02.03.2026 Aufrufe

bauMAGAZIN März 2026

Das Fachmagazin für die Baubranche Abbruch, Gewinnung, Hub- und Hebetechnik, Bau- und Nutzfahrzeuge Titelstory: MB Crusher Sonderthema: IT am Bau Giganten der Baubranche: Abbruchbagger

Das Fachmagazin für die Baubranche
Abbruch, Gewinnung, Hub- und Hebetechnik, Bau- und Nutzfahrzeuge
Titelstory: MB Crusher
Sonderthema: IT am Bau
Giganten der Baubranche: Abbruchbagger

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2026

03

Das Magazin & Fachportal für

Baumaschinen, Baugeräte & Baufahrzeuge

MB CRUSHER

Kraftvoll zubeißen

Präzision und Kontrolle auf jeder Baustelle

BLICKPUNKT

SONDERTHEMA

IT AM BAU

VDBUM

54. Großseminar: »Brücken

bauen – Zukunft gestalten«

Giganten der Branche

Die größten und schwersten

Abbruchbagger der Welt

Rosenberger Telematics

Telematiklösung für mehr

Digitalisierungskompetenz


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März 2026


46

INHALT28

60

03/2026

8 | Editorial |

10 | Zum Titel – MB Crusher | Beim Abbruch

von Wänden, Fundamenten oder Stahlbetonstrukturen

kommt es neben der richtigen Technik

vor allem auf das passende Werkzeug an.

MB Crusher will mit seinen neuen Abbruchzangen

der Serie »MB-P« und »MB-PT« die damit

verbundenen Anforderungen vollumfänglich

abdecken. Die Modelle eignen sich ideal für den

Primär- und Sekundärabbruch, die Volumenreduzierung

und das Metallschneiden.

12 | Namen und Neuigkeiten |

Baubranche aktuell

20 | bauGeflüster | Die bauMAGAZIN-Kolumne

ist brachial ehrlich, auf Krawall gebürstet

und hochsubjektiv. Mit »bauGEFLÜSTER«

rücken wir die wichtigsten News und Streit-

Themen der Branche klar in den Mittelpunkt.

BLICKPUNKT

1 ABBRUCH

22 | VDBUM | Anlässlich der 54. Auflage des VDBUM-

Großseminars war das bauMAGAZIN vor Ort in Willingen:

Zentrales Thema war es, Brücken zu bauen – und das sowohl im

wörtlichen wie übertragenen Sinne. Das

Event war gespickt mit der traditionellen

Podiumsdiskussion, der Vergabe

des Förderpreises sowie zahlreichen

Vorträgen, die sich mit der Frage

auseinandersetzten, wie sich die

Branche zukunftssicher, nachhaltig,

digital und insgesamt noch effizienter

aufstellen kann.

28 | Develon | Mit dem Raupenbagger

»DX245NHD« bietet sich ein vielseitiger

Abbruchhelfer

30 | Epiroc | Beim Rückbau der bestehenden

Struktur am Europa-Terminal in Antwerpen

arbeitet der »Epiroc HB 7000« unter Wasser

31 | DMS Technologie | Der eigens

entwickelte Abbruchgreifer ermöglicht

Arbeiten ohne Ausfall des Anbaugeräts

32 | ACDE | Im Rahmen des Ersatzneubaus

der Hochbrücke Bayreuth erfolgt der Rückbau

mit dem »BLTB-175L-5-W«-Hydraulikhammer

33 | Pfreundt | Präzise Wiegedaten

und digitale Prozesse durch smarte

Software direkt im Web-Portal

34 | Lehnhoff | Sortierlöffel statt Spezialgeräte:

Die drei Serien »MSL«, »CSL« und »HSL«

sollen das möglich machen

GIGANTEN

DER BRANCHE!

2 GEWINNUNG

35

35 | Simex | Neue Separatorlöffel

der Serie »VSE Tornado« für Bagger

von 1,5 bis 10 t vorgestellt

36 | Deutscher Abbruchverband | Die

Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung

nimmt Fahrt auf

38 | Nebolex | Effiziente Staubbindung

in Abbruch und Industrie mittels Wassernebel

erhöht Arbeitssicherheit

40 | bauMAGAZIN |

Wahre Abbruch-Monster: Diesmal

beschäftigen wir uns mit

den größten und schwersten

Abbruchbaggern der Branche.

Gleichzeitig werfen wir einen

Blick auf smarte Abbruchroboter.

48 | Liebherr France | Feinfühliger Großbagger

»R 978 SME« stellt sein Können im Sandbruch

von Beynon unter Beweis

50 | HD Hyundai | CR-Rental stellte der Manns

GmbH für ein anspruchsvolles Abbruchprojekt

zwei »HX800AL« zur Verfügung

4 März 2026

Inhaltsverzeichnis


70

31 76

51 | Triangle Tyre | Neue Verbindungs- und

Strukturschutztechnologie für riesige OTR-Reifen

in der Gewinnung vorgestellt

52 | Zeppelin – Caterpillar | Wolff & Müller

Quarzsande setzt im Werk Quedlinburg auf

Maschinen von Caterpillar

54 | Sennebogen | Der Seilbagger »6100 E«

beweist im Abbaugebiet seine Leistungsfähigkeit und

Flexibilität im Einsatz

66 | Epiroc | Durch eine neue Kabine für

die »SmartRoc T35«- und »T40«-Bohrgeräte

steigert Epiroc den Bedienkomfort

68 | CAMS | Das Unternehmen präsentiert auf

der Conexpo zwei Maschinen für Recyclingund

Straßenbauanwendungen

70 | Wirtgen | Surface-Miner im

schneidenden Abbauverfahren eingesetzt

56 | Zeppelin-Caterpillar | Produktreihe

weiter ausgebaut: Neuer Radlader »980 GC«

erweitert das 30-t-Segment

58 | Kleemann | In Brasilien ergänzt

ein Kleemann-Anlagenzug eine mobile

Ciber-Asphaltmischanlage

60 | SBM Mineral Processing | Hohe

Produktionsleistung der »Remax 600« sichert

Ressourcenschonung bei Bauprojekt der Strabag AG

62 | Christophel | Die Firma Gerhard Tummes

setzt auf die von Christophel bereitgestellte

»Portafill MR-5X«

63 | Vortex | Ende 2025 lieferte Vortex einen

semimobilen Brecher an einen Kunden in Brasilien,

der einen Hartgestein-Steinbruch betreibt

64 | Sandvik | Modernisierung von Anlagen

der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH bei

laufendem Betrieb durchgeführt

60

3 SONDERTHEMA:

IT AM BAU

72 | Zeppelin Rental | Das Unternehmen erklärt,

wie die Nutzung von BIM-Objekten die digitale Planung

einer Baustelle vereinfachen kann

74 | BPS Software | Auf der digitalBAU

sollen die neuen KI-Funktionen der ERP-Lösung

»bps bau« gezeigt werden

75 | LivEye | »Smart by Day« erweitert

die Videoüberwachung am Bau um die virtuelle

Baustellenansicht am Tag

76 | Zeppelin Baumaschinen | Mensch und

Maschine verbinden: Warum Displays in

Baumaschinen so wichtig geworden sind

S. 71

77 | RMStegos | Die digitale Geräteabrechnung

bei Arge-Projekten ermöglicht die zentrale Erfassung

aller Baugeräte

77 | Infrakit | Digitales Baumanagement

durch Cloud-Plattform vereinfachen und für

alle Beteiligten zugänglich machen

Inhaltsverzeichnis

März 2026


87 | Brigade | Die »KI-Box« als smarte

Nachrüstlösung soll für mehr

Fahrzeugsicherheit sorgen

82

78 | Sensolus | Um logistische Prozesse

effizienter zu gestalten, setzt Max Bögl

auf IoT-Tracking-Lösungen

79 | Bluebeam | Das Unternehmen

erklärt, worauf es bei einer effizienten

Baustellenlogistik ankommt

80 | OneStop Pro | Das Feature »Automatische

Verbuchung« erfasst Maschinenbewegungen

selbstständig und in Echtzeit

81 | PlanRadar | KI beschleunigt den Übergang

von isolierten digitalen Einzellösungen hin zu

integrierten Plattformen

82 | Milwaukee | Anwender und Werkzeug für

mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort auf der

Baustelle einfach vernetzen

84 | BauPioniere | Das Unternehmen erklärt,

wie Personalgewinnung mithilfe einer vernetzten

Recruiting-Infrastruktur gelingen kann

88 | Rosenberger Telematics | Praxisbeispiel:

Wie sich Digitalisierung in der Bauwirtschaft

sicher und einfach umsetzen lässt

4 HUB- & HEBETECHNIK

92 | Liebherr-Biberach | Mehrere Kräne

beim Bau der Ytre-Steinsund-Brücke

in Norwegen im Einsatz

93 | Beutlhauser | Ein Liebherr

»630 EC-H 50« übernimmt den Schwer lasthub

auf einer beengten Baustelle

94 | Beyer-Mietservice | Spezialmaschinen

erleichtern die Glasmontage am

Fachmarktzentrum Altenkirchen

96 | Liebherr-Telfs | Der neue Teleskoplader

»T48-8s« wurde mit mehr Reichweite und

Hubhöhe entwickelt

98 | Palazzani | Die Safety Lift GmbH

aus Hagen wird Exklusivpartner für

den Vertrieb in Deutschland

99 | Ruthmann | Steiger »T 570 HF Hybrid«

bewährt sich bei lokal emissionsfreiem

Einsatz in alpiner Umgebung

100

5 BAU- & NUTZFAHRZEUGE

85 | Ulrich Hoppe | Moderne Maschinenund

Werkzeugverwaltung für rechtskonformen,

effizienten Wartungsprozesses

86 | Echo PRM | Digitaler Produktpass als

Werkzeug für Transparenz, Kreislaufwirtschaft

und Flottenmanagement

96

100 | Fliegl | Innovation Days

2026: Fliegl zeigte den Um- und

Neubau seiner Fertigungen sowie

einen Querschnitt seiner wichtigsten

Lösungen auf.

VOR ORT

104 | MAN Truck & Bus | Elektro-Lkw

sind auf dem Vormarsch: Wachsende

Bedeutung der E-Trucks

105 | KIA | Sonderedition des »PV5 Cargo«

mit Würth-Handwerkerausbau anlässlich

des 80. Firmenjubiläums

106 | RUD Ketten | Beim Transport

von Großmaschinen auf Anschlag- und

Zurrpunkte von RUD gesetzt

109 | Daimler Truck | Bei Wind und

Wetter: Der »Arocs« stellt seine Fähigkeiten

im Schnee unter Beweis

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RUBRIKEN

110 | Aktuelles |

92

112 | Impressum |

112 | Redaktionsverzeichnis A – Z |

113 | Der bauMAGAZIN-Marktplatz |

6 März 2026

Inhaltsverzeichnis


Die Normen sprengen

Kompakt, kraftvoll, ausgezeichnet:

Die A-Serie von Hyundai

Mit der A-Serie präsentiert Hyundai eine neue Generation von Kompaktbaggern

im Segment von 1 bis 8,5 Tonnen – Maschinen, die weit mehr sind als reine

Arbeitsgeräte. Statt auf Standardlösungen zu setzen, definiert Hyundai in

dieser Klasse die Maßstäbe neu: von durchdachtem Bedienkomfort über

präzise Steuerbarkeit bis hin zu modernster Technik. Die Modelle der A-Serie

vereinen Leistungsstärke mit ergonomischem Design und intelligenter

Funktionalität. Die Baureihe wurde bereits mit dem renommierten Red Dot

Design Award ausgezeichnet. Wer Effizienz, Komfort und Innovationskraft neu

erleben möchte, findet in der A-Serie eine überzeugende Alternative. Es ist

Zeit, Gewohntes zu verlassen – und mit Hyundai neue Standards zu setzen.

Sprengen Sie die Normen jetzt


03/26

EDITORIAL

Das Land der Dichter,

Denker – und Brückenbauer…

Mit Brücken ist das so eine Sache: Aufgrund ihrer enormen Tragfähigkeit

und baulichen Komplexität gelten sie als Meisterwerke der Ingenieurskunst.

Und die Geschichte hat gezeigt, dass der Mensch dazu in der Lage

ist, andere Ufer zu erreichen. Man hat sogar ganze Meere überwunden.

Und in Deutschland? Hier tun Brücken vor allem eines – sie bröckeln…

»In Deutschland tun Brücken

vor allem eines – sie bröckeln.«

Inzwischen gelten knapp 16 000 Brücken in

Deutschland als baufällig – und dieses infrastrukturelle

Desaster ist keinesfalls über Nacht

entstanden. Ein Mahnmal dafür, dass die deutsche

Politik ein wirklich gewaltiges Brückenproblem

hat, war der Teileinsturz der Carolabrücke in

Dresden. Die Folge war, dass man sich schmerzlich

an die Bilder vom Einsturz der Morandi-Brücke

erinnert. In Genua verloren damals 43 Menschen

ihr Leben. Und man war froh darüber, dass in Dresden

lediglich ein bisschen Beton zu Bruch gegangen

ist. Aber der Teileinsturz hat alte Wunden aufgerissen:

Aufgrund der schieren Masse an sanierungsbedürftigen

Brücken, Straßen, Schienen und Tunneln

stellt sich zu Recht die Frage, wie man es überhaupt

so weit hat kommen lassen. Denn unabdingbare

Tatsache ist: Brücken werden in der

Regel ziemlich langsam alt, sie werden

nicht plötzlich rissig – sie wurden

schlichtweg über Jahrzehnte hinweg

ignoriert. Auf den ersten Blick ließe

sich meinen, Deutschland habe in

den zurückliegenden Jahrzehnten dringlichere

Löcher stopfen müssen. Böse Zungen behaupten

aber, dass es der jeweiligen Regierung schlicht

und ergreifend egal war. Und das passiert vorrangig

dann, wenn Politiker in Legislaturperioden denken.

Statt massiv in den Erhalt der Infrastruktur zu

investieren, wurden langfristig gedachte Brücken-

und Straßensanierungen auf die lange Bank geschoben.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Schienennetz:

Dort lagen die staatlichen Investitionen in

den 1990er- und 2000er-Jahren dramatisch unter

dem Niveau anderer EU-Länder. Die Folge: massiver

Gleisrückbau sowie Stilllegung zahlreicher

Überholgleise und Nebenstrecken, was zu eklatanten

Engpässen im Netz, weniger Ausweichmöglichkeiten

für den Güterverkehr und zur mittlerweile

weltberühmten Unzuverlässigkeit der Deutschen

Bahn (DB) führte. Und der Stand der Dinge

ist: Was die Regierungen unter Helmut Kohl (CDU),

Gerhard Schröder (SPD), Angela Merkel (CDU) und

Olaf Scholz (SPD) sträflich verpennt haben, darf

die aktuelle Bundesregierung unter Friedrich Merz

(CDU) mit einem 500 Mrd. Euro teuren Sondervermögen

kitten – und das in einer Zeit, in der wir das

Geld an wahrlich allen Ecken und Kanten brauchen.

Schlimm ist, dass die im wahrsten Sinne »untragbaren«

Zustände der deutschen Brücken über so

viele Jahre hinweg ignoriert wurden. Und das,

obwohl die zuständigen Bauwerksprüfer seit Jahren

davor warnen. Natürlich ließe sich jetzt sagen,

dass beim Bau der nunmehr maroden Brücken niemand

damit rechnen konnte, dass wir heute ein derart

hohes Verkehrsaufkommen erleben – die benötigte

Tragfähigkeit, Standsicherheit und Robustheit

sind mittlerweile um ein Vielfaches gestiegen. Aber

ich wiederhole: Brücken fangen nicht »mal eben«

an zu bröckeln. Eine intakte Infrastruktur ist das

Rückgrat einer jeden Wirtschaft, weshalb wir darauf

hoffen müssen, dass es künftige Regierungen

besser machen. Verwundert hat es im Übrigen

nicht, dass »Brücken bauen« auch zentrales Thema

beim zurückliegenden VDBUM-Großseminar war:

In Willingen trafen die wichtigsten Größen der Baubranche

zusammen – und das bauMAGAZIN berichtet

darüber ab Seite 20 in dieser Ausgabe. Eine zentrale

Erkenntnis hieraus: Es ist höchste Zeit, dass wir

jetzt den Preis für unsere Ignoranz bezahlen – denn

so wie es gerade läuft, ist es tatsächlich nicht mehr

»tragfähig«. In diesem Sinne: Lassen Sie uns Brücken

bauen – und zwar schnell!

Dan Windhorst,

Chefredakteur

8

März 2026

Editorial


KEINEN CAT KANN ICH

MIR NICHT LEISTEN.

Als Familienunter nehmen stehen wir seit über 110 Jahren für Verbindlichkeit, hohe Qualität sowie Respekt und Ehrlichkeit

im Umgang miteinander. Werte, die wir leben und für die wir starke Partner brauchen. Zeppelin bietet uns seit

vielen Jahren moderne, zuverlässige Maschinen und einen Rund-um-Service ohne Wenn und Aber. Darauf zu verzichten –

das können wir uns nicht leisten.

Ralf Eggers, Geschäftsführender Gesellschafter

Eggers Gruppe, Hamburg

zeppelin-cat.de

März 2026


ZUM TITEL

Kraftvoll zubeißen:

Präzision und Kontrolle

auf jeder Baustelle

Um die unterschiedlichsten Anforderungen

abdecken zu können, stehen zwei

Modellreihen zur Auswahl: die »MP-P«-

Serie für Hydraulikbagger von ca. 1,5

bis 6,5 t und die »MB-PT«-Modelle für

Maschinen von ca. 6,5 bis 25 t.

MB CRUSHER – Beim Abbruch von Wänden, Fundamenten oder Stahlbetonstrukturen

kommt es neben der richtigen Technik vor allem auf das passende Werkzeug an.

Abbruchzangen eignen sich hierfür ideal, da sie vielseitig nutzbar sind. Gleichwohl

sind die Anforderungen an diese Anbaugeräte hoch: Sie müssen nicht nur dem

täglichen Baustellenstress und einer hohen Belastung standhalten, sondern auch Zeit

sowie Mühe sparen. MB Crusher erfüllt mit seinen neuen Abbruchzangen der Serie

»MB-P« und »MB-PT« diese Anforderungen. Die Modelle decken vom Primär- und

Sekundärabbruch über die Volumenreduzierung bis hin zum Metallschneiden

Aufgaben aller Art effizient und zuverlässig ab.

Made in Italy

In die jahrelange Entwicklungsarbeit

flossen das Feedback von

Fachleuten und die Erfahrungen

aus harten Praxistests auf

Baustellen ein. Die Abbruchzangen

sind 100 Prozent made in Italy.

Die erstmals auf der Bauma 2025 präsentierten

Abbruchzangen wurden auf Basis echter Feedbacks

von Fachleuten und harter Praxistests auf

Baustellen in jahrelanger Entwicklungsarbeit perfektioniert.

Herausgekommen ist eine »100-Prozent-made-in-Italy«-Lösung

für Abbruchprofis

und alle, die es werden wollen.

Zwei Modellreihen für Trägergeräte aller Art

Um die Anforderungen unterschiedlichster Anwender

abdecken zu können, stehen zwei Modellreihen

zur Auswahl. Die »MP-P«-Serie ist für Hydraulikbagger

von ca. 1,5 bis 3 t vorgesehen. Das

kompakte Modell »MB-P160« eignet sich ideal für

feine Arbeiten wie den Abbruch kleinerer Wände

und Strukturen. Die Abbruchzange »MB-P380« (optional

mit Kit für Sekundärzerkleinerung) ist für

größere Maschinen mit einem Gewicht von ca. 3 bis

6,5 t gedacht. Das prädestiniert sie für den Abriss,

die Material trennung und das Recycling auf kleinen

bis mittleren Baustellen. Die Serie »MB-PT«

mit den Modellen »MB-PT650«, »MB-PT1150« und

»MB-PT1650« richtet sich an Benutzer schwerer

Maschinen mit einem Gewicht von ca. 6,5 bis 25 t.

360°-Rotation und maximale Wendigkeit

Jede Abbruchzange ist mit einer kontinuierlichen

hydraulischen 360°-Rotation ausgestattet. Das ermöglicht

dem Bediener eine flexible Positionierung,

ohne ständig die Maschine bewegen zu müssen.

Das System ist auch mit Doppelmotor kompatibel,

um bei Bedarf die Rotationskraft zu erhöhen.

Die geneigte Grundplatte, bei allen Modellen außer

dem kleinsten verfügbar, vergrößert den Aktionsradius

– ideal, um nahe an den Ketten oder

in engen Bereichen zu arbeiten. Das elektrische

Rotationskit ist auf Anfrage erhältlich und erlaubt

den Einsatz auch ohne doppelte Leitung an der

Trägermaschine.

Drei Abbruch-Kits für den schnellen Austausch

Die »MB-PT«-Serie kann mit drei Kiefer-Kits ausgestattet

werden: Mit dem Brechzangen-Kit wird

Stahlbetonstrukturen der Garaus gemacht. Das

10

März 2026

Zum Titel


Präzise: die »MB-P380« beim

Rückbau der Stahlbetondecke

(20 cm), des Beton-Hohlblockmauerwerks,

der Stahlbetonbodenplatte

(20 cm)

sowie der Fundamentstreifen.

Sekundärzerkleinerungs-Kit übernimmt die

Zerkleinerung bereits abgetragener Blöcke und

mit dem Scheren-Kit lassen sich Stahl und Metalle

schneiden. Da sich alle Kits sowie die Schneiden

und Zähne einfach und schnell innerhalb weniger

Minuten direkt vor Ort wechseln lassen, entstehen

keine Stillstandzeiten.

Gebaut für Langlebigkeit und Leistung

Die gesamte Struktur der Abbruchzangen besteht

aus Hardox – einem der widerstandsfähigsten

verschleißfesten Stähle auf dem Markt. Das Hebelsystem

ist so ausgelegt, dass jede Zange maximale

Kraft entfaltet. Darüber hinaus sind die Zylinder

optimal geschützt, auch für den Einsatz unter

härtesten Bedingungen. Zusätzlich sorgen der

robuste Drehkranz und das Hydrauliksystem mit

zwei oder vier Leitungen für eine konstant hohe

Leistung – auch unter Volllast.

Präziser Rückbau einer Doppelgarage

Beim Teilabbruch einer Doppelgarage entschied

sich die Firma Thomas Hugo Baggerarbeiten aus

Sulzbach am Main für die »MB-P380«-Abbruchzange.

Das Familienunternehmen ist spezialisiert auf

Bagger- und Erdarbeiten sowie Abriss- und Rückbauarbeiten.

Ausschlaggebend für den Einsatz der

»MB-P380« waren die baulichen Gegebenheiten

sowie der Anspruch an einen kontrollierten und

wirtschaftlichen Rückbau. Bei diesem Abbruchprojekt

kam es weniger auf die Schlagenergie als

vielmehr auf Präzision an. Denn hier sollte nur eine

Garagenhälfte abgerissen werden, ohne die angrenzende

Garage zu beschädigen.

MB S.P.A (3)

Nach vorbereitenden Maßnahmen – wie dem Ausbau

des Garagentors, Abstützung der Decke, Rückbau

der Dachabdichtung sowie Trennschnitt zwischen

beiden Baukörpern – begann der eigentliche

Betonabbruch. Rückgebaut wurden die

Stahlbetondecke (20 cm), das Beton-Hohlblockmauerwerk,

die Stahlbetonbodenplatte (20 cm)

sowie der Fundamentstreifen. Gerade bei dieser

Konstellation wäre der Einsatz eines Hydraulikhammers

mit einem erhöhten Risiko für Erschütterungsschäden

verbunden gewesen. Die

»MB-P380« ermöglichte hingegen einen kontrollierten,

erschütterungsarmen Rückbau. Dank der

integrierten Schneidleisten konnten Armierungseisen

direkt beim Abbruch durchtrennt werden.

Beton und Stahl wurden sauber voneinander getrennt

und bereits vor Ort auf eine brechfähige

Größe zerkleinert.

Systemlösung bietet mehr Wirtschaftlichkeit

Beim Einsatz eines Hammers wären zudem ein größerer

Bagger und zusätzlicher Greifer notwendig

gewesen, was mit höheren Kosten und mehr logistischem

Aufwand verbunden gewesen wäre. Mit der

»MB-P380« an einem Bobcat »E55« mit 5,5 t Gewicht

konnte der Rückbau effizient mit vorhandener Maschinentechnik

durchgeführt werden. Das Material

war nach Abtransport ohne weitere Vorzerkleinerung

direkt brechfähig. Das Fazit des Kunden fiel

entsprechend positiv aus: »Die ›MB-P380‹ übertrifft

unsere Erwartungen. Im Vergleich zu anderen Fabrikaten

erzielen wir mit MB die besten Ergebnisse.

MB steht für robuste Qualität und ein überzeugendes

Preis-Leistungs-Verhältnis.«

Die »MB-P380« ermöglichte

einen kontrollierten,

erschütterungsarmen

Rückbau. Dank der integrierten

Schneidleisten

konnten Armierungseisen

direkt durchtrennt werden.

s

Flexible

Positionierung

Jede Abbruchzange ist mit

einer kontinuierlichen hydraulischen

360°-Rotation ausgestattet.

Das ermöglicht dem

Bediener eine flexible Positionierung,

ohne ständig die

Maschine bewegen zu müssen.

ABBRUCHZANGEN

Serie »MP« und »MP-PT« MB-P160 MB-P380 MP-PT650 MP-PT1150 MP-PT1650

Gewicht (t) 0,17 0,38 0,49 0,845 1,24

Maße L × B × H (mm) 890 × 225 × 580 890 × 225 × 580 je nach Kit je nach Kit je nach Kit

Max. Ø Rebar / Bewehrung (mm) 20 25 35 40 40

Drehzahl (rpm) 15 bis 20 20 bis 25 20 bis 25 20 bis 25 20 bis 25

Brechkraft (t) 23 32 je nach Kit je nach Kit je nach Kit

Zum Titel März 2026 11


NAMEN & NEUIGKEITEN

DGS GmbH wird neuer JCB-Händler für Baumaschinen

JCB DEUTSCHLAND – Neue Zusammenarbeit: JCB erweitert sein Vertriebsnetz in Thüringen

und gewinnt mit der DGS GmbH einen erfahrenen Partner. Seit Jahresende 2025 ist das

Unternehmen der Tupag-Gruppe Vertragshändler für JCB-Baumaschinen in der Region.

Die Zusammenarbeit zwischen JCB und der DGS GmbH besteht bereits seit vielen Jahren. Der

Vertrieb von JCB-Maschinen im Bereich Flurförderfahrzeuge ist bei der DGS GmbH seit 2015

etabliert. Im Jahr 2018 kamen die JCB-Landmaschinen hinzu, die seither in einer eigenen Vertriebssparte

geführt und heute erfolgreich an vier Stützpunkten in Hessen sowie Thüringen vermarktet

werden. Der Vertrieb der JCB-Baumaschinen erfolgt vom Standort Döllstädt aus. Die Geschäftsführung

der DGS GmbH liegt bei Jens Hartung. Das

Unternehmen verfügt über ein flächendeckendes

Servicenetz und betreut aktuell mehr als 2 000

Kunden in Thüringen. Jens Hartung, Geschäftsführer

der DGS GmbH und zugleich Vorstand der Tupag

AG, erklärt: »JCB verfügt über ein hervorragendes

und umfassendes Produktprogramm an Baumaschinen,

das uns zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten

aus einer Hand eröffnet und von einem

spezialisierten Team für die Kunden aus der Baubranche

getragen wird.« Auch bei JCB Deutschland

wird die Erweiterung der Zusammenarbeit positiv

bewertet. Matthias Szupories, Geschäftsführer der

JCB Deutschland GmbH, sagt: »Die DGS GmbH ist bereits seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich

für JCB tätig. Wir kennen uns, wir haben bereits viel gemeinsam erreicht. Daher ist es nur konsequent,

den nächsten Wachstumsschritt zu gehen.«

d

JCB

JCB erweitert sein

Vertriebsnetz in Thüringen.

ZEPPELIN

Stefan Besendorfer übernimmt

Leitung Vertrieb und Marketing

ZEPPELIN BAUMASCHINEN – In einem dynamischen

Umfeld den Kunden als verlässlicher

Partner die richtigen Lösungen anzubieten – das

ist laut eigener Aussage der Anspruch von Stefan

Besendorfer. Zum Jahresbeginn hatte er die Position

des Leiters Vertrieb und Marketing für Deutschland

und Österreich bei der Zeppelin Baumaschinen

GmbH übernommen. In seiner neuen Funktion

ist er verantwortlich für die Neuausrichtung und

Umsetzung der Vertriebsstrategie, die Steuerung

des Vertriebs von Neu- und Gebrauchtmaschinen

sowie die Weiterentwicklung des Marketings.

Stefan Besendorfer (l.) und Holger Schulz.

Personelle Veränderungen: Werke von Daimler Truck in

Wörth, Gaggenau und Mannheim unter neuer Leitung

DAIMLER TRUCK – Thomas Twork, derzeit Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz-

Werks in Gaggenau, übernimmt zum 1. April die Leitung des Mercedes-Benz-Werks in Wörth

am Rhein und die Leitung Produktion Mercedes-Benz Trucks. Er folgt auf Andreas Bachhofer.

Ebenfalls zum April übernimmt Jürgen Betz (55) die Standortleitung im Werk Gaggenau.

Außerdem soll Gerald Tropper ab Juli die Geschicke im Werk Mannheim leiten.

»

Ich danke Thomas Twork ganz herzlich für seinen hervorragenden Einsatz im Werk Gaggenau.

Während seiner Zeit als Werkleiter hat er den Standort als Herz des globalen Getriebenetzwerkes

strategisch sowie wirtschaftlich weiterentwickelt und die Ausrichtung des Standortes als Kompetenzzentrum

für elektrische Antriebskomponenten und die Montage von Wasserstoffbrennstoffzellen

geprägt«, sagt Yaris Pürsün, Leiter des globalen Produktionsnetzwerkes für Antriebskomponenten

bei Daimler Truck. Mit Thomas Twork folgt nun ein erfahrener Macher: 2019 übernahm Twork

die Standortleitung Gaggenau. Und auch Jürgen Betz kann von seinen bisherigen Erfahrungswerten

profitieren: Seit 2016 ist er verantwortlich für die Produktions- und Netzwerkplanung innerhalb

des globalen Produktionsnetzwerks von Antriebskomponenten. Zum Leitungswechsel in Mannheim

sagt Yaris Pürsün: »Ich danke Andreas Moch herzlich für seinen außerordentlichen Einsatz. Er hat

die Ausrichtung und die Kultur des Standorts maßgeblich geprägt und die Zukunftsfähigkeit der

Motorenproduktion in Mannheim

gestärkt. Zugleich freue

ich mich, Gerald Tropper für

das Powertrain-Team und das

Werk Mannheim gewinnen zu

können. Mit seiner Expertise

wird er den Standort erfolgreich

leiten und konsequent

weiterentwickeln.« d Thomas Twork. Jürgen Betz. Gerald Tropper.

DAIMLER TRUCK (3)

Dabei ist der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur

schon alleine wegen seines bisherigen beruflichen

Werdegangs per se kunden- und produktfokussiert.

»Ich bin im Service- und Kundendienst gestartet und

habe dann wertvolle Erfahrungen in der Entwicklung

gesammelt, bevor ich in den Vertrieb gewechselt bin«,

so Stefan Besendorfer. Erst im August 2024 übernahm

er zusätzlich zur Leitung der Niederlassung

München die Aufgabe des Vertriebsdirektors für das

Vertriebs- und Servicezentrum Bayern bei Zeppelin.

Zuvor verantwortete er seit 2016 den Auf- und Ausbau

des Produktmanagements für Materialumschlag,

Recycling und Sonderlösungen. Schon hier standen

maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden im

Fokus. Darüber hinaus bringt Stefan Besendorfer

umfassende Erfahrung aus der Perspektive des Partners

und Baumaschinenherstellers Caterpillar mit. So

war er im Münchner District Office als Vertriebsrepräsentant

tätig und für den Verkauf von Caterpillar-Standard-

und -Großgeräten in Deutschland und

zuvor in Österreich zuständig. Vorher war er im European

Design Center in Wackersdorf als Projektmanager

für die Entwicklung neuer Mobil- und Umschlagbagger

verantwortlich. Zu Beginn seiner Laufbahn bei

Caterpillar unterstützte er als Serviceingenieur die

weltweite Händlerorganisation bei der Lösung von

Produktproblemen in diesem Produktsegment. »Der

Kunde kauft bei uns nicht nur ein Produkt, sondern

vor allen Dingen eine Lösung«, ist sich der überzeugte

Teamplayer Stefan Besendorfer sicher.

d

12

März 2026

Namen & Neuigkeiten


Volvo Construction Equipment schließt

Übernahme von Swecon ab

VOLVO CE – Der Baumaschinenhersteller Volvo Construction Equipment

(Volvo CE) hat nach der kartellrechtlichen Genehmigung durch die

Europäische Kommission die Übernahme von Swecon von Lantmännen

abgeschlossen. Die Transaktion wurde bereits Ende Januar vollzogen.

Wie bereits im Juni 2025 angekündigt, hatte Volvo CE mit Lantmännen

eine Vereinbarung über den Erwerb von Swecon geschlossen. Swecon ist

in Schweden, Teilen Deutschlands, Estland, Lettland und Litauen tätig –

ebenso wie das Entrackgeschäft. Mit dem erfolgreichen Abschluss der

Übernahme gehört Swecon nun vollständig zu Volvo CE.

Die Transaktion umfasst den gesamten Geschäftsbereich von Swecon: den

Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, das Vermietungsgeschäft,

Nachrüst- und Serviceleistungen, Büro- und Werkstattstandorte sowie rund

1 400 Mitarbeitende. Volvo CE betrachtet diesen Schritt als strategische

Investition in den Ausbau und die Stärkung der eigenen Handelsaktivitäten in

Schlüsselmärkten. Der Retail-Bereich wird damit zu einem zentralen Bestandteil

des Europa-Geschäfts von Volvo CE. »Wir freuen uns, alle Mitarbeitenden

von Swecon bei Volvo willkommen zu heißen, und sind überzeugt, dass wir

gemeinsam stärker und besser aufgestellt sein werden, um unsere Kunden

beim Übergang zu nachhaltigeren und produktiveren Lösungen noch besser

zu unterstützen«, sagt Melker Jernberg, Präsident von Volvo CE. »Durch die

Integration bündelt Swecon seine Marktexpertise mit der Innovationskraft von

Volvo CE. Unsere Kunden erhalten weiterhin den vertrauten und verlässlichen

Service, dieselben Dienstleistungen und ihre bekannten Ansprechpersonen –

jetzt mit noch mehr Stärke, um ihren Erfolg heute und in Zukunft zu sichern«,

fügt Tomas Börjesson, CEO der Swecon-Gruppe, an dieser Stelle hinzu. Aber

es hat weitere Neuerungen gegeben: Tomas Kuta wurde zum neuen CEO der

VOLVO

Volvo CE übernimmt Swecon.

Swecon-Gruppe ernannt und folgt damit auf Tomas Börjesson, der in den

Ruhestand geht. Kuta verfügt über langjährige Erfahrung innerhalb von Volvo

CE, zuletzt als Leiter der Verkaufsregion Asien von Volvo CE. Er hat seine neue

Funktion im März übernehmen. Volvo CE ist Anbieter von Lösungen für die

Bauindustrie und liefert ein breites Portfolio an Maschinen, Produkten und

Dienstleistungen. Gegründet im Jahr 1832 und mit einem Vertriebsnetz in

allen wichtigen Märkten, erfülle man mit zahlreichen Experten weltweit die

gemeinsamen Ziele – mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Elektromobilität

und Dienstleistungen. Neben einem stetig wachsenden Angebot an

elektrischen Maschinen und Ladeinfrastrukturlösungen biete Volvo CE branchenführende

knickgelenkte Dumper, Radlader und Bagger – abgestimmt

auf die vielfältigen Bau- und Infrastrukturbedürfnisse der Branche. Volvo CE

profitiert von der Zugehörigkeit zur Volvo Group, die darüber hinaus Lkw,

Busse, Energie- und Antriebslösungen sowie Finanzierungen und Services

bereitstellt.

d

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www.kiesel.net

Namen & Neuigkeiten März 2026 13


CMC gibt die Ernennung von

Stefano Di Santo zum neuen CEO bekannt

CMC – Künftig wird Stefano Di Santo die Aufgaben des Chief Executive Officer (CEO) der

Gruppe übernehmen. Diese Entscheidung folgt auf die Ernennung des neuen CEO der Tochtergesellschaft

CMC North America im Jahr 2025. Sie ist Teil eines umfassenderen Prozesses

zur Stärkung der Unternehmensführung und zur Beschleunigung des industriellen

sowie internationalen Entwicklungsplans des Unternehmens.

Stefano Di Santo ist ein Manager mit umfassender Erfahrung in der Leitung komplexer

Industrieunternehmen, die er mit strukturierten Stakeholdern auf internationaler Ebene

gesammelt hat. Im Laufe seiner Karriere hat er strategische Pläne für organisches und anorganisches

Wachstum koordiniert und umgesetzt. Er leitete

M&A-Transaktionen (Fusionen und Übernahmen),

organisatorische Umstrukturierungen und Transformationsprozesse

sowie die Gründung neuer Einheiten und

Geschäftsbereiche in verschiedenen globalen Märkten.

Alessandro Mastrogiacomo, Vertreter der Gesellschafterfamilien,

kommentiert: »Die Ernennung von Stefano

Di Santo wurde von den Familien Mastrogiacomo und

Moretti nachdrücklich unterstützt. In Abstimmung mit

Metrika haben wir in ihm eine Persönlichkeit mit großer

Management-Stabilität identifiziert, die in der Lage ist,

CMC in eine neue Wachstumsphase zu führen und die

industrielle sowie strategische Positionierung des Unternehmens

langfristig zu stärken.«

d

Stefano Di Santo.

CMC

Adrian Fricke übernimmt

Gesamtverantwortung für Vertrieb bei Granit Parts

GRANIT PARTS – Der Vertrieb wird strategisch neu aufgestellt: Mit Beginn des neuen Jahres

hat Adrian Fricke die Gesamtverantwortung für den Vertrieb übernommen. In der neu geschaffenen

Position wird die Verantwortung für den deutschen und internationalen Vertrieb

gebündelt, um die globale Wachstumsstrategie weiterzuentwickeln.

Mit Adrian Fricke setzt Granit Parts auf eine Führungspersönlichkeit mit internationaler

Vertriebs- und Markterfahrung. Nach seiner mehrjährigen Tätigkeit als Verkaufsleiter von

Granit Parts Norddeutschland war er in den vergangenen drei Jahren maßgeblich für die Entwicklung

von Fricke Maszyny Rolnicze in Polen verantwortlich. In dieser Zeit konnte das Unternehmen

seine Präsenz von fünf auf elf Standorte ausbauen und beschäftigte zuletzt mehr als

220 Mitarbeitende. Im Zuge der weiteren Konsolidierung der John-Deere-Händlerstruktur in

Polen wird das bislang von Fricke Maszyny

Rolnicze betriebene John-Deere-Geschäft

künftig von Agro-Siec Maszyny fortgeführt,

einem der autorisierten John-Deere-Händler

des Landes. Alle elf Niederlassungen sowie

das erfahrene Team wurden übernommen.

Für Granit Parts bedeutet diese Neuordnung

eine gezielte Stärkung der Vertriebsstruktur.

Adrian Fricke wird seine Ressourcen künftig

auf die internationalen Wachstumspotenziale

des Ersatzteilgeschäfts konzentrieren. »In

den kommenden Monaten werde ich Kunden

und Vertriebsteams weltweit besuchen, um

Marktanforderungen noch enger aufzunehmen,

Partnerschaften weiter auszubauen und

unsere globale Ausrichtung nachhaltig zu stärken«,

so Adrian Fricke. d Adrian Fricke.

FRICKE

MOERSCHEN

Moerschen erweitert Portfolio

um VTN-Anbaugeräte

MOERSCHEN – Die Moerschen Mobile Aufbereitung

GmbH aus Willich erweitert ihr Angebotsportfolio

ab sofort um Anbaugeräte für Baumaschinen

des renommierten norditalienischen Spezialisten

VTN Europe S.p.A.

Moerschen

vertreibt nun

Anbaugeräte

von VTN Europe.

Nun sollen zwei Partner zusammenkommen, die

zusammenpassen: Moerschen Mobile Aufbereitung

und VTN Europe. »Als Profis für die Zerkleinerung

mineralischer Fraktionen unterstützen wir unsere

Partner entlang des gesamten Produktionsablaufs

– von der Materialvorbereitung bis zum abschließenden

Materialhandling«, freut sich Moerschen- Mobile-

Aufbereitung-Geschäftsführer Sven Brookshaw,

und er weiß warum: »Leistungsstarke Anbaugeräte

machen aus einem Standardbagger ein Spezialgerät

und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten erheblich.

Für den Anwender sind Anbaugeräte zumeist mit

geringem Aufwand vorzuhalten und zu transportieren.

Aus Recycling, Abbruch, aber auch der Bodenaufbereitung

sind sie nicht mehr wegzudenken. Mit den

Produkten von VTN Europe hat Moerschen Mobile

Aufbereitung sich mit die modernste Produktpalette

gesichert, die heute auf dem Markt zu bekommen

ist.« Über mehr als 50 Jahre seien die norditalienischen

Maschinenspezialisten zu marktführender

Kompetenz gewachsen. Das komme beispielsweise

bei den Pulverisierer-/Abbruchzangen-Baureihen

zum Tragen, für die VTN eigens ein integriertes Booster-System

entwickelt habe. Die Bezeichnung sei hier

Programm: Der »Booster« verstärke den Hydraulikdruck

im Bedarfsfall automatisch und liefere dadurch

augenblicklich eine deutlich größere Schließkraft und

erhöhe die Arbeitsgeschwindigkeit, ohne gleichzeitig

den Hydraulikleistungsabruf der Trägermaschine zu

erhöhen. Das System basiert auf einem Konzept mit

Vier-Kammer-Zylindern in Zwei-Wege-Ausführung.

Damit arbeitet die Schere gleichmäßig und schnell mit

hoher Penetrationsfunktion. Bei mehr als 25 Produkttypen

für Bagger von 1,5 bis 170 t Einsatzgewicht sei

laut Moerschen »wohl für jeden was dabei«. In Willich

stehen in Zukunft die gesamten Produktgruppen von

VTN Europe zur Verfügung.

d

14

März 2026

Namen & Neuigkeiten


Mit Markus Jüngert verstärkt

Holp die Betreuung im Vertriebsaußendienst

HOLP – Ein erfahrener Mann: Markus Jüngert ist neuer Händlerbetreuer im Vertriebsaußendienst

für die Holp GmbH und wird sich vorwiegend um die Händlerpartner in der

Mitte Deutschlands kümmern. Der verheiratete Jüngert ist 50 Jahre alt, Vater von zwei erwachsenen

Kindern und kann auf über 25-jährige Erfahrung im Vertrieb zurückblicken.

Zuletzt war Markus Jüngert im Vertrieb eines Baumaschinehändlers tätig, wo er über den heutigen

Außendienstkollegen Michael Jakobi auf die Stelle aufmerksam wurde. »Mich überzeugen

die Geräte von Holp durch ihre Innovation und Qualität. Ich finde, die gehören an jeden Bagger.«

Wichtig sind dem engagierten Vertriebler eine transparente und ehrliche Kommunikation mit allen

Partnern sowie der Aufbau einer langfristigen

und verlässlichen Beziehung. Sein

Credo dabei: »Was versprochen wird, wird

gehalten.« Und was in der heutigen Kultur

der vermeintlichen Perfektion häufig

verdrängt wird: »Wir sind alle Menschen,

denen Fehler passieren. Kommt so etwas

vor, stehe ich dazu und behebe das Problem.«

Vertriebsgeschäftsführer Torsten

Schick erklärt: »Wir freuen uns sehr, dass

wir unseren Partnern in der Region Mitte in

Deutschland nach einer Zeit der kommissarischen

Betreuung wieder einen festen

Ansprechpartner vorstellen dürfen, der sie

mit großem Engagement und Fachkompetenz

unterstützen wird.«

d Torsten Schick (l.) und Markus Jüngert.

PARTNERSCHAFT

Clark Europe schließt strategische

Partnerschaft mit Arko in Slowenien

CLARK EUROPE – Künftig wird Arko als offizieller Vertriebspartner für Slowenien

tätig sein. Die Zusammenarbeit unterstreicht Clarks Ziel, die Präsenz auf dem europäischen

Markt weiter auszubauen.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung in der Europazentrale in Duisburg erklärte Stefan

Budweit, President & CEO der Clark Europe GmbH: »Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft

mit Arko. Das Unternehmen blickt auf eine langjährige Erfahrung im Logistiksektor

zurück und genießt einen hervorragenden Ruf in der Branche. Mit dieser Zusammenarbeit

können wir unseren slowenischen Kunden unser umfangreiches Leistungsspektrum

nun über einen Partner unseres Vertrauens anbieten und höchste Standards in Beratung

und Service sicherstellen.«

d

HOLP

Markus Siegner ist neuer

CEO bei der Kögel Trailer GmbH

KÖGEL TRAILER – Zum Jahreswechsel hat

Markus Siegner den Vorsitz der Geschäftsführung

bei Kögel Trailer übernommen. Er folgt damit auf

Christian Renners, der das Unternehmen im September

2025 verlassen hat.

In seiner Funktion verantwortet er zusätzlich die

Bereiche Operations, Supply Chain, Entwicklung

und Logistik. Sein Fokus liegt darauf, den Kundennutzen

durch digitale und elektronische Lösungen

sowie nachhaltiges Wirtschaften zu erhöhen und die

Produktivität des Unternehmens weiter zu steigern.

Markus Siegner verfügt über mehr als 25 Jahre internationale

Führungserfahrung in der Industrie – mit

ausgewiesener Expertise in Operations, globalen

Produktionsnetzwerken, Supply-Chain-Management,

Procurement sowie Post-Merger-Integration.

Zuletzt war er als COO der AL-KO Vehicle Technology

für das weltweite operative Geschäft mit vier Business-Units,

mehr als 25 Produktionsstandorten und

über 3 000 Mitarbeitenden verantwortlich. Unter

seiner Führung setzte das Unternehmen umfassende

Transformations- und Effizienzprogramme

um, darunter signifikante Produktivitätskosten- und

Materialkostensenkungen, Standortoptimierungen

sowie die operative Integration mehrerer Akquisitionen.

Zuvor übernahm Markus Siegner über viele

Jahre verschiedene Senior-Management-Positionen

bei Osram, darunter als COO einer globalen Business-Unit,

als VP für Manufacturing & Procurement

sowie in weiteren Leitungsfunktionen in Europa und

Asien. Er leitete internationale Produktions- und Liefernetzwerke,

erzielte deutliche Kostensenkungen

und Effizienzgewinne, baute neue Standorte auf und

trieb strategische Footprint-Optimierungen sowie

digitale Transformationsprogramme voran. »Die

hohe Dynamik der internationalen Märkte erfordert

eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens,

um mit neuen und verbesserten Produkten,

Prozessen und Vertriebskonzepten erfolgreich zu

bleiben«, erklärt der neue CEO von Kögel Trailer, der

nun mit Tatkraft in seine neue Rolle schlüpft. d

Neues Update zu den Gesprächen mit Wacker Neuson

BOBCAT – Vor wenigen Monaten gaben beide Unternehmen bekannt,

dass Gespräche über einen möglichen Erwerb geführt würden –

nun teilte Doosan Bobcat mit, dass man diese nicht weiterführen wird.

Der eigentliche Plan lautete, eine Mehrheitsbeteiligung zu erwirken sowie über ein mögliches

öffentliches Übernahmeangebot zu sprechen. Tatsache sei laut Bobcat, dass man unabhängig

davon an seiner Strategie »2030« festhalte. Der Baumaschinenhersteller mit EMEA-Stammsitz

im tschechischen Dobríš treibe Innovationen gezielt voran und setze Kapital dort ein, wo es den

größten Mehrwert schaffe. Weitere Einblicke in die künftige Ausrichtung möchte Bobcat in den

kommenden Monaten geben – das bauMAGAZIN wird darüber berichten.

d

KÖGEL TRAILER

V. l .n. r.: Christian Spengler, Markus Siegner und Thore Bakker.

Namen & Neuigkeiten März 2026 15


Atlas GmbH stellt klar: »Wir sind da. Und wir arbeiten weiter!«

ATLAS – Der Baumaschinenhersteller Atlas mit Sitz in Ganderkesee befindet sich

aktuell in einer Sanierung in Eigenverwaltung. Gegenüber dem bauMAGAZIN unterstreichen

die Geschäftsführer Bob Litchev und Uri Toudjarov: »Wir stellen uns neu auf

– geordnet und mit klarem Plan.«

Wichtiger Hinweis

Nach Bekanntwerden

der Sanierungspläne

der Atlas GmbH scheint es

am Markt vermehrt zu Missverständnissen

gekommen

zu sein. Um Verwechslungen

vorzubeugen, sei gesagt: Die

Atlas Weyhausen GmbH ist

eigenständiger Hersteller von

Radladern und steht in keiner

gesellschaftsrechtlichen

Verbindung zum Bagger- und

Umschlagmaschinenhersteller

Atlas GmbH. Das Unternehmen

teilt mit: »Wir bedauern, dass es

zu Missverständnissen kommen

kann, und möchten unseren

Kunden, Partnern und Händlern

an dieser Stelle ausdrücklich

versichern: Atlas Weyhausen

steht weiterhin für Qualität, Verlässlichkeit

und Kontinuität.«

Aufgrund zahlreicher, aber zum Teil unvollständiger

Meldungen, die derzeit durch die Branche gehen,

hat sich die Geschäftsleitung der Atlas GmbH dazu entschlossen,

ein Statement abzugeben. Bob Litchev und

Uri Toudjarov stellen klar: »In den vergangenen Tagen

hören wir, dass viele Fragen und Gerüchte rund um Atlas

im Umlauf sind. Das verstehen wir gut – schließlich geht

es um Projekte, Zeitpläne und Vertrauen. Genau deshalb

möchten wir offen sagen, wie die Lage ist: Die Atlas

Group befindet sich aktuell in einer Sanierung in Eigenverwaltung.

Das klingt formal, bedeutet aber vor allem

eins: Wir stellen uns neu auf – geordnet und mit einem

klaren Plan – und wir tun das bei laufendem Betrieb.«

Bekannt wurde, dass das Amtsgericht Delmenhorst

ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet

hatte. Dies sei deshalb möglich, weil Aussicht auf eine

positive Sanierung bestehe und die Fortführung des

Unternehmens für die Dauer des Verfahrens finanziell

abgesichert sei. Die beiden Geschäftsführer ergänzen:

»Was uns wichtig ist, direkt zu sagen: Wir sind da. Und

wir arbeiten weiter! Produktion, Service, Ersatzteile und

Vertrieb laufen wie gewohnt. Unsere Teams sind im Einsatz

– in der Fertigung, im Ersatzteillager, im Service und

in der Abwicklung. Ihre Anfragen und Bestellungen werden

weiterhin zuverlässig bearbeitet, und die bekannten

Ansprechpartner sind weiterhin erreichbar.« Tatsache

bleibt, dass die Atlas GmbH als Traditionsunternehmen

seit vielen Jahren am Markt vertreten ist und laut eigener

ATLAS

Die Atlas GmbH setzt ein

klares Zeichen: »Wir sind da!«

Aussage insbesondere für zuverlässige Baumaschinen

und für Partnerschaften steht, die halten. »Genau dieses

Prinzip gilt auch jetzt: Wir tun alles dafür, dass Sie sich

auch zukünftig auf Atlas und unsere Baumaschinen verlassen

können – heute genauso wie morgen.« Genutzt

haben die beiden Geschäftsführer die Gelegenheit auch,

um klarzustellen, dass man für die vielen positiven Rückmeldungen

und insbesondere für das Vertrauen sowie die

langjährige Zusammenarbeit dankbar sei. Man möchte,

so Bob Litchev und Uri Toudjarov, seine Kunden und die

Branche weiterhin auf dem Laufenden halten. Der Umsatz

der Atlas GmbH lag zuletzt bei rund 150 Mio. Euro. Nach

bisherigem Informationsstand soll der traditionsreiche

Hersteller, welcher seit über 100 Jahren in der Baumaschinenbranche

vertreten ist, sorgfältig sowie zukunftsfähig

saniert und damit erhalten werden. In den betroffenen

Werken in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta

seien rund 400 Mitarbeiter beschäftigt.

d

Verband begrüßt die Flexibilisierung der Arbeitszeit

ZDB – Die Bundesregierung will

das starre Modell des 8-Stunden-Tages

lockern und Unternehmen

wie Beschäftigten mehr

Flexibilität bei der Arbeitszeit

ermöglichen, wie der Zentralverband

Deutsches Baugewerbe

(ZDB) kürzlich mitteilte. Bereits

im Koalitionsvertrag wurde vereinbart,

statt einer täglichen nur

eine wöchentliche Höchstarbeitszeit

im Arbeitszeitgesetz

zu regeln. Felix Pakleppa,

ZDB-Hauptgeschäftsführer, begrüßt

den Vorstoß und sieht darin

einen wichtigen Schritt hin zu

einer zeitgemäßen Arbeitszeitgestaltung

auf Baustellen.

Im Weiteren heißt es: »Gerade bei Baustellen, die weit

vom Wohn- oder Betriebsort entfernt liegen, wie z. B.

bei Bahnbaustellen in abgelegenen Regionen, besteht

sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Auftraggebern

ein großes Interesse daran, nicht strikt nach dem

klassischen Modell von fünf Arbeitstagen mit jeweils acht

Stunden zu arbeiten. Eine gebündelte Arbeitszeit bis Donnerstagabend

kann dazu beitragen, Arbeiten früher abzuschließen,

den Beschäftigten ein längeres Wochenende

zu ermöglichen und gleichzeitig freitags eine Baustelle

weniger im Netz zu haben. Das gilt ebenso für den Straßenbau

und bei größerer Entfernung zum Betrieb auch

für den Hochbau.« Starre Tagesarbeitszeiten würden der

Realität moderner Baustellen nicht mehr gerecht, betont

Pakleppa. »Wer montags auf einer entlegenen Baustelle

beginnt, soll auch länger arbeiten dürfen, wenn dafür

das Wochenende früher beginnt.« Schon heute lasse

das Arbeitszeitgesetz eine Ausdehnung der täglichen

Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden zu, sofern im Ausgleichszeitraum

durchschnittlich acht Stunden werktäglich

nicht überschritten würden. »Angesichts dieses

bestehenden Spielraums ist es folgerichtig, den Rahmen

der EU-Arbeitszeitrichtlinie zu nutzen und künftig eine

wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit

festzulegen.« Eine solche Umstellung würde aus Sicht

des Baugewerbes mehr Flexibilität für Beschäftigte und

Betriebe schaffen. »Längere Arbeitstage könnten durch

freie Freitage oder verlängerte Wochenenden ausgeglichen

werden«, führt Pakleppa weiter aus. Gleichzeitig

ließen sich Bauprojekte effizienter umsetzen, Verzögerungen

besser auffangen und entlegene Aufträge zügiger

abschließen. Pakleppa: »Auch eine 4-Tage-Woche innerhalb

der regulären 40-Stunden-Woche würde damit deutlich

praxisnäher, ohne dass minimale Zeitüberschreitungen

sofort zum Problem werden. Die Bundesregierung

sollte den Koalitionsvertrag zügig umsetzen – für eine

moderne und realitätsnahe Arbeitszeitpolitik in der Bauwirtschaft.«

d

16

März 2026

Namen & Neuigkeiten


Wild Projektentwicklung:

Stefan Geiger ist weiterer Geschäftsführer

MAX WILD – Mit einer Doppelspitze im Führungsteam ist die Wild Projektentwicklung

GmbH mit Sitz in Berkheim ins neue Geschäftsjahr gestartet.

Die Gesellschafter des Unternehmens haben Stefan Geiger zum weiteren

Geschäftsführer berufen. Seit Jahresbeginn leitet er das Unternehmen

gemeinsam mit dem bisherigen Geschäftsführer Elmar Wild.

Elmar Wild hierzu: »Das freut mich wirklich sehr, dass Stefan nun noch mehr

Führungsverantwortung übernimmt und mich in der Geschäftsführung

unterstützt. Er ist ein Mann der ersten Stunde in unserem noch jungen Unternehmen,

und Stefan hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns seit dem

Start vor sechs Jahren so erfolgreich entwickelt haben.« 2016 startete die Wild

Projektentwicklung GmbH – eine Tochter der Max Wild GmbH. Heute zählt die

Wild Projektentwicklung über 15 Kollegen. Sie ist kontinuierlich gewachsen und

hat sich zu einem dynamischen und strategisch wichtigen Bereich innerhalb

der Unternehmensgruppe entwickelt. »Gerade in den vergangenen fünf Jahren

haben wir jede Menge interessante Projekte umgesetzt.« In diesem Zeitraum

hat sich die Wild Projektentwicklung als starker Partner für Gemeinden und

Unternehmen in der Baulandentwicklung sowie im Industrie- und Gewerbebau

etabliert. Die Spezialität von Stefan Geiger, Elmar Wild und ihrem Team

sei es, brachliegenden Flächen eine nachhaltige Zukunft zu schenken und u. a.

innerörtlich neue Wohn- und Lebensräume für alle Generationen zu schaffen.

Dabei führt das Unternehmen die gemeinsamen Projekte durch alle Phasen

– von der Planung über die Finanzierung, den Bau bis hin zum Nutzen und

Betreiben. Stefan Geiger ist bereits seit dem 1. Juli 2020 Teil der Max Wild

Projektentwicklung. Er gilt als Experte für das Entdecken von wirtschaftlichen

Stefan Geiger (l.) und Elmar Wild.

Perspektiven und besitzt ein ausgeprägtes Verständnis für Projektstrukturen.

»Die Berufung zum Geschäftsführer ist eine Auszeichnung und Ehre für mich.

Dieses Vertrauen freut mich sehr«, sagt Stefan Geiger, der nun auch eine zentrale

Rolle in der weiteren Ausrichtung der Wild Projektentwicklung GmbH

übernimmt. »Unser ganzheitliches Konzept der Projektentwicklung kommt

bei den Kommunen und Gewerbekunden hervorragend an. Hier gilt es, das

volle Potenzial auszuschöpfen und neue Impulse zu setzen. Mit dem Aufstieg

von Stefan in die Geschäftsführung haben wir den Grundstein für eine erfolgreiche

Zukunft gelegt«, so Elmar Wild. »Der Tradition verpflichtet, der Region

verbunden, unseren Mitarbeitern dankbar« steht in großen Lettern vor dem

Bürogebäude und verdeutlicht die im Unternehmen gelebten Werte. Die Max

Wild GmbH, ein innovatives Familienunternehmen aus Berkheim, ist seit 1955

am Markt und setzt mit 1 000 Mitarbeitern in der Unternehmensgruppe Max

Wild auf die Synergieeffekte eines breiten Leistungsspektrums in den Bereichen

Abbruch & Umwelt, Bau, Logistik und Service.

d

MAX WILD

Namen & Neuigkeiten März 2026 17


ADOBESTOCK

Betonbranche trifft

sich in Ulm und Willingen

Der Werkstoff Beton ist aus

der Bauindustrie nicht mehr

wegzudenken. Zwei Veranstaltungen

im März drehen sich

nur um dieses Thema.

BAUMAGAZIN – Im März rückt das Thema Beton gleich auf

zwei Veranstaltungen besonders in den Fokus: Die 70. Beton-

Tage im Congress Centrum Ulm legen den Schwerpunkt vom

10. bis 12. März auf Betonfertigteile. Eine Woche später startet

am 19. März die mittlerweile fünfte BeBoSa im Sauerland

Stern Hotel in Willingen. Dort können sich die Besucher bis

zum 21. März umfassend über Lösungen für das professionelle

Betonbohren und -sägen informieren.

• Wo:

Congress Centrum Ulm /

Maritim Hotel Ulm,

Basteistr. 40, 89073 Ulm

• Wann:

• 10.3.

Vorträge

09:00 – 18:00 Uhr,

Ausstellung

08:00 – 20:30 Uhr

• 11.3.

Vorträge

09:00 – 17:30 Uhr,

Ausstellung

08:00 – 22:30 Uhr

• 12.3.

Vorträge

09:00 – 16:30 Uhr,

Ausstellung

08:00 – 14:00 Uhr

Der Werkstoff Beton ist aus der

Bauindustrie nicht mehr wegzudenken,

steht aber hinsichtlich

regulatorischer Anforderungen,

ambitionierter Klimaziele und

wirtschaftlichem Wettbewerbsdruck

zunehmend zur Diskussion.

Entsprechend rücken Konzepte

wie kreislauffähige Bau-

stoffe, Recyclingbeton, materialeffiziente

Konstruktionen sowie

innovative Zement- und Bindemittelsysteme

in den Fokus. Zwei

Veranstaltungen im März drehen

sich nur um das Thema Beton.

70. BetonTage -

Concrete Solutions in Ulm

Die 70. BetonTage im Congress

Centrum Ulm, nach Veranstalterangaben

»Europas größter

Fachkongress der Betonbranche«,

wollen mit ihrer Kombination

aus hochkarätigem Fachprogramm,

begleitender Ausstellung

und Networking Antworten

auf dringende Fragen der Branche

liefern. Vertreter aus Unternehmen,

der öffentlichen Hand,

Wissenschaft und Forschung sowie

Planer und Architekten können

sich über technische Entwicklungen

und Zukunftstrends

beim Bauen mit Betonbauteilen

austauschen. Im Fokus des Kongresses

steht der Mensch als Maßstab

allen Bauens und die Frage,

welche Lösungen die Branche für

ein menschen- und klimagerechtes

Bauen liefern kann. »Märkte

für Menschen« lautet daher das

Motto in diesem Jahr.

Die Teilnehmer der BetonTage

können sich auf praxisorientierte

Sessions mit

Best-Practice-Beispielen

und

Diskussionsrunden zu Themen

wie »Innovative Betonbauteile

– Anwendungsfelder in Wohnungs-,

Industrie- und Gewerbebau,

Infrastruktur und Stadtentwicklung«,

»Digitalisierung

und Automatisierung – Chancen

durch KI und smarte Fertigungstechnologien«,

»Architektur und

Gestaltung – Betonfertigteile als

Baustein für funktionale und ästhetische

Bauwerke« und »Nachhaltigkeit

und Klimaschutz – Klimaneutrales

Bauen mit Betonfertigteilen«

freuen.

BeBoSa: Fokus auf

Präzision und Anwendung

Nur eine Woche nach den Beton-

Tagen richtet sich der Blick ins

Sauerland. Dort findet im Sauerland

Stern Hotel in Willingen

vom 19. bis 21. März zum mittlerweile

fünften Mal die BeBo-

Sa statt. Bei der letzten Auflage

im Jahr 2023 nutzten 45 Aussteller,

darunter alle führenden Leitfirmen,

die rund 4 000 m 2 große

Ausstellungsfläche zur Präsen-

tation ihrer Produkte und Innovationen.

Weitere 200 m 2 Außenfläche

standen für Demonstrationen

neuer Technologien zur

Verfügung. Aufgrund ihres klaren

Profils hat sich die BeBoSa

als spezialisierte Fachmesse für

Betonbohr- und Sägetechnik etabliert.

Es werden gezielt das Management,

die Bauleiter und das

Fachpersonal der Betonbohr-

und Sägeunternehmen aus den

Bereichen Rückbau, Umbau, Sanierung

und Spezialtiefbau angesprochen.

Zur Messe werden ca.

2 000 Fachbesucher erwartet. Im

Mittelpunkt steht der praktische

Einsatz am Beispiel von Maschinen,

Werkzeugen, Diamanttechnik

sowie passendem Zubehör.

Live-Demonstrationen im Außenbereich

ermöglichen es den

Besuchern, neue Geräte unter

realitätsnahen Bedingungen zu

erleben.

s

Wo:

Sauerland Stern Hotel,

Kneippweg 1, 34508 Willingen/Hochsauerland

Wann:

19.3. von 14:00 – 18:00 Uhr

20.3. von 10:00 – 18:00 Uhr

21.3. von 09:00 – 13:00 Uhr

18

März 2026 Namen & Neuigkeiten


digitalBAU: Impulsgeber für

die Bauwirtschaft der Zukunft

BAUMAGAZIN – Vom

24. bis 26. März findet die

vierte Ausgabe der digitalBAU

– Fachmesse für

digitale Lösungen in der

Baubranche statt. Rund

300 Unternehmen zeigen in

Köln ihre Innovationen und

Trends rund um die digitale

Baustelle von morgen. Der

Fokus der Veranstaltung liegt

u. a. auf Kreislaufwirtschaft,

Bauprozessoptimierung,

Künstliche Intelligenz sowie

Digitalisierung im Bestand.

• Wo:

Messe Köln

• Wann:

• 24.3. – 26.3.2026

• 9:00 – 18:00 Uhr

Dazu Projektleiterin und Senior Director Cornelia

Lutz: »Digitalisierung erweist sich als dynamischer

Treiber für den Bausektor. Davon profitieren

auch wir als Fachmesse und können somit den

Besucherinnen und Besuchern ein breites Portfolio

an Lösungen und Produkten bieten. Die digitalBAU

hat sich mittlerweile als führende Plattform etabliert

und gilt als Pflichttermin in der Branche.«

Vier Leitthemen im Mittelpunkt

Die Baubranche steht aktuell vor umfangreichen

Aufgaben: Fachkräftemangel, Kostendruck, lange

Planungsverfahren und die Dringlichkeit, nachhaltiger

zu bauen. Deshalb rückt die digitalBAU diese

vier Leitthemen in den Fokus, welche die Zukunft

der Branche maßgeblich beeinflussen werden. Die

Zukunft des Bauens ist nachhaltig und ressourcenschonend.

Beim zirkulären Bauen werden Baumaterialien

nach dem Rückbau nicht entsorgt, sondern

in einer neuen Funktion wiederverwendet. Bauwerke

werden so zu einem wertvollen Materiallager von

Rohstoffen. Damit dies gelingt, braucht es digitale

Werkzeuge und neue Planungsansätze – von Materialdatenbanken

über Building Information Modeling

(BIM) und dem digitalen Zwilling bis zur digitalen

Baustelle. Die digitalBAU stellt die vielfältigen digitalen

Lösungen für zirkuläres Bauen vor.

Effizienter planen, schneller bauen, nachhaltiger

wirtschaften – die digitale Bauprozessoptimierung

ist der Schlüssel zur Zukunft des Bauens. Im

Fokus der digitalen Prozessoptimierung steht die

Integration digitaler Technologien und Methoden

über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks:

von der Konzeption und dem Entwurf über die Planung

und Ausführung bis zum Betrieb, Umbau und

Rückbau. Das Ziel besteht darin, etablierte, aber

analoge Prozesse zu optimieren. Darüber hinaus

hilft sie, Fehlerquellen zu minimieren und die

Zusammenarbeit der Planungsbetei-

ligten mithilfe passender digitaler Arbeitswerkzeuge

zu verbessern.

Die Digitalisierung des Bauwesens und die damit

verbundene Automatisierung zahlreicher Planungs-

und Bauprozesse gewinnt zwar weiter an

Fahrt. Dennoch ist der Bausektor im Vergleich zu

anderen Industriezweigen noch immer analog geprägt.

Eine Fülle stets wiederkehrender Aufgaben –

Tätigkeitsfelder, die beispielsweise im Automobilbereich

längst von Robotern und digital gesteuert gelöst

sind – müssen auf Baustellen weiterhin in Handarbeit

und mit dem Einsatz von Körperkraft erfüllt

werden. KI und maschinelles Lernen schaffen hier

jedoch eine wichtige Basis, um zukünftig das Planen

und Bauen automatisierter, effizienter und noch

qualitätsvoller werden zu lassen.

Das Bauen im Bestand ist eine der wichtigsten

Stellschrauben auf dem Weg zu einer nachhaltigen

Zukunft: Hier liegt das größte Potenzial für ressourcenschonendes

Bauen und für das Erreichen der Klimaziele.

Denn mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen

und rund 40 Prozent des Energieverbrauchs

entfallen in der Europäischen Union auf

den Gebäudesektor. Die Digitalisierung nimmt bei

der Transformation bestehender Bauwerke damit eine

Schlüsselrolle ein.

Die Leitthemen der digitalBAU werden sich auch

im begleitenden Rahmenprogramm widerspiegeln.

Hierzu zählen verschiedene Foren wie die Main

Stage, Neo Stage, Exhibitor Stage sowie die Start-up

Stage inklusive der Founders Fight Night am Mittwoch,

25. März. Darüber hinaus dient die digitalBAU

bereits zum dritten Mal als Austragungsort für die

Verleihung des Deutschen Baupreises am 24. März.

Die Schirmherrschaft übernimmt Bundesbauministerin

Verena Hubertz.

s

Auf der digitalBAU 2026 stehen vier

Leitthemen im Mittelpunkt: Fachkräftemangel,

Kostendruck, lange

Planungsverfahren und die Dringlichkeit,

nachhaltiger zu bauen.

MESSE MÜNCHEN GMBH

Namen & Neuigkeiten März 2026

19


BAU

GEFLÜSTER

Deutsche Baubehörden:

Umgeben von Flachpfeifen

und Besserwissern

Halt, stopp! Sie müssen eine

Nummer ziehen!« Ich weiß nicht,

wie es Ihnen geht, aber der Weg

in eine deutsche Behörde wirkt

oft, als trage man mühselig einen Eimer

Sand in die Wüste – und das, obwohl man

nur ein Glas Wasser braucht. Das beginnt

beim Warten auf Dinge, die sich digital eigentlich

in Sekunden lösen ließen und endet mit der

Tatsache, dass wir es oft mit Beamten zu tun haben,

die von der Materie weniger Ahnung haben als der

Antragsteller – das gilt auch und gerade für Bauämter.

Für den Bauantrag, ein Genehmigungsverfahren oder

die Bereitstellung von Fördermitteln müssen Listen

ausgefüllt, Anträge verschickt, beglaubigte Kopien angefertigt

und Nachweise erbracht werden, für die man

lieber hätte studieren gehen sollen. Es ist schlichtweg

die pure Überforderung – und das offenbar für beide

Seiten. Denn: Während der unwissende Antragsteller

mit einer Wagenladung an schwachsinniger Bürokratie

malträtiert wird, hat der Behördenmitarbeiter, der

über meinen Bauantrag entscheidet, im schlimmsten

Fall noch nie eine reale

Baustelle vor Ort

gesehen. Allein bei

der Beurteilung, Ausarbeitung

oder Festlegung

von Ausschreibungskriterien

im öffentlichen

Bau müssen

Beamte über Dinge philosophieren,

die sie in diversen

Fällen kaum seriös

Dan Windhorst

einschätzen können. In den politischen

Ausschüssen und Gremien

ist das nicht anders. Hier trifft der Theoretiker

auf schonungslose Praxis und klammert

sich aufgrund von Unkenntnis an Paragrafen,

Vorschriften und Einschätzungen,

die aber mit der Realität nichts zu tun haben.

Der Spruch: »So können Sie das aber nicht

machen« basiert nicht auf Erfahrungswerten,

sondern auf dem, was auf Seite 442, Absatz

3.2.9 in Spalte 4 bei Ergänzung 16b zu

finden ist. Das Ergebnis ist, dass Bauherren, Architekten,

Ingenieure, Privatpersonen und Unternehmer

mitunter Jahre brauchen, um das Schlossgespenst

deutscher Bürokratie hinter sich zu bringen. Für den

Wirtschaftsstandort Deutschland

hat das zur Folge, dass viel

Arbeit unnötig lang liegen

bleibt und die Wettbewerbsfähigkeit

gegenüber anderen

Ländern stetig sinkt. Hinzu

kommen die Kosten: Wenn ich

ein Haus baue, aber keine Ahnung

davon habe, wende ich

mich an eine Behörde, die mir

Broschüren, Ausfüllhilfen und

Wir brauchen

Experten, die die

Dinge erklärbar

machen – und

nicht zusätzlich

verkomplizieren!

Ratgeber an die Hand gibt – nicht aber einen Experten,

der mir die Dinge erklärbar macht, es sei denn,

den bezahle ich dann auch noch. Die Folge ist, dass

ich viel Zeit und Geld verbrenne und das Haus, welches

ich bauen wollte, niemals bauen werde, weil ich

Privatinsolvenz anmelden muss, ehe das Fundament

gegossen wurde. In all den Jahren als Redakteur im

bauMAGAZIN sind mir die wüstesten Geschichten

über den Weg gelaufen. Da ist die Rede von Straßenbaufirmen,

die mit Einbau-Richtlinien und Nachhaltigkeitskonzepten

hantieren müssen, die vorn und hinten

keinen Sinn ergeben. Statt auf Technik zu setzen,

die »State-of-the-art« das bestmögliche Einbauergebnis

20

Februar März 2026 2026 Namen bauMagazin & Im Neuigkeiten

Blickpunkt Kolumne


liefert, müssen wir holprige »Buckelpisten« hinnehmen,

die den Richtlinien entsprechen, dafür aber meilenweit

am technisch Machbaren vorbeischlittern. Da

hört man von innovativen Selfmade-Unternehmern,

die das Haus ihrer Eltern verpfänden, weil sie die

bahnbrechende neue Schnellwechsler-Sicherung erfunden

haben, diese aber nicht auf den Markt bringen

dürfen, weil man vergessen hat, in Formular 17/44-9

auf Seite 39a das Kreuz im vorgemerkten Kästchen zu

machen. Und: Wie viele Straßen, Brücken, Hochhäuser

und Gehwege wurden nicht gebaut, weil eine seltene

südrumänische Wanderkröte auf der Wiese gesichtet

wurde? Ach ja, und wann genau soll Deutschland

durchdigitalisiert sein, wenn man noch immer

auf Bundes- und Länderebene darüber streitet, mit

welchen Verfahren das Glasfaserkabel in den Boden

kommt? Bis heute erleben wir Behörden und Ämter,

in denen das Faxgerät auf dem Tisch steht oder der eigentlich

digitale Antrag dann trotzdem noch mal ausgedruckt

und händisch unterschrieben vorzulegen ist.

Die Bau- und insbesondere die Baumaschinenbranche

sprüht geradezu vor smarten Ideen. Da wurden

Flottenmanagementlösungen, mitdenkende Assistenzsysteme,

autonome Walzen, KI-basierte Drohnen,

ferngesteuerte 50-t-Bagger und cloudbasierte Datensysteme

erfunden, die an Zulassungen scheitern.

Überdies ist es bis heute nicht gelungen, einheitliche

Standards zu definieren, um die ohnehin schon vorhandenen

Synergien der Hersteller zu nutzen. Ein gutes

Beispiel ist außerdem die Nutzung von elektrifizierten

Baumaschinen: Die Hersteller parken diese

seit Jahren in ihren Garagen, aber aufgrund der unzureichenden

Infrastruktur ist ein flächendeckender

Einsatz von E-Maschinen noch immer als Wagnis für

Bauunternehmer verpönt. Und

nur zur Klarstellung: Das Problem

sind nicht die Behördenmitarbeiter

– der Bremsklotz ist das

System. Oft genug habe ich erlebt,

dass Beamte, aber auch Politiker,

ihr Büro über Jahrzehnte hinweg nicht verlassen, beispielsweise

um sich auf Baustellen, in Seminaren oder

auf Messen über den aktuellen Stand der Technik zu

informieren. Eine solche Weiterbildungsmaßnahme

existiert in der Regel nicht oder muss mühselig beantragt

oder gar auf privatem Wege und damit unbezahlt

erfolgen. Wir haben es also mit einem klapprigen

Uhrwerk zu tun, das in sich krankt – und keinen blassen

Schimmer davon hat, wie es gesunden, geschweige

denn die richtige »Uhrzeit« anzeigen soll. Mein Rat:

Reformiert euch selbst! Lasst die Arbeitsgruppen,

Analysen, Fachausschüsse und Gremien sein. In den

Bau- und anderweitigen Interessensverbänden, in

Universitäten und in den Unternehmen selbst sitzen

massenweise Menschen, die sich seit Jahrzehnten

bestens mit der Materie auskennen und wissen, wie

man ein Bauprojekt bei höchstmöglicher Qualität

fristgerecht abarbeitet. Verkürzt die Genehmigungsverfahren,

vereinheitlicht die Vorgaben, erleichtert

die Abwicklung und hört endlich auf, eure per Fax

versendeten Formulare in dreifacher Ausführung aneinanderzutackern!

»Mein Rat lautet:

Reformiert euch

endlich selbst!«

d

Im bauMagazin Blickpunkt Kolumne März 2026

21


IM BLICKPUNKT

Die drei Erstplatzierten des VDBUM Förderpreises – Marten Buse (3. v. l., Dynapac), Jürgen Melzner (3. v. r., Bauhaus-Universität

Weimar in Vertretung von Claudia Föllmer) und Sebastian Kaluza (2. v. r., abaut GmbH) mit VDBUM-Präsident Dirk Bennje (l.),

seinem Stellvertreter Marco Fecke (r.) und Vorstand Prof. Jan Scholten (2. v. l.).

VDBUM

Willkommen im

»Wohnzimmer«

der Baubranche

VDBUM – Das VDBUM-Großseminar ist seit vielen Jahrzehnten eine mächtige Instanz

– und immer auch ein Stück weit das Wohnzimmer der Bau- und Baumaschinenbranche.

Man trifft sich, man spricht, man diskutiert – und auch das »Füßehochlegen«

hat in Willingen seine ganz eigene Tradition. Denn: Der abgelegene Austragungsort im

Herzen des Uplands ist bewusst gewählt, um sich, fernab schicker Großstadtkulissen,

auf nahbarer Augenhöhe zu begegnen. Die erstaunliche Strahlkraft des Großseminars

lässt sich insbesondere auf die beachtliche Teilnehmerliste zurückführen: Zum einen

fährt der Verband seit Jahren stattliche Besucherrekorde ein – aktuell platzt Willingen

mit knapp 1 200 Teilnehmern aus allen Nähten. Zum anderen sind die wichtigsten

Branchengrößen vor Ort, darunter hochkarätige Führungskräfte und namhafte

Branchenexperten, die sich mit schonungslos ehrlichen Worten zur aktuellen

Situation der Bau- und Baumaschinenbranche äußern.

Die Botschaft der 54. Ausgabe des Großseminars

in Willingen lautete, Brücken

zu bauen – und das war sowohl im wörtlichen

wie übertragenen Sinne zu verstehen.

Zum einen hat der VDBUM die

deutliche Diskrepanz zwischen Bauwirtschaft und

deutscher Politik offenlegt. Es sollte mit offenem Visier

»gestritten« werden. Zum anderen war das Bauen

von Brücken auch im tatsächlichen Sinne zum

Thema geworden. Nach wie vor ist der Baubedarf

in Deutschland groß – gerade im öffentlichen Bau,

um die vielen maroden Straßen, Schienen und Brücken

zu sanieren. Und genau hier trafen die politischen

wie bauwirtschaftlichen Welten aufeinander.

22

März 2026

Im Blickpunkt


VDBUM

Während die Branche noch immer darauf wartet,

dass der vielbeschworene Bauturbo zündet und die

richtigen Signale aus Berlin gesendet werden, erweist

sich der erhoffte Aufschwung eher als Marathon

statt als Sprint.

Die Situation der Branche

Das gegenwärtige Meinungsbild: Die Geschäfte laufen

– aber der große Bau-Boom lässt noch immer

auf sich warten. Nicht sonderlich hilfreich, dafür

äußerst unterhaltsam war in diesem Zusammenhang

der Auftritt des ehemaligen Finanzministers

Christian Lindner, der als Keynote-Speaker kein

gutes Haar an der aktuellen Politik ließ und vielmehr

davor warnte, die milliardenschweren Sondervermögen

der Bundesregierung als Allheilmittel

zu verbuchen. Der Ex-Parteichef der Freien Demokraten

(FDP) hatte offensichtlich noch mit den

Nachwehen der Ampelregierung zu kämpfen und

wirkte, mit nunmehr genügend Abstand zu seiner

Tätigkeit als Spitzenpolitiker, durchaus befreit,

dafür aber auch ein Stück weit entmutigt, dass es

in diesem Land in die richtige Richtung geht. Unterstrichen

hat Christian Lindner im Rahmen des

Großseminares zwar, dass sein Glaube an die Stärke

der deutschen Wirtschaft ungebrochen sei, er

die Felle aber wegschwimmen sehe, wenn man sich

blindlinks auf großspurige Geldgeschenke der Regierung

verlasse, die, wie er sagte, nicht zu Ende gedacht

seien. Er kritisierte u. a. die zu ambitionierten

Klimaziele der Ampelregierung für das Jahr 2045

und ließ in diesem Zusammenhang auch kein gutes

Haar am zu kostspieligen Gesundheitssystem

bei zu hohem Krankenstand. Letztlich fiel das Urteil

über den Auftritt von Christian Lindner zweigeteilt

aus – die einen attestierten ihm Großspurigkeit

und vermissten zuweilen Optimismus. Die anderen,

so der Tenor, hatten das bekommen, was erwartet

wurde: einen Ex-Politiker, der mit scharfen Worten

für Diskussionen sorgte, sich nicht davor gescheut

hat, unangenehme Wahrheiten anzusprechen. In

jedem Fall hatte der ehemalige FDP-Wortjongleur,

dem wir zweifelsohne eine begnadete Rhetorik sowie

ein erfrischendes Unterhaltungspotenzial zusprechen

dürfen, Sorge dafür getragen, dass auch

an den Folgetagen des Seminars die Politik im Mittelpunkt

stand.

Militär war vertreten

Ein weiteres Thema war die Bundeswehr: Um die

Kriegstüchtigkeit des deutschen Militärs angesichts

der geopolitischen Entwicklung in Zukunft gewährleisten

zu können, hatte die Bundesregierung unter

Olaf Scholz die Zeitenwende ausgerufen. Einher ging

Zur Eröffnung der Ausstellung

richtete Maximilian Schmidt

(Mitte), Geschäftsführer

der Kiesel GmbH, das

Wort an die Fachbesucher.

Kiesel war in diesem Jahr

einer der drei Hauptsponsoren

sowie Co-Gastgeber des 54.

VDBUM-Großseminars.

1 200

Teilnehmer

Das VDBUM-Großseminar hat mit

insgesamt 1 200 Teilnehmern

einen neuen Besucherrekord

aufgestellt und stößt damit gleichzeitig

an die Kapazitätsgrenze.

Auf der Bühne (v. l. n. r.): Markus Bühl,

Vertriebsleiter ROAD Süd / Ost bei

Wirtgen, Jörg Laue, CFO bei Hochtief, und

Maximilian Schmidt, Geschäftsführer bei

Kiesel, mit Moderatorin Alexandra von

Lingen in der »Baubesprechung«.

Im Blickpunkt März 2026 23


IM BLICKPUNKT

Bundeswehr

Erstmals war auch die

Bundeswehr beim Großseminar

vertreten, um über den

gewaltigen Baubedarf des

Militärsektors zu sprechen.

das mit einem milliardenschweren Sondervermögen,

welches, wie so oft fehlinterpretiert, nicht allein dazu

dient, neue Panzer und Kampfflugzeuge anzuschaffen.

Aufgrund des jahrzehntelangen Kaputtsparens

der deutschen Wehrfähigkeit muss aktuell vor allem

die militärische Infrastruktur saniert werden. Das

geht einher mit Kasernen, Übungsplätzen, Straßen,

Brücken und Schießstätten, weshalb die Baubranche

durchaus auf gut gefüllte Auftragsbücher hoffen

darf. In diesem Zusammenhang bat der VDBUM mit

Oberst i. G. Stefan Gruhn eine zentrale Schlüsselfigur

auf die Bühne. Als Leiter des Kompetenzzentrums

Baumanagement der Bundeswehr am Standort Düsseldorf

zeichnete der Diplom-Ingenieur ein exaktes

Bild von der Gesamtlage – und auch davon, was notwendig

ist, um die hehren Ziele der Regierung einzuhalten.

Auch stellte er klar, dass die Bundeswehr

sich von alten Verhaltensmustern lösen müsse, um

schneller, digitaler und damit effizienter zu agieren.

Vor Ort war die Bundeswehr aber auch, um auf die

Notwendigkeit hinzuweisen, dass die Truppe dringend

neue Mitarbeiter braucht – vom Soldaten über

Ingenieure und Architekten bis hin zu Handwerkern

und Maschinisten. Insgesamt attestierten viele

der Großseminar-Teilnehmer dem Oberst, dass er

die Dinge klar benennen und Mut dafür säen konnte,

dass auch die Bauwirtschaft von den Vorhaben der

Bundeswehr profitieren wird.

Die Podiumsdiskussion

Mit Oberst i.G. Stefan Gruhn, Michael Gutzeit, Director

HVDC Projects bei der TransnetBW, Jörg

Laue, CFO der Hochtief Infrastructure GmbH), Prof.

Dr. Christian Lippold, Leitung Planung, Bau & Innovation

bei der Autobahn GmbH, sowie VDBUM-Geschäftsführer

Dieter Schnittjer war die traditionelle

Podiumsdiskussion hochkarätig besetzt. Der große

»Knall« blieb zwar aus, dafür zeichneten die Redner

ein klares Bild von der aktuellen Lage – und eben dieses

lässt sich auch als allgemeingültiges Fazit hervorheben:

Die Weichen sind aufgrund der Investitionsbereitschaft

der Bundesregierung gestellt. Und auch

die Branche weiß, dass arbeitsreiche Zeiten auf uns

zukommen. Wichtig, so der Tenor, sei jedoch, dass

man den Aufschwung nicht vergeigen dürfe. Weniger

Bürokratie, mehr Digitalisierung und eine weit

praxisorientiertere Bundespolitik seien entscheidende

Hebel, um den Kessel der lahmenden »Dampflok

Deutschland« endlich wieder anzuheizen. Wie das

gelingen kann und welche Rahmenbedingungen

hierfür notwendig sind, unterstrichen die rund 50

Fachvorträge des Großseminars. Mit »Brücken bauen

– eine Meisterleistung in Planung und Durchführung«

gab die Autobahn GmbH unter Christian Lippold

beispielsweise ehrliche, offene und direkte Antworten

darauf, was der Bund, aber auch die Baubranche

nun abzuliefern haben. Die Autobahn GmbH des

Bundes verfügt über 28000 Brückenbauwerke: »Mehr

als die Hälfte davon wurden in den 60er- und 70er-Jahren

gebaut und sind der heutigen Verkehrsbelastung

nicht mehr gewachsen«, wie Christian Lippold klarstellte.

In diesem Zusammenhang sprach auch Anton

Eiswirt, Teamleiter Produktmanagement bei Kiesel,

von der Notwendigkeit, »Brücken zur Baustelle der

Zukunft« zu schlagen. »Der bestehende Fachkräftemangel

sowie steigende Personal- und Prozesskosten

lassen sich auf Dauer nur durch konsequente Mechanisierung

in den Griff bekommen.« Vorgestellt wurde

in diesem Zusammenhang das »KTEG P-Line«-Produktsystem,

welches als Komplettlösung gedacht ist –

vom Trägergerät, also Bagger, über Assistenzsysteme

und Schnellwechsler bis zum jeweiligen Anbaugerät.

»Das Ziel ist eine einfach zu bedienende Maschinentechnik,

die für beschleunigte Arbeitsabläufe und effizientere

Prozesse steht, um das Gesamtbauprojekt

letztlich profitabler zu machen.«

DAN WINDHORST (6)

Die traditionelle Podiumsdiskussion: Diesmal vertreten waren (v. l. n. r.) VDBUM-Geschäftsführer

Dieter Schnittjer, Michael Gutzeit, Director HVDC Projects bei der TransnetBW, Jörg Laue, CFO der

Hochtief Infrastructure GmbH, Prof. Dr. Christian Lippold, Leitung Planung, Bau & Innovation bei der

Autobahn GmbH, sowie Oberst i.G. Stefan Gruhn – moderiert wurde das Ganze von Alexandra von Lingen.

Ganzheitliches Fluidmanagement

Interessant war im Übrigen auch ein Vortrag von

Bantleon über ein ganzheitliches Fluidmanagement

als Schlüssel für autonome, nachhaltige Mobilhydraulik.

Hierzu Ralf Schrempp, Leiter Heavy Machinery

der Hermann Bantleon GmbH: » Die Mobilhydraulik

steht vor einem Wandel. Autonome Maschinen,

der Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen

an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

verändern den Anspruch an Technik und Betrieb

grundlegend. Was früher als reiner Betriebsstoff betrachtet

wurde, entwickelt sich zu einem systemrelevanten

Faktor für Verfügbarkeit, Effizienz und

Lifecycle-Kosten. Vor diesem Hintergrund rückt das

Thema ganzheitliches Fluidmanagement in den Fokus

– mit dem Ziel, Hydraulikfluide nicht isoliert

zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil

der gesamten Maschinen- und Systemarchitektur.«

Mit »B.SHERPA« beschreibt das Unternehmen den

ganzheitlichen Ansatz im Zusammenwirken von

24

März 2026

Im Blickpunkt


VDBUM

Hydraulikfluid, Sensorik, Datenanalyse und Wartungsstrategie

zu einem integrierten System. Das

bauMAGAZIN wird hierüber in einer der kommenden

Ausgaben ausführlich berichten.

VDBUM-Vorstand zieht Bilanz

Insgesamt hat der Verband ein positives Fazit gezogen.

VDBUM-Präsident Dirk Bennje erklärte gegenüber

dem bauMAGAZIN: »Wir sind stolz darauf, mit

den 1 200 Teilnehmern eine neue Rekordmarke gebrochen

zu haben. Die Stimmung war toll, wir haben

gutbesuchte Vortragsreihen und ein reges Interesse

an den inhaltlichen Themen erlebt.« Einher

ging das 54. Großseminar im Übrigen mit Veränderungen

im Vorstand: Während Josef Andritzky, der

seit 2009 dem Vorstand des VDBUM angehört, in den

verdienten Ruhestand geht, wurde mit Peter Schmid

das neueste Mitglied vorgestellt. Als Vertreter der Anwender

greift Schmid auf seine Erfahrungen als Leiter

des Geräteparks bei Max Bögl zurück. Und er tritt

in wahrlich große Fußstapfen: Josef Andritzky gilt als

Macher. In über 17 Jahren erwies er sich als wichtiger

Treiber des VDBUM und lebte die Devise, den

VDBUM als »Nutzwerk« zu begreifen. Der Verband

bemüht sich seit vielen Jahren darum, praxisnah

zu agieren, und schafft es über die zahlreichen Programme

und Akademie-Angebote eng mit der Branche

zusammenzuarbeiten. Auch das bildete der VD-

BUM gut in Willingen ab. Als positiv bezeichnet Dirk

Bennje zudem, dass zur 54. Ausgabe des Großseminars

auch viele neue Gesichter zu sehen waren. Zum

einen war, wie bereits erwähnt, erstmals das Militär

vertreten – sowohl im Rahmen der Podiumsdiskussion

als auch als Teil der Ausstellung. Zum anderen

nahmen die Autobahn GmbH und die DB InfraGO

AG erstmals als Referenten teil. Das Großseminar,

so Bennje weiter, sei deshalb eine wichtige

Plattform, um in Sinne des diesjährigen Mottos Brücken

zu bauen.

Rekordbeteiligung Förderpreis

Bereits zum 13. Mal hat der Verband seinen Förderpreis

verliehen – und verzeichnete im Vorfeld einen

neuen Teilnahmerekord. Insgesamt 53 Bewerbungen

waren eingegangen, laut Dirk Bennje mehr

denn je, was zum einen das Interesse an der Auszeichnung

widerspiegelt, zum anderen aber auch

den generellen Erfindergeist der Branche aufzeigt.

Grundsätzlich gilt: Mit dem Förderpreis sollen innovative

Ideen und Projekte gefördert und einer breiten

Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vergeben

wird er in den drei Kategorien »Innovationen

Die Deutschen

Meisterschaften am Baumaschinen-Simulator:

Im

Rahmen des Großseminars

durften junge Teilnehmer

am AzubiCup teilnehmen.

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2026 25


IM BLICKPUNKT

Besucherrekord: Insgesamt

1 200 Teilnehmer konnte

der VDBUM verzeichnen

– damit ist allerdings auch

die Kapazitätsgrenze in

Willingen erreicht.

Christian

Lindner

Als Keynote-Speaker hatte der

VDBUM den ehemaligen Finanzminister

und FDP-Parteivorsitzenden

Christian Lindner

eingeladen, der über aktuelle

Themen der Wirtschaft und

Politik in Deutschland sprach.

aus der Praxis«, »Entwicklungen aus der Industrie«

sowie »Projekte aus Hochschulen und Universitäten«.

In zwei Kategorien, so der VDBUM, trennten den Gewinner

und den Viertplatzierten in der Jurybewertung

nur Dezimalstellen, was aufzeige, auf welch hohem

Niveau die Einreichungen lägen. Gewinner der

Kategorie »Entwicklungen aus der Industrie« wurde

der Elektro-Großfertiger des Typs »SD25 80C e«

von Dynapac. »Hier wurde nicht ein konventioneller

durch einen alternativen Antrieb ersetzt, sondern

es handelt sich um die konsequente Entwicklung einer

elektrischen Maschine«, so VDBUM-Vorstand Jan

Scholten, der die Vergabe des Preises auf der Bühne

moderierte. Der zweite Platz ging an die Hamm AG,

der dritte Platz an Manitou Deutschland. In der Kategorie

»Projekte aus Universitäten und Hochschulen«

gingen punktgleich zwei zweite Plätze an die

TU Darmstadt und die TU Dresden. »Road2Go: GST

digital«, eine Masterarbeit von Claudia Föllmer von

der Bauhaus-Universität Weimar, gewann die Kategorie.

Sie hat eine praxisorientierte Digitalisierungsroadmap

zur Vereinfachung von Genehmigungsprozessen

für Großraum- und Schwertransporte entwickelt.

»GST-Genehmigungen to go – das wäre schön

bei über 400 000 jährlich auszustellenden Transportgenehmigungen«,

sagte Jan Scholten.

sellschaft erläuterte das »Verschub-Monitoring-System«,

ein Verfahren zum Überwachen der Pfeilerkopfauslenkung

und Überbaulage im Neu- und Rückbau

von Brücken. Tobias Schroth von Leonhard Weiss

beschrieb hingegen das »Greifersystem Bahntunnel«,

eine Eigenentwicklung, durch die eine Trennwand

in einem Eisenbahntunnel realisiert wurde, um Fledermäuse

zu schützen, die sich dort angesiedelt hatten.

Die Veranstaltungsgäste machten per E-Voting

von ihrem Mitspracherecht Gebrauch und wählten

die abaut-Idee mit 40,34 zum Sieger. Das Greifersystem

erreichte den zweiten Rang, Drittplatzierter wurde

das Verschub-Monitoring-System. Verbandspräsident

Dirk Bennje hierzu: »Ich verfolge durchaus mit

Stolz, dass vielen Unternehmen, die wir für ihre Entwicklungen

ausgezeichnet hatten, wenig später der

Durchbruch gelingt. Wir scheinen also einen guten

Riecher für Innovationen zu haben.« Und noch eine

Zahl ist erstaunlich: Jan Scholten berichtete, dass es

seit erstmaliger Vergabe des Förderpreises bis heute

Das Publikum hat entschieden

Zum inzwischen dritten Mal hatte die Jury in der

Kategorie »Innovationen aus der Praxis« keinen Sieger

gekürt, sondern drei Beiträge nominiert. In einem

exakt dreiminütigen Kurzvortrag hatten die

Nominierten nun jeweils Gelegenheit, den Gästen

der Abendgala ihre Projekte und deren Praxisrelevanz

vorzustellen. Sebastian Kaluza von der abaut

GmbH zeigte »die nächste Generation der Telematik«

auf, Roland Dostler von der Adam Hörnig Bauge-

Der ehemalige Finanzminister hat polarisiert: Als Keynote-Speaker

nutzte Christian Lindner seine rhetorischen Fähigkeiten, um für

unterhaltsame Anekdoten aus Politik und Wirtschaft zu sorgen.

26

März 2026

Im Blickpunkt


VDBUM

396 Einreichungen gegeben habe. »Dies ist der Beweis

für viele kluge Köpfe in der Branche.«

54. Großseminar – ein Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass der

VDBUM »abgeliefert« hat: Die Sitzreihen waren sowohl

während der Podiumsdiskussion als auch zu

den Vorträgen gut gefüllt. Das Seminarprogramm

wirkte ausgewogen – auch und gerade weil das

»Brückenbauen« gut funktioniert hat. In den Gesprächen

mit Referenten, dem Verband sowie Ausstellern

und Teilnehmern wurde bestätigt, dass gerade

das Netzwerken die große Stärke des Großseminars

ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass

Branche und Politik in vielfacher Hinsicht aneinander

vorbeirasseln. Gegenüber dem bauMAGA-

ZIN wurde beispielsweise kritisiert, dass sich Themen

wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bürokratieabbau

und Fachkräftemangel seit vielen Jahren

wiederholen. Und das nicht, weil der VDBUM keine

neuen Ideen auf Lager hat, sondern weil das

die Branche noch immer umtreibt. Und offenbar

wünscht sich so mancher einen greifbareren Fahrplan.

Denn: Wir erleben im Rahmen des Großseminars

und auf den Messen, wie hoch die Innovationsdichte

der Hersteller ist. Und auch der jährlich

vergebene Förderpreis zeigt, dass es der Branche

keinesfalls an Erfindergeist mangelt. Trotzdem

wirke es, so der Tonus, als komme man mit dem

Abarbeiten besagter Themen viel zu schleppend

voran. Die Aussage lautet: »Wir hätten gern eine

reale Bestandsaufnahme: Wo stehen wir mit der

Bürokratie, warum ist die Digitalisierung noch

immer eine Schnecke und wer zahlt am Ende eigentlich

den Deckel für die Nachhaltigkeit?« Tatsache

ist, dass die benötigten Antworten nur die

Politik liefern kann. Und das VDBUM-Großseminar

ist dafür die wahrlich falsche Bühne. Der

VDBUM ist zwar Interessensvertreter und bringt

sich mit Arbeitskreisen wie etwa der Verbändeinitiative

»Großraum- und Schwertransporte« ein,

aber als Verband agiert er, schon satzungshalber,

unpolitisch. Aber, und damit schließen wir das

Ganze vielleicht ja mit einem kleinen Denkanstoß

ab: Vielleicht erleben wir beim nächsten Mal dann

doch einen amtierenden Bundesminister, der sich

der Podiumsdiskussion stellt. Und »by the way« –

Bundeskanzler Friedrich Merz würden wir zur Not

natürlich auch nehmen. Denn: Wo, wenn nicht in

Willingen, trifft ein Politiker auf eine derart komprimierte

Masse an Entscheidungsträgern aus

der deutschen Baubranche? Herr Schnieder, Herr

Merz: Wir wollen mit Ihnen diskutieren – das VD-

BUM-Großseminar 2027 wartet auf Sie!

d

53

Bewerber

Ein weiterer VDBUM-Rekord:

Insgesamt 53 Bewerbungen

trudelten in diesem Jahr für den

im Rahmen des Großseminars

vergebenen Förderpreises ein –

und damit mehr als je zuvor.

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Im Blickpunkt März 2026 27


1

ABBRUCH & RECYCLING

Volle Leistung: Mit dem

»DX245NHD« von Develon

hat sich die Konrad

Schmaus GmbH für einen

Abbruchbagger entschieden,

dessen einzigartige

Standfestigkeit das

Arbeiten mit schweren

Anbaugeräten erleichtert.

»DX245NHD«:

Ein Abbruch-Allrounder

DEVELON – Die Konrad Schmaus GmbH mit Sitz in Adelzhausen ist im

Abbruchsektor ebenso zu Hause wie im Transport oder Spezialtiefbau. Aufgrund

der jahrelangen Erfahrung weiß man, welche Erwartungen an das Gerät

gestellt werden. Ein Beispiel: Als ein neuer Abbruchbagger benötigt wurde,

hatte Geschäftsführer Konrad Schmaus genaue Vorstellungen bezüglich der

Ausstattung. Und nur eine Maschine konnte seine hohen Ansprüche erfüllen.

»DX245NHD«

Der »DX245NHD« ist ein

Abbruchbagger, der für den

Einsatz unter härtesten Bedingungen

entwickelt wurde.

Im Abbruch sind Schnelligkeit und Flexibilität gefragt.

»Bei häufigen Baustellenwechseln kann

und will ich meine Zeit nicht mit Transportgenehmigungen

verschwenden«, sagt Schmaus, der das

Unternehmen in der Region Augsburg seit 2013

leitet und aktuell 80 Mitarbeiter beschäftigt. Da

sich der Bereich Abbruch zufriedenstellend entwickelt,

war er auf der Suche nach einer Maschine

mit geringen Transportmaßen, ohne aber Einbußen

in puncto Standfestigkeit zu riskieren. Außerdem

sollte der Kettenbagger hohe Leistung, große

Reichweite, hervorragende Sicht und schnelle Anbaugerätewechsel

bieten – ein schmaler Alleskönner

also. Schmaus’ Maschinenpark umfasst mehr

als 100 Raupen- und Mobilbagger, Radlader und

Dumper verschiedener Hersteller. Seit zehn Jahren

besteht eine starke Partnerschaft mit der BAU

Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH und

ihrem regionalen Vertreter Thomas Landsperger

(Landsperger Baumaschinen). Über diesen Kontakt

kam er auf der Bauma 2022 erstmals ins Gespräch

mit Develon und zeigte sich interessiert an

den Maschinen des südkoreanischen Herstellers.

Im Nachgang der Bauma stellte Thomas Landsperger

ihm den »DX245NHD« vor, einen Abbruchbagger,

entwickelt für härteste Anwendungen. Angetrieben

vom Stufe-V-konformen 6-Zylinder-Motor

des Typs »DL06P« mit einer Leistung von 129 kW

bei 1 800 U/min, bringt er ordentlich Power in den

28

März 2026

Abbruch & Recycling


Abbruch, soll laut Hersteller aber gleichzeitig mit

seiner Kraftstoffeffizienz punkten.

Standfest wie ein 30-Tonner

Besonders ist überdies der Unterwagen des

»DX245NHD-7«: Die Ketten, Rollen, Antriebsritzel,Kettenstege

und das Chassis sind überdimensioniert,

wodurch der 25-t-Bagger mit einer Arbeitsbreite

von 2,99 m die Standfestigkeit einer 30-t-Maschine

erreichen soll. »Dies ist insbesondere wichtig,

wenn mit schweren Anbaugeräten gearbeitet

wird. Und aufgrund der Transportbreite von nur

2,54 m kann er genehmigungsfrei auf einem Tieflader

transportiert werden«, berichtet Landsperger.

»Damit war diese Maschine die einzige, die die Anforderungen

des Kunden erfüllen konnte«, ergänzt

er. Der Develon-Bagger bietet laut Aussage des Herstellers

allerdings noch einiges mehr: Die kippbare

Kabine des »DX245NHD« erlaube einen guten Blick

auf den Arbeitsbereich, der durch große Seitenspiegel,

neun leistungsstarke LED-Arbeitsleuchten und

die rundum verbauten Kameras noch verbessert

werde. Über den 8-Zoll-Smart-Touchscreen-Monitor

sehe der Bediener genau, ob sich Personen im

Gefahrenbereich der Maschine aufhalten. Zylinder-

und Kolbenschutz sollen hingegen zu einer längeren

Lebensdauer der Komponente beitragen. Weitere

Ausstattungsmerkmale sind der vollhydraulische

Schnellwechsler von OilQuick und die volle

proportionale Verrohrung, wodurch eine feinfühlige

Steuerung der Anbaugeräte sichergestellt werden

soll. Geringe Geräusch- und Vibrationswerte

und die Klimaautomatik ermöglichen laut Develon

einen angenehmen Arbeitstag in der geräumigen

Kabine. 2023 entschied sich Konrad Schmaus, den

Kettenbagger zu kaufen, 2024 wurde er geliefert. Eine

Premiere für den »DX245NHD«, denn Thomas

Landsperger Baumaschinen hat damit das erste

Modell des Kettenbaggers in Süddeutschland platziert.

»Täglich«, sagt Schmaus, »ist der ›DX245NHD‹

auf Baustellen unterwegs«, aktuell gleich an mehreren

Einsatzorten. Während eines Teilabbruchs

am im Jahr 1910 erbauten Karlsgymnasium München-Pasing,

der aufgrund eines Erweiterungsbaus

DEVELON (2)

Starke Partnerschaft: Seit zehn Jahren fühlt sich Konrad Schmaus (r.) bei der

BAU Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH und ihrem regionalen Vertreter

Thomas Landsperger bestens betreut.

vonnöten ist, wird die Maschine kurzfristig mit dem

Tieflader 20 km nordwestlich Richtung Fürstenfeldbruck

transportiert. Dort steht auf einem Bauernhof

der Abbruch eines Gebäudes an. Keine große

Sache für den »DX245NHD«, der mit seiner Longfront-Ausrüstung

jede Ecke erreicht. Zwei Tage später

ist das Gebäude bereits Geschichte und der Abbruchbagger

wird zurück auf die Baustelle in München

gebracht. »Mia hearn zu. Garantiert« lautet

der Slogan der Konrad Schmaus GmbH. Gleiches

gilt für die Süddeutsche Bau und ihren regionalen

Vertreter Thomas Landsperger. Sie haben ihrem

Kunden genau zugehört und die ideale Maschine

in der passenden Konfiguration geliefert.

Raupenbagger

»DX245NHD-7«

Einsatzgewicht (t) 25,1

Löffelinhalt (m 3 ) 1,3

Motortyp

Motorleistung (kW) 129

Hydraulik-Förderstrom (l/min) 2x210,6

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Abbruch Qualität. & Recycling

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März 2026

29


Das GPS und Lasersystem von

CT Systems liefert Echtzeitdaten

und korrekte Parameter

für jedes Anbaugerät, was

hohe Genauigkeit auch in

großer Tiefe ermöglicht.

Präziser Rückbau unter

Wasser mit dem »Epiroc HB 7000«

EPIROC – Am Europa-Terminal in Antwerpen entsteht derzeit eines der ambitioniertesten

wasserbaulichen Projekte Europas: der Bau einer neuen Kaimauer. Ebenso komplex

ist der Rückbau der bestehenden Struktur – eine Aufgabe, die dem niederländischen

Unternehmen Adex Groep aus Harderwijk übertragen wurde. Zur Bewältigung dieser

Herausforderung entwickelte Adex Groep eine spezielle Lösung: einen selbstnivellierenden

Ponton, ausgerüstet mit einem 320-t-Abbruchkran, der den Namen »Genius« trägt.

EPIROC (2)

EPIROC

STAND C16

Der »Epiroc HB 7000« wurde speziell für

Unterwasserarbeiten konfiguriert und kann

in Tiefen von bis zu 24 m betrieben werden.

Die alte Kaimauer erstreckt sich über 1 200 m und

steht auf 49 massiven Betonkaissons von jeweils

30 m Durchmesser und Höhe, von denen die meisten

unter Wasser liegen. »Diese Kaissons, die mit

Sand gefüllt und mit Mörtel verstärkt sind, müssen

vollständig entfernt werden, da sie die neue Kaimauer

behindern«, erklärt Davy Kies, Leiter Technische

Dienste bei Adex Groep. Der Einsatz in der

Westerschelde, einem Gebiet mit einem Tidenhub

von bis zu 6 m, erhöht die Komplexität zusätzlich.

Adex Groep passte nahezu die gesamte Ausrüstung

an die Gegebenheiten an: verlängerte Ausleger, verlängerte

Spundpfähle und ein vollständig modernisierter

Ponton mit einem automatischen Nivelliersystem,

welches die Lastverteilung über Drucksensoren

kontinuierlich überwacht und ausgleicht.

Technologie in großer Wassertiefe

Kernstück des Rückbauprozesses ist der »Epiroc HB

7000«-Hydraulikhammer, geliefert von SAES International,

Epiroc-Partner für die Niederlande und

Belgien. Der Hammer wurde speziell für Unterwasserarbeiten

konfiguriert und kann in Tiefen von bis

zu 24 m betrieben werden. Ergänzt wird er durch

eine Betonschere am speziell entwickelten »Genius«-Kran,

der Bewehrungsbetonblöcke von bis zu

1 m 3 Größe abtragen kann.

Leistung im industriellen Maßstab

Der »Genius«-Kran selbst ist ein Beispiel für zirkuläre

Konstruktion und besteht zu einem großen Teil

aus wiederverwendeten Komponenten. »Mit zwei

Joysticks schneiden oder vibrieren wir täglich bis zu

1 000 t Beton aus der alten Kaimauer heraus«, berichtet

Willem van de Nagel, Maschinenführer und Mit-

entwickler des Krans. »Wenn wir pro Kaisson etwa

6 m Höhe entfernt haben, beseitigt ein weiterer pontongestützter

Kran die Trümmer. Drei Stunden Abbruch

bedeuten einen ganzen Tag Aufräumarbeit.«

Präzisionsarbeit unter Wasser

Der Rückbau erfolgt bis 30 m unter TAW (dem belgischen

Referenzpegel) und erfordert hoch entwickelte

Positionierungstechnik. Das GPS und Lasersystem

von CT Systems liefert Echtzeitdaten und korrekte

Parameter für jedes Anbaugerät, was hohe Genauigkeit

auch in großer Tiefe ermöglicht.

SAES übernimmt eine zentrale Rolle als zuverlässiger

Partner für Hämmer, Ersatzteile und technischen

Support. »Hydraulikhämmer sind leistungsstark,

aber Unterwasserarbeiten sind besonders

sensibel«, erklärt Kies. »SAES versteht die Komplexität

unserer Projekte und reagiert sofort, wenn

Unterstützung benötigt wird. Fällt ein Hammer aus,

steht immer ein Ersatz bereit.«

j

30

März 2026

Abbruch & Recycling


Abbruch ohne Ausfall des Anbaugeräts

DMS TECHNOLOGIE –

Ausfallzeiten auf der Baustelle

sind ein unliebsamer und

unnötiger Kostenfaktor, den

jeder Unternehmer am liebsten

einfach streichen möchte. Bei

Bagger- und Ladekranarbeiten

mit einem Anbaugerät

wie Greifern besteht das

Hauptrisiko darin, sich den

Hydraulikschlauch abzureißen

oder die Kolbenstange zu

beschädigen – vor allem

bei schweren Arbeiten wie

Steinsetzung oder im Abbruch.

In der Praxis erkannt und als

Idee umgesetzt, ist bei der

DMS Technologie aus Fürth im

Odenwald ein Abbruchgreifer

erhältlich, der diese Kostenfaktoren

fast gänzlich eliminiert.

Nach Unternehmensangaben

ist der Kolben aufgrund seiner

vollständigen Kapselung des

Kolbens gegen herabfallende

Betonteile bestens geschützt.

DMS TECHNOLOGIE (2)

Da der Zylinder selbst das tragende

Element des DMS-Abbruchgreifers

darstellt, ist das Anbaugerät

besonders kompakt und hat ein

geringes Eigengewicht, wodurch die

Zuladung am Bagger erhöht wird.

Die Besonderheit liegt hauptsächlich in dem

von DMS entwickelten, patentierten Hydraulikzylinder.

Der Aufbau mit vollständig gekapseltem

Kolben und innenliegender Ölführung ohne

Hydraulikschläuche im Arbeitsbereich reduziert

Ausfallzeiten und Reparaturkosten. Die Vorteile

des patentierten Hydraulikzylinders kommen bei

Abbrucharbeiten besonders zum Tragen, denn nirgends

sind die Anforderungen an das Anbaugerät

so gegensätzlich wie hier. Auf der einen Seite wird

das Material sehr präzise sortiert, um es wiederverwenden

zu können, auf der anderen Seite sind rohe

Kräfte am Wirken.

Dank der nach Unternehmensangaben langlebigen

und spielarmen Lagerungen ist trotz der widrigen

Arbeitsbedingungen die notwendige Präzision

auch langfristig gegeben und es kann auf die üblicherweise

vorhandenen mechanischen Endanschläge

verzichtet werden. Somit wird Überbiss

auch im Abbruch zuverlässig verhindert. Sortie-

ren von leichten Baustoffen, wie z. B. Dachlatten

und Glaswolle, bleibt damit jederzeit eine willkommene

Herausforderung. Aber auch bei den groben

Arbeiten punktet der Greifer laut Aussage des Herstellers

mit dem durchdachten Aufbau des Hydraulikzylinders.

Durch die vollständige Kapselung des

Kolbens sei dieser beispielsweise gut gegen herabfallende

Betonteile geschützt. Eine Beschädigung

der Kolbenstange oder der Hydraulikleitungen

durch herausstehende Baustahlteile ist laut DMS

Technologie ausgeschlossen. Somit werden lästige

und teure Schäden eliminiert, was einen zentralen

Punkt innerhalb der Branche darstellt. Da der

Zylinder selbst das tragende Element des DMS-Abbruchgreifers

darstellt, ist das Anbaugerät besonders

kompakt und hat ein geringes Eigengewicht,

wodurch die Zuladung am Bagger erhöht wird. Dadurch

kann zuverlässig schweres Material abgerissen

und mit einer minimalen Anzahl von Ladespielen

bewegt werden.

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trommelt nicht

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März 2026 31

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BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 5


Der »BLTB-175L-5-W« ist

Teil der »BLTB-5«-Serie und

für den Einsatz im schweren

Beton- und Ingenieurbauabbruch

ausgelegt.

ACDE

ACDE-Hydraulikhammer übernimmt

kontrollierten Brückenrückbau

ACDE – Mit einem Gesamtprojektvolumen von rund

105 Mio. Euro zählt der Ersatzneubau der Hochbrücke

Bayreuth zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten der

Region. Der Rückbau der bestehenden Brückenkonstruktion

erfolgt unter hohen sicherheits- und umwelttechnischen

Anforderungen und erfordert präzise, kontrollierte Abbrucharbeiten

im direkten Umfeld bestehender Verkehrs- und

Infrastrukturachsen. Im Rahmen dieser Arbeiten kommt

ein »BLTB-175L-5-W«-Hydraulikhammer zum Einsatz. Es

handelt sich dabei um den ersten Hydraulikhammer von

ACDE im Maschinenpark des ausführenden Unternehmens

und zugleich um einen wichtigen Schritt in Richtung einer

weiterführenden Zusammenarbeit.

Der Rückbau der Hochbrücke

erfolgt abschnittsweise und

in unmittelbarer Nähe zu aktiver

Infrastruktur. Entsprechend hoch

sind die Anforderungen an die

eingesetzte Abbruchtechnik: eine

zuverlässige Leistungsabgabe,

kontrollierbares Arbeitsverhalten

sowie eine hohe Betriebssicherheit

sind entscheidend, um Stillstandszeiten

zu vermeiden und

den Bauablauf planbar zu halten.

Der »BLTB-175L-5-W« ist Teil der

»BLTB-5«-Serie und für den Einsatz

im schweren Beton- und Ingenieurbauabbruch

ausgelegt.

Das Modell deckt den Leistungsbereich

für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte

ab und ist für

den kontinuierlichen Einsatz auf

Großbaustellen konzipiert.

Serienmäßige

Systemausstattung

Der eingesetzte Hydraulikhammer

verfügt serienmäßig über

integrierte Systemlösungen, die

speziell auf den professionellen

Langzeiteinsatz ausgelegt sind:

Das serienmäßige Zwei-Pumpen-Schmiersystem

»BBI-Lube«

sorgt für eine kontinuierliche

und lastabhängige Schmierung

aller relevanten Komponenten.

Dies reduziert den manuellen

Wartungsaufwand und trägt zur

gleichbleibenden

Leistungsfähigkeit

des Hammers bei.

Das ebenfalls serienmäßig

integrierte Monitoring- und Trackingsystem

»BTrack&Check« ermöglicht

die Erfassung von Betriebsdaten,

Einsatzzeiten und

Wartungsintervallen.

werden

Dadurch

Wartungsmaßnahmen

planbar und die Betriebssicherheit

auf langfristig angelegten

Baustellen erhöht. Die technische

Unterstützung, Inbetriebnahme

sowie die laufende Betreuung

des eingesetzten Geräts

erfolgen durch Henze Abbruchtechnik.

j

Wartung

Das Zwei-Pumpen-Schmiersystem

»BBI-Lube« sorgt für eine

kontinuierliche Schmierung

aller relevanten Komponenten

und reduziert den manuellen

Wartungsaufwand.

32

März 2026

Abbruch & Recycling


Präzise Wiegedaten

und digitale Prozesse

PFREUNDT – Mit seiner

smarten Software zur Fahrzeugverwiegung

im Web-Portal

sowie dem flexiblen Mietmodell

für die Absetzkipperwaage des

Typs »WK60« stellt Pfreundt

aktuell zwei wichtige Innovationslösungen

für digitale und

effiziente Wiegeprozesse vor.

Mit seinen digitalen Wiegelösungen

für die Entsorgungs-

und Recyclingbranche

bietet Pfreundt der Branche

smarte Helfer, um effizienter zu

arbeiten. Denn die präzise Erfassung

von Materialströmen ist in

der Branche entscheidend, sei es

zur Abrechnung nach Gewicht

oder für den Wiederverkauf sortenrein

aufbereiteter Materiali-

PFREUNDT

en. Pfreundt bietet Wiegelösungen

für das Sammeln, Sortieren,

Aufbereiten und Transportieren

von Materialien. Das Portfolio

umfasst Wiegetechnik für nahezu

jede Maschine und jedes Fahr-

len oder eine separate Software.

Alle erfassten Daten wie Gewichte,

Unterschriften oder Kamerabilder

werden in Echtzeit übertragen

Die »WK60«-Absetzkipperwaage

von Pfreundt

soll nun als Mietmodell

vorgestellt werden.

zeug – vom Abroll- und Absetz-

und stehen sofort für die Weiter-

kipper über Rad-, Teleskop- und

verarbeitung zur Verfügung. Auf

Frontlader bis hin zu Kran, Bag-

der Münchner IFAT, die vom 4.

ger, Stapler oder Förderband. Er-

bis 7. Mai stattfinden soll, kön-

die »WK60«-Absetzkipperwaage

gänzt wird dies durch Software-

nen Besucher die Funktionsweise

zeigen. Im Mietpaket enthalten

lösungen, die eine zentrale Erfas-

an einer Demo-Anlage Schritt für

sind eine konformitätsbewerte-

Live-Demo

Auf der kommenden IFAT

können Besucher die Funktionsweise

an einer Demo-

Anlage nachvollziehen.

sung und Weiterverarbeitung der

Wiegedaten ermöglichen.

Fahrzeugverwiegung

direkt im Web-Portal

Ein Highlight stellt laut Aussage

Schritt nachvollziehen. Diese besteht

aus dem Modell einer Fahrzeugwaage,

einem Selbstbedienungsterminal

und einer Kamera

zur Ladegut- und Kennzeichenerkennung.

Auch die Erfassung und

te Waage, der Einbau durch einen

Servicetechniker sowie der

Zugang zum Web-Portal. Während

der dreijährigen Laufzeit

sind alle Serviceeinsätze und

Ersatzteile abgedeckt. Unterneh-

von Pfreundt die hauseigene Soft-

unmittelbare Datenübertragung

men profitieren laut Aussage von

ware zur Fahrzeugverwiegung dar,

ins Web-Portal wird live erlebbar.

Pfreundt von kalkulierbaren mo-

die vollständig in das Web-Portal

integriert ist. Damit lassen sich

Fahrzeugwaagen erstmals direkt

aus dem Web-Portal heraus bedie-

»WK60«-Absetzkipperwaage

als Mietmodell vorstellen

Als weitere Neuheit möchte

natlichen Kosten, präziser Gewichtskontrolle

zur Vermeidung

von Überladungen und einer

transparenten Abrechnung di-

nen – ohne zusätzliche Schnittstel-

Pfreundt das Mietmodell für

rekt vor Ort.

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Meistern Sie Jeden Abbruch

Präzision, die greift. Power, die bewegt.

Die LIS Abbruch- und Sortiergreifer-Serie:

Gebaut für die härtesten Einsätze.

Vielseitig:

Für Bagger von 0,7 t bis 28,0 t.

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Maximale Schließkraft für massiven Abbruch.

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Abbruch & Recycling März 2026 33

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Der richtige Sortierlöffel

für jede Herausforderung

34

LEHNHOFF – Ob auf der Baustelle oder im GaLaBau – die

Anforderungen steigen kontinuierlich. Intelligente Materialvorsortierung

ist ein wichtiger Faktor. Mit den drei Sortierlöffel-Serien

»MSL«, »CSL« und »HSL« von Lehnhoff können Unternehmer

dies effizient umsetzen. Um Erde, Sedimente und Kies von groben

Steinen, Wurzeln und Unrat zu trennen, braucht es häufig keine

teuren Spezialgeräte. Oft sind die Sortierlöffel von Lehnhoff die

effizientere Lösung: Mit durchdachten Siebböden und widerstandsfähiger

Konstruktion lassen sich Materialien gezielt separieren,

Arbeitsprozesse beschleunigen und Ressourcen schonen. Selbst

für die Vorabsortierung bei der Weiterverarbeitung mit Brech- und

Siebanlagen leisten sie einen wertvollen Beitrag.

Kurz und knapp

Lehnhoff bietet für jede Maschinenklasse

die passende Lösung:

die »MSL«-Serie für Maschinen

zwischen 1 und 6 t, die

»CSL«-Serie für Bagger von

6 bis 12 t sowie die »HSL«-Serie

für Bagger von 10 bis 50 t.

FACHTAGUNG

ABBRUCH

13. MÄRZ | BERLIN

Besuchen Sie uns!

am 13. März 2025

Stand Nr. B8

NIEDRIGE

BETRIEBSKOSTEN

März 2026

2026

Im Garten- und Landschaftsbau

zeigen die »MSL«-Sortierlöffel

ihre Stärke: Mutterboden wird

hier effizient von Wurzeln, Ästen

oder größeren Steinen getrennt

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– so entsteht die ideale Grundlage

für Pflanzflächen oder Rasen.

Substrate lassen sich mit

den durchlässigen Böden optimal

aufbereiten. Erde und Kom-

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post werden bei der Einbringung

besser durchmischt und bilden

eine gleichmäßige, nährstoffreiche

Basis. Im Tiefbau wiederum

ermöglicht der Einsatz von Sortierlöffeln

eine saubere Trennung

von grobem Kies und feinem

Material – besonders beim

Aushub von Leitungsgräben, wo

Verfüllmaterial möglichst frei

von Fremdstoffen sein sollte.

Für Entwässerungssysteme

Ein funktionierendes Entwässerungssystem

ist essenziell für

Hochwasserschutz,

Landwirtschaft

und Infrastruktur. Doch

mit der Zeit setzen sich Gräben

und Mulden mit Erde, Steinen

und Pflanzenresten zu. Die Sortierlöffel

der »CSL«-Serie bieten

hier eine praxiserprobte Lösung:

Kies und Erde fallen beim Aushub

durch die Siebböden, während

größere Steine, Wurzelwerk

oder Unrat im Löffel verbleiben.

So lassen sich selbst längere Gräben

mit Mobilbaggern effektiv reinigen,

ohne unnötig viel Boden

zu entnehmen oder nachsortieren

zu müssen. Auch in der Baugrube

leisten die »CSL«-Modelle

wertvolle Dienste, wenn es etwa

darum geht, das Material schon

beim Aushub vorzusortieren.

Mit den Sortierlöffeln der

»HS«-Serie von Lehnhoff

gelingt Separierung

einfach und präzise.

Flüsse und Bäche sind dynamische

Lebensräume – doch Ablagerungen,

Treibgut oder Sedimente

können den Wasserfluss erheblich

behindern. Um Problemstellen

gezielt zu beseitigen, müssen

Flussbetten regelmäßig ausgebaggert

und von grobem Material

befreit werden. Mit den Sortierlöffeln

aus der »HSL«-Serie lassen

sich Geröll, Kies und Fremdstoffe

effizient entnehmen, während

Wasser und Feinanteile durch die

Siebböden direkt abfließen. Aufgrund

ihrer massiven Bauweise

und hohen Verschleißfestigkeit

sind sie auch bei Schwerstlasten

zuverlässig im Einsatz – ob beim

Renaturieren, Ausbaggern oder

in der Industrieentwässerung.

So können in kurzer Zeit enorme

Materialmengen verarbeitet

werden und Wasserläufe bleiben

funktional und naturnah. Auf diese

Weise erhöhen sich Produktivität

und Zuverlässigkeit.

LEHNHOFF

STAND E10

j

Abbruch & Recycling


Separatorlöffel

praktischer gestaltet

SIMEX

SIMEX – Mit dem »VSE

Tornado« für Bagger von 1,5

bis 10 t hat der Hersteller von

hydraulischen Anbaugeräten

eine neue Serie an Separatorlöffeln

auf den Markt gebracht.

1,5 bis 10

Tonnen

Die neue Separatorlöffel-

Serie eignet sich für Bagger

von 1,5 bis 10 t Gewicht.

Separatorlöffel mit verschleißfesten Sternen

aus Polyurethan eignen sich hervorragend

zum Sieben von Aushub, Muttererde auch mit erhöhtem

Feuchtgehalt oder Lehmanteil sowie zum

Beimischen von Verdichtungsprodukten. Bei verschleißstarken

Materialien wie beispielsweise Beton

oder Steinen aus dem Abbruch reduziert sich

die Lebensdauer der Siebeinheiten drastisch, hier

sind laut Aussage des Herstellers die Siebscheiben

aus Metall weitaus besser geeignet.

Simex, Hersteller von hydraulischen Anbaugeräten,

hat mit der neuen Serie der Separatorlöffel

»VSE Tornado« für Bagger von 1,5 bis 10 t eine

praktische Version von Sieblöffeln entwickelt.

Tatsache ist, dass das Unternehmen in den vergangenen

Jahren zahlreiche neue Lösungen auf den

Weg gebracht hat, die sich stark auf den Anwendernutzen

beziehen und zum Ziel haben, nicht

nur die Effizienz, sondern auch die Zuverlässigkeit

und Produktivität auf der Baustelle deutlich

zu erhöhen. Die Wellen des Sieblöffels sind laut

Die Wellen des Sieblöffels sind ganz

einfach auszubauen und ermöglichen es,

schnell auf die Siebeinheiten zuzugreifen.

Hersteller »ganz einfach auszubauen« und ermöglichen

es, schnell auf die Siebeinheiten zuzugreifen.

Das spart Aufwand und jede Menge an Zeit.

Praktisch heißt das, die Einheiten in Polyurethan

können ersetzt oder durch Metallteile schnell und

problemlos getauscht werden. Durch den Einsatz

von unterschiedlich breiten Distanzstücken kann

ebenfalls die Körnung geändert werden. So kann

mit einem Gerät auf die verschiedensten Anforderungen

und Materialien reagiert werden, was

weit mehr Flexibilität ermöglicht.

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MRS Greifer GmbH

Talweg 15-17 – D-74921 Helmstadt

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Abbruch & Recycling März 2026 35


DMS Technologie GmbH

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Schnelle Novelle

der EBV gefordert

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DEUTSCHER ABBRUCHVERBAND – Die

geplante Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung

(EBV) nimmt derzeit Fahrt auf. »Für unsere

Unternehmen ist das eine wichtige Entwicklung,

denn es geht um mehr Praxistauglichkeit,

weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen

für den Einsatz von Recyclingbaustoffen«,

so der Deutsche Abbruchverband (DA).

Deshalb, so der DA weiter, habe man sich einer

Verbändeinitiative angeschlossen, die in einem

gemeinsamen Schreiben an Carsten Schneider,

Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz,

Naturschutz und nukleare Sicherheit, eine

schnelle Novelle der EBV fordern.

Ausgangspunkt war der Erfahrungsbericht des

Umweltbundesamts zum ersten Jahr Vollzug

der EBV. In einem Planspiel wurden Rückmeldungen

aus Praxis, Vollzug und Wirtschaft ausgewertet.

Dabei wurden sogenannte »low-hanging

fruits« identifiziert, also Anpassungen, die kurzfristig

umsetzbar sind, ohne das Schutzniveau für

Umwelt und Gesundheit zu verändern. Vor diesem

Hintergrund haben sich mehrere Verbände

entlang der mineralischen Stoffströme zusammengeschlossen,

um auf dieser Basis eine zügige

Novellierung anzustoßen. Ziel ist es, konsensfähige

Verbesserungen schnell umzusetzen, statt

den Prozess durch Grundsatzdiskussionen zu

verzögern.

Worum es bei den Anpassungen geht

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Erleichterungen,

z.B. Vereinfachungen bei Analyse- und Prüfverfahren,

Klarstellungen zu Einbaubedingungen,

Entlastungen bei Dokumentationspflichten sowie

mehr Rechtssicherheit im Vollzug. Diese Punkte

helfen laut DA unmittelbar im Baustellenalltag

und tragen dazu bei, Verfahren effizienter und

planbarer zu machen.

Die Marktfähigkeit im Fokus

Für den Deutschen Abbruchverband sowie die Bauverbände

– den Zentralverband Deutsches Baugewerbe

und den Hauptverband der Deutschen

Bauindustrie – steht vor allem die Marktfähigkeit

von Recyclingbaustoffen im Mittelpunkt. Denn für

die Unternehmen gilt: Nur wenn Materialien rechtssicher

eingesetzt und ausgeschrieben werden können,

entstehen Vertrauen, Investitionssicherheit

und stabile Märkte. Ein entscheidender Punkt für

funktionierende Kreisläufe ist die Frage des sogenannten

Abfall-Endes – also wann ein Recyclingbaustoff

rechtlich nicht mehr als Abfall, sondern als Produkt

gilt. Hier setzt sich der DA weiterhin für eine Regelung

innerhalb der EBV ein. Der Grund ist einfach:

Die bestehende Systematik der EBV bietet bereits einen

klaren, gütegesicherten Rahmen, der Rechtssicherheit

schafft und als Blaupause für weitere Stoffströme

dienen kann.

Nach den bisherigen Gesprächen plant das Bundesministerium

für Umwelt, Naturschutz, nukleare

Sicherheit und Verbraucherschutz, bis Mitte des

Jahres einen Referentenentwurf für die EBV-Novelle

vorzulegen. Dieser wird anschließend in die Länder-

und Verbändeanhörung gehen. In dieser Phase

besteht für Verbände und Unternehmen die Möglichkeit,

Stellung zu nehmen und praxisrelevante

Hinweise einzubringen. Der DA wird sich hier nach

eigenen Angaben aktiv beteiligen und die Erfahrungen

seiner Mitgliedsunternehmen einbringen. Ziel

des Ministeriums ist es, das weitere parlamentarische

Verfahren zügig anzuschließen. Die aktuelle

Verbändeinitiative konzentriert sich bewusst auf

Punkte, bei denen breite Einigkeit besteht. Die Verbesserungen

kommen der Praxis zugute.

d

36

März 2026

Abbruch & Recycling


Abbruch & Recycling März 2026 37


Hocheffiziente Lösung:

Staubbindung durch

Wassernebel erweist sich

als zuverlässiges Mittel.

NEBOLEX

Wassernebel bindet Staub

NEBOLEX – Nebel durch Zerstäubung von Wasser mit

Luft wird technisch in vielen Bereichen effektiv zur Staubminimierung

genutzt – so etwa im Abbruch und der Industrie.

Und auch für Unternehmen aus Recycling und der

Schüttgutverarbeitung ist Staub ein ernstzunehmendes

Thema. Verschiedene Einflüsse auf Menschen und Umwelt

stehen zudem im Fokus der Arbeitssicherheitsbehörden.

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Die TA-Luft ist die erste Allgemeine

Verwaltungsvorschrift

zum Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Der Begriff TA-

Luft steht für die Technische Anleitung

zur Reinhaltung der Luft

und enthält u. a. Berechnungsvorschriften

für Luftschadstoffe

und schafft bundeseinheitliche

gesetzliche Anforderungen für

genehmigungsbedürftige Anlagen.

In zahlreichen industriellen

Anwendungen – vom Tunnel-

und Untertagebau über den

Kohleabbau bis hin zur Schüttgutverarbeitung,

zum Umschlag

und zur Lagerung – werden Nebolex-Staubbindesysteme

eingesetzt.

Auch in der Papier-, Metall-,

Bauschutt- und Holzrecyclingindustrie

haben sie sich bewährt.

Darüber hinaus sind die

Zerstäubungssysteme zur effektiven

Staubniederschlagung aus

Steinbrüchen, Stahl- und Beton-

werken, Müllverbrennungsanlagen

sowie an Hafenkranen beim

Löschen von Ladung oder bei der

Schiffsbeladung nicht mehr wegzudenken.

»Mit unserem fundierten

Know-how im Maschinenbau

und der jahrzehntelangen

Erfahrung und Weiterentwicklung

produzieren wir stationäre

und mobile Einstoff- und Zweistoffsysteme

für Ihren speziellen

Anwendungsfall«, wie Nebolex

Umwelttechnik klarstellt.

Effektiv und zuverlässig

Die Systeme sind modular aufgebaut,

erweiterbar und bestehen

aus einzelnen Baugruppen. Neben

einem Wasseranschluss, der

Aufbereitungseinheit für Druckluft

sowie der Steuerungs- und

Steuereinheit zur bedarfsorientierten

Ansteuerung sind auch

Nebelkopfleisten mit Sprühnebelköpfen

verbaut, um den

38

März 2026

Abbruch & Recycling


erzeugten Wassernebel einzu-

einzelnen Benebelungspunkte

akt dann aufzubauen, wenn der

bringen. Gepanzerte Sprühne-

mit Wasser. Weder kleine Verun-

Staub entsteht, um den Wasser-

belleisten werden direkt in der

reinigungen noch hoher Kalkge-

eintrag niedrig zu halten. Das Ne-

Nähe des Materialstroms ange-

halt im Wasser stellen für das Ne-

bolex-System habe sich bereits in

bracht.

bolex-System eine Schwierigkeit

diversen Industriebereichen be-

Erstaunliche Technik

Durch die robuste Bauweise der

Edelstahl-Einhausungen ist der

dar, wie der Hersteller erklärt.

Selbst vor Gebrauch gefiltertes

bzw. gesiebtes Oberflächen- oder

Zisternenwasser kann eingesetzt

währen können.

90 Prozent Staubminimierung

Der Einsatz von Druckluft er-

Einsatz laut Nebolex in rauer Um-

werden.

möglicht einen geringen Was-

gebung und an schwierig anmutenden

Stellen möglich. Spezielle

Düsen erzeugen feinsten Nebel,

Smart und bedarfsgerecht

Verschiedene Abschnitte werden

sereintrag und eine Staubminimierung

von über 90 Prozent,

wie Nebolex mitteilt. Dies sei je

somit wird die wirksame Oberflä-

bedarfsgerecht gesteuert. Dies ist

nach Material auch für die wei-

che des Wassers enorm vergrößert

und die Affinität von Staubpartikeln

zur Anlagerung an feine

Wassertröpfchen genutzt. Die

Düsenkonfiguration gewährleistet

Tröpfchen in unterschiedlichen

Größen; größere Tropfen

insbesondere bei größeren Anlagen

notwendig und vorteilhaft,

da nicht immer alle Anlagenteile,

wie z. B. Förderbänder oder Aufgabetrichter,

gleichzeitig und ununterbrochen

betrieben werden.

Sämtliche relevanten Einflüs-

tere Verarbeitung von enormer

Wichtigkeit. Auch bei extremen

Minustemperaturen ist der Betrieb

der Anlage möglich. Frostschutz

wird bei Nebolex durch

isolierte Medienleitungen mit

Begleitheizung und die Ausblas-

Robustheit

Aufgrund der robusten Bauweise

der Einhausungen aus Edelstahl

ist der Einsatz in rauer Umgebung

und an schwierig anmutenden

Stellen möglich.

verbinden sich mit größeren

se, wie etwa Materialmenge und

funktion

gewährleistet. Wäh-

Partikeln, kleinere mit kleinen

Materialeigenschaften oder zy-

rend des Wartebetriebs oder Be-

Partikeln. Störungen bzw. Ver-

klische Schüttvorgänge, können

reitschaftszustands – die Nutz-

stopfungen werden durch einen

mit Nebolex erfasst werden, so-

funktionen sind temporär deak-

»großen Querschnitt« vermieden,

dass das System bedarfsgerecht

tiviert – wird die Anlage komplett

durch den schon fertiges Nebel-

reagieren kann und für eine vor-

entleert, sodass das System was-

gemisch austritt. UV-beständige

eingestellte Zeit nebelt. So ist es

serfrei ist und es zu keinen Frost-

Gewebeschläuche versorgen die

möglich, eine Nebelwand ex-

schäden kommen kann.

d

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WWW.KOBELCO-EUROPE.COM

Abbruch & Recycling März 2026 39


»Gigant n

der Branche!«

e

Abbruchbagger

bauMAGAZIN – Herzlich willkommen in der Welt der größten und schwersten

»Zerschmetterer« der Branche. In dieser Ausgabe der »Giganten der Baubranche«

befasst sich das bauMAGAZIN mit Abbruchmaschinen, die für das professionelle

Zertrümmern und Einreißen von Gebäuden, Türmen, Mauern und Brücken zuständig

sind – und sich dabei tagtäglich mit brachialer Kraft durch Stahlarmierungen,

Betonteile und T-Träger beißen. Im Mittelpunkt stehen Abbruchbagger der neuesten

Generation, einhergehend mit Anbaugeräten, die für den Rückbau unerlässlich

sind. Abschließend werfen wir einen Blick auf ferngesteuerte Abbruchroboter und

hinterfragen, was die Abbruchbranche auch abseits der Baustelle bewegt.

Dan Windhorst

Eines vorweg: Deutschland ist ein »Massivbauland«.

Statt der in den USA weitverbreiteten Holzrahmenbauweise

setzt man hierzulande auf robuste

Fundamente, langlebige Ziegel und gewaltige Mengen

an Stahlbeton. Oder anders gesagt: Gebaut wird

auf deutschen Baustellen »für die Ewigkeit«. Und

spätestens beim Abriss solcher Gebäude wird klar,

dass es hierzulande Maschinen und Anbaugeräte

braucht, die mit der notwendigen Power um die

Ecke kommen. Wichtigster Akteur ist hierbei der

Abbruchbagger – eine Maschine, die nicht nur hohe

Motorleistung, sondern auch gewaltige hydraulische

Kraft, ein stolzes Eigengewicht sowie eine Vielzahl

an speziellen Anbaugeräten mitbringen muss.

Beim Abbruch von mehrstöckigen Gebäuden sind

überdies sogenannte High-Reach-Bagger notwendig

– sie verfügen über einen besonders großen Auslegerarm

und sparen dem Abrissunternehmen den

mühseligen Aufbau von Gerüsten für die Arbeiten

in oberen Stockwerken. Am deutschen

Markt sind vor allem Maschinen von Caterpillar,

HD Hyundai, Kobelco, Komatsu, KTEG, Liebherr

sowie Sennebogen und Volvo CE vertreten –

nachfolgend werden wir auf einige repräsentative

Modelle dieser Hersteller eingehen. Im selben

Atemzug sind allerdings auch die vielen Anbaugeräte

zu nennen, die beim Rückbau zum Einsatz

kommen. Hierzu zählen Abbruch- und Sortiergreifer

sowie Scheren, Zangen, Hämmer und Pulverisierer.

Diese jedoch zusätzlich zu den Abbruchbaggern

im Detail zu benennen, würde den redaktionellen

Rahmen an dieser Stelle gehörig sprengen.

Deshalb hat sich das bauMAGAZIN dazu entschlossen,

in dieser Ausgabe gezielt auf die Geräteträger

einzugehen – in einer späteren Ausgabe befassen

wir uns dann explizit mit dem Segment

der größten und leistungsstärksten Abbruchwerkzeuge

der Branche.

Brachial und anspruchsvoll

In meinen Kindheitserinnerungen

schlummert noch immer das Bild von einem

Bagger, der eine tonnenschwere Abrissbirne

durch die Lüfte schwenkt und damit

ganze Häuserwände zum Einsturz

bringt. Die »eiserne Birne«, gern auch

40

März 2026

Abbruch & Recycling


Abrisskugel genannt, war lange Zeit das Wahrzeichen

dieser Branche – und ist angesichts der technischen

Weiterentwicklung nur noch selten auf deutschen

Baustellen anzutreffen. Der Grund: Moderne

Abbruchbagger verfügen über gewaltige hydraulische

Kraft und lassen sich mitunter sogar mit einem

Auslegearm ausstatten, der Reichweiten von

bis zu 50 m zulässt. Gleichzeitig werden die heutigen

Maschinen mit leistungsstarken Abbruchzangen,

Greifern und Pulverisierern versehen, die komplette

Etagenflure zerlegen. Aber: Die Abrisskugel

ist nicht komplett verschwunden – nachfolgend zeigen

wir am Beispiel einer Spezialabbruchmaschine

von Sennebogen, dass die tonnenschweren Birnen

noch immer Anwendung finden.

Abbrucharbeit heute

Eines hat sich aber nicht geändert: Schon damals

zählten Abrissarbeiten zu den anspruchsvollsten

Jobs am Bau – nicht grundlos wurden

Maschinisten, die den Umgang mit der Abrissbirne

beherrschten, als »Künstler an der Kugel«

bezeichnet. Und heute ist die Arbeit im

Rückbau sogar noch komplexer. Der Abbruchbagger

hat sich schlichtweg zum Multi-Tool-Carrier

weiterentwickelt, der aufgrund

einer Flut an verfügbaren Anbaugeräten

und der Nutzung von Schnellwechslern

hochflexibel eingesetzt werden kann.

Erst kürzlich war die Redaktion bei Abbrucharbeiten

an der Carolabrücke in

Dresden vor Ort (das bauMAGAZIN berichtete

darüber in der Ausgabe 08/25

ab Seite 16) und hat Bagger erlebt, die

extrem vielseitig zum Einsatz kamen.

Der Wechsel zwischen Abbruchzange,

Greifer und Hammer gelingt innerhalb

von Sekunden – mithilfe

von hydraulischen Schnellwechslern

muss der Maschinist dafür

nicht einmal mehr seine Fahrerkabine

verlassen. Die heutige

Herausforderung ist allerdings, dass jeder Handgriff

sitzen muss: Anders als früher muss nun weit

häufiger auf beengtem Raum gearbeitet werden –

angrenzende Gebäude dürfen nicht beschädigt

werden und nicht selten wird das Abbruchmaterial

mittlerweile direkt vor Ort zerkleinert und sogar

weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfordert der

Umgang mit dem Spezialwerkzeug hochpräzises Arbeiten

am Joystick. Zwar sind die modernen Bagger

mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen ausgestattet,

aber das berüchtigte »Baggerfahrer-Bauchgefühl«

lässt sich nur schwer durch technische Raffinessen

ersetzen.

Könige der Zerstörung

Der Markt für Abbruchbagger gilt als vielschichtig

und hart umkämpft. Wir haben es mit individuellen

Spezialmaschinen zu tun, die exakt auf die Anforderungen

im Abbruch zugeschnitten sind. Im Gegensatz

zu konventionellen Baggern verfügen High-

Reach-Bagger über eine enorme Arbeitsreichweite

nach oben hin. Gleichzeitig muss das Hydrauliksystem

dazu in der Lage sein, die notwendige Kraft bis

in das Anbaugerät zu bringen, das in teils schwindelerregenden

Höhen arbeitet. Ein großer, wenn auch

unvermeidbarer Nachteil sind die erschwerten

Transportbedingungen: Um einen High-Reach-Bagger

samt Ausleger und tonnenschweren Ballastgewichten

an seinen Einsatzort zu bringen, muss großer

Aufwand betrieben werden. Das rechnet sich

jedoch, sobald das Abbruchmonster auf der Baustelle

angekommen ist. Ein konventioneller Bagger

muss erst mal »Platz schaffen«, um nah genug an

das Abrissobjekt zu gelangen. Aufgrund seines extrem

langen Auslegers ist das bei einem High- Reach-

oder Longfront-Bagger nicht notwendig. Einmal an

seinem Einsatzort angekommen, kann die Maschine

ohne ständiges Umpositionieren sogar auf engstem

Raum agieren. Neben ihrer Fähigkeit, Anbaugeräte

auch in großer Höhe mit der notwendigen

Kraft zu versorgen, verfügen Abbruchbagger über

eine merklich robuste Bauweise,

Alleskönner

Der Abbruchbagger hat sich

zum Multi-Tool-Carrier

weiterentwickelt, der sich

hochflexibel einsetzen lässt.

LIEBHERR

Abbruch & Recycling März 2026 41


Brachiale Kraft

Die Abbruchbagger setzen

auf brachiale Kräfte, starke

Motorisierung, hohe Präzision

und Robustheit.

Im Abbruch punkten Maschinen

von Sennebogen mit hervorragendem

Bedienkomfort, hoher

Zuverlässigkeit und Präzision.

bestehend aus verstärkten Stahlbauteilen und

langlebigen Hydraulikkomponenten. Darüber hinaus

werden die Spezialmaschinen mit besonderen

Sicherheitseinrichtungen versehen. Dazu zählen

spezielle Kabinen mit Panzerglas und Schutzgitter,

mehrere Kamerasysteme sowie Überlast- und Stabilitätswarnsysteme.

Aufgrund der großen Reichhöhe

und des steilen Winkels hat der Maschinist allerdings

eine eingeschränkte Sicht auf das, was am Ende

des Baggerarms geschieht. Deshalb verwenden

Hersteller kipp- und hochfahrbare Kabinen, sodass

eine ideale Sicht auf das Arbeitsfeld ermöglicht wird.

Schwer: KTEG und Liebherr

Den Anfang machen zwei echte Schwergewichte,

die allein schon aufgrund ihrer Leistungsdaten

und Abmessungen herausstechen. Das betrifft den

»R 980 Demolition« von Liebherr, der mit einem Einsatzgewicht

von bis zu 197 t, einer Motorleistung von

420 kW sowie einer Arbeitshöhe von bis zu 60 m zu

den Königen im selektiven Rückbau zählt. Bei maximaler

Reichhöhe kann das Anbaugewicht rund

2,5 t betragen. Dieser Stahlkoloss ist dazu in der Lage,

einzelne Stockwerke von Hochhäusern abzutragen.

Um die nötige Hydraulikleistung zu erbringen,

werden für die Ausrüstung und das Fahrwerk zwei

Verstellpumpen mit einer Fördermenge von bis zu

2 x 498 l/min sowie für das Schwenkwerk eine revisierbare

Schrägscheiben-Verstellpumpe mit einer

Fördermenge von bis zu 315 l/min benötigt. Allein

im Hydrauliktank befinden sich 850 l – der Hydrauliksysteminhalt

kommt auf stolze 1 500 l. Im Inneren

der Fahrerkabine, die sich bei Bedarf kippen

SENNEBOGEN

lässt, findet der Maschinist eine große Spielwiese

an digitalen Tools und Assistenzsystemen vor, die

ihm dabei helfen, die Abbrucharbeiten nicht nur

präziser und schneller, sondern auch sicherer zu

gestalten. Das zweite Schwergewicht am Markt ist

der »KMC1600S-7« aus dem Hause KTEG: Dieser Koloss

kommt sogar auf ein Betriebsgewicht von bis

zu 230 t und hat ebenfalls eine Reichhöhe von bis

zu 60 m. Unter der Haube hat der KTEG-Riese einen

Motor mit 567 kW Leistung, während das Anbaugewicht

bei maximaler Reichhöhe bis zu 3 t betragen

soll. Neben einem hydraulisch verstellbaren

Unterwagen, einer Kippkabine sowie einem »Quick

Connect«-System ist dieser Abbruchriese auf hohe

Präzision sowie brachiale Kraft und Leistung ausgelegt.

Konzipiert wurde dieser Gigant vor allem für

herausfordernde Rückbauprojekte.

Allrounder aus Fernost

Wenn Deutschland, wie eingangs formuliert, das

»Massivbauland« darstellt, ist Japan wohl das »Land

des modernen Abbruchs«. Zumindest, wenn man

Kobelco folgt: Bereits Mitte der 70er-Jahre tauchten

in den dicht bebauten fernöstlichen Metropolen

die ersten Long-Reach-Hydraulikbagger auf, die

mit ihren ebenfalls neuartigen Hydraulik-Werkzeugen

schon Arbeitshöhen von knapp 20 m erreichten.

Früher als in Europa entwickelte sich am japanischen

Baggermarkt ein »echtes« Abbruchsegment,

in das vor allem auch OEMs Maschinen mit speziell

entwickelten Auslegern und angepasster, leistungsfähiger

Hydraulik schickten. So auch Kobelco

mit seiner »D(emolition)«-Serie ab 40 t Einsatzgewicht,

die dem Kettenbagger-Spezialist gemeinsam

mit Tausenden von Mini-Baggern nach eigenen Angaben

über Jahre rund 40 Prozent Marktanteil und

damit die führende Position im hochtechnisierten

japanischen Abbruchsegment sicherten. Klar, dass

Kobelco diesen Heimvorteil auch weltweit ausspielen

will: Insgesamt vier Modelle umfasst die aktuelle

»DLC«-Baureihe an Kobelco-Abbruchbaggern

mit maximalen Bolzenhöhen von 21 bis 40 m. Alle

Modelle sind mit dem »Next«-Auslegerwechselsystem

ausgerüstet, das nicht nur den Transport vereinfacht,

sondern dank flexibel einsetzbarer Ausrüstungen

die Möglichkeiten auf der Baustelle entscheidend

steigert: nur eine Maschine für den selektiven

Höhenabbruch, den effizienten Rückbau

bodennaher Stockwerke oder die Beseitigung

massiver Fundamente. Laut Kobelco immer

mit führenden Werkzeuggewichten bzw.

Schaufelkräften, was die Allrounder absolut

in einer Liga mit vergleichbaren konventionellen

Großbaggern spielen lässt. Besonders

deutlich wird das am Kobelco »SK1300 DLC«:

Mit gut 140 t Maximalgewicht und 382 kW Motorleistung

lag das Abbruch-Topmodell nicht nur

in unserem bauMAGAZIN-Baumaschinenquartett

weit vorne. Zur echten Trumpfkarte im Höhenangriff

wird der »1300er« mit seinem maximalen

Anbaugewicht von 4,3 t bei 40 m Bolzenhöhe, was

42

März 2026

Giganten Abbruch der Baubranche

& Recycling


Mit gut 140 t Maximalgewicht

und

382 kW Motorleistung

zählt der »SK1300 DLC«

von Kobelco zu den

Königen der leistungsstarken

Abbruchbagger.

KOBELCO

insbesondere auch den effizienten Einsatz der jeweils

richtigen Werkzeuge an Schnellwechslern ermöglicht.

Insgesamt vier unterschiedliche High-

Reach-Auslegerkombinationen bietet Kobelco für

sein Spitzenmodell – entsprechend spezifisch lässt

sich die Maschine anpassen. Sind die oberen Etagen

abgeräumt, wechselt der Kobelco »SK1300DLC«

in etwa zwei Stunden die Arbeitsausrüstung am

Grundausleger: Werkzeuge bis knapp 10 t ermöglichen

dann den »kurzen Prozess« in gut 24 m Höhe

– vom Boden aus lassen sich je nach Anbau-Werkzeug

(max. 12 t) Fundamente bis rund 10 m Tiefe effizient

zurückbauen. Als komplett neue Maschine

kündigt Kobelco im Rahmen der neuen 11er-Generation

seiner »DLC«-Baureihe aktuell den Kobelco

»SK650DLC« an: Innerhalb der eigenen Baureihe

knapp über dem bestehenden »SK550DLC« angesiedelt,

bietet der 80-t-Bagger mit »Next«-Wechselausrüstung

neben einer neuen Abbruchkabine deutlich

höhere Anbaugewichte für Abbruchwerkzeuge

(3,7 t bei 28 m/6,1 t bei 17,6 m), die sich aufgrund

einer neuen Geometrie der High-Reach-Ausrüstung

nun auch in Bodennähe effizient einsetzen lassen

Großgerät: Cat und Komatsu

Ein paar Kilo leichter, dafür nicht weniger gigantisch

sind die High-Reach-Abbruchbagger »352

UHD« von Caterpillar und der »PC490 HRD-11« von

Komatsu. Beide Modelle gelten als vielseitige Kraftpakete

und entspringen zweier Hersteller, die zu

den Weltmarktführern zählen. Aufgrund der langjährigen

Expertise in diesem Segment profitieren

sowohl die Caterpillar- als auch die Komatsu-Maschinen

von High-End-Technologie: Die Fahrerkabinen

sind prall gefüllt mit digitalen Tools und ausgeklügelten

Assistenzsystemen, die zum einen jeden

Arbeitsablauf der Maschine analysieren und überwachen

und zum anderen zu hohen Sicherheitsstandards

beitragen. Der »PC490 HRD« von Komatsu

gilt als Allrounder und kann bei veränderten Anforderungen

umkonfiguriert werden. Das Auslegerwechselsystem

ist mit großen Schnellkupplungen

für Hydraulikleitungen ausgerüstet, die hohe Drücke

in der Rücklaufleitung und damit ein Überhitzen

des Hydrauliköls verhindern, ohne den Ölstrom

zu reduzieren. Ausgestattet ist der Riese mit 270 kW

Leistung bei einem Betriebsgewicht von bis zu 73,4 t.

Auf einer Höhe von 32 m kann der Abbruchbagger

ein 2 t schweres Abbruchwerkzeug einsetzen – bei

28 m lassen sich auch bis zu 3,3 t schwere Werkzeuge

nutzen. Entwickelt wurde der »PC490 HRD« so,

dass er möglichst gut zu transportieren ist: Jeder Abschnitt

der Arbeitsausrüstung ist mit Verzurrösen

und Lasthaken ausgestattet. Hinzu kommt, dass das

High-End

Mittlerweile kann die Abbruchbranche

auf High-End-Lösungen

der Hersteller setzen

– die Bagger erweisen sich als

hocheffiziente Arbeitstiere, die

mit moderner Technik ausgestattet

sind und Produktivität

in den Mittelpunkt rücken.

Abbruch Giganten & der Recycling Baubranche März 2026

43


Standsicher

Neben Motorleistung, Reichweite

und smarter Ausstattung

ist standsicheres Arbeiten für

Abbruchbagger eine essenzielle

Grundvoraussetzung.

standardmäßige Laufwerk mechanisch verstellbar

ist, was ein niedrigeres Gewicht bei dennoch hoher

Standsicherheit und einer Transportbreite von

unter 3 m mit sich bringen soll. Der von Caterpillar

konzipierte »352 UHD« hingegen kommt auf ein

Einsatzgewicht von 64,5 t und weist eine Bolzenhöhe

am Stielkopf von 27,7 m auf – in dieser Höhe lassen

sich Abbruchwerkzeuge mit bis zu 3,7 t einsetzen.

Letztlich kann die Cat-Maschine ihre Arbeitsgeräte

in Arbeitshöhen von acht bis neun Stockwerken nutzen.

Mit kurzem Steckausleger hingegen sind auch

Arbeiten in Kellergeschossen von bis zu zwei Stockwerken

Tiefe sowie das Beladen von Lkws möglich.

Das verbaute Laufwerk mit Spurverstellung soll ausgefahren

eine hervorragende Stabilität bieten, während

es in eingezogenem Modus den Transport erleichtert.

Auch bei diesen beiden Kolossen sind die

Fahrerkabinen neigbar, auf hohe Sicherheitsstandards

bedacht und bieten dem Maschinisten übersichtliche

Touchscreens, etwa um Informationen

der Überwachungssysteme gut ablesen zu können.

Im »352 UHD« ist ein Cat-C13B-Motor mit einer Leistung

von 330 kW verbaut – das Haupthydrauliksystem

sorgt für einen maximalen Volumenstrom von

779 l/min.

Produktiv: Hyundai und Volvo

Mit dem 75-Tonner »EC760E« sowie dem 52 t

schweren »HX520AL« liefern Volvo und Hyundai

zwei hochkarätige Abbruchbagger, die von einer

robusten Außenkonstruktion, intelligenten Helfern

sowie von hoher Flexibilität profitieren. Der

»HX520AL« von HD Hyundai setzt auf einen Cummins-Motor

des Typs »X12«, der eine Leistung von

298 kW aufweist. Der schwere Raupenbagger gilt

als Top-Performer des Herstellers und wurde zusätzlich

für eine lange Lebensdauer im Abbruchsegment

konzipiert. Durch die automatisierte Steuerung

der einzelnen Hydraulikpumpen soll die Effizienz

gesteigert werden. Im Repertoire hat HD

Hyundai zwar noch weit schwerere und größere

Maschinen, etwa den »HX1000AL«, allerdings ist

dieser explizit für den Einsatz im Bergbau für den

Massenaushub entwickelt worden. Der »HX520AL«

Der Deutsche Abbruchverband: Zuhörer, Vorantreiber und Impulsgeber

Seit 1951 ist der Deutsche Abbruchverband e.V. (DA) der maßgebliche Wirtschafts- und Unternehmerverband

der Abbruchbranche in Deutschland und europaweit der größte nationale

Verband der Abbruchbranche mit Sitz in Köln. Er vertritt überwiegend mittelständische Unternehmen

aus den Bereichen Bauwerks- und Industrieabbruch, mineralischem Bauschuttrecycling,

Entsorgung sowie Schadstoffsanierung. Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen und gesellschaftlicher

Rahmenbedingungen haben sich die Abbruchbranche und die Abbruchtechnik in

den vergangenen 25 Jahren grundlegend verändert. Diese Entwicklung der Abbruchbranche hin

zu einem hoch technologisierten und auch qualitativ anspruchsvollen Wirtschaftszweig hat der

Deutsche Abbruchverband maßgeblich begleitet und vorangetrieben. Der Verband übernimmt

die Interessenvertretung der gesamten Branche, u.a. durch Kontakte zu Ministerien und

Behörden. Unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft können alle am Abbruch Interessierten

an der vom DA organisierten jährlichen »Fachtagung Abbruch« in Berlin teilnehmen – auch das

bauMAGAZIN ist seit vielen Jahren vor Ort und berichtet über die aktuellen Themen der Abbruchbranche

– allein im letzten Jahr nahmen über 1 200 Fachbesucher und 114 Aussteller teil.

wiederum eignet sich ideal für Abbrucharbeiten, da

er extrem starke Leistung abrufen kann, aufgrund

seiner Bauweise sowie den Abmessungen jedoch

sehr vielseitig im Rückbau einsetzbar ist – auch ohne

High-Reach-Ausstattung. Auf Abbruchbaustellen

ist der Hyundai-Riese vorrangig für seine Robustheit,

seine hohe Flexibilität sowie ausgereifte

Motoren- und Hydraulikkomponenten beliebt.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim »EC760E«

von Volvo CE ab: Dieser 75 t schwere Abrissspezialist

setzt auf einen hauseigenen Dieselmotor des

Typs »D16« mit einer Leistung von 385 kW. Trotz seiner

Abmessungen gilt er als produktiv und kraftstoffeffizient.

Hohe Ausbrech- und Reißkräfte machen

auch ihn zu einem vielseitig einsetzbaren Raupenbagger,

der bei Abbruchprojekten weltweit zum

Einsatz kommt. Der verstärkte Ausleger und Stiel,

der aus Stahl mit hoher Zugfestigkeit besteht, soll

die Lebensdauer und Leistung maximieren. Unter

den Stiel geschweißte Stahlstreifen sollen überdies

für zusätzlichen Schutz sorgen – passend zur jeweiligen

Tätigkeit bietet Volvo CE weitere Ausleger-

und Stielkonfigurationen. Sowohl der »EX760E« von

Volvo als auch der »HX520AL« eignen sich auf Abbruchbaustellen

als hervorragende »Springer«: Sie

lassen sich mit unterschiedlichsten Anbaugeräten

ausstatten und wechseln diese in Sekundenschnelle

– gleichzeitig benötigt man beim Rückbau zuverlässige

Bagger, die sich nicht nur zum reinen Abriss

eignen, sondern bei Bedarf auch produktiv beim Beladen

und Ausheben sind. Sie »springen« letztlich

von Aufgabe zu Aufgabe, ohne dass die zeitaufwendige

Demontage eines High-Reach-Systems notwendig

ist. Am Ende, und auch das hat die Recherche

immer wieder gezeigt, ist eine gute Mischung aus

High-Reach-Baggern und weit flexibleren Maschinen

notwendig, um die Abbrucharbeiten so effizient

und zeitsparend wie möglich zu gestalten.

Sennebogen-Maschinen

Ein Alleinstellungsmerkmal im Abbruchsegment

bringt Sennebogen mit sich: Der Hersteller kann

nicht nur reine Abbruchbagger, sondern eben auch

spezialisierte Abbruchmaschinen aufbieten. Hochleistungsmaschinen

wie der Abbruchbagger »870E

Demolition« kommen auf ein Einsatzgewicht von

bis zu 117 t bei einer erstaunlichen Reichweite von

bis zu 36 m. Damit deckt die Maschine eine große

Einsatzbandbreite ab. Entwickelt wurde der Longfront-Demolitionbagger

für den Rückbau großer

Industrieanlagen, Hallen und Gebäudestrukturen.

Je nach Einsatz ist er mit Abbruchgreifer, Hammer

oder Pulverisierer ausrüstbar. Angetrieben wird

der »870E« von einem Dieselmotor mit 298 kW Leistung.

Je nach Stockwerkhöhe können Gebäude mit

einer Höhe von neun bis zehn Stockwerken abgebrochen

werden. Und: Gerade in eng bebautem Gebiet

kann die Maschine ihre Vorteile ausspielen –

sie fasst punktgenau mit der Abbruchschere oder

dem Greifer die Gebäudestrukturen und bringt die

Teile sicher zu Boden. Eine Besonderheit stellt bei

44

März 2026

Giganten Abbruch der Baubranche

& Recycling


VOLVO

den Sennebogen-Abbruchbaggern außerdem die

Kabine dar. Sie ist hochfahrbar und lässt sich gleichzeitig

neigen, was dem Maschinisten einen guten

Überblick auf das Abrissobjekt bietet. Verbaut sind

in den Sennebogen-Baggern überdies starke Hydrauliksysteme

inklusive eines dritten Hubzylinders

für Anbaugeräte mit einem Gewicht von bis

zu 4 t bei Reichhöhen von bis zu 36 m. Wie erwähnt,

bietet Sennebogen allerdings auch hochinteressante

Abbruchmaschinen auf: Mit Traglasten von 70 t

beim »670E« bis 300 t beim »6300E« lassen sich die

als Seilbagger konzipierten Maschinen beispielsweise

mit einer Abrisskugel ausstatten. Üblicherweise

werden diese Maschinen mit Anbaugeräten

wie Schleppschaufeln, Verrohrungsmaschinen sowie

Kranausrüstung oder Greifern versehen. Der

wahrlich größte und schwerste unter ihnen ist der

besagte »6300 E«, ein Koloss mit einer Hakenhöhe

von bis zu 80 m, angetrieben von einem 840 kW

starken Motor. Beim Abbruch eines hohen Gebäudes

wurde der Seilbagger beispielsweise verwendet,

um in einer Höhe von 75 m eine massive Abbruchkugel

zu betreiben. Stück für Stück schlug der Gigant

die Gebäudestruktur in Stücke.

Die Abbruchbranche – ein Fazit

Die Faustregel lautet »Abgerissen wird immer« –

und auch wenn sich die Abbruchbranche über viele

Jahrzehnte hinweg darauf verlassen konnte, dass

die Auftragsbücher gut gefüllt sind, erleben wir seit

einigen Jahren einen Rücklauf. Aus einer Studie der

Technischen Universität Dresden, die vom Bundesbauministerium

gefördert wurde, geht hervor, dass

in Deutschland jährlich immer weniger Gebäude

abgerissen werden. Seit 2007, insbesondere aber

ab 2018 nahm die Zahl der Abrisse von Wohnungsgebäuden

um teils 36 Prozent ab. Und die Gründe

sind vielfältig. Zum einen wird heutzutage schlichtweg

»zu gut« gebaut: Aufgrund der hohen Qualitätsvorgaben

und des Einsatzes weit langlebigerer Baumaterialien

wird die Lebensdauer von Gebäuden

erhöht. Gleichzeitig herrscht in Deutschland seit

Jahrzehnten ein gehöriger Wohnraummangel – oft

können es sich Städte und Gemeinden deshalb gar

nicht leisten, bereits bestehende Wohngebäude abzureißen.

Zu bedenken gilt außerdem, dass die Abbruchbranche

über viele Jahre hinweg reihenweise

Gebäude aus den 1920er- und 1930er-Jahren sowie

ganze Wohnlandschaften aus der ehemaligen DDR

abreißen musste, um Platz zu schaffen. Heute ist

Immobilienbesitz kostbar und die Sanierung häufig

wirtschaftlicher als der Neubau. Die Abbruchbranche

nagt aber noch lange nicht am Hungertuch: Allein

im Infrastruktursektor herrscht ein gewaltiger

Rückbaubedarf. Das betrifft vor allem den Abbruch

von maroden Straßen, Schienen und Brücken. Aktuelle

Untersuchungen zeigen, dass allein etwa

16 000 Brücken in Deutschland als baufällig eingestuft

werden – ein beträchtlicher Teil davon muss

dringend abgerissen und erneuert werden. Alles

in allem hat die Abbruchbranche aber auch Mittel

und Wege in den eigenen Betrieben gefunden, um

der schleppenden Auftragslage zumindest teilweise

entgegenzuwirken: Durch den Einsatz weit effizienterer

Abbruchmaschinen, die sich bei Bedarf

auch für andere Tätigkeiten am Bau nutzen lassen,

ist die Branche deutlich flexibler und produktiver

geworden. Festhalten lässt sich zudem, dass die aktuell

am Markt erhältlichen Maschinen gewaltige

technische Sprünge gemacht haben.

d

Abbruchbagger wie der

»EC750EHR« von Volvo

gelten als zuverlässige,

robuste und hochpräzise

Rückbauspezialisten.

16 000

Brücken

In Deutschland gelten etwa

16 000 Brücken als baufällig und

müssen dringend saniert bzw.

abgerissen und erneuert werden.

Abbruch Giganten & der Recycling Baubranche März 2026

45


Die Abbruchroboter von Brokk

gelten als zuverlässig, hoch

präzise und technisch ausgereift.

BROKK

Innovative Abbruchroboter:

Smart, stark und zuverlässig

Eine Nische, die es im Rahmen der »Abbruch-Giganten« ebenfalls zu erwähnen gilt, sind

Abbruchroboter. Und obwohl man meinen könnte, dass es sich hierbei um technische

Innovationsraffinessen der jüngsten Zeit handelt, sind Abbruchroboter bereits seit vielen

Jahren im Einsatz. In erster Instanz wurden sie entwickelt, um Rückbauarbeiten überall

da auszuführen, wo Menschenleben in Gefahr sind. Das galt und gilt beispielsweise für

Abrissarbeiten von strahlenbelasteten Bereichen in Atomkraftwerken oder für Rückbauprojekte

in extremer Höhe sowie Arbeiten in kontaminierten Gebäudestrukturen. Heute

findet man Abbruchroboter aber auch bei ganz »gewöhnlichen« Abrissarbeiten.

Ein gutes Beispiel dafür, was diese Maschinen leisten

können, hat Husqvarna im Repertoire: Erst

kürzlich war bauMAGAZIN-Redakteur Thomas Seibold

beim Bau des Siemens Technology Campus in

Erlangen vor Ort und hat den weltweit ersten voll-

elektrischen Rückbau begleitet. Zum Einsatz kamen

vollelektrische Baumaschinen von Volvo CE sowie

Abbruchroboter des Typs »DXR 145« und »DXR 305«.

Diese beiden Maschinen lassen sich mit verschiedenen

Anbauwerkzeugen von Husqvarna ausstatten.

Das Top-Modell der Reihe, der »DXR 315«, startet bei

einem Eigengewicht von 2,1 t mit einer Reichweite

von 5,5 m nach oben – die Leistung beträgt 27 kW

bei einem Hydraulikölfluss von 85 l/min. Aktuell gilt

dieses Modell als der leistungsstärkste ferngesteuerte

Roboter des Herstellers – in Kombination mit

einem Abbruchhammer bringt er ein erstaunliches

Leistungs-Gewicht-Verhältnis mit sich. Aufgrund einer

geringen Breite von gerade einmal 78 cm passt

er durch alle gängigen Türöffnungen. Gleichzeitig

erlaubt der Arm vergleichsweise hohe Reichweiten,

eine präzise Positionierung des Werkzeugs und einen

geringen Wartungsaufwand. Die Stützausleger

des Roboters können individuell gesteuert werden

und sorgen für gute Stabilität bei hoher Arbeitsbelastung.

Dank der Fernbedieneinheit kann der Anwender

die Maschine aus sicherer Entfernung steuern.

Interessant ist auch, dass sich der »DXR 315«

bei Bedarf mit erweitertem Hydraulikfunktions- und

46

März 2026

Giganten der Baubranche


Zylinderschutzpaket sowie verbessertem Kühl- und

Hitzeschutz versehen lässt. Das ermöglicht laut Husqvarna

den Einsatz bei hohen Umgebungstemperaturen

sowie das Arbeiten bei hoher Strahlungshitze.

Roboter für Schwerstabbruch

Am Markt finden sich darüber hinaus die ferngesteuerten

Abbruchroboter von Brokk – und damit Maschinen,

die aufgrund ihrer technischen Raffinesse

und durchdachten Bauweise als leistungsstarke State-of-the-Art-Roboter

gelten: Mit dem »Brokk 130+«

etwa wurde kürzlich ein leistungsstarker Roboter

vorgestellt, der hohe Abbruchleistung und sicheres

Arbeiten mit sich bringen soll. Für Anwendungen

im Schwerstabbruch sowie in der Tunnelindustrie

kommt hingegen ein Modell wie der »Brokk 900« infrage:

Er zählt zu den leistungsstärksten Vertretern

seiner Zunft und kann, mit einem Hydraulikhammer

bestückt, für gewaltige Schlagkraft sorgen. Betrieben

werden die Abbruchroboter entweder per Diesel-

oder Elektroantrieb. Im »900er« ist ein Hydrauliksystem

mit einem Volumen von 230 l verbaut – der Pumpenfluss

liegt bei knapp 148 l/min. Als Dieselvariante

bringt er eine Motorleistung von 55 kW mit sich, während

die Steuerung über die tragbare Steuereinheit

»SmartRemote« gelingt. Die Reichweite des Funks

liegt bei bis zu 300 m. Insgesamt kommt die Maschine

auf ein Gewicht von 11,4 t und kann Anbaugeräte

mit bis zu 1,5 t nutzen. Grundsätzlich lässt sich festhalten,

dass Abbruchroboter auch große ergonomische

Vorteile mit sich bringen: Da sie in erster Linie

für Abbrucharbeiten im Innenbereich gedacht

sind, egalisieren sie den Bedarf an handgeführten

Geräten und Werkzeugen – oder anders gesagt, der

Abbruchunternehmer muss sich den Rücken nicht

mehr kaputt machen, indem er stundenlang auf die

Wand einhämmert. Ebenso entfällt beim Fernbedienen

eines Roboters die Belastung durch Vibrationen.

Am deutschen Markt sind vereinzelt Hersteller zu

finden, die darüber hinaus Spezialmaschinen konstruieren

– etwa wenn ein Abbruchroboter zusätzlich

vor starker Hitze, Strahlung oder auch Staub geschützt

werden muss.

Rückbauroboter auf höchster Evolutionsstufe

Im Segment der ferngesteuerten Abbruchbagger/

Rückbauroboter führt aber auch kein Weg an Top-

Tec vorbei: Das bei München ansässige Unternehmen

konzentriert sich auf die Entwicklung und

Herstellung von Spezialmaschinen. Die Besonderheit:

Bei TopTec wird noch maßgeschneidert und

»von Hand getüftelt«. Das bauMAGAZIN begleitet

den Hersteller seit vielen Jahren – und hat bereits

mehrfach hinter die Kulissen blicken dürfen. Auffällig

ist, dass man bei TopTec keine halben Sachen

macht. Ein Rückbauroboter wie z. B. der »7500E/D«

gilt als High-End-Lösung, die durch gezielte Weiterentwicklung

zur smarten Maschine herangereift

ist. Unter anderem wurden weitere interne Versorgungskreise

verbaut, damit der Roboter zusätzliche

Aufgaben im Kontrollbereich erledigen kann

HUSQVARNA

– etwa die Erforschung des Einsatzgebietes, Umweltsensorik,

Meldungen über individuelle Fühler

und Übermittlung von Signalen durch Spezialkameras

im nicht sichtbaren Frequenzbereich. Hervorzuheben

ist auch, dass Anwender beim Bedienen

des »7500er« von hoher Präzision und weichen

Bewegungen sprechen – wichtige Faktoren bei Abbruchmaschinen,

die mittels Fernbedieneinheit bewegt

werden müssen. Allerdings stellt TopTec an

dieser Stelle auch klar, dass der gesamte Abstimmungsapparat

einer solchen Maschine individuell

vom Bediener festgelegt werden kann, zugeschnitten

auf die jeweiligen Einsatzbedingungen und

Vorlieben. Die Signalübermittlung des Rückbauroboters

gelingt über weite Distanzen – so auch die

Übermittlung von Videosignalen. Verbaut wurden

am »7500E/D« im Übrigen individuell verstellbare

Stützbeine, die sich vertikal und horizontal aus der

Ferne einstellen lassen. Als serienmäßig bezeichnet

der Hersteller die hydraulische Spurverstellung

sowie Vollredundanz. Grundsätzlich lässt sich festhalten,

dass die TopTec-Abbruchroboter als extrem

robust, zuverlässig und langlebig gelten – die Maschinen

sind schlichtweg »handgemachte« Lösungen,

die hohen, hauseigenen Qualitätsansprüchen

gerecht werden müssen. Das aktuelle Portfolio der

Münchener reicht von hochkompakten Maschinen

wie dem »1500 E«, der mit einem Gewicht von 1,75 t

und kürzbaren Stützbalken durch jede 80 cm breite

Tür fahren kann, über großen Einheiten wie den bereits

erwähnten »7500er« bis hin zu stationären Modellen

sowie Sondermaschinen, die komplett individuell

auf das jeweilige Einsatzprojekt zugeschnitten

sind.

d

Als Hersteller setzt

Husqvarna auf Roboter, die

standsicher arbeiten, präzises

Steuern ermöglichen

und Robustheit in den

Mittelpunkt rücken.

Smarte Helfer

Heutige Abbruchroboter erweisen

sich als smarte Helfer, die

mit ausgereifter Technik agieren,

punktgenau arbeiten und

hohe Zuverlässigkeit bieten.

Giganten der Baubranche März 2026 47


2

GEWINNUNG & AUFBEREITUNG

Feinfühliger

78-t-Gigant im Abbau

Der Großbagger bringt

stolze 78,5 t auf die

Waage und erweist sich

als echtes Arbeitstier im

Abbausegment.

LIEBHERR FRANCE – Manchmal passen die Dinge irgendwie

nicht zusammen – zumindest auf den ersten Blick: Der bei der Liebherr

France SAS in Colmar (Frankreich) entwickelte und gebaute

Großbagger »R 978 SME« ist satte 78,5 t schwer und gilt trotz

seiner Abmessungen und Leistung als erstaunlich feinfühlig bei

geringem Verbrauch. Nun hat sich dieser Stahlgigant im Sandbruch

von Beynon bereits nach kurzer Zeit bewährt. Die Maschine wurde

für die anspruchsvollsten Umgebungen entwickelt und wird aktuell

beim Direktabbau eines besonders abrasiven Gesteins eingesetzt.

Neue Bagger

Mit einer Reihe an spürbaren

Verbesserungen bilden

die Raupenbagger der 70-

bis 100-t-Klasse eine neue

Produktserie, die für Leistung,

Komfort und Energieeffizienz steht.

LIEBHERR

STAND C1

Um für diese spezielle Anwendung

gerüstet zu sein, wurde

in Zusammenarbeit der Teams

von SAB / Ets PIC und Liebherr

France SAS ein verstärkter Löffel

mit lediglich 1 450 mm Breite

und 2 m3 entwickelt, der mit

Verschleißschutzplatten in Brecherqualität

ausgestattet ist.

Mithilfe des Einbeziehens der

Erfahrungswerte des Kunden

durch das PIC-Vertriebsteam

konnte ein präzises Lastenheft

für die Fertigung dieses neuen

Löffels erstellt werden. Trotz

der harschen Einsatzbedingun-

gen verfügt der Fahrer über eine

komfortable Arbeitsumgebung.

Sie vereint eine gewisse

Geräumigkeit und ein geringes

Geräuschniveau. Die

persönlichen Einstellungen lassen

sich gemeinsam mit einem

Schulungsleiter der Liebherr

France SAS vornehmen. Die im

Rahmen der Übergabe durch

den Vertriebspartner Ets PIC

erfolgende Schulung informiert

die Fahrer systematisch über alle

in den Maschinen der neuen

Generation verbauten Technologien.

»Am meisten hat mich

Großbagger

»R 978 SME« von Liebherr

die Feinfühligkeit der Maschine

beeindruckt. Auch der Kraftstoffverbrauch

ist mit etwa 40 l

pro Stunde sehr gering«, sagt

Cédric Rouison.

Einsatzgewicht (t) 78,3 bis 81

Motorleistung (kW) 330

Tieflöffelinhalt (m 3 ) 4 bis 5

Klappschaufelinhalt (m 3 ) 4 bis 5

Löffelstiel

Abgasstufe

Neue 70-t-Raupenbagger

Mit einer Reihe an spürbaren

Verbesserungen bilden die Liebherr-Raupenbagger

der 70- bis

100-t-Klasse mit den Modellen

»R 972«, »R 978 SME«, »R 992«

und »R 998 SME« eine neue

Produktserie, die für Leistung,

Komfort und Energieeffizienz

steht. Die Modelle verfügen

über einen hohen Bedienkomfort,

neue Assistenzfunktionen

3 550 mm

Stufe V

48

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


sowie einen reduzierten Kraftstoffverbrauch.

Entwickelt wurden

sie mit dem Ziel, den Gesamtenergieverbrauch

zu reduzieren.

Hierfür steht insbesondere

das neue »Liebherr Power

Efficiency (PE) – Engine Control«.

Das innovative System ergänzt

laut Hersteller die bereits

bestehenden Arbeitsmodi (P+/

P/E) und erlaubt eine Verringerung

des Kraftstoffverbrauchs

von 10 bis 15 Prozent gegenüber

den Vorgängermodellen. Darüber

hinaus sind alle Maschinen

der Produktreihe mit der bereits

bei den Baggern der Generation

8 bewährten Modetronic-Steuerung

ausgestattet. Dieses System

ermöglicht dem Fahrer die

Anpassung der Hydraulikcharakteristik

des Baggers an die

jeweilige Anwendung und an

die eigenen Gewohnheiten. Es

sorgt für noch mehr Komfort

und Produktivität und kontrolliert

die folgenden Bewegungen:

Drehung, Fahren, Ausleger, Löffelstiel

und Löffel.

»SME«: Super Mass Excavation

Liebherr-Raupenbagger, die

das Kürzel »SME« (Super Mass

Excavation) tragen, sind auf

große Abbaumengen zugeschnitten

und ideal für Anwendungen

in Steinbrüchen geeignet.

In der Kategorie der Bagger

über 70 t zeichnen sich die

Modelle »R 978 SME« und »R

998 SME« durch den verstärkten

Unterwagen aus, der Komponenten

aus den größeren Modellen

der Standard-Produktreihe

enthält – etwa Komponenten

aus dem »R 992« für den »R 978

SME«. Diese Maschinen verfügen

außerdem über ein vergrößertes

Ballastgewicht: Die

dadurch gewonnene Stabilität

gibt die Möglichkeit, Löffel mit

einer größeren Kapazität zu verwenden.

Aufgrund der speziellen

Kinematik der Arbeitsausrüstung

und speziellen Zylinder

bieten sie außergewöhnliche

Grab- und Losbrechkräfte,

die in dieser Maschinenkategorie

ihresgleichen suchen. All

Großer Bagger – großer

Löffel: Der »R 978 SME«

lädt hochproduktiv.

diese Ausstattungen tragen dazu

bei, die Leistung und Wirtschaftlichkeit

auf der Baustelle

zu verbessern.

SAB: ein langjähriger Partner

Die SAB ist seit fast 40 Jahren

im französischen Departement

Hautes-Alpes ansässig und hat

sich als bedeutender regionaler

Akteur im Betrieb von Steinbrüchen

etabliert. Dank der

vielfach geschätzten Expertise

in den Bereichen Abbau, Verarbeitung

und Vermarktung von

Schüttgütern deckt das Unternehmen

einen erheblichen Teil

des Bedarfs der Region. An der

Spitze des Familienunternehmens

steht Lionel Para, der die

langjährige Zusammenarbeit

mit dem Vertriebspartner Ets

PIC und Liebherr hervorhebt.

Die drei Akteure verbindet eine

enge Partnerschaft, die auf

Vertrauen, regionaler Zusammenarbeit

und Flexibilität basiert.

Seit den 1980er-Jahren

wurden so fast 60 Liebherr-Maschinen

erworben. Die Verfügbarkeit

des PIC-Kundendienstes

und die kontinuierliche

Unterstützung des Herstellers

für seinen Vertriebspartner

sind für ihn zentrale Elemente

dieser erfolgreichen Partnerschaft.

Lionel Para betont

außerdem ein Kriterium, das

bei seinen Entscheidungen für

den Erwerb von Ausrüstungen

immer wichtiger geworden ist:

»Der niedrige Kraftstoffverbrauch

und die Zuverlässigkeit

der Liebherr-Maschinen sind

ein großer Vorteil im Alltag –

egal, ob es sich um einen Bagger

oder einen der vielen Radlader

handelt, die bei uns im

Einsatz sind.« Außerdem ist es

für Lionel Para von großer Bedeutung,

dass Liebherr ein europäischer

Hersteller ist, dessen

Raupenbagger am Standort

Colmar in Frankreich hergestellt

werden.

d

LIEBHERR FRANCE (2)

Ballastgewicht

Die Maschinen verfügen über ein

vergrößertes Ballastgewicht:

Die gewonnene Stabilität gibt

die Möglichkeit, Löffel mit einer

größeren Kapazität zu verwenden.

Maximale Wertschöpfung mit dem

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Gewinnung & Aufbereitung März 2026 49


Die beiden von CR-Rental an Manns

vermieteten Hyundai »HX800AL«

im Einsatz auf der Baustelle.

Manns Abbruch

setzt auf Hyundai-Großbagger

HD HYUNDAI

HD HYUNDAI – Das auf den Verleih von Großgeräten

spezialisierte Unternehmen CR-Rental konnte der Manns GmbH

aus Windhagen zwei 80-t-Großbagger »Hyundai HX800AL« für

ein anspruchsvolles Abbruchprojekt zur Verfügung stellen. Das

1996 von Gerd Manz gegründete Unternehmen ist auf Abbruch,

Erdbau und Recycling spezialisiert. Bis Ende 2025 baute

Manns das 60 000 m 2 große ehemalige Werksgelände eines

Schleifmittelherstellers in Köln zurück. Dort soll ab diesem Jahr

ein Fahrzeugdepot entstehen.

IHR SPEZIALIST

FÜR AUFBEREITUNGSTECHNIK

kundenorientierte Beratung

Bauleiter Rainer Fränkel berichtet,

dass 230 000 m 3 umbauter

Raum abgebrochen wurden,

was 120 000 t entspricht.

Als im Juli 2025 die Demontage

der bis zu 5 m starken und in

5 m Tiefe liegenden armierten

Fundamente anstand, orderte

+49 (0) 451 89947-0

MAIL@CHRISTOPHEL.COM

er bei CR-Rental zwei Großbagger.

CR-Rental-Geschäftsführer

Lukas Giancane war in der Lage,

zwei Hyundai-Großbagger

der 80-t-Klasse »HX800AL« mit

Löffeln, Hydraulikhämmern

und Betonzangen zu verleihen.

Hauptaufgabe ist das Entfernen

sehr großer Betonfundamente,

die aus dem Boden gegraben

werden müssen. Rainer Fränkel

betont: »Ich bin begeistert, wie

schnell Lukas Giancane die Geräte

hat frei machen und zu uns

transportieren können. Wir sind

von der Performance der beiden

›HX800AL‹ absolut überzeugt.

Interessant ist der Dieselverbrauch,

wir liegen bei ungefähr

32 l/h, was bei dem sehr schweren

Abbrucheinsatz ein hervorragender

Wert ist. Generell fallen

mir der sehr sauber verarbeitete

Stahlbau, die ungeheure hydraulische

Kraft der Geräte und

die große Feinfühligkeit, mit der

sie sich bedienen lassen, auf.«

Die Zeit im Nacken

Das zuständige Abbruchunternehmen

Manz hat das Gelände

ebenerdig beräumt und die Keller

noch aufgefüllt. Ausgerüstet

waren die beiden Großbagger

»HX800AL« mit gepanzerten

5-m 3 -Löffeln und mit entsprechenden

Hydraulik-Hämmern,

was für extreme Produktivität,

Leistungsfähigkeit und Robust-

heit steht. Für Rainer Fränkel

war insbesondere der Zeitfaktor

wichtig, da die Rückbaumaßnahmen

bis Ende 2025 beendet sein

mussten. Er sagt: »Da zählt jede

Stunde, und da unser Maschinenpark

mit anderen Baumaßnahmen

ausgelastet ist, haben

wir uns letztlich zur Anmietung

dieser großen Hyundai-Großbagger

entschlossen.«

j

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Großbagger

»HX800AL« von Hyundai

Einsatzgewicht

82,1 t

Motor

Perkins »2506J« (402 kW)

Löffel 3,4 bis 5,2 m 3

Monoblock:

7 700 mm

Löffelstiel

3 550 mm

Maximale Grabtiefe

8 370 mm

50

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Durchbruch bei Technologie

für riesige OTR-Reifen

TRIANGLE TYRE – Kürzlich hat Triangle eine neue Verbindungsund

Strukturschutztechnologie für seine großen Off-the-Road-Reifen

(OTR) vorgestellt und erweitert damit sein Portfolio im Bereich

Erdbewegungsreifen weiter. Die erste mit dieser Technologie

produzierte Serie wurde vom Huasheng-Werk von Triangle Tyre über

den Hafen von Qingdao zum Deo-Nai-Kohlebergwerk in der Provinz

Quang Ninh, Vietnam, verschifft.

Weiterentwicklung im

Bereich der riesigen

OTR-Reifen.

TRIANGLE TYRE

Riesige OTR-Reifen sind zentrale

Komponenten für Bergbaumaschinen

wie Starrrahmen-Muldenkipper

und große

Radlader, bei denen Langlebigkeit

und Zuverlässigkeit entscheidend

für Betriebseffizienz

und Sicherheit sind. Die Tagebaue

für Braunkohle in der Region

Quang Ninh in Vietnam arbeiten

unter besonders anspruchsvollen

Bedingungen mit hohen

Umgebungstemperaturen, langen

Regenzeiten und hoher Luftfeuchtigkeit.

Diese Faktoren führen

in Kombination mit schweren

Lasten und unebenen Fahrbahnen

zu erhöhtem Verschleiß

und einer steigenden Anzahl von

Delaminationsfällen. Um diesen

Herausforderungen zu begegnen,

hat Triangle die »EnsureX

Efficient«-Technologie

entwickelt,

eine Verbindungslösung,

die die Haftung zwischen Gummimischungen

und Stahlcord in

Hochleistungs-OTR-Reifen deutlich

verbessert.

Spezielle Kombination

»Die Anwendung dieser Technologie

reduziert delaminationsbedingte

Ausfälle um mehr als

95 Prozent und erhöht die Reifenlebensdauer

im Vergleich zu früheren

Konstruktionen um über

15 Prozent«, so Jeremy Liu, Direktor

des Triangle-OTR-Forschungs-

und Entwicklungszentrums. Die

Technologie basiert auf einer kobaltfreien

Haftformulierung in

Kombination mit einem Stahlcord-Haftsystem

mit Mehrfachlegierungsbeschichtung.

d

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Gewinnung & Aufbereitung März 2026 51


Ein Cat-Kettenbagger

»374 FL« ist im Trockenabbau

beschäftigt, den stark

verfestigten Sandstein zu

lösen und zu verladen.

Quarzsand aus Quedlinburg:

Rohstoff mit hohem Reinheitsgrad

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ZEPPELIN – CATERPILLAR – Quarzsand für die Industrie

muss mindestens 95 Prozent aus reinem Siliziumdioxid (SiO ²

)

bestehen. Mit seinem SiO ²

-Gehalt von 99,8 Prozent übertrifft der

gewonnene Rohstoff am Standort Quedlinburg der Wolff & Müller

Quarzsande die industriellen Anforderungen. Ein weiterer Vorzug

ist ein niedriger Schlämmstoffgehalt. Das erfordert gezielte Aufbereitungsschritte

von Rohsand, die im Nass- und Trockenabbau

gewonnen werden, wenn das Material anschließend im Zuge

der Klassierung gewaschen, getrocknet und die Grundkörnung

abgesiebt wird. Seit 2001 gehört das Werk Quedlinburg

zur Wolff & Müller Holding.

Was den Gewinnungsprozess

betrifft, so erfolgt der Nassabbau

mithilfe eines Schneidkopfsaugbaggers.

Den Vorschnitt

im Wasser übernimmt

ein Cat-Kettenbagger »374 FL«.

In erster Linie ist er jedoch im

Trockenabbau gefordert, um

den Sandstein, der mitunter

stark verfestigt und aufgrund

seines hohen Quarzanteils auch

abrasiv ist, zu lösen. »Das Material

hat mit 300 N/mm 2 eine hohe

Packungsdichte und enorme

Festigkeit«, so der verantwortliche

Werkleiter Holger Gille. Daher

braucht die Baumaschine hohe

Reißkräfte. Deswegen gehört

zur Ausstattung ein kurzer Ausleger.

Für ihre Standsicherheit

sorgt ein Kontergewicht.

Weitere Cat-Baumaschinen

unterstützen die Förderung der

Quarzsande auf der 47 ha großen

Lagerstätte. Ein neuer Cat-Radlader

»980 XE« nimmt den

Rohsand im Load-and-Carry-Betrieb

auf und beschickt damit einen

Aufgabebunker zur weiteren

Aufbereitung. »Bei unserem

Einsatz zählt die Kraftübertragung

bei der Materialaufnahme,

wenn die Schaufel in das Haufwerk

eindringt«, erklärt Gille. In

der Verladung sind vom Lader

nur kurze Strecken zurückzulegen

– ein 600 m langes Förderband

übernimmt die Förderung

BL_AZ_Heavy_Machinery_102x154_VDBUM_0126_RZ.indd 2 15.01.26 13:30

52

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


in der Abbaustätte. Doch dafür

sind dem Radlader wiederum

Nebenarbeiten wie der Abtransport

von Material aus einem

Bandabwurf inklusive Transport

auf die Halden vorbehalten. Ein

weiterer Cat-Radlader »950K«

unterstützt bei der Beschickung

der Trocknungsanlagen. Hinzu

kommt ein Cat-Dumper »725C2«,

der verschiedene Transportaufgaben

im Werk erledigt.

Nachhaltigkeit fest in

Firmen-DNA verankert

Damit die anstehenden Aufgaben

nachhaltig bewältigt werden

können, steht die eingesetzte

Maschinentechnik immer

wieder auf dem Prüfstand.

Der

Nachhaltigkeitsgedanke

geht auf Firmengründer Gottlob

Müller zurück – sein Prinzip,

wirtschaftliche Unternehmensführung

sowie verantwortungsvolles

Handeln in Einklang zu

bringen, ist mittlerweile über 80

Jahre in der Unternehmensgruppe

fest verankert. 2010 war Wolff

& Müller das erste CO2-neutrale

Bauunternehmen Deutschlands

durch Maßnahmen wie eigene

Klimaschutzprojekte, Ökostrom

sowie umweltfreundliche Fahrzeuge

inklusive Elektroantrieb.

Basis für die jährliche CO2-Neutralisierung

ist der CO2-Fußabdruck

der Unternehmensgruppe.

Daher hat sich Wolff & Müller

im Jahr 2022 ein festes Ziel

zur jährlichen Emissionsreduktion

gesetzt. Als Indikator dient

die CO2-Intensität: Hierfür werden

die absoluten CO2-Emissionen

ins Verhältnis zum Umsatz

gesetzt. Anvisiert wird eine jährliche

Reduktion der CO2-Intensität

um fünf Prozent.

Aus diesem Grund stand zuletzt

ein neuer Radlader zur Disposition.

Gefordert war Baumaschinenlieferant

Thomas Krüger,

leitender Verkaufsrepräsentant

der Zeppelin-Niederlassung

Magdeburg. Er sollte darlegen,

wie spritsparend ein Cat-»980

XE« mit seinem stufenlosen,

leistungsverzweigten Getriebe

eingesetzt werden kann. Dafür

holte er seine Kollegen Matthias

Sowada, Zeppelin-Projekt- und

ZEPPELIN (3)

-Einsatzberater, und Frank Kranich,

Zeppelin-Projekt- und -Einsatztechniker,

mit ins Boot, um

einen Cat-Radlader »980 XE« der

neuen Generation antreten zu

lassen und Leistungsdaten im

praktischen Betrieb unter Beweis

zu stellen. Es ging in erster

Linie darum, Kraftstoffverbräuche

zu Vergleichszwecken im

Regelbetrieb zu ermitteln. Dazu

wurde das durchschnittliche

Schüttgewicht von 1,70 t/m³ im

Trockenabbau und von 1,80 bis

2,00 t/m³ im Nassabbau erfasst.

Denn auch hier unterstützt der

Radlader beim Verladen. Das Ergebnis

war dann eindeutig: Mit

einem durchschnittlichen Spritverbrauch

von 22 l/h ließ die 31 t

schwere Baumaschine mit einer

5,7 m 3 großen Schaufel und Michelin-L3-Bereifung

das bislang

eingesetzte Gerät mit knapp 27 l

Diesel hinter sich. »Da der Motor

stets im effizienten Drehzahlbereich

arbeitet, ist der Cat-Radlader

besonders sparsam im Kraftstoffverbrauch«,

so Thomas Krüger.

Das führte dann zur Anschaffung

des neuen Arbeitsgeräts

über die für den Gerätepark verantwortliche

Logistiksparte von

Wolff & Müller mit einer 6,5 m 3

großen Schaufel.

»Wir tauschen uns immer

wieder über unsere Anforderungen

am Standort aus. Wir brauchen

hier eine massive Ausführung,

damit sich der Verschleiß

durch das stark abrasive Material

in Grenzen hält. Der Rohstoffabbau

hat viele Herausforderungen

zu bewältigen. Wir müssen technisch

auf neuestem Stand sein,

um die hohen Qualitätsanforderungen

unserer Kunden erfüllen

zu können. Mit der ›XE‹-Technologie

sind wir gut aufgestellt«, ist

Holger Gille überzeugt.

Wartungskosten mit längeren

Intervallen reduzieren

Auch ein Thema war für den Betrieb

in Quedlinburg die Maschinenwartung.

Verlängerte Wechsel-

intervalle für die Betriebsflüssigkeiten

und Filter reduzieren die

Ein neuer Cat-Radlader

»980 XE« nimmt den

Rohsand im Load-and-

Carry-Betrieb auf.

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STAND E3

Let’s drive business. Let’s drive Further. business. Further.

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 53


che per Remote-Service wird die

gefragt, was ihn zu einem be-

Baumaschine über Funk mit der

gehrten Rohstoff macht. Das gilt

Serviceabteilung von Zeppelin

für Gießereien, die aus ihm ver-

verbunden, sodass Fehler rasch

schiedene Gussformen fertigen

diagnostiziert werden können.

und ihn inzwischen auch für den

Somit ist der Prozess deutlich ef-

3D-Druck verwenden. Hier wer-

fizienter, denn damit ist die An-

den Quarzsande bei Temperatu-

fahrt eines Servicetechnikers an

ren eingesetzt, die bis zum Sin-

den Einsatzort hinfällig, um das

terbeginn bei 1 600 °C liegen. Die

Schadensbild zu ermitteln.

Bandbreite der Anwendungen ist

vielseitig. Abnehmer befinden

Qualitativ hochwertiger Industrierohstoff

stark nachgefragt

Rohstoffgewinnung ist nicht

sich nicht nur in Deutschland,

sondern auch in Österreich und

Italien. Außerdem betreibt Wolff

gleich Rohstoffgewinnung. Das

& Müller einen Online-Shop für

unterstreicht Holger Gille. Die

verschiedene Sandprodukte –

Beschaffenheit der gewonne-

das digitale Angebot richtet sich

nen Rohstoffe – wie eine mono-

an private und gewerbliche Kun-

Holger Gille, verantwortlicher Werkleiter

der Wolff & Müller Quarzsande

am Standort Quedlinburg.

Wartungskosten. Die Wartungsintervalle

wurden bei dem Radladermodell

auf 1 000 Betriebsstun-

kristalline Struktur, Gasdurchlässigkeit

im Guss sowie gleichmäßiger

Oberflächen – bietet

den, die per Mausklick den Sand

vom Hersteller bestellen können.

Interessenten können zwi-

den ausgedehnt, die Wartung alle

Voraussetzungen, die in dieser

schen unterschiedlichen Pro-

500 Betriebsstunden entfällt. »Ob

Form deutschlandweit kaum

dukten und Kornabstufungen

Filter- oder Ölwechsel: Das wur-

woanders zu finden sind. Auf-

wählen oder individuelle Mi-

de bei der neuen Generation an-

grund solcher Eigenschaften ist

schungen beauftragen, wie das

gepasst und verlängert«, so Tho-

der Quarzsand aus Quedlinburg

Unternehmen in diesem Zusam-

mas Krüger. Durch die Fehlersu-

bei industriellen Anwendungen

menhang mitteilt.

j

Seilbagger »6100 E« glänzt mit

Flexibilität bei Kiesgewinnung

SENNEBOGEN – Mit der

Erweiterung des Abbaugebiets

zeichnete sich für die

Kiesgrube Bokshorn auch

die Anschaffung eines neuen

Abbaugeräts ab: Effektivität

und Flexibilität standen auf der

Anforderungsliste ganz oben.

Mit dem Seilbagger

»6100 E« fand das Kieswerk

eine maßgeschneiderte Lösung,

die laut Unternehmen nicht nur

die Bedarfe erfüllt, sondern

dabei auch noch mit geringen

Verbräuchen punktet.

Mit dem 100-t-Seilbagger

»6100 E« von Sennebogen

kann die Kiesgrube

Bokshorn ihr Abbaugebiet

gründlich ausschöpfen.

SENNEBOGEN

STAND D11

Die Kiesgrube Bokshorn im nordrhein-westfälischen

Porta Westfalica ist ein Familienbetrieb

mit Tradition. Bereits 1882 gegründet, produziert

das Kieswerk – mittlerweile am dritten Standort –

bis heute jährlich rund 150 000 t an Sand und Kies

für die Betonindustrie, darunter für den Fertigbau

und Pflastersteinwerke. Als der aktuell geschäftsführende

Gesellschafter Henrik Franke den Betrieb

2024 von seinem Vater übernommen hatte, wurde

das Abbaugebiet der Kiesgrube erweitert. Um für

die neue Fläche gewappnet zu sein, sollte auch der

Maschinenpark rechtzeitig ein Update erhalten.

54

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Der 29,9 m lange Gittermast-Ausleger

erlaubt es,

die Schleppschaufel weit vor

der Maschine einzutauchen

und hochzunehmen, sodass

die Böschung möglichst

lange stehenbleibt.

SENNEBOGEN (3)

Somit wurde die alte elektrische, aber unflexible

Schrapperanlage durch den 100 t schweren Sennebogen-Seilbagger

des Typs »6100 HD« ersetzt.

Maßgeschneiderte Maschine

»Als ich nach einer flexibleren Lösung für unser erweitertes

Abbaugebiet gesucht habe, bin ich schnell

auf die Seilbagger von Sennebogen gestoßen. Über

den Händler Louis Scheuch konnten wir uns mit

einer 70-t-Mietmaschine zunächst an unsere Bedürfnisse

herantasten und sind schließlich bei dem

100-t-Seilbagger mit 3,5-yd 3 -Schleppschaufel gelandet«,

berichtet der Geschäftsführer des Kieswerks.

»Für uns ist Effektivität wichtiger als Geschwindigkeit.

Wir wollen nachhaltig agieren und die volle Kapazität

des Kiesvorkommens ausschöpfen. Daher

hat die gewünschte Grabtiefe von 12 m die Maschinengröße

bestimmt.« Aufgrund des Fairleads und

der im Ausleger integrierten Umlenkrollen wird

das Seil des Seilbaggers optimal und schonend geführt.

Maschine und Schleppschaufel können sicher

und präzise gesteuert werden und das Ausbaggern

lässt sich schonend sowie mit höchster Genauigkeit

durchführen. Der 29,9 m lange Gittermast-Ausleger,

der ideal für den schweren, dynamischen Betrieb in

der Kiesgrube ist, erlaubt es außerdem, das Fördergut

mit der Schleppschaufel weit vor der Maschine

hochzunehmen und so die Kante möglichst lange

stehenlassen zu können.

Flexibel im ganzen Gelände

»Alles in allem ist für uns die neue Seilbagger-Lösung

deutlich effizienter, eleganter und flexibler als

zuvor. Und das nicht nur, was den Standort betrifft«,

so Franke weiter. Dank des Raupenunterwagens verfahren

die Mitarbeiter des Kieswerks den »6100 HD«

problemlos an die Stelle, an die er im jeweiligen Moment

gebraucht wird. Entsprechend vielfältig sind

die Einsatzgebiete, für die er bisher schon verwendet

wurde: von Renaturierungsmaßnahmen bis hin

zum Graben eines Kanals für die ungestörte Wasser-

versorgung der Pumpe – eine Aufgabe, für die ansonsten

eine Fremdfirma beauftragt werden hätte

müssen. Momentan ist die Maschine wieder im alten

Abbaugebiet im Einsatz. Auch das kein Problem für

den neuen flexiblen Seilbagger, der im Gegensatz zur

alten Anlage keine Stromzuführung benötigt. »Wir

betreiben den ›6100 E‹ in der Regel in einem niedrigen

Drehzahlbereich, sodass der Spritverbrauch erfreulich

niedrig ist. Die Maschine hat auch so ausreichend

Kraft für unsere Zwecke«, so Franke.

»Erfolg auf ganzer Linie«

Das Seilbagger-Projekt ist laut Unternehmen »ein Erfolg

auf ganzer Linie«: von der ersten Kontaktaufnahme

mit Louis Scheuch über die Bereitstellung einer

Mietmaschine bis hin zum finalen Einsetzen vor

Ort. Auch von den Maschinenfahrern Yury Starodub

und Alexander Tschernischow gibt es rein positives

Feedback. Sie sind stolz, dass sie so schnell mit der

komplexen Anwendung zurechtgekommen sind. Geschäftsführer

Henrik Franke abschließend: »Rückblickend

empfinde ich das ganze Projekt als spannenden

Prozess und eine Reise mit einem großartigen

Erfolg. Alle haben daran mitgearbeitet, dass wir

nun letzten Endes eine maßgeschneiderte Maschine

dastehen haben, die für unsere Zwecke perfekt

passt. Vor allem Herr Bräutigam von Louis Scheuch

war über den gesamten Zeitraum hinweg sehr engagiert

und auch die Ansprechpartner von Sennebogen

immer greifbar.«

Seilbagger

»6100 E« von Sennebogen

Einsatzgewicht (t) bis zu 100

Motortyp

Motorleistung (kW) 451

Hakenhöhe (m) 63,5

Traglast (t) bis zu 100

d

Cummins »X15 FR11805«

Transportabmessungen (mm) L x H x B 11 075 x 4 065 x 3 500

150 000

Tonnen

Bereits 1882 gegründet,

produziert das Kieswerk

Bokshorn bis heute

jährlich rund 150 000 t

an Sand und Kies für die

Betonindustrie.

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 55


Radlader »980 GC«

ergänzt 30-t-Segment

ZEPPELIN-CATERPILLAR – Im Jahr 1959 rollte Caterpillar den Radladermarkt mit

seinem »944er« auf: Das Modell war der erste Cat-Radlader mit Allradantrieb, der von

einem Gasmotor mit 105 PS angetrieben wurde. Er verfügte über ein Vierganggetriebe,

einen Drehmomentwandler und einen stabilen Rahmen in Kastenprofil-Bauweise,

wodurch er einen neuen Standard hinsichtlich Haltbarkeit und Leistung von Baumaschinen

setzte. Im Laufe der Jahrzehnte hat Caterpillar seine Produktreihe ausgebaut.

Nun soll die Baureihe in der 30-t-Klasse um den »980 GC« erweitert werden.

Dämpfung

Die hydraulische Schwingungsdämpfung

verbessert

das Fahrverhalten bei unebenem

Terrain – für ein gutes Materialhaltevermögen

ist gesorgt.

Der Cat »980 GC« setzt

fort, was den Kern der

mittelgroßen Radlader

ausmacht: ein niedriger

Kraftstoffverbrauch,

eine Load-Sensing-

Hydraulik und intuitive

Bedienelemente.

Laut Frank Stadelmann, weltweiter Produktspezialist

von Caterpillar, geht die Entwicklung des

neuen Radladers mit vielen Erfahrungswerten einher:

»Der neue ›980 GC‹ basiert auf einer langen

Tradition von überaus zuverlässigen Radladern mit

bewährten Komponenten und integrierten Cat-Maschinensystemen.

Die einfach verständliche Benutzeroberfläche,

intuitive Bedienelemente und eine

gute Sicht ermöglichen selbst weniger routinierten

Fahrern den komfortablen und effizienten Betrieb.

Die neuen Funktionen dieses Modells wie das

›EIMS‹, das ›Engine Idle Management System‹, zur

Motordrehzahlregulierung minimieren die Leerlaufdrehzahl

und den Kraftstoffverbrauch, um die

Betriebskosten möglichst niedrig zu halten.«

Starke Leistungsdaten

Der neue »980 GC «wird von einem Cat-Motor des

Typs »C13« angetrieben. Die automatische Motorleerlaufabschaltung,

der Lüfter mit variabler Drehzahl

und die Load-Sensing-Hydraulik sorgen für einen

niedrigen Kraftstoffverbrauch und einen ge-

ringen Geräuschpegel der Maschine. Das automatische

Planeten-Lastschaltgetriebe gewährleistet

laut Herstelleraussage hohe Zuverlässigkeit und

eine lange Nutzungsdauer. Der Radlader erreicht

eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 39,8 km/h,

womit ein zügiges Vorankommen auf dem Gelände

gewährleistet wird. Zusätzlich sorgt die elektronische

Modulation für weiche Gangwechsel in allen

Betriebszuständen. Die hydraulische Schwingungsdämpfung

verbessert das Fahrverhalten bei

unebenem Terrain – für ein gutes Materialhaltevermögen

ist gesorgt. Das Selbstsperrdifferenzial, als

Option erhältlich, steigert laut Zeppelin die Traktion

bei schlechten Bodenverhältnissen. Anwender

können aus verschiedenen Ausführungen für

die unterschiedlichen Anwendungen wählen, wie

eine Universal-, Fels-, Kohle- und Leichtgutschaufel.

Die einfach zu füllende Schaufel der »Perfor-

mance«-Serie bietet einen Schaufelinhalt von

knapp 5,8 m 3 . Die Schaufelform lässt sich an die

Hub- und Kippfähigkeit, das Gewicht und den Hubrahmen

der Maschine anpassen. Die Schaufelkonstruktion

verbessert das Materialhaltevermögen

und verringert die Aushubzeit.

Nützliche Features verbaut

Die in der Praxis bewährte Z-Kinematik bietet starke

Grabfunktionen und hohe Ausbrechkräfte. Das

trägt laut Zeppelin und Caterpillar zur Produktivität

CATERPILLAR (3)

56

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


gläser machen den täglichen Wartungsvorgang effizient.

Bolzen verfügen über praktisch angeordnete

Schmiernippel für ein vorbeugendes Abschmieren.

Standard ist eine Zentralschmieranlage.

Für den 30-t-Radlader

sprechen hohe Leistungsdaten,

Produktivität und

guter Bedienkomfort.

bei. Die »Load-Sensing«-Hydraulik liefert Förderstrom

und Druck für die Arbeitshydraulik nach Bedarf,

was die Produktivität der Maschine erhöht und

den Kraftstoffverbrauch senkt. Der neue »980 GC«

kann mit dem »Cat Fusion«-Schnellwechsler ausgerüstet

werden. Zum sicheren Auf- und Abstieg in

und aus der Kabine dient eine Leiter auf der linken

Seite der Maschine. Über eine Leiter auf der rechten

Seite sind die Wartungsstellen sicher zugänglich

und bequem zu erreichen. Eine kippbare Motorhaube

mit schwenkbarem Kühler sowie Schau-

Komfort für Maschinisten

Die geräumige Fahrerkabine des »980 GC« bietet

Radlader

»980 GC« von Caterpillar

Einsatzgewicht (t) 29 760

Motorleistung (kW) 293

Schaufelinhalt (m 3 ) 4,3 bis 5,8

Motortyp

laut Zeppelin eine gute Sicht. Die vergrößerten

Fenster mit einer breiten und verzerrungsfreien

Frontscheibe sorgen in Kombination

mit den Rückspiegeln und einem integrierten

Tote-Winkel-Spiegel für freien Blick

auf den Arbeitsbereich. Eine Rückfahrkamera

ist serienmäßig verbaut und ein Frontschutzgitter

ist optional erhältlich. Über die Klimaanlage

kann der Fahrer den Luftstrom nach Bedarf

ausrichten, um die gewünschte Kühlung zu

gewährleisten. Hydraulisch vorgesteuerte Bedien-

elemente unterstützen eine komfortable Steuerung

mit wenig Kraftaufwand.

Hydraulik-Durchflussmenge (l/min) 415

Ausbrechkraft (kN) 212

d

Cat »C13«

eNimon – das No-Mine-Auto

Mit eNimon zeigt Sandvik, wie ein Elektroauto ganz ohne Metalle oder

Mineralien aussehen würde – und wie entscheidend Rohstoffe für eine

nachhaltige grüne Zukunft sind.

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 57


Mobile Lösungen für

maximale Effizienz

Der eingesetzte

mobile Anlagenzug in

Brasilien umfasst den

Backenbrecher »Mobicat

MC 110 Evo2«, den

Kegelbrecher »Mobicone

MCO 90 Evo2« sowie die

Siebanlage »Mobiscreen

MSC 953 Evo«.

KLEEMANN – Ein Kleemann-Anlagenzug, bestehend aus Backenbrecher, Kegelbrecher

und einer Siebanlage, kommt in Brasilien neuerdings in der Gesteinsaufbereitung

zum Einsatz. Die Maschinen sind für einen flexiblen Einsatz ausgelegt

und ermöglichen eine leistungsfähige Materialaufbereitung direkt am jeweiligen

Einsatzort. Zusammen mit der mobilen Asphaltmischanlage von Ciber ergibt sich

ein flexibles Gesamtpaket für die Herstellung mineralischer Baustoffe und Asphalt.

50

Liter pro Stunde

Der kombinierte Kraftstoffverbrauch

des kompletten

Anlagenzugs liegt bei rund 50 l/h.

Der eingesetzte mobile Anlagenzug in Brasilien

umfasst den Backenbrecher »Mobicat MC 110

Evo2«, den Kegelbrecher »Mobicone MCO 90 Evo2«

sowie die Siebanlage »Mobiscreen MSC 953 Evo«.

Während der Backenbrecher zum Vorbrechen genutzt

wird, sorgt der Kegelbrecher in der zweiten

Brechstufe für eine gute Form und die Siebanlage

für die entsprechenden Klassifizierungen. Durch

die mobile Lösung lassen sich die Anlagen ohne

Aufwand verfahren und schnell in Betrieb nehmen.

2 000 t Material pro Tag

Im Steinbruch in Passo Fundo wird Basalt, ein

fragmentiertes, leicht splitterndes Material, abgebaut.

Hier wird hauptsächlich Schotter in verschiedenen

Korngrößen und Makadam produziert. Im

aktuellen Einsatz wird der Basalt mit einer Aufgabegröße

von bis zu 80 mm verarbeitet. Die Anlagen

erreichen dabei eine Stundenleistung von

200 bis 240 t. »Die Produktionsleistung der neuen

Maschinen ist absolut beeindruckend. Wir schaffen

im 8-Stunden-Betrieb über 2 000 t Material pro

Tag – und dabei läuft die Anlage hier nur mit 70

Prozent ihrer möglichen Auslastung«, so Jean Cleber

Dall’Alba, Betriebsleiter bei Matt/MPX in Passo

Fundo. Auch von der Wirtschaftlichkeit des mobilen

Kleemann-Anlagenzugs war das Unternehmen

schnell überzeugt: Der kombinierte Kraftstoffverbrauch

des kompletten Anlagenzugs liegt bei rund

50 l/h. »Das sind wirklich überschaubare Kosten für

den Kraftstoff, damit wird die Produktion enorm effizient«,

so der Steinbruchleiter.

Flexibles Team überzeugt durch Leistung

»Es hat sich in der Arbeit mit der mobilen Ciber-Asphaltmischanlage

in den vergangenen Jahren gezeigt,

dass es sich auszahlt, wenn die Maschinen im

Steinbruch, im Werk und auf Baustellen verfahren

werden können und dann genau dort stehen, wo

sie gebraucht werden. Dadurch haben wir eine viel

unkompliziertere Logistik, wir sparen uns unzählige

Lkw-Fahrten und damit enorme Kosten«, sagt

Douglas Matt, einer der Unternehmensgründer.

Mit dem Kauf des Kleemann-Anlagenzugs wird die

Vision einer mobilen Baustellenlogistik weiterentwickelt.

Die neuen Kleemann-Maschinen werden

im Steinbruch die stationären Anlagen ergänzen

58

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


und unterstützen. Zudem ist geplant, auch auf Asphaltwerken

und Baustellen in anderen Regionen

mit den mobilen Maschinen zu arbeiten. So entsteht

im Zusammenspiel mit der mobilen Ciber- Asphaltmischanlage

ein schlagkräftiges Team aus verfahrbaren

Lösungen. Das spart Zeit, Kosten und erhöht

die Reaktionsfähigkeit bei neuen Projekten.

Bedienerfreundlich und flexibel

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedien- und

Wartungsfreundlichkeit. Die Bedienung der Anlagen

erfolgt intuitiv über »Spective«. Wichtige Prozessinformationen

stehen dank »Spective Connect«

dem Bediener zur Verfügung. Die gute Zugänglichkeit

zu den Komponenten erleichtert Service- und

Wartungsarbeiten.

KLEEMANN (2)

Seit Jahren bewährt

Seit Jahren wird bei Matt/MPX mit der mobilen

Ciber-Asphaltmischanlage gearbeitet. Nicht nur

mit deren Flexibilität, auch mit der Produktionsleistung

ist Geschäftsführer Douglas Matt sehr zufrieden.

»Mit der ›Ciber iNova 1500‹ produzieren

wir 75 bis 150 t Asphalt pro Stunde. Die Anlage ist

auf zwei Transportfahrzeugen montiert und damit

deutlich kompakter und leichter transportierbar

als herkömmliche Anlagen. Das ist wirklich ideal

für Einsätze auf wechselnden Baustellen.« Dank innovativer

Technologien für die Trocknung des Minerals

arbeitet die Anlage besonders sparsam mit

geringem Brennstoffverbrauch. Auch das moderne

Steuerungs- und Diagnosesystem mit Fernwartung

überzeugt und sorgt für maximale Verfügbarkeit

und Kontrolle. Das Zusammenspiel der Ciber-Asphaltmischanlage

und des Kleemann-Anlagenzugs

ermöglicht kurze Reaktionszeiten bei wechselnden

Einsatzorten und Baustellenanforderungen. In Brasilien

bedeutet das ein hohes Maß an Flexibilität bei

gleichzeitig stabiler Produktionsleistung.

j

Die Bedienung der Anlagen erfolgt

intuitiv über »Spective«. Mit

»Spective Connect« lassen sich

die Maschinen von überall auf dem

Gelände einsehen.

KLEEMANN

STAND C6

THE FUTURE IS GREEN

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 59


Schrittmacher

im Baustoff-Kreislauf

SBM MINERAL PROCESSING – Von April 2025 bis Oktober 2026 saniert die

Strabag AG in zwei Etappen ein 11 km langes, in beiden Fahrtrichtungen dreispuriges

Teilstück der Südautobahn A2 südlich von Wien. Dabei werden Ressourcenschonung

und Klimaschutz durch hohe Wiederverwertungsquoten und Stoffkreisläufe der

eingesetzten Straßenbaumaterialien besonders großgeschrieben. Das gilt für die

Sanierung des Straßenunterbaus, bei der Asphaltaufbruch direkt auf der Trasse

fortschreitend mobil aufbereitet wird. Insbesondere aber für die beim Projekt anfallenden

etwa 250 000 t Betonaufbruch: Diese werden nur wenige Hundert Meter von

den Bauabschnitten entfernt in einem temporären »Recycling-/Betonwerk« mobil zu

zertifizierten Recyclingkörnungen aufbereitet.

Produktivität

Mit nur einer Maschine: Pro Tag

gelingen 1 450 t Beton-Recyclingkörnungen

0/4, 4/16,

16/32 oder wahlweise rund

2 000 t/Tag Unterbaumaterial

0/63 in der Direktaufbereitung

von Asphaltbruch.

Direkt vor Ort produzieren zwei mobile Mischanlagen

daraus den Unterbeton für die ca.

350 000 m² zementstabilisierte Tragschicht und liefern

den Baustoff für die rund 310 000 m² neu zu erstellende

Fahrbahndecke. Durch den Wegfall mehrerer

Tausend Lieferkilometer für den Schutt-Abtransport,

Rohstoffe und Beton beschleunigt dieser

»Betonkreislauf« alle Abläufe, spart deutlich Kosten

und entlastet massiv Anwohner sowie Umwelt.

Beide beauftragten Unternehmen, Hans Zöchling

(Aufbereitung) und Mobile Betonkonzepte, arbeiten

mit moderner Anlagentechnik von SBM Mineral

Processing, was einmal mehr die Sonderstellung

des oberösterreichischen Herstellers als Fullliner

in den Bereichen Aufbereitung/Recycling und Betonproduktion

herausstellt.

Einer für alles

Seit April vergangenen Jahres leistet der Großprallbrecher

»SBM Remax 600« der niederösterreichischen

Hans Zöchling GmbH dieses Pensum an der

A2. Im Solo-Betrieb arbeitet die Maschine auf dem

zentralen Recyclingplatz mit Vorratshalden von

mehreren 1 000 t je Endprodukt und wechselt nach

schneller Demontage seines Dreideck-Anbausiebs

flexibel auf die Baustelle. »Das bringt uns natürlich

enorme logistische Vorteile«, erklärt Johannes

Zöchling, Geschäftsführer der Zöchling-Gruppe,

die heute mit über 500 Mitarbeitern österreichweit

in den Bereichen Abbruch und Recycling, Erdbau

und Transporte tätig ist und daneben mehrere

Das temporäre »Recycling-/

Betonwerk« in unmittelbarer

Nähe zur Baustelle A2.

SBM MINERAL PROCESSING (3)

60

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Steinbrüche und Kiesgruben betreibt. »Auf dem

Recyclingplatz produziert der ›Remax 600‹ alle Endprodukte

in einem Durchgang aus Betonaufbruch

0/800, wobei wir Stundenleistungen bis zu 200 t/h

erreichen. Das schafft man selbst mit vergleichbaren

Großbrechern nur mit einem zusätzlichen Produktionssieb

– also mit mehr Aufwand im Transport

und mehr Platzbedarf vor Ort. Je nach Ausrüstung

muss man auch mit mehr Personal rechnen,

ganz sicher aber mit höheren Treibstoffkosten

für die Anlagenkombi bzw. die in der Vorzerkleinerung

arbeitenden Geräte«, unterstreicht Johannes

Zöchling. »Wir fahren den dieselelektrischen ›Remax

600‹ an der A2 mit einem Durchschnittsverbrauch

von etwa 38 l/h«, erklärt Projektleiter Paul

Sabaditsch.

SBM MINERALS

STAND 84

Starker Antrieb

Wie alle SBM-Mobilbrecher ist auch das aktuelle

Flaggschiff »hybrid electrified«: Nahezu alle Antriebe

auf der Maschine sind elektrifiziert – wo eine

Hydraulik unverzichtbar bleibt, werden die Pumpen

elektrisch angetrieben. Zentrale Kraftquelle

ist ein 520-kVA-Onboard-Generator, was die Drehzahlen

des vorgeschalteten Dieselmotors im dieselgestützten

Baustellenbetrieb konstant niedrig hält.

Steht Netzstrom oder eine andere externe Stromquelle

zur Verfügung, kann der »600er« in Minutenschnelle

angeschlossen werden, wobei alle Anlagenfunktionen

voll erhalten bleiben.

Vertrauen in die Technik

Seit gut vier Jahren arbeiten Zöchling-Teams mit

dem SBM-Flaggschiff. Wie viele andere Entwicklungen

der »Hybrid-Pioniere« aus Oberweis in den

vergangenen 30 Jahren durchlief auch der »Remax

600« über mehrere Prototypen- und Vorserien-Stufen

umfangreiche Praxistests in Betrieben

der Zöchling-Gruppe. Parallel dazu unterstützt das

Unternehmen aktiv auch die gemeinsam mit der

Universität Leoben laufende SBM-Entwicklung des

KI-gestützten »autonomen Brechers«. Hierfür bildet

der »Remax 600« mit seiner Kombination mehrerer

Prozessstufen die technologische Basis. Entsprechend

wichtig ist für Forscher und Ingenieure

das direkte Feedback und der Input der Praktiker

im Steinbruch und Recycling. »Auch wir profitieren

direkt von diesem Austausch, wenn die Maschine

exakt auf unsere Anforderungen im Feld oder

die Ansprüche unserer Kunden an die Endprodukte

abgestimmt wird«, erklärt Johannes Zöchling. So

wie mit der doppelten Magnetausrüstung, die SBM

am »Remax 600« erstmals auf der Bauma präsentierte:

»Das Dreideck-Nachsieb mit aufgebautem

Magnet-Längsaustrag lässt sich schnell demontieren,

dann spielt der ›Remax 600‹ die Stärken seines

1400er-Prallbrechers als Primärbrecher mit bis zu

600 t/h voll aus. Ohne weitere Umbauten zieht der

Magnet am Hauptaustragsband bereits das meiste

Metall aus der Grobkörnung heraus.« Das gilt

auch für die dreifache Windsichtung, die SBM jetzt

für alle Stufen des Dreideck-Nachsiebs mit insgesamt

knapp 30 m² Siebfläche bietet: »Wie alle anderen

Ausrüstungen verbleiben auch die Windsichter

beim Transport an der Maschine und sind ohne

aufwendige Montage unmittelbar einsatzbereit.

Das macht das neue System sehr wirtschaftlich, seine

hohe Effizienz im Separieren von Holz und anderen

Leichtstoffen sorgt für qualitativ hochwertige

Endprodukte, die auch strengste Anforderungen

erfüllen.«

Mobiler Beton à la carte

Das zahlt sich auch bei der Erneuerung der A2

aus: Ohne weitere Nachbehandlung wandern die

Recyclingkörnungen in die beiden mobilen Betonmischanlagen

SBM »Euromix 3000« der Mobile Betonkonzepte

GmbH (MBK). Keine 200 m beträgt dieses

entscheidende Teilstück im Baustoff-Kreislauf:

Direkt ab Zwischenhalde wird das RC-Gestein per

Radlader in die Gesteinsbunker der beiden unmittelbar

nebeneinander positionierten Mischanlagen

verladen. Über die knapp 16-monatige Bauzeit liefern

beide 130-m³/h-Anlagen in vier jeweils rund

einmonatigen Kampagnen insgesamt 75 000 m³ Unterbeton

mit einem Recycling-Anteil

von 90 Prozent

sowie weitere 15 000 m³ Ober-

Mobiler Prallbrecher

»Remax 600« von SBM Mineral Processing

Aufgabeleistung (t/h) bis 600

Brecher-Einlaufgröße (mm) B x H 1 380 x 1 000

Einsatzgewicht (t) 63 bis 79,8

Abmessungen mit Nachsieb (mm) L x B x H 22 000 x 3 490 x 3 800

Aufgabegröße (mm) 0 bis 1 000

Drei Recyclingkörnungen

in einem Durchgang

produziert der SBM

»Remax 600« bei

Tagesleistungen von

rund 2 000 t.

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 61


Direkt auf der Autobahntrasse

bricht der »Remax

600« Asphaltaufbruch

für den Straßenunterbau.

beton auf Hartsteinbasis. Beide Anlagen arbeiten

unabhängig, was die parallele Bereitstellung beider

Betonsorten gewährleistet, je nach Baustellenplanung

jedoch auch die flexible Abdeckung von

Bedarfsspitzen ermöglicht. Mittels einer 90°-Aufstellung

der beiden Gesteinsbunker, der flexibel

neben bzw. hinter den Mischereinheiten platzierten

69-m³-Bindemittelsilos sowie der gemeinsam

genutzten Zusatzmittellager bzw. Steuerungscontainer

für beide »Euromix«-Anlagen beansprucht

die Kombination laut Unternehmen nur wenig

Platz. Das sorge auch bei Spitzenauslastung für

eine zuverlässige Beschickung der Gesteinsbunker

und eine schnelle sowie sichere Verladung der

unterschiedlichen Betonsorten auf Muldenauflieger

bzw. Fahrmischer. Die modulare Zusammenstellung

aller Komponenten ermöglichte den betriebsbereiten

Aufbau der Gesamtanlage mit lediglich

fünf Mobilfundamenten für die Bindemittelsilos

in nur anderthalb Arbeitstagen. Auch der

tägliche Betrieb gestaltet sich aufgrund weitgehender

automatisierter Prozesse sehr rationell: Ganztägig

lieferbereit, produzieren drei Mitarbeiter hauptsächlich

nachts die benötigten Einbaumengen, wobei

die durchschnittliche Produktion pro 12-Stunden-Schicht

bei rund 1 500 m³ liegt. Insgesamt 18

»Euromix«-Mischanlagen mit Stundenleistungen

von 80 bis 175 m³/h Festbeton und eine Vielzahl projektspezifisch

kombinierbarer SBM-Technikmodule

bilden heute den kurzfristig abrufbaren Anlagenpark

der deutsch-österreichischen MBK.

d

»Portafill MR-5X«: Kompaktes Kraftpaket

C. CHRISTOPHEL – Die Gerhard Tummes GmbH & Co. KG hat ihre Effizienz in

der Bodenaufbereitung deutlich gesteigert – mit der mobilen Siebanlage »Portafill

MR-5X«, bereitgestellt von Christophel. Die kompakte und robuste Anlage überzeugt

durch starke Siebtechnik, einfache Handhabung und hohe Flexibilität im Einsatz.

Durch die Zusammenarbeit mit Christophel konnte eine passgenaue Lösung realisiert

werden, die Materialqualität und Betriebssicherheit nachhaltig verbessert.

Maximale Leistung, minimaler

Aufwand: die Siebanlage

»MR-5X« von Portafill beim

Aufbereiten von Bodenmaterial.

Die Gerhard Tummes GmbH mit Sitz in Moers,

Nordrhein-Westfalen, ist seit über 125 Jahren

im Tief- und Straßenbau tätig. Dabei hatte das Unternehmen

das Ziel, die Effizienz und Leistungsfähigkeit

bei der Aufbereitung von Aushubböden zu

steigern und gleichzeitig die Kapazitäten nachhaltig

zu erweitern. Im Herbst 2024 hat die Firma deshalb

die mobile Siebanlage »Portafill MR-5« erfolgreich

in ihren Betrieb integriert.

Die Entscheidung für die »MR-5X« fiel aufgrund

ihrer kompakten Bauweise, hohen Mobilität und robusten

Konstruktion. Die Siebanlage zeichnet sich

durch eine vielseitige Einsatzmöglichkeit aus, die

es erlaubt, verschiedenste Materialien effizient und

gleichmäßig aufzubereiten. Auch die leistungsstarke

Siebtechnik, die eine saubere Trennung des Materials

gewährleistet und somit eine gleichbleibend

hohe Qualität der aufbereiteten Böden sichert, sei

ein entscheidendes Kriterium gewesen. Darüber

hinaus überzeuge die Anlage durch eine benutzerfreundliche

Bedienung. Die Kombination aus Mobilität

und einfacher Handhabung ermöglicht es,

die Siebanlage variabel an unterschiedlichen Einsatzorten

zu verwenden, was die betriebliche Flexibilität

von Tummes deutlich erhöht.

C. CHRISTOPHEL

STAND A4

C. CHRISTOPHEL

Zuverlässiger Partner

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor dabei war die

enge Zusammenarbeit mit Christophel: Die Partnerschaft

erleichterte zum einen die Auswahl der

passenden Technik und gewährleistete zum anderen

eine reibungslose Inbetriebnahme und einen

verlässlichen technischen Support. Seit der Inbetriebnahme

läuft die »MR-5X« zuverlässig und hat

sich schnell als unverzichtbares Arbeitsmittel etabliert.

Die Mitarbeiter schätzen die Bedienung sowie

Wartungsfreundlichkeit. Dies führe nicht nur zu einem

reibungslosen Arbeitsprozess, sondern auch

zu einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

j

62

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Vortex-Rotorbrecher

überzeugt in Brasilien

Der Vortex-Rotorbrecher erhält

als Aufgabematerial das Material,

welches vom Backenbrecher und

erstem Kegelbrecher vorgebrochen

wird, und erzeugt daraus

Endgut mit einem gewünschten

Anteil von 0 bis 8 mm.

VORTEX – Ende 2025

lieferte das Unternehmen,

das leistungsstarke, flexible,

stationäre Brecher für die

Naturgesteinsindustrie

herstellt, einen semimobilen

Brecher an einen Kunden in

Brasilien. Der Transport nahm

mehrere Monate in Anspruch.

Vortex plante diese Anlagen

ausschließlich elektrisch.

Die Bandbreite der Antriebsleistung,

je nach Leistungserfordernis

der Brecher, beträgt von

160 kW bis 250 kW. Nach mehrmonatiger

Reise mittels Lkw,

Schiff und wieder Lkw traf die semimobile

Anlage unbeschadet in

VORTEX

Brasilien ein. Der Kunde bereitete

die Anlage selbstständig für

die Inbetriebnahme vor. Dies sei

möglich gewesen, weil das System

»praktisch selbsterklärend«

ist. Daher seien die Mitarbeiter

von Vortex nur noch pro forma

zur Kontrolle und Erläuterung

angereist. Dementsprechend an-

genehm und erfolgreich war die

Inbetriebnahme, so Vortex.

Aufgabe vollumfänglich erfüllt

Der Kunde ist ein Traditionsunternehmen

und betreibt u. a. einen

Hartgestein-Steinbruch, in

dem er 1,2 Mio. t pro Jahr verkauft.

Aufgrund der Morphologie

des Gesteins bricht das Material

(eine Art Granit), welches

gesprengt, mittels Hydraulikhammer

transportfähig gemacht

und von einem Backenbrecher

auf Kegelbrecherformat vorgebrochen

wird, mit schlechter,

länglicher Kornform. Auch eine

dritte Brechstufe, ein Kegelbrecher,

kann die Kornform nicht

verbessern. Ebenso war bei der

herkömmlichen

Aufbereitung

der Anteil an Sand zu gering.

Der Vortex-Rotorbrecher erhält

als Aufgabematerial das Material,

welches vom Backenbrecher

und erstem Kegelbrecher vorgebrochen

wird, und erzeugt daraus

Endgut mit einem gewünschten

Anteil von 0 bis 8 mm.

j

VISIT

US

10. - 12. März

Stand Nr. 84

MOBILE UND STATIONÄRE BETONMISCHANLAGEN FÜR:

• Transport- und Werksbeton • Sonderbetone

• Fertigteile und Betonwaren

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 63


Stufenweise

Anlagenmodernisierung

bei laufendem Betrieb

SANDVIK – Im Diabaswerk Oberscheld

der HH Basalt- und Diabaswerk GmbH

hat Sandvik in enger Zusammenarbeit

mit dem Betreiber eine schrittweise

Modernisierung im Bestand umgesetzt,

vom Austausch der Brechtechnik

bis zur Weiterentwicklung der

Siebtechnik und des Materialflusses.

Mit dem »CS430«-Kegelbrecher,

mehreren Sandvik-Siebmaschinen und

»GFK«-Staubabdeckungen entstand ein

in wichtigen Kernbereichen modernisierter

Anlagenbereich, der durch hohe

Produktionszuverlässigkeit, spürbar

verbesserte Wartungsabläufe und einen

optimierten Arbeitsschutz überzeugt.

Das Diabaswerk Oberscheld der HH Basalt-

und Diabaswerk GmbH, einer von

drei Standorten der Hermann Hofman

Gruppe, ist eine Bestandsanlage mit einer

über Jahrzehnte gewachsenen Infrastruktur,

die die regionale Bauindustrie zuverlässig

mit hochwertigen Baustoffen beliefert.

In Oberscheld zeichnete sich in den

vergangenen Jahren ein klarer Modernisierungsbedarf

in der Aufbereitung ab. Ein

wichtiger und zuweilen schwieriger Faktor

hierbei ist, dass die angedachten Modernisierungsmaßnahmen

im laufenden Betrieb

umgesetzt werden sollen und eine langfristig

verlässliche sowie wartungsfreundliche

Produktion sicherstellen müssen.

Projektstart: Ersatzteilrisiko

wird Modernisierungschance

Anfang 2023 stand der Betrieb vor der Herausforderung,

seinen zentralen Sekundärbrecher,

einen Aubema-Kreiselbrecher,

aufgrund schlechter werdender Ersatzteilverfügbarkeit

zu ersetzen. Sandvik übernahm

früh eine aktive Rolle in Beratung

und Prüfung der verfahrenstechnischen

Anforderungen, um eine Lösung zu entwickeln,

die passgenau auf den Standort zugeschnitten

ist und die Kundenanforderungen

sowohl technisch als auch im Hinblick

auf die Umsetzung im laufenden Betrieb

erfüllt. »Wir haben uns für Sandvik entschieden

aufgrund der Zuverlässigkeit der

Systemlösung

Zur Modernisierung wurde ein Fahrplan

mit System entwickelt, der

auch im Bestand umsetzbar war.

64

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


SANDVIK (3)

Mit dem »CS430«-Kegelbrecher,

mehreren

Sandvik-Siebmaschinen

und »GFK«-Staubabdeckungen

entstand

ein modernisierter

Anlagenbereich.

Technik und der konstant guten Absiebergebnisse.

Hier ist insbesondere der ›CS 430‹

hervorzuheben«, sagt Felix Hofmann, Betriebsleiter

HH Basalt & Diabas GmbH. Die

Entscheidung fiel für den Sandvik-»CS430«-

Kegelbrecher inklusive stahlbautechnischer

Adaption an den vorhandenen Stahlbau.

So wurde Sandvik in diesem Zusammenhang

mit der Planung und Umsetzung

der Baumaßnahme beauftragt und kombinierte

die Lieferung mit verfahrenstechnischer

Garantie. Ergänzt wurde das umfangreiche

Projekt mit einer neuen Kranbahn

zur Wartung und Instandhaltung des Brechers.

Seit Herbst 2023 unterstützt der leistungsstarke

Sandvik-Kegelbrecher des Typs

Im Diabaswerk Oberscheld der

HH Basalt- und Diabaswerk

GmbH hat Sandvik eine

schrittweise Modernisierung

im laufenden Betrieb begleitet.

»CS430« an zentraler Position im Prozess zuverlässig

die Produktion am Standort Oberscheld.

Siebtechnik und Materialfluss:

Modernisierung mit System

Mit dem erfolgreichen Brecherprojekt gewann

Sandvik nicht nur detaillierte Einblicke

in die bestehende Anlage, sondern

auch ein umfassendes Verständnis für die

prozesstechnischen Anforderungen am

Standort. Auf dieser Grundlage konnte gemeinsam

mit HH Basalt & Diabas ein Modernisierungsfahrplan

entwickelt werden,

der die Besonderheiten einer Bestandsanlage

berücksichtigt und sich realistisch in

den laufenden Betrieb integrieren lässt. Im

nächsten Schritt rückte deshalb nicht mehr

eine einzelne Maschine in den Fokus, sondern

die Leistungsfähigkeit des gesamten

Materialflusses. Anfang 2024 fiel die Entscheidung

für die nächste Ausbaustufe.

Diese beinhaltete die Installation zusätzlicher

Anlagentechnik, bestehend aus zwei

neuen Sandvik-Siebmaschinen, sowie ein

neues Antriebskonzept für den Schubwagen

zum Vorbrecher.

Schubwagen zum Vorbrecher

wurde zusätzlich modernisiert

Am Standort Oberscheld wurde dazu in

zwei Etappen zunächst ein »SJ2168«-3-Deck-

Kreisschwinger in der Größe 6,0 m × 2,1 m in

Betrieb genommen. Zusätzlich wurde der

vorhandene Bestands-Schubwagen zum

Vorbrecher durch ein hydraulisches Aggregat

»HPY 600« modernisiert, welches

das bisherige mechanische Getriebe ersetzte.

Anfang 2025 folgte dann die Installation

einer »SJ1547 2«-Deck-Kreisschwinger-Siebmaschine

mit 4,0 m × 1,5 m. Beide

Siebmaschinen wurden mit Sandvik-Original-Gummisiebbelägen

ausgestattet. Damit

war ein weiterer Schritt hin zu höherer Betriebssicherheit

und besserer Wartungslogik

getan, denn insbesondere im siebtechnischen

Bereich müssen Stillstandzeiten so

gering wie möglich gehalten werden.

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 65


gen, die häufig tagelange Demontagen bedeuten,

ist der Wechsel bzw. Einbau dieser

Abdeckungen im Rahmen eines sehr kurzen

Wartungsfensters von nur rund einer

Stunde möglich. Neben der deutlich verbesserten

Wartungslogik zahlt die Lösung

auch auf Umwelt- und Arbeitsschutz ein,

denn Staub wird zuverlässig gekapselt und

Schallemissionen werden reduziert. Gerade

für einen laufenden Steinbruchbetrieb

ist dies ein wichtiges Kriterium und ein echter

Mehrwert.

Die Staubabdeckungen

aus GFK-Leichtbau wurden

in Zusammenarbeit

von Sandvik mit der LSE

GmbH entwickelt.

Innovative Staubabdeckung

an den Siebmaschinen

Ein sichtbares Ergebnis dieser Ausrichtung

ist zudem die Integration der innovativen

Staubabdeckungen aus GFK-Leichtbau

an den Sandvik-Siebmaschinen. Diese

Abdeckungen wurden in Zusammenarbeit

von Sandvik mit der LSE GmbH,

einem Engineering-Partner mit hoher

Leichtbaukompetenz, entwickelt. In Oberscheld

kommen die GFK-Abdeckungen an

allen Siebmaschinen zum Einsatz. »Diese

Staubabdeckungen sind so leicht, dass

sie von einer Person getragen werden können.

Gleichzeitig absorbieren sie Lärm effektiv

und tragen zum Schallschutz bei«,

sagt Norbert Schramm, Geschäftsführer

der LSE GmbH. Statt schwerer Stahllösun-

Eine weitere Siebmaschine

ist bereits in Planung

Heute zeigt sich in Oberscheld, was eine

Modernisierung im Bestand leisten kann,

wenn Technik, Engineering und Betriebs-

praxis konsequent zusammen gedacht werden.

Die installierten Lösungen sind so ausgelegt,

dass sie nicht nur hohe Leistung

bringen, sondern vor allem auch Kontinuität

und Verlässlichkeit bieten. Durch geringe

Ausfallzeiten, konstante Absiebergebnisse

und stabile Körnungen verfügt der

Betrieb über hohe Produktions- und Produktsicherheit.

Gleichzeitig reduziert die

wartungsfreundliche Ausführung der Sieb-

abdeckungen den Aufwand bei siebtechnischen

Arbeiten deutlich und macht Stillstandszeiten

planbarer. Eine weitere Siebmaschine

befindet sich aktuell in der Ausarbeitung

und soll in diesem Jahr in die

Bestandsanlage integriert und in Betrieb

genommen werden.

d

Upgrade für

»SmartRoc«-Bohrgeräte

EPIROC – Mit der neuen Generation der

»SmartRoc T35«- und »T40«-Bohrgeräte

hat Epiroc u. a. die Fahrerkabine grundlegend

überarbeitet. Im Fokus standen

dabei Ergonomie, Arbeitssicherheit und

Bedienbarkeit im täglichen Einsatz.

Sicheres und zuverlässiges Arbeiten ermöglichen.

EPIROC

Die neue Kabine weist gegenüber der Vorgängerversion

ein verbessertes Akustikund

Vibrationsverhalten auf, wie der Hersteller

mitteilt. Durch konstruktive Maßnahmen

zur Schalldämmung und Entkopplung

werden Geräusch- und Vibrationspegel für

den Bediener reduziert. Das Luftfiltersystem

der Kabine wurde weiterentwickelt, um

die Staubbelastung im Kabineninnenraum

zu reduzieren und die Luftqualität während

des Betriebs zu verbessern. Weiter bietet sie

durch den größeren Innenraum ein offeneres

Raumgefühl. Der zusätzliche Platz ermöglicht

eine freiere Beweglichkeit des Maschinenführers

während des Betriebs. Ergänzend

wurden Ablage- und Staumöglichkeiten

erweitert, sodass persönliche Gegenstände

und Arbeitsutensilien wie Werkzeuge, Dokumente

oder Trinkflaschen laut Unternehmen

nunmehr sicher und griffbereit untergebracht

werden können.

Sicherheit geht vor

Eine neue Kabinenverglasung mit erhöhter

Spreng- und Splitterbeständigkeit dient dem

Schutz vor fliegendem Gestein. Die vergrößerte

Glasfläche verbessert zusätzlich die

Sicht auf Bohrloch, Bohrbereich und Lafette.

Weitere neue Ausstattungsoptionen der

»SmartRoc« sind u. a. eine integrierte Schleifausrüstung

für Bohrkronen, mit der die Bohrleistung

dauerhaft auf einem hohen Niveau

gehalten werden kann. Die aktualisierten

»SmartRoc T35«- und »T40«-Geräte behalten

laut Hersteller die grundlegenden Leistungs-

und Effizienzeigenschaften der Vorgängermodelle

bei und ergänzen diese um

die genannten Verbesserungen.

j

66

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Industrieemissions-Richtlinie überarbeitet

bauMAGAZIN – Auch wenn

klassische Sieb- und Brechanlagen

nicht immer als typische

Industrieanlagen gelten,

dürften diverse Abfall- und

Recyclinganlagen einen Bezug

zur von der EU überarbeiteten

Industrieemissions-Richtlinie

(IED) haben, da sie große

Mengen an Material verarbeiten

und Emissionen (Staub, Lärm,

Partikel) erzeugen. Die neue

Richtlinie wurde ins Leben

gerufen, um den Umwelt- und

Gesundheitsschutz zu erhöhen.

Der Grundgedanke, Emissionen, beispielsweise

Staub, Lärm oder auch Partikel, deutlich

zu verringern, ist nicht nur löblich, sondern auch

notwendig geworden. Abseits der Frage, wie die

Branche auf erneute Gesetzgebungen und damit

einhergehenede Pflichten reagiert, ist die Politik

hier aktiv geworden. Die novellierte Fassung,

gern auch »IED 2.0« genannt, trat bereits im August

2024 in Kraft. Bis Juli 2026 sollte diese dann

in nationales Recht umgesetzt werden, wie die

Europäische Union klarstellte. Das heißt, die deutsche

Politik war bzw. ist an eine fristgerechte Umsetzung

in eine greifbare Gesetzgebung gebunden.

Tatsache ist, dass jetzt endlich Bewegung in das

Ganze kommt: Am 21. Januar 2026 hat das Bundeskabinett

nunmehr ein Gesetzespaket zur Umsetzung

der neuen Industrieemissions-Richtlinie

(IED 2.0 / EU 2024/1785) beschlossen. Das Paket

umfasst im Kern einen Gesetzentwurf zur Änderung

zahlreicher umwelt- und immissionsschutzrechtlicher

Vorschriften wie beispielsweise BIm-

SchG, KrWG, WHG und BbergG sowie eine begleitende

Mantelverordnung, die viele bestehende

BImSch-Verordnungen anpasst und u. a. eine

ADOBESTOCK

Die EU hat die »IED 2.0« auf den Weg gebracht.

neue 45. BImSchV einführt (z. B. Umweltmanagementsystem-Pflichten).

Damit ist der Entwurf

zwar noch nicht Gesetz, aber wurde zur weiteren

parlamentarischen Beratung an den Bundestag

weitergeleitet und soll später auch dem Bundesrat

vorgelegt werden. Damit befindet sich das

Projekt im gängigen gesetzgeberischen Durchlauf

– um die von der EU gesetzte Frist einzuhalten, sollte

das neue Gesetz nunmehr im Sommer des Jahres

abgesegnet und beschlossen sein.

d

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Der effizienteste

Weg von A nach B.

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März 2026 67


Der »UTM 1500G«, eine

mobile Anlage für die Zerkleinerung

und das Recycling

von u. a. Gestein, Asphalt

und Bauschutt, feiert in Las

Vegas seine Weltpremiere.

CAMS (2)

Neuheitenpremiere in

Las Vegas: Kompakte Maschinen

für Recycling und Straßenbau

CAMS – Vertreten über

sein US-amerikanisches

Vertriebsnetz, hat Cams für

die Conexpo zwei Lösungen

für Recycling- und kompakte

Asphaltierungsanwendungen

im Gepäck. Am Stand von

GrinderCrusherScreen wird

die Weltpremiere des neuen

mobilen Zerkleinerers »UTM

1500G« gefeiert, während Hitek

Equipment den Straßenfertiger

»MG7 Super-e« präsentiert.

19,5

Tonnen

Der »UTM 1500G« bringt

ein Betriebsgewicht von

19,5 t auf die Waage.

Energieeffizienz,

kompakte

Bauweise und hohe Einsatzflexibilität

stehen im Mittelpunkt

des Messeauftritts von

Cams Recycling auf der Conexpo

in Las Vegas. Das italienische

Unternehmen, spezialisiert auf

mobile Anlagen zur Zerkleinerung

und Aufbereitung mineralischer

Materialien sowie von

Asphalt, ist auf der Messe durch

zwei US-Händler vertreten: GrinderCrusherScreen,

an dessen

Stand der neue hybride mobile

Zerkleinerer »UTM 1500G« erstmals

weltweit vorgestellt wird,

sowie Hitek Equipment mit

dem Straßenfertiger »MG7 Super-e«

von Malavasi, einer traditionsreichen

italienischen Marke,

die heute zur Cams-Gruppe

gehört. Die Messebeteiligung

unterstreicht die Entwicklungsstrategie

von Cams in den Vereinigten

Staaten und integriert

die Malavasi-Lösungen konkret

in das Gesamtportfolio des Unternehmens.

Leistungsstarke

hybride und mobile Anlage

Der »UTM 1500G«, eine mobile

Anlage für die Zerkleinerung

und das Recycling von Gestein,

Asphalt, Bauschutt, Holz

sowie weiteren Materialien, fei-

ert in Las Vegas seine Weltpremiere.

Die Maschine ist mit einem

Der Straßenfertiger »MG7 Super-e« ist mit einer elektrisch beheizten

Bohle ausgestattet, die eine präzise Temperaturkontrolle und

eine gleichmäßige Materialverteilung gewährleistet.

»FTR-1500«-Zerkleinerer

mit einer Einlauföffnung von

1 500 × 1 000 mm ausgestattet, verfügt

über einen klappbaren Trichter

mit einem Volumen von 3 m³

sowie über ein Austragsband mit

800 mm Breite. Die Produktionsleistung

erreicht bis zu 200 t/h

68

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


bei kompakten Abmessungen

(11 100 mm Länge, 2 320 mm Breite,

3100 mm Höhe) und einem für

den Transport optimierten Betriebsgewicht

von 19,5 t.

Ein zentrales Merkmal der

»UTM«-Serie ist die hybride

Energieversorgung: Die Anlage

kann entweder im dieselelektrischen

Betrieb über das integrierte

Aggregat oder vollständig

elektrisch betrieben werden.

Dadurch kann auf den

Einsatz des Dieselmotors verzichtet

und der Emissionsausstoß

deutlich reduziert werden.

Die niedrige Drehzahl der Zerkleinerungswellen

trägt zudem

zur Reduzierung von Lärm- sowie

Staubemissionen bei und

macht die Maschine auch für

den Einsatz in sensiblen Bereichen

geeignet. Zur Serienausstattung

zählen automatische

Programme für unterschiedliche

Materialien, die Fähigkeit

zur Verarbeitung feuchter Materialien,

ein niedriger Energieverbrauch

sowie eine hohe Verschleißfestigkeit.

Optional verfügbar

sind ein »Cat-C7.1«-Stage-V-Generator

mit 200 kW, ein

»MeccAlte«-Generator (350 kVA,

200-l-Tank) sowie Zusatzausstattungen

wie Wiegesystem, Staubunterdrückung,

automatische

Zentralschmierung, GPS und

hydraulische Vorschubsysteme.

-10°, was eine hohe operative Flexibilität

ermöglicht. Zu den weiteren

Vorteilen zählen eine deutliche

Reduzierung des Personalaufwands,

kürzere Einsatzzeiten

im Vergleich zu herkömmlichen

Verfahren, eine Arbeitsgeschwindigkeit

von bis zu 18 m/min sowie

niedrige Betriebskosten. Optional

ist ein 200-l-Emulsionstank

mit integriertem Sprühsystem erhältlich.

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Kompaktheit und

Vielseitigkeit im Straßenbau

Am Stand von Hitek Equipment

können Besucher die »MG7 Super-e«

von Malavasi genauer

unter die Lupe nehmen – eine

kompakte Lösung für die Straßeninstandhaltung

und kleinere

Asphaltierungsarbeiten. Die

Maschine ist mit einer elektrisch

beheizten Bohle ausgestattet,

die eine präzise Temperaturkontrolle

und eine gleichmäßige

Materialverteilung gewährleistet.

Der integrierte elektrische

Vibrator verbessert die Verdichtung

und die Oberflächenqualität.

Die Bohle ist in der Arbeitsbreite

von 30 cm bis 200 cm sowie

in der Einbauhöhe von -5 cm

bis 25 cm verstellbar und erlaubt

eine negative Neigung von bis zu

United. Inspired.

Willkommen in einer neuen Dimension des Arbeitens.

Mit der neuen Kabine der aktualisierten SmartROC T35 und T40

erleben Sie ein neues Niveau an Schutz und Übersicht.

Größere Fenster sorgen für eine optimierte Sicht – gefertigt aus

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Sprengtechnik in

Siegen

Gewinnung & Aufbereitung März 2026 69


Im schneidenden Abbauverfahren

wurde nun ein

Surface-Miner von Wirtgen

eingesetzt.

WIRTGEN

WIRTGEN

STAND C6

Gipsgewinnung:

Schneiden statt sprengen

WIRTGEN – In der Chorado-

Mine von Grajaú im Nordosten

Brasiliens ersetzt ein Wirtgen

Surface-Miner durch den Abbau

im schneidenden Verfahren

herkömmliche Abbaumethoden

wie Bohren und Sprengen und

sorgt für einen emissionsarmen,

wirtschaftlichen Betrieb. Durch

den Einsatz des neuen

»220 SM« wurde ein Technologiewechsel

vollzogen – mit

Fokus auf Produktivität, Nachhaltigkeit

und Sicherheit.

1,25

Millionen Tonnen

Mit dem Surface-Miner erreicht

das Unternehmen eine jährliche

Produktion von 1,25 Mio. t Gips.

Seit mehr als 100 Jahren wird in Brasilien mit

der Technik Bohren und Sprengen abgebaut.

Auch im Tagebau des Bergbauunternehmens Gesso

Integral wurde dieses Verfahren viele Jahre angewendet.

Für Marcos Vasconcelos Ferreira stellte

das mit großen Sicherheitsvorkehrungen verbundene

Abbauverfahren jedoch nicht länger eine zeitgemäße,

zukunftsweisende Lösung dar: »Wir wollten

eine hohe Produktivität mit einem starken Fokus

auf Nachhaltigkeit erreichen«, sagt der Direktor

des Unternehmens. Auf der Suche nach einer

effizienteren Abbaumethode stieß er auf die Surface-Miner

von Wirtgen, die das Gestein in einem

Arbeitsgang schneiden, zerkleinern und bei Bedarf

auch verladen. Rohstoffe werden selektiv sowie in

reinster Qualität gewonnen und eine optimale Ausnutzung

der Lagerstätte erreicht.

Keine Sprengung nötig

Das Potenzial der Maschine und die Vorteile der

neuen Abbaumethode: kein Sprengen, geringerer

Emissionsausstoß, erhöhte Sicherheit im Tagebau

und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Mit dem ersten

Surface-Miner startete der Technologiewechsel

und die Produktivität im Tagebau konnte verdoppelt

werden. Mit dem Erwerb eines weiteren Surface-Miners

des Typs »220 SM« ließ sich die Produktivität

beim Abbau um weitere 84 Prozent steigern.

Persönliche Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte hat auch eine ganz persönliche

Komponente. Für die Bedienung des Sur face-

Miners suchte das Unternehmen ganz bewusst je-

manden ohne Erfahrung im Umgang mit großen

Maschinen. Marlete Ribeiro Souza Guajajára wurde

zur Maschinenführerin ausgebildet. »Mein Chef

hat mir gesagt, dass er eine unerfahrene Person

braucht, die er aufbauen kann. Und ich war diese

Person, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich weder

Fahrrad, Auto noch Motorrad fahren.« Das Vertrauen

in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiterin hat sich

ausgezahlt. Inzwischen arbeitet die Maschinenführerin

routiniert mit dem Surface-Miner und weiß

die Vorteile der Maschine gezielt zu nutzen. »Es ist

eine sehr komfortable Maschine, die unsere tägliche

Arbeit sehr erleichtert.«

»220 SM«: effizienter Einsatz

Der Abbau im schneidenden Verfahren ermöglicht

die selektive Gewinnung von Rohstoffen in hoher

Reinheit. Außerdem werden Lärm- und Staubemissionen

reduziert sowie die Sicherheit in der Mine

erhöht. Auch Lagerstätten in unmittelbarer Nähe

zu Infrastruktur oder Wohngebieten können dank

des vibrationsarmen Abbaus erschlossen und

laut Hersteller optimal genutzt werden. Mit einer

Schnitttiefe von durchschnittlich 23 cm und einer

Schneidbreite von 2,2 m erreicht das Unternehmen

mit dem Surface-Miner eine jährliche Produktion

von 1,25 Mio. t Gips. Die Stückgrößen des geschnittenen

Materials sind für viele Verwendungszwecke

schon so optimal, dass die klassische Vorbrechstufe

entfallen kann. Die Chorado-Mine in Grajaú zeigt,

wie eine Steigerung der Effizienz und der Nachhaltigkeit

beim Abbau von Gestein mit einer erhöhten

Sicherheit im Tagebau einhergehen kann.

d

70

März 2026

Gewinnung & Aufbereitung


Schalung | Gerüste | Betonbau

SONDER

SONDER

THEMA

THEMA

IT AM

BAU

Beitrag auf S. 88

März 2026


Digitale Planung mit

System: BIM-Objekte

in der Baulogistik

ZEPPELIN RENTAL

Mithilfe von BIM

können Pläne in

Echtzeit abgestimmt,

überprüft

und angepasst

werden.

deutet das: mehr Transparenz, bessere Kommunikation

und verlässlichere Termine.

BIM-Einsatzplanung am Beispiel eines Bauaufzugs

Ein besonders anschauliches Beispiel für die praktische

Anwendung bietet die BIM-gestützte Einsatzplanung

von Bauaufzügen. Zunächst erhält Zeppelin

Rental dazu vom Kunden ein digitales Modell

im IFC-Format. In Revit wird der Aufzug dann mitsamt

Zubehör – etwa Masten, Etagentüren, Rampen

oder Verankerungen – exakt geplant und im

Kontext des Gebäudes positioniert. Nach Abstimmung

mit dem Kunden wird eine Stückliste direkt

aus dem Modell erzeugt und ans Lager übermittelt.

So kann die Montage punktgenau vorbereitet werden,

und das im Gegensatz zu anderen Vorgehensweisen

ohne Zeitverlust oder fehlende Komponenten

auf der Baustelle. Konflikte können so im Vorfeld

erkannt und die Kommunikation mit anderen

Projektbeteiligten wie Fassadenbauern oder

Gerüstbauern vereinfacht werden. Diese Vorgehensweise

reduziert nicht nur Fehlerquellen, sondern

spart Zeit und Kosten. Projektverantwortliche

profitieren von einem höheren Maß an Planungssicherheit,

effizienteren Abläufen und deutlich

mehr Transparenz im Prozess.

ZEPPELIN RENTAL – Building Information Modeling (BIM) ist

heutzutage auch in der Baustellenlogistik ein zentrales Werkzeug

digitaler Bauplanung. Zeppelin Rental nutzt dieses Potenzial seit

2018 und stellt Baugeräte als digitale BIM-Objekte zur Verfügung.

Für Logistikplaner bedeutet das: detaillierte Geräteinformationen

direkt im Modell – von technischen Daten über Abmessungen bis

hin zu Anschlusspunkten. So wird die Integration in Bauabläufe

deutlich einfacher und planbarer.

HALLE 8

STAND 337

Die BIM-Objekte auf der Plattform enthalten

mehr als nur 3D-Geometrien. Alle relevanten

Informationen wie Maße, Gewicht, Anschlüsse

und Geräteeigenschaften sind vollständig hinterlegt.

Diese Daten ermöglichen es Planern, Baugeräte

und Baustelleneinrichtungselemente frühzeitig

in ihr Produktionsmodell zu integrieren. Die

Bereitstellung der BIM-Objekte schafft zudem Synergien

mit anderen Fachplanern. Beispielsweise

können Schnittstellen mit der Tragwerksplanung,

TGA oder Baustellenlogistik frühzeitig geprüft und

abgestimmt werden. Für die Projektsteuerung be-

Abstimmung über die Cloud-Plattform »ACC«

Damit alle Projektbeteiligten auf dem aktuellen

Stand bleiben, setzt Zeppelin Rental auf die »Autodesk

Construction Cloud« (»ACC«). Hier werden

Modelle hochgeladen, Varianten geteilt und

gemeinsam geprüft – direkt im Browser, ohne zusätzliche

Software. Änderungen oder Anmerkungen

können im Modell markiert, Aufgaben zugewiesen

und der Fortschritt verfolgt werden. Die

Plattform ermöglicht eine durchgängige, digitale

und ortsunabhängige Zusammenarbeit in Echtzeit.

Ein weiterer Vorteil: Kunden können jederzeit

verschiedene Planungsversionen miteinander

vergleichen. So lassen sich Entscheidungen

fundiert treffen und dokumentieren. Änderungsverläufe

sind nachvollziehbar, wodurch Planungs-

und Umsetzungsqualität steigen.

Die Fachgruppe »BIM-basierte Baulogistik«

Neben der eigenen Projektpraxis engagiert sich

Zeppelin Rental in der Fachgruppe »BIM- basierte

72

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


Baulogistik« von buildingSmart Deutschland. Die

Arbeitsgruppe hat verschiedene Ziele, wie z. B.

BIM-Anwendungsfälle (AwF) für die Baulogistik

und baulogistische BIM-Parameter zu definieren.

Gemeinsam mit Partnern werden Anforderungen

an Inhalte, Struktur und Attribute festgelegt. Der

fachliche Austausch mit Planern, Ausführenden

und Softwareanbietern sorgt dafür, dass sich diese

Standards in der Praxis bewähren. Dabei geht

es auch um die Harmonisierung mit bestehenden

BIM-Prozessen und Datenmodellen. Die Integration

in übergeordnete Projektstrukturen ist essenziell,

um medienbruchfreie Informationsflüsse zu

gewährleisten. So kann Baulogistik digital geplant,

gesteuert und dokumentiert werden.

Digital denken, Logistik effizient steuern

Zeppelin Rental zeigt, wie sich digitale Planungsprozesse

in der Baulogistik gewinnbringend umsetzen

lassen. Von der Bereitstellung umfassender

BIM-Objekte über die modellgestützte Einsatzplanung

bis zur interaktiven Abstimmung über Cloudplattformen

– das Zusammenspiel aus Technik, Erfahrung

und Standardisierung führt zu effizienteren

Projekten und zufriedeneren Kunden. Klar ist:

Die modellbasierte Baustellenlogistik ist nicht nur

ein Zukunftsthema – sie ist bereits gelebte Praxis

und entwickelt sich stetig weiter.

j

Cloudbasiert

Damit alle Projektbeteiligten auf

dem aktuellen Stand bleiben, setzt

Zeppelin Rental auf die »Autodesk

Construction Cloud« (ACC).

Modelle in »BIMobject« beinhalten

neben den 3D-Geometrien auch

Informationen wie Maße, Gewicht und

Geräteeigenschaften.

Automatische

Verbuchung

Ganz ohne manuelle

Eingabe

Maschinenbewegungen werden

automatisch verbucht

Maschine hat Geofence verlassen

Maschine hat Geofence betreten

Sonderthema: IT am Bau März 2026 73


Wahlfreiheit und

vernetzte Systeme

für Bauunternehmen

BPS SOFTWARE – Seit über 20 Jahren entwickelt bps software

ERP-Lösungen für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Der Fokus liegt

dabei auf praxisnahen, langfristig nutzbaren Softwarelösungen, die Bauunternehmen

echte Entscheidungsfreiheit und effiziente Prozesse ermöglichen.

HALLE 8

STAND 109

Auf der digitalBAU 2026 ist bps software erneut als

Aussteller vertreten. Das Unternehmen möchte

insbesondere seine ERP- Lösung »bps bau« inklusive

aller zugehörigen Bausteine vorstellen. Im Mittelpunkt

des Messeauftritts stehen die neuen KI-Funktionen

in »bps bau«, die Arbeitsprozesse im Bauunternehmen

gezielt unterstützen. Die KI-Anwendungen

ermöglichen u. a. die Optimierung von Texten,

die schnelle Beantwortung systembezogener Fragen,

die beschleunigte Texterstellung sowie intelligentes

Suchen und Kalkulieren. Ziel ist es, Zeitaufwand

zu reduzieren und Mitarbeitende im Tagesgeschäft

spürbar zu entlasten.

Cloud ohne Zwang

Ein weiteres zentrales Thema des Messeauftritts

ist der Umgang mit Cloud- und Abo-Modellen in

der Baubranche. Während Cloud-Lösungen häufig

als alternativlos dargestellt werden, sieht bps

software die Notwendigkeit differenzierter Entscheidungen.

»Cloud-Lösungen bieten klare Vorteile,

gleichzeitig stellen sich viele Bauunternehmen

berechtigte Fragen zur Datenhoheit, langfristigen

Kosten und zur Abhängigkeit vom Anbieter«,

so Carsten Brockmann, Geschäftsführer bei bps

software. Das Unternehmen bietet daher sowohl

Cloud- als auch On-Premise-Betriebsmodelle an

und verfolgt dabei einen bewusst offenen Ansatz.

Kunden entscheiden selbst, welche Form am besten

zu ihren Anforderungen passt, ohne auf ein bestimmtes

Modell festgelegt zu werden. Der Betrieb

der Cloud-Lösung erfolgt DSGVO-konform auf Servern

in Deutschland in Zusammenarbeit mit der

mitteldeutschen IT GmbH. Auch bei der Wahl des

Geschäftsmodells setzt bps software auf Flexibilität

und ermöglicht sowohl Cloud- als auch klassische

Lizenzmodelle.

Verbindung von ERP und Fieldsoftware

Darüber hinaus zeigt bps software eine durchgängige

Integration von ERP und Fieldsoftware. Als

einer der wenigen Anbieter am Markt, so bps, ermögliche

man eine direkte Verbindung zwischen

»bps bau« und der Fieldsoftware »upmesh«. Dadurch

entstehe ein medienbruchfreier Prozess

vom Büro bis auf die Baustelle – ohne doppelte

Datenerfassung und mit aktuellen Informationen

in Echtzeit.

d

Bei BPS Software stehen

smarte Softwarelösungen im

Mittelpunkt, die anwendernah

entwickelt wurden.

BPS

74

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


»Smart by Day«: Mit

Sicherheit mehr sehen

Mit der »Smart-by-Day«-

Funktion überblicken

Bauverantwortliche ihre

Baustellen auch tagsüber.

LIVEYE – Steigende Projektkomplexität, mehrere parallel laufende Baustellen

und große Entfernungen stellen Bauverantwortliche zunehmend vor organisatorische

Herausforderungen. Ein aktueller, verlässlicher Überblick ist entscheidend

– jedoch oft mit hohem Zeit- und Reiseaufwand verbunden. Mit »Smart by Day«

erweitert LivEye seine Videoüberwachungslösungen um eine virtuelle Baustellenansicht

am Tag und unterstützt damit ein effizientes, digitales Baustellenmanagement.

LIVEYE (2)

Die Kameratürme von LivEye

ermöglichen nachts die Überwachung

sicherheitsrelevanter Bereiche und

liefern tagsüber eine virtuelle Ansicht

der Baustelle von jedem Standort aus.

Während die Kameratürme nachts sicherheitsrelevante

Bereiche überwachen, ermöglichen

sie tagsüber eine virtuelle Ansicht der Baustelle von

jedem Standort aus. Baufortschritte lassen sich nahezu

in Echtzeit und DSGVO-konform erfassen und

dokumentieren. »Smart by Day« erweitert den Einsatz

intelligenter Kameratechnik gezielt über die

Nachtzeiten hinaus und liefert wertvolle visuelle

Daten für das operative Baustellenmanagement sowie

für effizientes Building Information Modelling

(BIM). Erstmals kombiniert LivEye KI-gestützte Sicherheitslösungen

mit einem BIM-Modul. Mit der

»Smart-by-Day«-Funktion überblicken Bauverantwortliche

ihre Baustellen auch tagsüber und erhalten

in regelmäßigen Abständen eine Panoramaansicht

über das Gelände.

Zusammenarbeit auf belastbarer Datenbasis

Ein Algorithmus macht Personen und Fahrzeuge automatisch

DSGVO-konform unkenntlich. Für Marketingzwecke,

Projektmanagement und die rechtssichere

Dokumentation lassen sich Bilder aus individuell

wählbaren Zeiträumen zu Zeitrafferfilmen verarbeiten.

Darüber hinaus fungiert »Smart by Day«

als digitales Kollaborationswerkzeug. Bauleiter, Architekten,

Ingenieure und weitere Projektbeteiligte

greifen standortunabhängig auf identische visuelle

Informationen zu und stimmen sich effizient ab.

Entscheidungen basieren auf aktuellen, objektiven

Daten statt auf subjektiven Einschätzungen. Das reduziert

Abstimmungsaufwand, senkt Fehlerquoten

und erhöht Planungssicherheit.

Die LivEye GmbH bietet seit 2018 mobile

Videoüberwachungssysteme für den Einsatz

in ganz Europa. Sie erfüllt mit ihrem

Full-Service-Konzept Sicherheitsansprüche vom

Gewerbebetrieb bis zum Kraftwerk. Mit moderner

Kameratechnik, gezieltem Einsatz von KI-gestützter

Anomalieerkennung und 24/7 besetzter Leitstelle

überwachen ihre Lösungen temporäre Risikozonen.

Dauerhafte Installation im Abo-Modell ermöglicht das

inhouse produzierte System »nstr.security«. LivEye

beschäftigt rund 140 Mitarbeiter an zehn Standorten

in der D-A-CH-Region sowie in Polen. Mit mehr als

2 000 Systemen im Einsatz zählt das Unternehmen

zu den größten Anbietern mobiler Videoüberwachung

in Europa.

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März 2026 75


Das Bindeglied

zwischen Mensch

und Maschine

ZEPPELIN BAUMASCHINEN

– Schalter, Tasten, Hebel: Früher

bewegten sich ohne sie keine

Bagger, Radlader oder Raupen.

Längst hat sich jedoch die Art

und Weise verändert, wie Fahrer

mit ihren Arbeitsgeräten per

Wischbewegung interagieren,

seitdem Touchscreen-Monitore

das Nonplusultra in der Kabine

geworden sind und sich die

Bedienlogik von Smartphones

bei der Steuerung von Fahrzeugen

durchgesetzt hat.

Datenzugriff

Digitale Displays bieten dem

Maschinisten permanenten

Zugriff auf wichtige Leistungsdaten

– zudem wird

das Cockpit zur Steuerungszentrale

zahlreicher Features.

Durch Touchpads wird die Maschinenbedienung

sicherer und benutzerfreundlicher, indem sich

darüber zentrale Maschinenfunktionen, Arbeitsmodi

und Assistenzsysteme auf einen Blick erfassen

und einstellen lassen. Gleichzeitig ermöglichen

Touchpads eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche,

ausgerichtet auf verschiedene Fahrerprofile.

Touchpads sind keine Erfindung aus diesem

Jahrhundert. Vorreiter für sie war die Automobilindustrie,

auch wenn die Technik eher an eine Requisite

aus einem der ersten »Star-Wars-Filme« erinnerte.

Ein erstes Touchscreen-Display führte General

Motors bereits 1986 bei der Marke Buick Riviera ein.

Erste digitale Displays

Caterpillar begann mit der Einführung in Baumaschinen

im Vergleich relativ spät. Vor 2010 dominierten

noch klassische Bedienelemente wie Knöpfe,

Hebel sowie einfache LCD-Anzeigen. Bis 2016

folgten erste digitale Displays, allerdings ohne

Touchfunktion. Mit der Einführung der neuen Generation

von Baumaschinen erhielten Bagger wie

der Cat »320« und Cat »323« ein neues Interface

zwischen Fahrer und Maschine für den Zugriff auf

Funktionen wie Assistenzsysteme. Damit ersetzte

erstmals ein Touchdisplay nahezu alle physischen

Schalter. Über den Bildschirm steuert der Fahrer

nicht nur die Maschinenparameter, sondern auch

die integrierten Assistenzsysteme wie »Grade Control«

oder »Payload«. Caterpillar führte damit kapazitive

Touchscreens ein. Für sie reicht eine Berührung

der Oberfläche aus. Grundsätzlich gilt: Touchscreens

in Baumaschinen müssen baustellentauglich

sein – selbst bei Staub oder Vibration muss das

System präzise reagieren. Daher kommt es auf Displays

an, die stoß- sowie kratzfest sind.

Nützliche Unterstützung

Die Menüstruktur orientiert sich stark an der Smartphone-Logik

mit eindeutigen Icons. Mit einfachen

Wischbewegungen und Tippgesten führt sie den

Fahrer durch das Menü. Er erhält die Informationen

über wesentliche Funktionen in Echtzeit, die zum

Steuern einer Baumaschine im jeweiligen Arbeitsmodus

relevant sind. Zugleich kann er einen Überblick

über Messwerte erhalten wie Hydrauliköltemperatur,

Motorkühlmitteltemperatur oder Getriebeöltemperatur.

Moderne Touchpads sind häufig

Das Touchpad wurde darauf ausgerichtet, Arbeitswerkzeuge

für den Fahrer einfach zu erkennen und auszuwählen.

multifunktional – sie kombinieren Maschinensteuerung

und Kameraansichten in einem System.

Wichtige Features

Um die Gefahr von Ablenkung auf ein Minimum

zu reduzieren, lassen sich häufig benötigte Funktionen

als Favoriten oder per Schnellzugriff anlegen.

Touchpads sind nicht nur ein Anzeigeinstrument

und mehr als ein Bedienelement: Sie sind die

Schnittstelle zwischen Mensch, Maschine sowie

Datenwelt und damit eine Steuerzentrale für alle digitalen

Systeme. Über sie laufen Informationen aus

Telematik-Systemen, GPS-Steuerungen oder Flottenmanagement-Software

zusammen und tragen

dazu bei, dass Fahrerkabinen als Cockpit-Steuerzentralen

fungieren. So können Maschinenführer

nicht nur den Status sowie Leistungsdaten abrufen,

sondern aktiv in den digitalen Workflow eingreifen

und den Baufortschritt dokumentieren – alles

direkt von der Kabine. Die Kombination aus intuitiver

Bedienung, robuster Hardware und digitaler

Vernetzung macht die neuen Cat-Maschinen zu effizienten,

intelligenten Arbeitswerkzeugen.

CATERPILLAR

d

76

März 2026 Sonderthema: IT am Bau


Digitale Geräteabrechnung

bei Arge-Projekten

RMSTEGOS – Arge-Baustellen

sind fester Bestandteil

insbesondere bei großen und

komplexen Bauprojekten.

Mehrere Bauunternehmen

bündeln ihre Kompetenzen,

arbeiten gemeinsam an

einem Projekt und nutzen

dabei eigene, gemietete oder

von Partnern bereitgestellte

Baugeräte. In diesem Umfeld

stellt jedoch gerade die Geräteabrechnung

eine besondere

Herausforderung dar.

Manuelle Prozesse, uneinheitliche

Nachweise und fehlende

Transparenz führen häufig

zu erhöhtem Abstimmungsaufwand

und Konflikten zwischen

den Arge-Partnern. Umso höher

ist der Stellenwert einer strukturierten,

digitalen Geräteabrechnung

als Grundlage für eine

funktionierende

Arge-Abrechnung.

Mit »ConnectBau« stellt

die RMStegos GmbH Bauunternehmen

eine cloudbasierte Softwarelösung

zur Verfügung, die

speziell auf die Anforderungen

von Arge-Baustellen ausgelegt

RMSTEGOS

Alle relevanten Informationen stehen den jeweiligen

Arge-Mitarbeitern in einer einheitlichen Datenbasis zur Verfügung.

ist. Damit wird nach Unternehmensangaben

eine zentrale Erfassung

aller Baugeräte, eine klare

Trennung von interner und externer

Geräteabrechnung sowie

eine projekt- und partnerbezogene

Zuordnung der Geräteeinsätze

ermöglicht. Alle relevanten

Informationen stehen den Mitarbeitern

in einer einheitlichen

Datenbasis zur Verfügung. Geräteeinsätze,

Laufzeiten und Kosten

lassen sich laut RMStegos transparent

dokumentieren, auswerten

und jederzeit nachvollziehen.

Das reduziert nicht nur den administrativen

Aufwand und die

Fehleranfälligkeit, sondern minimiert

auch das Konfliktpotenzial

innerhalb der Arge.

s

Kartenbasierte Zusammenarbeit

im Tief- und Infrastrukturbau

INFRAKIT – Innerstädtische

Infrastrukturprojekte sind

organisatorisch anspruchsvoll:

Viele Beteiligte arbeiten

parallel, Planstände ändern

sich häufig und Informationen

liegen oft in getrennten Systemen

vor. Aus diesem Grund

nutzt das in Stuttgart beheimatete

Familienunternehmen

Wolff & Müller »Infrakit« in der

Bauausführung als zentrale

Lösung. Als kartenbasierte

Cloud-Plattform für digitales

Baumanagement im Tief- und

Infrastrukturbau verbindet die

Anwendung Teams, Maschinen

und Projektdaten in Echtzeit

– herstellerübergreifend und

systemunabhängig. Alle

Beteiligten greifen damit

auf denselben aktuellen

Datenstand zu, wie etwa bei

einem Bauprojekt in Dresden.

Die Wehlener Straße im Dresdner

Stadtteil Tolkewitz wurde

von 2024 bis 2025 auf rund 1,9 km

grundhaft erneuert, um die Schäden

durch das Hochwasser von

2013 zu beheben. Neben neuen

Fahrbahnen entstanden Gleisanlagen,

barrierefreie Haltestellen

sowie sichere Rad- und Gehwege.

Gleichzeitig wurden Abwasser-,

Trinkwasser-, Gas-, Strom-

und Kommunikationsleitungen

erneuert. Das 40-Mio.-Euro-Projekt

realisierte die Arge Wehlener

Straße Los 1 mit den Firmen Wolff

& Müller Tief- und Straßenbau

GmbH & Co. KG (Niederlassung

Dresden), Eurovia Verkehrsbau

GmbH (Niederlassung Dresden)

und Strabag AG Direktion Sachsen/Thüringen

(Bereich Ostsachsen,

Gruppe Dresden). Zur Gewährleistung

reibungsloser Abläufe

wurden dazu in »Infrakit«

Planungsmodelle, Vermessungsdaten,

Baustellendokumentationen

sowie Daten aus der 3D-Baggersteuerung

zusammengeführt.

WOLFF & MÜLLER/INFRAKIT

Bei der Infrastrukturmaßnahme im Stadtgebiet Dresden galt es,

den komplexen Rohrleitungs- und Gleisbau zu berücksichtigen.

Dadurch ließen sich u. a. Planversionen

und Abstimmungsaufwände

reduzieren, da Änderungen

für alle nachvollziehbar

bereitstanden. Ergänzend dazu

lieferten Drohnen aktuelle Orthofotos

zur Baufortschrittskontrolle.

Poliere und Bauleitung

dokumentierten die Leistungen

per App mit Fotos und Georeferenz.

Auffälligkeiten wurden damit

sofort sichtbar und Abstimmungen

konnten ohne Zeitver-

lust erfolgen. Darüber hinaus

haben auch Bauherren und Versorger

profitiert: Fortschrittsberichte

und Nachweise ließen sich

strukturiert erstellen, Zuständigkeiten

wurden transparent und

Risiken früh erkannt. Die Dokumentation

unterstützte die Abrechnung

und Nachweisführung.

Das Projekt zeigt, dass eine digitale

Datenbasis notwendige Abstimmungen

vereinfacht und die

Transparenz erhöht.

s

Sonderthema: IT am Bau März 2026

77


Mehr als 350 Innenladerpaletten

wurden mit den Trackern von

Sensolus ausgestattet.

(NB-IoT) basiert und über eine Batterielaufzeit von

bis zu zehn Jahren verfügt. Die Ortung erfolgt verschlüsselt

und zuverlässig – auch in abgelegenen

Gebieten. Die Geräte sind robust konstruiert und

für den harten Baustellenalltag ausgelegt. Den Auftakt

bildete der Einsatz auf hochwertigen Innenladerpaletten,

die häufig auf wechselnden Baustellen

benötigt werden. Wo zuvor manuelle Erfassungen,

lange Telefonate und unvollständige Dokumentationen

den Alltag bestimmten, sorgt heute digitale

Transparenz für Effizienz und Sicherheit. Mehr

als 350 Paletten wurden mit Trackern ausgestattet.

Das Resultat: optimierte Auslastung, minimierter

Suchaufwand und verbesserter Diebstahlschutz.

Digitale

Transparenz auf

der Baustelle

SENSOLUS – Das Bau- und Technologieunternehmen Max Bögl

setzt auf Digitalisierung: Seit 2023 kommt bei dem international

tätigen Familienunternehmen eine smarte IoT-Tracking-Lösung

von Sensolus und Alps Alpine zum Einsatz. Ziel ist es, logistische

Prozesse transparenter und effizienter zu gestalten – durch

lückenloses Tracking von Assets wie Innenladerpaletten, Transportgestellen,

Maschinen und Containern.

Skalierung in neue Bereiche

Nach dem erfolgreichen Start wurde die Lösung auf

weitere Bereiche ausgeweitet. Im Segment Windenergie

erfassen heute über 800 Tracker die Bewegungen

von speziellen Transportgestellen. Dank integrierter

Neigungssensorik erkennen die Tracker

automatisch, ob ein Gestell beladen oder leer ist –

eine wichtige Information für die Rückführung und

Lagerlogistik.

Auch im Bereich Energietrassen kommen auf

den kilometerlangen Baustellen für Stromleitungen

aus erneuerbaren Quellen rund 100 Tracker

zum Einsatz. Hier helfen sie, Maschinen, Container

und Anbauteile schnell zu lokalisieren und den Koordinationsaufwand

erheblich zu senken. Zusätzliche

Tracker werden projektbezogen an wechselnden

Assets wie Fertigteilen, Mietgeräten oder Baumaschinen

angebracht. Nach Projektende lassen

sie sich wiederverwenden.

Integration mit System

Die Lösung ist auf die Digitalstrategie von Max

Bögl abgestimmt: Die Daten werden entweder direkt

über die Cloud-Lösung genutzt oder nahtlos

per API in interne Systeme wie das Geoinformationssystem

(GIS) eingebunden. Individuelle Geozonen,

automatisierte Workflows und konfigurierbare

Dashboards ermöglichen fundierte Entscheidungen

in Echtzeit.

j

1 250

Tracker

Aktuell sind über 1 250 Tracker

im täglichen Einsatz.

Die Bauwirtschaft steht zunehmend unter Druck:

Komplexe Lieferketten, knappe Material- und

Personal-Ressourcen sowie steigende Anforderungen

an Effizienz und Nachhaltigkeit erfordern neue

digitale Lösungen. Der Einsatz neuer Technologien,

um Transparenz zu schaffen, Prozesse zu automatisieren

und die Steuerbarkeit auf der Baustelle zu

verbessern, wird unumgänglich – selbst bei nicht

stromversorgten Objekten im rauen Umfeld. Das

Beispiel Max Bögl zeigt, wie dieser digitale Wandel

in der Praxis gelingt.

SENSOLUS (2)

Innenladerpaletten lückenlos im Blick

Kern der Lösung ist ein energiesparender GPS-Tracker

für nicht stromversorgte Ladungsträger, der

auf dem Mobilfunkstandard »NarrowBand IoT«

Kern der Lösung ist ein energiesparender GPS-Tracker für nicht

stromversorgte Ladungsträger, der auf dem Mobilfunkstandard

»NarrowBand IoT« (NB-IoT) basiert.

78

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


Wo steht der Kran am besten? Wo lagert

das Material optimal? Welche Baustellenzufahrt

verspricht die kürzesten

Wege? Logistikplanung ist das A und O

einer funktionierenden Baustelle.

BLUEBEAM

Baustellenlogistik

effizient planen

BLUEBEAM – Effiziente

Baustellenlogistik sorgt

durch gezielte Steuerung von

Materialflüssen, Transportwegen,

Lagerflächen sowie

Personal- und Maschineneinsatz

für einen reibungslosen

Bauablauf – und ist damit ein

zentraler Erfolgsfaktor. Wer

sie frühzeitig plant, minimiert

Verzögerungen, senkt Kosten

und erhöht die Sicherheit.

Digitale Technologien bieten

dabei wertvolle Unterstützung.

HALLE 8

STAND 402

Als Produktionsflusskonzept

umfasst Baustellenlogistik

neben physischen Abläufen

auch den Informationsfluss zu

Zeitpunkt, Menge und Qualität

der Materialien. Eine ganzheitliche

Logistikplanung birgt daher

großes Potenzial: effizientere Abläufe,

mehr Sicherheit und spürbare

Kosteneinsparungen. Klare,

verständliche Pläne zu Gerätepositionen,

Verkehrswegen und Lagerorten

fördern geordnete Bewegungen

und minimieren Sicherheitsrisiken.

Doch trotz dieser

Vorteile beschränkt sich die

Baustellenplanung in vielen Fällen

auf behördlich geforderte

Mindestangaben wie Ein- und

Ausgänge oder Transportwege.

Weitere Aspekte werden meist

unstrukturiert, handschriftlich

und ohne maßstabsgetreue Darstellung

festgehalten. Das kann

erhebliche Folgen haben, wie

Patrick Scheer, Senior Technical

Account Manager bei Bluebeam,

aus eigener Beobachtung berichtet:

»Auf einer nahe gelegenen

Baustelle musste das WC täglich

per Kran versetzt werden, weil

es im Weg stand – mangels vorhergehender

maßstabsgetreuer

Planung. Das kostete jeden Tag

rund zehn Minuten – über Monate

hinweg wahrscheinlich ein

teurer Mehraufwand.«

Branchenspezifische Software

Mit digitaler Baustellenplanung

lassen sich derartige Probleme

von vornherein vermeiden. Moderne

Technologien

ermöglichen

eine effiziente Steuerung

und Überwachung der Logistik

– nicht nur zu Beginn, sondern

über den gesamten Bauverlauf

hinweg – vorausgesetzt, die Planung

erfolgt mit branchenspezifischer

Bausoftware. Gegenüber

Standardsoftware bietet diese eine

Reihe von Vorteilen, z. B. die

Kollaboration mit Subunternehmern

und Partnern sowie nutzerdefinierte

Werkzeuge, Mengen-

und Kostenermittlung. Digitale,

maßstabsgetreue Baustellenpläne

erleichtern die Planung von

Ausrüstung, Fahrzeugen, Personen

und Materialflüssen. Ergänzt

durch Drohnenbilder, Baupläne

und weitere Datenquellen

schaffen sie Transparenz, erhöhen

die Sicherheit und verhindern

Missverständnisse auf der

Baustelle. Dank moderner Kollaborationstools

lassen sich Pläne

zentral aktualisieren, kommentieren

und in Echtzeit teilen. So

entsteht eine stets aktuelle, einheitliche

Informationsquelle,

die Versionskonflikte vermeidet,

Fehler reduziert und bei der Erstellung

sowie bei Änderungen

Zeit spart.

Benutzerdefinierte Sets aus

visuellen Markern sorgen zudem

für eine einheitliche, leicht

verständliche Darstellung – auch

projektübergreifend. Standardisierte

Symbole für z. B. Zäune,

Wege oder Fahrzeuge ermöglichen

eine schnelle, präzise Planung

– und lassen sich einfach

speichern, teilen sowie wiederverwenden.

Sind die Daten in

Planmarker eingebettet, liefert

ein Klick auf ein Lkw-Symbol

z. B. auch noch Infos zu Fahrzeug,

Transportgut und Zielort.

Mit Bluebeam-Logistikplanung

Eine Option ist beispielsweise

»Bluebeam Revu«: Die vielen

als Aufmaßtool für Mengen-

und Massenermittlung bekannte

Software wird – richtig eingesetzt

– auf Knopfdruck zum

spezialisierten Tool für die Planung

der Baustellenlogistik. Als

Grundlage genügt in der Regel

ein Lageplan, ergänzt durch Straßen,

Nebengebäude oder Luftbilder.

Mit wenigen Klicks lassen

sich Planteile entfernen und das

Ergebnis mithilfe eines auf den

Fotos ablesbaren Zollstocks kalibrieren

– unabhängig vom ursprünglichen

Planmaß. Die in

der Software-Bibliothek bereitgestellten

Symbole können auf

dieser Basis maßstabsgetreu angepasst

werden.

j

Sonderthema: IT am Bau März 2026 79


ONESTOP PRO

»OneStop Pro«-

Software erhält

neues Feature

Sobald eine Maschine den definierten

Bereich (Geofence) verlässt und später

den Geofence der Baustelle erreicht,

erkennt das System diese Bewegung

automatisch.

ONESTOP PRO – Die Maschinen- und Geräteverwaltung der »OneStop Pro«-Software

wird um das neue Feature »Automatische Verbuchung« erweitert. Damit

werden Maschinen- und Gerätebewegungen künftig vollautomatisch, in Echtzeit

und ohne manuelle Benutzereingaben in der Software verbucht – ganz ohne Klicks.

ment. Die »Automatische Verbuchung« setzt genau

hier an: Transfers erfolgen zuverlässig im Hintergrund,

unabhängig davon, ob Mitarbeiter daran

denken oder nicht – vollautomatisch.

Alles im Blick

Es ist einfach einsehbar, an

welchem Standort sich eine

Maschine befindet, wie lange sie

auf einer bestimmten Baustelle

im Einsatz war und wie viele

Betriebsstunden projektbezogen

geleistet wurden.

Konkret sieht das so aus: Ein Bagger wird morgens

vom Bauhof auf eine Baustelle transportiert.

Sobald er den definierten Bereich (Geofence)

des Bauhofs verlässt und später den Geofence der

Baustelle erreicht, erkennt das System diese Bewegung

automatisch. Nach einer frei einstellbaren

Zeit wird der Bagger selbstständig vom Bauhof auf

die entsprechende Baustelle umgebucht – ohne

dass ein Mitarbeiter aktiv eingreifen muss. Am Ende

des Tages ist exakt ersichtlich, wo sich der Bagger

befindet und wie lange er dort im Einsatz war.

Automatische Verbuchung ohne Eingaben

Gerade in der Praxis scheitern Maschinen- und Geräteverbuchungen

häufig daran, dass sie vergessen

oder nicht korrekt erfasst werden. »Manuelle Schritte

bringen immer eine gewisse Fehlerquote mit sich.

Geräte werden falsch verbucht oder gar nicht erfasst

– das kostet unseren Kunden Zeit und sorgt für

Frust«, erklärt Max Auer, Leiter Business Develop-

Einfache Einrichtung, hoher Nutzen

Die Einrichtung des Features ist bewusst einfach gehalten.

Voraussetzung sind die »OneStop Pro«-Telematik-

und Ortungslösungen sowie sogenannte Geofences

(digitale Zäune), die auf Baustellen und Lagerplätzen

angelegt werden. Geofences gehören

bereits seit Langem zum Leistungsportfolio von

»OneStop Pro« – etwa zur Standortüberwachung

und Diebstahlaufklärung. Mit wenigen zusätzlichen

Einstellungen können Kunden nun auch die komplette

Maschinen- und Geräteverbuchung vollumfänglich

automatisieren. Durch die »Automatische

Verbuchung« profitieren Nutzer von messbaren

Ergebnissen: Es ist einfach einsehbar, welche Maschine

sich wo befindet, wie lange sie auf einer bestimmten

Baustelle im Einsatz war und wie viele

Betriebsstunden projektbezogen geleistet wurden.

Diese Daten stehen jederzeit aktuell zur Verfügung

und bilden eine verlässliche Grundlage für Abrechnung,

Controlling und Projektmanagement.

j

80

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


PLANRADAR

KI-gestützte Funktionen

unterstützen Projektteams dabei,

Abweichungen, Mängel oder offene

Punkte frühzeitig zu sehen, bevor

sie zu Verzögerungen oder kostenintensiven

Nacharbeiten führen.

tiert, sondern transparent nachvollziehbar und vergleichbar

gemacht – über einzelne Projekte hinaus.

»Der größte Nutzen von KI entsteht dort, wo Daten

sauber strukturiert, konsistent erfasst und zentral

verfügbar sind«, sagt Sander van de Rijdt, Co-CEO

und Co-Founder von »PlanRadar«. »Digitale Plattformen

schaffen die Voraussetzung, Qualität datenbasiert

zu sichern und projektbezogene Entscheidungen

objektiv zu unterstützen.« Plattformen wie

»PlanRadar« ermöglichen es nach Unternehmensangaben,

KI-gestützte Auswertungen in bestehende

Arbeitsweisen schnell und nachhaltig zu integrieren

– etwa durch standardisierte Prüfprozesse, automatisierte

Berichte oder die Analyse von Qualitäts- und

Prozessdaten über mehrere Projekte hinweg. KI ergänzt

dabei die tägliche Arbeit, ersetzt sie aber nicht:

Entscheidungen bleiben nachvollziehbar und in der

Verantwortung der Projektteams.

KI beschleunigt

Strukturwandel

in der Baubranche

PLANRADAR – Künstliche

Intelligenz entwickelt sich

rasant von einer unterstützenden

Technologie zu einem

festen Bestandteil moderner

Bau- und Immobilienprojekte.

In der Branche beschleunigt

sie den Übergang von isolierten

digitalen Einzellösungen hin zu

integrierten Plattformen, die

Daten strukturiert erfassen,

Prozesse standardisieren

und Arbeitsabläufe effizient

verbinden. Digitale Plattformen

werden damit zu einem

zentralen Faktor für Effizienzsteigerung,

Qualitätssicherung

und Wettbewerbsfähigkeit.

HALLE 8

STAND 318

Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt: Digitale

Systeme unterstützen nicht mehr nur einzelne

Aufgaben, sondern setzen neue Standards in

der täglichen Projektarbeit. Sie schaffen die Grundlage

für belastbare, datenbasierte Entscheidungen

und helfen Unternehmen, steigende Kosten, knappe

personelle Ressourcen und wachsende regulatorische

Anforderungen besser zu steuern. Der Fokus

verlagert sich dabei weg von punktuellen Digitalisierungsmaßnahmen

hin zu ganzheitlichen, vernetzten

Ansätzen über alle Projektphasen hinweg.

Vom Einzelprozess zur vernetzten Plattform

KI ist längst kein Pilotprojekt mehr, sondern entwickelt

sich zum integralen Bestandteil digitaler Plattformen

im Bauwesen. Ihr größter Mehrwert entsteht

dort, wo Informationen strukturiert, vollständig

und projekt übergreifend verfügbar sind. Auf

dieser Basis lassen sich Arbeitsprozesse automatisieren,

Daten konsistent auswerten und Informationen

gezielt zusammenführen. Besonders deutlich

zeigt sich dies in der digitalen Qualitätssicherung

und -kontrolle. KI-gestützte Funktionen unterstützen

Projektteams dabei, Fotodokumentation, Prüfprotokolle

und Checklisten systematisch auszuwerten.

Abweichungen, Mängel oder offene Punkte werden

frühzeitig sichtbar, bevor sie zu Verzögerungen

oder kostenintensiven Nacharbeiten führen. Ausgeführte

Arbeiten werden damit nicht nur dokumen-

Kosten und Regulierung erhöhen den Druck

Der anhaltende Fachkräftemangel in Deutschland

und anderen europäischen Märkten verstärkt den

Bedarf an effizienten, IT-gestützten Prozessen. Digitale

Plattformen reduzieren manuellen Dokumentationsaufwand,

vereinfachen Abstimmungen und

entlasten Projektteams im Tagesgeschäft. So lässt

sich die Produktivität vorhandener Ressourcen steigern,

ohne zusätzliche personelle Kapazitäten aufbauen

zu müssen. Gleichzeitig machen steigende

Baukosten Effizienz und Transparenz zu zentralen

Wettbewerbsfaktoren. KI-gestützte Auswertungen

schaffen Übersicht über Prozesse, Qualitätskennzahlen

und Projektstatus und helfen, Risiken frühzeitig

zu erkennen. Hinzu kommen wachsende Anforderungen

an Nachhaltigkeit, ESG-Reporting und

Compliance, die ohne strukturierte, prüfbare Projektdaten

kaum noch zu erfüllen sind.

Wohnraummangel erhöht den Handlungsdruck

Parallel dazu verschärft sich der Wohnraummangel

in Deutschland weiter. Der Bedarf an bezahlbarem

Wohnraum übersteigt die Fertigstellungszahlen

seit Jahren deutlich, während Genehmigungsprozesse,

Bauzeiten und Projektkosten steigen.

Um diese Lücke zu schließen, müssen Bauprojekte

schneller, planbarer und mit gleichbleibend hoher

Qualität umgesetzt werden. Digitale Plattformen

helfen, Prozesse zu standardisieren, Fehler zu

reduzieren und begrenzte Kapazitäten effizient einzusetzen,

und machen somit Bauprojekte planbarer

und skalierbarer. Sie ermöglichen eine schnellere

Umsetzung bei gleichbleibend hoher Qualität

– eine zentrale Voraussetzung, um Wohnraummangel

unter Bedingungen begrenzter Kapazitäten und

steigender Kosten zu bewältigen. Von KI profitieren

vor allem Unternehmen, die frühzeitig auf integrierte

Plattformen und strukturierte Daten setzen.

Projektteams werden entlastet, Managementebenen

erhalten belastbare Grundlagen, und Firmen

sichern Qualität, kontrollieren Kosten und

erfüllen regulatorische Anforderungen.

s

Sonderthema: IT am Bau März 2026 81


Mit dem kostenlosen

System »One-Key« ist

die einfache Zuweisung

und Überprüfung von

Gerätestandorten

möglich.

»One-Key« als

Schlüssel zur

digitalen Baustelle

MILWAUKEE (2)

MILWAUKEE – Mit »One-Key« bietet Milwaukee eine kostenfreie, cloudbasierte

Softwarelösung mit umfangreichen Funktionen für professionelles Werkzeugmanagement

– speziell zugeschnitten auf die Anforderungen von Handwerk und Bauindustrie.

Im Zentrum stehen Bluetooth-fähige Geräte mit integriertem Funkmodul, die sich

nahtlos in die App einbinden lassen.

Unabhängiges Tool

Die Software »One-Key« ermöglicht

ein herstellerunabhängiges, digitales

Bestandsmanagement.

Intelligente

Werkzeugtechnologien

wie »One-Key«

schaffen Transparenz

und ermöglichen

eine umfassende

Kontrolle über den

Gerätebestand.

Die Software »One-Key« ermöglicht ein herstellerunabhängiges,

digitales Bestandsmanagement.

Anwender erhalten jederzeit Einblick

in Standort, Einsatzstatus und Wartungshistorie

ihrer Werkzeuge – zentral erfasst,

automatisch synchronisiert und plattformübergreifend

verfügbar. Darüber hinaus erlaubt

die App die präzise Konfiguration kompatibler

Milwaukee-Geräte: Funktionen wie Anlaufverhalten,

Drehzahl oder Drehmoment lassen

sich anpassen und speichern, was eine anwendungsspezifische

Feinjustierung direkt auf der

Baustelle ermöglicht.

Standortverfolgung und Schutz vor Verlust

Darüber hinaus bietet »One-Key« zahlreiche

Funktionen für die Ortung von Werkzeug und

den Schutz vor Verlust. So kann z.B. der letzte bekannte

Standort eines Geräts auch dann ermittelt

werden, wenn es ausgeschaltet ist. Diese Funktion

unterstützt nicht nur beim Wiederauffinden verlegter

Werkzeuge, sondern bietet durch automatische

Warnmeldungen und eine optionale Sperrfunktion

auch einen wirksamen Schutz vor Diebstahl.

Verlorene Geräte lassen sich in der App als

»vermisst« markieren und mit einem Hinweis an

die »One-Key«-Community weitergeben.

Digitale Transparenz auf der Baustelle

Grundsätzlich könne »One-Key« nicht nur die Verwaltung

einzelner Werkzeuge erleichtern, sondern

auch digitale Transparenz über ganze Projektverläufe

hinweg schaffen. Zudem lassen sich

Zeitpunkte für Wartungsintervalle einstellen und

detaillierte Informationen zur Servicehistorie auslesen,

um Kosten zu analysieren und Prozesse zu

optimieren. Damit trägt die Plattform zu einem effizienteren,

sichereren und planbareren Einsatz

von Betriebsmitteln bei – überall dort, wo vernetzte

Prozesse heute zum Standard gehören.

j

82

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


Vorsprung durch

Vernetzung.

Ganzheitliche Lösungen und Services für maximale

Effizienz auf der Baustelle

Echte Prozessoptimierung bedeutet mehr als reine Maschinensteuerung. Entscheidend ist

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individuellen Projektanforderungen versteht. Mit SITECH ® erwerben Sie nicht einfach nur

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Sonderthema: IT am Bau März 2026 83


Kernstück ist der Einsatz

einer spezialisierten

Bau-KI: Das System

führt Unternehmen

durch die Erstellung präziser

Anforderungsprofile.

BAUPIONIERE

Personal-Logistik

statt Zufallsprinzip

BAUPIONIERE – Während

digitale Vermessung und Telematik

auf den Baustellen längst

Standard sind, gleicht die

Personalgewinnung in vielen

Betrieben noch einem Glücksspiel.

Doch der Markt hat sich

gewandelt: Hohe Fluktuation

und der Generationenwechsel

treffen auf eine rein digitale

Bewerber-Realität. Mundpropaganda

und Bauzaun-Banner

reichen hier nicht mehr aus. Die

Zukunft gehört einer vernetzten

Recruiting-Infrastruktur, die

beides sichert: sofortige Reaktionsfähigkeit

bei Vakanzen und

den langfristigen Aufbau eines

eigenen Bewerberpools für

strategische Planbarkeit.

Die Zeiten, in denen eine Zeitungsannonce oder

Mundpropaganda ausreichten, um Kolonnen

zu füllen, sind vorbei. Der Markt ist dynamischer

und internationaler geworden. Über 90 Prozent der

gewerblichen Fachkräfte nutzen das Smartphone

für die Jobsuche. Veraltete Webseiten, nicht mobiloptimierte

Formulare und der Zwang zum Lebenslauf-Upload

bauen Hürden auf, wo Brücken

sein sollten. Die Folge: Qualifizierte Kandidaten

brechen den Prozess ab, bevor der Kontakt überhaupt

entsteht. Die Lösung liegt in einer ganzheitlichen

Recruiting-Logistik, die Hürden abbaut und

Prozesse automatisiert.

Eine neue Infrastruktur

Bauunternehmen stehen vor der Herausforderung,

nicht nur akut Löcher zu stopfen, sondern eine verlässliche

Personal-Infrastruktur aufzubauen. Bau-

Pioniere begegnet diesem Strukturproblem mit einem

Systemwechsel. Kernstück ist der Einsatz einer

spezialisierten Bau-KI, die dem Umstand Rechnung

trägt, dass starre Berufsbilder auf der Baustelle oft

verschwimmen. Das System erkennt sogenannte

»Mischrollen« und führt Unternehmen durch die

Erstellung präziser Anforderungsprofile. Es kennt

die spezifischen Qualifikationen, Zertifikate und

Gehaltsgefüge der Branche. Wer hier – etwa auf

generischen Portalen ohne Baustellen-DNA – unscharf

sucht, erhält unpassende Bewerbungen und

verliert wertvolle Zeit beim Sichten. Die KI matcht

hingegen Anforderungen intelligent mit den tatsächlichen

Kompetenzen der Bewerber. Doch selbst

die beste Stelle bleibt unbesetzt, wenn sie den Bewerber

nicht erreicht. Die Realität ist: Fachkräfte

sind mobil unterwegs. Die technologische Antwort

darauf ist die radikale Vereinfachung. BauPioniere

ersetzt das klassische Anschreiben durch interaktive,

bauspezifische Fragebögen. Ein Maschinist bestätigt

seine Fähigkeiten und Scheine per Klick am

Smartphone – ohne Medienbruch. Dies senkt die

Hürde für Bewerber massiv und liefert dem Unternehmen

gleichzeitig standardisierte, vergleichbare

Kompetenzprofile statt unstrukturierter E-Mails

oder Lebensläufe. Entscheidend ist die Geschwindigkeit:

Kandidaten erwarten heute eine Reaktion in

Echtzeit. Wer lang wartet, riskiert laut BauPioniere

»Ghosting« noch vor dem ersten Gespräch.

Planbarkeit und Entlastung

Das Ziel dieser Infrastruktur ist »Bewerber-on-Demand«.

Unternehmen bauen sich einen eigenen, regionalen

Talentpool auf, aus dem sie bei Auftragsspitzen

flexibel schöpfen können. Ein zentrales

Dashboard automatisiert dabei zeitfressende Routineaufgaben:

Von der Vorqualifizierung bis zur Kommunikation

übernimmt die Software die Administration.

Das Ergebnis ist maximale Flexibilität bei

gleichzeitiger Entlastung der Verwaltung.

j

84

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


Durch frühzeitige

Planung und Begleitung

von Wartungszyklen

lassen sich unerwartete

Maschinenstillstände

sowie damit verbundene

Kosten vermeiden.

Mehr als bloßes

Inventartracking

ULRICH HOPPE – Moderne Maschinen- und Werkzeugverwaltung

ist mehr als bloßes Inventartracking. Sie ist ein integraler Bestandteil

eines rechtskonformen, effizienten Wartungsprozesses. Der

»Wartungsplaner« der Hoppe Unternehmensberatung verbindet die

Verwaltung von Prüf- und Wartungszyklen mit einer Werkzeug- und

Geräteverwaltung. Damit können Baumaschinen, Werkzeuge und

prüfpflichtige Betriebsmittel lückenlos erfasst, terminiert und

dokumentiert werden.

Stammdaten

Zu den Stammdaten gehören

Funktion, Standort, Gruppenzugehörigkeit,

Typisierung sowie die

Zuordnung zu Verantwortlichen.

In modernen Baubetrieben

nimmt die strukturierte Verwaltung

und Wartung von Maschinen

und Anlagen eine zentrale

Rolle ein – sowohl zur Sicherstellung

der Verfügbarkeit

als auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit,

gesetzliche Prüfpflichten

und Lebenszykluskosten.

Der »Wartungsplaner« der

Hoppe Unternehmensberatung

adressiert genau diese Anforderungen

durch eine integrierte,

digitale Lösung zur Maschinenverwaltung

und Maschinenwartung.

Anlage beliebiger Prüfobjekte

Die Software »Wartungsplaner«

ermöglicht die Anlage be-

ULRICH HOPPE

liebiger Prüfobjekte (Maschinen,

Werkzeuge, Messmittel)

inklusive wichtiger Metadaten

wie Prüffristen, Zuständigkeiten,

Handbücher und Bilder.

Wiederkehrende Prüfintervalle

werden automatisch überwacht

und verantwortliche Mitarbeitende

per Kalender / E-Mail erinnert.

Die erzeugten Prüfprotokolle

sind revisionssicher archivierbar.

Die Nachweisführung

gegenüber dem Audit und den

Aufsichtsbehörden wird hierdurch

entscheidend vereinfacht.

Die »Lebensakte«

Unter Maschinenverwaltung versteht

man die systematische Erfassung

und Steuerung aller relevanten

Maschinen und Anlagen.

Zu den Stammdaten gehören

Funktion, Standort, Gruppenzugehörigkeit,

Typisierung sowie

die Zuordnung zu Verantwortlichen.

Der »Wartungsplaner« bildet

diese Struktur und Stammdaten

ab, indem jedes Betriebsmittel

einem Objekt zugewiesen

wird und Details wie Ort, Gruppe,

Typ hinterlegt werden. Dadurch

entsteht eine vollständige »Lebensakte«

des Betriebsmittels:

von Inbetriebnahme über Wartung

und Reparatur bis zur Stilllegung.

Die strukturierte Verwaltung

ermöglicht eine klare

Zuordnung von Verantwortlichkeiten

sowie eine transparente

Historie aller Maßnahmen und

bietet eine konsistente Datenbasis

für Reporting und Kennzahlen.

Wartung als Prozess

Die Wartung von Maschinen ist

keine einmalige Tätigkeit, sondern

ein fortlaufender Prozess

mit festgelegten Intervallen.

Der »Wartungsplaner« unterstützt

Unternehmen bei der Planung,

Durchführung und Dokumentation

dieser Maßnahmen.

Dazu ermöglicht das System die

Festlegung von Wartungs-, Prüf-

und Inspektionsterminen inklusive

einer automatischen Erinnerungsfunktion

via E-Mail. Vor

Ort können Wartungen mit den

Checklisten über die App erfasst

werden. Jeder durchgeführte

Vorgang wird protokolliert, inklusive

Prüfbericht, Messwerten

und Prüfungen planen, durchführen

und dokumentieren.

Unternehmen müssen also

einen Weg finden, um den Vorschriften

für die Wartung, Überprüfung

und Instandhaltung von

Maschinen und Anlagen, Prüfintervalle

und den Anforderungen

an die Dokumentation gerecht

zu werden. Oft werden dafür

handschriftliche Listen, Excel-

Sheets oder eigenentwickelte Datenbanken

eingesetzt, was Probleme

bei der Dokumentation verursacht

und zu Fehlern führen

kann. Besser ist ein Tool, das auf

die Betriebsmittelwartung zugeschnitten

ist und über sämtliche

Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften

sowie einen Kalender

zur Planung verfügt. Optimal

ist eine Funktion, mit der in Prüfberichten

entsprechende Wartungsaufträge

generiert werden

können. Eine Software ermöglicht,

mit wenigen Klicks Dokumente

zu erstellen.

s

Sonderthema: IT am Bau März 2026 85


Der digitale Produktpass

(DPP): Chance auf Mehrwerte

Auf der Bauma die Branche im Blick:

Michael Trunzer, Co-Founder / Managing

Director (l.), und Andreas Trunzer,

Co-Founder / Sales & Marketing der

Echo PRM GmbH.

ECHO PRM – In der Baubranche ist der Begriff »Digitalisierung«

meist mit BIM (Building Information Modeling)

oder vernetzten Maschinen verknüpft. Doch eine neue

regulatorische Welle aus Brüssel wird die Art und Weise, wie

Bauprodukte und -maschinen betrachtet werden, fundamental

verändern: der digitale Produktpass (DPP). Was zunächst

nach bürokratischem Mehraufwand klingt, entpuppt sich bei

genauerem Hinsehen als mächtiges Werkzeug für Transparenz,

Kreislaufwirtschaft und effizientes Flottenmanagement.

Der Ursprung des digitalen

Produktpasses liegt im European

Green Deal. Das Ziel der

EU ist klar: Klimaneutralität bis

2050. Um dies zu erreichen, wurde

neben anderen Verordnungen

und Initiativen die EU-Ökodesign-Verordnung

(ESPR) ins Leben

gerufen. Sie soll sicherstellen,

dass Produkte, die in der EU

in den Verkehr gebracht werden,

ressourcenschonender,

langlebiger

und leichter reparierbar

werden. Der Digitale Produktpass

(DPP) ist dabei das zentrale

Informationswerkzeug. Er ist

kein physisches Dokument, sondern

ein digitaler Datensatz, der

über einen Datenträger wie ei-

nen QR-Code oder NFC-Chip direkt

am Produkt zugänglich gemacht

wird. Dahinter sind dann

umfangreiche Informationen zu

finden, wie z. B. Herstellerdaten

und Inhaltsstoffe, Leistungsdaten

und technische Spezifikationen,

Reparaturanleitungen und

Recyclinghinweise sowie der

CO₂-Fußabdruck und Anteil recycelter

Materialien.

Betroffenheit in drei Szenarien

Die »Direkte Betroffenheit« betrifft

Hersteller von regulierten

Produkten. Sie müssen den DPP

erstellen. Ein fixes Datum gibt es

bereits für Batterien (18. Februar

2027). Für Bauprodukte wird die

Pflicht im Rahmen der Bauprodukteverordnung

zwischen 2027

und 2030 erwartet. Andere Maschinen

sind akut noch nicht betroffen,

können sich aber schon

vorbereiten.

Die »Indirekte Betroffenheit«

betrifft Datenbereitsteller

wie etwa Maschinenbauer. Sie

müssen künftig oft Daten (z.B.

Energieverbrauch pro produziertem

Teil) liefern, damit ihre

Kunden, wie etwa Textil- oder

Baustoffhersteller,

wiederum

ihre eigenen DPP-Pflichten erfüllen

können. Das betrifft also

nicht direkt Baumaschinen, aber

z. B. Baustoffmaschinen.

Eine »Indirekte Betroffenheit

durch Komponenten« entsteht

bei denjenigen, die eine Maschine

herstellen. Sie sind selbst zunächst

noch nicht DPP-pflichtig.

Da die Maschine aber z. B. Batterien,

Reifen oder Displays enthält,

die in den nächsten Jahren unter

der Ökodesign-Verordnung reguliert

werden, müssen diese Komponenten-DPPs

für die Endkunden

»leicht zugänglich« sein. Auf

jeden Fall ist hier also eine Betroffenheit

im Einkauf gegeben, evtl.

auch hinsichtlich der Weitergabe

der digitalen Produktpässe.

Mehr als nur eine Pflichtübung

Häufig wird der DPP nur als

Last gesehen. Doch wer die Regulatorik

laut Echo PRM clever

nutzt, kann echte Mehrwerte

für Kunden und das eigene Unternehmen

schaffen. Beispielsweise

können Endkunden und

Nutzer einer Maschine fundiert

und zielgerichtet unterstützt

werden: Digitale Handbücher

und Video-Tutorials direkt am

Gerät verhindern Frust auf der

Baustelle. Zudem wird der Zugriff

auf Ersatzteile und den

Service einfacher. Ergänzend

erhält bereits der Einkäufer einer

Maschine Entscheidungshilfen

hinsichtlich der Auswahl

86

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


einer passenden, nachhaltigen

bereits heute in die Umsetzung

Maschine.

– nicht aus Zwang, sondern aus

Für den Hersteller bietet der

Überzeugung. Dazu zählen Her-

DPP die Chance, vorhandene Da-

steller wie Magni, Humbaur,

tensilos im Unternehmen aufzubrechen.

Über strukturierte Daten

lassen sich nicht nur interne

Kässbohrer Geländefahrzeug AG

und Tadano. Sie standen vor der

Herausforderung, dass ihre Kun-

ECHO PRM (2)

Prozesse verbessern. Zudem er-

den jederzeit schnellen Zugriff

möglicht die digitale Schnittstel-

auf technische Daten und Doku-

le zum Kunden neue After- Sales-

Modelle und direkte Kommunikationskanäle.

Die Umsetzung der

digitalen Betriebsanleitung ist bereits

heute unter der Maschinen-

mente benötigen. Papierhandbücher

werden oft beschädigt oder

gehen verloren. Ergänzend zur

digitalen Informationsbereitstellung

können verschiedene

werden. Dazu gehört eine intuitive

Bedienung, da über das Backend

technische Daten schnell

und unkompliziert überarbeitet

Neben Magni, der Kässbohrer

Geländefahrzeug AG und

Tadano setzt auch Humbaur

auf die Lösung »Echo PRM«.

verordnung möglich – und damit

Service-Anwendungen unkom-

werden können. Auch der Sup-

die Vorstufe zum digitalen Pro-

pliziert umgesetzt werden und

port verbessert sich: In einer »Al-

duktpass. Und nicht zuletzt wis-

z. B. lassen sich Serviceanfra-

ways-on«-Welt erwarten Kunden

sen Reparaturbetriebe und Recy-

gen und Technikerberichte ver-

sofortige Antworten. Hier kön-

cler hinsichtlich der Nachhaltig-

einfachen, besser strukturieren

nen digitale Service-Anwendun-

keit exakt, welche Stoffe verbaut

und lückenlos dokumentieren.

gen den After- Sales-Service mas-

sind. Das hält Produkte länger im

Durch den Einsatz der Software-

siv entlasten. Da die Strukturen

Kreislauf und schont Ressourcen.

lösung »Echo PRM« statten zahl-

bereits digital hinterlegt sind,

Praktische Umsetzung

Während viele noch auf fina-

reiche Hersteller bereits seit einigen

Jahren jede Maschine mit

einem eindeutigen QR-Code aus.

ist der Schritt zum offiziellen

EU-DPP nur noch eine Frage der

Datenanreicherung und künftig

le delegierte Rechtsakte warten,

Dies bietet heute schon Vortei-

nicht mehr die der technischen

gehen Vorreiter in der Industrie

le, die morgen Teil des DPP sein

Infrastruktur.

s

»KI-Box« als

smarte Nachrüstlösung

BRIGADE – Um die

Fahrzeugsicherheit zu erhöhen,

hat Brigade Electronics

kürzlich die »KI-Box« auf den

Markt gebracht, eine laut

Unternehmen »revolutionäre

Nachrüstlösung, die die Lücke

zwischen herkömmlicher

Kameratechnologie und KI-Sicherheitssystemen

schließt«.

Die »KI-Box« soll bestehende

Fahrzeugkamerasysteme

in intelligente Personenerkennungslösungen

verwandeln, ohne

dass die vorhandene Hardware

ersetzt werden muss. Sie

wurde ursprünglich für Fahrzeuge

im Baugewerbe entwickelt, ist

aber auch für den gewerblichen

Straßenverkehr geeignet. Sie

Play-fähig und

unterstützt sowohl

CVBS- als

auch

AHD-Signale,

wodurch die Kompatibilität

mit einer breiten Palette

älterer und moderner Flotten

gewährleistet ist. Es verfügt

über mehrere Kameraeingänge

zur Unterstützung einer grö-

Brigade Electronics hat

kürzlich die »KI-Box« für mehr

Fahrzeugsicherheit vorgestellt.

BRIGADE

wird zwischen der Kamera und

ßeren Feldabdeckung, ideal für

dem Monitor eines Fahrzeugs in-

größere Fahrzeuge oder Risi-

heit zu geringeren Kosten und

stalliert und nutzt eine Software,

kobereiche.

mit minimalem Installationsauf-

um Videobilder zu verarbeiten

und die Anwesenheit von gefährdeten

Verkehrsteilnehmern zu

Optimale Sicherheit

KI-Kameras bieten laut Unter-

wand erreichen. Zu den wichtigsten

Vorteilen der Box gehört die

Erhöhung der Sicherheit – die

erkennen, wodurch visuelle und

nehmen nachweislich einen er-

KI-gestützte Erkennung von ge-

akustische Benachrichtigungen

heblichen

Sicherheitsgewinn,

fährdeten Verkehrsteilnehmern

ausgelöst werden. Da sie für den

aber die Kosten für den Aus-

wie Fußgängern und Arbeitern

Einsatz auf Baustellen entwickelt

tausch ganzer Systeme in einer

gewährleistet eine schnelle Re-

wurde, garantiere sie laut Briga-

Flotte waren bisher ein großes

aktion des Fahrers auf Gefahren

de eine zuverlässige Leistung bei

Hindernis für ihre Einführung.

in Echtzeit, insbesondere in städ-

allen Gelände- und Wetterbedin-

Mit der »KI-Box« können Fuhr-

tischen Gebieten oder an stark

gungen. Das System ist Plug-and-

parkmanager optimale Sicher-

frequentierten Standorten. d

Sonderthema: IT am Bau März 2026 87


Christian Meschnig, CEO

von Rosenberger Telematics,

und Dipl.-Ing. Christoph

Kellner, Projektmanagement

Telematik Strabag BMTI,

gemeinsam auf der Bühne

des VDBUM-Großseminars.

ROSENBERGER TELEMATICS (2)

»Telematik leicht

gemacht«: Gemeinsame

Digitalisierungskraft

unter Beweis gestellt

ROSENBERGER TELEMATICS – Beim 54. VDBUM-Seminar in

Willingen stand die Bauwirtschaft ganz im Zeichen des Leitthemas

»Brücken bauen – Zukunft gestalten!«. Für Rosenberger Telematics

war der diesjährige Branchentreff ein besonderes Highlight: CEO

Christian Meschnig stand gemeinsam mit Dipl.-Ing. Christoph

Kellner, Projektmanager Telematik der Strabag BMTI, auf der Bühne

und zeigte in der Session »Telematik leicht gemacht« an einem

Praxisbeispiel, wie Digitalisierung in der Bauwirtschaft einfach,

sicher und skalierbar umgesetzt werden kann.

Die gemeinsame Präsentation

von Strabag und Rosenberger

Telematics unterstreicht die

vertrauensvolle

Zusammenarbeit

beider Unternehmen sowie

die langjährige Partnerschaft,

die auf Stabilität und hoher

Umsetzungskompetenz basiert

und sich in zahlreichen erfolgreichen

Projekten bewährt hat.

Rosenberger Telematics begleitet

Strabag seit 2018 als »globaler«

Telematik-Partner in über

15 Ländern und damit in einem

Umfang, der weit über Einzelprojekte

hinausgeht.

Maschinenpark

in Milliardenhöhe

Im Mittelpunkt des Vortrags

stand Strabag BMTI – die maschinentechnische

Servicedienstleisterin

der Strabag-Gruppe,

zuständig für das konzernweite

operative Management mobiler

Anlagen (u. a. Baumaschinen,

Fahrzeuge und Geräte) auf Basis

standardisierter Richtlinien. Gerade

in diesem Umfeld zeigt sich,

worauf es bei Telematik wirklich

ankommt: Daten aus verschiedenen

Quellen zusammenführen,

harmonisieren und als belastbare

Entscheidungsgrundlage

nutzbar machen – beispielsweise

für Investitionen,

Wartung, Logistik, Asset-Tracking

oder auch CO₂-Reporting.

88

März 2026

Sonderthema: IT am Bau


Von Daten zu

Entscheidungen

Rosenberger Telematics zeigte

entlang eines klaren Fünf-Schritte-Prozesses,

wie aus heterogenen

Telematikdaten verwertbare

Erkenntnisse werden: vom

Datenimport über Quellintegration

und Harmonisierung bis

hin zu Anwendungsfällen und

Integration in bestehende Systeme.

Zentral ist dabei die Standardisierung:

Unterschiedliche

Datenformate werden in ein

einheitliches Modell überführt,

damit Flotten- und Maschinenparks

transparent, vergleichbar

und steuerbar werden. Christian

Meschnig, CEO von Rosenberger

Telematics, sagte: »Dass Strabag

mit uns gemeinsam auf der Bühne

steht, ist ein starkes Zeichen.

Unsere Zusammenarbeit ist auf

internationalen Roll-out ausgelegt

– und genau diese Verlässlichkeit

ist für uns und für Strabag

entscheidend.«

Service direkt vom Hersteller.«

Noch nie, so das Unternehmen

weiter, seien das Monitoring und

die Maschinenverwaltung, auch

anwendernah entwickelt wurden

und deren Nutzung einfacher ist

als je zuvor. Jetzt ist es Aufgabe

der Unternehmen aber auch der

Die gemeinsame Präsentation von

Strabag und Rosenberger Telematics

unterstreicht die vertrauensvolle

Zusammenarbeit beider Unternehmen.

Dipl.-Ing. Christoph Kellner,

großer Fahrzeug- und Maschi-

Politik, auf das Digitalisierungs-

Projektmanager Telematik bei

nenflotten, so einfach gewesen.

pferd zu setzen.

j

Strabag BMTI, ergänzte: »Tele-

»Wir vernetzen Ihre Bestände

matik muss im Alltag funktionie-

und sorgen für einen optimalen

ren: Datenqualität, Standardisie-

Überblick in der Gegenwart. Da-

rung und Skalierbarkeit sind für

ten aus der Vergangenheit bilden

uns zentrale Erfolgsfaktoren –

die Basis für fundierte Entschei-

und genau hier liefert Rosenber-

dungen in der Zukunft.« Letztlich

ger Telematics seit Jahren über-

hat der Vortrag, ähnlich wie vie-

zeugend.«

le weitere Beiträge im Rahmen

des VDBUM-Großseminars, in

Austausch

am Messestand

Parallel zum Vortragsprogramm

Willingen gezeigt, dass die Branche

bemerkenswerte smarte Lösungen

entwickelt hat und dem

lud Rosenberger Telematics am

Markt damit alle notwendigen

Messestand zur Live-Demo der

Hebel in die Hände legt, um die

Telematik-Plattform »Comman-

»Durchdigitalisierung« der Bran-

der« ein. Dabei handelt es sich

che effektiv voranzutreiben. An-

um eine 100-prozentige Eigen-

hand des Beispiels, welches Ro-

entwicklung mit hochskalierba-

senberger Telematics in seinem

rer Streaming-Architektur und

Vortrag thematisiert hatte, zeigt

Ausrichtung auf große Geräte-

sich, dass Telematiklösungen

flotten. Besucher konnten sich

»State of the art« existieren, die

persönlich zu Anwendungsfällen,

Integrationen und Roll-out-Erfahrung

austauschen. Rosenberger

Telematics sagt selbst: »Unsere

Ziele sind klar definiert: Zeit

und Kosten sparen, Transparenz

schaffen und Prozesse optimieren.

Wir bieten maßgeschneiderte

Telematiklösungen mit raffinierter

Software, überzeugender

Hardware und routiniertem

»Commander«

Die Telematik-Plattform von

Rosenberger Telematics hört

auf den Namen »Commander«:

Es handelt sich um eine

100-prozentige Eigenentwicklung

mit hochskalierbarer

Strea ming-Architektur und

Ausrichtung auf große

Geräteflotten.

Sonderthema: IT am Bau März 2026 89


der FOTOGRAF der FOTOGRAF

Hannes Hummel ist seit

2019 selbstständiger

Baumaschinenfotograf

und arbeitet mit zahlreichen

namenhaften

Pis Marktführern sit imus maximus, deutsch-qulandweit

optatem. zusammen. Iquas veleniet Zu

alit

exceptas seinem Portfolio plaut ea zählen pos et,

quam neben aut Werbeaufnahmen

hilluptur?

Itaque auch die volorib Dokumentation

uscimo

illum des Baufortschritts, doluptat ulpa dis die abo.

Um Produktion et que seque von Videomaterial

sowie cuptatum umfassende ea doll-

volupti

officae

aut Jobreports odi blacium über id laufende qui aut

vendam Baustellenprojekte et faccae volest – auch

volupis Messe- qui und opta Veranstaltungskampagnen

sam, tes aboreriorrum durfte

voloritat.

Os

elis der 25-Jährige et odi consequis bereits dit,

consern realisieren. atibus Grundsätzlich sam harum

ex als erum »Einzelkämpfer« etur autaecte unterwegs,

kann der alis Fotograf ullatur für

moluptatum

seque größere dem Projekte quibeatatur? auch auf

Officia ein verlässliches aliquo voluptaes sowie erfahrenes

Team accus zurückgrei-

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voluptatem

venis fen. Erklärte amet, sa Zielsetzung sinusande

con ist es, el seinen moloria Aufgaben a prerio. zu

Abo. jeder Sum Tages- la con und essi Nachtzeit con

re, stets ame mit earcia Leidenschaft sum imus, zu

aut begegnen por remoluptat. und das Optimum

herauszuholen.


SBM_bauMAGAZIN_2020_Logo_grau_quer.pdf 1 03.05.21 08:42

BUBUBUBUBU

BUBUBUBUBUUBUBUBU

BUBUBUBUBUBUBUUB

BUBUBUBUBUBUBU

In Falkensee bei Berlin wurde eine bis zu 49 m hohe, ehemalige Schreibwarenfabrik von der Firma

Plannerer abgerissen. Zum Einsatz kam ein Liebherr »R980 Demolition«, ein Abbruchbagger mit

einer Bolzenhöhe von 50 m, ausgestattet mit einer 3,5 t schweren Schere des Typs »MBI CC35R«. Der

200-t-Bagger ist der momentan größte Abbruchbagger, der von Liebherr Colmar produziert wird.


4

HUB- & HEBETECHNIK

Der hier verwendete flexible

Fundamentrahmen sorgt

beim Bauprojekt für die

notwendige Stabilität.

Wind und

Wellen trotzen

LIEBHERR-BIBERACH – In Westnorwegen befindet sich derzeit die Ytre-

Steinsund-Brücke im Bau. Nach ihrer Fertigstellung gegen Ende des Jahres soll

die Auslegerbrücke die Anbindung der Küstengebiete in der Nähe von Hardbakke

erheblich verbessern. Für dieses anspruchsvolle Projekt am Rande des Sognefjords

setzt das Bauteam auf vier leistungsstarke Turmdrehkrane der Liebherr-»EC-H«-Serie,

die auch bei rauen Wetterbedingungen zuverlässig arbeiten und flexibel an die

spezifischen Anforderungen der Baustelle angepasst werden können.

LIEBHERR (2)

60,3

Meter

Beim Brückenbau sind Liebherr-Krane

vom Typ »280 EC-H

12 Litronic« mit Hakenhöhen

von bis zu 60,3 m im Einsatz.

Die Küste des Sognefjords ist bekannt für ihre

starken Winde, raue See und schwierigen Wetterbedingungen.

Genau hier sind drei Liebherr-Krane

vom Typ »280 EC-H 12 Litronic« mit Hakenhöhen

von bis zu 60,3 m und ein Kran vom Typ »132

EC-H« mit einer Hakenhöhe von 27,5 m im Einsatz.

Mit einem Arbeitsradius von bis zu 60 m gewährleisten

die Hochkrane das präzise Handling von Stahl-

und Betonbauteilen direkt vom Schiff auf die Brücke.

Die intelligente Litronic-Steuerung der »280

EC-H«-Krane sorgt laut Unternehmen für reibungslose

und sichere Bewegungen, selbst bei wechselnden

Windverhältnissen.

Die »EC-H«-Hochkrane

von Liebherr heben bei

diesem Großprojekt die

Brückenkomponenten

direkt vom Schiff hoch.

Maßgeschneiderte Fundamente

Die Liebherr-Krane werden auf verschiedenen

Fundamenttypen montiert, um eine optimale Verankerung

und maximale Stabilität zu gewährleisten.

Drei von vier High-Top-Kranen sind auf Kreuzfundamenten

sowie auf soliden Betonfundamenten

mit Verankerung installiert. Einer der »EC-

H«-Krane steht direkt im Fjord auf einem speziell

konstruierten Stahlrahmen, der teilweise über das

Wasser hinausragt und am Meeresboden verankert

ist. Die Liebherr-Krane spielen eine zentrale Rolle

beim Bau der Brücke. Stahl- und Betonelemente

werden per Schiff angeliefert und direkt vom

fahrenden Schiff präzise auf die Brücke gehoben.

Diese anspruchsvollen Arbeiten sind nur mit zuverlässiger

und präziser Krantechnik möglich, die

auch unter extremen Bedingungen ihre volle Leistung

bringt. Dank ihrer robusten Bauweise, flexiblen

Montagemöglichkeiten und präzisen Steuerungssysteme

tragen die »EC-H«-Krane entscheidend

zum reibungslosen Baufortschritt und zur

erfolgreichen Umsetzung eines Projekts bei, das

die Infrastruktur in der Region nachhaltig verbessern

wird. Grundsätzlich sei erwähnt: Seit mehr als

sieben Jahrzehnten ist Liebherr bereits als Spezialist

für Hebetechnik im Bausektor vertreten. Das

Repertoire an Turmdrehkranen umfasst eine breite

Auswahl an Varianten, die weltweit im Einsatz sind.

Dazu gehören Schnellmontagekrane, Obendreher,

Wippkrane und Spezialkrane sowie mobile Baukrane.

Zusätzlich zu diesen Produkten bietet Liebherr

allerdings auch Dienstleistungen, die das Portfolio

des Unternehmens vervollständigen: »Tower Crane

Solutions«, das »Tower Crane Center« und den »Tower

Crane Customer Service«.

d

92

März 2026 Hub- & Hebetechnik


Schwergewicht in

Position gebracht:

Obendreher

»630 EC-H 50« im Einsatz

BEUTLHAUSER – High-Top-Krane gelten als beste Wahl, wenn

es um enorme Dimensionen mit großen Ausladungen und

besonders hohen Traglasten geht. Doch Bauvorhaben dieser

Größenordnung sind für mittelständische Unternehmen mehr

Ausnahme als Regel. Deshalb stellt die Miete die wirtschaftlichste

Option dar. Bau Wagner aus Waldmünchen nutzt zur Realisierung

eines besonderen Auftrags einen Liebherr-Obendreher

»630 EC-H 50« mit einer Hakenhöhe von 34 m und einer Ausladung

von 50 m aus dem Beutlhauser-Mietpark in Regensburg.

Auf dem Betriebsgelände der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld

baut Bau Wagner eine neue Produktionshalle mit dreieinhalb

Stockwerken. Für das Gerüst müssen rund 30 Fertigteile aus Stahlbeton

eingehoben werden. »Jede Stütze wiegt etwa 30 t. Diese massiven

Lasten sind der Grund, warum ein derart großer Kran benötigt

wird«, berichtet Beutlhauser-Kundenberater Michael Schwarzfischer.

Die Wahl fiel aus mehreren Gründen auf einen gemieteten High-

Top-Kran anstelle eines Autokrans. »Wir haben keinen durchgehenden

Arbeitseinsatz«, sagt Bauleiter Stefan Umlauf mit Blick auf die geplante

Bauzeit von rund 14 Monaten. Ein Autokran hätte somit mehrere

Male bestellt werden, die Baustelle besuchen und wieder abfahren

müssen. »Mit dem Kran auf der Baustelle sind wir flexibel, wir können

ihn jederzeit nutzen. So sparen wir uns viel Dispositionsarbeit.«

Beutlhauser hat für Bau Wagner einen Liebherr-Obendreher »630 EC-H 50« mit einer

Hakenhöhe von 34 m und einer Ausladung von 50 m für den Schwerlasthub montiert.

Beutlhauser erfahrene Kollegen aus Dresden und Nürnberg zur Unterstützung

nach Schwarzenfeld, um den reibungslosen Aufbau sicherzustellen.

»Die Montage hat super funktioniert und wir waren sogar

vor der vereinbarten Zeit fertig«, so Schwarzfischer.

Nach der Montage wurde der Obendreher zunächst im Vier-

Strang-Betrieb an den Kunden übergeben. So ist er für das Heben

besonders schwerer Lasten prädestiniert. Sobald die Stahlbetonstützen

verbaut sind, ist die Umstellung auf den Zwei-Strang-Betrieb geplant.

Dann reichen 30 t im Maximalhub, und der Kran kann schneller

arbeiten. Die Möglichkeit für beide Varianten ist eine Besonderheit

des »630 EC-H 50«.

BEUTLHAUSER (2)

j

Platzprobleme und laufender Betrieb

Zudem gilt es, die Abläufe des Molkereibetriebs möglichst wenig zu

beeinträchtigen. Täglich herrscht hohes Verkehrsaufkommen durch

Lkws, die Milch liefern und die verarbeiteten Produkte abholen. Um

Platz zu sparen, steht der Kran während der Bauzeit im Gebäude. Die

Montage des »630 EC-H 50« erfolgte im Herbst 2025 mithilfe eines Autokrans

mit 450 t Traglast. Dabei spielte Teamwork eine wichtige Rolle.

Da die Montage eines Krans dieser Größenordnung selten ist, holte

Da die Montage eines Krans dieser Größenordnung selten ist, holte Beutlhauser

erfahrene Kollegen aus Dresden und Nürnberg zur Unterstützung nach Schwarzenfeld.

Hub- & Hebetechnik März 2026 93


Glasmontage

mit Spezialtechnik

BEYER-MIETSERVICE – Im

neu eingerichteten Fachmarktzentrum

Altenkirchen (Westerwald)

in Rheinland-Pfalz

stand kurz vor der Eröffnung

die Montage großformatiger

Glasvordächer an den

Eingangsbereichen an. Dabei

kamen mehrere Spezialmaschinen

von Beyer-Mietservice

im Innen- und Außenbereich

zum Einsatz.

NEU

Magnum ® Plus Flex

Für das exakte Positionieren

der schweren Scheiben wurde

ein drehbarer Teleskopstapler

des Typs »TSR 2670« eingesetzt.

Dazu war die Maschine

neben einer hydraulischen Seilwinde

mit dem Vakuum-Glassauger

»GS 600 W« ausgestattet.

Die Bewegungen des Staplers

wurden per Funkfernbedienung

Schwerlastrundschlinge von 10-50 Tonnen mit

elastischer Schutzhülle für maximale Sicherheit und

Flexibilität für Ihre Schwerlastanwendungen.

www.spanset.de

BEYER-MIETSERVICE

gesteuert, was eine besonders

präzise und feinfühlige Positionierung

der empfindlichen Glasscheiben

ermöglichte. Mit einer

Hubhöhe von 25,70 m und einer

Tragkraft von bis zu 7 t konnte

der Teleskopstapler die Glasplatten

aus zentraler Position sicher

handhaben, ohne dass ein Umsetzen

der Maschine erforderlich

war. Der verwendete Glassauger

war mit vier Saugtellern konfiguriert

und bot damit eine Tragfähigkeit

von 300 kg. Das robuste

Vakuumsystem des Glassaugers

stellte sicher, dass die metergroßen

Scheiben während des Hebens,

Schwenkens und Einpassens

stets stabil gehalten wurden.

Jede Platte wurde sanft aus dem

Transportgestell aufgenommen,

in die Horizontale ausgerichtet,

auf Arbeitshöhe gebracht und

dann äußerst präzise in die vorgesehene

Struktur eingesetzt.

Weitere Maschinen im Einsatz

Ergänzend kamen bei den Montagearbeiten

eine Elektroscherenbühne

vom Typ »SB 80 E« sowie

die 16-m-Teleskopbühne »TB

160 D« zum Einsatz. Die Scherenbühne

ermöglichte ein sicheres

Arbeiten direkt an der Fassade

und unterhalb der Vordachkonstruktion,

während die Teleskoparbeitsbühne

die erforderliche

seitliche Reichweite bot, um

Montagepunkte auch über die

Dachkante hinweg zu erreichen.

Der reibungslose Ablauf der

Montage, so das Unternehmen,

Für das sichere Handling

der Glasscheiben war der

Teleskopstapler »TSR 2670« mit

einer hydraulischen Seilwinde

und dem Vakuum-Glassauger

»GS 600 W« ausgestattet.

unterstreicht den Nutzen eines

abgestimmten Zusammenspiels

aus passender Technik und erfahrenem

Be dienpersonal. Und

genau das darf an dieser Stelle

nicht unterschätzt werden. Zwar

hat die Wahl der richtigen Maschinen

und Geräte hohe Priorität,

aber auch die Erfahrungswerte

spielen eine entscheidende

Rolle. Die Glasvordächer

konnten innerhalb des vorgesehenen

Zeitrahmens termingerecht

fertiggestellt werden. Seit

seiner Gründung im Jahr 1994

hat sich das herstellerunabhängige

Vermietungsunternehmen

Beyer-Mietservice zu einem Anlaufpunkt

entwickelt, der am

Markt als zuverlässig gilt. Heute

umfasst die Mietflotte weit mehr

als 8 000 Mietgeräte und -maschinen.

Das beinhaltet unter anderem

die hier bereits vorgestellten

Arbeitsbühnen, reicht jedoch

auch von Baggern, Radladern

und Teleskopstaplern über

Spezial-, Raupen- und Minikrane,

Verdichtungsgeräte, Generatoren

und Transportlösungen

bis hin zu Elektrogeräten, Lagertechnik,

Beleuchtung sowie mobile

Tankstellen.

s

94

März 2026

Hub- & Hebetechnik


RAUPENTELEKRANE –

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94315 Straubing, Germany

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Hub- & Hebetechnik März 2026

95


Teleskoplader

»T48-8s«:

Mehr Reichweite,

mehr Höhe

Der neue Teleskoplader

kommt auf eine maximale

Hubhöhe von 8 m.

LIEBHERR (3)

LIEBHERR-TELFS – Kürzlich gab Liebherr die Erweiterung seiner Teleskoplader-Baureihe

um den neuen »T48-8s« bekannt. Das Modell soll die bewährte Leistung

und den Komfort des »T55-7s« mit einem erweiterten Arbeitsbereich erweitern

und eine maximale Hubhöhe von 8 m sowie eine maximale Tragkraft von 4,8 t bieten.

Der »T48-8s« verfügt über einen um 550 mm

längeren Teleskoparm als das Modell »T55-

7s«. Diese Verlängerung bietet dem Bediener laut

Hersteller einen zusätzlichen Meter Hubhöhe und

Reichweite nach vorne, was eine effizientere Materialhandhabung

ermöglichen soll, insbesondere

bei der Arbeit mit Schüttgutanhängern, Trichtern

oder Ladecontainern mit einer Höhe von bis

zu 4 m. Im industriellen Materialumschlag und

Recycling, wo die optimale Nutzung des Lagervolumens

entscheidend ist, zeige der »T48-8s« sein

volles Potenzial. Die Bediener können Materialien

laut Liebherr effizienter stapeln und bewegen, ohne

tief in die Stapel hineinfahren zu müssen, was

die Manövrierfähigkeit, Sicherheit und Produktivität

verbessert.

Bewährte Leistungskraft

Der »T48-8s« teilt sich seine Grundkomponenten

mit dem »T55-7s«, darunter den 115 kW starken

Motor, die leistungsstarke Arbeitshydraulik und

die ergonomisch gestaltete Fahrerkabine mit guter

Rundumsicht. Der direkt am Sitz montierte Multifunktions-Joystick

bewegt sich synchron mit dem

Fahrer und gewährleistet laut Unternehmen so jederzeit

eine intuitive und präzise Steuerung. Das

elektronische Vorsteuerungssystem ermöglicht

96

März 2026

Hub- & Hebetechnik


die Integration von Liebherr-Assistenzsystemen

wie »Auto Power«, »Fine Control Mode« und »Automatic

Telescope Retraction«. Diese Funktionen

vereinfachen nach Ansicht von Liebherr die Bedienung,

steigern die Effizienz und reduzieren die

Ermüdung des Fahrers bei längeren Arbeitszeiten.

Eine effiziente Hydraulik

Das neue Modell ist mit einer Lastsensor-Hydraulikpumpe

mit einer variablen Förderleistung von

bis zu 200 l/min ausgestattet, die eine hohe Leistung

bei gleichbleibender Energieeffizienz bietet.

Die Kombination aus simultanen Arbeitsbewegungen,

schnellen Zykluszeiten und Eco-Motion (lastfreies

Absenken) gewährleistet laut Liebherr ein

reibungsloses und reaktionsschnelles Handling

für alle Anwendungen. Der »T48-8s« bietet laut

Aussage der Entwickler erhebliche Vorteile bei

Ladearbeiten: Der längere Ausleger erhöht nicht

nur die Reichweite, sondern reduziert auch den

Hubwinkel, der zum Erreichen der Kippposition

erforderlich ist. Dies verbessert die Sicht auf die

Last und die Umgebung und verringert das Risiko

von Kollisionen. Ein optimierter Kippwinkel

ermöglicht ein leichteres Entleeren des Materials

aus der Schaufel und unterstützt so schnellere

und sauberere Ladearbeiten. In Kombination

mit der bekannten strukturellen Stabilität und der

fortschrittlichen Lastmomentsteuerung von Liebherr

gewährleistet die Maschine maximale Sicherheit

und Zuverlässigkeit unter allen Bedingungen.

Smarte Bedienung

Der »T48-8s« ist serienmäßig mit einem

3,5-Zoll-Farbdisplay ausgestattet, optional ist ein

7-Zoll-Display für verbesserte Fahrerinformationen

und Maschinenüberwachung erhältlich. Das

Lenksystem umfasst drei wählbare Modi sowie eine

elektronisch über einen Drehregler umschaltbare

Krebsgangsteuerung, die Flexibilität für jede

Arbeitsumgebung bietet. Der »T48-8s« erreicht

über den größten Teil des Arbeitsbereichs hinweg

vergleichbare Hubkapazitäten wie der »T55-7s«

und bietet gleichzeitig eine größere Reichweite

nach oben und nach vorne. Damit ist er laut Liebherr

»die ideale Lösung für Kunden, die Wert auf

Hubhöhe und erweiterte Reichweite legen, beispielsweise

in der Industrie, Landwirtschaft oder

im Recyclingbereich«. Im direkten Vergleich mit

8-m-Modellen von Mitbewerbern biete der Liebherr

»T48-8s« eine echte Hubhöhe von 8 m, während

viele Maschinen dieser Klasse von Mitbewerbern

laut Liebherr nur 7,6 oder 7,7 m erreichen

sollen.

Trotz etwas geringerer Nennhubkapazitäten

bei vollem Einzug erreiche der »T48-8s« in der Praxis

bei einer Reichweite zwischen 2 und 4 m die Leistung

der Mitbewerber oder übertreffe diese sogar.

Zur Information: Die ersten »T48-8s«-Maschinen

laufen derzeit vom Band und sind vollständig verfügbar.

Das Modell kann über »LIAS« konfiguriert

sowie bestellt werden und erweitert das eigene

Teleskop lader-Sortiment um eine Lösung, die eine

größere Reichweite, starke Hubleistung

sowie außergewöhnlichen Komfort

und Zuverlässigkeit vereint, wie

Liebherr mitteilt.

Teleskoplader

d

»T48-8s« von Liebherr

Motorleistung (kW) 115

Hydraulik-Fördermenge (l/min) 200

Hubhöhe (mm) 8 013

Traglast (t) 4,8

Reichweite (mm) 5 039

Die maximale

Tragkraft des neuen

Modells liegt bei 4,8 t.

Hub- & Hebetechnik März 2026 97


Neuer Exklusivpartner

für Palazzani-Arbeitsbühnen

PALAZZANI – Der

italienische Spinnen-Arbeitsbühnen-Hersteller

Palazzani

Industrie hat mit der Safety

Lift GmbH aus Hagen einen

neuen Partner in Deutschland

gefunden, welcher den Vertrieb

und sämtliche After-Sales-Services

hierzulande exklusiv

übernimmt. Die Zusammenarbeit

startete bereits im Januar

und der erste gemeinsame

Auftritt fand auf der Dach+Holz

Ende Februar in Köln statt.

PRODUKTE?

WIR LEBEN

LÖSUNGEN.

Der erste Kontakt zwischen

beiden Unternehmen fand

auf der Bauma 2025 in München

statt. Nach mehreren Treffen und

gegenseitigen Besuchen in den

jeweiligen Firmenzentralen beschlossen

Palazzani und Safety

Lift, eine langfristige Partnerschaft

einzugehen, die auf gemeinsamen

Zielen und einer gemeinsamen

Vision basiert.

Die 2007 gegründete Safety

Lift GmbH verfügt über eine langjährige

und breite Erfahrung im

Bereich Spinnen-Arbeitsbühnen.

Seit Januar 2026 zeichnet das Unternehmen

hinsichtlich der Lösungen

von Palazzani sowohl für

die Vertriebsaktivitäten als auch

für alle After-Sales-Services verantwortlich.

Das Ziel ist klar formuliert:

Alle Kunden sollen eine

Unsere Kompetenz:

Kettensysteme und Bauteile für

breiteste und anspruchsvollste

Anwendungen.

Unser Anspruch:

Passgenaue Lösungen, die Ihren

spezifischen Anforderungen

entsprechen.

Von der Stange?

Können wir natürlich auch.

PALAZZANI

umfassende sowie kontinuierliche

Unterstützung erhalten.

Durch diese Partnerschaft

stärkt Palazzani seine Präsenz auf

einem der bedeutendsten europäischen

Märkte und setzt dabei

auf einen Partner mit tiefgehendem

Wissen über die lokalen betrieblichen

Anforderungen. »Ich

bin fest davon überzeugt, dass Palazzani

den richtigen Weg eingeschlagen

hat, indem ein neues

Segment von Spinnen-Liften entwickelt

wurde, das sowohl den

Mietmarkt als auch das Endkundengeschäft

anspricht. Die neuen

Modelle ›TZJ 160‹ und ›TZJ 180‹

(das bauMAGAZIN berichtete in

Ausgabe 10/25 auf Seite 94), zusammen

mit den bereits geplanten

zukünftigen Modellen, sind

die ideale Antwort auf die aktuellen

Marktbedürfnisse«, sagt Dirk

Moers, Geschäftsführer der Safety

Lift GmbH. »Ich schätze außerdem

sehr die moderne Denkweise

von Palazzani sowie das familiengeführte

Unternehmensmodell,

das eine wichtige Rolle bei

meiner Entscheidung spielte,

diese Partnerschaft einzugehen.«

Aus Sicht von Palazzani Industrie

stellt diese Zusammenarbeit

die Erreichung eines äußerst

wichtigen strategischen

Ziels dar: »Deutschland war für

Palazzani Industrie schon immer

ein strategischer Markt, jedoch

hatten wir aus verschiedenen

Gründen dort nie eine vollständige

Präsenz aufgebaut. Mit der

Einführung der neuen Maschinen

›TZJ 160‹ und ›TZJ 180‹ wurde

dieses Ziel greifbarer, und mit

dem Eintritt der Safety Lift GmbH

ist es nun endlich Realität geworden«,

erklärt Paola Palazzani,

Präsidentin von Palazzani Industrie,

und ergänzt: »Wir schätzen

Dirk Moers seit vielen Jahren

und das sowohl für die wirklich

exzellente Arbeit, die er in der

Vergangenheit geleistet hat, als

auch für sein tiefes technisches

und

Freuen sich über den Start

der gemeinsamen Zusammenarbeit

(v. l.): Claudio Teoldi,

Export Sales Director Palazzani,

Präsidentin Paola Palazzani,

Dirk Moers, Geschäftsführer

Safety Lift, und Palazzani-CEO

Francesco Zola.

kaufmännisches Wissen

über die deutschen Kunden und

die angebotenen Produkte. Wir

sind stolz und erfreut, dass er

den Wert der Palazzani-Lösungen

erkannt hat und sich entschieden

hat, sie seinen langjährigen

Kunden zu empfehlen. Wir

sind zuversichtlich, dass er hervorragende

Arbeit leisten wird

und dabei die Leidenschaft und

das Engagement zeigt, die ihn im

Spinnen-Lift-Sektor schon immer

ausgezeichnet haben. Von

unserer Seite aus werden wir ihn

nach Kräften unterstützen und

an seiner Seite auf Veranstaltungen,

Messen sowie bei Kundengesprächen

stehen.«

s

98

März 2026

slingandlashing.rud.com

Hub- & Hebetechnik


Emissionsfreier Einsatz

in alpiner Umgebung

RUTHMANN – Mitten in den bayerischen Alpen, unweit des Nationalparks

Berchtesgaden und mit direktem Blick auf den Watzmann, mussten Arbeiten

an einem Funkmast durchgeführt werden. Aufgrund der besonderen Lage

wurden hohe Anforderungen an Technik, Logistik und Umweltverträglichkeit

gestellt. Um die Auswirkungen auf die sensible und landschaftlich anspruchsvolle

Umgebung möglichst gering zu halten, kam ein Ruthmann-Steiger »T 570

HF Hybrid« des Vermietungsunternehmens Roggermaier zum Einsatz.

Erster Steiger

Das erste Seriengerät des

Steigers »T 570 HF Hybrid«

wurde an das Unternehmen

Roggermaier aus Aschheim

bei München übergeben.

Der Steiger »T 570 HF Hybrid« bietet eine Kombination

aus batterieelektrischem Betrieb und

bewährter HighFlex-(HF-)Technologie für ein flexibles

Arbeiten, sowohl emissionsfrei als auch mit

voller Leistung, wenn es die Einsatzbedingungen

erfordern. Mit einer Arbeitshöhe von 57 m, einer

seitlichen Reichweite von 41 m und einer Korblast

von bis zu 600 kg ist die Lkw-Arbeitsbühne für anspruchsvolle

Montage-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

ausgelegt. Damit eignet sich das Gerät

für Einsätze in urbanen Zonen, industriellen

Anlagen sowie in umwelt- und lärmsensiblen Bereichen.

Das Modell ist Teil einer neuen Hybrid-Baureihe

von Ruthmann, die mehrere Modelle vom »T 510

HF« bis zum »T 750 HF« umfasst und Anwendern eine

hohe Einsatzflexibilität bieten soll. »Unsere Hybrid-Arbeitsbühnen

eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten,

insbesondere dort, wo emissionsfreies Arbeiten

gefordert ist, ohne auf Leistung verzichten

zu müssen«, erklärt Christian Roß, Head of International

Sales bei Ruthmann.

RUTHMANN HOLDINGS GMBH

Dank des Hybrid-Antriebskonzepts des

Ruthmann-Steigers erfolgte der Einsatz lokal emissionsfrei.

Erstes Seriengerät bei Roggermaier im Einsatz

Das erste Seriengerät des Steigers »T 570 HF Hybrid«

wurde an das Unternehmen Roggermaier aus

Aschheim bei München übergeben. Als erfahrener

Vermieter von Höhenzugangstechnik setzt Roggermaier

frühzeitig auf innovative Antriebskonzepte

und nachhaltige Lösungen. Auch aus Anwendersicht

überzeugt das neue Hybridkonzept im praktischen

Einsatz: »Gerade bei Einsätzen in sensiblen

Regionen wie den Alpen ist emissionsfreies Arbeiten

ein entscheidender Faktor. Der ›T 570 HF Hybrid‹

bietet uns die notwendige Leistung, kombiniert

mit hoher Flexibilität und einem nachhaltigen Antriebskonzept«,

sagt Horst Bröcker, Produktmanager

bei Roggermaier.

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Hub- & Hebetechnik März 2026 99


5

BAU- & NUTZFAHRZEUGE

Innovation Days: Fliegl

investiert in die Zukunft

FLIEGL (5)

FLIEGL – Eines haben die kürzlich am Firmensitz in Triptis abgehaltenen

Innovation Days klar untermauert: Fliegl Fahrzeugbau nimmt

das Heft in die Hand und investiert in seine Zukunftsfähigkeit.

Das bauMAGAZIN durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen

und hat sich neben der umfassenden Werksumstellung sowie der

millionenschweren Neubauplanung auch einen Querschnitt der

erfolgreichsten Sattelauflieger-, Anhänger- und Sattelkippermodelle

angeschaut. Vorwegnehmen lässt sich, dass Fliegl in den

kommenden Jahren klar auf Wachstum setzt und die Steigerung

seiner Fertigungseffizienz in den Mittelpunkt rückt.

Simon Schmalholz

& Dan Windhorst

Tatsache ist, Fliegl hat ein Luxusproblem:

Mit seiner umfangreichen

Werksumstellung

reagiert der Fahrzeugbau-Spezialist

letztlich auf den Erfolg

der vergangenen Jahre. Denn:

Durch das beständige Auftrags-

und Umsatzwachstum musste

letztlich auch die Produktion

stets mitwachsen. Nun geriet der

Hersteller aber an seine Grenzen

– die Wege wurden schlichtweg

zu lang. Im Werk 1 drifteten

Lager, Schweißerei, Monta-

ge und Endmontage immer weiter

auseinander. Mit dem neuen

Hallenkomplex, so Fliegl, ist damit

nun aber Schluss. Alle Stationen

befinden sich künftig unter

einem Dach, die Komponenten

und Fahrzeuge müssen nicht

mehr über das Werksgelände

transportiert werden, was zum

einen Zeit spart, zum anderen

aber auch die Produktionseffizienz

erheblich steigern dürfte.

Im Werk in Triptis sind alle Hallendächer mit Solarmodulen belegt,

die fünfmal mehr Energie produzieren, als das Werk verbraucht.

Kurze Wege schaffen

In Zahlen ausgedrückt bedeutet

diese Neuerung vor allem eines –

eine um 74 Prozent kürzere Strecke.

Statt der bisherigen 1 000 m

zwischen allen Stationen misst

die Strecke jetzt nur noch knapp

260 m. Für Fliegl bedeutet das erheblich

kürzere Werksverkehre,

dementsprechend weniger

CO2-Ausstoß und eine spürbare

Zeitersparnis in der Montage.

100

März 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


VOR ORT

Zurückgreifen kann Fliegl nunmehr

auf eine hochmoderne

Fertigung, die den heutigen

Anforderungen angepasst

wurde, um Wege zu sparen und

die Produktivität zu steigern.

Unternehmen für den Bau ver-

schinen und setzt nun auf noch

anschlagt; vor Ostern soll die

mehr Eigenfertigung: Zwei neue

neue Halle in Betrieb gehen,

Schweißroboter von Panasonic

durch die widrigen Wetterbe-

schweißen ab sofort Alu- und

dingungen der vergangenen

Stahlmulden für die Sattelkip-

Wochen mit leichter Verspätung.

per – laut Fliegl noch präziser

»Der Umzug der einzelnen Sta-

und schneller als zuvor. Da-

tionen findet im laufenden Be-

zu Maxi Fliegl: »Die Qualität

trieb statt«, berichtet Werklei-

jeder einzelnen Schweißnaht

ter Maxi Fliegl. »Nicht nur kurze

lässt sich nun nachvollziehen,

Wege sorgen dann für Effizienz,

beispielsweise die Wärmeein-

moderne Technik in und auf der

bringung und das A-Maß, also

Fliegl so weit das Auge reicht

– am Firmensitz durfte ein Blick

auf die Fertigung sowie aktuelle

Modelle geworfen werden.

»Mit der Werksumstellung erge-

Halle produziert und spart Energie:

So ist das Dach mit Solarmodulen

belegt, die Fußbodenheizung

und Grubenheizungen sorgen

für angenehme Wärme und

Arbeitsbedingungen. Die Abwärme

der neuen Maschinen

wird zur Rückgewinnung von

Strom und Wärme genutzt.«

die Nahtdicke.« In diesem Zusammenhang

stellt Maxi Fliegl

aber auch klar, dass durch den

Einsatz neuer Industrieroboter

keine Arbeitsplätze wegfallen

sollen: »Wir können jetzt auch

Komponenten inhouse fertigen,

die wir vorher ausgelagert hatten.

Ziel der Investition war al-

Nachhaltig

Im Werk in Triptis sind alle

Hallendächer mit Solarmodulen

belegt, die fünfmal mehr

Energie produzieren, als das

Werk verbraucht.

ben sich pro Jahr innerbetrieblich

1 150 km weniger Strecke,

die zurückgelegt werden müs-

Weitere Neuerungen in Werk 2

Und Fliegl nennt noch weitere

so auch, mehr Arbeitsplätze zu

schaffen, mehr Eigenfertigung

nach Triptis zu holen und Trans-

sen. Das ist so viel wie von uns

Zahlen: Am Firmensitz in Trip-

portwege zu reduzieren.«

nach Kiel und zurück«, erklärt

Geschäftsführer Helmut Fliegl.

»Fit 2030«, ein starkes Zeichen

Als Teil des Programms »Fit

tis sind aktuell rund 250 Mitarbeiter

beschäftigt, im Trailer-Verbund

mit Hangler und

Strolit fertigen 500 Mitarbeiter

knapp 5 000 Fahrzeuge pro Jahr.

Auf Nachhaltigkeit setzen

Bereits seit vielen Jahren setzt

Fliegl im Werk auf Umweltschutz

und Nachhaltigkeit. So

2030« sollen laut Fliegl insge-

Die Mietflotte der RPS Trailer

war Fliegl laut eigener Aussage

samt 11,7 Mio. Euro in den Neu-

Rental umfasst laut Fliegl etwa

2010 der erste Anhänger-/Auf-

bau investiert werden, was als

700 Fahrzeuge und deckt prak-

lieger-Hersteller, der in großem

starkes Signal zu bewerten ist,

tisch die gesamte Bandbreite

Stil Solarmodule auf die Hallen-

um sich zukunftssicher am

an Anhängern und Aufliegern

dächer montierte, zu einer Zeit,

Standort aufzustellen. Und: We-

ab. Aber auch im Werk 2 inves-

als Nachhaltigkeit bei den Mitt-

niger als vier Monate sind laut

tierte Fliegl in moderne Ma-

bewerbern noch keine große

Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 101


Ausgestellt waren zahlreiche

aktuelle Fliegl-Lösungen:

Das Portfolio ist beständig

gewachsen und spiegelt das

jahrzehntelange Know-how des

Herstellers wider.

Gezeigt wurden aktuelle

Lösungen – erklärt

in praxisnaher Runde

und auf Augenhöhe.

Rolle spielte. Im Werk in Triptis

sind nun alle Hallendächer

mit Solarmodulen belegt, die

fünfmal mehr Energie produzieren,

als das Werk verbraucht

– der überschüssige Strom wird

ins öffentliche Netz eingespeist.

Das eigene Blockheizkraftwerk

sorgt für nachhaltige Wärmeerzeugung,

Elektro-Gabelstapler

sind auf dem Werksgelänge

lokal emissionsfrei unterwegs

und ein Regalsystem erzeugt

durch die Bewegungsenergie

beim Auf- und Abfahren Strom.

Mit der Aktion »Baumpatenschaft«

haben Kunden nun die

Möglichkeit, bei jeder Fahrzeugabholung

gemeinsam mit

Fliegl einen Baum auf dem großen

Werksgelände in Werk 2 zu

pflanzen. In Kooperation mit einer

Baumschule werden vor allem

einheimische Bäume wie

Eichen und Buchen gepflanzt

und anschließend gepflegt, pro

Jahr mehrere Tausend Stück.

Die neuen Baumbesitzer erhalten

für jeden Baum eine Urkunde,

zudem stellt Fliegl eine Metallplakette

mit dem Firmennamen

auf.

Ein Querschnitt begutachtet

Im Rahmen des Events durfte

die Redaktion im Übrigen auch

einen Blick auf die aktuellen Lösungen

von Fliegl werfen: Auf

dem Werksgelände zeigte der

Hersteller einen Querschnitt

der am häufigsten verkauften

Produktgruppen – neben klassischen

wie dem Gardinensattelauflieger

und Containerchassis

betraf das auch Sattelkipper

mit Mulde sowie dem neuen

»Step«-Podest. Ausgestellt waren

zudem ein Tandem-Wechselpritschenanhänger

sowie

T-Tiefbettsattelauflieger und ein

Tiefladeanhänger.

Chemiechassis für E-Lkw

Firmenchef Helmut Fliegl enthüllte

zudem ein neu entwickeltes

Chemiechassis, mit

dem das Unternehmen auf die

speziellen Anforderungen eingeht,

die sich beim Betrieb einer

Elektro-Zugmaschine ergeben.

»Bei E-Lkw muss die Sattellast

oft geringer sein als bei

herkömmlichen Zugmaschinen.

Wir haben das durch eine optimierte

Achsposition mit einem

leicht größeren Radstand gelöst«,

erklärt Fliegl-Vertriebsexperte

Richard Milbert. Das neue

Chassis ist Auftakt für eine komplette

Produktpalette, die Fliegl

speziell für den Betrieb mit

Elek tro-Zugmaschinen

entwickelt.

Einer der ersten Kunden,

der

Tankcontainer-Dienstleister

Köppen aus Duisburg, transportiert

mit dem neuen Chassis

vor allem Container mit einer

Spezialchemie für Pipelines.

Da diese Ladung teuer und verbrauchssteuerpflichtig

ist, verbaute

Fliegl zudem ein spezielles

Wägesystem: der Container

lagert auf dem Chassis auf vier

präzisen Wägezellen, so kann

die Ladungsabgabe exakt und

damit punktgenau kontrolliert

sowie protokolliert werden.d

102

März 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 103


MAN TRUCK & BUS

Im MAN Truck

Forum nehmen sich

die MAN-Mitarbeiter

bewusst Zeit für eine

detaillierte Einweisung

und eine umfassende

Fahrzeugvorführung.

Hochlauf der

Elektromobilität bei MAN

MAN TRUCK & BUS – Die

vergangenen Monate des

Jahres 2025 standen bei MAN

Truck & Bus Deutschland ganz

im Zeichen der Elektromobilität.

Im MAN Truck Forum in München

sowie in den Außenorganisationen

wurden zahlreiche

E-Trucks an Kunden übergeben.

Dies spiegelt laut Unternehmen

die wachsende Bedeutung

nachhaltiger Transportlösungen

und das Vertrauen in die

Elektromobilität wider.

Dabei ist die Fahrzeugübergabe vor allem bei den

E-Trucks ein entscheidender Moment: »Unser

Team im Truck-Forum nimmt sich bewusst Zeit für

eine detaillierte Einweisung und eine umfassende

Fahrzeugvorführung. Jede Übergabe ist individuell

und bei Elektromobilität umso mehr, weil dadurch

Vertrauen, Verständnis und Begeisterung für die

neue Technologie entstehen«, führt Patrick Riegler,

Leiter MAN Foren & Kundencenter bei MAN Truck &

Bus Deutschland, aus. Zu den Kunden, die in den vergangenen

Wochen ihre neuen E-Trucks in Empfang

genommen haben, zählen u. a. Unternehmen aus

den Bereichen Logistik, Entsorgung, Verpackungslösungen

und Automobiltransport. Die Spedition

Riedle aus dem Allgäu gilt als Nachhaltigkeitspionier

und setzt auf innovative Klimaschutzlösungen:

So produziert das Unternehmen auf den Photovoltaikanlagen

seiner Hallendächer eigenen Strom und

verwendet in den Anlagen natürliche Kältemittel.

Bereits zwei »eTGX« im Einsatz

Die Erweiterung ihres Fuhrparks um den ersten

E-Truck war da nun der nächste logische Schritt.

Die Tricor-Gruppe integriert drei »eTGX Ultra«

in eine der modernsten Produktionsstätten für

Schwerwellpappe. Koopman Logistics, einer der

größten Logistikdienstleister der Benelux-Länder,

nutzt bereits zwei MAN »eTGX« für den klimafreundlichen

Automobiltransport und sammelt

wertvolle Erfahrungen im täglichen Einsatz.Auch

im Bereich Entsorgung und kommunale Dienstleistungen

setzen Unternehmen wie Bolz Entsor-

gung und Kircher Transporte auf die emissionsfreien

Fahrzeuge von MAN. Bolz Entsorgung nutzt die

neuen E-Trucks für einen geschlossenen Nachhaltigkeitskreislauf,

während Kircher Transporte die

Elektromobilität als strategischen Schritt für die

Zukunft betrachtet. Die LTG Landauer Transportgesellschaft

und die Ernst Frankenbach GmbH erweitern

ihre Flotten um E-Trucks, um den Anforderungen

moderner, nachhaltiger Logistik gerecht zu

werden, und verwenden fürs Laden den selbstproduzierten

Strom. »Das sind nur einige Beispiele, die

zeigen, wie Unternehmen aus unterschiedlichen

Branchen gemeinsam mit uns bei MAN die Transformation

der Transportbranche aktiv gestalten.

Die positiven Rückmeldungen unserer Kunden

bestätigen die Praxistauglichkeit, Wirtschaftlichkeit

und Innovationskraft dieser neuen Fahrzeuggeneration«,

führt Stefan Schall, Geschäftsführer

Vertrieb Truck, Van & Used der MAN Truck & Bus

Deutschland GmbH, aus und ergänzt: »Und dabei

spielt es keine Rolle, ob unsere E-Trucks in der Kiesgrube

oder im Fernverkehr eingesetzt werden. Die

Power und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

stehen denen der Dieselfahrzeuge in nichts nach.«

Die neuen E-Trucks von MAN, so der Hersteller, sollen

Maßstäbe in Sachen Reichweite und Effizienz

setzen: Mit einer Reichweite von rund 570 km ohne

Zwischenladung und einer modularen Batteriearchitektur

seien sie optimal auf die Anforderungen

zugeschnitten. Bei Nutzung von 100 Prozent Grünstrom

können die Fahrzeuge erhebliche CO₂-Einsparungen

erzielen.

d

104

März 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Alles griffbereit: Ausgestattet

ist die Sonderedition mit

einem Handwerkerausbau.

Kia »PV5 Cargo« mit

Würth-Handwerkerausbau

KIA – Aus Anlass des

80. Firmenjubiläums von

Würth ist der Kia-Transporter

aktuell in einer Sonderedition

am Markt, die einen

professionellen Würth-Handwerkerausbau

beinhaltet. Die

gemeinsame Aktion von Kia,

Würth und der Servicegesellschaft

Deutsches Handwerk

(SDH) ist auf 80 Fahrzeuge

limitiert, die bis zum 31. März

angeboten werden sollen.

Komfort

Ausgestattet ist der Transporter

mit hohem Komfort –

u. a. mit Assistenzsystemen,

Kameras, Sensoren sowie

Heizlösungen.

Der knapp 4,7 m lange »PV5

L2H1« zeichnet sich durch

einen 4,4 m3 großen Laderaum

mit niedrigen Einstiegskanten

aus (seitlich 399 mm, hinten

419 mm), hat eine Reichweite

von bis zu 416 km und

lässt sich laut Hersteller unter

optimalen Bedingungen in

nur 30 Minuten von 10 auf 80

Prozent aufladen. Aktuell stehen

zwei Batterievarianten zur

Wahl (51,5 bzw. 71,2 kWh) sowie

die drei aufeinander aufbauenden

Ausstattungslinien »Essential«,

»Plus« und »Elite«. Zur Serienausstattung

gehören schon

in der Ausführung »Essential«,

die ausschließlich in Kombination

mit dem 51,5-kWh-Akku

erhältlich ist, ein großformatiges

Infotainment- und Navigationssystem

(32,7 cm / 12,9 Zoll),

Klimaautomatik,

LED-Scheinwerfer,

Smart-Key, Bluetooth-

Frei sprecheinrichtung

mit

Sprach erkennung, Rückfahrkamera,

Parksensoren vorn und

hinten, Dämmerungssensor, Regensensor,

elektronische Parkbremse,

elektrische Fensterheber

mit Impulsfunktion, beheizbare

Außenspiegel und ein Batterievorheizsystem

sowie eine

breite Palette hochmoderner Assistenzsysteme.

Für den Handwerker-Einsatz,

so das Unterneh-

80 % leichtere Kette =

100 % glückliche Fahrer!

KIA

men, sei die Ausführung »Plus«

besonders geeignet, da hier neben

weiteren Komfortelementen

wie Sitzheizung für Fahrer

und Beifahrer, Lenkradheizung

und induktiver Smartphone-Ladestation

die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load)

zum Serienumfang

gehöre, die eine leistungsstarke

230-V-Steckdose (max.

3,6 kW) im Laderaum beinhalte.

Der originale Würth-Handwerkerausbau

umfasst bei

der Sonderedition des »PV5

Cargo« u. a. einen passenden

Holzboden mit integrierten

Zurrösen, stabile Regalsysteme

links und rechts mit Fächern

und Schalen für Werkzeuge und

Kleinteile, eine Airline-Zurrschiene

zur Ladungssicherung,

Schlauchhalter, LED-Innenbeleuchtung,

zwei robuste Werkzeugkoffer

sowie eine mobile

Powerstation »Würth Mopo700«

mit 700 W Ausgangsleistung und

einer Nennenergie von 504 Wh.

Bei der Anschaffung der Sonderedition

bietet Kia Sonderkonditionen.

Leichter sichern mit der textilen Zurrkette

DoNova® PowerLash

DEKRA-zertifiziert

• Genauso reißfest wie Stahlketten

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GIPO (3)

Sicherer Transport

von Großmaschinen

Bevor Brech- und Siebanlagen

ihren Dienst aufnehmen können,

müssen sie gewöhnlich über

weite Strecken zum Einsatzort

bewegt werden, zumeist im

Straßentransport per Tieflader.

RUD KETTEN – Brech- und Siebanlagen müssen vor Einsatzbeginn oft über weite

Strecken transportiert werden. In diesem Zusammenhang die nötige Sicherheit zu

gewährleisten, erfordert den Einsatz hochwertiger Hebe- und Ladungssicherungstechnik.

Die Gipo AG aus Seedorf im Schweizer Kanton Uri setzt auf Anschlag- und

Zurrpunkte des deutschen Spezialisten RUD.

Anforderungen

Aufgrund ihrer Abmessungen

und des Gewichts stellen

Sieb- und Brechanlagen

höchste Anforderungen an die

Anschlag- und Zurrtechnik.

Spektakulär sind sie, die großen Maschinen: Mobile

Brechanlagen wie die Prall-, Backen- und

Kegelbrecher der Schweizer Gipo AG sind kein alltäglicher

Anblick, und auch die Leistungen, die sie

erbringen, sind alles andere als alltäglich. Mehrere

Hundert Tonnen Gestein, Beton oder Asphalt zertrümmern

sie pro Stunde – auf Abbruchbaustellen,

in Bergwerken und Steinbrüchen, aber auch in der

Baustoffindustrie. Sie erfüllen damit wichtige Materialaufbereitungsfunktionen,

sei es in Recycling

und Rohstoffverwertung oder in der Prozessvorbereitung.

Mehr als 1 350 solcher gigantischen Aufbereitungssysteme,

neben Brechern u. a. auch Siebanlagen,

hat das 1973 gegründete Unternehmen

in den vergangenen Jahrzehnten weltweit ausgeliefert.

Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang ist

der Schweizer Materialaufbereitungspionier auch

um stete Verbesserungen im Bereich der Transportsicherung

bemüht. Denn bevor die Brech- und Siebanlagen

ihren Dienst aufnehmen können, müssen

sie gewöhnlich über weite Strecken zum Einsatzort

bewegt werden. Das bedeutet überwiegend Straßentransporte

per Tieflader, zuweilen aber auch eine

Beförderung auf dem Schienen-, Luft- oder Seeweg

oder sogar per Materialseilbahn. Hinzu kommt

nicht selten eine Teilzerlegung vor dem Transport

samt anschließender Remontage am Einsatzort.

Große Herausforderung

Die nötigen Hebe- und Ladungssicherungsprozesse

unter Einhaltung aller Arbeitsschutzvorgaben, Maschinenrichtlinien

und verkehrsrechtlichen Vorschriften

zu realisieren, ist bei mobilen Materialaufbereitungssystemen

eine hochkomplexe Aufgabe.

Mit über 10 m Länge, rund 3 m Breite, bis

zu 4 m Höhe und einem Gesamtgewicht von teilweise

mehr als 100 t stellen Brech- und Siebanlagen

nicht nur allerhöchste Anforderungen an die

Transportmittel, sondern auch an die transportbezogene

Anschlag- und Zurrtechnik. Aufseiten

des Maschinenherstellers stehen in diesem Kontext

vor allem die Anschlag- und Zurrpunkte der

106

März 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


Materialaufbereitungssysteme im Fokus. Sie sind

meist fester Bestandteil der Maschinenkonstruktion

und überwiegend mit dem Rahmen der Anlagen

verschweißt. Beim Transport dienen sie zur Befestigung

der ladungssichernden Zurrketten, bei Hebevorgängen

zur Befestigung der Kettengehänge

oder Hebeseile. Die optimale Positionierung dieser

Anschlag- und Zurrpunkte zu ermitteln, gestaltet

sich bei Maschinen dieser Größenordnung jedoch

oft alles andere als einfach.

Diese Erfahrung musste wiederholt auch Gipo

machen: Zum einen bieten die Maschinen trotz

ihrer gigantischen Abmessungen oft nur begrenzten

Platz für eine Positionierung, die eine optimale

Krafteinleitung möglich macht. Zum anderen werden

die Brech- und Siebanlagen stets kundenindividuell

ausgeführt, was es lange Zeit als ausgeschlossen

erscheinen ließ, standardisierte Positionen für

die Anschlag- und Zurrpunkte zu definieren. Positionierungen

zu finden, die für die nötige, allen Normen

entsprechende Hebe- und Transportsicherheit

sorgen, erforderte deshalb stets von Neuem zeitaufwendige

Berechnungen.

Alternative Lösungsansätze

Um hier weitere Verbesserungspotenziale zu erschließen,

suchte Gipo die Zusammenarbeit mit

dem deutschen Anschlag- und Zurrmittelspezialisten

RUD. Das Unternehmen von der schwäbischen

Ostalb verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich

großdimensionierter mobiler Maschinen und

konnte schon in einem frühen Stadium der Konstruktion

beratend tätig werden.

Nach einer detaillierten Analyse des Status

quo bei den Gipo-Brech- und -Siebanlagen und der

Durchführung umfassender Musterberechnungen

sprachen die RUD-Experten eine Empfehlung aus,

die von den bisherigen Lösungsansätzen deutlich

abwich: Statt schweißbarer Anschlag- und Zurrpunkte

mit beweglichem Bügelelement oder einfacher

Hebelaschen und Zurr ösen sollten künftig

starre schweißbare Anschlag- und Zurrpunkte vom

Typ »W-ABA« bzw. »L-ABA« eingesetzt werden.

Für hohe Zurrkräfte

Diese von RUD entwickelten Befestigungspunkte

werden aus einem Stück geschmiedet und sind allseitig

belastbar, was Limitationen bei der Krafteinleitung

reduziert. Sie sind für Lasten von 0,8 bis

31,5 t bzw. für Zurrkräfte von bis zu 20 000 daN

verfügbar und vierfach (»W-ABA«) bzw. zweifach

(»L-ABA«) gegen Bruch gesichert. Durch eine umlaufende

Kehlnaht mit dem Maschinenrahmen

verschweißt, unterliegen sie nicht der Gefahr einer

Spaltkorrosion, sodass sie ohne Weiteres auch

im Außenbereich einsetzbar sind. Verschleißlinsen

im Ringkörper zeigen jederzeit den Grad der Abnutzung

an und lassen dadurch auch zuverlässig

Die vierfach gegen Bruch gesicherten

»W-ABA«-Anschlagpunkte

sind für Lasten von 0,8 bis 31,5 t

verfügbar und ermöglichen sichere

Hebevorgänge in der Fertigung sowie

bei Zerlegung und Remontage

im Transportzusammenhang.

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Je anspruchsvoller die Aufgabe, desto klarer zeigt der elektronisch gelenkte Selbstfahrer

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Laufleistungsbeschränkung. Auch kleinere Kombinationen bewegen somit schwerste Lasten.

Der PST/ES-E (315) von Goldhofer setzt neue Maßstäbe in Leistung, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.

Weitere Informationen

finden Sie in der Produktbroschüre –

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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 107


Die allseitige Belastbarkeit der

RUD-Anschlag- und -Zurrpunkte

ermöglichte es Gipo erstmals,

trotz der kundenindividuellen

Ausführung seiner Anlagen

standardisierte Positionen für

die Anbringung der Befestigungspunkte

zu definieren.

erkennen, wann der Zeitpunkt zum Austausch gekommen

ist. Auch das erweist sich in der Praxis als

praktisches wie geschicktes Feature.

Einsatz bei Prallbrechern

Die skizzierten Lösungsparameter überzeugten

auch Gipo, sodass die Entscheidung fiel, diese Anschlag-

und Zurrpunkte bei künftigen Neuentwicklungen

einzuplanen. Erstmals zum Einsatz kamen

sie bei der Konstruktion der neuen Flaggschiffe des

Schweizer Unternehmens, der Prallbrecher »P 101

Giga« und »P111 Giga«. Beide Anlagen sind serienmäßig

mit »W-ABA«- und »L-ABA«-Anschlag- und

-Zurrpunkten von RUD ausgestattet, die jeweils im

MIG / MAG-Schweißverfahren mit dem Rahmen der

Brecher verbunden werden.

Die Gesamtzahl der verbauten Befestigungspunkte

variiert je nach individueller Ausführung

der Anlage und liegt meist zwischen 10 und 30 Stück.

Alle Zurrpunkte sind so berechnet, dass selbst bei

erheblicher Potenzierung des Maschinengewichts

durch die Beschleunigungskräfte eine normkonforme

Ladungssicherung garantiert ist, wie das Unternehmen

an dieser Stelle mitteilt.

Allseitige Belastbarkeit

Größter Vorteil der »W-ABA«- und »L-ABA«-Anschlag-

und -Zurrpunkte von RUD ist nach Einschätzung

der Spezialisten von Gipo deren allseitige Belastbarkeit.

Sie erhöht die konstruktive Flexibilität

massiv und ermöglichte es dem Schweizer Hersteller

erstmals, trotz der kundenindividuellen Ausführung

seiner Anlagen standardisierte Positionen

für die Anbringung der Anschlag- und Zurrpunkte

zu definieren. Der vormals hohe Berechnungsaufwand

reduzierte sich dadurch deutlich und beschränkt

sich nunmehr auf die Bestimmung der je

nach Anlage erforderlichen Hebe- und Sicherungskapazitäten

(Work Load Limit / WLL bzw. Lashing

Capacity / LC).

Nötige Sicherheit gewährleisten

Abstriche bei der Sicherheit gehen damit nicht einher,

ganz im Gegenteil: Da aufgrund der allseitigen

Belastbarkeit in jedem Lastfall die nötige Sicherheit

gewährleistet ist, können die Schwerlasttransporteure

lastrichtungsunabhängige Verzurrungen

vornehmen und so unkompliziert die bestmögliche

Transportsicherung realisieren, wie das Unternehmen

sagt.

Darüber hinaus wird u. a. auch der Transport

höherer Gesamtlasten möglich, was Zerlegungsoptionen

erübrigen und dadurch weitere konstruktive

Einschränkungen beseitigen kann. Beim Heben

wiederum vereinfacht die allseitige Belastbarkeit

ein sicheres Anschlagen und erleichtert dadurch

u. a. die Auswahl von Kettengehängen und Modultraversen.

Insgesamt also eine optimale Lösung, die

anwendernah entwickelt wurde und Sicherheit sowie

Zuverlässigkeit bietet.

d

108

März 2026

Bau- & Nutzfahrzeuge


»Arocs« stellt sich

Schneemasse

Im Rahmen der Winterveranstaltung

stellte der »Arocs«

seine Fähigkeiten unter Beweis.

DAIMLER TRUCK – Tatsache ist: Der Mercedes-Benz »Arocs« ist

bestens für schwere Einsätze abseits befestigter Straßen geeignet.

Seine robuste Rahmenkonstruktion, leistungsstarken Antriebe und

vielfältigen Fahrwerkskonfigurationen machen ihn zum geeigneten

Arbeitsgerät – auch für Extremeinsätze wie den Schneedienst im

Rahmen des Biathlon-Weltcups in Oberhof.

Traktionsstarke Antriebskonzepte,

Differenzialsperren

und Offroad-Ausstattungen ermöglichen

sicheres Arbeiten

auch bei Schnee, Eis und starken

Steigungen. Gerade beim

Rangieren auf schmalen Zufahrten,

im Stadionumfeld oder auf

Waldwegen spielt der »Arocs«

seine Stärken aus: hohe Wendigkeit,

präzise Fahrzeugkontrolle

und eine auf den Baustelleneinsatz

ausgelegte Ergonomie

unterstützen die Fahrer bei langen

Einsatzzeiten.

DAIMLER TRUCK

Flexible Bereitstellung über

Mercedes-Benz »CharterWay«

Die eingesetzten »Arocs« stammen

aus der Mietflotte von Mercedes-Benz

»CharterWay«, einem

Angebot der Daimler Truck Financial

Services. Mercedes-Benz

»CharterWay« betreibt bundesweit

eine Flotte von rund 6 000

Nutzfahrzeugen und bietet flexible

Mietlösungen vom kurzfristigen

Einsatz bis zur Langzeitmiete.

Neben konventionellen

Antrieben umfasst das Portfolio

auch rund 150 batterieelektrische

Fahrzeuge; der Ausbau der E-Flotte,

u. a. mit dem »eActros 600«, ist

Teil der strategischen Ausrichtung

als ganzheitlicher »Truckas-a-Service«-Anbieter.

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Bau- & Nutzfahrzeuge März 2026 109


AKTUELLES

Neue Partnerschaft zwischen

Kramp und Zucchetti Centro Sistemi

KRAMP – Die Kramp-Gruppe hat ihr Netzwerk erweitert und ist eine neue Partnerschaft

mit dem italienischen Unternehmen Zucchetti Centro Sistemi (ZCS) eingegangen, das auf

die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Robotern für Garten und Swimmingpools

spezialisiert ist.

Durch die Zusammenarbeit

ergänzt Kramp laut eigener

Aussage sein Sortiment gezielt

durch renommierte Marken wie

beispielsweise Ambrogio, Wiper

und Techline aus dem Hause

Zucchetti Centro Sistemi. Um

den Fachhandel bestmöglich

zu unterstützen, so das Unternehmen

weiter, fokussiere sich

Kramp nunmehr auch darauf,

Neue Partnerschaft zwischen Kramp und ZCS.

sein Ersatzteilsortiment nebst

Zubehör in den Bereichen Landwirtschaft,

Forst & Garten sowie Bau kontinuierlich zu erweitern. Durch das starke Wachstum im

Bereich der Mährobotik baue Kramp diesen Produktbereich entsprechend aus, damit Händler

in ihren Werkstätten eine immer größere Vielfalt an Maschinen warten können. Auch das ist ein

Schritt, um den gestiegenen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und sich zukunftsfähig

aufzustellen. »Mit dem wachsenden Markt für Robotiklösungen passt Kramp sein Sortiment kontinuierlich

an, um Händlern eine breite Auswahl zu bieten«, sagt Mateusz Ciesielski, Head of Forest

& Grass Care bei Kramp. Michele Balò, Sales-Manager von ZCS Robotics, dazu: »Unsere Zusammenarbeit

mit Kramp ermöglicht es uns, unseren Händlern Original-Ersatzteile deutlich schneller

und zuverlässiger bereitzustellen – und gleichzeitig höchste Produktstandards zu gewährleisten

sowie den Wert und die langfristige Leistungsfähigkeit der Produkte zu erhalten.«

d

KRAMP

Yanmar macht Saint-Dizier zur

europäischen Produktionszentrale

Yanmar CE – Derzeit gestaltet Yanmar CE EMEA

seine europäische Industriepräsenz neu – mit einer

umfassenden Erweiterung des Standorts Saint-Dizier

und einer fokussierten Produktstrategie zur langfristigen

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit der

Erweiterung des Standorts Saint-Dizier in Frankreich

und einer klaren strategischen Ausrichtung seiner

Kernproduktlinien schafft Yanmar CE die Grundlage

für eine stärkere und agilere Organisation. »Da sich

der Markt für kompakte Baumaschinen stabilisiert und

wieder wächst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, uns neu

zu organisieren und in Fähigkeiten zu investieren, die

uns stärker, agiler machen und noch näher an unsere

Kunden bringen«, sagte Jon Lopez, Präsident der

Region EMEA von Yanmar CE. »Unsere Strategie ist

klar: Wir investieren in die Zukunft.«

d

Standorterweiterung in Saint-Dizier.

YANMAR CE

Fachmesse »Parts & Service World«

öffnet dieses Jahr wieder die Tore

PSW – Vom 6. bis 8. November wird Kassel erneut zum zentralen Treffpunkt

der Land- und Baumaschinen-, Kommunaltechnik-, Nutzfahrzeug-

und Motorgeräte-Branche. Die »Parts & Service World«, kurz PSW, kehrt

mit einem frischen Erscheinungsbild zurück und bietet internationalen

Fachbesuchern eine umfassende Plattform für Neuheiten, Trends und

Innovationen rund um Ersatzteile und Service.

Die PSW beginnt am 6. November in Kassel.

Die Erfolgsgeschichte der PSW setzt sich fort. Nach dem Besucherrekord

von 17 500 Fachbesuchern im Jahr 2024 wird sie auch in diesem Jahr wieder

Fachhändler, Werkstätten und Branchenexperten aus Deutschland und ganz

Europa nach Kassel locken. Mit neuen Impulsen, frischen Ideen und einem

modernen Look positioniert sich die PSW erneut als führende Fachmesse

für Service und Ersatzteile. Schon früh füllen sich die Messehallen: Über

110 Aussteller präsentieren dort bereits ihre Produkte, Dienstleistungen und

Innovationen für die gesamte Branche. Die starke Nachfrage unterstreicht

die Bedeutung der PSW als zentrale Plattform für Austausch und Geschäftsanbahnung.

Unternehmen, die sich noch einen Standplatz sichern möchten,

können sich weiterhin online bewerben. Ein Highlight ist auch in diesem Jahr

wieder die Live-Werkstatt, in der neueste Technik und moderne Werkstattausrüstung

praxisnah vorgestellt werden. Ergänzt wird das Messeangebot durch

die PSW Academy, die mit einem hochwertigen Vortragsprogramm zusätzlichen

Mehrwert für Fachbesucher bietet. Bereits bei der letzten Ausgabe der

PSW informierten sich Fachbesucher aus 19 Nationen über aktuelle Entwicklungen

der Branche. Neben Gästen aus zahlreichen europäischen Ländern wie

Frankreich, Polen, Großbritannien und Spanien reisten auch Besucher aus den

USA und Kanada nach Kassel. Mit 17 500 Fachbesuchern verzeichnete die PSW

2024 ein deutliches Wachstum gegenüber 2022. Für dieses Jahr rechnen die

Veranstalter erneut mit steigenden Besucher- und Ausstellerzahlen. d

PSW

110

März 2026

Aktuelles


Triangle kündigt strategische

Investition in Kambodscha an

TRIANGLE TYRE – Triangle Tyre Co., Ltd. hat eine Investition in Höhe

von 460 Mio. US-Dollar für den Bau einer neuen Produktionsstätte in

Kambodscha genehmigt, die eine Jahreskapazität von 6 Mio. Radialreifen

für PKW (PCR) und 1 Mio. Radialreifen für Lkw und Busse (TBR)

haben wird und damit das ausgewogene sowie diversifizierte Produktportfolio

von Triangle stärkt.

Die neue Anlage wird in der Provinz Svay Rieng in Kambodscha entstehen.

Der Baubeginn ist für März vorgesehen, die Bauzeit wird voraussichtlich

etwa 17 Monate betragen. Das Projekt steht in vollem Einklang

mit der langfristigen globalen Entwicklungsstrategie von Triangle Tyre, die

darauf abzielt, die Flexibilität in der Fertigung zu erhöhen, die Lieferketten

zu optimieren und ein nachhaltiges Wachstum in wichtigen internationalen

Märkten zu unterstützen. Die Produktionsstätte in Kambodscha soll Europa,

Nordamerika, den Nahen Osten und Afrika sowie Südostasien beliefern –

Regionen, in denen Triangle Tyre eine starke Marktpräsenz und langjährige

Kundenbeziehungen aufgebaut hat. Das Projekt soll durch eine diversifiziertere

Produktionsstruktur zu betrieblicher Effizienz, verbesserter Logistik

und erhöhter Widerstandsfähigkeit führen. Die Teilnahme Kambodschas

an den Rahmeninitiativen ASEAN, RCEP, Belt and Road und Lancang-Mekong

Cooperation in Verbindung mit wettbewerbsfähigen industriellen

Bedingungen und der Nähe zu wichtigen Rohstoffquellen macht das Land

TRIANGLE

Triangle investiert in den Bau einer neuen Produktionsstätte.

zu einem strategischen Standort, um die globalen Ambitionen von Triangle

Tyre zu unterstützen. Corrado Moglia, General Manager von Triangle Tyre

Europe, kommentierte die Ankündigung wie folgt: »Diese Investition ist ein

entscheidender Schritt in der globalen Industriestrategie von Triangle Tyre

und sendet eine sehr klare Botschaft an den europäischen Markt. Durch

die Stärkung unserer Produktionspräsenz außerhalb Chinas können wir

die Stabilität unserer Lieferkette, unsere operative Flexibilität und unsere

langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. Für unsere europäischen

Partner und Kunden unterstreicht dieses Projekt das Engagement

von Triangle Tyre.«

d

FINANZIERUNGSGESELLSCHAFT

XCMG stärkt Finanzierungsaktivitäten in Europa

nachhaltig mit eigener Finanzierungsgesellschaft

XCMG – Die neu gegründete XCMG European Financial Leasing GmbH hat im Januar

ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Zuvor hat sie von der BaFin die Lizenz

für Finanzierungsleasing und Factoring erhalten. Mit der neuen hundertprozentigen

Tochtergesellschaft etabliert XCMG unter der Leitung von Thomas Pirlich und

Rudolf Wesseln eine zentrale Finanzierungseinheit in Europa, die unter der Marke

XCMG Finance Finanzierunglösungen für Händler und Endkunden anbietet.

»Maschinen, Service und Finanzierung kommen vollständig aus einer Hand. Das verkürzt

Entscheidungswege und beschleunigt Geschäftsabschlüsse«, erklärt Thomas Pirlich.

Leasing biete für viele Kunden entscheidende Vorteile – von der entlasteten Bilanz über

planbare Kosten bis hin zu Finanzierungsmodellen, die exakt auf das Budget und die

betriebliche Situation zugeschnitten sind. Seit Januar sind sämtliche XCMG-Händler in

der Lage, neben Maschinen auch die zunehmend nachgefragten kundenspezifischen

Finanzierungskonzepte anzubieten. Den Händlern stehe darüber hinaus die Einkaufsfinanzierung

als zentraler Hebel für den Lagerausbau zur Verfügung, um schneller auf

Nachfrage reagieren zu können. Besonders Großkunden profitieren von der neuen Struktur:

Ihre Maschinenparks werden oft in kurzen Intervallen erneuert, und während komplexer

Bauvorhaben ändern sich Maschinenbedarfe regelmäßig. »Unsere Kunden erwarten

einfache, schnelle und verlässliche Finanzierungslösungen«, betont Pirlich. »Indem wir

Finanzierung und Produkt zusammenführen, machen wir Investitionsentscheidungen

deutlich leichter.« Der Finanzierungsprozess sei weitgehend digitalisiert und automatisiert.

»Unsere Stärke liegt in der Kombination aus Produktwissen und moderner Technologie«,

ergänzt Rudolf Wesseln. Nach einer Bonitätsprüfung lassen sich rasch verbindliche

Finanzierungszusagen erstellen – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, in dem die

technologische Entwicklung der Maschinen rasant voranschreitet. d

Geiger setzt auf Satteltieflader

»MultiMax« von Faymonville

FAYMONVILLE – GEIGER – Hier werden die eigenen

Transportkapazitäten klar erweitert: Die Geiger-

Gruppe investiert in einen Vier-Achs-Satteltieflader

des Typs »MultiMax« von Faymonville.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1923 hat sich die

Geiger-Gruppe mit Hauptsitz in Oberstdorf im Allgäu

zu einem vielseitigen, europaweit aktiven Firmenverbund

entwickelt. Als Familienunternehmen in vierter

Generation ist Geiger in den Bereichen Bauen, Sanieren,

Aufbereitung und Entsorgung tätig und setzt dabei

konsequent auf leistungsstarke Technik. Grundsätzlich

deckt die Geiger-Gruppe vielfältige Einsatzgebiete ab,

weshalb die Unternehmensgruppe auch auf hohe Flexibilität

und Vielfalt im eigenen Fuhrpark setzen muss. Mit

einem neuen Vier-Achs-»MultiMax«-Satteltieflader von

Faymonville erweitert das Unternehmen nun also auch

seine Transportkapazitäten um einen echten Allrounder:

Eine um 2 800 mm teleskopierbare Ladefläche, tiefe Radmulden

mit Aluminium-Abdeckungen, eine 3 850 mm

lange und 750 mm breite Löffelstielmulde, praktische

Verbreiterungen sowie Doppelrampen sollen laut Aussage

der Unternehmen maximale Einsatzvielfalt im täglichen

Betrieb ermöglichen. Hydraulisch gelenkte Achsen

sorgen hingegen für hohe Wendigkeit und machen nach

Ansicht von Faymonville selbst anspruchsvolle Zufahrtswege

problemlos beherrschbar.

d

Aktuelles März 2026 111


REDAKTIONSVERZEICHNIS

Unternehmen Seite IMPRESSUM

BauMagazin_2015_Logo_75mm_CMYK.pdf 1 03.05.21 08:40

A Acde Europe AG 32

A Atlas GmbH 16

B BauPioniere 84

A Beutlhauser Holding GmbH 93

A Beyer-Mietservice KG 94

A Bluebeam GmbH 79

A BPS Software GmbH & Co. KG 74

A Brigade Electronics (EU) BV 87

Brokk DA GmbH 46

C Cams srl 68

A C. Christophel Maschinenhandel & Vermittlungen GmbH 62

A Clark Europe GmbH 15

A CMC S.r.l. 14

D Daimler Truck AG 12, 109

A Deutscher Abbruchverband e.V. 36

A Develon Construction Equipment 28

A DMS Technologie GmbH 31

A Doosan Bobcat EMEA 15

E Echo PRM GmbH 86

A Epiroc Construction Tools GmbH 30

A Epiroc Deutschland GmbH 66

F Faymonville Distribution AG 111

A Fliegl Fahrzeugbau GmbH 100

G Granit Parts – Wilhelm Fricke SE 14, 110

H HD Hyundai Construction Equipment Europe 50

A Holp GmbH 15

Husqvarna Deutschland GmbH 46

I Infrakit Group Oy 77

J JCB Deutschland GmbH 12

K KIA Deutschland GmbH 105

A Kögel Trailer GmbH 15

A Kramp GmbH 110

L Lehnhoff Hartstahl GmbH 34

A Liebherr France SAS 48

A Liebherr-Werk Biberach GmbH 92

A Liebherr-Werk Telfs GmbH 96

A LivEye GmbH 75

M MAN Truck & Bus Deutschland GmbH 104

A Max Wild GmbH 17

A MB S.p.A 10

A Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH 14

N Nebolex Umwelttechnik GmbH 38

O OneStop Pro Software Solutions GmbH 80

P Palazzani Industrie S.p.A. 98

A Pfreundt GmbH 33

A PlanRadar GmbH 81

R RMStegos GmbH 77

A Rosenberger Telematics GmbH 88

A Rud Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG 106

A Ruthmann Holdings GmbH 99

S Sandvik Mining and Construction Central Europe GmbH 64

A SBM Mineral Processing GmbH 60

A Sennebogen Maschinenfabrik GmbH 54

A Sensolus 78

A Simex S.R.L. 35

T Techtronic Industries Central Europe GmbH 82

A Triangle Tyre Co. Ltd 51, 111

U Ulrich Hoppe Unternehmensberatung 85

V VDBUM Service GmbH 22

A Volvo Construction Equipment Germany GmbH 13

A Vortex Zerkleinerungs- und Aufbereitungstechnik GmbH 63

W Wirtgen GmbH 70

A Wirtgen International GmbH 58

X Xcmg European Sales and Services GmbH 111

Y Yanmar Compact Equipment EMEA 110

Z Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) 16

A Zeppelin Baumaschinen GmbH 12, 52, 56, 76

A Zeppelin Rental GmbH 72

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

baumagazin@sbm-verlag.de

www.baumagazin-online.de

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-0)

Joachim Plath (-0)

Andreas Kanat (-47) (V. i. S. d. P.)

OBJEKTLEITUNG

Tobias Haslach (-39)

REDAKTION

Dan Windhorst (dc)

Thomas Seibold (ts)

Jessy von Berg (jvb)

KEY-ACCOUNT-MANAGEMENT

Norman Zenzinger (-33)

ANZEIGENDISPOSITION

Benjamin Chucholowski (-18)

Emilie Plath (-45)

Simon ivw_Logo_CMYK_schwarz_X4.pdf Schmalholz (-13)

1 10.05.21 11:4

MAGAZIN-LAYOUT

Lisa Schröder Leitung (-23)

Jessica Grahle (-0)

Imelda Weidhaas (-24)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

LESER- UND ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,

Stuttgart – www.kohlhammerdruck.de

BANKVERBINDUNG

IBAN DE14 7332 0073 6690 4171 87

HypoVereinsbank Kempten

BIC HYVEDEMM428

AUTORENBILDER

Petra Reger

TITELBILDER

MB S.p.A; VDBUM/Dan Windhorst;

Kobelco; Rosenberger

IVW angeschlossen

ISSN 1610-3785

Alle Rechte vorbehalten.

© Layout-Konzept: Thomas Schürger

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 28 29 vom

1. Januar 2025. 2026. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

kennzeichnen nicht die Ansicht der Redaktion.

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages.

Jahresabonnements können nur bei Einhaltung

der Frist (ein Monat vor Ablauf des Bezugszeitraums)

schriftlich beim Verlag gekündigt

werden.

Das Jahresabo kostet 55,– Euro

(11 Ausgaben, eine Doppelnummer)

inkl. MwSt. und Versandkosten;

bei Auslandslieferung 89,– Euro inkl. Versand.

Einzelpreis: 6,50 Euro (D), 6,65 SFr

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112

März 2026

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März 2026 113


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