Newsletter_03-2026_DE
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 03/26
Gemeinsame Nutzung
eines Schlüsselpatents
– Einigung stärkt
Innovationskraft
beider Seiten
TITEL
Gemeinsame Nutzung
eines Schlüsselpatents
– Einigung stärkt Innovationskraft
beider Seiten
Die beiden Technologieunternehmen MAFAC und LPW
haben sich einvernehmlich darauf verständigt, künftig ein
wichtiges Patent zur Reinigung mittels vakuumbasiertem
Druckwechselverfahren in ihrem gemeinsamen Technologiefeld
koexistierend zu nutzen. Damit beenden beide
Unternehmen einen zuvor laufenden Patentstreit und respektieren
die jeweiligen Entwicklungsanstrengungen in
den vergangenen Jahren auf diesem Feld.
Gemeinschaftliche Nutzung stärkt Kundenvorteile
Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren sehr viel
Grundlagenarbeit in die Entwicklung neuer und in die Optimierung
bestehender Reinigungsverfahren investiert. Vor zehn Jahren übernahm
LPW eine größere Anzahl von Patenten und Patentanmeldungen
(EU, USA, China) zum Verfahren der zyklischen Nukleation und
entwickelte diese zu einem stabilen und leistungsfähigen waschmechanischen
Baustein weiter. Ergänzend hatte LPW im Jahr 2019 das
Patent „Verfahren und Vorrichtung zur Bereitstellung eines Mediums
mittels zyklischer Nukleation“ auf den Weg gebracht, das in 2022
durch das Patentamt erteilt wurde.
MAFAC wiederum beschäftigte sich bereits seit Mitte der
1990er-Jahre intensiv mit der Reinigung im Vakuumumfeld und mit
vakuumbasierten Druckwechselverfahren. Im Jahr 1997 wurde ein
entsprechendes internationales Patent (EU, USA) durch den damaligen
MAFAC-Geschäftsführer Joachim Schwarz angemeldet und
durch die zuständigen Patentämter erteilt. Das Verfahren wurde
über viele Jahre eingesetzt, kontinuierlich weiterentwickelt und etabliert.
Daraus ist die heute erfolgreiche MAFAC VAP-Technologie
entstanden.
Bei diesem speziellen Patent handelt es sich im Kern um die
sensorbasierte Fortschrittüberwachung, während der durch das
vakuumbasierte Druckwechselverfahren initiierten Extraktion der
Verunreinigungen von der Bauteiloberfläche bei den Reinigungsund/oder
Spülprozessen. Somit ist dieses Patent ein wichtiger
Baustein für zukünftige Reinigungsprozesse und deren Prozessführung.
Da wesentliche Innovationsschritte beider Unternehmen parallel
verliefen sind sich die Parteien einig, dass eine Fortsetzung
des Rechtsstreits vor allem eines gekostet hätte: wertvolle Zeit und
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Ressourcen, die besser in neue Entwicklungen
investiert werden können.
Strategische Entscheidung im Sinne der
Kunden und Märkte
Mit der Einigung reagieren die Unternehmen
auf die Dynamik des Marktes, der zunehmend
von schnellen Entwicklungszyklen und steigenden
Anforderungen an Qualität und Prozessmonitoring
geprägt ist. Durch die gemeinsame
Patentnutzung können beide Unternehmen ihre
individuellen Innovationsvorhaben ungehindert
und ohne Verzögerungen weiter vorantreiben
und ihre Lösungen schneller und effizienter in
den Markt bringen.
„Die gemeinsame Patentnutzung ist ein
starkes Signal und schafft auf beiden Seiten Planungssicherheit
und somit Vorteile für unsere
Kunden. Gleichzeitig können wir unsere Entwicklungsarbeit
ohne Einschränkungen fortsetzen“,
erklärt Gerhard Koblenzer als geschäftsführender
Gesellschafter von LPW.
Auch Stefan Schaal, geschäftsführender
Gesellschafter von MAFAC, betont die Vorteile
der Einigung: „Diese Lösung ist konstruktiv und
fair. Also typisch mittelständisch. Sie ermöglicht
beiden Unternehmen ihre individuellen Stärken
voll auszuschöpfen und unsere Kunden von
kontinuierlichen Innovationen profitieren zu
lassen.“
„Natürlich besteht weiterhin eine Wettbewerbssituation,
wie bisher auch. Inhabergeführter
Mittelstand ermöglicht aber darüber hinaus
dort Kompromisse, wo andere schon lange abwinken“,
sind sich beide Geschäftsführer einig.
Win-Win-Situation mit Blick in die Zukunft
Die Vereinbarung stellt eine klare Win-Win-Situation
dar: LPW und MAFAC reduzieren die
Risiken eines Rechtsstreits und vermeiden weitere
Verzögerungen, die ein langwieriges Verfahren
mit sich gebracht hätte. Darüber hinaus
stärken die Unternehmen ihre individuelle Innovationskraft
und können sich auf den Wettbewerb
im Markt konzentrieren. Mit diesem
Schritt setzen MAFAC und LPW ein Zeichen,
welches den technologischen Fortschritt beschleunigt
und gleichzeitig die Interessen beider
Unternehmen wahrt.
März 2026
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
in den nächsten Tagen ist es wieder soweit:
Die LOUNGES 2026 öffnen die Messetore!
Mit einem Rekord an Ausstelleren. Und ein Rekord
an Besuchern wird erwartet.
Wir erwarten Sie dort ebenfalls:
Reinraum Online finden Sie auf dem Stand I 3.4.1
Vorab jedoch ein paar aktuelle Informationen aus
der Reinraum Branche:
> Gemeinsame Nutzung eines Schlüsselpatents –
Einigung stärkt Innovationskraft beider Seiten
> Siemens-Studie definiert Standards für
Sicherheit, Effizienz und Flexibilität
in Life Science-Laboren neu
> Warum ist eine Reinraumschulung wichtig?
> Neuer Reinraum stärkt Wettbewerbsfähigkeit
> The roadmap to net zero in life science labs
> Höchste Sauberkeit
– nicht nur ein Reinigungsprozess
> . . .
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
LPW Reinigungssysteme GmbH
Industriestraße 19
D 72585 Riederich
Telefon: +49 7123 38040
eMail: info@lpw-cleaning.de
Internet: http://www.lpw-cleaning.de
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Seite 3/79
Siemens-Studie definiert Standards
für Sicherheit, Effizienz und Flexibilität
in Life Science-Laboren neu
– Weltweit erster unabhängiger Vergleichstest von Laborlüftungssystemen
unter realen Belastungsbedingungen liefert bahnbrechende Erkenntnisse
– Ergebnisse lassen sich direkt auf Planung, Optimierung und Betrieb
von Laboren weltweit anwenden
– Siemens entwickelt Smart Lab Ecosystem weiter, um die Labore
der Zukunft sicherer, anpassungsfähiger und nachhaltiger zu machen
PEARL Project-Setup
Im Rahmen des Projekts PEARL haben wir drei führende Lüftungssysteme unter
identischen, kontrollierten Bedingungen in unserem Pilotlabor in Zug getestet. Wir haben
neun Leistungsfaktoren gemessen – von der Partikelentfernungsgeschwindigkeit über
den Benutzerkomfort bis hin zur Lüftungseffizienz – mithilfe von Wärmelasten,
intelligenten Sensoren, Aerosolrückgewinnungstests und Laservisualisierung.
Siemens hat die Ergebnisse einer umfassenden
unabhängigen Studie zur Laborlüftung
im Bereich Life Sciences vorgestellt.
Die Studie wurde zwischen November 2024
und Februar 2025 in Zusammenarbeit mit
der H. Lüdi + Co. AG, einem Anbieter von
Komponenten und Systemlösungen für moderne
Labore und Siemens Xcelerator-Partner,
durchgeführt. Die Hochschule Luzern
(HSLU) in der Schweiz wurde als unabhängiges
Forschungs- und Prüfinstitut mit der
Durchführung aller Messaktivitäten beauftragt.
Das Projekt mit dem Namen PEARL
war das weltweit erste dieser Art, bei dem
verschiedene Lüftungs- und Luftverteilungsanlagen
für Labore unter kontrollierten,
realen Bedingungen verglichen wurden.
Während der Testphase wurden drei
verschiedene Luftzufuhranlagen in sieben
unterschiedlichen Konfigurationen unter
vergleichbaren Bedingungen geregelt und
gemessen und bis an ihre Grenzen belastet.
Daraus ergeben sich einzigartige Datenerkenntnisse
für jedes System, die den
Vergleich bestimmter Situationen unter
Berücksichtigung diverser Faktoren wie
Sicherheit und Kontaminationskontrolle,
Benutzerkomfort, Systemflexibilität, Anpassungsfähigkeit
und Lüftungseffizienz
ermöglichen.
Die Studie zeigt, dass eine präzise Volumenstromregelung
entscheidend ist für
mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in
Laborumgebungen. Eine Überversorgung
mit Luft kann kontrollierte Bedingungen
beeinträchtigen sowie zu höheren Kosten
und höheren CO₂-Emissionen führen.
Auffallend war, dass in einigen Szenarien
weniger als die Hälfte der Luftmenge benötigt
wurde, wodurch eine um 45 Prozent
bessere Belüftungseffizienz erreicht und
eine bessere Abführung von gefährlichen
Gasen und Wärme nachgewiesen wurde.
Ein besser kontrollierter Volumenstrom
führte außerdem zu einer bis zu 29 Prozent
schnelleren Erholzeit nach simuliertem Ver-
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schütten, was die Sicherheit und den Komfort
der Nutzer direkt verbessert. Darüber
hinaus empfiehlt das Projekt PEARL eine
Abkehr von der Gestaltung von Laborräumen
für einen einzigen, spezifischen Verwendungszweck
hin zur Schaffung flexibler
Umgebungen der nächsten Generation, die
von null bis zu 300 Watt pro Quadratmeter
skalierbar sind. Diese fortschrittlichen Systeme
sind optimal dimensioniert und kontrolliert
und liefern genau die Luftmenge,
die für die Aufrechterhaltung von Sicherheit
und Komfort erforderlich ist. Gleichzeitig
sparen sie Energie und reduzieren CO₂-
Emissionen.
Während der Durchführung der physischen
Tests erstellte Siemens ein digitales
Modell des gesamten Projektaufbaus, einschließlich
Simulation der Tests selbst. „Der
Vergleich unseres digitalen Modells aus
dem Projekt PEARL mit realen Messungen
ergab eine erstaunliche Genauigkeit. Dank
dieser validierten Erkenntnisse können wir
die Leistung, Sicherheit und den Komfort
zukünftiger Labordesigns direkt im digitalen
Zwilling optimieren“, sagte Tim Walsh,
Global Solution Director für Life Sciences
bei Siemens Smart Infrastructure.
Aufgrund von Investitionen in Forschung
und Entwicklung, Innovationen in
der Biotechnologie und einer wachsenden
Pipeline neuer Medikamente steigt
die Nachfrage nach Laborflächen in allen
Schlüsselregionen. Allein im Vereinigten
Königreich werden Schätzungen zufolge in
den nächsten fünf Jahren eine Million Quadratmeter
an zusätzlichen Laborflächen
benötigt, um den prognostizierten Forschungsbedarf
zu decken. Die Ergebnisse
der Studie tragen dazu bei, den dringenden
Bedarf an sichereren, flexibleren und energieeffizienten
Laboren zu decken.
Basierend auf den Erkenntnissen aus
dem Projekt PEARL hat Siemens das Smart
Lab Ecosystem (SLE) weiterentwickelt. Das
SLE ist ein modulares Infrastruktur-Kit, mit
dem sich hochgradig anpassungsfähige und
skalierbare Laborumgebungen schaffen lassen,
die auf spezifische Forschungsbedürfnisse
zugeschnitten werden können – von
der Grundlagenforschung bis hin zu Hochsicherheitslaboren.
Es ermöglicht eine um
bis zu 80 Prozent schnellere Planung und
Konfiguration aller Arten von Laborumgebungen
bis hin zur Biosicherheitsstufe 2.
„Das Projekt PEARL ist bahnbrechend
für die Laborindustrie“, fügte Walsh hinzu.
„Zum ersten Mal verfügen wir über reale Daten,
die unsere digitalen Modelle nicht nur
bestätigen, sondern uns auch ermöglichen,
diese zu verfeinern und Labore zu entwickeln,
die hinsichtlich Sicherheit, Komfort
und Effizienz wirklich optimal sind.
Das Smart Lab Ecosystem baut auf dieser
Grundlage auf und bietet unseren Kunden
eine komplette, schlüsselfertige Lösung, die
sowohl innovativ als auch zukunftssicher ist.
Wir bauen nicht einfach nur Labore, sondern
schaffen intelligente Umgebungen, die
wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigen
und den Fortschritt auf Jahre hinaus
vorantreiben werden.“
Siemens AG
D 80333 München
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Seite 5/103
Warum ist eine Reinraumschulung wichtig?
Der Reinraum ist einer der sensibelsten Bereiche im Unternehmen. Deshalb erfordert
die Reinigung Fach- und Anwendungswissen. Genau darin schult Piepenbrock
seine Mitarbeiter praxisnah im eigenen Reinraum-Trainingszentrum
in Osnabrück. Seit November 2024 trainiert der Gebäudedienstleister auch Fachkräfte
aus aseptischen Bereichen – mit einem Zusammenspiel aus Theorie, Praxis
und Virtual Reality.
Ob in der pharmazeutischen Produktion,
Medizintechnik oder Halbleiterindustrie:
Reinräume gibt es dort, wo höchste Anforderungen
an die Produktsicherheit gestellt
werden. Dabei geht es um Partikel und
Keime – nicht nur in der Luft. In Gesetzen,
Normen und Richtlinien sind die Vorgaben
an die Arbeit in sensiblen Produktionsumgebungen
geregelt. „Um in einem Reinraum
arbeiten zu dürfen, müssen Mitarbeiter eine
Schulung mit anschließender Erfolgskontrolle
durchlaufen und nachweisen. In sterilen
Bereichen ist dafür eine sogenannte B-
Qualifizierung notwendig“, erklärt Norbert
Gürke, Leiter Technisches Management
Reinraumreinigung bei Piepenbrock. Doch
Reinraumschulungen sind weit mehr als
formale Pflicht, führt Gürke aus. „Die Schulungen
leisten einen wesentlichen Beitrag
zur Qualitätssicherung. Sie vermitteln die
zentralen Anforderungen an das Verhalten
und die Reinigungstechniken. Sie schaffen
Verständnis für Reinraumvorgaben und
-Prozesse und helfen, Kontaminations- und
Fehlerquellen zu minimieren. Dadurch stärken
sie sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter
als auch die Compliance.“
Was sind Inhalte einer
Reinraumschulung?
In Reinraumschulungen lernen Reinraumkräfte
alles, was sie für die Arbeit in sensiblen
Umgebungen wissen müssen. Das regelmäßige
Training stellt sicher, dass Personen, die
in einem Reinraum arbeiten, die speziellen
Material-, Verhaltens- und Ankleideregeln
sowie damit einhergehende Risiken kennen
und berücksichtigen. Neben Wissen erlangen
sie Sicherheit für ihre Tätigkeit. „Die
Teilnehmer erkennen den Zusammenhang
zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem
Einfluss auf die Qualität und Sicherheit im
Reinraum. Es geht darum zu verstehen, welchen
Einfluss Partikel, Mikroorganismen
und andere Verunreinigungen auf die Produktqualität
haben und wie sie wirksam verhindert
werden“, erklärt Gürke. Das sei entscheidend.
„Mit der richtigen Handhabung
von Materialien und Equipment lassen sich
Keime und Partikel minimieren und Kreuzkontaminationen
vermeiden. Gelingt das
nicht, kann das erhebliche negative Auswirkungen
haben – gesundheitlich, technisch
und wirtschaftlich.“
Mitarbeiter schulen für das Arbeiten
im Reinraum
(Bildquelle: Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG)
In der Reinraumreinigung von Piepenbrock
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ist Personalschulung die wichtigste Säule. Die Fachabteilung
hat dazu ein umfangreiches Schulungsangebot
auf die Beine gestellt. „Wir bilden unsere Objektleiter
zu Reinraumverantwortlichen aus. Reinigungskräfte
durchlaufen eine dreiteilige Erstausbildung. Und für
Mitarbeiter im Vertrieb und Niederlassungsleiter bieten
wir Grundlagenschulungen an“, schildert Gürke. Die
Lerneinheiten setzt Piepenbrock entweder im eigenen
Reinraum-Trainingszentrum oder direkt in den Objekten
beim Kunden um. Praxisnah und nach klaren Vorgaben:
„Wir dokumentieren alle Schulungen für Reinigungskräfte
und Reinraumverantwortliche auditkonform.
Mindestens einmal im Jahr ist eine Wiederholung
Pflicht. Unsere Reinigungskräfte können die Wiederholungsschulungen
ganz bequem per E-Learning durchlaufen“,
sagt Gürke. Für beste Schulungsergebnisse geht
der Dienstleister innovative Wege. Seit 2025 schult Piepenbrock
seine Reinraumkräfte mit der Unterstützung
von Virtual Reality (VR).
Individuelle Reinraumschulung
für Fachkräfte
Doch das Schulungsangebot von Piepenbrock geht über
die eigenen Reinraumkräfte hinaus. „Auf Wunsch schulen
wir Fachkräfte mit einem individuellen Konzept,
das zu ihrem Arbeitsalltag passt. Wir ermöglichen Trainingseinheiten
mit und ohne VR, auch beim Kunden vor
Ort“, erläutert Gürke. Den VR-Simulator von Innerspace
setzt der Gebäudedienstleister auch in seiner GMP-
Reinraumschulung ein. „Das zweitägige Training bieten
wir quartalsweise in unserem Reinraum-Trainingszentrum
in Osnabrück an. Es vereint theoretisches Wissen
und praktische Übungen mit VR“, sagt Gürke. Das Angebot
richtet sich an Fachkräfte, die regelmäßig in aseptischen
Reinraumbereichen tätig sind. Dazu gehören
Fachpersonal der Pharmaindustrie und Biotechnologie
aus der Produktion, Abfüllung, Qualitätssicherung und
Technik sowie Apothekenmitarbeiter. Da die Schulung
bei der Apothekenkammer Niedersachsen gelistet ist,
erhalten Teilnehmer 16 Weiterbildungspunkte. Gürke
erklärt die Vorteile: „Schulungsteilnehmer tauchen mit
dem Simulator in eine dreidimensionale realistische Arbeitsumgebung
ein. Über die VR-Brille sehen sie Verunreinigungen,
die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Die
Fachkräfte können ihr Wissen aus der Schulung festigen
und in unserem Reinraum-Trainingszentrum praktisch
umsetzen.“
Interessenten an dem Schulungsangebot von Piepenbrock
erhalten unter https://www.piepenbrock.de/gmpreinraumschulung/
weitere Informationen.
Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
Ehrenbreitsteiner Straße 44 D 80993 München
Telefon: +49 89 17878984
eMail: reinraum@piepenbrock.de
Internet: https://www.piepenbrock.de/dienstleistungen/
reinraumreinigung.html
NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
Seite 7/79
Ausbau für Fertigung von Wasseraufbereitungsanlagen im Pharma-,
High-Purity- und Wasserstoff-Bereich
EnviroFALK PharmaWaterSystems:
Standorterweiterung mit
symbolischem Mauerdurchbruch
EnviroFALK PharmaWaterSystems setzt ein sichtbares Zeichen
für Wachstum und Zukunftsausrichtung: Statt eines klassischen
Spatenstichs griff die Geschäftsleitung zum Vorschlaghammer und
eröffnete die Standorterweiterung mit einem symbolischen Mauerdurchbruch.
Mit diesem Akt beginnt offiziell die Umgestaltung und
Integration der neu erworbenen Nachbarimmobilie. In den kommenden
Wochen wird das Gebäude baulich mit dem Hauptstandort
verbunden und für den Ausbau vorbereitet.
Durch die zusätzlichen 3.600 m² entsteht mehr Platz für weitere
Fertigungsstraßen und einen deutlich verbesserten Anlagenfluss.
Die einzelnen Schritte im Anlagenbau, von der Vormontage über die
Fertigung bis zu Test und Qualitätsprüfung, können künftig geradliniger
und schneller durchlaufen werden. Die räumliche Nähe von
Engineering und Anlagenbau erleichtert Abstimmungen und beschleunigt
die Umsetzung. Die Erweiterung ist ein wichtiger Schritt,
um die steigende Nachfrage im Pharma-, High‐Purity- und Wasserstoff-Bereich
zuverlässig zu bedienen.
Ein klares Signal für Wachstum
Ulrich Träger. Geschäftsführer von EnviroFALK „„Für mich ist dieser
Mauerdurchbruch etwas Besonderes. Mein Vater hat das Unternehmen
aufgebaut und jetzt zu sehen, wie es weiterwächst und wie viel
Zukunft hier entsteht, ist ein gutes Gefühl.“ Eva Bitter, Geschäftsführerin
von EnviroFALK PharmaWaterSystems ergänzt: „Und genau
diese Zukunft spüren wir schon jetzt. Die neuen Flächen geben
uns ordentlich Schub, um noch schneller und flexibler zu werden.
Diese Erweiterung setzt eine Dynamik frei, die man im gesamten
Team spürt.“
Kompetenzen unter einem Dach
Mit der Standorterweiterung in Leverkusen bündelt EnviroFALK
PharmaWaterSystems künftig noch mehr technologische Kompetenz
und Fertigungskapazität für Wasseraufbereitungsanlagen im
Pharma-, High-Purity- und Wasserstoffbereich.
Die räumliche Nähe aller relevanten Bereiche verkürzt Abstimmungswege,
verbessert den fachübergreifenden Austausch und beschleunigt
Entwicklungs- und Produktionsprozesse deutlich. „Ziel
ist es, unsere Projekte noch effizienter umzusetzen und gleichzeitig
die steigenden Anforderungen am Markt zuverlässig zu erfüllen“,
betont Eva Bitter.
EnviroFALK PharmaWaterSystems GmbH
Maybachstraße 29
D 51381 Leverkusen
Telefon: +49 2171 7675 0
eMail: info@envirofalk-pharma.com
Internet: http://www.envirofalk-pharma.com
Standorterweiterung mit symbolischem Mauerdurchbruch. Von links
nach rechts: Ulrich Träger, Steffen Kern und Eva Bitter, Geschäftsleitung
von EnviroFALK PharmaWaterSystems.
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Seite 8/79
Die Konstruktion und Umsetzung des Reinraumes übernahm
der item pluspartner PETEK Reinraumtechnik, der auf das
bewährte Profil-System von item setzte.
Partnerschaft für Präzision in der Medizintechnik
Die Otto Rüttgers GmbH in Solingen
produziert Skalpellklingen und -halter, die
höchsten medizintechnischen Anforderungen
entsprechen müssen. Mit dem Umzug
an einen neuen Standort errichtete das Unternehmen
einen neuen Reinraum der Klasse 7,
der auch künftige regulatorische
Anforderungen sicher erfüllt.
Neuer Reinraum stärkt
Wettbewerbsfähigkeit
der Otto Rüttgers GmbH
Präzision und Sicherheit für sensible Anwendungen – die Otto Rüttgers GmbH &
Co. KG fertigt Skalpellklingen und -halter, die höchsten medizintechnischen Anforderungen
entsprechen. Um die Qualität ihrer Produkte dauerhaft abzusichern
und auch künftige gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, investierte das Unternehmen
in einen neuen Reinraum. Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem
item pluspartner PETEK Reinraumtechnik – auf Basis bewährter Komponenten
aus dem item Systembaukasten.
Die Otto Rüttgers GmbH & Co. KG mit Sitz
in Solingen ist auf die Herstellung von Skalpellklingen
und -haltern spezialisiert und
blickt auf eine über 170-jährige Unternehmensgeschichte
zurück. Als Anbieter von
Medizinprodukten beliefert das Unternehmen
medizinische Einrichtungen weltweit.
Höchste Qualitätsstandards und umfassende
regulatorische Anforderungen prägen
den Alltag des rund 35-köpfigen Teams.
Pro Jahr produziert Otto Rüttgers etwa zehn
Millionen Produkte für den internationalen
Markt, mit einem besonderen Schwerpunkt
auf den USA. Geschäftsführer Ralf Zimmermann
hat das Unternehmen im Jahr 2020
übernommen und setzt gezielt auf technologische
Weiterentwicklung sowie zukunftsfähige
Produktionsprozesse.
Projektstart mit klarer
Aufgabenverteilung
Mit dem Umzug an einen neuen Standort
plante die Otto Rüttgers GmbH & Co. KG die
Errichtung eines Reinraums, der nicht nur
den bestehenden Raum ersetzen, sondern
auch eine höhere Reinraumklasse (Klasse 7)
aufweisen sollte. Ziel war es, auch zukünftige
regulatorische Anforderungen sicher zu
erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit des
Unternehmens langfristig zu stärken. Der
Erstkontakt zu item entstand im Rahmen
eines anderen Projekts. Nach der Besichtigung
des item Cleanroom Centers (icc) am
Hauptsitz in Solingen war für Geschäftsführer
Ralf Zimmermann klar, dass er mit
item den richtigen Partner für sein Projekt
gefunden hatte. Das icc ist ein exklusiver
Showroom, in dem den Besuchern modulare
Reinraumlösungen in Aktion präsentiert
werden. Von begehbaren Reinräumen bis
hin zu Maschinenkabinen mit Live-Strömungsvisualisierung
können sie hier die
Vielseitigkeit des item Systembaukastens
erleben. Die gezeigte Lösung überzeugte,
war aber in ihrer Standardausführung nicht
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vollends auf die individuellen Anforderungen
von Otto Rüttgers zugeschnitten. Um
eine maßgeschneiderte Realisierung zu
ermöglichen, empfahl item den zertifizierten
pluspartner PETEK Reinraumtechnik
GmbH aus Radolfzell. PETEK verfügt über
umfassendes Know-how in der Reinraumtechnik
und entwickelt passgenaue Lösungen
auf Basis von item Komponenten. Die
klare Aufgabenverteilung – Konstruktion
und Umsetzung bei PETEK, Komponentenlieferung
und technische Unterstützung
durch item – war für Otto Rüttgers ebenso
ausschlaggebend wie die räumliche Nähe
des Ansprechpartners item.
Maßgeschneiderter Raum
aus item Profilen
Für die Realisierung des Reinraums setzte
PETEK Reinraumtechnik auf das bewährte
Profil-System von item. Damit lässt sich
eine stabile, flexible und zugleich optisch
hochwertige Konstruktion umsetzen, die
den hohen Anforderungen in der Medizintechnik
entspricht. Das Grundgerüst des
Reinraums besteht vollständig aus item Profilen,
während Flächen, Kunststoffkanäle
und weitere spezifische Bauteile von PE-
TEK gefertigt wurden. Der neue Raum misst
rund 5,1 Meter in der Länge, 4,1 Meter in der
Breite und 3,5 Meter in der Höhe – kompakt
dimensioniert und zugleich optimal auf die
Produktionsabläufe bei Otto Rüttgers zugeschnitten.
Auch eine teilbegehbare Decke
wurde integriert, um Wartungsarbeiten an
Filtereinheiten und Klimagerät zu ermöglichen.
Im unteren Bereich des Raumes ist
ein umlaufender Spalt von etwa vier Zentimetern
zwischen Boden und Wänden. Über
diesen entweicht die gefilterte Luft kontrolliert
nach außen, wodurch im Reinraum
ein konstanter Überdruck entsteht. So wird
zuverlässig verhindert, dass Partikel von außen
eindringen können. Bei der Konstruktion
des Reinraumes spielt das Einfasssystem
X 8 von item eine besondere Rolle: Diese
modulare Flächenbefestigung ist speziell
für den Einsatz in Reinräumen entwickelt
und eignet sich sowohl für Wände als auch
für Decken. Durch die Kombination von
Basisprofil, Abdeckungen aus Aluminium
und Dichtungen entstehen glatte, leicht zu
reinigende Oberflächen, die frei von schwer
zugänglichen Spalten sind. So werden typische
Schwachstellen vermieden, an denen
sich Partikel ablagern könnten. Besonders
relevant ist dieser Aspekt im Hinblick auf
die „Gute Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing
Practice, GMP). Die von der Europäischen
Kommission formulierten Leitlinien
definieren strenge Anforderungen an
Produktionsumgebung und -abläufe in der
Arzneimittel- und Medizinprodukteherstellung.
Ziel ist es, Qualität, Wirksamkeit
und Unbedenklichkeit dauerhaft zu sichern.
Reinräume müssen daher so ausgelegt sein,
dass eine zuverlässige Reinigung und Kontrolle
jederzeit möglich sind. „Wir haben das
Einfasssystem von item in diesem Projekt
zum ersten Mal eingesetzt“, erklärt Stanislav
Klopot, General Manager bei der PETEK
Reinraumtechnik GmbH. „Die Handhabung
in der Konstruktion hat uns überzeugt – und
wir sehen darin großes Potenzial für weitere
Reinraumprojekte.“ Dabei ist das Einfasssystem
nur ein Beispiel für die Vielseitigkeit
des item Systembaukastens für die reine
Produktion. Dieser bietet eine breite Palette
an Produkten, die speziell für den Einsatz
in Reinräumen entwickelt wurden. Dank
des modularen Aufbaus und der Flexibilität
des Systems entstehen Konstruktionen,
die weit über Standardlösungen hinausgehen.
Jedes Bauteil – von den Profilen über
Flächenbefestigungen bis hin zu den Einfasssystemen
– ist durchdacht, leicht kombinierbar
und ermöglicht eine individuelle
Anpassung an die jeweiligen Anforderungen.
Damit schafft item eine perfekte Basis
zur Realisierung maßgeschneiderter Reinraumsysteme
und Anpassung an spezifische
Produktionsprozesse.
Sicherer Produktionsprozess
dank Materialschleuse
Eine besondere Anforderung an den neuen
Reinraum war die Integration einer
Materialschleuse. Sie stellt sicher, dass
die Skalpellklingen nach der Reinigung
ohne Kontakt zur Umgebungsluft direkt in
die Verpackung gelangen. Zuvor werden
die Skalpelle außerhalb des Reinraums
in einem separaten Bereich gereinigt, der
ebenfalls hohen hygienischen Standards
unterliegt. Anschließend gelangen sie über
die Materialschleuse unmittelbar in den
Reinraum, wo sie mithilfe automatisierter
Verpackungsmaschinen in sterile Folienverpackungen
eingeschweißt werden. Diese
bestehen aus einer durchsichtigen und
einer undurchsichtigen Folienseite, die
mittels Wärmetechnik versiegelt werden.
Durch den verkürzten Transportweg von der
Die Zusammenarbeit erwies sich als Gewinn:
PETEK steuerte das spezialisierte Reinraum-
Know-how bei, während item als zuverlässiger
Partner vor Ort eine kontinuierliche Unterstützung
sicherstellte. Von links: Stefan Denker,
PETEK, und Ralf Eickhorn, item.
Eine besondere Anforderung an den neuen Reinraum war die Integration einer Materialschleuse.
Sie stellt sicher, dass die Skalpellklingen nach der Reinigung ohne Kontakt zur Umgebungsluft
direkt in die Verpackung gelangen.
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Reinigung zur Verpackung wird das Risiko
einer Kontamination deutlich minimiert.
„Die Materialschleuse war für uns unverzichtbar,
um die hohen Anforderungen an
sterile Medizinprodukte zu erfüllen“, erklärt
Ralf Zimmermann, Geschäftsführer der
Otto Rüttgers GmbH & Co. KG. „So können
wir sicherstellen, dass unsere Produkte unmittelbar
nach der Reinigung in die sterile
Verpackung gelangen – ein entscheidender
Schritt für die Qualitätssicherung.“
Umsetzung in enger Zusammenarbeit
Die Umsetzung des Reinraums erfolgte in
enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten.
Während PETEK Reinraumtechnik für
Konstruktion und Fertigung verantwortlich
war, übernahm das Team von Otto Rüttgers
die Montage am neuen Standort in Eigenregie.
Um den Aufbau zu erleichtern, wurden
die Wandelemente und die teilbare Decke
bei PETEK vorgefertigt, anschließend
transportgerecht zerlegt und nach Solingen
geliefert. Besonderen Wert legte Otto Rüttgers
dabei auf eine verlässliche Begleitung
während der gesamten Projektphase. Hier
konnte item seine Stärke als Partner vor
Ort ausspielen, übernahm die kurzfristige
Bereitstellung fehlender Komponenten
und die persönliche Unterstützung auf der
Baustelle. So verlief die Montage zügig und
der Reinraum konnte termingerecht fertiggestellt
werden. „Die enge Zusammenarbeit
mit item war für uns ein wesentlicher Erfolgsfaktor“,
betont Ralf Zimmermann. „Es
war immer jemand ansprechbar und wir
konnten uns darauf verlassen, dass wir sofort
die nötige Unterstützung bekommen.“
Ergebnis: mehr Sicherheit und
Zukunftsfähigkeit
Mit dem neuen Reinraum verfügt die Otto
Rüttgers GmbH & Co. KG nun über eine
Produktionsumgebung, die den regulatorischen
Anforderungen entspricht und zugleich
Raum für zukünftige Entwicklungen
lässt. Die hochklassige Konstruktion aus
item Profilen in Kombination mit der Expertise
von PETEK Reinraumtechnik ermöglicht
eine zuverlässige und hygienische
Verarbeitung der Skalpellklingen und -halter.
Durch die Erhöhung von Reinraumklasse
8 auf Klasse 7 konnte das Unternehmen
seine Qualitätsstandards deutlich anheben
und die Basis für weitere Zertifizierungen
schaffen. Die integrierte Materialschleuse
gewährleistet dabei einen lückenlosen
Übergang von der Reinigung in die Verpackung
und trägt entscheidend zur Sicherheit
des gesamten Prozesses bei.
Auch die Zusammenarbeit erwies sich
als Gewinn: PETEK steuerte das spezialisierte
Reinraum-Know-how bei, während
item als zuverlässiger Partner vor Ort eine
kontinuierliche Unterstützung sicherstellte.
So entstand eine maßgeschneiderte Lösung,
die Otto Rüttgers neue Marktchancen
eröffnet und die Produktion langfristig
absichert. Darüber hinaus bietet der neue
Standort zusätzliche Möglichkeiten für die
Zukunft: Während bisher nur im Einschichtbetrieb
produziert werden konnte, schafft
der Reinraum nun die Grundlage für einen
flexiblen Zweischichtbetrieb – ein wichtiger
Schritt zur Erweiterung der Produktionskapazitäten.
item Industrietechnik GmbH
D 42699 Solingen
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The roadmap to net zero
in life science labs
Author: Tim Walsh, Global Solution Director for
Life Sciences at Siemens Smart Infrastructure
Life science facilities are some of the toughest
challenges in the race to decarbonize
– given their high energy consumption. The
good news is technology is here to help. Not
only for decarbonization, but also for energy
security and cost reduction.
In our most recent Siemens Infrastructure
Transition Monitor, which brought together
insights from 1,400 executive respondents
across 19 countries, more than half of
industrial leaders (63%), including pharmaceutical
companies, view digitalization as a
critical enabler of the transition towards net
zero, with AI emerging as the most important
technology to achieve it.
This is especially valuable for labs. AI
can analyze vast streams of data to optimize
operations, spot energy inefficiencies invisible
to the human eye, and help facilities
reduce emissions without putting product
quality or compliance at risk.
However, it is also true that AI demand
is generating more power consumption,
which can impact overall decarbonization
goals. Yet life science facilities are already
proving AI’s value through measurable operational
gains today, emerging autonomous
capabilities demonstrating clear potential
for transformative impact.
In fact, AI has already started to be
embedded in products and platforms. For
example, to help automate and control
Heating, Ventilation and Air Conditioning
(HVAC). By using HVAC equipment data
along with weather and, in some scenarios,
occupancy data, it defines the optimal conditions
in a room or zone of a building. This
effectively creates a self-adjusting system
that predicts the ideal conditions and then
operates the HVAC more efficiently.
This isn’t theoretical, it’s happening
right now in energy-intensive critical environments
– labs, production facilities and
controlled storage – where precise environmental
control is essential for both compliance
and energy efficiency. The results are
measurable – pharma and life science facilities
implementing intelligent HVAC controls
in these critical spaces are achieving
significant monthly energy savings.
Many pharma organizations are also
looking further ahead. The shift from smart
to autonomous technology is gaining mo-
Example of a laboratory ecosystem.
mentum, with 60% of industrial leaders saying
the benefits outweigh the costs. For labs,
laying the foundations for this shift means
thinking about getting your systems to work
together and smart data platforms now,
which will ultimately allow them to move
faster and more effectively towards net zero.
But let’s not get too far ahead of ourselves.
My goal with this article is to get specific
about how labs can start applying the digital
tools that already exist - meeting today’s
practical needs and then build on them
gradually, in a way that fits their operational
model, whether they’re a global pharma giant
or a smaller research lab.
Stage 1: See what’s happening
Think of it as giving your lab a nervous system.
By strategically placing sensors on critical
equipment and systems - from cleanroom
HVAC units and ultra-low temperature
freezers to fume hoods, incubators and
autoclaves - you can see exactly how energy
is being used, and where it’s being wasted.
The result is a real-time picture of
energy consumption, equipment health,
environmental conditions and overall performance.
This makes it far easier to target
the areas that matter most, for example, a
freezer running outside its optimal temperature
band or a cleanroom airflow pattern
consuming more air changes per hour than
required by standards.
Small-scale labs: Implementing just a
handful of low-cost IoT sensors can deliver
quick wins and tangible savings, without requiring
a major IT investment.
Stage 2: Get your systems talking
Right now, lab systems often work in silos
– HVAC doing one thing, freezers another.
By connecting these into a single digital environment,
you break down those silos and
start to see the whole picture - how one system
affects another.
The key here is that you need the solid
foundations of a robust building management
platform. These platforms handle the
heavy lifting and act as a central hub that
links different lab systems, analyze thousands
of data points in real time and create
the framework for AI to later act with the
greatest impact. When AI has a complete
operational picture, it can make intelligent
decisions – about anything from cleanroom
airflow to freezers and security systems.
Small-scale labs: Even connecting just
your HVAC and fume hoods to one shared
dashboard can unlock valuable insights and
savings.
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digital controls that optimize performance
and enable preventative maintenance.
Supported by €1 million ($1.2 million)
in government subsidies, the project now
saves around €925,000 ($1.09 million) annually
and cuts 2,400 tons of CO₂ emissions
each year.
Small-scale labs: While not always feasible
for a single lab, at campus or portfolio level
this approach is a powerful lever for both
decarbonization and cost control.
Stage 6: Let the lab run itself (almost)
Stage 3: Build a digital twin
This is where things start to accelerate.
A digital twin creates a virtual version of
your lab so you can safely test changes - like
adjusting airflow or optimizing equipment
schedules - before doing anything in the
real world. This isn‘t just a fancy 3D model
– it‘s a working copy that shows you how all
your lab systems interact in real-time.
Digital twins bring together dynamic
and static data from multiple sources, delivering
real-time understanding that dramatically
improves decision making, advanced
planning and optimization potential. Digital
twins also allow engineers to model different
scenarios and assess outcomes before
implementation. It can help labs move from
reactive management to proactive design,
showing managers where the biggest energy-saving
opportunities lie without risking
safety or compliance.
Small-scale labs: Many digital twin solutions
are now cloud-based services, lowering
the barrier to entry and enabling advanced
optimization without huge CapEx.
Stage 4: Apply AI intelligence
For lab and facility managers, AI integration
means moving beyond simple alerts to intelligent
systems that continuously analyze
energy demand and environmental conditions.
AI-powered systems can spot patterns
you’d miss, predict equipment failures and
recommend adjustments that balance energy
reduction with compliance and product
3D image of a
smart lab ecosystem.
quality.
A good example is the Life Science
Factory in Göttingen, Germany - proof that
AI isn’t just for pharmaceutical giants. This
3,300 m² shared facility with state-of-theart
labs, open offices and a prototyping
workshop for life science start-ups, uses
intelligent ventilation and automated light
and shade control via room automation to
optimize energy use. Air volume flows are
monitored with alerts if consumption is too
high. Other systems track energy supply
and highlight optimization potential. Together,
these systems ensure the Life Science
Factory operates at peak efficiency, while
maintaining the strict environmental conditions
required for cutting-edge life science
research.
Small-scale labs: Many AI platforms
now come with user-friendly interfaces, so
you don’t need a team of data scientists to
benefit. In shared facilities like the Life Science
Factory, start-ups and smaller companies
can also access advanced technologies
and scale them up as needed, without heavy
upfront investment.
Stage 5: Rethink your energy supply
Cutting consumption is only half the story -
how you generate and supply energy matters
just as much. Ferring GmbH recognized this
when building its new 15,000 m² facility for
research, labs and sterile cleanroom production
in Germany. The company invested in
a dedicated energy center with combined
heat and power plants, boilers, chillers and
air compressors, all managed by advanced
The end game is labs that self-optimize -
environmental systems automatically adjust
to occupancy and process demand, keeping
energy use to a minimum while meeting regulatory
standards. Facilities teams are freed
from firefighting and can focus on longterm
strategy and continuous improvement.
Going a step further, autonomous labs
could eventually interact with the wider
energy ecosystem. By shifting loads, storing
surplus renewables and providing flexibility
services back to the grid, they would become
active players in the clean energy transition.
Boehringer Ingelheim is already heading
that way, as Jan Fassbender, Head of Global
Facilities and Engineering, told us when interviewed
for our ITM 2025 research, with
AI helping to tailor the energy mix of each
site, helping many to become carbon neutral.
“We are shaping each site’s future energy
mix based on what‘s locally available now,
and what will be in 2030 or 2035,” Fassbender
explained. “These models rely on advanced
analytics and AI to simulate the mix of
electricity, storage, heat pumps and more.
These insights are invaluable when engaging
suppliers and grid partners. Fourteen
of our sites are already carbon neutral using
this data-driven approach.”
Small-scale labs: Even partial automation
- like predictive maintenance or automated
freezer monitoring - delivers measurable
savings and reduces operational risk.
Conclusion – A leadership opportunity
for the whole industry
Net zero isn’t just for the largest players.
Whether you’re running one research lab,
working from a shared lab space or operating
a global R&D network, there’s a clear
path forward - cutting emissions, saving
costs and showing regulators, investors and
employees that sustainability can be built
into the science.
Siemens AG
D 80333 München
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Neuer Elis Cleanroom-Standort
in Mannheim in Betrieb genommen
Als einer der führenden Marktteilnehmer gibt der internationale
Textil- und Hygienedienstleister Elis heute die Inbetriebnahme des
neuen Elis Cleanroom-Standorts in Mannheim, Baden-Württemberg,
bekannt. Nach Bad Windsheim und Beelitz ist Mannheim der
dritte Reinraum-Betrieb in Deutschland. Der neue Standort entstand
durch den Umbau eines bestehenden Flachwäschebetriebs,
den Elis zu einem modernen Cleanroom-Standort umgebaut hat.
Die Anlage in Mannheim verfügt über zwei Reinräume der Klasse
ISO 5. Alle Prozesse sind vollständig konform mit den EU Good
Manufacturing Practices (GMP) Annex 1. Am Standort können wiederverwendbare
Reinraumtextilien hygienisch und keimfrei aufbereitet
werden. Dazu zählen Unter- und Oberbekleidung für Reinräume,
Socken, Wischbezüge, Wischtücher und Vollschutzbrillen.
Mittels Autoklav ist eine Sterilisierung bei 121 bzw. 134 Grad Celsius
möglich.
Die Produktion startete Anfang Dezember 2025 mit zunächst
30 Mitarbeitenden. Der Standort wird in den kommenden Monaten
und Jahren schrittweise hochgefahren. In voller Auslastung und
maximaler Ausbaustufe kann der Betrieb mehr als 175.000 Teile pro
Woche bearbeiten und wird mehr als 100 Mitarbeitende beschäftigen.
Mit Mannheim betreibt Elis nun drei Reinraum-Wäschereien in
Deutschland. Weltweit umfasst das Reinraum-Netzwerk von Elis 34
Standorte in 18 Ländern.
François-David Tourneur, Country Manager Deutschland und
Österreich: „Mit der Inbetriebnahme des Elis Cleanroom Standorts
in Mannheim stärkt Elis seine Position als führender Partner
für Kontaminationskontrolle. Wir freuen uns, mit der Eröffnung des
Standorts die regionale Versorgung in Südwestdeutschland sicherzustellen.
Als größter Reinraum-Betrieb der Elis-Gruppe – gemessen
an der möglichen Produktions-Kapazität – spielt der Standort auch
eine wichtige Rolle für die Versorgung unserer Kunden in Europa.“
Elis Cleanroom GmbH
Hofmannstraße 13-19 D 91438 Bad Windsheim
Telefon: +49 9841 40140850 eMail: cleanroom.de@elis.com
Internet: https://de.elis.com/de
Italienischer Produktionsstandort:
Zweites Direct-Imaging-System im Reinraum
Am Standort in Mogliano Veneto hat die ALBA PCB Group einen
zweiten Reinraum der Klasse 10.000 in Betrieb genommen. Die kontinuierlich
dekontaminierte Umgebung ist speziell dafür ausgelegt,
modernste Direct-Imaging-Technologien für Leiterplatten aufzunehmen.
Das kürzlich installierte LDI-Ledia-System des japanischen Unternehmens
Screen Research zählt heute zu den technologischen
Spitzenlösungen für die Direktbelichtung von Photoresist und Lötstoppmaske.
Die innovative Multi-Wellenlängen-UV-LED-Technologie
gewährleistet höchste Belichtungspräzision und hebt sich von
konventionellen Lasersystemen durch hohe Energieeffizienz sowie
geringe Wärmeentwicklung ab.
Ledia ermöglicht eine schnelle und äußerst präzise Strukturierung
sowohl der Innen- und Außenlagen von Leiterplatten als auch
der Lötstoppmaske – mit Ergebnissen auf höchstem Qualitätsniveau:
– Auflösung bis zu 10.160 DPI (2,5 µm);
– Perfekte Haftung an Kontur und Geometrie des Substrats
Diese weitere Investition unterstreicht den Anspruch des Unternehmens,
den italienischen Produktionsstandort dauerhaft auf höchstem
technologischen Niveau zu betreiben und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
ALBA PCB Group
IT 31021 Mogliano Veneto (TV)
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Ecoclean: Feinst- und High Purity-Reinigung
Höchste Sauberkeit
– nicht nur ein Reinigungsprozess
Um sich eine zukunfts- und konkurrenzfähige Position im Markt zu sichern,
strukturieren zahlreiche Unternehmen ihr Produktangebot neu. Der Trend geht
dabei zu anspruchsvollen Lösungen für Hightech-Branchen. Verbunden damit
sind nicht nur höhere Ansprüche an die Präzision von Komponenten, sondern
auch extrem strenge Vorgaben hinsichtlich der partikulären und filmischen Sauberkeit,
die prozesssicher, wirtschaftlich und nachhaltig erreicht werden müssen.
Dies erfordert bei der Reinigung eine veränderte Herangehensweise ebenso
wie einen kritischen Blick auf die gesamte Produktionskette und das Fertigungsumfeld
sowie einen erfahrenen Partner.
ten handelt und aus welchen Materialien sie
gefertigt werden.
Sauberkeit bedarfsgerecht definieren
Dieser Trend stellt die Teilereinigung vor
herausfordernde Aufgabenstellungen. Denn
im Gegensatz zur klassischen Bauteilreinigung,
bei der üblicherweise größere Mengen
an Fertigungsrückständen, beispielsweise
Späne und Bearbeitungsmedien, abzureinigen
sind, geht es in der Feinst- und
High Purity-Reinigung darum, minimale
Restverunreinigungen zu entfernen. Die
Spezifikationen zur partikulären Sauberkeit
reichen bis in den Submikrometer-Bereich.
Bei filmischen Restkontaminationen sind je
nach Branche, Bauteil und dessen Einsatz
bis zu Nanolagen von beispielsweise orga-
Im Zuge der industriellen Transformation
setzen immer mehr Unternehmen auf die
Fertigung hochwertiger Produkte und Komponenten
mit guten Margen. Der Fokus liegt
auf Hightech-Branchen, die auch in Zukunft
eine stabile Nachfrage durch Wachstum
versprechen. Die in diesen Industriebereichen,
beispielsweise Halbleiter-Zulieferindustrie,
Elektronikfertigung, E-Mobility,
optischen und optoelektronischen Industrie,
Sensortechnik, Photonik, Dünnschichttechnologie,
Vakuum-, Laser- und Analysetechnik,
Luft- und Raumfahrt, sehr hohen
Anforderungen an die Fertigungspräzision
schließen die Sauberkeit der Bauteile ein.
Und das unabhängig davon, ob es sich um
kaum sichtbare Elektronikteile, millimeterkleine
Verbindungselemente, Präzisionsoptiken
oder metergroße Strukturkomponennischen
und anorganischen Rückständen,
ionischen Residuen und Reste von Mikroorganismen
prozesssicher und reproduzierbar
zu entfernen. In High Purity- Anwendungen,
beispielsweise der Herstellung von
Komponenten für die EUV-Lithographie,
sind darüber hinaus noch sogenannte Hydrogen
Induced Outgassing (HIO)-Stoffe zu
berücksichtigen.
Die bei der Reinigung zu erfüllenden
Vorgaben zur partikulären Sauberkeit erfolgt
durch Angabe der entsprechenden Oberflächenreinheitsklasse
(ORK) nach EN ISO
14644-9 (SCP – surface cleanliness by particle
concentration) beziehungsweise der
korrespondierenden VDI-Richtlinie 2083,
Blatt 9.1. Die filmisch-chemische, organische
und anorganische Oberflächenreinheit
wird meist durch individuelle Spezifikationen
beziehungsweise Werksnormen
definiert. Hinzu kommen gegebenenfalls
Ausgasungsraten, die über Massenspektrometer
ausgewertet werden.
Diese anspruchsvollen Aufgabenstellungen
erfordern anlagenseitig einen Partner,
der einerseits über umfassendes Technologie-Knowhow
sowie Wissen über die
Anwendungen und die physikalischen Zusammenhänge
verfügt. Andererseits sollten
Erfahrungen in diesem Reinigungsbereich
und entsprechende Testmöglichkeiten für
Reinigungsversuche unter produktionsnahen
Bedingungen vorhanden sein. Als
versierter Komplettanbieter zukunftsorientierter
und weltweit verfügbarer Lösungen
für die Feinst- und High Purity-Reinigung
erfüllt Ecoclean diese Anforderungen.
Reinigungsverfahren und Anlagentechnik
passend auswählen
Die in Hightech-Branchen sehr hohen Anforderungen an die Fertigungspräzision schließen die
Sauberkeit der Bauteile ein. Diese teils extrem strengen Vorgaben erfordern entsprechend ausgelegte
Reinigungsprozesse und -anlagen sowie eine angepasste Fertigungsumgebung. (Bildquelle:
Ecoclean)
Um diese sehr strengen Sauberkeitsspezifikationen
prozesssicher, reproduzierbar
und nachhaltig zu erfüllen, sind üblicherweise
mehrere Reinigungsschritte entlang
der Fertigungskette erforderlich. Bei der
Auswahl der für den jeweiligen Reinigungsprozess
optimalen Lösung spielen folgende
Fragestellungen eine Rolle: Aus welchem
Werkstoff ist das Teil gefertigt? Wie sind
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Verschiedene Verfahrenstechnologien wie
Spritz- und Ultraschallreinigung, Injektionsflutwaschen
und Pulsated Pressure Cleaning
(PPC) verstärken die Wirkung des Reinigungsmediums
und sorgen dafür, dass Verunreinigungen
auch aus schwer erreichbaren Werkstückgeometrien
schnell und prozesssicher
entfernt werden. (Bildquelle: Ecoclean)
Für die Prozessauslegung und Definition der Prozessparameter unter produktionsnahen
Bedingungen steht ein High Purity-Test Center mit Reinraum und verschiedenen Messund
Analyseverfahren zur Verfügung, in dem auch Lohnreinigungsaufträge durchgeführt
werden. (Bildquelle: Ecoclean)
Abhängig von den zu reinigenden Werkstücken
müssen definierte Verweilzeiten in
den verschiedenen Bädern genau eingehalten
werden, was sehr hohe Anforderungen an die
Prozesssteuerung stellt. (Bildquelle: Ecoclean)
Ob große Materialvielfalt, hohe Durchsatzanforderungen und/oder strenge
Sauberkeitsspezifikationen, modular aufgebaute Ultraschall-Mehrbadtauchanlagen
lassen sich effizient an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen – auch für die Integration
in beziehungsweise den Anschluss an einen Reinraum. (Bildquelle: Ecoclean)
Bei Kammeranlagen, wie diesem Zweikammer-
Reinigungssystem für wasserbasierte Prozesse,
werden Konstruktion, Anlagentechnik,
Medienführung und-aufbereitung speziell
an die spezifischen Anforderungen in der
Feinst- und High Purity-Reinigung angepasst.
(Bildquelle: Ecoclean)
Geometrie, Abmessungen und Gewicht des
Bauteils? Welche Verunreinigungen sind zu
entfernen? Welche Sauberkeitsvorgaben
müssen erreicht werden? Welches Reinigungsverfahren
und welche -chemie eignen
sich dafür? Auf dieser Basis lässt sich festlegen,
welche und wie viele Reinigungsschritte
mit welchem Medium und welchen Verfahrenstechnologien
erforderlich sind. Als
weitere Aspekte fließen in die Betrachtung
die erforderliche Qualität des Spülmediums
und die geeignete Trocknungstechnologie
ebenso ein wie das sauberkeitsgerechte
Teilehandling und die Umgebungsbedingungen,
beispielsweise Anschluss oder Integration
in einen Sauber- oder Reinraum.
Reinigen entlang der Fertigungskette
Grundlage für eine Feinst- oder High Purity-Reinigung
sind „öl- und fettfreie“ Teile.
Um dieses Sauberkeitsniveau zu erreichen
und aufrechtzuerhalten, erfolgt nach den
verschiedenen Bearbeitungsschritten, beispielsweise
Zerspanen, Umformen, Schleifen
oder Polieren, ein Reinigungsprozess.
Die Wirkung des eingesetzten Reinigungsmediums
wird durch verschiedene, nahezu
beliebig kombinierbare Verfahrenstechnologien,
beispielsweise Dampfentfetten,
Spritz-, Hochdruck-, Tauch-, Ultraschallund
Megaschall-, sowie Plasmareinigung,
Injektionsflutwaschen, Pulsated Pressure
Cleaning (PPC) beziehungsweise Ultraschall
Plus verstärkt. Diese Verfahrensoptionen
stellen sicher, dass auch bei geometrisch
komplexen Werkstücken die geforderte
Sauberkeit stabil erreicht wird.
Für Zwischenreinigungsprozesse beziehungsweise
Teile, deren Sauberkeits-
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spezifikation nicht zu streng ist, kommen
üblicherweise unter Vollvakuum arbeitende,
modular konzipierte Ein- oder Mehrkammeranlagen,
beispielsweise EcoCstretch
oder EcoCvela zum Einsatz, die je nach verwendetem
Bearbeitungsmedium mit einem
umweltgerechten Lösemittel, z. B. Kohlenwasserstoff
oder modifizierten Alkohol, beziehungsweise
einem abgestimmten wasserbasierten
Reiniger betrieben werden. Die
Konstruktion, Anlagentechnik, Medienführung
und-aufbereitung dieser Anlagen werden
speziell auf Feinstreinigungs- und High
Purity-Anwendungen ausgelegt. Durch die
in der Arbeitskammer konzentrierte Verfahrensmechanik,
z. B. Injektionsflutwaschen,
Ultraschall und PPC, bietet dieser Anlagentyp
auch bei der Reinigung großer und komplexer
Werkstücke Vorteile.
Bei Teilen mit großer Materialvielfalt,
hohen Durchsatzanforderungen und/oder
strengen Sauberkeitsspezifikationen sind
Ultraschall-Mehrbadtauchanlage die optimale
Lösung. Neben individuell konzipierten
Reinigungssystemen für Highend-Anwendungen
bietet der Anlagenbauer mit
den aus standardisierten Modulen bestehenden
Anlagen der Modellreihen UCMSmartLine
und UCMPerformanceLine eine
effiziente Lösung. Die Elektro- und Steuerungstechnik
ist in die jeweiligen Module
für die Verfahrensschritte Reinigen, Spülen,
Trocknen, Be- und Entladen sowie für das
Transportsystem integriert. Dadurch und
durch die Ausstattung mit anforderungsgerechter
Verfahrensmechanik wie PPC
lassen sich die Anlagen optimal an die jeweilige
Aufgabenstellung anpassen. Für Zukunftssicherheit
bei gestiegenen Anforderungen
sorgt die Möglichkeit einer späteren
Erweiterung des Reinigungssystems.
Test Center für die Prozessauslegung
oder Lohnreinigung
Das für die jeweilige Anwendung passende
Anlagenkonzept sowie den optimalen
Reinigungsprozess ermittelt Ecoclean im
eigenen High Purity-Test Center. Es verfügt
über einen Reinraum der Klasse 7 mit Zonen
Klasse 6 sowie verschiedene Mess- und
Analyseverfahren (z. B. Mikroskopie, Restgasanalyse,
UV-Licht und Fluoreszenzmessung).
Ergänzend zur produktspezifischen
Entwicklung der Reinigungsprozesse und
-parameter nutzt der der Anlagenbauer das
Test Center auch für die Durchführung von
Lohnreinigungsaufträgen. Dabei gewährleistet
eine Verpackungsstation für gereinigte
Teile, dass die erzielte hohe Sauberkeit
auch beim Kunden ankommt.
UCM AG
Langenhagstrasse 25
CH 9424 Rheineck
Telefon: +41 71 8866760
Telefax: +41 71 8866761
eMail: info@ucm-ag.com
Internet: http://www.ucm-ag.com
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SPETEC® Reinraumzellen zwingen Partikelkonzentration in die Knie
Flexibel in der Gestaltung,
variabel in der Nutzung
Die Anforderungen an Sauberkeit bzw. Reinheit von Umgebungen
sind insbesondere in dem Bereich Laserschutz sowie im Labor und
in der Forschung immens gestiegen. Vielfach wird die Nutzung von
Reinraumtechnik erforderlich, etwa bei Herstellung, Verpackung
oder Aufbewahrung von staubempfindlichen mechanischen, optischen
und elektronischen Komponenten. Zahlreiche chemische,
pharmazeutische, mikroelektronische oder medizintechnische Bereiche
verlangen sogar zwingend eine partikelarme Umgebung.
Hierfür bietet die Spetec GmbH drei modular gestaltbare Reinraumkonzepte,
die dem Anwender alle Möglichkeiten eröffnen – ob
es um eine kleine, kostengünstige Lösung für 3 m² oder um einen
hochwertigen Reinraum von 350 m² geht – und das ganz ohne Baumaßnahmen.
Eine SPETEC® Reinraumzelle besteht zunächst aus einer Filtereinheit,
dem Laminar Flow Modul, die mittels H14 Filtern mit
einem Abscheidegrad von 99,995% die Partikelkonzentration in der
Luft von rund 15 Mio./m3 auf etwa 1.500 Partikel innerhalb der Einheit
reduziert. Diese Filtereinheit befördert die Luft in einem laminaren
Luftstrom mitsamt Partikeln Richtung Boden, so dass schon
nach kurzer Zeit Partikelfreiheit erreicht wird.
Die eigentliche Zelle besteht aus der Filtereinheit um die ein
Streifenvorhang oder Seitenelemente aus Aluminiumverbundplatten
und Acryl- bzw. Verbundglas herum gebaut wird, so dass eine
abgeschlossene Einheit entsteht. Zudem sind weitere Ausstattungsvarianten
wie elektrische Schiebetüren, Material- oder Personenschleusen
möglich, so dass jeder Austausch mit unreiner Luft von
außerhalb vermieden werden kann. Auf diese Weise können, je nach
Anzahl der Laminar Flow Module, die Reinraumklassen ISO 5 bis
ISO 8 erreicht werden. Zudem sind die Klassen A bis D nach GMP
realisierbar.
Die SPETEC® Reinraumzellen lassen sich beliebig kombinieren
und erfüllen auf diese Weise vielfältigste Anforderungen. Sie sind
flexibel in der Gestaltung und variabel in der Nutzung.
Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH
Am Kletthamer Feld 15
D 85435 Erding
Telefon: +49 8122 959090
Telefax: +49 8122 9590955
eMail: info@spetec.de
Internet: https://www.spetec.de
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Für die Wörwag Pharma Production verantwortet Piepenbrock
unter anderem die Reinraumreinigung. (Bild: Piepenbrock
Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG)
Reinraumkompetenz in der Region München
Wörwag Pharma Production setzt auf
Reinigungsleistungen von Piepenbrock
Die Wörwag Pharma Production GmbH & Co. KG vertraut
auf die Leistungen der Piepenbrock Unternehmensgruppe.
Seit dem 2. Dezember 2024 verantwortet die Niederlassung
München die Reinraum- und Unterhaltsreinigung am Standort
Pöcking in Oberbayern.
nigungsarbeiten nach den detaillierten Vorgaben des Kunden aus.
Diese beinhalten unterschiedliche Intervalle und Arbeitsschritte,
die wir sorgfältig dokumentieren“, schildert Klaudija Bagara, Bereichsleiterin
der Piepenbrock Niederlassung München. Während
die Produktion erweitert wurde, sorgten die Piepenbrocker mit Sonderleistungen
in der Baureinigung für eine saubere Baustelle.
Von Qualifikation zu Vertrauen
Wörwag Pharma unterstützt Patienten dabei, ihre Gesundheit
zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Produktpalette umfasst
Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel für diabetische Begleiterkrankungen,
das Nerven- und Immunsystem sowie den Bewegungsapparat.
In Pöcking am Starnberger See produziert die
Wörwag Pharma Production GmbH & Co. KG verschiedene Tabletten
und Dragees. Für eine partikel- und keimfreie Umgebung nach
GMP-Reinraumklasse D sorgt ein Team von Piepenbrock. „Mit
dem Auftrag bei Wörwag Pharma haben wir unsere Kompetenz in
der Reinraumreinigung in der Region München ausgebaut. Damit
können wir die speziellen Anforderungen an diese Reinigung bedienen”,
sagt Francesca Görner, Niederlassungsleiterin bei Piepenbrock
in München.
Maßgeschneiderte Reinigung
Fünf Tage die Woche ist das Piepenbrock Team in Pöcking im Einsatz.
Am Abend reinigen die Mitarbeiter die Büros, die Sanitäranlagen
und die Kantine in der Verwaltung. In der Nachtschicht
kümmern sie sich um den rund 2.600 Quadratmeter GMP-Bereich
inklusive Kommissionierung und Lager. „Dort führen wir die Rei-
Bei der Vergabe überzeugte Piepenbrock mit seiner Reinraum-Qualifikation
und Professionalität. Das zahlt sich in der Praxis aus. „Die
Mitarbeiter von Piepenbrock setzen das um, was sie zusagen. Wir
sind dankbar für ihre Expertise und Empfehlungen“, betont Andreas
Wallé, Geschäftsführer und Standortleiter bei Wörwag Pharma Production.
Ein wachsendes Vertrauen, das sich in vermehrten Anfragen
für Sonderleistungen zeigt. „Ich bin froh, dass sich die Partnerschaft
gut eingespielt hat und wir Herausforderungen gemeinsam
besprechen und lösen“, fasst Bagara zusammen.
Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
Ehrenbreitsteiner Straße 44
D 80993 München
Telefon: +49 89 17878984
eMail: reinraum@piepenbrock.de
Internet: https://www.piepenbrock.de/dienstleistungen/reinraumreinigung.html
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Schnelllauf-Reinraumtore von EFAFLEX im GMP-Einsatz bei Losan Pharma
Höchste Standards garantiert
Beim Neubau ihrer neuen Fertigungsstätte im Gewerbepark
Breisgau hat sich die Losan Pharma GmbH erneut für Reinraum-Schnelllauftore
von EFAFLEX entschieden. In sensiblen
Zonen wie Materialschleusen, Schleusenkorridoren
und Produktionsbereichen sorgen insgesamt 35 Tore der
Baureihen EFA-SRT® CR C und EFA-SRT® CR Premium
für kontrollierte Zugänge unter Einhaltung strengster hygienischer
Anforderungen.
Wenn man das neue Produktionsgebäude in Eschbach betritt, fällt
sofort die präzise durchdachte Gestaltung ins Auge. Glaswände,
glatte Bodenflächen und hochwertige Maschinen aus Edelstahl
unterstreichen den hohen technischen und hygienischen Anspruch
der Produktion. Die installierten Schnelllauf-Rolltore fügen sich
nahtlos in das Gesamtkonzept ein und leisten einen wesentlichen
Beitrag zur Prozessstabilität, Partikelreduktion und Einhaltung der
GMP- und ISO-Vorgaben für Reinräume.
„Für uns ist es essenziell, dass die eingesetzten Schnelllauf-Rolltore
eine gültige Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 14644-1 besitzen“,
sagt Christoph Lang, technischer Leiter der Losan Pharma GmbH.
„Die Luftreinheit muss an jeder Stelle und zu jeder Zeit gewährleistet
sein. Dazu zählt insbesondere, dass keine Partikel aus dem sogenannten
Graubereich unkontrolliert in unsere Reinräume eindringen
können. Eine möglichst hohe Luftdichtigkeit der Tore ist daher
unerlässlich.“
Neben der Dichtigkeit spielt auch die Druckstabilität der Toranlagen
eine zentrale Rolle, insbesondere in sensiblen Bereichen mit
aktiver Druckkaskade. „In unseren Schleusen herrschen teilweise
erhebliche Druckunterschiede zwischen angrenzenden Räumen.
Ein besonders kritischer Übergang besteht beispielsweise zur vollautomatisierten
Hochregallagerzone, wo die Reinraumtore auch
unter ständiger Druckbelastung absolut zuverlässig funktionieren
müssen. Die EFAFLEX Reinraumtore erfüllen diese Anforderungen
ohne Einschränkungen“, betont Christoph Lang
Auch das Thema Hygiene wurde bei der Auswahl der Toranlagen
konsequent berücksichtigt. Für Losan Pharma ist ein GMP-gerechtes
Design mit abgerundeten Kanten, glatten Flächen und schrägen
Elementen, die eine leichte Reinigbarkeit und geringe Partikelanhaftung
gewährleisten wichtig. Das gesamte System muss in sich
ergonomisch, wartungsfreundlich und langlebig sein.
Ein besonderer Vorteil liegt in der vollständig integrierten Steuerungseinheit.
„Die EFA-TRONIC Steuerung ist platzsparend in die
Torkonstruktion eingebaut. Das spart nicht nur Installationsaufwand,
sondern ermöglicht eine saubere Umsetzung ganz ohne zusätzliche
Schaltschränke im Reinraum. Darüber hinaus überzeugt
die Steuerung durch ihre vielseitige Anschlussfähigkeit. Potentialfreie
Kontakte und frei konfigurierbare Eingänge erleichtern die Anbindung
an die Fördertechnik und an die übergeordneten Steuerungseinheiten
der fahrerlosen Transportfahrzeuge.
Auch mit dem Service zeigt sich Christoph Lang rundum zufrieden:
„Was EFAFLEX auszeichnet, ist nicht nur die technische Qualität
der Produkte, sondern auch das Team dahinter. In der Wartung
erleben wir schnelle Reaktionszeiten, und bei individuellen Lösungen
stehen uns jederzeit kompetente Ansprechpartner zur Seite. Die
Techniker denken mit, verstehen unsere Prozesse und bringen Vor-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
Seite 20/79
schläge ein, die praxisnah und umsetzbar sind.“
Am Ende war es das Gesamtpaket, das überzeugt hat:
„EFAFLEX bietet für unsere Anforderungen die beste Kombination
aus Cleanroom-Design, Systemintegration, Druckbeständigkeit,
Langlebigkeit, Servicequalität und einem
sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“
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Sicherheit, Effizienz und Hygiene perfekt kombiniert
Die Schnelllauf-Rolltore EFA-SRT® CR Premium und EFA-
SRT® CR C wurden speziell für Reinraumanwendungen
entwickelt und erfüllen höchste Anforderungen an Dichtheit,
Hygiene, Geschwindigkeit und Systemintegration. Beide
Modelle sind für bis zu 200.000 Zyklen pro Jahr ausgelegt
und erreichen max. Öffnungsgeschwindigkeiten von bis zu
2,5 Metern pro Sekunde. Ihre hygienegerechte Konstruktion
erleichtert die Reinigung und minimiert Partikelanhaftungen.
Die Steuerung ist jeweils platzsparend in die Torkonstruktion
integriert – beim EFA-SRT®-CR C in die Komplettabdeckung,
beim EFA-SRT® CR Premium in die Antriebszarge.
Für den Notfall steht eine beidseitig zugängliche mechanische
Notöffnung zur Verfügung. Beide Modelle sind
optional mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung
(USV) ausrüstbar, beim Premium-Tor sogar direkt in der
Zarge integriert.
Zuverlässiger Partner der Pharmaindustrie
– Losan Pharma GmbH
Mit dem Neubau der Produktionsstätte am Standort Eschbach
erweitert die Losan Pharma GmbH ihre Kapazitäten
und entlastet zugleich die bestehenden Flächen am Hauptsitz
in Neuenburg. Die hochmodernen Räumlichkeiten auf
dem Losan Pharma Campus im Gewerbepark Breisgau
wurden im ersten Halbjahr 2025 in Betrieb genommen und
bieten optimale Voraussetzungen für eine GMP-konforme
Arzneimittelproduktion auf höchstem Niveau.
Losan Pharma ist seit 1992 ein verlässlicher Entwicklungspartner
der internationalen Pharmaindustrie. An den
beiden Standorten Eschbach und Neuenburg beschäftigt
das Unternehmen rund 800 Mitarbeitende. Das Leistungsspektrum
umfasst die Entwicklung, Herstellung und Verpackung
innovativer Arzneiformen ebenso wie analytische
Dienstleistungen sowie die Gestaltung und GMP-gerechte
Produktion von Pharmaverpackungen.
Losan Pharma wird regelmäßig von nationalen sowie
internationalen Gesundheitsbehörden auditiert und
hat sämtliche Inspektionen erfolgreich bestanden. Die am
Standort hergestellten Arzneimittel werden in über 70 Länder
weltweit exportiert, was ein Beleg für Qualität, Zuverlässigkeit
und regulatorische Exzellenz ist.
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Qualifizierungen, Wartungen und Service
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NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
Seite 21/79
Am Freitag, den 06.02.2026, wurde am Umwelt‐Campus Birkenfeld der Hochschule Trier
die neue Reinraum-Personalschleuse für studentische Ausbildungszwecke eröffnet.
Eröffnung der Personalschleuse
für die Reinraum-Ausbildung am
Umwelt‐Campus Birkenfeld
Mit der Eröffnung der Personalschleuse entsteht eine Ausbildungsinfrastruktur,
die konsequent an den regulatorischen Anforderungen
der pharmazeutischen Industrie ausgerichtet ist und einen
zentralen Baustein für eine praxisnahe, GMP‐konforme Ausbildung
darstellt. GMP steht für „Good Manufacturing Practice“ und bezeichnet
ein Qualitätssicherungssystem für Produktion, Kontrolle
und Lagerung in der Pharmaindustrie. Es sichert durch verbindliche
Richtlinien eine gleichbleibende, hohe Produktqualität, um Risiken
für Patienten auszuschließen.
Im pharmazeutischen Umfeld gilt das Personal als eine der
kritischsten potenziellen Kontaminationsquellen. Der Personalschleuse
kommt demnach eine Schlüsselrolle zu, da sie nicht bloßer
Zugang, sondern ein qualitätskritischer Prozessschritt ist, der maßgeblich
zur Minimierung biologischer und partikulärer Belastungen
beiträgt und damit Produktqualität sowie Patientensicherheit beeinflusst.
Die Reinraum‐Personalschleuse ermöglicht Studierenden
sowie Mitarbeitenden von Unternehmen das praxisnahe Training
wesentlicher GMP‐relevanter Prozesse wie z. B. die Reinraumqualifizierung
gemäß Richtlinien und der Bewertung des Einflusses
von Personalbewegungen, das Monitoring von Schwebstoffen im
Ruhezustand und im Betriebszustand, die mikrobiologische Überwachung
von Keimbelastungen sowie das GMP‐konforme Ein‐ und
Ausschleusen von Personal unter Berücksichtigung von Bekleidungskonzepten,
Dokumentationspflichten und Schulungsanforderungen.
Durch diese praxisorientierte Ausbildung erfolgt eine gezielte
Vorbereitung auf reale pharmazeutische Arbeitsumgebungen, wovon
Studierende und Kooperationsunternehmen profitieren. Mit
der Inbetriebnahme der Personalschleuse wird gezielt in die Ausbildung
qualifizierter Absolventinnen und Absolventen investiert,
wodurch diese schnell produktiv in pharmazeutische Prozesse integriert
werden können.
Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis, Studiengangsleiter des Master-
Studiengangs „Reinraumtechnologie bei der Arzneimittelherstellung“,
bedankte sich bei allen Mitwirkenden und den Unternehmen,
die als Sponsoren den Bau der Personalschleuse erst ermöglicht haben.
Ein Projekt dieser Qualität wäre ohne Unterstützung starker industrieller
Partner und ohne das engagierte Mitwirken technischer
Fachkräfte nicht realisierbar gewesen. Als symbolischer Abschluss
erfolgte die Übergabe des Schlüssels der Personalschleuse an die
späteren Nutzer Prof. Dr. Roman Kirsch (Fachgebiete Pharmazeutische
Technologie und Mechanische Verfahrenstechnik) und Prof.
Dr. Denis Theobald (Qualitätssicherung in der Pharmatechnik).
Hochschule Trier
D 54293 Trier
Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis (mitte) übergibt den Schlüssel
zur Personalschleuse an die späteren Nutzer Prof. Dr. Roman Kirsch
(links) und Prof. Dr. Denis Theobald (rechts).
Gäste konnten bei der Eröffnung die neue Personalschleuse
für die Reinraum-Ausbildung besichtigen. (Quelle: Jannik Scheer;
Copyright: Umwelt-Campus Birkenfeld)
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Langfristige Investitionsstrategie konzentriert
sich auf Europa und USA
Eine der größten Einzelinvestitionen
der Unternehmensgeschichte:
Pharmadienstleister Vetter Pharma
baut neuen Standort im Saarland
Luftaufnahme der von Vetter
erworbenen 40 Hektar großen
Baufläche (markiert) in
Saarlouis für den neuen
Produktionsstandort.
© Vetter Pharma
International GmbH
– Initiales Investitionsvolumen in Saarlouis von 480 Millionen Euro
– Baustart im zweiten Quartal 2026
– Start der Medikamentenherstellung für 2031 geplant
Vetter, einer der weltweit führenden Pharmadienstleister
für die Herstellung injizierbarer
Medikamente, bestätigt im Rahmen
eines Treffens mit der saarländischen
Landesregierung in der Staatskanzlei sein
Bauvorhaben für eine neue, hochmoderne
Produktionsstätte in Saarlouis. Damit
unterstreicht das Familienunternehmen
seine langfristige Wachstumsstrategie und
sein Bekenntnis zum Standort Deutschland.
Der Baustart ist für das zweite Quartal 2026
geplant. Für den ersten Bauabschnitt des
Produktionswerks ist ein Investitionsvolumen
von knapp einer halben Milliarde Euro
Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des
Saarlandes und Senator h.c. Udo J. Vetter,
Beiratsvorsitzender und Mitglied der Inhaberfamilie
Vetter, mit dem Modell für den neuen,
mehrstufigen Produktionsstandort in Saarlouis.
(Bildquelle Staatskanzlei des Saarlandes /
Jennifer Weyland)
geplant. Die Inbetriebnahme des Standorts
soll im Jahr 2031 erfolgen.
Bereits Ende 2024 hat Vetter das rund 40
Hektar große Industriegelände in Saarlouis
erworben. Die Entscheidung für die Ansiedelung
im Saarland basiert auf langfristigen
strategischen Überlegungen und überzeugenden
Standortfaktoren. Die Europäische
Kommission hat staatliche Beihilfen in
Höhe von bis zu 47 Millionen Euro für das
umfangreiche Bauprojekt genehmigt. Langfristig
sieht Vetter die mögliche Schaffung
von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen am Standort.
Die Rekrutierung beginnt, sobald die
baulichen Voraussetzungen geschaffen
sind. Offene Positionen werden dann auf
der Vetter-Internetseite veröffentlicht.
„Mit dem Bau unserer neuen Produktionsstätte
in Saarlouis setzen wir einen
wichtigen Meilenstein auf unserem nachhaltigen
Wachstumskurs. Langfristiger
Erfolg entsteht durch die richtige Balance
zwischen Stabilität und gezielter Expan-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
Seite 24/79
sion“, betont Senator h.c. Udo J. Vetter, Vorsitzender
des Unternehmensbeirats und
Mitglied der Inhaberfamilie. „Wir haben
großes Vertrauen in das Saarland und sind
stolz, mit unseren Investitionen den Wirtschaftsstandort
Deutschland zu stärken.
Zugleich bekräftigen wir unser langfristiges
Engagement als Familienunternehmen auf
dem globalen Pharmamarkt – einschließlich
unserer fortlaufenden Investitionen in den
USA.“
Auch die saarländische Landesregierung
begrüßt diese Entscheidung. „Wir
freuen uns über den Entschluss von Vetter
für Saarlouis als neuen Produktionsstandort.
Das ist ein starkes Signal für die
Zukunft des Saarlandes und ein Erfolg der
Ansiedlungsbemühungen“, so die saarländische
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke
ergänzt: „Die geplante Investition bedeutet
eine Diversifizierung unserer Wirtschaft
und schafft neue Arbeitsplätze in einem
Markt mit Zukunft. Das stärkt das Saarland
im Strukturwandel und trägt zur nachhaltigen
Entwicklung unserer Innovations- und
Industrielandschaft bei.“
Seit über 75 Jahren steht Vetter für Qualität,
Innovation und Verantwortung in der
pharmazeutischen Produktion und verhilft
Patienten weltweit zu mehr Lebensqualität.
Um der wachsenden Nachfrage und den
steigenden Marktanforderungen gerecht
zu werden, investiert das Unternehmen
gezielt in seine bestehenden Standorte in
Deutschland, Österreich und den USA. Mit
dem neuen Standort in Saarlouis erweitert
Vetter seine Produktionskapazitäten noch
einmal signifikant.
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
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Einzigartige Lösung für die Epitaxie von Bariumtitanat auf Silizium zur Beschleunigung
von Datacom- und Quantencomputing-Anwendungen
Veeco und imec entwickeln
einen 300-mm-kompatiblen Prozess,
um die Integration von Bariumtitanat
in Siliziumphotonik zu ermöglichen
Querschnittsbild einer TEM-Aufnahme der BaTiO3/SrTiO3/Si(001)-Heterostruktur mit Ausschnittsvergrößerungen
mittels hochauflösender Mikroskopie und Rasterkraftmikroskopie.
Foto des Veeco 300-mm-Oxid-Systems für Hybrid-MBE-BTO auf Silizium-Epitaxie.
Veeco Instruments Inc. (Nasdaq: VECO)
und imec gaben bekannt, dass sie gemeinsam
einen für die Massenproduktion geeigneten
300-mm-Prozess entwickelt
haben, der die Integration von Bariumtitanat
(BaTiO3 oder BTO) auf einer Silizium-
Photonik-Plattform ermöglicht. BTO ist
ein vielversprechendes Material mit einzigartigen
elektrooptischen Eigenschaften,
das für die schnelle und stromsparende
Lichtmodulation in neuen Anwendungen
wie Hochgeschwindigkeits-Optiktransceivern,
Quantencomputern, Lichtdetektion
und -entfernungsmessung (LiDAR) sowie
AR/VR-Anwendungen eingesetzt werden
kann. In der Vergangenheit hatten Ansätze
zur Integration von BTO Schwierigkeiten,
die gewünschten Kostenziele zu erreichen,
um es für die Massenfertigung rentabel zu
machen. Veeco hat nun sein erstes auf Molekularstrahlepitaxie
(MBE) basierendes
Clustersystem ausgeliefert, was einen bedeutenden
Meilenstein in der Partnerschaft
zwischen Veeco und imec und ihrem Engagement
zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
von Silizium-Photonik-Plattformen
darstellt. Die neue 300-mm-Plattform ist für
die Epitaxie von BaTiO3-Einkristall-Dünnschichten
auf Silizium ausgelegt und sowohl
mit festen als auch mit hybriden Molekularstrahlepitaxie-Lösungen
(MBE) erhältlich.
Durch die Integration dieser alternativen
Wachstumstechniken wird das System in
der Lage sein, BTO-on-Si-Abscheidungen
mit verbesserter Reproduzierbarkeit und zu
geringeren Kosten als bei klassischen MBE-
Verfahren durchzuführen.
Der Markt für optische Transceiver für
die Datenkommunikation wird voraussichtlich
von 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr
2024 auf 13,1 Milliarden US-Dollar im Jahr
2030 wachsen. Um jedoch die Nachteile der
aktuellen Siliziummodulator-Technologien,
darunter hoher Stromverbrauch, Leistungsprobleme
(Geschwindigkeit, Ansteuerungs-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
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spannung) und Platzbedarf, zu mindern,
wird die Einführung neuartiger elektrooptischer
Materialien wie BTO in die Siliziumphotonik
von entscheidender Bedeutung
sein. Derzeit gibt es keine kommerziell verfügbare,
produktionskompatible Lösung für
die Herstellung dieser Materialien. In Zusammenarbeit
mit Veeco geht imec nun auf
diesen Bedarf der Industrie ein und entwickelt
skalierte Lösungen, die die Integration
von Materialien wie BaTiO3 und SrTiO3 auf
einer 300-mm-Siliziumplattform ermöglichen.
„Während der letzten vier Jahren haben
imec und Veeco gemeinsam an der Entwicklung
neuartiger Verfahren für BaTiO3-
auf-Si gearbeitet und sowohl die Materialals
auch die elektrooptischen Eigenschaften
verglichen, um eine geeignete Strategie
für die Weiterentwicklung großtechnischer
Fertigungslösungen zu definieren“, erklärt
Clement Merckling, wissenschaftlicher Direktor
bei imec. „Mit der Einführung der ersten
MBE-Lösung ihrer Art von Veeco erweitern
wir unsere Fähigkeiten zur heterogenen
Integration von elektrooptischen Materialien
jenseits von Si und stärken unser F&E-
Angebot für aktuelle und neue Partner, die
an der Erforschung und Prototypentwicklung
von Silizium-Photonik-Technologie
der nächsten Generation interessiert sind“,
fügt Joris Van Campenhout, imec Fellow
und Optical I/O Program Director, hinzu.
„Diese Partnerschaft mit imec ist ein bedeutender
Fortschritt für die MBE-Branche,
die Datenkommunikation und die Quantencomputerproduktion“,
erläutert Matthew
Marek, Senior Director of Marketing für die
MBE-Produktlinie von Veeco. „Bislang galt
die MBE-Verarbeitung als langsam und teuer.
Die neuen Hardware-Entwicklungen, die
unser Team in Zusammenarbeit mit imec
validiert hat, machen MBE jedoch zu einer
wirtschaftlichen Lösung, die sich für Halbleiterfabriken
eignet. Wir freuen uns über
die Zusammenarbeit unserer beiden Unternehmen,
um einen wiederholbaren BTO-
Produktionsprozess für große Stückzahlen
zu demonstrieren. Wir gehen davon aus,
dass diese Bemühungen uns dabei helfen
werden, unser gemeinsames Ziel zu erreichen,
bahnbrechende Fortschritte bei BTO-
Photonikmodulatoren für eine bessere und
umweltfreundlichere Zukunft zu erzielen.“
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
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DLR erhält Fördermittel für Neubau des Human Exploration Control Center (HECC)
am Standort Oberpfaffenhofen
Mond und Mars im Blick:
Neues Kontrollzentrum für
astronautische Raumfahrt geplant
– Das Human Exploration Control Center (HECC) wird künftig den Betrieb von astronautischen
und robotischen Missionen zu Mond und Mars ermöglichen.
– Für den Bau des Mondkontrollzentrums HECC überreicht Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder
einen Fördermittelbescheid in Höhe von 58 Millionen Euro an das DLR.
– Schwerpunkte: Raumfahrt, Mond, Mars, Exploration
Für die astronautische Raumfahrt von morgen
wird am Deutschen Zentrum für Luftund
Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen
ein neues Kontrollzentrum entstehen: das
Human Exploration Control Center (HECC).
Künftig sollen am HECC astronautische
wie auch robotische Missionen zu Mond
und Mars betrieben werden. Die neue Infrastruktur
wird den Standort Bayern weiter
stärken. In Kooperationen mit europäischen
Partnern wird das Kontrollzentrum
auch wesentlich dazu beitragen, die nationale
und europäische Eigenständigkeit
in der Raumfahrt zu sichern. Der Freistaat
Bayern fördert die Baumaßnahmen mit 58
Millionen Euro. Das DLR investiert zusätzlich
20 Millionen Euro aus der institutionellen
Grundförderung von Bund und Ländern
und ist dafür verantwortlich, die Entwicklungsarbeiten
für die Mond- und Mars-Missionen
am HECC umzusetzen.
Am 4. Februar 2026 überreicht der Bayerische
Ministerpräsident Dr. Markus Söder
den Fördermittelbescheid für den Bau des
neuen Kontrollzentrums an das DLR am
Standort in Oberpfaffenhofen – empfangen
durch die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof.
Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR-Bereichsvorständin
Raumfahrt Dr. Anke Pagels-Kerp
und Direktor der DLR-Einrich-
Gateway Lunar Space Station (künstlerische Darstellung): Impression der Gateway Lunar Space
Station. Die Raumstation im Mondorbit soll als Habitat, Tank- und Forschungszentrum für Astronautinnen
und Astronauten dienen, die im Rahmen des Artemis-Programms unseren Mond erkunden.
Das Human Exploration Control Center (HECC) wird für den Betrieb von drei Modulen des
Gateway verantwortlich sein: das Kommunikationssystem zur Mondoberfläche HLCS, das
Wohn- und Arbeitsmodul I-HAB sowie das Antriebsmodul ESPRIT. (Credit: ESA)
tung Raumflugbetrieb und Astronautentraining
Prof. Felix Huber.
„Das DLR steht für Wissensaustausch
mit öffentlichen Stakeholdern und Transfer
in die Wirtschaft. Durch deren konsequente
Umsetzung sind am bayerischen Standort
Oberpfaffenhofen des DLR seit Jahrzehnten
umfangreiche und international anerkannte
Kompetenzen in der Raumflugkontrolle und
im Astronautentraining aufgebaut worden“,
erläutert Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla,
Vorstandsvorsitzende des DLR. „Mit der
heutigen Übergabe des Förderbescheids in
Höhe von 58 Millionen Euro durch Ministerpräsident
Dr. Markus Söder beginnt die
Zukunft der Raumflugkontrolle im DLR.
Gerade die robotische Exploration im Rahmen
internationaler Kooperationen und als
Unterstützung astronautischer Missionen
wird im neuen Human Exploration Control
Center HECC eine zunehmend zentralere
Rolle einnehmen.“
Dorothee Bär, Bundesministerin für
Forschung, Technologie und Raumfahrt, erklärt
anlässlich des geplanten Aufbaus von
HECC: „Mit dem Human Exploration Control
Center entsteht hier in Oberpfaffenhofen
das zukünftige europäische Zentrum robotischer
und astronautischer Exploration.
Bund und Länder gehen hier gemeinsam
vor. Der Ausbau unserer nationalen Kompetenzen
in der Raumflugkontrolle ist ein
bedeutender Beitrag Deutschlands für die
Souveränität Europas in der Raumfahrt.“
Aus bayerischer Sicht betont Ministerpräsident
Dr. Markus Söder: „Bayerns Tor
zu den Sternen kommt. Der Freistaat, DLR
und ESA bilden eine starke Gemeinschaft.
Mit Innovation und Pioniergeist fördern wir
Forschung, Freiheit und Zukunft. Bayern
investiert 58 Millionen Euro für ein neues
Gebäude sowie fünf Millionen Euro für die
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Entwicklung eines Gateways im Orbit und
in ein KI-Projekt für die Betreuung von
Astronauten. Der Mond ist unser Sprungbrett
ins All – und vielleicht irgendwann die
Zwischenstation zum Mars. Vom Mond aus
können die Echtzeitüberwachung von Robotern,
autarke Energiesysteme und dauerhaftes
Leben und Arbeiten im All erforscht
werden. Das ist das spannendste Abenteuer
unserer Zeit. Es hat aber auch konkrete
Effekte für unser Leben auf der Erde: Als
Space Valley entstehen in Bayern zahlreiche
neue Technologien und Arbeitsplätze.“
„Raumfahrt ist längst ein harter Wirtschafts-
und Technologiefaktor. Mit dem
neuen Human Exploration Control Center
holen wir Zukunftstechnologie nach Bayern,
sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze
und schaffen die Grundlage für zukünftige
Missionen sowohl staatlicherseits als auch
für kommerzielle Zwecke. Nicht zuletzt
dank der vorausschauenden Förderung des
Bayerischen Wirtschaftsministeriums steht
das DLR in Oberpfaffenhofen seit vielen
Jahren für herausragende Kompetenz in
der Raumfahrt. Auf dieser Stärke bauen wir
nun weiter auf. Bayern zeigt einmal mehr,
dass Hightech, Industrie und Forschung bei
uns Hand in Hand gehen“, ergänzt Bayerns
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
Fit für künftige Anforderungen
Auf dem Weg zum Mond: Darstellung eines Orion-Raumschiffs des NASA-Programms Artemis.
Ein zentraler Teil der Orion-Raumschiffe ist das Europäische Servicemodul ESM, das im Auftrag
der NASA von der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Deutschland gebaut wird.
Es beinhaltet den Antrieb für Orion und liefert über vier Solargeneratoren den Strom.
Außerdem reguliert es Klima und Temperatur im Raumschiff und lagert Treibstoff, Sauerstoff
sowie Wasservorräte für die Crew. (Credit:© NASA, Bildmontage: DLR)
räume beherbergen, die den parallelen
Betrieb verschiedenartiger Missionen ermöglichen.
Hochsicherheitsbereiche mit
gesonderten Server- und Kontrollräumen
gewährleisten, dass die Einrichtung den zukünftig
noch anspruchsvolleren Betriebsaufgaben
gewachsen ist. Darüber hinaus
entwickelt das GSOC-Team neue Betriebsund
Einsatzkonzepte für Mond- und Marsmissionen.
So wird das HECC insbesondere den
Betrieb der Gateway Lunar Space Station
auf europäischer Seite unterstützen. Dazu
erarbeitet das GSOC bereits Betriebsprozeduren
für das internationale Wohn- und
Arbeitsmodul I-HAB (International Habitation
Module), eine zentrale Einheit des
Gateways. Das HECC wird die operationelle
Verantwortung von insgesamt drei Modulen
übernehmen. Dazu gehört neben I-HAB,
das Kommunikationssystem zur Mondoberfläche
HLCS (HALO Lunar Commu-
Übergabe des Förderbescheids am DLR-Standort Oberpfaffenhofen: Von links: Josef Aschbacher,
ESA-Generaldirektor, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR,
Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, sowie Dr. Anke Pagels-Kerp,
DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt. (Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))
Das Human Exploration Control Center
wird am DLR-Standort Oberpfaffenhofen
als Teil des Nationalen Raumfahrtkontrollzentrums
(GSOC) aufgebaut. Es basiert auf
dem erfolgreichen Betrieb des Columbus-
Moduls der Internationalen Raumstation
ISS. Die bestehende Infrastruktur am GSOC
wird daher erweitert und ein zusätzliches
Gebäude errichtet. Es wird bis zu 200 Mitarbeitende,
ein Mondkontrollzentrum mit
eigenen Reinräumen sowie Multimissionsnication
System) sowie das Antriebsmodul
ESPRIT (ESPRIT Refueling Module, ERM).
Das Gateway soll im Laufe dieses Jahrzehnts
errichtet werden und – als der nächste Außenposten
der Menschheit im Weltraum
– um den Mond kreisen. Mit der Rückkehr
zum Mond zielt das Artemis-Programm
auch darauf ab, zukünftige astronautische
Marsmissionen vorzubereiten.
Zwischenstation zum Mars
Langfristig wird das HECC somit auch für
astronautische Missionen zuständig sein,
die über das Erde-Mond-System hinausgehen.
Bei Missionen zum Mars etwa beträgt
die Signallaufzeit bis zu 40 Minuten zur
Erde, sodass ein Betrieb auf herkömmlicher
Art in Echtzeit nicht möglich ist. Dazu entwickelt
das GSOC am DLR bereits KI-basierte
Lösungen wie das Assistenzsystem
METIS (Mars Exploration Telemetry-driven
Information System), das künftig den autonomen
oder teil-autonomen Betrieb eines
Raumfahrtzeugs ermöglichen soll.
Mit langfristiger Unterstützung der Europäischen
Weltraumorganisation ESA soll
das HECC als europäisches Kontrollzentrum
für astronautische und robotische Exploration
aufgebaut werden. Die Förderung
durch den Freistaat Bayern und die Investition
des DLR sichern nun, dass am DLR-
Standort in Oberpfaffenhofen die technologischen
und infrastrukturellen Grundlagen
dafür geschaffen werden. Der Baubeginn
ist für 2028 geplant. Der Betrieb des Human
Exploration Control Centers wird voraussichtlich
2030 starten.
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Seite 29/79
DLR e.V.
D 51147 Köln
Gäste aus Industrie, Politik und regionaler Wirtschaft bei der feierlichen Eröffnung des
neuen Industrial Application Center von SMC in Dresden am 29. Januar 2026
SMC bietet innovative Lösungen für die Automatisierungsindustrie
und ist mit einem IAC
jetzt auch in Dresden vertreten. (Foto: SMC
Deutschland GmbH)
SMC eröffnet Industrial
Application Center in Dresden:
Neuer Raum für vernetzte Entwicklung und
industrielle Automatisierung im Silicon Saxony
Mit dem Industrial Application Center stärkt SMC seine Innovationskraft und bietet Unternehmen
in Dresden einen Ort, an dem sie gemeinsam effiziente Automatisierungslösungen
für zukunftssichere Produktionsprozesse entwickeln.
Anders als klassische Testzentren, bietet das IAC eine praxisorientierte
Umgebung, in der Applikationen real betrieben, Bewegungs‐
und Steuerabläufe demonstriert sowie typische Szenarien
aus dem Produktionsalltag simuliert werden können. So lassen sich
Schaltungen, Zylinder, elektrische Achsen, Sensoren oder Vakuumkomponenten
für Automatisierungsprozesse unmittelbar im Zusammenspiel
erleben.
„Dresden gehört zu den wichtigsten Mikroelektronikstandorten
Europas. Wir schaffen hier einen Ort, an dem End‐User, Maschinenbauer
und SMC Expertinnen und Experten gemeinsam an tech-
nischen Lösungen arbeiten können“, sagt Robert Angel, Managing
Director SMC Deutschland GmbH. „Das IAC verfolgt als zentraler
Innovationshub das Ziel, Abstimmungsprozesse zu beschleunigen
und Wissenstransfer zu stärken, damit frühe Entscheidungen klar
in Richtung zukunftsweisender, umsetzungsorientierter Ergebnisse
gelenkt werden können.“
Das IAC richtet sich an Unternehmen aus vielfältigen Branchen
wie Halbleiterfertigung, Automotive, Maschinenbau und Lebensmittelverarbeitung.
Hier finden Workshops, Schulungen, Projektbesprechungen
und technische Abstimmungen statt – immer mit dem
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Robert Angel, Geschäftsführer von SMC Deutschland, und Stefan Voigt,
Standortleiter des IAC in Dresden, heben bei der Eröffnung des
Industrial Application Centers die Bedeutung moderner
Automatisierungs- und Mikroelektroniktechnologien für den
Wirtschaftsstandort Sachsen hervor. (Foto: SMC Deutschland GmbH)
Ziel, Anforderungen gemeinsam präzise zu definieren und Applikationen
passgenau zu entwickeln.
Mit dem IAC setzt SMC ein klares Zeichen für den Standort
Sachsen und schafft eine Plattform, die Industrie, Forschung und
technologische Entwicklung eng verzahnt. Das Dresdner IAC ergänzt
das bestehende Zentrum am Hauptsitz von SMC in Egelsbach
und stärkt das deutschlandweite Netzwerk anwendungsorientierter
Entwicklungsarbeit für die Automatisierungsindustrie. Im Rahmen
der Eröffnung überreichten die Geschäftsführung von SMC
Deutschland und das Team des IAC Dresden zudem einen Spendenscheck
an den Verein „Wegen uns e. V.“, der sich in Dresden für
Pflege- und Adoptivkinder sowie für die aufnehmenden Familien
engagiert.
Betreut wird das IAC von einem Kernteam, das projektabhängig
durch weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus der Region unterstützt
wird. Die flexible Struktur ermöglicht es, je nach Aufgabenstellung
genau die Expertise einzubinden, die für Kundenprojekte
erforderlich ist.
„Unser Anspruch ist es, einen Raum zu schaffen, in dem industrielle
Herausforderungen nicht nur besprochen, sondern im direkten
Zusammenspiel von Applikation, Engineering und Praxis greifbar
werden“, erklärt Matthias Ronacher, Senior Vice President Direct
Sales. „So entsteht ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der technische
Tiefe, direkte Interaktion und reale industrielle Bedingungen
wirkungsvoll miteinander verbindet.“
Ein virtueller 360° Grad Rundgang durch das IAC in Egelsbach
ist bereits online hier verfügbar.
SMC Deutschland GmbH
D 63329 Egelsbach
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Rejlek Group setzt auf nachhaltige Präzision mit Sumitomo (SHI) Demag
Erste vollelektrische
SAM-C-Automationszelle
Österreichs bei Rejlek
Bei der Rejlek Group in Wien produziert seit Kurzem die erste vollständig integrierte SAM-C-Automationslösung von
Sumitomo (SHI) Demag in Österreich. Die vollelektrische IntElect 130 überzeugt den österreichischen Hersteller hochpräziser
Kunststoffkomponenten durch höchste Prozessstabilität, Energieeffizienz und Präzision – und markiert zugleich
einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Fertigung.
„Für uns war die Kombination aus Preis-Leistungs-Verhältnis und
technischer Tiefe entscheidend“, erklärt Johannes Burtscher, Operations
Manager für Spritzguss- und Stanztechnik bei Rejlek. „Die
Maschine bietet eine außergewöhnliche Wertschöpfungstiefe – von
der Antriebstechnik bis zur integrierten Roboterlösung. Besonders
überzeugt hat uns die nahtlose Integration des SAM-C-Roboters.
Das vereinfacht die Bedienung und Wartung deutlich.“
Höhere Produktivität bei geringem Energieverbrauch
Der SAM-C-Roboter ist durchgängig integriert und perfekt auf die vollelektrische
Maschine abgestimmt.
Rejlek fertigt in Wien Präzisionsteile für Industrieelektronik, Mobilität
und Medizintechnik. Auf der neuen vollelektrischen IntElect
werden Kunststoffe mit hohem Glasfaser- und Rezyklatanteil verarbeitet
– ein wichtiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion.
„Unsere Maschine ist darauf ausgelegt, auch Rezyklate sicher
zu verarbeiten“, so Burtscher. „Damit können wir Produktionsabfälle
direkt wiederverwerten und den Materialkreislauf effizient schließen.“
Dank der activeMeltControl-Technologie kompensiert die Maschine
automatisch Materialschwankungen und sorgt so für konstant
hohe Qualität bei minimaler Ausschussrate. Das adaptive Steuerungssystem
passt den Einspritzprozess in Echtzeit an und ermöglicht
dadurch besonders stabile Produktionsbedingungen. Dieser
Vorteil zahlt sich bei Mehrkavitätenwerkzeugen sofort aus.
„Wir sehen großes Potenzial, die Partnerschaft
künftig auch im Bereich Mehrkomponententechnik
weiter auszubauen.“
Auf der neuen vollelektrischen Spritzgießmaschine von
Sumitomo (SHI) Demagtomo (SHI) Demag werden Stecker,
Steuergeräte und Sensoren produziert.
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Seite 32/79
Platzsparende Automatisierung mit System
Ein zentrales Merkmal der neuen Produktionszelle ist die vollständig
integrierte SAM-C-Roboterlösung. „Die kompakte Bauweise spart
wertvolle Stellfläche, und durch die gemeinsame Steuerung von Maschine
und Roboter ist die Bedienung äußerst intuitiv“, beschreibt
Burtscher. „Das reduziert Schulungsaufwand und Stillstandszeiten.“
Im Produktionsprozess übernimmt der SAM-C-Roboter die
präzise Teileentnahme und das Handling für nachfolgende Verarbeitungsschritte,
und leistet damit einen entscheidende Beitrag
zu höherer Prozesssicherheit und gleichbleibender Produktqualität.
Michael Domes, Geschäftsführer Vertrieb Österreich bei Sumitomo
(SHI) Demag, ergänzt: „Mit der SAM-C-Serie bieten wir eine
durchgängig integrierte Automationslösung, die perfekt auf unsere
vollelektrischen Maschinen abgestimmt ist. Die Verbindung aus hoher
Dynamik, Energieeffizienz und einfacher Handhabung eröffnet
unseren Kunden neue Möglichkeiten, produktiver und nachhaltiger
zu fertigen.“
Nachhaltigkeit als gelebte Praxis
Bei Rejlek ist Nachhaltigkeit längst fester Bestandteil des Produktionsalltags.
Neben dem Einsatz von Rezyklaten optimiert das Unternehmen
auch das Kühlmanagement und setzt auf geschlossene
Wasserkreisläufe. „Unsere vollelektrische Anlage reduziert den
Energieverbrauch erheblich gegenüber hydraulischen Maschinen“,
betont Burtscher. „Gleichzeitig profitieren wir von präzisen, stabilen
Zyklen und einer sehr hohen Overall Equipment Effectiveness
(OEE).“ Die Technologie unterstützt damit sowohl die ökologischen
als auch die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens – ein Aspekt,
der für Rejlek und Sumitomo (SHI) Demag gleichermaßen zentral ist.
Partnerschaft auf Augenhöhe
Die Zusammenarbeit zwischen Rejlek und Sumitomo (SHI) Demag
hat sich über viele Jahre entwickelt. Rund jede zehnte Spritzgießmaschine
am Wiener Standort stammt vom deutsch-japanischen Maschinenbauer.
„Das Verhältnis ist geprägt von Vertrauen, technischer
Tiefe und kurzen Wegen“, beschreibt Burtscher. „Wir sehen großes
Potenzial, die Partnerschaft künftig auch im Bereich Mehrkomponententechnik
weiter auszubauen.“
Für Michael Domes ist die Installation der ersten SAM-C-Zelle
in Österreich ein weiterer Meilenstein: „Rejlek zeigt eindrucksvoll,
wie sich Präzision, Automatisierung und Nachhaltigkeit in Einklang
bringen lassen. Die Umsetzung bestätigt, dass vollelektrische Fertigung
nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugt.“
Sumitomo (SHI) Demag
D 90571 Schwaig
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Die Einführung der neuen A14- und Embedded-DRAM-Prozessdesign-Kits (PDKs) treibt
die Forschung und Innovation im Bereich der Logik- und Speicherskalierung schneller voran.
NanoIC rundet sein PDK-Portfolio
mit seinem ersten A14-Logik- und
eDRAM-Speicher-PDK ab
Am 02. Februar 2026 gab die NanoIC-Pilotlinie, eine von imec koordinierte europäische Initiative zur Beschleunigung von
Innovationen im Bereich der Chip-Technologien mit Strukturen kleiner als 2 nm, die Veröffentlichung von zwei neuen
Prozessdesign-Kits (PDKs) bekannt: ein A14-Pathfinding-PDK für fortschrittliche Logik-Skalierung und ein eDRAM-System-Exploration-PDK
für fortschrittliche Speicherinnovationen. Beide PDKs sind die ersten ihrer Art und bieten frühzeitigen
Zugang zu modernsten Designregeln und -abläufen sowie eine einzigartige Möglichkeit für Anwender, fortschrittliche
Technologieknoten und eingebettete Speicherdesigns zu erkunden.
Die fortschrittlichen Prozessdesign-Kits (PDKs) aus der NanoIC-
Pilotlinie spielen eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Innovationen
im Halbleiterbereich. Sie ermöglichen Designern frühzeitigen
Zugriff auf realistische Designregeln und Implementierungs-
Workflows, lange bevor die Hardware für eine neue Technologie
überhaupt existiert. Mit der Einführung der A14- und eDRAM-PDKs
bietet NanoIC Designern erstmals einen frühen Einblick in zwei
wichtige Technologiebereiche für zukünftige Computersysteme:
Logikskalierung am A14-Angström-Knoten und Integration von eingebettetem
Speicher.
Durch die freie Zugänglichkeit dieser PDKs möchte NanoIC die
Designforschung im Frühstadium mit der Integration in der Praxis
verbinden und Forschern und Start-ups dabei helfen, neue Nodes
zu erforschen, Integrationsherausforderungen zu antizipieren und
Designs anhand realistischer Skalierungskriterien zu bewerten.
„PDKs wie A14 und eDRAM sind Katalysatoren fürs Lernen und
Design“, erklärt Marie Garcia Bardon, Abteilungsleiterin bei imec
und Work-Package-Leiterin im NanoIC-Projekt. „Sie bieten eine
robuste Umgebung für die praktische Bewertung und den quantitativen
Vergleich verschiedener Technologieoptionen. Dieser Ansatz
beschleunigt den Lernprozess, verringert die Risiken von Architektur-
und Designinnovationen und hilft Designern, sich schon lange
vor der Verfügbarkeit der Hardware auf fortschrittliche Logikknoten
und eingebettete Speichertechnologien vorzubereiten.“
„Indem wir diese PDKs allgemein zugänglich machen, senken
wir die Hürden für Universitäten, Industrie und Start-ups, sich mit
Technologien der nächsten Generation zu befassen“, fährt Giuseppe
Fiorentino, Programmmanager bei NanoIC, fort. „Der Zugang zu
realistischen Regeln und Abläufen ermöglicht es den Teams, neue
Richtungen in der Forschung und wegweisende Konzepte zu erkunden,
die direkt in die europäische Halbleiter-Wertschöpfungskette
einfließen werden.“
A14 Pathfinding PDK: Verkleinerung
auf den 14-Angström-Knoten
Als erstes der neu eingeführten PDKs bietet das A14 Pathfinding
3D-Darstellung der A14-Bauelementstruktur mit den vier
gestapelten Nanoblättern, der lokalen Verdrahtung und dem
Metallkontakt auf der Rückseite.
Ein 4x4-IGZO-2T0C-Zellenarray, bei dem sich die Lese-/Schreibtransistoren
(RTX/WTX) auf der oberen/unteren Ebene befinden
und über die entsprechenden Verbindungen verfügen.
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Seite 34/79
PDK eine virtuelle Designumgebung für die Erforschung
der Skalierung auf dem 14-Angström-Knoten,
einem der nächsten großen Schritte in der Miniaturisierung
von Bauelementen. Eine wichtige Innovation
bei diesem Knoten ist die Einführung eines direkten
Backside-Kontakts als neuen Skalierungsbeschleuniger.
Während das frühere N2-PDK die Stromversorgung
über TSV-Middle-Strukturen (TSVM) unterstützte,
entwickelt der A14-Knoten dieses Konzept
weiter, indem es TSVM durch ein kompakteres direktes
Backside-Kontaktschema ersetzt. Durch die direkte
Stromzufuhr von der Rückseite des Wafers zu den
Gates und den Wegfall komplexer Metallverdrahtungen
auf der Oberseite reduziert diese Architektur IR-
Abfälle und bietet eine Flächenersparnis von 18 % sowie
eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 7 % im
Vergleich zu N2 bei gleicher Frequenz und Zelldichte.
Imec ist das erste Unternehmen, das ein PDK für
diesen Knoten veröffentlicht. Das Kit enthält eine umfassende
162-SDC-Bibliothek und wird von zwei großen
EDA-Anbietern, Cadence und Synopsys, unterstützt.
eDRAM-Systemerforschung PDK: Ermöglicht
die Entwicklung eingebetteter Speicher
Ergänzend zu den durch das A14 PDK ermöglichten
Arbeiten zur Logik-Pfadfindung führt die NanoIC-Pilotlinie
auch ein erstes eDRAM-System-Explorations-
PDK ein, ein wichtiger Schritt zur Bewältigung einer
der größten Herausforderungen in fortschrittlichen
Systemen: die Bereitstellung von dichtem On-Chip-
Speicher mit geringer Latenz. Im Mittelpunkt dieser
Bemühungen steht die Annäherung des Speichers an
die Verarbeitungseinheiten, eine Schlüsselstrategie
zur Verringerung der Latenz und zur Verbesserung der
Energieeffizienz in fortschrittlichen Rechnerarchitekturen.
Das derzeitige eDRAM-PDK bietet eine virtuelle
Plattform für die Erforschung eingebetteter Speicherlösungen,
die die Lücke zwischen dichten, aber stromhungrigen
Off-Chip-DRAMs und schnellen, aber flächenbegrenzten
On-Chip-SRAMs schließen. Mit dem
Schwerpunkt auf dem Verhalten auf Systemebene bei
datenintensiven und KI-Workloads ermöglicht das
PDK Forschern die Bewertung neuer Speicherarchitekturen
und Integrationsstrategien, die Speicher mit
höherer Dichte näher an Prozessoren und GPUs bringen,
wodurch der Datenverkehr reduziert, die Energieeffizienz
verbessert und die Gesamtsystemleistung
gesteigert wird.
In Zukunft wird sich das eDRAM PDK zu einer
umfassenden Plattform für die Systemuntersuchung
weiterentwickeln. In dieser nächsten Phase können
Entwickler über die virtuelle Validierung hinausgehen
und vollständige Interaktionen auf Systemebene analysieren.
Mit zunehmender Reife der Plattform umfassen
die zukünftigen Entwicklungsschritte die Hardware-Validierung
und schließlich Möglichkeiten für
Tape-out und Prototyping auf der NanoIC-Pilotlinie.
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
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Was kostet ein halbes Grad?
Neuer Vaisala Origo senkt die
Verschwendung von Energie
zur Kühlung in Rechenzentren
deutlich
Etwa 80 % der Rechenzentren weltweit
sind weiterhin auf Luftkühlung angewiesen.
Durch die Behebung eines „halben Grad“-
Fehlers lassen sich dort etwa 805 Millionen
US-Dollar an Verschwendung beim Energieverbrauch
zur Kühlung pro Jahr vermeiden,
rund 8 Milliarden US-Dollar innerhalb
eines Jahrzehnts, basierend auf moderaten
10-MW-Standorten.
Vaisala, ein global führender Anbieter
von Messgeräten und Messinformationen
für Klimaschutzmaßnahmen, stellt Origo vor
– eine modulare Messplattform der nächsten
Generation, die darauf ausgelegt ist, die
Umgebungsüberwachung in Rechenzentren
und anderen geschäftsentscheidenden
Gebäuden grundlegend zu verändern.
Warum ein halbes Grad zählt
Ein Temperatursensor, der nur um 0,5 °C abweicht,
scheint vielleicht unwichtig – doch
zum Beispiel in einem 10-MW-Rechenzentrum
kann dieser kleine Fehler innerhalb
von zehn Jahren mehr als 800 000 US-Dollar
an verschwendeter Energie zur Kühlung
kosten. In Reinräumen der Biowissenschaft
steht zum Beispiel viel mehr auf dem Spiel:
Jeder entscheidende Umgebungsparameter
wie Temperatur oder relative Feuchte kann
die Produktintegrität oder Forschungsergebnisse
beeinträchtigen, mit Verlusten, die
weit über die Energiekosten hinausgehen.
Luftkühlung bleibt in einem sich schnell
entwickelnden Rechenzentrumsmarkt
unverzichtbar
Weltweit gibt es schätzungsweise 12 000
Rechenzentren, wobei mehr als die Hälfte
in den USA und Europa liegt. Während
Flüssig- und Hybridkühlung für hochdichte
KI-Arbeitslasten rasch an Bedeutung gewinnen,
bildet die Luftkühlung weiterhin
die universelle Grundlage des Thermomanagements
in Rechenzentren. Sie bietet die
grundlegende Raumkühlung, die jede Anlage
benötigt, während die Flüssigkeitskühlung
gezielt und hocheffizient Wärme von
den heißesten Racks ableitet. Infolgedessen
haben sich hybride Architekturen – Luft für
den Raum, Flüssigkeit für die dichtesten
Lasten – inzwischen sowohl bei Neubauten
als auch bei Nachrüstprojekten als Standard
etabliert.
Auswirkungen im großen Maßstab
Eine zuverlässige, präzise Messung ist entscheidend
für die Optimierung luftgekühlter
Umgebungen.
„Generische Sensoren mit einer Genauigkeit
von ±0,5 °C verursachen Überkühlung
und Energieverschwendung, was
Betreibern jährlich Zehntausende Dollar
kostet.“ Origo bietet eine präzise Genauigkeit
von ±0,1 °C und ±1 % rF sowie stabile
Messungen. Diese tragen dazu bei, unnötige
Kühlung zu reduzieren und die zuverlässige
Umgebungssteuerung zu gewährleisten,
auf die wichtige Einrichtungen angewiesen
sind. „Das bedeutet eine Leistung, die sich
in wenigen Monaten bezahlt macht und die
Betriebszeit für viele Jahre sichert“, sagt Anu
Kätkä, Vaisala Product Line Managerin für
HVAC and Critical Buildings.
Würde man den „halben Grad“-Fehler
weltweit in der heute überwiegend luftgekühlten
installierten Basis – etwa 80 % der
rund 12 000 Rechenzentren weltweit – beseitigen,
könnten jährlich rund 805 Millionen
US-Dollar an verschwendeter Energie
zur Kühlung eingespart werden, was sich
innerhalb von einem Jahrzehnt auf etwa 8
Milliarden US-Dollar summiert.
Angesichts der Tatsache, dass Rechenzentren
etwa 1,5 % des weltweiten Energieverbrauchs
ausmachen und die Nachfrage
bis 2030 voraussichtlich mehr als doppelt so
hoch sein wird, ist präzise Messtechnik unerlässlich,
um Energieverbrauch und Emissionen
unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig
die IT-Leistung zu gewährleisten.
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Seite 36/79
Entwickelt für heutige und zukünftige
geschäftsentscheidende Umgebungen
Origo ist auf Einfachheit und langfristige
Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Dank seiner
modularen Bauweise ermöglicht Origo
die Überwachung mehrerer Parameter über
kompatible Vaisala Sonden, wie zum Beispiel
Kohlendioxid- (CO₂-) und Taupunktsensoren,
auf derselben Plattform. Diese
Flexibilität macht Origo zu einer zukunftssicheren
Lösung. Diese passt sich an sich
weiterentwickelnde Messanforderungen
auch in anderen wichtigen Umgebungen
wie Reinräumen, Biowissenschaftsanwendungen
und der Halbleiterfertigung an.
Gestützt auf das Vaisala Engagement
für Zuverlässigkeit gewährleistet Origo
während der gesamten Einsatzzeit präzise
Messungen und zuverlässige Leistung.
Dies hilft Betreibern, Prozesse zu schützen,
Risiken zu reduzieren und Ressourcen
zu optimieren.
Die vor Ort austauschbaren Sonden
von Origo ermöglichen schnelle Aktualisierungen
bei minimaler Unterbrechung. Das
breite Spektrum an Vaisala Services, von
akkreditierten Kalibrierungen bis hin zu
technischem Support, steht zur Verfügung,
um das Fachwissen vor Ort zu ergänzen.
Wichtige Fakten auf einen Blick
– Weltweit gibt es etwa 12 000 Rechenzentren;
USA und Europa zusammen machen
weit mehr als die Hälfte aller Standorte
aus
– Luftkühlung bleibt für die meisten Anlagen
der Standard; Flüssigkeitskühlung
nimmt für hochdichte KI, oft in hybriden
Einrichtungen, schnell zu
– Eine Abweichung von 0,5 °C kann ein
10-MW-Rechenzentrum innerhalb von
zehn Jahren mehr als 800 000 US-Dollar
an Energiekosten zur Kühlung kosten
– Vaisala Origo bietet eine Temperaturgenauigkeit
von ±0,1 °C und eine Genauigkeit
der relativen Feuchte von ±1 % rF für
eine stabile, zuverlässige Umgebungssteuerung
– Die modulare Bauweise und Funktionalität
mehrerer Parameter sind ideal für
geschäftsentscheidende Umgebungen
wie Rechenzentren, Reinräume, Krankenhäuser,
Produktionsanlagen und
Halbleiterfertigungsumgebungen
Vaisala GmbH
Rheinwerkallee 2
D 53227 Bonn
Telefon: +49 228 249710
Telefax: +49 228 2497111
eMail: vertrieb@vaisala.com
Internet: http://www.vaisala.de
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Imec weiht Europas NanoIC-Pilotlinie mit der offiziellen Eröffnung einer 2.000 m²
großen Reinraum-Erweiterung auf seinem Campus in Leuven ein.
Imec weiht NanoIC-Pilotlinie
ein und beschleunigt damit
Innovationen im Bereich der
Sub-2-nm-System-on-Chip-Technologie
Ausgestattet mit modernsten Werkzeugen, darunter das High-NA-EUV-Werkzeug
von ASML, ist der Reinraum von Imec ein Eckpfeiler der NanoIC-Initiative,
die sich mit der Entwicklung von Chip-Technologie unter 2 nm befasst. Genau
vier Jahre, nachdem EU-Präsidentin Von der Leyen den European Chips Act angekündigt
hat, sind die Ambitionen Europas im Bereich der Halbleitertechnologie
nun greifbare Realität geworden.
Imec – ein weltweit führendes Forschungsund
Entwicklungszentrum für fortschrittliche
Halbleitertechnologien – hat am
09.02.2026 eine 2.000 m² große Reinraum-Erweiterung
an seinem Hauptsitz in
Leuven eingeweiht und damit einen wichtigen
Meilenstein beim Aufbau der europäischen
NanoIC-Pilotlinie gesetzt. An
der Veranstaltung nahmen die europäische
Vizepräsidentin Henna Virkkunen, der
belgische Premierminister Bart De Wever,
der flämische Ministerpräsident Matthias
Diependaele und ASML-CEO Christophe
Fouquet teil, ebenso wie Vertreter des
europäischen Hightech-Ökosystems – darunter
Industrie und Start-ups –, des Nano-
Left to Right: Patrick Vandenameele (CEO-elect imec), Thomas Skordas (European Commissioner),
Luc Van den hove (CEO imec), Henna Virkkunen (European Commissioner), Matthias Diependaele
(MP Flanders), Jari Kinaret (Executive Director Chips JU), Christophe Fouquet (CEO ASML).
IC-Pilotlinienkonsortiums und politische
Entscheidungsträger aus der EU, Belgien
und Flandern.
Mit einer Fläche von über 12.000 m²
spielt der Reinraum von imec eine entscheidende
Rolle für die Ambitionen des European
Chips Act, Europa an die Spitze der
Innovation und Fertigung von Halbleitern
der nächsten Generation zu bringen. Diese
Strategie wird maßgeblich dazu beitragen,
die industrielle Struktur des Kontinents im
Zeitalter der KI zu stärken und gleichzeitig
ein Klima des nachhaltigen Wirtschaftswachstums,
der Sicherheit und des Wohlstands
für die kommenden Jahrzehnte zu
gewährleisten.
„Seit der Ankündigung im Mai 2024,
dass imec die NanoIC-Pilotlinie beherbergen
würde, haben wir mit Hochdruck daran
gearbeitet, die Anschaffung von Werkzeugen
zu beschleunigen und ein umfassendes
Rekrutierungsprogramm zu starten. Heute
gipfelt diese Anstrengung in der Einweihung
einer 2.000 m² großen Reinraum-Erweiterung
auf dem imec-Gelände. Dort
wird eine erstklassige Werkzeugausstattung
untergebracht, darunter der High-NA-
EUV-Scanner der nächsten Generation von
ASML, der Mitte März eintreffen soll“, sagte
Luc Van den hove, CEO von imec. „Die Forscher
von imec arbeiten hier Seite an Seite
mit IDMs, Foundries, Ausrüstungs- und
Materialzulieferern, Systemunternehmen,
Start-ups, Universitäten und anderen europäischen
Forschungs- und Technologieorganisationen.
Gemeinsam haben wir uns
auf eine ehrgeizige Reise begeben, um die
Halbleitertechnologie über den 2-nm-Knoten
hinaus voranzutreiben. Durch den Zugang
zu modernsten Halbleitertechnologien
wird die NanoIC-Pilotlinie eine entscheidende
Rolle bei der Stärkung der europäischen
Industrie im Zeitalter der KI spielen
und für die nächsten Jahrzehnte ein Klima
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des Wirtschaftswachstums, der Sicherheit
und des Wohlstands gewährleisten“, fügte
er hinzu.
Strategische Bedeutung
und Zukunftsaussichten
Und die Dynamik hält an. Mit starker Unterstützung
der europäischen, belgischen
und flämischen Regierungen – und einem
robusten Netzwerk von Industriepartnern
– wird imec in Kürze mit dem Bau eines
völlig neuen 4.000 m² großen Reinraums
auf seinem Campus in Leuven beginnen,
einem weiteren wichtigen Baustein, um die
europäische NanoIC-Initiative auf Hochtouren
zu bringen. In den nächsten fünf
Jahren wird die NanoIC-Pilotlinie mehr
als hundert neue Werkzeuge integrieren,
die auf die Standorte von imec und seinen
Partnern CEA-Leti (Frankreich), Fraunhofer
(Deutschland), VTT (Finnland), CSSNT-
UPB (Rumänien) und Tyndall National Institute
(Irland) verteilt sind. „Wir haben nicht
den Luxus, die Größten oder Stärksten zu
sein, aber wir haben die Wahl, die Besten
zu sein“, erklärt Matthias Diependaele, flämischer
Ministerpräsident. „Imec vereint
Talent, Wissen und internationale Zusammenarbeit.
Mit der NanoIC-Pilotlinie setzt
Europa diese Entscheidung in die Realität
um: für technologische Exzellenz und strategische
Unabhängigkeit. Die Tatsache,
dass imec diese Pilotlinie beherbergt, unterstreicht
die außergewöhnlichen Stärken, die
Flandern in Forschung und Innovation entwickelt
hat. Hier zeigen wir, wie eine Region
von Weltklasse die Chip-Technologie von
morgen gestalten kann.“
Ein Schritt vorwärts für die europäische
Führungsrolle im Halbleiterbereich
Christophe Fouquet, Präsident und CEO
von ASML: „Heute machen wir einen Schritt
vorwärts bei der Stärkung des Chiptechnologie-Ökosystems
in Europa, um unseren
Kunden, den weltweiten Chipherstellern,
zu dienen. Durch unsere 40-jährige Partnerschaft
mit imec haben wir gemeinsam
schnellere Innovationen vorangetrieben,
eine stärkere Zusammenarbeit gefördert
und die Entwicklung regionaler Talente
unterstützt – allesamt Faktoren, die für den
Fortschritt der weltweiten Chipindustrie
und der KI erforderlich sind. Heute weihen
wir die NanoIC-Pilotlinie ein, die das
High-NA-EUV-System von ASML umfasst
und das beste Beispiel dafür ist, was wir
erreichen können, wenn weltweit führende
Technologieunternehmen zusammenarbeiten,
um ihre neuesten Technologien
und Talente zu bündeln. Dank der starken
Unterstützung von EU-Präsidentin Von der
Leyen und dem European Chips Act sind
wir alle sehr stolz und dankbar, dass dies im
Herzen Europas geschieht und Europa eine
noch wichtigere Rolle im globalen Halbleiter-Ökosystem
spielen kann.“
Der Erwerb und Betrieb der NanoIC-
Pilotlinie wird gemeinsam vom Chips Joint
Undertaking über die Programme „Digital
Europe“ (101183266) und „Horizon Europe“
(101183277) der Europäischen Union
sowie von den teilnehmenden Staaten
Belgien (Flandern), Frankreich, Deutschland,
Finnland, Irland und Rumänien finanziert.
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
Sichere Echzeitüberwachung
// Remote Partikelzähler Apex Rxp
EXKLUSIVPARTNER
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MT Messtechnik GmbH
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Optische Inlinesysteme von SOPAT und Parsum stärken das Portfolio an Prozessanalytik
Endress+Hauser übernimmt
Spezialisten für Partikelanalyse
Endress+Hauser baut sein Portfolio an Messgeräten, Lösungen und Dienstleistungen
zur Prozessanalytik weiter aus. Die Firmengruppe übernimmt die
deutsche SOPAT GmbH, einen Technologieanbieter im Bereich der Inline-
Prozessmesstechnik, und deren Mitarbeitende an den Standorten in Berlin und
Chemnitz.
SOPAT rückt mitsamt der Tochtergesellschaft
Parsum unter das Dach des Endress+Hauser
Kompetenzzentrums für
Flüssigkeitsanalyse mit Sitz in Gerlingen.
„Die von SOPAT entwickelten Systeme zur
Partikelcharakterisierung erweitern unser
bisheriges Angebot um einen strategisch
wichtigen Baustein für unsere Kernindustrien“,
sagt Dr. Thomas Buer, Geschäftsführer
von Endress+Hauser Liquid Analysis.
Endress+Hauser Liquid Analysis mit Sitz in
Gerlingen zählt weltweit zu den führenden
Anbietern in der Flüssigkeitsanalyse.
Intelligentes Konzept
Die SOPAT GmbH wurde 2012 von Jörn
Emmerich und Dr. Sebastian Maaß in Berlin
gegründet. 2022 übernahm das Unternehmen
den 1997 gegründeten Chemnitzer
Hersteller für Inline-Partikelgrößenanalyse
Parsum. Derzeit beschäftigt SOPAT mit ihrer
Tochter Parsum 30 Mitarbeitende.
Die intelligenten Systeme von SOPAT
nutzen eine foto-optische, bildbasierte Inline-Technologie,
um Partikel, Tropfen und
Blasen in Echtzeit direkt im laufenden Prozess
ohne Zeitverzögerung zu analysieren.
Diese misst Partikelgrößen und -formen
ohne Probenahme oder Verdünnung und
ermöglicht so eine präzise Prozessüberwachung,
schnellere Reaktionszeiten und
eine bessere Produktqualität. Sonden von
Parsum nutzen dagegen eine Laserlicht-
Endress+Hauser übernimmt die SOPAT GmbH, einen Anbieter von Inline-Prozessmesstechnik für die Partikelcharakterisierung.
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
Seite 40/79
quelle zur Anwendung des faseroptischen
Ortsfilter-Verfahrens zur Echtzeiterfassung
von Partikelgrößen- und Geschwindigkeitsverteilungen
insbesondere für Feststoffe,
Pulver und Granulate.
Besseres Prozessverständnis
Kundinnen und Kunden aus Branchen wie
Life Sciences, Lebensmittel sowie Grundstoffe,
Metalle und Bergbau nutzen Partikelanalyse,
um die gewünschte Qualität
ihrer Produkte sicherzustellen. „Mit diesem
Schritt folgen wir weiter unserer Strategie
und stärken unser Analyseportfolio. Wir
können unsere Kundinnen und Kunden
nun noch besser vom Labor bis in den Prozess
unterstützen“, betont Dr. Thomas Buer.
„Unsere Stärke liegt in der Verbindung
aus wissenschaftlicher Präzision und industrieller
Praxistauglichkeit. Als Teil der
Endress+Hauser Gruppe können wir Innovationen
schneller in die breite industrielle
Anwendung bringen und so weltweit zu stabileren
und ressourceneffizienteren Prozessen
beitragen“, ergänzt Jörn Emmerich. Dr.
Sebastian Maaß führt weiter aus: „Präzise,
verlässliche Daten direkt aus dem Prozess
ermöglichen es unseren Kunden, nachhaltige
Prozessoptimierung unter dem Eindruck
steigender Energie- und Rohstoffkosten
durch verbessertes Prozessverständnis
wirksam zu adressieren.“
Endress+Hauser hat SOPAT mit Wirkung
vom 1. Januar 2026 übernommen. Über
Einzelheiten des Verkaufs haben beide Seiten
Stillschweigen vereinbart. Jörn Emmerich
und Dr. Sebastian Maaß, die Gründer
von SOPAT, gehören auch künftig der Geschäftsführung
des innovativen Unternehmens
an.
Führend in der Flüssigkeitsanalyse
Endress+Hauser Liquid Analysis zählt
weltweit zu den führenden Anbietern von
Messstellen und Komplettsystemen für
die Flüssigkeitsanalyse. Die intelligenten
Lösungen des Unternehmens helfen den
Kunden aus der Umwelt- und Prozessindustrie,
ihre Anlagen sicher, zuverlässig,
wirtschaftlich und umweltfreundlich zu
betreiben. Modernste Produktionsverfahren
gewährleisten durchgängig höchste
Qualität. Zahlreiche internationale Auszeichnungen
und Preise belegen die Innovationskraft
von Endress+Hauser Liquid
Analysis. Diese stützt sich auf die Kompetenz
von weltweit mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter am Hauptsitz
in Gerlingen bei Stuttgart sowie an den
Standorten Waldheim (Sachsen), Groß-
Umstadt (Hessen), Anaheim (Kalifornien,
USA), Suzhou (China) und Chhatrapati
Sambhajinagar (Indien).
Endress+Hauser AG
CH 4153 Reinach BL 1
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Datenübertragung, autonomes Fahren und lichtbasierte Computer könnten profitieren
Neuer Mikrolaser für
Anwendung und Forschung
Ein innovatives Mikrolaser-Konzept auf Basis von sogenannten Oberflächenemittern (VCSEL) hat das Fachgebiet „Optoelektronik
und Quantenbauelemente“ der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Reitzenstein entwickelt. Bei den
neuen Mikrolasern handelt es sich um vertikal aufgebaute Laserdioden, bei denen die oberen, lichtreflektierenden Schichten
zum Großteil durch ein in das Halbleitermaterial eingeätztes optisches Gitter ersetzt wurden. Auf diese Weise war es
einerseits möglich, den Produktionsprozess der Laserdioden um fast die Hälfte der Zeit zu verkürzen. Andererseits steht
mit dem Einätzen eines optischen Gitters ein Verfahren zur Verfügung, das in einem Produktionsschritt viele Dioden mit
verschiedenen Laserwellenlängen herstellen kann. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität
von Łódź (Polen) erzielt und sind jetzt im Fachmagazin „Optica“ erschienen.
Schematische Darstellung eines Mikrolasers
mit nanometergenau strukturiertem
Oberflächengitter. Der kompakte Halbleiterlaser
erzeugt einen gerichteten Lichtstrahl
mit einem exakt auf die jeweilige Anwendung
abgestimmten Strahlprofil.
Durch die Dicke der Balken im Strichgitter, ihre
Abstände sowie die Tiefe der Rillen lässt sich
die Wellenlänge der Laserstrahlen einstellen.
Unterhalb des Strichgitters sieht man die
wenigen Bragg-Spiegel oberhalb der aktiven
Schicht (hellgrau), in der die Strahlung entsteht.
Darunter kommen sehr viele Lagen von
Bragg-Spiegelschichten. (Aufnahme mit dem
Elektronenmikroskop)
Sie sind bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten
im Einsatz: Laserdioden, die ihr Licht
senkrecht zum Halbleiterchip abstrahlen, in
dem sie sich befinden. Diese „VCSEL“ (Vertical
Cavity Surface Emitting Laser) können
im Gegensatz zu Laserdioden, bei denen
das Licht aus einer Seitenfläche austritt,
den Laserstrahl sehr gut in einen Lichtwellenleiter
einkoppeln. Grund hierfür ist die
runde Geometrie mit einer kleinen Bauform,
sowie eine gute Strahlqualität und
Fokussierbarkeit. VCSEL werden deshalb
zum Beispiel in großen Rechenzentren verwendet,
wo sie die effiziente Informationsübertragung
zwischen einzelnen Servern
ermöglichen. Auch in Handys werden sie
zur Gesichtserkennung eingesetzt.
Zeitersparnis für die
industrielle Produktion
„Ein VCSEL besteht im Wesentlichen aus
einer aktiven Schicht, in der die Lichtteilchen
entstehen, sowie darüber und darunter
aus Schichten von sogenannten
Bragg-Spiegeln. Sie reflektieren das Licht
immer wieder in die aktive Schicht zurück,
damit es dort die Entstehung von weiteren
Lichtteilchen anregt. Das ist der typische
Laser-Effekt, der dazu führt, dass die Lichtstrahlen
am Ende alle perfekt im Gleichtakt
schwingen“, erklärt Stephan Reitzenstein.
„Die oberen Spiegelschichten reflektieren
das Laserlicht geringfügig weniger. So kann
ein Teil des Laserstrahls austreten und genutzt
werden.“
Die Forschenden haben nun einen
Großteil der oberen Spiegelschichten durch
ein feines Strichgitter ersetzt, das sie mit
Hilfe eines lithografischen Verfahrens in
das Halbleitermaterial ätzen. Durch Beugung
der Lichtwellen am Gitter und ihre anschließende
Überlagerung kann man ähnliche
Effekte erzielen wie mit den aufwendig
herzustellenden Spiegelschichten. „Der große
Unterschied ist zum einen, dass wir nicht
mehr so viele Halbleiterschichten nacheinander
aufbringen müssen. Das ist ein langwieriger
und teurer Prozess, der etwa zwölf
Stunden dauert. Durch die Verwendung des
Gitters sparen wir davon rund die Hälfte
ein“, erklärt Niels Heermeier, der Erstautor
der Studie. Diese Zeit- und Kostenersparnis
sei für die industrielle Produktion ein wichtiger
Faktor.
Unterschiedliche Laserdioden
in einem Produktionsschritt herstellen
„Der noch wichtigere Vorteil des Strichgitters
ist, dass hier in einem Produktionsschritt
Laserdioden mit verschiedenen
Ausgangswellenlängen auf einem Halbleiterwafer
gleichzeitig gefertigt werden können“,
erklärt Heermeier. Dazu werden beim
Ätzverfahren mehrere geometrische Parameter
des Strichgitters je nach Diode variiert:
die Dicke der Gitterbalken, ihr Abstand
zueinander sowie die Tiefe der eingeätzten
Rillen dazwischen. „Diese Flexibilität haben
wir beim Aufbringen der Spiegelschichten
nicht, denn diese müssen auf dem gesamten
Wafer aufwachsen und legen damit die
Eigenschaften für alle Laserdioden einheitlich
fest.“
Um die neuen Mikrolaser mit ihren individuellen
Eigenschaften präzise fertigen
zu können, ist eine extrem hohe Genauigkeit
notwendig: Weniger als fünf Nanometer
dürfen die Größen von ihrem Sollwert
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Seite 42/79
Schematischer Aufbau der neuen Mikrolaser
mit der unteren Schicht an Bragg-Spiegelpaaren
(DBR), der aktiven Schicht in rot, den
wenigen Lagen von Bragg-Spiegelpaaren
darüber (DBR) und dem Strichgitter (MHCG).
abweichen. Verglichen mit dem Abstand
der Erde zum Mond von fast 400.000 Kilometern
entspräche dies einer maximal
zulässigen Abweichung von zwei Metern.
Möglich wurde diese Leistung nur durch
eine am Fachgebiet vorhandene, mit Mitteln
der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) und der TU Berlin beschaffte
Elektronenstrahl-Lithografieanlage, die von
den Forschenden jeweils in einem komplexen
Prozess auf ihre Aufgabe hin angepasst
werden muss.
Anwendung für Rechenzentren,
Autonomes Fahren und
optische Computer
Neben der Anwendung in Rechenzentren
zur effizienten Signaleinkopplung in Glasfaserleitungen
könnten die Mikrolaser auch
für das sogenannte LIDAR-Verfahren (Light
Detection and Ranging) verwendet werden,
das Abstände mit Hilfe von Laserstrahlen
misst und zum Beispiel beim Autonomen
Fahren eine große Rolle spielt. Hier liefern
Anordnungen mit Laserdioden verschiedener
Wellenlängen – wie sie mit dem neuen
Verfahren leicht hergestellt werden können
– eine wesentlich bessere Auflösung.
Die neuen VCSEL-Dioden könnten
auch ein wichtiger Baustein werden für die
Hardware des sogenannten neuromorphen
Rechnens mit optischen Prozessoren, die
die Gruppe von Stephan Reitzenstein zu-
sammen mit Kolleg*innen an den Universitäten
Berkeley und MIT in Boston
entwickelt. Diese Computer sind analog
zum menschlichen Gehirn aufgebaut und
arbeiten statt mit elektrischen Schaltkreisen
mit optischen Bauelementen und Licht
als Informationsträger. Meist kommt dieses
Licht von einer Anordnung mehrerer Laserdioden
auf dem optischen Chip. „Wichtig
ist dabei, dass die Wellenlänge des Lichts
aus den Laserdioden exakt gleich ist. Schon
kleinste Abweichungen in der Herstellung
können aber zu unterschiedlichen Wellenlängen
führen“, erklärt Stephan Reitzenstein.
Mit der neuen Methode wäre es möglich,
nach Produktion des optischen Chips
die Wellenlängen nachzumessen und dann
durch nachträglich eingeätzte Gitterstrukturen
exakt einander anzugleichen.
Auf dem Weg zur
ultrakompakten Laserdiode
Auch für die Grundlagenforschung sind die
neuen Mikrolaser interessant, denn durch
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einen Zufall konnten die Forschenden der
kooperierenden Arbeitsgruppe in Polen in
herkömmlichen VCSEL-Dioden erstmals
den exotischen Quantenzustand eines „Bose-Einstein-Kondensats“
mit Lichtteilchen
realisieren. Diese Phänomen lässt sich nun
mit den neuen, einfacher einstellbaren Laserdioden
genauer untersuchen.
„Der nächste Schritt wird sein, auch
die unteren Spiegelschichten der neuen
VCSEL-Dioden durch ein zweites Strichgitter
zu ersetzen“, sagt Reitzenstein. Damit
würde das Bauelement noch einmal
kompakter und schneller zu produzieren
sein. „Diese Aufgabe ist allerdings wesentlich
komplexer, weil dann das Trägermaterial
der Diode auf der Unterseite entfernt
werden muss.“ Aus Sicht von Stephan
Reitzenstein kommt deshalb dem neuen
„Center for Integrated Photonics Research“
(CIPHOR) als zentraler Bestandteil des
neuen Experimentalphysik-Baus auf dem
Ost-Campus der TU Berlin eine besondere
Bedeutung zu. Dieser wird ab 2028 entstehen
und mit exzellent ausgestatteten Reinräumen
neue Fertigungsmöglichkeiten eröffnen.
Technische Universität Berlin
D 10587 Berlin
AT&S investiert weiter und
verdreifacht Reinraumfläche in Leoben
Das heimische Hochtechnologie-Unternehmen reagiert auf die anhaltend gute Auftragslage im Embedding-Sektor und
investiert kräftig in mehr Fertigungskapazitäten. Die Reinraumfläche im Stammwerk in Leoben wird verdreifacht. Nach
der Eröffnung des einzigartigen Kompetenzzentrums für R&D und IC-Substrate im Vorjahr erfolgt der nächste Schritt zur
Stärkung des Standorts Österreich.
Die AT&S AG setzt ihren Wachstumskurs im neuen Jahr ungebremst
fort. Angesichts einer anhaltend guten Auftragslage und zahlreicher
gewonnener Großprojekte in den vergangenen Monaten investiert
das Unternehmen massiv in die Infrastruktur des Standorts Leoben.
Nachdem im Sommer 2025 das hochmoderne Kompetenzzentrum
für R&D und IC-Substrate erfolgreich in Betrieb genommen wurde,
startet AT&S die nächste Phase der Standortoffensive: Mit einem
Investitionsvolumen im mittleren einstelligen Millionenbereich
werden die Kapazitäten in den Leiterplatten-Bestandswerken umfassend
erweitert und modernisiert.
AT&S ist im Aufschwung
„Nach eineinhalb herausfordernden Jahren geht es wieder bergauf“,
sagt Michael Mertin, CEO und Vorstandvorsitzender von AT&S. „Der
Treiber ist Künstliche Intelligenz. Daher ist es gerade dann, wenn die
globale Wirtschaft vor Herausforderungen steht, entscheidend, mutig
in die eigene Substanz zu investieren.“ Nachsatz: „Unsere Entscheidung,
die Produktion in Leoben-Hinterberg konsequent zu erweitern,
ist ein klares Bekenntnis zu Qualität und ein strategischer
Schritt, um unsere technologische Souveränität sowie die Lieferfähigkeit
für unsere Kunden langfristig abzusichern.“
Reinraumfläche wird verdreifacht
Die Fakten zum Umbau: Im Stammwerk in Leoben wird die für die
Hightech-Fertigung wichtige Reinraumfläche verdreifacht, von
760 auf 2300 Quadratmeter. Weil sich der neue Reinraum auf zwei
Stockwerke erstreckt, werden auch Liftanlage und Stiegenhaus in
Reinraumtechnik errichtet. Zusätzlich wird die Qualität des Reinraums
um eine Güteklasse auf ISO6 angehoben. Auch Büro-, Lagerund
Logistikbereiche werden umgebaut. Bis Sommer 2026 soll der
Ausbau abgeschlossen sein. „Der Umbau umfasst modernste Fertigungsanlagen
und optimierte Logistikprozesse, die den Standort
auf das nächste technologische Level heben“, sagt Barbara Decker-
Schlögl. Als Senior Director Operations und neue Standortleiterin
laufen bei ihr alle Fäden zusammen. „Wir erhöhen unsere Kapazitäten
deutlich. Diese Erweiterung verdanken wir einer anhaltend guten
Auftragslage für Embedding-Spezialprodukte und ist ein riesiger
Vertrauensbeweis in die Kompetenz unserer Mannschaft.“
CEO Mertin verweist auch auf den personellen Ausbau in der
Fertigung. „Im Herbst haben wir in Leoben 150 neue Jobs ausgeschrieben
und das Feedback war großartig. Mit unseren IC-Substraten
als essenzielle Bauteile für neue Cloud- und KI-Applikationen
und unserer legendären Kompetenz bei hoch entwickelten Leiterplatten
ist AT&S global und hier in Österreich bestens aufgestellt.“
AP&S International GmbH
D 78166 Donaueschingen
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Seite 44/79
Die Hochschule Esslingen ist mit Forschungsprojekten zur Energiespeicherung
bei der Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung erfolgreich
Förderung hebt Forschung
zur Energiewende auf neues Level
Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ konnten drei neuberufene
Professorinnen und Professoren der Hochschule Esslingen
zeigen, dass sie in der Forschung zur Energiewende eine wichtige
Rolle spielen werden.
Um einen direkten Eindruck der geförderten Projekte zu erhalten,
hat die Hochschule Esslingen Judith Hohendorff und Jasmin
Kerl von der Carls-Zeiss-Stiftung eingeladen, das Reinraumlabor in
Göppingen zu besichtigen. Dort arbeitet der Stiftungsprofessor Prof.
Mario Joost mit einem Team aus Doktoranden und Postdocs an der
Wasserstofftechnologie der Zukunft, indem er nachhaltige Materialen
für den Einsatz in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren entwickelt.
Auch die Masterstudierenden aus dem Studiengang Wasserstoffwirtschaft
und Technologiemanagement in Göppingen werden
hier an die Forschung in diesem zukunftsweisenden Themenfeld
herangeführt.
Prof. Sandra Hartl, die im Studiengang Maschinenbau in Esslingen
lehrt, stellte ihre Forschung im Bereich der Energiespeicherung
mit Eisen vor, und verdeutlicht dessen Potenzial als breit verfügbaren,
gut transportierbaren Energiespeicher für eine klimaneutrale
Energieversorgung.
Prof. Hendrik Dubbe, der im Studiengang Chemieingenieurwesen
lehrt, entwickelte im Projekt LiFreBat lithiumfreie Batteriezellen
auf Aluminium-Schwefel-Basis. Die Finanzierung der CZS ermöglichte
hierbei den Aufbau eines Labors zur Herstellung von Batteriezellen.
Unter anderem hierdurch konnten bereits weitere Drittmittelprojekte
eingeworben werden.
Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ in Stuttgart konnte
sich auch die Ministerin für Wissenschaft Forschung und Kunst, Petra
Olschowski, sowie der Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung,
Dr. Felix Streiter, mit den geförderten Professorinnen und Professoren
sowie Prof. Christof Wolfmaier (Rektor der Hochschule Esslingen)
und Prof. Gabriele Gühring (Prorektorin für Forschung und
Transfer) austauschen.
Prof. Sandra Hartl und Prof. Mario Joost freuen sich über den Besuch
von Judith Hohendorff von der Carl-Zeiss-Stiftung.
Im Reinraumlabor in Göppingen konnte das Team den Besucherinnen
die geförderten Projekte zeigen.
Über die Carl-Zeiss-Stiftung
Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für
wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter
Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als
auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-
Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und
Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet,
ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten
privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie
ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre
Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden
Stiftungsunternehmen finanziert.
Hochschule Esslingen
D 73728 Esslingen am Neckar
Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ in Stuttgart konnte sich
auch die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst,
Petra Olschowski (2.v.rechts), sowie der Geschäftsführer der Carl-Zeiss-
Stiftung, Dr. Felix Streiter (links), mit den geförderten Professorinnen und
Professoren sowie Prof. Christof Wolfmaier (Rektor der
Hochschule Esslingen) (rechts) und Prof. Gabriele Gühring
(Prorektorin für Forschung und Transfer)(2.v.links) austauschen.
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Seite 45/79
Eine Würzburger Nachwuchsgruppe entwickelt eine Schlüsseltechnologie für skalierbare
Quantensysteme. Vom Bundesforschungsministerium gibt es dafür mehr als 6,6 Millionen Euro.
Die nächste Phase im
Quantencomputing einleiten
An der Julius‐Maximilians‐Universität Würzburg (JMU) entsteht
derzeit eine Technologie, die für die Zukunft der Quantentechnologien
entscheidend sein könnte: ein neuartiger Phasenmodulator,
der Lichtsignale extrem schnell und nahezu verlustfrei steuert. Für
die Entwicklung dieses Bauteils erhält die Nachwuchsgruppe Ferro35
von Dr. Andreas Pfenning, Lehrstuhl für Technische Physik,
mehr als 6,6 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung,
Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Quantencomputer, Quantensensoren und abhörsichere Kommunikation
gelten als Schlüsseltechnologien der kommenden Jahrzehnte.
Doch trotz großer Fortschritte fehlt bislang ein Bauelement,
das für skalierbare photonische Quantensysteme unverzichtbar
ist: ein Modulator, der Quantenzustände präzise beeinflusst, ohne
das empfindliche Lichtsignal zu stören. Genau hier setzt die Nachwuchsgruppe
an.
Ein Bauteil, das den Unterschied ausmacht
Phasenmodulatoren sind in klassischen optischen Netzen längst
etabliert. Für Quantentechnologien reichen die bisherigen Lösungen
jedoch nicht aus. „Wir brauchen Bauelemente, die hohe Geschwindigkeiten
ermöglichen und gleichzeitig extrem geringe optische
Verluste aufweisen“, sagt Pfenning, „diese Kombination gibt
es bisher nicht — und sie ist entscheidend für komplexe Quantenschaltkreise.“
Die Nachwuchsgruppe verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Sie
integriert Bariumtitanat (BTO) in III‐V‐Photonik-Plattformen, die
Im Reinraum stellt die Gruppe die Kristalle selbst her und baut
diese in sogenannten III‐V‐Photonik-Plattformen (siehe Bild) ein.
(Quelle: Martin Brandstätter; Copyright: Univeristät Würzburg)
bereits für effiziente Quantenlichtquellen genutzt werden. Die Verbindung
beider Materialsysteme gilt als technologisch anspruchsvoll,
eröffnet aber völlig neue Möglichkeiten für die Steuerung von
Licht auf dem Chip.
Kristalle aus eigener Herstellung
Damit dieser Ansatz funktioniert, stellt das Team die benötigten
Kristalle selbst her: Schicht für Schicht, im Reinraum und unter
Hochvakuum. Die Methode heißt Molekularstrahlepitaxie (MBE)
und gehört zu den präzisesten Verfahren der Materialforschung.
Mehrere MBE‐Anlagen stehen der Gruppe bereits im Gottfried‐Landwehr‐Labor
für Nanotechnologie zur Verfügung, eine
weitere wird speziell für Ferro35 eingerichtet. „Für ferroelektrische
Materialien brauchen wir eine besonders saubere Prozessumgebung“,
erklärt Pfenning, „schon kleinste Verunreinigungen können
die Eigenschaften der Kristalle verändern.“
Wie bei Lego: vom Bauteil zum Quantenschaltkreis
Dr. Andreas Pfenning leitet das Projekt.
(Quelle: Martin Brandstätter; Copyright: Universität Würzburg)
Neben dem Modulator entwickelt die Gruppe weitere Komponenten,
die für photonische Quantenschaltkreise notwendig sind, wie
etwa Wellenleiter, Koppler und integrierte Quantenlichtquellen.
Diese Bauteile werden zunächst simuliert und anschließend im
Reinraum gefertigt.
„Wir bauen eine Komponentenbibliothek, mit der wir Schaltkreise
entwerfen, zusammensetzen und direkt herstellen können“, sagt
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Seite 46/79
Pfenning, „das erinnert in gewisser Weise an das Zusammenstecken
von Lego: Wenn das passende Element an der richtigen Stelle sitzt,
entsteht Schritt für Schritt ein funktionsfähiger Schaltkreis. Die so
entwickelten Designs können unmittelbar fabriziert und experimentell
getestet werden.“
Das erleichtere nicht nur die Entwicklung, sondern eröffne auch
neue Möglichkeiten in der Lehre. Studierende sollen künftig mit
den Modellen experimentieren können — ein spielerischer Zugang
zu einem hochkomplexen Forschungsfeld.
Bis vollständig skalierbare Quantencomputer Realität werden,
wird es noch dauern. Doch die im Projekt entwickelten Bauelemente
könnten schon früher fruchtbaren Boden schaffen. „Schnelle und
verlustarme Modulatoren sind auch für die Telekommunikation interessant“,
so Pfenning. „Unsere Technologie kann hier wichtige Impulse
setzen.“
Das Förderprogramm „Quantum Futur“
Ferro35 wird im Rahmen des Programms „Quantum Futur 3“ gefördert.
Die Initiative des BMFTR unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen
und ‐wissenschaftler beim Aufbau eigenständiger
Forschungsgruppen, die neue technologische Grundlagen für die
zweite Generation der Quantentechnologien schaffen. Für Dr. Andreas
Pfenning bedeutet die Förderung die Möglichkeit, eine klar
definierte Forschungsrichtung an der JMU zu etablieren: die ferroelektrische
Quantenphotonik.
Mit Ferro35 entsteht eine Technologieplattform, die langfristig
zur Stärkung der technologischen Souveränität Deutschlands und
Europas beitragen soll. Die Förderung umfasst den Aufbau eigener
Infrastruktur, die Ausbildung wissenschaftlichen Personals und die
Entwicklung zentraler Bauelemente für photonische Quantensysteme.
Zur Person
Dr. Andreas Pfenning leitet seit 2026 die Nachwuchsgruppe Ferro35
am Lehrstuhl für Technische Physik der JMU. Seit Ende 2022 führt
er dort die Arbeitsgruppe Semiconductor Quantum Photonics und
verfolgt seine Habilitation in Experimentalphysik.
Nach seiner Promotion forschte er als Postdoktorand am Quantum
Matter Institute der University of British Columbia in Vancouver,
wo er an siliziumbasierter photonischer Quanten-Informationsverarbeitung
arbeitete. Seine jetzige Forschung verbindet integrierte
Quanten-Photonik, neuartige ferroelektrische Materialien und die
Entwicklung skalierbarer Quantentechnologien.
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
D 97070 Würzburg
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Neuer e-skin flat Konfigurator ermöglicht eine schnelle Auslegung von zertifizierten
Reinraum-Leitungsführungssystemen – inklusive technischer Zeichnung und STEP-Datei
igus setzt neuen Standard mit
erstem Online-Tool für die automatische
Auslegung von Clean Cables
Partikelfreiheit und wenig Platz zeichnen Reinräume für die Fertigung von Mikrochips
und Halbleitern weltweit aus. Um Leitungen unter diesen Bedingungen
sicher zu führen, hat igus die e-skin flat entwickelt. Der neue e-skin flat Konfigurator
ermöglicht jetzt die schnelle und automatisierte Auslegung von flachen
Leitungsführungssystemen im Reinraum. Damit reduziert sich der bisher manuelle
Aufwand auf nur wenige Minuten. Anwender können ein komplettes System
konfigurieren, automatisch befüllen lassen und sich anschließend sofort eine
technische Zeichnung und Stückliste herunterladen. Für die trockenreinraumfähige
e-skin flat hat igus jetzt auch den „Best of Industry Award 2025“ in der
Kategorie Batterieentwicklung und -produktion erhalten.
Die Auslegung eines Reinraum-Leitungsführungssystems,
oder auch Clean Cable, ist
komplex: Zahlreiche Anforderungen müssen
berücksichtigt, die passenden Leitungen
ausgewählt und technische Zeichnungen
erstellt werden. Dieser Prozess erfordert
Expertenwissen und kostet bisher viel Zeit
und manuellen Aufwand. Genau hier setzt
igus jetzt mit dem neuen e-skin flat-Konfigurator
an. Nutzer können ihr passendes flaches
Leitungsführungssystem für den Reinraum
in nur wenigen Minuten auslegen.
„Das Online-Tool ist das erste seiner Art für
die Konfiguration von Reinraum-Leitungsführungssystemen.
Es führt den Anwender
Schritt für Schritt durch die Auslegung seines
Systems, prüft die Realisierbarkeit und
liefert sofort alle relevanten Daten“, erklärt
Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten
und Reinraum-Expertin bei igus. „So entsteht
Planungssicherheit, ohne Wartezeiten
und ohne zeitaufwendige Abstimmungen.“
Mit der e-skin flat erhalten Anwender ein
sauberes, flaches und abriebfestes Komplettsystem
aus Hochleistungskunststoff.
Dank leicht zu öffnender Kammersyste-
me lassen sich Leitungen und Schläuche
schnell einlegen und im Wartungsfall austauschen.
Das Clean Cable verfügt mit der
EN ISO Klasse 1 nach DIN 14644-1 zudem
die höchste Reinraumklassifizierung.
Automatische Befüllung für optimales
Ergebnis
Und so funktioniert die Konfiguration
der e-skin flat per Online-Tool: Im ersten
Schritt gibt der Nutzer die benötigten Anwendungsparameter
wie Geschwindigkeit,
Beschleunigung sowie den Verfahrweg ein.
Zusätzlich lassen sich auch Umgebungsparameter,
Bauraumgrenzen oder eine außermittige
Einspeisung angeben. Im nächsten
Schritt folgt die Leitungsauswahl. Das Tool
bietet Zugriff auf den großen chainflex
Leitungspool von igus sowie bereits mit
Steckern konfektionierte readycable mit
Priorisierung geeigneter Leitungen für das
e-skin flat-System. Eigene Leitungen lassen
sich ebenfalls einpflegen. Dann folgt
die automatische Befüllung. Ein im Online-
Tool integrierter Algorithmus nutzt die im
System hinterlegten Produktdaten sowie
angegebenen Kundenparameter und empfiehlt
anhand zuvor definierter Regeln die
bestmögliche Lösung für die Anwendung
aus. Das Tool signalisiert zudem, wenn eine
Konfiguration nicht realisierbar ist. Manuelle
Anpassungen sind jederzeit im Konfigurator
möglich.
Von der Konfiguration zur
Angebotsanfrage in wenigen Klicks
Der e-skin flat Konfigurator stellt alle relevanten Daten wie technische Zeichnung, STEP-Datei,
Stückliste und eine Einbauanleitung sofort zum Download bereit. (Quelle: igus SE & Co. KG)
Auf der Ergebnisseite stehen sofort alle relevanten
Daten zum Download bereit – von
der technischen Zeichnung über die Stückliste
bis hin zur Einbauanleitung. Kunden
können sich auch zusätzlich eine STEP-Datei
herunterladen. Ist der Anwender zufrieden
mit der Auslegung, kann er ein entsprechendes
Angebot anfragen, und die igus
Experten führen eine finale Prüfung des
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Seite 48/79
Grund zum Jubeln: igus hat mit der e-skin flat den „Best of Industry Award 2025“ in der
Kategorie Batterieentwicklung und -produktion gewonnen. Mit dem Apiro Getriebebaukasten
für die Gassenverstellung hat es igus in der Kategorie Modulares Maschinenkonzept unter die
Finalisten geschafft. (Quelle: Vogel Communications Group GmbH & Co. KG)
konfigurierten Systems durch. „Unser Ziel
war es, den Konfigurationsprozess für Reinraum-Leitungsführungssysteme
so einfach
wie möglich zu machen“, sagt Kira Weller.
„Mit dem neuen e-skin flat-Konfigurator
geben wir unseren Kunden ein komplettes
Paket an die Hand, mit dem sie sofort
weiter konstruieren können. Durch die intelligente
Automatisierung reduzieren wir
den manuellen Aufwand, sowohl für unsere
Kunden als auch für uns, erheblich und
schaffen maximale Planungssicherheit.“
Die e-skin flat erhielt nun auch den jährlich
von der Fachzeitschrift MM Maschinen-
Markt vergebenen „Best of Industry Award
2025“ in der Kategorie Batterieentwicklung
und -produktion. „Wir freuen uns sehr über
diese Auszeichnung, die für uns gleichzeitig
Ansporn ist, die Entwicklung in diesem
Bereich weiter voranzutreiben“, betont Kira
Weller.
igus SE & Co. KG
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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 49/103
FET – Spezialisten für die
Extrusion dünnster Filamente
Eine Welt ohne Garne, Fasern und Vliese ist undenkbar. Hochwertige Fasern bilden die Basis
für Textilien und zahlreiche weitere Produkte – ihre Herstellung erfordert jedoch höchste
Präzision und die Einhaltung strenger technischer wie gesetzlicher Anforderungen.
Die Fibre Extrusion Technology (FET) mit Sitz in Leeds (UK) ist ein führender britischer
Hersteller von Prozesstechnologie und Anlagen für die Chemiegarn- und Faserextrusionsindustrie.
Seit der Gründung im Jahr 1998 entwickelt, produziert, installiert und wartet FET
hochspezialisierte Extrusionslinien für Kunden weltweit.
Alle FET-Systeme werden kundenspezifisch ausgelegt. Das Unternehmen liefert
Extruder und komplette Folgeanlagen im Labor-, Pilot- oder schlüsselfertigen
Produktionsmaßstab, unter anderem für:
– Schmelzspinnsysteme für Mono- und Multifilamente
– Schmelzblas- und Spinnvliesanlagen für Vliesstoffe
– Nassspinnsysteme für Filamente und Fasern
Im firmeneigenen, hochmodernen Faserentwicklungszentrum mit integriertem
Testlabor führt FET Entwicklungsarbeiten, Tests und Kundenversuche durch.
Typische Anwendungen sind:
– Resorbierbare Polymere für Medizinprodukte
– Spezialfasern aus anspruchsvollen Polymeren
– Nachhaltige, biologisch abbaubare Materialien
– Textilien für Verbundwerkstoffe
– Funktionelle Textilien und Vliese
Die Einsatzgebiete der mit FET-Anlagen
hergestellten Garne, Fasern und Vliese reichen
von Bekleidungs- und Funktionstextilien
über Hygieneprodukte, Polster und
Matratzen bis hin zu Anwendungen im
Bauwesen. In der Medizintechnik kommen
resorbierbare und nicht resorbierbare Polymere
etwa für chirurgisches Nahtmaterial
oder Implantate zum Einsatz. Die Weiterverarbeitung
erfolgt dabei bei den Kunden
oder spezialisierten Dienstleistern, die Sterilisation
überwiegend mittels Ethylenoxid
oder Gamma-Bestrahlung.
Faserentwicklungszentrum
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von FET ist
die enge Zusammenarbeit mit technologisch
anspruchsvollen Kunden. Nach umfangreichen
Investitionen eröffnete das
Unternehmen 2023 sein neues Faserentwicklungszentrum
(FDC). Das zweistöckige
Gebäude beherbergt modernste Faserextrusionssysteme
und dient der gemeinsamen
Entwicklung wissenschaftlich fundierter
und praxisnaher Lösungen – in Kooperation
mit Kunden, Rohstoffherstellern und Forschungseinrichtungen.
Dabei werden nahezu
alle relevanten Materialtypen untersucht
und verarbeitet.
Extrudierte Garne und Fasern für medizinische
Anwendungen
Ein Meilenstein war das Jahr 2012, als ein
führender Medizintechnikhersteller eine
schlüsselfertige Lösung zur Verarbeitung
resorbierbarer Polymere für chirurgisches
Nahtmaterial suchte. Gemeinsam mit Motan
Colortronic LTD UK und Rohstofflieferanten
startete FET ein umfangreiches Entwicklungsprojekt.
Zentrale Anforderungen waren
unter anderem:
– Extrem niedriger und homogener
Feuchtegehalt
– Hochpräzise Additivdosierung (± 0,02 %)
– Definierte Reißfestigkeit und Elastizität
– Biokompatibilität und absolute
Reinheit der Produkte
Ein typisches System zur Herstellung von biomedizinischen Garnen ist
hier als Beispiel dargestellt. (FET)
Hinzu kamen strenge regulatorische Vorgaben,
insbesondere zur Fadenstärke nach
Europäischer Pharmakopöe (EP) und USP-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026
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Klassifizierung. Gleichzeitig spielen wirtschaftliche Aspekte eine
Rolle, da eingesetzte Polymere Preise von über 2.500 GBP pro Kilogramm
erreichen können.
Da konventionelle Schmelzspinnverfahren ungeeignet waren,
entwickelte FET ein modifiziertes Verfahren. In enger Zusammenarbeit
mit Motan Colortronic entstanden innovative Lösungen, darunter
eine verbesserte Materialtrocknung, hochgenaue gravimetrische
Dosierung, energieeffiziente Prozesse sowie eine vollständig
integrierte, automatisierte Steuerung.
Diese Entwicklungen mündeten in serienreife Anlagen, die
seitdem weltweit erfolgreich bei FET-Kunden im Einsatz sind.
Motan Colortronic liefert dazu die komplette Materialaufbereitung
und -versorgung, einschließlich Dosier-, Förder- und Trocknungssystemen.
Materialvielfalt und Prozesssicherheit
Heute werden weltweit zahlreiche Polymere für medizinische Anwendungen
eingesetzt, darunter PLA, PGA, PCL, P4HB, PDO und
PTMC. Sie zeichnen sich durch hohe Biokompatibilität, geringe Toxizität
und definierte Abbauraten aus. FET hat bislang über 70 unterschiedliche
Polymertypen als Mono- und Multifilamente sowie
als Vliese verarbeitet – darunter auch Materialien aus nachhaltigen
Quellen.
Besondere Bedeutung kommt der präzisen Trocknung zu, da viele
dieser Polymere extrem hydrolyseempfindlich sind. FET setzt daher
auf speziell entwickelte Extruder- und Schneckenkombinationen
sowie auf die Extrusion unter inerter Atmosphäre, um konstante
Produkteigenschaften sicherzustellen.
Materialaufbereitung und -versorgung
Die große Materialvielfalt stellt auch hohe Anforderungen an die
Peripherietechnik. Je nach Anwendung kommen bei Motan Colortronic
Trockner mit Taupunkt- und Luftmengenregelung, automatische
oder manuelle Fördersysteme sowie gravimetrische Dosierund
Mischsysteme zum Einsatz. FET legt dabei großen Wert auf den
Einsatz bewährter Standardkomponenten für einen sicheren und
zuverlässigen Betrieb.
Bei Labor- und Pilotanlagen erfolgt die Trocknung häufig
chargenweise. Das Material wird anschließend in hermetisch
geschlossenen Glasbehältern kontaminationsfrei zum Extruder
transportiert. Dafür hat FET ein spezielles Schnellverschlusssystem
entwickelt, das auf Standardbehälter adaptiert werden
kann.
motan gmbh
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WIR MESSEN
NACH NORMEN
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VDI 2083
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MEDIZINISCHE DRUCKLUFT
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Tel.: +49 7071 6887180 Fax: +49 7071 688718700
E-Mail: public@c-tec.de www.c-tec.de
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 51/103
Drei Stellhebel für bessere Spülqualität und was dahintersteckt
Prozesssichere High-Purity-Reinigung:
Warum Spülen über Erfolg
oder Ausschuss entscheidet
Beim Spülen entscheidet sich, ob High-Purity-Bauteile
die geforderten Sauberkeitsgrenzwerte
erreichen, oder ob eine Rekontamination
nach der Reinigung Ausschuss
verursacht. Entscheidend sind vor allem
drei Faktoren:
– Reinstwasserqualität direkt am
Point of Use (Partikel, Organik/TOC,
Leitwert, pH).
– Minimale Verschleppung zwischen
den Prozessstufen und definierte
Spülführung.
– Anlagentechnik und Kreislaufhygiene:
geeignete Werkstoffe, durchdachte
Rohrleitungen sowie kontinuierliches
Monitoring.
Der folgende Artikel erläutert die Hintergründe
dieser Stellhebel und zeigt, warum
Spülen in der High-Purity-Bauteilreinigung
zum systemkritischen Prozessschritt wird.
Medien als limitierender Faktor
In der High Purity Bauteilreinigung gelten
Sauberkeitsanforderungen wie in keiner
anderen Branche: zulässige Obergrenzen
der chemischen Zusammensetzung der
Bauteiloberfläche in Atom-Prozent, geringe
Ausgasungsraten und Partikelfreiheit
Die wesentlichen Faktoren für eine gute
Spülqualität sind die Wasserqualität am
Point of Use und eine minimale Verschleppung.
Die erforderliche Wasserqualität hängt,
wie oben herausgearbeitet, von den einschlägigen
Sauberkeitsanforderungen ab.
Häufig wird sogenanntes Reinstwasser oder
Ultra Pure Water (UPW) in den letzten Spülen
eingesetzt, wobei normierte Definitionen
im europäischen Wirtschaftsraum für
Reinstwasser nicht verbreitet sind und Begrifflichkeiten
insofern teilweise uneinheitlich
benutzt werden.
Die Wasserqualität hängt wiederum von
der Rohwasserqualität des Stadtwassers ab.
Je nach Härte, Leitfähigkeit und enthaltenen
Salzen ist ggf. eine Vorbehandlung mit
einer Aktivkohlefiltration, einer Partikelfiltration,
eine Entmanganung oder eine Enteisung
erforderlich.
Anschließend wird in der Regel in einer
Umkehr-Osmose mittels Druck über eine
semipermeablen Membran Permeat (salzarm)
vom Konzentrat getrennt.
Für sehr hohe Anforderungen folgt oft
eine weitere Behandlung über Mischbett-
Ionenaustauscher oder alternativ eine Elektrodeionisation
(EDI), die kontinuierlich
ohne Regenerationschemikalien arbeitet. Je
nach Anforderung werden zusätzliche Stuim
Submikronbereich. Der Grund für diese
hohen Anforderungen resultiert aus den
extremen Vakuum-Bedingungen, in denen
die Bauteile eingesetzt werden; beispielsweise
in der EUV-Lithografie, in der Raumfahrt
oder in Massenspektrometer für die
Analytik.
Bei diesen Anwendungen wird Sauberkeit
zum Systemmerkmal. Damit ist gemeint,
dass das ganze System so ausgelegt werden
muss, dass hohe Grenzwerte erreicht und
Rekontaminationen ausgeschlossen werden.
Dies gilt insbesondere auch für die
verwendeten Medien, denn jedes Kontaktmedium
muss ebenfalls die hohen Grenzwerte
erfüllen, um die Spezifikation nicht zu
verletzen. Ansonsten kann das Bauteil erst
gar nicht entsprechend gereinigt werden
oder aber es droht eine Rekontamination
des Bauteils.
Für die Umgebungsluft und Prozessluft
sind die Grenzwerte beispielsweise über
HEPA-/ULPA-Filtration und Reinraumtechnik
grundsätzlich beherrschbar. Aufwändiger
ist hingegen das Prozesswasser.
Beim Spülen darf es selbst keine Verunreinigungen
wie Partikel oder Organik auf
das Bauteil tragen, ansonsten droht eine
Rekontamination und damit ein Ausschuss
des Bauteils.
Hohe Spülqualität für die High Purity Reinigung: Probereinigungen im BvL Technologiecenter mit
der Reinigungsanlage Atlantic und einer Reinstwasseraufbereitungsanlage (EnviroFalk)
Was bedeutet „Spülen“?
Spülen ist nicht einfach ein „Abwaschen“
von Reiniger, sondern im Wesentlichen
eine Verdünnung des verschleppten Flüssigkeitsfilms
auf der Bauteiloberfläche mit
Spülwasser. Durch das Verdünnen erfolgen
zugleich ein Abtragen und Austragen der
verbleibenden Kontaminationen. Damit
wird Spülen zum Stofftransportproblem:
Ziel ist die definierte Absenkung der Kontaminationskonzentration
von Stufe zu Stufe
bis unter die maßgeblichen Grenzwerte
(partikulär wie auch filmisch/organisch).
Kurz gesagt: Das Bauteil kann mithin nur
so sauber werden, wie es die letzte Spüle ist.
Wesentliche Faktoren für eine
gute Spülqualität
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fen wie eine UV-Desinfektion zur Keimreduktion
oder beispielsweise eine Entgasung
ergänzt.
Die Wasserqualität wird schließlich über
Parameter wie den Leitwert, den pH-Wert
oder den TOC-Wert bestimmt und überwacht.
Durch all diese moderne Wasseraufbereitungstechnik
kann eine hervorragende
Wasserqualität am Ende einer Wasseraufbereitungsanlage
gewährleistet werden.
Entscheidend ist aber vielmehr, die Wasserqualität
am Point of Use, also in dem Becken
oder der Kammer der Reinigungsanlage.
Anlagentechnik als Enabler: Materialwahl,
Verschleppung, Kreislaufhygiene
Hier ist nun ein ausgeklügelte Anlagentechnik
erforderlich, die durch eine minimale
Verschleppung, eine entsprechende Materialauswahl
und ggf. eine Kreislaufhygiene
die gute Wasserqualität am Point of Use bereitstellt.
Denn die Spülqualität ist nur so gut
wie das System, das sie trägt.
Bereits die Konzeption und Konstruktion
der Reinigungsanlage muss darauf
ausgelegt sein, Verschleppungen zu minimieren.
Darunter fällt die konsequente
Trennung der jeweiligen Medienkreisläufe:
Jeder Tank verfügt über ein eigenes Rohrleitungssystem,
eigene Filtereinheiten und
eine eigene Pumpe. Außerdem muss die
Rohrleitungsführung strömungsoptimiert
sein, damit sich keine Wasserreste ansammeln
können. Häufig werden die Warenträger
und Gestelle vernachlässigt. Auch diese
müssen getreu dem Motto „form follows
function“ so konstruiert sein, dass sie keine
schöpfenden Stellen oder große Oberflächen
haben, an denen sich Wasserreste
ablagern.
Je nach Anlagentypus gibt es weitere
konstruktive Besonderheiten; bei Umsetzer-Tauchreinigungsanlagen
ist auf definierte
Überläufe und Trennbleche zwischen
den einzelnen Becken zu achten. Abtropfzeiten
und ein Rütteln der Warenträger
unterstützen die Verhinderung von Verschleppung.
Bei Kammeranlagen sind ein
abflussoptimiertes Design der Kammer,
eine restlose Entleerung der Kammer und
eine Kammerreinigung zwischen den Behandlungsschritten
förderlich.
Zusätzlich sollte auch in der Reinigungsanlage,
also am Point of Use, mit einer
entsprechenden Sensorik die Wasserqualität
überwacht werden.
Die Auswahl der passenden Werkstoffe
und Oberflächen ist ebenfalls maßgeblich.
Wegen der besseren Materialverträglichkeit
sind V4A-Edelstähle (beispielsweise 1.4404,
1.4571) statt V2A-Edelstähle zu verwenden,
es ist auf eine entsprechende Schweißqualität
zu achten. Auf Messing etwa ist gänzlich
zu verzichten. PP und PVDF können sich
ebenfalls für Verrohrungen eignen.
Praxisbeispiel: Auslegung von
Reinigungsanlagen für High Purity
Spülprozesse
Als Beispiel für die praktische Umsetzung
nennt die BvL Oberflächentechnik GmbH
Reinigungsanlagen, die für eine hohe Spülqualität
am Point of Use ausgelegt werden
können, unter anderem durch getrennte
Medienkreisläufe, geeignete Werkstoffauswahl
und prozessbegleitende Überwachung
der Wasserqualität. Beispielhaft werden dafür
die NiagaraUP Kammerreinigungsanlage
und die AtlanticTR Tauchreinigungsanlage
angeführt. Probereinigungen sind im firmeneigenen
Technikum möglich. Für Tests
steht außerdem eine Reinstwasseraufbereitung
(EnviroFALK) zur Verfügung (Kennwerte:
Leitwert 0,04 µS/cm; TOC 13,58 ppb).
BvL Oberflächentechnik GmbH
D 48488 Emsbüren
25 Jahre Qualitätsexzellenz:
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
von der DGQ ausgezeichnet
Der Leiter der DGQ-Geschäftsstelle Frankfurt,
Jürgen Freund (links), überreichte die Ehrenurkunde
für 25 Jahre herausragendes Engagement
an Christian Meisel (Mitte) und Florian
Hermann (rechts), die bei Pfeiffer das Qualitätsmanagement
verantworten. (Quelle: DGQ)
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions wurde von
der Deutschen Gesellschaft für Qualität
(DGQ) e.V. mit einer Ehrenurkunde für 25
Jahre herausragendes Engagement im Bereich
Qualität ausgezeichnet.
Die Ehrung würdigt die langjährige
kontinuierliche Arbeit des Unternehmens
in den Bereichen Qualitätsmanagement,
Innovation und fachliche Weiterentwicklung.
Über ein Vierteljahrhundert hinweg
hat Pfeiffer aktiv an DGQ-Veranstaltungen,
Weiterbildungen und Netzwerkaustauschen
teilgenommen – stets mit dem Ziel,
neue Impulse zu gewinnen, Wissen weiterzugeben
und den Dialog mit anderen Unternehmen
und Experten zu fördern.
„Diese Auszeichnung ist ein besonderer
Moment für unser Team“, sagt Christian
Meisel, Leiter des Qualitätsmanagements.
„Die DGQ begleitet uns seit vielen Jahren
mit wertvollen Impulsen, praxisnahen
Weiterbildungen und inspirierendem Austausch.
Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft
auch in Zukunft gemeinsam zu
gestalten.“
Als Teil der globalen Busch Group ist
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions ein führender
Anbieter von Lösungen zur Erzeugung,
Messung und Analyse von Hochund
Ultrahochvakuumbedingungen. Die
Technologien des Unternehmens kommen
in Schlüsselanwendungen zum Einsatz,
die höchste Präzision und Qualität
erfordern, etwa in der Halbleiterindustrie,
Analytik, Forschung und Entwicklung
sowie in industriellen Produktionsprozessen.
Die Auszeichnung der DGQ unterstreicht
die konsequente Umsetzung höchster Qualitätsstandards
sowie das Engagement des
Unternehmens, Innovation und fachliche
Exzellenz kontinuierlich voranzutreiben.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
D 35614 Asslar
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S!MPATI 4.90 Pharma:
Optimierte Chargenbewertung und
Datenverwaltung
Ab Frühling 2026 liefert Weiss Technik mit der
aktualisierten Software-Version leistungsstarke
Datenanalysen und eine vereinfachte Berichterstellung.
Die verbesserte Darstellung bietet mehr Übersicht
und Komfort für den Anwender. Das Update lässt sich auf
den aktuellen Windows-Betriebssystemen verwenden und
erfüllt sämtliche branchenspezifischen Sicherheitsvorschriften.
Mit der kommenden Anpassung von S!MPATI 4.90 Pharma an Windows
11 und Windows Server 2022 erweitert Weiss Technik die Software
um zusätzliche innovative Funktionen.
Vereinfachte Chargenbewertung
Die Beurteilung von Stabilitätsprüfmustern wird durch neue Bewertungstools
wesentlich erleichtert. Diese Funktionen erlauben eine
präzise Bewertung der Lagerbedingungen von Chargen, darunter
etwa auch die Beurteilung der Aktivierungsenergie chemischer Reaktionen
während der Lagerung von Pharmazeutika. Damit wird
auch die Berichterstellung deutlich vereinfacht. Unterstützt durch
eine optimierte grafische Darstellung für intuitivere Navigation verbessert
das Software-Update die komplette Qualitätssicherung.
Zertifiziert sicher: Mit S!MPATI 4.90 von Weiss Technik
können Unternehmen alle regulatorischen Anforderungen
an elektronische Systeme – konform mit FDA
21 CFR Part 11 und EU-GMP Annex 11 erfüllen. Nachvollziehbar.
Sicher. Dokumentiert. ((Bild: Weiss Technik
GmbH, own image)
Nahtlose Systemintegration
S!MPATI 4.90 Pharma unterstützt außerdem die Integration in bestehende
Labor- und Datenmanagementsysteme. Die optionalen
Schnittstellen an moderne Kommunikationsprotokolle wie OPC-
UA, Interbus und Profibus ermöglichen eine reibungslose Übergabe
zentraler Daten aus isolierten Systemen in eine vernetzte Umgebung.
Zudem ist die Software kompatibel mit dem Verzeichnisdienst
Active Directory, wodurch ein einfacher und sicherer Netzwerkzugriff
ermöglicht wird. Selbst bei Unterbrechungen im Kommunikationsnetz
gehen die erfassten Daten durch eine optionale, in der
Anlage integrierte Speicherfunktion nicht verloren.
Erhöhte Datensicherheit
Ein zentrales Merkmal der S!MPATI Software ist die erweiterte Datenverschlüsselung.
Manipulationssichere Speicherung und automatische
Überprüfung gewährleisten, dass unautorisierte Änderungen
sofort erkannt werden bzw. erst gar nicht möglich sind. Zudem
stellt das Programm die Nachverfolgbarkeit (Audit Trail) von Daten
und Prozessen sicher. Labore können ihre Messanalysen auf den
höchsten regulatorischen Standards dokumentieren und jederzeit
die geforderten Nachweise bereitstellen. S!MPATI 4.90 Pharma erfüllt
alle behördlichen Vorschriften, wie FDA 21 CFR Teil 11 und die
EU GMP Annex 11 Next Level Compliance.
Globale Verfügbarkeit
FDA Approved: Die US-amerikanische Food and Drug Administration
(FDA) reguliert die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten.
S!MPATI 4.90 von Weiss Technik unterstützt Pharmaunternehmen bei
der Einhaltung der FDA 21 CFR Part 11 und EU-GMP Annex 11. (Bild: Weiss
Technik GmbH, own Image)
Die neue Version von S!MPATI Pharma wird ab der zweiten Jahreshälfte
weltweit verfügbar sein. Sie bietet Labore eine zukunftssichere
Lösung zur Optimierung von Berichterstellung, Chargenbewertung
und Compliance.
Weiss Klimatechnik GmbH
D 35447 Reiskirchen
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Seite 54/79
Schnell und flexibel zur optimierten Fluidik-Lösung
Prozessverständnis
trifft Kunststoff-
Know-how
Die Herstellung von Kunststoffteilen erfordert spezielles
Know-how. Der Fluidikspezialist Bürkert hat über 40 Jahre
Erfahrung in der Kunststofftechnik – von der Entwicklung
bis zur Fertigung von Kunststoffbauteilen sowie -baugruppen.
Mittlerweile bietet er im neuen Kompetenzzentrum
Kunststofftechnik am Bürkert Campus Criesbach die komplette
Kunststoff-Wertschöpfungskette unter einem Dach
an. Das bringt mehr Flexibilität in der Konstruktion, optimiert
den Herstellungsprozess der Werkzeuge sowie die
Herstellung von Bauteilen. Gleichzeitig kann in den Entwicklungsprozess
wertvolles Spritzgussprozess-Know-how
einfließen, das die hergestellten Produkte und fluidischen
Systeme für den Einsatzfall optimiert.
Autor: Matthias Schelling
In der Artikel- und Werkzeugsimulation werden Bauteile bezüglich ihrer
mechanischen Eigenschaften, des Strömungsverhaltens des Mediums
im fertigen System, des Kunststoffschmelzflusses bei der Bauteilherstellung
und des Verzugsverhaltens nach dem Herstellungsprozess
untersucht. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)
Fluidikanwendungen stellen oft hohe Anforderungen an die eingesetzten
Werkstoffe: aggressive Medien, hohe Temperaturen und
Drücke sowie Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie
oder Biokompatibiliät in der Medizintechnik oder Pharmazie sind
nur einige der Herausforderungen. Hier steckt in den eingesetzten
Kunststoffteilen wie Ventilen, medienführenden Leitungen oder
komplexe kundenspezifische Gesamtlösungen sehr viel Know-how.
Die Fluidikexperten von Bürkert haben daher seit über 40 Jahren
im eigenen Haus Wissen und Kompetenzen zur Entwicklung von
Kunststoffbauteilen bis hin zur Kunststofffertigung aufgebaut (Bild
1). Seit kurzem sind diese im neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik
am Campus Criesbach gebündelt. Anwender profitieren von
exakt an die eigenen Bedürfnisse angepassten Kunststofflösungen,
kürzeren Entwicklungszeiten, schnelleren Markteinführungen und
Unterstützung bei teilweise komplexen und langwierigen internationalen
Zulassungsprozessen.
Die ganze Kunststoff-Wertschöpfungskette aus einer Hand
Ein cross-funktionales Team aus den Bereichen Werkstofflabor,
Entwicklung, Werkzeugkonstruktion, Werkzeugbau, Technikum,
Kunststofffertigung sowie der Qualitätssicherung deckt im neuen
Kompetenzzentrum die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette
ab. Dabei ist zuallererst die Werkstoffauswahl entscheidend. Im
Standard-Portfolio sind gut 90 verschiedene Werkstoffe, passend
für die meisten Anwendungen. Für besonders herausfordernde Anwendungen
können darüber hinaus in enger Absprache kundenspezifische
Werkstoffe entwickelt werden.
Nach der Werkstoffauswahl folgt seine Qualifizierung im Labor
für den jeweiligen Einsatzfall. Dies betrifft den Werkstoff, aber
auch das Bauteil bzw. das gesamte System. Anschließend werden
die Bauteile so entwickelt, dass eine kunststoffgerechte Serienproduktion
möglich ist. Es folgt je nach Kundenanforderung die Prototypen-Erstellung
z.B. per Aditive Manufacturing-Technologien,
Bürkert deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffproduktion
im eigenen Haus ab. Das ermöglicht schnelle
Reaktionszeiten bei Anpassungen und verhindert disruptive
Lieferketten. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)
Auch die Werkzeugkonstruktion samt Werkzeugbau ist im eigenen Haus
angesiedelt. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)
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Vakuumgießen oder gespritzt aus kostengünstigen Prototypenwerkzeugen
in Originalwerkstoffen. Die Prototypen werden je nach
Anwenderbedarf für Funktions- oder Bauraumprüfung realisiert.
Bereits in diesen Schritten ist es hilfreich, die Komplettlösung im
Blick zu haben und nicht nur die Entwicklung einzelner Bauteile.
Es folgen Artikel- und Werkzeugsimulation zum Beispiel hinsichtlich
der mechanischen Eigenschaften, des Strömungsverhaltens des
Mediums im fertigen System, des Kunststoffschmelzflusses bei der
Bauteilherstellung und des Verzugsverhaltens nach dem Herstellungsprozess
der Bauteile (Bild 2). Auch die Werkzeugkonstruktion
samt Werkzeugbau ist im eigenen Haus angesiedelt (Bild 3), ebenso
wie ein Technikum und die Kunststoffspritzerei für z. B. transparente
Teile, komplexe mechanisch beanspruchte Teile sowie Mikrokonturen
in Makrobauteilen.
Durch die Komplettlösung aus einer Hand entstehen kurze,
schnelle Kommunikationswege, was beispielsweise Optimierungen
erleichtert. Zudem werden disruptive Lieferketten vermieden. In
allen Schritten profitieren Kunden zudem vom doppelten Knowhow
der Fluidikexperten: Diese kennen sich nicht nur in der Chemie
der eingesetzten Werkstoffe bestens aus, sondern sind auch mit
den Prozessen der Zielbranche vertraut, in der die fertiggestellten
Komponenten später zum Einsatz kommen. In vielfältigen Anwendungen
konnte die Innovationsfähigkeit der Kunststoffentwicklung
bereits unter Beweis gestellt werden: Seien es zuverlässig spülbare
Ventile im Lebensmittel- und Pharmabereich, die Wasseraufbereitung
an Zahnarztstühlen, die lebensmittelzugelassene Beschriftung
mittels industrieller Tintendrucksysteme, druckbeständige Systeme
in Heißwasser- und Dampfanwendungen oder passend zur Corporate
Identity des Kunden eingefärbte Bauteile.
Bürkert GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
SÜDPACK steigert erneut
Punktezahl im EcoVadis-Ranking
Auch im EcoVadis-Ranking 2025 sind die konsequenten Bemühungen von SÜD-
PACK in puncto Nachhaltigkeit wieder deutlich ablesbar: Der Folienhersteller
konnte im Vergleich zu den Vorjahren seine bisherigen Ergebnisse nochmals
steigern – und sich nun mit 85 von 100 Punkten erneut einen Platz unter den Top
5 % aller weltweit bewerteten Unternehmen und infolgedessen auch eine Goldmedaille
sichern.
Zunächst 59, dann 63, 2024 schließlich 84
und nun 85 Punkte: Die Bilanz der SÜD-
PACK Unternehmensgruppe bei EcoVadis
ist ein Abbild der kontinuierlichen Fortschritte
in den Bereichen Nachhaltigkeit
und unternehmerische Verantwortung. Seit
jeher legt das hochinnovative Familienunternehmen
nicht nur Wert auf nachhaltige
Beschaffungspraktiken in seiner gesamten
Lieferkette, sondern hat auch mit seinen
materialeffizienten und recyclingfähigen
Hochleistungsfolien sowie Verpackungskonzepten
schon frühzeitig neue Marken in
der Branche gesetzt.
Die Auszeichnung spiegelt die konkreten
Nachhaltigkeitsziele wider, die in der
ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie
„Sustainability Leadership“ festgelegt wurden
und „deren messbare Fortschritte eine
herausragende Leistung aller Mitarbeitenden
sind“, unterstreicht die Geschäftsführung.
„Zugleich ist sie ein Ansporn, uns stetig
weiter zu verbessern, immer wieder neue
Standards für ökologische und soziale Verantwortung
zu implementieren und nicht
zuletzt langfristige Werte für alle Stakeholder
zu schaffen.“
Konkrete Fortschritte von SÜDPACK
Die renommierte Plattform für Nachhaltigkeitsratings
hat weltweit bislang rund
150.000 Unternehmen nach ihren Leistungen
in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und
Menschenrechte, Ethik sowie Nachhaltige
Beschaffung bewertet.
Im Ranking 2025 wurde SÜDPACK
nun erneut ein fortgeschrittenes Nachhaltigkeitsmanagement-System
bescheinigt.
Die Bereiche Umwelt (92 Punkte) sowie
Arbeits- und Menschenrechte (84 Punkte)
blieben dabei auf einem gleichbleibend hohen
Niveau. Im Bereich Ethik steigerte sich
der Hersteller jedoch im Vergleich zum Vorjahr
deutlich, und zwar von 72 auf 80 Punkte.
Belegende Dokumente zeigen hierbei
eine außergewöhnlich hohe Abdeckung von
Ethikaktionen und -zertifizierungen in den
Aktivitäten des Unternehmens. So wurden
unter anderem Risikobewertungen für Informationssicherheit
erstellt und bestehende
Bewertungen für Korruptionsprävention
weiter ausgebaut.
Im Bereich Nachhaltige Beschaffung
verbesserte sich die Bilanz im Vergleich
zum Vorjahr ebenfalls – um drei auf 80
Punkte. Ausschlaggebend hierfür waren
u.a. Risikobewertungen, die die negativen
Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit in
der Lieferkette durch Lieferanten, Produkte
oder Einkaufskategorien aufzeigen und
durch formalisierte Dokumente so insgesamt
den Nachweis eines CSR-Risikoanalyseverfahrens
erbringen. Der Vorteil: Lassen
sich in dieser Analyse etwaige Risiken
erkennen, können weitere Maßnahmen
abgeleitet und darüber hinaus auch zusätzliche
Anreizprogramme für Lieferanten
entwickelt werden, wobei SÜDPACK
soweit möglich ohnehin Geschäftspartner
bevorzugt, die eigene Programme zur ökologischen
und sozialen Nachhaltigkeit verfolgen.
SÜDPACK VERPACKUNGEN SE & Co. KG
D 88416 Ochsenhausen
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Innovation, Qualität und Freude: 75 Jahre Schreiner Group
Mit dem Schäfflertanz
ins Jubiläumsjahr 2026
Seit 75 Jahren steht die Schreiner Group für Innovation, Qualität und Freude.
Was 1951 in einer kleinen Garage begann, hat sich zu einem international erfolgreichen
Hightech-Unternehmen entwickelt. Mit dem traditionellen Tanz der
Münchner Schäffler ist die Schreiner Group nun feierlich in ihr Jubiläumsjahr
2026 gestartet und setzt damit bewusst ein Zeichen für die Verbindung von historischer
Verwurzelung, gelebter Tradition und zukunftsorientierter Entwicklung.
Geschäftsführer Roland Schreiner blickt im Jubiläumsjahr 2026 auf 75 Jahre Unternehmensgeschichte
zurück und freut sich auf eine vielversprechende Zukunft. © Schreiner Group
Der Schäfflertanz: Symbol für
Zuversicht und Aufbruch
Alle sieben Jahre führen die Münchner
Schäffler ihren Tanz auf und pflegen damit
eine ehrwürdige Tradition: Angeblich ist der
Rundtanz mit den grün belaubten Bögen
1517 entstanden, um die Menschen nach der
Pest aus ihren Häusern zu locken und Freude
in die Stadt zu bringen. Er steht für Zuversicht,
Gemeinschaft und den Aufbruch
in eine erfolgversprechende Zukunft. Auch
bei der Schreiner Group tanzen sie seit vielen
Jahrzehnten regelmäßig und unterstreichen
damit die enge Verbundenheit des
Familienunternehmens mit der Region und
ihren Traditionen. „Dass die Schäffler unser
Jubiläumsjahr eröffnen, passt für uns in besonderer
Weise“, sagte Geschäftsführer Roland
Schreiner. „Der Schäfflertanz verbindet
Geschichte mit Gegenwart. Zugleich richtet
er den Blick nach vorn. Die Schreiner Group
hat sich in 75 Jahren zu einem innovativen
Hightech-Unternehmen mit hervorragenden
Zukunftsaussichten entwickelt, ohne
dabei ihre Wurzeln aus dem Blick zu verlieren.“
Heute erwirtschaften ca. 1.300 Mitarbeiter
an vier Standorten weltweit einen
Jahresumsatz von über 220 Millionen Euro.
Vom Garagenbetrieb zum internationalen
Hightech-Unternehmen
Gegründet wurde die Schreiner Group 1951
von Margarete und Theodor Schreiner im
Münchner Stadtteil Laim. Schon früh setzte
das Unternehmen auf Innovation und begann
bereits 1961 mit der Herstellung selbst-
klebender Etiketten in Weiterentwicklung
der Nassleim-Etiketten. Helmut Schreiner
hat die Firma 1974 von seinen Eltern übernommen
und fast 40 Jahre lang die erfolgreiche
Entwicklung entscheidend vorangetrieben.
Viele Meilensteine wie die Integration
von wichtigen Zusatzfunktionen in Etiketten
bis hin zum Umzug an den heutigen
Hauptsitz in Oberschleißheim sind eng mit
seinem unternehmerischen Wirken verbunden.
Als Senior-Gesellschafter begleitet Helmut
Schreiner die Schreiner Group weiterhin
eng. Er sagt: „Wachstum war für uns nie
Selbstzweck. Entscheidend war immer, das
Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen –
mit Investitionen in Technologien, mit langfristigem
Denken und mit Verantwortung
für unsere Mitarbeiter und die Region.“
Ein Jubiläumsjahr mit vielen Momenten
Das Jubiläumsjahr 2026 wird die Schreiner
Group mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen
feiern, die über das Jahr verteilt
stattfinden und auch in den Social-Media-
Kanälen des Unternehmens sichtbar sein
werden. Ein kleines Jubiläums-Highlight
gibt es schon in Kürze: Am 25. April wird
am Standort Dorfen ein Tag der offenen Tür
stattfinden, bei dem Besucher Einblicke in
die Arbeit und Produktion der Schreiner
Group erhalten – auch in den erst Ende 2025
eröffneten neuen Anbau.
Schreiner Group GmbH & Co. KG
D 85764 Oberschleißheim
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Seite 57/79
Zum Jahresende 2025 haben Bernhard Scheller und Jürgen Kutzer
die aktive Geschäftsführung der Ruland abgegeben.
Ruland-Anlage für die Produktion
in der Lebensmittelindustrie.
© Ruland Engineering
& Consulting GmbH
Ruland Engineering & Consulting
stellt neue Geschäftsführung vor
Jürgen Schütze begann 2007 noch während des Studiums zum Bachelor
of Engineering bei Ruland. Nach zahlreichen Projekten und
Führungsverantwortung in der Automatisierung wechselte er in
den Vertrieb und trat vor zwei Jahren in die Geschäftsleitung ein.
Als Geschäftsführer begleitet er heute Kunden bei der Entwicklung
von Prozesslinien und der Planung von Anlagen für das zuverlässige
Processing von Flüssigkeiten. Zusätzlich verantwortet er die Bereiche
Digitalisierung sowie das Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutz-Management.
Jens Schumann – Verantwortung für technische Umsetzung
Geschäftsführung Ruland: Jürgen Schütze, Florian Klein, Jens Schumann.
© Ruland Engineering & Consulting GmbH
„Im Namen aller Mitarbeiter danke ich Bernhard Scheller und Jürgen
Kutzer für 25 Jahre Ruland“, sagt Florian Klein, Geschäftsführender
Gesellschafter der Ruland Engineering & Consulting GmbH. „Beide
haben das Unternehmen aufgebaut und geprägt. Ihr persönlicher
Einsatz war entscheidend für unseren Erfolg. Sie haben Ruland zu
dem gemacht, was es heute ist. Wir sind sehr froh, dass Bernhard
und Jürgen uns mit ihrem umfangreichen Wissen im Anlagenbau
bei Neuprojekten und Consulting-Aufgaben weiter unterstützen
werden.“
Neue Geschäftsführung
Ruland Engineering & Consulting hat die langjährigen Mitarbeiter
Jürgen Schütze und Jens Schumann in die Geschäftsführung berufen.
Beide führen zusammen mit Florian Klein das Unternehmen in
die nächste Entwicklungsphase.
Jürgen Schütze – Fokus auf Vertrieb, Digitalisierung und IMS
Nach seiner Ausbildung zum Molkereifachmann und dem erfolgreichen
Abschluss des Studiums der Lebensmitteltechnologie an
der TU München/Weihenstephan startete Jens Schumann seine
Laufbahn bei Ruland im Jahr 2011. Der Diplom-Ingenieur sammelte
in internationalen Projekten des Sonderanlagenbaus umfassende
Erfahrung in der Planung und Realisierung komplexer Anlagen
in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Bereits früh
übernahm er die Leitung der verfahrenstechnischen Abteilungen.
Seit 2024 gehört Jens Schumann der Geschäftsleitung an. In seiner
heutigen Funktion als Geschäftsführer verantwortet er die gesamte
verfahrens- und elektrotechnische Projektierung, Konstruktion, den
Rohrleitungsbau und die Montage.
Blick nach vorn
„Mit der Nachfolge aus eigenen Reihen setzen wir auf kontinuierliche
Weiterentwicklung“, so Florian Klein. „Wir verstehen uns weiterhin
als Familienunternehmen, in dem die Partnerschaften mit
unseren Kunden an erster Stelle stehen. Mit fundierter Beratung
liefern wir maßgeschneiderte zukunftsfähige Prozessanlagen für innovative
Produktionsprozesse.“
Ruland Engineering & Consulting GmbH
D 67435 Neustadt
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Seite 58/79
Das internationale Event der Reinraum- und Prozessbranche
Mit dem Code
rronline2026
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Besucher-Ticket
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24. bis 26. März 2026 · Messe Karlsruhe
Wir freuen uns, Sie im Frühjahr 2026 wieder in Karlsruhe begrüßen zu dürfen.
Neben allgemeinen Themen, wie Regelung und Compliance, Qualifizierung und Validierung,
Service und Dienstleistungen, Messen und Kalibrieren, Ausbildung und Training sowie
allgemeine Qualitätskontrolle und Mikrobiologie fokussieren die LOUNGES 2026 die Bereiche:
• Gebäudeplanung und Architektur
• Reinraumplanung und -ausstattung
• Reinraumbetrieb und Instandhaltung
• Messtechnik und Monitoring
• Lüftung und Klimatechnik
• Bekleidung und Verbrauchsmaterialien
• Reinigung und Hygiene
• Pharmaproduktion und Prozesstechnik
• Anlagenbau und -planung
• Pharmaverpackung und Kennzeichnung
• Prozessautomation und Digitalisierung
• Steriltechnik und Biotechnologie
• Künstliche Intelligenz und virtuelle Welten
• Qualitätsmanagement und Validierung
Buche jetzt dein kostenloses Besucher-Ticket und erhalte vergünstigten
Zugang zu den aufgezeichneten Vorträgen der LOUNGES 2026!
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Die Plattform der Reinraum- und Prozesstechnikbranche
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Seite 59/79
Fachkonferenz / Case Studies / Lessons Learned
LABOR IMPULS FORUM 2026
Innovative Forschungs‐ und Laborwelten
– von der Vision zu Realität
Im Fokus des LABOR IMPULS FORUMS
2026 am 17. - 18. März 2026
in München stehen:
Wie sehen Laborräume aus, die Innovation
nicht nur ermöglichen, sondern aktiv fördern?
Der süddeutsche Raum zählt zu den
innovativsten Regionen Europas – hier entstehen
weltweit relevante Entwicklungen in
Biotechnologie, Medizintechnik, Pharmazie
und Chemie. Die Region zeichnet sich
durch eine hohe Konzentration an Unternehmen
und Forschungseinrichtungen aus,
die z. B. biologische Arzneimittel entwickeln
und produzieren. Besonders hervorzuheben
ist dabei die Achse Ulm–Laupheim–Biberach–Ravensburg
sowie die Europäische
Metropolregion München. Und hier findet
das LABOR IMPULS FORUM 2026 statt
– unter dem Leitthema „INNOVATIONS-
RÄUME SÜD: Labore und Life Sciences im
Dialog“.
Im Fokus steht der interdisziplinäre Austausch
zwischen Architektur, Wissenschaft
und Technologie. Labore werden dabei als
entscheidende Schnittstellen zwischen
Forschung, Entwicklung und Zukunftstechnologien
verstanden – insbesondere in
den wachstumsstarken Life Sciences. Diese
Branchen benötigen nicht nur exzellente
Forschungsteams, sondern auch physische
Umgebungen, die Kollaboration, Flexibilität
und Nachhaltigkeit ermöglichen. Das Labor
wird so zur aktiven Mitgestalterin des Innovationsprozesses.
Das LABOR IMPULS
FORUM versteht sich als Plattform, um
diesen Wandel aktiv mitzugestalten – gemeinsam
mit den Menschen, die ihn täglich
erleben. Nehmen Sie am LABOR IMPULS
FORUM 2026 teil und bringen Sie Ihre persönliche
Expertise in den Austausch zwischen
den Disziplinen der Laborwelt ein.
Am 2. Veranstaltungstag können die
Teilnehmer das Helmholtz Center Munich
aus nächster Nähe kennenlernen: das
Helmholtz Diabetes Center (HDC) und den
Helmholtz Pioneer Campus (HPC).
Das HDC widmet sich einer der größten
gesundheitlichen Herausforderungen unserer
Zeit. Mit einem starken Fokus auf trans-
lationale Forschung verbindet das HDC
Grundlagenforschung, klinische Studien
und datengetriebene Ansätze, um Diabetes
und Stoffwechselerkrankungen ganzheitlich
zu verstehen. Ziel ist es, neue Präventions-,
Diagnose- und Therapieansätze zu
entwickeln, die messbar zur Verbesserung
der Patientenversorgung beitragen.
Der HPC steht für einen neuen Ansatz
in der biomedizinischen Forschung. Hier
treffen visionäre Köpfe, interdisziplinäre
Teams und unternehmerisches Denken
aufeinander. Er bietet jungen Forschungsgruppen
maximale Freiheit, um radikal neue
Ideen zu verfolgen, Risiken einzugehen und
innovative Lösungsansätze für die Medizin
von morgen zu entwickeln. Modernste Laborinfrastruktur,
offene Arbeitskonzepte
und eine ausgeprägte Innovationskultur
machen den Campus zu einem Hotspot für
wissenschaftliche Pionierarbeit.
Der Besuch beider Einrichtungen ermöglicht
einen exklusiven Blick hinter die
Kulissen exzellenter Forschungspraxis und
zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche
Visionen, technologische Innovation und
gesellschaftliche Relevanz am Helmholtz
Center Munich zusammenkommen. Ein
inspirierender Abschluss des Labor Impuls
Forums, der neue Perspektiven eröffnet und
zum Weiterdenken anregt.
LABOR IMPULS FORUM 2026 - zwei
Fachkonferenztage im Dialog zu Innovationen
zwischen Labor und Life Sciences.
Im Podcast „Labor im Ohr“ https://creators.spotify.com/pod/show/labor-im-ohr/
ist Maike Kranz (Veranstaltungsleitung)
vorab out of the box mit einigen Referenten:innen
im Gespräch.
Es gibt auch einen Netzwerkrabatt (990
€ anstatt 1.250 €), der auf Anfrage bei der
uniko.academy lif@uniko.academy (mit einem
entsprechenden Code) interessierten
Teilnehmern zur Verfügung gestellt wird.
uniko GmbH
D 52074 Aachen
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Experteninterview zur analytica 2026
Mikroplastik-Nachweis
zwischen Anspruch und Realität
– Imaging und Spektroskopie: Ideale Kombination für die Kunststoffanalytik
– analytica conference: Mikroplastik in Umweltproben und Nahrungsmitteln
– Von GC-MS bis Raman-Mikroskopie: Alle großen Hersteller in München vertreten
Mikroplastik findet sich mittlerweile überall, aber der Nachweis der winzigen
Kunststoffteilchen ist immer noch eine Herausforderung. Auf der analytica, die
vom 24. bis 27. März 2026 ihre Tore in München öffnet, suchen Wissenschaftler,
Gerätehersteller und Anwender gemeinsam nach Lösungen. Ein Gespräch
mit Prof. Dr. Stephan Wagner, Professor für Umweltanalytik an der Hochschule
Fresenius in Idstein und Leiter einer analytica conference Session zur Kunststoffanalytik.
Prof. Dr. Stephan Wagner, Professor für Umweltanalytik
an der Hochschule Fresenius in
Idstein, leitet eine analytica conference Session
zur Kunststoffanalytik © Hochschule Fresenius
Welche Methoden kommen
beim Nachweis von Mikroplastik
zum Einsatz?
Die Partikelzahl – und zugleich die Form,
Größe und chemische Zusammensetzung
– lässt sich gut mittels optischer Mikroskopie
in Kombination mit der FTIR- oder der
Raman-Spektroskopie bestimmen. Man
nennt das dann FTIR- beziehungsweise
Raman-Mikroskopie. Solche komplementären
Verfahren, zu denen auch die Kombination
aus Elektronenmikroskopie und
Röntgenspektroskopie gehört, setzen sich
zunehmend durch. Daneben gibt es noch
die massenbasierten Methoden. Der Goldstandard
ist hier die Pyrolyse-GC-MS. Die
Probe wird bei hohen Temperaturen pyrolysiert,
die gasförmigen Pyrolyseprodukte
werden per Gaschromatographie getrennt
und mit der Massenspektrometrie identifiziert.
Je nach Matrix gibt es aber Interferenzen.
Das ist ein häufiges Problem bei
den massenbasierten Verfahren. Und bei
kleinen Partikeln, selbst wenn es viele sind,
kann die Masse so gering sein, dass der Detektor
nicht anschlägt.
Wird Ihre analytica conference
Session die verschiedenen
Methoden beleuchten?
Ja, aber in der Session wollen wir nicht nur
über Mikroplastik in Umweltproben reden.
Bevor das Material in die Natur gelangt,
ist es vielleicht eine Käseverpackung oder
eine Getränkeflasche. Es geht also auch
um Produktqualität und darum, wie sich
Herr Professor Wagner, wie
ausgereift ist die Analytik
von Mikroplastik?
Mit den entsprechenden Referenzmaterialien
funktioniert das in Trinkwasser
ganz gut, wobei geringe Konzentrationen
durchaus eine Herausforderung sind. Im
Abwasser ist es schon schwieriger, weil dort
alle mögliche Partikel enthalten sind, nicht
nur Plastik. Für Boden- und Luftproben ist
es noch komplizierter. Im Boden sind die
Konzentrationen meist geringer, in der Luft
wiederum sind die Partikel extrem klein.
Luftmessungen sind aber wichtig, gerade
wenn man an Reifenabrieb denkt. Die
Partikel können so klein sein, dass sie möglicherweise
lungengängig sind.
Auf der analytica werden Neuheiten im Bereich der Mikroskopie gezeigt. © Messe München GmbH
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Mikroplastik in verpackten oder generell in
industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln
kontrollieren und reduzieren lässt.
Was erhoffen Sie sich von
der analytica?
Für mich ist die analytica die Leitmesse
schlechthin, weil hier Leute aus Wissenschaft,
Geräteindustrie und Anwendung
zusammenkommen. In den Sessions der
analytica conference diskutieren wir gewisse
Themen und dann gehen wir rüber in die
Messehallen, wo wir die entsprechenden
Analysensysteme und Application Notes
sehen. Manchmal beteiligen sich Gerätehersteller
auch an der Diskussion in den
Sessions. Diese Anwendungsnähe und
der Austausch sind wichtig. Es hilft uns im
Forschungslabor enorm, wenn ein Hersteller
eine neue Methode oder ein neues Gerät
vorstellt, das unsere Probleme zu lösen
vermag.
Vielen Dank für das Gespräch.
Die von Stephan Wagner geleitete Session
„Challenges and Solutions for Analyzing
Plastics Throughout Their Life Cycle – Detecting
Plastics Where They Don‘t Belong”
findet am 25. März von 09:30 bis 11:30 Uhr
im ICM (Saal 3) statt.
Lösungen rund um die Kunststoffanalytik
Moderne Systeme, die Kunststoffe charakterisieren,
sind nicht nur in der Umweltanalytik,
sondern ebenso in der Entwicklung
von nachhaltigeren Materialien
sowie in der industriellen Produktion und
Qualitätskontrolle unerlässlich. Die analytica
lässt keinen Aspekt außen vor und
informiert über alle Facetten der Kunststoffanalytik.
Informationen zur FTIRbeziehungsweise
Raman-Mikroskopie erhält
man unter anderem an den Ständen
von attocube, Bruker, Horiba, Jasco, Keyence,
Malvern Panalytical, Nikon, Oxford
Instruments, PerkinElmer, Renishaw und
Thermo Fisher Scientific. Mit Carl Zeiss
Microscopy, Evident, Leica Microsystems
und Nikon sind führende Hersteller von
optischen Mikroskopen sowie mit Thermo
Fisher Scientific, Jeol und Hitachi High-
Tech Anbieter aus dem Segment Elektronenmikroskopie
vertreten. Geräte für die
Pyrolyse-GC-MS finden sich im Portfolio
von analytica Ausstellern wie Agilent,
Gerstel, Shimadzu, SIM und Thermo Fisher
Scientific.
Messe München GmbH
D 81823 München
Matthias Ruoss wird neuer
Geschäftsführer der Enzler Reinigungen AG
Matthias Ruoss
Matthias Ruoss übernimmt per 1. Februar
2026 die Geschäftsführung der Enzler Reinigungen
AG und wird somit Geschäftsleitungsmitglied
der Enzler Gruppe. Vorgängig
war Matthias Ruoss bei den beiden
internationalen Großkonzernen CBRE und
ISS in verschiedenen Führungsfunktionen
tätig. Er verfügt über 19 Jahre Erfahrung in
den Bereichen Facility Management und
Reinigung.
Der diplomierte Betriebsökonom FH in
Facility Management legt grossen Wert auf
Kundennähe sowie auf eine hohe Kundenund
Mitarbeiterzufriedenheit. Matthias Ruoss
ist 41 Jahre alt, verheiratet mit Daniela
und wohnhaft in Immensee (SZ). In seiner
Freizeit hält er sich sportlich und geistig
fit durch verschiedenste Aktivitäten in der
Natur, spielt und hört gerne Musik und verbringt
gerne Zeit im In- und Ausland mit
seiner Familie und mit Freunden.
In Bezug auf seine neue Aufgabe äußert
er sich wie folgt: „Nachhaltiger Erfolg entsteht
dort, wo Menschen Verantwortung
übernehmen können. Führung heisst für
mich, Orientierung zu geben, Hindernisse
aus dem Weg zu räumen und Rahmenbedingungen
zu schaffen, damit unsere Mitarbeitenden
gemeinsam echten Mehrwert
für Kunden und die Organisation schaffen.“
«Wir freuen uns, Herrn Ruoss als erfahrenen
Branchenspezialist in unserem
Familienunternehmen willkommen zu heissen.
Die Fokussierung der Enzler Gruppe
wird weiterhin in den Bereichen Hygiene,
Sauberkeit und Digitalisierung liegen, und
Herr Ruoss trägt dabei eine entscheidende
Rolle» betont Karl Enzler, Präsident des Verwaltungsrats.
Enzler Hygiene AG
CH 8005 Zürich
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Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions feiert 25 Jahre VDMA-Mitgliedschaft: Beim ersten VDMA-Tag am Hauptsitz in
Aßlar standen Wissensaustausch und Vernetzung im Fokus. (Quelle: Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions)
Erster VDMA-Tag bei Pfeiffer
Vacuum+Fab Solutions in Aßlar
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Mitgliedschaft im Verband
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) veranstaltete
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions am 3. Februar 2026 erstmals einen
VDMA-Tag am Hauptsitz in Aßlar. Im Mittelpunkt der Veranstaltung
standen die Förderung des Wissenstransfers sowie die gezielte Vernetzung
von Fachabteilungen des Unternehmens zu aktuellen Branchenthemen.
Austausch zu aktuellen regulatorischen Herausforderungen
Der VDMA-Tag fokussierte sich auf die neuen und zunehmend
komplexen Anforderungen, die durch aktuelle und bevorstehende
Regulierungen auf die Industrie zukommen. Im Zentrum standen
Themen wie die Maschinenverordnung, der Cyber Resilience Act,
die Funkanlagenrichtlinie, ATEX und die Auswirkungen der US-
Zölle.
In mehreren Fachvorträgen beleuchteten Mitarbeiter des VDMA
diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und diskutierten
praxisnahe Fragestellungen mit den Teilnehmern von Pfeiffer Vacuum+Fab
Solutions. Diese arbeiten in unterschiedlichsten Fachabteilungen
des Unternehmens, darunter Forschung & Entwicklung, Trade
Compliance, Exportkontrolle, Logistik sowie die digitale Transformation.
Netzwerken und Wissenstransfer im Fokus
Für den VDMA ermöglichte die Veranstaltung einen direkten Erfahrungsaustausch
mit den hochqualifizierten Mitarbeitern von Pfeiffer
Vacuum+Fab Solutions, von denen zahlreiche Experten auch in
mehr als 32 Gremien des VDMA aktiv mitwirken – darunter unter
anderem im Forschungsfonds Vakuumtechnik sowie in den Fachabteilungen
Vakuumtechnik, Photovoltaik-Produktionsmittel und
diverser Normungsgremien. Der VDMA-Tag stärkte dieses Netzwerk
zusätzlich und erleichtert damit auch zukünftig den effizienten
Transfer von Fachwissen in die jeweiligen Abteilungen und Arbeitsbereiche.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions profitierte im Rahmen des
VDMA-Tages insbesondere von der Branchenexpertise der Vortragenden
sowie von fundierten Einschätzungen zu aktuellen regulatorischen
Entwicklungen. Der enge Austausch ermöglichte es,
konkrete Fragestellungen aus dem Unternehmensalltag unmittelbar
zu diskutieren und sich frühzeitig auf sich verändernde regulatorische
Anforderungen einzustellen – unterstützt durch die fachliche
Kompetenz des größten europäischen Wirtschafts- und Branchenverbandes.
25 Jahre gelebte Partnerschaft
„Die Verbindung zwischen dem VDMA und Pfeiffer Vacuum+Fab
Solutions besteht bereits seit 2001. Ausgangspunkt war die Teilnahme
an einem Projekt des Forschungsfonds Vakuumtechnik (FFVak).
Heute engagieren sich über 40 Mitarbeiter von Pfeiffer aktiv im
VDMA und bringen ihr Fachwissen unter anderem in die Entwicklung
und Umsetzung von Industriestandards ein“, berichtet Jürgen
Eisenreich, Referent Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik
beim VDMA.
Dieses langjährige Engagement unterstreicht die Bedeutung des
Netzwerks und die Rolle von Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions als Impulsgeber
in der Branche.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
D 35614 Asslar
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Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind längst fester Bestandteil
der industriellen Oberflächentechnik.
PaintExpo 2026 zeigt, wie KI und Automatisierung
die Oberflächentechnik
verändern
Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind längst
fester Bestandteil der industriellen Oberflächentechnik.
Ob Prozessüberwachung, Qualitätssicherung, Materialeffizienz
oder Anlagensteuerung – digitale Technologien
verändern Lackierprozesse grundlegend und heben sie auf
ein neues Leistungsniveau. Die PaintExpo greift diese Entwicklung
auf und rückt intelligente, automatisierte Lösungen
vom 14. bis 17. April 2026 in den Fokus, die heute bereits
in der Praxis eingesetzt werden und künftig noch stärker an
Bedeutung gewinnen. Im engen Austausch mit Herstellern,
Systemanbietern, Forschungseinrichtungen und Anwendern
zeigt sich: KI ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern
ein entscheidender Hebel für effizientere, nachhaltigere
und stabilere Beschichtungsprozesse.
Eine feste Größe, wenn es um nachhaltige Prozesse und Fehlerminimierung
im Nasslackprozess geht, ist AOM-Systems. Von AOM
generierte Daten sind die Grundlage für die KI, welche die Prozesse
der Kunden automatisieren und optimieren. Anwender sind damit in
der Lage, mit KI die Fehler im Sprühprozess zielgerichtet und unmittelbar
zu beheben. Dafür erhält der Bediener von der KI eine Mitteilung,
wo exakt die Fehlerursache im Prozess liegt. Dies reduziert die
Fehlproduktion und minimiert Lack-, Energie- und Stromverbrauch.
Somit trägt KI nun direkt zur Ressourcenschonung und dem besseren
Umgang mit Produktionsmitteln bei. „Ein großer OEM musste
eine Mindestschichtdicke erreichen und legte dafür einen hohen
Sicherheitsbeiwert fest, um selbst bei kleinen Prozessschwankungen
die Mindestschichtdicke zu erreichen. Mit Spray von AOM kann
er nun 100 % des Schichtauftrags in Echtzeit kontrollieren. Das spart
massiv Schichtdicke, Material sowie alternative nachgeschaltete
Kontrollen und somit bares Geld“, erläutert der Geschäftsführer Dr.
Meiko Hecker anhand eines Praxisbeispiels den Nutzen für die Anwender.
Während der PaintExpo liegt der Fokus von AOM-Systems
auf der Integration der Sprayüberwachung direkt in den Zerstäuber.
Auch Convergent Information Technologies GmbH setzt als
weltweit führender Software-Lieferant für die Lackreparatur mit
Robotern verschiedene Ausprägungen von KI und maschinellem
Lernen ein. „Dies ermöglicht die Automatisierung komplexer Anwendungen,
welche vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen.
Sie erlauben einen kürzeren Anlauf, eine größere Flexibilität der
Produktion und eine schnellere Integration neuer Produkte“, erklärt
Geschäftsführer Dr.-Ing Christof Eberst. Auf der PaintExpo zeigt
Convergent IT die nächste Generation der automatischen Planung
für die Lackreparatur mit Robotern und weitere Oberflächenprozesse.
Präsentiert werden auch neue Eingabemöglichkeiten zur leichteren
Roboterprogrammierung, gerade für kostengünstige Anlagen.
Bei der Dürr Systems AG steht die Automation für Nasslacksysteme
im Vordergrund. Auf der PaintExpo zeigt Dürr live die oversprayfreie
Lackierung mit dem EcoPaintJet und präsentiert die Weiterentwicklung
des Materialversorgungssystems EcoSupplyP Core.
Dies ist ein modulares Farbversorgungssystem mit Molchtechnik
und kann überall dort eingesetzt werden, wo verschiedene Lackfarben
in kleineren Mengen appliziert werden, wie in der Bau- und
Holzindustrie oder bei Automobilzulieferern. Unverbrauchter Lack
lässt sich damit nahezu vollständig zurückgewinnen, der Verbrauch
von Spülmittel minimieren und der Farbwechsel beschleunigen. Mit
dem EcoPaintJet hielt die oversprayfreie Lackapplikation Einzug in
die industrielle Fahrzeuglackierung, welche randscharf und ohne
jeglichen Overspray lackiert. Jetzt profitieren auch andere Industriezweige
von dieser Lösung.
ESS Engineering Software Steyr GmbH ist Spezialist für die
Automatisierung des Pre-Processing-Schritts beim Meshing. Dieses
Engagement für Prozessautomatisierung erstreckt sich über den
gesamten Simulationsworkflow. Die Lösungen erzielen dank Automatisierung
erhebliche Zeit- und Effizienzgewinne. Eine Fahrzeugentwicklungszeit
kann z.B. um bis zu einen Monat verkürzt und die
Betriebskosten können um rund 30 Prozent gesenkt werden. Aber
auch reduzierte Prototypkosten, schnellere Optimierungen und
eine geringere Abhängigkeit von Experten lassen sich mit den Lösungen
von ESS erzielen. Anstatt rund 600 kWh für die Lackierung
eines Fahrzeugs, wird mit der neuen patentierten Lackiertechnologie
von ESS der Energiebedarf pro Karosserie auf 200 kWh gesenkt.
In Verbindung mit CO2-Reduktion, erhöhter Materialeffizienz und
Abfallvermeidung dank digitaler Prototypen, sparen die Kunden von
ESS signifikant Ressourcen. Auf der PaintExpo zeigt ESS eine Palette
an automatisierten Prozessen und Workflows über den gesamten
Simulationsablauf.
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Als führender Entwickler von End-of-Arm-Tools für die sensible
Oberflächenbearbeitung – wie Schleifen, Polieren oder Entgraten –
besetzt die FerRobotics Compliant Robot Technology GmbH eine
Schlüsselposition an der Schnittstelle von hochpräziser Mechatronik
und fortschrittlicher Automatisierung. Mithilfe der patentierten
Active Compliant Technology (ACT) überführt das Unternehmen
feinfühlige manuelle Prozesse in die robotergestützte Serienproduktion.
Die ACT-basierten Tools garantieren durch aktive Kraftregelung,
automatischen Toleranzausgleich und KI-optimierte Kalibrierung
eine Präzision, die zu 100 % reproduzierbaren Ergebnissen
führt und perfekte Finishes selbst auf empfindlichen Oberflächen
ermöglicht. Gleichzeitig steigt die Effizienz, während die Prozesssicherheit
erhöht und die Ausschussrate minimiert wird. Auf der
PaintExpo 2026 präsentiert FerRobotics mit dem Active Taping Kit
(ATK) eine Lösung für automatisiertes Maskieren sowie eine einzigartige
Methode zur Lackfehlerausbesserung auf Kunststoff (AOK
403) und neue Bearbeitungsstrategien für eine schnelle und intuitive
Programmierung.
Auch in der Pulverbeschichtung sind Automation und KI ein
Thema. Gema Switzerland GmbH setzt als Applikationshersteller
seit geraumer Zeit auf intelligente, vernetzte Steuerungen bzw. Steuerungssoftware,
wie das „MagicControl 4.0“-System, welches eine
leistungsfähige Automatisierungsschnittstelle bietet. Darüber hinaus
lassen sich ausgewählte Konzepte aus Industrie 4.0 gewinnbringend
im Pulverbeschichtungsprozess einsetzen. Produktionsdaten
werden kontinuierlich erfasst, aufbereitet und mithilfe von Tools wie
dem „GemaConnect® Dashboard“ übersichtlich und informativ visualisiert.
Der daraus resultierende Mehrwert für die Kunden in der
Pulverbeschichtung sind Materialeinsparungen und Effizienzsteigerungen.
Durch präzise Steuerung wird die Pulvermenge optimiert,
was weniger Overspray und damit weniger Materialverbrauch bedeutet.
KI und Automatisierung kann aber auch dazu dienen, höhere
Qualität und Konsistenz zu erreichen, die Arbeitskräfte zu entlasten,
Prozesskontrolle und Rückverfolgbarkeit mit vernetzten Systemen
und Echtzeitdaten zu verbessern sowie die Sicherheit für das Bedienpersonal
zu erhöhen. Gema präsentiert auf der PaintExpo eine
Vielzahl integrierter Funktionen, welche die industrielle Pulverbeschichtung
laufend verbessern und einen nachhaltigen Umgang mit
Ressourcen unterstützen.
Die Automatisierung spielt auch bei M&N Fördersysteme GmbH
eine zentrale Rolle. Die Fördertechnik gewährleistet einen kontinuierlichen,
stabilen Materialfluss und stellt sicher, dass alle Prozessschritte
in der Oberflächentechnik exakt aufeinander abgestimmt
sind. Dadurch erzielen die Kunden von M&N hohe Prozesssicherheit,
Effizienz und reproduzierbare Qualität. Automatisierte Fördertechnik
leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung,
denn ein kontinuierlicher und präzise gesteuerter Transport
der Werkstücke reduziert Stand- und Leerlaufzeiten, minimiert
Nacharbeit und sorgt für eine optimale Auslastung der Beschichtungsanlagen.
Dies führt zu geringerem Energieverbrauch, weniger
Ausschuss und insgesamt effizienteren Prozessen. In Karlsruhe legt
M&N den Fokus auf neue, weiterentwickelte Rundtakt Förderanlagen
und optimierte Steuerungs- und Leitsysteme, die eine höhere
Flexibilität bei Taktzeiten und Werkstückvarianten bieten, die Energieeffizienz
der Antriebe verbessern und einen noch kontinuierlicheren,
automatisierten Materialfluss ermöglichen.
In der Farb- und Lackentwicklung ermöglichen es ML-gestützte
Analysemethoden, Formulierungen, Rezepturen und Applikationsprozesse
wesentlich schneller und fundierter zu verstehen. Pi Probaligence
entwickelt ML-Algorithmen, die branchenübergreifend in
Produktentwicklung, Prozesssteuerung und Simulation eingesetzt
werden. Diese Modelle fließen zunehmend in Steuerungssoftware
ein und ermöglichen dort intelligente Vorhersagen und Assistenzfunktionen.
Je datenreicher und automatisierter ein Prozess, desto
wirkungsvoller können die Lösungen von Pi Probaligence eingesetzt
werden. In der Produktentwicklung erlaubt ML eine dateneffiziente,
explorative Versuchsplanung, die Parameterräume gezielt durchsucht.
Dadurch wird entweder ein Optimum gefunden oder ein digitaler
Zwilling erstellt, der komplexe reale chemische und physikalische
Systeme virtuell abbildet. Auf der PaintExpo 2026 präsentiert
Pi Probaligence konkrete Anwendungen aus Industrie & Forschung
und stellt eine neue Oberfläche mit Steuerung in natürlicher Sprache
sowie automatisierter Anbindung an bestehende Tools vor.
KI und Automatisierung als integrale Bestandteile
vernetzter Beschichtungsprozesse
Die vorgestellten Anwendungen verdeutlichen, dass KI und Automatisierung
in der Oberflächentechnik nicht mehr isoliert betrachtet
werden, sondern zunehmend als integrale Bestandteile durchgängiger
Prozessketten. Der Fokus verschiebt sich von Einzeloptimierungen
hin zu vernetzten Systemen, in denen Prozessdaten,
Qualitätsinformationen und Anlagenparameter in Echtzeit zusammengeführt
und ausgewertet werden. Diese Entwicklung eröffnet
neue Potenziale für reproduzierbare Qualität, Ressourceneffizienz
und Prozessstabilität – setzt jedoch zugleich eine hohe Systemintegration
und belastbare Datenmodelle voraus. Die PaintExpo 2026
bildet diesen technologischen Reifegrad der Branche ab und bietet
eine Plattform für den fachlichen Austausch über den praktischen
Einsatz, die Grenzen und die Weiterentwicklung KI-gestützter Lösungen
in der industriellen Oberflächentechnik.
Leipziger Messe GmbH
D 04356 Leipzig
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Die ganze Vielfalt für alle Anwendungen auf der interpack 2026
Materialien, Packstoffe und Packhilfsmittel
„Innovative Materials“ gehört zu den Hot Topics der interpack 2026 und der Packmittelbereich der Messe vereint die
geballte Kompetenz der Verpackungsbranche – mit über 1.000 Ausstellern und einer weltweit einzigartigen Vielfalt an
Packmitteln, Packstoffen und Packhilfsmitteln.
Neue Materialtechnologien und Designs prägen die Verpackung
von morgen: Hochentwickelte Kunststoffe, faserbasierte Materialien
und intelligente Beschichtungen optimieren Haltbarkeit, Schutz
und Recycelbarkeit. Der Packmittelbereich der interpack 2026 zeigt
vom 7. bis 13. Mai bewährte Lösungen in neuen Anwendungen
ebenso wie aktuelle Entwicklungen und Innovationen. Er vereint
über 1.000 Hersteller von Packmitteln, Packstoffen und Packhilfsmitteln
aus aller Welt in sieben Hallen und Etagen, darunter viele
Premieren bei Erstausstellern. Insgesamt werden auf der interpack
2.800 Aussteller erwartet.
„Die Vielfalt der Materialien und ihrer Anwendungen auf der
interpack ist international einzigartig“, sagt Thomas Dohse, Director
der interpack. „Mit unserem Hot Topic Innovative Materials rücken
wir den Packmittelbereich dieses Jahr bewusst in den strategischen
Fokus und bündeln Entwicklungen aus internationalen Märkten.“
Kunststoffbasierte Packmittel und flexible Verpackungen
Betrachtet man die globale Marktlage, so stellen flexible und starre
Kunststoffverpackungen mit insgesamt 65 Prozent den größten
Marktanteil bei Konsumgüterverpackungen dar (2024, VDMA/
Euromonitor). Auf der interpack sind auch bei den Ausstellern zahlreiche
Kunststofflösungen zu sehen – in Behältern und flexiblen
Verpackungen, einschließlich bio-basierter Folien mit einem klaren
Fokus auf Nachhaltigkeit. Anlaufstellen sind in der Halle 9 unter anderen
Sonoco, Taghleef Industries, groku Kunststoffe, Jokey, Aries
Packaging und Nurel und in Halle 10 zum Beispiel Schütz, Greif
Packaging, Werit Kunststoffwerke, die Armando Alvarez Group, Irplast,
Hipac und die SIT Group. Der Bereich Verschlüsse wird durch
Unternehmen wie United Caps und Bericap abgedeckt.
Taghleef Industries, die in der Halle 9 ihren Auftritt haben, zei-
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Metallverpackungen, insbesondere Dosen und Dosenverschließsysteme,
gibt es in der Halle 7a. Zu den vertretenen Unternehmen
zählen Soudronic, Lanico, die IPA (International Packaging Association),
Emballator, Umar Makina und SPL Industries. „Die Nachfrage
nach kompletten Dosenherstellungslinien nimmt zu, insbesondere
im Bereich Pet Food“, sagt Ruedi Umbricht, COO der Soudronic
AG. „Treiber sind Nachhaltigkeitsanforderungen und der CO₂-
Fussabdruck der Verpackung oder auch strategische Überlegungen
zur Erweiterung der Wertschöpfungskette. In Bezug auf Nachhaltigkeit
und CO₂-Bilanz bietet die Stahldose ganz klar Vorteile. Soudronic,
als Hersteller von schlüsselfertigen Dosenherstellungslinien,
wird den Besuchern der interpack die vielfältigen Möglichkeiten zur
Produktion von Metallverpackungen präsentieren.“ Laut Branchenzahlen
liegt der Anteil von Metallverpackungen derzeit bei 12 Prozent,
mit einem prognostizierten Wachstum von 13 Prozent in den
kommenden Jahren.
Auch Glasverpackungen, ein Klassiker unter den Verpackungslösungen,
sind auf der interpack vertreten. In Halle 10 ist der Bundesverband
Glasindustrie e. V. eine zentrale Anlaufstelle, die über
aktuelle Entwicklungen und Trends informiert. Glas hatte im Jahr
2024 einen Anteil von acht Prozent am Einzelhandelsumsatz mit
Konsumgüterverpackungen und es wird ein weiteres Wachstum von
sechs Prozent bis 2029 erwartet.
Alternative und biobasierte Materialien
gen dort ein breites Spektrum an Folien. „Dazu gehören biobasierte
und recycelte Lösungen für flexible Verpackungen und Etiketten.
Monomaterial-PP-Folien und materialreduzierte Varianten unterstreichen
unseren Fokus auf Recyclingfähigkeit und geringeren
Materialeinsatz“, beschreibt Ambra Stocco, European Marcom Manager
& Label Lead bei Taghleef Industries, das Portfolio des Unternehmens.
Schütz gehört im Packmittelbereich zu den Ausstellern mit einer
besonders umfangreichen Präsenz und ist in Halle 10 vertreten. Hier
erwarten die Besucherinnen und Besucher Kunststofflösungen für
Industrie und Logistik. „Im Fokus unseres interpack-Auftritts 2026
stehen intelligente Verpackungskonzepte, die ökonomische Effizienz
und ökologische Nachhaltigkeit optimal vereinen. Mit unseren
Produkt- und Serviceinnovationen bieten wir Kunden weltweit
wegweisende Lösungen, um ihre Logistikprozesse noch sicherer
und ressourcenschonender zu gestalten“, sagt Veit Enders, Member
of the Board bei Schütz.
Ein großes Angebot gibt es auch im Bereich der Packhilfsmittel
wie Klebstoffe und Klebebänder in den Hallen 7 und 10. Anbieter
wie Henkel, Jowat, Selig Group, H.B. Fuller, Tesa und Sicad zeigen
Lösungen für unterschiedliche Anwendungen und Materialkombinationen.
Papierbasierte Packmittel, Karton und Verpackungsdruck
Papier- und kartonbasierte Verpackungen kommen weltweit auf
einen Marktanteil von rund 16 Prozent bei Konsumgütern. Bis 2029
wird für dieses Segment ein weiteres Wachstum von etwa acht Prozent
erwartet. Auf der interpack ist der Bereich für Papier, Karton,
Wellpappe und Verpackungsdruck in der Halle 8a zu finden. Dort
präsentieren unter anderem Metsä Board, Stora Enso, Sappi, Koehler,
Starkraft sowie Printcity ihre Portfolios. Ebenfalls in Halle 8a
angesiedelt sind Labelling- und Coating-Lösungen, unter anderem
von CCL Label, Actega, Michelman und Stahl Packaging.
Metall- und Glasverpackungen
Einen zusätzlichen Akzent setzen alternative und neue Materialien,
speziell in Halle 9, darunter bei Ausstellern wie Jonatura, Plantera,
Innovia Films, Natureworks und Pacovis. Hier geht es insbesondere
um Innovationen im Bereich biobasierte Kunststoffe während in
Halle 8a faserbasierte Materialien gezeigt werden. Dort sind zum
Beispiel die Stände von Metsä Board oder Stora Enso Anlaufstellen.
Hot Topic 2026: Innovative Materials
Mit „Innovative Materials“ setzt die interpack das Thema Materialien
noch einmal ganz besonders in den Fokus. Diese sind seit jeher
von zentraler Bedeutung für die Verpackungsbranche. Zugleich
steigen die Anforderungen kontinuierlich: Neue regulatorische Vorgaben,
höhere Erwartungen an Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit
sowie zusätzliche funktionale Anforderungen prägen die Materialentwicklung.
Unter dem Hot Topic „Innovative Materials” stehen
daher Werkstoffe, Materialkonzepte und Designansätze im Fokus,
die Funktionalität, Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit miteinander
verbinden.
„Eine der zentralen Aufgaben für Unternehmen aller Branchen
ist es heute, Ressourcen effizient zu nutzen und Materialströme
weltweit konsequent zu schließen. Wir sehen moderne Technologie
als den entscheidenden Schlüssel, um diese Herausforderungen der
Kreislaufwirtschaft zu meistern. Die interpack ist für uns die wichtigste
Plattform, um diese Wege gemeinsam mit unseren Partnern
live zu diskutieren“, ordnet Veit Enders, Schütz, die Herausforderungen
ein.
Save the Date: Der interpack-Dienstag im Forum Spotlight
Besucherinnen und Besucher mit besonderem Interesse an Materiallösungen
können sich auch den 12. Mai vormerken: Dann steht
„Innovative Materials“ im Mittelpunkt des interpack Spotlight Forums.
Das Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Vertiefende Informationen zu Ausstellern, Produkten und Materiallösungen
finden sich in der Aussteller- und Produktdatenbank
der interpack: http://www.interpack.com/1410
Messe Düsseldorf GmbH
D 40001 Düsseldorf
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Fraunhofer ZSI auf der Analytica 2026
Intelligente Sensorik für
sichere Zellproduktion
Mit einer modularen Sensorplattform und KI-Technologie optimieren Fraunhofer-Forschende
die Herstellung von 3D-Gewebemodellen. Ihre Lösung ermöglicht
die kontinuierliche Qualitätskontrolle in Bioreaktoren und eröffnet neue
Perspektiven für die Biotech- und Pharmaindustrie – nicht nur im Hinblick auf
tierversuchsfreie Wirkstofftests.
Ob Wirkstoffscreening oder Toxizitätsprüfung:
Stammzellbasierte 3D-Gewebemodelle
sind wesentlicher Bestandteil der
biomedizinischen Forschung. Doch die Produktion
von Zellaggregaten in Bioreaktoren
ist hochkomplex und kostenintensiv. Bisher
wird die Qualität erst am Prozessende überprüft
– mit hohem Risiko hinsichtlich Zeitund
Materialverlust.
Am Fraunhofer-Zentrum für Sensor-Intelligenz
ZSI haben Forschende der Fraunhofer-Institute
für Biomedizinische Technik
IBMT und für Zerstörungsfreie Prüfverfahren
IZFP nun gemeinsam ein intelligentes
Sensorsystem entwickelt, das den gesamten
Herstellungsprozess kontinuierlich überwacht
und optimiert. Das Fraunhofer IBMT
bringt seine Expertise in der Entwicklung
von optimierten, standardisierten Zellkulturtechniken
und innovativen Modellsystemen
für die Stammzellforschung ein. Das
zukunftsweisende Sammeln und Weiterleiten
von Sensordaten und hieraus abgeleiteten
Informationen wird durch die Multimodale
Autarke Sensorplattform MAUS des
Fraunhofer IZFP realisiert.
erlaubt.
Für die optische Qualitätskontrolle setzen
die Forschenden auf zwei Kamerapfade:
eine In-situ-Kamera fokussiert die rotierenden
Röhrchen des Reaktors und erkennt
Sphäroide in der Schwebe, eine weitere Kamera
erfasst sie, wenn sie durch einen Mikrofluidik-Kanal
gesaugt werden. Die eingebundene
KI erkennt und klassifiziert die
Zellaggregate innerhalb von Millisekunden.
Die MAUS-Edge-KI-Plattform bündelt alle
Sensordaten, wertet sie direkt vor Ort aus
und übergibt die Ergebnisse in eine Datenbank.
Weniger Risiko, mehr Objektivität
Die Fraunhofer-Fachleute bringen mit ihrer
Lösung die Qualitätskontrolle in die laufende
Produktion – objektiv, automatisierbar
und kosteneffizient, denn allein die Medien
für Stammzellen sind teuer und ihre Kultivierung
zeitaufwändig: »Wir gewährleisten
die objektive Bewertung durch KI anstelle
einer subjektiven Einschätzung, die laufende
Überwachung und perspektivische
Anpassung der Prozessparameter und nicht
zuletzt die Anschlussfähigkeit an moderne
Prozessführung im Pharma- und Biotech-
Sektor«, erklärt Projekteiter Dr. Thomas
Velten vom Fraunhofer IBMT. »Unsere Lösung
entspricht modernen Konzepten wie
KI-gestützte Überwachung des
Wachstums von 3D-Zellaggregaten in
suspensionsbasierten Bioreaktoren.
© Fraunhofer IBMT, Bernd Müller
Abgestimmte Sensorik,
klare Qualitätsaussage
Im aktuellen Forschungsprojekt Sphero-
Sense stattete das Team des Fraunhofer
IBMT einen kommerziellen Bioreaktor für
3D-Zellsphäroide, also kugelförmige Zellmodelle,
die Gewebe imitieren können,
mit zwei Sensorebenen aus: Elektrochemische
Sensoren für Glukose, Laktat, gelösten
Sauerstoff, pH-Wert und Temperatur überwachen
die Umgebung der Zellen. Kameras
charakterisieren die Zellaggregate optisch.
Kontinuierlich und in Echtzeit analysieren
sie Größe, Anzahl und Qualität der Sphäroide.
So entsteht eine Wachstumskurve, die
Rückschlüsse auf optimale Bedingungen
Bioreaktor mit integrierten Sensoren für die Online-Prozesskontrolle und die optische Charakterisierung
der produzierten 3D-Zellaggregate. © Fraunhofer IBMT
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An NFC coil for MAUS manufactured using a
3D circuit board printer. © Fraunhofer IZFP.
Process Analytical Technology (PAT) und
Continuous Process Verification, wie sie
von FDA und EMA gefordert werden.« Dabei
arbeitet das System label-free, das heißt
es sind keine Färbungen nötig, die Sphäroide
bleiben unbeschädigt.
Datensouveränität von Anfang an
Ein zusätzliches Plus: Die Lösung arbeitet
ohne Cloud-Anbindung und erfüllt damit
höchste Anforderungen an Datensicherheit.
Auf Wunsch ist eine entsprechende
Anbindung möglich, standardmäßig verbleiben
die sensiblen Prozessdaten jedoch
beim Auftraggeber.
Das System kann auf unterschiedliche
Einsatzszenarien angepasst werden – von
der Stammzellforschung bis zur industriellen
Zellproduktion: »Unsere Plattform
MAUS bietet Rapid Prototyping für jegliche
Monitoring-Anwendungen. Modular konzipiert
kann sie flexibel adaptiert und ganz
nach Bedarf schnell und unkompliziert erweitert
werden«, erläutert Christoph Weingard,
Entwickler für Sensor-Intelligenz und
Mikroelektronik am Fraunhofer IZFP. »Für
SpheroSense haben wir etwa Funkmodule
mit Bluetooth und Near Field Communication,
also NFC, umgesetzt, um die Sensoren
innerhalb der Röhrchen auszulesen – ohne
zusätzliche Kabel. Es wird einfach ein entsprechendes
Steckmodul aufgebracht – und
die Überwachung läuft.«
Das Gesamtsystem wird am Fraunhofer-Zentrum
für Sensor-Intelligenz ZSI im
laufenden Betrieb erfolgreich genutzt – mit
direktem Feedback der Kolleginnen und
Kollegen, die 3D-Zellsphäroide herstellen
und in weiterführenden Projekten mit ihnen
arbeiten.
Vorstellung auf der Analytica 2026
Die Fachleute stellen ihre Lösung von 24.
bis 27. März 2026 auf der Analytica in München
vor. Auf der Weltleitmesse für Labortechnik,
Analytik und Biotechnologie
können sich Besucherinnen und Besucher
ein Bild vom Gesamtsystem machen – inklusive
Sensoren, Kameras und Echtzeit-
Datenanalyse.
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT
D 66280 Sulzbach
Ziehl-Abegg erfolgreich beim German Design Award
in Kategorie „Excellent Communications Design – Event“
Social Media Days überzeugen Fachjury
Das international tätige Industrieunternehmen Ziehl-Abegg wird beim German Design Award 2026 als Winner ausgezeichnet.
In der Kategorie „Excellent Communications Design – Event“ wurde das Veranstaltungsformat Social Media Days
prämiert.
Die Jury würdigt das Konzept als „ein besonders stimmiges Kommunikationskonzept,
das fachliche Tiefe und emotionale Bindung
wirkungsvoll verbindet“. Die Social Media Days würden „mit einer
klaren, identitätsstiftenden Gestaltung und einer überzeugenden
Dramaturgie Menschen über Branchengrenzen hinweg aktivieren“
Das Organisationsteam der Social Media Days bei Ziehl-Abegg
(von links): Tamara Hirmann, Rainer Grill und Rebecca Amlung.
(Foto: Ziehl-Abegg)
und stellten ein herausragendes Beispiel für exzellentes Kommunikationsdesign
im Veranstaltungsformat dar.
„Wir sind als klassisches Industrieunternehmen seit Jahren
Trendsetter, wenn es um die Ansprache junger Menschen geht“, sagt
Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „Mit hochkarätigen
Vorträgen, praxisnahen Workshops und bewusst gestaltetem
Netzwerken geben wir auch Mitarbeitenden in Behörden, Organisationen
und anderen Firmen die Möglichkeit, die Kommunikation im
Social-Media-Bereich auf ein neues Level zu heben.“
Der German Design Award, vergeben vom Rat für Formgebung,
zeichnet jährlich Projekte aus, die durch gestalterische Exzellenz
und konzeptionelle Stärke überzeugen. Die Auszeichnung gilt als
anerkannter Maßstab für hohe Qualität und Innovationskraft in Design
und Kommunikation.
Die Social Media Days 2026 finden am 1. und 2. Juli in Schwäbisch
Hall statt. Das Format verbindet fachlichen Austausch, Branchenimpulse
und Networking für Praktiker aus Industrie, Medien,
Kommunikation und HR.
Alle Informationen zu Programm und Anmeldung gibt es auf:
www.ziehl-abegg.de/social-media-days
Ziehl-Abegg SE
D 74653 Künzelsau
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Seite 69/79
JEC World 2026: Schütz präsentiert
leistungsstarke
Leichtbaustrukturen
Vom 10. bis 12. März 2026 stellt Schütz Composites auf der
JEC World in Paris sein umfangreiches Cormaster®‐Portfolio
vor (Halle 6, Stand E55). Die vielseitigen Wabenmaterialien
aus Aramidpapier sind für anspruchsvolle Leichtbauanwendungen
in der Luft‐ und Raumfahrt, im Fahrzeugbau,
in der Industrie und im Rennsport ausgelegt und die
Redundanzen in der Produktion bieten hohe Versorgungssicherheit
sowie konstant hohe Qualität.
Der Cormaster®-Hightechwerkstoff wird in einem exakt definierten
Prozess zu einer hexagonalen oder überexpandierten Zellstruktur
geformt. Die Geometrie verleiht dem Material ein äußerst
geringes Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit und Widerstandsfähigkeit
gegenüber Feuchtigkeit, Ölen und Kerosin. Diese
Eigenschaften prädestinieren Cormaster®-Lösungen für anspruchsvolle
Aufgaben.
Schütz stellt auf der JEC die gesamte Bandbreite seiner Wabenmaterialien
vor, darunter gefräste und thermisch umgeformte Varianten
ebenso wie Sandwichpanels und Engineered Panels. Die Panels
entstehen in Multi‐Etagen‐Pressen oder werden bei Bedarf in
Großraum‐Autoklaven mit Drücken bis zu 8 bar und Temperaturen
bis zu 250 °C ausgehärtet. Die empfindlichen Prepregs werden im
Reinraum der ISO‐Klasse 7 verarbeitet – ein entscheidender Vorteil
bei komplexen Strukturbauteilen.
Das Cormaster®-Material deckt zahlreiche Anwendungen ab,
von tragenden Strukturbauteilen in Flugzeugkabinen bis zu Komponenten
im Fahrzeugbau, in der Industrie und im Rennsport. Auch
Projekte im maritimen Hochleistungsbereich profitieren vom Werkstoff:
Zahlreiche Teile der Rennyacht „Malizia – Seaexplorer“ des
deutschen IMOCA Seglers Boris Herrmann bestehen aus Cormaster®‐Material.
Kontinuierliche Investitionen sichern höchste Standards
Schütz investiert kontinuierlich in moderne Fertigungstechnolo-
Die Anlagen können Wabenblöcke hoch automatisiert fertigen. (Foto: Schütz)
gien, um Prozessstabilität und Qualität im Composite-Bereich zu
erhöhen. In den vergangenen Jahren erweiterte der Verbundwerkstoffspezialist
daher seine Produktionskapazitäten und technische
Ausstattung an seinen Standorten. Am Hauptsitz in Selters beispielsweise
installierte Schütz eine zusätzliche automatisierte Produktionslinie.
Eine neue, zusätzliche Sandwichpanelpresse ist im
ersten Quartal 2026 in Betrieb gegangen, was die Redundanz der
Anlagen weiter stärkt.
Parallel optimiert Schütz bestehende Anlagen durch geziehlte
Investitionen in modernste Sensorik und Regelungstechnik. Dies
ermöglicht Fertigungstoleranzen noch präziser zu kontrollieren und
komplexe Fertigungsprozesse effizient umzusetzen.
Breites Fertigungsspektrum und kundenspezifische Lösungen
Mit dem eigenen Modell- und Formenbau und umfangreichen Bearbeitungskapazitäten,
darunter CNC‐Zerspanung, automatisierte
Potting‐Prozesse und Reinraumbedingungen, bietet Schütz ein
breites Spektrum an Engineering- und Produktionsleistungen für
individuelle Anforderungen.
SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA
D 56242 Selters
Das Cormaster® Wabenmaterial aus Aramidpapier zeichnet
sich durch herausragende mechanische Festigkeit bei
minimalem Eigengewicht aus. (Foto: Schütz)
Am Standort Selters sorgt neueste Anlagentechnik für die
Liefersicherheit des Cormaster® Leichtbauwerkstoffs. (Foto: Schütz)
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Die neue Inspektionsplattform
AIM9 von Syntegon kombiniert
visuelle Inspektion und Dichtigkeitsprüfung
mit einer Ausbringung von bis zu 600 Vials pro Minute.
Neue AIM9 Inspektionsplattform von Syntegon
– Zuverlässigkeit dank jahrzehntelanger Erfahrung
– Durchsatz von bis zu 600 Vials pro Minute; Behältnisgrößen bis zu 250 ml
– Zukunftssicher dank integrierter visueller Inspektion und Dichtigkeitsprüfung
Basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und bewährter Technologie
bringt Syntegon die Inspektionsplattform AIM9 auf den Markt.
Sie kombiniert visuelle Inspektion und Dichtigkeitsprüfung mit
einer Leistung von bis zu 600 Vials pro Minute. So hilft sie Pharmaherstellern
und CMOs dabei, höchste Inspektions- und Produktqualität
zu erzielen.
Effizienz und Flexibilität im Fokus
„Effizienz ist in der schnelllebigen Pharmaindustrie von entscheidender
Bedeutung“, sagt Bernd Barkey, President Syntegon Japan
und Global Head of Inspection. „Mit der neuen AIM9 können unsere
Kunden ihre Produktivität steigern und ehrgeizige Lieferziele erreichen.“
Die automatisierte Inspektionsplattform für Vials wurde für
Hochleistungsumgebungen entwickelt und verarbeitet bis zu 600
Behältnisse pro Minute.
Eine weitere Herausforderung für Pharmahersteller und CMOs
liegt in der Handhabung unterschiedlicher Behältnisgrößen und
Produkte. Daher hat Syntegon die neue AIM9 mit Fokus auf optimierte
Flexibilität entwickelt. Die Plattform ist für Vial-Größen von 2
bis 250 Millilitern ausgelegt und ermöglicht einfache Formatwechsel
sowie eine schnelle Anpassung an neue Produkte.
Integrierte Dichtigkeitsprüfung
Die nahtlose AIM9 Plattform verfügt über eine weitere wichtige
Funktion: Sie bietet eine vollständig integrierte Dichtigkeitsprüfung
(CCIT) mit Headspace-Analyse, Hochspannungsdichtigkeitsprüfung
oder einer Kombination, ohne dass zusätzliches Equipment
erforderlich ist.
Mit der gesamten Palette visueller Inspektionstechnologien zur Erkennung
von Partikeln und kosmetischen Defekten gewährleistet
die neue AIM9 maximale Detektionsraten und minimalen Falschausschuss.
Neben der patentierten SD-Technologie von Syntegon
sowie verschiedenen Kamerasystemen können Kunden zusätzlich
Deep Learning-Funktionen oder das Bubble Masking-Tool integrieren,
das harmlose Blasen von schädlichen Defekten unterscheidet.
Zuverlässigkeit dank Erfahrung
Die AIM9 ist eine neue Plattform, die auf bewährter Technologie
aufsetzt. So gewährleistet das schonende Transportsystem, das sich
bei vielen Kunden weltweit bewährt hat, eine sichere und stabile
Handhabung. „Dank jahrzehntelanger Erfahrung können wir unseren
Kunden genau das bieten, was sie benötigen, um die erforderliche
Leistung, Effizienz und Flexibilität in ihrem Inspektionsprozess
zu erreichen“, so Bernd Barkey. „Die neue AIM9 ist in mehreren Varianten
auf Basis einer standardisierten Plattform erhältlich, sodass
wir gemeinsam mit unseren Kunden die ideale Lösung entwickeln
können.“
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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CAT PURE FOG: Unsichtbaren
Turbulenzen auf der Spur
Nebelgenerator Pure Fog (Copyright:
CAT GmbH)
Die Luftströmungsführung gehört zu den
zentralen Funktionsprinzipien im Reinraum.
Sie bestimmt maßgeblich die Verteilung
und den Abtransport von Partikeln
und Keimen. Der Haken an der Sache: Luftströmungen
sind für das menschliche Auge
unsichtbar.
Will man Luftbewegungen im Reinraum
verstehen und kontrollieren – was für den
normenkonformen Betrieb unerlässlich ist
– müssen diese sichtbar gemacht werden.
Denn nur so lassen sich Produktqualität und
Prozesssicherheit zuverlässig gewährleisten:
Schon kleinste Partikel oder ungewollte
Turbulenzen können die Luftqualität beeinträchtigen
und damit den geforderten Reinheitsgrad
gefährden.
Die Antwort auf diese Herausforderung
bietet die Strömungsvisualisierung. Mithilfe
eines Nebelgenerators macht sie die realen
Luftströmungen im Reinraum sichtbar und
erlaubt es, diese direkt mit den normativen
Zielvorgaben abzugleichen.
Einen neuen technischen Maßstab
setzt hier der eigens für den Reinraumeinsatz
entwickelte Nebelgenerator CAT
PURE FOG. Sein gleichmäßiger, hochfeiner
Nebel aus Reinstwasser-Ultraschallvernebelung
macht selbst minimale
Luftbewegungen sichtbar – zuverlässig
und auch in schwer zugänglichen
Bereichen. Zusätzliche Pluspunkte sind
unter anderem die Nachspeisung des
Wassertanks im laufenden Betrieb, die
über zehn Stufen regelbare Nebelintensität
sowie das abnehmbare Fahrgestell
für maximale Flexibilität und komfortables
Handling.
CAT Clean Air Technology GmbH
Motorstraße 51
D 70499 Stuttgart
Telefon: +49 711 365919937
eMail: info@catgmbh.de
Internet: http://www.catgmbh.de
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Analytik Jena präsentiert mit PULSEspencer R
neue Lösung für Low Volume Dispensing
Analytik Jena präsentierte auf der SLAS 2026 International Conference
& Exhibition (07.–11. Februar) neue Automatisierungslösungen
für Laborworkflows. Ein besonderes Highlight war der Launch
des PULSEspencer R. Es ist das erste Modell einer digitalen und
kontaktlosen Dispenser-Serie im Portfolio von Analytik Jena. Der
PULSEspencer R definiert präzises, berührungsloses Arbeiten neu
und setzt Maßstäbe für moderne Forschungsanwendungen.
Der neue PULSEspencer R ermöglicht präzises Dosieren von
Flüssigkeiten wie DMSO, Wasser, kleinen Molekülen und Biomolekülen
mithilfe von Einwegspritzen. Das System basiert auf drei zentralen
Prinzipien: Miniaturisierung, direkte Verdünnung und schnelle
Volumenverteilung. Diese Funktionen helfen, Arbeitsabläufe effizienter
zu gestalten und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.
Mit seiner kompakten Bauweise und modularen Konzeption
unterstützt der PULSEspencer R eine Vielzahl von Anwendungen –
von Drug Discovery bis Genomik – und ermöglicht Anwendern eine
einfache, reproduzierbare Handhabung.
Die Vorteile auf einen Blick:
– Schnellere Assay-Setups durch intuitive Software
und kontaktloses Dispensing
– Miniaturisierung spart Reagenzien und reduziert Abfall
– Kompakte Bauweise für flexible Integration in jedes Labor
Exhibitor Tutorial: Automatisierte Proteinreinigung
leicht gemacht
Ein weiteres Highlight auf der SLAS 2026 war das Tutorial “CyBio
FeliX as Your Excellent Source of Protein – Now Including the Tough
Ones. Automated purification from antibodies to membrane proteins
in their native lipid environment.”
Bei diesem Tutorial zeigte Analytik Jena, wie die CyBio FeliX
Plattform automatisierte Workflows für Antikörper, markierte Proteine
und sogar Membranproteine ermöglicht – dank innovativer
NativeMP Technologie in Kooperation mit Cube Biotech.
Analytik Jena GmbH+Co. KG
D 07745 Jena
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Halten fest, wo es darauf ankommt:
Elemente mit
Spannkraftverstärkung
Überall, wo wiederholt befestigt und dafür von Hand geschraubt werden muss, zählen Zeit und sicherer Sitz. Deshalb hat
Ganter bewährte Kreuzgriffmuttern, Sterngriffschrauben und verstellbare Klemmhebel mit einer Spannkraftverstärkung
ausgestattet. Ihre kugelgelagerte Spannfläche verdoppelt die Spannkraft und schont gleichzeitig die Oberfläche.
In Industrie und Handwerk erfordern zahlreiche Anwendungen,
dass Bauteile und Vorrichtungen immer wieder in Langlöchern verschoben
oder über Gewindebohrungen neu positioniert werden
müssen. Wo es auf festen Sitz und schnelle Montage ankommt,
punkten die mit einer Spannkraftverstärkung ausgestatteten Kreuzgriffmuttern,
Sterngriffschrauben und verstellbare Klemmhebel von
Ganter. Gemeinsam ist ihnen eine gehärtete und kugelgelagerte
Spannfläche, die auf der Unterlage aufsitzt. Während bei herkömmlichen
Schrauben und Muttern die Unterkopfreibung etwa die Hälfte
des Drehmoments verschluckt, gelangt es hier direkt ins Gewinde.
So lässt sich rein mit Handkraft und ohne Werkzeug eine große
Schraubenlängskraft erzeugen und damit Bauteile schnell und zuverlässig
befestigen. Weil sich die Spannfläche nicht mitdreht, entstehen
auf dem zu spannenden Teil kaum Markierungen und keine
Kratzer oder Riefen.
Der Kreuzgriff mit Spannkraftverstärkung GN 6335.9 aus
schwarzem, schlagfestem Kunststoff gewährleistet eine ergonomische
Kraftübertragung von der Hand auf die darunterliegenden
Stahlteile mit dem Axiallager und der Gewindebuchse. Er ist in vier
Durchmessern zwischen 40 und 80 mm mit Gewinden von M6 bis
M12 verfügbar.
Die Schnellspann-Sterngriffschraube GN 6336.9 verbindet die
Vorteile des Schraubens und Lösens mit weniger als einer Umdrehung
mit den Vorteilen der Spannkraftverstärkung. Ihre auf Knopfdruck
beweglichen Gewindesegmente ermöglichen es, den Schraubenschaft
leicht in die Bohrung einzusetzen und mit maximal einer
Handumdrehung anzuziehen. Die Schraube ist mit M8, M10 und
M12 mit jeweils drei gängigen Schaftlängen lieferbar.
Verstellbare Klemmhebel mit Spannkraftverstärkung GN
300.4 sind standardmäßig mit Innen- oder Außengewinde lieferbar.
Eine Kerbverzahnung im Inneren erlaubt den Anwendern,
die jeweils beste Griffposition zu wählen. Die Hebelgriffe
aus Zink-Druckguss sind entweder verchromt oder in fünf Farbvarianten
kunststoffbeschichtet. Das Axiallager und die übrige
Mechanik darunter sind aus nitriertem bzw. brüniertem Stahl gefertigt.
Wenn für den Einsatz der Schutz vor Korrosion gefordert
wird, eignet sich die baugleiche Ausführung GN 300.7, bei der die
Verstell-, Schraub- und Lagereinheit komplett aus nichtrostendem
Edelstahl hergestellt ist.
Ganter wurde 1894 als mechanische Werkstätte in Furtwangen
im Schwarzwald gegründet. Der erste Ganter Normelemente-Katalog
erschien 1912 – fünf Jahre vor der Gründung des „Normenausschuss
der deutschen Industrie“, dem Vorläufer des Deutschen
Instituts für Normung e. V., kurz DIN genannt. Heute entwickeln,
produzieren und vertreiben 560 Mitarbeiter an zwei Standorten
Normelemente für die gesamte Industrie. Ab Lager sind mehr als
85.000 Teile lieferbar.
Otto Ganter GmbH & Co. KG
Triberger Straße 3
D 78120 Furtwangen
Telefon: +49 7723 65070
Telefax: +49 7723 4659
eMail: info@ganternorm.com
Internet: http://www.ganternorm.com
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Maximale Bewegungsfreiheit auf kleinstem Raum
Kompakt, robust, vielseitig:
Miniatur-Kugelrollen
Miniatur-Kugelrollen, im Bild unten,
aus dem umfangreichen Kugelrollen-
Sortiment von Rodriguez sind die
ideale Wahl für den Einsatz in Messinstrumenten,
dem Leichtbau und
in kompakten Bewegungsaufgaben.
(Bild: Rodriguez)
Mit einem Durchmesser von 4,8 bis 15,8 mm spielen die
Miniatur-Kugelrollen von Rodriguez größentechnisch in
der ganz kleinen Liga, zeigen aber Leistung auf höchstem
Niveau. Sie sind die ideale Wahl für den Einsatz in Messinstrumenten,
dem Leichtbau und in kompakten Bewegungsaufgaben,
zum Beispiel in der automatisierten Fertigung
von mechatronischen Komponenten. Auch in kompakten
Fördermodulen im Reinraum und in der Miniatur-Mechanik
beweisen die Minis ihre Stärke.
Möglichst wenig Bauraum und Gewicht: Diese Vorgabe kannte man
lange Zeit vor allem aus der Robotik und der Halbleitertechnik. Inzwischen
gibt es jedoch auch in vielen anderen Branchen einen
Trend zur Miniaturisierung. Extrem klein und leicht sollen die Produkte
und Lösungen ausfallen, aber dabei maximal leistungsfähig
sein. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn sich die verbauten
Komponenten ebenfalls „klein machen“.
360°-Beweglichkeit für unterschiedlichste Anwendungen
Miniatur-Kugelrollen sind überall dort besonders sinnvoll, wo kompakte
Abmessungen, mehrdimensionale Beweglichkeit und präzises,
schonendes Handling gefragt sind. Sie stellen eine einfache, robuste
und wirtschaftliche Lösung dar, um Bewegungsfreiheit ohne
komplexe Mechanik zu realisieren. Typische Anwendungsbereiche
sind die Förder- und Handhabungstechnik, Montage- und Prüfvorrichtungen,
Medizin- und Labortechnik, Elektronik- und Halbleiterfertigung
sowie der Maschinen- und Vorrichtungsbau.
Robuste Kugelrollen im Kleinformat
Rodriguez bietet Mini-Kugelrollen des Herstellers Alwayse an – bei
Bedarf mit einer Kunststoff-Lastkugel für markierungsfreie und
leichte Anwendungen, auf eine Dichtung wird hier verzichtet. „Rodriguez
ist einer der weltweit größten Anbieter von Kugel-Transportsystemen“,
erläutert Jörg Schulden, Leiter des Geschäftsbereichs
Lineartechnik. „Unser Sortiment umfasst mehrere Hundert
verschiedene Kugelrollen-Varianten.“
Weitere Miniatur-Ausführungen verschiedener Produkte finden
sich im gesamten Sortiment. Neben besonders kompakten Linearführungen
werden unter anderem Miniatur-Kugelgewindetriebe
angeboten. Im rotativen Bereich bieten Miniatur-Kugeldrehverbindungen
Höchstleistung auf kleinstem Raum, während sich Dünnringlager
als schlanke Problemlöser einen Namen gemacht haben.
Auf Basis der kompakten Komponenten entwickelt Rodriguez aber
natürlich auch kundenspezifische Systemlösungen.
Rodriguez GmbH
D 52249 Eschweiler
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Ultraschallschweißen schafft die Voraussetzung für robuste und nachhaltige Systeme
RFID im Mehrwegbecher
Mehrwegbecher mit
ultraschallverschweisstem
RFID-Chip.
(Bild: RINCO ULTRASONICS AG)
Digitale Pfand- und Bezahllösungen gewinnen im Umfeld von Gastronomie,
Events und Self-Service-Konzepten zunehmend an Bedeutung.
Damit ein Mehrwegbecher Teil solcher Systeme werden
kann, muss er eindeutig identifizierbar sein. Eine konkrete Kundenanfrage
aus der DACH-Region zeigt, wie sich ein RFID-Chip dauerhaft
und funktionssicher in den Boden eines Polypropylen-Bechers
integrieren lässt. Der folgende Anwendungsbericht beschreibt die
technischen Rahmenbedingungen und den gewählten Fügelösungsansatz
mit Ultraschalltechnologie, realisiert von RINCO UL-
TRASONICS.
RFID als Enabler für automatisierte Pfand- und Bezahlsysteme
Wird ein RFID-Chip direkt im Becherboden integriert, lassen sich
Mehrwegbecher eindeutig identifizieren und in digitale Prozesse
einbinden. Anwendungen reichen von bargeldlosen Zahlungen an
Ausgabestationen über automatisierte Pfandrückerstattung bis hin
zur lückenlosen Nachverfolgung einzelner Becher im Umlauf. Betreiber
profitieren von vereinfachten Abläufen, geringeren Prozesskosten
und einem besseren Schutz vor Missbrauch, etwa durch das
Einlösen nicht systemzugehöriger Becher. Grundvoraussetzung dafür
ist jedoch eine sichere, dauerhafte und geschützte Integration
des Chips in den Kunststoffbecher.
Technische Herausforderungen bei der Integration
in PP-Becher
Mehrwegbecher sind im täglichen Gebrauch mechanischen Belastungen,
häufigem Waschen und Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Fügestelle.
Der RFID-Chip muss dauerhaft wasserdicht eingeschlossen sein,
um auch nach zahlreichen Spülzyklen zuverlässig zu funktionieren.
Gleichzeitig darf er weder beschädigt noch nachträglich manipuliert
oder entfernt werden können.
Cyril Geisser, Projektleiter bei RINCO ULTRASONICS, erklärt:
«Eine Herausforderung war das Material selbst: Polypropylen
(PP) verlangt eine sehr präzise Ermittlung der Parameter, um unkontrolliertes
Schmelzen zu vermeiden. Gleichzeitig durfte die
Elektronik des Chips beim Schweissen keinesfalls überhitzen. Zudem
wünschte der Kunde eine optisch saubere Schweissnaht, die
das Erscheinungsbild des Bechers nicht beeinträchtigt.»
Ultraschallschweißen als zuverlässige Fügelösung
Zur Umsetzung dieser Anforderungen fiel die Wahl auf das Ultraschallschweissen.
Das Verfahren ermöglicht eine gezielte, lokal begrenzte
Erwärmung des Kunststoffs direkt an der Fügestelle. Dadurch
wird der PP-Becherboden kontrolliert verschmolzen, ohne
den RFID-Chip thermisch zu belasten. Es entsteht eine stoffschlüssige
Verbindung, die dicht, stabil und manipulationssicher ist.
Die relevanten Prozessparameter – darunter Amplitude,
Schweisskraft, Energie und Zeit – lassen sich präzise einstellen und
überwachen. So kann die Schweissung exakt an das Material und die
Bauteilgeometrie angepasst werden. Für eine einfache und ergonomische
Handhabung wurde eine spezielle Aufnahme mit Schiebetisch
konzipiert, die eine schnelle Bestückung ermöglicht. Kurze Zykluszeiten
machen das Verfahren wirtschaftlich und prädestinieren
es für den Einsatz in der automatisierten Serienfertigung.
Mehrwert für Betreiber und Umwelt
Durch die Ultraschallschweissung wird aus einem herkömmlichen
Mehrwegbecher ein langlebiges, digitales Systemelement. Betreiber
profitieren von automatisierten Prozessen, reduzierten Betriebskosten
und einer verbesserten Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig unterstützt
die Lösung nachhaltige Konzepte, da die Becher über lange
Zeit im Umlauf bleiben und Ressourcen geschont werden.
„Der Anwendungsfall zeigt, welches Potenzial in der Kombination
von Kunststoffbauteilen und integrierter Elektronik steckt – vorausgesetzt,
die Fügetechnik ist präzise und zuverlässig“, erklärt Cyril
Geisser, Projektleiter bei RINCO ULTRASONICS. „Wir beobachten
eine steigende Nachfrage nach solchen Lösungen. In diesem Projekt
hat sich der Kunde bewusst an uns gewandt, weil unser Umweltmanagement
nach ISO 14001 zertifiziert ist und wir konsequent an
umweltfreundlichen und nachhaltigen Produktlösungen arbeiten.“
RINCO ULTRASONICS AG
CH 8590 Romanshorn 1
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Veranstaltungen im März 2026
Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken
10.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Praxiskurs Dampfsterilisation
Veranstaltungsort: Horn, Schweiz, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
10.03.2026 Seminar Reinstwasser im GMP-Umfeld
Veranstaltungsort: Aesch BL (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
11.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
11.03.2026 - 12.03.2026 Symposium Aktuelle Trends im Biomanufacturing
Veranstaltungsort: Stuttgart, Veranstalter: ISPE - DACH
11.03.2026 Seminar Anforderungen an die QA-Oversight
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
12.03.2026 Webinar Single-Use Systems - What you need to know - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
12.03.2026 Seminar Reinraum-Lufttechnik, Risikoanalyse und Qualifizierung
Veranstaltungsort: Unterägeri (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
13.03.2026 - 14.03.2026 Seminar Aseptische Herstellung atoxischer Parenteralia
Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH
16.03.2026 - 17.03.2026 Seminar Validierung von Prüf- und Testmethoden
Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
16.03.2026 - 20.03.2026 Seminar Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: München/Dachau, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
17.03.2026 - 18.03.2026 Webinar Cross Contamination Control - Live Online Training - Implementation
of a Cross Contamination Control Strategy
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
17.03.2026 Seminar Medical Grade Plastics – Kunststoffe in der Medizintechnik
Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
17.03.2026 Tagung Reinraum-Stammtisch: „Retrofit − Nachrüstung von Lüfter-Filter-Modulen (FFU)
an Maschinen für ein integriertes Minienvironment“
Veranstaltungsort: Kahla, Veranstalter: COLANDIS GmbH
17.03.2026 - 18.03.2026 Konferenz LABOR IMPULS FORUM
Veranstaltungsort: München, Veranstalter: uniko GmbH
18.03.2026 - 20.03.2026 Webinar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 27.03.2026 Messe analytica 2026
Veranstaltungsort: München, Veranstalter: Messe München GmbH
24.03.2026 - 26.03.2026 Messe LOUNGES 2026
Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Inspire Media GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz Trends in Barrier Systems & Robotics - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP for Prefilled Syringes - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz European Aseptic Technologies & Annex 1 Conference - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP-compliant Clean Rooms and Facilities - Part of Pharma Congress 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.03.2026 - 25.03.2026 Kongress GMP PharmaCongress & GMP PharmaTechnica Expo 2026
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
25.03.2026 Seminar Hygienic Design – Reinigungsgerechte Gestaltung von Maschinen,
Anlagen und Komponenten
Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
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Seite 78/79
Veranstaltungen im April 2026
Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken
07.04.2026 Seminar Reinheit und Messtechnik für pharmazeutische Gase
– Mit Messtechnik Workshop
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
08.04.2026 Seminar Mikrobiologie im GMP-Umfeld
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
09.04.2026 Seminar Reinraum-Basiswissen inkl. Workshop
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
14.04.2026 Seminar GMP-gerechte Kalibrierung
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
14.04.2026 - 17.04.2026 Messe PaintExpo 2026
Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Leipziger Messe GmbH
15.04.2026 - 16.04.2026 Workshop Praxisworkshop Reinigungsvalidierung
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
15.04.2026 - 16.04.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche
Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Clean Rooms and HVAC Systems - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Validierung von sterilen und aseptischen Prozessen (QV 3)
- Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Aseptic Process Simulation – APS (Media Fill
– Validierung aseptischer Prozesse) (S 7)
- Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
24.04.2026 - 25.04.2026 Seminar Sicherheitstraining Zytostatika
Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH
27.04.2026 - 29.04.2026 Training & Schulung Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat
Veranstaltungsort: ReinraumTrainingCenter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH
27.04.2026 Kongress 30. Swiss Cleanroom Community Event
Veranstaltungsort: Pratteln (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
28.04.2026 - 30.04.2026 Seminar Dichtigkeitsprüfung & Visuelle Kontrolle von Parenteralia
Veranstaltungsort: Mannheim, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
28.04.2026 Seminar Grundlagen der Computersystemvalidierung (CSV)
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
29.04.2026 Seminar Reinraum Qualifizierung und Monitoring
Veranstaltungsort: Wattwil (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
30.04.2026 Seminar GMP-Grundlagen für Neueinsteiger für Pharma, Medtech und Spitalpharmazie
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH) , Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
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