Projekten ermöglicht die zentrale Erfassung
aller Baugeräte
77 | Infrakit | Digitales Baumanagement
durch Cloud-Plattform vereinfachen und für
alle Beteiligten zugänglich machen
Inhaltsverzeichnis
März 2026
87 | Brigade | Die »KI-Box« als smarte
Nachrüstlösung soll für mehr
Fahrzeugsicherheit sorgen
82
78 | Sensolus | Um logistische Prozesse
effizienter zu gestalten, setzt Max Bögl
auf IoT-Tracking-Lösungen
79 | Bluebeam | Das Unternehmen
erklärt, worauf es bei einer effizienten
Baustellenlogistik ankommt
80 | OneStop Pro | Das Feature »Automatische
Verbuchung« erfasst Maschinenbewegungen
selbstständig und in Echtzeit
81 | PlanRadar | KI beschleunigt den Übergang
von isolierten digitalen Einzellösungen hin zu
integrierten Plattformen
82 | Milwaukee | Anwender und Werkzeug für
mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort auf der
Baustelle einfach vernetzen
84 | BauPioniere | Das Unternehmen erklärt,
wie Personalgewinnung mithilfe einer vernetzten
Recruiting-Infrastruktur gelingen kann
88 | Rosenberger Telematics | Praxisbeispiel:
Wie sich Digitalisierung in der Bauwirtschaft
sicher und einfach umsetzen lässt
4 HUB- & HEBETECHNIK
92 | Liebherr-Biberach | Mehrere Kräne
beim Bau der Ytre-Steinsund-Brücke
in Norwegen im Einsatz
93 | Beutlhauser | Ein Liebherr
»630 EC-H 50« übernimmt den Schwer lasthub
auf einer beengten Baustelle
94 | Beyer-Mietservice | Spezialmaschinen
erleichtern die Glasmontage am
Fachmarktzentrum Altenkirchen
96 | Liebherr-Telfs | Der neue Teleskoplader
»T48-8s« wurde mit mehr Reichweite und
Hubhöhe entwickelt
98 | Palazzani | Die Safety Lift GmbH
aus Hagen wird Exklusivpartner für
den Vertrieb in Deutschland
99 | Ruthmann | Steiger »T 570 HF Hybrid«
bewährt sich bei lokal emissionsfreiem
Einsatz in alpiner Umgebung
100
5 BAU- & NUTZFAHRZEUGE
85 | Ulrich Hoppe | Moderne Maschinenund
Werkzeugverwaltung für rechtskonformen,
effizienten Wartungsprozesses
86 | Echo PRM | Digitaler Produktpass als
Werkzeug für Transparenz, Kreislaufwirtschaft
und Flottenmanagement
96
100 | Fliegl | Innovation Days
2026: Fliegl zeigte den Um- und
Neubau seiner Fertigungen sowie
einen Querschnitt seiner wichtigsten
Lösungen auf.
VOR ORT
104 | MAN Truck & Bus | Elektro-Lkw
sind auf dem Vormarsch: Wachsende
Bedeutung der E-Trucks
105 | KIA | Sonderedition des »PV5 Cargo«
mit Würth-Handwerkerausbau anlässlich
des 80. Firmenjubiläums
106 | RUD Ketten | Beim Transport
von Großmaschinen auf Anschlag- und
Zurrpunkte von RUD gesetzt
109 | Daimler Truck | Bei Wind und
Wetter: Der »Arocs« stellt seine Fähigkeiten
im Schnee unter Beweis
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RUBRIKEN
110 | Aktuelles |
92
112 | Impressum |
112 | Redaktionsverzeichnis A – Z |
113 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |
6 März 2026
Inhaltsverzeichnis
Die Normen sprengen
Kompakt, kraftvoll, ausgezeichnet:
Die A-Serie von Hyundai
Mit der A-Serie präsentiert Hyundai eine neue Generation von Kompaktbaggern
im Segment von 1 bis 8,5 Tonnen – Maschinen, die weit mehr sind als reine
Arbeitsgeräte. Statt auf Standardlösungen zu setzen, definiert Hyundai in
dieser Klasse die Maßstäbe neu: von durchdachtem Bedienkomfort über
präzise Steuerbarkeit bis hin zu modernster Technik. Die Modelle der A-Serie
vereinen Leistungsstärke mit ergonomischem Design und intelligenter
Funktionalität. Die Baureihe wurde bereits mit dem renommierten Red Dot
Design Award ausgezeichnet. Wer Effizienz, Komfort und Innovationskraft neu
erleben möchte, findet in der A-Serie eine überzeugende Alternative. Es ist
Zeit, Gewohntes zu verlassen – und mit Hyundai neue Standards zu setzen.
Sprengen Sie die Normen jetzt
03/26
EDITORIAL
Das Land der Dichter,
Denker – und Brückenbauer…
Mit Brücken ist das so eine Sache: Aufgrund ihrer enormen Tragfähigkeit
und baulichen Komplexität gelten sie als Meisterwerke der Ingenieurskunst.
Und die Geschichte hat gezeigt, dass der Mensch dazu in der Lage
ist, andere Ufer zu erreichen. Man hat sogar ganze Meere überwunden.
Und in Deutschland? Hier tun Brücken vor allem eines – sie bröckeln…
»In Deutschland tun Brücken
vor allem eines – sie bröckeln.«
Inzwischen gelten knapp 16 000 Brücken in
Deutschland als baufällig – und dieses infrastrukturelle
Desaster ist keinesfalls über Nacht
entstanden. Ein Mahnmal dafür, dass die deutsche
Politik ein wirklich gewaltiges Brückenproblem
hat, war der Teileinsturz der Carolabrücke in
Dresden. Die Folge war, dass man sich schmerzlich
an die Bilder vom Einsturz der Morandi-Brücke
erinnert. In Genua verloren damals 43 Menschen
ihr Leben. Und man war froh darüber, dass in Dresden
lediglich ein bisschen Beton zu Bruch gegangen
ist. Aber der Teileinsturz hat alte Wunden aufgerissen:
Aufgrund der schieren Masse an sanierungsbedürftigen
Brücken, Straßen, Schienen und Tunneln
stellt sich zu Recht die Frage, wie man es überhaupt
so weit hat kommen lassen. Denn unabdingbare
Tatsache ist: Brücken werden in der
Regel ziemlich langsam alt, sie werden
nicht plötzlich rissig – sie wurden
schlichtweg über Jahrzehnte hinweg
ignoriert. Auf den ersten Blick ließe
sich meinen, Deutschland habe in
den zurückliegenden Jahrzehnten dringlichere
Löcher stopfen müssen. Böse Zungen behaupten
aber, dass es der jeweiligen Regierung schlicht
und ergreifend egal war. Und das passiert vorrangig
dann, wenn Politiker in Legislaturperioden denken.
Statt massiv in den Erhalt der Infrastruktur zu
investieren, wurden langfristig gedachte Brücken-
und Straßensanierungen auf die lange Bank geschoben.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Schienennetz:
Dort lagen die staatlichen Investitionen in
den 1990er- und 2000er-Jahren dramatisch unter
dem Niveau anderer EU-Länder. Die Folge: massiver
Gleisrückbau sowie Stilllegung zahlreicher
Überholgleise und Nebenstrecken, was zu eklatanten
Engpässen im Netz, weniger Ausweichmöglichkeiten
für den Güterverkehr und zur mittlerweile
weltberühmten Unzuverlässigkeit der Deutschen
Bahn (DB) führte. Und der Stand der Dinge
ist: Was die Regierungen unter Helmut Kohl (CDU),
Gerhard Schröder (SPD), Angela Merkel (CDU) und
Olaf Scholz (SPD) sträflich verpennt haben, darf
die aktuelle Bundesregierung unter Friedrich Merz
(CDU) mit einem 500 Mrd. Euro teuren Sondervermögen
kitten – und das in einer Zeit, in der wir das
Geld an wahrlich allen Ecken und Kanten brauchen.
Schlimm ist, dass die im wahrsten Sinne »untragbaren«
Zustände der deutschen Brücken über so
viele Jahre hinweg ignoriert wurden. Und das,
obwohl die zuständigen Bauwerksprüfer seit Jahren
davor warnen. Natürlich ließe sich jetzt sagen,
dass beim Bau der nunmehr maroden Brücken niemand
damit rechnen konnte, dass wir heute ein derart
hohes Verkehrsaufkommen erleben – die benötigte
Tragfähigkeit, Standsicherheit und Robustheit
sind mittlerweile um ein Vielfaches gestiegen. Aber
ich wiederhole: Brücken fangen nicht »mal eben«
an zu bröckeln. Eine intakte Infrastruktur ist das
Rückgrat einer jeden Wirtschaft, weshalb wir darauf
hoffen müssen, dass es künftige Regierungen
besser machen. Verwundert hat es im Übrigen
nicht, dass »Brücken bauen« auch zentrales Thema
beim zurückliegenden VDBUM-Großseminar war:
In Willingen trafen die wichtigsten Größen der Baubranche
zusammen – und das bauMAGAZIN berichtet
darüber ab Seite 20 in dieser Ausgabe. Eine zentrale
Erkenntnis hieraus: Es ist höchste Zeit, dass wir
jetzt den Preis für unsere Ignoranz bezahlen – denn
so wie es gerade läuft, ist es tatsächlich nicht mehr
»tragfähig«. In diesem Sinne: Lassen Sie uns Brücken
bauen – und zwar schnell!
Dan Windhorst,
Chefredakteur
8
März 2026
Editorial
KEINEN CAT KANN ICH
MIR NICHT LEISTEN.
Als Familienunter nehmen stehen wir seit über 110 Jahren für Verbindlichkeit, hohe Qualität sowie Respekt und Ehrlichkeit
im Umgang miteinander. Werte, die wir leben und für die wir starke Partner brauchen. Zeppelin bietet uns seit
vielen Jahren moderne, zuverlässige Maschinen und einen Rund-um-Service ohne Wenn und Aber. Darauf zu verzichten –
das können wir uns nicht leisten.
Ralf Eggers, Geschäftsführender Gesellschafter
Eggers Gruppe, Hamburg
zeppelin-cat.de
März 2026
ZUM TITEL
Kraftvoll zubeißen:
Präzision und Kontrolle
auf jeder Baustelle
Um die unterschiedlichsten Anforderungen
abdecken zu können, stehen zwei
Modellreihen zur Auswahl: die »MP-P«-
Serie für Hydraulikbagger von ca. 1,5
bis 6,5 t und die »MB-PT«-Modelle für
Maschinen von ca. 6,5 bis 25 t.
MB CRUSHER – Beim Abbruch von Wänden, Fundamenten oder Stahlbetonstrukturen
kommt es neben der richtigen Technik vor allem auf das passende Werkzeug an.
Abbruchzangen eignen sich hierfür ideal, da sie vielseitig nutzbar sind. Gleichwohl
sind die Anforderungen an diese Anbaugeräte hoch: Sie müssen nicht nur dem
täglichen Baustellenstress und einer hohen Belastung standhalten, sondern auch Zeit
sowie Mühe sparen. MB Crusher erfüllt mit seinen neuen Abbruchzangen der Serie
»MB-P« und »MB-PT« diese Anforderungen. Die Modelle decken vom Primär- und
Sekundärabbruch über die Volumenreduzierung bis hin zum Metallschneiden
Aufgaben aller Art effizient und zuverlässig ab.
Made in Italy
In die jahrelange Entwicklungsarbeit
flossen das Feedback von
Fachleuten und die Erfahrungen
aus harten Praxistests auf
Baustellen ein. Die Abbruchzangen
sind 100 Prozent made in Italy.
Die erstmals auf der Bauma 2025 präsentierten
Abbruchzangen wurden auf Basis echter Feedbacks
von Fachleuten und harter Praxistests auf
Baustellen in jahrelanger Entwicklungsarbeit perfektioniert.
Herausgekommen ist eine »100-Prozent-made-in-Italy«-Lösung
für Abbruchprofis
und alle, die es werden wollen.
Zwei Modellreihen für Trägergeräte aller Art
Um die Anforderungen unterschiedlichster Anwender
abdecken zu können, stehen zwei Modellreihen
zur Auswahl. Die »MP-P«-Serie ist für Hydraulikbagger
von ca. 1,5 bis 3 t vorgesehen. Das
kompakte Modell »MB-P160« eignet sich ideal für
feine Arbeiten wie den Abbruch kleinerer Wände
und Strukturen. Die Abbruchzange »MB-P380« (optional
mit Kit für Sekundärzerkleinerung) ist für
größere Maschinen mit einem Gewicht von ca. 3 bis
6,5 t gedacht. Das prädestiniert sie für den Abriss,
die Material trennung und das Recycling auf kleinen
bis mittleren Baustellen. Die Serie »MB-PT«
mit den Modellen »MB-PT650«, »MB-PT1150« und
»MB-PT1650« richtet sich an Benutzer schwerer
Maschinen mit einem Gewicht von ca. 6,5 bis 25 t.
360°-Rotation und maximale Wendigkeit
Jede Abbruchzange ist mit einer kontinuierlichen
hydraulischen 360°-Rotation ausgestattet. Das ermöglicht
dem Bediener eine flexible Positionierung,
ohne ständig die Maschine bewegen zu müssen.
Das System ist auch mit Doppelmotor kompatibel,
um bei Bedarf die Rotationskraft zu erhöhen.
Die geneigte Grundplatte, bei allen Modellen außer
dem kleinsten verfügbar, vergrößert den Aktionsradius
– ideal, um nahe an den Ketten oder
in engen Bereichen zu arbeiten. Das elektrische
Rotationskit ist auf Anfrage erhältlich und erlaubt
den Einsatz auch ohne doppelte Leitung an der
Trägermaschine.
Drei Abbruch-Kits für den schnellen Austausch
Die »MB-PT«-Serie kann mit drei Kiefer-Kits ausgestattet
werden: Mit dem Brechzangen-Kit wird
Stahlbetonstrukturen der Garaus gemacht. Das
10
März 2026
Zum Titel
Präzise: die »MB-P380« beim
Rückbau der Stahlbetondecke
(20 cm), des Beton-Hohlblockmauerwerks,
der Stahlbetonbodenplatte
(20 cm)
sowie der Fundamentstreifen.
Sekundärzerkleinerungs-Kit übernimmt die
Zerkleinerung bereits abgetragener Blöcke und
mit dem Scheren-Kit lassen sich Stahl und Metalle
schneiden. Da sich alle Kits sowie die Schneiden
und Zähne einfach und schnell innerhalb weniger
Minuten direkt vor Ort wechseln lassen, entstehen
keine Stillstandzeiten.
Gebaut für Langlebigkeit und Leistung
Die gesamte Struktur der Abbruchzangen besteht
aus Hardox – einem der widerstandsfähigsten
verschleißfesten Stähle auf dem Markt. Das Hebelsystem
ist so ausgelegt, dass jede Zange maximale
Kraft entfaltet. Darüber hinaus sind die Zylinder
optimal geschützt, auch für den Einsatz unter
härtesten Bedingungen. Zusätzlich sorgen der
robuste Drehkranz und das Hydrauliksystem mit
zwei oder vier Leitungen für eine konstant hohe
Leistung – auch unter Volllast.
Präziser Rückbau einer Doppelgarage
Beim Teilabbruch einer Doppelgarage entschied
sich die Firma Thomas Hugo Baggerarbeiten aus
Sulzbach am Main für die »MB-P380«-Abbruchzange.
Das Familienunternehmen ist spezialisiert auf
Bagger- und Erdarbeiten sowie Abriss- und Rückbauarbeiten.
Ausschlaggebend für den Einsatz der
»MB-P380« waren die baulichen Gegebenheiten
sowie der Anspruch an einen kontrollierten und
wirtschaftlichen Rückbau. Bei diesem Abbruchprojekt
kam es weniger auf die Schlagenergie als
vielmehr auf Präzision an. Denn hier sollte nur eine
Garagenhälfte abgerissen werden, ohne die angrenzende
Garage zu beschädigen.
MB S.P.A (3)
Nach vorbereitenden Maßnahmen – wie dem Ausbau
des Garagentors, Abstützung der Decke, Rückbau
der Dachabdichtung sowie Trennschnitt zwischen
beiden Baukörpern – begann der eigentliche
Betonabbruch. Rückgebaut wurden die
Stahlbetondecke (20 cm), das Beton-Hohlblockmauerwerk,
die Stahlbetonbodenplatte (20 cm)
sowie der Fundamentstreifen. Gerade bei dieser
Konstellation wäre der Einsatz eines Hydraulikhammers
mit einem erhöhten Risiko für Erschütterungsschäden
verbunden gewesen. Die
»MB-P380« ermöglichte hingegen einen kontrollierten,
erschütterungsarmen Rückbau. Dank der
integrierten Schneidleisten konnten Armierungseisen
direkt beim Abbruch durchtrennt werden.
Beton und Stahl wurden sauber voneinander getrennt
und bereits vor Ort auf eine brechfähige
Größe zerkleinert.
Systemlösung bietet mehr Wirtschaftlichkeit
Beim Einsatz eines Hammers wären zudem ein größerer
Bagger und zusätzlicher Greifer notwendig
gewesen, was mit höheren Kosten und mehr logistischem
Aufwand verbunden gewesen wäre. Mit der
»MB-P380« an einem Bobcat »E55« mit 5,5 t Gewicht
konnte der Rückbau effizient mit vorhandener Maschinentechnik
durchgeführt werden. Das Material
war nach Abtransport ohne weitere Vorzerkleinerung
direkt brechfähig. Das Fazit des Kunden fiel
entsprechend positiv aus: »Die ›MB-P380‹ übertrifft
unsere Erwartungen. Im Vergleich zu anderen Fabrikaten
erzielen wir mit MB die besten Ergebnisse.
MB steht für robuste Qualität und ein überzeugendes
Preis-Leistungs-Verhältnis.«
Die »MB-P380« ermöglichte
einen kontrollierten,
erschütterungsarmen
Rückbau. Dank der integrierten
Schneidleisten
konnten Armierungseisen
direkt durchtrennt werden.
s
Flexible
Positionierung
Jede Abbruchzange ist mit
einer kontinuierlichen hydraulischen
360°-Rotation ausgestattet.
Das ermöglicht dem
Bediener eine flexible Positionierung,
ohne ständig die
Maschine bewegen zu müssen.
ABBRUCHZANGEN
Serie »MP« und »MP-PT« MB-P160 MB-P380 MP-PT650 MP-PT1150 MP-PT1650
Gewicht (t) 0,17 0,38 0,49 0,845 1,24
Maße L × B × H (mm) 890 × 225 × 580 890 × 225 × 580 je nach Kit je nach Kit je nach Kit
Max. Ø Rebar / Bewehrung (mm) 20 25 35 40 40
Drehzahl (rpm) 15 bis 20 20 bis 25 20 bis 25 20 bis 25 20 bis 25
Brechkraft (t) 23 32 je nach Kit je nach Kit je nach Kit
Zum Titel März 2026 11
NAMEN & NEUIGKEITEN
DGS GmbH wird neuer JCB-Händler für Baumaschinen
JCB DEUTSCHLAND – Neue Zusammenarbeit: JCB erweitert sein Vertriebsnetz in Thüringen
und gewinnt mit der DGS GmbH einen erfahrenen Partner. Seit Jahresende 2025 ist das
Unternehmen der Tupag-Gruppe Vertragshändler für JCB-Baumaschinen in der Region.
Die Zusammenarbeit zwischen JCB und der DGS GmbH besteht bereits seit vielen Jahren. Der
Vertrieb von JCB-Maschinen im Bereich Flurförderfahrzeuge ist bei der DGS GmbH seit 2015
etabliert. Im Jahr 2018 kamen die JCB-Landmaschinen hinzu, die seither in einer eigenen Vertriebssparte
geführt und heute erfolgreich an vier Stützpunkten in Hessen sowie Thüringen vermarktet
werden. Der Vertrieb der JCB-Baumaschinen erfolgt vom Standort Döllstädt aus. Die Geschäftsführung
der DGS GmbH liegt bei Jens Hartung. Das
Unternehmen verfügt über ein flächendeckendes
Servicenetz und betreut aktuell mehr als 2 000
Kunden in Thüringen. Jens Hartung, Geschäftsführer
der DGS GmbH und zugleich Vorstand der Tupag
AG, erklärt: »JCB verfügt über ein hervorragendes
und umfassendes Produktprogramm an Baumaschinen,
das uns zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten
aus einer Hand eröffnet und von einem
spezialisierten Team für die Kunden aus der Baubranche
getragen wird.« Auch bei JCB Deutschland
wird die Erweiterung der Zusammenarbeit positiv
bewertet. Matthias Szupories, Geschäftsführer der
JCB Deutschland GmbH, sagt: »Die DGS GmbH ist bereits seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich
für JCB tätig. Wir kennen uns, wir haben bereits viel gemeinsam erreicht. Daher ist es nur konsequent,
den nächsten Wachstumsschritt zu gehen.«
d
JCB
JCB erweitert sein
Vertriebsnetz in Thüringen.
ZEPPELIN
Stefan Besendorfer übernimmt
Leitung Vertrieb und Marketing
ZEPPELIN BAUMASCHINEN – In einem dynamischen
Umfeld den Kunden als verlässlicher
Partner die richtigen Lösungen anzubieten – das
ist laut eigener Aussage der Anspruch von Stefan
Besendorfer. Zum Jahresbeginn hatte er die Position
des Leiters Vertrieb und Marketing für Deutschland
und Österreich bei der Zeppelin Baumaschinen
GmbH übernommen. In seiner neuen Funktion
ist er verantwortlich für die Neuausrichtung und
Umsetzung der Vertriebsstrategie, die Steuerung
des Vertriebs von Neu- und Gebrauchtmaschinen
sowie die Weiterentwicklung des Marketings.
Stefan Besendorfer (l.) und Holger Schulz.
Personelle Veränderungen: Werke von Daimler Truck in
Wörth, Gaggenau und Mannheim unter neuer Leitung
DAIMLER TRUCK – Thomas Twork, derzeit Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz-
Werks in Gaggenau, übernimmt zum 1. April die Leitung des Mercedes-Benz-Werks in Wörth
am Rhein und die Leitung Produktion Mercedes-Benz Trucks. Er folgt auf Andreas Bachhofer.
Ebenfalls zum April übernimmt Jürgen Betz (55) die Standortleitung im Werk Gaggenau.
Außerdem soll Gerald Tropper ab Juli die Geschicke im Werk Mannheim leiten.
»
Ich danke Thomas Twork ganz herzlich für seinen hervorragenden Einsatz im Werk Gaggenau.
Während seiner Zeit als Werkleiter hat er den Standort als Herz des globalen Getriebenetzwerkes
strategisch sowie wirtschaftlich weiterentwickelt und die Ausrichtung des Standortes als Kompetenzzentrum
für elektrische Antriebskomponenten und die Montage von Wasserstoffbrennstoffzellen
geprägt«, sagt Yaris Pürsün, Leiter des globalen Produktionsnetzwerkes für Antriebskomponenten
bei Daimler Truck. Mit Thomas Twork folgt nun ein erfahrener Macher: 2019 übernahm Twork
die Standortleitung Gaggenau. Und auch Jürgen Betz kann von seinen bisherigen Erfahrungswerten
profitieren: Seit 2016 ist er verantwortlich für die Produktions- und Netzwerkplanung innerhalb
des globalen Produktionsnetzwerks von Antriebskomponenten. Zum Leitungswechsel in Mannheim
sagt Yaris Pürsün: »Ich danke Andreas Moch herzlich für seinen außerordentlichen Einsatz. Er hat
die Ausrichtung und die Kultur des Standorts maßgeblich geprägt und die Zukunftsfähigkeit der
Motorenproduktion in Mannheim
gestärkt. Zugleich freue
ich mich, Gerald Tropper für
das Powertrain-Team und das
Werk Mannheim gewinnen zu
können. Mit seiner Expertise
wird er den Standort erfolgreich
leiten und konsequent
weiterentwickeln.« d Thomas Twork. Jürgen Betz. Gerald Tropper.
DAIMLER TRUCK (3)
Dabei ist der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur
schon alleine wegen seines bisherigen beruflichen
Werdegangs per se kunden- und produktfokussiert.
»Ich bin im Service- und Kundendienst gestartet und
habe dann wertvolle Erfahrungen in der Entwicklung
gesammelt, bevor ich in den Vertrieb gewechselt bin«,
so Stefan Besendorfer. Erst im August 2024 übernahm
er zusätzlich zur Leitung der Niederlassung
München die Aufgabe des Vertriebsdirektors für das
Vertriebs- und Servicezentrum Bayern bei Zeppelin.
Zuvor verantwortete er seit 2016 den Auf- und Ausbau
des Produktmanagements für Materialumschlag,
Recycling und Sonderlösungen. Schon hier standen
maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden im
Fokus. Darüber hinaus bringt Stefan Besendorfer
umfassende Erfahrung aus der Perspektive des Partners
und Baumaschinenherstellers Caterpillar mit. So
war er im Münchner District Office als Vertriebsrepräsentant
tätig und für den Verkauf von Caterpillar-Standard-
und -Großgeräten in Deutschland und
zuvor in Österreich zuständig. Vorher war er im European
Design Center in Wackersdorf als Projektmanager
für die Entwicklung neuer Mobil- und Umschlagbagger
verantwortlich. Zu Beginn seiner Laufbahn bei
Caterpillar unterstützte er als Serviceingenieur die
weltweite Händlerorganisation bei der Lösung von
Produktproblemen in diesem Produktsegment. »Der
Kunde kauft bei uns nicht nur ein Produkt, sondern
vor allen Dingen eine Lösung«, ist sich der überzeugte
Teamplayer Stefan Besendorfer sicher.
d
12
März 2026
Namen & Neuigkeiten
Volvo Construction Equipment schließt
Übernahme von Swecon ab
VOLVO CE – Der Baumaschinenhersteller Volvo Construction Equipment
(Volvo CE) hat nach der kartellrechtlichen Genehmigung durch die
Europäische Kommission die Übernahme von Swecon von Lantmännen
abgeschlossen. Die Transaktion wurde bereits Ende Januar vollzogen.
Wie bereits im Juni 2025 angekündigt, hatte Volvo CE mit Lantmännen
eine Vereinbarung über den Erwerb von Swecon geschlossen. Swecon ist
in Schweden, Teilen Deutschlands, Estland, Lettland und Litauen tätig –
ebenso wie das Entrackgeschäft. Mit dem erfolgreichen Abschluss der
Übernahme gehört Swecon nun vollständig zu Volvo CE.
Die Transaktion umfasst den gesamten Geschäftsbereich von Swecon: den
Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, das Vermietungsgeschäft,
Nachrüst- und Serviceleistungen, Büro- und Werkstattstandorte sowie rund
1 400 Mitarbeitende. Volvo CE betrachtet diesen Schritt als strategische
Investition in den Ausbau und die Stärkung der eigenen Handelsaktivitäten in
Schlüsselmärkten. Der Retail-Bereich wird damit zu einem zentralen Bestandteil
des Europa-Geschäfts von Volvo CE. »Wir freuen uns, alle Mitarbeitenden
von Swecon bei Volvo willkommen zu heißen, und sind überzeugt, dass wir
gemeinsam stärker und besser aufgestellt sein werden, um unsere Kunden
beim Übergang zu nachhaltigeren und produktiveren Lösungen noch besser
zu unterstützen«, sagt Melker Jernberg, Präsident von Volvo CE. »Durch die
Integration bündelt Swecon seine Marktexpertise mit der Innovationskraft von
Volvo CE. Unsere Kunden erhalten weiterhin den vertrauten und verlässlichen
Service, dieselben Dienstleistungen und ihre bekannten Ansprechpersonen –
jetzt mit noch mehr Stärke, um ihren Erfolg heute und in Zukunft zu sichern«,
fügt Tomas Börjesson, CEO der Swecon-Gruppe, an dieser Stelle hinzu. Aber
es hat weitere Neuerungen gegeben: Tomas Kuta wurde zum neuen CEO der
VOLVO
Volvo CE übernimmt Swecon.
Swecon-Gruppe ernannt und folgt damit auf Tomas Börjesson, der in den
Ruhestand geht. Kuta verfügt über langjährige Erfahrung innerhalb von Volvo
CE, zuletzt als Leiter der Verkaufsregion Asien von Volvo CE. Er hat seine neue
Funktion im März übernehmen. Volvo CE ist Anbieter von Lösungen für die
Bauindustrie und liefert ein breites Portfolio an Maschinen, Produkten und
Dienstleistungen. Gegründet im Jahr 1832 und mit einem Vertriebsnetz in
allen wichtigen Märkten, erfülle man mit zahlreichen Experten weltweit die
gemeinsamen Ziele – mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Elektromobilität
und Dienstleistungen. Neben einem stetig wachsenden Angebot an
elektrischen Maschinen und Ladeinfrastrukturlösungen biete Volvo CE branchenführende
knickgelenkte Dumper, Radlader und Bagger – abgestimmt
auf die vielfältigen Bau- und Infrastrukturbedürfnisse der Branche. Volvo CE
profitiert von der Zugehörigkeit zur Volvo Group, die darüber hinaus Lkw,
Busse, Energie- und Antriebslösungen sowie Finanzierungen und Services
bereitstellt.
d
IHRE PROJEKTE.
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www.kiesel.net
Namen & Neuigkeiten März 2026 13
CMC gibt die Ernennung von
Stefano Di Santo zum neuen CEO bekannt
CMC – Künftig wird Stefano Di Santo die Aufgaben des Chief Executive Officer (CEO) der
Gruppe übernehmen. Diese Entscheidung folgt auf die Ernennung des neuen CEO der Tochtergesellschaft
CMC North America im Jahr 2025. Sie ist Teil eines umfassenderen Prozesses
zur Stärkung der Unternehmensführung und zur Beschleunigung des industriellen
sowie internationalen Entwicklungsplans des Unternehmens.
Stefano Di Santo ist ein Manager mit umfassender Erfahrung in der Leitung komplexer
Industrieunternehmen, die er mit strukturierten Stakeholdern auf internationaler Ebene
gesammelt hat. Im Laufe seiner Karriere hat er strategische Pläne für organisches und anorganisches
Wachstum koordiniert und umgesetzt. Er leitete
M&A-Transaktionen (Fusionen und Übernahmen),
organisatorische Umstrukturierungen und Transformationsprozesse
sowie die Gründung neuer Einheiten und
Geschäftsbereiche in verschiedenen globalen Märkten.
Alessandro Mastrogiacomo, Vertreter der Gesellschafterfamilien,
kommentiert: »Die Ernennung von Stefano
Di Santo wurde von den Familien Mastrogiacomo und
Moretti nachdrücklich unterstützt. In Abstimmung mit
Metrika haben wir in ihm eine Persönlichkeit mit großer
Management-Stabilität identifiziert, die in der Lage ist,
CMC in eine neue Wachstumsphase zu führen und die
industrielle sowie strategische Positionierung des Unternehmens
langfristig zu stärken.«
d
Stefano Di Santo.
CMC
Adrian Fricke übernimmt
Gesamtverantwortung für Vertrieb bei Granit Parts
GRANIT PARTS – Der Vertrieb wird strategisch neu aufgestellt: Mit Beginn des neuen Jahres
hat Adrian Fricke die Gesamtverantwortung für den Vertrieb übernommen. In der neu geschaffenen
Position wird die Verantwortung für den deutschen und internationalen Vertrieb
gebündelt, um die globale Wachstumsstrategie weiterzuentwickeln.
Mit Adrian Fricke setzt Granit Parts auf eine Führungspersönlichkeit mit internationaler
Vertriebs- und Markterfahrung. Nach seiner mehrjährigen Tätigkeit als Verkaufsleiter von
Granit Parts Norddeutschland war er in den vergangenen drei Jahren maßgeblich für die Entwicklung
von Fricke Maszyny Rolnicze in Polen verantwortlich. In dieser Zeit konnte das Unternehmen
seine Präsenz von fünf auf elf Standorte ausbauen und beschäftigte zuletzt mehr als
220 Mitarbeitende. Im Zuge der weiteren Konsolidierung der John-Deere-Händlerstruktur in
Polen wird das bislang von Fricke Maszyny
Rolnicze betriebene John-Deere-Geschäft
künftig von Agro-Siec Maszyny fortgeführt,
einem der autorisierten John-Deere-Händler
des Landes. Alle elf Niederlassungen sowie
das erfahrene Team wurden übernommen.
Für Granit Parts bedeutet diese Neuordnung
eine gezielte Stärkung der Vertriebsstruktur.
Adrian Fricke wird seine Ressourcen künftig
auf die internationalen Wachstumspotenziale
des Ersatzteilgeschäfts konzentrieren. »In
den kommenden Monaten werde ich Kunden
und Vertriebsteams weltweit besuchen, um
Marktanforderungen noch enger aufzunehmen,
Partnerschaften weiter auszubauen und
unsere globale Ausrichtung nachhaltig zu stärken«,
so Adrian Fricke. d Adrian Fricke.
FRICKE
MOERSCHEN
Moerschen erweitert Portfolio
um VTN-Anbaugeräte
MOERSCHEN – Die Moerschen Mobile Aufbereitung
GmbH aus Willich erweitert ihr Angebotsportfolio
ab sofort um Anbaugeräte für Baumaschinen
des renommierten norditalienischen Spezialisten
VTN Europe S.p.A.
Moerschen
vertreibt nun
Anbaugeräte
von VTN Europe.
Nun sollen zwei Partner zusammenkommen, die
zusammenpassen: Moerschen Mobile Aufbereitung
und VTN Europe. »Als Profis für die Zerkleinerung
mineralischer Fraktionen unterstützen wir unsere
Partner entlang des gesamten Produktionsablaufs
– von der Materialvorbereitung bis zum abschließenden
Materialhandling«, freut sich Moerschen- Mobile-
Aufbereitung-Geschäftsführer Sven Brookshaw,
und er weiß warum: »Leistungsstarke Anbaugeräte
machen aus einem Standardbagger ein Spezialgerät
und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten erheblich.
Für den Anwender sind Anbaugeräte zumeist mit
geringem Aufwand vorzuhalten und zu transportieren.
Aus Recycling, Abbruch, aber auch der Bodenaufbereitung
sind sie nicht mehr wegzudenken. Mit den
Produkten von VTN Europe hat Moerschen Mobile
Aufbereitung sich mit die modernste Produktpalette
gesichert, die heute auf dem Markt zu bekommen
ist.« Über mehr als 50 Jahre seien die norditalienischen
Maschinenspezialisten zu marktführender
Kompetenz gewachsen. Das komme beispielsweise
bei den Pulverisierer-/Abbruchzangen-Baureihen
zum Tragen, für die VTN eigens ein integriertes Booster-System
entwickelt habe. Die Bezeichnung sei hier
Programm: Der »Booster« verstärke den Hydraulikdruck
im Bedarfsfall automatisch und liefere dadurch
augenblicklich eine deutlich größere Schließkraft und
erhöhe die Arbeitsgeschwindigkeit, ohne gleichzeitig
den Hydraulikleistungsabruf der Trägermaschine zu
erhöhen. Das System basiert auf einem Konzept mit
Vier-Kammer-Zylindern in Zwei-Wege-Ausführung.
Damit arbeitet die Schere gleichmäßig und schnell mit
hoher Penetrationsfunktion. Bei mehr als 25 Produkttypen
für Bagger von 1,5 bis 170 t Einsatzgewicht sei
laut Moerschen »wohl für jeden was dabei«. In Willich
stehen in Zukunft die gesamten Produktgruppen von
VTN Europe zur Verfügung.
d
14
März 2026
Namen & Neuigkeiten
Mit Markus Jüngert verstärkt
Holp die Betreuung im Vertriebsaußendienst
HOLP – Ein erfahrener Mann: Markus Jüngert ist neuer Händlerbetreuer im Vertriebsaußendienst
für die Holp GmbH und wird sich vorwiegend um die Händlerpartner in der
Mitte Deutschlands kümmern. Der verheiratete Jüngert ist 50 Jahre alt, Vater von zwei erwachsenen
Kindern und kann auf über 25-jährige Erfahrung im Vertrieb zurückblicken.
Zuletzt war Markus Jüngert im Vertrieb eines Baumaschinehändlers tätig, wo er über den heutigen
Außendienstkollegen Michael Jakobi auf die Stelle aufmerksam wurde. »Mich überzeugen
die Geräte von Holp durch ihre Innovation und Qualität. Ich finde, die gehören an jeden Bagger.«
Wichtig sind dem engagierten Vertriebler eine transparente und ehrliche Kommunikation mit allen
Partnern sowie der Aufbau einer langfristigen
und verlässlichen Beziehung. Sein
Credo dabei: »Was versprochen wird, wird
gehalten.« Und was in der heutigen Kultur
der vermeintlichen Perfektion häufig
verdrängt wird: »Wir sind alle Menschen,
denen Fehler passieren. Kommt so etwas
vor, stehe ich dazu und behebe das Problem.«
Vertriebsgeschäftsführer Torsten
Schick erklärt: »Wir freuen uns sehr, dass
wir unseren Partnern in der Region Mitte in
Deutschland nach einer Zeit der kommissarischen
Betreuung wieder einen festen
Ansprechpartner vorstellen dürfen, der sie
mit großem Engagement und Fachkompetenz
unterstützen wird.«
d Torsten Schick (l.) und Markus Jüngert.
PARTNERSCHAFT
Clark Europe schließt strategische
Partnerschaft mit Arko in Slowenien
CLARK EUROPE – Künftig wird Arko als offizieller Vertriebspartner für Slowenien
tätig sein. Die Zusammenarbeit unterstreicht Clarks Ziel, die Präsenz auf dem europäischen
Markt weiter auszubauen.
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung in der Europazentrale in Duisburg erklärte Stefan
Budweit, President & CEO der Clark Europe GmbH: »Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft
mit Arko. Das Unternehmen blickt auf eine langjährige Erfahrung im Logistiksektor
zurück und genießt einen hervorragenden Ruf in der Branche. Mit dieser Zusammenarbeit
können wir unseren slowenischen Kunden unser umfangreiches Leistungsspektrum
nun über einen Partner unseres Vertrauens anbieten und höchste Standards in Beratung
und Service sicherstellen.«
d
HOLP
Markus Siegner ist neuer
CEO bei der Kögel Trailer GmbH
KÖGEL TRAILER – Zum Jahreswechsel hat
Markus Siegner den Vorsitz der Geschäftsführung
bei Kögel Trailer übernommen. Er folgt damit auf
Christian Renners, der das Unternehmen im September
2025 verlassen hat.
In seiner Funktion verantwortet er zusätzlich die
Bereiche Operations, Supply Chain, Entwicklung
und Logistik. Sein Fokus liegt darauf, den Kundennutzen
durch digitale und elektronische Lösungen
sowie nachhaltiges Wirtschaften zu erhöhen und die
Produktivität des Unternehmens weiter zu steigern.
Markus Siegner verfügt über mehr als 25 Jahre internationale
Führungserfahrung in der Industrie – mit
ausgewiesener Expertise in Operations, globalen
Produktionsnetzwerken, Supply-Chain-Management,
Procurement sowie Post-Merger-Integration.
Zuletzt war er als COO der AL-KO Vehicle Technology
für das weltweite operative Geschäft mit vier Business-Units,
mehr als 25 Produktionsstandorten und
über 3 000 Mitarbeitenden verantwortlich. Unter
seiner Führung setzte das Unternehmen umfassende
Transformations- und Effizienzprogramme
um, darunter signifikante Produktivitätskosten- und
Materialkostensenkungen, Standortoptimierungen
sowie die operative Integration mehrerer Akquisitionen.
Zuvor übernahm Markus Siegner über viele
Jahre verschiedene Senior-Management-Positionen
bei Osram, darunter als COO einer globalen Business-Unit,
als VP für Manufacturing & Procurement
sowie in weiteren Leitungsfunktionen in Europa und
Asien. Er leitete internationale Produktions- und Liefernetzwerke,
erzielte deutliche Kostensenkungen
und Effizienzgewinne, baute neue Standorte auf und
trieb strategische Footprint-Optimierungen sowie
digitale Transformationsprogramme voran. »Die
hohe Dynamik der internationalen Märkte erfordert
eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens,
um mit neuen und verbesserten Produkten,
Prozessen und Vertriebskonzepten erfolgreich zu
bleiben«, erklärt der neue CEO von Kögel Trailer, der
nun mit Tatkraft in seine neue Rolle schlüpft. d
Neues Update zu den Gesprächen mit Wacker Neuson
BOBCAT – Vor wenigen Monaten gaben beide Unternehmen bekannt,
dass Gespräche über einen möglichen Erwerb geführt würden –
nun teilte Doosan Bobcat mit, dass man diese nicht weiterführen wird.
Der eigentliche Plan lautete, eine Mehrheitsbeteiligung zu erwirken sowie über ein mögliches
öffentliches Übernahmeangebot zu sprechen. Tatsache sei laut Bobcat, dass man unabhängig
davon an seiner Strategie »2030« festhalte. Der Baumaschinenhersteller mit EMEA-Stammsitz
im tschechischen Dobríš treibe Innovationen gezielt voran und setze Kapital dort ein, wo es den
größten Mehrwert schaffe. Weitere Einblicke in die künftige Ausrichtung möchte Bobcat in den
kommenden Monaten geben – das bauMAGAZIN wird darüber berichten.
d
KÖGEL TRAILER
V. l .n. r.: Christian Spengler, Markus Siegner und Thore Bakker.
Namen & Neuigkeiten März 2026 15
Atlas GmbH stellt klar: »Wir sind da. Und wir arbeiten weiter!«
ATLAS – Der Baumaschinenhersteller Atlas mit Sitz in Ganderkesee befindet sich
aktuell in einer Sanierung in Eigenverwaltung. Gegenüber dem bauMAGAZIN unterstreichen
die Geschäftsführer Bob Litchev und Uri Toudjarov: »Wir stellen uns neu auf
– geordnet und mit klarem Plan.«
Wichtiger Hinweis
Nach Bekanntwerden
der Sanierungspläne
der Atlas GmbH scheint es
am Markt vermehrt zu Missverständnissen
gekommen
zu sein. Um Verwechslungen
vorzubeugen, sei gesagt: Die
Atlas Weyhausen GmbH ist
eigenständiger Hersteller von
Radladern und steht in keiner
gesellschaftsrechtlichen
Verbindung zum Bagger- und
Umschlagmaschinenhersteller
Atlas GmbH. Das Unternehmen
teilt mit: »Wir bedauern, dass es
zu Missverständnissen kommen
kann, und möchten unseren
Kunden, Partnern und Händlern
an dieser Stelle ausdrücklich
versichern: Atlas Weyhausen
steht weiterhin für Qualität, Verlässlichkeit
und Kontinuität.«
Aufgrund zahlreicher, aber zum Teil unvollständiger
Meldungen, die derzeit durch die Branche gehen,
hat sich die Geschäftsleitung der Atlas GmbH dazu entschlossen,
ein Statement abzugeben. Bob Litchev und
Uri Toudjarov stellen klar: »In den vergangenen Tagen
hören wir, dass viele Fragen und Gerüchte rund um Atlas
im Umlauf sind. Das verstehen wir gut – schließlich geht
es um Projekte, Zeitpläne und Vertrauen. Genau deshalb
möchten wir offen sagen, wie die Lage ist: Die Atlas
Group befindet sich aktuell in einer Sanierung in Eigenverwaltung.
Das klingt formal, bedeutet aber vor allem
eins: Wir stellen uns neu auf – geordnet und mit einem
klaren Plan – und wir tun das bei laufendem Betrieb.«
Bekannt wurde, dass das Amtsgericht Delmenhorst
ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet
hatte. Dies sei deshalb möglich, weil Aussicht auf eine
positive Sanierung bestehe und die Fortführung des
Unternehmens für die Dauer des Verfahrens finanziell
abgesichert sei. Die beiden Geschäftsführer ergänzen:
»Was uns wichtig ist, direkt zu sagen: Wir sind da. Und
wir arbeiten weiter! Produktion, Service, Ersatzteile und
Vertrieb laufen wie gewohnt. Unsere Teams sind im Einsatz
– in der Fertigung, im Ersatzteillager, im Service und
in der Abwicklung. Ihre Anfragen und Bestellungen werden
weiterhin zuverlässig bearbeitet, und die bekannten
Ansprechpartner sind weiterhin erreichbar.« Tatsache
bleibt, dass die Atlas GmbH als Traditionsunternehmen
seit vielen Jahren am Markt vertreten ist und laut eigener
ATLAS
Die Atlas GmbH setzt ein
klares Zeichen: »Wir sind da!«
Aussage insbesondere für zuverlässige Baumaschinen
und für Partnerschaften steht, die halten. »Genau dieses
Prinzip gilt auch jetzt: Wir tun alles dafür, dass Sie sich
auch zukünftig auf Atlas und unsere Baumaschinen verlassen
können – heute genauso wie morgen.« Genutzt
haben die beiden Geschäftsführer die Gelegenheit auch,
um klarzustellen, dass man für die vielen positiven Rückmeldungen
und insbesondere für das Vertrauen sowie die
langjährige Zusammenarbeit dankbar sei. Man möchte,
so Bob Litchev und Uri Toudjarov, seine Kunden und die
Branche weiterhin auf dem Laufenden halten. Der Umsatz
der Atlas GmbH lag zuletzt bei rund 150 Mio. Euro. Nach
bisherigem Informationsstand soll der traditionsreiche
Hersteller, welcher seit über 100 Jahren in der Baumaschinenbranche
vertreten ist, sorgfältig sowie zukunftsfähig
saniert und damit erhalten werden. In den betroffenen
Werken in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta
seien rund 400 Mitarbeiter beschäftigt.
d
Verband begrüßt die Flexibilisierung der Arbeitszeit
ZDB – Die Bundesregierung will
das starre Modell des 8-Stunden-Tages
lockern und Unternehmen
wie Beschäftigten mehr
Flexibilität bei der Arbeitszeit
ermöglichen, wie der Zentralverband
Deutsches Baugewerbe
(ZDB) kürzlich mitteilte. Bereits
im Koalitionsvertrag wurde vereinbart,
statt einer täglichen nur
eine wöchentliche Höchstarbeitszeit
im Arbeitszeitgesetz
zu regeln. Felix Pakleppa,
ZDB-Hauptgeschäftsführer, begrüßt
den Vorstoß und sieht darin
einen wichtigen Schritt hin zu
einer zeitgemäßen Arbeitszeitgestaltung
auf Baustellen.
Im Weiteren heißt es: »Gerade bei Baustellen, die weit
vom Wohn- oder Betriebsort entfernt liegen, wie z. B.
bei Bahnbaustellen in abgelegenen Regionen, besteht
sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Auftraggebern
ein großes Interesse daran, nicht strikt nach dem
klassischen Modell von fünf Arbeitstagen mit jeweils acht
Stunden zu arbeiten. Eine gebündelte Arbeitszeit bis Donnerstagabend
kann dazu beitragen, Arbeiten früher abzuschließen,
den Beschäftigten ein längeres Wochenende
zu ermöglichen und gleichzeitig freitags eine Baustelle
weniger im Netz zu haben. Das gilt ebenso für den Straßenbau
und bei größerer Entfernung zum Betrieb auch
für den Hochbau.« Starre Tagesarbeitszeiten würden der
Realität moderner Baustellen nicht mehr gerecht, betont
Pakleppa. »Wer montags auf einer entlegenen Baustelle
beginnt, soll auch länger arbeiten dürfen, wenn dafür
das Wochenende früher beginnt.« Schon heute lasse
das Arbeitszeitgesetz eine Ausdehnung der täglichen
Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden zu, sofern im Ausgleichszeitraum
durchschnittlich acht Stunden werktäglich
nicht überschritten würden. »Angesichts dieses
bestehenden Spielraums ist es folgerichtig, den Rahmen
der EU-Arbeitszeitrichtlinie zu nutzen und künftig eine
wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit
festzulegen.« Eine solche Umstellung würde aus Sicht
des Baugewerbes mehr Flexibilität für Beschäftigte und
Betriebe schaffen. »Längere Arbeitstage könnten durch
freie Freitage oder verlängerte Wochenenden ausgeglichen
werden«, führt Pakleppa weiter aus. Gleichzeitig
ließen sich Bauprojekte effizienter umsetzen, Verzögerungen
besser auffangen und entlegene Aufträge zügiger
abschließen. Pakleppa: »Auch eine 4-Tage-Woche innerhalb
der regulären 40-Stunden-Woche würde damit deutlich
praxisnäher, ohne dass minimale Zeitüberschreitungen
sofort zum Problem werden. Die Bundesregierung
sollte den Koalitionsvertrag zügig umsetzen – für eine
moderne und realitätsnahe Arbeitszeitpolitik in der Bauwirtschaft.«
d
16
März 2026
Namen & Neuigkeiten
Wild Projektentwicklung:
Stefan Geiger ist weiterer Geschäftsführer
MAX WILD – Mit einer Doppelspitze im Führungsteam ist die Wild Projektentwicklung
GmbH mit Sitz in Berkheim ins neue Geschäftsjahr gestartet.
Die Gesellschafter des Unternehmens haben Stefan Geiger zum weiteren
Geschäftsführer berufen. Seit Jahresbeginn leitet er das Unternehmen
gemeinsam mit dem bisherigen Geschäftsführer Elmar Wild.
Elmar Wild hierzu: »Das freut mich wirklich sehr, dass Stefan nun noch mehr
Führungsverantwortung übernimmt und mich in der Geschäftsführung
unterstützt. Er ist ein Mann der ersten Stunde in unserem noch jungen Unternehmen,
und Stefan hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns seit dem
Start vor sechs Jahren so erfolgreich entwickelt haben.« 2016 startete die Wild
Projektentwicklung GmbH – eine Tochter der Max Wild GmbH. Heute zählt die
Wild Projektentwicklung über 15 Kollegen. Sie ist kontinuierlich gewachsen und
hat sich zu einem dynamischen und strategisch wichtigen Bereich innerhalb
der Unternehmensgruppe entwickelt. »Gerade in den vergangenen fünf Jahren
haben wir jede Menge interessante Projekte umgesetzt.« In diesem Zeitraum
hat sich die Wild Projektentwicklung als starker Partner für Gemeinden und
Unternehmen in der Baulandentwicklung sowie im Industrie- und Gewerbebau
etabliert. Die Spezialität von Stefan Geiger, Elmar Wild und ihrem Team
sei es, brachliegenden Flächen eine nachhaltige Zukunft zu schenken und u. a.
innerörtlich neue Wohn- und Lebensräume für alle Generationen zu schaffen.
Dabei führt das Unternehmen die gemeinsamen Projekte durch alle Phasen
– von der Planung über die Finanzierung, den Bau bis hin zum Nutzen und
Betreiben. Stefan Geiger ist bereits seit dem 1. Juli 2020 Teil der Max Wild
Projektentwicklung. Er gilt als Experte für das Entdecken von wirtschaftlichen
Stefan Geiger (l.) und Elmar Wild.
Perspektiven und besitzt ein ausgeprägtes Verständnis für Projektstrukturen.
»Die Berufung zum Geschäftsführer ist eine Auszeichnung und Ehre für mich.
Dieses Vertrauen freut mich sehr«, sagt Stefan Geiger, der nun auch eine zentrale
Rolle in der weiteren Ausrichtung der Wild Projektentwicklung GmbH
übernimmt. »Unser ganzheitliches Konzept der Projektentwicklung kommt
bei den Kommunen und Gewerbekunden hervorragend an. Hier gilt es, das
volle Potenzial auszuschöpfen und neue Impulse zu setzen. Mit dem Aufstieg
von Stefan in die Geschäftsführung haben wir den Grundstein für eine erfolgreiche
Zukunft gelegt«, so Elmar Wild. »Der Tradition verpflichtet, der Region
verbunden, unseren Mitarbeitern dankbar« steht in großen Lettern vor dem
Bürogebäude und verdeutlicht die im Unternehmen gelebten Werte. Die Max
Wild GmbH, ein innovatives Familienunternehmen aus Berkheim, ist seit 1955
am Markt und setzt mit 1 000 Mitarbeitern in der Unternehmensgruppe Max
Wild auf die Synergieeffekte eines breiten Leistungsspektrums in den Bereichen
Abbruch & Umwelt, Bau, Logistik und Service.
d
MAX WILD
Namen & Neuigkeiten März 2026 17
ADOBESTOCK
Betonbranche trifft
sich in Ulm und Willingen
Der Werkstoff Beton ist aus
der Bauindustrie nicht mehr
wegzudenken. Zwei Veranstaltungen
im März drehen sich
nur um dieses Thema.
BAUMAGAZIN – Im März rückt das Thema Beton gleich auf
zwei Veranstaltungen besonders in den Fokus: Die 70. Beton-
Tage im Congress Centrum Ulm legen den Schwerpunkt vom
10. bis 12. März auf Betonfertigteile. Eine Woche später startet
am 19. März die mittlerweile fünfte BeBoSa im Sauerland
Stern Hotel in Willingen. Dort können sich die Besucher bis
zum 21. März umfassend über Lösungen für das professionelle
Betonbohren und -sägen informieren.
• Wo:
Congress Centrum Ulm /
Maritim Hotel Ulm,
Basteistr. 40, 89073 Ulm
• Wann:
• 10.3.
Vorträge
09:00 – 18:00 Uhr,
Ausstellung
08:00 – 20:30 Uhr
•
• 11.3.
Vorträge
09:00 – 17:30 Uhr,
Ausstellung
08:00 – 22:30 Uhr
•
• 12.3.
Vorträge
09:00 – 16:30 Uhr,
Ausstellung
08:00 – 14:00 Uhr
Der Werkstoff Beton ist aus der
Bauindustrie nicht mehr wegzudenken,
steht aber hinsichtlich
regulatorischer Anforderungen,
ambitionierter Klimaziele und
wirtschaftlichem Wettbewerbsdruck
zunehmend zur Diskussion.
Entsprechend rücken Konzepte
wie kreislauffähige Bau-
stoffe, Recyclingbeton, materialeffiziente
Konstruktionen sowie
innovative Zement- und Bindemittelsysteme
in den Fokus. Zwei
Veranstaltungen im März drehen
sich nur um das Thema Beton.
70. BetonTage -
Concrete Solutions in Ulm
Die 70. BetonTage im Congress
Centrum Ulm, nach Veranstalterangaben
»Europas größter
Fachkongress der Betonbranche«,
wollen mit ihrer Kombination
aus hochkarätigem Fachprogramm,
begleitender Ausstellung
und Networking Antworten
auf dringende Fragen der Branche
liefern. Vertreter aus Unternehmen,
der öffentlichen Hand,
Wissenschaft und Forschung sowie
Planer und Architekten können
sich über technische Entwicklungen
und Zukunftstrends
beim Bauen mit Betonbauteilen
austauschen. Im Fokus des Kongresses
steht der Mensch als Maßstab
allen Bauens und die Frage,
welche Lösungen die Branche für
ein menschen- und klimagerechtes
Bauen liefern kann. »Märkte
für Menschen« lautet daher das
Motto in diesem Jahr.
Die Teilnehmer der BetonTage
können sich auf praxisorientierte
Sessions mit
Best-Practice-Beispielen
und
Diskussionsrunden zu Themen
wie »Innovative Betonbauteile
– Anwendungsfelder in Wohnungs-,
Industrie- und Gewerbebau,
Infrastruktur und Stadtentwicklung«,
»Digitalisierung
und Automatisierung – Chancen
durch KI und smarte Fertigungstechnologien«,
»Architektur und
Gestaltung – Betonfertigteile als
Baustein für funktionale und ästhetische
Bauwerke« und »Nachhaltigkeit
und Klimaschutz – Klimaneutrales
Bauen mit Betonfertigteilen«
freuen.
BeBoSa: Fokus auf
Präzision und Anwendung
Nur eine Woche nach den Beton-
Tagen richtet sich der Blick ins
Sauerland. Dort findet im Sauerland
Stern Hotel in Willingen
vom 19. bis 21. März zum mittlerweile
fünften Mal die BeBo-
Sa statt. Bei der letzten Auflage
im Jahr 2023 nutzten 45 Aussteller,
darunter alle führenden Leitfirmen,
die rund 4 000 m 2 große
Ausstellungsfläche zur Präsen-
tation ihrer Produkte und Innovationen.
Weitere 200 m 2 Außenfläche
standen für Demonstrationen
neuer Technologien zur
Verfügung. Aufgrund ihres klaren
Profils hat sich die BeBoSa
als spezialisierte Fachmesse für
Betonbohr- und Sägetechnik etabliert.
Es werden gezielt das Management,
die Bauleiter und das
Fachpersonal der Betonbohr-
und Sägeunternehmen aus den
Bereichen Rückbau, Umbau, Sanierung
und Spezialtiefbau angesprochen.
Zur Messe werden ca.
2 000 Fachbesucher erwartet. Im
Mittelpunkt steht der praktische
Einsatz am Beispiel von Maschinen,
Werkzeugen, Diamanttechnik
sowie passendem Zubehör.
Live-Demonstrationen im Außenbereich
ermöglichen es den
Besuchern, neue Geräte unter
realitätsnahen Bedingungen zu
erleben.
s
Wo:
Sauerland Stern Hotel,
Kneippweg 1, 34508 Willingen/Hochsauerland
Wann:
19.3. von 14:00 – 18:00 Uhr
20.3. von 10:00 – 18:00 Uhr
21.3. von 09:00 – 13:00 Uhr
18
März 2026 Namen & Neuigkeiten
digitalBAU: Impulsgeber für
die Bauwirtschaft der Zukunft
BAUMAGAZIN – Vom
24. bis 26. März findet die
vierte Ausgabe der digitalBAU
– Fachmesse für
digitale Lösungen in der
Baubranche statt. Rund
300 Unternehmen zeigen in
Köln ihre Innovationen und
Trends rund um die digitale
Baustelle von morgen. Der
Fokus der Veranstaltung liegt
u. a. auf Kreislaufwirtschaft,
Bauprozessoptimierung,
Künstliche Intelligenz sowie
Digitalisierung im Bestand.
• Wo:
Messe Köln
• Wann:
• 24.3. – 26.3.2026
• 9:00 – 18:00 Uhr
Dazu Projektleiterin und Senior Director Cornelia
Lutz: »Digitalisierung erweist sich als dynamischer
Treiber für den Bausektor. Davon profitieren
auch wir als Fachmesse und können somit den
Besucherinnen und Besuchern ein breites Portfolio
an Lösungen und Produkten bieten. Die digitalBAU
hat sich mittlerweile als führende Plattform etabliert
und gilt als Pflichttermin in der Branche.«
Vier Leitthemen im Mittelpunkt
Die Baubranche steht aktuell vor umfangreichen
Aufgaben: Fachkräftemangel, Kostendruck, lange
Planungsverfahren und die Dringlichkeit, nachhaltiger
zu bauen. Deshalb rückt die digitalBAU diese
vier Leitthemen in den Fokus, welche die Zukunft
der Branche maßgeblich beeinflussen werden. Die
Zukunft des Bauens ist nachhaltig und ressourcenschonend.
Beim zirkulären Bauen werden Baumaterialien
nach dem Rückbau nicht entsorgt, sondern
in einer neuen Funktion wiederverwendet. Bauwerke
werden so zu einem wertvollen Materiallager von
Rohstoffen. Damit dies gelingt, braucht es digitale
Werkzeuge und neue Planungsansätze – von Materialdatenbanken
über Building Information Modeling
(BIM) und dem digitalen Zwilling bis zur digitalen
Baustelle. Die digitalBAU stellt die vielfältigen digitalen
Lösungen für zirkuläres Bauen vor.
Effizienter planen, schneller bauen, nachhaltiger
wirtschaften – die digitale Bauprozessoptimierung
ist der Schlüssel zur Zukunft des Bauens. Im
Fokus der digitalen Prozessoptimierung steht die
Integration digitaler Technologien und Methoden
über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks:
von der Konzeption und dem Entwurf über die Planung
und Ausführung bis zum Betrieb, Umbau und
Rückbau. Das Ziel besteht darin, etablierte, aber
analoge Prozesse zu optimieren. Darüber hinaus
hilft sie, Fehlerquellen zu minimieren und die
Zusammenarbeit der Planungsbetei-
ligten mithilfe passender digitaler Arbeitswerkzeuge
zu verbessern.
Die Digitalisierung des Bauwesens und die damit
verbundene Automatisierung zahlreicher Planungs-
und Bauprozesse gewinnt zwar weiter an
Fahrt. Dennoch ist der Bausektor im Vergleich zu
anderen Industriezweigen noch immer analog geprägt.
Eine Fülle stets wiederkehrender Aufgaben –
Tätigkeitsfelder, die beispielsweise im Automobilbereich
längst von Robotern und digital gesteuert gelöst
sind – müssen auf Baustellen weiterhin in Handarbeit
und mit dem Einsatz von Körperkraft erfüllt
werden. KI und maschinelles Lernen schaffen hier
jedoch eine wichtige Basis, um zukünftig das Planen
und Bauen automatisierter, effizienter und noch
qualitätsvoller werden zu lassen.
Das Bauen im Bestand ist eine der wichtigsten
Stellschrauben auf dem Weg zu einer nachhaltigen
Zukunft: Hier liegt das größte Potenzial für ressourcenschonendes
Bauen und für das Erreichen der Klimaziele.
Denn mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen
und rund 40 Prozent des Energieverbrauchs
entfallen in der Europäischen Union auf
den Gebäudesektor. Die Digitalisierung nimmt bei
der Transformation bestehender Bauwerke damit eine
Schlüsselrolle ein.
Die Leitthemen der digitalBAU werden sich auch
im begleitenden Rahmenprogramm widerspiegeln.
Hierzu zählen verschiedene Foren wie die Main
Stage, Neo Stage, Exhibitor Stage sowie die Start-up
Stage inklusive der Founders Fight Night am Mittwoch,
25. März. Darüber hinaus dient die digitalBAU
bereits zum dritten Mal als Austragungsort für die
Verleihung des Deutschen Baupreises am 24. März.
Die Schirmherrschaft übernimmt Bundesbauministerin
Verena Hubertz.
s
Auf der digitalBAU 2026 stehen vier
Leitthemen im Mittelpunkt: Fachkräftemangel,
Kostendruck, lange
Planungsverfahren und die Dringlichkeit,
nachhaltiger zu bauen.
MESSE MÜNCHEN GMBH
Namen & Neuigkeiten März 2026
19
BAU
GEFLÜSTER
Deutsche Baubehörden:
Umgeben von Flachpfeifen
und Besserwissern
Halt, stopp! Sie müssen eine
Nummer ziehen!« Ich weiß nicht,
wie es Ihnen geht, aber der Weg
in eine deutsche Behörde wirkt
oft, als trage man mühselig einen Eimer
Sand in die Wüste – und das, obwohl man
nur ein Glas Wasser braucht. Das beginnt
beim Warten auf Dinge, die sich digital eigentlich
in Sekunden lösen ließen und endet mit der
Tatsache, dass wir es oft mit Beamten zu tun haben,
die von der Materie weniger Ahnung haben als der
Antragsteller – das gilt auch und gerade für Bauämter.
Für den Bauantrag, ein Genehmigungsverfahren oder
die Bereitstellung von Fördermitteln müssen Listen
ausgefüllt, Anträge verschickt, beglaubigte Kopien angefertigt
und Nachweise erbracht werden, für die man
lieber hätte studieren gehen sollen. Es ist schlichtweg
die pure Überforderung – und das offenbar für beide
Seiten. Denn: Während der unwissende Antragsteller
mit einer Wagenladung an schwachsinniger Bürokratie
malträtiert wird, hat der Behördenmitarbeiter, der
über meinen Bauantrag entscheidet, im schlimmsten
Fall noch nie eine reale
Baustelle vor Ort
gesehen. Allein bei
der Beurteilung, Ausarbeitung
oder Festlegung
von Ausschreibungskriterien
im öffentlichen
Bau müssen
Beamte über Dinge philosophieren,
die sie in diversen
Fällen kaum seriös
Dan Windhorst
einschätzen können. In den politischen
Ausschüssen und Gremien
ist das nicht anders. Hier trifft der Theoretiker
auf schonungslose Praxis und klammert
sich aufgrund von Unkenntnis an Paragrafen,
Vorschriften und Einschätzungen,
die aber mit der Realität nichts zu tun haben.
Der Spruch: »So können Sie das aber nicht
machen« basiert nicht auf Erfahrungswerten,
sondern auf dem, was auf Seite 442, Absatz
3.2.9 in Spalte 4 bei Ergänzung 16b zu
finden ist. Das Ergebnis ist, dass Bauherren, Architekten,
Ingenieure, Privatpersonen und Unternehmer
mitunter Jahre brauchen, um das Schlossgespenst
deutscher Bürokratie hinter sich zu bringen. Für den
Wirtschaftsstandort Deutschland
hat das zur Folge, dass viel
Arbeit unnötig lang liegen
bleibt und die Wettbewerbsfähigkeit
gegenüber anderen
Ländern stetig sinkt. Hinzu
kommen die Kosten: Wenn ich
ein Haus baue, aber keine Ahnung
davon habe, wende ich
mich an eine Behörde, die mir
Broschüren, Ausfüllhilfen und
Wir brauchen
Experten, die die
Dinge erklärbar
machen – und
nicht zusätzlich
verkomplizieren!
Ratgeber an die Hand gibt – nicht aber einen Experten,
der mir die Dinge erklärbar macht, es sei denn,
den bezahle ich dann auch noch. Die Folge ist, dass
ich viel Zeit und Geld verbrenne und das Haus, welches
ich bauen wollte, niemals bauen werde, weil ich
Privatinsolvenz anmelden muss, ehe das Fundament
gegossen wurde. In all den Jahren als Redakteur im
bauMAGAZIN sind mir die wüstesten Geschichten
über den Weg gelaufen. Da ist die Rede von Straßenbaufirmen,
die mit Einbau-Richtlinien und Nachhaltigkeitskonzepten
hantieren müssen, die vorn und hinten
keinen Sinn ergeben. Statt auf Technik zu setzen,
die »State-of-the-art« das bestmögliche Einbauergebnis
20
Februar März 2026 2026 Namen bauMagazin & Im Neuigkeiten
Blickpunkt Kolumne
liefert, müssen wir holprige »Buckelpisten« hinnehmen,
die den Richtlinien entsprechen, dafür aber meilenweit
am technisch Machbaren vorbeischlittern. Da
hört man von innovativen Selfmade-Unternehmern,
die das Haus ihrer Eltern verpfänden, weil sie die
bahnbrechende neue Schnellwechsler-Sicherung erfunden
haben, diese aber nicht auf den Markt bringen
dürfen, weil man vergessen hat, in Formular 17/44-9
auf Seite 39a das Kreuz im vorgemerkten Kästchen zu
machen. Und: Wie viele Straßen, Brücken, Hochhäuser
und Gehwege wurden nicht gebaut, weil eine seltene
südrumänische Wanderkröte auf der Wiese gesichtet
wurde? Ach ja, und wann genau soll Deutschland
durchdigitalisiert sein, wenn man noch immer
auf Bundes- und Länderebene darüber streitet, mit
welchen Verfahren das Glasfaserkabel in den Boden
kommt? Bis heute erleben wir Behörden und Ämter,
in denen das Faxgerät auf dem Tisch steht oder der eigentlich
digitale Antrag dann trotzdem noch mal ausgedruckt
und händisch unterschrieben vorzulegen ist.
Die Bau- und insbesondere die Baumaschinenbranche
sprüht geradezu vor smarten Ideen. Da wurden
Flottenmanagementlösungen, mitdenkende Assistenzsysteme,
autonome Walzen, KI-basierte Drohnen,
ferngesteuerte 50-t-Bagger und cloudbasierte Datensysteme
erfunden, die an Zulassungen scheitern.
Überdies ist es bis heute nicht gelungen, einheitliche
Standards zu definieren, um die ohnehin schon vorhandenen
Synergien der Hersteller zu nutzen. Ein gutes
Beispiel ist außerdem die Nutzung von elektrifizierten
Baumaschinen: Die Hersteller parken diese
seit Jahren in ihren Garagen, aber aufgrund der unzureichenden
Infrastruktur ist ein flächendeckender
Einsatz von E-Maschinen noch immer als Wagnis für
Bauunternehmer verpönt. Und
nur zur Klarstellung: Das Problem
sind nicht die Behördenmitarbeiter
– der Bremsklotz ist das
System. Oft genug habe ich erlebt,
dass Beamte, aber auch Politiker,
ihr Büro über Jahrzehnte hinweg nicht verlassen, beispielsweise
um sich auf Baustellen, in Seminaren oder
auf Messen über den aktuellen Stand der Technik zu
informieren. Eine solche Weiterbildungsmaßnahme
existiert in der Regel nicht oder muss mühselig beantragt
oder gar auf privatem Wege und damit unbezahlt
erfolgen. Wir haben es also mit einem klapprigen
Uhrwerk zu tun, das in sich krankt – und keinen blassen
Schimmer davon hat, wie es gesunden, geschweige
denn die richtige »Uhrzeit« anzeigen soll. Mein Rat:
Reformiert euch selbst! Lasst die Arbeitsgruppen,
Analysen, Fachausschüsse und Gremien sein. In den
Bau- und anderweitigen Interessensverbänden, in
Universitäten und in den Unternehmen selbst sitzen
massenweise Menschen, die sich seit Jahrzehnten
bestens mit der Materie auskennen und wissen, wie
man ein Bauprojekt bei höchstmöglicher Qualität
fristgerecht abarbeitet. Verkürzt die Genehmigungsverfahren,
vereinheitlicht die Vorgaben, erleichtert
die Abwicklung und hört endlich auf, eure per Fax
versendeten Formulare in dreifacher Ausführung aneinanderzutackern!
»Mein Rat lautet:
Reformiert euch
endlich selbst!«
d
Im bauMagazin Blickpunkt Kolumne März 2026
21
IM BLICKPUNKT
Die drei Erstplatzierten des VDBUM Förderpreises – Marten Buse (3. v. l., Dynapac), Jürgen Melzner (3. v. r., Bauhaus-Universität
Weimar in Vertretung von Claudia Föllmer) und Sebastian Kaluza (2. v. r., abaut GmbH) mit VDBUM-Präsident Dirk Bennje (l.),
seinem Stellvertreter Marco Fecke (r.) und Vorstand Prof. Jan Scholten (2. v. l.).
VDBUM
Willkommen im
»Wohnzimmer«
der Baubranche
VDBUM – Das VDBUM-Großseminar ist seit vielen Jahrzehnten eine mächtige Instanz
– und immer auch ein Stück weit das Wohnzimmer der Bau- und Baumaschinenbranche.
Man trifft sich, man spricht, man diskutiert – und auch das »Füßehochlegen«
hat in Willingen seine ganz eigene Tradition. Denn: Der abgelegene Austragungsort im
Herzen des Uplands ist bewusst gewählt, um sich, fernab schicker Großstadtkulissen,
auf nahbarer Augenhöhe zu begegnen. Die erstaunliche Strahlkraft des Großseminars
lässt sich insbesondere auf die beachtliche Teilnehmerliste zurückführen: Zum einen
fährt der Verband seit Jahren stattliche Besucherrekorde ein – aktuell platzt Willingen
mit knapp 1 200 Teilnehmern aus allen Nähten. Zum anderen sind die wichtigsten
Branchengrößen vor Ort, darunter hochkarätige Führungskräfte und namhafte
Branchenexperten, die sich mit schonungslos ehrlichen Worten zur aktuellen
Situation der Bau- und Baumaschinenbranche äußern.
Die Botschaft der 54. Ausgabe des Großseminars
in Willingen lautete, Brücken
zu bauen – und das war sowohl im wörtlichen
wie übertragenen Sinne zu verstehen.
Zum einen hat der VDBUM die
deutliche Diskrepanz zwischen Bauwirtschaft und
deutscher Politik offenlegt. Es sollte mit offenem Visier
»gestritten« werden. Zum anderen war das Bauen
von Brücken auch im tatsächlichen Sinne zum
Thema geworden. Nach wie vor ist der Baubedarf
in Deutschland groß – gerade im öffentlichen Bau,
um die vielen maroden Straßen, Schienen und Brücken
zu sanieren. Und genau hier trafen die politischen
wie bauwirtschaftlichen Welten aufeinander.
22
März 2026
Im Blickpunkt
VDBUM
Während die Branche noch immer darauf wartet,
dass der vielbeschworene Bauturbo zündet und die
richtigen Signale aus Berlin gesendet werden, erweist
sich der erhoffte Aufschwung eher als Marathon
statt als Sprint.
Die Situation der Branche
Das gegenwärtige Meinungsbild: Die Geschäfte laufen
– aber der große Bau-Boom lässt noch immer
auf sich warten. Nicht sonderlich hilfreich, dafür
äußerst unterhaltsam war in diesem Zusammenhang
der Auftritt des ehemaligen Finanzministers
Christian Lindner, der als Keynote-Speaker kein
gutes Haar an der aktuellen Politik ließ und vielmehr
davor warnte, die milliardenschweren Sondervermögen
der Bundesregierung als Allheilmittel
zu verbuchen. Der Ex-Parteichef der Freien Demokraten
(FDP) hatte offensichtlich noch mit den
Nachwehen der Ampelregierung zu kämpfen und
wirkte, mit nunmehr genügend Abstand zu seiner
Tätigkeit als Spitzenpolitiker, durchaus befreit,
dafür aber auch ein Stück weit entmutigt, dass es
in diesem Land in die richtige Richtung geht. Unterstrichen
hat Christian Lindner im Rahmen des
Großseminares zwar, dass sein Glaube an die Stärke
der deutschen Wirtschaft ungebrochen sei, er
die Felle aber wegschwimmen sehe, wenn man sich
blindlinks auf großspurige Geldgeschenke der Regierung
verlasse, die, wie er sagte, nicht zu Ende gedacht
seien. Er kritisierte u. a. die zu ambitionierten
Klimaziele der Ampelregierung für das Jahr 2045
und ließ in diesem Zusammenhang auch kein gutes
Haar am zu kostspieligen Gesundheitssystem
bei zu hohem Krankenstand. Letztlich fiel das Urteil
über den Auftritt von Christian Lindner zweigeteilt
aus – die einen attestierten ihm Großspurigkeit
und vermissten zuweilen Optimismus. Die anderen,
so der Tenor, hatten das bekommen, was erwartet
wurde: einen Ex-Politiker, der mit scharfen Worten
für Diskussionen sorgte, sich nicht davor gescheut
hat, unangenehme Wahrheiten anzusprechen. In
jedem Fall hatte der ehemalige FDP-Wortjongleur,
dem wir zweifelsohne eine begnadete Rhetorik sowie
ein erfrischendes Unterhaltungspotenzial zusprechen
dürfen, Sorge dafür getragen, dass auch
an den Folgetagen des Seminars die Politik im Mittelpunkt
stand.
Militär war vertreten
Ein weiteres Thema war die Bundeswehr: Um die
Kriegstüchtigkeit des deutschen Militärs angesichts
der geopolitischen Entwicklung in Zukunft gewährleisten
zu können, hatte die Bundesregierung unter
Olaf Scholz die Zeitenwende ausgerufen. Einher ging
Zur Eröffnung der Ausstellung
richtete Maximilian Schmidt
(Mitte), Geschäftsführer
der Kiesel GmbH, das
Wort an die Fachbesucher.
Kiesel war in diesem Jahr
einer der drei Hauptsponsoren
sowie Co-Gastgeber des 54.
VDBUM-Großseminars.
1 200
Teilnehmer
Das VDBUM-Großseminar hat mit
insgesamt 1 200 Teilnehmern
einen neuen Besucherrekord
aufgestellt und stößt damit gleichzeitig
an die Kapazitätsgrenze.
Auf der Bühne (v. l. n. r.): Markus Bühl,
Vertriebsleiter ROAD Süd / Ost bei
Wirtgen, Jörg Laue, CFO bei Hochtief, und
Maximilian Schmidt, Geschäftsführer bei
Kiesel, mit Moderatorin Alexandra von
Lingen in der »Baubesprechung«.
Im Blickpunkt März 2026 23
IM BLICKPUNKT
Bundeswehr
Erstmals war auch die
Bundeswehr beim Großseminar
vertreten, um über den
gewaltigen Baubedarf des
Militärsektors zu sprechen.
das mit einem milliardenschweren Sondervermögen,
welches, wie so oft fehlinterpretiert, nicht allein dazu
dient, neue Panzer und Kampfflugzeuge anzuschaffen.
Aufgrund des jahrzehntelangen Kaputtsparens
der deutschen Wehrfähigkeit muss aktuell vor allem
die militärische Infrastruktur saniert werden. Das
geht einher mit Kasernen, Übungsplätzen, Straßen,
Brücken und Schießstätten, weshalb die Baubranche
durchaus auf gut gefüllte Auftragsbücher hoffen
darf. In diesem Zusammenhang bat der VDBUM mit
Oberst i. G. Stefan Gruhn eine zentrale Schlüsselfigur
auf die Bühne. Als Leiter des Kompetenzzentrums
Baumanagement der Bundeswehr am Standort Düsseldorf
zeichnete der Diplom-Ingenieur ein exaktes
Bild von der Gesamtlage – und auch davon, was notwendig
ist, um die hehren Ziele der Regierung einzuhalten.
Auch stellte er klar, dass die Bundeswehr
sich von alten Verhaltensmustern lösen müsse, um
schneller, digitaler und damit effizienter zu agieren.
Vor Ort war die Bundeswehr aber auch, um auf die
Notwendigkeit hinzuweisen, dass die Truppe dringend
neue Mitarbeiter braucht – vom Soldaten über
Ingenieure und Architekten bis hin zu Handwerkern
und Maschinisten. Insgesamt attestierten viele
der Großseminar-Teilnehmer dem Oberst, dass er
die Dinge klar benennen und Mut dafür säen konnte,
dass auch die Bauwirtschaft von den Vorhaben der
Bundeswehr profitieren wird.
Die Podiumsdiskussion
Mit Oberst i.G. Stefan Gruhn, Michael Gutzeit, Director
HVDC Projects bei der TransnetBW, Jörg
Laue, CFO der Hochtief Infrastructure GmbH), Prof.
Dr. Christian Lippold, Leitung Planung, Bau & Innovation
bei der Autobahn GmbH, sowie VDBUM-Geschäftsführer
Dieter Schnittjer war die traditionelle
Podiumsdiskussion hochkarätig besetzt. Der große
»Knall« blieb zwar aus, dafür zeichneten die Redner
ein klares Bild von der aktuellen Lage – und eben dieses
lässt sich auch als allgemeingültiges Fazit hervorheben:
Die Weichen sind aufgrund der Investitionsbereitschaft
der Bundesregierung gestellt. Und auch
die Branche weiß, dass arbeitsreiche Zeiten auf uns
zukommen. Wichtig, so der Tenor, sei jedoch, dass
man den Aufschwung nicht vergeigen dürfe. Weniger
Bürokratie, mehr Digitalisierung und eine weit
praxisorientiertere Bundespolitik seien entscheidende
Hebel, um den Kessel der lahmenden »Dampflok
Deutschland« endlich wieder anzuheizen. Wie das
gelingen kann und welche Rahmenbedingungen
hierfür notwendig sind, unterstrichen die rund 50
Fachvorträge des Großseminars. Mit »Brücken bauen
– eine Meisterleistung in Planung und Durchführung«
gab die Autobahn GmbH unter Christian Lippold
beispielsweise ehrliche, offene und direkte Antworten
darauf, was der Bund, aber auch die Baubranche
nun abzuliefern haben. Die Autobahn GmbH des
Bundes verfügt über 28000 Brückenbauwerke: »Mehr
als die Hälfte davon wurden in den 60er- und 70er-Jahren
gebaut und sind der heutigen Verkehrsbelastung
nicht mehr gewachsen«, wie Christian Lippold klarstellte.
In diesem Zusammenhang sprach auch Anton
Eiswirt, Teamleiter Produktmanagement bei Kiesel,
von der Notwendigkeit, »Brücken zur Baustelle der
Zukunft« zu schlagen. »Der bestehende Fachkräftemangel
sowie steigende Personal- und Prozesskosten
lassen sich auf Dauer nur durch konsequente Mechanisierung
in den Griff bekommen.« Vorgestellt wurde
in diesem Zusammenhang das »KTEG P-Line«-Produktsystem,
welches als Komplettlösung gedacht ist –
vom Trägergerät, also Bagger, über Assistenzsysteme
und Schnellwechsler bis zum jeweiligen Anbaugerät.
»Das Ziel ist eine einfach zu bedienende Maschinentechnik,
die für beschleunigte Arbeitsabläufe und effizientere
Prozesse steht, um das Gesamtbauprojekt
letztlich profitabler zu machen.«
DAN WINDHORST (6)
Die traditionelle Podiumsdiskussion: Diesmal vertreten waren (v. l. n. r.) VDBUM-Geschäftsführer
Dieter Schnittjer, Michael Gutzeit, Director HVDC Projects bei der TransnetBW, Jörg Laue, CFO der
Hochtief Infrastructure GmbH, Prof. Dr. Christian Lippold, Leitung Planung, Bau & Innovation bei der
Autobahn GmbH, sowie Oberst i.G. Stefan Gruhn – moderiert wurde das Ganze von Alexandra von Lingen.
Ganzheitliches Fluidmanagement
Interessant war im Übrigen auch ein Vortrag von
Bantleon über ein ganzheitliches Fluidmanagement
als Schlüssel für autonome, nachhaltige Mobilhydraulik.
Hierzu Ralf Schrempp, Leiter Heavy Machinery
der Hermann Bantleon GmbH: » Die Mobilhydraulik
steht vor einem Wandel. Autonome Maschinen,
der Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen
an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
verändern den Anspruch an Technik und Betrieb
grundlegend. Was früher als reiner Betriebsstoff betrachtet
wurde, entwickelt sich zu einem systemrelevanten
Faktor für Verfügbarkeit, Effizienz und
Lifecycle-Kosten. Vor diesem Hintergrund rückt das
Thema ganzheitliches Fluidmanagement in den Fokus
– mit dem Ziel, Hydraulikfluide nicht isoliert
zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil
der gesamten Maschinen- und Systemarchitektur.«
Mit »B.SHERPA« beschreibt das Unternehmen den
ganzheitlichen Ansatz im Zusammenwirken von
24
März 2026
Im Blickpunkt
VDBUM
Hydraulikfluid, Sensorik, Datenanalyse und Wartungsstrategie
zu einem integrierten System. Das
bauMAGAZIN wird hierüber in einer der kommenden
Ausgaben ausführlich berichten.
VDBUM-Vorstand zieht Bilanz
Insgesamt hat der Verband ein positives Fazit gezogen.
VDBUM-Präsident Dirk Bennje erklärte gegenüber
dem bauMAGAZIN: »Wir sind stolz darauf, mit
den 1 200 Teilnehmern eine neue Rekordmarke gebrochen
zu haben. Die Stimmung war toll, wir haben
gutbesuchte Vortragsreihen und ein reges Interesse
an den inhaltlichen Themen erlebt.« Einher
ging das 54. Großseminar im Übrigen mit Veränderungen
im Vorstand: Während Josef Andritzky, der
seit 2009 dem Vorstand des VDBUM angehört, in den
verdienten Ruhestand geht, wurde mit Peter Schmid
das neueste Mitglied vorgestellt. Als Vertreter der Anwender
greift Schmid auf seine Erfahrungen als Leiter
des Geräteparks bei Max Bögl zurück. Und er tritt
in wahrlich große Fußstapfen: Josef Andritzky gilt als
Macher. In über 17 Jahren erwies er sich als wichtiger
Treiber des VDBUM und lebte die Devise, den
VDBUM als »Nutzwerk« zu begreifen. Der Verband
bemüht sich seit vielen Jahren darum, praxisnah
zu agieren, und schafft es über die zahlreichen Programme
und Akademie-Angebote eng mit der Branche
zusammenzuarbeiten. Auch das bildete der VD-
BUM gut in Willingen ab. Als positiv bezeichnet Dirk
Bennje zudem, dass zur 54. Ausgabe des Großseminars
auch viele neue Gesichter zu sehen waren. Zum
einen war, wie bereits erwähnt, erstmals das Militär
vertreten – sowohl im Rahmen der Podiumsdiskussion
als auch als Teil der Ausstellung. Zum anderen
nahmen die Autobahn GmbH und die DB InfraGO
AG erstmals als Referenten teil. Das Großseminar,
so Bennje weiter, sei deshalb eine wichtige
Plattform, um in Sinne des diesjährigen Mottos Brücken
zu bauen.
Rekordbeteiligung Förderpreis
Bereits zum 13. Mal hat der Verband seinen Förderpreis
verliehen – und verzeichnete im Vorfeld einen
neuen Teilnahmerekord. Insgesamt 53 Bewerbungen
waren eingegangen, laut Dirk Bennje mehr
denn je, was zum einen das Interesse an der Auszeichnung
widerspiegelt, zum anderen aber auch
den generellen Erfindergeist der Branche aufzeigt.
Grundsätzlich gilt: Mit dem Förderpreis sollen innovative
Ideen und Projekte gefördert und einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vergeben
wird er in den drei Kategorien »Innovationen
Die Deutschen
Meisterschaften am Baumaschinen-Simulator:
Im
Rahmen des Großseminars
durften junge Teilnehmer
am AzubiCup teilnehmen.
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2026 25
IM BLICKPUNKT
Besucherrekord: Insgesamt
1 200 Teilnehmer konnte
der VDBUM verzeichnen
– damit ist allerdings auch
die Kapazitätsgrenze in
Willingen erreicht.
Christian
Lindner
Als Keynote-Speaker hatte der
VDBUM den ehemaligen Finanzminister
und FDP-Parteivorsitzenden
Christian Lindner
eingeladen, der über aktuelle
Themen der Wirtschaft und
Politik in Deutschland sprach.
aus der Praxis«, »Entwicklungen aus der Industrie«
sowie »Projekte aus Hochschulen und Universitäten«.
In zwei Kategorien, so der VDBUM, trennten den Gewinner
und den Viertplatzierten in der Jurybewertung
nur Dezimalstellen, was aufzeige, auf welch hohem
Niveau die Einreichungen lägen. Gewinner der
Kategorie »Entwicklungen aus der Industrie« wurde
der Elektro-Großfertiger des Typs »SD25 80C e«
von Dynapac. »Hier wurde nicht ein konventioneller
durch einen alternativen Antrieb ersetzt, sondern
es handelt sich um die konsequente Entwicklung einer
elektrischen Maschine«, so VDBUM-Vorstand Jan
Scholten, der die Vergabe des Preises auf der Bühne
moderierte. Der zweite Platz ging an die Hamm AG,
der dritte Platz an Manitou Deutschland. In der Kategorie
»Projekte aus Universitäten und Hochschulen«
gingen punktgleich zwei zweite Plätze an die
TU Darmstadt und die TU Dresden. »Road2Go: GST
digital«, eine Masterarbeit von Claudia Föllmer von
der Bauhaus-Universität Weimar, gewann die Kategorie.
Sie hat eine praxisorientierte Digitalisierungsroadmap
zur Vereinfachung von Genehmigungsprozessen
für Großraum- und Schwertransporte entwickelt.
»GST-Genehmigungen to go – das wäre schön
bei über 400 000 jährlich auszustellenden Transportgenehmigungen«,
sagte Jan Scholten.
sellschaft erläuterte das »Verschub-Monitoring-System«,
ein Verfahren zum Überwachen der Pfeilerkopfauslenkung
und Überbaulage im Neu- und Rückbau
von Brücken. Tobias Schroth von Leonhard Weiss
beschrieb hingegen das »Greifersystem Bahntunnel«,
eine Eigenentwicklung, durch die eine Trennwand
in einem Eisenbahntunnel realisiert wurde, um Fledermäuse
zu schützen, die sich dort angesiedelt hatten.
Die Veranstaltungsgäste machten per E-Voting
von ihrem Mitspracherecht Gebrauch und wählten
die abaut-Idee mit 40,34 zum Sieger. Das Greifersystem
erreichte den zweiten Rang, Drittplatzierter wurde
das Verschub-Monitoring-System. Verbandspräsident
Dirk Bennje hierzu: »Ich verfolge durchaus mit
Stolz, dass vielen Unternehmen, die wir für ihre Entwicklungen
ausgezeichnet hatten, wenig später der
Durchbruch gelingt. Wir scheinen also einen guten
Riecher für Innovationen zu haben.« Und noch eine
Zahl ist erstaunlich: Jan Scholten berichtete, dass es
seit erstmaliger Vergabe des Förderpreises bis heute
Das Publikum hat entschieden
Zum inzwischen dritten Mal hatte die Jury in der
Kategorie »Innovationen aus der Praxis« keinen Sieger
gekürt, sondern drei Beiträge nominiert. In einem
exakt dreiminütigen Kurzvortrag hatten die
Nominierten nun jeweils Gelegenheit, den Gästen
der Abendgala ihre Projekte und deren Praxisrelevanz
vorzustellen. Sebastian Kaluza von der abaut
GmbH zeigte »die nächste Generation der Telematik«
auf, Roland Dostler von der Adam Hörnig Bauge-
Der ehemalige Finanzminister hat polarisiert: Als Keynote-Speaker
nutzte Christian Lindner seine rhetorischen Fähigkeiten, um für
unterhaltsame Anekdoten aus Politik und Wirtschaft zu sorgen.
26
März 2026
Im Blickpunkt
VDBUM
396 Einreichungen gegeben habe. »Dies ist der Beweis
für viele kluge Köpfe in der Branche.«
54. Großseminar – ein Fazit
Abschließend lässt sich festhalten, dass der
VDBUM »abgeliefert« hat: Die Sitzreihen waren sowohl
während der Podiumsdiskussion als auch zu
den Vorträgen gut gefüllt. Das Seminarprogramm
wirkte ausgewogen – auch und gerade weil das
»Brückenbauen« gut funktioniert hat. In den Gesprächen
mit Referenten, dem Verband sowie Ausstellern
und Teilnehmern wurde bestätigt, dass gerade
das Netzwerken die große Stärke des Großseminars
ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass
Branche und Politik in vielfacher Hinsicht aneinander
vorbeirasseln. Gegenüber dem bauMAGA-
ZIN wurde beispielsweise kritisiert, dass sich Themen
wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bürokratieabbau
und Fachkräftemangel seit vielen Jahren
wiederholen. Und das nicht, weil der VDBUM keine
neuen Ideen auf Lager hat, sondern weil das
die Branche noch immer umtreibt. Und offenbar
wünscht sich so mancher einen greifbareren Fahrplan.
Denn: Wir erleben im Rahmen des Großseminars
und auf den Messen, wie hoch die Innovationsdichte
der Hersteller ist. Und auch der jährlich
vergebene Förderpreis zeigt, dass es der Branche
keinesfalls an Erfindergeist mangelt. Trotzdem
wirke es, so der Tonus, als komme man mit dem
Abarbeiten besagter Themen viel zu schleppend
voran. Die Aussage lautet: »Wir hätten gern eine
reale Bestandsaufnahme: Wo stehen wir mit der
Bürokratie, warum ist die Digitalisierung noch
immer eine Schnecke und wer zahlt am Ende eigentlich
den Deckel für die Nachhaltigkeit?« Tatsache
ist, dass die benötigten Antworten nur die
Politik liefern kann. Und das VDBUM-Großseminar
ist dafür die wahrlich falsche Bühne. Der
VDBUM ist zwar Interessensvertreter und bringt
sich mit Arbeitskreisen wie etwa der Verbändeinitiative
»Großraum- und Schwertransporte« ein,
aber als Verband agiert er, schon satzungshalber,
unpolitisch. Aber, und damit schließen wir das
Ganze vielleicht ja mit einem kleinen Denkanstoß
ab: Vielleicht erleben wir beim nächsten Mal dann
doch einen amtierenden Bundesminister, der sich
der Podiumsdiskussion stellt. Und »by the way« –
Bundeskanzler Friedrich Merz würden wir zur Not
natürlich auch nehmen. Denn: Wo, wenn nicht in
Willingen, trifft ein Politiker auf eine derart komprimierte
Masse an Entscheidungsträgern aus
der deutschen Baubranche? Herr Schnieder, Herr
Merz: Wir wollen mit Ihnen diskutieren – das VD-
BUM-Großseminar 2027 wartet auf Sie!
d
53
Bewerber
Ein weiterer VDBUM-Rekord:
Insgesamt 53 Bewerbungen
trudelten in diesem Jahr für den
im Rahmen des Großseminars
vergebenen Förderpreises ein –
und damit mehr als je zuvor.
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Im Blickpunkt März 2026 27
1
ABBRUCH & RECYCLING
Volle Leistung: Mit dem
»DX245NHD« von Develon
hat sich die Konrad
Schmaus GmbH für einen
Abbruchbagger entschieden,
dessen einzigartige
Standfestigkeit das
Arbeiten mit schweren
Anbaugeräten erleichtert.
»DX245NHD«:
Ein Abbruch-Allrounder
DEVELON – Die Konrad Schmaus GmbH mit Sitz in Adelzhausen ist im
Abbruchsektor ebenso zu Hause wie im Transport oder Spezialtiefbau. Aufgrund
der jahrelangen Erfahrung weiß man, welche Erwartungen an das Gerät
gestellt werden. Ein Beispiel: Als ein neuer Abbruchbagger benötigt wurde,
hatte Geschäftsführer Konrad Schmaus genaue Vorstellungen bezüglich der
Ausstattung. Und nur eine Maschine konnte seine hohen Ansprüche erfüllen.
»DX245NHD«
Der »DX245NHD« ist ein
Abbruchbagger, der für den
Einsatz unter härtesten Bedingungen
entwickelt wurde.
Im Abbruch sind Schnelligkeit und Flexibilität gefragt.
»Bei häufigen Baustellenwechseln kann
und will ich meine Zeit nicht mit Transportgenehmigungen
verschwenden«, sagt Schmaus, der das
Unternehmen in der Region Augsburg seit 2013
leitet und aktuell 80 Mitarbeiter beschäftigt. Da
sich der Bereich Abbruch zufriedenstellend entwickelt,
war er auf der Suche nach einer Maschine
mit geringen Transportmaßen, ohne aber Einbußen
in puncto Standfestigkeit zu riskieren. Außerdem
sollte der Kettenbagger hohe Leistung, große
Reichweite, hervorragende Sicht und schnelle Anbaugerätewechsel
bieten – ein schmaler Alleskönner
also. Schmaus’ Maschinenpark umfasst mehr
als 100 Raupen- und Mobilbagger, Radlader und
Dumper verschiedener Hersteller. Seit zehn Jahren
besteht eine starke Partnerschaft mit der BAU
Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH und
ihrem regionalen Vertreter Thomas Landsperger
(Landsperger Baumaschinen). Über diesen Kontakt
kam er auf der Bauma 2022 erstmals ins Gespräch
mit Develon und zeigte sich interessiert an
den Maschinen des südkoreanischen Herstellers.
Im Nachgang der Bauma stellte Thomas Landsperger
ihm den »DX245NHD« vor, einen Abbruchbagger,
entwickelt für härteste Anwendungen. Angetrieben
vom Stufe-V-konformen 6-Zylinder-Motor
des Typs »DL06P« mit einer Leistung von 129 kW
bei 1 800 U/min, bringt er ordentlich Power in den
28
März 2026
Abbruch & Recycling
Abbruch, soll laut Hersteller aber gleichzeitig mit
seiner Kraftstoffeffizienz punkten.
Standfest wie ein 30-Tonner
Besonders ist überdies der Unterwagen des
»DX245NHD-7«: Die Ketten, Rollen, Antriebsritzel,Kettenstege
und das Chassis sind überdimensioniert,
wodurch der 25-t-Bagger mit einer Arbeitsbreite
von 2,99 m die Standfestigkeit einer 30-t-Maschine
erreichen soll. »Dies ist insbesondere wichtig,
wenn mit schweren Anbaugeräten gearbeitet
wird. Und aufgrund der Transportbreite von nur
2,54 m kann er genehmigungsfrei auf einem Tieflader
transportiert werden«, berichtet Landsperger.
»Damit war diese Maschine die einzige, die die Anforderungen
des Kunden erfüllen konnte«, ergänzt
er. Der Develon-Bagger bietet laut Aussage des Herstellers
allerdings noch einiges mehr: Die kippbare
Kabine des »DX245NHD« erlaube einen guten Blick
auf den Arbeitsbereich, der durch große Seitenspiegel,
neun leistungsstarke LED-Arbeitsleuchten und
die rundum verbauten Kameras noch verbessert
werde. Über den 8-Zoll-Smart-Touchscreen-Monitor
sehe der Bediener genau, ob sich Personen im
Gefahrenbereich der Maschine aufhalten. Zylinder-
und Kolbenschutz sollen hingegen zu einer längeren
Lebensdauer der Komponente beitragen. Weitere
Ausstattungsmerkmale sind der vollhydraulische
Schnellwechsler von OilQuick und die volle
proportionale Verrohrung, wodurch eine feinfühlige
Steuerung der Anbaugeräte sichergestellt werden
soll. Geringe Geräusch- und Vibrationswerte
und die Klimaautomatik ermöglichen laut Develon
einen angenehmen Arbeitstag in der geräumigen
Kabine. 2023 entschied sich Konrad Schmaus, den
Kettenbagger zu kaufen, 2024 wurde er geliefert. Eine
Premiere für den »DX245NHD«, denn Thomas
Landsperger Baumaschinen hat damit das erste
Modell des Kettenbaggers in Süddeutschland platziert.
»Täglich«, sagt Schmaus, »ist der ›DX245NHD‹
auf Baustellen unterwegs«, aktuell gleich an mehreren
Einsatzorten. Während eines Teilabbruchs
am im Jahr 1910 erbauten Karlsgymnasium München-Pasing,
der aufgrund eines Erweiterungsbaus
DEVELON (2)
Starke Partnerschaft: Seit zehn Jahren fühlt sich Konrad Schmaus (r.) bei der
BAU Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH und ihrem regionalen Vertreter
Thomas Landsperger bestens betreut.
vonnöten ist, wird die Maschine kurzfristig mit dem
Tieflader 20 km nordwestlich Richtung Fürstenfeldbruck
transportiert. Dort steht auf einem Bauernhof
der Abbruch eines Gebäudes an. Keine große
Sache für den »DX245NHD«, der mit seiner Longfront-Ausrüstung
jede Ecke erreicht. Zwei Tage später
ist das Gebäude bereits Geschichte und der Abbruchbagger
wird zurück auf die Baustelle in München
gebracht. »Mia hearn zu. Garantiert« lautet
der Slogan der Konrad Schmaus GmbH. Gleiches
gilt für die Süddeutsche Bau und ihren regionalen
Vertreter Thomas Landsperger. Sie haben ihrem
Kunden genau zugehört und die ideale Maschine
in der passenden Konfiguration geliefert.
Raupenbagger
»DX245NHD-7«
Einsatzgewicht (t) 25,1
Löffelinhalt (m 3 ) 1,3
Motortyp
Motorleistung (kW) 129
Hydraulik-Förderstrom (l/min) 2x210,6
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März 2026
29
Das GPS und Lasersystem von
CT Systems liefert Echtzeitdaten
und korrekte Parameter
für jedes Anbaugerät, was
hohe Genauigkeit auch in
großer Tiefe ermöglicht.
Präziser Rückbau unter
Wasser mit dem »Epiroc HB 7000«
EPIROC – Am Europa-Terminal in Antwerpen entsteht derzeit eines der ambitioniertesten
wasserbaulichen Projekte Europas: der Bau einer neuen Kaimauer. Ebenso komplex
ist der Rückbau der bestehenden Struktur – eine Aufgabe, die dem niederländischen
Unternehmen Adex Groep aus Harderwijk übertragen wurde. Zur Bewältigung dieser
Herausforderung entwickelte Adex Groep eine spezielle Lösung: einen selbstnivellierenden
Ponton, ausgerüstet mit einem 320-t-Abbruchkran, der den Namen »Genius« trägt.
EPIROC (2)
EPIROC
STAND C16
Der »Epiroc HB 7000« wurde speziell für
Unterwasserarbeiten konfiguriert und kann
in Tiefen von bis zu 24 m betrieben werden.
Die alte Kaimauer erstreckt sich über 1 200 m und
steht auf 49 massiven Betonkaissons von jeweils
30 m Durchmesser und Höhe, von denen die meisten
unter Wasser liegen. »Diese Kaissons, die mit
Sand gefüllt und mit Mörtel verstärkt sind, müssen
vollständig entfernt werden, da sie die neue Kaimauer
behindern«, erklärt Davy Kies, Leiter Technische
Dienste bei Adex Groep. Der Einsatz in der
Westerschelde, einem Gebiet mit einem Tidenhub
von bis zu 6 m, erhöht die Komplexität zusätzlich.
Adex Groep passte nahezu die gesamte Ausrüstung
an die Gegebenheiten an: verlängerte Ausleger, verlängerte
Spundpfähle und ein vollständig modernisierter
Ponton mit einem automatischen Nivelliersystem,
welches die Lastverteilung über Drucksensoren
kontinuierlich überwacht und ausgleicht.
Technologie in großer Wassertiefe
Kernstück des Rückbauprozesses ist der »Epiroc HB
7000«-Hydraulikhammer, geliefert von SAES International,
Epiroc-Partner für die Niederlande und
Belgien. Der Hammer wurde speziell für Unterwasserarbeiten
konfiguriert und kann in Tiefen von bis
zu 24 m betrieben werden. Ergänzt wird er durch
eine Betonschere am speziell entwickelten »Genius«-Kran,
der Bewehrungsbetonblöcke von bis zu
1 m 3 Größe abtragen kann.
Leistung im industriellen Maßstab
Der »Genius«-Kran selbst ist ein Beispiel für zirkuläre
Konstruktion und besteht zu einem großen Teil
aus wiederverwendeten Komponenten. »Mit zwei
Joysticks schneiden oder vibrieren wir täglich bis zu
1 000 t Beton aus der alten Kaimauer heraus«, berichtet
Willem van de Nagel, Maschinenführer und Mit-
entwickler des Krans. »Wenn wir pro Kaisson etwa
6 m Höhe entfernt haben, beseitigt ein weiterer pontongestützter
Kran die Trümmer. Drei Stunden Abbruch
bedeuten einen ganzen Tag Aufräumarbeit.«
Präzisionsarbeit unter Wasser
Der Rückbau erfolgt bis 30 m unter TAW (dem belgischen
Referenzpegel) und erfordert hoch entwickelte
Positionierungstechnik. Das GPS und Lasersystem
von CT Systems liefert Echtzeitdaten und korrekte
Parameter für jedes Anbaugerät, was hohe Genauigkeit
auch in großer Tiefe ermöglicht.
SAES übernimmt eine zentrale Rolle als zuverlässiger
Partner für Hämmer, Ersatzteile und technischen
Support. »Hydraulikhämmer sind leistungsstark,
aber Unterwasserarbeiten sind besonders
sensibel«, erklärt Kies. »SAES versteht die Komplexität
unserer Projekte und reagiert sofort, wenn
Unterstützung benötigt wird. Fällt ein Hammer aus,
steht immer ein Ersatz bereit.«
j
30
März 2026
Abbruch & Recycling
Abbruch ohne Ausfall des Anbaugeräts
DMS TECHNOLOGIE –
Ausfallzeiten auf der Baustelle
sind ein unliebsamer und
unnötiger Kostenfaktor, den
jeder Unternehmer am liebsten
einfach streichen möchte. Bei
Bagger- und Ladekranarbeiten
mit einem Anbaugerät
wie Greifern besteht das
Hauptrisiko darin, sich den
Hydraulikschlauch abzureißen
oder die Kolbenstange zu
beschädigen – vor allem
bei schweren Arbeiten wie
Steinsetzung oder im Abbruch.
In der Praxis erkannt und als
Idee umgesetzt, ist bei der
DMS Technologie aus Fürth im
Odenwald ein Abbruchgreifer
erhältlich, der diese Kostenfaktoren
fast gänzlich eliminiert.
Nach Unternehmensangaben
ist der Kolben aufgrund seiner
vollständigen Kapselung des
Kolbens gegen herabfallende
Betonteile bestens geschützt.
DMS TECHNOLOGIE (2)
Da der Zylinder selbst das tragende
Element des DMS-Abbruchgreifers
darstellt, ist das Anbaugerät
besonders kompakt und hat ein
geringes Eigengewicht, wodurch die
Zuladung am Bagger erhöht wird.
Die Besonderheit liegt hauptsächlich in dem
von DMS entwickelten, patentierten Hydraulikzylinder.
Der Aufbau mit vollständig gekapseltem
Kolben und innenliegender Ölführung ohne
Hydraulikschläuche im Arbeitsbereich reduziert
Ausfallzeiten und Reparaturkosten. Die Vorteile
des patentierten Hydraulikzylinders kommen bei
Abbrucharbeiten besonders zum Tragen, denn nirgends
sind die Anforderungen an das Anbaugerät
so gegensätzlich wie hier. Auf der einen Seite wird
das Material sehr präzise sortiert, um es wiederverwenden
zu können, auf der anderen Seite sind rohe
Kräfte am Wirken.
Dank der nach Unternehmensangaben langlebigen
und spielarmen Lagerungen ist trotz der widrigen
Arbeitsbedingungen die notwendige Präzision
auch langfristig gegeben und es kann auf die üblicherweise
vorhandenen mechanischen Endanschläge
verzichtet werden. Somit wird Überbiss
auch im Abbruch zuverlässig verhindert. Sortie-
ren von leichten Baustoffen, wie z. B. Dachlatten
und Glaswolle, bleibt damit jederzeit eine willkommene
Herausforderung. Aber auch bei den groben
Arbeiten punktet der Greifer laut Aussage des Herstellers
mit dem durchdachten Aufbau des Hydraulikzylinders.
Durch die vollständige Kapselung des
Kolbens sei dieser beispielsweise gut gegen herabfallende
Betonteile geschützt. Eine Beschädigung
der Kolbenstange oder der Hydraulikleitungen
durch herausstehende Baustahlteile ist laut DMS
Technologie ausgeschlossen. Somit werden lästige
und teure Schäden eliminiert, was einen zentralen
Punkt innerhalb der Branche darstellt. Da der
Zylinder selbst das tragende Element des DMS-Abbruchgreifers
darstellt, ist das Anbaugerät besonders
kompakt und hat ein geringes Eigengewicht,
wodurch die Zuladung am Bagger erhöht wird. Dadurch
kann zuverlässig schweres Material abgerissen
und mit einer minimalen Anzahl von Ladespielen
bewegt werden.
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März 2026 31
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BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 5
Der »BLTB-175L-5-W« ist
Teil der »BLTB-5«-Serie und
für den Einsatz im schweren
Beton- und Ingenieurbauabbruch
ausgelegt.
ACDE
ACDE-Hydraulikhammer übernimmt
kontrollierten Brückenrückbau
ACDE – Mit einem Gesamtprojektvolumen von rund
105 Mio. Euro zählt der Ersatzneubau der Hochbrücke
Bayreuth zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten der
Region. Der Rückbau der bestehenden Brückenkonstruktion
erfolgt unter hohen sicherheits- und umwelttechnischen
Anforderungen und erfordert präzise, kontrollierte Abbrucharbeiten
im direkten Umfeld bestehender Verkehrs- und
Infrastrukturachsen. Im Rahmen dieser Arbeiten kommt
ein »BLTB-175L-5-W«-Hydraulikhammer zum Einsatz. Es
handelt sich dabei um den ersten Hydraulikhammer von
ACDE im Maschinenpark des ausführenden Unternehmens
und zugleich um einen wichtigen Schritt in Richtung einer
weiterführenden Zusammenarbeit.
Der Rückbau der Hochbrücke
erfolgt abschnittsweise und
in unmittelbarer Nähe zu aktiver
Infrastruktur. Entsprechend hoch
sind die Anforderungen an die
eingesetzte Abbruchtechnik: eine
zuverlässige Leistungsabgabe,
kontrollierbares Arbeitsverhalten
sowie eine hohe Betriebssicherheit
sind entscheidend, um Stillstandszeiten
zu vermeiden und
den Bauablauf planbar zu halten.
Der »BLTB-175L-5-W« ist Teil der
»BLTB-5«-Serie und für den Einsatz
im schweren Beton- und Ingenieurbauabbruch
ausgelegt.
Das Modell deckt den Leistungsbereich
für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte
ab und ist für
den kontinuierlichen Einsatz auf
Großbaustellen konzipiert.
Serienmäßige
Systemausstattung
Der eingesetzte Hydraulikhammer
verfügt serienmäßig über
integrierte Systemlösungen, die
speziell auf den professionellen
Langzeiteinsatz ausgelegt sind:
Das serienmäßige Zwei-Pumpen-Schmiersystem
»BBI-Lube«
sorgt für eine kontinuierliche
und lastabhängige Schmierung
aller relevanten Komponenten.
Dies reduziert den manuellen
Wartungsaufwand und trägt zur
gleichbleibenden
Leistungsfähigkeit
des Hammers bei.
Das ebenfalls serienmäßig
integrierte Monitoring- und Trackingsystem
»BTrack&Check« ermöglicht
die Erfassung von Betriebsdaten,
Einsatzzeiten und
Wartungsintervallen.
werden
Dadurch
Wartungsmaßnahmen
planbar und die Betriebssicherheit
auf langfristig angelegten
Baustellen erhöht. Die technische
Unterstützung, Inbetriebnahme
sowie die laufende Betreuung
des eingesetzten Geräts
erfolgen durch Henze Abbruchtechnik.
j
Wartung
Das Zwei-Pumpen-Schmiersystem
»BBI-Lube« sorgt für eine
kontinuierliche Schmierung
aller relevanten Komponenten
und reduziert den manuellen
Wartungsaufwand.
32
März 2026
Abbruch & Recycling
Präzise Wiegedaten
und digitale Prozesse
PFREUNDT – Mit seiner
smarten Software zur Fahrzeugverwiegung
im Web-Portal
sowie dem flexiblen Mietmodell
für die Absetzkipperwaage des
Typs »WK60« stellt Pfreundt
aktuell zwei wichtige Innovationslösungen
für digitale und
effiziente Wiegeprozesse vor.
Mit seinen digitalen Wiegelösungen
für die Entsorgungs-
und Recyclingbranche
bietet Pfreundt der Branche
smarte Helfer, um effizienter zu
arbeiten. Denn die präzise Erfassung
von Materialströmen ist in
der Branche entscheidend, sei es
zur Abrechnung nach Gewicht
oder für den Wiederverkauf sortenrein
aufbereiteter Materiali-
PFREUNDT
en. Pfreundt bietet Wiegelösungen
für das Sammeln, Sortieren,
Aufbereiten und Transportieren
von Materialien. Das Portfolio
umfasst Wiegetechnik für nahezu
jede Maschine und jedes Fahr-
len oder eine separate Software.
Alle erfassten Daten wie Gewichte,
Unterschriften oder Kamerabilder
werden in Echtzeit übertragen
Die »WK60«-Absetzkipperwaage
von Pfreundt
soll nun als Mietmodell
vorgestellt werden.
zeug – vom Abroll- und Absetz-
und stehen sofort für die Weiter-
kipper über Rad-, Teleskop- und
verarbeitung zur Verfügung. Auf
Frontlader bis hin zu Kran, Bag-
der Münchner IFAT, die vom 4.
ger, Stapler oder Förderband. Er-
bis 7. Mai stattfinden soll, kön-
die »WK60«-Absetzkipperwaage
gänzt wird dies durch Software-
nen Besucher die Funktionsweise
zeigen. Im Mietpaket enthalten
lösungen, die eine zentrale Erfas-
an einer Demo-Anlage Schritt für
sind eine konformitätsbewerte-
Live-Demo
Auf der kommenden IFAT
können Besucher die Funktionsweise
an einer Demo-
Anlage nachvollziehen.
sung und Weiterverarbeitung der
Wiegedaten ermöglichen.
Fahrzeugverwiegung
direkt im Web-Portal
Ein Highlight stellt laut Aussage
Schritt nachvollziehen. Diese besteht
aus dem Modell einer Fahrzeugwaage,
einem Selbstbedienungsterminal
und einer Kamera
zur Ladegut- und Kennzeichenerkennung.
Auch die Erfassung und
te Waage, der Einbau durch einen
Servicetechniker sowie der
Zugang zum Web-Portal. Während
der dreijährigen Laufzeit
sind alle Serviceeinsätze und
Ersatzteile abgedeckt. Unterneh-
von Pfreundt die hauseigene Soft-
unmittelbare Datenübertragung
men profitieren laut Aussage von
ware zur Fahrzeugverwiegung dar,
ins Web-Portal wird live erlebbar.
Pfreundt von kalkulierbaren mo-
die vollständig in das Web-Portal
integriert ist. Damit lassen sich
Fahrzeugwaagen erstmals direkt
aus dem Web-Portal heraus bedie-
»WK60«-Absetzkipperwaage
als Mietmodell vorstellen
Als weitere Neuheit möchte
natlichen Kosten, präziser Gewichtskontrolle
zur Vermeidung
von Überladungen und einer
transparenten Abrechnung di-
nen – ohne zusätzliche Schnittstel-
Pfreundt das Mietmodell für
rekt vor Ort.
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Der richtige Sortierlöffel
für jede Herausforderung
34
LEHNHOFF – Ob auf der Baustelle oder im GaLaBau – die
Anforderungen steigen kontinuierlich. Intelligente Materialvorsortierung
ist ein wichtiger Faktor. Mit den drei Sortierlöffel-Serien
»MSL«, »CSL« und »HSL« von Lehnhoff können Unternehmer
dies effizient umsetzen. Um Erde, Sedimente und Kies von groben
Steinen, Wurzeln und Unrat zu trennen, braucht es häufig keine
teuren Spezialgeräte. Oft sind die Sortierlöffel von Lehnhoff die
effizientere Lösung: Mit durchdachten Siebböden und widerstandsfähiger
Konstruktion lassen sich Materialien gezielt separieren,
Arbeitsprozesse beschleunigen und Ressourcen schonen. Selbst
für die Vorabsortierung bei der Weiterverarbeitung mit Brech- und
Siebanlagen leisten sie einen wertvollen Beitrag.
Kurz und knapp
Lehnhoff bietet für jede Maschinenklasse
die passende Lösung:
die »MSL«-Serie für Maschinen
zwischen 1 und 6 t, die
»CSL«-Serie für Bagger von
6 bis 12 t sowie die »HSL«-Serie
für Bagger von 10 bis 50 t.
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Im Garten- und Landschaftsbau
zeigen die »MSL«-Sortierlöffel
ihre Stärke: Mutterboden wird
hier effizient von Wurzeln, Ästen
oder größeren Steinen getrennt
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– so entsteht die ideale Grundlage
für Pflanzflächen oder Rasen.
Substrate lassen sich mit
den durchlässigen Böden optimal
aufbereiten. Erde und Kom-
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post werden bei der Einbringung
besser durchmischt und bilden
eine gleichmäßige, nährstoffreiche
Basis. Im Tiefbau wiederum
ermöglicht der Einsatz von Sortierlöffeln
eine saubere Trennung
von grobem Kies und feinem
Material – besonders beim
Aushub von Leitungsgräben, wo
Verfüllmaterial möglichst frei
von Fremdstoffen sein sollte.
Für Entwässerungssysteme
Ein funktionierendes Entwässerungssystem
ist essenziell für
Hochwasserschutz,
Landwirtschaft
und Infrastruktur. Doch
mit der Zeit setzen sich Gräben
und Mulden mit Erde, Steinen
und Pflanzenresten zu. Die Sortierlöffel
der »CSL«-Serie bieten
hier eine praxiserprobte Lösung:
Kies und Erde fallen beim Aushub
durch die Siebböden, während
größere Steine, Wurzelwerk
oder Unrat im Löffel verbleiben.
So lassen sich selbst längere Gräben
mit Mobilbaggern effektiv reinigen,
ohne unnötig viel Boden
zu entnehmen oder nachsortieren
zu müssen. Auch in der Baugrube
leisten die »CSL«-Modelle
wertvolle Dienste, wenn es etwa
darum geht, das Material schon
beim Aushub vorzusortieren.
Mit den Sortierlöffeln der
»HS«-Serie von Lehnhoff
gelingt Separierung
einfach und präzise.
Flüsse und Bäche sind dynamische
Lebensräume – doch Ablagerungen,
Treibgut oder Sedimente
können den Wasserfluss erheblich
behindern. Um Problemstellen
gezielt zu beseitigen, müssen
Flussbetten regelmäßig ausgebaggert
und von grobem Material
befreit werden. Mit den Sortierlöffeln
aus der »HSL«-Serie lassen
sich Geröll, Kies und Fremdstoffe
effizient entnehmen, während
Wasser und Feinanteile durch die
Siebböden direkt abfließen. Aufgrund
ihrer massiven Bauweise
und hohen Verschleißfestigkeit
sind sie auch bei Schwerstlasten
zuverlässig im Einsatz – ob beim
Renaturieren, Ausbaggern oder
in der Industrieentwässerung.
So können in kurzer Zeit enorme
Materialmengen verarbeitet
werden und Wasserläufe bleiben
funktional und naturnah. Auf diese
Weise erhöhen sich Produktivität
und Zuverlässigkeit.
LEHNHOFF
STAND E10
j
Abbruch & Recycling
Separatorlöffel
praktischer gestaltet
SIMEX
SIMEX – Mit dem »VSE
Tornado« für Bagger von 1,5
bis 10 t hat der Hersteller von
hydraulischen Anbaugeräten
eine neue Serie an Separatorlöffeln
auf den Markt gebracht.
1,5 bis 10
Tonnen
Die neue Separatorlöffel-
Serie eignet sich für Bagger
von 1,5 bis 10 t Gewicht.
Separatorlöffel mit verschleißfesten Sternen
aus Polyurethan eignen sich hervorragend
zum Sieben von Aushub, Muttererde auch mit erhöhtem
Feuchtgehalt oder Lehmanteil sowie zum
Beimischen von Verdichtungsprodukten. Bei verschleißstarken
Materialien wie beispielsweise Beton
oder Steinen aus dem Abbruch reduziert sich
die Lebensdauer der Siebeinheiten drastisch, hier
sind laut Aussage des Herstellers die Siebscheiben
aus Metall weitaus besser geeignet.
Simex, Hersteller von hydraulischen Anbaugeräten,
hat mit der neuen Serie der Separatorlöffel
»VSE Tornado« für Bagger von 1,5 bis 10 t eine
praktische Version von Sieblöffeln entwickelt.
Tatsache ist, dass das Unternehmen in den vergangenen
Jahren zahlreiche neue Lösungen auf den
Weg gebracht hat, die sich stark auf den Anwendernutzen
beziehen und zum Ziel haben, nicht
nur die Effizienz, sondern auch die Zuverlässigkeit
und Produktivität auf der Baustelle deutlich
zu erhöhen. Die Wellen des Sieblöffels sind laut
Die Wellen des Sieblöffels sind ganz
einfach auszubauen und ermöglichen es,
schnell auf die Siebeinheiten zuzugreifen.
Hersteller »ganz einfach auszubauen« und ermöglichen
es, schnell auf die Siebeinheiten zuzugreifen.
Das spart Aufwand und jede Menge an Zeit.
Praktisch heißt das, die Einheiten in Polyurethan
können ersetzt oder durch Metallteile schnell und
problemlos getauscht werden. Durch den Einsatz
von unterschiedlich breiten Distanzstücken kann
ebenfalls die Körnung geändert werden. So kann
mit einem Gerät auf die verschiedensten Anforderungen
und Materialien reagiert werden, was
weit mehr Flexibilität ermöglicht.
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Abbruch & Recycling März 2026 35
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Schnelle Novelle
der EBV gefordert
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DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND – Die
geplante Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung
(EBV) nimmt derzeit Fahrt auf. »Für unsere
Unternehmen ist das eine wichtige Entwicklung,
denn es geht um mehr Praxistauglichkeit,
weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen
für den Einsatz von Recyclingbaustoffen«,
so der Deutsche Abbruchverband (DA).
Deshalb, so der DA weiter, habe man sich einer
Verbändeinitiative angeschlossen, die in einem
gemeinsamen Schreiben an Carsten Schneider,
Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz,
Naturschutz und nukleare Sicherheit, eine
schnelle Novelle der EBV fordern.
Ausgangspunkt war der Erfahrungsbericht des
Umweltbundesamts zum ersten Jahr Vollzug
der EBV. In einem Planspiel wurden Rückmeldungen
aus Praxis, Vollzug und Wirtschaft ausgewertet.
Dabei wurden sogenannte »low-hanging
fruits« identifiziert, also Anpassungen, die kurzfristig
umsetzbar sind, ohne das Schutzniveau für
Umwelt und Gesundheit zu verändern. Vor diesem
Hintergrund haben sich mehrere Verbände
entlang der mineralischen Stoffströme zusammengeschlossen,
um auf dieser Basis eine zügige
Novellierung anzustoßen. Ziel ist es, konsensfähige
Verbesserungen schnell umzusetzen, statt
den Prozess durch Grundsatzdiskussionen zu
verzögern.
Worum es bei den Anpassungen geht
Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Erleichterungen,
z.B. Vereinfachungen bei Analyse- und Prüfverfahren,
Klarstellungen zu Einbaubedingungen,
Entlastungen bei Dokumentationspflichten sowie
mehr Rechtssicherheit im Vollzug. Diese Punkte
helfen laut DA unmittelbar im Baustellenalltag
und tragen dazu bei, Verfahren effizienter und
planbarer zu machen.
Die Marktfähigkeit im Fokus
Für den Deutschen Abbruchverband sowie die Bauverbände
– den Zentralverband Deutsches Baugewerbe
und den Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie – steht vor allem die Marktfähigkeit
von Recyclingbaustoffen im Mittelpunkt. Denn für
die Unternehmen gilt: Nur wenn Materialien rechtssicher
eingesetzt und ausgeschrieben werden können,
entstehen Vertrauen, Investitionssicherheit
und stabile Märkte. Ein entscheidender Punkt für
funktionierende Kreisläufe ist die Frage des sogenannten
Abfall-Endes – also wann ein Recyclingbaustoff
rechtlich nicht mehr als Abfall, sondern als Produkt
gilt. Hier setzt sich der DA weiterhin für eine Regelung
innerhalb der EBV ein. Der Grund ist einfach:
Die bestehende Systematik der EBV bietet bereits einen
klaren, gütegesicherten Rahmen, der Rechtssicherheit
schafft und als Blaupause für weitere Stoffströme
dienen kann.
Nach den bisherigen Gesprächen plant das Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz, nukleare
Sicherheit und Verbraucherschutz, bis Mitte des
Jahres einen Referentenentwurf für die EBV-Novelle
vorzulegen. Dieser wird anschließend in die Länder-
und Verbändeanhörung gehen. In dieser Phase
besteht für Verbände und Unternehmen die Möglichkeit,
Stellung zu nehmen und praxisrelevante
Hinweise einzubringen. Der DA wird sich hier nach
eigenen Angaben aktiv beteiligen und die Erfahrungen
seiner Mitgliedsunternehmen einbringen. Ziel
des Ministeriums ist es, das weitere parlamentarische
Verfahren zügig anzuschließen. Die aktuelle
Verbändeinitiative konzentriert sich bewusst auf
Punkte, bei denen breite Einigkeit besteht. Die Verbesserungen
kommen der Praxis zugute.
d
36
März 2026
Abbruch & Recycling
Abbruch & Recycling März 2026 37
Hocheffiziente Lösung:
Staubbindung durch
Wassernebel erweist sich
als zuverlässiges Mittel.
NEBOLEX
Wassernebel bindet Staub
NEBOLEX – Nebel durch Zerstäubung von Wasser mit
Luft wird technisch in vielen Bereichen effektiv zur Staubminimierung
genutzt – so etwa im Abbruch und der Industrie.
Und auch für Unternehmen aus Recycling und der
Schüttgutverarbeitung ist Staub ein ernstzunehmendes
Thema. Verschiedene Einflüsse auf Menschen und Umwelt
stehen zudem im Fokus der Arbeitssicherheitsbehörden.
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Die TA-Luft ist die erste Allgemeine
Verwaltungsvorschrift
zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Der Begriff TA-
Luft steht für die Technische Anleitung
zur Reinhaltung der Luft
und enthält u. a. Berechnungsvorschriften
für Luftschadstoffe
und schafft bundeseinheitliche
gesetzliche Anforderungen für
genehmigungsbedürftige Anlagen.
In zahlreichen industriellen
Anwendungen – vom Tunnel-
und Untertagebau über den
Kohleabbau bis hin zur Schüttgutverarbeitung,
zum Umschlag
und zur Lagerung – werden Nebolex-Staubbindesysteme
eingesetzt.
Auch in der Papier-, Metall-,
Bauschutt- und Holzrecyclingindustrie
haben sie sich bewährt.
Darüber hinaus sind die
Zerstäubungssysteme zur effektiven
Staubniederschlagung aus
Steinbrüchen, Stahl- und Beton-
werken, Müllverbrennungsanlagen
sowie an Hafenkranen beim
Löschen von Ladung oder bei der
Schiffsbeladung nicht mehr wegzudenken.
»Mit unserem fundierten
Know-how im Maschinenbau
und der jahrzehntelangen
Erfahrung und Weiterentwicklung
produzieren wir stationäre
und mobile Einstoff- und Zweistoffsysteme
für Ihren speziellen
Anwendungsfall«, wie Nebolex
Umwelttechnik klarstellt.
Effektiv und zuverlässig
Die Systeme sind modular aufgebaut,
erweiterbar und bestehen
aus einzelnen Baugruppen. Neben
einem Wasseranschluss, der
Aufbereitungseinheit für Druckluft
sowie der Steuerungs- und
Steuereinheit zur bedarfsorientierten
Ansteuerung sind auch
Nebelkopfleisten mit Sprühnebelköpfen
verbaut, um den
38
März 2026
Abbruch & Recycling
erzeugten Wassernebel einzu-
einzelnen Benebelungspunkte
akt dann aufzubauen, wenn der
bringen. Gepanzerte Sprühne-
mit Wasser. Weder kleine Verun-
Staub entsteht, um den Wasser-
belleisten werden direkt in der
reinigungen noch hoher Kalkge-
eintrag niedrig zu halten. Das Ne-
Nähe des Materialstroms ange-
halt im Wasser stellen für das Ne-
bolex-System habe sich bereits in
bracht.
bolex-System eine Schwierigkeit
diversen Industriebereichen be-
Erstaunliche Technik
Durch die robuste Bauweise der
Edelstahl-Einhausungen ist der
dar, wie der Hersteller erklärt.
Selbst vor Gebrauch gefiltertes
bzw. gesiebtes Oberflächen- oder
Zisternenwasser kann eingesetzt
währen können.
90 Prozent Staubminimierung
Der Einsatz von Druckluft er-
Einsatz laut Nebolex in rauer Um-
werden.
möglicht einen geringen Was-
gebung und an schwierig anmutenden
Stellen möglich. Spezielle
Düsen erzeugen feinsten Nebel,
Smart und bedarfsgerecht
Verschiedene Abschnitte werden
sereintrag und eine Staubminimierung
von über 90 Prozent,
wie Nebolex mitteilt. Dies sei je
somit wird die wirksame Oberflä-
bedarfsgerecht gesteuert. Dies ist
nach Material auch für die wei-
che des Wassers enorm vergrößert
und die Affinität von Staubpartikeln
zur Anlagerung an feine
Wassertröpfchen genutzt. Die
Düsenkonfiguration gewährleistet
Tröpfchen in unterschiedlichen
Größen; größere Tropfen
insbesondere bei größeren Anlagen
notwendig und vorteilhaft,
da nicht immer alle Anlagenteile,
wie z. B. Förderbänder oder Aufgabetrichter,
gleichzeitig und ununterbrochen
betrieben werden.
Sämtliche relevanten Einflüs-
tere Verarbeitung von enormer
Wichtigkeit. Auch bei extremen
Minustemperaturen ist der Betrieb
der Anlage möglich. Frostschutz
wird bei Nebolex durch
isolierte Medienleitungen mit
Begleitheizung und die Ausblas-
Robustheit
Aufgrund der robusten Bauweise
der Einhausungen aus Edelstahl
ist der Einsatz in rauer Umgebung
und an schwierig anmutenden
Stellen möglich.
verbinden sich mit größeren
se, wie etwa Materialmenge und
funktion
gewährleistet. Wäh-
Partikeln, kleinere mit kleinen
Materialeigenschaften oder zy-
rend des Wartebetriebs oder Be-
Partikeln. Störungen bzw. Ver-
klische Schüttvorgänge, können
reitschaftszustands – die Nutz-
stopfungen werden durch einen
mit Nebolex erfasst werden, so-
funktionen sind temporär deak-
»großen Querschnitt« vermieden,
dass das System bedarfsgerecht
tiviert – wird die Anlage komplett
durch den schon fertiges Nebel-
reagieren kann und für eine vor-
entleert, sodass das System was-
gemisch austritt. UV-beständige
eingestellte Zeit nebelt. So ist es
serfrei ist und es zu keinen Frost-
Gewebeschläuche versorgen die
möglich, eine Nebelwand ex-
schäden kommen kann.
d
Neue Power
mit System.
SK650DLC-11
GOLD SPONSOR – STAND C9
BETRIEBSGEWICHT:
80 000 KG
MOTORLEISTUNG:
345 KW
NEXT-
WECHSELAUSLEGER
MAX. BOLZENHÖHEN*:
18,2 M / 28,2 M
MAX.
WERKZEUGGEWICHT*
6 100 KG / 3 700 KG
* mit NEXT-Wechselauslegern
KOBELCO CONSTRUCTION MACHINERY EUROPE B.V.
WWW.KOBELCO-EUROPE.COM
Abbruch & Recycling März 2026 39
»Gigant n
der Branche!«
e
Abbruchbagger
bauMAGAZIN – Herzlich willkommen in der Welt der größten und schwersten
»Zerschmetterer« der Branche. In dieser Ausgabe der »Giganten der Baubranche«
befasst sich das bauMAGAZIN mit Abbruchmaschinen, die für das professionelle
Zertrümmern und Einreißen von Gebäuden, Türmen, Mauern und Brücken zuständig
sind – und sich dabei tagtäglich mit brachialer Kraft durch Stahlarmierungen,
Betonteile und T-Träger beißen. Im Mittelpunkt stehen Abbruchbagger der neuesten
Generation, einhergehend mit Anbaugeräten, die für den Rückbau unerlässlich
sind. Abschließend werfen wir einen Blick auf ferngesteuerte Abbruchroboter und
hinterfragen, was die Abbruchbranche auch abseits der Baustelle bewegt.
Dan Windhorst
Eines vorweg: Deutschland ist ein »Massivbauland«.
Statt der in den USA weitverbreiteten Holzrahmenbauweise
setzt man hierzulande auf robuste
Fundamente, langlebige Ziegel und gewaltige Mengen
an Stahlbeton. Oder anders gesagt: Gebaut wird
auf deutschen Baustellen »für die Ewigkeit«. Und
spätestens beim Abriss solcher Gebäude wird klar,
dass es hierzulande Maschinen und Anbaugeräte
braucht, die mit der notwendigen Power um die
Ecke kommen. Wichtigster Akteur ist hierbei der
Abbruchbagger – eine Maschine, die nicht nur hohe
Motorleistung, sondern auch gewaltige hydraulische
Kraft, ein stolzes Eigengewicht sowie eine Vielzahl
an speziellen Anbaugeräten mitbringen muss.
Beim Abbruch von mehrstöckigen Gebäuden sind
überdies sogenannte High-Reach-Bagger notwendig
– sie verfügen über einen besonders großen Auslegerarm
und sparen dem Abrissunternehmen den
mühseligen Aufbau von Gerüsten für die Arbeiten
in oberen Stockwerken. Am deutschen
Markt sind vor allem Maschinen von Caterpillar,
HD Hyundai, Kobelco, Komatsu, KTEG, Liebherr
sowie Sennebogen und Volvo CE vertreten –
nachfolgend werden wir auf einige repräsentative
Modelle dieser Hersteller eingehen. Im selben
Atemzug sind allerdings auch die vielen Anbaugeräte
zu nennen, die beim Rückbau zum Einsatz
kommen. Hierzu zählen Abbruch- und Sortiergreifer
sowie Scheren, Zangen, Hämmer und Pulverisierer.
Diese jedoch zusätzlich zu den Abbruchbaggern
im Detail zu benennen, würde den redaktionellen
Rahmen an dieser Stelle gehörig sprengen.
Deshalb hat sich das bauMAGAZIN dazu entschlossen,
in dieser Ausgabe gezielt auf die Geräteträger
einzugehen – in einer späteren Ausgabe befassen
wir uns dann explizit mit dem Segment
der größten und leistungsstärksten Abbruchwerkzeuge
der Branche.
Brachial und anspruchsvoll
In meinen Kindheitserinnerungen
schlummert noch immer das Bild von einem
Bagger, der eine tonnenschwere Abrissbirne
durch die Lüfte schwenkt und damit
ganze Häuserwände zum Einsturz
bringt. Die »eiserne Birne«, gern auch
40
März 2026
Abbruch & Recycling
Abrisskugel genannt, war lange Zeit das Wahrzeichen
dieser Branche – und ist angesichts der technischen
Weiterentwicklung nur noch selten auf deutschen
Baustellen anzutreffen. Der Grund: Moderne
Abbruchbagger verfügen über gewaltige hydraulische
Kraft und lassen sich mitunter sogar mit einem
Auslegearm ausstatten, der Reichweiten von
bis zu 50 m zulässt. Gleichzeitig werden die heutigen
Maschinen mit leistungsstarken Abbruchzangen,
Greifern und Pulverisierern versehen, die komplette
Etagenflure zerlegen. Aber: Die Abrisskugel
ist nicht komplett verschwunden – nachfolgend zeigen
wir am Beispiel einer Spezialabbruchmaschine
von Sennebogen, dass die tonnenschweren Birnen
noch immer Anwendung finden.
Abbrucharbeit heute
Eines hat sich aber nicht geändert: Schon damals
zählten Abrissarbeiten zu den anspruchsvollsten
Jobs am Bau – nicht grundlos wurden
Maschinisten, die den Umgang mit der Abrissbirne
beherrschten, als »Künstler an der Kugel«
bezeichnet. Und heute ist die Arbeit im
Rückbau sogar noch komplexer. Der Abbruchbagger
hat sich schlichtweg zum Multi-Tool-Carrier
weiterentwickelt, der aufgrund
einer Flut an verfügbaren Anbaugeräten
und der Nutzung von Schnellwechslern
hochflexibel eingesetzt werden kann.
Erst kürzlich war die Redaktion bei Abbrucharbeiten
an der Carolabrücke in
Dresden vor Ort (das bauMAGAZIN berichtete
darüber in der Ausgabe 08/25
ab Seite 16) und hat Bagger erlebt, die
extrem vielseitig zum Einsatz kamen.
Der Wechsel zwischen Abbruchzange,
Greifer und Hammer gelingt innerhalb
von Sekunden – mithilfe
von hydraulischen Schnellwechslern
muss der Maschinist dafür
nicht einmal mehr seine Fahrerkabine
verlassen. Die heutige
Herausforderung ist allerdings, dass jeder Handgriff
sitzen muss: Anders als früher muss nun weit
häufiger auf beengtem Raum gearbeitet werden –
angrenzende Gebäude dürfen nicht beschädigt
werden und nicht selten wird das Abbruchmaterial
mittlerweile direkt vor Ort zerkleinert und sogar
weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfordert der
Umgang mit dem Spezialwerkzeug hochpräzises Arbeiten
am Joystick. Zwar sind die modernen Bagger
mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen ausgestattet,
aber das berüchtigte »Baggerfahrer-Bauchgefühl«
lässt sich nur schwer durch technische Raffinessen
ersetzen.
Könige der Zerstörung
Der Markt für Abbruchbagger gilt als vielschichtig
und hart umkämpft. Wir haben es mit individuellen
Spezialmaschinen zu tun, die exakt auf die Anforderungen
im Abbruch zugeschnitten sind. Im Gegensatz
zu konventionellen Baggern verfügen High-
Reach-Bagger über eine enorme Arbeitsreichweite
nach oben hin. Gleichzeitig muss das Hydrauliksystem
dazu in der Lage sein, die notwendige Kraft bis
in das Anbaugerät zu bringen, das in teils schwindelerregenden
Höhen arbeitet. Ein großer, wenn auch
unvermeidbarer Nachteil sind die erschwerten
Transportbedingungen: Um einen High-Reach-Bagger
samt Ausleger und tonnenschweren Ballastgewichten
an seinen Einsatzort zu bringen, muss großer
Aufwand betrieben werden. Das rechnet sich
jedoch, sobald das Abbruchmonster auf der Baustelle
angekommen ist. Ein konventioneller Bagger
muss erst mal »Platz schaffen«, um nah genug an
das Abrissobjekt zu gelangen. Aufgrund seines extrem
langen Auslegers ist das bei einem High- Reach-
oder Longfront-Bagger nicht notwendig. Einmal an
seinem Einsatzort angekommen, kann die Maschine
ohne ständiges Umpositionieren sogar auf engstem
Raum agieren. Neben ihrer Fähigkeit, Anbaugeräte
auch in großer Höhe mit der notwendigen
Kraft zu versorgen, verfügen Abbruchbagger über
eine merklich robuste Bauweise,
Alleskönner
Der Abbruchbagger hat sich
zum Multi-Tool-Carrier
weiterentwickelt, der sich
hochflexibel einsetzen lässt.
LIEBHERR
Abbruch & Recycling März 2026 41
Brachiale Kraft
Die Abbruchbagger setzen
auf brachiale Kräfte, starke
Motorisierung, hohe Präzision
und Robustheit.
Im Abbruch punkten Maschinen
von Sennebogen mit hervorragendem
Bedienkomfort, hoher
Zuverlässigkeit und Präzision.
bestehend aus verstärkten Stahlbauteilen und
langlebigen Hydraulikkomponenten. Darüber hinaus
werden die Spezialmaschinen mit besonderen
Sicherheitseinrichtungen versehen. Dazu zählen
spezielle Kabinen mit Panzerglas und Schutzgitter,
mehrere Kamerasysteme sowie Überlast- und Stabilitätswarnsysteme.
Aufgrund der großen Reichhöhe
und des steilen Winkels hat der Maschinist allerdings
eine eingeschränkte Sicht auf das, was am Ende
des Baggerarms geschieht. Deshalb verwenden
Hersteller kipp- und hochfahrbare Kabinen, sodass
eine ideale Sicht auf das Arbeitsfeld ermöglicht wird.
Schwer: KTEG und Liebherr
Den Anfang machen zwei echte Schwergewichte,
die allein schon aufgrund ihrer Leistungsdaten
und Abmessungen herausstechen. Das betrifft den
»R 980 Demolition« von Liebherr, der mit einem Einsatzgewicht
von bis zu 197 t, einer Motorleistung von
420 kW sowie einer Arbeitshöhe von bis zu 60 m zu
den Königen im selektiven Rückbau zählt. Bei maximaler
Reichhöhe kann das Anbaugewicht rund
2,5 t betragen. Dieser Stahlkoloss ist dazu in der Lage,
einzelne Stockwerke von Hochhäusern abzutragen.
Um die nötige Hydraulikleistung zu erbringen,
werden für die Ausrüstung und das Fahrwerk zwei
Verstellpumpen mit einer Fördermenge von bis zu
2 x 498 l/min sowie für das Schwenkwerk eine revisierbare
Schrägscheiben-Verstellpumpe mit einer
Fördermenge von bis zu 315 l/min benötigt. Allein
im Hydrauliktank befinden sich 850 l – der Hydrauliksysteminhalt
kommt auf stolze 1 500 l. Im Inneren
der Fahrerkabine, die sich bei Bedarf kippen
SENNEBOGEN
lässt, findet der Maschinist eine große Spielwiese
an digitalen Tools und Assistenzsystemen vor, die
ihm dabei helfen, die Abbrucharbeiten nicht nur
präziser und schneller, sondern auch sicherer zu
gestalten. Das zweite Schwergewicht am Markt ist
der »KMC1600S-7« aus dem Hause KTEG: Dieser Koloss
kommt sogar auf ein Betriebsgewicht von bis
zu 230 t und hat ebenfalls eine Reichhöhe von bis
zu 60 m. Unter der Haube hat der KTEG-Riese einen
Motor mit 567 kW Leistung, während das Anbaugewicht
bei maximaler Reichhöhe bis zu 3 t betragen
soll. Neben einem hydraulisch verstellbaren
Unterwagen, einer Kippkabine sowie einem »Quick
Connect«-System ist dieser Abbruchriese auf hohe
Präzision sowie brachiale Kraft und Leistung ausgelegt.
Konzipiert wurde dieser Gigant vor allem für
herausfordernde Rückbauprojekte.
Allrounder aus Fernost
Wenn Deutschland, wie eingangs formuliert, das
»Massivbauland« darstellt, ist Japan wohl das »Land
des modernen Abbruchs«. Zumindest, wenn man
Kobelco folgt: Bereits Mitte der 70er-Jahre tauchten
in den dicht bebauten fernöstlichen Metropolen
die ersten Long-Reach-Hydraulikbagger auf, die
mit ihren ebenfalls neuartigen Hydraulik-Werkzeugen
schon Arbeitshöhen von knapp 20 m erreichten.
Früher als in Europa entwickelte sich am japanischen
Baggermarkt ein »echtes« Abbruchsegment,
in das vor allem auch OEMs Maschinen mit speziell
entwickelten Auslegern und angepasster, leistungsfähiger
Hydraulik schickten. So auch Kobelco
mit seiner »D(emolition)«-Serie ab 40 t Einsatzgewicht,
die dem Kettenbagger-Spezialist gemeinsam
mit Tausenden von Mini-Baggern nach eigenen Angaben
über Jahre rund 40 Prozent Marktanteil und
damit die führende Position im hochtechnisierten
japanischen Abbruchsegment sicherten. Klar, dass
Kobelco diesen Heimvorteil auch weltweit ausspielen
will: Insgesamt vier Modelle umfasst die aktuelle
»DLC«-Baureihe an Kobelco-Abbruchbaggern
mit maximalen Bolzenhöhen von 21 bis 40 m. Alle
Modelle sind mit dem »Next«-Auslegerwechselsystem
ausgerüstet, das nicht nur den Transport vereinfacht,
sondern dank flexibel einsetzbarer Ausrüstungen
die Möglichkeiten auf der Baustelle entscheidend
steigert: nur eine Maschine für den selektiven
Höhenabbruch, den effizienten Rückbau
bodennaher Stockwerke oder die Beseitigung
massiver Fundamente. Laut Kobelco immer
mit führenden Werkzeuggewichten bzw.
Schaufelkräften, was die Allrounder absolut
in einer Liga mit vergleichbaren konventionellen
Großbaggern spielen lässt. Besonders
deutlich wird das am Kobelco »SK1300 DLC«:
Mit gut 140 t Maximalgewicht und 382 kW Motorleistung
lag das Abbruch-Topmodell nicht nur
in unserem bauMAGAZIN-Baumaschinenquartett
weit vorne. Zur echten Trumpfkarte im Höhenangriff
wird der »1300er« mit seinem maximalen
Anbaugewicht von 4,3 t bei 40 m Bolzenhöhe, was
42
März 2026
Giganten Abbruch der Baubranche
& Recycling
Mit gut 140 t Maximalgewicht
und
382 kW Motorleistung
zählt der »SK1300 DLC«
von Kobelco zu den
Königen der leistungsstarken
Abbruchbagger.
KOBELCO
insbesondere auch den effizienten Einsatz der jeweils
richtigen Werkzeuge an Schnellwechslern ermöglicht.
Insgesamt vier unterschiedliche High-
Reach-Auslegerkombinationen bietet Kobelco für
sein Spitzenmodell – entsprechend spezifisch lässt
sich die Maschine anpassen. Sind die oberen Etagen
abgeräumt, wechselt der Kobelco »SK1300DLC«
in etwa zwei Stunden die Arbeitsausrüstung am
Grundausleger: Werkzeuge bis knapp 10 t ermöglichen
dann den »kurzen Prozess« in gut 24 m Höhe
– vom Boden aus lassen sich je nach Anbau-Werkzeug
(max. 12 t) Fundamente bis rund 10 m Tiefe effizient
zurückbauen. Als komplett neue Maschine
kündigt Kobelco im Rahmen der neuen 11er-Generation
seiner »DLC«-Baureihe aktuell den Kobelco
»SK650DLC« an: Innerhalb der eigenen Baureihe
knapp über dem bestehenden »SK550DLC« angesiedelt,
bietet der 80-t-Bagger mit »Next«-Wechselausrüstung
neben einer neuen Abbruchkabine deutlich
höhere Anbaugewichte für Abbruchwerkzeuge
(3,7 t bei 28 m/6,1 t bei 17,6 m), die sich aufgrund
einer neuen Geometrie der High-Reach-Ausrüstung
nun auch in Bodennähe effizient einsetzen lassen
Großgerät: Cat und Komatsu
Ein paar Kilo leichter, dafür nicht weniger gigantisch
sind die High-Reach-Abbruchbagger »352
UHD« von Caterpillar und der »PC490 HRD-11« von
Komatsu. Beide Modelle gelten als vielseitige Kraftpakete
und entspringen zweier Hersteller, die zu
den Weltmarktführern zählen. Aufgrund der langjährigen
Expertise in diesem Segment profitieren
sowohl die Caterpillar- als auch die Komatsu-Maschinen
von High-End-Technologie: Die Fahrerkabinen
sind prall gefüllt mit digitalen Tools und ausgeklügelten
Assistenzsystemen, die zum einen jeden
Arbeitsablauf der Maschine analysieren und überwachen
und zum anderen zu hohen Sicherheitsstandards
beitragen. Der »PC490 HRD« von Komatsu
gilt als Allrounder und kann bei veränderten Anforderungen
umkonfiguriert werden. Das Auslegerwechselsystem
ist mit großen Schnellkupplungen
für Hydraulikleitungen ausgerüstet, die hohe Drücke
in der Rücklaufleitung und damit ein Überhitzen
des Hydrauliköls verhindern, ohne den Ölstrom
zu reduzieren. Ausgestattet ist der Riese mit 270 kW
Leistung bei einem Betriebsgewicht von bis zu 73,4 t.
Auf einer Höhe von 32 m kann der Abbruchbagger
ein 2 t schweres Abbruchwerkzeug einsetzen – bei
28 m lassen sich auch bis zu 3,3 t schwere Werkzeuge
nutzen. Entwickelt wurde der »PC490 HRD« so,
dass er möglichst gut zu transportieren ist: Jeder Abschnitt
der Arbeitsausrüstung ist mit Verzurrösen
und Lasthaken ausgestattet. Hinzu kommt, dass das
High-End
Mittlerweile kann die Abbruchbranche
auf High-End-Lösungen
der Hersteller setzen
– die Bagger erweisen sich als
hocheffiziente Arbeitstiere, die
mit moderner Technik ausgestattet
sind und Produktivität
in den Mittelpunkt rücken.
Abbruch Giganten & der Recycling Baubranche März 2026
43
Standsicher
Neben Motorleistung, Reichweite
und smarter Ausstattung
ist standsicheres Arbeiten für
Abbruchbagger eine essenzielle
Grundvoraussetzung.
standardmäßige Laufwerk mechanisch verstellbar
ist, was ein niedrigeres Gewicht bei dennoch hoher
Standsicherheit und einer Transportbreite von
unter 3 m mit sich bringen soll. Der von Caterpillar
konzipierte »352 UHD« hingegen kommt auf ein
Einsatzgewicht von 64,5 t und weist eine Bolzenhöhe
am Stielkopf von 27,7 m auf – in dieser Höhe lassen
sich Abbruchwerkzeuge mit bis zu 3,7 t einsetzen.
Letztlich kann die Cat-Maschine ihre Arbeitsgeräte
in Arbeitshöhen von acht bis neun Stockwerken nutzen.
Mit kurzem Steckausleger hingegen sind auch
Arbeiten in Kellergeschossen von bis zu zwei Stockwerken
Tiefe sowie das Beladen von Lkws möglich.
Das verbaute Laufwerk mit Spurverstellung soll ausgefahren
eine hervorragende Stabilität bieten, während
es in eingezogenem Modus den Transport erleichtert.
Auch bei diesen beiden Kolossen sind die
Fahrerkabinen neigbar, auf hohe Sicherheitsstandards
bedacht und bieten dem Maschinisten übersichtliche
Touchscreens, etwa um Informationen
der Überwachungssysteme gut ablesen zu können.
Im »352 UHD« ist ein Cat-C13B-Motor mit einer Leistung
von 330 kW verbaut – das Haupthydrauliksystem
sorgt für einen maximalen Volumenstrom von
779 l/min.
Produktiv: Hyundai und Volvo
Mit dem 75-Tonner »EC760E« sowie dem 52 t
schweren »HX520AL« liefern Volvo und Hyundai
zwei hochkarätige Abbruchbagger, die von einer
robusten Außenkonstruktion, intelligenten Helfern
sowie von hoher Flexibilität profitieren. Der
»HX520AL« von HD Hyundai setzt auf einen Cummins-Motor
des Typs »X12«, der eine Leistung von
298 kW aufweist. Der schwere Raupenbagger gilt
als Top-Performer des Herstellers und wurde zusätzlich
für eine lange Lebensdauer im Abbruchsegment
konzipiert. Durch die automatisierte Steuerung
der einzelnen Hydraulikpumpen soll die Effizienz
gesteigert werden. Im Repertoire hat HD
Hyundai zwar noch weit schwerere und größere
Maschinen, etwa den »HX1000AL«, allerdings ist
dieser explizit für den Einsatz im Bergbau für den
Massenaushub entwickelt worden. Der »HX520AL«
Der Deutsche Abbruchverband: Zuhörer, Vorantreiber und Impulsgeber
Seit 1951 ist der Deutsche Abbruchverband e.V. (DA) der maßgebliche Wirtschafts- und Unternehmerverband
der Abbruchbranche in Deutschland und europaweit der größte nationale
Verband der Abbruchbranche mit Sitz in Köln. Er vertritt überwiegend mittelständische Unternehmen
aus den Bereichen Bauwerks- und Industrieabbruch, mineralischem Bauschuttrecycling,
Entsorgung sowie Schadstoffsanierung. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen und gesellschaftlicher
Rahmenbedingungen haben sich die Abbruchbranche und die Abbruchtechnik in
den vergangenen 25 Jahren grundlegend verändert. Diese Entwicklung der Abbruchbranche hin
zu einem hoch technologisierten und auch qualitativ anspruchsvollen Wirtschaftszweig hat der
Deutsche Abbruchverband maßgeblich begleitet und vorangetrieben. Der Verband übernimmt
die Interessenvertretung der gesamten Branche, u.a. durch Kontakte zu Ministerien und
Behörden. Unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft können alle am Abbruch Interessierten
an der vom DA organisierten jährlichen »Fachtagung Abbruch« in Berlin teilnehmen – auch das
bauMAGAZIN ist seit vielen Jahren vor Ort und berichtet über die aktuellen Themen der Abbruchbranche
– allein im letzten Jahr nahmen über 1 200 Fachbesucher und 114 Aussteller teil.
wiederum eignet sich ideal für Abbrucharbeiten, da
er extrem starke Leistung abrufen kann, aufgrund
seiner Bauweise sowie den Abmessungen jedoch
sehr vielseitig im Rückbau einsetzbar ist – auch ohne
High-Reach-Ausstattung. Auf Abbruchbaustellen
ist der Hyundai-Riese vorrangig für seine Robustheit,
seine hohe Flexibilität sowie ausgereifte
Motoren- und Hydraulikkomponenten beliebt.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim »EC760E«
von Volvo CE ab: Dieser 75 t schwere Abrissspezialist
setzt auf einen hauseigenen Dieselmotor des
Typs »D16« mit einer Leistung von 385 kW. Trotz seiner
Abmessungen gilt er als produktiv und kraftstoffeffizient.
Hohe Ausbrech- und Reißkräfte machen
auch ihn zu einem vielseitig einsetzbaren Raupenbagger,
der bei Abbruchprojekten weltweit zum
Einsatz kommt. Der verstärkte Ausleger und Stiel,
der aus Stahl mit hoher Zugfestigkeit besteht, soll
die Lebensdauer und Leistung maximieren. Unter
den Stiel geschweißte Stahlstreifen sollen überdies
für zusätzlichen Schutz sorgen – passend zur jeweiligen
Tätigkeit bietet Volvo CE weitere Ausleger-
und Stielkonfigurationen. Sowohl der »EX760E« von
Volvo als auch der »HX520AL« eignen sich auf Abbruchbaustellen
als hervorragende »Springer«: Sie
lassen sich mit unterschiedlichsten Anbaugeräten
ausstatten und wechseln diese in Sekundenschnelle
– gleichzeitig benötigt man beim Rückbau zuverlässige
Bagger, die sich nicht nur zum reinen Abriss
eignen, sondern bei Bedarf auch produktiv beim Beladen
und Ausheben sind. Sie »springen« letztlich
von Aufgabe zu Aufgabe, ohne dass die zeitaufwendige
Demontage eines High-Reach-Systems notwendig
ist. Am Ende, und auch das hat die Recherche
immer wieder gezeigt, ist eine gute Mischung aus
High-Reach-Baggern und weit flexibleren Maschinen
notwendig, um die Abbrucharbeiten so effizient
und zeitsparend wie möglich zu gestalten.
Sennebogen-Maschinen
Ein Alleinstellungsmerkmal im Abbruchsegment
bringt Sennebogen mit sich: Der Hersteller kann
nicht nur reine Abbruchbagger, sondern eben auch
spezialisierte Abbruchmaschinen aufbieten. Hochleistungsmaschinen
wie der Abbruchbagger »870E
Demolition« kommen auf ein Einsatzgewicht von
bis zu 117 t bei einer erstaunlichen Reichweite von
bis zu 36 m. Damit deckt die Maschine eine große
Einsatzbandbreite ab. Entwickelt wurde der Longfront-Demolitionbagger
für den Rückbau großer
Industrieanlagen, Hallen und Gebäudestrukturen.
Je nach Einsatz ist er mit Abbruchgreifer, Hammer
oder Pulverisierer ausrüstbar. Angetrieben wird
der »870E« von einem Dieselmotor mit 298 kW Leistung.
Je nach Stockwerkhöhe können Gebäude mit
einer Höhe von neun bis zehn Stockwerken abgebrochen
werden. Und: Gerade in eng bebautem Gebiet
kann die Maschine ihre Vorteile ausspielen –
sie fasst punktgenau mit der Abbruchschere oder
dem Greifer die Gebäudestrukturen und bringt die
Teile sicher zu Boden. Eine Besonderheit stellt bei
44
März 2026
Giganten Abbruch der Baubranche
& Recycling
VOLVO
den Sennebogen-Abbruchbaggern außerdem die
Kabine dar. Sie ist hochfahrbar und lässt sich gleichzeitig
neigen, was dem Maschinisten einen guten
Überblick auf das Abrissobjekt bietet. Verbaut sind
in den Sennebogen-Baggern überdies starke Hydrauliksysteme
inklusive eines dritten Hubzylinders
für Anbaugeräte mit einem Gewicht von bis
zu 4 t bei Reichhöhen von bis zu 36 m. Wie erwähnt,
bietet Sennebogen allerdings auch hochinteressante
Abbruchmaschinen auf: Mit Traglasten von 70 t
beim »670E« bis 300 t beim »6300E« lassen sich die
als Seilbagger konzipierten Maschinen beispielsweise
mit einer Abrisskugel ausstatten. Üblicherweise
werden diese Maschinen mit Anbaugeräten
wie Schleppschaufeln, Verrohrungsmaschinen sowie
Kranausrüstung oder Greifern versehen. Der
wahrlich größte und schwerste unter ihnen ist der
besagte »6300 E«, ein Koloss mit einer Hakenhöhe
von bis zu 80 m, angetrieben von einem 840 kW
starken Motor. Beim Abbruch eines hohen Gebäudes
wurde der Seilbagger beispielsweise verwendet,
um in einer Höhe von 75 m eine massive Abbruchkugel
zu betreiben. Stück für Stück schlug der Gigant
die Gebäudestruktur in Stücke.
Die Abbruchbranche – ein Fazit
Die Faustregel lautet »Abgerissen wird immer« –
und auch wenn sich die Abbruchbranche über viele
Jahrzehnte hinweg darauf verlassen konnte, dass
die Auftragsbücher gut gefüllt sind, erleben wir seit
einigen Jahren einen Rücklauf. Aus einer Studie der
Technischen Universität Dresden, die vom Bundesbauministerium
gefördert wurde, geht hervor, dass
in Deutschland jährlich immer weniger Gebäude
abgerissen werden. Seit 2007, insbesondere aber
ab 2018 nahm die Zahl der Abrisse von Wohnungsgebäuden
um teils 36 Prozent ab. Und die Gründe
sind vielfältig. Zum einen wird heutzutage schlichtweg
»zu gut« gebaut: Aufgrund der hohen Qualitätsvorgaben
und des Einsatzes weit langlebigerer Baumaterialien
wird die Lebensdauer von Gebäuden
erhöht. Gleichzeitig herrscht in Deutschland seit
Jahrzehnten ein gehöriger Wohnraummangel – oft
können es sich Städte und Gemeinden deshalb gar
nicht leisten, bereits bestehende Wohngebäude abzureißen.
Zu bedenken gilt außerdem, dass die Abbruchbranche
über viele Jahre hinweg reihenweise
Gebäude aus den 1920er- und 1930er-Jahren sowie
ganze Wohnlandschaften aus der ehemaligen DDR
abreißen musste, um Platz zu schaffen. Heute ist
Immobilienbesitz kostbar und die Sanierung häufig
wirtschaftlicher als der Neubau. Die Abbruchbranche
nagt aber noch lange nicht am Hungertuch: Allein
im Infrastruktursektor herrscht ein gewaltiger
Rückbaubedarf. Das betrifft vor allem den Abbruch
von maroden Straßen, Schienen und Brücken. Aktuelle
Untersuchungen zeigen, dass allein etwa
16 000 Brücken in Deutschland als baufällig eingestuft
werden – ein beträchtlicher Teil davon muss
dringend abgerissen und erneuert werden. Alles
in allem hat die Abbruchbranche aber auch Mittel
und Wege in den eigenen Betrieben gefunden, um
der schleppenden Auftragslage zumindest teilweise
entgegenzuwirken: Durch den Einsatz weit effizienterer
Abbruchmaschinen, die sich bei Bedarf
auch für andere Tätigkeiten am Bau nutzen lassen,
ist die Branche deutlich flexibler und produktiver
geworden. Festhalten lässt sich zudem, dass die aktuell
am Markt erhältlichen Maschinen gewaltige
technische Sprünge gemacht haben.
d
Abbruchbagger wie der
»EC750EHR« von Volvo
gelten als zuverlässige,
robuste und hochpräzise
Rückbauspezialisten.
16 000
Brücken
In Deutschland gelten etwa
16 000 Brücken als baufällig und
müssen dringend saniert bzw.
abgerissen und erneuert werden.
Abbruch Giganten & der Recycling Baubranche März 2026
45
Die Abbruchroboter von Brokk
gelten als zuverlässig, hoch
präzise und technisch ausgereift.
BROKK
Innovative Abbruchroboter:
Smart, stark und zuverlässig
Eine Nische, die es im Rahmen der »Abbruch-Giganten« ebenfalls zu erwähnen gilt, sind
Abbruchroboter. Und obwohl man meinen könnte, dass es sich hierbei um technische
Innovationsraffinessen der jüngsten Zeit handelt, sind Abbruchroboter bereits seit vielen
Jahren im Einsatz. In erster Instanz wurden sie entwickelt, um Rückbauarbeiten überall
da auszuführen, wo Menschenleben in Gefahr sind. Das galt und gilt beispielsweise für
Abrissarbeiten von strahlenbelasteten Bereichen in Atomkraftwerken oder für Rückbauprojekte
in extremer Höhe sowie Arbeiten in kontaminierten Gebäudestrukturen. Heute
findet man Abbruchroboter aber auch bei ganz »gewöhnlichen« Abrissarbeiten.
Ein gutes Beispiel dafür, was diese Maschinen leisten
können, hat Husqvarna im Repertoire: Erst
kürzlich war bauMAGAZIN-Redakteur Thomas Seibold
beim Bau des Siemens Technology Campus in
Erlangen vor Ort und hat den weltweit ersten voll-
elektrischen Rückbau begleitet. Zum Einsatz kamen
vollelektrische Baumaschinen von Volvo CE sowie
Abbruchroboter des Typs »DXR 145« und »DXR 305«.
Diese beiden Maschinen lassen sich mit verschiedenen
Anbauwerkzeugen von Husqvarna ausstatten.
Das Top-Modell der Reihe, der »DXR 315«, startet bei
einem Eigengewicht von 2,1 t mit einer Reichweite
von 5,5 m nach oben – die Leistung beträgt 27 kW
bei einem Hydraulikölfluss von 85 l/min. Aktuell gilt
dieses Modell als der leistungsstärkste ferngesteuerte
Roboter des Herstellers – in Kombination mit
einem Abbruchhammer bringt er ein erstaunliches
Leistungs-Gewicht-Verhältnis mit sich. Aufgrund einer
geringen Breite von gerade einmal 78 cm passt
er durch alle gängigen Türöffnungen. Gleichzeitig
erlaubt der Arm vergleichsweise hohe Reichweiten,
eine präzise Positionierung des Werkzeugs und einen
geringen Wartungsaufwand. Die Stützausleger
des Roboters können individuell gesteuert werden
und sorgen für gute Stabilität bei hoher Arbeitsbelastung.
Dank der Fernbedieneinheit kann der Anwender
die Maschine aus sicherer Entfernung steuern.
Interessant ist auch, dass sich der »DXR 315«
bei Bedarf mit erweitertem Hydraulikfunktions- und
46
März 2026
Giganten der Baubranche
Zylinderschutzpaket sowie verbessertem Kühl- und
Hitzeschutz versehen lässt. Das ermöglicht laut Husqvarna
den Einsatz bei hohen Umgebungstemperaturen
sowie das Arbeiten bei hoher Strahlungshitze.
Roboter für Schwerstabbruch
Am Markt finden sich darüber hinaus die ferngesteuerten
Abbruchroboter von Brokk – und damit Maschinen,
die aufgrund ihrer technischen Raffinesse
und durchdachten Bauweise als leistungsstarke State-of-the-Art-Roboter
gelten: Mit dem »Brokk 130+«
etwa wurde kürzlich ein leistungsstarker Roboter
vorgestellt, der hohe Abbruchleistung und sicheres
Arbeiten mit sich bringen soll. Für Anwendungen
im Schwerstabbruch sowie in der Tunnelindustrie
kommt hingegen ein Modell wie der »Brokk 900« infrage:
Er zählt zu den leistungsstärksten Vertretern
seiner Zunft und kann, mit einem Hydraulikhammer
bestückt, für gewaltige Schlagkraft sorgen. Betrieben
werden die Abbruchroboter entweder per Diesel-
oder Elektroantrieb. Im »900er« ist ein Hydrauliksystem
mit einem Volumen von 230 l verbaut – der Pumpenfluss
liegt bei knapp 148 l/min. Als Dieselvariante
bringt er eine Motorleistung von 55 kW mit sich, während
die Steuerung über die tragbare Steuereinheit
»SmartRemote« gelingt. Die Reichweite des Funks
liegt bei bis zu 300 m. Insgesamt kommt die Maschine
auf ein Gewicht von 11,4 t und kann Anbaugeräte
mit bis zu 1,5 t nutzen. Grundsätzlich lässt sich festhalten,
dass Abbruchroboter auch große ergonomische
Vorteile mit sich bringen: Da sie in erster Linie
für Abbrucharbeiten im Innenbereich gedacht
sind, egalisieren sie den Bedarf an handgeführten
Geräten und Werkzeugen – oder anders gesagt, der
Abbruchunternehmer muss sich den Rücken nicht
mehr kaputt machen, indem er stundenlang auf die
Wand einhämmert. Ebenso entfällt beim Fernbedienen
eines Roboters die Belastung durch Vibrationen.
Am deutschen Markt sind vereinzelt Hersteller zu
finden, die darüber hinaus Spezialmaschinen konstruieren
– etwa wenn ein Abbruchroboter zusätzlich
vor starker Hitze, Strahlung oder auch Staub geschützt
werden muss.
Rückbauroboter auf höchster Evolutionsstufe
Im Segment der ferngesteuerten Abbruchbagger/
Rückbauroboter führt aber auch kein Weg an Top-
Tec vorbei: Das bei München ansässige Unternehmen
konzentriert sich auf die Entwicklung und
Herstellung von Spezialmaschinen. Die Besonderheit:
Bei TopTec wird noch maßgeschneidert und
»von Hand getüftelt«. Das bauMAGAZIN begleitet
den Hersteller seit vielen Jahren – und hat bereits
mehrfach hinter die Kulissen blicken dürfen. Auffällig
ist, dass man bei TopTec keine halben Sachen
macht. Ein Rückbauroboter wie z. B. der »7500E/D«
gilt als High-End-Lösung, die durch gezielte Weiterentwicklung
zur smarten Maschine herangereift
ist. Unter anderem wurden weitere interne Versorgungskreise
verbaut, damit der Roboter zusätzliche
Aufgaben im Kontrollbereich erledigen kann
HUSQVARNA
– etwa die Erforschung des Einsatzgebietes, Umweltsensorik,
Meldungen über individuelle Fühler
und Übermittlung von Signalen durch Spezialkameras
im nicht sichtbaren Frequenzbereich. Hervorzuheben
ist auch, dass Anwender beim Bedienen
des »7500er« von hoher Präzision und weichen
Bewegungen sprechen – wichtige Faktoren bei Abbruchmaschinen,
die mittels Fernbedieneinheit bewegt
werden müssen. Allerdings stellt TopTec an
dieser Stelle auch klar, dass der gesamte Abstimmungsapparat
einer solchen Maschine individuell
vom Bediener festgelegt werden kann, zugeschnitten
auf die jeweiligen Einsatzbedingungen und
Vorlieben. Die Signalübermittlung des Rückbauroboters
gelingt über weite Distanzen – so auch die
Übermittlung von Videosignalen. Verbaut wurden
am »7500E/D« im Übrigen individuell verstellbare
Stützbeine, die sich vertikal und horizontal aus der
Ferne einstellen lassen. Als serienmäßig bezeichnet
der Hersteller die hydraulische Spurverstellung
sowie Vollredundanz. Grundsätzlich lässt sich festhalten,
dass die TopTec-Abbruchroboter als extrem
robust, zuverlässig und langlebig gelten – die Maschinen
sind schlichtweg »handgemachte« Lösungen,
die hohen, hauseigenen Qualitätsansprüchen
gerecht werden müssen. Das aktuelle Portfolio der
Münchener reicht von hochkompakten Maschinen
wie dem »1500 E«, der mit einem Gewicht von 1,75 t
und kürzbaren Stützbalken durch jede 80 cm breite
Tür fahren kann, über großen Einheiten wie den bereits
erwähnten »7500er« bis hin zu stationären Modellen
sowie Sondermaschinen, die komplett individuell
auf das jeweilige Einsatzprojekt zugeschnitten
sind.
d
Als Hersteller setzt
Husqvarna auf Roboter, die
standsicher arbeiten, präzises
Steuern ermöglichen
und Robustheit in den
Mittelpunkt rücken.
Smarte Helfer
Heutige Abbruchroboter erweisen
sich als smarte Helfer, die
mit ausgereifter Technik agieren,
punktgenau arbeiten und
hohe Zuverlässigkeit bieten.
Giganten der Baubranche März 2026 47
2
GEWINNUNG & AUFBEREITUNG
Feinfühliger
78-t-Gigant im Abbau
Der Großbagger bringt
stolze 78,5 t auf die
Waage und erweist sich
als echtes Arbeitstier im
Abbausegment.
LIEBHERR FRANCE – Manchmal passen die Dinge irgendwie
nicht zusammen – zumindest auf den ersten Blick: Der bei der Liebherr
France SAS in Colmar (Frankreich) entwickelte und gebaute
Großbagger »R 978 SME« ist satte 78,5 t schwer und gilt trotz
seiner Abmessungen und Leistung als erstaunlich feinfühlig bei
geringem Verbrauch. Nun hat sich dieser Stahlgigant im Sandbruch
von Beynon bereits nach kurzer Zeit bewährt. Die Maschine wurde
für die anspruchsvollsten Umgebungen entwickelt und wird aktuell
beim Direktabbau eines besonders abrasiven Gesteins eingesetzt.
Neue Bagger
Mit einer Reihe an spürbaren
Verbesserungen bilden
die Raupenbagger der 70-
bis 100-t-Klasse eine neue
Produktserie, die für Leistung,
Komfort und Energieeffizienz steht.
LIEBHERR
STAND C1
Um für diese spezielle Anwendung
gerüstet zu sein, wurde
in Zusammenarbeit der Teams
von SAB / Ets PIC und Liebherr
France SAS ein verstärkter Löffel
mit lediglich 1 450 mm Breite
und 2 m3 entwickelt, der mit
Verschleißschutzplatten in Brecherqualität
ausgestattet ist.
Mithilfe des Einbeziehens der
Erfahrungswerte des Kunden
durch das PIC-Vertriebsteam
konnte ein präzises Lastenheft
für die Fertigung dieses neuen
Löffels erstellt werden. Trotz
der harschen Einsatzbedingun-
gen verfügt der Fahrer über eine
komfortable Arbeitsumgebung.
Sie vereint eine gewisse
Geräumigkeit und ein geringes
Geräuschniveau. Die
persönlichen Einstellungen lassen
sich gemeinsam mit einem
Schulungsleiter der Liebherr
France SAS vornehmen. Die im
Rahmen der Übergabe durch
den Vertriebspartner Ets PIC
erfolgende Schulung informiert
die Fahrer systematisch über alle
in den Maschinen der neuen
Generation verbauten Technologien.
»Am meisten hat mich
Großbagger
»R 978 SME« von Liebherr
die Feinfühligkeit der Maschine
beeindruckt. Auch der Kraftstoffverbrauch
ist mit etwa 40 l
pro Stunde sehr gering«, sagt
Cédric Rouison.
Einsatzgewicht (t) 78,3 bis 81
Motorleistung (kW) 330
Tieflöffelinhalt (m 3 ) 4 bis 5
Klappschaufelinhalt (m 3 ) 4 bis 5
Löffelstiel
Abgasstufe
Neue 70-t-Raupenbagger
Mit einer Reihe an spürbaren
Verbesserungen bilden die Liebherr-Raupenbagger
der 70- bis
100-t-Klasse mit den Modellen
»R 972«, »R 978 SME«, »R 992«
und »R 998 SME« eine neue
Produktserie, die für Leistung,
Komfort und Energieeffizienz
steht. Die Modelle verfügen
über einen hohen Bedienkomfort,
neue Assistenzfunktionen
3 550 mm
Stufe V
48
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
sowie einen reduzierten Kraftstoffverbrauch.
Entwickelt wurden
sie mit dem Ziel, den Gesamtenergieverbrauch
zu reduzieren.
Hierfür steht insbesondere
das neue »Liebherr Power
Efficiency (PE) – Engine Control«.
Das innovative System ergänzt
laut Hersteller die bereits
bestehenden Arbeitsmodi (P+/
P/E) und erlaubt eine Verringerung
des Kraftstoffverbrauchs
von 10 bis 15 Prozent gegenüber
den Vorgängermodellen. Darüber
hinaus sind alle Maschinen
der Produktreihe mit der bereits
bei den Baggern der Generation
8 bewährten Modetronic-Steuerung
ausgestattet. Dieses System
ermöglicht dem Fahrer die
Anpassung der Hydraulikcharakteristik
des Baggers an die
jeweilige Anwendung und an
die eigenen Gewohnheiten. Es
sorgt für noch mehr Komfort
und Produktivität und kontrolliert
die folgenden Bewegungen:
Drehung, Fahren, Ausleger, Löffelstiel
und Löffel.
»SME«: Super Mass Excavation
Liebherr-Raupenbagger, die
das Kürzel »SME« (Super Mass
Excavation) tragen, sind auf
große Abbaumengen zugeschnitten
und ideal für Anwendungen
in Steinbrüchen geeignet.
In der Kategorie der Bagger
über 70 t zeichnen sich die
Modelle »R 978 SME« und »R
998 SME« durch den verstärkten
Unterwagen aus, der Komponenten
aus den größeren Modellen
der Standard-Produktreihe
enthält – etwa Komponenten
aus dem »R 992« für den »R 978
SME«. Diese Maschinen verfügen
außerdem über ein vergrößertes
Ballastgewicht: Die
dadurch gewonnene Stabilität
gibt die Möglichkeit, Löffel mit
einer größeren Kapazität zu verwenden.
Aufgrund der speziellen
Kinematik der Arbeitsausrüstung
und speziellen Zylinder
bieten sie außergewöhnliche
Grab- und Losbrechkräfte,
die in dieser Maschinenkategorie
ihresgleichen suchen. All
Großer Bagger – großer
Löffel: Der »R 978 SME«
lädt hochproduktiv.
diese Ausstattungen tragen dazu
bei, die Leistung und Wirtschaftlichkeit
auf der Baustelle
zu verbessern.
SAB: ein langjähriger Partner
Die SAB ist seit fast 40 Jahren
im französischen Departement
Hautes-Alpes ansässig und hat
sich als bedeutender regionaler
Akteur im Betrieb von Steinbrüchen
etabliert. Dank der
vielfach geschätzten Expertise
in den Bereichen Abbau, Verarbeitung
und Vermarktung von
Schüttgütern deckt das Unternehmen
einen erheblichen Teil
des Bedarfs der Region. An der
Spitze des Familienunternehmens
steht Lionel Para, der die
langjährige Zusammenarbeit
mit dem Vertriebspartner Ets
PIC und Liebherr hervorhebt.
Die drei Akteure verbindet eine
enge Partnerschaft, die auf
Vertrauen, regionaler Zusammenarbeit
und Flexibilität basiert.
Seit den 1980er-Jahren
wurden so fast 60 Liebherr-Maschinen
erworben. Die Verfügbarkeit
des PIC-Kundendienstes
und die kontinuierliche
Unterstützung des Herstellers
für seinen Vertriebspartner
sind für ihn zentrale Elemente
dieser erfolgreichen Partnerschaft.
Lionel Para betont
außerdem ein Kriterium, das
bei seinen Entscheidungen für
den Erwerb von Ausrüstungen
immer wichtiger geworden ist:
»Der niedrige Kraftstoffverbrauch
und die Zuverlässigkeit
der Liebherr-Maschinen sind
ein großer Vorteil im Alltag –
egal, ob es sich um einen Bagger
oder einen der vielen Radlader
handelt, die bei uns im
Einsatz sind.« Außerdem ist es
für Lionel Para von großer Bedeutung,
dass Liebherr ein europäischer
Hersteller ist, dessen
Raupenbagger am Standort
Colmar in Frankreich hergestellt
werden.
d
LIEBHERR FRANCE (2)
Ballastgewicht
Die Maschinen verfügen über ein
vergrößertes Ballastgewicht:
Die gewonnene Stabilität gibt
die Möglichkeit, Löffel mit einer
größeren Kapazität zu verwenden.
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Gewinnung & Aufbereitung März 2026 49
Die beiden von CR-Rental an Manns
vermieteten Hyundai »HX800AL«
im Einsatz auf der Baustelle.
Manns Abbruch
setzt auf Hyundai-Großbagger
HD HYUNDAI
HD HYUNDAI – Das auf den Verleih von Großgeräten
spezialisierte Unternehmen CR-Rental konnte der Manns GmbH
aus Windhagen zwei 80-t-Großbagger »Hyundai HX800AL« für
ein anspruchsvolles Abbruchprojekt zur Verfügung stellen. Das
1996 von Gerd Manz gegründete Unternehmen ist auf Abbruch,
Erdbau und Recycling spezialisiert. Bis Ende 2025 baute
Manns das 60 000 m 2 große ehemalige Werksgelände eines
Schleifmittelherstellers in Köln zurück. Dort soll ab diesem Jahr
ein Fahrzeugdepot entstehen.
IHR SPEZIALIST
FÜR AUFBEREITUNGSTECHNIK
kundenorientierte Beratung
Bauleiter Rainer Fränkel berichtet,
dass 230 000 m 3 umbauter
Raum abgebrochen wurden,
was 120 000 t entspricht.
Als im Juli 2025 die Demontage
der bis zu 5 m starken und in
5 m Tiefe liegenden armierten
Fundamente anstand, orderte
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er bei CR-Rental zwei Großbagger.
CR-Rental-Geschäftsführer
Lukas Giancane war in der Lage,
zwei Hyundai-Großbagger
der 80-t-Klasse »HX800AL« mit
Löffeln, Hydraulikhämmern
und Betonzangen zu verleihen.
Hauptaufgabe ist das Entfernen
sehr großer Betonfundamente,
die aus dem Boden gegraben
werden müssen. Rainer Fränkel
betont: »Ich bin begeistert, wie
schnell Lukas Giancane die Geräte
hat frei machen und zu uns
transportieren können. Wir sind
von der Performance der beiden
›HX800AL‹ absolut überzeugt.
Interessant ist der Dieselverbrauch,
wir liegen bei ungefähr
32 l/h, was bei dem sehr schweren
Abbrucheinsatz ein hervorragender
Wert ist. Generell fallen
mir der sehr sauber verarbeitete
Stahlbau, die ungeheure hydraulische
Kraft der Geräte und
die große Feinfühligkeit, mit der
sie sich bedienen lassen, auf.«
Die Zeit im Nacken
Das zuständige Abbruchunternehmen
Manz hat das Gelände
ebenerdig beräumt und die Keller
noch aufgefüllt. Ausgerüstet
waren die beiden Großbagger
»HX800AL« mit gepanzerten
5-m 3 -Löffeln und mit entsprechenden
Hydraulik-Hämmern,
was für extreme Produktivität,
Leistungsfähigkeit und Robust-
heit steht. Für Rainer Fränkel
war insbesondere der Zeitfaktor
wichtig, da die Rückbaumaßnahmen
bis Ende 2025 beendet sein
mussten. Er sagt: »Da zählt jede
Stunde, und da unser Maschinenpark
mit anderen Baumaßnahmen
ausgelastet ist, haben
wir uns letztlich zur Anmietung
dieser großen Hyundai-Großbagger
entschlossen.«
j
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Großbagger
»HX800AL« von Hyundai
Einsatzgewicht
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Monoblock:
7 700 mm
Löffelstiel
3 550 mm
Maximale Grabtiefe
8 370 mm
50
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Durchbruch bei Technologie
für riesige OTR-Reifen
TRIANGLE TYRE – Kürzlich hat Triangle eine neue Verbindungsund
Strukturschutztechnologie für seine großen Off-the-Road-Reifen
(OTR) vorgestellt und erweitert damit sein Portfolio im Bereich
Erdbewegungsreifen weiter. Die erste mit dieser Technologie
produzierte Serie wurde vom Huasheng-Werk von Triangle Tyre über
den Hafen von Qingdao zum Deo-Nai-Kohlebergwerk in der Provinz
Quang Ninh, Vietnam, verschifft.
Weiterentwicklung im
Bereich der riesigen
OTR-Reifen.
TRIANGLE TYRE
Riesige OTR-Reifen sind zentrale
Komponenten für Bergbaumaschinen
wie Starrrahmen-Muldenkipper
und große
Radlader, bei denen Langlebigkeit
und Zuverlässigkeit entscheidend
für Betriebseffizienz
und Sicherheit sind. Die Tagebaue
für Braunkohle in der Region
Quang Ninh in Vietnam arbeiten
unter besonders anspruchsvollen
Bedingungen mit hohen
Umgebungstemperaturen, langen
Regenzeiten und hoher Luftfeuchtigkeit.
Diese Faktoren führen
in Kombination mit schweren
Lasten und unebenen Fahrbahnen
zu erhöhtem Verschleiß
und einer steigenden Anzahl von
Delaminationsfällen. Um diesen
Herausforderungen zu begegnen,
hat Triangle die »EnsureX
Efficient«-Technologie
entwickelt,
eine Verbindungslösung,
die die Haftung zwischen Gummimischungen
und Stahlcord in
Hochleistungs-OTR-Reifen deutlich
verbessert.
Spezielle Kombination
»Die Anwendung dieser Technologie
reduziert delaminationsbedingte
Ausfälle um mehr als
95 Prozent und erhöht die Reifenlebensdauer
im Vergleich zu früheren
Konstruktionen um über
15 Prozent«, so Jeremy Liu, Direktor
des Triangle-OTR-Forschungs-
und Entwicklungszentrums. Die
Technologie basiert auf einer kobaltfreien
Haftformulierung in
Kombination mit einem Stahlcord-Haftsystem
mit Mehrfachlegierungsbeschichtung.
d
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Gewinnung & Aufbereitung März 2026 51
Ein Cat-Kettenbagger
»374 FL« ist im Trockenabbau
beschäftigt, den stark
verfestigten Sandstein zu
lösen und zu verladen.
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ZEPPELIN – CATERPILLAR – Quarzsand für die Industrie
muss mindestens 95 Prozent aus reinem Siliziumdioxid (SiO ²
)
bestehen. Mit seinem SiO ²
-Gehalt von 99,8 Prozent übertrifft der
gewonnene Rohstoff am Standort Quedlinburg der Wolff & Müller
Quarzsande die industriellen Anforderungen. Ein weiterer Vorzug
ist ein niedriger Schlämmstoffgehalt. Das erfordert gezielte Aufbereitungsschritte
von Rohsand, die im Nass- und Trockenabbau
gewonnen werden, wenn das Material anschließend im Zuge
der Klassierung gewaschen, getrocknet und die Grundkörnung
abgesiebt wird. Seit 2001 gehört das Werk Quedlinburg
zur Wolff & Müller Holding.
Was den Gewinnungsprozess
betrifft, so erfolgt der Nassabbau
mithilfe eines Schneidkopfsaugbaggers.
Den Vorschnitt
im Wasser übernimmt
ein Cat-Kettenbagger »374 FL«.
In erster Linie ist er jedoch im
Trockenabbau gefordert, um
den Sandstein, der mitunter
stark verfestigt und aufgrund
seines hohen Quarzanteils auch
abrasiv ist, zu lösen. »Das Material
hat mit 300 N/mm 2 eine hohe
Packungsdichte und enorme
Festigkeit«, so der verantwortliche
Werkleiter Holger Gille. Daher
braucht die Baumaschine hohe
Reißkräfte. Deswegen gehört
zur Ausstattung ein kurzer Ausleger.
Für ihre Standsicherheit
sorgt ein Kontergewicht.
Weitere Cat-Baumaschinen
unterstützen die Förderung der
Quarzsande auf der 47 ha großen
Lagerstätte. Ein neuer Cat-Radlader
»980 XE« nimmt den
Rohsand im Load-and-Carry-Betrieb
auf und beschickt damit einen
Aufgabebunker zur weiteren
Aufbereitung. »Bei unserem
Einsatz zählt die Kraftübertragung
bei der Materialaufnahme,
wenn die Schaufel in das Haufwerk
eindringt«, erklärt Gille. In
der Verladung sind vom Lader
nur kurze Strecken zurückzulegen
– ein 600 m langes Förderband
übernimmt die Förderung
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52
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
in der Abbaustätte. Doch dafür
sind dem Radlader wiederum
Nebenarbeiten wie der Abtransport
von Material aus einem
Bandabwurf inklusive Transport
auf die Halden vorbehalten. Ein
weiterer Cat-Radlader »950K«
unterstützt bei der Beschickung
der Trocknungsanlagen. Hinzu
kommt ein Cat-Dumper »725C2«,
der verschiedene Transportaufgaben
im Werk erledigt.
Nachhaltigkeit fest in
Firmen-DNA verankert
Damit die anstehenden Aufgaben
nachhaltig bewältigt werden
können, steht die eingesetzte
Maschinentechnik immer
wieder auf dem Prüfstand.
Der
Nachhaltigkeitsgedanke
geht auf Firmengründer Gottlob
Müller zurück – sein Prinzip,
wirtschaftliche Unternehmensführung
sowie verantwortungsvolles
Handeln in Einklang zu
bringen, ist mittlerweile über 80
Jahre in der Unternehmensgruppe
fest verankert. 2010 war Wolff
& Müller das erste CO2-neutrale
Bauunternehmen Deutschlands
durch Maßnahmen wie eigene
Klimaschutzprojekte, Ökostrom
sowie umweltfreundliche Fahrzeuge
inklusive Elektroantrieb.
Basis für die jährliche CO2-Neutralisierung
ist der CO2-Fußabdruck
der Unternehmensgruppe.
Daher hat sich Wolff & Müller
im Jahr 2022 ein festes Ziel
zur jährlichen Emissionsreduktion
gesetzt. Als Indikator dient
die CO2-Intensität: Hierfür werden
die absoluten CO2-Emissionen
ins Verhältnis zum Umsatz
gesetzt. Anvisiert wird eine jährliche
Reduktion der CO2-Intensität
um fünf Prozent.
Aus diesem Grund stand zuletzt
ein neuer Radlader zur Disposition.
Gefordert war Baumaschinenlieferant
Thomas Krüger,
leitender Verkaufsrepräsentant
der Zeppelin-Niederlassung
Magdeburg. Er sollte darlegen,
wie spritsparend ein Cat-»980
XE« mit seinem stufenlosen,
leistungsverzweigten Getriebe
eingesetzt werden kann. Dafür
holte er seine Kollegen Matthias
Sowada, Zeppelin-Projekt- und
ZEPPELIN (3)
-Einsatzberater, und Frank Kranich,
Zeppelin-Projekt- und -Einsatztechniker,
mit ins Boot, um
einen Cat-Radlader »980 XE« der
neuen Generation antreten zu
lassen und Leistungsdaten im
praktischen Betrieb unter Beweis
zu stellen. Es ging in erster
Linie darum, Kraftstoffverbräuche
zu Vergleichszwecken im
Regelbetrieb zu ermitteln. Dazu
wurde das durchschnittliche
Schüttgewicht von 1,70 t/m³ im
Trockenabbau und von 1,80 bis
2,00 t/m³ im Nassabbau erfasst.
Denn auch hier unterstützt der
Radlader beim Verladen. Das Ergebnis
war dann eindeutig: Mit
einem durchschnittlichen Spritverbrauch
von 22 l/h ließ die 31 t
schwere Baumaschine mit einer
5,7 m 3 großen Schaufel und Michelin-L3-Bereifung
das bislang
eingesetzte Gerät mit knapp 27 l
Diesel hinter sich. »Da der Motor
stets im effizienten Drehzahlbereich
arbeitet, ist der Cat-Radlader
besonders sparsam im Kraftstoffverbrauch«,
so Thomas Krüger.
Das führte dann zur Anschaffung
des neuen Arbeitsgeräts
über die für den Gerätepark verantwortliche
Logistiksparte von
Wolff & Müller mit einer 6,5 m 3
großen Schaufel.
»Wir tauschen uns immer
wieder über unsere Anforderungen
am Standort aus. Wir brauchen
hier eine massive Ausführung,
damit sich der Verschleiß
durch das stark abrasive Material
in Grenzen hält. Der Rohstoffabbau
hat viele Herausforderungen
zu bewältigen. Wir müssen technisch
auf neuestem Stand sein,
um die hohen Qualitätsanforderungen
unserer Kunden erfüllen
zu können. Mit der ›XE‹-Technologie
sind wir gut aufgestellt«, ist
Holger Gille überzeugt.
Wartungskosten mit längeren
Intervallen reduzieren
Auch ein Thema war für den Betrieb
in Quedlinburg die Maschinenwartung.
Verlängerte Wechsel-
intervalle für die Betriebsflüssigkeiten
und Filter reduzieren die
Ein neuer Cat-Radlader
»980 XE« nimmt den
Rohsand im Load-and-
Carry-Betrieb auf.
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ZEPPELIN
STAND E3
Let’s drive business. Let’s drive Further. business. Further.
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 53
che per Remote-Service wird die
gefragt, was ihn zu einem be-
Baumaschine über Funk mit der
gehrten Rohstoff macht. Das gilt
Serviceabteilung von Zeppelin
für Gießereien, die aus ihm ver-
verbunden, sodass Fehler rasch
schiedene Gussformen fertigen
diagnostiziert werden können.
und ihn inzwischen auch für den
Somit ist der Prozess deutlich ef-
3D-Druck verwenden. Hier wer-
fizienter, denn damit ist die An-
den Quarzsande bei Temperatu-
fahrt eines Servicetechnikers an
ren eingesetzt, die bis zum Sin-
den Einsatzort hinfällig, um das
terbeginn bei 1 600 °C liegen. Die
Schadensbild zu ermitteln.
Bandbreite der Anwendungen ist
vielseitig. Abnehmer befinden
Qualitativ hochwertiger Industrierohstoff
stark nachgefragt
Rohstoffgewinnung ist nicht
sich nicht nur in Deutschland,
sondern auch in Österreich und
Italien. Außerdem betreibt Wolff
gleich Rohstoffgewinnung. Das
& Müller einen Online-Shop für
unterstreicht Holger Gille. Die
verschiedene Sandprodukte –
Beschaffenheit der gewonne-
das digitale Angebot richtet sich
nen Rohstoffe – wie eine mono-
an private und gewerbliche Kun-
Holger Gille, verantwortlicher Werkleiter
der Wolff & Müller Quarzsande
am Standort Quedlinburg.
Wartungskosten. Die Wartungsintervalle
wurden bei dem Radladermodell
auf 1 000 Betriebsstun-
kristalline Struktur, Gasdurchlässigkeit
im Guss sowie gleichmäßiger
Oberflächen – bietet
den, die per Mausklick den Sand
vom Hersteller bestellen können.
Interessenten können zwi-
den ausgedehnt, die Wartung alle
Voraussetzungen, die in dieser
schen unterschiedlichen Pro-
500 Betriebsstunden entfällt. »Ob
Form deutschlandweit kaum
dukten und Kornabstufungen
Filter- oder Ölwechsel: Das wur-
woanders zu finden sind. Auf-
wählen oder individuelle Mi-
de bei der neuen Generation an-
grund solcher Eigenschaften ist
schungen beauftragen, wie das
gepasst und verlängert«, so Tho-
der Quarzsand aus Quedlinburg
Unternehmen in diesem Zusam-
mas Krüger. Durch die Fehlersu-
bei industriellen Anwendungen
menhang mitteilt.
j
Seilbagger »6100 E« glänzt mit
Flexibilität bei Kiesgewinnung
SENNEBOGEN – Mit der
Erweiterung des Abbaugebiets
zeichnete sich für die
Kiesgrube Bokshorn auch
die Anschaffung eines neuen
Abbaugeräts ab: Effektivität
und Flexibilität standen auf der
Anforderungsliste ganz oben.
Mit dem Seilbagger
»6100 E« fand das Kieswerk
eine maßgeschneiderte Lösung,
die laut Unternehmen nicht nur
die Bedarfe erfüllt, sondern
dabei auch noch mit geringen
Verbräuchen punktet.
Mit dem 100-t-Seilbagger
»6100 E« von Sennebogen
kann die Kiesgrube
Bokshorn ihr Abbaugebiet
gründlich ausschöpfen.
SENNEBOGEN
STAND D11
Die Kiesgrube Bokshorn im nordrhein-westfälischen
Porta Westfalica ist ein Familienbetrieb
mit Tradition. Bereits 1882 gegründet, produziert
das Kieswerk – mittlerweile am dritten Standort –
bis heute jährlich rund 150 000 t an Sand und Kies
für die Betonindustrie, darunter für den Fertigbau
und Pflastersteinwerke. Als der aktuell geschäftsführende
Gesellschafter Henrik Franke den Betrieb
2024 von seinem Vater übernommen hatte, wurde
das Abbaugebiet der Kiesgrube erweitert. Um für
die neue Fläche gewappnet zu sein, sollte auch der
Maschinenpark rechtzeitig ein Update erhalten.
54
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Der 29,9 m lange Gittermast-Ausleger
erlaubt es,
die Schleppschaufel weit vor
der Maschine einzutauchen
und hochzunehmen, sodass
die Böschung möglichst
lange stehenbleibt.
SENNEBOGEN (3)
Somit wurde die alte elektrische, aber unflexible
Schrapperanlage durch den 100 t schweren Sennebogen-Seilbagger
des Typs »6100 HD« ersetzt.
Maßgeschneiderte Maschine
»Als ich nach einer flexibleren Lösung für unser erweitertes
Abbaugebiet gesucht habe, bin ich schnell
auf die Seilbagger von Sennebogen gestoßen. Über
den Händler Louis Scheuch konnten wir uns mit
einer 70-t-Mietmaschine zunächst an unsere Bedürfnisse
herantasten und sind schließlich bei dem
100-t-Seilbagger mit 3,5-yd 3 -Schleppschaufel gelandet«,
berichtet der Geschäftsführer des Kieswerks.
»Für uns ist Effektivität wichtiger als Geschwindigkeit.
Wir wollen nachhaltig agieren und die volle Kapazität
des Kiesvorkommens ausschöpfen. Daher
hat die gewünschte Grabtiefe von 12 m die Maschinengröße
bestimmt.« Aufgrund des Fairleads und
der im Ausleger integrierten Umlenkrollen wird
das Seil des Seilbaggers optimal und schonend geführt.
Maschine und Schleppschaufel können sicher
und präzise gesteuert werden und das Ausbaggern
lässt sich schonend sowie mit höchster Genauigkeit
durchführen. Der 29,9 m lange Gittermast-Ausleger,
der ideal für den schweren, dynamischen Betrieb in
der Kiesgrube ist, erlaubt es außerdem, das Fördergut
mit der Schleppschaufel weit vor der Maschine
hochzunehmen und so die Kante möglichst lange
stehenlassen zu können.
Flexibel im ganzen Gelände
»Alles in allem ist für uns die neue Seilbagger-Lösung
deutlich effizienter, eleganter und flexibler als
zuvor. Und das nicht nur, was den Standort betrifft«,
so Franke weiter. Dank des Raupenunterwagens verfahren
die Mitarbeiter des Kieswerks den »6100 HD«
problemlos an die Stelle, an die er im jeweiligen Moment
gebraucht wird. Entsprechend vielfältig sind
die Einsatzgebiete, für die er bisher schon verwendet
wurde: von Renaturierungsmaßnahmen bis hin
zum Graben eines Kanals für die ungestörte Wasser-
versorgung der Pumpe – eine Aufgabe, für die ansonsten
eine Fremdfirma beauftragt werden hätte
müssen. Momentan ist die Maschine wieder im alten
Abbaugebiet im Einsatz. Auch das kein Problem für
den neuen flexiblen Seilbagger, der im Gegensatz zur
alten Anlage keine Stromzuführung benötigt. »Wir
betreiben den ›6100 E‹ in der Regel in einem niedrigen
Drehzahlbereich, sodass der Spritverbrauch erfreulich
niedrig ist. Die Maschine hat auch so ausreichend
Kraft für unsere Zwecke«, so Franke.
»Erfolg auf ganzer Linie«
Das Seilbagger-Projekt ist laut Unternehmen »ein Erfolg
auf ganzer Linie«: von der ersten Kontaktaufnahme
mit Louis Scheuch über die Bereitstellung einer
Mietmaschine bis hin zum finalen Einsetzen vor
Ort. Auch von den Maschinenfahrern Yury Starodub
und Alexander Tschernischow gibt es rein positives
Feedback. Sie sind stolz, dass sie so schnell mit der
komplexen Anwendung zurechtgekommen sind. Geschäftsführer
Henrik Franke abschließend: »Rückblickend
empfinde ich das ganze Projekt als spannenden
Prozess und eine Reise mit einem großartigen
Erfolg. Alle haben daran mitgearbeitet, dass wir
nun letzten Endes eine maßgeschneiderte Maschine
dastehen haben, die für unsere Zwecke perfekt
passt. Vor allem Herr Bräutigam von Louis Scheuch
war über den gesamten Zeitraum hinweg sehr engagiert
und auch die Ansprechpartner von Sennebogen
immer greifbar.«
Seilbagger
»6100 E« von Sennebogen
Einsatzgewicht (t) bis zu 100
Motortyp
Motorleistung (kW) 451
Hakenhöhe (m) 63,5
Traglast (t) bis zu 100
d
Cummins »X15 FR11805«
Transportabmessungen (mm) L x H x B 11 075 x 4 065 x 3 500
150 000
Tonnen
Bereits 1882 gegründet,
produziert das Kieswerk
Bokshorn bis heute
jährlich rund 150 000 t
an Sand und Kies für die
Betonindustrie.
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 55
Radlader »980 GC«
ergänzt 30-t-Segment
ZEPPELIN-CATERPILLAR – Im Jahr 1959 rollte Caterpillar den Radladermarkt mit
seinem »944er« auf: Das Modell war der erste Cat-Radlader mit Allradantrieb, der von
einem Gasmotor mit 105 PS angetrieben wurde. Er verfügte über ein Vierganggetriebe,
einen Drehmomentwandler und einen stabilen Rahmen in Kastenprofil-Bauweise,
wodurch er einen neuen Standard hinsichtlich Haltbarkeit und Leistung von Baumaschinen
setzte. Im Laufe der Jahrzehnte hat Caterpillar seine Produktreihe ausgebaut.
Nun soll die Baureihe in der 30-t-Klasse um den »980 GC« erweitert werden.
Dämpfung
Die hydraulische Schwingungsdämpfung
verbessert
das Fahrverhalten bei unebenem
Terrain – für ein gutes Materialhaltevermögen
ist gesorgt.
Der Cat »980 GC« setzt
fort, was den Kern der
mittelgroßen Radlader
ausmacht: ein niedriger
Kraftstoffverbrauch,
eine Load-Sensing-
Hydraulik und intuitive
Bedienelemente.
Laut Frank Stadelmann, weltweiter Produktspezialist
von Caterpillar, geht die Entwicklung des
neuen Radladers mit vielen Erfahrungswerten einher:
»Der neue ›980 GC‹ basiert auf einer langen
Tradition von überaus zuverlässigen Radladern mit
bewährten Komponenten und integrierten Cat-Maschinensystemen.
Die einfach verständliche Benutzeroberfläche,
intuitive Bedienelemente und eine
gute Sicht ermöglichen selbst weniger routinierten
Fahrern den komfortablen und effizienten Betrieb.
Die neuen Funktionen dieses Modells wie das
›EIMS‹, das ›Engine Idle Management System‹, zur
Motordrehzahlregulierung minimieren die Leerlaufdrehzahl
und den Kraftstoffverbrauch, um die
Betriebskosten möglichst niedrig zu halten.«
Starke Leistungsdaten
Der neue »980 GC «wird von einem Cat-Motor des
Typs »C13« angetrieben. Die automatische Motorleerlaufabschaltung,
der Lüfter mit variabler Drehzahl
und die Load-Sensing-Hydraulik sorgen für einen
niedrigen Kraftstoffverbrauch und einen ge-
ringen Geräuschpegel der Maschine. Das automatische
Planeten-Lastschaltgetriebe gewährleistet
laut Herstelleraussage hohe Zuverlässigkeit und
eine lange Nutzungsdauer. Der Radlader erreicht
eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 39,8 km/h,
womit ein zügiges Vorankommen auf dem Gelände
gewährleistet wird. Zusätzlich sorgt die elektronische
Modulation für weiche Gangwechsel in allen
Betriebszuständen. Die hydraulische Schwingungsdämpfung
verbessert das Fahrverhalten bei
unebenem Terrain – für ein gutes Materialhaltevermögen
ist gesorgt. Das Selbstsperrdifferenzial, als
Option erhältlich, steigert laut Zeppelin die Traktion
bei schlechten Bodenverhältnissen. Anwender
können aus verschiedenen Ausführungen für
die unterschiedlichen Anwendungen wählen, wie
eine Universal-, Fels-, Kohle- und Leichtgutschaufel.
Die einfach zu füllende Schaufel der »Perfor-
mance«-Serie bietet einen Schaufelinhalt von
knapp 5,8 m 3 . Die Schaufelform lässt sich an die
Hub- und Kippfähigkeit, das Gewicht und den Hubrahmen
der Maschine anpassen. Die Schaufelkonstruktion
verbessert das Materialhaltevermögen
und verringert die Aushubzeit.
Nützliche Features verbaut
Die in der Praxis bewährte Z-Kinematik bietet starke
Grabfunktionen und hohe Ausbrechkräfte. Das
trägt laut Zeppelin und Caterpillar zur Produktivität
CATERPILLAR (3)
56
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
gläser machen den täglichen Wartungsvorgang effizient.
Bolzen verfügen über praktisch angeordnete
Schmiernippel für ein vorbeugendes Abschmieren.
Standard ist eine Zentralschmieranlage.
Für den 30-t-Radlader
sprechen hohe Leistungsdaten,
Produktivität und
guter Bedienkomfort.
bei. Die »Load-Sensing«-Hydraulik liefert Förderstrom
und Druck für die Arbeitshydraulik nach Bedarf,
was die Produktivität der Maschine erhöht und
den Kraftstoffverbrauch senkt. Der neue »980 GC«
kann mit dem »Cat Fusion«-Schnellwechsler ausgerüstet
werden. Zum sicheren Auf- und Abstieg in
und aus der Kabine dient eine Leiter auf der linken
Seite der Maschine. Über eine Leiter auf der rechten
Seite sind die Wartungsstellen sicher zugänglich
und bequem zu erreichen. Eine kippbare Motorhaube
mit schwenkbarem Kühler sowie Schau-
Komfort für Maschinisten
Die geräumige Fahrerkabine des »980 GC« bietet
Radlader
»980 GC« von Caterpillar
Einsatzgewicht (t) 29 760
Motorleistung (kW) 293
Schaufelinhalt (m 3 ) 4,3 bis 5,8
Motortyp
laut Zeppelin eine gute Sicht. Die vergrößerten
Fenster mit einer breiten und verzerrungsfreien
Frontscheibe sorgen in Kombination
mit den Rückspiegeln und einem integrierten
Tote-Winkel-Spiegel für freien Blick
auf den Arbeitsbereich. Eine Rückfahrkamera
ist serienmäßig verbaut und ein Frontschutzgitter
ist optional erhältlich. Über die Klimaanlage
kann der Fahrer den Luftstrom nach Bedarf
ausrichten, um die gewünschte Kühlung zu
gewährleisten. Hydraulisch vorgesteuerte Bedien-
elemente unterstützen eine komfortable Steuerung
mit wenig Kraftaufwand.
Hydraulik-Durchflussmenge (l/min) 415
Ausbrechkraft (kN) 212
d
Cat »C13«
eNimon – das No-Mine-Auto
Mit eNimon zeigt Sandvik, wie ein Elektroauto ganz ohne Metalle oder
Mineralien aussehen würde – und wie entscheidend Rohstoffe für eine
nachhaltige grüne Zukunft sind.
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 57
Mobile Lösungen für
maximale Effizienz
Der eingesetzte
mobile Anlagenzug in
Brasilien umfasst den
Backenbrecher »Mobicat
MC 110 Evo2«, den
Kegelbrecher »Mobicone
MCO 90 Evo2« sowie die
Siebanlage »Mobiscreen
MSC 953 Evo«.
KLEEMANN – Ein Kleemann-Anlagenzug, bestehend aus Backenbrecher, Kegelbrecher
und einer Siebanlage, kommt in Brasilien neuerdings in der Gesteinsaufbereitung
zum Einsatz. Die Maschinen sind für einen flexiblen Einsatz ausgelegt
und ermöglichen eine leistungsfähige Materialaufbereitung direkt am jeweiligen
Einsatzort. Zusammen mit der mobilen Asphaltmischanlage von Ciber ergibt sich
ein flexibles Gesamtpaket für die Herstellung mineralischer Baustoffe und Asphalt.
50
Liter pro Stunde
Der kombinierte Kraftstoffverbrauch
des kompletten
Anlagenzugs liegt bei rund 50 l/h.
Der eingesetzte mobile Anlagenzug in Brasilien
umfasst den Backenbrecher »Mobicat MC 110
Evo2«, den Kegelbrecher »Mobicone MCO 90 Evo2«
sowie die Siebanlage »Mobiscreen MSC 953 Evo«.
Während der Backenbrecher zum Vorbrechen genutzt
wird, sorgt der Kegelbrecher in der zweiten
Brechstufe für eine gute Form und die Siebanlage
für die entsprechenden Klassifizierungen. Durch
die mobile Lösung lassen sich die Anlagen ohne
Aufwand verfahren und schnell in Betrieb nehmen.
2 000 t Material pro Tag
Im Steinbruch in Passo Fundo wird Basalt, ein
fragmentiertes, leicht splitterndes Material, abgebaut.
Hier wird hauptsächlich Schotter in verschiedenen
Korngrößen und Makadam produziert. Im
aktuellen Einsatz wird der Basalt mit einer Aufgabegröße
von bis zu 80 mm verarbeitet. Die Anlagen
erreichen dabei eine Stundenleistung von
200 bis 240 t. »Die Produktionsleistung der neuen
Maschinen ist absolut beeindruckend. Wir schaffen
im 8-Stunden-Betrieb über 2 000 t Material pro
Tag – und dabei läuft die Anlage hier nur mit 70
Prozent ihrer möglichen Auslastung«, so Jean Cleber
Dall’Alba, Betriebsleiter bei Matt/MPX in Passo
Fundo. Auch von der Wirtschaftlichkeit des mobilen
Kleemann-Anlagenzugs war das Unternehmen
schnell überzeugt: Der kombinierte Kraftstoffverbrauch
des kompletten Anlagenzugs liegt bei rund
50 l/h. »Das sind wirklich überschaubare Kosten für
den Kraftstoff, damit wird die Produktion enorm effizient«,
so der Steinbruchleiter.
Flexibles Team überzeugt durch Leistung
»Es hat sich in der Arbeit mit der mobilen Ciber-Asphaltmischanlage
in den vergangenen Jahren gezeigt,
dass es sich auszahlt, wenn die Maschinen im
Steinbruch, im Werk und auf Baustellen verfahren
werden können und dann genau dort stehen, wo
sie gebraucht werden. Dadurch haben wir eine viel
unkompliziertere Logistik, wir sparen uns unzählige
Lkw-Fahrten und damit enorme Kosten«, sagt
Douglas Matt, einer der Unternehmensgründer.
Mit dem Kauf des Kleemann-Anlagenzugs wird die
Vision einer mobilen Baustellenlogistik weiterentwickelt.
Die neuen Kleemann-Maschinen werden
im Steinbruch die stationären Anlagen ergänzen
58
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
und unterstützen. Zudem ist geplant, auch auf Asphaltwerken
und Baustellen in anderen Regionen
mit den mobilen Maschinen zu arbeiten. So entsteht
im Zusammenspiel mit der mobilen Ciber- Asphaltmischanlage
ein schlagkräftiges Team aus verfahrbaren
Lösungen. Das spart Zeit, Kosten und erhöht
die Reaktionsfähigkeit bei neuen Projekten.
Bedienerfreundlich und flexibel
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedien- und
Wartungsfreundlichkeit. Die Bedienung der Anlagen
erfolgt intuitiv über »Spective«. Wichtige Prozessinformationen
stehen dank »Spective Connect«
dem Bediener zur Verfügung. Die gute Zugänglichkeit
zu den Komponenten erleichtert Service- und
Wartungsarbeiten.
KLEEMANN (2)
Seit Jahren bewährt
Seit Jahren wird bei Matt/MPX mit der mobilen
Ciber-Asphaltmischanlage gearbeitet. Nicht nur
mit deren Flexibilität, auch mit der Produktionsleistung
ist Geschäftsführer Douglas Matt sehr zufrieden.
»Mit der ›Ciber iNova 1500‹ produzieren
wir 75 bis 150 t Asphalt pro Stunde. Die Anlage ist
auf zwei Transportfahrzeugen montiert und damit
deutlich kompakter und leichter transportierbar
als herkömmliche Anlagen. Das ist wirklich ideal
für Einsätze auf wechselnden Baustellen.« Dank innovativer
Technologien für die Trocknung des Minerals
arbeitet die Anlage besonders sparsam mit
geringem Brennstoffverbrauch. Auch das moderne
Steuerungs- und Diagnosesystem mit Fernwartung
überzeugt und sorgt für maximale Verfügbarkeit
und Kontrolle. Das Zusammenspiel der Ciber-Asphaltmischanlage
und des Kleemann-Anlagenzugs
ermöglicht kurze Reaktionszeiten bei wechselnden
Einsatzorten und Baustellenanforderungen. In Brasilien
bedeutet das ein hohes Maß an Flexibilität bei
gleichzeitig stabiler Produktionsleistung.
j
Die Bedienung der Anlagen erfolgt
intuitiv über »Spective«. Mit
»Spective Connect« lassen sich
die Maschinen von überall auf dem
Gelände einsehen.
KLEEMANN
STAND C6
THE FUTURE IS GREEN
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 59
Schrittmacher
im Baustoff-Kreislauf
SBM MINERAL PROCESSING – Von April 2025 bis Oktober 2026 saniert die
Strabag AG in zwei Etappen ein 11 km langes, in beiden Fahrtrichtungen dreispuriges
Teilstück der Südautobahn A2 südlich von Wien. Dabei werden Ressourcenschonung
und Klimaschutz durch hohe Wiederverwertungsquoten und Stoffkreisläufe der
eingesetzten Straßenbaumaterialien besonders großgeschrieben. Das gilt für die
Sanierung des Straßenunterbaus, bei der Asphaltaufbruch direkt auf der Trasse
fortschreitend mobil aufbereitet wird. Insbesondere aber für die beim Projekt anfallenden
etwa 250 000 t Betonaufbruch: Diese werden nur wenige Hundert Meter von
den Bauabschnitten entfernt in einem temporären »Recycling-/Betonwerk« mobil zu
zertifizierten Recyclingkörnungen aufbereitet.
Produktivität
Mit nur einer Maschine: Pro Tag
gelingen 1 450 t Beton-Recyclingkörnungen
0/4, 4/16,
16/32 oder wahlweise rund
2 000 t/Tag Unterbaumaterial
0/63 in der Direktaufbereitung
von Asphaltbruch.
Direkt vor Ort produzieren zwei mobile Mischanlagen
daraus den Unterbeton für die ca.
350 000 m² zementstabilisierte Tragschicht und liefern
den Baustoff für die rund 310 000 m² neu zu erstellende
Fahrbahndecke. Durch den Wegfall mehrerer
Tausend Lieferkilometer für den Schutt-Abtransport,
Rohstoffe und Beton beschleunigt dieser
»Betonkreislauf« alle Abläufe, spart deutlich Kosten
und entlastet massiv Anwohner sowie Umwelt.
Beide beauftragten Unternehmen, Hans Zöchling
(Aufbereitung) und Mobile Betonkonzepte, arbeiten
mit moderner Anlagentechnik von SBM Mineral
Processing, was einmal mehr die Sonderstellung
des oberösterreichischen Herstellers als Fullliner
in den Bereichen Aufbereitung/Recycling und Betonproduktion
herausstellt.
Einer für alles
Seit April vergangenen Jahres leistet der Großprallbrecher
»SBM Remax 600« der niederösterreichischen
Hans Zöchling GmbH dieses Pensum an der
A2. Im Solo-Betrieb arbeitet die Maschine auf dem
zentralen Recyclingplatz mit Vorratshalden von
mehreren 1 000 t je Endprodukt und wechselt nach
schneller Demontage seines Dreideck-Anbausiebs
flexibel auf die Baustelle. »Das bringt uns natürlich
enorme logistische Vorteile«, erklärt Johannes
Zöchling, Geschäftsführer der Zöchling-Gruppe,
die heute mit über 500 Mitarbeitern österreichweit
in den Bereichen Abbruch und Recycling, Erdbau
und Transporte tätig ist und daneben mehrere
Das temporäre »Recycling-/
Betonwerk« in unmittelbarer
Nähe zur Baustelle A2.
SBM MINERAL PROCESSING (3)
60
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Steinbrüche und Kiesgruben betreibt. »Auf dem
Recyclingplatz produziert der ›Remax 600‹ alle Endprodukte
in einem Durchgang aus Betonaufbruch
0/800, wobei wir Stundenleistungen bis zu 200 t/h
erreichen. Das schafft man selbst mit vergleichbaren
Großbrechern nur mit einem zusätzlichen Produktionssieb
– also mit mehr Aufwand im Transport
und mehr Platzbedarf vor Ort. Je nach Ausrüstung
muss man auch mit mehr Personal rechnen,
ganz sicher aber mit höheren Treibstoffkosten
für die Anlagenkombi bzw. die in der Vorzerkleinerung
arbeitenden Geräte«, unterstreicht Johannes
Zöchling. »Wir fahren den dieselelektrischen ›Remax
600‹ an der A2 mit einem Durchschnittsverbrauch
von etwa 38 l/h«, erklärt Projektleiter Paul
Sabaditsch.
SBM MINERALS
STAND 84
Starker Antrieb
Wie alle SBM-Mobilbrecher ist auch das aktuelle
Flaggschiff »hybrid electrified«: Nahezu alle Antriebe
auf der Maschine sind elektrifiziert – wo eine
Hydraulik unverzichtbar bleibt, werden die Pumpen
elektrisch angetrieben. Zentrale Kraftquelle
ist ein 520-kVA-Onboard-Generator, was die Drehzahlen
des vorgeschalteten Dieselmotors im dieselgestützten
Baustellenbetrieb konstant niedrig hält.
Steht Netzstrom oder eine andere externe Stromquelle
zur Verfügung, kann der »600er« in Minutenschnelle
angeschlossen werden, wobei alle Anlagenfunktionen
voll erhalten bleiben.
Vertrauen in die Technik
Seit gut vier Jahren arbeiten Zöchling-Teams mit
dem SBM-Flaggschiff. Wie viele andere Entwicklungen
der »Hybrid-Pioniere« aus Oberweis in den
vergangenen 30 Jahren durchlief auch der »Remax
600« über mehrere Prototypen- und Vorserien-Stufen
umfangreiche Praxistests in Betrieben
der Zöchling-Gruppe. Parallel dazu unterstützt das
Unternehmen aktiv auch die gemeinsam mit der
Universität Leoben laufende SBM-Entwicklung des
KI-gestützten »autonomen Brechers«. Hierfür bildet
der »Remax 600« mit seiner Kombination mehrerer
Prozessstufen die technologische Basis. Entsprechend
wichtig ist für Forscher und Ingenieure
das direkte Feedback und der Input der Praktiker
im Steinbruch und Recycling. »Auch wir profitieren
direkt von diesem Austausch, wenn die Maschine
exakt auf unsere Anforderungen im Feld oder
die Ansprüche unserer Kunden an die Endprodukte
abgestimmt wird«, erklärt Johannes Zöchling. So
wie mit der doppelten Magnetausrüstung, die SBM
am »Remax 600« erstmals auf der Bauma präsentierte:
»Das Dreideck-Nachsieb mit aufgebautem
Magnet-Längsaustrag lässt sich schnell demontieren,
dann spielt der ›Remax 600‹ die Stärken seines
1400er-Prallbrechers als Primärbrecher mit bis zu
600 t/h voll aus. Ohne weitere Umbauten zieht der
Magnet am Hauptaustragsband bereits das meiste
Metall aus der Grobkörnung heraus.« Das gilt
auch für die dreifache Windsichtung, die SBM jetzt
für alle Stufen des Dreideck-Nachsiebs mit insgesamt
knapp 30 m² Siebfläche bietet: »Wie alle anderen
Ausrüstungen verbleiben auch die Windsichter
beim Transport an der Maschine und sind ohne
aufwendige Montage unmittelbar einsatzbereit.
Das macht das neue System sehr wirtschaftlich, seine
hohe Effizienz im Separieren von Holz und anderen
Leichtstoffen sorgt für qualitativ hochwertige
Endprodukte, die auch strengste Anforderungen
erfüllen.«
Mobiler Beton à la carte
Das zahlt sich auch bei der Erneuerung der A2
aus: Ohne weitere Nachbehandlung wandern die
Recyclingkörnungen in die beiden mobilen Betonmischanlagen
SBM »Euromix 3000« der Mobile Betonkonzepte
GmbH (MBK). Keine 200 m beträgt dieses
entscheidende Teilstück im Baustoff-Kreislauf:
Direkt ab Zwischenhalde wird das RC-Gestein per
Radlader in die Gesteinsbunker der beiden unmittelbar
nebeneinander positionierten Mischanlagen
verladen. Über die knapp 16-monatige Bauzeit liefern
beide 130-m³/h-Anlagen in vier jeweils rund
einmonatigen Kampagnen insgesamt 75 000 m³ Unterbeton
mit einem Recycling-Anteil
von 90 Prozent
sowie weitere 15 000 m³ Ober-
Mobiler Prallbrecher
»Remax 600« von SBM Mineral Processing
Aufgabeleistung (t/h) bis 600
Brecher-Einlaufgröße (mm) B x H 1 380 x 1 000
Einsatzgewicht (t) 63 bis 79,8
Abmessungen mit Nachsieb (mm) L x B x H 22 000 x 3 490 x 3 800
Aufgabegröße (mm) 0 bis 1 000
Drei Recyclingkörnungen
in einem Durchgang
produziert der SBM
»Remax 600« bei
Tagesleistungen von
rund 2 000 t.
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 61
Direkt auf der Autobahntrasse
bricht der »Remax
600« Asphaltaufbruch
für den Straßenunterbau.
beton auf Hartsteinbasis. Beide Anlagen arbeiten
unabhängig, was die parallele Bereitstellung beider
Betonsorten gewährleistet, je nach Baustellenplanung
jedoch auch die flexible Abdeckung von
Bedarfsspitzen ermöglicht. Mittels einer 90°-Aufstellung
der beiden Gesteinsbunker, der flexibel
neben bzw. hinter den Mischereinheiten platzierten
69-m³-Bindemittelsilos sowie der gemeinsam
genutzten Zusatzmittellager bzw. Steuerungscontainer
für beide »Euromix«-Anlagen beansprucht
die Kombination laut Unternehmen nur wenig
Platz. Das sorge auch bei Spitzenauslastung für
eine zuverlässige Beschickung der Gesteinsbunker
und eine schnelle sowie sichere Verladung der
unterschiedlichen Betonsorten auf Muldenauflieger
bzw. Fahrmischer. Die modulare Zusammenstellung
aller Komponenten ermöglichte den betriebsbereiten
Aufbau der Gesamtanlage mit lediglich
fünf Mobilfundamenten für die Bindemittelsilos
in nur anderthalb Arbeitstagen. Auch der
tägliche Betrieb gestaltet sich aufgrund weitgehender
automatisierter Prozesse sehr rationell: Ganztägig
lieferbereit, produzieren drei Mitarbeiter hauptsächlich
nachts die benötigten Einbaumengen, wobei
die durchschnittliche Produktion pro 12-Stunden-Schicht
bei rund 1 500 m³ liegt. Insgesamt 18
»Euromix«-Mischanlagen mit Stundenleistungen
von 80 bis 175 m³/h Festbeton und eine Vielzahl projektspezifisch
kombinierbarer SBM-Technikmodule
bilden heute den kurzfristig abrufbaren Anlagenpark
der deutsch-österreichischen MBK.
d
»Portafill MR-5X«: Kompaktes Kraftpaket
C. CHRISTOPHEL – Die Gerhard Tummes GmbH & Co. KG hat ihre Effizienz in
der Bodenaufbereitung deutlich gesteigert – mit der mobilen Siebanlage »Portafill
MR-5X«, bereitgestellt von Christophel. Die kompakte und robuste Anlage überzeugt
durch starke Siebtechnik, einfache Handhabung und hohe Flexibilität im Einsatz.
Durch die Zusammenarbeit mit Christophel konnte eine passgenaue Lösung realisiert
werden, die Materialqualität und Betriebssicherheit nachhaltig verbessert.
Maximale Leistung, minimaler
Aufwand: die Siebanlage
»MR-5X« von Portafill beim
Aufbereiten von Bodenmaterial.
Die Gerhard Tummes GmbH mit Sitz in Moers,
Nordrhein-Westfalen, ist seit über 125 Jahren
im Tief- und Straßenbau tätig. Dabei hatte das Unternehmen
das Ziel, die Effizienz und Leistungsfähigkeit
bei der Aufbereitung von Aushubböden zu
steigern und gleichzeitig die Kapazitäten nachhaltig
zu erweitern. Im Herbst 2024 hat die Firma deshalb
die mobile Siebanlage »Portafill MR-5« erfolgreich
in ihren Betrieb integriert.
Die Entscheidung für die »MR-5X« fiel aufgrund
ihrer kompakten Bauweise, hohen Mobilität und robusten
Konstruktion. Die Siebanlage zeichnet sich
durch eine vielseitige Einsatzmöglichkeit aus, die
es erlaubt, verschiedenste Materialien effizient und
gleichmäßig aufzubereiten. Auch die leistungsstarke
Siebtechnik, die eine saubere Trennung des Materials
gewährleistet und somit eine gleichbleibend
hohe Qualität der aufbereiteten Böden sichert, sei
ein entscheidendes Kriterium gewesen. Darüber
hinaus überzeuge die Anlage durch eine benutzerfreundliche
Bedienung. Die Kombination aus Mobilität
und einfacher Handhabung ermöglicht es,
die Siebanlage variabel an unterschiedlichen Einsatzorten
zu verwenden, was die betriebliche Flexibilität
von Tummes deutlich erhöht.
C. CHRISTOPHEL
STAND A4
C. CHRISTOPHEL
Zuverlässiger Partner
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor dabei war die
enge Zusammenarbeit mit Christophel: Die Partnerschaft
erleichterte zum einen die Auswahl der
passenden Technik und gewährleistete zum anderen
eine reibungslose Inbetriebnahme und einen
verlässlichen technischen Support. Seit der Inbetriebnahme
läuft die »MR-5X« zuverlässig und hat
sich schnell als unverzichtbares Arbeitsmittel etabliert.
Die Mitarbeiter schätzen die Bedienung sowie
Wartungsfreundlichkeit. Dies führe nicht nur zu einem
reibungslosen Arbeitsprozess, sondern auch
zu einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit.
j
62
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Vortex-Rotorbrecher
überzeugt in Brasilien
Der Vortex-Rotorbrecher erhält
als Aufgabematerial das Material,
welches vom Backenbrecher und
erstem Kegelbrecher vorgebrochen
wird, und erzeugt daraus
Endgut mit einem gewünschten
Anteil von 0 bis 8 mm.
VORTEX – Ende 2025
lieferte das Unternehmen,
das leistungsstarke, flexible,
stationäre Brecher für die
Naturgesteinsindustrie
herstellt, einen semimobilen
Brecher an einen Kunden in
Brasilien. Der Transport nahm
mehrere Monate in Anspruch.
Vortex plante diese Anlagen
ausschließlich elektrisch.
Die Bandbreite der Antriebsleistung,
je nach Leistungserfordernis
der Brecher, beträgt von
160 kW bis 250 kW. Nach mehrmonatiger
Reise mittels Lkw,
Schiff und wieder Lkw traf die semimobile
Anlage unbeschadet in
VORTEX
Brasilien ein. Der Kunde bereitete
die Anlage selbstständig für
die Inbetriebnahme vor. Dies sei
möglich gewesen, weil das System
»praktisch selbsterklärend«
ist. Daher seien die Mitarbeiter
von Vortex nur noch pro forma
zur Kontrolle und Erläuterung
angereist. Dementsprechend an-
genehm und erfolgreich war die
Inbetriebnahme, so Vortex.
Aufgabe vollumfänglich erfüllt
Der Kunde ist ein Traditionsunternehmen
und betreibt u. a. einen
Hartgestein-Steinbruch, in
dem er 1,2 Mio. t pro Jahr verkauft.
Aufgrund der Morphologie
des Gesteins bricht das Material
(eine Art Granit), welches
gesprengt, mittels Hydraulikhammer
transportfähig gemacht
und von einem Backenbrecher
auf Kegelbrecherformat vorgebrochen
wird, mit schlechter,
länglicher Kornform. Auch eine
dritte Brechstufe, ein Kegelbrecher,
kann die Kornform nicht
verbessern. Ebenso war bei der
herkömmlichen
Aufbereitung
der Anteil an Sand zu gering.
Der Vortex-Rotorbrecher erhält
als Aufgabematerial das Material,
welches vom Backenbrecher
und erstem Kegelbrecher vorgebrochen
wird, und erzeugt daraus
Endgut mit einem gewünschten
Anteil von 0 bis 8 mm.
j
VISIT
US
10. - 12. März
Stand Nr. 84
MOBILE UND STATIONÄRE BETONMISCHANLAGEN FÜR:
• Transport- und Werksbeton • Sonderbetone
• Fertigteile und Betonwaren
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 63
Stufenweise
Anlagenmodernisierung
bei laufendem Betrieb
SANDVIK – Im Diabaswerk Oberscheld
der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH
hat Sandvik in enger Zusammenarbeit
mit dem Betreiber eine schrittweise
Modernisierung im Bestand umgesetzt,
vom Austausch der Brechtechnik
bis zur Weiterentwicklung der
Siebtechnik und des Materialflusses.
Mit dem »CS430«-Kegelbrecher,
mehreren Sandvik-Siebmaschinen und
»GFK«-Staubabdeckungen entstand ein
in wichtigen Kernbereichen modernisierter
Anlagenbereich, der durch hohe
Produktionszuverlässigkeit, spürbar
verbesserte Wartungsabläufe und einen
optimierten Arbeitsschutz überzeugt.
Das Diabaswerk Oberscheld der HH Basalt-
und Diabaswerk GmbH, einer von
drei Standorten der Hermann Hofman
Gruppe, ist eine Bestandsanlage mit einer
über Jahrzehnte gewachsenen Infrastruktur,
die die regionale Bauindustrie zuverlässig
mit hochwertigen Baustoffen beliefert.
In Oberscheld zeichnete sich in den
vergangenen Jahren ein klarer Modernisierungsbedarf
in der Aufbereitung ab. Ein
wichtiger und zuweilen schwieriger Faktor
hierbei ist, dass die angedachten Modernisierungsmaßnahmen
im laufenden Betrieb
umgesetzt werden sollen und eine langfristig
verlässliche sowie wartungsfreundliche
Produktion sicherstellen müssen.
Projektstart: Ersatzteilrisiko
wird Modernisierungschance
Anfang 2023 stand der Betrieb vor der Herausforderung,
seinen zentralen Sekundärbrecher,
einen Aubema-Kreiselbrecher,
aufgrund schlechter werdender Ersatzteilverfügbarkeit
zu ersetzen. Sandvik übernahm
früh eine aktive Rolle in Beratung
und Prüfung der verfahrenstechnischen
Anforderungen, um eine Lösung zu entwickeln,
die passgenau auf den Standort zugeschnitten
ist und die Kundenanforderungen
sowohl technisch als auch im Hinblick
auf die Umsetzung im laufenden Betrieb
erfüllt. »Wir haben uns für Sandvik entschieden
aufgrund der Zuverlässigkeit der
Systemlösung
Zur Modernisierung wurde ein Fahrplan
mit System entwickelt, der
auch im Bestand umsetzbar war.
64
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
SANDVIK (3)
Mit dem »CS430«-Kegelbrecher,
mehreren
Sandvik-Siebmaschinen
und »GFK«-Staubabdeckungen
entstand
ein modernisierter
Anlagenbereich.
Technik und der konstant guten Absiebergebnisse.
Hier ist insbesondere der ›CS 430‹
hervorzuheben«, sagt Felix Hofmann, Betriebsleiter
HH Basalt & Diabas GmbH. Die
Entscheidung fiel für den Sandvik-»CS430«-
Kegelbrecher inklusive stahlbautechnischer
Adaption an den vorhandenen Stahlbau.
So wurde Sandvik in diesem Zusammenhang
mit der Planung und Umsetzung
der Baumaßnahme beauftragt und kombinierte
die Lieferung mit verfahrenstechnischer
Garantie. Ergänzt wurde das umfangreiche
Projekt mit einer neuen Kranbahn
zur Wartung und Instandhaltung des Brechers.
Seit Herbst 2023 unterstützt der leistungsstarke
Sandvik-Kegelbrecher des Typs
Im Diabaswerk Oberscheld der
HH Basalt- und Diabaswerk
GmbH hat Sandvik eine
schrittweise Modernisierung
im laufenden Betrieb begleitet.
»CS430« an zentraler Position im Prozess zuverlässig
die Produktion am Standort Oberscheld.
Siebtechnik und Materialfluss:
Modernisierung mit System
Mit dem erfolgreichen Brecherprojekt gewann
Sandvik nicht nur detaillierte Einblicke
in die bestehende Anlage, sondern
auch ein umfassendes Verständnis für die
prozesstechnischen Anforderungen am
Standort. Auf dieser Grundlage konnte gemeinsam
mit HH Basalt & Diabas ein Modernisierungsfahrplan
entwickelt werden,
der die Besonderheiten einer Bestandsanlage
berücksichtigt und sich realistisch in
den laufenden Betrieb integrieren lässt. Im
nächsten Schritt rückte deshalb nicht mehr
eine einzelne Maschine in den Fokus, sondern
die Leistungsfähigkeit des gesamten
Materialflusses. Anfang 2024 fiel die Entscheidung
für die nächste Ausbaustufe.
Diese beinhaltete die Installation zusätzlicher
Anlagentechnik, bestehend aus zwei
neuen Sandvik-Siebmaschinen, sowie ein
neues Antriebskonzept für den Schubwagen
zum Vorbrecher.
Schubwagen zum Vorbrecher
wurde zusätzlich modernisiert
Am Standort Oberscheld wurde dazu in
zwei Etappen zunächst ein »SJ2168«-3-Deck-
Kreisschwinger in der Größe 6,0 m × 2,1 m in
Betrieb genommen. Zusätzlich wurde der
vorhandene Bestands-Schubwagen zum
Vorbrecher durch ein hydraulisches Aggregat
»HPY 600« modernisiert, welches
das bisherige mechanische Getriebe ersetzte.
Anfang 2025 folgte dann die Installation
einer »SJ1547 2«-Deck-Kreisschwinger-Siebmaschine
mit 4,0 m × 1,5 m. Beide
Siebmaschinen wurden mit Sandvik-Original-Gummisiebbelägen
ausgestattet. Damit
war ein weiterer Schritt hin zu höherer Betriebssicherheit
und besserer Wartungslogik
getan, denn insbesondere im siebtechnischen
Bereich müssen Stillstandzeiten so
gering wie möglich gehalten werden.
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 65
gen, die häufig tagelange Demontagen bedeuten,
ist der Wechsel bzw. Einbau dieser
Abdeckungen im Rahmen eines sehr kurzen
Wartungsfensters von nur rund einer
Stunde möglich. Neben der deutlich verbesserten
Wartungslogik zahlt die Lösung
auch auf Umwelt- und Arbeitsschutz ein,
denn Staub wird zuverlässig gekapselt und
Schallemissionen werden reduziert. Gerade
für einen laufenden Steinbruchbetrieb
ist dies ein wichtiges Kriterium und ein echter
Mehrwert.
Die Staubabdeckungen
aus GFK-Leichtbau wurden
in Zusammenarbeit
von Sandvik mit der LSE
GmbH entwickelt.
Innovative Staubabdeckung
an den Siebmaschinen
Ein sichtbares Ergebnis dieser Ausrichtung
ist zudem die Integration der innovativen
Staubabdeckungen aus GFK-Leichtbau
an den Sandvik-Siebmaschinen. Diese
Abdeckungen wurden in Zusammenarbeit
von Sandvik mit der LSE GmbH,
einem Engineering-Partner mit hoher
Leichtbaukompetenz, entwickelt. In Oberscheld
kommen die GFK-Abdeckungen an
allen Siebmaschinen zum Einsatz. »Diese
Staubabdeckungen sind so leicht, dass
sie von einer Person getragen werden können.
Gleichzeitig absorbieren sie Lärm effektiv
und tragen zum Schallschutz bei«,
sagt Norbert Schramm, Geschäftsführer
der LSE GmbH. Statt schwerer Stahllösun-
Eine weitere Siebmaschine
ist bereits in Planung
Heute zeigt sich in Oberscheld, was eine
Modernisierung im Bestand leisten kann,
wenn Technik, Engineering und Betriebs-
praxis konsequent zusammen gedacht werden.
Die installierten Lösungen sind so ausgelegt,
dass sie nicht nur hohe Leistung
bringen, sondern vor allem auch Kontinuität
und Verlässlichkeit bieten. Durch geringe
Ausfallzeiten, konstante Absiebergebnisse
und stabile Körnungen verfügt der
Betrieb über hohe Produktions- und Produktsicherheit.
Gleichzeitig reduziert die
wartungsfreundliche Ausführung der Sieb-
abdeckungen den Aufwand bei siebtechnischen
Arbeiten deutlich und macht Stillstandszeiten
planbarer. Eine weitere Siebmaschine
befindet sich aktuell in der Ausarbeitung
und soll in diesem Jahr in die
Bestandsanlage integriert und in Betrieb
genommen werden.
d
Upgrade für
»SmartRoc«-Bohrgeräte
EPIROC – Mit der neuen Generation der
»SmartRoc T35«- und »T40«-Bohrgeräte
hat Epiroc u. a. die Fahrerkabine grundlegend
überarbeitet. Im Fokus standen
dabei Ergonomie, Arbeitssicherheit und
Bedienbarkeit im täglichen Einsatz.
Sicheres und zuverlässiges Arbeiten ermöglichen.
EPIROC
Die neue Kabine weist gegenüber der Vorgängerversion
ein verbessertes Akustikund
Vibrationsverhalten auf, wie der Hersteller
mitteilt. Durch konstruktive Maßnahmen
zur Schalldämmung und Entkopplung
werden Geräusch- und Vibrationspegel für
den Bediener reduziert. Das Luftfiltersystem
der Kabine wurde weiterentwickelt, um
die Staubbelastung im Kabineninnenraum
zu reduzieren und die Luftqualität während
des Betriebs zu verbessern. Weiter bietet sie
durch den größeren Innenraum ein offeneres
Raumgefühl. Der zusätzliche Platz ermöglicht
eine freiere Beweglichkeit des Maschinenführers
während des Betriebs. Ergänzend
wurden Ablage- und Staumöglichkeiten
erweitert, sodass persönliche Gegenstände
und Arbeitsutensilien wie Werkzeuge, Dokumente
oder Trinkflaschen laut Unternehmen
nunmehr sicher und griffbereit untergebracht
werden können.
Sicherheit geht vor
Eine neue Kabinenverglasung mit erhöhter
Spreng- und Splitterbeständigkeit dient dem
Schutz vor fliegendem Gestein. Die vergrößerte
Glasfläche verbessert zusätzlich die
Sicht auf Bohrloch, Bohrbereich und Lafette.
Weitere neue Ausstattungsoptionen der
»SmartRoc« sind u. a. eine integrierte Schleifausrüstung
für Bohrkronen, mit der die Bohrleistung
dauerhaft auf einem hohen Niveau
gehalten werden kann. Die aktualisierten
»SmartRoc T35«- und »T40«-Geräte behalten
laut Hersteller die grundlegenden Leistungs-
und Effizienzeigenschaften der Vorgängermodelle
bei und ergänzen diese um
die genannten Verbesserungen.
j
66
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Industrieemissions-Richtlinie überarbeitet
bauMAGAZIN – Auch wenn
klassische Sieb- und Brechanlagen
nicht immer als typische
Industrieanlagen gelten,
dürften diverse Abfall- und
Recyclinganlagen einen Bezug
zur von der EU überarbeiteten
Industrieemissions-Richtlinie
(IED) haben, da sie große
Mengen an Material verarbeiten
und Emissionen (Staub, Lärm,
Partikel) erzeugen. Die neue
Richtlinie wurde ins Leben
gerufen, um den Umwelt- und
Gesundheitsschutz zu erhöhen.
Der Grundgedanke, Emissionen, beispielsweise
Staub, Lärm oder auch Partikel, deutlich
zu verringern, ist nicht nur löblich, sondern auch
notwendig geworden. Abseits der Frage, wie die
Branche auf erneute Gesetzgebungen und damit
einhergehenede Pflichten reagiert, ist die Politik
hier aktiv geworden. Die novellierte Fassung,
gern auch »IED 2.0« genannt, trat bereits im August
2024 in Kraft. Bis Juli 2026 sollte diese dann
in nationales Recht umgesetzt werden, wie die
Europäische Union klarstellte. Das heißt, die deutsche
Politik war bzw. ist an eine fristgerechte Umsetzung
in eine greifbare Gesetzgebung gebunden.
Tatsache ist, dass jetzt endlich Bewegung in das
Ganze kommt: Am 21. Januar 2026 hat das Bundeskabinett
nunmehr ein Gesetzespaket zur Umsetzung
der neuen Industrieemissions-Richtlinie
(IED 2.0 / EU 2024/1785) beschlossen. Das Paket
umfasst im Kern einen Gesetzentwurf zur Änderung
zahlreicher umwelt- und immissionsschutzrechtlicher
Vorschriften wie beispielsweise BIm-
SchG, KrWG, WHG und BbergG sowie eine begleitende
Mantelverordnung, die viele bestehende
BImSch-Verordnungen anpasst und u. a. eine
ADOBESTOCK
Die EU hat die »IED 2.0« auf den Weg gebracht.
neue 45. BImSchV einführt (z. B. Umweltmanagementsystem-Pflichten).
Damit ist der Entwurf
zwar noch nicht Gesetz, aber wurde zur weiteren
parlamentarischen Beratung an den Bundestag
weitergeleitet und soll später auch dem Bundesrat
vorgelegt werden. Damit befindet sich das
Projekt im gängigen gesetzgeberischen Durchlauf
– um die von der EU gesetzte Frist einzuhalten, sollte
das neue Gesetz nunmehr im Sommer des Jahres
abgesegnet und beschlossen sein.
d
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Weg von A nach B.
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März 2026 67
Der »UTM 1500G«, eine
mobile Anlage für die Zerkleinerung
und das Recycling
von u. a. Gestein, Asphalt
und Bauschutt, feiert in Las
Vegas seine Weltpremiere.
CAMS (2)
Neuheitenpremiere in
Las Vegas: Kompakte Maschinen
für Recycling und Straßenbau
CAMS – Vertreten über
sein US-amerikanisches
Vertriebsnetz, hat Cams für
die Conexpo zwei Lösungen
für Recycling- und kompakte
Asphaltierungsanwendungen
im Gepäck. Am Stand von
GrinderCrusherScreen wird
die Weltpremiere des neuen
mobilen Zerkleinerers »UTM
1500G« gefeiert, während Hitek
Equipment den Straßenfertiger
»MG7 Super-e« präsentiert.
19,5
Tonnen
Der »UTM 1500G« bringt
ein Betriebsgewicht von
19,5 t auf die Waage.
Energieeffizienz,
kompakte
Bauweise und hohe Einsatzflexibilität
stehen im Mittelpunkt
des Messeauftritts von
Cams Recycling auf der Conexpo
in Las Vegas. Das italienische
Unternehmen, spezialisiert auf
mobile Anlagen zur Zerkleinerung
und Aufbereitung mineralischer
Materialien sowie von
Asphalt, ist auf der Messe durch
zwei US-Händler vertreten: GrinderCrusherScreen,
an dessen
Stand der neue hybride mobile
Zerkleinerer »UTM 1500G« erstmals
weltweit vorgestellt wird,
sowie Hitek Equipment mit
dem Straßenfertiger »MG7 Super-e«
von Malavasi, einer traditionsreichen
italienischen Marke,
die heute zur Cams-Gruppe
gehört. Die Messebeteiligung
unterstreicht die Entwicklungsstrategie
von Cams in den Vereinigten
Staaten und integriert
die Malavasi-Lösungen konkret
in das Gesamtportfolio des Unternehmens.
Leistungsstarke
hybride und mobile Anlage
Der »UTM 1500G«, eine mobile
Anlage für die Zerkleinerung
und das Recycling von Gestein,
Asphalt, Bauschutt, Holz
sowie weiteren Materialien, fei-
ert in Las Vegas seine Weltpremiere.
Die Maschine ist mit einem
Der Straßenfertiger »MG7 Super-e« ist mit einer elektrisch beheizten
Bohle ausgestattet, die eine präzise Temperaturkontrolle und
eine gleichmäßige Materialverteilung gewährleistet.
»FTR-1500«-Zerkleinerer
mit einer Einlauföffnung von
1 500 × 1 000 mm ausgestattet, verfügt
über einen klappbaren Trichter
mit einem Volumen von 3 m³
sowie über ein Austragsband mit
800 mm Breite. Die Produktionsleistung
erreicht bis zu 200 t/h
68
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
bei kompakten Abmessungen
(11 100 mm Länge, 2 320 mm Breite,
3100 mm Höhe) und einem für
den Transport optimierten Betriebsgewicht
von 19,5 t.
Ein zentrales Merkmal der
»UTM«-Serie ist die hybride
Energieversorgung: Die Anlage
kann entweder im dieselelektrischen
Betrieb über das integrierte
Aggregat oder vollständig
elektrisch betrieben werden.
Dadurch kann auf den
Einsatz des Dieselmotors verzichtet
und der Emissionsausstoß
deutlich reduziert werden.
Die niedrige Drehzahl der Zerkleinerungswellen
trägt zudem
zur Reduzierung von Lärm- sowie
Staubemissionen bei und
macht die Maschine auch für
den Einsatz in sensiblen Bereichen
geeignet. Zur Serienausstattung
zählen automatische
Programme für unterschiedliche
Materialien, die Fähigkeit
zur Verarbeitung feuchter Materialien,
ein niedriger Energieverbrauch
sowie eine hohe Verschleißfestigkeit.
Optional verfügbar
sind ein »Cat-C7.1«-Stage-V-Generator
mit 200 kW, ein
»MeccAlte«-Generator (350 kVA,
200-l-Tank) sowie Zusatzausstattungen
wie Wiegesystem, Staubunterdrückung,
automatische
Zentralschmierung, GPS und
hydraulische Vorschubsysteme.
-10°, was eine hohe operative Flexibilität
ermöglicht. Zu den weiteren
Vorteilen zählen eine deutliche
Reduzierung des Personalaufwands,
kürzere Einsatzzeiten
im Vergleich zu herkömmlichen
Verfahren, eine Arbeitsgeschwindigkeit
von bis zu 18 m/min sowie
niedrige Betriebskosten. Optional
ist ein 200-l-Emulsionstank
mit integriertem Sprühsystem erhältlich.
ERWEITERN
SIE IHRE
WELT
j
Kompaktheit und
Vielseitigkeit im Straßenbau
Am Stand von Hitek Equipment
können Besucher die »MG7 Super-e«
von Malavasi genauer
unter die Lupe nehmen – eine
kompakte Lösung für die Straßeninstandhaltung
und kleinere
Asphaltierungsarbeiten. Die
Maschine ist mit einer elektrisch
beheizten Bohle ausgestattet,
die eine präzise Temperaturkontrolle
und eine gleichmäßige
Materialverteilung gewährleistet.
Der integrierte elektrische
Vibrator verbessert die Verdichtung
und die Oberflächenqualität.
Die Bohle ist in der Arbeitsbreite
von 30 cm bis 200 cm sowie
in der Einbauhöhe von -5 cm
bis 25 cm verstellbar und erlaubt
eine negative Neigung von bis zu
United. Inspired.
Willkommen in einer neuen Dimension des Arbeitens.
Mit der neuen Kabine der aktualisierten SmartROC T35 und T40
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Informationstagung
Sprengtechnik in
Siegen
Gewinnung & Aufbereitung März 2026 69
Im schneidenden Abbauverfahren
wurde nun ein
Surface-Miner von Wirtgen
eingesetzt.
WIRTGEN
WIRTGEN
STAND C6
Gipsgewinnung:
Schneiden statt sprengen
WIRTGEN – In der Chorado-
Mine von Grajaú im Nordosten
Brasiliens ersetzt ein Wirtgen
Surface-Miner durch den Abbau
im schneidenden Verfahren
herkömmliche Abbaumethoden
wie Bohren und Sprengen und
sorgt für einen emissionsarmen,
wirtschaftlichen Betrieb. Durch
den Einsatz des neuen
»220 SM« wurde ein Technologiewechsel
vollzogen – mit
Fokus auf Produktivität, Nachhaltigkeit
und Sicherheit.
1,25
Millionen Tonnen
Mit dem Surface-Miner erreicht
das Unternehmen eine jährliche
Produktion von 1,25 Mio. t Gips.
Seit mehr als 100 Jahren wird in Brasilien mit
der Technik Bohren und Sprengen abgebaut.
Auch im Tagebau des Bergbauunternehmens Gesso
Integral wurde dieses Verfahren viele Jahre angewendet.
Für Marcos Vasconcelos Ferreira stellte
das mit großen Sicherheitsvorkehrungen verbundene
Abbauverfahren jedoch nicht länger eine zeitgemäße,
zukunftsweisende Lösung dar: »Wir wollten
eine hohe Produktivität mit einem starken Fokus
auf Nachhaltigkeit erreichen«, sagt der Direktor
des Unternehmens. Auf der Suche nach einer
effizienteren Abbaumethode stieß er auf die Surface-Miner
von Wirtgen, die das Gestein in einem
Arbeitsgang schneiden, zerkleinern und bei Bedarf
auch verladen. Rohstoffe werden selektiv sowie in
reinster Qualität gewonnen und eine optimale Ausnutzung
der Lagerstätte erreicht.
Keine Sprengung nötig
Das Potenzial der Maschine und die Vorteile der
neuen Abbaumethode: kein Sprengen, geringerer
Emissionsausstoß, erhöhte Sicherheit im Tagebau
und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Mit dem ersten
Surface-Miner startete der Technologiewechsel
und die Produktivität im Tagebau konnte verdoppelt
werden. Mit dem Erwerb eines weiteren Surface-Miners
des Typs »220 SM« ließ sich die Produktivität
beim Abbau um weitere 84 Prozent steigern.
Persönliche Erfolgsgeschichte
Die Erfolgsgeschichte hat auch eine ganz persönliche
Komponente. Für die Bedienung des Sur face-
Miners suchte das Unternehmen ganz bewusst je-
manden ohne Erfahrung im Umgang mit großen
Maschinen. Marlete Ribeiro Souza Guajajára wurde
zur Maschinenführerin ausgebildet. »Mein Chef
hat mir gesagt, dass er eine unerfahrene Person
braucht, die er aufbauen kann. Und ich war diese
Person, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich weder
Fahrrad, Auto noch Motorrad fahren.« Das Vertrauen
in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiterin hat sich
ausgezahlt. Inzwischen arbeitet die Maschinenführerin
routiniert mit dem Surface-Miner und weiß
die Vorteile der Maschine gezielt zu nutzen. »Es ist
eine sehr komfortable Maschine, die unsere tägliche
Arbeit sehr erleichtert.«
»220 SM«: effizienter Einsatz
Der Abbau im schneidenden Verfahren ermöglicht
die selektive Gewinnung von Rohstoffen in hoher
Reinheit. Außerdem werden Lärm- und Staubemissionen
reduziert sowie die Sicherheit in der Mine
erhöht. Auch Lagerstätten in unmittelbarer Nähe
zu Infrastruktur oder Wohngebieten können dank
des vibrationsarmen Abbaus erschlossen und
laut Hersteller optimal genutzt werden. Mit einer
Schnitttiefe von durchschnittlich 23 cm und einer
Schneidbreite von 2,2 m erreicht das Unternehmen
mit dem Surface-Miner eine jährliche Produktion
von 1,25 Mio. t Gips. Die Stückgrößen des geschnittenen
Materials sind für viele Verwendungszwecke
schon so optimal, dass die klassische Vorbrechstufe
entfallen kann. Die Chorado-Mine in Grajaú zeigt,
wie eine Steigerung der Effizienz und der Nachhaltigkeit
beim Abbau von Gestein mit einer erhöhten
Sicherheit im Tagebau einhergehen kann.
d
70
März 2026
Gewinnung & Aufbereitung
Schalung | Gerüste | Betonbau
SONDER
SONDER
THEMA
THEMA
IT AM
BAU
Beitrag auf S. 88
März 2026
Digitale Planung mit
System: BIM-Objekte
in der Baulogistik
ZEPPELIN RENTAL
Mithilfe von BIM
können Pläne in
Echtzeit abgestimmt,
überprüft
und angepasst
werden.
deutet das: mehr Transparenz, bessere Kommunikation
und verlässlichere Termine.
BIM-Einsatzplanung am Beispiel eines Bauaufzugs
Ein besonders anschauliches Beispiel für die praktische
Anwendung bietet die BIM-gestützte Einsatzplanung
von Bauaufzügen. Zunächst erhält Zeppelin
Rental dazu vom Kunden ein digitales Modell
im IFC-Format. In Revit wird der Aufzug dann mitsamt
Zubehör – etwa Masten, Etagentüren, Rampen
oder Verankerungen – exakt geplant und im
Kontext des Gebäudes positioniert. Nach Abstimmung
mit dem Kunden wird eine Stückliste direkt
aus dem Modell erzeugt und ans Lager übermittelt.
So kann die Montage punktgenau vorbereitet werden,
und das im Gegensatz zu anderen Vorgehensweisen
ohne Zeitverlust oder fehlende Komponenten
auf der Baustelle. Konflikte können so im Vorfeld
erkannt und die Kommunikation mit anderen
Projektbeteiligten wie Fassadenbauern oder
Gerüstbauern vereinfacht werden. Diese Vorgehensweise
reduziert nicht nur Fehlerquellen, sondern
spart Zeit und Kosten. Projektverantwortliche
profitieren von einem höheren Maß an Planungssicherheit,
effizienteren Abläufen und deutlich
mehr Transparenz im Prozess.
ZEPPELIN RENTAL – Building Information Modeling (BIM) ist
heutzutage auch in der Baustellenlogistik ein zentrales Werkzeug
digitaler Bauplanung. Zeppelin Rental nutzt dieses Potenzial seit
2018 und stellt Baugeräte als digitale BIM-Objekte zur Verfügung.
Für Logistikplaner bedeutet das: detaillierte Geräteinformationen
direkt im Modell – von technischen Daten über Abmessungen bis
hin zu Anschlusspunkten. So wird die Integration in Bauabläufe
deutlich einfacher und planbarer.
HALLE 8
STAND 337
Die BIM-Objekte auf der Plattform enthalten
mehr als nur 3D-Geometrien. Alle relevanten
Informationen wie Maße, Gewicht, Anschlüsse
und Geräteeigenschaften sind vollständig hinterlegt.
Diese Daten ermöglichen es Planern, Baugeräte
und Baustelleneinrichtungselemente frühzeitig
in ihr Produktionsmodell zu integrieren. Die
Bereitstellung der BIM-Objekte schafft zudem Synergien
mit anderen Fachplanern. Beispielsweise
können Schnittstellen mit der Tragwerksplanung,
TGA oder Baustellenlogistik frühzeitig geprüft und
abgestimmt werden. Für die Projektsteuerung be-
Abstimmung über die Cloud-Plattform »ACC«
Damit alle Projektbeteiligten auf dem aktuellen
Stand bleiben, setzt Zeppelin Rental auf die »Autodesk
Construction Cloud« (»ACC«). Hier werden
Modelle hochgeladen, Varianten geteilt und
gemeinsam geprüft – direkt im Browser, ohne zusätzliche
Software. Änderungen oder Anmerkungen
können im Modell markiert, Aufgaben zugewiesen
und der Fortschritt verfolgt werden. Die
Plattform ermöglicht eine durchgängige, digitale
und ortsunabhängige Zusammenarbeit in Echtzeit.
Ein weiterer Vorteil: Kunden können jederzeit
verschiedene Planungsversionen miteinander
vergleichen. So lassen sich Entscheidungen
fundiert treffen und dokumentieren. Änderungsverläufe
sind nachvollziehbar, wodurch Planungs-
und Umsetzungsqualität steigen.
Die Fachgruppe »BIM-basierte Baulogistik«
Neben der eigenen Projektpraxis engagiert sich
Zeppelin Rental in der Fachgruppe »BIM- basierte
72
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
Baulogistik« von buildingSmart Deutschland. Die
Arbeitsgruppe hat verschiedene Ziele, wie z. B.
BIM-Anwendungsfälle (AwF) für die Baulogistik
und baulogistische BIM-Parameter zu definieren.
Gemeinsam mit Partnern werden Anforderungen
an Inhalte, Struktur und Attribute festgelegt. Der
fachliche Austausch mit Planern, Ausführenden
und Softwareanbietern sorgt dafür, dass sich diese
Standards in der Praxis bewähren. Dabei geht
es auch um die Harmonisierung mit bestehenden
BIM-Prozessen und Datenmodellen. Die Integration
in übergeordnete Projektstrukturen ist essenziell,
um medienbruchfreie Informationsflüsse zu
gewährleisten. So kann Baulogistik digital geplant,
gesteuert und dokumentiert werden.
Digital denken, Logistik effizient steuern
Zeppelin Rental zeigt, wie sich digitale Planungsprozesse
in der Baulogistik gewinnbringend umsetzen
lassen. Von der Bereitstellung umfassender
BIM-Objekte über die modellgestützte Einsatzplanung
bis zur interaktiven Abstimmung über Cloudplattformen
– das Zusammenspiel aus Technik, Erfahrung
und Standardisierung führt zu effizienteren
Projekten und zufriedeneren Kunden. Klar ist:
Die modellbasierte Baustellenlogistik ist nicht nur
ein Zukunftsthema – sie ist bereits gelebte Praxis
und entwickelt sich stetig weiter.
j
Cloudbasiert
Damit alle Projektbeteiligten auf
dem aktuellen Stand bleiben, setzt
Zeppelin Rental auf die »Autodesk
Construction Cloud« (ACC).
Modelle in »BIMobject« beinhalten
neben den 3D-Geometrien auch
Informationen wie Maße, Gewicht und
Geräteeigenschaften.
Automatische
Verbuchung
Ganz ohne manuelle
Eingabe
Maschinenbewegungen werden
automatisch verbucht
Maschine hat Geofence verlassen
Maschine hat Geofence betreten
Sonderthema: IT am Bau März 2026 73
Wahlfreiheit und
vernetzte Systeme
für Bauunternehmen
BPS SOFTWARE – Seit über 20 Jahren entwickelt bps software
ERP-Lösungen für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Der Fokus liegt
dabei auf praxisnahen, langfristig nutzbaren Softwarelösungen, die Bauunternehmen
echte Entscheidungsfreiheit und effiziente Prozesse ermöglichen.
HALLE 8
STAND 109
Auf der digitalBAU 2026 ist bps software erneut als
Aussteller vertreten. Das Unternehmen möchte
insbesondere seine ERP- Lösung »bps bau« inklusive
aller zugehörigen Bausteine vorstellen. Im Mittelpunkt
des Messeauftritts stehen die neuen KI-Funktionen
in »bps bau«, die Arbeitsprozesse im Bauunternehmen
gezielt unterstützen. Die KI-Anwendungen
ermöglichen u. a. die Optimierung von Texten,
die schnelle Beantwortung systembezogener Fragen,
die beschleunigte Texterstellung sowie intelligentes
Suchen und Kalkulieren. Ziel ist es, Zeitaufwand
zu reduzieren und Mitarbeitende im Tagesgeschäft
spürbar zu entlasten.
Cloud ohne Zwang
Ein weiteres zentrales Thema des Messeauftritts
ist der Umgang mit Cloud- und Abo-Modellen in
der Baubranche. Während Cloud-Lösungen häufig
als alternativlos dargestellt werden, sieht bps
software die Notwendigkeit differenzierter Entscheidungen.
»Cloud-Lösungen bieten klare Vorteile,
gleichzeitig stellen sich viele Bauunternehmen
berechtigte Fragen zur Datenhoheit, langfristigen
Kosten und zur Abhängigkeit vom Anbieter«,
so Carsten Brockmann, Geschäftsführer bei bps
software. Das Unternehmen bietet daher sowohl
Cloud- als auch On-Premise-Betriebsmodelle an
und verfolgt dabei einen bewusst offenen Ansatz.
Kunden entscheiden selbst, welche Form am besten
zu ihren Anforderungen passt, ohne auf ein bestimmtes
Modell festgelegt zu werden. Der Betrieb
der Cloud-Lösung erfolgt DSGVO-konform auf Servern
in Deutschland in Zusammenarbeit mit der
mitteldeutschen IT GmbH. Auch bei der Wahl des
Geschäftsmodells setzt bps software auf Flexibilität
und ermöglicht sowohl Cloud- als auch klassische
Lizenzmodelle.
Verbindung von ERP und Fieldsoftware
Darüber hinaus zeigt bps software eine durchgängige
Integration von ERP und Fieldsoftware. Als
einer der wenigen Anbieter am Markt, so bps, ermögliche
man eine direkte Verbindung zwischen
»bps bau« und der Fieldsoftware »upmesh«. Dadurch
entstehe ein medienbruchfreier Prozess
vom Büro bis auf die Baustelle – ohne doppelte
Datenerfassung und mit aktuellen Informationen
in Echtzeit.
d
Bei BPS Software stehen
smarte Softwarelösungen im
Mittelpunkt, die anwendernah
entwickelt wurden.
BPS
74
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
»Smart by Day«: Mit
Sicherheit mehr sehen
Mit der »Smart-by-Day«-
Funktion überblicken
Bauverantwortliche ihre
Baustellen auch tagsüber.
LIVEYE – Steigende Projektkomplexität, mehrere parallel laufende Baustellen
und große Entfernungen stellen Bauverantwortliche zunehmend vor organisatorische
Herausforderungen. Ein aktueller, verlässlicher Überblick ist entscheidend
– jedoch oft mit hohem Zeit- und Reiseaufwand verbunden. Mit »Smart by Day«
erweitert LivEye seine Videoüberwachungslösungen um eine virtuelle Baustellenansicht
am Tag und unterstützt damit ein effizientes, digitales Baustellenmanagement.
LIVEYE (2)
Die Kameratürme von LivEye
ermöglichen nachts die Überwachung
sicherheitsrelevanter Bereiche und
liefern tagsüber eine virtuelle Ansicht
der Baustelle von jedem Standort aus.
Während die Kameratürme nachts sicherheitsrelevante
Bereiche überwachen, ermöglichen
sie tagsüber eine virtuelle Ansicht der Baustelle von
jedem Standort aus. Baufortschritte lassen sich nahezu
in Echtzeit und DSGVO-konform erfassen und
dokumentieren. »Smart by Day« erweitert den Einsatz
intelligenter Kameratechnik gezielt über die
Nachtzeiten hinaus und liefert wertvolle visuelle
Daten für das operative Baustellenmanagement sowie
für effizientes Building Information Modelling
(BIM). Erstmals kombiniert LivEye KI-gestützte Sicherheitslösungen
mit einem BIM-Modul. Mit der
»Smart-by-Day«-Funktion überblicken Bauverantwortliche
ihre Baustellen auch tagsüber und erhalten
in regelmäßigen Abständen eine Panoramaansicht
über das Gelände.
Zusammenarbeit auf belastbarer Datenbasis
Ein Algorithmus macht Personen und Fahrzeuge automatisch
DSGVO-konform unkenntlich. Für Marketingzwecke,
Projektmanagement und die rechtssichere
Dokumentation lassen sich Bilder aus individuell
wählbaren Zeiträumen zu Zeitrafferfilmen verarbeiten.
Darüber hinaus fungiert »Smart by Day«
als digitales Kollaborationswerkzeug. Bauleiter, Architekten,
Ingenieure und weitere Projektbeteiligte
greifen standortunabhängig auf identische visuelle
Informationen zu und stimmen sich effizient ab.
Entscheidungen basieren auf aktuellen, objektiven
Daten statt auf subjektiven Einschätzungen. Das reduziert
Abstimmungsaufwand, senkt Fehlerquoten
und erhöht Planungssicherheit.
Die LivEye GmbH bietet seit 2018 mobile
Videoüberwachungssysteme für den Einsatz
in ganz Europa. Sie erfüllt mit ihrem
Full-Service-Konzept Sicherheitsansprüche vom
Gewerbebetrieb bis zum Kraftwerk. Mit moderner
Kameratechnik, gezieltem Einsatz von KI-gestützter
Anomalieerkennung und 24/7 besetzter Leitstelle
überwachen ihre Lösungen temporäre Risikozonen.
Dauerhafte Installation im Abo-Modell ermöglicht das
inhouse produzierte System »nstr.security«. LivEye
beschäftigt rund 140 Mitarbeiter an zehn Standorten
in der D-A-CH-Region sowie in Polen. Mit mehr als
2 000 Systemen im Einsatz zählt das Unternehmen
zu den größten Anbietern mobiler Videoüberwachung
in Europa.
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März 2026 75
Das Bindeglied
zwischen Mensch
und Maschine
ZEPPELIN BAUMASCHINEN
– Schalter, Tasten, Hebel: Früher
bewegten sich ohne sie keine
Bagger, Radlader oder Raupen.
Längst hat sich jedoch die Art
und Weise verändert, wie Fahrer
mit ihren Arbeitsgeräten per
Wischbewegung interagieren,
seitdem Touchscreen-Monitore
das Nonplusultra in der Kabine
geworden sind und sich die
Bedienlogik von Smartphones
bei der Steuerung von Fahrzeugen
durchgesetzt hat.
Datenzugriff
Digitale Displays bieten dem
Maschinisten permanenten
Zugriff auf wichtige Leistungsdaten
– zudem wird
das Cockpit zur Steuerungszentrale
zahlreicher Features.
Durch Touchpads wird die Maschinenbedienung
sicherer und benutzerfreundlicher, indem sich
darüber zentrale Maschinenfunktionen, Arbeitsmodi
und Assistenzsysteme auf einen Blick erfassen
und einstellen lassen. Gleichzeitig ermöglichen
Touchpads eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche,
ausgerichtet auf verschiedene Fahrerprofile.
Touchpads sind keine Erfindung aus diesem
Jahrhundert. Vorreiter für sie war die Automobilindustrie,
auch wenn die Technik eher an eine Requisite
aus einem der ersten »Star-Wars-Filme« erinnerte.
Ein erstes Touchscreen-Display führte General
Motors bereits 1986 bei der Marke Buick Riviera ein.
Erste digitale Displays
Caterpillar begann mit der Einführung in Baumaschinen
im Vergleich relativ spät. Vor 2010 dominierten
noch klassische Bedienelemente wie Knöpfe,
Hebel sowie einfache LCD-Anzeigen. Bis 2016
folgten erste digitale Displays, allerdings ohne
Touchfunktion. Mit der Einführung der neuen Generation
von Baumaschinen erhielten Bagger wie
der Cat »320« und Cat »323« ein neues Interface
zwischen Fahrer und Maschine für den Zugriff auf
Funktionen wie Assistenzsysteme. Damit ersetzte
erstmals ein Touchdisplay nahezu alle physischen
Schalter. Über den Bildschirm steuert der Fahrer
nicht nur die Maschinenparameter, sondern auch
die integrierten Assistenzsysteme wie »Grade Control«
oder »Payload«. Caterpillar führte damit kapazitive
Touchscreens ein. Für sie reicht eine Berührung
der Oberfläche aus. Grundsätzlich gilt: Touchscreens
in Baumaschinen müssen baustellentauglich
sein – selbst bei Staub oder Vibration muss das
System präzise reagieren. Daher kommt es auf Displays
an, die stoß- sowie kratzfest sind.
Nützliche Unterstützung
Die Menüstruktur orientiert sich stark an der Smartphone-Logik
mit eindeutigen Icons. Mit einfachen
Wischbewegungen und Tippgesten führt sie den
Fahrer durch das Menü. Er erhält die Informationen
über wesentliche Funktionen in Echtzeit, die zum
Steuern einer Baumaschine im jeweiligen Arbeitsmodus
relevant sind. Zugleich kann er einen Überblick
über Messwerte erhalten wie Hydrauliköltemperatur,
Motorkühlmitteltemperatur oder Getriebeöltemperatur.
Moderne Touchpads sind häufig
Das Touchpad wurde darauf ausgerichtet, Arbeitswerkzeuge
für den Fahrer einfach zu erkennen und auszuwählen.
multifunktional – sie kombinieren Maschinensteuerung
und Kameraansichten in einem System.
Wichtige Features
Um die Gefahr von Ablenkung auf ein Minimum
zu reduzieren, lassen sich häufig benötigte Funktionen
als Favoriten oder per Schnellzugriff anlegen.
Touchpads sind nicht nur ein Anzeigeinstrument
und mehr als ein Bedienelement: Sie sind die
Schnittstelle zwischen Mensch, Maschine sowie
Datenwelt und damit eine Steuerzentrale für alle digitalen
Systeme. Über sie laufen Informationen aus
Telematik-Systemen, GPS-Steuerungen oder Flottenmanagement-Software
zusammen und tragen
dazu bei, dass Fahrerkabinen als Cockpit-Steuerzentralen
fungieren. So können Maschinenführer
nicht nur den Status sowie Leistungsdaten abrufen,
sondern aktiv in den digitalen Workflow eingreifen
und den Baufortschritt dokumentieren – alles
direkt von der Kabine. Die Kombination aus intuitiver
Bedienung, robuster Hardware und digitaler
Vernetzung macht die neuen Cat-Maschinen zu effizienten,
intelligenten Arbeitswerkzeugen.
CATERPILLAR
d
76
März 2026 Sonderthema: IT am Bau
Digitale Geräteabrechnung
bei Arge-Projekten
RMSTEGOS – Arge-Baustellen
sind fester Bestandteil
insbesondere bei großen und
komplexen Bauprojekten.
Mehrere Bauunternehmen
bündeln ihre Kompetenzen,
arbeiten gemeinsam an
einem Projekt und nutzen
dabei eigene, gemietete oder
von Partnern bereitgestellte
Baugeräte. In diesem Umfeld
stellt jedoch gerade die Geräteabrechnung
eine besondere
Herausforderung dar.
Manuelle Prozesse, uneinheitliche
Nachweise und fehlende
Transparenz führen häufig
zu erhöhtem Abstimmungsaufwand
und Konflikten zwischen
den Arge-Partnern. Umso höher
ist der Stellenwert einer strukturierten,
digitalen Geräteabrechnung
als Grundlage für eine
funktionierende
Arge-Abrechnung.
Mit »ConnectBau« stellt
die RMStegos GmbH Bauunternehmen
eine cloudbasierte Softwarelösung
zur Verfügung, die
speziell auf die Anforderungen
von Arge-Baustellen ausgelegt
RMSTEGOS
Alle relevanten Informationen stehen den jeweiligen
Arge-Mitarbeitern in einer einheitlichen Datenbasis zur Verfügung.
ist. Damit wird nach Unternehmensangaben
eine zentrale Erfassung
aller Baugeräte, eine klare
Trennung von interner und externer
Geräteabrechnung sowie
eine projekt- und partnerbezogene
Zuordnung der Geräteeinsätze
ermöglicht. Alle relevanten
Informationen stehen den Mitarbeitern
in einer einheitlichen
Datenbasis zur Verfügung. Geräteeinsätze,
Laufzeiten und Kosten
lassen sich laut RMStegos transparent
dokumentieren, auswerten
und jederzeit nachvollziehen.
Das reduziert nicht nur den administrativen
Aufwand und die
Fehleranfälligkeit, sondern minimiert
auch das Konfliktpotenzial
innerhalb der Arge.
s
Kartenbasierte Zusammenarbeit
im Tief- und Infrastrukturbau
INFRAKIT – Innerstädtische
Infrastrukturprojekte sind
organisatorisch anspruchsvoll:
Viele Beteiligte arbeiten
parallel, Planstände ändern
sich häufig und Informationen
liegen oft in getrennten Systemen
vor. Aus diesem Grund
nutzt das in Stuttgart beheimatete
Familienunternehmen
Wolff & Müller »Infrakit« in der
Bauausführung als zentrale
Lösung. Als kartenbasierte
Cloud-Plattform für digitales
Baumanagement im Tief- und
Infrastrukturbau verbindet die
Anwendung Teams, Maschinen
und Projektdaten in Echtzeit
– herstellerübergreifend und
systemunabhängig. Alle
Beteiligten greifen damit
auf denselben aktuellen
Datenstand zu, wie etwa bei
einem Bauprojekt in Dresden.
Die Wehlener Straße im Dresdner
Stadtteil Tolkewitz wurde
von 2024 bis 2025 auf rund 1,9 km
grundhaft erneuert, um die Schäden
durch das Hochwasser von
2013 zu beheben. Neben neuen
Fahrbahnen entstanden Gleisanlagen,
barrierefreie Haltestellen
sowie sichere Rad- und Gehwege.
Gleichzeitig wurden Abwasser-,
Trinkwasser-, Gas-, Strom-
und Kommunikationsleitungen
erneuert. Das 40-Mio.-Euro-Projekt
realisierte die Arge Wehlener
Straße Los 1 mit den Firmen Wolff
& Müller Tief- und Straßenbau
GmbH & Co. KG (Niederlassung
Dresden), Eurovia Verkehrsbau
GmbH (Niederlassung Dresden)
und Strabag AG Direktion Sachsen/Thüringen
(Bereich Ostsachsen,
Gruppe Dresden). Zur Gewährleistung
reibungsloser Abläufe
wurden dazu in »Infrakit«
Planungsmodelle, Vermessungsdaten,
Baustellendokumentationen
sowie Daten aus der 3D-Baggersteuerung
zusammengeführt.
WOLFF & MÜLLER/INFRAKIT
Bei der Infrastrukturmaßnahme im Stadtgebiet Dresden galt es,
den komplexen Rohrleitungs- und Gleisbau zu berücksichtigen.
Dadurch ließen sich u. a. Planversionen
und Abstimmungsaufwände
reduzieren, da Änderungen
für alle nachvollziehbar
bereitstanden. Ergänzend dazu
lieferten Drohnen aktuelle Orthofotos
zur Baufortschrittskontrolle.
Poliere und Bauleitung
dokumentierten die Leistungen
per App mit Fotos und Georeferenz.
Auffälligkeiten wurden damit
sofort sichtbar und Abstimmungen
konnten ohne Zeitver-
lust erfolgen. Darüber hinaus
haben auch Bauherren und Versorger
profitiert: Fortschrittsberichte
und Nachweise ließen sich
strukturiert erstellen, Zuständigkeiten
wurden transparent und
Risiken früh erkannt. Die Dokumentation
unterstützte die Abrechnung
und Nachweisführung.
Das Projekt zeigt, dass eine digitale
Datenbasis notwendige Abstimmungen
vereinfacht und die
Transparenz erhöht.
s
Sonderthema: IT am Bau März 2026
77
Mehr als 350 Innenladerpaletten
wurden mit den Trackern von
Sensolus ausgestattet.
(NB-IoT) basiert und über eine Batterielaufzeit von
bis zu zehn Jahren verfügt. Die Ortung erfolgt verschlüsselt
und zuverlässig – auch in abgelegenen
Gebieten. Die Geräte sind robust konstruiert und
für den harten Baustellenalltag ausgelegt. Den Auftakt
bildete der Einsatz auf hochwertigen Innenladerpaletten,
die häufig auf wechselnden Baustellen
benötigt werden. Wo zuvor manuelle Erfassungen,
lange Telefonate und unvollständige Dokumentationen
den Alltag bestimmten, sorgt heute digitale
Transparenz für Effizienz und Sicherheit. Mehr
als 350 Paletten wurden mit Trackern ausgestattet.
Das Resultat: optimierte Auslastung, minimierter
Suchaufwand und verbesserter Diebstahlschutz.
Digitale
Transparenz auf
der Baustelle
SENSOLUS – Das Bau- und Technologieunternehmen Max Bögl
setzt auf Digitalisierung: Seit 2023 kommt bei dem international
tätigen Familienunternehmen eine smarte IoT-Tracking-Lösung
von Sensolus und Alps Alpine zum Einsatz. Ziel ist es, logistische
Prozesse transparenter und effizienter zu gestalten – durch
lückenloses Tracking von Assets wie Innenladerpaletten, Transportgestellen,
Maschinen und Containern.
Skalierung in neue Bereiche
Nach dem erfolgreichen Start wurde die Lösung auf
weitere Bereiche ausgeweitet. Im Segment Windenergie
erfassen heute über 800 Tracker die Bewegungen
von speziellen Transportgestellen. Dank integrierter
Neigungssensorik erkennen die Tracker
automatisch, ob ein Gestell beladen oder leer ist –
eine wichtige Information für die Rückführung und
Lagerlogistik.
Auch im Bereich Energietrassen kommen auf
den kilometerlangen Baustellen für Stromleitungen
aus erneuerbaren Quellen rund 100 Tracker
zum Einsatz. Hier helfen sie, Maschinen, Container
und Anbauteile schnell zu lokalisieren und den Koordinationsaufwand
erheblich zu senken. Zusätzliche
Tracker werden projektbezogen an wechselnden
Assets wie Fertigteilen, Mietgeräten oder Baumaschinen
angebracht. Nach Projektende lassen
sie sich wiederverwenden.
Integration mit System
Die Lösung ist auf die Digitalstrategie von Max
Bögl abgestimmt: Die Daten werden entweder direkt
über die Cloud-Lösung genutzt oder nahtlos
per API in interne Systeme wie das Geoinformationssystem
(GIS) eingebunden. Individuelle Geozonen,
automatisierte Workflows und konfigurierbare
Dashboards ermöglichen fundierte Entscheidungen
in Echtzeit.
j
1 250
Tracker
Aktuell sind über 1 250 Tracker
im täglichen Einsatz.
Die Bauwirtschaft steht zunehmend unter Druck:
Komplexe Lieferketten, knappe Material- und
Personal-Ressourcen sowie steigende Anforderungen
an Effizienz und Nachhaltigkeit erfordern neue
digitale Lösungen. Der Einsatz neuer Technologien,
um Transparenz zu schaffen, Prozesse zu automatisieren
und die Steuerbarkeit auf der Baustelle zu
verbessern, wird unumgänglich – selbst bei nicht
stromversorgten Objekten im rauen Umfeld. Das
Beispiel Max Bögl zeigt, wie dieser digitale Wandel
in der Praxis gelingt.
SENSOLUS (2)
Innenladerpaletten lückenlos im Blick
Kern der Lösung ist ein energiesparender GPS-Tracker
für nicht stromversorgte Ladungsträger, der
auf dem Mobilfunkstandard »NarrowBand IoT«
Kern der Lösung ist ein energiesparender GPS-Tracker für nicht
stromversorgte Ladungsträger, der auf dem Mobilfunkstandard
»NarrowBand IoT« (NB-IoT) basiert.
78
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
Wo steht der Kran am besten? Wo lagert
das Material optimal? Welche Baustellenzufahrt
verspricht die kürzesten
Wege? Logistikplanung ist das A und O
einer funktionierenden Baustelle.
BLUEBEAM
Baustellenlogistik
effizient planen
BLUEBEAM – Effiziente
Baustellenlogistik sorgt
durch gezielte Steuerung von
Materialflüssen, Transportwegen,
Lagerflächen sowie
Personal- und Maschineneinsatz
für einen reibungslosen
Bauablauf – und ist damit ein
zentraler Erfolgsfaktor. Wer
sie frühzeitig plant, minimiert
Verzögerungen, senkt Kosten
und erhöht die Sicherheit.
Digitale Technologien bieten
dabei wertvolle Unterstützung.
HALLE 8
STAND 402
Als Produktionsflusskonzept
umfasst Baustellenlogistik
neben physischen Abläufen
auch den Informationsfluss zu
Zeitpunkt, Menge und Qualität
der Materialien. Eine ganzheitliche
Logistikplanung birgt daher
großes Potenzial: effizientere Abläufe,
mehr Sicherheit und spürbare
Kosteneinsparungen. Klare,
verständliche Pläne zu Gerätepositionen,
Verkehrswegen und Lagerorten
fördern geordnete Bewegungen
und minimieren Sicherheitsrisiken.
Doch trotz dieser
Vorteile beschränkt sich die
Baustellenplanung in vielen Fällen
auf behördlich geforderte
Mindestangaben wie Ein- und
Ausgänge oder Transportwege.
Weitere Aspekte werden meist
unstrukturiert, handschriftlich
und ohne maßstabsgetreue Darstellung
festgehalten. Das kann
erhebliche Folgen haben, wie
Patrick Scheer, Senior Technical
Account Manager bei Bluebeam,
aus eigener Beobachtung berichtet:
»Auf einer nahe gelegenen
Baustelle musste das WC täglich
per Kran versetzt werden, weil
es im Weg stand – mangels vorhergehender
maßstabsgetreuer
Planung. Das kostete jeden Tag
rund zehn Minuten – über Monate
hinweg wahrscheinlich ein
teurer Mehraufwand.«
Branchenspezifische Software
Mit digitaler Baustellenplanung
lassen sich derartige Probleme
von vornherein vermeiden. Moderne
Technologien
ermöglichen
eine effiziente Steuerung
und Überwachung der Logistik
– nicht nur zu Beginn, sondern
über den gesamten Bauverlauf
hinweg – vorausgesetzt, die Planung
erfolgt mit branchenspezifischer
Bausoftware. Gegenüber
Standardsoftware bietet diese eine
Reihe von Vorteilen, z. B. die
Kollaboration mit Subunternehmern
und Partnern sowie nutzerdefinierte
Werkzeuge, Mengen-
und Kostenermittlung. Digitale,
maßstabsgetreue Baustellenpläne
erleichtern die Planung von
Ausrüstung, Fahrzeugen, Personen
und Materialflüssen. Ergänzt
durch Drohnenbilder, Baupläne
und weitere Datenquellen
schaffen sie Transparenz, erhöhen
die Sicherheit und verhindern
Missverständnisse auf der
Baustelle. Dank moderner Kollaborationstools
lassen sich Pläne
zentral aktualisieren, kommentieren
und in Echtzeit teilen. So
entsteht eine stets aktuelle, einheitliche
Informationsquelle,
die Versionskonflikte vermeidet,
Fehler reduziert und bei der Erstellung
sowie bei Änderungen
Zeit spart.
Benutzerdefinierte Sets aus
visuellen Markern sorgen zudem
für eine einheitliche, leicht
verständliche Darstellung – auch
projektübergreifend. Standardisierte
Symbole für z. B. Zäune,
Wege oder Fahrzeuge ermöglichen
eine schnelle, präzise Planung
– und lassen sich einfach
speichern, teilen sowie wiederverwenden.
Sind die Daten in
Planmarker eingebettet, liefert
ein Klick auf ein Lkw-Symbol
z. B. auch noch Infos zu Fahrzeug,
Transportgut und Zielort.
Mit Bluebeam-Logistikplanung
Eine Option ist beispielsweise
»Bluebeam Revu«: Die vielen
als Aufmaßtool für Mengen-
und Massenermittlung bekannte
Software wird – richtig eingesetzt
– auf Knopfdruck zum
spezialisierten Tool für die Planung
der Baustellenlogistik. Als
Grundlage genügt in der Regel
ein Lageplan, ergänzt durch Straßen,
Nebengebäude oder Luftbilder.
Mit wenigen Klicks lassen
sich Planteile entfernen und das
Ergebnis mithilfe eines auf den
Fotos ablesbaren Zollstocks kalibrieren
– unabhängig vom ursprünglichen
Planmaß. Die in
der Software-Bibliothek bereitgestellten
Symbole können auf
dieser Basis maßstabsgetreu angepasst
werden.
j
Sonderthema: IT am Bau März 2026 79
ONESTOP PRO
»OneStop Pro«-
Software erhält
neues Feature
Sobald eine Maschine den definierten
Bereich (Geofence) verlässt und später
den Geofence der Baustelle erreicht,
erkennt das System diese Bewegung
automatisch.
ONESTOP PRO – Die Maschinen- und Geräteverwaltung der »OneStop Pro«-Software
wird um das neue Feature »Automatische Verbuchung« erweitert. Damit
werden Maschinen- und Gerätebewegungen künftig vollautomatisch, in Echtzeit
und ohne manuelle Benutzereingaben in der Software verbucht – ganz ohne Klicks.
ment. Die »Automatische Verbuchung« setzt genau
hier an: Transfers erfolgen zuverlässig im Hintergrund,
unabhängig davon, ob Mitarbeiter daran
denken oder nicht – vollautomatisch.
Alles im Blick
Es ist einfach einsehbar, an
welchem Standort sich eine
Maschine befindet, wie lange sie
auf einer bestimmten Baustelle
im Einsatz war und wie viele
Betriebsstunden projektbezogen
geleistet wurden.
Konkret sieht das so aus: Ein Bagger wird morgens
vom Bauhof auf eine Baustelle transportiert.
Sobald er den definierten Bereich (Geofence)
des Bauhofs verlässt und später den Geofence der
Baustelle erreicht, erkennt das System diese Bewegung
automatisch. Nach einer frei einstellbaren
Zeit wird der Bagger selbstständig vom Bauhof auf
die entsprechende Baustelle umgebucht – ohne
dass ein Mitarbeiter aktiv eingreifen muss. Am Ende
des Tages ist exakt ersichtlich, wo sich der Bagger
befindet und wie lange er dort im Einsatz war.
Automatische Verbuchung ohne Eingaben
Gerade in der Praxis scheitern Maschinen- und Geräteverbuchungen
häufig daran, dass sie vergessen
oder nicht korrekt erfasst werden. »Manuelle Schritte
bringen immer eine gewisse Fehlerquote mit sich.
Geräte werden falsch verbucht oder gar nicht erfasst
– das kostet unseren Kunden Zeit und sorgt für
Frust«, erklärt Max Auer, Leiter Business Develop-
Einfache Einrichtung, hoher Nutzen
Die Einrichtung des Features ist bewusst einfach gehalten.
Voraussetzung sind die »OneStop Pro«-Telematik-
und Ortungslösungen sowie sogenannte Geofences
(digitale Zäune), die auf Baustellen und Lagerplätzen
angelegt werden. Geofences gehören
bereits seit Langem zum Leistungsportfolio von
»OneStop Pro« – etwa zur Standortüberwachung
und Diebstahlaufklärung. Mit wenigen zusätzlichen
Einstellungen können Kunden nun auch die komplette
Maschinen- und Geräteverbuchung vollumfänglich
automatisieren. Durch die »Automatische
Verbuchung« profitieren Nutzer von messbaren
Ergebnissen: Es ist einfach einsehbar, welche Maschine
sich wo befindet, wie lange sie auf einer bestimmten
Baustelle im Einsatz war und wie viele
Betriebsstunden projektbezogen geleistet wurden.
Diese Daten stehen jederzeit aktuell zur Verfügung
und bilden eine verlässliche Grundlage für Abrechnung,
Controlling und Projektmanagement.
j
80
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
PLANRADAR
KI-gestützte Funktionen
unterstützen Projektteams dabei,
Abweichungen, Mängel oder offene
Punkte frühzeitig zu sehen, bevor
sie zu Verzögerungen oder kostenintensiven
Nacharbeiten führen.
tiert, sondern transparent nachvollziehbar und vergleichbar
gemacht – über einzelne Projekte hinaus.
»Der größte Nutzen von KI entsteht dort, wo Daten
sauber strukturiert, konsistent erfasst und zentral
verfügbar sind«, sagt Sander van de Rijdt, Co-CEO
und Co-Founder von »PlanRadar«. »Digitale Plattformen
schaffen die Voraussetzung, Qualität datenbasiert
zu sichern und projektbezogene Entscheidungen
objektiv zu unterstützen.« Plattformen wie
»PlanRadar« ermöglichen es nach Unternehmensangaben,
KI-gestützte Auswertungen in bestehende
Arbeitsweisen schnell und nachhaltig zu integrieren
– etwa durch standardisierte Prüfprozesse, automatisierte
Berichte oder die Analyse von Qualitäts- und
Prozessdaten über mehrere Projekte hinweg. KI ergänzt
dabei die tägliche Arbeit, ersetzt sie aber nicht:
Entscheidungen bleiben nachvollziehbar und in der
Verantwortung der Projektteams.
KI beschleunigt
Strukturwandel
in der Baubranche
PLANRADAR – Künstliche
Intelligenz entwickelt sich
rasant von einer unterstützenden
Technologie zu einem
festen Bestandteil moderner
Bau- und Immobilienprojekte.
In der Branche beschleunigt
sie den Übergang von isolierten
digitalen Einzellösungen hin zu
integrierten Plattformen, die
Daten strukturiert erfassen,
Prozesse standardisieren
und Arbeitsabläufe effizient
verbinden. Digitale Plattformen
werden damit zu einem
zentralen Faktor für Effizienzsteigerung,
Qualitätssicherung
und Wettbewerbsfähigkeit.
HALLE 8
STAND 318
Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt: Digitale
Systeme unterstützen nicht mehr nur einzelne
Aufgaben, sondern setzen neue Standards in
der täglichen Projektarbeit. Sie schaffen die Grundlage
für belastbare, datenbasierte Entscheidungen
und helfen Unternehmen, steigende Kosten, knappe
personelle Ressourcen und wachsende regulatorische
Anforderungen besser zu steuern. Der Fokus
verlagert sich dabei weg von punktuellen Digitalisierungsmaßnahmen
hin zu ganzheitlichen, vernetzten
Ansätzen über alle Projektphasen hinweg.
Vom Einzelprozess zur vernetzten Plattform
KI ist längst kein Pilotprojekt mehr, sondern entwickelt
sich zum integralen Bestandteil digitaler Plattformen
im Bauwesen. Ihr größter Mehrwert entsteht
dort, wo Informationen strukturiert, vollständig
und projekt übergreifend verfügbar sind. Auf
dieser Basis lassen sich Arbeitsprozesse automatisieren,
Daten konsistent auswerten und Informationen
gezielt zusammenführen. Besonders deutlich
zeigt sich dies in der digitalen Qualitätssicherung
und -kontrolle. KI-gestützte Funktionen unterstützen
Projektteams dabei, Fotodokumentation, Prüfprotokolle
und Checklisten systematisch auszuwerten.
Abweichungen, Mängel oder offene Punkte werden
frühzeitig sichtbar, bevor sie zu Verzögerungen
oder kostenintensiven Nacharbeiten führen. Ausgeführte
Arbeiten werden damit nicht nur dokumen-
Kosten und Regulierung erhöhen den Druck
Der anhaltende Fachkräftemangel in Deutschland
und anderen europäischen Märkten verstärkt den
Bedarf an effizienten, IT-gestützten Prozessen. Digitale
Plattformen reduzieren manuellen Dokumentationsaufwand,
vereinfachen Abstimmungen und
entlasten Projektteams im Tagesgeschäft. So lässt
sich die Produktivität vorhandener Ressourcen steigern,
ohne zusätzliche personelle Kapazitäten aufbauen
zu müssen. Gleichzeitig machen steigende
Baukosten Effizienz und Transparenz zu zentralen
Wettbewerbsfaktoren. KI-gestützte Auswertungen
schaffen Übersicht über Prozesse, Qualitätskennzahlen
und Projektstatus und helfen, Risiken frühzeitig
zu erkennen. Hinzu kommen wachsende Anforderungen
an Nachhaltigkeit, ESG-Reporting und
Compliance, die ohne strukturierte, prüfbare Projektdaten
kaum noch zu erfüllen sind.
Wohnraummangel erhöht den Handlungsdruck
Parallel dazu verschärft sich der Wohnraummangel
in Deutschland weiter. Der Bedarf an bezahlbarem
Wohnraum übersteigt die Fertigstellungszahlen
seit Jahren deutlich, während Genehmigungsprozesse,
Bauzeiten und Projektkosten steigen.
Um diese Lücke zu schließen, müssen Bauprojekte
schneller, planbarer und mit gleichbleibend hoher
Qualität umgesetzt werden. Digitale Plattformen
helfen, Prozesse zu standardisieren, Fehler zu
reduzieren und begrenzte Kapazitäten effizient einzusetzen,
und machen somit Bauprojekte planbarer
und skalierbarer. Sie ermöglichen eine schnellere
Umsetzung bei gleichbleibend hoher Qualität
– eine zentrale Voraussetzung, um Wohnraummangel
unter Bedingungen begrenzter Kapazitäten und
steigender Kosten zu bewältigen. Von KI profitieren
vor allem Unternehmen, die frühzeitig auf integrierte
Plattformen und strukturierte Daten setzen.
Projektteams werden entlastet, Managementebenen
erhalten belastbare Grundlagen, und Firmen
sichern Qualität, kontrollieren Kosten und
erfüllen regulatorische Anforderungen.
s
Sonderthema: IT am Bau März 2026 81
Mit dem kostenlosen
System »One-Key« ist
die einfache Zuweisung
und Überprüfung von
Gerätestandorten
möglich.
»One-Key« als
Schlüssel zur
digitalen Baustelle
MILWAUKEE (2)
MILWAUKEE – Mit »One-Key« bietet Milwaukee eine kostenfreie, cloudbasierte
Softwarelösung mit umfangreichen Funktionen für professionelles Werkzeugmanagement
– speziell zugeschnitten auf die Anforderungen von Handwerk und Bauindustrie.
Im Zentrum stehen Bluetooth-fähige Geräte mit integriertem Funkmodul, die sich
nahtlos in die App einbinden lassen.
Unabhängiges Tool
Die Software »One-Key« ermöglicht
ein herstellerunabhängiges, digitales
Bestandsmanagement.
Intelligente
Werkzeugtechnologien
wie »One-Key«
schaffen Transparenz
und ermöglichen
eine umfassende
Kontrolle über den
Gerätebestand.
Die Software »One-Key« ermöglicht ein herstellerunabhängiges,
digitales Bestandsmanagement.
Anwender erhalten jederzeit Einblick
in Standort, Einsatzstatus und Wartungshistorie
ihrer Werkzeuge – zentral erfasst,
automatisch synchronisiert und plattformübergreifend
verfügbar. Darüber hinaus erlaubt
die App die präzise Konfiguration kompatibler
Milwaukee-Geräte: Funktionen wie Anlaufverhalten,
Drehzahl oder Drehmoment lassen
sich anpassen und speichern, was eine anwendungsspezifische
Feinjustierung direkt auf der
Baustelle ermöglicht.
Standortverfolgung und Schutz vor Verlust
Darüber hinaus bietet »One-Key« zahlreiche
Funktionen für die Ortung von Werkzeug und
den Schutz vor Verlust. So kann z.B. der letzte bekannte
Standort eines Geräts auch dann ermittelt
werden, wenn es ausgeschaltet ist. Diese Funktion
unterstützt nicht nur beim Wiederauffinden verlegter
Werkzeuge, sondern bietet durch automatische
Warnmeldungen und eine optionale Sperrfunktion
auch einen wirksamen Schutz vor Diebstahl.
Verlorene Geräte lassen sich in der App als
»vermisst« markieren und mit einem Hinweis an
die »One-Key«-Community weitergeben.
Digitale Transparenz auf der Baustelle
Grundsätzlich könne »One-Key« nicht nur die Verwaltung
einzelner Werkzeuge erleichtern, sondern
auch digitale Transparenz über ganze Projektverläufe
hinweg schaffen. Zudem lassen sich
Zeitpunkte für Wartungsintervalle einstellen und
detaillierte Informationen zur Servicehistorie auslesen,
um Kosten zu analysieren und Prozesse zu
optimieren. Damit trägt die Plattform zu einem effizienteren,
sichereren und planbareren Einsatz
von Betriebsmitteln bei – überall dort, wo vernetzte
Prozesse heute zum Standard gehören.
j
82
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
Vorsprung durch
Vernetzung.
Ganzheitliche Lösungen und Services für maximale
Effizienz auf der Baustelle
Echte Prozessoptimierung bedeutet mehr als reine Maschinensteuerung. Entscheidend ist
das perfekte Zusammenspiel aus der passenden Technologie und einem Partner, der Ihre
individuellen Projektanforderungen versteht. Mit SITECH ® erwerben Sie nicht einfach nur
Hardware – Sie gewinnen einen verlässlichen Partner, der den Erfolg auf Ihrer gesamten
Baustelle aktiv vorantreibt.
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Sonderthema: IT am Bau März 2026 83
Kernstück ist der Einsatz
einer spezialisierten
Bau-KI: Das System
führt Unternehmen
durch die Erstellung präziser
Anforderungsprofile.
BAUPIONIERE
Personal-Logistik
statt Zufallsprinzip
BAUPIONIERE – Während
digitale Vermessung und Telematik
auf den Baustellen längst
Standard sind, gleicht die
Personalgewinnung in vielen
Betrieben noch einem Glücksspiel.
Doch der Markt hat sich
gewandelt: Hohe Fluktuation
und der Generationenwechsel
treffen auf eine rein digitale
Bewerber-Realität. Mundpropaganda
und Bauzaun-Banner
reichen hier nicht mehr aus. Die
Zukunft gehört einer vernetzten
Recruiting-Infrastruktur, die
beides sichert: sofortige Reaktionsfähigkeit
bei Vakanzen und
den langfristigen Aufbau eines
eigenen Bewerberpools für
strategische Planbarkeit.
Die Zeiten, in denen eine Zeitungsannonce oder
Mundpropaganda ausreichten, um Kolonnen
zu füllen, sind vorbei. Der Markt ist dynamischer
und internationaler geworden. Über 90 Prozent der
gewerblichen Fachkräfte nutzen das Smartphone
für die Jobsuche. Veraltete Webseiten, nicht mobiloptimierte
Formulare und der Zwang zum Lebenslauf-Upload
bauen Hürden auf, wo Brücken
sein sollten. Die Folge: Qualifizierte Kandidaten
brechen den Prozess ab, bevor der Kontakt überhaupt
entsteht. Die Lösung liegt in einer ganzheitlichen
Recruiting-Logistik, die Hürden abbaut und
Prozesse automatisiert.
Eine neue Infrastruktur
Bauunternehmen stehen vor der Herausforderung,
nicht nur akut Löcher zu stopfen, sondern eine verlässliche
Personal-Infrastruktur aufzubauen. Bau-
Pioniere begegnet diesem Strukturproblem mit einem
Systemwechsel. Kernstück ist der Einsatz einer
spezialisierten Bau-KI, die dem Umstand Rechnung
trägt, dass starre Berufsbilder auf der Baustelle oft
verschwimmen. Das System erkennt sogenannte
»Mischrollen« und führt Unternehmen durch die
Erstellung präziser Anforderungsprofile. Es kennt
die spezifischen Qualifikationen, Zertifikate und
Gehaltsgefüge der Branche. Wer hier – etwa auf
generischen Portalen ohne Baustellen-DNA – unscharf
sucht, erhält unpassende Bewerbungen und
verliert wertvolle Zeit beim Sichten. Die KI matcht
hingegen Anforderungen intelligent mit den tatsächlichen
Kompetenzen der Bewerber. Doch selbst
die beste Stelle bleibt unbesetzt, wenn sie den Bewerber
nicht erreicht. Die Realität ist: Fachkräfte
sind mobil unterwegs. Die technologische Antwort
darauf ist die radikale Vereinfachung. BauPioniere
ersetzt das klassische Anschreiben durch interaktive,
bauspezifische Fragebögen. Ein Maschinist bestätigt
seine Fähigkeiten und Scheine per Klick am
Smartphone – ohne Medienbruch. Dies senkt die
Hürde für Bewerber massiv und liefert dem Unternehmen
gleichzeitig standardisierte, vergleichbare
Kompetenzprofile statt unstrukturierter E-Mails
oder Lebensläufe. Entscheidend ist die Geschwindigkeit:
Kandidaten erwarten heute eine Reaktion in
Echtzeit. Wer lang wartet, riskiert laut BauPioniere
»Ghosting« noch vor dem ersten Gespräch.
Planbarkeit und Entlastung
Das Ziel dieser Infrastruktur ist »Bewerber-on-Demand«.
Unternehmen bauen sich einen eigenen, regionalen
Talentpool auf, aus dem sie bei Auftragsspitzen
flexibel schöpfen können. Ein zentrales
Dashboard automatisiert dabei zeitfressende Routineaufgaben:
Von der Vorqualifizierung bis zur Kommunikation
übernimmt die Software die Administration.
Das Ergebnis ist maximale Flexibilität bei
gleichzeitiger Entlastung der Verwaltung.
j
84
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
Durch frühzeitige
Planung und Begleitung
von Wartungszyklen
lassen sich unerwartete
Maschinenstillstände
sowie damit verbundene
Kosten vermeiden.
Mehr als bloßes
Inventartracking
ULRICH HOPPE – Moderne Maschinen- und Werkzeugverwaltung
ist mehr als bloßes Inventartracking. Sie ist ein integraler Bestandteil
eines rechtskonformen, effizienten Wartungsprozesses. Der
»Wartungsplaner« der Hoppe Unternehmensberatung verbindet die
Verwaltung von Prüf- und Wartungszyklen mit einer Werkzeug- und
Geräteverwaltung. Damit können Baumaschinen, Werkzeuge und
prüfpflichtige Betriebsmittel lückenlos erfasst, terminiert und
dokumentiert werden.
Stammdaten
Zu den Stammdaten gehören
Funktion, Standort, Gruppenzugehörigkeit,
Typisierung sowie die
Zuordnung zu Verantwortlichen.
In modernen Baubetrieben
nimmt die strukturierte Verwaltung
und Wartung von Maschinen
und Anlagen eine zentrale
Rolle ein – sowohl zur Sicherstellung
der Verfügbarkeit
als auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit,
gesetzliche Prüfpflichten
und Lebenszykluskosten.
Der »Wartungsplaner« der
Hoppe Unternehmensberatung
adressiert genau diese Anforderungen
durch eine integrierte,
digitale Lösung zur Maschinenverwaltung
und Maschinenwartung.
Anlage beliebiger Prüfobjekte
Die Software »Wartungsplaner«
ermöglicht die Anlage be-
ULRICH HOPPE
liebiger Prüfobjekte (Maschinen,
Werkzeuge, Messmittel)
inklusive wichtiger Metadaten
wie Prüffristen, Zuständigkeiten,
Handbücher und Bilder.
Wiederkehrende Prüfintervalle
werden automatisch überwacht
und verantwortliche Mitarbeitende
per Kalender / E-Mail erinnert.
Die erzeugten Prüfprotokolle
sind revisionssicher archivierbar.
Die Nachweisführung
gegenüber dem Audit und den
Aufsichtsbehörden wird hierdurch
entscheidend vereinfacht.
Die »Lebensakte«
Unter Maschinenverwaltung versteht
man die systematische Erfassung
und Steuerung aller relevanten
Maschinen und Anlagen.
Zu den Stammdaten gehören
Funktion, Standort, Gruppenzugehörigkeit,
Typisierung sowie
die Zuordnung zu Verantwortlichen.
Der »Wartungsplaner« bildet
diese Struktur und Stammdaten
ab, indem jedes Betriebsmittel
einem Objekt zugewiesen
wird und Details wie Ort, Gruppe,
Typ hinterlegt werden. Dadurch
entsteht eine vollständige »Lebensakte«
des Betriebsmittels:
von Inbetriebnahme über Wartung
und Reparatur bis zur Stilllegung.
Die strukturierte Verwaltung
ermöglicht eine klare
Zuordnung von Verantwortlichkeiten
sowie eine transparente
Historie aller Maßnahmen und
bietet eine konsistente Datenbasis
für Reporting und Kennzahlen.
Wartung als Prozess
Die Wartung von Maschinen ist
keine einmalige Tätigkeit, sondern
ein fortlaufender Prozess
mit festgelegten Intervallen.
Der »Wartungsplaner« unterstützt
Unternehmen bei der Planung,
Durchführung und Dokumentation
dieser Maßnahmen.
Dazu ermöglicht das System die
Festlegung von Wartungs-, Prüf-
und Inspektionsterminen inklusive
einer automatischen Erinnerungsfunktion
via E-Mail. Vor
Ort können Wartungen mit den
Checklisten über die App erfasst
werden. Jeder durchgeführte
Vorgang wird protokolliert, inklusive
Prüfbericht, Messwerten
und Prüfungen planen, durchführen
und dokumentieren.
Unternehmen müssen also
einen Weg finden, um den Vorschriften
für die Wartung, Überprüfung
und Instandhaltung von
Maschinen und Anlagen, Prüfintervalle
und den Anforderungen
an die Dokumentation gerecht
zu werden. Oft werden dafür
handschriftliche Listen, Excel-
Sheets oder eigenentwickelte Datenbanken
eingesetzt, was Probleme
bei der Dokumentation verursacht
und zu Fehlern führen
kann. Besser ist ein Tool, das auf
die Betriebsmittelwartung zugeschnitten
ist und über sämtliche
Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften
sowie einen Kalender
zur Planung verfügt. Optimal
ist eine Funktion, mit der in Prüfberichten
entsprechende Wartungsaufträge
generiert werden
können. Eine Software ermöglicht,
mit wenigen Klicks Dokumente
zu erstellen.
s
Sonderthema: IT am Bau März 2026 85
Der digitale Produktpass
(DPP): Chance auf Mehrwerte
Auf der Bauma die Branche im Blick:
Michael Trunzer, Co-Founder / Managing
Director (l.), und Andreas Trunzer,
Co-Founder / Sales & Marketing der
Echo PRM GmbH.
ECHO PRM – In der Baubranche ist der Begriff »Digitalisierung«
meist mit BIM (Building Information Modeling)
oder vernetzten Maschinen verknüpft. Doch eine neue
regulatorische Welle aus Brüssel wird die Art und Weise, wie
Bauprodukte und -maschinen betrachtet werden, fundamental
verändern: der digitale Produktpass (DPP). Was zunächst
nach bürokratischem Mehraufwand klingt, entpuppt sich bei
genauerem Hinsehen als mächtiges Werkzeug für Transparenz,
Kreislaufwirtschaft und effizientes Flottenmanagement.
Der Ursprung des digitalen
Produktpasses liegt im European
Green Deal. Das Ziel der
EU ist klar: Klimaneutralität bis
2050. Um dies zu erreichen, wurde
neben anderen Verordnungen
und Initiativen die EU-Ökodesign-Verordnung
(ESPR) ins Leben
gerufen. Sie soll sicherstellen,
dass Produkte, die in der EU
in den Verkehr gebracht werden,
ressourcenschonender,
langlebiger
und leichter reparierbar
werden. Der Digitale Produktpass
(DPP) ist dabei das zentrale
Informationswerkzeug. Er ist
kein physisches Dokument, sondern
ein digitaler Datensatz, der
über einen Datenträger wie ei-
nen QR-Code oder NFC-Chip direkt
am Produkt zugänglich gemacht
wird. Dahinter sind dann
umfangreiche Informationen zu
finden, wie z. B. Herstellerdaten
und Inhaltsstoffe, Leistungsdaten
und technische Spezifikationen,
Reparaturanleitungen und
Recyclinghinweise sowie der
CO₂-Fußabdruck und Anteil recycelter
Materialien.
Betroffenheit in drei Szenarien
Die »Direkte Betroffenheit« betrifft
Hersteller von regulierten
Produkten. Sie müssen den DPP
erstellen. Ein fixes Datum gibt es
bereits für Batterien (18. Februar
2027). Für Bauprodukte wird die
Pflicht im Rahmen der Bauprodukteverordnung
zwischen 2027
und 2030 erwartet. Andere Maschinen
sind akut noch nicht betroffen,
können sich aber schon
vorbereiten.
Die »Indirekte Betroffenheit«
betrifft Datenbereitsteller
wie etwa Maschinenbauer. Sie
müssen künftig oft Daten (z.B.
Energieverbrauch pro produziertem
Teil) liefern, damit ihre
Kunden, wie etwa Textil- oder
Baustoffhersteller,
wiederum
ihre eigenen DPP-Pflichten erfüllen
können. Das betrifft also
nicht direkt Baumaschinen, aber
z. B. Baustoffmaschinen.
Eine »Indirekte Betroffenheit
durch Komponenten« entsteht
bei denjenigen, die eine Maschine
herstellen. Sie sind selbst zunächst
noch nicht DPP-pflichtig.
Da die Maschine aber z. B. Batterien,
Reifen oder Displays enthält,
die in den nächsten Jahren unter
der Ökodesign-Verordnung reguliert
werden, müssen diese Komponenten-DPPs
für die Endkunden
»leicht zugänglich« sein. Auf
jeden Fall ist hier also eine Betroffenheit
im Einkauf gegeben, evtl.
auch hinsichtlich der Weitergabe
der digitalen Produktpässe.
Mehr als nur eine Pflichtübung
Häufig wird der DPP nur als
Last gesehen. Doch wer die Regulatorik
laut Echo PRM clever
nutzt, kann echte Mehrwerte
für Kunden und das eigene Unternehmen
schaffen. Beispielsweise
können Endkunden und
Nutzer einer Maschine fundiert
und zielgerichtet unterstützt
werden: Digitale Handbücher
und Video-Tutorials direkt am
Gerät verhindern Frust auf der
Baustelle. Zudem wird der Zugriff
auf Ersatzteile und den
Service einfacher. Ergänzend
erhält bereits der Einkäufer einer
Maschine Entscheidungshilfen
hinsichtlich der Auswahl
86
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
einer passenden, nachhaltigen
bereits heute in die Umsetzung
Maschine.
– nicht aus Zwang, sondern aus
Für den Hersteller bietet der
Überzeugung. Dazu zählen Her-
DPP die Chance, vorhandene Da-
steller wie Magni, Humbaur,
tensilos im Unternehmen aufzubrechen.
Über strukturierte Daten
lassen sich nicht nur interne
Kässbohrer Geländefahrzeug AG
und Tadano. Sie standen vor der
Herausforderung, dass ihre Kun-
ECHO PRM (2)
Prozesse verbessern. Zudem er-
den jederzeit schnellen Zugriff
möglicht die digitale Schnittstel-
auf technische Daten und Doku-
le zum Kunden neue After- Sales-
Modelle und direkte Kommunikationskanäle.
Die Umsetzung der
digitalen Betriebsanleitung ist bereits
heute unter der Maschinen-
mente benötigen. Papierhandbücher
werden oft beschädigt oder
gehen verloren. Ergänzend zur
digitalen Informationsbereitstellung
können verschiedene
werden. Dazu gehört eine intuitive
Bedienung, da über das Backend
technische Daten schnell
und unkompliziert überarbeitet
Neben Magni, der Kässbohrer
Geländefahrzeug AG und
Tadano setzt auch Humbaur
auf die Lösung »Echo PRM«.
verordnung möglich – und damit
Service-Anwendungen unkom-
werden können. Auch der Sup-
die Vorstufe zum digitalen Pro-
pliziert umgesetzt werden und
port verbessert sich: In einer »Al-
duktpass. Und nicht zuletzt wis-
z. B. lassen sich Serviceanfra-
ways-on«-Welt erwarten Kunden
sen Reparaturbetriebe und Recy-
gen und Technikerberichte ver-
sofortige Antworten. Hier kön-
cler hinsichtlich der Nachhaltig-
einfachen, besser strukturieren
nen digitale Service-Anwendun-
keit exakt, welche Stoffe verbaut
und lückenlos dokumentieren.
gen den After- Sales-Service mas-
sind. Das hält Produkte länger im
Durch den Einsatz der Software-
siv entlasten. Da die Strukturen
Kreislauf und schont Ressourcen.
lösung »Echo PRM« statten zahl-
bereits digital hinterlegt sind,
Praktische Umsetzung
Während viele noch auf fina-
reiche Hersteller bereits seit einigen
Jahren jede Maschine mit
einem eindeutigen QR-Code aus.
ist der Schritt zum offiziellen
EU-DPP nur noch eine Frage der
Datenanreicherung und künftig
le delegierte Rechtsakte warten,
Dies bietet heute schon Vortei-
nicht mehr die der technischen
gehen Vorreiter in der Industrie
le, die morgen Teil des DPP sein
Infrastruktur.
s
»KI-Box« als
smarte Nachrüstlösung
BRIGADE – Um die
Fahrzeugsicherheit zu erhöhen,
hat Brigade Electronics
kürzlich die »KI-Box« auf den
Markt gebracht, eine laut
Unternehmen »revolutionäre
Nachrüstlösung, die die Lücke
zwischen herkömmlicher
Kameratechnologie und KI-Sicherheitssystemen
schließt«.
Die »KI-Box« soll bestehende
Fahrzeugkamerasysteme
in intelligente Personenerkennungslösungen
verwandeln, ohne
dass die vorhandene Hardware
ersetzt werden muss. Sie
wurde ursprünglich für Fahrzeuge
im Baugewerbe entwickelt, ist
aber auch für den gewerblichen
Straßenverkehr geeignet. Sie
Play-fähig und
unterstützt sowohl
CVBS- als
auch
AHD-Signale,
wodurch die Kompatibilität
mit einer breiten Palette
älterer und moderner Flotten
gewährleistet ist. Es verfügt
über mehrere Kameraeingänge
zur Unterstützung einer grö-
Brigade Electronics hat
kürzlich die »KI-Box« für mehr
Fahrzeugsicherheit vorgestellt.
BRIGADE
wird zwischen der Kamera und
ßeren Feldabdeckung, ideal für
dem Monitor eines Fahrzeugs in-
größere Fahrzeuge oder Risi-
heit zu geringeren Kosten und
stalliert und nutzt eine Software,
kobereiche.
mit minimalem Installationsauf-
um Videobilder zu verarbeiten
und die Anwesenheit von gefährdeten
Verkehrsteilnehmern zu
Optimale Sicherheit
KI-Kameras bieten laut Unter-
wand erreichen. Zu den wichtigsten
Vorteilen der Box gehört die
Erhöhung der Sicherheit – die
erkennen, wodurch visuelle und
nehmen nachweislich einen er-
KI-gestützte Erkennung von ge-
akustische Benachrichtigungen
heblichen
Sicherheitsgewinn,
fährdeten Verkehrsteilnehmern
ausgelöst werden. Da sie für den
aber die Kosten für den Aus-
wie Fußgängern und Arbeitern
Einsatz auf Baustellen entwickelt
tausch ganzer Systeme in einer
gewährleistet eine schnelle Re-
wurde, garantiere sie laut Briga-
Flotte waren bisher ein großes
aktion des Fahrers auf Gefahren
de eine zuverlässige Leistung bei
Hindernis für ihre Einführung.
in Echtzeit, insbesondere in städ-
allen Gelände- und Wetterbedin-
Mit der »KI-Box« können Fuhr-
tischen Gebieten oder an stark
gungen. Das System ist Plug-and-
parkmanager optimale Sicher-
frequentierten Standorten. d
Sonderthema: IT am Bau März 2026 87
Christian Meschnig, CEO
von Rosenberger Telematics,
und Dipl.-Ing. Christoph
Kellner, Projektmanagement
Telematik Strabag BMTI,
gemeinsam auf der Bühne
des VDBUM-Großseminars.
ROSENBERGER TELEMATICS (2)
»Telematik leicht
gemacht«: Gemeinsame
Digitalisierungskraft
unter Beweis gestellt
ROSENBERGER TELEMATICS – Beim 54. VDBUM-Seminar in
Willingen stand die Bauwirtschaft ganz im Zeichen des Leitthemas
»Brücken bauen – Zukunft gestalten!«. Für Rosenberger Telematics
war der diesjährige Branchentreff ein besonderes Highlight: CEO
Christian Meschnig stand gemeinsam mit Dipl.-Ing. Christoph
Kellner, Projektmanager Telematik der Strabag BMTI, auf der Bühne
und zeigte in der Session »Telematik leicht gemacht« an einem
Praxisbeispiel, wie Digitalisierung in der Bauwirtschaft einfach,
sicher und skalierbar umgesetzt werden kann.
Die gemeinsame Präsentation
von Strabag und Rosenberger
Telematics unterstreicht die
vertrauensvolle
Zusammenarbeit
beider Unternehmen sowie
die langjährige Partnerschaft,
die auf Stabilität und hoher
Umsetzungskompetenz basiert
und sich in zahlreichen erfolgreichen
Projekten bewährt hat.
Rosenberger Telematics begleitet
Strabag seit 2018 als »globaler«
Telematik-Partner in über
15 Ländern und damit in einem
Umfang, der weit über Einzelprojekte
hinausgeht.
Maschinenpark
in Milliardenhöhe
Im Mittelpunkt des Vortrags
stand Strabag BMTI – die maschinentechnische
Servicedienstleisterin
der Strabag-Gruppe,
zuständig für das konzernweite
operative Management mobiler
Anlagen (u. a. Baumaschinen,
Fahrzeuge und Geräte) auf Basis
standardisierter Richtlinien. Gerade
in diesem Umfeld zeigt sich,
worauf es bei Telematik wirklich
ankommt: Daten aus verschiedenen
Quellen zusammenführen,
harmonisieren und als belastbare
Entscheidungsgrundlage
nutzbar machen – beispielsweise
für Investitionen,
Wartung, Logistik, Asset-Tracking
oder auch CO₂-Reporting.
88
März 2026
Sonderthema: IT am Bau
Von Daten zu
Entscheidungen
Rosenberger Telematics zeigte
entlang eines klaren Fünf-Schritte-Prozesses,
wie aus heterogenen
Telematikdaten verwertbare
Erkenntnisse werden: vom
Datenimport über Quellintegration
und Harmonisierung bis
hin zu Anwendungsfällen und
Integration in bestehende Systeme.
Zentral ist dabei die Standardisierung:
Unterschiedliche
Datenformate werden in ein
einheitliches Modell überführt,
damit Flotten- und Maschinenparks
transparent, vergleichbar
und steuerbar werden. Christian
Meschnig, CEO von Rosenberger
Telematics, sagte: »Dass Strabag
mit uns gemeinsam auf der Bühne
steht, ist ein starkes Zeichen.
Unsere Zusammenarbeit ist auf
internationalen Roll-out ausgelegt
– und genau diese Verlässlichkeit
ist für uns und für Strabag
entscheidend.«
Service direkt vom Hersteller.«
Noch nie, so das Unternehmen
weiter, seien das Monitoring und
die Maschinenverwaltung, auch
anwendernah entwickelt wurden
und deren Nutzung einfacher ist
als je zuvor. Jetzt ist es Aufgabe
der Unternehmen aber auch der
Die gemeinsame Präsentation von
Strabag und Rosenberger Telematics
unterstreicht die vertrauensvolle
Zusammenarbeit beider Unternehmen.
Dipl.-Ing. Christoph Kellner,
großer Fahrzeug- und Maschi-
Politik, auf das Digitalisierungs-
Projektmanager Telematik bei
nenflotten, so einfach gewesen.
pferd zu setzen.
j
Strabag BMTI, ergänzte: »Tele-
»Wir vernetzen Ihre Bestände
matik muss im Alltag funktionie-
und sorgen für einen optimalen
ren: Datenqualität, Standardisie-
Überblick in der Gegenwart. Da-
rung und Skalierbarkeit sind für
ten aus der Vergangenheit bilden
uns zentrale Erfolgsfaktoren –
die Basis für fundierte Entschei-
und genau hier liefert Rosenber-
dungen in der Zukunft.« Letztlich
ger Telematics seit Jahren über-
hat der Vortrag, ähnlich wie vie-
zeugend.«
le weitere Beiträge im Rahmen
des VDBUM-Großseminars, in
Austausch
am Messestand
Parallel zum Vortragsprogramm
Willingen gezeigt, dass die Branche
bemerkenswerte smarte Lösungen
entwickelt hat und dem
lud Rosenberger Telematics am
Markt damit alle notwendigen
Messestand zur Live-Demo der
Hebel in die Hände legt, um die
Telematik-Plattform »Comman-
»Durchdigitalisierung« der Bran-
der« ein. Dabei handelt es sich
che effektiv voranzutreiben. An-
um eine 100-prozentige Eigen-
hand des Beispiels, welches Ro-
entwicklung mit hochskalierba-
senberger Telematics in seinem
rer Streaming-Architektur und
Vortrag thematisiert hatte, zeigt
Ausrichtung auf große Geräte-
sich, dass Telematiklösungen
flotten. Besucher konnten sich
»State of the art« existieren, die
persönlich zu Anwendungsfällen,
Integrationen und Roll-out-Erfahrung
austauschen. Rosenberger
Telematics sagt selbst: »Unsere
Ziele sind klar definiert: Zeit
und Kosten sparen, Transparenz
schaffen und Prozesse optimieren.
Wir bieten maßgeschneiderte
Telematiklösungen mit raffinierter
Software, überzeugender
Hardware und routiniertem
»Commander«
Die Telematik-Plattform von
Rosenberger Telematics hört
auf den Namen »Commander«:
Es handelt sich um eine
100-prozentige Eigenentwicklung
mit hochskalierbarer
Strea ming-Architektur und
Ausrichtung auf große
Geräteflotten.
Sonderthema: IT am Bau März 2026 89
der FOTOGRAF der FOTOGRAF
Hannes Hummel ist seit
2019 selbstständiger
Baumaschinenfotograf
und arbeitet mit zahlreichen
namenhaften
Pis Marktführern sit imus maximus, deutsch-qulandweit
optatem. zusammen. Iquas veleniet Zu
alit
exceptas seinem Portfolio plaut ea zählen pos et,
quam neben aut Werbeaufnahmen
hilluptur?
Itaque auch die volorib Dokumentation
uscimo
illum des Baufortschritts, doluptat ulpa dis die abo.
Um Produktion et que seque von Videomaterial
sowie cuptatum umfassende ea doll-
volupti
officae
aut Jobreports odi blacium über id laufende qui aut
vendam Baustellenprojekte et faccae volest – auch
volupis Messe- qui und opta Veranstaltungskampagnen
sam, tes aboreriorrum durfte
voloritat.
Os
elis der 25-Jährige et odi consequis bereits dit,
consern realisieren. atibus Grundsätzlich sam harum
ex als erum »Einzelkämpfer« etur autaecte unterwegs,
kann der alis Fotograf ullatur für
moluptatum
seque größere dem Projekte quibeatatur? auch auf
Officia ein verlässliches aliquo voluptaes sowie erfahrenes
Team accus zurückgrei-
cusda
voluptatem
venis fen. Erklärte amet, sa Zielsetzung sinusande
con ist es, el seinen moloria Aufgaben a prerio. zu
Abo. jeder Sum Tages- la con und essi Nachtzeit con
re, stets ame mit earcia Leidenschaft sum imus, zu
aut begegnen por remoluptat. und das Optimum
herauszuholen.
SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42
BUBUBUBUBU
BUBUBUBUBUUBUBUBU
BUBUBUBUBUBUBUUB
BUBUBUBUBUBUBU
In Falkensee bei Berlin wurde eine bis zu 49 m hohe, ehemalige Schreibwarenfabrik von der Firma
Plannerer abgerissen. Zum Einsatz kam ein Liebherr »R980 Demolition«, ein Abbruchbagger mit
einer Bolzenhöhe von 50 m, ausgestattet mit einer 3,5 t schweren Schere des Typs »MBI CC35R«. Der
200-t-Bagger ist der momentan größte Abbruchbagger, der von Liebherr Colmar produziert wird.
4
HUB- & HEBETECHNIK
Der hier verwendete flexible
Fundamentrahmen sorgt
beim Bauprojekt für die
notwendige Stabilität.
Wind und
Wellen trotzen
LIEBHERR-BIBERACH – In Westnorwegen befindet sich derzeit die Ytre-
Steinsund-Brücke im Bau. Nach ihrer Fertigstellung gegen Ende des Jahres soll
die Auslegerbrücke die Anbindung der Küstengebiete in der Nähe von Hardbakke
erheblich verbessern. Für dieses anspruchsvolle Projekt am Rande des Sognefjords
setzt das Bauteam auf vier leistungsstarke Turmdrehkrane der Liebherr-»EC-H«-Serie,
die auch bei rauen Wetterbedingungen zuverlässig arbeiten und flexibel an die
spezifischen Anforderungen der Baustelle angepasst werden können.
LIEBHERR (2)
60,3
Meter
Beim Brückenbau sind Liebherr-Krane
vom Typ »280 EC-H
12 Litronic« mit Hakenhöhen
von bis zu 60,3 m im Einsatz.
Die Küste des Sognefjords ist bekannt für ihre
starken Winde, raue See und schwierigen Wetterbedingungen.
Genau hier sind drei Liebherr-Krane
vom Typ »280 EC-H 12 Litronic« mit Hakenhöhen
von bis zu 60,3 m und ein Kran vom Typ »132
EC-H« mit einer Hakenhöhe von 27,5 m im Einsatz.
Mit einem Arbeitsradius von bis zu 60 m gewährleisten
die Hochkrane das präzise Handling von Stahl-
und Betonbauteilen direkt vom Schiff auf die Brücke.
Die intelligente Litronic-Steuerung der »280
EC-H«-Krane sorgt laut Unternehmen für reibungslose
und sichere Bewegungen, selbst bei wechselnden
Windverhältnissen.
Die »EC-H«-Hochkrane
von Liebherr heben bei
diesem Großprojekt die
Brückenkomponenten
direkt vom Schiff hoch.
Maßgeschneiderte Fundamente
Die Liebherr-Krane werden auf verschiedenen
Fundamenttypen montiert, um eine optimale Verankerung
und maximale Stabilität zu gewährleisten.
Drei von vier High-Top-Kranen sind auf Kreuzfundamenten
sowie auf soliden Betonfundamenten
mit Verankerung installiert. Einer der »EC-
H«-Krane steht direkt im Fjord auf einem speziell
konstruierten Stahlrahmen, der teilweise über das
Wasser hinausragt und am Meeresboden verankert
ist. Die Liebherr-Krane spielen eine zentrale Rolle
beim Bau der Brücke. Stahl- und Betonelemente
werden per Schiff angeliefert und direkt vom
fahrenden Schiff präzise auf die Brücke gehoben.
Diese anspruchsvollen Arbeiten sind nur mit zuverlässiger
und präziser Krantechnik möglich, die
auch unter extremen Bedingungen ihre volle Leistung
bringt. Dank ihrer robusten Bauweise, flexiblen
Montagemöglichkeiten und präzisen Steuerungssysteme
tragen die »EC-H«-Krane entscheidend
zum reibungslosen Baufortschritt und zur
erfolgreichen Umsetzung eines Projekts bei, das
die Infrastruktur in der Region nachhaltig verbessern
wird. Grundsätzlich sei erwähnt: Seit mehr als
sieben Jahrzehnten ist Liebherr bereits als Spezialist
für Hebetechnik im Bausektor vertreten. Das
Repertoire an Turmdrehkranen umfasst eine breite
Auswahl an Varianten, die weltweit im Einsatz sind.
Dazu gehören Schnellmontagekrane, Obendreher,
Wippkrane und Spezialkrane sowie mobile Baukrane.
Zusätzlich zu diesen Produkten bietet Liebherr
allerdings auch Dienstleistungen, die das Portfolio
des Unternehmens vervollständigen: »Tower Crane
Solutions«, das »Tower Crane Center« und den »Tower
Crane Customer Service«.
d
92
März 2026 Hub- & Hebetechnik
Schwergewicht in
Position gebracht:
Obendreher
»630 EC-H 50« im Einsatz
BEUTLHAUSER – High-Top-Krane gelten als beste Wahl, wenn
es um enorme Dimensionen mit großen Ausladungen und
besonders hohen Traglasten geht. Doch Bauvorhaben dieser
Größenordnung sind für mittelständische Unternehmen mehr
Ausnahme als Regel. Deshalb stellt die Miete die wirtschaftlichste
Option dar. Bau Wagner aus Waldmünchen nutzt zur Realisierung
eines besonderen Auftrags einen Liebherr-Obendreher
»630 EC-H 50« mit einer Hakenhöhe von 34 m und einer Ausladung
von 50 m aus dem Beutlhauser-Mietpark in Regensburg.
Auf dem Betriebsgelände der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld
baut Bau Wagner eine neue Produktionshalle mit dreieinhalb
Stockwerken. Für das Gerüst müssen rund 30 Fertigteile aus Stahlbeton
eingehoben werden. »Jede Stütze wiegt etwa 30 t. Diese massiven
Lasten sind der Grund, warum ein derart großer Kran benötigt
wird«, berichtet Beutlhauser-Kundenberater Michael Schwarzfischer.
Die Wahl fiel aus mehreren Gründen auf einen gemieteten High-
Top-Kran anstelle eines Autokrans. »Wir haben keinen durchgehenden
Arbeitseinsatz«, sagt Bauleiter Stefan Umlauf mit Blick auf die geplante
Bauzeit von rund 14 Monaten. Ein Autokran hätte somit mehrere
Male bestellt werden, die Baustelle besuchen und wieder abfahren
müssen. »Mit dem Kran auf der Baustelle sind wir flexibel, wir können
ihn jederzeit nutzen. So sparen wir uns viel Dispositionsarbeit.«
Beutlhauser hat für Bau Wagner einen Liebherr-Obendreher »630 EC-H 50« mit einer
Hakenhöhe von 34 m und einer Ausladung von 50 m für den Schwerlasthub montiert.
Beutlhauser erfahrene Kollegen aus Dresden und Nürnberg zur Unterstützung
nach Schwarzenfeld, um den reibungslosen Aufbau sicherzustellen.
»Die Montage hat super funktioniert und wir waren sogar
vor der vereinbarten Zeit fertig«, so Schwarzfischer.
Nach der Montage wurde der Obendreher zunächst im Vier-
Strang-Betrieb an den Kunden übergeben. So ist er für das Heben
besonders schwerer Lasten prädestiniert. Sobald die Stahlbetonstützen
verbaut sind, ist die Umstellung auf den Zwei-Strang-Betrieb geplant.
Dann reichen 30 t im Maximalhub, und der Kran kann schneller
arbeiten. Die Möglichkeit für beide Varianten ist eine Besonderheit
des »630 EC-H 50«.
BEUTLHAUSER (2)
j
Platzprobleme und laufender Betrieb
Zudem gilt es, die Abläufe des Molkereibetriebs möglichst wenig zu
beeinträchtigen. Täglich herrscht hohes Verkehrsaufkommen durch
Lkws, die Milch liefern und die verarbeiteten Produkte abholen. Um
Platz zu sparen, steht der Kran während der Bauzeit im Gebäude. Die
Montage des »630 EC-H 50« erfolgte im Herbst 2025 mithilfe eines Autokrans
mit 450 t Traglast. Dabei spielte Teamwork eine wichtige Rolle.
Da die Montage eines Krans dieser Größenordnung selten ist, holte
Da die Montage eines Krans dieser Größenordnung selten ist, holte Beutlhauser
erfahrene Kollegen aus Dresden und Nürnberg zur Unterstützung nach Schwarzenfeld.
Hub- & Hebetechnik März 2026 93
Glasmontage
mit Spezialtechnik
BEYER-MIETSERVICE – Im
neu eingerichteten Fachmarktzentrum
Altenkirchen (Westerwald)
in Rheinland-Pfalz
stand kurz vor der Eröffnung
die Montage großformatiger
Glasvordächer an den
Eingangsbereichen an. Dabei
kamen mehrere Spezialmaschinen
von Beyer-Mietservice
im Innen- und Außenbereich
zum Einsatz.
NEU
Magnum ® Plus Flex
Für das exakte Positionieren
der schweren Scheiben wurde
ein drehbarer Teleskopstapler
des Typs »TSR 2670« eingesetzt.
Dazu war die Maschine
neben einer hydraulischen Seilwinde
mit dem Vakuum-Glassauger
»GS 600 W« ausgestattet.
Die Bewegungen des Staplers
wurden per Funkfernbedienung
Schwerlastrundschlinge von 10-50 Tonnen mit
elastischer Schutzhülle für maximale Sicherheit und
Flexibilität für Ihre Schwerlastanwendungen.
www.spanset.de
BEYER-MIETSERVICE
gesteuert, was eine besonders
präzise und feinfühlige Positionierung
der empfindlichen Glasscheiben
ermöglichte. Mit einer
Hubhöhe von 25,70 m und einer
Tragkraft von bis zu 7 t konnte
der Teleskopstapler die Glasplatten
aus zentraler Position sicher
handhaben, ohne dass ein Umsetzen
der Maschine erforderlich
war. Der verwendete Glassauger
war mit vier Saugtellern konfiguriert
und bot damit eine Tragfähigkeit
von 300 kg. Das robuste
Vakuumsystem des Glassaugers
stellte sicher, dass die metergroßen
Scheiben während des Hebens,
Schwenkens und Einpassens
stets stabil gehalten wurden.
Jede Platte wurde sanft aus dem
Transportgestell aufgenommen,
in die Horizontale ausgerichtet,
auf Arbeitshöhe gebracht und
dann äußerst präzise in die vorgesehene
Struktur eingesetzt.
Weitere Maschinen im Einsatz
Ergänzend kamen bei den Montagearbeiten
eine Elektroscherenbühne
vom Typ »SB 80 E« sowie
die 16-m-Teleskopbühne »TB
160 D« zum Einsatz. Die Scherenbühne
ermöglichte ein sicheres
Arbeiten direkt an der Fassade
und unterhalb der Vordachkonstruktion,
während die Teleskoparbeitsbühne
die erforderliche
seitliche Reichweite bot, um
Montagepunkte auch über die
Dachkante hinweg zu erreichen.
Der reibungslose Ablauf der
Montage, so das Unternehmen,
Für das sichere Handling
der Glasscheiben war der
Teleskopstapler »TSR 2670« mit
einer hydraulischen Seilwinde
und dem Vakuum-Glassauger
»GS 600 W« ausgestattet.
unterstreicht den Nutzen eines
abgestimmten Zusammenspiels
aus passender Technik und erfahrenem
Be dienpersonal. Und
genau das darf an dieser Stelle
nicht unterschätzt werden. Zwar
hat die Wahl der richtigen Maschinen
und Geräte hohe Priorität,
aber auch die Erfahrungswerte
spielen eine entscheidende
Rolle. Die Glasvordächer
konnten innerhalb des vorgesehenen
Zeitrahmens termingerecht
fertiggestellt werden. Seit
seiner Gründung im Jahr 1994
hat sich das herstellerunabhängige
Vermietungsunternehmen
Beyer-Mietservice zu einem Anlaufpunkt
entwickelt, der am
Markt als zuverlässig gilt. Heute
umfasst die Mietflotte weit mehr
als 8 000 Mietgeräte und -maschinen.
Das beinhaltet unter anderem
die hier bereits vorgestellten
Arbeitsbühnen, reicht jedoch
auch von Baggern, Radladern
und Teleskopstaplern über
Spezial-, Raupen- und Minikrane,
Verdichtungsgeräte, Generatoren
und Transportlösungen
bis hin zu Elektrogeräten, Lagertechnik,
Beleuchtung sowie mobile
Tankstellen.
s
94
März 2026
Hub- & Hebetechnik
RAUPENTELEKRANE –
FLEXIBILITÄT FÜR IHRE BAUSTELLE
Maximale Flexibilität auf der Baustelle
dank der Raupentelekrane von SENNEBOGEN
Insgesamt 9 Modelle mit 16 - 200 t Einsatzgewicht
Einfach transportiert und schnell einsatzbereit
Pick & Carry: mit bis zu 100 % Last verfahren
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*mit reduzierten Traglasten
Bernhard Kraus
SENNEBOGEN
Maschinenfabrik GmbH
94315 Straubing, Germany
bernhard.kraus@sennebogen.de
Hub- & Hebetechnik März 2026
95
Teleskoplader
»T48-8s«:
Mehr Reichweite,
mehr Höhe
Der neue Teleskoplader
kommt auf eine maximale
Hubhöhe von 8 m.
LIEBHERR (3)
LIEBHERR-TELFS – Kürzlich gab Liebherr die Erweiterung seiner Teleskoplader-Baureihe
um den neuen »T48-8s« bekannt. Das Modell soll die bewährte Leistung
und den Komfort des »T55-7s« mit einem erweiterten Arbeitsbereich erweitern
und eine maximale Hubhöhe von 8 m sowie eine maximale Tragkraft von 4,8 t bieten.
Der »T48-8s« verfügt über einen um 550 mm
längeren Teleskoparm als das Modell »T55-
7s«. Diese Verlängerung bietet dem Bediener laut
Hersteller einen zusätzlichen Meter Hubhöhe und
Reichweite nach vorne, was eine effizientere Materialhandhabung
ermöglichen soll, insbesondere
bei der Arbeit mit Schüttgutanhängern, Trichtern
oder Ladecontainern mit einer Höhe von bis
zu 4 m. Im industriellen Materialumschlag und
Recycling, wo die optimale Nutzung des Lagervolumens
entscheidend ist, zeige der »T48-8s« sein
volles Potenzial. Die Bediener können Materialien
laut Liebherr effizienter stapeln und bewegen, ohne
tief in die Stapel hineinfahren zu müssen, was
die Manövrierfähigkeit, Sicherheit und Produktivität
verbessert.
Bewährte Leistungskraft
Der »T48-8s« teilt sich seine Grundkomponenten
mit dem »T55-7s«, darunter den 115 kW starken
Motor, die leistungsstarke Arbeitshydraulik und
die ergonomisch gestaltete Fahrerkabine mit guter
Rundumsicht. Der direkt am Sitz montierte Multifunktions-Joystick
bewegt sich synchron mit dem
Fahrer und gewährleistet laut Unternehmen so jederzeit
eine intuitive und präzise Steuerung. Das
elektronische Vorsteuerungssystem ermöglicht
96
März 2026
Hub- & Hebetechnik
die Integration von Liebherr-Assistenzsystemen
wie »Auto Power«, »Fine Control Mode« und »Automatic
Telescope Retraction«. Diese Funktionen
vereinfachen nach Ansicht von Liebherr die Bedienung,
steigern die Effizienz und reduzieren die
Ermüdung des Fahrers bei längeren Arbeitszeiten.
Eine effiziente Hydraulik
Das neue Modell ist mit einer Lastsensor-Hydraulikpumpe
mit einer variablen Förderleistung von
bis zu 200 l/min ausgestattet, die eine hohe Leistung
bei gleichbleibender Energieeffizienz bietet.
Die Kombination aus simultanen Arbeitsbewegungen,
schnellen Zykluszeiten und Eco-Motion (lastfreies
Absenken) gewährleistet laut Liebherr ein
reibungsloses und reaktionsschnelles Handling
für alle Anwendungen. Der »T48-8s« bietet laut
Aussage der Entwickler erhebliche Vorteile bei
Ladearbeiten: Der längere Ausleger erhöht nicht
nur die Reichweite, sondern reduziert auch den
Hubwinkel, der zum Erreichen der Kippposition
erforderlich ist. Dies verbessert die Sicht auf die
Last und die Umgebung und verringert das Risiko
von Kollisionen. Ein optimierter Kippwinkel
ermöglicht ein leichteres Entleeren des Materials
aus der Schaufel und unterstützt so schnellere
und sauberere Ladearbeiten. In Kombination
mit der bekannten strukturellen Stabilität und der
fortschrittlichen Lastmomentsteuerung von Liebherr
gewährleistet die Maschine maximale Sicherheit
und Zuverlässigkeit unter allen Bedingungen.
Smarte Bedienung
Der »T48-8s« ist serienmäßig mit einem
3,5-Zoll-Farbdisplay ausgestattet, optional ist ein
7-Zoll-Display für verbesserte Fahrerinformationen
und Maschinenüberwachung erhältlich. Das
Lenksystem umfasst drei wählbare Modi sowie eine
elektronisch über einen Drehregler umschaltbare
Krebsgangsteuerung, die Flexibilität für jede
Arbeitsumgebung bietet. Der »T48-8s« erreicht
über den größten Teil des Arbeitsbereichs hinweg
vergleichbare Hubkapazitäten wie der »T55-7s«
und bietet gleichzeitig eine größere Reichweite
nach oben und nach vorne. Damit ist er laut Liebherr
»die ideale Lösung für Kunden, die Wert auf
Hubhöhe und erweiterte Reichweite legen, beispielsweise
in der Industrie, Landwirtschaft oder
im Recyclingbereich«. Im direkten Vergleich mit
8-m-Modellen von Mitbewerbern biete der Liebherr
»T48-8s« eine echte Hubhöhe von 8 m, während
viele Maschinen dieser Klasse von Mitbewerbern
laut Liebherr nur 7,6 oder 7,7 m erreichen
sollen.
Trotz etwas geringerer Nennhubkapazitäten
bei vollem Einzug erreiche der »T48-8s« in der Praxis
bei einer Reichweite zwischen 2 und 4 m die Leistung
der Mitbewerber oder übertreffe diese sogar.
Zur Information: Die ersten »T48-8s«-Maschinen
laufen derzeit vom Band und sind vollständig verfügbar.
Das Modell kann über »LIAS« konfiguriert
sowie bestellt werden und erweitert das eigene
Teleskop lader-Sortiment um eine Lösung, die eine
größere Reichweite, starke Hubleistung
sowie außergewöhnlichen Komfort
und Zuverlässigkeit vereint, wie
Liebherr mitteilt.
Teleskoplader
d
»T48-8s« von Liebherr
Motorleistung (kW) 115
Hydraulik-Fördermenge (l/min) 200
Hubhöhe (mm) 8 013
Traglast (t) 4,8
Reichweite (mm) 5 039
Die maximale
Tragkraft des neuen
Modells liegt bei 4,8 t.
Hub- & Hebetechnik März 2026 97
Neuer Exklusivpartner
für Palazzani-Arbeitsbühnen
PALAZZANI – Der
italienische Spinnen-Arbeitsbühnen-Hersteller
Palazzani
Industrie hat mit der Safety
Lift GmbH aus Hagen einen
neuen Partner in Deutschland
gefunden, welcher den Vertrieb
und sämtliche After-Sales-Services
hierzulande exklusiv
übernimmt. Die Zusammenarbeit
startete bereits im Januar
und der erste gemeinsame
Auftritt fand auf der Dach+Holz
Ende Februar in Köln statt.
PRODUKTE?
WIR LEBEN
LÖSUNGEN.
Der erste Kontakt zwischen
beiden Unternehmen fand
auf der Bauma 2025 in München
statt. Nach mehreren Treffen und
gegenseitigen Besuchen in den
jeweiligen Firmenzentralen beschlossen
Palazzani und Safety
Lift, eine langfristige Partnerschaft
einzugehen, die auf gemeinsamen
Zielen und einer gemeinsamen
Vision basiert.
Die 2007 gegründete Safety
Lift GmbH verfügt über eine langjährige
und breite Erfahrung im
Bereich Spinnen-Arbeitsbühnen.
Seit Januar 2026 zeichnet das Unternehmen
hinsichtlich der Lösungen
von Palazzani sowohl für
die Vertriebsaktivitäten als auch
für alle After-Sales-Services verantwortlich.
Das Ziel ist klar formuliert:
Alle Kunden sollen eine
Unsere Kompetenz:
Kettensysteme und Bauteile für
breiteste und anspruchsvollste
Anwendungen.
Unser Anspruch:
Passgenaue Lösungen, die Ihren
spezifischen Anforderungen
entsprechen.
Von der Stange?
Können wir natürlich auch.
PALAZZANI
umfassende sowie kontinuierliche
Unterstützung erhalten.
Durch diese Partnerschaft
stärkt Palazzani seine Präsenz auf
einem der bedeutendsten europäischen
Märkte und setzt dabei
auf einen Partner mit tiefgehendem
Wissen über die lokalen betrieblichen
Anforderungen. »Ich
bin fest davon überzeugt, dass Palazzani
den richtigen Weg eingeschlagen
hat, indem ein neues
Segment von Spinnen-Liften entwickelt
wurde, das sowohl den
Mietmarkt als auch das Endkundengeschäft
anspricht. Die neuen
Modelle ›TZJ 160‹ und ›TZJ 180‹
(das bauMAGAZIN berichtete in
Ausgabe 10/25 auf Seite 94), zusammen
mit den bereits geplanten
zukünftigen Modellen, sind
die ideale Antwort auf die aktuellen
Marktbedürfnisse«, sagt Dirk
Moers, Geschäftsführer der Safety
Lift GmbH. »Ich schätze außerdem
sehr die moderne Denkweise
von Palazzani sowie das familiengeführte
Unternehmensmodell,
das eine wichtige Rolle bei
meiner Entscheidung spielte,
diese Partnerschaft einzugehen.«
Aus Sicht von Palazzani Industrie
stellt diese Zusammenarbeit
die Erreichung eines äußerst
wichtigen strategischen
Ziels dar: »Deutschland war für
Palazzani Industrie schon immer
ein strategischer Markt, jedoch
hatten wir aus verschiedenen
Gründen dort nie eine vollständige
Präsenz aufgebaut. Mit der
Einführung der neuen Maschinen
›TZJ 160‹ und ›TZJ 180‹ wurde
dieses Ziel greifbarer, und mit
dem Eintritt der Safety Lift GmbH
ist es nun endlich Realität geworden«,
erklärt Paola Palazzani,
Präsidentin von Palazzani Industrie,
und ergänzt: »Wir schätzen
Dirk Moers seit vielen Jahren
und das sowohl für die wirklich
exzellente Arbeit, die er in der
Vergangenheit geleistet hat, als
auch für sein tiefes technisches
und
Freuen sich über den Start
der gemeinsamen Zusammenarbeit
(v. l.): Claudio Teoldi,
Export Sales Director Palazzani,
Präsidentin Paola Palazzani,
Dirk Moers, Geschäftsführer
Safety Lift, und Palazzani-CEO
Francesco Zola.
kaufmännisches Wissen
über die deutschen Kunden und
die angebotenen Produkte. Wir
sind stolz und erfreut, dass er
den Wert der Palazzani-Lösungen
erkannt hat und sich entschieden
hat, sie seinen langjährigen
Kunden zu empfehlen. Wir
sind zuversichtlich, dass er hervorragende
Arbeit leisten wird
und dabei die Leidenschaft und
das Engagement zeigt, die ihn im
Spinnen-Lift-Sektor schon immer
ausgezeichnet haben. Von
unserer Seite aus werden wir ihn
nach Kräften unterstützen und
an seiner Seite auf Veranstaltungen,
Messen sowie bei Kundengesprächen
stehen.«
s
98
März 2026
slingandlashing.rud.com
Hub- & Hebetechnik
Emissionsfreier Einsatz
in alpiner Umgebung
RUTHMANN – Mitten in den bayerischen Alpen, unweit des Nationalparks
Berchtesgaden und mit direktem Blick auf den Watzmann, mussten Arbeiten
an einem Funkmast durchgeführt werden. Aufgrund der besonderen Lage
wurden hohe Anforderungen an Technik, Logistik und Umweltverträglichkeit
gestellt. Um die Auswirkungen auf die sensible und landschaftlich anspruchsvolle
Umgebung möglichst gering zu halten, kam ein Ruthmann-Steiger »T 570
HF Hybrid« des Vermietungsunternehmens Roggermaier zum Einsatz.
Erster Steiger
Das erste Seriengerät des
Steigers »T 570 HF Hybrid«
wurde an das Unternehmen
Roggermaier aus Aschheim
bei München übergeben.
Der Steiger »T 570 HF Hybrid« bietet eine Kombination
aus batterieelektrischem Betrieb und
bewährter HighFlex-(HF-)Technologie für ein flexibles
Arbeiten, sowohl emissionsfrei als auch mit
voller Leistung, wenn es die Einsatzbedingungen
erfordern. Mit einer Arbeitshöhe von 57 m, einer
seitlichen Reichweite von 41 m und einer Korblast
von bis zu 600 kg ist die Lkw-Arbeitsbühne für anspruchsvolle
Montage-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten
ausgelegt. Damit eignet sich das Gerät
für Einsätze in urbanen Zonen, industriellen
Anlagen sowie in umwelt- und lärmsensiblen Bereichen.
Das Modell ist Teil einer neuen Hybrid-Baureihe
von Ruthmann, die mehrere Modelle vom »T 510
HF« bis zum »T 750 HF« umfasst und Anwendern eine
hohe Einsatzflexibilität bieten soll. »Unsere Hybrid-Arbeitsbühnen
eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten,
insbesondere dort, wo emissionsfreies Arbeiten
gefordert ist, ohne auf Leistung verzichten
zu müssen«, erklärt Christian Roß, Head of International
Sales bei Ruthmann.
RUTHMANN HOLDINGS GMBH
Dank des Hybrid-Antriebskonzepts des
Ruthmann-Steigers erfolgte der Einsatz lokal emissionsfrei.
Erstes Seriengerät bei Roggermaier im Einsatz
Das erste Seriengerät des Steigers »T 570 HF Hybrid«
wurde an das Unternehmen Roggermaier aus
Aschheim bei München übergeben. Als erfahrener
Vermieter von Höhenzugangstechnik setzt Roggermaier
frühzeitig auf innovative Antriebskonzepte
und nachhaltige Lösungen. Auch aus Anwendersicht
überzeugt das neue Hybridkonzept im praktischen
Einsatz: »Gerade bei Einsätzen in sensiblen
Regionen wie den Alpen ist emissionsfreies Arbeiten
ein entscheidender Faktor. Der ›T 570 HF Hybrid‹
bietet uns die notwendige Leistung, kombiniert
mit hoher Flexibilität und einem nachhaltigen Antriebskonzept«,
sagt Horst Bröcker, Produktmanager
bei Roggermaier.
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Hub- & Hebetechnik März 2026 99
5
BAU- & NUTZFAHRZEUGE
Innovation Days: Fliegl
investiert in die Zukunft
FLIEGL (5)
FLIEGL – Eines haben die kürzlich am Firmensitz in Triptis abgehaltenen
Innovation Days klar untermauert: Fliegl Fahrzeugbau nimmt
das Heft in die Hand und investiert in seine Zukunftsfähigkeit.
Das bauMAGAZIN durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen
und hat sich neben der umfassenden Werksumstellung sowie der
millionenschweren Neubauplanung auch einen Querschnitt der
erfolgreichsten Sattelauflieger-, Anhänger- und Sattelkippermodelle
angeschaut. Vorwegnehmen lässt sich, dass Fliegl in den
kommenden Jahren klar auf Wachstum setzt und die Steigerung
seiner Fertigungseffizienz in den Mittelpunkt rückt.
Simon Schmalholz
& Dan Windhorst
Tatsache ist, Fliegl hat ein Luxusproblem:
Mit seiner umfangreichen
Werksumstellung
reagiert der Fahrzeugbau-Spezialist
letztlich auf den Erfolg
der vergangenen Jahre. Denn:
Durch das beständige Auftrags-
und Umsatzwachstum musste
letztlich auch die Produktion
stets mitwachsen. Nun geriet der
Hersteller aber an seine Grenzen
– die Wege wurden schlichtweg
zu lang. Im Werk 1 drifteten
Lager, Schweißerei, Monta-
ge und Endmontage immer weiter
auseinander. Mit dem neuen
Hallenkomplex, so Fliegl, ist damit
nun aber Schluss. Alle Stationen
befinden sich künftig unter
einem Dach, die Komponenten
und Fahrzeuge müssen nicht
mehr über das Werksgelände
transportiert werden, was zum
einen Zeit spart, zum anderen
aber auch die Produktionseffizienz
erheblich steigern dürfte.
Im Werk in Triptis sind alle Hallendächer mit Solarmodulen belegt,
die fünfmal mehr Energie produzieren, als das Werk verbraucht.
Kurze Wege schaffen
In Zahlen ausgedrückt bedeutet
diese Neuerung vor allem eines –
eine um 74 Prozent kürzere Strecke.
Statt der bisherigen 1 000 m
zwischen allen Stationen misst
die Strecke jetzt nur noch knapp
260 m. Für Fliegl bedeutet das erheblich
kürzere Werksverkehre,
dementsprechend weniger
CO2-Ausstoß und eine spürbare
Zeitersparnis in der Montage.
100
März 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
VOR ORT
Zurückgreifen kann Fliegl nunmehr
auf eine hochmoderne
Fertigung, die den heutigen
Anforderungen angepasst
wurde, um Wege zu sparen und
die Produktivität zu steigern.
Unternehmen für den Bau ver-
schinen und setzt nun auf noch
anschlagt; vor Ostern soll die
mehr Eigenfertigung: Zwei neue
neue Halle in Betrieb gehen,
Schweißroboter von Panasonic
durch die widrigen Wetterbe-
schweißen ab sofort Alu- und
dingungen der vergangenen
Stahlmulden für die Sattelkip-
Wochen mit leichter Verspätung.
per – laut Fliegl noch präziser
»Der Umzug der einzelnen Sta-
und schneller als zuvor. Da-
tionen findet im laufenden Be-
zu Maxi Fliegl: »Die Qualität
trieb statt«, berichtet Werklei-
jeder einzelnen Schweißnaht
ter Maxi Fliegl. »Nicht nur kurze
lässt sich nun nachvollziehen,
Wege sorgen dann für Effizienz,
beispielsweise die Wärmeein-
moderne Technik in und auf der
bringung und das A-Maß, also
Fliegl so weit das Auge reicht
– am Firmensitz durfte ein Blick
auf die Fertigung sowie aktuelle
Modelle geworfen werden.
»Mit der Werksumstellung erge-
Halle produziert und spart Energie:
So ist das Dach mit Solarmodulen
belegt, die Fußbodenheizung
und Grubenheizungen sorgen
für angenehme Wärme und
Arbeitsbedingungen. Die Abwärme
der neuen Maschinen
wird zur Rückgewinnung von
Strom und Wärme genutzt.«
die Nahtdicke.« In diesem Zusammenhang
stellt Maxi Fliegl
aber auch klar, dass durch den
Einsatz neuer Industrieroboter
keine Arbeitsplätze wegfallen
sollen: »Wir können jetzt auch
Komponenten inhouse fertigen,
die wir vorher ausgelagert hatten.
Ziel der Investition war al-
Nachhaltig
Im Werk in Triptis sind alle
Hallendächer mit Solarmodulen
belegt, die fünfmal mehr
Energie produzieren, als das
Werk verbraucht.
ben sich pro Jahr innerbetrieblich
1 150 km weniger Strecke,
die zurückgelegt werden müs-
Weitere Neuerungen in Werk 2
Und Fliegl nennt noch weitere
so auch, mehr Arbeitsplätze zu
schaffen, mehr Eigenfertigung
nach Triptis zu holen und Trans-
sen. Das ist so viel wie von uns
Zahlen: Am Firmensitz in Trip-
portwege zu reduzieren.«
nach Kiel und zurück«, erklärt
Geschäftsführer Helmut Fliegl.
»Fit 2030«, ein starkes Zeichen
Als Teil des Programms »Fit
tis sind aktuell rund 250 Mitarbeiter
beschäftigt, im Trailer-Verbund
mit Hangler und
Strolit fertigen 500 Mitarbeiter
knapp 5 000 Fahrzeuge pro Jahr.
Auf Nachhaltigkeit setzen
Bereits seit vielen Jahren setzt
Fliegl im Werk auf Umweltschutz
und Nachhaltigkeit. So
2030« sollen laut Fliegl insge-
Die Mietflotte der RPS Trailer
war Fliegl laut eigener Aussage
samt 11,7 Mio. Euro in den Neu-
Rental umfasst laut Fliegl etwa
2010 der erste Anhänger-/Auf-
bau investiert werden, was als
700 Fahrzeuge und deckt prak-
lieger-Hersteller, der in großem
starkes Signal zu bewerten ist,
tisch die gesamte Bandbreite
Stil Solarmodule auf die Hallen-
um sich zukunftssicher am
an Anhängern und Aufliegern
dächer montierte, zu einer Zeit,
Standort aufzustellen. Und: We-
ab. Aber auch im Werk 2 inves-
als Nachhaltigkeit bei den Mitt-
niger als vier Monate sind laut
tierte Fliegl in moderne Ma-
bewerbern noch keine große
Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 101
Ausgestellt waren zahlreiche
aktuelle Fliegl-Lösungen:
Das Portfolio ist beständig
gewachsen und spiegelt das
jahrzehntelange Know-how des
Herstellers wider.
Gezeigt wurden aktuelle
Lösungen – erklärt
in praxisnaher Runde
und auf Augenhöhe.
Rolle spielte. Im Werk in Triptis
sind nun alle Hallendächer
mit Solarmodulen belegt, die
fünfmal mehr Energie produzieren,
als das Werk verbraucht
– der überschüssige Strom wird
ins öffentliche Netz eingespeist.
Das eigene Blockheizkraftwerk
sorgt für nachhaltige Wärmeerzeugung,
Elektro-Gabelstapler
sind auf dem Werksgelänge
lokal emissionsfrei unterwegs
und ein Regalsystem erzeugt
durch die Bewegungsenergie
beim Auf- und Abfahren Strom.
Mit der Aktion »Baumpatenschaft«
haben Kunden nun die
Möglichkeit, bei jeder Fahrzeugabholung
gemeinsam mit
Fliegl einen Baum auf dem großen
Werksgelände in Werk 2 zu
pflanzen. In Kooperation mit einer
Baumschule werden vor allem
einheimische Bäume wie
Eichen und Buchen gepflanzt
und anschließend gepflegt, pro
Jahr mehrere Tausend Stück.
Die neuen Baumbesitzer erhalten
für jeden Baum eine Urkunde,
zudem stellt Fliegl eine Metallplakette
mit dem Firmennamen
auf.
Ein Querschnitt begutachtet
Im Rahmen des Events durfte
die Redaktion im Übrigen auch
einen Blick auf die aktuellen Lösungen
von Fliegl werfen: Auf
dem Werksgelände zeigte der
Hersteller einen Querschnitt
der am häufigsten verkauften
Produktgruppen – neben klassischen
wie dem Gardinensattelauflieger
und Containerchassis
betraf das auch Sattelkipper
mit Mulde sowie dem neuen
»Step«-Podest. Ausgestellt waren
zudem ein Tandem-Wechselpritschenanhänger
sowie
T-Tiefbettsattelauflieger und ein
Tiefladeanhänger.
Chemiechassis für E-Lkw
Firmenchef Helmut Fliegl enthüllte
zudem ein neu entwickeltes
Chemiechassis, mit
dem das Unternehmen auf die
speziellen Anforderungen eingeht,
die sich beim Betrieb einer
Elektro-Zugmaschine ergeben.
»Bei E-Lkw muss die Sattellast
oft geringer sein als bei
herkömmlichen Zugmaschinen.
Wir haben das durch eine optimierte
Achsposition mit einem
leicht größeren Radstand gelöst«,
erklärt Fliegl-Vertriebsexperte
Richard Milbert. Das neue
Chassis ist Auftakt für eine komplette
Produktpalette, die Fliegl
speziell für den Betrieb mit
Elek tro-Zugmaschinen
entwickelt.
Einer der ersten Kunden,
der
Tankcontainer-Dienstleister
Köppen aus Duisburg, transportiert
mit dem neuen Chassis
vor allem Container mit einer
Spezialchemie für Pipelines.
Da diese Ladung teuer und verbrauchssteuerpflichtig
ist, verbaute
Fliegl zudem ein spezielles
Wägesystem: der Container
lagert auf dem Chassis auf vier
präzisen Wägezellen, so kann
die Ladungsabgabe exakt und
damit punktgenau kontrolliert
sowie protokolliert werden.d
102
März 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 103
MAN TRUCK & BUS
Im MAN Truck
Forum nehmen sich
die MAN-Mitarbeiter
bewusst Zeit für eine
detaillierte Einweisung
und eine umfassende
Fahrzeugvorführung.
Hochlauf der
Elektromobilität bei MAN
MAN TRUCK & BUS – Die
vergangenen Monate des
Jahres 2025 standen bei MAN
Truck & Bus Deutschland ganz
im Zeichen der Elektromobilität.
Im MAN Truck Forum in München
sowie in den Außenorganisationen
wurden zahlreiche
E-Trucks an Kunden übergeben.
Dies spiegelt laut Unternehmen
die wachsende Bedeutung
nachhaltiger Transportlösungen
und das Vertrauen in die
Elektromobilität wider.
Dabei ist die Fahrzeugübergabe vor allem bei den
E-Trucks ein entscheidender Moment: »Unser
Team im Truck-Forum nimmt sich bewusst Zeit für
eine detaillierte Einweisung und eine umfassende
Fahrzeugvorführung. Jede Übergabe ist individuell
und bei Elektromobilität umso mehr, weil dadurch
Vertrauen, Verständnis und Begeisterung für die
neue Technologie entstehen«, führt Patrick Riegler,
Leiter MAN Foren & Kundencenter bei MAN Truck &
Bus Deutschland, aus. Zu den Kunden, die in den vergangenen
Wochen ihre neuen E-Trucks in Empfang
genommen haben, zählen u. a. Unternehmen aus
den Bereichen Logistik, Entsorgung, Verpackungslösungen
und Automobiltransport. Die Spedition
Riedle aus dem Allgäu gilt als Nachhaltigkeitspionier
und setzt auf innovative Klimaschutzlösungen:
So produziert das Unternehmen auf den Photovoltaikanlagen
seiner Hallendächer eigenen Strom und
verwendet in den Anlagen natürliche Kältemittel.
Bereits zwei »eTGX« im Einsatz
Die Erweiterung ihres Fuhrparks um den ersten
E-Truck war da nun der nächste logische Schritt.
Die Tricor-Gruppe integriert drei »eTGX Ultra«
in eine der modernsten Produktionsstätten für
Schwerwellpappe. Koopman Logistics, einer der
größten Logistikdienstleister der Benelux-Länder,
nutzt bereits zwei MAN »eTGX« für den klimafreundlichen
Automobiltransport und sammelt
wertvolle Erfahrungen im täglichen Einsatz.Auch
im Bereich Entsorgung und kommunale Dienstleistungen
setzen Unternehmen wie Bolz Entsor-
gung und Kircher Transporte auf die emissionsfreien
Fahrzeuge von MAN. Bolz Entsorgung nutzt die
neuen E-Trucks für einen geschlossenen Nachhaltigkeitskreislauf,
während Kircher Transporte die
Elektromobilität als strategischen Schritt für die
Zukunft betrachtet. Die LTG Landauer Transportgesellschaft
und die Ernst Frankenbach GmbH erweitern
ihre Flotten um E-Trucks, um den Anforderungen
moderner, nachhaltiger Logistik gerecht zu
werden, und verwenden fürs Laden den selbstproduzierten
Strom. »Das sind nur einige Beispiele, die
zeigen, wie Unternehmen aus unterschiedlichen
Branchen gemeinsam mit uns bei MAN die Transformation
der Transportbranche aktiv gestalten.
Die positiven Rückmeldungen unserer Kunden
bestätigen die Praxistauglichkeit, Wirtschaftlichkeit
und Innovationskraft dieser neuen Fahrzeuggeneration«,
führt Stefan Schall, Geschäftsführer
Vertrieb Truck, Van & Used der MAN Truck & Bus
Deutschland GmbH, aus und ergänzt: »Und dabei
spielt es keine Rolle, ob unsere E-Trucks in der Kiesgrube
oder im Fernverkehr eingesetzt werden. Die
Power und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
stehen denen der Dieselfahrzeuge in nichts nach.«
Die neuen E-Trucks von MAN, so der Hersteller, sollen
Maßstäbe in Sachen Reichweite und Effizienz
setzen: Mit einer Reichweite von rund 570 km ohne
Zwischenladung und einer modularen Batteriearchitektur
seien sie optimal auf die Anforderungen
zugeschnitten. Bei Nutzung von 100 Prozent Grünstrom
können die Fahrzeuge erhebliche CO₂-Einsparungen
erzielen.
d
104
März 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Alles griffbereit: Ausgestattet
ist die Sonderedition mit
einem Handwerkerausbau.
Kia »PV5 Cargo« mit
Würth-Handwerkerausbau
KIA – Aus Anlass des
80. Firmenjubiläums von
Würth ist der Kia-Transporter
aktuell in einer Sonderedition
am Markt, die einen
professionellen Würth-Handwerkerausbau
beinhaltet. Die
gemeinsame Aktion von Kia,
Würth und der Servicegesellschaft
Deutsches Handwerk
(SDH) ist auf 80 Fahrzeuge
limitiert, die bis zum 31. März
angeboten werden sollen.
Komfort
Ausgestattet ist der Transporter
mit hohem Komfort –
u. a. mit Assistenzsystemen,
Kameras, Sensoren sowie
Heizlösungen.
Der knapp 4,7 m lange »PV5
L2H1« zeichnet sich durch
einen 4,4 m3 großen Laderaum
mit niedrigen Einstiegskanten
aus (seitlich 399 mm, hinten
419 mm), hat eine Reichweite
von bis zu 416 km und
lässt sich laut Hersteller unter
optimalen Bedingungen in
nur 30 Minuten von 10 auf 80
Prozent aufladen. Aktuell stehen
zwei Batterievarianten zur
Wahl (51,5 bzw. 71,2 kWh) sowie
die drei aufeinander aufbauenden
Ausstattungslinien »Essential«,
»Plus« und »Elite«. Zur Serienausstattung
gehören schon
in der Ausführung »Essential«,
die ausschließlich in Kombination
mit dem 51,5-kWh-Akku
erhältlich ist, ein großformatiges
Infotainment- und Navigationssystem
(32,7 cm / 12,9 Zoll),
Klimaautomatik,
LED-Scheinwerfer,
Smart-Key, Bluetooth-
Frei sprecheinrichtung
mit
Sprach erkennung, Rückfahrkamera,
Parksensoren vorn und
hinten, Dämmerungssensor, Regensensor,
elektronische Parkbremse,
elektrische Fensterheber
mit Impulsfunktion, beheizbare
Außenspiegel und ein Batterievorheizsystem
sowie eine
breite Palette hochmoderner Assistenzsysteme.
Für den Handwerker-Einsatz,
so das Unterneh-
80 % leichtere Kette =
100 % glückliche Fahrer!
KIA
men, sei die Ausführung »Plus«
besonders geeignet, da hier neben
weiteren Komfortelementen
wie Sitzheizung für Fahrer
und Beifahrer, Lenkradheizung
und induktiver Smartphone-Ladestation
die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load)
zum Serienumfang
gehöre, die eine leistungsstarke
230-V-Steckdose (max.
3,6 kW) im Laderaum beinhalte.
Der originale Würth-Handwerkerausbau
umfasst bei
der Sonderedition des »PV5
Cargo« u. a. einen passenden
Holzboden mit integrierten
Zurrösen, stabile Regalsysteme
links und rechts mit Fächern
und Schalen für Werkzeuge und
Kleinteile, eine Airline-Zurrschiene
zur Ladungssicherung,
Schlauchhalter, LED-Innenbeleuchtung,
zwei robuste Werkzeugkoffer
sowie eine mobile
Powerstation »Würth Mopo700«
mit 700 W Ausgangsleistung und
einer Nennenergie von 504 Wh.
Bei der Anschaffung der Sonderedition
bietet Kia Sonderkonditionen.
Leichter sichern mit der textilen Zurrkette
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Bau- & Nutzfahrzeuge www.donova.info März 2026 105
GIPO (3)
Sicherer Transport
von Großmaschinen
Bevor Brech- und Siebanlagen
ihren Dienst aufnehmen können,
müssen sie gewöhnlich über
weite Strecken zum Einsatzort
bewegt werden, zumeist im
Straßentransport per Tieflader.
RUD KETTEN – Brech- und Siebanlagen müssen vor Einsatzbeginn oft über weite
Strecken transportiert werden. In diesem Zusammenhang die nötige Sicherheit zu
gewährleisten, erfordert den Einsatz hochwertiger Hebe- und Ladungssicherungstechnik.
Die Gipo AG aus Seedorf im Schweizer Kanton Uri setzt auf Anschlag- und
Zurrpunkte des deutschen Spezialisten RUD.
Anforderungen
Aufgrund ihrer Abmessungen
und des Gewichts stellen
Sieb- und Brechanlagen
höchste Anforderungen an die
Anschlag- und Zurrtechnik.
Spektakulär sind sie, die großen Maschinen: Mobile
Brechanlagen wie die Prall-, Backen- und
Kegelbrecher der Schweizer Gipo AG sind kein alltäglicher
Anblick, und auch die Leistungen, die sie
erbringen, sind alles andere als alltäglich. Mehrere
Hundert Tonnen Gestein, Beton oder Asphalt zertrümmern
sie pro Stunde – auf Abbruchbaustellen,
in Bergwerken und Steinbrüchen, aber auch in der
Baustoffindustrie. Sie erfüllen damit wichtige Materialaufbereitungsfunktionen,
sei es in Recycling
und Rohstoffverwertung oder in der Prozessvorbereitung.
Mehr als 1 350 solcher gigantischen Aufbereitungssysteme,
neben Brechern u. a. auch Siebanlagen,
hat das 1973 gegründete Unternehmen
in den vergangenen Jahrzehnten weltweit ausgeliefert.
Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang ist
der Schweizer Materialaufbereitungspionier auch
um stete Verbesserungen im Bereich der Transportsicherung
bemüht. Denn bevor die Brech- und Siebanlagen
ihren Dienst aufnehmen können, müssen
sie gewöhnlich über weite Strecken zum Einsatzort
bewegt werden. Das bedeutet überwiegend Straßentransporte
per Tieflader, zuweilen aber auch eine
Beförderung auf dem Schienen-, Luft- oder Seeweg
oder sogar per Materialseilbahn. Hinzu kommt
nicht selten eine Teilzerlegung vor dem Transport
samt anschließender Remontage am Einsatzort.
Große Herausforderung
Die nötigen Hebe- und Ladungssicherungsprozesse
unter Einhaltung aller Arbeitsschutzvorgaben, Maschinenrichtlinien
und verkehrsrechtlichen Vorschriften
zu realisieren, ist bei mobilen Materialaufbereitungssystemen
eine hochkomplexe Aufgabe.
Mit über 10 m Länge, rund 3 m Breite, bis
zu 4 m Höhe und einem Gesamtgewicht von teilweise
mehr als 100 t stellen Brech- und Siebanlagen
nicht nur allerhöchste Anforderungen an die
Transportmittel, sondern auch an die transportbezogene
Anschlag- und Zurrtechnik. Aufseiten
des Maschinenherstellers stehen in diesem Kontext
vor allem die Anschlag- und Zurrpunkte der
106
März 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
Materialaufbereitungssysteme im Fokus. Sie sind
meist fester Bestandteil der Maschinenkonstruktion
und überwiegend mit dem Rahmen der Anlagen
verschweißt. Beim Transport dienen sie zur Befestigung
der ladungssichernden Zurrketten, bei Hebevorgängen
zur Befestigung der Kettengehänge
oder Hebeseile. Die optimale Positionierung dieser
Anschlag- und Zurrpunkte zu ermitteln, gestaltet
sich bei Maschinen dieser Größenordnung jedoch
oft alles andere als einfach.
Diese Erfahrung musste wiederholt auch Gipo
machen: Zum einen bieten die Maschinen trotz
ihrer gigantischen Abmessungen oft nur begrenzten
Platz für eine Positionierung, die eine optimale
Krafteinleitung möglich macht. Zum anderen werden
die Brech- und Siebanlagen stets kundenindividuell
ausgeführt, was es lange Zeit als ausgeschlossen
erscheinen ließ, standardisierte Positionen für
die Anschlag- und Zurrpunkte zu definieren. Positionierungen
zu finden, die für die nötige, allen Normen
entsprechende Hebe- und Transportsicherheit
sorgen, erforderte deshalb stets von Neuem zeitaufwendige
Berechnungen.
Alternative Lösungsansätze
Um hier weitere Verbesserungspotenziale zu erschließen,
suchte Gipo die Zusammenarbeit mit
dem deutschen Anschlag- und Zurrmittelspezialisten
RUD. Das Unternehmen von der schwäbischen
Ostalb verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich
großdimensionierter mobiler Maschinen und
konnte schon in einem frühen Stadium der Konstruktion
beratend tätig werden.
Nach einer detaillierten Analyse des Status
quo bei den Gipo-Brech- und -Siebanlagen und der
Durchführung umfassender Musterberechnungen
sprachen die RUD-Experten eine Empfehlung aus,
die von den bisherigen Lösungsansätzen deutlich
abwich: Statt schweißbarer Anschlag- und Zurrpunkte
mit beweglichem Bügelelement oder einfacher
Hebelaschen und Zurr ösen sollten künftig
starre schweißbare Anschlag- und Zurrpunkte vom
Typ »W-ABA« bzw. »L-ABA« eingesetzt werden.
Für hohe Zurrkräfte
Diese von RUD entwickelten Befestigungspunkte
werden aus einem Stück geschmiedet und sind allseitig
belastbar, was Limitationen bei der Krafteinleitung
reduziert. Sie sind für Lasten von 0,8 bis
31,5 t bzw. für Zurrkräfte von bis zu 20 000 daN
verfügbar und vierfach (»W-ABA«) bzw. zweifach
(»L-ABA«) gegen Bruch gesichert. Durch eine umlaufende
Kehlnaht mit dem Maschinenrahmen
verschweißt, unterliegen sie nicht der Gefahr einer
Spaltkorrosion, sodass sie ohne Weiteres auch
im Außenbereich einsetzbar sind. Verschleißlinsen
im Ringkörper zeigen jederzeit den Grad der Abnutzung
an und lassen dadurch auch zuverlässig
Die vierfach gegen Bruch gesicherten
»W-ABA«-Anschlagpunkte
sind für Lasten von 0,8 bis 31,5 t
verfügbar und ermöglichen sichere
Hebevorgänge in der Fertigung sowie
bei Zerlegung und Remontage
im Transportzusammenhang.
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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 107
Die allseitige Belastbarkeit der
RUD-Anschlag- und -Zurrpunkte
ermöglichte es Gipo erstmals,
trotz der kundenindividuellen
Ausführung seiner Anlagen
standardisierte Positionen für
die Anbringung der Befestigungspunkte
zu definieren.
erkennen, wann der Zeitpunkt zum Austausch gekommen
ist. Auch das erweist sich in der Praxis als
praktisches wie geschicktes Feature.
Einsatz bei Prallbrechern
Die skizzierten Lösungsparameter überzeugten
auch Gipo, sodass die Entscheidung fiel, diese Anschlag-
und Zurrpunkte bei künftigen Neuentwicklungen
einzuplanen. Erstmals zum Einsatz kamen
sie bei der Konstruktion der neuen Flaggschiffe des
Schweizer Unternehmens, der Prallbrecher »P 101
Giga« und »P111 Giga«. Beide Anlagen sind serienmäßig
mit »W-ABA«- und »L-ABA«-Anschlag- und
-Zurrpunkten von RUD ausgestattet, die jeweils im
MIG / MAG-Schweißverfahren mit dem Rahmen der
Brecher verbunden werden.
Die Gesamtzahl der verbauten Befestigungspunkte
variiert je nach individueller Ausführung
der Anlage und liegt meist zwischen 10 und 30 Stück.
Alle Zurrpunkte sind so berechnet, dass selbst bei
erheblicher Potenzierung des Maschinengewichts
durch die Beschleunigungskräfte eine normkonforme
Ladungssicherung garantiert ist, wie das Unternehmen
an dieser Stelle mitteilt.
Allseitige Belastbarkeit
Größter Vorteil der »W-ABA«- und »L-ABA«-Anschlag-
und -Zurrpunkte von RUD ist nach Einschätzung
der Spezialisten von Gipo deren allseitige Belastbarkeit.
Sie erhöht die konstruktive Flexibilität
massiv und ermöglichte es dem Schweizer Hersteller
erstmals, trotz der kundenindividuellen Ausführung
seiner Anlagen standardisierte Positionen
für die Anbringung der Anschlag- und Zurrpunkte
zu definieren. Der vormals hohe Berechnungsaufwand
reduzierte sich dadurch deutlich und beschränkt
sich nunmehr auf die Bestimmung der je
nach Anlage erforderlichen Hebe- und Sicherungskapazitäten
(Work Load Limit / WLL bzw. Lashing
Capacity / LC).
Nötige Sicherheit gewährleisten
Abstriche bei der Sicherheit gehen damit nicht einher,
ganz im Gegenteil: Da aufgrund der allseitigen
Belastbarkeit in jedem Lastfall die nötige Sicherheit
gewährleistet ist, können die Schwerlasttransporteure
lastrichtungsunabhängige Verzurrungen
vornehmen und so unkompliziert die bestmögliche
Transportsicherung realisieren, wie das Unternehmen
sagt.
Darüber hinaus wird u. a. auch der Transport
höherer Gesamtlasten möglich, was Zerlegungsoptionen
erübrigen und dadurch weitere konstruktive
Einschränkungen beseitigen kann. Beim Heben
wiederum vereinfacht die allseitige Belastbarkeit
ein sicheres Anschlagen und erleichtert dadurch
u. a. die Auswahl von Kettengehängen und Modultraversen.
Insgesamt also eine optimale Lösung, die
anwendernah entwickelt wurde und Sicherheit sowie
Zuverlässigkeit bietet.
d
108
März 2026
Bau- & Nutzfahrzeuge
»Arocs« stellt sich
Schneemasse
Im Rahmen der Winterveranstaltung
stellte der »Arocs«
seine Fähigkeiten unter Beweis.
DAIMLER TRUCK – Tatsache ist: Der Mercedes-Benz »Arocs« ist
bestens für schwere Einsätze abseits befestigter Straßen geeignet.
Seine robuste Rahmenkonstruktion, leistungsstarken Antriebe und
vielfältigen Fahrwerkskonfigurationen machen ihn zum geeigneten
Arbeitsgerät – auch für Extremeinsätze wie den Schneedienst im
Rahmen des Biathlon-Weltcups in Oberhof.
Traktionsstarke Antriebskonzepte,
Differenzialsperren
und Offroad-Ausstattungen ermöglichen
sicheres Arbeiten
auch bei Schnee, Eis und starken
Steigungen. Gerade beim
Rangieren auf schmalen Zufahrten,
im Stadionumfeld oder auf
Waldwegen spielt der »Arocs«
seine Stärken aus: hohe Wendigkeit,
präzise Fahrzeugkontrolle
und eine auf den Baustelleneinsatz
ausgelegte Ergonomie
unterstützen die Fahrer bei langen
Einsatzzeiten.
DAIMLER TRUCK
Flexible Bereitstellung über
Mercedes-Benz »CharterWay«
Die eingesetzten »Arocs« stammen
aus der Mietflotte von Mercedes-Benz
»CharterWay«, einem
Angebot der Daimler Truck Financial
Services. Mercedes-Benz
»CharterWay« betreibt bundesweit
eine Flotte von rund 6 000
Nutzfahrzeugen und bietet flexible
Mietlösungen vom kurzfristigen
Einsatz bis zur Langzeitmiete.
Neben konventionellen
Antrieben umfasst das Portfolio
auch rund 150 batterieelektrische
Fahrzeuge; der Ausbau der E-Flotte,
u. a. mit dem »eActros 600«, ist
Teil der strategischen Ausrichtung
als ganzheitlicher »Truckas-a-Service«-Anbieter.
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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 109
AKTUELLES
Neue Partnerschaft zwischen
Kramp und Zucchetti Centro Sistemi
KRAMP – Die Kramp-Gruppe hat ihr Netzwerk erweitert und ist eine neue Partnerschaft
mit dem italienischen Unternehmen Zucchetti Centro Sistemi (ZCS) eingegangen, das auf
die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Robotern für Garten und Swimmingpools
spezialisiert ist.
Durch die Zusammenarbeit
ergänzt Kramp laut eigener
Aussage sein Sortiment gezielt
durch renommierte Marken wie
beispielsweise Ambrogio, Wiper
und Techline aus dem Hause
Zucchetti Centro Sistemi. Um
den Fachhandel bestmöglich
zu unterstützen, so das Unternehmen
weiter, fokussiere sich
Kramp nunmehr auch darauf,
Neue Partnerschaft zwischen Kramp und ZCS.
sein Ersatzteilsortiment nebst
Zubehör in den Bereichen Landwirtschaft,
Forst & Garten sowie Bau kontinuierlich zu erweitern. Durch das starke Wachstum im
Bereich der Mährobotik baue Kramp diesen Produktbereich entsprechend aus, damit Händler
in ihren Werkstätten eine immer größere Vielfalt an Maschinen warten können. Auch das ist ein
Schritt, um den gestiegenen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und sich zukunftsfähig
aufzustellen. »Mit dem wachsenden Markt für Robotiklösungen passt Kramp sein Sortiment kontinuierlich
an, um Händlern eine breite Auswahl zu bieten«, sagt Mateusz Ciesielski, Head of Forest
& Grass Care bei Kramp. Michele Balò, Sales-Manager von ZCS Robotics, dazu: »Unsere Zusammenarbeit
mit Kramp ermöglicht es uns, unseren Händlern Original-Ersatzteile deutlich schneller
und zuverlässiger bereitzustellen – und gleichzeitig höchste Produktstandards zu gewährleisten
sowie den Wert und die langfristige Leistungsfähigkeit der Produkte zu erhalten.«
d
KRAMP
Yanmar macht Saint-Dizier zur
europäischen Produktionszentrale
Yanmar CE – Derzeit gestaltet Yanmar CE EMEA
seine europäische Industriepräsenz neu – mit einer
umfassenden Erweiterung des Standorts Saint-Dizier
und einer fokussierten Produktstrategie zur langfristigen
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit der
Erweiterung des Standorts Saint-Dizier in Frankreich
und einer klaren strategischen Ausrichtung seiner
Kernproduktlinien schafft Yanmar CE die Grundlage
für eine stärkere und agilere Organisation. »Da sich
der Markt für kompakte Baumaschinen stabilisiert und
wieder wächst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, uns neu
zu organisieren und in Fähigkeiten zu investieren, die
uns stärker, agiler machen und noch näher an unsere
Kunden bringen«, sagte Jon Lopez, Präsident der
Region EMEA von Yanmar CE. »Unsere Strategie ist
klar: Wir investieren in die Zukunft.«
d
Standorterweiterung in Saint-Dizier.
YANMAR CE
Fachmesse »Parts & Service World«
öffnet dieses Jahr wieder die Tore
PSW – Vom 6. bis 8. November wird Kassel erneut zum zentralen Treffpunkt
der Land- und Baumaschinen-, Kommunaltechnik-, Nutzfahrzeug-
und Motorgeräte-Branche. Die »Parts & Service World«, kurz PSW, kehrt
mit einem frischen Erscheinungsbild zurück und bietet internationalen
Fachbesuchern eine umfassende Plattform für Neuheiten, Trends und
Innovationen rund um Ersatzteile und Service.
Die PSW beginnt am 6. November in Kassel.
Die Erfolgsgeschichte der PSW setzt sich fort. Nach dem Besucherrekord
von 17 500 Fachbesuchern im Jahr 2024 wird sie auch in diesem Jahr wieder
Fachhändler, Werkstätten und Branchenexperten aus Deutschland und ganz
Europa nach Kassel locken. Mit neuen Impulsen, frischen Ideen und einem
modernen Look positioniert sich die PSW erneut als führende Fachmesse
für Service und Ersatzteile. Schon früh füllen sich die Messehallen: Über
110 Aussteller präsentieren dort bereits ihre Produkte, Dienstleistungen und
Innovationen für die gesamte Branche. Die starke Nachfrage unterstreicht
die Bedeutung der PSW als zentrale Plattform für Austausch und Geschäftsanbahnung.
Unternehmen, die sich noch einen Standplatz sichern möchten,
können sich weiterhin online bewerben. Ein Highlight ist auch in diesem Jahr
wieder die Live-Werkstatt, in der neueste Technik und moderne Werkstattausrüstung
praxisnah vorgestellt werden. Ergänzt wird das Messeangebot durch
die PSW Academy, die mit einem hochwertigen Vortragsprogramm zusätzlichen
Mehrwert für Fachbesucher bietet. Bereits bei der letzten Ausgabe der
PSW informierten sich Fachbesucher aus 19 Nationen über aktuelle Entwicklungen
der Branche. Neben Gästen aus zahlreichen europäischen Ländern wie
Frankreich, Polen, Großbritannien und Spanien reisten auch Besucher aus den
USA und Kanada nach Kassel. Mit 17 500 Fachbesuchern verzeichnete die PSW
2024 ein deutliches Wachstum gegenüber 2022. Für dieses Jahr rechnen die
Veranstalter erneut mit steigenden Besucher- und Ausstellerzahlen. d
PSW
110
März 2026
Aktuelles
Triangle kündigt strategische
Investition in Kambodscha an
TRIANGLE TYRE – Triangle Tyre Co., Ltd. hat eine Investition in Höhe
von 460 Mio. US-Dollar für den Bau einer neuen Produktionsstätte in
Kambodscha genehmigt, die eine Jahreskapazität von 6 Mio. Radialreifen
für PKW (PCR) und 1 Mio. Radialreifen für Lkw und Busse (TBR)
haben wird und damit das ausgewogene sowie diversifizierte Produktportfolio
von Triangle stärkt.
Die neue Anlage wird in der Provinz Svay Rieng in Kambodscha entstehen.
Der Baubeginn ist für März vorgesehen, die Bauzeit wird voraussichtlich
etwa 17 Monate betragen. Das Projekt steht in vollem Einklang
mit der langfristigen globalen Entwicklungsstrategie von Triangle Tyre, die
darauf abzielt, die Flexibilität in der Fertigung zu erhöhen, die Lieferketten
zu optimieren und ein nachhaltiges Wachstum in wichtigen internationalen
Märkten zu unterstützen. Die Produktionsstätte in Kambodscha soll Europa,
Nordamerika, den Nahen Osten und Afrika sowie Südostasien beliefern –
Regionen, in denen Triangle Tyre eine starke Marktpräsenz und langjährige
Kundenbeziehungen aufgebaut hat. Das Projekt soll durch eine diversifiziertere
Produktionsstruktur zu betrieblicher Effizienz, verbesserter Logistik
und erhöhter Widerstandsfähigkeit führen. Die Teilnahme Kambodschas
an den Rahmeninitiativen ASEAN, RCEP, Belt and Road und Lancang-Mekong
Cooperation in Verbindung mit wettbewerbsfähigen industriellen
Bedingungen und der Nähe zu wichtigen Rohstoffquellen macht das Land
TRIANGLE
Triangle investiert in den Bau einer neuen Produktionsstätte.
zu einem strategischen Standort, um die globalen Ambitionen von Triangle
Tyre zu unterstützen. Corrado Moglia, General Manager von Triangle Tyre
Europe, kommentierte die Ankündigung wie folgt: »Diese Investition ist ein
entscheidender Schritt in der globalen Industriestrategie von Triangle Tyre
und sendet eine sehr klare Botschaft an den europäischen Markt. Durch
die Stärkung unserer Produktionspräsenz außerhalb Chinas können wir
die Stabilität unserer Lieferkette, unsere operative Flexibilität und unsere
langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. Für unsere europäischen
Partner und Kunden unterstreicht dieses Projekt das Engagement
von Triangle Tyre.«
d
FINANZIERUNGSGESELLSCHAFT
XCMG stärkt Finanzierungsaktivitäten in Europa
nachhaltig mit eigener Finanzierungsgesellschaft
XCMG – Die neu gegründete XCMG European Financial Leasing GmbH hat im Januar
ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Zuvor hat sie von der BaFin die Lizenz
für Finanzierungsleasing und Factoring erhalten. Mit der neuen hundertprozentigen
Tochtergesellschaft etabliert XCMG unter der Leitung von Thomas Pirlich und
Rudolf Wesseln eine zentrale Finanzierungseinheit in Europa, die unter der Marke
XCMG Finance Finanzierunglösungen für Händler und Endkunden anbietet.
»Maschinen, Service und Finanzierung kommen vollständig aus einer Hand. Das verkürzt
Entscheidungswege und beschleunigt Geschäftsabschlüsse«, erklärt Thomas Pirlich.
Leasing biete für viele Kunden entscheidende Vorteile – von der entlasteten Bilanz über
planbare Kosten bis hin zu Finanzierungsmodellen, die exakt auf das Budget und die
betriebliche Situation zugeschnitten sind. Seit Januar sind sämtliche XCMG-Händler in
der Lage, neben Maschinen auch die zunehmend nachgefragten kundenspezifischen
Finanzierungskonzepte anzubieten. Den Händlern stehe darüber hinaus die Einkaufsfinanzierung
als zentraler Hebel für den Lagerausbau zur Verfügung, um schneller auf
Nachfrage reagieren zu können. Besonders Großkunden profitieren von der neuen Struktur:
Ihre Maschinenparks werden oft in kurzen Intervallen erneuert, und während komplexer
Bauvorhaben ändern sich Maschinenbedarfe regelmäßig. »Unsere Kunden erwarten
einfache, schnelle und verlässliche Finanzierungslösungen«, betont Pirlich. »Indem wir
Finanzierung und Produkt zusammenführen, machen wir Investitionsentscheidungen
deutlich leichter.« Der Finanzierungsprozess sei weitgehend digitalisiert und automatisiert.
»Unsere Stärke liegt in der Kombination aus Produktwissen und moderner Technologie«,
ergänzt Rudolf Wesseln. Nach einer Bonitätsprüfung lassen sich rasch verbindliche
Finanzierungszusagen erstellen – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, in dem die
technologische Entwicklung der Maschinen rasant voranschreitet. d
Geiger setzt auf Satteltieflader
»MultiMax« von Faymonville
FAYMONVILLE – GEIGER – Hier werden die eigenen
Transportkapazitäten klar erweitert: Die Geiger-
Gruppe investiert in einen Vier-Achs-Satteltieflader
des Typs »MultiMax« von Faymonville.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1923 hat sich die
Geiger-Gruppe mit Hauptsitz in Oberstdorf im Allgäu
zu einem vielseitigen, europaweit aktiven Firmenverbund
entwickelt. Als Familienunternehmen in vierter
Generation ist Geiger in den Bereichen Bauen, Sanieren,
Aufbereitung und Entsorgung tätig und setzt dabei
konsequent auf leistungsstarke Technik. Grundsätzlich
deckt die Geiger-Gruppe vielfältige Einsatzgebiete ab,
weshalb die Unternehmensgruppe auch auf hohe Flexibilität
und Vielfalt im eigenen Fuhrpark setzen muss. Mit
einem neuen Vier-Achs-»MultiMax«-Satteltieflader von
Faymonville erweitert das Unternehmen nun also auch
seine Transportkapazitäten um einen echten Allrounder:
Eine um 2 800 mm teleskopierbare Ladefläche, tiefe Radmulden
mit Aluminium-Abdeckungen, eine 3 850 mm
lange und 750 mm breite Löffelstielmulde, praktische
Verbreiterungen sowie Doppelrampen sollen laut Aussage
der Unternehmen maximale Einsatzvielfalt im täglichen
Betrieb ermöglichen. Hydraulisch gelenkte Achsen
sorgen hingegen für hohe Wendigkeit und machen nach
Ansicht von Faymonville selbst anspruchsvolle Zufahrtswege
problemlos beherrschbar.
d
Aktuelles März 2026 111
REDAKTIONSVERZEICHNIS
Unternehmen Seite IMPRESSUM
BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40
A Acde Europe AG 32
A Atlas GmbH 16
B BauPioniere 84
A Beutlhauser Holding GmbH 93
A Beyer-Mietservice KG 94
A Bluebeam GmbH 79
A BPS Software GmbH & Co. KG 74
A Brigade Electronics (EU) BV 87
Brokk DA GmbH 46
C Cams srl 68
A C. Christophel Maschinenhandel & Vermittlungen GmbH 62
A Clark Europe GmbH 15
A CMC S.r.l. 14
D Daimler Truck AG 12, 109
A Deutscher Abbruchverband e.V. 36
A Develon Construction Equipment 28
A DMS Technologie GmbH 31
A Doosan Bobcat EMEA 15
E Echo PRM GmbH 86
A Epiroc Construction Tools GmbH 30
A Epiroc Deutschland GmbH 66
F Faymonville Distribution AG 111
A Fliegl Fahrzeugbau GmbH 100
G Granit Parts – Wilhelm Fricke SE 14, 110
H HD Hyundai Construction Equipment Europe 50
A Holp GmbH 15
Husqvarna Deutschland GmbH 46
I Infrakit Group Oy 77
J JCB Deutschland GmbH 12
K KIA Deutschland GmbH 105
A Kögel Trailer GmbH 15
A Kramp GmbH 110
L Lehnhoff Hartstahl GmbH 34
A Liebherr France SAS 48
A Liebherr-Werk Biberach GmbH 92
A Liebherr-Werk Telfs GmbH 96
A LivEye GmbH 75
M MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 104
A Max Wild GmbH 17
A MB S.p.A 10
A Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH 14
N Nebolex Umwelttechnik GmbH 38
O OneStop Pro Software Solutions GmbH 80
P Palazzani Industrie S.p.A. 98
A Pfreundt GmbH 33
A PlanRadar GmbH 81
R RMStegos GmbH 77
A Rosenberger Telematics GmbH 88
A Rud Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG 106
A Ruthmann Holdings GmbH 99
S Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH 64
A SBM Mineral Processing GmbH 60
A Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 54
A Sensolus 78
A Simex S.R.L. 35
T Techtronic Industries Central Europe GmbH 82
A Triangle Tyre Co. Ltd 51, 111
U Ulrich Hoppe Unternehmensberatung 85
V VDBUM Service GmbH 22
A Volvo Construction Equipment Germany GmbH 13
A Vortex Zerkleinerungs- und Aufbereitungstechnik GmbH 63
W Wirtgen GmbH 70
A Wirtgen International GmbH 58
X Xcmg European Sales and Services GmbH 111
Y Yanmar Compact Equipment EMEA 110
Z Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) 16
A Zeppelin Baumaschinen GmbH 12, 52, 56, 76
A Zeppelin Rental GmbH 72
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
baumagazin@sbm-verlag.de
www.baumagazin-online.de
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-0)
Joachim Plath (-0)
Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)
OBJEKTLEITUNG
Tobias Haslach (-39)
REDAKTION
Dan Windhorst (dc)
Thomas Seibold (ts)
Jessy von Berg (jvb)
KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT
Norman Zenzinger (-33)
ANZEIGENDISPOSITION
Benjamin Chucholowski (-18)
Emilie Plath (-45)
Simon ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Schmalholz (-13)
1 10.05.21 11:4
MAGAZIN-LAYOUT
Lisa Schröder Leitung (-23)
Jessica Grahle (-0)
Imelda Weidhaas (-24)
Peter Kunze (-27)
Simone Frank (-38)
LESER- UND ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,
Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de
BANKVERBINDUNG
IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87
HypoVereinsbank Kempten
BIC HYVEDEMM428
AUTORENBILDER
Petra Reger
TITELBILDER
MB S.p.A; VDBUM/Dan Windhorst;
Kobelco; Rosenberger
IVW angeschlossen
ISSN 1610-3785
Alle Rechte vorbehalten.
© Layout-Konzept: Thomas Schürger
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 28 29 vom
1. Januar 2025. 2026. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit
Genehmigung des Verlages.
Jahresabonnements können nur bei Einhaltung
der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)
schriftlich beim Verlag gekündigt
werden.
Das Jahresabo kostet 55,– Euro
(11 Ausgaben, eine Doppelnummer)
inkl. MwSt. und Versandkosten;
bei Auslandslieferung 89,– Euro inkl. Versand.
Einzelpreis: 6,50 Euro (D), 6,65 SFr
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112
März 2026
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Tridemtieflader 31 t GG
Lenkachse, verbreiterbar,
feuerverzinkt
2-, 3- und 4-Achs-Tieflader-Anhänger
verbreiterbar,
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Tandem-Tieflader
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Baujahr: 2023 I Betriebsstunden: ca. 280
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Baujahr: 2022 I Betriebsstunden: ca. 15
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