02.03.2026 Aufrufe

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Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

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DE 03/26

Gemeinsame Nutzung

eines Schlüsselpatents

– Einigung stärkt

Innovationskraft

beider Seiten


TITEL

Gemeinsame Nutzung

eines Schlüsselpatents

– Einigung stärkt Innovationskraft

beider Seiten

Die beiden Technologieunternehmen MAFAC und LPW

haben sich einvernehmlich darauf verständigt, künftig ein

wichtiges Patent zur Reinigung mittels vakuumbasiertem

Druckwechselverfahren in ihrem gemeinsamen Technologiefeld

koexistierend zu nutzen. Damit beenden beide

Unternehmen einen zuvor laufenden Patentstreit und respektieren

die jeweiligen Entwicklungsanstrengungen in

den vergangenen Jahren auf diesem Feld.

Gemeinschaftliche Nutzung stärkt Kundenvorteile

Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren sehr viel

Grundlagenarbeit in die Entwicklung neuer und in die Optimierung

bestehender Reinigungsverfahren investiert. Vor zehn Jahren übernahm

LPW eine größere Anzahl von Patenten und Patentanmeldungen

(EU, USA, China) zum Verfahren der zyklischen Nukleation und

entwickelte diese zu einem stabilen und leistungsfähigen waschmechanischen

Baustein weiter. Ergänzend hatte LPW im Jahr 2019 das

Patent „Verfahren und Vorrichtung zur Bereitstellung eines Mediums

mittels zyklischer Nukleation“ auf den Weg gebracht, das in 2022

durch das Patentamt erteilt wurde.

MAFAC wiederum beschäftigte sich bereits seit Mitte der

1990er-Jahre intensiv mit der Reinigung im Vakuumumfeld und mit

vakuumbasierten Druckwechselverfahren. Im Jahr 1997 wurde ein

entsprechendes internationales Patent (EU, USA) durch den damaligen

MAFAC-Geschäftsführer Joachim Schwarz angemeldet und

durch die zuständigen Patentämter erteilt. Das Verfahren wurde

über viele Jahre eingesetzt, kontinuierlich weiterentwickelt und etabliert.

Daraus ist die heute erfolgreiche MAFAC VAP-Technologie

entstanden.

Bei diesem speziellen Patent handelt es sich im Kern um die

sensorbasierte Fortschrittüberwachung, während der durch das

vakuumbasierte Druckwechselverfahren initiierten Extraktion der

Verunreinigungen von der Bauteiloberfläche bei den Reinigungsund/oder

Spülprozessen. Somit ist dieses Patent ein wichtiger

Baustein für zukünftige Reinigungsprozesse und deren Prozessführung.

Da wesentliche Innovationsschritte beider Unternehmen parallel

verliefen sind sich die Parteien einig, dass eine Fortsetzung

des Rechtsstreits vor allem eines gekostet hätte: wertvolle Zeit und

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Ressourcen, die besser in neue Entwicklungen

investiert werden können.

Strategische Entscheidung im Sinne der

Kunden und Märkte

Mit der Einigung reagieren die Unternehmen

auf die Dynamik des Marktes, der zunehmend

von schnellen Entwicklungszyklen und steigenden

Anforderungen an Qualität und Prozessmonitoring

geprägt ist. Durch die gemeinsame

Patentnutzung können beide Unternehmen ihre

individuellen Innovationsvorhaben ungehindert

und ohne Verzögerungen weiter vorantreiben

und ihre Lösungen schneller und effizienter in

den Markt bringen.

„Die gemeinsame Patentnutzung ist ein

starkes Signal und schafft auf beiden Seiten Planungssicherheit

und somit Vorteile für unsere

Kunden. Gleichzeitig können wir unsere Entwicklungsarbeit

ohne Einschränkungen fortsetzen“,

erklärt Gerhard Koblenzer als geschäftsführender

Gesellschafter von LPW.

Auch Stefan Schaal, geschäftsführender

Gesellschafter von MAFAC, betont die Vorteile

der Einigung: „Diese Lösung ist konstruktiv und

fair. Also typisch mittelständisch. Sie ermöglicht

beiden Unternehmen ihre individuellen Stärken

voll auszuschöpfen und unsere Kunden von

kontinuierlichen Innovationen profitieren zu

lassen.“

„Natürlich besteht weiterhin eine Wettbewerbssituation,

wie bisher auch. Inhabergeführter

Mittelstand ermöglicht aber darüber hinaus

dort Kompromisse, wo andere schon lange abwinken“,

sind sich beide Geschäftsführer einig.

Win-Win-Situation mit Blick in die Zukunft

Die Vereinbarung stellt eine klare Win-Win-Situation

dar: LPW und MAFAC reduzieren die

Risiken eines Rechtsstreits und vermeiden weitere

Verzögerungen, die ein langwieriges Verfahren

mit sich gebracht hätte. Darüber hinaus

stärken die Unternehmen ihre individuelle Innovationskraft

und können sich auf den Wettbewerb

im Markt konzentrieren. Mit diesem

Schritt setzen MAFAC und LPW ein Zeichen,

welches den technologischen Fortschritt beschleunigt

und gleichzeitig die Interessen beider

Unternehmen wahrt.

März 2026

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,

in den nächsten Tagen ist es wieder soweit:

Die LOUNGES 2026 öffnen die Messetore!

Mit einem Rekord an Ausstelleren. Und ein Rekord

an Besuchern wird erwartet.

Wir erwarten Sie dort ebenfalls:

Reinraum Online finden Sie auf dem Stand I 3.4.1

Vorab jedoch ein paar aktuelle Informationen aus

der Reinraum Branche:

> Gemeinsame Nutzung eines Schlüsselpatents –

Einigung stärkt Innovationskraft beider Seiten

> Siemens-Studie definiert Standards für

Sicherheit, Effizienz und Flexibilität

in Life Science-Laboren neu

> Warum ist eine Reinraumschulung wichtig?

> Neuer Reinraum stärkt Wettbewerbsfähigkeit

> The roadmap to net zero in life science labs

> Höchste Sauberkeit

– nicht nur ein Reinigungsprozess

> . . .

Mit freundlichem Gruß

Reinhold Schuster

LPW Reinigungssysteme GmbH

Industriestraße 19

D 72585 Riederich

Telefon: +49 7123 38040

eMail: info@lpw-cleaning.de

Internet: http://www.lpw-cleaning.de

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Siemens-Studie definiert Standards

für Sicherheit, Effizienz und Flexibilität

in Life Science-Laboren neu

– Weltweit erster unabhängiger Vergleichstest von Laborlüftungssystemen

unter realen Belastungsbedingungen liefert bahnbrechende Erkenntnisse

– Ergebnisse lassen sich direkt auf Planung, Optimierung und Betrieb

von Laboren weltweit anwenden

– Siemens entwickelt Smart Lab Ecosystem weiter, um die Labore

der Zukunft sicherer, anpassungsfähiger und nachhaltiger zu machen

PEARL Project-Setup

Im Rahmen des Projekts PEARL haben wir drei führende Lüftungssysteme unter

identischen, kontrollierten Bedingungen in unserem Pilotlabor in Zug getestet. Wir haben

neun Leistungsfaktoren gemessen – von der Partikelentfernungsgeschwindigkeit über

den Benutzerkomfort bis hin zur Lüftungseffizienz – mithilfe von Wärmelasten,

intelligenten Sensoren, Aerosolrückgewinnungstests und Laservisualisierung.

Siemens hat die Ergebnisse einer umfassenden

unabhängigen Studie zur Laborlüftung

im Bereich Life Sciences vorgestellt.

Die Studie wurde zwischen November 2024

und Februar 2025 in Zusammenarbeit mit

der H. Lüdi + Co. AG, einem Anbieter von

Komponenten und Systemlösungen für moderne

Labore und Siemens Xcelerator-Partner,

durchgeführt. Die Hochschule Luzern

(HSLU) in der Schweiz wurde als unabhängiges

Forschungs- und Prüfinstitut mit der

Durchführung aller Messaktivitäten beauftragt.

Das Projekt mit dem Namen PEARL

war das weltweit erste dieser Art, bei dem

verschiedene Lüftungs- und Luftverteilungsanlagen

für Labore unter kontrollierten,

realen Bedingungen verglichen wurden.

Während der Testphase wurden drei

verschiedene Luftzufuhranlagen in sieben

unterschiedlichen Konfigurationen unter

vergleichbaren Bedingungen geregelt und

gemessen und bis an ihre Grenzen belastet.

Daraus ergeben sich einzigartige Datenerkenntnisse

für jedes System, die den

Vergleich bestimmter Situationen unter

Berücksichtigung diverser Faktoren wie

Sicherheit und Kontaminationskontrolle,

Benutzerkomfort, Systemflexibilität, Anpassungsfähigkeit

und Lüftungseffizienz

ermöglichen.

Die Studie zeigt, dass eine präzise Volumenstromregelung

entscheidend ist für

mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort in

Laborumgebungen. Eine Überversorgung

mit Luft kann kontrollierte Bedingungen

beeinträchtigen sowie zu höheren Kosten

und höheren CO₂-Emissionen führen.

Auffallend war, dass in einigen Szenarien

weniger als die Hälfte der Luftmenge benötigt

wurde, wodurch eine um 45 Prozent

bessere Belüftungseffizienz erreicht und

eine bessere Abführung von gefährlichen

Gasen und Wärme nachgewiesen wurde.

Ein besser kontrollierter Volumenstrom

führte außerdem zu einer bis zu 29 Prozent

schnelleren Erholzeit nach simuliertem Ver-

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schütten, was die Sicherheit und den Komfort

der Nutzer direkt verbessert. Darüber

hinaus empfiehlt das Projekt PEARL eine

Abkehr von der Gestaltung von Laborräumen

für einen einzigen, spezifischen Verwendungszweck

hin zur Schaffung flexibler

Umgebungen der nächsten Generation, die

von null bis zu 300 Watt pro Quadratmeter

skalierbar sind. Diese fortschrittlichen Systeme

sind optimal dimensioniert und kontrolliert

und liefern genau die Luftmenge,

die für die Aufrechterhaltung von Sicherheit

und Komfort erforderlich ist. Gleichzeitig

sparen sie Energie und reduzieren CO₂-

Emissionen.

Während der Durchführung der physischen

Tests erstellte Siemens ein digitales

Modell des gesamten Projektaufbaus, einschließlich

Simulation der Tests selbst. „Der

Vergleich unseres digitalen Modells aus

dem Projekt PEARL mit realen Messungen

ergab eine erstaunliche Genauigkeit. Dank

dieser validierten Erkenntnisse können wir

die Leistung, Sicherheit und den Komfort

zukünftiger Labordesigns direkt im digitalen

Zwilling optimieren“, sagte Tim Walsh,

Global Solution Director für Life Sciences

bei Siemens Smart Infrastructure.

Aufgrund von Investitionen in Forschung

und Entwicklung, Innovationen in

der Biotechnologie und einer wachsenden

Pipeline neuer Medikamente steigt

die Nachfrage nach Laborflächen in allen

Schlüsselregionen. Allein im Vereinigten

Königreich werden Schätzungen zufolge in

den nächsten fünf Jahren eine Million Quadratmeter

an zusätzlichen Laborflächen

benötigt, um den prognostizierten Forschungsbedarf

zu decken. Die Ergebnisse

der Studie tragen dazu bei, den dringenden

Bedarf an sichereren, flexibleren und energieeffizienten

Laboren zu decken.

Basierend auf den Erkenntnissen aus

dem Projekt PEARL hat Siemens das Smart

Lab Ecosystem (SLE) weiterentwickelt. Das

SLE ist ein modulares Infrastruktur-Kit, mit

dem sich hochgradig anpassungsfähige und

skalierbare Laborumgebungen schaffen lassen,

die auf spezifische Forschungsbedürfnisse

zugeschnitten werden können – von

der Grundlagenforschung bis hin zu Hochsicherheitslaboren.

Es ermöglicht eine um

bis zu 80 Prozent schnellere Planung und

Konfiguration aller Arten von Laborumgebungen

bis hin zur Biosicherheitsstufe 2.

„Das Projekt PEARL ist bahnbrechend

für die Laborindustrie“, fügte Walsh hinzu.

„Zum ersten Mal verfügen wir über reale Daten,

die unsere digitalen Modelle nicht nur

bestätigen, sondern uns auch ermöglichen,

diese zu verfeinern und Labore zu entwickeln,

die hinsichtlich Sicherheit, Komfort

und Effizienz wirklich optimal sind.

Das Smart Lab Ecosystem baut auf dieser

Grundlage auf und bietet unseren Kunden

eine komplette, schlüsselfertige Lösung, die

sowohl innovativ als auch zukunftssicher ist.

Wir bauen nicht einfach nur Labore, sondern

schaffen intelligente Umgebungen, die

wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigen

und den Fortschritt auf Jahre hinaus

vorantreiben werden.“

Siemens AG

D 80333 München

Luftkeimsammler BioCapt® Single-Use für

ein kontinuierliches Monitoring im Reinraum

Erfahren Sie mehr

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023

Seite 5/103


Warum ist eine Reinraumschulung wichtig?

Der Reinraum ist einer der sensibelsten Bereiche im Unternehmen. Deshalb erfordert

die Reinigung Fach- und Anwendungswissen. Genau darin schult Piepenbrock

seine Mitarbeiter praxisnah im eigenen Reinraum-Trainingszentrum

in Osnabrück. Seit November 2024 trainiert der Gebäudedienstleister auch Fachkräfte

aus aseptischen Bereichen – mit einem Zusammenspiel aus Theorie, Praxis

und Virtual Reality.

Ob in der pharmazeutischen Produktion,

Medizintechnik oder Halbleiterindustrie:

Reinräume gibt es dort, wo höchste Anforderungen

an die Produktsicherheit gestellt

werden. Dabei geht es um Partikel und

Keime – nicht nur in der Luft. In Gesetzen,

Normen und Richtlinien sind die Vorgaben

an die Arbeit in sensiblen Produktionsumgebungen

geregelt. „Um in einem Reinraum

arbeiten zu dürfen, müssen Mitarbeiter eine

Schulung mit anschließender Erfolgskontrolle

durchlaufen und nachweisen. In sterilen

Bereichen ist dafür eine sogenannte B-

Qualifizierung notwendig“, erklärt Norbert

Gürke, Leiter Technisches Management

Reinraumreinigung bei Piepenbrock. Doch

Reinraumschulungen sind weit mehr als

formale Pflicht, führt Gürke aus. „Die Schulungen

leisten einen wesentlichen Beitrag

zur Qualitätssicherung. Sie vermitteln die

zentralen Anforderungen an das Verhalten

und die Reinigungstechniken. Sie schaffen

Verständnis für Reinraumvorgaben und

-Prozesse und helfen, Kontaminations- und

Fehlerquellen zu minimieren. Dadurch stärken

sie sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter

als auch die Compliance.“

Was sind Inhalte einer

Reinraumschulung?

In Reinraumschulungen lernen Reinraumkräfte

alles, was sie für die Arbeit in sensiblen

Umgebungen wissen müssen. Das regelmäßige

Training stellt sicher, dass Personen, die

in einem Reinraum arbeiten, die speziellen

Material-, Verhaltens- und Ankleideregeln

sowie damit einhergehende Risiken kennen

und berücksichtigen. Neben Wissen erlangen

sie Sicherheit für ihre Tätigkeit. „Die

Teilnehmer erkennen den Zusammenhang

zwischen ihrem eigenen Verhalten und dem

Einfluss auf die Qualität und Sicherheit im

Reinraum. Es geht darum zu verstehen, welchen

Einfluss Partikel, Mikroorganismen

und andere Verunreinigungen auf die Produktqualität

haben und wie sie wirksam verhindert

werden“, erklärt Gürke. Das sei entscheidend.

„Mit der richtigen Handhabung

von Materialien und Equipment lassen sich

Keime und Partikel minimieren und Kreuzkontaminationen

vermeiden. Gelingt das

nicht, kann das erhebliche negative Auswirkungen

haben – gesundheitlich, technisch

und wirtschaftlich.“

Mitarbeiter schulen für das Arbeiten

im Reinraum

(Bildquelle: Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG)

In der Reinraumreinigung von Piepenbrock

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ist Personalschulung die wichtigste Säule. Die Fachabteilung

hat dazu ein umfangreiches Schulungsangebot

auf die Beine gestellt. „Wir bilden unsere Objektleiter

zu Reinraumverantwortlichen aus. Reinigungskräfte

durchlaufen eine dreiteilige Erstausbildung. Und für

Mitarbeiter im Vertrieb und Niederlassungsleiter bieten

wir Grundlagenschulungen an“, schildert Gürke. Die

Lerneinheiten setzt Piepenbrock entweder im eigenen

Reinraum-Trainingszentrum oder direkt in den Objekten

beim Kunden um. Praxisnah und nach klaren Vorgaben:

„Wir dokumentieren alle Schulungen für Reinigungskräfte

und Reinraumverantwortliche auditkonform.

Mindestens einmal im Jahr ist eine Wiederholung

Pflicht. Unsere Reinigungskräfte können die Wiederholungsschulungen

ganz bequem per E-Learning durchlaufen“,

sagt Gürke. Für beste Schulungsergebnisse geht

der Dienstleister innovative Wege. Seit 2025 schult Piepenbrock

seine Reinraumkräfte mit der Unterstützung

von Virtual Reality (VR).

Individuelle Reinraumschulung

für Fachkräfte

Doch das Schulungsangebot von Piepenbrock geht über

die eigenen Reinraumkräfte hinaus. „Auf Wunsch schulen

wir Fachkräfte mit einem individuellen Konzept,

das zu ihrem Arbeitsalltag passt. Wir ermöglichen Trainingseinheiten

mit und ohne VR, auch beim Kunden vor

Ort“, erläutert Gürke. Den VR-Simulator von Innerspace

setzt der Gebäudedienstleister auch in seiner GMP-

Reinraumschulung ein. „Das zweitägige Training bieten

wir quartalsweise in unserem Reinraum-Trainingszentrum

in Osnabrück an. Es vereint theoretisches Wissen

und praktische Übungen mit VR“, sagt Gürke. Das Angebot

richtet sich an Fachkräfte, die regelmäßig in aseptischen

Reinraumbereichen tätig sind. Dazu gehören

Fachpersonal der Pharmaindustrie und Biotechnologie

aus der Produktion, Abfüllung, Qualitätssicherung und

Technik sowie Apothekenmitarbeiter. Da die Schulung

bei der Apothekenkammer Niedersachsen gelistet ist,

erhalten Teilnehmer 16 Weiterbildungspunkte. Gürke

erklärt die Vorteile: „Schulungsteilnehmer tauchen mit

dem Simulator in eine dreidimensionale realistische Arbeitsumgebung

ein. Über die VR-Brille sehen sie Verunreinigungen,

die mit bloßem Auge unsichtbar sind. Die

Fachkräfte können ihr Wissen aus der Schulung festigen

und in unserem Reinraum-Trainingszentrum praktisch

umsetzen.“

Interessenten an dem Schulungsangebot von Piepenbrock

erhalten unter https://www.piepenbrock.de/gmpreinraumschulung/

weitere Informationen.

Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG

Ehrenbreitsteiner Straße 44 D 80993 München

Telefon: +49 89 17878984

eMail: reinraum@piepenbrock.de

Internet: https://www.piepenbrock.de/dienstleistungen/

reinraumreinigung.html

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Ausbau für Fertigung von Wasseraufbereitungsanlagen im Pharma-,

High-Purity- und Wasserstoff-Bereich

EnviroFALK PharmaWaterSystems:

Standorterweiterung mit

symbolischem Mauerdurchbruch

EnviroFALK PharmaWaterSystems setzt ein sichtbares Zeichen

für Wachstum und Zukunftsausrichtung: Statt eines klassischen

Spatenstichs griff die Geschäftsleitung zum Vorschlaghammer und

eröffnete die Standorterweiterung mit einem symbolischen Mauerdurchbruch.

Mit diesem Akt beginnt offiziell die Umgestaltung und

Integration der neu erworbenen Nachbarimmobilie. In den kommenden

Wochen wird das Gebäude baulich mit dem Hauptstandort

verbunden und für den Ausbau vorbereitet.

Durch die zusätzlichen 3.600 m² entsteht mehr Platz für weitere

Fertigungsstraßen und einen deutlich verbesserten Anlagenfluss.

Die einzelnen Schritte im Anlagenbau, von der Vormontage über die

Fertigung bis zu Test und Qualitätsprüfung, können künftig geradliniger

und schneller durchlaufen werden. Die räumliche Nähe von

Engineering und Anlagenbau erleichtert Abstimmungen und beschleunigt

die Umsetzung. Die Erweiterung ist ein wichtiger Schritt,

um die steigende Nachfrage im Pharma-, High‐Purity- und Wasserstoff-Bereich

zuverlässig zu bedienen.

Ein klares Signal für Wachstum

Ulrich Träger. Geschäftsführer von EnviroFALK „„Für mich ist dieser

Mauerdurchbruch etwas Besonderes. Mein Vater hat das Unternehmen

aufgebaut und jetzt zu sehen, wie es weiterwächst und wie viel

Zukunft hier entsteht, ist ein gutes Gefühl.“ Eva Bitter, Geschäftsführerin

von EnviroFALK PharmaWaterSystems ergänzt: „Und genau

diese Zukunft spüren wir schon jetzt. Die neuen Flächen geben

uns ordentlich Schub, um noch schneller und flexibler zu werden.

Diese Erweiterung setzt eine Dynamik frei, die man im gesamten

Team spürt.“

Kompetenzen unter einem Dach

Mit der Standorterweiterung in Leverkusen bündelt EnviroFALK

PharmaWaterSystems künftig noch mehr technologische Kompetenz

und Fertigungskapazität für Wasseraufbereitungsanlagen im

Pharma-, High-Purity- und Wasserstoffbereich.

Die räumliche Nähe aller relevanten Bereiche verkürzt Abstimmungswege,

verbessert den fachübergreifenden Austausch und beschleunigt

Entwicklungs- und Produktionsprozesse deutlich. „Ziel

ist es, unsere Projekte noch effizienter umzusetzen und gleichzeitig

die steigenden Anforderungen am Markt zuverlässig zu erfüllen“,

betont Eva Bitter.

EnviroFALK PharmaWaterSystems GmbH

Maybachstraße 29

D 51381 Leverkusen

Telefon: +49 2171 7675 0

eMail: info@envirofalk-pharma.com

Internet: http://www.envirofalk-pharma.com

Standorterweiterung mit symbolischem Mauerdurchbruch. Von links

nach rechts: Ulrich Träger, Steffen Kern und Eva Bitter, Geschäftsleitung

von EnviroFALK PharmaWaterSystems.

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Die Konstruktion und Umsetzung des Reinraumes übernahm

der item pluspartner PETEK Reinraumtechnik, der auf das

bewährte Profil-System von item setzte.

Partnerschaft für Präzision in der Medizintechnik

Die Otto Rüttgers GmbH in Solingen

produziert Skalpellklingen und -halter, die

höchsten medizintechnischen Anforderungen

entsprechen müssen. Mit dem Umzug

an einen neuen Standort errichtete das Unternehmen

einen neuen Reinraum der Klasse 7,

der auch künftige regulatorische

Anforderungen sicher erfüllt.

Neuer Reinraum stärkt

Wettbewerbsfähigkeit

der Otto Rüttgers GmbH

Präzision und Sicherheit für sensible Anwendungen – die Otto Rüttgers GmbH &

Co. KG fertigt Skalpellklingen und -halter, die höchsten medizintechnischen Anforderungen

entsprechen. Um die Qualität ihrer Produkte dauerhaft abzusichern

und auch künftige gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, investierte das Unternehmen

in einen neuen Reinraum. Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit dem

item pluspartner PETEK Reinraumtechnik – auf Basis bewährter Komponenten

aus dem item Systembaukasten.

Die Otto Rüttgers GmbH & Co. KG mit Sitz

in Solingen ist auf die Herstellung von Skalpellklingen

und -haltern spezialisiert und

blickt auf eine über 170-jährige Unternehmensgeschichte

zurück. Als Anbieter von

Medizinprodukten beliefert das Unternehmen

medizinische Einrichtungen weltweit.

Höchste Qualitätsstandards und umfassende

regulatorische Anforderungen prägen

den Alltag des rund 35-köpfigen Teams.

Pro Jahr produziert Otto Rüttgers etwa zehn

Millionen Produkte für den internationalen

Markt, mit einem besonderen Schwerpunkt

auf den USA. Geschäftsführer Ralf Zimmermann

hat das Unternehmen im Jahr 2020

übernommen und setzt gezielt auf technologische

Weiterentwicklung sowie zukunftsfähige

Produktionsprozesse.

Projektstart mit klarer

Aufgabenverteilung

Mit dem Umzug an einen neuen Standort

plante die Otto Rüttgers GmbH & Co. KG die

Errichtung eines Reinraums, der nicht nur

den bestehenden Raum ersetzen, sondern

auch eine höhere Reinraumklasse (Klasse 7)

aufweisen sollte. Ziel war es, auch zukünftige

regulatorische Anforderungen sicher zu

erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit des

Unternehmens langfristig zu stärken. Der

Erstkontakt zu item entstand im Rahmen

eines anderen Projekts. Nach der Besichtigung

des item Cleanroom Centers (icc) am

Hauptsitz in Solingen war für Geschäftsführer

Ralf Zimmermann klar, dass er mit

item den richtigen Partner für sein Projekt

gefunden hatte. Das icc ist ein exklusiver

Showroom, in dem den Besuchern modulare

Reinraumlösungen in Aktion präsentiert

werden. Von begehbaren Reinräumen bis

hin zu Maschinenkabinen mit Live-Strömungsvisualisierung

können sie hier die

Vielseitigkeit des item Systembaukastens

erleben. Die gezeigte Lösung überzeugte,

war aber in ihrer Standardausführung nicht

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vollends auf die individuellen Anforderungen

von Otto Rüttgers zugeschnitten. Um

eine maßgeschneiderte Realisierung zu

ermöglichen, empfahl item den zertifizierten

pluspartner PETEK Reinraumtechnik

GmbH aus Radolfzell. PETEK verfügt über

umfassendes Know-how in der Reinraumtechnik

und entwickelt passgenaue Lösungen

auf Basis von item Komponenten. Die

klare Aufgabenverteilung – Konstruktion

und Umsetzung bei PETEK, Komponentenlieferung

und technische Unterstützung

durch item – war für Otto Rüttgers ebenso

ausschlaggebend wie die räumliche Nähe

des Ansprechpartners item.

Maßgeschneiderter Raum

aus item Profilen

Für die Realisierung des Reinraums setzte

PETEK Reinraumtechnik auf das bewährte

Profil-System von item. Damit lässt sich

eine stabile, flexible und zugleich optisch

hochwertige Konstruktion umsetzen, die

den hohen Anforderungen in der Medizintechnik

entspricht. Das Grundgerüst des

Reinraums besteht vollständig aus item Profilen,

während Flächen, Kunststoffkanäle

und weitere spezifische Bauteile von PE-

TEK gefertigt wurden. Der neue Raum misst

rund 5,1 Meter in der Länge, 4,1 Meter in der

Breite und 3,5 Meter in der Höhe – kompakt

dimensioniert und zugleich optimal auf die

Produktionsabläufe bei Otto Rüttgers zugeschnitten.

Auch eine teilbegehbare Decke

wurde integriert, um Wartungsarbeiten an

Filtereinheiten und Klimagerät zu ermöglichen.

Im unteren Bereich des Raumes ist

ein umlaufender Spalt von etwa vier Zentimetern

zwischen Boden und Wänden. Über

diesen entweicht die gefilterte Luft kontrolliert

nach außen, wodurch im Reinraum

ein konstanter Überdruck entsteht. So wird

zuverlässig verhindert, dass Partikel von außen

eindringen können. Bei der Konstruktion

des Reinraumes spielt das Einfasssystem

X 8 von item eine besondere Rolle: Diese

modulare Flächenbefestigung ist speziell

für den Einsatz in Reinräumen entwickelt

und eignet sich sowohl für Wände als auch

für Decken. Durch die Kombination von

Basisprofil, Abdeckungen aus Aluminium

und Dichtungen entstehen glatte, leicht zu

reinigende Oberflächen, die frei von schwer

zugänglichen Spalten sind. So werden typische

Schwachstellen vermieden, an denen

sich Partikel ablagern könnten. Besonders

relevant ist dieser Aspekt im Hinblick auf

die „Gute Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing

Practice, GMP). Die von der Europäischen

Kommission formulierten Leitlinien

definieren strenge Anforderungen an

Produktionsumgebung und -abläufe in der

Arzneimittel- und Medizinprodukteherstellung.

Ziel ist es, Qualität, Wirksamkeit

und Unbedenklichkeit dauerhaft zu sichern.

Reinräume müssen daher so ausgelegt sein,

dass eine zuverlässige Reinigung und Kontrolle

jederzeit möglich sind. „Wir haben das

Einfasssystem von item in diesem Projekt

zum ersten Mal eingesetzt“, erklärt Stanislav

Klopot, General Manager bei der PETEK

Reinraumtechnik GmbH. „Die Handhabung

in der Konstruktion hat uns überzeugt – und

wir sehen darin großes Potenzial für weitere

Reinraumprojekte.“ Dabei ist das Einfasssystem

nur ein Beispiel für die Vielseitigkeit

des item Systembaukastens für die reine

Produktion. Dieser bietet eine breite Palette

an Produkten, die speziell für den Einsatz

in Reinräumen entwickelt wurden. Dank

des modularen Aufbaus und der Flexibilität

des Systems entstehen Konstruktionen,

die weit über Standardlösungen hinausgehen.

Jedes Bauteil – von den Profilen über

Flächenbefestigungen bis hin zu den Einfasssystemen

– ist durchdacht, leicht kombinierbar

und ermöglicht eine individuelle

Anpassung an die jeweiligen Anforderungen.

Damit schafft item eine perfekte Basis

zur Realisierung maßgeschneiderter Reinraumsysteme

und Anpassung an spezifische

Produktionsprozesse.

Sicherer Produktionsprozess

dank Materialschleuse

Eine besondere Anforderung an den neuen

Reinraum war die Integration einer

Materialschleuse. Sie stellt sicher, dass

die Skalpellklingen nach der Reinigung

ohne Kontakt zur Umgebungsluft direkt in

die Verpackung gelangen. Zuvor werden

die Skalpelle außerhalb des Reinraums

in einem separaten Bereich gereinigt, der

ebenfalls hohen hygienischen Standards

unterliegt. Anschließend gelangen sie über

die Materialschleuse unmittelbar in den

Reinraum, wo sie mithilfe automatisierter

Verpackungsmaschinen in sterile Folienverpackungen

eingeschweißt werden. Diese

bestehen aus einer durchsichtigen und

einer undurchsichtigen Folienseite, die

mittels Wärmetechnik versiegelt werden.

Durch den verkürzten Transportweg von der

Die Zusammenarbeit erwies sich als Gewinn:

PETEK steuerte das spezialisierte Reinraum-

Know-how bei, während item als zuverlässiger

Partner vor Ort eine kontinuierliche Unterstützung

sicherstellte. Von links: Stefan Denker,

PETEK, und Ralf Eickhorn, item.

Eine besondere Anforderung an den neuen Reinraum war die Integration einer Materialschleuse.

Sie stellt sicher, dass die Skalpellklingen nach der Reinigung ohne Kontakt zur Umgebungsluft

direkt in die Verpackung gelangen.

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Reinigung zur Verpackung wird das Risiko

einer Kontamination deutlich minimiert.

„Die Materialschleuse war für uns unverzichtbar,

um die hohen Anforderungen an

sterile Medizinprodukte zu erfüllen“, erklärt

Ralf Zimmermann, Geschäftsführer der

Otto Rüttgers GmbH & Co. KG. „So können

wir sicherstellen, dass unsere Produkte unmittelbar

nach der Reinigung in die sterile

Verpackung gelangen – ein entscheidender

Schritt für die Qualitätssicherung.“

Umsetzung in enger Zusammenarbeit

Die Umsetzung des Reinraums erfolgte in

enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

Während PETEK Reinraumtechnik für

Konstruktion und Fertigung verantwortlich

war, übernahm das Team von Otto Rüttgers

die Montage am neuen Standort in Eigenregie.

Um den Aufbau zu erleichtern, wurden

die Wandelemente und die teilbare Decke

bei PETEK vorgefertigt, anschließend

transportgerecht zerlegt und nach Solingen

geliefert. Besonderen Wert legte Otto Rüttgers

dabei auf eine verlässliche Begleitung

während der gesamten Projektphase. Hier

konnte item seine Stärke als Partner vor

Ort ausspielen, übernahm die kurzfristige

Bereitstellung fehlender Komponenten

und die persönliche Unterstützung auf der

Baustelle. So verlief die Montage zügig und

der Reinraum konnte termingerecht fertiggestellt

werden. „Die enge Zusammenarbeit

mit item war für uns ein wesentlicher Erfolgsfaktor“,

betont Ralf Zimmermann. „Es

war immer jemand ansprechbar und wir

konnten uns darauf verlassen, dass wir sofort

die nötige Unterstützung bekommen.“

Ergebnis: mehr Sicherheit und

Zukunftsfähigkeit

Mit dem neuen Reinraum verfügt die Otto

Rüttgers GmbH & Co. KG nun über eine

Produktionsumgebung, die den regulatorischen

Anforderungen entspricht und zugleich

Raum für zukünftige Entwicklungen

lässt. Die hochklassige Konstruktion aus

item Profilen in Kombination mit der Expertise

von PETEK Reinraumtechnik ermöglicht

eine zuverlässige und hygienische

Verarbeitung der Skalpellklingen und -halter.

Durch die Erhöhung von Reinraumklasse

8 auf Klasse 7 konnte das Unternehmen

seine Qualitätsstandards deutlich anheben

und die Basis für weitere Zertifizierungen

schaffen. Die integrierte Materialschleuse

gewährleistet dabei einen lückenlosen

Übergang von der Reinigung in die Verpackung

und trägt entscheidend zur Sicherheit

des gesamten Prozesses bei.

Auch die Zusammenarbeit erwies sich

als Gewinn: PETEK steuerte das spezialisierte

Reinraum-Know-how bei, während

item als zuverlässiger Partner vor Ort eine

kontinuierliche Unterstützung sicherstellte.

So entstand eine maßgeschneiderte Lösung,

die Otto Rüttgers neue Marktchancen

eröffnet und die Produktion langfristig

absichert. Darüber hinaus bietet der neue

Standort zusätzliche Möglichkeiten für die

Zukunft: Während bisher nur im Einschichtbetrieb

produziert werden konnte, schafft

der Reinraum nun die Grundlage für einen

flexiblen Zweischichtbetrieb – ein wichtiger

Schritt zur Erweiterung der Produktionskapazitäten.

item Industrietechnik GmbH

D 42699 Solingen

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The roadmap to net zero

in life science labs

Author: Tim Walsh, Global Solution Director for

Life Sciences at Siemens Smart Infrastructure

Life science facilities are some of the toughest

challenges in the race to decarbonize

– given their high energy consumption. The

good news is technology is here to help. Not

only for decarbonization, but also for energy

security and cost reduction.

In our most recent Siemens Infrastructure

Transition Monitor, which brought together

insights from 1,400 executive respondents

across 19 countries, more than half of

industrial leaders (63%), including pharmaceutical

companies, view digitalization as a

critical enabler of the transition towards net

zero, with AI emerging as the most important

technology to achieve it.

This is especially valuable for labs. AI

can analyze vast streams of data to optimize

operations, spot energy inefficiencies invisible

to the human eye, and help facilities

reduce emissions without putting product

quality or compliance at risk.

However, it is also true that AI demand

is generating more power consumption,

which can impact overall decarbonization

goals. Yet life science facilities are already

proving AI’s value through measurable operational

gains today, emerging autonomous

capabilities demonstrating clear potential

for transformative impact.

In fact, AI has already started to be

embedded in products and platforms. For

example, to help automate and control

Heating, Ventilation and Air Conditioning

(HVAC). By using HVAC equipment data

along with weather and, in some scenarios,

occupancy data, it defines the optimal conditions

in a room or zone of a building. This

effectively creates a self-adjusting system

that predicts the ideal conditions and then

operates the HVAC more efficiently.

This isn’t theoretical, it’s happening

right now in energy-intensive critical environments

– labs, production facilities and

controlled storage – where precise environmental

control is essential for both compliance

and energy efficiency. The results are

measurable – pharma and life science facilities

implementing intelligent HVAC controls

in these critical spaces are achieving

significant monthly energy savings.

Many pharma organizations are also

looking further ahead. The shift from smart

to autonomous technology is gaining mo-

Example of a laboratory ecosystem.

mentum, with 60% of industrial leaders saying

the benefits outweigh the costs. For labs,

laying the foundations for this shift means

thinking about getting your systems to work

together and smart data platforms now,

which will ultimately allow them to move

faster and more effectively towards net zero.

But let’s not get too far ahead of ourselves.

My goal with this article is to get specific

about how labs can start applying the digital

tools that already exist - meeting today’s

practical needs and then build on them

gradually, in a way that fits their operational

model, whether they’re a global pharma giant

or a smaller research lab.

Stage 1: See what’s happening

Think of it as giving your lab a nervous system.

By strategically placing sensors on critical

equipment and systems - from cleanroom

HVAC units and ultra-low temperature

freezers to fume hoods, incubators and

autoclaves - you can see exactly how energy

is being used, and where it’s being wasted.

The result is a real-time picture of

energy consumption, equipment health,

environmental conditions and overall performance.

This makes it far easier to target

the areas that matter most, for example, a

freezer running outside its optimal temperature

band or a cleanroom airflow pattern

consuming more air changes per hour than

required by standards.

Small-scale labs: Implementing just a

handful of low-cost IoT sensors can deliver

quick wins and tangible savings, without requiring

a major IT investment.

Stage 2: Get your systems talking

Right now, lab systems often work in silos

– HVAC doing one thing, freezers another.

By connecting these into a single digital environment,

you break down those silos and

start to see the whole picture - how one system

affects another.

The key here is that you need the solid

foundations of a robust building management

platform. These platforms handle the

heavy lifting and act as a central hub that

links different lab systems, analyze thousands

of data points in real time and create

the framework for AI to later act with the

greatest impact. When AI has a complete

operational picture, it can make intelligent

decisions – about anything from cleanroom

airflow to freezers and security systems.

Small-scale labs: Even connecting just

your HVAC and fume hoods to one shared

dashboard can unlock valuable insights and

savings.

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digital controls that optimize performance

and enable preventative maintenance.

Supported by €1 million ($1.2 million)

in government subsidies, the project now

saves around €925,000 ($1.09 million) annually

and cuts 2,400 tons of CO₂ emissions

each year.

Small-scale labs: While not always feasible

for a single lab, at campus or portfolio level

this approach is a powerful lever for both

decarbonization and cost control.

Stage 6: Let the lab run itself (almost)

Stage 3: Build a digital twin

This is where things start to accelerate.

A digital twin creates a virtual version of

your lab so you can safely test changes - like

adjusting airflow or optimizing equipment

schedules - before doing anything in the

real world. This isn‘t just a fancy 3D model

– it‘s a working copy that shows you how all

your lab systems interact in real-time.

Digital twins bring together dynamic

and static data from multiple sources, delivering

real-time understanding that dramatically

improves decision making, advanced

planning and optimization potential. Digital

twins also allow engineers to model different

scenarios and assess outcomes before

implementation. It can help labs move from

reactive management to proactive design,

showing managers where the biggest energy-saving

opportunities lie without risking

safety or compliance.

Small-scale labs: Many digital twin solutions

are now cloud-based services, lowering

the barrier to entry and enabling advanced

optimization without huge CapEx.

Stage 4: Apply AI intelligence

For lab and facility managers, AI integration

means moving beyond simple alerts to intelligent

systems that continuously analyze

energy demand and environmental conditions.

AI-powered systems can spot patterns

you’d miss, predict equipment failures and

recommend adjustments that balance energy

reduction with compliance and product

3D image of a

smart lab ecosystem.

quality.

A good example is the Life Science

Factory in Göttingen, Germany - proof that

AI isn’t just for pharmaceutical giants. This

3,300 m² shared facility with state-of-theart

labs, open offices and a prototyping

workshop for life science start-ups, uses

intelligent ventilation and automated light

and shade control via room automation to

optimize energy use. Air volume flows are

monitored with alerts if consumption is too

high. Other systems track energy supply

and highlight optimization potential. Together,

these systems ensure the Life Science

Factory operates at peak efficiency, while

maintaining the strict environmental conditions

required for cutting-edge life science

research.

Small-scale labs: Many AI platforms

now come with user-friendly interfaces, so

you don’t need a team of data scientists to

benefit. In shared facilities like the Life Science

Factory, start-ups and smaller companies

can also access advanced technologies

and scale them up as needed, without heavy

upfront investment.

Stage 5: Rethink your energy supply

Cutting consumption is only half the story -

how you generate and supply energy matters

just as much. Ferring GmbH recognized this

when building its new 15,000 m² facility for

research, labs and sterile cleanroom production

in Germany. The company invested in

a dedicated energy center with combined

heat and power plants, boilers, chillers and

air compressors, all managed by advanced

The end game is labs that self-optimize -

environmental systems automatically adjust

to occupancy and process demand, keeping

energy use to a minimum while meeting regulatory

standards. Facilities teams are freed

from firefighting and can focus on longterm

strategy and continuous improvement.

Going a step further, autonomous labs

could eventually interact with the wider

energy ecosystem. By shifting loads, storing

surplus renewables and providing flexibility

services back to the grid, they would become

active players in the clean energy transition.

Boehringer Ingelheim is already heading

that way, as Jan Fassbender, Head of Global

Facilities and Engineering, told us when interviewed

for our ITM 2025 research, with

AI helping to tailor the energy mix of each

site, helping many to become carbon neutral.

“We are shaping each site’s future energy

mix based on what‘s locally available now,

and what will be in 2030 or 2035,” Fassbender

explained. “These models rely on advanced

analytics and AI to simulate the mix of

electricity, storage, heat pumps and more.

These insights are invaluable when engaging

suppliers and grid partners. Fourteen

of our sites are already carbon neutral using

this data-driven approach.”

Small-scale labs: Even partial automation

- like predictive maintenance or automated

freezer monitoring - delivers measurable

savings and reduces operational risk.

Conclusion – A leadership opportunity

for the whole industry

Net zero isn’t just for the largest players.

Whether you’re running one research lab,

working from a shared lab space or operating

a global R&D network, there’s a clear

path forward - cutting emissions, saving

costs and showing regulators, investors and

employees that sustainability can be built

into the science.

Siemens AG

D 80333 München

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Neuer Elis Cleanroom-Standort

in Mannheim in Betrieb genommen

Als einer der führenden Marktteilnehmer gibt der internationale

Textil- und Hygienedienstleister Elis heute die Inbetriebnahme des

neuen Elis Cleanroom-Standorts in Mannheim, Baden-Württemberg,

bekannt. Nach Bad Windsheim und Beelitz ist Mannheim der

dritte Reinraum-Betrieb in Deutschland. Der neue Standort entstand

durch den Umbau eines bestehenden Flachwäschebetriebs,

den Elis zu einem modernen Cleanroom-Standort umgebaut hat.

Die Anlage in Mannheim verfügt über zwei Reinräume der Klasse

ISO 5. Alle Prozesse sind vollständig konform mit den EU Good

Manufacturing Practices (GMP) Annex 1. Am Standort können wiederverwendbare

Reinraumtextilien hygienisch und keimfrei aufbereitet

werden. Dazu zählen Unter- und Oberbekleidung für Reinräume,

Socken, Wischbezüge, Wischtücher und Vollschutzbrillen.

Mittels Autoklav ist eine Sterilisierung bei 121 bzw. 134 Grad Celsius

möglich.

Die Produktion startete Anfang Dezember 2025 mit zunächst

30 Mitarbeitenden. Der Standort wird in den kommenden Monaten

und Jahren schrittweise hochgefahren. In voller Auslastung und

maximaler Ausbaustufe kann der Betrieb mehr als 175.000 Teile pro

Woche bearbeiten und wird mehr als 100 Mitarbeitende beschäftigen.

Mit Mannheim betreibt Elis nun drei Reinraum-Wäschereien in

Deutschland. Weltweit umfasst das Reinraum-Netzwerk von Elis 34

Standorte in 18 Ländern.

François-David Tourneur, Country Manager Deutschland und

Österreich: „Mit der Inbetriebnahme des Elis Cleanroom Standorts

in Mannheim stärkt Elis seine Position als führender Partner

für Kontaminationskontrolle. Wir freuen uns, mit der Eröffnung des

Standorts die regionale Versorgung in Südwestdeutschland sicherzustellen.

Als größter Reinraum-Betrieb der Elis-Gruppe – gemessen

an der möglichen Produktions-Kapazität – spielt der Standort auch

eine wichtige Rolle für die Versorgung unserer Kunden in Europa.“

Elis Cleanroom GmbH

Hofmannstraße 13-19 D 91438 Bad Windsheim

Telefon: +49 9841 40140850 eMail: cleanroom.de@elis.com

Internet: https://de.elis.com/de

Italienischer Produktionsstandort:

Zweites Direct-Imaging-System im Reinraum

Am Standort in Mogliano Veneto hat die ALBA PCB Group einen

zweiten Reinraum der Klasse 10.000 in Betrieb genommen. Die kontinuierlich

dekontaminierte Umgebung ist speziell dafür ausgelegt,

modernste Direct-Imaging-Technologien für Leiterplatten aufzunehmen.

Das kürzlich installierte LDI-Ledia-System des japanischen Unternehmens

Screen Research zählt heute zu den technologischen

Spitzenlösungen für die Direktbelichtung von Photoresist und Lötstoppmaske.

Die innovative Multi-Wellenlängen-UV-LED-Technologie

gewährleistet höchste Belichtungspräzision und hebt sich von

konventionellen Lasersystemen durch hohe Energieeffizienz sowie

geringe Wärmeentwicklung ab.

Ledia ermöglicht eine schnelle und äußerst präzise Strukturierung

sowohl der Innen- und Außenlagen von Leiterplatten als auch

der Lötstoppmaske – mit Ergebnissen auf höchstem Qualitätsniveau:

– Auflösung bis zu 10.160 DPI (2,5 µm);

– Perfekte Haftung an Kontur und Geometrie des Substrats

Diese weitere Investition unterstreicht den Anspruch des Unternehmens,

den italienischen Produktionsstandort dauerhaft auf höchstem

technologischen Niveau zu betreiben und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

ALBA PCB Group

IT 31021 Mogliano Veneto (TV)

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Ecoclean: Feinst- und High Purity-Reinigung

Höchste Sauberkeit

– nicht nur ein Reinigungsprozess

Um sich eine zukunfts- und konkurrenzfähige Position im Markt zu sichern,

strukturieren zahlreiche Unternehmen ihr Produktangebot neu. Der Trend geht

dabei zu anspruchsvollen Lösungen für Hightech-Branchen. Verbunden damit

sind nicht nur höhere Ansprüche an die Präzision von Komponenten, sondern

auch extrem strenge Vorgaben hinsichtlich der partikulären und filmischen Sauberkeit,

die prozesssicher, wirtschaftlich und nachhaltig erreicht werden müssen.

Dies erfordert bei der Reinigung eine veränderte Herangehensweise ebenso

wie einen kritischen Blick auf die gesamte Produktionskette und das Fertigungsumfeld

sowie einen erfahrenen Partner.

ten handelt und aus welchen Materialien sie

gefertigt werden.

Sauberkeit bedarfsgerecht definieren

Dieser Trend stellt die Teilereinigung vor

herausfordernde Aufgabenstellungen. Denn

im Gegensatz zur klassischen Bauteilreinigung,

bei der üblicherweise größere Mengen

an Fertigungsrückständen, beispielsweise

Späne und Bearbeitungsmedien, abzureinigen

sind, geht es in der Feinst- und

High Purity-Reinigung darum, minimale

Restverunreinigungen zu entfernen. Die

Spezifikationen zur partikulären Sauberkeit

reichen bis in den Submikrometer-Bereich.

Bei filmischen Restkontaminationen sind je

nach Branche, Bauteil und dessen Einsatz

bis zu Nanolagen von beispielsweise orga-

Im Zuge der industriellen Transformation

setzen immer mehr Unternehmen auf die

Fertigung hochwertiger Produkte und Komponenten

mit guten Margen. Der Fokus liegt

auf Hightech-Branchen, die auch in Zukunft

eine stabile Nachfrage durch Wachstum

versprechen. Die in diesen Industriebereichen,

beispielsweise Halbleiter-Zulieferindustrie,

Elektronikfertigung, E-Mobility,

optischen und optoelektronischen Industrie,

Sensortechnik, Photonik, Dünnschichttechnologie,

Vakuum-, Laser- und Analysetechnik,

Luft- und Raumfahrt, sehr hohen

Anforderungen an die Fertigungspräzision

schließen die Sauberkeit der Bauteile ein.

Und das unabhängig davon, ob es sich um

kaum sichtbare Elektronikteile, millimeterkleine

Verbindungselemente, Präzisionsoptiken

oder metergroße Strukturkomponennischen

und anorganischen Rückständen,

ionischen Residuen und Reste von Mikroorganismen

prozesssicher und reproduzierbar

zu entfernen. In High Purity- Anwendungen,

beispielsweise der Herstellung von

Komponenten für die EUV-Lithographie,

sind darüber hinaus noch sogenannte Hydrogen

Induced Outgassing (HIO)-Stoffe zu

berücksichtigen.

Die bei der Reinigung zu erfüllenden

Vorgaben zur partikulären Sauberkeit erfolgt

durch Angabe der entsprechenden Oberflächenreinheitsklasse

(ORK) nach EN ISO

14644-9 (SCP – surface cleanliness by particle

concentration) beziehungsweise der

korrespondierenden VDI-Richtlinie 2083,

Blatt 9.1. Die filmisch-chemische, organische

und anorganische Oberflächenreinheit

wird meist durch individuelle Spezifikationen

beziehungsweise Werksnormen

definiert. Hinzu kommen gegebenenfalls

Ausgasungsraten, die über Massenspektrometer

ausgewertet werden.

Diese anspruchsvollen Aufgabenstellungen

erfordern anlagenseitig einen Partner,

der einerseits über umfassendes Technologie-Knowhow

sowie Wissen über die

Anwendungen und die physikalischen Zusammenhänge

verfügt. Andererseits sollten

Erfahrungen in diesem Reinigungsbereich

und entsprechende Testmöglichkeiten für

Reinigungsversuche unter produktionsnahen

Bedingungen vorhanden sein. Als

versierter Komplettanbieter zukunftsorientierter

und weltweit verfügbarer Lösungen

für die Feinst- und High Purity-Reinigung

erfüllt Ecoclean diese Anforderungen.

Reinigungsverfahren und Anlagentechnik

passend auswählen

Die in Hightech-Branchen sehr hohen Anforderungen an die Fertigungspräzision schließen die

Sauberkeit der Bauteile ein. Diese teils extrem strengen Vorgaben erfordern entsprechend ausgelegte

Reinigungsprozesse und -anlagen sowie eine angepasste Fertigungsumgebung. (Bildquelle:

Ecoclean)

Um diese sehr strengen Sauberkeitsspezifikationen

prozesssicher, reproduzierbar

und nachhaltig zu erfüllen, sind üblicherweise

mehrere Reinigungsschritte entlang

der Fertigungskette erforderlich. Bei der

Auswahl der für den jeweiligen Reinigungsprozess

optimalen Lösung spielen folgende

Fragestellungen eine Rolle: Aus welchem

Werkstoff ist das Teil gefertigt? Wie sind

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Verschiedene Verfahrenstechnologien wie

Spritz- und Ultraschallreinigung, Injektionsflutwaschen

und Pulsated Pressure Cleaning

(PPC) verstärken die Wirkung des Reinigungsmediums

und sorgen dafür, dass Verunreinigungen

auch aus schwer erreichbaren Werkstückgeometrien

schnell und prozesssicher

entfernt werden. (Bildquelle: Ecoclean)

Für die Prozessauslegung und Definition der Prozessparameter unter produktionsnahen

Bedingungen steht ein High Purity-Test Center mit Reinraum und verschiedenen Messund

Analyseverfahren zur Verfügung, in dem auch Lohnreinigungsaufträge durchgeführt

werden. (Bildquelle: Ecoclean)

Abhängig von den zu reinigenden Werkstücken

müssen definierte Verweilzeiten in

den verschiedenen Bädern genau eingehalten

werden, was sehr hohe Anforderungen an die

Prozesssteuerung stellt. (Bildquelle: Ecoclean)

Ob große Materialvielfalt, hohe Durchsatzanforderungen und/oder strenge

Sauberkeitsspezifikationen, modular aufgebaute Ultraschall-Mehrbadtauchanlagen

lassen sich effizient an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen – auch für die Integration

in beziehungsweise den Anschluss an einen Reinraum. (Bildquelle: Ecoclean)

Bei Kammeranlagen, wie diesem Zweikammer-

Reinigungssystem für wasserbasierte Prozesse,

werden Konstruktion, Anlagentechnik,

Medienführung und-aufbereitung speziell

an die spezifischen Anforderungen in der

Feinst- und High Purity-Reinigung angepasst.

(Bildquelle: Ecoclean)

Geometrie, Abmessungen und Gewicht des

Bauteils? Welche Verunreinigungen sind zu

entfernen? Welche Sauberkeitsvorgaben

müssen erreicht werden? Welches Reinigungsverfahren

und welche -chemie eignen

sich dafür? Auf dieser Basis lässt sich festlegen,

welche und wie viele Reinigungsschritte

mit welchem Medium und welchen Verfahrenstechnologien

erforderlich sind. Als

weitere Aspekte fließen in die Betrachtung

die erforderliche Qualität des Spülmediums

und die geeignete Trocknungstechnologie

ebenso ein wie das sauberkeitsgerechte

Teilehandling und die Umgebungsbedingungen,

beispielsweise Anschluss oder Integration

in einen Sauber- oder Reinraum.

Reinigen entlang der Fertigungskette

Grundlage für eine Feinst- oder High Purity-Reinigung

sind „öl- und fettfreie“ Teile.

Um dieses Sauberkeitsniveau zu erreichen

und aufrechtzuerhalten, erfolgt nach den

verschiedenen Bearbeitungsschritten, beispielsweise

Zerspanen, Umformen, Schleifen

oder Polieren, ein Reinigungsprozess.

Die Wirkung des eingesetzten Reinigungsmediums

wird durch verschiedene, nahezu

beliebig kombinierbare Verfahrenstechnologien,

beispielsweise Dampfentfetten,

Spritz-, Hochdruck-, Tauch-, Ultraschallund

Megaschall-, sowie Plasmareinigung,

Injektionsflutwaschen, Pulsated Pressure

Cleaning (PPC) beziehungsweise Ultraschall

Plus verstärkt. Diese Verfahrensoptionen

stellen sicher, dass auch bei geometrisch

komplexen Werkstücken die geforderte

Sauberkeit stabil erreicht wird.

Für Zwischenreinigungsprozesse beziehungsweise

Teile, deren Sauberkeits-

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spezifikation nicht zu streng ist, kommen

üblicherweise unter Vollvakuum arbeitende,

modular konzipierte Ein- oder Mehrkammeranlagen,

beispielsweise EcoCstretch

oder EcoCvela zum Einsatz, die je nach verwendetem

Bearbeitungsmedium mit einem

umweltgerechten Lösemittel, z. B. Kohlenwasserstoff

oder modifizierten Alkohol, beziehungsweise

einem abgestimmten wasserbasierten

Reiniger betrieben werden. Die

Konstruktion, Anlagentechnik, Medienführung

und-aufbereitung dieser Anlagen werden

speziell auf Feinstreinigungs- und High

Purity-Anwendungen ausgelegt. Durch die

in der Arbeitskammer konzentrierte Verfahrensmechanik,

z. B. Injektionsflutwaschen,

Ultraschall und PPC, bietet dieser Anlagentyp

auch bei der Reinigung großer und komplexer

Werkstücke Vorteile.

Bei Teilen mit großer Materialvielfalt,

hohen Durchsatzanforderungen und/oder

strengen Sauberkeitsspezifikationen sind

Ultraschall-Mehrbadtauchanlage die optimale

Lösung. Neben individuell konzipierten

Reinigungssystemen für Highend-Anwendungen

bietet der Anlagenbauer mit

den aus standardisierten Modulen bestehenden

Anlagen der Modellreihen UCMSmartLine

und UCMPerformanceLine eine

effiziente Lösung. Die Elektro- und Steuerungstechnik

ist in die jeweiligen Module

für die Verfahrensschritte Reinigen, Spülen,

Trocknen, Be- und Entladen sowie für das

Transportsystem integriert. Dadurch und

durch die Ausstattung mit anforderungsgerechter

Verfahrensmechanik wie PPC

lassen sich die Anlagen optimal an die jeweilige

Aufgabenstellung anpassen. Für Zukunftssicherheit

bei gestiegenen Anforderungen

sorgt die Möglichkeit einer späteren

Erweiterung des Reinigungssystems.

Test Center für die Prozessauslegung

oder Lohnreinigung

Das für die jeweilige Anwendung passende

Anlagenkonzept sowie den optimalen

Reinigungsprozess ermittelt Ecoclean im

eigenen High Purity-Test Center. Es verfügt

über einen Reinraum der Klasse 7 mit Zonen

Klasse 6 sowie verschiedene Mess- und

Analyseverfahren (z. B. Mikroskopie, Restgasanalyse,

UV-Licht und Fluoreszenzmessung).

Ergänzend zur produktspezifischen

Entwicklung der Reinigungsprozesse und

-parameter nutzt der der Anlagenbauer das

Test Center auch für die Durchführung von

Lohnreinigungsaufträgen. Dabei gewährleistet

eine Verpackungsstation für gereinigte

Teile, dass die erzielte hohe Sauberkeit

auch beim Kunden ankommt.

UCM AG

Langenhagstrasse 25

CH 9424 Rheineck

Telefon: +41 71 8866760

Telefax: +41 71 8866761

eMail: info@ucm-ag.com

Internet: http://www.ucm-ag.com

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SPETEC® Reinraumzellen zwingen Partikelkonzentration in die Knie

Flexibel in der Gestaltung,

variabel in der Nutzung

Die Anforderungen an Sauberkeit bzw. Reinheit von Umgebungen

sind insbesondere in dem Bereich Laserschutz sowie im Labor und

in der Forschung immens gestiegen. Vielfach wird die Nutzung von

Reinraumtechnik erforderlich, etwa bei Herstellung, Verpackung

oder Aufbewahrung von staubempfindlichen mechanischen, optischen

und elektronischen Komponenten. Zahlreiche chemische,

pharmazeutische, mikroelektronische oder medizintechnische Bereiche

verlangen sogar zwingend eine partikelarme Umgebung.

Hierfür bietet die Spetec GmbH drei modular gestaltbare Reinraumkonzepte,

die dem Anwender alle Möglichkeiten eröffnen – ob

es um eine kleine, kostengünstige Lösung für 3 m² oder um einen

hochwertigen Reinraum von 350 m² geht – und das ganz ohne Baumaßnahmen.

Eine SPETEC® Reinraumzelle besteht zunächst aus einer Filtereinheit,

dem Laminar Flow Modul, die mittels H14 Filtern mit

einem Abscheidegrad von 99,995% die Partikelkonzentration in der

Luft von rund 15 Mio./m3 auf etwa 1.500 Partikel innerhalb der Einheit

reduziert. Diese Filtereinheit befördert die Luft in einem laminaren

Luftstrom mitsamt Partikeln Richtung Boden, so dass schon

nach kurzer Zeit Partikelfreiheit erreicht wird.

Die eigentliche Zelle besteht aus der Filtereinheit um die ein

Streifenvorhang oder Seitenelemente aus Aluminiumverbundplatten

und Acryl- bzw. Verbundglas herum gebaut wird, so dass eine

abgeschlossene Einheit entsteht. Zudem sind weitere Ausstattungsvarianten

wie elektrische Schiebetüren, Material- oder Personenschleusen

möglich, so dass jeder Austausch mit unreiner Luft von

außerhalb vermieden werden kann. Auf diese Weise können, je nach

Anzahl der Laminar Flow Module, die Reinraumklassen ISO 5 bis

ISO 8 erreicht werden. Zudem sind die Klassen A bis D nach GMP

realisierbar.

Die SPETEC® Reinraumzellen lassen sich beliebig kombinieren

und erfüllen auf diese Weise vielfältigste Anforderungen. Sie sind

flexibel in der Gestaltung und variabel in der Nutzung.

Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH

Am Kletthamer Feld 15

D 85435 Erding

Telefon: +49 8122 959090

Telefax: +49 8122 9590955

eMail: info@spetec.de

Internet: https://www.spetec.de

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Für die Wörwag Pharma Production verantwortet Piepenbrock

unter anderem die Reinraumreinigung. (Bild: Piepenbrock

Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG)

Reinraumkompetenz in der Region München

Wörwag Pharma Production setzt auf

Reinigungsleistungen von Piepenbrock

Die Wörwag Pharma Production GmbH & Co. KG vertraut

auf die Leistungen der Piepenbrock Unternehmensgruppe.

Seit dem 2. Dezember 2024 verantwortet die Niederlassung

München die Reinraum- und Unterhaltsreinigung am Standort

Pöcking in Oberbayern.

nigungsarbeiten nach den detaillierten Vorgaben des Kunden aus.

Diese beinhalten unterschiedliche Intervalle und Arbeitsschritte,

die wir sorgfältig dokumentieren“, schildert Klaudija Bagara, Bereichsleiterin

der Piepenbrock Niederlassung München. Während

die Produktion erweitert wurde, sorgten die Piepenbrocker mit Sonderleistungen

in der Baureinigung für eine saubere Baustelle.

Von Qualifikation zu Vertrauen

Wörwag Pharma unterstützt Patienten dabei, ihre Gesundheit

zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Produktpalette umfasst

Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel für diabetische Begleiterkrankungen,

das Nerven- und Immunsystem sowie den Bewegungsapparat.

In Pöcking am Starnberger See produziert die

Wörwag Pharma Production GmbH & Co. KG verschiedene Tabletten

und Dragees. Für eine partikel- und keimfreie Umgebung nach

GMP-Reinraumklasse D sorgt ein Team von Piepenbrock. „Mit

dem Auftrag bei Wörwag Pharma haben wir unsere Kompetenz in

der Reinraumreinigung in der Region München ausgebaut. Damit

können wir die speziellen Anforderungen an diese Reinigung bedienen”,

sagt Francesca Görner, Niederlassungsleiterin bei Piepenbrock

in München.

Maßgeschneiderte Reinigung

Fünf Tage die Woche ist das Piepenbrock Team in Pöcking im Einsatz.

Am Abend reinigen die Mitarbeiter die Büros, die Sanitäranlagen

und die Kantine in der Verwaltung. In der Nachtschicht

kümmern sie sich um den rund 2.600 Quadratmeter GMP-Bereich

inklusive Kommissionierung und Lager. „Dort führen wir die Rei-

Bei der Vergabe überzeugte Piepenbrock mit seiner Reinraum-Qualifikation

und Professionalität. Das zahlt sich in der Praxis aus. „Die

Mitarbeiter von Piepenbrock setzen das um, was sie zusagen. Wir

sind dankbar für ihre Expertise und Empfehlungen“, betont Andreas

Wallé, Geschäftsführer und Standortleiter bei Wörwag Pharma Production.

Ein wachsendes Vertrauen, das sich in vermehrten Anfragen

für Sonderleistungen zeigt. „Ich bin froh, dass sich die Partnerschaft

gut eingespielt hat und wir Herausforderungen gemeinsam

besprechen und lösen“, fasst Bagara zusammen.

Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG

Ehrenbreitsteiner Straße 44

D 80993 München

Telefon: +49 89 17878984

eMail: reinraum@piepenbrock.de

Internet: https://www.piepenbrock.de/dienstleistungen/reinraumreinigung.html

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Schnelllauf-Reinraumtore von EFAFLEX im GMP-Einsatz bei Losan Pharma

Höchste Standards garantiert

Beim Neubau ihrer neuen Fertigungsstätte im Gewerbepark

Breisgau hat sich die Losan Pharma GmbH erneut für Reinraum-Schnelllauftore

von EFAFLEX entschieden. In sensiblen

Zonen wie Materialschleusen, Schleusenkorridoren

und Produktionsbereichen sorgen insgesamt 35 Tore der

Baureihen EFA-SRT® CR C und EFA-SRT® CR Premium

für kontrollierte Zugänge unter Einhaltung strengster hygienischer

Anforderungen.

Wenn man das neue Produktionsgebäude in Eschbach betritt, fällt

sofort die präzise durchdachte Gestaltung ins Auge. Glaswände,

glatte Bodenflächen und hochwertige Maschinen aus Edelstahl

unterstreichen den hohen technischen und hygienischen Anspruch

der Produktion. Die installierten Schnelllauf-Rolltore fügen sich

nahtlos in das Gesamtkonzept ein und leisten einen wesentlichen

Beitrag zur Prozessstabilität, Partikelreduktion und Einhaltung der

GMP- und ISO-Vorgaben für Reinräume.

„Für uns ist es essenziell, dass die eingesetzten Schnelllauf-Rolltore

eine gültige Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 14644-1 besitzen“,

sagt Christoph Lang, technischer Leiter der Losan Pharma GmbH.

„Die Luftreinheit muss an jeder Stelle und zu jeder Zeit gewährleistet

sein. Dazu zählt insbesondere, dass keine Partikel aus dem sogenannten

Graubereich unkontrolliert in unsere Reinräume eindringen

können. Eine möglichst hohe Luftdichtigkeit der Tore ist daher

unerlässlich.“

Neben der Dichtigkeit spielt auch die Druckstabilität der Toranlagen

eine zentrale Rolle, insbesondere in sensiblen Bereichen mit

aktiver Druckkaskade. „In unseren Schleusen herrschen teilweise

erhebliche Druckunterschiede zwischen angrenzenden Räumen.

Ein besonders kritischer Übergang besteht beispielsweise zur vollautomatisierten

Hochregallagerzone, wo die Reinraumtore auch

unter ständiger Druckbelastung absolut zuverlässig funktionieren

müssen. Die EFAFLEX Reinraumtore erfüllen diese Anforderungen

ohne Einschränkungen“, betont Christoph Lang

Auch das Thema Hygiene wurde bei der Auswahl der Toranlagen

konsequent berücksichtigt. Für Losan Pharma ist ein GMP-gerechtes

Design mit abgerundeten Kanten, glatten Flächen und schrägen

Elementen, die eine leichte Reinigbarkeit und geringe Partikelanhaftung

gewährleisten wichtig. Das gesamte System muss in sich

ergonomisch, wartungsfreundlich und langlebig sein.

Ein besonderer Vorteil liegt in der vollständig integrierten Steuerungseinheit.

„Die EFA-TRONIC Steuerung ist platzsparend in die

Torkonstruktion eingebaut. Das spart nicht nur Installationsaufwand,

sondern ermöglicht eine saubere Umsetzung ganz ohne zusätzliche

Schaltschränke im Reinraum. Darüber hinaus überzeugt

die Steuerung durch ihre vielseitige Anschlussfähigkeit. Potentialfreie

Kontakte und frei konfigurierbare Eingänge erleichtern die Anbindung

an die Fördertechnik und an die übergeordneten Steuerungseinheiten

der fahrerlosen Transportfahrzeuge.

Auch mit dem Service zeigt sich Christoph Lang rundum zufrieden:

„Was EFAFLEX auszeichnet, ist nicht nur die technische Qualität

der Produkte, sondern auch das Team dahinter. In der Wartung

erleben wir schnelle Reaktionszeiten, und bei individuellen Lösungen

stehen uns jederzeit kompetente Ansprechpartner zur Seite. Die

Techniker denken mit, verstehen unsere Prozesse und bringen Vor-

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Seite 20/79


schläge ein, die praxisnah und umsetzbar sind.“

Am Ende war es das Gesamtpaket, das überzeugt hat:

„EFAFLEX bietet für unsere Anforderungen die beste Kombination

aus Cleanroom-Design, Systemintegration, Druckbeständigkeit,

Langlebigkeit, Servicequalität und einem

sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“

INGENIEURBÜRO &

REINRAUMSERVICE

EGON BUCHTA GMBH

Sicherheit, Effizienz und Hygiene perfekt kombiniert

Die Schnelllauf-Rolltore EFA-SRT® CR Premium und EFA-

SRT® CR C wurden speziell für Reinraumanwendungen

entwickelt und erfüllen höchste Anforderungen an Dichtheit,

Hygiene, Geschwindigkeit und Systemintegration. Beide

Modelle sind für bis zu 200.000 Zyklen pro Jahr ausgelegt

und erreichen max. Öffnungsgeschwindigkeiten von bis zu

2,5 Metern pro Sekunde. Ihre hygienegerechte Konstruktion

erleichtert die Reinigung und minimiert Partikelanhaftungen.

Die Steuerung ist jeweils platzsparend in die Torkonstruktion

integriert – beim EFA-SRT®-CR C in die Komplettabdeckung,

beim EFA-SRT® CR Premium in die Antriebszarge.

Für den Notfall steht eine beidseitig zugängliche mechanische

Notöffnung zur Verfügung. Beide Modelle sind

optional mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung

(USV) ausrüstbar, beim Premium-Tor sogar direkt in der

Zarge integriert.

Zuverlässiger Partner der Pharmaindustrie

– Losan Pharma GmbH

Mit dem Neubau der Produktionsstätte am Standort Eschbach

erweitert die Losan Pharma GmbH ihre Kapazitäten

und entlastet zugleich die bestehenden Flächen am Hauptsitz

in Neuenburg. Die hochmodernen Räumlichkeiten auf

dem Losan Pharma Campus im Gewerbepark Breisgau

wurden im ersten Halbjahr 2025 in Betrieb genommen und

bieten optimale Voraussetzungen für eine GMP-konforme

Arzneimittelproduktion auf höchstem Niveau.

Losan Pharma ist seit 1992 ein verlässlicher Entwicklungspartner

der internationalen Pharmaindustrie. An den

beiden Standorten Eschbach und Neuenburg beschäftigt

das Unternehmen rund 800 Mitarbeitende. Das Leistungsspektrum

umfasst die Entwicklung, Herstellung und Verpackung

innovativer Arzneiformen ebenso wie analytische

Dienstleistungen sowie die Gestaltung und GMP-gerechte

Produktion von Pharmaverpackungen.

Losan Pharma wird regelmäßig von nationalen sowie

internationalen Gesundheitsbehörden auditiert und

hat sämtliche Inspektionen erfolgreich bestanden. Die am

Standort hergestellten Arzneimittel werden in über 70 Länder

weltweit exportiert, was ein Beleg für Qualität, Zuverlässigkeit

und regulatorische Exzellenz ist.

„WIR SIND

FÜR SIE DA.“

FULLSERVICE FOR

CLEANROOM SOLUTIONS

– GMP- und Nutzerberatung

– Dokumentenerstellung nach

EU-GMP-Leitfaden; Annex 15

– partikuläre und mikrobiologische

Qualifizierungen, Wartungen und Service

inkl. Messtechnik und Dokumentation für

„as built“, „at rest“ und „in operation“

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Kühl- und Wärmegeräten

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NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026

Seite 21/79


Am Freitag, den 06.02.2026, wurde am Umwelt‐Campus Birkenfeld der Hochschule Trier

die neue Reinraum-Personalschleuse für studentische Ausbildungszwecke eröffnet.

Eröffnung der Personalschleuse

für die Reinraum-Ausbildung am

Umwelt‐Campus Birkenfeld

Mit der Eröffnung der Personalschleuse entsteht eine Ausbildungsinfrastruktur,

die konsequent an den regulatorischen Anforderungen

der pharmazeutischen Industrie ausgerichtet ist und einen

zentralen Baustein für eine praxisnahe, GMP‐konforme Ausbildung

darstellt. GMP steht für „Good Manufacturing Practice“ und bezeichnet

ein Qualitätssicherungssystem für Produktion, Kontrolle

und Lagerung in der Pharmaindustrie. Es sichert durch verbindliche

Richtlinien eine gleichbleibende, hohe Produktqualität, um Risiken

für Patienten auszuschließen.

Im pharmazeutischen Umfeld gilt das Personal als eine der

kritischsten potenziellen Kontaminationsquellen. Der Personalschleuse

kommt demnach eine Schlüsselrolle zu, da sie nicht bloßer

Zugang, sondern ein qualitätskritischer Prozessschritt ist, der maßgeblich

zur Minimierung biologischer und partikulärer Belastungen

beiträgt und damit Produktqualität sowie Patientensicherheit beeinflusst.

Die Reinraum‐Personalschleuse ermöglicht Studierenden

sowie Mitarbeitenden von Unternehmen das praxisnahe Training

wesentlicher GMP‐relevanter Prozesse wie z. B. die Reinraumqualifizierung

gemäß Richtlinien und der Bewertung des Einflusses

von Personalbewegungen, das Monitoring von Schwebstoffen im

Ruhezustand und im Betriebszustand, die mikrobiologische Überwachung

von Keimbelastungen sowie das GMP‐konforme Ein‐ und

Ausschleusen von Personal unter Berücksichtigung von Bekleidungskonzepten,

Dokumentationspflichten und Schulungsanforderungen.

Durch diese praxisorientierte Ausbildung erfolgt eine gezielte

Vorbereitung auf reale pharmazeutische Arbeitsumgebungen, wovon

Studierende und Kooperationsunternehmen profitieren. Mit

der Inbetriebnahme der Personalschleuse wird gezielt in die Ausbildung

qualifizierter Absolventinnen und Absolventen investiert,

wodurch diese schnell produktiv in pharmazeutische Prozesse integriert

werden können.

Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis, Studiengangsleiter des Master-

Studiengangs „Reinraumtechnologie bei der Arzneimittelherstellung“,

bedankte sich bei allen Mitwirkenden und den Unternehmen,

die als Sponsoren den Bau der Personalschleuse erst ermöglicht haben.

Ein Projekt dieser Qualität wäre ohne Unterstützung starker industrieller

Partner und ohne das engagierte Mitwirken technischer

Fachkräfte nicht realisierbar gewesen. Als symbolischer Abschluss

erfolgte die Übergabe des Schlüssels der Personalschleuse an die

späteren Nutzer Prof. Dr. Roman Kirsch (Fachgebiete Pharmazeutische

Technologie und Mechanische Verfahrenstechnik) und Prof.

Dr. Denis Theobald (Qualitätssicherung in der Pharmatechnik).

Hochschule Trier

D 54293 Trier

Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis (mitte) übergibt den Schlüssel

zur Personalschleuse an die späteren Nutzer Prof. Dr. Roman Kirsch

(links) und Prof. Dr. Denis Theobald (rechts).

Gäste konnten bei der Eröffnung die neue Personalschleuse

für die Reinraum-Ausbildung besichtigen. (Quelle: Jannik Scheer;

Copyright: Umwelt-Campus Birkenfeld)

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Langfristige Investitionsstrategie konzentriert

sich auf Europa und USA

Eine der größten Einzelinvestitionen

der Unternehmensgeschichte:

Pharmadienstleister Vetter Pharma

baut neuen Standort im Saarland

Luftaufnahme der von Vetter

erworbenen 40 Hektar großen

Baufläche (markiert) in

Saarlouis für den neuen

Produktionsstandort.

© Vetter Pharma

International GmbH

– Initiales Investitionsvolumen in Saarlouis von 480 Millionen Euro

– Baustart im zweiten Quartal 2026

– Start der Medikamentenherstellung für 2031 geplant

Vetter, einer der weltweit führenden Pharmadienstleister

für die Herstellung injizierbarer

Medikamente, bestätigt im Rahmen

eines Treffens mit der saarländischen

Landesregierung in der Staatskanzlei sein

Bauvorhaben für eine neue, hochmoderne

Produktionsstätte in Saarlouis. Damit

unterstreicht das Familienunternehmen

seine langfristige Wachstumsstrategie und

sein Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Der Baustart ist für das zweite Quartal 2026

geplant. Für den ersten Bauabschnitt des

Produktionswerks ist ein Investitionsvolumen

von knapp einer halben Milliarde Euro

Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des

Saarlandes und Senator h.c. Udo J. Vetter,

Beiratsvorsitzender und Mitglied der Inhaberfamilie

Vetter, mit dem Modell für den neuen,

mehrstufigen Produktionsstandort in Saarlouis.

(Bildquelle Staatskanzlei des Saarlandes /

Jennifer Weyland)

geplant. Die Inbetriebnahme des Standorts

soll im Jahr 2031 erfolgen.

Bereits Ende 2024 hat Vetter das rund 40

Hektar große Industriegelände in Saarlouis

erworben. Die Entscheidung für die Ansiedelung

im Saarland basiert auf langfristigen

strategischen Überlegungen und überzeugenden

Standortfaktoren. Die Europäische

Kommission hat staatliche Beihilfen in

Höhe von bis zu 47 Millionen Euro für das

umfangreiche Bauprojekt genehmigt. Langfristig

sieht Vetter die mögliche Schaffung

von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen am Standort.

Die Rekrutierung beginnt, sobald die

baulichen Voraussetzungen geschaffen

sind. Offene Positionen werden dann auf

der Vetter-Internetseite veröffentlicht.

„Mit dem Bau unserer neuen Produktionsstätte

in Saarlouis setzen wir einen

wichtigen Meilenstein auf unserem nachhaltigen

Wachstumskurs. Langfristiger

Erfolg entsteht durch die richtige Balance

zwischen Stabilität und gezielter Expan-

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sion“, betont Senator h.c. Udo J. Vetter, Vorsitzender

des Unternehmensbeirats und

Mitglied der Inhaberfamilie. „Wir haben

großes Vertrauen in das Saarland und sind

stolz, mit unseren Investitionen den Wirtschaftsstandort

Deutschland zu stärken.

Zugleich bekräftigen wir unser langfristiges

Engagement als Familienunternehmen auf

dem globalen Pharmamarkt – einschließlich

unserer fortlaufenden Investitionen in den

USA.“

Auch die saarländische Landesregierung

begrüßt diese Entscheidung. „Wir

freuen uns über den Entschluss von Vetter

für Saarlouis als neuen Produktionsstandort.

Das ist ein starkes Signal für die

Zukunft des Saarlandes und ein Erfolg der

Ansiedlungsbemühungen“, so die saarländische

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke

ergänzt: „Die geplante Investition bedeutet

eine Diversifizierung unserer Wirtschaft

und schafft neue Arbeitsplätze in einem

Markt mit Zukunft. Das stärkt das Saarland

im Strukturwandel und trägt zur nachhaltigen

Entwicklung unserer Innovations- und

Industrielandschaft bei.“

Seit über 75 Jahren steht Vetter für Qualität,

Innovation und Verantwortung in der

pharmazeutischen Produktion und verhilft

Patienten weltweit zu mehr Lebensqualität.

Um der wachsenden Nachfrage und den

steigenden Marktanforderungen gerecht

zu werden, investiert das Unternehmen

gezielt in seine bestehenden Standorte in

Deutschland, Österreich und den USA. Mit

dem neuen Standort in Saarlouis erweitert

Vetter seine Produktionskapazitäten noch

einmal signifikant.

Vetter Pharma International GmbH

D 88212 Ravensburg

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Einzigartige Lösung für die Epitaxie von Bariumtitanat auf Silizium zur Beschleunigung

von Datacom- und Quantencomputing-Anwendungen

Veeco und imec entwickeln

einen 300-mm-kompatiblen Prozess,

um die Integration von Bariumtitanat

in Siliziumphotonik zu ermöglichen

Querschnittsbild einer TEM-Aufnahme der BaTiO3/SrTiO3/Si(001)-Heterostruktur mit Ausschnittsvergrößerungen

mittels hochauflösender Mikroskopie und Rasterkraftmikroskopie.

Foto des Veeco 300-mm-Oxid-Systems für Hybrid-MBE-BTO auf Silizium-Epitaxie.

Veeco Instruments Inc. (Nasdaq: VECO)

und imec gaben bekannt, dass sie gemeinsam

einen für die Massenproduktion geeigneten

300-mm-Prozess entwickelt

haben, der die Integration von Bariumtitanat

(BaTiO3 oder BTO) auf einer Silizium-

Photonik-Plattform ermöglicht. BTO ist

ein vielversprechendes Material mit einzigartigen

elektrooptischen Eigenschaften,

das für die schnelle und stromsparende

Lichtmodulation in neuen Anwendungen

wie Hochgeschwindigkeits-Optiktransceivern,

Quantencomputern, Lichtdetektion

und -entfernungsmessung (LiDAR) sowie

AR/VR-Anwendungen eingesetzt werden

kann. In der Vergangenheit hatten Ansätze

zur Integration von BTO Schwierigkeiten,

die gewünschten Kostenziele zu erreichen,

um es für die Massenfertigung rentabel zu

machen. Veeco hat nun sein erstes auf Molekularstrahlepitaxie

(MBE) basierendes

Clustersystem ausgeliefert, was einen bedeutenden

Meilenstein in der Partnerschaft

zwischen Veeco und imec und ihrem Engagement

zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

von Silizium-Photonik-Plattformen

darstellt. Die neue 300-mm-Plattform ist für

die Epitaxie von BaTiO3-Einkristall-Dünnschichten

auf Silizium ausgelegt und sowohl

mit festen als auch mit hybriden Molekularstrahlepitaxie-Lösungen

(MBE) erhältlich.

Durch die Integration dieser alternativen

Wachstumstechniken wird das System in

der Lage sein, BTO-on-Si-Abscheidungen

mit verbesserter Reproduzierbarkeit und zu

geringeren Kosten als bei klassischen MBE-

Verfahren durchzuführen.

Der Markt für optische Transceiver für

die Datenkommunikation wird voraussichtlich

von 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr

2024 auf 13,1 Milliarden US-Dollar im Jahr

2030 wachsen. Um jedoch die Nachteile der

aktuellen Siliziummodulator-Technologien,

darunter hoher Stromverbrauch, Leistungsprobleme

(Geschwindigkeit, Ansteuerungs-

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spannung) und Platzbedarf, zu mindern,

wird die Einführung neuartiger elektrooptischer

Materialien wie BTO in die Siliziumphotonik

von entscheidender Bedeutung

sein. Derzeit gibt es keine kommerziell verfügbare,

produktionskompatible Lösung für

die Herstellung dieser Materialien. In Zusammenarbeit

mit Veeco geht imec nun auf

diesen Bedarf der Industrie ein und entwickelt

skalierte Lösungen, die die Integration

von Materialien wie BaTiO3 und SrTiO3 auf

einer 300-mm-Siliziumplattform ermöglichen.

„Während der letzten vier Jahren haben

imec und Veeco gemeinsam an der Entwicklung

neuartiger Verfahren für BaTiO3-

auf-Si gearbeitet und sowohl die Materialals

auch die elektrooptischen Eigenschaften

verglichen, um eine geeignete Strategie

für die Weiterentwicklung großtechnischer

Fertigungslösungen zu definieren“, erklärt

Clement Merckling, wissenschaftlicher Direktor

bei imec. „Mit der Einführung der ersten

MBE-Lösung ihrer Art von Veeco erweitern

wir unsere Fähigkeiten zur heterogenen

Integration von elektrooptischen Materialien

jenseits von Si und stärken unser F&E-

Angebot für aktuelle und neue Partner, die

an der Erforschung und Prototypentwicklung

von Silizium-Photonik-Technologie

der nächsten Generation interessiert sind“,

fügt Joris Van Campenhout, imec Fellow

und Optical I/O Program Director, hinzu.

„Diese Partnerschaft mit imec ist ein bedeutender

Fortschritt für die MBE-Branche,

die Datenkommunikation und die Quantencomputerproduktion“,

erläutert Matthew

Marek, Senior Director of Marketing für die

MBE-Produktlinie von Veeco. „Bislang galt

die MBE-Verarbeitung als langsam und teuer.

Die neuen Hardware-Entwicklungen, die

unser Team in Zusammenarbeit mit imec

validiert hat, machen MBE jedoch zu einer

wirtschaftlichen Lösung, die sich für Halbleiterfabriken

eignet. Wir freuen uns über

die Zusammenarbeit unserer beiden Unternehmen,

um einen wiederholbaren BTO-

Produktionsprozess für große Stückzahlen

zu demonstrieren. Wir gehen davon aus,

dass diese Bemühungen uns dabei helfen

werden, unser gemeinsames Ziel zu erreichen,

bahnbrechende Fortschritte bei BTO-

Photonikmodulatoren für eine bessere und

umweltfreundlichere Zukunft zu erzielen.“

IMEC Belgium

BL 3001 Leuven

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DLR erhält Fördermittel für Neubau des Human Exploration Control Center (HECC)

am Standort Oberpfaffenhofen

Mond und Mars im Blick:

Neues Kontrollzentrum für

astronautische Raumfahrt geplant

– Das Human Exploration Control Center (HECC) wird künftig den Betrieb von astronautischen

und robotischen Missionen zu Mond und Mars ermöglichen.

– Für den Bau des Mondkontrollzentrums HECC überreicht Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder

einen Fördermittelbescheid in Höhe von 58 Millionen Euro an das DLR.

– Schwerpunkte: Raumfahrt, Mond, Mars, Exploration

Für die astronautische Raumfahrt von morgen

wird am Deutschen Zentrum für Luftund

Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen

ein neues Kontrollzentrum entstehen: das

Human Exploration Control Center (HECC).

Künftig sollen am HECC astronautische

wie auch robotische Missionen zu Mond

und Mars betrieben werden. Die neue Infrastruktur

wird den Standort Bayern weiter

stärken. In Kooperationen mit europäischen

Partnern wird das Kontrollzentrum

auch wesentlich dazu beitragen, die nationale

und europäische Eigenständigkeit

in der Raumfahrt zu sichern. Der Freistaat

Bayern fördert die Baumaßnahmen mit 58

Millionen Euro. Das DLR investiert zusätzlich

20 Millionen Euro aus der institutionellen

Grundförderung von Bund und Ländern

und ist dafür verantwortlich, die Entwicklungsarbeiten

für die Mond- und Mars-Missionen

am HECC umzusetzen.

Am 4. Februar 2026 überreicht der Bayerische

Ministerpräsident Dr. Markus Söder

den Fördermittelbescheid für den Bau des

neuen Kontrollzentrums an das DLR am

Standort in Oberpfaffenhofen – empfangen

durch die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof.

Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR-Bereichsvorständin

Raumfahrt Dr. Anke Pagels-Kerp

und Direktor der DLR-Einrich-

Gateway Lunar Space Station (künstlerische Darstellung): Impression der Gateway Lunar Space

Station. Die Raumstation im Mondorbit soll als Habitat, Tank- und Forschungszentrum für Astronautinnen

und Astronauten dienen, die im Rahmen des Artemis-Programms unseren Mond erkunden.

Das Human Exploration Control Center (HECC) wird für den Betrieb von drei Modulen des

Gateway verantwortlich sein: das Kommunikationssystem zur Mondoberfläche HLCS, das

Wohn- und Arbeitsmodul I-HAB sowie das Antriebsmodul ESPRIT. (Credit: ESA)

tung Raumflugbetrieb und Astronautentraining

Prof. Felix Huber.

„Das DLR steht für Wissensaustausch

mit öffentlichen Stakeholdern und Transfer

in die Wirtschaft. Durch deren konsequente

Umsetzung sind am bayerischen Standort

Oberpfaffenhofen des DLR seit Jahrzehnten

umfangreiche und international anerkannte

Kompetenzen in der Raumflugkontrolle und

im Astronautentraining aufgebaut worden“,

erläutert Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla,

Vorstandsvorsitzende des DLR. „Mit der

heutigen Übergabe des Förderbescheids in

Höhe von 58 Millionen Euro durch Ministerpräsident

Dr. Markus Söder beginnt die

Zukunft der Raumflugkontrolle im DLR.

Gerade die robotische Exploration im Rahmen

internationaler Kooperationen und als

Unterstützung astronautischer Missionen

wird im neuen Human Exploration Control

Center HECC eine zunehmend zentralere

Rolle einnehmen.“

Dorothee Bär, Bundesministerin für

Forschung, Technologie und Raumfahrt, erklärt

anlässlich des geplanten Aufbaus von

HECC: „Mit dem Human Exploration Control

Center entsteht hier in Oberpfaffenhofen

das zukünftige europäische Zentrum robotischer

und astronautischer Exploration.

Bund und Länder gehen hier gemeinsam

vor. Der Ausbau unserer nationalen Kompetenzen

in der Raumflugkontrolle ist ein

bedeutender Beitrag Deutschlands für die

Souveränität Europas in der Raumfahrt.“

Aus bayerischer Sicht betont Ministerpräsident

Dr. Markus Söder: „Bayerns Tor

zu den Sternen kommt. Der Freistaat, DLR

und ESA bilden eine starke Gemeinschaft.

Mit Innovation und Pioniergeist fördern wir

Forschung, Freiheit und Zukunft. Bayern

investiert 58 Millionen Euro für ein neues

Gebäude sowie fünf Millionen Euro für die

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Entwicklung eines Gateways im Orbit und

in ein KI-Projekt für die Betreuung von

Astronauten. Der Mond ist unser Sprungbrett

ins All – und vielleicht irgendwann die

Zwischenstation zum Mars. Vom Mond aus

können die Echtzeitüberwachung von Robotern,

autarke Energiesysteme und dauerhaftes

Leben und Arbeiten im All erforscht

werden. Das ist das spannendste Abenteuer

unserer Zeit. Es hat aber auch konkrete

Effekte für unser Leben auf der Erde: Als

Space Valley entstehen in Bayern zahlreiche

neue Technologien und Arbeitsplätze.“

„Raumfahrt ist längst ein harter Wirtschafts-

und Technologiefaktor. Mit dem

neuen Human Exploration Control Center

holen wir Zukunftstechnologie nach Bayern,

sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze

und schaffen die Grundlage für zukünftige

Missionen sowohl staatlicherseits als auch

für kommerzielle Zwecke. Nicht zuletzt

dank der vorausschauenden Förderung des

Bayerischen Wirtschaftsministeriums steht

das DLR in Oberpfaffenhofen seit vielen

Jahren für herausragende Kompetenz in

der Raumfahrt. Auf dieser Stärke bauen wir

nun weiter auf. Bayern zeigt einmal mehr,

dass Hightech, Industrie und Forschung bei

uns Hand in Hand gehen“, ergänzt Bayerns

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Fit für künftige Anforderungen

Auf dem Weg zum Mond: Darstellung eines Orion-Raumschiffs des NASA-Programms Artemis.

Ein zentraler Teil der Orion-Raumschiffe ist das Europäische Servicemodul ESM, das im Auftrag

der NASA von der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Deutschland gebaut wird.

Es beinhaltet den Antrieb für Orion und liefert über vier Solargeneratoren den Strom.

Außerdem reguliert es Klima und Temperatur im Raumschiff und lagert Treibstoff, Sauerstoff

sowie Wasservorräte für die Crew. (Credit:© NASA, Bildmontage: DLR)

räume beherbergen, die den parallelen

Betrieb verschiedenartiger Missionen ermöglichen.

Hochsicherheitsbereiche mit

gesonderten Server- und Kontrollräumen

gewährleisten, dass die Einrichtung den zukünftig

noch anspruchsvolleren Betriebsaufgaben

gewachsen ist. Darüber hinaus

entwickelt das GSOC-Team neue Betriebsund

Einsatzkonzepte für Mond- und Marsmissionen.

So wird das HECC insbesondere den

Betrieb der Gateway Lunar Space Station

auf europäischer Seite unterstützen. Dazu

erarbeitet das GSOC bereits Betriebsprozeduren

für das internationale Wohn- und

Arbeitsmodul I-HAB (International Habitation

Module), eine zentrale Einheit des

Gateways. Das HECC wird die operationelle

Verantwortung von insgesamt drei Modulen

übernehmen. Dazu gehört neben I-HAB,

das Kommunikationssystem zur Mondoberfläche

HLCS (HALO Lunar Commu-

Übergabe des Förderbescheids am DLR-Standort Oberpfaffenhofen: Von links: Josef Aschbacher,

ESA-Generaldirektor, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR,

Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, sowie Dr. Anke Pagels-Kerp,

DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt. (Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))

Das Human Exploration Control Center

wird am DLR-Standort Oberpfaffenhofen

als Teil des Nationalen Raumfahrtkontrollzentrums

(GSOC) aufgebaut. Es basiert auf

dem erfolgreichen Betrieb des Columbus-

Moduls der Internationalen Raumstation

ISS. Die bestehende Infrastruktur am GSOC

wird daher erweitert und ein zusätzliches

Gebäude errichtet. Es wird bis zu 200 Mitarbeitende,

ein Mondkontrollzentrum mit

eigenen Reinräumen sowie Multimissionsnication

System) sowie das Antriebsmodul

ESPRIT (ESPRIT Refueling Module, ERM).

Das Gateway soll im Laufe dieses Jahrzehnts

errichtet werden und – als der nächste Außenposten

der Menschheit im Weltraum

– um den Mond kreisen. Mit der Rückkehr

zum Mond zielt das Artemis-Programm

auch darauf ab, zukünftige astronautische

Marsmissionen vorzubereiten.

Zwischenstation zum Mars

Langfristig wird das HECC somit auch für

astronautische Missionen zuständig sein,

die über das Erde-Mond-System hinausgehen.

Bei Missionen zum Mars etwa beträgt

die Signallaufzeit bis zu 40 Minuten zur

Erde, sodass ein Betrieb auf herkömmlicher

Art in Echtzeit nicht möglich ist. Dazu entwickelt

das GSOC am DLR bereits KI-basierte

Lösungen wie das Assistenzsystem

METIS (Mars Exploration Telemetry-driven

Information System), das künftig den autonomen

oder teil-autonomen Betrieb eines

Raumfahrtzeugs ermöglichen soll.

Mit langfristiger Unterstützung der Europäischen

Weltraumorganisation ESA soll

das HECC als europäisches Kontrollzentrum

für astronautische und robotische Exploration

aufgebaut werden. Die Förderung

durch den Freistaat Bayern und die Investition

des DLR sichern nun, dass am DLR-

Standort in Oberpfaffenhofen die technologischen

und infrastrukturellen Grundlagen

dafür geschaffen werden. Der Baubeginn

ist für 2028 geplant. Der Betrieb des Human

Exploration Control Centers wird voraussichtlich

2030 starten.

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Seite 29/79

DLR e.V.

D 51147 Köln


Gäste aus Industrie, Politik und regionaler Wirtschaft bei der feierlichen Eröffnung des

neuen Industrial Application Center von SMC in Dresden am 29. Januar 2026

SMC bietet innovative Lösungen für die Automatisierungsindustrie

und ist mit einem IAC

jetzt auch in Dresden vertreten. (Foto: SMC

Deutschland GmbH)

SMC eröffnet Industrial

Application Center in Dresden:

Neuer Raum für vernetzte Entwicklung und

industrielle Automatisierung im Silicon Saxony

Mit dem Industrial Application Center stärkt SMC seine Innovationskraft und bietet Unternehmen

in Dresden einen Ort, an dem sie gemeinsam effiziente Automatisierungslösungen

für zukunftssichere Produktionsprozesse entwickeln.

Anders als klassische Testzentren, bietet das IAC eine praxisorientierte

Umgebung, in der Applikationen real betrieben, Bewegungs‐

und Steuerabläufe demonstriert sowie typische Szenarien

aus dem Produktionsalltag simuliert werden können. So lassen sich

Schaltungen, Zylinder, elektrische Achsen, Sensoren oder Vakuumkomponenten

für Automatisierungsprozesse unmittelbar im Zusammenspiel

erleben.

„Dresden gehört zu den wichtigsten Mikroelektronikstandorten

Europas. Wir schaffen hier einen Ort, an dem End‐User, Maschinenbauer

und SMC Expertinnen und Experten gemeinsam an tech-

nischen Lösungen arbeiten können“, sagt Robert Angel, Managing

Director SMC Deutschland GmbH. „Das IAC verfolgt als zentraler

Innovationshub das Ziel, Abstimmungsprozesse zu beschleunigen

und Wissenstransfer zu stärken, damit frühe Entscheidungen klar

in Richtung zukunftsweisender, umsetzungsorientierter Ergebnisse

gelenkt werden können.“

Das IAC richtet sich an Unternehmen aus vielfältigen Branchen

wie Halbleiterfertigung, Automotive, Maschinenbau und Lebensmittelverarbeitung.

Hier finden Workshops, Schulungen, Projektbesprechungen

und technische Abstimmungen statt – immer mit dem

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Seite 30/79


Robert Angel, Geschäftsführer von SMC Deutschland, und Stefan Voigt,

Standortleiter des IAC in Dresden, heben bei der Eröffnung des

Industrial Application Centers die Bedeutung moderner

Automatisierungs- und Mikroelektroniktechnologien für den

Wirtschaftsstandort Sachsen hervor. (Foto: SMC Deutschland GmbH)

Ziel, Anforderungen gemeinsam präzise zu definieren und Applikationen

passgenau zu entwickeln.

Mit dem IAC setzt SMC ein klares Zeichen für den Standort

Sachsen und schafft eine Plattform, die Industrie, Forschung und

technologische Entwicklung eng verzahnt. Das Dresdner IAC ergänzt

das bestehende Zentrum am Hauptsitz von SMC in Egelsbach

und stärkt das deutschlandweite Netzwerk anwendungsorientierter

Entwicklungsarbeit für die Automatisierungsindustrie. Im Rahmen

der Eröffnung überreichten die Geschäftsführung von SMC

Deutschland und das Team des IAC Dresden zudem einen Spendenscheck

an den Verein „Wegen uns e. V.“, der sich in Dresden für

Pflege- und Adoptivkinder sowie für die aufnehmenden Familien

engagiert.

Betreut wird das IAC von einem Kernteam, das projektabhängig

durch weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus der Region unterstützt

wird. Die flexible Struktur ermöglicht es, je nach Aufgabenstellung

genau die Expertise einzubinden, die für Kundenprojekte

erforderlich ist.

„Unser Anspruch ist es, einen Raum zu schaffen, in dem industrielle

Herausforderungen nicht nur besprochen, sondern im direkten

Zusammenspiel von Applikation, Engineering und Praxis greifbar

werden“, erklärt Matthias Ronacher, Senior Vice President Direct

Sales. „So entsteht ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der technische

Tiefe, direkte Interaktion und reale industrielle Bedingungen

wirkungsvoll miteinander verbindet.“

Ein virtueller 360° Grad Rundgang durch das IAC in Egelsbach

ist bereits online hier verfügbar.

SMC Deutschland GmbH

D 63329 Egelsbach

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Rejlek Group setzt auf nachhaltige Präzision mit Sumitomo (SHI) Demag

Erste vollelektrische

SAM-C-Automationszelle

Österreichs bei Rejlek

Bei der Rejlek Group in Wien produziert seit Kurzem die erste vollständig integrierte SAM-C-Automationslösung von

Sumitomo (SHI) Demag in Österreich. Die vollelektrische IntElect 130 überzeugt den österreichischen Hersteller hochpräziser

Kunststoffkomponenten durch höchste Prozessstabilität, Energieeffizienz und Präzision – und markiert zugleich

einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Fertigung.

„Für uns war die Kombination aus Preis-Leistungs-Verhältnis und

technischer Tiefe entscheidend“, erklärt Johannes Burtscher, Operations

Manager für Spritzguss- und Stanztechnik bei Rejlek. „Die

Maschine bietet eine außergewöhnliche Wertschöpfungstiefe – von

der Antriebstechnik bis zur integrierten Roboterlösung. Besonders

überzeugt hat uns die nahtlose Integration des SAM-C-Roboters.

Das vereinfacht die Bedienung und Wartung deutlich.“

Höhere Produktivität bei geringem Energieverbrauch

Der SAM-C-Roboter ist durchgängig integriert und perfekt auf die vollelektrische

Maschine abgestimmt.

Rejlek fertigt in Wien Präzisionsteile für Industrieelektronik, Mobilität

und Medizintechnik. Auf der neuen vollelektrischen IntElect

werden Kunststoffe mit hohem Glasfaser- und Rezyklatanteil verarbeitet

– ein wichtiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion.

„Unsere Maschine ist darauf ausgelegt, auch Rezyklate sicher

zu verarbeiten“, so Burtscher. „Damit können wir Produktionsabfälle

direkt wiederverwerten und den Materialkreislauf effizient schließen.“

Dank der activeMeltControl-Technologie kompensiert die Maschine

automatisch Materialschwankungen und sorgt so für konstant

hohe Qualität bei minimaler Ausschussrate. Das adaptive Steuerungssystem

passt den Einspritzprozess in Echtzeit an und ermöglicht

dadurch besonders stabile Produktionsbedingungen. Dieser

Vorteil zahlt sich bei Mehrkavitätenwerkzeugen sofort aus.

„Wir sehen großes Potenzial, die Partnerschaft

künftig auch im Bereich Mehrkomponententechnik

weiter auszubauen.“

Auf der neuen vollelektrischen Spritzgießmaschine von

Sumitomo (SHI) Demagtomo (SHI) Demag werden Stecker,

Steuergeräte und Sensoren produziert.

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Seite 32/79


Platzsparende Automatisierung mit System

Ein zentrales Merkmal der neuen Produktionszelle ist die vollständig

integrierte SAM-C-Roboterlösung. „Die kompakte Bauweise spart

wertvolle Stellfläche, und durch die gemeinsame Steuerung von Maschine

und Roboter ist die Bedienung äußerst intuitiv“, beschreibt

Burtscher. „Das reduziert Schulungsaufwand und Stillstandszeiten.“

Im Produktionsprozess übernimmt der SAM-C-Roboter die

präzise Teileentnahme und das Handling für nachfolgende Verarbeitungsschritte,

und leistet damit einen entscheidende Beitrag

zu höherer Prozesssicherheit und gleichbleibender Produktqualität.

Michael Domes, Geschäftsführer Vertrieb Österreich bei Sumitomo

(SHI) Demag, ergänzt: „Mit der SAM-C-Serie bieten wir eine

durchgängig integrierte Automationslösung, die perfekt auf unsere

vollelektrischen Maschinen abgestimmt ist. Die Verbindung aus hoher

Dynamik, Energieeffizienz und einfacher Handhabung eröffnet

unseren Kunden neue Möglichkeiten, produktiver und nachhaltiger

zu fertigen.“

Nachhaltigkeit als gelebte Praxis

Bei Rejlek ist Nachhaltigkeit längst fester Bestandteil des Produktionsalltags.

Neben dem Einsatz von Rezyklaten optimiert das Unternehmen

auch das Kühlmanagement und setzt auf geschlossene

Wasserkreisläufe. „Unsere vollelektrische Anlage reduziert den

Energieverbrauch erheblich gegenüber hydraulischen Maschinen“,

betont Burtscher. „Gleichzeitig profitieren wir von präzisen, stabilen

Zyklen und einer sehr hohen Overall Equipment Effectiveness

(OEE).“ Die Technologie unterstützt damit sowohl die ökologischen

als auch die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens – ein Aspekt,

der für Rejlek und Sumitomo (SHI) Demag gleichermaßen zentral ist.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Die Zusammenarbeit zwischen Rejlek und Sumitomo (SHI) Demag

hat sich über viele Jahre entwickelt. Rund jede zehnte Spritzgießmaschine

am Wiener Standort stammt vom deutsch-japanischen Maschinenbauer.

„Das Verhältnis ist geprägt von Vertrauen, technischer

Tiefe und kurzen Wegen“, beschreibt Burtscher. „Wir sehen großes

Potenzial, die Partnerschaft künftig auch im Bereich Mehrkomponententechnik

weiter auszubauen.“

Für Michael Domes ist die Installation der ersten SAM-C-Zelle

in Österreich ein weiterer Meilenstein: „Rejlek zeigt eindrucksvoll,

wie sich Präzision, Automatisierung und Nachhaltigkeit in Einklang

bringen lassen. Die Umsetzung bestätigt, dass vollelektrische Fertigung

nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugt.“

Sumitomo (SHI) Demag

D 90571 Schwaig

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Die Einführung der neuen A14- und Embedded-DRAM-Prozessdesign-Kits (PDKs) treibt

die Forschung und Innovation im Bereich der Logik- und Speicherskalierung schneller voran.

NanoIC rundet sein PDK-Portfolio

mit seinem ersten A14-Logik- und

eDRAM-Speicher-PDK ab

Am 02. Februar 2026 gab die NanoIC-Pilotlinie, eine von imec koordinierte europäische Initiative zur Beschleunigung von

Innovationen im Bereich der Chip-Technologien mit Strukturen kleiner als 2 nm, die Veröffentlichung von zwei neuen

Prozessdesign-Kits (PDKs) bekannt: ein A14-Pathfinding-PDK für fortschrittliche Logik-Skalierung und ein eDRAM-System-Exploration-PDK

für fortschrittliche Speicherinnovationen. Beide PDKs sind die ersten ihrer Art und bieten frühzeitigen

Zugang zu modernsten Designregeln und -abläufen sowie eine einzigartige Möglichkeit für Anwender, fortschrittliche

Technologieknoten und eingebettete Speicherdesigns zu erkunden.

Die fortschrittlichen Prozessdesign-Kits (PDKs) aus der NanoIC-

Pilotlinie spielen eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Innovationen

im Halbleiterbereich. Sie ermöglichen Designern frühzeitigen

Zugriff auf realistische Designregeln und Implementierungs-

Workflows, lange bevor die Hardware für eine neue Technologie

überhaupt existiert. Mit der Einführung der A14- und eDRAM-PDKs

bietet NanoIC Designern erstmals einen frühen Einblick in zwei

wichtige Technologiebereiche für zukünftige Computersysteme:

Logikskalierung am A14-Angström-Knoten und Integration von eingebettetem

Speicher.

Durch die freie Zugänglichkeit dieser PDKs möchte NanoIC die

Designforschung im Frühstadium mit der Integration in der Praxis

verbinden und Forschern und Start-ups dabei helfen, neue Nodes

zu erforschen, Integrationsherausforderungen zu antizipieren und

Designs anhand realistischer Skalierungskriterien zu bewerten.

„PDKs wie A14 und eDRAM sind Katalysatoren fürs Lernen und

Design“, erklärt Marie Garcia Bardon, Abteilungsleiterin bei imec

und Work-Package-Leiterin im NanoIC-Projekt. „Sie bieten eine

robuste Umgebung für die praktische Bewertung und den quantitativen

Vergleich verschiedener Technologieoptionen. Dieser Ansatz

beschleunigt den Lernprozess, verringert die Risiken von Architektur-

und Designinnovationen und hilft Designern, sich schon lange

vor der Verfügbarkeit der Hardware auf fortschrittliche Logikknoten

und eingebettete Speichertechnologien vorzubereiten.“

„Indem wir diese PDKs allgemein zugänglich machen, senken

wir die Hürden für Universitäten, Industrie und Start-ups, sich mit

Technologien der nächsten Generation zu befassen“, fährt Giuseppe

Fiorentino, Programmmanager bei NanoIC, fort. „Der Zugang zu

realistischen Regeln und Abläufen ermöglicht es den Teams, neue

Richtungen in der Forschung und wegweisende Konzepte zu erkunden,

die direkt in die europäische Halbleiter-Wertschöpfungskette

einfließen werden.“

A14 Pathfinding PDK: Verkleinerung

auf den 14-Angström-Knoten

Als erstes der neu eingeführten PDKs bietet das A14 Pathfinding

3D-Darstellung der A14-Bauelementstruktur mit den vier

gestapelten Nanoblättern, der lokalen Verdrahtung und dem

Metallkontakt auf der Rückseite.

Ein 4x4-IGZO-2T0C-Zellenarray, bei dem sich die Lese-/Schreibtransistoren

(RTX/WTX) auf der oberen/unteren Ebene befinden

und über die entsprechenden Verbindungen verfügen.

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PDK eine virtuelle Designumgebung für die Erforschung

der Skalierung auf dem 14-Angström-Knoten,

einem der nächsten großen Schritte in der Miniaturisierung

von Bauelementen. Eine wichtige Innovation

bei diesem Knoten ist die Einführung eines direkten

Backside-Kontakts als neuen Skalierungsbeschleuniger.

Während das frühere N2-PDK die Stromversorgung

über TSV-Middle-Strukturen (TSVM) unterstützte,

entwickelt der A14-Knoten dieses Konzept

weiter, indem es TSVM durch ein kompakteres direktes

Backside-Kontaktschema ersetzt. Durch die direkte

Stromzufuhr von der Rückseite des Wafers zu den

Gates und den Wegfall komplexer Metallverdrahtungen

auf der Oberseite reduziert diese Architektur IR-

Abfälle und bietet eine Flächenersparnis von 18 % sowie

eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 7 % im

Vergleich zu N2 bei gleicher Frequenz und Zelldichte.

Imec ist das erste Unternehmen, das ein PDK für

diesen Knoten veröffentlicht. Das Kit enthält eine umfassende

162-SDC-Bibliothek und wird von zwei großen

EDA-Anbietern, Cadence und Synopsys, unterstützt.

eDRAM-Systemerforschung PDK: Ermöglicht

die Entwicklung eingebetteter Speicher

Ergänzend zu den durch das A14 PDK ermöglichten

Arbeiten zur Logik-Pfadfindung führt die NanoIC-Pilotlinie

auch ein erstes eDRAM-System-Explorations-

PDK ein, ein wichtiger Schritt zur Bewältigung einer

der größten Herausforderungen in fortschrittlichen

Systemen: die Bereitstellung von dichtem On-Chip-

Speicher mit geringer Latenz. Im Mittelpunkt dieser

Bemühungen steht die Annäherung des Speichers an

die Verarbeitungseinheiten, eine Schlüsselstrategie

zur Verringerung der Latenz und zur Verbesserung der

Energieeffizienz in fortschrittlichen Rechnerarchitekturen.

Das derzeitige eDRAM-PDK bietet eine virtuelle

Plattform für die Erforschung eingebetteter Speicherlösungen,

die die Lücke zwischen dichten, aber stromhungrigen

Off-Chip-DRAMs und schnellen, aber flächenbegrenzten

On-Chip-SRAMs schließen. Mit dem

Schwerpunkt auf dem Verhalten auf Systemebene bei

datenintensiven und KI-Workloads ermöglicht das

PDK Forschern die Bewertung neuer Speicherarchitekturen

und Integrationsstrategien, die Speicher mit

höherer Dichte näher an Prozessoren und GPUs bringen,

wodurch der Datenverkehr reduziert, die Energieeffizienz

verbessert und die Gesamtsystemleistung

gesteigert wird.

In Zukunft wird sich das eDRAM PDK zu einer

umfassenden Plattform für die Systemuntersuchung

weiterentwickeln. In dieser nächsten Phase können

Entwickler über die virtuelle Validierung hinausgehen

und vollständige Interaktionen auf Systemebene analysieren.

Mit zunehmender Reife der Plattform umfassen

die zukünftigen Entwicklungsschritte die Hardware-Validierung

und schließlich Möglichkeiten für

Tape-out und Prototyping auf der NanoIC-Pilotlinie.

IMEC Belgium

BL 3001 Leuven

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Seite 35/79


Was kostet ein halbes Grad?

Neuer Vaisala Origo senkt die

Verschwendung von Energie

zur Kühlung in Rechenzentren

deutlich

Etwa 80 % der Rechenzentren weltweit

sind weiterhin auf Luftkühlung angewiesen.

Durch die Behebung eines „halben Grad“-

Fehlers lassen sich dort etwa 805 Millionen

US-Dollar an Verschwendung beim Energieverbrauch

zur Kühlung pro Jahr vermeiden,

rund 8 Milliarden US-Dollar innerhalb

eines Jahrzehnts, basierend auf moderaten

10-MW-Standorten.

Vaisala, ein global führender Anbieter

von Messgeräten und Messinformationen

für Klimaschutzmaßnahmen, stellt Origo vor

– eine modulare Messplattform der nächsten

Generation, die darauf ausgelegt ist, die

Umgebungsüberwachung in Rechenzentren

und anderen geschäftsentscheidenden

Gebäuden grundlegend zu verändern.

Warum ein halbes Grad zählt

Ein Temperatursensor, der nur um 0,5 °C abweicht,

scheint vielleicht unwichtig – doch

zum Beispiel in einem 10-MW-Rechenzentrum

kann dieser kleine Fehler innerhalb

von zehn Jahren mehr als 800 000 US-Dollar

an verschwendeter Energie zur Kühlung

kosten. In Reinräumen der Biowissenschaft

steht zum Beispiel viel mehr auf dem Spiel:

Jeder entscheidende Umgebungsparameter

wie Temperatur oder relative Feuchte kann

die Produktintegrität oder Forschungsergebnisse

beeinträchtigen, mit Verlusten, die

weit über die Energiekosten hinausgehen.

Luftkühlung bleibt in einem sich schnell

entwickelnden Rechenzentrumsmarkt

unverzichtbar

Weltweit gibt es schätzungsweise 12 000

Rechenzentren, wobei mehr als die Hälfte

in den USA und Europa liegt. Während

Flüssig- und Hybridkühlung für hochdichte

KI-Arbeitslasten rasch an Bedeutung gewinnen,

bildet die Luftkühlung weiterhin

die universelle Grundlage des Thermomanagements

in Rechenzentren. Sie bietet die

grundlegende Raumkühlung, die jede Anlage

benötigt, während die Flüssigkeitskühlung

gezielt und hocheffizient Wärme von

den heißesten Racks ableitet. Infolgedessen

haben sich hybride Architekturen – Luft für

den Raum, Flüssigkeit für die dichtesten

Lasten – inzwischen sowohl bei Neubauten

als auch bei Nachrüstprojekten als Standard

etabliert.

Auswirkungen im großen Maßstab

Eine zuverlässige, präzise Messung ist entscheidend

für die Optimierung luftgekühlter

Umgebungen.

„Generische Sensoren mit einer Genauigkeit

von ±0,5 °C verursachen Überkühlung

und Energieverschwendung, was

Betreibern jährlich Zehntausende Dollar

kostet.“ Origo bietet eine präzise Genauigkeit

von ±0,1 °C und ±1 % rF sowie stabile

Messungen. Diese tragen dazu bei, unnötige

Kühlung zu reduzieren und die zuverlässige

Umgebungssteuerung zu gewährleisten,

auf die wichtige Einrichtungen angewiesen

sind. „Das bedeutet eine Leistung, die sich

in wenigen Monaten bezahlt macht und die

Betriebszeit für viele Jahre sichert“, sagt Anu

Kätkä, Vaisala Product Line Managerin für

HVAC and Critical Buildings.

Würde man den „halben Grad“-Fehler

weltweit in der heute überwiegend luftgekühlten

installierten Basis – etwa 80 % der

rund 12 000 Rechenzentren weltweit – beseitigen,

könnten jährlich rund 805 Millionen

US-Dollar an verschwendeter Energie

zur Kühlung eingespart werden, was sich

innerhalb von einem Jahrzehnt auf etwa 8

Milliarden US-Dollar summiert.

Angesichts der Tatsache, dass Rechenzentren

etwa 1,5 % des weltweiten Energieverbrauchs

ausmachen und die Nachfrage

bis 2030 voraussichtlich mehr als doppelt so

hoch sein wird, ist präzise Messtechnik unerlässlich,

um Energieverbrauch und Emissionen

unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig

die IT-Leistung zu gewährleisten.

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Seite 36/79


Entwickelt für heutige und zukünftige

geschäftsentscheidende Umgebungen

Origo ist auf Einfachheit und langfristige

Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Dank seiner

modularen Bauweise ermöglicht Origo

die Überwachung mehrerer Parameter über

kompatible Vaisala Sonden, wie zum Beispiel

Kohlendioxid- (CO₂-) und Taupunktsensoren,

auf derselben Plattform. Diese

Flexibilität macht Origo zu einer zukunftssicheren

Lösung. Diese passt sich an sich

weiterentwickelnde Messanforderungen

auch in anderen wichtigen Umgebungen

wie Reinräumen, Biowissenschaftsanwendungen

und der Halbleiterfertigung an.

Gestützt auf das Vaisala Engagement

für Zuverlässigkeit gewährleistet Origo

während der gesamten Einsatzzeit präzise

Messungen und zuverlässige Leistung.

Dies hilft Betreibern, Prozesse zu schützen,

Risiken zu reduzieren und Ressourcen

zu optimieren.

Die vor Ort austauschbaren Sonden

von Origo ermöglichen schnelle Aktualisierungen

bei minimaler Unterbrechung. Das

breite Spektrum an Vaisala Services, von

akkreditierten Kalibrierungen bis hin zu

technischem Support, steht zur Verfügung,

um das Fachwissen vor Ort zu ergänzen.

Wichtige Fakten auf einen Blick

– Weltweit gibt es etwa 12 000 Rechenzentren;

USA und Europa zusammen machen

weit mehr als die Hälfte aller Standorte

aus

– Luftkühlung bleibt für die meisten Anlagen

der Standard; Flüssigkeitskühlung

nimmt für hochdichte KI, oft in hybriden

Einrichtungen, schnell zu

– Eine Abweichung von 0,5 °C kann ein

10-MW-Rechenzentrum innerhalb von

zehn Jahren mehr als 800 000 US-Dollar

an Energiekosten zur Kühlung kosten

– Vaisala Origo bietet eine Temperaturgenauigkeit

von ±0,1 °C und eine Genauigkeit

der relativen Feuchte von ±1 % rF für

eine stabile, zuverlässige Umgebungssteuerung

– Die modulare Bauweise und Funktionalität

mehrerer Parameter sind ideal für

geschäftsentscheidende Umgebungen

wie Rechenzentren, Reinräume, Krankenhäuser,

Produktionsanlagen und

Halbleiterfertigungsumgebungen

Vaisala GmbH

Rheinwerkallee 2

D 53227 Bonn

Telefon: +49 228 249710

Telefax: +49 228 2497111

eMail: vertrieb@vaisala.com

Internet: http://www.vaisala.de

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Imec weiht Europas NanoIC-Pilotlinie mit der offiziellen Eröffnung einer 2.000 m²

großen Reinraum-Erweiterung auf seinem Campus in Leuven ein.

Imec weiht NanoIC-Pilotlinie

ein und beschleunigt damit

Innovationen im Bereich der

Sub-2-nm-System-on-Chip-Technologie

Ausgestattet mit modernsten Werkzeugen, darunter das High-NA-EUV-Werkzeug

von ASML, ist der Reinraum von Imec ein Eckpfeiler der NanoIC-Initiative,

die sich mit der Entwicklung von Chip-Technologie unter 2 nm befasst. Genau

vier Jahre, nachdem EU-Präsidentin Von der Leyen den European Chips Act angekündigt

hat, sind die Ambitionen Europas im Bereich der Halbleitertechnologie

nun greifbare Realität geworden.

Imec – ein weltweit führendes Forschungsund

Entwicklungszentrum für fortschrittliche

Halbleitertechnologien – hat am

09.02.2026 eine 2.000 m² große Reinraum-Erweiterung

an seinem Hauptsitz in

Leuven eingeweiht und damit einen wichtigen

Meilenstein beim Aufbau der europäischen

NanoIC-Pilotlinie gesetzt. An

der Veranstaltung nahmen die europäische

Vizepräsidentin Henna Virkkunen, der

belgische Premierminister Bart De Wever,

der flämische Ministerpräsident Matthias

Diependaele und ASML-CEO Christophe

Fouquet teil, ebenso wie Vertreter des

europäischen Hightech-Ökosystems – darunter

Industrie und Start-ups –, des Nano-

Left to Right: Patrick Vandenameele (CEO-elect imec), Thomas Skordas (European Commissioner),

Luc Van den hove (CEO imec), Henna Virkkunen (European Commissioner), Matthias Diependaele

(MP Flanders), Jari Kinaret (Executive Director Chips JU), Christophe Fouquet (CEO ASML).

IC-Pilotlinienkonsortiums und politische

Entscheidungsträger aus der EU, Belgien

und Flandern.

Mit einer Fläche von über 12.000 m²

spielt der Reinraum von imec eine entscheidende

Rolle für die Ambitionen des European

Chips Act, Europa an die Spitze der

Innovation und Fertigung von Halbleitern

der nächsten Generation zu bringen. Diese

Strategie wird maßgeblich dazu beitragen,

die industrielle Struktur des Kontinents im

Zeitalter der KI zu stärken und gleichzeitig

ein Klima des nachhaltigen Wirtschaftswachstums,

der Sicherheit und des Wohlstands

für die kommenden Jahrzehnte zu

gewährleisten.

„Seit der Ankündigung im Mai 2024,

dass imec die NanoIC-Pilotlinie beherbergen

würde, haben wir mit Hochdruck daran

gearbeitet, die Anschaffung von Werkzeugen

zu beschleunigen und ein umfassendes

Rekrutierungsprogramm zu starten. Heute

gipfelt diese Anstrengung in der Einweihung

einer 2.000 m² großen Reinraum-Erweiterung

auf dem imec-Gelände. Dort

wird eine erstklassige Werkzeugausstattung

untergebracht, darunter der High-NA-

EUV-Scanner der nächsten Generation von

ASML, der Mitte März eintreffen soll“, sagte

Luc Van den hove, CEO von imec. „Die Forscher

von imec arbeiten hier Seite an Seite

mit IDMs, Foundries, Ausrüstungs- und

Materialzulieferern, Systemunternehmen,

Start-ups, Universitäten und anderen europäischen

Forschungs- und Technologieorganisationen.

Gemeinsam haben wir uns

auf eine ehrgeizige Reise begeben, um die

Halbleitertechnologie über den 2-nm-Knoten

hinaus voranzutreiben. Durch den Zugang

zu modernsten Halbleitertechnologien

wird die NanoIC-Pilotlinie eine entscheidende

Rolle bei der Stärkung der europäischen

Industrie im Zeitalter der KI spielen

und für die nächsten Jahrzehnte ein Klima

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Seite 38/79


des Wirtschaftswachstums, der Sicherheit

und des Wohlstands gewährleisten“, fügte

er hinzu.

Strategische Bedeutung

und Zukunftsaussichten

Und die Dynamik hält an. Mit starker Unterstützung

der europäischen, belgischen

und flämischen Regierungen – und einem

robusten Netzwerk von Industriepartnern

– wird imec in Kürze mit dem Bau eines

völlig neuen 4.000 m² großen Reinraums

auf seinem Campus in Leuven beginnen,

einem weiteren wichtigen Baustein, um die

europäische NanoIC-Initiative auf Hochtouren

zu bringen. In den nächsten fünf

Jahren wird die NanoIC-Pilotlinie mehr

als hundert neue Werkzeuge integrieren,

die auf die Standorte von imec und seinen

Partnern CEA-Leti (Frankreich), Fraunhofer

(Deutschland), VTT (Finnland), CSSNT-

UPB (Rumänien) und Tyndall National Institute

(Irland) verteilt sind. „Wir haben nicht

den Luxus, die Größten oder Stärksten zu

sein, aber wir haben die Wahl, die Besten

zu sein“, erklärt Matthias Diependaele, flämischer

Ministerpräsident. „Imec vereint

Talent, Wissen und internationale Zusammenarbeit.

Mit der NanoIC-Pilotlinie setzt

Europa diese Entscheidung in die Realität

um: für technologische Exzellenz und strategische

Unabhängigkeit. Die Tatsache,

dass imec diese Pilotlinie beherbergt, unterstreicht

die außergewöhnlichen Stärken, die

Flandern in Forschung und Innovation entwickelt

hat. Hier zeigen wir, wie eine Region

von Weltklasse die Chip-Technologie von

morgen gestalten kann.“

Ein Schritt vorwärts für die europäische

Führungsrolle im Halbleiterbereich

Christophe Fouquet, Präsident und CEO

von ASML: „Heute machen wir einen Schritt

vorwärts bei der Stärkung des Chiptechnologie-Ökosystems

in Europa, um unseren

Kunden, den weltweiten Chipherstellern,

zu dienen. Durch unsere 40-jährige Partnerschaft

mit imec haben wir gemeinsam

schnellere Innovationen vorangetrieben,

eine stärkere Zusammenarbeit gefördert

und die Entwicklung regionaler Talente

unterstützt – allesamt Faktoren, die für den

Fortschritt der weltweiten Chipindustrie

und der KI erforderlich sind. Heute weihen

wir die NanoIC-Pilotlinie ein, die das

High-NA-EUV-System von ASML umfasst

und das beste Beispiel dafür ist, was wir

erreichen können, wenn weltweit führende

Technologieunternehmen zusammenarbeiten,

um ihre neuesten Technologien

und Talente zu bündeln. Dank der starken

Unterstützung von EU-Präsidentin Von der

Leyen und dem European Chips Act sind

wir alle sehr stolz und dankbar, dass dies im

Herzen Europas geschieht und Europa eine

noch wichtigere Rolle im globalen Halbleiter-Ökosystem

spielen kann.“

Der Erwerb und Betrieb der NanoIC-

Pilotlinie wird gemeinsam vom Chips Joint

Undertaking über die Programme „Digital

Europe“ (101183266) und „Horizon Europe“

(101183277) der Europäischen Union

sowie von den teilnehmenden Staaten

Belgien (Flandern), Frankreich, Deutschland,

Finnland, Irland und Rumänien finanziert.

IMEC Belgium

BL 3001 Leuven

Sichere Echzeitüberwachung

// Remote Partikelzähler Apex Rxp

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MT Messtechnik GmbH

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82178 Puchheim

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Optische Inlinesysteme von SOPAT und Parsum stärken das Portfolio an Prozessanalytik

Endress+Hauser übernimmt

Spezialisten für Partikelanalyse

Endress+Hauser baut sein Portfolio an Messgeräten, Lösungen und Dienstleistungen

zur Prozessanalytik weiter aus. Die Firmengruppe übernimmt die

deutsche SOPAT GmbH, einen Technologieanbieter im Bereich der Inline-

Prozessmesstechnik, und deren Mitarbeitende an den Standorten in Berlin und

Chemnitz.

SOPAT rückt mitsamt der Tochtergesellschaft

Parsum unter das Dach des Endress+Hauser

Kompetenzzentrums für

Flüssigkeitsanalyse mit Sitz in Gerlingen.

„Die von SOPAT entwickelten Systeme zur

Partikelcharakterisierung erweitern unser

bisheriges Angebot um einen strategisch

wichtigen Baustein für unsere Kernindustrien“,

sagt Dr. Thomas Buer, Geschäftsführer

von Endress+Hauser Liquid Analysis.

Endress+Hauser Liquid Analysis mit Sitz in

Gerlingen zählt weltweit zu den führenden

Anbietern in der Flüssigkeitsanalyse.

Intelligentes Konzept

Die SOPAT GmbH wurde 2012 von Jörn

Emmerich und Dr. Sebastian Maaß in Berlin

gegründet. 2022 übernahm das Unternehmen

den 1997 gegründeten Chemnitzer

Hersteller für Inline-Partikelgrößenanalyse

Parsum. Derzeit beschäftigt SOPAT mit ihrer

Tochter Parsum 30 Mitarbeitende.

Die intelligenten Systeme von SOPAT

nutzen eine foto-optische, bildbasierte Inline-Technologie,

um Partikel, Tropfen und

Blasen in Echtzeit direkt im laufenden Prozess

ohne Zeitverzögerung zu analysieren.

Diese misst Partikelgrößen und -formen

ohne Probenahme oder Verdünnung und

ermöglicht so eine präzise Prozessüberwachung,

schnellere Reaktionszeiten und

eine bessere Produktqualität. Sonden von

Parsum nutzen dagegen eine Laserlicht-

Endress+Hauser übernimmt die SOPAT GmbH, einen Anbieter von Inline-Prozessmesstechnik für die Partikelcharakterisierung.

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 03-2026

Seite 40/79


quelle zur Anwendung des faseroptischen

Ortsfilter-Verfahrens zur Echtzeiterfassung

von Partikelgrößen- und Geschwindigkeitsverteilungen

insbesondere für Feststoffe,

Pulver und Granulate.

Besseres Prozessverständnis

Kundinnen und Kunden aus Branchen wie

Life Sciences, Lebensmittel sowie Grundstoffe,

Metalle und Bergbau nutzen Partikelanalyse,

um die gewünschte Qualität

ihrer Produkte sicherzustellen. „Mit diesem

Schritt folgen wir weiter unserer Strategie

und stärken unser Analyseportfolio. Wir

können unsere Kundinnen und Kunden

nun noch besser vom Labor bis in den Prozess

unterstützen“, betont Dr. Thomas Buer.

„Unsere Stärke liegt in der Verbindung

aus wissenschaftlicher Präzision und industrieller

Praxistauglichkeit. Als Teil der

Endress+Hauser Gruppe können wir Innovationen

schneller in die breite industrielle

Anwendung bringen und so weltweit zu stabileren

und ressourceneffizienteren Prozessen

beitragen“, ergänzt Jörn Emmerich. Dr.

Sebastian Maaß führt weiter aus: „Präzise,

verlässliche Daten direkt aus dem Prozess

ermöglichen es unseren Kunden, nachhaltige

Prozessoptimierung unter dem Eindruck

steigender Energie- und Rohstoffkosten

durch verbessertes Prozessverständnis

wirksam zu adressieren.“

Endress+Hauser hat SOPAT mit Wirkung

vom 1. Januar 2026 übernommen. Über

Einzelheiten des Verkaufs haben beide Seiten

Stillschweigen vereinbart. Jörn Emmerich

und Dr. Sebastian Maaß, die Gründer

von SOPAT, gehören auch künftig der Geschäftsführung

des innovativen Unternehmens

an.

Führend in der Flüssigkeitsanalyse

Endress+Hauser Liquid Analysis zählt

weltweit zu den führenden Anbietern von

Messstellen und Komplettsystemen für

die Flüssigkeitsanalyse. Die intelligenten

Lösungen des Unternehmens helfen den

Kunden aus der Umwelt- und Prozessindustrie,

ihre Anlagen sicher, zuverlässig,

wirtschaftlich und umweltfreundlich zu

betreiben. Modernste Produktionsverfahren

gewährleisten durchgängig höchste

Qualität. Zahlreiche internationale Auszeichnungen

und Preise belegen die Innovationskraft

von Endress+Hauser Liquid

Analysis. Diese stützt sich auf die Kompetenz

von weltweit mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter am Hauptsitz

in Gerlingen bei Stuttgart sowie an den

Standorten Waldheim (Sachsen), Groß-

Umstadt (Hessen), Anaheim (Kalifornien,

USA), Suzhou (China) und Chhatrapati

Sambhajinagar (Indien).

Endress+Hauser AG

CH 4153 Reinach BL 1

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Datenübertragung, autonomes Fahren und lichtbasierte Computer könnten profitieren

Neuer Mikrolaser für

Anwendung und Forschung

Ein innovatives Mikrolaser-Konzept auf Basis von sogenannten Oberflächenemittern (VCSEL) hat das Fachgebiet „Optoelektronik

und Quantenbauelemente“ der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Stephan Reitzenstein entwickelt. Bei den

neuen Mikrolasern handelt es sich um vertikal aufgebaute Laserdioden, bei denen die oberen, lichtreflektierenden Schichten

zum Großteil durch ein in das Halbleitermaterial eingeätztes optisches Gitter ersetzt wurden. Auf diese Weise war es

einerseits möglich, den Produktionsprozess der Laserdioden um fast die Hälfte der Zeit zu verkürzen. Andererseits steht

mit dem Einätzen eines optischen Gitters ein Verfahren zur Verfügung, das in einem Produktionsschritt viele Dioden mit

verschiedenen Laserwellenlängen herstellen kann. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit Forschenden der Universität

von Łódź (Polen) erzielt und sind jetzt im Fachmagazin „Optica“ erschienen.

Schematische Darstellung eines Mikrolasers

mit nanometergenau strukturiertem

Oberflächengitter. Der kompakte Halbleiterlaser

erzeugt einen gerichteten Lichtstrahl

mit einem exakt auf die jeweilige Anwendung

abgestimmten Strahlprofil.

Durch die Dicke der Balken im Strichgitter, ihre

Abstände sowie die Tiefe der Rillen lässt sich

die Wellenlänge der Laserstrahlen einstellen.

Unterhalb des Strichgitters sieht man die

wenigen Bragg-Spiegel oberhalb der aktiven

Schicht (hellgrau), in der die Strahlung entsteht.

Darunter kommen sehr viele Lagen von

Bragg-Spiegelschichten. (Aufnahme mit dem

Elektronenmikroskop)

Sie sind bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten

im Einsatz: Laserdioden, die ihr Licht

senkrecht zum Halbleiterchip abstrahlen, in

dem sie sich befinden. Diese „VCSEL“ (Vertical

Cavity Surface Emitting Laser) können

im Gegensatz zu Laserdioden, bei denen

das Licht aus einer Seitenfläche austritt,

den Laserstrahl sehr gut in einen Lichtwellenleiter

einkoppeln. Grund hierfür ist die

runde Geometrie mit einer kleinen Bauform,

sowie eine gute Strahlqualität und

Fokussierbarkeit. VCSEL werden deshalb

zum Beispiel in großen Rechenzentren verwendet,

wo sie die effiziente Informationsübertragung

zwischen einzelnen Servern

ermöglichen. Auch in Handys werden sie

zur Gesichtserkennung eingesetzt.

Zeitersparnis für die

industrielle Produktion

„Ein VCSEL besteht im Wesentlichen aus

einer aktiven Schicht, in der die Lichtteilchen

entstehen, sowie darüber und darunter

aus Schichten von sogenannten

Bragg-Spiegeln. Sie reflektieren das Licht

immer wieder in die aktive Schicht zurück,

damit es dort die Entstehung von weiteren

Lichtteilchen anregt. Das ist der typische

Laser-Effekt, der dazu führt, dass die Lichtstrahlen

am Ende alle perfekt im Gleichtakt

schwingen“, erklärt Stephan Reitzenstein.

„Die oberen Spiegelschichten reflektieren

das Laserlicht geringfügig weniger. So kann

ein Teil des Laserstrahls austreten und genutzt

werden.“

Die Forschenden haben nun einen

Großteil der oberen Spiegelschichten durch

ein feines Strichgitter ersetzt, das sie mit

Hilfe eines lithografischen Verfahrens in

das Halbleitermaterial ätzen. Durch Beugung

der Lichtwellen am Gitter und ihre anschließende

Überlagerung kann man ähnliche

Effekte erzielen wie mit den aufwendig

herzustellenden Spiegelschichten. „Der große

Unterschied ist zum einen, dass wir nicht

mehr so viele Halbleiterschichten nacheinander

aufbringen müssen. Das ist ein langwieriger

und teurer Prozess, der etwa zwölf

Stunden dauert. Durch die Verwendung des

Gitters sparen wir davon rund die Hälfte

ein“, erklärt Niels Heermeier, der Erstautor

der Studie. Diese Zeit- und Kostenersparnis

sei für die industrielle Produktion ein wichtiger

Faktor.

Unterschiedliche Laserdioden

in einem Produktionsschritt herstellen

„Der noch wichtigere Vorteil des Strichgitters

ist, dass hier in einem Produktionsschritt

Laserdioden mit verschiedenen

Ausgangswellenlängen auf einem Halbleiterwafer

gleichzeitig gefertigt werden können“,

erklärt Heermeier. Dazu werden beim

Ätzverfahren mehrere geometrische Parameter

des Strichgitters je nach Diode variiert:

die Dicke der Gitterbalken, ihr Abstand

zueinander sowie die Tiefe der eingeätzten

Rillen dazwischen. „Diese Flexibilität haben

wir beim Aufbringen der Spiegelschichten

nicht, denn diese müssen auf dem gesamten

Wafer aufwachsen und legen damit die

Eigenschaften für alle Laserdioden einheitlich

fest.“

Um die neuen Mikrolaser mit ihren individuellen

Eigenschaften präzise fertigen

zu können, ist eine extrem hohe Genauigkeit

notwendig: Weniger als fünf Nanometer

dürfen die Größen von ihrem Sollwert

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Schematischer Aufbau der neuen Mikrolaser

mit der unteren Schicht an Bragg-Spiegelpaaren

(DBR), der aktiven Schicht in rot, den

wenigen Lagen von Bragg-Spiegelpaaren

darüber (DBR) und dem Strichgitter (MHCG).

abweichen. Verglichen mit dem Abstand

der Erde zum Mond von fast 400.000 Kilometern

entspräche dies einer maximal

zulässigen Abweichung von zwei Metern.

Möglich wurde diese Leistung nur durch

eine am Fachgebiet vorhandene, mit Mitteln

der Deutschen Forschungsgemeinschaft

(DFG) und der TU Berlin beschaffte

Elektronenstrahl-Lithografieanlage, die von

den Forschenden jeweils in einem komplexen

Prozess auf ihre Aufgabe hin angepasst

werden muss.

Anwendung für Rechenzentren,

Autonomes Fahren und

optische Computer

Neben der Anwendung in Rechenzentren

zur effizienten Signaleinkopplung in Glasfaserleitungen

könnten die Mikrolaser auch

für das sogenannte LIDAR-Verfahren (Light

Detection and Ranging) verwendet werden,

das Abstände mit Hilfe von Laserstrahlen

misst und zum Beispiel beim Autonomen

Fahren eine große Rolle spielt. Hier liefern

Anordnungen mit Laserdioden verschiedener

Wellenlängen – wie sie mit dem neuen

Verfahren leicht hergestellt werden können

– eine wesentlich bessere Auflösung.

Die neuen VCSEL-Dioden könnten

auch ein wichtiger Baustein werden für die

Hardware des sogenannten neuromorphen

Rechnens mit optischen Prozessoren, die

die Gruppe von Stephan Reitzenstein zu-

sammen mit Kolleg*innen an den Universitäten

Berkeley und MIT in Boston

entwickelt. Diese Computer sind analog

zum menschlichen Gehirn aufgebaut und

arbeiten statt mit elektrischen Schaltkreisen

mit optischen Bauelementen und Licht

als Informationsträger. Meist kommt dieses

Licht von einer Anordnung mehrerer Laserdioden

auf dem optischen Chip. „Wichtig

ist dabei, dass die Wellenlänge des Lichts

aus den Laserdioden exakt gleich ist. Schon

kleinste Abweichungen in der Herstellung

können aber zu unterschiedlichen Wellenlängen

führen“, erklärt Stephan Reitzenstein.

Mit der neuen Methode wäre es möglich,

nach Produktion des optischen Chips

die Wellenlängen nachzumessen und dann

durch nachträglich eingeätzte Gitterstrukturen

exakt einander anzugleichen.

Auf dem Weg zur

ultrakompakten Laserdiode

Auch für die Grundlagenforschung sind die

neuen Mikrolaser interessant, denn durch

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einen Zufall konnten die Forschenden der

kooperierenden Arbeitsgruppe in Polen in

herkömmlichen VCSEL-Dioden erstmals

den exotischen Quantenzustand eines „Bose-Einstein-Kondensats“

mit Lichtteilchen

realisieren. Diese Phänomen lässt sich nun

mit den neuen, einfacher einstellbaren Laserdioden

genauer untersuchen.

„Der nächste Schritt wird sein, auch

die unteren Spiegelschichten der neuen

VCSEL-Dioden durch ein zweites Strichgitter

zu ersetzen“, sagt Reitzenstein. Damit

würde das Bauelement noch einmal

kompakter und schneller zu produzieren

sein. „Diese Aufgabe ist allerdings wesentlich

komplexer, weil dann das Trägermaterial

der Diode auf der Unterseite entfernt

werden muss.“ Aus Sicht von Stephan

Reitzenstein kommt deshalb dem neuen

„Center for Integrated Photonics Research“

(CIPHOR) als zentraler Bestandteil des

neuen Experimentalphysik-Baus auf dem

Ost-Campus der TU Berlin eine besondere

Bedeutung zu. Dieser wird ab 2028 entstehen

und mit exzellent ausgestatteten Reinräumen

neue Fertigungsmöglichkeiten eröffnen.

Technische Universität Berlin

D 10587 Berlin

AT&S investiert weiter und

verdreifacht Reinraumfläche in Leoben

Das heimische Hochtechnologie-Unternehmen reagiert auf die anhaltend gute Auftragslage im Embedding-Sektor und

investiert kräftig in mehr Fertigungskapazitäten. Die Reinraumfläche im Stammwerk in Leoben wird verdreifacht. Nach

der Eröffnung des einzigartigen Kompetenzzentrums für R&D und IC-Substrate im Vorjahr erfolgt der nächste Schritt zur

Stärkung des Standorts Österreich.

Die AT&S AG setzt ihren Wachstumskurs im neuen Jahr ungebremst

fort. Angesichts einer anhaltend guten Auftragslage und zahlreicher

gewonnener Großprojekte in den vergangenen Monaten investiert

das Unternehmen massiv in die Infrastruktur des Standorts Leoben.

Nachdem im Sommer 2025 das hochmoderne Kompetenzzentrum

für R&D und IC-Substrate erfolgreich in Betrieb genommen wurde,

startet AT&S die nächste Phase der Standortoffensive: Mit einem

Investitionsvolumen im mittleren einstelligen Millionenbereich

werden die Kapazitäten in den Leiterplatten-Bestandswerken umfassend

erweitert und modernisiert.

AT&S ist im Aufschwung

„Nach eineinhalb herausfordernden Jahren geht es wieder bergauf“,

sagt Michael Mertin, CEO und Vorstandvorsitzender von AT&S. „Der

Treiber ist Künstliche Intelligenz. Daher ist es gerade dann, wenn die

globale Wirtschaft vor Herausforderungen steht, entscheidend, mutig

in die eigene Substanz zu investieren.“ Nachsatz: „Unsere Entscheidung,

die Produktion in Leoben-Hinterberg konsequent zu erweitern,

ist ein klares Bekenntnis zu Qualität und ein strategischer

Schritt, um unsere technologische Souveränität sowie die Lieferfähigkeit

für unsere Kunden langfristig abzusichern.“

Reinraumfläche wird verdreifacht

Die Fakten zum Umbau: Im Stammwerk in Leoben wird die für die

Hightech-Fertigung wichtige Reinraumfläche verdreifacht, von

760 auf 2300 Quadratmeter. Weil sich der neue Reinraum auf zwei

Stockwerke erstreckt, werden auch Liftanlage und Stiegenhaus in

Reinraumtechnik errichtet. Zusätzlich wird die Qualität des Reinraums

um eine Güteklasse auf ISO6 angehoben. Auch Büro-, Lagerund

Logistikbereiche werden umgebaut. Bis Sommer 2026 soll der

Ausbau abgeschlossen sein. „Der Umbau umfasst modernste Fertigungsanlagen

und optimierte Logistikprozesse, die den Standort

auf das nächste technologische Level heben“, sagt Barbara Decker-

Schlögl. Als Senior Director Operations und neue Standortleiterin

laufen bei ihr alle Fäden zusammen. „Wir erhöhen unsere Kapazitäten

deutlich. Diese Erweiterung verdanken wir einer anhaltend guten

Auftragslage für Embedding-Spezialprodukte und ist ein riesiger

Vertrauensbeweis in die Kompetenz unserer Mannschaft.“

CEO Mertin verweist auch auf den personellen Ausbau in der

Fertigung. „Im Herbst haben wir in Leoben 150 neue Jobs ausgeschrieben

und das Feedback war großartig. Mit unseren IC-Substraten

als essenzielle Bauteile für neue Cloud- und KI-Applikationen

und unserer legendären Kompetenz bei hoch entwickelten Leiterplatten

ist AT&S global und hier in Österreich bestens aufgestellt.“

AP&S International GmbH

D 78166 Donaueschingen

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Die Hochschule Esslingen ist mit Forschungsprojekten zur Energiespeicherung

bei der Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung erfolgreich

Förderung hebt Forschung

zur Energiewende auf neues Level

Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ konnten drei neuberufene

Professorinnen und Professoren der Hochschule Esslingen

zeigen, dass sie in der Forschung zur Energiewende eine wichtige

Rolle spielen werden.

Um einen direkten Eindruck der geförderten Projekte zu erhalten,

hat die Hochschule Esslingen Judith Hohendorff und Jasmin

Kerl von der Carls-Zeiss-Stiftung eingeladen, das Reinraumlabor in

Göppingen zu besichtigen. Dort arbeitet der Stiftungsprofessor Prof.

Mario Joost mit einem Team aus Doktoranden und Postdocs an der

Wasserstofftechnologie der Zukunft, indem er nachhaltige Materialen

für den Einsatz in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren entwickelt.

Auch die Masterstudierenden aus dem Studiengang Wasserstoffwirtschaft

und Technologiemanagement in Göppingen werden

hier an die Forschung in diesem zukunftsweisenden Themenfeld

herangeführt.

Prof. Sandra Hartl, die im Studiengang Maschinenbau in Esslingen

lehrt, stellte ihre Forschung im Bereich der Energiespeicherung

mit Eisen vor, und verdeutlicht dessen Potenzial als breit verfügbaren,

gut transportierbaren Energiespeicher für eine klimaneutrale

Energieversorgung.

Prof. Hendrik Dubbe, der im Studiengang Chemieingenieurwesen

lehrt, entwickelte im Projekt LiFreBat lithiumfreie Batteriezellen

auf Aluminium-Schwefel-Basis. Die Finanzierung der CZS ermöglichte

hierbei den Aufbau eines Labors zur Herstellung von Batteriezellen.

Unter anderem hierdurch konnten bereits weitere Drittmittelprojekte

eingeworben werden.

Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ in Stuttgart konnte

sich auch die Ministerin für Wissenschaft Forschung und Kunst, Petra

Olschowski, sowie der Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung,

Dr. Felix Streiter, mit den geförderten Professorinnen und Professoren

sowie Prof. Christof Wolfmaier (Rektor der Hochschule Esslingen)

und Prof. Gabriele Gühring (Prorektorin für Forschung und

Transfer) austauschen.

Prof. Sandra Hartl und Prof. Mario Joost freuen sich über den Besuch

von Judith Hohendorff von der Carl-Zeiss-Stiftung.

Im Reinraumlabor in Göppingen konnte das Team den Besucherinnen

die geförderten Projekte zeigen.

Über die Carl-Zeiss-Stiftung

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für

wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter

Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als

auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-

Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und

Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet,

ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten

privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie

ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre

Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden

Stiftungsunternehmen finanziert.

Hochschule Esslingen

D 73728 Esslingen am Neckar

Im Rahmen der Veranstaltung „CZS vor Ort“ in Stuttgart konnte sich

auch die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst,

Petra Olschowski (2.v.rechts), sowie der Geschäftsführer der Carl-Zeiss-

Stiftung, Dr. Felix Streiter (links), mit den geförderten Professorinnen und

Professoren sowie Prof. Christof Wolfmaier (Rektor der

Hochschule Esslingen) (rechts) und Prof. Gabriele Gühring

(Prorektorin für Forschung und Transfer)(2.v.links) austauschen.

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Eine Würzburger Nachwuchsgruppe entwickelt eine Schlüsseltechnologie für skalierbare

Quantensysteme. Vom Bundesforschungsministerium gibt es dafür mehr als 6,6 Millionen Euro.

Die nächste Phase im

Quantencomputing einleiten

An der Julius‐Maximilians‐Universität Würzburg (JMU) entsteht

derzeit eine Technologie, die für die Zukunft der Quantentechnologien

entscheidend sein könnte: ein neuartiger Phasenmodulator,

der Lichtsignale extrem schnell und nahezu verlustfrei steuert. Für

die Entwicklung dieses Bauteils erhält die Nachwuchsgruppe Ferro35

von Dr. Andreas Pfenning, Lehrstuhl für Technische Physik,

mehr als 6,6 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung,

Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Quantencomputer, Quantensensoren und abhörsichere Kommunikation

gelten als Schlüsseltechnologien der kommenden Jahrzehnte.

Doch trotz großer Fortschritte fehlt bislang ein Bauelement,

das für skalierbare photonische Quantensysteme unverzichtbar

ist: ein Modulator, der Quantenzustände präzise beeinflusst, ohne

das empfindliche Lichtsignal zu stören. Genau hier setzt die Nachwuchsgruppe

an.

Ein Bauteil, das den Unterschied ausmacht

Phasenmodulatoren sind in klassischen optischen Netzen längst

etabliert. Für Quantentechnologien reichen die bisherigen Lösungen

jedoch nicht aus. „Wir brauchen Bauelemente, die hohe Geschwindigkeiten

ermöglichen und gleichzeitig extrem geringe optische

Verluste aufweisen“, sagt Pfenning, „diese Kombination gibt

es bisher nicht — und sie ist entscheidend für komplexe Quantenschaltkreise.“

Die Nachwuchsgruppe verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Sie

integriert Bariumtitanat (BTO) in III‐V‐Photonik-Plattformen, die

Im Reinraum stellt die Gruppe die Kristalle selbst her und baut

diese in sogenannten III‐V‐Photonik-Plattformen (siehe Bild) ein.

(Quelle: Martin Brandstätter; Copyright: Univeristät Würzburg)

bereits für effiziente Quantenlichtquellen genutzt werden. Die Verbindung

beider Materialsysteme gilt als technologisch anspruchsvoll,

eröffnet aber völlig neue Möglichkeiten für die Steuerung von

Licht auf dem Chip.

Kristalle aus eigener Herstellung

Damit dieser Ansatz funktioniert, stellt das Team die benötigten

Kristalle selbst her: Schicht für Schicht, im Reinraum und unter

Hochvakuum. Die Methode heißt Molekularstrahlepitaxie (MBE)

und gehört zu den präzisesten Verfahren der Materialforschung.

Mehrere MBE‐Anlagen stehen der Gruppe bereits im Gottfried‐Landwehr‐Labor

für Nanotechnologie zur Verfügung, eine

weitere wird speziell für Ferro35 eingerichtet. „Für ferroelektrische

Materialien brauchen wir eine besonders saubere Prozessumgebung“,

erklärt Pfenning, „schon kleinste Verunreinigungen können

die Eigenschaften der Kristalle verändern.“

Wie bei Lego: vom Bauteil zum Quantenschaltkreis

Dr. Andreas Pfenning leitet das Projekt.

(Quelle: Martin Brandstätter; Copyright: Universität Würzburg)

Neben dem Modulator entwickelt die Gruppe weitere Komponenten,

die für photonische Quantenschaltkreise notwendig sind, wie

etwa Wellenleiter, Koppler und integrierte Quantenlichtquellen.

Diese Bauteile werden zunächst simuliert und anschließend im

Reinraum gefertigt.

„Wir bauen eine Komponentenbibliothek, mit der wir Schaltkreise

entwerfen, zusammensetzen und direkt herstellen können“, sagt

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Pfenning, „das erinnert in gewisser Weise an das Zusammenstecken

von Lego: Wenn das passende Element an der richtigen Stelle sitzt,

entsteht Schritt für Schritt ein funktionsfähiger Schaltkreis. Die so

entwickelten Designs können unmittelbar fabriziert und experimentell

getestet werden.“

Das erleichtere nicht nur die Entwicklung, sondern eröffne auch

neue Möglichkeiten in der Lehre. Studierende sollen künftig mit

den Modellen experimentieren können — ein spielerischer Zugang

zu einem hochkomplexen Forschungsfeld.

Bis vollständig skalierbare Quantencomputer Realität werden,

wird es noch dauern. Doch die im Projekt entwickelten Bauelemente

könnten schon früher fruchtbaren Boden schaffen. „Schnelle und

verlustarme Modulatoren sind auch für die Telekommunikation interessant“,

so Pfenning. „Unsere Technologie kann hier wichtige Impulse

setzen.“

Das Förderprogramm „Quantum Futur“

Ferro35 wird im Rahmen des Programms „Quantum Futur 3“ gefördert.

Die Initiative des BMFTR unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen

und ‐wissenschaftler beim Aufbau eigenständiger

Forschungsgruppen, die neue technologische Grundlagen für die

zweite Generation der Quantentechnologien schaffen. Für Dr. Andreas

Pfenning bedeutet die Förderung die Möglichkeit, eine klar

definierte Forschungsrichtung an der JMU zu etablieren: die ferroelektrische

Quantenphotonik.

Mit Ferro35 entsteht eine Technologieplattform, die langfristig

zur Stärkung der technologischen Souveränität Deutschlands und

Europas beitragen soll. Die Förderung umfasst den Aufbau eigener

Infrastruktur, die Ausbildung wissenschaftlichen Personals und die

Entwicklung zentraler Bauelemente für photonische Quantensysteme.

Zur Person

Dr. Andreas Pfenning leitet seit 2026 die Nachwuchsgruppe Ferro35

am Lehrstuhl für Technische Physik der JMU. Seit Ende 2022 führt

er dort die Arbeitsgruppe Semiconductor Quantum Photonics und

verfolgt seine Habilitation in Experimentalphysik.

Nach seiner Promotion forschte er als Postdoktorand am Quantum

Matter Institute der University of British Columbia in Vancouver,

wo er an siliziumbasierter photonischer Quanten-Informationsverarbeitung

arbeitete. Seine jetzige Forschung verbindet integrierte

Quanten-Photonik, neuartige ferroelektrische Materialien und die

Entwicklung skalierbarer Quantentechnologien.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

D 97070 Würzburg

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Neuer e-skin flat Konfigurator ermöglicht eine schnelle Auslegung von zertifizierten

Reinraum-Leitungsführungssystemen – inklusive technischer Zeichnung und STEP-Datei

igus setzt neuen Standard mit

erstem Online-Tool für die automatische

Auslegung von Clean Cables

Partikelfreiheit und wenig Platz zeichnen Reinräume für die Fertigung von Mikrochips

und Halbleitern weltweit aus. Um Leitungen unter diesen Bedingungen

sicher zu führen, hat igus die e-skin flat entwickelt. Der neue e-skin flat Konfigurator

ermöglicht jetzt die schnelle und automatisierte Auslegung von flachen

Leitungsführungssystemen im Reinraum. Damit reduziert sich der bisher manuelle

Aufwand auf nur wenige Minuten. Anwender können ein komplettes System

konfigurieren, automatisch befüllen lassen und sich anschließend sofort eine

technische Zeichnung und Stückliste herunterladen. Für die trockenreinraumfähige

e-skin flat hat igus jetzt auch den „Best of Industry Award 2025“ in der

Kategorie Batterieentwicklung und -produktion erhalten.

Die Auslegung eines Reinraum-Leitungsführungssystems,

oder auch Clean Cable, ist

komplex: Zahlreiche Anforderungen müssen

berücksichtigt, die passenden Leitungen

ausgewählt und technische Zeichnungen

erstellt werden. Dieser Prozess erfordert

Expertenwissen und kostet bisher viel Zeit

und manuellen Aufwand. Genau hier setzt

igus jetzt mit dem neuen e-skin flat-Konfigurator

an. Nutzer können ihr passendes flaches

Leitungsführungssystem für den Reinraum

in nur wenigen Minuten auslegen.

„Das Online-Tool ist das erste seiner Art für

die Konfiguration von Reinraum-Leitungsführungssystemen.

Es führt den Anwender

Schritt für Schritt durch die Auslegung seines

Systems, prüft die Realisierbarkeit und

liefert sofort alle relevanten Daten“, erklärt

Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten

und Reinraum-Expertin bei igus. „So entsteht

Planungssicherheit, ohne Wartezeiten

und ohne zeitaufwendige Abstimmungen.“

Mit der e-skin flat erhalten Anwender ein

sauberes, flaches und abriebfestes Komplettsystem

aus Hochleistungskunststoff.

Dank leicht zu öffnender Kammersyste-

me lassen sich Leitungen und Schläuche

schnell einlegen und im Wartungsfall austauschen.

Das Clean Cable verfügt mit der

EN ISO Klasse 1 nach DIN 14644-1 zudem

die höchste Reinraumklassifizierung.

Automatische Befüllung für optimales

Ergebnis

Und so funktioniert die Konfiguration

der e-skin flat per Online-Tool: Im ersten

Schritt gibt der Nutzer die benötigten Anwendungsparameter

wie Geschwindigkeit,

Beschleunigung sowie den Verfahrweg ein.

Zusätzlich lassen sich auch Umgebungsparameter,

Bauraumgrenzen oder eine außermittige

Einspeisung angeben. Im nächsten

Schritt folgt die Leitungsauswahl. Das Tool

bietet Zugriff auf den großen chainflex

Leitungspool von igus sowie bereits mit

Steckern konfektionierte readycable mit

Priorisierung geeigneter Leitungen für das

e-skin flat-System. Eigene Leitungen lassen

sich ebenfalls einpflegen. Dann folgt

die automatische Befüllung. Ein im Online-

Tool integrierter Algorithmus nutzt die im

System hinterlegten Produktdaten sowie

angegebenen Kundenparameter und empfiehlt

anhand zuvor definierter Regeln die

bestmögliche Lösung für die Anwendung

aus. Das Tool signalisiert zudem, wenn eine

Konfiguration nicht realisierbar ist. Manuelle

Anpassungen sind jederzeit im Konfigurator

möglich.

Von der Konfiguration zur

Angebotsanfrage in wenigen Klicks

Der e-skin flat Konfigurator stellt alle relevanten Daten wie technische Zeichnung, STEP-Datei,

Stückliste und eine Einbauanleitung sofort zum Download bereit. (Quelle: igus SE & Co. KG)

Auf der Ergebnisseite stehen sofort alle relevanten

Daten zum Download bereit – von

der technischen Zeichnung über die Stückliste

bis hin zur Einbauanleitung. Kunden

können sich auch zusätzlich eine STEP-Datei

herunterladen. Ist der Anwender zufrieden

mit der Auslegung, kann er ein entsprechendes

Angebot anfragen, und die igus

Experten führen eine finale Prüfung des

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Seite 48/79


Grund zum Jubeln: igus hat mit der e-skin flat den „Best of Industry Award 2025“ in der

Kategorie Batterieentwicklung und -produktion gewonnen. Mit dem Apiro Getriebebaukasten

für die Gassenverstellung hat es igus in der Kategorie Modulares Maschinenkonzept unter die

Finalisten geschafft. (Quelle: Vogel Communications Group GmbH & Co. KG)

konfigurierten Systems durch. „Unser Ziel

war es, den Konfigurationsprozess für Reinraum-Leitungsführungssysteme

so einfach

wie möglich zu machen“, sagt Kira Weller.

„Mit dem neuen e-skin flat-Konfigurator

geben wir unseren Kunden ein komplettes

Paket an die Hand, mit dem sie sofort

weiter konstruieren können. Durch die intelligente

Automatisierung reduzieren wir

den manuellen Aufwand, sowohl für unsere

Kunden als auch für uns, erheblich und

schaffen maximale Planungssicherheit.“

Die e-skin flat erhielt nun auch den jährlich

von der Fachzeitschrift MM Maschinen-

Markt vergebenen „Best of Industry Award

2025“ in der Kategorie Batterieentwicklung

und -produktion. „Wir freuen uns sehr über

diese Auszeichnung, die für uns gleichzeitig

Ansporn ist, die Entwicklung in diesem

Bereich weiter voranzutreiben“, betont Kira

Weller.

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FET – Spezialisten für die

Extrusion dünnster Filamente

Eine Welt ohne Garne, Fasern und Vliese ist undenkbar. Hochwertige Fasern bilden die Basis

für Textilien und zahlreiche weitere Produkte – ihre Herstellung erfordert jedoch höchste

Präzision und die Einhaltung strenger technischer wie gesetzlicher Anforderungen.

Die Fibre Extrusion Technology (FET) mit Sitz in Leeds (UK) ist ein führender britischer

Hersteller von Prozesstechnologie und Anlagen für die Chemiegarn- und Faserextrusionsindustrie.

Seit der Gründung im Jahr 1998 entwickelt, produziert, installiert und wartet FET

hochspezialisierte Extrusionslinien für Kunden weltweit.

Alle FET-Systeme werden kundenspezifisch ausgelegt. Das Unternehmen liefert

Extruder und komplette Folgeanlagen im Labor-, Pilot- oder schlüsselfertigen

Produktionsmaßstab, unter anderem für:

– Schmelzspinnsysteme für Mono- und Multifilamente

– Schmelzblas- und Spinnvliesanlagen für Vliesstoffe

– Nassspinnsysteme für Filamente und Fasern

Im firmeneigenen, hochmodernen Faserentwicklungszentrum mit integriertem

Testlabor führt FET Entwicklungsarbeiten, Tests und Kundenversuche durch.

Typische Anwendungen sind:

– Resorbierbare Polymere für Medizinprodukte

– Spezialfasern aus anspruchsvollen Polymeren

– Nachhaltige, biologisch abbaubare Materialien

– Textilien für Verbundwerkstoffe

– Funktionelle Textilien und Vliese

Die Einsatzgebiete der mit FET-Anlagen

hergestellten Garne, Fasern und Vliese reichen

von Bekleidungs- und Funktionstextilien

über Hygieneprodukte, Polster und

Matratzen bis hin zu Anwendungen im

Bauwesen. In der Medizintechnik kommen

resorbierbare und nicht resorbierbare Polymere

etwa für chirurgisches Nahtmaterial

oder Implantate zum Einsatz. Die Weiterverarbeitung

erfolgt dabei bei den Kunden

oder spezialisierten Dienstleistern, die Sterilisation

überwiegend mittels Ethylenoxid

oder Gamma-Bestrahlung.

Faserentwicklungszentrum

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von FET ist

die enge Zusammenarbeit mit technologisch

anspruchsvollen Kunden. Nach umfangreichen

Investitionen eröffnete das

Unternehmen 2023 sein neues Faserentwicklungszentrum

(FDC). Das zweistöckige

Gebäude beherbergt modernste Faserextrusionssysteme

und dient der gemeinsamen

Entwicklung wissenschaftlich fundierter

und praxisnaher Lösungen – in Kooperation

mit Kunden, Rohstoffherstellern und Forschungseinrichtungen.

Dabei werden nahezu

alle relevanten Materialtypen untersucht

und verarbeitet.

Extrudierte Garne und Fasern für medizinische

Anwendungen

Ein Meilenstein war das Jahr 2012, als ein

führender Medizintechnikhersteller eine

schlüsselfertige Lösung zur Verarbeitung

resorbierbarer Polymere für chirurgisches

Nahtmaterial suchte. Gemeinsam mit Motan

Colortronic LTD UK und Rohstofflieferanten

startete FET ein umfangreiches Entwicklungsprojekt.

Zentrale Anforderungen waren

unter anderem:

– Extrem niedriger und homogener

Feuchtegehalt

– Hochpräzise Additivdosierung (± 0,02 %)

– Definierte Reißfestigkeit und Elastizität

– Biokompatibilität und absolute

Reinheit der Produkte

Ein typisches System zur Herstellung von biomedizinischen Garnen ist

hier als Beispiel dargestellt. (FET)

Hinzu kamen strenge regulatorische Vorgaben,

insbesondere zur Fadenstärke nach

Europäischer Pharmakopöe (EP) und USP-

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Klassifizierung. Gleichzeitig spielen wirtschaftliche Aspekte eine

Rolle, da eingesetzte Polymere Preise von über 2.500 GBP pro Kilogramm

erreichen können.

Da konventionelle Schmelzspinnverfahren ungeeignet waren,

entwickelte FET ein modifiziertes Verfahren. In enger Zusammenarbeit

mit Motan Colortronic entstanden innovative Lösungen, darunter

eine verbesserte Materialtrocknung, hochgenaue gravimetrische

Dosierung, energieeffiziente Prozesse sowie eine vollständig

integrierte, automatisierte Steuerung.

Diese Entwicklungen mündeten in serienreife Anlagen, die

seitdem weltweit erfolgreich bei FET-Kunden im Einsatz sind.

Motan Colortronic liefert dazu die komplette Materialaufbereitung

und -versorgung, einschließlich Dosier-, Förder- und Trocknungssystemen.

Materialvielfalt und Prozesssicherheit

Heute werden weltweit zahlreiche Polymere für medizinische Anwendungen

eingesetzt, darunter PLA, PGA, PCL, P4HB, PDO und

PTMC. Sie zeichnen sich durch hohe Biokompatibilität, geringe Toxizität

und definierte Abbauraten aus. FET hat bislang über 70 unterschiedliche

Polymertypen als Mono- und Multifilamente sowie

als Vliese verarbeitet – darunter auch Materialien aus nachhaltigen

Quellen.

Besondere Bedeutung kommt der präzisen Trocknung zu, da viele

dieser Polymere extrem hydrolyseempfindlich sind. FET setzt daher

auf speziell entwickelte Extruder- und Schneckenkombinationen

sowie auf die Extrusion unter inerter Atmosphäre, um konstante

Produkteigenschaften sicherzustellen.

Materialaufbereitung und -versorgung

Die große Materialvielfalt stellt auch hohe Anforderungen an die

Peripherietechnik. Je nach Anwendung kommen bei Motan Colortronic

Trockner mit Taupunkt- und Luftmengenregelung, automatische

oder manuelle Fördersysteme sowie gravimetrische Dosierund

Mischsysteme zum Einsatz. FET legt dabei großen Wert auf den

Einsatz bewährter Standardkomponenten für einen sicheren und

zuverlässigen Betrieb.

Bei Labor- und Pilotanlagen erfolgt die Trocknung häufig

chargenweise. Das Material wird anschließend in hermetisch

geschlossenen Glasbehältern kontaminationsfrei zum Extruder

transportiert. Dafür hat FET ein spezielles Schnellverschlusssystem

entwickelt, das auf Standardbehälter adaptiert werden

kann.

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Drei Stellhebel für bessere Spülqualität und was dahintersteckt

Prozesssichere High-Purity-Reinigung:

Warum Spülen über Erfolg

oder Ausschuss entscheidet

Beim Spülen entscheidet sich, ob High-Purity-Bauteile

die geforderten Sauberkeitsgrenzwerte

erreichen, oder ob eine Rekontamination

nach der Reinigung Ausschuss

verursacht. Entscheidend sind vor allem

drei Faktoren:

– Reinstwasserqualität direkt am

Point of Use (Partikel, Organik/TOC,

Leitwert, pH).

– Minimale Verschleppung zwischen

den Prozessstufen und definierte

Spülführung.

– Anlagentechnik und Kreislaufhygiene:

geeignete Werkstoffe, durchdachte

Rohrleitungen sowie kontinuierliches

Monitoring.

Der folgende Artikel erläutert die Hintergründe

dieser Stellhebel und zeigt, warum

Spülen in der High-Purity-Bauteilreinigung

zum systemkritischen Prozessschritt wird.

Medien als limitierender Faktor

In der High Purity Bauteilreinigung gelten

Sauberkeitsanforderungen wie in keiner

anderen Branche: zulässige Obergrenzen

der chemischen Zusammensetzung der

Bauteiloberfläche in Atom-Prozent, geringe

Ausgasungsraten und Partikelfreiheit

Die wesentlichen Faktoren für eine gute

Spülqualität sind die Wasserqualität am

Point of Use und eine minimale Verschleppung.

Die erforderliche Wasserqualität hängt,

wie oben herausgearbeitet, von den einschlägigen

Sauberkeitsanforderungen ab.

Häufig wird sogenanntes Reinstwasser oder

Ultra Pure Water (UPW) in den letzten Spülen

eingesetzt, wobei normierte Definitionen

im europäischen Wirtschaftsraum für

Reinstwasser nicht verbreitet sind und Begrifflichkeiten

insofern teilweise uneinheitlich

benutzt werden.

Die Wasserqualität hängt wiederum von

der Rohwasserqualität des Stadtwassers ab.

Je nach Härte, Leitfähigkeit und enthaltenen

Salzen ist ggf. eine Vorbehandlung mit

einer Aktivkohlefiltration, einer Partikelfiltration,

eine Entmanganung oder eine Enteisung

erforderlich.

Anschließend wird in der Regel in einer

Umkehr-Osmose mittels Druck über eine

semipermeablen Membran Permeat (salzarm)

vom Konzentrat getrennt.

Für sehr hohe Anforderungen folgt oft

eine weitere Behandlung über Mischbett-

Ionenaustauscher oder alternativ eine Elektrodeionisation

(EDI), die kontinuierlich

ohne Regenerationschemikalien arbeitet. Je

nach Anforderung werden zusätzliche Stuim

Submikronbereich. Der Grund für diese

hohen Anforderungen resultiert aus den

extremen Vakuum-Bedingungen, in denen

die Bauteile eingesetzt werden; beispielsweise

in der EUV-Lithografie, in der Raumfahrt

oder in Massenspektrometer für die

Analytik.

Bei diesen Anwendungen wird Sauberkeit

zum Systemmerkmal. Damit ist gemeint,

dass das ganze System so ausgelegt werden

muss, dass hohe Grenzwerte erreicht und

Rekontaminationen ausgeschlossen werden.

Dies gilt insbesondere auch für die

verwendeten Medien, denn jedes Kontaktmedium

muss ebenfalls die hohen Grenzwerte

erfüllen, um die Spezifikation nicht zu

verletzen. Ansonsten kann das Bauteil erst

gar nicht entsprechend gereinigt werden

oder aber es droht eine Rekontamination

des Bauteils.

Für die Umgebungsluft und Prozessluft

sind die Grenzwerte beispielsweise über

HEPA-/ULPA-Filtration und Reinraumtechnik

grundsätzlich beherrschbar. Aufwändiger

ist hingegen das Prozesswasser.

Beim Spülen darf es selbst keine Verunreinigungen

wie Partikel oder Organik auf

das Bauteil tragen, ansonsten droht eine

Rekontamination und damit ein Ausschuss

des Bauteils.

Hohe Spülqualität für die High Purity Reinigung: Probereinigungen im BvL Technologiecenter mit

der Reinigungsanlage Atlantic und einer Reinstwasseraufbereitungsanlage (EnviroFalk)

Was bedeutet „Spülen“?

Spülen ist nicht einfach ein „Abwaschen“

von Reiniger, sondern im Wesentlichen

eine Verdünnung des verschleppten Flüssigkeitsfilms

auf der Bauteiloberfläche mit

Spülwasser. Durch das Verdünnen erfolgen

zugleich ein Abtragen und Austragen der

verbleibenden Kontaminationen. Damit

wird Spülen zum Stofftransportproblem:

Ziel ist die definierte Absenkung der Kontaminationskonzentration

von Stufe zu Stufe

bis unter die maßgeblichen Grenzwerte

(partikulär wie auch filmisch/organisch).

Kurz gesagt: Das Bauteil kann mithin nur

so sauber werden, wie es die letzte Spüle ist.

Wesentliche Faktoren für eine

gute Spülqualität

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fen wie eine UV-Desinfektion zur Keimreduktion

oder beispielsweise eine Entgasung

ergänzt.

Die Wasserqualität wird schließlich über

Parameter wie den Leitwert, den pH-Wert

oder den TOC-Wert bestimmt und überwacht.

Durch all diese moderne Wasseraufbereitungstechnik

kann eine hervorragende

Wasserqualität am Ende einer Wasseraufbereitungsanlage

gewährleistet werden.

Entscheidend ist aber vielmehr, die Wasserqualität

am Point of Use, also in dem Becken

oder der Kammer der Reinigungsanlage.

Anlagentechnik als Enabler: Materialwahl,

Verschleppung, Kreislaufhygiene

Hier ist nun ein ausgeklügelte Anlagentechnik

erforderlich, die durch eine minimale

Verschleppung, eine entsprechende Materialauswahl

und ggf. eine Kreislaufhygiene

die gute Wasserqualität am Point of Use bereitstellt.

Denn die Spülqualität ist nur so gut

wie das System, das sie trägt.

Bereits die Konzeption und Konstruktion

der Reinigungsanlage muss darauf

ausgelegt sein, Verschleppungen zu minimieren.

Darunter fällt die konsequente

Trennung der jeweiligen Medienkreisläufe:

Jeder Tank verfügt über ein eigenes Rohrleitungssystem,

eigene Filtereinheiten und

eine eigene Pumpe. Außerdem muss die

Rohrleitungsführung strömungsoptimiert

sein, damit sich keine Wasserreste ansammeln

können. Häufig werden die Warenträger

und Gestelle vernachlässigt. Auch diese

müssen getreu dem Motto „form follows

function“ so konstruiert sein, dass sie keine

schöpfenden Stellen oder große Oberflächen

haben, an denen sich Wasserreste

ablagern.

Je nach Anlagentypus gibt es weitere

konstruktive Besonderheiten; bei Umsetzer-Tauchreinigungsanlagen

ist auf definierte

Überläufe und Trennbleche zwischen

den einzelnen Becken zu achten. Abtropfzeiten

und ein Rütteln der Warenträger

unterstützen die Verhinderung von Verschleppung.

Bei Kammeranlagen sind ein

abflussoptimiertes Design der Kammer,

eine restlose Entleerung der Kammer und

eine Kammerreinigung zwischen den Behandlungsschritten

förderlich.

Zusätzlich sollte auch in der Reinigungsanlage,

also am Point of Use, mit einer

entsprechenden Sensorik die Wasserqualität

überwacht werden.

Die Auswahl der passenden Werkstoffe

und Oberflächen ist ebenfalls maßgeblich.

Wegen der besseren Materialverträglichkeit

sind V4A-Edelstähle (beispielsweise 1.4404,

1.4571) statt V2A-Edelstähle zu verwenden,

es ist auf eine entsprechende Schweißqualität

zu achten. Auf Messing etwa ist gänzlich

zu verzichten. PP und PVDF können sich

ebenfalls für Verrohrungen eignen.

Praxisbeispiel: Auslegung von

Reinigungsanlagen für High Purity

Spülprozesse

Als Beispiel für die praktische Umsetzung

nennt die BvL Oberflächentechnik GmbH

Reinigungsanlagen, die für eine hohe Spülqualität

am Point of Use ausgelegt werden

können, unter anderem durch getrennte

Medienkreisläufe, geeignete Werkstoffauswahl

und prozessbegleitende Überwachung

der Wasserqualität. Beispielhaft werden dafür

die NiagaraUP Kammerreinigungsanlage

und die AtlanticTR Tauchreinigungsanlage

angeführt. Probereinigungen sind im firmeneigenen

Technikum möglich. Für Tests

steht außerdem eine Reinstwasseraufbereitung

(EnviroFALK) zur Verfügung (Kennwerte:

Leitwert 0,04 µS/cm; TOC 13,58 ppb).

BvL Oberflächentechnik GmbH

D 48488 Emsbüren

25 Jahre Qualitätsexzellenz:

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions

von der DGQ ausgezeichnet

Der Leiter der DGQ-Geschäftsstelle Frankfurt,

Jürgen Freund (links), überreichte die Ehrenurkunde

für 25 Jahre herausragendes Engagement

an Christian Meisel (Mitte) und Florian

Hermann (rechts), die bei Pfeiffer das Qualitätsmanagement

verantworten. (Quelle: DGQ)

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions wurde von

der Deutschen Gesellschaft für Qualität

(DGQ) e.V. mit einer Ehrenurkunde für 25

Jahre herausragendes Engagement im Bereich

Qualität ausgezeichnet.

Die Ehrung würdigt die langjährige

kontinuierliche Arbeit des Unternehmens

in den Bereichen Qualitätsmanagement,

Innovation und fachliche Weiterentwicklung.

Über ein Vierteljahrhundert hinweg

hat Pfeiffer aktiv an DGQ-Veranstaltungen,

Weiterbildungen und Netzwerkaustauschen

teilgenommen – stets mit dem Ziel,

neue Impulse zu gewinnen, Wissen weiterzugeben

und den Dialog mit anderen Unternehmen

und Experten zu fördern.

„Diese Auszeichnung ist ein besonderer

Moment für unser Team“, sagt Christian

Meisel, Leiter des Qualitätsmanagements.

„Die DGQ begleitet uns seit vielen Jahren

mit wertvollen Impulsen, praxisnahen

Weiterbildungen und inspirierendem Austausch.

Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft

auch in Zukunft gemeinsam zu

gestalten.“

Als Teil der globalen Busch Group ist

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions ein führender

Anbieter von Lösungen zur Erzeugung,

Messung und Analyse von Hochund

Ultrahochvakuumbedingungen. Die

Technologien des Unternehmens kommen

in Schlüsselanwendungen zum Einsatz,

die höchste Präzision und Qualität

erfordern, etwa in der Halbleiterindustrie,

Analytik, Forschung und Entwicklung

sowie in industriellen Produktionsprozessen.

Die Auszeichnung der DGQ unterstreicht

die konsequente Umsetzung höchster Qualitätsstandards

sowie das Engagement des

Unternehmens, Innovation und fachliche

Exzellenz kontinuierlich voranzutreiben.

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions

D 35614 Asslar

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S!MPATI 4.90 Pharma:

Optimierte Chargenbewertung und

Datenverwaltung

Ab Frühling 2026 liefert Weiss Technik mit der

aktualisierten Software-Version leistungsstarke

Datenanalysen und eine vereinfachte Berichterstellung.

Die verbesserte Darstellung bietet mehr Übersicht

und Komfort für den Anwender. Das Update lässt sich auf

den aktuellen Windows-Betriebssystemen verwenden und

erfüllt sämtliche branchenspezifischen Sicherheitsvorschriften.

Mit der kommenden Anpassung von S!MPATI 4.90 Pharma an Windows

11 und Windows Server 2022 erweitert Weiss Technik die Software

um zusätzliche innovative Funktionen.

Vereinfachte Chargenbewertung

Die Beurteilung von Stabilitätsprüfmustern wird durch neue Bewertungstools

wesentlich erleichtert. Diese Funktionen erlauben eine

präzise Bewertung der Lagerbedingungen von Chargen, darunter

etwa auch die Beurteilung der Aktivierungsenergie chemischer Reaktionen

während der Lagerung von Pharmazeutika. Damit wird

auch die Berichterstellung deutlich vereinfacht. Unterstützt durch

eine optimierte grafische Darstellung für intuitivere Navigation verbessert

das Software-Update die komplette Qualitätssicherung.

Zertifiziert sicher: Mit S!MPATI 4.90 von Weiss Technik

können Unternehmen alle regulatorischen Anforderungen

an elektronische Systeme – konform mit FDA

21 CFR Part 11 und EU-GMP Annex 11 erfüllen. Nachvollziehbar.

Sicher. Dokumentiert. ((Bild: Weiss Technik

GmbH, own image)

Nahtlose Systemintegration

S!MPATI 4.90 Pharma unterstützt außerdem die Integration in bestehende

Labor- und Datenmanagementsysteme. Die optionalen

Schnittstellen an moderne Kommunikationsprotokolle wie OPC-

UA, Interbus und Profibus ermöglichen eine reibungslose Übergabe

zentraler Daten aus isolierten Systemen in eine vernetzte Umgebung.

Zudem ist die Software kompatibel mit dem Verzeichnisdienst

Active Directory, wodurch ein einfacher und sicherer Netzwerkzugriff

ermöglicht wird. Selbst bei Unterbrechungen im Kommunikationsnetz

gehen die erfassten Daten durch eine optionale, in der

Anlage integrierte Speicherfunktion nicht verloren.

Erhöhte Datensicherheit

Ein zentrales Merkmal der S!MPATI Software ist die erweiterte Datenverschlüsselung.

Manipulationssichere Speicherung und automatische

Überprüfung gewährleisten, dass unautorisierte Änderungen

sofort erkannt werden bzw. erst gar nicht möglich sind. Zudem

stellt das Programm die Nachverfolgbarkeit (Audit Trail) von Daten

und Prozessen sicher. Labore können ihre Messanalysen auf den

höchsten regulatorischen Standards dokumentieren und jederzeit

die geforderten Nachweise bereitstellen. S!MPATI 4.90 Pharma erfüllt

alle behördlichen Vorschriften, wie FDA 21 CFR Teil 11 und die

EU GMP Annex 11 Next Level Compliance.

Globale Verfügbarkeit

FDA Approved: Die US-amerikanische Food and Drug Administration

(FDA) reguliert die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten.

S!MPATI 4.90 von Weiss Technik unterstützt Pharmaunternehmen bei

der Einhaltung der FDA 21 CFR Part 11 und EU-GMP Annex 11. (Bild: Weiss

Technik GmbH, own Image)

Die neue Version von S!MPATI Pharma wird ab der zweiten Jahreshälfte

weltweit verfügbar sein. Sie bietet Labore eine zukunftssichere

Lösung zur Optimierung von Berichterstellung, Chargenbewertung

und Compliance.

Weiss Klimatechnik GmbH

D 35447 Reiskirchen

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Schnell und flexibel zur optimierten Fluidik-Lösung

Prozessverständnis

trifft Kunststoff-

Know-how

Die Herstellung von Kunststoffteilen erfordert spezielles

Know-how. Der Fluidikspezialist Bürkert hat über 40 Jahre

Erfahrung in der Kunststofftechnik – von der Entwicklung

bis zur Fertigung von Kunststoffbauteilen sowie -baugruppen.

Mittlerweile bietet er im neuen Kompetenzzentrum

Kunststofftechnik am Bürkert Campus Criesbach die komplette

Kunststoff-Wertschöpfungskette unter einem Dach

an. Das bringt mehr Flexibilität in der Konstruktion, optimiert

den Herstellungsprozess der Werkzeuge sowie die

Herstellung von Bauteilen. Gleichzeitig kann in den Entwicklungsprozess

wertvolles Spritzgussprozess-Know-how

einfließen, das die hergestellten Produkte und fluidischen

Systeme für den Einsatzfall optimiert.

Autor: Matthias Schelling

In der Artikel- und Werkzeugsimulation werden Bauteile bezüglich ihrer

mechanischen Eigenschaften, des Strömungsverhaltens des Mediums

im fertigen System, des Kunststoffschmelzflusses bei der Bauteilherstellung

und des Verzugsverhaltens nach dem Herstellungsprozess

untersucht. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Fluidikanwendungen stellen oft hohe Anforderungen an die eingesetzten

Werkstoffe: aggressive Medien, hohe Temperaturen und

Drücke sowie Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie

oder Biokompatibiliät in der Medizintechnik oder Pharmazie sind

nur einige der Herausforderungen. Hier steckt in den eingesetzten

Kunststoffteilen wie Ventilen, medienführenden Leitungen oder

komplexe kundenspezifische Gesamtlösungen sehr viel Know-how.

Die Fluidikexperten von Bürkert haben daher seit über 40 Jahren

im eigenen Haus Wissen und Kompetenzen zur Entwicklung von

Kunststoffbauteilen bis hin zur Kunststofffertigung aufgebaut (Bild

1). Seit kurzem sind diese im neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik

am Campus Criesbach gebündelt. Anwender profitieren von

exakt an die eigenen Bedürfnisse angepassten Kunststofflösungen,

kürzeren Entwicklungszeiten, schnelleren Markteinführungen und

Unterstützung bei teilweise komplexen und langwierigen internationalen

Zulassungsprozessen.

Die ganze Kunststoff-Wertschöpfungskette aus einer Hand

Ein cross-funktionales Team aus den Bereichen Werkstofflabor,

Entwicklung, Werkzeugkonstruktion, Werkzeugbau, Technikum,

Kunststofffertigung sowie der Qualitätssicherung deckt im neuen

Kompetenzzentrum die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette

ab. Dabei ist zuallererst die Werkstoffauswahl entscheidend. Im

Standard-Portfolio sind gut 90 verschiedene Werkstoffe, passend

für die meisten Anwendungen. Für besonders herausfordernde Anwendungen

können darüber hinaus in enger Absprache kundenspezifische

Werkstoffe entwickelt werden.

Nach der Werkstoffauswahl folgt seine Qualifizierung im Labor

für den jeweiligen Einsatzfall. Dies betrifft den Werkstoff, aber

auch das Bauteil bzw. das gesamte System. Anschließend werden

die Bauteile so entwickelt, dass eine kunststoffgerechte Serienproduktion

möglich ist. Es folgt je nach Kundenanforderung die Prototypen-Erstellung

z.B. per Aditive Manufacturing-Technologien,

Bürkert deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffproduktion

im eigenen Haus ab. Das ermöglicht schnelle

Reaktionszeiten bei Anpassungen und verhindert disruptive

Lieferketten. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

Auch die Werkzeugkonstruktion samt Werkzeugbau ist im eigenen Haus

angesiedelt. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

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Vakuumgießen oder gespritzt aus kostengünstigen Prototypenwerkzeugen

in Originalwerkstoffen. Die Prototypen werden je nach

Anwenderbedarf für Funktions- oder Bauraumprüfung realisiert.

Bereits in diesen Schritten ist es hilfreich, die Komplettlösung im

Blick zu haben und nicht nur die Entwicklung einzelner Bauteile.

Es folgen Artikel- und Werkzeugsimulation zum Beispiel hinsichtlich

der mechanischen Eigenschaften, des Strömungsverhaltens des

Mediums im fertigen System, des Kunststoffschmelzflusses bei der

Bauteilherstellung und des Verzugsverhaltens nach dem Herstellungsprozess

der Bauteile (Bild 2). Auch die Werkzeugkonstruktion

samt Werkzeugbau ist im eigenen Haus angesiedelt (Bild 3), ebenso

wie ein Technikum und die Kunststoffspritzerei für z. B. transparente

Teile, komplexe mechanisch beanspruchte Teile sowie Mikrokonturen

in Makrobauteilen.

Durch die Komplettlösung aus einer Hand entstehen kurze,

schnelle Kommunikationswege, was beispielsweise Optimierungen

erleichtert. Zudem werden disruptive Lieferketten vermieden. In

allen Schritten profitieren Kunden zudem vom doppelten Knowhow

der Fluidikexperten: Diese kennen sich nicht nur in der Chemie

der eingesetzten Werkstoffe bestens aus, sondern sind auch mit

den Prozessen der Zielbranche vertraut, in der die fertiggestellten

Komponenten später zum Einsatz kommen. In vielfältigen Anwendungen

konnte die Innovationsfähigkeit der Kunststoffentwicklung

bereits unter Beweis gestellt werden: Seien es zuverlässig spülbare

Ventile im Lebensmittel- und Pharmabereich, die Wasseraufbereitung

an Zahnarztstühlen, die lebensmittelzugelassene Beschriftung

mittels industrieller Tintendrucksysteme, druckbeständige Systeme

in Heißwasser- und Dampfanwendungen oder passend zur Corporate

Identity des Kunden eingefärbte Bauteile.

Bürkert GmbH & Co. KG

D 74653 Ingelfingen

SÜDPACK steigert erneut

Punktezahl im EcoVadis-Ranking

Auch im EcoVadis-Ranking 2025 sind die konsequenten Bemühungen von SÜD-

PACK in puncto Nachhaltigkeit wieder deutlich ablesbar: Der Folienhersteller

konnte im Vergleich zu den Vorjahren seine bisherigen Ergebnisse nochmals

steigern – und sich nun mit 85 von 100 Punkten erneut einen Platz unter den Top

5 % aller weltweit bewerteten Unternehmen und infolgedessen auch eine Goldmedaille

sichern.

Zunächst 59, dann 63, 2024 schließlich 84

und nun 85 Punkte: Die Bilanz der SÜD-

PACK Unternehmensgruppe bei EcoVadis

ist ein Abbild der kontinuierlichen Fortschritte

in den Bereichen Nachhaltigkeit

und unternehmerische Verantwortung. Seit

jeher legt das hochinnovative Familienunternehmen

nicht nur Wert auf nachhaltige

Beschaffungspraktiken in seiner gesamten

Lieferkette, sondern hat auch mit seinen

materialeffizienten und recyclingfähigen

Hochleistungsfolien sowie Verpackungskonzepten

schon frühzeitig neue Marken in

der Branche gesetzt.

Die Auszeichnung spiegelt die konkreten

Nachhaltigkeitsziele wider, die in der

ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie

„Sustainability Leadership“ festgelegt wurden

und „deren messbare Fortschritte eine

herausragende Leistung aller Mitarbeitenden

sind“, unterstreicht die Geschäftsführung.

„Zugleich ist sie ein Ansporn, uns stetig

weiter zu verbessern, immer wieder neue

Standards für ökologische und soziale Verantwortung

zu implementieren und nicht

zuletzt langfristige Werte für alle Stakeholder

zu schaffen.“

Konkrete Fortschritte von SÜDPACK

Die renommierte Plattform für Nachhaltigkeitsratings

hat weltweit bislang rund

150.000 Unternehmen nach ihren Leistungen

in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und

Menschenrechte, Ethik sowie Nachhaltige

Beschaffung bewertet.

Im Ranking 2025 wurde SÜDPACK

nun erneut ein fortgeschrittenes Nachhaltigkeitsmanagement-System

bescheinigt.

Die Bereiche Umwelt (92 Punkte) sowie

Arbeits- und Menschenrechte (84 Punkte)

blieben dabei auf einem gleichbleibend hohen

Niveau. Im Bereich Ethik steigerte sich

der Hersteller jedoch im Vergleich zum Vorjahr

deutlich, und zwar von 72 auf 80 Punkte.

Belegende Dokumente zeigen hierbei

eine außergewöhnlich hohe Abdeckung von

Ethikaktionen und -zertifizierungen in den

Aktivitäten des Unternehmens. So wurden

unter anderem Risikobewertungen für Informationssicherheit

erstellt und bestehende

Bewertungen für Korruptionsprävention

weiter ausgebaut.

Im Bereich Nachhaltige Beschaffung

verbesserte sich die Bilanz im Vergleich

zum Vorjahr ebenfalls – um drei auf 80

Punkte. Ausschlaggebend hierfür waren

u.a. Risikobewertungen, die die negativen

Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit in

der Lieferkette durch Lieferanten, Produkte

oder Einkaufskategorien aufzeigen und

durch formalisierte Dokumente so insgesamt

den Nachweis eines CSR-Risikoanalyseverfahrens

erbringen. Der Vorteil: Lassen

sich in dieser Analyse etwaige Risiken

erkennen, können weitere Maßnahmen

abgeleitet und darüber hinaus auch zusätzliche

Anreizprogramme für Lieferanten

entwickelt werden, wobei SÜDPACK

soweit möglich ohnehin Geschäftspartner

bevorzugt, die eigene Programme zur ökologischen

und sozialen Nachhaltigkeit verfolgen.

SÜDPACK VERPACKUNGEN SE & Co. KG

D 88416 Ochsenhausen

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Innovation, Qualität und Freude: 75 Jahre Schreiner Group

Mit dem Schäfflertanz

ins Jubiläumsjahr 2026

Seit 75 Jahren steht die Schreiner Group für Innovation, Qualität und Freude.

Was 1951 in einer kleinen Garage begann, hat sich zu einem international erfolgreichen

Hightech-Unternehmen entwickelt. Mit dem traditionellen Tanz der

Münchner Schäffler ist die Schreiner Group nun feierlich in ihr Jubiläumsjahr

2026 gestartet und setzt damit bewusst ein Zeichen für die Verbindung von historischer

Verwurzelung, gelebter Tradition und zukunftsorientierter Entwicklung.

Geschäftsführer Roland Schreiner blickt im Jubiläumsjahr 2026 auf 75 Jahre Unternehmensgeschichte

zurück und freut sich auf eine vielversprechende Zukunft. © Schreiner Group

Der Schäfflertanz: Symbol für

Zuversicht und Aufbruch

Alle sieben Jahre führen die Münchner

Schäffler ihren Tanz auf und pflegen damit

eine ehrwürdige Tradition: Angeblich ist der

Rundtanz mit den grün belaubten Bögen

1517 entstanden, um die Menschen nach der

Pest aus ihren Häusern zu locken und Freude

in die Stadt zu bringen. Er steht für Zuversicht,

Gemeinschaft und den Aufbruch

in eine erfolgversprechende Zukunft. Auch

bei der Schreiner Group tanzen sie seit vielen

Jahrzehnten regelmäßig und unterstreichen

damit die enge Verbundenheit des

Familienunternehmens mit der Region und

ihren Traditionen. „Dass die Schäffler unser

Jubiläumsjahr eröffnen, passt für uns in besonderer

Weise“, sagte Geschäftsführer Roland

Schreiner. „Der Schäfflertanz verbindet

Geschichte mit Gegenwart. Zugleich richtet

er den Blick nach vorn. Die Schreiner Group

hat sich in 75 Jahren zu einem innovativen

Hightech-Unternehmen mit hervorragenden

Zukunftsaussichten entwickelt, ohne

dabei ihre Wurzeln aus dem Blick zu verlieren.“

Heute erwirtschaften ca. 1.300 Mitarbeiter

an vier Standorten weltweit einen

Jahresumsatz von über 220 Millionen Euro.

Vom Garagenbetrieb zum internationalen

Hightech-Unternehmen

Gegründet wurde die Schreiner Group 1951

von Margarete und Theodor Schreiner im

Münchner Stadtteil Laim. Schon früh setzte

das Unternehmen auf Innovation und begann

bereits 1961 mit der Herstellung selbst-

klebender Etiketten in Weiterentwicklung

der Nassleim-Etiketten. Helmut Schreiner

hat die Firma 1974 von seinen Eltern übernommen

und fast 40 Jahre lang die erfolgreiche

Entwicklung entscheidend vorangetrieben.

Viele Meilensteine wie die Integration

von wichtigen Zusatzfunktionen in Etiketten

bis hin zum Umzug an den heutigen

Hauptsitz in Oberschleißheim sind eng mit

seinem unternehmerischen Wirken verbunden.

Als Senior-Gesellschafter begleitet Helmut

Schreiner die Schreiner Group weiterhin

eng. Er sagt: „Wachstum war für uns nie

Selbstzweck. Entscheidend war immer, das

Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen –

mit Investitionen in Technologien, mit langfristigem

Denken und mit Verantwortung

für unsere Mitarbeiter und die Region.“

Ein Jubiläumsjahr mit vielen Momenten

Das Jubiläumsjahr 2026 wird die Schreiner

Group mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen

feiern, die über das Jahr verteilt

stattfinden und auch in den Social-Media-

Kanälen des Unternehmens sichtbar sein

werden. Ein kleines Jubiläums-Highlight

gibt es schon in Kürze: Am 25. April wird

am Standort Dorfen ein Tag der offenen Tür

stattfinden, bei dem Besucher Einblicke in

die Arbeit und Produktion der Schreiner

Group erhalten – auch in den erst Ende 2025

eröffneten neuen Anbau.

Schreiner Group GmbH & Co. KG

D 85764 Oberschleißheim

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Zum Jahresende 2025 haben Bernhard Scheller und Jürgen Kutzer

die aktive Geschäftsführung der Ruland abgegeben.

Ruland-Anlage für die Produktion

in der Lebensmittelindustrie.

© Ruland Engineering

& Consulting GmbH

Ruland Engineering & Consulting

stellt neue Geschäftsführung vor

Jürgen Schütze begann 2007 noch während des Studiums zum Bachelor

of Engineering bei Ruland. Nach zahlreichen Projekten und

Führungsverantwortung in der Automatisierung wechselte er in

den Vertrieb und trat vor zwei Jahren in die Geschäftsleitung ein.

Als Geschäftsführer begleitet er heute Kunden bei der Entwicklung

von Prozesslinien und der Planung von Anlagen für das zuverlässige

Processing von Flüssigkeiten. Zusätzlich verantwortet er die Bereiche

Digitalisierung sowie das Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutz-Management.

Jens Schumann – Verantwortung für technische Umsetzung

Geschäftsführung Ruland: Jürgen Schütze, Florian Klein, Jens Schumann.

© Ruland Engineering & Consulting GmbH

„Im Namen aller Mitarbeiter danke ich Bernhard Scheller und Jürgen

Kutzer für 25 Jahre Ruland“, sagt Florian Klein, Geschäftsführender

Gesellschafter der Ruland Engineering & Consulting GmbH. „Beide

haben das Unternehmen aufgebaut und geprägt. Ihr persönlicher

Einsatz war entscheidend für unseren Erfolg. Sie haben Ruland zu

dem gemacht, was es heute ist. Wir sind sehr froh, dass Bernhard

und Jürgen uns mit ihrem umfangreichen Wissen im Anlagenbau

bei Neuprojekten und Consulting-Aufgaben weiter unterstützen

werden.“

Neue Geschäftsführung

Ruland Engineering & Consulting hat die langjährigen Mitarbeiter

Jürgen Schütze und Jens Schumann in die Geschäftsführung berufen.

Beide führen zusammen mit Florian Klein das Unternehmen in

die nächste Entwicklungsphase.

Jürgen Schütze – Fokus auf Vertrieb, Digitalisierung und IMS

Nach seiner Ausbildung zum Molkereifachmann und dem erfolgreichen

Abschluss des Studiums der Lebensmitteltechnologie an

der TU München/Weihenstephan startete Jens Schumann seine

Laufbahn bei Ruland im Jahr 2011. Der Diplom-Ingenieur sammelte

in internationalen Projekten des Sonderanlagenbaus umfassende

Erfahrung in der Planung und Realisierung komplexer Anlagen

in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Bereits früh

übernahm er die Leitung der verfahrenstechnischen Abteilungen.

Seit 2024 gehört Jens Schumann der Geschäftsleitung an. In seiner

heutigen Funktion als Geschäftsführer verantwortet er die gesamte

verfahrens- und elektrotechnische Projektierung, Konstruktion, den

Rohrleitungsbau und die Montage.

Blick nach vorn

„Mit der Nachfolge aus eigenen Reihen setzen wir auf kontinuierliche

Weiterentwicklung“, so Florian Klein. „Wir verstehen uns weiterhin

als Familienunternehmen, in dem die Partnerschaften mit

unseren Kunden an erster Stelle stehen. Mit fundierter Beratung

liefern wir maßgeschneiderte zukunftsfähige Prozessanlagen für innovative

Produktionsprozesse.“

Ruland Engineering & Consulting GmbH

D 67435 Neustadt

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Seite 58/79


Das internationale Event der Reinraum- und Prozessbranche

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Wir freuen uns, Sie im Frühjahr 2026 wieder in Karlsruhe begrüßen zu dürfen.

Neben allgemeinen Themen, wie Regelung und Compliance, Qualifizierung und Validierung,

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Fachkonferenz / Case Studies / Lessons Learned

LABOR IMPULS FORUM 2026

Innovative Forschungs‐ und Laborwelten

– von der Vision zu Realität

Im Fokus des LABOR IMPULS FORUMS

2026 am 17. - 18. März 2026

in München stehen:

Wie sehen Laborräume aus, die Innovation

nicht nur ermöglichen, sondern aktiv fördern?

Der süddeutsche Raum zählt zu den

innovativsten Regionen Europas – hier entstehen

weltweit relevante Entwicklungen in

Biotechnologie, Medizintechnik, Pharmazie

und Chemie. Die Region zeichnet sich

durch eine hohe Konzentration an Unternehmen

und Forschungseinrichtungen aus,

die z. B. biologische Arzneimittel entwickeln

und produzieren. Besonders hervorzuheben

ist dabei die Achse Ulm–Laupheim–Biberach–Ravensburg

sowie die Europäische

Metropolregion München. Und hier findet

das LABOR IMPULS FORUM 2026 statt

– unter dem Leitthema „INNOVATIONS-

RÄUME SÜD: Labore und Life Sciences im

Dialog“.

Im Fokus steht der interdisziplinäre Austausch

zwischen Architektur, Wissenschaft

und Technologie. Labore werden dabei als

entscheidende Schnittstellen zwischen

Forschung, Entwicklung und Zukunftstechnologien

verstanden – insbesondere in

den wachstumsstarken Life Sciences. Diese

Branchen benötigen nicht nur exzellente

Forschungsteams, sondern auch physische

Umgebungen, die Kollaboration, Flexibilität

und Nachhaltigkeit ermöglichen. Das Labor

wird so zur aktiven Mitgestalterin des Innovationsprozesses.

Das LABOR IMPULS

FORUM versteht sich als Plattform, um

diesen Wandel aktiv mitzugestalten – gemeinsam

mit den Menschen, die ihn täglich

erleben. Nehmen Sie am LABOR IMPULS

FORUM 2026 teil und bringen Sie Ihre persönliche

Expertise in den Austausch zwischen

den Disziplinen der Laborwelt ein.

Am 2. Veranstaltungstag können die

Teilnehmer das Helmholtz Center Munich

aus nächster Nähe kennenlernen: das

Helmholtz Diabetes Center (HDC) und den

Helmholtz Pioneer Campus (HPC).

Das HDC widmet sich einer der größten

gesundheitlichen Herausforderungen unserer

Zeit. Mit einem starken Fokus auf trans-

lationale Forschung verbindet das HDC

Grundlagenforschung, klinische Studien

und datengetriebene Ansätze, um Diabetes

und Stoffwechselerkrankungen ganzheitlich

zu verstehen. Ziel ist es, neue Präventions-,

Diagnose- und Therapieansätze zu

entwickeln, die messbar zur Verbesserung

der Patientenversorgung beitragen.

Der HPC steht für einen neuen Ansatz

in der biomedizinischen Forschung. Hier

treffen visionäre Köpfe, interdisziplinäre

Teams und unternehmerisches Denken

aufeinander. Er bietet jungen Forschungsgruppen

maximale Freiheit, um radikal neue

Ideen zu verfolgen, Risiken einzugehen und

innovative Lösungsansätze für die Medizin

von morgen zu entwickeln. Modernste Laborinfrastruktur,

offene Arbeitskonzepte

und eine ausgeprägte Innovationskultur

machen den Campus zu einem Hotspot für

wissenschaftliche Pionierarbeit.

Der Besuch beider Einrichtungen ermöglicht

einen exklusiven Blick hinter die

Kulissen exzellenter Forschungspraxis und

zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche

Visionen, technologische Innovation und

gesellschaftliche Relevanz am Helmholtz

Center Munich zusammenkommen. Ein

inspirierender Abschluss des Labor Impuls

Forums, der neue Perspektiven eröffnet und

zum Weiterdenken anregt.

LABOR IMPULS FORUM 2026 - zwei

Fachkonferenztage im Dialog zu Innovationen

zwischen Labor und Life Sciences.

Im Podcast „Labor im Ohr“ https://creators.spotify.com/pod/show/labor-im-ohr/

ist Maike Kranz (Veranstaltungsleitung)

vorab out of the box mit einigen Referenten:innen

im Gespräch.

Es gibt auch einen Netzwerkrabatt (990

€ anstatt 1.250 €), der auf Anfrage bei der

uniko.academy lif@uniko.academy (mit einem

entsprechenden Code) interessierten

Teilnehmern zur Verfügung gestellt wird.

uniko GmbH

D 52074 Aachen

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Experteninterview zur analytica 2026

Mikroplastik-Nachweis

zwischen Anspruch und Realität

– Imaging und Spektroskopie: Ideale Kombination für die Kunststoffanalytik

– analytica conference: Mikroplastik in Umweltproben und Nahrungsmitteln

– Von GC-MS bis Raman-Mikroskopie: Alle großen Hersteller in München vertreten

Mikroplastik findet sich mittlerweile überall, aber der Nachweis der winzigen

Kunststoffteilchen ist immer noch eine Herausforderung. Auf der analytica, die

vom 24. bis 27. März 2026 ihre Tore in München öffnet, suchen Wissenschaftler,

Gerätehersteller und Anwender gemeinsam nach Lösungen. Ein Gespräch

mit Prof. Dr. Stephan Wagner, Professor für Umweltanalytik an der Hochschule

Fresenius in Idstein und Leiter einer analytica conference Session zur Kunststoffanalytik.

Prof. Dr. Stephan Wagner, Professor für Umweltanalytik

an der Hochschule Fresenius in

Idstein, leitet eine analytica conference Session

zur Kunststoffanalytik © Hochschule Fresenius

Welche Methoden kommen

beim Nachweis von Mikroplastik

zum Einsatz?

Die Partikelzahl – und zugleich die Form,

Größe und chemische Zusammensetzung

– lässt sich gut mittels optischer Mikroskopie

in Kombination mit der FTIR- oder der

Raman-Spektroskopie bestimmen. Man

nennt das dann FTIR- beziehungsweise

Raman-Mikroskopie. Solche komplementären

Verfahren, zu denen auch die Kombination

aus Elektronenmikroskopie und

Röntgenspektroskopie gehört, setzen sich

zunehmend durch. Daneben gibt es noch

die massenbasierten Methoden. Der Goldstandard

ist hier die Pyrolyse-GC-MS. Die

Probe wird bei hohen Temperaturen pyrolysiert,

die gasförmigen Pyrolyseprodukte

werden per Gaschromatographie getrennt

und mit der Massenspektrometrie identifiziert.

Je nach Matrix gibt es aber Interferenzen.

Das ist ein häufiges Problem bei

den massenbasierten Verfahren. Und bei

kleinen Partikeln, selbst wenn es viele sind,

kann die Masse so gering sein, dass der Detektor

nicht anschlägt.

Wird Ihre analytica conference

Session die verschiedenen

Methoden beleuchten?

Ja, aber in der Session wollen wir nicht nur

über Mikroplastik in Umweltproben reden.

Bevor das Material in die Natur gelangt,

ist es vielleicht eine Käseverpackung oder

eine Getränkeflasche. Es geht also auch

um Produktqualität und darum, wie sich

Herr Professor Wagner, wie

ausgereift ist die Analytik

von Mikroplastik?

Mit den entsprechenden Referenzmaterialien

funktioniert das in Trinkwasser

ganz gut, wobei geringe Konzentrationen

durchaus eine Herausforderung sind. Im

Abwasser ist es schon schwieriger, weil dort

alle mögliche Partikel enthalten sind, nicht

nur Plastik. Für Boden- und Luftproben ist

es noch komplizierter. Im Boden sind die

Konzentrationen meist geringer, in der Luft

wiederum sind die Partikel extrem klein.

Luftmessungen sind aber wichtig, gerade

wenn man an Reifenabrieb denkt. Die

Partikel können so klein sein, dass sie möglicherweise

lungengängig sind.

Auf der analytica werden Neuheiten im Bereich der Mikroskopie gezeigt. © Messe München GmbH

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Mikroplastik in verpackten oder generell in

industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln

kontrollieren und reduzieren lässt.

Was erhoffen Sie sich von

der analytica?

Für mich ist die analytica die Leitmesse

schlechthin, weil hier Leute aus Wissenschaft,

Geräteindustrie und Anwendung

zusammenkommen. In den Sessions der

analytica conference diskutieren wir gewisse

Themen und dann gehen wir rüber in die

Messehallen, wo wir die entsprechenden

Analysensysteme und Application Notes

sehen. Manchmal beteiligen sich Gerätehersteller

auch an der Diskussion in den

Sessions. Diese Anwendungsnähe und

der Austausch sind wichtig. Es hilft uns im

Forschungslabor enorm, wenn ein Hersteller

eine neue Methode oder ein neues Gerät

vorstellt, das unsere Probleme zu lösen

vermag.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die von Stephan Wagner geleitete Session

„Challenges and Solutions for Analyzing

Plastics Throughout Their Life Cycle – Detecting

Plastics Where They Don‘t Belong”

findet am 25. März von 09:30 bis 11:30 Uhr

im ICM (Saal 3) statt.

Lösungen rund um die Kunststoffanalytik

Moderne Systeme, die Kunststoffe charakterisieren,

sind nicht nur in der Umweltanalytik,

sondern ebenso in der Entwicklung

von nachhaltigeren Materialien

sowie in der industriellen Produktion und

Qualitätskontrolle unerlässlich. Die analytica

lässt keinen Aspekt außen vor und

informiert über alle Facetten der Kunststoffanalytik.

Informationen zur FTIRbeziehungsweise

Raman-Mikroskopie erhält

man unter anderem an den Ständen

von attocube, Bruker, Horiba, Jasco, Keyence,

Malvern Panalytical, Nikon, Oxford

Instruments, PerkinElmer, Renishaw und

Thermo Fisher Scientific. Mit Carl Zeiss

Microscopy, Evident, Leica Microsystems

und Nikon sind führende Hersteller von

optischen Mikroskopen sowie mit Thermo

Fisher Scientific, Jeol und Hitachi High-

Tech Anbieter aus dem Segment Elektronenmikroskopie

vertreten. Geräte für die

Pyrolyse-GC-MS finden sich im Portfolio

von analytica Ausstellern wie Agilent,

Gerstel, Shimadzu, SIM und Thermo Fisher

Scientific.

Messe München GmbH

D 81823 München

Matthias Ruoss wird neuer

Geschäftsführer der Enzler Reinigungen AG

Matthias Ruoss

Matthias Ruoss übernimmt per 1. Februar

2026 die Geschäftsführung der Enzler Reinigungen

AG und wird somit Geschäftsleitungsmitglied

der Enzler Gruppe. Vorgängig

war Matthias Ruoss bei den beiden

internationalen Großkonzernen CBRE und

ISS in verschiedenen Führungsfunktionen

tätig. Er verfügt über 19 Jahre Erfahrung in

den Bereichen Facility Management und

Reinigung.

Der diplomierte Betriebsökonom FH in

Facility Management legt grossen Wert auf

Kundennähe sowie auf eine hohe Kundenund

Mitarbeiterzufriedenheit. Matthias Ruoss

ist 41 Jahre alt, verheiratet mit Daniela

und wohnhaft in Immensee (SZ). In seiner

Freizeit hält er sich sportlich und geistig

fit durch verschiedenste Aktivitäten in der

Natur, spielt und hört gerne Musik und verbringt

gerne Zeit im In- und Ausland mit

seiner Familie und mit Freunden.

In Bezug auf seine neue Aufgabe äußert

er sich wie folgt: „Nachhaltiger Erfolg entsteht

dort, wo Menschen Verantwortung

übernehmen können. Führung heisst für

mich, Orientierung zu geben, Hindernisse

aus dem Weg zu räumen und Rahmenbedingungen

zu schaffen, damit unsere Mitarbeitenden

gemeinsam echten Mehrwert

für Kunden und die Organisation schaffen.“

«Wir freuen uns, Herrn Ruoss als erfahrenen

Branchenspezialist in unserem

Familienunternehmen willkommen zu heissen.

Die Fokussierung der Enzler Gruppe

wird weiterhin in den Bereichen Hygiene,

Sauberkeit und Digitalisierung liegen, und

Herr Ruoss trägt dabei eine entscheidende

Rolle» betont Karl Enzler, Präsident des Verwaltungsrats.

Enzler Hygiene AG

CH 8005 Zürich

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Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions feiert 25 Jahre VDMA-Mitgliedschaft: Beim ersten VDMA-Tag am Hauptsitz in

Aßlar standen Wissensaustausch und Vernetzung im Fokus. (Quelle: Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions)

Erster VDMA-Tag bei Pfeiffer

Vacuum+Fab Solutions in Aßlar

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Mitgliedschaft im Verband

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) veranstaltete

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions am 3. Februar 2026 erstmals einen

VDMA-Tag am Hauptsitz in Aßlar. Im Mittelpunkt der Veranstaltung

standen die Förderung des Wissenstransfers sowie die gezielte Vernetzung

von Fachabteilungen des Unternehmens zu aktuellen Branchenthemen.

Austausch zu aktuellen regulatorischen Herausforderungen

Der VDMA-Tag fokussierte sich auf die neuen und zunehmend

komplexen Anforderungen, die durch aktuelle und bevorstehende

Regulierungen auf die Industrie zukommen. Im Zentrum standen

Themen wie die Maschinenverordnung, der Cyber Resilience Act,

die Funkanlagenrichtlinie, ATEX und die Auswirkungen der US-

Zölle.

In mehreren Fachvorträgen beleuchteten Mitarbeiter des VDMA

diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und diskutierten

praxisnahe Fragestellungen mit den Teilnehmern von Pfeiffer Vacuum+Fab

Solutions. Diese arbeiten in unterschiedlichsten Fachabteilungen

des Unternehmens, darunter Forschung & Entwicklung, Trade

Compliance, Exportkontrolle, Logistik sowie die digitale Transformation.

Netzwerken und Wissenstransfer im Fokus

Für den VDMA ermöglichte die Veranstaltung einen direkten Erfahrungsaustausch

mit den hochqualifizierten Mitarbeitern von Pfeiffer

Vacuum+Fab Solutions, von denen zahlreiche Experten auch in

mehr als 32 Gremien des VDMA aktiv mitwirken – darunter unter

anderem im Forschungsfonds Vakuumtechnik sowie in den Fachabteilungen

Vakuumtechnik, Photovoltaik-Produktionsmittel und

diverser Normungsgremien. Der VDMA-Tag stärkte dieses Netzwerk

zusätzlich und erleichtert damit auch zukünftig den effizienten

Transfer von Fachwissen in die jeweiligen Abteilungen und Arbeitsbereiche.

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions profitierte im Rahmen des

VDMA-Tages insbesondere von der Branchenexpertise der Vortragenden

sowie von fundierten Einschätzungen zu aktuellen regulatorischen

Entwicklungen. Der enge Austausch ermöglichte es,

konkrete Fragestellungen aus dem Unternehmensalltag unmittelbar

zu diskutieren und sich frühzeitig auf sich verändernde regulatorische

Anforderungen einzustellen – unterstützt durch die fachliche

Kompetenz des größten europäischen Wirtschafts- und Branchenverbandes.

25 Jahre gelebte Partnerschaft

„Die Verbindung zwischen dem VDMA und Pfeiffer Vacuum+Fab

Solutions besteht bereits seit 2001. Ausgangspunkt war die Teilnahme

an einem Projekt des Forschungsfonds Vakuumtechnik (FFVak).

Heute engagieren sich über 40 Mitarbeiter von Pfeiffer aktiv im

VDMA und bringen ihr Fachwissen unter anderem in die Entwicklung

und Umsetzung von Industriestandards ein“, berichtet Jürgen

Eisenreich, Referent Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik

beim VDMA.

Dieses langjährige Engagement unterstreicht die Bedeutung des

Netzwerks und die Rolle von Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions als Impulsgeber

in der Branche.

Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions

D 35614 Asslar

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Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind längst fester Bestandteil

der industriellen Oberflächentechnik.

PaintExpo 2026 zeigt, wie KI und Automatisierung

die Oberflächentechnik

verändern

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind längst

fester Bestandteil der industriellen Oberflächentechnik.

Ob Prozessüberwachung, Qualitätssicherung, Materialeffizienz

oder Anlagensteuerung – digitale Technologien

verändern Lackierprozesse grundlegend und heben sie auf

ein neues Leistungsniveau. Die PaintExpo greift diese Entwicklung

auf und rückt intelligente, automatisierte Lösungen

vom 14. bis 17. April 2026 in den Fokus, die heute bereits

in der Praxis eingesetzt werden und künftig noch stärker an

Bedeutung gewinnen. Im engen Austausch mit Herstellern,

Systemanbietern, Forschungseinrichtungen und Anwendern

zeigt sich: KI ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern

ein entscheidender Hebel für effizientere, nachhaltigere

und stabilere Beschichtungsprozesse.

Eine feste Größe, wenn es um nachhaltige Prozesse und Fehlerminimierung

im Nasslackprozess geht, ist AOM-Systems. Von AOM

generierte Daten sind die Grundlage für die KI, welche die Prozesse

der Kunden automatisieren und optimieren. Anwender sind damit in

der Lage, mit KI die Fehler im Sprühprozess zielgerichtet und unmittelbar

zu beheben. Dafür erhält der Bediener von der KI eine Mitteilung,

wo exakt die Fehlerursache im Prozess liegt. Dies reduziert die

Fehlproduktion und minimiert Lack-, Energie- und Stromverbrauch.

Somit trägt KI nun direkt zur Ressourcenschonung und dem besseren

Umgang mit Produktionsmitteln bei. „Ein großer OEM musste

eine Mindestschichtdicke erreichen und legte dafür einen hohen

Sicherheitsbeiwert fest, um selbst bei kleinen Prozessschwankungen

die Mindestschichtdicke zu erreichen. Mit Spray von AOM kann

er nun 100 % des Schichtauftrags in Echtzeit kontrollieren. Das spart

massiv Schichtdicke, Material sowie alternative nachgeschaltete

Kontrollen und somit bares Geld“, erläutert der Geschäftsführer Dr.

Meiko Hecker anhand eines Praxisbeispiels den Nutzen für die Anwender.

Während der PaintExpo liegt der Fokus von AOM-Systems

auf der Integration der Sprayüberwachung direkt in den Zerstäuber.

Auch Convergent Information Technologies GmbH setzt als

weltweit führender Software-Lieferant für die Lackreparatur mit

Robotern verschiedene Ausprägungen von KI und maschinellem

Lernen ein. „Dies ermöglicht die Automatisierung komplexer Anwendungen,

welche vor wenigen Jahren noch undenkbar schienen.

Sie erlauben einen kürzeren Anlauf, eine größere Flexibilität der

Produktion und eine schnellere Integration neuer Produkte“, erklärt

Geschäftsführer Dr.-Ing Christof Eberst. Auf der PaintExpo zeigt

Convergent IT die nächste Generation der automatischen Planung

für die Lackreparatur mit Robotern und weitere Oberflächenprozesse.

Präsentiert werden auch neue Eingabemöglichkeiten zur leichteren

Roboterprogrammierung, gerade für kostengünstige Anlagen.

Bei der Dürr Systems AG steht die Automation für Nasslacksysteme

im Vordergrund. Auf der PaintExpo zeigt Dürr live die oversprayfreie

Lackierung mit dem EcoPaintJet und präsentiert die Weiterentwicklung

des Materialversorgungssystems EcoSupplyP Core.

Dies ist ein modulares Farbversorgungssystem mit Molchtechnik

und kann überall dort eingesetzt werden, wo verschiedene Lackfarben

in kleineren Mengen appliziert werden, wie in der Bau- und

Holzindustrie oder bei Automobilzulieferern. Unverbrauchter Lack

lässt sich damit nahezu vollständig zurückgewinnen, der Verbrauch

von Spülmittel minimieren und der Farbwechsel beschleunigen. Mit

dem EcoPaintJet hielt die oversprayfreie Lackapplikation Einzug in

die industrielle Fahrzeuglackierung, welche randscharf und ohne

jeglichen Overspray lackiert. Jetzt profitieren auch andere Industriezweige

von dieser Lösung.

ESS Engineering Software Steyr GmbH ist Spezialist für die

Automatisierung des Pre-Processing-Schritts beim Meshing. Dieses

Engagement für Prozessautomatisierung erstreckt sich über den

gesamten Simulationsworkflow. Die Lösungen erzielen dank Automatisierung

erhebliche Zeit- und Effizienzgewinne. Eine Fahrzeugentwicklungszeit

kann z.B. um bis zu einen Monat verkürzt und die

Betriebskosten können um rund 30 Prozent gesenkt werden. Aber

auch reduzierte Prototypkosten, schnellere Optimierungen und

eine geringere Abhängigkeit von Experten lassen sich mit den Lösungen

von ESS erzielen. Anstatt rund 600 kWh für die Lackierung

eines Fahrzeugs, wird mit der neuen patentierten Lackiertechnologie

von ESS der Energiebedarf pro Karosserie auf 200 kWh gesenkt.

In Verbindung mit CO2-Reduktion, erhöhter Materialeffizienz und

Abfallvermeidung dank digitaler Prototypen, sparen die Kunden von

ESS signifikant Ressourcen. Auf der PaintExpo zeigt ESS eine Palette

an automatisierten Prozessen und Workflows über den gesamten

Simulationsablauf.

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Als führender Entwickler von End-of-Arm-Tools für die sensible

Oberflächenbearbeitung – wie Schleifen, Polieren oder Entgraten –

besetzt die FerRobotics Compliant Robot Technology GmbH eine

Schlüsselposition an der Schnittstelle von hochpräziser Mechatronik

und fortschrittlicher Automatisierung. Mithilfe der patentierten

Active Compliant Technology (ACT) überführt das Unternehmen

feinfühlige manuelle Prozesse in die robotergestützte Serienproduktion.

Die ACT-basierten Tools garantieren durch aktive Kraftregelung,

automatischen Toleranzausgleich und KI-optimierte Kalibrierung

eine Präzision, die zu 100 % reproduzierbaren Ergebnissen

führt und perfekte Finishes selbst auf empfindlichen Oberflächen

ermöglicht. Gleichzeitig steigt die Effizienz, während die Prozesssicherheit

erhöht und die Ausschussrate minimiert wird. Auf der

PaintExpo 2026 präsentiert FerRobotics mit dem Active Taping Kit

(ATK) eine Lösung für automatisiertes Maskieren sowie eine einzigartige

Methode zur Lackfehlerausbesserung auf Kunststoff (AOK

403) und neue Bearbeitungsstrategien für eine schnelle und intuitive

Programmierung.

Auch in der Pulverbeschichtung sind Automation und KI ein

Thema. Gema Switzerland GmbH setzt als Applikationshersteller

seit geraumer Zeit auf intelligente, vernetzte Steuerungen bzw. Steuerungssoftware,

wie das „MagicControl 4.0“-System, welches eine

leistungsfähige Automatisierungsschnittstelle bietet. Darüber hinaus

lassen sich ausgewählte Konzepte aus Industrie 4.0 gewinnbringend

im Pulverbeschichtungsprozess einsetzen. Produktionsdaten

werden kontinuierlich erfasst, aufbereitet und mithilfe von Tools wie

dem „GemaConnect® Dashboard“ übersichtlich und informativ visualisiert.

Der daraus resultierende Mehrwert für die Kunden in der

Pulverbeschichtung sind Materialeinsparungen und Effizienzsteigerungen.

Durch präzise Steuerung wird die Pulvermenge optimiert,

was weniger Overspray und damit weniger Materialverbrauch bedeutet.

KI und Automatisierung kann aber auch dazu dienen, höhere

Qualität und Konsistenz zu erreichen, die Arbeitskräfte zu entlasten,

Prozesskontrolle und Rückverfolgbarkeit mit vernetzten Systemen

und Echtzeitdaten zu verbessern sowie die Sicherheit für das Bedienpersonal

zu erhöhen. Gema präsentiert auf der PaintExpo eine

Vielzahl integrierter Funktionen, welche die industrielle Pulverbeschichtung

laufend verbessern und einen nachhaltigen Umgang mit

Ressourcen unterstützen.

Die Automatisierung spielt auch bei M&N Fördersysteme GmbH

eine zentrale Rolle. Die Fördertechnik gewährleistet einen kontinuierlichen,

stabilen Materialfluss und stellt sicher, dass alle Prozessschritte

in der Oberflächentechnik exakt aufeinander abgestimmt

sind. Dadurch erzielen die Kunden von M&N hohe Prozesssicherheit,

Effizienz und reproduzierbare Qualität. Automatisierte Fördertechnik

leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung,

denn ein kontinuierlicher und präzise gesteuerter Transport

der Werkstücke reduziert Stand- und Leerlaufzeiten, minimiert

Nacharbeit und sorgt für eine optimale Auslastung der Beschichtungsanlagen.

Dies führt zu geringerem Energieverbrauch, weniger

Ausschuss und insgesamt effizienteren Prozessen. In Karlsruhe legt

M&N den Fokus auf neue, weiterentwickelte Rundtakt Förderanlagen

und optimierte Steuerungs- und Leitsysteme, die eine höhere

Flexibilität bei Taktzeiten und Werkstückvarianten bieten, die Energieeffizienz

der Antriebe verbessern und einen noch kontinuierlicheren,

automatisierten Materialfluss ermöglichen.

In der Farb- und Lackentwicklung ermöglichen es ML-gestützte

Analysemethoden, Formulierungen, Rezepturen und Applikationsprozesse

wesentlich schneller und fundierter zu verstehen. Pi Probaligence

entwickelt ML-Algorithmen, die branchenübergreifend in

Produktentwicklung, Prozesssteuerung und Simulation eingesetzt

werden. Diese Modelle fließen zunehmend in Steuerungssoftware

ein und ermöglichen dort intelligente Vorhersagen und Assistenzfunktionen.

Je datenreicher und automatisierter ein Prozess, desto

wirkungsvoller können die Lösungen von Pi Probaligence eingesetzt

werden. In der Produktentwicklung erlaubt ML eine dateneffiziente,

explorative Versuchsplanung, die Parameterräume gezielt durchsucht.

Dadurch wird entweder ein Optimum gefunden oder ein digitaler

Zwilling erstellt, der komplexe reale chemische und physikalische

Systeme virtuell abbildet. Auf der PaintExpo 2026 präsentiert

Pi Probaligence konkrete Anwendungen aus Industrie & Forschung

und stellt eine neue Oberfläche mit Steuerung in natürlicher Sprache

sowie automatisierter Anbindung an bestehende Tools vor.

KI und Automatisierung als integrale Bestandteile

vernetzter Beschichtungsprozesse

Die vorgestellten Anwendungen verdeutlichen, dass KI und Automatisierung

in der Oberflächentechnik nicht mehr isoliert betrachtet

werden, sondern zunehmend als integrale Bestandteile durchgängiger

Prozessketten. Der Fokus verschiebt sich von Einzeloptimierungen

hin zu vernetzten Systemen, in denen Prozessdaten,

Qualitätsinformationen und Anlagenparameter in Echtzeit zusammengeführt

und ausgewertet werden. Diese Entwicklung eröffnet

neue Potenziale für reproduzierbare Qualität, Ressourceneffizienz

und Prozessstabilität – setzt jedoch zugleich eine hohe Systemintegration

und belastbare Datenmodelle voraus. Die PaintExpo 2026

bildet diesen technologischen Reifegrad der Branche ab und bietet

eine Plattform für den fachlichen Austausch über den praktischen

Einsatz, die Grenzen und die Weiterentwicklung KI-gestützter Lösungen

in der industriellen Oberflächentechnik.

Leipziger Messe GmbH

D 04356 Leipzig

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Die ganze Vielfalt für alle Anwendungen auf der interpack 2026

Materialien, Packstoffe und Packhilfsmittel

„Innovative Materials“ gehört zu den Hot Topics der interpack 2026 und der Packmittelbereich der Messe vereint die

geballte Kompetenz der Verpackungsbranche – mit über 1.000 Ausstellern und einer weltweit einzigartigen Vielfalt an

Packmitteln, Packstoffen und Packhilfsmitteln.

Neue Materialtechnologien und Designs prägen die Verpackung

von morgen: Hochentwickelte Kunststoffe, faserbasierte Materialien

und intelligente Beschichtungen optimieren Haltbarkeit, Schutz

und Recycelbarkeit. Der Packmittelbereich der interpack 2026 zeigt

vom 7. bis 13. Mai bewährte Lösungen in neuen Anwendungen

ebenso wie aktuelle Entwicklungen und Innovationen. Er vereint

über 1.000 Hersteller von Packmitteln, Packstoffen und Packhilfsmitteln

aus aller Welt in sieben Hallen und Etagen, darunter viele

Premieren bei Erstausstellern. Insgesamt werden auf der interpack

2.800 Aussteller erwartet.

„Die Vielfalt der Materialien und ihrer Anwendungen auf der

interpack ist international einzigartig“, sagt Thomas Dohse, Director

der interpack. „Mit unserem Hot Topic Innovative Materials rücken

wir den Packmittelbereich dieses Jahr bewusst in den strategischen

Fokus und bündeln Entwicklungen aus internationalen Märkten.“

Kunststoffbasierte Packmittel und flexible Verpackungen

Betrachtet man die globale Marktlage, so stellen flexible und starre

Kunststoffverpackungen mit insgesamt 65 Prozent den größten

Marktanteil bei Konsumgüterverpackungen dar (2024, VDMA/

Euromonitor). Auf der interpack sind auch bei den Ausstellern zahlreiche

Kunststofflösungen zu sehen – in Behältern und flexiblen

Verpackungen, einschließlich bio-basierter Folien mit einem klaren

Fokus auf Nachhaltigkeit. Anlaufstellen sind in der Halle 9 unter anderen

Sonoco, Taghleef Industries, groku Kunststoffe, Jokey, Aries

Packaging und Nurel und in Halle 10 zum Beispiel Schütz, Greif

Packaging, Werit Kunststoffwerke, die Armando Alvarez Group, Irplast,

Hipac und die SIT Group. Der Bereich Verschlüsse wird durch

Unternehmen wie United Caps und Bericap abgedeckt.

Taghleef Industries, die in der Halle 9 ihren Auftritt haben, zei-

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Metallverpackungen, insbesondere Dosen und Dosenverschließsysteme,

gibt es in der Halle 7a. Zu den vertretenen Unternehmen

zählen Soudronic, Lanico, die IPA (International Packaging Association),

Emballator, Umar Makina und SPL Industries. „Die Nachfrage

nach kompletten Dosenherstellungslinien nimmt zu, insbesondere

im Bereich Pet Food“, sagt Ruedi Umbricht, COO der Soudronic

AG. „Treiber sind Nachhaltigkeitsanforderungen und der CO₂-

Fussabdruck der Verpackung oder auch strategische Überlegungen

zur Erweiterung der Wertschöpfungskette. In Bezug auf Nachhaltigkeit

und CO₂-Bilanz bietet die Stahldose ganz klar Vorteile. Soudronic,

als Hersteller von schlüsselfertigen Dosenherstellungslinien,

wird den Besuchern der interpack die vielfältigen Möglichkeiten zur

Produktion von Metallverpackungen präsentieren.“ Laut Branchenzahlen

liegt der Anteil von Metallverpackungen derzeit bei 12 Prozent,

mit einem prognostizierten Wachstum von 13 Prozent in den

kommenden Jahren.

Auch Glasverpackungen, ein Klassiker unter den Verpackungslösungen,

sind auf der interpack vertreten. In Halle 10 ist der Bundesverband

Glasindustrie e. V. eine zentrale Anlaufstelle, die über

aktuelle Entwicklungen und Trends informiert. Glas hatte im Jahr

2024 einen Anteil von acht Prozent am Einzelhandelsumsatz mit

Konsumgüterverpackungen und es wird ein weiteres Wachstum von

sechs Prozent bis 2029 erwartet.

Alternative und biobasierte Materialien

gen dort ein breites Spektrum an Folien. „Dazu gehören biobasierte

und recycelte Lösungen für flexible Verpackungen und Etiketten.

Monomaterial-PP-Folien und materialreduzierte Varianten unterstreichen

unseren Fokus auf Recyclingfähigkeit und geringeren

Materialeinsatz“, beschreibt Ambra Stocco, European Marcom Manager

& Label Lead bei Taghleef Industries, das Portfolio des Unternehmens.

Schütz gehört im Packmittelbereich zu den Ausstellern mit einer

besonders umfangreichen Präsenz und ist in Halle 10 vertreten. Hier

erwarten die Besucherinnen und Besucher Kunststofflösungen für

Industrie und Logistik. „Im Fokus unseres interpack-Auftritts 2026

stehen intelligente Verpackungskonzepte, die ökonomische Effizienz

und ökologische Nachhaltigkeit optimal vereinen. Mit unseren

Produkt- und Serviceinnovationen bieten wir Kunden weltweit

wegweisende Lösungen, um ihre Logistikprozesse noch sicherer

und ressourcenschonender zu gestalten“, sagt Veit Enders, Member

of the Board bei Schütz.

Ein großes Angebot gibt es auch im Bereich der Packhilfsmittel

wie Klebstoffe und Klebebänder in den Hallen 7 und 10. Anbieter

wie Henkel, Jowat, Selig Group, H.B. Fuller, Tesa und Sicad zeigen

Lösungen für unterschiedliche Anwendungen und Materialkombinationen.

Papierbasierte Packmittel, Karton und Verpackungsdruck

Papier- und kartonbasierte Verpackungen kommen weltweit auf

einen Marktanteil von rund 16 Prozent bei Konsumgütern. Bis 2029

wird für dieses Segment ein weiteres Wachstum von etwa acht Prozent

erwartet. Auf der interpack ist der Bereich für Papier, Karton,

Wellpappe und Verpackungsdruck in der Halle 8a zu finden. Dort

präsentieren unter anderem Metsä Board, Stora Enso, Sappi, Koehler,

Starkraft sowie Printcity ihre Portfolios. Ebenfalls in Halle 8a

angesiedelt sind Labelling- und Coating-Lösungen, unter anderem

von CCL Label, Actega, Michelman und Stahl Packaging.

Metall- und Glasverpackungen

Einen zusätzlichen Akzent setzen alternative und neue Materialien,

speziell in Halle 9, darunter bei Ausstellern wie Jonatura, Plantera,

Innovia Films, Natureworks und Pacovis. Hier geht es insbesondere

um Innovationen im Bereich biobasierte Kunststoffe während in

Halle 8a faserbasierte Materialien gezeigt werden. Dort sind zum

Beispiel die Stände von Metsä Board oder Stora Enso Anlaufstellen.

Hot Topic 2026: Innovative Materials

Mit „Innovative Materials“ setzt die interpack das Thema Materialien

noch einmal ganz besonders in den Fokus. Diese sind seit jeher

von zentraler Bedeutung für die Verpackungsbranche. Zugleich

steigen die Anforderungen kontinuierlich: Neue regulatorische Vorgaben,

höhere Erwartungen an Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit

sowie zusätzliche funktionale Anforderungen prägen die Materialentwicklung.

Unter dem Hot Topic „Innovative Materials” stehen

daher Werkstoffe, Materialkonzepte und Designansätze im Fokus,

die Funktionalität, Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit miteinander

verbinden.

„Eine der zentralen Aufgaben für Unternehmen aller Branchen

ist es heute, Ressourcen effizient zu nutzen und Materialströme

weltweit konsequent zu schließen. Wir sehen moderne Technologie

als den entscheidenden Schlüssel, um diese Herausforderungen der

Kreislaufwirtschaft zu meistern. Die interpack ist für uns die wichtigste

Plattform, um diese Wege gemeinsam mit unseren Partnern

live zu diskutieren“, ordnet Veit Enders, Schütz, die Herausforderungen

ein.

Save the Date: Der interpack-Dienstag im Forum Spotlight

Besucherinnen und Besucher mit besonderem Interesse an Materiallösungen

können sich auch den 12. Mai vormerken: Dann steht

„Innovative Materials“ im Mittelpunkt des interpack Spotlight Forums.

Das Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Vertiefende Informationen zu Ausstellern, Produkten und Materiallösungen

finden sich in der Aussteller- und Produktdatenbank

der interpack: http://www.interpack.com/1410

Messe Düsseldorf GmbH

D 40001 Düsseldorf

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Fraunhofer ZSI auf der Analytica 2026

Intelligente Sensorik für

sichere Zellproduktion

Mit einer modularen Sensorplattform und KI-Technologie optimieren Fraunhofer-Forschende

die Herstellung von 3D-Gewebemodellen. Ihre Lösung ermöglicht

die kontinuierliche Qualitätskontrolle in Bioreaktoren und eröffnet neue

Perspektiven für die Biotech- und Pharmaindustrie – nicht nur im Hinblick auf

tierversuchsfreie Wirkstofftests.

Ob Wirkstoffscreening oder Toxizitätsprüfung:

Stammzellbasierte 3D-Gewebemodelle

sind wesentlicher Bestandteil der

biomedizinischen Forschung. Doch die Produktion

von Zellaggregaten in Bioreaktoren

ist hochkomplex und kostenintensiv. Bisher

wird die Qualität erst am Prozessende überprüft

– mit hohem Risiko hinsichtlich Zeitund

Materialverlust.

Am Fraunhofer-Zentrum für Sensor-Intelligenz

ZSI haben Forschende der Fraunhofer-Institute

für Biomedizinische Technik

IBMT und für Zerstörungsfreie Prüfverfahren

IZFP nun gemeinsam ein intelligentes

Sensorsystem entwickelt, das den gesamten

Herstellungsprozess kontinuierlich überwacht

und optimiert. Das Fraunhofer IBMT

bringt seine Expertise in der Entwicklung

von optimierten, standardisierten Zellkulturtechniken

und innovativen Modellsystemen

für die Stammzellforschung ein. Das

zukunftsweisende Sammeln und Weiterleiten

von Sensordaten und hieraus abgeleiteten

Informationen wird durch die Multimodale

Autarke Sensorplattform MAUS des

Fraunhofer IZFP realisiert.

erlaubt.

Für die optische Qualitätskontrolle setzen

die Forschenden auf zwei Kamerapfade:

eine In-situ-Kamera fokussiert die rotierenden

Röhrchen des Reaktors und erkennt

Sphäroide in der Schwebe, eine weitere Kamera

erfasst sie, wenn sie durch einen Mikrofluidik-Kanal

gesaugt werden. Die eingebundene

KI erkennt und klassifiziert die

Zellaggregate innerhalb von Millisekunden.

Die MAUS-Edge-KI-Plattform bündelt alle

Sensordaten, wertet sie direkt vor Ort aus

und übergibt die Ergebnisse in eine Datenbank.

Weniger Risiko, mehr Objektivität

Die Fraunhofer-Fachleute bringen mit ihrer

Lösung die Qualitätskontrolle in die laufende

Produktion – objektiv, automatisierbar

und kosteneffizient, denn allein die Medien

für Stammzellen sind teuer und ihre Kultivierung

zeitaufwändig: »Wir gewährleisten

die objektive Bewertung durch KI anstelle

einer subjektiven Einschätzung, die laufende

Überwachung und perspektivische

Anpassung der Prozessparameter und nicht

zuletzt die Anschlussfähigkeit an moderne

Prozessführung im Pharma- und Biotech-

Sektor«, erklärt Projekteiter Dr. Thomas

Velten vom Fraunhofer IBMT. »Unsere Lösung

entspricht modernen Konzepten wie

KI-gestützte Überwachung des

Wachstums von 3D-Zellaggregaten in

suspensionsbasierten Bioreaktoren.

© Fraunhofer IBMT, Bernd Müller

Abgestimmte Sensorik,

klare Qualitätsaussage

Im aktuellen Forschungsprojekt Sphero-

Sense stattete das Team des Fraunhofer

IBMT einen kommerziellen Bioreaktor für

3D-Zellsphäroide, also kugelförmige Zellmodelle,

die Gewebe imitieren können,

mit zwei Sensorebenen aus: Elektrochemische

Sensoren für Glukose, Laktat, gelösten

Sauerstoff, pH-Wert und Temperatur überwachen

die Umgebung der Zellen. Kameras

charakterisieren die Zellaggregate optisch.

Kontinuierlich und in Echtzeit analysieren

sie Größe, Anzahl und Qualität der Sphäroide.

So entsteht eine Wachstumskurve, die

Rückschlüsse auf optimale Bedingungen

Bioreaktor mit integrierten Sensoren für die Online-Prozesskontrolle und die optische Charakterisierung

der produzierten 3D-Zellaggregate. © Fraunhofer IBMT

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An NFC coil for MAUS manufactured using a

3D circuit board printer. © Fraunhofer IZFP.

Process Analytical Technology (PAT) und

Continuous Process Verification, wie sie

von FDA und EMA gefordert werden.« Dabei

arbeitet das System label-free, das heißt

es sind keine Färbungen nötig, die Sphäroide

bleiben unbeschädigt.

Datensouveränität von Anfang an

Ein zusätzliches Plus: Die Lösung arbeitet

ohne Cloud-Anbindung und erfüllt damit

höchste Anforderungen an Datensicherheit.

Auf Wunsch ist eine entsprechende

Anbindung möglich, standardmäßig verbleiben

die sensiblen Prozessdaten jedoch

beim Auftraggeber.

Das System kann auf unterschiedliche

Einsatzszenarien angepasst werden – von

der Stammzellforschung bis zur industriellen

Zellproduktion: »Unsere Plattform

MAUS bietet Rapid Prototyping für jegliche

Monitoring-Anwendungen. Modular konzipiert

kann sie flexibel adaptiert und ganz

nach Bedarf schnell und unkompliziert erweitert

werden«, erläutert Christoph Weingard,

Entwickler für Sensor-Intelligenz und

Mikroelektronik am Fraunhofer IZFP. »Für

SpheroSense haben wir etwa Funkmodule

mit Bluetooth und Near Field Communication,

also NFC, umgesetzt, um die Sensoren

innerhalb der Röhrchen auszulesen – ohne

zusätzliche Kabel. Es wird einfach ein entsprechendes

Steckmodul aufgebracht – und

die Überwachung läuft.«

Das Gesamtsystem wird am Fraunhofer-Zentrum

für Sensor-Intelligenz ZSI im

laufenden Betrieb erfolgreich genutzt – mit

direktem Feedback der Kolleginnen und

Kollegen, die 3D-Zellsphäroide herstellen

und in weiterführenden Projekten mit ihnen

arbeiten.

Vorstellung auf der Analytica 2026

Die Fachleute stellen ihre Lösung von 24.

bis 27. März 2026 auf der Analytica in München

vor. Auf der Weltleitmesse für Labortechnik,

Analytik und Biotechnologie

können sich Besucherinnen und Besucher

ein Bild vom Gesamtsystem machen – inklusive

Sensoren, Kameras und Echtzeit-

Datenanalyse.

Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT

D 66280 Sulzbach

Ziehl-Abegg erfolgreich beim German Design Award

in Kategorie „Excellent Communications Design – Event“

Social Media Days überzeugen Fachjury

Das international tätige Industrieunternehmen Ziehl-Abegg wird beim German Design Award 2026 als Winner ausgezeichnet.

In der Kategorie „Excellent Communications Design – Event“ wurde das Veranstaltungsformat Social Media Days

prämiert.

Die Jury würdigt das Konzept als „ein besonders stimmiges Kommunikationskonzept,

das fachliche Tiefe und emotionale Bindung

wirkungsvoll verbindet“. Die Social Media Days würden „mit einer

klaren, identitätsstiftenden Gestaltung und einer überzeugenden

Dramaturgie Menschen über Branchengrenzen hinweg aktivieren“

Das Organisationsteam der Social Media Days bei Ziehl-Abegg

(von links): Tamara Hirmann, Rainer Grill und Rebecca Amlung.

(Foto: Ziehl-Abegg)

und stellten ein herausragendes Beispiel für exzellentes Kommunikationsdesign

im Veranstaltungsformat dar.

„Wir sind als klassisches Industrieunternehmen seit Jahren

Trendsetter, wenn es um die Ansprache junger Menschen geht“, sagt

Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „Mit hochkarätigen

Vorträgen, praxisnahen Workshops und bewusst gestaltetem

Netzwerken geben wir auch Mitarbeitenden in Behörden, Organisationen

und anderen Firmen die Möglichkeit, die Kommunikation im

Social-Media-Bereich auf ein neues Level zu heben.“

Der German Design Award, vergeben vom Rat für Formgebung,

zeichnet jährlich Projekte aus, die durch gestalterische Exzellenz

und konzeptionelle Stärke überzeugen. Die Auszeichnung gilt als

anerkannter Maßstab für hohe Qualität und Innovationskraft in Design

und Kommunikation.

Die Social Media Days 2026 finden am 1. und 2. Juli in Schwäbisch

Hall statt. Das Format verbindet fachlichen Austausch, Branchenimpulse

und Networking für Praktiker aus Industrie, Medien,

Kommunikation und HR.

Alle Informationen zu Programm und Anmeldung gibt es auf:

www.ziehl-abegg.de/social-media-days

Ziehl-Abegg SE

D 74653 Künzelsau

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JEC World 2026: Schütz präsentiert

leistungsstarke

Leichtbaustrukturen

Vom 10. bis 12. März 2026 stellt Schütz Composites auf der

JEC World in Paris sein umfangreiches Cormaster®‐Portfolio

vor (Halle 6, Stand E55). Die vielseitigen Wabenmaterialien

aus Aramidpapier sind für anspruchsvolle Leichtbauanwendungen

in der Luft‐ und Raumfahrt, im Fahrzeugbau,

in der Industrie und im Rennsport ausgelegt und die

Redundanzen in der Produktion bieten hohe Versorgungssicherheit

sowie konstant hohe Qualität.

Der Cormaster®-Hightechwerkstoff wird in einem exakt definierten

Prozess zu einer hexagonalen oder überexpandierten Zellstruktur

geformt. Die Geometrie verleiht dem Material ein äußerst

geringes Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit und Widerstandsfähigkeit

gegenüber Feuchtigkeit, Ölen und Kerosin. Diese

Eigenschaften prädestinieren Cormaster®-Lösungen für anspruchsvolle

Aufgaben.

Schütz stellt auf der JEC die gesamte Bandbreite seiner Wabenmaterialien

vor, darunter gefräste und thermisch umgeformte Varianten

ebenso wie Sandwichpanels und Engineered Panels. Die Panels

entstehen in Multi‐Etagen‐Pressen oder werden bei Bedarf in

Großraum‐Autoklaven mit Drücken bis zu 8 bar und Temperaturen

bis zu 250 °C ausgehärtet. Die empfindlichen Prepregs werden im

Reinraum der ISO‐Klasse 7 verarbeitet – ein entscheidender Vorteil

bei komplexen Strukturbauteilen.

Das Cormaster®-Material deckt zahlreiche Anwendungen ab,

von tragenden Strukturbauteilen in Flugzeugkabinen bis zu Komponenten

im Fahrzeugbau, in der Industrie und im Rennsport. Auch

Projekte im maritimen Hochleistungsbereich profitieren vom Werkstoff:

Zahlreiche Teile der Rennyacht „Malizia – Seaexplorer“ des

deutschen IMOCA Seglers Boris Herrmann bestehen aus Cormaster®‐Material.

Kontinuierliche Investitionen sichern höchste Standards

Schütz investiert kontinuierlich in moderne Fertigungstechnolo-

Die Anlagen können Wabenblöcke hoch automatisiert fertigen. (Foto: Schütz)

gien, um Prozessstabilität und Qualität im Composite-Bereich zu

erhöhen. In den vergangenen Jahren erweiterte der Verbundwerkstoffspezialist

daher seine Produktionskapazitäten und technische

Ausstattung an seinen Standorten. Am Hauptsitz in Selters beispielsweise

installierte Schütz eine zusätzliche automatisierte Produktionslinie.

Eine neue, zusätzliche Sandwichpanelpresse ist im

ersten Quartal 2026 in Betrieb gegangen, was die Redundanz der

Anlagen weiter stärkt.

Parallel optimiert Schütz bestehende Anlagen durch geziehlte

Investitionen in modernste Sensorik und Regelungstechnik. Dies

ermöglicht Fertigungstoleranzen noch präziser zu kontrollieren und

komplexe Fertigungsprozesse effizient umzusetzen.

Breites Fertigungsspektrum und kundenspezifische Lösungen

Mit dem eigenen Modell- und Formenbau und umfangreichen Bearbeitungskapazitäten,

darunter CNC‐Zerspanung, automatisierte

Potting‐Prozesse und Reinraumbedingungen, bietet Schütz ein

breites Spektrum an Engineering- und Produktionsleistungen für

individuelle Anforderungen.

SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA

D 56242 Selters

Das Cormaster® Wabenmaterial aus Aramidpapier zeichnet

sich durch herausragende mechanische Festigkeit bei

minimalem Eigengewicht aus. (Foto: Schütz)

Am Standort Selters sorgt neueste Anlagentechnik für die

Liefersicherheit des Cormaster® Leichtbauwerkstoffs. (Foto: Schütz)

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Die neue Inspektionsplattform

AIM9 von Syntegon kombiniert

visuelle Inspektion und Dichtigkeitsprüfung

mit einer Ausbringung von bis zu 600 Vials pro Minute.

Neue AIM9 Inspektionsplattform von Syntegon

– Zuverlässigkeit dank jahrzehntelanger Erfahrung

– Durchsatz von bis zu 600 Vials pro Minute; Behältnisgrößen bis zu 250 ml

– Zukunftssicher dank integrierter visueller Inspektion und Dichtigkeitsprüfung

Basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung und bewährter Technologie

bringt Syntegon die Inspektionsplattform AIM9 auf den Markt.

Sie kombiniert visuelle Inspektion und Dichtigkeitsprüfung mit

einer Leistung von bis zu 600 Vials pro Minute. So hilft sie Pharmaherstellern

und CMOs dabei, höchste Inspektions- und Produktqualität

zu erzielen.

Effizienz und Flexibilität im Fokus

„Effizienz ist in der schnelllebigen Pharmaindustrie von entscheidender

Bedeutung“, sagt Bernd Barkey, President Syntegon Japan

und Global Head of Inspection. „Mit der neuen AIM9 können unsere

Kunden ihre Produktivität steigern und ehrgeizige Lieferziele erreichen.“

Die automatisierte Inspektionsplattform für Vials wurde für

Hochleistungsumgebungen entwickelt und verarbeitet bis zu 600

Behältnisse pro Minute.

Eine weitere Herausforderung für Pharmahersteller und CMOs

liegt in der Handhabung unterschiedlicher Behältnisgrößen und

Produkte. Daher hat Syntegon die neue AIM9 mit Fokus auf optimierte

Flexibilität entwickelt. Die Plattform ist für Vial-Größen von 2

bis 250 Millilitern ausgelegt und ermöglicht einfache Formatwechsel

sowie eine schnelle Anpassung an neue Produkte.

Integrierte Dichtigkeitsprüfung

Die nahtlose AIM9 Plattform verfügt über eine weitere wichtige

Funktion: Sie bietet eine vollständig integrierte Dichtigkeitsprüfung

(CCIT) mit Headspace-Analyse, Hochspannungsdichtigkeitsprüfung

oder einer Kombination, ohne dass zusätzliches Equipment

erforderlich ist.

Mit der gesamten Palette visueller Inspektionstechnologien zur Erkennung

von Partikeln und kosmetischen Defekten gewährleistet

die neue AIM9 maximale Detektionsraten und minimalen Falschausschuss.

Neben der patentierten SD-Technologie von Syntegon

sowie verschiedenen Kamerasystemen können Kunden zusätzlich

Deep Learning-Funktionen oder das Bubble Masking-Tool integrieren,

das harmlose Blasen von schädlichen Defekten unterscheidet.

Zuverlässigkeit dank Erfahrung

Die AIM9 ist eine neue Plattform, die auf bewährter Technologie

aufsetzt. So gewährleistet das schonende Transportsystem, das sich

bei vielen Kunden weltweit bewährt hat, eine sichere und stabile

Handhabung. „Dank jahrzehntelanger Erfahrung können wir unseren

Kunden genau das bieten, was sie benötigen, um die erforderliche

Leistung, Effizienz und Flexibilität in ihrem Inspektionsprozess

zu erreichen“, so Bernd Barkey. „Die neue AIM9 ist in mehreren Varianten

auf Basis einer standardisierten Plattform erhältlich, sodass

wir gemeinsam mit unseren Kunden die ideale Lösung entwickeln

können.“

Syntegon Technology GmbH

Blaufelder Straße 45

D 74654 Crailsheim

Telefon: +49 7951 4020

eMail: packaging-ph@syntegon.com

Internet: http://www.syntegon.com

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CAT PURE FOG: Unsichtbaren

Turbulenzen auf der Spur

Nebelgenerator Pure Fog (Copyright:

CAT GmbH)

Die Luftströmungsführung gehört zu den

zentralen Funktionsprinzipien im Reinraum.

Sie bestimmt maßgeblich die Verteilung

und den Abtransport von Partikeln

und Keimen. Der Haken an der Sache: Luftströmungen

sind für das menschliche Auge

unsichtbar.

Will man Luftbewegungen im Reinraum

verstehen und kontrollieren – was für den

normenkonformen Betrieb unerlässlich ist

– müssen diese sichtbar gemacht werden.

Denn nur so lassen sich Produktqualität und

Prozesssicherheit zuverlässig gewährleisten:

Schon kleinste Partikel oder ungewollte

Turbulenzen können die Luftqualität beeinträchtigen

und damit den geforderten Reinheitsgrad

gefährden.

Die Antwort auf diese Herausforderung

bietet die Strömungsvisualisierung. Mithilfe

eines Nebelgenerators macht sie die realen

Luftströmungen im Reinraum sichtbar und

erlaubt es, diese direkt mit den normativen

Zielvorgaben abzugleichen.

Einen neuen technischen Maßstab

setzt hier der eigens für den Reinraumeinsatz

entwickelte Nebelgenerator CAT

PURE FOG. Sein gleichmäßiger, hochfeiner

Nebel aus Reinstwasser-Ultraschallvernebelung

macht selbst minimale

Luftbewegungen sichtbar – zuverlässig

und auch in schwer zugänglichen

Bereichen. Zusätzliche Pluspunkte sind

unter anderem die Nachspeisung des

Wassertanks im laufenden Betrieb, die

über zehn Stufen regelbare Nebelintensität

sowie das abnehmbare Fahrgestell

für maximale Flexibilität und komfortables

Handling.

CAT Clean Air Technology GmbH

Motorstraße 51

D 70499 Stuttgart

Telefon: +49 711 365919937

eMail: info@catgmbh.de

Internet: http://www.catgmbh.de

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Analytik Jena präsentiert mit PULSEspencer R

neue Lösung für Low Volume Dispensing

Analytik Jena präsentierte auf der SLAS 2026 International Conference

& Exhibition (07.–11. Februar) neue Automatisierungslösungen

für Laborworkflows. Ein besonderes Highlight war der Launch

des PULSEspencer R. Es ist das erste Modell einer digitalen und

kontaktlosen Dispenser-Serie im Portfolio von Analytik Jena. Der

PULSEspencer R definiert präzises, berührungsloses Arbeiten neu

und setzt Maßstäbe für moderne Forschungsanwendungen.

Der neue PULSEspencer R ermöglicht präzises Dosieren von

Flüssigkeiten wie DMSO, Wasser, kleinen Molekülen und Biomolekülen

mithilfe von Einwegspritzen. Das System basiert auf drei zentralen

Prinzipien: Miniaturisierung, direkte Verdünnung und schnelle

Volumenverteilung. Diese Funktionen helfen, Arbeitsabläufe effizienter

zu gestalten und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.

Mit seiner kompakten Bauweise und modularen Konzeption

unterstützt der PULSEspencer R eine Vielzahl von Anwendungen –

von Drug Discovery bis Genomik – und ermöglicht Anwendern eine

einfache, reproduzierbare Handhabung.

Die Vorteile auf einen Blick:

– Schnellere Assay-Setups durch intuitive Software

und kontaktloses Dispensing

– Miniaturisierung spart Reagenzien und reduziert Abfall

– Kompakte Bauweise für flexible Integration in jedes Labor

Exhibitor Tutorial: Automatisierte Proteinreinigung

leicht gemacht

Ein weiteres Highlight auf der SLAS 2026 war das Tutorial “CyBio

FeliX as Your Excellent Source of Protein – Now Including the Tough

Ones. Automated purification from antibodies to membrane proteins

in their native lipid environment.”

Bei diesem Tutorial zeigte Analytik Jena, wie die CyBio FeliX

Plattform automatisierte Workflows für Antikörper, markierte Proteine

und sogar Membranproteine ermöglicht – dank innovativer

NativeMP Technologie in Kooperation mit Cube Biotech.

Analytik Jena GmbH+Co. KG

D 07745 Jena

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Halten fest, wo es darauf ankommt:

Elemente mit

Spannkraftverstärkung

Überall, wo wiederholt befestigt und dafür von Hand geschraubt werden muss, zählen Zeit und sicherer Sitz. Deshalb hat

Ganter bewährte Kreuzgriffmuttern, Sterngriffschrauben und verstellbare Klemmhebel mit einer Spannkraftverstärkung

ausgestattet. Ihre kugelgelagerte Spannfläche verdoppelt die Spannkraft und schont gleichzeitig die Oberfläche.

In Industrie und Handwerk erfordern zahlreiche Anwendungen,

dass Bauteile und Vorrichtungen immer wieder in Langlöchern verschoben

oder über Gewindebohrungen neu positioniert werden

müssen. Wo es auf festen Sitz und schnelle Montage ankommt,

punkten die mit einer Spannkraftverstärkung ausgestatteten Kreuzgriffmuttern,

Sterngriffschrauben und verstellbare Klemmhebel von

Ganter. Gemeinsam ist ihnen eine gehärtete und kugelgelagerte

Spannfläche, die auf der Unterlage aufsitzt. Während bei herkömmlichen

Schrauben und Muttern die Unterkopfreibung etwa die Hälfte

des Drehmoments verschluckt, gelangt es hier direkt ins Gewinde.

So lässt sich rein mit Handkraft und ohne Werkzeug eine große

Schraubenlängskraft erzeugen und damit Bauteile schnell und zuverlässig

befestigen. Weil sich die Spannfläche nicht mitdreht, entstehen

auf dem zu spannenden Teil kaum Markierungen und keine

Kratzer oder Riefen.

Der Kreuzgriff mit Spannkraftverstärkung GN 6335.9 aus

schwarzem, schlagfestem Kunststoff gewährleistet eine ergonomische

Kraftübertragung von der Hand auf die darunterliegenden

Stahlteile mit dem Axiallager und der Gewindebuchse. Er ist in vier

Durchmessern zwischen 40 und 80 mm mit Gewinden von M6 bis

M12 verfügbar.

Die Schnellspann-Sterngriffschraube GN 6336.9 verbindet die

Vorteile des Schraubens und Lösens mit weniger als einer Umdrehung

mit den Vorteilen der Spannkraftverstärkung. Ihre auf Knopfdruck

beweglichen Gewindesegmente ermöglichen es, den Schraubenschaft

leicht in die Bohrung einzusetzen und mit maximal einer

Handumdrehung anzuziehen. Die Schraube ist mit M8, M10 und

M12 mit jeweils drei gängigen Schaftlängen lieferbar.

Verstellbare Klemmhebel mit Spannkraftverstärkung GN

300.4 sind standardmäßig mit Innen- oder Außengewinde lieferbar.

Eine Kerbverzahnung im Inneren erlaubt den Anwendern,

die jeweils beste Griffposition zu wählen. Die Hebelgriffe

aus Zink-Druckguss sind entweder verchromt oder in fünf Farbvarianten

kunststoffbeschichtet. Das Axiallager und die übrige

Mechanik darunter sind aus nitriertem bzw. brüniertem Stahl gefertigt.

Wenn für den Einsatz der Schutz vor Korrosion gefordert

wird, eignet sich die baugleiche Ausführung GN 300.7, bei der die

Verstell-, Schraub- und Lagereinheit komplett aus nichtrostendem

Edelstahl hergestellt ist.

Ganter wurde 1894 als mechanische Werkstätte in Furtwangen

im Schwarzwald gegründet. Der erste Ganter Normelemente-Katalog

erschien 1912 – fünf Jahre vor der Gründung des „Normenausschuss

der deutschen Industrie“, dem Vorläufer des Deutschen

Instituts für Normung e. V., kurz DIN genannt. Heute entwickeln,

produzieren und vertreiben 560 Mitarbeiter an zwei Standorten

Normelemente für die gesamte Industrie. Ab Lager sind mehr als

85.000 Teile lieferbar.

Otto Ganter GmbH & Co. KG

Triberger Straße 3

D 78120 Furtwangen

Telefon: +49 7723 65070

Telefax: +49 7723 4659

eMail: info@ganternorm.com

Internet: http://www.ganternorm.com

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Maximale Bewegungsfreiheit auf kleinstem Raum

Kompakt, robust, vielseitig:

Miniatur-Kugelrollen

Miniatur-Kugelrollen, im Bild unten,

aus dem umfangreichen Kugelrollen-

Sortiment von Rodriguez sind die

ideale Wahl für den Einsatz in Messinstrumenten,

dem Leichtbau und

in kompakten Bewegungsaufgaben.

(Bild: Rodriguez)

Mit einem Durchmesser von 4,8 bis 15,8 mm spielen die

Miniatur-Kugelrollen von Rodriguez größentechnisch in

der ganz kleinen Liga, zeigen aber Leistung auf höchstem

Niveau. Sie sind die ideale Wahl für den Einsatz in Messinstrumenten,

dem Leichtbau und in kompakten Bewegungsaufgaben,

zum Beispiel in der automatisierten Fertigung

von mechatronischen Komponenten. Auch in kompakten

Fördermodulen im Reinraum und in der Miniatur-Mechanik

beweisen die Minis ihre Stärke.

Möglichst wenig Bauraum und Gewicht: Diese Vorgabe kannte man

lange Zeit vor allem aus der Robotik und der Halbleitertechnik. Inzwischen

gibt es jedoch auch in vielen anderen Branchen einen

Trend zur Miniaturisierung. Extrem klein und leicht sollen die Produkte

und Lösungen ausfallen, aber dabei maximal leistungsfähig

sein. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn sich die verbauten

Komponenten ebenfalls „klein machen“.

360°-Beweglichkeit für unterschiedlichste Anwendungen

Miniatur-Kugelrollen sind überall dort besonders sinnvoll, wo kompakte

Abmessungen, mehrdimensionale Beweglichkeit und präzises,

schonendes Handling gefragt sind. Sie stellen eine einfache, robuste

und wirtschaftliche Lösung dar, um Bewegungsfreiheit ohne

komplexe Mechanik zu realisieren. Typische Anwendungsbereiche

sind die Förder- und Handhabungstechnik, Montage- und Prüfvorrichtungen,

Medizin- und Labortechnik, Elektronik- und Halbleiterfertigung

sowie der Maschinen- und Vorrichtungsbau.

Robuste Kugelrollen im Kleinformat

Rodriguez bietet Mini-Kugelrollen des Herstellers Alwayse an – bei

Bedarf mit einer Kunststoff-Lastkugel für markierungsfreie und

leichte Anwendungen, auf eine Dichtung wird hier verzichtet. „Rodriguez

ist einer der weltweit größten Anbieter von Kugel-Transportsystemen“,

erläutert Jörg Schulden, Leiter des Geschäftsbereichs

Lineartechnik. „Unser Sortiment umfasst mehrere Hundert

verschiedene Kugelrollen-Varianten.“

Weitere Miniatur-Ausführungen verschiedener Produkte finden

sich im gesamten Sortiment. Neben besonders kompakten Linearführungen

werden unter anderem Miniatur-Kugelgewindetriebe

angeboten. Im rotativen Bereich bieten Miniatur-Kugeldrehverbindungen

Höchstleistung auf kleinstem Raum, während sich Dünnringlager

als schlanke Problemlöser einen Namen gemacht haben.

Auf Basis der kompakten Komponenten entwickelt Rodriguez aber

natürlich auch kundenspezifische Systemlösungen.

Rodriguez GmbH

D 52249 Eschweiler

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Ultraschallschweißen schafft die Voraussetzung für robuste und nachhaltige Systeme

RFID im Mehrwegbecher

Mehrwegbecher mit

ultraschallverschweisstem

RFID-Chip.

(Bild: RINCO ULTRASONICS AG)

Digitale Pfand- und Bezahllösungen gewinnen im Umfeld von Gastronomie,

Events und Self-Service-Konzepten zunehmend an Bedeutung.

Damit ein Mehrwegbecher Teil solcher Systeme werden

kann, muss er eindeutig identifizierbar sein. Eine konkrete Kundenanfrage

aus der DACH-Region zeigt, wie sich ein RFID-Chip dauerhaft

und funktionssicher in den Boden eines Polypropylen-Bechers

integrieren lässt. Der folgende Anwendungsbericht beschreibt die

technischen Rahmenbedingungen und den gewählten Fügelösungsansatz

mit Ultraschalltechnologie, realisiert von RINCO UL-

TRASONICS.

RFID als Enabler für automatisierte Pfand- und Bezahlsysteme

Wird ein RFID-Chip direkt im Becherboden integriert, lassen sich

Mehrwegbecher eindeutig identifizieren und in digitale Prozesse

einbinden. Anwendungen reichen von bargeldlosen Zahlungen an

Ausgabestationen über automatisierte Pfandrückerstattung bis hin

zur lückenlosen Nachverfolgung einzelner Becher im Umlauf. Betreiber

profitieren von vereinfachten Abläufen, geringeren Prozesskosten

und einem besseren Schutz vor Missbrauch, etwa durch das

Einlösen nicht systemzugehöriger Becher. Grundvoraussetzung dafür

ist jedoch eine sichere, dauerhafte und geschützte Integration

des Chips in den Kunststoffbecher.

Technische Herausforderungen bei der Integration

in PP-Becher

Mehrwegbecher sind im täglichen Gebrauch mechanischen Belastungen,

häufigem Waschen und Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Fügestelle.

Der RFID-Chip muss dauerhaft wasserdicht eingeschlossen sein,

um auch nach zahlreichen Spülzyklen zuverlässig zu funktionieren.

Gleichzeitig darf er weder beschädigt noch nachträglich manipuliert

oder entfernt werden können.

Cyril Geisser, Projektleiter bei RINCO ULTRASONICS, erklärt:

«Eine Herausforderung war das Material selbst: Polypropylen

(PP) verlangt eine sehr präzise Ermittlung der Parameter, um unkontrolliertes

Schmelzen zu vermeiden. Gleichzeitig durfte die

Elektronik des Chips beim Schweissen keinesfalls überhitzen. Zudem

wünschte der Kunde eine optisch saubere Schweissnaht, die

das Erscheinungsbild des Bechers nicht beeinträchtigt.»

Ultraschallschweißen als zuverlässige Fügelösung

Zur Umsetzung dieser Anforderungen fiel die Wahl auf das Ultraschallschweissen.

Das Verfahren ermöglicht eine gezielte, lokal begrenzte

Erwärmung des Kunststoffs direkt an der Fügestelle. Dadurch

wird der PP-Becherboden kontrolliert verschmolzen, ohne

den RFID-Chip thermisch zu belasten. Es entsteht eine stoffschlüssige

Verbindung, die dicht, stabil und manipulationssicher ist.

Die relevanten Prozessparameter – darunter Amplitude,

Schweisskraft, Energie und Zeit – lassen sich präzise einstellen und

überwachen. So kann die Schweissung exakt an das Material und die

Bauteilgeometrie angepasst werden. Für eine einfache und ergonomische

Handhabung wurde eine spezielle Aufnahme mit Schiebetisch

konzipiert, die eine schnelle Bestückung ermöglicht. Kurze Zykluszeiten

machen das Verfahren wirtschaftlich und prädestinieren

es für den Einsatz in der automatisierten Serienfertigung.

Mehrwert für Betreiber und Umwelt

Durch die Ultraschallschweissung wird aus einem herkömmlichen

Mehrwegbecher ein langlebiges, digitales Systemelement. Betreiber

profitieren von automatisierten Prozessen, reduzierten Betriebskosten

und einer verbesserten Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig unterstützt

die Lösung nachhaltige Konzepte, da die Becher über lange

Zeit im Umlauf bleiben und Ressourcen geschont werden.

„Der Anwendungsfall zeigt, welches Potenzial in der Kombination

von Kunststoffbauteilen und integrierter Elektronik steckt – vorausgesetzt,

die Fügetechnik ist präzise und zuverlässig“, erklärt Cyril

Geisser, Projektleiter bei RINCO ULTRASONICS. „Wir beobachten

eine steigende Nachfrage nach solchen Lösungen. In diesem Projekt

hat sich der Kunde bewusst an uns gewandt, weil unser Umweltmanagement

nach ISO 14001 zertifiziert ist und wir konsequent an

umweltfreundlichen und nachhaltigen Produktlösungen arbeiten.“

RINCO ULTRASONICS AG

CH 8590 Romanshorn 1

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Veranstaltungen im März 2026

Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken

10.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Praxiskurs Dampfsterilisation

Veranstaltungsort: Horn, Schweiz, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

10.03.2026 Seminar Reinstwasser im GMP-Umfeld

Veranstaltungsort: Aesch BL (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

11.03.2026 - 12.03.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

11.03.2026 - 12.03.2026 Symposium Aktuelle Trends im Biomanufacturing

Veranstaltungsort: Stuttgart, Veranstalter: ISPE - DACH

11.03.2026 Seminar Anforderungen an die QA-Oversight

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

12.03.2026 Webinar Single-Use Systems - What you need to know - Live Online Training

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

12.03.2026 Seminar Reinraum-Lufttechnik, Risikoanalyse und Qualifizierung

Veranstaltungsort: Unterägeri (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

13.03.2026 - 14.03.2026 Seminar Aseptische Herstellung atoxischer Parenteralia

Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH

16.03.2026 - 17.03.2026 Seminar Validierung von Prüf- und Testmethoden

Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

16.03.2026 - 20.03.2026 Seminar Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining

Veranstaltungsort: München/Dachau, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

17.03.2026 - 18.03.2026 Webinar Cross Contamination Control - Live Online Training - Implementation

of a Cross Contamination Control Strategy

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

17.03.2026 Seminar Medical Grade Plastics – Kunststoffe in der Medizintechnik

Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

17.03.2026 Tagung Reinraum-Stammtisch: „Retrofit − Nachrüstung von Lüfter-Filter-Modulen (FFU)

an Maschinen für ein integriertes Minienvironment“

Veranstaltungsort: Kahla, Veranstalter: COLANDIS GmbH

17.03.2026 - 18.03.2026 Konferenz LABOR IMPULS FORUM

Veranstaltungsort: München, Veranstalter: uniko GmbH

18.03.2026 - 20.03.2026 Webinar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 27.03.2026 Messe analytica 2026

Veranstaltungsort: München, Veranstalter: Messe München GmbH

24.03.2026 - 26.03.2026 Messe LOUNGES 2026

Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Inspire Media GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz Trends in Barrier Systems & Robotics - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP for Prefilled Syringes - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz European Aseptic Technologies & Annex 1 Conference - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Konferenz GMP-compliant Clean Rooms and Facilities - Part of Pharma Congress 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.03.2026 - 25.03.2026 Kongress GMP PharmaCongress & GMP PharmaTechnica Expo 2026

Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

25.03.2026 Seminar Hygienic Design – Reinigungsgerechte Gestaltung von Maschinen,

Anlagen und Komponenten

Veranstaltungsort: Ostfildern, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

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Veranstaltungen im April 2026

Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken

07.04.2026 Seminar Reinheit und Messtechnik für pharmazeutische Gase

– Mit Messtechnik Workshop

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

08.04.2026 Seminar Mikrobiologie im GMP-Umfeld

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

09.04.2026 Seminar Reinraum-Basiswissen inkl. Workshop

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

14.04.2026 Seminar GMP-gerechte Kalibrierung

Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

14.04.2026 - 17.04.2026 Messe PaintExpo 2026

Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: Leipziger Messe GmbH

15.04.2026 - 16.04.2026 Workshop Praxisworkshop Reinigungsvalidierung

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

15.04.2026 - 16.04.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche

Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG

21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Clean Rooms and HVAC Systems - Live Online Training

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Validierung von sterilen und aseptischen Prozessen (QV 3)

- Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

21.04.2026 - 22.04.2026 Webinar Aseptic Process Simulation – APS (Media Fill

– Validierung aseptischer Prozesse) (S 7)

- Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

24.04.2026 - 25.04.2026 Seminar Sicherheitstraining Zytostatika

Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH

27.04.2026 - 29.04.2026 Training & Schulung Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat

Veranstaltungsort: ReinraumTrainingCenter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH

27.04.2026 Kongress 30. Swiss Cleanroom Community Event

Veranstaltungsort: Pratteln (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

28.04.2026 - 30.04.2026 Seminar Dichtigkeitsprüfung & Visuelle Kontrolle von Parenteralia

Veranstaltungsort: Mannheim, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

28.04.2026 Seminar Grundlagen der Computersystemvalidierung (CSV)

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

29.04.2026 Seminar Reinraum Qualifizierung und Monitoring

Veranstaltungsort: Wattwil (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

30.04.2026 Seminar GMP-Grundlagen für Neueinsteiger für Pharma, Medtech und Spitalpharmazie

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH) , Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH

Impressum:

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366

info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997

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